Decision ID: 4cf63fcb-72f0-4907-aa18-36f07f77d26d
Year: 2012
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
C. Mit Beschwerde vom 30. April 2012 gelangte die Beklagte, vertreten durch Advokat Bernhard Fischer, an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht. Sie , dass die Verfügung des Bezirksgerichts Sissach vom 16. April 2012, Ziff. 2 ( des Gesuchs um Ausrichtung eine Parteientschädigung aus der Gerichtskasse  der Beschwerdeführerin) aufzuheben, der Beschwerdeführerin die Bestellung eines  Rechtsbeistandes zu bewilligen und ihr eine Parteientschädigung aus der  im Umfang von CHF 1'115.65 inkl. Auslagen und MWST gemäss Honorarnote vom 29. März 2012 zuzusprechen sei. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung in Ziff. 2 - soweit der Beschwerdeführerin die Bestellung des unentgeltlichen Rechtsbeistands  worden sei - aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz , unter o/e Kostenfolge, wobei der Beschwerdeführerin für das  die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Vertretung zu gewähren sei. In der Begründung wurde zusammenfassend ausgeführt, aus Art. 113 ZPO erhelle, dass auch im Schlichtungsverfahren bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen ein Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes bestehe. Insofern sei bereits in der Feststellung der Vorinstanz, "im Schlichtungsverfahren erscheine die simple Bestreitung des klägerischen Antrags als ausreichend..." eine Rechtsverletzung zu sehen. Der Gesetzgeber sehe in Art. 113 Abs. 1 ZPO ausdrücklich auch für das Schlichtungsverfahren die  Verbeiständung vor. Für die von der Vorinstanz angeführte grundsätzliche  würde sich kein Anhaltspunkt finden, weder im Gesetzeswortlaut noch in den . Vorliegend sei auch zu berücksichtigen, dass in unterhaltsrechtlichen Verfahren wie dem vorliegenden die Schlichtungskompetenz den Bezirksgerichtspräsidien zukomme. Es sei dasselbe Präsidium, welches im Falle einer ordentlichen Klage das Verfahren leite, über Beweisanträge entscheide und massgeblich an der Urteilsfindung beteiligt sein werde. Es sei somit keinesfalls belanglos, was an der Schlichtungsverhandlung ausgeführt werde. Die  Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes sei immer dann als notwendig anzusehen, wenn die Gegenpartei durch einen Anwalt vertreten sei. Das Gesetz nenne die Tatsache, dass "die Gegenpartei anwaltlich vertreten ist" als klassisches Beispiel der  einer Vertretung. Dieses Gebot der Waffengleichheit entspreche bewährter Rechtsprechung und einem Anliegen des Gesetzgebers. Davon abgesehen, sei vorliegend die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung geboten, immer unter der Voraussetzung, dass das Schlichtungsverfahren dazu dienen solle, die Parteien in Kenntnis der Sach- und Rechtslage einer Aussöhnung zuzuführen. Es handle sich nicht um einen Bagatellfall, der Sachverhalt sei unübersichtlich und es würden sich komplexe Rechtsfragen stellen. Der , welcher eine Aufhebung des Unmündigenunterhalts beantrage, habe als erstes die  seines Einkommens zu belegen. Dies habe der Kläger im Schlichtungsgesuch nicht getan. Zudem seien die Einkommens- und Vermögenssituation des Klägers alles andere als klar. Mit Eingabe vom 15. März 2012 habe die Beschwerdeführerin die Edition der  Urkunden beantragt. Die Schlichtungsbehörde sei vollumfänglich den Anträgen der Beschwerdeführerin gefolgt, sei somit ebenfalls der Meinung gewesen, dass die Sachlage nicht transparent sei und die Edition der relevanten Unterlagen durch den Kläger für ernst-
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hafte Schlichtungsverhandlungen notwendig sei. An der Schlichtungsverhandlung sei eine Honorarnote mit Deservitenkarte in der Höhe von CHF 1'115.65 eingereicht worden. Dieser liege ein Aufwand inkl. Verhandlung von 5,2 Stunden zugrunde.
D. Die Bezirksgerichtspräsidentin Sissach liess mit Verlautbarung vom 11. Mai 2012 die Abweisung der Beschwerde beantragen. Gemäss Art. 204 Abs. 2 ZPO könne sich eine  an der Schlichtungsverhandlung von einer Rechtsbeiständin, einem Rechtsbeistand oder einer Vertrauensperson begleiten lassen. Die ZPO spreche somit nicht von einer Vertretung. Sinn und Zweck des Schlichtungsverfahrens sei es, zu versuchen zwischen den Parteien zu vermitteln und eine Verständigung herbeizuführen. Dabei gehe es nicht um die materielle Beurteilung der Streitsache und den Entscheid der sich stellenden Rechtsfragen. Bei einem Verfahren um Abänderung des Kindesunterhalts sei zudem durch die Geltung der Offizial- und Untersuchungsmaxime sichergestellt, dass es nicht zu einseitigen oder  Vergleichen komme. In casu klage der Vater gegen die Tochter, welche durch ihre  vertreten werde und damit die Prozesshandlungen nicht selber vorzunehmen habe. Die Mutter sei als Empfängerin der Unterhaltsbeiträge in der Lage, selbständig im  zu agieren. Dabei brauche sie auf der beklagten Seite lediglich einem Vergleich zuzustimmen oder eben nicht. Auch eine juristisch unerfahrene Person sei zu solch einer Willensbildung ohne weiteres im Stande. Man sei der Meinung, dass eine anwaltliche  im Schlichtungsverfahren nur auf Einzelfälle beschränkt sein müsse und lediglich wenn das Risiko bestehe, dass sich die Position einer Partei bei fehlender anwaltlicher Vertretung wesentlich verschlechtere. Diese Gefahr bestehe vorliegend nicht, als sich die  auf der beklagten Seite befinde. Bezüglich Waffengleichheit sei festzuhalten, dass aufgrund des Umstands, dass eben nicht die rechtliche Beurteilung der Streitsache im  stehe, sondern Vermittlung und es nicht darum gehe, wer die besseren Argumente für seine Position vorbringe.
E. Der Kläger liess sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen.

Considerations:
Erwägungen
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen Ziffer 2 der Verfügung der  Sissach vom 16. April 2012, mit welcher die Gesuche der Parteien um  einer Parteientschädigung aus der Gerichtskasse und damit sinngemäss die  Rechtsverbeiständung abgewiesen wurden. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder entzogen, so kann der Entscheid in Anwendung von Art. 121 ZPO mit Beschwerde angefochten werden. Zur Beschwerde legitimiert ist einzig die Person, die um unentgeltliche Rechtspflege ersucht hat und deren Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (teilweise) verweigert oder entzogen wurde. Dabei handelt es sich um eine vom Gesetz bestimmte erleichterte Beschwerdemöglichkeit gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO. Die Beschwerde ist binnen zehn Tagen seit Zustellung des Entscheides schriftlich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 2 ZPO). Für die Fristberechnung wird der Tag der Mitteilung des Entscheids nicht mitgezählt. Fällt der letzte Tag einer Frist auf einen Samstag, einen Sonntag oder einen am Gerichtsort anerkannten
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Feiertag, so endet sie am nächsten Werktag (Art. 142 Abs. 3 ZPO). Die angefochtene  wurde der Beschwerdeführerin bzw. ihrem Rechtsvertreter laut Sendungsverfolgung (Sendung 98.00.445000.10248634) am 19. April 2012 zugestellt. Die am Montag, 30. April 2012, der Schweizerischen Post übergebene Beschwerde der Beklagten ist somit allemal fristgerecht angehoben worden. Gemäss § 5 Abs. 1 lit. b EG ZPO ist das Präsidium der  Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Beschwerden gegen  der Präsidien der Bezirksgerichte sachlich zuständig. Neue Anträge, neue  und neue Beweismittel sind laut Art. 326 ZPO ausgeschlossen. Der Entscheid kann aufgrund der Akten ergehen (Art. 327 Abs. 2 ZPO).
2.1 Die Bezirksgerichtspräsidentin Sissach wies im angefochtenen Entscheid das Gesuch der Beklagten um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes für das  ab und erwog dazu im Wesentlichen, dass an dessen Notwendigkeit besonders hohe Anforderungen zu stellen seien, zumal das Schlichtungsverfahren zur Vermeidung  drohenden Prozesses konzipiert sei und gerade deshalb Parteientschädigungen  seien. Eine Partei habe dann Anspruch auf Verbeiständung, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen seien und der Fall in tatsächlicher und rechtlicher  Schwierigkeiten biete, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen . Sinn und Zweck einer Schlichtungsverhandlung sei die vorprozessuale Streitbeilegung, welche im Rahmen eines Vergleichsgesprächs eine Einigung unter den Parteien  habe und damit auch keine anspruchsvollen Prozesshandlungen für die Parteien mit sich bringe. Die Beklagte benötige keinen Rechtsbeistand, da es der Mutter als gesetzliche Vertreterin der Beklagten möglich und auch zumutbar sei, Prozesshandlungen , wobei die simple Bestreitung des klägerischen Antrags im Schlichtungsverfahren als ausreichend erscheine. Die besonderen Umstände für die Notwendigkeit eines  Rechtsbeistands seien nicht dargelegt worden und im Übrigen auch nicht ersichtlich.
2.2 Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege wird in Art. 117 ZPO geregelt. Gemäss dieser Bestimmung hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos . Die unentgeltliche Rechtspflege umfasst auch die gerichtliche Bestellung eines  Rechtsbeistandes. Allerdings ist dafür zusätzlich zu den  von Art. 117 ZPO erforderlich, dass zur Wahrung der Rechte des Gesuchstellers Rechtsbeistand auch tatsächlich notwendig ist. Kriterien für diese Notwendigkeit sind  die Schwierigkeit des Falles, die Schwere des drohenden Eingriffs in  der betroffenen Person, das Postulationsvermögen sowie die Sachkunde der  Partei. Das Gesetz nennt die Tatsache, dass "die Gegenpartei anwaltlich vertreten ist" als klassisches Beispiel der Notwendigkeit einer Vertretung. Dieses Gebot der Waffengleichheit entspricht bewährter Rechtsprechung und dessen Gültigkeit einem  des Gesetzgebers. Eine anwaltlich vertretene Gegenpartei ist aber keineswegs  zur Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes. Massgebend für die  der Notwendigkeit sind stets die Verhältnisse im Zeitpunkt der  (vgl. HUBER, DIKE-Komm-ZPO, Art. 118 N 9 mit weiteren Nachweisen). Je komplexer und demzufolge schwieriger die Rechtsfragen zu beantworten sind, desto eher ist eine
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Rechtsverbeiständung angezeigt. Dasselbe gilt, wenn der Sachverhalt vielschichtig und schwierig ist. Wenn der Ansprecher selber rechtskundig ist, werden diese Schwierigkeiten gemildert. Weiter ist auch die Tragweite des in diesem Verfahren ergehenden Entscheides von Bedeutung. Dabei ist eine gewisse Zurückhaltung angezeigt, wenn es ausschliesslich oder vorwiegend um finanzielle Interessen geht. Nicht erforderlich ist eine unentgeltliche Verbeiständung regelmässig in eigentlichen Bagatellfällen mit sehr geringen Streitwerten, auch für Laien leicht überblickbaren tatsächlichen Verhältnissen und einfach zu  Rechtsfragen (vgl. EMMEL, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 118 N 9 mit weiteren Nachweisen). Es ist letztlich auch zu fragen, ob eine vernünftige Person guten Glaubens und mit den erforderlichen Mitteln einen Anwalt beauftragen würde.
2.3 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid vom 16. April 2012 die massgeblichen Grundsätze zur unentgeltlichen Rechtsverbeiständung grundsätzlich zutreffend . Art. 113 ZPO hält fest, dass im Schlichtungsverfahren keine Parteientschädigungen gesprochen werden. Vorbehalten bleibt die Entschädigung einer unentgeltlichen  oder eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes durch den Kanton. Sind die  der Mittellosigkeit und der fehlenden Aussichtslosigkeit - wie im vorliegenden Fall - zu bejahen, besteht ein Anspruch auf die gerichtliche Bestellung eines Rechtsbeistandes, wenn dies zur Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Für das Schlichtungsverfahren sind hohe Anforderungen an die Notwendigkeit eines unentgeltlichen Rechtsvertreters zu stellen. Allgemein ausgedrückt hat eine Partei dann Anspruch auf , wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines  erforderlich machen. Die Präsidentin des Kantonsgerichts Basel-Landschaft,  Zivilrecht, erachtet die vorliegende Beschwerde gleichwohl als begründet und die  der Beschwerdeführerin als stichhaltig. Der Grundsatz der Waffengleichheit gebietet es in vorliegender Angelegenheit, dass der Beklagten ein unentgeltlicher Rechtsbeistand  werden muss. Der Gesetzgeber hat in Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO ausdrücklich , dass die Konstellation der anwaltlichen Vertretung der Gegenpartei die gerichtliche  eines Rechtsbeistandes in aller Regel rechtfertigt. Da dieses Prinzip formeller Natur ist, braucht der Ansprecher nicht näher aufzuzeigen, inwiefern er konkreten Bedarf nach  Rechtsverbeiständung hat (vgl. etwa BGer. 4A_87/2008 E. 3.2; BGE 110 Ia 27 E. 2). Der Umstand, dass im massgeblichen Verfahren die Offizial- und Untersuchungsmaxime gilt, darf nicht überbewertet werden. Vielmehr muss sichergestellt werden, dass die Beklagte und heutige Beschwerdeführerin rechtskundig vertreten ist, das heisst, dass ihr Vertreter im  Verfahren über die hiefür erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Weise verfügt, dass die von einem Rechtsanwalt vertretene Gegenpartei sich nicht vorweg in einer günstigeren Lage befindet. Die Offizial- und Untersuchungsmaxime entbindet die am  Beteiligten nicht davon, durch Hinweise zum Sachverhalt oder Bezeichnung von  selber am Verfahren mitzuwirken. Zudem kann sie auch allfällige Fehlleistungen der  nicht verhindern. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführen lässt, liegt auch kein Bagatellverfahren vor, welches eine Verweigerung der unentgeltliche  rechtfertigen könnte. Die tatsächlichen Verhältnisse sind nicht leicht überblickbar und es stellen sich keine einfach zu beurteilenden Rechtsfragen: Der Kläger, welcher eine Sistie-
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rung des Unmündigenunterhalts beantragt, hat die Reduktion seines Einkommens zu . Die Einkommens- und Vermögenssituation des Klägers sind nicht gänzlich transparent, so dass die Schlichtungsbehörde den Anträgen der Beklagten und heutigen  folgte und die Edition der relevanten Unterlagen durch den Kläger anordnete. Die  ist unmündig. Sie wird zwar durch ihre Mutter vertreten, doch ist diese kaum in der Lage, die relevanten Fragestellungen in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zu erkennen. Allein aufgrund der vom Kläger eingereichten, unvollständigen Unterlagen, könnte die , vertreten durch ihre Mutter, möglicherweise geneigt gewesen sein, auf weiteren  zu verzichten. Zumal Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO ausdrücklich vorsieht, dass die Rechtsbeiständin oder der Rechtsbeistand bereits zur Vorbereitung des Prozesses bestellt werden kann, darf die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung vorliegend auch nicht lediglich für ein allfälliges Entscheidverfahren vorbehalten werden. Im Ergebnis ist die Beschwerde der Beklagten somit gutzuheissen und Ziffer 2 der Verfügung des  Sissach vom 16. April 2012 aufzuheben.
2.4 Die vorstehenden Erwägungen haben gezeigt, dass die Beschwerde der Beklagten gutzuheissen ist. In Anwendung von Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO bietet es sich vorliegend an, dass das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, einen Sachentscheid trifft. Eine Kassation von Ziffer 2 der Verfügung der Präsidentin des Bezirksgerichts Sissach vom 16. April 2012 und eine Rückweisung an die Vorinstanz zur gerichtlichen Bestellung des Rechtsbeistands und Festlegung des Honorars ist vorliegend nicht angebracht, da das  durch das Bezirksgericht Sissach bereits abgeschlossen wurde. In Abänderung von Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung vom 16. April 2012 wird der Beklagten daher nunmehr Advokat Bernhard Fischer als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt, da er mit der  bereits vertraut ist. Gemäss den einschlägigen Bestimmungen der ZPO werden die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege vom Kanton getragen bzw. wird der unentgeltliche Rechtsbeistand vom Kanton entschädigt (Art. 113 Abs. 1 und Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). Das Bezirksgericht Sissach wird angewiesen, dem unentgeltlichen Rechtsbeistand für das  100 2012 45 eine angemessene Entschädigung im Umfange der vorgelegten  vom 29. März 2012 in Höhe von CHF 1'115.65 inkl. Auslagen und MWST . Zu beachten ist indes, dass die Kosten des Schlichtungsverfahrens gemäss Art. 207 Abs. 2 ZPO bei der Einreichung der Klage zur Hauptsache geschlagen werden und das  Gericht somit in der Folge über diese zusammen mit den übrigen Prozesskosten gemäss Art. 104 ff. ZPO zu entscheiden hat. Die Kostenauflage an den Kanton  erfolgt deshalb unter diesem Vorbehalt.
3. Die Beschwerdeführerin stellt für das Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Die  der Beschwerdeführerin ist dokumentiert und das Rechtsmittelverfahren erschien nicht aussichtslos. Die gerichtliche Bestellung eines Rechtsbeistandes ist in Anbetracht der Schwierigkeiten des vorliegenden Verfahrens allemal angebracht. Dem Gesuch um  Rechtspflege kann mithin entsprochen werden und der vorgeschlagene Advokat Bernhard Fischer ist als unentgeltlicher Rechtsbeistand einzusetzen.
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4. Abschliessend ist noch über die Verteilung und Liquidation der Prozesskosten für das vorliegende Verfahren zu befinden. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO werden ausser bei Bös- oder Mutwilligkeit im Verfahren um die unentgeltliche Rechtspflege keine Gerichtskosten  und zwar unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Dies betrifft jedoch einzig das Gesuchsverfahren vor der ersten oder zweiten Instanz, hingegen nicht das  gegen einen die unentgeltliche Rechtspflege abweisenden oder entziehenden  der ersten Instanz (BGE 137 III 470 E. 6). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Die vorstehenden  haben gezeigt, dass die Beschwerde gutzuheissen ist. In Anwendung von Art. 107 Abs. 2 ZPO erscheint es angebracht, die Gerichtskosten aus Billigkeitsgründen dem Kanton aufzuerlegen. Die Entscheidgebühr wird gemäss § 9 Abs. 2 lit. a der Verordnung vom 15. November 2010 über die Gebühren der Gerichte (SGS 170.31; Gebührentarif) auf  CHF 300.00 festgelegt. Die Parteikosten werden im Verfahren um die unentgeltliche Rechtspflege in der Regel von jeder Partei selber getragen, dies mit der Überlegung, dass es sich beim Verfahren der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege um ein  handelt, bei welchem die Vernehmlassung der Gegenpartei nicht zwingend  und welches nicht mit schwer abzuschätzenden Kostenrisiken zu belasten ist (BLKGE 2010 I Nr. 8, S. 40). Von den genannten Grundsätzen abzuweichen, besteht im vorliegenden Fall kein Anlass. Der unentgeltliche Rechtsbeistand ist in Anwendung von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO vom Kanton somit angemessen zu entschädigen, wobei der entsprechende  gemäss § 3 Abs. 2 TO (SGS 178.112) CHF 180.00 pro Stunde beträgt. Der  von Advokat Bernhard Fischer für das Beschwerdeverfahren ist in Ermangelung einer Honorarnote auf vier Stunden zu veranschlagen, zumal kein Anspruch auf Nachreichung der Honorarnote besteht (vgl. § 18 Abs. 1 TO). Die Auslagen sind mit einer Pauschale von CHF 30.00 abzugelten und zusätzlich ist die Mehrwertsteuer von 8 % zu vergüten.