Decision ID: 18f19570-6421-5d1c-bd06-0e4d4f3dd41f
Year: 2013
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A._ war seit dem 1. Januar 1998 bei der Billag AG (Billag) für den
privaten Radio- und Fernsehempfang an der B._-strasse in
C._ gemeldet. Er gibt an, sich im Jahr 2009 telefonisch bei der Bil-
lag abgemeldet zu haben. Seine Tochter schrieb der Billag am 11. April
2009 im Zusammenhang mit einer eigenen Adressänderung, er sei aus-
gezogen und ihre Mutter werde die Änderung bald melden. Letztere in-
formierte die Billag am 8. Juni 2009 telefonisch über dessen neue Adres-
se. Diese stellte sich erst im Nachhinein als unzutreffend heraus.
B.
Als Reaktion auf das Schreiben der Tochter schrieb die Billag A._
am 29. Mai 2009, es sei nicht möglich, die Empfangsgebühren auf einen
neuen Namen zu fakturieren, da die Anmeldung nicht an den Ort, son-
dern an die Person gebunden sei. Er solle mitteilen, ob er seine Adresse
gewechselt oder seine Geräte ausser Betrieb genommen habe oder in
einem Haushalt wohne, in dem bereits eine Drittperson angemeldet sei.
Ohne Mitteilung würden ihm die Gebühren wie bisher in Rechnung ge-
stellt. Dieses Schreiben konnte von der Post nicht zugestellt werden.
C.
Da die Post an A._ im Jahr 2009 weiterhin nicht zugestellt werden
konnte, stellte die Billag Ende 2009 den Versand der Rechnungen ein. Im
Januar 2012 verfügte sie wieder über seine Adresse. Sie stellte ihm am
9. Januar 2012 Rechnung für die Gebühren vom 1. Juli 2009 bis 31. Ja-
nuar 2012 in der Höhe von Fr. 1'193.70.
D.
A._ schrieb der Billag am 23. Januar 2012, er habe vom 1. Juli
2009 bis zum 1. Februar 2010 keinen festen Wohnsitz gehabt. Danach
habe er mit Personen zusammengewohnt, die Gebühren bezahlt hätten.
Sinngemäss bringt er damit vor, die Rechnung sei nicht gerechtfertigt.
E.
Am 16. April 2012 sandte die Billag eine Mahnung an A._. Dieser
reichte der Billag am 28. April 2012 ein Schreiben ein, auf dem er seine
verschiedenen Aufenthaltsorte von 1. Juli 2009 bis 31. Januar 2010 de-
tailliert darlegte.
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F.
Am 21. Mai 2012 erliess die Billag (nachfolgend: Erstinstanz) aufgrund
des Schreibens vom 23. Januar 2012 eine an A._ gerichtete Ver-
fügung. Sie führt darin aus, er sei als Empfänger gemeldet. Mangels ak-
tueller Adresse hätten ihm die Rechnungen nach dem 30. Juni 2009 nicht
mehr zugestellt werden können; dies sei erst im Januar 2012 wieder
möglich gewesen. Da Änderungen der meldepflichtigen Sachverhalte
schriftlich erfolgen müssten, dies aber nicht geschehen sei, habe die Ge-
bührenpflicht weiterbestanden. Sie verfügte, die Gebührenpflicht für den
privaten Radio- und Fernsehempfang ende am 31. Januar 2012.
G.
A._ verfasste am 2. Juni 2012 eine Verwaltungsbeschwerde an
das BAKOM. Darin legte er dar, er verstehe nicht, weshalb seine telefoni-
sche Abmeldung im Juli 2009 nicht angenommen worden sei, offenbar sei
nicht akzeptiert worden, dass er keinen festen Wohnsitz habe angeben
können. Er fügte Bestätigungen diverser Personen an, um zu beweisen,
dass er damals keinen festen Wohnsitz gehabt habe.
H.
Das BAKOM wies die Beschwerde mit Verfügung vom 15. November
2012 ab und auferlegte A._ Verfahrenskosten in der Höhe von
Fr. 200.–. Es begründete seinen Entscheid damit, die erforderliche schrift-
liche Abmeldung sei erst im Januar 2012 erfolgt, weshalb die Gebühren
bis zum 31. Januar 2012 geschuldet seien, selbst wenn er über keinen
festen Wohnsitz und über keine Empfangsgeräte verfügt habe. Die Erst-
instanz habe im Dezember 2009 den Versand von Rechnungen einge-
stellt, da die Korrespondenz als unzustellbar retourniert worden sei; erst
im Januar 2012 habe sie über eine gültige Adresse verfügt. Jedoch be-
stehe die Gebührenpflicht trotz der Unzustellbarkeit von Rechnungen und
die Erstinstanz sei nicht zu weiteren Nachforschungen verpflichtet gewe-
sen.
I.
Am 2. Dezember 2012 erhebt A._ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rer) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen die Verfügung
der BAKOM (nachfolgend: Vorinstanz). Am 12. Dezember 2012 verweist
er auf die bereits eingebrachten Beweismittel und Belege. Mit Eingabe
vom 9. Januar 2013 legt er seine Situation dar; sinngemäss ersucht er
um die Durchführung einer Instruktionsverhandlung.
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J.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 25. Januar 2013
auf Abweisung der Beschwerde. Die Erstinstanz lässt sich am 1. Februar
2013 vernehmen und verweist im Wesentlichen auf die Vorinstanz. Der
Beschwerdeführer reicht am 30. Januar 2013 eine Stellungnahme ein.
K.
Das Bundesverwaltungsgericht weist das Gesuch um Durchführung einer
Instruktionsverhandlung am 13. Februar 2013 ab.
L.
Der Beschwerdeführer reicht mit Eingabe vom 15. Januar (recte: Februar)
2013 Schlussbemerkungen ein, die er am 7. März 2013 ergänzt.
M.
Auf die Eingaben der Parteien wird, soweit entscheidwesentlich, im Rah-
men der nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom
20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach
Art. 32 VGG vorliegt. Zulässige Vorinstanzen sind die in Art. 33 VGG ge-
nannten Behörden. Als Verfügungen gelten nach Art. 5 Abs. 2 VwVG
auch Beschwerdeentscheide im Sinne von Art. 61 VwVG. Die Vorinstanz
ist eine Dienststelle der Bundesverwaltung im Sinne von Art. 33 Bst. d
VGG. Ihr Beschwerdeentscheid stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5
VwVG und damit ein zulässiges Anfechtungsobjekt dar. Da zudem kein
Ausnahmegrund nach Art. 32 VGG gegeben ist, ist das Bundesverwal-
tungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.
Das Verfahren vor dieser Instanz richtet sich nach dem VwVG, soweit das
VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).
1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs.1 VwVG berechtigt, wer vor der
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-
nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders be-
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rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Än-
derung hat. Der Beschwerdeführer ist mit seinen Begehren vor der Vorin-
stanz nicht durchgedrungen. Als formeller Adressat der angefochtenen
Verfügung hat er daher ein aktuelles, schutzwürdiges Interesse an deren
Aufhebung und ist folglich zur vorliegenden Beschwerde legitimiert.
1.2 Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde
(Art. 50 und 52 VwVG) ist somit einzutreten.
2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid
auf Verletzungen von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen oder
unvollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreitung oder
Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49
VwVG).
3.
Im Verwaltungsverfahren gilt das Untersuchungsprinzip, d.h. die Behör-
den haben den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären und sind – un-
ter Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten – für die Beschaffung der Ent-
scheidungsgrundlagen verantwortlich. Der Untersuchungsgrundsatz än-
dert indes nichts an der Verteilung der materiellen Beweislast und damit
an der Regelung der Folgen der Beweislosigkeit. Gemäss der allgemei-
nen Beweislastregel hat, wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, jene
Partei das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, die
aus ihr Rechte ableitet (vgl. Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs
vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210], der auch im öffentlichen Recht
als allgemeiner Rechtsgrundsatz gilt; BGE 133 V 216 E. 5.5). Bei Beweis-
losigkeit ist folglich zu Ungunsten derjenigen Partei zu entscheiden, wel-
che die Beweislast trägt (BGE 130 III 321 E. 3.2; statt vieler eingehend
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1404/2012 vom 23. August 2012
E. 2.2 f.; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozes-
sieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 3.149 ff.).
4.
4.1 Wer ein zum Empfang von Radio- und Fernsehprogrammen geeigne-
tes Gerät zum Betrieb bereithält oder betreibt, muss dies der Gebühren-
erhebungsstelle vorgängig melden und eine Empfangsgebühr bezahlen
(Art. 68 Abs. 1 und 3 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen
vom 24. März 2006 [RTVG, SR 784.40]). Änderungen der meldepflichti-
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gen Sachverhalte sind der Gebührenerhebungsstelle schriftlich zu mel-
den (sog. Melde- und Mitwirkungspflicht; Art. 68 Abs. 3 RTVG in Verbin-
dung mit Art. 60 Abs. 1 der Radio- und Fernsehverordnung vom 9. März
2007 [RTVV, SR 784.401]). Die Gebührenpflicht beginnt am ersten Tag
des Monats, der dem Beginn des Bereithaltens oder des Betriebs des
Empfangsgeräts folgt und endet mit Ablauf des Monats, in dem das Be-
reithalten und der Betrieb aller Empfangsgeräte enden, jedoch nicht vor
Ablauf des Monats, in dem dies der Gebührenerhebungsstelle gemeldet
worden ist (Art. 68 Abs. 4 und 5 RTVG; vgl. zum Ganzen statt vieler Urteil
des Bundesverwaltungsgerichts A-4134/2012 vom 7. März 2013 E. 3.1
m.H.).
Die genannten Bestimmungen sind für den vorliegenden Fall in zweifa-
cher Hinsicht von Bedeutung:
4.1.1 Erstens ergibt sich, dass eine einmal bestehende Gebührenpflicht
ausschliesslich durch eine ordnungsgemässe – zwingend schriftliche –
Abmeldung seitens des Gebührenpflichtigen beendet werden kann. Die
Praxis stellt hohe Anforderungen an die Mitwirkungspflicht derjenigen
Personen, die Radio- und Fernsehprogramme empfangen oder den Emp-
fang einstellen wollen. Insbesondere sei nicht zu beanstanden, dass die
Erstinstanz die Mitwirkungspflicht relativ streng handhabe und eine deut-
liche Mitteilung verlange, wenn die Voraussetzungen der Gebührenpflicht
nicht mehr gegeben seien, da es sich beim Inkasso der fraglichen Gebüh-
ren um Massenverwaltung handle (vgl. Urteile des Bundesgerichts
2C_629/2007 vom 13. März 2008 E. 2.1 sowie 2A.621/2004 vom 3. No-
vember 2004 E. 2.2; statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
A-4192/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 4.1 m.H.). Namentlich wird die
Gebührenpflicht nicht schon durch die blosse Unzustellbarkeit bzw. den
blossen Nichterhalt von Rechnungen beendet (vgl. Art. 68 Abs. 5 RTVG;
Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-8174/2010 vom 7. Juni 2011
E. 5.1 und A-3941/2010 vom 15. April 2011 E. 5.1).
4.1.2 Zweitens lässt sich den gesetzlichen Bestimmungen über die Been-
digung der Gebührenpflicht entnehmen, dass diese bestehen bleibt, so-
lange die schriftliche Mitteilung über das die Gebührenpflicht beendende
Ereignis der Erstinstanz nicht zugegangen ist (vgl. Art. 68 Abs. 5 RTVG).
Somit kann die schriftliche Mitteilung, wenn sie erfolgt, nur Auswirkungen
für die Zukunft, nicht aber rückwirkend für die Vergangenheit haben. Dies
gilt selbst dann, wenn im fraglichen Zeitraum tatsächlich keine betriebs-
bereiten Geräte mehr vorhanden waren oder deren Betrieb vollständig
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eingestellt worden ist. Eine rückwirkende Beendigung ist unabhängig von
den tatsächlichen Verhältnissen durch den Wortlaut des Gesetzes ausge-
schlossen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_629/2007 vom 13. März
2008 E. 2 und 2A.621/2004 vom 3. November 2004 E. 2.2).
4.2 Die Gebührenpflicht stellt nach der Rechtsprechung des Bundesge-
richts wie auch des Bundesverwaltungsgerichts eine Regalabgabe dar,
welche für das Recht, Programme zu empfangen, geschuldet ist, und
zwar unabhängig davon, welche und wie viele Personen in einem Haus-
halt die Geräte benutzen, welche Programme empfangen werden oder ob
die Geräte überhaupt benutzt werden (vgl. BGE 121 II 183 E. 3a; BVGE
2007/15 E. 3; aus der neueren Praxis Urteil des Bundesverwaltungsge-
richts A-1548/2012 vom 20. August 2012 E. 3.2).
5.
Im vorliegenden Fall ist der Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 1998
bei der Erstinstanz für den privaten Radio- und Fernsehempfang ange-
meldet und unterliegt damit grundsätzlich der Gebührenpflicht. Jedoch
argumentiert er sinngemäss, weil er sich mündlich abgemeldet habe, in
den Monaten ohne festen Wohnsitz nicht über Empfangsgeräte verfügt
habe und stets bei Personen gelebt habe, welche die Billag-Gebühren
bezahlten, müsse er keine Gebühren mehr zahlen. Er bringt nicht vor, er
habe sich vor dem Januar 2012 schriftlich abgemeldet.
5.1 Eine einmal begründete Gebührenpflicht wird erst und auch nur für
die Zukunft beendet, wenn einerseits keine betriebsbereiten Geräte mehr
vorhanden sind und wenn andererseits dieser Umstand der Gebührener-
hebungsstelle schriftlich mitgeteilt worden ist (E. 4.1). Demzufolge ist der
Beschwerdeführer, insoweit er im strittigen Zeitraum nicht der Gebühren-
pflicht unterliegen will, mit dem Beweis seiner (schriftlichen) Abmeldung
bei der Erstinstanz belastet. Misslingt ihm dieser Beweis, hat er die Fol-
gen der Beweislosigkeit zu tragen, d.h. er gilt im fraglichen Zeitraum als
gebührenpflichtig für den privaten Radio- und Fernsehempfang (E. 3).
Im vorliegenden Fall ist unbestritten und aktenkundig, dass sich der Be-
schwerdeführer erst am 23. Januar 2012 schriftlich abmeldete, weshalb
der Beschwerdeführer den Beweis einer früheren schriftlichen Abmeldung
nicht erbringen kann.
5.2 Das Schreiben der Tochter und die mündliche Adressangabe seiner
damaligen Ehefrau können nicht als Ersatz einer eigenen schriftlichen
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Abmeldung gewertet werden: In der schriftlichen Eingabe fehlt es am Wil-
len, eine solche Abmeldung für ihn durchzuführen, zumal die Tochter eine
Änderung für sich beantragte und darum bat, eine auf sie lautende Rech-
nung zu stornieren, da sie wieder mit ihrer Mutter zusammenlebe; die
Rechnung für den Haushalt an der B._-strasse laute zwar noch
auf ihren Vater, aber ihre Eltern hätten sich getrennt und ihr Vater sei
ausgezogen. Ihre Mutter wolle diese Änderung demnächst anmelden. Die
mündliche Angabe der Adresse des Beschwerdeführers durch seine da-
malige Ehefrau genügt dem Formerfordernis der Schriftlichkeit nicht.
Dasselbe gilt für die von ihm behauptete eigene mündliche Abmeldung im
Jahr 2009.
5.3 Sodann vermag der Beschwerdeführer auch nicht mit dem Argument
durchzudringen, er habe im strittigen Zeitraum tatsächlich kein Emp-
fangsgerät (mehr) besessen. In diesem Zusammenhang ist er darauf hin-
zuweisen, dass eine Person, die sich einmal für den Fernsehempfang
angemeldet hat, selbst dann der Gebührenpflicht unterliegen kann, wenn
sie tatsächlich gar keine (betriebsbereiten) Empfangsgeräte mehr zum
Betrieb bereit hält oder betreibt. Die Auffassung, wonach es auf das tat-
sächliche Vorhandensein bzw. Betreiben von Empfangsgeräten ankom-
me, ist nicht mit der gesetzlichen Regelung vereinbar. Ein Grund dafür
liegt im Wesen der Empfangsgebühr als Regalabgabe (E. 4.2). Solange
der Gebührenpflichtige angemeldet ist, hat er das Recht, Fernsehpro-
gramme zu empfangen. Allein für dieses Recht, und nicht für das tatsäch-
liche Empfangen, ist die Empfangsgebühr geschuldet. Ausserdem ist der
Beschwerdeführer abermals auf seine Melde- und Mitwirkungspflicht hin-
zuweisen. Um seine Gebührenpflicht zu beenden, hätte er das Nichtvor-
handensein betriebsbereiter Geräte ab dem 1. Juli 2009 der Erstinstanz
schriftlich mitteilen müssen (E. 4.1). Dies gilt auch, wenn er keinen festen
Wohnsitz hatte und mit Personen zusammenwohnte, die Billag-Gebühren
bezahlten, selbst wenn er dies glaubwürdig vorbringt.
5.4 Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die formalen Anforderun-
gen an eine Abmeldung hoch sind. Indem die Erstinstanz versucht hat,
den Beschwerdeführer auf seine Pflicht zur schriftlichen Abmeldung auf-
merksam zu machen (vgl. Sachverhalt Bst. B), hat sie den an sie gestell-
ten Anforderungen Genüge getan. Sie war nicht verpflichtet, weitere
Nachforschungen über die Postzustellung an den Beschwerdeführer zu
unternehmen. Im Übrigen ist klärend festzuhalten, dass mit dem vorlie-
genden Verfahren keine Sanktionen gegen den Beschwerdeführer aus-
gesprochen werden und ihm kein Schuldvorwurf gemacht wird; es geht
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hier allein darum, dass er die formalen Anforderungen bei der Abmeldung
nicht eingehalten hat und deshalb bis zum Zeitpunkt der schriftlichen Ab-
meldung im Januar 2012 Gebühren leisten muss.
6.
Insgesamt kann somit festgehalten werden, dass die Vorinstanz die Ge-
bührenpflicht des Beschwerdeführers für den privaten Fernsehempfang
im Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis 31. Januar 2012 zu Recht bestätigt hat.
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die Auferlegung der vorinstanzlichen
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 200.‒ zulasten des Beschwerde-
führers. Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtmässig
und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
7.
Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als unterlie-
gende Partei, weshalb er in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG die Ver-
fahrenskosten zu tragen hat. Diese sind auf Fr. 500.– festzusetzen
(Art. 1 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2])
und mit dem in derselben Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrech-
nen. Angesichts seines Unterliegens steht dem Beschwerdeführer keine
Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 VGKE).
(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.)
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