Decision ID: 827bf7fb-a226-4b75-ad33-17969f0ce843
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1958 geborene
X._
erlernte in ihrem Heimatland den Beruf der
Hebamme und
liess sich 1980 in der Schweiz nieder (Urk. 7/2/1, Urk. 7/2/4). Ab dem
1.
Januar 1990 arbeitete sie als Fachangestellte Gesundheit im Spital
Y._
, wobei ihr Arbeitspensum vor Eintritt des Gesundheitsschadens 70
%
betrug
(Urk. 7/10/1-2).
Am
5.
Januar 2012 meldete sie sich unter Hinweis auf eine seit dem 2
9.
Juli 2011 bestehende Diskushernie bei der Eidgenössischen In
validenversicherung
zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2).
Die Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge medizinische sowie
erwerbliche Abklärungen, wobei sie
nebst den Berichten der behandeln
den Ärzte
insbesondere
die
von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Rheu
matologie und Innere Medizin, zuhanden der BVK Personalvorsorge des Kan
tons Zürich er
stellte
n Gutachten vom 1
2.
März 2012 (Urk. 7/17) sowie
vom
6.
März 2013
(Urk. 7/29) zu den Akten nahm
.
Mit Vorbescheid vom 13.
November 2013 stellte
sie der Versicherten die Verneinung
d
es Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/38). Hiergegen erhob die Versicherte am
6.
Dezember 2013 (Urk. 7/41), ergänzt am 30. Januar 2014 (Urk. 7/44), Ein
wand, wobei sie einen weiteren Arztbericht einreichte (Urk. 7/45/4).
Nach Rücksprache mit ihrem
Re
gionalen Ärztlichen Dienst (RAD;
Urk.
7/46/2) wies die IV-Stelle das Leistungs
begehren der Versicherten m
it Verfügung vom 8.
April 2014 wie angekündigt ab (Urk. 7/47 = Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 2
0.
Mai 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügun
g sei aufzuheben und es sei ihr
eine an
gemessene Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen und
es
seien medizinische Abklärungen anzu
ordnen
(Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeant
wort vom 1
2.
Juni 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Be
schwerdeführerin am 1
3.
Juni 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lich
keit,
sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsun
fähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbs
un
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Er
werbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu be
messen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier
telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbei
tsunfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
ge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men
, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Un
terlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe
richtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berück
sich
tigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beur
tei
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
der Versicherten sei eine leicht belastende, ideal rückenadaptierte
und rückenschonende Tätigkeit ohne schweres Heben und nicht über längere Zei
t sitzend bereits vor Ablauf des Wartejahres wieder im Rahmen eines 70%-Pen
sums zumutbar
gewesen
. Anhand des Tabellenlohns für eine Hilfstätigkeit im Dienstleistungssektor nahm sie ein Invalideneinkommen von
Fr.
36‘686.15 an und errechnete im Erwerbsbereich eine Einschränkung von 32
%
, was ge
wichtet einen Teilinvaliditätsgrad von 23
%
ergab.
Ferner kam s
ie
zum Schluss, die
Ein
schränkung im Haus
halt
sei nicht so hoch
, dass insgesamt ein Rentenanspruch
be
stehe (Urk. 2).
Dies insbesondere mit Blick darauf, dass
selbst
in der bishe
rigen
Tätigkeit, welche mittelschwer bis schwer sei,
noch
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, sowie unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht (Urk. 6).
2.2
Die Beschwerdeführerin
brachte demgegenüber vor
,
laut ihrem behandelnden Rheu
matologen
sei sie in einer angepassten Tätigkeit zu 50
%
und in der ange
stammten Tätigkeit zu 35
%
arbeitsfähig.
Zu diesem Schluss sei auch Dr.
Z._
gekommen, weshalb sie seit dem
1.
August 2013 eine Invaliden
rente der Pensionskasse beziehe. Hinzugetreten sei eine ausgeprägte Fasciitis plantaris bei
Spreizfüssen,
wes
wegen sie teilweise kaum gehfähig sei
. Da sie keine Lasten über
zehn Kilogramm heben könne, sei ihr eine Pflegetätigkeit überhaupt nicht mehr möglich
(Urk. 1 S. 3)
. Da sie über keine anderen Berufs
kenntnisse verfüge und nur noch eine leichte Tätigkeit ausüben könne, sei ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen. Nachdem die Beschwerde
gegnerin be
züglich ihrer Restarbeits
fähig
keit von falschen Gegebenheiten ausgegangen sei, seien auch ihre Aus
führungen bezüglich Einschränkungen im Haushaltsbereich nicht zutreffend. Diese seien mittels einer Haushaltabklärung zu ermitteln (Urk. 1 S. 4).
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin,
nannte in seinem Bericht vom 2
4.
Januar 2012 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein lumboradikuläres Syndrom vorwiegend L3 mit Diskushernien L2/3 sowie L3/4, beide nach kranial luxiert links bei Quadriceps- und Iliopsoasparese links (Urk. 7/8/2). Er führte aus, die Beschwer
deführerin sei sowohl in der Beweglichkeit als auch in der motorischen Funk
tion und Belastbarkeit stark eingeschränkt, weshalb sie in der zuletzt ausgeüb
ten
Tätigkeit vom 2
9.
Juli 2011 bis zum
6.
November 2011 zu 100
%
und seit dem
7.
November 2011 zu 65
%
arbeitsunfähig sei beziehungsweise gewesen sei. Die Prognose sei aber günstig (Urk. 7/8/3).
3.2
Die Ärzte des
Spitals B._
nannten in ihrem Bericht vom 2
2.
Februar 2012 die Diagnosen eines lumboradikulären Schmerzsyndroms L3 und L4 links bei sensomotorischer Ausfallsymptomatik L3 und L4 links sowie nach kaudal hernierter Diskushernie L2/3 und Diskushernie L3/4 (Urk. 7/12/6). Sie gaben an,
sie hätten die Beschwerdeführerin vom 1
8.
November bis am 1
4.
Dezember 2011
behandelt (Urk. 7/12/6). Während dieser Zeit sei sie in der zuletzt ausge
übten
Tätigkeit als Krankenpflegerin zu 50
%
arbeitsunfähig beziehungsweise während
vier Stunden pro Tag arbeitsfähig gewesen. Eingeschränkt sei sie bei langem Sitzen und Stehen sowie beim Heben, Schieben und Tragen von schweren Lasten von über zehn Kilogramm. Als Pflegefachfrau müsse sie die Körperpflege
der Patienten machen und ihnen beim Aufstehen und Gehen hel
fen, wobei sie
demnach eingeschränkt sei. Aufgrund von Beinparese und Zu
nahme der Schmer
zen in bestimmten Körperhaltungen betrage die Arbeitsfähig
keit aktuell 50
%
beziehungsweise vier Stunden pro Tag. Bei einer Verbesserung der Beinparese
könne das Arbeitspensum im Verlauf gesteigert werden. Die Prognose sei günstig.
Bisher habe ein guter Verlauf stattgefunden und es sei unter der durchgeführten Schmerztherapie zu einer Schmerzlinderung und im Verlauf zu einer Verbesse
rung der Muskelparese gekommen. Die weitere Beur
teilung erfolge durch den Haus
arzt (Urk. 7/12/7-8).
3.3
Dr.
Z._
hielt in seinem Gutachten vom 1
2.
März 2012 als Diagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein lumbospondylogenes Syndrom links (ICD-10:
M54.4) fest. Dies bei residueller sensomotorischer Reiz- und Ausfallssymp
to
matik L3 bis L5 links, mit korrespondierender, nach kaudal luxierter Dis
kus
hernie L2/3 links, bei degenerativen
Veränderungen der Lendenwirbelsäule
, bei Status nach epiduralen In
filtrationen L3/L4 links am 13.
September und am
1
7.
Oktober 2011 sowie bei einer Haltungsinsuffizienz (Urk. 7/17/9).
Er gab an, die
akuten radikulären Reizerscheinungen hätten mit den epiduralen Infiltratio
nen behoben werden können (Urk. 7/17/9).
Anhaltspunkte für eine akute Eng
passsymptomatik bestünden derzeit klinisch nicht mehr. Dennoch zeige sich eine Schwäche des Quadrizepsmuskels, der Hüftbeuger und der Zehenheber als
Residualsymptomatik
der Nervenwurzelbeeinträchtigung
. Neben der Wurzel
symp
tomatik bestünden bei radiologisch dokumentierten Abnützungserschei
nungen der Lendenwirbelsäule Insuffizienzen im Bereich der rumpfstabilisieren
den Muskelgruppen, die durch ungenügende Rumpfstabilisation das Auftreten von
Beschwerderezidiven in Belastungssituationen begünstigten. Das arbeits
medizi
ni
sche Problem aus rheumatologischer Sicht bestehe in einer verminder
ten Be
lastbarkeit des Achsenorganes für Tätigkeiten mit schwerem Heben und Tragen von Lasten, sowie für Arbeiten in wirbelsäulenbelastenden Zwangsposi
tionen längerdauernd rein stehend, rein sitzend,
in vornübergeneigten Körper
haltungen oder mit repetitiv rumpfrotierenden Stereotypien
. Zumutbar sei
en körperlich leicht belastende
Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechs
elpo
sitionen in einem zeitlich
vollen Pensum
respektive im bisherigen Pensum von 70
%
. Die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit werde von der Beschwerdeführerin trotz regel
mässi
ger Beschwerderezidive in Belastungs
situationen derzeit wieder in ei
nem 50%igen
Pensum (Hälfte des vormals ausgeübten 70%igen Pensums) aus
geübt.
In diesem Umfang sei sie auch zumutbar
, wobei stärker rückenbelastende Tätig
keiten soweit möglich zu meiden seien
.
Eine Steigerung sollte möglich sein.
Der weitere Belastungsaufbau solle nach Massgabe der Beschwerden unter Fortfüh
rung der konservativen Massnahmen versucht werden
. Eine definitive Stellung
nahme zu längerfristig bleibenden Einschränkungen der Arbeitsfähig
keit könne derzeit noch nicht abgebeben werden. Bei Unmöglichkeit, die derzeit bestehende Arbeitsfähigkeit schrittweise wieder auf das zuvor ausgeübte Pen
sum zu steigern, empfehle er eine Verlaufsuntersuchung in sechs bis neun Mo
naten (Urk. 7/17/10
-11
).
3.4
Am
5.
Juni 2012 gab
Dr.
A._
an, die Arbeitsfähigkeit habe ab dem 14. Mai 2012 von 35 auf 45
%
gesteigert werden können (Urk. 7/24/2).
Seinem Bericht vom 1
1.
Februar 2013 ist zu entnehmen,
die 45%ige Arbeitsfähigkeit respektive 55%ige Arbeitsunfähigkeit habe bis am 2
6.
Oktober 2012 best
anden. Seit dem
2
7.
Oktober 2012 sei sie indes wieder vollumfänglich arbeitsunfähig (Urk. 7/28/3)
. Er fügte an, auf längere Sicht sei wieder mit dem Erlangen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten und einer 100%igen Arbeitsfä
higkeit in
einer angepassten Tätigkeit zu rechnen
. Als Diagnosen nannte er nun ein chro
ni
sches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, eine massive psychoso
ziale Belas
tungssituation
und ein leichtes bis mittelschweres depressives Zu
standsbild bei drohender Kündigung
(Urk. 7/28/2).
Am 2
1.
Januar 2014 gab
Dr.
A._
an, die
Beschwerdeführerin sei in der angestammten Tätigkeit maxi
mal zu 35
%
arbeits
fähig, da sie im Pflegedienstbereich schwere Lasten heben müsse und keine ergo
nomische Position einnehmen könne. Eine angepasste Tä
tigkeit sei anfänglich zu 50
%
möglich und auf 100
%
steigerbar (Urk. 7/45/4).
3.5
Am 1
9.
Dezember 2012
untersuchte
Dr.
Z._
die Beschwerdeführerin erneut, worüber er am
6.
März 2013
sein Gutachten erstattete
(Urk. 7/29).
Als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er nun ein lumbover
te
brales bis -spondylogenes Syndrom links (ICD-10: M54.5 respektive M54.4). Einer kleinen, asymptomatischen Nabelhernie, differentialdiagnostisch Narben
bruch bei Status nach laparoskopischer Sterilisation, mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 7/29/9).
Dr.
Z._
hielt fest, die unter den Belas
tungen im Pflegeberuf rezidivierende Rückenschmerz
problematik
habe sich un
ter den zweimalig durchgeführten epiduralen Infiltrationen namhaft und an
haltend gebessert, sodass klinisch derzeit keine radikulären Reizerscheinungen mehr objektivierbar seien.
Auch der Neurochirurg
habe bei einer Rückbildung der vormaligen Paresen sowie der im MRI vormals dargestellten Diskushernie keine Indikation mehr für ein chirurgisches Vorgehen gesehen
. Die Beschwer
de
führerin wirke betrübt und sei teilweise den Tränen nahe, wenn sie die be
vor
stehende Kündigung thematisiere, scheine jedoch keinesfalls in höhergradi
gem Ausmass deprimiert und sei bei freundlicher und adäquater Grundstim
mung emotional gut auslenkbar und spürbar. Die 100%ige Krankschreibung infolge einer Depression k
önne er nicht nachvollziehe
n
. Das arbeitsmedizinische Prob
lem aus rheumatologischer Sicht bestehe in einer verminderten Belastbar
keit des
Achsenorganes für wirbelsäulenbelastende Tätigkeiten mit schwerem Heben und Tragen von Lasten sowie für Arbeiten in wirbelsäulenbelastenden Zwangs
posi
tionen fort. Hingegen seien wirbelsäulenadaptierte körperlich leicht belastende Tätigkeiten
sowie die Führung eines Erwachsenenhaushalts in einem Vollpen
sum zumutbar
. Die zuletzt ausgeübte Pflegetätigkeit auf einer Demenz
abteilung, mit anamnestisch Notwendigkeit zur Mobilisation
von teils nicht ko
operativen und adipösen Patienten sei aufgrund der dokumentierten Abnüt
zungserschei
nungen der Lendenwirbelsäule mittelfristig als ungünstig zu be
zeichnen und
erscheine, wie teilweise und
b
ei guter Motivation auch praktiziert, in einem 50-
b
is
60%igen Teilpensum zumutbar, je nachdem, ob den Limitie
rungen bezüglich wirbelsäulenbelastender Arbeiten Beachtung geschenkt wer
den könne. Da dies jedoch im Arbeitsalltag einer Pflegeabteilung kaum reali
sierbar sei, dürfe eine Reintegration der Beschwerdeführerin schwierig werden
. Zusammenfassend gelangte
Dr.
Z._
zum Schluss, aus rein rheumatologi
scher Sicht sei die Be
schwerdeführerin bezogen auf ein 100%-Pensum
bei Mei
den von rücken
be
las
tenden Arbeiten mit schweren Hebe- und Tragbelastungen sowie
von
Arbei
ten in vorgeneigten, gebückten Körperpositionen zu 60
%
ar
beits
fähig. Sofern diesen Einschränkungen nicht hinreichend Beachtung ge
schenkt werden könne, sei bezogen auf ein 100%-Pensum von einer Arbeitsfä
higkeit von 50
%
oder
etwa vier Stunden pro Tag auszugehen.
Dies gelte auch für die zuletzt ausge
übte
Tätigkeit, wobei die 50%ige Arbeitsfähigkeit in halbtä
gigen Pensen zu reali
sieren sei.
In leidensadaptierten Tätigkeiten bestehe aus rein rheumatologischer Sicht medizinisch-theoretisch
eine
volle Arbeitsfähigkeit
(Urk. 7/29/9-1
1
).
3.6
Dem Bericht des
Spitals B._
vom
3.
Juni 2013 ist zu entnehmen,
die Arbeitsunfähigkeit habe von Mitte Mai 2012 bis Ende August 2012 noch 40
%
betragen und liege seither bei 30
%
(Urk. 7/34/6).
3.7
In seinem Bericht vom 1
3.
Mai 2014 wies
Dr.
A._
darauf hin, die Beschwer
deführerin habe ihr Arbeitspensum wegen ausgeprägter lumbaler Beschwerden sukzessive reduzieren müssen. Sie leide an einer ausgeprägten Fasciitis plantaris bei Spreizfüssen und sei deswegen in langwieriger Behandlung und teilweise kaum gehfähig gewesen, was die Arbeitsunfähigkeit zusätzlich verstärkt habe. Auch im Haushalt sei sie massiv eingeschränkt und bei mittelschweren bis schweren Tätigkeiten auf die Hilfe der im gleichen Haushalt lebenden 23-jähri
gen Tochter sowie des Ehemannes angewiesen (Urk. 3/9).
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin
war vor
dem
Eintritt des Gesundheitsschadens
in einem 70 %-Pensum
als Fachangestellte Gesundheit beim Spital
Y._
angestellt (
Arbeitgeberfragebogen
, Urk. 7/
10/1-2
). Somit ist
sie
als Teilerwerbstätige zu
qualifizieren, wobei 70 % auf den Er
werbsbereich und 30 % auf den Haushalts
bereich entfallen
(
BGE 141 V 15
E. 4.5)
.
4.2
Die IV-Stelle ging gestützt auf
die Begutachtungen von
Dr.
Z._
davon aus,
dass eine dem Leiden optimal angepasste Tätigkeit der Beschwerdeführerin bereits
vor Ablauf des Wartejahres im Juli 2012 wieder im zuvor ausgeübten Pensum von 70
%
zumutbar gewesen sei (Urk. 2 S. 2).
Dr.
Z._
unter
suchte die Beschwerdeführerin am 2
3.
Januar (Urk. 7/17/1) sowie am 19. Dezember 2012 (Urk. 7/29/1), berücksichtigte dabei die Vorakten (Urk. 7/17/2-5, Urk. 7/29/
2-5),
erhob die Anamnese (Urk. 7/17/5-7, Urk. 7/29/6-7) sowie die Befunde mittels kli
nischer Untersuchung
und
bildgebender Ver
fahren (Urk. 7/17/7-9, Urk. 7/29/8-9
)
.
A
uch die Angaben der Beschwerde
führe
rin bezüglich ihrer Beschwerden flossen in die Begutachtung ein (Urk. 7/17/
5-6, Urk. 7/29/6).
Beide Male gelangte
Dr.
Z._
zum Schluss, dass das arbeits
medizinische Problem in einer ver
minderten Belastbarkeit des Achsenorganes für Tätigkeiten mit schwerem Heben und Tragen von Lasten sowie für Arbeiten in wirbelsäulenbelastenden Zwangs
positionen längerdauernd rein stehend, rein sitzend, in vornübergeneigten Körper
haltungen oder mit repetitiv rumpfrotie
renden Stereotypien l
iege
(Urk. 7/17/10,
Urk. 7/29/10). Als optimal angepasst erachtete er körperlich leicht
belastende Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen ohne schwe
res Heben und Tragen von Lasten sowie ohne Notwendigkeit zum Arbei
ten
in vornübergeneigten Körperpositionen oder in langdauernd rein sitzenden Tätig
keit
en. Für solche Tätigkeiten lag laut Dr.
Z._
sowohl Anfang als auch Ende 2012 eine volle Arbeitsfähigkeit vor (Urk. 7/17/10-11, Urk. 7/29/10-11).
Dr.
A._
und die Ärzte des
Spitals B._
als behandelnde Ärzte
hatten sich bis dahin nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
ge
äussert (vgl. vorstehende E.
3.1, 3.2 und 3.4
). Sie sahen die Beschwerdeführerin jedoch
ebenfalls
in ihrer Belastbarkeit
als beeinträchtigt
und erachteten sie wegen Ein
schränkungen bei langem Sitzen und Stehen, beim Heben, Schieben und Tragen von mehr als zehn Kilogramm wiegenden Lasten und wegen un
güns
tiger Kör
perhaltungen als in ihrer angestammten Tätigkeit nur teilweise
als
arbeitsfähig (E. 3.1 und 3.2).
Angesichts dessen sowie anhand der Diagnose des
lumbovertebra
len bis -spondylogenen Syndroms (Urk. 7/29/9) überzeugt die Beur
teilung von
Dr.
Z._
, wonach die Beschwerdeführerin bei belastenden Tätigkeiten ein
geschränkt ist, bei leichten und die Wirbelsäule nicht belastenden
Arbeiten
hin
gegen nicht.
Auch die Beschwerdeführerin selber hatte angegeben, die rezidi
vierenden lum
ba
len Schmerzen
nähmen zu bei längerdauern
dem Sitzen, bei Belastungen wie der Mobilisation von schweren oder nicht ko
operativen Patienten sowie beim
Bücken und Wiederaufrichten aus vorgeneigter Haltung (Urk. 7/29/6).
Hingege
n bereite
ihr das Gehen in der Ebene, berg- und treppauf keine Probleme. Länger
dauernde Sitzperiode
n
muss
sie
nach eige
nen Angaben
durch regelmässige Posi
tionswechsel unterbrechen können
(Urk. 7/17/6)
.
Auch d
ie
Schilde
rungen
der Be
schwerdeführerin lassen demnach nicht darauf schliessen, dass sie bei körper
lich leichten und die Wirbelsäule nicht be
lastenden Tätigkeiten eingeschränkt
wäre.
Nach dem Gesagten spricht nichts gegen die von
Dr.
Z._
im Jahr 2012 attestierte
uneingeschr
änkte
Arbeitsfähigkeit in eine
r angepassten Tätig
keit
.
4.
3
In seinem Bericht vom 1
1.
Februar 2013 gab
Dr.
A._
eine 100%ige
Arbeits
unfähigkeit an, wobei er als Ursache der Arbeitsunfähigkeit neu
zusätzlich
eine massive psychosoziale Belastungssituation sowie ein leichtes bis mittelschweres depressives Zustandsbild bei drohender
Kündigung nannte (Urk. 7/28/2).
Psychische Erkrankungen können ebenfalls zu einer Invalidität nach
Art.
8 ATSG
führen, doch ist auch bei ihnen
in jedem Fall ein medizinisches Substrat unab
ding
bar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewie
se
ner
massen die Ar
beits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die
Familie oder Zu
kunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzel
fall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokul
tu
rellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unter
scheidende Be
funde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszu
ständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fach
medizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszu
stand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Ar
beits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen auf
gehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitssc
haden gegeben (BGE
127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E.
2)
.
Bei
der Beschwerdeführerin wurde keine verselbständigte psychische Störung
diag
nostiziert, sondern
Dr.
A._
wies auf
eine
psychosoziale Belastung und die
drohende Kündigung als Grund für die Depressivität hin (Urk. 7/28/2).
Dr.
Z._
fand ebenfalls im Zusammenhang mit der drohenden Kündigung eine Betrübtheit vor. Ansonsten war die Beschwerdeführerin aber anlässlich sei
ner
Un
tersuchung in adäquater Grundstimmung
,
emotional gut auslenkbar und spür
bar (Urk. 7/29/10). Bei diesen Befunden
respektive beim Fehlen von nicht im psychosozialen Umstand der drohenden Kündigung aufgehenden Befunden ist
- entsprechend der Beurteilung von
Dr.
Z._
, welcher die Krankschrei
bung aus psychischen Gründen nicht nachvollziehbar fand (Urk. 7/29/10) -
nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle keine Beeinträchtigung der Arbeitsfä
higkeit aus psychi
schen Gründen
angenommen
und
diesbezüglich
auch keine weiteren Ab
klärungen
getätigt hat
.
4.
4
Die Beschwerdeführerin brachte in ihrem Einwand gegen den Vorbescheid ge
stützt auf den Bericht von
Dr.
A._
vom 2
1.
Januar 2014 (Urk. 7/45/4) vor, sie sei auch in einer angepassten Tätigkeit nur zu 50
%
arbeitsfähig. Zudem leide sie seit längerer Zeit an einem Fersensporn. Sie trage Schuheinlagen und werde im Februar 2014 eine Stosswellentherapie beginnen (Urk. 7/44/1).
Dem beige
legten Bericht von
Dr.
A._
vom 2
1.
Januar 2014 ist zu entnehmen, eine angepasste Tätigkeit sei anfänglich zu 50
%
möglich. Gleichzeitig hielt
Dr.
A._
indes
fest, anschliessend sei eine Steigerung auf 100 % möglich (Urk. 7/45/4). Gesundheitliche Beeinträchtigungen, welche zu einer Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit führen könnten, nannte er nicht. Es ist daher davon auszugehen, dass er zum Zwecke der Angewöhnung vorerst nur eine 50%ige Tätigkeit empfahl. Ein Abweichen von der von
Dr.
Z._
angegebenen 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit rechtfertigt sich gestützt auf diesen Bericht
somit
nicht.
Im nach Erlass der angefochtenen Verfügung erstellten Bericht von Dr.
A._
vom 1
3.
Mai 2014 wurde zwar angeführt, die Fussproblematik, wobei es sich um eine Fasciitis plantaris bei Spreizfüssen handle, habe sich zusätzlich negativ auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt. Die Behandlung sei langwierig und die Beschwerdeführerin sei teilweise kaum gehfähig gewesen (Urk. 3/9). Ob sich die Problematik auch in einer angepassten Tätigkeit einschränkend aus
wirkte und
gegebenenfalls
während welcher Dauer, lässt sich dem Arztbericht nicht ent
nehmen. Eine wesentliche und dauerhafte Veränderung nach der Be
gutachtung durch
Dr.
Z._
ist
jedenfalls
nicht dargetan. Nach dem Gesagten bleibt es dabei, dass auf die von
Dr.
Z._
angegebene 100%ige Arbeitsfä
higkeit in einer angepassten Tätigkeit abgestellt werden kann.
5.
5.1
Nachdem die Beschwerdeführerin bereits seit 1990 im Spital
Y._
arbei
tete
,
ist mit der IV-Stelle davon auszugehen, dass sie ihre dortige Tätigkeit im Ge
sund
heitsfall weitergeführt hätte.
Der
g
esundheitlich nicht beeinträchtigten
Arbeits
leistung entsprach im Vergleichsjahr 2012 eine Entlöhnung von Fr. 4105.10
pro
Monat
(
vgl.
Arbeitgeberfragebogen vom 1. Februar 2012
,
Urk. 7/10/2), wobei je
weils
13 Monatslöhne pro Jahr ausbezahlt wurden (Urk. 7/10/8-10).
Somit hätte
das Jahreseinkommen 2012 der
Beschwerde
führe
rin im Gesundheitsfall
gerun
det
Fr.
53‘366.
--
betragen
(13 x
Fr.
4‘105.10).
5.2
Zur Festsetzung des Invalideneinkommens ist
mangels eine
r
tatsächlichen
Er
werbstätigkeit
beziehungsweise eines effektiven Einkommens
auf die Tabelle TA
1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE
) 20
10
abzustellen.
Dabei
ging die IV-Stelle von einer Hilfstätigkeit im Be
reich der „Erbringung von sonstigen Dienstleistungen“ aus
, wobei sie das Ni
veau 3 anwandte und somit Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzte
(Urk. 7/36).
Was
für eine Tätigkeit hier beispielsweise in Frage käme, führte
sie
nicht aus. Da der
Beschwerdeführerin auch Tätigkeiten ausserhalb des Dienstleistungssektors zu
mut
bar sind, ist es angemessen, auf das Total der Ein
kommen für Hilfsarbeiten im Sinne von einfachen und repetitiven Tätigkeiten abzustellen
, welche keine
Be
rufs- oder Fachkenntnisse erfordern.
Der standar
disierte Monatslohn (Vollzeit
äquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Ar
beitsstunden) für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) für
Frauen
betrug
im Jahr 2010
Fr. 4'
225
.--. Dieser Betrag ist auf die im Jahr 20
12
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden hochzurechnen (Die Volkswirtschaft,
3/4
-201
5, S. 88
, Tabelle B9.2) sowie an die Nominallohnent
wicklung anzupassen (Bundes
amt für Sta
tistik [BFS], Schweizerischer Lohnin
dex nach Branche [20
10
= 100; im Internet abrufbar], Nominallohnindex
Frauen
[T1.
2
.
10
], Total; 20
10
:
100
; 20
12
: 102). Daraus resultiert ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr.
53‘911.85
(
Fr.
4‘
225
.-- x 12 : 40 x 41,7 :
100 x 102
). Gemessen am noch zumutbaren Pen
sum von 70 % resultiert ein Invalidenein
kommen von
gerundet
Fr. 3
7'738.--
.
5.3
Die Beschwerdeführerin beantragte, es sei ein leidensbedingter Abzug vorzu
nehmen, da sie bis dato immer in der Pflege gearbeitet habe
, nun aber nur noch leichte Tätigkeiten ausüben könne
und über keine weiteren Berufskenntnisse verfüge (Urk. 1 S. 4).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit ver
r
ichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre ge
sundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimm
ung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall ge
samthaft zu schätzen
und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
In ei
ner körperlich leicht belastenden und in wirbelsäulenadaptierten Wech
sel
positi
onen ausübbaren Tätigkeit ist die Beschwerdeführerin voll arbeits- und leis
tungsfähig (Urk. 7/29/11).
Mit diesem Belastungsprofil steht ihr
auf dem all
ge
meinen Arbeitsmarkt
noch ein genügend breiter Fächer
an Tätigkeiten offen,
welche sie ausüben kann, ohne dabei unterdur
chschnittlich zu verdienen.
Berufs
kenntnisse werden bei Hilfstätigkeiten auf dem Anforderungsniveau 4 keine vorausgesetzt.
Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle kei
nen lei
densbedingten Abzug vorgenommen hat (Urk. 2 S. 2). Entsprechend ist von einem Invalideneinkommen von Fr. 37'738.-- auszugehen (vgl. E. 5.2 vor
steh
end).
5.4
Nach dem Gesagten ergibt sich
im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr. 53‘366.--
ein invaliditätsbedingter Minderverdienst von Fr.
15‘628.--
und somit
im Erwerbsbereich
ein Invaliditätsgrad von gerundet
29
%.
Gewichtet be
trägt er 20
%
(0,7 x 29
%
).
6.
6.1
Da die Haushaltstätigkeit
beziehungsweise der Aufgabenbereich
30 %
ausmach
t, mü
sste in diesem Bereich eine Ein
schrä
n
kung von rund
65
% oder mehr vorlie
gen, damit ein Invaliditätsgrad von mindestens
gerundet
40 % resultieren würde (
65
% x 0.3 =
19,5
%).
Dr.
Z._
vertrat jedoch die Ansicht, die Führung eines Erwachsenen
haus
halts sei der Beschwerdeführerin
ohne Einschränkung
zumutbar (Urk. 7/29/10). Das jüngste
Kind
der Beschwerdeführerin
wurde
1991 geboren und
war
im
Jahr
2012 bereits 21 Jahre alt (Urk. 7/3/7 und Urk. 7/2/2)
. Somit handelte es sich
beim Haushalt der Beschwerdeführerin
um einen Erwachsenen
haushalt.
Ferner
ist
Folgendes zu berücksichtigen:
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsver
mögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (
Art.
6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten
ist die Schadenminderungs
pflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Recht
spre
chung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsanspre
cher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er kei
nerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicher
ten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Aus
wirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltar
beiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung ge
wisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Um
fang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invalidi
tätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit ange
nommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können,
durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet wer
den
, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine un
verhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditäts
bemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienange
hörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende
Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu
fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären.
Die Beschwerdeführerin selber und
Dr.
A._
wiesen darauf hin, dass sie bei mittelschweren bis schweren Haushaltsarbeiten der Hilfe ihrer Tochter und ihres Ehegatten bedürfe (Urk. 1 S. 4,
Urk. 3/9
).
Mit dem Einbezug
sämtlicher
Famili
enmitglieder
in die Haushaltsarbeiten
hat
sich die
Familiengemeinschaft
so or
ganisiert, wie
wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären
. Dies ist ihr gelungen, ohne dass
- bei einer 4,5-Zimmer-Wohnung mit Lift (Urk. 7/17/6) -
Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Tochter oder dem Ehegatten dadurch eine unverhältnismässige Bel
astung entstehen würde, und ohne
dass Drittperso
nen gegen Entgelt engagiert werden mussten.
Die Beschwerdeführerin macht
nu
r geltend, sie sei auf die Mithilfe der Familie angewiesen, nicht je
doch dass der Ehemann und die To
chter ihr die Hausarbeit abnehmen müssten.
Anders gesagt
ist der Beschwer
deführerin und ihren Familienangehörigen die aktuelle Auftei
lung der Haus
haltsarbeiten
aufgrund der vorstehend geschilder
ten Schaden
minderungspflicht zuzumuten. Ferner
fallen
im Haushalt auch viele leichte Tätig
keit
en an
,
wie
beispielsweise die
mit
der Haushaltsführung
verbundenen orga
nisatorischen und planerischen Aufgaben
. Aber auch
beim S
taubsaugen
, Ab
waschen und anderen leichteren Hausarbeiten
kann die Beschwerdefüh
rerin - entgegen ihren Ausführungen
in der Beschwerde (Urk. 1 S. 4
) - gemäss ihren Angaben bei
Dr.
Z._
mithelfen (Urk. 7/29/
7
).
Die Wechselbelastung ist durch die zeitlich freie Einteilbarkeit von Haushaltsarbei
ten und die jederzeitige Möglichkeit zum Einlegen von Pausen gewährleistet.
Aufgrund der Schaden
minderungspflicht sowie der Möglichkeit zur freien Zeit
einteilung im Haushalt kann aus einer Beeinträchtigung bei der angestammten Tätigkeit nicht abge
leitet werden, dass die Beschwerdeführerin auch im Aufga
benbereich als einge
schränkt anzusehen ist.
Insgesamt
ist
gestützt auf die Be
urteilung von
Dr.
Z._
sowie unter Berücksichtigung der
gesundheitlichen Einschränkungen, der
Schadenmin
derungs
pflicht
und der familiären Situation der Beschwerdeführerin
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge
hen, dass keine
weiter
geh
ende
Einschränkung im Aufgabenbe
reich vorliegt
.
Vor diesem Hintergrund
konnte
die Durchführung einer Ha
ushaltabklärung
zur
exakten
Ermittlung der Einschränkung
unterbleiben
.
6.2
Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nach Ablauf des
Wartejahres
kein Invaliditätsgrad von 40 % und mehr aus
gewiesen, weshalb sich
die angefochtene Verfügung als rechtens erweist. Die Be
schwerde ist dement
sprechend abzuweisen.
7.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
8
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
der Beschwer
deführerin
aufzuerlegen.