Decision ID: 08a1b7c0-0877-5ea1-96c3-9fbdfc3cd9a8
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführerin – eine Staatsangehörige aus Kamerun – am 30. April 2008 in der Schweiz ein Asylgesuch einreichte, worauf sie vom BFM am 29. Mai 2008 kurz befragt und am 5. März 2009  zu ihren Gesuchsgründen angehört wurde,
dass sie dabei angab, sie stamme ursprünglich aus Yaoundé, wo sich derzeit auch ihre zwei Söhne aufhielten, welche von ihrem früheren Lebenspartner stammten, sie sei jedoch im Jahre 2002 mit ihrem  Lebenspartner nach Z._ umgezogen (in der Provinz Littoral, rund 220 Kilometer nordwestlich von Yaoundé gelegen), wo sie in der Folge als Händlerin tätig gewesen sei,
dass sie zur Begründung ihres Asylgesuches auf Nachstellungen von Seiten der Familie ihres neuen Lebenspartners verwies, wobei sie gel - tend machte, nachdem ihr Lebenspartner am 28. Februar 2008  verstorben sei, sei sie von seiner Familie beschuldigt worden, für seinen Tod verantwortlich zu sein, weil sie angeblich sein Haus  habe, und es zudem auch noch zu einer Auseinandersetzung um Geld aus seinem Nachlass gekommen sei,
dass sie vom Bruder ihres verstorbenen Lebenspartners erst aus dem Haus geworfen und später wegen des Geldes auch noch geschlagen worden sei, wobei dieser Mann ihr bis nach Yaoundé nachgestellt habe und er sie schliesslich unter Berufung auf die Tradition auch noch zu seiner Frau habe nehmen wollen,
dass sie sich zwar in Z._ an die Polizei gewandt habe, nachdem sie aus dem Haus ihres Lebenspartners geworfen worden sei, die Polizei ihr diesbezüglich jedoch nicht geholfen habe,
dass sie vor diesem Hintergrund am 12. März 2008 mit ihren Kindern aus ihrer früheren Beziehung und ausgestattet mit dem Geld ihres , woran sie sich berechtigt gefühlt habe, an ihren  Herkunftsort – nach Yaoundé – geflüchtet sei, wo sie ihre beiden Söhne bei ihrer älteren Schwester untergebracht habe,
dass sie danach mit der Hilfe eines Schleppers am 29./30. April 2010 auf dem Luftweg von Yaoundé direkt in die Schweiz gelangt sei,
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dass die Beschwerdeführerin als Beweismittel zwei Fotos einreichte, welche ihren Angaben zufolge die Folgen der Schläge von Seiten des Bruders ihres verstorbenen Lebenspartners zeigten, sowie einen , ausgestellt am 27. März 2008 in Yaoundé,
dass sie gegenüber dem BFM im Weiteren angab, sie habe in der Schweiz auch ihren Reisepass abgegeben, und zwar bei einem Zivil - standsamt (vgl. dazu Act. A14 F. 6-14),
dass das BFM mit Verfügung vom 5. Mai 2010 – eröffnet am 7. Mai 2010 – das Asylgesuch der Beschwerdeführerin ablehnte und deren Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug , wobei es die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten  als asylrechtlich nicht relevant und den Vollzug der  nach Kamerun als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,
dass die Beschwerdeführerin am 27. Mai 2010 (Poststempel) gegen den Entscheid des BFM Beschwerde einreichte, wobei sie – dem  Sinngehalt nach – die Gewährung von Asyl, eventualiter die Gewährung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte,
dass sie in ihrer Eingabe an ihren Gesuchsvorbringen festhielt und zur Hauptsache geltend machte, sie habe landesweit Nachstellungen von Seiten der Familie ihres verstorbenen Lebenspartners zu fürchten, da sie – aufgrund der in Kamerun herrschenden Verhältnisse – nirgends sicher sei respektive sie niemand vor der Rache dieser Familie  werde, mithin für sie in Kamerun keine Ausweichmöglichkeit , da sie vom Bruder ihres verstorbenen Lebenspartners ja auch in Yaoundé behelligt worden sei, weshalb sie die Schweiz um Schutz er - suche,
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung des  vom 1. Juni 2010 aufgefordert wurde, zur Deckung der mutmasslichen Verfahrenskosten innert Frist einen  von Fr. 600.– einzuzahlen, unter Androhung des  im Unterlassungsfall (vgl. Art. 63 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),
dass die Beschwerdeführerin in der Folge am 11. Juni 2010 () – unter Verweis auf ihre Bedürftigkeit – ein Gesuch um  der Ratenzahlung einreichte,
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dass dieses Gesuch nach den Bestimmungen über die unentgeltliche Rechtspflege respektive über den Erlass der Verfahrenskosten zu  war,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 25. Mai 2010 – zufolge Aussichtslosigkeit der Begehren (in Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) – das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten abwies und am einverlangten Kostenvorschuss festhielt,
dass der Beschwerdeführerin dabei – im Sinne einer Notfrist – zur Zahlung des Kostenvorschusses einmalig eine kurze Nachfrist gewährt wurde, worauf der einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 600.– am 23. Juni 2010 fristgereicht eingezahlt wurde,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 und 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG sowie Art. 6 und 105 AsylG),
dass die Beschwerdeführerin durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
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dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – of - fensichtlich unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher  mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass die Schweiz Flüchtlingen auf Gesuch hin Asyl gewährt (Art. 2 Abs.1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zu letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass das BFM in seinen Erwägungen – auf welche anstelle einer  zu verweisen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) – die von der  geltend gemachten Gesuchsgründe als asylrechtlich nicht relevant erklärt hat,
dass dieser Schluss als zutreffend zu erkennen ist, mithin sich die  offenkundig nicht auf eine Verfolgungssituation aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG genannten Gründe – wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten  Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen – beruft, sondern einzig Nachstellungen von Seiten einer ihr angeblich feindlich gesinnten Familie geltend macht, welche von ihr namentlich einen grösseren Geldbetrag ein- respektive zurückfordere,
dass sich die Beschwerdeführerin damit lediglich auf eine rein private Verfolgungssituation beruft, welche keinerlei flüchtlingsrechtlich  Motivation erkennen lässt und daher – wie etwa kriminelle Akte Dritter oder Abrechnungen unter verfeindeten Privatpersonen – nicht asylrelevant ist (vgl. dazu WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a. M. 1990, S. 60 ff.; Achermann/Hausammann,  des Asylrechts, Bern/Stuttgart 1991, S. 82 ff.),
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dass die Ausführungen in der Beschwerdeeingabe an dieser  nichts zu ändern vermögen,
dass es der Beschwerdeführerin damit nicht gelingt, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,  die Ablehnung des Asylgesuches zu bestätigen ist,
dass in der Folge auch die Anordnung der Wegweisung zu bestätigen ist, da die Beschwerdeführerin – abgesehen vom bisherigen  – über keine Aufenthaltsbewilligung verfügt und auch  Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. dazu Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2001 Nr. 21),
dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da die Vorinstanz eine  Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat, wenn der Vollzug der Wegweisung als unzulässig, unzumutbar oder unmöglich zu  ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass bezüglich der Geltendmachung von  nach Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche  wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, was heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: /Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),
dass aufgrund der Akten im Falle der Beschwerdeführerin keine  ersichtlich sind, die in rechtserheblicher Weise gegen den vom BFM angeordneten Vollzug der Wegweisung sprechen, mithin – entgegen den sinngemäss anders lautenden Beschwerdevorbringen – von der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges auszugehen ist (vgl. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung nach Kamerun in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist (Art. 83 Abs. 3 AuG), da die Beschwerdeführerin keine Hinweise auf eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung darzulegen vermochte und darüber hinaus – wie nachfolgend aufgezeigt – auch keine glaub-
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haften Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass aufgrund der Akten davon auszugehen ist, die von der  geltend gemachten Nachstellungen hätten sich vorab auf einen kleinen Personenkreis (die Familie ihres verstorbenen ) und zudem auf einen lokal begrenzten Raum (die Stadt Z._ im Westen von Kamerun) begrenzt, womit sich die  den geltend gemachten Nachstellungen ohne Weiteres durch eine Rückkehr an ihren ursprünglichen Heimatort Yaoundé entziehen kann,
dass die anders lautenden Beschwerdevorbringen vor dem  der grossen Bevölkerungszahl und Ausdehnung dieser Stadt (mit über 1.3 Millionen Einwohnern ist Yaoundé die zweitgrösste Stadt des Landes) in keiner Weise überzeugen können,
dass in der Folge auch von der Zumutbarkeit des  auszugehen ist (Art. 83 Abs. 4 AuG), da im Falle der  – gemäss den Akten eine gesunde Frau aus Yaoundé, welche über eine langjährige Arbeitserfahrung als Händlerin verfügt – keine  Vollzugshindernisse zu erblicken sind,
dass aufgrund ihrer Angaben zudem davon auszugehen ist, sie  gerade in Yaoundé in der Person ihrer älteren Schwester über einen naheliegenden familiären Anknüpfungspunkt, mithin sich bei der Schwester ja auch die zwei Söhne der Beschwerdeführerin befinden sollen,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Heimat zudem auch über  andere Anknüpfungspunkte verfügen dürfte, lebt doch ihren Angaben zufolge ihr jüngerer Bruder in der Stadt X._ (im Norden des Landes) und hat sie in der Heimat auch noch viele Tanten und damit weitere Bezugspersonen,
dass letztlich auch von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs  ist, mithin keine technischen Vollzugshindernisse ersicht lich sind (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
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dass unter diesen Umständen die Anordnung einer vorläufigen  ausser Betracht fällt, womit schliesslich auch die Anordnung des Wegweisungsvollzuges zu bestätigen ist,
dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich  abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1-3 des  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die Kosten – welche auf Fr. 600.– anzusetzen sind – durch den geleisteten Kostenvorschuss vollständig gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind.
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