Decision ID: 799a09b1-ccde-597b-8570-8629620e0195
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen (nachfolgend:
Vorinstanz) ist mit Verfügung vom 18. Dezember 2017 auf das Gesuch der
A._ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) um Gewährung eines
Darlehens nach Art. 7 des Bundesgesetzes über Regionalpolitik (vollstän-
dig zitiert in E. 1.1) sowie Zinskostenbeiträgen nach Art. 6 Abs. 1 des
Standortförderungsgesetzes des Kantons St. Gallen (vollständig zitiert in
E. 2.1) nicht eingetreten.
Es begründete seinen Entscheid im Kern damit, dass ein entsprechendes
Darlehen nur unter der Bedingung einer verstärkten Zusammenarbeit der
Beschwerdeführerin mit der B._ AG (nachfolgend: B._) ge-
währt werden könne. Eine solche sei allerdings nicht erkennbar.
B.
Die Beschwerdeführerin hat diese Verfügung mit Beschwerde vom 18. Ja-
nuar 2018 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten (Beschwerdever-
fahren Nr. [...]). Mit schriftlicher Erklärung vom 14. November 2018 hat die
Beschwerdeführerin ihre Beschwerde zurückgezogen, woraufhin das Ver-
fahren mit Entscheid vom 14. November 2018 abgeschrieben wurde.
C.
Mit Wiedererwägungsgesuchen vom 25. Februar 2020 und vom 3. Dezem-
ber 2020 (ergänzt am 1. Juli 2021) ersuchte die Beschwerdeführerin die
Vorinstanz, auf ihre Verfügung vom 18. Dezember 2017 zurückzukommen
und ihr das erwähnte Darlehen sowie Zinskostenbeiträge zuzusprechen.
D.
Die Vorinstanz trat mit Verfügung vom 12. Juli 2021 auf das Wiedererwä-
gungsgesuch vom 3. Dezember 2020 (inklusive Ergänzung vom 1. Juli
2021) nicht ein.
Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, es bestehe vorliegend
kein Anspruch auf Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch. Sie habe
sich bei ihrem Entscheid vom 18. Dezember 2017 nicht in einem offenkun-
digen Irrtum über entscheidende Tatsachen befunden. Auch eine Änderung
des entscheidrelevanten Sachverhalts sei nicht erkennbar. Anhaltspunkte
für eine verbesserte Zusammenarbeit der Bergbahnen in X._ wür-
den nicht vorliegen.
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E.
Gegen diesen Entscheid gelangte die Beschwerdeführerin mit Eingabe
vom 9. September 2021 an das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt
die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, das Eintreten auf ihr Wie-
dererwägungsgesuch vom 3. Dezember 2020 (ergänzt am 1. Juli 2021)
sowie die Rückweisung der Sache zur materiellen Beurteilung an die
Vorinstanz.
Zur Begründung argumentiert sie im Kern, es bestehe vorliegend ein An-
spruch auf Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch vom 3. Dezember
2020. Die Vorinstanz habe sich bei ihrem Entscheid vom 18. Dezember
2017 in einem offenkundigen Irrtum über entscheidende Tatsachen befun-
den. Weiter liege eine Änderung des entscheidrelevanten Sachverhalts
vor.
F.
Mit Vernehmlassung vom 8. November 2021 beantragt die Vorinstanz un-
ter Verweis auf die angefochtene Verfügung vom 12. Juli 2021 die Abwei-
sung der Beschwerde.
G.
Mit Replik vom 17. Januar 2022 sowie Ergänzung vom 18. Januar 2022
hält die Beschwerdeführerin an den gestellten Anträgen und ihren Vorbrin-
gen fest. Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 21. Januar 2022
auf eine Stellungnahme. Die Parteien liessen sich in der Folge nicht mehr
vernehmen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Entscheide der Vorinstanz zuständig (Art. 31, 32 sowie 33 Bst. i
VGG i.V.m. Art. 23 des Bundesgesetzes über Regionalpolitik vom 6. Okto-
ber 2006 [BRP; SR 901.0]; vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessie-
ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 1.39 m.H.). Vor-
liegend wird die Verfügung der Vorinstanz vom 12. Juli 2021 betreffend
Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch angefochten. Das Be-
schwerdeverfahren beschränkt sich somit auf die Frage, ob die Vorinstanz
zu Recht auf das Wiedererwägungsgesuch der Beschwerdeführerin nicht
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eingetreten ist (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1; BVGE 2011/30 E. 3; MO-
SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.8, je m.H.). Die Beschwer-
deinstanz enthält sich einer selbständigen materiellen Prüfung (vgl. Urteil
des BVGer D-3279/2021 vom 27. Juli 2021 E. 4.4 m.H.). Soweit die An-
träge der Beschwerdeführerin als Aufhebung der vorinstanzlichen Verfü-
gung im Sinn einer Rückweisung zwecks Eintretens der Vorinstanz auf und
Behandlung des Wiedererwägungsgesuchs durch die Vorinstanz zu ver-
stehen sind (vgl. Beschwerdeschrift, Abschnitt "A"; Replik, S. 7), bewegen
sie sich innerhalb des Streitgegenstands (vgl. hingegen Vernehmlassung,
Ziff. 1, S. 2).
1.2 Als Adressatin der angefochtenen Verfügung ist die Beschwerdeführe-
rin zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 VwVG). Die Beschwerde wurde frist-
und formgerecht eingereicht und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen
liegen ebenfalls vor (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 44 ff. VwVG).
Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2.
2.1 Zwischen den Parteien ist zunächst umstritten, ob es sich bei dem in
Frage stehenden Darlehen nach Art. 7 BRP sowie den Zinskostenbeiträ-
gen nach Art. 6 Abs. 1 Bst. a des Standortförderungsgesetzes vom 30. Mai
2006 (StaföG; sGS 573.0) um Anspruchs- oder Ermessenssubventionen
handelt. Wesensmerkmal von Ermessenssubventionen ist, dass es im Er-
messen der verfügenden Behörde liegt, ob sie im Einzelfall eine Subven-
tion zuspricht (vgl. Urteil des BVGer B-6111/2018 vom 30. Januar 2019
E. 2.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl.
2020, Rz. 2518 ff.; FABIAN MÖLLER, Rechtsschutz bei Subventionen, 2006,
S. 44 f., je m.H.). Eine Anspruchssubvention im Sinne von Art. 83 Bst. k
BGG liegt demgegenüber dann vor, wenn das einschlägige Recht die Be-
dingungen umschreibt, unter denen ein Beitrag zu gewähren ist (vgl. Urteil
des BGer 2C_403/2021 vom 20. September 2021 E. 1.3 m.H. auf BGE 145
I 121 E. 1.2).
2.2 Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. b BRP kann der Bund u.a. zinsgünstige oder
zinslose Darlehen für die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben gewäh-
ren, soweit diese Bestandteil eines Wertschöpfungssystems sind und zu
dessen Stärkung beitragen. Die Kantone entscheiden nach Art. 15 Abs. 3
BRP im Rahmen der verfügbaren Mittel, für welche Vorhaben Finanzhilfen
oder Darlehen gewährt werden. Gemäss Art. 6 Abs. 1 Bst. a StaföG kann
der Kanton Finanzhilfen erbringen für die Beteiligung an Massnahmen des
Bundes zur Regionalentwicklung und zur Standortförderung. Die Kriterien
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zur Ausrichtung und Bemessung der in Frage stehenden Finanzhilfen wer-
den in den einschlägigen Gesetzen sehr unbestimmt formuliert (vgl. insbe-
sondere Art. 7 Abs. 2 BRP sowie Art. 13 Abs. 2 StaföG) und werden auch
auf Verordnungsstufe (vgl. Verordnung über Regionalpolitik vom 28. No-
vember 2007; SR 901.021) nicht präzisiert (vgl. Urteil des BGer
2C_403/2021 E. 1.4.3.2). Die einschlägigen Rechtsgrundlagen räumen da-
mit der rechtsanwendenden Behörde einen grossen Ermessensspielraum
hinsichtlich der Ausrichtung der Beiträge ein. Dementsprechend sind die in
Frage stehenden Finanzhilfen als Ermessenssubventionen zu qualifizie-
ren.
3.
Zwischen den Parteien ist weiter streitig, ob ein Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Eintreten auf ihr Wiedererwägungsgesuch vom 3. Dezem-
ber 2020 (inklusive Ergänzung vom 1. Juli 2021) besteht.
3.1 Grundsätzlich ergibt sich aus Art. 27 des Gesetzes vom 16. Mai 1965
über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) kein Anspruch auf Be-
handlung eines Wiedererwägungsgesuchs. Die Behörde ist daher im
Grundsatz nur zur Entgegennahme, nicht aber zur inhaltlichen Behandlung
des Gesuchs verpflichtet. Als Ausnahme von dieser Regel besteht ein
förmlicher Anspruch auf Behandlung des Gesuchs insbesondere dann,
wenn ein klassischer Revisionsgrund vorliegt (Art. 81 VRP), sich die ent-
scheidrelevante Sach- oder Rechtslage seit dem Erlass der Verfügung we-
sentlich geändert hat oder vom Gesuchsteller wichtige Tatsachen oder Be-
weise geltend gemacht werden, die ihm zur Zeit der ersten Entscheidung
nicht bekannt waren oder von ihm nicht geltend gemacht werden konnten
(vgl. zum Ganzen Urteile des Verwaltungsgerichts St. Gallen B 2021/15
vom 27. Juli 2021 E. 2.2; B 2018/228 vom 10. Mai 2019 E. 2.1; TOBIAS
TSCHUMI, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRP] – Praxiskommentar [nachfolgend: Praxiskommentar
VRP], 2019, Art. 27, N. 10, je m.H.).
3.2 Auf Bundesebene ergibt sich aus dem anwendbaren Verfahrensrecht
insbesondere ein Anspruch auf Revision oder Wiedererwägung, wenn sich
nachträglich ergibt, dass rechtskräftige Entscheide auf falschen tatsächli-
chen Grundlagen beruhen (Art. 121 BGG, Art. 66 VwVG). Aus Art. 29
Abs. 1 BV ergibt sich zudem ein Minimalanspruch auf Eintreten auf ein
Wiedererwägungsgesuch, und zwar bei Vorliegen eines klassischen Revi-
sionsgrunds, bei wesentlicher Änderung der massgeblichen Umstände
oder bei Berufung auf Tatsachen und Beweismittel, die nicht bekannt waren
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oder nicht geltend gemacht werden konnten und mussten (vgl. BGE 138 I
61 E. 4.3; BVGE 2008/52 E. 3.2.3; GEROLD STEINMANN, in: Ehrenzel-
ler/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die schweizerische Bundesver-
fassung: St. Galler Kommentar, 3. Aufl., 2014, Art. 29 N. 38, je m.H.).
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor, die Vorinstanz habe sich
beim Erlass der Verfügung vom 18. Dezember 2017 in einem offenkundi-
gen Irrtum über entscheidende Tatsachen befunden. Sie habe damals die
Prognose aufgestellt, die Beschwerdeführerin könne im Alleingang nicht
profitabel wirtschaften und habe aus diesem Grund die Zusammenarbeit
mit der B._ gefordert. Es würde daher ein Anspruch auf Wiederer-
wägung bestehen (Beschwerdeschrift, Abschnitt "B", Rz. 5, 7; Replik, Rz.
5).
Die Vorinstanz hält dem entgegen, sie habe die Zusammenarbeit der bei-
den Bergbahnen seit jeher zum Zweck des nachhaltigen Einsatzes staatli-
cher Fördergelder gefordert. Eine Prognose betreffend die wirtschaftliche
Entwicklung der Beschwerdeführerin sei nicht aufgestellt worden. Es liege
daher kein offensichtlicher Irrtum vor (vgl. angefochtene Verfügung E. 2.2,
S. 5; Vernehmlassung, Rz. 2.a, S. 2, Rz. 3, S. 3 f.).
4.2 Unter einem offensichtlichen Irrtum i.S.v. Art. 81 Abs. 1 Bst. b VRP ist
ein Versehen der Behörde zu verstehen. Dies ist der Fall, wenn der Ent-
scheid auf aktenwidrige Tatsachen abgestützt wurde oder auf Tatsachen,
deren Unrichtigkeit die Behörde hätte erkennen müssen. Ein Versehen
liegt auch dann vor, wenn die Behörde Tatsachen unberücksichtigt liess,
die ohne Weiteres den Akten hätten entnommen werden können. Eine
bloss unterschiedliche Bewertung oder rechtliche Beurteilung richtig fest-
gestellter Tatsachen vermag keinen Irrtum in diesem Sinn zu begründen
(vgl. BERNHARD F. SCHÄRER, in: Praxiskommentar VRP, Art. 81 N 12 f.
m.H.).
4.3 Vorliegend geht aus den vorhandenen Unterlagen hervor, dass die
Vorinstanz die Zusammenarbeit der Beschwerdeführerin mit der
B._ bereits in einem frühen Stadium des Gesuchsverfahrens gefor-
dert hat (vgl. Dokumente im Zusammenhang mit dem Darlehensgesuch
aus dem Jahr 2016; vi-act. A/13.2, A/13.4 und A/14.5, Ziff. 2 und 3; Ver-
nehmlassung im Beschwerdeverfahren [Dossiernummer] vom 20. August
2018 [nachfolgend: Vernehmlassung 2018] E. 4, S. 8). Die Vorinstanz be-
gründete diese Voraussetzung zur Ausrichtung des Darlehens mit dem
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wirtschaftlichen Einsatz staatlicher Fördergelder (vgl. insbesondere Ver-
nehmlassung 2018 E. 2.d, S. 6). Eine Prognose über die wirtschaftliche
Entwicklung der Beschwerdeführerin wurde im Zusammenhang mit dem
Erlass der Verfügung vom 18. Dezember 2017 nicht aufgestellt (vgl. Ver-
nehmlassung 2018 E. 6, S. 9, wonach die Einflüsse des Darlehens auf die
Rentabilität der Beschwerdeführerin nicht massgeblich seien). Eine solche
ergibt sich auch nicht nachträglich aus Stellungnahmen von Regierungs-
mitgliedern (vgl. betreffend einen Sendungsbeitrag aus dem Jahr 2019
Wiedererwägungsgesuch vom 3. Dezember 2020, S. 2; vi-act. D/2.1). Im
Übrigen ergeben sich aus den verfügbaren Unterlagen keine Hinweise da-
rauf, dass die Vorinstanz ihrem Entscheid aktenwidrige oder unrichtige Tat-
sachen zugrunde gelegt oder sie Tatsachen nicht berücksichtigt hätte, die
ohne Weiteres den Akten entnommen werden können. Es liegt daher kein
Irrtum i.S.v. Art. 81 Abs. 1 Bst. b VRP vor.
5.
5.1 Weiter argumentiert die Beschwerdeführerin, der entscheidrelevante
Sachverhalt habe sich seit Erlass der Verfügung vom 18. Dezember 2017
massgeblich geändert. Insbesondere die Zahlen der Wintersaison
2020/2021, aber auch der fehlende Bedarf nach einem gemeinsamen Win-
terticket und einer Verbindungspiste würden einen Anspruch auf Eintreten
auf ihr Wiedererwägungsgesuch begründen (vgl. Beschwerdeschrift, Ab-
schnitt "B", Rz. 5, 7; Replik, Rz. 5).
Die Vorinstanz ist demgegenüber der Ansicht, die betriebswirtschaftliche
Situation der Beschwerdeführerin allein sei für die Ausrichtung des Darle-
hens nicht massgeblich. Im Übrigen liege im Vergleich zum Jahr 2017
keine wesentliche Sachverhaltsänderung vor (vgl. angefochtene Verfü-
gung E. 2.3 f., S. 5 f.; Vernehmlassung, Rz. 2.b, S. 2 f.).
5.2 Ein Anspruch auf materielle Wiedererwägung nach Art. 27 VRP be-
steht, wenn sich die Verhältnisse (Sach- oder Rechtslage) seit dem Erlass
der ursprünglichen Verfügung erheblich geändert haben oder wenn vom
Gesuchsteller wichtige Tatsachen oder Beweise geltend gemacht werden,
die ihm zur Zeit der ersten Entscheidung nicht bekannt waren oder von ihm
nicht geltend gemacht werden konnten (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts
St. Gallen B 2018/228 E. 2.1; TSCHUMI, a.a.O., N 13, je m.H. sowie vorn
E. 3.1).
5.3 Vorliegend forderte die Vorinstanz die Zusammenarbeit zwischen der
Beschwerdeführerin und der B._ bereits in einem frühen Stadium
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des Gesuchsverfahrens (vgl. vorn E. 4.3). Auch betonte die Vorinstanz,
dass die wirtschaftliche Situation der Beschwerdeführerin allein zur Aus-
richtung des Darlehens nicht massgeblich sei. Der Zweck des in Frage ste-
henden Darlehens bestehe in der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der
Region als Ganze und nicht einer einzelnen Unternehmung (vgl. bereits
Vernehmlassung 2018 E. 2.d in fine, S. 6, E. 3.a, S. 7 f., E. 6, S. 9; Ver-
nehmlassung vom 8. November 2021 E. 3.a, S. 3 f.). Die betriebswirtschaft-
lichen Ergebnisse der Beschwerdeführerin in der Wintersaison 2020/2021
nach Erstellung der neuen Sesselbahn im Sommer 2020 (vgl. Auszug aus
der Erfolgsrechnung 2016-2021, Geschäftsbericht 2020/2021 sowie
Liftumsatzzahlen; Beilagen Nr. 18-19 und 21 zur Ergänzung des Wiederer-
wägungsgesuchs vom 1. Juli 2021; vi-act. D/3) vermögen daher keine Än-
derung des entscheidrelevanten Sachverhalts zu bewirken. Aus den glei-
chen Gründen ist auch das Gutachten von Prof. Dr. C._ vom
12. November 2017 betreffend das Aktienwertverhältnis der beiden Berg-
bahnunternehmen nicht weiter entscheidwesentlich (vgl. Beilage Nr. 7 zum
Wiedererwägungsgesuch vom 3. Dezember 2020; vi-act. D/2.1).
5.4 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüglich Relativierung der
wirtschaftlichen Bedeutung eines gemeinsamen Wintertickets und einer
Verbindungspiste aufgrund der Klimaerwärmung (vgl. Wiedererwägungs-
gesuch vom 3. Dezember 2020, Rz. 1; vi-act. D/2.1) betreffen Umstände,
welche bereits im Jahr 2017 vorlagen. In Bezug auf die von der Beschwer-
deführerin geltend gemachten Kooperationen mit Partnern (vgl. Wiederer-
wägungsgesuch vom 3. Dezember 2020, Rz. 10; vi-act. D/2.1) erscheinen
Auswirkungen auf die in Frage stehende Region als Ganze nicht erstellt.
Im Übrigen ergeben sich aus den vorhandenen Unterlagen auch keine An-
haltspunkte für eine verbesserte Zusammenarbeit der Beschwerdeführerin
mit der B._. Insgesamt liegt daher keine massgebliche Änderung
des entscheidrelevanten Sachverhalts seit Erlass der Verfügung vom
18. Dezember 2017 vor.
6.
Auf die Ausführungen der Parteien über die Anwendung von Art. 26 des
Bundesgesetzes über Finanzhilfen und Abgeltungen vom 5. Oktober 1990
(SuG; SR 616.1; vgl. angefochtene Verfügung E. 3, S. 6; Beschwerde-
schrift, Abschnitt "B", Rz. 8) braucht vorliegend nicht eingegangen zu wer-
den, da die Beschwerde bereits aus anderen Gründen abzuweisen ist.
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7.
7.1 Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin in verfahrensrechtlicher
Hinsicht sinngemäss die gerichtliche Vorladung von Regierungsrat
E._ als Zeuge oder die Abnahme eines Amtsberichts, indem sie in
der Beschwerdeschrift entsprechende Beweisofferten macht (vgl. Be-
schwerdeschrift, Abschnitt "B", Rz. 5).
7.2 Aus dem Gebot der Gewährung des rechtlichen Gehörs folgt u.a. der
Anspruch auf Abnahme der von einer Partei angebotenen Beweise (Art. 29
Abs. 2 BV, Art. 33 Abs. 1 VwVG). Keine Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör liegt vor, wenn auf die Abnahme beantragter Beweismit-
tel verzichtet wird, weil die antizipierte Beweiswürdigung ergibt, dass die
Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich
untauglich sind. Dies ist etwa dann der Fall, wenn die betreffende Tatsache
aus den Akten bereits genügend ersichtlich ist und angenommen werden
kann, dass die Durchführung des Beweises im Ergebnis nichts ändern wird
(vgl. BGE 130 II 425 E. 2.1; Urteil des BVGer B-6462/2019 vom 1. Sep-
tember 2020 E. 5.2.2; PATRICK SUTTER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.],
VwVG Kommentar, 2. Aufl. 2019, Art. 33 VwVG N. 2, je m.H.).
7.3 Vorliegend erhofft sich die Beschwerdeführerin von den anerbotenen
Beweismitteln die Klärung der Frage, ob sich der Regierungsrat bei Erlass
seiner Verfügung vom 18. Dezember 2017 in einem offenkundigen Irrtum
befunden hat und seither eine Änderung des massgeblichen Sachverhalts
eingetreten ist (vgl. Beschwerdeschrift, Abschnitt "B", Rz. 5). Diese beiden
Fragen lassen sich vorliegend allerdings bereits aufgrund der vorhandenen
Akten beantworten (vgl. hierzu vorn E. 4 und 5). Die Vorladung des erwähn-
ten Regierungsrats oder die Abnahme eines Amtsberichts könnten daher
im Ergebnis nichts ändern. Soweit die obgenannten Beweisofferten der Be-
schwerdeführerin als Beweisanträge zu verstehen sind, sind sie daher in
antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen.
8.
Zusammenfassend besteht vorliegend kein Anspruch der Beschwerdefüh-
rerin auf Eintreten auf ihr Wiedererwägungsgesuch vom 3. Dezember 2020
(inklusive Ergänzung vom 1. Juli 2021). Die Beschwerde erweist sich damit
als unbegründet und ist daher abzuweisen.
9.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin
die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des
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Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]). Diese sind auf
Fr. 2'000.– festzulegen. Der in gleicher Höhe von der Beschwerdeführerin
geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-
wenden. Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist keine Parteientschä-
digung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE e contra-
rio); ebenso wenig der obsiegenden Vorinstanz (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
10.
Eine Beschwerde gegen das vorliegende Urteil wäre nur dann möglich,
falls dargetan werden könnte, dass hier Anspruchssubventionen zur Dis-
kussion stehen (Art. 83 Bst. k BGG). Da dies nach diesem Urteil nicht der
Fall ist (vgl. vorn E. 2.2), wird auf eine Rechtsmittelbelehrung verzichtet. Es
wäre im Übrigen am Bundesgericht, über die Zulässigkeit einer allfälligen
Beschwerde zu entscheiden (vgl. Urteil des BVGer B-196/2018 vom
27. Mai 2019 E. 11).
(Dispositiv nächste Seite)
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