Decision ID: 92ffe511-6427-4b20-be52-516e5244d979
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, arbeitete von 1992
bis 1998 als Lagermitarbei
ter bei der
B._
AG und meldete sich im Juni 1998
wegen Rückenbeschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk.
7
/2). Ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 22 % verneinte die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 15. Dezember 1998 den Rentenanspruch des Versi
cherten (Urk.
7/1
0
). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozial
versicherungsgericht des
Kan
tons Zürich mit Urteil IV.1998.00792 vom 26. Mai 2000 ab (Urk.
7
/15).
1.2
Am 20. September 2000 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle an und machte aufgrund einer in der Zwischenzeit aufgetretenen somatoformen Schmerzstörung eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend (Urk.
7
/16/1-7). Mit Verfügung vom 11. Juni 2001 wurde
X._
bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab September 1999 eine ganze Invalidenrente zugesprochen (Urk.
7
/36).
Am 6. Sept
ember 2001 beantragte der Versi
cherte eine
Hilflosenentschädigung
(Urk.
7
/39). Am 14. April 2002 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine
Hilf
losen
entschä
digung
wegen Hilflosigkeit
leichten Grades zu (Urk.
7
/57). Die da
gegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Sozialversi
cherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2002.00247 vom 31. März 2003 (Urk.
7
/63) und anschliessend mit Urteil des Bundesgerichts I 360/03 vom 23. Sep
tember
2003 abgewiesen (Urk.
7
/65).
D
er Anspruch auf ein
e ganze Invalidenrente wurde 2003 und 2006 revisionsweise unverändert bestä
tigt (Urk.
7
/62 und Urk.
7
/73) und auch die
Hilflosenent
schädi
gung
wegen Hilflosigkeit
leich
ten Grades erfuhr 2006 und 2010 revisions
weise keine Änderung (Urk.
7
/74 und Urk.
7
/84).
1.
3
Im Juni 2011 leitete die IV-Stelle erneut eine Renten
revision
ein
(Urk. 7/
86 ff.)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
hob die IV-Stelle mit Verfü
gung
en
vom 2
4.
sowie vom 25.
August 2012
sowohl die Rente als auch die
Hilflosenent
schädigung
auf
(Urk. 7/
98-99).
Die gegen diese beiden Verfügungen erhobene
Beschwerde hiess das Sozialver
sicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2012.01028 vom 19. Dezember 2013 gut. Es hob die angefochtenen Verfü
gun
gen auf und wies die Sache zur erneuten Durchführung des
Vorbescheidver
fahrens
unter Gewäh
rung des rechtlichen Gehörs an die IV-Stelle zurück
(Urk.
7
/110/10). Des Wei
teren wies es darauf hin, dass die bisher getätigten Sach
verhaltsabklärungen in somatischer Hinsicht ungenügend seien (Urk.
7
/110/7).
1.
4
In Nachachtung dieses Urteils holte die IV-Stelle
zur Hauptsache
das polydis
zi
plinäre Gutachten des Medizinischen Zentrums
Z._
vom 7. Januar
2015 (Urk. 7/158)
ein.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/
164
-165
,
Urk.
7/169
)
stellte
sie
die Invalidenrente des Versicherten mit Verfügung vom
11. Juni 2015
ein
(Urk.
7
/175).
Die dagegen erhobene Beschwerde
hiess das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
m
it Urteil IV.2015.00750 vom 29.
Februar 2016
gut und stellte fest, dass der
Versicherte
ab
1.
August 2015 An
spruch auf eine halbe Invalidenrente ha
be
(
Urk.
7/189
).
1.
5
Im November 2018 machte der
Versicherte
bei der IV-Stelle eine wesentliche Verschlechterung seines Gesundheitszustands
geltend, namentlich
in Bezug auf
seine
rechte Hand (
Urk.
7/204
)
,
und reichte entsprechend
e
m
edizinische Berichte ein (
Urk.
7/203
,
Urk.
7/212
)
. Die IV-Stelle trat auf das Verschlechterungsgesuch ein
(Urk. 7/
213), nahm weitere medizinische Berichte zu den Akten
(Urk. 7/
219, 7/227
, 7/230
)
und
liess den Versicherten
am 1
1.
Juli 2019
durch ihren RAD-Arzt
Dr.
med.
A._
,
Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie
, untersuchen (
Bericht vom
7.
August 2019,
Urk.
7/229
).
Nach Durchführung eines Einkommensvergleichs (
Urk.
7/231) stellte die IV-Stelle dem Versicherten m
it Vorbescheid vom 23. Oktober 2019 die Ausrichtung einer ganzen Invali
den
rente für die Zeit vom
1.
November 2018 bis zum 3
0.
April 2019 sowie ab
1.
Mai 2019 die erneute Reduktion auf die bisherige halbe Invalidenrente in Aussicht
(
Urk.
7/
233
).
Am
2
5.
Februar
2020
verfügte sie im angekündigten Sinne (Urk
. 7/
237 in Verbindung mit
Urk.
7/235
,
Urk.
13
), wobei sie
die Rentennach
zahlung von
Fr.
8'700.--
für den Zeitraum von November 2018 bis April 2019 im Umfang von Fr. 4'350.-- mit den Zusatzleistungen
verrechnete
(Urk. 7/
237 =
Urk.
2
, wobei Urk. 2 seitens des Gerichts mit
einer Kopie
de
s
Begründungsteil
s
der angefochtenen Verfügung
[
Urk.
7/235]
vervollständigt wurde
).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
5.
Februar 2020 erhob der
Versicherte
am 2
6.
März 2020
unter Beilage von Arztberichten (
Urk.
3/3-4)
Beschwerde mit dem Antrag, es sei
i
hm ab
1.
November 2018 unbefristet eine ganze Invalidenrente zuzu
spre
chen (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2020 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerde
führer mit Gerichtsverfügung vom 11. Mai 2020 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
Mit Verfügung vom 1
0.
Juni 2021 lud das hiesige Gericht die
Y._
Pensions
kasse zum Prozess bei (
Urk.
9). Diese liess sich nicht vernehmen (vgl.
Urk.
10 und
12).
Mit Blick auf den Zahlenteil der angefochtenen Verfügu
ng, worin lediglich von einer befristeten Rentenerhöhung die Rede war
(
Urk.
2 S. 1-2)
,
klärte das Gericht von Amtes wegen ab, ob dem Beschwerdeführer (weiterhin) eine halbe Invalidenrente ausgerichtet wird,
w
as die Ausgleichskasse auf telefonische An
frage hin bestätigte (
Urk.
13).
Auf die Ausführungen der Parteien und die
eingereicht
en Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin
weisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
acht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d;
Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11
zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen
Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131
V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streitge
genständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer ab
ge
stuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundes
ge
richts 8C_489/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.5
Gemäss Art. 88a Abs. 1
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgaben
bereich zu betätigen
,
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anzuwenden (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2017 vom 9. Mai
2018 E. 3.2). Das Bundesgericht wendet in solchen Fällen in der Regel den zweiten Satz dieser Bestimmung an und gewährt oder bestätigt eine höhere Rente drei Monate über die Veränderung des Gesund
heits
zustandes hinaus (Urteil des Bundesgerichts 8C_670/2011 vom 10. Februar 2012
E. 5.1 mit Hinweisen; vgl. statt vieler auch Urteil des Bundesgerichts 8C_626
/2017 vom 9. Mai 2018 E. 4).
1.
6
Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
set
zungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invaliden
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufga
ben
bereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfme
tho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts
9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3
.5).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG be
treffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis
gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1)
genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ve
r
fügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungs
interner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Okto
ber 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich i
m Begründungsteil
der angefochtenen Ver
fügung vom 25. Februar 2020 auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer sei nach der Operation vom 1
5.
März 2018 vorerst vollumfänglich erwerbsunfähig gewe
sen, weshalb - aufgrund des Eingangs des Verschlechterungsgesuchs im Novem
ber 2018 - ab
1.
November 2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestehe.
Der Gesundheitszustand habe sich wieder gebessert
, sodass
seit dem 1
0.
Januar
2019 wieder eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vorliege
. Daher
habe der Beschwerdeführer ab
1.
Mai 2019 wiederum Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (
Urk.
2
S. 3-4
).
Laut
telefonischer
Auskunft der Beschwerde
geg
nerin wird die halbe Invalidenrente für die Zeit ab
1.
Mai 2019
auch
effektiv ausbezahlt (vgl.
Urk.
13).
2.2
Der Beschwerdeführer führte in seiner Beschwerde vom 2
6.
März 2020 aus, es sei unbestritten, dass er zum Zeitpunkt der Handoperation vom 1
5.
März 2018 und im postoperativen Verlauf in jeglichen Arbeitstätigkeiten vollumfänglich arbeits
unfähig gewesen sei (
Urk.
1 S. 7). Eine wesentliche Verbesserung hernach, wie sie für die erneute Herabsetzung der Rente erforderlich wäre, sei indes nicht ersicht
lich.
Ferner weise er unabhängig von revisionsrechtlichen Über
l
egungen keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr auf. Manuelle Tätigkeiten seien ihm nicht mehr zumutbar. Hinzu kämen zunehmende Rückenbeschwerden und sein Alter, aufgrund dessen ihm eine berufliche Umstellung nicht mehr zugemutet werden könne (
Urk.
1 S. 8).
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung
bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
ver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Vergleichszeitpunkt für eine relevante Veränderung des Gesundheitszustands bildet die mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
9.
Februar 2016
im Verfahren IV.2015.00750
(Urk. 7/189) abgeänderte Verfügung der IV-Stelle vom 1
1.
Juni 2015 (Urk. 7/175).
3.2
D
er Anspruch auf eine halbe Invalidenrente wurde vom hiesigen Gericht
gestützt auf das
Z._
-Gutachten
in den Fachgebieten Innere Medizin, Neurologie
,
Psy
chiatrie und Rheumatologie
vom
7.
Januar 2015 festgelegt.
Das Gericht
referierte
da
raus
die folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/189 S. 9 ff.
,
Urk.
7/158/39-40,
Urk.
7/158/78
):
-
anhaltende mögliche
chronifizierte
Reizung der Nervenwurzel S1 rechts bei
-
Osteochondrose
Typ
Modic
II LWK5/SWK1
mit zirkulärer
Diskus
pro
tru
sion
und konsekutiver
Einengung
rezessal
mit Verlage
rung der Nervenwurzel S1 rechts, ohne Kompression
-
aktuell ohne reproduzierbare, sichere Hinweise für eine
radikuläre
Reiz- oder Ausfallssymptomatik; bei facettengelenksfortgeleiteter Missemp
findung im Bereiche der unteren Extremität rechts ausgehend vom Segment LWK5/SWK1
-
deutliche bewusstseinsnahe Schmerzverdeutlichung mit Inkonsisten
zen und Diskrepanzen im Ausmass eines dysfunktionalen Krankheits
verhaltens
Weiter führte das Gericht aus, i
n der polydisziplinären gemeinsamen Beurteilung
hätten
die
Z._
-Gutachter fest
gehalten
, das im rheumatologischen Teilgutachten ermittelte Belastbarkeitsprofil gelte seit der Begutachtung. Im Vergleich zur MRI-Untersuchung der Lenden
wirbelsäule vom 29. August 1997 bestehe aktuell keine Kompression der Ner
venwurzel mehr, was radiologisch einer Verbesserung der Situation gleichkom
me. Bezüglich der Diagnose eines
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms rechts mit möglichem intermittierendem Reizsyndrom S1 rechts
habe sich zwi
schenzeitlich keine wesentliche Veränderung ergeben. In der ange
stammten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit der
Rentenzusprache
zu 100 %
arbeits
unfähig. In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leicht bis mittel
schweren Tätigkeit bestehe aus interdisziplinärer Sicht eine Restarbeits
fähigkeit von 80 %. Dies ab dem Zeitpunkt der Begutachtung und überwiegend wahr
scheinlich bereits seit der Beurteilung durch die Rheumaklinik des Universi
tätsspitals
B._
vom 24. Juni 1998. Im Gegensatz zur damals angegebenen 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bei höchstens diskreter res
pektive fraglicher
radikulärer
Reizung werde die Arbeitsfähigkeit vom
Z._
mit Blick auf die nicht auszuschliessende zeitweise auftretende
radikuläre
Reiz
symp
to
matik auf 80 % festgesetzt (Urk.
7/189/12,
Urk.
7
/158/87-89).
3.3
Das Sozialversicherungsgericht folgte dem Gutachten und
gelangte zum Schluss,
aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. A
ufgrund der Ein
schränkungen aus rheumatologischer Sicht
könne der Beschwerdeführer
vor dem Hintergrund der Rückenbeschwerden mit teilweise organische
m
Korrelat
keine körperlich schwere
Tätigkeit
mehr ausführen,
in einer dem Leiden optimal ange
passten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit
erscheine
eine Rest
arbeits
fähigkeit von 80
%
als einleuchtend
(E. 5.
2
3, Urk. 7/189/13-14). Davon ausgehend errechnete es einen Invaliditätsgrad von 50 % (E. 6,
Urk.
7/189/14 ff.).
Zur Beurteilung der
hier aktuellen
F
rage
nach
einer wesentlichen Veränderung ist vom seinerzeitigen gesundheitlichen Zustand auszugehen.
4.
4.1
Im vorliegenden Revisionsverfahren, welches aufgrund des Verschlechte
rungs
ge
suchs des Beschwerdeführers eingeleitet worden ist,
ergingen
folgende medizi
nische Berichte:
4.
2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 2
1.
Januar 2018 die Diagnose einer schweren sensomotorischen Neuropathie des
Nervus
medianus
rechts und vermutetet als Ursache dafür ein Karpaltunnel
syn
drom (Urk. 7/203/5-6).
Dr.
med.
D._
, Leitende Ärztin Handchirurgie des
Spitals E._
,
führte die von ihm empfohlene
offene Spaltung des
Retinaculum
flexorum
an der rechten Hand
laut dem gleichentags verfassten Operationsbericht am 1
5.
März 2018 durch
(
Urk.
7/203/4).
4.3
Der Allgemeinmediziner
Dr.
med.
F._
berichtete am 1
0.
Oktober 2018, der Beschwerdeführer befinde sich seit dem
8.
Januar 2018 in seiner haus
ärzt
lichen Behandlung.
Dessen
Gesundheitszustand und Erwerbsfähigkeit hätten sich stark verschlechtert. Hinzugetreten sei eine dauerhafte Einschränkung der Funk
tion der rechten Hand. Trotz Operation und Behandlung sowie Physiotherapie
habe keine Besserung erreicht werden können. Die verbleibende Funktion der dominanten rechten Hand sei wirtschaftlich nicht mehr relevant. Zudem sei die Gehzeit des Beschwerdeführers wegen einer Gonarthrose am rechten Kniegelenk auf 30 Minuten limitiert. Sodann sei die Funktion der Lendenwirbelsäule auf
grund von degenerativen Veränderungen eingeschränkt. Erschwerend wirke sich das Übergewicht aus
. Die Erhöhung der Invalidenrente auf mehr als 50
%
sei dringend geboten
(Urk. 7/203/1).
4.
4
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 1
1.
Januar 2019 aus, der Beschwer
de
führer habe angegeben, es gehe
ihm
immer schlechter. Trotz der Operation im März 2018 könne er den Daumen kaum bewegen und bei Handbewegungen komme es häufig zu Schmerzen im Bereich des
Thenars
sowie des Handgelenkes, teilweise auch mit Ausstrahlung nach proximal zum Unterarm
ventralseits
(Urk. 7/212/1).
Die elektrophysiologische Untersuchung zeige im Vergleich zur Voruntersuchung vom
1.
Dezember 2017 eine Befundbesserung bei jedoch wei
terhin nachgewiesener schwerer motorisch betonter Neuropathie (Urk. 7/212/2).
Die vom Beschwerdeführer angegebenen zunehmend einschränkenden Schmer
zen vor allem im Bereich des Daumens
könne er nicht sicher einordnen
. Die Be
schreibung sei nicht für neuropathische Schmerzen suggestiv, sondern lasse am ehesten an eine rheumatologische Ursache denken, weshalb er eine rheuma
to
logische Untersuchung empfehle (Urk. 7/212/2).
4.5
Am 1
2.
März 2019 berichteten die Ärzte des Universitätsspitals
B._
, Klinik für Rheumatologie, über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom Vortag (Urk. 7/219/1). In ihrer Beurteilung hielten sie zusammenfassend fest, sowohl anamnestisch als auch laboranalytisch und klinisch hätten sich keine Hinweise für eine systementzündliche Erkrankung ergeben. Insbesondere bei isoliertem Befall des Daumens und der
Musculi
interossi
in der rechten Hand scheine eine
Vaskulitis
sehr unwahrscheinlich. Geplant
sei nun eine
sono
gra
phische
Untersuchung des Handgelenks und der Fingergelenke zum Ausschluss von
Synovitiden
. Falle diese Untersuchung unauffällig aus, sei ein
e
MRI
-Unter
suchung
der Halswirbelsäule
(HWS)
in Erwägung zu ziehen.
Die Kribbelpa
räs
thesien könnten zum Teil auch im Rahmen der aktenanamnestisch bestehenden Polyneuropathie bei Diabetes mellitus erklärbar sein, sowie auch verstärkt durch die
Hypokalzämie
, welche am ehesten im Rahmen des Vitamin D-Mangels zu werten sei (Urk. 7/219/2).
4.6
Dem Bericht von Prof.
Dr.
G._
, Facharzt für Radiologie und Nuklear
medizin, vom
8.
April 2019 ist zu entnehmen, dass gleichentags eine MRT-Untersuch
ung der HWS erfolgt sei
.
I
n seiner Beurteilung hielt Prof.
G._
fest, auf
Niveau C5/C6 liege eine
breitbasige
Diskusprotrusion
vor
,
mit kombinierter
Unkovertebralarthrose
rechts mit
höhergradiger
Einengung der austretenden Nervenwurzel C6 rechts ohne Hinweis auf eine Spinalkanaleinengung respektive Myelopathie. Zudem
bestünden
eine geringe
i
ntraforaminale
Diskusprotrusion
,
Unkovertebralarthrosen
und
eine
Degeneration auf den Höhen C3/C4 und C6/C7 mit jeweils mittelgradiger Einengung der austretenden Nervenwurzel C4 bezie
hungsweise C7 rechts. Sodann sei eine deutliche Degeneration des vorderen
Atlantodentalgelenks
ohne Zeichen der Aktivierung zu sehen gewesen. Indes habe er keinen Hinweis auf eine Myelopathie gefunden (Urk. 7/227/1-2).
4.7
Im
RAD-Untersuchungsbericht vom
7.
August 2019 über die orthopädisch-hand
chirurgische Untersuchung vom 1
1.
Juli 2019
nannte
Dr.
A._
folgende Dia
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/229/11):
-
erhebliche Funktionseinschränkung der rechten Hand mit schwerer sen
somotorischer Neuropathie des
Nervus
medianus
rechts bei Status nach offener Spaltung des Karpaltunnels rechts (Operation am 1
5.
März 2018)
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
-
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts bei degene
rativen Veränderungen der HWS
Dr.
A._
führte in seiner Würdigung der Aktenlage aus, im Vergleich zum
Z._
-Gutachten vom
3.
Oktober 2014 habe sich der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers verschl
e
chtert. Am 1
5.
März 2018 sei eine Karpaltunne
l
syn
drom-
Operation durchgeführt worden und es habe sich ein Schmerzsyndrom entwickelt. Es bestehe jetzt eine erhebliche Funktionseinschränkung der rechten Hand bei schwerer sensomotorischer Neuropathie des
Nervus
medianus
rechts, was auch neurologisch nachgewiesen sei. Den Zeitpunkt der Verschl
e
chterung könne man auf den Zeitpunkt der Operation vom 1
5.
März 2018 festsetzen. Die
A
ngabe der Schmerzen durch den Beschwerdeführer müsse hinterfragt werden, da bei der Bestimmung des Medikamentenspiegels im Blut die von ihm angegebenen Schmerzmittel nicht nachweisbar gewesen seien, was auf
eine
fehlende Ei
nnahme schliessen lasse
, was w
iederum auf einen fehlenden Leidensdruck hinweise - ebenso wie der Umstand, dass keine weitere Therapie durchgeführt werde
(Urk. 7/229/11)
.
Bei seiner Untersuchung habe sich eine verminderte Belastbarkeit gezeigt für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten
, für Arbeiten mit Überstreckbelastung der Wirbelsäule über Kopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und Gerüsten,
für
Überkopfarbeiten, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen
Zwangshaltungen
wie Knien, Kriechen und
Hocken,
für
repetitive Rotations
belastungen der Wirbelsäule, für Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit und für dauerhaftes Gehen
und Stehen auf unebenem Grund, für Tätigkeiten im Freien
ohne Schutz vor Kälte, Zugluft und
Nässe sowie auf regen- und eisglattem Untergrund, für Tätigkeiten mit vermehrte
r
Vibra
tions
belastung, insbesondere solche mit überwiegender Belastung der Handgelenke und mit erhöhten Anforderungen an die Kraft der Hände sowie mit Kälte-/Nässe-Exposition (Urk. 7/229/11-12).
In der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer vollumfänglich arbeitsun
fähig. In einer leichten Tätigkeit in Wechselbelastung,
welche den obgenannten Einschränkungen Rechnung trage, sei der Beschwerdeführer grundsätzlich zu 70
%
arbeitsfähig. Da eine angepasste Tätigkeit keine erhöhten Anforderungen an die Kraft und Haltefunktion der Hände stellen dürfe, sei das Besteigen von Leitern und Gerüsten nicht zumutbar. Ebenso seien Arbeiten mit ungünstigen Hebelwirkungen am Handgelenk sowie die repetitive Beanspruchung der Hände zu vermeiden und es dürften keine erhöhten Anforderungen an das feinmo
torische Geschick der Hände gestellt werden. Für die Zeit von der Operation bis
zur
neurologischen
Untersuchung
durch
Dr.
C._
vo
m 11. Januar 2019
sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit auszugehen, bedingt durch die postoperative Nachbehandlung (Urk. 7/229/12).
4.8
Am 2
2.
Juli 2019 berichteten die Ärzte des
Universitätsspitals B._
, Klinik für Neurologie, über die
gleichentags erfolgte elektrodiagnostische Untersuchung (Urk. 7/230/1).
Sie gaben
an, es lasse sich ein Residualsyndrom eines Karpaltunnelsyndroms rechts nach
weisen. Dies könne nicht die gesamte klinische Symptomatik erklären.
Es lägen klinische und elektrophysiologische Zeichen für eine allgemeine und nicht nur den
Nervus
medianus
rechts betreffende
axonale
sensomotorische Polyneu
ro
pa
thie vor. So fänden sich auch eine Amplitudenreduktion des
Nervus
me
dianus
links ohne elektrophysiologische Zeichen eines Karpaltunnelsyndroms links so
wie eine muskuläre Atrophie der intrinsischen Handmuskeln links (insbeson
dere der
Interossealmuskulatur
Dig
. I-II).
Ein Untersuchungstermin in der Handchi
rurgie des
Universitätsspitals B._
folge am 2
3.
August 2019 (Urk. 7/230/2).
4.9
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Neurologie,
hielt als Ergebnis seiner elek
trodiagnostischen Untersuchung vom 2
3.
August 2019 fest, elektrodiagnos
tisch lägen ein Residualzustand nach Karpaltunnelsyndrom rechts und multi
segmen
tale
radikuläre
Veränderungen C5/6 und C8 rechts vor (Bericht vom 2
3.
August 2019, Urk. 3/3
S. 3
).
In seinem Bericht vom 2
3.
August 2019 nannte
Dr.
H._
folgende Diagnosen (Urk. 3/4 S. 1):
-
inkomplette Erholung nach Karpaltunnelspaltung rechts vom 1
5.
März 2018
-
p
ersistierende schwere Atrophie des lateralen
Thenars
, mässige fokale
Demyelinisierung
am Handgelenk
-
chronisches
radikuläres
Ausfallsyndrom C6 rechts
-
MRI HWS vom
8.
April 2019:
Foraminalstenose
C5/6 bei Diskushernien und
Unkovertebralarthrose
-
überlagertes
myofasziales
Schmerzsyndrom mit funktioneller Minderak
tivierung von Hand und Arm rechts
-
langjähriger Diabetes mellitus Typ 2 mit leichter sensorischer Poly
neu
ropathie
.
Dr.
H._
empfahl primär eine Schmerztherapie (
Urk.
3/4 S. 2).
5.
5.1
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE
133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder
Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gl
eich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeit
punkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
5.2
Nachdem die Neuanmeldung im November 2018 bei der IV-Stelle eingegangen war (
Urk.
7/204), ist mit Blick auf
Art.
88
bis
Abs.
1
lit
. a IVV
nicht zu beanstanden, dass für die Zeit vor dem
1.
November 2018 keine Erhöhung der zuvor halben Invalidenrente geprüft wurde.
Die Beurteilung von
Dr.
A._
, wonach der Beschwerdeführer nach der Ope
ration vom 1
5.
März 2018 eine Zeit lang - auch im November 2018 noch
–
voll
umfänglich
erwerbsunfähig war (
Urk.
7/229/12
), ist unbestritten geblieben
;
es
ist
plausibel
,
dass während
der
postoperativen Rekonvaleszenz
respektive Nachbe
handlung
keine Erwerbsfähigkeit vorliegt. Demnach ist
unter Berücksichtigung der seit Jahren ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (vorstehend E. 3.2-3)
und des im November 2018 gestellte
n
Revisionsgesuchs des Beschwerdeführers (
Urk.
7/204)
die Erhöhung
der bisherigen halben
auf eine ganze Invalidenrente per 1.
November 2018 nicht zu beanstanden
(
Art.
88a
Abs.
2
und
Art.
88
bis
Abs.
1
lit
. a IVV
)
.
5.3
5.3.1
Auch bei der Beurteilung des weiteren Verlaufs der Erwerbsfähigkeit des Be
schwerdeführers stützte sich d
ie Beschwerdegegnerin auf die Beurteilung von
Dr.
A._
vom
7.
August 201
9.
Diese erging unter Berücksichtigung der Vor
akten (
Urk.
7/
229
/1 und 7/
229/11-12
), der Anamnese sowie der vo
m Beschwer
deführer geklagten Be
schw
erden (
Urk.
7/229
/1-4).
Dr.
A._
erhob den ortho
pädisch-
handchirurgischen
Körperstatus (
Urk.
7/
229/4-11
) und würdigte die Aktenlage (
Urk.
7/
229
/11
-12
). Damit genügt der
RAD-
Untersuchungsbericht den an eine beweiskräftige Beurteilungsgrundlage gestellten
formellen
Anforderun
gen
vollumfänglich
(vgl. vorstehende E. 1.
6
)
.
5.3.2
Die von
Dr.
A._
erhobenen Befunde mündeten in den Diagnosen einer erheblichen Funktionseinschränkung der rechten Hand mit schwerer sensomo
torischer Neuropathie sowie chronischer
lumbo
- und
zervikospondylogener
Schmerz
syndrome
(Urk. 7/
229/11). Vor diesem Hintergrund sowie angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer während der Untersuchung keine Schmerzen artikulierte
(Urk. 7/
229/4), seinen rechten Zeigefinger unter Ablenkung aktiv beugen konnte
(Urk. 7/
229/4) und die angegebenen Schmerzmittel im Blut des Beschwerdeführers nicht nachweisbar waren
(Urk. 7/
229/10), woraus zu Recht auf einen nicht allzu hohen Leidensdruck geschlossen wurde
(Urk. 7/
229/11), überzeugt die Beurteilung von
Dr.
A._
, wonach nach der vorübergehenden postoperativen Nachbehandlung wieder eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit besteht. Dass
er
nurmehr
eine
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
von
70
%
als zumutbar erachtete
,
korreliert damit, dass sich die Funktion der rechten Hand im Vergleich zum
Z._
-Gutachten vom
3.
Oktober 2014 ver
schlechtert hat
, was zu einer erheblichen Verlangsamung bei der Verrichtung von Tätigkeiten mit den Händen führt
(Urk. 7/
229/12).
Ebenso ist sie angesichts der nur
inkomplette
n
Erholung nach
der
Karpaltunnelspaltung rechts
(
Urk.
3/4 S. 1) schlüssig.
Der eingeschränkten Funktion der Hände, den Schmerzen in Händen und
im lumbalen und zervikalen
Rücken
bereich
mit Ausstrahlung in den rechten Oberarm und ins rechte Bein sowie
der limitierten Gehfähigkeit
(Urk. 7/
229/1-2,
Urk.
7/
203/1
) wurde bei der Formulierung des Zumutbarkeitsprofils gebührend Rechnung getragen.
Dass er beim angegebenen Belastungsprofil in der angestammten Tätigkeit als Lagerist, bei welcher er Lasten von bis zu 25 Kilogramm tragen musste
(Urk. 7/
229/4), nicht mehr arbeitsfähig ist
(Urk. 7/
229/12), ist ohne Weiteres
nachvollziehbar
.
Nach dem Gesagten vermag d
ie Einschätzung von Dr.
A._
, wonach der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit entsprechend dem formulierten Belastungsprofil
zu 7
0 %
arbeit
sfähig ist,
mit Blick auf die Akten, welchen
für die Zeit nach der postoperativen Rekonvaleszenz im Übrigen
keine gegenteiligen Auffassungen zu entnehmen sind,
zu überzeugen.
Insbesondere äusserte sich der behandelnde
Dr.
F._
nicht zur Arbeitsfähigkeit, sondern zum Rentenanspruch, was indessen nicht seine Aufgabe ist.
5.3
.3
Soweit Dr.
A._
die medizinisch-theoretische
Arbeit
sfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
von
7
0 % bereits seit
dem 1
1.
Januar 201
9
als gegeben erachtete
(Urk. 7/
229/12)
, ist
darauf hinzuweisen, dass er sich auf die an jenem Tag von
Dr.
C._
festgehaltenen Ergebnisse
von
dessen neurologischer Untersuchung stützte. Dass die vorübergehende postoperative Verschlechterung zu jenem Zeit
punkt nicht mehr vorhanden war, ist plausibel, zumal
Dr.
C._
über eine elek
trophysiologisch erhobene Befundbesserung berichtete (
Urk.
7/212/2).
Die damals geklagten einschränkenden Schmerzen
vor allem
im Bereich des rechten Dau
mens konnte
Dr.
C._
aus neurologischer Sicht nicht sicher einordnen, wobei
er die Beschwerden nicht suggestiv
für neuropathische Schmerzen
erachtet
(Urk. 7/212/2).
A
ndere pathologische Ursachen
für das Schmerzgeschehen
konnten
im weiteren Verlauf ebenfalls ausgeschlossen werden
,
sodass
aus ärztlicher Sicht
letztlich
nicht die gesamte
geklagte
Symptomatik
anhand objekti
vierbarer Be
funde
erklär
t werden
konnte
(vgl. vorstehende E. 4.5-4.6 und 4.8 ff.).
Zusammen
fassend ist anhand der von
Dr.
C._
angegebenen Befundverbesserung nicht zu beanstanden, dass
Dr.
A._
den Zeitpunkt der Besserung auf den 1
1.
Januar 2019 festlegte.
Der Einwand des Beschwerdeführers, eine wesentliche Verbesserung sei nicht eingetreten (vgl.
Urk.
1 S. 7-8), zielt nach dem Gesagten ins Leere. Dies gilt umso mehr, als die zwischenzeitliche Verschlechterung allein mit dem postoperativen Zustand begründet wurde und nach einer postoperativen
Rekonvaleszenzzeit
von rund zehn Monaten von einer tieferen Arbeitsfähigkeit ausgegangen
wird
als im Jahr 201
5.
5.4
Nach dem Gesagten ist entsprechend dem Ergebnis der RAD-Untersuchung von einer
7
0%igen
Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit seit dem 1
1
. Januar 201
9 sowie von einer weiterhin
andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen.
6.
6.1
Der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (vgl. E. 5.2 vorstehend) besteht für die Zeit vom
1.
November 2018 bis Ende April 2019
(drei Monate nach dem Eintritt der Verbesserung, vgl.
Art.
88
a
Abs.
1
IVV)
, wovon auch die Beschwer
degegnerin ausgegangen ist (vgl.
Urk.
2).
Es bleibt zu prüfen, wie sich die 70%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit für die Zeit ab
1.
Mai 2019 in erwerb
licher Hinsicht auswirkt.
6.2
Der Beschwerdeführer bestreitet diesbezüglich, dass er die
von
Dr.
A._
attestierte Restarbeitsfähigkeit auf de
m Arbeitsmarkt verwerten könne. Denn m
anuelle Tätigkeiten seien ihm nicht mehr zumutbar. Hinzu kämen zunehmende Rückenbeschwerden und sein Alter, aufgrund dessen ihm eine berufliche Um
stellung nicht mehr zugemutet werden könne (
Urk.
1 S. 8).
6.3
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Ge
sundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbei
tungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vor
han
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE
138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt
davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird,
nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs
tätig
kei
t (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs
tätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.4).
Vorliegend stand die medizinische Zumutbarkeit der
erneuten teilweisen
Erwerbs
tätigkeit mit der Erstattung des
RAD-Untersuchungsberichts
am
7.
August 2019 (
Urk.
7/229)
fest. Zu diesem
- für die Rentenberechtigung ab Mai 2019 mass
gebenden -
Zeitpunkt war der
im Oktober 1958
geborene Beschwerdeführer
noch nicht ganz 61
Jahre alt.
Bis zum Erreichen des AHV-Alters verblieb ihm
folglich
eine Aktivitätsdauer von
gut vier
Jahren
.
6.
4
6.
4
.1
Bejaht hat das Bundesgericht die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei
spiels
weise bei einem 60-jährigen Versicherten, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textilindustrie tätig gewesen war. Es erachtete ihn als zwar nicht leicht vermittelbar, sah aber mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeits
markt gleichwohl Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, zumal Hilfsarbeiten grund
sätzlich altersunabhängig nachgefragt würden, und der Versicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren leichte und mittelschwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen), aber immer noch im
Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig war (Urteil I 376/05 vom 5. August 2005 insbesondere E. 4.2). Bejaht hat das Bundesgericht auch die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit eines ebenfalls 60-jährigen Versicherten mit einer aufgrund verschiedener psychischer und physischer Limitierungen (es bestanden u.a. rheu
matologische und kardiale Probleme) um 30 % eingeschränkten Leistungs
fähig
keit bei Zumutbarkeit eines Vollpensums (Urteil I 304/06 vom 22. Januar 2007 E.
4.1 und 4.2). Bei einem 61-jährigen Versicherten, dem eine angepasste (körper
lich leichtere, wech
selbelastende) Verweistätigkeit zu 80 % (Vollpensum mit um 20 % reduzierter Leis
tung) zumutbar war und der über keine Berufsausbildung verfügte, schloss
das Bundesgericht ebenfalls auf Verwertbarkeit der Restarbeits
fähigkeit. Dabei wurde
berücksichtigt, dass der Versicherte in leichten wechsel
belastenden Verweistätig
keiten nicht zusätzlich eingeschränkt war und über eine gewisse Erfahrung mit beruflichen Umstellungen verfügte (Urteil 8C_910/2015 vom 19. Mai 2016 E. 4.3.2 und E. 4.3.4). Das Bundesgericht erachtete auch die 80%ige Restarbeitsfähigkeit bei einem 62 Jahre alten Barpianisten als verwertbar, der – unter Beachtung geregelter Arbeitszeiten und unter Ausschluss von Nacht
arbeit und längerer Engagements – weiterhin als Pianist arbeiten oder einer leich
ten bis mittelschweren Tätigkeit nachgehen konnte. Damit stehe ihm ein breites Spektrum an Verweistätigkeiten offen (Urteil 8C_892/2017 vom 23. August 2018 E. 5).
6.
4
.2
Verneint wurde dagegen die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit im Urteil des Bundesgericht
s I 392/02 vom 2
3.
Oktober 2003
bei einem über 61-jährigen Ver
sicherten, der über keine Berufserfahrung verfügte und bezüglich der aus medizi
nischer Sicht im Umfang von 50 % zumutbaren feinmotorischen Tätigkeiten keinerlei Vorkenntnisse besass. Die Teilarbeitsfähigkeit des Versicherten unterlag dabei weiteren krankheitsbedingten Einschränkungen in Form von Atemnot und Hustenanfällen, derentwegen die von der Vorinstanz als zumutbar bezeichneten
Arbeiten (Portier- und Kurierdienste) wegen der damit verbundenen Anstren
gun
gen
praktisch ausser Betracht fielen. Das Bundesgericht bezweifelte anhand der
Akten, dass der Versicherte noch über die für einen entsprechenden Berufs
wech
sel erforderliche Anpassungsfähigkeit verfügte (E. 3.3). Ebenfalls verneint hat das Bundesgericht die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einem 60-jährigen Versicherten, der in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit medizi
nisch-theoretisch zu 100 % arbeitsfähig war, keine Berufsausbildung abge
schlossen
hatte und über 20 Jahre als Hotelportier gearbeitet hatte. Dabei berücksichtigte das Bundesge
richt insbesondere, dass der Versicherte selbst bei leichten Tätigkeiten noch ein
geschränkt war, da ihm schmerzbedingt nur eingeschränktes Ziehen oder Stossen und die Vornahme von Verrichtungen mit den Händen möglich war, er in seiner Tätigkeit als Hotelportier aber meist mittelschwere bis schwere Arbeiten ausge
führt und sich hierbei keine feinmotorischen Fähigkeiten hatte aneignen
können. Darüber hinaus wurde auf eine geringe Anpassungsfähigkeit und die Tat
sache, dass behindertengerechte Arbeitsplätze mit der Möglichkeit, teils ste
hend, teils sitzend zu arbeiten von Behinderten in jungem und mittlerem Alter
ebenfalls stark nachgefragt würden, hingewiesen (Urteil 9C_954/2012 vom 10. Mai
2013 E. 3.2.1 und E. 3.2.2). Ebenso entschied das Bundesgericht bei einem 61
,
5-jähri
gen Versicherten, dem es medizinisch-theoretisch zumutbar war, ganztags in eine
r adaptierten leichten, nicht schulterbelastenden Arbeit mit Wechselbelastung tätig zu sein. Das Bundesgericht begründete diesen Entscheid insbesondere damit, dass das fortgeschrittene Alter in Verbindung mit dem Herzleiden und der damit ver
knüpften Verzögerung einer allfälligen Schulteroperation eine Situation mit vielen
Unwägbarkeiten schaffe. Es müsse damit gerechnet werden, dass eine Anstellung durch krankheitsbedingte Unterbrüche geprägt und eine halbwegs ungestörte Tätigkeit gar nicht möglich sei. Dies halte potentielle Arbeitgeber davon ab, das Risiko einer mit solchen Komplikationen behafteten Anstellung einzugehen (Urteil 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 3.4).
6.
4
.3
Der
im August 2019 beinahe 61-jährige
Beschwerdeführer
ist in leichten Tätig
keiten namentlich insoweit zusätzlich eingeschränkt, als
diese in Wechselbe
lastung auszuüben sind sowie dass keine erhöhten Anforderungen an die Kraft und Haltefunktion der Hände bestehen dürfen, die Hände nicht repetitiv bean
sprucht werden können und keine erhöhten Anforderungen an das feinmoto
ri
sche Geschick der Hände zu stellen sind
(
Urk.
7/229/12).
Selbst feinmotorische Tätigkeiten sind demnach nicht gänzlich ausgeschlossen
, womit dem Beschwer
deführer
noch
ein recht weites Spektrum von zumutbaren Hilfsarbeiten
offen steh
t
; zu denken ist etwa an leichte Tätigkeiten in den Bereichen Überwachung
, Prüfung
und Kontrolle (Urteil des Bundesgerichts 8C_599/2015 vom 2
2.
Dezem
ber 2015 E. 5.1). Es kann daher
n
icht gesagt werden, die zumutbare Tätigkeit sei nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts
8C_495/2019 vom 1
1.
Dezember 2019 E. 4.2.2,
8C_434/2017 vom
3.
Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom
6.
Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
De
nn rechtsprechungsgemäss umfass
t
der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen
- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Ent
ge
genkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können
.
Hinzu kommt
zwar
, dass d
er Beschwerdeführer
seit 1998, als er sich erstmals bei der Invalidenversicherung anmeldete, nicht mehr arbeitstätig
war
(
Urk.
7/209 und
Urk.
7/229/4)
und damit
sehr lange vom Arbeitsmarkt
abwesend war, weshalb
von einer geringen
Anpassung
sfähigkeit respektive von einem grösseren
Umstel
lungs
- und Einarbeitungsaufwand auszugehen
ist
.
Dies
er Umstand i
st jedoch nicht allein auf invaliditätsbedingte Gründe zurückzuführen, war doch bereits im
Z._
-Gutachten vom
7.
Januar 2015
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt worden
(
Urk.
7/158)
, die der Beschwerdeführer nach Lage der Akten jedoch nie ver
wertet
e
oder
zu verwerten versucht hätte
. Dafür hat nicht die
Invaliden
ver
sicherung
einzustehen.
Im Weiteren hat
te
er vor Eintritt der Invalidität Stellen bei verschiedenen Arbeitgebern inne (
Urk.
7/154/2-3), was auf eine gewisse beruf
liche Gewandtheit schliessen lässt.
Es rechtfertigt sich vor diesem Hintergrund nicht, auf eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu schliessen.
6.5
Wie das Gericht im Urteil IV.2015.00750
festhielt
(
Urk.
7/189/15 E. 6.2)
,
ging
die Beschwerdegegnerin
betreffend
das
Valideneinkommen
vom
im Jahr 1997 zuletzt
tatsächlich
erzielten Jahreseinkommen
aus, das sie an die Nominallohn
ent
wicklung anpasste
und
auf
Fr.
83'219.--
im Jahr 2019
festlegt
e
(
Urk.
2, Urk. 7/231).
Zur Bestimmung des
Invalideneinkommen
s zog sie r
echtsprechung
s
gemäss
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
heran, im Konkreten
LSE 2016
, Tabelle
TA1_tirage_skill_level
, berücksichtigte eine Arbeitsfähigkeit von 70
%
und gewährte einen leidensbedingten Abzug von 20
%
, welches Vorgehen den entsprechenden Erwägungen des
Gericht
s
im Urteil IV.2015.00750
folgt. Das Invalideneinkommen von
Fr.
37'936.--
(
Urk.
7/231)
führt zu einer Erwerbsein
busse von
Fr.
45'283.--, was einen Invaliditätsgrad von 54
%
und
ab Mai 2019
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ergibt.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG in der hier anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (Art. 83 ATSG) kostenpflichtig. Innerhalb des Kostenrahmens von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- sind die Kosten ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend
dem Ausgang des Verfahrens sind sie
dem unterliegenden Beschwer
de
führer aufzuerlegen
.