Decision ID: f34ae72f-edc5-4afb-88d2-96b5b030170e
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1948, reichte am 25. Mai 2012 der
Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse
, das Formular «Anmeldung für eine Altersrente» ein (Urk. 6/33). In der Folge schob die Versicherte den Anfang des Rentenbezuges auf (vgl. Urk. 6/28). Am 10. Dezember 2017 rief die Ver
si
cherte die aufgeschobene Rente ab (vgl. Urk. 6/16-18).
1.2
Mit Verfügung vom 27. Dezember 2017 (Urk. 3/1) sprach die Ausgleichskasse der Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 2017 eine
Altersrente (Teilrente) im Betrag von Fr. 2'216.
pro Monat zu, basierend auf einem massgebenden durch
schnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 39'480.
sowie der Rentenskala 43
(angerechnete Beitragszeit: 42 Jahre und 8
Monate) und einem
Aufschubs
zu
schlag
von
monatlich
Fr. 530.
.
Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 28. Januar 2018 (Urk. 3/2) Einsprache mit dem Antrag, es sei ihr eine Vollrente (Rentenskala 44) auszurichten. Mit Entscheid vom 21. Februar 2018 (Urk. 2) wies die Ausgleichs
kasse die Einsprache ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 22. März 2018 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihr eine Vollrente gemäss Rentenskala 44 auszurichten. Die Ausgleichskasse schloss am 8. Mai 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5).
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforder
lich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die ordentlichen Renten der AHV und IV gelangen als Vollrenten oder Teilrenten zur Ausrichtung, wobei Anspruch auf die volle Rente besteht, wenn die Beitrags
dauer vollständig ist (Art. 29 Abs. 2
des
Bundesgesetz
es
über die Alters-
und
Hin
terlassenenversicherung
[
AHVG
]
)
.
Die Beitragsdauer ist vollständig, wenn eine Person gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang (Art. 29
ter
Abs. 1 AHVG), wobei
gemäss Art. 29
ter
Abs. 2 AHVG als Beitragsjahre Zeiten gelten, in welchen eine Person Beiträge geleistet hat (
lit
. a), in welchen der Ehegatte gemäss Artikel 3 Absatz 3 AHVG mindestens den doppelten Mindestbeitrag entrichtet hat (
lit
. b) oder für die Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können (
lit
. c). Bei unvollständiger Beitragsdauer besteht Anspruch auf eine Teil
rente, entsprechend dem gerundeten Verhältnis zwischen den vollen Beitrags
jahren der versicherten Person und denjenigen ihres Jahrganges (Art. 38 Abs. 2 AHVG).
1.2
Ein volles Beitragsjahr liegt vor, wenn eine Person insgesamt länger als elf Monate im Sinne von Art. 1a oder 2 AHVG versichert war und während dieser Zeit den Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29
ter
Abs. 2
lit
. b und c AHVG aufweist (Art. 50 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenversicherung
[AHVV]). Für die Rentenberechnung anzurechnende Beitragszeiten stellen demnach Versicherungszeiten dar (Urteile des
Eidgenössi
schen Versicherungsgerichts
H 253/03 vom 16. Januar 2004, H 176/03 vom 19. Oktober 2005).
Obligatorisch versichert nach Massgabe des AHVG sind natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (Art. 1a Abs. 1
lit
. a AHVG) und natürliche Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1a Abs. 1
lit
. b AHVG). Schweizer Bürger, die im Ausland tätig sind, sind lediglich in besonderen Fall
konstellationen der obligatorischen Versicherung unterstellt (vgl. Art. 1a Abs. 1
lit
. c. AHVG [Personen im Dienste der Eidgenossenschaft, gewisser interna
tionaler Organisationen und bestimmter Hilfsorganisationen]). In Art. 1a
Abs. 3 und 4 AHVG wird geregelt
,
unter welchen Bedingungen, die obligatorische Ver
sicherung weitergeführt beziehungsweise ihr beigetreten werden kann.
1.3
Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2)
führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 1976 und 1977 sowie in den Jahren 1982 bis 1984 im Ausland wohnhaft gewesen sei. Deshalb weise sie Beitragslücken auf. Trotz Anrechnung der Jugendjahre, Zusatzmonate und Beiträge aus dem Anspruchsjahr könnten nicht alle Lücken geschlossen werden. Dies habe zur Folge, dass bei der
Rentenberechnung nicht Skala 44 (Voll
rente), sondern die Teilrentenskala 43 zur Anwendung komme.
2.2
Demgegenüber ste
llte sich die Beschwerdeführerin
auf den Standpunkt, dass im Jahr 1982 ihr AHV-pflichtiges Einkommen Fr. 3'458.
betragen habe.
Das ergebe sich aus dem Individuellen Konto.
Somit habe sie im Jahr 1982 ihre Beitrags
pflicht erfüllt; es liege insoweit keine Lücke vor.
Betreffend Beitragspflicht in den Jahren 1976/77 und 1978 verhalte es sich so, dass sie sich 1977 an die Botschaft in Buenos Aires und 1978 an die «AHV-Stelle in Bern-Stadt» gewandt habe
. Es seien ihr von beiden Amtsstellen falsche Auskünfte erteilt worden. Sie habe nicht die ihr zustehende Beratung erhalten. Sie könne das allerdings nicht beweisen.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Vollrente hat beziehungsweise ob die Zusprechung einer Teilrente basierend auf einer Bei
tragszeit von 42 Jahren und 8 Monaten durch die Beschwerdegegnerin rechtens ist.
Dabei zog die Beschwerdeführerin die eigentliche Rentenberechnung der Aus
gleichskasse zu Recht nicht in Zweifel; es sind denn auch keine Anzeichen für eigentliche Berechnungsfehler ersichtlich. Umstritten ist jedoch, ob beziehungs
weise inwieweit das Jahr 1982 als Beitragsdauer angerechnet werden kann beziehungsweise ob die Beschwerdeführerin seinerzeit versichert war. W
eiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin beziehungsweise andere mit der Durch
führung der Versicherung betraute Amtsstellen ihre Informationspflichten gegen
über der Beschwerdeführerin verletzt haben.
3.
3.1
Betreffend
die
von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Verletzungen der Informationspflichten durch die
Botschaft in Buenos Aires beziehungsweise die «AHV-Stelle in Bern-Stadt» ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin selbst angibt, dass sie nur schon für die Besuche keinerlei Beweise vorlegen kann,
geschweige denn für die geklagten Pflichtverletzungen. Es ist nicht ersichtlich, wie sich inso
weit der Sachverhalt noch weiter abklären liesse. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass die von der Beschwerdeführerin genannten Vorsprachen
gut 40 Jahre
zurückliegen.
Da die geltend gemachten Verletzungen von Informationspflichten nicht erstellt sind, kann die Beschwerdeführerin aus ihrem entsprechenden Vortrag
nichts zu ihren Gunsten ableiten (Art. 8 des Zivilgesetzbuches analog).
3.2
Im
Formular «Anmeldung für eine Altersrente» (Urk. 6/33)
erklärte die Beschwer
deführerin unter anderem
, dass sie in den Jahren 1982/1
984
ihren Wohnsitz ausserhalb der Schweiz hatt
e, nämlich in Australien
(vgl. auch Urk. 7/35).
Die Beschwerdeführerin stellt
e
sich jedoch auf den Standpunkt, dass sie im Jahr 1982 ein beitragspflichtiges Einkommen in der Höhe von Fr. 3'458.
erzielt und dem
zufolge - da dieses Einkommen das damalige Minimal
einkommen von Fr. 2'500.
überstiegen habe
- ihre Beitragspflicht im Jahr 1982 erfüllt habe (Urk. 1).
Aus dem
Acor
-Berechnungsblatt (Urk.
6/15
)
und dem Auszug aus dem Indivi
duellen Konto (Urk. 6/38)
ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 1982 tatsächlich ein beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 3'458.
(= Fr. 1'200.
+ Fr. 2'258.
)
erzielt hat; allerdings stammt dieses Einkommen lediglich aus den Monaten
November und Dezember 198
2.
Da die Beschwerdeführerin gemäss ihren eigenen Angaben i
m
Jahr
1982 ihren Wohnsitz in Australien hatte, liegt kein
volles Beitragsjahr im Sinne des oben in E. 1.2 Ausgeführten vor. Daran ändert der Umstand, dass die Beschwerdeführerin in den zwei Monaten ihrer Erwerbstätigkeit ein das damalige Minimaleinkommen über
steigendes Einkommen erzielte
,
nichts. Es können ihr (mangels Wohnsitz
es
in der Schweiz) nämlich im Jahr 1982 nur zwei Monate Versicherungszeit
(nebst Januar, Urk. 6/15/4)
angerechnet werden.
Diese Monate (sowie die erzielten Einkommen) berücksichtigte die Beschwerdegegnerin bei der Rentenberechnung; die Vorge
hensweise der Beschwerdegegnerin erweist sich als rechtens.
3.3
Aus dem Gesagten folgt, dass die Rügen der Beschwerdeführerin
nicht bewiesen
(vgl. E. 3.1) beziehungsweise unbegründet (vgl. E. 3.2) sind. Weitere Rügen wur
den nicht erhobe
n
. Zudem sind auch keine Anzeichen ersichtlich, die Zweifel an der Korrektheit der Rentenberechnung weckten. Somit ist die Beschwerde abzu
weisen.