Decision ID: 334c320c-8cd9-49f6-8dbb-cb8c409339dd
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960,
absolvierte eine zweijährige
Anlehre
a
ls Satt
ler-Tapezierer. Ab 1985
war er als
Storenmonteur
tätig,
zuletzt
im Zeitraum zwischen Dezember 2004 und September 2007 bei der
Z._
AG
(
Urk.
7/11,
Urk.
7/18)
.
Im März 2009
meldete
er
sich erstmals
unter Hinweis auf Angstzustände und eine Depression
zum Bezug von Leistungen der Inva
lidenversicherung an (Urk. 7/6).
Nachdem die IV-Stelle erwerbliche und medizinische Abklärungen getätigt hatte, verneinte sie mit Verfügung vom 2
0.
Januar 2011
, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 23
%
,
einen Leistungsanspruch (
Urk.
7/46). Im Mai 2011 liess der Versicherte durch die Sozialen Dienste der Stadt
A._
ein neues Leistungsgesuch (
Integrati
onsmassnahmen
, berufliche Mass
nahmen, Taggeld, Rente) einreichen (Urk. 7/51). Nach
Zusprache
von
Arbeitsvermittlung und Kostengutsprache für ein halbjähriges Arbeitstraining
unter Ausrichtung eines Tagge
ldes
(Mit
teilung vom 10. November 2011;
Urk.
7/57)
wurde
n
die Arbeitsvermittlung am 2
6.
Januar 2012
– unter Hinweis darauf, dass sich der Versicherte nicht imstande fühle
,
die Zielvereinbarung zu unterzeichnen
–
wieder beendet
,
die beruflichen Massnahmen abge
brochen
sowie
die Taggeldleistungen einge
stellt
(
Urk.
7/74-75
)
.
Mit Verf
ügung vom 12.
September 2012 wies die
IV-Stelle
– unter Hinweis darauf, dass sich der Gesundheitszustand nicht mass
geblich verschlechtert habe –
auch
das Rentenbegehren
ab (
Urk.
7/92)
. Das hiesige Gericht
wies
die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 21. November 2013 (Prozessnummer IV.2012.01015, Urk. 7/96)
mit der Begründung, der Gesundheitszustand habe sich nicht wesentlich verändert, ab.
Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft.
1.2
Am 1
3.
Januar 2014 (Eingangsdatum
)
meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an (
Urk.
7/97).
Die IV-Stelle trat auf das Begehren ein
und
erteilte dem Versicherten Kostengutsprache für ein Belastbarke
itstraining
vom
1.
September bis 2
8.
November 2014
(Mitteilung vom 27.
August 2014;
Urk.
7/108)
. Dieses wurde am 1
0.
November 2014 abgebrochen
.
Der
Anspruch auf Integrationsmassnahmen
wurde daraufhin
mit Mitteilung vom
5.
Januar 2015 verneint
(Urk.
7/123).
Z
ur
weiteren
Abklärung der
erwerblichen und
medizinischen Verhältnisse
holte die
IV-Stelle unter anderem ein
bisdisziplinäres
Gutachten
(Fachgebiete Psychiatrie, Neuropsychologie) bei der
B._
AG (Gutachten
vom 2.
September 2015
;
Urk.
7/142
)
ein
.
Mit
Vorbescheid vom 1
9.
November
2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/146). Mit Schreiben vom gleichen Tag (
Urk.
7/145) wies sie ihn darauf hin, dass gemäss ihren Abklärungen sein Gesundheitszustand sowie auch seine kognitive Leistungsfähigkeit mit der Weiterführung einer regel
mässigen psychiatrischen Behandlung im Ermessen des Behandlers wesent
lich verbessert und eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könnten und er zur Mitwirkung verpflichtet sei. Sie hielt ihn dazu
an, sich denjenigen Behandlungen und Massnahmen zu unterziehen, die zur Erhaltung oder Ver
besserung des Gesundheitszustands beitragen würden (
Urk.
7/145). Nach
erfolgtem
Einwand vom 21. Dezember 2015
(
Urk.
7/148
) respektive
vom
29.
Januar 2016
(
Urk.
7/151) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
30.
März 2016 einen Leistu
ngsanspruch (
Urk.
7/153
[= Urk.
2]).
2.
Gegen diese Verfügung legte
der
Versicherte mit Eingabe vom
4.
Mai 2016
Beschwerde ein und beantragte, die angefochtene Verfüg
ung sei aufzuheben und es sei ihm eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, weitere Abklärungen vorzunehmen
(Urk. 1)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
10
.
Juni 2016
beantragte die IV-Stelle Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
), was de
m
Beschwerdeführer
mit Verfü
gung vom 1
5.
Juni 2016
mitgeteilt wurde (Urk.
8
).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nac
h Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaub
haft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung
auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräfti
gen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Verän
derung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu beja
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109
V
108 E. 2b).
1.1.2
Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung reicht die analoge Anwendbar
keit der in BGE 109 V 262 E. 4a dargelegten Rechtsprechung auf das
Neu
anmeldungsverfahren
nur so weit, als auch hier von Amtes wegen zu prüfen ist, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischenzeitlich eine erneute materi
elle Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ersten
Ablehnungsverfü
gung
abzustellen; wie im Revisionsverfahren bleiben allfällige, vorangehende
Nichteintretensverfügungen
aufgrund des fehlenden Abklärungs- und bloss summarischen Begründungsaufwandes der Verwaltung unbeachtlich. Erfolgte dagegen nach einer ersten Leistungsverweigerung eine erneute materielle Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs und wurde dieser nach rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchfüh
rung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) abermals rechts
kräftig verneint, muss sich die leistungsansprechende Person dieses Ergebnis – vorbehältlich der Rechtsprechung zur Wiedererwägung oder prozessualen Revision (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen) – bei einer weiteren Neu
anmeldung entgegenhalten lassen (BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
1.2
1.2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Lei
den
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.2.3
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, ein
zig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiesener
massen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiat
rischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich ver
langten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein sol
cher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und sta
tionären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach
haltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140
V
193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
1.3
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min
des
tens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro
zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid,
es
sei kein Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit aus invalidenver
sicherungsrechtlicher Sicht rentenbegründend einschränke, da genügend Ressourcen vorhanden seien
und
keine adäquate und konsequente
Depressi
onstherapie
durchgeführt werde
(
Urk.
2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer bracht
e
in seiner Beschwerde im Wesentlichen vor,
laut der
interdisziplinäre
n
Einschätzung der
B._
-Gutachter liege in einer angepassten Tätigkeit lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
vor.
Der behandelnde Psychiater habe
zudem
eine ungünstige Prognose gestellt. Wie eine volle Erwerbsfähigkeit erlangt werden können sollte, ergebe sich nicht aus dem
B._
-Gutachten. Die Qualifizierung prognostischer
Behandelbar
keit
(Therapierbarkeit) einer psychischen Störung als Ausschlussgrund für die Entstehung eines Rentenanspruchs widerspreche sodann dem Sinn und Zweck
dieser Leistungsart
(
Urk.
1).
3.
3.1
In der Verfügung vom 2
0.
Januar 2011 (
Urk.
7/46) ging die
Beschwer
-
degegne
rin
davon aus, dass der Beschwerdeführer wegen einer Anpassungs
-
störung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt in schwie
riger Lebenssituation (Bericht von
Dr.
med.
C._
, FMH Psychiatrie und Psyc
hotherapie, vom 22. April 2007,
Urk.
7/16/14) resp. einer rezid
ivie
renden depressiven Störung
gegenwärtig
leichten bis mittleren Grades
(Berichte von
Dr.
C._
vom 2
6.
April 2009 und 21. Februar 2010,
Urk.
7/17 und
Urk.
7/30) in der bisherigen Tätigkeit als
Rolladenmonteur
zu 100
%
arbeitsunfähig, in angepassten Tätigkeiten (mit weniger Stress, Belastung und Zeitdruck) jedoch zu 100
%
arbeitsfähig sei (vgl. Stellungnahme des Regionalen ärztlichen Dienstes [RAD], vom 2
9.
Mai 2010,
Urk.
7/41/5).
Anlässlich der Neuanmeldung vom 3
0.
Mai 2011 gelangte die Beschwerde
-
geg
nerin
zum Schluss, dass in einer angepassten Tätigkeit wei
terhin eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
bestehe. Eine Verschlechterung des Gesund
-
heitszustandes
sei gemäss den medizinischen Akten nicht ausgewie
sen (Verfügung vom 1
2.
September 2012,
Urk.
7/92; bestätigt mit Urteil IV.2013.01015 vom 2
1.
November 2013 (
Urk.
7/96; vgl. Sachverhalt Ziffer 1.1).
3.2
Auf die Neuanmeldung vom 1
3.
Januar 2014 ist die Beschwerdegegnerin eingetreten und hat eine neuerliche Anspruchsprüfung vorgenommen. Dem
nach ist zu prüfen,
ob
sich seit der Verfügung vom 1
2.
September 2012 (Urk. 7/46) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3
0.
März 2016 (
Urk.
2) der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers oder dessen erwerbli
chen Auswirkungen
in - analog - revisionsrechtlich
erheblicher Weise verän
dert haben (vgl. E. 1.1.2)
.
4.
4.1
Die bis zur
Begutachtung im
B._
im August 2015
vorliegenden
Arztbe
richte
wurden
im
bidisziplinären
Gutachten vom
2.
September 2015 zusam
mengefasst
(
Urk. 7/142/3-13; vgl. auch
Erwägung 3 de
s Urteils IV.2012.01015 vom 21.
November
2013,
Urk.
7/96/6-10
[Zusammenfassung der bis zur Verfügung vom 1
2.
September 2012 aufliegenden Berichte]), wes
halb sie vorliegend nicht noch einmal wiedergegeben werden
.
Soweit erfor
derlich wird in den nachfolgenden Erwägungen jedoch darauf Bezug genommen.
4.2
4.2.1
Dem
bidisziplinären
Gutachten des
B._
vom
2.
September 2015 (
Urk.
7/142)
ist folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(letzte Tätigkeit) zu entnehmen (
Urk.
7/142/16): rezidivierende depressive Störung, mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F33.1). Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden keine genannt.
4.2
.2
Im psychiatrischen Gutachten des
B._
vom
5.
August 2015 (
Urk.
7/142/21-32) wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer eine gedrückte Grundstimmung als Kardinalsymptom der Depression gezeigt habe. Ein vollständiger Interesseverlust oder
Anhedonie
bestehe allerdings nicht und die vom Beschwerdeführer geschilderte Energie- und Kraftlosigkeit zeigten sich lediglich in einer geringen Antriebsminderung, so dass als zweites Kardinalsymptom einer depressiven Erkrankung lediglich eine dis
krete Antriebsminderung auf der Befundeben
e
zu verzeichnen sei. Subjektiv beklagte der Beschwerdeführer Konzentrationsstörungen, welche sich auf der Befundebene aber nur in geringfügigem Umfang widerspiegelt hätten. Aller
dings habe die neuropsychologische Diagnostik in der Vergangenheit durch
aus Hinweise auf kognitive Einbussen im Zuge der depressiven Störung gezeigt. Das Selbstwertgefühl des Beschwerdeführers sei reduziert, Gefühle von Wertlosigkeit, gar schuldwahnhafte Symptome hätten sich allerdings nicht gefunden. Eine durchgehend pessimistisch negative Zukunftsperspek
tive lasse sich ebenfalls nicht ausmachen und es fänden sich auch keine Hinweise auf Suizidgedanken. Die Schlafstörungen seien depressionstypisch geschildert, so dass von den akzessorischen Symptomen einer Depression drei mit hinreichendem Ausprägungsgrad vorhanden seien. Aus diesem Grund könne derzeit eine mittelschwere depressive Episode diagnostiziert werden. Aus der Vergangenheit seien rezidivierende depressive Episoden bekannt. Eine wiederkehrende depressive Störung (F33) sei deshalb zu bestä
tigen. Die in der Vergangenheit diskutierte Anpassungsstörung müsse mit Blick auf den Verlauf als Ausdruck einer depressiven Episode gedeutet wer
den. Einzelne vom
Beschwerdeführer geschilderte
Angstsymptome gingen im Rahmen der depressiven Erkrankung auf. Die Diagnose einer Angststörung könne nicht bestätigt werden. Berücksichtige man zudem auch die Fähigkeit des Beschwerdeführers, seinen Alltag zu gestalten und zu bewältigen, seine durchaus lebhafte Anteilnahme am Alltagsgeschehen, an der Entwicklung der Kinder und der Enkel sowie seine Fähigkeit in der Interaktion mit ande
ren Menschen, die Aufrechterhaltung eines allgemeinen Aktivitätsniveaus, so sei davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit sowohl für die angestammte wie auch für denkbare Verweisungstätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorliege. Eine vollständige Aufhebung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit, wie von den behandelnden Ärzten attestiert,
könne nicht bestätigt werden. Die Beeinträchtigung in der Affektregulation und im Antrieb führten zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
(
Urk.
7/142/29-30).
Im neuropsychologischen Gutachten des
B._
vom
5.
August 2015 (Urk. 7/142/33-37) wurde ausgeführt, dass sich in der Untersuchung leichte bis mittelschwere kognitive Defizite gezeigt hätten. Diese hätten die Bereiche der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses sowie der exekutiven Funktionen betroffen. Die objektivierten Defizite seien gut vereinbar mit der
aktenanam
nestisch
beschriebenen Depression. Für die aktuelle psychiatrische Diagnose werde jedoch auf das entsprechende Gutachten verwiesen. Hinweise auf eine andere (hirnorganische) Ursache hätten sich (auch in Anbetracht des unauf
fälligen MRI Schädel vom 30. September 2014) nicht ergeben. Im Vergleich zu den neuropsychologischen Vorbefunden habe sich eine leichte Verbesse
rung der kognitiven Leistungsfähigkeit gezeigt. Aus neuropsychologischer Sicht sei der Beschwerdeführer in der bisherigen sowie in einer
Verweistätig
keit
zu 50
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/36-37).
4.2.3
Im Rahmen der
bisdiziplinären
Konsensbeurteilung wurde festgehalten, dass aus
neuropsychologischer Sicht kognitive Einschränkungen beschrieben
worden
seien
, welche gut zu der Diagnose einer depressiven Erkrankung passen würden. Aus neuropsychologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sowie in Verweistätigkeiten mit 50
%
eingeschätzt worden. Auch aus psychiatrischer Optik habe eine rezidivierende depressive Störung nachgewiesen werden können, welche gegenwärtig dem
Ausprä
gungsgrad
einer mittelschweren depressiven Episode entspreche. Auch aus interdisziplinärer Sicht seien die Gutachter zu der Einschätzung gelangt, dass bei dem Beschwerdeführer die Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten Tätigkeit wie auch in Verweistätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt um 50
%
reduziert sei
(
Urk.
7/142/16)
.
Auch rückblickend sei die Arbeitsf
ä
higkeit
zu keinem Zeitpun
kt dauerhaft auf weniger als 50
% abgesunken. Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20
%
oder mehr bestehe seit Januar 2014, der Dokumentation depressionsassoziierter kognitiver Ein
bussen.
Seither bestehe eine Arbeitsunfähigkeit in der Grössenordnung von 50
%
. Der Grad der Arbeitsunfähigkeit sei seither unverändert
(Urk.
7/142/17).
Zur Prognose wurde ausgeführt,
diese werde
durch
eine
unzureichende Veränderungsmotivation getrübt. Medizinisch-theoretisch
sei
unter fortgesetzter Fachbehandlung bei günstigem Verlauf durchaus ein Behand
l
ungserfolg erzielbar. Innert
zwölf
bis 24 Monaten sollte eine
voll
schichtige
Arb
eitsfähigkeit (100%ige Arbeitsfähigkeit
) erreicht werden kön
nen (
Urk.
7/142/17-18).
5.
5.1
Zunächst ist festzustellen, dass
es entgegen der vom Beschwerdeführer offen
bar vertretenen Auffassung in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beein
trächtigung, also auch bei - nicht von der Rechtsprechung des Bundesge
richtes zu den
soma
toformen
Schmerzstörungen und vergleichbaren psy
chosomatischen Störungen (BGE 130 V 352 [bisherige Rechtsprechung], BGE 141 V 281 [am
3.
Juni 2015 geänderte Rechtsprec
hung]) erfassten – Depres
sionen
keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Fall gutachtlich befassten Arztpersonen ist, selber abschliessend und für die
rechtsanwen
dende
Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizi
nisch fest
gestellte Leiden zu einer andauernden oder vorübergehenden Arbeitsun
fähig
keit (bestimmter Höhe und Ausprägung) führt. Dies unter anderem deshalb, weil die
Arbeitsunfähigkeit ein unbestimmter Rechtsbegriff des formellen Gesetzes (
Art.
6
ATSG) ist, dessen praktische Handhabung im Einzelfall der rechtsanwendenden Stelle obliegt, welche den durch Gesetz und Rechtsprechung gezogenen norma
tiven Rahmen zu berücksichtigen hat (BGE 140 V 193 E. 3.1; vgl. E. 1.7). Aufgrund der in diesem Leitentscheid näher umschriebenen tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten hat die Rechtsprechung seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt. Sache des (begut
ach
tenden) Mediziners ist es, den Gesund
heits
zustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst, mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersu
chung, unter Berücksichti
gung der sub
jektiven Beschwerden, Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht zuständig sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträch
tigun
gen kommt der Arztperson hinge
gen keine abschliessende
Beur
teilungs
kom
petenz
zu. Vielmehr nimmt die
Arzt
person
zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substan
ziell wie mög
lich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grund
lage für die juristische Beur
teilung der Frage, welche Arbeits
leistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwender prüfen dabei die medizinischen Angaben frei, insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich
an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben. Das
heisst
, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, wel
che Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (
Art.
7
Abs.
2 erster Satz ATSG), und ob die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf ob
jek
tiver Grundlage erfolgt ist (
Art.
7
Abs.
2 zweiter Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Die Ärzte und die Organe der Rechtsan
wendung prüfen demnach die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_901/2015 vom
8.
Juli 2016 E. 3.1). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweiswert verlöre (vgl. statt vie
ler: Urteil des Bundesgerichtes 8C_283/2015 vom 2
4.
Juni 2015 E. 2 mit Hinweis).
5.2
5.2.1
Bei der Frage des Vorliegens eines Revisionsgrundes im Sinne einer Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes kommt es darauf an, ob sich das Beschwerdebild oder dessen erwerblichen Auswirkungen geändert haben (Urteil 9C_894/2015 vom 2
5.
April 2016 E. 5.2). In Betracht fällt somit auch, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat bzw. wenn der Schweregrad oder die Ausprä
gung der gleichlautenden Diagnosen und Befunde sich geändert haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_367/2016 vom 1
0.
August 2016 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen).
5.2.2
Die angefochtene Verfügung vom 3
0.
März 2016 (
Urk.
2) basiert in medizini
scher Hinsicht auf dem
bidisziplinären
Gutachten des
B._
vom 2. September 2015 (
Urk.
7/142). Dieses beruht
auf fachärztlichen Untersu
chungen und wurde in Kenntnis der und Auseinander
setz
ung mit den
Vorakten
verfasst. Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerde
führers aus
einander. Sie legten die medizinischen Zustände und Zusammenhänge
grundsätzlich einleuchtend dar und begründete
n
ihre
Schlussfolgerungen grund
sätzlich nachvollziehbar. Das
bidisziplinäre
B._
-Gutachten erfüllt demnach grund
sätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärzt
liche Beurteilungsgrundlage (vgl. E. 1.5).
5.2.3
Vorwegzunehmen ist, dass
Dr.
C._
bereits in seinen Berichten vom 26. Januar 2009 und 2
1.
Februar 2010 die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leicht bis mittelgradig (ICD-10 F33.0/F33.1) gestellt und berichtet hatte, beim Beschwerdeführer bestünden unter anderem Einschränkungen im Bereich der Konzentration, der Auf
merksamkeit und des Denkens. Die bisherige Tätigkeit als
Rolladenmonteur
sei unter anderem wegen Verlangsamung und Ermüdbarkeit nicht mehr durchführbar (
Urk.
7/17/3 und
Urk.
7/30; vgl. auch Erwägung 4 des Urteils IV.2012.01015 vom 2
1.
November 2013,
Urk.
7/96/11-12).
Zwar wurden die von
Dr.
C._
genannten Einschränkungen erstmals im Januar 2014 neuropsychologisch abgeklärt (vgl. Bericht des Sanatoriums
D._
vom 25. März 2014,
Urk.
7/131/4-6)
und attestierten die Gutachter des
B._
dem Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt – auch wegen der anlässlich der neuropsychologischen Begutachtung erhobenen kognitiven Defizite - eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit. Aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht ist jedoch entschei
dend, ob die zumindest teilweise bereits früher festgestellten kognitiven Defi
zite nachvollziehbar und überzeugend durch ein medizinisch-diagnostisch fassbares Leiden mit Krankheitswert erklärbar sind, das mit Blick auf Schweregrad, Dauer und Intensität zugleich als eine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Krankheit im gesetzlichen Sinn gelten kann (Urteil des Bundesgerichtes 9C_231/2016 vom
1.
Juni 2016 E. 2.2.2 mit Hinweis).
Eine hirnorganische Ursache der kognitiven Defizite wurde im neuropsycho
-
lo
gischen Gutachten des
B._
– nachvollziehbar (vgl.
Bericht des Röntgen
-
instituts
E._
vom 3
0.
September 2014 betreffend das glei
chentags durchgeführte MRT des
Neurokraniums
,
Urk.
7/141) – verneint. I
m Rahmen
der
bidisziplinären
Beurteilung wurden die kognitiven Defizite – wie bereits im Bericht des Sanatoriums
D._
vom 2
5.
März 2014 (
Urk.
7/131/4-6
) – als gut zur (im psychiatrischen Gutachten gestellten) Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgra
dige Episode, passend bezeichnet. Dementsprechend wurde im Rahmen der
bidisziplinären
Beurteilung einzig eine solche Störung diagnostiziert.
5.2.4
Ausschlaggebend ist somit, ob der Diagnose einer rezidivierenden depressi
ven Störung, welche von den Gutachtern als gegenwärtig mittelgradig, in den Vorberichten teils ebenfalls als gegenwärtig mittelgradig (vgl. Bericht der Klinik
F._
vom
6.
August 2007,
Urk.
7/16/15) teils als gegenwärtig leicht bis mittelgradig (vgl. Berichte von
Dr.
C._
vom 2
6.
April 2009 [
Urk.
7/17/2] und vom 21. Februar 2010 [
Urk.
7/30/2]) eingestuft worden war, – nunmehr – eine rentenbegründende Wirkung beizumessen ist.
5.3
5.3.1
Der Nachweis einer Invalidität setzt nach der Rechtsprechung eine gesundheit
lich bedingte, erhebliche und evidente, dauerhafte und objekti
vierbare Beeinträchtigung voraus. Dieser Massstab gilt für sämtliche Leiden gleichermassen (BGE 139 V 547 E. 9.4). Bei leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen fehlt es praxisgemäss an der vorausgesetzten Schwere, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch. Sie vermögen in der Regel invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu führen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_813/2016 vom 1
0.
März 2017 E. 4). Als invalidisierende Krankheiten fallen sie nach der Rechtsprechung einzig dann in Betracht, wenn sie erwiesenermassen thera
pieresistent sind (vgl. E. 1.2.3).
5.3.2
Gemäss Aktenlage steht der Beschwerdeführer seit April 2007 in ambulanter psychiatrischer Behandlung bei
Dr.
C._
, wobei die Konsultationen laut dessen Angaben im Verlaufsbericht vom
1.
März 2015 jeweils zweimal pro Monat stattfanden (
Urk.
7/131/1). Vom
2.
bis 2
8.
Juli 2007 sowie vom 13. bis 2
2.
Juni 2013 hielt er sich stationär in der Klinik
F._
auf (
Urk.
7/16/15-17 und Urk. 7/131/7-11).
Gemäss den Angaben im Bericht der Klinik
F._
vom
6.
August 2007 erwies sich das dortige therapeutische Milieu für den Beschwerdeführer von Anfang an als äusserst fruchtbar. Dem Beschwerdeführer sei es nach kurzer Zeit gelungen, wieder aus sich heraus zu kommen und durch die vielen wohltu
enden körperlichen Aktivitäten Ablenkung von seinen depressiven Gedan
kengängen zu finden. Am Ende der Rehabilitation habe sich der Beschwer
deführer psychophysisch deutlich gestärkt gefühlt. Es würden eine weitere integrative psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sowie möglichst eine berufliche Umstellung empfohlen. Ab Mitte August 2007 sei der Beschwerdeführer grundsätzlich wieder vermittlungsfähig (
Urk.
7/16/16-17). Im Bericht der Klinik
F._
vom 3
1.
Juli 2013 führten die dortigen Ärzte aus, der Beschwerdeführer habe das stationäre Setting im Unterschied zur Reha
bilitation 2007 als belastend empfunden, teils weil er Heimweh verspürt habe, teils weil er grössere Menschengruppen inzwischen nicht mehr gewohnt zu sein scheine. Nach einer Woche habe er gewünscht, die Behandlung vorzeitig und entgegen ihrer ausdrücklichen Empfehlung zu beenden. Anzufügen sei, dass der Beschwerdeführer trotz des frühen Abbru
ches der stationären Behandlung einige Therapieelemente als positiv habe empfinden können. Daher sei mit ihm besprochen worden, ob ein
teilstatio
näres
Setting eventuell eher erfolgversprechend sein könnte (
Urk.
7/131/8-9).
Im Zeitpunkt der Begutachtun
g (August 2015) konsultierte der
Beschwer
-
defüh
rer
gemäss seinen Angaben
Dr.
C._
-
nur noch
-
einmal pro Monat
(Urk.
7/142/24). Die im August 2015 im
B._
durchgeführte Blut
untersuchung ergab sodann, dass von den im Zeitpunkt der Begutachtung verordneten Psychopharmaka lediglich das
Venlafaxin
, nicht jedoch das
Tra
zodon
(
Trittico
) i
m therapeutischen Bereich lag
.
Lorazepam
(
Temesta
) war lediglich in Spuren nachweisbar (Urk. 7/142/16).
Von einer für die Annahme einer Therapieresistenz der rezidivierenden depres
siven Störung erforderlichen optimalen und nachhaltigen Ausschöp
fung der Behandlungsmöglichkeiten (vgl. E. 1.2.3) kann aufgrund der besag
ten bisherigen Behandlungsbemühungen (erfolgreiche dreiwöchige stationäre Behandlung im Jahr 2007, entgegen ausdrücklicher ärztlicher Empfehlung vorzeitig abgebrochene, einwöchige stationäre Behandlung im Jahr 2013, ambulante Therapie mit abnehmender Behandlungsfrequenz, nicht konse
quente Einhaltung der medikamentösen Therapie, trotz ärztlicher Empfeh
lung keine teilstationäre Therapie) nicht die Rede sein. Die Gutachter hielten denn auch ausdrücklich fest, dass unter fortgesetzter Fachbehandlung durch
aus ein Behandlungserfolg erzielbar sei (Urk. 7/142/17-18).
E
ine nicht ausgeschöpfte medikamentöse und therapeutische Behandlung
verbietet
den Schluss, die versicherte Person verfüge nicht über genügende psychische Ressourcen, einer den Anspruch auf eine Rente ausschliessenden Erwerbstätigkeit nachzugehen
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.2 mit Hinweisen).
Die – im Übrigen nicht näher begründete - gutachterliche Prognose, wonach der Beschwerdeführer unter fortgesetzter Fachbehandlung - erst - innert 12 bis 24 Monaten eine volle Arbeitsfähigkeit erlangen könne, ändert daran nichts. Auch der in der Beschwerde (
Urk.
1 S. 5) zitierte BGE 127 V 294 führt vorliegend zu keinem anderen Schluss (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_441/2015 vom 2
1.
August 2015 E. 4.2).
5.3.3
Hinzu kommt, dass ohnehin keine objektiven Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers im
Beurtei
lungszeitraum
(September 2012 bis März 2016) massgeblich verändert haben könnte.
Wie dargelegt, wurde im grundsätzlich beweiskräftigen Gutachten des
B._
vom
2.
September 2015 keine neue Diagnose gestellt. Sodann wiesen die Gutachter des
B._
darauf hin, dass der Beschwerdeführer – weiterhin – über die Fähigkeit verfüge, seinen Alltag zu gestalten und zu bewältigen und lebhaft am Alltagsgeschehen teilzunehmen (
Urk.
7/142/14), was darauf schliessen lässt, dass er – weiterhin – über gute psychische Ressourcen ver
fügt. Eine seit September 2012 eingetretene (anhaltende) Erhöhung des psy
chischen Leidensdruckes des Beschwerdeführers ist ebenfalls nicht ersicht
lich. Zwar hat er sich am 1
3.
Juni 2013 (erneut) in eine stationäre Behand
lung in der Klinik
F._
begeben. Wie erwähnt, brach er diese aber bereits nach einer Woche wieder ab. Eine Intensivierung der ambulanten Therapie fand gemäss Aktenlage seit September 2012 nicht statt. Vielmehr ist sogar eine Abnahme der Therapiefrequenz zu verzeichnen. Schliesslich sind zwar die beruflichen Eingliederungsversuche gescheitert. Als Grund dafür nannte der psychiatrische Gutachter aber nicht eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes, sondern eine fehlende Änderungsmotivation (
Urk.
7/142/31; vgl. auch Abschlussbericht der
G._
GmbH vom 1
1.
November 2014, wonach es wegen der finanziellen Situation [kein Taggeldanspruch] zu einer Verschlechterung der Befindlichkeit gekommen sei [
Urk.
7/115/2]).
Eine relevante gesundheitliche Veränderung im Beurteilungszeitraum (Septem
ber 2012 bis März 2016) ist daher nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.
5.3.4
Der Verlaufsbericht von
Dr.
C._
vom
1.
März 2015 (
Urk.
7/131/1-3) ver
mag diese Schlussfolgerungen nicht in Frage zu stellen. Zwar stufte
Dr.
C._
darin die gegenwärtige depressive Episode als mittelgradig „bis schwer“ ein und attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit für sämtliche Tätigkeiten.
Dr.
C._
hat die dahingehende Beurtei
lung aber nicht mit objektiven Befunden begründet. Ausserdem sah er sich offenbar nicht zur Intensivierung der Behandlung veranlasst, was bei Vorlie
gen einer schweren depressiven Episode jedoch zu erwarten gewesen wäre. Schliesslich ist auch der
Erfahrung
statsache Rechnung zu tragen
, dass behandelnde Spezialärzte (ebenso wie Hausärzte) mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E
. 3b/cc; BGE 122 V 160 E.
1c, je mit Hinweisen).
5.3.
5
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht
–
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
–
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizi
pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
6.
Zusammenfassend ist
nicht
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgeben
den
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt, dass seit der letzt
maligen Beurteilung des Leistungsanspruchs eine anspruchsbegründende Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist
. D
ie
gutachterli
che Diagnose
einer rezidivierenden depressiven Störung, mittelgradige depressive Episode
(ICD-10 F33.1)
, vermag
aus den dargelegten Gründen nach wie vor
keine invalidenver
siche
rungsrechtlich relevante Arbeitsunfähig
keit zu begründen.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
7
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von L
eistungen der Invalidenver
siche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrens
aufwand
und
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt
.
Die Gerichtskosten sind auf Fr.
8
00.-- festzulegen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuer
legen.