Decision ID: cfe2b793-83e1-413b-81e1-2fe9cf9bdfd7
Year: 2018
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der Erwägungen und zu
neuem Entscheid über den Leistungsanspruch an die IV-Stelle
zurückgewiesen. Das Gericht beurteilte die angefochtenen Verfügungen
als auf einem ungenügend abgeklärten Sachverhalt und damit einer
unvollständigen Beweisgrundlage beruhend. Die IV-Stelle sei einzig
gestützt auf das Observationsmaterial und die entsprechende
Stellungnahme des fallführenden RAD-Arztes D._ von der
Einschätzung der RAD-Gutachter B._ und C._ (80%ige
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit) abgewichen und von einer vollen
(100%igen) Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ausgegangen. Gestützt
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung wären die
Observationsergebnisse jedoch im fachspezifischen Kontext zu würdigen
gewesen, und die IV-Stelle somit gehalten gewesen, diese dem
pneumologischen RAD-Gutachter noch vorzulegen (vgl. S 16 9 E. 5 und
6a). Im Übrigen wurde dem bidisziplinären RAD-Gutachten voller
Beweiswert zuerkannt und das Vorliegen eines Revisionsgrunds bestätigt
(E. 3 und 5c).
7. In der Folge unterbreitete die IV-Stelle dem RAD-Pneumologen Dr. med.
C._ die Observationsergebnisse und sie ersuchte ihn, zur Frage
Stellung zu nehmen, ob er – in Kenntnis der Observationsvideos –
weiterhin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe oder ob nicht
nachvollziehbare Angaben (Simulation/Aggravation) oder ähnliche
Zustände vorlägen.
- 4 -
8. In der RAD-Stellungnahme vom 25. November 2016 bestätigte Dr. med.
C._ seine damalige gutachterliche Einschätzung. Die in den
Observationsvideos ausgeführten und abgebildeten Tätigkeiten stünden
aus lungenärztlicher Sicht nicht im Widerspruch zu der 2012 bestimmten
Leistungsfähigkeit. Gegen den gestützt darauf erlassenen Vorbescheid der
IV-Stelle vom 28. März 2017 erhob A._ Einwand am 28. April 2017.
9. Mit Verfügung vom 25. Juli 2017 wurde die bisherige ganze Rente auf eine
Viertelsrente ab dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der
Verfügung vom 14. Dezember 2015 – somit auf den 1. Februar 2016 –
herabgesetzt. Es erfolge eine Nachzahlung der vorsorglich eingestellten
Invalidenrente. Zur Begründung der Rentensenkung wurde vorgebracht,
gemäss den Abklärungen des RAD-Pneumologen Dr. med. C._
stünden die ausgeführten und abgebildeten Tätigkeiten (laut
Observationsvideos) aus lungenärztlicher Sicht nicht im Widerspruch zur
festgelegten Leistungsfähigkeit (80 %) in einer leichten bis mittelschweren
körperlichen Arbeit. Für die Zukunft wäre es jedoch wichtig, dass die in der
Nichteignungsverfügung der Unfallversicherung beschriebenen
Einschränkungen beachtet würden: Keine Tätigkeit mit Exposition
gegenüber Isocyanaten und Schweissrauchen. Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 91'911.70 (Carrosseriespengler plus
Nebenverdienst; angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2017) und
einem Invalideneinkommen von Fr. 54'430.30 (gestützt auf die
Lohnstrukturerhebungen [LSE] 2014, indexiert bis 2017) ergebe sich ein
IV-Grad von 41 %, was zum Bezug einer Viertelsrente berechtige. Beim
Invalideneinkommen sei zu Recht (wie vom Bundesgericht gefordert) auf
die LSE-Tabelle TA1 für die Lohnwerte in der Schweiz abgestellt worden.
Ein zusätzlicher Leidensabzug wäre nach der festgelegten
Leistungsfähigkeit (80 %) nicht gerechtfertigt gewesen.
- 5 -
10. Dagegen erhob A._ (Beschwerdeführer) am 14. September 2017
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den
Begehren, die angefochtene Verfügung sei dahingehend abzuändern, dass
die bisherige ganze Rente per 1. Februar 2016 auf eine halbe Rente
(anstatt eine Viertelsrente) herabzusetzen sei. Die Angelegenheit sei
dementsprechend an die IV-Stelle zu neuem Entscheid zurückzuweisen,
inkl. Berechnung des ab 1. Februar 2016 zu korrigierenden
Rentenanspruchs. Das Valideneinkommen sei nicht streitig, sondern nur
das Invalideneinkommen. Der von der IV-Stelle ermittelte Tabellenlohn sei
angesichts der beim Beschwerdeführer vorhandenen
Erwerbsmöglichkeiten nicht nachvollziehbar. Weiter sei auf einen
Leidensabzug unzulässigerweise verzichtet worden. Das
Invalideneinkommen sei gemäss der LSE-Tabelle 2014 T17 Berufsgruppe
9 Kompetenzniveau 1 bei Arbeitspensum 80 % zu berechnen, was ein
Einkommen von Fr. 45'273.60 trotz Behinderung ergebe. Davon sei
mindestens noch ein Abzug von 5 % zuzulassen, da bei Teilzeit- weniger
als bei Vollzeiterwerb verdient werde. Somit ergebe sich ein
Invalideneinkommen von Fr. 43'009.95. Der von der IV-Stelle angewandte
Meridianlohn nach LSE 2014 TA1 enthalte auch überdurchschnittliche
Löhne im Bereich Produktion, die wegen der dem Beschwerdeführer
auferlegten Einschränkungen nicht in Frage kämen. Wenn der Wert TA1
angenommen würde, dann müsste zwingend noch eine Konkretisierung
erfolgen. Angesichts der individualisierbaren Möglichkeiten des
Beschwerdeführers käme somit der Tabellenlohn im Bereich der
Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (Rubrik 77-82)
in Frage, eventuell gar sonstige persönliche Dienstleistungen. Danach
ergäbe sich im Kompetenzniveau 1 für Männer ein Invalideneinkommen
von Fr. 4'658.--. Ein noch tieferer Lohn würde in Rubrik 96 erzielt. Bei einer
80%igen Arbeitsfähigkeit würde ein Einkommen von Fr. 44'716.80 pro Jahr
trotz Einschränkungen resultieren. Sodann müsste bei Abstellen auf einen
Tabellenlohn zwingend noch eine Herabsetzung von 5 % bzw. mindestens
- 6 -
15 % bei Anwendung eines nicht individualisierten Meridianlohns
vorgenommen werden. Bei einem Mindestabzug von 5 % (IV-Stelle habe
im Case Report bei IV-Bemessung für 2014 ebenso einen Abzug von 5 %
gemacht) auf das maximale Invalideneinkommen von Fr. 44'716.80 ergebe
sich ein Invalideneinkommen von Fr. 42'280.--, woraus ein IV-
Grad von 54 % und Anspruch auf eine halbe Rente resultiere.
11. In ihrer Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle (Beschwerdegegnerin)
die Abweisung der Beschwerde. Weil in der Beschwerde keine neuen
rechtserheblichen Tatsachen vorgebracht würden, werde auf eine
Wiederholung der Begründung verzichtet und auf die angefochtene
Verfügung vom 25. Juli 2017 verwiesen, woran festgehalten werde.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG: SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 25.
Juli 2017 stellt somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche
Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370. 100). Als Adressat der strittigen
Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die
im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
- 7 -
1.2. Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die bisherige ganze Rente per 1.
Februar 2016 auf eine Viertelsrente oder eine halbe Rente herabzusetzen
ist. Ersteres wurde von der Beschwerdegegnerin verfügt, letzteres vom
Beschwerdeführer beantragt. Umstritten sind dabei die Berechnung des
Invalideneinkommens sowie der Leidensabzug. Einig sind sich die Parteien
darin, dass beim Beschwerdeführer eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit und 100%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter
Tätigkeit existieren sowie das Valideneinkommen korrekt ermittelt wurde.
Ebenfalls unbestritten ist der Zeitpunkt der Herabsetzung der Rente per 1.
Februar 2016, wobei hier gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts
(vgl. BGE 129 V 370 E.3.2, E.4.3) das Datum der Verfügung vom 14.
Dezember 2015 und nicht das Datum der rückwirkenden Rentenaufhebung
per 31. Juli 2014 für die Festsetzung des Leistungsbeginns massgebend
ist.
2.1. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid
ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), die die Folge
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem Fall aufgrund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16
ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
- 8 -
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden, woraus sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein
rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte
Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern
kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese
Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten Person nach Ablauf von
sechs Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, frühestens im
Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1 IVG), bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei einem
Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.2. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens ist hier unbestritten von einer
80%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit sowie ziffernmässig von
den Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für
Statistik auszugehen, da diese Tabellenlöhne immer dann beigezogen
werden, wenn die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (vgl. BGE 142 V 178, 126 V 75 E.3b/bb;
Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der
Invalidenversicherung [KSIH; Nr. 318.507.13 d], gültig ab 1. Januar 2015,
Rz. 3066). Wird auf die LSE abgestellt, sind die Bruttolohntabellen
(Tabellengruppe A, in der Regel TA1) massgebend, die für die gesamte
Schweiz gültige Werte umfassen und nicht nach Regionen differenzieren
- 9 -
(vgl. EVG-Urteil U 75/03 vom 12. Oktober 2006 E.8, publiziert in SZS 2007
S. 64). Laut IV-Rundschreiben Nr. 273 vom 6. Februar 2009 hat die
Bemessung des Invalideneinkommens gemäss den Tabellenlöhnen zu
erfolgen, nachdem das Bundesgericht die Berücksichtigung regionaler
Löhne laut Tabelle TA13 der LSE abgelehnt hat (vgl. Urteile des
Bundesgerichts 9C_466/2007 vom 25. Januar 2008 E.4.2.1, I 860/06 vom
7. November 2007 E.3.1, I 424/05 vom 22. August 2006 E.3.2.3). Im IV-
Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014 wurde zur Anwendung der
neuen LSE-Tabellen 2012 ferner klargestellt, dass die bisherigen
Anforderungsniveaus (laut LSE 2010) durch Kompetenzniveaus ersetzt
worden seien, wobei Niveau 1 neu das tiefste Kompetenzniveau (früher
Anforderungsniveau 4) und Niveau 4 neu das höchste Kompetenzniveau
(früher Anforderungsniveau 1) darstelle. Diese neuen LSE-Tabellen 2012
seien ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Rundschreibens auf
alle Fälle anwendbar, in denen ein Einkommensvergleich durchzuführen
sei; und dies unabhängig davon, ob es sich um eine erstmalige
Rentenprüfung oder eine Revisionsprüfung handle. Im konkreten Fall ist
zwar unbestritten, dass die Berechnung des Invalideneinkommens gemäss
LSE zu erfolgen hat. Strittig ist hingegen, welcher Tabellenlohn beim
Einkommensvergleich als Invalideneinkommen anzunehmen ist, mithin von
welcher Tabelle dabei auszugehen ist. Während die Beschwerdegegnerin
auf die LSE TA1 abstellte, erachtet der Beschwerdeführer die LSE T17
(früher TA7 - bis LSE 2010) für anwendbar und hier massgebend (vgl.
erwähntes IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014 S. 2, mit
Anhang LSE-Tabellen 2010/2012 in der IV-Praxis).
2.3. Die Rechtsprechung wendet für die Ermittlung des Invalideneinkommens
anhand von Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-
Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach
Wirtschaftsabteilungen, Kompetenzniveau des Arbeitsplatzes und
Geschlecht – Privater Sektor), Zeile "Total" an (vgl. Urteile des
- 10 -
Bundesgerichts 9C_811/2013 vom 6. Februar 2014 E.5, 9C_237/2007 vom
24. August 2007 E.5.1) Bisweilen (nur ausnahmsweise) wird aber auch auf
Löhne einzelner Sektoren (Sektor 2 "Produktion" oder 3 "Dienstleistungen")
oder gar einzelner Branchen abgestellt, wenn dies als sachgerecht
erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der
verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen. Dies geschieht
namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in
diesem Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen
Bereichen kaum in Frage kommt. Es besteht allerdings kein Grundsatz,
wonach immer auf die Tabelle TA1 abzustellen ist. So kann es sich nach
den konkreten Umständen des Einzelfalles rechtfertigen, stattdessen auf
die Tabelle TA7 (oder T7S) abzustellen, wenn dies eine genauere
Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und der versicherten
Person der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (Urteile des
Bundesgerichts 8C_910/2013 vom 15. Mai 2014 E.3.1.2.1 m.w.H.,
8C_457/2017 vom 11. Oktober 2017 E.6.2, 9C_667/2017 vom 27.
November 2017 E.3.2; ebenfalls Entscheid des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 27. Juli 2017 [Nr. 720
1 102/189] E.5.3.2). Auf den "Totalwert" gemäss TA1 abzustellen,
rechtfertigt sich dort, wo die versicherte Person die angestammte Tätigkeit
nicht mehr zumutbar und sie darauf angewiesen ist, ein neues
Betätigungsfeld zu suchen, wobei grundsätzlich der ganze Bereich des
Arbeitsmarkts zur Verfügung steht (9C_811/2013 E.5). Bei der Anwendung
der Tabellengruppe A gilt es zudem zu berücksichtigen, dass ihr generell
eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, welcher Wert
etwas tiefer ist als die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von
wöchentlich 41.7 Stunden im Jahr 2017 (vgl. betriebsübliche Arbeitszeit
nach Wirtschaftsabteilungen, herausgegeben vom Bundesamt für Statistik
[BFS]; sowie auch BGE 142 V 178 E.1.3).
- 11 -
2.4. Die Parteien haben das Invalideneinkommen unterschiedlich wie folgt
berechnet: Die Beschwerdegegnerin ist von der LSE 2014 Tabelle TA1
"Total", Kompetenzniveau 1, Männer, und gestützt darauf von einem
monatlichen Bruttolohn von Fr. 5'312.-- (vgl. beschwerdeführerische Akten
[Bf-act.] 5) ausgegangen. Dieser Zentralwert (40h/Wo, Kn1, privater
Sektor, "Durchschnitt aller Wirtschaftszweige") wurde auf die übliche
durchschnittliche Arbeitszeit von 41.7 h/Wo unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung 2015-2017 und der Restarbeitsfähigkeit von 80 %
umgerechnet, was zum strittigen Invalideneinkommen von Fr. 54'430.30
führte (vgl. Berechnung in der angefochtenen Verfügung [Bf-act. 1] S. 2: Fr.
5'312.-- : 40 x 41.7 x 12 [Mte.] x 1.003674 [Teuerung 2015] x 1.01
[Teuerung 2016] x 1.01 [Teuerung 2017] x 0.8 [Arbeitspensum] = Fr.
54'430.30). Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, es sei
von der LSE 2014 Tabelle T17 (ehemals TA7), Bereich Ostschweiz,
privater und öffentlicher Sektor, Berufshauptgruppe 9, Kompetenzniveau 1
(Hilfsarbeiten) auszugehen. Dabei ergebe sich für Reinigungspersonal und
Hilfskräfte (Ziff. 91) ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 4'486.-- und für
Personal der Abfallentsorgung und sonstige Hilfskräfte (Ziff. 96) ein solcher
von Fr. 4'716.--. Für andere Tätigkeiten könne der Beschwerdeführer
konkret gar nicht mehr eingesetzt werden. Daraus resultiere ein
Invalideneinkommen von maximal Fr. 45'273.60 (12 [Mte.] x Fr. 4'716.-- x
0.8 [Arbeitspensum]), welches noch mit mindestens 5 % nach unten zu
korrigieren sei. Die Beschwerdegegnerin habe einfach ganz allgemein auf
einen Meridianlohn im Kompetenzniveau 1 abgestellt, ohne jede weitere
Unterscheidung und Individualisierung für den Beschwerdeführer zu
treffen. Dieser Einwand gelte umso mehr, als der Meridianlohn gemäss
TA1 auch überdurchschnittliche Löhne im Bereich Produktion enthalte,
welche für den Beschwerdeführer aufgrund seiner Einschränkungen nicht
in Frage kämen. Wenn schon TA1 angewendet werde, habe zwingend eine
Konkretisierung seiner Einsatzmöglichkeiten zu erfolgen. Angesichts der
individualisierbaren Möglichkeiten des Beschwerdeführers käme daher ein
- 12 -
Tabellenlohn im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen (Rubrik 77-82) mit einem monatlichen Bruttolohn von Fr.
4'658.-- (Kompetenzniveau 1, Männer) in Frage, was ein
Invalideneinkommen von Fr. 44'716.80 (12 x Fr. 4'658.-- x 0.8 [Pensum])
ergeben hätte (vgl. Publikationen LSE 2014: www.koordination.ch/online-
handbuch/atsg/lohnstrukturerhebung).
2.5. Aufgrund der eingangs dargelegten Ausführungen (E.2.2 und 2.3, hiervor)
ist das Gericht vorliegend zur Überzeugung gelangt, dass - entgegen der
Auffassung des Beschwerdeführers – nicht auf einen Tabellenlohn im
Bereich Ostschweiz abgestellt werden kann. Die gefestigte
Rechtsprechung des Bundesgerichts hat das Abstellen auf regionale
Löhne mehrfach abgelehnt, da die versicherte Person ihre
Restarbeitsfähigkeit nicht bloss in einer bestimmten Region zu verwerten
vermöge (so die bereits erwähnten Urteile I 424/05 E.3.2.3, bestätigt in
9C_466/200 E.4.2.1; vgl. auch Urteil des Verwaltungsgerichts Graubünden
[VGU] S 14 111 vom 17. November 2015 E.9b/aa). Vorliegend ist somit auf
die Lohntabelle TA1 (LSE 2014), jedoch nicht auf das Total (Durchschnitt
aller Wirtschaftszweige), sondern auf den Sektor 3/Dienstleistungen
abzustellen. Der Beschwerdeführer führt diesbezüglich nämlich zu Recht
aus, dass die Tätigkeiten im Sektor 2/Produktion für ihn angesichts seiner
Einschränkungen im Voraus nicht in Frage kämen. Dem Beschwerdeführer
hat damit aber auch nicht der ganze Bereich des Arbeitsmarktes gemäss
TA1 zur Verfügung gestanden (vgl. 9C_811/2013 E.5, hiervor). Umgekehrt
rechtfertigen vorliegend die konkreten Umstände allerdings auch nicht ein
Abstellen auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Rubrik 77-82
mit den Werten "sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen": Gemäss
Beurteilung des Facharztes für Pneumologie Dr. med. C._ im RAD-
Bericht vom 23. Januar 2013 (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.]
90) sind dem Beschwerdeführer - aus lungenärztlicher Sicht - ganztags
leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten in Wechselhaltung ohne
- 13 -
Expositionen gegenüber höheren Konzentrationen von atemwegreizenden
Stäuben, Dämpfen und Rauchen zumutbar. Eine Exposition gegenüber
Kälte, Nässe und Zugluft sei ungünstig. Am besten vollzögen sich künftige
Tätigkeiten in geschlossenen Räumlichkeiten mit ausreichender
Temperierung. Für die frühere Tätigkeit als Autospengler mit Kontakt zu
Isozyanat-haltigen Arbeitsstoffen und Schweissrauchen bestehe gemäss
Nichteignungsverfügung des Unfallversicherers volle Arbeitsunfähigkeit.
Die Leistungseinbusse durch die asthmatische Grunderkrankung werde
auf etwa 20 % geschätzt. Schicht-, Akkord- und Nachtdienste unter
erhöhtem Zeitdruck seien für diesen Versicherten ungünstig (Bg-act. 90 S.
20). In seiner RAD-Stellungnahme vom 25. November 2016 zu den
Observationsergebnissen führte derselbe Dr. med. C._ noch aus, für
die Zukunft sei wichtig, dass die in der Nichteignungsverfügung des
Unfallversicherungsträgers von 2002 beschriebenen Einschränkungen -
keine Tätigkeit mit Exposition gegenüber Isocyanaten und
Schweissrauchen – beachtet werden (Bg-act. 184 S.1). Nach Auffassung
des Gerichts kann damit aber offenbleiben, ob auf den Sektor 3/
Dienstleistungen abzustellen ist oder eine weitere Konkretisierung der
Arbeitseinschränkungen zu erfolgen hat. Denn selbst wenn auf die Rubrik
77-82, Kompetenzniveau 1, Männer, mit einem Invalideneinkommen von
Fr. 4'658.-- (Bf-act.] 5) abgestellt wird, würde sich am Ergebnis – lediglich
Anspruch auf Viertelsrente - nichts ändern. Dieses Resultat würde
selbstredend umso mehr eintreten, wenn auf den Sektor
3/Dienstleistungen, Kompetenzniveau 1, Männer, mit einem höheren
Invalideneinkommen von Fr. 4'971.-- (Bf-act. 5) abgestellt würde. Im
erstgenannten Fall ergäbe sich gestützt auf die LSE 2014, TA1, Rubrik 77-
82, Kn1, Männer, ein auf 41.7 Wochenstunden umgerechnetes und an die
Nominallohnentwicklung angepasstes Invalideneinkommen (2017) bei
einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeit von Fr. 47'319.90
(Fr. 4'658.-- : 40 x 41.7 x 12 [Mte.] x 1.004 [Teuerung 2015] x 1.007 [2016]
x 1.004 [2017]) x 0.8 [Arbeitsfähigkeit]). Für die Teuerung bis ins Jahr 2017
- 14 -
kann auf die Quartalschätzung
(www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit quartalsschaetzung) des
Bundesamts für Statistik verwiesen werden. Ausgehend vom
Valideneinkommen von Fr. 91'911.70 (Carrosseriespengler plus
Nebenverdienst) resultiert damit ein Invaliditätsgrad von 48.516 %, was
zum Bezug einer Viertelsrente berechtigt (Art. 28 Abs. 2 IVG). Bei
Anwendung der Lohnwerte für den Sektor 3/Dienstleistungen käme das
Invalideneinkommen auf Fr. 50'499.60 (Fr. 4'971.-- : 40 x 41.7 x
12 x 1.004 x 1.007 x 1.004 x 0.8) zu stehen, was einen tieferer IV-Grad von
45.056 % ergäbe und damit ebenfalls einzig Anspruch auf eine
Viertelsrente bestünde.
3.1. Es bleibt vorliegend aber noch die Frage eines allfälligen Leidensabzugs
beim Invalideneinkommen des Beschwerdeführers zu klären bzw. zu
prüfen, ob die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom
25. Juli 2017 zu Recht keinen derartigen Abzug gewährt hat (Bf-act. 1 S.2-
3). Nach Auffassung des Beschwerdeführers wäre bei ihm mindestens ein
Leidensabzug von 5 % vorzunehmen gewesen, da ein Teilerwerbstätiger
(80%ig arbeitsfähig) erfahrungsgemäss weniger verdiene als ein
Vollzeiterwerbstätiger. Neben der verminderten Leistungsfähigkeit seien
bei ihm zudem noch weitere gesundheitsbedingte und andere
Einschränkungen vorhanden, die eine gegenüber dem Durchschnitt
geringere Entlöhnung mit sich brächten. So sei er in Italien aufgewachsen,
italienischer Muttersprache, in der angestammten Tätigkeit als
Automechaniker zu 100 % arbeitsunfähig und verfüge sonst über keine
weiteren beruflichen Erfahrungen. Derzeit sei er noch als Zeitungsverträger
angestellt. Es seien ihm folglich nur noch leichte bis mittelschwere,
wechselbelastende Tätigkeiten mit weiteren Einschränkungen möglich und
zumutbar.
- 15 -
3.2. Das Bundesgericht anerkannte zunächst, dass Versicherte, welche in ihrer
letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des
Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt
einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche
Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen, weshalb es den
Tabellenlohn um 25 % herabsetze (nicht publizierte E.4b von BGE 114 V
310; AHI 1998 S. 177 E. 3a). In der Folge stellte es fest, dass sich die
gegenüber Durchschnittswerten zu erwartende Reduktion des
Lohnansatzes bei gesundheitlich beeinträchtigten Versicherten, die – im
Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten – nicht mehr voll leistungsfähig
sind, unabhängig von der früher ausgebübten Tätigkeit grundsätzlich gleich
präsentiert (BGE 124 V 321 E.3b/bb). Damit entwickelte sich der
ursprünglich einzig bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug zu einem
allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, der sowohl bei Versicherten,
welche vollzeitig eine ihrem Leiden angepasste Tätigkeit ausüben, als auch
bloss teilzeitig einsetzbaren Versicherten erfolgt. Zugleich betonte das
Bundesgericht, dass der Abzug von 25 % nicht generell und in jedem Fall
zur Anwendung komme. Im Gegenteil sei anhand der gesamten Umstände
des konkreten Einzelfalles zu prüfen, ob und in welchem Ausmass das
hypothetische Invalideneinkommen gekürzt werden müsse. Sodann wurde
bestimmt, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
versicherten Person – wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad –
Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (so auch BGE 126 V
E.5a/aa-cc). Im Urteil 8C_884/2017 vom 24. Mai 2018 (E.4.4) hielt das
Bundesgericht überdies noch fest, dass bei einer Konstellation, in welcher
die Verwertung der 80%igen Arbeitsfähigkeit ganztags zumutbar sei bei
verminderter Leistungsfähigkeit, auch kein Teilzeitabzug in Frage komme
(unter Hinweis auf SVR 2014 IV Nr. 37 S. 130; Urteil des Bundesgerichts
8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E.6.2.2).
- 16 -
3.3. In Anwendung und Umsetzung der soeben erwähnten höchstrichterlichen
Rechtsprechung ist das streitberufene Verwaltungsgericht zur Ansicht
gelangt, dass sich im konkreten Fall kein (separater) Leidensabzug
rechtfertigt. Ein Abzug aufgrund verminderten Beschäftigungsgrads kommt
nicht in Frage, da die 80%ige Arbeitsfähigkeit ganztags mit reduzierter
Leistungsfähigkeit verwertbar ist, so wie dies der Facharzt Dr. med.
C._ in seinen Einschätzungen noch eigens bestätigte (Bg-act. 90 S.19
f.). Auch ein Teilzeitabzug fällt bei dieser Fallkonstellation ausser Betracht
(vgl. Urteil 8C_884/2017 E.4.4, hiervor; Urteil des Verwaltungsgerichts
[VGU] S 15 162 vom 19. Mai 2016 E.4b mit Verweis auf die Urteile des
Bundegerichts 9C_763/2015 vom 9. Mai 2016 E.4.2, 8C_7/2015 vom 27.
April 2015 E.5.2.3, 9C_359/2014 vom 5. September 2014 E.5.4,
8C_344/2012 vom 16. August 2012 E.3.2). Nach der Praxis des
Bundesgerichts ist bezüglich der Kostennachteile für den Arbeitgeber
aufgrund der reduzierten Leistungsfähigkeit eines Arbeitnehmers nämlich
davon auszugehen, dass die Vorteile der ganztägigen Präsenz des
Arbeitsnehmers in adaptierter Tätigkeit den möglichen Effekt der
Kostennachteile überwiegen (so Urteil des Bundesgerichts 8C_419/2012
vom 21. September 2012 E.3.2). Hinzu kommt, dass die
gesundheitsbedingten Einschränkungen beim Beschwerdeführer bereits
nachweislich im Ausmass einer um 20 % verminderten Leistungsfähigkeit
berücksichtigt wurden. Im Einklang mit der Beschwerdegegnerin ist
umgekehrt davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Umfang
seiner Restarbeitsfähigkeit eine adaptierte Tätigkeit ausüben könnte, ohne
dass ein potentieller Arbeitgeber weitere nennenswerte gesundheitlich
bedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte.
Aus den medizinischen Akten (Bg-act. 87, 90 und 93) ergibt sich nichts,
was dies in Frage stellen könnte. Einzig die fachärztlich bestätigte
Tatsache, dass dem Beschwerdeführer lediglich noch leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten zumutbar sind (Bg-act. 90, 184), rechtfertigt für
sich allein betrachtet noch keinen Leidensabzug; zumal der Tabellenlohn
- 17 -
gemäss LSE-Tabelle TA1, Kn1 (früher An4) bereits eine Vielzahl von
leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (so u.a. auch Urteil des
Bundesgerichts 8C_97/2014 vom 16. Juli 2014 E.4.2). Weiter sind sowohl
die mangelnde Berufserfahrung wie auch die geltend gemachten
sprachlichen Schwierigkeiten vorliegend nicht abzugsrelevant. Der
Beschwerdeführer wohnt und lebt bereits seit 1987 in der Schweiz und seit
1997 ist er sogar im Besitze des Schweizer Bürgerrechts. Im Übrigen
erfordern Hilfstätigkeiten - wie sie im Kompetenzniveau 1 mitenthalten sind
– weder gute Kenntnisse der deutschen Sprache (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_238/2014 vom 1. Juni 2015 E.6.3.2 m.w.H.) noch
berufliche Erfahrungen. Weitere Kriterien, die einen zusätzlichen Abzug
vom evaluierten Invalideneinkommen rechtfertigen würden, sind weder
ersichtlich noch vorgebracht worden.
4.1. Zusammengefasst ergibt sich damit, dass hier ohne Leidensabzug auf ein
Invalideneinkommen von Fr. 47'319.90 (gemäss LSE 2014 Rubrik 77-82)
abzustellen ist. Wird dieses dem unbestrittenen Valideneinkommen von
Fr. 91'911.70 gegenübergestellt, resultiert daraus ein IV-Grad von gerundet
49 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E.3.1-3.2), was in jedem Fall Anspruch
auf eine Viertelsrente (und keine halbe Rente) ergibt. Die Herabsetzung
der bisherigen ganzen Rente auf eine Viertelsrente ab 1. Februar 2016 ist
somit nicht zu beanstanden, sondern wird vom Gericht bestätigt.
4.2. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung
von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des
Beschwerdeverfahrens rechtfertigt es sich hier, dem unterliegenden
Beschwerdeführer die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl.
Art. 73 Abs. 1 VRG). Eine aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung steht
- 18 -
der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art.
61 lit. g ATSG).