Decision ID: 8eb53bc5-d888-5d25-8588-a47a0e4939db
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. A.a Die Beschwerdeführerin, Angehörige der kurdischen Ethnie mit letztem Wohnsitz in B._, verliess den Heimatstaat eigenen  zufolge am (...), gelangte am (...) in die Schweiz und stellte  ein Asylgesuch. Die summarische Erstbefragung fand am 21. August 2001 statt.
Die Beschwerdeführerin verliess gemäss ihren Angaben gemeinsam mit ihren Ehemann und den beiden Kindern die Türkei. Während der Reise hätten sich die Familienangehörigen aus den Augen verloren.
Gemäss Akten reiste der Ehemann am (...) mit dem älteren Kind in die Schweiz ein und stellte ebenfalls ein Asylgesuch.
Das Bundesamt erfasste die beiden Asylgesuche unter dem  Dossiernummer N (...) und erliess in der Folge eine Verfügung betreffend die ganze Familie (vgl. nachfolgend Bst. C).
A.b Am 19. September 2001 führte das Bundesamt mit der  eine direkte Anhörung durch.
Im Anschluss an die Anhörung vom 19. September 2001 musste die Beschwerdeführerin hospitalisiert werden. Am 5. Oktober 2001 reichte sie den entsprechenden ärztlichen Bericht C._ vom 3. Oktober 2001 zu den Akten.
A.c Mit Schreiben vom 15. Januar 2004 forderte das Bundesamt die Beschwerdeführerin zur Übersetzung eines eingereichten, in  Sprache verfassten, Zeitungsartikels auf. Zudem wurde sie , aktuelle Informationen zu ihrer gesundheitlichen Situation beizubringen.
A.d Am 26. Januar 2004 teilte der Rechtsvertreter dem BFM seine Mandatsübernahme mit. Zusätzlich liess er der Vorinstanz eine  der Beschwerdeführerin vom 20. Januar 2004 betreffend  von der ärztlichen Schweigepflicht zukommen. Ausserdem  er eine auszugsweise Übersetzung des Zeitungsartikels zu den  und führte aus, mit diesem Artikel könne die Beschwerdeführerin belegen, dass ihr Cousin D._ im (...) getötet worden sei.
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A.e Am 18. März 2004 führte die Vorinstanz mit der  eine weitere Befragung im Beisein ihres Rechtsvertreters sowie  Hilfswerkvertretung durch.
B. B.a Zur Begründung ihres Asylgesuches machte die  im Wesentlichen Folgendes geltend:
Sie sei selber politisch nicht aktiv gewesen, habe aber jeweils an den 1. Mai- und an den Nevroz-Feierlichkeiten teilgenommen.
Ihr Ehemann sei Mitglied der Kurdenpartei HADEP gewesen. Er sei oft von der Polizei mitgenommen worden; in der Nacht habe man sie  belästigt. Da sie in E._ nicht zur Ruhe gekommen , sei die Familie nach B._ umgezogen. Der Ehemann sei  noch in F._ gewesen, wo er ebenfalls einige Male von der Polizei mitgenommen worden sei. Auch Angehörige ihrer grossen  seien des Öftern festgenommen worden.
Im Jahr (...) sei ihr Ehemann in G._ bei einem Ausreiseversuch erwischt und (...) worden. Sie wisse nicht, ob es zu einem Verfahren gekommen sei.
Im Jahr (...) sei ein weiterer Cousin, H._, in I._ . Ihr Ehemann und der Vater dieses Cousins hätten den  abholen wollen, seien dabei jedoch festgenommen worden. In der selben Nacht seien Polizisten zur Beschwerdeführerin nach Hause , hätten sie befragt und auf den Kopf geschlagen. Seither habe sie gesundheitliche Probleme. Durch diese und weitere  hätten die Nachbarn in B._ erst von ihrer Zugehörigkeit zur Ethnie der Kurden erfahren und angefangen, die Familie zu . Auch die mit dem Tod des zweiten Cousins eingesetzten  Belästigungen hätten angedauert; die Beschwerdeführerin sei zwar nicht mehr geschlagen aber – insbesondere telefonisch –  und belästigt worden.
Bei der zweiten Befragung durch das Bundesamt führte die  neu aus, sie sei als (...) von einem Unbekannten  worden, der sich als Polizist ausgegeben und sie mit einer Pistole bedroht habe. Dieses Erlebnis habe sie nie jemandem erzählt.  dieses Vorfalls habe sie eigentlich nie heiraten wollen; die  habe dennoch die Heirat mit ihrem Ehemann arrangiert. In der
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Türkei habe sie mit ihm aber gut gelebt. Erst in der Schweiz sei sie krank geworden und könne ihren familiären und ehelichen Pflichten nicht mehr nachkommen.
B.b Mit Schreiben vom 19. März 2004 ersuchte das Bundesamt die Beschwerdeführerin auf, innert Frist einen ärztlichen Bericht . Diese Frist wurde am 22. April 2004 und erneut am 13. Mai 2004 antragsgemäss erstreckt.
Am 4. Juni 2004 liess die Beschwerdeführerin einen ärztlichen Bericht vom 31. Mai 2004 zu den Akten reichen und ersuchte um dessen  im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).
C. Mit Verfügung vom 30. Juni 2004 – eröffnet am 6. Juli 2004 – lehnte das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführer ab; dieses  weder den Anforderungen an die Glaubhaftmachung noch  an die Flüchtlingseigenschaft zu genügen. Gleichzeitig verfügte das BFM die Wegweisung der Beschwerdeführer aus der Schweiz. Den Vollzug der Wegweisung beurteilte die Vorinstanz als zulässig,  und möglich.
D. Mit Eingabe vom 5. August 2005 an die vormals zuständige  Asylrekurskommission (ARK) beantragte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung wegen formellen Mängeln, die Rückweisung an das BFM zur  verbunden mit der Weisung, über die Asylgesuche der  und ihrer Angehörigen in zwei separaten  zu entscheiden. Eventuell sei ihnen eine angemessene Nachfrist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung anzusetzen, eventuell sei die Verfügung der Vorinstanz aufzuheben und die Sache zur  des rechtserheblichen, richtigen Sachverhalts an das BFM , eventuell sei die Flüchtlingseigenschaft der  festzustellen und ihr in der Schweiz Asyl zu gewähren, eventuell sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs . Auf die Begründung der Rechtsbegehren im Einzelnen wird,  entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen .
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E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 13. September 2004 verfügte die vormals zuständige Instruktionsrichterin auf Antrag des  die Eröffnung zweier separater Beschwerdeverfahren und  die Akten der Vorinstanz zur Stellungnahme zu.
F. Die Vorinstanz hielt in ihrer Stellungnahme vom 20. Oktober 2004  an ihrer Verfügung vom 30. Juni 2004 fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
Die Stellungnahme wurde der Beschwerdeführerin am 25. Oktober 2004 unter Ansetzen einer Frist zu allfälligen Gegenäusserungen zur Kenntnis gebracht.
Die Beschwerdeführerin liess sich am 9. November 2004 durch ihren Rechtsvertreter dazu vernehmen.
G. Mit Schreiben vom 13. April 2007 wurde dem Rechtsvertreter , das hängige Verfahren seiner Mandantin sei per 1. Januar 2007 durch das neu zuständige Bundesverwaltungsgericht übernommen worden und werde durch die Abteilung V behandelt.
H. Mit Zwischenverfügung vom 19. Juni 2009 setzte der neu zuständig gewordene Instruktionsrichter die Beschwerdeführerin von der  der Verfahren in Kenntnis. Er forderte den Rechtsvertreter  auf, hinsichtlich der im Laufe des Asylverfahrens geltend  gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin einen  Arztbericht zu den Akten zu reichen. Mit gleicher Verfügung wurde der Beschwerdeführerin respektive dem Rechtsvertreter erneut die Möglichkeit geboten, sich zur Aktenlage zu äussern.
Der Rechtsvertreter ersuchte am letzten Tag der angesetzten Frist um Erstreckung. Der Instruktionsrichter wies das Gesuch mit  vom 9. Juli 2009 unter anderem mit Hinweis auf Art. 32 Abs. 2 VwVG ab.
Mit Eingabe vom 30. Juli 2009 wurde ein Arztbericht datierend vom 28. Juli 2009 zu den Akten gereicht.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das  für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die  ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen
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Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Die Vorinstanz erachtete die Vorbringen teilweise als nicht , teilweise als nicht asylrelevant. Beispielsweise würden die  der Beschwerdeführerin betreffend ihrer Erlebnisse nicht mit den Angaben übereinstimmen, die sie gegenüber dem Arzt gemacht habe, bei dem sie in der Schweiz wegen ihrer gesundheitlichen Probleme in Behandlung stehe. Die geltend gemachten Nachteile und behördlichen Behelligungen seien zudem auch nicht derart, dass von einer  ausgegangen werden müsste. Hinsichtlich der nun 20 Jahre zurückliegenden sexuellen Misshandlung sei festzuhalten, dass  mangels Vorliegens des erforderlichen Kausalzusammenhangs zur Ausreise die Asylrelevanz abzusprechen sei.
4.2 4.2.1 Soweit die Beschwerdeführerin sich in ihren Vorbringen auf  ihres Ehemannes bezieht, derentwegen sie ebenfalls unter Druck gestanden sei, ist Folgendes festzuhalten: Die diesbezüglichen Angaben des Ehemannes sind in einem separatem Urteil des  vom heutigen Datum überprüft und in  Teilen für unglaubhaft befunden worden. Insbesondere finden sich in den Aussagen des Ehemannes verschiedene inhaltliche und zeitliche Widersprüche und Ungereimtheiten.
An dieser Stelle ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass die  die namentlich im Zusammenhang mit der Tötung des Cousins im Jahr 1998 erlittenen Übergriffe bei den Befragungen durch die Vorinstanz und gegenüber dem behandelnden Arzt (vgl. Arztbericht vom 31. Mai 2004) nicht übereinstimmend dargelegt hat. Gegenüber dem Arzt hat sie offenbar nur von einer Festnahme des  Cousins sowie davon gesprochen, dass "das Paar" nachher
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eine unerwartete polizeiliche Hausdurchsuchung erlebt habe (vgl. a.a.O. S. 2). Davon, dass sie von den Beamten jedoch massiv auf den Kopf geschlagen worden und sie in diesem Zeitpunkt allein zu Hause gewesen sei, hat sie dem Arzt gegenüber offenbar nichts erwähnt.
Weiter hat die Beschwerdeführerin bezüglich dieses Übergriffs im Jahr 1998 einmal angegeben, die Polizisten seien in Zivilkleidung in ihr Haus eingedrungen (vgl. Protokoll Bundesamt 19. September 2001 S. 8), während es einmal uniformierte Beamte gewesen sein sollen (vgl. Protokoll Bundesamt 18. September 2004 S. 3).
Insgesamt sind die Aussagen der Beschwerdeführerin daher ihrerseits nicht glaubhaft und lassen die Vorbringen des Ehemannes jedenfalls nicht in anderem Licht erscheinen.
4.2.2 Die Beschwerdeführerin wies ihrerseits auf ihre Zugehörigkeit zu einer politisch aktiven und den Behörden bekannten Familie hin,  dazu unter anderem einen Zeitungsartikel betreffend den Tod eines Cousins im Jahr 1995 sowie verschiedene Stammbäume zu den Akten und führte aus, auch deswegen unter Druck geraten zu sein.
4.2.3 Das Bundesverwaltungsgericht geht in Anlehnung an die Praxis der ARK (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2005 Nr. 21 mit weiteren Hinweisen)  aus, dass es in der Türkei staatliche Repressalien gegen  von politischen Aktivisten gibt, die als so genannte  flüchtlingsrechtlich erheblich im Sinne von Art. 3 AsylG sein können. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Reflexverfolgung zu , war nach der Praxis der ARK vor allem dann gegeben, wenn nach einem flüchtigen Familienmitglied gefahndet wird und die  Anlass zur Vermutung hat, dass jemand mit der gesuchten Person in engem Kontakt steht. Diese Wahrscheinlichkeit erhöht sich, wenn ein nicht unbedeutendes politisches Engagement der reflexverfolgten Person für illegale politische Organisationen hinzu kommt  ihr seitens der Behörden unterstellt wird (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 E. 10.1. S. 195, mit weiteren Hinweisen). In diesem ARK-Urteil wurde weiter ausgeführt, dass sich die Verfolgungspraxis der  Behörden im Zuge des Reformprozesses zur Annäherung an die Europäische Union zwar insofern geändert habe, als die Anzahl der Fälle abgenommen habe, in denen Familienangehörige kurdischer Aktivisten gefoltert oder misshandelt worden seien.  müssten aber unverändert mit Hausdurchsuchungen und kürzeren
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Festnahmen rechnen, die oft mit Beschimpfungen und Schikanen  seien. Ein Regelverhalten der türkischen Behörden lasse sich jedoch nicht ausmachen; vielmehr hingen die Wahrscheinlichkeit einer Reflexverfolgung und deren Intensität stark von den konkreten  des Einzelfalles ab. Feststellen lasse sich immerhin, dass zur Zeit besonders diejenigen Person von einer Reflexverfolgung bedroht seien, die sich offen für politisch aktive Verwandte einsetzen würden (EMARK 2005 Nr. 21 E. 10.2.3. S. 199 f.). Diese Einschätzung wird auch durch später publizierte Berichte zur Menschenrechtslage in der Türkei gestützt (vgl. etwa HELMUT OBERDIEK, Schweizerische , Türkei, Zur aktuellen Situation, Oktober 2007; U.S. DEPARTMENT OF STATE, Country Reports on Human Rights Practices 2006: Turkey, March 2007, Section 1 [a, c- e], HUMAN RIGHTS WATCH, World Report 2008, Turkey).
Allein aus den eingereichten Stammbäumen lässt sich nicht auf eine Reflexverfolgung im genannten Sinne schliessen. Das Bundesamt hat vielmehr zutreffend ausgeführt, bloss der Umstand, dass weiter  Angehörige (Cousins/Cousinen) politisch aktiv gewesen seien, lasse nicht bereits auf eine Verfolgung der Beschwerdeführerin schliessen. Sie weist zudem kein persönliches politisches Profil auf, weshalb auch vor diesem Hintergrund nicht anzunehmen ist, ihr drohe wegen politischer Aktivitäten verschiedener Familienmitglieder  Verfolgung. Insgesamt ist nicht davon auszugehen, dass die  allein wegen politisch aktiver – meist entfernt  – Familienangehöriger in den Fokus der türkischen Behörden geraten ist.
In diesem Zusammenhang ist der Vollständigkeit halber auch zu , dass das Bundesverwaltungsgericht die Asyl-Verfahrensakten der Schwester der Beschwerdeführerin, J._, beigezogen hat. Diesen ist zu entnehmen, dass die von der Schwester im Sinne einer Reflexverfolgung geltend gemachten Probleme sich vorwiegend auf die Familienangehörigen ihres Ehemannes bezogen haben und auch diesbezüglich das Vorliegen einer Reflexverfolgung rechtskräftig  worden ist (vgl. Verfahrensdossier N (...); die Akten dürfen als  vorausgesetzt werden, da die Schwester denselben  mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt hatte).
Schliesslich muss an dieser Stelle auch darauf hingewiesen werden, dass die Beschwerdeführerin den Asylbehörden keine Ausweisdoku-
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mente eingereicht hat. Vor diesem Hintergrund steht ihre Identität und damit der Wahrheitsgehalt der geltend gemachten  nicht zweifelsfrei fest.
4.2.4 In einer Würdigung der gesamten vorliegenden Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die  und ihre Kernfamilie aufgrund ihrer kurdischen Ethnie zwar  wiederholt behördlichen Behelligungen ausgesetzt gewesen ist. Diese wenig eingriffsintensiven Nachteile sind jedoch nicht über das hinausgegangen, was die kurdische Bevölkerung in der Türkei von  Seite zu dieser Zeit mitunter erdulden musste: jedenfalls ist vorliegend nicht von individuell und gezielt gegen die  und ihre Familie gerichteten Verfolgungshandlungen im Sinne von Art. 3 AsylG auszugehen.
4.3 Die Beschwerdeführerin hat bei ihrer zweiten Befragung durch das Bundesamt neu vorgebracht, sie sei von einem Unbekannten  worden. Zwischen diesem Vorfall und ihrer Ausreise im August 2001 liegen indessen 20 Jahre, weshalb der erforderliche  fehlt. Dieses Ereignis kann daher im Zeitpunkt des  des Asylgesuches nicht mehr als ausschlaggebend für das Verlassen der Heimat und damit nicht als asylrelevant beurteilt . Zudem wäre auch ist kein flüchtlingsrechtlich relevantes  dargetan worden. Schliesslich hat die  Beschwerdeführerin angegeben, den Täter später nie mehr  und diesen Vorfall nie jemandem mitgeteilt zu haben.
Soweit die Beschwerdeführerin ihre aktuellen gesundheitlichen Schwierigkeiten namentlich auf diesen Vorfall sowie die Ereignisse im Jahr 1998 zurückführt und von ärztlicher Seite eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert wird, sind diese gesundheitlichen Probleme nach dem Gesagten nicht auf asylrelevante Vorkommnisse zurückzuführen respektive können die gemachten Aussagen teilweise nicht geglaubt werden. Die Fragen der gesundheitlichen Probleme werden daher im Rahmen der Frage der Zumutbarkeit der  Rechnung zu prüfen und zu würdigen sein (vgl. nachfolgend Ziff. 6.2).
4.4 Zusammenfassend folgt, dass die Beschwerdeführerin keine  nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch demnach zu Recht abgelehnt.
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5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.2.1 Eine Situation, welche die Beschwerdeführerin als "Gewalt- oder de-facto-Flüchtling" qualifizieren würde, ist aufgrund der heutigen Situation in der Türkei nicht in genereller Form zu bejahen.
Hingegen erweist sich der Vollzug der Wegweisung aufgrund der , namentlich gesundheitlichen Situation der  als unzumutbar:
Im ersten ärztlichen Bericht vom 3. Oktober 2001 C._ wurde bei der Beschwerdeführerin eine Konversionsneurose diagnostiziert. Dem Bericht ist ausserdem zu entnehmen, dass es entsprechender medizinischer Behandlung bedarf, um die Krankheitssymptome  zu lindern.
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Im Arztbericht vom 31. Mai 2004 diagnostizierte der behandelnde Arzt eine posttraumatische Belastungsstörung mit mittelgradiger  Episode; ausserdem bestehe der Verdacht auf eine histrionische Persönlichkeitsstörung. Die Suizidalität sei im Gegensatz zur  momentan zwar nicht akut. Bei einer fehlenden Behandlung würde es jedoch zu einer Chronifizierung der Krankheitssymptome, zu einer erheblichen Dekompensation und zu einem akuten Suizidrisiko kommen.
Im jüngsten Arztzeugnis vom 28. Juli 2009 wird die Diagnose der  Belastungsstörung bestätigt. Weiter wird festgehalten, die Beschwerdeführerin leide aktuell an einer schweren Depression und einer Angststörung und stehe nun in einer wöchentlichen .
Die genauen Ursachen der Gesundheitsbeschwerden der  sind teilweise unbekannt, teilweise dürften sie auf die  vor gut 20 Jahren erlebte sexuelle Gewalterfahrung  sein. Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass die die  auslösenden traumatischen Ereignisse sich jedenfalls vor der Einreise in die Schweiz abgespielt haben. Die in den  ärztlichen Unterlagen gestellten Diagnosen und Prognosen  einen nachvollziehbaren Eindruck. Ihnen ist zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund ihres Krankheitsbildes wohl auch künftig in regelmässigen Abständen in therapeutische  wird begeben müssen und es bei einer zwangsweisen  der Patientin in die Türkei zu einer Retraumatisierung und einer akuten Suizidalität kommen könnte.
In Würdigung der gesamten gesundheitlichen Situation der  kommt das Bundesverwaltungsgericht daher zum Schluss, dass der Vollzug der Wegweisung nicht zumutbar ist.
6.2.2 Unter diesen Umständen – und nachdem den Akten keine  im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG zu entnehmen sind – ist die Vorinstanz anzuweisen die Beschwerdeführerin in Anwendung von Art. 83 Abs. 4 AuG in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
Die Fragen der Zulässigkeit und der Möglichkeit des  stellen sich damit nicht mehr.
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7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung soweit die Fragen des Asyls und der Wegweisung betreffend,  nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten im Asyl- und Wegweisungspunkt . Soweit die Frage des Vollzugs der Wegweisung betreffend ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung ist .
8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin die hälftigen anteilmässigen Kosten der beiden Verfahren,  Fr. 150.--, aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG).
8.2 Der Beschwerdeführerin ist aufgrund des teilweisen Obsiegens eine reduzierte (hälftige anteilmässige) Parteientschädigung gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 Bst. a VGG, Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2).
Vorliegend wurde keine Kostennote zu den Akten gereicht, der  anteilmässige Vertretungsaufwand für die  ist gemäss Art. 14 VGKE aufgrund der Akten zu schätzen und unter Berücksichtigung der massgeblichen Bemessungsfaktoren auf  Fr. 500.-- (inkl. aller Auslagen und Mehrwertsteueranteil) .
(Dispositiv nächste Seite)
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