Decision ID: 2b0a9382-09c5-5d14-a633-f892a537df7c
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Der am (...) geborene deutsche Staatsangehörige A._ (nach-
folgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) wohnt in B._/DE, war
unter anderem als Projektmanager in der Schweiz erwerbstätig und ent-
richtete von Januar 2009 bis März 2013 während insgesamt 36 Monaten
Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-
sicherung (AHV/IV; Akten der IV-Stelle gemäss Aktenverzeichnis und -
nummerierung vom 11.10.2018; nachfolgend: act.] 12 - 16; 212, S. 1 f.).
A.b Nachdem er sich im Februar 2012 bei der IV-Stelle des Kantons
C._ (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug angemeldet hatte
(act. 16), verneinte diese nach Durchführung erwerblicher und medizini-
scher Abklärungen einen Leistungsanspruch mit der Begründung, laut Be-
urteilung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) sei er in der ange-
stammten wie auch in einer leidensangepassten Tätigkeit weiterhin zu
100 % arbeitsfähig (Verfügung vom 19. Juli 2013 act. 108).
A.c Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde
hiess der Vizepräsident des Versicherungsgerichts C._ mit Ent-
scheid vom 19. Februar 2015 teilweise gut, indem er die Streitsache zur
Durchführung weiterer Abklärungen und zum Erlass einer neuen Verfü-
gung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurückwies (act. 130).
A.d Am 19. Mai 2015 orientierte die IV-Stelle den Versicherten darüber,
dass zur Klärung der Leistungsansprüche eine polydisziplinäre medizini-
sche Untersuchung notwendig sei, weshalb sie ohne schriftlich begründe-
ten Gegenbericht bis 29. Mai 2015 eine Gutachterstelle mit der Untersu-
chung beauftragen werde (act. 152). Mit Zwischenverfügung vom 30. Sep-
tember 2015 hielt die IV-Stelle an der vorgesehenen Begutachtung fest und
verneinte gleichzeitig die vom Versicherten geltend gemachte Reiseunfä-
higkeit unter Hinweis auf die von ihrem RAD am 1. September 2015 vor-
genommene Prüfung der eingereichten medizinischen Unterlagen
(act. 161 und 204).
A.e Am 7. April 2017 erstatteten die von der IV-Stelle mit der polydiszipli-
nären (internistischen, neurologischen, neuropsychiatrischen, orthopädi-
schen und psychiatrischen) Begutachtung beauftragten Sachverständigen
der D._ AG ihr Gutachten (act. 308). Gestützt auf dieses Gutachten
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wies die Vorinstanz das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfü-
gung vom 2. Juli 2018 ab (act. 375).
A.f Mit Urteil C-4875/2018 vom 22. Mai 2019 hiess das Bundesverwal-
tungsgericht die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde in dem
Sinne teilweise gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die
Streitsache zur Durchführung der gebotenen zusätzlichen Abklärungen
und Beurteilungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen
Verfügung an die Vorinstanz zurückwies. Zur Begründung führte das Bun-
desverwaltungsgericht insbesondere aus, dass in Bezug auf die psychiat-
rischen Diagnosen sämtliche Vorgaben des strukturierten Beweisverfah-
rens im Sinne der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu beach-
ten seien. Es dränge sich dementsprechend ein interdisziplinäres (internis-
tisches, orthopädisches, psychiatrisches, neurologisches und neuropsy-
chologisches) Gutachten in der Schweiz auf. Nach Vorliegen einer beweis-
kräftigen medizinischen Beurteilungsgrundlage werde die IVSTA auch die
Frage der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit zu prüfen haben (E. 5.1-
5.3; act. 399).
A.g Auf eine vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde trat das
Bundesgericht mit Urteil 9C_390/2019 vom 12. Juli 2019 nicht ein
(act. 405).
B.
B.a Mit Schreiben vom 2. August 2019 teilte die Vorinstanz dem Versicher-
ten, vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, mit, dass sie im Hinblick
auf die vom Bundesverwaltungsgericht geforderte interdisziplinäre medizi-
nische Begutachtung die Akten aktualisieren und vervollständigen müsse.
Dementsprechend forderte sie ihn auf, ihr die beigefügten Fragebögen und
die Vollmacht vervollständigt und unterzeichnet bis zum 1. Oktober 2019
zu retournieren (act. 407).
B.b Am 18. September 2019 teilte die Rechtsvertreterin der Vorinstanz mit,
dass sie den Versicherten nicht mehr weiter vertrete und die künftige Kor-
respondenz folglich direkt an diesen zu richten sei (act. 410).
B.c Mit Eingabe vom 20. September 2019 machte der Versicherte geltend,
dass er einen Anspruch der IV-Stelle auf eine Mitwirkungspflicht solange
nicht sehe, als man ihm die notwendige Qualität der Gutachten nicht glaub-
haft machen könne. Solange eine unbefangene und faire Neubegutach-
tung nicht zu erwarten sei, erachte er eine erneute Begutachtung für ihn
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als unzumutbar. Er fordere die ihm zustehende Rente nochmals mit Nach-
druck ein (act. 417).
B.d Mit Schreiben vom 25. September 2019 teilte die Vorinstanz dem Ver-
sicherten mit, dass er aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen unentgelt-
lich zur Auskunft und Mitwirkung verpflichtet sei. Entgegen seinem Antrag
könnten auch die Kosten der von ihm eingereichten Gegengutachten nicht
übernommen werden (act. 411).
B.e Auf ein Revisionsgesuch des Versicherten trat das Bundesgericht mit
Urteil 9F_21/2019 vom 10. Oktober 2019 nicht ein (act. 420).
B.f Mit Einschreiben vom 20. Dezember 2019 orientierte die Vorinstanz
den Versicherten ausführlich über die im Zusammenhang mit einer Begut-
achtung in der Schweiz geltende Praxis und Rechtsprechung sowie über
die Folgen einer unentschuldbaren Verletzung der Auskunfts- oder Mitwir-
kungspflichten. Überdies teilte sie ihm mit, dass die vorgesehene Begut-
achtung in der Schweiz zur Abklärung seines Leistungsanspruches not-
wendig und zumutbar sei, weshalb sie daran festhalte und ihn bitte, ihr bis
spätestens 31. Januar 2020 zu bestätigen, dass er sich dieser unterziehen
werde (act. 424).
B.g Mit Eingabe vom 18. Januar 2020 (act. 426) verweigerte der Versi-
cherte seine Teilnahme an einer erneuten Begutachtung mit der sinnge-
mässen Begründung, dass die gebotene Objektivität und Qualität der me-
dizinischen Gutachten im Allgemeinen sowie der D._ AG im Spezi-
ellen nicht gewährleistet sei und dass (aufgrund seiner Strafanzeige gegen
zwei Gutachter der D._ AG) ein Straf- respektive ein Ermächti-
gungsverfahren pendent sei (vgl. dazu Urteil des BGer 1C_506/2019 vom
28. Februar 2020 Bst. A).
B.h Mit Verfügung vom 11. Februar 2020 wies die Vorinstanz das Leis-
tungsbegehren ab mit der Begründung, der Versicherte habe seine Mitwir-
kungspflichten in unentschuldbarer Weise verletzt (act. 427).
C.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom
29. Februar 2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den
sinngemässen Anträgen, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
11. Februar 2020 sei vollumfänglich aufzuheben und es seien ihm die ge-
setzlichen Leistungen auszurichten. Für den Fall, dass das Gericht weiter-
hin eine Begutachtung als erforderlich einstufe, sei die Begutachtung bei
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Prof. Dr. med. E._ (Deutschland) durchzuführen. Überdies sei er
hinsichtlich der von der Vorinstanz geforderten Kooperation beim Ausfüllen
der Fragebögen von seiner Mitwirkungspflicht zu befreien (Akten im Be-
schwerdeverfahren [BVGer act.] 1 samt Beilagen).
D.
Am 6. April 2020 ging der vom Beschwerdeführer geforderte Kostenvor-
schuss von Fr. 800.- bei der Gerichtskasse ein (BVGer act. 2 und 3).
E.
Mit Vernehmlassung vom 17. Juni 2020 stellte die Vorinstanz den Antrag
auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Ver-
fügung (BVGer act. 6).
F.
Mit Replik vom 17. August 2020 legte der Beschwerdeführer weitere Be-
weismittel ins Recht und machte geltend, es sei von der vorgesehenen Be-
gutachtung in der Schweiz abzusehen, da diese für ihn unzumutbar sei und
die geltend gemachte halbe Invalidenrente aufgrund der eingereichten
Arztberichte ausgewiesen sei. Ergänzend stellte er den Antrag, alternativ
sei das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4875/2018 aufzuheben
und ihm die gesetzlich geschuldete halbe Invalidenrente auszurichten
(BVGer act. 9 samt Beilagen).
G.
Unter Verweis auf ihre Vernehmlassung vom 17. Juni 2020 und ihr Mahn-
schreiben vom 20. Dezember 2019 (act. 424) hielt die Vorinstanz in ihrer
Duplik vom 14. September 2020 an ihren Anträgen und der entsprechen-
den Begründung fest (BVGer act. 11).
H.
Mit Zwischenverfügung vom 17. September 2020 schloss der Instruktions-
richter den Schriftenwechsel – vorbehältlich weiterer Instruktionsmassnah-
men – per 28. September 2020 ab (BVGer act. 12).
I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird,
soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgen-
den Erwägungen eingegangen.
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Seite 6

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b
IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochte-
nen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung
der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; Art. 59 ATSG
[SR 830.1]). Nachdem der Beschwerdeführer den ihm auferlegten Kosten-
vorschuss fristgerecht überwiesen hat (BVGer act. 3), ist auf die frist- und
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und
Art. 52 Abs. 1 VwVG; Art. 60 ATSG).
2.
Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die
Verfügung vom 11. Februar 2020, mit welcher die Vorinstanz das Leis-
tungsbegehren des Beschwerdeführers nach Durchführung eines Mahn-
und Bedenkzeitverfahrens wegen unentschuldbarer Verletzung der Mitwir-
kungspflichten abgewiesen hat.
2.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in
Deutschland. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni
1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des
FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen
Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009
(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung (BGE 138 V 533 E. 2.1). Seit dem
1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010,
Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen
zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vor-
liegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im
Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach
schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer
9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4; Art. 46 Abs. 3 und Anhang VII der
VO 883/2004). Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellun-
gen ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und
Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwen-
denden Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253
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E. 2.4). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweis-
mittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (zum Grundsatz der freien
Beweiswürdigung, vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
2.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2). Deshalb finden
jene Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfügung
vom 11. Februar 2020 in Kraft standen.
2.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-
sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen
Verwaltungsverfügung (hier vom 11. Februar 2020) eingetretenen Sach-
verhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Später eingetretene Tatsachen (echte
Noven), die zu einer Änderung des Sachverhalts geführt haben, sind
grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern gegebenenfalls im
Rahmen eines weiteren Verfahrens zu berücksichtigen (BGE 121 V 362
E. 1b m.H.). Immerhin sind indes Tatsachen, die sich erst später verwirkli-
chen, im hängigen Verfahren soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem
Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet
sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beein-
flussen (vgl. Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1 m.H.).
Soweit die vom Beschwerdeführer replicando nachgereichten Beweismittel
nach dem 11. Februar 2020 erstellt worden sind (vgl. dazu Beilagen zu
BVGer act. 9), können sie nur insoweit berücksichtigt werden, als sie Rück-
schlüsse auf die Zeit bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung zulas-
sen.
2.4 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG; BENJAMIN
SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesge-
setz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019 [nachfolgend: VwVG-
Kommentar], NN. 1 ff. zu Art. 49 VwVG).
2.5 Nach dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das
Bundesverwaltungsgericht nicht an die Begründung der Begehren der Par-
teien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann
es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen
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gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 212; vgl. BGE 128
II 145 E. 1.2.2; 127 II 264 E. 1b).
3.
Der Beschwerdeführer stellt replicando den ergänzenden Antrag, das Urteil
C-4875/2018 vom 22. Mai 2019 sei aufzuheben und es sei ihm eine halbe
Invalidenrente auszurichten (BVGer act. 9).
3.1 Diesem Antrag kann bereits aus formellen Gründen nicht stattgegeben
werden. Denn das Bundesverwaltungsgericht hat die angefochtene Verfü-
gung (vom 2. Juli 2018; act. 375) im genannten rechtskräftigen Urteil auf-
gehoben und die Streitsache zur Durchführung der erforderlichen zusätzli-
chen Abklärungen und Beurteilungen im Sinne von Ziff. 5.1 - 5.4 der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen (act. 399, S. 29; act. 405). Das
Bundesverwaltungsgericht ist – gleich wie die Vorinstanz – an das eigene
Rückweisungsurteil gebunden; dies gilt namentlich für das Dispositiv und
die in diesem als Handlungsanweisung verwiesenen Erwägungen. Es
könnte von seinem Rückweisungsurteil nur ausnahmsweise abweichen,
wenn sich daraus ein in höchstem Masse stossendes Ergebnis ergeben
würde (WEISSENBERGER/HIRZEL, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.],
Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, N 28 zu Art. 61 VwVG); vorbehal-
ten bleiben indes eigentliche Revisionsgründe (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI,
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes,
3. Aufl. 2013, Rz. 1158); nicht ausreichend, um auf das Rückweisungsur-
teil zurückzukommen, sind einfache Rechtsfehler (Urteil des BGer
6B_971/2018 vom 7. November 2019 E. 1.3 m.w.H.). Dies gilt unbenom-
men dessen, dass es sich beim Rückweisungsurteil um einen Zwischen-
entscheid handelt, der – gänzlich fehlenden Handlungsspielraum der
Vorinstanz vorbehalten – nicht vor Bundesgericht anfechtbar ist; das Prin-
zip der Bindung an den Rückweisungsentscheid gründet nämlich nicht im
Rechtsinstitut der Rechtskraft, sondern folgt aus der Hierarchie der Instan-
zen und der Einheit des Verfahrens (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O.; vgl.
zum Ganzen auch CAMPRUBI, VwVG-Kommentar, N. 8 zu Art. 61 VwVG).
3.2 Es steht somit nicht im Belieben des Gerichts, auf den Gehalt seines
Rückweisungsurteils zurückzukommen. Der Beschwerdeführer macht vor-
liegend auch keine Gesichtspunkte geltend, welche einen Revisionsgrund
darstellen oder ein in höchstem Masse stossendes Ergebnis aufzeigen
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Seite 9
würden. Insbesondere stellen die von ihm geltend gemachten Mängel be-
züglich der bei der D._ AG erfolgten Begutachtung keinen Grund
für eine Revision des bundesverwaltungsgerichtlichen Urteils dar. Dies gilt
umso weniger, als dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der er-
neuten Begutachtung sämtliche Verfahrensrechte zu gewähren sind
(BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9), die Vergabe bei MEDAS-Gutachteraufträgen
zufallsbasiert zu erfolgen hat (BGE 143 V 269 E. 3.1 S. 272; 137 V
210 E. 3.1.1 S. 242; Urteil des BGer 9C_411/2018 vom 24. Oktober 2018
E. 3.2) und der Beschwerdeführer nach Bekanntgabe der Namen der mit
dem Gutachten betrauten Personen mit entsprechendem Facharzttitel
auch Ablehnungs- und Ausstandsgründe geltend machen kann (Art. 44
ATSG; BGE 146 V 9 E. 4.2.1; Rz. 2077.8 1/18 KSIV).
4.
4.1 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozi-
alversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht
(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat
die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes we-
gen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachver-
halts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht
etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138
V 218 E. 6).
4.2 Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er fin-
det sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193
E. 2). Art. 28 Abs. 1 ATSG hält in einem allgemeinen Grundsatz fest, dass
die Versicherten beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgelt-
lich mitzuwirken haben. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss
nach Art. 28 Abs. 2 ATSG unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Ab-
klärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen
erforderlich sind. Weiter hat sich die versicherte Person, soweit ärztliche
oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumut-
bar sind, diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Gemäss Art. 7b
Abs. 1 IVG können ihm die Leistungen unter anderem nach Art. 21 Abs. 4
ATSG verweigert werden, wenn er seiner Mitwirkungspflicht bezüglich der
Begutachtung nicht nachkommt. Mit BGE 137 V 210 hat das Bundesge-
richt im Zusammenhang mit der Einholung von Administrativ- und Gerichts-
gutachten bei Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) die bisherige
Rechtsprechung, wonach der Anordnung einer Begutachtung durch den
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22zufallsbasierte+Auftragsvergabe%22+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-V-269%3Ade&number_of_ranks=0#page269 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22zufallsbasierte+Auftragsvergabe%22+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-210%3Ade&number_of_ranks=0#page210 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22zufallsbasierte+Auftragsvergabe%22+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-210%3Ade&number_of_ranks=0#page210 http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2021&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-210%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page210
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Sozialversicherer kein Verfügungscharakter zukommt (BGE 132 V 93), ge-
ändert und festgehalten, dass die (bei fehlendem Konsens zu treffende)
Anordnung einer Expertise in die Form einer Zwischenverfügung zu klei-
den ist, welche dem Verfügungsbegriff gemäss Art. 5 VwVG entspricht und
die beim kantonalen Versicherungsgericht (bzw. Bundesverwaltungsge-
richt) anfechtbar ist (BGE 138 V 271 E. 1.2.2 und E. 1.2.3; 137 V
210 E. 3.4.2.6 und E. 3.4.2.7 S. 256 f.; vgl. für das Unfallversicherungs-
recht BGE 138 V 318 E. 6.1).
Will sich der Beschwerdeführer ohne triftige Gründe einer angeordneten
Begutachtung nicht unterziehen, so ist eine anfechtbare Zwischenverfü-
gung betreffend Notwendigkeit und Zumutbarkeit der polydisziplinären Be-
gutachtung zu erlassen und allenfalls im Anschluss, d.h. nach rechtskräfti-
ger Gutachtensanordnung und fortbestehender Weigerung, sich der ange-
ordneten Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich ein Mahn- und Be-
denkzeitverfahren durchzuführen (vgl. dazu Urteil des BVGer C-1722/2019
vom 18. November 2020 E. 4.3.2 und E. 4.4). Überdies entbindet die
Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens die IV-Stelle grund-
sätzlich nicht vom gesetzlich vorgesehenen Vorbescheidverfahren (Urteil
des BVGer C-1195/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 5.4 und E. 5.5).
4.3 Kommt die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflich-
ten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger
auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nicht-
eintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen
und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenk-
zeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Voraussetzung einer derartigen
Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war und
dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der
Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten
der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Urteile des Bun-
desgerichts 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 vom
30. Januar 2007 E. 5.1). Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der
Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie der
versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshal-
ber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nach-
zukommen (vgl. Urteil des BGer 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2;
vgl. Urteile des BVGer C-5454/2016 E. 4.2; C-4166/2014 vom 1.Oktober
2015 E. 3.6 m.H.).
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C-1331/2020
Seite 11
5.
Mit Blick auf das für die Vorinstanz und auch für das Bundesverwaltungs-
gericht verbindliche Urteil C-4875/2018 steht vorliegend fest, dass für die
Beurteilung des Leistungsgesuchs eine polydisziplinäre (internistische, or-
thopädische, psychiatrische, neurologische und neuropsychologische) Be-
gutachtung unter Berücksichtigung der Vorgaben des strukturierten Be-
weisverfahrens notwendig ist, wobei die neue Gutachterstelle nach dem
Zufallsprinzip zu bestimmen ist. Nachfolgend ist vorab von Amtes wegen
zu prüfen, ob sich die Vorinstanz an die von der Rechtsprechung an die
Anordnung einer Begutachtung gestellten formellen Anforderungen gehal-
ten hat.
5.1 Die Vergabe der MEDAS-Begutachtungsaufträge erfolgt im IV-Verfah-
ren nach dem Zufallsprinzip (BGE 137 V 210 E. 3.1 S. 242; vgl. dazu auch
Art. 72bis IVV). Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat das Zu-
weisungssystem "SuisseMED@P" etabliert, dem alle Gutachteninstitute
angeschlossen sind, die über eine entsprechende Vereinbarung mit dem
Bundesamt verfügen. Ist eine Gutachterstelle nach diesem System be-
nannt, so kann die versicherte Person materielle Einwendungen gegen
eine Begutachtung an sich (etwa mit dem Einwand, es handle sich um eine
unnötige second opinion), gegen Art oder Umfang der Begutachtung (bei-
spielsweise betreffend die Auswahl der medizinischen Disziplinen) oder
gegen bezeichnete Sachverständige (etwa betreffend deren Fachkompe-
tenz) erheben. Weiter können formelle Ausstandsgründe gegen Gutachter-
personen geltend gemacht werden (BGE 138 V 271 E. 1.1; 137 V 210 E.
3.4.2.7 S. 257). Das BSV hat die vom Bundesgericht mit BGE 137 V 210
formulierten und in weiteren Folgeurteilen (vgl. dazu etwa BGE 138 V 271;
139 V 339; 139 V 349; 140 V 507; 141 V 330; vgl. auch jüngst BGE 146 V
9) weiter präzisierten Rahmenbedingungen betreffend die Anordnung von
MEDAS-Begutachtungen im Kreisschreiben über das Verfahren in der In-
validenversicherung (KSVI, Stand: 1. Januar 2018; vgl. dazu insbesondere
Rz. 2077.1 ff.) nachvollzogen. Als Verwaltungsweisung sind diese Vorga-
ben für die Vorinstanz – nicht hingegen für das Sozialversicherungsgericht
– verbindlich (vgl. BGE 129 V 200 E. 3.2).
Mit der Mitteilung über die vorgesehene Durchführung der interdisziplinä-
ren Begutachtung teilt die IV-Stelle der versicherten Person auch die vor-
gesehenen Fachdisziplinen und den vorgesehenen Auftrag (inkl. Gliede-
rung des Gutachtens und Gliederung Konsensbeurteilung; vgl. Anhang VI,
VII und VIII KSVI) und allfällige Fragen mit; gleichzeitig weist sie auch auf
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die Möglichkeit hin, Zusatzfragen in schriftlicher Form bei der IV-Stelle ein-
zureichen. Falls die IV-Stelle nicht alle Ergänzungsfragen der versicherten
Person akzeptiert oder diese die Notwendigkeit respektive Zumutbarkeit
der Begutachtung bestreitet, hat die Behörde eine anfechtbare Zwischen-
verfügung zu erlassen (BGE 141 V 330 E. 8.3; 138 V 271 E. 1.1; 137 V
210 E. 3.4.2.6; MICHEL VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l’as-
surance-invalidité [LAI], 2018, Art. 57 Rz. 16 - 22).
5.2
5.2.1 Vorliegend hat die IVSTA den Beschwerdeführer mit Schreiben vom
2. August 2019 auf die Notwendigkeit zur Durchführung einer erneuten in-
terdisziplinären Begutachtung hingewiesen und ihn aufgefordert, ihr die
beigefügten Akten (Vollmacht, Fragebogen für den Versicherten und Fra-
gebogen über die Arbeits- und Lohnverhältnisse sowie Kopien der seit De-
zember 2018 gegebenenfalls neu vorliegenden medizinischen Unterlagen)
vervollständigt und unterzeichnet zu retournieren (act. 407).
5.2.2 Mit Eingabe vom 12. August 2019 machte der Beschwerdeführer bei
der Vorinstanz eine Entschädigung für seine Aufwendungen im Zusam-
menhang mit den von ihm eingereichten Arztberichten und der Begutach-
tung bei der D._ AG geltend (act. 409).
5.2.3 Am 25. September 2019 teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer
mit, dass eine Entschädigung für den zeitlichen Aufwand im Zusammen-
hang mit den erfolgten Abklärungen und dem Schriftenverkehr nicht ge-
schuldet sei und auch eine Beteiligung an den Kosten der von ihm einge-
reichten Gutachten ausser Betracht falle (act. 411).
5.2.4 Mit Eingabe vom 20. September 2019 machte der Beschwerdeführer
geltend, dass er eine erneute Begutachtung solange als unzumutbar er-
achte, als eine unbefangene und faire Neubegutachtung nicht erwartet
werden könne. Deshalb sei von weiteren Abklärungen abzusehen und ihm
die geschuldete Rente auszurichten (act. 417).
5.2.5 Mit Einschreiben vom 20. Dezember 2019 klärte die Vorinstanz den
Beschwerdeführer ausführlich über seine Mitwirkungspflichten, die Be-
weislastverteilung sowie die Folgen einer unentschuldbaren Verweigerung
seiner Mitwirkungspflichten auf. Gleichzeitig forderte sie ihn auf, ihr bis spä-
testens 31. Januar 2020 seine Zustimmung zur Teilnahme an der notwen-
digen Begutachtung zu erteilen und innert gleicher Frist die mit Schreiben
vom 2. August 2019 geforderten ergänzenden Akten einzureichen. Da eine
C-1331/2020
Seite 13
Begutachtung in der Schweiz für die Abklärung des Leistungsanspruchs
notwendig und zumutbar sei, würden sich die Folgen des nicht abgeklärten
Sachverhaltes und damit der Beweislosigkeit zu seinen Ungunsten auswir-
ken (act. 424).
5.2.6 Mit Eingabe vom 18. Januar 2020 hielt der Beschwerdeführer an sei-
nem bisherigen Standpunkt fest und verweigerte unter Hinweis auf die von
ihm geltend gemachte Kritik an der Objektivität und Qualität der medizini-
schen Gutachten im Allgemeinen sowie der D._ AG im Speziellen
seine Teilnahme an der Begutachtung (act. 426).
5.2.7 Daraufhin wies die Vorinstanz das Leistungsbegehren ab, ohne vor-
gängig eine Zwischenverfügung über die Anordnung einer interdisziplinä-
ren MEDAS-Begutachtung zu erlassen (act. 427).
5.2.8 Die vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren vorge-
brachten Gründe für eine Verweigerung der Begutachtung sind nicht ge-
eignet, deren Notwendigkeit infrage zu stellen, zumal das Bundesverwal-
tungsgericht hierüber auch für die Vorinstanz bereits verbindlich entschie-
den hat. Dass die Vorinstanz auf der Notwendigkeit einer polydisziplinären
Begutachtung beharrt hat, ist folglich nicht zu beanstanden.
Der Beschwerdeführer hat im vorinstanzlichen Verfahren allerdings auch
die Zumutbarkeit der erneuten MEDAS-Begutachtung infrage gestellt. Mit
Blick auf die unmissverständlich kundgegebene Weigerung infolge geltend
gemachter Unzumutbarkeit hätte die IVSTA zunächst eine anfechtbare
Zwischenverfügung über die Anordnung der Begutachtung erlassen müs-
sen (Urteil C-1722/2019 E. 4.3.2). Mit dem umgehenden Erlass einer ab-
lehnenden Rentenverfügung hat sie die vorstehend dargelegten (E. 5.1
hiervor) und vom BSV im für die Durchführungsorgane verbindlichen KSVI
festgehaltenen verfahrensrechtlichen Rahmenbedingungen nicht beach-
tet. Dies stellt einen Verfahrensfehler dar, der trotz der vollen Kognition des
Bundesverwaltungsgerichts aufgrund seines formellen Charakters (vgl.
BGE 127 V 431 3d/aa) keiner Heilung zugänglich ist, würde doch mit einer
möglichen Heilung im Beschwerdeverfahren das vom Bundesgericht be-
zweckte Ziel der Stärkung der Gehörs- und Partizipationsrechte der versi-
cherten Personen seines Sinngehalts entleert. Nach der Rechtsprechung
hat der Beschwerdeführer Anspruch darauf, dass über die materiellen Ein-
wendungen der Notwendigkeit sowie der Zumutbarkeit der von der Vor-
instanz angeordneten polydisziplinären Begutachtung zunächst in einem
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Seite 14
gerichtlich überprüfbaren Zwischenentscheid befunden wird, bevor über-
haupt ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren in Erwägung gezogen wird. An-
sonsten bestünde für die Vorinstanz in denjenigen Fällen, in denen die Ver-
sicherten bereits nach der ersten Mitteilung über die beabsichtigte Anord-
nung einer Begutachtung deren Notwendigkeit und/oder Zumutbarkeit be-
streiten, ein Anreiz, künftig auf das vom Bundesgericht (bei fehlendem Kon-
sens) definierte Verfahren (E. 5.1 hiervor; vgl. auch Rz. 2077.1 ff. KSVI) zu
verzichten und – bei weiterhin ausbleibender Mitwirkung – direkt nach
Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens abschliessend mit-
tels einer Endverfügung zu entscheiden. Dies würde dem vom Bundesge-
richt mit BGE 137 V 210 beabsichtigten Ziel, (im Rahmen des Möglichen)
eine Waffenparität zwischen den Parteien zu erreichen sowie präjudizie-
rende Effekte zu vermeiden, zuwiderlaufen (Urteil C-1722/2019 E. 4.4).
5.3 Weiter ist in formeller Hinsicht zu prüfen, ob die Vorinstanz eine End-
verfügung erlassen durfte, ohne vorgängig das Vorbescheidverfahren
durchzuführen.
5.3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 ATSG in Verbindung mit Art. 1
Abs. 1 IVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Der ver-
fassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst das Recht der
Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Pro-
zess der Entscheidfindung. Dazu gehört auch deren Recht, sich vor Erlass
des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern,
erhebliche Beweise beizubringen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört
zu werden, an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken
oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeig-
net ist, den Entscheid zu beeinflussen und Einsicht in die Akten nehmen zu
können (vgl. auch Art. 47 ATSG) sowie die Pflicht der Behörden, den Ent-
scheid zu begründen (vgl. auch Art. 49 Abs. 3 ATSG; BGE 135 V 465
E. 4.3.2; 134 I 83 E. 4; 132 V 368 E. 3.1 m.H.).
5.3.2 Im IV-Verfahren hat die Verwaltung das rechtliche Gehör grundsätz-
lich im Vorbescheidverfahren zu gewähren (vgl. BGE 134 V 97). Ge-
mäss Art. 57a Abs. 1 IVG (in der vorliegend massgeblichen, bis 31. De-
zember 2020 in Kraft gestandenen Fassung; vgl. für die seit 1. Januar 2021
geltende Fassung: AS 2020 5137, S. 5144; BBl 2018 1607) teilt die IV-
Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein
Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher
gewährten Leistung mittels Vorbescheids mit (Satz 1); die versicherte Per-
son hat Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 42 ATSG (Satz
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Seite 15
2). Gegenstand des Vorbescheids nach Art. 57a IVG sind laut Art. 73bis
Abs. 1 IVV Fragen, die in den Aufgabenbereich der IV-Stellen nach Art. 57
Abs. 1 lit. c - f IVG (lit. c: die Abklärung der versicherungsmässigen Vo-
raussetzungen; lit. d: die Abklärung der Eingliederungsfähigkeit der versi-
cherten Person, die Berufsberatung und die Arbeitsvermittlung; lit. e: die
Bestimmung und Überwachung der Eingliederungsmassnahmen sowie die
notwendige Begleitung der versicherten Person während der Massnah-
men; lit. f: die Bemessung der Invalidität, der Hilflosigkeit und der von der
versicherten Person benötigten Hilfeleistungen) fallen. Die Parteien kön-
nen innerhalb einer Frist von 30 Tagen Einwände zum Vorbescheid vor-
bringen (Art. 73ter Abs. 1 IVV). Ist die Abklärung der Verhältnisse abge-
schlossen, so beschliesst die IV-Stelle gemäss Art. 74 Abs. 1 und 2
IVV über das Leistungsbegehren; die Begründung des Beschlusses hat
sich mit den für den Beschluss relevanten Einwänden zum Vorbescheid
der Parteien auseinanderzusetzen.
5.3.3 Sinn und Zweck des Vorbescheidverfahrens besteht darin, eine un-
komplizierte Diskussion des Sachverhalts zu ermöglichen und dadurch die
Akzeptanz des Entscheids bei den Versicherten zu verbessern (BGE 134
V 97 E. 2.7 S. 106 m.H.; Urteil des BGer 8C_25/2020 vom 22. April 2020
E. 3.1.1). Das Vorbescheidverfahren dient zwar auch der Ausübung des
rechtlichen Gehörs, geht aber über den verfassungsrechtlichen Mindestan-
spruch (Art. 29 Abs. 2 BV) hinaus, indem es Gelegenheit bietet, sich zur
vorgesehenen Rechtsanwendung sowie zum beabsichtigten Endentscheid
zu äussern (Urteile des BGer I 584/01 vom 24. Juli 2002 E. 3a und I 302/99
vom 21. Februar 2000 E. 2c; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die In-
validenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 4 zu Art. 57a IVG); der ver-
fassungsrechtliche Mindestanspruch gibt demgegenüber keinen Anspruch
darauf, zur geplanten Erledigung Stellung zu nehmen (BGE 134 V
97 E. 2.8.1).
5.3.4 Die Nichtbeachtung der gesetzlichen Pflicht zum Erlass des Vorbe-
scheids im umschriebenen Rahmen wie überhaupt Verstösse gegen die
bei der Durchführung des Vorbescheidverfahrens zu beachtenden Regeln
über die Gehörs- respektive Akteneinsichtsgewährung sind, soweit es sich
nicht um blosse Ordnungsvorschriften handelt, nach den Grundsätzen
über die Verletzung des rechtlichen Gehörs zu sanktionieren (BGE 116 V
182; MEYER/REICHMUTH, a.a.O.).
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_555%2F2020&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-97%3Ade&number_of_ranks=0#page97 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_555%2F2020&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-97%3Ade&number_of_ranks=0#page97 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_555%2F2020&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-97%3Ade&number_of_ranks=0#page97 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_555%2F2020&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-97%3Ade&number_of_ranks=0#page97 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_555%2F2020&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-V-182%3Ade&number_of_ranks=0#page182 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_555%2F2020&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-V-182%3Ade&number_of_ranks=0#page182
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5.3.5 Die Unterlassung des gesetzlich gebotenen Vorbescheidverfahrens
gilt als schwere Verletzung des Gehörsanspruchs, welche einer Heilung
grundsätzlich nicht zugänglich ist. Von einer Rückweisung der Sache zur
Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer
Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des
rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung
zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen
führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beför-
derlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 116 V
182 E. 3d; zum Ganzen ausführlich Urteil des BGer I 193/04 vom 14. Juli
2006 E. 5.1 und 5.2).
Dass die Durchführung des Vorbescheidverfahrens zu einem unnötigen
formalistischen Leerlauf führen würde, kann vorliegend nicht angenommen
werden. Insbesondere ist mit Blick auf den formellen Charakter des Anhö-
rungsverfahrens nicht entscheidend, ob die sich die Durchführung des Vor-
bescheidverfahrens auf den Ausgang der materiellen Streiterledigung aus-
wirkt. Ohne Kenntnisnahme der tatsächlichen Entscheidgrundlage ist eine
gehörige Stellungnahme zur vorgesehenen Erledigung nicht möglich (Ur-
teil des BGer 9C_555/2020 vom 3. März 2021 E. 5.3 m.H.). Es kann zudem
auch nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass sich der Be-
schwerdeführer in Kenntnis des konkret in Aussicht gestellten Entscheids
doch noch zur Wahrnehmung seiner Mitwirkungspflichten entscheidet.
5.4 Daraus folgt, dass die Vorinstanz mit der Missachtung der dargelegten
Verfahrensvorschriften (E. 5.1 und 5.3 hiervor) den Gehörsanspruch des
Beschwerdeführers verletzt hat. Eine Heilung der Gehörsverletzung fällt
vorliegend ausser Betracht.
5.5 Soweit der Beschwerdeführer die Durchführung einer Begutachtung
durch Prof. Dr. med. E._ (Deutschland) beantragt, ist er zum einen
darauf hinzuweisen, dass kein Rechtsanspruch auf eine Begutachtung im
Ausland besteht (Urteil des BGer 9C_235/2013 vom 10. September 2013
E. 3.2; Urteil des EVG I 172/02 vom 7. Februar 2003 E. 4.5; Urteil des
BVGer C-2437/2017 vom 11. April 2019 E. 3.3.3 m.w.H.). Dies zumal auch
das Freizügigkeitsabkommen und die hierzu ergangenen Koordinierungs-
verordnungen keinen Rechtsanspruch auf eine Begutachtung durch im
Wohnsitzstaat tätige Arztpersonen und insbesondere auch keinen An-
spruch auf Berücksichtigung eines Vorschlagsrechts einräumen (vgl. dazu
Art. 82 VO 883/04; Art. 87 VO 987/09). Der zuständige Träger hat auch
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nach dem europäischen Koordinationsrecht grundsätzlich ein echtes Wahl-
recht, entweder den Träger des Wohn- oder Aufenthaltsortes zu ersuchen
oder die versicherte Person durch einen Arzt seiner Wahl untersuchen zu
lassen. Voraussetzung hierfür ist nur, dass der Versicherte reisefähig ist
und die mit der Abklärung verbundenen Reise- und Aufenthaltskosten vom
zuständigen Träger übernommen werden (Art. 87 Abs. 2 Unterabs. 2 VO
987/09; BERNHARD SPIEGEL, in: Fuchs, Europäisches Sozialrecht, 7. Aufl.
2018, NN. 2 ff., insbesondere N. 6 zu Art. 82 VO 883/04). Zum andern
bringt der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auch keine Revi-
sionsgründe vor, so dass diesem Antrag auch die Bindungswirkung des
gerichtlichen Rückweisungsurteils entgegensteht (vgl. E. 3.1 hiervor). Aus
dem einzelstaatlichen Recht leitet sich zudem ab, welche Fragen der ärzt-
lichen Klärung bedürfen, welche Anforderungen an den Nachweis des
rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts gestellt werden und mit
welchen Mitteln dieser Nachweis geführt wird (Urteil des BGer
9C_952/2011 vom 7. November 2012 E. 2.4).
5.6 Schliesslich dringt der Beschwerdeführer auch mit seinem Antrag auf
Befreiung von der gesetzlichen Mitwirkungspflicht bezüglich der Einrei-
chung der ihm zugestellten Fragebögen nicht durch. Entgegen seiner Ar-
gumentation erweist sich die Aktualisierung der relevanten Daten als not-
wendig und der Beschwerdeführer ist in Nachachtung seiner gesetzlichen
Auskunfts- und Mitwirkungsobliegenheit verpflichtet, unentgeltlich alle Aus-
künfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs erforderlich sind
(Art. 28 Abs. 2 und 3 ATSG; vgl. zur Mitwirkungspflicht auch Hans-JAKOB
MOSIMANN, Schadenminderungs- und Mitwirkungspflichten nach der 5. IV-
Revision, SZS 2018 S. 723 ff.). Bei einer schuldhaften Verletzung dieser
Auskunftspflicht greifen die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktio-
nen, wobei Art. 7b Abs. 2 Bst. d IVG für diesen Fall die Möglichkeit der
Kürzung oder Verweigerung der Leistungen auch ohne vorgängiges Mahn-
und Bedenkzeit vorsieht. Inwiefern das sachlich gebotene Vorgehen der
Vorinstanz schikanös sein soll, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwer-
deführer auch nicht stichhaltig begründet.
6.
Zusammengefasst folgt aus dem Gesagten, dass die Vorinstanz die Begut-
achtung mittels einer anfechtbaren Zwischenverfügung nach den Vorga-
ben der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E. 5.1 hievor) und
von Rz. 2077.1 - 2077.20 KSVI zu erlassen hat. Nach rechtsverbindlicher
Feststellung der Zumutbarkeit der Begutachtung hat sie – neben einem
(bezüglich der Teilnahme an der Begutachtung grundsätzlich notwendigen)
C-1331/2020
Seite 18
Mahn- und Bedenkzeitverfahren für den Fall der fortbestehenden Verwei-
gerung der Mitwirkungspflichten – auch das Vorbescheidverfahren durch-
zuführen.
Die Beschwerde ist demnach insoweit gutzuheissen, als die Verfügung
vom 11. Februar 2020 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur
Durchführung der rechtskonformen Anordnung einer polydisziplinären Be-
gutachtung unter Beachtung der genannten Rahmenbedingungen zurück-
gewiesen wird.
7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-
teientschädigung.
7.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2
IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-
gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Da eine Rückweisung pra-
xisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 141
V 281 E. 11.1; 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwer-
deführer keine Kosten aufzuerlegen. Der von ihm geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden
Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz sind ebenfalls keine Verfahrens-
kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
7.2 Dem obsiegenden, nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer sind
keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihm keine
Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m.
Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
(Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen).
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