Decision ID: 9c3af5de-3918-4fe2-bc37-b576b9768815
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1970, war seit dem
3.
Mai 2010 bei der Arbeitslosen
versicherung angemeldet und damit
bei der Suva
obligatorisch gegen Unfälle versichert (
Urk.
13/7).
Am 1
0.
Dezember 2010 zog er sich Rücken- und Hand
beschwerden zu. Die Suva erbrachte vom 1
0.
Dezember 2010 bis
9.
Januar 2011 Taggeldleistungen
. Am 1
0.
Januar 2011 wurde die Behandlung abgeschlossen (vgl.
Urk.
13/47).
Am 1
9.
Mai 2011
machte d
er
Versicherte
beim Aussteigen aus dem Tram einen Fehltritt und
verletzte
sich dabei das Knie sowie das linke Handge
lenk (
Urk.
12
/1). Die Suva
erbrachte in der Folge die gesetzli
chen Leistungen und schloss den Fall m
it Verfügung
vom 2
0.
Februar 2012 (
Urk.
12/89)
per 2
9.
Februar 2012 ab und stellte die Versicherungsleistungen (Taggeld und Heil
kosten) ein, da die noch bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krank
hafter Natur seien. Die am 2
7.
Februar 2012 vom Versicherten erhobene Eins
prache wies die Suva
mit Entscheid vom 1
9.
April 2012 ab (
Urk.
12
/97
)
.
Die
s
wurde vom hiesigen Gericht im Verfahren Nr. UV.2012.00111 mit Urteil vom 1
8.
November 2013 (
Urk.
12/116) sowie vom Bundesgericht mit Urteil vom
5.
Februar 2014 (
Urk.
12/120)
bestätigt
.
Am 2
0.
Januar 2017 zog sich der Versicherte eine Schulterverletzung zu (
Urk.
11/1)
. Er teilte der Suva am
8.
Juni 2017 mit, er sei seit dem
1.
Juni 2017 wieder voll arbeitsfähig, der Fall könne abgeschlossen werden (
Urk.
11/30).
1.2
Am
1
3.
Oktober 2017
zog sich der Versicherte
eine Verletzung an der rechten Hand zu (
Urk.
10/1). Am 2
4.
Juni 2018 wurde er tätlich angegriffen (
Urk.
9/4) und zog sich dabei Verletzungen zu (vgl.
Urk.
9/9,
Urk.
9/50).
Mit Verfügung vom
5.
Juni 2019 (
Urk.
9/155) stellte die Suva die Leistungen bezüglich der Ereignisse vom 1
3.
Oktober 2017 und 2
4.
Juni 2018 per 3
1.
Mai 2019 ein.
Die vom zustän
digen Krankenversicherer am
5.
Juli 2019 erhobene Einsprache (
Urk.
9/184)
wurde
am 1
6.
Juli 2019 zurück
gezogen
(
Urk.
9/193).
Die am 2
8.
Juni
2019 (
Urk.
9/172) und 1
4.
August 2019 (
Urk.
9/204) vom Versicherten erhobene Ein
sprache wies die Suva mit Entscheid vom
3.
April 20
20
ab (
Urk.
9/256 =
Urk.
2).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
3.
April 2020 (
Urk.
2) erhob der Versi
cherte am 1
3.
Mai 2020 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihm
über den 3
1.
Mai 2019 hinaus die
gesetzlichen
Leistungen
wie Tag
gelder, Heilungskosten, eventuell eine Rente und eine Integritätsentschädigung
zu erbringen
, eventuell sei ein interdisziplinäres Gerichtsgutachten zu erstellen, subeventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (S. 2
Ziff.
1)
.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Juni 20
20
(
Urk.
8) schloss die Beschwerde-gegne
ri
n auf Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 1
8.
Juni 2020 (
Urk.
14) wurde
das Gesuch um die vorsorgliche Weiterausrichtung der Tag
gelder abgewiesen,
die unentgeltliche Rechtsvertretung
antragsgemäss
bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt.
Der Beschwerdeführer machte am 1
6.
Juli 2020 eine weitere Eingabe (
Urk.
16), zu welcher sich die Beschwerdegegnerin am 2
7.
August 2020 äusserte (
Urk.
20)
, was dem Beschwerdeführer am
2.
September 2020
(
Urk.
22)
zur Kenntnis gebracht wurde
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweis
last
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusam
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfall
versicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundes
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstel
lungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus, dass gemäss
Beurteilung durch Kreisarzt
Dr.
Y._
vom Mai 2019
für die vom Beschwerdeführer noch beklagten Beschwerden kein unfallbedingtes strukturelles Substrat objektiviert werden und bezüglich organischer Unfallfolgen von weite
ren Behandlungen keine namhafte Besserung mehr erwartet werden könne (S.
12).
Die Adäquanz eines etwaigen Kausalzusammenhangs zwischen den Ereig
nissen und den über den 3
1.
Mai 2019 hinaus geklagten Beschwerden sei zu ver
neinen (S. 15).
Zusammenfassend
resultierten
aus den versicherten Schadenfällen keine Gesundheitsschäden, welche einen weiteren Anspruch auf Versicherungs
leistungen begründen würden (S. 16).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise auf den Stand
punkt (
Urk.
1), die Abklärungen der Suva seien absolut ungenügend. Vor allem handle es sich beim Bericht von
Dr.
Y._
um einen Bericht eines versiche
rungsinternen Arztes, bei dem die erhöhten Anforderungen an die Schlüssigkeit,
Nachvollziehbarkeit und Widerspruchsfreiheit nicht genügten (S. 4 f.).
Er habe mindestens sechs Unfälle erlitten. Nur schon die grosse Anzahl der Unfälle, welche praktisch immer zu diversen Arbeitsunfähigkeiten geführt hätten, zwinge dazu, eine umfassende interdisziplinäre Begutachtung durchzuführen
(S. 5)
.
Er sei entgegen der Meinung der Suva immer noch arbeitsunfähig und die unfall
kausalen Beschwerden seien noch nicht abgeklungen
(S. 6)
.
Die Leistungsein
stellung sei zu früh erfolgt. Solange der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht sei, habe der Unfallversicherer in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen (S. 10).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdegegnerin über den 3
1.
Mai 2019 hinaus leistungspflichtig ist.
3
.
3.1
Die Ärzte des Spitals
Z._
berichteten am 2
4.
Juni 2018 (
Urk.
9/9) über die ambulante Notfallbehandlung des Beschwerdeführers
nach einem Schlag ins Gesicht und Sturz vom selben Tag
und
führten aus, der Beschwerdeführer klage über Schmerzen an der rechten Wange sowie an der Halswirbelsäule (HWS). Er sei vor zwei Jahren an der HWS operiert worden, seither habe er Schmerzen.
Sie nannten folgende Diagnosen (S. 2):
-
Schlag ins Gesicht mit Sturz am 2
4.
Juni 2018
-
Commotio cerebri
-
Einriss am Nasenloch rechts und Kontusion Wange rechts
-
Lockerung des Zahnes 12
-
Kontusion der Brustwirbelsäule (BWS)
-
Schürfungen und Kontusion Ellbogen links und Knie rechts
Sie führten aus, eine stationäre Aufnahme zur
Glasgow
Coma
Scale
(
GCS
)
Über
wachung werde vom Beschwerdeführer trotz Aufklärung über die Risiken abge
lehnt.
Der Beschwerdeführer werde nach telefonischer Rücksprache auf die Notfallstation des Universitätsspitals
A._
zur weiteren Therapie der Zahn
lockerung sowie des Einrisses am Nasenloch überwiesen.
Es bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (S. 3).
3.2
Kreisarzt
med.
pract.
B._
, Facharzt für Chirurgie, nahm am 2
1.
Feb
ruar 2018 Stellung (
Urk.
10/59) und führte aus,
der Beschwerdeführer soll
e
zur Abklärung allfälliger Unfallfolgen am Finger
sich bei einem Handchirurgen vorstellen. Am Nacken lägen keine Unfallfolgen mehr vor, an der Schulter lägen überwiegend wahrscheinlich Unfallfolgen vor, der Labrumriss sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal.
Weitere, näher genannte, Abklärungen seien ange
zeigt.
3.3
Die Ärzte des Stadtspitals
C._
, Klinik für Allgemein-, Hand- und Unfall
chirurgie, berichteten am 1
8.
April 2018 (
Urk.
10/88)
und
nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
chronische
Impingementsymptomatik
Schulter links
-
persistierende und anamnestisch zunehmende Hüft- und Knieschmerzen links, Differentialdiagnose vorbestehende Lendenwirbelsäule (LWS)-Patho
logie, Kontusion im Rahmen des Sturzes vom Oktober 2017,
Hüft
impingementsymptomatik
bei konventionell radiologisch deutlicher Dysplasie
-
Status nach Halswirbelsäulen (HWS)-Distorsion November 2016 bei
-
bekannter Diskushernie C4/5 mit rechtsbetonter
medullärer
Kompres
sion
-
Status nach Operation einer
Budd
-
Chiari
-Malformation Typ 1 mit
Syringo
hydromyelie
HWK 1-4 Februar 2016
Sie führten aus,
es sei eine zeitgleiche Zuweisung einerseits durch den Hausarzt bezüglich der persistierenden beziehungsweise
exazerbierenden
Schulterproble
matik links, anamnestisch seit einem Sturz im Rahmen eines Arbeitsunfalls im Oktober 2017, andererseits durch die Suva für eine Abklärung chronischer Schulter- und Hüftschmerzen links sowie eingeschränkter Fingersensibilität nach einer Schnittverletzung ebenfalls im Rahmen des Sturzes im Oktober 2017 erfolgt.
Beim Beschwerdeführer sei es anamnestisch zu einem Sturz bei der Arbeit als Lüftungsmonteur, ebenfalls anamnestisch mit Anprall auf die linke Körperseite, einer Schnittverletzung am rechten Kleinfinger sowie auch einer Kontusion des Schädels gekommen. Die initiale Versorgung sei im Stadtspital
D._
mit Ver
sorgung der Schnittwunde sowie konventionellen Röntgenbildern der linken Schulter und der linken Hüfte erfolgt. Letztere hätten keine Hinweise auf eine akute
traumatologische
Veränderung gezeigt. Im Bereich der linken Schulter habe sich eine Tendinitis calcarea und im Bereich der linken Hüfte eine deutliche
Varusfehlstellung
des
Femurkopfes
beziehungsweise des Schenkelhalses mit einer deutlichen Kopf-Hals-Übergangsanomalie als Hinweis für ein Hüftgelenk
-
simpingement
gezeigt
(S. 1)
.
Der Beschwerdeführer habe bis Ende Dezember zu 100
%
gearbeitet, sich dann aber aufgrund
exazerbierenden
Schulterschmerzen links auf der Notfallstation vorgestellt.
Es sei eine Arthro-MRI-Untersuchung der linken Schulter veranlasst worden, welche obige Befunde einer
Impingementkonfiguration
und ohne Hinweise für eine eindeutige
Traumafolge
gezeigt habe.
Aktuell berichte der Beschwer
de
führer über persistierende ausgeprägte linksseitige Schulterschmerzen bei kleinsten Bewegungen, insbesondere gegen und über die Horizontale. Weiter berichte der Beschwerdeführer auffallend oft und betonend, dass er vor diesem
Arbeitsunfall im Oktober 2017 bezüglich der linken Schulter, der linken Hüfte und auch des linken Knies beschwerdefrei gewesen sei. Es bestehe eine deutliche Schonhaltung der HWS, welche überhaupt nicht bewegt werde. Ebenfalls bestehe eine Schonhaltung des linken Arms. Die linke Schulter sei
inspektorisch
unauf
fällig.
Das AC-Gelenk sei ohne Druckdolenz. Die
Impingementzeichen
seien positiv. Die Untersuchung der linken Hüfte sei ebenfalls unauffällig. Es zeige sich hier eine sehr komplexe Situation. Bezüglich der linken Schulterschmerzen müsse festgehalten werden, dass obwohl im Rahmen des Sturzes im Oktober 2017 eine Traumatisierung der linken Schulter stattgefunden haben könne, zumindest MR-tomographisch eine chronische und vorbestehende
Impingementkonfiguration
vorliege. Dies entspreche auch der aktuellen Klinik beziehungsweise der Schmerz
exazerbation Ende Dezember 2017, welche im Rahmen einer akuten Bursitis interpretiert werden müsse.
Es werde das Weiterführen der konservativen Thera
pie mit Ibuprofen und ambulanter Physiotherapie empfohlen.
Bezüglich der linken Hüft- und Knieschmerzen werde die Situation in ähnlicher Weise inter
pretiert. Konventionell radiologisch liege eine deutliche Dysplasie als Hinweis für ein
Hüftgelenksimpingement
vor. Dies sei sicherlich seit Geburt vorhanden und sei möglicherweise im Rahmen des Sturzes traumatisiert worden
(S. 2)
.
3.4
Die Ärzte der
Klinik für Neurochirurgie,
Klinik
E._
, berichteten am 3
0.
Mai 2018 (
Urk.
10/127) und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
Arnold
Chiari
Malformation Typ 1
-
Syringohydromyelie
HWK 1-4
-
Status nach
kraniozervikaler
Dekompression mit
Duraerweiterungs
plastik
Februar 2016
-
Status nach dreimaliger Revision bei
Liquorfisteln
und Infekt März bis April 2016
-
Verdacht auf zervikale Myelopathie bei Mehretagenpathologie der HWS
-
breitbasige Diskushernie C4/5 bei engem Spinalkanal auf Höhe C4/5
-
enger Spinalkanal auf Höhe C5/6
-
Migräne mit visueller Aura
-
Status nach Arbeitsunfall auf der Baustelle mit HWS-Distorsionstrauma am 1
3.
Oktober 2017 mit Akzentuierung der Nackenschmerzen und
ver
span
nungen
Sie führten aus,
neuropsychologisch imponiere eine Aggravationstendenz und ein
perseveratives
Verhalten (S. 2). Angesichts der neurologischen und elektro
phy
siologischen Befunde fänden sich Anzeichen einer ausgeprägten
Myelonkom
pro
mit
tierung
im HWS-Bereich, wobei eine zervikale Myelopathie bei vorbe
ste
hender
Syringohydromyelie
und dadurch verursachte zentrale Impulsverzöge
-
rung
nicht explizit nicht nachgewiesen werden könne.
Mittels
Elektro
myo
graphie
lasse sich keine radikuläre Ausfallsym
p
tomatik
von C5 bis C8 beidseits objekti
vieren
(S. 3)
.
3.5
Kreisarzt med. pract.
B._
nahm am 2
7.
Juni 2018 Stellung (
Urk.
10/128
S. 3
) und führte aus, die Schnittverletzung am rechten Finger habe zu einer richtungs
gebenden Verschlimmerung geführt. Weitere Angaben könnten nicht gemacht werden, da der Beschwerdeführer den Termin in der Handchirurgie nicht wahr
genommen habe. Bezüglich der linken Schulter und Hüfte lägen keine Verlet
zungsfolgen vor. Dem Bericht des Stadtspitals
C._
könne
gefolgt
werden. Es handle sich um anlagenbedingte Normvarianten beziehungsweise degenerative Veränderungen. An der HWS fänden sich keine posttraumatischen Verände
rungen. Der Rücken sei nicht geröntgt worden beziehungsweise dazu lägen keine bildgebenden Verfahre
n
vor. Zum Rücken könne somit keine Stellung genommen werden.
Bezüglich der HWS sowie der Hüfte sei bei Vorzustand und Kontusion der Status quo sine bei nicht richtungsgebender Verschlimmerung sechs Monate nach Unfallereignis überwiegend wahrscheinlich eingetreten.
Am
2.
Juli 2018 führte Kreisarzt med. pract.
B._
aus, im MRI vom 3
0.
April 2018 fänden sich nicht überwiegend wahrscheinlich Unfallfolgen. Die Befunde entsprächen keinen posttraumatischen Veränderungen und seien daher nicht unfallkausal
. Der Befund sei gleich wie im Jahre 2016, also vor dem Unfaller
eignis.
3.6
Med. pract.
F._
, Facharzt
für Ophthalmologie,
Z
entrum
G._
, berichtete am
5.
September 2018 (
Urk.
9/51) und nannte folgende Diagnose (S. 1):
-
LA
(wohl: linkes Auge)
Status nach
Contusio
bulbi
-
R/L
Hyperopie
, Astigmatismus,
Presbyopie
-
LA
Fibrae
medullares
(vorbestehend)
Er führte aus,
die direkte und indirekte Pupillenreaktion sei regelrecht. Es liege ein altersentsprechender ophthalmologischer Befund vor. Die Flimmerskotome seien ophthalmologisch nicht erklärt (S. 2).
3.7
Die Ärzte des Stadtspitals
C._
, Klinik für Allgemein-, Hand- und Unfall
chirurgie, berichteten am
9.
Oktober 2018 (
Urk.
10/185) und nannten als Diag
nose reizlose Verhältnisse am Kleinfinger der rechten Hand bei Status nach Wundversorgung einer Schnittwunde streckseitig über dem Mittelgelenk am 1
3.
Oktober 201
7.
Sie führte
n
aus, klinisch zeige sich nach oben genannter Wundversorgung nach Schnittwunde im Oktober 2017 ein unauffälliger Befund. Die vom Beschwerdeführer empfundenen Sensibilitätsstörungen seien mit dem Verletzungsmuster von Oktober 2017 nicht zu erklären. Aus handchirurgischer
Sicht seien keine weiteren diagnostischen oder therapeutischen Massnahmen indiziert.
3.8
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, Suva Arbeitsmedizin, nahm am
8.
Oktober 2018 Stellung (
Urk.
9/70)
und führte aus, g
emäss Austrittsbericht des Spitals
Z._
vom 2
4.
Juni
2018
habe sich der Beschwerdeführer
notfallmässig selbst vor
gestellt
, nachdem er von einer fremden Person ins Gesicht geschlagen und darauf gestürzt sei. Es bestehe eine Amnesie für das Ereignis. Er
habe
über Schmerzen an der rechten Wange sowie an der Halswirbelsäule
berichtet
. Vor zwei Jahren sei er an der Halswirbelsäule operiert worden. In der persönlichen Anamnese
sei
eine Arnold-
Chiari
-Malformation Typ I bekannt mit Status nach
kraniozervikaler
De
kompression mit
Duraerweiterung
im Februar
2016, ein Status nach Milzruptur mit
Splenektomie
im Alter von 7 Jahren sowie eine Sensibilitätsstörung an der Hand recht
s
ulnarseits
nach Arbeitsunfall im Oktober
201
7.
Nachdem radiologisch (inklusive
CT-Schädel/Gesicht/HWS) eine frische Fraktur
habe ausgeschlossen werden können
,
sei
die Diagnose einer Commotio cerebri, einem Einriss am Nasenloch rechts mit Wangenkontusion rechts, einer Lockerung des Zahnes 12, einer Kontusion der BWS sowie Schürfungen und Kontusionen am Ellbogen links und Knie rechts gestellt
worden
. Eine stationäre Aufnahme zur GCS
-
Überwachung
sei
vom
Beschwerdeführer
abgelehnt
worden
. Er
sei
nach telefonischer Rücksprache mit der Dienstärztin der Mund-, Kiefer- und Gesichts
chirurgie auf die Notfallstation des
A._
zur weiteren Therapie der Zahnlockerung sowie des Einrisses am Nasenloch zugewiesen
worden
. Laut Bericht über die not
fallmässig ambulante Konsultation der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichts
chirurgie des
A._
vom 2
4.
Juni
2018
sei die Diagnose einer Rissquetschwunde
(RQW)
am Oberkiefervestibulum
Regio
12 gestellt und diese mittels eine
r
Einzel
knopfnaht in
Lokalanästhesie (
LA
)
verschlossen
worden
.
Gemäss ärztlichem Zwischenbericht von
Dr.
I._
, Facharzt für
Allgemeine
Inne
re Medizin und
für
Nephrologie
,
vom
7.
Juli
2018
habe der Beschwerdeführer
über anhaltende Schmerzen im Schädelbereich, in der Augenhöhle rechts, am Oberkiefer rechts sowie über Zervikalgien
berichtet. Aufgrund einer posttrauma
tisc
hen Belastungsstörung sei eine psychotherapeutische Zuweisung an
l
ic.
phil
J._
erfolgt.
Aus dem Arztbericht von Augenarzt med. pract.
F._
vom
5.
September 2018 gehe hervor, dass ein altersentsprechender ophthalmologischer Befund vorliege, die vom Beschwerdeführer seit dem Unfallereignis angegebenen Flimmerskotome seien ophthalmologisch nicht erklärbar. Laut Arztbericht des
Z
entrums
G._
vom
5.
September 2018 sei der Beschwerdeführer von seinem behan
delnden Neurologen zugewiesen worden. Die beim Unfallereignis am 2
4.
Juni 2018 entstandene RQW an der Nase sei durch die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie versorgt worden. Weitere Läsionen im ORL-Bereich seien nicht dokumentiert worden. Aus ORL-ärztlicher Sicht ergäben sich somit keine weite
ren Konsequenzen.
3.9
Dr.
med.
K._
und
Dr.
med.
L._
, Fachärzte für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, Suva Versicherungsmedizin, nahmen am 1
6.
November 2018 Stellung (
Urk.
9/84) und führten aus,
die Verschlimmerung des Befundes vom
4.
Juli 2018 sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 2
4.
Juni 2018 zurückzuführen. Die Augenbefunde seien normal. Die Augen des Beschwerdeführers seien nicht verletzt worden. Die
Visusprüfung
nach dem Unfall vom
4.
Juli 2018 habe im Vergleich mit der Augenkontrolle vom 3
0.
Mai 2018
identische Werte
ergeben
,
und die Gesic
htsfelder seien normal gewesen. Aus ophthalmologischer Sicht zeige sich keine unfallbedingte Verschlechterung
(S. 1)
.
Am 2
4.
Juni 2018 habe der Beschwerdeführer kein Augentrauma erlitten. Die Augenbeschwerden des Beschwerdeführers seien nicht unfallkausal
(S. 2)
.
3.10
Dr.
H._
(vorstehend E. 3.8)
nahm am
5.
Dezember 2018 erneut Stellung (
Urk.
9/96) und führte aus,
gemäss Erstexpertise von ORL-Facharzt
Dr.
M._
vom 2
7.
November 2018 sei beim Beschwerdeführer eine Hörgeräte
versorgung
otologisch
indiziert. Es zeige sich ein Hörverlust rechts von 57
%
links und von 66
%
rechts. Es bestehe einerseits ein Status nach beruflicher Lärm
belastung als Bauarbeiter, andererseits bestehe eine Hörminderung seit dem Unfall
ereignis (Schlägerei) am 2
4.
Juni 201
8.
Es werde deshalb um Einholung der Berufsanamnese sowie der technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung mit den entsprechenden Expositions
pegeln gebeten. Weiter werde empfohlen, zur Objektivierung des Hörschwellen
verlaufs die
otoakustischen
Emissionen des Beschwerdefüh
r
ers zu messen
. Die Dokumentation des Hörschwellenverlaufs mittels objektiver Hörprüfung werde aus ORL-ärztlicher Sicht aufgrund der Aktenlage zum Ausschluss einer möglichen Aggravation als notwendig erachtet.
3.11
Dr.
med.
N._
, Facharzt für Neurologie, berichtete am
1.
März 2019 (
Urk.
9/123/2-4) und nannte folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach Sturz am 1
3.
Oktober 2017 mit posttraumatischem,
zerviko-zephalem
und thorakalem Schmerzsyndrom
-
Status nach Schlag an den Kopf und nachfolgend Sturz an den Boden am 2
4.
Juni 2018, mit anhaltender Verschlechterung der vorbestehenden Beschwerden, mit zusätzlich rezidivierenden Exazerbationen der Kopf
schmerzen in Migränekopfschmerzen
-
vorbestehend: Arnold-
Chiari
-Malformation Typ 1 mit
Syringohydromy
elie
C1-4, mit Status nach
kraniozervikaler
Dekompression mit
Duraer
weiterung
Februar 2016, mit Status nach dreimaliger Revision bei
Liquor
fisteln
und Infekt März bis April 2016 sowie Verdacht auf zervikale Myelopathie bei Mehretagenpathologie der HWS
Er führte aus
, die vorbestehenden Schmerzen an der oberen HWS sowie im Nacken- und Kopfbereich hätten durch den zweiten Vorfall deutlich an Intensität zugenommen und der Beschwerdeführer beklage zudem starke
Schwank
schwindel
, manchmal derart, dass er sich festhalten müsse. Seit diesem zweiten Unfall sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsunfähig.
Es bestehe eine schmerz
bedingte Bewegungseinschränkung der HWS um 80
%
mit palpatorisch deutlich verdickter und druckdolenter Nacken- und Schultermuskulatur, mit weiteren Druckdolenzen der übrigen paravertebralen Muskulatur bis paralumbal beidseits. Die Beweglichkeit der übrigen Wirbelsäule sei ebenfalls stark einge
schränkt. Es bestehe zudem eine Streckhaltung der BWS mit kompensatorisch leichter
Kyphosierung
der HWS, was eine leicht nach vorn geneigte Körper
haltung ergebe. An formalen Ausfällen bestehe eine Hypästhesie im
Dermatom
C8 am rechten Arm, bis und mit Finger IV und V rechts. Ansonsten bestehe ein unauffälliger Status.
Der Sturz vom 1
3.
Oktober 2017 habe ein
zerviko-zephales
und thorakales Schmerzbild zur Folge, mit im Status erheblich eingeschränkter Beweglichkeit der HWS mit zusätzlich ausgedehnten Druckdolenzen.
Der Schlag an den Kopf vom 2
4.
Juni 2018 habe eine deutliche Verschlechterung der seit dem Sturz vom 1
3.
Oktober 2017 bestehenden Beschwerden bewirkt, mit seither zusätzlich wiederholten, phasenweise täglich auftretenden Exazerbationen der Kopfschmerzen (S. 2).
In diesem Beschwerdebild habe der Vorzustand, die Arnold-
Chiari
-Malformation, eine gewisse Mitwirkung. Etwa ein Drittel der aktuellen Beschwerden würden zulasten dieses Vorzustandes gehen. Bei diesem Beschwerdebild sei eine Arbeits
fähigkeit in keiner Form mehr zumutbar. Bei einer leidensangepassten Tätigkeit sei eine minimale Belastung möglich, diese dürfte allerdings 20
%
nicht überstei
gen (S. 3).
3.12
Die Ärzte de
r
Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie,
A._
, berich
teten am 1
5.
April 2019 (
Urk.
9/132) und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
leichtgradige
sensorineurale
Schwerhörigkeit rechts, leicht- bis mittel
gradige
sensorineurale
Schwerhörigkeit links
-
Status nach tätlichem Angriff mit Commotio cerebri Juni 2018
-
Status nach operativer Therapie 2016 bei Arnold-
Chiari
-Malformation Typ 1
Sie führten aus,
aufgrund der beidseits nachweisbaren OAE
(wohl:
otoakustischen
Sensationen)
sei erneut eine Reintonaudiometrie durchgeführt worden. Diese passe vom Befund her gut zu den OAE-Befunden. Es sei keine weitere Kontrolle geplant.
3.13
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, berich
tete am 2
9.
April 2019 (
Urk.
9/137/1) und führte aus,
gemäss Untersuchung der ORL
A._
habe beim Beschwerdeführer weder per OAE noch per Reintonaudio
gramm eine hochgradige Hörstörung nachgewiesen werden können. Es zeige sich rechts eine
leichtgradige
sensorineurale
Schwerhörigkeit und links eine leicht- bis mittelgradige
sensorineurale
Schwerhörigkeit, so dass keine weiteren Mass
nahmen, insbesondere keine Hörgeräteversorgung
,
notwendig seien.
3.14
Dr.
H._
(vorstehend E. 3.8)
nahm am 2
9.
April 2019 erneut Stellung (
Urk.
9/136) und führte aus, zusammenfassend habe sich die vermutete Aggrava
tion bestätigt. Ein unfallbedingter, entschädigungspflichtiger Integritätsschaden aufgrund des Gehörs bestehe nicht. Weitere Kontrollen seien an der ORL-Klinik des
A._
nicht geplant. Eine Hörgeräteversorgung sei nicht empfohlen worden.
3.15
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Suva-Kreisarzt, berichtete am
4.
Juni 2019 über die kreis
ärztliche Untersuchung des Beschwerdeführers vom 3
1.
Mai 2019 (
Urk.
9/153) und führte aus,
der Beschwerdeführer habe sich am 1
3.
Oktober 2017 an der rech
ten Hand und an der linken Schulter verletzt. Im Bereich der rechten Hand
sei die Schnittwunde
mit 5 Einzelknopfnähten chirurgisch behandelt
worden
. Im Bereich des linken Schultergelenks hätten bildgebend und klinisch keine überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen objektiviert werden können. Eine handchirur
gische Beurteilung vom
2.
Oktober 2018 habe attestiert, dass die geklagten Beschwerden an der rechten Hand durch Unfallfolgen nicht erklärbar gewesen seien. Überwiegend wahrscheinlich sei am
2.
Oktober 2018 der Endzustand nach Schnittverletzung des Kleinfingers rechts erreicht gewesen. Die darüber hinaus
anhaltenden Beschwerden seien nicht mit dem geforderten Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit Folge des Unfalls
(S. 15 Mitte)
.
Am 2
4.
Juni 2018 sei es zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen,
es
habe eine Rissquetschwunde im Bereich des Oberkiefers
objektiviert
werden können, welche mit einer Einzelknopfnaht im
A._
versorgt worden sei. Mögliche Unfallfolgen durch einen Faustschlag ins Gesicht seien eine vorübergehende Verschlimmerung der vorbestehenden Nackenbeschwerden bei einem vorbeste
henden degenerativen Verschleissleiden. Bildgebend seien am 2
4.
Juni 2018 keine intrakraniellen oder ossären Traumafolgen dargestellt worden, eine richtungsgebende Verschlimmerung könne somit überwiegend wahrscheinlich ausgeschlossen werden. Die vom behandelnden Neurologen
Dr.
N._
attes
tierten Diagnosen seien deskriptiv und beruhten auf den subjektiven Symp
tomen des
Beschwerdeführers. Eine Begründu
ng der Kausalität der geklagten Beschwer
den finde sich nicht im Sprechstundenbericht. Der neurologische Befund sei kongruent mit dem Befund des degenerativen Verschleissleidens der Hals
wirbelsäule, die attestierte stark eingeschränkte Beweglichkeit der übrigen Wir
bel
säule sei bildgebend nicht abgeklärt worden. Die
cerebrovaskuläre
Doppler-Untersuchung und der EEG-Befund seien im Normbereich gewesen. Am 3
1.
Mai 2019 hätten sich im Bereich der Halswirbelsäule und de
r
oberen Extre
mitäten keine Pathologien gefunden, welche überwiegend wahrscheinlich unfall
kausal zum Ereignis vom 2
4.
Juni 2018 gewesen seien. Der Endzustand nach dem Ereignis
«
Faustschlag ins Gesicht und darauffolgender Sturz
»
seien somit erreicht gewesen. Die darüber hinaus anhaltenden Beschwerden seien nicht mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit Folge des Unfalls
(S. 15).
Die Schlussbesprechung mit dem Beschwerdeführer und der Administration
habe
in einer entspannten Atmosphäre
begonnen
. Das Gesprächsklima
habe
sich schlag
artig
geändert
, als dem Beschwerdeführer klar
geworden sei
, dass die kreis
ärztliche Beurteilung die Einstellung der Taggeldleistungen bedeute
(S. 15 unten)
.
Die bereits während der kreisärztlichen Untersuchung erfolgten Erklärungen, dass seine Beschwerden überwiegend wahrscheinlich au
f Krankheiten zurückzuführen seien, wü
rden bei Wiederholung dieser Beurteilung in der Schlussbesprechung nicht akzeptiert. Die
Ä
rzte seien gegen ihn, die bisher durchgeführten Behand
lungen hätten ihm nicht geholfen, er sei verpfuscht worden, der Kreisarzt sei lediglich ein Handlanger der Versicherung und jene
Ä
rzte, welche ihn begutachtet hätten, hätten ihm
ungerechtfertigterweise
Gesundheit attestiert. Man sei gegen ihn, weil er Ausländer sei, er möchte sich nicht an das Sozialamt wenden,
da er sonst ausgewiesen werde.
L
ediglich
Dr.
I._
und
Dr.
N._
würden ihm helfen.
Als der
Beschwerdeführer aufmerksam gemacht worden sei
auf die Tat
sache, dass er
das
Argumen
t
der
Ausländerdiskriminierung
schon früher vorge
bracht habe
,
habe
er hierfür keine Argumente vorbringen
können
(S. 16 oben)
.
Der
Beschwerdeführer
habe
die Schlussbesprechung
verlassen
, ohne dass ein weiterer Dialog
habe
stattfinden
können
(S. 16 Mitte)
.
Es lä
gen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine strukturellen objektivier
baren Folgen des Unfalls vom 1
3.
Oktober
2017 und 2
4.
Juni 2018 vor. Bild
gebend hätten
im Verlauf keine objektivierbaren strukturellen Pathologien dargestellt werden
können
, welche mit überwiegender Wah
rscheinlichkeit unfall
kausal seien. Das klinische Bild sei
gekennzeichnet durch knapp 9 Jahre beste
hende, wechselhafte Beschwerden
,
die nicht adäquat durch den Nachweis eines physiologischen Prozesses oder einer körperlichen Störung erklärt werden könn
t
en und die anhaltender Hauptfokus für die Aufmerksamkeit des
Beschwer
deführers
seien. Die Schmerzen seien
konstant vorhanden und nicht verän
derbar, die therapeutischen Massnahmen hätten
bisher im Wesentlichen versagt. Unfall
kausal
sei
der
Beschwerdeführer in der Lage und sei ihm
zumutbar
,
ohne Schaden für die Gesundheit die angestammte Tätigkeit vollzeitig auszuüben
(S. 16)
.
Das Ereignis mit Schadendatum 1
3.
Oktober
2017, Schnittverletzung rechte Hand und Prellung linke Schulter und Hüfte,
habe spätestens mit dem
9.
Oktober
2018 den Endzustand erreicht.
Die darüber hin
aus anhaltenden Beschwerden seien
nicht mit dem geforderten Be
weisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit
F
olge des Unfalls, sondern Folge von degenerativen Veränderungen
(S. 16 unten)
. Das Ereigni
s mit Schadendatum 2
4.
Juni
2018,
als der Beschwerdeführer
unter C2 Einfluss einen
Schlag ins Gesicht
erhalten hatte
, habe
mit heutigem Datum den Endzustand err
eicht. Durch die Fortsetzung von Behandlungen könne
keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan
des mehr erwartet werden. Es sei
h
öchstens
unbedeutende Besserung zu erwarten. Die darüber hin
aus anhaltenden Beschwerden seien
nicht mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
F
olge des Ereignisses.
Dem Beschwerdeführer
sei
aufgrund beider Ereignisse keine erhebliche und dauernde Schädigung der körperlichen Integrität entstanden
(S. 1
6
f.)
.
4.
4.1
Am 1
3.
Oktober 2017 stürzte der Beschwerdeführer bei der Arbeit. Die umgehende ärztliche Behandlung ergab eine Schnittwunde am rechten Kleinfinger sowie eine Schulterkontusion links. Am 2
4.
Juni 2018 zog sich der Beschwerdeführer bei einer tätlichen Auseinandersetzung eine Commotio cerebri, einen Einriss am
Nasen
loch rechts, eine Kontusion an der rechten Wange, eine Lockerung des Zahnes 12, eine Kontusion der BWS sowie Schürfungen und eine Kontusion am Ellbogen links und am Knie rechts zu. Zudem gab er eine Hörminderung beidseits an.
4.2
Anlässlich der Untersuchung des Beschwerdeführers vom 3
1.
Mai 2019 hielt Kreisarzt
Dr.
Y._
fest, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine strukturellen objektivierbaren Folgen der Unfälle vom 1
3.
Oktober 2017 und 2
4.
Juni 2018 vorlägen. Im Verlauf hätten bildgebend keine objektivierbaren strukturellen Pathologien dargestellt werden können, welche überwiegend wahr
scheinlich unfallkausal seien. Das klinische Bild sei durch knapp neun Jahre bestehende, wechselhafte Beschwerden gekennzeichnet, welche nicht adäquat durch den Nachweis eines physiologischen Prozesses oder einer körperlichen Störung erklärt werden könnten. Die Schmerzen seien konstant vorhanden und nicht veränderbar, wobei die therapeutischen Massnahmen bisher im Wesent
lichen versagt hätten.
Unfallkausal sei der Beschwerdeführer in der Lage und es sei ihm zumutbar, die angestammte Tätigkeit vollzeitig auszuüben. Das Ereignis vom 1
3.
Oktober 2017 habe spätestens am
9.
Oktober 2018 den Endzustand erreicht. Die darüber hinaus anhaltenden Beschwerden seien nicht mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit Folgen des Unfalls, sondern von degenerativen Veränderungen. Das Ereignis vom 2
4.
Juni 2018 habe mit dem Datum der kreisärztlichen Untersuchung den Endzustand erreicht. Durch die Fortsetzung von Behandlungen könne keine namhafte Besse
rung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden
(vgl. vorstehend E. 3.15)
.
4.3
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die Beurteilung durch den Kreisarzt
Dr.
Y._
vom Mai 2019 (vorstehend E. 3.15) für die streitigen Belange umfassend ist und die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers sowie die medizinischen Vorakten berücksichtigt. Die Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge und die Beurteilung der medizinischen Situation leuch
ten ein und die Schluss
folge
rungen sind nachvollziehbar begründet.
S
o analysierte
Dr.
Y._
den Unfallhergang eingehend
, legte die Befunde in ausführlicher Weise dar und ging auf die unfallfremde Arnold-
Chiari
-Malformation ein. Zudem evaluierte
Dr.
Y._
die mögliche Unfallkausalität
der verschie
denen Beein
trächtigungen und Beschwerden des Beschwerdeführers und kam in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise zum Schluss, es sei nicht überwiegend wahrschein
lich, dass die
anhaltenden
Beschwerden
Folgen des Unfalles seien.
Schliesslich liegen denn auch keine ärztlichen Stellungnahmen vor, welche der Beurteilung durch
Dr.
Y._
widersprechen würden. Die vom behandelnden Neurologen
Dr.
N._
attestierten Diagnosen erachtete
Dr.
Y._
als deskriptiv und auf den
subjektiven Symptomen des Beschwerdeführers beruhend. Der neurologische Befund sei kongruent mit dem Befund des degenerativen Verschleissleidens der Halswirbelsäule und die attestierte stark eingeschränkte Beweglichkeit der übri
gen Wirbelsäule sei bildgebend nicht abgeklärt worden. Eine Begründung der Kausalität der geklagten Beschwerden findet sich alsdann ebenfalls nicht im
Bericht von
Dr.
N._
.
Nach dem Gesagten ist auf die Beurteilung durch
Dr.
Y._
abzustellen und gestützt darauf davon auszugehen, dass für die vom Beschwerdeführer noch geklagten Beschwerden kein unfallbedingtes strukturelles Substrat objektiviert und bezüglich der organischen Unfallfolgen von weiteren Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden kann.
4.4
Die Rechtsprechung umschreibt den Begriff der organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge - als Differenzierungsmerkmal für das Erfordernis einer Adäquanz
prüfung - wie folgt: Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reprodu
zierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparati
ven/
bild
gebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hie
r
bei angewendeten Untersu
chungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1). Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, das eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse. Auch aus dem Vorliegen von Schmerzen kann noch nicht auf organisch (hinreichend) nachweisbare Unfallfolgen geschlossen werden, weil sich die Feststellung von Schmerzen einer wissenschaftlichen Beweisführung
entzieht (Urteil des Bundesgerichts 8C_123/2018 vom 18. September 2018 E. 4.1.1
).
4.5
Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung vom
Mai 2019 (vorstehend E. 3.15
)
- auf welche abzustellen ist (vgl. vorstehend E. 4.3) -
hat das Unfallereignis keine bild
gebend dokumentierten Weichteil- oder Knochen
verletzungen bewirkt, es liegen keine unfallbedingten strukturellen Schädigungen vor. Dokumentiert sind, auch von behandelnder Seite, ausschliesslich vom Be
schwerdeführer geklagte, als per
sistierend geschilderte
Schulter- und Nackenbeschwerden sowie Kopfschmerzen.
Dass diese organisch nicht nachweisbar sind, wurde denn auch in der Besc
hwerde nicht in Abrede gestellt.
4.6
Damit steht fest, dass zu prüfen ist, ob diese Beschwerden wie auch allfällige psychische Beeinträchtigungen in adäquatem Kausalzusammenhang mit dem erlittenen Unfall stehen. Das Anhalten der genannten Beeinträchtigungen lässt
nicht darauf schliessen, die Adäquanzprüfung erfolge verfrüht. Diese ist im Ge
gen
teil geradezu geboten, denn das Fortbestehen oder der Wegfall einer Leis
tungspflicht hängt gerade davon ab, ob die Adäquanz bejaht oder verneint wird.
Ebenso ist für den Zeitpunkt der Adäquanzprüfung nicht von Belang, um welche einzelnen psychischen Beeinträchtigungen es sich handelt, dient diese doch der Beantwortung der Frage, ob auf die psychischen Beeinträchtigungen bezogen
überhaupt eine Leistungspflicht besteht, wobei die Rechtsprechung auf die Schwere
des Unfallereignisses
und die praxisgemässen massgebenden - sich auf soma
tische
Aspekte beziehende – Kriterien
abstellt, und nicht auf die Ausprägung der psychischen Beeinträchtigungen.
4.7
Nach dem Gesagten ist der Zeitpunkt der Adäquanzprüfung nicht zu bean
stan
den. Glei
ches gilt für die Einordnung der Unfallereignisse
im
leichten beziehungs
weise
mittleren Bereich.
Was die einzelnen Kriterien anbelangt, ist mit der Beschwerdegegnerin (Urk. 2 S. 15 f.) festzuhalten, dass besonders dramatische Begleitum
stände zu verneinen sind und die Unfä
ll
e
objek
tiv betrachtet auch nicht als besonders ei
ndrücklich bezeichnet werden können
. Die erlittenen
Verletzungen (vorstehend E. 3
) sind nicht als schwer oder von be
son
derer Art zu bezeichnen, konnten doch intra
kranielle Verletzungen und Verletz
ungen der HWS
ausgeschlossen werden und war
die neurologische
Untersuchung
unauffällig. Auch kann nicht gesagt werden, dass diese
Ge
sundheitsschädigungen erfahrungsgemäss geeignet wären, psychi
sche Fehlent
wicklungen auszulösen. Es finden sich auch keine Anhaltspunkte für eine ärzt
liche Fehlbehandlung, einen schwierigen Heilungsverlauf oder erheb
liche Komp
li
kationen, wobei die Behandlung der psychischen Beschwerden nicht in die Prü
fung dieser Kriterien miteinzubeziehen ist. Auch das Kriterium der unge
wöhnlich lang dauernden ärztlichen Behandlung ist nicht erfüllt, bezieht sich doch der diesbezügliche Hinweis des B
eschwerdeführers auf die Folgen
organisch nicht ausgewiesener Beschwerden. Mangels objektivier
ba
ren organi
schen Substrats der noch geklagten Beschwerden ist auch das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen zu verneinen. Gleiches gilt für die attestierte Arbeits
unfähigkeit.
Somit ist keines der massgebenden Kriterien erfüllt und die Adäquanz des K
ausal
zusammenhangs zwischen den Unfä
ll
en
im
Oktober
2017
und Juni 2018
und allfälligen Ende
Mai 2019
noch geklagten Beschwerden ist zu verneinen.
4.
8
Aus diesem Grund ist die Beschwerdegegnerin ab 1. J
uni
201
9
nicht mehr leistungspflichtig. Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
5.
5.1
Das Verfahren ist kostenlos.
5.2
Nach
§
34
Abs.
3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.
Mit Honorarnote vom 1
6.
Juli 2020 machte Rechtsanwalt Matthias
Horschik
einen Aufwand von insgesamt 14.95 Stunden und Barauslagen von
Fr.
98.65 (zuzüg
lich Mehrwertsteuer) geltend (
Urk.
18). Der geltend gemachte Aufwand erscheint der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Falles ange
messen. Beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- ist der unentgeltliche Rechtsver
treter somit mit
Fr.
3’648.50 (inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
5.3
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.