Decision ID: 27e89143-0ef2-5f0b-800e-3b930377ba4f
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die
195
9
geborene
X._
reiste
am 2. September 1983
in die Schweiz ein und war
ab
1993 als Reinigungskraft
tätig
(Urk.
8/12
und Urk. 8/16/4
). Am 4. Juli 2007 stellte sie bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV
Stelle, den Antrag auf Kostengutsprache für
Brustprothesen
. Am 12. Juli 2007 wurde ihr die Kostengutsprache erteilt (Urk. 8/5).
1.2
Am 5. März 2009
meldete sich
die Versicherte unter Hinweis auf
einen am
11. September 2008 erlittenen
Un
fall, bei welchem sie sich die rechte Schulter verletzt hatte,
bei
der IV-Stelle
zum Bezug von Leis
tungen der Invaliden
versi
cherung an (Urk.
8/12
).
Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallversicherers bei
und
tätigte weitere Abklärungen bezüglich der erwerblichen und medi
zinischen Verhältnisse.
Am
19. Januar 2010
erlitt die Versicherte
eine
Subarachnoidal
blutung
(Urk. 8/31/2 und Urk. 8/32
)
.
In der Folge
entwickelte sich ein
Hydroce
phalus
, weshalb am 16. Juli 2010 ein
VP-
Shuntsystem
implantiert werden musste
(Urk. 8/34/4)
.
Mit
Schreiben vom
31. Januar 2011 kündigte die IV-Stelle
eine neurologische Begutachtung der Versicherten bei
Dr.
med.
Y._
,
Facharzt FMH für Neurologie, an
(Urk. 8/40).
Das Gutachten wurde am 13. April 2011 erstattet (Urk. 8/57).
Dr.
Y._
hielt darin fest, es bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit seit dem 19. Januar 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Heilungsprozess sei noch nicht abge
schlossen und das Erreichen des medizinischen Endzustandes noch nicht abseh
bar (Urk. 8/57/10 f.).
Gestützt darauf sprach die IV-Stelle
der Versicherten
n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 20. Mai 2011; Urk. 8/59)
mit Verfügung vom
7. Juli 2011
eine ganze Invalidenrente
ab dem 1. April 2010
zu
(Urk. 8/70 f.
).
1.3
Mit Verfügung vom 10. Februar 2011 sprach die SUVA der Versi
cherten basie
rend a
uf einem Invaliditätsgrad von 23
% ab
1. März 2011
eine monatliche Rente
von Fr. 961.80 zu (Urk. 8/43).
Die dagegen erhobene Einsprache wur
de von der SUVA am 6. Juli 2011
abgewiesen (Urk. 8/72).
1.
4
Am 15. Juni 2012 eröffnete die IV-Stelle ein ordentliches
Rentenrevisionsver
fahren
(Urk. 8/80 ff.). Im Rahmen der
erneuten
Abklärung
en
der erwerblichen und medizinischen Ver
hältnisse ordnete die IV-Stelle am 22. November 2012 eine neurologische
Verlaufsb
egutachtung der Versicherten bei
Dr.
Y._
an (Urk. 8/86). Das Gutachten wurde am 19. Februar 2013 erstattet (Urk. 8/92). Gestützt darauf
hob die
IV-Stelle
n
ach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Vorbescheid vom 5. Juni 2013;
Urk.
8/102
)
die bisherige
ganze
Invalidenrente
mit Verfügung vom 30. September 2013
auf das Ende des der Zustellung der Ver
fügung folgenden Monats
auf (Urk.
2 [= Urk. 8/111]
)
.
1.5
Am
6. August 2013 stellte die Versicherte erneut einen Antrag
auf
Kosten
gutspra
che
für
Brustprothesen. Die Kostengutsprache wurde am 7. August 2013 erteilt (Urk. 8/109).
2.
Gegen die Aufhebung der Invalidenrente erhob
die Versicherte
mit Eingabe vom 4. November 2013
Beschwerde
und beantragte, die ange
fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung a
n die IV-Stelle zurückzu
weisen.
In prozessualer Hinsicht
beantragte die
Beschwer
deführer
in
die Gewährung der unentgeltlichen Rechts
pflege
(Urk. 1 S. 2). Mit
Beschwer
de
antwort
vom 5. Dezember 2013 (Urk. 7) schloss die IV-Stell
e auf Abweisung der Beschwerde.
Nach zweimalig erstreckter Frist zur genügenden Substantiierung des Gesuchs
um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 5, Urk. 9 f.
)
,
zog die Beschwerdeführerin dieses
mit Eingabe vom 7. Februar 2014 wieder zurück (Urk. 11).
Am
18. Februar 2014 wurde ihr
das Doppel der Beschwerdeantwort zuge
stellt (Urk. 12
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(Art. 8 Abs. 1
ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid hielt die IV
Stelle fest, seit mindestens Juni 2012 liege keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausge
übte Tätigkeit als Mitarbeiterin in einer Wäsch
erei, als Zimmermädchen oder
Reinigungskraft vor. Es werde lediglich von einer leichten
depressiven Episode
ohne Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit
berichtet
. Aufgrund der m
edizini
schen Beurteilung sei der
Beschwerdeführerin eine
behinderungs
angepasste
Tätigkeit ab Juni 2012 zu 100 % zumutbar. Nach Gegenüberstellung des Vali
den- sowie des Invalideneinkommens ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 19 %.
Am 8. April 2013 sei die Beschwerdeführerin angefragt worden, ob sie bereit sei, an beruflichen Massnahmen teilzunehmen. Solche seien nicht gewünscht worden.
Zum
Einwand der Beschwerdeführerin
sei
wie folgt Stellung
zu nehmen
:
Am 20. Februar 2013 sei eine Begutachtung durchgeführt worden
, welche in der Beurteilung berücksichtigt worden sei.
Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine Hinweise, dass eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber macht
e die
Beschwerdeführer
in
im Wesentlichen geltend
, Dr.
Y._
habe eine psychiatrische Begutachtung empfohlen. Dieser Empfehlung sei die IV-Stelle nicht nachgekommen.
Dr.
Y._
habe eher psychiatrische Befunde vermutet, während die behandelnde Psychiaterin
Dr.
Z._
auf neurolo
gische Gründe verwiesen habe. Angesichts dieser unklaren Lage gehe es nicht an, lediglich von einer leichten depressiven Episode ohne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Bei der Unterlassung
der
psychiatrischen Begut
achtung handle es sich um eine gravierende Verletzung des Gehörsanspruchs.
Am Anfang des Jahres 2013 habe sie (die Beschwerdeführerin) einen Schwindelanfall erlitten und
sei
dabei die Treppe herunter gestürzt. Sie habe
Dr.
Y._
nur unge
nügend darüber informiert
und es
unterlassen, auf ihre zunehmende Vergesslich
keit hinzuweisen. Aufgrund der Krankengeschich
te sei nachvollziehbar, dass die
psychischen Beschwerden ihre Gesundheit arg in Mitleidenschaft gezogen hätten (Urk. 1).
3.
3.1
In einem undatierten Bericht des
A._
(Neurochirurgie), wel
cher n
ach
einer
Untersuchung der Beschwerdeführerin am 21. Juni 2012
erstattet wurde,
wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 8/84/1):
Subarachnoidalblutung
(WFNS 1, H&H 2
a, Fisher 3) am 19.01.2010
Rupt
uriertes
Aneurysma der A.
comm
.
a
nterior
Angiographie und
Coiling
am 20.01.2010
Ischämisches Infarktareal
Lobus
parietalis
inferior rechts
CvRF
: art. Hypertonie, ch
r
onischer
Nikotinabusus
Posthämorrhagischer
Hydrocephalus
malresorptivus
Implantation eines VP-
Shun
tsystemes
(Hakim-
Codman
110mmH2O
) über bestehendes Bohrloch rechts frontal am 16.07.2010
Ventilumstellung auf 140mmH2O bei Verdacht auf ein
Überdrainage
syndrom
am 20.07.2010
Rezidivaneurysma
der A.
communican
s
anterior
und Verdacht auf
erneute SAB bei Episode mit Kopfschmerzen im Dezember 2010
Nachweis von
Siderophagen
im Liquor
14.1.2011
Interventioneller
Aneurysmaverschluss
(
fecit
Dr.
B._
)
Ischämie im
Caput
nuclei
Caudati
rechts
a
m ehesten
periinterventionell
im Rahmen des
Coilings
am 14.1.2011 klinisch stumm
Sekundärprophylaxe mit Aspirin 100 mg/d
Schlaf-Apnoe-Syndrom
Mamma-
Ca
mit operativer Ablation der rechten Mamma vor 12 Jahren, keine Chemo- bzw. Strahlentherapie, lt. Pat. Kontrolluntersuchungen
bland
Rotatorenmanschetten
-Verletzung rechts 12/2009 mit fortbestehender Schmerzsymptomatik
Im Bericht wurde festgehalten, klinisch seien keine manifesten fokal-neurolo
gischen Defizite objektivierbar. Subjektiv gebe die Beschwerdeführerin gele
gentlichen Schwindel bei Kopfbewegungen an. Anhand des bisherigen Verlaufs werde kein eindeutiger Grund für eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit gesehen. Grosse neuropsychologische Defizite (die häufig nach einer
subarachnoidalen
Blut
ung
entstehen könnten) seien auch nicht aufgefallen. Wenn eine genauere Beurteilung diesbezüglich erwünscht sei, sei eine vertiefte neuropsychologische Untersuchung zu empfehlen (Urk. 8/84).
3.2
Dr.
med
.
Y._
, Facharzt FMH für Neurologie, hielt in seinem
Verlaufs
g
utachten vom 19. Februar 2013 fest, die Beschwerdeführerin habe berichtet, es gehe ihr inzwischen körperlich viel besser. Es sei in letzter Zeit jedoch vermehrt zu Angstattacken mit Panikgefühlen, Hitzegefühl, Kopfdruck, Zittern, Herzrasen,
Engegefühl
und Schwindelgefühlen gekommen, insbesondere wenn sie alleine sei. Derartige Attacken träten fast täglich auf und dauerten bis zu einer halben Stunde. Sie versuche sich in solchen Situationen jeweils selbst zu beruhigen. Diesbezüglich stehe sie in regelmässiger psychiatrischer Behand
lung bei
Dr.
Z._
(Urk. 8/92/3)
.
Dr.
Y._
führte sodann aus, bei der aktuellen
neurologischen Untersuchung bestehe
noch eine leichte Unsicherheit bei den erschwerten Gangarten (
Strich
gan
g
und Blindstrichgang)
. Ansonsten seien keine somatisch-neurologischen Defizite mehr nachweisbar. Vom klinischen Eindruck her bestünden auch keine alltagsrelevanten und
höhergradigen
kognitiven Einschränkungen, was bereits vom
A._
konstatiert worden sei.
Die Beschwerdeführerin beklage aktuell auch keine dezidierten neuropsychologischen Symptome. Viel
mehr sei aktuell von Angst- und Panikattacken mit vegetativen Begleitsympto
men berichtet worden. Aus rein neurologischer Sicht bestehe sei
t
mindestens 21. Juni 2012 (letzte Untersuchung an der Neurochirurgie des
A._
)
keine relevante Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit in den zuletzt aus
geübten Tätigkeiten als Mitarbeiterin einer Wäscherei, als Zimmermädchen oder als Reinigungskraft
mehr
. Ob die aktuelle psychische Problematik zu einer massgeblichen Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit führ
t
e,
müsste bei
einer ergänzenden versicherungspsychiatrischen Untersuchung
geklärt werden
(Urk. 8/92/7 ff.).
3.3
Dr. med.
Z._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte im Bericht vom 11. März 2013 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit eine leichte depressive Episode (ICD-10 F33.00) seit
etwa
2009 auf.
Dr.
Z._
hielt fest, aus psychiatrischer Sicht bestünden keine Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit. Die Einschränkungen seien neurologischer Art
(Urk. 8/94).
4.
4.1
Das neurologische Gutachten
von
Dr.
Y._
vom 19. Februar 2013 vermag die an eine beweiskräftige ärztli
che Expertise gestellten Anforderungen vollum
fänglich zu erfüllen (E. 1.
5
).
So tätigte
Dr.
Y._
sorgfältige, umfassende Abklä
rungen, berücksich
tig
te
die ge
klagten Beschwerden und begründete seine Ein
schätzung in nachvoll
zieh
ba
rer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
. Hinweise, welche ge
gen die Verwertbarkeit des Gutachtens sprächen, sind
n
icht ersichtlich
. Insbesondere steht die Einschätzung von
Dr.
Y._
im Ein
klang mit derjenigen der Ärzte des
A._
(
E. 3
.1 und 3.2
).
Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten von
Dr.
Y._
steht daher mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit fest, dass aus neuro
logischer
Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin besteht.
4.2
Die behandelnde Psychiaterin
Dr.
Z._
attestierte
der Beschwerdeführerin in ihrem Fachgebiet e
benfalls keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Sie diag
nostizierte
lediglich eine leichte depressive Episode
, bei welcher es sich
definiti
onsgemäss
um ein vorübergehendes Leiden
handelt
.
Leichte bis höchstens mit
telschwere psychische Störungen aus dem depre
ssiven Formenkreis gelten
sodann
grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2013 vom
4.
März 2014
,
E. 3.6.1 mit Hinweisen).
Daran
würde auch
nichts
ändern, bestünde die leichte depressive Episode
auf dem Boden einer rezidivierenden depressiven Störung
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts
8C_953/2010 vom 2
9.
April 2011
,
E. 5.3 und 9C_176/2011 vom 2
9.
Juni 2011)
, welche Dr.
Z._
im Bericht vom
20. Dezember 2010
(
Urk. 8/38)
diagnostiziert hatte
(„leichte depressive Episode mit Panikattacken im Rahmen einer
chronifizierten
Depression [ICD-10 F33.01]“)
.
Es
ist somit auch aus psychiatrischer Sicht von keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen.
4.3
Im Sinne des Gesagten ist a
uf die
facheigenen Einschätzungen
der
Dres
.
Y._
und
Z._
abzustellen
.
Aus der Feststellung von
Dr.
Y._
, es
müsste bei einer ergänzenden versicherungspsychiatrischen Untersuchung geklärt werden, ob die aktuelle psychische Problematik zu einer massgeblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führte
,
kann
keine Notwendigkeit für eine psychiatrische Begutachtung
abgeleitet werden.
Die Einschätzung
von
Dr.
Z._
genügte, zumal
behandelnde Ärzte mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pati
enten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Eine psychiatrische Begutac
htung war damit nicht angezeigt, und es liegt
keine Verletzung des
Anspruchs auf
rechtliche
s Gehör
vor.
4.4
Die SUVA äusserte sich im Einsprache-Entscheid vom 6. Juli 2011 (vgl. Sachver
halt
Ziff.
1.3), in welchem einzig die Schulterproblematik der Beschwer
deführerin zu beurteilen war, über deren unfallbedingte körperliche Einschrän
kung. Dabei stellte die SUVA auf die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung vom 6. Juli 2010 ab, gemäss welcher der Beschwerdeführerin leichte Tätigkeiten auf Tischhöhe ohne wiederholtes kraftvolles Zupacken mit der rechten Hand und ohne Tätigkeiten an Maschinen, welche Schläge und Vibrationen auf das rechte Schultergelenk übertrügen, ganztags zumutbar seien, wobei für die linke Hand und den linken Arm keine Einschränkungen bestünden (Urk. 8/72/6).
5.
Es ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle
für die Berechnung des
Validenein
kommen
s
auf einen Durchschnittswert
der
Einkünfte in den Jahren 2005-2007 gemäss IK-Auszug
(Urk. 8/15/2)
,
unter Berücksichtigung der
Nomi
nallohnentwicklung
, abstellte
. Im Jahr 2012
ergab sich somit ein
Validenein
kommen
von
Fr.
68‘330.--
(
[Fr. 63‘898.-- + Fr. 60‘495.-- + Fr. 61‘580.
]:
3 :
2386 x 2630)
.
Die SUVA ermittelte aufgrund der unfallbedingten körperlichen Einschränkung der Beschwerdeführerin
ein Invalideneinkommen von Fr. 48‘989.-- (Urk. 8/72/6). Dieser Wert ist auch der Invaliditätsbemessung im vorliegenden Verfahren zugrunde zu legen. Dem
Valideneinkommen
von Fr. 68‘330.-- steht somit ein Invalideneinkommen von Fr. 48‘989.-- gegenüber, was zu einer
Erwerbs
einbusse
von Fr. 19‘341.-- führt. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von 28.3 %, gerundet 28 %. Damit ist die angefochtene Verfügung im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss vo
n der
Beschwerdeführer
in
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).