Decision ID: dd958566-1eb3-4514-bed0-72991e1c06ff
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
I.
A.
A.a Der Beschwerdeführer reichte am 7. Oktober 2015 in der Schweiz ein
Asylgesuch ein und machte im Wesentlichen geltend, er habe zu Beginn
des syrischen Bürgerkriegs an zahlreichen Demonstrationen teilgenom-
men. Nachdem er sich im Jahr 2011 respektive 2012 geweigert habe, sei-
nen Militärdienst zu leisten, sei er für (...) Monate inhaftiert worden, wes-
halb er schliesslich im (...) 2013 in den Irak ausgereist sei. Im September
2015 sei er über die Türkei und weitere Länder in die Schweiz gelangt.
A.b Mit rechtskräftigem Urteil des Amtsgerichts B._ vom 26. Sep-
tember 2018 wurde er zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und für zehn Jahre
des Landes verwiesen.
A.c Mit Verfügung vom 20. August 2019 stellte das SEM fest, der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte sein
Asylgesuch ab mit der Begründung, die Vorbringen seien nicht asylrelevant
beziehungsweise unglaubhaft. Die Wegweisung verfügte das SEM nicht
mit der Begründung, der Entscheid über den Vollzug der Landesverwei-
sung liege in der Kompetenz der zuständigen kantonalen Behörden.
A.d Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwaltungs-
gericht mit Urteil E-4645/2019 vom 8. Oktober 2019 abgewiesen, soweit
darauf eingetreten wurde.
II.
B.
Am 28. Oktober 2021 reichte der Beschwerdeführer durch seine Rechts-
vertreterin beim SEM eine Eingabe mit dem Titel «Mehrfachgesuch» ein.
Zur Begründung wiederholte er zunächst die im ordentlichen Verfahren vor-
gebrachten Asylgründe. Sodann machte er im Wesentlichen geltend, dass
Rückkehrer – welche eine bestimmte soziale Gruppe bilden würden – in
Syrien massive Menschenrechtsverletzungen durch den syrischen Ge-
heimdienst zu befürchten hätten. Ferner machte er gesundheitliche Prob-
leme geltend, welche gegen einen zumutbaren Wegweisungsvollzug spre-
chen würden.
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Als Beweismittel reichte er verschiedene Rapporte von Menschenrechts-
organisationen aus dem Herbst 2021 und medizinische Berichte zu den
Akten.
C.
Mit Verfügung vom 19. Januar 2022 trat das SEM mangels funktionaler Zu-
ständigkeit auf die als Mehrfachgesuch betitelte Eingabe vom 28. Oktober
2021 nicht ein. Zur Begründung führte es aus, der Beschwerdeführer ma-
che hauptsächlich Wegweisungsvollzugshindernisse geltend. Zu deren
Beurteilung seien angesichts der rechtskräftigen obligatorischen Landes-
verweisung die kantonalen Vollzugsbehörden zuständig seien.
D.
Am 27. Januar 2022 focht der Beschwerdeführer diese Verfügung durch
seine Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht an. Im Rahmen
seiner Vernehmlassung vom 23. Februar 2022 hob das SEM seine Verfü-
gung vom 19. Januar 2022 auf und nahm das erstinstanzliche Verfahren
wieder auf, weshalb das Bundesverwaltungsgericht mit Abschreibungsent-
scheid E-426/2022 vom 28. Februar 2022 das Beschwerdeverfahren von
der Geschäftskontrolle abschrieb.
E.
Mit tags darauf eröffneter Verfügung vom 16. März 2022 stellte das SEM
erneut fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht
und lehnte das Mehrfachgesuch vom 28. Oktober 2021 ab. Soweit darin
die Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die
Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragt worden war, trat sie darauf
nicht ein und stellte fest, der Entscheid über den Vollzug der Landesver-
weisung liege in der Kompetenz der zuständigen kantonalen Behörden.
Schliesslich verzichtete sie in Gutheissung des entsprechenden Gesuches
auf die Erhebung von Gebühren.
F.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer durch seine Rechts-
vertreterin am 14. April 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht.
Er beantragt, nach Aufhebung der Dispositivziffern 1 und 2 sei seine Flücht-
lingseigenschaft festzustellen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei die auf-
schiebende Wirkung der Beschwerde herzustellen und die zuständige Be-
hörde vorsorglich anzuweisen, von Vollzugshandlungen abzusehen. Fer-
ner sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung
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eines Kostenvorschusses zu verzichten und die Rechtsvertreterin als amt-
liche Rechtsbeiständin zu bestellen.
G.
Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am
19. April 2022 in elektronischer Form vor.
H.
Am 20. April 2022 bestätigte die zuständige Instruktionsrichterin den Ein-
gang der Beschwerde und verfügte, der Beschwerdeführer dürfe den Aus-
gang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 105 AsylG (SR 142.31) i.V.m. Art. 31 bis 33 VGG ist das
Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Ge-
biet des Asyls zuständig und entscheidet in der Regel – wie auch vorlie-
gend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das
AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).
Auf den prozessualen Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende
Wirkung einzuräumen, ist bereits aufgrund der gesetzlich vorgesehenen
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde nicht einzutreten (Art. 55 Abs. 1
VwVG). Angesichts des vorliegenden Entscheides in der Sache erübrigt es
sich sodann, auf den Antrag, die zuständigen Behörden seien anzuweisen,
von Vollzugshandlungen abzusehen, einzugehen.
Im Übrigen ist auf die Beschwerde einzutreten.
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2.
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden lediglich die Dispositivzif-
fern 1 und 2 der angefochtenen Verfügung (Verneinung der Flüchtlingsei-
genschaft und Abweisung des Mehrfachgesuches). Soweit das SEM auf
das Mehrfachgesuch nicht eingetreten ist (Ziff. 3 und 4), ist die Verfügung
mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen.
3.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. Demnach überprüft
das Gericht die angefochtene Verfügung auf Verletzung von Bundesrecht,
einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens, sowie auf
die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts.
4.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
5.
5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die
Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
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Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
6.
6.1 Zur Begründung der abweisenden Verfügung verweist das SEM zu-
nächst auf das ordentliche Asylverfahren, in welchem festgehalten worden
sei, dass der Beschwerdeführer die Vorverfolgung – die Einberufung zum
Militärdienst, die damit verbundene Wehrdienstverweigerung, die Teil-
nahme an Demonstrationen sowie die Inhaftierung und Folter – nicht glaub-
haft habe machen können. Bezüglich einer künftigen Furcht vor Verfolgung
verneinte das SEM, dass syrische Rückkehrer eine soziale Gruppe im
Sinne von Art. 3 AsylG bildeten, insbesondere verfügten sie nicht über eine
abgegrenzte Identität und ein gemeinsames Merkmal über die Ausreise
aus Syrien hinaus. Die Ausreise könne überdies aus einer Vielzahl von Mo-
tiven erfolgen, das politisch-ethnische Motiv sei nur eines davon. Es sei
insgesamt nicht davon auszugehen, dass das syrische Regime jeder aus-
gereisten Person eine oppositionelle beziehungsweise regimefeindliche
Gesinnung unterstelle, und dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr
als staatsgefährdend eingestuft würde, zumal die eingereichten Berichte
zur Situation von Syrien-Rückkehrern keinen individuellen Bezug zu ihm
aufwiesen.
6.2 In der Beschwerde wird im Wesentlichen an der Glaubhaftigkeit der ur-
sprünglichen Asylgründe festgehalten. Unabhängig davon sei in jüngster
Zeit publik geworden, dass Rückkehrer bei ihrer Einreise in Syrien massi-
ven Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt seien. Dafür reiche allein die
Tatsache aus, aus diesem Land geflohen zu sein. Folglich seien all die
Personen, die seit Beginn des Konflikts im Jahr 2011 Syrien verlassen hät-
ten – also auch der Beschwerdeführer – dem Risiko ausgesetzt, nach ihrer
Rückkehr verfolgt zu werden. Das SEM zweifle nicht an seiner Identität, er
habe Syrien illegal verlassen und sich damit auch dem Wehrdienst entzo-
gen. Entgegen der Auffassung des SEM liege das Merkmal der sozialen
Gruppe bereits darin, dass all diese Personen in dieses Land zurückkehren
müssten. Aus Sicht des syrischen Regimes hätten alle Personen, die das
Land seit Beginn des Konflikts verlassen hätten ihr Missfallen mit den Zu-
ständen im Land zum Ausdruck gebracht, weshalb die drohenden Verfol-
gungshandlungen politisch motiviert seien.
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Seite 7
7.
7.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten zum
Schluss, dass die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerde-
führers zu Recht verneint und sein Mehrfachgesuch abgelehnt hat, soweit
es darauf eintrat. Auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen
Verfügung kann vorab vollumfänglich verwiesen werden, und die Ausfüh-
rungen auf Beschwerdeebene sind nicht geeignet, zu einer anderen Beur-
teilung zu gelangen.
7.1.1 Zunächst äussert sich der Beschwerdeführer kritisch zu der im Rah-
men des ordentlichen Asylverfahrens vorgenommenen Qualifizierung sei-
ner ursprünglichen Asylgründen als unglaubhaft. Diesbezüglich ist er mit
dem SEM auf dessen Verfügung vom 20. August 2019 hinzuweisen sowie
auf das Urteil des BVGer E-4645/2019 vom 8. Oktober 2019, mit welchem
diese Verfügung rechtskräftig wurde. Die Einschätzung, die ursprünglichen
Asylgründe – die behauptete Einberufung in den Militärdienst, die damit
verbundene Wehrdienstverweigerung, die Teilnahme an Demonstrationen
und die Inhaftierung – seien unglaubhaft (vgl. Urteil BVGer a.a.O. E. 7.2),
lassen sich mit dieser Kritik im Rahmen des Mehrfachgesuches offensicht-
lich nicht in Frage stellen.
7.1.2 Wesentlich sei jedoch, so der Beschwerdeführer weiter, dass er Sy-
rien, wo eine allgemeine Wehrpflicht bestehe, im dienstfähigen Alter ver-
lassen habe. Aufgrund seiner illegalen Ausreise sei er bei einer Rückkehr
nach Syrien gefährdet. Damit macht er einen subjektiven Nachfluchtgrund
geltend, welcher gemäss Art. 54 AsylG dann anzunehmen ist, wenn eine
asylsuchende Person erst durch die unerlaubte Ausreise aus dem Heimat-
oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise eine
Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten hat.
Gemäss Praxis führt weder eine illegale Ausreise aus Syrien – auch nicht
im dienstpflichtigen Alter – noch das Stellen eines Asylgesuchs im Ausland
zur begründeten Furcht, bei einer Rückkehr in das Heimatland mit beacht-
licher Wahrscheinlichkeit einer menschenrechtswidrigen Behandlung aus
flüchtlingsrechtlich relevanten Gründen ausgesetzt zu werden. Vor dem
Hintergrund, dass der Beschwerdeführer seine ursprünglichen Asylgründe
nicht glaubhaft gemacht hat und entsprechend aus diesen Gründen auch
nicht im Fokus der syrischen Behörden steht, ist das Vorliegen konkreter
Indizien für die Annahme einer begründeten Furcht vor künftiger Verfol-
gung alleine wegen der geltend gemachten illegalen Ausreise zu vernei-
nen. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass er aufgrund seiner
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langen Landesabwesenheit bei einer Wiedereinreise in Syrien möglicher-
weise einer Befragung durch die heimatlichen Behörden unterzogen
würde. Zu bestätigen ist insbesondere auch die Einschätzung des SEM, es
würde nicht sämtlichen nach Syrien zurückkehrenden Personen unbese-
hen ihrer Ausreisemotive eine oppositionelle Haltung, und damit ein flücht-
lingsrechtlich relevantes Motiv unterstellt, weshalb Syrien-Rückkehrer nicht
als soziale Gruppe qualifiziert werden könnten. Zu Recht verweist das SEM
schliesslich darauf, mit dem pauschalen Hinweis des Beschwerdeführers
auf neuere Berichte von Menschenrechtsorganisationen sei kein individu-
eller Bezug dargetan und nicht begründet, dass der Beschwerdeführer bei
einer Rückkehr nach Syrien mit hoher Wahrscheinlichkeit und in naher Zu-
kunft ernsthafte Nachteile aus einem Grund von Art. 3 AsylG zu befürchten
hätte, zumal Mehrfachgesuche zu begründen sind (vgl. Art. 111c AsylG).
7.2 Zusammenfassend hat das SEM zu Recht die Flüchtlingseigenschaft
des Beschwerdeführers verneint und das Mehrfachgesuch abgelehnt, so-
weit es darauf eingetreten ist.
8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzu-
weisen, soweit auf sie einzutreten ist.
9.
9.1 Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG, gemäss welchem einer
Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag hin von
der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit wird, sofern ihr Begehren nicht
aussichtslos erscheint. Aufgrund obiger Erwägungen ist die eingereichte
Beschwerde als aussichtslos zu erachten, weshalb das Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1
VwVG – auch bei ausgewiesener Bedürftigkeit – abzuweisen ist.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-
rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-
zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
9.2 Mit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht auf
die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden.
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9.3 Nachdem sich die Beschwerde als aussichtslos im Sinne des Gesetzes
erwiesen hat, ist auch das Gesuch um Beigabe einer amtlichen Rechtsver-
tretung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG abzuweisen.
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