Decision ID: 41045ecd-d106-4130-b7a3-c7e3c77a8a78
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1975 geborene
X._
arbeitete
bei der Firma
Y._
AG als
Hilfsmaurer
und war in dieser Eigenschaft übe
r die Suva unfallversichert
, als er
am 2. September 2009
beim Hantieren mit einem schweren Blumentopf
ein Überdehnungstrauma der rechten Schulter erlitt
. Wegen der daraus resul
tierenden Beeinträchtigungen attestierten ihm die behandelnden Ärzt
e eine Arbeitsunfähigkeit
. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und
richtete bis zum Abschluss der Behandlung und Wiedererlan
gen der vollen Arbeits
fähigkeit
im Frühling 2010 die gesetzlichen Leistungen aus
. Die Arbeitgebe
rin kündigte das Arbeitsverhältnis mit dem Versiche
rten per 31. Januar 2010
.
Im März 2011 meldete der Vers
icherte der Suva einen Rückfall
(
Urk.
1 S.
2,
Urk.
2 S. 2
,
Urk.
9/163 S. 4
f.
)
.
1.2
Am 17. Juni 2011 stürzte der Versicherte beim Joggen und zog sich dabei
eine Zerrung der rechten Schulter zu.
Als A
rbeitsloser war er für dieses Ereignis weiterhin bei der Suva versichert (
Urk.
9/1).
In der Folge kam es zusätzlich zu den bereits bekannten Schulterschmerzen zu Schmerzen über dem
Acromioklavikulargelenk
rechts
, und der Beschwerdeführer wurde erneut arbeitsunfähig geschrieben (
Urk.
9/6)
. Auch diesbezüglich erbrachte die Suva die
gesetzlichen Leistungen
.
1.3
Aufgrund der Untersuchung des
Versicherten
am 7. Mai 2013 gelangte Kreis
arzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, zur Beurteilung
, mit Ausnahme einer Einschränkung bei schweren Tätigkeiten über Kopf bestünden keine unfallbedingten
Beeinträchtigun
gen mehr (
Urk.
9/163
). Am 13. Mai
2013
teilte die Suva dem Versicherten mit, sie stelle die Taggeldleistungen und die Übernahme der Heilungskosten
(
mit Ausnahme von
Dafalgan
bei Bedarf) per 31. Juli 2013 ein (
Urk.
9/164
).
Am 15. Mai 2013 sprach die Suva für eine Integritätseinbusse von 5
%
eine Integritätsentschädigung zu; dieser Entscheid erwuchs nach abgewiesenem
Einspracheverfahren
in Rechtskraft.
Mit Verfügung vom 20. Juni 2013 ver
neinte die Suva das Bestehen eines Rentenanspruchs (
Urk.
9/195
). Nachdem der Versicherte dagegen Einsprache erhoben
(
Urk.
9/193)
und die Suva die Sache ihrem Kreisarzt neuerlich zur Beurteilung unterbreitet hatte
(
Urk.
9/200-203)
, teilte die Suva dem
Versicherten mit Schreiben vom
5. November 2013 mit, sie nehme die angefochtene Verfügung zurück und richte ab 1. August 2013 weiterhin Leistungen aus (
Urk.
9/206
).
Nach Erhalt des Berichts vom 12. März 2014 über die vom Versicherten absolvierte ambulante arbeitsbezogene Rehabilitation im
A._
vom 4. Dezember
2013 bis 12. Februar 2014 (
Urk.
9/
229
) sowie
des Berichts über die erneute
kreisärztliche Untersuchung vom 7. April 2014 (
Urk.
9/
235
)
und die ergänzende Stellungnahme vom 12. Mai 2014 (
Urk.
9/
242
; vgl. auch
Urk.
9/238-241)
teilte
die Suva dem Versicherten am 20. Mai 2014 mit, sie stelle
die Taggeldleistungen sowie die Übernahme der Heilungskosten mit Ausnahme
der Behandlung mit
Dafalgan
bei Bedarf per 31. Juli 2014 ein (
Urk.
9/244
). Mit Verfügung vom
23. Mai 2014 verneinte die Suva aufs Neue das Bestehen eines Rentenanspruchs (
Urk.
9/248
). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache wies sie mit
Einspracheentscheid
vom 1. Mai 2015 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Kübler
, mit Eingabe vom 3. Juni 2015 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei ihm ab dem 1. August 2014 eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 15
%
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. August 2015 beantragte die Suva die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistun
gen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bishe
rigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmun
gen).
Die
hier zu beurteilende
n Unfä
ll
e
haben
sich
in den Jahren 2009 und 2011
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf
den vorliegenden Fall Anwendung finden und i
n dieser Fassung zitiert wer
den.
2.
2
.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
inva
lid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
[ATSG]
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird da
s Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut
bare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage
erzielen könnte, in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2
.
2
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der
–
kumulativ
–
besonders stabile Arbeitsverhält
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesund
-
heitsschadens
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbs
tätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabella
rischen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik
regelmässig
erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Bei Heranziehen der DAP hat sich die
Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamt
zahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des
Sucher
gebnisses
eine zuverlässige Beurteilung der von der SUVA verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt
(BGE
139 V 592 E. 6.3, 129 V 472 E.
4.7.2).
Rechtsprechungsgemäss
sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem auf
grund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatz
beschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeit
liche oder
leistungsmässige
Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen.
Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3, 129 V 472 E. 4.2.3).
3
.
3
.1
Die Suva begründete
ihre abschlägige Beurteilung des Rentenbegehrens des Beschwerdeführers
im angefochtenen
Ein
s
pracheentscheid
damit,
gemäss
den
Angaben des letzten Arbeitgebers hätte der Beschwerdeführer ohne
die Unfallfolgen im Jahr 2014 inklusive 13. Mon
atslohn
Fr.
58‘698.10 verdient.
Der allgemein verbindlich erklärten Zusatzvereinbarung über die Anpassung der Löhne für das Jahr 2014 vom 31. Oktober 2013 zum Landesmantel
-
vertrag für das Bauhauptgewerbe lasse sich in Art. 41
Abs.
1 in Verbindung mit Anhang 9 für die Lohnklasse B ein Basislohn von
Fr.
4‘978.--
pro Monat
entnehmen.
Verglichen mit dem entsprechenden Jahreslohn von
Fr.
64‘714.--
sei der vom Beschwerdeführer hypothetisch
im Jahr 2014 erzielte Lohn um 9,
3
%
tiefer. Insofern sei davon auszugehen, dass er aus invaliditätsfremden Gründen einen deutlich unterdurchschnittlichen
Validenlohn
bezogen habe, was bei der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigen sei.
D
ie funktionelle körperliche Belastbarkeit des Beschwerdeführers
unter Berücksichtigung der Unfallfolgen
ergebe sich aus der kreisärztlichen Beurteilung von
Dr.
Z._
vom 12. Mai 2014 sowie dem damit übereinstimmenden Bericht des
A._
vom 12. März 2014 über die dortige ambulante arbeitsbezogene Rehabilitation. Demnach sei dem Beschwerdeführer eine mittelschwere Tätigkeit
mit gewissen funktionellen Einschränkungen
ganztags
zumutbar.
Aus
ihre
r
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) habe sie
unter Berücksichtigung dieses Zumutbarkeitsprofils für das Jahr 2014
fünf Arbeitsplätze ausgewählt und durch Errechnung des Durchschnittslohns ein
Jahreseinkommen
von
Fr.
59‘335.06 ermittelt.
Da der Beschwerdeführer gemäss der medizinischen Zumutbarkeitsbeurteilung ganztags arbeiten könne
und er bei den herangezogenen DAP-Arbeitsplätzen leistungsmässig nicht eingeschränkt sei
, bestehe kein Raum für eine
entsprechende
Reduktion
des Einkommens
.
Weil das Invalideneinkommen gestützt auf die DAP anhand konkreter Verweisungstätigkeiten ermittelt worden sei, sei eine weitere Reduktion
-
analog zum
behinderungsbedingten Abzug bei der Ermittlung des Invalideneinkommens anhand statistischer Durchschnittswerte -
nicht angebracht.
Hingegen sei in Anbetracht der deutlichen
Unterdurchschnitt
lichkeit
des
Valideneinkommens
die 5
%
übersteigende Abweichung zu berücksichtigen, mithin sei
deshalb
ein Abzug von 4,
3
%
vorzunehmen.
Werde das auf diese Weise ermittelte Invalideneinkommen von
Fr.
56‘785.94 am
Valideneinkommen
von
Fr.
58‘698.10 gemessen, resultiere bei einem invaliditätsbedingten Minderverdienst von
Fr.
1‘912.16 ein Invaliditätsgrad von 3
%
,
welcher die für einen Anspruch auf eine Invalidenrente erhebliche Schwelle von 10
%
nicht erreiche
(
Urk.
2)
.
3
.2
Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, er habe
ab dem 1. August 2014
Anspruch auf eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 15
%
.
Hinsichtlich des zumutbaren Tätigkeitsprofils aus medizinischer Sicht sei zu beachten, dass die Ärzte des
A._
ihm im Bericht vom 12. März 2014 in zeitlicher Hinsicht eine Arbeitsfähigkeit während 8 Stunden pro Tag bescheinigt hätten. Entgegen der Ansicht
der Suva
sei er folglich nicht ganztags arbeitsfähig; andernfalls wäre ihm nämlich eine Arbeitsfähigkeit während der üblichen Zeit von 8 Stunden 24 Minuten pro Tag attestiert worden.
Das
Valideneinkommen
sei von der Suva korrekt ermittelt worden.
Von Bedeutung sei, dass er vor Eintritt der Invalidität ein sehr tiefes Einkommen erzielt habe:
Vor dem ersten Unfall habe er als Hilfsmaurer im Jahr 2008
bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 42,5 Stunden
ein Erwerbseinkommen von
Fr.
53‘852.
--
erzielt
. Gemäss der LSE 2008 TA
1
Ziff.
45
habe das durchschnittliche Einkommen auf dem Bau bei Tätigkeiten mit dem Anforderungsniveau 4
Fr.
5‘150.-- bei einer 40 Stunden-Woche und demnach
Fr.
65‘662.50 im Jahr bei einer 42,5 Stunden-Woche
betragen
.
Die Differenz zum im Jahr 2008 tatsächlich erzielten Einkommen liege bei 18
%
, weshalb rechtsprechungsgemäss eine Parallelisierung der
Vergleichseinkom
men
vorzunehmen sei. Eine Differenz in ähnlicher Grössenordnung errechne sich auch für 2010: In jenem Jahr hätte er bei seinem letzten Arbeitgeber auf dem B
au einen Jahreslohn von
Fr.
57‘200
.--
erzielen können. Das durch
schnittliche Einkommen auf dem Bau habe damals gemäss LSE 2010 TA1
Ziff.
41-43 bei Tätigkeiten mit dem Anforderungsniveau 4 pro Monat
Fr.
5
‘
310.-- und – umgerechnet auf eine 42,5 Stunden-Woche – pro Jahr
Fr.
67‘702.50 betragen. Die Unterdurchschnittlichkeit
gemessen am bran
chenüblichen Einkommen
belaufe sich für dieses Jahr auf 15,5
%
.
Bei Berücksichtigung der Werte für die Jahre 2008 und 2010 resultiere eine Unterdurchschnittlichkeit von 16
,
75
%
([18 + 15.5] geteilt durch 2). Nach Abzug des Schwellenwertes von 5
%
schlage das niedrige Lohnniveau mit 11
,
75
%
zu Buche, was mittels eines entsprechenden Abzugs vom
Invaliden
einkommen
zu berücksichtigen sei.
Die Suva, welche eine
Unterdurchschnitt
lichkeit
von 9,3
%
errechnet habe, übersehe, dass nicht die Mindestlöhne gemäss GAV relevant seien, sondern der durchschnittliche
b
ranchenübliche Lohn. Er sei ab 2006 beim gleichen Arbeitgeber in einer Hilfsarbeiterstellung tätig gewesen. Gestützt auf Art. 44 des Landesmantelvertrages für das schweizerische Bauhauptgewerbe
(LMV)
würden die individuellen Löhne jedes Jahr zusätzlich zu den gesamtarbeitsvertraglichen Lohnanpassungen angepasst. Deshalb wäre nach dem allgemeinen Lauf der Dinge zu erwarten gewesen, dass sein Lohn als Gesunder im Jahr 2014 deutlich über dem Min
des
t
lohn gemäss
dem
LMV
gelegen hätte, was aber nicht der Fall sei.
Das von
der
Suva
anhand
der DAP ermittelte Einkommen
für das Jahr 2014
von
Fr.
59‘335.06 werde
im Grundsatz nicht in Frage gestellt
.
Bei den insgesamt
437 herangezogenen
Arbeitsplätzen, welche gemäss der Suva trotz seiner Behinderung in Frage kämen, sei zu monieren, dass nicht alle aufgeführten Stellen mit seinem Leistungsprofil vereinbar seien und/oder ihm wegen der fehlenden Ausbildung und/oder Sprachkompetenz von Vornherein nicht offen stünden.
Werde dieses Einkommen um 11,
75
%
herabgesetzt, resultiere ein Invalideneinkommen von
Fr.
52‘363.1
9.
Verglichen mit dem
Validenein
kommen
von
Fr.
58‘698.25 resultiere ein Invaliditätsgrad von mindestens 11
%
, der zum Anspruch auf eine entsprechende Rente führe. Werde zusätz
lich berücksichtigt, dass er nur 8 Stunden und nicht 8 Stunden und
24 Minuten arbeiten könne, also zusätzlich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in zeitlicher Hinsicht von 5
%
aufweise, errechne sich nach Vornahme eines weiteren Abzugs von 5
%
vom Invalideneinkommen gemessen am
Valideneinkommen
ein Invaliditätsgrad von
15
%
. Da die Suva das Taggeld per 3
1.
Juli 2014 eingestellt habe, beginne der Rentenanspruch am
1.
August 2014 (
Urk.
1).
3
.3
In der Beschwerdeantwort vom 1
7.
August 2015 bringt die Suva vor, im Bericht des
A._
vom 1
2.
März 2014 werde zwar unter Ziffer
1.5 ausgeführt, der zeitliche Umfang der Arbeitsfähigkeit werde auf
8 Stunden geschätzt.
Damit sei von den
Ärzten
des
A._
lediglich dargelegt worden, dass
aufgrund der Beobachtungen
während der jeweils 8 Stunden pro Tag dauernden Arbeitstrainings
in zeitlicher Hinsicht keine Einschränkungen erhoben
worden seien. Hingegen hätten sie nicht angegeben, dass die
Limite
des täglichen Einsatzes unbedingt bei 8 Stunden liegen müsse.
In der gleichen Ziffer werde
nämlich
eine mittelschwere Tätig
keit als ganztags
zumutbar bezeichnet und in Ziffer
1.7 werde für solche Tätigkeiten eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100
%
angegeben.
Damit
sei offensichtlich, da
ss es keine Rolle spiele, ob genau 8 Stunden oder 8 Stunden und 24 Minuten gearbeitet würden.
Die vom Beschwerdeführer vorgenommene Berechnung der Unterdurch
-
schnittlichkeit
seines
Einkommens vor dem Unfall sei
falsch. Soweit er geltend mache, dass er als Gesunder ein massiv über dem Mindestlohn gemäss dem GAV liegendes Einkommen verdient hätte, widerspreche er sein
en
vorherigen Behauptung
en
, als Gesunder hätte er ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen erzielt
, wobei
er wegen seiner fehlenden Sprachkompetenz nicht einmal allein zu einem Arz
t
besuch habe gehen können geschweige denn ein Telefonat habe führen können
. Weil
er als Gesunder bei weitem nicht den Minimallohn erzielt und trotzdem nicht die Stelle gewechselt habe, könne nicht davon ausgegangen werden, dass er andernorts einen Lohn erzielt hätte, welcher über dem Mindestlohn g
elegen hätte.
Jedenfalls bl
eibe er diesen Beweis schuldig.
Es bleibe dabei, dass der Beschwerdeführer mangels eines Invaliditätsgrades von mindestens 10
%
keinen Anspruch auf die Ausrichtung einer Rente habe (
Urk.
8).
4
.
4
.1
Strittig und zu prüfen ist zunächst die unter Berücksichtigung der Unfall
folgen verbleibende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in zeitlicher Hinsicht. Unbestrittenermassen ergibt sich diese aus dem Bericht des
A._
vom 1
2.
März 2014
(
Urk.
9/229
)
, denn auch Kreisarzt
Dr.
Z._
stellte für seine Beurteilung vom
7.
April 2014 (
Urk.
9/
235
)
mit Ergänzung vom
1
2.
Mai 2014 (
Urk.
9/
242
) darauf ab.
4
.2
Gemäss
Bericht des
A._
vom 1
2.
März 2014 über die dortige ambulante arbeitsbezogene Rehabilitation
in der Zeit vom
4.
Dezember 2013 bis 1
2.
Februar 2014
(
Urk.
9/229)
konnte der Beschwerdeführer im Laufe des über 8 Wochen an drei Nachmittagen pro Woche während vier Stunden durchgeführten Rehabilitationsprogramms seine körperliche Leistungsfähigkeit deutlich steigern. Am Ende der Rehabilitation
erreichte
der zeitliche Umfang des Trainings pro Tag 3,5 Stunden
(Ziffer 1.3 des Berichts)
.
Laut den Ärzten ist der Beschwerdeführer aufgrund der funktionellen Einschränkungen an der rechten Schulter dauerhaft zu 100
%
arbeitsunfähig für die bisher ausgeübte Tätigkeit auf dem Bau (Ziffer 1.6). Bei Ende des Rehabilitationsaufenthalts habe folgende allgemeine funktionelle Belastbarkeit bestanden: Mittelschwere Arbeiten seien ganztags
zumutbar
gewesen, wobei
die Belastbarkeit insofern reduziert gewesen sei, als das Heben von Lasten bis Taillenhöhe und horizontal von Gewichten bis maxi
mal 20 kg nur während 30 Minuten pro Tag möglich gewesen sei, das Heben von der Taille bis Kopfhöhe von Lasten bis maximal 12,5 kg ebenfalls nur während 30
Minuten p
ro Tag und Arbeiten über Schulterhöhe nur für drei Stunden täglich möglich
gewesen seien. Der z
eitliche Umfang werde gemäss Tra
iningserfahrun
g auf 8 Stunden geschätzt (Ziffer
1.5).
Abschliessend attes
tierten die Ärzte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für mittelschwere Verweisungstätigkeiten unter Berücksichtigung der in Ziffer 1.5 genannten Einschränkungen (Ziffer 1.7).
4
.3
Die Ausführungen der Ärzte des
A._
zum zeitlichen Umfang
der zumutbaren Arbeitsfähigkeit sind interpretationsbedürftig.
Zum einen
bescheinigten sie dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für behinderungsangepasste Tätigkeiten beziehungsweise hielten fest, der Beschwerdeführer könne solche Tätigkeiten ganztags ausüben.
Zum anderen
bemerkten sie, der zeitliche Umfang der Arbeitsfähigkeit werde aufgrund der Trainingsergebnisse auf 8 Stunden geschätzt.
Darin kann ein gewisser Widerspruch zu den vorerwähnten Ausführungen gesehen werden.
Allerdings fehlen Anhaltspunkte, dass
die ärztlichen Angaben so zu verstehen sind
, dass das von ihnen als
zumutbar erachtete Arbeitspen
s
um
von 8 Stunden pro Tag
nicht
einem ganztägigen beziehungsweise 100%-Pensum entspreche.
Unklar wäre andernfalls, wie viele Arbeitsstunden pro Tag und Woche das von den Ärzten des
A._
als Referenzwert herangezo
gene 100%ige Beschäftigungspensum umfassen würde. Bekanntermassen variiert die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit je nach Branche und Firma. Jedenfalls könnte entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht
ohne
Weiteres
von einer Arbeitszeit von 8 Stunden und 24 Minuten ausgegangen werden
.
D
ie prozentuale Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht
weist
notwen
digerweise Ermessenszüge auf
(vgl. etwa das Urteil des Bundesgerichts 9C_401/2014 vom 2
6.
November 2014, E. 2).
Ferner ist die S
t
reubreite von Möglichkeiten
, einen Fall medizinisch zu
b
eurteilen, gross (Urteil des Bundesgerichts 8C_509/2014, E. 3.4.1).
D
ie Beurteilung der
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
erfolgt
üb
licherweise
in Schritten von 10
%
. Deshalb
wäre die Bescheinigung einer in zeitlicher Hinsicht lediglich um 5
%
einge
schränkten Arbeitsfähigkeit – entsprechend der Lesart des Beschwerdeführers - höchst ungewöhnlich
.
Eine derart präzise Beurteilung ist auch nicht mit der Formulierung der Ärzte zu vereinbaren, sie hätten die zumutbare Arbeitszeit auf 8 Stunden geschätzt (Ziffer 1.5 [
Urk.
9/229 S. 3]). Daraus erhellt, dass diese Zeitangabe nur ungefähr gilt und nicht im Sinne einer präzise
n
Limite
zu verstehen ist.
I
m Kontext
mit den übrigen Ausführungen im Bericht betrachtet
ist
davon auszugehen, dass
die Ärzte
mit der Attestierung einer Arbeitsfähigkeit im Umfang von 8 Stunden
eine
in zeitlicher H
insicht unein
geschränkte Arbeitsfähigkeit im Sinne eines 100%-Pensums
bescheinigen wollten
, und zwar unabhängig davon, ob die Sollarbeitszeit im
Vollzeitpen
sum
genau 8 Stunden pro Tag beträgt.
5
.
5
.1
Es ist unbestritten und aktenmässig erstellt, dass der Beschwerdeführer als Gesunder im Jahr 2014
im Vollzeitpensum
ein Erwerbseinkommen von
Fr.
58‘698.10 verdient hätte (
Valideneinkommen
[
Urk.
1 S. 5,
Urk.
2 S. 11,
Urk.
9/
225 S. 1
]
).
Ermittelt wurde es aufgrund der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin zum mutmasslich im Rentenjahr 2014 verdienten Einkommen des Beschwerdeführers.
Ebenfalls
im Grundsatz
unbestritten
ist
, dass für die Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens gestützt auf die DAP für das Jahr 2014 von einem hypothetischen E
inkommen von
Fr.
59‘335.06
aus
zugehen ist, welches der Beschwerdeführer mit einem Beschäftigungsgrad von 100
%
in einer leidensangepassten Tätigkeit verdienen könnte
(
Urk.
1
S. 6,
Urk.
2 S. 10 f.,
Urk.
9/
245)
.
Indessen moniert der Beschwerdeführer,
dass ihm ein Teil der
von der Suva gesamthaft ermittelten 437
aufgrund der Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze
(
Urk.
9/245)
aus gesundheitlichen Gründen oder wegen fehlender Sprachkenntnisse und Ausbildung nicht off
en stehe
. Das Bundesgericht hat
erkannt, dass eine Überprüfung
der gesamthaft in Betracht fallenden
DAP-Blätter auf ihre Ver
einbarkeit mit dem Leistungsprofil der versicherten Person angesichts
des damit verbundenen Aufwandes
unverhältnismässig
wäre und
die damit betrauten Behörden überfordern würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_688/2014 vom 1
3.
November 2014, E. 4.3 mit Hinweis).
Deshalb braucht die entsprechende Rüge nicht weiter geprüft zu werden.
Strittig bleibt, in welchem Umfang das
Valideneinkommen
aus
invaliditäts
fremden
Gründen u
nterdurchschnittlich
und deshalb eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen vorzunehmen ist.
5
.2
Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen
(z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde
Deutschkennt
nisse
, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen
Saisonnierstatus
)
ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen und wollte sie sich nicht aus freien Stücken damit begnügen, hat eine Parallelisierung der beiden
Ver
gleichseinkommen
zu erfolgen. Massgeblich für die Ermittlung der
Unter
durchschnittlichkeit
des
Valideneinkommens
ist
in
der
Regel
branchenübliche Tabellenlohn
nach der LSE
(Urteile des Bundesgerichts 8C_141/2016, 8C_142/2016 vom 1
7.
Mai 2016, E. 5.2.2 sowie 8C_437/2013 vom 2
7.
August 2013, E. 2.1., je mit Hinweisen).
In seiner neueren Rechtsprechung hat das Bundesgericht nun erkannt, dass bei einem Einkommen eines ungelernter Bauarbeiters, welches dem
Mindest
verdienst
gemäss GAV-LMV entspricht oder diesen sogar übersteigt, nicht von einem unterdurchschnittlichen Einkommen gesprochen werden kann. Denn der Mindestverdienst gemäss GAV-LMV bildet das branchenübliche Einkommen im Baugewerbe präziser ab als der entsprechende LSE-Lohn (Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2016, 8C_142/2016 vom 1
7.
Mai 2016
E. 5.2.2.3).
5.3
Es sind bei der Parallelisierung der Einkommen zwei Schritte zu unterschei
den. Als Erstes ist die Frage der Unterdurchschnittlichkeit des
Validenein
kommens
zu prüfen. Im Rahmen des Einkommensvergleichs folgt dann die Ermittlung und Gegenüberstellung der hypothetischen Vergleichseinkommen (BGE 141 V 1, SVR 2012 UV Nr. 26 S. 93).
5.4
Der Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt (
Urk.
9/165 S. 18 ff.;
Urk.
9/262 S. 3)
. Seit dem
5.
Dezember 2005 lebt er in der Schweiz (
Urk.
9/
165 S. 23).
Ab
dem 1
5.
März 2006 arbeitete er bis zur Kündigung per 3
1.
Januar 2010
als Hilfsmaurer
bei der Firma
Y._
AG
. Das Arbeitsver
hältnis unterlag dem
GAV-LMV
für das Bauhauptgewerbe
, wobei der Beschwerdeführer als Bauarbeiter C
(Bauarbeiter ohne Fachkenntnisse gemäss
dem
mit den Bundesratsbeschlüssen vom 1
0.
November 1998 sowie 2
2.
September 2008 allgemeinverbindlich erklärten Art. 42
Abs.
1 LMV)
ein
gestuft war
und der Lohn monatlich ausgerichtet wurde
(
inkl. 1
3.
Monatslohn;
Urk.
9/1
,
Urk.
9/165 S. 25
,
Urk.
9/169 S. 2
f.,
Urk.
9/173
).
Wie gezeigt wurde (E. 5.1), ist das von der ehemaligen Arbeitgeberin für das Jahr 2014 angegebene Einkommen des Versicherten im Gesundheitsfall (
Valideneinkommen
; vgl. BGE 141 V 1, E. 5.7) von
Fr.
58‘698.10 jährlich bzw.
Fr.
4‘515.25 monatlich unbestritten geblieben, und es besteht kein Grund dieses anzuzweifeln. Der letzte im Betrieb erhaltene Monatslohn des Versicherten war laut Angaben der Arbeitgeberin (Januar 2010) rund
Fr.
4‘400.-- (
Urk.
9/169). 2011 hätte er
Fr.
4‘466.--, 2012
Fr.
4‘474.-- und 2013
Fr.
4‘497.25 und schliesslich 2014
Fr.
4‘515.20 verdient (
Urk.
9/173). Gemäss der erwähnten Rechtsprechung ist nun der für 2014 massgebende Basislohn gemäss GAV-LMV für das Bauhauptgewerbe als Referenzwert für die Frage der
Branchenunüblichkeit
des
Valideneinkommens
heranzuziehen. Dieser betrug, wie die Suva im
Einspracheentscheid
richtig ermittelt hat, für die Lohnklasse der Berufsqualifikation des Versicherten „C“ in der Zone „BLAU“
Fr.
4‘477.--, was unter Berücksichtigung des 1
3.
Monatslohnes ein Einkommen von
Fr.
58‘201.-- ergibt (vgl.
Urk.
2 S. 7). Dabei ist festzuhalten, das entgegen der Ansicht
der Suva
kein Grund besteht, den Basislohn eines Bauarbeiters B (Bauarbeiter mit Fachkenntnissen ohne bauberuflichen Berufsausweis, der aufgrund guter Qualifikation in die Lohnklasse B beför
dert wurde [gemäss dem mit den Bundesratsbeschlüssen vom 1
0.
November 1998 sowie 2
2.
September 2008 allgemeinverbindlich erklärten Art. 42
Abs.
1 LMV]) heranzuziehen. Wie bereits dargelegt, wurde der Beschwerde
führer nämlich vertraglich als Bauarbeiter C (Bauarbeiter ohne Fachkennt
nisse) eingereiht und für Hilfsarbeiten eingesetzt, was angesichts seiner geringen Berufserfahrung einleuchtet. Da das angegebene
Valideneinkom
men
den Basislohn übersteigt, besteht nach der erwähnten Rechtsprechung mangels
Branchenunüblichkeit
des
Valideneinkommens
kein Grund für eine Parallelisierung der Einkommen.
5.5
Bei der Auswahl der fünf DAP-Blätter hat die Suva nur solche Tätigkeiten berücksichtigt, welche keine spezifische Berufsausbildung und keine guten Deutschkenntnisse (vgl.
Urk.
1 S. 7) erfordern (
Urk.
9/245) und daher dem P
rofil des Beschwerdeführers entsprechen. Auch sonst erfüllen die ausge
wählten Stellen die aus gesundheitlicher Sicht gestellten Anforderungen an die mittelschwere Tätigkeit, wie sie ärztlicherseits postuliert wurden, indem keine Tätigkeit ein Heben und Tragen beinhaltet und auch keine
Überkopf
arbeiten
verlangt sind (
Urk.
9/245). Indem das ermittelte Durchschnittsein
kommen aus diesen fünf Tätigkeiten für das Jahr 2014 von
Fr.
59‘335.06 in relevantem Ausmass unter dem Gesamtdurchschnitt sämtlicher ausgewählter Profile von
Fr.
63‘008.-- zu liegen kommt, finden auch allfällige
invalidi
tätsfremde
, den Lohn senkende Kriterien (beispielsweise mangelhafte Deutschkenntnisse) hinreichende Beachtung.
5.6
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr.
58‘698.10 mit
dem Invaliden
-
einkommen von
Fr.
59‘335.06 ergibt keine Erwerbseinbusse. Damit sind die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Rente nicht erfüllt.
Es bleibt darauf hinzuweisen, dass der Umstand, dass das
mittels
DAP ermit
telte Invalideneinkommen (
geringgradig
) höher ist als das
Valideneinkom
men
, damit erklärt werden
kann
, dass die herangezogenen DAP-Profile alle
samt Stellen ausserhalb der Baubranche betreffen
(vgl.
Urk.
Urk.
9/245)
.
Die Löhne für Hilfsarbeiten können je nach Branche variieren; insbesondere können Tätigkeiten in anderen Branchen besser
entlöhnt
sein als in der
Bau
branche
, auch wenn sie körperlich leichter sind (vgl. dazu auch die LSE 2012, T1_skill-level
).
Zudem liegt der Durchschnitt der fünf herangezogenen DAP Löhne (
Fr.
59‘335.06) deutlich unter dem Durchschnitt der
Durchschnitts
löhne
aller 437
in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze
(
Fr.
63‘008.-- [
Urk.
9/245 S. 1])
. Dies spricht dagegen, dass die Suva bei der Auswahl der fünf DAP-Profile nur Berufszweige mit überdurchschnittlich hohen Löhnen berücksichtigte.