Decision ID: 78ef1790-dd89-4eed-acb6-cd56bb0d6caa
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963 und zuletzt
als Baufacharbeiter bei der
Y._
AG (Urk. 5/12) tätig, meldete sich am 11. Dezember 2015 wegen einer Bandscheibenproblematik bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (Urk. 5/7).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, veranlasste Massnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung (Urk. 5/26, Urk. 5/39), welche sie am 10. November 2016 zufolge Arbeitsunfähigkeit des Ver
sicherten beendete (Urk. 5/48). Nach durchlaufenem
Vorbescheidverfahren
(Vor
bescheid vom 10. April 2017, Urk. 5/67; Einwand vom 19. Mai 2017, Urk. 5/72), in dessen Verlauf sie eine
bidisziplinäre
Begutachtung veranlasst hatte (Gut
ach
ten von Prof. Dr. med.
Z._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie Neu
rologie FMH, und Dr. med. und Dr. sc. nat. ETH
A._
, Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen, vom 14./23. August 2017, Urk. 5/82-84), verneinte sie
mit Verfügung vom 31. Oktober 2017 (Urk.
5/101
)
unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 13 %
einen Leistungsanspruch des Versicherten
.
Das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich hiess die dagegen am 1. Dezember 2017 erhobene Beschwerde des
Versicherten
(Urk. 5/106/3-1
3
) mit Urteil vom 28. März 2018 (Urk. 5/111) in dem Sinne gut, als dass sie die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit letztere in einem rechts
genügenden Verwaltungsverfahren über den Leistungsanspruch des
Versicherten
neu entscheide
(Ziff. 3.4)
.
1.2
In der Folge erliess die IV-Stelle am 7. Dezember
2018 einen Vorbescheid (Urk. 5/119), in welchem sie die Abweisung des Leistung
sbegehrens in Aussicht stellte,
wogegen der Versicherte am 21. Dezember 2018 Einwand (Urk. 5/121, Urk. 5/124) erhob. Am 20. August 2019 wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch des Versicherten ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 17. September 2019 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 20. August 2019 vollumfänglich aufzu
heben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
ihm
mit Wirkung ab 1. Juni 2016 eine Rente der Invalidenversicherung sowie sämtliche weitere
n
Leistungen nach IVG auszurichten. Eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neu
beurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2).
Mit Beschwerde
antwort vom 30. Oktober
2019 (Urk. 4) schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab
weisung der Beschwerde. Am 10. Januar 2020 (Urk. 8) erstattete der Beschwerde
führer Replik. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 22. Januar 2020 auf Ein
reichung der Duplik (Urk. 10), was dem Beschwerdeführer am 27. Januar 2020
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Am 20. Februar 2020 (Urk. 12)
legte
der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht (Urk. 13)
vor
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 57a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheids mit. Die versicherte Person hat An
spruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG).
Die Parteien können innerhalb einer Frist von 30 Tagen bei der IV-Stelle münd
lich oder schriftlich Einwände zum Vorbescheid vorbringen (Art. 73
ter
Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). Hernach ent
scheidet die IV-Stelle mittels Verfügung, wobei sie sich darin mit den für den Beschluss relevanten Einwänden der Parteien auseinanderzusetzen hat (Art. 74 Abs. 1 und 2 IVV).
Die von den kantonalen IV-Stellen erlassenen Verfügungen sind sodann – in Abweichung von Art. 52 und Art. 58 ATSG – ohne vorgängiges
Einsprachever
fahren
direkt beim Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar (Art. 69 Abs. 1
lit
. a IVG).
1.2
Nach Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, wobei sie
vor Erlass von Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind – was auf Ver
fügungen über Leistungen der Invalidenversicherung nach dem Gesagten nicht zutrifft –, nicht angehört werden müssen.
Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der explizi
ten gesetzlichen Regelung in Art. 42 ATSG auch in Art. 29 Abs. 2 der Bundes
ver
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) garantiert wird (vgl. BGE
124 V 180 E. 1a), ist das Recht der versicherten Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erhebli
chen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Be
wei
se entweder mitzu
wirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äus
sern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Gehörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der be
troffenen
Person auch tatsächlich
zu hören, zu prüfen und in der
Entscheidfin
dung
zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begründen hat (BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der Behörde, ihre Verfügungen – sofern sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG) – zu begründen, bezweckt insbesondere, die be
troffene Person in die Lage zu versetzen, eine Verfügung
gegebenenfalls sachge
recht anfechten zu können (BGE 124 V 180 E. 1a, vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).
Um den verfassungsrechtlichen Anforderungen zu genügen, muss die Begrün
dung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde bei ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich der Entscheid stützt. Aus der Begründung muss jedenfalls ersichtlich werden, ob und warum die Behörde ein Vorbringen einer Partei für unzutreffend beziehungsweise unerheblich hält. Es muss erkennbar sein, ob die Behörde es überhaupt in Betracht gezogen hat. Sie darf sich nicht auf den Hinweis beschränken, die Überlegungen der versi
cherten Person seien zur Kenntnis genommen und geprüft worden. Die Begrün
dung muss so abgefasst sein, dass eine Anfechtung des Entscheids möglich ist (
Kieser
, ATSG-Kommentar, 3. Auflage Zürich/Basel/Genf 2015, N 56 zu Art. 49, mit Hinweis auf BGE 124 V 180).
1.3
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Daher führt dessen Ver
letzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des Begründungsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl Tat- als auch Rechts
fragen uneingeschränkt überprüft. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewäh
rung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Hei
lung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalis
tischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförder
lichen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Am 14./23. August 2017 erging das
bidisziplinäre
Gutachten von Prof. Dr.
Z._
und Dr.
A._
(Urk. 5/82-84)
zuhanden der Beschwerdegegnerin. Am 28. August 2017 nahm der R
egionale Ärztliche Dienst
(RAD)
dazu Stellung (Urk. 5/100/3-4).
2.2
Am 19. September 2017
gab die Beschwerdegegnerin dem Be
schwer
deführer
ins
besondere
Gelegenheit, zum Gutachten Stellung zu nehmen
(Urk. 5/85)
.
In seiner Eingabe vom 27. Oktober 2017 (Urk. 5/99) machte der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, das Gutachten stelle keine zuverlässige medizinische Entscheidungsgrundlage dar. Namentlich könne auf die darin attestierte Arbeits
fähigkeit von 100 % in einer angepassten Tätigkeit und das umschriebe
ne Zumut
barkeitsprofil nicht abgestellt werden. Die Gutachter hätten es an einer eigent
lichen Auseinandersetzung
mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte fehlen lassen und ihren abweichenden
Standpunkt nicht hinreichend be
gründet. Das gutachterlich formulierte Belastungsprofil trage seinen Einschrän
kungen nicht gebührend Rechnung. Sodann habe Dr.
A._
mit ihren wie
derholten Hinwei
sen auf
deutliche Gebrauchsspuren beziehungsweise deutli
che Schwielen an Hän
den und Knien eine Arbeitstätigkeit
in einer knienden Tätig
keit unterstellt, obwohl
in früheren Berichten von derartigen Merkmalen keine Rede sei und auch Prof.
Dr.
Z._
keine solchen aufgefallen seien. Schliesslich werde in beiden Teil
gutachten ein auf der Plattform Facebook veröffentlichtes Bild von ihm the
ma
tisiert, ohne dass sich erschliesse, woher dieses stamme und aus welchen Gründen er damit konfrontiert werde, zumal er eine absolut plausible Erklärung zu dessen Entstehung habe.
2.3
In der ursprünglichen leistungsabweisenden Verfügung vom 31. Oktober 2017
(Urk. 5/101) führte die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Einwände des Be
schw
erdeführers aus, das
bidisziplinäre
Gutachten von Prof. Dr.
Z._
und Dr.
A._
vom 14./23.
August 2017 sei nachvollziehbar und
in Kenntnis der
Vorakten
erstellt worden
und ging von einer Arbeitsfä
higkeit von 100 % in einer
optimal angepassten Tätigkeit aus
(S. 2)
.
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hielt in seinem Urteil vom 28. März
2017 (Urk.
5/111) fest, dass in dieser allgemein gehaltenen Formulierung klarerweise keine rechtsgenügende Begründung erblickt werden könne, da sich die Beschwer
degegnerin mit der vom Beschwerdeführer am 27. Oktober 2017 geäusserten Kritik am Gutachten in der Verfügung nicht in der gebotenen Weise ausein
andergesetzt habe (Urk. 5/111 Ziff. 3.1).
Entsprechend hob
es
die Verfügung vom 31. Oktober 2017 (Urk. 5/101) unter Hinweis auf eine schwere Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers auf
(Urk. 5/111 Ziff. 3.3)
.
2.5
In der Folge erliess die Beschwerdegegnerin am 7. Dezember 2018 einen Vor
bescheid (Urk. 5/119), in welchem sie unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad
von 13 % die erneute Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht stellte. Sie hielt
im Wesentlichen
fest, dass das Gutachten von Prof. Dr.
Z._
und Dr.
A._
nachvollziehbar und in seinen Folgerungen schlüssig sei
. Der
Be
schwerdeführer
könne
seine bisherige Tätigkeit als Baufacharb
eiter nicht mehr ausführen
, eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit
sei aber angezeigt
. Dabei könne er Lasten bis zu 10 kg hantieren (leichtes Belastungsniveau), aber nicht über Kopf arbeiten. Tätigkeiten mit Schlägen/Vibrationen im rechten Handgelenk könne er nicht mehr ausüben und Arbeiten,
bei
welche
n er
der
Kälte, Nässe oder starken Temperaturschwankungen
ausgesetzt sei
, seien nicht geeignet
(S. 2)
.
2.6
Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 21. Dezember
2018 Einwand (Urk.
5/121
, Urk. 5/124
), wobei er geltend machte
,
die Beschwerdegegnerin habe sich in Miss
achtung des Urteils des Sozialversicherungsgerichts vom 28. März 2018 mit
seiner
am 27. Oktober 2017 geäusserten Kritik am Gutachten erneut nicht befasst
.
Abge
sehen davon
sei der dem Vorbescheid vom 7. Dezember 2018 zugrundeliegende Gesundheitszustand nicht mehr aktuell
, weshalb er am 3. Oktober 2018
das Ein
holen
von Verlaufsberichten der behandelnden Ärzte verlangt habe
(vgl. Urk. 5/114
)
.
Im Weiteren habe
sich
d
ie Beschwerdegegnerin
mit dem
von ihm
am 8. Oktober 2018 eingereichten Bericht des Zentrums
B._
vom 2. Oktober 2018 (vgl.
Urk. 5/115,
Urk. 5/116) nicht
auseinander
ge
setzt
(Urk. 5/121 S. 2 f. Ziff. 4 f., Urk. 5/124 S. 1 Ziff. 2 f.).
2.7
Am 20. August 2019 erliess die Beschwerdegegnerin die
zu beurteilende
ab
schlägige Verfügung (Urk. 2), worin sie sich zu
den Vorbringen
des Beschwerde
führers im Wesentlichen wie folgt äusserte: Das Gutachten sei nachvollziehbar und in seinen Folgerungen schlüssig, weshalb darauf abgestellt werde. Im Zu
sammenhang mit dem nachträglich zugestellten
B._
-Bericht
werde von einer anderen Beurteilung des gleichen Sachverhalts ausgegangen. Die medizinische Beur
teilung habe ergeben, dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Baufacharbeiter nicht mehr ausführen könne
. E
ine leichte, wechselbelastende Tätigkeit sei indessen angezeigt
.
Dabei könne er Lasten bis zu 10 kg hantieren (leichtes Belastungsniveau), aber nicht über Kopf arbeiten. Tätigkeiten mit Schlägen/Vibrationen im rechten Handgelenk könne er nicht mehr ausüben und Arbeiten,
bei
welchen
er
der
Kälte, Nässe oder starken Temperaturschwankungen
ausgesetzt sei
, seien nicht geeignet
. Im Februar 2019 habe der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht eingereicht, wobei sich aus den vorliegenden Unter
lagen keine neuen Erkenn
tnisse
ergäben
(S. 2).
3.
3.1
In der angefochtenen Verfügung vom 20. August 2019 beschränkte sich die Be
schwerdegegnerin
- wie schon im ursprünglichen leistungsabweisenden Entsche
id vom 31. Oktober 2017 (Urk. 5/101 S. 2) –
bezüglich der
Einwände des Beschwer
de
führers
auf den pauschalen Hinweis, das Gutachten von Prof. Dr.
Z._
und Dr.
A._
sei nachvollziehbar und in seinen Folgerungen schlüssig (Urk. 2 S. 2). Eine Auseinandersetzung mit de
r
vom Beschwerdeführer
an der Expertise geübten Kritik
(vgl. E. 2.
2
hievor
) fand wiederum nicht statt. Daran ändern auch
die von der Beschwerdegegnerin
im Vergleich zur Verfügung v
om 31. Oktober 2017
zusätzlich
gemachten Ausführungen
über
das dem Beschwerdeführer noch zumutbare Belastungsprofil
nichts.
Des Weiteren setzte sich die
Beschwerde
geg
nerin mit dem vom Beschwerdeführer am 19. Februar
2019 eingereichten Bericht der R
adiologie
C._
vom 23. Januar 2019 (vgl. Urk. 5/123-124) nicht näher
auseinander, sondern wies
einzig
auf den Eingang des entsprechenden Arztbe
richts hin (Urk. 2 S. 2).
In diesem Zusammenhang
ist darauf hinzuweisen, dass sich in den internen
Dokumenten
der Beschwerdegegnerin lediglich
ein Zitat
der entsprechenden ärztlichen Beurt
eilung findet
und im Übrigen
keine
inhaltliche Auseinandersetzung mit den im Bericht erhobenen Befunde
n
ausgewiesen ist und insbesondere
auch
keine Vorlage an den RAD erfolgte (Urk. 5/126 S. 2).
Ähnlich verhält es sich
hinsichtlich
des
B._
-Berichts vom 2. Oktober 2018 (
Urk. 5/116)
, welcher dem RAD
ebenfalls nicht
zur medizinischen Beurteilung vorgelegt wurde, sondern
zu welchem
der zuständige Kundenberater lediglich in Eigenregie
und ohne nähere Ausführungen
festhielt,
dass
von einer anderen Beurteilung des gleichen Sachverhalts ausgegangen werde (
Urk. 2 S. 2, Urk. 5/118 S. 3).
Es ist zudem darauf hinzuweisen
, dass sich in den internen Dokumenten der Beschwer
degegnerin auch keine Ausführungen betreffend den Antrag des Beschwerde
füh
rers vom 3. Oktober 201
8
auf Einhol
en
von Verlaufsberichten der behand
eln
den Ärzte (Urk. 114 S. 2) finden
und entsprechende Berichte
seitens der Beschwerde
gegnerin
auch nicht eingeholt wurden
.
Vor diesem Hintergrund fehlt es der angefochtenen Verfügung vom 20. August 2019 (Urk. 2) an einer rechtsgenügenden Begründung (vgl. E. 1.2
hievor
).
An diesem Begründungsmangel vermögen die von der Beschwerdegegnerin in der
Beschwerdeantwort vom 30. Oktober 2019 (Urk. 4) gemachten Ausführungen nichts
zu ändern. Im Zusammenhang mit dem Gutachten von Prof.
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
respektive
der
darin attestierte
n
100%ige
n
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
beschränkte sich die Beschwerdegegnerin auf den pauscha
len Hinweis
auf
die objektiv erhobenen Befunde,
die
dokumentierten Inkonsi
stenzen
sowie das weiterhin hohe
Aktivitäten
niveau
im privaten Bereich
(Urk. 4
S. 1)
.
Weiterführende
Angaben darüber,
auf welche konkreten objektive
n
Befun
de, Inkonsistenzen und Aktivitäten sich die festgestellte uneingeschränkte Arbei
ts
fähigkeit in einer Verweistätigkeit abstützt, fehlen indessen
(vgl. auch Urk. 8 S. 2 Ziff. 2). Mit Bezug auf die
Ausführungen
der Beschwerdegegnerin
b
etreffend die
vom Beschwerdeführer
bemängelte
gutachterliche
Auseinandersetzung mit den abweichenden ärztlichen Einschätzungen
ist festzuhalten, dass sich
erstere
ledig
lich zu den Berichten von Dr. med.
D._
, Innere Medizin und Rheumatologie FMH
,
äusserte (Urk. 4 S. 1 f.), nicht hingegen zu
den vom Beschwerdeführer ebenfalls erwähnten Berichten des Kantonsspitals
E._
(Urk. 5/99 S. 2).
Gleichermassen
fehlen
in
der
Beschwerdeantwort
jegliche Ausführungen
zum Einwand des Beschwerdeführers betreffend ein auf
F
acebook gepostetes
Foto
(Urk. 5/99 S. 3)
.
Im Weiteren nahm die Beschwerdegegnerin weder
Stellung
zum Bericht der R
adiologie
C._
vom 23. Januar 2019 (Urk. 5/123)
,
noch zum Umstand,
dass
keine wie vom Beschwerdeführer am
3. Oktober 2018
beantragte
n
Verlaufsberichte (Urk. 5/114
S. 2)
eingeholt wurden
.
3.2
Die in Frage stehende Verfügung vom 20. August 2019 (Urk. 2) erging somit unter
schwerer Verletzung des
rechtlichen
Gehör
s des Beschwerdeführers
. Wie bereits
im Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 28. März
2018 festgehalten
(Urk. 5
/111 Ziff. 3.3)
, kann es nicht angehen, dass
eine versicherte Person
in den Verfahrensakten nach allfälligen der a
ngefochtenen Verfügung zugrunde
lie
gen
den Überlegungen seitens der
IV-Stelle
suchen muss, um sich eine Meinung bil
den zu können, ob und allenfalls mit welcher Argumentation
sie
einen
leis
tungsabweisenden Entscheid anfechten soll.
Dies gilt umso mehr, als dass sich die Beschwerdegegnerin vorliegend im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
res
pek
tive vor Erlass der Verfügung vom 20. August 2019 (Urk. 2) zu keinem Zeit
punkt
mit der vom Beschwerdeführer am Gutachten von Prof. Dr.
Z._
und
Dr.
A._
geübten Kritik
auseinander
setzt
e
(vgl. Urk. 5/100 S. 5, Urk. 5/118, Urk. 5/126).
Der Beschwerdeführer wurde so gewissermassen auf den Gerichtsweg gezwungen, um Kenntnis von den Entscheidungsgründen der Beschwerde
geg
nerin zu erhalten
beziehungsweise um – nachdem sich
letztere
im vorliegenden Verfahren
nicht bezüglich sämtlicher Einwände
vernehmen liess (vgl. E.
3.1
hier
vor) – namentlich vom Gericht zu erfahren, wie der Entscheid begründet werden könnte
. Dies kann nicht im Sinne der Verfahrensökonomie liegen und erweist sich auch unter Be
rücksichtigung der Kostenpflicht des Beschwerdeverfahrens (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) als stossend.
Zudem ist es nicht Sache des Gerichts, unter allen Blickwinkeln in den Akten nach möglicherweise zutreffenden Erklärungen zu forschen, welche die verfügte Abweisung des Leistungsbegehrens belegen könnten, ohne dass die Verwaltung hierzu mit Blick auf die konkrete Aktenlage Erwägungen angestellt hätte. Letzte
hat ihre Begründung so abzufassen, dass nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für das Gericht ersichtlich wird, von welchen Überlegungen sie sich hat leiten lassen.
3.3
Damit ist die angefochtene Verfügung vom 20. August 201
9
(Urk. 2) aus for
mel
len Gründen und ungeachtet der materiellen Erfolgsaussichten der Besch
werde (vgl. E. 1.3
hievor
) aufzuheben.
Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen, damit sie über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers in einem
rechtsgenügenden Verwaltungsverfahren im Sinne der Erwägungen
neu
ent
scheide
.
Unter Berücksichtigung des
Umstands, dass
seit den
gutachterlichen Untersuchungen
vom
7.
respektive 14. August 2017
(Urk. 5/82 S. 1, Urk. 5/83 S. 3)
bei
Erlass
des hiesigen
Urteils
bereits mehr als 21⁄2
Jahre
vergangen si
nd
(vgl. auch Urk. 5/110, Urk. 5/114)
und
zudem
davon auszugehen ist, dass bis zu
einem neuen
Entscheid der Beschwerdegegnerin über den Leistung
sanspruch des Be
schwer
deführers nochmals
mehrere Monate vergehen werden, drängt sich die Ein
holung eines
neuen,
aktuellen Gutachtens auf. Im Rahmen dieser Begut
achtung sind insbesondere die Berichte des
B._
vom 2. Oktober 2018 (Urk. 5/116)
sowie der R
adiologie
C._
vom 23. Januar 2019 (Urk. 5/123)
und 8. Oktober 2019 (Urk. 13)
angemessen zu berücksichtigen.
Im Wei
teren ist auch das Einholen von Verlaufsberichten der behandelnden Ärzte (vgl. Urk. 5/114 S. 2) angezeigt.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
4.
4.1
Die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur neuen Verfügung gilt recht
sprechungsgemäss für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2).
4.2
Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr.
1
'
0
00.
--
fest
zusetzen und entsprechend dessen Ausgang der unterliegenden Beschwerdegeg
nerin aufzuerlegen.
4.3
Ausgangsgemäss steht dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG und § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) eine Prozessentschädigung zu, welche ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie unter
Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Meh
r
wertsteuer) für freiberufliche Rechtsanwälte auf Fr
. 1'
9
00.--
(inklusive Baraus
lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.