Decision ID: 64ad3a90-b175-4299-a36b-e58c0700028f
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer reichte am 5. September 2022 in der Schweiz
ein Asylgesuch ein. Am 12. September 2022 erfolgte die Personalienauf-
nahme und am 19. Oktober 2022 wurde er gemäss Art. 29 AsylG
(SR 142.31) zu seinen Asylgründen angehört. Zur Begründung des Asyl-
gesuches machte er folgendes geltend:
A.b Er sei indischer Staatsangehöriger tamilischer Ethnie und in
B._, Provinz C._, geboren, wo er bis zu seiner Ausreise ge-
lebt habe. Er gehöre seit seiner Geburt dem römisch-katholischen Glauben
an und habe ab (...) 2022 wegen seiner Glaubensausübung drei Mal sei-
tens der streng hinduistischen, faschistischen Organisation D._
Probleme bekommen.
Am Mittag des (...) 2022 seien Personen der D._ zu ihm nach
Hause gekommen, wo er gerade mit einer Gruppe von zirka 20 Glaubens-
genossen ein Gebetstreffen abgehalten habe. Die Mitglieder der
D._ hätten ihn gefragt, was los sei, und hätten ihm Vorwürfe ge-
macht sowie versucht, die Anwesenden zur Konversion zu drängen. Nach
einer verbalen Auseinandersetzung hätten die Mitglieder der D._
die Glaubenspersonen vertrieben und seien anschliessend selber gegan-
gen. Um zirka 22 Uhr seien vier Mitglieder der D._ zurückgekehrt,
hätten ihn in ein Auto gezerrt und zu einem Haus auf einer Kokosplantage
gebracht, wo er zwei Tage lang beschimpft und geschlagen worden sei. Da
er nichts zu essen und zu trinken erhalten habe, sei er, nachdem sie ihn
nach Hause gefahren hätten, so schwach gewesen, dass er eine Woche
im Spital habe verbringen müssen.
Am (...) 2022 habe er im Rahmen der Arbeit seiner Frau, die als Lehrerin
tägig sei, bei sich zu Haus ein Sommercamp für kleine Kinder veranstaltet.
Dabei sei eine Benzin-/Petrolbombe im Bürotrakt seines Hauses explo-
diert. Zwar sei den Kindern nichts passiert, aber seine Dokumente seien
dadurch zerstört worden. Danach sei täglich jemand von der D._
vorbeigekommen und habe ihm vorgeworfen, er mache weiter, obschon
sie so viele Dinge gegen ihn unternommen hätten. Am Tag nach der Bom-
benexplosion sei er zur Polizei gegangen und habe versucht, eine Anzeige
zu erstatten. Diese habe die Polizei aber nicht entgegennehmen wollen
und ihn stattdessen aufgefordert, selbst alles schriftlich festzuhalten. Dies
habe er gemacht und seinen Bericht am selben Tag eingereicht. Nach dem
(...) 2022 habe er an verschiedenen Orten bei Freunden gelebt.
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Am (...) 2022 sei er auf dem Weg von der Arbeit zu einem Freund, bei dem
er gewohnt habe, in einer dunklen Gasse von vier mit Schwertern und
Schlagstöcken bewaffneten Männern abgepasst worden. Er sei zu seinem
Geschäft gerannt. Da sich davor einige Personen aufgehalten hätten,
seien seine Verfolger umgekehrt.
Die Polizei habe nach der Anzeige keinen Kontakt mit ihm aufgenommen,
sie garantiere somit seine Sicherheit nicht. Er selbst habe lediglich einmal
– bei seiner Anzeige am (...) 2022 – Kontakt mit ihr aufgenommen und
dabei lediglich den Angriff mit der Bombe angezeigt. Den ersten Vorfall
habe er nicht angezeigt, da er diesen nicht so ernst genommen habe und
nie geglaubt hätte, dass sein Haus Ziel eines Bombenanschlages werden
würde.
Am (...) 2022 sei er mit einem gefälschten Ausweis und Visum geflohen
und am 3. September 2022 in die Schweiz eingereist.
Bei einer Rückkehr nach Indien würde er sich durch die D._ an Leib
und Leben bedroht führen. Die Organisation existiere überall in Indien und
alle Minderheiten Indiens hätten Probleme mit ihr.
A.c Im vorinstanzlichen Verfahren gab der Beschwerdeführer einen im
Jahr 2007 abgelaufenen indischen Reisepass im Original zu den Akten.
Weitere Beweismittel wurden nicht eingereicht.
A.d Am 25. Oktober 2022 händigte das SEM der Rechtsvertretung des Be-
schwerdeführers den Entscheidentwurf aus und gab ihr Gelegenheit zur
Stellungnahme. Die Rechtsvertretung reichte am 26. Oktober 2022 eine
solche ein.
B.
Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 27. Oktober 2022 verneinte das
SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers und lehnte sein
Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es seine Wegweisung aus der
Schweiz und ordnete den Vollzug an.
C.
Mit Beschwerde vom 28. Oktober 2022 an das Bundesverwaltungsgericht
beantragte der Beschwerdeführer, die angefochtene Verfügung sei voll-
ständig aufzuheben, ihm sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und
Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung in den Dis-
positivziffern 3-5 (Wegweisungsvollzug) aufzuheben und es sei ihm die
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vorläufige Aufnahme zu gewähren. Subeventualiter sei die angefochtene
Verfügung vollständig aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vor-
instanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung der Beschwerde wird
– soweit wesentlich – in den Erwägungen eingegangen.
Der Beschwerdeführer legte der Beschwerde die angefochtene Verfügung,
eine gültige Vollmacht, eine Fotokopie «Anzeigeschrift» vom (...) 2022 und
ein E-Mailverkehr zwischen dem SEM und dem HEKS vom 28. Oktober
2022 bei.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche
Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb
das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.
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2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 In der Beschwerde werden formelle Rügen erhoben, welche vorab zu
beurteilen sind, da sie gegebenenfalls geeignet sind, eine Kassation der
vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. Seitens des Beschwerdeführers
wird eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen
Gehörs gerügt.
4.2
4.2.1 Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein fal-
scher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise
falsch gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den
Entscheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden
(vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1043). Dieser Grundsatz gilt
indes nicht uneingeschränkt; er findet seine Grenzen an der Mitwirkungs-
pflicht des Asylsuchenden (Art. 8 AsylG).
4.2.2 Der Beschwerdeführer führt aus, er sei anlässlich seiner Anhörung
an mehreren Stellen unterbrochen und auch mehrmals explizit aufgefordert
worden, nur einen groben Überblick über seine Asylgründe zu geben be-
ziehungsweise zusammenfassend zu erzählen (unter Verweis auf mehrere
Protokollstellen). Dies sei einerseits ein massiver Eingriff in den Redefluss,
welcher geeignet sei, das Aussageverhalten zu seinen Ungunsten zu be-
einflussen. Andererseits sei durch die Art der Befragung der Sachverhalt
insbesondere zur Anzeigeerstattung nicht rechtsgenüglich festgestellt wor-
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den. Die Ergänzungen und Präzisierungen würden aufgrund der Aufforde-
rungen, sich kurzzuhalten, auch nicht als nachgeschoben bezeichnet wer-
den können. Ebenfalls sie der Sachverhalt zum Schutzwillen Indiens sowie
zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht erstellt.
4.2.3 Dem Beschwerdeführer ist zwar zuzustimmen, dass er anlässlich der
Anhörung mehrmals unterbrochen wurde (vgl. Akten der Vorinstanz
1194642 [nachfolgend: SEM-act.] 20/12 F53, F55, F56, F57, F58, F64,
F65). Diesbezüglich ist aber darauf hinzuweisen, dass die Verfahrenslei-
tung und die Entscheidung über das Vorgehen beim Erstellen des rechts-
erheblichen Sachverhalts der Behörde obliegt (vgl. unter vielen Urteil des
BVGer E-4475/2020 vom 8. Juni 2022 E. 6.2.8). Es liegt offensichtlich
keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor, wenn die Behörde
den Beschwerdeführer immer dann unterbricht, wenn seine Ausführungen
ausschweifend und ohne rechtliche Relevanz ausfallen. Ebenfalls wurde
anlässlich der Unterbrechungen begründet, weshalb sich der Beschwerde-
führer kürzer zu fassen hat. Im Übrigen ist festzuhalten, dass die Rechts-
vertretung des Beschwerdeführers bei den Anhörungen zugegen war und
die Möglichkeit hatte, Fragen zu stellen. Diese Möglichkeit nutzte sie ledig-
lich einmal, als sie die Frage an den Beschwerdeführer richtete, ob der
erste Vorfall angezeigt worden sei. Im Anschluss an die Beantwortung die-
ser Frage wurde im Protokoll ausdrücklich festgehalten, dass die Rechts-
vertretung keine weiteren Fragen mehr hat (vgl. SEM-act. 20/12 F77). Am
Schluss des Protokolls bestätigte die Rechtsvertretung unterschriftlich,
keine (weiteren) Fragen zu haben. Diesbezüglich ist davon auszugehen,
dass der Sachverhalt betreffend die Anzeige und den Schutzwillen Indiens
auch aus Sicht der Rechtsvertretung und unter Berücksichtigung der Mit-
wirkungspflicht des Beschwerdeführers als erstellt gilt. Hinweise zum Vor-
bringen des Beschwerdeführers, er habe gegenüber seiner Rechtsvertre-
tung anlässlich der Entscheideröffnung «angedeutet», dass er Organisati-
onen um anwaltschaftliche Unterstützung gebeten habe, ihm jedoch die
Unterstützung verwehrt geblieben sei, sind aus den Akten nicht ersichtlich,
und somit der Vorinstanz unbekannt. Diesbezüglich stellt sich eher die
Frage, weshalb der Beschwerdeführer die Vorinstanz im vorinstanzlichen
Verfahren darüber nicht informierte respektive die Rechtsvertretung dieses
Vorbringen im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht der Vorinstanz nicht (um-
gehend) mitgeteilt hat.
Hinsichtlich der geltend gemachten unzureichenden medizinischen Abklä-
rung ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung
zwar ausführte, er habe (...). Anschliessend führte er aber aus, er sei in
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der Schweiz nie beim Arzt gewesen und nehme auch keine Medikamente
(vgl. SEM-act. 20/12 F4 bis F6). Diese Beeinträchtigungen würden nicht
kontinuierlich, sondern ab und zu vorkommen. Auf die Frage, ob er sich in
Indien deswegen einer medizinischen Behandlung unterzogen habe, ant-
wortete er, er habe nach seinen Problemen keine lange Zeit in Indien ver-
bracht und habe daher keine Zeit gehabt, einen Arzt aufzusuchen. Wegen
des psychischen Zustandes sei er nie bei einem Arzt gewesen (vgl. SEM-
act. 20/12 F49, F52). Bei dieser klaren Aktenlage hat das SEM zu Recht
auf die Einholung eines Gutachtens nach Istanbul-Protokoll zur Glaubhaft-
machung seiner Foltervorbringen verzichtet und daher den Untersu-
chungsgrundsatz nicht verletzt.
4.3 Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer unter dem Titel «Verletzung
des rechtlichen Gehörs» vor, das SEM habe die Abweisung des Asylgesu-
ches im Wesentlichen damit begründet, dass er keine Nachteile erlitten
habe beziehungsweise die betreffenden Vorbringen unglaubhaft seien.
Diese Erwägung entbehre jeder Logik. Aufgrund seiner Begründung ergibt
sich jedoch, dass er damit nicht Verletzung formellen Rechts rügt, sondern
vielmehr mit der materiellen Würdigung nicht einverstanden ist. Im Übrigen
wurde der Entscheid so abgefasst, dass ihn der Beschwerdeführer sach-
gerecht anfechten konnte, mithin liegt eine Begründungspflichtverletzung
gemäss Art. 35 Abs. 1 VwVG ebenfalls nicht vor.
4.4 Nach dem gesagten sind die formellen Rügen unbegründet. Damit er-
übrigt sich eine allfällige Rückweisung an die Vorinstanz, das entspre-
chende Subeventualbegehren ist abzuweisen.
5.
5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
5.2 Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die
Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft voraus, dass die betroffene Per-
son in ihrem Heimat- oder Herkunftsstaat keinen ausreichenden Schutz vor
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nichtstaatlicher Verfolgung finden kann. Der Schutz gilt als ausreichend,
wenn eine funktionierende Schutzinfrastruktur zur Verfügung steht und die-
se dem Betroffenen zugänglich ist, wobei von einem Staat nicht erwartet
werden kann, dass er jederzeit präventiv in alle Lebensbereiche seiner Bür-
ger eingreifen kann (vgl. zu dieser sog. Schutztheorie BVGE 2011/51
E. 7.1-7.4., 2008/12 E. 7.2.6.2, 2008/4 E. 5.2).
5.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die
Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
6.
6.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen
aus, bei Indien, welches vom Bundesrat als verfolgungssicher bezeichnet
worden sei, bestehe die gesetzliche Regelvermutung, es finde keine flücht-
lingsrechtlich relevante staatliche Verfolgung statt und es gewähre Schutz
vor nichtstaatlicher Verfolgung. Er handle sich hierbei um eine relative Ver-
folgungssicherheit, welche im Einzelfall auf Grund konkreter und substan-
tiierter Hinweise umgestossen werden könne. Festzustellen sei, dass die
schriftliche Anzeige des Beschwerdeführers entgegengenommen worden
sei. Es wäre angesichts der angeblich lebensbedrohlichen Lage des Be-
schwerdeführers zu erwarten gewesen, dass dieser bei der Polizei nach-
gefragt hätte, was aus der Anzeige geworden sei. Im Weiteren habe er die
mögliche behördliche Unterstützung nicht ausgeschöpft, indem er weder
nach dem ersten Vorfall – immerhin einer Entführung mit Misshandlungen
von zwei Tagen Dauer und nachfolgenden telefonischen Morddrohungen –
noch nach dem dritten und letzten Vorfall – einer bewaffneten Verfolgung
auf der Strasse – diese der Polizei angezeigt habe. Solche Ereignisse wür-
den von den zuständigen Strafverfolgungsbehörden im Rahmen ihrer Mög-
lichkeiten geahndet. Betroffenen Personen sei es somit möglich und zu-
mutbar, mit rechtlichen Mitteln und gegebenenfalls mit Hilfe eines Anwaltes
gegen die geltend gemachten Übergriffe vorzugehen. Würde sich die Poli-
zei aber weigern, die entsprechenden Schritte in die Wege zu leiten, be-
stehe die Möglichkeit, sich bei einer höheren Instanz zu beschweren. Aus
den Akten seien keine Hinweise ersichtlich, die geeignet seien, die er-
wähnte Regelvermutung umzustossen.
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6.2 In der Beschwerde wird im Wesentlichen erwidert, der Beschwerdefüh-
rer habe sich aktiv um staatlichen Schutz bemüht. Seine Ehefrau habe be-
reits am Tag der Entführung die Polizei benachrichtigt und um Schutz er-
sucht. Im Nachgang der schweren Folterungen habe sich der Beschwer-
deführer in einem prekären Gesundheitszustand befunden und sich eine
Woche im Spital behandeln lassen müssen, weshalb es ihm nicht möglich
gewesen sei, bei der Polizei vorzusprechen. Anlässlich der Entscheideröff-
nung vom 27. Oktober 2022 habe er seiner Rechtsvertretung auch mitge-
teilt, dass die Entführer ihm mit Konsequenzen gedroht hätten, würde er
eine Anzeige einreichen. Er habe am Tag der Anzeigeerstattung eine Ab-
schrift beziehungsweise Kopie der Anzeige erstellt. Seine Ehefrau habe
davon am 28. Oktober 2022 eine Fotokopie übermitteln können (unter Ver-
weis auf die Beilage 3 zur Beschwerde). Während der Entscheideröffnung
habe er ebenfalls gegenüber seiner Rechtsvertretung seine Vorbringen
präzisiert. So sei er nach der Anzeigeerstattung telefonisch von Unbekann-
ten bedroht worden. Durch diese Äusserungen habe der indische Staat
klarerweise zu verstehen gegeben, dass er den Beschwerdeführer als Aus-
löser der Gewalttaten ansehe und mithin nicht gewillt sei, ihm Schutz zu
gewähren. Hinsichtlich der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen führt der Be-
schwerdeführer aus, seine Aussagen seien durchwegs detailliert ausgefal-
len (unter Verweis auf mehrere Stellen des Anhörungsprotokolls).
7.
7.1 Das Gericht gelangt nach Prüfung der Akten zum Schluss, dass die
Vorbringen des Beschwerdeführers weder den Anforderungen an die
Glaubhaftmachung gemäss Art. 7 AsylG, noch denjenigen an die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG standzuhalten vermögen.
7.2 Das SEM hat in der angefochtenen Verfügung zu Recht darauf hinge-
wiesen, dass Indien durch den Bundesrat als verfolgungssicherer Staat
("Safe Country") gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet wurde. Im
Rahmen der periodischen Überprüfung (Art. 6a Abs. 3 AsylG) ist die
Schweizer Regierung darauf bisher nicht zurückgekommen (Anhang 2 der
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Die Be-
zeichnung eines Landes als "Safe Country" beinhaltet die Regelvermu-
tung, dass asylrelevante staatliche Verfolgung nicht stattfinde und Schutz
vor nichtstaatlicher Verfolgung gewährleistet sei. Hierbei handelt es sich
um eine relative Verfolgungssicherheit, welche im Einzelfall auf Grund kon-
kreter und substantiierter Hinweise umgestossen werden kann.
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7.3 Vorliegend wird in einem ersten Schritt geprüft, ob die Ausführungen
des Beschwerdeführers zum Schutzwillen des indischen Staates den An-
forderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG genügen. Betref-
fend die Anzeige(n) fragte die Rechtsvertretung den Beschwerdeführer, ob
der erste Vorfall angezeigt worden sei, was dieser klar verneinte (vgl. SEM-
act. 20/12 F77). Das Vorbringen in der Beschwerde, seine Ehefrau habe
bereits am Tag der Entführung die Polizei um Schutz ersucht, ist folglich
als nachgeschoben zu qualifizieren. Der Beschwerdeführer brachte an der
Anhörung weiter vor, lediglich den zweiten Vorfall, nämlich denjenigen vom
(...) 2022, bei der Polizei zur Anzeige gebracht zu haben (vgl. SEM-act.
20/12 F68 f.). Auch die Frage, ob er den Vorfall am (...) 2022 gemeldet
habe, verneinte er (vgl. SEM-act. 20/12 F70). Als Beweismittel gab er auf
Beschwerdeebene ein nichtübersetztes Schreiben vom (...) 2022 zu den
Akten, welches gemäss seinen Angaben eine Kopie seines Anzeigeschrei-
bens (bezüglich des zweiten Vorfalls) an die Polizei sein soll. In der Be-
schwerde wird allerdings mit keinem Wort erwähnt, weshalb das Schrei-
ben, welches die Ehefrau an die Rechtsvertretung habe übermitteln kön-
nen, nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren hat eingebracht werden
können. Ferner handelt es sich um ein Schreiben, welches, gemäss eige-
nen Angaben, der Beschwerdeführer selber verfasst hat. Diesbezüglich ist
festzuhalten, dass ein solches Schreiben auch erst hinsichtlich des Be-
schwerdeverfahrens hätte angefertigt werden können. Dem Schreiben
kommt offensichtlich, auch wenn es in deutscher Sprache vorliegen würde,
kein Beweiswert zu. Zur behaupteten Anzeigeerhebung ist zudem anzu-
merken, dass, wie die Vorinstanz richtig festhält, es nicht nachvollziehbar
ist, dass sich der Beschwerdeführer nach der angeblichen Einreichung der
Strafanzeige nie nach dem Verfahrensstand erkundigt hat. Im Übrigen
reiste der Beschwerdeführer am (...) 2022, mithin lediglich rund (...) Wo-
chen später, ab. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass die An-
zeige, bei Wahrunterstellung einer tatsächlichen Einreichung einer sol-
chen, schlicht noch nicht behandelt worden ist. Ob dem Beschwerdeführer
die lediglich behauptete Einreichung der Anzeige betreffend den zweiten
Vorfall geglaubt werden kann, wird jedoch aufgrund der nachfolgenden Er-
wägung offengelassen.
7.4 Dem Beschwerdeführer ist es – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz
– nicht gelungen darzutun, dass die indischen Behörden in seinem Fall
nicht schutzfähig und schutzwillig wären. Selbst wenn er – wie von ihm
vorgebracht – eine Anzeige bei der Polizei hinsichtlich des zweiten Vorfal-
les eingereicht hätte, hätte dies nichts daran geändert, dass es ihm möglich
und zumutbar (gewesen) wäre, sich – allenfalls mithilfe eines Anwaltes und
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nach dem Abwarten einer adäquaten Zeitspanne – erneut an die Polizei
oder bei fehlbarem Verhalten der Polizeibeamten an die nächsthöhere ge-
richtliche Instanz zu wenden. Dass es den Behörden allenfalls nicht gelun-
gen wäre, die unbekannten Täter zur Verantwortung zu ziehen, stellt die
grundsätzliche Schutzfähigkeit der indischen Behörden nicht in Frage. Der
Beschwerdeführer vermag es mit seinen Vorbringen offensichtlich nicht,
die Vermutung des Vorliegens des Schutzwillens und der Schutzfähigkeit
der indischen Behörden umzustossen.
7.5 Nach dem Gesagten ist die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gekom-
men, dass der Beschwerdeführer nicht auf den Schutz der Schweiz ange-
wiesen ist. Demzufolge hat sie auch zu Recht seine Flüchtlingseigenschaft
verneint und sein Asylgesuch abgelehnt.
8.
8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
Vollzug an (Art. 44 AsylG).
8.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-
derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-
lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet
(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
9.
9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
9.2
9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen
der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den
Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3
AIG).
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So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund
nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-
reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG;
vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die
Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember
1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-
gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3
EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender
Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
9.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-
rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur
Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-
dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG
verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren
keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach In-
dien ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-
schaffung nach Indien dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach
Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausge-
setzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Men-
schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste
der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder
glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder un-
menschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi ge-
gen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127
m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Indien lässt den
Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erschei-
nen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne
der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
9.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-
grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-
dizinischer Notlage konkret gefährdet sind.
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Die allgemeine Lage in Indien ist weder von Bürgerkrieg noch von allge-
meiner Gewalt gekennzeichnet, so dass der Vollzug der Wegweisung dort-
hin grundsätzlich zumutbar ist. Zudem gilt Indien als „Safe Country“. Wie
die Vorinstanz zutreffend ausführte, ist der Beschwerdeführer gut ausge-
bildet und verfügt über Berufserfahrung in diversen Branchen, insbeson-
dere habe er vor seiner Ausreise (...) gearbeitet. Zudem habe er angege-
ben, ein sehr gutes Leben aufgrund seiner Arbeitstätigkeit und dank seiner
Ehefrau, welche als (...) arbeite und mit welcher er regelmässigen Kontakt
pflege, zu haben. Mit ihr verfüge er auch über ein soziales Netz in Indien.
Bezüglich der geltend gemachten medizinischen Probleme ist festzuhal-
ten, dass der Beschwerdeführer angab, an (...) zu leiden. Da der Be-
schwerdeführer ausführte, in Indien keine Zeit für einen Arztbesuch gehabt
zu haben, somit keinen solchen in Anspruch genommen habe, er in der
Schweiz nicht beim Arzt gewesen sei, er keine Medikamente nehme und
auch diesbezüglich keine Arztberichte vorliegen, ist nicht von einer solchen
Schwere seiner Beschwerden auszugehen, dass ein Vollzug der Wegwei-
sung im Sinne der Rechtsprechung unzumutbar sein würde.
9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-
gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-
sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE
2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu
bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG).
9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu
Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der
vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
10.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Für eine Rückweisung der Sache an die
Vorinstanz besteht nach dem Gesagten kein Anlass. Die Beschwerde ist
abzuweisen.
11.
11.1 Mit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Begehren um Erlass des
Kostenvorschusses gegenstandslos geworden.
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11.2 Die gestellten Begehren erweisen sich als offensichtlich aussichtslos,
weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
ungeachtet einer allfälligen prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen ist (Art.
65 Abs. 1 VwVG).
11.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
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