Decision ID: f1370c8e-d3d4-43ce-ae02-5b1a09031610
Year: 2019
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
werden müsse. Auch könne ein bestimmter Sachverhalt je nachdem nur
genau zu einem bestimmten Zeitpunkt festgestellt werden. Weiter müsse
die Wiederholung einer Kontrolle zu einem späteren Zeitpunkt nicht
unbedingt zu denselben Feststellungen führen wie anlässlich der ersten
Kontrolle. Ferner hielt das DVS fest, dass Huftiere zwar nicht an
Gewässerschutzvorschriften gebunden seien, jedoch müsse A._ die
gewässerschutzrechtlichen Bestimmungen einhalten. Es mache keinen
Unterschied, ob er Huf- oder Klauentiere halte. Es gebe keinen Grund für
eine Unterscheidung. (Tierische) Ausscheidungen von Pferden belasteten
die Gewässer im selben Umfang wie Ausscheidungen von Kühen. Das
ALG sei im angefochtenen Entscheid nicht unklar geblieben, sondern habe
die massgebliche gesetzliche Grundlage angeführt und anschliessend
theoretisch die Zusammenhänge zwischen tierischen Ausscheidungen,
einer intakten bzw. defekten Grasnarbe und der daraus entstehenden
Gewässerschutzgefährdung erläutert. Zudem habe es dargelegt, welche
Situation auf dem Betrieb von A._ nicht gewässerschutzkonform sei
und welche Massnahmen dagegen zu ergreifen seien. Tierische
Ausscheidungen seien nicht in jedem Fall als schädliche Stoffe anzusehen,
welche eine Verunreinigung von Gewässern zur Folge hätten. Bei einer
gewässerschützerisch und pflanzenbaulich einwandfreien Verwertung
tierischer Ausscheidungen liege keine verpönte Versickerung vor. Diese
sei aufgrund des Nährstoffgehalts für die Erhaltung der Fruchtbarkeit des
Bodens wertvoll. Immer dann, wenn keine einwandfreie Verwertung
erfolgen könne, liege eine unzulässige Versickerung vor. Durch die
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Fotodokumentation sei der Nachweis erbracht, dass die Grasnarbe über
weite Teile der Weide zerstört sei und dort eine pflanzenbauliche
Verwertung tierischer Ausscheidungen nicht mehr erfolgen habe können.
Diese hätten in den Untergrund gelangen können und es habe die Gefahr
einer Gewässerverschmutzung bestanden. A._ habe selber morastige
Stellen und Trittstellen bestätigt. Um die Futterraufen herum sei die
Vegetation weitestgehend zerstört. Die Trittschäden liessen nur den
Schluss zu, dass sich die Situation über mehrere Tage hinweg entwickelt
habe. A._ lege nicht dar, inwiefern die in AV 48/2016 verfügten
Massnahmen ungeeignet oder unverhältnismässig wären. In der
Beschwerde bestätige er, dass die Vorinstanz nichts Anderes anordne, als
was er bereits schon tue.
12. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 10. Oktober
2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
(nachfolgend: Verwaltungsgericht) und beantragte, die angefochtene
Departementsverfügung VBDVS 2/17 des DVS (nachfolgend:
Beschwerdegegner) vom 20. September 2018 sei in Bezug auf Ziffer 1
sowie Ziffer 3 aufzuheben. Soweit notwendig, sei die Rechtssache in
Aufhebung der angefochtenen Verfügung der Vorinstanz zur ergänzenden
Entscheidung zurückzuweisen. Begründend führte der Beschwerdeführer
insbesondere aus, dass die rechtlichen Überlegungen des
Beschwerdegegners bezüglich Tragweite und Bedeutung von Art. 3
GSchG nicht richtig seien. Auf die Formulierung „nach den Umständen
gebotene Sorgfalt" gehe der Beschwerdegegner nicht ein, ebenso wenig
auf die Formulierung „nachteilige" Einwirkungen. Die Momentaufnahme
des ALG belege weder, dass effektiv nachteilige Einwirkungen auf die
Gewässer vorgelegen hätten, noch, dass der Beschwerdeführer die nach
den Umständen gebotene Sorgfalt nicht angewendet habe. Weiter seien
die Vorinstanzen nicht auf das Argument eingegangen, auf der
Winterweide sei ohne Weiteres ein Fressplatz möglich, ohne
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gewässerschutzrechtlich relevante Gefährdung. Auch auf die Einwendung,
dass über 90 % der Fütterung im Stall erfolge und von dort ebenfalls keine
Gewässerverschmutzung möglich gewesen sei, sei der
Beschwerdegegner nicht eingegangen. Auch wenn kurzfristig Morast
vorhanden gewesen sein sollte, sei dies kein Beleg für eine
gewässerschutzrechtliche Widerhandlung. Dass eine
Gewässergefährdung zu keinem Zeitpunkt vorgelegen habe, könne das
Verwaltungsgericht im Übrigen mittels heutigem Augenschein ohne
Weiteres nachvollziehen. Bestrittene morastige Stellen und eine geringe
Anzahl Trittstellen an einem einzelnen Tag - etwas anderes sei
beweisrechtlich nicht festgestellt worden - könne keine
gewässerschutzrechtliche Verunreinigung zur Folge haben und erweise
sich, nicht zuletzt bei Huftieren, als gewässerschutzrechtlich
unproblematisch.
13. In seiner Stellungnahme vom 22. November 2018 beantragte der
Beschwerdegegner, dass die Beschwerde abzuweisen sei. Zur
Begründung brachte er insbesondere vor, dass die Tiere des
Beschwerdeführers permanent Zugang zur Wiese gehabt hätten. So sei die
Grasnarbe in der Folge über grosse Teile zerstört worden. Entsprechend
seien die tierischen Ausscheidungen direkt und ohne weitere
Rückhaltemassnahmen in den Boden gelangt. Hier habe das ALG lediglich
konzeptionelle Massnahmen angeordnet, indem es verlangt habe, die
Weide so zu bestossen, dass sie keinen Schaden nehme. Hier gehe es
nicht um eine Sanierung, sondern es solle hier mit recht milden
Massnahmen erreicht werden, dass die Grasnarbe auf der Winterweide
erhalten bleibe und ihre Funktion hinsichtlich Verwertung der tierischen
Ausscheidungen wahrnehmen könne. Deshalb gebe das ALG
beispielsweise keine fixen Belegungszeiten vor, sondern lasse dem
Beschwerdeführer ein grosses Mass an Freiheit, welches ihm ermögliche,
die Umsetzung der Massnahmen in die Betriebsabläufe zu integrieren. Nie
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sei von den Vorinstanzen verlangt worden, dass die Winterweide
abgedichtet oder in den Güllenkasten entwässert werden müsse. Der
Beschwerdegegner habe keine Einschränkung auf maximal zwei Stunden
Nutzungszeit pro Tag verfügt, sondern lediglich die permanente Nutzung
ausgeschlossen und eine stundenweise Bestossung angeordnet. Eine
grossflächige Zerstörung der Grasnarbe durch den Tritt der Tiere sei hier
durch die Feststellung des ALG in Wort und Bild nachgewiesen. Diese sei
nicht nur kurzfristig gewesen. Die morastigen Stellen hätten nicht innert
Stunden oder weniger Tage entstanden sein können. Auch die
Regeneration einer solchen Fläche geschehe nicht von heute auf morgen,
schon gar nicht, wenn die Vegetation im Frühjahr wieder ihre Tätigkeit
aufnehme. Damit sei der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend erstellt
und das Mass der Zerstörung der Grasnarbe sei zumindest derart
erheblich, dass sich die verfügten Massnahmen rechtfertigten würden.
Weitere Abklärungen seien nicht erforderlich, zumal offenbleibe, was die
entsprechenden Ergebnisse am Umstand, dass eine grossflächig zerstörte
Grasnarbe bestanden habe und tierische Ausscheidungen in den
Untergrund gelangen konnten, ändern würden.
14. Am 4. Dezember 2018 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
Anträgen fest. Der Beschwerdegegner verzichtete mit Schreiben vom
13. Dezember auf die Einreichung einer Duplik.
15. Am 3. September 2019 erstattete das vom Instruktionsrichter am 22.
August 2019 zur Einreichung aufgeforderte Amt für Natur und Umwelt
(nachfolgend: ANU) einen Amtsbericht aus gewässerschutzrechtlicher
Sicht. Dabei wurde festgehalten, dass die betreffende Parzelle des
Betriebes von A._ sich im "übrigen Bereich" (üB) befinde, weshalb es
keiner gewässerschutzrechtlichen Bewilligung des ANU gemäss Art. 19
GSchG bedürfe. Gemäss Art. 22 der kantonalen
Landwirtschaftsverordnung (BR 910.050) sei deshalb hier das ALG für den
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Vollzug der landwirtschaftsrelevanten bundesrechtlichen
Gewässerschutzvorschriften zuständig. Weiter hielt das ANU fest, dass im
vorliegenden Fall aufgrund der Fotodokumentation ersichtlich sei, dass die
Grasnarbe grossflächig beschädigt sei. Dies habe zur Folge, dass der
Oberboden seine Filterwirkung verliere und die tierischen Ausscheidungen
in den Untergrund ausschwemmen können und schliesslich ins
Grundwasser oder Oberflächengewässer gelangen könnten (Urteil des
Bundesgerichts 1C_62/2014 vom 15. Juni 2015 E.2.3). Aus Sicht des ANU
erwiesen sich die durch das ALG verfügten Massnahmen als geeignet, um
die Anforderungen an den Gewässerschutz gemäss Art. 6 GSchG zu
gewährleisten.
16. Am 24. September 2019 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum Bericht
des ANU. Dabei hielt er fest, dass das ANU sich lediglich auf die kritisierte,
weil zeitlich situativ und einmalig erfolgte Fotodokumentation stütze. Es
stimme nicht, dass die Grasnarbe wegen grossflächigen Schadens ihre
Filterwirkung verloren habe. Er habe die Wiese auch im Prüfungsjahr und
in der Folge immer zweimal bewirtschaftet (Heu und Emd). Es seien keine
Schäden bezüglich der Grasprodukte festzustellen. Der
Beschwerdegegner verzichtete mit Schreiben vom 13. September 2019 auf
eine Stellungnahme zum Bericht des ANU.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt in der vorliegenden Angelegenheit bildet die Verfügung
des Departements für Volkswirtschaft und Soziales Graubünden vom 20.
September 2018. Angefochten vom Beschwerdeführer und somit
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Streitgegenstand sind die Ziffer 1 und die Ziffer 3 der Verfügung
AV 48/2016, welche vom Beschwerdegegner in seiner Verfügung bestätigt
wurden. Nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens sind Fragen
betreffend Tierschutz und Direktzahlungen. Entscheide der kantonalen
Departemente können nach Art. 49 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), soweit diese nicht nach
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind oder bei einer
anderen Instanz angefochten werden können, mit Beschwerde beim
Verwaltungsgericht angefochten werden. Der angefochtene Entscheid
stellt ein taugliches Anfechtungsobjekt dar. Auf die im Übrigen form- und
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner die Beschwerde gegen
die Verfügung AV 48/2016 richtigerweise abgewiesen hat, indem er die Art
und Weise der Bestossung der unbefestigten Winterweide als nicht
vereinbar mit der Gewässerschutzgesetzgebung qualifizierte und die in der
Verfügung AV 48/2016 durch das ALG angeordneten Massnahmen
bestätigte.
3.1. Liegt ein Landwirtschaftsbetrieb mit Nutztierhaltung wie hier ausserhalb
besonders gefährdeter Grundwasserbereiche, so sind Art. 6 und Art. 14
GSchG die zentralen gewässerschutzrechtlichen Rechtsgrundlagen, die es
einzuhalten gilt. Art. 3 GSchG kommt keine weitergehende Bedeutung zu
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E.3.1). Art.
6 Abs. 1 GSchG verbietet das mittelbare oder unmittelbare Einbringen oder
Versickernlassen von Stoffen, die Wasser verunreinigen können. Nach Art.
6 Abs. 2 GSchG ist es auch untersagt, solche Stoffe ausserhalb eines
Gewässers abzulagern oder auszubringen, sofern dadurch die konkrete
Gefahr einer Verunreinigung des Wassers entsteht. Eine Verunreinigung
liegt nach Art. 4 lit. d GSchG bei einer nachteiligen physikalischen,
chemischen oder biologischen Veränderung des Wassers vor. Als
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"nachteilig" ist jede messbare Mehrbelastung gegenüber dem
Ausgangszustand zu qualifizieren, unabhängig vom ursprünglichen
Reinheitsgrad des Wassers oder einer Beeinträchtigung der
Gewässerfunktion (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_43/2007 vom 9. April
2008 E.2.3). Für das "Versickernlassen" genügt, dass Stoffe auf das
Erdreich geschüttet werden und durch dieses hindurch in das Grundwasser
oder in Abwasserläufe, welche in offene Gewässer führen, gelangen
könnten. Kein Versickern liegt vor, wo eine wassergefährdende Flüssigkeit
auf befestigten, undurchlässigen Boden ausfliesst, selbst wenn die
Flüssigkeit in der Folge in eine Kanalisation gelangt (vgl. BGE 101 IV 419
ff., 420; BGE 107 IV 63 ff., 67). Als nicht erstellt sah das Bundesgericht den
Tatbestand bei geringfügigen Versickerungen von tierischen
Ausscheidungen in einem mit Verbundsteinen befestigten, nicht vollständig
sickerfesten Laufhof an (Urteil des Bundesgerichts 1C _390/2008 vom 15.
Juni 2009). Vom Einbringen unterscheidet sich das Versickernlassen
dadurch, dass das Versickern nicht den Nachweis erfordert, dass die
schädliche versickerte Flüssigkeit auch in die geschützten Gewässer
gelangte. Es genügt, dass Gefahr hierfür bestand (BGE 101 IV 419 ff. mit
Hinweisen). Sobald eine versickerte Flüssigkeit in geschützte Gewässer
gelangt, ist sie mittelbar in das Gewässer eingebracht (vgl. zu alldem
HETTICH/JANSEN/NORER, Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum
Wasserbaugesetz, Zürich, 2016, Art. 6 Rz. 15 ff.).
3.2. Vorliegend geht es um das Versickernlassen auf einem unbefestigten
Laufhof und zwar während der Winterszeit, konkret von Dezember bis
März. In den übrigen Monaten (April bis November) befinden sich die Esel
unbestrittenermassen nicht auf dem Gelände. Das Versickernlassen ist
insoweit zulässig, als die Natur grundsätzlich in der Lage ist, die fraglichen
Stoffmengen abzubauen. Unter diesen Umständen bleibt die gesetzlich
geforderte Reinhaltung des Grundwassers gewahrt (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 1C_62/2014 vom 15. Juni 2015 E.2.3). Um dieses Ziel zu
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erreichen, können Massnahmen getroffen werden. Entscheidend sind
dabei insbesondere auch weitere Faktoren im Zusammenhang mit dem
Laufhof, wie etwa die Anzahl Tiere, die beanspruchte Bodenfläche oder die
vorgesehene Benutzungsdauer. Zudem genügt es, die Schutzwirkung von
Massnahmen anhand allgemeiner Erfahrungswerte zu bestimmen,
weshalb es grundsätzlich keiner aufwändiger Messungen für den Nachweis
einer Mehrbelastung des Grundwassers bedarf, sofern bei der versickerten
Stoffmenge der betreffende Boden allgemein als geeignet gilt, eine
Mehrbelastung zu verkraften. Beim Abstellen auf Erfahrungswerte ist aber
der Toleranz der natürlichen Verkraftbarkeit von Hofdünger Rechnung zu
tragen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C _390/2008 vom 15. Juni 2009
E.3.3 f.).
3.3. Die Kontrolle des LKGR hat gegen Ende der Winterszeit (18. März 2016)
stattgefunden und ergeben, dass damals die Grasnarbe zertrampelt und
morastig war. Das Begehren des Beschwerdeführers um Durchführung
einer Nachkontrolle wurde vom ALG rechtskräftig abschlägig beantwortet.
Es ist schon fast notorisch sowie auch unbestritten, dass die Grasnarbe bei
gleicher (Tritt-)Beanspruchung im Winter stärker leidet als im Sommer und
deshalb das Gelände, zumindest dort, wo es stark beansprucht wird (bei
den Futterraufen) innert kürzerer Zeit morastig wird. Es ist also nicht zu
beanstanden, wenn der Beschwerdegegner angesichts der bekannten
Parameter – Anzahl betroffener Tiere, beanspruchte Bodenfläche und
vorgesehener Benutzungsdauer – für die Winterzeit, die vom ALG
beanstandeten Massnahmen, welche die Verpflichtungen beinhalten, den
permanent zugänglichen Bereich des Auslaufs für die Esel so einzurichten,
dass sich der ganze Tierbestand auf der befestigten Fläche aufhalten kann
sowie die die Weide während der Vegetationsruhe (Winter) so zu
bestossen, dass die Grasnarbe überall intakt bleibt und Sorge dafür zu
tragen ist, dass auf der Winterweide keine lokale Überdüngung entsteht,
stützte. Wie erwähnt, erfordert das Versickern nicht den Nachweis, dass
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die schädliche versickerte Flüssigkeit auch tatsächlich in die geschützten
Gewässer gelangte. Es genügt, dass Gefahr hierfür bestand (BGE 101 IV
419 ff.). Damit erweist sich auch der Vorwurf des Beschwerdeführers, der
Sachverhalt sei nicht vollständig festgestellt worden als haltlos. Diese
Gefahr kann – jedenfalls für die Winterszeit – nicht einfach ausgeschlossen
werden.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die
Fotodokumentation des LKGR der Nachweis erbracht wurde, dass die
Grasnarbe über weite Teile der Weide zerstört wurde und dort eine
pflanzenbauliche Verwertung tierischer Ausscheidungen nicht mehr
erfolgen konnte. Diese konnten folge dessen in den Untergrund gelangen,
weshalb die Gefahr einer Gewässerverschmutzung bestanden hat, womit
der Tatbestand des Art. 6 Abs. 1 GSchG als gegeben zu betrachten ist.
3.4. Die Behörden sind zur Ergreifung von Massnahmen im Sinne von Art. 6
Abs. 1 GSchG verpflichtet, müssen also einschreiten, wenn die
Voraussetzungen – wie vorliegend – gegeben sind. Sie verfügen
diesbezüglich über kein Ermessen. Ein Ermessen besteht aber bei der
Wahl der zu treffenden Massnahmen (Urteil des Bundesgerichts vom 15.
Juni 2015 1C_62/2014 E.5 und E.9.1). Das Vorgehen der Vorinstanzen und
deren gewählte Massnahmen, erweist sich als gesetzmässig und insoweit,
als der Möglichkeit, dass schädliche versickerte Flüssigkeit auch in
geschützte Gewässer fliesst, vorgebeugt wird, auch im öffentlichen
Interesse liegend. In Anbetracht der Tatsache, dass die verfügten
Massnahmen sich zeitlich auf die Wintermonate beschränken, ist auch das
Gebot der Verhältnismässigkeit gewahrt worden. Die Beschwerde ist somit
abzuweisen.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich zu Lasten des Beschwerdeführers.
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Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betraute Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein
Anlass, weshalb dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung
zusteht.