Decision ID: e7c08728-3144-57d4-9068-7f4637f62fb7
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A. Der aus der Region B._ stammende Beschwerdeführer der Ethnie Bété verliess seinen Heimatstaat gemäss eigenen Angaben von Abidjan aus am 1. Juni 2007 und reiste mit einem gefälschten französischen Reisepass auf dem Luftweg nach Rom und von dort aus mit der Bahn am 2. Juni 2007 in die Schweiz ein, wo er am 4. Juni 2007 im Empfangs- und Verfahrenszentrum C._ ein Asylgesuch stellte.
Am 7. Juni 2007 wurde der Beschwerdeführer im Empfangs- und  C._ summarisch befragt und gleichentags  direkt durch das BFM gemäss Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) angehört.
Der Beschwerdeführer machte zur Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen geltend, er stamme aus dem Dorf D._ in der Region B._, wo er zur Grundschule gegangen sei. Nach einem Jahr in B._ sei die Familie im Jahr 2001 in den Norden nach E._ gegangen, da sein Vater als Polizeioffizier dorthin versetzt worden sei. Dort sei er nicht mehr zur Schule gegangen. Sein Vater sei F._ in einem Krankenhaus in G._ an Krebs gestorben. Er habe zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester in E._ gelebt. Seine Mutter habe als Händlerin auf dem Markt Waren verkauft, wohin er sie jeweils begleitet habe. Eines Tages sei in Abwesenheit seiner Schwester eine Gruppe von etwa zehn bewaffneten Rebellen in ihr Haus eingedrungen. Die Rebellen hätten angefangen, sie zu misshandeln und seine Mutter zu vergewaltigen. Sie hätten vom Beschwerdeführer verlangt, seine Mutter ebenfalls zu vergewaltigen. Als sich der Beschwerdeführer geweigert habe, sei ihm gedroht worden, er könne nur am Leben bleiben, wenn er seine Mutter töte. Seine Mutter habe ihn ermutigt, dies zu tun, damit er am Leben bleibe. Der Beschwerdeführer habe daraufhin seine Mutter getötet und sich anschliessend den Rebellen angeschlossen. Er sei aus Verzweiflung dem Rebellenchef gefolgt, da seine Mutter die einzige Person gewesen sei, die er noch gehabt habe. Er habe wie die anderen Gruppenmitglieder einen Pakt unterschreiben müssen, in welchem er sich verpflichtet habe, bei der Gruppe zu bleiben. Ihnen sei nach den Kämpfen die Integration der Rebellen in die Armee und in die Gesellschaft in Aussicht gestellt worden. Die Aussicht auf einen
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Platz in der Gesellschaft habe seinen Entschluss, sich den Rebellen anzuschliessen, unterstützt. Er habe töten müssen, um zu überleben. Nach zwei Tage in E._, wo sie Familien, die nicht zur Volksgruppe der F._ gehört hätten, zwangsweise für die Rebellion rekrutiert und Widerstandleistende umgebracht hätten, sei er seinem Rebellenchef und der Gruppe nach G._ gefolgt. Bei H._ sei es zu Zusammenstössen gekommen. Er habe danach unter anderem in B._, I._ und in J._ gekämpft und sei in die Leibgarde seines Rebellenchefs aufgenommen worden, wo er die Funktion eines Spions innegegehabt habe. Nach dem Tod seines Chefs im Jahr 2004 habe er einem anderen Rebellenchef gedient, für den er Wachdienst geleistet und Schutzgelder erpresst habe. Er werde gesucht, da man ihn töten wolle. Der Chef seiner Gruppe habe seinem Chef, dem Schlüsselchef der Rebellion, die Namen der Gruppenmitglieder weitergegeben. Dieser oberste Chef habe viele Männer, auch ausserhalb des Landes, umbringen lassen, die sich von der Rebellion losgesagt hätten. Er habe Angst gehabt, ebenfalls umgebracht zu werden. Der Beschwerdeführer werde aber auch von seiten der Armee und der jetzigen Regierung gesucht. Er werde aus der Stadt B._ verfolgt, da er mit Informationen an die Rebellen diesen geholfen habe, die Stadt einzunehmen und sich später an der Entführung eines Generals beteiligt habe. Als sich die Rebellenbewegung aufgelöst habe, habe er fliehen können. Zunächst habe er in seinem Heimatdorf D._ Zuflucht gesucht, wo er bis Ende Mai 2006 geblieben sei. Im Mai 2006 bis Ende Mai 2007 habe er sich im Lager seines Gossvaters, zwanzig Kilometer von D._ entfernt, im Busch versteckt, da er vernommen habe, dass ihn die Gendarmerie suche. Vom Lager seines Grossvaters sei er im Lastwagen eines Händlers versteckt nach Abidjan gereist. Er habe etwa eine Woche in Abidjan bei dem Händler gewohnt, bis er mit Hilfe dessen Bruder, der ihn bis nach Rom begleitet habe, ausgereist sei.
B. Der Beschwerdeführer reichte bei der Empfangsstellenbefragung die Kopie eines Zivilstandsregisterauszugs, ausgestellt am 1. Februar 2000 in B._, zu den Akten.
C. Mit Verfügung vom 2. August 2007 – eröffnet gleichentags – trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Art. 32 Abs. 3 des  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des
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Beschwerdeführers nicht ein und verfügte die Wegweisung sowie  Vollzug. Zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch hielt die Vorinstanz zusammenfassend fest, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stunden nach Gesuchseinreichung keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben und keine entschuldbaren Gründe dafür glaubhaft gemacht, er erfülle zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines  seien angesichts der teilweise unrealistischen und realitätsfremden Vorbringen nicht erforderlich.
D. Mit Beschwerde durch seinen Rechtsvertreter an das  vom 9. August 2007 beantragte der Beschwerdeführer im Wesentlichen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und zur  Prüfung des Asylgesuchs an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und dem  Asyl zu gewähren, subeventualiter die Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs  und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Es sei ihm die  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu . Ferner sei jeglicher Datentransfer mit den heimatlichen Behörden zu unterlassen; falls ein solcher bereits stattgefunden habe, seien die Akten dem Beschwerdeführer vorzulegen.
Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, vorliegend seien entschuldbare Gründe für das Nichteinreichen eines  zu bejahen, da der Beschwerdeführer in beiden Befragungen angegeben habe, nie ein Identitätsdokument bessen zu haben und bei der Empfangsstellenbefagung ausgesagt habe, in dieser Sache seinen Onkel (dessen Telefonnummer er mitgeteilt habe) angerufen zu haben. Dieser habe ihn informiert, er könne dem Beschwerdeführer kein  mit Foto beschaffen, da nach der Rechtslage der Elfenbeinküste hierfür die Ausweise der Eltern vorgelegt werden müssten. Auf diese Aussage habe sich der Beschwerdeführer als Rechtsunkundiger  müssen. Mit dem Hinweis auf die angebliche Unglaubhaftigkeit eines Vorbringens könne dass BFM die Plausibilität des  nicht in Frage stellen. Dem Beschwerdeführer, der bei der Ermordung seiner Mutter erst 15 Jahre alt gewesen und mithin
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nach dem Recht der Elfenbeinküste gar nicht zum Besitz eines  befugt gewesen sei, habe nicht die Möglichkeit besessen, sich ein Identitätsdokument zu beschaffen.
Im Übrigen müssten die Bestimmungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG und Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG völkerrechtskonform ausgelegt werden, um bei Hinweisen auf Verfolgung, welche sich nicht als offensichtlich haltlos erwiesen, einzutreten. Den Ausführungen des  seien eindeutig nicht haltlose Hinweise auf Verfolgung zu . Die Vorinstanz durch habe ihre materielle Auseinandersetzung mit den Vorbringen demonstriert, dass sie diese nicht als offensichtlich haltlos erachte. Entgegen den Ansichten des BFM sei es glaubhaft, dass der Beschwerdeführer als Kindersoldat eine verantwortungsvolle Position in der Rebellengruppe innegehabt und sich nach dem  Tod der Mutter den Rebellen angeschlossen habe. Die Schilderungen der Rebellenaktivitäten seien reich an Details und die Rückkehr in sein Heimatdorf nachvollziehbar.
E. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 15.  2007 bestätigte der zuständige Instruktionsrichter die  des Beschwerdeführers zur Anwesenheit in der Schweiz bis zum Abschluss des Verfahrens, verzichtete auf die Erhebung eines  und verschob den Entscheid über das Gesuch um  der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG auf einen späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig wurde das BFM zur Vernehmlassung eingeladen.
F. Mit Eingabe vom 18. August 2007 (Poststempel) reichte der  des Beschwerdeführers eine Beschwerdeergänzung mit aus dem Französischen ins Deutsche übersetzen Zitaten des  zu seinem ehemaligen Rebellendasein und der  zu den Akten, die der Beschwerdeführer anlässlich eines in der Rechtsberatungsstelle geführten Beratungsgespräches geäussert habe.
G. In seiner Vernehmlassung vom 27. August 2007 führt das BFM aus, in seiner Verfügung habe es mit der nötigen Transparenz und  dargelegt, weshalb der Beschwerdeführer die  nicht erfülle. Die in der Beschwerdeergänzung nachge-
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reichte Dokumentation angeblichen Insiderwissens vermöge an der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen nichts zu ändern, da es sich nur um nachgeschobene Allgemeinplätze handle. Im Übrigen werde vollumfänglich an den Erwägungen der Verfügung vom 2. August 2007 festgehalten und die Abweisung der Beschwerde beantragt.
H. Mit Zwischenverfügung vom 6. September 2007 wurde der  unter Fristansetzung zur Einreichung einer Stellungnahme zur Vernehmlassung des BFM eingeladen.
I. Mit fristgerechter Replik vom 20. September 2007 (Poststempel) machte der Beschwerdeführer geltend, auch nach dem  des Bundesverwaltungsgerichtes BVGE 2007/8 daran festzuhalten, die Vorinstanz habe vorliegend zu Unrecht einen  gefällt, da sie nicht im Summarverfahren habe feststellen , dass die Flüchtlingseigenschaft offenkundig fehle  Vollzugshindernisse offenkundig nicht vorlägen. Hierzu habe das BFM ausweislich des Entscheides „zusätzliche Anklärungen jeglicher Art“ benötigt beziehungsweise eine ganz „einlässliche Begründung“. Die Begründungsdichte des Entscheides hätte zu einem materiellen Entscheid gezwungen. Aus einer Gesamtschau ergäbe sich, dass das BFM mit seinem Entscheid selber aufgezeigt habe, dass weitere  notwendig gewesen seien.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine  nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das AsylG; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
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1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die  ist einzutreten.
1.4 Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen eine Verfügung, laut deren Dispositiv (Ziffer 1) das BFM auf das  des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. Die Verfügung bildet als Anfechtungsgegenstand in der  den äusseren Rahmen, innerhalb welchem die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur Beurteilung unterbreiten können. Der durch die Parteibegehren definierte Streitgegenstand darf nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, was  des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger  hätte sein sollen (vgl. CHRISTOPH AUER, Streitgegenstand und Rügeprinzip im Spannungsfeld der verwaltungsrechtlichen , Bern 1997, S. 63; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.,  1998, S. 149). Werden Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine  hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), mit Beschwerde , so ist dementsprechend einzig zu beurteilen, ob die  zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Die  der Beschwerdeinstanz ist mit anderen Worten darauf beschränkt, im Fall der Begründetheit des Rechtsmittels die  Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.).
Mit der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Modifikation des  von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG und mit Abs. 3 AsylG hat der Gesetzgeber ein Summarverfahren geschaffen, in wel-
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chem über das Bestehen beziehungsweise Nichtbestehen der  abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5). Dementsprechend ist im  auch die Flüchtlingseigenschaft  (vgl. BVGE a.a.O. E. 2.1).
Nicht beschränkt ist die Beurteilungszuständigkeit des  zudem in der Frage der Wegweisung und deren , weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 Abs. 2 AsylG in Verbindung mit dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) materiell zur Sache zu äussern hat.
2. Gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben. Diese Bestimmung findet keine Anwendung, wenn  glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher  zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines  ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG).
3. Vorliegend ist das BFM zu Unrecht auf das Asylgesuch nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eingetreten, weil zusätzliche Abklärungen  eine einlässliche Begründung zum Fehlen von  nach Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG (vgl. BVGE 2007/8 E.5.6) vorzunehmen gewesen wären:
3.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).
Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG –
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die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum  über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
3.2 Das BFM hat in seiner Verfügung geltend gemacht, aufgrund der Mitwirkungspflichtverletzung des Beschwerdeführers könne die  des Wegweisungsvollzuges nach Abidjan nicht beurteilt . Dieser Einschätzung kann das Bundesverwaltungsgericht nicht zustimmen.
Das BFM befolgt offenbar grundsätzlich die Praxis, dass bei der  ein Wegweisungsvollzug in bestimmte Regionen des  des Landes als generell unzumutbar erachtet wird; bei aus  Gebieten stammenden Beschwerdeführern wird abgeklärt, ob eine innerstaatliche Wohnsitzalternative in Abidjan individuell  ist. Eine solche Prüfung wurde vorliegend aber unter Hinweis auf die angebliche Mitwirkungspflichtverletzung nicht vorgenommen.
3.3 Die bezüglich Wegweisungshindernissen grundsätzlich  Untersuchungspflicht der Asylbehörden findet ihre Grenze zwar  an der Mitwirkungspflicht der asylsuchenden Person (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG); aus diesen Gründen kann ein Asylsuchender, der durch die Verheimlichung seiner Nationalität den Asylbehörden verunmöglicht, sinnvoll zu prüfen, ob ihm im tatsächlichen Heimat- oder  Gefahr droht, unter diesen von ihm selbst herbeigeführten  nach Treu und Glauben nicht von den Asylbehörden erwarten, nach allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen in hypothetischen Heimat- oder Herkunftsländern zu forschen (vgl. etwa WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 262 f.). Vielmehr hat der Beschwerdeführer in diesen Fällen die Folgen seiner mangelhaften Mitwirkung zu tragen, indem bei solchem Verhalten  werden kann, seiner Rückschiebung stünden keine  entgegen.
3.4 Vorliegend ist allerdings eine derart grobe , welche das BFM von der Prüfung von  entbinden würde, offensichtlich nicht gegeben. Der  hat zudem ein seine Herkunft aus der Region B._ bestätigendes Beweismittel, die Kopie eines Zivilstandsregisterauszugs, zu den Akten gereicht, dessen Authentizität von der Vorinstanz nicht angezweifelt worden ist. Aus der
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Verfügung des BFM (vgl. Seite 2 der Verfügung, oben) geht sodann hervor, dass die Vorinstanz die Herkunftsregion B._ nicht in Frage gestellt wird. Das Gleiche gilt offenbar auch bezüglich der Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers, wonach er lediglich eine Woche vor seiner Ausreise in Abidjan untergetaucht sei (vgl. Seite 4 der Verfügung).
3.5 Vor diesem Hintergrund ist festzustellen, dass sich zusätzliche  und eine einlässliche inhaltliche Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges – hinsichtlich der geltend gemachten  im Westen des Landes oder der Aufenthaltsalternative der Region Abidjan – aufdrängen. Die Prüfung der Vorbringen des  im Rahmen eines Nichteintretensentscheids nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG bleibt damit ausgeschlossen. Andere  sind bei der vorliegenden Aktenlage prima vista nicht verwirklicht.
Die Vorinstanz ist daher zu Unrecht auf das Asylgesuch des  nicht eingetreten und hat damit Bundesrecht verletzt.
Ob der Beschwerdeführer für das Nichteinreichen rechtsgenüglicher Identitätsdokumente entschuldbare Gründe (im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG) glaubhaft machen konnte, kann bei diesem  offen bleiben.
3.6 Bezüglich des beantragten Unterlassens des Transfers von  des Beschwerdeführers besteht keine Veranlassung für Feststellungen des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Art. 97 Abs. 1 und 2 AsylG).
4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde , die Verfügung vom 2. August 2007 aufzuheben und die Sache zur Weiterführung des Asylverfahrens an die Vorinstanz .
5.
5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer keine Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), womit das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) gegenstandslos wird.
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5.2 Dem Beschwerdeführer ist angesichts des Obsiegens im  in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine  für die ihm erwachsenen notwendigen  zuzusprechen (vgl. Art. 7 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]). Der Rechtsvertreter des  hat keine Kostennote eingereicht (vgl. Art. 14 Abs. 1 VGKE). Nachdem der Parteiaufwand im vorliegenden Verfahren  abgeschätzt werden kann, ist die Parteientschädigung - welche vom BFM zu entrichten ist - von Amtes wegen auf Fr. 800.-- (inkl. ) festzulegen (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE).
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