Decision ID: d9adb151-70c3-4f22-aa9c-8475a543fdca
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1988
, war seit
dem
1. August 2012
bei
m
Y._
angestellt und bei der AXA
Versicherung
en AG (nachfolgend: AXA
)
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtb
erufsunfällen versichert, als sie sich am 12. April 2014 in einem Tanzkurs am linken
Knie
verletzte (Urk. 8/A
1
-A2
).
Am 5
.
Mai 2014 wurde ein MRI des linken Knies angefertigt (Urk. 8/M2 S. 2).
Dr. med.
Z._
, Facharzt
für Orthopädische Chirurgie
und Traumatolo
gi
e des Bewegungsapparates
,
führte am
12
.
Juni 2014
eine
arthroskopische
la
te
rale
Teilmeniskektomie
und eine doppelte
Plica
-Entfernung links durch
(U
rk. 8
/M3
).
M
it Verfügung vom
5.
August 2014 (Urk. 8/A7
)
verneinte die AXA einen An
spruch
der Versicherten
auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversiche
rung mit der Begründung, dass es sich beim Ereignis weder um einen Unfall noch um eine unfallähnliche Körperschädigung handle, da es am sinnfälligen
äusseren
Geschehen mangle
. Die
dagegen von der Versicherten am 2
0.
August 2014 erhobene
Einsprache
(
Urk.
8/A9)
wies die
AXA mit
Einspracheentscheid
vom
1
7.
November 2014 ab (Urk. 8/A12 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 1
6.
Dezember 2014 gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
7.
November 2014 (
Urk.
2) Beschwerde und beantragte, dieser und die Ver
f
ügung vom
5.
August 2014
seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu erbringen, insbe
son
dere seien die Heilungskosten zu übernehmen und
eventuell
ein Taggeld auszu
richten (
Urk.
1 S.
2
).
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
März 2015 beantragte die AXA die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 1
7.
März 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
che
rung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
hand
lung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).
1.3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV)
Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so
fer
n sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzu
führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
ze
risches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.4
Bei den unfallähnlichen Körpe
rschädigungen im Sinne von Art.
9
Abs.
2
UVV entfällt im Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach
Art.
4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden
äusseren Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hinge
gen
auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein.
Dies gilt nament
lich für das Erfordernis des einwirkenden äusseren Faktors an sich, wo
runter ein
ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger – eben
un
fall
ähnlicher
– Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Dabei kann die sch
ädi
gende Einwirkung auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen
(Urteil des Bundesge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 327 E. 3.1, 3.3.1; 129 V 466 E. 2.2, 4.1
;
123 V 43 E. 2b).
Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist ein
gesteigertes
Schädi
gungspotenzial
, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors. Die physiologische Beanspruchung des
Ske
letts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Fak
tor
dar
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1
4.
November 2013 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1, 129 V 466 E. 4.2.2, 4.3). Ein äusserer
Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Rechtspre
chung vor,
wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch
normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbeson
dere seiner Gliedmassen, verbunden ist (Urteil des Bundesge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Ände
rungen der Körper
lage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung
häufig zu kör
pereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollier
bar gewordenen Positionsänderung
(vgl. BGE 129 V 466 E.
4.2.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3).
Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach
Art.
9
Abs.
2 UVV fallen als massgebender äusserer Faktor nicht in Betracht, wenn sie bei einer alltäglichen
Lebensverrichtung auftreten, ohne dass ein davon unterscheidbares äusseres Momen
t mitspielen würde. Wer also etwa beim blossen Aufstehen, Absitzen, Ab
liegen, bei Bewegungen im Raum, Handreichungen und so weiter einen ein
schiessenden Schmerz verspürt, kann allein deswegen noch keine unfallähnliche Körperschädigung geltend machen.
Ein äusserer Faktor ist nicht gegeben, wenn
die versicherte Person einzig das erstmalige Auftreten von Schmerzen angibt, aber
keine gleichzeitig mitwirkende äussere Komponente zu benennen vermag.
Auch ist das Erfordernis eines äusseren schädigenden Faktors nicht erfüllt, wenn
das Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Per
son be
schriebenen gewöhnlichen Bewegungsablauf einhergeht. Verlangt wird vielmehr ein Geschehen,
welchem ein gesteigertes Gefährdungspotenzial inne
wohnt,
was zutrifft, wenn die als Schmerzauslöser angegebene Betätigung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies bei vielen sportlichen Aktivitäten der Fall ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf
BGE 129 V 466 E. 4.2.1, 4.2.2).
1.5
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusse
re
n Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S.
176 f.) be
stehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis de
r äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt be
gründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor –
Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten
Pro
grammwidrigkeit
zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (
BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1).
Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Unge
wöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2).
1
.
6
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in ihrem
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) eine
Leis
tungspflicht
damit,
dass die Beschwerdeführerin am 1
2.
April 2014
keinen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten habe
,
und dass auch die Vorausset
zungen für eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV nicht gegeben seien
. Der erlittene
Vertikal
riss des lateralen Meniskus sei
als
Listenverletzung zu werten
.
Der vorliegend zu beurteilenden Tanzsportart
(Modern Dance) könne kein erhöhtes Gefährdungspotential beigemessen wer
den
. Auch
dem
geschilderten Bewegungsablauf komme kein gesteigertes
Ge
fähr
dungs
potential
zu
,
und
dieser lasse auch
kein
en
sinnfällige
n
Faktor erken
nen, zumal es sich um ein Standar
d
element aus dem klassischen Ballett gehan
delt
habe. Zudem habe die Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 1
0.
Juni 2014
bestätigt, dass sich
ausser
dem Knacksen im linken Knie nichts Unge
wöhnliches oder Programmwidriges ereignet habe
. Das Ereignis vom 1
2.
April 2014 könne daher mangels Sinnfälligkeit nicht als unfallähnlich anerkannt werden
(S. 3 f.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
da
Personen, die nicht selbst Ballett, Jazz oder Modern tanzten, die entspre
chen
den Fachbegriffe nicht kennen
würden
, habe sie sich bei der Beschreibung des Unfallhergangs am 1
0.
Juni 2014 bewusst banal ausgedrückt, damit der Bewe
gungsablauf, der zu
r
Verletzung geführt habe, für jedermann verständlich sei (S.
4
oben).
Die Verletzung sei vorliegend beim Leistungssport Tanzen ent
stan
den und zwar durch eine heftige, besonders belastende, vermutlich
etwas un
kon
trollierte Bewegung
.
D
er Schmerz sei sofort gekommen
(S. 5
).
Von einer physio
logische
n
noch im Normalbereich liegenden und physiologisch be
herrschten Be
anspruc
hung könne nicht die Rede sein
.
Sie habe eine plötzliche, schnelle und unkontrollierte Ausführung der Bewegung während der Choreo
graphie
vorge
nommen. Ein sinnfäll
iges Ereignis liege demnach klar vor
mit der heftigen, enorm belastenden körpereigenen Bewegung in einer gesteigerten Gefahrenlage für den menschlichen Körper durch das Ausführen eines Gra
n
d
Plié
in der vierten Position auswärts mit gleichzeitigem Herunterkommen auf den Boden auf das hintere linke Knie via
Fussrist
vom rechten vorderen Bein
(S. 6
).
Eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV liege damit eindeutig vor.
2.
3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen
Leistungs
anspruch
der Beschwerdeführerin aus der obligatorischen Unfallversicherung verneint hat.
3.
3.
1
U
nbestritten ist, dass kein Unfall im Rechtssinne vorliegt.
Zu beurteilen bleibt, ob ein Leistungsanspruch aus
Art.
9
Abs.
2
UVV
besteht.
Dabei ist ebenfalls un
bestritten, dass die Beschwerdeführerin
am 1
2.
April 2014
eine
Körperschädi
gung
im Sinne von
Art.
9
Abs.
2
UVV
erlitten hat.
Strittig und zu prüfen ist vorliegend,
ob ein sinnfälliges Ereignis entsprechend der oben wiedergegebenen höchstrichterlichen Praxis gegeben ist oder nicht
(vgl. vorstehend E. 1.
4
)
.
3.2
Den Akten können folgen
de Sachverhaltsdarstellungen der
Beschwerdeführerin
entnommen werden:
In der
Unfallmeldung vom 1
4.
Mai 2014 (
Urk.
8
/
A2
) schilderte die Beschwerde
führerin den Ereignishergang wie folgt: „
Beim Tanztraining „Mo
dern“ habe ich
mir eine Knie
v
erletzung
respektive das
Aussenband
des linken Knies angeris
sen.
“
(vgl.
Ziff.
6)
.
3.3
In der Hergan
gs-Schilderung vom 1
0.
Juni 2014 (
Urk.
8
/
A3
) hielt die Beschwer
deführerin fest: „
Während des Tanztrainings (Modern) habe ich mir das Knie ver
letzt. Als ich bei einer Bewegung in die Knie ging, knackste es und schmerzte sofort“. Die Frage, ob sich etwas Ungewöhnliches oder
Programm
widriges
zuge
tragen habe
,
beantwortete die Beschwerdeführerin wie folgt: „
Das Knacksen war ungewöhnlich
. Kurze Zeit später konnte ich das Knie kaum bie
gen und hinkte. Der Tanzunter
richt war ansonsten wie immer“.
3.4
In ihrem am 2
3.
Juni 2014 bei der Beschwerdegegnerin eingegangen Bericht (
Urk.
8/M1) gab
Dr.
med.
A._
, Praktische Ärztin für Allgemeine Medizin, die Angaben der Patientin zum Unfallhergang wie folgt wieder: Am 1
2.
April 2014
beim Tanzen in die Knie gegangen und Spitzfuss gemacht. Plötz
licher starker Schmerz im Knie gespürt (vgl.
Ziff.
2).
3.
5
In ihrer an die Beschwerdegegnerin gerichteten E-Mail vom 2
3.
Juli 2014 führ
te
die Beschwerdeführerin
zum Unfallereignis vom 1
2.
April 2014 präzisierend aus
, es sei in der Tanzstunde darum gegangen
,
eine Tanzfigur der Choreo
gra
phie zu üben, welche aus der
„
vierten Position, auswärts
“
ausgeführt worden sei. Sie sei in ein „Grand
Plié
“ gegangen, beim vorderen (rechten) Bein über den Fuss (Rist) und mit dem hinteren (linken) Bein aufs Knie herunter auf den Boden. Es habe geknackst,
vermutlich durch die falsche Belastung
,
indem das Gewicht durch eine Gleichgewichtsstörung zu
stark
beim hinteren
linken Bein
gewesen sei
. Als sie habe weitermachen wollen, habe sie gemerkt, wie sich das linke Knie plötz
lich komisch angefühlt habe und sie nicht mehr habe weitertanzen können.
Kurze Zeit später habe sie das Knie kaum noch biegen können und habe ge
hinkt.
Da dies ihr erster Unfall gew
esen sei, sei ihr nicht bewusst
gewesen, dass die genaue Umschreibung des Unfallherganges benötigt werde. Sie habe sich daher be
im Ausfüllen des Unfallformular
s banal und kurz gehalten.
3.6
Nach E
rhalt der leistungsanspruchsverneinenden Verfügung vom
5.
August 2014
(
Urk.
8/A7) führte die Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache vom 2
0.
August 2014 (
Urk.
8/A9) aus, der Unfall habe sich nicht durch eine normale oder all
tägliche Körperbeanspruchung
,
sondern beim Leistungssport Tanzen durch eine
heftige, besonders belastende, vermutlich etwas unkontrollierte Be
wegung
erge
be
n (S. 1).
4.
4.1
Gemäss
der
Beweisregel der „Aussagen der ersten Stunde“
(vorstehend E. 1.6)
ist davon auszugehe
n, dass sich das Ereignis vom 12
.
April 2014
so zugetragen hatte
, wie es die
Beschwerdeführer
in
am
1
0.
Juni 2014
besch
rieb
. So gab sie
in der detaillierten
Hergangsschilderung
als ungewöhnlichen Faktor
lediglich
das Knacksen an
(vgl.
vorstehend E. 3.
3
).
Auch der gegenüber
Dr.
A._
geäusser
ten
Hergangsschilderung
lässt sich kein
e
Unregelmässigkeit
oder etwas
Ausser
gewöhnliches
im Bewegungsablauf entnehmen (vorstehend E. 3.4).
In den spä
teren Sachverhaltsdarstellungen
wird das Ereignis dann
etwas
dram
a
tischer geschildert.
Wo die Beschwerdeführerin in
ihrer E-Mail
vom 2
3.
Juli 2014 (vorstehend E.
3.
5
)
, welche
erging
, nachdem
die Beschwerdegegnerin
sie
mit Schreiben vom
8.
Juli 2014 darüber informiert hatte, dass das Ereignis vom
April
2014 die Kriterien der unfallähnlichen Körperschädigung
- namentlich die Sinnfälligkeit des Ereignisses -
nicht erfülle (
Urk.
8/A4), ausführte, sie vermute
eine falsche Belastung, machte sie dann in ihrer Einsprache vom 2
0.
August 2014
(vorstehend E. 3
.6
) geltend, der Unfall hätte sich
durch eine heftige, be
sonders belastende, vermutlich etwas unkontrollierte Bewegung ergeben.
Beschwerdeweise machte
sie
dann hinsichtlich des Unfallherganges geltend,
es habe sich um eine plötzliche, schnelle und unkontrollierte Ausführung der Be
wegung während der Choreographie gehandelt und das sinnfällige Ereignis
habe
in der heftigen, enorm belastenden körpereigenen Bewegung in einer ge
stei
ger
ten Gefahrenlage
gelegen
(vgl. vorstehend E. 2.2).
Dass dies
e Steigerung des Unfallhergangs
lediglich damit zusammenhänge, da
ss
sie
ursprünglich das Unfallereignis aus Verständlichkeitsgründen habe banal schi
l
dern wollen
, überzeugt nicht, zumal auf dem Fragebogen zum Unfallher
gang eindeutig eine
genaue
Schilderung verlangt wurde
(vgl.
Urk.
8/A3)
.
Angesichts der genannten Beweisregel ist
demnach
- wie erwähnt - auf die ur
sprünglichen Sachverhaltsdarstellungen abzustellen.
4.
2
Es mag sein, dass die
Tanzart
„Modern“
,
wie andere Tanzsportarten auch
,
mit
teils intensiven
Belastungen einhergeht
.
Im konkreten Fall ist aber - gestützt auf die ursprüngliche
n Aussagen der
Beschwerdeführerin
- davon auszugehen, dass es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um
ein Training von
normaler
Intensität
gehandelt hat
,
welchem kein
generell gesteigertes Gefahrenpotenzial
innewohnt.
Anlässlich des Trainings vom 12
.
April 2014
ereignete sich denn
ge
mäss
den ursprünglichen Aussagen der Beschwerde
führerin abgesehen vom Knacksen
auch nichts
Auss
ergewöhnliches
oder Besonderes.
Die
Beschwerde
führer
in
selbst
beschrieb den Ablauf des Geschehens dann auch als eine Aus
übung der einer Choreographie zugehörigen Figur
und beschrieb zunächst keine un
übliche oder programmwidrige Bewegung.
Damit ist ein
sogenanntes sinn
fälliges Ereignis nicht auszumachen.
Lediglich die später
geäusserte
Vermutung einer allfäll
igen Fehlbelastung reicht hier nicht aus
.
Zusammenfassend ist daher
ein unfallähnliches Geschehen nicht erkennbar.
4.3
Da ein Leistungsanspruch de
r Beschwerdegegnerin
für die Folgen des Ereign
is
ses vom 12
.
April 2014
weder unter dem Titel des Unfalls noch unter demjeni
gen der unfallähnlichen Körperschädigung ausgewiesen ist, ist die gegen den angefoch
tenen
Einspracheentscheid
vom 17. November 2014
(Urk. 2) erhobene Beschwerde abzuweisen.