Decision ID: b329b39d-baa9-4e8c-88ae-9cfe3b9c84fd
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965,
ist gebürtiger
Y._
, lebt seit 1987 in der Schweiz und erwarb 2002 das Schweizer Bürgerrecht. Er
meldete sich am 13. November 2006 unter Hinweis auf eine seit Frühjahr 2005 ärztliche behandelte Depression und Angsterkrankung bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Gemäss de
n
von der IV-Stelle ein
geholten
Arbeitgeberfragebogen
war er bis zum
2
0.
Jun
i
200
5
vollzeitlich
als Speditionsmitarbeiter
(Fragebogen vom 20. November 2006, Urk. 8/8) und nebenerwerblich bis zum 5. Januar 2006 als Zeitungsverträger tätig
gewesen (
Fragebogen vom 22. November 2006, Urk. 8/21
).
Weiter
zog die IV-Stelle die Akten der Krankentaggeldversicherer (Urk. 8/14-18 und Urk. 8/24) bei und forderte von
Dr.
med.
Z._
, Allgemeine Innere Medizin FMH (vom 5. Dezember 2006, Urk. 8/19) sowie
Dr.
med.
A._
, Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH (vom 9. Dezember 2006, Urk. 8/20, vom 23. Dezember 2006, Urk. 8/22, und vom 16. März 2007, Urk. 8/26) ärztliche Berichte an.
Sodann
liess die IV-Stelle
den Versicherten durch
Dr.
med.
B._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachten (Gutachten vom 4. Juli 2007, Urk. 8/29).
Am 26. Juli 2007 beurteilte der regionale ärztliche Dienst (RAD,
Dr.
med.
C._
, Praktischer Arzt) den medizinischen Sachverhalt dahingehend,
dass aufgrund
der übereinstimmenden Beurteilungen des behandelnden Psychi
aters und des psychiatrischen Gutachters von einer medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit von 80 % auszugehen und eine Wiedereingliederung nicht möglich sei (Urk. 8/31/4). Gestützt darauf erliess die IV-Stelle den Vorbescheid vom 30. Juli 2007, mit dem sie dem Versicherten die Zusprache einer ganzen Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 80 % in Aussicht stellte (Urk. 8/33).
Aufgrund der vom Berufsvorsorgeversicherer
am 24. September 2007
erhobenen Einwände gegen den Vorbescheid (Urk. 8/36) teilte die IV
Stelle dem Versicherten am 5. Dezember 2007 mit, dass eine erneute Begutach
tung erforderlich sei (Urk. 8/42).
Davon nahm sie
in der Folge wieder Abstand, nachdem der - inzwischen rechtskundig vertretene
–
Versicherte
am 13. Dezember 2007 und 4. Februar 2008
dagegen opponiert hatte (vgl. Urk. 8/43
und Urk. 8/48
).
Stattdessen eröffnete sie dem Berufsvorsorgeversicherer
am 21. August 2008
durch Kopie eines an den Ve
rsicherten
gerichteten Schreibens,
dass sie diesem
eine Schadenminderungspflicht auferlegen
werde
(vgl. Urk. 8/50) und
beschloss,
dem Versicherten zwar eine unbefristete Rente auszu
richten, aber per 31. Juli 2009 eine Rentenrevision durchzuführen (Urk. 8/51
, vgl. auch Urk. 8/53
)
.
Die
dem Versicherten eine
unbefristete,
ganze Invaliden
rente a
b dem 1. Juni 2006 zusprechende
Verfügung
erging
am
9. Oktober 2008 (Urk. 8/57).
1.2
Im Rahmen des
am 17. August 2009
eröffnete
n
Rentenrevisionsverfahren
s
zog die IV-Stelle zunächst den Verlaufsbericht
Dr.
A._
s vom 29. August 2009 bei (Urk. 8/62
).
Dabei nahm die IV-Stelle
mit Schreiben vom 24. August 2009 (Bei
blatt zum [Formular] „Arztbericht vom 24. August 2009“, Urk. 8/62/5)
auf die dem Versicherten mit Schreiben vom 21
. August 2008 auferlegte Schadenmin
derungspflicht Bezug, worauf
Dr.
A._
auf der Rückseite des Beiblatts darlegte, wie der Versicherte der ihm auferlegten Schadenminderungspflicht nachge
kommen war (Urk. 8/62/6).
Sodann teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 30. November 2009 mit, dass eine Begutachtung durch
Dr.
med.
D._
, Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH, erforderlich sei (Urk. 8/64). Dagegen opponierte der Ver
sicherte mit Schreiben vom 16. Dezember 2009 (Urk. 8/65) und 6. Januar 2010 (Urk. 8/69), weshalb ihm die IV-Stelle am 11. Januar 2010 unter Hinweis auf die gesetzlichen Vorschriften einen Aktenentscheid androhte, falls er sich der geplanten Begutachtung entziehe (Urk. 8/72)
. Nachdem sich der Versicherte dagegen am 13. Januar 2010 unter Hinweis darauf, dass er bisher nur unvoll
ständige Einsicht in die Akten erhalten habe, zur Wehr gesetzt hatte (Urk. 8/77), erging diese Androhung unter Beilage des verlangten Aktenstücks am 18. Januar 2010 erneut (Urk. 8/78). Daraufhin verlangte der Versicherte mit Eingabe vom 1. Februar 2010 - unter Hinweis darauf, dass er immer noch keine vollständige Einsicht in die Akte
n erhalten habe - dass die in Aussicht genom
mene Begutachtung durch
Dr.
B._
erfolge (Urk. 8/81). Nachdem die IV-Stelle dem Versicherten am 16. Februar 2010 mitgeteilt hatte, dass sie an der Begut
achtung durch
Dr.
D._
festhalte, erklärte der Versicherte sich am 24. Februar 2010 damit einverstanden (Urk. 8/84).
Dr.
D._
konnte den Versicherten am 9. März 2010 untersuchen und erstattete am 6. Oktober 2010 sein Gutachten (Urk. 8/89)
.
Nach Vorliegen des Gutachtens gelangte der Rechtsdienst der IV-Stelle am 17. Juni 2011 zum Schluss, dass - entgegen der gutachterlichen Feststellung einer Restarbeitsfähigkeit von 40 % in der angestammten, bzw. von 60 % in angepasster Tätigkeit - von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit zumindest für angepasste Tätigkeiten auszugehen sei
, da dem Versicherten die willentliche Überwindung
seiner Leistungseinschränkungen zumutbar sei
(Urk. 8/96/6-8).
Demgegenüber befand der RAD (
Dr.
med.
E._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und
Dr.
med.
F._
, Arbeitsmedizin und All
gemeine Innere Medizin FMH)
am 3. August 2011
,
gestützt auf das Gutach
ten sei eine 40%ige Restarbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit zu attestieren,
sowie aus versicher
ungsmedizinischer festzustellen
, dass die auferlegt
e
Schadenminderungspflicht nicht erfüllt worden sei. Ob deshalb von der Wiederherstellung einer höheren als der gutachterlich postulierten Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, sei von juristischer Seite zu entscheiden
(Urk. 8/96/9-10).
Der Beurteilung ihres Rechtsdienstes folgend
ging die IV-Stelle von einer vollstän
digen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus und ermittelte durch Gegenüberstellung des auf
das
Jahr 2011 hochgerechneten Valideneinkommens des Jahres 2004 mit dem LSE-Tabellenwert für Hilfstätigkeiten des Jahres 2011
einen Invaliditätsgrad von 32 %. Dementsprechend teilte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 25. August 2011 mit, dass sie seine Rente auf das Ende des der Verfügungszustellung folgenden Monats aufzuheben gedenke (Urk. 8/98).
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 5. Oktober 2011
verschiedene Einwände und wies auf noch bestehenden Abklärungsbedarf wegen zwei Herz
infarkten hin (Urk. 8/102). Nachdem der Versicherte am 6. Dezember 2011 diesbezügliche ärztliche Berichte
nachgereicht
hatte (Urk. 8/107-108), liess die IV-Stelle den psychiatrischen Gutachter zu den Vorbringen des Versicherten Stellung nehmen (Stellungnahme
Dr.
D._
vom 31. Januar 2012
, Urk. 8/115). Dazu wiederum konnte sich der Versicherte mit seiner Eingabe vom 7. März 2012 äussern (Urk. 8/118).
Am 13. März 2012 beurteilte der RAD (
Dr.
E._
, Urk. 8/120/7) dahingehend, dass ungeachtet der vorgebrachten Einwände der gutachterlichen Einschätzung
Dr.
D._
s zu folgen sei. Dem
entsprechend hob die IV-Stelle die Rente des Versicherten mit Verfügung vom 14. März 2012 per Ende April 2012 auf (Urk. 2
).
2.
Gegen die Verfügung vom 14. März 2012 reichte der Versicherte am 17. April 2012 Beschwerde ein mit dem Rechtsbegehren
(Urk. 1 S. 2 f.)
, es sei diese unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin
(Antrag 8)
aufzuheben
(Antrag 1)
und im Hinblick auf
einen neuen Entscheid nicht auf das Gutachten
Dr.
D._
s
abzustellen
(Antrag 2)
, sondern ein Verlaufsgutachten von
Dr.
B._
einzuholen
(Antrag 3)
. Eventualiter sei nur insofern auf das Gutachten
Dr.
D._
s abzustellen, dass von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers ausgegangen werde (Antrag 4), seien weitere Abklärun
gen zu den beiden Herzinfa
r
kten des Beschwerdeführers durchzuführen (Antrag 5) und seien Eingliederungsmassnahmen zu prüfen (Antrag 6). In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm die unentgeltliche Rechts
pflege zu gewähren und sein Rechtsvertreter als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen (Antrag 7).
Dazu liess sich die Beschwerdegegnerin am 15. Mai 2012 mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde vernehmen (Urk. 7).
Darüber wurde der Beschwerdeführer am 31. Mai 2012 informiert (Urk. 9), wo
rauf sein Vertreter am 5. Juni 2012 seine Honorarnote zu den Akten reichte (Urk. 10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustel
len ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung verein
bar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen
werden kann, die Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-prak
tisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Er
werbs
ein
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durch
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Ar
beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog. Validenein
kommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommens
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
1.3
.1
Ändert sich der Invaliditäts
grad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Ren
tenrevision gibt jede wesent
liche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts
grad und damit den Rentenanspruch zu beein
flussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustan
des erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheent
scheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts
konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
bemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abwei
chenden Bewertungen abzugrenzen, muss
bei de
n
ärztlichen Beurteilungen des Gesundheitszustands im Verlauf
deutlich werden
, dass die Fakten, mit denen eine
Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsa
chen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben.
Deshalb ist bei der Würdigung ärztlicher Beweisaussagen zum anspruchsbe
gründenden Tat
be
stand zwischen ärztlich dokumentierten medizinischen Fakten (klinische Fest
stellungen, gutachterliche Verhaltensbeobachtungen und anam
nestische Daten) und deren Bewertung (von den Experten abgeschätzte Auswir
kungen der festgestellten Fakten auf die medizinisch-theoretische Arbeitsfähig
keit) zu unterscheiden (vgl. dazu: Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 4.2 und E. 4.3 sowie Andreas Traub, Zum Beweiswert medi
zinischer Gutachten im Zusammenhang mit der Rentenrevi
sion, SZS 2/2012, S.
183-186
).
1.3
.2
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset
zung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozi
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit (BGE 119 V 7 E. 3c/aa mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.4
1.4.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwal
tung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztli
che und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge
mutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4.2
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.4.3
Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung des Gesundheitszu
stands erfolgt durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuel
len Zustandes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den Tatsachen. Die Feststellung des aktu
ellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche Änderung(en) des Sachver
halts – bezieht (Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 4.2).
Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abwei
chenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht er
reicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Fest
stellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachver
stän
digen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsent
wicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 4.3).
Ein Sachverständiger kann die betreffende Entwicklung regelmässig nicht aus eigener Wahrnehmung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter tätig gewesen). Daher ist es erforderlich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den Fak
ten fundiert auseinandersetzt, wie sie sich aus den für den früheren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben (vgl. Alfred Bühler, Beweismass und Beweiswürdigung bei Gerichtsgutachten, in: Der Haftpflichtprozess, Fell
mann/Weber [Hrsg.], 2006, S. 67). Dem Gutachten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend berücksichtigt, fehlt die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die Schlussfolgerungen, welche auf der Grundlage der vom Sachverständigen selber erhobenen Befundtatsachen gezo
gen worden sind, an sich einleuchten und vom Rechtsanwender prüfend nach
vollzogen werden können (RKUV 1999 Nr. U 342 S. 410, U 51/98 E. 2d; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 18 S. 69, 8C_744/2007 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts I 568/06 vom 22. November 2006 E. 5.1).
2.
2.1
Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin hat sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit nach der Rentenzusprache vom 9. Oktober 2008 (Restarbeitsfähigkeit von 20 %
in allen Tätigkeiten gemäss übereinstimmender Feststellung des Gutachte
ns
B._
vom 4. Juli 2007
, des behandelnden Psychiaters sowie des RAD
) bis
spätestens drei Monate vor Erlass des
Revisionsentscheid
s
so weit verbessert, dass dem Beschwerdeführer
auf
grund der
dannzumal noch
vor
gelegenen
gesundheitlichen Einschränkungen
eine behinderungsangepasste
Hilfstätigkeit nicht nur zu 60 % wie im Gutachten
D._
(vom 6. Oktober 2010)
geschätzt, sondern
vollschichtig zumutbar
gewesen
sei und die
Restbeschwerden
lediglich noch einen Leidensabzug von 15 % beim für das Valideneinkommen massgeblichen Tabellenlohn
ge
rechtfer
tig
t hätten
(Urk. 2).
2.2
Demgegenüber bestreitet der Beschwerdeführer zunächst, dass
der von der Be
schwerdegegnerin mit dem Revisionsgutachten beauftragte
Dr.
D._
, bei seiner Exploration vom 9. März 2010 überhaupt einen gegenüber den
Gegeben
heiten
im Zeitpunkt der Rentenzusprache veränderten
Gesundheitszustand fest
stellen konnte. Vielmehr handle es sich beim nur rund zehn Monate nach Erlass der Rentenverfügung in Auftrag gegebenen Revisionsgutachten um eine blosse Reevaluation des bereits im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
vorgelegenen Ge
sundheitszustands. Aus diesem Grund könne
zur Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung eine tatsächliche Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten sei, nicht auf das Gutachten
Dr.
D._
s abgestellt werden, sondern müsse zu diesem Zweck ein Verlaufsgutachten beim erstbegutachtenden
Dr.
B._
eingeholt werden (Urk. 1 S. 4 - 7). Dies umso mehr als das Gutachten
D._
auch nicht den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein beweiskräftiges
Gutachten entspreche (Urk. 1 S. 8 - 18) und ergänzend internistische Abklärungen zu den beiden Herzinfarkten des Beschwerdeführers erforderlich seien (Urk. 1 S. 7).
Überdies habe die Beschwer
degegnerin vor Erlass der rentenaufhebenden Verfügung keine Eingliederungs
massnahmen geprüft. Die Sache müsse daher auch an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden, damit sie dies nachholen könne, bevor sie über die Revision des Rentenanspruchs verfüge (Urk. 1 S. 19).
3.
3.1
3.1.1
Gemäss den Angaben des Hausarztes litt der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an einer psycho
physischen Dekompensation mit Pani
kattacken, Schlafstörungen, all
ge
meiner Müdigkeit, Myalgien und Depression (Bericht
Dr.
Z._
vom 5. Dezember 2006, Urk.
8/19).
3.1.2
Der den
Beschwerdeführer seit dem 3. Juni 2005 behandelnde Psychiater
Dr.
A._
berichtete in seiner Krankheitsanamnese vom 9. Dezember 2005, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2002 wegen de
s Verdachts auf Herzinfarkt not
fal
lmässig behandelt worden sei, was am Ende als Panikattacke diagnostiziert worden sei (Urk. 8/20). Im Jahr 2005 hätten die Beschwerden stetig zugenom
men, wobei vermeintlich gut bewältigte traumatische Erlebnisse aus der Militär
zeit in G._
(1985 - 1987) wieder an die Oberfläche gekommen seien.
Dr.
A._
Diagnosen waren: prolo
n
gierte Anpassungsstörung mit ausgeprägter depressiver Symptomatik, Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung, die mit einer Panikstörung (episodisch-paroxysmale Angst) einhergehe. Er attes
tierte
dem Beschwerdeführer eine wegen eingeschränkter Konzentrations- und Anpassungsfähigkeit sowie Belastbarkeit stark (70-80 %) reduzierte Arbeits
fähigkeit.
Im Bericht vom 16. März 2007 schilderte
Dr.
A._
ein trotz Behand
lung unverändertes Zustandsbild (Urk. 8/26).
3.1.3
Dr.
B._
diagnostizierte in seinem Gutachten vom 4. Juli 2007 (Urk. 8/29) aufgrund des gleichen Zustandsbilds eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.11) sowie eine Panikstörung (ICD-10: F41.0).
Bezüglich der bisher erfolgten Behandlung des Beschwerdeführers fehlten dem Gutachter genauere Angaben. Er konstatierte lediglich, dass der Beschwerde
führer seit längerer Zeit die gleichen Antidepressiva einnehme. Deshalb stelle sich die Frage, ob man diese nicht absetzen und auf andere, vor allem mit antriebssteigernder Wirkung umstellen sollte. Nützlich wäre auch eine Aktivie
rungstherapie, welche jedoch stationäre Verhältnisse erfordere, wie beispiels
weise eine Tagesklinik, eventuell eine psychiatrische Klinik.
Hinsichtlich des Untersuchungssettings hielt
Dr.
B._
fest, der Beschwerde
führer sei bei der Untersuchung bewusstseinsklar, allseits orientiert und geord
net gewesen. Das Gespräch sei auf Deutsch geführt worden, welches der Beschwerdeführer ziemlich gut beherrscht habe. Ein einziges Mal habe der den Beschwerdeführer begleitende Sohn als Dolmetscher Hilfe leisten müssen
. Anhaltspunkte für
Wahnideen, Sinnestäuschen, Ich-Störunge
n oder kognitive Defizite fand
Dr.
B._
nicht
.
An pathologischen Befunden aus der klinischen Untersuchung sind nur solche auf der affektiven Ebene
dokumentiert
- wenn auch nicht sehr präzis beschrieben (Urk. 8/29/4): „Gedrückte Stimmungslage, träger, geringgradig ausgeprägter Affektwechsel, meistens traurige Miene, hin und wieder mit Seufzen begleitet. Deutliche
Antriebsstörung
, psychophysische Verlangsamung bei subjektivem Gefühl einer Kraftlosigkeit, Erschöpfung.“
3.2
3.2.1
In seinem im Rentenrev
isionsverfahren abgegebenen Verlaufsbericht
vom 29. August 2009
(Urk. 8/62) führte
Dr.
A._
aus, seit August 2008 sei der Be
schwerdeführer mit zwei bis drei Terminen pro Woche intensiv behandelt wor
den. Es seien mehrere Antidepressiva ausprobiert worden bis man sich auf die derzeitige Medikation habe einigen können.
Von einem Aufenthalt in einem psychiatrischen Tageszentrum oder einer psychiatrischen Klinik sei abgesehen worden, weil der Beschwerdeführer sich im Kontakt mit anderen Menschen nicht wohlfühle und seine Ängste in Menschengruppierungen zunähmen. Der Beschwerdeführer lebe
sozial
sehr zurückgezogen und verbringe die meiste Zeit zu Hause. Dies, weil auch seine Frau gesundheitlich sehr angeschlagen und hilfsbedürftig sei. Zu
dem würde ein Klinikaufenthalt nach Ansicht
Dr.
A._
nicht viel nützen, da der Beschwerdeführer sehr mangelhaft Deutsch spreche und von den Therapiemöglichkeiten einer Klinik nicht profitieren könnte. Über
dies könnten seine Ängste bei einem erzwungenen Zusammenleben mit fremden
Menschen
noch zunehmen, was eine psychische Dekompensation zur Folge haben könnte.
Seine beim Beschwerdeführer erhobenen
anamnestischen Angaben
ergän
z
te Dr.
A._
mit dem Hinweis, dass der Beschwerdeführer im Frühjahr 2009 beim Geldabziehen am Bankomat von zwei maskierten Unbekannten angegriffen und beraubt worden sei. Dabei sei der
Beschwerdeführer mit Messerstichen verletzt worden. Der Fall sei polizeilich behandelt worden, die Angreifer hätten jedoch nicht ermittelt werden können.
Seither sei der
Beschwerdeführer noch
ängstli
cher
geworden, seine Panikattacken und nächtliches Schreien häuften sich.
3.2.2
In der klinischen Untersuchung
Dr.
D._
s
vom 9. März 2010 (Urk. 8/89) imponierte der Beschwerdeführer vor allem mit ausgeprägten neuropsychologi
schen Defiziten: „Zur Zeit ist gar nicht, zum Ort nur unscharf, zur Situation ausreichend
und zur Person nicht vollständig orientiert, wobei diese defizitären Angaben offensichtlich aggraviert (si
muliert?) sind“ (Urk. 8/89/16).
Die Stim
mungslage des Beschwerdeführers wird von
Dr.
D._
geschildert als zwar „gedrückt, aber nicht genuin depressiv, sehr viel mehr dysphorisch, zunächst latent gereizt mit zunehmender Dauer der Exploration aber auch offen unwillig, missmutig und ärgerlich“ (Urk. 8/89/17). Der Antrieb ist nach der Einschätzung
Dr.
D._
s in der Untersuchungssituat
ion nur leichtgradig reduziert.
D
as
auch von Dr.
A._
dokumentierte
Überfall-Ereignis
verortete der Beschwer
deführer
gegenüber
Dr.
D._
- unter Zuhilfenahme einer Gedankenstütze - zeitlich ein halbes Jahr früher (16. November 2008). Auch die Beschreibung des Vorgangs ist eine andere: bei
Dr.
D._
berichtete der Beschwerdeführer nicht von Messerstichen, sondern von einer beim Überfall erlittenen Knieschür
fung (Urk. 8/89/10).
Opferhilfe habe er wegen des Unfalls nicht beantragt (Urk. 8/89/18).
Zu den
vom
Beschwerdeführer
berichteten Herzinfarkten
brachte
Dr.
D._
in Erfahrung, dass deren ersterer sich im Jahr 2002
während einer Autofahrt
er
eignete und nach den Angaben des Beschwerdeführers
einen Selbstu
nfall mit Sachschaden
zur Folge hatte
, welchen d
er
Beschwerdeführer
aus der eigenen Tasche habe bezahlen müssen
(Urk. 8/89/9)
.
Hinsichtlich seiner
aktuellen
sozialen Situation berichtete der Beschwerdeführer,
dass die familiären Beziehungen intakt seien, er aber
nur noch wenige ausser
häusliche Kontakte
habe
. Gelegentlich fahre
er
mit einem Kollegen zum Fuss
ballplatz. Fussball interessiere ihn sehr, er schaue es aber nicht im Fernsehen an, sondern nur auf dem Platz mit einem Kollegen zusammen (Urk. 8/89/10)
. Er selbst fahre auch noch Auto, allerdings nur noch kleine Strecken. So bringe er seine Frau, die unter starken Rückenschmerzen leide, zu den Therapien.
Der Zigarettenkonsum betrage durchschnittlich eine Packung pro Tag, manchmal auch zwei bis drei (Urk. 8/89/18).
Aufgrund seiner Befundung konnte
Dr.
D._
beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Untersuchung aus psychiatrischer Sicht als Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit nur noch eine gemischte Angststörung nach ICD
10: F41.3 mit Generalisierungstendenz und hypochondrischen, somato
formen und zwanghaften Zügen sowie mit depressiven Anteilen feststellen (Urk. 8/89/21). Die von
Dr.
B._
diagnostizierte mittelgradige depressive Epi
sode mit somatischem Syndrom erscheine im Zeitpunkt der Neubegutachtung remittiert
(Urk. 8/89/
30
)
. Für die von
Dr.
A._
verdachtsweise diagnostizierte
posttraumatische
Belastungsstörung gebe es keine hinreiche
nden Anhaltspunkte (Urk. 8/89/30
).
Hinsichtlich der die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Symptomatik postulierte
Dr.
D._
eine Verbesserung
auf 40 % Arbeitsfähigkeit in der angestamm
ten sowie 60 % Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sowie im Haushalts
bereich (Urk. 8/89/22).
Zudem hielt er fest, dass psychosoziale Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Arbeitsunfähigkeit eine wesentliche Rolle spielten. Es wirkten familiäre und wirtschaftliche
Schwierigkeiten
mit, vor allem aber ein im Zuge der Krankengeschichte entstandenes Vermeidungsver
halten mit sekundärem Krankheitsgewinn nach einer nun mehrjährigen Abwe
senheit vom Arbeitsleben (Urk. 8/89/
31
).
3.3
3.3.1
Seine ausführliche Kritik am Gutachten
D._
(Urk. 1 S. 8 - 18) hat der Beschwerdeführer im Wesentlichen bereits im Einwandverfahren gegen den Vorbescheid vorgebracht (vgl. Begründung des Einwands vom 5. Oktober 2011, Urk. 8/102)
. Da er sie
trotz der ausführlichen Erklärung
Dr.
D._
s vom
31. Januar 2012 (Urk. 8/115) in der Beschwerdeschrift praktisch unverändert wiederholt,
ist noch einmal kurz darzulegen, weshalb diese Kritik ungerechtfer
tigt ist.
Wie bereits der Gutachter selbst zutreffend festgehalten hat, ist der in der klini
schen Untersuchung erhobene psychopathologische Befund zentraler Bestand
teil eines beweiskräftigen Gutachtens. Er enthält die für die Beurteilung wesent
lichen
Verhaltensb
eobachtungen
(Befunde)
, welche der Gutachter während
der Exploration erhoben hat. Dazu gehören auch Feststellungen hinsichtlich der formalen Denkens sowie
Gefühl
säusserungen
(verbal und nonverbal)
und Ge
dankeninhalte, welche der Explorand während der Untersuchung vorgetragen hat.
Wenn ein Gutachter nun die von ihm selbst erhobenen Befunde mit denje
nigen früherer Untersucher vergleicht (bzw. mit früheren Beurteilungen, wenn die Befundlage der vorangegangenen Untersuchungen nicht hinreichend klar dokumentiert ist, vgl. dazu Urk. 8/115/4) und feststellt,
dass bestimmte Verhal
tensweisen oder inhaltliche Vorbringen des Exploranden offenbar bereits früher festgestellt wurden, heisst das noch nicht, dass die
Befundlage
unverändert wäre.
E
ntscheide
nd
für die Beantwortung der Frage, ob sich der Gesundheits
zustand verändert hat oder gleichgeblieben ist,
ist auch die Validierung d
er
er
hobenen
Befunde (Objektivierung und Gewichtung im Kontext aller klinischen und anamnestischen Daten).
In dieser Hinsicht ist das Gutachten
D._
- im Gegensatz zum Gutachten
B._
- sehr präzis; es legt ausführlich dar,
dass
, wenn zur Zei
t der Begutachtung
Dr.
B._
s
eine Symptomatik vorgelegen wäre, welche die Diagnostik und
A
rbeitsfähigkeitsbeurteilung Dr.
B._
s gerechtfertigt hätte, aufgrund de
r (drei Jahre später) durch Dr.
D._
erhobe
nen Befunde, wesentlich
andere Beurteilungen sowohl in diagnostischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die arbeitsplatzrelevanten funktionellen Ein
schränkungen angebracht waren.
Dies verkennt der
Beschwerdeführer
, wenn er
die Herleitung de
r psychiatrischen Diagnosen Dr.
D._
s
(Urk. 8/89/1
9
)
da
hingehend interpretiert, dass
Dr.
D._
eine second opinion zum bereits von
Dr.
B._
beurteilten Sachverhalt abgegeben habe, weil
Dr.
D._
gleiche
Befunde wie
Dr.
B._
erhoben, diese aber als weniger ausgeprägt erachtet
habe
(Urk. 1
S. 8 und
S. 11)
.
Entgegen beschwerdeführerischer Auffassung entspricht das Gutachten Dr.
D._
s den in Erwägung 1.4.2 dargelegten Anforderungen.
3.
3.2
Soweit der Beschwerdeführer
die Auffassung vertritt
Dr.
B._
sei für die von
Dr.
D._
durchgeführte Verlaufsbegutachtung besser als dieser qualifiziert gewesen, weil
Dr.
B._
bereits die Erstbegutachtung gemacht habe und daher eine allfällige Veränderung des Gesundheitszustands zuverlässiger feststellen
könne (Urk. 1 S. 4 f.), is
t dem nicht zu folgen. Denn mit der bereits vom Berufs
vorsorgeversicherer des Beschwerdeführers gerügten (Urk. 8/36) - und vom RAD (Urk. 8/53/3) sowie von
Dr.
D._
(Urk. 8/89
)
bestätigten - ungenügenden
Dokumentation der die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Befunde (die Arbeits
unfähigkeit wurde in nicht nachvollziehbarer Weise aus der Diagnostik abge
leitet, vgl. Urk. 8/36
Ziff.
3 und Urk. 8/89/27) hat sich Dr.
B._
selbst für die Verlaufsbegutachtung disqualifiziert.
W
enn ein Gutachter
die Befunde für
eine invalidisierende Arbeitsfähigkeit
ungenügend dokumentiert, kann auch er selbst den Verlauf nicht genauer belegen wie ein anderer Experte und besteht die Gefahr, dass er den Verlauf aufgrund der gleichen (falschen oder nicht hinrei
chenden) Kriterien beurteilt
,
wie bereits bei der initialen Begutachtung
. Ein sol
ches Gutachten kann den Qualitätsanforderungen gemäss Erwägung 1.4.2 nicht mehr genügen.
3.3.3
Dass - was im vorliegenden Fall entscheidwesentlich ist -
im Vergleich der bei Erlass der rentenzusprechenden Verfügung massgeblich gewesenen medizini
schen Sachlage mit derjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Revisionsverfü
gung eine rev
i
sionsrechtlich beachtliche Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten ist, ergibt sich nicht nur aus dem Gutachten
Dr.
D._
s, sondern wird vom Beschwerdeführer unter Hinweis
auf eine nicht aktenkundige Beur
teilung seines behandelnden Arztes
Dr.
A._
auch anerkannt - allerdings erst ab rund einem Jahr nach der Begutachtung durch
Dr.
D._
.
Denn, o
bwohl
der Beschwerdeführer im Hauptstandpunkt geltend macht,
mit dem dem angefochtenen Entscheid zugrundeliegenden Gutachten Dr.
D._
s lasse sich keine rev
i
sionsrechtlich beachtliche Verbesserung des Gesund
hei
tszustands nachweisen, bestätigt
er doch, dass auch nach der Ein
schät
zung
Dr.
A._
s
eine solche (Verbesserung der Restarbeitsfähigkeit von 20 % auf 50 %) spätestens per 22. September 2011 (telefonische Auskunft an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
) tatsächlich eingetreten ist (Urk. 1 S. 4) und dass die - rund ein Jahr früher erfolgte - Einschätzung des Gutachters
D._
„im Resultat gar nicht so weit von der Arztmeinung des behandeln
den Psychiaters abweicht“ (Urk. 1 S. 18).
3.
3.
4
Dass nach der auch vom Beschwerdeführer anerkannten Verbesserung seines Gesundheitszustands bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2012 wieder eine Verschlechterung eingetreten sei, wird weder vom Beschwerdeführer behauptet, noch
liefern die Akten einen diesbezüglichen Anhaltspunkt.
Ebenso wenig besteht
noch
Abklärungsbedarf hinsichtlich der
Folgen der
beiden
vom Beschwerdeführer g
egenüber
Dr.
D._
erwähnten
„Herzinfarkte
“.
Ge
mäss
den diesbezüglichen
Untersuchungsberichten des HerzKreislaufZentrums des
H._
vom 17. Januar und 31. März 2004
, welche der Beschwerdeführer am 6. Dezember 2011 bei der Beschwerdegegnerin einreichte (Urk. 8/107 und Urk. 8/108
/1-15) und im Beschwerdeverfahren neu auflegte (Urk. 3/3-4), konnte
aufgrund der
im
H._
durchgeführten Herz
katheter-Untersuchung eine koronare Herzkrankheit ausgeschlossen werden. Das
s der Beschwerdeführer
trotzdem
immer noch
davon überzeugt ist, zwei Herz
infarkte erlitten zu haben, und Angst
vor einem weiteren Infarkt hat (Urk.
8/89/169) wurde von
Dr.
D._
- mangels internistischer Dokumen
tation einer Herzkrankheit - als
Symptom
der von ihm diagnostizierten Angst
störung mit (u.a.) hypochondrischen und somatoformen Zügen gewertet (Urk. 8/89/21). Diese Beurteilung erweist sich aufgrund der nachgereichten Akten als zutreffend.
3.4
Im Lichte der vorstehenden Erwägungen lag im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung auf jeden Fall ein gegenüber den dokumentierten Gege
benheiten im Zeitpunkt der Rentenzusprache wesentlich veränderter Gesund
heitszustand vor und stellt sich nur noch die Frage, ob die von der Be
schwerdegegnerin postulierte zeitlich und leistungsmässig
unlimitierte
Restar
beitsfähigkeit
in leidensangepasster Tätigkeit (zeitlich flexible Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen, vgl.
Urk. 2
)
aufgrund der
medizinischen Aktenlage bestätigt werden kann.
3.4.1
Hierbei ist von der Feststellung
Dr.
D._
s in seiner ergänzenden Stellung
nahme (zu den Einwänden des Beschwerdeführers gegen das Gutachten vom 5. Oktober 2011,
Urk. 8/102) vom 31. Januar 2012 auszugehen, dass allein auf
grund der klinischen Befunde (sowohl der eigenen als auch derjenigen von
Dr.
A._
)
und der gestellten Diagnose
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht nachgewiesen werden könne, sondern diese sich erst aus der konkreten Behandlungssituation des Beschwerdeführers ergebe (Urk. 8/115/9).
Unter diesem Aspekt ist
zu beachten, dass der Beschwerdeführer
bis zu der von seinem Hausarzt festgestellten Dekompensation in einer Situation ständiger Überforderung durch einen vollzeitlichen Beruf, eine zusätzliche Nebenver
diensttätigkeit und die Fürsorge für seine invalide Frau sowie die Übernahme von deren Aufgaben in der Familie
lebte
(vgl. Urk. 8/20). Dass im Zusammen
hang mit einem vom Beschwerdeführer verursachten Autounfall im Jahr 2002 erstmals die vom Beschwerdeführer als Herzinfarkte erlebten Panikattacken auftraten
(vgl. Urk. 8/89/9)
und diese sich in der Folge bis zur
psychischen
Dekompensation verstärkten,
ist als
(
bewusstseinsferne
)
Flucht
in die Krankheit
nachvollziehbar
. Die
daraus folgende Invalidisierung brachte
dem Beschwerde
führer die benötigte Entlastung
.
Wenn die
Beschwerden
jedoch
anhalten,
nachdem die
psychische Entlastung eingetreten ist,
lassen sie sich
nicht mehr
mit einer krankmachenden
Über
l
astung erklären, sondern
sind sie eher Ausdruck des (bewusstseinsnahen) Bestrebens, eine Rückkehr in die psycho-soziale Situation
zu verhindern
, welche die psychi
sche Dekompensation verursachte
.
Dies -
wie auch die ärztliche
Rücksichtnahme
darauf (vgl. Urk. 8/115/7) ist
an sich verständlich,
da
der Beschwerdeführer
trotz bereits längerer intensiver Behandlung offenbar
noch keine Strategie entwickeln
konnte, um die
psycho-soziale Situation
,
welche zur Invalidisierung führte,
zu verändern oder besser bewältigen zu können.
Aus versicherungsmedizinischer Sicht
ist jedoch
- was auch
Dr.
D._
richtig erkannt hat -
zu bea
chten, dass eine Rentenausricht
ung
aus prophylaktischen Gründen
im Gesetz nicht vorgesehen und für den Weiterbestand eines Renten
anspruchs der Nachweis
eine
r
aktuell
invalidisierende
Symptomatik
erforderlich ist.
Aus diesem Grund müssen
die nach dem Wegfall der invalidisierenden Belastungen weiter geltend gemachten
Beschwerden, welche sich
- hinsichtlich ihrer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Auswirkungen -
nicht hinreichend
durch klinische
Befunde belegen lassen,
besonders genau auf ihre Plausibilität
im konkreten Behandlungskontext hin überprüft werden
.
3.4.2
Im
Lichte dieser Überlegungen
ist zunächst darauf hinzuweisen
, dass dem im Revisionsverfahren eingeholten Verlaufsbericht
Dr.
A._
s vom 29. August 2009
(Urk. 8/62)
keinerlei
Anhaltspunkte für
eine (pseudo)demente Problematik
des Beschwerdeführers
zu entnehmen ist
(„Bewusstsein und Orientierung allseits klar“, Urk. 8/62/7)
, wie
der Beschwerdeführer
sie
anlässlich der Exploration bei
Dr.
D._
vom 9. März 2010
präsentierte
(vgl. E. 3.2.2)
. Da
der Beschwer
deführer gemäss den Angaben von Dr.
A._
von ihm
seit August 2008 mit zwei bis drei Terminen pro
Woche intensiv behandelt wurde
, können
die vom Be
schwerdefü
hrer nur bei
Dr.
D._
gezeigten neuropsychologische
n
Defizite
nicht als valide Befunde gewertet werden
.
Angesichts d
er engen therapeutischen Begleitung zwischen August 2008 und Augu
st 2009 sind auch die unterschie
dlichen Angaben
erstaunlich, welche Dr.
A._
und der
Be
schwerdeführer
(gegenüber
Dr.
D._
)
über den Zeit
punkt
(
Dr.
A._
: Frühling 2009, Beschwerdeführer: 16. November 2008
, wobei er sich den Zeitpunkt auf einem Zettel notiert hatte, vgl. Urk. 8/89/10
)
und den Ablauf des bewaffneten Raubüberfalls machten
, dessen
Opfer der Be
schwer
de
führer geworden war
. Diese
Diskrepanzen
un
d die lapidare Feststellung Dr.
A._
s, dass der Beschwerdeführer wegen des Vorfalls
noch ängstlicher geworden
sei
sowie dass sich seine Panikattacken und nächt
liches Schreien gehäuft hätte
, lassen
(
im Verlaufsbericht über einen Patienten mit einer inva
lidisierenden Angststörung)
nicht auf eine intensive therapeutische Bearbeitung - und damit auch nicht auf eine nachhaltig traumatisierende Auswirkung - des Ereignisses schliessen
.
Etwas merkwürdig nimmt sich auch die Begründung
Dr.
A._
s für den Verzicht des Beschwerdeführers auf
,
die von
Dr.
B._
empfohlene
(und von der Beschwerdegegnerin
als Schadenminderungspflicht auferlegte, vgl. Urk. 8/62/5) Aktivierungstherapie aus. Ist
Dr.
A._
doch der Ansicht, dass dem Beschwer
deführer eine stationäre oder teilstationäre (Tagesklinik) Therapie nicht zumut
bar sei, weil er sich im Kontakt mit anderen Menschen
nicht wohlfühle und seine Ängste in Menschengruppierungen zunähmen (Urk. 8/62/6).
Nicht ganz nachvollziehbar ist dies
insbesondere
deshalb, weil
die Ängste des Beschwerde
führers
beim Aufenthalt
in Menschengruppierungen
ja offenbar
nicht stark genu
g
sind
, um ihn am
regelmässigen
Besuch von Fussballspielen zu hindern
(vgl. E. 3.2.2
)
.
Aufschlussreich erscheint hingeg
en die Prognose
Dr.
A._
s, nach der
ein erzwun
genes Zusammenleben des Beschwerdeführers mit fremden Menschen,
sogar
eine psychische Dekompensation zur Folge haben könnte (Urk. 8/62/6).
W
enn
man die
Aussage ernst nimmt, bedeutet
sie, dass der
Beschwerdeführer
auch
nach der Ansic
ht
Dr.
A._
s im Sommer 2009
psychisch wieder weitge
hend kompensiert war (was mit der
rund ein halbes Jahr später erfolgten Beur
teilung Dr.
D._
s übereinstimmt). Anderenfalls
hätte
nicht
im Falle der Durchführung der von der Beschwerdegegnerin zur Schadenminderung ange
ordneten teilstationären Aktivierungs
therap
ie
eine D
ekompens
ation drohen
können
.
Schliesslich passt
die
ausgeprägte
Angst des Beschwerdeführers
, einen Herz
infarkt zu erleiden
, auch nicht ohne Weiteres zum Umstand, dass keinerlei Be
mühunge
n dokumentiert sind, den
Risikofaktor des Rauchens
zu reduzieren (vgl. E. 3.2.2).
3
.4.3
Insgesamt ist festzuhalten,
dass d
ie
vorstehend dargeleg
ten Umstände nicht
mit
einer noch anhaltenden schweren Symptomatik
der
sowohl von
Dr.
D._
als auch von
Dr.
A._
diagnostizierten
An
g
ststörung in Einklang gebracht
wer
den können und weder die klinischen Befunde der Experten, noch die anam
nestischen Angaben des Beschwerdeführers hinreichend
Anhaltspunkte dafür liefern, dass
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit
im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
krankheitsbedingt
stär
ker eingeschränkt gewesen wäre
, als von der
Beschwerdegegnerin berücksich
tigte
wurde
(15 %).
Aus invalidenversicherungsrechtlicher
Sicht ist darauf hinzuweisen, dass
sich bei dieser Würdigung des medizinischen Sachverhalts
- entgegen der
insoweit zu korrigierenden Sachverhalt
s
würdigung der
Beschwerdegegnerin (Urk.
2 S.
2
f.) -
nicht die Frage stellt, ob es dem Beschwerdeführer zumutbar wäre, eine psychische Erkrankung bzw. deren Symptomatik willentlich zu überwinden
. E
ntscheidend ist
vielmehr
, dass die
psycho-sozialen Lebensumstände des Beschwerdeführers
bei Ausbruch der Krankheit
(Mehrfachbelastung durch ein das eine Vollzeitbeschäftigung übersteigende Arbeitspensum und umfangreiche familiäre Betreuungspflichten)
sich durch die Berentung wesentlich verändert haben
und die
im Zeitpunkt der Erstbegutachtung offenbar noch sehr ausgeprägten Krankheitssymptome nac
h der Beurteilung des Verlaufs
gutachters - welche durch die vorliegenden anamnestische
n Daten bestätigt wird
–
weit
gehend remittiert sind
bzw. vom
Beschwerdeführer
aggraviert oder simuliert werden
(vgl. Urk. 8/115/7)
.
Den
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
bei Erlass der Revisionsverfügung noch verbliebenen
krankheitsbedingten Leistungseinschränkungen des Be
schwer
deführers hat die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einkommen
s
ver
gleiches hinreichend Rechnung getragen, indem sie beim Invalideneinkom
men die zur krankmachenden Überlastung beitragende Nebenbeschäftigung als nicht mehr zumutbar
unberücksichtigt liess und dem Beschwerdeführer mit dem Leidensabzug von 15 %
attestierte, dass er bei Aufnahme einer ihm wieder zumutbaren Vollzeitbeschäftigung aufgrund des krankheitsbedingten Zumut
barkeitsprofils eine Lohneinbusse hinzunehmen hätte.
3.5
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Beschwerdegegnerin hätte vor Erlass einer Leistungs(aufhebungs)verfügung den Anspruch auf Eingliede
rungs
massnahmen prüfen müssen, ist darauf hinzuweisen, dass der
Beschwer
deführer sich
ja nicht einmal
eine medizinische Massnahme
im geschützten Rahmen einer psychotherapeutischen Institution
zumuten will
(vgl. E.
3.4.2). D
ie Be
schwerdegegnerin
durfte deshalb
ohne Weiteres davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer auch in Bezug auf Eingliederungsmassnahmen
beruflicher Art subjektiv nicht eingliederungsfähig ist, und ihm mit der angefochtenen Verfü
gung die ihm aufgrund der Sach- und Rechtslage zustehende Eingliederungs
beratung anbieten.
4.
Da die Beschwerde aufgrund der vorstehenden
Erwägungen
abzuweisen
ist
, sin
d die gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG nach dem Verfahrensaufwand zu bemessenden
und hier auf
Fr.
1‘000.-- festzusetzenden Verfahrenskosten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Mit
seinen Hinweisen auf den im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung beim Sozial
versicherungsgericht hängig gewesenen Prozess seiner mit
ihm in H
aus
gemeinschaft lebenden Ehefrau (Proz.-Nr. IV.2011.00075) und die seiner Ehefrau in jenem Prozess gewährte unentgeltliche Prozessführung und Verbei
ständung
(vgl. Urk. 1 S. 19)
hat der Beschwerdeführer
seine prozessuale Bedürf
tigkeit hinreichend dargelegt. Unter Berücksichtigung
des Umstandes, dass besagter Prozess
mit Urteil vom 31. August 2012 unter Bestätigung
d
er von der Beschwerdegegnerin gegenüber der Ehefrau verfügten Renteneinstellung per
Ende Januar 2011
sowie Kürzung des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung rechtskräftig erledigt wurde, ist nicht davon auszugehen, dass sich die finanzi
ellen Verhältnisse des Ehepaars zwischenzeitlich massgeblich verbessert hätte
n.
Demzufolge ist dem Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung und Verbeiständung für das vorliegende Verfahren
ohne Weiteres
zu entsprechen
und sind die dem Beschwerdeführer
aufzuerle
genden
Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Zudem ist der Rechtsvertreter des Beschwerdeführer zum unentgeltlichen Rechts
beistand zu bestellen und für seinen durch die Honorarnote vom 5. Juni 2012 (Urk. 10) belegten Aufwand mit Fr. 2‘072.30 zu entschädigen.