Decision ID: ba005b94-5732-4b73-a436-d6724f991433
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1968 geborene
X._
, Mutter zweier erwachsener Kinder und ohne berufliche Ausbildung,
war seit November 2010 mit einem
insgesamt
Vollzeitpensum als Reinigungsfachfrau
bei der
Y._
AG,
in Z._
,
und
in
verschiedenen
Privathaushalten tätig und
meldete sich am 10. März 2020 unter
Hinweis auf Arthrosen im Rücken und
auf
eine
Taubheit der rechten Körperhälfte aufgrund einer Krebserkrankung im Rückenmark bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(Urk. 8/4
, U
rk.
8/13 S. 4-5
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor
und zog unter anderem die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 8/2,
Urk. 8/5-6,
Urk. 8/27) bei.
Am 14. Mai 2020
teilte
sie
der Versicherten mit, dass aufgrund des Gesundheits
zustands keine Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien (Urk. 8/21).
Mit Vorbesch
eid vom 19. Oktober 2020 (Urk. 8/
3
2
) stellte die IV-Stelle der Versicher
ten die
Zusprache
einer
Viertelsrente
ab 1. September 2020 in Aussicht, wogegen letztere am 16. November 2020 Einwand (Urk. 8/37) erhob. Am
1
5.
und
23. Dezember 2020
sprach die IV-Stelle der Versicherten ab 1. September 2020 eine
Viertelsrente
zu (Urk. 8/48, Urk. 2).
2.
Gegen die
se
Verfügung
en
(Urk. 2) erhob die Versicherte am 25. Januar 2021 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei
der genannte Entscheid
aufzuheben und es sei ihr eine halbe Rente zuzusprechen. Eventuell sei ein Belastbarkeits
training oder eine Begutachtung
durchzuführen. Subeventuell sei
die Angelegen
heit an die Beschwerdegegnerin zwecks Vornahme weiterer Abklärungen zurück
zuweisen (S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2021 (Urk. 7) auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin erstattete am 22. April 2021 Replik (Urk. 11)
und hielt an ihren Anträgen fest. D
ie Beschwerdegegnerin
erklärte mit Schreiben vom
10. Mai 2021
,
auf das Einreichen einer Duplik
zu verzichten
(Urk. 13)
. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am 11. Mai 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 14).
Am 6. Januar 2022 wurde die Pensionskasse der Beschwerdeführerin zum Prozess beigeladen (Urk. 18), wobei sich erstere innert Frist nicht vernehmen liess.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG)
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
1.
3
Anspruch a
uf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2
IVG).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass
die Beschwerdeführerin seit September 2019 (Beginn der gesetzlichen Wartefrist) in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Nach Ablauf der Wartefrist sei
ihr di
e Tätigkeit als Reinigungsfachfrau zu 50 % zumutbar. In einer ange
passten körperlich leichten und wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 %. Gestützt auf den Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 46 %, weshalb ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
bestehe (S. 6).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass in der Stellungnahme
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
nicht begründet w
orden sei
, weshalb sie in einer angepassten Tätig
keit zu 60 % arbeits
fähig sein s
olle. In den Unterlagen fänden sich keine Anhaltspunkte
für die Zumutbarkeit eines 60
%
-Pensums; vielmehr sei
gemäss dem Bericht des Univer
sitätsspitals
A._
vom 3. Juli 2020
(vgl. Urk. 8/25/2)
fraglich, inwiefern sie in einer angepassten Tätigkeit mit einem höheren P
e
nsum
arbeiten könne. Die Festlegung einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit erscheine willkürlich und
es sei aufgrund der Akten
nicht davon auszugehen
, dass eine angepasste Tätigkeit im Umfang von mehr als 50 % möglich wäre (S. 3 Ziff. 4). Selbst wenn von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten T
ätigkeit auszugehen wäre, rechtfertige sich bei der Berechnung des Invaliden
einkommens ein Leidensabzug von 15 %, was zu einem Invaliditätsgrad von 54.50 % führe.
Im Übrigen sei die vom RAD
postulierte Arbeitsfähigkeit von 60 % durch ein Belastbarkeitstraining respektive eine Begutachtung zu überprüfen
(S. 4 Ziff. 6, Ziff. 9)
.
2.3
Die B
eschwerdegegnerin
wies
in der Beschwerdeantwort (Urk. 7)
darauf hin
,
dass die Beschwerdeführerin gemäss der RAD-Einschätzung
auch in einer angepassten Tätigkeit nicht zu 100 % arbeitsfähig sei
(S. 1
Ziff. 3
)
. Dem Belastungsprofil zufolge seien körperlich leichte, wechselbelastende bis überwiegend sitzende Tätigkeiten unter Schonung der Halswirbelsäule (HWS), Lendenwirbelsäule (LWS) und der linken Schulter zumutbar. Die angestammte Tätigkeit in der Reinigung entspreche nicht diesem Belastungsprofil, wobei die Beschwerdeführerin diese dennoch zu 50 % ausübe
n könne
. Eine zumindest geringfügig höhere Arbeits
fähigkeit von 60 % für
an die
körperlichen Einschränkungen angepasste Tätig
keiten sei plausibel anzunehmen. In den Akten fänden sich keine medizinischen Berichte, welche Zweifel an der RAD-Beurteilung aufkommen lassen würden. Daran ändere auch der Bericht
des
Universitätsspitals A._
vom 3. Juli 2020 nichts, da
darin
eine Erhöhung des Arbeitspensums in einer angepassten Tätigkeit lediglich als fraglich beschrieben und
einzig
die Arbeitsfähigkeit in der angesta
mmten Tätigkeit beur
teilt
worden sei
(S. 2
Ziff. 3
).
2.4
Die Beschwerdeführerin
wiederholte in der Replik
(
Urk.
11)
ihre ursprünglichen Anträge
und führte
im Wesentlichen
aus, dass
sie ihre angestammte Tätigkeit nicht mehr im bisherigen Umfang
ausübe
. Sie könne keine Fenster mehr putzen und nicht mehr bügeln, das Staubsaugen sei nur noch beschränkt möglich und beim Einkaufen sei das Tragen der
Einkaufstaschen
erschwert. Ihre angestammte Tätigkeit sei daher, soweit möglich, bereits den gesundheitlichen Einschrän
kungen angepasst
worden
. Nach einem halben Tag Arbeiten sei sie total erschöpft u
nd müsse sich direkt ins Bett l
egen. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Aus der Tatsache, dass diese trotzdem ausgeübt werde, könne nicht abgeleitet werden, dass eine angepasste Tätigkeit in ein
em höheren Pensum möglich wäre
(
S. 2 f. Ziff. 2 f.).
2.5
Vorliegend strittig ist der Umfang der Arbeitsfähigkeit.
Während die Beschwer
degegnerin in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsfachfrau
eine Arbeitsfähig
keit von 50 %
und in einer angepassten Tätigkeit
eine solche von 60 % postuliert
(Urk. 2 S. 6, Urk. 7 S. 1 f.),
geht die Beschwerdeführerin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus (Urk. 1 S. 3 Ziff. 4).
3.
3.1
Dr.
med.
B._
, Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, führte in seinem Bericht vom
10. Dezem
ber 2019
(Urk. 8/2
7
/
17-18) folgende Diagnose
n
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
auf
(S. 2):
-
cervico
- und
thorako
-vertebrales Syndrom
links
bei
-
segmentalen Dysfunktionen intervertebral und
costovertebral
bei axialer Hypermobilität
-
Haltungsschwäche
-
Bursitis
subacromialis
links
Er
führte aus,
dass die Schulterschmerzen links mit Nackenschmerzen links seit zirka dem 13. September 2019 nach dem Fensterputzen bestünden (S. 1). Als objektive Einschränkung bei der gegenwärtigen Tätigkeit als Raumpflegerin nannte Dr.
B._
die schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit der HWS sowie der linken Schulter. Er attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1
6.
bis 20. September 2019 sowie vom
5.
bis 11. Oktober 2019 respektive eine solche von 50 % vom 21. September bis 4. Oktober 2019 sowie seit dem 12. Oktober 2019 (S. 2).
3.2
PD
Dr.
med.
C._
, Leitender Arzt
an
der Klinik für Neurochirurgie des
Universitätsspitals A._
,
nannte in seinem Bericht vom 17. Juni 2020 (Urk. 8/25/3-4) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Subependymom
WHO Grad I, HWK 2-5, ED 28.11.2019
-
initiale Klinik: zervikale Schmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm
-
diagnostisch:
-
MRI HWS vom 31.10.2019:
intramedullärer
Tumor, welcher sich
krani
o
kaudal
auf Höhe HWK 2-5 ausdehne
(
kraniokaudale
Ausde
hnung gut 5 cm), der Tumor liege
int
ramedullär
linksseitig und messe
axial maxi
mal 9 x 5 m
m; nach Kontrastmittelgabe nehme
der Tumor lediglich frag
lich bis minimal Kontrastmittel auf
-
Lumbalpunktion vom 13.11.2019: ZZ 0/
yl
, keine malignen Zel
len in der
Zy
topathologie
oder FACS-Analyse nachgewiesen
-
FET-PET/MRI vom 22.11.19: die pathologischen Areale des
Zervikal
marks
zeig
t
en keine FET-Anreicherung
-
therapeutisch/
interventionell
:
-
28.11.19: un
i
laterale
Laminektomie
C3, C4 und partiell C5 mit intraope
rativem Röntgen; mikrochirurgische Te
i
lresektion einer
intramedullären
Raumforderung mit intraoperativem Ultraschall und intraoperativem multimodalem
Neuromonitoring
-
Bursitis
subacromialis
links
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts > links
-
leichte
Diskusprotrusion
L2/3, keine Neurokompression (MRI LWS 09/2013)
-
Nebendiagnosen
-
Status nach
undislozierter
Fraktur des Volkmanndreiecks OSG links vom 13.08.2015
-
Partialruptur der vorderen
Syndesmose
(MRI vom 20.08.2015)
-
Status nach Thrombose der V.
poplitea
links vom 10.09.2015 (bei Ruhigstellung im Gips)
-
Cholezystolithiasis
-
chronische Obstipation
-
gastroösophage
al
e
Refluxkrankheit
-
Parenchymve
rkalkung
in der Niere rechts (ED
03/2017)
-
aktenanamnestisch zystische Veränderung in der rechten Adnexe
-
Unverträglichkeit von
Tilur
und
Sanalepsi
-
Status nach Exstirpation einer Raumforderung im Bereich der Mamma links (1994)
Der
Universitäts
spital
A._
-Arzt führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin insbesondere belas
tungsabhängige Restsymptome nach dem genannten Eingriff bestünden. Ein Grossteil der Beschwerden sei direkt auf die Tumorerkrankung zurückzuführen, weshalb sie sch
wierig zu therapieren sein würden
.
Es sei mit der
Beschwerde
führerin besprochen worden, wie sie gegebenen
falls ihr beruf
liches Umfeld umgestalten könne
, um eine Reduktion der Belastung zu
erreichen.
Die nächste Kontrolle betreffend Tumorverlauf sei für Herbst 2020 geplant (S. 2).
3.
3
Am 3. Juli 2020
führte
PD Dr.
C._
aus, dass er die Beschwerdeführerin an einer
intramedullären
Raumforderung im
HWS-Bereich
operativ behandelt habe, wobei
die
tumoröse
intramedulläre
Raumforderung
subtotal
habe
entfernt werden können. Bei der Verlaufsbeurteilung hätten sich keine Komplikationen gezeigt, jedoch deutliche Restsymptome, welche klar durch die Tumormanifestation zu erklären seien. Eine Indikation zur erneuten invasiven Therapie bestehe aktuell nicht. Zur Linderung der Beschwerden würden physiotherapeutische Übungs
behandlungen durchgeführt und die Beschwerdeführerin nehme gelegentlich Analgetika ein. Sie habe bereits im Februar 2020 ihre Arbeitstätigkeit zu 50 % aufnehmen können, wobei dies in Anbetracht der grundsätzlichen Schwere der Erkrankung ein sehr erfreulicher Wert sei. Eine aktuelle oder zukünftige Erhö
hung der Arbeitstätigkeit auf höhere Prozentualen halte
er
aufgrund der Grun
derkrankung für unwahrscheinlich. Inwieweit die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit ihr Arbeitspensum erhöhen könn
t
e, bleibe fraglich
(
Urk.
8/25/2)
.
3.
4
RAD-Ärztin
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Urologie und Chirurgie, führte in ihrer Stellungnahme vom 9. Oktober 2020 (Urk. 8/30/4-6) folgende Diagnosen (Urk. 8/30/4
-5
) auf:
-
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Status nach Teilentfernung eines gutartigen Tumors im
Halsmark
(Hals
wirb
el 2-5)
sogenanntes
Subependymom
WHO Grad I am 28.11.2019 mit gleichzeitiger Teilentfernung von Wirbelanteilen
3.
bis
5.
Halswirbel
-
aktuell: grössenstationärer Tumorrest ohne Wachstumstendenz, dadurch bedingte anhaltende Sensibilitätsstörung rechtes Bein und rechte Flanke
-
Schleimbeutelentzündung der linken Schulter
-
Minderbelastbarkeit der LWS bei degenerativen Veränderungen rechts
betont mit leichter Bandscheibenvorwölbung L2/3 ohne Nervenkompres
sion, linkskonvexer Wirbelsäulenverkrümmung und muskulärem Ungleich
gewicht, aktuell stärkere LWS-Beschwerden
-
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
-
Status nach
unverschobener
oberer Sprunggelenksfraktur links 13.08.2015 mit partieller
Syndesmosenruptur
vorn
-
im Rahmen der konservativen Therapie/Ruhigstellung Thrombose der
Knievene
links 09/2019
-
asymptomatisches
Gallensteinenleiden
-
chronische Verstopfung laut Aktenlage
-
unklar
e
Gewebeverkalkung der rechten Niere (ED 02/2017), kein Anhalt für ein Steinleiden
-
anamnestisch zystische Raumforderung am rechten Eierstock
-
laut Aktenlage Exzision eines Tumors der linken Brustdrüse 1994 (ohne Angabe der Dignität)
-
Refluxkrankheit
des Magens
Die RAD-Ärztin führte aus, dass das Gewächs im Gesunden durch die spezielle Tumorposition im
Halsmark
nicht habe entfernt werden können.
H
ätte
man
den gesamten Tumor entfernt, hätte dies zu schweren bleibenden neurologischen Funktionsstörungen führen können. Die nur unvollständig
e Tumorentfernung habe
eine schlechtere Prognose im Langzeitverlauf.
Der
Tumor
könne
erneut wachsen und das benachbarte Gewebe zerstören. Auch sei im Verlauf ein Über
gang in ein aggressive
res
Tumorgeschehen möglich, was ein
e neue Behandlung zur Folge hätte
. Die aktuellen funktionellen Einschränkungen seien schlecht behandelbar, da
sie im direkten Zusammenhang mit dem Tumorrest stünden und somit persistier
en wü
rden
. Auch bestehe – tumorunabhängig – degenerativ bedingt eine Minderbelastbarkeit der LWS, der linken Schulter und der HWS bei zusätzlicher muskulärer
Dysbalance
, was die Arbeitsfähigkeit angestammt als auch angepasst relevant beeinflusse. Aufg
rund der komplexen Ausgangslag
e sei auch in einer angepassten Tätigkeit nicht mit einer 100%igen Arbeitsfä
higkeit zu rechnen
.
Als funktionelle Einschränkungen nannte die RAD-Ärztin ein verrin
gertes Empfinden im rechten Bein und an der rechten Flanke, Schmerzen in der linken Schulter und starke LWS-Beschwerden (Urk. 8/30/5).
In der bisherigen Tätigkeit als Raumpflegerin bestehe eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit vom 12. September 2019 bis 9. Februar 202
0.
Seit 10. Februar 2020 liege bis auf Weitere
s
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vor. In einer angepassten Tätigkeit ging die RAD-Ärztin von einer Arbeitsunfähigkeit
von 100 %
vom 12.
September
2019
bis 9. Februar 2020
so
wie von einer solchen von 40
% seit
10. Februar 2020 aus
(Urk. 8/30/5).
Die RAD-Ärztin erachtete
lediglich
körperlich leichte Verrichtungen, wechsel
belastend bis überwiegend sitzend, unter Schonung der HWS, LWS und linken Schulter, als zumutbar. Zu vermeiden seien ständiges Gehen/Stehen, das Bestei
gen von Leitern/Gerüsten/Treppen/unebenem Boden, Überkopfarbeiten, Arbeiten u
nter monotonen Zwangspositionen und
mit nach vorn übergebeugtem Ober
körper, häufige Rotationsbewegungen in der LWS oder HWS, Arbeiten mit besonderer Anforderung an beidhändiges Arbeiten, Kälte, Nässe oder Zugluft und das Heben/Tragen/Bewegen von Lasten über 5 kg (Urk. 8/30/5).
Dr.
D._
bezeichnete die Prognose aufgrund des zurückbelassenen Tumorrests
, seiner ungünstigen Position und der potentiellen Gefahr eines Tumorprogresses
als verhalten bis mässig
(
Urk. 8/30/6).
3.5
Dr.
med.
E._
, Physikalische Medizin FMH,
hielt
in ihrem Bericht vom 16. Oktober 2020 (
Urk.
8/49)
fest
, die Beschwerdeführerin führe ihre Reinigungs
arbeit im 50 % Pensum aus, wobei die Tätigkeit stundenweise und mit häufigen Pausen ausgeübt werde. D
ie
Bewältigung des
reduzierten
Haushalts sei mit Hilfe möglich (S. 5). Als Funktionseinschränkungen bestünden
eine verminderte
Kraft des rechten Armes und des rechten Beines sowie eine Gangunsicherheit mit hin
kendem Gang (S.
10)
. Zumutbar seien leichte Arbeiten. Sowohl die ange
stammte als auch eine angepasste Tätigkeit sei maximal vier Stunden pro Tag zumutbar (S.
11 f.).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit aus, wobei sie sich auf die RAD-Einschätzung vom 9. Oktober 2020 abstütz
t
e (Urk. 2 S. 6, Urk. 7 S. 2
).
In der Stellungnahme der RAD-Ärztin, welche die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hatte,
fehlt jegliche Begründung
für die von ihr postulierte 40%ige Arbeitsunfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit (Urk. 8/30/5).
Im Weiteren setzte sich die
RAD-Ärztin
auch
nicht mit der Einschätzung des behandelnden
Universitätsspitals A._
-Arztes
auseinander, wonach in einer angepassten Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit als 50 % als fraglich respek
tive als
eher
unwahrscheinlich
erscheine (Urk. 8/27/4, U
rk. 8/25/2). Die von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort
vorgebrachte
Begründung für die 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit – die Beschwerdeführerin arbeite nach wie vor zu 50 % in der Reinigung, weshalb in einer angepassten Tätigkeit zumindest eine 60%ige Arbeitsfähigkeit möglich sein müsse (Urk. 7
S. 2
Ziff. 3)
–
ist nicht nachvollziehbar
. Aufgrund des von der RAD-Ärzt
in postu
lierten
Belastungsprofils der Beschwerdeführerin – insbesondere überwiegend sitzende Tätigkeiten unter Schonung der HWS, LWS und der linken Schulter, ohne Arbeiten unter monotonen Zwangspositionen, ohne häufige Rotations
bewegungen in der LWS oder HWS (Urk. 8/30/5) - ist ohne Weiteres ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin die
Tätigkeit als Reinigungsfach
frau
im Grunde
auch mit reduziertem Pensum
nicht meh
r zumutbar ist.
Dies steht denn auch im Einklang mit den Angaben der Beschwerdeführerin
, wonach sie
die Reinigungs
tätigkeit
nicht mehr
mit der ursprünglichen Intensität
ausführen könne
, sie gewisse Arbeiten wie Fensterputzen und Bügeln gar nicht mehr ausführe und weitere Arbeiten wie
Staubsaugen nur noch beschränkt möglich seien, sie nach einem halben
Arbeitstag
völlig erschöpft sei und nur deshalb weiterhin in der Reinigung arbeite,
um nicht von der Sozialhilfe abhängig zu werden
(Urk. 11 S. 2 Ziff. 2
).
4.2
Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit entsprechend
der
nachvollziehbaren
Einschätzung des behandelnden
Facharztes PD Dr.
C._
(vgl. E. 3.
3, Urk. 8/25/2)
sowie von Dr.
E._
und
unter Berücksichtigung
des Umstands, dass sie ihre bisherige Tätigkeit
im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
bereits
mit Anpassungen und
mit
einem P
ensum von 50 % ausübt
(
Urk. 1 S. 2 Ziff. 1,
Urk. 11 S. 2 f. Ziff. 2 f.)
,
zu 50
% arbeitsfähig ist.
Soweit
die
Bes
chwerdeführerin
beantragt
, es seien
ein Belastbarkeitstraining, eine Begutachtung respektive
weitere Abklärungen durchzuführen (Urk. 1 S. 2), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen) verzichtet werden. Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt und von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit in erwerb
licher Hinsicht auswirkt.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der
Invaliditätsgrad gemäss Art. 16
ATSG in
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe
tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V
343 E. 3.4.2
, 128 V
29 E. 1
).
5.3
5.3.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 144 I 103 E. 5.3, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V
58 E. 3.1,
134 V
322 E. 4.1).
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
auf das durchschnittliche Einkommen der Beschwerdeführerin in den letzten drei Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens
(
2016 bis 2018;
vgl. Urk. 8/29). Dies ist unter Berücksichtigung des
leicht
schwankenden Einkommens der Beschwer
deführerin nicht zu beanstanden, weshalb von einem
Validenlohn
von Fr. 61'601.70
(vgl.
Urk. 8/18
/
4-5) auszugehen ist.
5.4.
5.4.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss
der vom Bundesamt für Statistik
(BFS)
herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
her
an
gezo
gen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1).
5.4.2
Dass
im
Hinblick auf die ab Februar 2020
erneut aufgenom
mene Tätigkeit und den dabei erzielten Verdienst
die Voraussetzung
des beson
ders stabilen Arbeitsverhältnisses
vorliegt
und dass die weiteren Voraussetzungen für ein Abstellen auf den tatsächlichen Lohn gegeben sind,
wurde nicht geltend gemacht
und ist
auch
nicht
anzunehmen
.
Für die Bestimmung des
Invaliden
einkommen
s
sind
damit
d
ie Löhne aus den LSE
2018 beizuziehen
, wobei
vom Lohn für Frauen mit Kompetenzniveau 1 auszugehen
ist
, mithin von Fr. 4'371.
--
(LSE 2018, Tabelle TA1, Total Frauen)
. Angepasst an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden
(vgl. BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit
nach Wirtschaftsabteilungen
, Tabelle T
03.02.03.01.04.01
, Total,
2020
= 41,7 Stu
nden)
und die seit dem Jahre 20
18
eingetretene Nominallohnentwicklung
(vgl. BFS, Schweizerischer Lohnindex nach Branche,
Tabelle T39, 2018 = 2732, 2020 = 2784) resultiert
für das relevante Jahr 2020
ein
E
inkommen von Fr. 55'722.--
.
Be
i der bei der B
eschwerdeführerin um 50 % eingeschränkten Leistungsfähigkeit ist von einem
Invalidenlohn
von Fr. 27'861.-- auszugehen.
5.4.3
Die Beschwerdegegnerin verneinte einen leidensbedingten Abzug,
da
die funk
ti
onellen
Einschränkungen bereits
bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
und
die fehlenden Deutschkenntnisse sowie die mangelnde Ausbildung bei
der Bestimmung des Kompetenzniveaus berücksichtigt
worden seien
(Urk. 7 S. 2 Ziff. 4)
. Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, es sei aufgrund der vielseitigen körperlichen Einschränkungen, des Alters, der beschränkten Deutschkenntnisse und der fehlenden Ausbildung ein
Tabellen
lohnabzug von 15 % zu gewähren (Urk. 1
S. 4 Ziff. 6, Urk. 11 S. 3 Ziff. 4).
Unter Berücksichtigung des erheblich eingeschränkten Anforderungs- und Belas
tungsprofils der Beschw
erdeführerin (vgl. Urk. 8/30/5)
ist
zumindest
fraglich, ob auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Spektrum an zumut
baren Verweistätigkeiten besteht
, weshalb sich
allenfalls
ein Abzug vom Tabel
lenlohn von
maximal
10 % rechtfertigt.
Nicht abzugsrelevant sind demgegenüber die fehlende berufliche Ausbildung und die mangelnden Deutschkenntnisse der Beschwerdeführerin,
da diesen Aspekten bereits bei der Wahl des Kompetenz
niveaus Rechnung getragen wird
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7
).
Gleiches gilt mit Bezug auf das Alter der Beschwerdeführerin, da sich
im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt
ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohn
senkend auswirken muss und
gerade
Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden.
Im vorlie
genden Fall leuchtet nicht ein und es wird von der Beschwerdeführerin auch nicht näher begründet, dass sie den ihr
offen stehenden
Arbeiten aufgrund ihres Alters (Jahrgang 1968) nur noch mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg nach
gehen könnte. Dies gilt namentlich angesichts der bis zum ordentlichen Pensi
onsalter von 64 Jahren verbleibenden Zeitspanne von – auch noch im Verfü
gu
ngszeitpunkt – immerhin rund e
lf Jahren. Im Übrigen wird dem Umstand, dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein mag, als invaliditätsfremder Faktor bezüglich des Abzugs regelmässig keine Bedeutung beigemessen (BGE 146 V 16 E. 7.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.3.3).
Nach dem Gesagten
ergibt sich unter Berücksichtigung eines Abzuges von maximal 10
%
ein
Invalideneinkommen von Fr.
25'074.90.
5.
5
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr. 61'601.70 und einem Invali
deneinko
mmen von
Fr.
27'861.-- beziehungsweise mit allfälligem 10 %-Abzug von
Fr. 25'074.90 (vgl. E. 5.3-4)
resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet
55
% beziehungswiese
59 %
(BGE 130 V
121)
. Dies ergibt
eine
n
Anspruch auf eine
halbe Rente
(vgl. E. 1.2).
Dies führt zur
Gutheissung
der Beschwerde.
6.
6
.1
Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.2
Der von der Rechtsvertreterin
der Beschwerdeführerin
mit Eingabe vom
10. Juni 2021 (Urk. 16
) geltend gemachte
und lediglich sehr rudimentär aufgeschlüsselte
Aufwand von
11.28
Stunden ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwie
rigkeit
des Prozesses nicht angemessen. Namentlich wird ein Aufwand von 161 Minuten für die Zeit vor Dezember 2020 aufgeführt.
Vorinstanzlicher Aufwand wird jedoch nicht entschädigt (vgl. Wilhelm, in: Zünd/Pfiffner
Rauber
, Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich,
2.
Auflage, Zürich 2009, S. 342,
§
34
Rz
12).
Angesichts der zu rekapitulierenden gut
55
Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, d
er
rund
4-seitigen Beschwerdeschrift und
der
rund
2
-seitigen
Replik
sowie der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträge ist
d
ie
Rechtsvertreterin
bei Anwen
dung des gerichtsüblichen Stundenansatzes
für
R
echtsschutzversicherungen
und ihre Angestellten
von Fr.
185
.-- mit Fr.
1’700
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.