Decision ID: 06b49986-fc4a-5359-8446-2965228865da
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die Politische Gemeinde X._ beabsichtigt zusammen mit den Politischen Gemeinden
A._, B._, C._ und D._, für die Berufsfeuerwehr X._ das in Betrieb stehende
Hubrettungsfahrzeug des Typs (...) mit der Rettungsbühne (...), Baujahr 2000
(nachfolgend: HBR), durch eine neue Autodrehleiter (...) auf dem Fahrgestell (...)
(nachfolgend: ADL) zu ersetzen. Am 17. November 2020 reichte die M._ bei der
Gebäudeversicherung St. Gallen (GVA) ein Gesuch um Beiträge aus dem
Feuerschutzfonds für die Beschaffung der ADL (Kosten von CHF 926'102.05, abzüglich
Rückkaufangebot für das HBR in der Höhe von CHF 27'500, je inklusive
Mehrwertsteuer) ein und verlangte ausdrücklich die Prüfung des Gesuchs nach dem
bis 31. Dezember 2020 gültigen Verordnungsrecht. Mit E-Mail vom 25. November 2020
hielt die Leiterin Intervention Amt für Feuerschutz fest, dass die Voraussetzung gemäss
der massgeblichen Übergangsbestimmung, wonach das zuständige Organ die
Ausgaben vorab bewilligt haben müsse, erfüllt sei. Am 27. November 2020 forderte sie
die M._ in Widerspruch dazu auf, erst wieder ein Gesuch einzureichen, wenn Kredit
und Projekt vom zuständigen Organ beschlossen worden seien. Am 8. Dezember 2020
beschloss der Stadtrat X._ unter anderem, den Auftrag betreffend Beschaffung der
ADL zum Preis von CHF 859'890.50 (exkl. Mehrwertsteuer) im freihändigen Verfahren
als gebundene Ausgabe an die Y._ AG, Zweigniederlassung (...), zu vergeben, und für
diese Beschaffung einen Verpflichtungskredit von CHF 337'300 (inklusive
Mehrwertsteuer) zu Lasten der Investitionsrechnung zu erteilen, beides vorbehältlich
der Subventionszusage der GVA. Am 10. Dezember 2020 ergänzte die M._ ihr Gesuch
vom 17. November 2020. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs wies der
Verwaltungsrat der GVA das Gesuch unter anderem gestützt auf einen Zustandsbericht
der Q._ AG vom 10. September 2019 mit Verfügung vom 21. April 2021 (versandt am
10. Mai 2021) ab (act. 2, 6/7-20, 10/5, 10/13, 14.1 f., www.zefix.ch).
B.
Dagegen erhob die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdeführerin) am 25. Mai 2021
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Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 24. Juni 2021 (act. 5) ergänzte sie
die Beschwerde mit einer Begründung und folgendem Rechtsbegehren:
"1. Der Beschluss des Beschwerdegegners vom 21. April 2021 sei aufzuheben und
das Subventionsgesuch der Beschwerdeführerin vom 17. November 2020 bzw.
10. Dezember 2020 im Sinne von Art. 49 Feuerschutzgesetz nach bisherigem Recht im
Umfang von CHF 531'529 gutzuheissen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdegegners."
Mit Vernehmlassung vom 9. August 2021 schloss die GVA (Vorinstanz) auf Abweisung
der Beschwerde (act. 9-11). Mit Replik vom 1. September 2021 bestätigte die
Beschwerdeführerin ihre Anträge und Ausführungen (act. 13-14.2). Am
28. September 2021 duplizierte die Vorinstanz unter Festhalten an ihren Anträgen
(act. 18 f.).
Auf die Erwägungen der angefochtenen Verfügung und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben ([Art. 57 Abs. 1 des
Gesetzes über die Gebäudeversicherung; sGS 873.1, GVG, in Verbindung mit] Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1). Die
beschwerdeführende Gemeinde als Subventionsgesuchstellerin ist zur Erhebung des
Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 und 2 VRP, vgl. dazu
BGE 141 II 161 E. 2.3 und BGE 140 I 90 E. 1, in: Pra 2014 Nr. 67, je mit Hinweisen,
insbesondere auf BGE 138 II 506 E. 2.1.2, sowie M. Pflüger, Die Legitimation des
Gemeinwesens zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, Zürich/
St. Gallen 2013, Rz. 292 FN 700, und L. Kneubühler, Beschwerdebefugnis vor
Bundesgericht: Konkurrenten, Gemeinden, Pläne und Realakte, in: ZBl 2016, S. 22 ff.,
S. 33 f., siehe dazu auch BGE 145 I 121 E. 1.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdeeingabe
vom 25. Mai 2021 erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom
24. Juni 2021 formell und inhaltlich die gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist
somit grundsätzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin (act. 5, S. 2
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Ziff. II/5) pauschal auf ihre Vorbringen im vorinstanzlichen Gesuchsverfahren verweist,
ohne diese in der Beschwerde erneut einzubringen (vgl. VerwGE B 2020/243 vom
30. August 2021 E. 1; VerwGE B 2020/244 vom 7. Juni 2021 E. 3.1 je mit Hinweis).
2.
Rechtsbegehren sind nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der
dazu gegebenen Begründung (vgl. dazu BGer 9C_215/2020 vom 28. Mai 2021 in
BGE 147 V 312 nicht publizierte E. 2 mit Hinweis). Art. 61 Abs. 3 VRP schliesst nicht
aus, das Rechtsbegehren im Beschwerdeverfahren zu reduzieren oder einzuschränken
(vgl. dazu Looser/Looser-Herzog, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die
Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 12 zu
Art. 61 VRP). Das Verwaltungsgericht darf nicht über die Begehren der
Beschwerdeführerin hinausgehen (Art. 63 erster Satzteil VRP), insbesondere darf es ihr
auch nicht mehr zusprechen, als sie verlangt hat (vgl. dazu T. Kamber, in: Rizvi/
Schindler/Cavelti [Hrsg.], N 2 zu Art. 63 VRP).
Obgleich das Subventionsgesuch der Beschwerdeführerin vom 17. November 2020
und 10. Dezember 2020 (act. 6/8, 12) ausdrücklich dahingehend lautete, dass es
altrechtlich nach Art. 21 und 22 der Verordnung über Beiträge aus dem
Feuerschutzfonds (sGS 872.3; VBFf, nGS 2020-080 Ziff. III f.) zu prüfen sei, beurteilte
die Vorinstanz die Subventionsvoraussetzungen in der angefochtenen Verfügung
(act. 2) sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht. Die Beschwerdeführerin hat ihr
Rechtsbegehren in der Beschwerdeergänzung vom 24. Juni 2021 (act. 5) insoweit
eingeschränkt, als das verfahrensauslösende Subventionsgesuch im Sinne der
Übergangsbestimmung von Art. 49 des Gesetzes über den Feuerschutz vom
28. Januar 2020 (sGS 871.1, FSG, in Kraft gesetzt auf 1. Januar 2021, nGS 2019-104)
nach bisherigem Recht im Umfang von CHF 531'529 gutzuheissen sei.
Dementsprechend ist im vorliegenden Verfahren von vornherein nicht zu prüfen, ob die
Vorinstanz die Subventionsvoraussetzungen nach dem seit 1. Januar 2021 gültigen
Recht als nicht erfüllt betrachten durfte.
3.
Zu untersuchen ist weiter, ob das strittige Beitragsgesuch gemäss der
Beschwerdeführerin (act. 5, S. 7-12 Ziff. IV/1-2.7, act. 13) übergangsrechtlich nach
dem bis 31. Dezember 2020 gültigen Recht beurteilt werden kann.
Laut der Übergangsbestimmung von Art. 49 FSG werden Beiträge an die
Aufwendungen Dritter zur Verhütung von Brandschäden und zur Schadenbekämpfung
3.1.
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3.3.
Nach dem Wortlaut setzt Art. 49 FSG für die Anwendung des bisherigen Rechts neben
der Einreichung des Beitragsgesuchs bis 31. Dezember 2020 voraus, dass "das für die
Beschlussfassung über Projekt und Kredit zuständige Organ bei Vollzugsbeginn dieses
Erlasses das Projekt beschlossen" hat. Massgebend ist danach in erster Linie, dass das
Projekt vor dem 31. Dezember 2020 beschlossen wurde. Zweitens muss die
Beschlussfassung über Projekt und Kredit durch das zuständige Organ erfolgt sein.
Der Wortlaut erscheint klar (vgl. dazu BGE 147 III 218 E. 3.3.2.1; BGE 147 V 174
E. 6.2.2; BGer 8C_81/2021 vom 27. Oktober 2021 E. 6.1; BGer 4A_50/2021 vom
6. September 2021 E. 2.3.3.1, beide zur Publikation vorgesehen; BGer 2C_68/2021
vom 22. Februar 2021 E. 2.3.4 je mit Hinweis[en]). Entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführerin war die Vorinstanz demgemäss verpflichtet, bei der Anwendung
nach Art. 53 Abs. 2 Ingress und lit. c GVG und der bis 31. Dezember 2020 gültigen
VBFf nach Vollzugsbeginn des FSG weiterhin nach bisherigem Recht (vgl. zum
sogenannten Hubretterkonzept auch die Botschaft der Regierung zum Gesetz über den
Feuerschutz vom 13. März 2018, ABl 2018, 1433 ff. [nachfolgend: Botschaft], 1452 und
1460) ausgerichtet, wenn das für die Beschlussfassung über Projekt und Kredit
zuständige Organ bei Vollzugsbeginn dieses Erlasses das Projekt beschlossen und das
Beitragsgesuch eingereicht hat (vgl. dazu auch Art. 26 Abs. 1 VBFf).
Die Beschwerdeführerin reichte ihr Beitragsgesuch am
17. November 2020/10. Dezember 2020 (act. 6/8, 12) ein. Das Gesuch war demnach
im Sinne von Art. 49 FSG bei Vollzugsbeginn des totalrevidierten FSG hängig, was die
Vorinstanz nicht in Zweifel gezogen hat. Zu klären bleibt, ob und seit wann ein
Beschluss über Projekt und Kredit des dafür zuständigen Organs vorliegt. Die
Vorinstanz stellte sich diesbezüglich in der angefochtenen Verfügung (act. 2, S. 3-5
Ziff. 2.1) auf den Standpunkt, es liege eine neue Ausgabe über CHF 300'000 vor,
weshalb nicht der Rat, sondern das Parlament der Beschwerdeführerin für die
Beschlussfassung über Projekt und Kredit zuständig gewesen wäre. Folglich liege trotz
des am 8. Dezember 2020 ergangenen Beschlusses des Stadtrates kein Beschluss
eines zuständigen Organs vor. Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, die
Voraussetzungen von Art. 49 FSG seien formeller Natur. Die mit dem Gesuch
eingereichten Unterlagen sollten lediglich auf Vollständigkeit geprüft werden. Es sei
nicht Sache der Vorinstanz, die finanzrechtliche Zuständigkeit des Stadtrates zu
überprüfen. Dessen ungeachtet liege eine gebundene Ausgabe vor, deren
Beschlussfassung in die Zuständigkeit des Stadtrates falle.
3.2.
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von Art. 49 FSG auch die Zuständigkeit des beschlussfassenden Organs zu
überprüfen.
Wenngleich kein für die Kantone verbindlicher bundesrechtlicher Begriff der neuen
oder gebundenen Ausgabe besteht (vgl. dazu BGer 1C_175/2007 vom
13. November 2007 E. 2.2 mit Hinweisen), lehnt sich die kantonalrechtliche Definition
der gebundenen Ausgaben nach Art. 118 Ingress und lit. b des Gemeindegesetzes
(sGS 151.2, GG) derart eng an die bundesgerichtliche Umschreibung der
Gebundenheit einer Ausgabe an, dass ihr kaum eigenständige Bedeutung zukommt
(vgl. dazu H.-R. Arta, Die Zuständigkeitsordnung nach dem st. gallischen
Gemeindegesetz in der politischen Gemeinde mit Bürgerversammlung, St. Gallen 1990,
S. 107). In der kommunalen Bestimmung von Art. 65 der Gemeindeordnung der
Beschwerdeführerin (SRS 111.1, GO), welche inhaltlich der kantonal abschliessenden
Definition von Art. 118 Ingress und lit. b GG entspricht, wird sodann ausdrücklich auf
die "allgemeinen Grundsätze der Rechtsprechung" verwiesen. Nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts gelten Ausgaben dann als gebunden, wenn sie
durch einen Rechtssatz prinzipiell und dem Umfang nach vorgeschrieben oder zur
Erfüllung der gesetzlich geordneten Verwaltungsaufgaben unbedingt erforderlich sind.
Gebunden ist eine Ausgabe ferner, wenn anzunehmen ist, die Stimmberechtigten
hätten mit einem vorausgehenden Grunderlass auch die aus ihm folgenden
Aufwendungen gebilligt, falls ein entsprechendes Bedürfnis voraussehbar war oder falls
es gleichgültig ist, welche Sachmittel zur Erfüllung der vom Gemeinwesen mit dem
Grunderlass übernommenen Aufgaben gewählt werden. Es kann aber selbst dann,
wenn das "Ob" weitgehend durch den Grunderlass präjudiziert ist, das "Wie" wichtig
genug sein, um die Mitsprache des Volkes zu rechtfertigen. Immer dann, wenn der
entscheidenden Behörde in Bezug auf den Umfang der Ausgabe, den Zeitpunkt ihrer
Vornahme oder andere Modalitäten eine verhältnismässig grosse Handlungsfreiheit
zusteht, ist eine neue Ausgabe anzunehmen. Letztlich ausschlaggebend ist, ob eine
Ausgabe durch einen Grunderlass so stark vorherbestimmt ist, dass für ihre Vornahme
in sachlicher, örtlicher und zeitlicher Hinsicht kein erheblicher Handlungsspielraum
mehr besteht. Ist dies der Fall, liegt eine gebundene Ausgabe vor (vgl.
BGer 1C_17/2017 vom 23. August 2017 E. 4.2 mit Hinweisen). Gebundene Ausgaben
müssen getätigt werden selbst dann, wenn sie im Budget nicht enthalten sind. Nicht
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gebundene Ausgaben bedürfen in der Regel zusätzlich zum Budgetbeschluss eines
besonderen Ausgabenbeschlusses; es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass
gleichzeitig mit dem Budgetbeschluss auch über eine (neue) Ausgabe beschlossen
wird (vgl. BGE 145 I 121 E. 1.1.3 mit Hinweisen).
3.4.
Wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (act. 2, S. 4 f.) und in ihren
Eingaben vom 9. August 2021 (act. 9, S. 3) und 28. September 2021 (act. 18)
nachvollziehbar ausgeführt hat, stand der Beschwerdeführerin hinsichtlich des Ersatzes
des HBR durch eine neue Autodrehleiter zumindest in zeitlicher Hinsicht ein erheblicher
Handlungsspielraum zu. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt
nicht: Wie aus dem Schreiben des Amtes für Feuerschutz vom 14. Juni 2019 (act. 10/4)
hervorgeht, musste der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Beschlussfassung des
Stadtrates am 8. Dezember 2020 (act. 6/11) bekannt gewesen sein, dass die zweite 10-
Jahres-Revision des HBR nicht zwingend ausgeführt werden musste. Auch wurde ihr
demgemäss der Zustandsbericht der Q._ AG vom 10. September 2019 (act. 10/5)
zugestellt. Danach (S. 4) ist das HBR (Fahrzeug inklusive Aufbau) bei wie bis anhin
ausgeführter Wartung nach Herstellervorschrift ohne Bedenken noch mehrere Jahre in
vollem Umfang einsatzfähig. Demzufolge bestand für die Beschwerdeführerin bezüglich
des Zeitpunkts der Vornahme der Ausgabe eine verhältnismässig grosse
Handlungsfreiheit. Daran vermag weder die von der Beschwerdeführerin eingereichte
Offerte der Z._ AG vom 21. Januar 2021 (act. 14.1) noch die von ihr ins Feld geführte
Aktennotiz vom 4. Februar 2019 (Beilage zu act. 11/1) oder die Vereinbarung über den
Weiterbetrieb des im Jahr 2000 gemeinsam beschafften HBR zwischen den beteiligten
politischen Gemeinden vom 1. Oktober 2016 (act. 14.2) etwas zu ändern. überdies hilft
der Beschwerdeführerin der Verweis auf die Rechtslage im Kanton Luzern nicht weiter.
Deshalb konnte auch auf das von ihr beantragte Einholen einer Expertise resp. von
Amtsberichten (act. 5, S. 12 Ziff. IV/2.6 f.) verzichtet werden. Folglich liegt keine
gebundene, sondern eine neue einmalige Ausgabe über CHF 300'000
(Verpflichtungskredit von CHF 337'300 zu Lasten der Investitionsrechnung) vor.
Zuständig für die Beschlussfassung für eine neue einmalige Ausgabe in dieser Höhe ist
nach Art. 33 Ingress und Ziff. 4 in Verbindung mit Art. 41 Ingress und Ziff. 1 und 2
sowie Anhang I GO das Stadtparlament. Dies zeigt sich im Übrigen auch daran, dass
ebenfalls das Stadtparlament mit Beschluss vom 30. Juni 2015 (vgl. dazu das
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entsprechende Beschlussprotokoll der 30. Sitzung, Amtsdauer 2013-2016, www. ...)
gemäss dem Antrag des Stadtrates vom 4. Juni 2015 (act. 10/1) einen
Verpflichtungskredit von CHF 389'000 für die Beschaffung einer Autodrehleiter für die
Feuerwehr zu Lasten der Investitionsrechnung erteilte. Die Vorinstanz kam demnach in
der angefochtenen Verfügung (act. 2, 4) zu Recht zum Schluss, dass per
1. Januar 2021 kein im Sinne von Art. 49 FSG ordnungsgemässer Ausgabenbeschluss
des dafür zuständigen Stadtparlaments vorlag.
Im Weiteren ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz gemäss der Darstellung der
Beschwerdeführerin (act. 5, S. 8 f., 15 Ziff. IV/1.3-1.6, 5, act. 13, S. 3) bei der
Anwendung der kantonalrechtlichen Bestimmungen von Art. 49 FSG und Art. 118
Ingress und lit. b GG in die Gemeindeautonomie der Beschwerdeführerin im Sinne von
Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101,
BV) und Art. 89 Abs. 1 der Verfassung des Kantons St. Gallen (SR 131.225, sGS 111.1,
KV) eingegriffen haben (vgl. dazu VerwGE B 2021/8 vom 12. Juli 2021 E. 2.3 mit
Hinweisen) oder sie, d.h. der zuständige Verwaltungsrat der Vorinstanz (vgl. dazu
Art. 53 Abs. 2 Ingress und lit. c GVG, Art. 43 Abs. 1 FSG, Art. 43 Abs. 1 der
Feuerschutzverordnung; sGS 871.11, FSV, sowie Art. 8 Ingress und lit. h des
Geschäftsreglements der Gebäudeversicherung St. Gallen, sGS 873.14) – und nicht die
Leiterin Intervention Amt für Feuerschutz –, wider Treu und Glauben (Art. 9 BV)
gehandelt haben sollte (vgl. dazu VerwGE B 2020/75 vom 25. Mai 2021 E. 8.1 mit
Hinweisen).
Nach dem Gesagten kann das strittige Beitragsgesuch nicht nach dem bis
31. Dezember 2020 gültigen Recht beurteilt werden. Damit fällt die von der
Beschwerdeführerin beantragte (vgl. dazu auch act. 5, S. 12-15, Ziff. IV/3-4.3) Prüfung
der altrechtlichen Subventionsvoraussetzungen nach Art. 53 Abs. 2 Ingress und lit. c
sowie Art. 58 Abs. 1 Ingress und Ziff. 3 GVG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen
Fassung (letztmals geändert mit VIII. Nachtrag vom 31. Januar 2017, nGS 2017-032) in
Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 VBFf sowie Art. 2 Abs. 2 VBFf ausser Betracht. Die
Beschwerde ist abzuweisen.
4.
Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
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Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführerin (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 2‘000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Auf die Erhebung – die
Beschwerdeführerin verfolgt überwiegend finanzielle Interessen – wird nicht verzichtet
(Art. 95 Abs. 3 VRP).
Ausseramtliche Kosten sind bei diesem Verfahrensausgang nicht zuzusprechen (Art. 98
Abs. 1 und Art. 98 VRP). Der Beschwerdeführerin steht ohnehin kein Kostenersatz zu
(vgl. VerwGE B 2020/162 vom 26. November 2020 E. 4.3 mit Hinweisen).