Decision ID: 68ec1f33-13db-5f18-b2d7-d5eec9b4afec
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschwerdeführenden mit
ihren beiden Kindern den Heimatstaat am 10. November 2002 und ge-
langten am 11. November 2002 in die Schweiz, wo sie gleichentags
ihre Asylgesuche einreichten. Am 14. November 2002 wurden sie in
der Empfangsstelle Kreuzlingen befragt. Die E._ hörte sie am
14. Januar 2003 zu den Asylgründen an. Im Wesentlichen machte der
Beschwerdeführer geltend, sie stammten aus F._, Gemeinde
G._, und seien bosniakischer Ethnie. Im Juli 2002 hätten zwei
Polizisten - vermutlich aufgrund einer Anzeige - ihr Haus durchsucht.
Dabei sei ihm zu Unrecht vorgeworfen worden, Diplome für
verschiedene Handwerkerberufe gefälscht zu haben. Im August 2002
habe eine zweite, erfolglose Hausdurchsuchung stattgefunden. Im
Oktober 2002 hätten Polizisten seinen an Epilepsie erkrankten Sohn
während der Pause in der Schule aufgesucht und nach den
Tätigkeiten seines Vaters befragt. Damit habe die Polizei ihn - den
Beschwerdeführer - unter Druck setzen wollen. Deshalb, und um
seinem Sohn eine bessere medizinische Behandlung zu ermöglichen,
hätten sie sich einige Tage nach diesem Vorfall zur Ausreise
entschlossen.
Die Beschwerdeführerin ihrerseits führte dieselben Gründe für die
Ausreise an wie ihr Ehegatte.
B. Mit Verfügung vom 28. Mai 2004 - eröffnet am 1. Juni 2004 - stellte das BFF fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die  nicht, lehnte die Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an.
C. Mit Eingabe vom 28. Juni 2004 reichten die Beschwerdeführenden bei der damals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde ein und beantragten durch ihren Rechtsvertreter, die Ziffern 3 bis 5 (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft, Ablehnung der Asylgesuche und Wegweisung aus der Schweiz) der  Verfügung seien aufzuheben und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen.
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D.
Mit Zwischenverfügung vom 20. Juli 2004 stellte der Instruktionsrichter
der ARK fest, dass sich die Beschwerde lediglich gegen die verfügte
Wegweisung sowie deren Vollzug richte, mithin die Ziffern 1 (Feststel-
lung der Flüchtlingseigenschaft) und 2 (Ablehnung der Asylgesuche)
der Verfügung des Bundesamts vom 28. Mai 2004 in Rechtskraft er-
wachsen seien. Sodann setzte er Frist zur Leistung eines Kostenvor-
schusses in der Höhe von Fr. 600.-. Diesen bezahlten die Beschwer-
deführenden am 27. Juli 2004 fristgerecht.
E.
Das Bundesamt beantragte in der Vernehmlassung vom 2. August
2004 die Abweisung der Beschwerde. Am 4. August 2004 unterbreitete
der Instruktionsrichter den Beschwerdeführenden die Vernehmlassung
zur Kenntnisnahme ohne Replikrecht.
F.
Mit Zwischenverfügung vom 28. November 2008 setzte der Instrukti-
onsrichter des inzwischen neu zuständigen Bundesverwaltungs-
gerichts den Beschwerdeführenden Frist zur Einreichung eines Arztbe-
richts betreffend den Sohn C._ sowie aktueller Berichte zur
Ausbildungssituation beider Söhne. Innert der angesetzten Frist
reichten die Beschwerdeführenden die einverlangten Dokumente zu
den Akten.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31];
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Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders , haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung und sind daher zur Einreichung der  legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte  ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Die vorliegende Beschwerde richtet sich allein gegen die verfügte Wegweisung sowie deren Vollzug. Die Ziffern 1 (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft) und 2 (Ablehnung der Asylgesuche) des  der Verfügung des Bundesamts vom 28. Mai 2004 sind  mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen.
4. 4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
4.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf  einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2001 Nr. 21).
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5. 5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
5.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818). Sind von einem allfälligen  Kinder betroffen, so bildet im Rahmen der  das Kindeswohl einen Gesichtspunkt von gewichtiger . Dies ergibt sich nicht zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 83 Abs. 4 AuG im Lichte von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des  (KRK, SR 0.107). Unter dem Aspekt des Kindeswohls sind  sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die im  auf eine Wegweisung wesentlich erscheinen (vgl. die noch zu Art. 14a Abs. 4 ANAG erfolgte und weiterhin zutreffende Rechtsprechung der ARK in EMARK 2005 Nr. 6). In Bezug auf das Kindeswohl können namentlich folgende Kriterien im Rahmen einer gesamtheitlichen  von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, Intensität, Tragfähigkeit) seiner Beziehungen, Eigenschaften seiner Bezugspersonen (insbesondere Unterstützungsbereitschaft und -), Stand und Prognose bezüglich Entwicklung/Ausbildung, Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz usw. Gerade letzterer Aspekt, die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, ist im Hinblick auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse einer  im Heimatland bei einem Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne guten Grund aus einem einmal  Umfeld herausgerissen werden sollten. Dabei ist aus  Sicht nicht nur das unmittelbare persönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu berücksichtigen, sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Die Verwurzelung in der Schweiz kann eine reziproke Wirkung auf die Frage der Zumutbarkeit
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des Wegweisungsvollzugs haben, indem eine starke Assimilierung in der Schweiz eine Entwurzelung im Heimatstaat zur Folge haben kann, welche unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar  lässt (vgl. dazu die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1998 Nr. 31 S. 260 f.).
5.3 5.3.1 Die Beschwerdeführenden sind mit ihren beiden Söhnen im November 2002 in die Schweiz eingereist. Die Familie hält sich  seit über sechs Jahren hier auf. Im Zeitpunkt der Einreise waren die beiden Kinder D._ sechs und C._ zwölf Jahre alt, heute sind sie zwölf- und 19-jährig.
5.3.2 Aufgrund des Alters von D._ im Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz ergibt sich, dass er seine gesamte bisherige schulische Ausbildung hier durchlaufen hat und im kommenden Sommer in die Oberstufe übertreten wird. Mit der Einschulung in der Schweiz hat er Schweizer Dialekt und Hochdeutsch erlernt und sich zusehends an die schweizerische Lebensweise assimiliert beziehungsweise ist er  durch den Besuch der Schule in erheblichem Mass durch das hiesige kulturelle und soziale Umfeld geprägt worden. Es ist auch  auszugehen, dass er in den letzten sechs Jahren ein eigenes  Beziehungsnetz geschaffen hat. Demgegenüber wird er kaum über die - namentlich schriftlichen - Kenntnisse seiner  verfügen, welche für eine erfolgreiche Eingliederung ins Schulsystem in der Heimat vorauszusetzen wären. Auch wird er  der langjährigen Abwesenheit kaum Kontakte zu anderen gleichaltrigen Menschen in seinem Heimatland haben. Angesichts  sowie der kulturellen Differenzen zwischen der Schweiz und Bosnien und Herzegowina wäre seine Reintegration in der Heimat in erhöhtem Mass in Frage gestellt. Bei dieser Sachlage besteht für D._ somit die konkrete Gefahr, dass die mit einem Vollzug der Wegweisung verbundene Entwurzelung aus dem gewachsenen sozialen Umfeld in der Schweiz einerseits und die sich gleichzeitig abzeichnende Problematik einer Reintegration in die ihm weitgehend fremde Kultur und Umgebung im Heimatland andererseits zu starken Belastungen in seiner weiteren Entwicklung führen würden, die mit dem Schutzanliegen des Kindeswohls nicht zu vereinbaren wären. In Würdigung der vorstehenden Ausführungen gelangt das  zum Schluss, dass sich der Vollzug der Wegweisung von D._ nach Bosnien und Herzegowina als nicht zumutbar im
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Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG erweist. D._ ist demnach zufolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
5.3.3 Gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG ist beim Vollzug der Wegweisung der Grundsatz der Einheit der Familie zu berücksichtigen. Unter  des Anspruchs auf Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG) sind die Beschwerdeführenden - als Eltern - ebenfalls in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, zumal sich aus den Akten keine  auf das Vorliegen von Ausschlussgründen im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG ergeben.
5.3.4 Mit den Beschwerdeführenden ist auch deren ältester Sohn C._ in die Schweiz eingereist. C._ ist seit dem 12. Februar 2008 volljährig. Aus diesem Grund hat er keinen Anspruch darauf, in die vorläufige Aufnahme der Eltern beziehungsweise des Bruders einbezogen zu werden, es sei denn, es würde ein „besonderes Abhängigkeitsverhältnis“ im Sinne der Rechtsprechung bestehen (vgl. dazu die weiterhin zutreffende Rechtsprechung der ARK in EMARK 1994 Nr. 9, EMARK 2000 Nr. 4, EMARK 2000 Nr. 21 und EMARK 2000 Nr. 27) beziehungsweise der Vollzug der Wegweisung sei auch für C._ per se nicht zumutbar.
Den Akten ist zu entnehmen, dass C._ im Zeitpunkt der Einreise an schweren epileptischen Anfällen litt. Zur medizinischen und persönlichen Situation von C._ führt Dr. med. H._, Oberärztin Kinderspital I._, in ihrem Bericht vom 18. Mai 2004 aus, C._ habe im Alter von vier Jahren (1994) eine Epilepsie mit komplex-fokalen Anfällen entwickelt, welche bis zu drei Mal am Tag aufgetreten seien. Im Sommer 2002 habe sich eine neue Anfallssymptomatik mit fokal motorischen Anfällen im Bereich der rechten Körperhälfte entwickelt. Die in der Schweiz durchgeführten Therapien hätten zunächst einen anfallsfreien Verlauf von zwei Jahren gebracht. In der Folge sei es zu Rückfällen gekommen. Weiter führt die Ärztin aus, aufgrund der Anfallssituation sei die schulische Integration von C._ sehr schwierig. Ohne Behandlung sei eine schulische und berufliche Entwicklung sowie eine soziale Integration erschwert. Hinzu komme, dass die medizinische Versorgung sowie die therapeutischen Möglichkeiten bei einer solch schwierigen Epilepsiesituation im Herkunftsland nicht garantiert werden könnten.
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In ihrem Arztbericht vom 22. Oktober 2008 führt Dr. med. H._ aus, C._ sei unter den eingesetzten Medikamenten weitgehend anfallsfrei geblieben. Er habe gut in der Schule integriert werden können und mit recht guten Leistungen die obligatorische Schulzeit abgeschlossen. Gegenwärtig suche er eine Lehrstelle, vorzugsweise als Heizungsinstallateur. Um die stabile Situation nicht zu gefährden, sei die antikonvulsive Medikamentation beizubehalten.
Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass C._ trotz seiner Krankheit, dank der guten medizinischen Betreuung offenbar gut im schweizerischen Schulsystem integriert werden konnte. Gegenwärtig bemüht er sich um eine Lehrstelle. Mit dieser schulischen Integration hat C._ sowohl Schweizer Dialekt als auch Hochdeutsch erlernt, soziale Kontakte aufgebaut und sich an die hiesige Lebensweise gewöhnt. Gleichzeitig mit dieser umfassenden und für ihn unter erschwerten Bedingungen erfolgten Integration in der Schweiz hat sich C._ von der Kultur und Lebensweise in seinem Heimatland entfernt. Dies alles geschah während seiner Adoleszenz, mithin einer für einen jungen Menschen prägenden und wichtigen Phase der Persönlichkeitsentwicklung. Eine Rückkehr in den Heimatstaat würde für den vor knapp einem Jahr volljährig gewordenen C._ eine mehrfache Entwurzelung aus dem hier gewachsenen sozialen, aber auch für ihn wichtigen medizinischen Umfeld bedeuten. Hinzu käme, dass er bei einer Rückkehr von seiner Familie getrennt würde, ein Umstand, welcher für ihn angesichts seiner Biographie auch nicht abschätzbare Auswirkungen auf seine Gesundheit haben könnte. Daher und in Anbetracht des Alters von C._ würde für ihn der Vollzug der Wegweisung eine konkrete Gefährdung darstellen. Aufgrund dieser besonderen Sachlage gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass der Vollzug der Wegweisung des volljährigen Sohnes C._ nach Bosnien und Herzegowina nicht zumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist. C._ ist demnach in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
5.3.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die  und ihre beiden Söhne zufolge Unzumutbarkeit des  in der Schweiz vorläufig aufzunehmen sind.
5.4 Die drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der  (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind  Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der Weg-
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weisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere  in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2). Gegen eine allfällige Aufhebung der  Aufnahme durch die Vorinstanz steht den (ab- und ) Asylsuchenden wiederum die Beschwerde an das  offen (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG), wobei in jenem Verfahren sämtliche Vollzugshindernisse von Amtes wegen nach Massgabe der dannzumal herrschenden Verhältnisse (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1997 Nr. 27) von neuem zu prüfen sind.
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Bundesamt zu Unrecht festgestellt hat, der Vollzug der Wegweisung sei zumutbar. Die  ist daher gutzuheissen und die Verfügung der Vorinstanz vom 28. Mai 2004 betreffend die Ziffern 4 (Verlassen der Schweiz) und 5 (Vollzug der Wegweisung) des Dispositivs aufzuheben. Das BFM ist anzuweisen, die Beschwerdeführenden und ihre beiden Söhne in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der am 27. Juli 2004 geleistete Kostenvorschuss ist den Beschwerdeführenden zurückzuerstatten.
7.2 Obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung für die ihnen erwachsenen notwendigen und verhältnismässig
hohen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 4 des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden hat am 20. Januar
2009 eine Kostennote zu den Akten gereicht. Darin weist er einen
Honorar von Fr. 1'738.- und Barauslagen in der Höhe von Fr. 92.05
aus. In Anwendung von Art. 8, 9 und 11 VGKE ist die eingereichte
Honorarnote als angemessen zu bezeichnen. Das BFM ist anzuwei-
sen, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 1'969.--
(inkl. MWSt) auzurichten.
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