Decision ID: 9ce279ee-c2d2-5525-9e66-a2f50660d964
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer ersuchte am 3. Mai 2021 im Bundesasylzentrum
(BAZ) B._ um Asyl in der Schweiz, wobei er als Geburtsdatum den
(...) angab. Im Verlaufe des Verfahrens reichte er eine Geburtsurkunde in
Kopie zu den Akten.
B.
Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Eurodac)
ergab, dass der Beschwerdeführer am 7. Dezember 2020 in Griechenland
um Asyl ersucht hatte und ihm am 24. Dezember 2020 von den griechi-
schen Behörden subsidiärer Schutz gewährt wurde.
C.
Am 5. Juni 2021 stimmten die griechischen Behörden dem Rückübernah-
meersuchen der Vorinstanz vom 20. Mai 2021 zu. Gleichzeitig bestätigten
sie, dass dem Beschwerdeführer am 24. Dezember 2020 subsidiärer
Schutzstatus gewährt wurde und seine Aufenthaltsgenehmigung bis am
30. Dezember 2021 gültig sei. Die griechischen Behörden hielten ausser-
dem fest, dass den von der Vorinstanz geforderten Garantien – insbeson-
dere zur Unterbringung des Beschwerdeführers als unbegleitetem minder-
jährigen Asylsuchenden (UMA) – nicht entsprochen werden könne, zumal
im griechischen Asylverfahren als Geburtsdatum des Beschwerdeführers
der (...) geführt werde und er somit als volljährig gelte.
D.
Im Rahmen der Erstbefragung UMA vom 11. Juni 2021 wurde der Be-
schwerdeführer zu seinen Personalien, dem von ihm geltend gemachten
Alter, seinen Lebens- und Familienverhältnissen sowie summarisch zum
Reiseweg befragt. Dabei gewährte die Vorinstanz ihm das rechtliche Gehör
zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1
Bst. a AsylG sowie zur Wegweisung nach Griechenland.
Dabei machte der Beschwerdeführer insbesondere geltend, nach seiner
Befragung in Griechenland ein Papier erhalten zu haben, mit dem er sich
auf der griechischen Insel Lesbos frei habe bewegen können. Am (...) De-
zember 2020 sei er ins Camp Moria gebracht worden. In diesem Camp
habe er unter prekären Bedingungen gelebt. Nach ungefähr vier Monaten
sei er von dort nach Athen transferiert worden. Die alleinstehenden Männer
hätten nach der Ankunft in Athen keine Unterstützung erhalten. Nachdem
er die ersten paar Tage auf der Strasse verbracht habe, sei er bei einer
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somalischen Frau untergekommen, die ihn unterstützt habe. Sie sei aber
nicht in der Lage gewesen, ihn dauerhaft zu unterstützen. Nachdem er die
Insel Lesbos verlassen habe, habe auch die finanzielle Unterstützung
durch den griechischen Staat aufgehört. Ausser dem Papier, mit dem er
sich auf der Insel habe bewegen können, habe er nichts erhalten. Der
Transfer nach Athen sei darauf zurückzuführen, dass die Behörden mitbe-
kommen hätten, dass er im Camp immer wieder von anderen Schutzsu-
chenden geschlagen worden sei. Am (...) April 2021 habe er mithilfe sei-
ner Tante in Somalia seine Ausreise aus Griechenland organisiert. Im Üb-
rigen hätten die griechischen Behörden sein Geburtsdatum eigenmächtig
und entgegen seiner Angaben im griechischen Asylverfahren auf den (...)
2002 festgesetzt. Er verstehe nicht, weshalb Griechenland seiner Rück-
übernahme zugestimmt habe, zumal ihm nie Papiere ausgestellt oder er in
anderer Weise aufgenommen worden sei. Er habe dort viele schlimme Sa-
chen erlebt. Auch die Behörden hätten gesehen, wie er immer geschlagen
worden sei. Danach hätten sie ihn auf die Strasse gesetzt. Er sei nicht be-
reit, nach Griechenland zurückzukehren.
E.
Aufgrund von Zweifeln an der geltend gemachten Minderjährigkeit des Be-
schwerdeführers gab das SEM beim Institut für Rechtsmedizin der Univer-
sität Basel ein Gutachten zur Altersabklärung in Auftrag. Das Gutachten
vom 21. Juni 2021 kommt zum Schluss, in Zusammenschau der Befunde
könne von einem Mindestalter von 19.0 Jahren ausgegangen werden. Das
vom Beschwerdeführer angegebene Lebensalter von (...) sei mit den er-
hobenen Befunden nicht zu vereinbaren.
F.
Mit Schreiben vom 24. Juni 2021 gewährte das SEM dem Beschwerdefüh-
rer das rechtliche Gehör zur Altersbestimmung und gab ihm die Möglich-
keit, sich ergänzend zur beabsichtigten Wegweisung nach Griechenland
zu äussern.
G.
Die Rechtsvertretung reichte am 29. Juni 2021 eine Stellungnahme zu den
Akten und ergänzte diese mit Schreiben vom 30. Juni 2021. In Bezug auf
die beabsichtigte Wegweisung nach Griechenland führte die Rechtsvertre-
tung folgendes aus:
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Der Beschwerdeführer sei in Griechenland – unter Missachtung seiner Min-
derjährigkeit – mit mehreren Erwachsenen in einem Zelt untergebracht ge-
wesen. Er sei wiederholt verbal und physisch drangsaliert worden. Bei der
Essensausgabe habe er sich in eine lange Schlange stellen müssen, wobei
ihm sein Platz oft streitig gemacht worden sei und er oftmals nichts oder zu
wenig zu essen gehabt habe. Ein menschenwürdiges Leben sei ihm in
Griechenland nicht möglich. Die griechischen Behörden hätten ihn und an-
dere Minderjährige aufgefordert, selbst eine Unterkunft zu finden und sie
seien ohne staatliche Unterstützung aus dem Camp weggewiesen worden.
Er habe keinerlei Dokumente erhalten. Aufgrund der prekären Lebensum-
stände im Camp habe er ausserdem Hautprobleme bekommen. Manchmal
sei er gefragt worden, ob er medizinische Hilfe benötige, und obwohl er
das jeweils bestätigt habe, habe er zu keinem Zeitpunkt konkrete medizi-
nische Hilfe erhalten.
H.
Am 7. Juli 2021 wurde der Entscheidentwurf der Rechtsvertretung zur Stel-
lungnahme ausgehändigt.
Ihren vorgesehenen Nichteintretensentscheid begründete sie im Wesentli-
chen damit, dass im vorliegenden Fall zwar Anzeichen bestünden, dass
der Beschwerdeführer die Bedingungen für eine vorläufige Aufnahme nach
Art. 83 AIG (SR 142.20) erfüllen würde, da er in Griechenland subsidiären
Schutz erhalten habe. Gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG sei einem Begehren
um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder von Wegweisungshinder-
nissen in der Schweiz nur dann zu entsprechen, wenn ein schutzwürdiges
Interesse nachgewiesen werde. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Der Be-
schwerdeführer könne nach Griechenland zurückkehren, ohne eine Rück-
schiebung in Verletzung des Non-Refoulement-Prinzips zu befürchten.
Deshalb sei nicht auf sein Asylgesuch einzutreten.
Weder die in Griechenland herrschende Situation noch andere Gründe
würden gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in diesen Staat
sprechen.
Die vom Beschwerdeführer beklagten fehlenden Unterstützungsleistungen
– finanzieller und medizinischer Natur – durch die griechischen Behörden
könne er gestützt auf die Richtlinie 2011/95/EU (sog. Qualifikationsrichtli-
nie) im Bedarfsfall gerichtlich einfordern. Es lägen keine Anhaltspunkte vor,
die auf die Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzu-
ges schliessen lassen würden.
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I.
In ihrer Stellungnahme vom 8. Juli 2021 zum Entscheidentwurf führte die
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers im Wesentlichen aus, er sei als
minderjähriger Asylsuchender besonders schutzbedürftig. In Griechenland
habe er zunächst vier Monate unter menschenunwürdigen Bedingungen
im Camp Moria gelebt und seine Situation habe sich auch nach dem Trans-
fer nach Athen nicht verbessert. Nur Frauen und Kinder hätten eine Unter-
kunft erhalten, die jungen Männer seien ihrem Schicksal überlassen wor-
den. Von den griechischen Behörden sei er nur in der Anfangszeit finanziell
unterstützt worden. In Athen habe er auch keine medizinische Unterstüt-
zung erhalten. Zudem habe er psychische Probleme und leide sehr unter
der ungewissen Situation.
Mit der Stellungnahme reichte der Beschwerdeführer zwölf Fotos aus dem
Camp Moria zu den Akten.
J.
Mit Verfügung vom 9. Juli 2021 – gleichentags eröffnet – trat das SEM auf
das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete die Wegwei-
sung aus der Schweiz an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach
Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, ansonsten er in Haft
genommen und unter Zwang nach Griechenland zurückgeführt werde.
Gleichzeitig verfügte die Vorinstanz die Anpassung des Geburtsdatums
des Beschwerdeführers im Zentralen Migrationsinformationssystem
(ZEMIS) auf den (...) (mit Bestreitungsvermerk), beauftragte den zuständi-
gen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung und händigte dem Be-
schwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis
aus.
Die Vorinstanz hielt an ihrer Begründung – wie im Entwurf – fest und führte
zur Stellungnahme der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers vom
8. Juli 2021 insbesondere aus, dass erfahrungsgemäss Personen im Asyl-
prozess, deren Asylgesuch abgelehnt worden sei, Zukunftsängste und De-
pressionen entwickeln würden, sobald die Anordnung des Wegweisungs-
vollzugs den Traum vom Aufbau einer Existenz im Asylzielland beende. Es
sei dem Beschwerdeführer jedoch unbenommen sich auch bezüglich die-
ser gesundheitlichen Probleme ans Gesundheitspersonal in seiner Unter-
kunft zu wenden.
K.
Mit Eingabe vom 15. Juli 2021 liess der Beschwerdeführer – handelnd
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durch seine zugewiesene Rechtsvertretung – beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung erheben. Darin be-
antragte er, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Vor-
instanz sei anzuweisen auf sein Asylgesuch einzutreten, eventualiter sei
die Verfügung zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung und Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei die Unzu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. In prozessualer Hin-
sicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ein-
schliesslich Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
In seiner Beschwerdeschrift verwies der Beschwerdeführer erneut auf die
prekären Lebensbedingungen in Griechenland für Personen mit Schutz-
status. So habe er keine Unterstützung und keine Sozialleistungen der
griechischen Behörden erhalten. Ausserdem sei er angewiesen worden,
seine Unterkunft zu verlassen, und anschliessend, mangels staatlicher Un-
terstützung, obdachlos geworden. Bei einer Wegweisung nach Griechen-
land sei davon auszugehen, dass er wiederum in die gleiche Situation ge-
raten werde und menschenunwürdigen Lebensumständen ausgesetzt sei,
womit eine Verletzung von Art. 3 EMRK vorliege und er in eine existenzielle
Notlage gerate. Auf sein Asylgesuch sei daher einzutreten.
Ausserdem habe er gegenüber dem SEM psychische Probleme geltend
gemacht, die einerseits auf die Ungewissheit seiner Situation und anderer-
seits auch auf seine Erlebnisse in Griechenland zurückzuführen seien. Das
SEM habe dies zwar in seine Verfügung aufgenommen, beschränke sich
aber auf die pauschale Feststellung, es sei üblich, dass Personen mit ab-
gewiesenen Asylgesuchen Zukunftsängste und Depressionen entwickeln
würden. Dies sei sicher keine individuelle Abklärung und Beurteilung seiner
vorgebrachten Beschwerden. Indem das SEM keine weiteren medizini-
schen Abklärungen veranlasst habe, obwohl andere seiner medizinischen
Probleme abgeklärt worden seien, habe es den relevanten Sachverhalt
nicht vollständig abgeklärt. Insbesondere angesichts der schlechten Auf-
nahmebedingungen in Griechenland sei vorliegend eine vollständige Ab-
klärung zu erwarten um sicherzustellen, dass er bei einer Rückkehr nach
Griechenland nicht in eine existenzielle Notlage gerate.
L.
Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am
16. Juli 2021 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG).
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-
lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig
und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-
gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das
AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-
rung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1
VwVG).
1.4 Die Beschwerdebegehren und die dazugehörige Begründung be-
schränken sich vorliegend auf die Frage des Eintretens auf das Asylgesuch
sowie die Wegweisung und den Vollzug. Die Altersanpassung im ZEMIS
wurde nicht bestritten, weshalb die vorinstanzliche Verfügung vom 9. Juli
2021 hinsichtlich der Dispositivziffer 4 in Rechtskraft erwachsen ist.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
3.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungs-
weise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie
nachstehend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
3.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
4.
Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das SEM
ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu
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Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1;
2012/4 E. 2.2, je m.w.H.).
5.
5.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der Re-
gel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a
Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann,
in welchem sie sich vorher aufgehalten hat.
5.2 Der Bundesrat bezeichnet Staaten, in denen nach seinen Feststellun-
gen effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG
besteht, als sichere Drittstaaten (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Durch den
Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007 wurden sämtliche
Länder der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandels-
assoziation (EFTA) als sichere Drittstaaten bezeichnet.
5.3 Die Vorinstanz stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest,
dass es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU),
um einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b
AsylG handelt. Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer in Griechenland subsidiären Schutzstatus erlangt
hat und die griechischen Behörden seiner Rückübernahme ausdrücklich
zustimmten. Demnach sind die Voraussetzungen für einen Nichteintreten-
sentscheid nach Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt, weshalb das SEM auf
das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist.
6.
Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die
Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt
dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG).
Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-
haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die
Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37
E. 4.4, 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG). Vorliegend ist der Wegweisungsvollzug in Bezug auf
Griechenland zu prüfen.
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Seite 9
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen
der Schweiz (insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 FK, Art. 25 Abs. 3 BV,
Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-
dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder
Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der Ausländerin
oder des Ausländers in den Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG).
Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Aus-
länder unzumutbar sein, wenn sie aufgrund von Situationen wie Krieg, Bür-
gerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet
sind.
7.2.1 Gemäss Art. 6a AsylG besteht zugunsten sicherer Drittstaaten – wie
Griechenland einer ist – die (wiederlegbare) Vermutung, dass diese ihre
völkerrechtlichen Verpflichtungen, darunter im Wesentlichen das Refoule-
ment-Verbot und grundlegende menschenrechtliche Garantien, einhalten
(vgl. FANNY MATTHEY, in: Cesla Amarelle/Minh Son Nguyen, Code annoté
de droit des migrations, Bern 2015, Art. 6a AsylG N 12 S. 68). Gestützt auf
Art. 83 Abs. 5 AIG besteht ferner die Vermutung, dass eine Wegweisung in
einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist. Es obliegt der be-
troffenen Person, diese beiden Legalvermutungen umzustossen. Dazu hat
sie ernsthafte Anhaltpunkte dafür vorzubringen, dass die Behörden des in
Frage stehenden Staates im konkreten Fall das Völkerrecht verletzen, ihr
nicht den notwendigen Schutz gewähren oder sie menschenunwürdigen
Lebensumständen aussetzen würden respektive, dass sie im in Frage ste-
henden Staat aufgrund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftli-
cher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde
(vgl. statt vieler das Urteil des BVGer E-2617/2016 vom 28. März 2017
E. 4).
7.2.2 Zwar anerkennt das Bundesverwaltungsgericht, dass die Lebensbe-
dingungen in Griechenland für dort anerkannte Schutzberechtigte in fast
allen Bereichen des täglichen Lebens äusserst schwierig sind und sich die
Alltagsbewältigung als mühselig gestaltet, so ist aber nicht von einer Situ-
ation auszugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus in Griechenland
dort eine unangemessene und erniedrigende Behandlung im Sinne einer
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Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde. Personen mit Schutzstatus
sind griechischen Bürgern und Bürgerinnen grundsätzlich gleichgestellt in
Bezug auf Fürsorge, den Zugang zu Gerichten und den öffentlichen Schul-
unterricht respektive gleichgestellt mit anderen Ausländern und Auslände-
rinnen beispielsweise in Bezug auf Erwerbstätigkeit oder Gewährung einer
Unterkunft (vgl. Art. 16-24 FK). Unterstützungsleistungen und weitere
Rechte können direkt bei den zuständigen Behörden eingefordert werden,
falls notwendig auf dem Rechtsweg. Es kann trotz der eheblichen Schwä-
chen nicht von einem völlig dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen
werden. Immerhin ist nicht von der Hand zu weisen, dass gewisse Ange-
bote für Schutzberechtigte in Griechenland bestehen, wenn auch die Ka-
pazitäten knapp sind und Infrastrukturhilfen und Angebote bisher vor allem
von internationalen Akteuren, zuvorderst der Europäischen Union, dem
UNHCR und IOM abhängen, die – in Zusammenarbeit mit der lokalen Zi-
vilgesellschaft – Leistungen erbringen und finanzieren. Nicht zuletzt kön-
nen Schutzberechtigte sich auch auf die Garantien in der Qualifikations-
richtlinie 2011/95/EU (Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Ra-
tes vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von Dritt-
staatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf inter-
nationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für
Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu ge-
währenden Schutzes / Qualifikationsrichtlinie) berufen, auf die sich Grie-
chenland als EU-Mitgliedstaat behaften lassen muss. Von Interesse sind
diesbezüglich insbesondere die Regeln betreffend den Zugang von Perso-
nen mit Schutzstatus zu Beschäftigung (Art. 26), Bildung (Art. 27), Sozial-
hilfeleistungen (Art. 29), Wohnraum (Art. 32) und medizinischer Versor-
gung (Art. 30). Im Falle einer Verletzung der Garantien der EMRK steht
gestützt auf Art. 34 EMRK auch letztinstanzlich der Rechtsweg an den
EGMR offen (vgl. Referenzurteil D-559/2020 vom 13. Februar 2020 E. 8).
7.2.3 Der Beschwerdeführer hat in Griechenland den Status eines sub-
sidiär Schutzberechtigten und eine bis zum 31. Dezember 2021 gültige
griechische Aufenthaltsbewilligung erhalten. Es besteht daher kein Anlass
zur Annahme, es drohe ihm eine Verletzung des in Art. 33 Abs. 1 FK ver-
ankerten Grundsatzes der Nichtrückschiebung. Aufgrund der Akten liegen
ferner keine Anhaltspunkte dafür vor, dass er für den Fall einer Ausschaf-
fung nach Griechenland dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer
nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-
gesetzt wäre. Aus den Akten ist insbesondere nicht ersichtlich, dass er –
gerade auch nach dem geltend gemachten Transfer von Lesbos aufs grie-
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Seite 11
chische Festland – rechtlich gegen eine Verweigerung von Unterstützungs-
leistungen vorgegangen wäre. Die blosse Möglichkeit, in nicht absehbarer
Zeit aus nicht vorausschaubaren Gründen in eine derart missliche Lebens-
situation getrieben zu werden, die einer Aussetzung einer existenziellen
Notlage und andauernden menschenrechtswidrigen Behandlung gleich-
käme, vermag die Schwelle zu einem entsprechenden "real risk" nicht zu
erreichen.
7.2.4 Soweit auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird, der medizini-
sche Sachverhalt erweise sich als unvollständig abgeklärt, ist dazu folgen-
des zu bemerken:
7.2.4.1 Der Beschwerdeführer erwähnte psychische Probleme erstmals in
der Stellungnahme zum Entscheidentwurf, ohne diese jedoch weiter zu
konkretisieren. In diesem Zusammenhang führte er lediglich aus, sehr un-
ter seiner ungewissen Situation zu leiden (vgl. act. 1095317-48/13 S. 1).
Aus den Akten geht insbesondere auch nicht hervor, dass sich der Be-
schwerdeführer diesbezüglich selbst an die Pflege des BAZ gewendet
hätte (vgl. act. 1095317-43/1). Insofern kann kaum von einer Missachtung
der vorinstanzlichen Untersuchungspflicht die Rede sein, zumal sich auf-
grund der Akten keine Anhaltspunkte ergaben, aufgrund derer sich weiter-
gehende Abklärungen aufgedrängt hätten. Auf Beschwerdeebene finden
sich denn auch keine detaillierteren Ausführungen zu den geltend gemach-
ten psychischen Problemen (vgl. Beschwerde S. 7). Alleine aus dem Um-
stand, dass andere medizinische Probleme des Beschwerdeführers abge-
klärt worden seien, lässt sich entgegen des Vorhalts in der Beschwerde
noch keine unbedingte Notwendigkeit auf Abklärung jedes weiteren medi-
zinischen Vorbringens – ungeachtet der Substanziiertheit – konstruieren.
Angesichts des Gesagten besteht somit keine Veranlassung für eine Rück-
weisung der Sache an die Vorinstanz. Der entsprechende Eventualantrag
ist abzuweisen.
7.2.4.2 Auch aufgrund der übrigen gesundheitlichen Probleme des Be-
schwerdeführers (mehrere Jahre zurückliegendes [...]trauma und [...]prob-
leme) ist sodann bei einer Rückkehr nach Griechenland keineswegs eine
ernsthafte, rapide und irreversible Verschlechterung seiner Lage, verbun-
den mit übermässigem Leiden oder einer bedeutenden Verkürzung der Le-
benserwartung zu erwarten, wie sie zur Annahme der Unzulässigkeit des
Wegweisungsvollzugs aus medizinischen Gründen gefordert wird.
7.2.5 Folglich erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zulässig.
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Seite 12
7.3 Der Vollzug der Wegweisung kann nach Art. 83 Abs. 4 AIG für Auslän-
derinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Her-
kunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner
Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Gestützt auf
Art. 83 Abs. 5 AIG besteht ferner die Vermutung, dass eine Wegweisung in
einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist. Es obliegt der be-
troffenen Person, diese Vermutung umzustossen.
7.3.1 Die Vorinstanz hat in seiner Verfügung den Vollzug der Wegweisung
auch unter dem Aspekt der Zumutbarkeit mit zutreffender Begründung be-
jaht. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann vorab auf die betreffenden
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. In der
Beschwerde finden sich keine über diejenigen in den Stellungnahmen vom
29. Juni 2021 und 8. Juli 2021 substanziell hinausgehenden Einwendun-
gen, welche zu einer anderen Betrachtungsweise führen könnten. Soweit
vorgebracht wird, der Beschwerdeführer habe die zwingend vorgesehenen
Dienstleistungen in Griechenland nicht erhalten, weshalb die Wegweisung
zumindest unzumutbar sei, ist vorliegend festzustellen, dass das griechi-
sche Fürsorgesystem nicht nur für Asylsuchende, sondern auch für Perso-
nen mit Schutzstatus in der Kritik steht (vgl. EGMR, Saidoun gegen Grie-
chenland [Beschwerde 40083/07] und Fawsie gegen Griechenland [Be-
schwerde 40080/07], beide vom 28. Oktober 2010). Trotz dieser Kritik ist
festzuhalten, dass Griechenland an die erwähnte Richtlinie 2011/95/EU ge-
bunden ist. Im Kapitel VII werden die den Flüchtlingen zu gewährenden
Rechte geregelt. Selbst wenn die Lebensbedingungen in Griechenland
aufgrund der herrschenden Wirtschaftslage nicht einfach sind, liegen keine
Hinweise für die Annahme vor, dass der Beschwerdeführer bei einer Rück-
kehr nach Griechenland einer existenziellen Notlage ausgesetzt wäre. Ei-
nerseits verfügt der Beschwerdeführer über einen Aufenthaltstitel. Anderer-
seits geht aus den Akten – wie bereits erwähnt – nicht hervor, dass er sich
nach seiner Ankunft auf dem griechischen Festland an die Behörden ge-
wendet hätte. Vielmehr habe er mithilfe seiner wohlhabenden Tante in So-
malia und insbesondere deren finanziellen Unterstützung seine Ausreise
aus Griechenland organisiert (vgl. act. 1095317-28/13 2.05 und 5.02). Die
vom Beschwerdeführer eingereichten Fotografien aus dem Camp, in dem
er sich bis zu seinem Transfer aus Festland aufgehalten habe, vermögen
sodann auch nicht seine Lebensumstände in Athen unmittelbar vor seiner
Ausreise zu belegen (vgl. act. 1095317-48/13). Insofern darf inskünftig vom
Beschwerdeführer erwartet werden, sich bei Unterstützungsbedarf an die
griechischen Behörden zu wenden und die erforderliche Hilfe nötigenfalls
auf dem Rechtsweg einzufordern. Es ist zwar durchaus möglich, dass ihm
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Seite 13
der Zugang zu innerstaatlichen Instanzen nicht mühelos alleine gelingt,
obschon es sich bei Griechenland um einen Rechtsstaat handelt, welcher
an die Qualifikationsrichtlinie gebunden ist. Aber es gibt unterstützende
Dienste wie beispielsweise Nichtregierungsorganisationen, die ihm dabei
behilflich sein können. Auch wenn also eine adäquate Eingliederung des
Beschwerdeführers in die sozialen Strukturen Griechenlands als subsidiär
Schutzberechtigter mit nicht zu verkennenden Erschwernissen verbunden
ist, vermögen die Vorbringen die hohen Anforderungen an eine konkrete
Gefährdung nicht zu erfüllen.
7.3.2 Bezüglich des geltend gemachten medizinischen Sachverhalts ist
vorab auf die obigen Ausführungen (vgl. E. 7.2.4) zu verweisen. Den Akten
sind keine Hinweise darauf zu entnehmen, dass die (...)probleme und an-
deutungsweise vorgebrachten psychischen Probleme in Griechenland
nicht näher abgeklärt und nötigenfalls behandelt werden könnten.
7.3.3 Ohne die persönlichen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers bei
einer Rückkehr zu verkennen, ist aufgrund der Aktenlage zusammenfas-
send nicht davon auszugehen, er gerate bei einer Rückkehr nach Grie-
chenland zwangsläufig in eine seine Existenz gefährdende Situation, die
im Sinn Art. 83 Abs. 4 AIG zu werten wäre.
7.3.4 Nach dem Ausgeführten erweisen sich die Vorbringen des Beschwer-
deführers gegen den Wegweisungsvollzug unter dem Aspekt der Zumut-
barkeit ebenfalls als unbegründet.
7.3.5 Aufgrund dieser Erwägungen erweist sich der Wegweisungsvollzug
als zulässig und zumutbar. Dem Beschwerdeführer ist es demnach nicht
gelungen, die Vermutung umzustossen, wonach Griechenland seinen völ-
kerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt und ein Wegweisungsvollzug in
diesen EU-Mitgliedstaat auch zumutbar ist.
7.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich nach Art. 83 Abs. 2 AIG
möglich, da die griechischen Behörden einer Rückübernahme des Be-
schwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben, er dort über eine Aufent-
haltsbewilligung verfügt und den Akten keine Hinweise auf eine Reiseun-
fähigkeit zu entnehmen sind.
7.5 Zusammenfassend hat das SEM zu Recht den Wegweisungsvollzug
nach Griechenland als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet, wes-
halb die Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt.
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8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, und auch sonst nicht zu beanstanden ist
(Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen.
9.
9.1 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-
weist sich mit vorliegendem Urteil als gegenstandslos.
9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten grundsätzlich dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65
Abs. 1 VwVG ist abzuweisen, weil sich die Beschwerde entsprechend den
vorstehenden Erwägungen bereits bei Eingang, unbesehen der finanziel-
len Verhältnisse des Beschwerdeführers, als aussichtlos erwiesen hat.
Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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