Decision ID: 819bc3e3-49d9-5567-9b03-083aab5ef67d
Year: 2021
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_007
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
dass gemäss Sachverhalt bis am Mittwoch, 24. Februar 2021, mittags, 49 Wahlcouverts mit den fehlerhaften Wahllisten bei der Gemeinde eingegangen sind;
dass die Gemeinde jedoch die betroffenen Personen in einem persönlichen Brief vom 24. Februar 2021 angeschrieben und über die Konsequenzen aufgeklärt hat;
dass die Gemeinde durch die rechtzeitige Zustellung des korrekten Wahlmaterials, die  Meldung der Fehler beim Oberamt, und die transparente Information der Bevölkerung  gehandelt hat (vgl. BGE 105 Ia 237);
dass deshalb davon ausgegangen werden kann, dass das Recht auf freie Willensbildung und unverfälschte Stimmabgabe gewährt werden konnte: Denn die Stimmberechtigten erhielten dadurch die Chance ihre Stimmabgabe für die Wahl des Gemeinderates zu korrigieren, oder aber sie so zu belassen (und folglich nur 7 Kandidaten anstelle der möglichen 9 zu wählen). Wenn die betroffenen Stimmberechtigten ihre Stimmabgabe nicht korrigiert haben, kann davon ausgegangen werden, dass sie sich bewusst dafür entschieden haben, was wiederum den unverfälschten Willen der Stimmbürger zum Ausdruck bringt;
dass die Beschwerde deshalb abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist;
dass keine Gerichtskosten erhoben werden und keine Parteientschädigung zu gewähren ist;
(Dispositiv auf der nächsten Seite)
Kantonsgericht KG Seite 5 von 5

Considerations: