Decision ID: 1e76c024-5302-4f95-a37c-36965d23493a
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1968 geborene
X._
arbeitete seit dem 1. April 2002 als Projektassistentin bei den
Y._
(80%iger Beschäftigungsgrad, gekündigt per 31. Januar
2012
)
und war damit
bei der
Suva
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am
5. November 2011 in Sölden (Österreich) beim Skifahren
stürzte
und dabei eine Pure Blow-out
fracture
links (
Orbitabodenfraktur
) erlitt (
Urk.
8/1,
Urk.
8/10 und
Urk.
8/18).
Am 5. und 6. November 2011
hielt
sie
sich
stationär im
Z._
(Österreich) auf
(
Urk.
8/23)
. Vom 14. bis
17. November 2011 be
fand sie sich für die operative Versorgu
ng im
A._
;
die Reposition und Defektüberbrückung am
Orbitaboden
links
erfolgte am 15. November 2011
(
Urk.
8/17)
.
Die
Suva
erbrachte die gesetzlichen Leistungen
.
Es erfolgten zwei erfolglose Arbeitsversuche (Ende November 2011 und
im
Januar 2012
; vgl.
Urk.
8/24
). Am 19. September 2012 startete die Versicherte bei der
B._
GmbH
(
heute:
B._
AG; nachfolgend
B._
)
eine
Potenzial
abklärung
mit
Arbeitstraining
und anschliessendem Arbeitsversuch, der
bis
am 31. Januar 2014 dauerte (vgl
.
Urk.
8/236
)
.
Da w
ährend dieses Zeitraums die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Taggelder aus
richtete
,
stellte
die
Suva
ihr Taggeld
- gestützt auf
Art. 16
Abs.
3 des Bun
desgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
- ein (
Urk.
2 S. 2 f.
Ziff.
I; vgl.
auch
Urk.
8/123,
Urk.
8/150,
Urk.
8/169,
Urk.
8/219 und
Urk.
8/243).
Die IV-Stelle schloss ihre Leistungen im Bereich der beruflichen Eingliede
rung per 3
1.
Januar 2014 ab
(
Urk.
8/243)
.
Mit Schreiben vom 2
2.
Januar 2014 wurde die Versicherte
von der
Suva
informiert, dass
sie
ab
1.
Februar 2014
voraussichtlich
keine Taggeldleistungen
mehr
erbringen
werde (
Urk.
8/234).
1.2
Mit Verfügung vom 1
9.
Februar 2014 (
Urk.
8/245) stellte die
Suva
die
Versi
cherungslei
stungen per 3
1.
Januar 2014 ein.
In ihrer Verfügung
hielt sie weiter fest, dass sie für die notwendigen Augenarztkontrollen und die
Pris
mabrillen-Anpassung
weiterhin auf
komme
.
Auf Einsprache vom 2
4.
März und
7.
Mai 2014 hin (
Urk.
8/248 und
Urk.
8/251)
hielt die
Suva
m
it
Ein
spracheentscheid
vom 1
9.
August 2015 an der Verfügung vom 1
9.
Februar 2014 fest (
Urk.
2).
2.
Gegen den
Ein
spracheentscheid
vom 1
9.
August
2015 (
Urk.
2) erhob die Versi
cherte am 2
1.
September 2015 Beschwerde (
Urk.
1) mit den Anträgen, es sei ihr ab
1.
Februar 2014 eine angemessene Invalidenrente auf der Basis ei
nes Invaliditätsgrades von mindestens 50
%
zuzusprechen (S. 2 Ziff. 1). Zu
dem sei ihr eine angemessene Integritätsentschädigung auszurichten (Ziff. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
9.
Oktober 2015 (
Urk.
7) die Abweisung
der Beschwerde
, was der Beschwer
deführer
in
mit Verfügung vom
2.
November 2015 (
Urk.
9) zur Kenntnis ge
bracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
5.
November 2011
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.
3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, In
va
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es ge
nügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Be
gründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Nach der Rechtsprechung setzt der Leistungsanspruch aus der obligatorischen Unfallversicherung nebst einem natürlichen auch einen adäquaten Kausalzu
sam
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen). Dabei spielt im
Sozial
ver
si
cherungsrecht
die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natür
lichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des
Unfallversiche
rers
im Be
reich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausa
lität deckt. An
ders
verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv aus
ge
wiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augen
fälligen Geschehensablauf des geltend gemachten
Un
fallereignisses
aus
zugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene
Kriterien einzubezie
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese
Adäquanz
kriterien
unter Ausschluss psychischer Aspekte ge
prüft (sogenannte Psycho-Praxis; BGE 115 V 133), während nach der bei Schleudertraumen und äquiva
lenten Verlet
zungen der
Halswirbelsäule (
HWS
)
sowie Schädel-Hirntraumen anwendbaren soge
nannten
Schleu
der
trauma-Pra
xis
auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi
schen Kompo
nenten verzichtet wird (zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_258/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 4.3.1).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
ak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt zusammengefasst dafür
(
Urk.
2)
, für die auf
grund der erlittenen
Orbitabodenfraktur
notwendigen Augenarztkontrollen und
Prismabrillen
-Anpassung komme sie weiterhin auf
(S. 4 oben). Weder die
ophtalmologischen
noch die neurologischen Restfolgen rechtfertigten eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit
(S.
8).
Die geklagten, organisch nicht nachweisbaren Beschwerden,
deren Adäquanz zum Unfall
nach der HWS-Praxis zu beurteile
n sei (S. 9)
,
könnten nicht als adäquat kausal
gelten
: Kei
nes der in diesem Zusammenhang massgebenden Kriterien liege besonders ausgeprägt vor und die Kriterien seien auch nicht in gehäufter Weise gege
ben. Mangels Adäquanz bestehe folglich weder ein Anspruch auf eine
In
tegritätsentschädigung
noch auf eine Invalidenrente (S. 10,
Urk.
7 S. 6).
2.2
Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor,
die
Orbitabodenfraktur
sei nicht folgenlos ausgeheilt
.
D
ie für die Annahme eines adäquaten
Kausal
zusammenhangs erforderlichen Kriterien seien mehrheitlich „in gehäufter und auffallender Weise“
gegeben
: so seien die
Kriteri
en
der erheblichen Be
schwerden wie auch der erheblichen Arbeitsunfähigkeit (trotz ausgewiesener Anstrengungen)
zu bejahen
, womit der adäquate Kausalzusammenhang zwischen der heutigen Arbeitsunfähigkeit und dem Unfall erfüllt sei
(
Urk.
1 S. 8)
.
3.
3.1
Die Ärzte am Krankenhaus
Z._
(Österreich), wo die Beschwer
deführerin vom
5.
bis
6.
November 2011 hospitalisiert war, nannten in ihrem Austrittsbericht vom 2
0.
Dezember 2011 (
Urk.
8/23) die Diagnose einer
Orbitabodenfraktur
links. Unter „Befund“ gaben sie an, dass die Be
schwerdeführerin nach einer Erstbehandlung bei
Dr.
C._
mit der
Verdachts
diagnose
einer Commotio cerebri gekommen sei. Sie habe sich den eigenen Skistock in den Bereich des linken Auges gerammt. Initial seien Doppelbilder ohne Schmerzen im Augenbereich aufgetreten.
Infraorbital
sei
en
eine deutli
che
Hämatomverfärbung
, Schwellung und
eine
leichte
Druckdolenz
feststell
bar gewesen
(S. 1)
. Bei der Entlassung habe die Beschwerdeführerin noch mässige Schmerzen im Frakturbereich links ohne Sensibilitätsstörung un
d ohne
Visus
-Defizit angegeben
(S. 2).
Das CT des Gesichtsschädels vom
5.
November 2011 zeigte eine deutlich dislo
zierte
Orbitabodenfraktur
mit geringer Einblutung in die linke Kiefer
höhle,
eine
mässige Hyperplasie der unteren Nasenmuscheln
sowie
eine
mässige
Septumde
viation
nach links und
ein
en
li
nksseitigen
Septumsporn
(S. 1).
3.2
Die Ärzte
am
A._
, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, wo die Beschwerdeführerin vom 1
4.
bis 1
7.
November 2011 hospitalisiert war und am 1
5.
November 2011 operiert wurde (vgl.
Urk.
8/17; Operation: Reposition und Defektüberbrückung mit Titan-
Mesh
und PDS-Fo
lie
Orbitaboden
links bei Diagnose: Pure Blow-out
fracture
links) hielten im Austrittsbericht vom 2
3.
November 2011 (
Urk.
8/18) fest,
dass
die Beschwer
deführerin eine lückenhafte Erinnerung an den Unfallhergang
habe
. Vermut
lich sei sie beim Sturz aus voller Fahrt nach vorne auf i
hre Hand mit Ski
stock gestürzt, wobei
es zu einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit gekommen
sei
. Sie habe schnell Schmerzen im Bereich des linken Auges und das Vor
handen
sein von Doppelbildern bemerkt
(S. 1).
3.3
Dr.
med.
D._
, Radiologin an der
E._
,
gab
in ihrem Bericht vom
3.
April 2012 (
Urk.
8/78)
-
gestützt auf das
zur Abklärung der persistie
renden Kopfschmerzen angefertigte
Schädel-
MRI vom
2.
April 2012
- an
, der intrakranielle Befund
sei normal und altersentsprechend;
insbesondere
sei
keine posttraumatische Veränderung fassbar.
Die behandelnden Ärzte bescheinigten daraufhin bis auf
Weiteres
eine Arbeits
unfähigkeit von 70
%
(
Urk.
8/88/1,
Urk.
8/90/1,
Urk.
8/101,
Urk.
8/113).
3.4
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Neurologie FMH, nannte in seinem
zu Händen des Hausarztes verfassten
Bericht vom 2
1.
September 2012 (
Urk.
8/126) fol
gende Diagnosen (S. 1):
Status nach Skiunfall November 2011 mit/bei
Commotio cerebri
Orbitabodenfraktur
links mit Läsion
des
Nervus
infraorbitalis
und
Doppelbildern, Status nach operativer Revision
cervikoradikulärem
Reizsyndrom C7 links
postoperativer episodischer Migräne und stark reduzierte
r
Belast
-
barkeit
Dr.
F._
klassifizierte die episodischen Kopfschmerzen als episodische Mig
räne
(wie sie nicht selten durch ein Trauma im Bereich des Kopfes und der
Halswirbelsäule [
HWS
]
ausgelöst werden könne)
,
welche
Folge des Unfalls
sei
.
Neben den
Hypästhesien
im Bereich des
Nervus
infraorbitalis
, den Dop
pelbildern beim Blick nach rechts und einer stark reduzierten Belastbarkeit berichtete Dr.
F._
von seit dem Unfall in den linken Arm ausstrahlenden Schmerzen. Eine Kompression neuraler Strukturen könne sowohl klinisch als auch radiologisch (MRI der HWS vom 24. September 2012; vgl. E. 3.5) aus
geschlossen werden. Denkbar sei eine intermittierende
radikuläre
Reizung C7 linksbetont.
Die Arbeitsfähigkeit könne auf ungefähr 30
%
veranschlagt werden. Es sei mit einer langsamen aber allmählichen Besserung zu rechnen (S.
1
).
3.5
Dr.
med.
G._
, Radiologe und Kaderarzt am
H._
,
diagnostizierte
gestützt
auf das
am 2
4.
September 2012 durchgeführte MRI der
HWS
nativ (
Urk.
8/132)
eine
Osteochondrose
C5/C6 und C6/C7 mit
Bandscheibenprotru
sionen
/beginnenden
Herniationen
und medianem
Anulusriss
mit fraglicher Irritation der Nervenwurzel C6 rechts und C7
links.
3.6
Während den von der Invalidenversicherung eingeleiteten Eingliederungs
-
mass
nahmen
wurde die Beschwerdeführerin wegen anhalten
der, somatisch-medizinisch nicht vollständig erklärbarer Beschwerden im Auftrag der Beschwerdegegnerin durch med.
pract
.
I._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie FMH, Versicherungspsychiatrischer Dienst der Beschwerde
-
gegnerin
, abgeklärt. Gemäss Bericht vom 1
3.
Februar 2013 (Urk. 8/176) über die Untersuchung vom
1.
Februar 2013 vermochte der Psy
chiater kaum psychopathologische Befunde auszumachen, die eine psychi
sche Störung von Krankheitswert begründen liessen (S. 9). Daraus leite
te
med.
pract
.
I._
jedoch nicht ab, dass die Beschwerdeführerin voll arbeits
fähig wäre. Er
erachtete den eingeschlagenen Weg eines Arbeitstrainings in beschütztem Rahmen (vgl. dazu
Urk.
8/196) und ohne Leistungsdruck für sinnvoll (S. 10).
3.7
Am 1
2.
Juni
2013 erfolgte eine von der
Beschwerdegegnerin
in Auftrag gege
bene interdisziplinäre
Untersuchung im ophthalmologischen und neu
rologischen Fachbereich:
3.7
.1
Dr.
med.
J._
, Fachärztin für Ophthalmologie, stellte in ihrem Gutachten vom 1
6.
Juli 2013 (
Urk.
8/212) folgende
Diagnosen
(S. 9):
Hypotrophie (Abwärtsschielen) des linken Auges bei Blick nach rechts nach einer operativ versorgten verschobenen
Orbitabodenfraktur
links am 1
5.
November 2011
Ohne klare
Assoziation zu einem
Hirnnerv
oder Augenmuskel
Keine abweichende Augenstellung im Geradeausblick
Presbyopie
,
Hyperopie
und Astigmatismus beidseits
Dr.
J._
führte aus, nach der operativen Versorgung der unfallbedingten
Orbitabodenfraktur
sei es auf
ophthalmologischem
Fachgebiet zu einer
Stel
lungsveränderung
beider Augen zueinander gekommen. Auf
der
Funktions
ebene
bestehe ausschliesslich bei
m
Rechtsblick ein latentes bis manifestes Schielen – es komme zur Wahrnehmung von Doppelbildern beim Blick nach rechts und rechts oben.
Die
Doppelbilder seien mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit unfallbedingt.
Da diese
Beschwerden nur bei extremer Bl
ick
wendung nach rechts aufträten
,
seien sie im Alltag nicht relevant
. Im
Haupt
gesichtsfeld
und beim Geradeausblick bestünden keine Doppelbilder. Daher sei
die Beschwerdeführerin
in ihrem angestammten Tätigkeitsfeld aus oph
thalmologischer Sicht voll arbeitsfähig sowohl in leistungsmässiger als auch in zeitlicher Hinsicht. Einschränkungen bestünden in Berufsfeldern, welche repetitive Blicksprünge (zum Beispiel Fliessbandarbeit) oder extreme
Blick
wendungen
beinhalteten (zum Beispiel auf einer Baustelle). Diese repetitiven Blicksprünge könnten bei der Beschwerdeführerin eine erhöhte Ermüdbarkeit nach sich ziehen. Aufgaben, bei denen eine extreme Blickwendung nötig sei, könnten für sie
somit
ein
e Gefahrensituation darstellen.
Die angegebenen Kopfschmerzen seien aus
ophthalmologischer
Sicht nicht erklärt (S. 11).
Durch eine optimale Brillenversorgung
mit
Prismenkorrektur
sei von einer Stabilisierung mit
einer
Besserung der Wahrnehmung von Doppelbildern beim Blick nach rech
ts und rechts oben auszugehen (S. 1
2
).
3.
7
.2
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Neurologie FMH, nannte in seinem Untersu
chungsbericht vom 1
8.
Juli 2013 (
Urk.
8/211) folgende Diagnosen (
S.
10):
Häufig auftretender episodischer Kopfschmerz vom Spannungstyp
Inkomplette Läsion des
Nervus
infraorbitalis
links mit
residuell
Hypäs
thesie im
Dermatom
des
Nervus
infraorbitalis
links als Folge des Unfalls vom
5.
November 2011
Dr.
K._
äusserte sich wie folgt:
Auf neurologischem
Fachgebiet
bestehe
eine unfallbedingte Sensibilitätsstörung mit Hypästhesie im
Versorgungsbe
reich
des
Nervu
s
infraorbitalis
links
. Therapeutisch könne diese
Sensibilitäts
störung
jedoch nicht beeinflusst werden
(S. 13)
.
Unter
Berücksichtigung der Kopfschmerzanamnese, der neurologisch erhobe
nen Befunde und der in der ophthalmologischen Beurteilung dokumentierten Befunde könne nach interdisziplinärer Diskussion mit
Dr.
J._
vom
3.
Juli 2013 festgestellt werden, dass sich die Beschwerdeführerin durch den Unfall vom
5.
November 2011 eine dislozierte
Orbitabodenfraktur
links zugezogen habe und nach operativer Versorgung am 1
5.
November 2011 heute
residuell
eine
Hypotropie
(Abwärtsschielen) des linken Auges, beziehungsweis
Hyper
tropie
(Höhenschielen) des rechten Auges bei Blick nach rechts o
hne klare Assoziation zu einem
Hirnnerv
oder Augenmuskel und ohne abweichende Augenstellung im Geradeausblick sowie eine inkomplette Läsion des
Nervus
infraorbitalis
links mit Hypästhesie im
Dermatom
des
Nervus
infraorbitalis
links vorliege. Die ophthalmologischen Beschwerden seien derzeit durch eine Brillenversorgung mit
Prismenkorrektur
gut behandelt
. Ein Kausalzusam
menhang der phänotypisch als Kopfschmerz vom Spannungstyp imponieren
den Kopfschmerzen zum Unfall könne nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit angenommen werden
(S. 12).
Abschliessend hielt
Dr.
K._
fest, weder aus ophthalmologischer noch neurologischer Sicht liege eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vor (S. 13; vgl. auch
Urk.
8/212 S. 13).
3.
8
Kreisärztin
Dr.
med.
L._
, Fachärztin für Chirurgie FMH,
stellte
in ihrem Untersuchungsbericht vom 1
6.
September 2013 (
Urk.
8/224) dieselben Diag
nosen wie die Ophthalm
ologin und der Neurologe (E. 3.7
hievor
;
vgl. S. 4) und
bejahte die Unfallkausalität
bezüglich der dokumentierten Doppelbilder bei
Orbitabodenfraktur
sowie der inkompletten Läsion des
N
ervus
i
nfraor
bitalis
links mit
residuellen
Hypästhesien
im
Dermatom
, verursach
t durch die
Orbitabodenfraktur
(S. 5)
.
Sie führte weiter aus, in Bezug auf den episodischen Spannungskopfschmerz ohne nachweisbar
e
strukturelle traumatische Verletzungen im Schädel-MRI knapp 22 Monate nach dem Unfall sei die Unfallkausalität nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Dasselbe gelte für die heute er
hobenen muskulären Verspannungen im Bereich des Nackens, da im durch
geführten MRI der HWS vom 2
4.
September 2012 keine strukturellen trau
matischen Läsionen nachweisbar gewesen seien und die Beschwerdeführerin eine ausreichende Physiotherapie durchgeführt habe. So seien die erhobenen muskulären Verspannungen im Nackenbereich eher multifaktoriell (S. 5 f.).
Zur Arbeitsfähigkeit gab sie an, dass bis zum 3
1.
Januar 2014
eine sukzes
sive Steigerung
des Arbeitsversuchs von vier Stunden problemlos möglich sein sollte. Die Beschwerdeführerin sollte aus somatischer Sicht wieder in der Lage sein, ein 100%iges Pensum im Bürobereich/administrativen Bereich ausführen zu können (S. 5).
3.
9
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Neurologie FMH sowie Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH, gab in seinem
zuhänden
der Beschwerdeführerin verfass
ten und auf ihre Fragen antwortenden Bericht vom 1
1.
April 2014 (
Urk.
8/251
/3-4
) an, dass seine gestellten Diagnosen (Status nach Schädel-Hirn-Trauma mit Fraktur der linken Augenhö
hl
e und
HWS-Distorsions
trauma
infolge eines Sportunfalles am
5.
November 2011, Status nach ope
rativer Revision der Augenhöhlenfraktur am 1
5.
November 2011, seither persistierende Doppelbilder sowie Schmerzen und
Paraesthesien
links
perior
bital
, seither persistierende Nacken- und Kopfschmerzen, vermutlich haupt
sächlich durch die Augenmotilitätsstörung bedingt,
schmerzinterferente
kog
nitive Leistungsminderung mit Störung der Konzentrations- und
Aufmerk
samkeitsfähigkeit
) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des Unfalls seien. Vor dem Unfall sei die Beschwerdeführerin vollständig beschwerdefrei und voll leistungsfähig gewesen. Insbesondere die nach der
Orbitafraktur
links und deren chirurgischer Versorgung persistierenden Doppelbilder wür
den erheblich zum Beschwerdekomplex beitragen, unter anderem seien auch die gehäuft auftretenden Kopfschmerzen zumindest zu einem grossen Anteil dadurch erklärbar.
Nach ergänzender neuropsychologischer Untersuchung hielten
Dr.
M._
und der Neuropsychologe am 1
9.
September 2014 fest, die geschilderten Be
einträchtigungen hätten in den Testverfahren objektiviert und bestätigt wer
den können. Die Konzentrationsfähigkeit und die Speicherung und Abruf von verbalem Material seien beeinträchtigt. Ausgehend vom vorhergehenden Berufsbild sei davon auszugehen, dass diese Störungen dort nicht vorlagen (Urk. 8/259 S. 2).
3.10
Am 1
7.
August 2015 nahm der begutachtende Neurologe
Dr.
K._
zu den seit seiner Untersuchung aufgelegten Berichten im Rahmen einer
Aktenbe
urteilung
Stellung (
Urk.
8/262). Er setzte sich mit den teilweise abweichenden medizinischen Unterlagen ausführlich auseinander (S. 3 f.). Allerdings ersah er keine neuen medizinischen Erkenntnisse und keinen Grund, von den früheren Schlussfolgerungen abzuweichen (S. 4).
4.
4.1
4.1.1
Unbestritten und nach Lage der medizinischen Akten ausgewiesen ist, dass die am
5.
November 2011 erlittene
Orbitafraktur
einerseits für die Beein
trächtigungen im Sehen (Doppelbilder) und andererseits für die
Sensibilitäts
störung
mit
Hypästhesie im Versorgungsbereich des
Nervus
infraorbitalis
links
ursächlich
ist.
Die Sensibilitätsstörung beeinträchtigt laut der unbe
stritten gebliebenen gutachterlichen Einschätzung die Arbeitsfähigkeit nicht.
Die Doppelbilder treten nur bei extremer Blickwendung nach rechts auf - wobei dieser
Beeinträchtigung
mittels
Prismenkorrektur
-Brille begegnet wer
den kann. Sowohl die Ophthalmologin
Dr.
J._
als auch der Neurologe Dr
.
K._
führten in ihren G
utachten überzeugend aus, dass keine Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gegeben ist und die Beschwerdeführerin dank der Prismen-Brille
in
einem 100 %-Pen
sum
als Projektassistentin
tätig sein kann. Ihre Ausführungen ergingen in Kenntnis der medizinischen
Vorakten
und nach eigener Untersuc
hung am 1
2.
Juni 201
3.
Ihre G
utachten stellen eine beweiskräftige medizinische
Ent
scheidungsgrundlage
dar (vgl. E. 1.5
hievor
), worauf abgestellt werden kann. Im ophthalmologischen Gutachten von
Dr.
J._
wurde ausführlich auf die zumutbare Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung der unfallbedingten Beeinträchtigungen auf ophthalmologischem Fachgebiet eingegangen. So hielt die Ophthalmologin plausibel fest, dass die angestammte Tätigkeit der Beschwerdeführerin
als Projektassistentin
vorwiegend
A
rbeit
en
im admi
nistrativen Bereich umfasst und weder repetitive Blicksprünge noch extreme Blickwendungen erfordert, womit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu verneinen ist. Obschon die Angaben der Kreisärztin
Dr.
L._
betreffend Arbe
itsfähigkeit in diesem Zusammenhang etwas
zurückhaltender
ausfielen, kann auch ihnen entnommen werden, dass der Beschwerdeführerin künftig
ein 100%iges
Pensum im Bürobereich/administrativen Bereich zumutbar ist (E. 3.
8
hievor
). Ebenso
hielt PD
Dr.
N._
von der Augenklinik des
A._
am
1
1.
August 2014
fest, dass die Beschwerdefüh
rerin im kaufmännischen Bereich
an
einem Bildschirmarbeitsplatz keine Problematik haben sollte
,
und betonte in diesem Zusammenhang die Wich
tigkeit
eine
r
Lesebrille (
Urk.
8/259/7-8 S.
2).
Dass Dr.
M._
der Meinung sein soll, das Schielen könne nicht durch die Prismen-Brille kompensiert werden - wie die Beschwerdeführerin ausführte (vgl.
Urk.
1 S. 6) -, widerspricht somit den anderen, überzeugenden medizi
nischen Berichten sowie dem
gegenüber den Gutachtern geschilderten
per
sönlichen Empfinden der Beschwerdeführerin selber (vgl. auch
Urk.
8/211
S. 13 und
Urk.
8/212 S. 12) und ist überdies auch dem von der Beschwerde
führerin zitierten Bericht nicht zu entnehmen (vgl.
Urk.
8/251/4-5).
4.1.2
Die
weiteren beklagten
Beschwerden
(Kopf- und Nackenschmerzen, Erschöp
fungszustände und
Konzentrations
schwierigkeiten
)
sind gemäss de
n
gut
achterlichen
Befunde
n
nicht
durch die Folgen der erlittenen
Orbitaboden
fraktur
erklärt. Die muskulären Verspannungen im Bereich des Nackens sind gemäss der kreisärztlichen Untersuchung eher multifaktorieller Natur
und keine Folge des Unfalls
(E. 3.
8
hievor
)
.
Dr.
M._
führte
zwar
die Symptome kausal auf den Unfall zurück
mit der Begründung
, dass
d
ie
Beschwerdeführerin
vor dem Unfall vollständig beschwerdefrei gewesen sei.
Diese „
post
hoc ergo
propter
hoc“ Argumenta
tion ist
rechtsprechungsgemäss
als Begründung gänzlich ungeeignet
, einen natürlichen Kausalzusammenhang zu belegen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
). Dies gilt auch für eine neuropsychologische Untersuchung (E. 3.9
hievor
; Urteil des Bundesgerichts 8C_137/2014 vom
5.
Juni 2014 E. 5)
.
Schliesslich argu
mentierte
Dr.
M._
, dass die Doppelbilder erheblich zum
Beschwerde
komplex
beitragen würden. Hierbei berücksichtigt
e
er jedoch
die
abweichen
den
augenärztlichen
Beurteilungen nicht
. Sowohl im Anschluss an die au
genärztliche Untersuchung durch
Dr.
J._
vom 1
2.
Juni 2013 (E. 3.6
.1
hie
vor
) als auch die Untersuchungen durch PD
Dr.
med.
N._
,
Oberärz
tin
in der Augenklinik am
A._
, am 1
0.
und 3
0.
Juli 2014 (
Urk.
8/259/7-8) wurde
nachvollziehbar
eine gute Korrektur des Schielens, nämlich der minimen
Hyperphorie
beziehungsweise Hypotrop
h
ie (
Abwärts
schielen
), durch die Prismen bestätigt
.
Dr.
M._
äusserte sich nicht zu dieser abweichenden Einschätzung und er liess auch ausser Acht, dass
län
gere Autofahrten wieder möglich
sind
(
Urk.
8/196 S. 2). Dass die Beschwer
deführerin zwischen der alten und neuen Prisma-Brille wechseln muss, um beispielsweise den Kopfschmerzen oder
Ermüdungserscheinungen entgegen
zuwirken
(
Urk.
8/236/2-5 S. 2), kann vor diesem Hintergrund nicht als we
sentliche Beeinträchtigung oder Störung erachtet werden.
Der Bericht von
Dr.
M._
wie auch jener von ihm
und
dem Neuropsycho
logen sind
daher nicht geeignet, die gutachterliche Einschätzung in Zweifel zu ziehen.
Auch die Beurteilung durch den vom Hausarzt beigezogenen Neurologen Dr.
F._
vermag die gutachterlichen Schlussfolgerungen nicht umzustossen. Für die von ihm beschriebenen, in den linken Arm ausstrahlenden Schmer
zen vermochte er kein klinisches Korrelat auszumachen, weshalb er lediglich den Verdacht auf eine
radikuläre
Reizung im Nackenbereich äusserte. Seine weiteren Ausführungen begründete er
ebenfalls nicht. So bleibt unklar, in
wiefern die von ihm als
episodische Migräne
klassifizierten Kopfschmerzen
Folge des Unfalls
sein sollten
(
E. 3.4
hievor
).
Die Beschwerdeführerin stellte sich
ferner
auf den Standpunkt, auch ihr Haus
arzt
Dr.
med.
O._
, Facharzt FMH
I
nnere Medizin, sei der Mei
nung, dass sie immer noch unter starken Schmerzen im Bereich der HWS, Unfähigkeit zu längerer Konzentration und eindeutigen Doppelbildern l
eide (
Urk.
1 S. 5;
Urk.
8/228).
Es wird nicht in Frage gestellt, dass die Beschwer
deführerin an den geklagten Beschwerden leidet. In Bezug auf die von den begutachtenden Fachärzten verneinte natürliche Unfallkausalität dieser Be
schwerden sind der hausärztlichen Auffassung jedoch keine neuen Erkennt
nisse abzugewinnen.
Nach dem Gesagten steht fest, dass den anhaltenden gesundheitlichen Be
schwerden weder
ophtalmologische
noch neurologische Störungen zu Grunde liegen beziehungsweise dass diese die Arbeitsfähigkeit nicht beein
trächtigen.
4.1.3
Weder mittels CT- und MRI-Untersuchung noch klinisch ist
im Zusammen
hang mit den Kopf- und Nackenschmerzen beziehungsweise den
Konzentra
tionsstörungen
ein organisch klar fassbares, unfallbedingtes Korrelat nach
weisbar, welches die geltend gemachten Beschwerden erklärt. Gemäss dem Schädel-MRI vom
2.
April 2012 entstanden durch den Sturz keine nachweis
baren, strukturellen traumatischen Verletzungen. So
ist dem MRI
ein norma
ler intrakranieller Befund ohne Hinweise auf unfallbedingte Veränderungen zu entnehmen. Es wies altersentsprechend normale Befunde aus und zeigte insbesondere keine posttraumatische Veränderung
(E. 3.3
hievor
)
. Ebenso wenig sind im
MRI
der HWS vom 2
4.
September 2012 strukturelle
traumati
sche Läsionen
ersichtlich
. D
ieses
zeigt
e
zwar eine mässige
Osteochondrose
(Verschleisserkrankung der Wirbelsäule) mit
Bandscheibenprotrusionen
und beginnender
Herniation
auf
(E. 3.5
hievor
)
. Dabei handelt es sich jedoch
um degenerative Veränderungen
, zumal keine Anhaltspunkte auf unfallbedingte Veränderungen ersichtlich sind (vgl.
in Bezug auf die Diskushernie etwa
Ur
teil des Bundesgerichts 8C_669/201
5 vom
3.
November 2015 E. 5.1)
.
4.2
Erstellt ist
demnach
, dass sich die von der Beschwerdeführerin
über den
Fall
abschluss
hinaus
geklagten Beschwerden (Konzentrationsstörungen, schnelle Ermüdbarkeit, Kopf- und Nackenschmerzen) nicht durch einen im Sinne der Rechtsprechung orga
nisch hinreichend nachweisbaren Gesundheitsschaden erklären lassen, womit die Adäquanz eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den diesbezüglichen Beschwerden speziell zu
prüfen
ist (Urteil des Bundes
gerichts 8C_170/2015 vom 29. September 2015 E. 5.2). Dabei kann praxisgemäss die Frage nach einer natürlichen Kausalität der geltend gemachten Beschwerden zum versicherten Unfallereignis offen blei
ben, wenn ein allfälliger Kausalzu
sammen
hang nicht adäquat und damit nicht
rechtsgenüglich
wäre (BGE 135 V 465 E. 5.1).
4.3
Bei der Adäquanzprüfung stellt sich
zunächste
die Frage, ob nach der soge
nannten Psycho-Praxis oder der sogenannten Schleudertrauma-Praxis vor
zugehen ist (vgl. E. 1.4
hievor
).
Die
Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (sog. HWS-Praxis)
ist für die versicherte Person günstiger
(vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG
, 4. Aufl., Zürich 2012, S. 60). Daher
rechtfertigt es sich vorliegend - in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin
und ohne nähere Prüfung der Schwere des erlittenen Schädelhirntraumas (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_358/2014 vom 1
4.
August 2014 E. 2.4.1)
- die Adäquanzprüfung nach der HWS-Praxis vor
zunehmen, zumal den Akten auch keine Hinweise auf psychische Beschwer
den zu entnehmen sind (vgl. u.a.
Urk.
8/176 [psychiatrisches Gutachten]) und diese Vorgehensweise von der Beschwerde
führerin
nicht bestritten wurde.
4.
4
4.4.1
Für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der HWS-Praxis an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend ist der augenfällige
Geschehens
ablauf
mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch der Folgen des
Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zuge
ordnet werden können (BGE 134 V 109 E. 10.1; 115 V 133 E. 6).
Der Sturz der Beschwerdeführerin beim Skifahren, anlässlich dessen sie
wohl mit dem Gesicht im
Bereich ihres linken Auges
auf
den Skistock
prallte und möglicherweise kurz bewusstlos war, aber hernach die Fahrt fortsetzte (
Urk.
8/211/5)
, ist mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen (
zur Kasuistik vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_325/2014 vom 1
5.
Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Bei solchen Unfällen sind vier der nachfolgend genannten Zusatzkriterien in der einfachen Form oder aber eines in beson
ders ausgeprägter Weise erforderlich, damit der adäquate Kausalzusammen
hang bejaht werden kann (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_487/2009 vom
7.
Dezember 2009 E. 5):
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich
keit des Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim
mert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109; 117 V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
4.4.2
Ob
besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklich
keit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht auf
grund des subjektiven Empfindens
beziehungsweise
Angstgefühls der versi
cherten Person. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Un
fall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann. Es wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der nachfolgende Heilungsprozess wird bei diesem Kriterium nicht einbezogen (Urteil des Bun
desgerichts 8C_372/2013 vom 2
8.
Oktober 2013 E. 7 m
it Hinweisen auf nicht
publ
. E.
3.5.1 des Urteils
BGE 137 V 199
; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 6.1 so
wie Urteil 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 7.1)
.
Zu beachten ist
vorab
, dass jedem mindestens mittelschweren Unfal
l eine ge
wisse Eindrücklichkeit
eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung
des ersten
Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_1020/2008 vom
8.
April 2009 E. 5.2). Es sind keine Umstände erkennbar, die den
offenbar ohne Dritteinwirkung (
Urk.
8/211 S. 5 unten) erfolgten
Sturz der Beschwerdeführerin vom
5.
November 2011 als besonders ein
drücklich und besonders dramatisch erscheinen liessen. Dieses K
riterium liegt somit nicht vor.
Ebenso wenig kann im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzunge
n als erfüllt betrachtet werden, da es für die
Bejahung dieses Kriteriums einer be
sonderen Schwere der für das Schleudertrauma beziehungsweise für die
adä
quanzrechtlich
äquivalente Verletzung typischen Beschwerden oder beson
derer Umstände
bedarf
, die das Besc
hwerdebild beeinflussen können
(vgl. etwa
BGE 134 V 109
E.
10.2.2 und
Urteile des Bundesgerichts 8C_663/2011 vom 2
9.
August 2011 E. 5.2.2 sowie 8C_747/2012 vom 2
2.
Januar 2013 E. 5.4.2 jeweils mit Hinweisen;
Rumo-Jungo
/Holzer,
a.a.O.
,
S. 73 f.)
. Solche besonderen Umstände sind hier nicht ersichtlich und werden auch nicht gel
tend gemacht.
4.4.3
Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behand
lung bis zum Fallabschluss (
BGE 134 V 109
E. 10.2.3) bedingt, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit
auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer.
Blosse
ärztliche Verlaufskontrollen und
Abklä
rungsmassnahmen
sowie
manualtherapeutische
und medikamentöse Be
handlungen vermögen das Kriterium nicht zu erfüllen (
Urteil des Bundesge
richts 8C_62/2013 vom 1
1.
September 2013 E. 8.3
). Dies gilt auch fü
r ärzt
lich/physiotherapeutische Behandlungen
, medizinische Trainingstherapie so
wie
für einen
stationäre
n
Aufenthalt in einer Rehaklinik, soweit sich die
Be
handlungen
in einem nach HWS-Distorsionen üblichen Umfang bewegen. Insbesondere können Behandlungen mit Massage, Heimgymnastik,
Atlas
therapie
,
Kraniosakraltherapie
, Neuraltherapie sowie
Kortisoninfiltration
oder Lymphdrainage nicht als überdurchschnittlich belastend im Sinne der Rechtsprechung bezeichnet werden;
praxisgemäss
werden an dieses Kriterium deutlich höhere Anforderungen gestellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013 vom 9.
April 2014 E.
4.4.3
mit Hinweis
auf Urteil 8C_910/2009 vom 13.
Januar 2010 E.
4.4
).
Daran ändert auch nichts, wenn Schmerzmittel verabreicht oder Psychopharmaka eingenommen wurden und letztere allen
falls Nebenwirkungen aufwiesen (vgl. Urteile
des Bundesgerichts
8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E.
7.3.2 und
8C_29/2010 vom 27.
Mai 2010 E. 5.3).
Vorliegend wurden zahlreiche Abklärungen vorgenommen und es fanden
regelmässig
Verlaufskontrollen statt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um
belastende
ärztliche Behandlungen im Sinne der Ausführungen.
Nach der operativen Versorgung der Fraktur bestand d
ie eigentliche Behandlung überwiegend aus der
Physiotherapie, der
Einnahme von Analgetika
(
Urk.
8/90/1,
Urk.
8/109,
Urk.
8/111/6,
Urk.
8/113)
sowie der Anpassung von Brillen, weshalb das Kriterium zu verneinen ist.
4.4.4
Adäquanzrelevant können nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem
Fall
abschluss
ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Be
schwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (
Urteil des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E.
11.2 mit
Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 10.2.4).
Dass die Beschwerdeführerin seit dem Unfall an ohne wesentlichen
Unter
bruch
bestehenden Beschwerden leidet, ist unbestritten. Fraglich ist jedoch, ob das Erfordernis der Erheblichkeit erfüllt ist. Die Beschwerdeführerin machte in diesem Zusammenhang geltend, dass sie anlässlich des
Belastbar
keitstrainings
bei der
B._
aufgrund erhöhter Kopfschmerzen, Erschöpfung, K
onzentrationsabfall und
Gesichtsschwellung in der Augenregion ihre
Prä
senzzeit
von fünf auf vier Stunden habe reduzieren müssen (
Urk.
1 S. 5). Dem Abschlussbericht der
B._
ist aber auch zu entnehmen, dass sie nach erfolgter Anpassung eine stabile 80 bis 100%ige Leistungsfähigkeit bei einem Arbeitspensum von 50
% erreicht hat. Auch konnte sie ihre Belastbarkeit stetig verbessern, so dass sie in der Lage ist,
regelmässig
an
Freizeitaktivitä
ten
teilzunehmen (
Urk.
8/236/2-5 S. 2 f.). Dass die Doppelbilder
und die da
mit einhergehenden Beeinträchtigungen im Alltag
durch die Prismen-Brille behoben
werden können, wurde bereits ausgeführt.
Ausserdem
ist die Be
schwerdeführerin grundsätzlich mobil (Motorrad und Auto) und nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Obschon sie i
hren früheren Hobby
s (Kanu und Fahrradfahren) wegen der Kopfschmerzen und der raschen Ermüdung nicht mehr nachgehen kann, liest sie, geht ins Fitnessstudio (treibt gerne Sport) und kann auch ihren Haushalt alleine führen. Überdies
reist sie,
pflegt soziale Kontakte, geht spazieren und bewegt sich allgemein gerne in der Natur (vgl.
Urk.
8/211-212 jeweils S. 8; vgl. auch
Urk.
8/176 S. 7 f.).
Unter diesen Um
ständen
kann
nicht
auf eine
massgebliche
Beeinträchtigung des Lebensalltags durch die geltend gemachten Beschwerden
geschlossen werden.
4.4.5
Eine Bejahung des Kriteriums der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Un
fallfolgen erheblich verschlimmerte, setzt
rechtsprechungsgemäss
keine Sorgfaltspflichtverletzung im Sinne des Haftpflichtrechts voraus (Urteil des Bundesgerichts 8C_902/2009 vom 1. April 2010 E. 4.5
mit Hinweis auf
Urteil 8C_1020/2008 vom
8.
April 2009 E. 5.6.1). Allerdings ist das Kriterium nicht bereits dann erfüllt, wenn eine angeordnete medizinische
Massnahme
sich nach
träglich nicht als nutzbringend erweist. Da es nicht Aufgabe der Recht
sprechung ist, zu kontroversen medizinischen Streitfragen Stellung zu neh
men, ist nur dann von einer Fehlbehandlung im Sinne des
Adäquanzkriteri
ums
auszugehen, wenn in der medizinischen Wissenschaft und Praxis ein gewisser Konsens über die Schäd
lichkeit einer Therapiemethode besteht (Ur
teil des Bundesgerichts 8C_1020/2008 vom
8.
April 2009 E. 5.6.1 mit Hin
weis auf
BGE 134 V 231
E. 5.3).
G
estützt auf die medizinischen Akten
sind weder
eine ärztliche
Fehlbehand
lung
beziehungsweise
ein schwieriger Heilungsverlauf
noch
erhebliche Kom
plikationen ausgewiesen.
4.4.
6
Auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (BGE 134 V 109 E. 10.2.6) darf nicht schon aus der
blossen
Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden geschlossen werden. Es bedarf vielmehr besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum Fallabschluss be
einträchtigt oder verzögert haben. Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte und der
Hei
lungsverlauf
nicht linear verlief, genügt
hiefür
nicht (vgl. Urteile
des Bun
desgerichts 8C_682/2013 vom 1
4.
Februar 2014
E. 11.3 und 8C_29/2010 vom 2
7.
Mai 2010 E. 5.3).
4.4.7
Was das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen anbelangt, ist
n
icht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit
mass
gebend
, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu über
winden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstren
gungen nicht, ist ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Kon
kret muss ihr Wille erkenn
bar sein, sich durch aktive Mitwirkung
raschmög
lichst
wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstren
gungen der versicherten Person kön
nen sich insbesondere in ernsthaften
Ar
beitsversuchen
trotz allfälliger persönli
cher Unannehmlichkeiten manifestie
ren. Dabei ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen
Therapiemassnahmen
zu berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um
alternative, der gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19
Abs.
1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (Urteil des Bundesgerichts 8C_252/2007 vom 1
6.
Mai 2008 E. 7.7.1 mit Hinweis
auf
BGE 134 V 109
E. 10.2.7; vgl. auch
Urteil 8C_635/2013 vom
9.
April 2014 E. 4.4.5
).
Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstren
gun
gen bis zum Fallabschluss bezieht sich nicht nur auf den ange
stammten Beruf, sondern auch auf alternative leidensangepasste Arbeiten (Urteil des Bundesge
richts
8C_62/2013 vom 11. September 2013 E. 8.7 mit Hinweis auf BGE 134 V 109
E. 10.2.7).
Die Beschwerdeführerin hat im Dezember 2011
erfolglos
einen ersten Arbeits
versuch unternommen. Im Januar 2012
trat
sie erneut einen Versuch
an
– aber auch diesen musste sie wieder abbrechen (vgl.
Urk.
8/
24
). Ab
dem 2
0.
Dezember 2011
wurde bis auf
Weiteres
beziehungsweise bis September 2012 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert (vgl. u.a.
Urk.
8/43, Urk. 8/76,
Urk.
8/90,
Urk.
8/101 und
Urk.
8/126). Weshalb d
ie Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang von einer faktischen 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausging, i
st nicht ersichtlich (vgl. Urk.
1 S
.
7).
Ab September 2012 nahm sie am Integrationsprogramm der IV-Stelle teil
.
Dass die Beschwerdeführerin
seither
ihre Arbeitsunfähigkeit zu überwinden
versuchte und dazu ernsthafte Anstrengungen unternahm, lässt sich den (Zwischen-)Berichten der
B._
entnehmen. So ist es ihr gelungen, ihr Arbeits
pensum
auf 50 % zu
erhöhen
. Eine weitere Steigerung der Präsenz war i
m Rahmen dieses Aufbautrainings
zwar nicht möglich
- die Beschwerdeführerin zeigte sich aber stets motiviert und gewillt, zu arbeiten (
Urk.
8/
196 S. 3, Urk.
8/
236 S. 2
).
B
ei Abschluss der Massnahmen konnte bei einem Arbeitspensum von 50 % eine stabile 80 bis 100%ige Leistungsfähigkeit bescheinigt werden (vgl. Abschlussbericht der
B._
,
Urk.
8/236
S. 4
). Diese
nach wie vor reduzierte Belastbarkeit war aus
medizinischer Sicht zwar nicht erklärbar
und es bleibt
fraglich, weshalb die Präsenz im Rahmen des Aufbautrainings nicht
weiter
gesteigert werden konnte (vgl. u.a.
Urk.
8/102
), zumal
sowohl aus ophthalmologischer als auch neurologischer Sicht (wieder) eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit besteht (
Urk.
8/211-212 S.
13
).
Allerdings hat sie am
1.
April 2015 wieder eine Tä
tigkeit als Projektassistentin aufgenommen, wenn auch nur zu 50 % (
Urk.
3/4).
Dennoch lässt das Verhalten der Beschwerdeführerin auf
relativ
intensive Arbeitsbemühung
en
schliessen
. D
as Kriterium
kann daher
durchau
s als erfüllt betrachtet werden
, wenn auch nicht in ausgeprägter Weise.
4.5
Zusammenfassend ist
b
ei einem erfüllten Kriterium
die adäquate
Unfallkausali
tät
zwischen den von der Beschwerde
führerin
über den Zeit
punkt des Fallabschlusses hinaus
geltend gemachten
Beschwerden
und dem Unfall vo
m
5.
November 2011 zu verneinen
. Vor diesem Hintergrund können weitere Abklärungen
(vgl.
Urk.
1 S. 9)
unterbleiben
.
4.6
Mangels Adäquanz der verbliebenen Beeinträchtigungen
steht auch kein zu entschädigen
der Integritätsschaden im Raum.
Der
Einspracheentscheid
vom 1
9.
August 2015 erweist sich somit als zutref
fend.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.