Decision ID: a4cc8946-1555-454e-ab47-3c38e64326ea
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die
1982
geborene
Z._
sel.
arbeitete ab
2
7.
Januar 2017 im Rahmen einer bis
2.
April 2017 befristeten Saisonstelle
für die
A._
als Kellnerin
und war in dieser Eigenschaft bei der SWICA Versicherungen AG (nachfolgend: SWICA) obligatorisch gegen Unfälle versichert
(
Urk.
12/10 S. 1,
Urk.
12/33 S. 2)
, als sie am
2
9.
Januar 2017
nach einem Schlittelunfall verstarb
(
Urk.
12/1,
Urk.
12/8-9,
Urk.
12/10 S. 1)
.
Die SWICA übernahm
im Jahr 2017
Leichentransport- und Bestattungskosten in Höhe von
Fr.
5'445.65
(
Urk.
11/2,
Urk.
12/3,
Urk.
12/17; vgl. auch
Urk.
12/43-45
)
und sprach dem
2002
geborenen Sohn der Versicherten,
X._
(
Urk.
12/8)
, mit Verfügung vom
9.
Oktober 2017
ab
1.
Februar 2017
bei einem versicherten Verdienst von
Fr.
8'697.40
eine Halbwaisenrente im Betrag von
Fr.
109.-- pro Monat zu, welche von der SWICA nach dem Barwert von
Fr.
9'214.85 ausgekauft wurde
(
Urk.
12/48
).
D
agegen
liess
X._
am 3
0.
Oktober 2017
Einsprache
erheben
(
Urk.
12/51
)
,
welche
mit Eingaben vom
1
9.
Dezember 2017
(
Urk.
12/54; vgl. auch
Urk.
12/55)
,
vom 1
9.
Februar
(
Urk.
12/59
)
und 1
8.
Mai 2018
(
Urk.
12/61) sowie
vom
1
8.
Januar (
Urk.
12/69) und
1
5.
Februar 2019
(
Urk.
12/75)
und
mit dem
weiteren
Antrag, es
sei
en
zusätzliche
Leichentransport- und
Bestattungskosten
von
Fr.
1'850.-- zu
vergüten
(
Urk.
12/61 S. 2 f.,
Urk.
12/75 S. 3),
ergänzt wurde.
Mit
Einsprache
entscheid
vom
8.
März 2019
hiess die SWICA
die Einsprache insofern teilweise gut, als sie
X._
neu eine Vollwaisenrente
ab
1.
Februar 2017
von
Fr.
181.-- pro Monat zusprach, diese mit dem bereits ausgezahlten Betrag von
Fr.
9'124.85 verrechnete
und festhielt, damit werde eine Auszahlung der Rente erstmals wieder
per Mitte April 2021 nötig, fall
s dann noch ein Anspruch auf eine Hinterlassenenrente bestehe
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
, vertreten durch d
i
e Vormund
in
Y._
und diese vertreten durch Rechtsanwältin Ama Mülthaler, am 1
0.
April 2019 Beschwerde und beantragte
, die SWICA sei zu verpflichten, ihm
ab dem Unfall
zeitpunkt, dem 2
9.
Januar 2017,
eine Hinterbliebenenrente
von monatlich mindestens
Fr.
514.-- nebst Zinsen von 5
%
seit dem 3
0.
Januar 2017 auf dem bis zum Beschwerdeentscheid noch nicht erstatteten, fälligen Betrag, zu zahlen; eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die Hinterbliebenenrente richtig berechne und neu darüber verfüge; ferner sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm für die weiteren Kosten im Zusammenhang mit dem Tod der Versicherten
Fr.
1'881.-- nebst Zinsen von 5
%
seit dem 2
2.
Februar 2017 zu erstatten; schliesslich sei ihm eine Integritäts
entschädigung von mindestens
Fr.
2'000.-- auszuzahlen
. In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die Bestellung einer unentgeltlichen Rechts
vertreterin in der Person von Rechtsanwältin Ama Mülthaler
(
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
Mai 2019 beantragte die
SWICA die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10). Mit Verfügung vom
3.
Juni 2019 wurde dem Beschwerde
führer Rechtsanwältin Ama Mülthaler als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt (
Urk.
13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
58
Abs.
1 des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)
in Verbindung mit
Art.
1
Abs.
1 des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Unfallversicherung, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz ha
t
. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person oder des Beschwerde führenden Dritten im Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeit
geber Wohnsitz hat; lässt sich keiner dieser Orte ermitteln, so ist das Versicherungs
gericht desjenigen Kantons zuständig, in dem das Durchführungs
organ seinen Sitz hat (
Art.
58
Abs.
2 ATSG).
1.2
Die versicherte Person, die Mutter des
Beschwerdeführers, ist am
2
9.
Januar 2017
verstorben
(
Urk.
3/4-5)
. Als Hinterlassener ist der Beschwerdeführer Dritter im Sinne von
Art.
58
Abs.
1
ATSG
(BGE
135 V
153 E.
10-11; Kieser, ATSG-Kommentar,
4.
Auflage, Zürich 2020,
Art.
58 Rz 21 f.
).
Der minderjährige Beschwerdeführer und sein
e
Vormund
in
wohnen in Rumänien und hatten nie in der Schweiz Wohnsitz (
Urk.
4-5).
Damit bestimmt sich die Zuständigkeit gestützt auf
Art.
58
Abs.
2 ATSG nach dem Sitz des Durchführungsorgans
(vgl. auch Kieser, a.a.O.
Art.
58 Rz 35 ff.
sowie
Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht,
2.
Auflage, Bern 1989 S. 619
)
.
Die S
WICA
hat ihren Sitz im Kanton Zürich, womit
das
Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich zur Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit
zuständig ist
.
2
.
2
.1
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
2
.2
Stirbt
die v
ersicherte
Person
an den Folgen des Unfalles, so
haben der über
lebende Ehegatte
und die Kinder Anspruch auf Hinterlassenenrenten
(
Art.
28 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
,
UVG).
Die Kinder
der verstorbenen v
ersicherten
Person
haben
Anspruch auf eine Waisenrente. Bestand
das Kindes
verhältnis nur
zur
verstorbenen
v
ersicherten
Person, so erhalten sie die Rente
für Vollwaisen
(
Art.
30
Abs.
1 UVG)
.
Die Hinterlassenenrente beträgt für Vollwaisen 25 Prozent vom versicherten Verdienst (
Art.
31
Abs.
1 UVG).
2.3
Art.
14 UVG regelt die Übernahme der
Leichentransport- und Bestattungskosten
. Demnach werden d
ie notwendigen Kosten für die Überführung der Leiche an den Bestattungsort
vergütet. Der Bundesrat kann die Vergüt
ung der im Ausland ent
stehenden
Kosten begrenzen
(
Art.
14
Abs.
1 UVG).
Gestützt auf diese Delegationsnorm hat der Bundesrat in
Art.
21
Abs.
1
der Verordnung über die Unfallversicherung (
UVV
)
bestimmt, dass im Ausland entstehende Kosten für die Überführung der Leiche an den Bestattungsort höchstens bis zu einem Fünftel des Höchstbetrages des versicherten Jahresverdienstes
im Sinne von
Art.
22
Abs.
1 UVV
vergütet werden
, was einem Betrag von
Fr.
29'640.-- entspricht (
1/5 von
Fr.
148'200.
--
)
.
Die Bestattungskosten werden vergütet, soweit sie das
Sieben
fache des Höchstbetrages
des versicherten Tagesverdienstes
(entsprechend einem Betrag von
Fr.
2'842.--
; 7 x
Fr.
406.--
)
nicht übersteigen
(
Art.
14
Abs.
2 UVG
in Verbindung mit
Art.
22
Abs.
1 UVV
).
Als Leichentransportkosten im Sinne von
Art.
14
Abs.
1 UVG sind die Kosten für die Überführung der Leiche zum Friedhof beziehungsweise Krematorium zu
ver
stehen. Die Kosten für den Transport des leeren Sarges an den Ort, an welchem die versicherte Person gestorben ist, sowie die Kosten für die Einsargung der Leiche gehören zu den Bestattungskosten im Sinne von
Art.
14
Abs.
2 UVG (
vgl. zum Ganzen auch
Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Auflage, Zürich 2012, S. 105 f.).
Zu den Bestattungskosten gehören auch die Kosten für die Trauerkleider, das Leichenmahl, Todesanzeigen und das Lesen von Messen (Maurer, a.a.O., S. 319).
2
.4
Gemäss
Art.
15 UVG werden die Renten nach dem versicherten Verdienst bemessen (
Abs.
1). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (
Abs.
2). Gestützt auf die in
Art.
15
Abs.
3 UVG eingeräumte Delegationskompetenz hat der Bundesrat unter dem Titel
«
versicherter Verdienst
»
Art.
22-24
UVV
erlassen. Nach der Bestimmung von
Art.
22 UVV, welche den versicherten Verdienst im Allgemeinen regelt, gilt als solcher der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV mass
gebende Lohn mit unter anderem der Abweichung, dass Kinderzulagen ebenfalls als versicherter Verdienst gelten (
Abs.
2 lit. b). Absatz 4 von
Art.
22 UVV legt sodann Folgendes fest: Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht (Satz 1). Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet (Satz 2).
Bei einer zum Voraus befristeten Beschäftigung bleibt die Umrechnung auf die vorgesehene Dauer beschränkt, ausser wenn sich nach der bisherigen oder beabsichtigten Ausgestaltung der Erwerbsarbeitsbiografie eine andere Normaldauer der Beschäftigung ergibt
(Satz 3).
Die Umrechnung ist auf die ausländerrechtlich zulässige Zeitspanne beschränkt
(Satz 4).
3
.
3
.1
Die SWICA stellt sich
gemäss Begründung des angefochtenen Einsprache
entscheids und der Beschwerdeantwort
auf den Standpunkt,
Z._
sel. sei ab 2
7.
Januar 2017 einer
gemäss Arbeitsvertrag
bis
zum
2.
April 2017 befristeten Saisontätigkeit nachgegangen. Als versicherter Verdi
enst gelte
deshalb nicht
wie bei normalen Arbeitsverhältnissen
der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene
L
ohn
(
Art.
15
Abs.
2 UVG).
Die verstorbene Versicherte müsse als unregelmässig beschäftigte Arbeitnehmende qualifiziert werden. Der
versicherte Verdienst bestimm
e sich bei diesem Personenkreis
gemäss
Art.
15
Abs.
3 lit. d UVG in Verbindung mit
Art.
22
Abs.
4 Satz 3 UVV
anhand des
AHV-Bruttolohn
s
im Zeitpunkt des Unfalls, umgerechnet auf die vorgesehen
e
Dauer des Arbeitsverhältnisses
(
Urk.
2,
Urk.
10
S. 3
).
Der Verdienst gemäss Arbeits
vertrag habe
Fr.
3'900.-- pro Monat (inklusive 1
3.
Monatslohn) betragen. Für die Dauer vom 2
7.
Januar 2017 bis
2.
April 2017 ergebe sich ein versicherter Ver
dienst von
Fr.
8'697.40 (
5 Tage à
Fr.
128.20 im Januar,
Fr.
3'900.-- für die Monate Februar und März, 2 Tage à
Fr.
128.20 im April).
Der
versicherte Verdienst sei bei Erlass
der angefochtenen Verfügung
somit
korrekt ermittelt worden
(
Urk.
2 S. 3,
Urk.
10 S. 4)
. Hingegen treffe es zu, dass
X._
als Vollwaise zu gelten habe, da sein Vater unbekannt sei. Gemäss
Art.
31 UVG betrage die Rente für Vollwaisen 25
%
des
versicherten Verdienstes. Da
nicht absehbar sei,
ob er wie behauptet studieren
werde
, werde auf den beantragten Auskauf der Rente unter Zugrundelegung einer Bezugsdauer bis zum
Alter von 25 Jahren verzichtet.
Damit stehe
X._
ab
1.
Februar
2017 eine Vollwaisenrente von
Fr.
181.-- pro Monat zu. Diese werde mit dem bereits ausgezahlten Betrag von
Fr.
9'124.85 verrechnet. Damit werde eine Aus
zahlung der Rente erstmals wieder per Mitte April 2021 nötig, falls dann noch ein Anspruch auf eine Hinterlassenenrente bestehe
. Somit bestehe zur Zeit kein fälliger Anspruch; damit entfalle auch ein Anspruch auf Verzugszinsen gemäss
Art.
26
Abs.
2 ATSG
(
Urk.
2
S. 3 f.
Urk.
10 S. 4
,
Urk.
12/61 S. 3
). Die
Bestattungs
kosten seien gemäss
Art.
14
Abs.
2 UVG auf das Siebenfache des
Höchstbetrages des versicherten
t
agesv
erdienstes (
Fr.
2'842.--) begrenzt.
Der
Rechnungsbetrag über EUR 4'000.
-- der
B._
für den Sarg und den Transport der Verstorbenen sei von der SWICA beglichen worden.
Darüber hinaus seien
Fr.
2'817.65 für Bestattungskosten bezahlt worden, ebenso wie die Kosten der Staatsanwaltschaft in Höhe von
Fr.
540.--. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten
Reise- und Verpflegungskosten der Familienangehörigen
(gemäss den Ziffern 1-8, 14 und 15 der Aufstellung des Beschwerdeführers)
fielen nicht unter die vom Unfallversicherer zu vergütenden Bestattungskosten (
Urk.
2 S. 4
,
Urk.
10 S. 4
).
Ein Anspruch des Beschwerdeführers selber auf Erstattung von Heilungs
kosten und
auf
eine Integritätsentschädigung bestehe nicht (
Urk.
10 S. 5).
3
.2
Der Beschwerdeführer
lässt demgegenüber geltend mach
en,
die SWICA habe das versicherte Jahresgehalt der Verstorbenen falsch berechnet. Er kenne keinen befristeten Arbeitsvertrag der Verstorbenen, und ein s
olcher wäre auch nicht relevant.
Gemäss
Art.
22
Abs.
4 UVV werde, falls das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr dauere, der in dieser Zeit bezogene Lohn auf das ganze Jahr umgerechnet. Bei einer zum Voraus befristeten Beschäftigung bleibe die Umrechnung auf die vorgesehene Dauer beschränkt, ausser wenn sich nach der bisherigen oder beabsichtigten Ausgestaltung der Erwerbsbiographie eine andere Normaldauer der Beschäftigung ergebe.
Es sei
das Jahresgehalt des vorangegangenen Jahres
vom 3
0.
Januar 2016 bis 2
9.
Januar 2017
heranzu
ziehen und nicht lediglich das Gehalt von Ende Januar bis Anfang April 2017,
da
die verstorbene Versicherte
für mehr als drei Jahre
regelmässig beim gleichen Arbeitgeber tätig gewesen sei
.
Der von der SWICA ermittelte Verdienst sei nicht nachvollziehbar.
Der Einfachheit halber und weil die Saison jährlich gleich
bleibend sei, könne davon ausgegangen werden, dass die Einnahmen im Jahr 2016
gemäss Auszug aus dem individuellen Konto der Verstorbenen
das Gehalt während eines Jahres vor dem Unfall wiederspiegelten.
Zusätzlich seien
gestützt auf
Art.
22
Abs.
2 UVV
auch die monatlichen Kinderzulagen
beim versicherten
Verdienst mitzuberücksichtigen.
Diese seien
vom Arbeitgeber fälschlicherweise nicht ausgezahlt worden, jedoch nun bei der Familienkasse beantragt worden (
Fr.
200.-- für sieben Monate)
.
Hierbei handle es sich um noch nicht ausbezahlte Lohnbestandteile
im Sinne von
Art.
22
Abs.
4 UVV, wor
auf ein Rechtsanspruch
bestehe
.
Damit sei von einem versicherten Verdienst von
Fr.
24'670.-- (
Fr.
23'270.-- zuzüglich Kinderzulagen für sieben Monate von
Fr.
1'400.--) auszugehen.
Bei korrekter Berechnung stehe ihm eine höhere Rente von mindestens
Fr.
514.-- zu
(
Urk.
1 S. 4
-6,
Urk.
1 S. 10
; vgl. auch
Urk.
3/10
).
Effektiv habe ihm die SWICA als Rentenauskauf deutlich weniger als den angegeben
en
Betrag, nämlich lediglich
Fr.
8'814.48 überwiesen, wie sich aus der Bestätigung der
C._
ergebe. Eventuelle Bankgebühren dürften nicht zu seinen Lasten
gehen
, sondern müssten von der SWICA getragen werden (
Urk.
1 S. 6
;
vgl. auch
Urk.
12/61 S. 1
).
Bei den erstatteten Bestattungs- und Transportkosten gemäss Schreiben der SWICA vom 2
2.
Februar 2017 sei der Umrechnungskurs
per 2
2.
Februar 2017
nicht richtig berechnet worden. Zu seinen Lasten sei ihm ein niedrigerer Betrag
,
entsprechend mindestens einem Fehlbetrag von
Fr.
4.--,
erstattet worden (
Urk.
1 S. 6
; vgl. auch
Urk.
3/7 S. 2
sowie
Urk.
12/61 S. 2
).
Die
unter Ziffer 1 bis 8 seiner Auflistung aufgeführten Transportkosten für die Abholung der Leiche
in Höhe von rund
Fr.
276.-- sowie die in Ziffer 14 und 15 aufgelisteten
zusätzlichen Kosten von
Fr.
463.
--
seien von der SWICA bisher nicht beglichen worden
. Der von der SWICA bisher erstattete Betrag von EUR
4'000.-- sei lediglich für die Transportkosten des Sarges (Abholung beim Hersteller) aufgewendet worden. Der Transport der Leiche sei in Eigenregie durch
geführt worden und die entsprechenden Kosten seien unter den Ziffern 1- bis 8 der Auflistung geltend gemacht worden
(
Urk.
1 S. 6 f.
;
vgl. auch
Urk.
3/7 S.
2
sowie
Urk.
12/61 S. 2
f.
)
.
Um seinen Leidenszustand einigermassen in den Griff zu bekommen, müsse er medikamentös behandelt werden. Da sein Einkommen und die ihm ausgezahlte Rente zur Deckung der Medikamentenkosten
von
Fr.
564.--
nicht ausreichten, seien diese von der SWICA zu tragen
(
Urk.
1 S.
7; vgl. auch
Urk.
12/61 S. 2)
. Die SWICA habe zudem die Kosten der Todesurkunde
von
Fr.
31.--
gemäss Rec
hnung vom 2
6.
September 2018
sowie die von der Staatsanwaltschaft in Rechnung gestellten Kosten in Höhe von
Fr.
540.
--
zu übernehmen
(
Urk.
1 S
. 7; vgl. auch
Urk.
12/69 S. 2,
Urk.
12/75 S. 3
)
. Die genannten Kosten seien nicht im Zusammenhang mit der Bestattung angefallen, sondern hingen direkt mit dem tödlichen Unfall zusammen und seien deswegen vollumfänglich zu erstatten. Auf den bisher nicht berücksichtigten Auslagen
im Sinne von
Art.
13 und 14 UVG
seien Zinsen von 5
%
seit dem 2
2.
Februar 2017 zu bezahlen
(
Urk.
1 S. 7)
.
Aufgrund des Verlustes seines einzigen Elternteils – der Vater sei nicht bekannt
–
leide er unter schweren depressiven Störungen. Zudem
sei nach dem Tod der Mutter eine chronische Gelbsucht diagnostiziert worden. Diese Störungen müssten medikamentös behandelt werden. Deshalb sei ihm aus
nahmsweise eine Integritätsentschädigung von wenigstens
Fr.
2’000.-- zuzusprechen (
Urk.
1 S. 8).
4.
4.1
Die SWICA teilte dem Beschwerdeführer die Erstattung von
Leichentransport- und Bestattungskosten
formlos mit (
Urk.
12/14
,
Urk.
12/43; vgl. auch
Urk.
12/74,
Urk.
12/77 S. 2-3
). Diese Ansprüche waren nicht Gegenstand der mit Einsprache angefochtenen Verfügung vom
9.
Oktober 2017 (
Urk.
12/48)
, womit diesbezüglich im Einspracheverfahren ein Anfechtungsobjekt fehlte
(vgl. dazu auch E. 4.2)
. Trotzdem prüfte die SWICA den Anspruch auf Übernahme der im Einspracheverfahren geltend gemachten zusätzlichen
Leichentransport- und Bestattungskosten
(
Urk.
61 S. 2
f.
,
Urk.
12/75 S.
3)
und lehnte die
Vergütung
weiterer Kosten mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
ab (
Urk.
2 S. 4).
Damit dehnte sie den
Streitgegenstand
des Einspracheverfahrens auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstands
, der Verfügung vom
9.
Oktober 2017
,
liegende Frage aus. Da diese eng mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung zusammenhing, ist die Ausdehnung im formlosen Einsprache
verfahren zulässig (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_165/2007 vom 14. September 2007 E. 1.2
).
4.2
Hingegen hat die SWICA die in der Beschwerde ebenfalls geltend gemachten Ansprüche
des Beschwerdeführers
auf
Übernahme von Medikamentenkosten in Höhe von
Fr.
564.-- (
Urk.
1 S. 7) sowie auf eine Integritätsentschädigung von mindestens
Fr.
2'000.-- (
Urk.
1 S. 8)
mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
nicht überprüft
(
Urk.
2 S.
3 f.
)
. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal der Beschwerde
führer den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung erstmals in der Beschwerdeschrift geltend gemacht hat
(
Urk.
1 S. 8)
, eine Prüfung im Ein
spracheverfahren mithin gar nicht möglich war
.
Da
im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen
sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung beziehungsweise eines Einspracheentscheid
e
s – Stellung genommen hat, fehlt es an einem Anfechtungs
gegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Auf die entsprechenden Anträge ist deshalb nicht einzutreten
. Anzumerken bleibt, dass das UVG Hinterlassenen
keinen Anspruch
auf die Übernahme von Heilungskosten und auf eine Integritäts
entschädigung
einräumt
; darauf hat die SIWCA in der Beschwerdeantwort zu Recht hingewiesen (
Urk.
10 S. 4 f.).
Da der Anspruch auf
Vergütung
der am 2
6.
September 2018 fakturierten Kosten für die Todesurkunde von
Fr.
31.-- (
Urk.
3/16)
erstmals im Beschwerdeverfahren geltend gemacht wird
(
Urk.
1 S. 7)
, konnte diese Rechnung von der SWICA noch gar nicht überprüft werden. Mangels eines Anfechtungsobjekts ist auch
diesbezüglich auf die Beschwerde
nicht einzutreten.
Hinsichtlich der noch während laufendem Einspracheverfahren im Schreiben vom
1
8.
Januar 2019
erstmals geltend gemachten
(
Urk.
12/69 S. 2; vgl. auch
Urk.
12/75 S. 3), von der Staatsanwaltschaft in Rechnung gestellten
Kosten
von
Fr.
540.-- für den Transport der verstobenen Versicherten vom Bergungsort zum Bestattungsdienst (
Urk.
12/77 S. 2)
ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass die SWICA ihre diesbezüglichen Abklärungen bei Erlass des angefochtenen Einsprache
entscheid
e
s noch nicht abgeschlossen hatte
(
Urk.
12/71,
Urk.
12/74,
Urk.
12/77 S. 2-3)
. Dementsprechend
hat die SWICA einen Anspruch auf Übernahme
diese
r
Kosten
mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
nicht
beurteilt
(
Urk.
2 S. 4; vgl. auch
Urk.
10 S. 4
und
Urk.
11/2
). Auch insofern ist auf die Beschwerde mangels eines Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.
5
.
5.
1
Die SWICA hat zur Ermittlung des versicherten
Verdienst
es von
Z._
sel.
lediglich den Lohn für die
im Arbeitsvertrag festgehaltene
Dauer des Anstellungsverhältnisses
vom 2
7.
Januar bis
2.
April 2017
herangezogen. Dem
lag
die
Überlegung zugrunde, die verstorbene Versicherte sei einer befristeten
Beschäftigung
gemäss
Art.
22
Abs.
4 Satz 3 UV
V
nachgegangen (
Urk.
2 S. 3,
Urk.
10 S. 4
). Zwar war der Arbeitsvertrag
als Kellnerin für die Dauer der Saison
vom 2
7.
Januar bis
2.
April 2017
befristet
(
Urk.
12/33 S. 2
)
.
Ein zum Voraus befristetes Arbeitsverhältnis ist aber nicht gleichzusetzen mit einer zum Voraus befristeten Beschäftigung im Sinne von
Art.
22
Abs.
4 Satz 3 UVV
(vgl. Rumo/Jungo, Holzer, a.a.O, S. 112 f.
sowie BGE
138 V 106 E. 5.4.3 und 7
)
.
Im
zweiten Teilsatz
von Satz 3
von
Art.
22
Abs.
4 UVV
wird die im ersten Teilsatz aufgestellte Regel,
wonach
bei einer im Voraus befristeten
Beschäftigung der bezogene Lohn bloss auf die vorgesehene Beschäftigungsdauer umzurechnen ist,
insofern relativiert, als eine sich nach der bisherigen oder beabsichtigten Ausgestaltung der Erwerbsarbeitsbiographie ergebende andere Normaldauer der Beschäftigung vorbehalten bleibt.
Damit ist für die Rentenbemessung die - im
Rahmen eines oder mehrerer Arbeitsverhältnisse ausgeübte – normale Dauer der Beschäftigung massgeblich. Diese richtet sich nach der bisherigen oder beabsichtigten künftigen Ausgestaltung der Erwerbsbiographie (BGE 138 V 106 E. 5.
4
mit Beispielen in E. 5.4.3 und E. 7.2;
vgl. auch
den Anwendungsfall
im Urteil des Sozialversicherun
g
sgerichts UV.2007.00513
vom 1
0.
August 2009
E. 4.2
).
5.2
Die verstorbene Versicherte kann zur beabsichti
gten Ausgestaltung ihrer Erwerbs
biographie nicht mehr befragt werden. Dass vom ehemaligen Arbeitgeber diesbezüglich noch
brauchbare
neue
Information
en
erhältlich gemacht werden können, ist
nicht anzunehmen
, weshalb auf eine Befragung des Arbeitgebers (durch die SWICA) in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann
(
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen)
. Hingegen lassen sich wichtige Indizien
zur Normaldauer der Beschäftigung
aus der bisherigen Erwerbsbiographie ableiten
(vgl. BGE 138 V 106 E. 7.3)
. Aus dem
vom Beschwerdeführer
eingereichten IK-Auszug
(und dem oben erwähnten Arbeitsvertrag)
geht hervor,
dass die
verstorbene Versicherte
seit August 2015
für den gleichen Arbeitgeber tätig war, und zwar
zweimal jährlich
für jeweils drei bis vier Monate
während der Sommer- und Wintersaison (
Urk.
3/10
S. 1
).
Dies stimmt mit den
Angaben
des ehemaligen Arbeitgebers
gegenüber der
SWICA vom
1.
Februar 2017
überein (
Urk.
12/1). In
der Einsprache vom
3
0.
Oktober 2017
gab die Mutter von
Z._
sel. zudem an, die verstorbene Versicherte habe während acht Jahren in der Schwe
iz gearbeitet (
Urk.
12/51 S. 2), was durch vom Beschwerdeführer eingereichte Bestätigungen über Fahrten mit einem Hotelshuttle im
März
2014
gestützt wird (
Urk.
3/11 S. 3 f.).
Damit
ergibt sich mit
überwiegend
er Wahrscheinlichkeit eine
Normaldauer der Beschäftigung
von
Z._
sel., die die vom letzten befristeten Arbeitsvertrag
für die Wintersaison
abgedeckte Zeit
vom 2
7.
Januar bis
2.
April 2017 deutlich
übersteigt, da
aufgrund der bisherigen Erwerbs
biographie
davon ausgegangen werden kann, dass
die verstorbene Versicherte
in der Sommersaion 2017 ein weiteres befristetes Arbeitsverhältnis in der Schweiz eingegangen wäre (vgl. BGE 138 V 106 E. 7.3). Für die Ermittlung des versicherten Verdienstes anhand der Normaldauer der Beschäftigung
rechtfertigt es sich, wie vom Beschwerdeführer
geltend gemacht
,
von dem
im Jahr 2016 in
den Monaten Januar bis März
(Wintersaison)
und Juli bis Oktober
(Sommersaison)
erzielten Verdienst gemäss IK-Auszug in Höhe von
Fr.
23'270.-- auszugehen
(
Urk.
3/10).
5.3
Hingegen
musste die SWICA
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
beim versicherten Verdienst für die Waisenrente keine Kinderzulagen anrechnen. Wie
der Beschwerdeführer selbst anführt, wurden diese vom Arbeitgeber nicht ausbezahlt (
vgl.
Urk.
3/11
S. 1
). Zwar hat
d
er
Beschwerdeführer
mittlerweile
offenbar bei der zuständigen Stelle die Ausrichtung der Kinderzulagen verlangt (
Urk.
1 S.
5 f.
). Eine Beurteilung des Anspruchs durch diese Stelle liegt aber nicht vor. Im Rahmen der Bemessung der Waisenrente durch den Unfallversicherer kann
nicht
darüber befunden werden
, ob im Sinne von
Art.
22
Abs.
4
UVV
ein Rechtsanspruch auf die
bisher
(noch) nicht ausbezahlten Kinderzulagen besteht. Die SWICA durfte demnach bei Erlass des angefochtenen Einspracheentscheid
e
s auf den effektiv bezogenen Lohn ohne Kinderzulagen abstellen
(BGE 136 V 182 E. 8)
.
5.4
Die SWICA, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird die Waisenrente auf
grund des höheren versicherten Verdienstes
gemäss Erwägung 5.2
neu zu berechnen und darüber
– und über den Anspruch auf Verzugszinsen –
zu verfügen haben.
Dabei wird sie auch de
r
bisher soweit ersichtlich nicht über
prüften
Rüge
des Beschwerdeführers nachzugehen haben, sie
habe ihm als Auskauf der Rentenschuld nicht den im angefochtenen
Einspracheentscheid
genannten Betrag von
Fr.
9'124.85 (
Urk.
2 S. 4), sondern effektiv nur
Fr.
8'814.48 überwiesen
(
Urk.
1 S. 6)
. Dass die
SWICA im angefochtenen
Einspracheentscheid
mit keinem Wort auf diesen bereits im Einspracheverfahren vorgebrachten Einwand (
Urk.
12/61 S. 1) eingegangen ist (
Urk.
2 S. 3-4; vgl. auch
Urk.
10 S. 3-4)
,
stellt eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs
dar
(
Kieser, a.a.O.,
Art.
52 Rz 64 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung)
. S
ollte die SWICA dem Beschwerdeführer nach erfolgten Abklärungen entgegen dessen Antrag nicht den
allfälligen
Differenzbetrag auszahlen, wird sie die Gründe in der zu erlassenden Verfügung nachvollziehbar darzulegen haben.
Dabei wird sie auch zu
m
Argument
des Beschwerdeführers
, allfällige Bank
gebühren dürften nicht zu
seinen
Lasten gehen (
Urk.
1 S. 6), Stellung zu nehmen haben.
6.
6.1
Der Beschwerdeführer
bemängelt, die
SWICA habe nicht sämtliche
in seiner Auf
listung vom
1
2.
Februar 2013
aufge
führten
Leichentransport- und Bestattungs
kosten
übernommen
(
Urk.
1 S. 6,
Urk.
12/3 S. 2)
.
D
ie SWICA
hat
gemäss Mitteilung vom 2
2.
Februar 2017
die
in der Auflistung des Beschwerdeführers unter
Ziff.
9 aufgeführte
Rechnung über
EUR 4'000.--
vergütet. L
aut der dem Gericht eingereichten
internen
Aufstellung
hat sie diese Rechnung
unter dem Titel «Bestattungskosten»
verbucht (
Urk.
11/2,
Urk.
12/17 S. 3)
.
Anhand der
bei den Akten liegende
n
fremdsprachige
n
Rechnung
kann nicht klar nachvollzogen werden
, ob damit lediglich
-
wie
der
Beschwerdeführer
bereits
im Einspracheverfahren
geltend
ge
macht
hat (
Urk.
3/7 S. 2 f. =
Urk.
12/61 S. 2 f.)
-
die Abholung des Sarges
beim Hersteller abgegolten wurde
,
womit es sich um Bestattungskosten
handeln würde (vgl. vorstehend
E. 2.2)
, oder ob die Leistungen den Transport der Leiche an den Bestattungsort mitumfassten
(
Urk.
1
2
/3 S. 6)
. Bei den unter
Ziff.
1 bis 8 der Aufstellung des Beschwerdeführers aufgeführten Beträgen
(
Urk.
12/3 S. 2)
handelt es sich, soweit aufgrund der teils fremdsprachigen Belege nachvollz
ogen werden kann
, um Kosten für Autobahn
vignetten und Benzin (
Urk.
12/3 S.
3
-5)
. Es kann damit nicht ausgeschlossen werden, dass diese
Auslagen
in Höhe von Total
Fr.
276.
--
tatsächlich
wie vom Beschwerdeführer im Einspracheverfahren
behauptet (
Urk.
3/7 S. 2 f. =
Urk.
12/61 S. 2 f.)
im Rahmen
des in Eigenregie durchgeführten Transportes der Leiche entstanden sind, es sich hierbei also um Leichentransportkosten im Sinne von
Art.
14
Abs.
1 UVG handelt.
B
ei den vom Beschwerdeführer unter
Ziff.
14 und 15 aufgelisteten zusätzlichen Kosten von
Fr.
463.
--
(
Urk.
12/3 S. 2)
scheint es sich teilweise um die Ausgaben für Benzin und Nahrungsmittel zu handeln
, wobei eine klare Einordnung dieser Ausgaben mangels Übersetzung der eingereichten Belege nicht möglich ist (
Urk.
12/3 S. 31-34).
Weder aus der Begründung des angefochtenen Einspracheentscheids
(
Urk.
2 S. 4)
und der Beschwerdeantwort
(
Urk.
10 S. 4)
noch aus den übrigen Akten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass
die SWICA
sich eingehend mit
der
bereits im Einsprache
verfahren vorgebrachten Argumentation des Beschwerdeführers
, bei den geltend gemachten Kosten handle es sich um Leichentransportkosten,
auseinandergesetzt hat
. Generell fehlt in den Akten eine nachvollziehbare Zuordnung der vom Beschwerdeführer eingereichten Rechnungen zu den Kategorien
Leichentransport- und Bestattungskosten
(vgl.
Urk.
11/2)
. Unklar sind dabei auch Ort und Art der Bestattung und die dafür erforderlichen Transporte beziehungsweise Transportwege im In- und Ausland.
Laut der dem Gericht eingereichten Aufstellung hat die SWICA für den Leichen
transport bisher
Fr.
540.-- vergütet (
Urk.
11/2), die Kostenobergrenze für die Überführung der Leiche an den Bestattungsort im Ausland beläuft sich aber auf
Fr.
29'640.-- (vorstehend E. 2.2). Ein Anspruch auf Vergütung
von
geltend gemachten weiteren Kosten kann deshalb bei der gegenwärtigen Aktenlage nicht ausgeschlossen werden.
Hingegen ist grundsätzlich nicht zu
beanstanden, dass die SWICA Reise- und Verpflegungskosten
von
Familienangehörigen
– falls solche vorliegen -
nicht als Leichentransport- und Bestattungskosten im Sinne von
Art.
14 UVG betrachtet
(
Urk.
2 S. 4,
Urk.
10 S. 4 sowie vorstehend E. 2.2).
Die SWICA – an welche die Sache hierzu ebenfalls zurückzuweisen ist – wird deshalb noch
eingehend
abzuklären haben, ob es sich bei
den unter den Ziffern 1-8 und 14-15 der Aufstellung des Beschwerdeführers vom 1
3.
Februar 2017 auf
geführten
Kosten tatsächlich um Leichentransportkosten
(vgl.
Urk.
1 S. 6)
und nicht bloss – wie im angefochtenen
Einspracheentscheid
ohne nachvollziehbare Begründung
ausgeführt wird
(
Urk.
2 S. 4; vgl. auch
Urk.
10 S. 4)
– um Reise- und Verpflegungskosten der Familienangehörigen handelt.
Dabei wird sie die vom Beschwerdeführer
eingereichten, in
fremder
Sprache verfassten Belege soweit nötig zu übersetzen (lassen) haben
,
beim Beschwerdeführer beziehungsweise seinen Angehörigen falls nötig weitere Erkundigungen einzuholen haben und
die einzelnen Rechnungspositionen klar zu bezeichnen und den Kategorien Leichen
transportkosten (mit allfälliger Unterscheidung der in der Schweiz und im Ausland entstandenen Kosten), Bestattungskosten und nicht erstattbare Kosten zuzuordnen haben
.
Das Abklärungsergebnis wird sie in den Akten zu dokumentieren und zumindest kurz in der Begründung der noch zu erlassenden Verfügung
über den Anspruch auf Übernahme dieser Kosten
festzuhalten haben.
Je nach Ausgang der Abklärungen wird die SWICA auch über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Verzugszinsen
zu befinden haben.
6.2
Auf den bereits im Einspracheverfahren
vorgebrachten
Einwand des Beschwerde
führers, b
ei den
vergüteten
Bestattungs- und Transportkosten gemäss Schreiben vom 2
2.
Februar 2017
habe die SWICA den
Umrechnungskurs per 2
2.
Februar
2017
nicht richtig berechnet, so dass
z
u seinen Lasten ein
zu niedrigerer Betrag
in Höhe
von mindestens
Fr.
4.--
erstattet worden
sei
(
Urk.
1 S. 6; vgl. auch
Urk.
3/7 S. 2
,
Urk.
12/17 S. 1, 3 und 5-6
sowie
Urk.
12/61 S. 2
), ist die SWICA weder im angefochtenen
Einspracheentscheid
noch in der Beschwerdeantwort eingegangen (vgl.
Urk.
2,
Urk.
10).
Unklar ist deshalb, ob s
ie
diesen Einwand überhaupt geprüft hat
, zumal den Akten keine entsprechenden Hinweise zu entnehmen sind
.
Dies stellt eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs
dar (Kieser, a.a.O.,
Art.
52 Rz 64 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).
In der noch zu erlassenden Verfügung wird
die SWICA sich
deshalb, nötigenfalls nach weiteren Abklärungen,
auch mit diesem Einwand
zu
befassen haben und ihren Entscheid nachvollziehbar zu begründen haben (vgl. zum Umrechnungskurs etwa BGE 141 V 246 E. 5.3 und 6, BGE 137 V 282 E. 3.7, 3.10, 4.3 und 5.2).
7.
7.1
Zusammenfassend
ergibt sich
,
dass a
uf die Anträge auf Übernahme von Medikamentenkosten in Höhe von
Fr.
564.--, auf eine Integritätsentschädigung von mindestens
Fr.
2'000.-- (
Urk.
1 S. 8)
sowie
auf Vergütung der Kosten für die Todesurkunde von
Fr.
31.-- und der
Rechnung der
Staatsanwaltschaft
in Höhe von
Fr.
540.-- für den Transport der verstobenen Versicherten vom Bergungsort zum Bestattungsdienst nicht einzutreten ist (vorstehend E. 4.2). Im Übrigen ist die Beschwerde
in dem Sinne gutzuheissen, dass die Sache an die SWICA zurückzuweisen ist, damit sie im Sinne der Erwägungen 5 und 6
v
orgehe
und
hernach erneut
über die Hinterlassenenrente sowie die zu vergütenden weiteren
Leichentransport- und
Bestattungskosten
verfüge.
7.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2).
Nach
§
34
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozi
al
versicherungsgericht (GSVGer)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 GSVGer).
E
s
rechtfertigt
sich,
von einem
Obsiegen
des Besch
w
erdeführers
zu
drei Viertel
n
auszugehen
und
seine
Parteientschädigung um einen Viertel zu kürzen, da die Begründung der Anträge, auf welche nicht einzutreten ist, den Arbeitsaufwand beeinflusst hat (vgl.
Urk.
1 S. 7 f.)
.
Weil
die unentgeltliche Rechtsvertreterin von der Möglichkeit, dem Gericht eine Honorarnote einzureichen (
Urk.
13 S. 2), keinen
Gebrauch gemach
t
hat, ist
die
Entschädigung für ihren Aufwand
ermessensweise auf
Fr.
3'100.--
fest
z
usetzen
(inkl. Barauslagen und MWSt)
.
Zu
drei Vierteln (
Fr.
2'325.--
) geht diese Entschädigung zulasten der unterliegenden
Beschwerdegegenerin
und zu einem
Viertel
(
Fr.
775.--
)
zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung
zulasten
der
Gerichtskasse.
D
er Beschwerdeführer
ist darauf hinzuweisen, dass
er
zur Nachzahlung der Kosten für die unentgeltliche Rechtsvertretung verpflichtet ist, sobald
er
dazu in der Lage ist (
§
16
Abs.
4 GSVGer
).