Decision ID: 655557c3-ef20-4b3b-8c0f-e4e4bf5cd509
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1984, stürzte am 30. April 2010 bei seiner Tätigkeit als Elektromonteur von der Leiter, schlug mit dem Gesicht, den Händen, dem Ober
arm und den Knien auf den Betonboden auf
und zog sich dabei mehrere Frak
turen im Gesicht un
d an den Extremitäten zu (Urk. 5/1/1, Urk. 5
/12/6-9). Im Anschluss an eine Anmeldung zur Früherfassung
durch die Arbeitgeberin (Urk. 5
/2) meldete sich
der Versicherte
am 2. Dezember 2010 zum Bezug von Leistungen der Inva
lidenversicherung an (Urk.
5
/8).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte
in der Folge
die medizinische und erwerbliche Situation ab
.
Mit Schrei
ben vom 13. September 2011 kündigte die Arbeitgeberin dem Ver
sicherten fristlos wege
n Arbeitsverweigerung (Urk. 5
/32).
Mit Beginn des Arbeitsverhältnisses am
1.
Mai 2014 trat der Versicherte im Anschluss an ein Arbeitstrai
ning
am
Praktikumsplatz
eine 50%ige An
stellung als
Elektroplaner
bei der
Y._
an (Urk.
5
/
86,
Urk. 5/93 S. 1
).
Am 21. August 2015 verfügte
die IV-Stelle
einen
rück
wirkenden Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente ab 1. Juni 2011 bis 30. April 2014 und auf eine befristete halbe Rente ab 1. Mai bis Ende November 2014 (Urk.
5/147/
13-3
0
).
Eine dagegen erhobene Beschwerde
hiess das hiesige Gericht mit Urteil IV.2015.00992
vom 25.
November
201
6
(Urk.
5
/
150/1-18
)
in dem Sinne gut
,
als es die angefochtenen Verfügungen vom 21. August 2015 aufhob und
die Sache zwecks Einholung eines
polydisziplinären
Gutachtens sowie zum neuen Entscheid über die Rentenfrage an die IV-Stelle zurückwies.
1.2
In der Folge ergänzte die IV-Stelle ihre Abklärungen in erwerblicher und medizi
nischer Hinsicht, wobei sie unter anderem ein
polydisziplinäres
– internistisches, psychiatrisches, orthopädisches, neu
rologisches und neuropsychologisches -
Gut
achten bei der
Z._
veranlasste, welches am
6. November 2017
(Urk. 5
/
181/2-41
)
erstellt
und am 6. Dezember 2017 (Urk. 5/183) auf Rückfrage
der IV-Stelle
ergänzt
wurde.
Mit
Vorbescheid
vom
5
.
Januar 2018
(Urk. 5/
187
)
stellte die IV-Stelle dem Versi
cherten
die
Zusprache
einer vom 1. Juni 2011 bis
30.
April 2014 befristeten gan
zen
sowie einer vom 1. Mai bis 30.
November 2014 befristeten halben Rente in Aussicht.
Nach Einwand des Beschwerdeführers (Urk. 5/190, Urk. 5/193, Urk.
5/195)
nahmen die
Z._
-Gutachter
am 4.
Juni 2018 (Urk. 5/197) zu den mit Einwand eingereichten
ärztlichen Berichten
sowie am 27. Juni 2018 (Urk. 5/199) zu Rückfragen
der IV-Stelle
Stellung
.
Am
14
.
März
201
9
(Urk. 2)
verfügte die
IV-Stelle einen rückwirkenden Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente ab 1. Juni 2011 bis 30. April 2014 und auf eine befristete halbe Rente ab 1. Mai bis
30.
November 2014.
2.
Der Versicherte erhob am 23. April 2019 Beschwerde gegen
die Verfügung vom
14. März 2019
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
, insofern ihm ab dem 1. Dezember 2014 keine Rentenleistungen ausgerichtet werden,
und es sei ihm
ab
1. Dezember 2014
eine halbe Invalidenrente
zuzusprechen
;
eventuell sei
die Sache zur weiteren Abklärung an die Verwaltung zurückzuweisen
(Urk.
1 S.
2
)
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
31. Mai 2019 (Urk. 4
)
die
Abweisung der Beschwerde
, was dem Beschwerdeführer
am
3. Juni 2019
zur Kenntnis gebracht
wurde
(Urk.
6
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der
Verordnung
über die Invali
denversicherung [IVV]
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führte
in ihrer Verfügung vom
14
.
März
201
9
(Urk.
2
)
– gestützt auf die eingeholten medizinischen Unterlagen und insbesondere das
Z._
-Gutachten
–
aus
,
ab 1. April 2011 bestehe
Anspruch auf eine ganze und ab 1. Mai 2014 bis 30. November 2014 (drei Monate nach der gesundheitlichen Verbesse
rung) auf eine halbe Invalidenrente (S. 5 f.).
Sie setzte sich eingehend mit der mit Einwand des Beschwerdeführers vorgebrachten Kritik am
Z._
-Gutachten ausei
nander und gelangte zum Schluss, dass dieses beweiskräftig sei und darauf abgestellt werden könne
(S. 6-8)
.
2.2
Der
Beschwerdeführer stellte sich in
seiner
Beschwerde vom
23
.
April
201
9
(Urk. 1)
insbesondere gestützt auf
die
Stellungnahme der Behandler zum Gutach
ten
auf den Standpunkt, dass
das
Z._
-Gutachten in seinem psychiatrischen
(S. 5-9), neurologischen
(S. 9
-12
)
und neuropsychologischen (S. 12-17) Teil wider
sprüchlich sei und deshalb nicht darauf abgestellt werden könne.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali
denrente hat.
Dabei
ist
unbestritten und
mit der
Aktenlage
vereinbar
, dass der Beschwerdefüh
rer aufgrund seiner gesundheitlich
eingeschränkten
Arbeitsfähigkeit nach am 2. Dezember 2010 erfolgter Anmeldung
ab
1.
April 2011 An
spruch auf eine ganze und ab 1.
Mai 2014 bis
mindestens
30.
November 2014
Anspruch
auf eine halbe Invalidenrente
hat
. Ebenso unbestritten und mit der Aktenlage vereinbar ist, dass der Beschwerdeführer seit seinem U
n
fall im April 2010 dauerhaft in seiner
ange
stammten Tätigkeit als Elektroinstallateur zu 100% arbeitsunfähig ist
(vgl. Urk. 1-2,
Urk.
5/181/2-41 S. 37 f.)
.
Zu prüfen bleibt, wie es sich mit seinem Anspruch
auf eine Invalidenrente ab Dezember 2014 aufgrund
allfällig
gesundheitsbeding
ter Einschränkungen in angepasster Tätigkeit
verhält
.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, bei welchem sich der Beschwerdeführer seit 3. Juli 2012 in ambulanter Behandlung befand, nannte in seinem
Bericht
v
om
12
.
Mai 2017
(Urk.
5
/
166/3-7
)
als Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.11),
eine
Akrophobie
(ICD-10 F40) und ein organisches Psycho
-
syndrom nach Schädelhirntrauma am 30. April 201
0
(S. 1). Er führte aus, der Beschwerde
führer sei in seiner Tätigkeit als Elektroplaner seit 2014 und bis auf Weiteres zu 50 % arbeitsunfähig. Als psychische Einschränkungen bestünden eine rasche Ermüdbarkeit, Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Unsicher
heit, Kopf- und Nackenschmerzen. Dies wirk
e
sich aus,
indem
der Beschwerde
führer rasch an seine Belastungsgrenze
gelange
und dann Pausen einlegen müsse. Er sei nach einem halben Arbeitstag ers
chöpft (S. 2 f. Ziff.
1.6-7).
3.2
Im
Gutachten
des
Z._
vom
6
.
November
201
7
(Urk.
5
/
181
/
2-
41
) nannten Dr. med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Dr. med.
C._
, Fach
arzt für Neurologie FMH, Dr. med.
D._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie
FMH, Dr. med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
und
lic
. phil.
F._
, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP,
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S.
36
):
1.
Status n
ach Unfall (Leitersturz) am 30.04.
2010 (ICD-10 S02.7)
-
Mittelgesichtsfrakturen (Sinus
frontalis
rechts Vord
er- und Hinter
wand,
Orbitaboden
/-dach, Nasenbein) und Rissquetschwunde (RQW) frontal rechts
-
Status nach Reposition Sinus
fron
t
alis
rechts,
Mukosektomie
und Obliteration mit Muskelstreifen aus dem
Musculus
frontalis
sowie Osteosy
nthese mit Titanplättchen am 6.05.
2010
-
Contusio
capitis
(RQW frontal rechts); differentialdiagnostisch milde traumatische Hirnschädigung
-
kernspintomographisch keine strukturelle Läsion (letztes MRI Schädel
01/
2015)
-
Hyposensibilität im Bereich V1 rechts
-
Extremitätentrauma
-
Chronische Hand-Arm-Nackenbeschwerden der dominanten rechten Seite (ICD-10 T92.2/Z98.8/Z98.1/M79.60/M54.2)
2.
Chronische Hand-Arm-Nackenbeschwerden der dominanten rechten Seite
(ICD-10 T92.2/Z98.8/Z98.1/M79.60/M54.2
-
Status nach Osteosynthese 2006 bei subkapitaler Metacarpale
V-Fraktur
-
Status nach distaler intraartikulärer Radiusfraktur am 30.04.2010 und fraglich älterer Fraktur des
Processus
styloideus
radii
-
Status nach offener Reposition,
Debridement
,
autologer
Spongiosaplas
tik
mit Entnahme vom distalen
Humerus
links lateralseitig
, Gelenksre
konstruktion sowie Osteosynthese mittels Platten, Schraube und Spick
drähten des distalen Radius sowie
entfernung
zweier Spickdrähte aus dem Metacarpale V am 07.05.2010 (
G._
)
-
Status nach Entfernung des
Osteosynthesematerials
am Handgelenk,
Adhäsiolyse
und partieller
Handgelenksdenervation
am 09.09.2010 (
G._
)
-
Status nach Arthroskopie des Handgelenkes und
Radioscapholunatum-Arthrodese
am 18.02.2011 bei deutlicher
Radioscapholunatum
-Arth
rose (
G._
)
-
Status nach Resektion des distalen
Scaphoidpols
am 23.06.2011 bei STT-Arthrose (
G._
)
-
Status nach Schraubenentfernung am Handgelenk am 12.10.2011 (
G._
)
-
Status nach
Handgelenksarthrodese
am 12.01.2012 (
G._
)
-
Status nach Entfernung des
Osteosynthesematerials
am Handgelenk und Spaltung des ersten Strecksehnenfaches am 09.12.2013 bei
frustra
ner
konservativer Behandlung einer Tendovaginitis
stenosans
de
Quer
vain
(
G._
)
-
r
adiologisch vollständig konsolidierte
Arthrodese
ohne Hinweis für
höhergradige
Degeneration (Röntgen 13.03.2014 und 20.09.2017)
-
klinisch stabile
Arthrodese
ohne Hinweise für längerdauernde Scho
nung der Extremität
Daneben stellten die
Z._
-
Gutachter folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
S. 3
6
f.
;
verkürzt wiedergegeben
):
-
Neurasthenie (ICD-10 F48.0)
-
bei Status nach Schädelhirntrauma (SHT) 2010
-
niedrige Intelligenz, mit etwas unausgeglichenem Profil zu Ungunsten nonverbaler Inhalte
-
vor dem Hintergrund der niedrigen Intelligenz minimale kognitive Hirnfunktionsschwäche
-
Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54.0)
-
Status nach minimal abgekippter Radiusköpfchenfraktur, Fraktur des
Tuberculum
ossis
trapezii
und Verdacht auf Fraktur des Os
capitatum
sowie des Os
scaphoideum
der
adominanten
linken Seite am 30.04.
2010 (ICD-10 T92.1/T92.2/Z98.8)
-
Chronisch intermittierendes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
-
klinisch kein relevantes funktionelles Defizit
-
Episodisches Spannungstyp-Kopfweh (ICD-10 G44.2)
Die
Z._
-
Gutachter führten in ihrer Konsensbeurteilung aus,
aus orthopädischer Sicht sei der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als Elektromonteur wie
auch für andere körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten dauernd vollständig arbeitsunfähig. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit wie auch derjenigen des Elektroplaners bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Bei der neurologischen Untersuchung seien bei Status nach Unfall mit wahrscheinlich milder traumatischer Hirnschädigung keine objekti
vierbaren pathologischen Befunde mehr festgestellt worden. Die klinischen neu
rologischen Befunde seien unauffällig gewesen. Die angegebenen Kopfschmerzen würden als Spannungstypkopfweh diagnostiziert. Rein somatisch-neurologisch
wie auch
aus allgemeininternistischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Bei der psychiatrischen Untersuchung sei eine Neurasthenie diagnostiziert worden. Zudem bestehe eine Schmerzverarbeitungsstörung. Diese gründe auf der Tatsache, dass die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwer
den und Einschränkungen aus somatischer Sicht nicht ausreichend objektiviert werden könnten. Durch die Neurasthenie seien gewisse Beschwerden zu erklären. Daraus könne jedoch gemäss Prüfung der Indikatoren und
Inkonsistenzprüfung
keine wesentliche Arbeitsunfähigkeit abgeleitet werden. Bei der neuropsycholo
gischen Untersuchung sei eine minimale kognitive Hirnfunktionsstörung festge
stellt worden, welche im Zusammenhang mit der knappen Intelligenz zu inter
pretieren sei. Neuropsychologisch könne hinsichtlich Arbeitsfähigkeit auf die neurologische und psychiatrische Beurteilung verwiesen werden.
Zusammenge
fasst sei der Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht für die aktuell ausge
übte Tätigkeit als Elektroplaner wie auch für andere körperlich leichte, wechsel
belastende Tätigkeiten zu 100 % arbeits- und leistungsfähig. Körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten, wie die ursprünglich angestammte Tätigkeit als Elektroinstallateur, seien nicht mehr zumutbar (S. 36 f. Ziff. 6.2).
Ferner
hielten
die Gutachter
fest
, aufgrund der anamnestischen Angaben,
ihrer
Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestier
ten Arbeitsunfähigkeiten
gingen sie davon aus
, dass die Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Elektromonteur seit dem Unfall vom April 2010 anzunehmen sei. Danach könne sicher eine mehrmonatige vollständige Arbeitsunfähigkeit auch für angepasste Tätigkeiten bestätigt werden. Wegen der diversen Handoperatio
nen sei die Wiederaufn
a
hme einer angepassten Tätigkeit längere Zeit nicht mög
lich gewesen. Spätestens ab Aufnahme der angepassten Erwerbstätigkeit im Mai 2014 könne die 50%ige Arbeitsfähigkeit bestätigt werden. Eine Steigerung auf die
von ihnen
festgestellten 80% sei aus medizinischer Sicht innerhalb von wenigen Monaten
zumutbar gewesen. Die festgestellte Arbeitsfähigkeit gelte sicher ab der Untersuchung im September/Oktober 2017, sei wahrscheinlich ab Januar 2017 anzunehmen (S. 37 Ziff. 6.3).
Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin teilte Dr.
B._
und Dr.
H._
vom
Z._
am 6.
Dezember 2017 (Urk. 5/183) m
it, es liege im Abschnitt Ziff.
6.3 des Gutachtens ein Schreibfehler
vor
. Es müsse da, wie auch an allen and
e
ren Stellen des Gutachtens
, 100 % statt 80 %
heissen
.
3.3
Nach Vorlage des
Z._
-Gutachten
s
führte der
Dr. phil.
I._
, Fach
psy
chologin für Neuropsychologie FSP
, in einem Schreiben vom 2
0. Februar 2018 (Urk.
5/192/4
-
7
)
zuhanden des Beschwerdeführers unter anderem aus, die Beschreibung der zum Teil erheblichen Testbefunde im
Z._
-Gutachten kontras
tierten auffällig mit den diagnostischen Angaben, wo keine neuropsychologi
schen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt würden, jedoch bei Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit von einer «minimalen kog
nitiven Hirnfunktionsschwäche vor dem Hintergrund einer niedrigen Intelligenz» ausgegangen werde. Dies sei als erheblicher Widerspruch zu werten. Ausserdem werde mittels Durchführung einer Intelligenztestung durch das
Z._
versucht zu insinuieren, allfällige kognitive Schwierigkeiten als vorbestehend (nämlich IQ-assoziiert) zu konnotieren. Jedoch stellten sich die Bereiche Aufmerksam
keit/Konzentration versus Intelligenz relativ unabhängig voneinander dar. Ein weiterer Kritikpunkt betreffe die Aussage bezüglich der Arbeitsfähigkeit aus neu
ropsychologischer Sicht. Hier werde angeführt, dass die «Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im jetzigen Beruf als Elektroplaner bei den, (den) kognitiven Stärken und Schwächen angepassten Anforderungen nur gering eingeschränkt ist». Diese Aussage werde jedoch in
keinster
Weise verifiziert, es handle sich um blosse Spekulation.
Zumal d
iese
Aussage
einer
Korrespondenz-Notiz des Arbeit
gebers
widerspreche
, wo u.a. erwähnt werde, dass
die
«Konzentrationsfähigkeit mit zunehmender Arbeitsdauer spürbar leide». Leider seien solche «
ökologisch valide Daten» im
Z._
-Gutachten nicht gewürdigt worden (S. 2 f.).
3.4
In Auseinandersetzung
mit dem
Z._
-Gutachten führte der behandelnde Dr.
A._
in einem Schreiben vom 22. Februar 2018 (Urk. 5/192/1-2)
auf Rück
frage des Beschwerdeführers aus, die Kriterien nach ICD-10 für ein Psychosyn
drom
seien
erfüllt. Die Argumentation des
Z._
-Neurologen, dass die Schwere des Traumas zu gering gewesen sei, ziele an den geforderten Kriterien vorbei. Der
Z._
-Psychiater beziehe sich bei seiner Ablehnung der Diagnose organisches Psy
chosyndrom auf den Neurologen und diskutiere die Symptome nicht selbständig. Er diagnostiziere vielmehr
eine Neurasthenie. Dies sei eine veraltete Diagnose
, welche
im
deutschsprachigen Raum kaum noch Verwendung
finde. I
m ICD-10
werde
zwar die Möglichkeit einer Neurasthenie im Anschluss an eine
körperliche Krankheit erwähnt, nicht jedoch im Anschluss an ein Schädelhirntrauma
.
Auf die
Diskussion dieses Aspektes gehe
der Psychiater
nicht ein.
Weiter hielt Dr.
A._
fest,
in Bezug auf die Depression sei anzumerken, dass die depressive Stimmungslage im Längsschnitt sicherlich schwanke. Der Gutachter gehe jedoch von einer
«
Momentaufnahme
»
aus, die nicht mal durch einen der zahlreichen Tests dokumentiert werde. Der Beschwerdeführer zeige eindeutig Interessenverlust, Freudlosigkeit, sozialen Rückzug, erhöhte Ermüdbarkeit, ver
minderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl,
Libidoverlust
,
negativistische
Zukunftsperspektiven, Schlafstörungen, etc., so dass die Diagnose Depression nach wie vor aufrechterhalten werden könne.
Das Absetzen der Medikation sei vom Beschwerdeführer ohne sein Wissen
(er habe unter Gewichtszunahme gelitten, welche die Hausärztin auf die antidepressive Medikation zurückführte)
durchgeführt worden. Am 20. April 2017 habe er letzt
mals Medikamente von
ihm
bezogen. Zum Folgetermin sei er nicht mehr erschie
nen und sei auch telefonisch nicht zu erreichen gewesen. Erst Mitte September habe sich der Beschwerdeführer wieder telefonisch gemeldet und einen ersten Termin wieder am 19. September 2017 gehabt.
3.5
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH für Neurologie, führte in seinem Schreiben
zuhanden des
Beschwerdeführer
s
vom 13. März 2018 (Urk. 5/194), nachdem ihm das
Z._
-Gutachtens vorgelegt worden war, unter anderem aus,
es handele sich im neurologischen Bereich um die Frage de
r
Commotio cerebri. Für die Diagnose von Commotio cerebri (im Gegensatz zu
Contusio
) seien Läsionen im MRI nicht obligat. Der Beschwerdeführ leide an
post
k
ommotionellen
Folgen. Er sei austhe
rapiert und in seiner Stelle als Elektroplaner 50% stabil. Dazu sei
en
die authenti
schen Beobachtungen des Arbeitgebers heranzuziehen. Die neuropsychologisc
he Beurteilung zeige weit unter
durchschnittliche Befunde in diversen Bereichen, welche nicht auf die zentral gestellte «niedrige Intelligenz» zu erklären seien. Es überzeuge nicht, dass nach einem solch schweren Unfall und bei unbeanstandeter Arbeitsanamnese davor, nun die niedrige Intelligenz für die kognitive S
törung verantwortlich sein soll
e. Bezüglich der psychiatrischen Diagnose einer Neuras
thenie
sei er als Neurologe nicht einverstanden. Es handle sich um di
e eindeuti
gen Symptome des
post
c
ommotionellen
Syndroms. Jedoch soll
e
der behandelnde Psychiater Stellung nehmen. Bezüglich der orthopädischen Untersuchung bestehe keine
Beschwielung
der
Hände, im Gegenteil bestünden trophische Störungen der rechten Hand mit
Palmar
Erythem, Volumenminderung, ferner Atrophie des
Interosseus
I mit Schwäche. Ein anderer Befund bei
«
Ablenkung
»
habe
er
nicht beobachte
n
können
. Die Angaben des Arbeitgebers seien authentisch und objek
tiv und gäben Anlass zur Unterstützung der Glaubwürdigkeit der Arbeitsfähigkeit von 50 %. Zudem sei die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit verschiedenen Prozenten, welche auf Intervention der Beschwerdegegnerin schlussendlich auf 100 % festgelegt worden sei
, verwirrend
(S. 5)
.
3.6
Nach Vorlage
der
S
chreiben
von Dr. phil.
I._
vom
2
0. Februar 2018
(
E. 3.3
) und
von Dr.
J._
vom 13.
März 2018 (E. 3.
5
) führten Dr.
C._
und
lic
. phil.
F._
vom
Z._
in ihrer Stellungnahme vom 4. Juni 2018 (Urk. 5/197)
unter anderem aus, Dr.
J._
habe die Angaben in seinem Schreiben sehr selek
tiv interpretiert. Der neurologische
Z._
-Gutachter habe
versucht
, dies so objektiv wie möglich zu tun und objektiv seien die stattgehabte
Contusio
capitis
mit RQW frontal r
echts
(selbstverständlich neben den Mittelgesichtsfrakturen),
die Commo
tio cerebri
/
milde traumatische Hirnschädigung
sei
als Differentialdiagnose
, dass heisse als Möglichkeit erwähnt.
Wenn eine solche stattgefunden hätte (was er ja nicht prinzipiell bestreite!), wäre sie aber am untersten Rand der Schwere des Spektrums – bezogen auf das Hirn und nicht au
f den Schädel – anzusiedeln, wo nach allgemeiner medizinischer Erfahrung bei einmaligem Ereignis keine Resi
duen persistierten.
Dr.
C._
sei bewusst, dass gemäss ICD zur Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach Schädelhirntrauma keine strukturelle Läsion notwendig sei. Dies sei im Gutachten ja auch diskutiert
worden,
inkl
usive
weshalb diese
Diagnose nicht gestellt
worden sei.
Viele der in der ICD-10 bei F07.2 auf
geführten
Beschwerden
seien
per se unspezifisch und müss
t
en im Gesamtkontext interpretiert werden
.
Es
ergä
ben sich keine Gründe, aufgrund der nachträglich eingereichten Akten
,
die
neurologische Beurteilung im Gutachten zu revidieren
(S. 1 f.)
.
Weiter hielt
lic
. phil.
F._
fest,
die Intelligenztestung sei durchgeführt worden, um allenfalls quantifizierbare intellektuelle Minderleistungen – welche die Arbeitsfähigkeit ungünstig beeinflussen könnten - auszuschliessen. In diesem Sinne sei dies nicht - wie von Dr.
I._
in ihrem Schreiben vom 20.
Februar 201
8
(E. 3.2) unterstellt - ein Versuch, allfällige kognitive Schwierigkeiten als IQ-assoziiert zu konnotieren, s
ondern eine fachlich sinnvolle T
estung in Ergänzung zu den anderen neuropsychologischen Testverfahren zu ermöglichen. Mit der Feststellung von Dr.
I._
, wo
nach der Bereich Aufmerksamkeit/
Konzentration von der Intelligenz
relativ unabhängig sei,
stimme sie klar überein
.
Die Untersu
chung
sei durchgeführt worden, nachdem der Beschwerdeführer eine längere Her
fahrt hinter sich gehabt habe, und
habe den ganzen Morgen gedauert. Alle Auf
merksamkeitstests, welche durchgeführt worden seien, seien am Ende des Unter
suchungsmorgens durchgeführt worden, nachdem der Beschwerdeführer schon ein längeres und kognitiv anspruchsvolles Programm hinter sich gehabt habe. Die Aufmerksamkeitsfunktionen seien somit zu einem Zeitpunkt gemessen worden, bei dem die kognitive Ermüdung vergleichbar mit jener nach einem anstrengen
den Arbeitsvormittag gewesen seien.
Jene
Messwerte, welche bei allen Aufmerk
samkeitstests bei der aktuellen Untersuchung teilweise im
unterdurchschnittli
chen bis weit unterdurchschnittlichen Bereich liegen
würden, beträfen
fast
aus
schliesslich
Messungen des Verarbeitungstempo
s
, nicht jedoch qualitative Mes
sungen. Wenn der
Beschwerdeführer
Tätigkeiten
nicht unter Zeitdruck
habe
erle
digen
müsse
n
, sondern in seinem
–
eher
langsamen - Arbeitstempo
habe
arbeiten
können
,
habe er
qualitativ recht stabile und gute Leistungen
gezeigt.
Unter sol
chen Bedingungen
sei
es auch nach längerer Belastung nicht zu
Ermüdungser
scheinungen
gekommen
. Wie der
Beschwerdeführer
selber
festgestellt habe
, müsse er am
jetzigen Arbeitsplatz nicht unter Zeitdruck und Stressbedingungen arbeiten
; d
ie Einschränkungen
seien v.a. somatischer Natur
und die erhöhte Ermüdbarkeit trä
te nach
längerem Arbeiten auf.
Die neuropsychologische Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit im
Z._
-Gutachten
sei
nach wie vor gültig
(S. 2 f.)
.
3.7
Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin nahmen Dr.
E._
und Dr.
H._
am 27. Juni 2018 (Urk. 5/199) zum Schreiben von
Dr.
A._
vom 22. Februar 2018 (E. 3.
4
) Stellung. Sie führten aus,
Dr.
A._
vertrete die Auffassung, dass ein organisches Psychosyndrom vorliege. Die Diagnose eines organischen Psycho
syndroms
sei
, wenn sie nicht durch organische Befunde, in diesem Fall neurolo
gische Befunde, gestützt werde, als eher vage (Verdachts-)Diagnose zu werten, die auf einer Reihe von unspezifischen, weitgehend subjektiven Beschwerden beruhe. Im interdisziplinären Konsens
sei
diese Diagnose
geprüft
worden
, aber durch den Neurologen nicht gestützt
worden
. Auch im neuropsychologischen
Teilgutachten
sei
kein Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit
attestiert
worden. Somit stell
e sich die Frage,
wie die vom
Beschwerdeführer erlebt
e subjektive Leistungs
minderung in den Nachmittagsstunden zu
erklären
sei
. In Betracht gezogen
wor
den sei
eine depressive
Störung.
Für das Vorliegen einer
depressiven Störung habe
der
Beschwerdeführer
aber während der Untersuchung, abgesehen von einer
minimalen Dysphorie, keine weiteren relevanten
Merkmale (kein Morgentief, keine
psychomotorische Hemmung, keine Affektstarre etc.)
gezeigt
. Da er auch die antidepressive
Pharmakotherapie beendet
gehabt habe
und die sozialen Stan
dardindikatoren auf eine erhebliche
Aktivität mit reger Reisetätigkeit in die Hei
mat, automobiler Verkehrsfähigkeit und weiterhin
unterhaltenen sozialen Kon
takten hinw
ei
sen
würde
n
,
sei
eine relevante depressive Hemmung der
Leistungs
fähigkeit verneint
worden.
Die Standardindikatoren berücksichtigen eben
gerade
nicht nur eine
Momentaufnahme. Somit
sei
die Diagnose einer Neurasthenie als wahrscheinlichste Erklärung ermittelt worden, da sie die schnelle Müdigkeit nach geistigen Anstrengungen, Schwindelgefühl und Reizüberflutung beinhalte.
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten der Fachärzte des
Z._
vom
6
.
November
201
7
(E.
3.
2
)
samt Ergänzungen
(E. 3.2 am Ende)
und Stellungnahmen
(E. 3.
6-7
)
ist
hinsichtlich der zu beurteilenden Leiden des Beschwerdeführers umfassend. Es beinhaltet internistische, neurologische,
neuropsychologische, orthopädische
und psychiatrische Untersuchungen und beruht auf den erforderlichen allseitigen kli
nischen und bildgebenden Explorationen sowie notwendigen Laborerhebungen (Urk.
5/181/2-41
S.
11
, S.
12
-
14
, S.
19
-
21
, S. 2
7
f.
,
S. 32-34
).
Das Gutachten wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet
und
auf Rückfragen ergänzt
(
Urk. 5/181/2-41
S.
3
-9
, S.
11
, S.
15
, S.
23 f.
, S.
28-30, S. 35, S. 39
; Urk. 5/197, Urk. 5/199
),
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinan
der (
Urk. 5/181/2-41
S.
9-11
, S.
12, S. 14
f., S. 17 f.
, S.
22
-
24
, S.
26-35
, S.
38
f.
).
Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuch
tend dargelegt und ihre Schlussfolgerung nach erfolgter Konsensbesprechung nachvollziehbar begründet (S.
37-39
).
So zeigten
sie
nach erfolgter Konsensbe
urteilung
schlüssig auf,
dass
der
Beschwerdeführer aufgrund de
s
chronischen Hand-Arm- und Nackenschmerzsyndrom
s
auf der dominanten rechten Seite
– bei ansonsten unauffälligem Befund am Bewegungsapparat - für die angestammte Tätigkeit als Elektromonteur sowie für jegliche körperlich schwere und mittel
schwere Tätigkeit dauernd arbeitsunfähig ist, jedoch
bei
einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht. Ebenso nachvollziehbar ist, dass
bei Status
nach Unfall im Jahr 2010 mit
Contusio
capitis
und
wahrscheinlich
milder
traumatischer Hirnschädigung und aktuell unauffälligem klinischem neurologischen Befund rein somatisch-neurologisch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr besteht.
Daneben konnten die Gutachter insbesondere schlüssig aufzeigen, dass die psychiatrischen Diagnosen einer Neurasthenie und einer Schmerzverarbei
tungsstörung auf der Tatsache
gründen, dass die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden und Ein
schränkungen aus somatischer Sicht nicht ausreichend objektiviert werden konn
ten und
auch aus der
durchgeführte
n
Indikatoren- und
Inkonsistenzprüfung
keine wesentliche Arbeitsunfähigkeit abgeleitet werden kann. Genauso plausibel wurde dargelegt, dass die während der neuropsychologischen Untersuchung festgestell
ten
unterdurchschnittlichen bis weit unterdurchschnittlichen Leistungen in der Aufmerksamkeit/Konzentration nicht auftreten, wenn der Beschwerdeführer in seinem langsamen Arbeitstempo arbeiten kann.
Folglich ist
aus polydisziplinärer Sicht
die
von den Gutachtern festgestellte
100%ige Arbeits- und Leistungsfähig
keit für die
aktuell ausgeübte Tätigkeit als Elektroplaner wie auch für andere kör
perlich leichte, wechs
elbelastende Tätigkeiten plausibel (Urk. 5/181/2-41 S. 37 f.).
Hinsichtlich der
Darstellung des zeitlichen Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit in der Konsensbeurteilung
des
Z._
-Gutachtens
ist schliesslich
betreffend den verun
glückten letzten Abschnitt
zu bemerken, dass sich
die
se
gutachterliche
Aussage offensichtlich
versehentlich widersprüchlich zeigt, indem von
einer Steigerung auf eine 80%ige Arbeitsfähigkeit und einer wahrscheinlich anzunehmenden Arbeitsfähigkeit ab Januar 2017
,
gleichzeitig aber von einer nach wenigen Monaten nach Mai 2014 bestehenden Arbeitsfähigkeit
die Rede ist (E. 3.2 in
fine
)
. Aus der Konsensbeurteilung
,
den einzelnen Teilgutachten
und dem Eingeständnis des Schreibfehlers bezüglich der Steigerung auf eine 80%ige statt 100%ige Arbeitsfähigkeit
ergibt sich zweifelsfrei, dass die
Z._
-Gutachter von einer
wenige Monate nach Mai 2014 bestehenden 100%ige
n
Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
ausgingen. So wird in der Konsensbeurteilung einzig aus orthopädischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (E. 3.2). Dies deckt sich mit den Teil
gutachten, in welche
n
weder der Internist, der Psychiater, der Neurologe
noch
der Neuropsychologe eine
länger andauernde
Arbeitsunfähigkeit feststellen konn
t
en
(vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 11, S. 15, S. 30, S. 35). Einzig der Orthopäde ging von einer seit dem 30. April 2014 bestehenden
bleibenden und vollständigen
Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sowie einer ab 13. Mai 2015 beste
henden 50%igen und
spätestens drei Monate danach 100%igen
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
aus (S. 23).
4.2
4.2.1
Im Unterschied zum
Z._
-Gutachten
diagnostizierte
Dr.
A._
in seinem
Bericht
vom
12
.
Mai
201
7
aus psychiatrischer Sicht eine
mittelgradige depressive Epi
sode,
Akrophobie
und ein organisches Psychosyndrom
(E.
3
.
1
).
In seinem Schrei
ben vom 22. Februar 2018 (E. 3.4) hielt er an den Diagnosen eines organischen Psychosyndroms sowie einer Depression fest und kritisierte die Diagnosestellung
des
Z._
-Gutachter
s
.
Das psychiatrische
Z._
-Teilgutachten enthält eine klinische Untersuchung mit
Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urk.
5
/
181
/2-
41
S.
12
-17)
und entspricht somit den bundesgerichtlichen Voraus
setzungen an ein psychiatrisches Gutachten (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2).
Dr.
E._
war der Bericht von Dr.
A._
vom 12. Mai 2017
bei der Begutachtung
bekannt
und er hielt in seiner Stellungnahme vom 27. Juni 2018
(E. 3.7)
zum Schreiben von Dr.
A._
vom 22. Februar 2018 an seiner Beurteilung fest.
Insoweit Widersprüche in der Befund
erhebung und Diagnosestellung zu
Dr.
A._
s Beurteilung bestehen
, ist darauf hinzuweisen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem begutachtenden Psychiater des
halb praktisch immer einen gewissen Spielraum eröffnet, innerhalb dessen ver
schiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist
,
was
vorliegend der Fall
ist
.
Dr.
E._
setzte sich
denn auch
mit
den von Dr.
A._
gestellten Diagnosen
eines organischen Psychosyndroms und einer Depression eingehend auseinander (vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 13-15, E. 3.7).
Dr.
E._
legte hinsichtlich des organischen Psychosyndroms schlüssig dar, dass
bei mangelnden
neurologische
n
Befunde
n die Diagnose
eher als vage
Verdachts
d
iagnose zu werten
ist
,
da sie dann
auf einer Reihe von unspezifischen, weitgehend subjektiven Beschwerden beruh
t
,
und
dass
weder die Erkenntnisse aus dem neurologischen noch dem neuropsychologischen Teilgutachten eine diesbezügliche Diagnose stützten
.
Betreffend
der
Diagnose einer Depression konnte Dr.
E._
aufzeigen
, dass eine solche Erkrankung zum Gutachtenszeitpunk
t nicht vorlag, da der Beschwer
deführer weder unter
einem Morgentief, einer psychomotorischen Hemmung oder Affektstarre
etc.
litt,
er die anti
depressive
Pharmakotherapie beendet hatte und die sozialen Standardindika
toren auf weiterhin
bestehen
de
soziale Kontakte hinwiesen – mithin die Konsis
tenzprüfung
nicht
auf eine
Einschränkung in allen Lebensbereichen hinwies
(vgl. Urk. 5/181/2-41 S.
15-17 und
E. 3.7).
Demgegenüber
nahm
Dr.
A._
k
e
ine Zuordnung der
krankheitsspezifischen
Kriterien
bei
den von ihm gestellten Diag
nosen in seinem Bericht vom 12. Mai 2017 vor
. Ebenso ging er fälschlicherweise davon aus, dass das Schädelhirntraum
a
im Jahre 2013
stattgefunden hatte
. Dieses fand jedoch
bereits
drei Jahre zuvor statt
(vgl. Urk. 5/166/3-7 S. 2 Ziff. 1.4). Bei seinem Schreiben
vom 22. Februar 2018
beschränkte er sich
vorliegend
auf Kritik an der Diagnosestellung im
Z._
-Gutachten
,
ohne mittels eigener Befunderhebung konkret die Krankheitsvoraussetzungen zu prüfen. Er wies lediglich in pauschaler
W
eise darauf hin, dass er die Kriterien der von ihm gestellten Diagnosen beim Beschwerdeführer erfüllt sieht. Betreffend das Psychosyndrom wies er vor allem darauf
hin, dass es sich bei der Diagnose einer Neurasthenie um eine veraltete Diagnose handle und bezüglich der Depression,
dass der
Z._
-Gutachter von einer Momentaufnahme ausgegangen sei (vgl. E. 3.4).
Dazu ist anzumerken, dass die ICD-10 (1
0.
Ausgabe 2015) in Ziffer F.48.0 die Neuroasthenie (immerhin) noch aufführt und eine gutachterliche Untersuchung systemimmanent immer einer Momentaufnahme entspricht.
Daneben ist - insbesondere im Hinblick auf die von Dr.
A._
fortwährend
attestierte
50
%ige Arbeitsunfähigkeit
als Elektroplaner
–
auch der
Erfahrungstat
sache
Rechnung zu tragen
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5).
Nach dem Gesagten vermag die Beurteilung durch Dr.
A._
die Einschätzung der
Z._
-Gutachter nicht in Frage zu stellen.
4.2.2
[
I
n Abweichung
zum
Z._
-Gutachten
ging
Dr.
J._
in
seinem Schreiben
vom
13
.
März
201
8
davon aus, dass der Beschwerdeführer an
einem
postk
ommotio
nelle
n
Syndrom als
Folge des Unfalles
im April 2010
leide
und
hielt
eine anhal
tende
50%ige Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführers
in seiner Tätigkeit als Elektroplaner
für glaub
haft
. Zudem kritisierte er, dass g
emäss den
Z._
-Gutachtern allein
die niedrige Intelligenz für die kognitive Störung verantwort
lich sein solle
(E. 3.
5
).
Weiter
kritisierte Dr. phil.
I._
das
Z._
-Gutachten als widersprüchlich, indem keine neuropsychologischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden seien, aber von einer mini
malen kognitiven Hirnschwäche ausgegangen werde.
Zudem beanstandete sie, dass die kognitiven Schwierigkeiten des Beschwerdeführers von den
Z._
-Gutachtern als vorbestehend konnotiert worden seien und die geringe
n
Ein
schränkungen der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bei seiner aktuellen Stelle aufgrund der kognitiven Einschränkungen nur Spekulationen darstellen würden (E. 3.
3
)
.
Entgegen dieser Kritik
vermögen
sowohl das neurologische Teilgutachten von Dr.
C._
als auch das neuropsychologische Teilgutachten von Dr.
phil.
F._
zu überzeugen
:
Dr.
C._
zeigte in seinem neurologischen Teilgutachten nach
vollziehbar auf,
dass betreffend
die Extremitäten kein relevanter Ausfall objekti
viert werden
konnte
,
die geltend gemachte Ermüdbarkeit, Belastbarkeit, Reizbar
keit und Aggressivität im Gespräch nicht auf
fielen
und sich der Beschwerdeführer
diesbezüglich im a
namnestischen Gespräch
völlig adäquat verhalten hatte
.
Hin
sichtlich des im April 2010 stattgefundenen Schädelhirntraumas legte Dr.
C._
plausibel dar, dass
die Schwere des Traumas bezogen auf das Gehirn zu gering war, um bleibende Funktionsstörungen hervorgerufen zu haben
, und
dass es sich bei den intermittierenden Kopfschmerzen in erster Linie um episodisches Span
nungstyp-Kopfweh handelt
. Insbesondere setzte sich Dr.
C._
eingehend mit der Diagnose eines
postkom
m
otionellen
Syndroms respektive eines organischen Psychosyndroms auseinander
und
diagnostizierte
nachvollziehbar
eine
Con
t
usio
capitis
mit der Differentialdiagnose einer milden traumatischen Hirnschädigung (
vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 29
f.
, E. 3.6
)
.
Demgegenüber leitete Dr.
J._
nicht auf
grund von ihm festgestellter neurologischer Ausfälle und sich daraus ergebenden Defiziten in der funktionellen Leistungsfähigkeit
die 50%ige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit her, sondern er hielt einzig aufgrund
der
Aussagen des Arbeit
gebers eine
solche
für
glaubhaft
. Im Gegensatz zu Dr.
C._
, welcher
neben einer klinischen Untersuchung auch eine Testung mittels Neurographie durch
führte, unternahm Dr.
J._
im Übrigen
kein
e
solche Testung (vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 27 unten, Urk. 5/194).
Ebenso legte Dr. phil.
F._
in seine
m
neuropsychologischen
Teilgutach
-
ten
– gestützt auf zahlreiche Testverfahren (vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 32-34)
–
schlüssig dar, dass
Einschränkungen das
Arbeitstempo
in Form eines erhöhten Zeitaufwan
des zur Prüfung und allfälliger Fehlerkorrektur
betreffen, weshalb
umso weniger Einschränkungen zu erwarten
sind
,
je angepasster die Inhalte an die neuropsy
chologischen Voraussetzungen sind
(wenig Zeitdruck, klare und orientierende Vorgaben, eher konkrete
und bekannte Inhalte etc.).
Dr. phil.
F._
zeigte
auch
auf,
dass
beim Beschwerdeführer in seiner
aktuellen Arbeit die Voraussetzungen dafür
ideal
sind, weshalb keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteh
t
(S. 34 f.). Damit löst sich auch der von Dr. phil.
I._
monierte angebliche Widerspruch
zwischen der von
Dr. phil.
F._
gestellten Diagnose einer sich nicht auf die aktuelle Arbeitsfähigkeit auswirkende
n
«minimale
n
kognitive
n
Hirnfunk
tionsschwäch
e
» auf.
Ebenso wenig wurde
n
von Dr. phil.
F._
allfällige kognitive Schwierigkeiten
einfach
als vorbestehend
konnotiert
. So legte er
überzeugend
dar, dass er mit der durch ihn erfolgten Intelligenztestung
eine
Ergänzung zu den anderen
neuropsycho
-
logischen
Testverfahren vornahm, weil eine solche zuvor noch nicht durchgeführt worden war und er allfällige
quantifizierbare intellektu
elle Minderleistungen mit ungünstiger Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit aus
schliessen
wollte (vgl. E. 3.
6
).
Entgegen der Aussage von Dr. phil.
I._
handelte es sich bei der Beurteilung über die
geschätzte
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers an seiner aktuellen Arbeitsstelle
auch
nicht um reine Speku
lation, war doch Dr. phil.
F._
durch die Angaben des Beschwerdeführers über seine Aufgaben
und
den diesbezüglichen vor
handenen
Unterlagen (
u.a. Arbeits
vertrag
Y._
, Schlussbericht
K._
über die Arbeits
stelle bei
Y._
,
Zusatz
-
gesuch des Beschwerdeführers für eine
Ergonomieanpas
sung
, Verlaufsprotokoll Eingliederungsanpassung
) mit dessen Tätigkeit und somit seinem Arbeitsprofil
bestens
vertraut
. Diese bestand aus
vorwiegende
r
Büroarbeit am Computer mit Auto-CAD (Zeichnen von Plänen)
unter Verwendung zweier Bildschirme, einer ergonomischen Maus und
einem
höhenverstellbare
n
Pult
– zum
Wechseln zwischen Stehen und Sitzen
–
und gelegentlichen Besprechungen
(vgl. Urk. 5/181/2-41 S.
3 f., S. 10, S. 14, S. 18
, S. 23, S. 26, S. 31
).
Zudem konnte Dr. phil.
F._
durch die Messung der Aufmerksamkeitsfunktionen am Ende des Untersuchungsmorgens aufzeigen
,
dass
,
wenn
der Beschwerdeführer in seinem – eher langsamen - Arbeitstempo
arbeiten kann
,
er
qualitativ recht stabile und gute Leistungen
erbringen kann und es bei solchen Arbeitsbedingun
gen auch bei längere
r
Belastung nicht zu Ermüdungserscheinungen kommt (E. 3.6).
Dr. phil.
I._
führte
hingegen
im Jahr 2017 keine eigene Untersu
chung durch. Ihr
e
letzte eigene Untersuchung datiert
vom Oktober 2011 (
Urk.
5/192 S. 4)
und liegt damit
sechs
Jahre vor der Untersuchung durch die
Z._
-Gutachter.
Ihre damalige Einschätzung
einer Einschränkung
der
Arbeitsfä
h
igkeit als Elektroplaner von 30
% aus
neuro
psycho
logischer Sicht (vgl. Urk.
5/129/504-514 S.
8)
vermag
deshalb
die Beurteilung von Dr. phil.
F._
allein aufgrund der grossen zeitlichen Distanz nicht in Frage zu stellen, zumal bereits im Schlussbericht der
L._
vom 7. Juni 2013
(Urk. 7/70) über die Arbeitsabklärung
als Elektroplaner
erwähnt wurde, dass sich
bei
Möglichkeit zu gelegentlichen kurzen Entlastungspausen allfällige neuropsychologische Defi
zite nicht leistungseinschränkend manifestiert
hatten (S. 12)
.
Nach dem Gesagten
verm
ag
die Kritik beziehungsweise die Einschätzungen v
on Dr.
J._
und Dr. phil.
I._
die
Schlussfolgerungen
der
Z._
-Gut
-
achter nicht in Frage zu stellen.
4.3
4.3.1
Der Beschwerdeführer brachte in seine Beschwerde (Urk. 1)
– neben der auf die Schreiben seiner Behandler gestützte Kritik (E. 3.3), auf welche bereits
oben
in E. 4
.2
eingegangen wurde
- weitere
Kritik am
Z._
-Gutachten vor.
4.3.2
Im Zusammenhang mit
seiner
Kritik am psychiatrischen Teilgutachten vertrat der Beschwerdeführer
zudem
die Ansicht, dass die Rechtsprechung, welche bei
gerin
gen Zweifeln an der Zuverlässigkeit versicherungsinterner ärztliche
r
Feststellun
gen die Einholung eines externen Gutachtens vorsieht,
mutatis
mutandis
auf das Gerichtsverfahren zu übertragen ist, sodass
auch
bei nur geringen Zweifeln an externen Gutachten ein Gerichtsgutachten einzuholen
sei
(Urk. 1 S. 6). Diese Argumentation verfängt nicht.
Gerade
unter Beachtung der Divergenz von medi
zinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag
kann es
nicht angehen, ein Administrativgutachten stets
durch anderslautende Einschätzungen und Kritik der Behandler
in Frage zu stellen, sofern objektiv feststellbare Gesichtspunkte
erkannt und gewürdigt wurden und die Gutachter
– wie vorliegend der Fall – lege
artis
vorgegangen sind (
Urteil des Bundesgerichts 9C_353/2015 vom 2
4.
Novem
ber 2015 E 4.1
).
4.3.3
Was
den Vorwurf am neurologischen Teilgutachten angeht, der
Z._
-Gutachter habe in einer «es-kann-ja-nicht-sein-dass-Argumentation»
,
ohne gebührend auf den Einzelfall einzugehen,
die
Diagnose eines organischen Psychosyndroms ver
neint (vgl. Urk. 1 S. 11 f.), ist zu entgegnen, dass dieser
– wie aufgezeigt (vgl. E. 4.2.2) -
s
ich
eingehend mit der Thematik einzelfallbezogen auseinandersetzte und auf überzeugende Art und Weise eine solche Diagnose verneinte.
Darüber hinaus ist, was die Uneinigkeit zwischen Dr.
C._
und Dr.
J._
betreffend die Diagnose einer
Contusio
capitis
oder eines
organischen Psychosyndroms
angeht, darauf hinzuweisen, dass es i
nvalidenversicherungsrechtlich nicht auf die Diagnose
ankommt
, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkran
kung auf die Arbeitsfähigkeit hat
(
144 V 245
E.
5
.
5
.
2
). Eine Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit aufgrund einer somatischen Hirnverletzung konnte
, wie gesagt, aber
nicht festgestellt werden.
4.3.4
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
(vgl. Urk. 1 S. 14-17)
ist
das neu
ropsychologische Teilgutachten
auch
nicht
widersprüchlich
.
Was den Punkt bezüglich einer fortschreitenden Ermüdbarkeit
des Beschwerde
führers
anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung angeht, ging der
Z._
-Gutachter nie davon aus, dass ei
ne solche nicht vorliegen würde. Er zeigte ledig
lich
nachvollziehbar
auf
,
dass
wenn
der Beschwerdeführer nicht unter Zeitdruck Tätigkeiten erledigen
muss
, sondern in seinem
langsamen Arbeitstempo
arbeiten
kann
, stabile und gute Leistungen
zeigt und es u
nter solchen Bedingungen auch nach längerer Belastung nicht zu Ermüdungserscheinungen
kommt
.
Die Voraus
setzungen dafür sieht der
Z._
-Gutachter unter Kenntnis der Arbeitsverhältnisse bei seiner jetzigen Arbeitstätigkeit als ideal gegeben an. In der Untersuchungssi
tuation mit den zahlreichen Testungen bestand jedoch zeitweise eine andere, strengere Form der Belastung, weshalb es zu Ermüdung kam, welche
r
mit einer kurzen
(Rauch-)
Pause begegnet worden ist
(vgl. E. 3.6, E. 4.2.2)
.
Eine Verknüpfung zwischen
Intel
ligenzniveau und Aufmerksam
keit/
Konzent
-
ration, wie vom Beschwerdeführer mit Verweis auf S. 34 des Gut
achtens
kritisiert
, fand nicht statt, wie ein Blick auf
diese Seite
ohne Weiteres aufzeigt
,
w
erden da
doch
die Kategorie «Intelligenz» und «Aufmerksam
keit/Konzentration» separat geführt und im
jeweiligen
Fliesstext finde
t
sich keine
Rückkoppelung auf das andere Kriterium
(vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 34)
.
Hinweise, dass der neuropsychologische Gutachter aus den Testresultaten falsche Schlüsse gezogen hätte, lassen sich
keine
finden. Insbesondere ging
er –
entge
gen der Behauptung des Beschwerdeführers (
Urk. 1
S.
16 Mitte) – nie davon aus, dass der Beschwerdeführer in der Testung besser
abgeschnitten hätte
, wenn er mehr Zeit gehabt hätte
. S
ondern
er
zog aus den vorliegenden Resultaten
– unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die
unterdurchschnittlichen bis weit unterdurchschnittlichen
Testergebnisse
fast ausschliesslich Messungen des Ver
arbeitungstempos
betrafen,
nicht jedoch qualitative Messungen
(vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 32-35, E. 3.6)
– nachvollziehbar den Schluss,
dass
wenn
der Beschwerdeführer nicht unter Zeitdruck Tätigkeiten erledigen
muss
, sondern in seinem
langsamen Arbeitstempo arbeiten
kann
, stabile und gute Leistungen
zeigt und es u
nter solchen Bedingungen auch nach
längerer Belastung nicht zu Ermü
dungserscheinungen
kommt
(Urk. 5/181/2-41 S. 34 f., E. 3.6)
.
Inwiefern die Ergebnisse
im Schlussber
icht der
L._
vom 7. Juni 2013 (Urk.
7/70)
zum neuropsychologischen Teilgutachten in Widerspruch stehen sollen, wie vom Beschwerdeführer behauptet (Urk. 1 S. 17 Ziff. 17), ist nicht ersichtlich und wird von diesem auch nicht aufgezeigt.
Vielmehr stütz
en
dies
e
die Ansicht der Gutachter, dass der Beschwerdeführer in seiner aktuellen Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist (vgl. E. 4.2.2).
4.4
4.4.1
Nach dem Gesagten kann auf das
Z._
-Gutachten abgestellt werden. Der medizi
nische Sachverhalt ist damit erstellt und die vom Beschwerdeführer eventualiter beantragten weiteren
medizinischen Abklärungen (Urk.
1 S.
2) erübrigen sich. Weitere
entscheidwesentliche
Erkenntnisse sind davon nicht zu erwarten
; insbesondere auch nicht aus einer Rückfrage beim Arbeitgeber
(antizipierte Be
weiswürdigung; BGE 122 V 157 E.
1d)
. So wurden die Aussagen des Beschwerdeführers über seine Ermüdbarkeit und Konzentrationsfähigkeit bei längerer Arbeitsdauer von den Gutachtern berücksichtigt und
gewertet (vgl. Urk. 5/
181/2-41 S.
14-15
, S. 26
oben
, S. 29
unten
, S. 31
unten, S. 34 f.; E. 3.6
). Zudem war den Gutachtern nach Intervention des Beschwerdeführers der wesentliche Inhalt der Aussagen des Arbeitgebers (
«Konzentrationsfähigkeit mit zunehmender Arbeitsdauer spürbar leide»; vgl. E. 3.3-
3.
5
)
durch die Schreiben d
er Behandler bekannt und durch s
ie berücksichtigt worden. Sie vermochten an
deren Einschätzung
nichts zu ändern (vgl. E.
3
.6-7
, E. 4.2-3
).
4.4.2
In somatischer Hinsicht ist der Beschwerdeführer aufgrund der
chronischen Hand-Arm-Nackenbeschwerden der dominanten rechten Seite
in seiner ange
stammten Tätigkeit als
Elektro
monteur
nicht mehr arbeitsfähig. Es
besteht jedoch
spätestens seit 13. August 2014
in einer
leichten,
wechselbelastenden Verweistä
tigkeit
ohne körperlich schwere oder mittelschwere Tätigkeiten
- wie bei der aktuellen Stelle als Elektroplaner gegeben -
eine Arbeitsfähigkeit von
100
% (vgl. E. 3.2, E. 4.1, Urk. 5/181/2-41 S. 11, S. 23, S. 30, S. 35).
4
.
4
.
3
Die
Z._
-Gutachter attestierten in psychiatrischer Hinsicht
keine
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
, diagnostizierten jedoch eine Neurasthenie und einen Ver
dacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung
(E.
3.2
).
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterzieh
en (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409
E.
4.5.1). Entscheidend ist dabei,
unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409
E.
4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel
fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
Zum Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten,
dass
aus klinisch psy
chiatrischer Sicht eher geringe Befunde in Form
von
erhöhte
r
Reizbarkeit, Schlaf
störung und Rückzug/Abkapselung bei schneller Reizüberflutung vorliegen (Urk. 5/181/2-41 S. 15 unten
).
Hinsichtlich Behandlungserfolg
respekti
-
ve
-
resistenz ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer
seit Juli 2012
im Abstand von 3-4 Wochen
bei Dr.
A._
in psychotherapeutischer und medika
mentöser Behandlung war (vgl. Urk. 5/166/3-7), jedoch
mindestens
vorüberge
hend
überhaupt
keine psychotherapeutische oder medikamentöse Therapie in Anspruch genommen
hat
. So setzte
er
im April 2017 die Medikamente ab
(wenn auch durch Gewichtszunahme indiziert)
, erschien nicht mehr zu den Terminen und war für
seinen Behandler
Dr.
A._
- ohne ersichtlichen Grund - auch nicht mehr telefonisch
erreichbar. Erst Mitte September 2017 – um die Zeit, als die
Z._
-Begutachtung unmittelbar bevorstand (vgl. Urk. 5/179 S. 2) – meldete er sich wieder bei Dr.
A._
(vgl. Urk. 5/192/1-2 S. 2).
Als Komorbidität zu berücksich
tigen sind die bestehenden somatischen Beschwerden, denn diese beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit zweifellos negativ. So ist der Beschwerdeführer in seiner über Jahre ausgeübten angestammten Tätigkeit als
Elektroinstallateur
dauerhaft
nicht mehr
arbeitsfähig. Zum Komplex «Persönlichkeit» ergeben sich
keine
Auf
fälligkeiten
(vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 13 f., S. 16 Mitte)
.
Damit ist kein strukturelles Defizit im Sinne einer eigentlichen Persön
lichkeits
problematik erkennbar, wel
ches im Rahmen
der
Ressourcen
prüfung negativ ins Gewicht fallen würde.
Ent
gegen seiner Ansicht (vgl. Urk. 1 S. 8 f. Ziff. 25) sind a
ls Ressourcen, die zum Komplex «sozialer Kontext» zählen, das
f
amiliäre und soziale Umfeld zu nennen
, auch wenn die Ehefrau mit dem gemeinsamen Sohn
aus finanziellen Gründen
in Kroatien lebt. So besucht er diese regelmässig zwei- bis viermal jährlich. Im August 2017 hat er einen Monat in Kroatien verbracht
.
Er erhält regelmässig Besuch von seiner Schwester und Kollegen oder geht mit diesen auf einen Spa
ziergang.
Weiter
hat er
mehrere Cousins und Cousinen in der Schweiz (vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 13)
.
Zudem
arbeitet er seit Mai 2014
halbtags
, wobei seine Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit mit den Mitarbeitenden als sehr gut bewertet wurde (Urk. 5/78 S 2).
Damit enthält der Lebenskontext des Beschwer
deführers
mehrere
sich positiv auf seine Ressourcen auswirkende Faktoren.
Was die Kategorie „Konsistenz" anbelangt ist zu bemerken, dass der Tagesablauf des Beschwerdeführers unauffällig
ist
. Er steht
um ca.
6:00 Uhr
auf
,
fährt
mit dem Auto oder dem Zug zur Arbeit, welche um 7:30 Uhr beginnt und bis 11:45 Uhr dauert. Im Anschluss geht er nach Hause und legt sich ein bis zwei Stunden hin. Danach unternimmt er Spaziergänge oder erhält Besuch von seiner Schwester oder Kollegen. Abends kocht er ab und zu gemeinsam mit seiner Schwester
,
schaut noch fern oder blättert
in einer Zeitschrift
. An den Wochenenden hält er sich zuhause auf, schaut viel Sport im TV, kauft ein und geht mit Kollegen spa
zieren. Zwei- bis
vier
mal im Jahr reist er nach Kroatien
.
Zudem nimmt er regel
mässig Arzttermine war (vgl. Urk. 5/181/2-41 S. 12 f.).
Diese
Umstände sprechen gegen eine massgebliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit in sämtlichen Lebensbereichen.
Zusammenfassend ist bei gesamthafter Betrachtung über die massgeblichen Indi
katoren und insbesondere mit Blick auf die inexistenten gleichmässigen Ein
schränkungen des
Aktivitätenniveaus
in Einklang mit dem
Z._
-Gutachten
eine
relevante Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit aufgrund der psy
chischen Leiden des Beschwerdeführers nicht mit dem nötigen Mass der überwie
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen
.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer
war
somit aus psychiatrischer und somatischer Sicht
vom 30. April 2010 bis
Ende April
2014 in jeglicher Tätigkeit
arbeitsunfähig,
ab 1
3.
Mai
2014
in einer angepassten Tätigkeit
unter Beachtung des ihm
zumutbaren Belastungsprofils zu
50
% arbeitsfähig und
drei Monate danach, d.h.
seit 13. August 2014
zu
100 %
(E. 3.2, E
.
4
.4.2
)
.
Bezüglich der erwerblichen Auswir
kungen dieser Einschränkungen kann auf die unbestritten gebliebenen und zutreffenden Ausführungen/Berechnungen der Beschwerdegegnerin in der Ver
fügung vom 1
4.
März 2009 (
Urk.
2) verwiesen werden.
5.2
Bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
in jeglicher Tätigkeit
vom
30. April 2010 bis
Ende April
2014
resultier
t
demnach
für diese Zeit ein Invaliditätsgrad von 100
% und damit
nach am 2. Dezember 2010 erfolgter Anmeldung ab 1.
Juni
2011
bis
30. April
2014
(Beginn Arbeitsverhältnis
im
50 %
-Pensum
per 1. Mai 2014
)
ein
Anspruch
auf eine ganze Invalidenrente
(Art. 29
Abs.
1
IVG)
.
Für die Zeit ab dem
1
. Mai
2014
bis zum
13
. August 2014
(spätester Zeitpunkt der gesundheitlichen Verbesserung
)
bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % steht dem
an die
Nominallohn
entwicklung
angepasste
n
Valideneinkommen
für das Jahr 2014
von
Fr.
59'110.95
ein
tatsächlich erwirtschaftetes
Einkommen
bei Aus
schöpfung der zumutbaren Arbeitstätigkeit
von
Fr. 29’250.--
gegenüber, womit ein
Invaliditätsgrad von 5
1
% resultiert
. Damit besteht in dieser Zeit
respektive ab 1.
Mai
2014
ein Anspruch auf eine halbe
Invalidenrente
.
Für die Zeit ab dem
13.
August 2014
ergibt der Einkommensvergleich keine Erwerbseinbusse mehr (
Urk.
2).
Selbst wenn man
zu Gunsten des Beschwerdefüh
rers
von einer fortdauernden 30%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Elektroplaner aus neurologischen Gründen ausgehen würde, wie durch
Dr. phil.
I._
im
Oktober 2011 postuliert
worden war (vgl.
Urk. 5/129/504-514 S. 8
), resultierte immer noch ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad
.
Der
Zeitpunkt für die Auf
hebung der Rente
ist
nach
Art.
88a
Abs. 1
IVV festzu
setzen.
Die spätestens am 13. August 2014 eingetretene
gesundheitliche Ver
bes
serung
ist demnach nach drei Monaten zu berücksichtigen, weshalb der Renten
anspruch per 30.
November 2014 erlosch.
6.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das beweiskräftige
Z._
-Gutachten abgestellt (E. 4) und dem Beschwerdeführer
für die Zeit vom 1. Juni 2011 bis 30. April 2014 eine ganze und für die Zeit vom 1. Mai bis 30. November 2014 eine halbe Invalidenrente zugesprochen (E. 5). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
7
.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr.
1’000
.
--
festzu
setzen
. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.