Decision ID: cf4e0217-11e0-47b9-9e08-40f65c081603
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._ (geboren 1937) und Y._
(geboren 1938)
beziehen seit Juli 2003 je
eine Altersrente der Alters- und
Hinterlass
enenversicherung
(AHV; Urk.
8/A-B
).
D
ie Ehefrau
zog
per 13. J
uli 2016 ins
Pf
legezentrum Z._
(Urk. 8/7; Urk. 8/7a-b).
Am
29.
A
pril 2019
meldete sich das Ehe
paar
beim Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich (nachfol
gend: Durchführungsstelle) zum Bezug von Zusatzleistungen an (
vgl. Urk. 8/
G
)
.
1.2
Mit Verfügungen vom 5. August 2019 (Urk. 8/V/1F; Urk. 8/V/1M) verneint
e
die Durchführungsstelle einen Anspruch auf Zusatzleistungen unter Anrechnung eines Vermögensverzichts von
je
Fr. 77'500.
--
, total Fr. 155'000.--
(jeweils S. 4).
Die von den
Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom
16. August 2019 (Urk. 8/36
) hiess die Durchführungsstelle mit
Einspracheentscheid
vom
8. Sep
tember 2020 (Urk.
8
/72
=
Urk.
2) teilweise gut und erklärte die
Verfügungen
vom
8. September 2020 (Urk.
8/V/2/F und M
), welche unter
Beibehaltung
des
Verzichtsvermögens
von
insgesamt Fr. 155'000.-- und bei Berücksichtigung von Wertveränderungen an der Liegenschaft
für X._
einen Anspruch auf
Prämienverbilligung (Krankenversicherung) ab April 2019 und auf
Zusatzleistungen
ab Januar 2020
bejahte
, indessen einen
Anspruch von Y._
aufgrund eines Einnahmenüberschusses verneinte
, zum integ
rierenden Bestandteil des
Einspracheentscheids
.
2.
2.1
Der Versicherte erhob am 19. September 2020 Beschwerde (Urk. 1) gegen den
Einspracheentscheid
vom 8. September 2020 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss, dieser sei aufzuheben und es sei der Anspruch auf Zusatzleistungen für ihn und seine Frau ohne Annahme eines Vermögensverzichts sowie unter Berücksichti
gung eines Mietzinses von monatlich Fr. 1'350.-- neu zu berechnen (S. 1 f.).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
23. November 2020 (Urk. 7
) die A
bweisung der Beschwerde, was den Beschwerdeführenden
am
30. November 2020
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9).
2.2
Am 28. Oktober 2021 (Urk. 10) reichte die Beschwerdegegnerin eine korrigierte Verfügung betreffend den
(fälschlicherweise)
nicht berücksichtigten hälftigen Anteil des Vermögensverzichts (Fr. 77'500.--)
in der Anspruchsberechnung der
Beschwerdeführerin
ein (Urk. 11).
Diese wurde den Beschwerdeführenden am 2. November 2021 zugestellt (Urk. 12).
2.3
Die Beschwerdeführenden liessen dem Gericht am 27. Februar 2022 (Urk. 13) eine Stellungnahme inklusive Beilagen (Urk. 14/1-3) zukommen. Diese wurde der Beschwerdegegnerin zur
fakultativen
Stellungnahme unterbreitet (Urk. 15).
2.4
Mit Eingabe vom 27. Mai 2022 (Urk. 18) reichten die Beschwerdeführenden ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich als Einzelgericht vom 4. Mai 2022 (Urk. 19) ein, in welchem festgestellt wurde, dass der gemeinsame Haushalt der Beschwerde
führenden seit dem 25. Mai 2016 aufgehoben sei (Dispositiv Ziff. 1).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am
1.
Januar 2021 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche
rung (ELG) und der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
lassenen- und Invalidenversicherung (ELV) wie auch des kantonalrechtlichen Zusatzleistungsgesetzes (ZLG) und der Zusatzleistungsverordnung (ZLV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Da ein allfälliger Vermögensverzicht in den Jahren 2018
bis 2020
Gegenstand des Verfahrens bildet, sind die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen auf den vorlie
genden Fall anzuwenden und in dieser Fassung zu zitieren.
1.2
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche di
e Voraussetzungen nach den Art. 4 bis Art.
6 ELG erfüllen, Zusatzleistungen zur Deck
ung ihres Existenz
bedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§
1, 13, 15 und 20 ZLG). Zweck der Ergänzungsleis
tungen ist eine angemessene Deckung des Existenzbedarfs. Bedürftigen Rentnern der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invalidenversicherung soll ein regel
mässiges Mindesteinkommen gesichert werden. Die Einkommensgrenzen haben dabei die doppelte Funktion einer
Bedarfslimite
und eines garantierten Mindest
einkommens. Deshalb sind bei der Anspruchs
berechnung - vorbehältlich Art. 11
Abs. 1
lit
.
g ELG - nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermögenswerte zu berücksichtigen, über die der Leistungsansprecher oder die
Leistungsansprecherin
ungeschmälert
verfügen kann (BGE 127 V 248 E. 4a, 122 V 19 E.
5a).
1.3
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenba
ren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs.
1 ELG). Die anrechen
baren Ausgaben werden nach Art. 10 ELG, die Einnahmen nach Art.
11 ELG ermittelt.
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem zwei Drittel der Erwerbsein
künfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich
Fr. 1‘000.-- übersteigen (Art. 11 Abs.
1
lit
.
a ELG). Ebenfalls angerechnet werden Einkünfte aus beweglichem u
nd unbeweglichem Vermögen (Art. 11 Abs. 1
lit
.
b ELG).
Ausserdem ist ein Fünfzehntel, bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es b
ei alleinstehenden Personen Fr.
37‘500.-- übersteigt, als Einnahme anzurechnen. Gehört der Bezügerin oder dem Bezüger oder einer Person, die in die Berechnung der Ergänzungsleistung eingeschlossen ist, eine Liegenschaft, die mindestens von einer dieser Personen b
ewohnt wird, so ist nur der Fr.
112‘500.-- übersteigende Wert der Liegenschaft beim Ve
rmögen zu berücksichtigen (Art. 11 Abs. 1
lit
.
c ELG).
1.4
Für Ehepaare, bei denen ein Ehegatte in einem Heim lebt, gilt eine spezielle Anspruchsberechnung. Es erfolgt anders als bei Ehepaaren in der Wohnung keine gemeinsame Berechnung, sondern der jährliche Anspruch auf Ergänzungsleis
tungen wird gemäss Art. 9 Abs. 3 ELG gesondert berechnet. Die anrechenbaren Einnahmen der Ehegatten werden hierbei grundsätzlich gemeinsam berechnet und der Totalbetrag anschliessend hälftig auf die Ehegatten aufgeteilt (Art. 1b Abs. 1 ELV). Die Vermögenswerte beider Ehegatten werden ebenfalls zusammen
gezählt und der Vermögensverzehr und –ertrag wird je zur Hälfte angerechnet. Für die Freibeträge geltend gemäss Art. 1b Abs. 2 ELV die Werte für Ehepaare. Ausgenommen von der Zusammenrechnung sind die Leistungen der Kranken- und Unfallversicherung an den Heim- oder Spitalaufenthalt, die Anrechnung der
Hilflosenentschädigung
gemäss Art. 15b ELV und der Eigenmietwert der von einem Ehegatten bewohnten Liegenschaft (Art. 1b Abs. 4 ELV). Die anerkannten Ausgaben werden hingegen in der Regel demjenigen Ehegatten zugerechnet, den sie betreffen. Hierzu zählen insbesondere bei dem in einem Heim wohnenden Ehegatten die Heimkosten und der Betrag für persönliche Auslagen und bei dem in der Wohnung lebenden Ehegatten der Lebensbedarf und die Mietzinskosten.
Einzig die Ausgaben, die beide Ehegatten betreffen, werden je zur Hälfte in den beiden Berechnungen berücksichtigt. Dies betrifft geleistete familienrechtliche Unterhaltsbeiträge und Gebäudeunterhaltskosten und Hypothekarzinsen, falls beide Ehegatten im Heim oder Spital leben (
Carigiet
/
Koch, Ergä
nzungsleistungen zur AHV/IV,
3
. Aufl. 20
21
, S.
275
).
1.5
Als Einnahmen angerechnet werden auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf
die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1
lit
.
g ELG). Der Tatbestand dieser Bestim
mung ist erfüllt, wenn die
Leistungsansprecherin
ohne rechtliche Verpflichtung oder ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet beziehungsweise solches h
ergegeben hat (BGE 140 V 267 E. 2.2; 134 I 65 E. 3.2 und 131 V 329 E.
4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_904/2011 vom 5.
März 2012 E.
4.1). Die Voraussetzungen betreffend das Fehlen einer rechtlichen Verpflich
tung oder einer Vereinbarung für eine gleichwertige Gegenleistung müssen indes nicht kumulativ erfüllt sein (vgl. Botschaft des Bundesrates zur Änderung des ELG;
BBl
2016 7583). Der Grundsatz, wonach bei der Anspruchsberechnung nur tatsächlich vorhandene Vermögenswerte zu berücksichtigen sind, über die der Leistungsansprecher ungeschmälert verfügen kann, findet dort eine Einschrän
kung, wo die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Vermögen verzichtet hat, wo sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht beziehungsweise ihre Rechte nicht
durchsetzt (BGE 121 V 205 E. 4a, 117 V 289 E. 2a; AHI 2003 S. 221 E.
1a, je mit Hinweisen).
1.6
Die Anlage eines Vermögens ist grundsätzlich kein Vermögensverzicht. Im Gegenteil ist es normal, dass Vermögen angelegt wird. Auch die Gewährung eines Darlehens ist für sich allein nicht eine Verzichtshandlung, da ein Anspruch auf Rückzahlung besteht. Ein Verzichtstatbestand ist jedoch anzunehmen, wenn bei einer Geldanlage oder einem Darlehen unter den konkreten Umständen von Anfang an damit gerechnet werden muss, dass das Geld nicht zurückbezahlt wird. Dies ist etwa dann der Fall, wenn die Darlehensgewährung einem «Vabanque-Spiel» gleichkommt.
Dass das Risiko eines Totalverlusts bestand, stellt für sich allein keinen Vermö
gensverzicht dar. Denn ein solches Risiko besteht prinzipiell bei jeder Vermö
gensanlage. Entscheidend für die Risikoabschätzung ist die Wahrscheinlichkeit, mit der sich dieses Szenario verwirklicht. Für die Bejahung eines Vermögensver
zichts ist ausschlaggebend, dass von Anfang an mit sehr hoher Wahrscheinlich
keit mit dem Ausfall gerechnet werden musste, so dass kein vernünftiger Mensch eine solche Anlage tätigen würde (Urteil des Bundesgerichts 9C_180/2010 vom 15. Juni 2010, E. 5.2 mit Darstellung der einschlägigen Kasuistik sowie E. 6).
1.7
Das Er
gänzungsleistungssystem bietet keine gesetzliche Handhabe dafür
, eine wie auch immer geartete «
Lebensführungskontrolle
»
vorzunehmen und danach zu fragen, ob ein Gesuchsteller in der
Vergangenheit im Rahmen einer «
Normalitäts
grenze»
gelebt hat, die im Übrigen erst noch näher umschrieben werden müsste. Vielmehr haben die Ergänzungsleistungsbehörden von den tatsächlichen Verhält
nissen auszugehen, dass ein Gesuchsteller nicht über die notwendigen Mittel zur angemessenen Deckung des Existenzbedarfs verfügt, und nicht danach zu fragen, warum dem so ist. Derjenige, der nicht darzutun vermag, dass seine Geldhingabe im Austausch gegen eine adäquate Gegenleistung erfolgt ist, kann sich mithin nicht auf den gegebenen Vermögensstand berufen, sondern muss sich die Frage nach den Gründen für den Vermögensrückgang gefallen und mangels entspre
chender Beweise hypothetisches Vermögen entgegenhalt
en lassen (BGE 121 V 204 E.
4b mit Hinweisen).
1.8
Zeitlich massgebend für die Berechnung der jährlichen Ergä
nzungsleistung sind gemäss Art. 23 Abs.
1
ELV
in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechen
baren Einnahmen sowie das am 1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen.
Vom tatsächlichen Vermögen, nicht aber vom Verzichtsvermögen, sind die belegten Schulden abzuziehen, soweit sie im massgebenden Zeitpunkt tatsächlich und nicht bloss möglicherweise bestehen und ihr Rechts- und Entstehungsgrund erfüllt ist. Neben Hypothekarschulden und Kleinkrediten bei Banken sind grund
sätzlich auch Darlehen von Privaten vermögensmindernd zu berücksichtigen. Hier muss die EL-berechtigte Person nachweisen, dass sie tatsächlich Geld vom Darlehensgeber erhalten hat und eine Rückzahlung geschuldet ist (
Carigiet
/Koch, Ergä
nzungsleistungen zur AHV/IV, 3.
Aufl
age, Zürich/Basel/Genf 2021, S.
233 f.).
1.9
Gemäss Art. 17a ELV wird der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1
lit
.
g ELG), jährlich um Fr. 10'000.--
vermindert (Abs. 1). Der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des Verzichts ist unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu über
tragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern (Abs. 2). Für die Berech
nung der jährlichen Ergänzungsleistung ist der verminderte Betrag ab 1. Januar des Bezugsjahres massgebend (Abs. 3).
2.
2.1
Die Beschwerde
gegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) davon aus, dass die Beschwerdeführenden
beziehungsweise nunmehr der
Beschwerdeführer alleine
eine 6-Zimmer-Eigentumswohnung in der Stadt Züri
ch bewohnten, wovon zwei Zimmer als eigenständige Wohnung
vermietet
würden.
Das gesamte Vermögen sei in verschiedene
Gesellschaften
mit beschränkter Haftung (GmbH) investiert worden, die Restaurants betrieben oder Liegenschaften besässen, die für einen Restaurantbetrieb vorgesehen seien. Darüber hinaus besässen die
Beschwerdeführenden an der
A._
zwei Stammanteile im Wert von Fr. 2'000.-- und hätten zinslose Darlehen von aktuell Fr. 234'990.-- und Fr. 50'000.-- gewährt (S. 1 oben).
An der
B._
habe der Beschwerdeführer
18 von 20
Stammanteilen zu je Fr. 1'000.--
gehalten. Zudem sei anfänglic
h ein Darlehen von Fr. 580'000.--
zu einem Zins von 3 % gewährt worden. Aufgrund einer Mietstreitigkeit seien die Mietzinseinnahmen auf ein Sperrkonto geflossen und de
n
vorgesehene
n
Darle
henszins von 3
% habe die
B._
den Beschwerdeführenden nicht mehr geleistet. Damit die Bilanz 2017 keine Überschuldung ausgewiesen habe,
habe der Beschwerdeführer
mit Vertrag vom 30. Mai 2018 auf Fr. 155'000.
—seines
Darle
hens von insgesamt Fr. 580'000.
-
-
verzichtet.
Da die
B._
ihre im Jahr 2018 gehaltenen 20 Anteilen à Fr. 1
’
000.-- an der
C._
an
den Beschwerdeführer
abgetreten und die Liegenschaft in die
C._
verschoben habe, mithin auch
das
an die Liegenschaft gebundene Darlehen
des Beschwerdeführers
von noch Fr. 446'000.--
, sei die verzichtete Forderung definitiv geworden, weshalb von einem Vermögensverzicht im Umfang von Fr. 155'000.
-- auszugehen und
dieser
anzurechnen
sei
(S. 1 f.).
Darüber hinaus seien die weiteren, von den Beschwerdeführenden
beziehungs
weise
vom
Beschwerdeführer
gewährten Darlehen zinslos vergeben worden, weshalb hierfür ein Zinsertrag anzurechnen sei (S. 3 f.). Schliesslich liege der vertraglich vereinbarte Mietzins offensichtlich unter dem ortsüblichen Mietzins, weshalb für die
vermietete
2-Zimmer
-W
ohnung
in der Liegenschaft
der Beschwerdeführenden
ein
monatlicher
Mietertrag von Fr. 1'911.
-- anzurechnen sei (S. 3).
2.2
Die Beschwerdeführenden stellten sich demgegenübe
r auf den Standpunkt (Urk. 1),
sie hätten seit 2003 aus dem gemeinsamen Alterskapital den Lebens
unterhalt bezahlt (S. 1 oben). Der Ford
erungsverzicht von Fr. 155'000.--
sei gemäss Treuhänder als zwingende Notwendigkeit erachtet worden, sonst wäre die
B._
in Konkurs geraten und die Liegenschaft hätte versteigert werden müssen. Der Verlust wäre mit Si
cherheit höher als Fr. 155'000.--
ausgefallen. Das Geld sei mit dem Verzichtsvertrag vom 30. Mai 2018 verloren gewesen, weshalb es sich nicht um einen Verzicht, sondern um einen Verlust handle (S. 1 unten).
Ausserdem zeuge es nicht von guten Marktkenntnissen, wenn einem Schuldner
Zinsen v
on 3 % aufgebürdet würden
(S. 2 oben). Die
eheliche
Liegenschaft habe einen Steuerwert von Fr.
695'000.
--
und sei nicht eingeteilt in eine 4- und
2-Zimmer-Wohnung, sondern lediglich eine abschliessbare Holztür trenne die verschiedenen Zimmer. Der Mietzins sei der Ortsüblichkeit angepasst worden. Die Mieterin sei Krankenschwester und könne einen Mietzins von Fr. 2'0
00.-- gar nicht bezahlen (S. 2)
2.3
Die einzelnen Positionen der Berechnung der Zusatzleistungen stellen Begrün
dungselemente der Verfügung und allenfalls des
Einspracheentscheides
(Teil
aspekte des verfügungsweise festgelegten Rechtsverhältnisses) dar. Nicht bean
standete Berechnungspositionen prüft das kantonale Versicherungsgericht nur, wenn
hiezu
aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender A
nlass besteht (BGE 125 V 413 E.
2b und 2c).
3.
3.1
Strittig und zu
prüfen ist
unter anderem
, ob die Beschwerd
egegnerin betreffend d
en
vom Beschwerdeführer gegenüber der
B._
am 30. Mai 2018 vertraglich erklärten Forderungsverzicht von Fr. 155'000.-- zu Recht von einem Verzichtsvermögen ausgegangen ist.
3.2
Gemäss Auszug aus dem kantonalen Handelsregister wurde
am 29.
Juni 2011
die
B._
mit Sitz am Wohnsitz des Beschwerdeführers
in Zürich
mit einem Stammkapital von
Fr. 20'000.--
gegründet. D
abei fungierte
der Beschwerdeführer
mit 19 Stammanteilen zu je Fr. 1'000.--
als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift sowie
D._
als Gesellschafter ohne Zeichnungs
berechtigung mit einem Stammanteil von Fr. 1'000.--
. Die Gesellschaft
bezweckt
e
die Finanzierung und Vermietu
ng d
er
Auberge
E._
(Urk. 8
/23 S. 1).
Dafür gewährte der Beschwerdeführer ein
mit 3
% verzinstes
Hypothek
ar
darlehen
(2 Schuldbriefe) im Bet
rag von insgesamt Fr. 59
0'000.
-- (Urk. 8/14)
, welches
sich
per Ende 2017 auf Fr. 425'000.-- (vgl. Wertschriftenverzeichnis Steuern 2017, Urk. 8/13a) und per Ende 2018 auf Fr. 470'550.-- (Urk.
8/
13, Urk.
8/
14) belief.
Anfang März
2012
trat F._
als Gesellschafter ohne Zeichnungsberech
tigung mit e
inem Stammanteil von Fr. 1'000.--
, welcher vom Beschwerdeführer abgetreten wurde, in die GmbH ein. Ein wei
terer Gesellschafter, G._
, trat im Mai 2016 mit e
inem Stammanteil von Fr. 1'000.--
und ohne Zeichnungs
berechtigung der GmbH bei, schied aber im Februar 2019 wieder aus und der Beschwerdeführer erhöhte seine Stammanteile wieder auf 18 zu je Fr. 1'000.-- (Urk. 8/
23 S. 1; Urk. 8/
39).
Aufgrund einer
Mietstreitigkeit
im Zusammenhang mit der L
iegenschaft wurden
seit Dezember 2016
die ausstehenden
Mietzinsen
auf ein Sp
errkonto bezahlt (vgl. Urk. 2
; Urk. 8/47
) und die GmbH stellte die Zinszahlung des Darlehens
im Jahr 2018
ein.
3.3
3.3.1
Die provisorische Jahresrechnung
der
B._
für das Jahr 2017 wies einen Verlust von Fr. 156'104.05 aus
(vgl.
Urk.
8/31/6)
, was die Überschuldung der Gesellschaft und ihre Liquidation gemäss Art. 725 Abs. 2
des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR)
zur Folge gehabt hätte. Um eine Bilanzhinterlegung zufolge Überschuldung zu verhindern, verzichtete der Beschwerdeführer
mit Vertrag vom
30
. Mai 2018 unwiderruflich auf Fr. 155'000.-- seiner Hypothekar
guthaben
(Urk. 8/32)
.
Aufgrund dieser Massnahme reduzierte die
B._
gemäss Bil
anz und Erfolgsrechnung
des Jahres 2017
(Urk. 8
/31)
den Jahresverlust auf
Fr. 1'104.-- (S.
4
).
Wegen
der
Miet
streitigkeit (vgl. vorstehend E. 3.2) wurden überdies Rück
stellungen für Prozessk
osten im Umfang von Fr. 50'000.--
getätigt
sowie
verein
bart, dass bei Nicht- beziehungsweise Teilbeanspruchung dieser Summe
zuzüg
lich
Miet
zins
einnahmen und
mutmassliche
n
Anwaltskosten von Fr. 12'000.--,
diese
als
«
Besserungszahlung
»
,
an den Besc
hwerdeführer ausgerichtet werden würden
(Urk. 8/32).
3.3.2
D
ie Bilanz per 31. Dezember 2018 wies einen Reinverlust von
Fr. 1'006.20 aus, (Urk. 10/14), wobei anlässlich der ordentlichen
Gesellschafterversammlung
vom 17. Juni 2019 im Protokoll festgehalten wurde, dass keine Überschuldung, sondern lediglich ein Liquiditätsengpass vorliege. Infolge einer
Miet
streitigkeit
lägen ausstehende
Miet
zinsen (Fr. 63'710.05) auf ein
em
Sperrkonto
(Urk. 8/54).
3.4
Die Liegenschaft wurde am 18. Dezember 2019
zum Steuerwert von Fr. 446'000.
-
-
an die
C._
veräussert (Urk. 8/48).
Diese GmbH
bezweckte gemäss ihren Statuten vom 25. Januar 2017 verschiedene Tätigkeiten im Hotel- und Gastgewerbe
sowie im Tourismus in H._
und war mit
einer Stamm
einlage von
Fr. 20'000.
--
kapitalisiert. Einzige
Gesellschafterin
war
die
B._
, deren Geschäftsführer mit Einzelunterschrift wiederum der Beschwer
deführer war.
Gleichzeitig mit dem Kauf der Liegenschaft firmierte sich die
C._
neu in
I._ mit Sitz in J._
. Die
B._
wurde als Gesellschafterin abgelöst. Ihre 20 Stammanteile zu je Fr. 1'000.-- wurden an den Beschwerdeführer als neuer Gesellschafter und Geschäftsführer abgetreten (Urk. 8/57).
3.5
3.5.1
Die Bilanz der
B._
wies per 31. Dezember 2019 einen Reinverlust von Fr. 183'336.
6
0 aus und auf dem
Miet
zins-
Sperrkonto lagen Fr. 108'682.85 (Urk. 8/68
S. 4
). Die
für die Buchhaltungsrevision
zuständige K._
AG führte
am 8. Juli 2020
gegenüber der Beschwerdegegnerin aus, dass die Situation nicht gut sei und die Gesellschaft nur noch versuchen könne, die
Mietzinsen
auf dem Sperrkonto gerichtlich entsperren zu lassen, was
indes
weitere Kosten verursache
bei unsicherem Ausgang. Der B
es
chwerdeführer werde früher oder später nicht darum herumkommen, einen weiteren Forderungsverzicht zu leisten, um die Gesellschaft ohne
Konkurs zu liquidieren (Urk. 8/68 S. 1).
Im Gegensatz dazu stehe die
I._
ein
i
germassen sicher da. Die Gesellschaft besitze die Liegenschaft und der Beschwerdeführer sei der einzige Gläubiger (vgl. Urk. 6/68 S. 3). Um die Liegenschaft wieder vermietbar zu machen, seien grössere Investitionen notwendig, die durch Fremdkapital finanziert werden müssten. Der Wert der Liegenschaft sei in der aktuellen Situ
ation sicher an der oberen Grenze und aktuell nicht zu diesem Preis zu verkaufen (Urk. 6/68 S. 1).
3.5
.2
Die Bilanz
der
B._
wies per 31. Dezember 2021 einen Reinverlust von Fr. 2'396.95 aus (Urk. 14/2). Ausserdem
existieren
zwei Pfändungsverlust
scheine für ausstehende kantonale Steuern der Jahre 2018 und 2019 im Betrag von total Fr. 1'791.75 u
nd Fr. 1'877.10 (Urk. 14/3).
4.
4.1
Die
B._
wurde zum Zwecke des Betriebs einer Herberge
gegründet (vgl. vorstehend E.
3.2
; Urk. 8/38).
Es liegt auf der Hand, dass sich der Kauf dieser Herberge
(Haus L._ in H._
)
im Jahr 2011
mit einem Stammkapital von Fr. 20'000.
--
nicht finanzieren lässt, sondern hierfür weitere private Mittel zur Verfügung gestellt werden mussten. So gewährte
unter anderem
der Beschwer
deführer
der GmbH
ein grundpfandgesichertes
und mit 3 % verzinstes
Hypothe
kard
arlehen von insgesamt Fr. 59
0'000.
--
(vgl.
Urk. 8/14)
.
Dieses belief sich gemäss den Steuererklärungen per Ende 2017 auf Fr. 425'000.-- (Urk. 8/13a) und per Ende 2018 auf Fr. 470'550.-- (Urk. 8/13
; vgl. vorstehend E. 3.2
).
Soweit ersichtlich stellte der entrichtete
Mietzins
die ein
z
ige Einnahme der
B._
dar
; etwas A
nderes wurde jedenfalls nicht geltend gemacht und ergibt sich auch nicht aus den Akten (vgl. Urk. 8/58/3). Seit Dezember 2016 und zumindest bis zur Beschwerdeerhebung am 19. September 2020
wurde
der
Mietzins
auf
grund einer
Mietstreitigkeit
auf ein Sperrkonto bezahlt (Urk. 8/47). Seither steht die
Auberge
leer und es ist gestützt auf die Schilderungen der Beschwerdeführen
den auch kein
Mietzins
mehr einbezahlt und ebenfalls der Zins von 3 % nicht mehr ausgerichtet
worden
(vgl. Urk. 8/14
)
.
Klare Angaben zur
Miets
treitigkeit ergeben sich aus den Akten keine, auch sind
keine weitergehenden Hinweise auf Bemühungen, d
ie
se
gerichtlich oder ausser
gerichtlich
beizulegen
ersichtlich
.
Erwähnt wurde lediglich
, dass
der
Mieter
per 30. April 2020 ausgezogen sei und eine Anwältin sich um die laufenden Verfah
ren kümmere, wobei nicht mit einer raschen Lösung zu rechnen sei (Urk. 8/64 S.
3).
A
us
dem Protokoll der ordentlichen Gesellschaftsversammlung vom 17. Juni 2019
und einem Schreiben vom 2
2.
September 2019
gehen
ferner
Mutmassungen
hervor
,
wonach
es
im Kanton Neuenburg
keine Rechtssicherheit gebe, da sich viele Leute in den verschiedenen Ämtern und Funktionen kennen würden, und es sei fraglich, dass ein Ausserkantonaler angesichts der herrschen
den Bekanntenkreise zu seinem Recht komme
.
D
ie Sperrung der Miete
komme
einer krassen V
orverurteilung
gleich
(vgl. Urk. 8/38
, Urk. 8/54
; vgl. auch
Urk.
8/64/3
).
Erwähnt wurde sodann
ein Administrativverfahren gegen die Gem
einde von H._
betreffend Missachtung und Vernachlässigung der
Überwachungsaufgaben gegenüber der Liegenschaft
(Urk. 8/54 S. 2)
.
Wie bereits erwähnt, stellte
der
Mietzins
die einzige Einnahmequelle der
B._
dar
. D
as
Entrichten
des
Mietzinses
auf ein Sperrkonto
durch den Päch
ter
führte
somit
unweigerlich zu
finanziellen Schwierigkeit
en
der
GmbH. Es gibt keine Hinweise darauf und wird auch nicht geltend gemacht, dass der
Mietzins
in Abhängigkeit des Gewinns der
Auberge
geschuldet war und sich die Streitig
keit aus einem schlechten Geschäftsgang der
Auberge
ergab und somi
t in gewis
ser Hinsicht unsicher beziehungsweise
ungewiss oder Schwankungen aufgrund des Geschäftsgangs unterlegen war. Vie
lmehr
stand
mit jedem Monat der
nicht bezahlten
Mietzinse
(beziehungsweise der Bezahlung auf ein Sperrkonto)
fest
, dass die
B._
in e
ine finanzielle Schieflage
geraten wird
und sich diese nicht ohne
Vorkehren seitens der
B._
beziehungsweise des Beschwer
deführers
beheben oder ändern
liess
.
Dabei
war nicht auszuschliessen, dass die Klärung der Streitigkeit wieder zum Ausrichten des
Miet
zinses (und der Verzin
sung des gewährten Darlehens) geführt hätte, beziehungsweise
war mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit anzunehmen
, dass die
B._
keine Einnah
men
generiert
, solange die
Mietstreitigkeit
bestand und der
Mietzins
auf ein Sperrkonto einging
, wobei
es in den Kompetenzbereich des Beschwerdeführers als
Inhaber der überwiegenden Mehrheit der Stammanteile (zwischen 17 und 19 von 20; vgl. vorstehend E. 3.2)
und als einzige
m
Zeich
n
ungsberechtigte
n
der
B._
(vgl. vorstehend E. 3.2)
fiel
, sich
der
Mietstreitigkeit
anzuneh
men
.
Wie bereits erwähnt,
fan
d bislang keine Einigung statt (vgl. Urk. 8/54
S. 3
; Urk. 8/64 S. 3
; Urk. 13
)
und
es ist festzuhalten, dass keine Hinweise darauf bestehen
und auch nicht substantiiert geltend gemacht wurde
, dass es im Kanton Neuenburg zu Unregelmässigkeiten in der Rechtsprechung kommt, zumal letzt
endlich das Bundesgericht für die Rechtsprechung
in der ganzen Schweiz
zustän
dig ist
.
4.2
Die Jahresrechnung 2
017 datiert vom 24.
Mai 2018 und enthält den Forderungs
verzicht von Fr. 155'000.-- (gemäss Vertrag vom 30. Mai 2018, vgl. vorstehend E.
3.3.1
). In der Jahresrechnung 2017 erwähnt wird die provisorische Jahres
rechnung 2017 mit dem Verlust von Fr. 156'104.05 (vgl. vorstehend E.
3.3.1
). Zu diesem Zeitpunkt
im Mai 2018
musste dem Beschwerdeführer
als Gesellschafter und gleichzeitig Darlehensgeber
klar
gewesen
sein, dass
der Verzicht auf das Darlehen in Höhe von Fr. 155'000.-- nicht zu einer nachhaltigen,
zukunftsgerich
teten
Verbesserung der finanziellen Situation der
B._
führ
e
n würde, da
der
Mietzins
mangels aussergerichtlicher Einigung oder Abschluss eines gerichtlichen Verfahrens
weiterhin auf ein Sperrkonto bezahlt
wurde
und
dadurch
unweigerlich
weiterhin
ein V
erlust resultier
en würde. Insbesondere handelte es sich
beim Verlust
nicht um
eine
blosse Schwank
ung im Geschäftsgang, wie
sie
bei der Führung
eines Gastronomiebetriebs vorkommen
kann, und welche
m
mit dem Forderungsverzicht und der Sanierung der Gesellschaft begegnet
wird
auf
grund begründeter Hoffnung auf eine
(nicht vorhersehbare aber anzunehmende)
Verbesserung des Geschäftsgangs im kommenden Jahr
.
Denn ein Forderungs
verzicht gemäss Art.
115 OR
führt nur dazu
, dass die Schulden sinken und d
as Gesellschaftsvermögen steigt, aber das
vorliegende
Problem der fehlenden
bezie
hungsweise blockierten
Mieteinnahmen
löste er nicht, womit er als Sanierungs
instrument
gemäss Art. 725 Abs. 2 OR
im vorliegenden Falle
nur
kurzfristig
taugte.
Allenfalls wäre ein
Konkursaufschubbegehren
gemäss Art. 725a OR mit der Beilegung der
Mietstreitigkeit
zielführender gewesen. So oder so
konnte
der Beschwerdeführer
im Zeitpunkt des Forderungsverzichts
nicht davon ausgehen, dass der
Mietzins
ohne weitere Vorkehr wieder der
B._
bezahlt würde
, was sich aus den Ausführungen anlässlich der ordentlichen Gesellschafterver
sammlung (Urk. 8/54) und dem Bericht der Revisionsgesellschaft (vgl. vorstehend E. 3.5.1)
sowie seinen eigenen Angaben (Urk. 8/64 S. 2 f.)
ergibt
.
Hinzu kommt der Umstand, dass gemäss Angaben des Beschwerdeführers
der mittlerweile per 30. April 2020 ausgezogene
Mieter
seinerseits
Schadenersatzansprüche von Fr. 200'000.
-- gestellt hat
(Urk. 8/64 S. 3),
was
die
Aussicht
auf eine erfolgreiche gerichtliche Klärung zu Gunsten der Gesellschaft
zusätzlich
erschwert
. Demzu
folge erscheint auch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Geltendmachung des Besserungsscheins mehr als fraglich beziehungsweise
ein
Ausfall höchst wahrscheinlich, zumal der Beschwerdeführer auch nicht mehr bereit war, weitere
Mittel in die Gesellschaft einzuschiessen und
es der
B._
im Zuge einer Rechtsstreitigkeit mit der Gemeinde offenbar erstinstanzlich gerichtlich verboten wurde, wegen mangelnder Feuersicherheit mehr als ein Zimmer in der
Auberge
zu vermieten (vgl. Urk. 8/54), was sich wiederum in den fehlenden Einnahmen
und den
späteren
Verlustscheinen (
vgl. vorstehend E. 3.5.2
)
zeigt(e).
Damit
kam
dem Verzicht auf das Darlehen in der genannten Höhe
im Mai 2018
in der Rolle als Darlehensgeber
einem «Vabanque-Spiel» gleich, auch wenn der
Forderungsverzicht
vordergründig dazu diente,
den Konkurs
der
B._
zu verhindern.
Denn n
ach dem Dargelegten musste der Beschwerdeführer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Ausfall rechnen.
Es ist anzunehmen, dass ein
vernünftige
r
G
läubiger, welcher
in der Regel auf seine Forderung nur verzichtet, wenn er sich einen Vorteil erhofft, nämlich, dass sich die Gesellschaft erholt und verbleibende oder künftige Forderungen wiederum bezahlen wird,
wohl unter diesen Voraussetzungen keinen Forderungsverzicht geleistet
hätte
.
Allenfalls
hätte mit der Liquidation der
B._
und dem Verkauf der Liegenschaft der Forderungsverzicht von Fr. 155'000.-- rückgängig gemacht werden können.
Stattdessen hat der Beschwerdeführer das einzige Aktivum der
B._
an die
C._
veräussert (vgl. nachstehend E.
4.3
).
4.3
Die vom Beschwerdeführer
gegen die Konkurslösung
erwähnte reduzierte Konkursdividende im Liquidationsfall
(Urk. 8/47)
stellt eine reine Behauptung dar und es gibt – zwangsläufig – keinen Nachweis hierfür. Dass die Liegenschaft, welche am 18. Dezember 2019 zu einem Steuerwert von Fr. 446'000.
--
an die
C._
veräussert wurde (Urk. 8/48), an welcher Gesellschaft
– später
in
I._
unbenannt
-
der Beschwerdeführer wiederum
alleiniger
Gesellschafter ist
(Urk. 8/57; vgl. vorstehend E. 3.4)
, lässt darauf schliessen, dass deren Wert nicht derart gering sein kann und es sich
lohnt, diese auch weiterhin zu halten, trotz der darauf lastenden
Mietstreitigkeit
und den fehlenden Einnahmen
(vgl. auch diesbezüglich die Ausführungen des Beschwerdeführers vom 26. Mai 2020, Urk. 8/64 S. 3)
.
Andernfalls wäre die
I._
wohl
auch
nicht gegründet worden,
deren
Stammanteilewert
die Beschwerdeführenden in ihrer Steuererklärung 2019
mit
Fr. 380'000.-- bezifferten (Urk. 8/52).
4.4
Demnach bleibt es bei
m
von der Durchführungsstelle angenommenen Vermö
gensverzicht, welcher sich realisierte, als die Liegenschaft von der
B._
im Jahr 2019 in die
C._
verschoben wurde, womit der
B._
die Aktiven entzogen wurden, was eine Rettung des Darle
hens nicht mehr möglich machte (vgl.
Urk.
7 S. 2).
D
ieses ist vorliegend in die
Anspruchsberechnungen
aufzunehmen. Die Beschwerde ist folglich in diesem Punkt unbegründet.
5
.
5
.1
Weiter
strittig ist in diesem Zusammenhang die Verzinsung beziehungsweise der Verzicht der Beschwerdeführenden auf die Verzinsung ihrer gewährten Darlehen.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin rechnete den Beschwerdeführenden einen Verzicht auf Einkünfte im
jährlichen
Betrag
von
je
Fr. 6'661.
-- für die Anspruchsperiode April bis Dezember 2019 und von je Fr. 146.-- ab Januar 2020 an
(Urk.
8/V/2/F und M)
. Zur Begründung führte sie aus, für das Darlehen an die
B._
sei
ein Zins von 3
% vorgesehen gewesen, welcher ab dem Jahr 2018 nicht mehr eingefordert worden sei. Alle übrigen von den Beschwerdeführenden gewährten D
arlehen seien offenbar zinslos
vergeben oder der ausgemachte Zins sei ebenfalls nicht eingefordert worden. Im Jahr 2019
habe das
vom Beschwerdeführe
r
an die
B._
gewährte
Darlehen Fr. 470'550.
--
betragen und es sei
dabei auf 3 % Zins während elf Monaten verzichtet
worden
(Fr.
12'939.--)
. Die übrigen Darlehen, Fr. 269'190.
--
und Fr. 50'000.
--
an die A._
hätten zumindest zu einem Zinssatz von 0.12 % verzinst werden müssen. Für das Jahr 2019 sei ein hypothetischer Ertrag von Fr. 12'939.
--
und Fr. 383.
--,
total Fr. 13'322.-- und aufgeteilt auf die Beschwerdeführenden von je
Fr. 6'661.--,
anzurechnen. Für das Jahr 2020 komme noch ein Zinssatz von 0.04 % zum Tra
gen. Für die Darlehen an die A._
(Fr. 234'990.
--
und Fr. 50'000.--) und das Darlehen an die
C._
von Fr. 446'000.
--
sei somit ein Ertrag von Fr. 292.
--
anzurechnen (Urk. 2 S. 2 f.).
5
.3
Zum Einkommen aus beweglichem Vermögen zählen der realisierte Kapitalertrag sowie durch die Vermietung (eventuell auch Verpachtung) bewegliche
r
Sachen erzielten Erträge, Darlehenszinsen und dergleichen (
Carigiet
/
Koch,
a.a.O.
, S. 235
;
Wegleitung über die Ergän
zungsleistungen zur AHV und IV,
WEL
,
Rz
. 3432.01
in der damals geltenden Fassung
).
Ein Verzicht auf Einkünfte liegt vor, wenn die versicherten Personen auf Teile ihres Einkommens verzichtet haben, ohne hierzu rechtlich verpflichtet gewesen zu sein oder eine gleichwertige Gegenleistung erhalten zu haben, oder trotz bestehenden Rechtsanspruchs davon faktisch keinen Gebrauch machen beziehungsweise ihre Rechte durchsetzen. Ist auf Einkünfte dieser Art verzichtet worden, so wird der Betrag in der Höhe des Verzichts in die Berechnung aufgenommen.
Zur Bestimmung des hypothetischen Ertrages ist vom durchschnittlichen Zinssatz für Spareinlagen im Vorjahr des Bezugsjahres auszu
gehen
(WEL
Rz
.
3482.10).
Ist der Zinssatz im Zeitpunkt des Verfügungserlasses noch nicht bekannt, ist das Mittel der in den Bulletins der Schweizerischen Nati
onalbank veröffentlichten monatlichen Zinssätze der Kantonalbanken auf Spar
einlagen im Zeitraum von zwölf Monaten ab November des zweiten dem Beginn
des Leistungsanspruchs vorangehenden Jahres massgebend (BGE 123 V 252 E. 2b).
Die durchschnittliche Verzinsung von Spareinla
gen betrug in den Jahren 2018 0.12 %, im Jahr 2019 0.11
%
und
fü
r das Jahr 2020 0.09
%
(WEL
Rz
.
3524.01
, in der Fassung vom 1. Januar 2022).
5
.4
Die Beschwerdeführenden beanstande
te
n die von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Zinsaufrechnungen.
Namentlich erachte
te
n sie den Zins von 3
% als zu hoch (Urk. 1 S. 2). Ausgehend davon, dass auch ein Verzicht auf Darlehenszinsen anzurechnen ist, und ein solcher im Betrag in der Höhe des Verzichts zu berücksichtigen ist (vgl. vorstehend E. 4.3)
,
ist
folglich
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf das
vom Beschwerdeführer
gewährte Hypothek
ar
darlehen
an die
B._
einen
hypothetischen
Zins
ertrag
von 3 % berücksichtigte, wurde ein solcher bei Darlehensgabe
offensicht
lich
vereinbart und gemäss Steuererklärungen der Jahre 2017 (Urk. 8/13a) und 2018 (Urk. 8/13)
auch
bis ins Jahr 2018 ausgerichtet.
Demnach ist auch weiterhin dieser vereinbarte Z
ins zu berücksichtigen. Ende 2018 belief sich
das
gewährte Darlehen auf Fr. 470'550.-- (Urk. 8/13). Darauf hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den von der
B._
nicht mehr gezahlten und von den Beschwer
deführenden auch nicht verlangten Darlehenszins
in der Höhe von 3 %
bis Dezember 2019
(Verkauf der Liegenschaft
an die I._
,
vgl. vorstehend E. 3.4; Urk. 8/48)
in den
Anspruchsberechnung
en
als Verzichts
eink
ommen berücksichtigt.
Die
gemäss Steuererklärungen
der
A._
, an welcher der Beschwerdeführer
zwei Stammanteile
im Wert von Fr. 2'000.
--
hält
(Urk. 8/55)
, gewährten zinslosen Darlehen im Betrag von
Fr. 269'190.-- und Fr. 50'000.-- im Jahr 2018 (Urk. 8/
13
) beziehungsweise
Fr. 234'990.-- und Fr. 50'000.
--
im Jahr 2019
(Urk. 8/
52)
,
sind von der Beschwerdegegnerin ebenfalls korrekt
gemäss den Vorgaben (vgl. vorstehend E.
5
.3)
mit dem
durchschnittlichen Zinssatz für Spar
einlagen
berücksichtigt worden
, wobei mangels abschliessend erhobener Daten für das Jahr 2020 der Zinssatz von 0.04
%
zugunsten der Beschwerdeführenden ausfiel.
Die Beschwerdeführenden bringen
gegen diese erhobenen
Verzichtsein
kommen nichts Substantielles vor, weshalb
auf die Berechnung der Beschwerde
gegnerin a
bzustellen ist.
Nach dem Gesagten ist somit die Anrechnung eines Verzichtseinkommens auf
grund nicht geltend gemachten Darlehenszinsen gemäss Verfügungen vom 8. September 2020 (Urk. 8/V/2F und M
) beziehungsweise 28. Oktober 2021 (
Urk. 11
) nicht zu beanstanden und die Beschwerde hiergegen abzuweisen.
6
.
6
.1
Strittig und zu prüfen ist des Weiteren die Anrechnung der Liegenschaft in Zürich
.
6
.2
Die Beschwerdegegnerin
ging bei der 6-Zimmer-Eigentumswohnung in Zürich mit einem Steuerwert von Fr. 695'000.-- davon aus, dass diese in eine selbstbe
wohnte 4-Zimmer-Wohnung und eine vermietete 2-Zimmer-Wohnung aufgeteilt worden sei, weshalb der Steuerwert von Fr. 463'000.-- (4/6 von Fr. 695'000.--) und ein Verkehrswert von Fr. 573'000.
--
(2/6 von Fr. 1'720'000.
--
als Berech
nungsgrundlage dien
t
e.
Die nicht selbstbewohnte 2-Zimmer-Wohnung sei zum Verkehrswert und die Miete als Ertrag anzurechnen (Urk. 2 S. 3; Urk. 7 S. 3).
Der von den Beschwerdeführenden verlangte Mietzins von brutto Fr. 1
’
350.-- liege offensichtlich unter dem ortsüblichen, weshalb gestützt auf d
ie gängigen Wohnungssuchportale
, welche als Miete für
eine 2-Zimmerwohnung im Kreis ...
der Stadt Zürich einen monatlich
en Mietzins von rund Fr. 2'000.--
auswiesen, ein monatlicher Betrag von Fr. 1'911.
--
angerech
net
werde
, was 4
% des Verkehrs
wertes entspreche (Urk. 2 S. 3).
6
.3
Gemäss Art. 9 Abs. 1 ELG entspricht die jährliche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen über
steigen. Als Einnahme wird auch ein Fünfzehntel, bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel und bei in Heimen und Spitälern lebenden Altersrent
nerinnen und Altersrentnern ein Fünftel des den massgeblichen Freibetrag über
steigenden Reinvermögens angerechnet (A
rt. 11 Abs. 1
lit
. c und Abs. 2 ELG in Verbindung mit § 11 Abs.
3 des kantonalen ZLG).
Gestützt auf Art. 9 Abs.
5
lit
.
b ELG hat der Bundesrat in Art.
17 ELV nähere Bestimmungen zur Vermögensbewertung erlassen. Das anrech
enbare Vermögen ist gemäss Art.
17 Abs
.
1 ELV nach den Grundsätzen der direkten kantonalen Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten
. Gemäss Art. 17 Abs. 1 in Verbindung mit Abs.
4 ELV soll aber nur jener Teil des Grundeigentums nach dem Steuerwert angerechnet werden, der der leistungs
ansprechenden Person zu eigenen Wohnzwecken dient.
Dienen Grundstücke der leistungsansprechenden Person oder einer Person, die in der EL-Berechnung eingeschlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken, so sind diese zum
Verkehrswert einzusetzen (Art. 17 Abs.
4 ELV). Die Kantone können anstelle des Verkehrswertes einheitlich den für die interkantonale Steuerausschei
dung massgebenden
Repartitionswert anwenden (Art. 17 Abs.
6 ELV). Der Kanton Zürich hat von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht (vgl. die Weisungen des Kantonalen Sozialamtes zum Vollzug der Zusa
tzleistungen zur AHV/IV vom
27. März 2013, Stand 1. Januar 2021, S.
12
Ziff.
2.2.1; www.sozialamt.zh), weshalb der Verkehrswert massgeblich ist.
6
.4
Nach Lage der Akten
hat die Liegenschaft in Zürich
einen unbestritten geblie
benen
Steuerwert von Fr. 695'000.-- (Urk. 1 S. 2; Urk. 8/30)
. Ihr Verkehrswert beläuft sich gemäss einer Be
wertung der Bank M._
aus dem Jahr 2016 auf Fr. 1'720'000.-- (Urk. 8/6). Darauf kann abgestellt werden, zumal auch das Abstellen auf eine p
rivate, von der le
istungsansprechenden Person ein
ge
re
ichte Verkehrswertschätzung
nicht ausgeschlossen
ist
, wenn das Ergebnis nach
vollziehbar hergeleitet wurd
e und plausibel erscheint (Urs Müller, Rechtsprechung des Bundesgerichts
zum ELG, 3.
Aufl., Zürich 2015,
Art.
11
Rz
362 mit Hinweisen auf die ältere Rechtsprechung)
, was vorliegend auf die Bewertung der Bank zutrifft
und überdies von keiner der Parteien beanstandet wurde.
Die 6-Zimmer-Maisonettew
ohung wurde vom Beschwerdeführer unterteilt in zwei Wohnungen. Eine 4-Zimmer-Wohnung, welche er selber bewohnt und eine 2-Zimmer-Wohnung, welche er ab
1. September 2017 zu einem monatlichen Mietzins von Netto Fr. 1'200.-- beziehungsweise von brutto Fr. 1'350.--
vermietet
(Urk. 8/12).
6
.5
Die Beschwerdegegnerin erachtete gestützt auf die Steuerunterlagen 2017 die vermietete 2-Zimmer-Wohnung als vollwertige möblierte Wohnung, da Verbin
dungstüren abgedichtet, alles renoviert und eine Küche eingebaut worden sei
en
(Urk. 7 S. 3). Dies gehe auch aus den Rechnungen bet
reffend die Umbauarbeiten im ersten
Obergeschoss hervor, welche die Beschwerdeführenden
in der Steuer
erklärung 2017 zum Abzug gebracht h
ätten
(Urk. 8/13a).
Gemäss
WEL
Rz
3433.03
seien
Mietzinsen grundsätzlich in der vertraglichen Höhe anzurechnen. Lieg
e
der vertraglich vereinbarte Mietzins offensichtlich unter dem ortsüblichen, so
sei
der letztere als Vermögensertrag einzusetzen.
Nach den gängigen Wohnungssuchportalen im Internet betrag
e
die Miete für
eine 2-Zimmer-Wohnung im Kreis ...
der Stadt Zürich rund Fr. 2'000.--, weshalb die Monatsmiete
für die 2-Zimmer-Wohnung
im Betrag von
Fr. 1'911.-
-
als ortsüblich zu betrach
ten sei
(Urk. 2 S. 3; Urk. 7 S. 3
; vgl. vorstehend E. 5.2
).
6
.6
Den in der Steuererklärung 2017 (Urk. 8/13a) enthaltenen Rechnungen betreffend die Umbauarbeiten im 1. Obergeschoss der 6-Zimmer-Maisonettewohnung lässt sich entnehmen, dass
im Zuge der Aufteilung für die 2-Zimmer-Wohnung ein Türdurchgang mit Grundierfolie verschlossen, eine neue Küche eingebaut, eine
Sonnerie
mit Türschliessmechanismus installiert sowie Malerarbeiten ausgeführt wurden.
Gemäss den Beschwerdeführenden trenne
indes
lediglich eine abschliess
bare Holztür die verschiedenen Zimmer
(Urk. 1 S. 2)
.
Des Weiteren ist bekannt, dass die Liegenschaft im J
ahr 1947
erstellt wurde (Urk. 8/
6 S
.
3). Angaben zur
Wohnungsgrösse der abgetrennten 2-Zimmer-Wohnung sind nicht bekannt beziehungsweise liegen nicht vor.
Demnach ist davon auszugehen, dass durch die Aufteilung beziehungsweise Abspaltung der 2-Zimmer-Wohnung eine nahezu vollwertige Mietwohnung ent
sta
nden
ist
, welche über
einen
eigenen Zugang sowie Küche und Bad verfügt.
Bei nicht selbst bewohnten vermieteten Liegenschaften gelten die Mietzinsen als Liegenschaftsertrag. Für nicht vermietete Liegenschaften ist entweder ein orts
üblicher Mietzins oder der durchschnittliche Ertrag, der eine Rendite während der ganzen Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Bauten widerspiegeln soll, anzurechnen (
Carigiet
/Koch,
a.a.O.
, S. 240
; vgl. vorstehend E. 5.3
).
Unter Berücksichtigung dieser Umstände
sowie mit Blick auf die Immobilienportale wie immoscout24.ch, newhome.ch
,
homegate.ch
und comparis.ch
,
auf welchen im Kreis ...
für eine
2-Zimmer-Wohnung am Stadtrand ein Mietzins von monatlich Fr. 1'950.
--
und
für eine 2
.5
-Zimmer-Wohnung in einem Altbau ein
solcher
von monatlich Fr. 1'780.
--
beziehungsweise für eine Wohnung in derselben Grösse Fr. 2'500.--
verlangt
wird
sowie
eine 3.5-Zimmer-Wohnung in derselben Strasse wie da
s hier fragliche Objekt
zu einem Mietzins von
Fr. 2'550.
--
angeboten wird
, erscheint der von der Beschwerdegegnerin veranschlagte Miet
zins von Fr. 1'911.-- nicht per se abwegig
oder ortsunüblich zu sein
. Auch mit Blick auf andere 2-Zimmer-Wohnungen im Raum Zürich liegen die monatlichen Mietpreise für eine vergleichbare Wohnung überwiegend um beziehungsweise über Fr. 2'000.-- (vgl. Internetrecherche auf den vorgenannten Immobilienpor
talen)
. Folglich
ist auf den von der B
eschwerdegegnerin
gestützt auf ihre Rendi
teberechnung
(vgl. vorstehend E. 5.2)
und
die
Erhebung der ortsüblichen Wohnungsmiete
veranschlagte
Mietzins abzustellen
, dies auch mit Blick auf den Umstand, wonach
das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne trif
tigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen
darf (BGE 137 V 71 E.
5.2, 114 V 315 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_342/2017 vom 28.
August 2017 E.
4.2
)
.
Die Beschwerdegegnerin hat den Mietzins im Betrag von monatlich Fr. 1'911.-- somit zu Recht als Vermögensertrag in die Berechnung eingesetzt.
Das Argument de
r Beschwerdeführenden, wonach ihre
Mieterin
diesen
höheren Mietbetrag sich gar nicht leisten könne
(Urk. 1 S. 2)
,
ist
in diesem Zusammenhang
nicht von Belang
beziehung
sweise kann nicht gehört werden, da es den Beschwerdeführenden
offen steht
, die Wohnung
an
jemand anderen zu vermie
ten, der bereit
(
und
finanziell
fähig
)
ist, diese Mietzinskonditionen einzugehen.
Die
Beschwerde
ist
in diesem Punkt
abzuweisen
.
6
.7
Die übrigen Berechnungspunkte hinsichtlich Liegenschaft wurden nicht bean
standet und geben auch
zu keinen Weiterungen Anlass (vgl. vorstehend E. 2.4).
7
.
Somit hat, zusammenfassend, die Beschwerdegegnerin
im Ergebnis zu Recht
einen Leistungsanspruch de
s
Beschwerdeführ
er
s
ab April 2019
verneint
und einen Anspruch
für X._
auf
Prämienverbilligung (Krankenversiche
rung) ab April 2019 und auf
Zusatzleistungen
ab Januar 2020
im Rahmen der
korrigierte
n
Verfügung (Urk. 11)
bejaht
.
Dementsprechend ist der angefochtene Entscheid
(Urk. 2)
zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzu
weisen.
8
.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61
lit
.
f
bis
ATSG).