Decision ID: eed9153c-b0f0-5c70-820e-fe4c0264c9e7
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, war bei der Bäckerei-Konditorei
Y._
,
Z._
, als Verkäuferin tätig und über diese bei der
SWICA Versicherungen AG
(
Swica
) gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) gegen Unfälle, unfallähnliche Körper
schädigungen und Berufskrankheiten ver
sichert, als sie am 9. Dezember 2011 an ihrem Arbeitsplatz auf nassem Boden
ausglitt
(
Urk.
8/1) und sich das linke Knie verdrehte (Urk. 8/6/-7). Dabei zog sie sich eine Distorsion des linken Kniegelenks zu (Urk. 8/6). In der Folge wurde die Versicherte am 1
8.
Mai 2012 auf Grund eines Knorpelschadens an ihrem linken Kniegelenk
arthroskopisch
behandelt (
Urk.
8/13)
.
A
m
7.
August 201
2
wurde
ihr am
linken Kniegelenk eine
unikondylä
r
e
Kniegelenksprothese (Knieteilprothese;
Urk.
8/24) eingesetzt, welche am
7.
August 2013 durch eine Knietotalprothese ersetzt wurde (
Urk.
8/
107
).
Die
Swica
liess die Versicherte im Verlauf
orthopädisch (Gutachten vom 1
2.
Dezember 2012; Urk. 8/63)
sowie
bidisziplinär
orthopädisch und psy
chiatrisch begutachten (Gutachten vom 1
2.
Oktober 2014;
Urk.
8/183)
und
stellte mit Verfügung vom
1.
Dezember 2014 (Urk. 8/188) die Versicherungs
leistungen für die Folgen des Unfalls vom
9.
Dezember 2011 infolge Erreichens des Status quo sine
per
9.
März 2012 ein.
Von einer Rückforderung der bereits im Zusammenhang mit den Kniebeschwerden erbrachten Leistungen sehe sie ab.
Die von der Versicherten am 2
3.
Januar 2015 dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
8/191) wies die
Swica
mit Entscheid vom 2
0.
August 2015 (
Urk.
8/192 =
Urk.
2) ab.
2.
2.1
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
0.
August 2015 (Urk. 2) erhob
die
Ver
si
cherte am 2
3.
September 2015 Be
schwerde und beantragte, dieser sei aufzuhe
ben, und es seien ihr ab
9.
Februar 2012 weiterhin die gesetzlichen Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung; eventuell
eine
Rente und
eine
Integritäts
entschädi
gung
von mindestens 20
%
) zu gewähren (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2
2.
Oktober 2015
beantragte die
Swica
die Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 7 S. 2).
Mit Replik vom 2
9.
März 2016 hielt
die
Beschwerdeführer
in
an
ihrem
beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren fest (
Urk.
13 S. 2) und reichte einen Bericht
betreffend die
magenetresonanz
tomo
graphische
(MRI) Untersuchung ihres linken Knies vom 1
6.
Juli 2012 (Urk. 14) ein. Die Beschwerdegegnerin unterliess es, innerhalb der ihr mit Verfügung vom 3
0.
März 2016 (
Urk.
15)
angesetzten Frist
sich dazu vernehmen zu lassen.
2.2
Gegen die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, vom 17. Dezember 2015 erhob die Beschwerdeführerin
am 27. Januar 2016 Beschwerde (Verfahren Nr. IV.2016.00124). Darüber wird mit Urteil vom heutigen Datum ebenfalls entschieden.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden, soweit das UVG nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen ausserdem für Schädigungen, die dem Verunfallten bei der Heilbe
handlung im Sinne von
Art.
10 UVG zugefügt werden (
Abs.
3).
Die Regelung betreffend Schädigung bei Heilbehandlung gemäss
Art.
6
Abs.
3 UVG kommt
indes
nur zur Anwendung, wenn die fragliche medizinische Massnahme der Behandlung einer Unfallfolge diente (vgl.
Art.
10 UVG; BGE 128 V 16
9 E.
1c; 118 V 286 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 8C_708/2011 vom
9.
November 2011 E. 5
).
1.2
Nach der Rechtsprechung gehören zu den im Sinne von
Art.
6
Abs.
1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann
leistungs
begründend
, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (Urteile des Bundesgerichts 8C_380/2011 vom 2
0.
Oktober 2011 E. 4.2.1, 8C_301/2007 vom 1
5.
Januar 2008 E. 5.1.1 und U 413/05 vom
5.
April 2007 E. 4.2 mit Hinweisen).
Einem Ereignis kommt der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene. Dagegen entspricht die
unfall
bedingte
Einwirkung - bei erstelltem Auslösezusammenhang - einer (
anspruchs
hindernden
) Gelegenheits- oder Zufallsursache, wenn sie auf einen derart labilen, prekären Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der (orga
nischen) Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Wenn ein alltäglicher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obligato
rischen Unfallversicherers (Urteile des Bundesgerichts 8C_380/2011 vom 2
0.
Oktober 2011 E. 4.2.2, U 413/05 vom
5.
April 2007 E.
4.2.3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem
UVG
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetr
etenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetr
eten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
5
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestan
den) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der (aktuelle) Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammen
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss
Art.
36
Abs.
1 UVG zu erbringen und es entfällt bei Erreichen des Status quo sine
vel
ante eine
Teilur
sächlichkeit
für die noch bestehenden Beschwerden (Urteile des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 2
1.
Mai 2010 E. 4.3, 8C_181/2009 E. 5.4 f., 8C_326/2008 vom 2
4.
Juni 2008 E. 3.2 und 4 sowie U 266/99 vom 1
4.
März 2000 E. 1).
1.6
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges
zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge
und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist,
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.7
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Im Folgenden ist der für die Beurteilung der Frage nach der Rechtmässigkeit
der Einstellung der Versicherungsleistungen per
9.
März 2012
(
vgl.
Urk.
8/188)
massgebende medizinische Sachverhalt zu prüfen.
2.2
Die Ärzte des Spitals
A._
, Radiologie, stellten im MRI-Bericht vom 1
9.
Dezember 2011 (
Urk.
8/6)
fest, dass eine gleichentags durchgeführte MRI
Untersuchung des linken Kniegelenks der Beschwerdeführerin i
ntakte Bandstrukturen
,
eine a
ktivierte mediale Gonarthrose sowie
eine
Retropatellar
arthrose
ohne
Anhaltspunkte für eine Meniskusläs
i
on
ergeben habe und erhoben den folgenden Befund
:
e
rhaltene Artikulation im
linken
Kniegelenk
k
eine Luxation
, ke
ine Subluxation
, keine pathologische
Konturu
nterbre
chung
im Sinne einer Fraktur
v
ermehrter Kniegelenkserguss
i
ntakte
vordere und hintere Kreuzbänder
altersentsprechende
Meni
sk
i
ohne Rissbildung
d
iskretes Knochenmarksödem im Bereich der gelenkbildenden Fläche
femoral
medialseitig
bei Knorpelunregelmässigkeiten
d
eutliche Knorpelunregelmässigkeiten
retropatellär
i
ntakte Darstellung des Ligamentum
collaterale
laterale und
des
Ligamentum
collaterate
mediale
u
nauffällige Darstellung der
Quadrizepssehne
und der Patellarsehne
d
iskrete
Imbib
i
erung
der Weichteile ventral des Ligamentum
patellae
k
leinste Baker-Zyste
2.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Tropen- und Reisemedizin, erwähnte in seinem Bericht vom
3.
Januar 2012 (
Urk.
8
/2), dass die Beschwerdeführerin
am
9.
Dezember 2011 während der Arbeit auf rutschigem Boden ausgerutscht sei und anschliessend unter einer Schwellung des Knies und unter Knieschmerzen gelitten habe
. Die
Erstbehandlung nach dem Ereignis vom
9.
Dezember 2011
habe
am 1
4.
Dezember 2011 stattgefunden.
2.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte mit Bericht vom 2
5.
April
2012 (
Urk.
8/7) einen
Verdacht auf
eine
(posttraumatische) Gonarthrose links
und erwähnte, dass die Beschwerdeführer
in
gemäss ihren Angaben im
jugendlichen Alter
an ihren beiden Kniegelenken, wahrscheinlich
wegen einer
C
hondropathia
patellae
operiert worden sei, und dass sie anschliessend in Bezug auf
ihre
Kniegelenke schmerzfrei gewesen sei. Am
9.
Dezember 2011
sei sie
bei
der Arbeit als Serviertochter auf nassem Boden ausgeglitten und
habe
sich das linke Knie verdreht
, welches
anfänglich stark geschwollen
und schmerzhaft gewesen sei
. Im Verlauf
hätten die
Schmerzen auf der Innenseite und auch im Kniescheibenbereich
persistiert, vor allem
beim
Treppensteigen
.
Anlässlich der am 1
9.
Dezember 2011 durchgeführten MRI-Untersuchung des linken Knie
gelenks
hätten sich
nur diskrete Knorpelschäden medial und
femoropatellär
sowie ein gewisser
Gelenk
s
erguss
ohne
Meniskus- oder Kreuzbandläsionen
gezeigt
.
Die Gelenkbeweglichkeit
sei
vollständig frei
gewesen;
positive
Meniskuszeichen
seien nicht nachzuweisen
gewesen
(S. 1).
Röntgenologisch seien keine
eindeutigen degenerativen oder posttraumatischen Veränderungen
zu erkennen gewesen;
im MRI
hätten sich
lediglich diskrete degenerative Knorpelveränderungen
gezeigt
.
Am
1
8.
Mai 2012 sei
en
eine
(diag
nostische)
Arthroskopie und
eine
allfällige Gelenktoilette
vorgesehen
. Ob die geschilderten Beschwerden tatsächlich posttraumatischen Ursprunges
seien
,
sei
schwierig zu beurteilen
(S. 2)
.
2.5
Dr.
C._
erwähnte im
Operationsbericht vom 1
8.
Mai 2012
(Urk. 8/13)
, dass bei der Beschwerdeführerin gleichentags eine Arthroskopie mit
retropatellärem
und medialem
Knorpeldébridement
sowie
Pridiebohrungen
am medialen
Kondylus
links durchgeführt worden sei und diagnostizierte einen medialen und
femoropatellären
Knorpelschaden im Bereich des linken Kniegelenks.
Retropa
tellär
sei eine erhebliche Knorpelschädigung im Sinne einer
Chondromalazie
Grad II bis III und
femoralseitig
ein hochgradig ausgedünnter Knorpel in der
ganzen Belastungszone festzustellen gewesen (S. 1), weshalb ein ausgedehntes
Knorpeldébridement
mit Entfernung der instabilen und vulnerablen Knorpelan
teile und multiple
Pridiebohrungen
in der Defektzone durchgeführt worden seien. Das vordere und hintere Kreuzband und die
Meniski
seien intakt und
rissfrei
gewesen (S. 2).
2.6
PD
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin,
führte in seiner
auf Grund der Akten erstellten
Stellung
nahme
vom
7.
Juni 2012 (
Urk.
8/15)
aus
, dass die Beschwerdeführer
in
im Ju
gendalter wegen
retropatellärer
Knorpelschäden beidseits operiert worden sei, und dass
sie vor dem
Sturzereignis vom
9.
Dezember 2011 ohne
Brückensymp
tome
beschwerdefrei gewesen sei. Danach
hätten
sich eine traumatisch akti
vierte, vorbestehende Gonarthrose und
eine
Femuropatellar
arthrose
links mani
festiert, worauf die Beschwerdeführerin an ihrem linken Kniegelenk operiert worden sei. Dabei seien ein
Knorpeldébridement
und
Pridiebohrungen
durch
geführt worden. Beim Unfall vom
9.
Dezember 2011 handle es sich vor dem Hintergrund einer jahrelangen Beschwerdefreiheit ohne Brückensymptome
sicher
um die überwiegend wahrscheinliche Ursache der Gesundheitsstörung. Es sei indes davon auszugehen, dass die gegenwärtig bestehenden
Gesundheits
störungen ohne das versicherte Unfallereignis später ohnehin eingetreten wären, und
dass von einem Erreichen des
Status quo sine ungefähr Ende September 2012
auszugehen sei
(S. 2).
2.7
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, stellte in seinem Bericht vom 1
1.
Juli 2012 (
Urk.
8/60/4) die folgenden Diagnosen (S. 1):
Verdacht auf
postarthroskopisches
Ödem im Bereich des medialen
Femurkondylus
und des
Tibiaplateau
links bei:
Status nach
retropatellärem
und mediale
m
Knorpeldébridement
sowie
Mikrofrakturierung
im Bereich des mediale
n
Femurkondylus
links am 1
8.
Mai 2012
medialem und
femoropatellärem
Knorpelschaden
Bei den Beschwerden, unter welchen die Beschwerdeführerin gegenwärtig leide, handle es sich um einen Reizzustand nach der Operation des linken Kniegelenks vom 1
8.
Mai 2012 bei Zustand nach
Pridi
ebohrung
und
Kniegelenksarthros
ko
pie
. Differenzialdiagnostisch müsse ein
postarthroskopisches
Ödem in Betracht gezogen werden (S. 1). Zum Ausschluss einer
postarthroskopischen
Osteo
nekrose
sei eine MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks vorgesehen (S. 2).
2.8
Die Ärzte des Spitals
F._
stellten
im MRI-Bericht vom 1
6.
Juli 2012 (Urk. 14)
fest
, dass eine gleichentags durchgeführte MRI-Untersuchung des linken Knie
gelenks der Beschwerdeführerin
d
ie folgenden Befunde ergeben habe:
Zeichen
einer
Var
usgonarthrose
mit
Chondropathie
Bone
bruise
und bereits
zystoide
resorptive Veränderungen am medialen
Femurkondylus
l
eichte
Trochleadysplasie
mit verkürzter medialer
Auflage
fl
äche
Ret
ropatellarthrose
Zustand nach Zerrung und Einri
ss des me
dialen
Ret
inakulum
patellae
Zustand nach Zerrung und Einriss der
posterioren
Gelenkkapsel
Ergussanteile im
post
erioren
K
ompartiment
,
interkondylär
und retro-suprapatellar
m
ukoide
Menisk
usveränderungen ohne Riss
minime
initiale
Bakerzyste
Sie erwähnten sodann, dass mittels MRI eine deutliche mediale Gelenksspalt
ver
schmälerung mit Höhenminderung des Knorpels
femoral
, partiell bis zur
Knor
pelglatze
, sowie ein
knochenödemäquivalentes
Signal
im Bereich des medialen
Femurk
ondylus
bei intaktem
Kollateralband
und
mediale
r
Gelenkkapsel
sowie
mukoide
degenerative
Veränderungen
, ohne Rissbildung im Bereich der
Aussen
- und
Innenmeniski
festgestellt worden
seien.
2.9
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 2
0.
Juli 2012 (
Urk.
8/60/5) aus, dass die Beschwerdeführerin
seit
der Mitte Mai
2012
durchgeführten Gelenkstoilette mit
Pridiebohrungen
unter einem
unbefriedigenden Verlauf mit anhaltenden Schmerzen leide. Die zwischenzeitlich durchgeführte MRI-Untersuchung des
linken Kniegelenks habe erhebliche Veränderungen im Bereich des medialen
Kondylus
ergeben, wobei
es schwierig sei, zwischen
postoperativen Verände
rungen nach
Pridiebohrungen
und Knoch
en
marksödem
zu unterscheiden
. Jedenfalls bestehe
medialseitig
ein schwerer Knorpelschaden, weshalb eine
uni
kondyläre
mediale
Kniearthroplastik
angezeigt sei.
2.10
Mit
Operationsbericht vom
8.
August 2012 (Urk. 8/24)
stellte
Dr.
C._
fest
, dass bei der Beschwerdeführerin am
7.
August 2012 eine
unikondyläre
mediale
Kniearthroplastik
links
durchgeführt worden sei. Da die am 1
8.
Mai 2012 durchgeführten
Pridiebohrungen
und das
Knorpeldébridement
am medialen
Kondylus
zu keiner relevanten Erleichterung geführt hätten, habe die Beschwer
deführerin auf Grund anhaltender erheblicher medialer Knieschmerzen eine definitive Lösung gewünscht, weshalb die Implantation eines
unikondylären
medialen Kniegelenksersatzes indiziert
gewesen s
ei (S. 1).
Am 1
8.
September 2012 stellte
Dr.
C._
ein
en regelrechten
Verl
auf nach
uni
kondylärem
medialem
Kniegelenksersatz links fest und erwähnte, dass die
Beschwerdeführerin nur noch unter minimalen Restbeschwerden leide (Urk. 8/60/2).
Am
7.
November 2012 stellte
Dr.
C._
objektiv eine gute Funktion bei nur minimal gereiztem linken Knie fest und erwähnte, dass die Beschwerdeführerin weiterhin unter Schmerzen im Bereich ihres linken Knies leide, und dass
sie
längere Distanz
en gehend
nicht
bewältigen
könne (
Urk.
8/60/1).
2.11
Dr.
med.
G._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, stellte in seinem Gutachten vom 1
2.
Dezember 2012 (
Urk.
8/63) die folgenden Diagnosen (S. 3):
belastungsabhängiges Schmerzbild im Bereich des linken Kniegelenks bei Status nach Implantation einer
monokondylären
Arthroplastik
im Bereich des medialen linken Kniegelenks mit/bei:
Status nach Distorsion des linken Kniegelenks am
9.
Dezember 2011
Status nach Arthroskopie und
Pridiebohrung
am 1
8.
Mai 2012
Adipositas
Er erwähnte, dass die Beschwerdeführerin seit der Implantation der
Knieteilpro
these
im linken Knie unter einem protrahierten Verlauf leide (S. 2). Da die Beschwerdeführerin während rund dreissig Jahren bis zum versicherten
Unfall
ereignis
beschwerdefrei gewesen sei,
sei der
U
n
fall vom
9.
Dezember 2011
die ausschliessliche
Ursache des Gesundheitsschadens im Bereich des linken Knies (S. 3). Der Unfall vom
9.
Dezember 2011 habe zu einer richtunggebenden Ver
schlimmerung des vorbestehenden Knorpelschadens geführt. Die anschliessend durchgeführten
Pridiebohrungen
seien aus orthopäd
ischer Sicht angezeigt gewesen, weil damit
eine Knorpelneubildung
habe
angeregt werden
sollen
(S.
4). Leider sei es da
durch nicht zu einer Besserung des Gesundheitszustandes gekommen, weshalb
eine
Knieteilprothese
implantiert
worden sei. Durch den versicherten Unfall und durch die
arthroskopische
Versorgung sei es zu einer richtunggebenden Verschlimmerung gekommen (S.
5).
Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ungefähr im Frühjahr 2013 eine körperliche gering belastende und überwiegend sitzende Tätigkeit
ohne regelmässiges Treppensteigen und ohne das Tragen schwerer Lasten
wieder aufnehmen könne (S. 6).
2.12
In seinem Gutachten vom 1
1.
April 2013 (
Urk.
8/81) führte
Dr.
G._
aus, dass in der bisherigen Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Bäckereiverkäuferin weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestehe
. Der
Beschwerdeführerin
sei indes
die Aufnahme einer angepassten, rein sitzenden Tätigkeit ab
1.
Mai 2013
vorerst zu 50 %
zuzumuten
. Es sei sodann
mit dem Erreichen einer voll
ständigen Arbeitsfähigkeit in körperlich nicht anstrengenden,
wechselbelasten
den
Tätigkeiten
nach Ablauf eines Jahres seit dem Operationsdatum (vom
7.
August 2012)
zu rechnen.
Es sei eine Integritätseinbusse von 20
%
ausge
wiesen (S. 3).
2.13
Mit Bericht vom 1
2.
Juli 2013 (
Urk.
8/102) stellte
Dr.
med.
H._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, fest, dass eine
Spect
-CT-Untersuchung des linken Kniegelenks der Beschwerdeführerin eine
geringfügige Aktivität
posterior
medial im
Implantatbereich
, eine mässig ausgeprägte Aktivität im Bereich des
tibialen
Implantats und eine massive Anreicherung
im Bereich
der Patella ergeben habe. Es sei davon auszugehen, dass die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwe
rden
patellären
Ursprungs seien, weshalb
die Implantation einer Totalprothese
angezeigt sei
.
Mit Operationsbericht vom
7.
August 2013 (
Urk.
8/
107
) stellte
Dr.
H._
fest, dass
am linken Knie
der Beschwerdeführerin gleichentags ein Prothesenwechsel durchgeführt worden sei
. Dabei sei die
bisherige
unikondyläre
mediale
Knie
t
eil
p
rothese
entfernt und
durch
eine Knie
t
otalprothese
ersetzt worden
(S. 2).
2.14
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Chirurgie, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, führte in seine
m
Aktengutachten
vom
8.
August 2013 (
Urk.
8/111) aus, dass durch das Ereignis vom
9.
Dezember 2011
eine vorbestehende Arthrose im linken Kniegelenk der Beschwerdeführerin symptomatisch geworden sei, und dass es sich beim später festgestellten Erguss um einen Reizerguss bei vorbestehender Arthrose gehandelt habe. Das Unfallereignis sei nicht geeignet gewesen, einen Knorpelschaden im Kniegelenk zu verursachen, weshalb es sich beim Unfall vom
9.
Dezember 2011 nicht um die Ursache der gesundheitlichen Störung im Bereich des linken Kniegelenks handle. Durch den Unfall sei es lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestehenden Gesundheitsschädigung gekommen. Der Status quo sine sei spätestens nach einer Zeit von sechs Wochen nach dem Unfallereignis erreicht worden (S. 4). Obwohl rein unfallbedingt eine Integritätseinbusse
zu verneinen sei
,
sei von einer Integritätseinbusse von höchstens 15
%
auszugehen (S. 5).
2.15
Am
7.
Januar 2014 (
Urk.
8/144
S. 3
) nahm
Dr.
G._
zur Stellungnahme von
Dr.
I._
vom
8.
August 2013 Stellung und erwähnte, dass nach einer Beschwerdefreiheit im linken Knie von 30 Jahren
nicht von einem logischen Zusammenhang zwischen dem versicherten Unfall und dem krankhaften
Vor
zustand
gesprochen werden könne.
2.16
Dr.
H._
erwähnte in seinem Bericht vom 1
2.
März 2014 (
Urk.
8/174), dass die Beschwerdeführerin seit dem Knieprothesenwechsel noch nicht vollständig beschwerdefrei sei, dass ihr die bisherige, im Stehen auszuübende Tätigkeit im Verkauf ab
1.
Januar 2014 im Umfang
eines Arbeitsepensums von 50
%
zuzu
muten sei. Die
Ausübung einer körperlich nicht belastenden, vorwiegend sitzend und nur teilweise stehend und gehend auszuübenden Tätigkeit
sei ihr indes
im Umfang eines Arbeitspensums von 75
%
zuzumuten.
Mit Bericht vom 3
0.
Juni 2014 (
Urk.
8/181) stellte
Dr.
H._
fest, dass die Beschwerdeführerin weiterhin nicht beschwerdefrei sei, und dass die Ätiologie der geklagten Beschwerden unklar sei. In der angestammten
Tätigkeit
bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
. Es sei eine Szintigraphie des rech
ten Kniegelenks geplant.
2.17
Die Ärzte der
J._
,
Dr.
K._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, und
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
sowie
für Neurologie,
stellten in ihrem Gutachten vom 1
2.
Oktober 2014 (
Urk.
8/183) fest, dass weder aus orthopädischer noch aus psychiatrischer Sicht ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den erhobenen Befunden und dem
Unfallereig
nis
vom
9.
Dezember 2011 bestehe (S. 2).
Die Beschwerdeführerin habe sich anlässlich des versicherten Ereignisses ihr linkes Knie verdreht. Dabei sei es indes nicht zu einer strukturellen Schädigung des Kniegelenks gekommen.
Das festgestellte leichte Knochenmarksödem am medialen
Kondylus
sei als Begleiterscheinung der Arthrose zu werten,
obwohl
ein solches
grundsätzlich
auch bei
einer Distorsion oder Kontusion
auftreten könn
t
e.
Der Umstand, dass die vorbestehende Gonarthrose zum Umfallzeitpunkt asymptomatisch gewesen sei, bedeute nicht, dass sie durch den Unfall verur
sacht worden sei. Es sei davon auszugehen, dass die Folgen einer einfachen Distorsion drei Monate nach dem Unfallereignis geheilt gewesen wären (S. 10), und dass der Status quo sine drei Monate nach dem Unfallereignis eingetreten sei (S. 12
des orthopädischen Gutachtens
). Eine unfallbedingte
Integritätsent
schädigung
sei nicht ausgewiesen (S. 15
des orthopädischen Gutachtens
).
Aus psychiatrischer Sicht leide die Beschwerdeführerin an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und an einer Agora
phobie mit Panikstörung. Die Beschwerdeführerin sei bereits in den Jahren 2001 bis 2003 beim
M._
in psychiatrischer Behandlung gewesen. Das Knietrauma sowie das Verhalten ihres damaligen Arbeitgebers hätten die gegenwärtige depressive Episode ausgelöst (S. 5 des psychiatrischen Gutachtens). Aus psychiatrischer Sicht sei das Knietrauma jedoch nicht geeignet,
das bei der Beschwerdeführerin bestehende psychiatrische Beschwerdebild zu erklären (S. 6 des psychiatrischen Gutachtens).
2.18
Dr.
G._
nahm am
3.
November 2014 zum Gutachten der Ärzte der
J._
vom 1
2.
Oktober 2014 Stellung
(
Urk.
8/185)
und erwähnte
, dass es sich bei einem
Knochen
marksödem (
Bone
bruise
) um ein nichtspezifisches Signal
nach Trauma bei Knochenkontusionen, Frakturen, Infektionen, Tumoren,
avaskulären
Nekrosen oder beginnenden Arthrosen handle, und dass keine echten radiologischen Kriterien zur Differenzierung zwischen einer
Traumafolge
und einem degenerativen Geschehen bestünden (S. 1).
Bei der Beschwerdeführerin sei n
ach einer Beschwerdefreiheit von dreissig Jahren
Dauer
eine spontane Dekompensation im Bereich des linken Kniegelenks
mit der Notwendigkeit einer
Implantation einer Knie
prothese
unwahrscheinlich gewesen. Vielmehr
wäre
mit einer langsamen Steigerung der Schmerzintensität zu rechnen gewesen. Aus diesem Grunde sei davon auszugehen, dass es durch den Unfall vom
9.
Dezember 2011 zu einer richtunggebenden Verschlimmerung des
Gesund
heitsschadens
im Bereich des linken Kniegelenks gekommen
sei.
Der
Gesundheitsschaden
im Bereich des linken Kniegelenks sei daher
im Sinne einer
Teilkausalität
durch den Unfall
vom
9.
Dezember 2011
verursacht worden
(S. 2).
3.
3.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass
die Beschwerde
führerin am
9.
Dezember 2011 auf nassem Boden ausglitt, sich dabei ihr linkes Knie verdrehte (
Urk.
8/1
) und in der Folge unter einer Schwellung des Knies und unter Knie
schmerzen litt (vorstehend E.
2.3
), weshalb
am
1
8.
Mai 2012
im linken Kniegelenk eine
arthroskopische
Gelenkstoilette m
it
retropatellärem
und medialem
Knorpeldébridement
sowie
Pridiebohrungen
am medialen
Kondylus
durchgeführt
wurde
n
(vorstehend E.
2.5
).
In der Folge litt die Beschwerde
führerin unter einem unbefriedigenden Verlauf mit anhaltenden Schmerzen
, worauf
am
7.
August 2012 eine
unikondyläre
mediale Knieteilprothese einge
setzt
wurde
(vorstehend E.
2.10
), welche am
7.
August 2013 durch eine Knie
totalprothese ersetzt wurde (vorstehend E.
2.13
).
3.2
Den erwähnten medizinischen Akten ist zudem zu entnehmen, dass die beteilig
ten Ärzte zwar übereinstimmend davon ausgingen, dass die Beschwerdeführer
in
an ihrem linken Kniegelenk
bereits
vor dem versicherten Unfallereignis unter einer asymptomatischen Arthrose
ge
litt
en habe
. In
Bezug auf die Frage nach einer richtunggebenden Verschlimmerung des Vorzustandes im Bereich des linken Kniegelenks durch den versicherten Unfall
wichen die beteiligten Ärzte in ihren Beurteilungen indes
teilweise voneinander ab. Während PD
Dr.
D._
am
7.
Juni 2012 (vorstehend E.
2.6
) davon ausging, dass es sich auf Grund der jahrelangen Beschwerdefreiheit ohne Brückensymptome beim Unfall vom
9.
Dezember 2011 um die überwiegend wahrscheinliche Ursache der Gesundheitsstörung handle, und dass der gegenwärtig
e
Gesundheitsschaden
ohne das versicherte Unfallereignis später ohnehin eingetreten wäre, weshalb von einem Erreichen des Status quo sine Ende September 2012 auszugehen sei, vertrat
Dr.
I._
am
8.
August 2013 (vorstehend E.
2.14
) die Ansicht, dass durch den Unfall vom
9.
Dezember 2011 eine vorbestehende Arthrose im linken Kniegelenk der Beschwerdeführerin symptomatisch geworden sei, und dass es sich beim später festgestellten Erguss um einen Reizerguss bei vorbestehender Arthrose gehandelt habe. Da das Unfallereignis nicht geeignet gewesen sei, den Knorpelschaden zu verursachen, handle es sich beim Unfall vom
9.
Dezember 2011 nicht um die Ursache des Gesundheitsschadens im linken Kniegelenk.
D
urch den Unfall
sei es
lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekomm
en
,
weshalb
von einem Erreichen
des Status quo sine spätestens sechs Wochen nach dem Unfallereignis auszugehen
sei
.
3.3
Damit übereinstimmend gingen auch die Ärzte der
J._
in ihrem Gutachten vom 1
2.
Oktober 2014 (vorstehend E.
2.17
) davon aus, dass es sich beim Unfallereignis vom
9.
Dezember 2011 um eine einfache Distorsion des linken Kniegelenks gehandelt habe, dass
das
Knochenmarksödem am medialen
Kondylus
eine
Begleiterscheinung der vorbestehenden Arthrose
darstelle
, und dass die Unfallfolgen
(
im Sinne einer einfachen Distorsion des linken Kniege
lenks
)
nach
Ablauf
einer Zeit von drei Monaten nach dem Unfallereignis ver
heilt gewesen seien, weshalb von einem Erreichen des Status quo sine zu diesem Zeitpunkt auszugehen sei.
3.4
Demgegenüber ging
Dr.
G._
in seinem Gutachten vom 1
2.
Dezember 2012 (vorstehend E.
2.11
) davon aus, dass der Unfall vom
9.
Dezember 2011 zu einer richtunggebenden Verschlimmerung des vorbestehenden Knorpelschadens im linken Kniegelenk geführt
habe, weshalb davon auszugehen sei, dass der
Gesundheitsschaden im Bereich des linken Kniegelenks der Beschwerdeführerin
durch das versicherte Unfallereignis
verursacht
worden sei. In seiner das Gut
achten vom 1
2.
Dezember 2012
ergänzenden Stellungnahme vom
3.
November 2014 (vorstehend E.
2.18
)
vertrat er sodann
die Meinung,
dass eine spontane Dekompensation des Gesundheitszustandes im Bereich des linken Kniegelenks mit der Notwendigkeit einer Implantation einer Knietotalprothese nach einer Beschwerdefreiheit von rund dreissig Jahren unwahrscheinlich gewesen sei.
Ohne d
en Unfall
wäre
vielmehr
mit einer langsamen Steigerung der Schmerzintensität zu rechnen gewesen. Da
es durch den versicherten
Unfall
zu
einer richtunggebenden Verschlimmerung des Gesundheitsschadens im Bereich des linken Kniegelenks gekommen sei
, sei
daher
von
einer Teilkausalität
auszu
gehen
.
3.5
Somit bejahten je ein beratender Arzt der
Swica
(PD Dr.
D._
: Erreichen des Status quo sine ungefähr Ende September 2012 Urk. 8/15; E. 2.6 und E. 3.2); und ein von der
Swica
beauftragter Gutachter (Dr.
G._
: Unfall sei ausschliessliche Ursache beziehungsweise habe zu einer richtunggebenden Ver
schlimmerung geführt, Urk. 8/63, E. 2.11, Urk. 8/81, E. 2.12, Urk. 8/185, E. 2.18 sowie E. 3.4) die Unfallkausalität der von der Beschwerdeführerin geklagten Kniebeschwerden über den 9. März 2012 (Zeitpunkt des Wegfalls der Kausalität gemäss der Beschwerdegegnerin) sowie über den 18. Mai 2012 (Zeitpunkt der Arthroskopie) hinaus.
Demgegenüber erachteten je ein anderer beratender Arzt der
Swica
(Dr.
I._
, Urk. 8/111, E. 2.14) und die Gutachter der
J._
(Urk. 8/183, E. 2.17) den Status quo sine spätestens nach 6 Wochen (circa Ende Januar 2012) beziehungsweise nach drei Monaten (9. März 2012 beziehungsweise Zeitpunkt des Wegfalls der Kausalität gemäss der Beschwerdegegnerin) als erreicht.
Von den
sich deutlich widersprechenden ärztlichen Auffassungen
in Bezug auf die Kausalität beziehungsweise in Bezug auf den Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine
vermag keine restlos zu überzeugen. Insbesondere setzten sich die Gutachter der
J._
nicht mit den abweichenden Auffassungen von PD Dr.
D._
und Dr.
G._
auseinander, so dass die Einschätzung der
J._
nicht ohne
Weiteres
nachvollziehbar ist. Zur Klärung der Frage der
Kausalität
der nach dem 9. März 2012 geklagten Kniebeschwerden
beziehungsweise
der Frage nach dem
Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine
sind daher weitere
Abklärungen
nötig.
3.
6
Gemäss der medizinischen Aktenlage steht
sodann
fest, dass eine
am 1
9.
De
zember 2011 und mithin
nach dem versicherten Unfa
llereignis vom
9.
Dezember 2011
jedoch vor der
arthroskopischen
Gelenkstoilette und
den
Pri
diebohrungen
vom
1
8.
Mai 2012
durchgeführte MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks der Beschwerde
führer
in
eine aktivierte mediale Gonarthrose und Retropatellararthrose ohne
Anhaltspunkte für eine Meniskusläs
i
on
, intakte Bandstrukturen, einen vermehren Kniegelenkserguss
und
ein d
iskretes
Kno
chenmarksödem
im Bereich der gelenkbildenden Fläche
femoral
medialseitig
ergab (vorstehend E.
2.2
).
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 2
5.
April 2012 (vorstehend E.
2.4
) dazu aus, dass
diese
MRI-Untersuchung vom 1
9.
Dezember 2011
nur diskrete Knorpelschäden medial und
femoropatellär
sowie ein
en gewissen
Gelenkerguss
ohne
Meniskus- oder Kreuzbandläsionen
ergeben habe,
weshalb
es
schwierig zu beurteilen sei, ob
die geschilderten Beschwerden tatsächlich posttraumatischen Ursprunges
seien
.
Anschliessend
ergab eine
am 1
6.
Juli 2012 und mithin
nach der
arthroskopi
sche
n
Gelenkstoilette mit
retropatellärem
und medialem
Knorpel
débridement
sowie
Pridiebohrungen
vom
1
8.
Mai 2012 durchgeführte MRI
Untersuchung des linken Kniegelenks der Beschwerdeführerin
neben einer
Var
usgonarthrose
mit
Chondropathie
und Retropatellararthrose, eine deutliche mediale Gelenksspalt
verschmälerung mit Höhenminderung
partiell bis zur Knorpelglatze
des Knor
pels
femoral
,
ein
e
Bone
bruise
mit
bereits
zystoide
n
resorptive
n
Veränderungen am medialen
Femurkondylus
, eine l
eichte
Trochleadysplasie
mit verkürzter medialer
Auflage
fl
äche
,
mukoide
Menisk
usveränderungen ohne Riss
sowie einen Zustand nach Zerrung und Einriss des medialen
Ret
inakulum
patellae
und der
posterioren
Gelenkkapsel
(vorstehend E.
2.8
).
Dazu führ
t
e
Dr.
C._
in
seinem Bericht vom 2
0.
Juli 2012 (vorstehend E.
2.9
) aus, dass die MRI-Unter
suchung vom 1
6.
Juli 2012 erhebliche Veränderungen im Bereich des medialen
Kondylus
ergeben
habe
, wobei die Unterscheidung zwischen postoperativen Veränderungen nach
Pridiebohrungen
und
Knochmarksödem
schwierig sei. Demgegenüber
stelle
Dr.
E._
in seinem Bericht vom
1
1.
Juli 2012 (vorstehend E.
2.7
) einen Reizzustand nach
Pridi
ebohrung
und Kniegelenksarthros
kopie vom 1
8.
Mai 2012
fest und zog
differenzialdiagnostisch ein
postarthroskopisches
Ödem in Betracht
.
3.
7
Nach Gesagtem
steht
daher fest
, dass unmittelbar nach dem versicherten
Unfall
ereignis
anlässlich der MRI-Untersuchung vom 1
9.
Dezember 2011 lediglich
diskrete Knorpelschäden medial und
femoropatellär
sowie ein d
iskretes Knochenmarksödem im Bereich der gelenkbildenden Fläche
femoral
medialsei
tig
bestand,
und
dass
demgegenüber
nach der Kniegelenksarthros
kopie vom 1
8.
Mai 2012 anlässlich der MRI-Untersuchung vom 1
6.
Juli 2012 erhebliche Knorpelschäden im Sinne einer medialen Gelenksspalt
verschmälerung mit Höhenminderung partiell bis zur Knorpelglatze
des Knorpels
femoral
, ein
e erhebliche
Bone
bruise
beziehungsweise
ein erhebliches
Knochenmarködem mit
bereits
zystoide
n
resorptive
n
Veränderungen am medialen
Femurkondylus
,
mukoide
Menisk
usveränderungen ohne Riss
sowie ein
Zustand nach Zerrung und Einriss des medialen
Ret
inakulum
patellae
und der
posterioren
Gelenkkap
sel
bestanden.
3.
8
Unter diesen Umständen ist nicht auszuschliessen, dass
es durch den operativen Eingriff vom 1
8.
Mai 2012 zu einer richtunggebenden Verschlechterung des vorbestehenden Gesundheitsschadens im Bereich des linken Knies der Beschwerdeführerin gekommen ist, beziehungsweise dass
der
Gesundheits
scha
den
im Bereich des linken Knies der Beschwerdeführerin, insoweit sich dieser
wie durch die
MRI-Untersuchung vom 1
6.
Juli
2012
im Vergleich zur MRI
Untersuchung vom 1
9.
Dezember 2011 dokumentiert - nach dem opera
tiven Eingriff vom 1
8.
Mai 2012 erheblich
verschlechterte,
wenigstens teilweise
eine Folge
des operativen Eingriffs am linken Knie vom 1
8.
Mai 2012 darstell
t
e
, und dass die erheblichen Beschwerden, unter welchen die Beschwerdeführerin nach dem Eingriff vom 1
8.
Mai 2012 litt, welche die Implantation einer
Teil-
beziehungsweise
einer Totalprothese erforderten,
wenigstens teilweise
durch den operativen Eingriff vom 1
8.
Mai 2012
verursacht
beziehungsweise ausgelöst
wurden.
Diese Frage lässt sich auf Grund der
vorliegenden
medizinischen Aktenlage
indes
nicht schlüssig beantworten. Der Sachverhalt erweist sich insofern
als
nicht rechtsgenügend abgeklärt.
4.
4.1
Das Gericht kann die Angelegenheit z
u neuer Entscheidung an die Vor
instanz
zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache
eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
4.2
Die Beschwerdegegnerin, an welche die Sache zu ergänzender
Sachverhalts
abklärung
zurückzuweisen ist, wir
d daher
weitere Abklärungen betreffend die
Kausalität der nach dem 9. März 2012 geklagten Kniebeschwerden beziehungs
weise der Frage nach dem Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine
zu tätigen haben (vgl. E. 3.5). Ergibt sich daraus eine über den 9. März 2012 hinaus gehende beziehungsweise mindestens bis zum 18. Mai 2012 andauernde Kausa
lität, hat die Beschwerdegegnerin ferner
das
röntgenologische Bildmaterial
betreffend das linke Kniegelenk der Beschwerdeführerin
, insbesondere dasjenige betreffend die MRI
Untersuchungen vom 1
9.
Dezember 2011 und vom 1
6.
Juli 2012 bei
zu
ziehen u
nd bezüglich der Frage, ob
das Beschwerdebild
im Bereich des linken Knies der Beschwerdeführerin
durch den operativen Eingr
iff vom 1
8.
Mai 2012 verursacht
beziehungsweise wenigstens teilweise mitverursacht wurde, bei einer unabhängigen Stelle ein orthopädisches (Akten
)Gutachten ein
zu
holen.
Falls diese
Frage auf Grund der ergänzenden Sachverhaltsabklärungen zu bejahen sein sollte,
wird die Beschwerdegegnerin
alsdann
ergänzend
prüfen, ob der operative Eingriff vom 1
8.
Mai 2012
wenigstens teilweise
im Sinne von
Art.
6
Abs.
3 UVG
(vorstehend E. 1.1)
der Behandlung von
Folgen des ver
sicherten Unfallereignisses diente
.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren (IV.2016.00124) weitere Abklä
rungen nötig sind, womit sich die Frage nach einem koordinierten Vorgehen stellt.
Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin
über den Leistungsanspruch der Beschwerdef
ührerin
für die Folgen des Unfalls vom
9.
Dezember 2011
neu verfüge
n
.
Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Nach § 34 Abs. 1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person
An
spruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin grundsätzlich Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdeführerin daher
Anspruch auf
eine
Prozess
ent
schädigung
, welche in Berücksichtigung
der Bedeutung der Streitsache
und
der Schwierigkeit des Prozesses
und eine
s gerichtsüblichen Stundenansat
zes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehr
wertsteuer) auf Fr.
3
‘100.-- (inklusive
Baraus
la
gen
und Mehrwertsteuer) festzu
setzen ist.