Decision ID: 707cf449-0b6f-5a1c-847c-48b1896e1fda
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
H. Mit Beschwerde vom 8. März 2006 (Datum des Poststempels) beantragte die  bei der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) durch ihre Vertretung die Zusammenlegung ihres Beschwerdeverfahrens mit demjenigen  Schwester N. (D 5355/2006). Die Ziffern 1 - 3 des angefochtenen Entscheids seien aufzuheben. Die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz . Eventualiter sei Asyl zu erteilen. Es sei vollständige Akteneinsicht zu . Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass der Beschwerdeführerin keine Einsicht in die Verfahrensakten ihres Bruders S. gewährt worden sei. Diese Akten seien vorliegend zur Entscheidfindung verwendet worden. Im Gegensatz zu N. sei sie überhaupt nicht auf Widersprüche in ihren Aussagen im Vergleich zu denjenigen von S. hingewiesen worden. Eine Heilung dieser Gehörsverletzung auf  sei nicht möglich. Ferner sei anlässlich sämtlicher Anhörungen ein  Dolmetscher beigezogen worden. Die Beschwerdeführerin habe sich  über frauenspezifische Fluchtgründe nicht frei äussern können.  sei der Sachverhalt mangelhaft abgeklärt worden. Eine erneute Anhörung sei unabdingbar. Im Weiteren sei die Einsicht in angeblich interne Akten der  zu Unrecht verweigert worden. Gemäss ihren Schilderungen werde die  wegen der damaligen Tätigkeit ihres Vaters für die Baath-Partei behelligt. In Anbetracht der Situation vor Ort liege eine asylrelevante staatliche (Reflex)Verfolgung vor. Die Behelligungen durch den Onkel und dessen Familie in Scharia stellten eine geschlechtspezifische Verfolgung durch Dritte dar, welche wiederum dem Staat angelastet werden müsse. Dies treffe entgegen den  Erwägungen auch für die in der Kindheit erlittenen sexuellen Übergriffe zu. Sie habe dabei ihre Jungfräulichkeit verloren und müsse aufgrund der Situation vor Ort im Falle einer Eheschliessung nach wie vor damit rechnen, durch den  deswegen behelligt zu werden. Die angeblichen Widersprüche in den  der Beschwerdeführerin im Vergleich zu denen ihres Bruders seien  darauf zurückzuführen, dass S. in Deutschland bewusst falsche Angaben  habe, da er nicht dort, sondern in der Schweiz einen Asylantrag hätte  wollen. Die einzige Falschaussage der Beschwerdeführerin beziehe sich auf den Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz, welche nicht im Juni, sondern bereits ungefähr im März 2004 erfolgt sei. Die übrigen Angaben entsprächen der . Die vom Bundesamt aufgelisteten weiteren Ungereimtheiten seien bei  Interpretation der Befragungsprotokolle nicht vorhanden beziehungsweise
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nicht wesentlicher Natur oder auf Übersetzungsprobleme zurückzuführen. Zu  sei, dass die Beschwerdeführerin nicht bei ihrer Mutter, sondern bei ihrer Stiefmutter aufgewachsen sei.
I. Mit Zwischenverfügung vom 22. März 2006 wies die ARK das Gesuch um Einsicht in weitere Verfahrensakten ab. Diese seien vom Bundesamt zu Recht als intern qualifiziert und nicht ediert worden. Bezüglich der Verfahren der  und ihrer Schwester wurde eine Koordination in Aussicht gestellt. Das Gesuch um Verfahrensvereinigung wurde abgewiesen. Die Einsicht in Verfahrensakten des Bruders wurde in Form von Protokollauszügen gewährt. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wurde verzichtet. Das Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wurde gutgeheissen.
J. Mit Vernehmlassung vom 1. Mai 2006 hielt das Bundesamt an seiner Verfügung vollumfänglich fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die ARK habe der Beschwerdeführerin am 22. März 2006 Einsicht in die beigezogenen Akten von S. gewährt. Die Beschwerdeführerin habe sich darauf hin nicht vernehmen lassen. Aufgrund der seinerzeitigen Aktenlage habe sodann kein Anlass , die Beschwerdeführerin in einem reinen Frauenteam zu befragen.
K. Mit Replik vom 17. Mai 2006 wies die Beschwerdeführerin darauf hin, dass ihr mit Zwischenverfügung der ARK vom 22. März 2006 keine Frist zur Stellungnahme eingeräumt worden sei. Nach auszugsweisem Erhalt der Akten von S. müsse  darauf hingewiesen werden, dass dieser in Deutschland bewusst falsche  gemacht habe. Die Beschwerdeführerin sei durch die Ereignisse im Irak schwer traumatisiert. Ihr vormaliger Rechtsvertreter hätte bei der Anhörung darauf bestehen müssen, dass die Beschwerdeführerin durch ein Frauenteam angehört worden wäre. Sie sei bereits zweimal im Rahmen des fürsorgerischen  in der psychiatrischen Klinik _ stationär aufgenommen worden. Es bleibe bis jetzt unklar, ob die Beschwerdeführerin alle relevanten Ereignisse habe darlegen können. Der Eingabe lag eine Kopie des bereits eingereichten  der psychiatrischen Klinik _ vom 10. September 2004 und ein  derselben Klinik vom 21. April 2006 bei.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31); das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
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1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehemaligen ARK hängigen Rechtsmittel. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder  Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die Beschwerdeführerin ist legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem  oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, , Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer  Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile  namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder  glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr  mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin beantragt die Kassation der vorinstanzlichen Verfügung, da die Vorinstanz eine nicht heilbare Gehörsverletzungen begangen habe, indem die Einsicht in entscheidrelevante Akten verweigert worden sei, die Begründungspflicht verletzt und schliesslich der Sachverhalt nicht genügend erstellt worden sei.
4.2 Aufgrund der Protokolle ergeben sich tatsächlich verschiedene Hinweise, die eine Befragung in einem gleichgeschlechtlichen Team aufgedrängt hätten. Allerdings hat weder der anwesende Vertreter der Beschwerdeführerin noch die Hilfswerkvertretung Einwände gegen die Anhörung angebracht. Insbesondere aber verzichtete die Beschwerdeführerin selber ausdrücklich, ihre Fluchtgründe in einem männerfreien Befragungsteam vortragen zu können (A 25/21, S. 8 und 21). Sie empfand offenbar eine erneute Vorladung als zu belastend, was angesichts des schlechten psychischen Zustands der Beschwerdeführerin nachvollziehbar erscheint. Ein entsprechendes Vorgehen beziehungsweise der Verzicht auf eine ergänzende Befragung durch die Vorinstanz lässt sich dann rechtfertigen, wenn der Sachverhalt als genügend erstellt erscheint. Zweifellos war die Beschwerdeführerin nicht in der Lage, über ihre schrecklichen Erlebnisse in ihrer Kindheit im Detail zu berichten. Nachdem die Glaubhaftigkeit dieser Ereignisse
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jedoch nicht in Frage gestellt wurde, durfte die Vorinstanz - nicht zuletzt auch im Interesse der Beschwerdeführerin - auf eine ergänzende Befragung verzichten. Auch in Bezug auf die versuchten Übergriffe des Cousins kurz vor der Ausreise erscheint der Sachverhalt im Sinne der nachfolgenden Erwägungen als genügend erstellt. Selbst wenn die Beschwerdeführerin entsprechende Übergriffe erlebt haben sollte, vermöchte dies angesichts der im Übrigen unglaubhaften Vorbringen keine asylrechtlich relevante Verfolgung zu begründen. Die Vorinstanz durfte demnach zu Recht vom genügend erstellten Sachverhalt ausgehen, weshalb der Antrag auf Rückweisung und erneute Befragung abzuweisen ist. Anzufügen ist, dass dem Protokoll der Bundesanhörung entgegen den Beschwerdevorbringen keine Hinweise, wonach auf die Übersetzung zurückzuführende Verständigungsprobleme aufgetreten seien, zu entnehmen sind; die Beschwerdeführerin muss sich somit bei ihren Aussagen behaften lassen (vgl. A 25/21, S. 16 oben).
4.3 Auch der Vorwurf der mangelnden Begründung trifft ins Leere. Es ergeben sich keine Hinweise darauf, die Vorinstanz habe Umstände, die für die Glaubhaftigkeit sprechen würden, nicht genügend berücksichtigt.
4.4 Aufgrund der allgemeinen verwaltungsrechtlichen Doktrin sind Asylsuchende praxisgemäss mit den Aussagen anderer Personen zu konfrontieren, sofern diese den eigenen Angaben in wesentlichen Punkten widersprechen. Die Beschwerdeführerin wurde anlässlich ihrer Anhörung mit den Widersprüchen zu den Aussagen der Schwester konfrontiert, dagegen nicht mit denjenigen des Bruders S. Im vorliegenden Verfahren vermag dies jedoch nicht wie bei der Schwester N. zu einem (heilbaren) Verfahrensmangel zu führen, zumal in der angefochtenen Verfügung die entsprechenden Widersprüche nicht direkt als Unglaubhaftigkeitsmerkmal vorgebracht wurden. Zwar werden diese Widersprüche durch die Feststellung der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid, die Aussagen von N. seien wegen Abweichungen zu Aussagen von S. unglaubhaft, indirekt relevant. Dies betrifft aber Widersprüche zwischen den Aussagen von N. und S., mit denen die Beschwerdeführerin als Dritte ohnehin nicht hätte vorgängig konfrontiert werden können. Diesem Umstand wurde sodann im Verfahren der Schwester, das mit heutigem Datum ebenfalls abgeschlossen wird, genügend Rechnung getragen. Auf Beschwerdeebene wurden die entsprechenden Aussagen von S. sodann offengelegt. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ist demnach nicht auszugehen. Schliesslich wurde bereits mit Zwischenverfügung der ARK vom 22. März 2006 die Einsicht in die vorinstanzlichen Akten A6/1, A 19/1, A 20/1, A 32/1 und A 37/2 zu Recht verweigert; auf die dortige Begründung kann verwiesen werden.
4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Antrag auf Kassation und Rückweisung an die Vorinstanz abzuweisen ist.
5.
5.1 Die Vorinstanz ging sodann zu Recht von der fehlenden Glaubhaftigkeit der Vorbringen aus. Die Glaubhaftigkeit der Vorbringen der Beschwerdeführerin wird bereits dadurch entscheidend beeinträchtigt, dass die Aussagen ihrer Schwester und Fluchtgefährtin N. mit Urteil heutigen Datums vom Bundesverwaltungsgericht ebenfalls für unglaubhaft erachtet werden. Auch blieben die Vorbringen der
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Beschwerdeführerin insgesamt vage, unsubstanziiert und zum Teil ungereimt. Diesbezüglich kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen in der Beschwerdeschrift nichts stichhaltiges entgegengebracht werden konnte. Zu berücksichtigen ist zwar der schlechte Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und ihr im Zeitpunkt der Befragungen noch jugendliches Alter. Wäre sie aber tatsächlich aus den von ihr und ihrer Schwester genannten Gründen aus dem Heimatland ausgereist, hätte gleichwohl eine Schilderung der Ereignisse, welche eher den Eindruck von tatsächlich Erlebtem in der geltend gemachten Form vermittelt haben würde, erwartet werden können. Ein solcher Eindruck entsteht jedoch nach Durchsicht ihrer Befragungsprotokolle auch in Anbetracht ihrer vorerwähnten Situation nicht. So muten ihre Schilderungen zu Beginn der Anhörung ausgesprochen vage an, und die Vermutung, dass sie sich im geltend gemachten Zeitraum gar nicht vor Ort aufhielt, erfährt bereits in diesem Lichte besehen eine gewisse Berechtigung (A 25/21, S. 2 f.). Ihre Schilderung der Razzia, anlässlich welcher S. hätte mitgenommen werden sollen, ist sodann als realitätsfremd zu bezeichnen. Da alle zu weinen begonnen hätten, habe ihr Bruder schliesslich nicht mitgehen müssen (A 25/21, S. 6). Sollten aufgrund der angeblichen Führungsfunktion des Vaters der Beschwerdeführerin bei der  tatsächlich dessen Gegner vorgesprochen haben, hätten sie sich allein wegen des Weinens der Anwesenden kaum von ihrem Vorhaben abbringen lassen, zumal der Vater der Beschwerdeführerin gemäss Schilderungen von N.  viele Personen ermordet haben soll. Schliesslich vermochte die Beschwerdeführerin auch den Zwang der Familie zur Heirat in der vorgebrachten Form nicht glaubhaft zu machen. Dabei fällt auf, dass die Beschwerdeführerin nicht in der Lage war, den Ort ihres Aufenthaltes zu beschreiben, den Familienverband im Vergleich zu ihrer Schwester übereinstimmend darzustellen oder den Namen des für sie bestimmten Ehemannes zu nennen. Auch dass die Mutter, ohne sich zu verabschieden, gegangen sei und die Kinder ohne Nachricht gelassen haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Einmal führt die Beschwerdeführerin dann auch recht vage aus, der Onkel habe gesagt "nach islamischen Gesetz dürften sie nicht bei ihm bleiben, wenn sie nicht einen der Söhne heirateten" (A 25/21 S. 9), was nicht auf einen Zwang im Sinne des Asylrechts hinweist. Auch dass der Beschwerdeführerin und ihren Geschwistern unter den gegebenen Umständen die Flucht derart leicht gelungen wäre, ist nicht glaubhaft. Die eingereichten Berichte der Klinik _ vom 10. September 2004 sowie 21. April 2006 und die weiteren ärztlichen Unterlagen rechtfertigen keine andere Einschätzung der Vorbringen der Beschwerdeführerin, zumal sich die darin enthaltenen Aussagen nur in beschränktem Umfang auf die fluchtauslösenden Ereignisse beziehen und Arztzeugnisse grundsätzlich nur das Bestehen einer psychischen Krankheit feststellen können, nicht jedoch deren Ursache. Möglicherweise haben sich gewisse Zwiste und Vorfälle in der Grossfamilie der Beschwerdeführerin tatsächlich ereignet, und die von ihr ferner erwähnte desolate Sicherheitslage im Irak ist unbestritten. Solchen Umständen ist jedoch im Rahmen des Wegweisungsvollzugs Rechnung zu tragen. Die von ihr geschilderte zielgerichtete Verfolgung wegen der angeblichen politischen Vergangenheit ihres Vaters vermochte die Beschwerdeführerin nach dem Gesagten indes ebenso wenig glaubhaft zu machen wie die Behelligungen in der Grossfamilie vor der Ausreise in der geltend gemachten Form.
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5.2 Bezüglich der geltend gemachten Erlebnisse in der Kindheit ist folgendes festzuhalten: Die damaligen sexuellen Übergriffe von Freunden des Vaters auf die Beschwerdeführerin sind, wie bereits erwähnt, nicht in Zweifel zu ziehen und es ist mehr als nachvollziehbar, dass die psychische Verarbeitung solcher Erlebnisse die Beschwerdeführerin schwer belasten. Die erwähnten Übergriffe durch Dritte lagen im Zeitpunkt der Ausreise jedoch bereits viele Jahr zurück und waren abgeschlossen. Die Ausreise hat nicht stattgefunden, weil sich die Beschwerdeführerin aufgrund dieser Ereignisse weiterhin bedroht fühlte. Damit ist der Kausalzusammenhang klar unterbrochen und es kann diesbezüglich bereits deshalb nicht von einer asylrechtlich relevanten Verfolgung ausgegangen werden. Dass die Beschwerdeführerin deswegen seitens eines möglichen zukünftigen Ehemannes Probleme bekommen könnte, ist zu hypothetisch, als dass in diesem Sinne eine objektiv begründete Furcht angenommen werden könnte. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass dem schlechten Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Rahmen des Wegweisungsvollzug Rechnung getragen wird.
5.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren  in der Beschwerde im Einzelnen einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt, dass die Beschwerdeführerin keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Das Bundesamt hat ihr Asylgesuch zu Recht abgelehnt.
6. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an;  ist der Grundsatz der Einheit der Familie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht , so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG, SR 142.20]).
7. Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine fremdenpolizeiliche  noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
8. Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufgenommen. Angesichts dieses Umstandes erübrigen sich zur Zeit Erwägungen zur Zulässigkeit,  und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs.
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung  nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig  und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem  abzuweisen.
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 20. April 2006
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[VGKE]). Nachdem ihr Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG mit  vom 22. März 2006 gutgeheissen wurde, ist von der Kostenauflage .
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