Decision ID: b739686b-01aa-4ccd-a10d-4fe205ced6e7
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
im Januar
1994, wurde am 7. Februar 1994 durch seine Eltern unter Hinweis auf angeborene Klumpfüsse beidseits bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 9/1). Die Sozialver
siche
rungsanstalt des K
antons Zürich, IV-Stelle,
übernahm die Kosten für medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 182 (
Pes
equinovarus
congenitus
) gemäss dem Anhang der Verordnung über Geburtsgebrechen (
GgV
-Anhang) bis zur Vollendung des 20. Altersjahres (vgl.
Mitteilung
vom
2. Mai
1994
und
Verfügung vom
20. Juli 2004,
Urk. 9/2 = Urk. 9/3
, Urk. 9/63). Zudem übernahm sie die Kosten für medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 103 (
a
ngeborene
Dermoidzysten
der Orbita
, der Nasenwurzel, des Halses, des
Mediastinums
und des
Sacrums
) gemäss
GgV
-Anhang vom 25. Juli
2006 bis längstens 31. Januar
2014 (vgl.
Mitteilung
vom 22. Oktober 2007, Urk. 9/80).
1.2
Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 12. Januar 2017 mit, dass sie die Kosten
für orthopädische Änderungen an Konfektionsschuhen nach ärztlicher Verord
nung ab dem 17. Oktober
2016 bis zum 31. Oktober
2021 übernehme (Urk. 9/111). Der Versicherte ersuchte am 7. September
2017 um
Kostengutsprache
für ortho
pädische Massschuhe (Urk. 9/115/2). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 9/120; Urk.
9/122
) verneinte
d
ie IV-Stelle
mit Verfügung vom 12. Januar
2018 (Urk. 9/130 = Urk. 2)
die
Kostengutsprache für orthopädische
Massschuhe.
2.
Der
Versicherte erhob am
12. Februar 2018
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
12. Januar 2018 (Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
die Kostengutsprache für orthopädische Massschuhe gutzuheissen, eventuell sei die Sache an die IV-Stelle zur ergänzenden medizinischen Abklärung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 1
).
Mit Eingabe vom 8. März 2018 (Urk. 6) reichte der Versicherte weitere Unterlagen ein (Urk. 7/1-6). Mit Beschwerdeantwort vom 20. März 2018 (Urk. 8) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.
Am 18. Juni 2018 wurde der Beschwerdegegnerin eine Kopie des Berichts von
Eidg
.
dipl.
OSM
Y._
vom 4. März 2018 (Urk. 7/1) zur Stellungnahme zugestellt (Urk. 14). Mit Stellungnahme vom 6. Juli 2018 (Urk. 15) beantragte die Beschwerdegegnerin die Gutheissung der Beschwerde, worüber der Beschwerde
führer am 12. Juli 2018 in Ken
ntnis gesetzt wurde (Urk. 17). Mit Eingabe vom 7. August 2018 (Urk. 18) reichte Rechtsanwältin Sara Brandon ihre Honorarnote ein (Urk. 19/2).
Der Einzelrichter

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
BeschwerdeKlage
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Verneinung der Kostengutsprache für orthopädische Massschuhe in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass eine
Fussform
, die eine Anfertigung von orthopädischen Massschuhe erforderte, nicht erkennbar sei (S. 1 unten f.). Daran hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 8) fest.
In ihrer Stellungnahme vom 6. Juli 2018 (Urk. 15) kam die Beschwerdegegnerin gestützt auf den beschwerdeweise eingereichten Bericht von
Eidg
.
dipl.
OSM (Orthopädie-Schuhmacher)
Y._
vom 4. März 2018 (Urk. 7/1)
zum Schluss, dass die medizinischen Voraussetzungen für orthopädische Massschuhe erfüllt seien, weshalb die Beschwerde gutzuheissen sei.
2.2
Nachdem in Bezug auf
die Kostengutsprache für orthopädische Massschuhe
übereinstimmende Anträge vorliegen und diese mit der Akten- und Rechtslage im Einklang stehen, ist die Besch
werde in dem Sinne gutzuheissen.
3.
3.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs.
1
bis
IVG) und auf Fr.
400.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
3.2
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Die
Rechtsanwältin Sara Brandon
machte m
it undatierter, am 7. August 2018 eingereichter Honorarnote (Urk. 19/2; vgl. Urk. 18) einen Aufwand von
13.6
Stunden sowie Barauslagen von Fr. 46.80 geltend, was bei einem Stunden
ansatz von Fr. 250.-- eine Entschädigung von insgesamt Fr. 3'463.42 ergab
.
Hierzu ist festzuhalten, dass der gerichtsübliche Stu
ndenansatz Fr. 220.-- beträgt und der geltend gemachte zeitliche Aufwand
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen ist
.
Anges
ichts der zu studierenden gut 140
Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der
insgesamt etwa
achtseitigen Eingaben (Beschwerdeschrift sowie zusätzliche Eingaben) und
den in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Prozessentschädigung bei Anwendung des gerichtsü
blichen Stundenansatzes von Fr. 220.--
(zu
züglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 2’600.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen
.