Decision ID: 86574ca8-f1de-4a89-9e6d-ca83a4c4f27c
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957,
war für die
Y._
AG
im Rahmen temporärer Einsätze
als Kranführer tätig und
dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert
, als ihm am 7.
April 2016 ein Betonklotz auf den linken Arm fiel (
Urk.
6/1, 6/71/5 f.).
Dies hatte eine komplette Ruptur der distalen B
izepssehne zur Folge (vgl.
Urk.
6/8, 6/13 und 6/16), weshalb die Suva die gesetzlichen Leistungen erbrachte (Heilbe
handlung, Taggeld; vgl.
Urk.
6/3).
Nach Kenntnisnahme diverser medizinischer Unterlagen (vgl.
Urk.
6/8, 6/13, 6/16, 6/19, 6/43, 6/47 und 6/55) veranlasste die Suva bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, eine kreisärztliche Untersuchung (Bericht vom
5.
Juli 2017,
Urk.
6/76).
Gleichzeitig nahm
Dr.
Z._
eine Beurteilung des Integritäts
schadens vor (
Urk.
6/77).
Anlässlich einer persönlichen Besprechung vom
6.
Juli 2017 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass ein stabiler Gesundheitszustand vorliege und nun die Rentenfrage geprüft werde (
Urk.
6/75).
Mit Verfügung vom 2
8.
März 2018 sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von 5
%
(
Fr.
7'410.--) zu, verneinte demgegenüber jedoch den Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 6/131). Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache (
Urk.
6/135, 6/141) wies die Suva mit Entscheid vom 2
6.
Oktober 2018 ab (
Urk.
6/146 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
6.
November 2018 Beschwerde mit dem Rechts
begehren, der angefochtene
Einspracheentscheid
sei aufzuheben und die Be
schwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm eine angemessene Invalidenrente so
wie eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von mehr als 5
%
auszurichten. Im Weiteren sei ihm in der Person von Rechtsanwalt Jürg Leimbacher ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (
Urk.
1 S. 2). Mit Be
schwerdeantwort vom
9.
Januar 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab
weisung der Beschwerde (
Urk.
5). Mit Eingabe vom 2
1.
März 2019 (
Urk.
9) reichte der Beschwerdeführer zwecks Darlegung seiner finanziellen Verhältnisse Unter
lagen zu den Akten (
Urk.
10,
Urk.
11/2-9)
, worauf dessen Gesuch um unentgelt
liche Rechtsvertretung mit Verfügung vom
3.
April 2019 abgewiesen wurde. Gleichzeitig wurde ihm ein Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
12).
Am
1
9.
Juni 2019
äusserte sich
der Beschwerdeführer
erneut zur Sache und hielt
an seinem Rechtsbegehren fest (
Urk.
14). Gleiches tat die Beschwerdegegnerin in der Folge
in ihrer Stellungnahme
vom 3
0.
Juli 2019 (
Urk.
17), worüber der Be
schwerdeführer mit Mitteilung vom
5.
August 2019 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
18).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
7.
April 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts, ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des In
validitätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er vo
raussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang be
steht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus ei
nem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 26. Oktober 2018 zusammengefasst, dass auf die kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
Z._
vom
5.
Juli 2017 abgestellt werden könne. Ausgehend vom massge
benden Zumutbarkeitsprofil sei es dem Beschwerdeführer möglich, eine leidens
angepasste Tätigkeit vollzeitlich auszuüben (
Urk.
2 S. 7). Die
Gegenüberstellung des aufgrund der Stellenprofile der Dokumentation der Arbeitsplätze (DAP) er
mittelten
Invalideneinkommens von
Fr.
70'662.80 mit
dem
Valideneinkommen
von
Fr.
76'096.55 ergebe einen Invaliditätsgrad von 7.14
%
, weshalb kein An
spruch auf eine Invalidenrente bestehe (
Urk.
2 S.
8f.
).
Der kreisärztliche Untersu
chungsbericht überzeuge ferner auch in Bezug auf die Beurteilung des Integri
tätsschadens, weshalb sich die Zusprechung einer Integritätsentschädigung von 5
%
als korrekt erweise (
Urk.
2 S. 11 f.).
2.2
In seiner Beschwerdeschrift
vom 2
6.
November 2018 machte der Beschwerdefüh
rer geltend, unter einem Dauerschmerz und deswegen auch unter Durchschlaf
störungen zu leiden. Beides schränke seine Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätig
keiten um 30
%
ein, was die Beschwerdegegnerin zu Unrecht nicht berücksichtigt habe. Diese habe ferner das Invalideneinkommen zu hoch angesetzt; bei einer korrekten Auswahl der DAP-Blätter
resultiere
ein Rentenanspruch.
Im Übrigen sei der Integritätsschaden vergleichbar mit einer Einschränkung der Schulterbe
weglichkeit bis zur Horizontalen, was gemäss einschlägiger Tabelle einen An
spruch auf eine
Integritätsentschädigung von 15
% ergebe
(
Urk.
1 S. 3 f.).
2.3
Demgegenüber betonte die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom
9.
Januar 2019 im Wesentlichen, dass in einer vom Kreisarzt umschriebenen lei
densangepassten Beschäftigung von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Soweit beim Beschwerdeführer eine
Schmerzchronifizierung
mit Symptomaus
weitung vorliege, mangle es an einer somatisch objektivierbaren Ursache. Man
gels
Erfüll
ens der Adäquanzkriterien bestehe jedoch keine Leistungspflicht für diese Beschwerden
(
Urk.
5 S. 5 f.).
Des Weiteren erweise sich
nicht nur
die Kritik an den beigezogenen DAP-Unterlagen als ungerechtfertigt.
Auch die Integritäts
entschädigung sei namentlich in Anbetracht dessen, dass von keinem Mediziner je eine Einschränkung der Schulterbeweglichkeit erhoben worden sei, zutreffend festgelegt worden (
Urk.
5 S. 7 f.).
2.4
In der Eingabe vom
1
9.
Juni 2019 hielt der Beschwerdeführer an seiner Sichtweise fest, dass die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen deutlich zu hoch an
gesetzt habe. Dieses betrage ausgehend von der im
Einspracheverfahren
einge
reichten Liste effektiv zumutbarer Tätigkeiten
Fr.
61'524.--, womit ein Invalidi
tätsgrad von 43
%
und ein entsprechender Rentenanspruch resultiere (
Urk.
14
S. 2 f.).
2.5
In
der Stellungnahme
vom 3
0.
Juli 2019
(
Urk.
17)
wies die Beschwerdegegnerin
insbesondere
darauf hin,
dass ihre Vorgehensweise bei der Invalidenlohnbemes
sung mittels DAP durch das Bundesgericht bereits mehrfach als korrekt beurteilt worden sei.
Es bestehe insgesamt keine Veranlassung, vom bereits in der Be
schwerdeantwort begründeten Standpunkt abzuweichen.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid in erster Linie auf den kreisärzt
lichen Untersuchungsbericht
von
Dr.
Z._
vom
5.
Juli 201
7.
Der Kreisarzt führte darin aus, im
Rahmen der
Untersuchung
habe
d
er Beschwerdeführer
zum einen
über persistierende Schmerzen im gesamten linken Arm, in der linken Schulter und in der Nackenregion geklagt.
Zum anderen leide er unter verminderter Kraft und Sensibilitätsstörungen
im
gesamten linken Arm
und im Bereich
der Schulter, des Thorax und der Nackenregion links.
Objektiv
finde
sich ein
proximalisierter
Muskelbauch des Bizeps linksseitig bei distaler
Bizepssehnenruptur
sowie
eine durch die Verletzung nicht erklärbare Einschränkung der Schulterbeweglichkeit
und
der Kraft im
Pinchgriff
mit Verdacht auf Symptomausweitung.
Weder die Sensibi
litätsstörungen
noch die verminderte Kraft in den
Rotatorenmanschetten
-Tests und im
Pinchgriff
seien durch die Verletzung pathoanatomisch erklärbar. Es sei nicht zu erwarten, dass durch weitere medizinische Massnahmen noch eine wesentliche Besserung eintreten werde (
Urk.
6/76/4).
Die Arbeit als Kranführer sei nur
noch
zumutbar, wenn der Beschwerdeführer nicht in die Krankabine steigen müsse, sondern seine Tätigkeit vom Boden aus mit Hilfe einer Fernbedienung erledigen könne, was keinen hohen Krafteinsatz erfordere. Aus medizinischer Sicht sei jedoch jede körperlich leichte Tätigkeit mit lediglich körpernahem und nicht körperfernem Heben und Tragen von Lasten, ohne repetitive Rotationsbewegungen im Unterarm, ohne repetitive Belastung (auch Zugbelastung) des linken Arms, ohne Schläge auf die linke obere Extremität sowie ohne Tätigkeiten mit Vibrationen in einem 100%-Pensum möglich. Dieses Zumutbarkeitsprofil sei aufgrund der Verletzungsfolgen erstellt und altersunab
hängig (
Urk.
6/76/5).
3.2
Zum Integritätsschaden äusserte sich
Dr.
Z._
dahingehend,
dass der Verlust ei
nes Arms im Ellbogen oder oberhalb desselben gemäss Anhang 3
zur
UVV eine Integritätsentschädigung von 50
%
zur Folge habe. Beim Beschwerdeführer liege als wesentliche Schädigung eine Einschränkung der Kraft vor. Die Gelenksbeweg
lichkeit sei demgegenüber durch die Verletzung nicht beeinträchtigt. Nicht pa
thoanatomisch durch die Verletzung erklärbar seien ferner die angegebenen Sen
sibilitätsstörungen.
Beeinträchtigungen
im Bereich der Hand seien ebenfalls nicht vorhanden. Gesamthaft seien die Einschränkungen mit
einem Zehntel
der ge
nannten 50
%
zu taxieren, was einer Integritätsentschädigung von 5 % entspre
che (
Urk.
6/77/1).
4.
4.1
Dr.
Z._
ging in seinem Untersuchungsbericht vom
5.
Juli 2017 davon aus, dass durch weitere medizinische Massnahmen keine wesentliche Besserung des Ge
sundheitszustandes mehr erwartet werden könne (
Urk.
6/76/4). Es besteht kein Anlass, diese Feststellung
in
Zweifel
zu ziehen; s
ie blieb
denn
auch seitens des Beschwerdeführers unbestritten.
Folglich ist nicht zu beanstanden, dass
ihm
die Beschwerdegegnerin
am
6.
Juli 2017 die Prüfung des Anspruchs auf eine Invali
denrente in Aussicht stellte
unter gleichzeitigem
Fall
abschluss und
Einstellung der vorübergehenden Leistungen (
Urk.
6/75; vgl.
Art.
19
Abs.
1 UVG und Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom
2.
Mai 2014 E. 4.1).
4.2
Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich
Dr.
Z._
dahingehend, dass
die angestammte Tätigkeit als Kranführer nur noch zumutbar sei, wenn der Beschwerdeführer
die Arbeit vom Boden aus mit Hilfe einer Fernbedienung erledigen könne und nicht in die Krankabine steigen müsse.
Für leidensadaptierte, insbesondere körperlich leichte Tätigkeiten
sei
von
eine
r
100%ige
n
Arbeitsfähigkeit
auszugehen (Urk.
6/76/5).
Dieser Beurteilung widersprach der Beschwerdeführer unter Hinweis auf einen Dauerschmerz und damit einhergehende Durchschlafstörungen. Dadurch sei seine Arbeitsfähigk
eit für sämtliche Tätigkeiten um
30
%
beeinträchtigt (
Urk.
1 S. 3). Der Beschwerdegegnerin ist in diesem Zusammenhang beizupflichten, dass keine ärztlichen Berichte vorliegen
, welche die behauptete Einschränkung der Arbeits
fähigkeit untermauern. Insbesondere
erwähnten die behandelnden Ärzte
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
und
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
nichts Entsprechendes
(vgl.
Urk.
6/8, 6/19, 6/43 und 6/47).
Es bestehen
auch sonst
keine Indizien, welche gegen die Zuver
lässigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Beurteilung
durch
Dr.
Z._
spre
chen, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf abgestellt hat
(vgl. E. 1.5 vorstehend)
.
Darüber hinaus legte
die Beschwerdegegnerin
unter Berücksichti
gung der einschlägigen bundesgerichtlichen Praxis
überzeugend
dar, weshalb die
geklagten, in somatischer Hinsicht
aber
nicht objektivierbaren Beschwerden
nicht in adäquatem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom
7.
April 2016 ste
hen (
Urk.
5 S. 6).
Weiterungen erübrigen sich angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer diese Schlussfolgerung
mit der Eingabe vom 2
1.
März 2019
nicht in Zweifel zog (vgl.
Urk.
14).
Insgesamt ist somit m
it überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass
er
eine leidensangepasste Tätigkeit in einem 100%-Pensum ausüben könnte.
5.
5.1
Auf der Grundlage der obigen
Erkenntnisse
ist der Invaliditätsgrad zu bestimmen
.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall als Kranführer in einem Vollzeitpensum im Jahr 2017 ein
Vali
deneinkommen
von
Fr.
76'096.55 hätte erzielen können (
Fr.
33.26 * 1.0833 [1
3.
Monatslohn] * 2'112 Stunden [vgl.
Art.
24
Abs.
2 des Landesmantelvertrages für das schweizerische Bauhauptgewerbe
2016-2018
]
;
Urk.
2 S. 9,
Urk.
14 S. 2 und Urk. 6/129/2
).
Da diese
s Einkommen
mit den entsprechenden Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin in Einklang steht (vgl.
Urk.
6/71, 6/88/4 f.)
, besteht kein Anlass, in diesem Kontext korrigierend einzugreifen.
5.
2
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen her
angezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin
ermittelte insgesamt 83 dokumentierte DAP-Arbeits
-
plätze, die
dem
medizinische
n
Zumutbarkeitsprofil
des Beschwerdeführers
entsprechen
.
Der
sich daraus ergebende
Durchschnittslohn beläuft sich auf
Fr.
69'249.00
(
Urk.
6/128/1-4)
. Für die Berechnung des Invalideneinkommens
wurden
davon fünf Arbeitsplätze aus dem
Industriebereich aus
gewählt
.
Der Durchschnitt
dieser
Einkommen beträgt
Fr.
70'662.80
(
Urk.
6/128
/5-24
, 6/129/2).
Soweit
d
er
Beschwerdeführer
geltend macht,
über keine eigentliche berufliche Ausbildung zu verfügen (
Urk.
13 S. 2), ist
anzumerken
, dass die ausgewählten DAP-Arbeitsstellen dies ni
cht voraussetzen. Namentlich meint die bei zwei Ar
beitsplätzen geforderte «Anlehre» (vgl.
Urk.
6/128/9, 6/128/17) nur eine kurz dau
ernde, betriebsinterne Einarbeitung in den neuen Arbeitsbereich.
Dies ergibt sich
aus
den DAP-Blättern (vgl.
Urk.
6/128/12,
Urk.
6/128/20).
Damit ist sichergestellt, dass die verwendeten Stellenprofile keine besondere berufliche Qualifikation er
fordern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_
803/2017 vom 1
4.
Juni 2018 E. 4 mit Hinweisen
).
Nichts an der Zumutbarkeit der ausgewählten Profile zu ändern ver
mag des Weiteren der Hinweis des Beschwerdeführers
auf seine geringen Deutschkenntnisse
(
Urk.
13 S. 2).
So ist
zum einen
nicht erkennbar,
dass
die DAP-Arbeitsstellen
in der Industriebranche
vertiefte Kenntnisse der deutschen Sprache voraussetzen.
Zum anderen war der Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren — unter anderem
auch
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom
5.
Juli 2017 —
in der Lage, sich zu verständigen und war
nicht auf die Dienste eines Übersetzers
angewiesen.
Im Übrigen
erweist sich das ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 70'662.80
auch
nicht als unangemessen hoch.
Insbesondere
liegt es nur geringfügig über dem Durchschnittslohn aller 83 den Suchkriterien entsprechenden Arbeitsplätze
(vgl.
in diesem Zusammenhang
Urteil des Bundesgerichts 8C_107/2014 vom
24.
Juli 2014 E. 5.1)
.
Hinzu kommt, dass entgegen der Auffassung des Beschwer
deführers
(vgl.
Urk.
14
S. 3)
nicht
zu bemängeln ist
, wenn
bei der Berechnung des Durchschnitts der Durchschnittslöhne
nicht nur das oberste, sondern auch das unterste
Dezil ausser Acht gelassen werden
(vgl.
Urk.
5 S. 7
u.
Urk.
6/128/1
;
Urteil des Bundesgerichts 8C_215/2015 vom 1
7.
November 2015 E. 4.7.2).
Ge
samthaft
besteht somit
kein
Beweggrund, das Invalideneinkommen abweichend von der Beschwerdegegnerin
festzulegen
.
5.
3
Auf der Basis eines
Valideneinkommens
von
Fr.
76'096.55
und ein
es Invaliden
einkommens von
Fr.
70'662.80
hat die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad korrekt auf 7.14 respektive 7
%
festgelegt (zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121). Dementsprechend hat sie den Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint (vgl. E. 1.3 vorstehend).
6
.
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht
ausgehend von einer Integritätseinbusse von 5
%
eine Integritätsentschädigung zugesprochen hat.
Dr.
Z._
stellte sich in seiner Beurteilung vom
5.
Juli 2017 auf den Standpunkt, dass ein Integritäts
s
chaden von 5
%
vorliege, was
einem
Zehntel der in Anhang 3 zur UVV für den Verlust eines Armes im Ellbogen oder oberhalb desselben vor
gesehenen Integritätsentschädigung entspr
eche
(
Urk.
6/77
/1
).
Es besteht auch in dieser Hinsicht kein Anlass, die
vom Kreisarzt in Anwendung von
Art.
36
Abs.
2 UVV
ausgehend von den effektiven funktionellen Einbussen
nachvollziehbar ge
wichtete Integritätseinbusse
in Frage zu stellen.
Wie die Beschwerdegegnerin zu
treffend anmerkte (
Urk.
5 S. 8), ist keine dem Kreisarzt widersprechende ärztliche Einschätzung der Integritätseinbusse aktenkundig. Die Beurteilung einzelner In
tegritätsschäden bildet rechtsprechungsgemäss eine Tatfrage, die von einem Me
diziner zu beantworten ist (Urteile des Bundesgerichts
8C_76/2013 vom 2
3.
Juli 2013 E. 3.4.1 und U 344/01 vom 11. September 2002 E. 6, je mit Hinweisen).
Es ist daher nicht stichhaltig, wenn der Beschwerdeführer ohne entsprechende me
dizinische Grundlage von einer Integritätseinbusse von 15
%
ausgeht (
Urk.
1
S. 4).
Soweit er eine Einschränkung der Schulterbeweglichkeit geltend macht, setzt er sich damit im Übrigen mit der
überzeugenden
kreisärztlichen Beurteilung in Widerspruch (vgl.
Urk.
6/76/3 f.
,
Urk.
6/77
)
, ohne dass hierfür konkrete Anhalts
punkt gegeben sind
.
Nach dem Gesagten ist die Höhe der gestützt auf die medizinische Beurteilung von
Dr.
Z._
zugesprochenen Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden.
7
.
Zusammenfassend
erweist sich
der angefocht
ene
Einspracheentscheid
vom 26.
Oktober 2018 (
Urk.
2)
als rechtens
, was zur Abweisung der Beschwerde führt.