Decision ID: a8a4c3d2-e6fc-4122-8451-58118766a4d9
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1955,
war
seit Jahren als
Dachdecker
in der eigenen Unternehmung
tätig
(
Y._
AG)
, als er sich am
26. Februar
2009
unter Hinweis auf eine
Schleimbeutelentfernung im Knie
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete
(Urk. 6/3).
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
holte die Akten des Unfallversicherers (Urk. 6/11-12) ein und
klärte die medizinischen und
erwerblichen Verhältnisse ab
(Urk. 6/8, Urk. 6/10, Urk. 6/16-18,
Urk. 6/24
27, Urk. 6/29)
.
Nach erlassenem Vorbescheid vom 11. Oktober 2010 (Urk. 6/32) sprach
sie
dem Versicherten m
it Verfügung vom 9. Dezember 2010 mit
Wirkung
ab 1.
August 20
09
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von
41
%
eine
Viertelsrente
zu
(Urk. 6/35, Urk. 6/39).
Die Verfügung erwuchs unange
fochten in Rechtskraft.
1.2
Am 26. Juni 2014
stellte der Versicherte
unter Hinweis auf einen seit Sep
tem
ber 2013 bestehenden Tennisarm
ein Revisionsgesuch
(Urk. 6/47).
Die IV
Stelle holte die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 6/45
-46
, Urk. 6/68, Urk. 6/72
)
sowie medizinische Berichte und berufliche Unterlagen ein
(Urk.
6/
53-
66, Urk. 6/69-71, Urk. 6/75-76
)
und tätigte Abklärungen hin
sichtlich der Tätigkeit des Versicherten vor Ort (Urk. 6/78).
Am 3. Oktober 2015 nahm der Regionale Ärztliche Dienst
(RAD)
zu den medizinischen Akten Stellung (Urk. 6/80/8-9). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/81, Urk. 6/87
) wies die IV-Stelle das Revisionsgesuch mit
Verfügung
vom
17. Dezember 2015
bei einem Invaliditätsgrad von 47 % ab
(Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 7. Januar 2016 Beschwerde und bean
tragte, die Verfügung vom 17. Dezember 2015 sei aufzuheben und die Inva
lidenrente sei auf eine
Dreiviertelsrente
zu erhöhen
(Urk. 1). Mit
Beschwerde
antwort
vom
2
. Februar 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
5
, unter Beilage ihrer Akten, Urk.
6
/1-
94
), was
dem Beschwerdeführer
am
5
. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde
(Urk. 7)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(
Art. 8 Abs. 1
des
Bundes
gesetz
es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundes
ge
setz
es über
die
Invalidenversicherung
, IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE
130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im We
sentli
chen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeits
fähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI
2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Die RAD
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leis
tungs
fähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizi
nischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des
Leistungs
anspruchs
. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medi
zinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigen
gutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson
über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E
. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt wer
den, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung
, der
Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit Dezember 2013 ver
schlechtert. Eine angepasste Tätigkeit in einem angestellten Arbeitsverhältnis sei dem Beschwerdeführer nur noch zu 75 % zumutbar.
Dem Beschwerde
führer sei die Aufgabe der
angestammten
Erwerbstätigkeit bereits bei der ursprünglichen Berentung im Jahr 2009 zumutbar gewesen
, weshalb für das Einkommen mit Behinderung auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik abgestellt worden sei
.
Dass der Beschwerdeführer heute 60 Jahre alt sei, sei
dem
entsprechend kein Grund, um nicht weiterhin auf die
Lohn
strukturerhebung
abzustellen. Da keine Einschrä
nkungen im administrativen Bereich
bestünden, könne auf den Lohn TA 17
Ziff.
4 abgestellt werden. Dabei handle es sich um einen Zentralw
e
rt auch für alle de
n Bürokräften verwandten Berufe
, wozu die Tätigkeit als Geschäftsführer zähle
(Urk. 2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer machte seinerseits geltend,
es sei von einer höchstens 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten auszugehen. Die von der Beschwerdegegnerin angenommene Arbeitsfähigkeit von 75 % finde bei
der
Würdigung der gesamten Akten keine
rechtsgenügliche
Grundlage. Die behandelnden Ärzte kämen zum Schluss, dass
ihm eine
angepasste Tätigkeit höchstens zu 50 %
zumutbar sei
.
Die Beschwerdegegnerin stütze ihre Verfü
gung alleine auf den RAD-Bericht, obwohl dieser zu einer anderen Ein
schätzung als die übrigen Berichte gelange. Die Fachgebiete des RAD-Arztes seien orthopädische Chirurgie und Traumatologie, weshalb er nicht über die fachspezifische Qualifikation für die Beurteilung einer Rücken- und
Ellbo
generkrankung
verfüge. Die Beschwerdegegnerin habe somit den
Untersu
chungsgrundsatz
verletzt. Der Beschwerdeführer sei bereits 60 Jahre alt und seit 32 Jahren selbständig
erwerbstätig
.
Ausserdem gehe die
Beschwerdegeg
nerin
beim Invalideneinkommen von einem Durch
schnittslohn für Bürokräfte aus, obwohl d
er Beschwerdeführer nicht einmal einen richtigen Brief erstel
len
könne
. Selbst wenn man von einer Arbeit als Bürokraft ausgehen würde,
ergäbe sich bei einem Pensum von 50 % ein Invaliditätsgrad von 65 %
(Urk. 1)
.
3.
3.1
Im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
(
Verfügung vom
9.
Dezember 2010,
Urk. 6/35)
präsentierte sich die Aktenlage im Wesentlichen wie folgt
:
3.1.1
Im
Bericht vom
30
. Dezember 2008
(Urk. 6/2)
des
Z._
zuhanden des Krankentaggeldversicherers
wurde festgehalten
,
a
us neurologischer Sicht besteh
e
ein
lumbospondylogene
s
Schmerzsyndrom rechts.
Die aktuelle Tätigkeit
sei
aus medizinischer Sicht zumutbar, jedoch in einem zeitlich beschränkten Rahmen. Um einer
Chronifizierung
der lumbalen Beschwerden durch wei
tere Fehlbelastung entgegenzuwirken,
liege die
Arbeitsfähigkeit bei nicht mehr
als 50
%
.
Eine angepasste Tätigkeit
soll
t
e
körperlich leicht- bis intermittierend mittelbelastend sein, die Möglichkeit zum regelmässigen Wechsel der Körperposition bieten
und
ohne Zwangshaltungen oder länger dauerndes Verh
arren in der gleichen Position
einhergehen. In einer
derart
angepassten Tätigkeit
sei
die Arbeitsfähigkeit
nicht eingeschränkt.
3.1.2
Der RAD führte in der Stellungnahme vom 29. April 2009 (Urk. 6/30/5) aus, bezüglich des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit sei auf den Arztbericht von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie FMH,
vom 29. März 2009 abzustellen. Demnach sei seit dem 19. September 2008 eine andauernde mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Dac
hdecker ausgewiesen. Ab dem 11.
November 2008 verbleibe eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit
für eine rücken- und
kniebelastende Tätigkeit. In einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer gemäss Bericht der
Z._
seit dem 19. Dezember 2008 zu 100 % arbeitsfähig. Das Tätigkeitsprofil umfasse eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 15 kg. Das Verharren in Zwangshaltungen, Tätigkeiten in kniender oder kniebeugender Körperhaltung sowie das Besteigen von Leitern und Gerüsten sei nicht mehr möglich.
3.1.
3
Im
Abklärungsbericht vom 7. Dezember 2009
(Urk. 6/29) hielt die zuständige Abklärungsperson fest, die selbständige Tätigkeit des Beschwerdeführers bestehe zu 90 % aus
Dachbau
, Fassaden und Gerüstbau und zu 10 % aus Geschäftsführung. Eine Betriebsaufgabe sei nicht möglich, da er den Betrieb weiterführen wolle, damit ihn in etwa fünf Jahren sein Sohn übernehmen
könne.
Die Abklärungsperson
kam zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer der Umstieg auf eine unselbständige Erwerbstätigkeit zumutbar wäre. Er werde aber sein Dachdeckergeschäft nicht aufgeben, da in etwa fünf Jahren der Sohn die Firma übernehmen sollte. Der Invaliditätsgrad werde trotzdem mit einer behinderungsangepassten Tätigkeit, für welche
d
er
Beschwerde
führer
gemäss medizinischen Unterlagen zu 100 % arbeitsfähig sei, errechnet.
3.2
Für das vorliegende Revisionsverfahren präsentiert sich die Aktenlage wie folgt:
3.
2.
1
Der Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Innere Medizin FMH, stellte im Bericht vom 14. April 2014 zuhanden des Krankentaggeldversicherers
(Urk. 6/68/13)
die Diagnose
Epicondylopathia
humeri
radialis
chronica
rechts
und führte aus
, der Beschwerdeführer leide an Ellbogenschmerzen rechts lateral mit starker Verschlechterung seit Mitte November 201
3.
3.
2.
2
Die Ärzte der Klinik
C_.
nannten im Bericht vom 26. Juni 2014 (Urk. 6/53/6) die Diagnose chronische therapieresistente
Epicondylitis
humeri
radialis
rechts sowie beginnende
Epicondylitis
humeri
radialis
links und führten aus, aufgrund der Degeneration der radialen Kollateralbandinsertion sei zusätzlich eine kompensierte Instabilität des Ellbogengelenks zu vermu
ten.
3.2
.3
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie des Bewegungsapparates
FMH,
Klinik
E._
,
diagnostizierte
i
m Operationsbericht vom 22. Juli 2014 (Urk. 6/57/7-8) einen
Extensorenabriss
und
eine
konsekutive
humero
-radiale Instabilität am Ellbogen rechts. Im Bericht vom 15. Oktober 2014 (Urk. 6/60)
führte er
aus,
es bestehe ein S
t
atus nach LUCL-Bandplastik und
Refixation
der Extensoren bei
postero
-lateraler Rotationsinstabilität am 2
2.
Juli 20
1
4.
Am 1. Dezember 2014
hielt Dr.
D._
fest
(Urk. 6/65), die Beweglichkeit habe sich deut
lich gebessert. Bis Ende Jahr seien weiterhin nur rein administrative Tätig
keiten möglich und es bestehe eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab dem 1. Januar 2015 bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit ohne Heben und Tragen über 8 kg und über Brusthöhe und ohne Hantieren in Körperferne.
Im Bericht vom 9. Februar 2015 (Urk. 6/66) bestätig
te Dr.
D._
einen
zeitgerechten Verlauf und f
ührte
aus, in einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer bis Anfang April 2015 zu 50 % arbeitsunfähig.
Am 8. April 2015 (Urk.6/69)
hielt er fest
, während sich die Ellbogenbeweglichkeit weiter gebessert habe,
bestünden aktuell Schmerzen im
Tricepsmuskelbereich
. Heben und Tragen bis 15 kg in Körpernähe seien in einem 50%-Pensum möglich.
3.
2.4
Im
April 2015 wurde eine Evaluation
der
funktionelle
n
Leistungsfähigkeit (EFL) im
F._
durchgeführt.
Im entsprechenden Bericht vom 28. April 2015 (Urk. 6/72/8-18) wurde festgehalten,
arbeitsrelevante Probleme seien die Ellenbogenschmerzen bei Gewichtsbelastung und länger dauerndem mechanischem Kraftaufwand der Hand sowie belastungsabhängige Rückenschmerzen. B
ei Bet
rachtung des Verlaufs sei
in absehbarer Zeit keine wesentliche Verbesserung und damit verbundene Belastbarkeitssteigerung für handwerkliche Tätigkeiten zu sehen.
Die berufliche Tätigkeit als Dachdecker und Geschäftsführer sei halbtags zumutbar, da der
Beschwerdeführer noch keinen wiederholten längeren Kraftaufwand
auf den Unterarm/Ellbogen toleriere
, der
ausreichend wäre für handwerkliches Hantieren. Bei sämtlich anfallenden
administrativen
,
geschäftsführerischen
Tätigkeiten bestehe keine Einschränkung. Die Zumutbarkeit für andere berufliche Tätigkeiten werde im Moment noch nicht festgelegt, da auch das
Hantieren
mit leichten Gewichten b
ei
entsprechender monotoner Wiederholung der durchgeführten Tätigkeit eine Schmerzzunahme mit funktioneller Beeinträchtigung verursache. Empfohlen werde der gleiche Arbeitsplatz und die bisherige Arbeit, weiter reduziert und mit Fokus weiterhin auf admini
s
trativer Tätigkeit (Urk. 6/72/11).
3.
2.5
Dr.
D._
hielt im Bericht vom
19. Mai 2015 (Urk. 6/70) fest, aktuell bestehe eine akute Lumbalgie bei bekannter
Spondylolisthesis
. Die anlässlich der
EFL
festgehaltenen Einschränkungen würden aus seiner Sicht uneinge
schränkt zutreffen. Auch langfristig sei keine vollständige Wiederherstellung der Ellbogenfunktion realisierbar. Leichte, das heisse administrative Tätigkeiten, seien aus ellbogenspezifischer Sicht durchführbar. Aktuell schränke die Rückensymptomatik auch solche Arbeiten stark ein, da es im Rahmen der EFL-Testung zu einem akuten Schub der vorbestehenden
Spondylolisthesis
gekommen sei.
3.
2.6
Dr.
B._
berichtete am
2
9.
und
30. Juni 2015 (Urk. 6/71
, Urk. 6/72/2-3
)
,
aufgrund der Rückensymptomatik sei der Beschwerdeführer bereits zu 41 % berentet. A
n den Beschwerden hinsichtlich Rückenproblematik habe sich grundsätzlich nichts verändert, wobei aktuell eine Exazerbation bestehe, wel
che noch mittels Physiotherapie behandelt werde.
Zusätzlich zur
41%igen
Erwerbsunfähigkeit
auf Grund der Rückensituation bestehe eine Einschrän
kung der manuellen Tätigkeit mit dem rechten Arm wegen der
Epicondylitis
humeri
radialis
, wobei auch hier keine 100%ige Arbeitsfähigkeit im ange
stammten Beruf bestehe.
Die Ellbogensituation werde eine stärkere hand
werkliche Belastung ebenfalls nicht im vollen Umfang zulassen, so dass aus diesem Grunde nur leichte administrative Arbeiten durchführbar seien. Der Beschwerdeführer sei als ausbehandelt zu betrachten, da keine weitere Besserung mit medizinischen Massnahmen möglich sei. Ab dem 11. Juni 2015 bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, eine Steigerung des Pensums sei kaum realistisch.
Grundsätzlich dürf
t
e aufgrund der kombinierten Störung von Rücken und Ellbogen auch in anderen Arbeitstätigkeiten eine Beein
trächtigung von 50 % bestehen.
3.
2
.
7
Gemäss Abklärungsbericht für
Selbständig
erwerbend
e
vom
30. September 2015
(Urk.
6
/
78
) machte
der Beschwerdeführer
vor Ort
folgende
Angaben zu
seiner
beruflichen Tätigkeit
:
Der Betrieb ha
be
sich seit 2009 nicht verändert, ausser
,
dass man mehr Hilfsarbeiter oder temporäre Mitarbeiter
habe
einstel
len
müssen
, um seinen Ausfall zu kompensieren. Zudem habe man mit dem Treuhänder besprochen, den Betrieb allenfalls schon bald an die Söhne zu übergeben.
Auch
nach der ersten
Rentensprechung
habe er
seinen Aufgaben
bereich nicht verändert, weil er dazu nicht in der Lage
gewesen
sei. Er habe beim Tragen von schweren Lasten die Hilfe seiner Mitarbeiter benötigt,
sei
aber noch immer auf alle Dächer
gestiegen und vor Ort gewesen
. Die Büroa
r
beiten seien für ihn schwierig, d
ie Hauptarbeit
im Büro
erledig
e
die Ehefrau
(Urk. 6/78/3-4).
Der Aufgabenbereich umfasse
zu 90 %
schwere
körperlic
he
Tätigkeiten im
Dachbau
, Fassaden und Gerüstbau
und zu 10 % Geschäfts
führung
. Die Geschäftsführung beinhalte
Bauleitungen, Offerten, Arbeiten akquirieren, Arbeitsplaneinteilung
und
Debitoren-Rechnungen
.
Eine
Um
platzierung
im Betrieb oder eine Umstrukturier
ung
sei nicht möglich.
Das Ziel
sei
, dass man das Geschäft früher oder später den Söhnen übergeben
könne. Im Bereich
Dachbau
, Fassaden und Gerüstbau
habe d
er Arzt eine
Arbeitsunfähigkeit
von 50
% angenommen, weil
er
dies so
gewollt habe
. Er arbeite jedoch in diesem Bereich nie im Rahmen von 50
%, sondern erfülle derzeit nur Kleinigkeiten. Er steige beispielsweise nicht mehr auf Dächer oder grössere Gerüste, weil er sich einfach unsicher fühl
e.
Rentable Arbeiten
führe
er nur noch sehr wenige
aus
.
Er mache
Ausmessungen und gebe vor Ort Anleitungen. Einen grossen Teil habe aber bereits der Sohn übernommen, weil er immer vor Ort
sei
.
Im Bereich Geschäftsführung bestünden k
eine Ein
schränkungen. Man könne diesen Bereich aber auch nicht erweitern, weil er keine Ahnung davon habe. Dies habe sich leider nicht verändert und werde sich auch nicht mehr verändern
(Urk. 6/78/5-6)
.
3.
2.8
Dr.
D._
hielt im Bericht vom 5. Oktober 2015 (Urk. 6/76) fest,
eine Belastbarkeit für leichte und mittelschwere Tätigkeiten ohne Hantieren in Körperferne und ohne repetitive
Umwendbewegungen
sei möglich, wenn gleich eine rasche Ermüdbarkeit bestehe. Es müsse jedoch auch das Rücken
leiden miteinbezogen werden. Hier bestünden immer noch erhebliche Ein
schränkungen. Eine Rückkehr in den handwerklichen Beruf als Dachdecker sei unrealistisch und nicht zumutbar. Zumutbar seien Tätigkeiten bei ange
legten Armen bis 15 kg und Brusthöhe (Heben und Tragen). Hantieren in Körperferne sowie Überkopfbelastungen seien ebenfalls nicht zumutbar. In einer leichten Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
entsprechend
einer halbtägigen
Präsenz
.
3.
2.9
RAD-Arzt Dr. med.
G._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, hielt i
n der Stellungnahme vom
3. Oktober 2015
(
Urk. 6/80/8-9)
fest,
die Aussagen
des EFL-Berichtes
zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit seien aus
versicherungsmedizi
nisch-orthopädischer
Sicht plausibel. Es bestehe weiterhin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit werde im EFL-Bericht nicht abschliessend Stellung genommen. Aus medizinischer Sicht entspreche die bisherige Tätigkeit insgesamt einer nicht angepassten Tätigkeit, sondern nur deren administrativer Teil. Medizintheoretisch sei überwiegend wahrscheinlich eine optimal angepasste Tätigkeit nicht im eigenen Betrieb, sondern irgendwo angestellt, zu 75 % möglich. Dies bei einer vollzeitigen Präsenz und einer Leistungsminderung von 25 % wegen einer deutlich verminderten Arbeitsgeschwindigkeit und der Notwendigkeit zu häufigen Arbeitsunterbrechungen, um den rechten
(
dominanten
)
Arm
auszulockern
und zu entlasten. Es seien körperlich sehr leichte wechselbe
lastende Tätigkeiten ohne häufiges Bücken, ohne Arbeiten in Zwangshaltung des Rumpfes, ohne langes Festhalten oder häufiges festes Zugreifen sowie ohne kraftvolles
Hantieren mit der rechten Hand zumutbar.
4.
4.1
Unter den Parteien besteht insoweit Einigkeit, als
dass sich der Gesundheits
zu
stand des Beschwerdeführers seit der
Rentenzusprache
im Jahr
2010 durch die
Ellbogenbeschwerden
verschlechtert hat.
Aktenkundig
ist weiter, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Dachdecker zu
(min
destens)
50 % arbeitsunfähig ist.
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in ange
passten Tätigkeiten machte der Beschwerdeführer geltend, es bestehe ledig
lich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (E. 2.2).
D
ie Beschwerdegegnerin
ging
dem
gegenüber gestütz
t auf die Stellungnahme des RAD
(
E. 3.2.9
)
von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit
in einer optimal angepassten körperlich sehr leichten wechselbelastenden Tätigkeit
aus
.
4.2
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
überzeugt
die Einschätzung
des RAD-Arztes
im vorliegenden R
entenr
evisionsverfahren
(vgl. E. 1.3)
.
D
ie Rückenproblem
atik, aufgrund welcher der Beschwerdeführer bereits zu 41 % berentet ist,
zeigt sich den Angaben des Hausarztes zufolge
im Wesentlichen
unverändert (E. 3.2.6).
Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit ergab
sodann
,
dass b
ei sämtlich
en
anfallenden administrativen Tätigkeiten im Geschäftsführerbereich keine Einschränkung
besteht. Es wurde darüber hinaus empfohlen
, d
ass der Beschwerdeführer d
en
Fokus
weiterhin auf admi
nistrative
Tätigkeit
en leg
e
(E. 3.2.4).
Darüber hinaus
gab d
er Beschwerde
führer gegenüber der zuständigen Abklärungsperson
selb
er
an,
dass
im Bereich Geschäftsführung keine Einschränkungen
bestehen
(E. 3.2.7).
Die Einschätzung des RAD
überzeugt
zudem mit Blick auf den in den
Vorakten
dokumentierten Verlauf
.
Während
im Jahr
2009
aufgrund der
Rückenprob
lematik
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in
einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 15 kg und ohne Arbeiten in Zwangshaltung
ausgegangen wurde
(E. 3.1.3)
,
passte RAD-Arzt
Dr.
G._
das Belastungsprofil
den neuen Beschwerden
entsprechend an, indem er
einzig noch körperlich sehr leichte wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges Bücken, ohne Arbeiten in Zwangshaltungen des Rumpfes sowie ohne
langes Festhalten, häufiges festes Zugreifen sowie kraftvolles Hantieren mit der rechten Hand
als
z
umutbar erachtete und
eine erhöhten Pausenbedarf berücksichtigte
.
Mit
der
Anpassung des Anforderungsprofils und Annahme einer Leistungseinschränkung von 25 %
hat der RAD
de
r
seit der ursprünglichen
Rentenzusprache
neu
aufgetretenen Ellbogen
problematik
und allfällig vermehrten Rückenbeschwerden vollauf
Rechnung getragen.
4.3
Was die
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
durch die
behandelnden Ärzte betrifft, ist festzuhalten, dass diese einerseits
zu
vage
ist
(vgl. Urk. 6/72-3, wonach „grundsätzlich“ auch in anderen Arbeitstätigkeiten eine Beeinträch
tigung von 50 % bestehen „dürfte“)
und sich andererseits nicht
auf die
Ellbo
genproblematik
beschränkt
, sondern die Rückenbeschwerden miteinbezieh
t
(vgl. E. 3.2.8)
. Dass in Bezug auf die Rückenproblematik keine Veränderung eingetreten ist, welche eine über das von Dr.
G._
formulierte
Zumutbar
keitsprofil
hinausgehende Einschränkung (E. 3.2.9) rechtfertigte, ergibt
sich
wie bereits dargelegt (E. 4.2) - ohne
Weit
eres
aus den Berichten des Haus
arztes (E. 3.2.6; Urk. 6/71/2, 6/72/2).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (E. 2.2) vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte die Einschätzung des RAD somit nicht in Zweifel zu ziehen. D
arüber hinaus
ist
schliesslich
darauf hinzuweisen, dass es
einer Erfahrungstatsache
entspricht
, dass
die behandelnden Ärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher
zugunsten
ihrer
Patienten
aussagen
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (E. 2.2) ist weiter
auch
nicht ersichtlich,
inwiefern
Dr.
G._
als Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
nicht
geeignet wäre
, die körperlichen Beschwerden
im Bereich des Rückens und des Ellbogens
fachärztlich zu beurteilen
, zumal er über die gleiche
fachärztliche
Qualifikation wie der behandelnde Arzt Dr.
D._
verfügt
.
Das Vorbringen des Beschwerdeführers zielt somit ins Leere.
4.
4
Zusammenfassend
ist gestützt auf die nachvollziehbaren Ausführungen des RAD-Arztes
mit
dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass de
r
Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht
in einer
angepasste
n
Tätigkeit
zu 75 % arbeitsfähig
ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
Hinsichtlich der Zumutbarkeit
einer unselbständigen ange
passten Tätigkeit
ist vorwegzunehmen, dass
der Beschwerdeführer im vor
liegenden Verfahren betreffend sein Alter und der Anzahl zurückgelegter Geschäftsjahre nichts zu seinen Gunsten ableiten kann
. Obwohl bereits anlässlich der
Rentenzusprache
vor fünf Jahren die Aufgabe der ange
stammten Tätigkeit als zumutbar erachtet worden war (vgl. E. 3.1.3), hat sich der Beschwerdeführer aus betrieblichen Gründen gegen die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit entschieden (Urk. 6/29/8). Nachdem für die Frage, ob die Aufgabe der bisherigen und die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit zumutbar ist, insbesondere die verbleibende Aktivitätsdauer - diese betrug damals rund zehn Jahre - von Bedeutung ist, liegt diesbezüglich ein abge
schlossener Sachverhalt vor, weshalb im vorliegenden Revisionsverfahren nicht mehr darauf zurückgekommen werden kann (BGE 136 V 369). Der Beschwerdeführer hat denn die damals angestrebte Übernahme des eigenen Geschäfts durch den Sohn offensichtlich auch vorangetrieben (vgl. E. 3.2.7).
5.
2
Zur Ermittlung des Invaliditätsgrades ist ein Einkommensvergleich vorzu
nehmen.
Aufgrund der Umstände und da d
er Beschwerdeführer
auch heute noch
seiner
angestammten
Erwerbstätigkeit nachgeht
, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass
er
im Gesundheitsfall
immer noch
im eigenen Unternehmen
erwerbstätig wäre.
Die Beschwerdegegnerin
ging von einem an die Nominallohnentwicklung angepassten
Valideneinkommen
von Fr. 105‘491.95 aus (vgl. Urk. 2, Urk. 6/78/8). W
ie bereits in der ursprüngli
chen Rentenverfügung (
Urk. 6/35)
zog sie dabei
das gemäss IK-Auszug in den Jahren 2003 bis 2007 erzielte Einkommen heran
(Fr. 101‘372.--)
.
Wenn
gleich der neue Abklärungsbericht vom 30. September 2015 vermuten lässt, dass diese Einkommen auch Lohnbestandteile der Ehefrau umfassten (vgl. Urk. 6/78/4
und 8, wonach die Ehefrau des Beschwerdeführers bis ins Jahr 2008 zwischen Fr. 18‘200.-- und Fr. 25‘500.-- pro Jahr bezog, damit keine Pensionskassenbeiträge zu leisten waren und die Lohnzahlungen erst im Jahr 2010 [nach der
Rentenzusprache
] massiv erhöht wurden, obwohl ihr
Arbeits
pensum
über Jahre 70 - 80 % betrug [Fr. 63‘700.-- gemäss
Abklärungsbe
richt
vom 30. September 2015]), erübrigen sich vorliegend weitere Abklärun
gen hierzu (vgl. nachfolgend E. 5.4).
5.
3
Nachdem der Beschwerdeführer nach wie vor keiner zumutbaren, angepass
ten Tätigkeit nachgeht (E. 5.1), hat die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht auf Tabellenwerte abgestellt.
Dass sie dabei
auf die Tabelle T
17 Ziffer
4 (Bürokräfte und verwandte Berufe
, Männer
) abstellte
,
ist
– entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. E. 2.2) – mit
Blick auf
die
bisher ausgeübte Geschäftsführertätigkeit und das noch gege
bene Leistungsvermögen
in diesem Bereich
ebenfalls
nicht zu
beanstanden. Dies gilt umso mehr, als
die Berufsgruppe
Bürokräfte und verwandte Berufe
gemäss LSE nicht nur allgemeine Schreibarbeiten, sondern auch
Material
wirtschaft
und Arbeiten mit Kundenkontakt umfasst
und die
bisherige Tätig
keit
des Beschwerdeführers
als
Geschäftsführ
er
gerade solche administrative Aufgaben beinhaltete, wie insbesondere die Delegation von Arbeiten,
das Erstellen von Offerten, das Schreiben von Rechnungen und die Akquirierung von neuen Aufträgen
(vgl. Urk. 6/78/5)
. Weiter verfügt der Beschwerdeführer aufgrund seiner Erwerbsbiografie über ein breites Fachwissen, welches er auch im Rahmen einer Kontroll- und Überwachungstätigkeit oder im Verkauf einsetzen könnte.
Der
Tabelle
nlohn
der T17
Ziffer 4
betrug im Jahr 2012 Fr.
5‘
871
.-- (LSE 2012,
S.
44).
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 1990-
2015) sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2014 (Indexstand 2
188
[2012] auf 2
220
[2014], vgl. Bundesamt für Statistik,
Arbeitsmarktindikato
ren
2016, T 35 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976–2015,
Männer
) ergibt sich bei einem
Pensum
von
75
%
ein Jahreseinkommen von
Fr.
55
‘
890.
30
(
Fr. 5‘
871
.--
/
40 x 41,7 x 12 x 0.75
/ 2188 x
2220
)
.
Da bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die Einschrän
kung der Leistungsfähigkeit von 25 % bereits vollumfänglich berücksichtigt
ist
(vgl. E.3.2.
9
), rechtfertigt sich kein Abzug vom Tabellenlohn.
5.
4
Die
Gegenüberstellung des
Valideneinkommens
von Fr. 105‘491.95 und des Invalideneinkommen
s
von
Fr.
55
‘
890.
30
ergibt eine Erwerbseinbusse von
Fr.
49
‘
601.65
, womit ein
Invaliditätsgrad von
rund
47
%
resultiert
.
Damit hat die Beschwerdegegnerin einen höheren Rentenanspruch des Beschwerde
führers zu Recht verneint und es besteht unverändert
Anspruch a
uf die bis
herige
Viertelsrente
.
6
.
Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und
ausgangsge
mäss
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG),