Decision ID: 2298e372-742e-522a-96ae-fd9dd12070cb
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Der am 5. Februar 1945 geborene, in seiner Heimat Russland wohn-
hafte X._ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer)
lebte und arbeitete vom 1. Mai 1972 bis 30. Juni 1977 in der Schweiz. Mit
Datum vom 15. Mai 2018 stellte er einen Antrag auf Rückvergütung von
AHV-Beiträgen (Akten [im Folgenden: act.] der Schweizerischen Aus-
gleichskasse [im Folgenden: SAK oder Vorinstanz] 1 bis 3, 5). Mit Verfü-
gung vom 22. August 2018 wies die SAK diesen Antrag ab. Zur Begrün-
dung führte sie aus, der Versicherte habe das Rentenalter am 5. Februar
2010 erreicht. Der Anspruch auf Rückvergütung sei demnach seit dem
1. März 2015 verjährt (act. 4).
A.b Hiergegen erhob der Versicherte am 18. September 2018 (Postein-
gang: 8. Oktober 2018) Einsprache. Zur Begründung führte er zusammen-
gefasst aus, er und seine Ehefrau hätten vor mehr als vierzig Jahren die
Schweiz verlassen. Sie hätten nichts gewusst über die Änderungen in der
Schweizer Gesetzgebung im Bereich des Sozialversicherungsrechts,
sonst hätten sie sicherlich Schritte zur Rückerstattung unternommen. Sie
seien über die Änderungen nicht informiert worden. Im Jahr 2017 habe er
im Alter von 72 Jahren das Arbeitsverhältnis aufgegeben und erhalte nun
eine Rente in der Höhe von RUB 20'000.- pro Monat. Seine Frau sei lange
Zeit behindert gewesen. Aus diesen Gründen sei im Juni 2018 das Rück-
vergütungsgesuch gestellt worden (act. 6). Mit Einspracheentscheid vom
14. Januar 2019 wies die SAK diese Einsprache ab. Zur Begründung gab
sie den Inhalt von Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen wieder und
führte weiter aus, es sei für die Anwendung der Schweizer Gesetzgebung
– an welche sie gebunden sei – nicht massgebend, wann der Versicherte
seine Arbeitsstelle aufgegeben habe. Der Versicherte habe sein Gesuch
um Rückvergütung am 18. Juni 2018 und somit mehr als 8 Jahre nach der
Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente eingereicht. Der Anspruch
auf Rückvergütung sei seit dem 28. Februar 2015 verjährt und der Antrag
mehr als 3 Jahre zu spät gestellt worden.
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 erhob der Ver-
sicherte beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 18. Februar
2019 Beschwerde und beantragte (sinngemäss) die Aufhebung dieses Ent-
scheids (act. im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1).
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Zur Begründung führte er zusammengefasst aus, er habe von 1972 bis
1977 in F._ bei der "B._" gearbeitet, welche nach 1977 zwei-
mal die Anteilsinhaber und Spezialisten gewechselt habe. Vielleicht habe
er aus diesem Grund die Information über die Änderung der Schweizer
Gesetzgebung nicht erhalten. Im September 1999 habe er vom Haupt-
buchhalter der "C._" einen Brief bekommen, in welchem ihm Hilfe
bei der Rückforderung angeboten worden sei. Er habe jedoch nicht riskiert,
die Vollmacht einer unbekannten Person zu geben. Ausserdem sei in die-
sem Brief die Möglichkeit einer Änderung der Schweizer Gesetzgebung im
Bereich der AHV nicht erwähnt worden. Er habe zufolge der Währungsin-
stabilität in Russland keine Massnahmen zur Rückzahlung der Mittel ergrif-
fen, um diese für sein Pensionsalter zu bewahren. Nach der Beendigung
der Lehrtätigkeit sei die Höhe der russischen Pension nicht hoch, und man
habe über das Schweizer Konsulat in Moskau die notwendigen Dokumente
gesendet. Jedoch sei ihnen geantwortet worden, dass sie gemäss der
neuen Gesetzgebung ihr Recht auf ihr Geld verloren hätten. Daraufhin
habe man sich an die SAK gewandt. Von dieser Behörde habe man auch
eine negative Antwort bekommen. Sie verstünden nicht, wie man ihr Geld
habe konfiszieren dürfen.
B.b Mit Schreiben vom 12. März 2019 wurde der Beschwerdeführer aufge-
fordert, dem Bundesverwaltungsgericht innert Frist eine schweizerische
Korrespondenzadresse bekannt zu geben (B-act. 2). Nachdem er sich
diesbezüglich nicht hatte vernehmen lassen, wurde er mit prozessleitender
Verfügung vom 25. April 2019 unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Publi-
kation künftiger Anordnungen und Entscheide im Bundesblatt) aufgefor-
dert, innert Frist ein Zustelldomizil in der Schweiz anzugeben (B-act. 3 und
4).
B.c Nachdem D._ von der E._ im Schreiben vom 5. Juni
2019 ein Zustelldomizil genannt und um eine Fristverlängerung zur Einrei-
chung der Vollmacht ersucht hatte (B-act. 6 und 7), wurde der Beschwer-
deführer mit prozessleitender Verfügung vom 25. Juni 2019 unter Hinweis
auf die bereits genannten Säumnisfolgen aufgefordert, innert Frist betref-
fend Zustelldomizil eine Einverständniserklärung abzugeben und diese
dem Bundesverwaltungsgericht einzureichen. Gleichzeitig wurde er für den
Fall, dass er sich von D._ vertreten lassen wolle, aufgefordert, dem
Bundesverwaltungsgericht innert Frist eine eigenhändig unterzeichnete
Originalvollmacht einzureichen (B-act. 8); diesen Aufforderungen kam der
Beschwerdeführer nach (B-act. 9 und 10, 13, 14).
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B.d In ihrer Vernehmlassung vom 29. August 2019 beantragte die SAK die
Abweisung der Beschwerde (B-act. 15).
Zur Begründung gab sie vorab den Inhalt von Normen auf Gesetzes- und
Verordnungsstufe wieder. Weiter brachte sie vor, der Beschwerdeführer sei
Staatsbürger der Russischen Föderation und wohne in Moskau. Zwischen
der Russischen Föderation und der Schweiz bestehe keine zwischenstaat-
liche Vereinbarung. Der Beschwerdeführer sei am 5. Februar 1945 gebo-
ren und habe somit das gesetzliche Rentenalter am 5. Februar 2010 er-
reicht (Eintritt des Versicherungsfalls). Dementsprechend hätte der Antrag
auf Rückerstattung der Beiträge bis Ende Februar 2015 eingereicht werden
müssen. Der Antrag auf Rückerstattung der bezahlten Beiträge datiere
vom 15. Mai 2018 und sei am 4. Juni 2018 bei der SAK eingegangen, wes-
halb der Anspruch auf Rückvergütung der an die AHV geleisteten Beiträge
verjährt sei. Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, die SAK habe
ihre Informationspflichten bezüglich Gesetzesänderungen nicht wahrge-
nommen, sei darauf hinzuweisen, dass sich von Gesetzes wegen keine
solchen Pflichten ergeben würden. Es sei Sache der Betroffenen, sich über
einen allfälligen Anspruch auf Rückvergütung zu informieren. Gemäss den
Beilagen zur Beschwerde sei der Beschwerdeführer am 24. September
1999 und somit genügend früh auf die Möglichkeit einer allfälligen Rück-
vergütung von AHV-Beiträgen hingewiesen worden.
B.e Mit prozessleitender Verfügung vom 3. September 2019 erhielt der Be-
schwerdeführer Gelegenheit, innert Frist eine Replik in zwei Exemplaren
und entsprechende Beweismittel einzureichen (B-act. 16).
B.f Nachdem sich der Beschwerdeführer replicando nicht mehr hatte ver-
nehmen lassen, wurde mit prozessleitender Verfügung vom 15. Oktober
2019 der Schriftenwechsel abgeschlossen (B-act. 17).
B.g Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Be-
weismittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Er-
wägungen einzugehen.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-
nition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]; BVGE
2016/15 E. 1; 2014/4 E. 1.2).
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; SR 831.10) ist das Bundesverwal-
tungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.
1.2 Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich grundsätzlich
nach dem VwVG (vgl. Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3
Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG, SR 830.1). Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses
Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen an-
wendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es
vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf
die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung an-
wendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG
vorsieht. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln finden
diejenigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Be-
schwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2).
1.3 Als direkter Adressat ist der Beschwerdeführer vom angefochtenen
Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 (act. 7) berührt und kann sich
auf ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung be-
rufen (Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Zusammenfassend ergibt sich,
dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60
ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 sowie Art. 63 Abs. 4 VwVG) einzu-
treten ist.
1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet der
– die Verfügung vom 22. August 2018 (act. 4) ersetzende (vgl. hierzu BGE
142 V 337 E. 3.2.1 mit Hinweisen) – Einspracheentscheid vom 14. Januar
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2019 (act. 7), mit welchem das Gesuch des Beschwerdeführers um Rück-
vergütung der an die schweizerische AHV geleisteten Sozialversicherungs-
beiträge abgewiesen worden ist. Strittig und zu prüfen ist die Rechtmässig-
keit dieses Entscheids und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob
der Anspruch auf Rückvergütung verjährt ist.
1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
2.
Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren weiter anwendba-
ren gesetzlichen Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.
2.1 Ausländer sowie ihre Hinterlassenen haben gemäss Art. 18 Abs. 2
AHVG grundsätzlich nur Anspruch auf eine Alters- oder Hinterlassenen-
rente, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der
Schweiz haben (Satz 1). Eine zwischenstaatliche Vereinbarung, die den
Export einer Altersrente vorsieht, besteht zwischen der Russischen Föde-
ration und der Schweiz nicht (vgl. hierzu die Liste der Sozialversicherungs-
abkommen der Schweiz mit zahlreichen Staaten; abrufbar unter
www.bsv.admin.ch > Sozialversicherungen > Internationale Sozialversi-
cherung > Grundlagen und Abkommen > Sozialversicherungsabkommen;
zuletzt aufgerufen am 10. Juni 2021).
2.2 Nach Art. 18 Abs. 3 AHVG können den Ausländern, die ihren Wohnsitz
im Ausland haben und mit deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche
Vereinbarung besteht, sowie ihren Hinterlassenen die gemäss den Art. 5,
6, 8, 10 oder 13 bezahlten Beiträge rückvergütet werden (Satz 1). Satz 2
beauftragt den Bundesrat zur Regelung der Einzelheiten, insbesondere
das Ausmass der Rückvergütung. Dazu hat der Bundesrat die Verordnung
vom 29. November 1995 über die Rückvergütung der von Ausländern an
die Alters- und Hinterlassenenversicherung bezahlten Beiträge (RV-AHV;
SR 831.131.12) erlassen.
2.3 Gemäss Art. 21 Abs. 1 Bst. a AHVG in der auf den 1. Januar 1997 in
Kraft gesetzten Fassung der 10. AHV-Revision (AS 1996 2466; BBl 1990 II
1) haben Männer, welche das 65. Altersjahr vollendet haben, Anspruch auf
eine Altersrente. Frauen haben nach Vollendung des 64. Altersjahrs An-
spruch auf eine Altersrente (Art. 21 Abs. 1 Bst. b AHVG). Gemäss Art. 21
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Abs. 2 AHVG entsteht der Anspruch auf die Altersrente am ersten Tag des
Monats, welcher der Vollendung des gemäss Abs. 1 massgebenden Alters-
jahres folgt. Er erlischt mit dem Tod. Gemäss Bst. d der Schlussbestim-
mungen der Änderung vom 7. Oktober 1994 [10. AHV-Revision; AS 1996
2466 Ziff. II 1; BBl 1990 II 1) wurde eine Abstufung eingeführt, indem das
Rentenalter der Frau vier Jahre nach Inkrafttreten der 10. AHV-Revision
auf 63 und acht Jahre danach auf 64 Jahre erhöht wurde.
2.4 Art. 1 Abs. 1 RV-AHV setzt für eine Rückvergütung der entrichteten
AHV-Beiträge – ergänzend bzw. konkretisierend zu Art. 18 Abs. 3 AHVG –
voraus, dass diese Beiträge während mindestens eines vollen Jahres ge-
leistet worden sind und keinen Rentenanspruch begründen. Die Beiträge
können zurückgefordert werden, sobald die Person aller Voraussicht nach
endgültig aus der Versicherung ausgeschieden ist und sowohl sie selber
als auch die Ehefrau oder der Ehemann und ihre noch nicht 25-jährigen
Kinder nicht mehr in der Schweiz wohnen (Art. 2 Abs. 1 RV-AHV). Rück-
vergütet werden nur die tatsächlich bezahlten Beiträge. Zinsen werden vor-
behältlich Art. 26 Abs. 2 ATSG keine geleistet (Art. 4 Abs. 1 RV-AHV). Aus
rückvergüteten Beiträgen und den entsprechenden Beitragszeiten können
gegenüber der AHV und der IV keine Rechte abgeleitet werden. Die Wie-
dereinzahlung der Beiträge ist ausgeschlossen (Art. 6 RV-AHV).
2.5 Nach Art. 7 RV-AHV geht der Anspruch auf Rückvergütung unter mit
dem Tod des Berechtigten. Er verjährt mit dem Ablauf von fünf Jahren seit
dem Versicherungsfall.
2.6 Hinsichtlich der Dauer der Beitragsleistung und der Höhe der Beiträge
wird grundsätzlich auf die individuellen Konten abgestellt, in welche die für
die Berechnung der ordentlichen Renten erforderlichen Angaben eingetra-
gen werden (vgl. Art. 30ter Abs. 1 AHVG; Art. 137 ff. der Verordnung über
die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 1947 [AHVV;
SR 831.101]; zu den Voraussetzungen einer Kontenberichtigung siehe
Art. 141 AHVV und BGE 117 V 261 E. 3a).
3.
3.1 Der am 5. Februar 1945 geborene Beschwerdeführer erreichte das
65. Altersjahr am 5. Februar 2010, was in Übereinstimmung mit den Aus-
führungen der Vorinstanz bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt gemäss
Art. 21 Abs. 1 Bst. a AHVG der Versicherungsfall Alter eingetreten ist
(vgl. E. 2.3 hiervor). Wie vorstehend bereits dargelegt (vgl. E. 2.5 hiervor),
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verjährt der Anspruch auf Rückvergütung gemäss Art. 7 RV-AHV mit dem
Ablauf von fünf Jahren seit Eintritt des Versicherungsfalls, wobei es sich
entgegen dem Wortlaut um eine Verwirkungsfrist handelt (vgl. hierzu Urteil
des BGer 9C_847/2008 vom 21. August 2009 E. 1 mit weiteren Hinweisen).
Zufolge dieser Verwirkungsfrist hätte der Beschwerdeführer den Antrag auf
Rückerstattung der Beiträge spätestens bis Ende Februar 2015 bei der
SAK einreichen müssen (Art. 7 RV-AHV; vgl. hierzu auch Urteil des BVGer
C-409/2008 vom 30. Juni 2009 E. 4.6).
3.2 Unter den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer den
Antrag auf Rückvergütung erst am 15. Mai 2018 gestellt hatte, was mit
Blick auf die vorliegenden Akten auch vom Bundesverwaltungsgericht nicht
in Zweifel zu ziehen ist (act. 1 bis 3, 5). Aufgrund des vorstehend Darge-
legten war der Anspruch des Beschwerdeführers auf Rückvergütung der
an die AHV geleisteten Beiträge im Zeitpunkt der Gesuchstellung somit
längst verwirkt. Daran vermögen seine diesbezüglichen Ausführungen
(keine Bevollmächtigung einer unbekannten Person, Zuwarten mit der Ein-
reichung des Gesuchs bis nach Beendigung der Erwerbstätigkeit in der
Heimat zufolge Währungsinstabilität in Russland) nichts zu ändern, obwohl
sie für das Bundesverwaltungsgericht durchaus verständlich und nachvoll-
ziehbar sind.
3.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend machen sollte, die SAK (oder
eine andere Bundesbehörde) hätte die Informationspflichten bezüglich der
Änderungen in der Schweizer Gesetzgebung verletzt, ist er darauf hinzu-
weisen, dass Art. 27 Abs. 1 ATSG zwar eine allgemeine und permanente
Aufklärungspflicht der Versicherungsträger und Durchführungsorgane sti-
puliert, die nicht erst auf persönliches Verlangen der interessierten Person
zu erfolgen hat. Jedoch wird diese Aufklärungspflicht hauptsächlich durch
die Abgabe von Informationsbroschüren, Merkblättern und Wegleitungen
erfüllt (BGE 131 V 472 E. 4.1; SVR 2012 ALV Nr. 3 S. 6 E. 5.1.1). Insofern
hätte sich der im Verkehr mit den Behörden an Treu und Glauben gebun-
dene (vgl. hierzu BGE 143 V 66 E. 4.3 und BGE 137 V 394 E. 7.1) Be-
schwerdeführer bei der SAK über einen allfälligen Anspruch auf Rückver-
gütung entsprechend informieren können und müssen (vgl. hierzu auch Ur-
teil des BVGer C-409/2008 vom 30. Juni 2009 E. 4.7), zumal er von dieser
im konkreten Einzelfall eine unentgeltliche Beratung über seine Rechte und
Pflichten sowie eine allfällige Gefährdung seines Leistungsanspruchs hätte
verlangen können (BGE 131 V 472 E. 4.1 und E. 4.3; SVR 2012 ALV Nr. 3
S. 7 E. 5.1.2). Da die SAK bei einem durchschnittlichen Mass an Aufmerk-
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samkeit angesichts der zahlreichen Versicherten nicht hatte erkennen kön-
nen, dass der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gefährdet war,
trifft sie keine Beratungspflicht (BGE 133 V 249 E. 7.2), denn es kann von
ihr nicht verlangt werden, dass sie die Versicherten über alle auch nur the-
oretisch denkbaren Ansprüche informiert (SVR 2013 AHV Nr. 12 S. 48 E.
3.3). Hinzu kommt schliesslich, dass Gesetze mit der amtlichen Publikation
des Textes grundsätzlich als bekannt gelten und der Beschwerdeführer aus
seiner eigenen Rechtsunkenntnis keinerlei Vorteile ableiten kann (BGE
136 V 331 E. 4.2.3.1). Im Übrigen darf von ihm ein gewisses Minimum an
Achtsamkeit verlangt werden (ZAK 1991 S. 375 E. 3c), zumal er früh genug
auf die Möglichkeit einer Rückforderung von geleisteten AHV-Beiträgen
hingewiesen worden war (B-act. 1 Beilage 1).
4.
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 als rechtens, weshalb die da-
gegen erhobene Beschwerde vom 18. Februar 2019 als unbegründet ab-
zuweisen ist.
5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-
teientschädigung.
5.1 Das Beschwerdeverfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs.
2 AHVG), sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
5.2 Weder die obsiegende Vorinstanz noch der unterliegende Beschwer-
deführer haben einen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 1 und
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] und Art.
64 Abs. 1 VwVG e contrario).