Decision ID: 25e4d446-c725-4158-a08a-c63b7ab2dc5b
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961, war zuletzt vom
9.
Juli
2012 bis 3
1.
März 2014
in einem Pensum von 80
%
als hauswirtschaftlicher Mitarbeiter bei der
Z._
tätig (
vgl.
Urk.
7/24
/1-6
)
, wobei er ab 2
6.
September 2013
krankgeschrieben war
(vgl.
Urk.
7/24/10
ff.)
.
Am 2
6.
März 2014 meldete er sich erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
vgl.
Urk.
7/13-14).
Nach Erlass des Vorbescheids (
Urk.
7/43)
wies
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
mit Verfügung vom 1
9.
Februar
2015
(
Urk.
7/45)
das Leistungsbe
gehren ab, nachdem der Versicherte trotz Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht nicht
z
u einer
angeordneten Begutachtung erschienen war.
Am
1.
März
2018
meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/55)
.
Im Rahmen der Abklärungen zur medizinischen Situation veranlasste die IV-Stelle insbesondere
eine polydisziplinäre Begutachtung des Versicherte
n im Institut
A._
. Das
G
ut
achten wurde am
2
6.
März 2020
erstattet (
Urk.
7/160).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/169,
Urk.
7/176) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
4.
August 2020
(
Urk.
7/179 =
Urk.
2) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 38
%
einen
Anspruch
des Versicherten
auf
eine
Invalidenrente
.
2.
2.1
Der Versicherte erhob am 2
2.
September 2020
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 2
4.
August 2020 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben, und es sei ihm
ein leidensbedingter Abzug
vom Tabe
llenlohn von 15
%
zu gewähren und
ab dem
1.
September 2018 mindestens eine
Viertelsrente
zuzusprechen (
Urk.
1 S.
2 oben).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2.
November 2020 (
Urk.
6) die
Abweisung
der Beschwerde. Mit Replik vom 2
1.
Januar 2021 (
Urk.
9) hielt der Beschwerdeführer an seiner Beschwerde fest. Mit
V
erfügung vom 6.
Februar 2021 (
Urk.
12) wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S. 2 oben,
Urk.
10
) die unentg
eltliche Prozessführung gewährt. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit
Eingabe vom 1
0.
März 2021
(
Urk.
14)
auf das Einreichen einer Duplik
. Dies wurde
dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
6.
März 2021 (
Urk.
15) zur Kenntnis gebracht
.
2.2
Mit Verfügung vom 1
4.
Dezember 2021 (
Urk.
16) wurde dem Beschwerdeführer mit Blick auf die im Verfahren unter anderem
strittige Statusfrage Frist angesetzt, um dem Gericht die für die Ausrichtung der Leistungen in den Jahren 2010 und
2011 zuständige Arbeitslosenkasse mitzuteilen und für diesen Leistungsbezug allfällig noch vorhandene Unterlagen einzureichen. Mit Eingabe vom 2
1.
Dezem
ber 2021 (
Urk.
18) kam der Beschwerdeführer d
i
e
se
r Aufforderung nach. Mit Verfügung vom
4.
Januar 2022 (
Urk.
21) zog das Gericht die Akten der Arbeits
losenkasse
Unia
(nachfolgend:
Unia
)
betreffend die J
ahre 2009 bis 2011 bei. Diese teilte mit Schreiben vom 1
0.
Februar 2022 (
Urk.
23) mit, dass ihr aufgrund der maximal zehnjährigen Aufbewahrungsfrist für diesen Zeitraum keine Akten mehr
vorlägen
. Ihrer Eingabe legte sie die
noch vorhandenen
Abrechnung
en und das Stammblatt bei (
Urk.
24/1-19). Die Eingabe der
Unia
wurde den Parteien mit Verfügung vom 1
1.
April 2022 (
Urk.
25) zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmun
gen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG
). Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invali
ditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre.
Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der
Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_178/2021 vom 11. Mai 2021 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.
5
Bei erwerbstäti
gen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invali
dität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
gegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim
men lässt (so
g. allgemeine Methode des Einkom
mens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.6
Bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicherten Person
ohne
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27 IVV
bemisst sich die Invali
dität rechtsprechungsgemäss nach der allgemeinen Methode des Einkommens
vergleichs oder einer Untervariante (Schätzungs- oder Prozent
vergleich, ausser
ordentliches Bemessungsverfahren) davon. Dabei ist das
Valideneinkommen
nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzu
legen, wobei entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invaliden
versicherung einzustehen. Das Invaliden
einkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das
–
ärztlich festzu
legende
–
Arbeitspensum unter Umständen grös
ser sein als das ohne gesund
heitliche Beeinträchtig
ung geleistete (BGE 131 V 51 E.
5.1.2; wi
edergegeben in BGE 142 V 290 E.
5).
In Präzisierung dieser Rechtsprechu
ng hat das Bundesgericht in BGE
142 V 290 entschieden, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im (allein versicherten) erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypo
thetischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist
(E. 7.3)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen
Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass der Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Z._
-Mitar
beiter nicht mehr ausüben könne. In einer seiner Gesundheit angepassten Tätig
keit sei er
– unter Berücksichtigung eines näher dargelegten Belastungsprofils -
ab
September 2018 zu 70
%
arbeitsfähig gewesen und seit Januar 2020 bestehe eine 60
%
ige A
rbeitsfähig
keit
.
Da der Beschwerdeführer bei guter Gesundheit voll
zeitlich arbeiten würde, sei z
ur Ermittlung des
Valideneinkommens
d
as im Jahr 2014 bei der
Z._
in einem 80
%
-Pensum erzielte Einkommen
auf ein 100
%
-Pensum hochzurechnen
(S. 1 unten, S. oben).
Das Invalideneinkommen sei anhand der statistischen Werte des Bundesamts für Statistik zu ermitteln
. Bei
einer zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 60
%
resultiere aus einem Einkom
mensvergleich für das Jahr 2020
ein Inva
liditätsgrad von 38
%
. Bei einer zumut
baren Restarbeitsfähigkeit von 70
%
liege
d
er
Invaliditätsgrad
noch deutlicher unter 40
%
(S. 2 Mitte). Aufgrund neuer Statistiken wirke sich eine Teilerwerbs
tätigkeit ab 50
%
ohne Kaderfunktion auch bei Männern nicht mehr lohnmin
dernd aus. Der Beschwerdeführer könne ein Pensum von 60
%
leisten. Ein leidensbedingter
Abzug
sei
nicht begründet (S.
2 unten).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
6)
änderte
die Beschwerdegegnerin ihren Stand
punkt dahingehend, dass das
Valideneinkommen
nicht auf ein 100
%
-Pensum hochzurechnen sei, da der Beschwerdeführer vor der gesundheitlichen Beein
trächtigung in einem Pensum von 80
%
gearbeitet habe und nicht ersichtlich sei, dass die Reduktion des Arbeitspensums aus gesundheitlichen Gründen erfolgt oder von einem zusätzlichen Au
fgabenbereich auszugehen sei.
Daher würde nur ein hoher Abzug
vom Tabellenlohn zu einem relevanten Invaliditätsg
rad führen, was angesichts des Belastungspro
fils nicht gerechtfertigt sei.
2.2
Der Beschwerdeführer bestritt in der Beschwerde (
Urk.
1) das von der Beschwer
degegnerin festgelegte Invalideneinkommen (S. 3
lit
. B
Ziff.
1). Er machte geltend, unter anderem aufgrund der viel
fältigen leidensbedingten Einschränkungen und dem Beschäft
igungsgrad sei ein Abzug vom Ta
bellenlohn von 15
%
zu gewähren.
Das ihm noch zumutbare Pensum wirke sich lohnsenkend aus
, ebenso seine Niederlassungsbewilligung C. Es sei davon auszugehen, dass er seine Restarbeits
fähigkeit nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten könne (S. 4 f.
Ziff.
5).
Ab
1.
September 2018 bestehe somit ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Ab
1.
Januar 2020 bestehe ein entsprechender Anspruch selbst bei einem Abzug von lediglich 5
%
(S. 5 f.
Ziff.
6).
Replikweise
(
Urk.
9) machte der
Beschwerdeführer geltend, es treffe zwar zu, dass er gemäss Arbeitgeberfragebogen aus dem Jahr 2014 vom
9.
Juli 2012 bis 3
1.
März 2014 zu 80
%
ang
e
stellt gewesen sei. Ob er aus gesundheitlichen Grün
den nur ein 80
%
-Pensum habe ausüben können, gehe aus dem Arbeitgeber
fragebogen aber nicht hervor.
Bereits i
m Leitfaden für das Gespräch betreffend Früherfassung
sei aber
fest
gehalten worden, dass er sich s
e
i
t Jahren in einer Abwärtsspirale befinde. Die gesundheitlichen B
eschwerd
e
n
hätten
gemäss Akten
lage und s
einer
Auskunft anlässlich der B
egutach
tung schon vor der Anstellung bei der
Z._
bestanden und sich seit 2012 massiv
verstärkt.
2.3
Strittig und zu prüfen ist
der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Umstritten sind
dabei
die
Statusfrage, die Höhe des
Valideneinkommens
und die Fr
age, ob ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen zu gewähren ist.
3.
3.1
In medizinischer Hinsicht
stützte
sich die Beschwerdegegnerin
– der Empfehlung
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (R
AD) folgend (vgl.
Urk.
7/168 S.
15 unten
)
–
auf das polydisziplinäre
Gutachten des
A._
vom 2
6.
März 2020 (
Urk.
7/160
)
. Dieses wurde
auf der
Grundlage fachärztliche
r
Teilgutachten auf den Gebieten Allgemeine Innere Medizin (
Urk.
7/164),
Neurologie
(
Urk.
7/155),
Pneumologie (
Urk.
7/165),
Neuropsychologie
(
Urk.
7/161),
Rheu
matologi
e
(
Urk.
7/156)
,
K
ardi
ologi
e (
Urk.
7/157)
und
P
sychia
t
ri
e
(
Urk.
7/162)
erstattet
(vgl.
Urk.
7/160
S.
4
Ziff.
2)
.
3.2
Im Gutachten
des
A._
wurde
n
die
folgende
n
,
hier verkürzt
wiedergegebene
n
,
(Ober-)
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
genannt (
Urk.
7/160
S. 10 f.):
-
chronisches
zervikozephales
und –brachiales Schmerzsyndrom mit wahr
scheinlich
teilradikulärer
Reiz- und sensibler Ausfallsymptomatik C6 beidseits
-
chronisches lumbales Schmerzsyndro
m mit am ehesten
pseudoradikulä
rer
Schmerzausstrahlung in beide Beine
-
COPD GOLD II – III, Risikoklasse D
-
n
eurogene Harnblasen-, Sexual- und Darmfunktionsstörung unklarer Ätiologie.
Ferner
führten die Gutachter
insgesamt 17 Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an (S. 11 f
f
.)
.
Die Gutachter verneinten eine Arbeitsunfähigkeit aus kardiologischer (vgl
. Urk.
7/157 S. 15
Ziff.
8), neuropsychologischer (vgl.
Urk.
7/161 S. 15
Ziff.
8) und allgemein-internistischer (vgl.
Urk.
7/164 S. 12
Ziff.
8) Sicht. Aus psychiatrischer Sicht wurde festgehalten, dass
der Beschwerdeführer
grundsätzlich ein
e
klar strukturierte Tätigkeit durchführen können sollte, ungünstig sei hoher Zeitdruck über längere Zeit. Eine leistungsmässige Einschränkung könne aufgrund des psychischen Zustandes nicht begründet werden (
Urk.
7/162 S. 14
Ziff.
8).
Aufgrund der gestellten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneinten d
ie Gutachter
in der Konsensbeurt
e
ilung (
Urk.
7/160 S. 7 ff.
Ziff.
4)
eine Arbeitsfähigkeit für körperlich schwere und mittelschwere T
ätigkeiten
, Über
kopftätigkeiten
,
Tätigkeiten, welche ein dauerndes
Stehen und Gehen erfordern oder auf Leitern und Gerüsten zu verrichten sind, sowie Tätigkeiten mit atem
wegsreizenden Stoffen oder andauernder Kälte, Nässe oder bei starken Tempera
turschwankungen. Aufgrund einer Miktionsstörung
erachteten sie
zudem
die Verfügbarkeit
einer
Toilette
als erforderlich
(S. 13
Ziff.
4.3).
Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führten die Gutachter aus, d
a die Angaben betreffend das bisherige Arbeitsprofil in der (zuletzt ausgeübten) Tätig
keit als hauswirtschaftlicher Mitarbeiter bei der
Z._
etwas unklar seien, würden
ein mögliches Arbeitsprofil und die entsprechende Leistungsfähigkeit definiert (S. 16 unten).
Zumutbar sei dem Beschwerdeführer demgemäss seit August 2013 eine leichte, maximal intermittierend mittelschwere, wechselbelastende und rücken
adaptierte Tätigkeit unter Ausschluss sämtlicher Arbeiten verbunden mit Zwangs
haltungen
und
repetitiven Rotationsbelastungen des Oberkörpers, stetigem Stei
gen auf Treppen oder Leitern, Arbeiten in der Höhe sowie dauernden oder wiederholten Arbeiten mit den Händen in und über der Horizontalen (S. 17
Mitte
). Dieses aus rheumatologischer Sicht (vgl.
Urk.
7/156 S.
42 unten
)
formulierte Belastungsprofil deckt das aus neurologischer Sicht (vgl.
Urk.
7/155 S. 31 Mitte)
formulierte Belastungsprofil (S. 17 oben)
ab. Ab Se
p
tember 2018 wurde aus neurologischer Sicht ein erhöhter
P
ausenbedarf von 20
%
und aus rheumato
logischer Sicht eine einges
c
hränk
t
e
Leistungsfähigkei
t
von 30
%
attestiert, da es damals offenbar zu einer S
chmerzzun
ahme mit dann wiederholten Abk
l
ärungen und
Hospitalisationen
aufgrund mehrheitlich zervikaler Beschwerden gekommen sei
(S. 17 oben und Mitte)
. Diese E
inschränku
ngen seien jedoch nich
t additi
v zu sehen, da sie die gleiche P
roblematik bet
räfen (S. 18
Ziff.
4.9). Seit Januar 2020 bestehe aufg
ru
nd der eingeschränkten Lungenfunktion mit Atemreserven von rund 50
%
und Diffusionsstörung von rund 50
%
eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
(S. 17 unten)
, wobei die
pneumolo
g
is
c
h
e
Einschränkung ebenfalls nicht additiv
zu sehen sei (S. 18 Ziff.
4.9)
.
Gemäss Konsensbesprechung bestehe somit in einer somatisch adaptierten Tätig
keit aufgrund der pulmonalen Problematik ab Januar 2014 (richtig: 2020) eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit. Zuvor habe ab September 2018 eine 30%ige Einschränkung und vorgängig – abgesehen von den jeweiligen Spitalaufent
halten – keine Einschränkung bestanden (S. 18 oben).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen sind
vorliegend (einzig)
die erwerblichen Auswirkungen der gutachterlich festgestellten
Einschränkungen, welche
zw
ischen den Parteien unstrittig sind
.
4.2
Vorab stellt sich die Frage, ob der Besch
werdeführer im Gesundheitsfall -
wie von ihm geltend gemacht - vollzeitlich erwerbstätig wäre, oder ob er
– wie von der Beschwerdegegnerin angenommen - als zu 80
%
teilerwerbstätige Person ohne Aufga
benbereich zu qualifizieren ist
(Statusfrage, vgl. vorstehend E. 1.4)
, was
je zu einem anderen Vorgehen bei der
(
in beiden Fällen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs
durchzuführenden)
Invaliditätsbemessung führt
(vgl. vorstehend E.
1.5-6)
.
4.3
Fest steht, dass die letzte Anstellung des Beschwerdeführers bei der
Z._
vom
9.
Juli 2012 bis 3
1.
März 2014
lediglich ein 80
%
-Pensum beinhaltete (vgl.
Arbeitgeberfragebogen vom 1
2.
Juni 2014,
Urk.
7/24
Ziff.
2.1 und
Ziff.
2.9
)
. Angesichts der Tatsache, dass diese
s
A
rbeitsverhältnis
nur etwas mehr als einein
halb Jahre dauerte und der Beschwerdeführer
bereits ab 2
6.
September 2013
voll
umfänglich krankgeschrieben war
(vgl.
Urk.
7/24/10)
, greift es zu kurz,
(einzig) die
letzte
Teilzeita
nstellung
bei der
Z._
als Begründung für eine hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich
teilzeitlich ausgeübte Erwerbstätigkeit anzuführen. Vielmehr ist
unter den gegebenen Umständen
auch die frühere Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers in die Würdigung miteinzubeziehen. Dazu
ist
den Akten
unter anderem
zu entnehmen,
dass
der Beschwerdeführer
im Ausland eine Ausbildung zum Maler und Lackierer absolvierte
, aufgrund einer Hauterkrankung sodann zum Fachservice-Angestellten umgeschult wurde
und
nach seiner Einr
eise in die Schweiz im Jahr 1988
als Kellner
arbeitete
(vgl. Leitfaden für das Gespräch betreffend Früherfassung vom
8.
Januar 2014,
Urk.
7/10
Ziff.
4
;
vgl. auch
Urk.
7/161 S. 5 unten
).
Im
Auszug aus dem individuellen K
onto (
I
K-Auszug,
Urk.
7/62
)
sind
ab dem Jahr 1999
bis ins Jahr 2010
mehr oder weniger regel
mässige
Einkünfte aus einer
Tätigkeit im
Bereich der
Gastronomie und insbeson
dere der
Schiffsrestauration
ausgewiesen, unterbrochen von Zeiten, in welchen der Beschwerdeführer
–
wohl saisonal bedingt -
Arbeitslosenentschädigung
bezog.
Eine
etwas mehr als zehnjährige
Arbeitstätigkeit im Bereich der Schiffs
gastronomie ergibt sich auch aus diversen weiteren Aktenstücken. So wurde
etwa
im Bericht des Vertra
u
ensarz
tes der Pensionskasse der B._
vom 2
5.
November 2013 zur Anamnese ausgeführt, dass der Beschwerdeführer von 1997 bis 2010 als S
ervice-Chef auf einem
Schiff gearbeitet
habe (
Urk.
7/16 S. 3
Ziff.
3.1).
Gleichlautende Angaben finden sich
im Bericht
einer behandelnden Ärztin
vom 1
5.
Juni 2014 (
Urk.
7/25/2
Ziff.
1.4
). Auch anlässlich der im Rahmen der
A._
-Begutachtung durchgeführten Teilbegutachtungen
erwähnte der
Beschwerdeführer jeweils
eine
mehrjährige
Tätigkeit
als Chef de Service
auf dem S
chiff
(
Urk.
7/155 S. 21 oben,
Urk.
7/156 S. 29 oben,
Urk.
7/157 S. 9 oben
,
Urk.
7/161 S. 5 unten,
Urk.
7/164 S.
8 Mitte
,
Urk.
7/165 S. 8 unten)
.
Konkrete Angaben zum ausgeübten Pensum
sind
allerdings
nicht aktenkundig. I
m Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung gab der Beschwerdeführer
aber
an, als Chef de Service bis zu 16 Kellner und sieben Köche unter seiner Führung gehabt
zu
habe
n
(
Urk.
7/161 S. 5 unten). D
em
pneumologischen
Gut
achter gegenüber erwähnte er
sodann
,
zumeist 16 Stunden täglich gearbeitet zu haben (
Urk.
7/165 S. 8 unten)
. Diese Angaben legen
die Vermutung einer voll
zeitlichen
Arbeitstä
tigkeit nahe
.
Ferner
sprechen auch die im IK-Auszug ausge
wiesenen Einkünfte
und Arbeitslosenentschädigungsbeträge
(
2006
total
Fr.
74'505.--; 2007
total
Fr.
74'564.
--; 2008
total
Fr.
66'505
.--; 2009
total
Fr.
68'702
.--; 2010
total
Fr.
69
'013
.--
)
dafür, dass der Beschwerdeführer
vor
seiner Anstellung bei der
Z._
vollzeitlich
arbeitstätig war
beziehungsweise
er sich
in Zeiten, in denen er
Arbeitslosenentschädigung bezog, für ein Vollzeitpensum der Arbeitsvermitt
lung zur Verf
ügung stellte, was sich angesichts der abgelaufenen
zehnjährigen
Aufbewahrungszeit
(vgl.
Urk.
23)
anhand der Akten der Arbeitslosenkasse
jedoch nicht mehr überprüfen lässt.
Immerhin geht aus den von der
Unia
eingereichten Abrechnungen
für die Monate Dezember 2010 bis Dezember 2011 (
Urk.
24/2-19)
hervor, dass in der Rahmenfri
st
für den Leistungsbezug
vom
1.
Dezember 2010 bis 3
0.
November 2012 der versicherte Verdienst auf
Fr.
6'483.-- festgelegt wurde, während er in der nach Beendigung der
80%igen
Tätigkeit bei der
Z._
eröff
n
e
ten R
ahmenfrist
für den Leistungsbezug
vom
1.
Dezember 2014 bis 3
0.
November 2016 nur noch bei
Fr.
4'
317.-- lag (
Urk.
24/1)
. Dies lässt
eine
voll
zeitliche Arbeitstätigkeit
im Gesundheitsfall
vor Stellenantritt bei der
Z._
ebenfalls als
überwiegend
w
ahrscheinlich erscheinen.
Warum
der Beschwerdeführer
am
9.
September 2012 bei der
Z._
(lediglich)
eine
80%-S
telle
antrat
,
erschliesst sich aus den Akten
nicht zweifelsfrei.
Die Stelle war ihm
seinen Angaben zufolge
durch seine damalige Partnerin vermittelt worden (vgl.
Urk.
7/156 S. 29 Mitte).
Anlässlich eines am 2
6.
September 2018 mit einem
Kundenberater der Beschwerdegegnerin geführten Telefongesprächs gab
der
Beschwerdeführer
an,
er habe bei der
Z._
nicht mehr als 80
%
arbeiten können
(
Urk.
7/168 S. 5 oben)
. Ob aus gesundheitlichen Gründen oder weil keine höherprozentige Stelle verfügbar war, bleibt unklar.
Gemäss den Gesprächsno
tizen des Kundenberaters sagte der Beschwerdeführer aber gleichzeitig auch aus, dass er heute in einem 100
%
-Pensum arbeiten würde, wenn er gesund wäre.
Aus den Akten ergeben sich
Anhaltspunkte
dafür,
dass der
Beschwerdeführer bereits vo
r Stellenantritt bei der
Z._
unter gesundheitlichen Problemen litt.
So erwähnte er i
m Rahmen der Begutachtung im
A._
mehrfach,
dass die Arbeit auf dem Schiff
ihm
zunehmend Rücken
schmerzen
bereitet
habe
(
vgl.
Urk.
7/155 S. 21 oben,
Urk.
7/156 S. 26 unten,
Urk.
7/164 S. 8 Mitte). Ferner erwähnte er, dass sich (weitere) gesundheitliche Probleme (Fuss, Psyche, Atmung) seit 2012 massiv verstärkt hätten (
Urk.
7/165 S. 9 oben).
Diese Angaben werden gestützt durch den Bericht eines behandelnden Arztes vom
9.
Juni 2014 (
Urk.
7/23/6-8), in welchem unter anderem festgehalten wurde, dass der Beschwerdeführer seit 2012 unter
einem chronischen intensiven
Brennen an beiden Füssen leide
(S. 2 unten)
. Ferner wurde eine j
ahrelange massive psychosoziale
Belast
ung aufgrund einer schweren psy
c
h
is
ch
en Erkrankung der Ex-Frau erwähnt, aufgrund welcher es beim Beschwerdeführer zu einer depressiven Entwicklung gekommen sei (
S. 2 Mitte)
.
Sollte der Beschwerde
führer 2012 tatsächlich
selbstgewollt
lediglich eine 80
%
-Stelle ange
treten
haben, so kann
vor diesem Hintergrund
nicht ausgeschlossen werden, dass gesundheit
liche Gründe
eine Rolle spielten
.
Nachdem
d
er
Beschwerdeführer
von 2010 bis 2012 aufgrund einer
Hospitalisation
seiner Ex-Frau überdies die 2004 und 2002 geborenen Kinder
(
Urk.
7/6/3)
betreut hatte
(vgl.
Urk.
7/16 S. 3
Ziff.
3.1)
, ist zudem nicht auszuschliessen, dass auch Betreuungsüberlegungen eine Rolle
gespielt haben könnten
.
Für den Standpunkt der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort, wonach der Beschwerdeführer zugunsten seiner Freizeit und
somit
freiwillig auf eine Vollzeiterwerbstätigkeit verzichtet habe (
Urk.
6 S. 2 oben)
,
bestehen dagegen keine hinreichenden Anhaltspunkte.
Im
vorliegend
massgeb
lichen Z
eitpunkt des frühestmö
glichen Rentenbeginns
im Jahr 2018
sind keine Er
ziehu
ngs- und Betreuungsaufgaben gegenüber den K
indern
ausgew
i
e
sen und ist aufgrund einer
Wü
rdigung der
gesamten
U
mstä
nde, insbesondere
der
Erwerbsbiographie des Beschwerdeführer
s, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass er im Gesundheitsf
all
vollzeitlich erwerbstätig wäre.
Als weiteres Indiz d
afür
ist
nicht zuletzt auch die Tatsache
zu werten
, dass
er
im Zuge der
2009 erfolgte
n
Ehescheidung
offenbar
in
finanzielle Schwierigkeiten
geraten war
(
vgl.
Urk.
7/25/2 oben,
Urk.
7/162 S. 6 unten).
5.
5.1
Ist der Beschwerdeführer nach dem Gesagten
(vorstehend E. 4.3) als im Gesund
heitsfall vollzeitlich
Erwerbstätiger zu qualifizieren, hat die Bemessung des
Vali
deneinkommens
entgegen der von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerde
antwort (neu) vertretenen Auffassung (
Urk.
6 S. 2) nicht nach den von der Recht
sprechung für Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich aufgestellten Regeln (vgl. vorstehend E. 1.6) zu erfolgen.
In
der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
hatte
die Beschwerdegegnerin zur
Ermittlung des
Valideneinkommens
an den vom Beschwerdeführer bei der
Z._
in einem 80
%
-Pensum erzielten Verdienst an
geknüpft
und diesen
-
nach dem Gesagten
zutreffenderweise
-
auf
ein Vollzeitpensum hoch
gerechnet
, womit für das Jahr
2020
ein
nominallohnbereinigtes
Valideneinkommen
von F
r.
66'251.55
resu
lt
ierte
. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens stellte sie auf den stan
dardisierten Durchschnittslohn der Männer für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors gemäss LSE
ab (vgl.
Urk.
7/167 S. 2 oben) und errechnete bei einer zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 60
%
für das Jahr 2020 ein Inva
lideneinkommen von
Fr.
40'797.3
0.
Für die Zeit ab September 2018 nahm die Beschwerdegegnerin keine Berechnung vor, da
der Invaliditätsgrad bei einer Rest
arbeitsfähigkeit von 70
%
noch deutlicher unter die 40
%
-Schwelle falle (vgl.
Urk.
2 S. 2).
5.2
Beschwerdeweise rü
gte der Beschwerdeführer einzig, dass die Beschwerde
gegnerin keinen
Abzug vom Invalideneinkommen
vornahm
.
Er stellte
sich auf den Standpunkt,
insbesond
e
re aufgr
und der leidensbedingten Einschränkungen sowie dem (reduzierten)
Be
schäftigungsgrad sei ein Abzug von 15
%
zu gewähren
(
Urk.
1 S. 4 f.
Ziff.
5).
5.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf
die Lohnhöhe haben können (BGE
124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versiche
rte Person die
verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erw
erblichem Erfolg verwerten. Der
Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der
Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen ges
amthaft zu schätzen und darf 25
% nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsf
ähigkeit eingeschränkt ist (BGE
126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (
BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen).
5.4
Mit Bezug auf den
behinde
rungs
- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medi
zinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeits
fähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätig
keiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die
Gegenstand des Abzugs vom Tabellenlohn bildende
Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_297/2018 vom 6. Juli 2018 E. 3.5
).
Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungs
tätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grund
sätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) als ausserordentlich zu bezeichnen sind (
Urteil des Bundesgerichts
8C_725/2020 vom 22. Dezember 2020 E. 4.4.1 mit Hinweis).
5.5
Vorliegend ist dem Beschwerdeführer gemäss Beurteilung im
A._
-Gutachten
(vorstehend E. 3.2)
seit August 2013 (nur noch) die Ausübung einer leichten, maximal intermittierend mittelschweren wechselbelastenden und rückenadap
tierten Tätigkeit unter Ausschluss sämtlicher Arbeiten verbunden mit Zwangs
haltungen und repetitiven Rotationsbelastungen des Oberkörpers, stetigem Stei
gen auf Treppen oder Leitern, Arbeiten in der Höhe sowie dauernden oder wiederholten Arbeiten mit den Händen in und über der Horizontalen zumutbar. Gemäss psychiatrischer Beurteilung sollte er zudem grundsätzlich eine klar struk
turierte Tätigkeit durchführen können und ist hoher Zeitdruck über längere Zeit ungünstig. Ferner muss eine Toilette verfügbar sein.
Der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 umfasst
rechtsprechungsgemäss
bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten, wesh
alb der Umstand allein, dass dem
Beschwerdeführer
nur
mehr
leichte beziehungsweise maximal intermittierend mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug ist (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.3.3.2 mit Hinweisen).
Die weiteren im Gutachten formulierten Restriktionen sind sodann nicht derart, dass auch in Bezug auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen ist. Umstände, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) als
ausserordentlich
zu bezeichnen sind, sind nicht auszumachen.
Den ab September 2018
aus neurologischer und rheumatologischer Sicht
attes
tierten zusätzlichen Einschränkungen (erhöhter Pausenbedarf, eingeschränkte Leistungsfähigkeit) wurde
sodann
mit der Reduktion des zumutbaren Arbeits
pensums auf 70
%
Rechnung getragen. Desgleichen der ab Januar 2020 aus
pneumologischer
Sicht attestierten Einschränkung (eingeschränkte Lunge
n
funk
tion)
durch Reduktion des zumutbaren Arbeitspensums auf 60
%
, weshalb sich ein zusätzlicher Leidensabzug dafür nicht rechtfertigen lässt.
5.6
Was den geltend gemachten Abzug infolge reduziertem Beschäftigungsgrad anbelangt, so ist nach
der neueren Praxis des Bundesgerichts ein Abzug bei Männ
ern wegen Teilzeitbeschäftigung
nicht mehr automatisch vorzunehmen. Ob sich eine entsprechende Reduktion recht
fertigt, ist stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad und die jeweils aktuellen Werte zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_561/2018 vom 4. März 2019 E. 4.3.1).
5.7
Unter Verweis auf die
gestützt auf die LSE 2018 erstellte
Tabelle T18 (monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht, pr
ivater und öffentlicher Sektor) m
achte der Beschwer
deführer geltend,
das
ihm noch zumutbare
P
ensum von 70
%
beziehun
g
sweise 60
%
ab
1.
Januar 2020
wirke sich lohnsenkend aus.
Besagter Tabelle ist zu entnehmen, dass im Jahr 2018 Männer ohne Kaderfunk
tion bei einem Beschäftigungsgrad von 50
%
-
74
%
lediglich
rund
4
%
weniger verdienten als Männer, die ohne Kaderfunktion ein Pensum von 90
%
oder mehr ausüb
t
en. D
arin kann
keine überproportionale Lohneinbusse
erblickt werden und es ist daher
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auch unter diesem Titel
weder bei einem Beschäftigungsgrad von 70
%
noch bei einem solchen von 60
%
auf der untersten Stufe der beruflichen Stellung k
einen Abzug
vornahm
(vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017
E. 3.2, wonac
h eine Differenz von 5.85
%
noch
keine überproportionale Lohn
einbusse und die Verweigerung eines entsprechenden Abzugs nicht bundesrechts
widrig ist
; vgl. auch Urteil 8C_543/2019 vom 2
5.
Oktober 2019 E. 5.5
).
5.8
Soweit der Beschwerdeführer schliesslich seine Niederlassungsbewilligung C als
Abzugsgrund anführte, bleibt zu bemerken, dass angesichts
seiner
langjährigen Tätigkeit auf dem Schweizer Arbeitsmarkt (vgl. IK-Auszug,
Urk.
7/167) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen ist, dass sich diese negativ
auf
die Lohnhöhe
auswirkt
.
Weitere abzugsrelevante Umstände sind nicht ersichtlich und wur
den auch nicht geltend gemacht, wobei mit Blick auf das Alter des Beschwerdeführers
zu bemer
ken
bleibt, dass Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellen
markt altersunabhängig nachgefragt werden
(BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinwei
sen) und vorliegend
im Alter
kein A
bzugsgrund erblickt werden kann, zumal der Beschwerdeführer im Jahr 2020 noch keine 60 Jahre alt war.
5.9
Nach dem Gesagten
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährte. Unter Zugrundelegung der von ihr ermittelten Vergleichseinkommen (vgl. vorstehend E. 5.1)
resultiert damit bei
einer 60%igen Restarbeitsfähigkeit ein nicht rentenbeg
ründender In
validitätsgrad von 38
%
und besteht demnach auch bei einer Restarbeitsfähigkeit von 70
%
kein Rentenanspruch.
5.10
Anzumerken bleibt, dass sich an diesem Ergebnis auch nichts änderte, wenn das
Valideneinkommen
u
nter Berücksichtigung der männerspezifischen Nominal
lohnentwicklung im Wirtschaftszweig «Gesundheitswesen, Heime und Sozial
wesen» (www.bfs.admin.ch; Nominallohnindex, Männer, 2011-2
020, Tabelle T1.1.10 Q 86-88)
und das Invalideneinkommen gestützt auf
die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröf
fentlichten LSE-Tabellen 2018 (
Tabelle TA1
_tirage_skill_level
, To
tal Männer, Kompetenzniveau 1
;
veröffentlicht am 2
1.
April 2020
)
ermittelt würde
n
.
Diesfalls
resultierte
für das Jahr 2020
ein
Valideneinkommen
von
rund Fr.
68'026.--
(
Fr.
64'750.
--
[vgl.
Urk.
7/24
Ziff.
2.10]
x 1.003 x 1.001 x 1.005 x
1.012 :
1.005 x 1.034)
.
Bei einer Restarbeitsfähigkeit von 60
%
beliefe sich d
as hypothetische
Invalideneinkommen
für das Jahr 2020 -
unter Berücksichtigung einer
durch
schnittlichen Wochenarbeitszeit
im Jahr 2020
von 41.7 Stunden (www.bfs.ad
min.ch
;
betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilun
gen in Stunden pro Woche, Total) sowie d
er männerspezifis
chen Nominallohnentwicklung
(
www.bfs.admin.ch; Nominallohnindex, Männer, 2011-2020, Tabelle T1.1.10
Total)
auf
rund
Fr.
41‘354.-- (
Fr.
5‘417.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.009 x 1.008 x 0.6).
Damit resultierte ein Invaliditätsgrad von
39.2
%
.
5.11
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene E
ntscheid als rechtens. Die dagegen erhobene
Beschwerde
ist daher
abzuw
eisen
.
6.
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr. 9
00.-- anzusetzen und
ausgangsgemäss
de
m
Beschwerdeführer
aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.