Decision ID: 11f69dab-34f5-4ac0-b4e2-27811df4a578
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964, war seit
8.
August 2011 in einem Pensum von
50
%
als Chauffeur bei der
Y._
GmbH angestellt und in dieser Ei
gen
schaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligato
risch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 1
3.
April 2012 beim Ver
teilen von Zeitungen ausrutschte und auf das rechte Knie
sowie
die rechte Hand fiel (
Urk.
11/6
Ziff.
1-6,
Urk.
11/19
Ziff.
2).
1.2
Mit Verfügung vom
4.
Dezember 2012 (
Urk.
11/81) stellte die SUVA die von ihr bis dahin erbrachten Leistungen (Taggelder und Heilkostenvergütungen) per
1.
Dezember 2012 ein. Dagegen erhob der zuständige Krankenversicherer am 1
2.
Dezember 2012 Einsprache (
Urk.
11/82), welche er am 2
7.
Dezember 2012 wieder zurückzog (
Urk.
11/85).
Die vom Versicherten am 2
6.
Dezember 2012 erhobene Einsprache (
Urk.
11/86) wies die SUVA mit Entscheid vom 1
6.
Januar 2013 (
Urk.
11/89 =
Urk.
2) ab.
2.
2.1
Gegen den Einspracheentscheid vom 1
6.
Januar 2013 (
Urk.
2) erhob der Versi
c
her
te am 1
5.
Februar 2013 Beschwerde und beantragte, d
ies
er
sei aufzuheben
und die Sache
sei
zur Neubeurteilung an die Beschwerde
gegnerin zurückzu
wei
sen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, weitere medizinische Abklä
rung
en zur Unfallkausalität zu treffen sowie ein Zumutbar
keitsprofil zu er
stellen und anzuweisen, ihm rückwirkend ab
1.
Dezember 2012 Taggelder im bis
herigen Umfang auszurichten.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
März 2013 (
Urk.
10) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde.
2.2
Mit Verfügung vom 1
5.
Mai 2013 (
Urk.
12) wurde dem Beschwerdeführer an
trags
gemäss (vgl.
Urk.
1 S.
2) die unentgeltliche Rechtsvertretung bewilligt und ihm die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht.
Am 3
1.
Mai 2013
(
Urk.
14)
reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arztb
e
richt (
Urk.
15/3) ein
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfaller
eignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausal
zusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetre
te
ne
Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungs
weise
nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereig
nis zu
sammen mit an
deren Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten
Per
son beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werde
n kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E.
4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E.
1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Be
schwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Be
weis
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit
Hinwei
sen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie
er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Sta
tus quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht
publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Da
hinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE 119 V 7 E.
3c/aa). Da es sich hiebei um eine anspruchs
aufhe
bende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammen
hang
ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die
von der Beschwerdegegnerin per
1.
Dezember 2012 verfügte Leistungseinstellung rechtens ist.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung damit, dass ge
mäss
Beurteilung
ihres
Kreisarzt
es
die über den
1.
Dezember 2012 hinaus beste
hen
den Beschwerden nicht mehr in einem natürlich kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 1
3.
April 2012 stünden. Der Status quo sine im Bereich des rechten Kniegelenks sei spätestens drei Monate und i
m Bereich des Rückens spätestens
sechs Monate
nach dem Unfall
eingetreten (
Urk.
2 S. 5 unten).
2.3
Der Beschwerdeführer
machte in seiner Beschwerde (
Urk.
1) demgegenüber gel
tend,
die vorliegend interessierende Frage drehe sich darum, ob durch den Un
fall vom 1
3.
April 2012 der im Bereich des rechten Knies bestehende Vorzu
stand
verschlimmert
worden
oder manifest
geworden sei
(S.
5
Ziff.
7). Seine Kniear
thro
se sei auffallend einseitig, was auf das Vorliegen einer unfallbedingten Ar
throse
und nicht bloss einer krankhaft bedingten Degeneration
schliessen lasse.
Auch die beha
nd
e
l
nde Ärztin gehe von einer kausalen Verschlimmerung des Vor
zustands aus. Die Beschwerdegegnerin habe
bezüglich die interessierende
Frage keine
spezifisch
en Abklärungen getroffen,
sondern sich lediglich auf medizi
ni
sche Erfahrungswerte gestützt
(S.
6
Ziff.
8)
.
Die Beschwerdegegnerin gehe fehl, wenn sie aus dem Umstand, dass keine Meniskus- oder Bänderverletzung be
schrieben werde, einen richtunggebenden Einfluss ausschliesse. Aufgrund des Unfallher
gangs sei eine Bänder- oder Meniskusverletzung nicht zwingend. Die
medial ausgeprägte Gonarthrose könne aber gleichwohl durch die Kontusion zu
sätzlich beeinflusst worden sein (S. 6
Ziff.
8-9).
Ausserdem habe er bereits ein
mal einen Unfall erlitten, welcher das rechte Knie betroffen habe. Der heutige
Zu
stand sei als Folge der beiden Vorfälle zu sehen, womit eine Schädigung vor
liege, welche vom gleichen Versicherungsanspruch gedeckt sei (S. 6
Ziff.
10).
Der
Rückgriff auf medi
zinische Erfahrungswerte rechtfertige sich
schliesslich
nur im
Einzel
fall, sofern eine situative Beurteilung keinen gegenteiligen Schluss zulasse.
Dies sei vorliegend nicht in genügender Weise nachgewiesen, weshalb ein spe
zial
ärztliches Gutachten einzuholen sei (S. 6
Ziff.
11).
3.
3.1
A
m Unfalltag wurde der Beschwerdeführer von
seiner Hausärztin,
Dr.
med.
Z._
, FMH
Physikalische Medizin, untersucht
.
I
n ihrem Zeugnis vom 1
5.
Juni 2012
(
Urk.
11/19)
führte diese aus, der Beschwerdeführer habe angege
ben, während der Arbeit auf dem Betonboden ausgerutscht und nach vorne auf das rechte Knie und die rechte Hand gefallen zu sein (
Ziff.
2). A
ls Befunde
nannte
Dr.
Z._
ausgeprägte Druckdolenzen lumbal beidseits mit schmerzhaft
eingeschränkter Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule (LWS) und auch der Brust
wirbelsäule (BWS) sowie Druckdolenzen im Bereich des Handgelenks und der
Schulter rechts (
Ziff.
4).
Dr.
Z._
diagnostizierte ein posttraumatisches lumbo
spondylogenes Syndrom, ein posttraumatisches Reizknie bei Gonarthrose rechts,
eine Kontusion des rechten Handgelenks sowie eine posttraumatische Periar
thri
ti
s
humero-scapularis (PHS) rechts (
Ziff.
5)
. Sie
überwies den Be
schwerdeführer
in die Kniesprech
stunde der Klinik
A._
(
Ziff.
10).
3.2
Die
von
Dr.
Z._
veranlassten
konventionellen Bildgebungen der LWS, der
rechten
Schulter, der
rechten Hand und
des
rechten
Handgelenks
sowie
des rechten Knies
vom 1
6.
April 2012
ergaben
gemäss Beurteilung von
Dr.
med.
B._
, F
acharzt
Radiologie/Neuroradiologie FMH,
C._
,
keine
n Nachweis
für akut traumaassoziierte
knö
cherne
Ver
än
derungen
sowie
im
Bereich des rechten Hand
gelenkes
einen
Status nach Ope
ration mit regelrechtem postoperativem Befund
(
Urk.
11/15
S. 2
)
.
Be
züglich des re
chten Knies im Besonderen beschrieb
Dr.
B._
eine un
auffällige
Darstellung der kortikalen und trabekulären Knochenstrukturen
. Er verneinte das
Vorliegen e
ine
r
Fraktur,
eines
radiologisch fass
baren
Gelenker
guss
es
und
von
Weichtei
lverkalkungen. Im medialen Kompartiment erhob er leichte beginnende arthrotische Veränderungen
(
Urk.
11
/15 S. 1 unten).
D
ie von
Dr.
Z._
veranlasste
Magnetresonanztomographie
(MRI)
der LWS
vom
1
4.
Mai 2012
ergab
gemäss Beurteilung von
Dr.
D._
, Facharzt Radio
logie,
C._
, einen
Horizontalriss dorsolateral rechts im Anu
lus
fibrosus der dehydrierten, degenerierten Bandscheibe Lendenwirbelkör
per (LWK) 4/5 bei ansonsten unauffälligem MRI
(
Urk.
11/16
S. 1 Mitte)
.
Das
ebenfall
s
auf Veranlassung von
Dr.
Z._
durchgeführte
MRI
des rechten Knies
vom 1
4.
Mai 2012
ergab gemäss
Beurteilung von
Dr.
D._
folgenden Be
fund: „Medialseitige Gonarthrose mit grossflächigen femoral stellenweise bis auf den subchondralen Knochen reichenden Abrasionen. Kleinere Geröllzysten femoral und tibial und angrenzendes subkoritkales Stressödem vorwiegend fe
moral weniger tibial. Keine sich darüber hinaus demarkierende osteochondrale Läsion. Bis auf den subchondralen Knochen reichender kraterförmiger Defekt im mittleren Drittel retropatellar. Auch hier angrenzende kleinere subkortikale sy
noviale Zysten und reaktives subkortikales Knochenmarködem patellar. Der hy
aline Gelenkknorpel kommt vom subchondralen Knochen abgehoben zur Dar
stellung (
Urk.
11/16
S.
1
unten). Degenerativ signalalterierter medialer Menis
kus. Kein transmeniskaler Riss. Unauffälliger lateraler Meniskus. D
urchgängig in
takte Kreuzbänder,
Seitenbänder und Muskelsehne
n
. Kein
signifikante
r
Gelen
kerguss
. 3 cm grosse Bakerzyste
(
Urk.
11/16
S.
2 oben)
“
.
Dr.
D._
hielt zusam
men
fassend fest
, es bestehe eine medialseitige Gonarthrose, eine chondrale Lä
sion
im mittleren Kompartiment, retropatellar mit einem wenige Millimeter breiten, kraterförmigen Defekt und einer Ablösung des hyalinen Gelenkknorpels vom
subchondralen Knochen sowie eine Innenmeniskusdegeneration und eine Ba
ker
zyste
(
S. 2 Mitte).
3.
3
Am 1
3.
Juni 2012
wurde der Beschwerdeführer von
Dr.
med.
E._
, Oberarzt Orthopädie, und
Dr.
med.
F._
, Assistenzarzt Orthopädie,
Klinik
A._
,
untersucht,
w
elche
gleichentags berichtet
en
(
Urk.
11/26). Als Diagnosen
nannten sie
eine aktivierte medialbetonte Gonarthrose rechts mit kleineren Ge
röllzysten medial, femoral und tibial und kraterförmigem Defekt des Knorpels retropatellär sowie ein
en
Status nach Teilarthrodese des Handgel
enks rechts im Jahr 2006
(S. 1 Mitte). Die
Ärzte führten aus, die
aktuelle Schmerzsymptomatik
sei
auf die aktivi
erte Gonarthrose zurückzuführen. Die Bildgebung zeige hier ein Knochenmarksödem in der Patella und im medialen Kompartiment. Bei darge
stellten Geröllzysten würden sie dem Beschwerdeführer derzeit eine Entlastung des rechten Beines für zwei Wochen an Unterarmgehstöcken empfehlen. Derzeit bestehe noch keine Indikation zum operativen Vorgehen (S. 2).
3.
4
Gemäss Bericht vom
2.
Juli 2012 (
Urk.
6/27) wurde am 2
6.
Juni 2012 in der
G._
ein ärztliches Triagekonsilium durchgeführt mit dem Ziel, die Frage nach der Indikation für eine Rehabilitation zu klären (S. 1 Mitte).
Die Ärzte gelangten zum Schluss, dass aktuell keine Rehabilitation zu empfehlen sei, da der Verlauf wahrscheinlich auch ohne Rehabilitation günstig sei, die be
handelnde Ärztin eine Rehabilitation derzeit als nicht erforderlich erachte, der Beschwerdeführer sich nicht zu einer Rehabilitation entschliessen könne und
insgesamt medizinisch noch ungünstige Voraussetzungen bestünden (S. 4 un
ten,
S. 5 oben).
3.5
In ihrem Bericht vom
7.
Juli
2012
(
Urk.
11/28
) führte
Dr.
Z._
aus, seit dem Un
fall vom 1
3.
April 2012 bestünden im rechten Knie permanente Schmerzen mit Schwellungsneigung sowie eine deutlich limitierte Belastbarkeit des rechten Beines.
Die Beschwerden des Beschwerdeführers könnten auf eine traumatisch aktivierte Gonarthrose mit Knochenmarksödem in der Patella und im medialen Kompartiment zurückgeführt werden (
Urk.
11/28 S. 2).
Ein von
Dr.
Z._
veranlasstes MRI des rechten Knies vom 2
3.
Juli 2012 ergab
gemäss Beurteilung von
Dr.
med.
H._
, MR Institut der
A._
,
eine mediale Gonarthrose, einen im lateralen Kompartiment lediglich leicht aus
gedünnte
n
femorale
n
Knorpelüberzug auf Höhe des Sulcus terminalis
jedoch
keine tiefen Knorpeldefekte, einen intakten lateralen Meniskus sowie einen grossen
, tiefen Knorpeldefekt zentral an der Patella mit umschriebener Delami
nation in die laterale Patellafacette (
Urk.
11/44).
3.6
Am 2
1.
August
2012
berichtete
Dr.
E._
,
Klinik
A._
(11/45)
, der Be
schwerdeführer sei heute zur Besprechung nach durchgeführten MRIs beider
Kniegelenke erschienen.
Der Beschwerdeführer sei vor allem rechts stark schmerz
geplagt und auch zunehmend eingeschränkt.
Der Befund sei unverän
dert im Vergleich zur Voruntersuchung vom 1
3.
Juni 201
2.
Beidseits zeige sich auch lateralseitig eine deutliche Druckdolenz. Die Meniskuszeichen seien frag
lich positiv lateral (S. 1 Mitte).
Dr.
E._
diagnostizierte eine aktivierte, medi
albetonte Gonarthrose beidseits mit kleineren Geröllzysten medial, femoral und tibial
sowie
einem kraterförmigen Defekt am Knorpel retropatellär rechts
. Des Weiteren einen Status nach Teilarthrodese des Handgelenks rechts im Jahr 2006
(S. 1 oben).
3.
7
Am 1
8.
Oktober
2012
berichtete
Dr.
med.
I._
, Oberarzt Rheumatologie,
Klinik
A._
(
Urk.
11/67). Er nannte gleichlautende Diagnosen wie
Dr.
E._
im August 2012 und führte aus,
die
von ihm
am 2
7.
September 2012 durchgeführte diagnostische und t
hera
peutische Infiltration des
rechten Knie
gelenks (vgl.
Urk.
11/60)
müsse als negativ angesehen werden.
3.8
SUVA-Kreisarzt
Dr.
J._
, Facharzt für Physikalisch
e
Medizin und Reha
bilitation FMH, führte in seiner Stellungnahme vom 2
3.
November 2012 (
Urk.
11/78)
aus, am 1
3.
April 2012 habe der Beschwerdeführer verschiedene Prell
ungen und Kontusionen erlitten. Weder im Bereich der Wirbelsäule noch im Bereich eines erheblich vorgeschädigten Kniegelenks rechts hätten unfallbe
dingte Einflüsse nachgewiesen werden können. Der im MRI nachgewiesene Riss im Anulus fibrosus L4/5 sei bei gleichzeitig degenerierter Bandscheibe auf einen degenerativen Vorzustand zurückzuführen
und könne nicht in Zusammenhang mit dem Unfallereignis gesehen werden. Am rechten Kniegelenk seien ver
schie
denste degenerative Veränderungen, jedoch keine zusätzlichen frischen Verletz
ungen wie Meniskusverletzungen oder Bänderverletzungen beschrieben, sodass hier kein richtunggebender Einfluss auf den Vorzustand angenommen werden könne (S.
2
Ziff.
3). Es sei davon auszugehen, dass im Bereich des rech
ten Knie
gelenks ungefähr drei Monate nach Unfallereignis und im Bereich des Rückens allerspätestens sechs Monate nach dem Unfallereignis ein Status quo sine be
stan
den habe. Weitere Behandlungen könnten nicht mehr zu Lasten der Un
fall
versicherung durchgeführt werden, da angenommen werden müsse, dass kleinere
, nicht bildgebend nachweisbare unfallbedingte Einflüsse allerspätestens zu den genannten Zeitpunkten vollständig abgeheilt gewesen seien
(S. 3)
.
4.
4.1
Mit Blick auf die
Vorbringen des Beschwerdeführers
(vgl. vorstehend E. 2.2)
gilt es im vorliegen
den Verfahren die Kausalität seiner über den Zeitpunkt der Leis
tungseinstellung
(
1.
Dezember 2012)
hinaus beklagten Beschwerden im rechten Knie
zu beurteilen. Weitere unfallkausale Beschwerden machte der Be
schwer
de
führer nicht geltend. Insbesondere wandte er sich nicht dagegen, dass die Be
schwe
r
degegnerin gestützt auf die Stellungnahme ihres Kreisarztes
Dr.
J._
vom November 2012 (vorstehend E. 3.7) davon ausging, dass in Bezug auf die
nach dem Unfallere
ignis b
eklagten Rückenbeschwerden spätes
tens
sechs Monate
nach
dem Unfallereignis ein
S
tatus qu
o sine
bestanden habe
. Damit hat es sein
Bewenden.
4.2
In Bezug auf den vom Beschwerdeführer in der Beschwerde erwähnten früheren
Unfall wies die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort sodann darauf hin, dass dieser nur das rechte Handgelenk betroffen habe (
Urk.
10 S.
3
Ziff.
5.1
). Nachdem sich aus keinem der aktenkundigen ärztlichen Berichte, ins
besondere jenen der Hausärztin
Dr.
Z._
, etwas Gegenteiliges ergibt und sich auch den von den Ärzten der
G._
gestellten Diagnosen entneh
men lässt, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2005 auf die rechte Hand gestürzt ist, wo
rauf diese operativ saniert wurde (vgl.
Urk.
11/27 S.
1 unten), besteht keine Ver
anlassung zu weitergehenden Beweismassnahmen betreffend das Un
fallereignis aus dem Jahr 2005.
4.3
Die drei
Tage nach dem Unfallereignis vom
1
3.
April 2012 durch
geführte kon
ven
tionelle
Bildgebung
des rechten Knies
ergab keinen Nachweis für akut trau
ma
assoziierte knöcherne Veränderungen
, namentlich keine Fraktur,
sowie
keinen
radiologisch fassbaren Gelenkerguss
und
keine Weichteilverkalkungen.
D
ie
MRI
-
Untersuchung
des rechten Knies
vom Mai 2012
ergab
le
diglich einen dege
nera
tiven, jedoch k
eine
n
traumatischen Meniskussch
a
den
und
zeigte in
takte Kreuz-
,
Seitenbänder
und Muskelsehnen
(vorstehend E. 3.
2
).
4.4
Unbestritten und gestützt auf die medizinischen Akten
, namentlich die MRI-Un
tersuchungen
des rechten Knies
vom Mai und Juli 2012 (vorstehend E.
3.
2
und
E.
3.
5
),
ausgewiesen ist, dass beim Beschwerdeführer ein degenerativer Vorzu
stand
im Sinne einer medialbetonten Gonarthrose mit kleineren Geröll
zysten medial, femoral und tibial
und kraterförmigen
Defekt des Knorpels retro
patellär
bestand
.
E
ntsprechend beschrieb
Kreisarzt
Dr.
J._
in seiner Stel
lungnahme
vom November 2012 (vorstehend E. 3.
8
)
ein erheblich vorgeschä
digtes Knie
ge
lenk mit verschiedensten degenerativen Veränderungen. Seine Schlussfolge
rung,
wonach der Unfall vom April 2012
mang
e
l
s zusätzlich
en fri
schen Verletzu
n
gen keinen richtunggebenden Einfluss auf den Vorzustand ge
habt habe,
erscheint
an
gesichts der
Tatsache, dass bi
ldgebend keine posttrau
matischen Verände
rung
en
objektiviert w
erden konnten (vgl. vorstehend E.
4.2)
beziehungsweise die
objektivierten Pathologien in keinem der Arztberichte dem Unfall vom April 2012
zugeordnet w
urden,
plausibel.
Sodann
spricht auch der Umstand, dass sich dem Bericht von
Dr.
Z._
betref
fend
die Erstuntersuchung am Unfalltag
nicht entnehmen lässt, dass das
rechte
Kniegelenk
überwärmt gewesen wäre oder ein
en
Erguss gezeigt hätte
(vor
stehend E.
3.1)
und ein Erguss namentlich auch in der radiologischen Unter
su
chung drei Tage nach dem Unfallereignis nicht fassbar war (vgl. vorstehend E.
3.
2
)
gegen eine beim versicherten Ereignis erlittene Verletzung.
4.5
Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die Arthrose (auch) unfall
be
dingt sei, findet in den medizinischen Akten keine Stütze.
Soweit der Be
schwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend machte, seine Kniearthrose
sei auffallend einseitig, gilt es zu bemerken, dass
Dr.
E._
in seinem Bericht vom August 2012
(vorstehend E.
3.
6
)
von einer lateralseitigen deutlichen Druck
dolenz beidseits
berichtete. Nach
Durchführung einer MRI-Untersuchung
auch
des linken Kniegelenks änderte er seine diagnostische Beurteilung
dahin
gehend
,
als er nunmehr von einer aktivierten, medialbetonten Gonarthrose beidseits
aus
ging
. Dieser Umstand stützt die Annahme, dass
es sich bei der
Go
narthrose im rechten Knie
um eine
vorbestehend
e degenerative Erkrankung handelt
.
Daran
nichts zu ändern vermag die Tatsache, dass die Schmerzsymp
tomatik rechts stärker
ausgeprägt ist.
Mit Blick darauf, dass
Dr.
E._
,
Dr.
I._
und
Dr.
Z._
in diagnostischer Hin
sicht von einer (traumatisch) aktivierten Gonarthrose ausgingen (vgl. vor
stehend E.
3.
3
und E.
3.
6
-7
), ist dem Unfallereignis vom April 2012 zwar inso
fern
Bedeutung beizumessen, als dadurch der
(
bis zum versicherten Ereignis
so
weit
ersichtlich
stumme
)
Vorzustand
im rechten Knie
symptomatisch wurde. Dieser Umstand
steht der von der Beschwerdegegnerin verfügten Leistungsein
stellung
indes
nicht entgegen. Denn wurde der Vorzustand im Kniegelenk durch den Un
fall lediglich aktiviert, nicht aber verursacht, so hat die Unfallversiche
rung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende S
chmerzsyndrom zu erbringen (RKUV 2000 Nr. U 378 S.
191). Dem
entsprech
end
erbrachte die Beschwerdegegnerin anfänglich
denn auch
die ge
setzlich
vorge
seh
enen Versi
cherungs
leistungen.
N
ach
dem
Kreisarzt
Dr.
J._
Einsicht
in die Vorakten, insbesondere die bild
gebenden Dokumente (vgl.
Urk.
11/74)
, genommen hatte,
gelangte er
in sei
ner Stellungnahme vom November 2012 (vorstehend E. 3.
8
) zum Schluss, dass
im Bereich des rechten Kniegelenks ungefähr drei Monate nach dem Unfaller
eignis ein
Status quo sine
eingetreten sei.
Vorliegend b
esteht keine Veranlas
sung, diese
in Kenntnis der Vorakten
abgegebene
und damit den konkreten Um
ständen Rechnung tragende Einschätzung
in Zweifel zu ziehen, zumal keine dem
widersprechende medizinische Beurteilung aktenkundig ist.
Nachdem das massive
degenerative Veränderungen aufweisende rechte Kniegelenk des Be
schwerde
füh
rers auch Monate nach dem Unfallereignis noch starke Schmerzen ver
ur
sachte - was sich nicht
zuletzt auch aus dem im Rahmen des Beschwerde
ver
fahrens eingereichten Bericht von
Dr.
I._
vom 1
2.
Februar 2013 (
Urk.
15/3) ergibt
-, war es unumgänglich und ist nicht zu beanstanden, dass
Dr.
J._
seine Beurteilung (auch)
vor dem Hintergrund medizinischer Er
fahrungswerte a
bgab.
Insgesamt erweisen sich d
ie aufliegenden Akten als hinreichende Entscheid
grundlage, weshalb
- entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers -
keine Veranlassung besteht, die
Beschwerdegegnerin
zu weiteren medizinischen Ab
klärungen zu verpflichten.
4.6
Nach dem Gesagten ist überwiegend wahrscheinlich, dass der Vorzustand im rechten Kniegelenk durch das Ereignis vom 1
3.
April 2012 zwar vorübergehend traumatisch aktiviert wurde, der Unfall sich aber nicht richtungsweisend aus
wirkte
; die über den
1.
Dezember 2012
hinaus beklagten Kniebeschwerden sind nicht me
hr mit überwiegender Wahrschein
lichkeit auf d
as
Unfall
ereignis
vom 1
3.
April 2012 sondern auf unfallfremde Ursachen zurückzuführen.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
5.
5.1
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der unentgeltliche Rechtsvertreter des Be
schwerdeführers, Rechtsanwalt Oscar Amstad, aus der
Gerichtskasse zu ent
schädigen.
5.2
Nach
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der seit
1.
Juli 2011 in Kraft stehenden Verordnung über die Ge
bühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV
SVGer) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung
–
nament
lich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
5.3
Der von Rechtsanwalt Oscar Amstad mit Eingabe vom 2
5.
Juni 2014 geltend gemachte Aufwand von 19.60 Stunden
und
Fr.
117.60 Barauslagen (
Urk.
22
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Prozesses nicht ange
messen.
Namentlich erscheint
ein Aufwand von 10.3 Stunden für Instruktion, das
Aktenstudium
und
das Abfassen der Rechtsschrift (vgl. geltend gemachte Auf
wendungen
für die Zeit vom
8.
bis
2
0.
Februar 2013)
als überhöht
und sind da
rin
nicht zuletzt Aufwendungen
im Zusammenhang mit
nicht aktenkundige
n
Schrei
ben an den Beschwerdeführer
enthalten.
Als überhöht erweist sich sodann auch ein Aufwand von insgesamt 7.8 Stunden für die
Abklärungen, Bespre
chungen/
Sitzungen und Schreiben im Zusammenhang mit dem Gesuch um un
entgelt
liche
Rechtsverbeiständung sowie
ein Aufwand von
1.5
Stunden für das
Studium und die Besprechung des vorliegenden Entscheide
s
(vgl. geltend ge
machte Aufwen
dungen für die Zeit vom 2
2.
Februar 2013 bis 2
5.
Juni 2014).
Angesichts der zu studierenden gut
25
Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der
etwa
achts
eitigen
Beschwerdeschrift
, den Aufwendungen im Zusammen
hang mit
dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung sowie der in ähnli
chen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Entschädigung von Rechts
anwalt
Oscar Amstad
bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2‘500.--
(inklusive Barausla
gen und Mehr
wertsteuer) festzusetzen.
5
.4
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.