Decision ID: 130fcc49-99e6-4582-bf86-899fbc52fb54
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1965 geborene
X._
absolvierte
eine kaufmännische Aus
bil
dung und
mehrere Weiterbildungen (
Urk.
9/4 und 9/29 S. 25-33). Sie
arbei
tete an verschiedenen Stellen, zuletzt vom 8. September 2008 bis 30. Juli 2009 bei der
Y._
AG als Interim-
Buchhalterin (Urk. 9/6, Urk. 9/16). Am 11. Juni 2009 meldete sie sich unter Hinweis auf ein Burnout
bzw. eine
Erschöpfungsdepression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an
(Urk. 9/6). In der Folge tätigte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erwerbliche (Urk. 9/11, Urk. 9/13, Urk. 9/14, Urk. 9/16, Urk. 9/19, Urk. 9/28) sowie medizinische (Urk. 9/23, Urk. 9/25, Urk. 9/38, Urk. 9/42, Urk. 9/49)
Abklärungen
und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 9/27). Mit Mitteilung vom 21. Mai 2010 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 1. Juni bis 31. August 2010 bei der
Einrichtung
Z._ (
Urk. 9/51). Am 1. September 2010 erfolgte die Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 1. September 2010 bis 25. Februar 2011, ebenfalls bei der
Einrichtung Z._
(Urk. 9/68). Nach Eingang des Berichts der b
ehandelnden Psychotherapeutin A._
vom 10. Dezember 2010 (Urk. 9/79) und des Abschlussberichts der
Einrichtung Z._
vom 29. Dezember 2010 (Urk. 9/82) beendete die IV-Stelle aufg
rund nicht
erreichter Zwischenzie
le die Integrationsmassnahme mit Mitteilung vom 20. Januar 2011 vorzeitig (Urk. 9/84).
Anschliessend
tätigte
die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen (Urk. 9/97, Urk. 9/101). Ferner reichte die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG (Mobiliar),
bei welcher die Versicherte im Rahmen der privaten Vorsorge gegen die Folgen einer Erwerbsunfähigkeit versichert war
, das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten von D
r
. med.
B._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 22. Juni 2011 (Urk. 9/98) zu den Akten der IV-Stelle. Mit Bericht vom 5. September 2
011 (Urk. 9/108) nahm Dr. med. C._
, Spezialarzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH, zum Gutachten von Dr.
B._
Stellung. Am 1. Dezember 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
sie habe
keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Urk. 9/114). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 9/121, Urk. 9/124, Urk. 9/126, Urk. 9/134) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Februar 2013
einen
Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
die Versicherte
am 15. April 2013 Beschwerde mit den Anträ
gen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es seien ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Rente, zuzusprechen, der Eintritt des
rentenauslösenden Gesundheitsschadens sei auf den 31. Mai 2007 festzusetzen, es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung
zu ge
währen und es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2013
s
chloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Am 25. Juni 2013 wies das Gericht den Antrag auf Durchführung eines
förmlichen
zweiten Schriftenwechsels ab
und wies die Beschwerdeführerin darauf hin, dass es ihr frei stehe, nach Massgabe der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Frage des Anspruchs auf rechtliche
s Gehör zu den Anträgen und Vorbr
i
n
gen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort von sich aus Stellung zu nehmen
(Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der ver
sicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
den
Anspruch der Be
schwerdeführerin auf eine Rente
zu Recht verneint hat.
2.2
Im angefochtenen Entscheid wurde
zusammengefasst
erwogen
, aus versicherungsmedizinischer Sicht liege kein invali
disierender Gesundheitsschaden vor. Es handle sich
u
m eine psychische Störung, die vorwiegend durch äussere Umstände (Überforderung) verursacht worden sei. Da ihr der Charakter der Dau
erhaftigkeit fehle, sei sie an sich nicht invalidisierend.
Eine Willensanstrengung zur Verwertung der
Arbeitsfähigkeit
sei zumutbar (Urk. 2).
2.3
Dem hielt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen entgegen, das Gutachten von Dr.
B._
sei nicht beweiskräftig, da es in Unkenntnis der relevanten vollständigen Akten sowie der medizinischen Anamnese
erstattet
worden sei. Zudem sei die darin abgegebene Prognose nicht nachvollziehbar. Sie sei auch diskrepant zu den Ergebnissen der mehrwöchigen beruflichen Abklärung. Die behandelnden Ärzte
würden
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt aus
gehen
(Urk. 1 S. 9).
3.
3.1
Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärun
gen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Personen, die Versicherungsleistungen beanspruchen, haben alle Personen und Stellen, namentlich Arbeitgeber, Ärztinnen und Ärzte, Versiche
rungen sowie Amtsstellen im Einzelfall zu ermächtigen, die Auskünfte zu ertei
len, die für die Abklärung von Leistungsansprüchen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 3 ATSG).
3.2
Mit der Anmeldung zum Leistungsbezug ermächtigte die Beschwerdeführerin auch private Versicherungen, der IV
Stelle d
ie für die Abklärung ihres Leis
tungsanspruchs erforderlichen Auskünfte zu erteilen (Urk. 9/6/8). Entspre
chend ist es nicht zu beanstanden, wenn die IV
Stelle medizinische Akten eines Erwerbsausfallversicherers beizog und sie in die Beweiswürdigung einbezog. Dies gilt grundsätzlich auch für das Gutachten des Dr.
B._
vom 22. Juni 2011; der Umstand allein, dass die Begutachtung im Auftrag eines privaten Ver
sicherers erfolgt war, spricht nicht gegen dessen Beweiswert (Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts in Sachen C. vom 28. August 2007, 9C_229/2007, E. 2.1). Welche Rechte der Beschwerdeführerin im Zu
sam
menhang mit der erwähnten Begutachtung zustanden, richtete sich nach ihren vertraglichen Vereinbarungen mit dem Erwerbsausfallversicherer; es versteht sich von selbst, dass Art. 44 ATSG auf privatrechtlich
geregelte
Rechtsverhältnis keine Anwendung finden konnte. Entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde (Urk. 1 S. 8 ff.) stellt das Abstellen auf ein von einer Drittperson veranlasstes Gutachten keine Umgehung der in Art. 44 ATSG garantierten Verfahrensrechte dar; diese Be
stimmung kommt nur dann zur Anwendung, wenn die eingeholten Auskünfte und zuvor erhobenen Beweise nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung kein schlüssiges Beweisergebnis liefern, so dass zur Klärung des Sachverhaltes ein Gutachten eingeholt werden muss.
Nur die von einem Sozialversicherungsträger veranlassten Gutachten müssen gemäss Art. 44 ATSG von einem oder einer unabhängigen Sachverständigen stammen. Der Einwand der Beschwerdeführerin, sie habe bei der Bestellung des Gutachters ihre in Art. 44 ATSG garantierten Mitwirkungsrechte nicht wahr
nehmen können (Urk. 1 S. 9), stösst somit von vornherein ins Leere. Falls das vom Erwerbsausfallversicherer veranlasste Gut
achten vom 22. Juni 2011 den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an Arztberichte zu genügen vermag und sich dessen Schlussfolgerungen als nach
vollziehbar erweisen, darf demnach darauf abgestellt werden.
4
.
4
.1
Die behandelnden Ärzte der
K
linik
D._
hielten im Bericht vom 26. August 2009 (Urk. 9/23) ein
en
psychophysische
n
Erschöpf
ungszustand seit 2007 (ICD-10 Z
73) sowie eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.1), gegenwärtig mittelgradige Episode
,
fest. Die Beschwerdeführerin sei vom 4. Mai bis 8. Juni 2009 hospitalisiert gewesen. Während des Aufenthaltes habe sie sich psychophysisch
rekonditionieren
, die Grenzen ihrer Belastbarkeit besser erken
nen lernen und neue Zukunftsperspektiven gewinnen können. Es bedürfe jedoch weiterhin intensiver Therapie zur Festigung des Erreichten. Es bestehe eine
an
hal
tende
Arbeitsunfähigkeit von 100 %, von ihnen bis und mit 22. Juni 2009 bescheinigt.
4
.2
Im Bericht vom 26. November 2009 (Urk. 9/38) vermerkten die
behandelnden Ärzte der Klinik E._
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
,
sowie als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Hy
pothyreose (ICD
-10 E03.0) und eine Adipositas ersten Grades
(ICD-10 E66.80). Die Beschwerdeführerin habe sich vom 23. Juni bis 23. September 2009 in teilstationär-psychiatrischer Behandlung befunden. Für diesen Zeitraum
betrage die
Arbeitsunfähigkeit 100
%
. Insgesamt zeige sich aufgrund des Zustandsbildes der Beschwerdeführerin und vor allem der subjektiv empfundenen Stärke der Symptomausprägung eine verminderte Stresstoleranz, eine reduzierte Belastbar
keit und Konzentration sowie durch Stimmungsreduktion und Rückzugstendenz bedingte Auswirkungen auf interaktionelle Bereiche. Für die Beschwerdeführe
rin sei die Rückkehr in ihre bisherige Tätigkeit nicht vorstellbar und mit der erneuten Entwicklung bzw. Verstärkung einer depressiven Symptomatik assozi
iert. Daher würde sich eine Wiederaufnahme der ursprünglichen Beschäftigung eher ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirken.
Unter Fortführung der Therapie mit weiterer Verbesserung des Zustandsbildes sei aus ihrer aktuellen
Sicht jedoch die Aufnahme einer alternativen Tätigkeit mit Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit möglich.
4
.3
Dr.
C._
diagnostizierte im Bericht vom 16. Februar 2010 (Urk. 9/49) eben
falls eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.1) und führte aus, die Depression habe sich allmählich aufgehellt. Die Beschwerdeführerin besuche seit Januar 2010 einen Kurs für psychiatrische Rehabilitation. Sie sehe ihre Depression sehr im Zusammenhang mit ihrem bisherigen Beruf, in dem sie nie glücklich gewesen sei. Es scheine sich ein Fenster aufgetan zu haben, welches hoffen lasse, dass die Beschwerdeführerin endlich aus ihrer Depression auftauche. Im bisherigen Beruf im Bürobereich sei die Beschwerde
führerin kaum noch arbeitsfähig. Sie würde gleich wieder in eine depressive Verstimmung fallen. Eine Umschulung auf Aktivierungstherapeutin sei nötig. Eine Erwerbsfähigkeit sei wahrscheinlich nur auf diesem Weg wieder herzustel
len.
Die
Aufnahme der beruflichen Tätigkeit sei eventuell zu 50 % möglich, aber noch ungewiss (Urk. 9/49/
1-3).
4
.4
Am 10. Dezember 2010 berichtete Psychotherapeutin
A._
, als die Beschwerdeführerin im Juni 2010 mit dem Wiedereingliederungsprogramm der IV-Stelle begonnen habe, habe sie immer noch über Müdigkeit geklagt, sei aber sehr motiviert gewesen, endlich damit starten zu können. Mit dem Übergang von drei auf vier Stunden täglich sei der Druck und das Energiemanko ge
wachsen und zeige sich jetzt noch stärker. Es sei im jetzigen Zeitpunkt nicht daran zu denken, dass sie eine weitere Erhöhung der täglichen Stundenzahl schaffen würde. Sie sei zu erschöpft, um dem Druck noch länger standzuhalten, auch wenn sie nach wie vor motiviert sei und das Gefühl habe, am richtigen Ort zu sein. Aus jetziger Sicht hätte sie wohl nach ihrem erschöpfungsbedingten Zusammenbruch mehr Zeit gebraucht, um genügend Energien zu tanken und die Anforderungen leichter zu erfüllen. Die Beschwerdeführerin müsse
dringend eine Auszeit nehmen, u
m nicht wieder in ein psychophysisches Loch zu fallen (Urk. 9/79).
4
.5
Dem Abschlussbericht Integrationsmassnahmen der
Einrichtung Z._
vom 29. Dezember 2010 (Urk. 9/82) ist zu entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin das Belastbarkeitstraining bis zu vier Stunden Präsenzzeit noch gut habe bewältigen können. Es habe sich aber gezeigt, dass das Aufbautraining, das eine Erweiterung der Präsenzzeit von vier Stunden vorsehe, eine momentane Überforderung gewesen sei. Mit der aktuellen Präsenzzeit von vier Stunden sei die Beschwerdeführerin auf die Dauer an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gestossen. Sie habe sich kör
perlich müde und erschöpft gefühlt, psychisch aber stabil. Eine aussagekräftige Beurteilung bezüglich Leistungs- und
Arbeitsfähigkeit könne nicht gemacht werden. Das Ziel einer 50%igen Arbeitsfähigkeit sei in den nächsten Monaten nicht vorstellbar. Da es für die Beschwerdeführerin
zur Zeit
unmöglich sei, die Präsenzzeit von vier Stunden zu steigern und sie sich einem Praktikum nicht gewachsen fühle, sei entschieden worden, die Massnahme abzubrechen (Urk. 9/82/3-4).
4
.6
Am 31. März 2011 berichteten Dr.
C._
und Psychotherapeutin
A._
über den Krankheitsverlauf
. E
s sei eine permanente Anpassung der störungsspezifischen Behandlung der Depression erfolgt. Die therapeutischen Massnahmen seien erschöpft.
Zur Zeit
liege der Schwerpunkt auf den möglichen körperlichen Ursachen der Müdigkeit
, welche jedoch noch nicht hätten eruiert werden können. Die Beschwerdeführerin kümmere sich auch um eine bessere Ernährung, gehe Schwimmen, mache täglich Spaziergänge und gehe ins Yoga. Mit Ausnahme des Yoga seien dies alles Dinge, die sie neben den Anforderun
gen der Integrationsmassnahme nicht geschafft hätte. Trotz aller therapeutischer Bemühungen sei eine Verschlechterung des Zustandes eingetreten und eine Be
rentung sehr wahrscheinlich nicht zu vermeiden (Urk. 9/97).
4
.7
Dr.
B._
diagnostizierte im Gutachten vom 22. Juni 2011 (Urk. 9/98) eine zweite depressive Episode mit somatischen Symptomen, gegenwärtig im leich
ten Ausmass (ICD-10 F32.01), sowie intermittierende Akzentuierung der ängstli
chen Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 9/98/6). In der bisherigen Tätigkeit sei die Beschwer
deführerin zu 100 % arbeitsunfähig seit dem 22. März 200
9.
In
adaptierten
Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 20 % ab sofort, eine solche von 50 % ab dem 1. September 2011 und eine solche von 100 % ab
dem 1. Januar 201
2.
Stellung zu
alternativen Tätigkeit
en
könne er erst nach der Stabilisierung
des psychischen Zustandes der Beschwerdeführerin nehmen.
Die Beschwerde
füh
rerin
brauche ergänzend zur etablierten therapeutischen Massnahme drin
gend ein Körperaufbauprogramm (z.B. Ausdauer- und Krafttraining mindestens drei
mal pro Woche). Als Alternative wäre eine erneute vier bis sechswöchige statio
näre psychosomatische Rehabilitation möglich. Unter diesen therapeuti
schen Massnahmen sei mit der Verbesserung und ab dem 1. Januar 2012 Wie
derher
stellung der vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Bei nicht sicherer gene
tischer Vulnerabilität sowie fehlenden Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung der psychiatrischen Erkrankungen und deutlichen intellektuellen Ressourcen sei bei der Beschwerdeführerin von einer günstigen Prognose bezüglich der Wieder
herstellung und Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 9/98/8).
4
.8
Dr.
C._
äusserte sich im Bericht vom 5. September 2011 (Urk. 9/108)
zum Gutachten von Dr.
B._
. Er führte aus, r
ichtigerweise müsse von einer Neu
rast
henie (ICD-10 F48.0) ausgegangen werden. Zu depressiven Verstimmungen sei es jeweils gekommen, wenn sich die Beschwerdeführerin längerfristig ver
ausgabt habe.
Die
Prognose
, mit einer Intensivierung der körperlichen Aktivi
täten könne bis 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 100 % erreicht werden, sei
sehr optimistisch und etwas realitätsfremd. Die Beschwerdeführerin unternehme schon seit Monaten körperlich sehr viel. Sie schwimme und wandere regelmäs
sig. Sie besuche eine Reittherapie und mache Kraft- und Ausdauertraining. Das Programm lasse sich kaum noch weiter ausbauen. Die Möglichkeiten seien er
schöpft.
4
.9
Die neu behandelnde Dr. med. F._
, Fachärztin für Psychiat
rie und Psychotherapie FMH, berichtete am 3. September 2012 (Urk. 9/133), die gesundheitliche Situation und die Erwerbsfähigkeit hätten sich leider seit der Begutachtung am 22. September 2011 nicht wie damals vorausgesagt entwi
ckelt. Die Beschwerdeführerin leide an einer affektiven Erkrankung mit wieder
holten längeren depressiven Episoden einhergehend mit Interessenverlust, Ver
lust von Selbstvertrauen und Selbstwert bis zum Gefühl der Wertlosigkeit, übermässigem Schlafbedürfnis und Morgentief, Appetitstörung mit Gewichtzunahme [zusätzlich somatisches Syndrom]. Seit 2007 bestünden zudem eine diese Episoden weit überdauernde rasche Ermüdbarkeit und anhaltende Konzentrationsstörungen. Bei der depressiven Episode 2007 habe es sich wahrscheinlich um eine agitierte Depression mit ausgeprägter innerer Unruhe gehandelt. Es liege ein mehrjähriger Krankheitsverlauf vor mit zunehmenden Einschränkungen in allen Bereichen des Lebens. Trotz konsequent durchgeführter ambulanter und stationärer Behandlung sei das Ergebnis der Behandlungen bis jetzt unbefriedi
gend. Es seien nicht vorwiegend äussere Umstände für die psychische Störung verantwortlich. Die Störung bestehe nun schon seit mehreren Jahren unverän
dert.
Die Beschwerdeführerin habe sowohl im Rahmen der Integrationsmassnahmen als auch mit der eigenständigen Suche nach einer Freiwilligenarbeit und deren Ausübung die ihr zumutbare Willensanstrengung zur Verwertung der Arbeitsfähigkeit an den Tag gelegt, und sie versuche es nun noch mit Unterstüt
zung von
ipt
.
Für den ersten Arbeitsmarkt bestehe nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
5
.
5
.1
Streitig und zu prüfen ist
, ob es sich bei der Erkrankung der Beschwerdeführerin um ein dauerhaftes, invalidisierendes Leiden handelt.
Dabei gilt es zu beachten, dass ärztliche Gutachten und Berichte zwar zur Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen haben und diese Ausführungen eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen bildet, es jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde - der Verwaltung oder, im Streitfall, dem Gericht - obliegt, zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne, bejahendenfalls eine solche rentenbegründender Art eingetreten ist (Urteil des hiesigen Gerichts IV.2006.00121 vom 30. November 2007 E. 4.4.3 mit Hinweis auf BGE 105 V 158 E. 1).
5
.2
Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis gelten grundsätzlich
als therapeutisch
angehbar
(vgl.
Habermeyer
/
Venzlaff
,
Affektive Störungen, in: Psychiatrische Begutachtung, 5. Aufl. 2009, S. 193; SVR 2012
IV Nr. 18
=
9C_418/2010 E. 5.3.4; Urteil
des Bundesge
richts
9C_736/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1).
Dies bedeutet, dass die die Beschwerdeführerin belastende Problematik zwar einen gewissen Behandlungsbedarf
begründet. Das ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer für die Invali
denversicherung relevanten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine psychische Beeinträchtigung zwar behandlungsbedürftig ist, aber keine invalidenversicherungsrelevante Arbeitsunfähigkeit begrün
det. Eine solche Differenzierung der versicherungsrechtlichen Relevanz ergibt sich schon daraus, dass der rechtliche Krankheitsbegriff leistungsbezogen ist (vgl. Andreas Traub, Krankheitswert und Behandlungsbedürftigkeit: Rechtsprechungsübersicht, in: Thomas
Gächter
/ Myriam
Schwendener
[Hrsg.], Rechtsfra
gen zum Krankheitsbegriff, Entwicklungen in der Praxis, Zürich 2009, S. 47 ff., S. 68). So wird etwa der
Dysthymie
in der Praxis der Krankenversicherung durchaus Krankheitswert und damit Behandlungsbedürftigkeit zugesprochen (SVR 1994 KV Nr. 16 E. 4), während sie, wenn sie nicht zusammen mit anderen Befunden auftritt, regelmässig als nicht invalidisierend gilt (Urteil 9C_98/2010 vom 2
8.
April 2010, E. 2.2.2 mit Hinweis SVR 2008 IV Nr. 8 = I 649/06, E.
3.3.1). Ebenso sind leichte bis mittelschwere depressive Episoden - wiewohl behandlungsbedürftig - definitionsgemäss vorübergehender Natur und als labile psychische Leiden nur ausnahmsweise invalidisierend (vgl. Urteil des Bundes
gerichts I 138/06 vom 2
1.
Dezember 2006, E. 4.2).
Weder ergibt sich aus den Akten noch trug die Beschwerdeführerin vor, dass die depressive Erkrankung je in schwerer Ausprägung vorlag. Die Beurteilung von
Dr.
B._
, wonach die Prognose günstig und nach Stabilisierung des psychischen Zustandes und Durchführung eines Körperaufbauprogrammes eine volle Arbeitsfähigkeit er
reichbar
ist
(vgl. vorste
hend E. 3.7), deutet denn auch auf ein vorübergehendes Leiden hin.
Er hielt in diesem Zusammenhang ausserdem dafür, dass die Diag
nose einer rezidivierenden depressiven Störung nicht gestellt werde könne
(
Urk.
9/98/8)
.
Zu
eine
m
ähnlichen
Schluss kamen die behandelnden
Ärzte
der Klinik E._
,
welche unter Fortführung der Therapie mit einer weite
ren Zustandsverbesserung rechneten und die Wiederherstellung der vollen Ar
beitsfähigkeit als möglich erachteten (vgl. E. 3.2).
Dr.
F._
und Dr.
C._
hielten
die Beschwerdeführerin
demgegenüber
als in wesentlichem Umfang (100 % bzw. „eine Berentung nicht zu vermeiden“) arbeitsunfähig (vgl. vorstehend E. 3.6 und 3.9).
Diesbezüglich ist
d
er Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass nicht nur allgemeinpraktizierende Hausärzte, sondern auch be
handelnde Spezialärzte (vgl. Urteile
des Bundesgerichts
I 383/04
vom 2
6.
November 2004
E
. 3.4, und I 139/04
vom 2
0.
Oktober 2004
E. 4.2.2
,
je mit Hinweisen) im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussage
n.
Nur schon daher ist die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu erklären.
Sie vermochten aber auch
nicht darzulegen, weshalb die Beschwerdeführerin nach
wie vor zu 100 % arbeitsunfähig sein sollte
, obwohl die sie ursprünglich belastende Arbeitssituation in dem von ihr wenig geliebten Beruf gänzlich weggefallen ist. Für die wiederholt zitierte Müdigkeit und das gesteigerte Schlafbedürfnis fehlen einschlägige Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Gemäss
den
Ärzten der Klinik E._
(E. 3.2) und
dem
Ber
icht des Hausarztes Dr. med. G._
, Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 11. August 2009 be
einträchtigt die Hypothyreose die Arbeitsfähigkeit nicht (Urk. 9/25/1). Zur
von Dr.
C._
diagnostizierten
Neurasthenie ist festzuhalten,
dass
n
ach der Rechtsprechung die Müdigkeit, wie sie im Rahmen einer Neurasthenie auftritt, in aller Regel durch eine zumutbare Willensanstrengung überwindbar
ist
und nur unter besonderen Umständen, wie sie auch bei einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung vorausgesetzt werden, eine Invalidität
zu
begründe
n vermag
(Urteil des Bundesgerichts I 362/06 vom 1
0.
April 2007 E. 3.3.2). Dass solche Umstände vorliegen, ergibt sich nicht
aus den Akten und vermochte die
Beschwerdeführer
in
auch nicht darzulegen.
Insbesondere fehlt es am Haupt
merkmal der
Komorbidität
, da gemäss ICD-10 F48.0 eine Neurasthenie eine depressive Erkrankung oder eine Angststörung ausschliesst. Diese
Krankheiten liegen damit innerhalb der gleichen Gruppe symptomatisch ähnlicher (oder zum Teil sogar übereinstimmender) Krankheiten (vgl. Roche Lexikon Medizin,
5.
Auflage, zum Begriff "Differenzialdiagnostik").
Zur von Dr.
B._
diagnos
tizierten intermittierenden Akzentuierung der ängstlichen Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) ist zu ergänzen, dass es sich b
ei den Z-Kodierungen gemäss ICD
10 um Faktoren
handelt
, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruch
nahme des Gesundheitswe
sens führen. Die
Kategorien Z00-Z99
sind deshalb
für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Probleme" angegeben
werden
, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache
unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind
. Daher ha
t
die von Dr.
B._
ange
führte "Z-Diagnose" ebenfalls keine invalidisierende Wirkung
(Urteil 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.1 mit Hinweisen)
.
5.3
Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Eingliederungsfachleute der
Einrichtung Z._
festgestellt haben, dass es die Beschwerdeführerin während der Integrationsmassnahme verstanden habe, ihre freie Zeit für die Gestaltung ihrer unzähli
gen Hobbies zu nutzen und auf diese Weise Kraft zu schöpfen (Urk. 9/82/3). Vor dem Hintergrund der offensichtlich vorhandenen Ressourcen bleibt indes kein Raum für die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens.
5.
4
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Die Beschwerdegegnerin verneinte daher den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6
.
6
.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig
und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 47, 100 V 62, 98 V 117).
Die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind bei der Beschwerdeführerin erfüllt (Urk. 3), weshalb
die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und Rechtsanwalt
Thomas Wyss
als unentgeltliche
r
Rechts
beist
and
für das vorliegende Verfahren zu bestellen ist.
6
.2
Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung wird gestützt auf § 9 in Verbindung mit § 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschä
digungen vor dem Sozialversicherungsgericht sowie in Verbindung mit § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen bemessen, wobei ein unnötiger oder geringfügiger Aufwand nicht ersetzt wird.
6
.3
Mit Schreiben vom
28. Januar 2014 machte Rechtsanwalt Thomas Wyss
Aufwen
dungen von total
13.80
Stunden sowie Auslagen von Fr.
103
.--
geltend
(Urk. 13, Urk. 14
), was
gerade noch als
angemessen erscheint.
Bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz
von Fr. 200.
--
und unter Berücksich
ti
gung von Barauslagen von Fr.
103
.-- resultiert demnach eine Entschädigu
ng inklusive 8,0
% Mehrwert
steuer von Fr.
3‘092.05 (13.80
Stunden x Fr. 200.-- = Fr.
2‘760.--; Barausla
gen: Fr.
103.-- plus 8,0
% Mehrwertsteuer = Fr.
229.04
).
7
.
Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und vorliegend auf Fr. 600.-- an
zusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerde
führerin aufzuerlegen,
jedoch zufolge der Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
8
.
Kommt die Beschwerdeführerin künftig in günstige wirtschaftliche Verhältnisse, so kann sie zur Nachzahlung der
ihr
erlassenen Gerichtskosten und der Ausla
gen für die unentgeltliche Vertretung verpflichtet werden (vgl. § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]).