Decision ID: 1678ef21-a8b7-5a23-ac05-c85f0ad30212
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge gelangte die Beschwerdeführerin in  ihrer Kinder am 10. Oktober 2003 illegal in die Schweiz. Hier  sie am selben Tag in der Empfangsstelle ... (seit dem 1. Januar 2005: Empfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ] ...) für sich und ihre Kinder Asylgesuche, zu denen sie am 13. Oktober 2003 summarisch befragt wurde. Am 20. Oktober 2003 fand die direkte Anhörung durch das Bundesamt statt. Zu ihrer Person gab die Beschwerdeführerin an, sie gehöre der albanischen Ethnie an, sei islamischen Glaubens und habe seit ihrem 10. Lebensjahr bis kurz vor ihrer Ausreise in F._ gelebt. Nach ihrer Heirat im Jahre 1991 habe sie bis im Jahre 1999 mit ihrem Ehemann im serbischen Teil der Stadt gewohnt. Danach habe sie bis kurz vor ihrer Ausreise im albanischen Teil der Stadt gelebt. Die letzten Tage (einen Monat lang) habe sie im Dorf G._ verbracht.
B. Zur Begründung der Asylgesuche machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, im Jahre 1999 habe die serbische Polizei ihren Ehemann mitgenommen. Danach habe sie nie mehr etwas von ihm . Ihr erstgeborener Sohn leide seither an psychischen Problemen, welche in Kosovo nur medikamentös und damit nicht befriedigend  behandelt werden können. Sie sei nach dem Verschwinden ihres Ehemannes von dessen Brüdern bedrängt und beschimpft worden. Sie hätten ihr verboten, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, alleine mit den Kindern zu leben sowie einen anderen Mann zu heiraten.  hätten sie ihr die Kinder wegnehmen wollen und ihr die Schuld am ungewissen Schicksal ihres Ehemannes zugewiesen. Diesen Druck habe sie nicht mehr aushalten können. Ansonsten habe sie  Probleme mit den heimatlichen Behörden gehabt. Zudem sei sie nicht politisch aktiv gewesen. Im Zusammenhang mit den  Problemen habe sie sich einmal auf der Strasse an einen  gewandt. Dieser habe ihr empfohlen, sich dem Druck ihrer  zu beugen, da die Polizei nichts für sie tun könne. Abgesehen  habe sie sich nicht an die Behörden gewandt.
C. Mit Verfügung vom 22. Oktober 2003 stellte das Bundesamt fest, die Beschwerdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehn-
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te die Asylgesuche ab. Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung der Beschwerdeführer aus der Schweiz und den Vollzug an.
D. Mit Beschwerde an die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) vom 18. November 2003 liessen die Beschwerdeführer beantragen, es sei die verfügte Wegweisung als unzumutbar zu erklären und . Es sei den Beschwerdeführern die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und es sei insbesondere auf die Erhebung eines  zu verzichten.
E. Mit Zwischenverfügung vom 28. November 2003 stellte die damals  Instruktionsrichterin der ARK fest, dass die  lediglich den angeordneten Vollzug der Wegweisung anfechten , weshalb die Ziffern 1 bis 3 des Dispositivs der Verfügung des Bundesamtes vom 22. Oktober 2003 mit Ablauf der Beschwerdefrist rechtskräftig geworden seien. Gleichzeitig hiess die  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) gut und  antragsgemäss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
F. Mit Vernehmlassung vom 19. Dezember 2003 beantragte das  die Abweisung der Beschwerde.
G. Mit Eingabe vom 10. August 2006 teilte die Rechtsvertreterin der  mit, die Beschwerdeführerin habe in Begleitung einer Mitarbeiterin der Beratungsstelle den Kinder- und  Dienst H._ aufgesucht. Es scheine, die drei Kinder der Beschwerdeführerin, aber auch diese selbst hätten über die letzten zwei Jahre hinweg zunehmend psychische Schwierigkeiten wegen Traumaspätfolgen entwickelt. Parallel dazu stellte die Rechtsvertreterin entsprechende Arztzeugnisse in Aussicht, verbunden mit dem Antrag, das Verfahren sei bis zu deren Einreichung zu sistieren.
H. Mit Zwischenverfügung vom 7. September 2006 wurde das Gesuch vom 10. August 2006 um Sistierung des Beschwerdeverfahrens  und die Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Säumnisfolge
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aufgefordert, bis am 22. September 2006 mittels ärztlichen Zeugnissen über die geltend gemachten psychischen Probleme vollständig Auskunft zu geben.
I. Mit Eingabe vom 8. September 2006 reichte die Rechtsvertreterin ein Arztzeugnis für die Beschwerdeführerin vom 24. August 2006 zu den Akten.
J. Mit Eingabe vom 19. September 2006 legte die Rechtsvertreterin den ärztlichen Bericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes, Regionalstelle H._, vom 30. August 2006 ins Recht.
K. Am 30. Oktober 2006 bedrohte der jüngere Sohn der , E._, zwei Mädchen mit einem Messer, beschädigte eine Türklingel und schlug eine Glasscheibe ein. Die Mutter des einen Opfers stellte in der Folge einen Strafantrag wegen Drohung und Sachbeschädigung. Die Mutter des anderen Opfers verzichtete darauf. E._ wurde am 15. Januar 2007 aufgrund seines auffälligen Verhaltens ins Jugendheim ... in I._ fremd platziert. Infolgedessen wurde das Verfahren mit Verfügung der Jugendanwaltschaft H._ vom 12. Februar 2007 gegen E._ eingestellt, da mit der erfolgten Fremdplatzierung bereits eine geeignete Massnahme im Sinne von Art. 21. Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 20. Juni 2003 über das Jugendstrafrecht [JStG, SR 311.1] eingeleitet worden war. Am 21. Dezember 2006 erhob Frau C.B. bei der Polizeistation H._ Anzeige gegen E._, weil dieser am 18. November 2006 ihr Mountainbike gestohlen, beschädigt und sie es erst auf die entsprechende Intervention seiner Lehrerin hin am 1. Dezember 2006 wieder zurück erhalten hatte. Mit Verfügung der Jugendanwaltschaft H._ vom 22. März 2007 wurde das Verfahren gestützt auf Art. 7 und Art. 21 JStG eingestellt, da bereits eine geeignete Massnahme getroffen worden war. Mit Urteil der Jugendanwaltschaft H._ vom 30. März 2007 wurde der ältere Sohn, D._, des unberechtigten Verwendens eines Fahrrades schuldig erklärt und mit einer persönlichen Leistung von einem Tag . Gleichzeitig wurden ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt. Am 5. Juni 2007 drohte D._ in der Schule, er werde seinen
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Lehrer umbringen. Dieser erstattete 11. Juni 2007 Anzeige gegen D._.
L. Mit Eingabe vom 5. Juli 2007 verwies die Rechtsvertreterin der  auf deren angespannte gesundheitliche Situation und bat um eine prioritäre Behandlung des Verfahrens. Mit  vom 9. Juli 2007 nahm der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts dazu Stellung.
M. Mit Vernehmlassung vom 19. September 2007 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde.
N. Mit Eingabe vom 12. Oktober 2007 bat die Rechtsvertreterin erneut um eine prioritäre Behandlung des Verfahrens.
O. Mit Urteil der Jugendanwaltschaft H._ vom 7. November 2007 wurde D._ der Drohung schuldig erklärt und mit einer persönlichen Leistung von 3 Tagen bestraft. Gleichzeitig wurden ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt.
P. Mit Zwischenverfügung vom 31. Januar 2008 wurde die  der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Säumnisfolge zur Einreichung einer detaillierten Kostennote bis am 15. Februar 2008 aufgefordert.
Q. Mit Eingabe vom 15. Februar 2008 wurde die einverlangte Kostennote fristgerecht eingereicht.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das  angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt bei gegebener  am 1. Januar 2007 die bei der vormaligen ARK hängigen Rechtsmittel (Art. 53 Abs. 2 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die  sind legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
3. In der Beschwerde wird ausschliesslich der Vollzug der Wegweisung angefochten. Wie bereits in der Zwischenverfügung vom 28. November 2003 festgehalten wurde, ist die Verfügung des Bundesamtes vom 22. Oktober 2003 mit Ablauf der Beschwerdefrist, soweit sie die Frage des Asyls, der Flüchtlingseigenschaft und der Wegweisung betrifft in Rechtskraft erwachsen. Gegenstand des vorliegenden  bildet somit entsprechend den Rechtsbegehren lediglich die Frage, ob die Wegweisung zu vollziehen oder ob an Stelle des  eine vorläufige Aufnahme infolge Unzumutbarkeit des Wegwei-
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sungsvollzugs anzuordnen ist.
4.
4.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
4.2 Aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schweiz, wird auf den Vollzug der Wegweisung , wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für den Betroffenen eine konkrete Gefährdung darstellt. Eine solche Gefährdung kann  der im Heimatland herrschenden allgemeinen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation  Gewalt kennzeichnet, oder aufgrund anderer Gefahrenmomente, wie beispielsweise einer notwendigen medizinischen Behandlung,  werden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668).
4.3 Die Beschwerdeführerin machte im Wesentlichen eigene  Probleme sowie psychische Probleme ihrer Kinder geltend, die einer Wegweisung entgegenstünden.
4.3.1 Gemäss dem eingereichten Arztbericht vom 24. August 2006  sich die Beschwerdeführerin aufgrund einer posttraumatischen Belastungsstörung seit dem 1. September 2005 in psychiatrisch- Behandlung, wobei sich insgesamt ein guter  bescheinigen lasse. Dies sei einerseits als Erfolg der Therapie , andererseits resultiere der gute Verlauf auch aus dem , dass sich die Beschwerdeführerin in der Schweiz sicher fühle. Sobald sich Unsicherheiten bezüglich ihres Aufenthaltes bemerkbar machten, gerate sie immer wieder in Panikzustände. Die  leide massiv unter ihren unsicheren Lebensverhältnissen. Sollte ihr Aufenthalt in der Schweiz beendet werden, sei ärztlicherseits mit einem Rückfall oder sogar einer Chronifizierung der  Belastungsstörung zu rechnen.
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4.3.2 Aus dem die Kinder der Beschwerdeführerin betreffenden  Bericht vom 30. August 2006 ergibt sich, dass alle drei  und externalisierende Verhaltensauffälligkeiten (, störendes Verhalten in der Schule, störendes  usw.) bei einer depressiven Entwicklung und Leistungshemmung, schlechtem Selbstwertgefühl und gewissen Rückzugstendenzen . Bei den Geschwistern bestünden Alpträume, Flashbacks sowie Hypervigilanz, welche Ausdruck einer posttraumatischen  sein könnten. Es handle sich dabei um anhaltend  Erinnerungen mit traumatisierender Qualität verbunden mit  der extremen Hilflosigkeit, Vermeidungsverhalten,  Übererregtheit sowie dissoziativen Zuständen.  wirke sich dabei die Auswirkung der Migration allgemein sowie der unsichere Flüchtlingsstatus aus, welcher als andauernde  und Bedrohung erlebt werde, was sich auf die Kinder äusserst destabilisierend auswirke. Zur effektiven Psychotherapie der ernsten Symptomatik seien dringend sichere Verhältnisse notwendig, um schwere psychische Folgeschäden zu verhindern. Die Kinder seien dringend auf eine sichere Umgebung angewiesen, um sich entwickeln zu können.
4.4 Das Bundesverwaltungsgericht erachtet die geltend gemachten psychischen Probleme der Beschwerdeführer als erstellt. Im Falle  Rückkehr würde sich deren Gesundheitszustand mit hoher  massiv verschlechtern. Wohl ist mit dem Bundesamt  einig zu gehen, dass die Behandlung psychischer Probleme, wie sie beim älteren Sohn der Beschwerdeführerin bzw. bei den  vorliegen, in Kosovo grundsätzlich möglich ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-5333/2006 vom 31. Januar 2008 E. 5.2.11 S. 18; Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2003 Nr. 24 E. 5b). Indessen ist in jedem Einzelfall , ob die Inanspruchnahme in Berücksichtigung aller massgebenden individuellen Begleitumstände auch zumutbar erscheint.
4.5 In diesem Zusammenhang fällt vorliegend ins Gewicht, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um eine allein erziehende Mutter dreier pubertierender Kinder handelt, die aufgrund der Aktenlage  nicht auf ein dergestalt intaktes Beziehungsnetz zurückgreifen könnte, welches Gewähr dafür bieten würde, dass insbesondere dem Kindswohl auch dann hinreichend Rechnung getragen wäre, wenn  Betreuung durch die Beschwerdeführerin in Frage gestellt ist. Er-
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schwerend kommt in diesem Zusammenhang hinzu, dass die Kinder der Beschwerdeführerin ebenfalls psychisch angeschlagen sind und spezifischer Betreuung bedürfen.
4.5.1 Die Beschwerdeführerin macht denn auch auf  sinngemäss geltend, eine alleinerziehende Frau habe in Kosovo keine Chance. Sie habe lediglich acht Jahre lang die Schule besucht, sie habe keine berufliche Ausbildung erlangt und sei noch nie einer  nachgegangen. Während des Asylverfahrens konnte sie glaubhaft darlegen, dass sie von den Angehörigen ihres Ehemannes für dessen Schicksal (Gefangennahme oder gar Tod) verantwortlich gemacht und infolge dessen von diesen behelligt wurde. Deren  Vergeltungsstreben war denn auch der Anlass für die Ausreise der Beschwerdeführer. Angesichts der auch heute noch, vor allem im ländlichen Kosovo seit Jahrhunderten, geltenden Regeln des Kanun, dem Gewohnheitsrecht im albanischbesiedelten Raum, werden die von der Beschwerderführerin geäusserten Befürchtungen im Zusammenhang mit ihrer Stellung als allein erziehende Mutter durchaus nachvollziehbar. Der Kanun geht nämlich von einer  Abstammung aus, die Verwandtschaft und das damit  Recht werden über die männliche Linie weitergegeben. Die weibliche Linie spielt für die Existenz des Haushaltes keine Rolle. Die Kinder gehören, unabhängig von ihrem Geschlecht, gemäss dieser Logik zur männlichen Linie. Vor diesem Hintergrund erscheinen die geltend gemachten Ängste sowie die Sorge, bei einer Rückkehr nach Kosovo das Sorgerecht für die Kinder zu verlieren, nachvollziehbar. Ein Umstand, der offenbar zusätzlich belastend auf die ohnehin  psychische Gesundheit der Beschwerdeführerin wirkt.
4.5.2 Gemäss konstanter Rechtsprechung der ARK, welche vom  weitergeführt wird, bildet, falls von einem Wegweisungsvollzug Kinder betroffen sind, im Rahmen der  das Kindeswohl einen Gesichtspunkt wichtiger . Dies ergibt sich nicht zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung des Art. 83 Abs. 4 AuG im Licht von Art. 3 Abs. des  vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (SR 0.107). Demzufolge sind unter dem Aspekt des Kindswohls sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die im Hinblick auf eine Wegweisung wesentlich erscheinen (vgl. EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e.aa S. 98 f.). Im Bezug auf das Kindswohl können namentlich folgende  im Rahmen einer gesamtheitlichen Beurteilung von Bedeutung
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sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art seiner Beziehungen (Nähe, , Tragfähigkeit), Eigenschaften seiner Bezugsperson ( Unterstützungsbereitschaft und -fähigkeit), Stand und Prognose bezüglich Entwicklung/Ausbildung, Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz usw. (vgl. EMARK 2005 Nr. 6 E. 6.2. S. 57 f.). Gerade der letzte Aspekt, nämlich die Dauer des  in der Schweiz, ist im Hinblick auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse einer Reintegration im Heimatland bei einem Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne guten Grund aus einem einmal vertrauten Umfeld wieder herausgerissen werden sollten. Die Verwurzelung in der Schweiz kann demnach eine reziproke Wirkung auf die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges haben, indem eine starke Assimilierung in der Schweiz mithin eine Entwurzelung im Heimatstaat zur Folge haben kann, welche unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen lässt (vgl. EMARK 1998 Nr. 31 E. 8c.ff.ccc S. 260 f.). Die drei Kinder der Beschwerdeführerin kamen mit knapp dreizehn, respektive knapp elf und neun Jahren in die Schweiz. Sie besuchen hier die Schule und werden psychologisch betreut. Die Tochter der Beschwerdeführerin verfügt gemäss dem eingereichten ärztlichen Bericht vom 30. August 2006 nur über wenig soziale Kontakte, geht kaum nach draussen und verbringt ihre Freizeit meistens zu Hause. Es ist davon auszugehen, dass sich nach dem Wegfall der Unsicherheit über ihr Aufenthaltsrecht in der Schweiz ihr seelisches Befinden verbessert und sie auch in der Lage sein wird, Kontakte zu knüpfen.
4.5.3 Unter diesen Umständen ist der Vollzug der Wegweisung für die Beschwerdeführerin und ihre Tochter als unzumutbar zu bezeichnen.
4.5.4 Was die Söhne der Beschwerdeführerin betrifft, so ist , dass sie offensichtlich Mühe haben, sich zu integrieren. Sie  sich deliktisches beziehungsweise dissoziales Verhalten vorhalten lassen (vgl. Sachverhalt, Bst. K). Gemäss dem ins Recht gelegten  Bericht vom 30. August 2006 wird dem älteren der beiden  eine agressive Verhaltensweise bescheinigt. Wenn er beim Spielen von den anderen Kindern ausgeschlossen werde, werde er öfters sehr aggressiv und wisse nicht mehr, was er tue. Da ihm auch die  Ausdrucksfähigkeit Mühe bereite, sei er manchmal wütend , wenn es ihm nicht gelungen sei, sein Anliegen zu signalisieren. Der jüngere Sohn habe das Gespräch mit dem zuständigen Arzt mit schwankender Aufmerksamkeit verfolgt, vereinzelt sei es zu Wutaus-
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brüchen gegenüber seiner Mutter, der Beschwerdeführerin, . Die Mutter habe bestätigt, dass es Phasen gebe, in denen ihr jüngerer Sohn sehr reizbar sei und aggressive Ausbrüche habe. Es  ihm schwer, Grenzen und Regeln zu akzeptieren, dennoch könne er sein Fehlverhalten mit impulsiven, aggressiven Ausbrüchen gegenüber anderen einsehen und zugeben.
4.5.5 Zu Gunsten der Söhne der Beschwerdeführerin spricht die , dass es seit geraumer Zeit zu keinen weiteren Zwischenfällen mehr gekommen ist. Das bisherige negative Verhalten der Söhne der Beschwerdeführerin darf jedoch nicht leicht hingenommen werden. Bei weiterem schwerwiegendem Fehlverhalten der beiden Söhne der , die an der Schwelle der Mündigkeit stehen, wäre deshalb die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme in Erwägung zu  (vgl. Art. 83 Abs. 7 AuG sowie das Urteil des  E-5333/2006 vom 31. Januar 2008). Nur unter  der besonderen Umstände des vorliegenden Falles und mit  Bedenken kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass bei den Söhnen der Beschwerdeführerin der Vollzug der  sich als unzumutbar erweist.
5. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die Dispositivziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung vom 22. Oktober 2003 aufzuheben und das Bundesamt anzuweisen, die Beschwerdeführer vorläufig .
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind den Beschwerdeführern  Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG).
7. Bei dieser Sachlage sind die Beschwerdeführer mit ihren  vollumfänglich durchgedrungen. Mit der eingereichten  vom 15. Februar 2008 machte die Rechtsvertreterin der  einen Aufwand von zehneinhalb Stunden (exklusive drei Stunden der Dolmetscherin) für das Beschwerdeverfahren geltend und verlangt insgesamt Fr. 1'717.--. Gemäss Art. 10 Abs. 2 des  vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) beträgt der Stundenansatz für Anwälte und Anwältinnen mindestens Fr. 200.-- und höchstens Fr. 400.--. Für nichtanwaltliche Vertreter und Vertreterinnen
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beträgt er mindestens Fr. 100.-- und höchstens Fr. 300.--. Somit stehen den Beschwerdeführer für das Entgelt der Bemühungen ihrer  Fr. 1'575.-- (10,5 x Fr. 150.--) Honorar sowie Fr. 142.-- Spesen zu. Den gesamten Betrag von Fr. 1'717.-- hat das Bundesamt den  auszurichten.
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