Decision ID: ad04d605-bbb1-44fa-80c4-2aa71ed05799
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1942, melde
te sich am 1
3.
Dezember
2011
bei
der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)
zum Bezug von Zusatz
leis
tungen
zu seiner Altersrente an (
Urk.
7/
1
).
Mit
Verfügung vom 2
1.
März 2012 verneinte
die
SVA
einen Anspruch auf Zusatzleistungen
(
Urk.
7/27).
Am 1
8.
Februar 2013 meldete sich der Versicherte erneut
bei der SVA
zum Be
zug
von Zusatzleistungen zu
s
ei
ner Altersrente an (
Urk.
7/30).
Mit Verfügung vom
1
9.
Juni
2013 verneinte die
SVA
einen Anspru
ch auf Zusatzleistungen (
Urk.
7/56
)
.
Da
gegen erhob der Versicherte am 2
5.
Juni
,
am 1
1.
September und
am
9.
Oktober
2013 Einsprache
(
Urk.
7/61
,
Urk.
7/65,
Urk.
7/69
)
, welche die
SVA
mit
Einspracheentscheid
vom
5.
Dezember 2013 (
Urk.
7/84 =
Urk.
2) ab
wies.
2.
Der Versicherte erhob am 2
0.
Dezember 2013 Beschwerde g
egen den
Einspra
cheen
tscheid
vom
5.
Dezember 2013
(
Urk.
2)
und beantragte, dieser sei aufzu
he
ben und es seien
die
ihm gesetzlich zustehenden Zusatzleistungen auszurich
ten
(
Urk.
1
S. 2
)
.
Die SVA
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
8.
Januar 2014
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom
3.
März 2014
wu
rden antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S. 2
) die unentgeltliche Prozessführung und
Rechts
vertretung
bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zuge
stellt (
Urk.
8
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
2
Abs.
1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Al
ters
-
,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen An
spruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie die Voraussetzungen nach den
Art.
4-6 ELG er
füllen. Dabei entspricht die jährliche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die
anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (
Art.
9
Abs.
1
ELG). Die anrechenbaren Einnahmen werden nach
Art.
11 ELG berechnet. Als Ein
kommen anzurechnen sind unter anderem Ein
künfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG)
und - bei allein
steh
enden Altersrentnerinnen und Altersrentnern - ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es
Fr.
37‘500.-- übersteigt (
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG).
1.2
Eine
Verzichtshandlung
liegt vor, wenn die versicherte Person
ohne rechtliche Verpflichtung
und
ohne adäquate Gegenleistung
auf Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen
Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte
hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht oder ihre Rechte nicht durch
setzt
, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Aus
übung
einer möglichen oder zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 121 V 204 E. 4a,
117 V 289 E. 2a; AHI 2003 S. 221 E. 1a, je mit Hinweisen).
1.3
Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so
trägt der Leis
tungsansprecher die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer rechtlichen Ver
pflichtung oder gegen adäquate Gegenleistung hingegeben worden ist, wo
bei der
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (BGE 131 V 329, 121 V
204; Urteil des Bundesgerichts in Sachen S. vom 2
5.
Februar
2009, 8C_1039/2008
E. 2 mit Hinweisen). Derjenige, der nicht darzutun vermag, dass seine Geldhingabe im Austausch gegen eine
adäquate Gegenleistung
erfolgt ist, kann sich mithin nicht auf den gegebenen Vermögensstand berufen, sondern muss sich die Frage nach den Gründen für den Vermögensrückgang gefallen und
mangels entsprechenden Beweisen hypothetisches Vermögen entgegenhal
ten lassen
(BGE 121 V 205 E. 4b).
1.4
Für die Annahme einer
Verzichtshandlung im Sinne von
Art.
11
Abs.
1
lit
.
g ELG ist nicht erforderlich, dass beim Verzicht der Gedanke an
Ergänzungsleis
tungen
tatsächlich eine Rolle gespielt hat (BGE 131 V 329 E. 4.4). Es ist also
nicht wesentlich, dass sich die versicherte Person über die
sozialversicherungs
rechtlichen
Konsequenzen ihres Tuns im Klaren war. Eine Verzichtshandlung setzt indes voraus, dass die Vermögensverminderung mit Wissen und Wollen der versicherten Person geschehen ist.
Dabei ist nur, aber immerhin erforderlich, dass die versicherte
Person hinsichtlich der Vermögensverminderung an sich urteilsfähig war,
nicht aber, dass sie von der möglichen
ergänzungsleistungs
rechtlichen
Qualifikation als Verzichtshandlung wusste und eine solche in Kauf nahm (Urteil des Bundesgerichts 9C_934/2009 vom 2
8.
April 2010 E. 5.1).
Abs.
11
Abs.
1
lit
. g ELG enthält keine zeitliche Beschränkung in Bezug auf die Berücksichtigung eines Vermögensverzichts.
Ein hypothetisches Vermögen ist also auch dann anrechenbar, wenn die Verzichtshandlung sehr lange zurück
liegt
(AHI-Praxis 1994 S. 278 ff. E. 4 f.).
1.5
Art.
17a
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung (ELV)
bestimmt, dass der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten,
auf die verzichtet worden ist, jährlich um
Fr.
10'000.-- zu vermindern ist
(
Abs.
1), dass der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des Ver
zichtes unverändert auf den
1.
Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu
übertragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern ist (
Abs.
2), und dass für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung der verminderte Be
trag am
1.
Januar des Bezugsjahres massgebend ist (
Abs.
3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
aus,
der Verzichtstatbestand sei darin zu erblicken, dass
der Beschwerdeführer sein gesamtes Pensionskassenkapital im Umfang von
Fr.
516‘931.60 am 2
8.
März
2002 auf ein thailändisches Bankkonto lautend auf den Namen seiner Ehegattin überwiesen habe. Die Verf
ügungsberechtigung über diese Gelder se
i ab diesem Zeitpunkt erloschen.
Es hätte dem Beschwerdeführer klar sein müs
sen,
dass mit der Überweisung der Gelder auf ein ausländisches Bankkonto lau
tend auf den
Namen eines Dritten, ohne eigene V
ollmacht oder ohne
dass ir
gendwelche ande
ren Vorkehrungen getroffen worden seien, jegliche eigene
Verfügungsbe
rech
ti
gung
aufgegeben worden sei und auch keine Möglichkeit mehr bestehe
n würde
, auf die Vermögenswerte je zurückgreifen zu können.
So hätt
e er die Gelder auf ein eigenes
inländisches Konto mit
Zugriffsmöglich
keit
auf dieses aus dem Ausland überweisen oder sich durch Eröffnung eines Kontos in Thailand im eigenen Namen oder durch eine zusätzliche
Verfügungs
bevollmächtigung
über das Konto in Thailand absichern können. Der Beschwer
de
führer habe keinerlei Vorkehren zum Vermögensschutz und zur Durchsetzung eines allfälligen Rechtsanspruches getätigt, die jede vernünftige Person in der gleichen Lage getroffen hätte.
Eine solche Untätigkeit sei daher anzurechnen. Der faktische Verzicht darauf könne
nicht mit Ergänzungsleistungen kompensiert werden (S. 4 f.
Ziff.
5).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
er
habe
nicht auf sein Pensionskasseng
uthaben von
Fr.
516‘931.60 verzichtet, als er
dieses auf das Konto lautend auf seine thailändische Ehegattin bei der
Y._
, überwiesen habe. So setze ein Verzicht einen Vorsatz in Kennt
nis des Gegenstandes und des Umfanges des Verzichtes voraus, welchen er nie gehabt habe (S. 3
Ziff.
2, S. 4
Ziff.
4). Bei der Überweisung des Betrages auf das thailändische Bankkonto habe er keinerlei Kenntnis darüber gehabt, dass er auf diese Gelder nicht mehr zugreifen könne und noch viel weniger, dass er ke
ine Möglichkeit mehr haben werde
, sich Informationen ü
ber diese Gelder zu be
schaffen
(S. 4 f.
Ziff.
5). Er sei mit seiner Frau seit dem 1
0.
September 1993 ver
heiratet gew
esen und es habe zwischen ihnen
volles Vertrauen geherrscht. Sie hätten die gleichen Pläne gehabt, die darin bestanden hätten, nach seiner Pen
sio
nierung ein gemeinsames Leben in Thailand zu ge
stalten. Er sei mit der Über
weisung seiner Beistands- und Unterhaltspflicht nach
Art.
159 und 163
des
Schwei
zerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) nachgekommen
. Er habe keinen Grund
gehabt, an der Ehrlichkeit seiner Frau zu zweifeln (S. 5 oben). Es sei nicht vor
aussehbar gewesen, dass sich die Ehesituation so drastisch ändern würde. Sie seien
unter dem Güterstand der
Errungenschaftsbeteiligung
gestanden, womit er zumindest mit dem hälftigen Anspruch der Errungenschaft seiner Ehefrau habe rechnen können (S. 5 Mitte).
Das Geld sei nicht einfach auf das Konto eines Dritten überwiesen worden, son
dern auf das seiner Ehefrau, mit der er unter dem Güterstand der
Errungen
schaftsbeteiligung
gelebt habe. Eine Vollmacht hätte ihm nicht viel genütz
t
, weil er deren
Inhalt nicht verstanden hätte
. Er habe im vollen Vertrauen darauf gehandelt, dass seine Ehefrau nach Treu und Glauben handeln würde. Er habe
sie als gewiefte Geschäftsfrau gekannt und ihr ohne weiteres zugetraut, das Ver
mögen nicht nur zu erhalten, sondern sogar zu vermehren. Er habe im Bau und Verkauf der Bungalows an den Ferienorten eine echte Chance gesehen (S. 5 f. un
ten). Die entsprechenden Bau- und Verkaufsbemühungen habe jedoch nur seine Ehefrau, welche thailändisch spreche, leisten können. Er habe auch keine Arbeitserlaubnis gehabt (S. 6 oben).
Er habe
auf gar nichts verzichtet, denn erst in dem Augenblick
,
als er
aufgrund der Drohungen seiner Ehefrau
aus Thailand
habe fliehen müssen, seien seine Ei
gentumsrechte in Gefahr gewesen (S.
6 unten).
Der Rechtsanspruch an seinem Vermögen bestehe nach wie vor und werde im pendenten Scheidungsprozess auch geltend gemacht (S. 7 oben).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen
Vermö
gens
verzicht
angenommen
und einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Zu
satzleistungen verneint
hat.
3.
3.1
Dem umstrittenen Vermögensverzicht liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
Der Beschwerdeführer
l
ies
s
am 2
8.
März 2002 seine gesamten
Pensionskas
sen
gelder
im Umfang von
Fr.
516‘931.60 auf ein lediglich auf den Namen seiner
thailändischen Ehefrau lautendes
Konto bei einer thailändischen Bank
auszah
len
(vgl.
Urk.
7/40)
. Unbestrittenermassen hatte er weder eine Vollmacht noch ein
Infor
mationsrecht betreffend dieses Konto.
Beabsichtig
gewesen
sei
, dass mit dem
Betrag Land geka
uft, darauf Bungalows errichtet
und die Eheleute sich damit ihr Leben in Thailand
hätten finanzieren könn
en
.
Ein schriftlicher Beleg für die
ses V
orhaben liegt nicht vor, ebenso
wenig ein Darlehensvertrag oder die
Vereinbarung von Sicherheiten.
Am
1.
August 2011
reiste
der Beschwerdeführer
von Thailand
wieder in die Schweiz ein
(
Urk.
7/9).
3.2
Wie dargelegt (vorstehend E.
1.2
) liegt eine Verzichtshandlung vor, wenn die ver
sicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegen
leistung auf ein Vermögen verzichtet hat, jedoch auch dann, wenn ein Rechts
anspruch auf bestimmte Einkünfte oder Vermögenswerte besteht, dieser aber nicht in An
spruch genommen wird.
Der Vermögensverzicht muss auf Sachverhalte beschränkt bleiben, in denen be
wusst ein Vermögen weggegeben oder zumindest in fahrlässiger Weise eine risi
ko
reiche Investition getätigt wurde, bei welcher ein (erheblicher) Verlust im Zeitpunkt der Investition sehr wahrscheinlich und damit absehbar war (Urteil 9C_180/2010 vom 1
5.
Juni
2010 E.
6). Das mit einer Investition verbundene Risiko hängt in erster Linie von der Bonität des Schuldners und der Möglichkeit ab, den Anspruch auf Rückzahlung des angelegten Betrags und Leistung von
Zinsen gegebenenfalls durchzusetzen (Urteil des Bundesgerichts 9C_186/2011 vom
1
4.
April 2011 E. 3.3).
3.3
Bereits aus der Übertragungsbestätigung
der Personalvorsorgestiftung des
Be
schwer
deführers
wird ersichtlich, dass die Überweisung der Valuta auf ein Konto
vorge
nommen wurde, welches ausschliesslich auf die Ehefrau des Beschwerde
füh
rers lautete (vgl.
Urk.
7/40).
Wie die Besch
werdegegnerin zu Recht ausführte (vorstehend E. 2.1)
, wäre es dem Beschwerdeführer zumutbar gewesen, Vorkehrungen zum eigenen
Vermö
gensschutz
und zur Durchsetzung eines allfälligen Rechtsanspruches zu unter
nehmen, indem er die Gelder auf ein eigenes inländisches Konto mit
Zugriffs
möglichke
iten
aus dem Ausland überwiesen
,
oder ein eigenes Konto im eigenen Namen in Thailand eröffnet hät
te. Auch hätte er eine zusätzliche
Verfügungs
be
vollmächtigung
über das Konto in T
hailand einholen können
.
Das Vorbringen des Beschwerdeführers, er hätte eine Vollmacht ohnehin nicht ver
s
t
anden
(vorstehend E.
2.2)
, geht an der Sache vorbei. S
o wäre es ohne wei
te
res
möglich gewesen, diese übersetz
en zu lassen.
Weiter
liegen keinerlei andere Belege vor, die darauf hindeuten, dass sich der Beschwerdeführer
anderweitig abgesichert hätte, insbesondere auch kein Ver
trag
über
allfällige
Rückerstattungsmodalitäten
seiner Pensionskassengelder
.
Der Beschwerdeführer hat demnach unbestrittenermassen keinerlei Vorkehrun
gen
getroffen, die ihm ermöglicht hätten, den auf das Konto seiner Ehefrau über
wiesenen Betrag gegebenenfalls zurückzuerhalten.
3.4
Des Weiteren ist vorliegend nicht ersichtlich, dass
die Vermögenshingabe gegen eine adäquate Gegenleistung
oder aufgrund einer
Rechtspflicht
erfolgt ist.
Dies
ist als anspruchsbegründende Tatsache von der leistungsansprechenden Per
son zu beweisen, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit massgebend ist und sie die Folgen allfälliger Beweislosigkeit zu tragen hat, und zwar in dem Sinne, dass sie sich das angeblich entäusserte Vermögen sowie den
darauf entfallenden Ertrag (vgl.
Art.
11
Abs.
1
lit
. b ELG) anrechnen lassen muss
(BGE 121 V 204 E.
6a; AHI 1995 S.
167 E.
2b; Urteil des Bundesgerichts P 38/06
vom 1
1.
Oktober 2007 E. 3.3.1).
Der Beschwerdeführer machte geltend, er hätte grosses Vertrauen in seine Ehe
frau
als gewiefte Geschäftsfrau
gehabt.
Dass er
aber
für sein
überwiesenes
Geld tatsächlich
jemals
einen Gegenwert erhalten hätte,
lässt sich den Akten nicht entnehmen und wurde auch nicht geltend gemacht.
Diesbezüglich führte der Beschwerdeführer unter anderem am
2
2.
März 2013
aus, der Verkaufserlös aus
den 60 Häusern sei
direkt an die
Firma der Ehefrau
bezahlt worden
,
und er sei der
Meinung, seine Ehefrau habe das
Geld irgendwo deponiert oder neu inves
tiert (
Urk.
7/51 S. 2).
Auch in den
beigelegten
Werbeinserate
n
und
Kaufverträge
n
über die Liegen
schaften
taucht der Name des
Beschwerdeführers nirgends auf
(vgl.
Urk.
7/53,
Urk.
7/77-
79
)
.
Aufgrund des Gesagten hat der
Beschwerdeführer
, indem er
seiner Ehefrau ohne
jegliche vertragliche oder sonstige
Absicherung
und ohne adäquate Gegenleis
tung
Geldbeträge von insgesamt
Fr.
516‘931.60
ausgehändigt hat, im Sinne von
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG auf die entsprechenden Vermögenswerte verzich
tet.
Daran vermögen auch die Vorbringen
bezüglich
des grossen Vertrauens in seine Ehe
frau und die Hinweise auf den Gütersta
nd der
Err
ungenschaftsbeteiligung
nichts zu ändern.
Ebensowenig
lässt sich die Übertragung des Vermögenwertes im Rahmen der ehelichen
Beistands- und Unterhaltspflicht nach
Art.
159 und 163 ZGB
als geboten
erachten
.
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
die
Überweisung
des gesamten Pensionskassenguthabens
auf ein alleine auf
Namen
der Ehefrau lautendes Konto
in Thailand
ohne jegliche
Zugriffsmöglich
keiten
sei
tens
des Beschwerdeführers
als Verzichtsvermögen qualifiziert hat.
3.5
Wie
vorstehend unter
Erwägung 1.5 dargelegt, wird das Verzichtsvermögen
jähr
lich um
Fr.
10'000.-- vermindert. Die Geldübergabe erfolgte im Jahr 200
2
.
Für die vorliegend strittige Berechnung
der Zusatzleistungen ab dem
1.
Februar
2013
is
t das Vermögen am
1.
Januar 2013
massgebend. Entspre
chend der unter
Erwägung 1.5 beschriebenen Regelung ergibt sich somit eine Verminderung des
Verzi
chtsvermögens um insgesamt
Fr.
10
0‘000.--. In die Be
rechnung der Zu
satz
leistungen für das Jahr 2013
wurde
damit
richtigerw
eise
e
in
Verzichtsvermö
gen
von
rund
Fr.
416‘931
.
--
ein
geset
z
t (vgl. Urk. 7/58)
.
Auch unter Berücksichtigung der jährlichen Vermögensminderung resultiert da
mit klarerweise ein Einnahmenüberschuss, ist doch gemäss
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG bei Altersrentnern ein Zehntel des Reinvermögens als Einnahmen anzu
rechnen, soweit es
wie vorliegend
Fr.
37'500.-- übersteigt (vgl.
die
Berechnun
g der Zusatzleistun
gen in
Urk.
7/
58
).
Die übrigen Berechnungen sind unbestritten und nicht zu beanstanden.
Somit
erweist
sich
der angefochtene
Einspracheentscheid
als rechtens
. Dies führt
zur Abweisung der Beschwerde.
4.
Mit Kostennote vom 2
5.
Juni 2014
(
Urk.
10
)
machte die
unentgeltliche
Rechts
vertreter
in
des Beschwerdeführers e
inen Aufwand von insgesamt 6 Stunden und 45 Minuten
und Barauslagen von
Fr.
19.-- geltend, was als angemessen er
scheint (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Demgemäss
ist Rechtsanwältin
Dr.
Heidi Frick-
Moccetti
mit
Fr.
1'478.50
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.