Decision ID: 9e2fd902-b83d-4ab6-b6b3-e81b1d10cfa0
Year: 2022
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalts abstützen würden. Der vom Berufungskläger vorgelegte Tauschvertrag zwischen
ihm und der C. _ betreffend den Porsche RSR sei simuliert worden. Das dissimulierte Tausch-
geschäft sei, wie vorinstanzlich zutreffend festgestellt, rechtswirksam zwischen dem Berufungs-
kläger und D. _ abgeschlossen worden. Im Weiteren sei irrelevant, ob die C. _ oder D.
_ je Eigentümer der beiden Porsches geworden seien. Massgeblich für die Frage, ob der
Berufungskläger von der Berufungsbeklagten die beiden Porsches zurückverlangen könne, sei
einzig deren Rechtsposition; und weil die Beklagte den grauen und den schwarzen Porsche in
gutem Glauben von D. _ gekauft habe, kämen deshalb Art. 714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933
ZGB zur Anwendung. Die Berufungsbeklagte sei Eigentümerin der beiden Porsches geworden.
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Im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens habe der Berufungskläger vergeblich versucht, die
Anwendung der einschlägigen Bestimmungen (Art. 714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 ZGB) auszu-
hebeln, indem er die Berufungsbeklagte als bösgläubig dargestellt habe. Für eine angebliche
Bösgläubigkeit der Berufungsbeklagten habe der Berufungskläger insbesondere angeführt, diese
habe gewusst, dass D. _ in einem anderen Fall schon Probleme bezüglich der Verfügungs-
berechtigung über ein Fahrzeug gehabt habe. Zudem hätte die Berufungsbeklagte bei pflichtge-
mässer Aufmerksamkeit erkennen müssen, dass D. _ nicht Eigentümer der beiden Porsches
gewesen sei. Das Verhalten von D. _ in einem Rechtsgeschäft mit einer Drittpartei sei indes-
sen für die Beurteilung des vorliegenden Falles nicht relevant. Zudem würde der Berufungskläger
mit seinem Versuch, der Berufungsbeklagten beim Erwerb der beiden Porsches fehlende Gut-
gläubigkeit hinsichtlich der Verfügungsberechtigung von D. _ über die beiden Fahrzeuge
nachzuweisen, scheitern. Selbst wenn man der Auffassung des Berufungsklägers folgte, wonach
der Tauschvertrag mit der C. _ nicht simuliert gewesen sein soll, sei davon auszugehen, dass
der graue und der schwarze Porsche D. _ von der C. _ zum Weiterverkauf in der Schweiz
anvertraut worden seien. Vor diesem Hintergrund habe die Berufungsbeklagte in jedem Fall –
unabhängig davon, ob eine Simulation bestanden habe oder nicht – gutgläubig davon ausgehen
dürfen, dass D. _ zur Veräusserung der beiden Porsches berechtigt gewesen sei. Entspre-
chend sei die Berufungsbeklagte im gutgläubigen Erwerb der beiden Fahrzeuge zu schützen.
F. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 3. Dezember 2021 wurde dem Berufungskläger die
Berufungsantwort der Berufungsbeklagten vom 29. November 2021 zur Kenntnisnahme zuge-
stellt und der Schriftenwechsel unter Hinweis auf das fakultative Replikrecht gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung geschlossen. Zugleich ordnete der instruierende Präsident der Abtei-
lung Zivilrecht am Kantonsgericht die Zirkulation der Verfahrensakten bei der Dreierkammer an
und stellte den Parteien den Berufungsentscheid auf Grundlage der Akten in Aussicht. Überdies
wies der Instruktionsrichter sämtliche (teilweise lediglich im Beweismittelverzeichnis aufgeführ-
ten) Beweisanträge der Parteien unter Vorbehalt eines allfälligen anderslautenden diesbezügli-
chen Entscheids der Dreierkammer ab.

Considerations:
Erwägungen
1.1 Gegen erstinstanzliche Endentscheide kann gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO Berufung
erhoben werden, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten die Berufung gemäss Art. 308
Abs. 2 ZPO nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren
mindestens CHF 10'000.00 beträgt. Die Berufung ist schriftlich und begründet innert 30 Tagen
seit Zustellung des begründeten Entscheides bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen (Art. 311
Abs. 1 ZPO). Vorliegend hat das Kantonsgericht die Berufung vom 14. Oktober 2021 gegen den
Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 21. Mai 2021 zu beurteilen. Mit die-
sem erstinstanzlichen Endentscheid verneinte die Vorinstanz den Herausgabeanspruch des Be-
rufungsklägers gegenüber der Berufungsbeklagten hinsichtlich zweier Porsches und wies die
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Klage diesbezüglich dementsprechend genauso ab, wie ein klägerischerseits eventualiter geltend
gemachtes Schadenersatzklagebegehren. Der Streitwert im vorliegenden Prozess nach den zu-
letzt beim Zivilkreisgericht aufrechterhaltenen Rechtsbegehren liegt zweifellos um ein Vielfaches
über der für eine Berufung erforderlichen Streitwertgrenze von CHF 10'000.00. Der begründete
Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 21. Mai 2021 wurde dem Berufungskläger gemäss Rück-
schein der Schweizerischen Post am 14. September 2021 zugestellt. Der letzte Tag der 30-tägi-
gen Rechtsmittelfrist fällt auf den 14. Oktober 2021. Die gleichentags bei der Post zum Versand
aufgegebene Berufung erfolgte somit fristgerecht (Art. 142 f. ZPO).
1.2 Der Berufungskläger rügt mit seiner Berufung vom 14. Oktober 2021 namentlich die unrich-
tige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz und deren rechtsfehlerhafte Anwendung
von Art. 641 Abs. 2 ZGB und Art. 936 Abs. 1 ZGB bzw. Art. 714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 ZGB
sowie Art. 18 OR und Art. 41 ff. OR, mithin allesamt zulässige Berufungsgründe (Art. 310 ZPO).
Die Berufungsbeklagte bestritt zwar, dass der Berufungskläger seiner Rügepflicht hinreichend
nachgekommen sei (Berufungsantwort vom 29. November 2021 [nachstehend Berufungsantwort]
Rz 11 ff.) und stellte die Frage in den Raum, ob bei dieser Ausgangslage überhaupt auf das
Rechtsmittel einzutreten sei. Sie führte in diesem Zusammenhang aus, es sei unklar, was der
Berufungskläger bei den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen beanstande. Zwar kritisiere
er durchwegs die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz. Insoweit er dabei aber einwende,
der Sachverhalt sei nicht "richtig" festgestellt worden, meine er selten den Sachverhalt, wie sich
dieser der Vorinstanz tatsächlich präsentiert habe; vielmehr beziehe sich der Berufungskläger
jeweils auf seine ureigene Darstellung der Geschehnisse. Kritisiere der Berufungskläger eine fal-
sche Anwendung des Rechts, berufe er sich regelmässig auf den eben nicht bis ins Detail korrekt
dargestellten Sachverhalt. Dass die Vorinstanz unter diesen Umständen in rechtlicher Hinsicht
zu anderen Schlüssen komme, leuchte ein. Genau genommen gehe es dem Berufungskläger
eigentlich immer nur darum, dass die Vorinstanz die vorgelegten Beweise nicht so gewürdigt
habe, wie ihm das vorgeschwebt habe. Das Kantonsgericht erachtet diese Einwendungen der
Berufungsbeklagten zur Rügepflicht indessen als nicht stichhaltig, zumal es an konkreten Hin-
weisen auf eine angeblich ungenügende Auseinandersetzung des Berufungsklägers in seiner
Berufung mit dem angefochtenen Entscheid fehlt. Aus Sicht der Berufungsinstanz kann dem Be-
rufungskläger nach der Lektüre der Berufung zudem kein entsprechender Vorwurf gemacht wer-
den. Soweit die Berufungsbeklagte Ausführungen zur in der Berufung behaupteten falschen Be-
weiswürdigung durch die Vorinstanz macht, bleibt anzufügen, dass es sich hierbei ebenfalls um
eine Rechtsverletzungsrüge handelt, welche im Berufungsverfahren zweifelsohne überprüft wer-
den kann.
1.3 Da auch die weiteren Formalien und Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 59 ZPO),
insbesondere auch die fristgerechte Bezahlung des Kostenvorschusses mit Valutadatum vom 25.
Oktober 2021, ist auf die Berufung einzutreten. Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d EG ZPO ist die Dreier-
kammer der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Berufungen gegen
Entscheide der Dreierkammern der Zivilkreisgerichte sachlich zuständig.
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2.1 Nach Art. 317 Abs. 1 ZPO können neue Tatsachen und Beweismittel im Rechtsmittelver-
fahren nur noch berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zu-
mutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Neue rechtliche
Begründungen sind von dieser Bestimmung nicht erfasst und können im kantonalen Berufungs-
verfahren sowie vor Bundesgericht unbeschränkt vorgebracht werden, was sich insbesondere
aus dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ergibt (BGer 4A_519/2011 E. 2.1;
BSK ZPO-SPÜHLER, 2017, Art. 317 ZPO N 12; REETZ/HILBER in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leu-
enberger, ZPO Komm., 3. Aufl., 2016, Art. 317 ZPO N 31, 33; BK ZPO-STERCHI, 2012, Art. 317
ZPO N 3). Zum Vorbringen sog. unechter Noven, von Tatsachenbehauptungen oder Beweismittel
zu einem Sachverhalt, welcher sich bereits vor Abschluss des vorinstanzlichen Verfahren ver-
wirklicht hat, ist zudem auf die strenge Praxis des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach der
Rechtsmittelkläger die Gründe detailliert darzulegen habe, weshalb er die Tatsache oder das Be-
weismittel nicht schon vor erster Instanz habe vorbringen können (vgl. etwa BGE 143 III 43, E.
4.1).
2.2 Der Berufungskläger reichte mit seiner Berufung vom 14. Oktober 2021 als neue Beweis-
urkunde eine Beilage 35 ein. Dabei handelt es sich um den Beschluss des Landgerichts X. _
im Verfahren XX XX XX/XX vom 1. Mai 2020, mit welchem gegen die C. _ ein Insolvenzver-
fahren eröffnet wurde. Die Berufungsbeklagte monierte in diesem Zusammenhang, dass die be-
sagte Urkundenedition mit dem entsprechenden Hinweis auf den Konkurs der C. _ in der
Berufung verspätet erfolgt sei. Das Kantonsgericht teilt die Ansicht der Berufungsbeklagten, zu-
mal sich der Berufungskläger nicht dazu geäussert hat, weshalb er die bereits am 1. Mai 2020
verfasste Urkunde erst im Berufungsverfahren eingereicht hat. Insbesondere behauptete er auch
nicht, erst nach Abschluss des Erstinstanzverfahrens davon Kenntnis erhalten zu haben oder
aber für eine Edition zu einem früheren Verfahrenszeitpunkt keinen Anlass gehabt zu haben.
Daraus ergibt sich, dass der Umstand eines allfälligen Konkurses der C. _ im vorliegenden
Verfahren unberücksichtigt bleiben muss und der erwähnte Beschluss des Landgerichts (Beilage
35) aus dem Recht zu weisen ist.
2.3 Die Berufungsbeklagte behauptete, der Berufungskläger habe vor der oberen kantonalen
Instanz erstmals vortragen lassen, dass der schwarze Porsche bereits am Morgen des Tages,
an welchem der Tauschvertrag unterzeichnet werden sollte, an die Beklagten geliefert worden
sei (Berufungsantwort Rz 247). Wie der Berufungskläger in seiner Berufung vom 14. Oktober
2021 (nachstehend Berufung) in Rz 156 allerdings zutreffend erklärt hat, hatte er diese von der
Beklagten bestrittene Behauptung bereits in seiner Klage an das Zivilkreisgericht vom 24. De-
zember 2019 aufgestellt (Rz 16). Entgegen der Ansicht der Berufungsbeklagten stellt sich in die-
sem Zusammenhang die Novenrechtsfrage somit nicht.
2.4 Weitere (unzulässige) Noven in der Berufung seien gemäss Angaben der Berufungsbeklag-
ten (Berufungsantwort Rz 44 und Rz 345):
- die Behauptung des Berufungsklägers, D. _ habe ihm mitgeteilt, der Porsche RSR gehöre
der C. _ (Berufung Rz 10; Berufungsantwort Rz 44);
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- die Behauptung des Berufungsklägers, D. _ habe sich nicht an die Vereinbarung vom
28. Juni 2017 mit I. _ gehalten und sei den Kaufpreis schuldig geblieben.
Auch die Berufungsbeklagte scheint in ihrer Berufungsantwort Tatsachenbehauptungen vorge-
tragen zu haben, welche sie im vorinstanzlichen Verfahren noch nicht in den Prozess eingebracht
hatte. So lassen sich den vorinstanzlichen Akten, soweit ersichtlich, nirgends Ausführungen dar-
über zu entnehmen, dass die Eidgenössische Zollverwaltung EZV gegen die Ehegatten E. _
ein Verfahren eröffnet haben soll; ebensowenig wurde bis zur Einreichung der Berufungsantwort
als Beweisantrag die Einholung einer Erkundigung bei besagter Behörde "von Amtes wegen"
gestellt (vgl. Berufungsantwort Rz 183). Auch neu ist die berufungsbeklagtische Behauptung im
Zusammenhang mit dem Verkauf des ursprünglich im Eigentum von I. _ gewesenen Por-
sches, welche die Beklagte über eine Drittfirma (J. _ AG) erworben habe. Diese Händlerfirma
habe ihrerseits das Fahrzeug von einer Gesellschaft von D. _ erworben. Offenbar erstmals
im Rechtsmittelverfahren wurde behauptet, dass sich die Berufungsbeklagte die saubere Her-
kunft des Autos durch K. _, Inhaber der J. _ AG, habe bestätigen lassen.
Weil sämtliche in dieser Erwägung (Ziffer 2.4) erwähnten, gegebenenfalls im Berufungsverfahren
erstmals vorgetragenen neuen Tatsachen und Beweismittel, wie sich nachstehend zeigen wird,
für die Beurteilung der Streitsache nicht von Relevanz sind, kann die Frage an dieser Stelle of-
fenbleiben, ob es sich hierbei überhaupt um Noven handelt und ob diese gestützt auf Art. 317
ZPO zuzulassen wären.
3.1 Der Präsident der Abteilung Zivilrecht am Kantonsgericht wies mit instruktionsrichterlicher
Verfügung vom 3. Dezember 2021 sämtliche Beweisanträge der Parteien unter Vorbehalt eines
allfälligen anderslautenden diesbezüglichen Entscheids der Dreierkammer ab. Letztere sieht kei-
nen Anlass, auf diesen verfahrensleitenden Entscheid zurückzukommen. Mit besagter Verfügung
wurden die neuen, zusätzlichen Beweisanträge im Rechtsmittelverfahren abgewiesen. Soweit
sich die Parteien in ihren Rechtsmitteleingaben auf Beweismittel beziehen, die bereits im vo-
rinstanzlichen Verfahren im Recht gelegen haben (Beweisurkunden) bzw. dort erhoben wurden
(Parteibefragung), werden diese Beweismittel selbstredend im Rechtsmittelverfahren uneinge-
schränkt zugelassen und für die Beurteilung der Berufung herangezogen.
3.2 Die Beweisofferte zur seitens des Berufungsklägers gemäss Berufung beantragten Edition
zweier E-Mails von F. _ vom 15. Oktober 2018, 15:13 Uhr und 15:57 Uhr, findet sich, soweit
ersichtlich, einzig im Beweismittelverzeichnis ohne Bezugnahme auf bestimmte Tatsachenbe-
hauptungen, was prozessrechtlich ungenügend ist. Ein Beweismittel ist nur dann als formgerecht
angeboten zu betrachten, wenn sich die Beweisofferte eindeutig der damit zu beweisenden Tat-
sachenbehauptung zuordnen lässt und umgekehrt (exemplarisch: Urteil des Schweizerischen
Bundesgerichts [BGer] 4A_391/2020 E. 2.3.1.).
3.3 Die Prüfung der vorläufigen präsidialen Abweisung der Beweisanträge der Berufungsbe-
klagten im Berufungsverfahren auf Anordnung eines Gutachtens zum Zeitwert des grauen und
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des schwarzen Porsches (Berufungsantwort Rz 442) sowie auf Einholung einer schriftlichen Aus-
kunft bei der Eidgenössischen Zollverwaltung (Berufungsantwort Rz 183) durch die Dreierkam-
mer des Kantonsgerichts kann offengelassen werden, weil die entsprechenden Beweisergeb-
nisse für die Beurteilung des rechtlich relevanten Sachverhalts keine Bedeutung haben, was
nachstehend aufgezeigt wird.
4.1 Die Vorinstanz bejahte nicht nur einen derivativen Eigentumserwerb an den beiden streit-
gegenständlichen Fahrzeugen durch Vollzug des gültigen dissimulierten Tauschvertrags zwi-
schen dem Berufungskläger und D. _ unter Annahme eines ungültigen simulierten Rechtsge-
schäfts des Erstgenannten mit der C. _ und anschliessendem Weiterverkauf des schwarzen
und grauen Porsches durch D. _ an die Berufungsbeklagte. Vielmehr kam das Zivilkreisge-
richt im angefochtenen Entscheid vom 21. Mai 2021 zum Schluss, dass die Berufungsbeklagte
auch originär Eigentum an den beiden Autos begründet habe. Sollte das Kantonsgericht zum
selben Befund gelangen wie das Zivilkreisgericht, dass die Voraussetzungen für einen Eigen-
tumserwerb am schwarzen und grauen Porsche durch die Berufungsbeklagte gestützt auf Art.
714 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 933 ZGB gleichermassen erfüllt waren, würde die Frage des rechts-
geschäftlichen Eigentümerwechsels durch Erfüllung und Vollzug der betreffenden rechtsgültigen
Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäfte (Art. 187 ff. OR und Art. 714 Abs. 1 ZGB) in den Hin-
tergrund treten.
4.2 Das Zivilkreisgericht führte im angefochtenen Entscheid vom 21. Mai 2021 (E. 45 ff.) zur
Frage des originären Eigentumserwerbs allgemein und auf den vorliegenden Fall bezogen im
Besonderen aus, dass nach Art. 933 ZGB in seinem Erwerb geschützt werde, wer eine bewegli-
che Sache in gutem Glauben zu Eigentum oder zu einem beschränkten dinglichen Recht über-
tragen erhalte, auch wenn sie dem Veräusserer ohne jede Ermächtigung zur Übertragung anver-
traut worden sei. Unabhängig davon, ob D. _ über die beiden Fahrzeuge verfügungsberech-
tigt gewesen sei oder nicht, seien ihm diese anvertraut worden. Der Berufungskläger selber sei
davon ausgegangen, dass D. _ über die Porsches habe verfügen dürfen. Auch wenn davon
ausgegangen würde, dass ein Vertrag zwischen dem Berufungskläger und der C. _ zustande
gekommen wäre, sei von der Verfügungsberechtigung von D. _ in Bezug auf die beiden Por-
sches auszugehen. F. _ habe anlässlich seiner Befragung im Verfahren vor dem Landgericht
X. _ zu Protokoll gegeben, dass D. _ dann das Fahrzeug [den Porsche RSR] an den A.
_ verkaufe. Der Berufungskläger führe in der Replik (Rz 174) sodann ebenfalls aus, es könne
davon ausgegangen werden, dass die beiden streitgegenständlichen Porsches D. _ anver-
traut gewesen seien. In dieser Konstellation wäre die Rolle von D. _ als Kommissionär im
Sinne von Art. 425 ff. OR zu qualifizieren. D. _ wäre auch in dieser Sachlage befugt gewesen,
im Erstgeschäft zu verkaufen, weshalb das Verhältnis zwischen der C. _ und D. _ in casu
keine Rolle spiele. Auch wenn ein Gebrauchsüberlassungsvertrag abgelaufen sei und der un-
selbständige Besitzer die Sache nicht zurückgebe, handle es sich immer noch um eine anver-
traute Sache. Auf die erstinstanzliche Begründung zur Frage der Gutgläubigkeit der Berufungs-
beklagten wird weiter hinten eingegangen.
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4.3.1 Der Berufungskläger bestreitet den originären Eigentumserwerb durch die Berufungsbe-
klagte, weil weder die C. _ noch D. _ je Besitzer des schwarzen und grauen Porsches
gewesen seien. Dementsprechend seien die streitgegenständlichen Fahrzeuge D. _ auch
nicht anvertraut worden, geschweige denn sei er über diese verfügungsberechtigt gewesen.
Schliesslich sei die Berufungsbeklagte hinsichtlich der Verfügungsberechtigung von D. _ nicht
gutgläubig gewesen. Deshalb wird zunächst auf die Argumente zur Behauptung des fehlenden
Anvertrautseins, zum fehlenden Besitz und zur Frage der Verfügungsberechtigung eingegangen.
4.3.2 Der Berufungskläger liess in seiner Berufung in diesem Zusammenhang ausführen, es liege
– soweit die Vorinstanz annehme, die beiden Porsches seien D. _ anvertraut – eine unrichtige
Rechtsanwendung vor. Den (an seinem Wohnort befindlichen) grauen Porsche sowie die Fahr-
zeugpapiere und Fahrzeugschlüssel beider Porsches habe der Berufungskläger direkt an E.
_, ein Organ der Berufungsbeklagten, übergeben. Der schwarze Porsche sei im Rahmen ei-
nes Hinterlegungsvertrags bei einer Garage (der Firma G. _, in V. _) eingelagert gewesen.
Das Zivilkreisgericht scheine anzunehmen, der schwarze Porsche sei erst im Nachhinein geliefert
worden und der Berufungskläger habe bis dahin gemäss Vereinbarung mit dem Erwerber weiter-
hin den Besitz ausgeübt. Das sei jedoch unrichtig: Der Berufungskläger habe den schwarzen
Porsche vielmehr bereits am Morgen vor der Vertragsunterzeichnung (Erstgeschäft) zur Beru-
fungsbeklagten (wo die Unterzeichnung stattfinden sollte) liefern lassen; diese Tatsache sei un-
strittig. Die Vorinstanz führe sogar aus, der Berufungskläger und «D. _ respektive die Beru-
fungsbeklagte» seien «übereingekommen, dass der Berufungskläger weiterhin den Besitz (...)
ausübt». «Gleichzeitig» sei «der Dritte angewiesen» worden, das Fahrzeug an die Berufungsbe-
klagte zu liefern. Diese erstinstanzlichen Erwägungen seien jedoch eine freie Erfindung, die we-
der auf Tatsachenbehauptungen der Parteien noch auf irgendwelche Beweismittel gestützt wür-
den. Es erstaune daher auch nicht, dass sich das Zivilkreisgericht nicht einmal habe festlegen
wollen, mit wem (D. _ oder der Berufungsbeklagten) der Berufungskläger eine solche Über-
einkunft getroffen haben soll. Die entsprechenden Sachverhaltsfeststellungen des Zivilkreisge-
richts seien somit unrichtig. Vielmehr stehe fest, dass die beiden Porsches, die Fahrzeugschlüs-
sel und auch die dazugehörigen Dokumente direkt vom Berufungskläger an E. _ als Organ
der Berufungsbeklagten übergeben worden seien. D. _ sei nie Besitzer der beiden Porsches
geworden.
Die Begründung des Zivilkreisgerichts, wie und weshalb D. _ in den Besitz der beiden Por-
sches gekommen sei, sei nicht klar. So habe die Vorinstanz erwogen, der «Porsche RSR» (ge-
meint gewesen sei wohl der graue Porsche) sei D. _ «für eine logische Sekunde» übergeben
worden. Beim schwarzen Porsche sei das Zivilkreisgericht offenbar von einer «Mischform» von
Besitzeskonstitut (in Bezug auf den Kläger), antizipierendem Besitzeskonstitut (in Bezug auf D.
_) und Besitzanweisung ausgegangen. Was das bedeuten soll, sei nicht verständlich. Beides
sei jedenfalls nicht richtig.
Der graue Porsche sei, wie dargelegt, nie an D. _ übergeben worden, auch nicht für eine
logische Sekunde. Und beim schwarzen Porsche gehe die Vorinstanz mit den erwähnten besit-
zesrechtlichen Überlegungen fehl. Die Anweisung an den Garagisten, den schwarzen Porsche
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im Hinblick auf den bevorstehenden Vertragsschluss zur Berufungsbeklagten zu bringen, habe
nichts mit einer Besitzanweisung im Sinne von Art. 924 ZGB zu tun. Bei der Besitzanweisung
werde eine Sache, die sich in mittelbarem Besitz befinde, vom selbständigen Besitzer dadurch
auf eine andere Person übertragen, dass er seinen unmittelbaren Besitzer anweise, in Zukunft
dieser anderen Person den Besitz zu vermitteln. Die Besitzanweisung erfolge durch einen Vertrag
zwischen dem Veräusserer und dem Erwerber. Ein solcher Besitzanweisungsvertrag sei jedoch
von keiner Partei behauptet worden und ergebe sich auch sonst nicht aus den Akten. Ein Besit-
zeskonstitut mit dem Berufungskläger als Veräusserer, der unmittelbarer, jedoch unselbständiger
Besitzer bleibe und den Besitz neu für den Erwerber ausübe (Art. 924 Abs. 1 ZGB), liege ebenfalls
nicht vor. Der Berufungskläger sei Eigenbesitzer und habe also für sich besessen. Ohnehin
müsste für ein solches Besitzeskonstitut ein besonderes Rechtsverhältnis (z.B. Leihe, Miete etc.)
vorliegen, das den fortbestehenden Besitz des Veräusserers legitimiere. Auch ein solches
Rechtsverhältnis sei von keiner Partei behauptet worden und ergebe sich auch nicht aus den
Akten. Inwiefern ein antizipierendes Besitzeskonstitut in Bezug auf D. _ vorliegen soll, bleibe
gänzlich unklar. Beim antizipierenden Konstitut würden der Vertrag auf Eigentumsübertragung
und derjenige auf Sachüberlassung abgeschlossen, bevor der Konstituent im Besitz der Sache
sei. Aus der vorinstanzlichen Erwägung gehe nicht hervor, wer mit wem (und in welcher Rolle)
ein antizipierendes Besitzeskonstitut vereinbart haben soll. Und auch dies sei wohlgemerkt von
keiner Partei behauptet worden und ergebe sich auch nicht aus den Akten.
In Anwendung der dargelegten Grundsätze sei vielmehr zu schliessen, dass D. _ nie unmit-
telbarer oder mittelbarer Besitzer der beiden Porsches gewesen sei. Der unmittelbare Besitz sei
durch Übergabe der Fahrzeuge, Fahrzeugschlüssel und Dokumente direkt vom Berufungskläger
auf die Berufungsbeklagte übergegangen. Und mittelbaren Besitz an den beiden Porsches habe
D. _ nicht (auch nicht für eine logische Sekunde) haben können, da weder der Berufungsklä-
ger noch die Berufungsbeklagte als unmittelbare Besitzer für ihn den Besitz ausgeübt hätten. Der
Berufungskläger sei Eigenbesitzer gewesen. Für ein Besitzeskonstitut habe es an einem legiti-
mierenden besonderen Rechtsverhältnis gefehlt. Auch die Berufungsbeklagte behaupte zu Recht
nicht, dass sie für D. _ den Besitz ausgeübt habe. Vielmehr gestehe sie zu, dass der Beru-
fungskläger ihr den Besitz verschafft habe, worauf sie unmittelbare, selbstständige Besitzerin der
beiden Porsches geworden sei. Damit stehe fest, dass D. _ nie unmittelbarer und auch nie
mittelbarer Besitzer der beiden Porsches gewesen sei. Entsprechend seien diese ihm auch nie
anvertraut worden.
Die beiden Porsches seien D. _, entgegen der Annahme der Vorinstanz, auch nicht von der
C. _ anvertraut worden. Das Zivilkreisgericht habe sich dabei zu Unrecht auf eine Aussage
von F. _ abgestützt. Im Verfahren vor dem Landgericht X. _ habe F. _ zu Protokoll
gegeben: «Es ist dann von mir erklärt worden, dass wir das Fahrzeug zulassen können und den
Kaufvertrag unterschreiben würden und dass dann der Herr D. _ das Fahrzeug an den
A. _ verkauft.» Mit «das Fahrzeug» habe dieser aber offenkundig den Porsche RSR gemeint
und nicht die beiden Porsches des Berfungsklägers. Die Aussage «dass dann der Herr D. _
das Fahrzeug an den A. _ verkauft», meine, dass D. _ die Vertragsabwicklung, also die
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physische Übergabe des Porsches RSR an den Berufungskläger, übernehmen sollte. Denn der
entsprechende Kaufvertrag (das Erstgeschäft) sei bereits durch F. _ für die C. _ abge-
schlossen worden. Entsprechend lasse sich aus der Aussage von F. _ nicht ableiten, dass D.
_ befugt gewesen sei, über die beiden Porsches zu verfügen, oder dass diese D. _ von
der C. _ anvertraut gewesen wären. Es gebe demnach keinerlei Anhaltspunkte, geschweige
denn Belege, in den Akten für die Annahme, D. _ habe als Kommissionär der C. _ die
beiden Porsches verkaufen dürfen.
Im Weiteren verkenne die Vorinstanz, dass «anvertraut» im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB nicht
dasselbe sei wie «anvertraut» nach Art. 933 ZGB. Seine Behauptung in der Replik bei der Erst-
instanz, die beiden Porsches seien diesem anvertraut geworden und auf welche sich die Vo-
rinstanz in ihrem Entscheid bezogen habe, sei im Zusammenhang mit Art. 138 Ziff. 1 StGB auf-
gestellt worden. Während im Strafrecht primär auf das fremde Interesse als Ansatzpunkt des
Anvertrauens abgestellt werde, gehe es bei Art. 933 ZGB darum, ob der Berechtigte einem Drit-
ten den Besitz übergeben habe. In der Replik habe der Berufungskläger dargelegt, dass die bei-
den Porsches D. _ strafrechtlich anvertraut gewesen seien, indem er erklärt habe, D. _
sollte die Fahrzeuge entweder an die C. _ abliefern oder für die C. _ verkaufen. Darin
liege offenkundig kein Zugeständnis von Tatsachen, die ein Anvertraut-Sein gemäss Art. 933
ZGB begründen würden. Was das zivilrechtliche Anvertrauen angehe, sei vom Berufungskläger
an anderer Stelle in seiner Replik substantiiert dargelegt worden, dass die beiden Porsches nicht
anvertraut worden seien; weder die C. _ noch D. _ seien jemals in den Besitz der beiden
Porsches gelangt. Damit beruhe die Erwägung des Zivilkreisgerichts, wonach die C. _ D.
_ die beiden Porsches anvertraut habe, auf unrichtiger Sachverhaltsfeststellung und unrichti-
ger Rechtsanwendung im Sinne von Art. 310 ZPO.
4.3.3 Die Berufungsbeklagte erwiderte, der Berufungskläger zitiere die Vorinstanz falsch. In Er-
wägung 47 des angefochtenen Entscheids stehe nirgends, der Berufungskläger habe die beiden
Porsches «diesem [gemäss Satzstellung des Klägers: D. _] selbst bzw. via seinem Garagis-
ten übergeben». Stattdessen halte die Vorinstanz korrekt fest: «Den grauen Porsche hat der Klä-
ger selber übergeben und den schwarzen Porsche via dem Garagisten». Und weiter habe die
Vorinstanz festgestellt: «Die Fahrzeuge wurden D. _ anvertraut und sind nicht abhandenge-
kommen». Eine völlig andere Frage sei, ob der Berufungskläger den grauen und den schwarzen
Porsche in Erfüllung des Tauschvertrags direkt an D. _ oder gemäss Abmachung mit diesem
direkt an die Berufungsbeklagte übergeben habe. Abhandengekommen seien ihm die beiden
Fahrzeuge deswegen nicht. In welcher Funktion und Eigenschaft D. _ den Austausch der
Fahrzeuge vollzogen und begleitet habe, sei für die rechtliche Beurteilung der Stellung der Beru-
fungsbeklagten ohne Belang. Die Erwägung der Vorinstanz sei richtig. Tatsache sei, dass der
Berufungskläger seinen Part des Tauschvertrags ordnungsgemäss erfüllt habe, indem er die vier
Eintauschfahrzeuge in Absprache mit D. _ und im Einverständnis mit der C. _ (Klagbei-
lage 24, S. 8: «... zwei davon an die Firma B. _») direkt an die Käufer aus dem Zweitgeschäft
übergeben habe oder übergeben lassen habe. Für die Berufungsbeklagte sei klar gewesen, dass
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dem Berufungskläger der graue und der schwarze Porsche unter diesen Umständen nicht ab-
handengekommen seien. Sie seien in rechtlichem Sinne D. _ anvertraut gewesen, und dieser
habe den Berufungskläger angewiesen beziehungsweise mit diesem vereinbart, dass der graue
Porsche direkt und der schwarze Porsche indirekt, über den Garagisten, zur Berufungsbeklagten
gelangen sollten.
Insoweit der Berufungskläger behaupte, die beiden Porsches seien der Berufungsbeklagten
durch ihn direkt übergeben worden, versuche dieser, wie bereits im Erstinstanzverfahren, Verwir-
rung zu stiften. Für die Anwendung von Art. 933 ZGB massgeblich sei jedoch ausschliesslich, ob
die Sache dem ursprünglichen Besitzer abhandengekommen sei oder diese dem Veräusserer
(D. _) anvertraut gewesen sei. Eine dritte Variante gebe es nicht. Aus der bekannten und von
keiner beteiligten Partei bestrittenen Tatsache, dass der graue und der schwarze Porsche dem
Berufungskläger nicht abhandengekommen seien, habe die Vorinstanz folgerichtig den Schluss
gezogen, sie seien anvertraut gewesen. Anvertraut in diesem Zusammenhang bedeute jedoch
nicht unbedingt, der Berufungskläger hätte sie D. _ persönlich übergeben. Wichtig sei ledig-
lich, dass die beiden Porsches nicht abhandengekommen seien.
Der guten Ordnung halber sei an dieser Stelle noch festgehalten, dass der Berufungskläger mit
Blick auf die Frage, wann der schwarze Porsche zur Berufungsbeklagten geliefert worden sei,
aktenwidrig berichte. Wie diese in der Duplik klargestellt habe, sei das Fahrzeug nicht am Tag
der Vertragsunterzeichnung, somit am 15. August 2018, sondern erst am Folgetag geliefert wor-
den. Das ergebe sich aus der Transportrechnung der G. _.
Die Feststellungen der Vorinstanz mit Blick auf den Weiterverkauf des grauen und des schwarzen
Porsches seien grundsätzlich korrekt. Tatsächlich aber sei es eher so, dass sich die vom Gericht
zitierte «logische Sekunde» in diesem Zusammenhang auf den grauen Porsche beziehe. Zwei-
fellos lasse sich sagen, der graue Porsche habe sich zumindest «für eine logische Sekunde» im
mittelbaren Besitz von D. _ befunden. Der Wagen habe sich, wie von der Vorinstanz geschil-
dert, am Wohnsitz des Klägers in U. _ befunden. Dort seien am 15. August 2018 D. _
zusammen mit E. _ von der Berufungsbeklagten erschienen. D. _ habe dem Berufungs-
kläger den Porsche RSR übergeben, womit dieses Fahrzeug in dessen Eigentum gewechselt
habe. Gleichzeitig habe der Berufungskläger im Beisein und auf Anweisung von D. _ den
grauen Porsche an E. _ ausgehändigt. Unter diesen Umständen anzunehmen, «der graue
Porsche habe sich für eine logische Sekunde» im Besitz von D. _ befunden, sei nicht falsch.
Halte man sich im Weiteren vor Augen, dass die Aussage, der graue und der schwarze Porsche
seien D. _ anvertraut gewesen, lediglich als Gegenpart zur Alternative, die beiden Porsches
seien dem Kläger abhandengekommen, stehe, seien die Ausführungen des Klägers zum schwar-
zen Porsche nicht mehr als heisse Luft. Statt zu akzeptieren, dass ihm die beiden Porsches nicht
gestohlen oder sonst wie abhandengekommen seien, konzentriere sich der Berufungskläger da-
rauf, den Begriff des «Anvertrautseins» über mehrere Seiten hin bis zur Unkenntlichkeit zu zise-
lieren. Für die Rechtsposition der Berufungsbeklagten sei einzig ausschlaggebend, dass dem
Berufungskläger der graue und der schwarze Porsche nicht abhandengekommen seien und D.
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_ selbst nach dem klägerischen Zugeständnis anvertraut gewesen seien. Der Berufungsklä-
ger sei nunmehr der Idee verfallen, wenn er dieses «Anvertrautsein» seziere, müsste das ange-
rufene Gericht bei nur geringstem Zweifel den Umkehrschluss ziehen, der graue und der
schwarze Porsche seien dem Kläger eben doch abhandengekommen. Dem sei indessen nicht
so. Vielmehr habe der Berufungskläger mit D. _ beziehungsweise der C. _ vereinbart,
dass er seinen Part des Tauschvertrags (mit Blick auf den grauen und den schwarzen Porsche)
wie folgt zu erfüllen habe: Im Zeitpunkt der Übernahme des Porsches RSR ins Eigentum händige
der Berufungskläger den grauen Porsche D. _ beziehungsweise sinnbildlich eine Sekunde
später der Berufungsbeklagten aus; gleichzeitig weise der Berufungskläger seinen Garagisten
an, den sich dort befindlichen schwarzen Porsche an die Berufungsbeklagte auszuliefern. Dies
habe die Vorinstanz zutreffend unter Erwägung 35 des angefochtenen Entscheids festgehalten.
Ein «Abhandenkommen», wie das der Berufungskläger herbeizureden versuche, lasse sich dar-
aus nicht ableiten. Im Weiteren werde die Behauptung des Berufungsklägers, dass D. _ kei-
nen Besitz an den Fahrzeugen gehabt habe, bestritten. Dieser sei mittelbarer Besitzer gewesen.
Für die Beurteilung des vorliegenden Falles spiele dies allerdings keine Rolle. Aus den Besitz-
verhältnissen könne ohnehin nicht einfach auf das Anvertrautsein oder Abhandengekommensein
einer Sache geschlossen werden.
4.3.4 Nach Art. 714 Abs. 2 ZGB wird, wer in gutem Glauben eine bewegliche Sache zu Eigentum
übertragen erhält, deren Eigentümer, sobald dieser nach den Besitzesregeln im Besitze der Sa-
che geschützt ist, auch wenn der Veräusserer zur Eigentumsübertragung nicht befugt war. Bei
diesem Sonderfall des originären Eigentumserwerbs wird der Grundsatz, wonach niemand mehr
Rechte übertragen kann, als er selber innehat, durchbrochen (BGer 5A_962/2017 E. 3.2.) Nach
den Besitzesregeln ist geschützt, wer eine bewegliche Sache in gutem Glauben zu Eigentum
oder zu einem beschränkten dinglichen Recht übertragen erhält, selbst wenn sie dem Veräusse-
rer ohne jede Ermächtigung zur Übertragung anvertraut worden war (Art. 933 ZGB). Art. 933 ZGB
findet Anwendung, wenn der über eine bewegliche Sache Verfügungsberechtigte, vor allem der
Eigentümer, die Sache einem Vertrauensmann anvertraut hat, ohne die Verfügungsberechtigung
zu übertragen. Weiter wird vorausgesetzt, dass dieser Vertrauensmann trotz fehlender Verfü-
gungsmacht einem Dritten an dieser Sache ein dingliches Recht an derselben eingeräumt hat.
Und schliesslich ist der Dritte als neuer Eigentümer nur geschützt, wenn dieser in Bezug auf die
Verfügungsmacht desjenigen, der ihm die Sache übergeben hat, gutgläubig war (vgl. BK ZGB-
STARK/ LINDENMANN, Art. 933 ZGB N 1).
An der rechtlichen Beschaffenheit des grauen und schwarzen Porsches als Fahrnis im Sinne von
Art. 713 ZGB besteht kein Zweifel. Ebenso unstrittig ist unter den Parteien der frühere Besitz an
diesen und die betreffende Eigentümerstellung des Berufungsklägers.
Art. 933 ZGB findet nur Anwendung, wenn die Sache, die von einem Nichtberechtigten einem
Dritten veräussert worden ist, vom Eigentümer dem betreffenden Nichtberechtigten anvertraut
war und von diesem nicht zur Veräusserung berechtigten Vertrauensmann freiwillig weitergege-
ben wurde. Aufgrund des originären Eigentumserwerbs geht der Alteigentümer seines Rechtes
verlustig (Art. 714 Abs. 2 ZGB). Hierzu braucht es das Zusammenfallen zweier verschiedener
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Voraussetzungen: Auf der Seite des Alteigentümers die Veranlassung des falschen Rechts-
scheins der Berechtigung des Vertrauensmannes, auf der Seite des Erwerbs der Sache den gu-
ten Glauben in diese Berechtigung. Nur wenn der Alteigentümer den falschen Rechtsschein er-
möglicht hat, indem er die Sache aus der Hand gab, erscheint der Verlust des Eigentums durch
den Alteigentümer und der Schutz des guten Glaubens des Erwerbers als rechte und billige Lö-
sung des Interessenkonflikts. Das ZGB schützt einerseits bei den anvertrauten Sachen mit Art.
933 ZGB den gutgläubigen Erwerb des Dritten vom Nichtberechtigten und gewährt andererseits
durch Art. 934 ZGB dem Eigentümer eine Erleichterung der Rechtsverfolgung abhandengekom-
mener Sachen. Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung kennt das hiesige Zivilgesetzbuch
keine dritte Gruppe von Sachen, auf die weder die Fahrnisklage noch der gutgläubige Erwerb
vom Nichtberechtigten Anwendung findet (STARK/LINDENMANN a.a.O. N 22, 23 und 23a mit Hin-
weisen). In diesem Sinne ist auch der Standpunkt der Berufungsbeklagten zu verstehen, welcher
das Kantonsgericht für zutreffend erachtet. Der Berufungskläger als Alteigentümer der streitge-
genständlichen Porsches hat seinen Besitz entweder willentlich aufgegeben und damit einem
Dritten anvertraut oder aber die Fahrzeuge sind ihm gegen seinen Willen abhandengekommen.
Zumal letzteres auch vom Berufungskläger nie behauptet wurde, kommt nur das Anvertrautsein
in Frage – «tertium non datur». Etwas Anderes ist rechtlich ausgeschlossen. Wer willentlich sei-
nen Besitz an einen anderen überträgt, riskiert unter den übrigen Voraussetzungen nach Art. 933
ZGB sein Eigentum an der betreffenden Sache an einen Neuerwerber zu verlieren, auch wenn
mit der ersten Besitzübertragung nie eine Verfügungsberechtigung des Veräusserers verbunden
war. Der (obligatorische) Grund oder die Modalitäten der Besitzübertragung des Alteigentümers
auf den Veräusserer spielen dabei keine Rolle. Insofern zielt die Rüge des Berufungsklägers ins
Leere, die Vorinstanz habe sich nicht einmal festlegen wollen, ob dieser mit D. _ oder der
Berufungsbeklagten übereingekommen sei, dass der Berufungskläger weiterhin den Besitz aus-
übte unter gleichzeitiger Anweisung der Drittfirma, das Fahrzeug an die Berufungsbeklagte zu
liefern. Ob der Berufungskläger den grauen und den schwarzen Porsche in Erfüllung des Tausch-
vertrags mit dem Porsche RSR (Erstgeschäft) zunächst an D. _ oder gemäss Abmachung mit
diesem direkt an die Berufungsbeklagte übergeben habe, tangiert die Frage, ob der Berufungs-
kläger die Fahrzeuge nach der Bedeutung von Art. 933 ZGB dem Veräusserer anvertraut habe,
nicht. Dementsprechend geht auch die betreffende Rüge des Berufungsklägers im Rechtsmittel-
verfahren fehl, die Vorinstanz habe in diesem Zusammenhang Recht verletzt.
4.3.5 Der Berufungskläger begründet seinen Standpunkt, die beiden Porsches seien D. _ nie
anvertraut gewesen mit dem Umstand, dass die Autos der Berufungsbeklagten direkt übergeben
worden seien, D. _ nie Besitzer dieser Fahrzeuge gewesen sei und diese ihm auch von der
C. _ nicht anvertraut worden seien. Zugunsten des Berufungsklägers wird seitens des Kan-
tonsgerichts davon ausgegangen, er rüge, die Anrufung von Art. 933 ZGB durch die Berufungs-
beklagte scheitere nicht nur am Anvertrautsein im unter 4.3.4 erwogenen Sinne, sondern auch
daran, dass der Besitz an den Fahrzeugen unmittelbar von ihm an die Berufungsbeklagte über-
gegangen sei. Wäre dem tatsächlich so, wäre Art. 933 ZGB nicht einschlägig. Denn diese Be-
stimmung regelt nicht die Auseinandersetzung zwischen zwei unmittelbar aufeinander folgenden
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Besitzern. Diese kann nur von einem gutgläubigen Besitzer angerufen werden, der die Sache
nicht vom Vindikanten, sondern von einem Zwischenmann erworben hat. Im Weiteren wird der
Erwerber nur geschützt, wenn ihm die Sache von einem Besitzer übertragen wurde
(STARK/LINDENMANN a.a.O. N 3 und 6). Die Berufungsbeklagte liegt deshalb nach Ansicht des
Kantonsgerichts mit ihrer Annahme falsch, es komme vorliegend nicht auf die Besitzesverhält-
nisse an, sondern nur darauf, ob die beiden Porsches anvertraut oder abhandengekommen
seien.
Der Berufungskläger bestreitet berufungsweise den (mittelbaren) Besitz von D. _ an den bei-
den Porsches. Das Zivilkreisgericht erwog im Zusammenhang mit der Frage der Erfüllung des
Zweitgeschäfts (Erwägung unter Ziffer 35 des angefochtenen Entscheids vom 21. Mai 2021), der
Berufungskläger und D. _ hätten im Hinblick auf die Übergabe der Eintauschfahrzeuge (u.a.
schwarzer und grauer Porsche) im Erstgeschäft besondere Erfüllungsmodalitäten in Bezug auf
die Leistungspflicht des Berufungsklägers vereinbart. Anlässlich der Übergabe des Porsches
RSR an den Berufungskläger habe dieser den grauen Porsche, welcher sich in der Garage an
seinem Wohnort in U. _ befunden habe, im Auftrag und Beisein von D. _ dem neuen
Erwerber E. _ übergeben. Mit diesem Vorgang seien zwei Obligationen erfüllt worden: Einer-
seits diejenige für die Übergabe des Porsches RSR (recte: des grauen Porsches) als Tauschge-
genstand an D. _ für eine logische Sekunde und andererseits zugleich die Obligation für die
Übergabe des grauen Porsches von D. _ an die Berufungsbeklagte als Kaufgegenstand. Der
schwarze Porsche sei gemäss Aussagen der Parteien in der G. _ Garage in V. _ eingela-
gert gewesen und auf Anweisung des Berufungsklägers (in Erfüllung seiner Leistungspflicht ge-
genüber D. _ mit der besonderen Erfüllungsmodalität als Leistung an den neuen Erwerber)
zur Lokalität der Beklagten in W. _ transportiert worden. Der schwarze Porsche sei offenbar
im Rahmen eines Hinterlegungsvertrages bei einer Garage (unmittelbarer und unselbständiger
Besitzer) eingelagert gewesen und der Veräusserer (Berufungskläger) und Erwerber (D. _
respektive die Berufungsbeklagte) seien übereingekommen, dass der Berufungskläger weiterhin
den Besitz (mittelbarer und selbständiger Besitzer) ausübe. Gleichzeitig sei der Dritte angewiesen
worden, das Fahrzeug an die Berufungsbeklagte zu liefern. Der Besitzanweisungsvertrag ermög-
liche insofern einen Besitzwechsel, ohne dass die tatsächliche Gewalt über die Sache geändert
werde. Eine Anzeige an den unmittelbar besitzenden Dritten (Art. 924 Abs. 2 ZGB) bedürfe es
zur Besitzübertragung nicht, denn bereits ab dem Moment des Besitzvertrags (dem Zeitpunkt,
auf den hin die Parteien dies vereinbarten) sei der Erwerber mittelbarer Besitzer der Sache. Dog-
matisch sei das Verfügungsgeschäft betreffend den schwarzen Porsche wohl als Mischform von
Besitzeskonstitut (in Bezug auf den Kläger und einem antizipierenden Konstitut in Bezug auf D.
_) und Besitzesanweisung zu qualifizieren. In sachverhaltlicher Hinsicht, aus welcher sich
diese rechtlichen Überlegungen im Zusammenhang mit der Veräusserung des grauen und
schwarzen Porsches ergeben sollen, stützte sich die Vorinstanz auf den Umstand, dass der Be-
rufungskläger in seiner Einvernahme vom 23. Oktober 2018 zu Protokoll gegeben habe, er habe
die Papiere inkl. Fahrzeugschlüssel der beiden Porsches im Auftrag von D. _ direkt an E.
_ übergeben. Bei der Vertragsabwicklung sei klar gewesen, dass letzterer die beiden Por-
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sches vom Berufungskläger übernehmen werde resp. der Käufer dieser Porsches sei. Diese Aus-
sage des Berufungsklägers, wonach 2 Eintauschfahrzeuge an die Berufungsbeklagte verkauft
würden, werde auch von F. _ in dessen Anhörung bestätigt.
Wer die tatsächliche Gewalt über eine Sache hat, ist ihr Besitzer (Art. 919 ZGB). Die Besitzüber-
tragung ist Art. 922 ff. ZGB normiert. Unter Anwesenden wird der Besitz durch Übergabe der
Sache selbst oder der Mittel, die dem Empfänger die Gewalt über die Sache verschaffen. Vollzo-
gen ist die Übergabe, sobald sich der Empfänger mit Willen des bisherigen Besitzers in der Lage
befindet, die Gewalt über die Sache auszuüben (Art. 922 ZGB). Die Übergabe der Mittel zur Aus-
übung der tatsächlichen Sachherrschaft wird der Aushändigung der Sache nach dem Willen des
Gesetzgebers gleichgestellt. Ein technisches Mittel zur Ausübung der Sachherrschaft ist insbe-
sondere auch der Schlüssel eines Fahrzeuges (BK ZGB-STARK/ LINDENMANN, Art. 922 ZGB N 30
mit Hinweis auf BGE 43 II 15 und BGE 58 III 121 sowie zahlreiche Lehrmeinungen). Die Übertra-
gung der tatsächlichen Gewalt ist sodann kein Rechtsgeschäft. Vielmehr liegt nur eine Tathand-
lung vor. Dementsprechend ist die Besitzübertragung nach Art. 922 Abs. 1 ZGB auch unabhängig
von der Gültigkeit des Kausalgeschäftes, das ihr zugrunde liegen mag. Mit der Änderung der
Sachherrschaft wird der Erwerber Besitzer, wobei der Besitz nur (derivativ) übergeht, wenn der
Veräusserer den Willen hat, seinen Besitz an der Sache auf den Erwerber zu übertragen. Der
Wille auf Übertragung des Besitzes kann ausdrücklich oder stillschweigend geäussert werden
(BSK ZGB-ERNST, Art. 922 ZGB N 8 und 10).
Für den vorliegenden Fall relevant und unter den Parteien unstrittig ist zunächst, dass der Beru-
fungskläger die Verhandlungen zum Erstgeschäft mit D. _ führte. Dieser willigte gegenüber
dem Berufungskläger in das vom zweitgenannten vorgeschlagene Tauschgeschäft für den vom
Berufungskläger beabsichtigten Erwerb des Porsches RSR ein. Dass es für den Berufungskläger
von Bedeutung gewesen sein soll, wem er als Vertragspartner gegenübersteht, wurde nirgends
behauptet. Wie der Berufungskläger selbst erklärt, sei er davon ausgegangen, D. _ und
F. _ hätten die C. _ gemeinsam gehalten (Berufung Rz 57). An anderer Stelle liess sich
der Berufungskläger dahingehend vernehmen, dass die Vertragsabwicklung von F. _ in die
Hände von D. _ gelegt worden sei (Berufung Rz 68). Ob das Verpflichtungsgeschäft letztlich
mit der C. _ zustande kam, wie vom Berufungskläger behauptet, oder mit D. _, wie von
der Berufungsbeklagten angenommen und von der Vorinstanz festgestellt wurde, ist für die Frage
der rechtsgültigen Besitzübertragung, wie oben dargelegt, ohne Bedeutung. Die vorinstanzliche
Sachverhaltsfeststellung, dass der graue Porsche und die Schlüssel samt Fahrzeugpapieren so-
wohl des grauen als auch des schwarzen Porsches durch den Berufungskläger im Auftrag von
D. _ an E. _ im Zuge der Ablieferung des Porsches RSR am Wohnort des Berufungsklä-
gers in U. _ übergeben wurde, hat der Berufungskläger in seiner Berufung zudem nicht be-
anstandet. Demnach hat auch das Kantonsgericht von diesem Ablauf der Geschehnisse auszu-
gehen. Wenn die Vorinstanz in diesem Vorgang, wie im angefochtenen Entscheid erwogen, die
Erfüllung zweier Obligationen festgestellt haben will, ist dieser Befund für die besitzesrechtliche
Beurteilung allerdings ungenau. Die Gültigkeit oder die gehörige Erfüllung des obligatorischen
Grundgeschäfts spielt für die Rechtswirksamkeit der Besitzesübertragung keine Rolle. Soweit das
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Zivilkreisgericht mit seiner Feststellung auch zum Ausdruck bringen wollte, dass der Besitz am
grauen und schwarzen Porsche vom Berufungskläger für eine logische Sekunde an D. _ und
von diesem schliesslich an E. _, stellvertretend als Organ der Berufungsbeklagten, überge-
gangen sei, verdient diese Beurteilung nach Ansicht des Kantonsgerichts Zustimmung. Der Wille
des Berufungsklägers war zunächst mit Blick auf die Erfüllung des Erstgeschäfts (Tausch seiner
vier Fahrzeuge gegen den Porsche RSR) auf die Übertragung des Besitzes am grauen und
schwarzen Porsche an D. _ gerichtet. Dieser war nicht nur beim Vertragsabschluss, sondern
auch bei der Abwicklung des Tauschgeschäfts Kontaktperson des Berufungsklägers. Dement-
sprechend führte der Berufungskläger die Anweisung von D. _ aus, dem Enderwerber der
Fahrzeuge den Besitz zu verschaffen. Die eigentliche Besitzübertragung im Sinne von Art. 922
ZGB vom Berufungskläger via D. _ im Sinne einer logischen Sekunde an die Berufungsbe-
klagte erfolgte durch die Überlassung des grauen Porsches an E. _ und die Übergabe des
Schlüssels und der Fahrzeugpapiere des schwarzen Porsches an den Letztgenannten, beides
am Wohnsitz des Berufungsklägers zum Zeitpunkt, als D. _ dem Berufungskläger den Por-
sche RSR überbrachte. Der vorinstanzliche, implizite Befund der Anwendbarkeit von Art. 933
ZGB, weil der Besitz nicht unmittelbar vom Berufungsbeklagten auf die Berufungsbeklagte über-
gegangen ist, ist damit im Ergebnis zu schützen und die Berufung auch in diesem Punkt als un-
begründet zurückzuweisen. Eine plausible Begründung, was der Anlass für die behauptete di-
rekte Übertragung des Besitzes am grauen und schwarzen Porsche durch den Berufungskläger
an E. _ bzw. an die Berufungsbeklagte gewesen sein könnte, liefert der Berufungskläger nicht.
Der Berufungskläger wusste zwar nach eigenen Angaben in seiner Einvernahme als Auskunfts-
person bei der Polizei vom 23. August 2018 (Klagbeilage 7 bei den erstinstanzlichen Akten) um
den sofortigen Weiterverkauf der beiden Fahrzeuge «an E. _». Dass es ihm bei der Übergabe
der Fahrzeuge an die Berufungsbeklagte bei der oben umschriebenen Ausgangslage im Be-
wusstsein um die Rolle von D. _ beim Erst- und Zweitgeschäft am Willen einer Besitzübertra-
gung an diesen im Sinne einer logischen Sekunde gefehlt haben könnte, ist damit jedenfalls nicht
hinreichend nachgewiesen. Umgekehrt weisen die Umstände vielmehr darauf hin, dass der Be-
rufungskläger den Willen zur Besitzübertragung auch an D. _ hatte.
Weil auch der Besitz am schwarzen Porsche vom Berufungskläger via D. _ an die Berufungs-
beklagte bereits durch die Schlüsselübergabe des Berufungsklägers an E. _ im Sinne von
Art. 922 Abs. 1 ZGB unter Anwesenden gewechselt hat, muss der Sachverhaltsfrage nach dem
effektiven Zeitpunkt der Anlieferung dieses Fahrzeugs selber nicht nachgegangen werden.
Ebenso ist eine Beurteilung der Rügen des Berufungsklägers zu den vorinstanzlichen rechtlichen
Erwägungen, wonach das Verfügungsgeschäft betreffend den schwarzen Porsche wohl als
Mischform von Besitzeskonstitut (in Bezug auf den Kläger und einem antizipierenden Konstitut in
Bezug auf D. _) und Besitzesanweisung zu qualifizieren sei, aufgrund des kantonsgerichtli-
chen Befunds über die Anwendbarkeit von Art. 922 Abs. 1 ZGB hinfällig. Der Vollständigkeit hal-
ber sei schliesslich angemerkt, dass es bei dieser rechtlichen Beurteilung des unmittelbaren Be-
sitzerwerbs, wenn auch nur für eine logische Sekunde, durch D. _ auch nicht darauf ankom-
men kann, dass die Fahrzeuge diesem durch die C. _ nicht anvertraut worden sein sollen.
Ebenso wenig kommt es auf die Besitzerqualität der C. _ an. Die entsprechenden Rügen des
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Berufungsklägers ändern nichts an der grundsätzlichen Anwendbarkeit von Art. 933 ZGB im vor-
liegenden Fall, weil der Besitz von D. _ als Veräusserer nachgewiesen wurde. Für den origi-
nären Eigentumserwerb an den beiden Porsches durch die Berufungsbeklagte ist demnach letzt-
lich ausschlaggebend, ob die Vorinstanz zurecht davon ausgegangen ist, dass die Berufungsbe-
klagte hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des Veräusserers gutgläubig gewesen ist. Hierauf
ist sogleich einzugehen.
4.4.1 Das Zivilkreisgericht erwog zum Vorliegen des guten Glaubens auf Seiten der Berufungs-
beklagten über die Verfügungsberechtigung des Veräusserers zusammengefasst, in gewissen
Geschäftszweigen, zu welchen auch der Handel mit Occasionsfahrzeugen zu zählen sei, bestehe
beim Erwerb grundsätzlich eine erhöhte Sorgfaltspflicht, welche im Luxussegment noch weiter-
gehe. Eine generelle Erkundungspflicht bestehe zwar nicht. Immerhin müsse in solchen Fällen
aber eine Abklärungs- bzw. Erkundigungspflicht hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des
Veräusserers nicht erst bei konkretem Verdacht des Rechtsmangels, sondern bereits dann an-
genommen werden, wenn aufgrund der Umstände Anlass zu Misstrauen bestehe. Entscheidend
sei die Branchenvertrautheit des Erwerbers. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung dürfe aus
der Unterlassung von Nachforschungen nur dann das Fehlen des guten Glaubens abgeleitet wer-
den, wenn die betreffenden Vorkehren voraussichtlich zur Entdeckung des mangelnden Verfü-
gungsrechts des Veräusserers geführt hätten. Vorliegend sei aufgrund der Aussagen der Par-
teien erstellt, dass die branchenkundige Berufungsbeklagte und D. _ sich aufgrund früherer
Geschäfte schon gekannt hätten. Es hätten seitens der Berufungsbeklagten auch Geschäftsbe-
ziehungen zur C. _ und F. _ bestanden, da sie Fahrzeuge für die C. _ vertreibe. Es
sei von einem Vertrauensverhältnis auszugehen. Daran ändere auch der «Fall I. _» nichts,
aufgrund welchem die Berufungsbeklagte nach Ansicht des Berufungsklägers hätte hellhörig wer-
den müssen. Im Zusammenhang mit einem anderen Autokauf, bei welchem D. _ involviert
gewesen sei, sei die Berufungsbeklagte von der Vorbesitzerin I. _ mit einer Eigentumsklage
konfrontiert worden, wenn auch dieselbe mit Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost
vom 13. August 2019 abgewiesen worden sei. Das Fahrzeug sei von D. _ damals an die J.
_ AG (Gesellschaft von K. _) verkauft worden; letztere habe das Fahrzeug an die Beru-
fungsbeklagte weiterverkauft, welche schon lange mit K. _ geschäftlich zu tun gehabt habe.
Mit Vereinbarung vom 28. Juni 2017 sei die Angelegenheit zwischen D. _ und I. _ per
Saldo aller Ansprüche geregelt worden. Nach Auffassung des Zivilkreisgerichts könne der Beru-
fungsbeklagten trotz des «Falles I. _» keine erhöhte Sorgfaltspflicht in Bezug auf die Herkunft
der beiden streitgegenständlichen Porsches aufgrund der Involvierung von D. _ abverlangt
werden. Im Unterschied zum «Fall I. _» habe E. _ von der Berufungsbeklagten von Anfang
an mitbekommen, dass die beiden streitgegenständlichen Porsches ursprünglich im Eigentum
des Berufungsklägers gewesen seien und in der Folge mit Wissen des Berufungsklägers von D.
_ verkauft worden seien. Selbst wenn der «Fall I. _» allenfalls Anlass zu einem gewissen
«Grundmisstrauen» gegenüber D. _ hätte geben können, hätte aufgrund der konkreten Um-
stände eben gerade kein entsprechender Anlass bestanden. Die Berufungsbeklagte sei bei der
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Abwicklung des Erstgeschäftes vor Ort gewesen und habe miterlebt, wie das Erstgeschäft voll-
zogen und die Autos im Einvernehmen von allen übergeben worden seien. Aufgrund der Zuschal-
tung von F. _ anlässlich des Abschlusses des Erstgeschäftes und dem einstimmigen Zusam-
menwirken des Berufungsklägers, D. _ und der C. _ mit dem Wissen, dass am Ende der
schwarze und der graue Porsche bei der Berufungsbeklagten sein sollten, habe die Berufungs-
beklagte davon ausgehen dürfen, dass D. _ (für sich alleine oder für die C. _) die Fahr-
zeuge habe verkaufen dürfen. Aus Sicht der Berufungsbeklagten seien die C. _ oder D. _
als Eigentümerin oder als Kommissionär als legitimierte Verkäufer der beiden Porsches in Frage
gekommen. Eine andere Möglichkeit scheide aus. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, dass sich
D. _ und die C. _ bezüglich der Verfügungsberechtigung uneinig gewesen seien. Vielmehr
sei im Beisein des Berufungsklägers und der Berufungsbeklagten vorgebracht worden, dass «al-
les noch bereinigt» würde und die Berufungsbeklagte habe aufgrund des unmittelbar erfolgten,
auch von ihr wahrgenommenen Kontaktes zwischen D. _ und F. _ keine Veranlassung
gehabt, nachzufragen. Auch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erübrigten sich wei-
tere Nachforschungen, wenn zum Erwerb der Sache eine einleuchtende Darstellung abgegeben
werde. Für die Berufungsbeklagte hätten keine Verdachtsmomente bestanden, die an der Verfü-
gungsberechtigung von D. _ oder der C. _ Misstrauen aufkommen lassen würden und
eine Abklärung der näheren Umstände erfordert hätten. Auch sei nicht ersichtlich, bei wem sich
die Berufungsbeklagte weiter hätte erkundigen sollen bzw. was solche Erkundigungen gebracht
hätten. Alle involvierten Parteien seien von der Verfügungsberechtigung von D. _ ausgegan-
gen. Die Verfügungsberechtigung über den Porsche RSR sei zudem für das Zweitgeschäft irre-
levant. Die Berufungsbeklagte habe gewusst, woher die Eintauschfahrzeuge gestammt hätten.
Es habe sich nicht um Ware zweifelhafter Herkunft gehandelt. Es habe weder ein abstrakter noch
ein konkreter Verdacht eines Rechtsmangels bestanden. Der Berufungskläger habe nicht nach-
weisen können, dass die Berufungsbeklagte bösgläubig sei oder dass diese die durch die Um-
stände gebotene Aufmerksamkeit nicht habe walten lassen. Als gutgläubige Erwerberin sei die
Berufungsbeklagte in ihrem Besitz des schwarzen und grauen Porsches dementsprechend zu
schützen (Art. 933 und Art. 714 Abs. 1 ZGB).
4.4.2 Der Berufungskläger monierte die Bejahung der Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten
durch die Vorinstanz in seiner Berufung, weil die Erwerberin gewusst habe, dass nicht D. _,
sondern die C. _ die beiden Porsches vom Berufungskläger übernommen habe. Im Weiteren
habe sie um eine zum Zeitpunkt des Abschlusses des Zweitgeschäfts bereits hängig gewesene
Strafuntersuchung gegen D. _ wegen Verdachts auf Veruntreuung zweier anderer Porsches
gewusst. Die Berufungsbeklagte habe deshalb nicht gutgläubig annehmen können, D. _ sei
berechtigt gewesen, ihr den grauen und den schwarzen Porsche zu verkaufen. Der Berufungs-
kläger zitiert, wie die Vorinstanz, die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Sorgfaltspflicht bei
der Abklärung der Herkunft des Verkaufsgegenstandes, insbesondere bei Veräusserungsge-
schäften über Occasionsfahrzeuge im Luxussegment. Festzuhalten sei vorab, so der Berufungs-
kläger, dass die Berufungsbeklagte haargenau gewusst habe, dass das Erstgeschäft zwischen
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dem Berufungskläger und der C. _ zustande gekommen sei. E. _ habe den Vertrag zwi-
schen dem Berufungskläger und der C. _ aufgesetzt und per E-Mail an F. _ zur Unter-
schrift gesendet. Ebenso habe die Berufungsbeklagte vom Umstand gewusst, dass D. _ die
beiden Porsches verkauft habe, um an Geld zu kommen. Weiter sei der Berufungsbeklagten be-
kannt gewesen, dass die in Aussicht gestellte, vom Zivilkreisgericht erwähnte Bereinigung zwi-
schen der C. _ und D. _ (im Sinne eines Weiterverkaufs bzw. der Erteilung eines Auftrags
an D. _) nicht stattgefunden habe, weil dafür insbesondere die zwischen dem Erst- und dem
Zweitgeschäft liegende Zeit schlicht zu knapp gewesen sei. Zur Frage des von der Vorinstanz
erwähnten Ausgleichs zwischen D. _ und F. _ habe E. _ zu Protokoll gegeben, dass
die Berufungsbeklagte sich einzig auf die Aussage von D. _ verlassen habe, er und F. _
«würden dies untereinander abgleichen, weil sie noch etwas ausgleichen» müssten. Die vo-
rinstanzliche Sachverhaltsfeststellung eines «regen und [von der Berufungsbeklagten] live miter-
lebten Kontaktes zwischen D. _ und F. _» erweise sich deshalb als aktenwidrig. So habe
E. _ an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bestätigt, das Gespräch zwischen D. _
und F. _ nicht direkt mitbekommen zu haben. Im Weiteren habe sich weder das Zivilkreisge-
richt noch die Berufungsbeklagte damit befasst, was genau «alles» noch «bereinigt» werden
sollte. Damit stehe fest, dass die Berufungsbeklagte keinerlei Abklärung getroffen habe. Zu kurz
greife im Weiteren die vorinstanzliche Erwägung, es sei dem Berufungskläger, der C. _ und
D. _ bewusst gewesen, dass am Schluss die Berufungsbeklagte die beiden Porsches haben
würde. Den Berufungskläger habe dies nicht mehr betroffen, weil er am Zweitgeschäft nicht be-
teiligt gewesen sei. Laut F. _ hätte die C. _ die vier Eintauschfahrzeuge erhalten sollen.
Wenn dieser also erklärt habe, dass zwei Fahrzeuge an die Beklagte verkauft werden sollten,
dann sei gemeint gewesen: im Namen und auf Rechnung der C. _. Damit stehe fest, dass
weder der Berufungskläger noch die C. _ davon ausgegangen seien, D. _ würde die bei-
den Porsches im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an die Berufungsbeklagte (weiter-
)verkaufen. Ein Einverständnis zum eigenmächtigen Verkauf durch D. _ habe deshalb gefehlt.
Damit erweise sich auch die Erwägung des Zivilkreisgerichts als unrichtig, es lägen keine An-
haltspunkte vor, dass sich D. _ und die C. _ bezüglich der Verfügungsberechtigung unei-
nig gewesen seien. Der Fall I. _ habe sodann die Berufungsbeklagte auf das rechtswidrige
Geschäftsgebaren von und die strafrechtliche Untersuchung gegen D. _ aufmerksam ge-
macht. In der Sachverhaltsfeststellung zum Fall I. _ durch die Vorinstanz fehlten massgebli-
che Bestandteile zum Ablauf der Geschehnisse. Die Berufungsbeklagte habe gewusst, als sie
das Zweitgeschäft abgeschlossen habe, dass gegen D. _ eine strafrechtliche Untersuchung
gelaufen sei, weil ihm vorgeworfen worden sei, zwei Porsches, «welche ihm anvertraut wurden,
veruntreut [zu] haben». Der Berufungsbeklagten sei ausserdem bekannt gewesen, als sie das
Zweitgeschäft abgeschlossen habe, dass I. _ und D. _ erst nachträglich einen Vergleich
über den Verkauf des betreffenden
I. _-Porsches «per Saldo aller Ansprüche» erzielt hätten, worin D. _ die nachträgliche
Zahlung eines Kaufpreises versprochen habe. Zudem sei ihr auch bewusst gewesen, dass
I. _ Monate später von der Berufungsbeklagten den betreffenden I. _-Porsche klageweise
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herausverlangt und Strafanzeige gegen D. _ eingereicht habe. Daher habe die Berufungsbe-
klagte gerade keine Gewissheit gehabt, dass an den Vorwürfen gegen D. _ betreffend den
an sie verkauften I. _-Porsche nichts dran gewesen sei. Zudem hätte die Berufungsbeklagte
mit einem Anruf bei F. _ herausfinden können, dass D. _ nicht berechtigt gewesen sei,
den grauen und den schwarzen Porsche im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu ver-
kaufen. Dementsprechend gehe die Vorinstanz fehl bei der Feststellung, es sei nicht ersichtlich,
bei wem sich die Berufungsbeklagte hätte informieren sollen bzw. was weitere Erkundigungen
gebracht hätten. Entgegen der Vorinstanz habe die Berufungsbeklagte nicht davon ausgehen
dürfen, dass D. _ berechtigt gewesen sei, die beiden Porsches für sich allein oder für die C.
_ zu verkaufen. Die Berufungsbeklagte habe um die Parteien des Erstgeschäfts (Berufungs-
kläger und die C. _) gewusst. Erwerberin der zwei Porsches sei nach dem Wissen der Beru-
fungsbeklagten die C. _ gewesen. Eine Bereinigung zwischen C. _ und D. _ habe
nicht stattgefunden. Anhaltspunkte dafür, dass die C. _ mit einem privaten Weiterverkauf
durch D. _ einverstanden gewesen sei, habe es keine gegeben. D. _ habe die Fahrzeuge
verkauft, weil er Geld benötigt habe. Aus der Kenntnis über den Fall I. _ habe die Berufungs-
beklagte um die Geschäftsgebaren von D. _ gewusst. Dementsprechend hätten genügend
konkrete Verdachtsmomente vorgelegen, welche die (branchenkundige) Berufungsbeklagte hät-
ten misstrauisch machen und daher zu weiteren Abklärungen betreffend die Verfügungsberech-
tigung von D. _ hätten veranlassen müssen. Die Berufungsbeklagte habe demnach nicht gut-
gläubig sein können. Für die Annahme, D. _ habe die Porsches als Kommissionär verkaufen
dürfen, gebe es entgegen der Begründung im vorinstanzlichen Entscheid keine sachverhaltliche
Grundlage. Ebenso wenig hätten die Parteien je behauptet, es lägen die Voraussetzungen dafür
vor, dass D. _ und die C. _ einen Kommissionsvertrag abgeschlossen hätten. Die Beru-
fungsbeklagte habe nicht gutgläubig von einer Verfügungsberechtigung von D. _ ausgehen
dürfen, sondern habe vielmehr unüberwindlichen Anlass zu Misstrauen gehabt. Dass die Be-
klagte tatsächlich genügend misstrauisch gewesen sei, sei erwiesen, indem sie beinahe die
Hälfte des Kaufpreises für den schwarzen Porsche als Sicherheit zurückbehalten habe. Dies wie-
derum sei geradezu ein Beleg für ihren bösen Glauben – die Berufungsbeklagte habe nämlich
gewusst, dass D. _ nicht vertraut werden könne. Da die Berufungsbeklagte die geeignete und
zumutbare Massnahme, einen Anruf bei F. _ zu tätigen, um die Verfügungsberechtigung von
D. _ zu überprüfen, nicht ergriffen habe, könne sie sich nicht auf ihren (angeblichen) guten
Glauben berufen.
4.4.3 Die Berufungsbeklagte bestritt in ihrer Berufungsantwort, wie bereits im zivilkreisgerichtli-
chen Verfahren, hinsichtlich der Verfügungsberechtigung von D. _ über die beiden Porsches
bösgläubig gewesen zu sein. Sie habe gewusst, dass die beiden Porsches von ihrer Herkunft her
«sauber» gewesen seien. Die notwendigen Rückfragen aufgrund des kurzfristigen Parteiwech-
sels beim Erstgeschäft habe sie getätigt. Weitere Auskünfte bei den Beteiligten (beim Berufungs-
kläger, bei D. _ oder bei F. _) habe sie nicht einholen müssen, sie hätte auch keine ab-
weichenden Antworten erhalten. Andere Personen, die zum Vorgang hätten befragt werden kön-
nen, habe es nicht gegeben, wie die Vorinstanz richtig festgehalten habe. Es sei richtig, dass die
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Berufungsbeklagte mitbekommen habe, dass in letzter Sekunde D. _ gegen die C. _ als
Verkäufer des Porsches RSR ausgetauscht worden sei. Es sei im Weiteren belegt, dass die Be-
rufungsbeklagte die zwei Porsches nicht habe kaufen wollen, wenn sie zuerst an die C. _ in
Deutschland und von dort wieder an die Berufungsbeklagte verkauft worden wären. Im Weiteren
seien die Ausführungen der Vorinstanz zutreffend, wonach die Berufungsbeklagte davon habe
ausgehen dürfen, dass D. _ ermächtigt gewesen sei, die Porsches (für sich alleine oder für
die C. _) zu verkaufen. Zutreffend sei die Anmerkung des Berufungsklägers, dass D. _
liquide Mittel benötigt habe. Von den Parteien des Tauschvertrags (Berufungskläger und D. _)
habe die Berufungsbeklagte vom Umstand gewusst, dass D. _ lieber Bargeld als vier Ein-
tauschfahrzeuge gehabt hätte, weil er eben Geld benötigt habe. Genau aus diesem Grund habe
D. _ nur in den Tausch eingewilligt, wenn er vor Abschluss des Vertrags habe sicher sein
können, für die vier Eintauschfahrzeuge Käufer gefunden zu haben. Nachdem das Tauschge-
schäft zwischen dem Berufungskläger und D. _ unter Dach und Fach gewesen sei, habe die
Berufungsbeklagte erfahren, dass quasi in letzter Sekunde D. _ als Verkäufer des Porsches
RSR gegen die C. _ ausgetauscht werden sollte und dass alle Beteiligten, der Berufungsklä-
ger, D. _ und die C. _, damit einverstanden gewesen seien. E. _ habe daraufhin zu
verstehen gegeben, dass die Berufungsbeklagte an einem Kauf der beiden Porsches nicht inte-
ressiert sei, falls die Fahrzeuge unter diesen Umständen zuerst nach Deutschland und von dort
wieder zur Beklagten gelangen sollten. D. _ habe in der Folge F. _ kontaktiert. Am Tele-
fon, auf Lautsprecher geschaltet, habe dieser im Beisein sowohl des Berufungsklägers als auch
der Berufungsbeklagten zu verstehen gegeben, dass an einem direkten Kauf der beiden Por-
sches von D. _ nichts im Wege stehen würde. Die Situation «D. _/C. _» werde intern
bereinigt. Bei dieser Sachlage spreche nichts dafür, dass die besagte «Bereinigung» zwischen
dem Erst- und dem Zweitgeschäft hätte stattfinden sollen. Sie sollte vorgenommen werden, nach-
dem die Berufungsbeklagte den grauen und den schwarzen Porsche gekauft hätte. Zugegebe-
nermassen weiss die Berufungsbeklagte nicht, und das habe sie auch nicht interessieren müs-
sen, ob es da lediglich um eine finanzielle oder allenfalls auch um eine eigentumsrechtliche Be-
reinigung gegangen sei. Die Frage, ob diese Bereinigung je stattgefunden habe, sei für den Ent-
scheid der Vorinstanz ohne Relevanz. Es genüge, dass F. _ für alle Beteiligten hörbar bestä-
tigt habe, dass die Berufungsbeklagte die beiden Porsches von D. _ kaufen könnte und er –
also die C. _ – das anschliessend intern mit D. _ regeln würde. Für die Frage, ob D. _
die beiden Fahrzeuge an die Berufungsbeklagte habe verkaufen dürfen, sei die Aussage von D.
_ und der C. _, wonach sie die [finanziellen und/oder eigentumsrechtlichen] Belange un-
tereinander abgleichen würden, ohnehin nicht von Belang. Wichtig und erstellt sei, dass sowohl
der Berufungskläger als auch D. _ und die C. _, letztere vertreten durch F. _, davon
gewusst hätten und damit einverstanden gewesen seien, dass der graue und der schwarze Por-
sche im Rahmen des Vollzugs des Tauschgeschäfts unverzüglich an die Berufungsbeklagte wei-
tergegeben werden sollten. In welcher Eigenschaft D. _ den Weiterverkauf getätigt habe und
ob die verabredete Bereinigung zwischen diesem und der C. _ tatsächlich erfolgt sei, habe
die Berufungsbeklagte nicht kümmern müssen. Keineswegs habe sich die Berufungsbeklagte nur
an D. _ gehalten. In Anwesenheit des Berufungsklägers habe sich E. _ selber anlässlich
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des Telefons zwischen D. _ und F. _ von der Rechtmässigkeit des Vorgangs überzeugen
können, wie die Parteibefragung mit E. _ ergeben habe. Zutreffend habe die Vorinstanz im
Weiteren auch erkannt, dass die Berufungsbeklagte allein aufgrund der Kenntnis vom «Fall I.
_» mit Blick auf den Erwerb des grauen und schwarzen Porsches nicht als bösgläubig einge-
stuft werden könne. Die Vorinstanz sei zudem nicht gehalten, jeden Satz, den der Berufungsklä-
ger in seinen Rechtsschriften erwähnt habe, im Urteil wiederzugeben und zu kommentieren. Das
Gericht könne sich auf das beschränken, was für den zu fällenden Entscheid erheblich sei. Beim
Abschluss des Zweitgeschäfts, beim Erwerb des grauen und des schwarzen Porsches, sei für die
Berufungsbeklagte wichtig gewesen zu wissen, wie bei jedem Occasionskauf, dass die Fahr-
zeuge, die sie erwerben sollte, von unzweifelhafter Herkunft seien. Das sei schon beim I. _-
Porsche so gewesen, den die Berufungsbeklagte von dem ihr bekannten K. _ beziehungs-
weise dessen J. _ AG gekauft habe; beim grauen und beim schwarzen Porsche sei das nicht
anders gewesen. Die Berufungsbeklagte habe gewusst, dass die beiden Fahrzeuge vorher dem
Berufungskläger gehört hätten; und bezüglich diesem habe es für die Berufungsbeklagte keine
Anhaltpunkte gegeben, dass mit den beiden Porsches etwas nicht stimmen könnte. Des Weiteren
sei für die Berufungsbeklagte, die dem Vollzug des Tauschgeschäfts in der Person von E. _
persönlich beigewohnt habe, ohne Weiteres ersichtlich, dass dem Berufungskläger der Porsche
RSR in Anwesenheit von D. _ (zu Eigentum) übergeben worden sei. Somit habe nichts dage-
gengesprochen, das Zweitgeschäft mit D. _ vollziehen zu dürfen. Und was dieses Zweitge-
schäft anbelange, habe sich die Berufungsbeklagte auf die Aussage von F. _ verlassen dür-
fen, wonach das Geschäft im angedachten Sinne – Verkauf des grauen und schwarzen Porsches
nach vollzogenem Tauschgeschäft durch D. _ an die Berufungsbeklagte in der Schweiz –
durchgeführt werden könnte. Wie die Vorinstanz richtig festgestellt habe, hätten sich D. _, F.
_ und E. _ schon seit geraumer Zeit gekannt. Es habe ein grundsätzliches Vertrauensver-
hältnis bestanden. Der Einzelfall «I. _» sei von seiner Konstellation nicht dergestalt gewesen,
dass die Berufungsbeklagte ihre sämtlichen Geschäftsbeziehungen zu D. _ deswegen hätte
in Frage stellen müssen. Ganz abgesehen davon hätte sich das Misstrauen auf die beiden Fahr-
zeuge beziehen müssen, die die Berufungsbeklagte von D. _ habe kaufen wollen. Diese hät-
ten vom Berufungskläger gestammt, der unverdächtig gewesen sei; der Berufungskläger habe
den grauen Porsche nach Erhalt des Porsches RSR an die Berufungsbeklagte übergeben und
habe zudem dafür gesorgt, dass der schwarze Porsche an die Berufungsbeklagte ausgehändigt
worden sei. Da sei beim besten Willen nichts Verdächtiges daran. Der Hinweis der Vorinstanz
auf die allfällige Kommissionssituation besage nichts anderes, als dass sich die Berufungsbe-
klagte aufgrund der Zusicherung von F. _ am Telefon keine Gedanken darüber habe machen
müssen, ob D. _ nunmehr direkt oder als Kommissionär der C. _ verkaufe. Wichtig sei
gewesen, dass sie das Geschäft mit D. _ so habe abschliessen können, wie das bei den
ersten Kontakten, nachdem das Erstgeschäft konkretisiert worden sei, abgemacht gewesen sei.
Entgegen dem Berufungskläger habe die Berufungsbeklagte im vorinstanzlichen Verfahren eine
kommissarische Beauftragung von D. _ behauptet und die Vorinstanz habe diese damit kor-
rekterweise geprüft. Mit der Berufungsbeklagten sei das Zivilkreisgericht zum Schluss gelangt, D.
_ sei der Verkäufer, weil eine Parteisimulation vorliege; und selbst wenn eine solche nicht
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gegeben sein sollte, und die Eintauschfahrzeuge tatsächlich an die C. _ gegangen wären,
folgere die Vorinstanz ebenso zutreffend, hätte man aufgrund der Zusage von F. _ von einem
Kommissionsgeschäft ausgehen können.
4.4.4 Der Erwerber ist im Sinne von Art. 933 ZGB gutgläubig, wenn er die redliche Überzeugung
hat, dass der Veräusserer berechtigt sei, ihm das infrage stehende dingliche Recht zu übertragen.
Massgebend ist also nicht, ob der Veräusserer berechtigt sei, sondern ob der Erwerber glaube,
er sei es. Inhaltlich lauten die zu prüfenden Fragen: Ist auf Grund der konkreten Umstände anzu-
nehmen, dass der Erwerber die fehlende Berechtigung des Veräusserers nicht kannte und auch
nicht hätte kennen müssen? War sein Vertrauen in die Verfügungsbefugnis des Veräusserers
begründet. War der Irrtum des Erwerbers entschuldbar? Ob sich der Erwerber über die fehlende
Berechtigung des Veräusserers getäuscht hat, ist eine Sachfrage; ob aber unter den konkreten
Umständen der Begriff des guten Glaubens erfüllt ist, ist eine Rechtsfrage (BK ZGB-
STARK/LINDENMANN, Art. 933 ZGB N 44 – 46). Nach Art. 3 Abs. 1 ZGB wird das Vorhandensein
des guten Glaubens vermutet. Wer allerdings bei der Aufmerksamkeit, wie sie nach den Umstän-
den von ihm verlangt werden darf, nicht gutgläubig sein konnte, ist nicht berechtigt, sich auf den
guten Glauben zu berufen. Im Zusammenhang mit Art. 933 ZGB hat der frühere Besitzer und
Eigentümer zu beweisen, dass der Erwerber bösgläubig ist (Tatfrage) oder er kann geltend ma-
chen, dass dieser nicht die durch die Umstände gebotene Aufmerksamkeit hat walten lassen
(Rechtsfrage; vgl. BSK-ERNST, Art. 933 ZGB N 28 mit Hinweis auf BGE 131 III 418 E. 2.3.1).
Meistens ist der Eigentümer verfügungsberechtigt. Wenn der Erwerber den Veräusserer aufgrund
seines Besitzes für den Eigentümer hält, kann er sich täuschen, weil der Veräusserer nicht Ei-
gentümer und auch nicht aufgrund einer anderen Quelle – z. B. einer vertraglich eingeräumten
Verfügungsbefugnis – verfügungsberechtigt ist. Dann hilft ihm sein guter Glaube in die – fehlende
– Verfügungsbefugnis. Eine nähere Erkundigung ist aber in Zweifelsfällen meistens geboten
(BSK-ERNST a.a.O. N 30). Es besteht jedoch keine allgemeine Erkundigungspflicht des Erwer-
bers. Es kommt darauf an, ob die dem Erwerber spätestens beim Erwerb bekannt gewordenen
Umstände eine nähere Erkundigung nahelegen (BSK-ERNST a.a.O. N 36 mit Hinweis auf
BGE 139 III 305 E. 3.2.2). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind höhere Anforderungen
an jene Geschäftszweige zu stellen, die dem Angebot von Waren zweifelhafter Herkunft und folg-
lich mit Rechtsmängeln behafteter Sachen in besonderem Masse ausgesetzt sind, wie es beim
Handel mit Gebrauchtwaren aller Art der Fall ist. Auch wenn damit keine generelle Erkundigungs-
pflicht statuiert werde, ergebe sich in diesen Fällen eine Abklärungs- bzw. Erkundigungspflicht
hinsichtlich der Verfügungsberechtigung des Veräusserers nicht erst bei konkretem Verdacht des
Rechtsmangels, sondern bereits, wenn aufgrund der Umstände Anlass zu Misstrauen bestehe.
Diese erhöhten Sorgfaltsanforderungen beschränkten sich nicht auf den Händler im kaufmänni-
schen Verkehr; entscheidend sei vielmehr die Branchenvertrautheit des Erwerbers. Zu den Ge-
schäftszweigen, für die erhöhte Sorgfaltspflichten gelten würden, gehöre der Handel mit Occasi-
onsfahrzeugen, wobei die Anforderungen, die an die Sorgfaltspflicht des Händlers von Occasi-
onsautomobilen der Luxusklasse gestellt würden, besonders hoch seien (BGer 5A_962/2017 E.
5.1). Die graduelle Unterscheidung der auszuübenden Sorgfalt im Occasionauto-Handel je nach
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Wert des Automobils bringt zwar Abgrenzungsschwierigkeiten mit sich, ab welcher Werthöhe ein
Fahrzeug dem
Luxussegment zuzurechnen ist. Im Ergebnis ist der bundesgerichtlichen Rechtsprechung indes-
sen aufgrund der Interessenlage nach Art. 933 ZGB, mit welcher originärer Eigentumserwerb
geschützt werden soll, beizupflichten. Im Weiteren darf nach der zitierten bundesgerichtlichen
Rechtsprechung sodann aus der Unterlassung von Nachforschungen nur dann das Fehlen des
guten Glaubens abgeleitet werden, wenn die betreffenden Vorkehren voraussichtlich zur Entde-
ckung des mangelnden Verfügungsrechts des Veräusserers geführt hätten. Dies sei dahingehend
zu verstehen, dass die in Betracht fallende Nachforschungsmassnahme objektiv geeignet sein
müsse, den Mangel in der Verfügungsbefugnis zu entdecken. Auf das hypothetische Ergebnis
solcher Nachforschungen komme es hingegen nicht an. Es könne durchaus sein, dass objektiv
geeignete Nachforschungen die Verdachtsmomente nicht erhärtet hätten. Mit anderen Worten
könne sich derjenige, so das Bundesgericht zusammenfassend, der geeignet erscheinende und
zumutbare Massnahmen nicht ergreife, nicht auf seinen guten Glauben berufen (BGer a.a.O. E.
5.2).
4.4.5 Im vorliegend zu beurteilenden Fall braucht auch im Zusammenhang mit der Frage der
Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten nicht darüber befunden zu werden, wer die Parteien des
Erstgeschäfts effektiv waren, zumal, wie oben unter Erwägung 4.4.4 einleitend angeführt wurde,
rechtlich nicht relevant ist, ob der Veräusserer zur Eigentumsübertragung berechtigt war, sondern
ob der Erwerber glaubte oder glauben durfte, er sei es. Im Weiteren umfasst die Verfügungsbe-
rechtigung des Veräusserers, von welcher der Erwerber ausging oder ausgehen durfte, entgegen
der Annahme des Berufungsklägers in seiner Berufung nicht auch die Frage, ob D. _ die
streitgegenständlichen Porsches auf eigene Rechnung verkaufen durfte oder nicht. Beim originä-
ren Eigentumserwerb nach Art. 933 ZGB kann es nach Ansicht des Kantonsgerichts nicht darum
gehen, den Gutglaubensschutz nur zu gewähren, wenn der Erwerber sowohl über die Verfü-
gungsberechtigung an sich, als auch über die obligatorischen Rechte und Pflichten des Ver-
äusserers irrte. Über Letzteres braucht der Erwerber keine Erkundigungen einzuholen. Nicht
massgeblich ist deshalb, ob D. _ als Kommissionär handelte oder handeln durfte. Die Beru-
fungsbeklagte musste sich deshalb auch nicht darüber erkundigen, ob die von den Parteien er-
wähnte, allfällige Bereinigung zwischen der C. _ und D. _ tatsächlich erfolgt sei oder nicht
bzw. ob eine solche überhaupt verabredet worden war. Ebensowenig kommt es in diesem Zu-
sammenhang darauf an, dass sich die Berufungsbeklagte nur auf die Aussage von D. _ ver-
lassen haben soll, obwohl diese bei F. _ hätte abklären müssen und auch in Erfahrung bringen
können, wie es um diese Bereinigung stehe. Und selbst wenn die Vorinstanz, wie berufungsweise
geltend gemacht, in sachverhaltlicher Hinsicht aktenwidrig festgestellt haben sollte, dass E. _
beim Telefongespräch zwischen D. _ und F. _ unmittelbar anwesend gewesen sei, und
den Inhalt vollständig «live» mitbekommen haben sollte, änderte dies nichts daran, dass letzt-
endlich für die Berufungsbeklagte keine Pflicht zur Erkundigung über dieses Gespräch betreffend
Absprache zwischen C. _ und D. _ über die Veräusserung der beiden Porsches bestan-
den hätte, solange alle Beteiligten sich darin einig gewesen sind, dass am Schluss die Fahrzeuge
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im Eigentum der Berufungsbeklagten sein würden. Dass alle vom Erwerb durch die Berufungs-
beklagte ausgegangen sind und vor allem, dass die Berufungsbeklagte hiervon ausgehen durfte,
hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten. Daran ändert auch eine
allenfalls fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung über die Teilnahme am erwähnten Telefonat zwi-
schen D. _ und F. _ nichts. Der Berufungskläger verkennt bei den entsprechenden Rügen
gemäss Berufung, dass für die Beurteilung der Gutgläubigkeit allein ausschlaggebend ist, ob die
Berufungsbeklagte als Erwerberin des grauen und schwarzen Porsches davon ausgehen durfte,
dass der Veräusserer, vorliegend D. _, ermächtigt war, ihr die dingliche Berechtigung an den
Kaufgegenständen, also den Besitz an denselben zur Eigentumsübertragung, zu verschaffen.
Allein vor diesem Hintergrund sind die Erwägungen der Vorinstanz auf ihre rechtliche Fundierung
zu prüfen. Dabei gelangt das Kantonsgericht zum Schluss, dass der vorinstanzliche Befund zur
Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Massgeblich dafür
ist einmal die zutreffende allgemeine Feststellung des Zivilkreisgerichts, E. _ von der Beru-
fungsbeklagten habe von Anfang an mitbekommen, dass die beiden streitgegenständlichen Por-
sches ursprünglich im Eigentum des Berufungsklägers gewesen seien und in der Folge mit Wis-
sen des Berufungsklägers von D. _ verkauft worden seien. Keineswegs zu kurz gegriffen ist
sodann die vorinstanzliche Erwägung, es sei dem Berufungskläger, der C. _ und D. _
bewusst gewesen, dass am Schluss die Berufungsbeklagte die beiden Porsches haben würde.
Allenfalls ist dem Berufungskläger beizupflichten, dass ihn dies als Unbeteiligten am Zweitge-
schäft gar nicht mehr betroffen habe. Ob die gegenteilige Darstellung eine Ungenauigkeit in der
erstinstanzlichen Urteilsbegründung darstellt, kann indessen offengelassen werden, weil nicht
dargelegt wurde, inwiefern dieses Argument des Berufungsklägers am Ergebnis des Entscheids
etwas geändert hätte. Im Weiteren führte der Berufungskläger in seiner Berufung (Rz 208 lit. b)
selber aus, laut F. _ hätte die C. _ (zunächst) die vier Eintauschfahrzeuge erhalten sollen
und dass (dann) zwei Fahrzeuge an die Berufungsbeklagte verkauft werden sollten. Ob damit
ausschliesslich in deren Namen und auf Rechnung der C. _ gemeint gewesen sei, spielt in-
dessen, wie bereits erwähnt, für die Ermächtigung zur Übertragung der dinglichen Berechtigung
durch D. _ an die Berufungsbeklagte keine Rolle. Wie die Berufungsbeklagte zurecht darge-
legt hatte, wusste sie, dass die Fahrzeuge «sauber» und nicht von zweifelhafter Herkunft gewe-
sen seien, so dass sich weitergehende Erkundigungen auch aus diesem Grund nicht ohne Wei-
teres aufgedrängt haben. Ob die zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung über eine erhöhte
Sorgfaltsflicht beim Occasion-Verkauf von Automobilen im Luxusbereich im vorliegenden Fall
überhaupt einschlägig ist, kann grundsätzlich offenbleiben. Zurecht weist die Berufungsbeklagte
auch darauf hin, dass im vom Bundesgericht zu beurteilenden Fall vor allem auch der Umstand,
dass sämtliche Fahrzeugpapiere, der Ersatzschlüssel und die Servicemappe fehlten, auf die
zweifelhafte Herkunft des Kaufgegenstandes hindeutete und deswegen Anlass zu weitergehen-
den Erkundigungen bestanden hatte. Demgegenüber waren vorliegend die Eigentumsverhält-
nisse und die beabsichtigte Übertragung des Eigentums auf die Berufungsbeklagte überhaupt nie
zweifelhaft. Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass betreffend die beiden Porsches weder ein
abstrakter noch ein konkreter Verdacht eines Rechtsmangels bestanden hat. Der sogenannte
«Fall I. _» braucht nicht weiter untersucht oder kommentiert zu werden, zumal dieser auf die
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Verfügungsberechtigung von D. _ an den streitgegenständlichen Fahrzeugen keine Auswir-
kungen hatte. Wenn die Berufungsbeklagte auf ihrer Kaufpreiszahlung für den grauen und
schwarzen Porsche einen Rückbehalt machte, tangiert dies ihre Gutgläubigkeit über die Ver-
äusserungsberechtigung dieser Automobile nicht, zumal nicht ausgeschlossen werden kann,
dass der Rückbehalt im Zusammenhang mit der zwischen D. _ und der Berufungsbeklagten
geplanten «Bereinigung» erfolgte. Die entgegengesetzte Argumentation des Berufungsklägers in
seiner Berufung überzeugt nicht. Die zudem von diesem behaupteten zweifelhaften Geschäfts-
gebaren von D. _ als solche begründeten bei der vorliegenden, klaren Ausgangslage zur Her-
kunft der streitgegenständlichen Fahrzeuge aus der Sicht der Berufungsbeklagten keine Sorg-
faltspflicht für weitergehende Abklärungen. Die Berufungsbeklagte bzw. E. _ war sowohl beim
Abschluss des Erstgeschäfts als auch beim Vollzug desselben und danach auch bei der Über-
gabe der Fahrzeuge bzw. der Fahrzeugpapiere und Schlüssel zugegen und konnte sich zur Her-
kunft des grauen und schwarzen Porsches und zur Verfügungsberechtigung an denselben durch
D. _ ein zuverlässiges und auch abschliessendes Bild machen. Weitere Erkundigungen bei
F. _ erübrigten sich auch, da nicht davon auszugehen war, dieser würde hinsichtlich der Ver-
fügungsberechtigung über den grauen und schwarzen Porsche andere Angaben machen. Dies
ergibt sich aus der von der Vorinstanz zitierten Aussage von F. _ im Verfahren vor dem Land-
gericht X. _. Im Weiteren mussten die Berufungsbeklagte allfällige Vorbehalte oder Zweifel
an der Verfügungsberechtigung von D. _ über den Porsche RSR des Erstgeschäfts vor dem
Hintergrund von Art. 933 ZGB betreffend die von ihr übernommenen Tauschfahrzeuge nicht küm-
mern. Auch diese Feststellung der Vorinstanz verdient Zustimmung. Was die Herkunft dieser
Fahrzeuge und die Verfügungsberechtigung von D. _ zum Verkauf, genauer zur Übertragung
des Eigentums, anbelangt, mussten bei der Berufungsbeklagten aufgrund des von der Vorinstanz
festgestellten einvernehmlichen Zusammenwirkens des Berufungsklägers, D. _ und F. _,
keine begründeten Zweifel bestehen. Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass das
zivilkreisgerichtliche Urteil über die Gutgläubigkeit der Berufungsbeklagten hinsichtlich der Ver-
fügungsberechtigung des Veräusserers der beiden Fahrzeuge zutrifft. Da vorliegend somit sämt-
liche Voraussetzungen nach Art. 933 ZGB erfüllt sind, kann sich die Berufungsbeklagte erfolg-
reich gegenüber dem Berufungskläger auf ihr besseres Recht am grauen und schwarzen Porsche
berufen, so dass sie in ihrer Position als Erwerberin originären Eigentums an diesen Automobilen
zu schützen ist. Die Berufung ist somit im Hauptpunkt abzuweisen. Wie bereits ausgeführt, kann
demnach offenbleiben, ob die Erwägungen der Vorinstanz zum derivativen Eigentumserwerb
durch die Berufungsbeklagte auf Grundlage eines dissimulierten Tauschgeschäfts zwischen dem
Berufungskläger und D. _ tatsächlich und rechtlich haltbar sind.
5.1 Den im Eventualstandpunkt vom Berufungskläger geltend gemachten Schadenersatzan-
spruch gegenüber der Berufungsbeklagten verneinte das Zivilkreisgericht, weil die Voraussetzun-
gen für eine Haftung gestützt auf Art. 41 OR und somit auch für Art. 43 Abs. 1 OR (direkter Rea-
lersatz) nicht erfüllt seien. Widerrechtlichkeit, als eine dieser Voraussetzungen, liege bei einem
reinen Vermögensschaden nur dann vor, wenn der Schädiger eine Verhaltensnorm verletzt habe,
deren Zweck es sei, das Vermögen des Geschädigten gegenüber Schädigungen der konkret
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vorliegenden Art zu schützen. Der Berufungskläger bringe vor, dass sich die Berufungsbeklagte
der Hehlerei schuldig gemacht habe, indem sie die Eintauschfahrzeuge gekauft habe, welche
von D. _ entweder durch Betrug zum Nachteil des Klägers oder durch Veruntreuung (eventu-
aliter unrechtmässige Aneignung) zum Nachteil der C. _ erworben worden seien. Hehlerei sei
gegeben, wenn ein Täter einen Gegenstand erwerbe oder entgegennehme, von dem er anneh-
men müsse, dass er durch eine strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt worden sei (Art.
160 StGB). Vorliegend würde dies nur zutreffen, wenn die Berufungsbeklagte hätte davon aus-
gehen müssen, dass D. _ nicht zum Verkauf des Porsches RSR berechtigt gewesen sei.
Hierfür fehlten jedoch konkrete Anzeichen. Laufende Ermittlungen gegen D. _ aus einem an-
deren Verfahren reichten nicht aus, um Anhaltspunkte eines entsprechenden unrechtmässigen
Handelns von D. _ zu geben. Auch wenn die Porsches der Berufungsbeklagten aufgrund
eines Betrugs überlassen worden wären, würde ein solches deliktisches Verhalten nur vorliegen,
wenn der Täter arglistig gehandelt hätte, wobei Opfermitverschulden Arglist ausschliesse. Der
Kläger habe sich vorliegend geradezu leichtfertig nicht um eine ordnungsgemässe Abwicklung
gekümmert und keine nähere Überprüfung der Eigentumsverhältnisse zum Porsche RSR vorge-
nommen. Auch in Bezug auf die Kausalität seien die
Voraussetzungen nicht gegeben. Der Schaden beim Berufungskläger sei einzig deswegen ein-
getreten, weil er den Porsche RSR freiwillig wieder an D. _ ausgehändigt und in der Folge
nicht mehr zurückerhalten habe. Dieser Entzug und damit der Vermögensschaden seien jedoch
nicht kausale Folge des Verkaufs der beiden Porsches an die Berufungsbeklagte, sondern
eines nicht näher bekannten Vorgangs zwischen Dr. L. _ und D. _. Ohne bestehende
Widerrechtlichkeit oder Kausalität erübrige sich die Prüfung eines allfälligen Verschuldens der
Berufungsbeklagten.
5.2 Der Berufungskläger rügte im Wesentlichen den vorinstanzlichen Entscheid zum eventua-
liter eingeklagten Schadenanspruch, dass Arglist und somit Betrug als Vortat jedoch nach der
Rechtsprechung nur dann ausscheide, wenn die «grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen» nicht
beachtet würden. Entsprechend entfalle der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit
des Getäuschten, sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das betrügerische Verhalten des Täters
in den Hintergrund treten lasse. Eine Opferverantwortung könne nur in Ausnahmefällen bejaht
werden. Hier könne von einer solchen ausserordentlichen Leichtfertigkeit keine Rede sein: Der
Kläger habe den übereinstimmenden Angaben von D. _ und F. _ getraut, dass sich der
Porsche RSR in den Büchern der C. _ befinden würde. Zudem sei es aus Sicht des Beru-
fungsklägers vertrauenserweckend gewesen, dass die Berufungsbeklagte, die einen guten Ruf
genossen und über einen soliden Auftritt verfügt habe, das Geschäft mitabgewickelt und den
Porsche RSR in ihrem Showroom ausgestellt habe. Entsprechend sei die Täuschung des Beru-
fungsklägers, die bereits das Landgericht X. _ festgehalten habe, arglistig gewesen. Zudem
habe sich die Vorinstanz zur Vortat der Veruntreuung bzw. unrechtmässigen Aneignung der bei-
den Porsches durch D. _ zum Nachteil der C. _ nicht geäussert, obwohl dies unter An-
nahme, die beiden Porsches seien D. _ anvertraut gewesen, naheliegend gewesen wäre.
Zumindest aber dürfte auf jeden Fall der Tatbestand der unrechtmässigen Aneignung erfüllt sein.
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Die Porsches seien für D. _ angeeignete und auch fremde Sachen, da er diese weder vom
Berufungskläger noch von der C. _ erworben habe. Indem er sie im eigenen Namen und auf
eigene Rechnung verkauft habe, habe er wie ein Eigentümer über sie verfügt. Eine Bereiche-
rungsabsicht habe bei D. _ allem Anschein nach auch vorgelegen. Entgegen der Annahme
des Zivilkreisgerichts habe der Berufungskläger den Besitz am Porsche RSR nicht freiwillig auf-
gegeben. Vielmehr sei er mittelbarer Besitzer geblieben, während er den unmittelbaren Besitz an
D. _ übergeben habe, damit dieser den Porsche RSR in eine Garage nach Deutschland (Y.
_) bringe. Bei dieser Gelegenheit habe D. _ offenbar den Porsche RSR eigenmächtig,
d.h. ohne Wissen des Berufungsklägers, zurück zum wahren Eigentümer Dr. L. _ geführt, von
dem er unter Druck gesetzt worden sei. Der Berufungskläger und sein deutscher Garagist als
mittelbarer und unmittelbarer Besitzer hätten auf eine Klage von Dr. L. _ hin den Porsche
RSR indessen aus sachrechtlichen Überlegungen nach
deutschem Recht ohnehin herausgeben müssen. Der Schaden des Berufungsklägers sei dem-
nach nicht Folge davon, dass diesem der Porsche RSR entzogen worden sei, sondern habe viel-
mehr bereits zuvor bestanden, da der Porsche RSR nie im Vermögen des Berufungsklägers ge-
standen habe. Der Schaden des Berufungsklägers sei entsprechend dadurch bewirkt worden,
dass dieser aufgrund des Betrugs von D. _ über seine vier Eintauschfahrzeuge verfügt habe.
Die Eintauschfahrzeuge seien folglich unmittelbar durch die Vortat (den Betrug) erlangt worden,
weshalb daran Hehlerei möglich gewesen sei. Und der so entstandene Schaden sei durch die
Hehlerei der Organe der Berufungsbeklagten perpetuiert worden und dem Berufungskläger sei
die Wiedererlangung der Sache erheblich erschwert worden. Ohne die Hehlerei-Handlungen der
Organe der Berufungsbeklagten hätte der Berufungskläger die beiden Porsches von der C. _
(oder von D. _) im Rahmen der Rückabwicklung des Tauschs herausverlangen können. Auf-
grund der Hehlerei habe der Berufungskläger hingegen nur eine nicht einbringliche Schadener-
satzforderung gegen die C. _ erstreiten können. Darin liege der Unrechtsgehalt und Straf-
grund der Hehlerei und genau deshalb seien die Hehlerei-Handlungen der Organe der Berufungs-
beklagten adäquat kausal für den dem Berufungskläger entstandenen Schaden. Da somit die
Voraussetzungen nach Art. 41 OR erfüllt seien, habe der Berufungskläger Anspruch auf Scha-
denersatz von der Berufungsbeklagten, der vorrangig in natura, durch Herausgabe der beiden
Porsches an den Berufungskläger zu erfüllen sei. Eventualiter habe die Berufungsbeklagte dem
Berufungskläger den finanziellen Schaden durch eine Geldzahlung in Höhe von CHF 390’000.00,
entsprechend dem Wert der beiden Fahrzeuge, zu ersetzen.
5.3 Die Berufungsbeklagte entgegnete zusammenfassend, die Vorinstanz liege richtig, wenn
sie feststelle, die Berufungsbeklagte habe keinen Anlass gehabt daran zu zweifeln, dass D. _
dem Berufungskläger den Porsche RSR verkaufen dürfe. Zum gleichen Schluss komme sie auch
mit Bezug auf das Zweitgeschäft, den Erwerb des grauen und des schwarzen Porsches durch
die Berufungsbeklagte von D. _. Die Berufungsbeklagte habe sich nicht um die Details beim
Verkauf des Porsches RSR kümmern müssen. Dies sei Sache des Berufungsklägers gewesen
und er habe mehrfach die Gelegenheit dazu gehabt, sich die Sache genauer anzuschauen. So
habe der Berufungskläger mit D. _, der sich als Eigentümer des Porsches RSR ausgegeben
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habe, während Wochen um den Erwerb dieses Fahrzeugs verhandelt und den Porsche sogar auf
einer Rennstrecke zusammen mit D. _ getestet. Wenn dann plötzlich, als es ums Unterschrei-
ben des Vertrags gegangen sei, die Rede davon sei, der Wagen würde gar nicht D. _, sondern
der C. _ gehören, wäre das der richtige Moment für den Berufungskläger gewesen, sich Ge-
danken über die Eigentumsverhältnisse betreffend den Porsche RSR zu machen. Nachweislich
habe sich der Berufungskläger nicht eine Sekunde über den plötzlichen Austausch seines Ver-
tragsgegenübers gewundert. Das öffne zwei Möglichkeiten: Entweder müsse sich der Berufungs-
kläger vorwerfen lassen, er hätte in Anwendung der gebotenen Vorsicht und Sorgfalt sich die
entsprechenden Nachweise über die Eigentumsverhältnisse am Porsche RSR geben lassen [sol-
len] oder aber, der Berufungskläger sei sich im Klaren darüber gewesen, dass sehr wohl D. _
Eigentümer des Porsches RSR sei, währenddem die C. _ in Absprache mit dem Beteiligten
lediglich aus zoll- und steuerrechtlichen Gründen als Verkaufspartei im Sinne einer Simulation
vorgeschoben worden sei. Im Weiteren spiele der «Fall I. _» im Zusammenhang mit dem
Erstgeschäft aus der Perspektive der Berufungsbeklagten keine Rolle. Betreffend die behauptete
Vortat des Betrugs zum Nachteil des Berufungsklägers werde den Erwägungen der Vorinstanz
beigepflichtet. Der Berufungskläger müsse sich vorwerfen lassen, sich trotz angeblicher Unsi-
cherheiten nicht abschliessend über die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse betreffend den Por-
sche RSR ins Bild gesetzt zu haben, was bei einem Kauf in der Grössenordnung des vorliegen-
den auf jeden Fall angebracht gewesen wäre. Gänzlich ins Leere gehe der untaugliche Versuch,
sein Ungenügen in diesem Zusammenhang der Berufungsbeklagten anzulasten, indem der Be-
rufungskläger behaupte, der gute Ruf der Berufungsbeklagten habe sein Vertrauen beflügelt, und
ebenso die Tatsache, dass der Porsche RSR in der Garage der Berufungsbeklagten ausgestellt
gewesen sei; wie wenn das irgendeinen Hinweis auf eine Eigentümerschaft am Porsche RSR
hätte geben können. Dies umso weniger, als aus dem angefochtenen Entscheid klar hervorgehe,
dass die Berufungsbeklagte mit dem Verkauf des Porsches RSR nichts zu tun gehabt habe. Der
Berufungskläger sei keiner Täuschung unterlegen. Er habe den Porsche RSR gewollt, und er
habe ihn am 15. August 2018 zu Eigentum übertragen erhalten. Weder D. _ noch die C. _
hätten den Eigentumsübergang je angefochten. Selbst Dr. L. _, dem das Fahrzeug möglich-
erweise auch gehört haben soll, habe sich je beim Berufungskläger deswegen gemeldet. Einmal
mehr sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass das Tauschgeschäft zwischen dem Beru-
fungskläger und D. _ – oder der C. _ – rechtsgültig vollzogen worden sei. Zur seitens des
Berufungsklägers behaupteten Vortat der Veruntreuung, evtl. unrechtmässigen Aneignung zum
Nachteil der C. _, bestreitet die Berufungsbeklagte, dass sich D. _ den grauen und
schwarzen Porsche unrechtmässig angeeignet haben soll. Der Berufungskläger habe den grauen
Porsche D. _ beziehungsweise E. _ im Austausch gegen den Porsche RSR anvertraut;
der schwarze Porsche sei, nachdem der Berufungskläger den Porsche RSR zu Eigentum erhal-
ten habe, in den Betrieb der Berufungsbeklagten überführt worden. Das alles sei aufgrund einer
Abmachung zwischen dem Berufungskläger und D. _, der F. _ zugestimmt habe, gesche-
hen. Auch die vorinstanzlichen Feststellungen zum fehlenden Schaden seien zutreffend. Hätte
der Berufungskläger den Porsche RSR nicht aus der Hand gegeben oder allenfalls selber nach
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Deutschland verfrachtet, wäre er ihm nicht auf die im vorliegenden Fall beschriebene Weise ab-
handengekommen. Zudem hätten dem Berufungskläger weder D. _, noch die C. _ oder
Dr. L. _ je das Eigentum am Porsche RSR gestützt auf eine Vindikationsklage streitig ge-
macht. Schliesslich falle der Tatbestand der Hehlerei auch deswegen weg, weil diese nur an einer
unmittelbar durch die Vortat erlangten Sache möglich sei, nicht aber an deren Surrogaten. Die
beiden Porsches, die die Berufungsbeklagte erworben habe, bildeten lediglich die Gegenleistung
für den Porsche RSR, und damit ein Surrogat. Die sogenannte «Ersatzhehlerei» sei straflos. Zu-
sammenfassend sei es somit dem Berufungskläger nicht gelungen, der Berufungsbeklagten be-
ziehungsweise H. _ und E. _ ein rechtswidriges Verhalten nachzuweisen, das den Beru-
fungskläger ermächtigen würde, von diesen den geltend gemachten Schaden ersatzweise heraus
zu verlangen.
5.4. Gemäss Art. 41 Abs. 1 OR wird schadenersatzpflichtig, wer einem andern absichtlich oder
fahrlässig widerrechtlich Schaden zufügt. Demnach setzt eine Haftung nach Art. 41 OR kumulativ
einen Schaden, einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen schädigen-
dem Verhalten und Schaden, Widerrechtlichkeit der Schädigung und ein Verschulden des Schä-
digers voraus. Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, scheidet ein ausservertraglicher Haft-
pflichtanspruch aus. Eine Schadenszufügung ist widerrechtlich, wenn sie gegen eine allgemeine
gesetzliche Pflicht verstösst. Ein solcher Verstoss kann darin liegen, dass ein absolutes Recht
des Geschädigten verletzt wird oder der Schädiger eine reine Vermögensschädigung durch
Verstoss gegen eine einschlägige Schutznorm bewirkt (BSK OR-KESSLER, Art. 41 OR N 31 mit
Hinweisen auf Lehre und bundesgerichtliche Rechtsprechung). Die Vorinstanz ist im angefoch-
tenen Entscheid zum Schluss gelangt, der vom Berufungskläger geltend gemachte Schadener-
satzanspruch werde mit einem reinen Vermögensschaden begründet und prüfte zur Frage der
Widerrechtlichkeit, ob der Berufungsbeklagten bzw. deren Organe durch den Kauf der streitge-
genständlichen Porsches Hehlerei vorgeworfen werden kann. Diese rechtlichen Überlegungen
der Vorinstanz blieben vom Berufungskläger unangefochten, so dass auch das Kantonsgericht
von der nämlichen Ausgangslage auszugehen hat. Der Hehlerei macht sich unter anderem straf-
bar, wer eine Sache erwirbt, von der er weiss oder annehmen muss, dass sie ein anderer durch
eine strafbare Handlung gegen das Vermögen erlangt hat (Art. 160 Ziff. 1 StGB). Der Straftatbe-
stand der Hehlerei ist als Anschlussdelikt zu einer gegen fremdes Vermögen gerichteten Vortat
konzipiert. Die Sache muss ein anderer (Vortäter) durch eine gegen fremdes Vermögen gerich-
tete strafbare Handlung (Vortat) erlangt haben. Der Vortäter muss die objektiven und subjektiven
Tatbestandselemente der jeweiligen Strafnorm vollständig erfüllen. Enthält die Bestimmung be-
sondere subjektive Tatbestandsmerkmale (z. B. Bereicherungsabsicht oder Arglist), müssen
diese vom Vorsatz des Vortäters ebenfalls erfasst sein (BSK StGB-WEISSENBERGER, Art. 160
StGB N 4, 18 und 22). Das Kantonsgericht gelangt, wie das Zivilkreisgericht, im vorliegenden Fall
zum Schluss, dass die Voraussetzungen für eine Haftpflicht der Berufungsbeklagten gestützt auf
Art. 41 OR nicht erfüllt sind. Der Berufungskläger behauptet in seiner Berufung, als Vortaten der
Hehlerei kämen Betrug, Veruntreuung und unrechtmässigen Aneignung in Frage. In der Berufung
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wird indessen hinsichtlich Betrug einzig das vorinstanzliche Urteil kritisiert, wonach D. _ ent-
gegen den zivilkreisgerichtlichen Erwägungen arglistig gehandelt haben soll. Inwiefern die Tat-
bestandsvoraussetzungen eines Betrugs nach Art. 146 StGB (arglistige Täuschung, Irrtum, un-
mittelbare Vermögensverfügung, Schaden und der Vorteil als Gegenstück des Schadens; vgl.
hierzu BSK StGB-MAEDER/NIGGLI, Art. 160 StGB N 36 ff.) insgesamt erfüllt sein sollen oder in-
wiefern dies erstinstanzlich geltend gemacht und von der Vorinstanz indessen nicht berücksichtigt
oder geprüft worden sein soll, hat der Berufungskläger in seiner Rechtsmitteleingabe an das Kan-
tonsgericht nicht hinreichend substantiiert dargelegt. Abgesehen davon dürfte Betrug vorliegend
in der Tat wegfallen, weil nicht dargetan oder nachgewiesen ist, ob der Berufungskläger die Ei-
gentumsverhältnisse zum Porsche RSR überhaupt abgeklärt hat. Die Höhe des finanziellen En-
gagements für dessen Erwerb würde entsprechende Abklärungen jedenfalls nahelegen. Der Vo-
rinstanz ist in rechtlicher Hinsicht beizupflichten, dass besondere Leichtfertigkeit des Opfers ge-
gen ein Vorliegen von Arglist spricht (BSK StGB-MAEDER/NIGGLI, Art. 160 StGB N 73 ff.). Es ist
im Weiteren nicht zu beanstanden, wenn das Zivilkreisgericht erwogen hat, der Berufungskläger
habe sich vorliegend geradezu leichtfertig nicht um eine ordnungsgemässe Abwicklung geküm-
mert und keine nähere Überprüfung der Eigentumsverhältnisse zum Porsche RSR vorgenom-
men. Gegenteiliges lässt sich den Akten nicht entnehmen. Auch der Berufungskläger legt in sei-
ner Berufung nicht näher dar, worin seine Bemühungen zur Klärung der Eigentumsfrage betref-
fend den Porsche RSR konkret bestanden haben. Trotz der längeren Phase der Vertragsanbah-
nung und den zahlreichen Kontakten zu D. _ war er offensichtlich nicht an einer Dokumentie-
rung der Eigentümerschaft über das Fahrzeug interessiert. Dass er von D. _ arglistig über die
dingliche Berechtigung am Porsche RSR getäuscht wurde, kann deshalb nicht gefolgert werden.
Auch hinsichtlich der Tatbestandsmässigkeit der Veruntreuung oder urechtmässigen Aneignung
fehlt es der Berufung an der erforderlichen Substanz. Es liegt nicht am Kantonsgericht, im zivil-
prozessrechtlichen Berufungsverfahren, in welchem das Rügeprinzip und die Verhandlungsma-
xime vorherrschen, von Amtes wegen zu untersuchen, welches die erforderlichen, rechtlichen
Voraussetzungen dieser Vortaten sind und inwiefern diese auf den vorliegenden Fall bezogen
erfüllt sein könnten. Da somit die Forderungsklage des Berufungsklägers gegen die Berufungs-
beklagte gestützt auf Art. 41 OR vorliegend am hinreichenden Nachweis der Widerrechtlichkeit
scheitert, ist zudem nur mehr in aller Kürze und der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die
Vorinstanz mit dem Befund der fehlenden Kausalität zwischen dem behaupteten, strafbaren Ver-
halten der Berufungsbeklagten und dem behaupteten eingetretenen Schaden, ebenfalls richtig-
liegt. Auch das Kantonsgericht sieht die Herausgabe des Porsches RSR durch den Berufungs-
kläger an D. _ oder an einen seiner Mitarbeitenden für den Transport nach Deutschland als
Disposition, welche zu einem allfälligen Schaden geführt hat, nachdem das Fahrzeug offenbar
abhandengekommen ist. Die Ausführungen des Berufungsklägers in seiner Berufung, wonach
der Porsche RSR nicht in sein Vermögen gelangt sein soll, nachdem ihm das Fahrzeug am
15. August 2018 von D. _ am Wohnort in U. _ angeliefert und herausgegeben wurde, sind
aufgrund des geschilderten Sachverhalts offensichtlich unzutreffend. Auf die weiteren Ausführun-
gen in der Berufung, wonach der Schaden des Berufungsklägers dadurch bewirkt worden sein
soll, dass dieser aufgrund des Betrugs von D. _ über seine vier Eintauschfahrzeuge verfügt
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habe, ändern nichts an der Aussichtslosigkeit des Haftpflichtanspruchs des Berufungsklägers.
Ein Betrug von D. _ wurde nicht rechtsgenüglich behauptet, geschweige denn nachgewiesen,
so dass dieser den Berufungskläger auch nicht nachweislich zur Verfügung über die Eintausch-
fahrzeuge bewogen haben konnte. Ebenso sei abschliessend darauf hingewiesen, dass der Be-
rufungskläger berufungsweise auch nicht substantiiert dargelegt hat, inwiefern die Berufungsbe-
klagte oder deren Organe bei der behaupteten Hehlerei schuldhaft, mithin mindestens eventual-
vorsätzlich, handelten; denn fahrlässige Hehlerei ist nicht strafbar (BSK StGB-MAEDER/NIGGLI,
Art. 160 StGB N 73). Zusammenfassend ist die Berufung somit auch hinsichtlich des Eventualbe-
gehrens abzuweisen.
6. Die Berufungsbeklagte kann sich demnach auch im vorliegenden Rechtsmittelverfahren er-
folgreich gegen die Klage des Berufungsklägers auf Herausgabe des grauen und schwarzen Por-
sches als gutgläubige Erwerberin der dem Veräusserer, D. _, anvertrauten Fahrzeuge zur
Wehr setzen (Art. 933 ZGB). Aufgrund dieses originären Eigentumserwerbs ändert am Prozess-
ergebnis nichts, wenn die Vorinstanz bezüglich des Erstgeschäfts eine Simulation zu Unrecht
angenommen haben sollte und deswegen ein derivativer Eigentumserwerb durch die Berufungs-
beklagte zu verneinen gewesen wäre. Aufgrund von Art. 933 ZGB und dem daraus hergeleiteten,
gegenüber dem Berufungskläger bestehenden besseren Recht der Berufungsbeklagten an den
streitgegenständlichen Fahrzeugen wäre der Herausgabeanspruch des Berufungsklägers so o-
der anders abzuweisen gewesen. Weil auch das berufungsklägerische Eventualbegehren auf
Schadenersatz nicht zu schützen ist, ist die Berufung unter entsprechenden Kostenfolgen aus
dem Rechtsmittelverfahren zu Lasten des Berufungsklägers vollumfänglich abzuweisen (Art. 106
ZPO). Demnach sind die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens vollumfänglich dem Beru-
fungskläger aufzuerlegen. Zudem hat dieser der Gegenpartei eine Parteientschädigung zu ent-
richten. Die Höhe sowohl der Gerichtskosten als auch der Parteientschädigung ist aufgrund des
Streitwerts festzusetzen. Der Berufungskläger bezifferte diesen mit CHF 390'000.00. Die Beru-
fungsbeklagte liess sich hierzu nicht vernehmen. Da die Angaben nicht offensichtlich unrichtig
erscheinen, geht auch das Kantonsgericht von einem Streitwert von CHF 390'000.00 aus (Art. 91
Abs. 2 ZPO). In Anwendung von § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. f Ziff. 4 der Verordnung über die
Gebühren der Gerichte (Gebührentarif, GebT, SGS 170.31) wird somit die Entscheidgebühr für
das zweitinstanzliche Verfahren bei einem Streitwert in angegebener Höhe bei einem gesetzlich
vorgesehenen Kostenrahmen zwischen CHF 2'000.00 und 30'000.00 auf CHF 20’000 festgelegt.
Der Rechtsbeistand der Berufungsbeklagten hat keine Honorarnote eingereicht, weshalb die Par-
teientschädigung nach der kantonalen Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO; SGS
178.112) durch das Kantonsgericht von Amtes wegen festzusetzen ist (Art. 105 Abs. 2 ZPO und
§ 18 Abs. 1 TO). Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, legt die zu leistende
Parteientschädigung gestützt auf §§ 7 und 10 TO fest, wobei für die Bemessung derselben vor-
liegend nebst einem Grundhonorar keine Zuschläge gemäss § 8 TO gerechtfertigt sind. Bei einem
Streitwert zwischen CHF 200‘000.00 und 500‘000.00 sieht § 7 Abs. 1 lit. h TO ein Grundhonorar
von mindestens CHF 16'500.00 bzw. maximal CHF 34’500.00 vor, weshalb eine vom Berufungs-
kläger an die Berufungsbeklagte für deren anwaltliche Vertretung geschuldete Entschädigung in
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einer Höhe von CHF 28’000.00 als angemessen erscheint. Der obsiegenden Partei sind die Ver-
tretungskosten nach kantonsgerichtlicher Praxis zuzüglich Mehrwertsteuer zuzusprechen, sofern
sie dies ausdrücklich beantragt und sofern sie ihrem Anwalt die Zahlung der Mehrwertsteuer
schuldet und letztere nicht als Vorsteuer abziehen kann (vgl. etwa Entscheide des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, 400 11 38 E 4.5 und 400 17 135 E. 11). Ebenso
werden Kopiaturen und weitere Auslagen nur vergütet, wenn sie separat berechnet und in der
Honorarrechnung beziffert geltend gemacht werden. Bei fehlender Honorarrechnung ist der ent-
schädigungsberechtigten Partei demnach einzig ein aufwand- oder streitwertabhängiges Honorar
entsprechend den Bestimmungen der kantonalen Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte
zuzusprechen (Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, 400 19 237
E 9.1). Demnach versteht sich die der Berufungsbeklagten vorliegend zugesprochene Parteient-
schädigung von CHF 28’000.00 ohne Mehrwertsteuer und ohne Auslagenersatz.