Decision ID: b38c38d1-19bf-5036-b6b9-1b22cf77d21f
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführenden - georgische Staatsangehörige - am 5. Dezember 2008 illegal in die Schweiz einreisten und am selben Tag um Asyl nachsuchten,
dass der Beschwerdeführer dieses im Wesentlichen damit begründete, er sei seit ungefähr 2003 Mitglied der D._ gewesen und habe für diese auch Propaganda betrieben,
dass ihn seit etwa 2004 unbekannte Leute tätlich angegangen  telefonisch belästigt und dabei aufgefordert hätten, aus der Labourpartei auszutreten,
dass seinem Vater einmal telefonisch die Tötung seines Sohnes - des Beschwerdeführers - angedroht worden sei,
dass im Mai 2008 Unbekannte in seine Wohnung eingedrungen seien und diese durchsucht hätten, ohne etwas mitzunehmen,
dass sie dabei seine in der Wohnung befindliche Ehefrau in ein  eingeschlossen, schliesslich aber wieder freigelassen hätten,
dass sein Vater anfangs September 2008 unter ungeklärten  ums Leben gekommen sei,
dass er in der Folge eine behördliche Untersuchung der Todesursache seines Vaters gefordert habe,
dass er daraufhin erneut anonyme Drohanrufe erhalten und deswegen auf nähere Untersuchungen zum Tod seines Vaters verzichtet habe,
dass er seine Heimat schliesslich aus Angst vor grösserem Unheil Ende November 2008 gemeinsam mit seiner Ehefrau verlassen habe,
dass die Beschwerdeführerin keine eigenen Ausreisegründe geltend machte,
dass das BFM mit Verfügung vom 31. August 2009 - eröffnet am 3. September 2009 - feststellte, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, deren Asylgesuche ablehnte, ihre  aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,
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dass die Beschwerdeführenden gegen diese Verfügung am 5. Oktober 2009 beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde einreichten und dabei beantragten, die Verfügung vom 31. August 2009 sei  aufzuheben; es sei ihr Asylgesuch gutzuheissen; eventuell sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur  und zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen; subeventuell sei die angefochtene Verfügung im Wegweisungspunkt aufzuheben und ihre vorläufige Aufnahme in der Schweiz anzuordnen, zumindest aber die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in ihre Heimat festzustellen,
dass sie ferner in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten, es sei  die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die  eines Kostenvorschusses zu verzichten,
dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit  vom 16. Oktober 2009 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abwies,
dass er die Beschwerdeführenden gleichzeitig aufforderte, bis zum 2. November 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.-- einzuzahlen, verbunden mit der Androhung, auf die Beschwerde werde nicht , falls der Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt werde,
dass die Beschwerdeführenden den Kostenvorschuss am 23. Oktober 2009 einzahlten,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
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dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung  berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass der einverlangte Kostenvorschuss innert angesetzter Frist  wurde,
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
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dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in  Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass der Beschwerdeführer sein Asylgesuch im Wesentlichen damit begründete, er sei seit etwa 2004 immer wieder von unbekannten  belästigt, bedroht und dabei zum Austritt aus der D._  worden,
dass ihn die unbekannten Personen teils telefonisch, teils durch  Tätlichkeiten auf der Strasse eingeschüchtert hätten, wobei er auch einmal in ein Auto gezerrt und dort geschlagen worden sei,
dass im Weiteren im Mai 2008 unbekannte Personen in seine  eingedrungen seien, diese durchsucht und seine allein  Ehefrau in ein Zimmer eingeschlossen hätten,
dass die Vorinstanz in diesem Zusammenhang indessen zutreffend  hat, die entsprechenden Vorkommnisse stellten Übergriffe  dar, welche von den zuständigen Strafverfolgungsbehörden im Rahmen ihrer Möglichkeiten verfolgt und geahndet würden,
dass im Weiteren auch die Feststellung die Vorinstanz, wonach im  Fall keine rechtsgenüglichen Hinweise auf eine staatliche Verfolgung der Beschwerdeführenden bestünden, zu bestätigen ist,
dass beispielsweise die Aussagen des Beschwerdeführers als solche, er sei auf der Strasse auch von Leuten in Uniform grundlos , beschimpft und provoziert worden und er vermute, dass es sich bei den seine Wohnung durchsuchenden Personen um Polizisten  haben könnte, zu vage und spekulativ anmuten, um hieraus auf eine von Seiten des heimatlichen Staates ausgehende Verfolgung des Beschwerdeführers schliessen zu können,
dass der Beschwerdeführer überdies die Behauptung, auf der Strasse nebst von in zivil gekleideten Personen auch von Uniformierten beläs-
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tigt worden zu sein, erstmals anlässlich der kantonalen Befragung ,
dass im Übrigen aufgrund der vom Beschwerdeführer geltend  blossen Mitgliedschaft bei der D._ und seiner nicht  scheinenden politischen Aktivitäten (Anwerbung von , Anbringen von Plakaten, Teilnahme an Demonstrationen) nicht ersichtlich ist, weshalb der georgische Staat oder Dritte ein  daran haben sollten, ihn zum Austritt aus dieser Partei zu  beziehungsweise ihn wegen seiner Mitgliedschaft in der D._ zu verfolgen,
dass letztlich auch die Aussage des Beschwerdeführers, die - nicht  geklärten - Umstände des Todes seines Vaters könnten etwas mit seiner - des Beschwerdeführers - Parteitätigkeit zu tun haben, eine  Behauptung darstellt,
dass sich nach dem Gesagten die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach vorliegend keine Hinweise auf eine staatliche Verfolgung  und Georgien als Staat grundsätzlich auch fähig und gewillt sei, rechtswidrige Übergriffe Dritter gegenüber seinen Staatsbürgern zu verhindern beziehungsweise zu ahnden, als zutreffend erweist,
dass in der Rechtsmitteleingabe keine neuen Tatsachen oder  vorgebracht werden, welche eine Änderung des Standpunkts der Vorinstanz zu bewirken vermöchten,
dass sich die Vorbringen in der Beschwerde darüber hinaus lediglich in einer Wiederholung der bereits im vorinstanzlichen Verfahren  Ausführungen erschöpfen,
dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelungen ist, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu , weshalb das Bundesamt ihre Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
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fügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine  erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des  Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige  ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise  der Beschwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,
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dass die Beschwerdeführenden jung und gesund sind, über eine gute Schulausbildung und über ein intaktes soziales Beziehungsnetz in  Heimat verfügen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend auch als zumutbar zu erachten ist,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihnen obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist , inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass diese durch den am 23. Oktober 2009 geleisteten  in selber Höhe gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind.
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