Decision ID: c5136b78-5904-5616-817a-2f3c47291f45
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1997
geborene
X._
leistete
einen
vom
2.
bis 2
0.
Oktober 2017
befristeten und über die «
Y._
» vermittelten Einsatz
als Sanitärmon
teur
bei der
Z._
(Einsatzfirma)
und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am
5.
Oktober 2017 zog er sich bei Arbeiten mit dem Schlagbohrgerät
einen Schlag gegen den rechten Daumen
zu
(Unfallmeldung
vom 17.
Oktober 2017,
Urk.
9/1
).
Der am
9.
Oktober 2017 erstbehandelnde Arzt
diagnostizierte eine Kontusion im rechten Daumen
;
ossäre
Läsionen konnten bildgebend ausgeschlossen werden. Sodann
verschrieb
er
eine Bedarfsanalgesie und
attestierte dem Versicherten eine
vom
9.
bis 1
5.
Oktober 2017 andauernde
100%ige Arbeitsunfähigkeit
; ab dem 1
6.
Oktober 2017 bestand eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(Urk.
9/2
/4
,
Urk.
9/8
/2
). Die Suva trat auf den Schadenfall ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk.
9/10
).
Gemäss Unfallmeldung
vom 1
5.
Dezember 2017
verletzte sich der Versicherte
am
7.
Dezember 2017
beim Aufräumen schwerer Rohre
erneut
am
rechten Daumen (
Urk.
10/1, vgl. auch
Urk.
10/8
).
Die erstbehandelnde Ärzteschaft des
A._
diagnostizierte eine rezidivierende, unklare Schwellung im Bereich des
Thenars
(daumenseitige Handfläche)
rechts, verschrieb eine Gipsschiene und attestierte dem Versicherten
vom
7.
b
is 1
5.
Dezember 2017 erneut eine 100
%
ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
10/7/2f.
)
.
Bildgebend zeigte sich
eine
Gelenksarthrose im Daumengrundgelenk mit
tenopathischer
Veränderung der
Daumenflexorensehne
(
Urk.
9/15
=
Urk.
10/11
).
Am 2
3.
Januar 2018 nahm Kreisarzt
Dr.
med. B._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatolo
gie,
zur Sache Stellung (
Urk.
9/13 =
Urk.
10/14). Gestützt darauf lehnte die Suva m
it Schreiben vom 3
0.
Januar 2018
eine Leistungspflicht im Zusam
menhang mit dem Ereignis vom 7.
Dezember 2017 ab (
Urk.
10/17; vgl. auch
Telefonat
e vom 2
8.
Dezember 2017, 1
2.
Januar 2018 und
2
4.
Januar 2018,
Urk.
10/
9,
Urk.
10/10,
Urk.
10/
1
5).
Zeitgleich stellte sie
ihre Versicherungs
leistungen im Zusammen
hang mit dem Unfall vom
5.
Oktober 2017
rückwirkend per 5
.
Januar 2018
ein (
Verfügung vom
3
0.
Januar 2018,
Urk.
9/16
). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (Urk.
9
/
20
) wies
sie nach
Beizug
der
kreisärztlichen
Akten
beu
rteilung
vom 28.
Februar 2018 (vgl.
Urk.
9/25)
mit
Einspracheentscheid
vom 22.
März 2018
(Urk. 2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am
4.
Mai 2018
Beschwerde und beantragte, es sei der
Einspracheentscheid
vom 22.
März 2018
aufzuheben und es seien ihm die
gesetzlichen Leistungen, insbesondere
Taggelder
und Heilbehandlungskosten
,
über den
5.
Januar 2018 hinaus weiterhin
zu entrich
ten
(Urk. 1 S. 2).
Zudem gab er den Bericht von
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Handchi
rurgie und Ober
arzt,
A._
,
vom
3.
Mai 2018 zu den Akten (
Urk.
3). M
it Beschwerdeantwort vom
1
3.
Juni 2018
schloss
d
ie Beschwerdegegnerin auf Abw
eisung der Beschwerde (Urk. 7). Ihrer Eingabe legte sie die
versicherungsmedizinische
Aktenbeurteilung von
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Chirurgie, vom
7.
Juni 2018
bei (
Urk.
8)
.
Mit Verfügung vom
1
5.
Juni 2018
wurde ein zweiter Sch
riftenwechsel angeordnet (Urk. 11).
D
er Beschwerdeführer
hielt
replicando
an seinen Anträgen fest
und reichte weitere Unterlagen ein (
Urk. Urk.
14,
Urk.
15/1-2)
.
Mit
Duplik
vom 2
3.
Oktober 2018
hielt auch die
Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fest (Urk. 18
)
, was dem Beschwerdeführer am 26. Oktober 2018
angeze
igt wurde (Urk. 19
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheid
fin
dung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Der hier zu beurteilende Sachverhalt
hat sich am 5. Oktober 2017
ereignet, wes
halb die ab dem 1. Januar 2017 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6
des
UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine
Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1
.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, das Ereignis vom 5. Oktober 2017 habe lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes am rechten Daumen geführt
. Der Status quo sine sei spätestens am
5.
Januar 2018 erreicht worden, weshalb die Versi
cherungsleistun
gen zu Recht auf diesen Zeitpunkt
eingestellt worden seien (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
ein,
es sei seitens der Beschwerdegegnerin nie abgeklärt worden, ob der Status quo sine tatsächlich eingetroffen sei. Mithin handle es sich dab
ei lediglich um eine ungeprüfte
Annahme
.
Aus subjektiver Sicht sei der Verlauf stagnierend. Insbesondere bestehe eine deutliche Schmerzhaftigkeit.
Der behandelnde Arzt des
A._
vertrete im
Bericht vom
3.
Mai 2018
dezidiert die Ansicht, dass es sich bei den Beschwerden um Unfallfolgen handle
(
Urk.
1).
Eine
Tendinopathie
einer Beugesehne könne entgegen der ungeprüften Annahme der Beschwerdegegnerin
seiner Meinung nach
länger anhalten als zwölf Wochen (
Urk.
14).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auch über den
5.
Januar 2018
hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.
3.
3.1
Der am
9.
Oktober 201
7
erstbehandelnde
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
diagnostizierte
im
Bericht vom 3.
November 2017
eine Kontusion des rechten Daumens. Als Befund notierte er
eine deutliche Schwellung im
Bereich des
Thenars
, ohne
Druckdolenz
im Bereich der
ossären
Stru
kturen
.
Bildgebend bestünden keine
ossären
Läsionen.
Der Beschwerdeführer sei vom
9.
bis 1
5.
Oktober 2017 zu 100
%
arbeitsunfähig; ab dem 1
6.
Oktober 2017 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Die Behandlung sei per 1
2.
Okto
ber 2017 abgeschlossen worden (
Urk.
9/8
, vgl. auch
Urk.
9/20
).
3.2
Am
7.
Dezember 2
017 begab
sich der
Beschwerdeführer
notfallmässig ins
A._
,
nachdem es selben Tags
–
nach eigenen Angaben
ohne Trauma - erneut zu einer starken Anschwellung des rechten
Thenars
gekommen sei. Die konsultierte
Ärz
teschaft des
A._
diagnostizierte
eine rezidivierende, unklare Schwellung im Bereich des
Thenars
rechts. Der Beschwerdeführer habe
berichtet
,
als Kind habe er
einen Knochen in der rechten Hand gebrochen. Sodann habe er vor ca. sechs Wochen mit dem Bohrhammer gearbeitet. Danach sei die rechte Hand stark angeschwollen, insbesondere im Bereich des rechten
Thenars
. Unter symptoma
tischer Therapie mit
Inflammac
habe sich die Schwellung normalisiert und habe
er (
der Beschwerdeführer
)
wieder als Sanitärinstallateur arbeiten können
(
Urk.
10/7/2f.).
Gestützt auf die
bildgebenden Untersuchungen vom
7.
und 15.
Dezember 2017
wurde sodann
eine Gelenksarthrose im Daumengrundgelenk mit
tenopathischer
Veränderung der
Daumenflexorensehne
fest
gehalten
. Es
handle sich dabei am ehesten um ältere, posttraumatische Veränderungen am
Sulcus
ulnaris
mit
tenopathischer
Veränderung der Sehne des
Musculus
carpi
ulnaris
. Im Übrigen
zeigten sich
regelrechte
ossäre
Verhältnisse
und
eine regel
rechte Artikulation
(
Urk.
9/15 =
Urk.
10/11
, vgl. auch das MRI vom 1
5.
Februar 2018, welches unverändert leichte degenerative Veränderungen, ohne Hinweis auf entzündliche Veränderungen,
erbrachte
,
Urk.
10/18 f.
).
3.3
Gestützt auf die bisherige Aktenlage kam
Kreisarzt
Dr.
B._
am
2
3.
J
anuar 2018
im Wesentlichen
zum Schluss,
vorliegend
bestehe eine Affektion der Daumen
beugesehne rechts. Diese habe sich krankhaft verändert
. Die Sehnenreizung sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal, nicht jedoch die degenerativen Verän
derungen. Der Status
quo sine sollte in spätestens zwölf
Wochen nach dem Unf
allereignis eingetreten sein. Mithin
handle
es
sich um eine kurzzeitige Ver
schlimm
e
rung eines Vorzustandes (
Urk.
9
/13).
3.4
Im
Einspracheverfahren
nahm Kreisarzt
Dr.
B._
erneut zur Sache Stellung; mit
Aktenbeurteilung vom 2
8.
Februar 2018
hielt er daran fest
, aufgrund der
kern
spintographischen
Untersuchung
vom
1
5.
Dezember 2017
bestehe eine unfallun
abhängige Arthrose des Daumengrundgelenks mit einer krankhaften Sehne
nver
änderung der Daumenbeugeseh
n
e
. Die Reizung der Daumenbeugesehne
(
Muscu
lus
flexor
pollicis
) rechts sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal
. Die
sbe
züglich sei der Status
quo
sine
n
ach allgemeiner Lehrmeinung spätestens
zwölf
Wochen nach dem Unfallereignis eingetreten, mithi
n spätestens am
5.
Januar 2018
(
Urk.
9/25).
3.5
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens holte die Beschwerdegegnerin die
versi
cherungsmedizinische
Aktenbeurteilung von
Dr.
D._
vom
7.
Juni 2018
ein. Darin hielt diese im Wesentlichen
fest
,
sowohl
die radiologisch ausgewiesene Arthrose
als auch
die
tenopathisch
(chronisch)
veränderte Daumenbeugesehne
an der rechten Hand
s
ei
leicht ausgeprägt.
Insbesondere hätten sich im Bereich des
Thenars
rechts
bildgebend
keine Hinweise auf das Vorliegen eines Muskelödems und/oder eines Hämatoms ergeben.
Die kreisär
ztliche Beurteilung
von
Dr.
B._
(vgl. E. 3.4
)
,
wonach der Status quo sine
bezüglich der Sehnenreizung
spätestens am
5.
Januar 2018 erreicht worden sei, sei
insofern korrekt; nach allgemein medizinischem Wissen verheile
eine Kontusion/Prellung nach vier bis sechs
resp.
allerspätestens nach zwölf Wochen (
Urk.
8).
4.
4.1
Unbestritten und ausgewiesen ist zunächst, dass der Beschwerdeführer anlässlich des vorliegend zu beurteilenden
Ereignisses vom
5.
Oktober 2017
eine Kontusion des rechten Daumens
erlitt
en hat
. Wiederholt
durc
hgeführte, bildgebende
Unter
suchungen
an der rechten Hand erbrachten allesamt den Ausschluss (frischer)
ossärer
Läsionen;
a
usserdem
zeigten sich
keine Hinweise auf das Vorliegen eines Muskelödems und/oder eines Hämatoms
im Bereich des
Thenars
rechts
(
Urk.
8 S. 3; vgl. auch
Urk.
9/15,
Urk.
10/
18/2)
.
Vor diesem Hintergrund
k
amen
Dres
.
B._
und
D._
im Einklang mit der vorherrschenden Lehre
zum
überzeugenden
Schluss
, betreffend die am 5. Oktober 2017 erlittene Kontusion des rechten Dau
mens sei nach spätestens
zwölf
Wochen der Status quo sine eingetroffen (
Urk.
9/13,
Urk.
9/25/2,
Urk.
8
;
vgl.
auch
Urk.
10
/2,
worin die
die Ätiologie der Schwellung im Bereich des
Thenars
rechts seitens
der Ärzte
des
A._
bereits Mitte Dezember 2017 als «unklar» taxiert wurde
).
Soweit der behandelnde
Dr.
C._
in der erbetenen Stellungnahme vom 2
2.
August 2018 dagegen hielt, es sei
«
sehr vereinfacht
»
und vorliegend «eigentlich nicht angebracht», gestützt auf die
allge
meine
Lehre einen sechs- oder zwölfwöchigen Heilungsverlauf anzunehmen; vielmehr seien gerade in der Handchirurgie unspezifische Traumata oftmals hart
näckig schmerzhaft und
länger
behandlungsbedürftig
(
Urk.
15/2)
, ist dem zunächst entgegenzuhalten, dass
allein
d
ie blosse Möglichkeit eines be
stimmten
Sachverhalts
den Beweisanforderungen nicht
standzuhalten vermag.
Zudem
gab
Dr.
C._
seine Stellungnahme
im Kontext und unter Berücksichtigung des (hier nicht zu beurteilenden) Ereignisses vom 2
2.
Februar 2018
ab
.
Kommt
hinzu, dass
Dr.
C._
in früheren Bericht
en
wiederholt und ausdrücklich festhielt, die Schmerzhaftigkeit im Bereich des rechten Daumens sei ätiologisch unklar (vgl.
Urk.
3,
Urk.
9/19
/3
=
Urk.
10/19/3,
Urk.
9
/31
/3
).
Anlässlich der Konsultation vom 3. Mai 2018 (Urk. 3) hielt er insbesondere fest, es bestünden klinisch keine Hin
weise für eine symptomatische Arthrose am stabilen Daumengrundgelenk (rechts), er fand keine Schwellung, keine Rötung und ein freies Gleiten der
Dau
menflexorensehne
(FPL). Eine über den 5. Januar 2018 hinausgehende Behand
lungsbedürftigkeit der am 5. Oktober 2017 erlittenen Kontusion des rechten Dau
menballens hat er damit nicht dargelegt, zumal der Beschwerdeführer Mitte Oktober 2017 wiederum arbeitsfähig war (E. 3.1).
Nach dem Gesagten
bestehen keine ärztlichen Differenzen darüber
und ist auf
grund der insoweit kongruenten medizinischen Aktenlage hinreichend erstellt
, dass die
über den
5.
Januar 2018 andauernden
Beschwerden
im Bereich des rech
ten
Thenars
jedenfalls nicht
erklärbar sind und die Arthrose am Daumengrund
gelenk
mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit
nicht
auf
das Ereignis vom 5.
Oktober 2017 zurückzuführen
und asymptomatisch ist
; es versteht sich von selbst, dass
das
äussert knapp
und vage formulierte «Zeugnis»
des behandelnden Hausarztes
Dr.
F._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Kar
diologie
,
vom 16.
Februar 2018
, wonach
die Gesamtsituation
als Rückfall vom Unfall des 5.
Oktobers 2017 betrachtet werden
könne
(
Urk.
9/20),
für sich allein keine
beweistaugliche Ent
scheidungsgrundlage
bildet
.
Sodann
sind
die Ausfüh
rungen von
Dr.
C._
im beschwerdeweise einger
eichten Bericht vom 3. Mai 2018
, worin er
nebst der «ätiologisch nicht ganz klaren»
Schmer
z
haftigkeit
im Bereich des rechten Daumens – bezugnehmend auf eine Anfrage des Beschwerdeführers resp. dessen Rechtsvertreters
vom 2
6.
April 2018
-
gleichzeitig
festh
ie
lt, es bestünden
«zweifelsohne Unfallfolgen am Daumen un
d Handgelenk
»
,
unklar
.
Fraglich bleibt
insbesondere
, ob sich die postulierten Unfal
lfolgen auf das Ereig
nis vom 5.
Oktober 2017
und/
oder das (vorliegend nicht zu
beurteilende) Ereignis vom 22.
Februar 2018 beziehen
; so soll sich der Beschwerdeführer am 2
2.
Februar 201
8
erneut eine Kontusion des «bereits vorher verletzten rechten Handgelenks zugezogen haben» (
Urk.
15/2).
Bei der vorliegenden (hinreichend aufschlussreichen)
Aktenlage
war die Beschwerdegegnerin
- entgegen dem Beschwerdeführer (
Urk.
1) - nicht angehal
ten,
weitere
Abklärungen durchzuführen
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinwei
sen).
4.2
Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin nach zutreffender Würdigung der medizinischen Aktenlage im angefochtenen Entscheid zum überzeugenden Schluss gelangt, dass über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per
5
.
Januar
201
8
hinaus
behandlungsbedürftige
fortdauernde Unfallfolgen mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können, weshalb sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Leistungen zu Recht verneinte.
Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.