Decision ID: 005777d0-248d-4b81-922a-002cb5d6be4f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1961 geborene
X._
ist gelernter Maschinenmechaniker und arbei
tete von Mitte 1987 bis Mitte 1999 als Heizungsmonteur und anschliessend bis Mitte 2004 als Heizungszeichner bei der
Y._
(Urk. 8/3, Urk. 8/5, Urk. 8/54). Am 28. Juni 1998 erlitt er bei einem Sprung in ein Bassin eine Fraktur der Wirbelsäule (Urk. 8/4/12). In der Folge meldete sich der Versi
cherte am 24. Juli 1998 wegen einer Berstungsfraktur des Halswirbelkörpers (HWK) 4 mit arm- und handbetonter Tetraparese beidseits (Urk. 8/1) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an und beantragte Berufsberatung sowie Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit (Urk. 8/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte den Arbeit
geberbericht der
Y._
vom 6. August 1998 ein (Urk. 8/5), zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) bei (Urk. 8/4, Urk. 8/10, Urk. 8/13) und klärte berufliche Eingliederungsmassnahmen ab (Urk. 8/6). In deren Rahmen gewährte sie dem Versicherten mit Verfügung vom 7. Juli 1999
eine
Umschulung
zum
Heizungszeichner (Urk. 8/17). Er schloss diese verkürzte Lehre am 3. Juli 2001 mit dem Fähig
keitszeugnis ab (Urk. 8/20) und arbeitete anschliessend zu 100 % als Heizungs
zeichner
bei der
Y._
(Urk. 8/54). Mit Mitteilung vom 13. Dezember 2001 (Urk. 8/21) zeigte die IV-Stelle dem Versicherten seine rentenausschliessende Eingliederung an.
1.2
Unter Hinweis auf seinen sich verschlechternden Gesundheitszustand und die daraus resultierende 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 8. Juli 2002 beantragte der Versicherte mit Schreiben vom 20. August 2002 eine Rente (Urk. 8/22). Daraufhin tätigte die IV-Stelle beruflich-erwerbliche (Urk. 8/25, Urk. 8/41) sowie medizinische (Urk. 8/23, Urk. 8/24, Urk. 8/26) Abklärungen und
zog
die Akten der SUVA
bei
(Urk. 8/33). Mit Verfügung vom 18. Juni 2003 sprach die SUVA dem Versicherten eine 50%ige Invalidenrente sowie eine Integritätsent
schädigung von 35 % zu (Urk. 8/35). G
estützt auf einen Invali
ditäts
grad von 50 % hiess die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom 25. November 2003 gut und erkannte ihm eine ha
lbe Inva
li
den
rente
mit Wirkung ab dem
1.
August 2003
zu (Urk. 8
/43).
1.3
Am 20. September 2004 gründete der Versicherte mit
Z._
die
A._
(Handelsregiste
rauszug vom 2. März 2009, Urk. 8/70
/24-25).
1.4
Im Rahmen der im Jahre 2006 von der IV-Stelle eingeleit
eten amtlichen Revi
sion (Urk. 8/52
) erging mit Schreiben vom 19. Januar 2007 (Urk.
8/61
) die Mit
teilung, bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades habe keine rentenbeeinflus
sende Änderung festgestellt werden können.
1.5
Am 27. Januar 2009 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, seine GmbH floriere und er h
abe daher mehr Einkünfte (Urk. 8/67
). Mit Sc
hreiben vom 3. März 2009 (Urk. 8
/69) reichte
er
diverse Unterlagen (Urk. 8/70
) ein, darunter insbesondere die Lohna
usweise 2004 bis 2008 (Urk. 9/70
/28-37) sowie den Kontoauszug der Löhne von 2005 bis 2007 (Urk. 9/68/38-41).
Am 26. April 2010 verfügte
die
IV-Stelle die Einstellung der halben Invalid
enrente per 31. Mai 2010 (Urk. 8/105). Die g
egen diese Verfügung erhob
ene Beschwerde des Versicherten vom 2
6. Mai 2010
(Urk. 8/111/3-13) hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 20. Juni 2011 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfü
gung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zu ergänzenden medizinischen und beruflich-erwerblichen Abklärungen zurückwies (Urk. 8/119, Prozess Nr. IV.2010.00510).
1.6
In der Folge tätigte die IV-Stelle
medizinische (Urk. 8/123, Urk. 8/124, Urk. 8/125)
sowie
erwerbliche (Urk. 8/137)
Abklärungen
,
liess den Versicherten durch das
B._, C._
, polydisziplinär begut
achten (Gutachten vom 18. August 2012, Urk. 8/136)
und holte den Abklä
rungsbericht für Selbständigerwerbende vom 9. November 2012 (Urk. 8/148) ein. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/151, Urk. 8/152, Urk. 8/154) stellte die IV-Stelle die halbe Rente des Versicherten mit Verfügung vom 29. Januar 2013 per Ende
Februar
2013 ein (Urk. 2).
Am 1. Februar 2013 verfügte die IV-Stelle die Nachzahlung der halben Invalidenrente für den Zeit
raum vom 1. Juni
2010
bis 2
8.
Februar 2013 (Urk. 8/159).
2.
Gegen die Verfügung vom 29. Januar 2013
erhob der Versicherte am 28. Februar 2013 Beschwerde
mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 8. April 2013 schloss die Beschwerdegeg
nerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 9. April 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die Entscheidfin
dung erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung [
IV
G]
).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserhebli
chen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts
konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2
.
2.1
Die Beschwerdegegnerin machte zusammengefasst geltend,
ohne gesundheitli
che Beeinträchtigungen könnte der Beschwerdeführer im Jahre 2012 ein Jahres
einkommen von Fr. 146‘886.-- erzielen. Im Vergleich zum Invalideneinkommen von Fr. 93‘425.--, welches sich aus dem Lohn sowie der Hälfte der Gratifikation je der Jahre 2010 und 2011 zusammensetze, ergebe sich eine Erwerbseinbusse von Fr 53‘461.--, was einem Invaliditätsgrad von 36 % entspreche (Urk. 2 S. 2).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, er sei vor dem Unfall
ereignis vom 28. Juni 1998 schon längere Zeit für die Übernahme der Unternehmung seines Schwiegervaters vorgesehen gewesen. Die Übernahme habe wegen der durch das Unfallereignis anhaltenden Gesundheitsbeeinträchti
gung nicht erfolgen können, weshalb das Unternehmen zu Beginn des Jahres 2003 verkauft worden sei. Zu klären sei daher, welchen Verdienst er als Geschäftsführer der
Y._
hätte erzielen können.
Bei der
A._
erziele er bei einem Arbeitspensum von 50 % jeweils auch die Hälfte des Lohnes seines Geschäftspartners. Beim Bonus sei aufgrund der nur hälftigen Arbeitsleistung nur die Hälfte für die Bestimmung des Invali
deneinkommens zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 7 ff.).
3.
3.1
Streitgegenstand bildet vorliegend die verfügte Aufhebung der bisherigen hal
ben Invalidenrente. Zu prüfen ist daher, ob eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, welche eine Ren
tenaufhebung rechtfertigt (BGE 130 V 75 E. 3.2.3). In medizinischer Hinsicht ist unbestritten und gestützt auf das auf Geheiss des hiesigen Gerichts (vgl. Urteil vom 20. Juni 2011, Urk. 9/119) eingeholte Gutachten des
B._
vom 18. August 2012 (Urk. 8/136) ausgewiesen, dass keine Veränderung stattfand
und der Beschwerdeführer seit Abschluss der Umschulung in angepasster Tätigkeit zu 50 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist (Urk. 8/136/25).
Str
eit
ig ist vor
liegend einzig, ob eine Veränderung in erwerblicher Hinsicht und des sich dar
aus ergebenden Invaliditätsgrades stattgefunden hat.
Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob beim Valideneinkommmen die vom Beschwerdeführer für den Gesundheitsfall behauptete Übernahme der Geschäftsführung bei der
Y._
zu berücksichtigen ist und ob beim Invalideneinkommen die aus
gerichteten Bonuszahlungen nur zur Hälfte oder ganz anzurechnen sind.
3.2
Für die Beurteilung der Frage, ob eine anspruchserhebliche Änderung eingetre
ten ist,
wäre gemäss dem Urteil des hiesigen Gerichts
der Sachverhalt zur Zeit der
ursprünglich strittigen
Aufhebung per
Ende Mai 2010 zu vergleichen gewesen
mit dem Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der letzten, auf materieller Prüfung beruhenden, de
m
Beschwerdeführer eröffneten, rechtskräftigen Verfü
gung bestanden hat (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 76 f.).
Indes
hob die Beschwerdegegnerin die Rente mit der angefochtenen Verfügung vom 29. Januar 2013 per Ende Februar 2013 auf und verfügte die Nachzahlung der halben Invalidenrente vom 1.
Juni 2010 bis 28. Februar 2013 weshalb die
Revisionsvoraussetzungen unter Berücksichtigung der Verfügung vom 29. Januar 2013 zu prüfen
sind
.
3
.3
Vergleichsbasis bildet die Verfügung vom 25. November 2003 (Urk. 8/43
in Ver
bindung mit
Urk.
8/42
). Darin ergab der Einkommensvergleich
ein
Validen
einkommen von Fr. 98‘800.
--
und ein
Invalideneinkommen von Fr. 49‘400
.--. Aufgrund des IK-Auszuges vom 2. November 2005 (Urk. 8/57) sowie der Anga
ben der
A._
vom 10. Januar 2007 (Urk. 8/59) wurde im darauffolgenden Revisionsverfahren keine Veränderung in erwerblicher Hinsicht festgestellt (Urk. 8/60), so dass der Beschwerdeführer wei
terhin Anspruch auf eine halb
e Rente hatte.
3.4
Im Revisionsverfahren, das zur bestrittenen Verfügung führte, klärte die Beschwerdegegnerin die erwerbliche Situation nach dem Rückweisungsent
scheid des hiesigen Gerichts erneut ab, indem sie den Auszug aus dem Individu
ellen Konto (IK-Auszug) vom 12. September 2012 (Urk. 8/137) sowie die Lohn
ausweise der Jahre 2008 bis 2011 (Urk. 8/145) zu den Akten nahm. Weiter liess sie durch ihren Abklärungsdienst den Abklärungsbericht für Selbständigerwer
bende vom 9. November 2012 (Urk. 8/148) erstellen.
3.5
3.5.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validenein
kommens entscheidend, was die versicherte
Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
Bei der Festsetzung des Valideneinkommens ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berück
sichtigen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Ablegung von Prüfungen etc. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen berufli
chen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksich
tigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29; AHI 1998 S. 166 E. 5a, I 287/95; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97 E. 3b,
U
110/92; Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2010 vom 24. November 2010
E.
4.2 mit Hinweisen).
3.5.2
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführte, bleibt vorliegend unklar, ob der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall die
Y._
übernom
men bzw. deren Geschäftsführung angetreten hätte. Zwar ergibt sich aus den Akten, dass sich der Beschwerdeführer 1985 mit der Tochter des Geschäftsinha
bers der
Y._
verheiratete (Urk. 8/136
S. 11
, Urk. 3/8)
und seit 1987
bis zur Gründung der
A._
in diesem Betrieb gearbeitet hatte (Urk. 8/3). Ebenfalls
ist aktenkundig, dass sein Schwiegervater die einstige Firmenübernahme durch den Beschwerdeführer so
wie einen weite
ren Mitarbeiter plante
(Urk. 3/24 S. 2). Allerdings lässt sich allein aus diesen Angaben eine Firmenübernahme durch den Beschwerdeführer nicht mit dem nötigen Beweisgrad herleiten. So
erfolgte 2002 die Trennung und Scheidung des Beschwerdeführers von der Tochter des Geschäftsinhabers de
r
Y._
, wobei nicht der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
son
dern derjenige seiner Ex-Frau
ausschlaggebend war
(
Urk.
8/136/12)
. Ebenfalls lässt die Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer
2002
um einen Kauf der
Y._
bemüht
e
, jedoch dieses Vorhaben aufgrund unpässlicher Konditionen nicht weiter verfolgt
e
(Urk. 8/148/
2), und die Firma in der Folge per 1. Januar 2003 in eine Holding integriert wurde (Urk. 3/23),
Zweifel auf
kommen an der Darstellung des Beschwerdeführers, wonach die Geschäfts
nachfolge bei der
Y._
ausschliesslich an seinem Gesund
heitszustand scheiterte.
Im Übrigen ist völlig unklar, welchen Verdienst der Beschwerdeführer, hätte er ohne seinen Unfall die
Y._
tat
sächlich übernommen, in den folgenden Jahren erzielt hätte. Mithin ist weder die hypothetische Übernahme dieser Firma im Gesundheitsfall mit dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, noch liesse sich bei ent
sprechender Annahme ein hypothetisches Valideneinkommen bestimmen, nach
dem diese Firma seit rund 10 Jahren nicht mehr existiert.
Auf der anderen Seite ist offen, wie die berufliche - und damit auch die einkom
mensmässige - Weiterentwicklung des Beschwerdeführers ohne Gesund
heitsschaden verlaufen wäre, insbesondere ob er auf eigene Kosten ebenfalls eine zweijährige Zusatzlehre als Heizungszeichner absolviert hätte, wenn sie ihm nicht aufgrund seines Unfalls von der IV-Stelle mittels Taggeldzahlungen ermöglicht worden wäre. Da seine jetzige Tätigkeit die Administration und Geschäftsführung aber auch die Planung des Einbaus von Heizungen umfasst (Urk. 8/148/3), ist nämlich fraglich, ob er seinen beruflichen und einkommens
mässigen Aufstieg in den letzten Jahren auch ohne die Zusatzlehre als Hei
zungszeichner zuwege gebracht hätte.
Wie es sich damit genau verhält, kann
jedoch
aufgrund nachfolgender Überlegungen offen bleiben.
3.5.3
Unbestritten und aufgrund der Akten belegt ist, dass sich der Beschwerdeführer als Geschäftsinhaber und –führer der
A._
für sein 50%iges Arbeitspensum die Hälfte des Lohnes seines Geschäftspartners, welcher ein 100%-Pensum leistet, ausrichtet. Ebenfalls ist aktenkundig, dass der Geschäfts
partner wie auch der Beschwerdeführer trotz unterschiedlich hohem Pensum jeweils den gleich hohen Bonus beziehen (Urk. 8/148/3).
Der Jahreslohn
des Beschwerdeführers
betrug 2008 Fr. 41‘600.-- und in den Jahren 2009 bis 2011 jeweils Fr. 61‘750.--. Die Bonuszahlungen variierten von Fr. 64‘533.-- 2008, über Fr. 43‘700.-- 2009 und Fr. 55‘000.-- 2010 zu Fr. 68‘000.-- 2011 (vgl. Lohnausweise 2008 bis 2011, Urk. 8/145).
Selbst unter der Annahme, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfalle gleichviel verdiente wie sein Geschäftspartner und ihm
daher
ein Lohn von Fr. 123‘500.-- (61‘750 x 2) sowie eine durchschnittliche Bonuszahlung von Fr. 55‘567.-- ((43‘700 + 55‘000 + 68‘000) ./. 3) angerechnet wird, woraus ein Valideneinkommen von
Fr. 179‘067.--
resultiert
e
, erg
ibt
sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad.
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vortrug, ist beim Invalideneinkommen
nämlich
der Bonus in voller Höhe
einzubeziehen
. Die Geschäftsgründung der
A._
wie auch die Abmachung, dass beiden Geschäftsinha
bern der gleich hohe Bonus ausbezahlt wird, erfolgte nach dem Unfall. Damit kann von einer gerechten Verteilung des Geschäftsgewinnes
zwischen den
Geschäftspartner
n
ausgegangen
werden
. Nicht dargelegt ist nämlich, dass die Hälfte der Bonuszahlung als Soziallohn zu qualifizieren ist. Ebenfalls machte der Beschwerdeführer nicht geltend, dass er im Gesundheitsfall einen doppelten Bonus verdienen würde. Zudem ist es üblich, dass der Geschäftsgang nicht nur vom effektiv gleichen Arbeitspensum abhängt, sondern Geschäftsinhaber wich
tige Entscheidungen gemeinsam fällen.
Dies
legt auch die Aussage des Beschwerdeführers
, der Bonus sei als Abgeltung für gleichermassen getragenes Geschäftsrisiko gedacht
(Urk. 8/148/3)
, nahe. Aus dem Gesagten errechnet sich ein Invalideneinkommen von Fr. 117‘317.--
(
Fr.
61‘750
.--
+
Fr.
55‘567
.--
).
Gemessen am
maximal möglichen
Valideneinkom
men
von Fr. 179‘067.-- resul
tiert
bei einer Differenz von Fr. 61‘750.--
(
Fr.
179‘067
.--
–
Fr.
117‘317
.--
) eine Einschränkung bzw. ein Invaliditätsgrad von rund 35 % (
Fr.
61‘750
.--
./.
Fr.
179‘067
.--
), womit der von der IV-Stelle errechnete Invaliditätsgrad von 36 % im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Damit hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die bis anhin ausgerichtete halbe Rente aufgehoben. Da der Herabset
zungszeitpunkt per Ende Februar 2013 wie ausgeführt (vgl.
E. 3.2)
zu keiner Korrektur Anlass gibt, ist die Beschwerde abzuweisen.
4.
Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und vorliegend auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwer
deführer aufzuerlegen.