Decision ID: 28dc68f8-02d3-5de2-9607-eb511f140959
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, marokkanischer Staatsangehörigkeit, eigenen Angaben zufolge in Libyen geboren sei, mit seiner Familie als Kleinkind einige Zeit in Casablanca/Marokko im familieneigenen Haus gelebt habe und die Familie mit ihm im Jahre 1994 wieder nach Libyen zurückgekehrt sei, wo sie fortan gelebt hätten,
dass er Libyen am 26. November 2008 auf dem Seeweg verlassen habe und über Italien am 22. Dezember 2008 in die Schweiz gelangt sei und hier gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass er am 9. Januar 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso und am 1. Juli 2009 durch das BFM ergänzend zu den Asyl - gründen angehört wurde,
dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, seine Familie sei arm, habe sich nichts leisten können und sei aufgrund einer fehlenden formellen  in Libyen etwa bezüglich Schule und Arbeit  gewesen,
dass nach einer Gesetzesänderung die Schulbildung in Libyen nicht mehr kostenlos gewesen sei, weshalb er sich eine höhere  nicht habe leisten können,
dass eine Rückkehr nach Marokko für die Familie und ihn nicht in  gekommen sei, da die wirtschaftliche Situation dort noch schwieriger sei und er für sich dort keine Zukunft gesehen habe,
dass er vor diesem Hintergrund Libyen verlassen habe,
dass er nebst einer Geburtsurkunde, die in Libyen verblieben sei, nie Identitätspapiere besessen habe,
dass sich der Beschwerdeführer demnach mit keinerlei  auszuweisen vermochte,
dass für den Inhalt der weiteren Aussagen im Einzelnen auf die Akten verwiesen wird,
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dass das BFM mit Verfügung vom 2. November 2010 feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein  ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,
dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, der  habe rein wirtschaftliche Gründe geltend gemacht, weshalb seine Vorbringen den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhalten würden,
dass aus der Ablehnung des Asylgesuches in der Regel die  aus der Schweiz folge und der Vollzug der Wegweisung , zumutbar und möglich sei,
dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe an das  vom 3. Dezember 2010 beantragt, die  des BFM vom 2. November 2010 sei aufzuheben, es sei ihm Asyl zu gewähren und im Falle der Ablehnung des Hauptantrages sei er in der Schweiz vorläufig aufzunehmen,
dass von der Auferlegung eines Kostenvorschusses für das  Verfahren abzusehen sei,
dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit für den  wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Bereich des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teil - genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt
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ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die in ihrem Hei - matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras - se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften  ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen  ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass die Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Sachverhalt in seinen  Aspekten in ausgewogener Form beurteilen, durchwegs zu überzeugen vermögen und somit zu bestätigen sind,
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dass die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe in  Hinsicht aufgrund der Aktenlage keine andere  zulassen,
dass der Feststellung des BFM zu folgen ist, wonach der  für sein Asylgesuch rein wirtschaftliche Gründe  habe, die gemäss Gesetz die Voraussetzungen für die  der Flüchtlingseigenschaft nicht zu erfüllen vermögen,
dass zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die  in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,
dass aus der in der Rechtsmitteleingabe verwiesenen  von amnesty international vom 23. Juni 2010 bezüglich der Situation in Libyen selbstredend nicht auf eine Gefährdungslage des Beschwerdeführers in seinem Heimatland Marokko geschlossen werden kann,
dass demnach auf die weiteren Vorbringen bezüglich Libyen nicht weiter einzugehen ist,
dass auch die weitere Entgegnung in der Rechtsmitteleingabe, eine Rückkehr nach Marokko erweise sich als nicht praktikabel,  nicht stichhaltig ist,
dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe vorbringt,  durch die in der Vergangenheit erlittenen Ereignisse sei er traumatisiert, leide unter anderem an Schlaflosigkeit und habe sich bereits für drei Monate einer stationären Behandlung in der psychiatrischen Klinik unterziehen müssen,
dass damit aus Sicht des Beschwerdeführers asylrelevante Gründe dargetan seien, da eine Wegweisung gezwungenermassen zu einer unerträglichen Belastungssitution führen würde,
dass aufgrund der Aktenlage offenkundig auch nicht nur ansatzweise hinreichende Anhaltspunkte erkennbar sind, wonach der  in seinem Heimatland oder in Libyen aus flüchtlingsrechtlich relevanten Motiven ernsthaften Nachteilen ausgesetzt war oder in absehbarer Zukunft mit erheblicher Wahrscheinlichkeit ausgesetzt sein könnte und demnach die psychischen Beeinträchtigungen nicht aus
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Gründen entstanden sein können, die flüchtlingsrechtlich relevant wären,
dass daran auch die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe  nichts zu ändern vermögen,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,  das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die  Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht  oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich
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erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101)  sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass das BFM aufgrund der Aktenlage zu Recht zum Schluss kommt, der Beschwerdeführer verfüge in Marokko über ein familiäres und soziales Netz,
dass enge Verwandte im familieneigenen Haus in Casablanca leben, mit denen die Eltern des Beschwerdeführers weiterhin Kontakt pflegten (Akten BFM A17/10 F32/33),
dass es am Beschwerdeführer liegt, sich seinerseits um die  mit seinen Verwandten in Casablanca zu bemühen und zumindest für eine Übergangszeit bei ihnen Wohnsitz nehmen kann,
dass der Beschwerdeführer im Verlaufe des vorinstanzlichen  keine stichhaltigen Gründe vorzubringen in der Lage war, weshalb er nicht nach Marokko zurückkehren könnte (A17/10 ),
dass auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird, eine Wegweisung würde gezwungenermassen zu einer unerträglichen  führen und hiezu auch medizinische Gründe angeführt werden,
dass der Beschwerdeführer entgegen seiner Mitwirkungspflicht (Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG) die entsprechenden Vorbringen im  Verfahren dem BFM nicht zur Kenntnis brachte und auch auf Beschwerdeebene mit keinen Beweismitteln stützt, obwohl ihm hiefür seit der Eröffnung der angefochtenen Verfügung hinreichend Zeit zur Verfügung gestanden wäre und er zudem rechtlich vertreten ist,
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dass eine allfällig benötigte adäquate medizinische Behandlung in Marokko gewährleistet wäre und auch diesbezüglich keine  konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers zu  ist,
dass in Marokko psychiatrisch-medizinische Hilfe institutionalisiert ist,
dass etwa die im Jahre 1979 gegründete "Ligue pour la Santé Mentale" ein beachtliches Netz von psychiatrischen Betreuungstätten unterhält und eng mit dem Ministerium für öffentliche Gesundheit ,
dass unter anderen öffentlichen psychiatrischen Heilstätten das "Centre Psychiatrique Universitaire Ibn Rochd" in Casablanca  psychiatrische Behandlungen anbietet,
dass darüber hinaus zahlreiche Psychiatrieärzte in Casablanca praktizieren,
dass demnach auch unter diesem Aspekt der Vollzug der Wegweisung nicht als unzumutbar zu erachten ist,
dass im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356, ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Handbücher für die Anwaltspraxis, Band X, Basel 2008, Rz. 3.144 S. 165) davon  werden kann, ein nachgefordertes Arztzeugnis würde keine Erkenntnisse zu Tage fördern, welche diesbezüglich in  Hinsicht zu einer anderen Beurteilung führen könnten,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung vollzugstauglicher Papiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt
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oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem  aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass das Gesuch, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu , mit vorliegendem Urteil gegenstandslos ist.
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Considerations: