Decision ID: 102efec3-7e97-463a-be8a-d8afd8695dba
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a Am 2. August 2013 meldete sich A._ (nachfolgend: Versicherte) wegen
Rückenschmerzen bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum
Bezug von beruflichen Massnahmen bzw. Rentenleistungen an (IV-act. 9). Sie war
damals als Hilfskraft in einer Kantine in einem Pensum von 50-60 % angestellt (IV-
act. 9 S. 4 i.V.m. 37 S. 3). Ursprünglich hatte sie eine Anlehre als Z._ und später eine
Lehre als Y._ absolviert (vgl. IV-act. 39 S. 3 ff., 61 S. 2 und 105 S. 44). Seit dem 15.
April 2013 war die Versicherte von ihrem Hausarzt Dr. med. B._, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin FMH, jedoch zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden
(IV-act. 6). Vom _ bis _ April 2013 war die Versicherte aufgrund exazerbierter
Schmerzen im Spital C._ hospitalisiert worden. Im entsprechenden Austrittsbericht
hatten die behandelnden Ärzte festgehalten, die Beschwerden hätten anfangs April
2013 begonnen und seien in den letzten Tagen exazerbiert. Die Versicherte habe eine
Wirbelsäulenklopfdolenz über der gesamten Wirbelsäule mit einer Schmerzspitze im
LWS-Bereich angegeben. Auch habe die Versicherte über eine Ausstrahlung von
Kribbelparästhesien in den lateralen linken Oberschenkel und über eine
Schmerzausstrahlung in den gleichen Bereich berichtet. Die neurologische
Untersuchung sei allerdings unauffällig gewesen. Am 25. April 2013 sei eine MRT-
Untersuchung der LWS durchgeführt worden, wobei sich eine minimale dorsale
Vorwölbung des Diskus intervertebralis LWK4/5 ohne Kompression nervaler Strukturen
und eine beginnende Spondylarthrose zwischen LWK3 und SWK1 sowie eine alte
retromarginale intraspongiöse Hernie in der Bodenplatte BWK11 gezeigt hätten.
Angesichts der bereits durch den Hausarzt durchgeführten Therapie mit Olfen,
Paracetamol und Novalgin sei eine analgetische und antiinflamatorische Therapie
mittels eines Göttinger-Schmerztropfs eingeleitet worden, worunter die Schmerzen
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jedoch nur leicht gemindert worden seien. Aufgrund der Diskrepanz zwischen dem
radiologischen Befund und der Symptomatik werde eine psychosomatische
Überlagerung der Schmerzen vermutet, weshalb der Versicherten ein psychiatrisches
Konsilium empfohlen worden sei. Die Versicherte habe dies jedoch vehement
abgelehnt; sie habe das Spital am nächsten Tag ohne weitere Schmerzeinstellung
sofort verlassen wollen (IV-act. 14 S. 8 f.). Am Austrittstag, dem _ April 2013, hatte
sich die Versicherte notfallmässig in der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen
(KSSG) untersuchen lassen. Im entsprechenden Untersuchungsbericht hatten die
behandelnden Ärzte festgehalten, die Versicherte leide unter einer diffusen
Beschwerdesymptomatik. Ein strukturelles Korrelat lasse sich weder im MRT der LWS
noch im Röntgen der Hüfte abgrenzen. Der Versicherten seien Dafalgan, Sirdalud und
Tramal verschrieben worden und ihr sei eine Physiotherapieverordnung ausgestellt
worden (IV-act. 14 S. 6 f.). Per _ 2013 hatte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit
der Versicherten aufgrund der längeren krankheitsbedingten Abwesenheit noch
während der Probezeit gekündigt (IV-act. 18 und 21 S. 1). Am 2. August 2013, dem
Anmeldetag bei der IV-Stelle, wurde die Versicherte auf Zuweisung von Dr. B._ bei
Prof. Dr. med. D._, Facharzt FMH für Neurochirurgie, Zentrum E._, vorstellig.
Dieser berichtete am 5. August 2013, dass auf dem Röntgenbild der LWS vom 2.
August 2013 eine deutliche rechtskonvexe skoliotische Fehlhaltung ersichtlich sei, die
in erster Linie auf eine Schonhaltung zurückzuführen sein dürfte. Auf dem MRT der
LWS vom 25. April 2013 falle sofort eine für das Alter ungewöhnliche degenerative
Diskopathie der Bandscheibe L4/5 auf. Insgesamt sei nur eine leichtgradige
Dehydration ersichtlich, die aber für das Alter ungewöhnlich sei. Die Bandscheibe L5/
S1 zeige ebenfalls einen gewissen Hydrierungsmangel. Eine Nervenkompression finde
sich nirgends (IV-act. 14 S. 3 f.). Gleichentags führte Prof. D._ bei der Versicherten
eine diagnostisch therapeutische Blockade der Facettengelenke L4/5 beidseits durch.
Am 12. August 2013 folgte eine diagnostische Blockade der Facettengelenke L5/S1
beidseits. Am 3. September 2013 gab die Versicherte gegenüber Prof. D._ an, dass
die diagnostische Blockade der Facettengelenke L4/5 beidseits eine leichte Besserung
gebracht habe. Die diagnostische Blockade des Segments L5/S1 habe nicht geholfen.
Zur Verfestigung des Befundes führte Prof. D._ am 9. September 2013 eine
bildwandelgesteuerte diagnostische Blockade der Facettengelenke L4/5 beidseits
durch. Am 20. September 2013 berichtete die Versicherte Prof. D._, dass die letzte
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diagnostische Blockade keinerlei Erfolg gebracht habe. Nach der Blockade habe sie
sich gar noch schlechter als vorher gefühlt. Am 9. September 2013 hielt Prof. D._
fest, dass eine Operation im Sinne einer dynamischen Stabilisation des Segments L4/5
aufgrund der keineswegs eindeutigen diagnostischen Blockaden fraglich sei. Allerdings
habe die Versicherte glücklicherweise eine sogenannte Emmett-Therapie begonnen,
die bei ihr eine sehr gute Wirksamkeit zeige (IV-act. 28).
A.b Am 15. November 2013 teilte Dr. med. F._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin,
der Krankentaggeldversicherung der Versicherten mit, dass bei der Versicherten bis
April 2013 gelegentlich Rückenblockaden lumbal aufgetreten seien. Seit April 2013
bestünden zeitweise invalidisierende und blockierende Schmerzen lumbal betont. Als
Diagnose nannte er ein lumbovertebrales und lumbospondylogenes Syndrom mit
Symptomausweitung im Sinne einer beginnenden Fibromyalgie bis zum Nacken hinauf
sowie den Verdacht auf einen Status nach Morbus Scheuermann mit besonders
ausgeprägter Fehlhaltung. Als Befunde erhob er einen ausgeprägten Muskelhartspann
paravertebral und panvertebral und eine deutliche Dolenz der Schulter- und
Nackenmuskulatur. Neurologische Ausfälle konnte er nicht finden. Er beschrieb eine
myotendinotische Problematik. Dr. F._ kam zum Schluss, dass die Versicherte im
Bereich Service, Bäckerei und Metzgerei-Verkauf nicht einsatzfähig sei, jedoch könne
er sich einen Einsatz in einem Pensum von 50 % in einer vorwiegend sitzenden
Tätigkeit mit der Möglichkeit, aufzustehen und umherzugehen, vorstellen (Fremdakten,
act. 2 S. 8 ff.).
A.c Am 17. Dezember 2013 berichtete Dr. B._ der IV-Stelle, dass die bisherige
Tätigkeit der Versicherten nicht mehr zumutbar sei. Andere Tätigkeiten seien der
Versicherten zu 50 % bzw. zu 4.5 Stunden pro Tag zumutbar, jedoch bestehe in
diesem zeitlichen Rahmen eine verminderte Leistungsfähigkeit (IV-act. 26 S. 3 f.). Dr.
B._ schrieb die Versicherte ab dem 1. Januar 2014 noch zu 50 % arbeitsunfähig (IV-
act. 33 S. 6 und 41 S. 1). Am 20. Januar 2014 gab Prof. D._ gegenüber der IV-Stelle
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein lokales Lumbalsyndrom bei
degenerativer Diskopathie L4/5 mässigen Ausmasses, für das jugendliche Alter der
Versicherten ungewöhnlich, an. Gleichzeitig führte er aus, dass ihm eine medizinisch
begründete Arbeitsunfähigkeit der Versicherten von mindestens 20 % für die zuletzt
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ausgeübte Tätigkeit nicht bekannt sei. Körperliche, geistige oder psychische
Einschränkungen bestünden nicht. Die Prognose sei günstig (IV-act. 28 S. 1 ff.).
A.d Anlässlich eines Assessmentgesprächs vom 5. März 2014 gab die Versicherte
gegenüber einer Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle an, dass sie sich
gesundheitlich nur noch eine administrative Arbeit vorstellen könne, bei der sie
wechselbelastend arbeiten könne. Ihr Wunschpensum betrage 80 %, einen Tag
benötige sie für den Haushalt. Sie habe einen Sohn, welcher bei einer Pflegefamilie
untergebracht sei. Die Ferien und jedes zweite Wochenende verbringe der Sohn bei ihr
(IV-act. 37 S. 4). Am 12. Juni 2014 unterzeichnete die Versicherte einen
Eingliederungsplan mit dem Ziel einer Arbeitsvermittlung durch eine aktive
Stellensuche (IV-act. 38). Am 18. Juni 2014 sprach die IV-Stelle der Versicherten eine
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche zu (IV-act. 42).
A.e Am 26. Mai 2014 stellte sich die Versicherte im Zentrum G._ zur Einholung einer
Zweitmeinung vor. Prof. Dr. med. H._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, erwähnte im gleichentags erstellten
Untersuchungsbericht als Diagnosen chronische unspezifische Lumbodorsalgien und
eine Lumboischialgie beidseits, linksbetont, eine allgemeine Dekonditionierung sowie
den Verdacht auf eine Schmerzausweitung. Die morphologischen Kriterien zur
Diagnose eines Morbus Scheurmanns seien nicht erfüllt. In seiner Beurteilung hielt er
fest, dass sich die Beschwerdesymptomatik, insbesondere das Schmerzausmass, mit
der bestehenden Bildgebung nicht erklären lasse. Von einem wirbelsäulenchirurgischen
Eingriff rate er dringend ab. Seines Erachtens liege ein schmerzmedizinisches Problem
vor (IV-act. 47 S. 6 f.). Wegen einer von der Versicherten angegebenen Schwäche im
rechten Bein fand am 10. Juni 2014 bei einem Neurologen des Zentrums G._ eine
neurologische und elektrophysiologische Untersuchung statt. Am 16. Juni 2014 hielt
Dr. H._ fest, dass sich bei einem normalen klinisch-neurologischen und
elektrophysiologischen Befund kein neurologisches Substrat für die geklagten
Beschwerden finde. Insbesondere liege kein Hinweis für eine multilokuläre Erkrankung
vor. Er empfehle eine aktive Bewegungstherapie. Aufgrund der bisherigen Abklärungen
lasse sich kein morphologisches Korrelat finden, das einer Operation bedürfe. Im
Vordergrund stehe ein intensiver Belastungsaufbau. Er habe der Versicherten eine
Physiotherapie empfohlen (IV-act. 47 S. 4 f.). In einer Stellungnahme vom 13. August
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2014 ging der regionale ärztliche Dienst (RAD) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit aus, da von mehreren Seiten bestätigt worden sei, dass sich
für die intensive Rückenschmerzsymptomatik kein objektivierbares Korrelat finden
lasse, und da teils von einer Schmerzausweitung die Rede sei (IV-act. 51).
A.f Mit einer Mitteilung vom 6. März 2015 sprach die IV-Stelle der Versicherten eine
Berufsberatung mit Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten zu (IV-
act. 56). Anlässlich eines Assessmentgesprächs vom 15. April 2015 gab die Versicherte
an, ihre gesundheitliche Situation habe sich stabilisiert. Die Rückenschmerzen seien
zwar noch einschränkend, jedoch versuche sie Lösungen zu suchen, um ihre Aufgaben
erledigen zu können. Bewegung sei für sie am besten, jedoch benötige sie immer
wieder Sitzpausen. Ausserdem könne sie keine schweren Gewichte heben.
Medikamente nehme sie nicht mehr ein, da sie nicht wie eine Betrunkene wirken wolle.
Sie habe die Therapien im Herbst 2014 abgebrochen, da diese nicht die gewünschte
Besserung gebracht hätten. Ihre Belastbarkeit schätze sie momentan auf 60-70 %. Seit
Dezember 2014 arbeite sie als Servicekraft im Freizeitpark I._. Sie arbeite
durchschnittlich drei bis vier Tage pro Woche, jedoch maximal zwei Tage am Stück.
Sie brauche nach den zwei Tagen einen Tag, um sich wieder zu erholen. Die
körperlichen Belastungen seien jedoch zu hoch, um diese Arbeit über längere Zeit
ausüben zu können (IV-act. 61).
A.g Vom 21. September bis 13. November 2015 fand im Auftrag der IV-Stelle eine
berufliche Abklärung der Versicherten in der Abklärungsstätte X._ statt (IV-act. 75).
Im entsprechenden Schlussbericht wurde festgehalten, dass die Versicherte im
Montagebereich eine Leistungsfähigkeit (bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt) von
80-90 % erzielt habe. Aufgrund der begrenzten intellektuell-schulischen Ressourcen
komme eine Ausbildung im Bürobereich nicht in Frage. Für eine Ausbildung im
Elektronikbereich sei die Feinmotorik nicht genügend ausgeprägt. Eine Abklärung im
Bereich Hauswirtschaft sei aufgrund der Schmerzproblematik nicht angezeigt
gewesen, da eine solche Tätigkeit nicht adaptiert wäre. Aufgrund der begrenzten
intellektuell-schulischen Ressourcen sei eine Umschulung nicht angezeigt. Deshalb
kämen nur Hilfstätigkeiten in Frage. Aufgrund des labilen Gesundheitszustandes sei
eine direkte Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich. Die Versicherte
habe zwar im Montagebereich eine gute Leistung gezeigt, jedoch könne sie diese
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zurzeit nicht konstant aufrechterhalten. Die Präsenzzeiten habe sie nur mit Mühe
einhalten können. Im Rahmen eines Arbeitstrainings könnte die Leistungsfähigkeit
gesteigert und stabilisiert werden. Sofern die Belastbarkeit gesteigert werden könne
und der Umgang mit den Schmerzen nicht mehr im Vordergrund stehe, erscheine eine
Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt realistisch. Empfohlen werde ein
Arbeitstraining beginnend mit einem Pensum von mindestens 50 %, welches
anschliessend so weit wie möglich gesteigert werden sollte. Die Versicherte schätze,
dass sie ein Pensum von 50 % nach einiger Zeit auf 70 bis 80 % erhöhen könne. Die
im Rahmen eines Arbeitstrainings innerhalb von sechs bis zwölf Monaten zu
erwartende Leistungsfähigkeit betrage ca. 80 %. Die Versicherte benötige eine leichte,
wechselbelastende und mehrheitlich sitzende Tätigkeit. Naheliegend sei eine Tätigkeit
in einem Produktionsbetrieb in der Nahrungsmittelbranche. Auch eine Tätigkeit in der
Industriemontage mit Maschinenbedienungen oder Überwachungen sei denkbar. Um
der Kontaktfreude entgegenzukommen, wäre eine Tätigkeit an einer Kasse ideal.
Anstelle eines Arbeitstrainings sei auch ein Praktikum im ersten Arbeitsmarkt denkbar,
sofern ein Betrieb Verständnis für die Schmerzproblematik aufbringe. Wichtig sei, dass
die Versicherte möglichst bald wieder eine Tagesstruktur habe, um einer Fokussierung
auf die Schmerzen vorzubeugen (IV-act. 77).
A.h Auf Zuweisung von Dr. B._ hatte in der Klinik für Rheumatologie des KSSG vom
_ September bis _ Oktober 2015 eine Untersuchung stattgefunden. Die
behandelnden Ärzte waren im entsprechenden Untersuchungsbericht zum Schluss
gelangt, dass die Symptomatik in erster Linie im Rahmen einer myofascialen
Dysbalance zu interpretieren sei. Klinisch falle eine Haltungsinsuffizienz bei einer
schwach ausgeprägten Bauch- und Rückenmuskulatur auf. Laborchemische Hinweise
für eine entzündliche Genese des Rückenschmerzes lägen nicht vor. Warnsymptome
wie Paresen oder Sensibilitätsausfälle bestünden nicht. Entsprechend hätten sie mit
der Versicherten besprochen, wie wichtig eine aktive Kräftigung der Muskulatur sei,
nicht nur durch eine Physiotherapie, sondern auch durch tägliche Übungen zu Hause.
Vorerst werde der Erfolg dieser Massnahmen abgewartet (IV-act. 98). Am _ November
2015 fand eine Verlaufskontrolle in der Klinik für Rheumatologie des KSSG statt. Die
behandelnden Ärzte hielten im entsprechenden Untersuchungsbericht als Diagnose ein
chronisches paravertebrales myofasciales Syndrom fest. Weiter führten sie aus, die
Versicherte habe berichtet, sie habe während rund vier Wochen zweimal wöchentlich
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Physiotherapie sowie täglich eine halbe Stunde Heimübungen durchgeführt, was zu
einer Schmerzzunahme geführt habe. Weiter hielten die Ärzte fest, ein MRT vom _
Dezember 2015 habe initiale Diskusdegenerationen und beginnende Spondylarthrosen
LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1, jedoch keinen Nachweis einer Neurokompression gezeigt.
Hinweise auf einen entzündlichen Prozess fehlten ebenfalls. Die Ärzte empfahlen die
Fortsetzung der Heimübungen zur Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Eine
Osteopathie sei ebenfalls zu begrüssen (IV-act. 87).
A.i Am 16. Januar 2016 berichtete Dr. B._, die Versicherte sei nach einer
vorübergehenden Schmerzbesserung wegen einer Verschlechterung seit dem 12. Juni
2015 im Gastronomiebereich (vgl. IV-act. 95) wieder zu 100 % arbeitsunfähig. Rein
sitzende Tätigkeiten, welche kein Heben schwerer Lasten und nur kurze Gehstrecken
beinhalteten, seien allenfalls zumutbar. In welchem zeitlichen Rahmen solche
Tätigkeiten möglich seien, sei Gegenstand der Abklärung in X._ (IV-act. 84). Am _
Februar 2016 fand in der Klinik für Rheumatologie des KSSG eine Verlaufskontrolle
statt, bei der die Versicherte davon berichtete, dass mittels Chiropraktik,
Physiotherapie und Heimübungen eine deutliche Besserung eingetreten sei.
Gelegentlich verspüre sie noch leichte Schmerzen, vor allem bei kaltem Wetter.
Manchmal sei Dafalgan und ganz selten Lyrica nötig, worauf sie gut anspreche. Daher
gaben die Ärzte des KSSG die Behandlung in die hausärztliche Praxis zurück (IV-
act. 96). In einem am 15. April 2016 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht erklärte Dr.
B._, dass die Diagnosen unverändert seien. Bei der letzten Verlaufskontrolle vom 1.
März 2016 habe die Versicherte davon berichtet, dass ihr die Sitzungen bei einem
Chiropraktoren eine deutliche Beschwerdelinderung gebracht hätten (IV-act. 92).
A.j Am 6. Juli 2016 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle von der
Medizinisches Gutachtenszentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG), bidisziplinär
(orthopädisch und psychiatrisch) begutachtet (IV-act. 104 und 105). Der orthopädische
Gutachter hielt in seinem Teilgutachten fest, dass die Versicherte seit einem Monat
Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Kopf spüre. Weiter berichte sie von sich seit
2013 manifestierenden, leicht regredienten lumbalen Schmerzen, die sich gelegentlich
in beide Kleinzehen fortsetzten. Das Bücken, Heben und Tragen empfinde sie als
dolent. Weiter habe die Versicherte angegeben, dass sie wegen den LWS-
Beschwerden hin und wieder Schmerzmittel verwende. Die momentane Physiotherapie
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lindere die Beschwerden leicht. Gelegentlich seien beide Oberarme taub (IV-act. 105
S. 3 f. und 7). In seiner Untersuchung konnte der orthopädische Gutachter keine
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erheben. Als Diagnosen ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhob er ein Cervicovertebralysyndrom bei dorsaler
Diskushernie C6/7 ohne neurale Kompression sowie eine Pseudolumboischialgie
beidseits bei leichter Diskusdegeneration und Spondylarthrose L4/5 sowie L5/S1 ohne
neurale Kompression (IV-act. 105 S. 7 und 33 f.). In seiner Beurteilung kam der
orthopädische Gutachter zu folgendem Schluss: Da das Ausmass der HWS- und LWS
Schmerzen aufgrund der nicht sehr ausgeprägten pathologischen Befunde im MRI nur
ungenügend plausibilisiert werden könne, bestehe spätestens seit April 2013 bei voller
Stundenpräsenz eine Arbeitsfähigkeit von 100 % als Küchenhilfe respektive
Serviceangestellte (IV-act. 105 S. 9). Weiter führte der orthopädische Gutachter aus,
dass Dr. F._ im Jahr 2013 zwar eine volle Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als
Serviceangestellte bzw. als Verkäuferin in einer Bäckerei oder Metzgerei attestiert
habe, ohne jedoch begründet zu haben, weshalb keine Arbeitsfähigkeit gegeben sei.
Aufgrund der von Dr. F._ gestellten, unpräzisen Diagnose sei eine volle
Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar. Zudem habe die Versicherte im Jahr 2013 als
Küchenhilfe und nicht als Serviceangestellte oder Verkäuferin gearbeitet. Ebenso wenig
nachvollziehbar sei eine nur 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit. Der
Beurteilung von Prof. H._, wonach die Beschwerden nicht objektiviert werden
könnten, sei beizupflichten. Der Bericht der Institution X._ sei wirr. Einerseits werde
darin festgehalten, dass aufgrund der massiven Rückenschmerzen eine direkte
Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt nicht möglich sei. Andererseits werde erklärt,
dass die Versicherte im ersten Arbeitsmarkt im Montagebereich eine Leistung von 80
bis 90 % erzielen könne. Ausserdem habe die Versicherte in der gutachterlichen
Exploration angegeben, sie glaube nicht, je wieder arbeiten zu können. Im Bericht der
Institution X._ sei hingegen festgehalten worden, dass die Versicherte der Meinung
sei, ein 50%iges Pensum nach einer Weile auf 70 bis 80 % erhöhen zu können (IV-
act. 105 S. 8). Der psychiatrische Gutachter konnte in seiner Untersuchung ebenfalls
keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erheben. Als Diagnose ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er in seinem Teilgutachten den Verdacht auf
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (IV-act. 105 S. 21 f.). In seiner
Beurteilung hielt er fest, bei der Versicherten liessen sich aus psychiatrischer Sicht
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nach Partnerproblemen im Jahr 2007 mit einer anschliessenden stationären
psychiatrischen Behandlung keine psychischen Störungen erheben. Die Versicherte sei
in einer neuen Partnerschaft ohne Beziehungsprobleme. Zu ihrem Sohn aus der ersten
Partnerschaft habe sie eine gute Beziehung. Zum Untersuchungszeitpunkt habe die
Versicherte psychopathologisch weitgehend unauffällig gewirkt. Aufgrund der
anhaltenden körperlichen Schmerzen bestehe aber der Verdacht auf eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung, bei der die Schmerzen durch eine organische Störung
nicht ausreichend erklärt werden könnten und in Verbindung mit emotionalen
Konflikten oder psychosozialen Problemen stünden. Bei der Versicherten liessen sich
in der Vergangenheit emotionale Konflikte mit Partnerproblemen erheben und
zusätzlich bestehe aktuell eine Arbeitslosigkeit. Auch habe die Versicherte zum
Untersuchungszeitpunkt Hinweise für eine Verdeutlichung der Beschwerden mit
demonstrativen Verhaltensweisen gezeigt, sodass eine psychogene Überlagerung der
Schmerzen mit einem sekundären Krankheitsgewinn angenommen werden könne. Eine
psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer bestehe
allerdings nicht. Auch liessen sich bei der Versicherten nach einer unauffälligen
Kindheits- und Persönlichkeitsentwicklung keine Hinweise für eine
Persönlichkeitsstörung finden. Bei der Versicherten liessen sich überdies mobilisierbare
Ressourcen erheben. Sie übe im Tagesablauf zahlreiche Aktivitäten aus und habe gute
soziale Kontakte. Auch wirke sie gut kommunikationsfähig und kontaktfähig (IV-
act. 105 S. 24 f.). Bei der Beurteilung der Konsistenz sei festzuhalten, dass sich bei der
Versicherten keine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen
vergleichbaren Lebensbereichen erheben lasse. Die Versicherte fühle sich nicht
arbeitsfähig, zeige jedoch zahlreiche Aktivitäten im Tagesablauf. Sie habe angegeben,
dass sie koche, die Wohnung reinige, Termine einhalte, einkaufe und sich mit
Kolleginnen treffe (IV-act. 105 S. 26). Aus rein psychiatrischer Sicht, ohne
Berücksichtigung der körperlichen Beschwerden, könne in der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als Servicemitarbeiterin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem
Stundenpensum seit etwa 2008 angenommen werden, nachdem sich 2007
vorübergehende psychische Störungen hätten erheben lassen, die retrospektiv nicht
näher eingeschätzt werden könnten. Auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe
aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit mindestens 2008 (IV-
act. 105 S. 28). In ihrem polydisziplinären Konsens vom 18. Juli 2016 (vgl. IV-act. 105
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S. 2) kamen die Gutachter zum Schluss, dass weder ein somatisches noch ein
psychisches Leiden mit Krankheitswert vorliege. Folglich attestierten sie der
Versicherten eine volle Arbeitsfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit als
Servicemitarbeiterin, aus psychiatrischer Sicht seit mindestens 2008, aus
orthopädischer Sicht seit April 2013 (IV-act. 105 S. 34 f.).
A.k Mit einer Mitteilung vom 3. Oktober 2016 wies die IV-Stelle das Begehren um
berufliche Massnahmen ab. Für eine allfällige Unterstützung bei der Stellensuche sei
das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig (IV-act. 109).
A.l Mit einem Vorbescheid vom 13. Oktober 2016 kündigte die IV-Stelle der
Versicherten an, dass sie deren Rentenbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 0 %
abweisen werde (IV-act. 112). Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte durch
ihren Rechtsvertreter am 3. November 2016 (IV-act. 113) bzw. am 15. Dezember 2016
einwenden, dass das MGSG-Gutachten nicht nur von einer vollen Arbeitsfähigkeit
ausgehe, sondern auch das Vorhandensein von gesundheitlichen Beschwerden mit
Krankheitswert sowohl in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht verneine. In
Anbetracht der Tatsache, dass die Versicherte während Jahren medizinisch behandelt
und in ihrem angestammten Beruf als vollumfänglich arbeitsunfähig qualifiziert worden
sei, bestehe zwischen der Einschätzung der behandelnden Ärzte und dem
medizinischen Gutachten ein unauflösbarer Widerspruch (IV-act. 117). Am 6. Januar
2017 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens bei einem
Invaliditätsgrad von 0 % (IV-act. 118).
B.
B.a Gegen diese Verfügung liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin)
am 13. Januar 2017 Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung der IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 6. Januar 2017 sei aufzuheben und die
Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Weiter liess die
Beschwerdeführerin ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung stellen. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen anführen, die
Beschwerdegegnerin hätte zur Bemessung der Invalidität nicht die
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Einkommensvergleichsmethode, sondern die gemischte Methode anwenden sollen.
Dementsprechend wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, eine
Haushaltsabklärung vorzunehmen. Weiter liess die Beschwerdeführerin geltend
machen, im MGSG-Gutachten sei nicht ausführlich dargelegt worden, weshalb die von
ihr geklagten Beschwerden nicht objektivierbar sein sollten, nachdem unabhängige
Spezialisten objektiv nachweisbare Veränderungen (Diskushernie und Arthrose)
festgestellt hätten. Die Gutachter hätten die Einschätzungen der behandelnden Ärzte
bzw. der Abklärungsstelle X._ teilweise geradezu ins Lächerliche gezogen, indem sie
deren Feststellungen z.B. als "wirr" bezeichnet hätten. Auch sei abzuklären, ob eine
somatoforme Schmerzstörung bestehe. Ausserdem weiche die gutachterliche
Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens von der Beurteilung der
Abklärungsstelle X._ ab. Da die Abklärungsstelle X._ das funktionelle
Leistungsvermögen getestet habe, wären auch die Gutachter zu einer objektivierten
Evaluation des funktionellen Leistungsvermögens und zu einer hinreichend sachlichen
Begründung ihrer Einschätzung gehalten gewesen. Weiter kritisierte die
Beschwerdeführerin, dass die Beschwerdegegnerin bei der Invaliditätsbemessung
sowohl für das Valideneinkommen als auch für das Invalideneinkommen den Lohn der
angestammten Tätigkeit herangezogen habe. In Anbetracht ihrer noch langen
Erwerbskarriere dürfe nicht auf den zufälligen Lohn der Teilzeitarbeit abgestellt werden.
Vielmehr hätte der jeweils massgebliche Tabellenlohn herangezogen werden müssen.
Überdies sei ein Tabellenlohnabzug bzw. ein "leidensbedingter Abzug" vorzunehmen,
da sie nicht mehr in der Lage sei, ein Vollzeitpensum auszuüben und subjektive, in ihrer
Person liegende Gründe die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit beeinträchtigten
(act. G 1).
B.b Mit einem Schreiben vom 18. Januar 2017 liess die Beschwerdeführerin einen
Bericht von Dr. B._ vom 13. Januar 2017 einreichen. Dieser hatte im Wesentlichen
ausgeführt, er betreue die Beschwerdeführerin schon lange. Die Rückenschmerzen
seien mit klassischen Schmerzmitteln kaum beherrschbar gewesen. Mit einer
speziellen Analgesie habe die Schmerzproblematik etwas entschärft werden können.
Leider sei die Verträglichkeit dieser Medikamente aufgrund unerwünschter
Nebenwirkungen für eine Langzeittherapie nicht gegeben gewesen. Die Beschwerden
hätten nun mit einer manuellen Dauertherapie einigermassen gelindert werden können,
jedoch sei bisher keine Heilung gelungen. Eine psychische Ursache schliesse er aus.
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Die vom psychiatrischen Gutachter vermutete Diagnose einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung erachte er als eine spekulative Verlegenheitsdiagnose.
Störend sei, dass nicht auf das junge Alter der Beschwerdeführerin eingegangen
worden sei. Er setze die Beschwerden im Nacken- und Lendenbereich in einen direkten
Zusammenhang mit den radiologisch nachgewiesenen altersunüblichen
Degenerationen (act. G 4 und 4.1.1).
B.c In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im
Wesentlichen aus, dass es die Aufgabe eines Arztes sei, zur Frage Stellung zu nehmen,
in welchen Tätigkeiten und in welchem Ausmass es einer Versicherten zumutbar sei, zu
arbeiten. Aufgabe der beruflichen Abklärungsstelle sei es festzustellen, inwiefern eine
versicherte Person die ärztlich festgestellte Arbeitsfähigkeit in konkret zu
bezeichnenden Berufen verwerten könne. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
könne daher nicht gestützt auf die Ergebnisse einer beruflichen Abklärung festgelegt
werden. Überdies sei die Kritik des orthopädischen Gutachters am Bericht der
Abklärungsstelle X._ berechtigt. Das MGSG habe die geltend gemachten
Einschränkungen ausführlich abgeklärt. Da die Beschwerdeführerin in jeder Tätigkeit,
die ihr konstitutionell zumutbar sei, voll arbeitsfähig sei, könne offenbleiben, in
welchem Ausmass sie im Haushalt oder im Erwerb tätig wäre. Ausserdem lebe ihr
Sohn in einer Pflegefamilie. Der Invaliditätsgrad sei somit zu Recht anhand eines
Einkommensvergleichs bemessen worden (act. G 7).
B.d Am 17. Februar 2017 wurde der Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass das Gericht
dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung nicht
entsprechen könne, da die Beschwerdeführerin rechtsschutzversichert sei. Ohne
ausdrücklichen Gegenbericht werde davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin
mit der formlosen Erledigung ihres Gesuchs einverstanden sei (act. G 8). In der Folge
leistete die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss von Fr. 600.-- (act. G 9) und
verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 10). Am 27. April 2017 reichte der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin seine Kostennote ein (act. G 11).

Considerations:
Erwägungen
1.
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Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf
eine Invalidenrente hat.
2.
2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen
Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen
Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG).
2.2 Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im
Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2).
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Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs in
erster Linie auf das psychiatrisch-orthopädische MGSG-Gutachten (vgl. act. G 7).
Demgegenüber bemängelt die Beschwerdeführerin das Gutachten in mehreren
Punkten. Sie macht insbesondere geltend, dass im MGSG-Gutachten nicht ausführlich
dargelegt worden sei, weshalb die von ihr beklagten Beschwerden nicht objektivierbar
sein sollten. Der orthopädische Gutachter habe zwar ähnliche Diagnosen wie die
behandelnden Ärzte gestellt, jedoch seien die behandelnden Ärzte im Gegensatz zum
orthopädischen Gutachter davon ausgegangen, dass die Beschwerden objektivierbar
seien. Prof. D._ habe sogar von einer ungewöhnlichen degenerativen
Beeinträchtigung der Bandscheiben im Lendenwirbelsäulenbereich gesprochen. Der
orthopädische Gutachter habe die Einschätzung der behandelnden Ärzte, diejenige von
Dr. F._ und diejenige der Abklärungsstelle X._ geradezu ins Lächerliche gezogen.
Zudem sei das psychiatrische vor dem orthopädischen Gutachten erstellt worden,
womit der psychiatrische Sachverständige mit seiner Verdachtsdiagnose einen
ungerechtfertigten Einfluss auf das orthopädische Teilgutachten genommen habe.
Schliesslich genüge es nicht, wenn im psychiatrischen Teilgutachten lediglich
festgehalten werde, dass ein Verdacht für die Diagnose einer somatoformen
Schmerzstörung bestehe. Vielmehr sei abzuklären, ob eine solche Schmerzstörung
vorliege (act. G 1).
3.2 Das orthopädische MGSG-Gutachten beruht auf eigenständigen Abklärungen und
ist für die streitigen Belange umfassend. Die medizinischen Vorakten und die von der
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden sind berücksichtigt worden. Die
bescheinigte Arbeitsfähigkeit leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Weder die
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behandelnden Ärzte des Spitals C._ noch diejenigen der Neurochirurgie des KSSG
haben objektivierbare, strukturelle Gesundheitsschäden finden können, welche die
ausgeprägten Schmerzen erklären könnten (vgl. IV-act. 14 S. 6 ff.) Auch Prof. D._,
der ausdrücklich festgehalten hat, dass die im MRT sichtbaren Degenerationen für das
Alter der Beschwerdeführerin ungewöhnlich seien, hat keine eindeutigen
diagnostischen Blockaden finden und somit keine Empfehlung zur operativen
Stabilisation geben können (IV-act. 28 und 14 S. 3 f.). Prof. H._ hat sich die
Beschwerdesymptomatik, insbesondere das Schmerzausmass, mit der bestehenden
Bildgebung ebenfalls nicht erklären können (IV-act. 47 S. 6 f.). Zudem hat eine klinisch-
neurologische und elektrophysiologische Untersuchung kein neurologisches Substrat
für die im rechten Bein angegebene Schwäche gezeigt (IV-act. 47 S. 4 f.). Schliesslich
haben auch die behandelnden Ärzte der Klinik für Rheumatologie des KSSG keine
Warnsymptome wie Paresen oder Sensibilitätsausfälle und keine laborchemischen
Hinweise auf eine entzündliche Genese feststellen können (IV-act. 98). Entgegen der
Behauptung der Beschwerdeführerin haben die behandelnden bzw. untersuchenden
Ärzte die von ihr angegebenen Beschwerden somit nicht objektivieren können. Dr.
F._ und Dr. B._ haben der Beschwerdeführerin zwar eine Arbeitsunfähigkeit
attestiert (vgl. IV-act. 26 S. 3 f., 33 S. 5 f., 41 S. 1, 95 S. 1 und Fremdakten, act. 2 S. 8
ff.) und Dr. B._ hat die Beschwerden als glaubhaft eingestuft (vgl. insbesondere
act. G 4.1.1), jedoch haben auch sie keine objektivierbaren Substrate genannt, welche
die Beschwerden hätten erklären können. Dr. F._ ist von einem lumbovertebralen und
lumbospondylogenen Syndrom mit Symptomausweitung im Sinne einer beginnenden
Fibromyalgie ausgegangen und hat den Verdacht auf einen Status nach Morbus
Scheuermann mit besonders ausgeprägter Fehlhaltung gestellt (Fremdakten, act. 2
S. 9). Prof. H._ hat demgegenüber festgehalten, dass die morphologischen Kriterien
zur Diagnose eines Morbus Scheuermanns nicht erfüllt seien (IV-act. 47 S. 6 f.). Die
Diagnose der Fibromyalgie ist in den Untersuchungsberichten der Klinik für
Rheumatologie des KSSG nicht mehr aufgenommen worden. Vielmehr ist in diesen
Untersuchungsberichten nur noch die Rede von einem myofascialen Syndrom und
einer myofascialen Dysbalance gewesen, wobei eine Haltungsinsuffizienz und eine
schwach ausgeprägte Rücken- und Bauchmuskulatur aufgefallen sind. Die
behandelnden Ärzte der Klinik für Rheumatologie des KSSG haben der Versicherten
daher empfohlen, die Muskulatur zu kräftigen, wodurch die Versicherte in Kombination
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mit Physiotherapie und Chiropraktik schliesslich auch subjektiv eine deutliche
Schmerzabnahme bemerkt hat (vgl. IV-act. 87, 96 und 98). Anlässlich einer
Sprechstunde vom _ Februar 2016 in der Klinik für Rheumatologie des KSSG hat die
Versicherte sogar berichtet, dass sie nur noch gelegentlich, vor allem bei kaltem
Wetter, leichte Schmerzen verspüre. Manchmal sei Dafalgan und ganz selten Lyrica
nötig, worauf sie gut anspreche (vgl. IV-act. 96). Im Übrigen hat sich der orthopädische
Gutachter mit den abweichenden medizinischen Einschätzungen einlässlich
auseinandergesetzt (vgl. IV-act. 105 S. 8 f.). Dem seitens der Beschwerdeführerin
erhobenen Vorwurf, der orthopädische Gutachter habe die anderen medizinischen
Einschätzungen und den Bericht der Abklärungsstätte X._ geradezu ins Lächerliche
gezogen (vgl. act. G 1 S. 5), kann nicht gefolgt werden. Dass der Gutachter auf
Diskrepanzen in den Berichten hingewiesen hat, ist nicht zu beanstanden. Auch ist
nachvollziehbar, dass der orthopädische Gutachter den Bericht der Institution X._ als
"wirr" bezeichnet hat, da er darauf hingewiesen hat, dass die Abklärungsstelle der
Beschwerdeführerin einerseits im ersten Arbeitsmarkt im Bereich der Montage eine
Leistungsfähigkeit von 80 bis 90 % attestiert habe, andererseits eine sofortige
Eingliederung nicht für möglich gehalten habe (vgl. IV-act. 105 S. 8). Im Übrigen ist der
Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen (vgl. act. G 7 S. 3), dass es grundsätzlich die
Aufgabe einer medizinischen Fachperson ist, zur Frage Stellung zu nehmen, in welchen
Tätigkeiten und in welchem Ausmass es einer versicherten Person zumutbar ist, zu
arbeiten. Demgegenüber besteht die Aufgabe der Berufsberatung bzw. der
Abklärungsstelle X._ darin, zu beurteilen, inwiefern eine versicherte Person die
festgestellte Arbeitsfähigkeit in konkret zu bezeichnenden Berufen verwerten kann
(vgl. BGE 107 V 20 E. 2a und Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009,
9C_332/2009, E. 3.4). Demnach kann die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
vorliegend nicht gestützt auf die Abklärung der Institution X._ beurteilt werden. Die
Beurteilung der Institution X._ vermag deshalb unter Berücksichtigung der gesamten
Aktenlage keine Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung zu erwecken. Das
orthopädische MGSG-Gutachten erscheint in seiner Gesamtheit nachvollziehbar und
schlüssig. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche
Tatsachen im Gutachten nicht berücksichtigt worden wären. Zwar ist es richtig, dass
der orthopädische Sachverständige in seinem Gutachten nicht explizit darauf
eingegangen ist, dass die Degenerationen für das Alter der Beschwerdeführerin
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offenbar ungewöhnlich sind. Allerdings ist die Begutachtung in Kenntnis des Alters der
Beschwerdeführerin (vgl. IV-act. 105 S. 5) und in Kenntnis der Beurteilung von Prof.
D._, welcher explizit auf diese Ungewöhnlichkeit hingewiesen hat (vgl. IV-act. 28 und
14 S. 3 f.), ergangen (vgl. IV-act. 105 S. 2). Ausserdem kann von der Ungewöhnlichkeit
für ein bestimmtes Alter noch nicht auf ein invalidisierendes Leiden geschlossen
werden. Ganz allgemein kann aufgrund von bildgebenden Untersuchungsbefunden
nicht auf eine bestimmte Klinik geschlossen werden. Auch degenerative
Veränderungen können symptomatisch unbedeutend bleiben bzw. nicht automatisch
sämtliche Beschwerden erklären. Aufgrund der MRT-Bilder, welche keinen Kontakt der
Degenerationen zu einer Nervenwurzel gezeigt haben (vgl. insbesondere IV-act. 14 S. 3
ff. und 105 S. 7), in Kombination mit den vorliegenden ärztlichen Einschätzungen ist
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Begutachtung aus
orthopädischer Sicht in ihrer Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt gewesen ist.
Möglicherweise werden die für ihr Alter ungewöhnlich fortgeschrittenen
Degenerationen zu einem späteren Zeitpunkt invalidisierende Beschwerden auslösen.
Im Gutachtenszeitpunkt ist jedoch nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass aus orthopädischer Sicht keine die
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Einschränkungen vorgelegen haben. Der
Beschwerdeführerin steht es offen, sich bei einer Verschlechterung des
Gesundheitszustandes erneut bei der Beschwerdegegnerin anzumelden.
3.3 Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass das psychiatrische Gutachten vor dem
orthopädischen Gutachten erstellt worden sei, weshalb der orthopädische Gutachter
bei seiner Einschätzung von der psychiatrischen Beurteilung beeinflusst gewesen sei
(vgl. act. G 1 S. 5 f.), ist ebenfalls nicht stichhaltig. Zum einen haben die psychiatrische
und die orthopädische Untersuchung am gleichen Tag relativ kurz hintereinander
stattgefunden (vgl. IV-act. 104 S. 2 und 105 S. 2), weshalb es eher unwahrscheinlich
ist, dass der orthopädische Gutachter bei seiner Untersuchung bereits umfassend über
die Ergebnisse der psychiatrischen Untersuchung informiert gewesen ist. Zum anderen
ist davon auszugehen, dass sich der orthopädische Gutachter für seine Untersuchung
ohnehin nicht auf die Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters stützt, sondern
sich seine eigene Meinung aus fachärztlicher Sicht bildet. Das Gutachten enthält keine
Anhaltspunkte dafür, dass der orthopädische Gutachter bei seiner Untersuchung nicht
lege artis vorgegangen wäre oder aufgrund der psychiatrischen Untersuchung eine
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vorgefasste Meinung gehabt hätte. Vielmehr hat er die Beschwerdeführerin klinisch
untersucht, befragt und auch Röntgenbilder anfertigen lassen (vgl. IV-act. 105 S. 3 ff.).
Gleichwohl wäre eine umgekehrte Reihenfolge in den Begutachtungen wünschenswert
gewesen, damit der psychiatrische Gutachter die Ergebnisse der orthopädischen
Begutachtung gekannt hätte, also im Bild darüber gewesen wäre, inwieweit die von der
Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden auf organische Korrelate zurückzuführen
waren. Der Umstand, dass der psychiatrische Sachverständige bei seiner
Begutachtung keine Kenntnis vom Ergebnis der orthopädischen Untersuchung hatte,
vermindert den Beweiswert seines Teilgutachtens jedoch nicht. Der psychiatrische
Gutachter hat nämlich auch ohne Kenntnis des Ergebnisses der orthopädischen
Untersuchung aufgrund der Aktenlage davon ausgehen müssen, dass die geklagten
Beschwerden somatisch nicht objektivierbar seien. Insgesamt ist das psychiatrische
Teilgutachten schlüssig und für die streitigen Belange vollständig. Ob eine
somatoforme Schmerzstörung vorliegt oder nicht, kann letztlich offenbleiben, da der
psychiatrische Gutachter jedenfalls keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit
funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt hat. Unter
Berücksichtigung der beiden Teilgutachten ist auch die gutachterliche
Konsensbeurteilung gut nachvollziehbar.
3.4 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass für die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit auf das orthopädisch-psychiatrische MGSG-Gutachten abgestellt
werden kann, weshalb von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in
der angestammten sowie in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen ist.
4.
4.1 Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer
adaptierten Tätigkeit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der
Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei ist der Invaliditätsgrad anhand eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.1). Warum vorliegend für die
Invaliditätsbemessung anstelle des Einkommensvergleichs die gemischte Methode
anwendbar sein soll, wie dies die Beschwerdeführerin verlangt (vgl. act. G 1 S. 4), ist
nicht ersichtlich. Gründe, warum die Beschwerdeführerin, wenn sie gesund wäre, nicht
voll erwerbstätig sein sollte, liegen nämlich nicht vor. Ihr Kind ist bei einer Pflegefamilie
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untergebracht und es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sie einen besonders
aufwändigen Haushalt zu führen hat (vgl. IV-act. 37 S. 4).
4.2 Vorliegend ist sowohl hinsichtlich des (hypothetischen) Valideneinkommens als
auch bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Tätigkeitsbereich zugrunde zu
legen, da die Beschwerdeführerin entsprechend dem Gutachten auch in ihrer
angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Demnach kann ein sogenannter
Prozentvergleich vorgenommen werden. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem
Grad der Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05,
E. 5.4), allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. BGE
126 V 75). Selbst bei Gewährung des maximal zulässigen Tabellenlohnabzugs von 25
% würde vorliegend kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren. Damit sind
die Voraussetzungen für die Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung nicht
erfüllt, weshalb sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtmässig erweist.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die Verfügung vom
6. Januar 2017 abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von
Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen.
Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr. 600.-- aufzuerlegen. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch
auf eine Parteientschädigung.