Decision ID: 0bdf3ad1-8171-5732-b5ae-43e0eff2d973
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1963,
war seit 2001 als
Betriebsmitarbeiter
tätig (Urk. 7/2
0
Ziff.
2.1-2), als er
sich am
1
1.
Februar 2016 bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an
meldete
(
Urk.
7/3).
Die
Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
veranlasste unter anderem eine Arbeits
platzabklärung
, über die am 2
9.
September 2016 berichtet wurde (
Urk.
7/24). Am 2
8.
Juni 2017 teilte sie dem Versicherten mit, berufliche Eingliederungsmass
nah
men seien nicht möglich, da er aus gesundheitlichen Gründen daran nicht teil
nehmen könne (
Urk.
7/55).
Ferner holte sie ein
bidisziplinäres
Gutachten ein, das am 1
8.
September 2018 erstattet wurde (
Urk.
7/91).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/94,
Urk.
7/96,
Urk.
7/102,
Urk.
7/116) verneinte sie mit Verfügung vom 2
4.
Oktober 2019 einen Renten
an
spruch (
Urk.
7/118 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
7.
November 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
4.
Oktober 2019 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm von August 2016 bis Juli 2019 eine ganze Rente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2 oben
Ziff.
1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
Januar 2020 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
6.
März 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, gemäss dem eingeholten Gutachten sei die Arbeitsfähigkeit weder aus ortho
pädischer noch aus psychiatrischer Sicht eingeschränkt (S. 1). Die im Ver
wal
tungsverfahren eingereichten Arztberichte seien vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) gewürdigt worden und führten zu keiner anderen Beurteilung (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
führte
demgegenüber au
s
(
Urk.
1),
strittig sei lediglich der Anspruch auf eine befristete ganze Rente. Seit der letzten stationären Behandlung gehe es ihm in psychischer Hinsicht kontinuierlich besser, weshalb er im Mai 2019 mit den psychiatrischen Behandlungen aufgehört habe. Die Symptomatik der
Frozen
Shoulder
habe sich verbessert, weshalb er seit Oktober 2019 in be
schränktem Rahmen einer leichten Arbeitstätigkeit auf Abruf nachgehe (S. 7
Ziff.
28).
A
us näher dargelegten Gründen könne auf das ein
geholte Gutachten nicht ab
gestellt werden (S. 8 f.
Ziff.
31 ff.). Vielmehr bestünden hinreichende Anhalts
punkte für
das Vorliegen einer psychischen Erkrankung und einer
Frozen
Shoulder
/ eines
complex
regional
pain
syndrome
(CRPS). Der
Anspruch auf eine ganze Rente von August 2016 bis Juli 2019
sei
ausgewiesen
(S. 22 f.
Ziff.
66).
2.3
Strittig und zu prüfen sind mithin die Arbeitsfähigkeit und ein allfälliger Ren
tenanspruch von August 2016 bis Juli 2019.
3.
Im Arbeitgeberbericht vom 2
3.
Mai 2016 (
Urk.
7/20) wurde zur angestammten Tätigkeit ausgeführt, sie erfordere oft das Heben von und Hantieren mit Teilen bis 1 kg und manchmal bis 5 kg (S. 3 oben). Sie erfordere oft ein Sitzen oder Gehe
n und manchmal Stehen, oft Heben oder Tragen bis 10 kg, manchmal
10-25 kg und selten über 25 kg (S. 3 Mitte).
Im Bericht vom 2
9.
September 2016 über die ergonomische Arbeitsabklärung (
Urk.
7/24) wurde ausgeführt, die Arbeitsaufgaben umfassten zu 50
%
das Bedie
nen von Maschinen (Teile bis maximal 1.5 kg ein- und ausspannen, Unterhalts
arbeiten) und zu 50
%
Nachbearbeitungsaufgaben (Bohren, Fräsen, Sägen). Das Hantieren von schweren Gewichten (10-20 kg) komme selten vor (S.
3 Mitte). Die Arbeit erfordere sowohl an der Maschine wie auch bei Nachbearbeitungsaufgaben häufiges beidhändiges Arbeiten auf oder gar über Schulterhöhe, teilweise repe
titiv (S. 5
Ziff.
6). Der Arbeitgeber habe dem Beschwerdeführer einen «Elefan
tenfuss» (Tritt) organisiert, der es erlaube, an der Maschine beim Ein- und Aus
spannen der Teile höher zu stehen, um weniger auf Schulterhöhe arbeiten zu müssen. Der Beschwerdeführer benutze diesen Tritt nicht, weil es gemäss seinen Angaben für ihn belastender sei (S. 5 f.
Ziff.
7.1).
4.
4.
1
Am 2
1.
August 2015 wurde in der Universitätsklinik
Y._
eine Arthroskopie
und
subakromiale
Bursektomie
der linken Schulter vorgenommen (Urk. 7/5
/17
18
=
Urk.
7/40/64-65
).
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte mit
Bericht vom 1
6.
Oktober 2015 (
Urk.
7/5/15-16
=
Urk.
7/40/62-63
=
Urk.
7
/68/5
6)
aus, postoperativ sei es zu Komplikationen gekommen (S. 1 Mitte). Er nannte als Diagnose eine
Frozen
shoulder
(
Sudek
)
und führte aus, zur Arbeitsfähigkeit seien keine differenzierten Angaben möglich (S. 2 oben).
Med.
pract
.
A._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
die den Beschwerdeführer seit dem 2
7.
Oktober 2015 behandelt (
Urk.
7/35/1-3
Ziff.
3.1),
führte mit Schreiben vom 1
7.
Februar 2016 aus, der Beschwerdeführer sei auf
grund seiner Schulterbeschwerden seit dem 2
1.
August 2015 zu 100
%
krank
ge
schrieben. Auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin schreibe sie ihn ab 9.
Febru
ar 2016 wieder zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/5/14
=
Urk.
7/40/61
).
4.
2
Am
6.
und
7.
April 2016 fand eine Evaluation der funktionellen Leistungs
fähig
keit (EFL) statt, über die am 1
4.
April 2016 berichtet wurde (
Urk.
7/40/50-60). Sie ergab eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
für die berufliche Tätigkeit als Betriebsmit
arbeiter und eine solche von 100
%
für näher umschriebene leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten (S. 3 unten).
Am 2
4.
August 2016 erfolgte laut Bericht vom 1
3.
Dezember 2016 (
Urk.
7/41/6
9) die letzte Kontrolle in der Universitätsklinik
Y._
(
Ziff.
1.2 und S. 2 Mitte).
Dr.
med.
B._
, Schmerzambulatorium, Institut für Anästhesiologie, Uni
ver
sitätsspital
C._
,
nannte mit Bericht vom 2
0.
September 2016 (
Urk.
7/31/4-7) als Schmerzdiagnose eine
Frozen
shoulder
links und subacromiale Reizung sowie
periscapuläre
Schmerzen und nannte betreffend Ätiologie die
folgenden Stichworte: multifaktoriell, vermutlich prädominant strukturell mit aus
geprägten myofaszialen Komponenten im Rahmen der Schonhaltung und von Haltungsinsuffizienzen, Differentialdiagnose (DD) psychologisch (S. 1 Mitte). Aus chirurgischer Sicht liege keine Operationsindikation vor, inwiefern eine psycho
soziale Überlagerung bestehe, sei unklar (S. 1 unten).
Dr.
B._
nannte mit Bericht vom 1
2.
Oktober 2016 (
Urk.
7/33) die gleiche Diag
nose und Ätiologie, und führte aus, wie im Erstbericht beschrieben seien ausge
prägte muskuloskelettale Befunde mit vermutlich Überlagerung psychosozialer Faktoren festzustellen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Basisanalgesie wie auch eine psychotherapeutische Behandlung zu empfehlen. Wie mit der Hausärztin abgesprochen, werde
die
Behandlung abgeschlossen (S. 1).
4.
3
Med.
pract
.
A._
(vorstehend E.
4.
1) führte mit Bericht vom 1
0.
Oktober 2016 (Urk
.
7/35) aus, der Patient habe bis jetzt täglich zu 50
%
, also 4 1⁄2 Stunden, gearbeitet. Darunter habe sich die Situation verschlechtert, deshalb werde er jetzt (vorübergehend) zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben (
Ziff.
4.2).
Mit Verlaufsbericht vom
8.
November 2016 (
Urk.
7/36/1-2
) führte sie aus, die 100%ige Arbeitsunfähigkeit sollte bis zu einer eindeutigen Besserung der Schul
tersymptomatik (
Frozen
shoulder
links und subacromiale Reizung sowie
perisca
puläre
Schmerzen) beibehalten werden (
Ziff.
4).
Körperlich wenig belastende Tätigkeiten
wie beispielsweise an einem PC oder Schreibtisch wären wahr
schein
lich in einem Pensum von 100
%
möglich (
Ziff.
6b).
4.
4
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trauma
to
logie des Bewegungsapparates, erstattete am
1.
Dezember 2016 eine Kurzbeur
teilung im Auftrag des Taggeldversicherers (
Urk.
7/40/3-11
). Darin nannte sie folgende Diagnosen (S. 7 oben):
-
Status nach Arthroskopie der linken Schulter im August 2015 mit zwei weiteren, in den Akten nicht dokumentierten Operationen
-
Fehlstatik der Wirbelsäule, Haltungsinsuffizienz, muskulärer Hartspann und verschmächtigte Rumpfmuskulatur
-
kein nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit
-
beidseits verkürzte
Ischiokruralmuskulatur
ohne Dehnungsschmerzen
-
insgesamt muskelkräftiger Habitus, beginnendes stammbetontes Überge
wicht
Sie führte aus, bei den orthopädischen Beschwerden und Diagnosen ergebe sich Behandlungsbedarf, sie hätten jedoch keinen Einfluss auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit im Sitzen (S. 8
Ziff.
3). Aus orthopädischer Sicht ergebe sich für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Betriebsmitarbeiter eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Einschränkungen ergäben sich ausschliesslich für Tätigkeiten über Kopf mit Heben über Kopf. Diese müssten jedoch am Arbeitsplatz nicht ausgeführt werden
. Für durchschnittlich mittelschwere Tätigkeiten, die im Sitzen, Stehen und Gehen verrichtet werden könnten, sei der Versicherte ohne Einschränkungen der Leistungsfähigkeit voll einsetzbar
(S. 8
f.
Ziff.
7).
4.
5
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am
1.
Dezember 2016 eine Kurzbeurteilung im Auftrag des Taggeldversicherers (Urk.
7/40/13-27
). Darin nannte er folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 10
Ziff.
4.2):
-
anhaltende depressive Reaktion / Anpassungsstörung bei chronischen Schmerzen und Arbeits
un
fähigkeit (ICD-10 F43.21)
-
somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne von chronischen
Schmerzen mit somatischen und psychischen Faktoren mit passivem Coping und selbstlimitierenden Schon- und Vermeidungsverhalten (ICD-1
0 F45.41) bei
-
chronischen Schulter-Nackenschmerzen bei Status nach
Frozen
shoulder
Die Arbeitsfähigkeit des Exploranden sei durch die genannte Symptomatik einer schweren Depression aus rein psychiatrischer Sicht aktuell zu 100
%
einge
schränkt (S. 11).
4.
6
Dr.
med.
F._
, Leitender Arzt Sportmedizin,
Klinik G._
, nannte mit Bericht vom 1
0.
Januar 2017 (
Urk.
7/45/4-6
=
Urk.
7/68/7-9
) die folgenden, hier verkürzt angeführten Diagnosen (S. 1):
-
Frozen
shoulder
links und subacromiale Reizung sowie
periscapuläre
Schmerzen mit / bei
-
Status nach Schulterarthroskopie vom 2
1.
August 2015
-
Frozen
shoulder
(Erstdiagnose
7.
Oktober 2015)
-
somatischer Dysfunktion der schulterführenden Muskulatur links und zunehmend rechts
-
chronisches
cervicocephales
Schmerzsyndrom
Er führte aus, es handle sich um ein sehr komplexes Schmerzsyndrom, und er habe eine diagnostisch-therapeutische Infiltration vorgenommen (S. 2 unten).
4.
7
Gemäss Kurzaustrittsbericht vom 1
4.
Februar
2017 (
Urk.
7/45/7-9
= Urk.
7/50
/16
18;
vgl. Urk. 7/49/5-12
und
Urk.
7/52
) weilte der Beschwerdeführer vom 1
8.
Januar bis 1
4.
Februar 2017 in der Klinik
H._
, und es wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1):
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
Frozen
shoulder
-
Lumbovertebralsyndrom
L5/S1
-
Asthma bronchiale
-
arterielle Hypertonie
Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 1
8.
Januar bis 2
4.
Februar 2017 attestiert (S. 2 unten).
4.
8
Med.
pract
.
A._
(vorstehend E.
4.
1) führte mit Bericht vom
1
6.
Februar 2017 (Urk.
7/45/12-13
=
Urk.
7/50/19-20
=
Urk.
7/68/3-4
) aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 1
0.
Oktober 2016 zu 100
%
krankgeschrieben. Dies sollte bis zu einer namhaften Besserung der Schultersymptomatik beibehalten werden. Da er mittlerweile auch den rechten Arm nur noch kurzanhaltend belasten könne, sei die Prognose äusserst ungünstig (
Ziff.
7).
4.
9
Dr.
E._
(vorstehend E.
4.
5) erstattete am
7.
März 2017 ein Verlaufsgutachten (
Urk.
7/49/14-32
=
Urk.
7/50/21-39
). Darin nannte er weitgehend die gleichen Diagnosen wie im Dezember 2016 (S. 12
Ziff.
4.2)
und führte aus, aufgrund der vorliegenden depressiven Symptomatik sei der Explorand zurzeit noch zu 100
%
arbeitsunfähig, aus psychischen und körperlichen Gründen kombiniert
.
Aus rein psychiatrischen Gründen wäre zumindest nach Anpassung der medikamentösen Behandlung eine Beschäftigung zu 50
%
mit leichten, körperlich angepassten Tätigkeiten denkbar
, auf dem primären Arbeitsmarkt praktisch aber wohl kaum durchführbar (S. 17 Ziff. 8.1).
4.
10
Im Bericht vom 2
8.
März 2017 (
Urk.
7/53
/4-10) über die
seit 1
6.
November 2016 im Psychiatriezentrum
I._
14-täglich stattfindende ambu
lante Behandlung (
Ziff.
1.2 und 1.5) wurde als psychiatrische Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) genannt (
Ziff.
1.1), und es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
seit 1
6.
November 2016 attestiert (
Ziff.
1.6).
4.
11
Dr.
D._
(vorstehend E.
4.
4) erstattete am 1
2.
April 2017 eine Verlaufsbeur
teilung (
Urk.
7/50/3-14
).
Darin nannte sie folgende Diagnosen (S. 9 oben):
-
ausgeprägte Fixierung auf körperliche Beschwerden und Schmerzen, die körperliche Aktivität unmöglich machen
-
Status nach drei Operationen 2015, jetzt
ausreichend gute Funktionen, seitengleiches Muskelrelief im Vergleich zur dominanten rechten Seite
-
Fehlstatik der Wirbelsäule, Haltungsinsuffizienz, muskulärer Hartspann und verschmächtigte Rumpfmuskulatur
-
kein nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit
-
beidseits verkürzte
Ischiokruralmuskulatur
ohne Dehnungsschmerzen
-
stammbetontes Übergewicht von etwa 20 kg
Sie führte aus, die orthopädischen Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 10
Ziff.
2).
Die subjektiv beklagten Beschwerden könnten nur bedingt objektiviert werden (S. 10
Ziff.
3). Die Prognose sei vom psychiatrischen Krankheitsbild abhängig (S. 11 oben). Aus rein orthopädischer Sicht könne di
e
zuletzt ausgeübte Tätigkeit zu 100
%
verrichtet werden. Einschränkungen ergä
ben sich ausschliesslich für körperlich sehr schwere Tätigkeiten mit Kraftbe
las
tung des linken Armes auch über Kopf (S. 11
Ziff.
6).
4.
12
Dr.
med.
J._
, Oberarzt, Orthopädie Obere Extremitäten,
Klinik G._
, nannte mit Bericht vom 2
0.
Juli 2017 (
Urk.
7/68/10-12
=
Urk.
7/72
) folgende Diagnose (S. 1 Mitte):
-
diffuse Restbeschwerdesymptomatik Schulter links
Er führte aus, das komplexe Beschwerdebild im Bereich der linken oberen Extre
mität beziehungsweise der linken Schulterregion erscheine auch seines Erachtens keinem chirurgischen Eingriff zugänglich. Ob und inwiefern der Patient beruflich
arbeitsfähig
wäre, lasse sich aktuell in der heutigen Sprechstunde nicht be
stimmen (S. 2 unten).
4.
13
Laut Austrittsbericht vom
1
1.
August 2017 (
Urk.
7/64
=
Urk.
7/68/13-14
) weilte der Beschwerdeführer vom 2
1.
Juli bis 1
0.
August 2017 stationär in der Klinik
K._
und es wurden die folgenden psychiatrischen Diagnosen ge
stellt (S. 1):
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
Laut Austrittsbericht vom
2
1.
September 2017 (
Urk.
7/65
=
Urk.
7/68/15-18
) weilte er vom 2
1.
August bis 2
1.
September 2017
ein zweites Mal
stationär in der Klinik
K._
und es wurden die
gleich
en psychiatrischen Diagnosen gestellt (S. 1)
.
Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bis Ende September 2017 attestiert (S. 4 Mitte).
Mit Bericht vom 2
0.
Oktober 2017 (
Urk.
7/65/1-2
=
Urk.
7/68/
1-2
) nannten die Ärzte des
I._
als psychiatrische Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1; S. 1 Mitte). Es erfolge eine ambulante Behandlung zirka alle drei Wochen (S. 1 unten).
Sie führten aus, sie schätzten die aktuelle Arbeitsfähigkeit bei 0
%
ein (S. 2 Mitte).
4.
14
Dr.
med.
L._
, Oberärztin,
I._
, nannte mit Bericht vom
6.
Februar 2018 (
Urk.
7/78/3-7) als Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), bestehend seit zirka 2013 (Ziff. 1.2). In der bisherigen Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
gegeben,
auf diese könne der Patient aber wahrscheinlich aufgrund seiner inneren Einstellung mit Krän
kung und Verbitterung nicht zugreifen. Eine angepasste Tätigkeit sollte zu 80
%
möglich sein (
Ziff.
2.1). Aktuell sei die Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit um 50
%
vermindert (
Ziff.
2.2). Der Rhythmus der seit dem 1
6.
Oktober 2016 stattfindenden Behandlung sei zirka ein- bis zweimal pro Monat gewesen. Aktuell sei die Behandlung unterbrochen, da die Behandlungsmotivation des Patienten zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus Sicht der Therapeutin nicht aus
reichend sei (Ziff. 3
.1
). Zur Prognose führte sie aus, die Arbeitsunfähigkeit betrage bei ausgeprägter Selbstlimitierung und starkem Selbstunwirksamkeitserleben im Moment zirka 50 % in einer nicht leidensangepassten Tätigkeit, bei einer ange
passten Tätigkeit sollte sie
bei (beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit) bei 8
0
% liegen. Die Prognose sei
unter anderem
wahrscheinlich in
einem krankheitser
haltenden Umfeld mit sekundärem Krankheitsgewinn als schlecht zu beurteilen (
Ziff.
3.3).
4.
1
5
Im Bericht vom 2
2.
Juni 2018 über die Konsultation in der Schulter-Sprechstunde der Universitätsklinik
Y._
(
Urk.
7/84
=
Urk.
7/91/62-63
) wurden die folgen
den, hier verkürzt angeführten Diagnosen genannt (S. 1):
-
Capsulitis
adhaesiva
(
frozen
shoulder
) links
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
-
chronische depressive Störung
-
chronisches
cervicocephales
Schmerzsyndrom
-
Lumbovertebralsyndrom
bei segmentaler Funktionsstörung L5/S1
-
Kontrastmittelallergie
-
allergische Rhinitis / Asthma
-
arterielle Hypertonie
Das MRI vom 2
2.
Juni 2018 habe
unter anderem
eine mässiggradige AC-Gelenks
arth
rose mit Reizzustand, einen Status nach
Bursektomie
und keinen Nachweis von
residuellen
oder neuen Kalkdepots in der
Rotatorenmanschette
ergeben (S. 2
oben)
.
Es zeige sich eine ausgeprägte chronische Schmerzstörung bei bildmorphologisch nicht kl
arem Korrelat im MRI
.
Aufgrund der ausgeprägten und nur schwer behandelbaren Schmerzen seien für den Patienten keine schulterbelastenden Tätigkeiten möglich. Nach Ausschöpfung der Therapieoptionen und fehlender Sinnhaftigkeit für eine erneute Operation werde der Patient an das Zentrum für Komplementärmedizin am
C._
(vgl. nachstehend E. 6.4) zur weiteren Therapie zugewiesen (S. 2 Mitte).
5
.
5
.1
Am 1
8.
September 2018 erstatteten
Dr.
med.
M._
,
Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, med.
pract
.
N._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr.
med.
O._
, Facharzt für Neurologie, das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
bidisziplinäre
Gutachten (
Urk.
7/91).
Sie stützen sich auf die ihnen überlassenen Akten (
Urk.
7/91/4-14,
Urk.
7/91/37-42), die Angaben des Beschwerdeführer
s
(
Urk.
7/91/14-19,
Urk.
7/91/43-45) und die von ihnen am 4.
September 2018 (
Urk.
7/91/1,
Urk.
7
/91/35) erhobenen Befunde.
5.2
Im psychiatrischen Gutachten (
Urk.
7/91/1-34) wurde unter anderem ausgeführt, der AMDP-konform erhobene Befund sei bis auf eine diskret verminderte affek
tive Modulation regelrecht. Die subjektiv beklagte Konzentrationsminderung sei während des Gesprächs nicht objektivierbar, sondern der Versicherte sei über die gesamte Explorationsdauer gut konzentriert und beantworte Fragen entsprechend folgerichtig (S. 23 unten). Insbesondere seien die Achsensymptome einer depres
siven Störung (tiefe Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Interessenverlust) nicht evident.
Auch ergäben sich keine Anhaltspunkte für das Vorhandensein einer Schmerz
verarbeitungsstörung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder einer Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (S. 23 f.). Evident sei lediglich eine
subsyndromale
psychische Beeinträchtigung resultie
rend aus subjektiv vom Versicherten erlebten Enttäuschungen und Kränkungen, auch vor dem Hintergrund des nicht erfüllten, subjektiv als rechtmässig emp
fundenen Versorgungswunsches (S. 24 oben).
Somit ergäben sich keine ausrei
chenden Anhaltspunkte für das Vorhandensein einer psychischen Erkrankung mit oder ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
24).
Die früheren Beurteilungen betreffend
wurde
darauf hin
gewiesen
, dass in den ärztlichen Berichten
im
Oktober /
November 2016 (vorstehend E. 4.3)
keine psychiatrische Diagnose genannt und keine entsprechende Medikation erwähnt,
beziehungsweise
zwar eine psychotherapeutische Behandlung empfohlen, aber abermals keine solche Medikation erwähnt
worden sei
(S. 24 unten).
Dr.
E._
habe in seinem Gutachten (
vorstehend E. 4.5
) trotz des ihm bereits bekannten demonstrativen Verhaltens des Versicherten keine Konsistenzprüfung vorgenom
men, und seine Begründung einer Schmerzverarbeitungsstörung allein anhand der Diskrepanz zwischen objektiven klinischen Befunden und subjektiv angege
benen Beschwerden sei nicht plausibel (S.
25 unten). Im Austrittsbericht der Klinik
H._
(vorstehend E. 4.7) werde ein sozialer Rückzug genannt, was zu den ebenfalls geschilderten Aktivitäten des Versicherten diskrepant sei (S. 26 oben).
Dr.
E._
habe in seinem Verlaufsgutachten (vorstehend E.
4.9
) ausdr
ücklich ausgeführt, es bestehe «
auch dieses Mal ein Verdacht auf Aggravation und ver
deutlichende Symptompräsentation
»
(S. 26 Mitte). Im Bericht
des
I._
vom März 2017
(
vorstehend E. 4.10
) werde wiederum eine mittelgradige depressive Episode postuliert, ohne dass sich dies aufgrund der erhobenen Befunde nachvollziehen liesse (S. 26 f.). Auch aus dem Bericht vom
August 2017
(
vorstehend E. 4.13
) werde eine namhafte depressive Beeinträchtigung nicht deutlich und eine rezidi
vie
rende depressive Störung könne mangels anamnestischer oder aktenkundiger früherer depressiver Episoden nicht nachvollzogen werden (S. 27 Mitte).
Bezüglich Konsistenz und Plausibilität wurde unter anderem ausgeführt, aktuell bleibe der Versicherte bei der Nachfrage nach allfälligen psychischen Beein
träch
tigungen auffallend oberflächlich und vage. Die Beeinträchtigungen wirkten vor
ge
tragen. Diskrepant zu früheren Angaben gebe der Versicherte kein Morgentief an, beklage keinen sozialen Rückzug, wobei er auch früher diesbezüglich wider
sprüchlich gewesen sei. Bezüglich Nachfragen zur Medikation sei er zunächst unehrlich, ein Pausieren der Medikation räume er erst nach der Ankündigung der Medikamentenspiegelkontrollen ein. Im Widerspruch zur postulierten totalen Funktionsunfähigkeit der
linken oberen
Extremität
gebe
der Versicherte an, zu
mindest zeitweise Auto fahren zu können, wofür man beka
nn
terweise ohne ent
sprechende behindertengerechte Umbauten des Fahrzeuges zwei Arme benötig
e
.
Die subjektiv vorgetragenen Beeinträchtigungen
seien
summa summa
ru
m am ehesten einem vom Versicherten intendierten, als rechtmässig empfundenen Versorgungsbegehren zu
schulden.
Er habe denn auch
mehrfach
betont
, mehrere Jahrzehnte sehr engagiert erwerbstätig gewesen zu sein
(S. 30
Ziff.
7.3)
.
5.3
Im orthopädischen Gutachten (
Urk.
7/91/35-60)
wurde ausgeführt, eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit könne nich
t gestellt werden (S. 15 7 6.1), und
als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden genannt (S.
15
Ziff.
6.2):
-
geringe Funktionsbehinderung des linken Schultergelenkes bei operativ behandelter Kalkschulter und passagerer Schultersteife links
-
Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, ohne bedeutsame Funktions
einschränkungen
Zum Verlauf wurde ausgeführt, beim Versicherten
sei
im August 2015 eine soge
nannte Kalkschulter mit reaktiver Entzündungsaktivität am linken Schultergelenk operativ behandelt worden (Kalkentfernung mit Eröffnung des Kalkdepots und Vernähen des kleinen Sehnendefektes).
Ungünstigerweise
habe sich im weiteren Verlauf eine sogenannte
Frozen
shoulder
entwickelt, was auf einer individuellen, kausal kaum zu beeinflussenden überschiessenden Entzündungsreaktion der Schultergelenkkapsel
beruhe. Die Belastbarkeit des linken Schultergelenkes sei dadurch für längere Zeit, im vorliegenden Fall fast bis zu
einem
Jahr
,
deutlich reduziert gewesen, bevor dann im weiteren Verlauf nach Besserung der objek
tiven Befunde seitens der Klinik
Y._
nach einer Untersuchung im August 2016 wieder Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. Sodann sei von weiteren ope
ra
tiven Massnahmen abgeraten worden, da diese in keiner Weise erfolgver
spre
chend seien und auch das morphologische Korrelat für eine eventuelle Änderung der Beschwerdesymptomatik nicht adressiert werden könne. In den letzten Arzt
berichten werde angemerkt, dass im Grunde genommen das somatische Korrelat für die aktuelle Befund- und Beschwerdesymptomatik fehle. Angesichts des heutigen Befundes schliesse sich der Gutachter dieser Auffassung an. Letztendlich
sei
der Therapieverlauf mit der passageren Entwicklung einer Schultersteife deut
lich verzögert
gewesen
, das subjektiv vorgetragene Schmerzbild sei allerdings nicht einer organpathologischen Entität zuzuordnen (S. 18 f.
Ziff.
7.2).
Betreffend Konsistenz und Plausibilität wurde unter anderem ausgeführt, der Ver
sicherte habe zunächst eine weitgehende Unbeweglichkeit und nicht Einsetzbar
keit des linken Armes
demonstriert. Im weiteren Verlauf habe sich nach Ablen
kung durch den Gutachter diese Bewegungsunfähigke
it zusehends gebessert. Es sei
eine erhebliche Variabilität der Schulterbewegungen demonstriert worden, maximal sei
en
aktiv ein Anheben im Schultergelenk bis 150°
und ein Seitheben über 90° möglich gewesen
. Das bei einer erneuten Prüfung beobachtete spontan demonstrierte Fallenlassen des Armes bei geringster Widerstandsgabe mit dem Finger des Untersuchers passe nicht zur kräftigen Bemuskelung der linken oberen Extremität (S. 19 f.). Das Ausmessen der Umfänge habe seitengleiche Umfangs
masse ergeben, was mit der angegebenen fehlenden Belastbarkeit des linken Armes in keiner Weise vereinbar sei. Auch die seitengleiche
Beschwielung
beider Hände spreche für einen, auch im Alltag beibehaltenen, regelmässigen Gebrauch der linken oberen Extremität. Die demonstrierte ausgeprägte Schwäche der Ellen
beugung und Ellenstreckung sei pathomorphologisch nicht erklärbar (S. 20 oben). B
ei kernspintomographisch nachgewiesener breiter
Rotatorenmanschettenläsion
und entsprechenden begleitenden entzündlichen Veränderungen
wäre eine aktive Vor- und Seithebeschwäche denkbar. Diese hätten aber per Kernspintomographie am 22.
Juni 2018 ausgeschlossen werden können. Es habe sich im Rahmen der kernspintomographischen Untersuchung nicht einmal ein Reizzustand des unter dem Schulterdach gelegenen Schleimbeutels gefunden, was ebenfalls nicht mit den massiv angegeben Beschwerden konform gehe. Die bei der
Frozen
shoulder
im MRI pathognomonisch verdickte adhäsive Kapsulitis fehle beim
Versicherten, so dass von der Diagnose «persistierende
Frozen
shoulder
» nicht mehr ausge
gangen werden könne. Zusammenfassend passten die objektivierbaren Befund
tat
sachen nicht zur massivsten demonstrierten Schmerzsymptomatik des Unter
suchten (S. 20).
Insbesondere der Befund der im August 2018 durchgeführten MRI-Untersuchung ohne Nachweis einer Muskelatrophie im Schultergelenk bestätige die heute beobachteten Inkonsistenzen und widerlege letztendlich beweiskräftig die vom Versicherten beklagte Gebrauchsminderung des linken Armes (S. 20 Mitte).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde darauf hingewiesen, dass anlässlich der Untersuchung vom 2
4.
August 2016 eine bessere Mobilität des linken Schultergelenkes (über 90°
Vorheben
) erreicht gewesen sei. Spätestens am
4.
Oktober 2016 werde eine Schulterbeweglichkeit mit
Vorheben
bis 100° und Seitheben bis 80° ohne notierte Kraftminderung befundet.
Auf orthopädischem Fachgebiet sei deshalb von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
in angestammter Tätigkeit gemäss Arbeitsplatz
be
schrieb ab 2
4.
August 2016 auszugehen.
5.4
In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung (
Urk.
7/91/64-74) wurde ausgeführt, dass aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht keine Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könnten (S. 5
Ziff.
4.2.1). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die im ortho
pä
dischen Gutachten genannten (vorstehend E. 5.3) aufgeführt (S. 5 Ziff. 4.2.2).
Von orthopädischer Seite bestünden lediglich geringe Einschränkungen, vor
nehm
lich für häufige Überkopfarbeiten mit dem linken Arm, da hierbei auf einen beim Versicherten vorliegenden Schulterengpass (mögliches
Impingement
) Rück
sicht zu nehmen sei, ebenso auf eine mässige Verschleisserscheinung mit zurzeit bestehendem Reizzustand des Schultergelenkes. Heben und Tragen von Lasten sollte bis 10 kg möglich sein. Da von psychiatrischer Seite mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine psychische Erkrankung mit oder ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellbar gewesen sei, bestünden beim Versicherten keine Funktionseinschränkungen resultierend aus einer psychischen Erkrankung (S. 6
Ziff.
4.3).
Aus der biografischen und psychiatrischen Anamnese erg
ä
ben sich keine Hin
weise für eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung. Eine
subjektive psychische Beeinträchtigung werde durch den Versicherten erst ab dem Jahre 2016 reklamiert, sei aber objektiv nicht nachvollziehbar (
S. 6 Ziff.
4.4).
Angesichts der bildtechnischen Untersuchung vom 2
2.
Juni 2018 und der aktu
ellen Befunderhebung seien beim Versicherten aus orthopädischer Sicht hin
reichende
Ressourcen für eine Einsetzbarkeit am alten Arbeitsplatz vorhanden. Aus psychiatrischer Sicht sei er bei entsprechender Motivation zu Arbeiten im handwerklichen Bereich offensichtlich gut in der Lage. Er verfüge über gute Deutschkenntnisse und ausreichende soziale Kompetenzen (S. 6
Ziff.
4.5).
Bei der orthopädischen Untersuchung habe der Versicherte zunächst eine weit
gehende Unbeweglichkeit und Nicht-Einsetzbarkeit des linken Armes demon
striert. Im weiteren Verlauf habe sich nach Ablenkung durch den Gutachter diese Bewegungsunfähigkeit zusehends
gebessert
. Es sei eine erhebliche Variabilität der Schulterbewegungen demonstriert worden (S. 6
Ziff.
4.6). Aus orthopädischer Sicht passten die objektivierbaren Befundtatsachen zusammenfassend nicht zur massivsten demonstrierten Schmerzsymptomatik (S. 7 oben).
Psychiatrischerseits
sei aufgefallen, dass der Versicherte bei der Nachfrage nach allfälligen psychischen Beeinträchtigungen auffallend oberflächlich und vage geblieben sei.
In der Untersuchung habe der Versicherte ein demonstrativ-aggra
vierendes Verhalten gezeigt und habe beispielsweise eine themenabhängige Affektinkontinenz bei ansonsten situationsadäquatem Affekt und guter Auslenk
barkeit demonstriert. Bezogen auf die anamnestischen Angaben sei der Versi
cherte widersprüchlich gewesen. Er habe beispielsweise geäussert,
sich ni
cht mehr freuen zu können, auch wenn er dies
mit seinem Enkelsohn
versuche
,
habe im weiteren Explorationsverlauf, als er von seinem Enkelsohn berichtet habe, hin
gegen sichtbare Freude bei lebhaftem Erzählen gezeigt. Auch die subjektive Angabe einer Schmerzintensität von 10 nach der orthopädischen Untersuchung sei im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung klinisch nicht nachzuvollziehen gewesen und sei ebenfalls als eine demonstrativ-aggravierende Symptom
prä
sen
tation zu werten. Insgesamt hätten sich auch im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung die subjektiv vom Versicherten vorgetragenen Beschwerden nicht objektivieren lassen (S. 7).
6.
6.1
Gemäss Austrittsbericht vom
9.
November 2018 (
Urk.
7/101/1-6
= Urk.
7/106/4
9
) weilte der Beschwerdeführer vom 1
1.
Oktober bis
8.
Novem
ber 2018 in der Klinik
P._
, wobei als Hauptdiagnose eine chronische Schmerzstörung mit soma
tischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) genannt wurde (S. 1 Mitte). Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 11.
Oktober bis
8.
November 2018 und anschliessend eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
attestiert (S. 5 unten).
6.2
Am 1
3.
November 2018 wurde über die
(
als erstmalige bezeichnete
)
Untersu
chung
des Beschwerdeführers im
I._
berichtet (
Urk.
7/101/9-11 =
Urk.
7/106/12-14). Aufgrund der Anamnese und des erhobenen Befundes werde von einer chro
nischen Schmerzstörung ausgegangen (S. 2 unten). Es wurde die Einleitung einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung im ambulanten Setting emp
fohlen (S. 3 oben).
6.3
Im Bericht vom 2
6.
November 2018 über die Schulter-Sprechstunde in der Uni
versitätsklinik
Y._
(
Urk.
7/101/7-8
=
Urk.
7/106/15-16
) wurden die folgen
den, hier verkürzt angeführten Diagnosen genannt (S. 1):
-
aktivierte AC-Gelenksarthrose
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
-
chronische depressive Störung
-
chronisches
cervicocephales
Schmerzsyndrom
-
Lumbovertebralsyndrom
bei segmentaler Funktionsstörung L5/S1
-
Kontrastmittelallergie
-
allergische Rhinitis / Asthma
-
arterielle Hypertonie
Zum Prozedere wurde ausgeführt, eine Operation könne dem Patienten nicht angeboten werden, da kein morphologisches Korrelat gefunden werden könne, welches dieses Beschwerdebild erklären könnte. Zudem seien die Schmerzen durch Infiltrationen nicht beeinflussbar gewesen (S. 2 Mitte).
Der Patient könne aufgrund der chronischen starken Schmerzen seinen linken Arm nicht einsetzen, dies insbesondere für Tätigkeiten über der Horizontalen (S. 2 unten).
6.4
Dr.
med.
Q._
, Oberärztin, Institut
für komplementäre und integrative Medi
zin,
C._
, führte mit Bericht vom
4.
Februar 2019 (
Urk.
7/106/17-18) aus,
sie habe den Beschwerdeführer nun das zweite Mal in ihrer Sprechstunde gesehen und
berichte
über den Behandlungsverlauf (S. 1 Mitte). Sie nannte folgende Diagnosen (S. 1):
-
aktivierte AC-Gelenksartrose links
-
Status nach
Frozen
shoulder
links und subacromialer Reizung sowie
periscapuläre
Schmerzen
-
Status nach Schulterarthroskopie, subacromialer
Bursektomie
, Kalkent
fernung und Seit-zu-
Seitnaht
bei Tendinitis calcarea der Supraspina
tussehne und
Impingement
der Schulter links vom 2
1.
August 2015
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
rezidivierende depressive Störungen
-
aktivierte AC-Gelenksartrose links und chronisches
cervicocephales
Schmerzsyndrom
-
Nebendiagnosen
-
Kontrastmittelallergie (DD Unverträglichkeit, Panikattacke)
-
allergische Rhinitis / Asthma
-
arterielle Hypertonie
Sie führte aus, gemäss den Angaben des
Beschwerdeführers sei - nach dem Klinikaufenthalt (vgl. vorstehend E. 6.1) - die rechte Schulter besser, links sei es unverändert. Die Psyche scheine ihr leicht gebessert. Sie beginne mit einem Phy
to
therapeutikum, da der Beschwerdeführer gegenüber konventionellen Medika
me
nten skeptisch sei (S. 2 oben).
6.5
Mit Bericht vo
m 1
8.
März 2019
(
Urk.
7/108)
wurde bestätigt, dass sich der Be
schwerdeführer seit dem 1
3.
November 2019 im
I._
in ambulanter Behandlung befinde
(S
.
1), die monatlich stattfinde (S. 2 oben).
6.
6
Am 1
2.
Juni 2019 nahmen die Gutachter med.
pract
.
N._
und
Dr.
O._
(vor
stehend E. 5.1) zu den neu eingegangenen Berichten Stellung (Urk. 7/113/1
5)
und
führten aus, aus näher dargelegten Gründen führten diese zu keiner veränderten gutachterlichen Bewertung. Nach wie vor sei beim Versicherten von
einer demonstrativ-aggravierenden zweckgebundenen Symptompräsentation aus
zugehen, so dass sich kein ausreichender Anhalt für das Vorhandensein einer psychischen Erkrankung mit oder ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ergebe. Insbesondere enthielten die Berichte auch nicht, wie behauptet, neue Diagnosen (S. 5 Mitte).
Am 2
5.
Juni 2019 nahm der Gutachter
Dr.
M._
Stellung (
Urk.
7/113/6-8). Er führte aus, die neu eingegangen Unterlagen bestätigten im Wesentlichen sein
e
im Gutachten dargelegte Einschätzung (S. 2 Mitte).
7.
7.1
Für die Beurteilung bestimmter psychischer Störungen wie namentlich soma
toformer Schmerzstörungen und damit vergleichbaren psychosomatischen Beein
trächtigungen ist seit Juli 2015 die Bezugnahme auf sogenannte Standardindi
katoren erforderlich (BGE 141 V 281). Seit Dezember 2017 gilt dies überdies für die meisten psychischen Beeinträchtigungen (BGE 143 V 418).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
7.2
In der gutachterlichen Kurzbeurteilung, die
Dr.
E._
am
1.
Dezember 2016 erstattete, findet sich keine Auseinandersetzung mit den Standardindikatoren (
vorstehend E. 7.1)
, obwohl dies angesichts der von ihm gestellten Diag
no
sen
- Anpassungsstörung bei chronischen Schmerzen und Arbeitsunfähigkeit (ICD-10
F43.21), somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F45.41) - zwingend erforderlich gewesen wäre, damit auf seine Beurteilung im vorliegenden Kontext abgestellt werden könnte.
Mangels Berücksichtigung der Standardindikatoren ist somit auf seine Beur
teilung nicht weiter einzugehen.
7.3
Dr.
Z._
erwähnte im Oktober 2015 in Klammern den Begriff «
Sudek
» - richtig: «Sudeck» - (vorstehend E. 4.1), was die veraltete Bezeichnung für ein CRPS dar
stellt. Davon abgesehen findet sich, e
ntgegen dem, was in der Beschwerde an
geführt wurde, in den
ärztliche
n
Berichten
- insbesondere von August 2016 bis 2019 -
keine Diagnose eines CRPS
.
Ebenfalls unzutreffend ist die Annahme, den Berichten sei durchgehend die Diag
nose einer
Frozen
Shoulder
zu entnehmen. Im Juli 2017 wurde vielmehr lediglich eine diffuse Restbeschwerdesymptomatik der linken Schulter diagnostiziert (vor
stehend E. 4.12) und im November 2018 eine aktiviert
e
AC-Gelenksarthrose (vor
stehend E. 6.3). Damit übereinstimmend erläuterte der orthopädische Gutachter im September 2018 in nachvollziehbarer Weise, dass es sich bei der
Frozen
Shoulder
oder Schultersteife
um eine Entzündungsreaktion vorübergehender Art handelt (vorstehend E. 5.3).
7.4
Entscheidend ist aber ohnehin, ob sich aus den vorhandenen Arztberichten auf eine Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit schliessen lässt, die eine Invalidität zu begründen vermöchte.
Nur bedingt dafür geeignet sind Berichte, in denen gar keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit gemacht wurden, so im September 2016 (vorstehend E. 4.2), im Januar 2017 (vorstehend E. 4.6), im Juli 2017 (vorstehend E. 4.12), im November 2018 (vorstehend E. 6.2), im Februar 2019 (vorstehend E. 6.4) und im März 2019 (vorstehend E. 6.5).
Ihnen ist jedenfalls nicht zu entnehmen, dass eine Arbeits
unfähigkeit attestiert worden wäre.
Sodann wurde für einzelne Zeitabschnitte eine Arbeitsunfähigkeit in der
ange
-
stammten Tätigkeit attestiert,
jedoch
ohne Angaben zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit, so während des Aufenthalts
im Januar / Februar 2017
(plus 10 Tage) in der Klinik
H._
(vorstehend E. 4.7), seitens des
I._
vom 16.
Novem
ber 2016 bis jedenfalls 2
8.
März 2017 (vorstehend E. 4.10),
während der Auf
enthalte im Juli - September 2017 (plus 10
Tage) in der Klinik
K._
(vor
stehend E. 4.15), während des Aufenthalts im Oktober / November 2018 in der Klinik
P._
(vorstehend E. 6.1).
Die im April 2016 durchgeführte EFL ergab eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
für näher umschriebene leichte bis mittelschwere Tätigkeiten (vorstehend E. 4.2). Die Hausärztin erachtete im November 2016 körperlich wenig belastende Tätigkeiten als wahrscheinlich zu 100
%
möglich (vorstehend E.
4.3). Die Gutachterin Dr.
D._
attestierte im Dezember 2016 eine volle Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten ohne Überkopf-Bewegungen (vorstehend E. 4.4) und im April 2017 für alle Tätigkeiten ausser körperlich sehr schwere
n
Tätigkeiten mit Kraftbe
lastung des linken Armes auch über Kopf (vorstehend E. 4.11). Die Oberärztin des
I._
attestierte im Februar 2018 eine
Arbeitsfähigkeit von 80
%
in angepassten Tätigkeiten (vorstehend E. 4.14). Im Bericht über die Schulter-Sprechstunde im Juni 2018 wurden lediglich schulterbelastende Tätigkeiten ausgeschlossen (vor
stehend E. 4.15) und im Bericht vom November 2018 wurde ebenfalls ausgeführt, der Beschwerdeführer könne seinen linken Arm, insbesondere über der Horizon
talen, nicht einsetzen (vorstehend E. 6.3).
Aus der
bidisziplinären
Beurteilung (vorstehend E. 5), welche den praxisgemässen
Anforderungen (vorstehend E. 1.3) vollumfänglich zu genügen vermag, ergibt s
ich jedoch mit hinreichender Klarheit, dass - wie auch
Dr.
D._
(vorstehend E. 4.11) feststellte - lediglich geringe Funktionsbehinderungen der linken Schulter be
stehen. Die Begutachtung ergab eine erhebliche Variabilität der Schulterbewe
gungen, eine kräftige Bemuskelung der linken oberen Extremität und seiten
gleiche Umfangsmasse, was mit der angegeb
en
en fehlenden Belastbarkeit des linken Armes nicht vereinbar sei. Ebenfalls fand sich eine seitengleiche
Beschwie
lung
der Hände
. Die objektivierbaren Befunde passten nicht zur massivsten de
monstrierten Schmerzsymptomatik. Aus orthopädischer Sicht sei die Arbeits
fähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit gemäss Arbeitsplatzbeschrieb nicht eingeschränkt (vorstehend E. 5.3). Es bestünden lediglich Einschränkungen für häufige Überkopfarbeiten (vorstehend E. 5.4).
7.5
Angesichts dieser zahlreichen und
im Wesentlichen
übereinstimmenden Angaben in den vorhandenen medizinischen Berichten s
t
eht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit fest, dass
aus ärztlicher Sicht körperlich
überwiegend
leichte Tätigkeiten, bei denen der Einsatz des linken Armes oberhalb der Horizontale
n
nicht erforderlich ist, als
uneingeschränkt zumutbar
gelten und dass
für
solche
Tätigkeiten
, zu denen grundsätzlich auch die angestammte gehört (vgl. vorste
hend E. 3),
eine volle oder annähernd volle Arbeitsfähigkeit über die ganze hier massgebende Zeit hinweg
ausgewiesen ist.
Beim solchermassen feststehenden Sachverhalt fehlt dem beschwerdeweise ange
meldeten Anspruch auf eine - sogar ganze - Rente von August 2106 bis Juli 2019 das materielle Fundament. Somit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
8.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Inva
lidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.