Decision ID: 185c717e-e6e6-419a-99e5-e80438cf6b0e
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1954 geborene
X._
arbeitete als
selbständigerwerbender
Taxifahrer
,
als er am 2
9.
März 2012 unter Hinweis auf eine Lungenoperation bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ein Meld
eformular
zur Früherfassung einreichte (
Urk.
10/9
Ziff.
2
-3
).
Nach entsprechenden Abklä
rungen teilte
ihm die
IV-Stelle
am 2
9.
Mai 2012
mit, dass eine formale Anmel
dung
bei der Invalidenversicherung
nicht angezeigt
sei (
Urk.
10/17).
Am
6.
Februar 2014
meldete sich
X._
-
nach wie vor
selbständig
erwerben
de
r
Taxifahrer
-
unter Hinweis auf
einen
Diabetes bei der
IV
Stelle
zum Leistungsbezug an
(
Urk.
10/
19
Ziff.
6.2
)
.
Die IV-Stelle ersuchte
ihn
daraufhin um Zustellung der
Erfolgsrechungen
der letzten drei Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens (
Urk.
10/23)
und
holte einen Auszug aus dem indivi
duellen Konto (
Urk.
10/29) sowie einen Arztbericht (
Urk.
10/25) ein.
Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
10/27
,
Urk.
10/30
)
verfügte die
IV
Stelle
am
7.
Mai 2014
die Abweisung des Leistungsbegehrens
(
Urk.
2).
2.
Gegen die am
7.
Mai 2014 erlassene Verfügung erhob der Versicherte mit
nicht unterschriebener sowie
falsch datierter Eingabe vom
7.
März
2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte sinngemäss die
Zusprache
einer Invalidenrente.
Mit
Gerichts
verfügung
vom
1
3.
Mai 2014
(
Urk.
4
) wurde ihm Frist zur Verbesserung der Beschwerdeschrift angesetzt
(verbesserte Beschwerdeschrift,
Urk.
6)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
2.
Juli
201
4
(
Urk.
9) stellte die IV-Stelle Antrag auf Abweisung der Beschwerde
, was dem Beschwerdeführer am
4.
Juli 2014 (
Urk.
11) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, dass die beim Beschwerdeführer gestellte Diagnose keine Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit habe und damit kein
invalidisierender
Gesund
heitsschaden
ausgewiesen sei (
Urk.
2).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, dass er zu schwach sei und maximal 50
%
arbeiten
könne
wegen seines Alters (60 Jahre) und seiner Krankheit
(
Urk.
1).
3.
3.1
Gemäss Mitteilung vom
9.
Mai 2012 von
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Innere Medizin FMH, Institut für Rechtsmedizin der
Z._
(
Verkehrsmedi
zin
und Forensische Psychiatrie
)
ist
der Beschwerdeführer
„weiterhin als Taxi
fahrer zugelassen“ (
Urk.
10/15).
3.2
Dr.
med.
A._
, Arzt für Allgemeine Medizin FMH,
der den Beschwerdeführer
seit 2010 behandelt,
diagnostizierte
im Bericht vom 2
0.
Februar 2014
(
Urk.
10/25)
zuhanden der Beschwerdegegnerin
ein
en
Diabetes mellitus Typ 2 mit
Polyneuropathie
sowie
eine Hypertonie (
Ziff.
1.1)
.
Der Hausarzt
hielt fest, die letzte Kontrolle
habe
am
5.
Februar 2014 stattgefunden (
Ziff.
1.2)
.
D
er Beschwerdeführer
leide
seit 2010 an Diabetes mellitus und seit 2012 an
Poly
neuropathie
, welche jedoch vorläufig die Arbeitsfähigkeit nicht einschränke; die Prognose sei unsicher (
Ziff.
1.4).
Dr.
A._
ging davon aus, dass der
Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Taxifahrer nicht eingeschränkt
sei
(
Ziff.
1.6).
3.
3
Mit Schreiben vom
7.
April 2014
(
Urk.
3/3) zuhanden des Beschwerdeführers bestätigte der Hausarzt, dass
der Beschwerdeführer
seit 2010 an einem mittel
schweren Diabetes mellitus leide und deshalb nur mit Einschränkungen als Taxifahrer arbeitsfähig sei. Der Beschwerdeführer sei dadurch weniger leistungs
fähig, müsse Zwischenmahlzeiten strikte einhalten und die Medika
mente regelmässig einnehmen.
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit 2010 an einem Diabetes mellitus
Typ 2
und seit 2012 an diabetischer Polyneuropathie leidet.
Ebenfalls geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer am
9.
Mai 2012
ärztlich untersucht
und
trotz
der
bestehenden
Zuckerk
rankheit
mit Polyneuropathie
von der zuständigen Stelle
als befähigt befunden wurde, sicher ein Motorfahrzeug im Strassenverkehr zu lenken
(vgl. E. 3.1
hievor
)
.
Ebenso war
der
behandelnde
Dr.
A._
am 2
0.
Februar 2014, welcher den Beschwerde
führer rund zwei Wochen
vor der Berichterstattung an di
e Beschwerdegegnerin untersucht hatte
, der Ansicht,
als Taxifahrer bestehe „0
%
keine Arbeitsunfähig
keit“
des Beschwerdeführers
(
Urk.
10/25
Ziff.
1.6). Obschon die Prognose unsi
cher sei, hielt er ausdrücklich fest, die Polyneuropathie
schränke
die Arbeitsfä
higkeit
vorläufig
nicht ein
(vgl.
E. 3.2
hievor
).
Weshalb
d
er Hausarzt
aber
zwei Wochen
später
am
7.
April 2014
nunmehr
davon ausging
, der Beschwerdeführer sei
aufgrund des Diabetes mellitus
nur mit Einschränkung
en
als Taxifahrer arbeitsfähig,
ist nicht nachvollziehbar
. I
m
genannten
Schreiben begründete er
dies
nicht
näher
bzw. nur sehr rudimentär (siehe vorne E. 3.3)
und
brachte
auch
keine neuen medizinischen Tatsachen vor, weshalb
und in welchem Umfang
er davon ausgehe, dass
der Beschwerdeführer weniger leistungsfähig sein solle.
Inwiefern sich die
regelmässige Einnahme der Zwischenmahlzeiten und
des
Medikamente
s
konkret leistungsvermindernd
auswirken sollen, ist nicht e
rsicht
lich, zumal den Akten zufolge
auch
nicht davon auszugehen ist, dass das vom Beschwerdeführer einzunehmende Arzneimittel
seine
Verkehrstüchtigkeit beein
trächtig
t
.
Demnach ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer ein medikamentös gut eingestellter Diabetiker ist und die
Polyneuropathie
seine
Arbeitsfähigkeit
(
zumindest vorläufig
)
nicht einschränk
t.
Bei einer allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustands steht es dem Beschwerdeführer frei, sich erneut bei der Invalidenversicherung anzumelden.
4.2
Dass die
Beschwerdegegnerin
somit
zum Ergebnis gelangte, ein die Arbeits
fähig
keit beeinträchtigender Gesundheitsschaden liege
nicht vor,
ist nicht zu bean
standen
.
4.
3
Zusammenfassend
ist
festzuhalten
, dass
beim Beschwerdegegner
k
ein invali
disierender Gesundheitsschaden
ausgewiesen
ist
, weshalb
die
Beschwerde
gegnerin
das Leistungsbegehren zu Recht abgewiesen hat und
die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
4
00
.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzu
erle
gen.