Decision ID: eb57ed23-194f-4e7c-aa3f-62c6a32d09ca
Year: 2013
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
beantragte unter ausführlicher Darstellung des Sachverhalts seit dem
Jahr 1977 und Darstellung der raumplanungsrechtlichen Qualifikation der
streitigen baulichen Massnahmen ebenfalls die Abweisung der
Beschwerde.
7. In einer weiteren Stellungnahme zur Vernehmlassung des ARE ergänzten
und verdeutlichten die Parteien die von ihnen eingenommenen
Rechtsstandpunkte.
8. Am 15. Juli 2013 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen
Augenschein durch, an welchem von Seiten des Beschwerdeführers
A._ persönlich in Begleitung seines Rechtsvertreters und von Seiten
der Gemeinde deren Rechtsvertreter sowie das Vorstandsmitglied
E._ und das Baukommissionsmitglied F._ präsent waren. Von
Seiten des ARE waren der Kreisplaner G._ sowie dessen Substitut
H._ zugegen. Allen Anwesenden wurde an vier verschiedenen
Standorten (Standort 1: Anhänger/Container und Parkplätze, Standort 2:
Zaun; Standort 3. Umgebung des Stalls [Badewanne/Sonnenstore];
Standort 4: Innenräume des Stalls) die Möglichkeit geboten, sich auch
noch mündlich zur Streitsache zu äussern, wovon allseits Gebrauch
gemacht wurde. Seitens des Gerichts wurden noch 12 Fotos der
streitigen baulichen Veränderungen erstellt und dem
Augenscheinprotokoll beigefügt.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der
Bauentscheid der Gemeinde C._ vom 23. Dezember 2011. Streitig
und zu prüfen ist die Frage, ob die Gemeinde die Erteilung einer
nachträglichen Baubewilligung für die in der fraglichen Stallbaute
respektive in dessen unmittelbaren und näheren Umgebung zum Zwecke
der Feriennutzung vorgenommenen baulichen Massnahmen zu Recht
verweigert hat. Nicht streitig und somit auch nicht Gegenstand des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist dagegen die im angefochtenen
Bauentscheid enthaltene Duldungsverfügung, mit welcher die Gemeinde
die Sitz- und Vorplätze vor dem Stall und der Maiensässhütte, die
Stützmauer, den Brunnen, die Sickergrube, das Klärbecken, die
Wasserfassung und den Abfluss der Sickerleitung duldete und die
Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten an diesen Bauten und Anlagen unter
der Voraussetzung, dass sie nur der Werterhaltung dienten und keine
Änderung der Bauten und Anlagen oder Zweckänderung herbeiführten,
bewilligte.
2. a) Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht zunächst geltend, der
angefochtene Bauentscheid sei nicht durch den Gemeindepräsidenten
unterzeichnet worden und erweise sich bereits insoweit als mangelhaft.
Wie es sich damit verhält, ist nachfolgend zu prüfen.
b) Gemäss Art. 85 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KRG; BR 801.100) ist das Bauwesen Sache der
Gemeinden, soweit dieses Gesetz oder die Spezialgesetzgebung nichts
anderes bestimmen. Zuständige Behörde für Verfügungen und
Entscheide der Gemeinden ist, vorbehältlich der Spezialgesetzgebung
und anderslautenden Gemeinderechts, grundsätzlich der
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Gemeindevorstand (Art. 85 Abs. 2 KRG). Gemäss Art. 15 Abs. 2 des
Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden (GG; BR 175.050) führen
zwar der Gemeindepräsident zusammen mit einem weiteren
Vorstandsmitglied oder mit dem Gemeindeschreiber die
rechtsverbindliche Unterschrift für die Gemeinde. Der Vorstand vertritt
jedoch nach Art. 15 Abs. 1 GG die Gemeinde gegenüber Dritten und vor
Gericht. Es muss dem Vorstand also möglich sein, auch ohne den
Gemeindepräsidenten verbindlich zu zeichnen, ansonsten dieser nie
abwesend sein dürfte, was nicht angeht. Vor diesem Hintergrund
erscheint es denn auch als überspitzt formalistisch, sich auf die fehlende
Unterschrift des Gemeindepräsidenten auf dem angefochtenen
Bauentscheid zu berufen, zumal der angefochtene Bauentscheid vom
Baufachchef und Gemeindevorstandsmitglied E._ und einem
weiteren Mitglied des Gemeindevorstandes, unterzeichnet wurde.
Dementsprechend zielen die beschwerdeführerischen Ausführungen
betreffend unzureichender Unterzeichnung des Bauentscheids ins Leere.
3. a) In verfahrensrechtlicher Hinsicht gilt es zunächst was folgt festzuhalten:
Gemäss dem - nach Art. 107 Ziff. 6 KRG direkt anwendbaren - Art. 94
Abs. 1 KRG hat ein Bauherr auf Anordnung der zuständigen Behörde
einen materiell vorschriftswidrigen Zustand zu beseitigen. Unabdingbare
Voraussetzung für die Anordnung einer Wiederherstellungsverfügung ist
folglich das Vorliegen eines rechtskräftig festgestellten, materiell
vorschriftswidrigen Zustands (Urteil des Verwaltungsgerichtes des
Kantons Graubünden R 09 26 vom 17. November 2009 E.2a). In dieselbe
Richtung zielt auch das Urteil des Bundesgerichtes 1A.17/2004 vom
19. Mai 2004 E.2.2.6, in welchem festgehalten wurde, dass bei illegal
erstellten Bauten vorab deren Rechtswidrigkeit in einem nachträglichen
Baubewilligungsverfahren zu prüfen ist und erst bei festgestellten
Regelverstössen die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands
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verlangt beziehungsweise der rechtswidrige Zustand geduldet werden
kann. Somit kann die zuständige Behörde die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands erst anordnen, wenn feststeht, dass ein materiell
baurechtswidriger Zustand vorliegt. Im Rahmen des
Wiederherstellungsverfahrens kann die zuständige Behörde sodann
allenfalls aus Gründen der Verhältnismässigkeit oder des
Vertrauensschutzes von der Anordnung von beseitigenden
Wiederherstellungsmassnahmen ganz oder teilweise absehen, wobei
hierzu der Erlass einer Duldungsverfügung - in welcher festgestellt wird,
dass der gesetzwidrige Zustand geduldet wird (Art. 94 Abs. 4 KRG) -
unabdingbar ist.
b) Zu beachten ist jedoch, dass von Seiten der Gemeinde nur solange ein
Interesse an der Durchführung eines nachträglichen
Baugesuchsverfahrens besteht, als die Verwirkungsfrist bezüglich der
noch nicht bewilligten baulichen Massnahmen noch nicht abgelaufen ist.
Ist diese Frist dagegen bereits abgelaufen, ist der Anspruch der
Gemeinde auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verwirkt.
Dementsprechend würde sich die Durchführung eines nachträglichen
Baubewilligungsverfahrens erübrigen.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Befugnis der
Behörden, den Abbruch eines baugesetzwidrigen Gebäudes oder
Gebäudeteils anzuordnen, grundsätzlich auf 30 Jahre beschränkt (BGE
136 II 359 E.8, 132 II 21 E.6.3). Diese Praxis beruht auf dem
Gesichtspunkt der Rechtssicherheit sowie auch auf praktischen
Überlegungen (Schwierigkeit der Abklärung der tatsächlichen und
rechtlichen Verhältnisse vor über 30 Jahren). Die Frist von 30 Jahren
wurde dabei in Anlehnung an die ausserordentliche Ersitzung von
Grundeigentum gemäss Art. 662 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(ZGB; SR 210) festgelegt. Zunächst wurde dieser Grundsatz für das
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Forstrecht entwickelt (vgl. BGE 105 Ib 265 E.6) und in der Folge auch auf
den Abbruch einer Baute innerhalb der Bauzone übertragen (BGE
107 Ia 121). Ob diese Praxis auch auf Bauten ausserhalb der Bauzone
übertragen werden kann, hat das Bundesgericht bisher offen gelassen
(BGE 132 II 21 E.6.3). Jedenfalls kann sich der Baugesuchsteller dann
nicht auf Ablauf der erwähnten 30-jährigen Verwirkungsfrist berufen,
wenn er durch täuschendes Verhalten gegenüber den Behörden, z.B.
durch falsche Angaben im Baugesuchsformular, bewirkt hat, dass eine
Baurechtswidrigkeit unentdeckt bleibt, weil die Baubehörde keine
Veranlassung zum Einschreiten hatte (Urteil des Bundesgerichts
1C_478/2011 vom 9. Februar 2012 E.2.5).
c) Im Lichte der vorstehenden Ausführungen erweist sich das Vorgehen der
früheren Gemeinde C._ - zuerst Durchführung eines nachträglichen
Baugesuchsverfahrens inklusive Erlass eines Bauentscheids und bei
Verletzung materieller Bauvorschriften nachträgliche Durchführung eines
Wiederherstellungsverfahrens - als offensichtlich rechtens. Sofern die 30-
jährige Verwirkungsfrist auch auf Bauten ausserhalb der Bauzone
Anwendung finden sollte, kann bezüglich des
Wiederherstellungsverfahrens bereits an dieser Stelle festgehalten
werden, dass diese Frist seit Erstellung der fraglichen baulichen
Massnahmen in vorliegendem Fall noch nicht abgelaufen war. Denn
sämtliche baulichen Massnahmen wurden - wie nachfolgend dargelegt -
vor weniger als 30 Jahren ausgeführt beziehungsweise beendet.
- Der Stall des Beschwerdeführers wurde im Jahre 1987 nach dem
Lawinenniedergang im Jahre 1984 wieder aufgebaut. Sämtliche von
der Gemeinde beanstandeten baulichen Veränderungen im und am
Stall (Badezimmer auf dem Heuboden, Werkstatt im Kleintierstall,
Tisch und Sitzmöglichkeiten im Grossviehstall, Holztäfelung an den
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Wänden und Decken im Grossviehstall, Sonnenstore am Stall, Treppe
vom Kleintierstall zum Heuboden, Fenster an der Süd-Westfassade)
konnten somit erst ab dem Jahre 1987 erstellt worden sein. Wann
genau diese baulichen Massnahmen fertiggestellt wurden, ist für das
vorliegende Verfahren nicht von Bedeutung, da die 30-jährige Frist
ohnehin eingehalten ist. Ebenfalls keine Rolle spielt, welche Arbeiten
vor dem Lawinenniedergang am in der Folge durch die Lawine
zerstörten Stall bereits ausgeführt wurden, wurde der Stall doch
erwiesenermassen nicht im Hofstattrecht gemäss Art. 81 Abs. 3 KRG
wieder aufgebaut, sondern aufgrund einer ordentlichen Baubewilligung
gemäss Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung
(RPG; SR 700) mit entsprechendem Zweckentfremdungs- und
Abparzellierungsverbot.
- Bezüglich des Bassins vor dem Stall macht der Beschwerdeführer
geltend, dass bereits ab Mitte der 70er Jahre eine Bademöglichkeit
bestanden habe und das heute existierende Bassin rechtlich der
damaligen Badewanne gleichzusetzen sei. Dieser Ansicht kann nicht
gefolgt werden. Die damalige mobile Badewanne lässt sich mit dem
heute bestehenden eingemauerten Bassin in keiner Art und Weise
verglichen. Im Juni 1983 wurde das heute bestehende Bassin gesetzt
und teilweise betoniert (vgl. Eintrag im Hüttenbuch vom 17./19. und
24./26. Juni 1983: „Swimmingpool gesetzt und teilweise betoniert“).
Abgeschlossen wurden die Arbeiten sodann am 9. Oktober 1983 (vgl.
BF-act. 7: Foto vom 3. September 1983; Eintrag im Hüttenbuch vom
17. September bis 9. Oktober 1983: „Mäuerchen um Badewanne und
Treppenwangen beendet“).
- Wie dem Hüttenbuch weiter zu entnehmen ist, wurde der Vorgänger
des heute bestehenden Metallzauns am 1. Oktober 1977 erstellt (vgl.
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Eintrag im Hüttenbuch vom 1. Oktober 1977: „Der Zaun ist endlich
fertig“ [mit Zeichnung, welche einen Bündnerzaun zeigt]; vgl. auch BF-
act. 7: Fotos vom Juli/August 1978). Durch den Lawinenniedergang im
Jahre 1984 wurde erwähnter Bündnerzaun zerstört (vgl. ARE-act. 7).
Der heute bestehende Metallzaun wurde in der Folge offenbar im
Sommer 1989 erstellt und zwischen dem 9. und 12. September 1989
fertiggestellt (vgl. Eintrag im Hüttenbuch Sommerferien 1989:
„Arbeiten: gezäunt, damit Fa. H._ [?] Pfosten für neuen Zaun
einbetonieren konnte [Drahtgeflechtmontage erfolgt später]“ und vom
9. - 12. September 1989: „An Zauntüren Schlösser montiert. [...] Der
Zaun ist super“).
- Hinsichtlich der Parkplätze macht der Beschwerdeführer ebenfalls
geltend, dass diese bereits seit Jahrzehnten bestünden. Die vom
Beschwerdeführer eingereichte Fotodokumentation (BF-act. 7),
welche dies belegen soll, ist jedoch nicht aufschlussreich. Vielmehr
sind dieser bloss Erd- und Kieshügel sowie diverse auf der Wiese
abgestellte Fahrzeuge zu entnehmen, welche als Parkplatz 1
beziehungsweise Parkplatz 2 bezeichnet sind. Jedenfalls vermag der
Beschwerdeführer mit diesen Fotos nicht zu belegen, dass die beiden
Parkplätze bereits seit Jahrzehnten bestehen. Vor dem Hintergrund,
dass die Beweislast für das bereits jahrzehntelange Bestehen der
Parkplätze beim Beschwerdeführer liegt, ist mit der Gemeinde davon
auszugehen, dass die Parkplätze wohl erst nach dem Jahre 1990
erstellt wurden, waren diese doch anlässlich des Augenscheins im
Jahre 1990 für die Gemeinde noch nicht ersichtlich.
- Der Container wurde vom Beschwerdeführer sodann
erwiesenermassen erst im Jahre 2009 aufgestellt. Im diesem
Zusammenhang macht der Beschwerdeführer auch keine allfällige
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Verjährung beziehungsweise Verwirkung geltend, weshalb sich
weitere diesbezügliche Ausführungen erübrigen.
Im Sinne eines Zwischenfazits ist demnach festzuhalten, dass die 30-
jährige Verwirkungsfrist bezüglich aller von der Gemeinde nicht
bewilligten baulichen Massnahmen noch nicht abgelaufen ist. Somit hat
die Gemeinde ihr Interesse an der Durchführung eines nachträglichen
Baugesuchsverfahren zu Recht bejaht und dementsprechend auch zu
Recht ein nachträgliches Baugesuchsverfahren durchgeführt und den
entsprechenden Bauentscheid vom 23. Dezember 2011 erlassen. Über
die allfällige Wiederherstellung des rechtsmässigen Zustands wird sodann
in einem separaten Verfahren zu entscheiden sein, wobei in diesem
Verfahren dann auch zu prüfen sein wird, ob die 30-jährige
Verwirkungsfrist vorliegend zur Anwendung gelangt oder ob infolge des
Vertrauensschutzes allenfalls eine kürzere Frist anzuwenden ist (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 1C_556/2009 vom 23. April 2010 E.7) oder die
Frist infolge täuschenden Verhaltens seitens des Beschwerdeführers gar
nicht zu beachten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_478/2011 vom
9. Februar 2012 E.2.5). Dementsprechend werden auch die
Einwendungen des Beschwerdeführers gegen die Anwendung der 30-
jährigen Frist erst in jenem Verfahren zu prüfen sein. Dabei wird auch zu
berücksichtigen sein, dass der Rechtsvorgänger des Beschwerdeführers
bei den Baugesuchen bezüglich des Stalls jeweils betreffend
Erschliessung bei der Frage „Anschluss im Objekt“ nichts angegeben hat.
Ebenfalls zu berücksichtigen sein wird die Tatsache, dass bereits im Jahr
1992 bei der Bewilligung der Treppe verfügt wurde, alle nicht der
landwirtschaftlichen Nutzung dienenden Geräte und Mittel seien zu
entfernen, was eine Wiederherstellungsverfügung darstellte, welcher nicht
Folge geleistet wurde.
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d) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen betreffend
Zeitpunkt der Beendigung der streitigen baulichen Massnahmen kann auf
die vom Beschwerdeführer beantragte Zeugeneinvernahme von I._
verzichtet werden, da sie vornehmlich bestätigen soll, dass die baulichen
Massnahmen zum Grossteil schon vor rund 40 Jahren ausgeführt worden
sind. Dies ist jedoch angesichts der aufgrund der Akten klar
feststehenden Tatsache, dass bezüglich aller nichtbewilligten baulichen
Massnahmen die 30-jährige Frist noch nicht abgelaufen ist und deshalb
nach wie vor ein Interesse der Baubehörden an der Abklärung der
Bewilligungsfähigkeit der beanstandeten baulichen Massnahmen besteht,
nicht von Belang. Zudem käme ihrer Zeugenaussage angesichts der
engen familiären Beziehungen ohnehin bloss geringer Beweiswert zu
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b,
122 V 157 E.1d mit Hinweisen).
4. a) Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, die angeblichen Verletzungen
des Baurechts bestünden schon seit Jahrzehnten und seien nicht
baubewilligungspflichtig. Diesem Vorbringen kann nicht gefolgt werden.
Einerseits bestehen die Verletzungen des Baurechts - wie vorstehend
unter Erwägung 3c dargelegt - nicht bereits „seit Jahrzehnten“. Vielmehr
wurden sämtliche von der Gemeinde nicht bewilligten baulichen
Veränderungen innerhalb der letzten 30 Jahre erstellt. Andererseits
unterstehen aber auch sämtliche streitigen baulichen Massnahmen - wie
nachfolgend dargelegt - der Baubewilligungspflicht.
b) Gemäss Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit
behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Von
Bundesrechts wegen sind Neubauten, Wiederaufbauten, Ersatzbauten,
Umbauten, Anbauten, Zweckänderungen und Sanierungen, die über das
übliche Mass einer Renovation hinausgehen, bewilligungspflichtig. Nach
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der Rechtsprechung ist eine bauliche Massnahme dann dem
Baubewilligungsverfahren zu unterwerfen, wenn mit der Realisierung der
Baute und Anlage im Allgemeinen, nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge, so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse
der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle
besteht (Urteil des Bundesgerichtes 1C_514/2011 vom 6. Juni 2012
E.5.1; BGE 123 II 256 E.3). Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist,
unterstehen auch reine Umnutzungen der Baubewilligungspflicht (BGE
119 Ib 222 E.3a). Den Kantonen bleibt es vorbehalten, über den
bundesrechtlichen Mindeststandard hinauszugehen und weitere
Vorgänge der Bewilligungspflicht zu unterstellen. Hingegen können die
Kantone nicht von der Bewilligungspflicht ausnehmen, was nach Art. 22
RPG einer Bewilligung bedarf (Urteile des Bundesgerichtes 1C_226/2008
vom 21. Januar 2009 E.2.2 sowie 1C_47/2008 vom 8. August 2008
E.2.5.1).
Im kantonalen Recht ist die Baubewilligungspflicht wie folgt geregelt:
Gemäss Art. 86 Abs. 1 KRG dürfen Bauten und Anlagen (Bauvorhaben)
nur mit schriftlicher Baubewilligung der kommunalen Baubehörde
errichtet, geändert, abgebrochen oder in ihrem Zweck geändert werden.
Der Baubewilligungspflicht unterliegen auch Zweckänderungen von
Grundstücken, sofern erhebliche Auswirkungen auf die Nutzungsordnung
zu erwarten sind. Zeitlich begrenzte Bauvorhaben sowie solche, die
weder öffentliche noch private Interessen berühren, unterliegen nicht der
Baubewilligungspflicht. Die Regierung bestimmt durch die
Raumplanungsverordnung, welche Bauvorhaben keiner Baubewilligung
bedürfen (Art. 86 Abs. 2 KRG i.V.m. Art. 40 Abs. 1 der
Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden [KRVO; BR
801.110]). Art. 40 Abs. 1 Ziff. 1 KRVO besagt sodann, dass Reparatur-
und Unterhaltsarbeiten an bestimmungsgemäss nutzbaren Bauten und
Anlagen, sofern sie nur der Werterhaltung dienen und die Baute und
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Anlage dadurch keine Änderung oder Zweckänderung erfährt, keiner
Baubewilligung bedürfen. Darunter versteht man praxisgemäss etwa das
Auswechseln einzelner Bretter oder Backsteine an Fassaden, oder
einzelner Dachziegel an Dächern. Reparatur und Unterhaltsarbeiten sind
bloss solche Massnahmen, welche die Erhaltung bestehender Bauten in
ihrer inneren und äusseren Form und Zweckbestimmung durch
Instandstellung oder Ersetzung defekter Teile anstreben. Lediglich
Gebäudeunterhalt liegt vor, wenn die vorhandene innere und äussere
Gestaltung, Form- und Zweckbestimmung einer Baute bestehen bleiben,
also nur die mangelhaften Teile ersetzt oder instand gestellt werden.
Reparaturen sind kleine Ausbesserungsarbeiten wie beispielsweise das
Auswechseln schadhaft gewordener Bauteile von untergeordneter
Bedeutung. Bewilligungsfrei sind alle der Erhaltung oder dem Beheben
von Schäden dienenden Arbeiten sowie die Erneuerung (Renovation),
soweit sie dem normalen Unterhalt dient und gegenüber dem
Bestehenden keine nach aussen sichtbaren Veränderungen mit sich
bringt und die Sicherheit von Mensch und Sachen nicht verschlechtert
(Entscheid des Verwaltungsgerichtes Luzern LGVE 1993 II Seite 108
E.2b m.w.H.). Weitergehende Arbeiten gelten als
Modernisierungsarbeiten, welche in der Regel wertvermehrenden
Charakter aufweisen (VGE 579/91 E.3). Nicht mehr als Unterhaltsarbeit
kann eine durchgreifende Sanierung eines Gebäudes betrachtet werden,
die in Hinsicht auf eine Änderung der Zweckbestimmung der Baute
vorgenommen wird (PVG 1972 Nr. 23). Entsprechend qualifizierte das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden den vollständigen Ersatz
eines Daches und seiner Isolation (PVG 2000 Nr. 59 E.3) sowie die
Erweiterung einer als Heubarge bewilligten Baute mit einem neuen Keller,
einer Abwasserleitung mit Fäkalientank, einer Treppe vom Erdgeschoss
ins Obergeschoss, einem Vordach sowie Fenstern im Erd- und
Obergeschoss (Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden
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R 10 119 vom 17. Mai 2011 E.3) denn auch als Erneuerung, welche über
den einfachen Unterhalt hinausgeht und dementsprechend
baubewilligungspflichtig ist.
c) Nicht anders verhält es sich im vorliegenden Fall. Die im und am Stall und
in dessen unmittelbaren und näheren Umgebung bereits ausgeführten
baulichen Massnahmen (Badezimmer auf dem Heuboden, Werkstatt im
Kleintierstall, Tisch und Sitzmöglichkeit im Grossviehstall, Holztäfelung an
den Wänden und Decken im Grossviehstall, Treppe vom Kleintierstall
zum Heuboden, Fenster an der Süd-Westfassade, Sonnenstore am Stall,
Bassin vor dem Stallgebäude, Zaun, Parkplätze und Container) stellen
sowohl insgesamt als auch je für sich alleine betrachtet bedeutsame
bauliche Veränderungen dar, welche weit über den Rahmen von
zulässigen Reparatur- und Unterhaltsarbeiten an einem Heustall
respektive dessen Werterhaltung hinausgehen. Auch wurde mit ihnen das
übliche Mass einer Renovierung überschritten. Die baulichen
Veränderungen sind mit so wichtigen räumlichen Folgen verbunden, dass
ein Interesse an einer vorgängigen Kontrolle besteht. Zudem zielen die
baulichen Massnahmen offensichtlich auf eine unzulässige
Zweckänderung der rechtskräftig mit Verfügung vom 15. Dezember 1986
einzig als „landwirtschaftliche Wirtschaftsbaute“ beziehungsweise als
„Heustall“ bewilligten Baute zu einem Ferienhaus hin. Allein schon
aufgrund der erfolgten Zweckänderung sowie dem damit einhergehenden
wertvermehrenden Charakter der diversen baulichen Massnahmen
können diese nicht als baubewilligungsfreie Unterhaltsarbeiten im Sinne
von Art. 40 Abs. 1 Ziff. 1 KRVO betrachtet werden. Hinzu kommt, dass
derartige Massnahmen - soweit Änderungen im Gebäudeinnern sowie
Zweckänderungen vorgenommen werden sollen - im Bereich ausserhalb
der Bauzone ohnehin bewilligungspflichtig sind (vgl. Art. 40 Abs. 1 Ziff. 2
und 3 KRVO). Damit ist bereits gesagt, dass sämtliche zur Beurteilung
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stehenden, bereits ausgeführten baulichen Veränderungen einschliesslich
der Geländeveränderungen der Baubewilligungspflicht nach Art. 22
Abs. 1 RPG beziehungsweise Art. 86 Abs. 1 KRG unterstehen.
d) Im Übrigen ist dem beschwerdeführerischen Ansinnen nach Feststellung,
dass die Arbeiten nicht bewilligungspflichtig seien, auch deshalb kein
Erfolg beschieden, weil gemäss Art. 40 Abs. 3 KRVO auch
bewilligungsfreie Bauvorhaben dem materiellen Recht des Bund, des
Kantons und der Gemeinde entsprechen müssen, weshalb sie im Zweifel
immer ein Bewilligungsverfahren durchlaufen müssen. Dass die bereits
ausgeführten baulichen Massnahmen dem materiellen Recht
widersprechen, wird nachfolgend dargelegt.
5. a) Ob mit Blick auf die streitigen baulichen Massnahmen auf Parzelle 6195
ein materiell rechtswidriger Zustand vorliegt, ist basierend auf den
erteilten rechtskräftigen Baubewilligungen zu entscheiden. Diesbezüglich
ist insbesondere von der am 15. Dezember 1986 erteilten Baubewilligung
auszugehen, mit welcher dem damaligen Eigentümer D._ der
Wiederaufbau des durch die Lawine zerstörten Stalls gestützt auf den
entsprechenden Entscheid des DIV vom 21. November 1986 unter der
Auflage, dass das Gebäude in Zukunft nur als landwirtschaftliche
Wirtschaftsbaute verwendet werden (Zweckentfremdungsverbot) und
zudem keine Abparzellierung erfolgen dürfe (Abparzellierungsverbot),
bewilligt wurde. Weiter ist die Baubewilligung vom 14. April 1992 zu
beachten, mit welcher gestützt auf die entsprechende Verfügung des DIV
vom 4. Februar 1992 der Treppenbau vom Kleintierstall auf den
Heuboden wiederum unter der Auflage, dass der Stall ausschliesslich als
landwirtschaftliche Baute benutzt werde, bewilligt wurde. Von dem in
diesen Verfügungen festgelegten rechtskräftigen bewilligten Zustand des
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Heustalls ist die Gemeinde im nunmehr angefochtenen Baubescheid vom
23. Dezember 2011 zu Recht ausgegangen.
b) Die seither vom vormaligen Eigentümer D._ sowie dem heutigen
Beschwerdeführer vorgenommenen baulichen Massnahmen im Innern
des Stalls sowie in dessen Aussenbereich vermögen an der Tatsache,
dass diese nie bewilligt worden sind, nichts zu ändern. So wurde ein von
D._ am 23. September 1987 eingereichtes Baugesuch zur
nachträglichen Bewilligung eines irrtümlicherweise an der Westseite des
Stalls errichteten Fensters sowie zur Erweiterung der Zweckbestimmung
des Stalls (Nutzung als Notschlafstelle und Keller) am 8. Oktober 1987
vom DIV abgelehnt, weil die Projektänderung in keinem Zusammenhang
mit der landwirtschaftlichen Nutzung stehe. Weiter stellte die Gemeinde
anlässlich des Augenscheins im Jahre 1990 fest, dass das Fenster an der
Westseite noch nicht entfernt worden sei. Zudem sei entgegen dem Plan
eine Treppe vom Stallteil in den Heustall angelegt worden. Im
Kleintierstall sei eine Werkstatt eingerichtet worden und der Raum diene
als Geräteraum. Auf dem Heuboden würden verschiedene Gegenstände
gelagert. Ein aufgestelltes Bett diene überdies wohl als Notschlafstelle.
Für sämtliche dieser baulichen Veränderungen wurde von Seiten der
Gemeinde nie eine Baubewilligung erteilt. Einzig die Treppe zum
Heuboden wurde im Jahre 1992 bewilligt, jedoch wiederum nur unter der
Auflage, dass das Gebäude als landwirtschaftliche Baute genutzt werde,
wobei explizit festgehalten wurde, dass alle nicht der Landwirtschaft
dienenden Geräte und Möbel zu entfernen seien. Dementsprechend war
D._ sowie auch der heutige Beschwerdeführer über die
Rechtswidrigkeit des fraglichen Bauzustands im Stall und in dessen
unmittelbaren und näheren Umgebung vollumfänglich informiert.
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c) Die Frage, ob die in Abweichung zum bewilligten Zustand
beziehungsweise im Zuge der diversen, seither durchgeführten baulichen
Massnahmen realisierte Ferienwohnnutzung einer nachträglichen
Bewilligung zugänglich sei, ist zu verneinen. Angesichts des im Jahre
1986 bewilligten Zustands und der zulässigen Nutzung des Heustalls als
landwirtschaftliche Wirtschaftsbaute ist mit der Gemeinde davon
auszugehen, dass für keine - wie auch immer geartete -
Ferienhausnutzung eine nachträgliche Bewilligung erhältlich ist. Dies
deshalb, weil die angestrebte Nutzungsänderung des Heustalls,
unbesehen davon, ob eine landwirtschaftliche oder eine
nichtlandwirtschaftliche Wohnnutzung angestrebt würde, weder unter dem
Titel der Zonenkonformität im Sinne von Art. 16a und Art. 22 RPG, noch
unter jenem der Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 RPG bewilligt
werden dürfte. Ebenso wenig wäre aufgrund der umschriebenen
Vorgeschichte eine nachträgliche Bewilligung für die Umnutzung gestützt
auf die Bestimmungen der Art. 24a, 24c oder 24d RPG erhältlich. Auf die
zutreffenden Erwägungen in der Vernehmlassung des ARE (vgl. Ziff. 2.2
der Vernehmlassung) kann verwiesen werden.
d) Im Einzelnen ist zu den von der Gemeinde infolge materieller
Rechtswidrigkeit zu Recht nicht bewilligten baulichen Veränderungen was
folgt festzuhalten:
- Anlässlich des vom Verwaltungsgericht durchgeführten Augenscheins
vom 15. Juli 2013 wurde erkennbar, dass der ehemalige Heustall
heute offensichtlich Wohn- beziehungsweise Ferienzwecken dient.
Sowohl der Einbau eines Badezimmers auf dem Heuboden, die
Errichtung einer Werkstatt im Kleintierstall, die neue Nutzung im
Grossviehstall mit Tisch und Sitzmöglichkeiten sowie Täferung der
Wand und Decke wie auch die neu angebrachte Sonnenstore zielen
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offenkundig auf die Umnutzung des früheren Stalls in ein Ferienhaus
ab. Die baulichen Veränderungen innerhalb des Stalls widersprechen
der am 15. Dezember 1986 erteilten Bewilligung zum Wiederaufbau
des Stalls als landwirtschaftliche Baute diametral, müsste sich gemäss
den Eingabeplänen doch im gemauerten Erdgeschoss ein
Kleinviehstall und ein Raum für landwirtschaftliche Geräte
beziehungsweise im Obergeschoss aus Holz ein Heuboden befinden,
was heute offensichtlich nicht mehr der Fall ist. Eine solche
Umnutzung des Stalls in ein Ferienhaus lässt sich weder unter dem
Titel der Zonenkonformität noch der Standortgebundenheit bewilligen.
Die baulichen Veränderungen im und am Stall können
dementsprechend nicht bewilligt werden.
- Die nachträgliche Bewilligung des Fensters an der Süd-Westfassade
des Stalls wurde vom DIV bereits mit Verfügung vom 8. Oktober 1987
verweigert, weshalb die dafür im angefochtenen Bauentscheid vom
23. Dezember 2011 mit Recht verweigerte Bewilligung bloss
deklaratorischen Charakter hat.
- Die vom Kleintierstall in den Heustall führende Treppe wurde mit
Baubewilligung vom 14. April 1992 gestützt auf die entsprechende
Verfügung des DIV vom 4. Februar 1992 unter der Auflage, dass der
Stall ausschliesslich als landwirtschaftliche Wirtschaftsbaute benutzt
werde, bewilligt. Nachdem die Zweckänderung des Stalls dennoch
unbewilligt stattgefunden hat, ist es folgerichtig, mangels
Zonenkonformität und fehlender Standortgebundenheit die im Jahre
1992 erteilte Bewilligung zu widerrufen. Die in Art. 25 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100)
enthaltenen Voraussetzungen eines Widerrufs - Änderung der
Sachlage und keine überwiegenden entgegenstehenden öffentlichen
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oder privaten Interessen - sind vorliegend zweifelsohne erfüllt. Sollte
der rechtmässige Zustand im und am Stall wieder hergestellt werden,
könnte die Treppe sodann nachträglich wieder bewilligt werden.
- Auch die Errichtung eines Bassins vor dem Stallgebäude zielt - wie
sämtliche übrigen baulichen Veränderungen im und um den Stall
herum - auf eine Umnutzung des Stalls in ein Ferienhaus ab, welche
sich wie gesehen weder unter dem Titel der Zonenkonformität noch
des landwirtschaftlichen Bedarfs bewilligen lässt.
- Den Metallzaun betreffend bringt der Beschwerdeführer vor, dieser sei
mittels Verfügung vom DIV vom 11. Juni 1976 beziehungsweise mit
Verfügung der früheren Gemeinde C._ vom 14. Juni 1977
bewilligt worden. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Wie das
ARE in ihrer Vernehmlassung unter Ziff. 3.2 korrekt ausführte, stützt
sich die vom Beschwerdeführer erwähnte Verfügung des DIV auf die
Landwirtschaftsgesetzgebung und regelt den Ausgleichsbetrag,
welcher aufgrund der Einzäunung und diversen Pflanzungen in den
kantonalen Meliorationsfonds zu entrichten ist. Die kommunale
Verfügung vom 14. Juni 1977 regelt sodann den Loskauf aus der
Gemeinatzung im Sinne von Art. 128 des Einführungsgesetzes zum
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (EGzZGB; BR 210.100). Es
handelt sich dabei um ein Institut des Privatrechts, aus welchem der
Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Mangels
landwirtschaftlichen Bedarfs sowie fehlender Zonenkonformität hat die
Gemeinde den Metallzaun denn auch zu Recht nicht bewilligt.
- Auch die beiden Parkplätze, wovon sich einer auf der Nachbarparzelle
6170 teilweise im Waldareal, teilweise im Waldabstandsbereich
befindet, können mangels Zonenkonformität nicht bewilligt werden.
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Die betreffenden Terrainveränderungen sind gemäss Art. 40 Abs. 1
Ziff. 17 KRVO ausserhalb der Bauzone stets bewilligungspflichtig,
auch wenn sie weniger als 0.8 m hoch oder tief respektive eine
Kubatur von weniger als 100 m2 aufweisen. Da die Melioration im
Grundbuch noch nicht vollzogen ist, spielt es - zumindest vorläufig -
auch keine Rolle, dass der untere, teils im Waldareal, teils im
Waldabstandsbereich befindliche Parkplatz einmal auf Land von
Dritten liegen wird.
- Hinsichtlich des seit dem Jahre 2009 auf dem teils im Waldareal, teils
im Waldabstandsbereich befindlichen Parkplatz abgestellten braunen
Containers bringt der Beschwerdeführer vor, dass es sich dabei um
einen Arbeitsanhänger handle, der vom Strassenverkehrsamt des
Kantons Graubünden auf das Nummernschild GR Z.1._
zugelassen sei. Der Anhänger unterstehe nicht der Bewilligungspflicht,
da er nicht fest montiert und folglich jederzeit verschiebbar sei. Diese
Ausführungen zielen ins Leere. Einerseits handelt es sich bei dem mit
Kontrollschild GR Z.1._ ausgestatteten Anhänger erwiesener-
massen nicht um den grossen braunen Container, sondern um den
kleinen grauen Anhänger, welcher am Augenschein vom 15. Juli 2013
neben dem grossen braunen Container am Waldrand abgestellt war
(vgl. auch ARE-act. 15). Andererseits ist der Container entgegen den
Ausführungen des Beschwerdeführers auch nicht jederzeit
verschiebbar. Vielmehr hat der durchgeführte Augenschein deutlich
gezeigt, dass der Container fest montiert ist und dessen dauerhafter
Verbleib beabsichtigt ist, dient der Container dem Beschwerdeführer
doch als Unterstand beziehungsweise als Garage für seine
Baumaschinen (z.B. für den Bagger). Zudem steht der Container
unbestritten seit dem Jahr 2009 an Ort und Stelle. Dementsprechend
handelt es sich beim streitigen Container aber nicht bloss um ein
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bewegliches Fahrzeug, sondern viel eher um eine
bewilligungspflichtige Baute. Da die erwähnte Nutzung des Containers
zonenwidrig ist und dieser somit materielles Baurecht verletzt, hat die
Gemeinde auch dafür zu Recht keine nachträgliche Baubewilligung
erteilt.
Dementsprechend erweisen sich sämtliche baubewilligungspflichtigen
baulichen Massnahmen als rechtswidrig, weshalb die Gemeinde im
angefochtenen Bauentscheid die nachträgliche Baubewilligung derselben
zu Recht verweigert beziehungsweise zu Recht deren materielle
Baurechtswidrigkeit festgestellt hat.
e) An diesem Ergebnis vermag der Hinweis des Beschwerdeführers auf den
angeblich von der Gemeinde jahrzehntelang geduldeten illegalen Aus-
und Umbau von Maiensässhütten auf dem Maiensäss „N._“ und
seine daraus abgeleitete Forderung auf Gleichbehandlung im Unrecht
nichts zu ändern. Denn einerseits steht in vorliegendem Verfahren nicht
der Aus- oder Umbau einer Maiensässhütte, sondern vielmehr die bereits
realisierten baulichen Veränderungen, welche zu einer Zweckänderung
der ehemaligen landwirtschaftlichen Ökonomiebaute geführt haben, zur
Diskussion. Mangels Entscheidrelevanz kann somit auf das
beschwerdeführerische Editionsbegehren betreffend sämtliche Amtsakten
in Sachen Maiensäss des Beschwerdeführers in der Gemeinde C._
verzichtet werden. Überdies war die frühere Gemeinde C._ entgegen
den Ausführungen des Beschwerdeführers zu keiner Zeit bereit,
rechtswidrige Ausbauten von landwirtschaftlichen Ökonomiebauten wie
Heuställen zu tolerieren, wie dies im Übrigen auch die heutige Gemeinde
B._ nicht ist. Dementsprechend zielt auch die beschwerde-
führerische Forderung nach Gleichbehandlung im Unrecht ins Leere.
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f) Auch die vom Beschwerdeführer erwähnte, im Jahre 1998
vorgenommene Schätzung, aufgrund derer die fragliche Stallbaute als
nichtlandwirtschaftlich qualifiziert wurde, vermag dem Beschwerdeführer
keinerlei Rechtsvorteile zu verschaffen. Zum einen haben Schätzungen
primär den versicherungsrelevanten Wert der betreffenden Baute
wiederzugeben. Raumplanerische Bedeutung kommt ihnen jedoch keine
zu. Wie das ARE zutreffend ausführte, ist vorliegend einzig von
Bedeutung, dass die frühere Gemeinde C._ mit Verfügung vom
15. Dezember 1986 den Wiederaufbau des betreffenden Heustalls mit
einem Zweckänderungsverbot zugestimmt hat. Dementsprechend kann
aber die erfolgte bauliche Umnutzung des Stalls weder gestützt auf Art.
24c RPG noch aufgrund der auf standortgebundene Bauten
zugeschnittenen Ausnahmebestimmung von Art. 24 RPG nachträglich
bewilligt werden.
6. a) Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Gemeinde die diversen
umschriebenen baulichen Veränderungen zu Recht der
Baubewilligungspflicht unterstellt und diesen auch zu Recht die
nachträgliche Baubewilligung verweigert, mithin die materielle
Baurechtswidrigkeit derselben festgestellt hat. Das verfügte
Benützungsverbot stützt sich auf Art. 16b Abs. 1 RPG, wonach Bauten
und Anlagen, die nicht mehr zonenkonform verwendet werden und für die
eine Nutzung im Sinne der Art. 24 - 24d RPG nicht zulässig ist, nicht mehr
benützt werden dürfen. Im Rahmen des durchzuführenden
Wiederherstellungs- und Baubussenverfahrens wird sodann von der
festgestellten materiellen Baurechtswidrigkeit der erfolgten baulichen
Massnahmen auszugehen sein.
b) Die Beschwerde erweist sich entsprechend als unbegründet und ist daher
abzuweisen. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten
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des Beschwerdeführers (Art. 73 Abs. 1 VRG). Bund, Kanton und
Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten
Organisationen wird dagegen gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein
Anlass.