Decision ID: 25b75155-3595-43bf-936f-d7fc09a478aa
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Gerschwiler, Schwager Mätzler Schneider,
Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich erstmals am 3. September 2004 bei der IV-Stelle zum Bezug
von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 3). Dr. med. B._ hielt im
Arztbericht vom 17. September 2004 als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit fest: Schmerzhafte Einschränkung der Schultergelenksbeweglichkeit
rechts bei St. n. subacromialer Dekompression und Bizepsshaving am 29.01.04; St. n.
Tenotomie und Tenodese der langen Bizepssehne am 22.07.04; St. n.
Teilmeniskektomie rechts am 29.04.04 rechts Kniegelenk. Unter den Diagnosen ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sind aufgeführt: Hypertonie; Diabetes mellitus;
COPD; St. n. abszedierender Pneumonie im apikalen Unterlappensegment rechts mit
Begleitempyem 1982. Der Gesundheitszustand bzw. die Arbeitsfähigkeit seien
besserungsfähig (IV-act. 16-1ff.). Das Spital Z._ erwähnte am 19. Januar 2005
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: Subacromiales Impingement
rechte Schulter mit Bursitis subacromialis bei partieller Ruptur der langen Bizepssehne
rechts traumatisch vom 17.07.2003. Bei den Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit werden genannt: Mediale Meniskushinterhornläsion teils degenerativ,
teils nach Kontusion und Distorsion vom 01.04.2004; Diabetes mellitus unbekannter
Beginn. Tätigkeiten über Schulterhöhe und über Kopf seien dem Versicherten nicht
möglich. Hingegen seien alle Tätigkeiten unter Schulterhöhe bei nicht zu grossen
Gewichten zumutbar (IV-act. 17). Vom 3. Januar bis 4. Februar 2005 war der
Versicherte in der Rehaklinik Y._ stationiert. Im Austrittsbericht vom 11. Februar 2005
sind folgende Diagnosen aufgeführt: Schulterkontusion mit Teilruptur der langen
Bizepssehne rechts; Kniekontusion rechts; Diabetes mellitus Typ 2; COPD bei St. n.
Nikotinabusus. Die angestammte Tätigkeit als Glasmonteur sei nicht mehr zumutbar.
Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei C._ sei ganztägig möglich, unter Beachtung
folgender physischer Einschränkungen: Gelegentliches Heben von Lasten vom Boden
zur Taille bis max. 10 kg, horizontal 15 kg, Taille zum Kopf bis max. 5 kg;
längerdauernde Tätigkeit über Brusthöhe auf notwendiges Minimum beschränken (IV-
act. 91).
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A.b Die Suva richtete dem Versicherten mit Verfügung vom 15. März 2006 gestützt auf
einen Invaliditätsgrad von 18% eine Invalidenrente von monatlich Fr. 700.-- aus,
beginnend am 1. März 2006. Ausserdem gewährte sie ihm aufgrund einer bestehenden
Integritätseinbusse von 20% eine Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.-- (act. G 4.2
[Fremdakten]).
A.c Die IV-Stelle des Kantons Schwyz sprach dem Versicherten mit Verfügung vom
17. November 2006 für den Zeitraum Juli 2004 bis Februar 2005 eine befristete ganze
Rente zu. Für die darauf folgende Zeit verneinte sie einen Rentenanspruch (IV-act. 10).
A.d Dr. med. D._, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, hielt mit
Bericht vom 26. September 2006 folgende Diagnosen fest: St. n. Schulterkontusion
rechts 7.03 mit Bizepssehnenteilruptur; St. n. Schulterarthroskopischer Revision und
Bursektomie 7.04; St. n. Revisionsarthroskopie, Tenotomie und Tenodese; aktivierte
Gonarthrose rechts; St. n. Meniskektomie 4.04; lumbovertebrales Syndrom;
Symptomausweitung; Adipositas (BMI 32); anamnestisch Diabetes mellitus Typ 2 und
COPD bei St. n. Nikotinabusus (IV-act. 18-2ff.). Eine Untersuchung beim Institut für
Radiologie des Spitals Z._ vom 27. Februar 2007 (CT LWS nativ) ergab folgende
Beurteilung: Degenerative Veränderungen der untersten drei Bandscheiben mit
Bandscheibenhöhenminderungen, Discusprotusionen und Schmorl'schen Deck- und
Bodenplatteneinbrüchen; keine frische Fraktur (IV-act. 42).
A.e Am 7. März 2007 reichte der Versicherte einen neuerlichen Antrag für eine
Invalidenrente bei der IV-Stelle des Kantons Schwyz ein (IV-act. 29). Dieser wurde am
29. Mai 2007 abgewiesen. Die Verfügung stützte sich auf eine Stellungnahme des
Regionalen Ärztlichen Dienstes Zentralschweiz, wonach eine wesentliche
Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht ausgewiesen sei (IV-act. 23-3; IV-act.
8). Auf ein weiteres Rentengesuch vom 18. Juni 2008 trat die IV-Stelle des Kantons
Schwyz am 9. Juli 2008 nicht ein (IV-act. 33; IV-act. 9).
B.
B.a Nach Verlegung des Wohnsitzes meldete sich der Versicherte mit Gesuch vom
26. Januar 2009 bei der kantonalen IV-Stelle zum Bezug von Leistungen der
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Invalidenversicherung an (IV-act. 63). Dem Antrag legte er einen Arztbericht von Dr.
med. D._ vom 5. September 2008 bei. Dieser Bericht erwähnte nebst den bereits am
26. September 2006 gestellten Diagnosen eine MCP-Arthrose D3 beide Hände, DD
postarthritisch bei seronegativer RA (IV-act. 66). Der Versicherte gab sodann im
Rentenantrag an, es sei im Oktober 2008 aufgrund einer Krebsdiagnose eine operative
Entfernung der Stimmlippen rechts vorgenommen worden; auch diesbezüglich reichte
er entsprechende Arztberichte ein (IV-act. 63-7; 73-4ff.).
B.b Nachdem der Regionale Ärztliche Dienst Ostschweiz (in der Folge: RAD) zum
Schluss gekommen war, es liege eine nicht rentenrelevante Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten vor (IV-act. 75), verfügte die IV-Stelle
am 22. Juni 2009 Nichteintreten (IV-act. 76).
B.c Dagegen erhob der Versicherte am 13. Juli 2009 bei der IV-Stelle Beschwerde.
Diese wurde am 15. Juli 2009 zuständigkeitshalber dem Versicherungsgericht weiter
geleitet (IV-act. 77). Das Beschwerdeverfahren wurde am 17. Juli 2009 sistiert, da noch
eine neurologische Untersuchung des Versicherten bevorstand (IV-act. 78). Dr. med.
E._, Fachärztin Neurologie FMH und Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, stellte mit Bericht vom 16. September 2009 folgende Diagnosen:
Zervikobrachialgie bds.; Status nach CTS-Operation rechts vor ca. 20 Jahren; Oral
eingestellter Diabetes mellitus Typ II; Depressive Symptomatik mit kognitiven
Störungen (IV-act. 88-6). Am 17. August 2009 wurde ausserdem im Spital Z._ ein
weiteres MRI der HWS durchgeführt. Die Beurteilung ergab eine multisegmentale
Degeneration der HWS C3-C6 mit Chondrosen / Osteochondrosen; hochgradige
Foramenstenose im Rahmen C3/C4 links, in gleicher Höhe relative spinale Enge, keine
Anhaltspunkte für eine Myelopathie; höhergradige rechts foraminale Stenose C5/C6 bei
kleiner Hernierung (IV-act. 90). Am 30. November 2009 reichte der Versicherte,
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Bischof, eine Ergänzung zur Beschwerde vom
13. Juli 2009 ein (IV-act. 93).
B.d Die Nichteintretensverfügung vom 22. Juni 2009 wurde am 5. Januar 2010 wider
rufen (IV-act. 104). Das kantonale Versicherungsgericht schrieb das eingeleitete
Beschwerdeverfahren am 14. Januar 2010 als gegenstandslos ab (IV-act. 112).
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B.e Die IV-Stelle veranlasste am 7. Januar 2010 eine medizinische Abklärung durch
die MEDAS. Der Versicherte wurde vom 22. bis 24. März 2010 einer polydisziplinären
Begutachtung (rheumatologischer Teil durch Dr. med. F._, Facharzt Innere Medizin/
Rheumatologie FMH; psychiatrischer Teil durch Dr. med. G._, Eidg. Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie) unterzogen. Das Gutachten vom 25. Mai 2010 schätzt
die Arbeitsfähigkeit unter Einbezug der erheblichen aufgeführten psychischen Faktoren
für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne schwerere Belastungen des
rechten Kniegelenks oder der rechten Schulter (Treppensteigen/ Tätigkeiten über
Schulterhöhe) und der weiteren aufgeführten somatischen Probleme auf 50%, dies
unter Integration der erheblichen psychischen Faktoren spätestens seit August 2009.
Körperlich schwerere Tätigkeiten entfielen seit dem Schulterunfall im Juli 2003 (IV-act.
116-12).
B.f Am 16. Juni 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, nach ihren
Abklärungen seien keine beruflichen Massnahmen möglich (IV-act. 119). Mit
Vorbescheid vom 5. Juli 2010 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Zusprechung
einer halben Invalidenrente, beginnend am 1. August 2010, in Aussicht. Die
Abklärungen hätten ergeben, dass sowohl in der angestammten wie auch in jeder
anderen leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe (IV-act.
126).
B.g Der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Bischof, erhob mit
Eingabe vom 22. Juli 2010 Einwand. Der Antrag lautete auf Zusprechung einer ganzen
Invalidenrente, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führte der
Rechtsvertreter aus, der Versicherte verfüge in seiner gesamthaft betrachteten
Situation (Alter, Bildung, Sprachkenntnisse, etc.) über keinen realistischen Zugang zum
Arbeitsmarkt. Es sei völlig illusorisch anzunehmen, der Versicherte könne die
verbleibende Resterwerbsfähigkeit in den verbleibenden rund drei Jahren bis zur
ordentlichen Pensionierung mit Erfolg zu Markte tragen. Deshalb bestehe Anspruch auf
eine ganze Rente (IV-act. 128-7).
B.h Am 19. Oktober 2010 verfügte die IV-Stelle im Sinn des Vorbescheids. Zu den
Vorbringen des Versicherten in dessen Einwand führte sie unter anderem aus, ein
fortgeschrittenes Alter, eine niedrige berufliche Qualifikation und mangelnde
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Sprachkenntnisse rechtfertigten keinen Abzug vom Invalideneinkommen, weil es sich
um invaliditätsfremde Faktoren handle (IV-act. 135).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde des Versicherten,
vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Gerschwiler, vom 22. November 2010. Unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen wird beantragt, die Rentenverfügung sei aufzu
heben. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab wann rechtens eine ganze
Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit diese ihrem neuen Entscheid rechtsgenügliche und

Considerations:
überprüfbare Erwägungen zu Grunde lege. Der Rechtsvertreter legt zunächst dar, die
angefochtene Verfügung sei insoweit für rechtskräftig zu erklären, als darin mindestens
ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente ab 1. August 2010 bestätigt
werde. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands, der Arbeitsfähigkeit und der
Prognose verweist er auf das polydisziplinäre Gutachten. Darüber hinaus sei zu
beachten, dass der Beschwerdeführer infolge seiner gesundheitlichen Beschwerden
keinen Zugang zum Arbeitsmarkt habe. Jener stehe kurz vor der Pensionierung, sei
lange vom Arbeitsalltag fern gewesen und verfüge über eine mangelhafte Schul- und
Berufsbildung. Für medizinisch in Frage kommende Verweistätigkeiten fehle ihm die
Berufserfahrung. Auch bestünden sprachliche und stimmlich-akustische
Schwierigkeiten; aufgrund der krebsbedingten operativen Stimmlippenentfernung sei
überdies die Stimme gedämpft und heiser, teils kaum hörbar. Es könne nicht ernsthaft
gesagt werden, der Beschwerdeführer werde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
einen Arbeitsplatz finden. Diese Rechtslage sei bereits im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens dargelegt worden, die Beschwerdegegnerin sei jedoch mit
keinem Wort darauf eingegangen. Zufolge der Gehörsverletzung bestehe unabhängig
vom Verfahrensausgang Anspruch auf eine Parteikostenentschädigung. Im Übrigen
seien sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen falsch berechnet worden.
Beim Valideneinkommen sei die jährliche Teuerung bis ins Jahr 2008 korrekt
aufzurechnen. Beim Invalideneinkommen seien ein Leidens- und ein Teilzeitabzug von
zusammen 20% vorzunehmen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 60'592.95 und
einem Invalideneinkommen von Fr. 23'991.60 resultiere ein Invaliditätsgrad von 60,4%.
Selbst wenn davon ausgegangen würde, der Beschwerdeführer habe realistische
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Chancen auf einen Arbeitsplatz, sei die angefochtene Verfügung somit falsch, da in
diesem Fall gar Anspruch auf eine Dreiviertelsrente bestehe (act. G 1).
C.b Am 23. Dezember 2010 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Beschwerdeantwort
ein. Darin beantragt sie, es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab August
2009 Anspruch auf eine halbe IV-Rente habe. Im Übrigen sei die Beschwerde abzu
weisen. Die Beschwerdegegnerin führt zunächst aus, es liege keine Verletzung der
Begründungspflicht vor, da in der Rentenverfügung die Textbausteine, welche die
Rügen des Beschwerdeführers beträfen, aufgeführt seien. Im Übrigen wäre eine
allfällige Gehörsverletzung nur leicht und es könnte diese im Beschwerdeverfahren
geheilt werden. Was die Berechnung des Invaliditätsgrades betreffe, sei der
Beschwerdeführer bis 24. Juni 2003 arbeitslos gewesen. Ab dem 25. Juni 2003 habe er
als Lagermitarbeiter zu einem Stundenlohn von Fr. 18.50 gearbeitet. Das
invalidisierende Ereignis sei am 17. Juli 2003 eingetreten. Gehe man für das Jahr 2003
von einer betriebsüblichen 42-Stunden-Woche aus, errechne sich ein
Valideneinkommen von Fr. 40'404.--. Eine Aufwertung könne unterbleiben, da davon
auszugehen sei, dass sich Validen- und Invalideneinkommen in etwa gleich entwickeln
würden. In Bezug auf das Invalideneinkommen sei festzuhalten, dass für den
Beschwerdeführer entgegen dessen Auffassung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
eine Arbeitsstelle zu finden sei. Hilfsarbeitern stünden nach Eintritt der Invalidität eine
Vielzahl von Stellen im Produktions- und Dienstleistungssektor offen. Das Alter des
Beschwerdeführers sei kein Grund, von einer Nichtvermittelbarkeit auszugehen. Beim
Invalideneinkommen ergebe sich für das Jahr 2003 gemäss Tabellenlohn ein Betrag
von Fr. 57'745.--. Diese Summe sei bis zu einer positiven Differenz von 5 % zum
Valideneinkommen zu kürzen. Sodann sei ein Teilzeitabzug von 10 % vorzunehmen.
Ein Leidensabzug sei hingegen nicht gerechtfertigt, da der Beschwerdeführer in der
Lage sei, mittelschwere Tätigkeiten auszuüben. Das Invalideneinkommen belaufe sich
im Ergebnis auf Fr. 19'091.--, woraus ein Invaliditätsgrad von 53 % resultiere. Die
Ausrichtung einer halben Rente sei demnach korrekt. Der Anspruch bestehe ab August
2009 (act. G 4).
C.c In der Replik vom 24. Januar 2011 weist der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers wiederum darauf hin, die Beschwerdegegnerin habe mit ihrer
unsystematischen
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Aktenführung die Wahrnehmung der Gehörsrechte erschwert. Zumindest das
ungeordnete und ohne Verzeichnis eingereichte Aktenbündel "Fremdakten" genüge
den Anforderungen an die gesetzliche Aktenführungspflicht offenkundig nicht. Sodann
offenbare die Beschwerdegegnerin ein seltsames Verständnis von Rechtsstaatlichkeit,
wenn sie es als genügend erachte, den Vorbescheidstext mit vermeintlich
einschlägigen vorgefertigten Textbausteinen zu ergänzen. Nach pflichtgemässem
Ermessen zu prüfende Fragen würden auf diese Weise unter den Tisch fallen, was
vorliegend genau passiert sei. Des Weiteren sei unhaltbar, dass die
Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Valideneinkommens auf den Verdienst
bei C._ abgestellt habe. Es handle sich offenkundig um eine Zufälligkeit, dass der
Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Unfalls am 17. Juli 2003 kurzfristig nur einen
schlecht bezahlten Übergangsjob ausgeübt habe. Von Januar bis Mai 2003 sei er bei
der H._ AG angestellt gewesen und habe bei einem Wochenpensum von 40 Stunden
Fr. 30.89 die Stunde verdient. Im Jahr 2003 hätte er - auf zwölf Monate hochgerechnet
- ein Einkommen von Fr. 72'048.-- erzielt. In den Jahren 2001 und 2002 habe sein
AHV-pflichtiges Einkommen Fr. 67'832.-- und Fr. 63'812.-- betragen. Abklärungen der
SUVA hätten zudem ergeben, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2004 Fr. 4'400.-- x
13 und im Jahr 2005 Fr. 4'440.-- x 13 = Fr. 57'720.-- verdient hätte, wenn die H._ AG
in der Lage gewesen wäre, ihm eine Festanstellung anzubieten. Das nämliche
Einkommen habe die SUVA ihrer Rentenverfügung vom 15. März 2006 zugrunde
gelegt. Auch die rechtskräftige Rentenverfügung der IV-Stelle Schwyz vom 8.
September 2006 basiere auf diesem Verdienst. Überdies sei zu beachten, dass bei
einer neuerlichen Untersuchung der Schulterbeschwerden mittels bildgebender
Verfahren ein breit klaffender Riss der Supraspinatussehne nachgewiesen worden sei.
Wann diese Veränderung eingetreten sei, sei unklar, jedenfalls nach dem 30. Januar
2004. Gemäss Beurteilung der SUVA müsse dem Versicherten gegenüber dem
Belastbarkeitsprofil gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik Y._ vom 11. Februar 2005
neu eine zusätzliche, über den Tag verteilte Pausenstunde zugestanden werden.
Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des
Invalideneinkommens ausser Acht gelassen, dass die Gewährung eines Leidensabzugs
nicht nur vom Anforderungsprofil der konkreten Tätigkeit, sondern von den gesamten
persönlichen und beruflichen Umständen der versicherten Person abhänge (act. G 8).
Betreffend die neue Diagnose Riss der Supraspinatussehne gab der Rechtsvertreter
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drei Arztberichte sowie ein Schreiben der SUVA zu den Akten (act. G 8.1 / 5 - 8). Am 4.
Februar 2011 reichte er die revidierte Verfügung der SUVA vom 28. Januar 2011 ein,
gemäss welcher neu eine Rente von 28 % statt von 18 % gesprochen wird. In dem
beigelegten Schreiben meinte der Rechtsvertreter ausserdem, aufgrund der Tatsache,
dass neu nur körperlich leichte Tätigkeiten bei einer zusätzlichen, über den Tag
verteilten Pausenstunde für zumutbar erklärt würden, erscheine die Annahme einer
effektiven Verwertung der theoretischen Restarbeitsfähigkeit umso illusorischer;
zuallermindest sei dieser Umstand beim Leidensabzug zu berücksichtigen (act. G 10).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 13).
Erwägungen:
1.
1.1 In formeller Hinsicht ist die Rüge des Beschwerdeführers zu prüfen, die
Beschwerdegegnerin habe sich nicht hinreichend mit den erhobenen Einwänden
auseinandergesetzt und somit die ihr obliegende Begründungspflicht bzw. den
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.
1.2 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei
darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung
hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich
mit den konkreten Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe
anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124
V 183 E. 2b). Eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen
Gehörs kann dann als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich
vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die
Rechtslage frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des
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Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über
die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).
1.3 Der Beschwerdeführer rügt eine Gehörsverletzung im Zusammenhang mit der
Prüfung der Frage der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit. In seinem Einwand legte er
unter Bezugnahme auf Entscheide des Bundesgerichts dar, dass grundsätzlich
invaliditätsfremd anmutende Faktoren wie Ausbildung, Alter, Lebensumstände allenfalls
dennoch Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit haben können. Die
Beschwerdegegnerin stellte zum einen fest, psychosoziale Faktoren würden keine
Invalidität begründen, wobei sie auf BGE 127 V 300 verwies. Zum anderen stellte sie in
ihrer Verfügung in einem kurzen Absatz fest, ein fortgeschrittenes Alter, eine niedrige
berufliche Qualifikation und mangelnde Sprachkenntnisse rechtfertigten keinen Abzug
vom Invalideneinkommen, weil es sich um invaliditätsfremde Faktoren handle; sie
verwies dabei auf den Entscheid AHI-Praxis 1999, S. 237 f. Es erscheint fraglich, ob die
Beschwerdegegnerin damit ihrer Begründungspflicht hinreichend nachgekommen ist.
Die Frage kann jedoch offen gelassen werden, zumal der Beschwerdeführer einer
materiellen gerichtlichen Beurteilung den Vorzug gibt. Es ist somit von einer
Rückweisung wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen.
1.4 Der Beschwerdeführer macht sodann auch eine Erschwerung der Wahrnehmung
der Gehörsrechte aufgrund unsachgemässer Aktenführung durch die Beschwerde
gegnerin geltend; dies einerseits, weil die zuerst gewählte Reihenfolge und
Nummerierung der IV-Akten von der Beschwerdegegnerin geändert worden sei;
andererseits genüge das ungeordnete und ohne Verzeichnis eingereichte Aktenbündel
"Fremdakten" den Anforderungen des Art. 46 ATSG offenkundig nicht (zur
Aktenführungspflicht vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_319/2010 vom 15. Dezember
2010, E.2, und Urteil des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen vom 9. April
2008 [IV 2007/17]). Vorliegend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zu Recht
erwartet, dass die einmal gewählte Paginierung durchgezogen wird, da sonst, wie er
dies nachvollziehbar darlegt, die neu eingereichten Akten jeweils auf Abweichungen
gegenüber der letzten Zustellung überprüft werden müssen. Was sodann die nicht
geordneten "Fremdakten" betrifft, erschwert die fehlende Übersichtlichkeit die
Abklärung des Sachverhalts. Insgesamt erscheint ein gewisser Mehraufwand des
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Beschwerdeführers glaubhaft dargetan. Diesem Umstand wird im Rahmen der
Festlegung der Parteientschädigungen Rechnung zu tragen sein.
2.
2.1 In materieller Hinsicht ist zwischen den Parteien der Rentenanspruch des
Beschwerdeführers streitig.
2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf
eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Die
Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar
erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im
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Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten,
die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen
Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V
351 E. 3b/bb).
3.2 Die Verfügung vom 19. Oktober 2010 basiert in medizinischer Hinsicht auf dem
polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 25. Mai 2010. Darin werden als
Diagnosen mit Einfluss auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit genannt: Psychogene
Überlagerung einer somatischen Polymorbidität bei gleichzeitiger Entwicklung eines
depressiven Syndroms, derzeit mittleren Grades mit somatischem Syndrom mit dem
vorherrschenden Gefühl von körperbezogenen Ängsten; chronisches cerviko-cephales
Syndrom, mit/bei degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule; mediale
Gonarthrose und Femoro-Patellar-Arthrose rechts, Status nach arthroskopischem
Meniskus-Eingriff medial rechts 04/2004; Periarthropathie rechte Schulter mit/bei:
Status nach Schulterkontusion 07/2003, arthroskopischem Eingriff 01/2004 mit
Akromioplastik und Shaving der langen Bizepssehne sowie Arthroskopie 07/2004 mit
Tenodese der langen Bizepssehne. Unter den Diagnosen ohne wesentliche
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sind aufgeführt: Rhizarthrosen und
Fingermittelgelenksarthrosen; Diabetes mellitus Typ2 (offenbar Erstdiagnose),
Adipositas (BMI 31.5 kg/m ); arterielle Hypertonie; Status nach laryngoskopischem
Eingriff wegen Stimmband-Karzinom rechts 08/2008; anamnestisch COPD,
Nikotinabusus vor einigen Jahren gestoppt. Unter Beachtung der
überdurchschnittlichen Veränderungen an der Halswirbelsäule und der rechten
Schulter sowie der massiven medialen Kniearthrose rechts wird die Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit unter Einbezug der erheblichen aufgeführten psychischen Faktoren für
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne schwerere Belastungen des
rechten Kniegelenks oder der rechten Schulter (Treppensteigen/Tätigkeiten über
Schulterhöhe) und der weiteren aufgeführten somatischen Probleme auf 50%
geschätzt, dies unter Integration der erheblichen psychischen Faktoren spätestens seit
August 2009. Körperlich schwerere Tätigkeiten seien seit dem Schulterunfall im Juli
2003 entfallen. Die Arbeitsprognose müsse als schlecht bezeichnet werden. Es würden
dabei auch einige IV-rechtlich invaliditätsfremde Faktoren eine Rolle spielen, so
2
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minimale Schul- und Deutschkenntnisse, Emigrationsproblematik, langdauernde
Arbeitsunfähigkeit, starke Selbstlimitierung, Alter, familiäre Faktoren, subjektive
Krankheitsüberzeugungen (IV-act. 116-12f.). Das Gutachten setzt sich mit den
rheumatologischen und psychiatrischen Kriterien des Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers differenziert und in nachvollziehbarer Weise auseinander. Selbst
der Beschwerdeführer verweist bezüglich der gesundheitlichen Einschränkungen und
der Frage der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit auf die Einschätzungen der
beiden Gutachter (act. G 1, Ziff. 10 und 11). Vorliegend kann deshalb grundsätzlich zur
Beurteilung des Leistungsanspruchs auf das polydisziplinäre Gutachten abgestellt
werden.
3.3 Der Beschwerdeführer weist darauf hin, er habe zufolge seiner gesundheitlichen
Beschwerden keinen Zugang mehr zum Arbeitsmarkt. Die gutachterlich attestierte
medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit sei mithin nicht verwertbar.
Referenzpunkt für die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ist der hypothetische
ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung handelt es
sich dabei um einen theoretischen und abstrakten Begriff, der dazu dient, den
Leistungsbereich der Invalidenversicherung von demjenigen der
Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein
bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach
Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen
Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält und zwar sowohl bezüglich der dafür
verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des
körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob
die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten
und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE
110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b). Daraus folgt, dass für die
Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den
konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob
sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die
verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI
1998 S. 291). Für den Beschwerdeführer stehen - trotz seiner gesundheitlichen
Einschränkungen - auf diesem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend
leichte Hilfs-, Kontroll- und Überwachungstätigkeiten offen, sodass nicht von
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realitätsfremden und in diesem Sinn unmöglichen oder unzumutbaren
Einsatzmöglichkeiten auszugehen ist. Denn die zumutbare Tätigkeit ist vorliegend nicht
nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt
praktisch nicht kennt oder nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines
durchschnittlichen Arbeitgebers ausgeübt werden kann (ZAK 1989 S. 322 E. 4a). Die
vom Beschwerdeführer angesprochenen Faktoren, welche einer Verwertbarkeit der
Arbeitsfähigkeit entgegenstünden, so namentlich mangelhafte Sprachkenntnisse,
fehlende schulische und berufliche Bildung oder das vergleichsweise hohe Alter,
vermögen an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Für den Beschwerdeführer stehen
de facto ausschliesslich Einsatzmöglichkeiten als Hilfsarbeiter in einer handwerklichen
Tätigkeit zur Diskussion. Derartige Tätigkeiten setzen nur eine geringe
Anpassungsfähigkeit voraus. Darin liegt vorliegend der Unterschied zum Urteil des
Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht (EVG)]
vom 10. März 2003, I 617/02. Dort wurde die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
für einen Versicherten, dessen Alter mit dem des Beschwerdeführers praktisch
identisch war, verneint, mit der Begründung, dass faktisch nur Bürotätigkeiten zur
Auswahl standen und dem Versicherten als langjährigem Vorarbeiter auf dem Bau
dafür jegliche Berufserfahrung fehlte. Die Ausführungen des Beschwerdeführers
verkennen den grundsätzlich rein hypothetischen Charakter des ausgeglichenen
Arbeitsmarktes, an dem festzuhalten ist, weil nur so die Risiken Arbeitslosigkeit und
Invalidität voneinander abgegrenzt werden können. So geht es beim als ausgeglichen
unterstellten Arbeitsmarkt nicht um reale, geschweige denn offene Stellen, sondern um
(gesundheitlich zumutbare) Beschäftigungsmöglichkeiten, welche der Arbeitsmarkt von
seiner Struktur her, jedoch abstrahiert von den konjunkturellen Verhältnissen, umfasst
(nicht veröffentlichtes EVG-Urteil vom 16. Juli 2003 i/S C. [I 758/02]).
3.4 Damit bleibt zu prüfen, ob die Verwaltung den Invaliditätsgrad korrekt bestimmt
hat. Gemäss Art. 16 ATSG ist zur Bemessung des Invaliditätsgrads das Einkommen,
das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
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3.4.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die
versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die
Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Es ist in der Regel vom
letzten Lohn, welchen die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung
erzielt hat, auszugehen (Urteil des EVG vom 16. Mai 2001, I 42/01, mit Hinweisen).
Diese Praxis wird mit der empirischen Feststellung begründet, dass die bisherige
Tätigkeit im Gesundheitsfall in der Regel weitergeführt worden wäre (Urteil des EVG
vom 29. August 2002, I 97/00). Die Beschwerdegegnerin legte der Rentenverfügung
vom 19. Oktober 2010 jenen Verdienst zugrunde, welchen der Beschwerdeführer ab
dem 7. Januar 2003 in seiner Tätigkeit als Lagermitarbeiter bei der H._ AG erzielte,
konkret Fr. 58'849.-- (IV-act. 123). Davon abweichend ging sie in ihrer
Beschwerdeantwort von jenem Einkommen aus, welches dem Beschwerdeführer ab
25. Juni 2003 als Lagermitarbeiter bei C._ ausbezahlt worden war, nämlich von Fr.
18.50 die Stunde bzw. Fr. 40'404.-- im Jahr (act. G 4, S. 4). Die SUVA setzte in der
Verfügung vom 15. März 2006 nach entsprechenden Abklärungen bei der H._ AG
das Valideneinkommen auf Fr. 57'720.-- (13 x Fr. 4'440.--) fest (act. G 8.1.2; IV-act.
98-2ff. ), ebenso die IV-Stelle des Kantons Schwyz in ihrer Verfügung vom 17.
November 2006 (act. G 4.2 [Fremdakten], IV-act. 4). Der Betrag von Fr. 58'849.--,
welchen die IV-Stelle als Valideneinkommen errechnete, entspricht unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung den erwähnten Fr. 57'720.--. Es stellt
sich vorliegend die Frage, ob für die Bemessung des Valideneinkommens tatsächlich
auf die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Lagermitarbeiter abzustellen ist, welche
dieser ab Januar 2003 ausübte. Der Beschwerdeführer hatte von 1989 bis Januar 2003
für die I._ AG gearbeitet. Aufgrund von Umstrukturierungen im Betrieb wurde ihm das
Arbeitsverhältnis gekündigt (IV-act. 25). Zum Zeitpunkt der Auflösung des
Arbeitsvertrages war der Beschwerdeführer bereits 55 Jahre alt. Angesichts der langen
Dauer des Arbeitsverhältnisses mit der I._ AG erscheint es sachgerecht, zur
Bestimmung des Valideneinkommens auf den Verdienst aus dieser langjährigen
Tätigkeit abzustellen; immerhin lag das Vertragsende zum Zeitpunkt des Unfalls im Juli
2003 nur ein knappes halbes Jahr zurück. Jedenfalls ist es nicht vertretbar, zur
Einkommensbestimmung den Zwischenverdienst für massgebend zu erklären, welchen
der Beschwerdeführer ab Ende Juni 2003 erzielte. Aber auch die Tätigkeit für die H._
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AG kann nicht zum Bezug genommen werden. Diese Arbeit war von vornherein - auf
eine kurze Dauer - befristet. Es ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ein
geeignetes Angebot für eine Anstellung als Glaser bevorzugt hätte. Für die Festsetzung
des Valideneinkommens ist demnach entscheidend, was der Versicherte verdient hätte,
wenn er weiterhin als Glaser hätte tätig sein können. Gemäss
Arbeitgeberbescheinigung vom 9. September 2004 (IV-act. 25) hatte der
Beschwerdeführer im Jahr 2002 ein Jahreseinkommen von Fr. 63'812.-- erzielt (Ziff.
20). Auch für die Zukunft wurde ein Verdienst von Fr. 63'812.-- angegeben (Ziff. 16).
Darauf ist bei der Bestimmung des Invaliditätsgrads abzustellen.
3.4.2
3.4.2.1 Bei der Bemessung des Invalideneinkommens ist zu beachten, dass der
Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage ist, seine bisherige Tätigkeit als Glaser
auszuüben. Er übt unbestrittenermassen gar keine Erwerbstätigkeit mehr aus. In
solchen Fällen ist nach der Rechtsprechung zur Bestimmung des Invalideneinkommens
auf die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Auf
die dem Beschwerdeführer gemäss MEDAS-Gutachten noch zumutbaren leichten bis
mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeiten findet die LSE-Tabelle TA1, Privater
Sektor, Total Anforderungsniveau 4, Anwendung. Geht man davon aus, dass die An
gaben in der Arbeitgeberbescheinigung betreffend einen künftigen Verdienst von
Fr. 63'812.-- jedenfalls für das Jahr 2003 ihre Gültigkeit haben, so ist auch bei der
Bemessung des Invalideneinkommens das Jahr 2003 als Referenzperiode
heranzuziehen, zumal angenommen werden darf, dass sich Validen- und
Invalideneinkommen bis zum verfügten Rentenbeginn (2010) in etwa gleich
entwickelten. Damals lag der Durchschnittslohn für einen Mann bei einer wöchentlichen
Arbeitszeit von 40 Stunden bei Fr. 4'616.--. Umgerechnet auf ein Jahr und unter
Berücksichtigung der im Jahr 2003 betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro
Woche ergibt dies einen Betrag von Fr. 57'745.--.
3.4.2.2 Zu prüfen ist sodann, ob das auf diese Weise bestimmte
Invalideneinkommen allenfalls zu kürzen ist. Mit Abzügen vom Invalideneinkommen soll
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der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale
einer versicherten Person wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter,
Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad
Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa). Der Abzug
hat nicht automatisch, sondern dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte
dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser
Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Bei
der Bestimmung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ist nicht in der Weise
vorzugehen, dass für jedes in Betracht fallende Merkmal separat eine Reduktion
vorgenommen wird, weil damit Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Vielmehr ist
der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte
Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Dabei ist der Abzug auf
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 79 f. E. 5b/aa-cc). Unter dem
Titel Beschäftigungsgrad wird bei Männern, welche gesundheitlich bedingt lediglich
noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, ein Abzug anerkannt. Damit soll dem
Umstand Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gesehen
Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl.
dazu LSE 06 Tabelle T2* S. 16; Urteil 9C_721/2010 vom 15. November 2010 E. 4.2).
Gemäss diesen Erhebungen waren die Männerlöhne bei einem Beschäftigungsgrad
von 50 % - 74 % rund 9 % unterproportional (Beschäftigungsgrad angeglichen Fr.
4'363.-- anstatt Fr. 4'798.--). Als lohnsenkender Faktor fällt weiter das Alter des
Beschwerdeführers in Betracht. Dieser war bei verfügtem Rentenbeginn ab August
2010 über 60 Jahre alt, und er wird sich bei der Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit
in anderen Tätigkeiten mit lohnwirksamen Nachteilen konfrontiert sehen (insbesondere
in Bezug auf hohe Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber, kürzere Aktivitätsdauer, etc.).
Dagegen dürften sich die mangelnde schulische bzw. berufliche Bildung des
Beschwerdeführers wie auch dessen sprachliche und stimmliche Schwierigkeiten bei
den für ihn in Betracht fallenden Tätigkeiten kaum negativ auswirken. Weiter sind die
verschiedenen gesundheitlichen Einschränkungen bei der Umschreibung der
leidensadaptierten Tätigkeit zu betrachten, welche sich im Vergleich zu einem
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gesunden Versicherten ebenfalls negativ auf die Lohnhöhe auswirken dürften. Der vom
Beschwerdeführer aufgrund einer SUVA-Abklärung geltend gemachte zusätzliche
Pausenbedarf ist hier nicht zu berücksichtigen, weil die Abklärung ohnehin erst nach
Verfügungserlass erfolgte (act. G 8.1.5). Gesamthaft ist demnach ein Leidensabzug von
20% angemessen.
3.4.2.3 Unter Berücksichtigung der erwähnten Abzüge von total 20 % ergibt sich
damit für das Jahr 2003 ein Invalideneinkommen von Fr. 23'098.-- (Fr. 57'745.-- x 0,5 x
0,80). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 63'812.-- und einem Invalideneinkommen
von Fr. 23'098.-- resultiert ein Erwerbsausfall von Fr. 40'714.-- (Fr. 63'812.-- abzüglich
23'098.--) und ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 64 % ([Fr. 40'714.-- / Fr. 63'812.--]
x 100). Selbst wenn ein Leidensabzug von 15 % berücksichtigt würde, ergäbe sich ein
Invaliditätsgrad von über 60 % (1- [57'745.-- x 0,5 x 0,85 : 63'812.--] = 0,615) bzw.
(aufgerundet) 62 %.
3.5 Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung. Zur Frage des Rentenbeginns ist Art. 28
Abs. 1 IVG zu beachten, wonach Anspruch auf eine Rente Versicherte haben, die
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40
% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b), und nach Ablauf eines Jahres zu mindestens 40
% invalid sind (lit. c). Gemäss Art. 29 Abs.1 IVG entsteht der Rentenanspruch
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten seit der Anmeldung. In ihrer
Beschwerdeantwort geht die Beschwerdegegnerin davon aus, dass der
Beschwerdeführer das Wartejahr zum Zeitpunkt seiner Neuanmeldung vom 26. Januar
2009 bereits absolviert hatte (Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit seit Juli
2003) und sich der somatische Zustand gemäss MEDAS-Gutachten seit November
2006 erheblich verschlechtert hatte. Beim psychischen Zustand nehme das MEDAS-
Gutachten spätestens seit August 2009 einen relevanten Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers an. Demnach beginne der Rentenanspruch am
1. August 2009. Auf diese überzeugenden Ausführungen ist abzustellen. Rentenbeginn
ist demnach der 1. August 2009.
4.
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4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise
gutzuheissen und die Verfügung vom 19. Oktober 2010 dahingehend abzuändern, dass
dem Beschwerdeführer ab 1. August 2009 eine Dreiviertelsrente zugesprochen wird.
4.2 Der Beschwerdeführer beantragt einen Entzug der aufschiebenden Wirkung der
Beschwerde bzw. es sei die angefochtene Verfügung insoweit für rechtskräftig zu
erklären, als darin mindestens ein Anspruch auf eine halbe Rente ab 1. August 2010
bestätigt werde. Der Entzug des Suspensiveffektes bedeutet, dass die angefochtene
Verfügung sofort vollstreckt werden kann (BGE 124 V 88 E. 6a). Eine Verfügung oder
ein Einspracheentscheid ist grundsätzlich bereits mit seiner Eröffnung wirksam (Franz
Schlauri, Grundstrukturen des nichtstreitigen Verfahrens in der Sozialversicherung, in:
René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Verfahrensfragen in der Sozialversicherung,
St. Gallen 1996, S. 69 f.; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2.A., S. 242 f.).
Praxisgemäss richtet die Beschwerdegegnerin die zugestandenen Leistungen aus,
auch wenn höhere beantragt und noch strittig sind. Nach Lage der Akten ist dies auch
vorliegend der Fall. Auf das Gesuch des Beschwerdeführers ist daher nicht weiter
einzugehen.
4.3 Der Beschwerdeführer ist mit seinem Antrag auf Zusprechung einer ganzen Rente
zwar lediglich teilweise durchgedrungen. Da die quantitative Überklagung den
Prozessaufwand nicht beeinflusst hat, ist nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung bezüglich der Verteilung der Verfahrens- und Parteikosten allerdings
von einem vollen Obsiegen auszugehen (vgl. BGE 117 V 407 E. 2c; Urteile des
Bundesgerichts vom 3. Dezember 2010, 8C_568/2010, E. 4.2 und vom 26. Mai 2010,
9C_94/2010, E. 4.3).
4.4 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die
Beschwerdegegnerin trägt die gesamten Verfahrenskosten. Dem Beschwerdeführer ist
der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
bis
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4.5 Bei diesem Verfahrensausgang schuldet die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung. Diese wird vom Versicherungsgericht
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eine Kostennote eingereicht. Die
Entschädigung ist vorliegend jedoch pauschal festzusetzen. Dazu sei erwähnt, dass
entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters Art. 61 lit. g ATSG nicht jegliche
Pauschalierung verbietet, sondern verlangt ist einzig, dass bei Fällen mit
überdurchschnittlichem bzw. unterdurchschnittlichem Arbeitsaufwand eine
verhältnismässige Anpassung der Pauschale erfolgt. Für den vorliegenden Fall ist von
einer üblichen mittleren Entschädigung von Fr. 3'500.-- auszugehen, welche unter
Berücksichtigung des Arbeitsaufwandes, einschliesslich des Mehraufwandes zufolge
der teilweise unsystematischen Aktenführung, auf Fr. 4'000.-- erhöht wird.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP