Decision ID: 4c93739a-1ce6-5f60-ba09-27e8fc6858a9
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Die Beschwerdeführerin – eine russische Staatsangehörige tschetscheni-
scher Ethnie – suchte am 30. Oktober 2017 in der Schweiz um Asyl nach.
Bei der Summarbefragung (BzP) vom 1. November 2017 und der Anhörung
vom 8. Januar 2019 machte sie im Wesentlichen geltend, sie sei wegen
der (...) ihres Ex-Mannes und ihres Bruders in den Fokus unbekannter Per-
sonen geraten. Zwischen 2008 bis 2011 seien diese mehrmals an ihrem
Wohnort erschienen und hätten sich nach dem Verbleib ihrer Familienan-
gehörigen erkundigt. In den Jahren 2006 und 2010 sei sie auf der Strasse
mit einem Auto angefahren und jeweils schwer verletzt worden. Sie ver-
mute, dass die unbekannten Personen sie dadurch hätten töten wollen. Im
Jahr 2012 habe sie am örtlichen (...) eine neue Arbeitsstelle angetreten
und ihre Aufgabe sei es gewesen, Akten zu sortieren. Kurz nach ihrem Stel-
lenantritt sei gegen ihren Vorgesetzten ein Strafverfahren eröffnet worden.
In diesem Strafverfahren habe sie als Zeugin vor verschiedenen (...) aus-
sagen müssen. Bei ihrer letzten Befragung im Juni oder Juli 2017 habe sie
auf einmal den Eindruck erhalten, dass einer der (...) die mutmasslichen
Verfehlungen ihres Vorgesetzten ihr habe anlasten wollen.
B.
Mit am 17. Dezember 2019 eröffneter Verfügung vom 16. Dezember 2019
stellte das SEM fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigen-
schaft nicht, und lehnte ihr Asylgesuch ab. Zugleich verfügte es die Weg-
weisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.
C.
Mit Eingabe vom 16. Januar 2020 erhob die Beschwerdeführerin – han-
delnd durch ihren Rechtsvertreter – beim Bundesverwaltungsgericht gegen
diesen Entscheid Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfü-
gung sei aufzuheben und ihr Asyl zu gewähren. Eventualiter seien die Ziffn.
3 bis 5 der vorinstanzlichen Verfügung aufzuheben und sie sei vorläufig
aufzunehmen. Subeventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sa-
che zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung, Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und
um amtliche Verbeiständung sowie, der Beschwerde sei die aufschiebende
Wirkung zu erteilen.
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D.
Mit Schreiben vom 20. Januar 2020 bestätigte das Bundesverwaltungsge-
richt den Eingang der Beschwerde.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des Asylgesetzes
vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorlie-
gende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015).
1.2 Am 1. Januar 2019 wurde das Ausländergesetz vom 16. Dezember
2005 (AuG, SR 142.20) teilrevidiert (AS 2018 3171) und in Ausländer- und
Integrationsgesetz (AIG) umbenannt. Die vorliegend anzuwendenden Ge-
setzesartikel (Art. 83 Abs. 1–7 und Art. 84) sind unverändert vom AuG ins
AIG übernommen worden.
2.
Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem Gebiet
des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d
Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Die Beschwerdeführerin ist als Verfügungsad-
ressatin zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist-
und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (aArt. 108 Abs. 1
AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
3.
3.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht
(einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die
unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Kognition im Bereich des
Ausländerrechts richtet sich nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im
Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten
Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weiterungen und mit summarischer
Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).
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4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). Den
frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2
AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Sie ist glaubhaft gemacht, wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-
ben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5.
Entgegen der in der Beschwerde (vgl. daselbst, S. 4 ff.) sinngemäss erho-
benen Rüge hat sich das SEM im vorliegenden Fall keine unrichtige An-
wendung der Beweisregel von Art. 7 AsylG vorzuwerfen. Wie in der ange-
fochtenen Verfügung mit umfassender Begründung zutreffend erläutert
wird, halten die Vorbringen der Beschwerdeführerin in den wesentlichen
Punkten den Anforderungen an das reduzierte Beweismass des Glaubhaft-
machens nicht stand respektive erweisen sich als nicht asylrelevant.
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, sie fürchte sich davor, für die
mutmasslichen Verfehlungen ihres Vorgesetzten strafrechtlich zur Verant-
wortung gezogen zu werden, ist Folgendes zu bemerken: Falls sich die
Verfehlungen ihrs Vorgesetzten am (...) (Unregelmässigkeiten bei der Ak-
tenführung) in der von der Beschwerdeführerin geschilderten Weise zuge-
tragen haben sollten, ist nicht auszuschliessen, dass die Behörden im da-
maligen Zeitpunkt daran interessiert waren, sie als Zeugin zu vernehmen.
Aus der alleinigen Tatsache, dass die Beschwerdeführerin als Zeugin ein-
vernommen wurde, kann indessen nicht auf eine asylrelevante Verfolgung
respektive objektiv begründete Verfolgungsfurcht geschlossen werden.
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Dass man die mutmasslichen Verfehlungen ihres Vorgesetzten ihr habe
anlasten wollen, sind reine Spekulationen von ihrer Seite.
Sodann stellt auch die geltend gemachte Reflexverfolgung im Zusammen-
hang mit ihren Familienangehörigen (Ex-Mann, Bruder), die Verbindungen
zu (...) gehabt haben sollen, eine blosse Mutmassung respektive Behaup-
tung dar, der es – entgegen der Beschwerde (vgl. daselbst, S. 5 ff.) – an
Substanz und objektiven Anhaltspunkten fehlt. So steht bereits die Tatsa-
che, dass die Beschwerdeführerin 2012 eine Stelle im (...) ([...]) antrat und
bis zu ihrer Ausreise dort gearbeitet hat, der Annahme eines behördlichen
Verfolgungsinteresses entgegen, was auch die Vorinstanz zutreffend er-
kannt hat. Zwar trifft es in Übereinstimmung mit der Beschwerde zu, dass
der Ex-Mann der Beschwerdeführerin (Heirat [...]) (...) in der Schweiz als
Flüchtling (N [...]) anerkannt wurde. Indessen machten sowohl die Be-
schwerdeführerin als auch ihr Ex-Mann übereinstimmend geltend, dass sie
seit der Scheidung (...) keinen Kontakt mehr zueinander gehabt hätten.
Zudem liegen die angeblich mit der (...) ihres Ex-Mannes und ihres Bruders
in Zusammenhang stehenden Autounfälle in den Jahren 2006 und 2010,
bei der man die Beschwerdeführerin habe töten wollen, über zehn Jahre
zurück. Es ist deshalb nicht von einem aktuellen Verfolgungsinteresse (Re-
flexverfolgung) an der Beschwerdeführerin auszugehen. Es erübrigt sich,
auf weitere Beschwerdevorbringen näher einzugehen, weil sie am Ergeb-
nis nichts ändern können. Das SEM hat das Asylgesuch zu Recht abge-
lehnt.
6.
Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung und ordnet den Vollzug an
(Art. 44 AsylG). Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine auslän-
derrechtliche Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz noch über einen An-
spruch auf Erteilung einer solchen. Ihre Wegweisung wurde demnach zu
Recht angeordnet (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9,
je m.w.H.).
7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis
nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme
(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]).
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Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen
der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den
Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3
AuG).
7.2.1 Keine Person darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die
Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember
1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-
gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3
EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender
Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
7.2.2 Das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement schützt nur
Personen, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Be-
schwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-
dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG
verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung vorliegend keine Anwen-
dung finden.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Aus-
schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-
ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung
ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses
müsste die Beschwerdeführerin eine konkrete Gefahr («real risk») nach-
weisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückschiebung Folter
oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR
Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06,
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§§ 124–127 m.w.H.). Solches ist vorliegend nicht der Fall. Es besteht kein
konkreter Anlass zur Annahme, der Beschwerdeführerin, der es nicht ge-
lungen ist, eine asylrechtlich beachtliche Verfolgung darzulegen, würde bei
einer Rückkehr in ihr Heimatland eine menschenrechtswidrige Behandlung
drohen. Auch die dortige allgemeine Menschenrechtssituation lässt den
Wegweisungsvollzug nicht als unzulässig erscheinen.
7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-
grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-
dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung
festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige
Aufnahme zu gewähren.
7.3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts herrscht
in Tschetschenien keine Situation allgemeiner Gewalt mehr und der Weg-
weisungsvollzug dorthin wird in der Regel als zumutbar erachtet (vgl.
BVGE 2009/52). Diese Einschätzung hat – entgegen der anderslautenden
Beschwerdevorbringen – nach wie vor Gültigkeit (vgl. bspw. Urteile des
BVGer E-4114/2015 vom 22. Mai 2018 E. 7.3, D-1458/2020 vom 3. Juli
2020 E. 7.2).
7.3.2 Auch sprechen keine individuellen Gründe gegen den Wegweisungs-
vollzug. So verfügt die Beschwerdeführerin über langjährige Berufserfah-
rungen unter anderem in der (...) ([...]), womit sie in der Lage sein wird,
sich wirtschaftlich wieder zu integrieren. Im Weiteren ist offensichtlich da-
von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nach ihrer Rückkehr in ihr
Heimatland wieder auf die Unterstützung ihrer dort lebenden Angehörigen
wird zählen können und eine Unterkunftsmöglichkeit vorfinden wird. Ferner
kann die Beschwerdeführerin auch weiterhin mit der finanziellen Unterstüt-
zung ihrer in der Schweiz lebenden Kinder rechnen. Schliesslich ist in Be-
stätigung der vorinstanzlichen Erwägungen auch von der Behandelbarkeit
ihrer geltend gemachten medizinischen Leiden (Schmerzen nach zwei Au-
tounfällen, schlechter psychischer Allgemeinzustand) im Heimatstaat aus-
zugehen, zumal sich die Beschwerdeführerin vor ihrer Ausreise bereits in
dortiger medizinischer Behandlung befand. Es muss somit insgesamt nicht
befürchtet werden, dass die Beschwerdeführerin nach einer Rückkehr in
ihr Heimatland in eine existenzbedrohende Situation gerät. Der Wegwei-
sungsvollzug erweist sich als zumutbar.
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7.4 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, die über einen gültigen
russischen Reisepass verfügt, sich bei der zuständigen Vertretung des Hei-
matstaats allenfalls weitere, für eine Rückkehr notwendige Reisedokumen-
te zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. dazu auch BVGE 2008/34 E. 12).
Der Vollzug der Wegweisung ist deshalb auch als möglich zu bezeichnen
(Art. 83 Abs. 2 AuG).
7.5 Der durch die Vorinstanz verfügte Wegweisungsvollzug ist damit zu be-
stätigen. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt ausser Betracht
(Art. 83 Abs. 1–4 AuG).
8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Für die eventualiter beantragte Rückwei-
sung der Sache an die Vorinstanz besteht keine Veranlassung. Die Be-
schwerde ist abzuweisen.
9.
9.1 Auf den Prozessantrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung
ist bereits mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten, da einer Be-
schwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt und
diese vorliegend nicht entzogen wurde.
9.2 Die Beschwerdeführerin beantragt die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG. Aufgrund der vorstehenden
Erwägungen ergibt sich, dass ihre Begehren als aussichtslos zu gelten ha-
ben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht ge-
geben, weshalb dem Gesuch nicht stattzugeben ist. Aus demselben Grund
kann auch dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht
stattgegeben werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten
von Fr. 750.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE],
SR 173.320.2) somit der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1
VwVG). Mit dem vorliegenden Urteil ist der Antrag auf Verzicht auf einen
Kostenvorschuss gegenstandslos geworden.
(Dispositiv nächste Seite)
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