Decision ID: 3288885a-cbb7-4080-b9ca-d8a4654e651f
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1961 geborene
X._
arbeitete
seit
dem
1
7.
Februar 201
4
als
Hil
f
smonteur
bei der
Y._
AG
und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen
von Unfällen versichert.
Am 2
8.
Mai 2015 rutschte
er
beim Herabsteigen von einer Hebebühne aus und
zog sich
dabei
eine Distorsion
des
rechte
n
Knie
gelenks
zu
(Unfallme
ldung vom
3.
Juni 2015,
Urk.
8/1
/3
,
vgl. auch
Urk.
8/20
).
Vom
2
9.
Mai
bis
4.
November
2015 war
d
er
Versicherte
zu 100
%
krankgeschrieben (
Urk.
8/6/3
,
Urk.
8/9/2, Urk.
8/10/2,
Urk.
8/1
1
,
Urk.
8/27,
Urk.
8/33
/1-2
).
Die Suva trat auf den Schadenfall ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen
(
Urk.
8/3,
vgl.
auch
Urk.
8/21)
. Der erstbehandelnde Arzt
verschrieb Medikamente (Urk.
8/6/4
) und veranlasste die
am
3.
Juni 2015
im Stadtspital
Z._
durchgeführte Röntgen
aufnahme des rechten Knies
, welche
eine beginnende medial betonte Gonarthrose, jedoch keine Frakturen
, zeigte
(Urk.
8/64
/2
).
Das am 23.
Juli 2015 im
B._
durchgeführte M
RI des rechten Kniegelenks
ergab
eine medial
e,
fort
-
geschrittene
Gonarthrose mit
Läsi
on des
Innenmeniskushin
terhorns
und einen Status nach
Teilm
enis
k
ektomie
.
Ferner
zeigte sich
eine
Femoropatellärarthrose
mit
Randosteophytenbildung
. In dieser Region sowie im Bereich des vorderen Kreuzbandes wurden
ausserdem
degenerative Läsion
en
festgestellt
(
Urk.
8/19
, vgl. auch
Urk.
8/51
).
Am
6.
Oktober 2015
erfolgte
in der Orthopädie
C._
ein operativer Eingriff am rechten Knie des Versicherten (
arthroskopische
Teilmeniskektomie
medial
sowie
Knor
-
pelglättung
,
Urk.
8/37
/2
)
. In der Folge wurde eine
P
hysiother
apie
angeordnet (
Urk.
8/41; mit zweifacher Verlängerung, vgl.
Urk.
8/49
, Urk.
8/54
)
. Vom
1.
bis 3
1.
Dezember 2015
war der Versicherte zu 50
% und hernach
ab J
anuar 2016 zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
8/48).
Im weiteren
Verlauf
beklagte der Versicherte
protrahierte,
rezidivierende
Schmerzen im rechten
Kniege
-
lenk
, intermittierend auch eine linkss
eitige Überlastungsproblematik
(
vgl.
Zwischenbericht
von
Dr.
D._
vom 2.
Dezember 2015,
Urk.
8/43/2)
.
Am
7.
Dezember 2015
nahm
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und beratender Arzt der Suva,
eine Aktenbeurteilung vor
(
Bericht vom 15.
Dezember 2015,
Urk.
8/51/2).
Im Fragebogen
zuhanden der Suva
vom 13. März 2016 bestätigte der Versicherte, er sei seit
Januar
2016
wieder zu 100
%
arbeitsfähig. Die ärztlichen/therapeutischen Behandlungen seien abgeschlossen (
Urk.
8/56
/2
).
Ab Mai 2016
klagte der Versicherte
erneut über
rezidivierende Schmerzen im Bereich des
posterolateralen
Gelenks. Radiologisch zeigte
sich eine mediale Arthrose mit
o
steophytären
Randanbauten vor allem lateral und
posterolateral
(
Sprechstundenbericht
e
von
Dr.
D._
vom
1
1.
Mai
und
9.
Juni 2016,
Urk.
8/
57
,
Urk.
8/71).
Vom
9.
Mai
bis 1
9.
Juni 2016
wurde ihm eine
100%
ige und
vom 2
0.
Juni bis
3. Juli 2016
eine
50%
ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert
(
Urk.
8/
58
,
Urk.
8/69
).
Mit Verfügung vom 16.
Juni 2016 stellte die Suva ihre
Versicherungs
-
leistungen
per 2
9.
Februar 2016 ein (
Urk.
8/73). Die
vom Versicherten
dagegen erhobene Einsprache
vom 2
4.
Juni 2016
(
Urk.
8/
77)
wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 2
2.
Juli 2016 (
Urk.
2)
ab.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
4.
September 2016 Beschwerde und beantragte, es sei der
Einspracheentscheid
vom 2
2.
Juli 2016 aufzuheben und es seien ihm die Taggelder weiterhin auf unbestimmte Dauer zu entrichten. Eventualiter seien weitere gutachterliche Sachverhaltsabklärungen auf
ortho
-
pädischem
Fachgebiet durchzuführen (
Urk.
1 S. 2). Ausserdem legte
d
er
Beschwerdeführer
diverse Beilagen auf (
Urk.
3/C,
Urk.
3/D,
Urk.
3/1-22). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Oktober 2016 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am
25.
Oktober 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Mit
Nachtrag
vom 23.
Februar 2017 gab der Beschwerdeführer
die Stellungnahme
von Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für o
rthopädische Chirurgie, vom 23.
Febru
ar 2017 zu den Akten (
Urk.
10 f.
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
wer
-
den – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungs
-
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversiche
-
rungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1,
119
V
335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schick
-
salsmässigen
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder
kausa
-
len
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Beurtei
lung der medizinischen Zusammen
hänge und der medizinischen Situation einleuc
htet und ob die Schlussfolgerun
gen des Experten begründet und nachvollziehbar sind.
Ausschlaggebend für den Beweis
wert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE
125
V
352
E. 3a). Den Berichten versicherungsin
terner Ärztinnen und Ärzten kommt rechtsprechungsgemäss zwar nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren na
ch Art. 44 ATSG eingeholten Gut
achten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht
geringe Zweifel an der Richtig
keit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 4.7).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auch über den 29. Februar 2
0
16 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid im W
esentlichen auf den Standpunkt, es
sei
gestützt auf die kreisärztliche Aktenbeurteilung von
Dr.
E._
vom 1
5.
Dezember 2015 davon auszugehen, dass das Unfallereignis vom 2
8.
Mai 2015
nunmehr keine schädigende Wirkung mehr zeige und
der Status quo sine am 1
5.
Dezemb
er 2015 erreicht worden sei (
Urk.
2 S. 6).
2.3
Der Beschwerdeführer wandte dagegen ein, zwischen den heutigen Be
schwerden und dem Vorfall vom 2
8.
Mai 2015 sei der natürliche Kausalzusammenhang klar gegeben. So liesse sich das Beschwerdebild zweifellos dem Unfallereignis vom 2
8.
Mai 2015 zuordnen und
sei er (der Beschwerdeführer) vor dem Unfall gänzlich beschwerdefrei gewesen. Trotz bekannter Arthrose, welche ebenfalls zur Protrahierung beitrage, sei die Meniskusläsion traumatischer Genese. Die Würdigung des Unfalls und der derzeitigen Beschwerden führe überdies auch zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs (
Urk.
1 S. 8). Damit sei der Status quo sine nicht erreicht und habe er (der Beschwerdeführer) weiterhin Anspruch auf Versicherungsleistungen.
Dr.
E._
habe denn auch lediglich eine rudimentäre, weitestgehend unbegründete und überaus knappe Aktenbeurteilung abgegeben, weshalb seine Schlussfolgerungen
nicht
nachvollziehbar begründet seien und darauf nicht abgestellt werden könne. Vielmehr erweise sich der massgebliche Sachverhalt im Lichte der Untersuchungsmaxime nicht als genügend abgeklärt, weshalb die Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei (
Urk.
1 S. 9).
3.
3.1
Der seit dem 1
4.
Juli 2015 behandelnde
Dr.
D._
hielt mit Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 2
1.
September 2015 fest, seit dem Unfallereignis vom 2
6.
Mai 2015 [recte: 2
8.
Mai 2015, vgl. Unfallmeldung,
Urk.
8/1]
beklage der Beschwerdeführer Schmerzen vor allem
i
m Bereich des
postero
/
posterolateralen
Kniegelenk
s
bei Flexion.
Im MRI (Anmerkung des Gerichts:
vom
23.
Juli 2015,
vgl.
Urk.
8/19)
zeig
t
e
n
sich
eine fast vollständige Destruktion des
Innenmeniskushinterhorns
sowie mediale und
patellofemorale
Knorpelschäden.
Die
klinische Symptomatik
lasse
allerdings
eher auf eine Innenmeniskusproblematik schliessen
.
Diesbezüglich sei eine Operation indiziert
(
Urk.
8/22
, vgl. auch Arztzeugnis vom 2
1.
September 2015,
Urk.
8/2
2
).
3.2
Am
6.
Oktober 2015 erfolgte in der Orthopädie
C._
ein operativer Eingriff im Sinne einer
arthroskopischen
medialen
Teilmeniskektomie
mit Knorpelglättung.
Im Operationsbericht vom
6.
Oktober 2015 diagnostizierte
Dr.
D._
(1) eine traumatische Innenmeniskusläsion, (2) eine
Chondromalazie
Grad IV
patellofemoral
und (3) eine
Chondromalazie
Grad IV
im medialen
Kompartiment
(
Urk.
8/37).
3.3
Mit
Zwischenbericht vom
2.
Dezember 2015
hielt
Dr.
D._
eine
n
Status nach Innenmeniskusteilresektion bei traumatischer Meniskus
läsion des rechten
Knie
s fest
. Es zeige sich ein p
rotrahierter Verlauf mit rezidivierenden Schmerzen im rechten Kniegelenk
, intermittierend auch bei Überlastung des linken Kniegelenks. Ob eine komplette Ausheilung stattfinden werde, bleibe bei den deutlich degenerativen Veränderungen des Knorpels abzuwarten. Jedenfalls seien die Knorpelschäden als besondere Umstände zu werten. Die gegenwärtige Behandlung bestehe aus einer Physiotherapie zur muskulären Kräftigung sowie aus einem
selbständigen Muskelaufbauprogramm
. Eine Wiederaufnahme der Arbeit sei auf den 1
5.
Dezember 2015
vorgesehen (Urk.
8/43/2).
3.4
Dr.
E._
kam
in der Aktenbeurteilung vom
7.
Dezember 2015 zum Schluss
, zwei Monate nach der chirurgischen Versorgung durch eine partielle
Menis
k
ektomie
könne davon ausgegangen werden, dass das traumatische Ereignis vom 2
0.
Februar 2015 nunmehr keine
schädigende Wirkung mehr habe. Mithin sei der der S
tatus quo sine
auf den 1
5.
Dezember
2015
festzulegen
(
Bericht vom 1
5.
Dezember 2015,
Urk.
8/51).
3.5
Im
Sprechstundenbericht vom 1
1.
Mai 2016 hielt
Dr.
D._
fest, der Beschwerdeführer habe sich mit persistierenden Schmerzen im Bereich des
posterolateralen
rechten Kniegelenks vorgestellt. Objektiv zeige sich eine muskuläre Dysfunktion bei Status nach Innenmeniskusteilresektion und degenerativer Gelenkerkrankung. Der Beschwerdeführer sei weiterhin arbeitsunfähig, da er in einem körperlich sehr belastenden Beruf arbeite. Bis zur nächsten Verlaufskontrolle ordnete
Dr.
D._
Analgetika an (
Urk.
8/57). Ausserdem attestierte er dem Beschwerdeführer
vom
9.
Mai bis 1
9.
Juni 2016 eine 100%ige und hernach vom 2
0.
Juni bis 3. Juli 2016 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/58,
Urk.
8/69)
.
3.6
Laut
Sprechstundenbericht vom
9.
Juni 2016
habe sich der Beschwerdeführer
erneut
bei
Dr.
D._
wegen rezidivierenden
Schmerzen im Bereich des
poste
rolateralen
Gelenks
vorgestellt
. Hier bestünden
subjektiv teilweise
Blockaden. Objektiv zeige sich ein reizloses Kniegelenk mit einem
Extensionsdefizit von 10°. Die Kollateralbänder seien stabil und es bestehe nur wenig AP-Translation. Ausserdem notierte
Dr.
D._
einen festen Anschlag und negative Aussenmeniskuszeichen.
Wei
ter bestehe
ein deutlicher Druckschmerz im Bereich des
tendinösen
Ansatzes des Bizeps
femoris
Richtung
Fibulaköpfchen
. Radiologisch zeige sich eine mediale Arthrose mit
Osteophytären
Randanba
u
ten, vor allem lateral und
postero
lateral
(
Urk.
8/71).
3.7
Im Sprechstundenbericht vom 3
0.
Juni 2016 führte
Dr.
D._
aus, der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall absolut schmerzfrei gewesen. Letzteres gelte auch für
sportliche Aktivitäten, namentlich den
vom Beschwerdeführer durchgeführten Kampfsport (MMA), bei welchem deutliche
Rotationsbewe
-
gungen
durchgeführt würden. Erst seit dem Unfall habe der
Beschwerde
-
führer
Schmerzen. Diese
würden nun sukzessive weniger, j
edoch trage die bekannte Arthrose sicherlich zu einer Protrahierung bei.
Die
Meni
skusläsion sei allerdings
traumatischer Genese (
Urk.
8/82
/3
).
3.8
Im Sprechstundenbericht vom 1
8.
Juli 2016
notierte
Dr.
D._
eine progrediente Instabilität bei Status nach Innenmenisku
s
teilresektion und Gonarthrose Knie rechts.
Der
Beschwerdeführer
habe
ein progredientes Instabilitä
t
sgefühl sowie persistierende
posterolaterale
Schmerz
en im Bereich des Kniegelenkes b
eklagt. Mittlerweile bestünden auch vermehrt
Beschwer
-
den
im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Es bestehe
ein Status nach
Spondylod
ese
in den unteren Segmenten.
Dr.
D._
empfahl die Weiterführung des Muskelaufbautrainings (
Urk.
8/89).
3.9
In der beschwerdeweise eingereichten Stellungnahme vom 2
3.
Februar 2017 führte
Dr.
D._
erneut
aus,
vor dem Unfallereignis habe der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben nie Schmerzen gehabt und sei er
fünf
Mal pro Woche im Fitness
-
und Kampfsporttraining gewesen. Erst im Anschluss an das Unfallereignis sei es zu Schmerzen gekommen. D
ie durchgeführten Behandlungen seien aufgrund der Menisku
s
läsion erfolgt. Gleichzeitig sei bekannt, dass solche Traumata zu einer Aktivierung des degenerativen Knorpelschadens führen könn
t
e
n
. Dieser könne wiederum dazu führen, dass die primäre Tätigkeit des Beschwerdeführers als Baumaschinenführer nicht mehr durchgefü
hrt werden könne. D
er Innenmeniskus
habe sich
damals traumatisch bedingt komplex aufgerissen
gezeigt
. Die Therapie sei suffizient erfolgt. Beschwerden, welche auf eine degenerative Gelenkerkrankung schliessen l
a
ssen
könnten
, habe der Beschwerdeführer nie angegeben (
Urk.
11).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 2
2.
Juli 2016 (
Urk.
2)
in medizinischer Hinsicht
auf die
fachärztlich-orthopädische Aktenbeurteilung
von
Dr.
E._
vom
7.
Dezember 2015
,
welcher dieser in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgab.
4.2
Konkrete Indizien, welche gegen die Zuverläs
sigkeit der Beurteilung von Dr.
E._
sprechen, sind nicht ersichtlich.
Insbesondere ergeben sich
aufgrund der vorliegenden Aktenlage
keinerlei
ärztliche
Differenzen betreffend die erhobenen Befunde
und erweisen sich
die
vorhandenen
Unterlagen
als umfassend und
a
ufschluss
reich
.
Mithin
besteht – entgegen
dem Beschwerdeführer
–
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Dr.
E._
und
der behandelnde
Dr.
D._
gingen
übereinstimmend
davon aus,
das Unfallereignis vom 2
8.
Mai 2015 habe zu einer
Meniskushinterhornläsion
des rechten Kniegelenks
geführt
(
vgl.
Urk.
8/
20,
Urk.
8/22
,
Urk.
8/51
)
.
Darüber hinaus
wies
Dr.
D._
auf vorbestehende mediale und
patellofemorale
Knorpelschäden hin (
Urk.
8/22), welche im MRI vom 23. Juli 2015 (
Urk.
8/19) ausgewiesen wurden.
Die
traumatisch bedingte Destruktion des Innenmeniskus
wurde
im Oktober 2015
arthrosko
pisch
saniert
und der Beschwerdeführer hernach mittels Physiotherapie konservativ weiterbehandelt.
Dr.
D._
sprach in diesem Zusammenhang von einer „suffizienten
Therapie
“
(
Urk.
11
).
4.
3
Was die
seit
anfangs
Dezember
2015
dokumentierte
protrahierte Schmerzprobl
ematik
betrifft
(
vgl. E. 3.3 ff.;
Urk.
8/43
/2
,
Urk.
8/82/3
, Urk.
8/89),
vertrat
auch
Dr.
D._
die Ansicht
, die degenerativen Veränderungen des Knorpels seien als besondere Umstände zu würdigen (
vgl.
E. 3.3,
Urk.
8/43
/2
) und hätten zur Protrahierung des Zustandes geführt (
vgl. E. 3.7,
Urk.
8/82
/3
).
Kommt hinzu, dass die
im Zwischenbericht vom 2.
Dezember 2015 genannte intermittierend linksseitig auftretende Schmerzproblematik
resp.
das
im Sprechstundenbe
richt vom 18.
Ju
li 2016 dokumentierte
progrediente Instabilitätsgefühl
sowie Lumbago
(vgl. E. 3.3
,
E.
3.8
;
Urk.
8/43/2,
Urk.
8/89)
weder in der Unfallmeldung vom
3.
Juni 2015
(vgl.
Urk.
8/1)
noch in den anfänglichen Arztberichten
Erwähnung findet. Vielmehr klagte der Beschwerdeführer nach dem Unfallereignis vom 2
8.
Mai 2015 einzig über rezidivierende Schmerzen im rechten Kniegelenk (
vgl. E. 3.1,
Urk.
8/22).
Vor diesem Hintergrund
ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass
die
rezidivierende,
protrahierte Schmerzproblematik mitunter linksseitigen Beschwerden, Instabilitätsgefühlen sowie Lumbago
nach dem 1
5.
Dezember 2015
nicht mehr auf das Ereignis vom
28. Mai 2015 zurückzuführen ist
. Dies gilt umso mehr, als es einer medizinischen Erfahrungstatsache entspricht, dass selbst im Fall vorbestehender, degenerativer, das heisst abnutzungsbedingter Erkrankungen eine traumatische Verschlimmerung in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr abgeschlossen ist (Urteil des Bundesgerichtes 8C_677/2010 vom 1
6.
Dezember 2010 E. 4.6 mit Hinweisen). Eine allfällige richtungsgebende Verschlimmerung müsste bildgebend ausgewiesen sein (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_174/2008 vom
8.
Augu
st 2008 E. 4.2 mit Hinweisen).
4.4
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhielt, lässt sich allein aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer
nach eigenen Angaben
vor
dem Unfall beschwerdefrei und fünf
Mal pro Woche im Fitness
-
oder Kampfsporttraining gewesen sei
und erst seit dem Unfall vom 2
8.
Mai 2015
posteriore
und
posterolaterale
Schmerzen vor allem bei Beugebelastung bestünden
(vgl.
Sprechs
tundenbericht von
Dr.
D._
vom 3
0.
Juni 2016,
Urk.
8/82
/3, E.
3.7; vgl. auch
Stellungnahme von
Dr.
D._
vom 2
3.
Februar 2017, Urk.
11
,
E. 3.9
), noch keine Unfallkausalität herleiten.
Die
Argumentation nach der Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzusammenhänge nic
ht zu genügen (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
., Urteil des Bundesgerichts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E.
5.1).
4.5
Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin nach zutreffender Würdigung der medizinischen Aktenlage im angefochtenen Entscheid zum überzeugenden Schluss gelangt, dass über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per
29
.
Februar
201
6
hinaus fortdauernde Unfallfolgen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können, weshalb sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Leistungen zu Recht verneinte.
Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.