Decision ID: e5387df6-1358-4d6f-a57d-ffb6ba7878d1
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 11./26. November 2009 wegen seit 2005 bestehender
Kniearthrosen beidseits zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an.
Zuletzt sei er von 1989 bis Juni 2009 als Nachseher in einer Textilunternehmung tätig
gewesen (IV-act. 1). - Gemäss einem "Zwischenzeugnis" der Arbeitgeberin vom 8. Juli
2009 (IV-act. 4-7) arbeitete der Versicherte Nachtschicht.
A.b Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, gab dem Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD) der Invalidenversicherung am 2./15. Dezember 2009 (Gesprächsprotokoll samt
Bestätigung; IV-act. 10, 23) an, es lägen als Diagnosen (verkürzt wiedergegeben) eine
Gonarthrose beidseits bei medialer Teilmeniskektomie links 26.05.08, ein Status nach
Operation am Ellbogen rechts 02.2001, ein Status nach Operation und Neurolyse des
N. ulnaris am Ellbogen links 01/2008 sowie eine depressive Störung vor. Seit einer
ersten Konsultation wegen Kniebeschwerden im September 1999 habe der Versicherte
immer wieder in Behandlung gestanden. Die vorgeschlagene Versorgung mit einer
Kniegelenksprothese lehne er ab. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit werde
durch Funktionsausfälle beim längeren Stehen, Gehen und Knien eingeschränkt.
Vorwiegend im Sitzen zu verrichtende Tätigkeiten sollten medizinisch theoretisch
vollschichtig möglich sein; das müsste jedoch von einem Spezialisten genau definiert
werden. - Eine neuropsychologische Untersuchung der Klinik für Neurologie am
Kantonsspital St. Gallen (visiert durch [...] C._) hatte gemäss dazu eingereichtem
Bericht vom 3. April 2003 (IV-act. 15-12 ff.) leichte bis mittelschwere kognitive
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Beeinträchtigungen aufgezeigt. Im Vordergrund stünden die Aufmerksamkeitsdefizite
mit klinisch beobachteten Konzentrationseinbrüchen und exekutiven Störungen mit
verlangsamtem, gleichzeitig aber häufig vorschnellem Vorgehen bei deutlichen Anlauf-/
Umsetzungs¬schwierigkeiten. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen den
fremdanamnestisch (von der Tochter) angegebenen Problemen und den objektivierten
Störungen (keine Gedächtnisdefizite). Daraufhin hatte die Klinik für Neurologie am
Kantonsspital St. Gallen am 13. Juni 2003 (IV-act. 15-9 ff.) berichtet, es bestehe der
Verdacht auf ein depressives Syndrom mit "depression related cognitiv dysfunction".
Klinisch-neurologisch habe sich ein unauffälliger Status gezeigt. Ursache für die
neuropsychologisch festgestellten Defizite könnten in einer affektiven Störung oder in
einem chronischen Schlafdefizit bei langjähriger Nachtschichtarbeit (die der Versicherte
keinesfalls aufgeben wolle) oder in beidem liegen. Zum Ausschluss einer
metabolischen Ursache seien Bluttests (B12, B1, B6, Folsäure und TSH) zu machen.
Insgesamt bestehe der dringende Verdacht auf ein zusätzliches depressives Syndrom
(IV-act. 15-10 f.). Eine cranio-cerebrale Kernspintomographie vom Oktober 2007 (IV-
act. 15-7) hatte eine leichtgradige diffuse corticale Hirnatrophie und eine geringfügige
chronische Marklagerischämie gezeigt. Dr. med. D._, Orthopädische Chirurgie FMH,
hatte am 9. Januar 2009 (IV-act. 15-1) die Diagnose einer mittelstarken bis starken
Gonarthrose vom varusmorphen Typ beidseits bekanntgegeben. Es hätten sich bereits
kräftige Osteophyten medial gebildet, rechts falle vor allem eine Meniskus- und
Chondrokalzinosis auf. Links seien im Mai 2008 eine Arthroskopie und eine mediale
Teilmeniskektomie durchgeführt worden. Mit bereits zu diskutierenden
Knietotalprothesen wolle man noch zuwarten.
A.c Nach einem bei den von der Krankentaggeldversicherung eingereichten Akten
(Fremdakten G 3.2) liegenden Bericht vom 6. November 2009 (Fremdakten G 3.2 act.
1-1 ff.) hatte der Versicherte angegeben, nach der Operation vom Mai 2008 habe er
seit Januar 2009 wieder vermehrt Schmerzen gehabt. Da aber ab diesem Monat
Kurzarbeit angeordnet worden sei und er nur einen Tag pro Woche gearbeitet habe,
habe er die Knieschmerzen als nicht so stark empfunden. Als er im Juni 2009 wegen
gebesserter Wirtschaftslage wieder mehr habe arbeiten müssen, hätten die Schmerzen
belastungsbedingt wieder massiv zugenommen. Gemäss dem Formular
Krankmeldung/Taggeldanspruch vom 31. August 2009 (Fremdakten G 3.2 act. 1-6) war
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der Versicherte nach der Kündigung vom 23. Juni 2009 ab dem 25. Juni 2009 zu 100
% arbeitsunfähig geschrieben worden.
A.d In der Arbeitgeberbescheinigung vom 9. Dezember 2009 (samt Beilage, IV-act. 17)
wurde angegeben, der Versicherte sei in der Nachtschicht mit einem betriebsüblichen
vollen Pensum von 35 Stunden pro Woche tätig gewesen. Die Arbeit habe oft Gehen
und Stehen und Tragen von Gewichten bis 10 kg, manchmal von Gewichten bis 25 kg
und selten von Gewichten über 25 kg und selten Sitzen erfordert. Sie habe grosse
Anforderungen an Konzentration/Aufmerksamkeit, Sorgfalt und Auffassungsvermögen
und mittlere Anforderungen an das Durchhaltevermögen gestellt. Aus wirtschaftlichen
Gründen sei dem Versicherten auf den 30. September 2009 gekündigt worden. Ohne
Gesundheitsschaden würde er zurzeit pro Jahr Fr. 71'235.45 verdienen. Gemäss der
Fehlzeitübersicht (IV-act. 17-12 f.) war der Versicherte vor dem 25. Juni 2009 bereits im
Januar/Februar 2008 [bei Operation des linken Ellenbogens am 21. Januar 2008] sowie
im Mai bis Juli 2008 [bei Arthroskopie des linken Kniegelenks am 25. Mai 2008] und
Oktober/November 2008 längere Zeit krankgeschrieben gewesen. Ab Januar 2009 war
unregelmässig Kurzarbeit geleistet worden, zunächst (mit einer Ausnahme) an drei bis
vier Tagen pro Woche, ab 23. März 2009 noch an höchstens zwei Tagen pro Woche
(IV-act. 17).
A.e Nachdem der Versicherte am 5. Januar 2010 angegeben hatte, für sich keine
Möglichkeit zu einer Arbeit mehr zu sehen (IV-act. 25-2), wurde die IV-
Eingliederungsberatung mit Mitteilung vom 23. März 2010 (IV-act. 27) abgeschlossen.
A.f In seinem Bericht vom 19. Juni 2010 (IV-act. 30-1 bis 5; vgl. auch IV-act. 32-6)
nannte Dr. D._ als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
Gonarthrosen beidseits, medial betont, links mehr als rechts, sowie ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar, da der
Versicherte beim dauernden Herumgehen im Betrieb und dem Heben von Stoffballen
durch die Schmerzen beeinträchtigt sei. Der Versicherte habe deswegen mit der Arbeit
aufhören müssen und es sei ihm gekündigt worden. Eine leichte, vorwiegend im Sitzen
auszuübende Tätigkeit wäre ganztags mit einer Belastung von 50 % möglich. Nach
einem operativen Vorgehen bezüglich der Gonarthrosen könne die Arbeitsfähigkeit bei
einem guten Verlauf eventuell gesteigert werden.
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A.g Dr. B._ wies am 20. Juni 2010 auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. med.
E._ von der zuständigen Krankentaggeldversicherung vom 20. April 2010 hin (IV-act.
29 und 30-6 f.): Danach lagen medialbetonte Gonarthrosen beidseits, links mehr als
rechts, und ein chronisches Lumbovertebralsyndrom vor. Eine fortlaufende
Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit dem 25. Juni 2009 sei nicht vollumfänglich
nachvollziehbar. Die körperlich mittelschwere bisherige Tätigkeit mit Möglichkeit zum
Wechseln zwischen Stehen und Sitzen sei medizinisch-theoretisch weiterhin zumutbar,
der Arbeitsplatz sei seit März 2010 aber nicht mehr vorhanden. Körperlich leichte bis
gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten mit Gewichtsbelastungen bis 12.5 kg in
Wechselbelastung und -haltung (Sitzen, Stehen, Gehen) seien ab 19. April 2010
(Untersuchungsdatum) zumutbar. Im Bereich der Kniegelenke hätten sich keine
Aktivierungszeichen einer Gonarthrose gezeigt. – Dr. B._ attestierte dem Versicherten
in einem Arztbericht vom 22. Juli 2010 (Eingang; IV-act. 32) eine volle
Arbeitsunfähigkeit seit 25. August 2009.
A.h In einem von der Krankentaggeldversicherung veranlassten interdisziplinären
Gutachten (samt Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit,
EFL) des Instituts M._ vom 15. November 2010 (Fremdakten G 3.2) wurden unter
dem Titel rheumatologischer Diagnosen (Dr. med. F._, Rheumatologie und Innere
Medizin FMH) im Wesentlichen angegeben (erstens) eine Tendenz zum generalisierten
Schmerzsyndrom mit Gonarthrosen beidseits, chronisch rezidivierendem
lumbovertebralem und zervikovertebralem Schmerzsyndrom, Bein- und
Fussschmerzen unklarer Ätiologie, chronisch rezidivierenden Schulter- und
Ellbogenschmerzen beidseits, Tendenz zum dysfunktionalen Schmerz- und
Krankheitsverhalten mit Hinweisen auf eine erhebliche Symptomausweitung, (zweitens)
Koordinationsschwierigkeiten unklarer Ätiologie, (drittens) Gedächtnis- und
Konzentrationsstörungen unklarer Ätiologie, (viertens) ein Verdacht auf arterielle
Hypertonie und (fünftens) eine leichtgradige Hypertriglyzeridämie und
Hypercholesterinämie. Eine angepasste Verweistätigkeit sollte dem Versicherten
rheumatologisch betrachtet zumutbar sein, wobei aufgrund der multilokulären
Schmerzsymptomatik ein vermehrter Pausenbedarf im Ausmass von 20 % über den
Tag verteilt bestehe. Damit betrage die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in
einer ideal angepassten Tätigkeit 80 %. Da sich jedoch Hinweise für eine zu Grunde
liegende neurologische Grunderkrankung fänden, könne die Arbeitsfähigkeit aus
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somatischer Sicht nicht abschliessend beurteilt werden. - Unter psychiatrischem
Aspekt (Dr. med. G._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH) wurde dargelegt, der
Versicherte sei zum Zeitpunkt der Untersuchung (24. September 2010)
psychopathologisch nicht sehr auffällig gewesen. Die Grundstimmung sei etwas zum
depressiven Pol hin verschoben gewesen und es habe eine gewisse Hypomimie
bestanden. Das Vorliegen einer Demenz könne nicht sicher ausgeschlossen werden.
Aufgrund der vagen und teilweise widersprüchlichen Beschwerdeschilderung könnten
auch kaum sinnvolle Angaben darüber gemacht werden, ob der Versicherte an einer
affektiven Störung oder an einer Anpassungsstörung leide oder nicht. Weil auch die
somatische Situation nicht klar sei, könne auch das allfällige Vorliegen einer
somatoformen Schmerzstörung nicht beurteilt werden. - Es wurden im Gutachten
insgesamt daher eine neurologische Untersuchung mit neuropsychologischer
Untersuchung einschliesslich Symptomvalidierungstests, bei anhaltenden
Schulterschmerzen links eine Schultersonografie und je nach Ergebnis der
neurologischen Untersuchung eine weitere Abklärung zum Ausschluss einer dem
ausgeprägten Nachtschweiss zugrunde liegenden malignen Erkrankung befürwortet.
Der Rheumatologe hielt seinerseits fest, sollten die Untersuchungen unauffällig
ausfallen, sei eine Arbeitsfähigkeit von 80 % anzunehmen. - Im Rahmen der EFL hatten
sich erhebliche Hinweise auf eine Symptomausweitung gezeigt. Bezüglich der
Arbeitsfähigkeit bestehe aus rein rheumatologischer Sicht eine nachvollziehbare
Einschränkung in Form einer verminderten Belastbarkeit beim längeren Stehen und bei
kniebelastenden Tätigkeiten. Der Rheumatologe hatte klinische Hinweise für eine
Tendinopathie im Bereich der Rotatorenmanschette im linken Schultergelenk gefunden,
ausserdem myofasciale Verspannungen im Schulter-/ Nackengürtel und eine
vorwiegend schmerzbedingte Funktionsstörung der Lendenwirbelsäule bei nur
geringen klinischen Befunden, unklare Bein-/Fussschmerzen (differentialdiagnostisch
beginnende Polyneuropathie) sowie in der klinischen Untersuchung eine auffällige
Koordinationsschwierigkeit, welche einerseits durch eine ausgeprägte
Symptomausweitung oder andererseits durch eine neurologische Grunderkrankung
verursacht sein könnte.
A.i Am 20. Juli 2011 erstattete Dr. med. H._, Neurologie FMH, das auf Veranlassung
des RAD (vgl. IV-act. 48) eingeholte Gutachten (IV-act. 56), das auch auf einem
neuropsychologischen Teilgutachten der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St.
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Gallen ([...] C._, Psychologin FSP/Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP)
basierte. Es ergaben sich danach als Diagnosen (erstens) subjektive kognitive Defizite
in Form von Gedächtnisstörungen ohne sichere Hinweise für eine organische Ursache
(DD im Rahmen einer nicht näher zu bezeichnenden psychiatrischen Erkrankung) sowie
(zweitens) ein generalisiertes Schmerzsyndrom mit bekannter Gonarthrose beidseits,
ohne sichere Anhaltspunkte für eine Polyneuropathie oder ein Restless-legs-Syndrom,
möglicherweise im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung. Weder klinisch noch
elektrophysiologisch hätten sich Hinweise für eine organ-neurologische Erkrankung
ergeben. Rein neurologisch betrachtet bestehe körperlich eine volle Belastbarkeit. Ob
die Gonarthrosen für eine Arbeitsunfähigkeit relevant seien, könne aus neurologischer
Sicht nicht entschieden werden. Die kognitiven Einschränkungen hätten im Rahmen
der neuropsychologischen Untersuchung ätiologisch nicht sicher zugeordnet werden
können, doch bestehe - aufgrund beider Untersuchungen - der hochgradige Verdacht,
dass eine psychiatrische Erkrankung hierfür ganz wesentlich verantwortlich sei. Der
Versicherte sei dringend nochmals adäquat psychiatrisch abklären zu lassen. Es sei
unverständlich, dass der erstbeurteilende Psychiater zu keiner Diagnose gekommen
sei. Die Beobachtungen bei der neurologischen Untersuchung würden auf eine
somatoforme Schmerzstörung hinweisen, was in der psychiatrischen Beurteilung mit
zu berücksichtigen sei. Da zudem ein hirnorganischer Faktor nicht ganz habe
ausgeschlossen werden können, empfehle es sich im Hinblick auf die Frage nach einer
allfälligen deutlichen Zunahme der Hirnatrophie auch, die kernspintomografische
Untersuchung zu wiederholen. Neuropsychologisch seien multiple und hoch
signifikante Verschlechterungen (gegenüber der neuropsychologischen
Voruntersuchung vom April 2003) bei jedoch auch hoch auffälliger Symptomvalidierung
nachweisbar. Einerseits sei von signifikanten nicht authentischen kognitiven
Funktionsstörungen auszugehen, anderseits von signifikanten Verhaltensänderungen
mit auch Hinweisen auf dissoziative Symptome, die jedoch bei der psychiatrischen
Untersuchung im Jahr 2010 nicht festgestellt worden seien. Im entsprechenden
Teilgutachten (IV-act. 54) wurde als Hauptdiagnose eine nicht näher bezeichnete
Persönlichkeitsänderung, fremdanamnestisch zunehmend seit dem Unfall von 1986,
bereits 2003 nachweisbar, angegeben. Dr. H._ berichtete, gemäss dem Hausarzt
habe die Aufhebung der Kurzarbeit kurz vor der Kündigung zu vermehrten
Kniebeschwerden geführt (vgl. IV-act. 56-4).
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A.j Nachdem eine cranio-cerebrale (Vergleichs-) Kernspintomographie vom 7.
September 2011 (IV-act. 59) ein unverändertes Ausmass der Hirnatrophie ergeben und
der RAD ein Abstellen auf eine Arbeitsfähigkeit von 80 % gemäss M._-Gutachten
vom 15. November 2010 befürwortet hatte, stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten eine Abweisung des Leistungsgesuchs
bei einem Invaliditätsgrad von 33 % in Aussicht (IV-act. 63 f.). Mit Verfügung vom 19.
Dezember 2011 (IV-act. 69) wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten
ab. - Die Beschwerde, welche der Versicherte gegen diese Verfügung am 1. Februar
2012 erheben liess (IV-act. 75), hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
mit Entscheid vom 17. Januar 2014 (IV-act. 85) teilweise gut, hob die Verfügung auf
und wies die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung zurück. Bis zum Zeitpunkt
des Erlasses der Verfügung vom 19. Dezember 2011 sei in somatischer Hinsicht von
einer Arbeitsfähigkeit des Versicherten in adaptierter Tätigkeit von 80 % auszugehen.
Es gebe zwar Hinweise auf diskrepantes Verhalten bzw. eine Aggravation des
Versicherten, doch könne eine gleichzeitige psychiatrische Erkrankung nicht
ausgeschlossen werden. Das psychiatrische M._-Gutachten sei nicht abschliessend
gewesen. Es sei eine psychiatrische Begutachtung zu veranlassen. Der von der
Rechtsvertreterin des Versicherten angeführte Vorteil einer Begutachtung durch einen
dessen Muttersprache sprechenden Psychiater wie Dr. I._ erscheine nachvollziehbar;
jedenfalls werde sich die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle um eine einvernehmliche
Gutachtenseinholung bemühen müssen.
A.k Am 8. Oktober 2014 erstattete der [...] Psychiatrische Dienst J._ (J._; Dr. med.
K._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH) das am 14./15. Mai 2014 in Auftrag
gegebene psychiatrische Gutachten (IV-act. 103). Es liege eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig depressive Episode, mit somatischem
Syndrom vor. Der Versicherte sei zu 100 % arbeitsunfähig. - Der RAD erachtete diese
Einschätzung am 11. November 2014 (IV-act. 105) als plausibel und empfahl eine
Revision bereits nach einem Jahr. - In der Folge wurde dem Versicherten der
Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen (IV-act. 113).
A.l Mit Vorbescheid vom 7. August 2015 (IV-act. 118) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Rechtsvertreterin des Versicherten die
Abweisung dessen Leistungsgesuchs, namentlich des Rentenanspruchs, bei einem
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Invaliditätsgrad von 33 % in Aussicht. - Mit "Einsprache" vom 16. September 2015 (IV-
act. 119) liess der Versicherte eine volle (wohl: ganze) Rente ab Gesuchseinreichung,
eventualiter eine Dreiviertels- oder halbe Rente, beantragen. - Am 24. Februar 2016 (IV-
act. 121) verfügte die IV-Stelle im Sinn des Vorbescheids.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwältin lic. iur. Filiz-Félice Aydemir
Séquin für den Betroffenen am 1. April 2016 erhobene Beschwerde. Die
Rechtsvertreterin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei eine angemessene Rentenleistung zuzusprechen, d.h. eine volle
(wohl: ganze) Rente ab Gesuchseinreichung, eventualiter eine Dreiviertels-, eine halbe
oder eine Viertelsrente. Ausserdem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu
gewähren. Seit Oktober 2014 erhalte der Beschwerdeführer eine AHV-Rente. Auf das
beweiskräftige psychiatrische Gutachten vom 8. Oktober 2014 könne abgestellt
werden. Deshalb sei von einer selbständigen mittelgradigen Depression auszugehen.
Allfällige psychosoziale Faktoren - falls vorhanden - hätten gemäss dem Gutachten für
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine Rolle gespielt. Hierfür seien einzig die
krankheitsbedingten kognitiven Einschränkungen und Beschwerden verantwortlich. Es
treffe ferner nicht zu, dass keine therapeutische oder medikamentöse Behandlung
erfolgt sei. Da die vor dem psychiatrischen Gutachten vom Oktober 2014
begutachtenden Ärzte (aufgrund der kognitiven Defizite des Beschwerdeführers) die
Depression nicht klar hätten erkennen und diagnostizieren können, habe keine
effiziente Behandlung erfolgen können. Dem Beschwerdeführer selber sei es verwehrt
gewesen, von sich aus Medikamente auszuprobieren oder einen deutschsprachigen
Therapeuten aufzusuchen. Die Muttersprache des Beschwerdeführers sprechende
Therapeuten gebe es nur in beschränkter Zahl und sie seien räumlich weit weg. Schon
2003 sei aber vorsorglich Tolvon eingesetzt worden. Erst nachdem der
Beschwerdeführer Dr. med. I._, Neurologie FMH, aufgesucht habe, sei ab 2011 eine
neurologisch-psychiatrische Gesprächs- und versuchsweise die - bis anhin anhaltende
- medikamentöse Behandlung mit Venlafaxin aufgenommen worden. Sollte wider
Erwarten auf das M._-Gutachten abgestellt werden, sei bei der Bestimmung des
Invalideneinkommens wegen der zahlreichen Einschränkungen ein Leidens- und
Teilzeitabzug von 25 % zu berücksichtigen.
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C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Mai 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. In Abweichung von der Beurteilung des an sich
beweiskräftigen psychiatrischen Gutachtens vom Oktober 2014 sei eine
invalidisierende Wirkung der depressiven Störung des Beschwerdeführers zu
verneinen. Nach der bundesgerichtlichen Praxis seien leichte bis höchstens
mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar
und führten invalidenversicherungsrechtlich nicht zu einer Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit. Als invalidisierende Krankheiten fielen sie einzig dann in Betracht,
wenn sie erwiesenermassen gegenüber einer befolgten konsequenten, optimalen und
nachhaltigen Therapie unter Ausschöpfen aller Möglichkeiten resistent seien. Nur in
diesen seltenen Konstellationen sei den normativen Anforderungen von Art. 7 Abs. 2
zweiter Satz ATSG Genüge getan. Dass ein entsprechender Sachverhalt nicht
auszuschliessen sei, reiche beweismässig nicht aus; er müsse überwiegend
wahrscheinlich sein. Wie dem Gutachten vom Oktober 2014 zu entnehmen sei, habe
beim Beschwerdeführer bis anhin keine fachärztliche psychotherapeutische
Behandlung bzw. keine suffiziente pharmakotherapeutische und psychotherapeutische
Behandlung stattgefunden. Weder das Verabreichen von Psychopharmaka durch Dr.
B._ und (vorübergehend) Dr. I._ noch die Konsultationen bei letzterem Arzt ohne
Facharzttitel in Psychiatrie oder psychotherapeutische Fachausbildung vermöchten
hieran etwas zu ändern. Aus der gutachterlichen Beurteilung einer eher ungünstigen
Prognose könne noch nicht auf Therapieresistenz geschlossen werden, zumal als
therapeutische Massnahme immerhin eine psychotherapeutische, am ehesten eine
verhaltenstherapeutische Behandlung in Kombination mit einer antidepressiven
Medikation empfohlen worden sei. Von einer im erwähnten Sinn erstellten
invalidenversicherungsrechtlich relevanten Therapieresistenz könne nicht gesprochen
werden. Dazu komme, dass zur Verstärkung der depressiven Symptomatik im Jahr
2009 nicht unwesentlich der Verlust der Arbeitsstelle beigetragen habe, und der
Beschwerdeführer finanziell vom Sohn abhängig sei. Es bestünden also Anzeichen
dafür, dass sich die invaliditätsfremden Elemente nicht klar vom medizinischen Leiden
trennen liessen. Die psychosozialen Faktoren vermöchten zwar medizinisch die
Diagnose einer mittelschweren Depression, aber nicht rechtlich eine Invalidität zu
begründen. Für 2014 sei von einem Valideneinkommen von Fr. 75'594.-- auszugehen.
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Das Invalideneinkommen sei ausgehend von einem Jahresverdienst von Fr. 66'130.--
(gemäss Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für
Statistik 2012 bei 41.7 Stunden pro Woche und angepasst an die
Nominallohnentwicklung für Männerlöhne) zu bestimmen. Bei der durch das
somatische Leiden auf 80 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten
Tätigkeiten betrage das Invalideneinkommen Fr. 52'904.--. Ein Abzug vom
Tabellenlohn sei nicht gerechtfertigt. Das Anforderungs- und Belastungsprofil lasse
noch ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu. Eine
psychisch bedingt erforderliche verstärkte Rücksichtnahme von Vorgesetzten und
Arbeitskollegen sei bis anhin von der Gerichtspraxis nicht als eigenständiger
Abzugsgrund anerkannt worden, da sie in erster Linie die realen Anstellungschancen
betreffe. Auch eine reduzierte Leistungsfähigkeit bei vollzeitlicher Arbeit, das
Lebensalter und sprachliche Schwierigkeiten rechtfertigten keinen Abzug, ebenso
wenig der Ausländerstatus, verdienten doch Männer mit Niederlassungsbewilligung C
zwar weniger als Schweizer, aber mehr als das Durchschnittseinkommen. Der
Beschwerdeführer verliere zudem zwar den Vorteil der Dienstjahre, doch richte sich das
Anfangseinkommen bei einem neuen Arbeitgeber auch nach der mitgebrachten
Berufserfahrung und der durch die frühere langjährige Betriebstreue ausgewiesenen
Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit. Die Bedeutung der Dienstjahre nehme ausserdem im
privaten Sektor mit dem Anforderungsprofil ab. Der Invaliditätsgrad betrage somit 30
%; selbst bei einem Abzug von 10 % würde er noch rentenausschliessende 37 %
ausmachen.
D.
Mit Replik vom 20. Juni 2016 hält die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit
Ausnahme des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (wegen
Rechtsschutzversicherung zurückgezogen) an den Anträgen fest. Die von der
Beschwerdegegnerin zitierten Bundesgerichtsentscheide würden sich auf Sachverhalte
mit frühzeitig erfassten psychiatrischen Diagnosen und ausdrücklichem Hinweis auf die
Behandelbarkeit der Depression - meist einer leichten bis maximal mittelgradigen
Depression ohne Korrelat zu arbeitsbedingten Einschränkungen in somatischer
Hinsicht - beziehen. Der Beschwerdeführer dagegen sei auch aus somatischer Sicht
nur eingeschränkt - zu 80 % - arbeitsfähig. Das Gutachten empfehle zwar eine
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verhaltenstherapeutische (nicht aber eine medikamentöse) Behandlung, halte aber fest,
die Zugangsvoraussetzungen seien deutlich erschwert. Der RAD habe denn auch von
medizinischen Massnahmen in absehbarer Zeit keine Besserung erwartet. Spätestens
ab dem 12. März 2012 habe sich der Beschwerdeführer "neuro-psychiatrisch" durch
Dr. I._ behandeln lassen. Dass dieser Arzt im Nachhinein nicht mehr als
praktizierender Psychiater im Medizinalregister eingetragen sei, dürfe dem
Beschwerdeführer nicht angelastet werden. Die Beschwerdegegnerin sei bereit
gewesen, ihn mit einer psychiatrischen Begutachtung zu beauftragen, bevor er
mitgeteilt habe, nicht mehr psychiatrisch, sondern in erster Linie nur noch neurologisch
tätig zu sein. Dem Beschwerdeführer gegenüber sei er stets als Psychiater aufgetreten.
Der Beschwerdeführer sei im Übrigen bei wichtigen Alltagsanforderungen auf die
Unterstützung der Familienmitglieder angewiesen. Eine finanzielle Abhängigkeit zum
Sohn bestehe nicht.
E.
Die Beschwerdegegnerin hat am 24. Juni 2016 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.
F.
Mit Eingabe vom 20. September 2016 ersucht die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers um eine rasche Entscheidfindung, denn nach Angaben seiner
Vorsorgeeinrichtung werde er am _ 2016 ordentlich pensioniert und sei es wegen
des hängigen Beschwerdeverfahrens nicht möglich, die entsprechende Rente zu
berechnen.

Considerations:
Erwägungen
1.
1.1 Im Streit liegt die Verfügung vom 24. Februar 2016, mit welcher die
Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers, namentlich einen
Rentenanspruch, abgewiesen hat. Da die Anmeldung vom November 2009 - also nicht
aus einer Zeit vor dem 1. Januar 2009 - datiert, richtet sich der allfällige Rentenbeginn
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nach Art. 29 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung (vgl.
Übergangsregelung des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 12. Dezember
2007; Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Oktober
2012, IV 2010/133, e contratio).
1.2 Der Beschwerdeführer lässt Rentenleistungen beantragen. Streitgegenstand bildet
daher zunächst der allfällige Rentenanspruch. Ergibt sich allerdings, dass ohne
Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage steht, so gehört zum
Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz
"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu
Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe. Die IV-Eingliederungsberatung war
bereits mit Mitteilung vom 23. März 2010 abgeschlossen worden.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss Art.
28a Abs. 1 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird das Erwerbseinkommen, das
die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode der Invaliditätsbemessung).
3.
Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss entscheidend,
was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich
verdienen würde (vgl. etwa Bundesgerichtsentscheid 9C_422/15 vom 7. Dezember
2015). - Der Beschwerdeführer stand während rund zwanzig Jahren im selben
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Arbeitsverhältnis, bevor ihm gekündigt worden ist. Er hatte (zumindest noch) im Juni
2003 geäussert, er fühle sich durch die Nachtarbeit nicht überfordert und wolle diese
Tätigkeit auf gar keinen Fall aufgeben. Die entsprechende Tätigkeit stellte aber
erhebliche Anforderungen bezüglich des Stehens und Gehens, des Umgangs mit
Gewichten (gemäss Angaben in der Arbeitgeberbescheinigung; anders aber die
nachträglichen Angaben des Beschwerdeführers bei der EFL im September 2010,
Fremdakten G 3.2 act. 4-18) und der geistigen Fähigkeiten (u.a. Konzentration/
Aufmerksamkeit, Sorgfalt). Es traten wegen der Operationen (an Ellbogen und
Kniegelenk) bereits ab Januar 2008 (bis November 2008; ab Januar 2009 reduzierte
sich die Arbeitsbelastung durch eine gewisse Kurzarbeit) längere
Arbeitsunfähigkeitsphasen auf. Nach Angaben des Beschwerdeführers bei der J._-
Begutachtung (IV-act. 103-6) hat er sich nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren
und die Maschine nicht mehr richtig einstellen und bedienen können wie früher. Er
habe sich Sorgen gemacht und täglich befürchtet, wieder etwas zu vergessen oder
falsch zu machen. Der Schlaf sei gestört gewesen, dadurch auch die Konzentration.
Immer häufiger seien ihm Fehler (mit Materialschaden) passiert. Er sei deswegen und
wegen Langsamkeit gerügt und schliesslich entlassen worden. Wie im Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Januar 2014 festgehalten, ist
davon auszugehen, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zur Kündigung
geführt haben, dass er also ohne Eintritt des Gesundheitsschadens weiterhin dort
angestellt geblieben wäre und (ab April 2008 bzw. im Dezember 2009) einen Lohn von
Fr. 71'235.-- erzielt hätte.
4.
4.1 Nach der Kündigung des langjährigen Arbeitsverhältnisses (gemäss dem IK-
Auszug war er schon vor 1989 zusätzlich bereits von 1982 bis 1985 während dreier
Jahre dort beschäftigt gewesen) war der Beschwerdeführer ab dem 25. Juni 2009 nach
Angaben von Dr. B._ in dieser (bisherigen) Arbeit nicht mehr arbeitsfähig. Dr. D._
bestätigte eine solche Arbeitsunfähigkeit am 19. Juni 2010. Dr. E._ jedoch hielt die
Tätigkeit gemäss Bericht vom April 2010 für zumutbar, doch ist anzunehmen, dass
dabei die Belastungen im Arbeitsprofil ungenügend berücksichtigt wurden.
4.2
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4.2.1 Für eine adaptierte Tätigkeit wurde bei der M._-Begutachtung unter
rheumatologischem Aspekt eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % festgestellt. Bei der
neurologischen Untersuchung ergab sich in der Folge keine Belastungseinschränkung
aus diesem (neurologischen) Grund (vgl. Gutachten von Dr. H._). Es kann, was die
Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht betrifft und wie bereits im Entscheid vom 17.
Januar 2014 für den Sachverhalt bis zum 19. Dezember 2011 festgehalten, für den
vorliegend zu beurteilenden Zeitraum auf die Arbeitsunfähigkeitsschätzung von 20 %
abgestellt werden, während diejenige von 50 % des behandelnden Arztes dagegen
nicht durchzudringen vermag.
4.2.2 Bei der psychiatrischen J._-Begutachtung ergab sich gemäss dem Gutachten
von Dr. K._ vom Oktober 2014 als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradig depressive Episode. Das Gutachten wurde in Kenntnis der
Vorakten und eines von Dr. B._ zur Verfügung gestellten Laborbefunds vom 23. Juli
2014 erstattet. Die Exploration samt Anamneseerhebung erfolgte durch eine Referentin
und durch den die Muttersprache des Beschwerdeführers beherrschenden Facharzt.
Ferner wurden Gespräche mit Dr. I._ und der Tochter des Beschwerdeführers
geführt. Das Gutachten basiert zudem auf verschiedenen diagnostischen Tests, davon
einem in der Muttersprache des Beschwerdeführers. In Letzterem (Beck-
Depressionsskala) etwa entsprach das Ergebnis einer schweren Depression, die
Testung mit der Hamilton-Skala ergab eine mittelschwere Depression und im MMS-
(Mini-Mental-Status-) Test war ein Ergebnis falsch und waren fünf nicht beurteilbar, die
übrigen 24 Punkte richtig (wobei 30 Punkte für uneingeschränkte kognitive Funktion
stehen und Werte von 20 bis 26 Punkten für eine leichte Demenz sprechen, vgl. https://
de.wikipedia.org/wiki/Mini-Mental-Status-Test; zum Vergleich: gemäss dem
neuropsychologischen Teilgutachten vom Mai 2011 hatte der Test 22 Punkte ergeben).
Die Abklärung ist daher als umfassend zu betrachten.
4.2.3 Der Befundschilderung (gemäss der Arbeitsgemeinschaft für Methodik und
Dokumentation in der Psychiatrie, AMDP) ist zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer psychomotorisch unruhig gewesen sei. Aufmerksamkeit,
Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis seien im Gespräch zunehmend
eingeschränkt gewesen. Die affektive Stimmungslage habe zum depressiven Pol hin
ausgelenkt, der formale Gedankengang verlangsamt und zeitweise blockiert zu sein
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geschienen. Der Beschwerdeführer habe teilweise an den Fragen vorbei geantwortet
und häufig nachfragen müssen. Er habe verschiedene Beschwerden beschrieben (in
psychiatrischer Hinsicht etwa Gedankenkreisen und Grübeln, ausgeprägte
Freudlosigkeit, reduzierten Antrieb, ausgeprägte Tagesmüdigkeit mit erhöhtem
Schlafbedürfnis und erheblichem Vitalitätsverlust, Ein- und Durchschlafstörungen,
Interesselosigkeit und zunehmenden Rückzug aus sämtlichen sozialen Bezügen,
wegen Gereiztheit und Lautwerdens immer wieder belastete Kontakte in der engeren
Familie, daneben gewisse Ängste und Zwänge; in somatischer Hinsicht häufiges
Schwitzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Juckreiz am Kopf, Kribbeln am ganzen Körper,
Brennen der Füsse, Schmerzen an Knien und Armen). Auf Nachfrage habe er
angegeben, sich oftmals zu wünschen, nicht weiterleben zu müssen, ohne sich aber
etwas antun zu wollen. Im Gutachten wurde festgehalten, der affektive Rapport sei nur
bedingt herstellbar gewesen. - Die erhobene Diagnose erscheint insgesamt
nachvollziehbar begründet und ausgewiesen. Die Beschwerdegegnerin erachtet das
Gutachten als solches ebenfalls als beweiskräftig.
4.2.4 Im Gutachten ist dem psychischen Gesundheitsschaden eine volle
Arbeitsunfähigkeit zugeschrieben worden. In dieser Beziehung weicht die
Beschwerdegegnerin in ihrer Auffassung vom Gutachten ab und stellt sich auf den
Standpunkt, das Leiden des Beschwerdeführers sei nicht invalidisierend, und zwar
einerseits weil die rechtsprechungsgemäss vorausgesetzte Therapieresistenz der
depressiven Störung nicht ausgewiesen sei und anderseits weil belastende
psychosoziale Faktoren zur entsprechenden Symptomatik beigetragen hätten und eine
Trennung dieser invaliditätsfremden Elemente vom medizinischen Leiden nicht möglich
sei.
4.2.5 Wie die Beschwerdegegnerin vorbringt, hat das Bundesgericht festgehalten, (in
der Versichertengemeinschaft ubiquitär verbreitete) Störungen leicht bis mittelgradiger
depressiver Natur würden einzig in der - angesichts ihrer im Allgemeinen guten
Behandelbarkeit selten zu findenden - erwiesenen Konstellation als invalidisierende
Krankheiten in Betracht fallen, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren
(ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten bei guter Kooperation
konsequent, optimal und nachhaltig angewandt und ausgeschöpft worden sind (vgl.
Bundesgerichtsentscheid vom 14. April 2016, 9C_13/16; vgl. auch BGE 140 V 193,
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BGE 137 V 64, BGE 141 V 281). - Im Urteil vom 29. Oktober 2013, 9C_454/13, hat das
Bundesgericht betreffend einen Sachverhalt, bei welchem das Beschwerdebild von
Anfang an wesentlich durch invaliditätsfremde psychosoziale Umstände geprägt war,
ausgeführt, solche Faktoren vermöchten medizinisch die Diagnose einer
mittelschweren Depression, aber rechtlich keine Invalidität zu begründen.
4.2.6 Dem J._-Gutachten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer erstmals im
Jahr 2006 pharmakologisch antidepressiv behandelt wurde. Das Medikament (Tolvon,
ge¬mäss Arzneimittelkompendium zur Behandlung von depressiven Erkrankungen)
wurde ca. 2011 wegen einer Nebenwirkung (Müdigkeit; IV-act. 103-7) bzw. wegen
ausgebliebener Wirkung (IV-act. 103-10) abgesetzt. Ab 2011 habe der Neurologe Dr.
I._ Venlafaxin (gemäss Arzneimittelkompendium ein Mittel hauptsächlich bei
Episoden einer Major Depression und bei Angststörungen) eingesetzt. Eine
psychotherapeutische Behandlung war bis zur Begutachtung nicht erfolgt. - Im
Gutachten wird zudem festgehalten, die im Juni 2009, kurz vor dem zwanzigjährigen
Arbeitsjubiläum, ausgesprochene Kündigung - als wichtiger psychosozialer Faktor -
scheine das depressive Zustandsbild verstärkend beeinflusst zu haben. Die schon
länger vorhandenen Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit und die Ängste vor dem
Nichtgenügen und vor der Kündigung hätten sich dadurch für den Exploranden
scheinbar bestätigt.
4.2.7 Diese Sachlage rechtfertigt für sich allein genommen allerdings nicht, vorliegend
ein invalidisierendes Leiden entgegen der fachärztlich-gutachterlich abgegebenen und
begründeten Arbeitsfähigkeitsschätzung zu verneinen. Zu berücksichtigen ist
namentlich, dass im J._-Gutachten von einer deutlich fortgeschrittenen
Chronifizierung der Depression berichtet wird. Die depressive Symptomatik, welche
wahrscheinlich im Jahr 1999 begonnen habe, habe sich im Verlauf zunehmend gezeigt
bzw. sich ausgeweitet. Es zeigt sich denn auch nach der Aktenlage, dass schon im
Jahr 2003, also sechs Jahre vor der anhaltend attestierten Arbeitsunfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit, neurologische und neuropsychologische Abklärungen getroffen
wurden und daraufhin von der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen der
Verdacht auf ein depressives Syndrom mit "depression related cognitiv dysfunction"
geäussert wurde. Neuropsychologisch waren damals Defizite festgestellt worden,
deren Ursache in einer affektiven Störung oder in einem chronischen Schlafdefizit bei
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langjähriger Nachtschichtarbeit vermutet worden war. Bei der M._-Begutachtung
vom November 2010 war ebenfalls festgestellt worden, dass die Grundstimmung des
Beschwerdeführers etwas zum depressiven Pol hin verschoben gewesen sei und eine
gewisse Hypomimie bestanden habe. Eine Demenz konnte nicht sicher
ausgeschlossen werden. Gemäss dem Gutachten vom Juli 2011 war damals erneut der
hochgradige Verdacht auf eine psychiatrische Erkrankung aufgekommen und waren
Hinweise auf eine somatoforme Schmerzstörung gefunden worden. Aufgrund der
neuro¬psychologischen Untersuchung wurde unter anderem von signifikanten
Verhaltensänderungen mit auch Hinweisen auf dissoziative Symptome berichtet und es
wurde eine nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsänderung diagnostiziert.
4.2.8 Im J._-Gutachten wird - was überzeugend erscheint - angenommen, dass für
den Beschwerdeführer schon im Jahr 2003 die ersten Einschränkungen am
Arbeitsplatz (Konzentrationsmangel und Vergesslichkeit) deutlich geworden seien, die
damals zur Abklärung geführt hätten und im zeitlichen Verlauf durchgängig und als
zunehmend geschildert worden seien. Das Leiden wirkt sich gemäss dem Gutachten in
zahlreichen Beeinträchtigungen aus, die in einer beruflichen Tätigkeit erheblich
leistungseinschränkend seien, so etwa in einer mit den Schlafstörungen verbundenen
Tagesmüdigkeit. In Kombination mit dem ausgeprägten Antriebsmangel würden die
Möglichkeiten, eine Arbeit aufzunehmen bzw. über mehrere Stunden durchzuhalten,
erheblich eingeschränkt. Die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite würden das
Risiko von Fehlern am Arbeitsplatz wesentlich erhöhen und könnten zu Schaden
führen. Aufgrund der Minderung des Selbstwertgefühls und der Versagensängste
müsste mit einem Vermeidungsverhalten gerechnet werden, da leichtere
Anforderungen vom Beschwerdeführer schon als vermeintlich nicht zu bewältigende
Belastung erlebt würden. Regenerationsmöglichkeiten würden fehlen. Wie aus dem
Gutachten hervorgeht, wirken sich die Störungen im Alltag und auch im Freizeitbereich
aus. Ein solcher Vergleich von Beschwerdeschilderung, Beobachtungen auf
Befundebene und Beobachtungen anhand des Berichts über alltagsrelevante
Beeinträchtigungen erlaubt nach einleuchtender Meinung von Dr. med. M. Reiber,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie (geäussert im Artikel "Krank oder
faul? Über den Willen, den Schmerz zu bewältigen, und das Problem des Arztes, die
Arbeitsfähigkeit unter dem Aspekt der Arbeitswilligkeit zu betrachten", in: René
Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003,
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S. 136 f.), eine gutachterliche Plausibilitätsprüfung bei der Messung von Schmerz und
zumutbarer Willensanspannung und stellt eine Methode der Erhebung der
psychiatrischen Arbeitsunfähigkeit dar, was auch hier berücksichtigt werden kann (vgl.
für psychosomatische Störungen auch BGE 141 V 281). Die Teilhabe an anderen
Lebensbereichen als der bisherigen (beruflichen oder Aufgabenbereichs-) Tätigkeit ist
zur Beurteilung der Konsistenz der Leistungsfähigkeit von grosser Bedeutung (so die 3.
A. vom Juni 2016 der Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der
Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP in SZS 2016
435 ff., 477).
4.2.9 Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass der Venlafaxinspiegel bei der
Untersuchung vom Juli 2014 im Referenzbereich lag, was einen Hinweis darauf bildet,
dass der Beschwerdeführer das verschriebene Medikament zu sich nimmt. Gemäss
dem J._-Gutachten war er im Übrigen sehr kooperativ, habe sich bemüht, die Fragen
korrekt zu beantworten und habe sehr gewissenhaft gewirkt.
4.2.10 Wie im Entscheid des kantonalen Versicherungsgerichts vom 17. Januar 2014
(E. 2.8) dargelegt, sind bei den verschiedenen Untersuchungen allerdings auch
Hinweise auf eine (erhebliche) Symptomausweitung aufgefallen. - Im J._-Gutachten
dagegen wurde festgehalten, die Beschwerdeberichte des Beschwerdeführers seien in
sich konsistent gewesen. Es hätten keine Diskrepanzen oder Widersprüche in den
Schilderungen beobachtet werden können. Auffällig seien dagegen die
Verständnisschwierigkeiten des Beschwerdeführers gewesen, welche durch die
Übersetzung des die Muttersprache beherrschenden Psychiaters eindeutig als formale
Denkstörungen und Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen im Rahmen der
depressiven Erkrankung hätten erkannt werden können. Dieses krankheitsbedingte
Kriterium sei in den früheren Untersuchungen und Anamneseerhebungen nicht
hinreichend differenziert erkannt worden, da psychiatrische Fachkenntnisse und
Sprachkenntnisse (sc. bis anhin) nicht in einer einzigen Person (sondern stets die einen
beim Psychiater, die andern beim Dolmetscher) vorhanden gewesen seien. - Die
Feststellung von Symptomausweitung bei der EFL basiert (nebst in gleich dreifacher
Hinsicht berücksichtigten Diskrepanzen bei der Handkrafttestung) unter anderem auf
einer deutlich zu tiefen Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers. Wie im EFL-
Bericht (Fremdakten G 3.2 act. 4-20) ausdrücklich erwähnt, ist bei der Interpretation
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dieser Befunde das Ergebnis der (damals noch ausstehenden) psychiatrischen
Abklärung zu berücksichtigen. Wird der Einfluss des nunmehr fachärztlich
psychiatrisch diagnostizierten Leidens miteinbezogen, so ergibt sich eine ausreichende
Erklärung. Angemerkt werden kann in diesem Zusammenhang auch, dass bei der
neuropsychologischen Abklärung vom Mai 2011 (bei der Hauptdiagnose einer nicht
näher bezeichneten Persönlichkeitsänderung) zwar nicht authentische kognitive
Funktionsstörungen als im Vordergrund stehend beschrieben worden waren, aber
ebenfalls angenommen wurde, es dürften auch unbewusste Anteile (im Sinn eines
anzunehmenden psychiatrischen Faktors) vorhanden sein (IV-act. 54-5).
4.2.11 Im J._-Gutachten wurden bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung schliesslich
auch die vorhandenen Ressourcen des Beschwerdeführers berücksichtigt (IV-act.
103-11).
4.2.12 Insgesamt ist daher aufgrund dieser Beweiswürdigung mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer, wie im J._-
Gutachten festgestellt, aufgrund des diagnostizierten Leidens nicht mehr arbeitsfähig
ist. - Steht aber fest, dass ein Krankheitszustand mit (unüberwindlichem, d.h. ganze
oder teilweise Unzumutbarkeit einer Tätigkeit bewirkendem) Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit vorliegt, ist unerheblich, ob auch soziale, invalidenversicherungsfremde
Faktoren als (Teil-) Ursache bei dessen Entstehung eine wesentliche Rolle gespielt
haben (vgl. dazu BGE 139 V 547 E. 3.2.2).
4.3 Was die Behandelbarkeit des psychischen Leidens betrifft, geht das J._-
Gutachten angesichts des sehr wahrscheinlich mehr als 14-jährigen Verlaufs der
depressiven Symptomatik ohne suffiziente Behandlung zwar von einer sehr
ungünstigen Prognose aus, hält bei optimalen Behandlungsbedingungen langfristig
eine symptomatische Linderung aber allenfalls für möglich. Es wäre eine
psychotherapeutische (am ehesten verhaltenstherapeutische) Behandlung in
Kombination mit einer antidepressiven Medikation zu empfehlen. Zu einer geeigneten
und zumutbaren konsequenten psychiatrischen Therapie hätte der Beschwerdeführer
allenfalls auch verpflichtet werden müssen (vgl. Abbruch bei Dr. I._, weil zu weit weg
und Behandlung nicht hilfreich, IV-act. 103-5), das kam allerdings schon wegen des
Alters des Beschwerdeführers, der bei der Erstattung des J._-Gutachtens im Oktober
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2014 _-jährig war und inzwischen im AHV-Alter steht, nicht mehr in Frage. Ob eine
Senkung des Invaliditätsgrads damit tatsächlich hätte erreicht werden können, scheint
mit Blick auf die ungünstige Prognose unwahrscheinlich.
5.
5.1 Angesichts der (teilweise somatisch und hauptsächlich psychiatrisch bedingten)
vollen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierten Tätigkeiten ist von
einer vollen Erwerbsunfähigkeit und Invalidität auszugehen, weshalb Anspruch auf eine
ganze Rente besteht.
5.2 Nach dem oben erwähnten Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des
Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, das heisst vorliegend bei Anmeldung
im November 2009 frühestens im Mai 2010.
5.3 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die (nebst den
Anforderungen nach lit. a) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b)
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).
Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens
20 % vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit
liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen
voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV; Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S K. vom 26. März 2004, I 19/04). - Nach der Aktenlage
bestanden schon längere Zeit gewisse Leistungseinschränkungen, eine
(durchgehende) Arbeitsunfähigkeit wurde dem Beschwerdeführer jedoch ab dem 25.
Juni 2009 attestiert. Es ist daher im Juni 2010 ein Wartejahr abgelaufen. - Der
Beschwerdeführer hat demnach Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. Juni 2010.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 2016 teilweise gutzuheissen und dem
Beschwerdeführer ab 1. Juni 2010 eine ganze Rente zuzusprechen.
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6.2 Angesichts des vollen Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich,
ihr die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1bis IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art.
95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Dem
Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
6.3 Der Beschwerdeführer hat bei vollem Obsiegen auch Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache
und dem Aufwand angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).