Decision ID: 765dd0c6-c998-5ae8-847d-cedfbde96505
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1961 geborene Schweizer Bürger A._ (nachfolgend: Versi-
cherter, Beschwerdeführer) arbeitete ab März 1994 für die B._ AG
(...) und lebte ab Oktober 1999 in (...) (Kanton C._). Per 31. De-
zember 2014 meldete er sich in der Gemeinde (...) nach (...) (China) ab
und zog nach (...). Bis Ende Februar 2015 arbeitete er in (...) weiter für die
B._ AG und blieb bei der obligatorischen schweizerischen Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) versichert. Ab 1. März
2015 arbeitete der Beschwerdeführer in (...) für die D._ Ltd. (vgl.
Akten der Schweizerischen Ausgleichskasse [SAK-act.] 1, 2, 7, 12 S. 1).
A.b Mit Beitrittserklärung vom 1. März 2015 beantragte der Beschwerde-
führer bei der SAK (nachfolgend: Vorinstanz) die Aufnahme in die schwei-
zerische freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(SAK-act. 1 S. 1 f.).
A.c Am 10. April 2015 bestätigte die SAK die Aufnahme des Beschwerde-
führers in die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(nachfolgend: freiwillige Versicherung) ab dem 1. März 2015 (SAK-act. 6).
A.d Mit Beitragsverfügung für das Jahr 2015 vom 14. Juni 2016 (nachfol-
gend: Beitragsverfügung 2015 [SAK-act. 14]) ging die SAK für die Periode
vom 1. März 2015 bis 31. Dezember 2015 von einem massgebenden Ein-
kommen des Beschwerdeführers von CHF 117'500.- aus und setzte den
AHV/IV-Beitrag auf CHF 11'515.- plus Verwaltungskostenbeitrag von
CHF 575.75 (insgesamt CHF 12'090.75) fest. Die Beitragsverfügung 2015
ist unangefochten in (formelle) Rechtskraft erwachsen.
B.
B.a Eine auf den 13. Februar 2017 datierte Einkommens- und Vermögens-
erklärung (E+V) 2016 des Beschwerdeführers (mit Beilagen) ging am
27. März 2017 bei der SAK ein (SAK-act. 21). Darin erklärte der Beschwer-
deführer, dass er vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 mit einem Be-
schäftigungsgrad von 100 % im Ausland als Angestellter erwerbstätig ge-
wesen sei. Daraus resultiere ein Bruttoeinkommen von CHF 130'250.-.
B.b In ihrer Beitragsverfügung für das Jahr 2016 vom 19. September 2017
(nachfolgend: Beitragsverfügung 2016 [SAK-act. 27]) ging die SAK davon
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aus, dass der Beschwerdeführer vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 ein
Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit in der Höhe von
1'750'000 (...) generiert hatte. Die SAK setzte den Wechselkurs CHF/(...)
auf 0.12684 fest und schloss abrundend auf ein massgebendes Einkom-
men von CHF 221'900.-. Von diesem ausgehend setzte die SAK den vom
Beschwerdeführer für das Jahr 2016 an die freiwillige AHV/IV zu bezahlen-
den Beitrag auf CHF 21'746.20.- plus Verwaltungskostenbeitrag von
CHF 1'087.30 (insgesamt CHF 22'833.50) fest.
B.c Im Rahmen einer regen E-Mail-Korrespondenz erhob der Beschwer-
deführer am 18. Oktober 2017 bei der SAK Einsprache gegen die Beitrags-
verfügung 2016 (SAK-act. 28, 36). Die SAK bestätigte am 1. November
2017 den Eingang dieser Eingabe, machte den Beschwerdeführer darauf
aufmerksam, dass die Eingabe per E-Mail statt im Original, unterschrieben
per Post übermittelt worden sei, und setzte ihm bis zum 1. Dezember 2017
Frist, um diesen Mangel zu beheben, ansonsten auf die Einsprache nicht
eingetreten werde (vgl. SAK-act. 29-32).
B.d Mit unterschriebenem Schreiben vom 31. Oktober 2017 (Datum Post-
stempel: 3. November 2017) erhob der Beschwerdeführer Einsprache ge-
gen die Beitragsverfügung 2016 und beantragte, vom massgebenden Ein-
kommen sei die von der (...) Arbeitgeberin bezahlte "Housing Allowance"
(Beitrag an die Wohnungsmiete; nachfolgend: Mietzuschuss) in der Höhe
von insgesamt (...) 690'000.- abzuziehen (SAK-act. 33).
B.e Mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2018 wies die SAK die Ein-
sprache gegen die Beitragsverfügung 2016 ab (nachfolgend: Einsprache-
entscheid 2016 [SAK-act. 39]). Die SAK begründete dies damit, dass es
sich bei der Housing Allowance um eine Zulage der Arbeitgeberin für die
gewöhnliche Unterkunft des Arbeitnehmers und damit um eine Entschädi-
gung für Lebenshaltungskosten handle und dass solche zum massgeben-
den Lohn gehörten.
C.
C.a Am 5. Februar 2018 erhob der Beschwerdeführen beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde gegen diesen Einspracheentscheid (Be-
schwerdeakten [B-act.] 1). Er führte aus, dass – gemäss seinem Arbeits-
vertrag mit der D._ Ltd.; nachfolgend: (...) Arbeitgeberin – in seinem
Lohn eine monatliche Housing Allowance (Beitrag an die Wohnungsmiete)
eingerechnet sei, die von der Arbeitgeberin übernommen werde. Daher sei
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dieser Betrag (für Januar bis März 2016: 3 x [..] 56'000; für April bis De-
zember 2016: 9 x [...] 58'000 [insgesamt {...} 690'000]) nicht im für die Ver-
sicherungsbeitragsfestsetzung massgebenden Einkommen zu berücksich-
tigen. Dies sei von der SAK bereits für das Jahr 2015 so beurteilt und ver-
fügt worden. Auch habe die Steuerbehörde in (...) für die Steuerperiode
2016/2017 gleich entschieden. Daher beantrage er, dass das massge-
bende Einkommen sowie der AHV-Beitrag für das Jahr 2016 ohne die Hou-
sing Allowance und gleich wie 2015 festzulegen seien.
C.b Am 1. März 2018 zog der Beschwerdeführer zurück in die Schweiz, wo
er seither an der rubrizierten Adresse in (...) (Kanton E._) wohnt
(vgl. SAK-act. 43 S. 1; Beschwerde).
C.c Mit Vernehmlassung vom 6. März 2018 hielt die SAK am angefochte-
nen Einspracheentscheid fest und beantragte, die Beschwerde abzuwei-
sen und die angefochtene Verfügung zu bestätigen (B-act. 3). Sie hielt da-
ran fest, dass die Housing Allowance zum für die Beitragsfestsetzung
massgebenden Einkommen zu zählen sei.
C.d In seiner Replik vom 12. April 2018 (B-act. 5) beantragte der Be-
schwerdeführer, "dass das massgebende Einkommen sowie der AHV-Bei-
trag für 2016 ohne die Housing Allowance, d.h. gleich wie 2015 und analog
zu den (...) Steuerbehörden" festzulegen seien.
C.e Mit Duplik vom 17. Mai 2018 hielt die SAK an ihrem Antrag, die Be-
schwerde abzuweisen, fest (B-act. 7).
C.f Am 29. Mai 2018 stellte das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwer-
deführer ein Doppel der Duplik zur Kenntnisnahme zu und schloss den
Schriftenwechsel (B-act. 8).
D.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird
– soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis
Abs. 1 AHVG (SR 831.10) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der Schweizeri-
schen Ausgleichskasse. An der vorliegend resultierenden Zuständigkeit
des Bundesverwaltungsgerichts ändert die während des Beschwerdever-
fahrens erfolgte Verlegung des Wohnsitzes des Beschwerdeführers in die
Schweiz nichts (vgl. Urteil des BVGer C-5722/2009 vom 24. Oktober 2011
E. 1).
1.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG
(SR 830.1) auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abwei-
chung vom ATSG vorsieht.
1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach
dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG).
Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG findet das VwVG keine Anwendung auf
das Verfahren in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das ATSG an-
wendbar ist.
1.4 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-
men; er ist durch den ihn betreffenden Einspracheentscheid berührt und
hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Anfechtung (Art. 59 ATSG).
Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht worden
ist, ist auf sie einzutreten (Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG).
2.
2.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen materiellrechtlichen
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen füh-
renden Tatbestandes Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335
E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die
für den strittigen Beitragszeitraum (Kalenderjahr 2016) Geltung hatten (vgl.
BGE 130 V 329 E. 2.3, Urteil EVG H 115/01 vom 28. September 2001 E. 2
mit Hinweisen, Urteil des BVGer C-2179/2007 vom 7. Juni 2010 E. 3.5) und
in der Folge zitiert werden.
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Seite 6
2.2 Der Beschwerdeführer ist Schweizer Bürger und lebte im (Bei-
trags-/Kalender-)Jahr 2016 in (...) der Volksrepublik China (vgl. Urteil des
BVGer C-3242/2008 vom 7. Juli 2009 E. 2). Im Jahr 2016 bestand kein
Sozialversicherungsabkommen zwischen der Schweiz und der Volksre-
publik China. Das am 19. Juni 2017 in Kraft getretene Abkommen zwischen
der Regierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Regierung
der Volksrepublik China über soziale Sicherheit (SR 0.831.109.249.1) fin-
det in zeitlicher Hinsicht deshalb keine Anwendung. Es enthält auch keine
vorliegend einschlägigen Übergangsbestimmungen. Damit richtet sich die
Beurteilung des Einspracheentscheids 2016 nach Schweizer Recht (insbe-
sondere nach dem AHVG, der AHVV [SR 831.101] und der Verordnung
vom 26. Mai 1961 über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung [VFV, SR 831.111]).
3.
3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
3.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-
anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der
Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch
aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-
gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die
von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2).
3.3 Das Beschwerdeverfahren ist von der Untersuchungsmaxime be-
herrscht, weshalb das Gericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat
in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V
158 E. 1a, je m.w.H.) und der Rügemaxime, wonach der angefochtene Akt
nicht auf sämtliche denkbaren Mängel hin zu untersuchen ist, sondern das
Gericht sich nur mit jenen Einwänden auseinandersetzen muss, die in der
Beschwerde thematisiert wurden (vgl. Urteile des BVGer C-4633/2016 vom
29. Mai 2019 E. 4.1 und C-5196/2013 vom 5. Januar 2016 E. 6.2 m.w.H.).
3.4 Im Sozialversicherungsrecht und somit auch im Bereich der AHV gilt,
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, das Beweismass
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der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-
richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE
126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).
4.
Vorliegend ist streitig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob die
Vorinstanz bei der angefochtenen Beitragsfestsetzung die von der (...) Ar-
beitgeberin geleistete Housing Allowance als zum für die Beitragsfestset-
zung massgebenden Einkommen zählen durfte. Nachfolgend sind die für
die Beurteilung der Streitsache massgebenden rechtlichen Grundlagen
aufzuzeigen (zum zeitlichen und internationalrechtlichen Rahmen s. oben
E. 2).
4.1 Art. 2 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Schweizer Bürger und Staatsange-
hörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der Euro-
päischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mitgliedstaat der Eu-
ropäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassoziation
leben, der freiwilligen Versicherung beitreten können, falls sie unmittelbar
vorher während mindestens fünf aufeinander folgenden Jahren obligato-
risch versichert waren.
4.2 Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften über die freiwillige Ver-
sicherung; er bestimmt insbesondere die Frist und die Modalitäten des Bei-
tritts, des Rücktritts und des Ausschlusses. Ferner regelt er die Festset-
zung und Erhebung der Beiträge sowie die Gewährung der Leistungen. Er
kann die Bestimmungen betreffend die Dauer der Beitragspflicht, die Be-
rechnung der Beiträge sowie den Beitragsbezug den Besonderheiten der
freiwilligen Versicherung anpassen (Art. 2 Abs. 6 AHVG). In Wahrnehmung
der ihm eingeräumten Kompetenz hat der Bundesrat die Verordnung vom
26. Mai 1961 über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-
sicherung (VFV, SR 831.111) erlassen. Soweit die VFV keine abweichende
Bestimmung enthält, finden im Bereich der freiwilligen Versicherung die
einschlägigen Bestimmungen der AHVV Anwendung (Art. 25 VFV).
4.3 Gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG werden die Beiträge der erwerbstätigen
Versicherten in Prozenten des Einkommens aus unselbständiger und selb-
ständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt. Für die Beiträge der erwerbstätigen
Versicherten beträgt der Beitragssatz für die freiwillige AHV/IV 9,8 Prozent
des massgebenden Einkommens. Die Versicherten müssen mindestens
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Seite 8
den Mindestbetrag von CHF 922 Franken im Jahr entrichten (vgl. Art. 13b
Abs. 1 VFV; für die Verteilung des Beitragssatzes auf die AHV und die IV
vgl. Art. 2 Abs. 4 AHVG und Art. 3 Abs. 1 IVG [SR 831.20]).
4.4 In der freiwilligen Versicherung werden die Beiträge in Schweizer Fran-
ken für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr gilt das Kalender-
jahr (Art. 14 Abs. 1 VFV). Massgebend ist bei erwerbstätigen Versicherten
das im Beitragsjahr tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen (vgl. Art. 14
Abs. 2 VFV). Für die Umrechnung des Einkommens in Schweizer Franken
gilt der Jahresmittelkurs des in Absatz 1 umschriebenen Beitragsjahres.
Der Kurs wird von der Ausgleichskasse festgesetzt (Art. 14 Abs. 3 VFV).
Die Versicherten haben der Ausgleichskasse innert 30 Tagen nach Ablauf
des Beitragsjahres die für die Beitragsfestsetzung erforderlichen Angaben
zu liefern. Die Ausgleichskasse setzt die für das Beitragsjahr geschuldeten
Beiträge spätestens bis zum 30. Juni des Folgejahres mittels Verfügung
fest (Art. 14b Abs. 1 und 2 VFV).
4.5 Gleichzeitig mit den Beiträgen erhebt die Schweizerische Ausgleichs-
kasse einen Verwaltungskostenbeitrag (vgl. Art. 18a Abs. 2 VFV). Für das
Beitragsjahr 2016 betrug dieser 5 Prozent der Beitragssumme (vgl. Art. 1
der Verordnung des EDI vom 19. Oktober 2011 über den Höchstansatz der
Verwaltungskostenbeiträge in der AHV [SR 831.143.41] in Verbindung mit
Art. 18a Abs. 1 VFV).
4.6 Gemäss Art. 5 VFV sind die Versicherten gehalten, der Auslandsver-
tretung, der Ausgleichskasse oder der IV-Stelle für Versicherte im Ausland
alle zur Durchführung der freiwilligen Versicherung benötigten Angaben zu
machen und auf Verlangen des Versicherungsträgers deren Richtigkeit zu
belegen.
5.
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer für das Beitragsjahr
2016 bei der freiwilligen AHV/IV versichert und verpflichtet war, auf der Ba-
sis des von ihm im Kalenderjahr 2016 aus unselbständiger Erwerbstätigkeit
erarbeiteten massgebenden Einkommens, Versicherungsbeiträge zu leis-
ten, für deren Festsetzung die SAK zuständig war. Dieser Lohn aus un-
selbständiger Tätigkeit belief sich – vor einem allfälligen Abzug der Housing
Allowance – unbestritten auf (...) 1'750'000, welchen Betrag die SAK als
für die Beitragsfestsetzung massgebendes Einkommen wertete. Umstritten
ist einzig, ob von diesem Betrag die darin enthaltene Housing Allowance in
der Höhe von (...) 690'000 abzuziehen und für die Beitragsfestsetzung nur
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Seite 9
auf die Differenz von (...) 1'060'000 als massgebendes Einkommen abzu-
stellen sei.
6.
In erster Linie macht der Beschwerdeführer geltend, dass der umstrittene
Betrag von (...) 690'000 zwar zum Lohn gemäss Arbeitsvertrag gehöre,
dass es sich dabei aber nicht um Einkommen, sondern eben um einen Bei-
trag an die Wohnungsmiete handle, der von der Arbeitgeberin ausgerichtet
werde. Dem hält die SAK entgegen, dass auch ein solcher Beitrag der Ar-
beitgeberin an die Wohnungsmiete zu für die Beitragsfestsetzung massge-
benden Einkommen gehöre. Zu prüfen ist deshalb, ob die Housing Allo-
wance im Rahmen der Normen betreffend die Beitragsfestsetzung in der
freiwilligen Versicherung massgebendes Einkommen bildet.
6.1
6.1.1 Als Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit (im Folgenden auch
massgebender Lohn genannt [vgl. Art. 5 Abs. 1 AHVG]), gilt jedes Entgelt
für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit ge-
leistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst auch Teuerungs- und an-
dere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien-
und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder,
soweit diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgelts darstellen
(Art. 5 Abs. 2 AHVG; vgl. auch Art. 7 AHVV). Zum für die Berechnung der
Beiträge massgebenden Lohn gehören gemäss Art. 7 AHVV namentlich
auch Orts- und Teuerungszulagen (Bst. b) und regelmässige Naturalbe-
züge (Bst. f).
6.1.2 Ortszulagen dienen dazu, die erhöhten Kosten der Lebenshaltung
am Arbeitsort auszugleichen. Zum massgebenden Lohn gehören insbe-
sondere auch Zuschüsse der Arbeitgebenden an die Wohnungsmiete (vgl.
Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über den
massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML], gültig ab 1. Januar
2008, Stand 1. Januar 2016, Rz. 2005; vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer
C-5343/2011 vom 10. Oktober 2013 E. 2.3.3).
Zum Naturaleinkommen gehört z.B. die regelmässige Zurverfügungstel-
lung einer freien Wohnung für die Arbeitnehmenden alleine oder für die
ganze Familie bzw. die eingetragene Partnerschaft durch den Arbeitgeben-
den. Der Wert derartigen Naturaleinkommens ist von der Ausgleichskasse
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Seite 10
von Fall zu Fall zu schätzen (vgl. Art. 13 AHVV). Sieht ein individueller Ar-
beitsvertrag die Auszahlung eines Bruttoeinkommens vor und enthält die-
ses die (vollständigen) Kosten für die Miete einer Wohnung, so ist dies als
eine beim massgebenden Lohn zu berücksichtigende Naturalleistung i.S.v.
Art. 13 AHVV zu qualifizieren (MICHEL VALTERIO, Droit de l'assurance-
vieillesse et survivants [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011,
Rz. 343 ff.). Stellen die Arbeitgebenden eine Wohnung zur Verfügung und
entrichten die Arbeitnehmenden ihnen jedoch dafür einen Mietzins, so ist
dieser anzuerkennen, wenn er nicht erheblich vom ortsüblichen Mietwert
der Wohnung abweicht (vgl. WML, Rz. 2062 ff.; vgl. Urteil C-5343/2011
E. 2.3.4).
6.1.3 Beitragspflichtiges Einkommen liegt bei jeder Leistung vor, die im Zu-
sammenhang mit einem Arbeits- oder Dienstverhältnis steht und ohne die-
ses nicht geflossen wäre. Es ist also jede Entschädigung oder Zuwendung,
die aus dem Arbeitsverhältnis bezogen wird, beitragspflichtig, ausser sie
sei kraft ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift von der Beitragspflicht aus-
genommen (vgl. BGE 139 V 50 E. 2.1; UELI KIESER, Alters- und Hinterlas-
senenversicherung, in Erwin Murer und Hans-Ulrich Stauffer [Herausge-
ber], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
N. 124 zu Art. 5 m.H.).
6.1.4 Unkosten hingegen sind Auslagen, die den Arbeitnehmenden bei der
Ausführung ihrer Arbeiten entstehen. Entschädigungen der Arbeitgeben-
den dafür gehören nicht zum massgebenden Lohn (vgl. Art. 9 Abs. 1
AHVV). Unkosten erwachsen zusätzlich zu den üblichen Lebenshaltungs-
kosten, welche in gleicher oder ähnlicher Weise ohne Erwerbstätigkeit an-
fallen. Auslagen für die private Lebenshaltung der Arbeitnehmenden sind
nicht beruflich veranlasst und haben deshalb keinen Unkostencharakter.
Zu den Unkosten gehören z.B. Kosten für die Benützung von Räumlichkei-
ten, soweit diese der Erwerbstätigkeit dienen. Keine Unkostenentschädi-
gungen hingegen sind regelmässige Entschädigungen für die Fahrt des
Arbeitnehmers vom Wohnort zum gewöhnlichen Arbeitsort sowie für die
übliche Verpflegung am Wohnort oder am gewöhnlichen Arbeitsort; sie ge-
hören grundsätzlich zum massgebenden Lohn (Art. 9 Abs. 2 AHVV; vgl.
zum Ganzen: WML, Rz. 3001 ff., Urteil C-5343/2011 E. 2.3.5).
6.2 Verwaltungsweisungen des BSV – wie z.B. die genannte WML – sind
keine eigenen Rechtsregeln, sondern stellen nur eine Konkretisierung und
Umschreibung der gesetzlichen und verordnungsmässigen Bestimmungen
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Seite 11
dar. Es handelt sich hierbei um Vorgaben an die Vollzugsorgane der Versi-
cherung über die Art und Weise, wie diese ihre Befugnisse auszuüben ha-
ben. Als solche stellen Verwaltungsweisungen den Standpunkt der Verwal-
tung über die Anwendung der Rechtsregeln dar und dienen im Rahmen der
fachlichen Aufsicht des BSV (vgl. Art. 72 AHVG in Verbindung mit Art. 176
AHVV) einer einheitlichen Rechtsanwendung, um eine Gleichbehandlung
der Versicherten, aber auch die verwaltungsmässige Praktikabilität zu ge-
währleisten. Deshalb richten sich solche Ausführungsvorschriften recht-
sprechungsgemäss nur an die Durchführungsstellen; für das Sozialversi-
cherungsgericht sind sie nicht verbindlich. Dies heisst indessen nicht, dass
Verwaltungsweisungen für das Sozialversicherungsgericht unbeachtlich
sind. Vielmehr soll das Gericht sie berücksichtigen, soweit sie eine dem
Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne
triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeu-
gende Konkretisierung der gesetzlichen und verordnungsmässigen Leis-
tungsvoraussetzungen darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Ver-
waltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung
zu gewährleisten, Rechnung getragen (vgl. Urteil des EVG H 49/05 vom
1. Dezember 2005 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 130 V 172 E. 4.3.1 und
weiteren Hinweisen; Urteil C-5343/2011 E. 2.3.6).
7.
7.1 Per 1. März 2015 schlossen der Beschwerdeführer und die D._
Ltd. ein "Employment Agreement" (nachfolgend: Arbeitsvertrag; SAK-act.
28 S. 4-10 = SAK-act. 36 S. 6-12). Mit dem Arbeitsvertrag wurde der Be-
schwerdeführer per 1. März 2015 als Managing Director angestellt (Ziffer
2 f. des Arbeitsvertrags). Vereinbart wurde ein jährliches Bruttosalär von
CHF 225'000 für das erste Vertragsjahr (Ziffer 6.1). Im Bruttobasissalär sei
eine monatliche Housing Allowance (Mietzuschuss) in der Höhe von (...)
56'000 enthalten. Diese monatliche Housing Allowance werde jährlich
überprüft und nach Bedarf den lokalen Marktfluktuationen angepasst (Ziffer
6.2). Diese (...) 56'000 entsprechen dem im Mietvertrag vom 27. Januar
2015 zwischen der F._ Company Limited und dem Beschwerdefüh-
rer ab Januar 2015 vereinbarten Mietzins (vgl. Auszug des Mietvertrages
[SAK-act. 21 S. 10-12]). Der Arbeitgeber übernahm damit die vollen Miet-
kosten für die Privatwohnung des Beschwerdeführers in (...). Aufgrund des
Mietvertrages vom 15. Februar 2016 zwischen dem Beschwerdeführer und
G._ Ltd. betrug der monatliche Mietzins ab 1. April 2016 monatlich
(...) 58'000 (vgl. Auszug des Mietvertrages [Beschwerde-Beilage 5 = SAK-
C-793/2018
Seite 12
act. 33 S. 6 f.). Der für das Jahr 2016 insgesamt resultierende Mietzins von
insgesamt (...) 690'000 wurden dem Beschwerdeführer – gemäss seinen
unwidersprochenen Angaben von seiner (...) Arbeitgeberin vergütet.
7.2 Wie bereits ausgeführt wurde (s. oben E. 6.1), gehören insbesondere
auch Zuschüsse der Arbeitgebenden an die Wohnungsmiete zum für die
Bemessung der Versicherungsbeiträge massgebenden Lohn. Sie können
dabei sowohl als Ortszulage als auch als Naturalleistung qualifiziert wer-
den (E. 6.1). Vorliegend handelt es sich bei der Home Allowance um einen
solchen Mietzuschuss. Etwas anderes wird vom Beschwerdeführer weder
behauptet noch belegt. Insbesondere ist – auch aus den eingereichten
Mietvertragsauszügen – nicht ersichtlich, dass die gemieteten Wohnungen
der Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers dienten, womit sie als Unkos-
ten vom beitragspflichtigen Einkommen hätten ausgenommen werden kön-
nen. Im Übrigen wird auch im Arbeitsvertrag die Housing Allowance als Teil
des Bruttobasissalärs (Ziffer 6 des Vertrages) und nicht unter den Unkosten
(in Ziffer 8.2 des Vertrages) angeführt.
7.3 Als Zwischenresultat ist somit festzuhalten, dass die von der Arbeitge-
berin geleistete Housing Allowance als Mietzuschuss grundsätzlich Teil des
für die Beitragsfestsetzung massgeblichen Einkommens 2016 ist. Zu prü-
fen bleibt, ob aufgrund der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen
und Argumente die Housing Allowance aus anderen Gründen nicht zum für
die Beitragsfestsetzung massgeblichen Einkommen zu zählen ist (s. nach-
folgend E. 8 f.).
8.
8.1 Der Beschwerdeführer verlangt, dass das massgebende Einkommen
und der AHV-Beitrag für das Jahr 2016 gleich wie für das Jahr 2015 fest-
zulegen seien. Wie dies zu verstehen ist, ist nicht gänzlich klar: Es könnte
sich um einen Antrag handeln, dass das massgebende Einkommen und
die Versicherungsbeiträge für das Beitragsjahr 2016 betragsmässig in der
gleichen Höhe festzusetzen seien, wie für das Beitragsjahr 2015. Und/oder
der Beschwerdeführer könnte damit zum Ausdruck bringen wollen, dass
die SAK die Housing Allowance für das Beitragsjahr 2016 nicht zum
massgeblichen Einkommen zählen dürfe, weil sie das (bereits) im Beitrags-
jahr 2015 nicht getan habe – im Sinne der Fortführung einer bisherigen
(Beurteilungs-)Praxis oder im Schutze des Vertrauens darauf, dass für
2016 dieselbe Beurteilung durch die SAK erfolgt wie 2015. Die SAK hat
sich diesbezüglich nicht geäussert.
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8.2 Für die Beitragsverfügung 2015 vom 14. Juni 2016 ging die SAK für die
Periode vom 1. März 2015 bis 31. Dezember 2015 von einem massgeben-
den Einkommen des Beschwerdeführers von CHF 117'500.- aus. Dabei
stützte die SAK sich, soweit aus den Akten und der Vernehmlassung er-
sichtlich, auf die Einkommens- und Vermögenserklärung (E+V) 2015 des
Beschwerdeführers und die Lohnbestätigung 2015 seiner (...) Arbeitgebe-
rin, beide vom 26. Januar 2016 (SAK-act. 7 S. 1-5) sowie das E-Mail des
Beschwerdeführers an die SAK vom 2. Juni 2016 (SAK-act. 12 S. 1).
8.3 Wie bereits ausgeführt, ist die freiwillige Versicherung auf einen Einjah-
resrhythmus ausgerichtet (s. oben E. 4). Insbesondere hat die SAK für je-
des Kalenderjahr (= Beitragsjahr) den rechtserheblichen Sachverhalt voll-
ständig und richtig festzustellen und gestützt darauf für dieses Kalender-
jahr die Versicherungsbeiträge rechtskonform mittels Verfügung festzuset-
zen. Die Versicherten wiederum trifft für jedes Kalenderjahr eine Deklarati-
ons-, Auskunfts- und Mitwirkungspflicht.
8.4 Damit ist die SAK systembedingt für die jährlichen Beitragsfestsetzun-
gen weder an einen früher (z.B. im Vorjahr) festgestellten Sachverhalt noch
an eine früher vorgenommene rechtliche Beurteilung gebunden. Im Ge-
genzug steht es den versicherten Personen Jahr für Jahr frei, als rechts-
widrig erachtete Beitragsverfügungen mittels Einsprache und gegebenen-
falls auch vor Bundesverwaltungsgericht und Bundesgericht anzufechten.
Aus der Höhe des von der SAK für das Beitragsjahr 2015 als massgebend
erachteten Einkommens und aus der Methode, wie es auf dieses geschlos-
sen und basierend darauf die Versicherungsbeiträge 2015 festgelegt hat,
kann der Beschwerdeführer somit für die Festsetzung des massgebenden
Einkommens für das Jahr 2016 und die Festlegung der Versicherungsbei-
träge 2016 nichts zu seinen Gunsten ableiten.
8.5
8.5.1 Soweit er sinngemäss geltend macht, er sei in seinem Vertrauen zu
schützen, dass er hinsichtlich der Beitragserhebung 2016 gleich wie 2015
zu behandeln sei, greift seine Rüge zu kurz. Wie sich aus dem vorliegen-
den Urteil ergibt, ist die Berücksichtigung der Housing Allowance als
massgebendes Einkommen für das Jahr 2016 rechtens, weshalb er sich
unter dem Aspekt der Vertrauensschutzes nicht auf die diesbezüglich ab-
weichende Beitragserhebung 2015 berufen kann (sinngemäss BGE 100 V
162 E. 4; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
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Seite 14
[EVG] H 234/99 vom 3. April 2000 E. 4b; vgl. zudem sogleich E. 8.5.2).
Auch macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist nicht ersichtlich,
dass er im Vertrauen auf die Beitragsfestsetzung 2015 Dispositionen ge-
troffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden könnten,
womit eine Voraussetzung für die erfolgreiche Berufung auf den Vertrau-
ensschutz nicht erfüllt wäre (vgl. für viele Urteil des BVGer C-794/2017 vom
2. November 2017 E. 10.5.3 mit zahlreichen Hinweisen auf die höchstrich-
terliche Rechtsprechung).
8.5.2 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die der SAK bei Er-
lass der Beitragsverfügung 2015 (am 14. Juni 2016) vorliegenden Unterla-
gen und Angaben des Beschwerdeführers (s. oben E. 8.2) keinerlei Hin-
weise auf eine Housing Allowance enthielten und ihr namentlich der Ar-
beitsvertrag ab 1. März 2015 nicht bekannt war, mit welchem für das erste
Vertragsjahr ein Bruttobasissalär inkl. Housing Allowance in der Höhe von
insgesamt CHF 225'000 vereinbart wurde. Mangels entsprechender
Kenntnis war es der SAK damit, entgegen der Behauptung des Beschwer-
deführers, nicht möglich, eine Beurteilung darüber vorzunehmen, ob die
dem Beschwerdeführer ausgerichtete Housing Allowance für die Beitrags-
festsetzung massgebendes Einkommen darstellte.
9.
9.1 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, dass die Steuerbehörde
in (...) in ihrer Verfügung vom 22. Dezember 2017 (Beschwerdebeilage 5;
Replikbeilage) entschieden habe, dass die Housing Allowance für die Steu-
erperiode 2016/2017 nicht zum massgebenden Einkommen zu zählen sei
und die SAK eine analoge Beurteilung vornehmen müsse.
9.2 Wie die SAK in ihrer Duplik zu Recht ausführt, ist vorliegend irrelevant,
ob die Housing Allowance nach (...) Steuerecht zum steuerrechtlich mass-
gebenden Einkommen gehört und/oder ob die (...) Steuerbehörde eine
entsprechende Verfügung erlassen hat. Es gibt keine staatsvertragliche
Rechtsnorm, wonach die SAK bei der Bestimmung des für die Beitrags-
festsetzung massgebenden Einkommens an den Entscheid der (...) Steu-
erbehörde gebunden wäre. Zudem ist die vorliegend streitige Rechtsfrage
– wie oben erwähnt (E. 2) – nach schweizerischem Recht und insbeson-
dere nach Art. 5 AHVG (E. 6.1) zu beurteilen. Deshalb kann der Beschwer-
deführer diesbezüglich nichts zu seinen Gunsten ableiten.
C-793/2018
Seite 15
10.
10.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit
seinen Einwänden nicht durchdringt und die Housing Allowance in der
Höhe von (...) 690'000 Teil des für die Beitragsfestsetzung 2016 massge-
blichen Einkommens bildet.
10.2 Da der Beschwerdeführer die mathematische Berechnung der ge-
schuldeten Versicherungsbeiträge (inkl. Verwaltungskostenbeitrag) als sol-
che zu Recht nicht bestreitet (vgl. oben E. 4.3, 4.5), ist die Beschwerde
abzuweisen.
11.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-
schädigung.
11.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),
so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
11.2 Der unterliegende Beschwerdeführer und die obsiegende
Vorinstanz haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl.
Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario, Art. 7 Abs. 3 VGKE),
weshalb keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.
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