Decision ID: 3167221b-c7c9-4332-af5d-bd28f6f2ae8b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren am 24. August 1970, absolvierte eine
Anlehre
als
Auto
mechaniker
und übte diesen Beruf danach während zweier Jahre aus
(Urk.
6/4/3 und
6/6/5)
. Ab dem 17. August 1992 war er als Logistiker bei der
Z._
AG
in
A._
tätig (
Urk.
6/3/1
und
6/6/5)
.
1.2
Der Versicherte meldete sich am
8. Dezember 2011
nach erfolgter Früherfassung (vgl.
Urk.
6/2 ff.) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug
an, da er an Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein leid
e (
Urk.
6/6)
. Die IV-Stelle tätigte darauf erwerbliche
(
Urk.
6/8
und
6/11)
und medizinische
(
Urk.
6/9, 6/10
und
6/12)
Abklärungen.
Überdies holte sie bei der Z
ürich, dem
Krankentaggeldversicher
er
, diverse Unterlagen ein (Urk. 6/13).
Mit Schreiben vom 7. Februar 2012 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen nötig seien (
Urk.
6/16).
Nach dem Eintreffen weiterer medizinischer Unterlagen (vgl.
Urk.
6/18, 6/19, 6/23, 6/24 und 6/25) stellte sie mit Vorbescheid vom 20. März 2013 die Abweisung des
Leistungsbegehrens
in Aussicht (
Urk.
6/28). Dagegen erhob der Versicherte Einwand (
Urk.
6/31) und reichte in der Folge diverse ärztliche Berichte ein (Urk. 6/35 bis 6/40). Mit Verfügung vom 30. Oktober 2013 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch
und beurteilte berufliche Massnahmen als nicht angezeigt
(
Urk.
6/51). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.3
Am 5. November 2013
stellte
X._
einen neuen Antrag für
berufliche Massnahmen (Urk. 6/52) und liess weitere medizinische Unterlagen einreichen (
Urk.
6/55). Mit Vorbescheid vom 19. Februar 2014 stellte die IV-Stelle die Ab
weisung
seines Begehrens
in Aussicht (
Urk.
6/59). Unter Beilage eines ab 1. März 2013 gült
igen Stellenbeschrieb
s und eines Arztzeugnisses vom 20. Februar 2014 (vgl.
Urk.
6/61) erhob der Versicherte am 4. März 2014 Ein
wand (
Urk.
6/62). Diesen liess er mit Schreiben vom 5. März 2014 (
Urk.
6/63) und vom 23. Mai 2014 (
Urk.
6/75) ergänzend begründen.
Mit Verfügung vom 1. Juli 2014 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (
Urk.
2 = 6/77).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom 1. September 2014 (
Urk.
1) Beschwerde erheben. Seine Vertreterin
beantragte
, es sei die angefochtene Ver
fügung aufzuheben und es sei dem Versicherten eine Umschulung zu finanzie
ren. Eventualiter sei ihm eine Berufsberatung zu gewähren. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Am
10. Oktober 2014
schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
5)
. Davon hat die Gegenpartei mit Schreiben vom
20. Oktober 2014
Kenntnis erhalten
(
Urk.
7)
.
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss
Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (
Abs.
1).
Zu den Eingliederungsmassnahmen gehören unter anderem Massnahmen beruf
licher Art wie die Umschulung
, die Berufsberatung
und die Arbeitsvermittlung
(
Abs.
3
lit
. b)
.
1.3
Gemäss
Art.
17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (
Abs.
2). Als Um
schulung gelten gemäss
Art.
6
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversi
cherung (
IVV
)
Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut
baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbsein
busse
von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 E. 4.2; AH
I 2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E.
1 je mit Hinweisen).
1.4
Gemäss
Art.
15 IVG haben Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind,
Anspruch
auf Berufsberatung. Der Leistungsanspruch setzt voraus, dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl oder zur beruflichen Neuorientierung fähig ist, infolge ihres Gesundheitszustandes aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können (ZAK 1977 S. 191 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 431/99 vom 15. Februar 2000). In Betracht fällt jede körperliche oder psychische Beeinträchtigung, die den Kreis der für die versicherte Person nach ihrer Eignung und Neigung möglichen Berufe oder Betätigungen einengt oder die Ausübung der bisherigen Aufgabe unzumutbar macht. Ausgeschlossen sind geringste Behinderungen, die keine nennenswerte Beeinträchtigung zur Folge haben und deshalb die Inanspruchnahme der Invali
denversicherung nicht rechtfertigen (BGE 114 V 29 E. 1a mit Hinweisen).
1.5
Arbeitsunfähige (
Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss
Art.
18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
2.
2.1
Die IV-Stelle
ist auf das Begehren vom
5.
November 2013
um Gewährung berufli
cher Massnahmen
eingetreten und
begründete
dessen Abweisung
damit, die Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer angemessen einge
gliedert sei. Aus medizinischer Sicht liege keine drohende Invalidität vor. Bereits bei der letzten mediz
i
nischen Beurteilung habe eine 100%ige
Arbeitsfä
higkeit in der angestammten Tätigkeit als Logistiker
bestanden
. Diese
umfasse
hauptsächlich Inventaraufnahmen, Datenerfassun
g am PC
sowie allgemeine
Büroarbeiten und sei somit bereits als rückenadaptiert zu
betrachten
(Urk. 2
S. 1).
Die zusätzlich eingereichten ärztlichen Unterlagen hätten keine Änderung an der medizinischen Beurteilung ergeben. Es sei weiterhin eine 100%ige Arbeits
fähigkeit für rückenschonende Tätigkeiten ausgewiesen. Eine
rückenan
-
gepasste Tät
igkeit als Logistiker sei mögli
ch und im ausgeglichenen Arbeits
-
markt zu fin
den (
Urk.
2 S. 2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer
lässt
demgegenüber geltend
machen
,
die letzte Tätigkeit als Logistiker sei ihm nicht mehr vollschichtig zumutbar gewesen
.
Trotz diverser Therapieversuche und Rehabilitationsmassnahmen habe er keine volle Arbeits
fäh
i
gkeit in seiner angestammten Tätigkeit als Logistiker erreichen können, was schliesslich zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit der
Z._
AG per Ende März 2014 geführt habe (
Urk.
1 S.
2).
Sowohl eine Tätigkeit als
Auto
mechaniker
als auch eine solche als Logistiker sei rückenbelastend.
Er
könne deshalb nicht mehr in diesen Berufszweigen arbeiten, ohne dass die Gefahr des Eintritts einer Invalidität bestehe (
Urk.
1 S. 4).
3.
3.1
Es ist unbestritten und aufgrund der Akten erstellt, dass der Beschwerdeführer an einem chronischen
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom links (bei
Wir
belsäulenfehlform
und –
fehlhaltung
mit muskulärer
Dysbalance
und
Haltungs
insuffizienz
sowie leichten Facettengelenksarthrosen L4/5 und L5/S1 mit passa
gerer Besserung auf Steroidinfiltrationen der Facettengelenke), an einem rezidi
vierenden
myofaszialen
zerviko
- und
thorakovertebralen
Schmerzsyndrom sowie an Migräne ohne Aura leidet (vgl.
Urk.
6/1/1, 6/9/1, 6/10/2).
3.2
Die Beschwerdegegnerin
hatte
ihren Entscheid vom 3
0.
Oktober 2013
insbeson
dere auf den
Bericht des
B._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 2
2.
Mai 2012
gestützt
(Urk. 6/19
; vgl. das
Fest
stellungsblatt
für den Beschluss vom 3
0.
Oktober 2013,
Urk.
6/50, insbesondere
Urk.
6/50/2
).
Gemäss
diesem Bericht hatte
vom 2
8.
Februar bis zum 2
4.
April 2012 eine ambu
lante arbeitsbezogene Rehabilitation stattgefunden. Nach deren Abschluss liege die Belastbarkeit im Bereich einer schweren Arbeit. Für die ersten vier Wochen sei aufgrund eines zusätzlichen freien Tages pro Woche für die
Ein
stiegsphase
von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Danach, das
heisst
ab Juni 2012, bestehe aus rheumatologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähig
keit in der angestammten Tätigkeit als Logistiker (
Urk.
6/19/1 und 6/19/2).
Diese bestehe
gemäss
den
Angaben des Beschwerdeführers und
den aufgrund eines
Arbeitsplatzbesuch
es
gewonnenen Erkenntnissen darin
,
dass er
während fünf bis sechs Stunden pro Tag Lastwagen
be
- und entlade, Waren
sortiere
und Waren für den Transport bereitstelle. Etwa während vier Stunden davon könne er Hilfsmittel wie
Palettrolli
, Ameise oder Gabelstapler benutzen. Von einer Seite der Halle bis zur anderen habe er eine Distanz von 300 Metern, häufig zu
Fuss
, zurückzulegen. Überdies verrichte er während etwa zwei Stunden pro Tag Bürotätigkeiten. Ferner übernehme er während etwa sechs Wochen pro Jahr stellvertretend für den Chef Personal- und Lagerverantwortungsaufgaben (Urk. 6/19/6 f.).
3.3
Das beschriebene Arbeitsprofil
deckt sich weitgehend
mit der Auskunft der
Z._
AG vom 1
2.
Januar 2012
(vgl.
Urk.
6/11)
. Dieser zufolge
umfasst die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Logistiker
Umschlagstä
tigkeiten
(3 bis rund 5 1⁄4 Stunden pro Tag), Datenerfassung am PC (bis ca. 1⁄2 Stunde
pro Tag), Inventaraufnahmen (1⁄2
bis ca. 3 Stunden pro Tag) und allge
meine Büroarbeiten (bis 1⁄2 Stunden pro Tag). Da
für
ist unter anderem
häufiges
Gehen und selten das Heben oder Tragen von Gewichten über 25 Kilogramm erforderlich (
Urk.
6/11/5).
Auch die
nach Erlass des Vorbescheides vom 1
9.
Februar 2014
neu eingereichte und
ab 1.
März 2013 gültige neue Stellenbeschreibung
weicht nicht wesentlich davon ab
(vgl.
Urk. 6/61/1 ff.).
Es ist deshalb
unverändert auf den nachvollzieh
baren und einleuchtenden
Bericht des
B._
vom 2
2.
Mai 2012
a
bzustellen, wonach ab Juni 2012 wieder
eine
volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Logistiker bestanden hat
.
Dies gilt umso mehr, als
weder medizinische Unterlagen noch anderweitig Anhaltspunkte vorhanden
sind
, weswegen sich
nach dem Abschluss der
ambulanten arbeitsbezogenen Rehabilitation eine andere Beurteilung aufgedrängt hätte
(vgl.
Urk.
6/24,
6/25
6/30 und 6/38 ff.
)
.
Insbesondere bestätigte
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, in seinem Bericht vom
3.
April 2013
(
Urk.
6/30)
lediglich
, dass
in
einer Tätigkeit, die den Rücken nicht belaste, eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe.
Darüber hinaus machte er
keine weiteren Anga
ben. Insbesondere
äusserte
er sich weder zum aktuellen Befund noch zur Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit.
3.4
Es ist zu prüfen
, ob sich der Gesundheitszustand
seit der letzten Beurteilung vom 3
0.
Oktober 2013
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
1.
Juli 2014 verschlechtert hat.
Den Berichten von Prof.
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für
Wirbelsäulen
chirurgie
, vom 2
8.
Oktober 2013 und vom
6.
Januar 2014 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer wegen der symptomatischen
Facetten
gelenksarthrose
L4/5 und L5/S1
bei ihm
in Behandlung sei. Die
Facetteninfilt
ration
habe eine deutliche Schmerzreduktion in der
Grössenordnung
von etwa 80 bis 90
%
bewirkt. Seither hätten die Beschwerden wieder langsam
,
aber stetig zugenommen. Eine weitere Infiltration habe eine vorübergehende, aber keine nachhaltige Besserung gebracht. Es scheine eine
Chronifizierung
des Schmerzes einzutreten, ohne dass ein eindeutiges morphologisches Korrelat bestehe. Insgesamt seien die Veränderungen im Bereich der Facettengelenke nur
leichtgradig
im Sinne einer Arthrose, welche aber noch als altersentsprechende Veränderung gedeutet werden könne. Ansonsten liege eine morphologisch un
auffällige Wirbelsäule vor (
Urk.
6/55/2 f.).
Dr.
med.
C._
stellte
in seinem Bericht vom
5.
Februar 2014
ebenfalls
keine neuen Diagnosen, sondern hielt lediglich fest, dass er
eine körperlich wechselbelastende Tätigkeit mit Heben von Gewichten bis maximal zehn Kilogramm langfristig als zumutbar erachte (
Urk.
6/55/1).
Am 2
0.
Februar 2014 stellte
er
ein Arztzeugnis aus,
gemäss
welchem per sofort nur noch für leichte wechselbelastete Tätigkeiten mit Heben von Gewichten bis maximal zehn Kilogramm eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (
Urk.
6/61/5).
I
n seinem Bericht über di
e Konsultation vom
3.
März 2014
beurteilte Prof.
Dr.
D._
den Beschwerdeführer
bei unveränderter Diagnose in seiner Tätigkeit als Lagerist als nicht arbeitsfähig. Aus therapeutischer Sicht werde man eine medizinische Trainingstherapie beginnen. Aus Sicht der beruflichen Reintegra
tion erachte er eine Umschulung für medizinisch zwingend erforderlich (
Urk.
6/74/3). Mit Schreiben vom 1
5.
Mai 2014 hielt
Prof.
Dr.
D._
an seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit fest und begründete diese mit der ausge
prägten
Schmerzchronifizierung
und
der
degenerativen Veränderung der Lendenwirbelsäule (
Urk.
6/74/4).
Eine Würdigung dieser Berichte ergibt, dass
keiner eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes belegt.
Es wurden weder neue Befunde erhoben noch neue Diagnosen gestellt.
Vielmehr
wird lediglich vereinzelt eine andere Beur
teilung d
er Arbeitsfähigkeit vorgenommen,
ohne dass diese
nachvollziehbar begründet
wird
. Es ist deshalb von einem aus medizinischer Sicht unveränder
ten Sachverhalt auszugehen. Demnach ist der Beschwerdeführer sowohl in sei
ner angestammten Tätigkeit als Logistiker als auch in einer
anderen
rücken
schonenden
Tätigkeit voll arbeitsfähig.
3.5
Eine Invalidität liegt somit nicht vor. Ebenso wenig ist der Beschwerdeführer von einer solchen bedroht, da d
er Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit
aufgrund
der festgestellten gesundheitlichen Situation
und des Umstands, dass er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine neue Anstellung als Logistiker finden kann,
auch nicht
als
überwiegend wahrscheinlich
erscheint (vgl.
Art.
1
novies
IVV
)
.
Es mangelt somit an einer für einen Umschulungs- oder Berufsberatungsanspruch erforderlichen Voraussetzung,
so dass
sich eine Prüfung der weiteren Voraus
setzungen erübrigt.
Die
Beschwerdegegnerin hat folglich zu Recht einen An
spruch auf die beantragten beruflichen
Massnahmen
verneint.
Die
Beschwerde ist abzuweisen.
3.6
Es bleibt zu bemerken, dass
entgegen dem Wortlaut von
Art.
18
Abs.
1 IVG nicht nur arbeitsunfähige Versicherte, sondern auch Personen, die ihre Stelle mit einer ihrem Leiden angepassten Tätigkeit, für die eine volle Arbeitsfähigkeit besteht, unfreiwillig verloren haben, Arbeitsvermittlung in Anspruch nehmen können (vgl. Silvia Bucher, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, S. 426 f.
Rz
844 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist daher darauf hinzuweisen, dass er die Beschwerdegegnerin um aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes ersuchen kann.
4
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.