Decision ID: 2d9ea449-c1b4-5d96-8b7b-b8bbec061c6d
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963,
absolvierte eine
Anlehre
als Schlosser. Er
reiste im Jahr 1990 aus
Y._
in die Schweiz ein (
Urk.
10/3/1
,
Urk. 10/3/
3,
Urk.
10/52/7
).
V
om 4. Februar 1991 bis 31. März 1993
war
e
r
bei der
Z._
und
vom
26. Juli 1993
bis
30.
November
1994
beim Bauunternehmen
A._
als Hilfsarbeiter tätig (
Urk.
10/3/3,
Urk.
10/
4-
5
, Urk. 10/43/1
,
Urk. 10/
242/2-3
). Seit Frühjahr 1992 litt er zuneh
mend unter Rückenschmerzen. Vom 6. bis 27. Januar 1993 war er deshalb in der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des
B._
hospitalisiert (Urk.
10/
52/48).
Sodann fiel
ihm
am 10. September 1993
bei der Arbeit vom Bockgerüst ein Backstein auf die linke Hand (Urk.
10/
96/235) und am 18. Januar 1994 ein Schalbrett auf
die Innenseite des linken Handgelenkes (Urk.
10/
96/225). Am 4. Februar 1994 wurde bei Verdacht auf ein
Sehnen
scheidenganglion
im
B._
eine operative Revision durchgeführt (Urk.
10/
96/216).
In der Folge
meldete
sich
X._
am
2
7
. September 1994 wegen eines Morbus
Sudeck
am linken Arm
(
Urk.
10/3/5)
bei der
So
zialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug
(Berufsberatung, Rente)
an
(
Urk.
10/
2-
3).
Die
se
tätigte
Abklärung
en in
medizinische
r
sowie
beruflich-
erwerbliche
r Hinsicht und sprach dem Ver
sicherten mit V
erfügung
en vom 10. April 2000
,
ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 %, rück
wir
kend ab 1. Januar 1995 eine ganze Rente
zu (Urk.
10/
2
6
).
Alsdann
teilte die IV-Stelle dem Versicherten
n
ach durchgeführter
Renten
revision
a
m 26. Okto
ber 2001
mit,
dass
die Überprüfung keine
rentenbe
ein
flussende
Änderung ergeben
habe
, weshalb weiterhin Anspruch auf
die bis
herige
Invalidenrente
bestehe
(Urk.
10/
75).
1.
2
Im Zuge der im November 2005 von Amtes w
egen eingeleiteten Revision (vgl. Urk. 10/89) gab die IV-Stelle
bei
der
C._
des
D._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auf
trag, welches am 12. Oktober 2007 erstattet wurde (Urk.
10/
107).
Gestützt
darauf
hob die IV-Stelle, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 31 %, mit Verfügung vom 13. Mai 2008 die Rente
des Versicherten
auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf (Urk.
10/
124
).
Die dage
gen von
X._
am 2
0.
Mai 2008 erhobene
Beschwerde
(Urk. 10/12
5/3-
4
)
wies das hiesige Gericht mit Urteil IV.2008.00588 vom 12.
Februar 2010
, welches unangefochten in Rechtskraft erwuchs,
ab (
Urk.
10/139).
1.
3
X._
meldete sich
am
1
5.
April 2011
bei der IV-Stelle wieder zum Leistungsbezug
an
(
Urk.
10/144
,
Urk.
10/151
)
. Mit Vorbescheid vom 2
9.
April 2011 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten an, dass sie auf sein neues Leistungsbegehren nicht eintreten werde (Urk.
10/151). Dagegen liess der Versicherte am 2
7.
Mai 2011
Einwand erhe
ben (
Urk.
10/154).
Da
raufhin
holte
die IV-Stelle
unter anderem
das Gutachten des
C._
vom 27.
März 2012
ein
, mit welchem die Gutachter z
ur Beurtei
lung der Arbeits
fähig
keit des Ver
si
cherten eine stationäre Abklärung
emp
fahlen
(Urk.
10/173/
39
).
Eine solche Abklärung wurde in der Folge vorerst nicht durch
geführt
,
son
dern die IV-Stelle übernahm
namentlich die
Kosten für ein
Belastbarkeits
training
ab 1
0.
Dezember 201
2.
Nach Mit
teilungen des Ver
sicherten
, wonach er zur Teil
nahme nicht in der Lage
sei
,
wurde die
se
Eingliederungs
mass
nahme aller
dings am 2
0.
Dezember 2012 wieder abgebrochen (
Urk.
10/184, Urk.
10/187-
188
)
.
Eine
stationäre Abklä
rung
des Versicherten
wurde
schliess
lich
v
om
7.
bis
11.
Juli 2014 im
E._
durchge
führt.
Im Rahmen
der
Untersuchung
veranlasste
der Gutachter Dr.
med.
F._
, leitender Arzt Forensische Psychiatrie
dieses
Zent
rums
,
zusätzlich
ein neurologisches und ein rheumato
logisches Konsilium (Urk.
10/
227/45-52
).
Dr.
F._
erstatte
te
sein Gutachte
n
am 15.
Oktober 201
4
(Urk.
10/227).
Am
2
5.
November 2014 liess sich der Ver
sicherte zu
diesem Gutachten vernehmen (
Urk.
10/235)
. Die IV-Stelle holte
daraufhin
die Stel
lungnahme
von
Dr.
F._
vom 17.
Februar 2015 (
Urk.
10/239) ein
und nahm
in der Folge
vom Versicherten einge
reichte Arztberichte (Urk.
10/248)
zu den Akten
. Mit Vorbescheid vom 6.
Oktober 2015 stellte
sie
dem Versi
cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus
sicht (Urk.
10/250), wogegen dieser am 3.
November 2015 Einwand erheben liess (Urk.
10/251)
. Mit Verfügung vo
m 1
7.
November 2015 wie
s die IV-Stelle das
Leistungsbe
gehren
wie
vor
be
schieden
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
8.
Dezember 2015 Beschwerde und liess beantragen, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1
7.
November 2015 sei ihm mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Even
tuali
ter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur ergänzen
den Abklärung und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgelt
li
chen Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt Daniel
Christe
(
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Januar 2016 Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9, unter Beilage der IV-Akten [Urk. 10/1-259]).
Mit Gerichtsverfügung vom 2
6.
Januar 2016 wurde dem Beschwerdeführer in Bewilligung des Gesuchs vom 1
8.
Dezember 2015 die unentgeltliche
Pro
zess
führung
gewährt und
ihm
wurde Rechtsanwalt Daniel
Christe
als unent
gelt
li
cher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt. Zudem wurde ihm das Doppel der Beschwerdeantwort vom 2
1.
Januar 2016 (
Urk.
9) zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Mit angefochtener Verfügung vom 1
7.
November 2015 erwog die
Beschwer
degegnerin
, dass gestützt auf das
psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
F._
vom 1
5.
Oktober 2014 von einer 70%igen Arbeits
fähigkeit des Beschwerde
führers auszugehen sei. Eine Verschlechterung des Gesundheitszu
s
tandes seit der Rentenrevision vom 1
3.
Mai 2008 sei somit nicht ausgewiesen. Es gelte weiterhin der Einkommensvergleich gemäss Ver
fügung vom 1
3.
Mai 2008, gemäss welchem ein
Invaliditätsgrad von 31
%
resultiere. Da der
I
n
vali
di
tätsgrad
nach wie vor unter
40
%
liege, bestehe weiterhin kein Rentenan
spruch (
Urk.
2 S. 2).
1.
2
Der Beschwerdeführer lässt im Wesentlichen vorbringen, im
Kurzaustrittsbe
richt
des
E._
vom 1
0.
Juli 2014 werde von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schweren Episode ausgegangen. Im
psychiatrischen Gutachten von Dr.
F._
vom 1
5.
Oktober 2014 werde diese Diagnose allerdings nicht auf
geführt. Dass zusätzlich eine eigenstän
dige depressive Störung mit invali
di
sierendem Charakter vorliege, gehe auch aus dem Austrittsbericht des
G._
vom
8.
Juni 2015
, dem Zwischenbericht der
H._
vom 7. De
zember 2015 und den ver
schie
denen Berichten des behandelnden Psychiaters
,
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
hervor.
Ferner sei darauf hinzuweisen, dass d
er Gutachter in
seiner
medizinisch-theoretische
n
Ein
schätzung
fest
halte
,
dass
bei einem zumut
baren Pensum von 70
%
eine 70%ige
Leistung erzielt werden könne
.
Nicht gefolgt
werden
könne
dem Gutachter
jedoch, wenn er
ausführe
, dass
dem Beschwerdeführer
nach Weg
fall der
konditio
nierungsbe
dingten
Leistungs
schwäche eine
Arbeits
tätig
keit
von 70
%
zu
mutbar sei (Urk.
1 S. 7). Eine derartige Leistungs
steigerung erscheine
unter dem Aspekt als un
realistisch, dass auch eine wesentliche depressive Sympto
matik,
chro
nifiziert
von mittel- bis
schwergradigem
Aus
mass, bestehe (
Urk.
1 S. 7-8). Zudem gehe
der
Gutachte
r
bei der Ein
schätzung der Leis
tungs
fähigkeit be
reits aus
drücklich von der Überwindung der
Leistungsaver
sion
und
Dekondi
tionie
rung
aus
. Gestützt auf die ver
schiedenen Berichte, die eine erhebliche de
pres
sive Problematik ausweisen würden, könne ohne wei
teres von einer Ver
schlechterung
des
Gesundheits
zu
standes ausgegangen werden
(
Urk.
1 S. 8).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Er
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen
Invali
ditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaub
haft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver
sicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der
Invalidi
täts
grad
seit Erlass der früheren rechtskräfti
gen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Verän
derung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu beja
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117
V 198 E. 3a, 109
V
108 E. 2b).
2.4
Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach
ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet
-
gegebe
nenfalls neben standardisierten Tests
-
die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis).
2.
5
Gemäss
der mit
BGE 130 V 352
begründeten und seither stetig weiter entwi
ckelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diag
nostizierte
somatoforme
Schmerzstörung und vergleich
bare psychosomati
sche Leiden (
BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3
) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren
Willensan
strengung
überwindbar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumut
bar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Entste
hungsgeschichte dieser Praxis:
BGE 135 V 201
E.
7.1.2;
Urteil des Bundesge
richtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1
).
Ob ein solcher Aus
nahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien
(so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung aufgegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch
einen struk
turierten normativen
Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen
Stan
dardindikatoren
das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen
ergebnis
offen
und symmetrisch beurteilt, indem
gleichermassen
den
äusseren
Be
lastungs
faktoren
wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Anerkennung eines
rentenbegrün
denden
Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_2
10/
2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).
Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dar
ge
leg
ten Prüfungsraster erübrigt sich
rechtsprechungsgemäss
, wenn
Aus
schluss
gründe
vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung über
wiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von vornherein
ausschliessen
(BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).
2.
6
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden
somatoformen
Schmerz
stö
rung
oder eines damit vergleichbaren psychoso
matischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
Komplex „Gesundheitsschädigung"
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
Komorbiditäten
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
Komplex „Sozialer Kontext"
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung
leistungshin
dernder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und
Kompensations
poten
zia
len
(Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs
ver
mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesge
richts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).
2.
7
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betreffend die rechtsstaatlichen Anforde
rungen an die medizinische Begut
achtung) vorzugehen. Nach diesem Ent
scheid verlieren gemäss altem
Ver
fahrens
standard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Viel
mehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den er
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bun
desrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die bei
gezogenen admi
nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gen
gutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Be
rich
ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indika
toren er
lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (
BGE 141 V 281
E. 8).
2.8
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab
hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts
anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
su
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be
gründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge
reich
ten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
3.
3.1
Mit Urteil IV.2008.00588 vom 12. Februar 201
0
fasste das hiesigen Gericht das
C._
-Gutachten vom 12. Oktober 2007
(Urk.
10
/1
07
) wie folgt zusammen (Urk.
10
/
139
/
14-15
):
„
Die Ärzte des
C._
führten in ihrem Gutachten vom 12. Oktober 2007 unter dem Titel "Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit" (1) eine anhal
tende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), (2) eine
Dysthymie
(ICD-10 F34.1), (3) anamnestisch rezidivierende depressive Störungen leich
ten bis mittleren Grades (ICD-10 F33.1), zur Zeit leichten Gr
ades, sowie (4) eine Persönlich
keitsstörung vom emotional instabilen Typ mit deutlich nar
zisstischen, teils paranoiden, manipulativen und schizoid gefühlskalten Anteilen (ICD-10 F61.0) und unter dem Titel "Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit" (1) kör
perlich nicht erklärbare Halbseitenschmerzen links mit gleichzeitig
Fehlinner
vation
insbesondere der linken Körperhälfte und insbesondere der linken Hand, (2) einen Status nach extrakorporaler Stosswellenlithotripsie (EASW) 1991 wegen
Urolithiasis
(
Urether
- und
Nie
renkelchstein
rechts) sowie (3) eine
Hypo
cholesterinämie
(gemäss Akten) an (Urk. 8/107/18). In der Konsensbesprechung seien die Gutachter zum Schluss gekommen, dass beim Beschwerdeführer weder intern-medizinische noch neurologische Krankheiten und Symptome mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden. Die Beeinträchtigung der Arbeitsfähig
keit müsse aus rein psychiatrischer Sicht beurteilt werden (Urk. 8/107/23). Im ange
stammten Beruf als Schlosser sei eine Arbeitstätigkeit mit zumindest leich
ter bis mässiger Belastung zumutbar. Aus intern-medizinischer Sicht liege über
haupt keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor. Aus psychiatri
scher Sicht bestehe in Anbetracht der Psychopathologie und unter Berück
sichtigung der erheblichen Aggravationstendenz, welche auch willentlich gesteuert sei, lediglich eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 30 %. Diese Arbeits
unfähigkeit begründe sich laut dem psychiatrischen Gutachter mit der seit Jah
ren bestehenden
chronifizierten
anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung, den in den Akten festgehaltenen rezidivierenden depres
si
ven Verstimmungen, verbunden mit einer sozialen Isolation und der passiv aggressiven Haltung. Gerade diese Stimmung entspringe der
Per
sön
lich
keitsstörung
. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der Be
schwer
de
führer seit jeher ein eher etwas passiv aggressiver, fordernder, wenig empathischer Mann gewesen sei. Was die Arbeitsfähigkeit in anderen Beru
fen betreffe, so bestehe aus neurologischer und intern-medizinischer Sicht für leichte bis mittelschwer belastende Tätigkeiten keine Ein
schrän
kung. Aus psychiatrischer Sicht müsse für jegliche, also auch leichtere Arbeit eine 30%ige Beeinträchtigung festgestellt werden. Darüber hin
aus sei es dem Beschwerdeführer aufgrund der
Schadenminde
rungs
pflicht
und der zumut
baren Willensanstrengung zuzumuten, einer 70%igen leichten bis mittel
schweren Tätigke
it nachzugehen (Urk. 8/107/24).“
3.2
Dr.
F._
stellte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 1
5.
Oktober 2014
die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
10/227/27):
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.
4
)
Verdacht auf dissoziative Bewegungs- und Empfindungsstörung (ICD-10: F44.4/F44.6) mit fraglicher Hypotrophie des funktionell abgekop
pelten Organs (linker Unterarm/Hand)
Neurasthenie (ICD-10: F48.0)
akzentuierte Persönlichkeit mit emotional-instabilen und sensitiv-para
noischen Zügen (ICD-10: Z73.1)
Zustand nach subakuter paranoider Dekompensation =
Anpas
sungs
stö
rung
mit sonstigen spezifischen deutlichen Symptomen (ICD-10: F43.28).
Als Diagnosen ohne Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
führt
e er an
(Urk.
10/22/27)
:
psychogene Schlafumkehr (nicht-organische Störung des Schlaf-/Wach-Rhythmus (ICD-10: F51.2)
Nikotinabhängigkeit (ICD-10: F17.25)
leichtes Übergewicht mit BMI 25,2
Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht
hielt
Dr.
F._
fest
,
dass in Bezug auf
dessen
angestammte Tätigkeit als Bau
ar
beiter mit Blick auf seine
Dekonditionierung
und Entfremdung von dieser harten Arbeitswelt ein Reintegrationsversuch un
realistisch wäre, so dass hier
Angaben zu einer allfälligen
Restarbeits
fähig
keit
absolut hypothetisch blei
ben würden (
Urk.
10/227/37).
Hingegen würde aus rein psychiatrischer Sicht nichts gegen eine Wiederein
gliederung in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit sprechen, welche mit Blick auf die Gesamtverfassung des Beschwerdeführers folgende Anfor
derungen an den Arbeitsplatz erfüllen müsste: Kein Heben schwerer Lasten, keine Zwangspositionen, initial vermehrte Pausen (aufgrund der
Dekondi
tio
nierung
), Verm
eidung von Lärm, Kälte und grellem Licht, keine
Kunden
kon
takte
und keine erhö
h
ten Anforderungen an die verbale Kom
muni
kations
fä
higkeit.
Ausserdem müssten seine
Vorgesetzte
n
und Mitarbeiter gewillt sein, die Wesenseigenschaften des Beschwerdeführers, welcher zu eine
m
ex
pressi
ven Beschwerdeausdrucksverhalten neige, zu tolerieren (Urk.
10/227/37).
In Anbetracht des schlechten Trainingszustandes des Beschwerdeführers wäre ein Einstieg in ein allfälliges Arbeitssetting natürlich niederschwellig mit langsam aufbauendem Arbeitspensum zu gestalten. Nach Überwindung von Leistungsaversion und
Dekonditionierung
wäre aber
ein
Arbeitspensum von 70
% bei 70
% Leistung zumutbar, so dass in einem ersten
Rehab
i
litations
schritt
ein tatsächlicher Arbeitsoutput von ca. 50
% zu erreichen wäre. Nach Wegfall der konditionierungsbedingten Leistungsschwäche wäre
dem Be
schwerdeführer
unter Umständen
eine
bis
zu 70%ige Arbeitsfähigkeit zu
mut
bar, zumal keine klar definierte psychiatrische Symptomatik einer solchen Leistungsentfaltung in optimal angepasster Tätigkeit zwingend ent
gegen
stünde. Allerdings würden diese Einschätzungen nur bei optimaler
Motiva
tionslage
gelten. Da diese beim Beschwerdeführer alles andere als gegeben sei, werde diese Kalkulation wohl Theorie bleiben, da sich der Beschwerde
führer voraussichtlich eher nicht zu einer sinnvollen Kooperation bewegen lassen werde (
Urk.
10/227/37).
4.
4.1
Zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und/oder dessen erwerbliche Auswirkung seit der Verfügung vom
13. Mai 2008
, mit welcher
die IV-Stelle,
bei einem
Invaliditätsgrad von 31 %,
d
ie
bis
herige ganze
Rente des
Beschwerdeführers
auf Ende des der Zustellung der Ver
fügung folgenden Monats auf
gehoben hatte
(Urk. 10/124)
, derart we
sent
lich verändert haben, dass er nunmehr erneut Anspruch auf eine Invaliden
rente hat.
4.2
4.2.1
Das Gutachten von
Dr.
F._
vom 1
5.
Oktober 2014 erfüllt die Anforde
run
gen an ein beweiskräftiges Gutachten (E. 2.8 vorstehend). Es wurde in Kenntnis der
Vorakten
(
vgl.
Urk.
10/22
7/2,
Urk.
10/227/5), der bei den
vom
7.
bis 1
1.
Juli 2014 stationär durchgeführten Unter
suchung
en
des Beschwerdeführers erfragten Beschwerden (Urk.
10/227/11-14) sowie des von Dr.
F._
einholten neurologischen Konsiliums von
Dr.
med. J._
,
Fachärztin für Neurologie FMH
, vom
9.
Juli 2014
(Urk.
10/227/49
-52)
und des rheuma
tologische
n
Konsiliums des
K._
vom 1
6.
September
2014 (Urk.
10/227/45-48
) erstellt und enthält eine schlüssige und überzeugende Begründung. Auch wenn dieses Gutachten vor der Rechtsprechungsänderung verfasst wurde, hat es zudem Beweiswert mit Bezug auf die mit
BGE 141 V 281
mate
riell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen
.
4.2.2
Der
Vergleich der im
C._
-Gutachten vom 1
2.
Oktober 2007 (
Urk.
10/107) und im Gutachten von
Dr.
F._
vom 1
5.
Oktober 2014 (
Urk.
10/227) be
schrie
benen Sachverhalte zeigt keine wesentliche
n
Änderungen. Bei de
n
Unter
suchung
en
im
C._
vom 1
1.
September 2007 (
Urk.
10/107/2)
gab der Beschwerdeführer zu seinem Tagesablauf an, dass er, je nachdem wie seine Schmerzen seien, zu jeder Tages- und Nacht
zeit auf sei. Zu Hause liege er viel und mache ab und zu einen Spaziergang, weil ihm das der Arzt emp
fohlen
habe. Manchmal lese er die Zeitung oder ein Wörterbuch, an
sonsten mache er den ganzen Tag nichts (
Urk.
10/107/38). Für den Haushalt habe er Hilfe
von der
von ihm getrennt lebende
n
Ehefrau (
Urk.
10/107/30-31).
Bei der Untersuchung durch
Dr.
F._
hat der Be
schwerdeführer seinen Tages
ablauf fast identisch beschrieben (Urk.
10/227/9-10). Wie zuvor bestand ein tiefes Aktivitätsniveau mit Rück
zug und
Schon
verhalten
.
Auch bezüglich der vom Beschwerdeführer ange
ge
benen
diffusen
Beschwerden,
für
welche kein organisches Korrelat besteht (Urk.
10/107/32)
, sind keine wesentliche
n
Veränderungen auszumachen.
Bei den
Unter
su
chun
gen im
C._
gab der Beschwerdeführer an, dass er am meisten durch Schmerzen der gesamten linken Körperhälfte beeinträchtigt sei (Urk.
10/107/30).
Beim Gutachter Dr.
F._
klagte er unter anderem darü
ber, dass ihm die ganze linke Kör
perseite, von der Ferse über den Fuss bis hin zum Schädel weh tue (Urk.
10/227/12).
Sodann
bestanden
g
emäss Dr.
F._
weiterhin iv-fremde Faktoren wie Sprachbarriere, Kulturfremdheit, Mentalitätsunterschiede und schlechte berufliche Vorbildung (
Urk.
10/227/
30
).
Sowohl der psychiatrische
C._
-Gutachter als auch
Dr.
F._
stellten die Diagnose einer anhal
tende
n
somatoforme
n
Schmerzstörung (E. 3.1 und E. 3.2).
Wohl bestanden unter
schiedliche Beurteilungen.
So sprach
der
C._
-Gutachter
namentlich
von einer tief greifenden Persönlichkeitsstörung des Beschwerde
führers (Urk.
10/107/42)
, wohingegen
Dr.
F._
der Auffassung
war
, dass es sich um eine „akzentuierte Persönlichkeit“ handelte (
Urk.
10/
22
7
/31).
Solche u
nterschiedliche Beurteilungen desselben Sachver
haltes
begründen
indes
keinen Revisionsgrund
(BGE 141 V 9 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen)
.
Eine wesentliche Änderung der Befunde ist nicht festzustellen.
Damit übereinstimmend hielt
Dr.
F._
fest, dass es - mit Blick auf die Beur
teilung im
C._
-Gutachten vom 1
2.
Oktober 2007 (
Urk.
10/107) -
seit der damaligen Untersuchung
nicht zu umwälzenden Neuerungen im Zustandsbild des Beschwerdeführers gekommen sei, wenngleich sich das abnormale Krankheitsverhalten
, in
klu
sive dessen final ausgerichtete
Entschä
digungshaltung
seit damals eher noch stärker eingeschliffen haben dürfte. Grundsätzlich neue Krankheitszeichen seien dagegen nicht aufge
treten und die damaligen klinischen Phänomene oder geltend gemachten Beschwerden seien nicht völlig verschwunden (Urk.
10/227/40). I
n Anbetracht der
Befund
lage
bei der Untersuchung
bestehe
eine Einsch
ränkung der Arbeits
fähigkeit des Beschwerde
führers von maximal 30
%
. Diese
Ein
schätzung
decke
sich
mit derjenigen im Zeitpunkt der
rentenaufhebenden Verfügung
vom 1
3.
Mai 2008 (Urk.
10/227/39).
4.2.
3
Dem hält der Beschwerdeführer unter Hinweis auf
die Ausführungen
von
Dr.
I._
vom 2
0.
August 2015 (
Urk.
3/1
) entgegen, dass bei ihm eine zu
nehmende depressive Entwicklung bei einer
Ganzkörperschmerz
proble
ma
tik
bestehen würde.
Dr.
I._
habe ihn am 1
5.
April 2015 ins
G._
eingewiesen, wo
gemäss Bericht vom
8.
Juni 2015
(
Urk.
3/5
) eine mittel
gradige depressive Episode diagnostiziert worden sei. Sodann habe gemäss
Zwischenb
ericht
der
H._
vom
7.
Dezember 2015 (
Urk.
3/6
) zwar das
beim dortigen Eintritt
bestandene akutpsychotische Erleben mit grossen Ängsten erfolgreich behandelt werden können, doch seien im Verlauf der Behandlung zunehmend die rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, sowie die
Somati
si
erungsstörung
in den Vordergrund getreten (
Urk.
1 S. 6).
Zudem
sei auf den Kurzaustrittsbericht des
E._
vom 1
0.
Juli 2014 hinzuweisen, in welchem von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode, die Rede sei (
Urk.
1 S. 7).
Gestützt
auf
diese
Be
richte, wel
che eine erhebliche depressive Proble
matik ausweisen würden, sei von einer Verschlechterung
d
es
Gesundheitszustandes auszugehen (
Urk.
1 S.
8).
Dem Gutachten von
Dr.
F._
vom 1
5.
Oktober 2014
kann in diesem Zusammenhang entnommen werden
, das
s
angesichts des lang
wierigen und eher milden Verlaufs
beim Beschwerdeführer
kaum von „depressiven Episo
den“ gesprochen werden könne (
Urk.
10/227/29). Zum „Kurzbericht Austritt“ des Aufnahmezentrums im
E._
vom 1
0.
Juli 2014 (
Urk.
3/4
)
nahm
Dr.
F._
am 1
7.
Februar 2015 Stellung und führte aus, dass beim Beschwerdeführer angesichts des jahr
e
langen gleichförmigen Verlaufs sicherlich keine „Episode“ und mit Blick auf das tatsächliche Beschwerdebildes kein typisch depressives Syndrom vor
liege. Vielmehr zeige sich aufgrund der Verlaufscharakteristika, der bunt gemisch
ten vor allem körperlich erlebten Symptomatik und de
s
charak
teristischen Krankheitsverhalten
s
, dass es sich um ein chronisches,
syndro
males
Beschwerdebild ohne adäquate organische (oder endogene) Ursache handle. Die Präsentiersymptomatik könne aber offenbar bei kurzen Sprech
stunden-
k
ontakten in einer Weise beeindrucken, dass nur schwer
wiegende Diagnosen geeignet erscheinen würden, dieses augen
scheinlich invalidi
sierende Leiden genügend erklären zu können. Der diffuse Charakter des Beschwerdebildes, die Diskrepanzen und Inkonsistenzen würden sich jedoch erst bei längerer Verhaltensbeobachtung erschliessen (
Urk.
10/239/2).
D
ie vom Beschwerde
führer angeführten Berichte der
behandelnden Ärzte be
gründen weder Zwei
fel
an
dieser überzeugenden Beurteilung des Gutachters
Dr.
F._
noch lassen sie darauf schliessen, dass es zwischen der statio
nären Untersu
chung
vom
7.
bis 1
1.
Juli
2014 im
E._
und dem Erlass der angefochtenen Ver
fügung vom 1
7.
November 2015
(
Urk.
2)
zu einer wesentlichen Verschlech
terung
des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers gekommen ist
.
Im
fach
psychiatrischen
Attest von
Dr.
I._
vom 2
0.
August 2015 (
Urk.
3/3) und im Austrittsbericht des
G._
vom
8.
Juni 2015 (
Urk.
3/5) fehlen
denn
jeweils ein psychopathologischer Befund und
eine
Beur
teilung
mit
einer
Auseinander
setzung mit dem bisherigen Krankheitsverlauf.
Auch dem Zwischenbericht der
H._
vom
7.
Dezember 2015 (
Urk.
3/6) kann keine Begründung der dort gestellten Diagnose rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel
gradige Episode, entnommen werden. Stattdessen hielten die Ärzte der
H._
fest, dass die vom Beschwerdeführer bereits seit vielen Jahren geschilderten somatischen Beschwerden, welche sich vor allem in den Extremitäten und im Rücken/Nacken manifestieren würden, für diesen stets von zentraler Wichtig
keit gewesen seien und im Verlauf der
Hospitalisation
an Bedeutung zuge
nommen hätten (
Urk.
3/6 S. 5).
Sodann
vermag der
Beschwerdeführer
auch aus dem
ange
führten Bericht der
L._
vom
1
9.
November 2014 (
Urk.
10/234/7-8)
nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. insbesondere Urk. 10/190, wonach der behandelnde Rheumatologe den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers als stabil bezeichnete und dafür
hielt, dass nicht die rheumatologische Problematik die Arbeitsunfähigkeit bestimme sondern vielmehr die psychiatrische Problematik entscheidend sei; so auch Urk. 10/193).
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass sich
Dr.
F._
in
seinem Gutachten
vom 1
5.
Oktober 2014 - insbesondere
unter Bezugnahme auf die vor
gängige Beurteilung des psychiatrischen
C._
-Gutachters
-
mit gut nach
voll
ziehbarer Begründung
zu den die
somatoforme
Schmerz
störung begleitend
en
Gesund
heitsstörungen
in psychischer und körperlicher Hin
sicht sowie deren Wech
selwirkung äusserte (
Urk.
10/227/29-33) und dies in seine Beurteilung, wonach beim Be
schwerdeführer in einer Verweisungstätigkeit eine Arbeits
fä
higkeit von 70
%
bestehe, einbezog
en hat
(Urk.
10/227/37, 39).
4.3
Zusammenfassend besteht damit weder Anlass, vom Gutachten
von
Dr.
F._
vom 1
5.
Oktober 2014 (
Urk.
10/227) abzuweichen, noch bedarf es ergän
zender medizinischer Abklärungen (antizipierte Beweiswürdigung).
Auf das Gut
achten abstellend ist daher davon auszugehen, dass
ein
Revisions
grund
im Sinne einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszu
standes
nicht
gegeben ist. Ein Revisionsgrund
in erwerblicher Hinsicht
ist
ebenfalls
nicht
gegeben
und vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht worden.
5.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
b
is
IVG) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Ent
sprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer auf
zuerlegen, jedoch zufolge Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung (Dispositiv-Ziffer 1
der Verfügung
vom 2
6.
Januar 2016
[Urk. 11]
) einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehme
n.
6.2
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Christe
,
machte
von der Möglichkeit zur Einreichung einer
Honorar
note
kei
nen Gebrach (Dispositiv-Ziffer 3
der Verfügung
vom 2
6.
Januar 2016
[Urk.
11
]
)
.
Seine Entschädigung ist daher nach Ermessen unter Berück
sich
ti
gung dessen, dass Rechtsanwalt
Christe
auch für das Verwaltungsverfahren zum unentgeltlichen Rechtsvertreter des
Be
schwerdeführers bestellt wurde (vgl.
Urk.
10
/
257-258
),
ihm mithin die wesentlichen Akten bekannt waren,
auf Fr. 1‘
8
00.-- (inkl.
Bar
auslagen
und
MWSt
) festzusetzen
.
6.3
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Aus
lagen für die unent
geltliche Rechtspflege verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.