Decision ID: 12fc29bc-a7cc-4a17-88d5-6ce6509ebf18
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.a Das Sozialamt der Stadt B._ reichte am 2. September 2013 die IV-Anmeldung
von A._ bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen ein (IV-act. 3, 9). Der Versicherte
hatte im Anmeldeformular angegeben, dass er vier Jahre die Primarschule besucht
habe. Einen Beruf habe er nicht erlernt; er verfüge aber über ein I._-Diplom als Koch
und als Hotelfachangestellter (IV-act. 8-11). Vom 1. Januar 2001 bis 30. April 2005
habe er zu 100 % als Koch gearbeitet. Ab dem 1. Mai 2005 sei er lediglich noch zu 50
% arbeitstätig gewesen. Seit dem 1. April 2013 sei er (voll) arbeitsunfähig. Dr. med.
C._, FMH Innere Medizin, hatte in einem Bericht vom 16. Mai/11. Juni 2013 (IV-act. 5)
ausgeführt, dass der Versicherte schon seit längerer Zeit an einer chronischen
Schmerzproblematik des Rückens, der Hüfte beidseits und der Beine mit einer
radikulären Symptomatik leide. Der Hauptgrund der Beschwerden seien eine
paramediane linksbetonte Diskushernie sowie Spondylarthrosen der LWS. Wegen der
Beschwerden sei es dem Versicherten nicht möglich gewesen, mehr als zu 50 % zu
arbeiten. Seit der Konsultation eines Rückenspezialisten (wohl Juni 2013) sei er bis auf
weiteres zu 100 % arbeitsunfähig.
A.b Dr. med. D._, Facharzt Chirurgie FMH, berichtete der IV-Stelle am 17.
September 2013 (IV-act. 16), dass der Versicherte an einem therapieresistenten
invalidisierenden lumbospondylogenen Syndrom rechtsbetont bei aktiver
Osteochrondrose mit Segmentsinterung L5-S1 und Diskusprotrusion L3-4 sowie an
einem chronischen Schmerzsyndrom Schulter/Hüfte leide. Er sei mindestens vom 30.
April 2012 bis 15. März 2013 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen; seit dem 16. März 2013
bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der Schmerzen und der durch eine
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Spondylodese (18. Juni 2013, IV-act. 16-4) bedingten Bewegungseinschränkungen der
Wirbelsäule könne der Versicherte de facto keine Tätigkeiten mehr ausüben.
A.c Die E._ GmbH berichtete am 31. Oktober 2013 (IV-act. 21), dass sie den
Versicherten vom 1. März 2012 bis 31. März 2013 als Koch beschäftigt habe. Die
Kündigung sei aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt. Der Versicherte sei in einem
Vollpensum angestellt gewesen; vom 30. April bis 10. Dezember 2012 und vom 7.
Januar bis 11. März 2013 sei er zu 50 % krankgeschrieben gewesen. Der AHV-
beitragspflichtige Lohn habe ab dem 1. April 2012 Fr. 25'992.-- betragen. Bei der
Tätigkeit als Koch habe der Versicherte oft gehen und stehen und leichte Lasten (0-10
kg) heben oder tragen müssen.
A.d Dr. med. F._, Orthopädische Chirurgie FMH, führte in einem an die IV-Stelle
gerichteten Bericht vom 10. März 2014 aus (IV-act. 26), dass die Situation nach der
(von ihm durchgeführten) Spondylodese L4-S1 prognostisch gesehen sehr
zufriedenstellend sei. Die Belastung der Wirbelsäule sei noch eingeschränkt und
monotones Stehen und Sitzen sowie das Tragen und Heben von Gewichten über 10 kg
sollten vermieden werden. Im Vordergrund scheine nicht mehr die
Wirbelsäulenproblematik, sondern eine Rheumaerkrankung zu stehen. In den aktuellen
Beruf als Schwerarbeiter sei der Versicherte wohl nicht mehr integrierbar. Dr. D._
berichtete der IV-Stelle am 5. Mai 2014 (IV-act. 33), dass es nach der Überweisung des
Versicherten an Dr. med. G._ zu einer subjektiven Besserung gekommen sei. In der
zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe wegen therapieresistenter Schmerzen seit dem
30. April 2014 und bis auf weiteres eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit. Der Versicherte
könne keine Lasten über 3-5 kg mehr heben und längeres Stehen bereite ihm
Schmerzen. Die Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit könne er
(Dr. D._) zum heutigen Zeitpunkt nicht beurteilen. Dr. G._, Rheumatologie FMH,
Innere Medizin FMH, Interventionelle Schmerztherapie SSIPM, Manuelle Medizin
SAMM, hatte Dr. D._ am 29. Januar 2014 (IV-act. 33-11 ff.) darüber informiert, dass
aktuell postoperativ ein günstiger Verlauf ohne Schmerzmittelbedarf bestehe, wobei
noch weiteres Rehabilitationspotential vorhanden sei. Derselbe Arzt hatte Dr. D._ am
6. März 2014 berichtet (IV-act. 34-6 f.), dass die lumbosakralen Schmerzen rechts nach
der Besserung der Kniegelenksbeschwerden rechts massiv abgenommen hätten. Es
bestünden nur noch leichte Beschwerden beim Bücken; ansonsten sei der Versicherte
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im Alltag praktisch beschwerdefrei. Nach der Infiltration der Bursitis trochanterica sei
der Versicherte im Bereich des Trochanter majus rechts ebenfalls praktisch
beschwerdefrei. Es zeigten sich weiterhin myofasziale Befunde, welche im Rahmen der
Physiotherapie behandelt würden. Bezüglich des chronischen seiten¬alternierenden
zervikothorakospondylogenen Syndroms bds. sei der Versicherte aktuell
beschwerdefrei. Auch das rechte Kniegelenk sei seit der Kniegelenksinfiltration
praktisch beschwerdefrei. Lediglich beim Treppensteigen bestünden noch diskrete
Restbeschwerden. Aktuell sei die Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit
gegeben. Am 31. März 2014 hatte Dr. G._ Dr. D._ mitgeteilt (IV-act. 33-14 f.), dass
bezüglich des Rückens ein unverändert günstiger Verlauf bestehe. Der Versicherte
habe an der Hüfte rechts lateral aktuell keine Beschwerden mehr. Klinisch habe sich
eine Dysfunktion der 2./3. Rippe links gezeigt. Die Blockaden hätten manual-
medizinisch gelöst werden können. Beim Treppenhinuntersteigen bestünden weiterhin
leichte Kniebeschwerden rechts; zudem bestehe eine Wetterfühligkeit; die
Beschwerden seien aber weiterhin deutlich geringer als vor der Kniegelenksinfiltration.
A.e Dr. F._ bezeichnete den Gesundheitszustand des Versicherten am 18. August
2014 als stationär (IV-act. 45). Bei der letzten Verlaufskontrolle (11. Juni 14) sei der
Versicherte gut gehfähig gewesen und es hätten keine radikulären Ausfalldefizite der
unteren Extremitäten bestanden. Die Belastbarkeit der Wirbelsäule sei durch die
Spondylodese L4-S1 auf Dauer beeinträchtigt. Für eine angepasste Tätigkeit mit
Abwechslung zwischen Stehen und Sitzen und ohne Tragen von Gewichten über 10 kg
wäre eine Teilarbeitsfähigkeit zu prüfen. Bei einem Status nach Spondylodese L4-S1
bestehe auf Dauer eine Einschränkung der Belastbarkeit der Wirbelsäule von
mindestens 20 %.
A.f RAD-Ärztin Dr. med. H._, Fachärztin für Arbeitsmedizin FMH, zertifizierte
medizinische Gutachterin (SIM), notierte am 9. September 2014 in der Fallübersicht
Eingliederung (IV-act. 49), dass laut der Eingliederungsverantwortlichen die
soziokulturellen Probleme (kaum Deutschkenntnisse, kaum Schuldbildung, soziale
Situation der Familie, schwer behinderter Sohn in I._, finanzielle Probleme) die
Eingliederung erschwerten. Für die Tätigkeit als Koch und für körperlich schwere und
vorwiegend stehende und gehende Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit.
Für leidensadaptierte, wechselbelastende und körperlich leichte bis mittelschwere
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Tätigkeiten in ergonomischen Rückenhaltungen sei von einer Arbeitsfähigkeit von 80 %
auszugehen.
A.g Dr. G._ führte in seinem Bericht an die IV-Stelle vom 12. September 2014 die
folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an (IV-act. 51):
• Chronisches lumbospondylogenes Syndrom bds rechtsbetont mit/bei:
- Status nach Spondylodese L4-S1 mit Hemi-PLIF am 18.06.2013
- beginnender Osteochondrose L3/4, Osteochondrose Th11/12>Th12/L1
- Skoliose thorakolumbal
• chronisches zervikothorakospondylogenes Syndrom bds linksbetont mit/bei:
- chronisch-rezidivierenden Facetten- und Rippengelenksdysfunktionen am
zervikothorakalen Übergang
- begünstigt durch Fehlhaltung mit Kopf- und Schulterprotraktion
- degenerativen Veränderungen der HWS
• mediale Gonarthrose bds., rechts symptomatisch.
Er hielt fest, dass der Versicherte den Alltag meistern könne; weil er nicht arbeite,
komme es nicht zu Schmerzexazerbationen. Es bestünden eine stark verminderte
Belastbarkeit der Wirbelsäule und eine verminderte Belastbarkeit des rechten
Kniegelenks. Die Einschränkungen wirkten sich bei der Arbeit durch eine
belastungsabhängige Zunahme der vorbestehenden chronischen Rückenschmerzen
bis zur Schmerzexazerbation und durch eine belastungsabhängige Schmerzzunahme
im rechten Kniegelenk, insbesondere beim Treppensteigen und beim Beugen des
Knies, aus. Die bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. In einer
angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit sei eine Erwerbstätigkeit von maximal 40
% resp. maximal halbtags denkbar, wenn auch eher unrealistisch. Eine solche Tätigkeit
werde sich jedoch kaum finden lassen. Auch die äusserst beschränkten
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Deutschkenntnisse des Versicherten wirkten sich limitierend auf die Arbeitsfähigkeit
aus. Für eine genauere Beurteilung des Belastungsprofils sei ein Arbeitsassessment mit

Considerations:
einer Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in Erwägung zu ziehen.
A.h Die Eingliederungsverantwortliche notierte am 24. September 2014 (IV-act. 52),
dass sie das Dossier der beruflichen Eingliederungsmassnahmen abschliesse, da sich
der Versicherte nicht arbeitsfähig fühle und zusätzliche behindernde Faktoren wie
Sprachprobleme (kein Deutsch) und das Alter die Eingliederung verunmöglichten. Am
10. Oktober 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass berufliche
Eingliederungsmassnahmen nicht angezeigt seien, da er sich nicht in der Lage fühle, an
Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (IV-act. 54).
A.i Mit Vorbescheid vom 29. Oktober 2014 (IV-act. 58) kündigte die IV-Stelle dem
Versicherten bei einem IV-Grad von 16 % die Abweisung des Rentengesuchs an. Zur
Begründung führte sie aus, dass in der angestammten Tätigkeit als Koch seit dem 1.
April 2012 eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Eine adaptierte
Tätigkeit sei dem Versicherten trotz seiner Behinderung zu 80 % zumutbar. Das
Valideneinkommen setzte die IV-Stelle auf Fr. 52'500.-- und das Invalideneinkommen
gestützt auf Tabellenlöhne auf Fr. 44'100.-- fest. Dagegen liess der Versicherte am 26.
November/4. Dezember 2014 einwenden (IV-act. 61 und 64), dass die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD nicht nachvollzogen werden könne. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G._ sei dem RAD nicht zur Stellungnahme
unterbreitet und auch im Vorbescheid nicht berücksichtigt worden. Ausserdem sei
fraglich, ob die von Dr. G._ attestierte Restarbeitsfähigkeit von 40 bis maximal 50 %
aufgrund der mannigfaltigen gesundheitlichen Einschränkungen überhaupt verwertbar
sei. Da der Versicherte maximal noch halbtags arbeiten könne, sei ein maximaler
"Leidensabzug" gerechtfertigt. Zudem sei wegen des Minderverdienstes ein höherer
Tabellenlohnabzug vorzunehmen. Der Versicherte habe mindestens Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente. Eventualiter sei eine Evaluation der Leistungsfähigkeit durchzuführen.
Dr. G._ hatte in einem Bericht vom 2. Dezember 2014 zuhanden der Vertreterin des
Versicherten angegeben (IV-act. 64-4 f.), dass er aus den ihm vorliegenden Akten nicht
herauslesen könne, wieso der RAD die Arbeitsfähigkeit auf 80 % festgelegt habe. Dr.
F._ habe das Pensum einer allfälligen Teilzeitarbeit nicht präzisiert. Aus dessen
Aussage, dass bei einem Status nach Spondylodese auf Dauer eine Einschränkung der
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Belastbarkeit der Wirbelsäule von mindestens 20 % bestehe, könne nicht auf eine
Arbeitsfähigkeit von 80 % geschlossen werden. Die von ihm (Dr. G._) attestierte
Restarbeitsfähigkeit sei an vier halben Tagen (pro Woche) zu verwerten.
Möglicherweise sei auch eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % möglich. Eine höhere
Belastung würde über kurz oder lang mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer
Schmerzverstärkung, einer Schmerzexazerbation und schliesslich zu einer
Dekompensation mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit führen. Für eine genauere
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit empfehle er ein Arbeitsassessment mit EFL.
A.j RAD-Ärztin Dr. H._ notierte am 10. Dezember 2014 (IV-act. 65), dass Dr. G._ in
der Untersuchung belastungsabhängige Knieschmerzen beim Treppensteigen, beim
Kauern und Knien, myofasziale Schmerzen am Beckenkamm rechts und paravertebral,
eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des linken Schultergelenks, jedoch keine
bis geringe Schmerzen beim Gehen und keinerlei neurologischen Ausfälle beschrieben
habe. Spedifen 400 mg (Ibuprofen) werde lediglich bei Bedarf eingenommen.
Rheumatologische Behandlungen fänden keine mehr statt. Die Einschränkung für
leidensadaptierte Tätigkeiten habe Dr. G._ mit IV-fremden Faktoren (Alter,
Schmerzproblematik etc.) begründet. Es bestünden keine Befunde, welche eine
leidensadaptierte Tätigkeit in hohem Pensum verbieten würden. Deshalb dürfe für
leidensadaptierte Tätigkeiten weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit von 80 %
ausgegangen werden.
A.k Mit Verfügung vom 10. Dezember 2014 (IV-act. 66) wies die IV-Stelle das
Rentengesuch wie angekündigt ab. Sie erklärte, dass mit dem Einwand aus
medizinischer Sicht keine neuen Tatsachen bekannt geworden seien und verwies auf
die Stellungnahme des RAD vom 10. Dezember 2014.
B.
B.a Dagegen liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 27. Januar
2015 Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die
Aufhebung der Verfügung und die Zusprache mindestens einer Dreiviertelsrente ab 1.
April 2013. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zudem sei die
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Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die medizinische Beurteilung durch
Dr. G._ zu übernehmen. Ausserdem stellte die Rechtsvertreterin ein Gesuch um
unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsverbeiständung. Zur
Begründung machte sie ergänzend zum Einwand geltend, der RAD habe seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung für leidensadaptierte Tätigkeiten nicht begründet. Dr. G._
habe dargelegt, weshalb die RAD-Ärztin aus den medizinischen Akten falsche Schlüsse
gezogen habe. Die RAD-Ärztin habe sich auch in ihrer Stellungnahme vom 10.
Dezember 2014 nicht mit der von Dr. G._ attestierten Resterwerbsfähigkeit von 40
bis maximal 50 % auseinandergesetzt. Aus den Akten sei auch nicht ersichtlich, ob die
RAD-Ärztin überhaupt über die fachmedizinischen Kenntnisse verfüge, um die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers abschliessend beurteilen zu können. Auf jeden
Fall habe sie den Beschwerdeführer weder selber untersucht noch Rücksprache mit
dem behandelnden Rheumatologen genommen. Weder Dr. G._ noch Dr. F._ hätten
ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung mit IV-fremden Faktoren begründet. Des Weiteren habe
sich die Beschwerdegegnerin nicht mit dem geltend gemachten Tabellenlohnabzug
von 25 % auseinandergesetzt. Die Verfügung sei daher schon wegen der Verletzung
des Anspruchs auf rechtliches Gehör aufzuheben. Ausserdem habe die
Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht mehrfach verletzt, indem sie weder eine
fachmedizinische Begutachtung noch die vom behandelnden Rheumatologen
empfohlenen Abklärungen durchgeführt habe. Am 5. Februar 2015 reichte die
Rechtsvertreterin ein vom selben Tag datierendes Schreiben von Dr. G._ ein, worin
dieser bestätigt hatte, dass er keine IV-fremden Faktoren in seine Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit habe einfliessen lassen (act. G 4.2).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 16. März 2015 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 6). Sie führte aus, dass RAD-Ärztin Dr. H._ über einen
Facharzttitel in Arbeitsmedizin verfüge und somit bestens für die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers qualifiziert sei. Die RAD-Ärztin habe am 10.
Dezember 2014 nachvollziehbar dargelegt, dass weiterhin von einer adaptierten
Arbeitsfähigkeit von 80 % auszugehen sei. Es liege auf der Hand, dass sie nicht die
(von Dr. F._) angegebene Einschränkung der Belastbarkeit des Rückens von 20 %
übernommen habe. Diese Aussage würde für sich allein ohnehin keine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit für rückenadaptierte Tätigkeiten erklären. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G._ vom 12. September 2014 sei wesentlich
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pessimistischer gewesen als jene von Januar und März 2014, als er dem
Beschwerdeführer noch eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten
bescheinigt habe. Dr. G._ habe auch nicht über eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands seit März 2014 berichtet. Da der Beschwerdeführer offenbar ein
tägliches Heimübungsprogramm ausführe, an belastungsabhängigen Rücken- sowie
Knieschmerzen leide und nur bei Bedarf Schmerzmittel einnehme, sei eine lediglich 40
bis 50 %ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten nicht nachvollziehbar. Mit der
RAD-Ärztin sei davon auszugehen, dass eine adaptierte Tätigkeit zu 80 % möglich sei.
Die Durchführung eines Arbeitsfähigkeitsassessments mit EFL oder einer Befas-
Abklärung wäre theoretisch sinnvoll, würde aber bei der subjektiven
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung des Beschwerdeführers nicht zu verwertbaren
Ergebnissen führen. Der Validenlohn betrage unbestritten Fr. 52'500.--. Das
Invalideneinkommen könne lediglich im Betrag parallelisiert werden, der 5 %
übersteige. Die Basis für das Invalideneinkommen betrage folglich Fr. 55'125.--. Selbst
wenn zusätzlich ein Teilzeitabzug von 10 % gewährt würde, würde kein
rentenbegründender IV-Grad resultieren. In Anwendung der höchstrichterlichen
Rechtsprechung sei von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auszugehen.
B.c Am 18. März 2018 bewilligte das Gericht die unentgeltliche Rechtspflege
(Befreiung von den Gerichtskosten und Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) für das Verfahren vor dem Versicherungsgericht (act. G 7).
B.d In ihrer Replik vom 11. August 2015 (act. G 15) machte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers ergänzend geltend, Dr. G._ habe die Arbeitsfähigkeit aktuell
pessimistischer beurteilt, weil er den medizinischen Sachverhalt aufgrund des Verlaufs
der Schmerzproblematik anders beurteilt habe. Es sei unzulässig, ohne eigene
Untersuchung von der Arbeitsfähigkeitsschätzung des behandelnden Facharztes derart
krass abzuweichen, wie es die RAD-Ärztin getan habe. Beim Beschwerdeführer lägen
neben dem unterdurchschnittlichen Valideneinkommen andere invaliditätsfremde
Faktoren vor, die einen "Leidensabzug" rechtfertigten. Dr. G._ hatte der
Rechtsvertreterin am 2. August 2015 berichtet (act. G 15.1), dass seine erste
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit eindeutig zu
optimistisch gewesen sei. Der Beschwerdeführer könne den Alltag meistern; es
bestehe aber kein schmerzfreier Zustand. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer
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nicht konstant und täglich verschiedene Schmerzmittel kombiniert einnehme und auch
nicht stärkere Schmerzmittel verlange, spreche für ihn und für seine Leidensfähigkeit.
Bei einem höheren Arbeitspensum als maximal 40 % bzw. bei einem nicht
angepassten Belastungsprofil würden die Schmerzen garantiert exazerbieren. Auch mit
einer ausgebauten Schmerzmedikation wären die Belastbarkeit und das mögliche
Arbeitspensum nicht höher.
B.e Am 15. September 2015 erklärte die Beschwerdegegnerin die Stellungnahme des
RAD vom 11. September 2015 zum integrierenden Bestandteil der Duplik (act. G 19).
RAD-Ärztin Dr. H._ hatte ausgeführt (act. G 19.1), dass Dr. G._ für eine
Arbeitsfähigkeit eine Schmerzfreiheit zu fordern scheine. Von Seiten der objektiven
Befunde bestünden zwar degenerative Veränderungen, Dysfunktionen und eine
Fehlhaltung, jedoch keine neurologischen Ausfälle oder eine Operationsindikation. Sie
habe lediglich vermutet, dass der behandelnde Rheumatologe IV-fremde Faktoren in
seine Beurteilung miteinbezogen habe. Dieser habe auch im aktuellen Bericht kaum
zwischen der angestammten und leidensadaptierten Tätigkeiten unterschieden. Sie
selber habe mittels der von ihr aufgestellten Adaptionskriterien angemessen Rücksicht
auf die verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule genommen. Aus IV-medizinischer
Sicht seien dem Versicherten leidensadaptierte, d.h. körperlich leichte, vorwiegend
sitzende, wechselbelastende Tätigkeiten in hohem Ausmass (80-100 %) zumutbar.
B.f Der Beschwerdeführer reichte am 8. Mai 2016 zwei neue Arztberichte ein (act. G
23). Dr. med. J._ und Prof. Dr. med. K._, Wirbelsäulenchirurgie, Zentrum L._,
hatten Dr. med. M._, Facharzt für Rheumatologie, am 3. Mai 2016 über eine
konsiliarische Abklärung der therapeutischen Optionen berichtet (act. G 21). Sie hatten
weiterführende Abklärungen der Wirbelsäulenbeschwerden für notwendig erachtet.
Dieselben Ärzte hatten Dr. M._ am 25. Mai 2016 berichtet (act. G 22), dass die
Beschwerden in der aktualisierten Bildgebung kein morphologisches Korrelat gezeigt
hätten und demnach am ehesten auf eine muskuläre Dysbalance zurückzuführen seien.
Die Beschwerden seien durch rückenspezifische Physiotherapie und Rückenschulung
zu verbessern. Die Spondylodese sei geheilt, das Osteosynthesematerial sei in situ und
zeige keine Lockerungszeichen. Dem Beschwerdeführer sei eine ganztägige
wechselbelastende Tätigkeit zumutbar. Repetitives nach vorne Bücken sowie das
Heben und Tragen von Lasten über 10 kg sollte vermieden werden. Im Rahmen der
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Bildgebung sei eine Raumforderung im Bereich der rechten Niere aufgefallen. Ein
Abdomen-CT werde dringend empfohlen. In einem vom Beschwerdeführer am 14.
November 2016 (act. G 24) eingereichten Bericht vom 7. November 2016 hatten Dr.
J._ und Prof. K._ ihre frühere Arbeitsfähigkeitsschätzung bestätigt. Als
Nebendiagnose hatten sie neu einen Status nach Nephrektomie rechts (Entfernung der
rechten Niere) bei Tumor am 7. September 2016 angegeben.
B.g Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers informierte das Gericht am 30.
November 2016 darüber (act. G 26), dass der Beschwerdeführer im Sommer 2016
wegen eines bösartigen Nierentumors operiert worden sei. Am Rückweisungsantrag
werde festgehalten. Die von Dr. J._ und Prof. K._ attestierte Arbeitsfähigkeit
erscheine angesichts der langen Abwesenheit des Beschwerdeführers vom
Arbeitsmarkt nicht als ohne weiteres verwertbar. Zudem wären vor dem
Rentenentscheid berufliche Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Hinsichtlich der
vorgeschlagenen medizinischen Massnahmen sei ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren
durchzuführen. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme hierzu
(act. G 27).
B.h Am 22. Mai 2017 bat das Gericht Dr. M._, zum Gesundheitszustand und zur
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers Stellung zu nehmen (act. G 28). Dr. M._
erklärte am 7. Juni 2017 (act. G 29), dass er den Beschwerdeführer letztmals am 13.
April 2016 gesehen habe. Dessen Arbeitsfähigkeit sei zum damaligen Zeitpunkt wegen
des chirurgischen Eingriffs und der angrenzenden degenerativen Veränderungen
bezüglich der Belastbarkeit und der Beweglichkeit des Achsenskeletts vermindert
gewesen. Rein auf das Rückenleiden bezogen sei dem Beschwerdeführer eine leichte,
wechselbelastende und nicht rückenbelastende Tätigkeit mit einer reduzierten
Leistungsfähigkeit von 20-40 % zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit könne durch
medizinische Massnahmen nicht relevant verbessert werden.
B.i Die Beschwerdegegnerin erklärte am 16. Juni 2017 (act. G 31), dass Dr. M._ eine
hochgradige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bestätigt und damit die
Ausführungen von RAD-Ärztin Dr. H._ bekräftigt habe.
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B.j Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte am 3. Juli 2017 einen weiteren
Bericht von Dr. M._ vom 29. Juni 2017 ein (act. G 32). Dieser hatte darin ausgeführt,
dass aufgrund einer aktuellen Untersuchung, des Verlaufs sowie des gesamten
klinischen Bildes eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 60 % bestehe. Die
Einschränkung begründe sich einerseits durch die bekannte Limitierung nach der
Spondylodese-Operation. Andererseits bestünden eine erhebliche
Wirbelsäulenfehlform mit konsekutiver Fehlbelastung im Schultergürtel und Nacken
sowie eine beginnende Gonarthrose mit Valgus-Fehlstellung. Er erachte eine
nochmalige Beurteilung durch die IV als sinnvoll. Aktuell erfolgten noch
Zusatzabklärungen.
B.k Am 3. August 2017 machte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
ergänzend geltend (act. G 34), die Beschwerdegegnerin scheine übersehen zu haben,
dass Dr. M._ in seiner Stellungnahme vom 29. Juni 2017 dem Beschwerdeführer eine
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von mindestens 60 % attestiert und damit die
reduzierte Leistungsfähigkeit deutlich erhöht habe.
B.l Das Gericht forderte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 10. August
2017 auf (act. G 36), die geltend gemachten Kosten der medizinischen Beurteilung
durch Dr. G._ auszuweisen. Am 24. August 2017 reichte die Rechtsvertreterin drei
Einzahlungsscheine ein (act. G 37). Die Kosten für den Bericht vom 2. Dezember 2014
beliefen sich auf Fr. 80.--, die Kosten für den Bericht vom 5. Februar 2015 auf Fr. 60.--
und die Kosten für den Bericht vom 2. August 2015 auf Fr. 140.--. Auf Aufforderung hin
reichte die Rechtsvertreterin am 7. September 2017 die dazugehörigen Rechnungen für
die Berichte vom 5. Februar 2015 und vom 2. August 2015 ein (act. G 40).
B.m Am 11. September 2017 ging beim Gericht ein von der Beschwerdegegnerin
weitergeleiteter Bericht von Dr. M._ vom 4. September 2017 ein (act. G 42). Dr. M._
hatte darin ausgeführt, er habe im Schreiben vom 29. Juni 2017 ausdrücken wollen,
dass der Beschwerdeführer zu mindestens 60 % arbeitsunfähig sei. Insgesamt bestehe
also eine erheblich eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer höchstens noch sehr
leichten Tätigkeit.
Erwägungen
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1.
1.1 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat geltend gemacht, dass die
Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör
verletzt habe, indem sie sich nicht mit dem geltend gemachten Tabellenlohnabzug
auseinandergesetzt habe.
1.2 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). Die Begründungspflicht ist ein
wesentlicher Bestandteil des in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101)
verfassungsrechtlich verankerten Anspruchs auf rechtliches Gehör. Gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll die Begründungspflicht zum einen
verhindern, dass sich die Verwaltungsbehörde von unsachlichen Motiven leiten lässt.
Zum anderen soll sie es der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung
gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. In der Entscheidbegründung müssen
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die
Verwaltungsbehörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies
bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann
sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124
V 180 E. 1a mit Hinweisen).
1.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich einlässlich mit den medizinischen Einwendungen
des Beschwerdeführers im Vorbescheidverfahren befasst, indem sie diese dem RAD
vorgelegt (IV-act. 65) und in der angefochtenen Verfügung auf dessen Stellungnahme
verwiesen hat. Zum geltend gemachten Tabellenlohnabzug hat sie tatsächlich nicht
Stellung genommen. Eine Verletzung der Begründungspflicht ist darin aber nicht zu
erblicken: Aus der Verfügung geht hervor, auf welchen Grundlagen die
Invaliditätsbemessung der Beschwerdegegnerin beruht. Insbesondere ist ersichtlich,
dass die Beschwerdegegnerin einen Tabellenlohnabzug für nicht angezeigt erachtet
hat. Auch wenn die Beschwerdegegnerin hierfür keine Begründung geliefert hat, so ist
der Beschwerdeführer trotzdem in der Lage gewesen, die Verfügung sachgerecht
anzufechten. Hinzu kommt, dass es keinen Einfluss auf den Rentenentscheid gehabt
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hätte, wenn die Beschwerdegegnerin vom von ihr errechneten Invalideneinkommen
von Fr. 44'100.-- einen maximalen Tabellenlohnabzug von 25 % vorgenommen hätte;
der IV-Grad hätte auch diesfalls lediglich 37 % betragen (100 % x Fr. 19'425.-- / Fr.
52'500.--). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es zwar wünschenswert gewesen
wäre, dass sich die Beschwerdegegnerin im Vorbescheidverfahren mit den vom
Beschwerdeführer vorgebrachten Argumenten bezüglich eines Tabellenlohnabzugs
auseinandersetzt hätte. Ihre Begründungspflicht hat sie jedoch erfüllt und damit den
Anspruch auf das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers gewahrt.
2.
2.1 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen
Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem IV-Grad von 16 % verneint. Strittig
ist demnach, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
2.2 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad
grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
3.
3.1 Um das Invalideneinkommen ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
feststehen.
3.2 Der Beschwerdeführer beklagt insbesondere Rücken- und Hüftbeschwerden sowie
Knieschmerzen rechts. Er fühlt sich für jegliche Erwerbstätigkeiten voll arbeitsunfähig.
3.3 In medizinischer Hinsicht liegen diverse fachärztliche Berichte von behandelnden
Ärzten sowie Stellungnahmen des RAD im Recht. Grundsätzlich unbestritten ist, dass
dem Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Koch nicht mehr zumutbar
ist. Der Beschwerdeführer hat sich am 18. Juni 2013 einer Spondylodese L4-S1
unterzogen. Er leidet an degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule sowie an einer
medialen Gonarthrose beidseits, rechts symptomatisch. Die Einschätzung der
behandelnden Ärzte und der RAD-Ärztin, dass der Beschwerdeführer in der
vorwiegend stehenden und gehenden Tätigkeit als Koch nicht mehr arbeitsfähig sei,
leuchtet angesichts der ausgewiesenen verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule ein.
Die angestammte Tätigkeit als Koch ist dem Beschwerdeführer somit mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens seit Juni 2013 nicht mehr zumutbar.
3.4 Zu prüfen bleibt die Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten. Diesbezüglich
unterscheiden sich die Einschätzungen der behandelnden Spezialärzte wie auch der
RAD-Ärztin diametral. Der Operateur Dr. F._ hat die Situation nach der Spondylodese
L4-S1 als sehr zufriedenstellend bezeichnet. Er hat aber darauf hingewiesen, dass bei
einem Status nach Spondylodese L4-S1 auf Dauer eine Einschränkung der
Belastbarkeit der Wirbelsäule von mindestens 20 % bestehe. Hieraus kann jedoch
nicht geschlossen werden, dass Dr. F._ die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
in einer adaptierten Tätigkeit auch in zeitlicher Hinsicht als zu 20 % eingeschränkt
betrachtet hat. Vom Operateur liegt somit keine brauchbare Arbeitsfähigkeitsschätzung
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für adaptierte Tätigkeiten bei den Akten. Dr. D._, Facharzt für Chirurgie, hat in seinem
aktuellsten Bericht vom 5. Mai 2014 festgehalten, dass er die Arbeitsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen könne. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzungen des Rheumatologen Dr. G._ sind widersprüchlich.
Während er am 6. März 2014 die Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit als
gegeben erachtet hat, hat er diese am 12. September 2014 lediglich noch auf maximal
40 % geschätzt; zusätzlich hat er angemerkt, dass dies eher unrealistisch sei. Am 2.
Dezember 2014 hat derselbe Arzt die Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten auf
maximal 50 % geschätzt. Die Widersprüchlichkeit seiner Beurteilungen hat Dr. G._
damit erklärt, dass seine erste Einschätzung zu optimistisch gewesen sei. Der
Beschwerdeführer könne zwar den Alltag meistern. Ein schmerzfreier Zustand bestehe
jedoch nicht. Bei einem höheren Arbeitspensum als 40 % würden die Schmerzen
garantiert exazerbieren. Dr. G._ hat die Korrektur seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung
nicht damit begründet, dass zwischenzeitlich neue objektivierbare Befunde entdeckt
worden wären. Seine neueste Arbeitsfähigkeitsschätzung für adaptierte Tätigkeiten
scheint somit auf den subjektiven Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers zu
beruhen. Für die Arbeitsfähigkeitsschätzung ist jedoch nicht die subjektiv empfundene
Arbeitsunfähigkeit relevant, sondern die Arbeitsleistung, die dem Beschwerdeführer
aus objektiver Sicht − trotz der empfundenen Schmerzen − noch zumutbar ist. Der
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G._ fehlt somit die notwendige Beweiskraft.
Dasselbe gilt für die Beurteilung des Nachfolgers von Dr. G._, des Rheumatologen
Dr. M._. Dieser hat die Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, wechselbelastende
Tätigkeiten auf Anfrage des Gerichts am 7. Juni 2017 auf 60-80 % festgelegt (wobei er
sich auf die Zeit bis April 2016 bezogen hat). In einem Schreiben an die
Rechtsvertreterin, welches vom 29. Juni 2017 datiert, hat er die Arbeitsfähigkeit für
adaptierte Tätigkeiten jedoch lediglich noch auf maximal 40 % geschätzt. Letztere
Einschätzung hat er in einem Bericht vom 4. September 2017 zuhanden der
Beschwerdegegnerin noch einmal bestätigt, wobei er als adaptierte Tätigkeiten
höchstens noch sehr leichte Tätigkeiten in Betracht gezogen hat. Die Begründung für
die Meinungsänderung ist spärlich ausgefallen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, ob
die aktuelle Untersuchung neue objektivierbare Befunde ergeben hat oder ob es sich
nur um eine andere Einschätzung desselben medizinischen Sachverhalts gehandelt
hat. Im Gegensatz zu den behandelnden Rheumatologen haben die behandelnden
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Ärzte Dr. J._ und Prof. K._, Wirbelsäulenchirurgie, eine ganztägige,
wechselbelastende, körperlich leichte Tätigkeit als zumutbar erachtet (Bericht vom 25.
Mai 2016). Sie haben erklärt, dass die Wirbelsäulenbeschwerden in der aktualisierten
Bildgebung kein morphologisches Korrelat gezeigt hätten und demnach am ehesten
auf eine muskuläre Dysbalance zurückzuführen seien. Die Beschwerden seien durch
rückenspezifische Physiotherapie und Rückenschulung zu verbessern. Die
Spondylodese sei geheilt und das Osteosynthesematerial sei in situ und zeige keine
Lockerungszeichen. RAD-Ärztin Dr. H._ hat die Arbeitsfähigkeit für adaptierte
Tätigkeiten mit 80-100 % ähnlich eingeschätzt. Sie hat ihre Einschätzung damit
begründet, dass zwar degenerative Veränderungen, Dysfunktionen und eine
Fehlhaltung, nicht jedoch neurologische Ausfälle oder eine Operationsindikation
bestünden. Die Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführer aufgrund des
Rückenleidens für adaptierte Tätigkeiten in zeitlicher Hinsicht höchstens leicht
eingeschränkt ist, ist aufgrund der Ausführungen von Dr. J._/ Prof. K._ sowie der
RAD-Ärztin grundsätzlich nachvollziehbar. Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei
der Beurteilung des RAD um eine reine Aktenbeurteilung handelt. Die Rechtsprechung
stellt strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung, wenn ein Versicherungsfall ohne
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V
465 E. 4.4 mit Hinweisen). Auch wenn auf die Beurteilung der rheumatologischen Ärzte
nicht abgestellt werden kann, so wecken die von ihnen attestierten hohen
Arbeitsunfähigkeiten auch für adaptierte Tätigkeiten doch gewisse Zweifel an der
Einschätzung von Dr. J._/Prof. K._ und der RAD-Ärztin. Aus diesem Grund ist eine
medizinische Begutachtung notwendig. Ob eine Evaluation der funktionellen
Leistungsfähigkeit (EFL), wie dies Dr. G._ empfohlen hat, vorliegend sinnvoll und
angezeigt ist, wird der RAD und/oder die noch zu beauftragende Gutachterstelle
entscheiden müssen. Auch die Gutachtendisziplinen sind durch den RAD und/oder die
Gutachterstelle zu bestimmen. Diesbezüglich ist allenfalls zu beachten, dass sich der
Beschwerdeführer am 7. September 2016 wegen eines Tumors einer Nephrektomie
rechts hat unterziehen müssen.
3.5 Die Rechtsvertreterin hat in ihrem Schreiben vom 30. November 2016 ausgeführt,
dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der von Dr. J._ und Prof. K._
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vorgeschlagenen medizinischen Massnahmen (Physiotherapie, Rückenschulung) ein
Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchführen müsse. Diesbezüglich ist darauf
hinzuweisen, dass dem Beschwerdeführer eine Schadenminderungspflicht obliegt, die
nicht erst mit einer Abmahnung entsteht. Im Übrigen ist fraglich, ob es sich bei einer
muskulären Dekonditionierung, die mittels adäquater medizinischer Massnahmen
innert absehbarer Zeit behoben werden könnte, überhaupt um einen invalidisierenden
Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG handelt.
3.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der medizinische Sachverhalt,
insbesondere die Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten, nicht rechtsgenüglich
abgeklärt worden ist. Die Beschwerdegegnerin hat somit ihre Untersuchungspflicht
nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen
und die Sache ist zur medizinischen Begutachtung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Die Anmeldung zum Leistungsbezug ist im September 2013 erfolgt.
Gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG entstünde ein allfälliger Rentenanspruch somit
frühestens am 1. März 2014. Unter Beachtung des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b
IVG) werden die Gutachter somit zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
rückwirkend ab 1. März 2013 Stellung nehmen müssen.
4.
Im Sinne eines obiter dictum ist bezüglich des von der Beschwerdegegnerin
vorgenommenen Einkommensvergleichs folgendes anzumerken: Die
Beschwerdegegnerin hat für das Valideneinkommen auf das zuletzt erzielte
Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers abgestellt. Das Invalideneinkommen hat
sie anhand von Tabellenlöhnen berechnet. Da das zuletzt erzielte Erwerbseinkommen
unter dem durchschnittlichen Einkommen eines Hilfsarbeiters gemäss der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik gelegen hat, hat sie gestützt auf
die bundesgerichtliche Rechtsprechung eine Parallelisierung im Umfang, in welchem
die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % übersteigt,
vorgenommen (vgl. BGE 135 V 297). Versichert ist nicht das zuletzt erzielte
Erwerbseinkommen, sondern die Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person (Art. 7, 8
Abs. 1 und 16 ATSG). Der Beschwerdeführer ist nicht erst seit dem Eintritt der
(teilweisen) Arbeitsunfähigkeit in der Lage, ein durchschnittliches
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Hilfsarbeitereinkommen zu erzielen. Dass er zuletzt kein durchschnittliches
Erwerbseinkommen erzielt hat, kann einerseits dadurch erklärt werden, dass er gemäss
den eigenen Angaben seit Jahren in seiner Gesundheit beeinträchtigt ist. Andererseits
hängt das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen stets von der konkreten
Arbeitsmarktlage ab. Diese muss bei der Berechnung des Valideneinkommens jedoch
ausgeblendet werden: Das Valideneinkommen ist anhand der (hypothetischen)
Verhältnisse auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt festzulegen. Es ist daher nicht
anhand des zuletzt erzielten Erwerbseinkommens, sondern wie das
Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. Die Beschwerdegegnerin
wird den Einkommensvergleich somit gestützt auf einen Prozentvergleich vornehmen
können.
5.
5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die
Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die
Verwaltung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (BGE 132 V 215 E.
6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2 Zu klären bleibt, wem die Kosten für die Rückfrage des Gerichts an den
behandelnden Arzt Dr. M._ in der Höhe von Fr. 60.-- aufzuerlegen sind (act. G 29.1).
Art. 69 IVG enthält keine Anweisungen an die kantonalen Gerichte zur Verlegung der
Gerichtskosten. Diese beurteilt sich daher nach den einschlägigen kantonalen
Bestimmungen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 23. Oktober 2008,
9C_672/2008 E. 5.2.1; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts
zum IVG, N 8 zu Art. 69). Gemäss Art. 95 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRP, sGS 951.1) gehen Kosten, die ein Beteiligter durch
Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften veranlasst, zu seinen Lasten (sog.
Verursacherprinzip). Die Beschwerdegegnerin hat den medizinischen Sachverhalt
ungenügend abgeklärt und damit den ihr obliegenden Untersuchungsgrundsatz nach
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Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. Die Einholung eines Berichts bei Dr. M._ ist unerlässlich
gewesen, da seine Beurteilung zur Klärung des medizinischen Sachverhalts hätte
beitragen können. Die Kosten für die Rückfrage in der Höhe von Fr. 60.-- sind daher
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur
weiteren Abklärung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten
ist. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
hat keine Honorarnote eingereicht. Sie hat allerdings beantragt, dass die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, die Kosten für die medizinische Beurteilung
durch Dr. G._ zu übernehmen. Dabei geht es um die Berichte vom 2. Dezember
2014, vom 5. Februar 2015 und vom 2. August 2015. Der Bericht vom 2. Dezember
2014 ist bereits während des Verwaltungsverfahrens erstellt bzw. eingereicht worden.
Über dessen Vergütung hat daher die Beschwerdegegnerin und nicht das Gericht zu
entscheiden. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind unter dem Titel
Parteientschädigung auch die Kosten privat eingeholter Berichte und Gutachten zu
vergüten, soweit die Parteiexpertise für die Entscheidfindung unerlässlich war (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2007, I 1008/06 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2014, 8C_508/2014 E. 6; für das
Verwaltungsverfahren vgl. Art. 45 Abs. 1 ATSG). Die Kosten für die Berichte vom 5.
Februar 2015 (act. G 4.2) und vom 2. August 2015 (act. G 15.1) wären also von der
Beschwerdegegnerin zu tragen, wenn diese für die Beurteilung des Anspruchs
unerlässlich gewesen wären. In den Akten des Verwaltungsverfahrens liegen diverse
Berichte von Dr. G._, namentlich drei Behandlungsberichte vom 29. Januar 2014, 6.
März 2014 und 31. März 2014, ein Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 12. September
2014 sowie der erwähnte Bericht vom 2. Dezember 2014 zuhanden der Vertreterin des
Beschwerdeführers. Zwar kommt der Standpunkt von Dr. G._, insbesondere seine
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, bereits in den beiden letztgenannten Berichten zum
Ausdruck. Allerdings hat die RAD-Ärztin Dr. H._ die von Dr. G._ in den Berichten
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vom 12. September 2014 und vom 2. Dezember 2014 abgegebenen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen als nicht überzeugend beurteilt (IV-act. 65). Die
Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung auf diese Stellungnahme des
RAD vom 10. Dezember 2014 verwiesen. Auch im Beschwerdeverfahren hat die
Beschwerdegegnerin daran festgehalten, dass nicht auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung
von Dr. G._, sondern auf diejenige des RAD abzustellen sei. Nachdem für die
Abweisung des Rentengesuchs entscheidend gewesen ist, dass die
Beschwerdegegnerin die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G._ als mangelhaft und
nicht überzeugend beurteilt hat, ist es unerlässlich gewesen, Dr. G._ zur Kritik an
seiner Einschätzung Stellung nehmen zu lassen. Die Kosten für den Bericht vom 5.
Februar 2015 von Fr. 60.-- und diejenigen für den Bericht vom 2. August 2015 von Fr.
140.-- sind durch entsprechende Rechnungen belegt worden (act. G 40.1 und 40.2).
Die Beschwerdegegnerin hat demnach die Kosten für diese Berichte in der Höhe von
insgesamt Fr. 200.-- zu tragen. Da es sich vorliegend um einen durchschnittlich
aufwändigen IV-Rentenfall gehandelt hat, erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- für die übrigen Aufwände als angemessen.
Zuzüglich der Kosten für die Berichte von Dr. G._ von insgesamt Fr. 200.-- ist die
Parteientschädigung demnach auf Fr. 3'700.-- festzusetzen (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer).