Decision ID: 64935838-32d1-4de3-9301-0a801ea32127
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1968
,
war bis zur Auflösung des Arbeitsver
hältnisses
per 30. November 2003 bei der
Y._
AG,
Z._
, als
Kanti
nenm
itarbeite
rin
zu einem Teilzeitpensum
angestellt (Urk.
8
/9
).
Mit Datum vom 2
9. Januar 2004
meldete sie sich unter Hinweis auf
Rücken- und Kniebeschwerden bei der Eid
genössischen Invaliden
versicherung erst
mals zum Leistu
ngsbe
zug
(Rente)
an (Urk.
8
/2). Mit Verfügung vom
31. März 2005 verneinte die IV-
Stelle den An
spruch
der Vers
icherten auf eine Rente (Urk.
8
/17
).
Die dagegen erhobene Ein
sprache vom 6. Mai 2005 (
Urk.
8/19) wies sie mit in Rechtskraft erwachsenem
Einspracheentscheid
vom 2
6.
Mai 2005 ab (
Urk.
8/25).
1.2
Mit Datum vom
21. Dezember 2006 meldete sich die Versicherte u
nter Hinweis auf ihren verschlechterten Gesundheitszustand
erneut
bei der IV-Stell
e zum
Ren
tenbezug
an (Urk.
8
/29).
M
it V
erfügung vom 3
0
. November 2010
(
Urk.
8/100)
,
welche
die
Verfügung vom
3.
November 2010 annulliert
e
und er
setzt
e
(
Urk.
8/98)
,
sprach die IV-
Stelle der Versicherten
gestützt auf einen
Inva
li
ditätgrad
von 40 %
eine
Viertels
ren
te
ab 1. Juni 2008 zu.
Die
am 29. Novem
ber
2010
dagegen
erhobene
Beschwerde
(Urk.
8/101
/3-5
)
wies das hiesige Gericht mit Urteil IV.2010.01150 vom 27. Septem
ber 2011 ab (
Urk.
8
/106).
1.3
Mit
Schreiben
vom 1
8.
Juli 2013
ersuchte
die Versicherte
um Revision ihrer Rente
und machte
unter Beilage des
Arztbericht
es
des
A._
vom 1
6.
Juli 2013
(
Urk.
8/107)
eine Verschlech
terung ihres Gesundheitszustandes geltend (Urk. 8/108).
Nach durchgeführtem
Vorbeschei
dverfahren
(Vorbescheid vom 29.
August 2013 [Urk.
8/113]; Einwand
vom
1.
Oktober 2013 [
Urk.
8/117]) wies
die IV-Stelle
das
Rentenerhöhungs
ge
such
mit Verfügung vom 1
1.
November
2013
ab (
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob die Versicher
te, vertreten durch die TCL Treuhand Consulting Liegenschaften AG, Beschwerde und beantragt
e, es sei die Verfügung vom 11.
Novem
ber 2013 aufzuheben und ihr eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Even
tualiter sei sie erneut medizinisch, beruflich sowie im Haushaltsbereich ab
zu
klären. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltli
chen
Prozessführung (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdeführerin reichte
unter ande
rem
den Bericht des
A._
vom
9.
Dezember 2013
ein (Urk. 3/18)
. Am 2
8.
Januar 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf A
bweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Be
schwerdeführerin am 2
9.
Januar 2014 zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bundes
ge
setzes über die Invalidenversicherung
IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
ei
nträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2
ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend ob
jek
tiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen
Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten
Per
son sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E.
1.2 mit Hinwei
sen).
1
.2
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min
des
tens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro
zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1
.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zu
kunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hin
weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich
gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in
seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundes
gerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003
E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur
tei
lung
einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte
rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheent
scheid
, wel
che
oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
mess
ung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundes
ge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E.
1 mit Hinweisen).
Macht
die versicherte Person in einem Revisionsgesuch zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen
Tatsachenspektrum glaubwürdig dar, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue
Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstver
ständ
lich
auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b;
vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
1
.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nen
falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä
tigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge
mutet werden können
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1
.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
1.6
Die Rechtsprechung, wonach das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von der Einschätzung der medizinischen Experten abweicht, hat den Beweiswert von Gerichtsgutachten zum Gegenstand und findet auf versicherungsinterne ärzt
li
che Beurteilungen nicht Anwendung. Berichte und Gutachten
versiche
rungs
interner
Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien rich
terlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, so
fern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit beste
hen.
1
.7
Das Gericht kann die Angelegenheit z
u neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom
11.
Novem
ber 2013,
mit
dem
Bericht des
A._
vom 1
6.
Juli 2013
sei
zwar of
fen
sichtlich eine subjektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit seit der letzten Verfügung vom 1
6.
August 2010 (recte: 3
0.
November 2010) ausgewiesen. Objektivierte somatische respektive objektive psychopathologische neue Erkenntnisse seien dem Bericht indes nicht zu ent
nehmen. Rein objektiv erscheine deshalb
keine wesentliche Veränderung des
Ge
sund
heitszustandes
au
s der aktuellen Aktenlage
erkennbar. In diesem Rahme
n begründe die aktuelle Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nur subjektive
Be
findungs
an
gaben
, welche versicherungsmedizinisch nicht schlüssig nachvoll
ziehbar seien
(
Urk.
2)
2
.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den
Standpunkt,
ihr Gesundheitszustand habe sich gegenüber der
B
es
t
a
ndesauf
nahme
durch die
B._
in
C._
vom
6.
Novem
ber 2009 durchaus wesentlich verschlechtert. So leide sie
(die Be
schwerdefüh
rerin)
gemäss Bericht des
A._
vom 9. Dezember 2013
neu unter einer
leic
ht
gradigen
beidseitigen
ossären
Foraminalstenose
L5/S
1.
Zudem habe sich die de
pressive Symptomatik verstärkt; sie
(die Beschwerdeführerin)
leide heute an einer schweren Depression. Folglich liege mi
ttlerweile eine psychisch ausge
w
i
e
sen
e
Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer vor. Sodann schliesse sie s
ich täglich in ihrem Zimmer ein und
ver
lasse die Wohnung
kau
m mehr, womit ein sozialer
Rückzug vorliege. Schliess
lich
habe
trotz vorhandener Motivation und Eigenanstrengung sowie konse
quent
durchg
e
führ
t
er Behandlungsbe
mühungen kein befriedigendes
Behand
lungsergebnis
erzielt
werden können. Folglich sei nun neben den mechanischen
Beschwerde
komponenten
auch die chronische Schmerzstörung als erhebliche Beeinträchti
gung der Arbeitsfä
higkeit anzuerkennen (
Urk.
1 S.
4ff.).
3
.
3
.1
Die IV-Stelle ist auf das Revisionsgesuch
vom 1
8.
Juli 2013
materiell eingetre
ten. Es gilt somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand d
er Beschwerde
führerin im massg
e
b
lichen Zeitraum zwischen der ersten
, gerichtlich
bestätigten Verfügung vom 3
0.
November 2010, in welcher de
r Beschwerdeführerin eine
V
iertelsrente
ab
1.
Juni 2008 zugesprochen worden ist, und der angefochtenen Verfügung vom 1
1.
November 2013, welche die zeitliche Grenze für den zu be
ur
teilenden Sachverhalt bildet, insoweit verschlechtert hat, dass nunmehr ein Anspruch auf eine höhere Rente besteht.
3
.2
Massgeblich für die Beurteilung des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der Rentenverfügung vom 3
0.
November 2010 war
en
gemäss Feststellung
sblatt zum Beschluss (
Urk.
8/63
/4
und 8/95
/2
)
im Wesentlichen
das
polydisziplinäre
Gut
achten
(Rheumatologisch/Neurologisch/Psychiatrisch)
des
B._
vom
6
.
November
2009
(
Urk.
8/61/1-53)
sowie der Bericht vo
n
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin,
vom 1
3.
März 2010
(
Urk.
7/85)
.
Im Gutachten des
B._
wurden
folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit
festgehalten (
Urk.
8/61/15):
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits (ICD-10
:
M54.5)
mit
leichtem
resi
duellem
Ausfallsyndrom S1 links
Status nach Dekompression und Disk
ektomie L5/S1 links 26.05.2003
posteriore
lumbale
interkorporelle
Fusion
(
PLIF
)
L5/S1 mit TSRH L5/S1
,
Ne
urolyse
S1 beidseits 16.10.2003
Entfernung des T
SRH-Spanners L5/S1
,
Dekompression und
Neurolyse
L5/S1 rechtsseitig 13.09.2005
Neurolyse
L5/S1 links
,
Dekompression und
Sp
ondylodese
L4/L5 am 11.03.2008
partielle
Osteosyn
thesematerial
-Entfernung L4/L5
,
Korrektur der Schraube
L5 links, Nachdekompression L5 links und plastische
De
ck
ung mit
O
stim
am 26.08.2008
chronischer Kniegelenksschmerz rechts (ICD-10
:
M25.5)
bei
Innenme
niskusläsion rechts (
Magnetic
Resonance
Imaging
[
MRI
]
des rechten Kniegelenks 2009)
Coccygo
dynie
(ICD-10
:
M53.3)
Ohne
Ei
nfluss auf die Arbeitsfähig
keit
stellten die Gutachter folgende Diagnosen
(Urk. 8
/61/15)
:
lei
chte depressive Episode (ICD-10
:
F32.0
)
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10
:
F45.41)
Migräne ohne Aura (ICD
-10
:
G43.9)
Die Arbeitsfähigkeit
werde
aus rheumatologischer
Sicht aufgrund des
lumbo
ver
tebragenen
Schmerzsyndroms für schwere und mittelschwere Tätigkeiten als aufgehoben betrachtet. Für leichte Verweistätigkeiten an einem angepassten Arbeitsplatz bestehe eine Arbeitsfähigkeit von vier Stunden, entsprechend 50 %. Aus neurologischer Sicht bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für leichte kör
perliche Arbeiten. Die Einschränkung beziehe sich auf einen vermehrten
Pau
senbedarf
und eine schmerzbedingte
leichtgradige
Leistungsminderung
. Die seit etwa
drei Jahren bestehende depressi
ve Symptomatik entspreche – bei unzu
reichendem Wirkstoffpegel im Blut – einer leichten depressiven Episode, wel
cher
kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen werde
(Urk. 8
/61/17).
Die be
klagten Schmerzen würden durch psychosomatische Faktoren verstärkt. Ge
samt
haft könne aus psychiatrischer Sicht indes keine Einschränkung der Ar
beits
fähigkeit hergeleitet werden (
Urk.
8/61/18).
Sodann
bestehe für
Haushalt
tätig
kei
ten
a
ufgrund der freien Einteilbarkeit eine Arbeitsfähigkeit von gesamt
haft
70 %. Arbeiten wie beispielsweise Staubsaugen sollten fraktioniert und mit einem
nach erg
o
nomischen Kriterien gestalteten Gerät durchgeführt werden. Nicht mög
lich seien anstrengende Tätig
keiten wie beispielsweise
Fensterreini
gung
und
schwere Lastenhandhabung wie das Tragen
voller Einkaufstaschen (Urk. 8
/61/20
).
Dr.
D._
stellte mit
Be
richt vom 13. März 2010
folgende
Diagnosen mit Aus
wir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 8/85/3)
:
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (seit Jahren)
mit/ bei
massive
r
erosive
r
Osteochondros
e
L5/S1
,
Spondylarthro
se
L4/L5
Sta
tus nach Diskektomie L5/S1 2003
Entfernung des TSH Spanner sowie Dekompr
ession und
Neurolyse
L5/S1 2005
Neurolyse
L5/S1 links und Spondylose L4/L5 rechts
chronisch generalisiertes
myofasziales
Schmerzsyndrom (erstmals 2006 von
E._
er
wähnt) mit/bei
muskuläre
n
Dysba
lance
n
cervic
al
bis lumbal,
Fehlhaltung der Wirbel
säule
[
WS]
rezidivierende
r
depressive
r
Störung seit Jahren
Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
stellte
Dr.
D._
eine schwierige soziale
und familiäre Situation (Urk. 8
/85/3). Aktuell bestünden trotz starken Opiaten seit Jahren in zunehmen
der Dosis dauernde lumbale Schmerzen mit konstanter Ausstrahlung in die unteren Extremitäten. Die Rückenschmerzen hätten sich bis in den Nacken ausgedehnt. Die Schmerzen verstärkten sich beim Gehen und beim sich
Vornübern
eigen
(
Urk.
8/85/4)
. Die Beschwerdeführerin sei nicht mehr in der Lage, eine Arbeit im Service, welche das Tragen von Lasten so
wie das Stehen und lange Gehen bedinge, auszuüben (Urk. 11/85/5). Eine leichte angepasste Tätigkeit, welche mit Hilfe der IV-Stelle gesucht werden müsse, sei zu
höchstens 50 % zumutbar (Urk. 8
/85/6).
3
.3
3
.3.1
Für die Zeit nach der rechtskräftigen Verfügung vom 3
0.
November 2010
stellte sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
aufgrund der vorliegenden Akten
wie folgt dar:
Dem
Verlaufsbericht des
A._
vom 16.
Juli 2013
sind
folgende Diagnosen
zu entnehmen
(Urk.8/107/2):
Lumbovertebrales
Syndrom mit/bei
e
rosive
r
Ostechondrose
L5-S1
(Diagnose
Dr.
F._
vom 06.02.04)
Statu
s nach Diskektomie L5/S1 05/03 links
(Diagnose
E._
vom 27.11.06)
Status
nach PLIF L5/S1 am 16.10.03
Status nach
interkorporeller
Spondylodese
L5/S1 09/04
(Diagnose
E._
vom 27.11.06)
Status nach Entfernung des TSH-Spanner sowie Dekompression,
Neu
rolyse
L5/S1 rechts 10/05
(Diagnose
E._
vom 27.11.06)
Morbus Scheuermann
(Diagnose
Dr.
F._
vom 06.02.04)
Status na
ch Verlängerungsoperation und
Ne
urolyse
L4/S1,
Heimla
minektomie
am 11.03.08
(Klinik
G._
vom 27.03.09)
Status nach Nachdekompression
am
26.06.08
n
eu aufgetreten
en
leichtgradige
n
ossäre
n
Foraminalstenosen
L5/S1 beid
seits mit möglicher Tangierung der Wurzel L5
intrafor
a
minal
beidseits 09.01.12
MRI
Lendenwirbelsäule
(
LWS
)
(
H._
09.01.13)
Knieschmerzen rechts
mit/bei
Innenmeniskusläsion rechts
(MRI des
B._
vom 06.11.09)
Status nach Operation ca. 2002
Coccygodynie
(M53.3)
(
B._
vom 06.11.09)
Osteoporose
(M81.8)
mit/bei
dual
energy
X-
ray
absorptiometer
/-
metry
(
DEXA
)
21.04.06:
limbal
T-Score 0.4,
femoral
T-score 0.8
(
I._
vom 19.02.10)
a
nhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10, F45.4)
m
ittelgradige depressive Episode (F32.1)
Die
lumboradikulären
Beschwerden und die Nackenschmerzen hätten in den letzten zwei Jahren an Intensität zugenommen. Neu durchgeführte
interventio
nelle
Behandlungen
hätten keine
rlei
Bess
erungen gezeitigt. Seit der letzten Kon
trolle
vom 2
9.
Dezember 2010 h
ab
e sich eine
deutliche Zunahme des
cervi
kal
- und lumbalbetonten
Panvertebralsyndroms
mit rechtsbetonter Ausstrah
lung in beide Extremitäten gezeigt.
Mittlerweile sei die Verschlechterung inso
weit ein
getreten, als dass die Beschwerdeführerin am ganzen Körper Schmerzen
beklage
. Seit Juli 2012, nach den Ferien in
J._
, habe sie sich
wegen deut
lich zu
nehmender Nervosität
täglich über fünf Stunden im Zimmer einge
schlossen
. In der Folge sei es zu
verbale
n
Aggressionen, zunehmende
n
Schwie
rigkeiten, den Haushalt zu machen
,
sowie
zu
eine
r
deutliche
n
Zunahme der De
pression
ge
kommen (
Urk.
8/107/3)
.
Wegen der
zunehmenden Schmerzen
be
wege sie sich nicht, mache
sie
keine Gymnastik und sei
sie
seit Monaten nicht mehr aus dem Haus gegangen.
Vielmehr
liege
die Beschwerdeführerin
nur noch
den ganzen Tag
im Bett (
Urk.
8/107/5). Subjektiv sei
sie
als
Betriebsmitarbeite
rin
sowie in angepasster Tätigkeit
zu
100
%
arbeitsunfähig.
In
anästhesistischer
Hinsicht bestehe eine 100
%ige Arbeitsunfähigkeit. Aus
wirbelsäulen
chirurgi
scher
Sicht bestehe
vor allem
eine verminderte Bel
astbarkeit des
Achsenorganes.
Für alle
Tätigkeiten mit schwerem Heben oder Tragen sowie Überkopfarbeiten und Arbei
ten in
vornübergeneigter
Haltung sei die Beschwerdeführerin auf
grund der medi
zinischen Diagnose nicht geeignet. Als zumutbar würden leichte,
wechsel
be
lastende
Tätigkeiten mit wahlweise Sitzen oder Stehen und insbeson
dere ohne Heben von schweren Lasten, nicht mehr
als 5 kg kurzfristig und 2 kg lä
ng
er
fristig, erscheinen. Die prozentuale Arbeitsfähigkeit beziehungsweise Leistungs
fähigkeit müsse aufgrund der komplexen Problematik in einem soge
nannten
funk
tionellen Leistungstest ermittelt werden.
Aus orthopädisch-chirur
gischer Sich
t sei
die Beschwerdeführerin
als Serviceangestellte nicht arbeitsfä
hig. Eine angepasste Tätigkeit sei halbtags zumutbar. Aus rheumatologischer Sicht be
stehe eine Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten ohne häufiges Bücken, ohne Heben und Tragen, ohne lumbale Zwangshaltung, im Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und G
ehen zu 50
%
. Aus internistisch-
kardiologischer Sicht
sei die
Be
schwer
de
führerin
sodann
100
%
arbeitsfähig
. Im
Sinne einer
Konsensbeurtei
lung
wurde der Beschwerdeführerin au
s somatischer Sicht
eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten ausgewiesen
;
bei einer 100%igen Arbeits
unfähigkeit aus
anästhesistischer
sowie
psychiatrischer Sicht
.
Als objektivere
Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit wurde der Beschwerdeführerin
schliesslich
eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit als Betriebsmitarbeiterin sowie in jeder angepassten Tätigkeit atte
stiert
(
Urk.
8/107/6).
3
.3.2
Die IV-Stelle unterbreitete
den
eing
ereichten medizinischen Bericht
des
A._
vom 1
6.
Juli 2013
ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Prüfung. Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und
Manuelle Medizin, kam
mit Stellungnahme
n
vom
5. August 2013
und 7.
Novem
ber 2013
zum Schluss,
gemäss
Bericht
des
A._
hätten die bereits
ak
ten
be
kannten
bisherigen Beschwerden im Rahmen der chronologisch aufge
füh
rten bereits bekannten Aktendiagnosen
zwar
subjektiv
zugenommen, womit
offen
sicht
lich eine subjektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit der
Arbeitsfähigkeit ausgewiesen
sei. Demgegenüber seien objektive Kor
relate und neue objektivierte Gesundheitsschäden ausgeblieben. Rein objektiv seien damit keine wesentlichen neuen, bisher unberücksichtigten medizinischen Tat
sachen vorgebracht worden
(Urk. 8/112/2
,
Urk.
8/119/2
).
Gestützt darauf
wies
die IV-Stelle
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
das Gesuch um Rentenerhöhung mit
V
erfügung vom 1
1.
November 2013
ab
(
Urk.
2
).
4
.
4
.1
Gemäss dem beschwerdeweise eingereichten Bericht des
A._
vom
9.
Dezember 2013
seien
im Rahmen der Verschlechterung
folgende Diagnosen zu beachten
(
Urk.
3/18 S. 4)
:
Status nach OSME 10.10.13, bisher ohne Reduktion der Schmerzen
schwere depressive Episode (F32.2) ohne psychotische Symptome
Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht
seien
im Vergleich zum Gutachten
des
B._
vom
6.
November
2009
leichtgradige
ossäre
Foraminalstenosen
L5/S1
beidseits mit möglicher Tangierung der Wurzel L5
intraforaminal
beidseits (09.01.12 MRI LWS,
H._
09.01.13)
aufgetreten
. Die
Beschwerdeführerin
habe
gemäss Emp
fehlungen de
s
B._
regelmässig
eine
Physiotherapie wahrgenommen und
sei
zu
sätzlich
geschwommen
,
woraufhin die Schmerzen
deutlich
zugenommen hätten
. Eine Kräftigung der Muskeln habe
daher
keinerlei Resultate erbracht. Im Gegenteil, es habe am 1
0.
Oktober 2013 erneut eine Operation (OSME) durch
ge
führt werden müssen, welche bisher zu einer weiteren deutlichen
Schmerzzu
nah
me
geführ
t habe; g
egenwärtig
befinde sich die Beschwerdeführerin
aller
dings in Rekonvaleszenz. Aus
anästhesistischer
Sicht werde aufgrund der Ver
schlechte
rung seit Juli 2010 eine IT-Pumpe als Option diskutiert
(
Urk.
3/18 S.
3)
. Aus psy
chiatrischer Sicht sei
die Depression fremdbeurteilt
schwer
(
Hamil
ton-De
pressionsskala
[HAMD]=37)
.
Nach der erneuten Operation am 1
0.
Oktober 2013
bestehe eine
deutliche Zunahme der
Depressionen sowie der Schmerzen inklu
sive Suizidideen im Rahmen der zunehmenden Hoffnungslo
sigkeit betreffend eine Schmerzreduktion und einer deutlich stärkeren Zurück
haltung
betreffend erneu
te operative Eingriff
e (z.B. die vorgeschlagene IT-Pumpe). Weiter sei die Beschwerdeführerin enttäuscht, dass die Schmerzen durch die Operation bisher
nicht spürbar reduziert worden seien, was die De
pression deutlich verstärkt habe.
Da
sie
die Alltagsaktivitäten praktisch einge
stellt habe und tagelang im Bett liege, sei die Depression heute als schwer zu bezeichnen. Die Arbeitsfähigkeit sei 2013 mit Sicherheit nicht mehr gegeben. Die Beschwerdeführerin sei auch für angepasste Tätigkeiten 100% arbeitsunfä
hig (
Urk.
3/18 S. 4).
4.2
Die Beschwerdegegnerin trat – dem Wortlaut der angefochtenen Verfügung fol
gend – auf die Neuanmeldung ein und war daher verpflichtet, das neue
Leis
tungs
begehren
allseitig zu prüfen (vgl. E. 3.1). Unterlässt sie dies, ist das Gericht nicht gehalten – allenfalls nach Gewährung des rechtlichen Gehörs infolge sub
stituierender Begründung - zu prüfen, ob anstelle eines abweisenden
Leistungs
entscheides
auch ein
Nichteintretensentscheid
rechtens gewesen wäre. Immerhin erklärte Dr.
K._
, Orthopädische Chirurgie, Manuelle Medizin FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) in seiner Stellungnahme vom 5. August 2013, es liesse sich keine wesentliche Änderung des objektivierbaren Gesund
heits
zustandes der Beschwerdeführerin aus dem eingereichten Bericht des
A._
entnehmen (Urk. 8/112/2). Damit schloss er eine Glaubhaftmachung indes nicht aus. Zu prüfen ist daher, ob die medizinische Aktenlage genügt, eine massgeb
liche Veränderung zu verneinen.
4.3
Aus den angeführten ärztlichen Beurteilungen lässt sich der Gesundheitszu
stand
der Beschwerdeführerin und insbesondere deren Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Neuanmeldung
jedoch
nur ungenügend beurteilen.
S
o
lag der angefochtenen Verfügung vom 1
1.
November 2013 weder mit dem vier
jährigen Gutachten des
B._
vom 6. November 2009
noch mit dem
Bericht
des
A._
vom 1
6.
Juli 2013 ein
hinreichend abgeklärter
medizinische
r Sachver
halt
zugrunde, welcher eine abschliessende Beurteilung des Gesundheitszustan
des sowie der Arbeitsfähigkeit erlaubt hätte.
Der
Bericht
des
A._
ist
zu wenig aussagekräftig und auch nicht umfassend genug.
Insbesondere
mangelt es an
eine
r
einleuchtende
n
Darlegung der medizi
nischen Zusammenhänge sowie diffe
renzierte
n
Auseinandersetzung mit den beklagten Beschwerden, namentlich plausible
n
Erklärung für die beschriebene Zuspitzung der Schmerzproblematik
.
Ganz
abgesehen davon, dass die darin
gemachten
Angaben zur Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin unvollstän
dig, unklar und
derart knapp gehalten sind (E. 4.3.1)
, dass sie nicht als nach
vo
llziehbar begründet
zu
qualifizieren
sind
.
Schliesslich
vermag auch die Beurteilung durch den RAD, welche ohne eigene fachärztliche Untersuchungen lediglich gestützt auf die
(unzulängliche)
Akten
lage
erfolgte, den Anforderungen an eine ausreichende medizinische
Entschei
dungsgrundlage
nicht zu genügen.
Demgegenüber bestehen
gestützt auf die
A._
-Berichte
immerhin konkrete An
haltspunkte dafür, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin innert des relevanten Zeitraums (E. 4.1) wesentlich verschlechtert haben könnte.
So kann aufgrund der neuerlichen Operation vom 1
0.
Oktober 2013
, welche – zumindest vorübergehend - zu einer Zunahme der Schmerzen führte,
nicht von einem unveränderten somatischen Zustand ausgegangen werden. Vielmehr be
stehen gestützt darauf
Hinweise
, dass sich die somatische Situation
und damit
die Arbeitsfähigkeit verschlechtert haben könnten
. Indem
die Ärzteschaft des
A._
eine deutliche Verschlechterung der p
sychischen Situation
seit der erneu
ten Operation
vom Oktober 2013
attes
tierte
und
insbesondere seit Juli 2012 ein
en
zunehmende
n
soziale
n
Rückzug der Beschwerdeführerin beschrie
b
, kann auch nicht ohne Weiteres von einem un
veränderten psychischen Zustand aus
gegangen werden.
Bei dieser Sachlage kann
es
nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt gelten,
dass
seit der erstmaligen
Rentenzusprache
keine gesundheitliche Verschlechterung eingetreten ist, welche die Erwerbsfähigkeit der Beschwerde
führerin nunmehr in g
rösserem Ausmass beeinträchtigt.
Die Sache i
st daher zur Vornahme
einer polydisziplinären
(psychiatrischen, rheu
matologischen, orthopädischen und gegeb
enenfalls weiteren) Begutachtung sowie
gegebenenfalls Abklärun
g
im Haushaltsbereich
an die IV-Stelle
zu
rück
zuweisen, damit sie hernach
gestützt auf eine aktuelle und aussagekräftige me
dizinische Beurteilung
über das Ren
tenerhöhungsgesuch der Beschwer
deführe
rin neu entscheide.
In diesem Sinne
ist
die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Ent
scheid aufzuheben.
5
.
5
.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die
Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Die Kosten sind
ermes
sens
weise
auf Fr. 600.-- festzusetzen un
d (aufgrund der rechtsprechungs
gemäss eben
falls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung) au
sgangsgemäss der
Be
schwerdegeg
nerin
aufzuerlegen. Das Gesuch um unentgeltliche
Prozessfüh
rung
der Beschwerdeführerin
ist damit obsolet geworden.
5
.2
Nach Art. 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die
obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Prozessentschädi
gung
. Diese
wird vom Gericht fest
ge
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nac
h der Bedeutung der Streitsache,
der Schwie
rigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen
.
Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung
von Fr.
750
.-- (
inkl.
Bar
auslagen
und Mehrwertsteuer)
als angemessen
.