Decision ID: 92b7839e-a316-412e-bdc8-61a09dc0ab77
Year: 2018
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Beschwerdeführer die unrichtige Sachverhaltsfeststellung, denn es handle
sich bei den realisierten Projektänderungen, entgegen der Auffassung der
Vorinstanz, lediglich um geringfügige Änderungen. Ferner sei Art. 37
Abs. 3 BG unrichtig angewendet worden, da die vorgenommenen
Projektanpassungen entgegen dem Dafürhalten der Vorinstanz den
gestalterischen Vorgaben gemäss Art. 37 Abs. 3 BG nicht widersprächen.
Abgesehen davon wäre die angeordnete Anbringung von Holzlamellen vor
dem Fenster an der Südfassade unverhältnismässig. Weiter seien die
Beschwerdeführer nicht Eigentümer des 3. Obergeschosses, weshalb sie
nicht befugt seien, Änderungen ohne Zustimmung der Eigentümer
vorzunehmen. Im Übrigen sei Art. 95 Abs. 1 und 2 KRG nicht richtig
angewendet worden, denn vorliegend sei der subjektive Tatbestand nicht
erfüllt.
10. In ihrer Vernehmlassung vom 31. Januar 2018 beantragte die Gemeinde
X._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche
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Abweisung der Beschwerde unter solidarischer Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführer. Die
Beschwerdegegnerin stellte sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, sie
habe im angefochtenen Entscheid sehr wohl begründet, weshalb die
nachträgliche Projektänderung nicht nachträglich bewilligt werden könne.
In Erwägung 3 werde auf die gestalterischen Vorgaben von Art. 37 Abs. 2
(recte: Abs. 3) BG verwiesen. Zudem schliesse sich die Baubehörde den
den Beschwerdeführern bekannten Ausführungen der Bauberaterin im
Bericht vom 10. Mai 2017 an, worin ausgeführt werde, dass die vormalige
Nutzung des Stalls auch nach dem Ausbau erkennbar bleiben müsse,
weshalb eine massgebende Fläche zumindest auf der Südseite in Holz
belassen werden müsse. Hinsichtlich der Baubusse führte die
Beschwerdegegnerin hauptsächlich aus, sie habe davon ausgehen dürfen,
der Beschwerdeführer habe als Architekt, welcher in Graubünden tätig sei
und nicht zum ersten Mal in Y._ gebaut habe, das BG und auch die
einschlägigen Strafnormen des KRG gekannt, weshalb der nicht explizit
erfolgte Hinweis auf Strafnorm und Strafrahmen nach ständiger Praxis des
Verwaltungsgerichts nicht zur Aufhebung des Bussenbescheids führen
könne. Abgesehen davon sei der Beschwerdeführer mit Schreiben vom
9. März 2017 ausdrücklich auf Art. 86 KRG hingewiesen worden. Die
Beschwerdegegnerin habe zudem die Steuerfaktoren des
Beschwerdeführers direkt beim Gemeindesteueramt beschafft, weshalb
sich eine Aufforderung zur Rechenschaftsablage erübrigt habe. Die
Verfahrenskosten setzten sich aus den Kosten für die Bauberatung, aus
Kosten für die juristische Beratung sowie aus dem Aufwand des Bauamtes
zusammen. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs könne unter
diesen Umständen nicht die Rede sein. Selbst allfällige
Gehörsverletzungen könnten geheilt werden, da die Beschwerdeführer in
jedem Fall das Recht hätten, sich zur Vernehmlassung der
Beschwerdegegnerin zu äussern. In materieller Hinsicht brachte die
Beschwerdegegnerin vor, in der Zone, in welcher die betroffene
Liegenschaft stehe, müssten alle Renovierungen und Umbauten der
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traditionellen Art des Bauens in der Gemeinde hinsichtlich Material,
Grösse, Proportionen, sowie Dachform und Farben angepasst werden. Die
fragliche Baute sei für das Ortsbild prägend, weshalb ihre äussere
Erscheinung auch beim Um- und Ausbauen beibehalten werden müsse.
Die Funktion des vormaligen Stalles müsse auch nach dem Umbau noch
erkennbar bleiben. Abgesehen davon stehe der Gemeinde bei der Prüfung
der Frage, ob sich ein Bauteil in die bauliche Umgebung einfüge und das
Ortsbild nicht beeinträchtige ein erheblicher, durch die
Gemeindeautonomie geschützter Ermessens- und Beurteilungsspielraum
zu. Ferner sei die verfügte Verpflichtung, die Holzlamellen nachträglich
anzubringen, in jeder Hinsicht verhältnismässig. Auch sei Art. 95 Abs. 1
und 2 KRG korrekt angewendet worden, zumal der objektive Tatbestand
gemäss Art. 89 Abs. 1 KRG i.V.m. Art. 91 Abs. 1 KRG vom
Beschwerdeführer mehrfach und offensichtlich vorsätzlich verletzt worden
sei. Im Übrigen könnten auch im 3. Obergeschoss die Holzlamellen
angebracht werden, da die Verkäuferschaft gemäss Kaufvertrag berechtigt
sei, die sich als notwendig erweisenden Änderungen vorzunehmen.
11. In ihrer Replik vom 16. März 2018 hielten die Beschwerdeführer an ihren
Anträgen fest und vertieften ihre Argumente.
12. Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Duplik vom 25. April 2018 ebenfalls
unverändert an ihren Anträgen fest und vertiefte ihren Standpunkt. Zudem
beantragte sie die Befragung von F._, Bauamtsleiter X._, als
Zeugen.
13. Mit Schreiben vom 4. Mai 2018 reichte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführer seine Honorarnote in Höhe von Fr. 7'012.20 (exkl.
MWST.) ein. Die Honorarnote weist einen Stundenaufwand von 27.37
Stunden aus. Der Stundenansatz beträgt Fr. 250.--, wobei eine
entsprechende Honorarvereinbarung nicht ins Recht gelegt wurde. Die
Beschwerdegegnerin erachtet den Stundenaufwand als
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unverhältnismässig hoch, weshalb dieser im Falle einer Gutheissung der
Beschwerde um 17 Stunden zu kürzen sei.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und
auf den angefochtenen Entscheid sowie auf die im Recht liegenden
Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist der Entscheid
der Beschwerdegegnerin vom 17. Oktober 2017, mitgeteilt am
23. November 2017, worin die Beschwerdeführerin verpflichtet wurde, die
Bauarbeiten gemäss den bewilligten Plänen vom 13. Februar 2013 bis
spätestens am 1. Juni 2018 auszuführen, der Beschwerdeführer wegen
Missachtung des Baugesetzes mit einer Busse von Fr. 3'000.-- gebüsst
und die Beschwerdeführerin zur Übernahme der Verfahrenskosten in
Höhen von Fr. 2'000.-- verpflichtet wurde. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt
das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden,
soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können
oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der
angefochtene kommunale Entscheid kann weder bei einer anderen Instanz
angefochten werden noch ist er endgültig. Folglich stellt er ein taugliches
Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden dar.
2. Nach Art. 50 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den
angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an
seiner Aufhebung oder Änderung hat. Mit der Beschwerde können
Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des
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rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 51 Abs. 1
VRG). Nach Art. 52 Abs. 1 VRG ist die Beschwerde schriftlich innert
30 Tagen seit Mitteilung des angefochtenen Entscheids beim
Verwaltungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeführer sind als
Adressaten des angefochtenen Entscheids berührt und sie haben ein
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung. Die
Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführer ist damit ohne Weiteres
gegeben. Da die Beschwerde im Übrigen form- und fristgerecht eingereicht
wurde, ist auf diese einzutreten.
3. Vorweg sei darauf hingewiesen, dass gemäss Art. 94 Abs. 3 KRG die
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sowohl den
Eigentümerinnen oder Eigentümer als auch Personen, die den
rechtswidrigen Zustand herbeigeführt haben, obliegt. Nach Art. 16 Abs. 1
VRG hat die Behörde den von einem Entscheid Betroffenen Gelegenheit
zur schriftlichen oder mündlichen Stellungnahme zu geben. Da die
Eigentümer der Wohnung im 3. Obergeschoss vom angefochtenen
Entscheid insofern betroffen sind, als dass sie das Anbringen von
Holzlamellen vor den Fenstern an der Südfassade durch die
Beschwerdeführer zu dulden haben bzw. selber vorzunehmen hätten, wäre
ihnen gestützt auf Art. 16 Abs. 1 VRG das rechtliche Gehör zu gewähren
gewesen, was jedoch - so weit ersichtlich - nicht erfolgt ist. Insbesondere
kann sich die Beschwerdegegnerin diesbezüglich nicht auf den Kaufvertrag
berufen, welcher zwischen der Beschwerdeführerin und den beiden
Miteigentümern der Wohnung im 3. Obergeschoss abgeschlossen wurde
(vgl. Akten der Beschwerdeführer [Bf-act.] 8). Die darin zu erblickende
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist vorliegend jedoch nicht
weiter zu behandeln, haben doch die beiden Miteigentümer der Wohnung
im 3. Obergeschoss der betroffenen Liegenschaft keine Beschwerde
erhoben.
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4. In formeller Hinsicht ist zunächst streitig und zu prüfen, ob die
Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Wahrung des rechtlichen Gehörs
verletzt hat, indem sie ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen ist.
4.1. Die Beschwerdeführer bringen diesbezüglich insbesondere vor, die
Beschwerdegegnerin habe im angefochtenen Entscheid nicht begründet,
weshalb die nachträgliche Projektänderung nicht bewilligt werden könne.
Sie halte lediglich fest, die beanstandeten Projektabweichungen am
Äusseren des Gebäudes stünden im Widerspruch zu den gestalterischen
Vorgaben gemäss Art. 37 Abs. 3 BG. Zudem verweise sie auf die
Stellungnahme der Bauberaterin vom 10. Mai 2017 (Akten der
Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 11) und halte fest, die Ausführungen an den
Fassaden wichen sehr stark von den bewilligten Plänen ab, weshalb die
Holzlamellen vor dem Fenster an der Südfassade gemäss den bewilligten
Plänen vom 13. Februar 2013 angepasst werden müssten.
4.2. Die Beschwerdegegnerin stellt sich ihrerseits auf den Standpunkt, sie habe
im angefochtenen Entscheid sehr wohl begründet, weshalb die
nachträgliche Projektänderung nicht nachträglich bewilligt werden könne.
In Erwägung 3 des angefochtenen Entscheides werde auf die
gestalterischen Vorgaben von Art. 37 Abs. 3 BG mit den
Einordnungspflichten in das traditionelle Dorfbild hinsichtlich Material etc.
verwiesen. Weiter schliesse sich die Beschwerdegegnerin an gleicher
Stelle ausdrücklich den Ausführungen der Bauberaterin im Bericht vom
10. Mai 2017 (Bg-act. 11) an, welcher den Beschwerdeführern bereits
bekannt gewesen sei. Darin werde ausgeführt, dass die vormalige Nutzung
des Stalls auch nach dem Ausbau erkennbar bleiben müsse, weshalb eine
massgebende Fläche zumindest auf der Südseite in Holz belassen werden
müsse. Diese Begründung habe den Beschwerdeführern auf
rechtsgenügliche Weise die Möglichkeit geboten, sich umfassend mit den
verfügten Auflagen rechtlich auseinanderzusetzen.
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4.3. Der durch Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) gewährleistete Anspruch auf rechtliches
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert andererseits ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren,
soweit dies Einfluss auf ihre Rechtsstellung haben kann. Die
Gehörsgarantie ist somit ein verfassungsmässig geschütztes
Individualrecht, hat also den Charakter eines selbständigen Grundrechts
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 1001 und 1003). Dieses Mitwirkungsrecht
umfasst insbesondere das Recht des Einzelnen, sich vor Erlass eines
entsprechenden Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise
vorzubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen
Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher
Beweismittel mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu
äussern, wenn dieses geeignet ist den Entscheid zu beeinflussen (Urteil
des Verwaltungsgerichts [VGU] R 13 171 vom 1. April 2014 E.3 m.w.H.).
Aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt insbesondere auch ein Mindestanspruch auf
Begründung eines hoheitlichen Aktes. Die Begründungspflicht für
kantonale und kommunale Behörden ergibt sich aus dem kantonalen
Verfahrensrecht, vorliegend aus Art. 22 Abs. 1 VRG, welcher ausdrücklich
festhält, dass Entscheide zu begründen sind. Sinn und Zweck der
Begründungspflicht liegt darin, dass der Bürger wissen soll, warum eine
Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines
Entscheides muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn
gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn
sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des
Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens
kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten
liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (PVG 2011 Nr. 31 m.w.H.).
Es ist insbesondere nicht nötig, dass sie sich mit jeder tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzt, sondern sie
kann sich vielmehr auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte
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beschränken (statt vieler BGE 133 I 270 E.3.1). Die betreffende Behörde
darf sich in der Regel aber nicht damit begnügen, die anwendbare
Rechtsnorm wiederzugeben, sondern hat in erkennbarer Weise
aufzuzeigen, aus welchen Gründen sie den Sachverhalt der anwendbaren
Norm unterstellt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6377/2013
vom 12. Januar 2015 E.3.3). Es genügt mithin nicht, wenn die Behörde das
Ergebnis, die anwendbaren Rechtsnormen sowie den massgebenden
Sachverhalt wiedergibt (vgl. WIEDERKEHR, Die Begründungspflicht nach
Art. 29 Abs. 2 BV und die Heilung bei Verletzung, in: Zbl 9/2010, S. 481,
489). Die Begründung muss jedoch nicht im Entscheid selber enthalten
sein (vgl. BGE 113 II 204 E.2; UHLMANN/SCHIKKUBG-SCHWANK in:
WALDMANN/WEISSENBERGER [Hrsg.], Praxiskommentar
Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl., Zürich/Basel/
Genf 2016, Art. 35 Rz. 13). Findet beispielsweise zwischen dem
Adressaten und der Behörde eine umfassende Korrespondenz statt, darf
die Behörde auf diese Korrespondenz verweisen. Dabei muss sich aber
aus der Verfügung bzw. aus dem Entscheid zweifelsfrei ergeben, welche
Argumente für die Behörde letztlich entscheidend waren. Dies gilt
insbesondere auch für Dokumente, welche die Behörde nicht selbst
verfasst hat, wie etwa Gutachten, Stellungnahmen Dritter etc. Unzulässig
ist in jedem Fall ein pauschaler Verweis auf andere Schriftstücke
(UHLMANN/SCHIKKUBG-SCHWANK a.a.O., Art. 35 Rz. 13). Ob die Begründung
dann auch rechtlich zutreffend und haltbar ist, ist nicht eine Frage des
formellen Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern der materiellen
Beurteilung der Streitfrage.
4.4. Dem angefochtenen Entscheid ist unter Erwägung 3 zu entnehmen, dass
die beanstandeten Projektabweichungen am Äusseren des Gebäudes im
Widerspruch zu den gestalterischen Vorgaben gemäss Art. 37 Abs. 3 BG
stünden, wie dies auch der in jeder Hinsicht überzeugenden
Stellungnahme der Bauberatung vom 10. Mai 2017 (Bg-act. 11)
entnommen werden könne. Materiell vorschriftswidrige Zustände seien auf
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Anordnung der zuständigen Baubehörde zu beseitigen. Von der
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes könne vorliegende
zumindest teilweise aus Gründen der Verhältnismässigkeit abgesehen
werden. Demgemäss habe die Beschwerdegegnerin nachträglich die
Abänderung in der Raumeinteilung, die zwei Türen an der Nordfassade,
die abgeänderte Fenstereinteilung an der Ostfassade, die abgeänderte
Fenstereinteilung an der Südfassade sowie die Staketen am Geländer an
der Ostfassade und Südfassade bewilligt. Die übrigen Ausführungen an
den Fassaden wichen dagegen sehr stark von den bewilligten Plänen ab.
Aus gestalterischer Sicht könne hier nicht von kleinen Abweichungen
gesprochen werden. Die Abänderung bewirke eine völlig neue Gestaltung
der Fassaden, weshalb die Holzlamellen vor dem Fenster an der
Südfassade gemäss den bewilligten Plänen vom 13. Februar 2013
angepasst werden müssten.
4.5. Dem Bericht der Bauberaterin vom 10. Mai 2017 (Bg-act. 11) ist
insbesondere zu entnehmen, dass die Stallbauten von einer durch die
Landwirtschaft geprägte Lebensweise und Kultur vergangener Zeit
zeugten. Mit den dazugehörenden Wohnbauten bildeten sie bauliche
Ensembles, welche für das Ortsbild der Dörfer bis heute prägend seien.
Aus diesem Grund müsse auch laut Bund und Kanton bei
ortsbildprägenden Stallbauten die äussere Erscheinung und die bauliche
Grundstruktur erhalten werden. Beim Stall handle es sich auf jeden Fall um
eine für das Ortsbild sehr wichtige Baute. Damit der ehemalige Stallteil
auch in Zukunft als zum Wohnteil gehörender Stallteil zu erkennen sei, sei
es wichtig, eine massgebende Fläche in Holz zu belassen. Dies sei bei der
Ausführung an der Ostfassade mehr oder weniger erreicht, jedoch nicht an
der Südfassade. Durch die leichte, durchlässige Brüstung und das
Weglassen der Holzflächen erscheine die Fassade als gläserne Fläche.
Aus gestalterischer Sicht gehe dieser Schritt deutlich zu weit, was
inakzeptabel sei.
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4.6. Der von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid angeführte
Art. 37 Abs. 3 BG schreibt vor, dass in der Zona dal cumün vegl Umbauten
und Renovierungen sich der traditionellen Bauweise der Gemeinde
hinsichtlich Material, Grösse, Proportionen, Positionen, Form des Daches
und der Farbe anzupassen haben. Im angefochtenen Entscheid führt die
Beschwerdegegnerin pauschal aus, die beanstandeten
Projektabweichungen am Äusseren des Gebäudes stünden im
Widerspruch zu den gestalterischen Vorgaben gemäss Art. 37 Abs. 3 BG
und verweist im Übrigen auf den Bericht der Bauberaterin vom 10. Mai
2017 (Bg-act. 11). Weder der Begründung im angefochtenen Entscheid
noch dem genannten Bericht lässt sich jedoch entnehmen, welche in
Art. 37 Abs. 3 BG genannte ästhetische Vorgabe die Beschwerdeführer an
der Südfassade der fraglichen Liegenschaft mit den Projektabweichungen
verletzt haben sollen. Die Beschwerdegegnerin beschränkt sich vorliegend
mithin auf die Darstellung des Sachverhaltes, die Nennung der aus ihrer
Sicht verletzten materiellen Baurechtsnorm sowie des Ergebnisses. In
Anbetracht des zuvor Ausgeführten (vgl. E.4.3) wäre es jedoch an der
Beschwerdegegnerin gewesen, im angefochtenen Entscheid darzulegen,
welche ästhetische Vorgabe von Art. 37 Abs. 3 BG die getätigten
Projektabweichungen aus welchen im Bericht der Bauberaterin (Bg-
act. 11) genannten Gründen sie als verletzt erachtet hat. Insbesondere
vermag der pauschale Verweis auf den Bericht der Bauberaterin eine
Begründung nicht zu ersetzen, fehlt es vorliegend doch an einer
Auseinandersetzung der Beschwerdegegnerin mit den darin gemachten
Aussagen. Unter diesen Umständen ist mit den Beschwerdeführern
deshalb festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihrer
Begründungspflicht nicht nachgekommen ist und damit eine Verletzung
des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu bejahen ist.
5.1. Ferner rügen die Beschwerdeführer in formeller Hinsicht eine Verletzung
des Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil die Beschwerdegegnerin vor
Erlass des angefochtenen Entscheids dem Beschwerdeführer weder den
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gesetzlichen Strafrahmen mitgeteilt habe noch ihn dazu aufgefordert habe,
über seine persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse
Auskunft zu geben.
5.2. Die Beschwerdegegnerin bringt diesbezüglich vor, dass nach ständiger
Praxis des Verwaltungsgerichts der nicht explizit erfolgte Hinweis auf
Strafnorm und Strafrahmen nicht zur Aufhebung des Bussenbescheids
führen könne und verweist hierzu auf die Urteile des Verwaltungsgerichts
[VGU] R 11 36 vom 15. November 2011 E.4 und R 14 25 vom 21. Oktober
2014 E.3h.
5.3. Gemäss Art. 32 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 3 lit. a der Konvention zum
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101)
besitzt der Angeschuldigte das Recht, innert möglichst kurzer Frist in einer
für ihn verständlichen Sprache in allen Einzelheiten über die Art und den
Grund der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen in Kenntnis gesetzt zu
werden. Damit soll er in die Lage versetzt werden, seine Verteidigung
wirksam vorzubereiten. Dabei sind nicht nur die Taten bekannt zu geben,
die begangen zu haben er verdächtigt wird, sondern es sind auch Angaben
über die juristische Einordnung derselben zu machen (VGU R 13 171 E.4c
m.w.H.; VEST in: EHRENZELLER/SCHINDLER/SCHWEIZER/VALLENDER [Hrsg.],
Dies Schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 3. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2014, Art. 32 Rz. 25).
In PVG 2003 Nr. 37 hat das Verwaltungsgericht die umschriebene Praxis
mit Blick auf den Inhalt einer Aufforderung zur Vernehmlassung präzisiert
und festgehalten, Minimalanforderung sei, dass die Behörde dem
Beschuldigten vorhalte, welche Norm er nach Ansicht der Behörde verletzt
haben solle. Überdies sei ihm der gesetzliche Strafrahmen mitzuteilen und
er sei aufzufordern, über seine persönlichen Einkommens- und
Vermögensverhältnisse Auskunft zu geben.
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5.4. Bei der Bemessung der Busse ist Art. 47 des Schweizerischen
Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) sinngemäss anwendbar (Art. 2
Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen
Strafprozessordnung [EGzStPO; BR 350.100]; vgl. VGU R 13 171 E.4e).
Diese Bestimmung verlangt, dass die Strafe nach dem Verschulden des
Täters zu bemessen ist, wobei das Vorleben und die persönlichen
Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters zu
berücksichtigen sind. Dazu gehören auch das Einkommen und das
Vermögen des Angeschuldigten.
5.5. Mit Schreiben vom 9. März 2017 (Bg-act. 9) zeigte die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer an, dass Bauten und
Anlagen nach Art. 7 BG und Art. 86 KRG nur mit schriftlicher Bewilligung
der kommunalen Baubehörde geändert werden dürften und die
Beschwerdeführer für die im Schreiben aufgeführten Abweichungen von
den Plänen über keine solche Bewilligung verfügten, weshalb sie die
Aussprechung einer Busse in Betracht ziehen müsse. Die
Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer damit wohl vorgehalten,
welche Norm dieser ihrer Ansicht nach verletzt haben soll. In Bezug auf die
Busse wurde dem Beschwerdeführer demgegenüber überhaupt kein
Vorhalt gemacht. Ihm wurde weder der Bussenrahmen erläutert noch
konnte er Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen machen. Unter
diesen Umständen ist es offensichtlich, dass die Beschwerdegegnerin den
Anspruch auf Wahrung des rechtlichen Gehörs verletzt hat. Daran vermag
das beschwerdegegnerische Vorbringen - der Gemeindevorstand habe die
Angaben betreffend die finanziellen Verhältnisse direkt beim
Gemeindesteueramt beschafft und bei der Strafzumessung
berücksichtigen können, weshalb sich eine diesbezügliche Aufforderung an
den Angeschuldigten zur Rechenschaftsablage über sein Einkommen und
Vermögen erübrigt hätte - nichts zu ändern. Denn wie gezeigt (vgl. E.4.3)
ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 BV das Recht des Beschuldigten, an der
Sachverhaltsabklärung mitzuwirken. Unter diesen Umständen wäre die
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Beschwerdegegnerin zumindest verpflichtet gewesen, dem
Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme zu dessen beim
Gemeindesteueramt durch die Beschwerdegegnerin selbständig
eingeholten Steuerunterlagen (Bg-act. 20) einzuräumen. Weil sie dies
unterlassen hat, wurde der Anspruch auf rechtliches Gehör auch
diesbezüglich verletzt.
5.6. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die von der
Beschwerdegegnerin zitierten Urteile des Verwaltungsgerichts - wie
nachstehend dargestellt - vorliegend nicht einschlägig sind. Zwar wurde in
beiden Fällen eine mangelhafte Eröffnung des Strafverfahrens verneint,
weil der jeweils betroffenen Partei die zur Diskussion stehenden formellen
wie materiellen Baurechtsverletzungen bekannt gewesen waren und die
nicht gerade mustergültige kommunale Einleitung des Strafverfahrens
deshalb nicht zu beanstanden war. Jedoch wurden die jeweiligen Parteien
in beiden Fällen von der Behörde aufgefordert, ihre Vermögens- und
Einkommensverhältnisse bekannt zu geben. Im vorliegend streitigen Fall
wurde dem Beschwerdeführer - wie gezeigt - aber keine Vernehmlassung
dazu ermöglicht. Die Beschwerdegegnerin vermag mithin aus VGU R 11
36 und R 14 25 nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.
6.1. In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführer im Übrigen eine
Verletzung des Anspruchs auf Wahrung des rechtlichen Gehörs, weil die
Beschwerdegegnerin die Zusammensetzung der Verfahrenskosten nicht
begründet habe und diese deshalb nicht nachvollziehbar sei.
6.2. Wie gezeigt, ergibt sich der Anspruch auf Begründung aus dem Anspruch
auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV (vgl. E.4.3). Dabei variiert der
geschuldete Umfang der Begründung je nach Art des Entscheids. So
unterliegen namentlich Kostenentscheide nur einer beschränkten
Begründungspflicht (PLÜSS in: GRIFFEL [Hrsg.], Kommentar VRG, 3. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2014, § 13 Rz. 30). Die Begründung muss aber in jedem
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Fall so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht
anfechten kann (vgl. BGE 126 I 97 E.2b und VGU A 13 62 vom 9. April
2014 E.2a). Aus Erwägung 5 des angefochtenen Entscheids geht hervor,
dass die Verfahrenskosten (inkl. Kosten für juristische Abklärungen sowie
für die Stellungnahme der Bauberaterin) von CHF 2'000.-- gemäss Art. 96
KRG zulasten der Beschwerdeführerin gehen. Es ist für die
Beschwerdeführerin unter diesen Umständen jedoch nicht ersichtlich, wie
sich die Verfahrenskosten im Detail zusammensetzen. Weder lässt sich
dem angefochtenen Entscheid entnehmen, wie hoch die
Verfahrensgebühr, die Kosten der juristischen Beratung und die Kosten für
die Bauberaterin im Einzelnen sind noch ist ersichtlich, wie sich diese
zusammensetzen. Der Beschwerdeführerin ist es in Anbetracht dieser
Umstände nicht möglich, mit den Rügen, die Aufwendungen seien weder
notwendig, noch in ihrer Höhe angemessen, an das Verwaltungsgericht zu
gelangen. Mithin konnte der angefochtene Entscheid hinsichtlich der
Verfahrenskosten nicht sachgerecht angefochten werden, weshalb die
Beschwerdegegnerin ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen ist
und auch diesbezüglich eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör zu bejahen ist.
7.1. Gemäss vorstehend Gesagtem steht fest, dass die Beschwerdegegnerin
den Anspruch auf rechtliches Gehör in mehrfacher Hinsicht verletzt hat.
7.2. Die Verletzung des Gehörsanspruchs führt, ungeachtet der
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, zur Aufhebung des
angefochtenen Entscheids (BGE 132 V 387 E.5.1). Nach der
Rechtsprechung kann ein Verfahrensmangel, insbesondere eine
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, jedoch geheilt werden,
wenn die Kognition der urteilenden Instanz nicht eingeschränkt ist und dem
Beschwerdeführer darauf auch kein Nachteil erwächst. Eine Heilung ist
ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwerwiegende
Verletzung der Parteirechte handelt, und sie soll die Ausnahme bleiben
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(BGE 126 I 68 E.2 m.w.H.; PVG 2008 Nr. 1). Verfügungen oder Entscheide,
die unter Missachtung des rechtlichen Gehörs ergangen sind, sind daher
grundsätzlich aufzuheben und zur Durchführung eines ordnungsgemässen
Verwaltungsverfahrens an die Verwaltungsbehörden zurückzuweisen.
Wenn es sich jedoch aus verfahrensökonomischen Gründen geradezu
aufdrängt, ist die Heilung einer allfälligen Gehörsverletzung im
Rechtsmittelverfahren nach der zitierten Praxis zuzulassen (PVG 2011
Nr. 31). Es geht aber nicht an, dass die Verwaltungsgerichtsbarkeit dazu
verwendet wird, anstelle der an sich zuständigen Vorinstanz ganze
Verwaltungsverfahren durchzuführen bzw. diese für die
Verwaltungsbehörden nachzuholen. Dies widerspräche dem Wesen der
Verwaltungsgerichtsbarkeit, deren Aufgabe darin besteht, als
unabhängige, ausserhalb der Verwaltung stehende Instanz
Verwaltungsakte auf ihre Rechtmässigkeit hin zu überprüfen.
7.3. Wie dargetan, hat die Beschwerdegegnerin es unterlassen, den
angefochtenen Entscheid sowie die Zusammensetzung der
Verfahrenskosten hinreichend zu begründen und dem Beschwerdeführer
im Zusammenhang mit dessen Steuerunterlagen (Bg-act. 20) Gelegenheit
zur Stellungnahme zu geben. Dementsprechend ist aufgrund der
vorgenannten Gehörsverletzungen und unter Berücksichtigung der
dargelegten Rechtsprechung die vorliegend zu beurteilende Angelegenheit
zur Weiterführung des Wiederherstellungs- und Bussenverfahrens im
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, zumal es - wie
gezeigt - nicht Aufgabe des streitberufenen Gerichts ist,
Verwaltungsverfahren für die Vorinstanz durchzuführen. Daran vermag der
Umstand, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Verfahrenskosten
im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren zwar ausgeführt hat,
dass die Kosten für die Bauberatung sich auf Fr. 529.20 (Bg-act. 17) und
diejenigen für die juristische Beratung auf Fr. 810.-- (3 Std. à Fr. 250.--
zzgl. MWST.) belaufen, nichts zu ändern. Eine Heilung des rechtlichen
Gehörs wäre mit diesem Hintergrund und in Anbetracht der Tatsache, dass
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die Beschwerdeführerin sich im Rahmen ihrer Replik zu diesen Angaben
hat äussern können, denkbar, fällt aber aus nachstehender Überlegung
dennoch ausser Betracht: Der Gebührenordnung der Beschwerdegegnerin
lässt sich entnehmen, dass für das Baubewilligungsverfahren, die
Baukontrolle sowie die Bauabnahme angemessene Gebühren erhoben
würden. Für eine Baubewilligung werde eine Gebühr von 1.5 ‰ der
effektiven Kosten gemäss offizieller Schätzung, aber mindestens Fr. 150.-
-, erhoben. Für Bauten und Anlagen, welche nicht der offiziellen Schätzung
unterstünden, würden die effektiven Kosten, aber mindestens Fr. 150.--, in
Rechnung gestellt. Wie die Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen
zu einer Gebühr von Fr. 660.80 gelangt - wie dies von ihr in ihrer
Vernehmlassung auf Seite 9 ausgeführt wird - ist nicht nachvollziehbar und
wird von ihr auch nicht näher dargelegt.
8.1. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die
Beschwerdegegnerin den den Beschwerdeführern zustehende Anspruch
auf rechtliches Gehör mehrfach verletzt hat. Die Beschwerde ist demnach
gutzuheissen und Dispositivziffer 1, 3 und 4 des angefochtenen
Entscheides aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin hat das
Wiederherstellungs- und Bussenverfahren im Sinne der Erwägungen
weiterzuführen und neu zu entscheiden.
8.2. Unter diesen Umständen sind die materiellen Vorbringen der Parteien nicht
weiter zu behandeln. Dasselbe gilt hinsichtlich der Beweisanträge der
Beschwerdeführer betreffend Edition Vorakten des Gemeindevorstandes
der Gemeinde X._, die Parteibefragung mit den Beschwerdeführern,
die Durchführung eines Augenscheins und das Einholen eines
Fachberichts bzw. Gutachtens. Ebenso obsolet wurde bei diesem Ausgang
des Verfahrens der beschwerdegegnerische Antrag, F._,
Bauamtsleiter der Gemeinde X._, als Zeugen zu befragen.
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9.1. Die Staatsgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt. Bei diesem Ausgang des
Verfahrens hat die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten zu tragen
(Art. 73 Abs. 1 VRG). Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende
Partei in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den
Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen.
9.2. Nach der bisherigen Praxis hat das Verwaltungsgericht, falls die
Anwaltsrechnung trotz Fehlens einer Honorarvereinbarung für die
Festsetzung der Parteientschädigung beigezogen wurde, jeweils auf die in
der Kostennote geltend gemachten Stundenansätze abgestellt, soweit sie
den von Art. 3 Abs. 1 der kantonalen Honorarverordnung (HV; BR 310.250)
festgelegten Rahmen von Fr. 210.-- bis und mit Fr. 270.-- nicht sprengten.
Das Verwaltungsgericht hat indessen am 5. September 2017 (vgl. auch
VGU U 16 92 vom 25. Oktober 2017 E.13b) um der Vereinheitlichung der
kantonalen obergerichtlichen Praxis willen folgende Praxisänderung bei
der Festlegung der aussergerichtlichen Entschädigungen beschlossen: Bei
Einreichung einer Honorarvereinbarung mit einem geltend gemachten
Stundenansatz von über Fr. 270.-- wird dieser auf Fr. 270.-- gekürzt; bei in
der Kostennote geltend gemachtem Stundenansatz bis und mit Fr. 270.--
wird der Stundenansatz entsprechend der Honorarvereinbarung
übernommen. Bei Nichteinreichung einer Honorarvereinbarung wird der in
der Kostennote geltend gemachte Stundenansatz, höchstens aber der
Stundenansatz von Fr. 240.--, übernommen, da die Höhe des
Stundenansatzes mangels Honorarvereinbarung nicht verifiziert werden
kann. Geltend gemachte Pauschalspesen werden maximal im Umfang von
3 % des festgelegten Honorars nach Zeitaufwand zugesprochen.
9.3. Im vorliegenden Fall macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer
einen Aufwand von 27.37 Stunden à Fr. 250.-- zzgl. Spesen in Höhe von
Fr. 169.70 und damit ein Gesamtaufwand in Höhe von Fr. 7'012.20 (exkl.
MWST) geltend. Eine entsprechende Honorarvereinbarung fehlt, weshalb
der Stundenansatz der vorstehenden Praxis folgend Fr. 240.-- beträgt. Der
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Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin bringt hinsichtlich des
Zeitaufwandes vor, der geltend gemachte Stundenaufwand von 27.37
Stunden sei offensichtlich übersetzt, insbesondere, weil der
beschwerdeführerische Rechtsvertreter das Baurecht an erster Stelle
seiner bevorzugten Rechtsgebiete nenne und deshalb davon auszugehen
sei, dass Fragen des formellen und materiellen Baurechts, der
Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes und Baubussen zu
seinen Kernkompetenzen gehörten. Diese Argumentation geht - wie
nachstehend dargestellt - fehl. Einen wesentlichen Arbeitsaufwand
verursachte die Beschwerdegegnerin aufgrund ihres Vorgehens im
vorinstanzlichen Verfahren, weshalb sich die beschwerdeführerischen
Vorbringen weniger auf Fragen des formellen und materiellen Baurechts,
der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes und Baubussen
bezogen, sondern mehrheitlich die Verletzung von verfassungsmässigen
Rechten zum Gegenstand hatten. In Anbetracht dieser Umstände erscheint
der geltende gemachte Arbeitsaufwand des beschwerdeführerischen
Rechtsvertreters als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat daher die
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer aussergerichtlich mit Fr. 6'738.50
(inkl. Spesen und exkl. MWST) zu entschädigen.