Decision ID: 679dc89c-6d1f-468c-b6eb-9a081abc99a8
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Elektroinstallateur bei der B._ AG tätig
und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die
Folgen von Unfällen versichert, als er am 21. September 2012 an seinem Arbeitsplatz
auf einer Baustelle rückwärts von einer Leiter auf den Rücken stürzte (Suva-act. 2). Der
Versicherte wurde gleichentags von seinem Hausarzt Dr. med. C._, Facharzt Innere
Medizin, dem Spital D._ zugewiesen, wo die diensthabenden Ärzte nach
Durchführung einer Röntgenuntersuchung der LWS und des Beckens und einer CT-
Untersuchung der LWS eine Beckenkontusion rechts dorsal, eine LWS Kontusion und
eine Schürfwunde am rechten Ellbogen diagnostizierten. Der Spitalaustritt erfolgte am
22. September 2012 bei Attestierung einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit vom 21.
September bis 15. Oktober 2012. Die Nachsorge erfolgte wiederum durch Dr. C._,
den der Versicherte alle ein bis zwei Wochen konsultierte und der ihm Physiotherapie
verordnete (Suva-act. 3, 9 f.12, 16 f., 22, 26). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht
für den Unfall vom 21. September 2012 und erbrachte die gesetzlichen Leistungen
(Heilkosten- und Taggeldleistungen; Suva-act. 4 f.).
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A.b Bei persistierenden lumbalen Schmerzen wurde auf Zuweisung von Dr. C._ am
12. November 2012 im Röntgeninstitut E._ eine MRI-Untersuchung der LWS
durchgeführt, die als einzige Auffälligkeit ein Ödem im Ursprungsbereich des Musculus
gluteus maximus auf der rechten Seite am Beckenkamm zeigte (Suva-act. 20).
Aufgrund der anlässlich einer Konsultation am 28. Dezember 2012 festgestellten
Fortschritte schrieb Dr. C._ den Versicherten ab 7. Januar 2013 wieder zu 50%
arbeitsfähig, stellte ihm jedoch eine weitere Physiotherapieverordnung aus (Suva-act.
27 ff.).
A.c Mit Schreiben vom 25. Februar 2013 überwies Dr. C._ den Versicherten zur
Untersuchung und allfälligen Behandlung an Dr. med. F._, Innere Medizin FMH,
Schmerztherapie SSIPM (Suva-act. 39). Der Suva teilte er mit Schreiben vom 2. März
2013 mit, dass es zwar beim Versicherten zu einer gewissen Verbesserung gekommen
sei, er jedoch weiterhin bei lokaler, teilweise exquisiter Druckdolenz über der mittleren
LWS und belastungsabhängigen Schmerzen nicht beschwerdefrei sei (Suva-act. 40).
Dr. C._ attestierte dem Versicherten weiterhin eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-
act. 42). Die Suva ersuchte hierauf Dr. F._ um Zustellung eines Berichts, welchen
dieser am 4. April 2013 erstattete. Darin erhob er die Befunde einer Dysfunktion des
ISG rechts und der L4/5, mobilisierbar mit Impuls, und einer deutlichen Druckdolenz
interspinal L5/S1 und notierte eine gleichentags durchgeführte Infiltration interspinal
(Suva-act. 43). Am 16. April und 2. Mai 2013 führte Dr. F._ beim Versicherten weitere
Infiltrationen durch (Suva-act. 61).
A.d Inzwischen hatte die B._ AG mit Schreiben vom 22. März 2013 das
Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten aufgrund des abnehmenden Arbeitsvorrats und
der fehlenden Nachfolgeaufträge per 31. Mai 2013 gekündigt (Suva-act. 46 f.).
A.e Am 15. April 2013 wurde dem Versicherten eine Begleitung durch einen Case
Manager der Suva zugesichert, der mit ihm am 17. April 2013 ein Erstgespräch führte
(Suva-act. 46).
A.f Am 13. Mai 2013 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung des Versicherten durch
Dr. med. G._, Facharzt für Chirurgie FMH, zur Beurteilung der Unfallfolgen. Dr. G._
hielt im gleichentags erstellten Untersuchungsbericht fest, er habe den Versicherten für
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eine weitere MRI-Untersuchung angemeldet. Falls die Bildgebung bezüglich
Unfallfolgen unauffällig sei, könne davon ausgegangen werden, dass die
Kontusionsfolgen vollumfänglich abgeheilt seien. Als Diagnose stellte er lumbosacrale
Schmerzen rechtsbetont mit/bei: Status nach Sturz von der Leiter am 21. September
2012 und im MRI vom 12. November 2012 Nachweis eines minimalen Ödems im
Bereich des Musculus gluteus maximus rechts (Suva-act. 63). Die MRI-Untersuchung
der LWS und des ISG wurde am 17. Mai 2013 im Röntgeninstitut E._ durchgeführt
und zeigte im Vergleich zur Voruntersuchung vom 12. November 2012 kein Ödem am
Ursprung des Musculus gluteus maximus am Os Ileum rechts mehr (Suva-act. 65).
Gestützt auf das Ergebnis der neuen MRI-Untersuchung reichte Dr. G._ am 30. Mai
2013 einen Nachtrag zum Untersuchungsbericht vom 13. Mai 2013 ein, worin er nun
festhielt, dass keine strukturelle Läsion als Folge des Ereignisses habe nachgewiesen
werden können und damit spätestens sechs Monate nach dem Trauma davon
auszugehen sei, dass die Kontusionsfolgen vollumfänglich abgeheilt seien. Eine
Einschränkung im Rahmen des Traumas könne aufgrund der Bildgebung nicht
überwiegend wahrscheinlich begründet werden (Suva-act. 67).
A.g Gestützt auf diese kreisärztliche Beurteilung teilte die Suva dem Versicherten mit
Schreiben vom 31. Mai 2013 mit, dass sie die Versicherungsleistungen (Taggeld und
Heilkosten) nur noch bis am 31. Mai 2013 ausrichte (Suva-act. 69).
A.h Am 23. August 2013 erfolgte das telefonische Schlussgespräch des Versicherten
mit seinem Case Manager. Er schilderte, weiterhin Rückenbeschwerden zu haben und
sich in ärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung zu befinden. Er arbeite wieder
in seiner angestammten Tätigkeit als Elektroinstallateur, jedoch bei einem neuen
Arbeitgeber (Suva-act. 73).
A.i Nachdem der Versicherte der Suva am 30. September 2013 mitgeteilte hatte, Dr.
F._ habe ausgesagt, dass die aktuellen Rückenbeschwerden nach wie vor
unfallbedingt seien und er am 26. September 2013 bei Dr. F._ gewesen sei (Suva-
act. 74), forderte die Suva von Dr. F._ eine begründete medizinische Stellungnahme
ein (Suva-act. 75), welche dieser am 9. Oktober 2013 einreichte. Dr. F._ stellte darin
folgende Diagnose: traumatisch bedingte symptomatische ISG Dysfunktion rechts mit/
bei Musculus piriformis-Syndrom rechts mit deutlicher Besserung auf
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Triggerpunktinfiltration, letztmals am 26. September 2013. Vor dem Unfallereignis vom
21. September 2013 mit Sturz von einer 3m-hohen Leiter hätten nie Rückenschmerzen
bestanden. Ein Musculus piriformis-Syndrom könne typischerweise nach einem
Trauma, wie einem Sturz von einer Leiter, auftreten, und auch als Residuum nach einer
ISG Dysfunktion persistieren, weshalb er hier die Unfallkausalität als klar gegeben
ansehe (Suva-act. 76). Dr. G._ bestätigte hierauf am 15. Oktober 2013 kurz, dass
weiterhin keine strukturelle Unfallfolge überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen sei
(Suva-act. 77).
A.j Nachdem die Rechtsschutzversicherung des Versicherten, die Assista
Rechtsschutz AG (nachfolgend: Assista), Zürich, die Suva mit Schreiben vom 27.
November 2013 um Zustellung einer anfechtbaren Verfügung ersucht hatte (Suva-act.
81), erbat die Suva Dr. G._ um eine ausführliche Stellungnahme zum Schreiben von
Dr. F._ vom 9. Oktober 2013 (Suva-act. 82), welche der Kreisarzt am 2. Dezember
2013 vorlegte (Suva-act. 83).
A.k Mit Verfügung vom 6. Dezember 2013 eröffnete die Suva der Assista die
Einstellung der Versicherungsleistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen) per 31.
Mai 2013 mit der Begründung, dass die Folgen des Unfalls vollumfänglich abgeheilt
seien. Da keine Unfallfolgen vorlägen, bestehe auch kein Anspruch auf weitere
Geldleistungen der Suva in Form einer Invalidenrente und/oder einer
Integritätsentschädigung (Suva-act. 84).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Assista für den Versicherten am 22. Januar 2014
Einsprache mit dem Antrag, die Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die
gesetzlichen Versicherungsleistungen nach UVG für die Folgen des Unfallereignisses
vom 21. September 2012 zu erbringen, eventualiter sei auf Kosten der Suva ein
ärztliches Gutachten zu veranlassen, und reichte einen weiteren Bericht von Dr. F._
vom 22. Januar 2014 ein (Suva-act. 85).
B.b Die Suva ersuchte hierauf Dr. G._ um eine ergänzende Stellungnahme zum
Bericht von Dr. F._ vom 22. Januar 2014 (Suva-act. 86), welche dieser am 28. Januar
2014 einreichte (Suva-act. 87).
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B.c Mit Einspracheentscheid vom 16. April 2014 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten ab (Suva-act. 89).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 16. April 2014 liess der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer) durch die Assista mit Eingabe vom 19. Mai 2014
beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Beschwerde erheben. Darin
wurde beantragt, die Akten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) seien
einzuholen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen nach UVG für die
Folgen des Unfallereignisses vom 21. September 2012 zu erbringen. Eventualiter sei
auf Kosten der Suva ein ärztliches Gutachten zu veranlassen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1/1).
C.b Am 15. Juli 2014 reichte die Beschwerdegegnerin dem Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich eine Beschwerdeantwort mit dem Antrag auf
Beschwerdeabweisung ein (act. G 1/8). Zusammen mit der Beschwerdeantwort legte
sie eine orthopädisch-chirurgische Beurteilung von Dr. med. H._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Abteilung
Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin, vom 26. Juni 2014 vor (act. G 1/9).
C.c Am 9. Juli 2015 fasste das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich den
Beschluss, mangels örtlicher Zuständigkeit auf die Beschwerde nicht einzutreten und
die Akten nach Eintritt der Rechtskraft an das Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen zur Beurteilung der Beschwerde zu überweisen. Diese Überweisung erfolgte am
30. September 2019 (Eingangsdatum Versicherungsgericht, act. G 1).
C.d Nachdem das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Assista mit
Schreiben vom 7. Oktober 2015 aufgefordert hatte, die Vertretung des
Beschwerdeführers - wie vom st. gallischen Anwaltsgesetz gefordert - an einen
Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin zu übertragen, die ihren Beruf unabhängig
ausüben würden (act. G 2), zeigte Rechtsanwalt lic. iur. J. Jakob, St. Gallen, dem
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Schreiben vom 27. Oktober 2015 die
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anwaltliche Vertretung des Beschwerdeführers im vorliegenden Beschwerdeverfahren
an (act. G 3), worauf ihm eine Nachfrist zur Beschwerdeergänzung eröffnet wurde (act.
G 4). Mit Eingabe vom 25. November 2015 reichte Rechtsanwalt Jakob eine Ergänzung
der Beschwerde vom 19. Mai 2014 ein und formulierte folgende Beschwerdeanträge:
Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. April 2014 sei aufzuheben.
Dem Beschwerdeführer seien über den 31. Mai 2013 hinaus die gesetzlichen
Versicherungsleistungen nach UVG für die Folgen des Unfallereignisses vom 21.
September 2012 zu erbringen. Eventualiter sei das Verfahren zwecks Klärung der
Unfallkausalität der am 31. Mai 2013 bestehenden Restbeschwerden des
Beschwerdeführers durch ein externes Gutachten an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 7).
C.e In ihrer ergänzenden Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2016 hielt die
Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 9).
C.f In der Replik vom 5. Februar 2016 bestätigte auch der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Anträge. Bei positivem Ausgang des Verfahrens beantragte
er weiter die Zusprechung einer angemessenen Parteientschädigung von Fr. 3'000.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer; act. G 11). Zusammen mit der Replik
reichte er ausserdem einen weiteren Bericht von Dr. F._ vom 4. Februar 2016 (act. G
11.1) sowie eine medizinische Dokumentation (Manuelle Medizin 2: Diagnostische und
therapeutische Techniken praktisch anwenden, hrsg. von ULRICH BÖHNI/MARKUS
LAUPER/HERMANN LOCHER, Stuttgart 2012) ein (act. G 12.1). Mit Duplik vom 25.
Februar 2016 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihrerseits ihren Antrag auf Abweisung
der Beschwerde (act. G 14).
C.g Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in
den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden

Considerations:
Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.
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1.1 Vorliegend stellt sich die Frage der Zuständigkeit, welche von Amtes wegen zu
prüfen ist. Der Grundsatz der Prüfung von Amtes wegen gilt unabhängig davon, ob
eine Beschwerde direkt bei einem Gericht anhängig gemacht wurde oder ob die
Beschwerde mangels Zuständigkeit von einem anderen Gericht überwiesen wurde.
1.2 Zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte
Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung
Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Art. 58 Abs. 1 sieht neben dem
Gerichtsstand am Wohnsitz der versicherten Person keinen alternativen Gerichtsstand
vor (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 2 ff. zu
Art. 58).
1.3 Der Beschwerdeführer gab zur Zeit der Beschwerdeerhebung (19. Mai 2014) als
Wohnadresse I._ in J._ an (vgl. G 1/1). J._ gehört als Dorf bzw. Ortsteil seit 1.
Januar 2013 zur Gemeinde K._ im Kanton St. Gallen. Den Akten lassen sich keine
Anhaltspunkte entnehmen, welche nahelegen würden, dass der Beschwerdeführer im
massgebenden Zeitpunkt nicht in K._ und damit im Kanton St. Gallen wohnhaft
gewesen wäre. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ist demnach für die
Behandlung der Beschwerde örtlich zuständig.
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die vom Beschwerdeführer
über den 31. Mai 2013 hinaus geklagten und behandelten Rückenbeschwerden (vgl.
dazu Suva-act. 73, 76, act. G 11.1) Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen
hat. Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin für den Unfall vom 21. September
2012 Leistungen erbracht hat.
3.
3.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden
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Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen
Bestimmungen Anwendung.
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen bildet die
Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für
Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE
HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).
Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf
Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181
E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz
als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich
ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit
Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45).
3.3 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so
entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und
adäquate Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die
Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen.
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich
fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S.
4; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts,
4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58). Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang
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überhaupt jemals gegeben ist, die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die
Beweislast für einen behaupteten Wegfall der Kausalität die Unfallversicherung (RKUV
1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008,
E. 2.2; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., s. 54 f.). Dieser muss jedoch nicht den Beweis
für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebensowenig geht es darum, vom
Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden
mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des
Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil des EVG
vom 31. August 2001, U 285/00, E. 5a). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes
Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen
eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen
sind. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall
verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften Vorzustand
entfällt erst, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er
unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften
Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl.
zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des
Bundesgerichts vom 1. Juni 2007, U 290/06). Von einer richtunggebenden
Verschlimmerung spricht die Rechtsprechung nur dann, wenn medizinischerseits
feststeht, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht
werden können (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54).
3.4 Dadurch, dass die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Unfalls vom 21.
September 2012 Leistungen erbrachte, anerkannte sie nicht bereits eine natürliche
Kausalität zu einem Piriformissyndrom. Leistungsgrund war zunächst die Kontusion
des Beckens rechts und der LWS (Suva-ct. 4 f., 9, 17). Ein Musculus piriformis-
Syndrom rechts wurde erst von Dr. F._ in einer Stellungnahme vom 9. Oktober 2013
und damit rund ein Jahr nach dem Unfall diagnostiziert (Suva-act. 76). Die
Beschwerdegegnerin gelangte in der Folge damit an ihren Kreisarzt Dr. G._. Erstmals
zu diesem Zeitpunkt fand mithin eine Kausalitätsbeurteilung bezüglich des
Pirifomrissyndroms statt bzw. musste die Beschwerdegegnerin prüfen, ob der
natürliche Kausalzusammenhang und eine darauf gründende Leistungspflicht zum
Piriformissyndrom gegeben waren. Aufgrund der Tatsache, dass die
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Beschwerdegegnerin den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom
21. September 2012 und dem Piriformissyndrom nie bejaht hat, kann die
Beweislastumkehr diesbezüglich nicht zur Anwendung kommen. Der
Beschwerdeführer ist daher bezüglich der Kausalitätsfrage beweisbelastet. Allerdings
tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast nur
insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei
ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.
Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen
des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt
zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der
Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 30.
November 2015, 8C_662/15, E. 3.2).
3.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den
Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351, E. 3a mit
Hinweis). Die Kreisärzte und Kreisärztinnen sowie die Ärzte und Ärztinnen der Abteilung
Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin sind nach ihrer Funktion und
beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich
Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten
diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders
ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Auch die Beurteilungen
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der versicherungsinternen unfallmedizinischen Fachärzte und Fachärztinnen sind
jedoch nach den allgemeinen Grundsätzen der Schlüssigkeit, Nachvollziehbarkeit,
Widerspruchsfreiheit sowie des Fehlens von Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit
der spezialärztlichen Beurteilung sprechen, zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts
vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.; BGE
135 V 469 E. 4.4, BGE 122 V 162 f. E. 1d). Die Erfahrungstatsache, dass behandelnde
Ärztinnen und Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Stellung im Zweifelsfall eher zu
Gunsten ihrer Patienten und Patientinnen aussagen, steht in denjenigen Fällen nicht im
Vordergrund, in denen ein Arzt oder eine Ärztin einen Patienten oder eine Patientin
nicht als Hausarzt oder Hausärztin, sondern als Facharzt bzw. Fachärztin behandelte.
Ohnehin ist auch die Berichterstattung eines Hausarztes oder einer Hausärztin korrekt
zu würdigen und sind Anhaltspunkte zu beachten, die die Feststellungen der
versicherungsinternen Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen lassen (vgl. BGE
135 V 470 E. 4.5f.; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 1. Oktober 2013,
4A_172/2013, E. 3.3, mit weiteren Hinweisen, vom 12. Februar 2010, 8C_907/2009, E.
1.1, und vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).
4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer fortdauernd geklagten
Rückenbeschwerden natürlich kausal mit dem Unfallereignis vom 21. September 2012
zusammenhängen.
4.1
4.1.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich
eine strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als
objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar
und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig
sind. Eine manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische,
nicht aber objektivierbare organisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Würde auf
Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein
organisches Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen
organisch-strukturellen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die
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erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen (Röntgen, MRT, CT)
bestätigt werden und die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden
wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen,
117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil
des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen
Hinweisen). Im Unfallversicherungsrecht gibt es allerdings auch Fälle, bei denen die
Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des
posttraumatischen Verlaufs nie wirklich sichtbar gemacht werden konnten. Dennoch
wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer
schädigenden Wirkung dieses Ereignisses (Unfall) auf den Körper ausgegangen, wobei
die in der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden nach einem bestimmten
Zeitraum - trotz ihres möglichen Fortdauerns - aber nicht mehr dem Unfall zugerechnet
werden. Bei einer Kontusion handelt es sich beispielsweise um eine solche,
umschriebene Gesundheitsschädigung, deren Geschehen sich zwar beispielsweise
durch den Unfallmechanismus annehmen oder anhand klinischer Befunde - wie
Hämatome, Schwellungen (Ödeme), Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen,
Muskelverhärtungen - objektivieren lässt, die aber nicht von einer strukturellen Läsion
bzw. schlecht verheilten, strukturellen Läsion mit fortdauernden gesundheitlichen
Störungen begleitet sein muss. In dem Sinn ist auf die medizinische
Erfahrungstatsache hinzuweisen, wonach Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen
oder Zerrungen (Distorsionen) ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer
Zeit abheilen und sich die damit verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden (vgl.
ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4.Aufl. Bern 2005, S.
412). Diese medizinische Erfahrungstatsache darf im Rahmen des im
Sozialversicherungsrecht zur Anwendung gelangenden Wahrscheinlichkeitsbeweises
(LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58) berücksichtigt werden. Dies hat insbesondere
für den Nachweis des Status quo sine zu gelten, bei dem es sich um einen
hypothetischen Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten
bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2).
Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische
Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von
der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche
präsentieren.
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4.1.2 Bei der am Unfalltag, d.h. am 21. September 2012, im Spital D._
durchgeführten Röntgenuntersuchung des Beckens und der LWS kam das Os ilium
rechts regelrecht, ohne Nachweis einer Fraktur, zur Darstellung. Im Bereich der LWS
wurde eine minime Retrolisthesis von LWK 5 über SWK1 und LWK4 über LWK5
festgestellt, ansonsten zeigten sich die Lendenwirbelkörper jedoch regelrecht
konfiguriert. Die am 22. September 2012 im Spital D._ zusätzlich vorgenommene CT-
Untersuchung der LWS bestätigte die röntgenologisch erhobene Retrolisthesis. Im
Übrigen war aber auch das CT altersentsprechend normal ohne Frakturnachweis
(Suva-act. 9 f.). Gestützt auf diese radiologischen Untersuchungsergebnisse verneinten
sowohl Dr. C._ als auch Dr. G._ und Dr. H._ das Vorliegen traumatischer
Veränderungen (vgl. Suva-act. 17, 19, 27, 63, 67, 77, act. G 1/9). Diese
Schlussfolgerung wird offensichtlich auch von Dr. F._ nicht in Frage gestellt und
findet ihre Stütze in der medizinischen Literatur, wonach die Retrolisthesis vorrangig im
Rahmen eines degenerativen Prozesses entsteht, und nur selten als unfallkausaler
Gesundheitsschaden sekundär, d.h. als Folge einer im konkreten Fall nicht
vorhandenen primären Verletzung (insbesondere einer Wirbelfraktur) aufzutreten
vermag (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 852 f.; PSCHYREMBEL, Klinisches
Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 1842, S. 2000 zu "Spondylolisthesis" und
Spondylolyse"; LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE, herausgegeben von der Deutschen
Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und dem Berufsverband der
Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 191).
4.1.3 Wegen der anhaltenden Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers wurde
am 12. November 2012 im Röntgeninstitut E._ ein MRI der LWS angefertigt, das
allerdings auch keine posttraumatischen Veränderungen sichtbar machte. Als
Auffälligkeit fand sich nun aber ein Ödem im Ursprungsbereich des Musculus gluteus
maximus auf der rechten Seite des Beckenkamms (Suva-act. 20). Das Ödem selbst, als
Schwellung infolge abnormer Flüssigkeitsansammlung, stellt - entgegen der
Darstellung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (act. G 7, S. 9 f. Ziff. 24. a.) -
keine strukturelle Verletzung dar, sondern geht mit einer solchen einher bzw. entwickelt
sich konsekutiv, beispielsweise mit einer Muskelverletzung (vgl. dazu PSCHYREMBEL,
a.a.O., S. 1525; DEBRUNNER, a.a.O., S. 412; Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli
2015, 8C_294/2015, E. 4.1; <https://www.thieme.de/statics/bilder/thieme/final/de/
bilder/tw_radiologie/MRT_von_Muskelverletzungen.pd>, abgerufen am 12. Januar
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2017). Im konkreten Fall war radiologisch keine eigentliche Muskelverletzung sichtbar.
Angesichts des Ödems im genannten Bereich, des Unfallmechanismus (der
Beschwerdeführer stürzte rückwärts auf den Rücken, Suva-act. 2) und der von den
Ärzten des Spitals D._ echtzeitlich gestellten Unfalldiagnose (Beckenkontusion rechts
dorsal, LWS-Kontusion, Suva-act. 9) ist jedoch eine stattgehabte Muskelverletzung,
eben in Form einer Muskelprellung, anzunehmen. Eine Muskelzerrung schliesst Dr.
H._ in seiner orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 25. Juni 2014 aus (act. G
1/9). Auf Empfehlung von Dr. G._ wurde beim Beschwerdeführer zur Beurteilung
langfristiger Unfallfolgen am 17. Mai 2013 im Röntgeninstitut E._ erneut eine MRI-
Untersuchung der LWS und des ISG durchgeführt, wobei das Ödem am Ursprung des
Musculus gluteus maximus am Os ilium rechts im Vergleich zur Voruntersuchung vom
12. November 2012 vollständig verschwunden war (Suva-act. 65). Die daraufhin von
Dr. G._ am 30. Mai 2013 abgegebene Beurteilung, spätestens sechs Monate nach
dem Trauma sei davon auszugehen, dass die Kontusionsfolgen vollständig abgeheilt
seien (Suva-act. 67), ist insoweit als überzeugend und schlüssig zu bezeichnen, als sie
ihre Stütze in der medizinischen Erfahrung findet und vor allem auch durch die Fakten
des konkreten Falls (Rückbildung des Ödems) gehalten wird (vgl. DEBRUNNER, a.a.O.,
S. 412).
4.2
4.2.1 Die Beurteilung von Dr. G._ ist von Dr. F._ nur insoweit unwidersprochen
geblieben, als sie sich auf die Kontusionsfolge des Ödems bezieht. Dr. F._ geht zwar
offensichtlich auch von vorübergehenden Unfallfolgen aus, sieht solche jedoch
zumindest bis Ende Oktober 2013 (damals vorerst letzte Konsultation) in Form eines
sich durch die Kontusion entwickelten und damit unfallkausalen Piriformissyndroms als
gegeben an (vgl. dazu Suva-act. 76). In der Literatur seien diverse Berichte zu finden,
wonach das Piriformis auch posttraumatisch als Residuum bestehen könne (Suva-act.
85). Dr. H._ bezeichnet das Piriformissyndrom in seiner orthopädisch-chirurgischen
Beurteilung vom 25. Juni 2014 unabhängig von der Frage der Unfallkausalität
überhaupt als nicht nachgewiesen. Es sei weder klinisch noch bildgebend
dokumentiert. Gemäss medizinischer Literatur handle es sich ausserdem um ein recht
heterogenes und unklares Schmerzbild, das nirgends als zwingende Folge eines
Unfallereignisses beschrieben werde. Das erst ein Jahr nach dem Unfall vom 21.
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September 2012 von Dr. F._ postulierte Piriformissyndrom stehe demnach nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang zum Unfall des
Beschwerdeführers (act. G 1/9). Auch Dr. G._ weist in seiner ärztlichen Beurteilung
vom 28. Januar 2014 auf die multifaktoriellen Ursachen des Piriformissyndroms hin. Es
sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass mehr als sechs Monate nach dem Trauma
vom 21. September 2012 und bereits durchgeführter Therapie ein Piriformissyndrom
als Folge der Kontusion begründet worden sei (Suva-act. 87).
4.2.2 Wie Dr. F._ plausibel darlegt, gibt es im vorliegenden Fall verschiedene
Hinweise, wonach vom Bestehen eines Piriformissyndroms auszugehen ist. Die Frage
kann jedoch letztlich offen bleiben. In Anbetracht dessen, dass es für ein
Piriformissyndrom - wie von Dr. H._ und Dr. G._ übereinstimmend festgehalten
(act. G 1/9, Suva-act. 87) und offensichtlich auch von Dr. F._ unterstützt (vgl. Suva-
act. 94) - verschiedene Ursachen gibt bzw. eine traumatische Verursachung nur eine
von verschiedenen Möglichkeiten darstellt (vgl. auch Dr. G._ [Suva-act. 87]), bleibt
nämlich die Frage der Unfallkausalität des Piriformissyndroms des Beschwerdeführers
zu beurteilen. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, bestehen im konkreten Fall
sowohl Anhaltspunkte für, aber eben auch gegen eine natürliche Unfallkausalität.
4.2.3 Für die von Dr. F._ vertretene Unfallkausalität spricht zwar die Tatsache,
dass der Beschwerdeführer am 21. September 2012 einen Unfall mit Beckenkontusion
rechts dorsal erlitten hat (Suva-act. 9) und Dr. G._ insbesondere ein Sturz direkt auf
das Gesäss als mögliche Ursache für ein Piriformissyndrom aufführt (Suva-act. 87).
Weiter präsentierte sich der Sachverhalt rund um den Leistungseinstellungszeitpunkt
(31. Mai 2013) gegenüber demjenigen während der anerkannten Unfallkausalität der
Rückenbeschwerden seit der Zuweisung an Dr. F._ (25. Februar 2013) einheitlich,
was ebenfalls eine Unfallkausalität annehmen liesse. Der Beschwerdeführer litt unter
lumbosakralen Schmerzen und Schmerzen im Bereich des ISG und wurde im April und
anfangs Mai 2013 im Bereich des ISG bzw. des rechten Beckenkamms mit
Infiltrationen behandelt (Suva-act. 43, 61). Im Zeitpunkt der Kündigung der B._ AG
per 31. Mai 2013 (Suva-act. 46 f.) war der Beschwerdeführer ausserdem immer noch
zu 50% arbeitsunfähig geschrieben (vgl. Suva-act. 42 f., 46, 55, 72-2). Während der
halbtägigen Präsenzzeit hatte er bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses sogar nur eine
25%-ige Arbeitsleistung erbracht. Der Beschwerdeführer vermochte nur leichte
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Arbeiten auszuführen. Man nahm im Betrieb auf ihn Rücksicht, indem er nicht zu viele
Treppen laufen oder zu viele Gewichte tragen musste. Nach einer halbtägigen Arbeit
verspürte der Beschwerdeführer starke Rückenschmerzen (vgl. Suva-act. 34, 42 f., 46).
Zumindest kann aus dem Gesagten nicht abgeleitet werden, beim Beschwerdeführer
sei Ende Mai 2013 wieder alles in Ordnung gewesen.
4.2.4 Es ist jedoch auch auf bedeutsame Gründe hinzuweisen, welche der Annahme
einer Unfallkausalität entgegenstehen. So erhob Dr. F._ zwar bereits in seinem
Bericht vom 4. April 2013 und damit ein halbes Jahr vor seiner Diagnose eines
Piriformissyndroms als Befund eine Dysfunktion des ISG rechts und L4/5 rechts und
stellt in seinem Bericht vom 9. Oktober 2013 dar, dass ein Piriformissyndrom
typischerweise nach einem Trauma, wie einem Sturz von der Leiter, auftreten könne
und auch als Residuum nach einer ISG Dysfunktion persistieren könne, weshalb er hier
die Unfallkausalität klar als gegeben sehe (Suva-act. 76). Von einem unfallkausalen
Piriformissyndrom, welches angesichts der obigen Ausführungen offensichtlich keine
unmittelbare Kontusionsfolge darstellt, kann jedoch in dem von Dr. F._ konkret
dargestellten Fall eben nur dann gesprochen werden, wenn eine ISG-Dysfunktion
vorliegt und diese ausserdem ein Glied innerhalb einer Kausalkette darstellt, an deren
Anfang die Kontusion und am Ende das Piriformissyndrom als Residuum steht. Ein
solcher Sachverhalt erscheint jedoch hier bloss möglich. So führte Dr. F._ in
selbigem, den Befund der Dysfunktion beinhaltenden Bericht vom 4. April 2013 aus,
dass auf dem Niveau L5/S1 neben den initial auf das ISG und das Facettengelenk L4/5
rechts eingegrenzten Schmerzen zusätzlich auch noch eine Druckdolenz ohne
Dysfunktion bestanden habe. Durch die initial durchgeführte Mobilisation L4/5 und ISG
rechts sei bereits kurzfristig eine deutliche Besserung eingetreten. In der
Folgeuntersuchung habe der Beschwerdeführer wieder Schmerzen am gleichen Punkt,
jedoch keine Dysfunktionen mehr gehabt. Es habe sich eine deutliche Druckdolenz nun
mit Auslösen des Erkennungsschmerzes interspinal L5/S1 im Sinne eines
symptomatischen Morbus Baastrup L5/S1 gezeigt (Suva-act. 43). Im Grunde erhellt
aus diesen Ausführungen von Dr. F._ der Befund einer Dysfunktion des ISG nicht.
Vielmehr verneint er wiederholt eine Dysfunktion des ISG und führt mit dem Morbus
Baastrup ein lumbales Schmerzsyndrom an, welches in der medizinischen Literatur in
Kombination mit degenerativen Veränderungen im Bereich der LWS beschrieben wird
(vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 221; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München
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2003, S. 173). Die von Dr. F._ dargestellte Kausalkette kann mithin nicht
vollumfänglich nachvollzogen werden, wodurch die von ihm vertretene Unfallkausalität
des Piriformissyndroms in Frage gestellt ist. Im Übrigen ist anzumerken, dass die
Formulierung "auftreten kann" in seinem Bericht vom 9. Oktober 2013 (Suva-act. 76)
nur die Möglichkeit einer traumatischen Kausalkette - Trauma, wie ein Sturz von einer
Leiter, ISG Dysfunktion, Musculus piriformis-Syndrom als Residuum - aufzeigt, womit
jedoch kein überwiegend wahrscheinlicher Sachverhalt belegt ist. Mit seiner weiteren
Aussage, der Beschwerdeführer beschreibe, vor dem Unfall nie Rückenbeschwerden
gehabt zu haben, weshalb davon auszugehen sei, dass der Status quo sine vel ante
noch nicht komplett erreicht sei, behilft sich Dr. F._ überdies nur mit der
beweisuntauglichen Formel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. auch den Bericht von Dr.
F._ vom 16. Mai 2014 [Suva-act. 94]; vgl. zur beweisrechtlich unzulässigen "post hoc
ergo propter hoc-Formel" ALFRED MAURER, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn. 1205; UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 4 N 69). Gegen ein überwiegend
wahrscheinlich unfallkausales Piriformissyndrom spricht schliesslich der Umstand,
dass Dr. F._ in seinem Bericht vom 9. Oktober 2013 wegen einer anhaltenden
Schmerzverbesserung zunächst den Abschluss seiner Behandlung in Aussicht stellte,
ein solcher offensichtlich auch vorgenommen worden ist, der Beschwerdeführer
sodann aber rund ein dreiviertel Jahr später wieder bei Dr. F._ wegen vermehrt
aufgetretenen Schmerzen im Gesässbereich rechts im Bereich des Musculus piriformis
vorstellig wurde (act. G 11.1). Auch dieser zeitliche Ablauf lässt einen Sachverhalt mit
einer unfallfremden Ätiologie bzw. die Entwicklung eines Piriformissyndroms
unabhängig vom Unfall vom 21. September 2012 zumindest gleich wahrscheinlich
erscheinen wie einen solchen mit einer traumatischen Entstehung.
4.2.5 Diese Schlussfolgerung wird letztlich auch durch die Ausführungen von Dr.
H._ in seiner orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 25. Juni 2014 bekräftigt.
Laut der von ihm angeführten medizinischen Literatur ist ein Piriformissyndrom am
häufigsten degenerativ (Verkürzungen der Haltemuskulatur) und krankheitsbedingt
(Fehlhaltung, Überbelastung [act. G 1/9]). Konkret weist Dr. H._ auf die beim
Beschwerdeführer im Röntgenbild (Suva-act. 9) und im CT (Suva-act. 10) erhobene
unfallfremde Retrolisthese auf drei Etagen hin, welche Ausdruck einer vermehrten
Mobilität auf diesen Etagen seien, was zu Mehrbeanspruchung der Bandscheiben und
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der Kapselbandstrukturen führe. Diese vorbestehenden Veränderungen könnten zu
unspezifischen Rückenschmerzen führen, welche ihrerseits wiederum als Auslöser für
Muskelverspannungen in der Wirbelsäulen- und Beckenmuskulatur führen könnten. Die
Retrolisthese als Zeichen von Instabilität fügt sich mithin in einen degenerativen
Prozess ein (vgl. dazu auch DEBRUNNER, a.a.O., S. 847; PSCHYREMBEL, a.a.O., S.
1842; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1737 "Spondylolisthesis").
4.2.6 Insgesamt ist mithin festzuhalten, dass kein Anlass besteht, der Beurteilung
von Dr. F._ - der Unfall bzw. die Kontusion vom 21. September 2013 habe beim
Beschwerdeführer zum Pirifomissyndrom geführt - gegenüber der Annahme von Dr.
G._ und Dr. H._ eines unfallfremden Piriformissyndroms den Vorzug zu geben.
Insbesondere Dr. H._ weist in seiner orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 25.
Juni 2014 (act. G1/9) auf einen massgebenden Punkt hin, der gegen eine überwiegend
wahrscheinliche Unfallkausalität spricht (siehe vorstehende Erwägung 4.2.5). Der
Umstand, dass Dr. G._ in seinen Beurteilungen vom 13. Mai 2013 (Suva-act. 63) und
2. Dezember 2013 (Suva-act. 83) insbesondere auf das Fehlen radiologisch erhobener
struktureller Läsionen hinweist, was im Rahmen einer Weichteilverletzung wie einer
Kontusion und einem Piriformissyndrom nicht als massgebender Ausgangspunkt für
traumatische Folgeschäden bezeichnet werden kann, sich sodann zur Frage der
Heilung der Kontusionsfolgen äussert, jedoch nicht Bezug nimmt auf die Möglichkeit
eines Zusammenhangs zwischen einer Kontusion und einem Piriformissyndrom, was
seine Beurteilungen zumindest als unvollständig erscheinen lässt, vermag an den
Beweisverhältnissen nichts zu ändern. Die in Erwägung 4.2.4 dargelegten Zweifel an
der Beurteilung von Dr. F._ bleiben dennoch bestehen. Der Einwand der
Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 25. Februar 2016 - der Bericht der Klinik L._
vom 18. September 2013 (Suva-act. 93) sei summarisch und offensichtlich ohne
Kenntnis der gesamten Aktenlage redigiert worden und entbehre somit einer
umfassenden Auseinandersetzung mit den medizinischen Unterlagen; ausserdem fehle
der Kausalitätsbeurteilung im Bereich die Begründung - kommt schliesslich durchaus
Berechtigung zu, weshalb die Kausalitätsbeurteilung der Klinik Balgrist nicht als
überzeugende Stütze derjenigen von Dr. F._ betrachtet werden kann.
4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die natürliche Kausalität zwischen dem
Unfall vom 21. September 2012 und dem Piriformissyndrom bzw. den damit
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zusammenhängenden Beschwerden und Heilbehandlungen nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit dargetan ist. Wie in Erwägung 4.2 dargelegt, ist eine unfallfremde
Entstehung des Piriformissyndrom des Beschwerdeführers in gleichem Masse
wahrscheinlich. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine neuen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte
Beweiswürdigung, vgl. BGE 122 V 162 E. 1d). Da der Beschwerdeführer die Folgen der
Beweislosigkeit zu tragen hat, ist eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für das
Piriformissyndrom zu verneinen. Hinsichtlich der beim Unfall vom 21. September 2012
unbestrittenermassen erlittenen Kontusionsverletzung ist sodann per Datum der
Leistungseinstellung (31. Mai 2013) von einem Status quo sine vel ante auszugehen,
d.h. die Einstellung der Leistungen durch die Beschwerdegegnerin erweist sich als
gerechtfertigt (vgl. Erwägung 4.1).
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ein Anspruch auf Parteientschädigung
besteht für den unterliegenden Beschwerdeführer nicht.