Decision ID: 24b89020-8f24-4678-9f21-46ad1a828335
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Durch seine Mutter reichte der (...)jährige Beschwerdeführer mit seinen
vier minderjährigen Geschwistern am 28. März 2022 im Bundesasylzent-
rum in B._ ein Asylgesuch ein. Ein Abgleich der Fingerabdrücke mit
der «Eurodac»-Datenbank ergab, dass sowohl die Mutter als auch die Ge-
schwister des erst (...) geborenen Beschwerdeführers am 19. März 2015
in Frankreich um Asyl nachgesucht hatten (siehe dazu separates Verfahren
([...]).
B.
Das SEM gewährte der Mutter des Beschwerdeführers sowie zweien
seiner Geschwister am 12. April 2022 das rechtliche Gehör (Dublin-
Gespräch) zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und einer
Überstellung nach Frankreich.
Nach eingehender Erläuterung der familiären Verhältnisse erklärte die Mut-
ter des Beschwerdeführers hierbei im Wesentlichen, sie hätten während
ihres mehrjährigen Aufenthalts in Frankreich dort kein Leben führen kön-
nen und das Land habe ihnen keinen Schutz gewährleistet. In Frankreich
sei die Familie mit prekären Lebensbedingungen konfrontiert gewesen. Zur
Situation des (...) in Frankreich geborenen Beschwerdeführers gab sie im
Besonderen zu Protokoll, die Kinder hätten alle ein normales Leben führen
können in Frankreich. Sie habe jedoch – um ihren Aufenthalt in Frankreich
zu erleichtern – einen französischen Staatsangehörigen dafür bezahlt, sich
als Vater des Beschwerdeführers eintragen zu lassen, obgleich sein biolo-
gischer Vater ihr in Frankreich lebender angolanischer Ehemann sei. Auf-
grund ihrer zahlreichen Lügen gegenüber den französischen Behörden
fürchte sie, der Beschwerdeführer, seine Geschwister und sie (die Mutter)
könnten getrennt werden. Den Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers betreffend, gab sie zu Protokoll, der Beschwerdeführer esse nicht
mehr, seit er in der Schweiz sei. Sie vermute, dass dies daran liege, dass
ihm das Essen hierzulande fremd sei.
C.
Am 14. April 2022 ersuchte das SEM die französischen Behörden unter
anderem um Übernahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1
Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-
ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-
D-3350/2022
Seite 3
nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-
stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend:
Dublin-III-VO). Die französischen Behörden stimmten diesem Übernahme-
ersuchen am 28. April 2022 gestützt auf die genannte Bestimmung zu.
D.
Mit Verfügung vom 13. Mai 2022 trat die Vorinstanz in Anwendung von
Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf die Asylgesuche des Be-
schwerdeführers, seiner Mutter und seiner Geschwister nicht ein, verfügte
ihre Überstellung nach Frankreich und forderte sie auf, die Schweiz am Tag
nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig beauftragte sie
den Kanton C._ mit dem Vollzug der Wegweisung, händigte die edi-
tionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus und stellte fest, dass
einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid keine aufschiebende
Wirkung zukomme.
E.
Mit Rechtsmitteleingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 19. Mai
2022 beantragte die Mutter des Beschwerdeführers in eigenem Namen
und namens ihrer fünf Kinder (sinngemäss), die angefochtene Verfügung
sei aufzuheben und ihre Asylgesuche seien in der Schweiz zu prüfen.
F.
Am 23. Mai 2022 setzte der damals zuständige Instruktionsrichter den Voll-
zug der Überstellungen per sofort einstweilen aus.
G.
Mit Zwischenverfügung vom 7. Juni 2022 gewährte das Bundesverwal-
tungsgericht der Beschwerde die aufschiebende Wirkung und ersuchte das
SEM unter Verweis auf die französische Staatsbürgerschaft des Beschwer-
deführers, eine Vernehmlassung einzureichen.
H.
Am 15. Juni 2022 hob die Vorinstanz den Nichteintretensentscheid vom
13. Mai 2022 im Rahmen der Vernehmlassung wiedererwägungsweise auf
und nahm das erstinstanzliche Verfahren wieder auf. Daraufhin schrieb das
Bundesverwaltungsgericht das diesbezügliche Beschwerdeverfahren
(...) am 24. Juni 2022 als gegenstandslos geworden ab.
I.
In der Folge aktualisierte das SEM den medizinischen Sachverhalt alle
Familienmitglieder betreffend und gewährte der rubrizierten
D-3350/2022
Seite 4
Rechtsvertreterin am 26. Juli 2022 das rechtliche Gehör zum
Entscheidentwurf vom 22. Juli 2022.
J.
Am 26. Juli 2022 (eröffnet am 27. Juli 2022) trat das SEM in Anwendung
von Art. 31a Abs. 3 i.V.m. Art. 18 AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch
des Beschwerdeführers wiederum nicht ein, verfügte die Wegweisung aus
der Schweiz und ordnete den Vollzug der Wegweisung – unter Wahrung
der Einheit der Familie und unter Berücksichtigung des Kindeswohls
gemeinsam mit den restlichen Familienmitgliedern (N [...]) – an. Betreffend
das Asylgesuch der Kindsmutter und der Geschwister erliess die
Vorinstanz einen separaten Nichteintretensentscheid und verfügte ihre
Wegweisung nach Frankreich.
Zur Begründung der angefochtenen Verfügung führte die Vorinstanz im
Wesentlichen aus, in den Akten deute nichts darauf hin, dass die
Regelvermutung der relativen Verfolgungssicherheit in Frankreich – dem
Heimatstaat des Beschwerdeführers – umgestossen werden könne. Seine
Mutter habe sich anlässlich des Dublin-Gesprächs ausführlich zu seiner
Situation und einer Wegweisung nach Frankreich äussern können, zumal
angesichts seines jungen Alters nicht davon auszugehen sei, dass er
eigenständige Asylgründe vorbringen wolle. Ohnehin könne nicht
angenommen werden, dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers in der
Schweiz in seinem Interesse gestellt worden sei, werde er so doch von
seinem biologischen Vater getrennt und könne seine aus der französischen
Staatsbürgerschaft resultierenden Rechte nur noch unter erschwerten
Bedingungen wahrnehmen. Demnach sei für die Vorinstanz auch nicht
ersichtlich, inwieweit die durch die Rechtsvertretung beantragte Anhörung
gemäss Art. 29 AsylG – an seiner statt mit der Kindsmutter – im Interesse
des Beschwerdeführers sein solle. Bei den durch die Rechtsvertretung in
der Stellungnahme zum Entscheidentwurf vorgebrachten Einwänden
hinsichtlich einer allfälligen Trennung des Beschwerdeführers von der
restlichen Familie, welche in Frankreich rechtskräftig weggewiesen worden
sei, handle es sich ohnehin um Bedenken der Kindsmutter, auf welche in
deren Nichteintretensentscheid einzugehen sei.
K.
Mit Rechtsmitteleingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 3. August
2022 beantragte der Beschwerdeführer – handelnd durch die rubrizierte
Rechtsvertretung respektive die Kindsmutter als gesetzliche Vertreterin –
die Aufhebung der Verfügung sowie die Rückweisung der Sache an die
D-3350/2022
Seite 5
Vorinstanz. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung und Verzicht auf die Erhebung eines
Kostenvorschusses.
L.
Am 4. August 2022 verfügte das Bundesverwaltungsgericht einen super-
provisorischen Vollzugsstopp.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das vorliegende Beschwerdeverfahren D-3350/2022 wird mit dem der
Kindsmutter (D._ [N ...]) und der Geschwister (E._,
F._, G._, H._; [N ...]) koordiniert. Über deren Be-
schwerde wird gleichzeitig, aber in einem separaten Verfahren befunden
(vgl. Verfahrensnummer [...]).
2.
Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung
von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und
entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend
– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der Beschwerde-
führer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert
(Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist
einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
3.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
4.
4.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungs-
weise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie
nachstehend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
4.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf einen Schriftenwechsel
verzichtet.
D-3350/2022
Seite 6
5.
Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das SEM
ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1;
2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). Da der rechtlich vertretene Beschwerdeführer
sich in seiner Beschwerde jedoch darauf beschränkt, formelle Rügen gel-
tend zu machen, ist vorliegend keine materielle Prüfung vorzunehmen.
6.
6.1 In der Beschwerde wird die Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie
eine unvollständige respektive unrichtige Sachverhaltsfeststellung gerügt.
So beanstandet die Rechtsvertreterin namens des Beschwerdeführers, die
Vorinstanz habe es versäumt, ihn in geeigneter Form gemäss Art. 29 AsylG
anzuhören.
6.2
6.2.1 Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grundsät-
zen des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach
hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä-
rung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie muss die für das
Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die recht-
lich relevanten Umstände abklären sowie ordnungsgemäss darüber Be-
weis führen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt, son-
dern findet sein Korrelat in der aus Art. 13 VwVG und Art. 8 Abs. 1 AsylG
fliessenden Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. BVGE 2012/21
E. 5.1). Der in diesem Zusammenhang ebenfalls zu beachtende Grundsatz
des rechtlichen Gehörs, der in Art. 29 Abs. 2 BV verankert und in den
Art. 29 ff. VwVG für das Verwaltungsverfahren konkretisiert wird, dient ei-
nerseits der Aufklärung des Sachverhalts, andererseits stellt es ein persön-
lichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar (vgl. BVGE 2011/37
E. 5.4.1).
6.2.2 Für das Asylverfahren ist die Gehörsgewährung in der Regel durch
die Anhörung gemäss Art. 29 AsylG gegeben. Diese ist grundsätzlich der
wichtigste Bestandteil des materiellen Asylverfahrens, da sie das Kernele-
ment der Abklärung darstellt, ob die asylsuchende Person Schutz benötigt.
Findet keine Anhörung statt, muss eine andere geeignete Form der Ge-
D-3350/2022
Seite 7
hörsgewährung gefunden werden (vgl. CONSTANTIN HRUSCHKA in: Spe-
scha et al. (Hrsg.), Kommentar zum Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 29
AsylG N 1 und Art. 36 AsylG N 1.).
Nach Art. 12 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über
die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107), welches unmittelbar anwendbar
ist (vgl. BGE 124 III 90 E. 3a), sichern die Vertragsstaaten dem Kind, das
fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung
in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äussern. Nach
Art. 12 Abs. 2 KRK wird dem Kind zu diesem Zweck insbesondere Gele-
genheit gegeben, in allen das Kind berührenden Gerichts- oder Verwal-
tungsverfahren entweder unmittelbar oder durch einen Vertreter gehört zu
werden (vgl. zum Ganzen auch Urteil des BGer 2C_1026/2019 vom 16. Juli
2020 E. 3.2 m.H.a. BGE 144 II 1 E. 6.5 sowie Urteil des BVGer
E-6552/2019 vom 16. Dezember 2021 E. 3.6 m.w.H.).
6.3 Es trifft zu, dass während des erstinstanzlichen Verfahrens keine An-
hörung nach Art. 29 AsylG des Beschwerdeführers respektive in dessen
Namen stattfand. Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich dennoch als
unbegründet. Angesichts des Alters des Beschwerdeführers von lediglich
(...) Jahren, ist offensichtlich, dass die Gehörsgewährung an seiner statt
seinen Vertretern zu gewähren ist. Dem ist die Vorinstanz denn in mehrfa-
cher Hinsicht auch nachgekommen. So hörte sie die Kindsmutter – die ge-
setzliche Vertreterin des Beschwerdeführers – am 12. April 2022 an und
gewährte der rubrizierten Rechtsvertreterin am 26. Juli 2022 das rechtliche
Gehör zum Entscheidentwurf vom 22. Juli 2022 (vgl. A43/6 und A88/3).
Dass die Kindsmutter im Rahmen ihres Dublin-Gesprächs und nicht wie in
der Beschwerdeschrift geltend gemacht separat nach Art. 29 AsylG zu den
Belangen des minderjährigen Beschwerdeführers angehört wurde, ist an-
gesichts der für ein Dublin-Gespräch aussergewöhnlich ausführlichen und
umfangreichen Anhörung nicht zu beanstanden. Aus dem sechsseitigen
Protokoll geht klar hervor, dass sie mehrfach die Gelegenheit hatte, sich
ausführlich zur Situation des Beschwerdeführers und seinen allfälligen
Asylgründen in Frankreich zu äussern (vgl. beispielsweise A43/6 S. 2
und 5). Doch lassen sich weder ihren Aussagen noch jenen der älteren
Geschwister irgendwelche Hinweise auf eine asylrelevante Verfolgung des
(...)jährigen Beschwerdeführers respektive auf Wegweisungsvollzugshin-
dernisse entnehmen (vgl. A37/2 und A38/2). Gleiches gilt für die Stellung-
nahme der rubrizierten Rechtsvertreterin vom 26. Juli 2022, welche in kei-
ner Weise auf allfällige Asylgründe des Beschwerdeführers oder Vollzugs-
hindernisse hinweist (vgl. A88/3). Die Vorinstanz musste sich demnach
D-3350/2022
Seite 8
nicht veranlasst sehen, weitere Abklärungen vorzunehmen. Ebenso wenig
war eine weitere Anhörung der Kindsmutter – stellvertretend für den Be-
schwerdeführer – angezeigt, fand die Vorinstanz doch – wie hiervor darge-
legt – eine geeignete Form der Gehörsgewährung für den (...)jährigen.
6.4
Die in der Beschwerde erhobenen formellen Rügen erweisen sich nach
dem Gesagten als (offensichtlich) unbegründet. Damit besteht keine Ver-
anlassung, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zum
Erlass eines neuen Entscheids an die Vorinstanz zurückzuweisen. Nach-
dem vorliegend keine materielle Prüfung vorzunehmen ist (vgl. E. 5 hier-
vor), ist die Beschwerde abzuweisen, wobei in materieller Hinsicht zu be-
merken ist, dass, wie gesehen, keine Verfolgung geltend gemacht wurde
und angesichts des Urteils betreffend die Kindsmutter und Geschwister of-
fenkundig keine Vollzugshindernisse vorliegen.
7.
7.1 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und
den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sind ungeachtet
der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen, da sich die
Beschwerdebegehren entsprechend den vorstehenden Erwägungen als
von vornherein aussichtslos erwiesen haben.
7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), gestützt auf
Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.
320.2), ist jedoch auf die Erhebung von Verfahrenskosten vom noch min-
derjährigen Beschwerdeführer zu verzichten.
(Dispositiv nächste Seite)
D-3350/2022
Seite 9