Decision ID: c6fa9c2d-e87c-591f-80f1-7a029293a8ee
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1979 geborene
X._
war vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Oktober 2013 bei
der
Y._
als
Dedicated
Account
Coordinator
in einem 80 %-Pensum tätig, wobei der letzte effektive Arbeitstag der 20. Dezember 2011 war (Urk. 6/70).
Am 19. Juni 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Rückenschmerzen bei der
Sozialversicherungs
an
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/10).
Die
IV-
Stelle
klärte die medizinischen Verhältnisse ab
und holte einen Auszug aus dem Individuellen Konto der Versicherten ein (IK-Auszug, Urk. 6/17). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass Eingliede
rungsmassnahmen zurzeit nicht möglich seien (Urk. 6/20).
Am 14. Mai 2013 erlitt die Versiche
rte einen Verkehrsunfall
.
Am 19. Juli 2013 wurde
sie
von med.
pract
.
Z._
, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie FMH,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), untersucht (Urk. 6/32).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Dezember 2013 einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 6/47). Mit Verfügung vom 23. Januar 2014 hob
sie
die Verfügung vom 12. Dezember 2
013 wiedererwägungsweise auf, da nicht zu sämtlichen Einwänden Stellung genommen worden war
(Urk. 6/49). In der Folge tätigte
die
IV-Stelle
weitere
medizinische und erwerbliche
Abklärungen und zog die Akten der Stadtpolizei
A._
sowie
der
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
betreffend den Verkehrsunfall vom 14. Mai 2013 bei (Urk. 6/60
,
Urk. 6/72 und Urk. 6/73).
Sie holte
sodann
eine Stellungnahme von RAD-Ärztin
Z._
ein
(Urk. 6/76 S. 3 f.)
.
Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
verneinte
die
IV-Stelle
mit Verfügung vom 14. Januar 2015 einen
Leistungs
anspruch der Versicherten (Urk. 6/78
= Urk. 2
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit nicht datierter Eingabe (
zur Post gegeben am
12. Februar 2015, Urk. 1) Beschwerde und beantragte sinngemäss
,
es seien wei
tere Abklärungen vorzunehmen und es sei ihr eine Rente
der Invalidenversi
cherung
zuzusprechen (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Beschwerdeführerin am 24. März 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134
V
231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
die Abklärungen hätten ergeben,
dass die Beschwerdeführerin von
Dezember 2011 bis März 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Seit März 2012 sei ihr aus medizinischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 80%igen Tätig
keit als Büroangestellte wieder zumutbar. Das Wartejahr sei nicht erreicht. Es bestehe somit kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Da eine volle Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit vorliege, bestehe auch kein Anspruch auf berufliche Massnahmen (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber im Wesentlichen geltend,
gemäss ärztlichem
Zeugnis sei sie seit dem 22.
Dezember 2011 bis zum 1. Juli 2014 100 % und danach bis auf weiteres 50 % arbeitsunfähig gewesen. Sie habe deshalb Anspruch auf eine Invalidenrente. Sie beantrage eine erneute Untersu
chung durch eine andere Fachperson
, die den Fall neutral anschaue
(Urk. 1).
3.
3.1
Der MRI-Befund des Spitals
B._
vom 23. Januar 2012
ergab eine begin
nende
Osteochondrose
im Segment LWK5/S1 mit
breitbasiger
Protrusion
, freie
Neuroforamina
und
Recessus
lateralis
, eine kleine mediane
subligamentäre
Dis
kushernie
im Segment LWK5/S1 und eine altersentsprechend normale Darstel
lung der
Iliosakralgelenke
beidseits (Urk. 6/14
S. 12
= Urk. 6/26 S. 14
).
3.2
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie
FMH
,
diag
nostizierte
in seinem nicht datierten Bericht betreffend die Behandlung vom 14. März 2012 bis 5. Juni 2012
chronische
Kreuzschmerzen bei
Discopathie
L5/S1 mit
Protrusion
und HIZ (
Hyper
Intensity
Zone) seit 2010
(Urk. 6/23 S. 1)
.
3.3
Der Hausarzt der Beschwerdeführerin,
Dr.
med.
D._
, FMH Allge
meine Medizin,
stellte
in seinem Bericht vom
22.
Februar 2013 die Diag
nose eines chronischen
lumbovertebralen
Syndroms mit Diskushernie L5/S1
bestehend seit 13. Dezember 201
1.
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
, hielt aber fest, dass eine leichte Tätigkeit in wechselnden Positionen zu maximal 50 % möglich sei
(Urk. 6/26
S. 1 f.
).
3.4
RAD-Ärztin
Z._
nannte in ihrem Bericht vom 18. Juli 2013 betreffend die orthopädische Untersuchung vom 9. Juli 2013 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine therapieresistente Lumbalgie ohne
radikuläre
Symptomatik und eine
Zervikobrachialgie
.
Sie führte aus, die von
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 14.
März 2012 mitgeteilte
diskogene
Schmerzsymptomatik habe nicht nachvollzogen werden können. Es hätten sich keine Hinweise auf Nervenwurzelreizungen oder eine
Facettengelenks
sympto
matik
der LWS gefunden. Es habe ein
regionales Schmerzsyndrom der unteren LWS imponiert mit deutlichen Hinweisen auf eine Symptomausweitung mit teilweise nicht reproduzierbarer Symptomatik
. Dem Bericht von
Dr.
D._
vo
m 22.
Februar 2013 sei zu entnehmen, dass die Problematik mit der ersten Schwangerschaft begonnen habe und seither keine wesentliche Veränderung aufweise.
Ein organisches Korrelat, das das Beschwerdeausmass erk
l
ären würde, sei aus medizinischer Sicht bislang nicht gefunden worden.
Auch die im MRI vom 24. Januar 2012 festgestellte beginnende
Osteochondrose
mit
breitbasiger
Protrusion
der Bandscheibe L5/S1 sei aus medizinischer Sicht nicht beweisend für ein organisches Korrelat der Beschwerden. Im Rahmen der Untersuchung im RAD sei der Serumspiegel des eingenommenen Schmerzmittels (Ibuprofen
600 mg 1-0-0) bestimmt worden. Dieser sei deutlich über dem therapeutischen Bereich gelegen, was am wahrscheinlichsten durch Tabletteneinnahme kurz vor der Blutentnahme und nicht wie angegeben morgens nach dem Aufstehen erklärt werden könne. Bei der 33
-
jährigen Büroangestellten sei anhand der vor
liegenden medizinischen Berichterstattung und der körperlichen Untersuchung
vom 9. Juli 2013 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der medizi
nisch-theoretisch die Arbeitsfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten mit überwiegender Belastung des Achsenorgans beeinträchtige.
Für die ange
stammte Tätigkeit als Büroangestellte sei aus medizinischer Sicht keine wesent
liche Einschränkung der Belastbarkeit ausgewiesen
. In ihrer bisherigen Tätigkeit bestehe
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit dem 9. Juli 201
3.
Anhand des vorlie
genden medizinischen Berichtmaterials sei ausgewiesen, dass es sich um ein Beschwerdebild handle, das sich im zeitlichen Verlauf nicht verändert habe. Während des Zeitraums der fachärztlich orthopädischen Behandlung von März 2012 bis zum Eintreten der Schwangerschaft im Juli 2012 habe im Wesentli
chen der heute vorliegende Untersuchungsbefund bestanden, so dass eine wesentliche Veränderung im zeitlichen Verlauf nicht ausgewiesen sei. Damit könne aus medizinischer Sicht angenommen werden, dass überwiegend wahr
scheinlich auch schon ab März 2012 eine 100%ige Belastbarkeit für die ange
stammte Tätigkeit bestanden habe (Urk. 6/32 S. 8 f.).
3.5
Im Bericht des
E._
vom 14. Mai 2013 betreffend die ambu
lante Behandlung vom 14. Mai 2013 wurde die Diagnose einer HWS-Dis
torsion ges
tellt. Der Röntgenbefund ergab
eine Streckstellung der oberen HWS, eine monosegmentäre Bandscheibenhöhenminderung Segment C5-C6, eine minime Spondylose und
eine
leicht
deformierende
Unkovertebralarthrose
, kein pathologisches Gleiten, unauffällige
Atlantoaxialgelenke
und
Dens
, einen regelrechten prävertebralen Weichteilschatten und keinen Frakturanhalt (Urk. 6/61).
3.6
Der Hausarzt
der Beschwerdeführerin,
Dr.
D._
,
nannte in seinem
Bericht vom 27. Juni 2014
als Diagnosen ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit Diskushernie L5/S1
bestehend
seit 13. Dezember 2011 sowie eine HWS-Distor
sion
bestehend
seit 14. Mai 201
3.
Er attestierte
in der zuletzt ausgeübten Tätig
keit
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit, hielt aber fest, dass
eine
wechselbelas
tende
leichte
Tätigkeit
zu 50 % möglich sei
(Urk. 6/64
S.
2
f
).
3.7
Am 4.
Juli 2014 wurde die Beschwerdeführerin
im Auftrag der Unfallversiche
rung (Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG)
von
Dr.
med.
F._
, Fach
arzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen FMH,
konsi
liarisch unter
sucht. In seinem Bericht vom 10. Juli 2014 zuhanden der Unfallversicherung
stellte er die folgenden Diagnosen
(Urk. 6/72 S. 31)
:
Chronifizierte
Schulter- und Nackenschmerzen mit/bei
Skapuladyskinesie
links
Schlafstörungen
muskulärer
Dysbalance
Chronische unspezifische vor allem lumbale Rückenschmerzen mit/bei
lumbospondylogenen
Befunden
Fehlhaltung
ungenügender Rumpfstabilisation (Haltungsinsuffizienz)
minimalen degenerativen Veränderungen wie
Osteochondrosen
C5/6 und L5/S1
inadäquatem Schon- und
Vermeidensverhalten
St. n. HWS-Distorsion am 14.05.2013
St. n. Spontangeburten am 25.03.2013 und 22.10.2009
St. n.
Mammaaugmentation
2001
Er führte aus, die unmittelbar
nach dem Unfallereignis vom 14.
Mai 2013 angefer
tigten konventionellen Röntgenbilder zeigten
keine traumatischen Ver
änderungen
, jedoch eine gewisse unfallfremd vorbestehende
Diskopathie
C5/
6.
Weitere Abklärungen wie mit einem MRI seien im Verlauf nicht für nötig gehalten worden. So seien denn auch
immer nur muskuläre Beschwerden und Befunde aufgeführt worden und keine eigentliche vertebrale Symptomatik
. Der radiologische Befund habe somit nie ein somatisches Korrelat gehabt. Der Unfallmechanismus sei vereinbar mit einer HWS-Distorsion, habe jedoch lediglich muskuläre Beschwerden ausgelöst.
Zu erwarten
gewesen
sei somit ein Heilverlauf von wenigen Wochen bis vielleicht einigen Monaten, jedoch sicher ke
ine länger dauernden Beschwerden
und schon gar keine anhaltende Arbeits
unfähigkeit
(Urk. 72 S. 27
f.)
.
Die Beschwerdeführerin
habe
ihre Beschwerden auffallend intensiv und limitie
rend
geschildert
. Auf
gefallen
sei auch ein ängstlich gehe
mmtes
Bewegungsver
halten
. Trotz
dem habe die Beschwerdeführerin
ohne erkennbare
Schmerzreak
tion
gut eine Stunde ruhig sitzen können
. Die Untersuchung
sei jedoch immer wieder durch G
egenspannen limitiert worden, so dass die Bewegungsprüfungen mehrheitlich aktiv und ohne passives Insistieren durchge
führt worden seien. Insofern sei
davon auszugehen, dass
die möglichen Bewegungsumfänge grösser als die beobachteten und die gemessenen seien. Zudem seien zumindest
4 von 5
Waddell
—
Z
eichen positiv
,
was
auf eine funktionelle Ausgestaltung des Beschwerdebildes
hinweise
(Urk.
6/72 S. 29
f.).
Der konstant hohe, durch keine Massnahmen signifikant beeinflussbare
Dauer
schmerz
spreche für eine Schmerzverarbeitungsstörung. So lasse sich auch das
Ausmass der Beschwerden in keiner Art und Weise durch die minimalen objek
tivierbaren Befunde erklären
. Die erwähnten Diskrepanzen sprächen für eine somatoforme Schmerzstörung, eine Diagnose, die nur von einem psychiatri
schen Facharzt gestellt werden könne. Er habe keine Hinweise für eine relevante psychiatrische Erkrankung wie eine Depression oder Angs
t
störung (Urk. 6/72 S. 30
f.)
Aufgrund ihrer Konstitution sowie des beschriebenen Gesundheitszustandes sei die Beschwerdeführerin ungeeignet für körperliche, aber auch repetitive Tätig
keiten in der Höhe. Bei einer sitzenden Tätigkeit müsse sie zudem die Möglich
keit haben, gelegentlich aufstehen oder ein Stehpult benützen zu können. Auf
grund der aktuellen Befunde lasse sich jedoch
weder für die angestammte Bürotätigkeit noch eine andere körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit ein
e Arbeitsunfähigkeit begründen
(Urk. 6/72 S. 32).
3.8
In ihrer Stellungnahme vom 15. September 2014 hielt RAD-Ärztin
Z._
fest, den neu vorliegenden m
edizinischen Befunden seien kei
n
e
wesentlichen neuen Sachverhalte zu entnehmen. Insbesondere
der von
Dr.
F._
anlässlich seiner Untersuchung vom 4. Juli 2014 erhobene Befund entspreche im Wesent
lichen den Befunden, wie sie auch im RAD erhoben worden seien
. Auch
Dr.
F._
weise auf eine erhebliche Selbstlimitierung und Symptomausweitung hin. Damit könne an der RAD-Stellungnahme vom 14. August 2013 festgehal
ten werden (Urk. 6/76 S. 3).
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin
seit Dezember 2011 an einer therapieresistenten Lumbalgie ohne
radikuläre
Symp
tomatik und einer
Zervikobrachialgie
leidet.
Dem Bericht der RAD-Ärztin vom 18. Juli 2013
ist zu entnehmen, dass es sich um
ein
regionales Schmerzsyndrom der unteren LWS mit deutlichen Hinweisen auf eine Symptomausweitung mit teilweise nicht reproduzierbarer Symptomatik
handelt.
Ein organisches Korrelat, das das Beschwerdeausmass erklären würde,
konnte nicht gefunden werden. Die Beurteilung der RAD-Ärztin stimmt
auch
mit derjenigen von
Dr.
F._
überein
, wonach das
Ausmass der Beschwerden in keiner Art und Weise durch die minimalen o
bjektivierbaren Befunde erklärt werden könne. Auch
Dr.
F._
erwähnt
die Selbstlimitierungen und die in signifikanter Anzahl vorhandenen
4 von 5
Wadell
-Zeichen, welche auf eine funktionelle Ausgestaltung des Beschwerd
e
bildes hinweisen
.
In Bezug auf
die beim Bagatellunfall vom 14.
Mai 2013 erlittene HWS-Distorsion, welche zu
chronifizierten
Schulter- und Nackenschmerzen führte,
hält
er fest,
dass
die Untersuchung nur
muskuläre Beschwerden und Befunde
ergeben habe.
Zu erwarten
gewesen
wäre somit ein Heilverlauf von wenigen Wochen
bis vielleicht einigen Monaten
,
jedoch keine länger dauernden Beschwerden und keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit.
Sowohl RAD-Ärztin
Z._
als auch
Dr.
F._
kommen zum Schluss, dass aufgrund der
erhobenen
Befunde
weder für die angestammte Bürotätigkeit noch
für
eine andere körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit eine Arbeitsunfä
higkeit
besteht
.
Gemäss der Einschätzung der R
AD
-Ärztin ist ausserdem eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes im zeitlichen Verlauf nicht ausgewiesen. Aus medizinischer Sicht könne bereits ab März 2012 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit ausgegangen werden.
Die vom Hausarzt
Dr.
D._
attestierte
100%ige Arbeitsunfähigkeit
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
wird weder durch objektive Befunde untermauert noch näher begründet
.
Dass er für die angestammte Bürotätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und gleichzeitig eine
wechselbelastende leichte Tätigkeit bis zu 50 %
als zumutbar erachtet, erscheint widersprüchlich
, zumal es sich bei der angestammten Tätigkeit um eine wechselbelastende leichte Tätigkeit handelt
. Weshalb der Beschwerdeführerin eine körperlich leichte Tätigkeit gar nicht oder bloss zu 50 % zumutbar sein soll, geht aus seinen Berichten nicht hervor. Es entsteht der Eindruck, dass Dr.
D._
bei seiner Beurteilung
allein
auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt hat, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Es entspricht denn auch einer Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel
lung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen). Die Beurteilung von Dr.
D._
verm
ag deshalb nicht zu überzeugen.
Die Beurteilung der RAD-Ärztin
beruht auf einer
sorgfältigen
Untersuchung
,
wurde in Auseinandersetzung mit den vorliegenden Arztberichten vorgenom
men
, ist nachvollziehbar begründet
und erschein
t überzeugend. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der RAD-Ärztin mangelnde Objektivität oder Befangenheit vorgeworfen werden könnte.
Ihre
Begründung
für den
überhöhten
Schmerz
mittelspiegel
im Blut der Beschwerdeführerin anlässlich der RAD-Untersuchung, wonach es in der
Anflutungsphase
nach Einnahme des Medikaments kurzfristig zu einer Spitze der
Serumskonzentration
kommen kann, ist einleuchtend. Die Beschwerdeführerin bringt keine Argumente vor, welche diese
Begründung
in Zweifel zu ziehen vermöchten.
Da sich die Beschwerdeführerin nicht in psychiatrischer Behandlung befindet,
bestehen keine Hinweise
, dass ein invalidenversicherungsrechtlich bedeutsames psychisches Leiden vorlieg
en könnte
.
4.2
Nach dem Gesagten kann a
uf die
nachvollziehbare
Einschätzung der RAD-
Ärz
tin
abgestellt werden
.
Weitere Abklärungen erübrigen sich.
Somit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
spätestens
im Zeitpunkt des mutmasslichen Rentenbeginns (Dezember 20
12)
wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen war.
Eine allfällige vorübergehende Arbeits
unfähigkeit infolge des Unfalls vom 14. Mai 2013 ist
invalidenversicherungs
rechtlich
nicht relevant.
Da
kein
invalidisierender
Gesundheits
schaden
vorliegt, erweist sich d
ie Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.