Decision ID: d6dafb02-3c4d-4dd6-bef6-7e4997192fcc
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1953 geborene und als Sachbearbeiterin in der
Liegensc
haften
verwaltung
erwerbstätig gewesene
X._
meldete sich
unter Hinweis auf seit Oktober
/November 2011 bestehende Angstzustände, Magenprobleme, Schlafstö
rungen und Depressionen
am 23. Mai 2012 bei der
So
zialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Nach Durch
führung von Abklärungen in erwerblicher Hinsicht teilte die IV-Stelle der Ver
sicherten am 18. Dezember 2012 mit, dass aufgrund ihres Gesundheitszu
stan
des
keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien
,
weshalb
der An
spruch auf eine Rente geprüft werde (Urk. 7/16).
Sodann zog sie
Unterlagen vom
Krankentaggeldversicherer
bei (Urk. 7/18).
Nach Durchführung des
Vorbe
scheid
verfahrens
(Urk. 7/22-23)
verneinte
sie
mit Verfügung vom 4. Juli 2013 den
Anspruch der Versicherten auf Leistun
gen der Invalidenversicherung (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 26. August 2013 Beschwerde mit dem
Rechts
begehren
um Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur ergänzenden Ab
klärung und
um
Zusprechung
der gesetzlichen Rentenleistungen (Urk. 1 S. 1). Mi
t
Beschwerdeantwort vom 26. September 2013 schloss die Verwaltung auf Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk. 6), worüber die Beschwerdeführerin am 30. Septem
ber 2013 orientiert wurde (Urk. 9). Am 1. Oktober 2013 legte ihr Rechtsvertreter, Fürsprecher Urs
Kröpfli
, seine Honorarnote ins Recht (Urk. 10 f.).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen
der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das
Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist,
ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem aus
geglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbs
un
fähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Ar
beitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr
zumutbar (BGE 131 V 49 E.
1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind
.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Be
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
be
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.5
Die Rechtsprechung, wonach das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von der
Einschätzung der medizinischen Experten abweicht, hat den Beweiswert von
G
e
richtsgutachten
zum Gegenstand und findet auf versicherungsinterne ärztli
che
Beurteilungen nicht Anwendung.
Berichte und Gutachten
versicherungsin
terner
Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien richter
lichen
Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wi
derspruchsfrei
sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 123 V 331 E.
1c
mit Hinweisen).
1.
6
Die fachliche Qualifikation eines Arztes spielt für die Würdigung medizinischer
Berichte eine erhebliche Rolle. Verwaltung und Sozialversicherungsgericht müssen
sich auf die Fachkenntnisse des Verfassers eines medizinischen Berichts, auf welchen sie abstellen wollen, verlassen können. Der berichtende oder zu
mindest der den Bericht visierende Arzt muss sich über eine allgemein aner
kannte Facharztausbildung in der gefragten medizinischen Disziplin ausweisen können (Bundesgerichtsurteil 9C_736/2009
vom 26. Januar 2010
E. 2.1). Diesen Anforderungen genü
gende Berichte regionaler ärztlicher Dienste können einen vergleichbaren
Be
weiswert
haben wie ein Gutachten (Art. 49 Abs. 2 der Ver
ordnung über die In
validenversicherung, IVV;
BGE 137 V 210
E. 1.2.1 mit Hin
weisen).
2.
Die Beschwerdegegnerin verneint den Leistungsanspruch der Beschwerdeführe
rin
mit der Begründung
, dass keine langandauernde schwere Erkrankung aus
ge
wiesen sei, weshalb eine Bürotätigkeit trotz temporärer Arbeitsunfähigkeit
voll
schich
tig
zumutbar sei (Urk. 2).
Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass
keine
genügende medizinische Beurteilung erfolgt sei.
Vielmehr
sei zumindest ein
mo
nodisziplinäres
psychiatrisches, allenfalls ein
bidisziplinäres
psychiat
risc
h
-rheu
ma
tologisches
Gutachten in Auftrag zu geben
, da den psychischen Beschwer
den ein somatisches Korrelat zu Grunde liege
(Urk. 1 S. 4 f
f
.).
3.
3.1
W
egen ihrer psychischen Probleme
ist die Beschwerdeführerin seit
Februar
2012 im
Institut
Y._
in Behand
lung. Am 20. März 2012 berichteten Assistenzarzt
med.
pract
.
Z._
und
Ober
ärztin
med.
pract
.
A._
(Urk. 7/1
/
4
-5
)
,
dass
die Beschwerdeführerin an einer mittel
gradigen depressi
ven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10
F32.11) leide.
Während sich Schlafstörungen und Antrieb verbessert hätten seien
Ängste, Insuffizienz- und Schamgefühle
,
soziale
r
Rückzug
sowie
Lustlosigkeit weiterhin ausgeprägt.
Die Beschwerdeführerin habe keine sozialen Kontakte ausser
halb
ihrer
Familie und könne wegen starker
Insuffi
zienz- und
Unsicher
heitsgefühle
nur mit grossen Schwierigkeiten
aus dem Haus
gehen, um tägliche Tätigkeiten
wie Einkaufen zu erledigen.
Abschliessend gaben die berichtenden Ärzte an,
dass
die Beschwer
deführerin wegen eines ausgeprägten Konfliktes am Arbeitsplatz
nicht
an ihre Arbeitsstelle zurückkehren könne, und attestierten eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit ab 17. Dezember 2011.
3.2
Im Verlaufsbericht vom 4. Dezember 2012
(Urk. 7/18 S. 5-6
)
änderten die be
handelnden Ärzte des
Institutes X._
die früher gestellte Diagnose in Agoraphobie (ICD-10 F40.00) und mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.10). Weiter führten sie aus, nach der Besserung der depressiven Symptomatik ha
be sich
in Situatio
nen mit mehreren fremden Leuten, bei Menschenansammlungen oder in öffent
lichen Verkehrsmitteln
eine starke Agoraphobie-
Symptomatik mit ausgeprägtem
Vermeidungsverhalten und einer starken Angstsymptomatik
entwickelt.
Die Be
schwerdeführerin
sei deshalb im Alltagsleben extrem eingeschränkt. Sie habe auch sehr wenig soziale Kontakte und zeige Zeichen von Ängsten, wenn sie ei
nen
Termin wahrnehmen müsse. Dazu zeige sich eine Stimmungslabilität mit wie
derkehrenden Phasen der Hoffnungslosigkeit und manchmal
Suizidgedan
ken
.
Wegen der Ausprägung der Angstsymptomatik sowie der
Stimmungslabi
lität
sei die Prognose für die nächste Zeit eher ungünstig. Im Verlauf der Thera
pie habe sich die Symptomatik nur langsam verbessert und es sei schwer vor
stellbar, dass
die Beschwerdeführerin in den nächsten sechs Monaten wieder ar
beitsfähig werde
.
3.3
In seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 19. Januar 2013 (Urk. 7/20 S. 3)
empfahl Dr. med.
B._
, praktischer Arzt,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst der IV-Stelle (RAD)
F
olgendes:
„Die Beurteilung der
Behandler
, dass (dauerhaft) eine vollständige aufgehobene AF vorliegt, kann nicht überzeugen. Ich empfehle folgendes Vorgehen:
-
Nachfrage bei der KTG in einem Monat ob Abklärungen vorgesehen sind und diese allenfalls abzuwarten und das Gutachten anzufordern
-
Sollte dies nicht der Fall sein, einen Verlaufsbericht beim
Institut
X._
anzufor
dern mit der Frage nach der AF in bisheriger und einer
behinderungsangepass
ten
Tätigkeit
-
Abhängig von der Plausibilität wäre eine Abklärung durch die IV zu erwägen“.
3.4
Nachdem sie erfahren hatte, dass der Krankentaggeldversicherer das Dossier per 31. Januar 2013 abgeschlossen hatte
(Urk. 7/20 S. 3),
kam RAD-Ärztin Dr. med.
C._
, Fachärztin für Arbeitsmedizin und Allgemeine Innere Medizin,
in ihrer
Stellungnahme vom 6. März 2013 (Urk. 7/20 S. 3)
zum Schluss
,
dass die Diag
no
sen keinen langandauernden und schweren Erkrankungen entsprächen. Die Agoraphobie werde in Zusammenhang mit einem ausgeprägten Konflikt am Ar
beitsplatz und den nun starken Unsicherheitsgefühlen beziehungsweise Scham
gebracht
. Eine depressive Episode sei therapierbar und entspreche keiner chro
ni
schen Erkrankung.
Trotz depressiver Episode und Arbeitsplatzkonflikt sei
der Beschwerdeführerin
eine Bürotätigkeit vollschichtig zumutbar. Es sei zwar eine temporäre 100%ige Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar, jedoch keine dau
erhafte Erwerbsunfähigkeit.
3.5
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
erstatteten die behandelnden Ärzte des
Institutes X._
am 14. Juni 2013 erneut Bericht (Urk. 7/27). Darin stellten sie folgende Di
ag
nosen:
-
Agoraphobie (ICD-10 F40.00)
-
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F43.20)
-
Akzentuierte Persönlichkeit mit ängstlich-vermeidenden Zügen (ICD-10 Z73.1)
Weiter gaben sie an, die Beschwerdeführerin habe am 1. Oktober 2011 eine neue Stelle angetreten. Nach der Probezeit habe sich die Stimmung mit der Vor
gesetzten und den Kolleginnen schnell verschlimmert. Ihre Arbeit sei ständig
kri
tisiert worden. Dazu sei sie auch auf der persönlichen Ebene angegriffen worden
. Das Arbeitsvolumen sei ständig in einem Ausmass erhöht worden, das nicht abgesprochen gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe eine depressive Symptomatik mit Ängsten und einem starken Gefühl, nicht gut genug zu sein und immer alles falsch zu machen, entwickelt. Sie habe sich sozial zurückgezo
gen und viele Überstunden
geleistet
. Sie habe sich bemüht, an der Arbeitsstelle alles richtig zu machen, und sei dann in eine Erschöpfung gefallen.
Im Verlauf der
–
im
Februar 2012 eingeleiteten
Behandlung habe sich die depres
sive Symptomatik mit einer Stabilisierung der Stimmung verbessert. Die Angstsymptomatik habe sich nur wenig verbessert
.
I
n Situationen im Kontakt
mit fremden Leuten
seien
immer wieder
Panikattacken
aufgetreten.
Die Be
schwer
deführerin habe im Februar 2013 trotzdem eine neue Arbeitsstelle ange
treten. Am Arbeitsplatz hätten sich schnell Ängste entwickelt. Trotz dieser Symp
tomatik habe
die Beschwerdeführerin
ihre Arbeit erledigen können und sich viel
Mühe gegeben, mit den Ängsten umzugehen.
Vor Ende der Probezeit sei ihr ge
kündigt worden. Seither habe sich die depressive Symptomatik wieder verstärkt.
Es seien wieder
Suizidgedanken aufgetreten und die
Stimmungs
schwankungen
hätten sich verschärft. Am 9. April 2013 sei
die Beschwerde
führerin
wieder ar
beitsunfähig geworden. Eine intensive ambulante Behandlung habe den klini
schen
Zustand stabilisieren können.
Aktuell zeige die Beschwer
deführerin eine schwankende und instabile Stimmung mit Insuffizienz- und Schamgefühl, einen reduzierten Antrieb, eine innere Unruhe, einen sozialen Rückzug, ausgeprägte Ängste
,
unter den Leuten zu sein
,
sowie Ein- und
Durch
schlafstörungen
.
Die
Ko
morbidität
mit einer akzentuierten Persönlichkeit mit ängstlichen und ver
meidenden Zügen beeinträchtige die Prognose. Aus diesem Grund sei von einer langfristigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
3.6
RAD-Ärztin Dr.
C._
verneinte in ihrer Stellungnahme vom 28. Juni 2013 (Urk. 7/33 S. 2) eine Verschlechterung
des Zustand
e
s
. Im Gegenteil sei im neuen Bericht eine Verbesserung der depressiven Komponente beschrieben worden.
3.7
Dr. med.
D._
, Facharzt für Rheumatologie und Physikalische Medizin, diag
nostizierte im Bericht vom 16. August 2012
(Urk. 3/2)
eine beginnende
Rhi
z
arthrose
rechts. Dem Bericht lässt sich weiter entnehmen, dass die Beschwer
de
führerin erstmals vor zirka einem Jahr Belastungsschmerzen im Bereich des rechten Daumensattelgelenkes bemerkt habe. Im Verlauf der Monate hätten die Schmerzen zugenommen und es sei zu einer Abschwächung des
Pinzettengriffs
gekommen. Klinisch und radiologisch sei der Befund im Anfangsstadium. Es könne tendenziell von einer guten Langzeitprognose ausgegangen werden.
Er
habe
eine Daumenschiene und
Flectoparin
-Pflaster rezeptiert und ansonsten
mit der Beschwerdeführerin
eine abwartende Haltung vereinbart.
4.
Aufgrund der gestellten
Diagnosen
einer Agoraphobie (ICD-10 F40.00), einer mittel
gradige
n
depressive
n
Episode (ICD-10 F43.20)
, einer a
kzentuierte
n
Per
sön
lichkeit mit ängstlich-vermeidenden Zügen (ICD-10 Z73.1) sowie einer be
ginnen
den
Rhizarthrose
rechts
bestehen
nicht
aus
zuräumende Anhaltspunkte
für einen
allenfalls
invalidisierenden Gesundheitsschaden. Die
vorhandenen
me
di
zinische
n
Akten
erlauben
jedoch
-
entgegen der Auffassung der
Beschwer
de
gegnerin
-
keine
abschliessende
Aussage über die
der Beschwerdeführerin zu
mu
t
bare
Arbeits
l
eistung.
U
nter Berücksichtigung der
Rechtsprechung
zu den leichten bis mittelschweren Störungen aus dem depressiven Formenkreis
und
zu den Diagnosen aus der Z-Ka
te
gorie (
vgl. u.a. Bundesgerichtsurteil
e
9
C_474/2013 vom 20. Februar 2014
E. 5.4
sowie
8C_810/2013 vom 9. April 2014 E. 5.2.2
, je
mit Hinweisen
)
er
scheint eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der im Raum
stehenden Diagnosen
als
unsicher
.
Den Stellungnahmen der behandelnden Ärzte
des
Institutes X._
liegen
sodann
offensichtlich eher therapeutische als
versicherungs
recht
liche
Überlegungen zugrunde. So setzte
n
sich
die Berichtenden
nicht
damit aus
einan
der, was der Beschwerdeführerin bei Aufbringung allen guten Willens noch
zu
gemutet werden könnte (Anforderun
gsprofil, Pensum, Pausenbedarf)
bezie
h
ungs
weise aus welchen (medizinischen) Gründen sie überhaupt keine Er
werbs
tätigkeit mehr ausüben könne.
Unter diesen Umständen und aufgrund der Erfah
rungstatsache, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auf
trags
rechtliche
Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Pati
enten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc mit weiteren Hinweisen), genügen
die
Aus
künfte von Assistenzarzt med.
pract
.
Z._
und
Oberärztin med.
pract
.
A._
für die
Annahme einer längerdauernden Arbeitsunfähigkeit
nicht (vgl. BGE
135 V 465 E. 4.5).
Demgegenüber kann auch nicht auf
die
beiden
Stellungnahmen
von Dr.
C._
abgestellt werden
, denn
Dr.
C._
kann
sich
nicht über eine
fach
liche Qualifikation im Fachgebiet
der Psychiatrie ausweisen
. Ihre
ohne per
sönliche Un
tersuchung der Beschwerdeführerin abgegebene
Einschätzung eine
r
100%igen Arbeitsfähigkeit trotz den gestellten psychiatrischen Diagnosen genügt
daher nicht, um einen invalidisierenden Gesundheitsschaden
ausschliessen zu
können
.
Es bestehen zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser versicherungsinternen Feststellungen (BGE 135 V 465 E. 4.4),
zumal sich weder eine genügende Auseinandersetzung mit der Diagnose der
Agoraphie
noch mit der mittlerweile Überjährig anhaltenden depressiven
Symp
thomatik
findet.
Angesichts der
weiterhin
nicht überzeugenden Angaben in
den
jüngeren
Be
rich
ten des
Institutes X._
hätte die Beschwerdegegnerin der Empfehlung von
RAD-Arzt Dr.
B._
(Urk. 7/20 S.
3)
folgen sollen und
eine
fachärztliche
Abklärung
in Auftrag geben
.
Dies ist nachzuholen.
In Gutheissung der Beschwerde ist d
ie
Sache ist daher
unter
Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die
Beschwer
degegnerin
zurückzuweisen, damit sie
eine
auch sonstige – bei dieser Aktenlage nunmehr externe -
fachärztliche
Begutachtung der Beschwerdeführerin veran
lasse
und hernach über de
re
n Leistungsanspruch erneut entscheide.
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführerin
unter Berücksichtigung der
Hono
rarnote
ihres Rechtsvertreters vom 1. Oktober 2013 (Urk. 10
sowie
bei Anwen
dung des gerichtsü
blichen Stundenansatzes von Fr.
200.
(zuzüglich Mehr
wertsteuer)
eine Prozessentschädigung von Fr.
1‘673.
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen (§ 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
).