Decision ID: 64d60e6b-4611-440c-9d9f-34af1923acd4
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
D
ie
Y._ AG
meldete am 23. August 2011 die 1977 geborene und bei ihr als Call Center Agentin
zu einem Pensum von 35 %
ange
stellte
X._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung an
(
Urk. 7/2)
. Nach einem persönlichen Gespräch bei der IV-Stelle meldete sich die Versicherte am 19. September 2011 unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall zum Leistungsbezug an (Urk. 7/6)
. Daraufhin führte die IV-Stelle Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht durch
. Ausserdem klärte sie
die
Hilflosigkeit und
die
Einschränkung im Haushalt vor Ort ab
. Mit Mitteilung vom 23. November 2011 schloss sie die
Eingliederungsberatung
mit der Begründung
ab
, dass die Anstellung in der Zwischenzeit gekündigt worden
sei
und sich die Versicherte
nicht in der Lage
fühl
e
, eine neue Stelle zu suchen
beziehungsweise
anzutreten (Urk. 7/16).
M
it Verfügung vom 20. Februar 2013
verneinte
die IV-Stelle
sodann den Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
(
Urk. 7/
47).
Nach Durchführung des
Vorbe
scheid
verfahren
s
(Urk. 7/53 ff.)
sprach sie der Versicherten
schliesslich
mit
Verfügung vom 11. September 2013
eine
Viertelsrente
ab 1. Juli 2012 samt Kinderrenten
zu (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
10. Oktober 2013
Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Zusprechung einer
ganze
n
Rente ab 1. Juli 2012
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2013 schloss die Ver
waltung auf teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklärungen (Urk. 6).
Replicando
hielt die Beschwerdeführerin am
16. Dezember 2013
am
eingangs
gestellten Rechtsbegehren fest
(Urk. 10)
. Am 21. Februar 2014 teilte die Beschwerdegegnerin ihren Verzicht auf eine Dup
l
ik mit (Urk. 13), worüber die Beschwerdeführerin am 26. Februar 2014 orientiert wurde (Urk. 14)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemes
sung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2 IVG in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnüt
zige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27 IVV).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werb
stätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per
son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Aus medizinischer Sicht ist aufgrund der Berichte von Dr. med.
Z._
, Fachärztin für Neurologie, vom 19. Juni 2012 (Urk. 7/26)
und
26. März 2013
(Urk. 7/48) ausgewiesen
und unbestritten
(Urk. 1, Urk. 2)
, dass bei der Be
schwerdeführerin
folgende
Diagnosen
vorliegen
:
-
Diskushernie L5/S1
foraminal
bis
extraforaminal
rechts mit Kompression der Wur
zel L5 rechts
-
Status nach Sakralblock unter BV, durchgeführt am 19. Juli 2011
-
Diskushernie C6/7 rechts
mediolateral
mit mässiger
Pellottierung
des
Myelons
, dokumentiert im MRI vom 29. November 2011
-
Diskusprotrusion
C5/6 links
mediolateral
mit Tangierung der Nervenwurzel C5 links
Hinsichtlich der
Zumutbarkeit einer Arbeitsleistung
ist
trotz der zurückhal
ten
den Formulierung von den
ebenfalls unbestritten gebliebenen
Ausführungen von
Dr.
Z._
auszugehen
,
wonach
der
Beschwerdeführerin die
zu
letzt ausgeübte
Tätigkeit seit 14. Juli 2011 nicht mehr zumutbar
sei
.
Wegen der Dauerschmerzen mit
Cervikobrachialgien
und
Lumboischialgien
k
ö
nn
e
diese
auch
keine schweren Putzarbeiten, wie Fenster oder Böden putzen, mehr
erledi
gen
. In einer wechselbelastenden
Tätigkeit, ohne Tragen von Gewichten über 5 kg
bestehe
hingegen
eine Arbeitsfähigkeit von
maximal ein
bis zwei Stunden pro Tag
.
2.2
2.2.1
Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berück
sichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sach
zusammenhang ste
hen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).
2.2.
2
Weder in den Verwaltungsakten, noch in der Beschwerde
schrift
vom 10. Oktober 2013 (Urk. 1) oder in der Replik vom 16. Dezember 2013 (Urk. 10) finden sich Hinweise darauf, dass sich die Beschwerdeführerin den zwei von Dr.
Z._
empfohlenen Eingriffen (ventrale Mikrodiscektomie C6/7 und Mikrodiscektomie
extraforaminal
L5/S1 rechts; Urk. 7/22, Urk. 7/26, Urk. 7/48) unterzogen hätte. Auch wurde sie von der Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die ihr obliegende Schadenminderungspflicht offenbar nicht dazu aufgefordert, obwohl die Operationsindikation bereits seit Dezember 2011 bekannt war (vgl. Urk. 6, sowie den
Bericht
von Dr.
Z._
vom 6. Dezember 2011, Urk. 7/22). Dies kann im heutigen Zeitpunkt nicht mit Aus
wirkung auf den bereits aufgelaufenen Rentenanspruch nachgeholt werden, weshalb die Prüfung der Zumutbarkeit der medizinischen Eingriffe kein Grund für eine Rückweisung der Sache an die Verwaltung
– entgegen deren Meinung (vgl.
Urk.
6)
darstellt.
Sollte sich die Beschwerdeführerin nach Verfügungserlass diesen zwei
O
peratio
nen unterziehen beziehungsweise sollte ihr
die chirurgische Sanierung
von Len
den
und Halswirbelsäule im Sinne der Schadenminderungspflicht
zumutbar sein,
wäre
dies allenfalls
Grund für eine Rentenrevision
.
3.
3
.1
Mit Bezug auf die
Statusfrage
ging d
ie Beschwerdegegnerin
bei der
Rentenzu
spre
chung
davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu einem Pensum von 51 %
als Call Center Agentin
erwerbstätig wäre
,
und rechnete die restlichen 49 % de
m Aufgabenbereich zu (Urk. 1).
Im Beschwerdeverfahren zweifelt sie nun die
se
Qualifikation
an und erachtet weitere Abklärungen als erforderlich (Urk. 6).
Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass
sie 2010 eine
E
rhöhung
ihres Beschäftigungsgrades
auf ein Vollpensum
geplant habe
, weshalb für die Invaliditätsbemessung einzig
auf die Einschränkung im Erwerbsbereich abzustellen sei. Ausserdem habe ihr (tatsächliche
r
) Beschäfti
gungsgrad ab Mai 2011 53 % beziehungsweise 55 % betragen
(Urk.
1 S. 4-6).
3.2
In der Anmeldung zur Früherfassung vom 23. August 2011
und im Arbeitgeber
fragebogen vom 6. Oktober 2011
gab die damalige Arbeitgeberin ein
Arbeits
pensum
von 35 %
beziehungsweise von 15
Stunden pro Woche bei einer
wöchentlichen
Normala
rbeitszeit von 42 Stunden
an (Urk. 7/2
, Urk. 7/9
).
D
ie Beschwerdeführerin
dagegen
bezifferte ihr Pensum in der Anmeldung zum Leistungsbezug
vom
19. September 2011
mit
55 % (Urk. 7/6).
Wenn sie nun beschwerdeweise
die Ausübung einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit geltend macht, kann ihr nicht gefolgt werden, zumal eine
einzige
Ende 2010
über eine Kollegin
ohne Führungsfunktion
erfolgt
(Urk. 1 S. 4 f., Urk. 7/31, Urk. 7/50 S. 3)
Bewerbung für
eine Vollzeitstelle
zur
Annahme einer 100%igen
Erwerbstätigkeit
im
Gesundheitsfall
nicht
ausreicht.
3.3
Hinsichtlich der
geltend gemachte
n
Erhöhung des Beschäftigungsgrades an der letzten Stelle (Urk. 1 S. 5 f.) ist festzuhalten, dass
die Beschwerdeführerin ab Mai 2011
zwar
zeitweise mehr Arbeitsstunden
geleistet hatte
.
Jedoch
weisen d
ie
Stundenabrechnungen
vom 10. Januar 2011
bis zum Eintritt der 100
%igen Arbeitsunfähigkeit am 11. Juli 2011
stark unterschiedliche
monatliche Arbeits
zeit
en
auf
(Urk. 7/32-38).
Während die Beschwerdeführerin vom 10. Mai bis 9. Juni 2011
97
Arbeitsstunden leistete, sind für den vorherigen Monat (vom 11. April bis 9. Mai 2011) lediglich 28 Arbeitsstunden ausgewiesen
. Im letzten Monat vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (vom 10. Juni bis 8. Juli 2011) leistete
die Beschwerdeführerin nur noch 67
:30
Arbeitsstunden. Bei
einer derart unre
gelmässigen Arbeitsleistung
könnte die
markant
erhöhte Stundenzahl während eines einzigen Monats auch mit einer
nachträgliche
n
Kompensation
von
zu wenig geleisteten Stunden
in der früheren Abrechnungsperiode erklärt werden
.
Sie ist somit
entgegen der
in der rentenzusprechenden Verfügung vertretenen
Meinung
nicht geeignet,
eine dauerhafte
Pensumerhöhung
als überwiegend wahrscheinlich
zu
erstellen
(siehe auch die früheren drei Abrechnungsperioden vom 10. Januar
bis
8. April 2011)
.
Es ist nicht davon auszugehen, dass weitere Abklärungen, insbesondere die Einholung zusätzlicher Auskünfte der Arbeitgeberin, neue, gewichtige Anhaltspunkte für die Beurteilung
der
Status
frage
ergeben
würden, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte
Beweiswürdi
gung
; BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
3.4
Das durchschnittliche
Arbeitspensum
der Beschwerdeführerin
ausgehend von den
zwischen dem 10. Januar und dem
9. Juni 2011
geleisteten Stunden
(282,5 Stunden in 22 Wochen) beträgt 31 %
.
In dieser Zeitspanne fielen
neben den 22 Arbeitswochen
vier arbeitsfreie
Wochen
an
(1
4.
bis 18. Februar 2011, 2
1.
bis 25. März 2011 sowie 1
8.
bis 29. April 2011)
, welche von der Arbeitgeberin nicht als bezahlte Absenz (Krankheit, Unfall oder anderes) abgebucht wurden (Urk. 7/9 S. 10)
, weshalb von einem
durch Lohnzuschlag entschädigten (Urk. 3/3 S. 2)
Ferienbezug ausgegangen werden muss. Ausserdem war die Beschwerdeführerin am
7.
und 8. Februar 2011 krank gemeldet (Urk. 7/9 S. 10)
.
Unter Berücksichtigung
von dieser
krankheitsbedingten
Absenz würde sich das durchschnittlich
e Arbeitspensum leicht erhöhen, weshalb
von dem von der Arbeitgeberin angegebenen
und für die Beschwerdeführerin angesichts der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden günstigere
Pensum von 35 % auszuge
hen
ist
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Zusprechung einer
Viertelsrente
damit, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung einer angepassten Tätigkeit zu 18 % zumutbar wäre. Unter Berücksichtigung einer Einschränkung von 50.6 % im Haushaltsbereich (Abklärungsbericht vom 23. Mai 2013, Urk. 7/50) bemass sie den Invaliditätsgrad auf 48.16 % (Urk. 2 S. 1 f.).
E
inerseits anerkennt
d
ie Beschwerdeführerin die festgestellte Einschränkung von 50.6 % im Haushaltsbereich (Urk. 1 S. 8)
. A
ndererseits
bestreitet sie die Verwertbarkeit ihrer zeitlich und leistungsmässig eingeschränkten
Restarbeits
fähigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
(Urk. 1 S. 7 ff.).
4.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dabei sind an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaus
sichten
keine übermässigen Anforderungen zu stellen (im Einzelnen:
Bundesge
richtsurteil
9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1 mit Hinweisen, publiziert in: SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203). Persönliche und berufliche Gegebenheiten können dazu führen, dass die einer versicherten Person verbliebene
Resterwerbsfähig
keit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nach
ge
fragt wird und ihr deren Verwertung auch gestützt auf die
Selbsteinglie
derungspflicht
nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor. Die Möglichkeit der Versicherten, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer all
gemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Bega
bungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbar
keit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (
Bundesgerichts
urteil
9C_446/2012 vom 11. November 2012 E. 5.2).
4.3
Der Beschwerdeführerin ist darin beizupflichten, dass sie bei ihrem
Anforde
rungs
- und Belastungsprofil und mit einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 18 % (durchschnittlich 1.5 Stunden pro Tag) nach der allgemeinen Lebenserfahrung in einem Masse eingeschränkt ist, dass von einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit nicht mehr gesprochen werden kann. Die Beschwerdefüh
rerin kann infolge ihrer Rückenbeschwerden we
der die zuletzt während mehre
ren
Jahre
n
ausgeübte Tätigkeit als Call Center Agentin ausüben noch zur gelernten Tätigkeit als
Damencoiffeuse
zurückkehren. Es ist nicht davon auszu
gehen, dass sich auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine den Berufskennt
nissen und bisherigen Erfahrungen der Beschwerdeführerin e
ntsprechende Stelle
finden liesse, an welcher die
se
während durchschnittlich 1.5 Stunden pro Tag eine
rückenschonende,
wechselbelastende und sehr leichte
Tätigkeit ausüben könnte. Fehlt es
an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor (vorne E. 4.2) und damit ein
Invalidi
tätsgrad
von 35 % im Erwerbsbereich. Unter Berücksichtigung der unumstritte
nen Einschränkung von 50.6 % im Haushalt resultiert bei einem Anteil von 65 % Haushaltsarbeit nach der gemischten Berechnungsmethode ein den An
spruch auf eine Dreiviertelrente begründender Gesamtinvaliditätsgrad von rund 68 % (35 % + 32.89 %).
4.4
In
t
eilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 11. September 2013
insoweit zu ändern, als festzustellen ist
, dass die
Beschwer
deführerin ab
1.
Juli 2012 Anspruch auf eine Dreiviertelrente samt Kinderrenten hat.
5
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
600
.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Zudem ist der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr.
2‘0
00
.-- (inklusive
Bar
auslagen
und Mehrwertsteuer) zuzusprechen (Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
).