Decision ID: b8ca38ec-a6d9-4d70-9f30-275507c58259
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
bezieht seit dem 1. Mai 1992 eine Rente der Invalidenversicherung, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 % sowie
akzessorische Kinder-Zusatzrenten (vgl. Urk. 8/6). Von der
Sammelstiftung BVG der Allianz Suisse Lebensversicherungs-Gesellschaft
(
nachfolgend: Sammelstiftung) und
der vor
gängig zuständig gewe
senen Vorsorgeeinrichtung
wurden und werden
ihm entsprechende, bzw. zufolge der gesetzlichen und reglementarischen
Überent
schädigungsregeln
gekürzte, Leistungen der beruflichen Vorsorge ausgerichtet
(vgl. U
rteil BV.2007.00107 vom 5. Februar 2009 des hiesigen G
erichts
in Sachen der Parteien, Urk. 8/11).
Bis zum Erlass dieses Urteils basierte die
Überentschä
digungsberechnung
auf dem Anspruch auf drei Kinderrenten.
Mit dem vorge
nannten Urteil
wurde
festgestellt, dass zwei weitere Kinderrenten zu berück
sichtigen seien, und wurde
die
Sammelstiftung
in teilw
eiser Gutheissung der von
X._
ein
ge
reichten Klage verpflichtet, eine neue
Überentschädi
gungsberechnung
per 1. März 2002
durchzuführen und dem Kläger ab diesem
Datum die entsprechend höheren Leistungen auszurichten.
1.2
In Nachachtung des besagten Urteils ermittelte die
Sammelstiftung
für den Zeit
raum vom 1. März 2002 bis zum 30. Juni 2009
unter Berücksichtigung von fünf Kinderrenten
einen
koordinierten Gesamtr
entenanspruch in der Höhe von Fr. 145‘250.--
. Den nach Abzug der für den nämlichen Zeitraum bereits erbrachten Rentenleistungen in Höhe von Fr. 108‘836.80
zu wenig ausgerichte
ten Betrag
bezifferte die
Sammelstiftung
auf Fr. 36‘413.2
0.
Gemäss
dem diesbe
z
üglichen Schreiben an
X._
vom 29. April 2009 wurde der nachzuza
h
lende Betrag auf das von
X._
benannte Bankkonto überwiesen. Weiter wurde
X._
auf die (bereits im vorerwähnten Urteil des
Sozialversiche
rungsgerichts
thematisierten)
Meldepflichten während des Leistungsbezugs hin
gewiesen (Urk. 8/12).
1.3
Anlässlich des Nachvollzugs der Rentenrevision der Invalidenversicherung per 1. September 2012 (vgl. Verfügung vom 3. August 2012
, Urk. 8/16) stellte die
Sammelstiftung
fest, dass ihre koordinierte Anspruchsberechnung vom 29. April 2009
auf ab 1. Januar 2008 teilweise nicht mehr zutreffenden Annahmen über die Leistungen der Invalidenversicherung beruhten
, weshalb
X._
für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012 insgesamt Fr. 40‘806.90
zuviel
ausbezahlt worden war
en (
Differenz zwischen den erfolgten Rentenzahl
ungen
in Höhe von Fr. 129‘667.45 und dem für den gleiche
n
Zeit
raum ermittelten Anspruch in Höhe von Fr. 88‘860.55,
Urk. 8/17).
Mit Schreiben vom 8. November 2012
eröffnete
die Sammelstiftung
X._
ihre
Neube
rechnung
des koordinierten Leistungsanspruchs für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012 und erklärte, sie stelle ihre
Rentenüberwei
sungen
vorübergehend ein und verrechne die
zuviel
ausgerichtete Rente mit dem laufenden Rentenanspruch (Urk. 8/21).
2.
2.1
Dagegen erhob
X._
am 24. Januar 2013 Klage, in der er bestritt, von der Beklagten für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012 die von dieser behaupteten
Rentenzahlungen
in der Gesamthöhe von Fr. 129‘667.45 vollumfänglich erhalten zu haben. Die Anspruchsberechnung der Beklagten stel
lte er nicht in Frage. Ebenso wenig erhob er Einwände gegen die Verrechnungserklärung der Beklagten (Urk. 1).
Mit der Klage reichte er Konto
auszüge seiner Bank (Urk. 2/1-2) sowie eine ihm von der Beklagten am 10. Januar 2013 zugestellte Aufstellung der erfolgten Überweisungen mit Valutadaten (Urk. 2/3 = Urk. 8/29 + letzte Seite von Urk. 8/12)
zu den Akten.
2.2
In ihrer Klageantwort vom 26. April 2013 beantragte die Beklagte, es sei die Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers abzuwei
sen. Gleichzeitig erhob sie Widerklage mit dem Rechtsbegehren, der
Widerbe
klagte
sei zu verpflichten, der Widerklägerin Fr. 40‘806.70 zu bezahlen (Urk. 7). Mit der Klageantwort reichte sie
unter anderem eine detaillierte Zusammenstel
lung ihrer Hausbank über die zwischen Dezember 2007 und September 2012 an den Kläger bzw. auf das vom Kläger angegebene Bankkonto überwiesenen
Rentenbetreffnisse
für die Anspruchsperiode vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012 zu den Akten (Urk.
8/33). Für die
von der Bank in Rechnung gestellte
Aufwandentschädigung in Höhe von Fr. 1‘500.-- (Urk. 8/34) forderte die Beklagte vom Kläger Ersatz (Urk. 7 S. 7).
2.3
In seiner Replik und Widerklageantwort vom 16. August 2013
erklärte der Klä
ger, er verstehe die handschriftlich angemerkten Zahlen auf der von der Beklagten eingereichten Zusammenstellung nicht, und es sei ihm auch nicht klar, weshalb da Beträge
bis Dezember 2012 erwähnt würden. Habe er doch seit September 2012 keine Zahlungen mehr erhalten (Urk. 15).
Die Beklagte und Widerklägerin hielt
duplicando
an ihren Begehren fest (Urk. 18).
Darüber wurde der Kläger und Widerbeklagte mit Schreiben vom 27. September 2013 informiert (Urk. 20).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
35a
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlas
senen und Invalidenvorsorge (BVG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzu
erstatten. V
on der Rückforderung kann abgesehen werden, wenn der Leistungsempfänger gutgläubig war und die Rückforderung zu einer grossen Härte führt.
Der
Rückforderungsanspruch verjährt mit Ablauf eines Jahres, nachdem di
e Vorsorgeeinrichtung davon Kenn
tnis erhalten hat, spätestens aber mit Ablauf von fünf Jahren seit der Auszahlung der Leistung (
Art.
35a
Abs.
2 BVG).
1.2
Gemäss
Art.
120
Abs.
1 des
Bundesgesetz
es
betreffend die Ergänzung des Schwei
zerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht
, OR
)
kann, wenn zwei Personen einander fällige Geldsummen
schulden
, jede dieser beiden
Personen ihre S
chuld mit ihrer Forderung verrechnen
. Der Schuldner kann die Verrechnung geltend machen, auch wenn seine Gegenforderung bestritten wird (Art. 120 Abs. 2 OR). Eine verjährte Forderung kann zur Verrechnung gebracht werden, wenn sie zur Zeit, wo sie mit der anderen Forderung verrechnet werden konnte, noch nicht verjährt war (Art. 120 Abs. 3 OR).
Eine Verrechnung tritt nur insofern ein, als der Schuldner dem Glä
ubiger zu erkennen gibt, dass er von seinem Rechte der Verrechnung Gebrauch machen wolle (Art. 124 Abs. 1 OR). Ist dies geschehen, so wird angenommen, Forderung und Gegenforderung seien, soweit sie sich ausgleichen, schon im Zeitpunkt getilgt worden, in dem sie zur Verrechnung einander gegenüberstanden (Art. 124 Abs. 2 OR).
Gemäss
Art.
125 OR können wider den Willen des Gläubigers durch Verrech
nung nicht getilgt werden:
1.
Verpflichtungen zur Rückgabe oder zum Ersatz hinterlegter, widerrechtlich entzogener oder böswillig vorenthaltener Sachen,
2.
Verpflichtungen deren Natur die tatsächliche Erfüllung an den Gläubiger ver
langt, wie Unterhaltsansprüche und Lohnguthaben, die zum Unterhalt des Gläubigers und seiner Familie unbedingt erforderlich sind;
3.
Verpflichtungen gegen das Gemeinwesen aus öffentlichem Rechte.
2.
2.1
Im Lichte der vorstehenden
Gesetzesbestimmungen ist vorab darauf hinzuwei
sen, dass der Kläger hinsichtlich der von der Beklagten in ihrer Neuberechnung des koordinierten Leistungsanspruchs
vom 8. November 2012
für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012
berücksichtigten Rentenleis
tu
ngen der Invalidenversicherung zwar eine Meldepflichtverletzung bestreitet.
Dass er im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012 von der Invalidenversicherung aber effektiv
die
von der Beklagten in der
Koordinati
onsberechnung
vom 8. November 2012 berücksichtigen Rentenleistungen
in Höhe von Fr. 50‘256.-- pro Jahr
erhalten hat - und nicht
nur
die
der
Koordina
tionsberechnung
vom
29. April
2009 zugrunde gelegten
Rentenleistungen
in Höhe von Fr. 42‘142.--
- stellt er jedoch nicht in Abrede. Dementsprechend ist die von der Beklagten vorgenommene Neuberechnung des Rentenanspruchs für die fragliche Zeitperiode
,
welche die von der Invalidenversicherung tatsächlich ausgerichteten Leistungen zu berüc
ksichtigen hat
te
und einen Rentenanspruch in Höhe von Fr. 88‘860.55 gegenüber der Beklagten ergab
(vgl. Urk.
8/21)
,
unbestritten
.
2.2
Hinsichtlich der von der Beklagten tatsächlich erbrachten Leistungen behaup
tet
e
der Kläger u
nter Berufung auf sei
ne eigenen Kontoauszüge mit den
zwi
schen dem 1. Januar 2008 und dem
31. Dezember 2012 erfolgten Gutschrif
ten von Zahlungen der Beklagten
(Urk. 2/1-2)
in der Klageschrift vom 24. Januar 2013
zwar allgemein,
er habe nicht alle von der Beklagten mit der Aufstellung vom 10. Januar 2013
(Urk. 2/3)
belegten Zahlungen erhalten.
Substantiiert
hat
er diese allgemeine Behauptung jedoch nur bezüglich zweier
im September
2012
tatsächlich nicht mehr
vergüteter
Kinderrenten
und des generellen Aus
bleibens von Zahlungen im letzten Quartal 2012 (Urk.
1).
Nach Einsicht in die
von der Beklagten mit der Klageantwort eingereichten zusätzlichen Belege zum Zahlungsverkehr (Urk. 8/31-33)
beschränkte er sich i
n d
er Replik vom 16. August 2013
auf die Behauptung, er habe seit September 2012 keine Zahlungen mehr erhalten (Urk. 15).
Aufgrund dieser tatsächlichen Vorbringen des Klägers können d
ie von der Beklagten
im Schreiben vom 10. Januar 2013
belegten Rentenzahlung
en
in Höhe von Fr. 129‘667.45
als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen
und unbestritten
angesehen werden. Denn, wenn der Kläger hätte behaupten wollen, er habe bereits vor September 2012 einzelne
der
von der Beklagten unter Angabe des
jeweiligen Valutadatums
belegten
Zahlungen nicht erhalten, hätte er dies unter
genauer Bezeichnung
der ange
blich nicht erhalte
nen Überweisung
tun können und müssen
.
Zumal
die Beklagte in
ihrem Schrei
ben vom 29. April 2009
auf die Zahlungsmodalitäten
für die laufenden Renten
zahlungen
hingewiesen hatte
(vgl. Urk. 8/12)
und
davon auszugehen ist
, dass der Kläger auf einen tatsächlichen
Ausfall
angekündigter
Rentenzahlungen
in früheren Jahren
reagiert hätte, bevor
die Beklagte
mit dem Schreiben vom 8. November 2012 (Urk. 8/21)
ihre Rückerstattungsforderung zur Verrechnung
stellte.
Dass dem Kläger nach September 2012 keine weiteren Rentenzahlungen mehr überwiesen wurden, ist
aus dem Schreiben der Beklagten vom 10. Januar 2013 ersichtlich und somit
unbestritten. Soweit der Kläger rügt, obwohl in der Abrechnung Zahlungen bis Dezember 2012 behauptet würden, habe er im letz
ten Quartal 2012 keine Zahlungen mehr erhalten, verkennt er, dass die
Renten
betreffnisse
quartalweise
vorschüssig
überwiesen wurden und
demzufolge
mit den Überweisungen vom September Ansprüche des letzten Quartals 2012 abge
golten worden waren
(vgl. Urk. 2/3)
.
2.3
Mit der unbestrittenen Neuberechnung der Rentenansprüche des Klägers
für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2012
gemäss dem Schrei
ben der Beklagten vom 8. November 2012 (vgl. E. 2.1) und dem Nachweis der für den nämlichen Zeitraum tatsächlich erfolgten Überweisungen an den Kläger (vgl. E. 2.2)
steht auch fest, dass der Kläger in dieser Zeit von der Beklagten Rentenleistungen in Höhe von Fr. 40‘806.90 erhalten
hat
, welche zu Unrecht erfolgten, weil in diesem Umfang bei der Leistungskoordination anrechenbare L
eistungen der Invalidenversic
herung unberücksichtigt
ge
blieben
sind
(vgl. Urk. 8/21)
.
Diese Fr. 40‘806.90
unterlagen per Ende der betroffenen
Abrechungsperiode
grundsätzlich
der Rückerstattungspflicht nach
Art.
35a
Abs.
1 BVG
.
3.
3.1
Gemäs
s Art. 35a Abs.
1
Satz 1 BVG
der Rückerstattungspflicht unterliegende Forderungen
können entweder - nach Prüfung der Erlassvoraussetzungen gemäss Art. 35a Abs. 1 Satz 2 BVG - nach Massgabe von
Art.
35a
Abs.
2 BVG
auf dem Rechtsweg durchgesetzt werden (
vgl. E. 1.1
)
oder - sofern die Voraus
setzungen gemäss
Art.
120 OR erfüllt sind - unter Beachtung der Einschränkung von
Art.
125
Ziff.
2 OR zur Verrechnung gestellt werden (vgl. E. 1.2
). Die Ver
rechnung ist ein
im Sozialversicherungsrecht allgemein gültiges Rechtsprinzip, welches
auch dort, wo eine entsprechende Gesetzesbestimmung fehlt, in Analo
gie zur privatrechtlichen Regelung gilt (BGE 128 V 50 E. 4 mit Hinweisen auf die Literatur).
3.2
3.2.1
In ihrem Schreiben vom 8. November 2012 erk
l
ärte d
ie Beklagte
, sie werde ihre
Rentenzahlungen per 31. Dezember 2012 vorübergehend einstellen und ver
rechne die
laufenden (bzw. im Zeitpunkt der Verrechnungserklärung
künftigen) Rentenansprüche
des Klägers
mit ihrer Rückerstattungsforderung
, wobei sie sich vorbehielt,
zuviel
ausgerichtete Rentenleistungen zurückzufordern, falls
kein laufender Rentenanspruch mehr bestehen sollte (Urk.
8/21 S. 3).
Diese Willens
erklärung ist nach Treu und Glauben dahingehend auszulegen, dass die Beklagte auf Grund der ihr
am 8. November 2012 bekannt gewesenen
Sachlage einen über den 31. Dezember 2012 hinaus weiterlaufenden Rentenanspruch des Klägers dem
Grundsatz nach anerkennt und ab dem 1. Januar 2013 mit den
-
erst ex
post
genau
bezifferbaren
- vierteljährlich fällig werdenden
Ren
tenfor
derungen
des Klägers
sukzessive
ihre
Rückerstattungsforderung im Sinne von
Art. 124
Abs.
2 OR befriedigen
wolle.
3.2.2
Der Kläger bestritt mit seiner Klage zwar - zu Unrecht (vgl. E. 2) - den Bestand der Rückerstattungsforderung, machte aber nicht geltend
,
die laufenden Renten
zahlungen der Beklagten seien
zu
seinem und seiner Familie
Unterhalt
im Sinne von
Art.
125
Ziff.
2 OR
unbedingt erforderlich. Von Letzterem ist auch nicht ohne Weiteres auszugehen, da
es sich bei den Rentenleistungen der Be
klagten um solche aus der
beruflichen Vorsorge handelt, welche die Differenz zwischen den - nach wie vor ausgerichteten und zur Deckung des Grundbedarfs des in Kroatien lebenden Kläger
s
und seiner Familie dienenden -
Rentenzahlungen
der schweiz
erischen Invalidenversicherung
und 90 % des im Gesundheitsfall durch Arbeit in der Schweiz erzielbaren Einkommens ausgleic
hen
.
3.3
Aufgrund der prozessualen und vorprozessualen Parteivorbringen
ist
somit
davon auszugehen, dass
zufolge
der - durch den Kläger nicht in Frage gestellten - Verrechnungserklärung der Beklagten vom 8. November 2012 d
er von
Art.
124
Abs.
2 OR präs
umierte Forderungsausgleich zwischen den
Rentenfor
derungen
des Klägers und der Rückerstattungsforderung der Beklagten teil
weise bereits eingetreten
ist, bzw. dies
bereits
war, als die Beklagte am 26. April 2013 ihre Widerklage über den ursprünglichen Rückerstattungsbetrag von Fr. 40‘806.70 erhob (vgl. Urk. 7).
Die Beklagte
hat
mit der Erheb
ung der Wider
klage auch nicht dargelegt, inwiefern
zu jenem Zeitpunkt
die von ihr in der Verrechnungserklärung vom 8. November 2012 vorbehaltenen Voraussetzungen für die klageweise Geltendmachung
erfüllt
waren
.
Die Widerklage erweist sich somit als nicht liquid und
in Wi
derspruch zur vorprozessualen
Verrechnungser
klärung
der Beklagten stehend.
4
.
4.1
Demzufolge sind sowohl die auf die Bestreitung der
beklagtischen
Rückerstat
tungsforderung
per 31. Dezember 2012 zielende Klage
vom 24. Januar 2013
(vgl. E. 2) als auch
die auf Zusprechung eine
s
nicht liquiden
Anspruchs
abzie
lende Widerklage
vom 26. April 2013
(vgl. E. 3) abzuweisen, und ist festzustel
len,
dass die Beklagte per 3
1.
Dezember 2012 eine Rückerstattungsforderung gegenüber dem Kläger in Höhe von
Fr.
40‘806.70 hatte, für welche sie zulässi
gerweise die Verrechnung mit laufenden Rentenansprüchen des Klägers bis zur vollständigen Tilgung erklärt hat, weshalb der Kläger bis zur voll
ständigen Til
gung dieser
Rücker
stattungs
forderung
keinen Anspruch auf die Überweisung von
Rentenbetreffnissen
der Beklagten hat
.
Die Beklagte ist überdies zu verpflichten,
bis Ende Februar 2015
eine neue
Koordi
nations
rech
n
ung
für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2014
zu Händen des Klägers
zu erstellen, aus der hervorgeht, inwieweit ihre Rückerstattungsforderung per 31. Dezember 2012 bereits durch Verrechnung getilgt
worden
ist und bis wann der Kläger
- den Weiterbestand von Rentenansprüchen vorausgesetzt -
mit einer Wiederaufnahme der Renten
zahlungen rechnen kann. Falls die Beklagte dabei feststellen s
ollte, dass der
Kläger bereits vor der vollständigen Tilgung
der
Rückerstattungsforder
ung kei
nen Anspruch auf
verrechenbare
Rentenleistungen mehr hat, steht es ihr frei, den nicht
verrechenbaren
Restbetrag
- ihrem Vorbehalt in der
Verrechnungser
klärung
vom 8. November 2012 entsprechend -
gerichtlich einzufordern.
4.2
Soweit die Beklagte Anspruch auf eine Parteientschädigung, insbesondere die Erstattung der Abklärungskosten bei ihrer Hausbank,
verlangt, handelt es sich
um eine zwar zweckdienliche, aber nicht gerichtlich angeordnete vorsorgliche Beweis
sicherung
.
Die der Beklagten daraus erwachsenen Unkosten können dem Kläger nicht als von ihm im Sinne von
§
33
Abs.
2 des Gesetzes über das
Sozi
alversicherungsgericht
(
GSVGer
) mutwillig verursachter Verfahrensaufwand auferlegt werden, da der Kläger den ihm von der Beklagten vorprozessual zugestellten Zahlungsnachweis
in
der Klage
schrift
gar
nicht substantiiert bestritten und
replicando
nicht mehr in Frage gestellt hat (vgl. E. 2.2).
Demzufolge
is
t
der Beklagten keine Prozessentschädigung
zuzusprechen.