Decision ID: 4ab0d8bc-d3a4-4744-af7f-1a48da118aa7
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1959 geborene
X._
meldete sich am 31. Juli 2008
unter Hinweis auf einen Schädelbruch (Verkehrsunfall vom 26. März 2008,
Urk.
7/214)
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
7/9). Nachdem die Verwaltung medizinische und erwerbliche Abklärungen durchgeführt und den Versicher
ten im August 2010 von den Ärzten der
Y._
hatte begutachten lassen (Expertise vom 23. November 2010 [
Urk.
7/
57]), sprach sie ihm mit Verfügung vom 17. August 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 56
%
ab 1. März 2009 eine halbe Invalidenrente zu (
Urk.
7/89).
Im Rahmen
des im August 2014
von Amtes wegen eingeleiteten
Revisionsver
fahrens
(Urk. 7/96) wurde die Ausrichtung einer halben Rente mit Mitteilung vom 2. Februar 2015 bestätigt (
Urk.
7/106).
Am 17. November 2015 stellte der Versicherte sinngemäss ein Gesuch um Rentenerhöhung und reichte einen Bericht von
Dr.
med.
Z._
, Leitender Arzt am
A._
, vom 6. November 2015 ein (
Urk.
7/110). Mit Verfügung vom 11. Februar 2016
trat die IV-Stelle – in Be
stätigung ihres Vorbescheids vom 17. Dezember 2015 (
Urk.
7/112) – auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (
Urk.
7/113 =
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung liess
X._
am 10. März 2016 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (
Urk.
1 S. 2):
„1.
Die Verfügung vom 11.2.2016 sei aufzuheben und auf das
Leistungs
begehren
des Versicherten vom 18.11.2015 sei einzutreten.
2.
Die Sache sei an die IV-Stelle Zürich zurückzuweisen, damit diese die weiteren Abklärungen vornimmt und über den
Leistungsan
spruch
gemäss noch zu ergänzender Begründung neu entscheidet.
3.
Verfahrensantrag:
Es sei dem Unterzeichnenden eine angemessene
Nachfrist bis zum 11.5.2016
anzusetzen, um die Beschwerde nach vorgenommenem Aktenstudium bzw. Beschaffung weiterer Akten hinsichtlich des Vorliegens eines Revisionsgrundes usw. weiter zu ergänzen und die Rechtsbegehren gegebenenfalls noch zu präzisieren.
4.
Dem Versicherten sei im Ergebnis nach erneuter Festsetzung des
Inva
liditätsgrades
eine ganze IV-Rente zuzusprechen, erlassen nochmals in einem neuen
Vorbescheidverfahren
.
5.
Unentgeltliche Rechtspflege:
Dem Versicherten sei die Rechtswohltat der unentgeltlichen
Prozess
führung
zuzuerkennen.
6.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der SVA Zürich.“
Mit Beschwerdeantwort vom 19. April 2016 schloss die IV-Stelle auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Gerichtsverfügung vom 2
2.
April 2016 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihm Rechtsanwalt
Dr.
Daniel
Candrian
als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt. Gleichzeitig wurde ein zweiter
Schriften
wechsel
angeordnet (
Urk.
9).
Mit Replik vom 20. Juni 2016 stellte der Be
schwerdeführer nachstehendes, modifiziertes Rechtsbegehren (
Urk.
11 S. 1 f.):
„1.
Die Verfügung vom 11.2.2016 sei aufzuheben und auf das
Leistungs
begehren
des Versicherten vom 18.11.2015 sei einzutreten.
2.a)
Es sei festzustellen, dass die gesundheitliche Verfassung des Beschwer
deführers sich bis heute massgeblich verschlechtert hat und eine Arbeitsfähigkeit heute nicht mehr besteht.
b)
Eventualiter
sei eine aktuelle, diesmal gerichtlich angeordnete neu
ropsychologische Begutachtung des Versicherten in der
B._
anzuordnen, dies zur Spezifizierung der Details der seit 2010 gezeigten Verschlechterung einerseits sowie zur Bestä
tigung der heute nicht mehr gegebenen Arbeitsfähigkeit zum ande
ren.
c)
Subeventualiter
sei die Sache an die IV-Stelle Zürich zur erneuten Feststellung der aktuellen Arbeitsfähigkeit und der Neufestsetzung des Invaliditätsgrades zurückzuweisen.
3
.
Dem Versicherten sei im Ergebnis
bei einer fehlenden Arbeitsfähig
keit und einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Invaliden
rente zuzusprechen.
4
.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der SVA Zürich.“
Die Beschwerdegegnerin verzichtete am
2.
August 2016 auf die Einreichung einer Duplik (
Urk.
14), was dem Beschwerdeführer am 4. August 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten
-
bezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts [ATSG]
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invalidi
tätsgrad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert ha
ben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im We
sentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfä
higkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
an
spruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87
Abs.
2 der Verordnung über die Invalidenversi
cherung [IVV]).
Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Verwaltung bezie
hungsweise das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen haben, spielt inso
weit nicht (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 mit Hinweisen).
Nach Eingang eines Revisionsgesuchs ist die Verwaltung zunächst zur Prü
fung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Ab
klärungen durch Nichteintreten.
Dabei wird sie unter anderem
zu berück
sichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser
Beurtei
lungsspielraum
zu, den der Richter zu respektieren hat (
vgl.
BGE 109 V 262 E. 3).
1.3
Mit Art. 87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger
Leistungsverwei
gerung
immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvor
schrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Ver
waltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Än
derung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung er
heblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Ver
waltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72
E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Streitgegenstand im System der nachträglichen
Ver
waltungsrechtspflege
ist das Rechtsverhältnis, welches – im Rahmen des durch die Verfügung beziehungsweise den
Einspracheentscheid
bestimmten Anfechtungsgegen
-
standes
– den aufgrund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen
Ver
-
fügungsgegenstand bildet. Nach dieser
Begriffsumschrei
bung
sind
Anfech
-
tungsgegenstand
und Streitgegenstand identisch, wenn die Verwaltungs
-
verfügung
beziehungsweise der
Einspracheentscheid
insgesamt angefochten wird (BGE 125 V 413).
Richtet sich die Beschwerde gegen einen
Nichteintretensentscheid
, hat das Gericht, ungeachtet
der Vorbringen
der
beschwerdeführenden
Partei, zu prü
fen und darüber zu entscheiden, ob die Verwaltung zu Recht nicht auf das Leistungs- oder Feststellungsbegehren eingetreten ist. Der richterliche Ent
scheid in der Sache (Sachentscheid) hat in dieser besonderen
verfahrensmäs
sigen
Situation den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die
untere Instanz zum Gegenstand. Dagegen hat sich das Gericht mit den mate
riellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 121 V 157 E. 2b, 116 V 265 E. 2a, SVR 1997, UV Nr. 66 S. 225 E. 1a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihr Nichteintreten auf das
Rentenerhö
hungsgesuch
damit, dass der Beschwerdeführer nicht glaubhaft gemacht habe, dass es seit der letzten Verfügung zu einer erheblichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse gekommen sei. Es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts vor (
Urk.
2). Daran ändere auch der Be
richt von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 6. März 2016 nichts. Er enthalte keine neuen objektiven Befunde, die eine Verschlechterung hätten glaubhaft darlegen können (Urk. 6).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, dem Bericht von
Dr.
C._
vom 6. März 2016 sei eine mass
gebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands zu entnehmen. Insbe
sondere die heute fehlende Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu be
halten, zu ordnen und wieder abzurufen, erweise sich als verunmöglichender Faktor, irgendeine ve
rnünftige Arbeitstätigkeit aus
führen zu können (
Urk.
1 S. 5).
Namentlich a
ufgrund
der im Austrittsbericht vom 26. April 2016
über den stationären Aufenthalt vom 4.
bis 27. April 2016 im
B._
festgehaltenen Ergebnisse stehe fest, dass sich seine neu
ropsychologische und physische Konstitution zwischenzeitlich insoweit ver
schlechtert habe, dass h
eute keine Arbeitsfähigkeit
auf dem primären Ar
beitsmarkt
mehr
bestehe (
Urk.
11 S. 4 ff.).
3.
3.1
In der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) ist die Beschwerdegegnerin auf
das
Rentenerhöhungsgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten; über des
sen Leistungsanspruch an sich hat sie im fraglichen Entscheid nicht befun
den. Soweit die
Zusprache
von Leistungen beantragt wird (
Urk.
1 und
Urk.
11), ist demnach mangels Anfechtungsobjekts auf die Beschwerde nicht einzutreten (BGE 131 V 164 E. 2.1; vgl. auch E. 1.4
hievor
).
Aus diesem Grund ist im vorliegenden Prozess auch eine gerichtlich
e
Einholun
g eines
neuropsychologischen
Gutachtens
durch die Ärzte der
B._
nicht angezeigt (vgl.
Urk.
11 S. 2).
3.2
Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin am 11. Februar 2016 zu Recht nicht auf das Rentenerhöhungsgesuch vom 1
7. November 2015 eingetreten ist.
Er
lässt die Verwaltung – wie vorliegend – eine
rechtsgenügliche
Nichteintre
tensverfügung
, legt das Gericht seiner Überprüfung auf Beschwerde hin den Sachverhalt zugrunde, wie er sich der Verwaltung darbot (BGE 130 V 64
E. 5.2.5 mit weiteren Hinweisen). Die beschwerdeweise aufgelegten medizini
schen Berichte (
Urk.
3/6 und
Urk.
12/7-8) sind daher für die vorliegend ein
zig zu beurteilende
Eintretensfrage
nicht zu beachten.
4.
4.1
Dem im Rahmen des Rentenerhöhungsgesuchs eingereichten
Bericht
von Dr.
Z._
vom 6. November 2015 ist zu entne
hmen, dass der Beschwerdeführer unter einer symptomatischen Epilepsie mit komplex
fokalen
(Erstmanifestation Mai 2009) und sekundär generalisierten epilepti
schen Anfällen leidet. Der Beschwerdeführer sei seit März 2011 anfallsfrei unter
Timonil
. Die Elektroenzephalografie habe keine epilepsietypischen Po
tentiale aufgezeichnet.
Es bestehe deshalb aus
epileptologischer
Sicht ein stabiler, anfallsfreier und somit erfreulicher Verlauf
. Er sei der Meinung, dass der Beschwerdeführer auf dem primären Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig sei
(
Urk.
7/110/4-5).
Die nämliche Gesundheitsstörung wurde von Dr.
Z._
bereits
in seinen Berichten vom
20. November 2013 (
Urk.
7/96/5-6) und
12
. November 2014 (
Urk.
7/104/6-8) – auf welchen unter anderem die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom
2.
Februar 2015 be
treffend den unveränderten Rentenanspruch (
Urk.
7/106) basierte –
und den Experten
der
Y._
i
m Gutach
ten vom 23. November 2010 (Urk.
7/57 S.
22 und S. 37 f.) – auf
deren Beurteilung
hin
die rentenzusprechende Verfügung vom 17. August 2011 (
Urk.
7/89) erging –
festgestellt.
Vor diesem Hinter
grund ist von keiner
zwischenzeitlich eingetretenen Verschlimmerung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers auszugehen,
zumal
dieser
ohne
hin seit einigen Jahren keine epileptischen Anfälle mehr erlitten hat
te
.
Dass die weiteren im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 26. März 2008 stehenden Besch
werden – insbesondere
diejenigen
aufgrund des damals erlittenen schweren Schädelhirntraumas – seit der Mitteilung vom
2.
Februar 2015 beziehungsweise der Verfügung vom 23. November 2010 in ihrer In
tensität derart zugenommen hätten, dass nun daraus eine weitergehende Einschränkung
(der Arbeitsfähigkeit)
resultierte, erscheint aufgrund der Be
urteilung von Dr.
Z._
vom 6. November 2015 nicht als glaubhaft. Dieser
verwies vielmehr auf eine diesbezüglich fehlende gesund
heitliche Veränderung (
Urk.
7/110/4-5 S. 1).
Insofern handelt es sich bei sei
ner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit um eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhalts (vgl. zudem zum Beweiswert von Berichten behan
delnder Spezialärzte BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 E. 3b/cc)
, was
re
visionsrechtlich
irrelevant ist.
4.2
Da demnach mit der vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem
Revi
sionsbegehren
eingereichten medizinischen Beurteilung keine seit dem
23. November 2010 respektive dem
2. Februar 2015
eingetretene
anspruchs
relevante
Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft gemacht wurde, ist die Beschwerdegegnerin am
11. Februar 2016 zu Recht
nicht
auf das Rentenerhöhungsgesuch eingetreten. Die Beschwerde ist demnach abzu
weisen.
5.
5.1
Gestützt auf Art. 69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung ist das Verfahren für den unterliegenden Beschwerdeführer kosten
pflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem
Verfahrens
aufwand
festzulegen und vorliegend auf Fr. 700.-- anzusetzen, zufolge Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Ge
richtskasse zu nehmen.
5.2
Nach § 34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Ver
bindung mit § 7
Abs.
1 der seit 1. Juli 2011 in Kraft stehenden Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem
Sozialversiche
rungsgericht
(
GebV
SVGer
) wird –
auch im Rahmen der un
entgeltlichen Rechtsvertretung – insbesondere
für unnötigen Aufwand kein Ersatz ge
währt.
5.3
Der von Rechtsanwalt
Dr.
Daniel
Candrian
, der mit Gerichtverfügung vom 2
2.
April 2016 zum unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bestellt wurde (
Urk.
9), mit Eingabe
n
vom
25. August 2016
und 13. März 2017
gelte
nd gemachte Aufwand von 24
Stunden
und 30 Minuten sowie
Fr.
300.50
respektive
Fr.
337.25
Barauslagen (
Urk.
17
und
Urk.
19
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Prozesses nicht ange
messen. Namentlich stellen die Anfragen beim Hausarzt
, beim
A._
und
bei
den
B._
und die damit im Zusammenhang stehenden Abklärungen unnötige Handlungen dar
, bezogen sie sich doch auf einen im vorliegenden Verfahren nicht
entscheidrelevanten
Zeitraum. Zudem können Aufwendungen, die im Rahmen eines Verfahrens vor Bezirksgericht angefallen sind
(Po
s
ten vom 9. Juni)
, vorliegend nicht geltend gemacht wer
den.
Angesichts der zu studierenden gut
119
Aktenstücke der
Beschwerdegegne
rin
, der
jeweils
etwa
6-
seitigen Rechtsschriften,
die jedoch
in der Hauptsache Ausf
ührungen enthalten
, die am Prozessthema
vorbeigehen
,
den Aufwen
dungen
im Zusammenhang mit den
Gesuch
en
um unentgeltliche
Rechtsver
beiständung
und Fristerstreckung
sowie der in ähnlichen Fällen zugespro
chenen Beträgen ist die Entschädigung von Rechtsanwalt
Dr.
Daniel
Can
drian
bei Anwendung des gerichtsü
blichen Stundenansatzes von Fr. 22
0.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2‘000.
--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
5
.4
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.