Decision ID: 1340d79b-8c88-4c22-a32b-6b5a299126b1
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1964 geborene
X._
hat
in Bosnien
eine Ausbildung zur Kranken
schwester absolviert und
war
nach ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 1984
in dieser Funktion vom
1.
Mai 1987 bis 3
0.
November 2003
im Alterswohnheim
Y._
, Zürich, angestellt (
Urk.
10/2, 10/7 f.
)
.
Am
3.
Mai 2004 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (
Urk.
10/3). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen (
Urk.
10/7 ff.) sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Versicherten mit Verfügung
vom
7.
Januar 2005 mit Wirkung ab
1.
Mai 2004 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
10/26).
1.2
Im Rahmen zweier Revisionsverfahren bestätigte die IV-Stelle die Rentenzu
sprechung mit Mitteilungen vom 3
0.
Januar 2007 (
Urk.
10/45) und 12. Februar 2008 (
Urk.
10/55).
1.3
Anlässlich eines im Jahr 2011 durchgeführten Revisionsverfahrens (
Urk.
10/73 ff.) klärte die IV-Stelle die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse der Versicherten ab (
Urk.
10/74 ff.) und liess sie durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Gutachten vom 24. Oktober 2011
,
Urk.
10/83,
sowie
ergänzende Stellungnahme vom 7.
Novem
ber 2011
,
Urk.
10/84
).
Nach erfolgtem Vorbescheidverfahren (vgl. Urk. 10/94 ff.) setzte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
6.
März 2012 die ganze Invalidenrente auf eine
Viertelsrente
herab (
Urk.
10/107). Die dagegen von der Versicherten erhobene Beschwerde hiess das hiesige Sozialversicherungsgericht
mit Urteil vom 25.
September 2013 (IV.2012.00454
;
Urk.
10/135
) in dem Sinne teilweise gut,
dass
es die angefochtene Verfügung insoweit aufhob
, als
diese
den Anspruch auf eine die
Viertelsrente
übersteigende Invalidenrente verneinte. Das Gericht stellte fest, dass die Versicherte ab Juni 2012 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.
Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.4
Im
Zuge
eines im
Okto
ber 2014 anhand genommenen Revisionsverfahrens holte die IV-Stelle nebst einem von der Versicherte
n ausgefüllten Fragebogen (Urk.
10/170) diverse Arztberichte ein (
Urk.
10/174 f., 10/188, 10/203 und 10/205). Ausserdem gab sie bei der
A._
,
B._
, ein polydisziplinäres Gut
achten in Auftrag (
A._
-Gutachten vom 1
0.
August 2017,
Urk.
10/222).
Nach
Kenntnisnahme
eines
weiteren
Arztberichts (
Urk.
10/231) kündigte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 2
0.
Dezember 2017 (
Urk.
10/234) die Auf
hebung
der Rente auf das Ende des der
Zustellung der Verfügung folgenden Monats an, wogegen
jene Einwand
erhob
(
Urk.
10/242, 10/247).
Am 2
7.
März 2018 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne
(
Urk.
10/249 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
6.
April 2018 Beschwerde mit dem Rechts
begehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihr sei eine Invaliden
rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein Obergutachten einzuholen (Urk. 1 S. 1). Mit Eingabe vom 1
3.
Mai 2018 reichte die Versicherte einen Arztbericht ein (
Urk.
6 f.)
. Diese Dokumente wurden der IV-Stelle mit Verfügung vom 1
5.
Mai 2018 (
Urk.
8) zugestellt und sie wurde aufgefordert, dazu innert der zur Erstattung der Beschwerdeantwort angesetzten Frist (vgl.
Urk.
5) Stellung zu nehmen.
Mit
Vernehmlassung
vom 3
0.
Mai 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete im Übrigen auf eine Stellungnahme (
Urk.
9). Darüber wurde die Versicherte mit Verfügung vom 3
1.
Mai 2018 in Kenntnis gesetzt (
Urk.
11).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
achtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
März 2018 (
Urk.
2) zusammengefasst in Erwägung,
dass im Rahmen des im Januar 2015 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens ein polydisziplinäres Gutachten eingeholt worden sei. Die Sachverständigen seien zum Schluss gelangt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert habe und sowohl die angestammte Tätigkeit als Krankenschwester als auch eine andere optimal ange
passte Tätigkeit in einem 100%-Pensum zumutbar sei. Bei einem Invaliditätsgrad von 0
%
bestehe kein Anspruch mehr auf eine Rente der Invalidenversicherung.
2.2
Dem hielt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift vom 2
6.
April 2018 im Wesentlichen entgegen,
dass auf das Gutachten der
A._
vom 10. August 2017 – insbesondere auf die psychiatrische Teilexpertise – nicht abgestellt werden könne.
Im Gegensatz zu den Gutachtern habe seit der Beurtei
lung der Angelegenheit durch das Sozialversicherungsgericht im Jahr 2013 kein behandelnder Arzt auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes geschlossen. Ferner
seien die Gutachter aufgrund des Auftragsverhältnisses zur Beschwerde
gegnerin und des Umstands, dass die Rentenrevision infolge einer anonymen Anzeige eingeleitet worden sei, bei der Erstellung der Expertise beeinflusst gewe
sen. Daher sei eine erneute, neutrale Begutachtung erforderlich.
Davon abgesehen handle es sich bei der Einschätzung der Gutachter der
A._
bloss um eine andere Beurteilung des gleichen medizinischen Sachverhalts, weshalb eine Aufhebung der Rente
auf dieser Grundlage
ohnehin
nicht zulässig sei
(
Urk.
1
S. 3 ff.).
3.
3.1
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invali
ditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun
gen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108
E. 5.4
).
Eine
rechtskonforme
materielle Prüfung des Rentenanspruchs erfolgte anlässlich des zuletzt durchgeführten Rentenrevisionsverfahrens, welches nach gerichtlicher
Überprüfung der Angelegenheit mit der Herabsetzung der ganzen Rente auf eine halbe Rente rechtskräftig abgeschlossen wurde (Urteil vom 2
5.
September 2013,
Urk.
10/135).
Dementsprechend ist im Folgenden abzuklären,
ob und
inwie
fern
sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
seit dem Erlass der dem Urteil zu Grunde liegenden Verfügung vom 2
8.
März 2012 (
Urk.
10/107-111)
ver
ändert hat.
3.2
Massgebliche medizinische Grundlage des Urteils vom 2
5.
September 2013 bildete das psychiatrische Gutachten von
Dr.
Z._
vom 2
4.
Oktober 2011
(vgl. Urk. 10/135/10
f.
)
.
Jener stellte folgende Diagnosen (
Urk.
10/83/8):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
lange Phase von Arbeitsuntätigkeit (ICD-10 Z56)
Im Rahmen der Exploration
der Beschwerdeführerin
seien keine formalen oder inhaltlichen Denkstörungen aufgefallen.
Zudem hätten sich weder Anhaltspunkte für
Sinnestäuschungen, Ich-Störungen, Persönlichkeitsstörungen
noch für
Beein
trächtigungen des Gedächtnisses oder der Realitätsorientierung ergeben. Die Aufmerksamkeit und die Konzentration seien in Ordnung gewesen. Bei herstell
barem affektivem Rapport habe eine mürrische, ablehnende und phasenweise deutlich aggressive Stimmungslage geherrscht. Eine schwer gedrückte Stimmung habe nicht vorgelegen, ebenso wenig eine Suizidalität.
Teilweise habe die Beschwerdeführerin apathisch gewirkt, im Willen aber nicht e
ingeschränkt (
Urk.
10/83/5).
Bei der Versicherten bestehe seit 2003 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zu Beginn sei die Depression stark und von paranoiden Anteilen begleitet gewesen. Es könne deshalb davon ausgegangen werden, dass die Versicherte vorerst zu
100 % eingeschränkt gewesen sei. Die paranoi
de Symptomatik habe sich zurück
gebildet, eine schizophrene Störung sei nicht entstanden. Indes habe ein
e Depressivität persistiert, so
dass von einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen sei. Gemäss den behandelnden Ärzten sei diese seit 2007 in der Regel mittelschwer, selten schwer. Auch bei der heutigen Untersuchung habe sich keine schwere depressive Episode gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei phasenweise deutlich gespannt gewesen mit aggressiven Zügen, was sich mit einer schweren Depressivität nicht in Einklang bringen lasse. Ihre Symptomatik lasse höchstens auf eine mittelschwere Depressivität schliessen; eine solche führe grundsätzlich zu einer 50
%igen Arbeitsunfähigkeit
. Diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
habe auch
im Zeitpunkt der Begutachtung
bestanden
(Urk. 10/83/
6-8
).
I
n seiner Stellungnahme vom
7.
November 2011 wies
Dr.
Z._
ergänzend darauf hin, dass keine somatoforme Schmerzstörung vorliege. Es seien zwar diffuse Gelenkschmerzen, jedoch keine typischen Symptome einer psychosoma
tischen Überlagerung wie die Fixation auf die Schmerzen, hypochondrische Befürchtungen oder eine Schmerzausdehnung vorhanden. Vielmehr stehe die depressive Störung im Vordergrund (
Urk.
10/84/1).
Dieser Auffassung folgte das Gericht in seinem rechtskräftig gewordenen Urteil vom 25. September 2013 voll
umfänglich (
Urk.
10/135).
3.3
3.3.1
Im zu beurteilenden Revisionsverfahren stellte
Dr.
med. C._
, Fach
ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, mit Bericht vom
6.
März 2015 folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
chronische therapieresistente Depression seit 2003, stark schwankend
-
substituierte Hypothyreose
Die Beschwerdeführerin sei oft für jeweils ein bis zwei Wochen sehr müde, ruhig, lustlos und energielos. Sie ziehe sich dann tagelang zurück. Sie klage auch über vermehrte Vergesslichkeit und fühle sich draussen gelegentlich beobachtet. Das Ressourcenprofil für eine berufliche Tätigkeit könne nicht festgelegt werden (Urk. 10/174/1).
3.3.2
Am
4.
August 2016 teilte
Dr.
C._
mit, dass sich der Zustand der Beschwer
deführerin seit dem letzten Bericht etwas stabilisiert habe. Es seien Schwankun
gen im leicht- bis mittelgradigen depressiven Bereich vorhanden. Es komme immer noch tageweise zu einem totalen Rückzug ohne Kontakte nach aussen
(
Urk.
10/188/2).
3.3.3
Mit Bericht vom 1
0.
Februar 2017 hielt
Dr.
C._
fest, dass sich – abgesehen von zunehmenden kognitiven Einschränkungen in Form von Vergesslichkeit – zwischenzeitlich keine Veränderungen ergeben hätten. Die bisherige Tätigkeit könne die Beschwerdeführerin nicht mehr ausüben. Eine angepasste Tätigkeit
könnt
e mit zwei Stunden pro Tag begonnen und dann allenfalls gesteigert wer
den. Die Beschwerdeführerin habe allerdings tageweise totale Ausfälle, an denen sie im Bett bleibe und das Haus nicht verlasse (
Urk.
10/203/1).
3.3.4
Dem polydisziplinären
A._
-Gutachten vom 1
0.
August 2017 ist
folgende Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (Urk. 10/222/27 f.):
-
nicht authentische neuropsychologische Funktionsstörungen; möglicher
weise bestehende kognitive Defizite können unter diesen Umständen differentialdiagnostisch nicht objektiviert werden
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden aufgeführt (Urk.10/222/28):
-
substituierte Hypothyreose seit 1997 bei Autoimmunthyreoiditis und
Strumaknoten
-
Adipositas WHO
Grad
I (BMI 33.8 kg/m
2
)
-
primäre komplette Stammvarikose beider Beine (aktenanamnestisch)
-
Lipödeme
an beiden Beinen
(aktenanamnestisch)
-
Spannungskopfschmerzen
-
aktenanamnestisch rezidivierende depressive Störungen, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F33.9)
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, hielt in ihrer Teilexpertise fest, dass
die Hypothyreose derzeit unter Medikation optimal sub
stituiert sei. Bezüglich des Venenleidens und der Ödeme bei Adipositas WHO Grad I seien von der Beschwerdeführerin keine Einschränkungen geltend gemacht wor
den. Zusätzlich zu der aktuellen medikamentösen Therapie mit
Daflon
wäre auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen angezeigt. Bei Verschlechterung könnten regelmässige Lymphdrainagen eine Therapieoption darstellen. Bei einer beruf
lichen Tätigkeit sollte der Beschwerdeführerin das abwechselnde Gehen, S
tehen und Sitzen ermöglicht werden
. Aus rein internistischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit, weder in der angestammten noch in einer Verweistätigkeit (
Urk.
10/222/23 f.).
Prof.
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie, äusserte sich
zusammen
gefasst
dahingehend, dass die Beschwerdeführerin mit Ausnahme von Span
nungskopfschmerzen nicht über neurologische Beschwerden geklagt habe. Der neurologische Untersuchungsbefund sei denn auch völlig regelrecht ausgefallen.
Die Arbeitsfähigkeit sei aus neurologischer Sicht nicht eingeschränkt (
Urk.
10/222/51 f.).
Zum orthopädischen beziehungsweise rheumatologischen Status nahm
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Stellung.
Er legte dar, dass sich an
keinem Gelenk der unteren Extremitäten Auffälligkeiten gezeigt
hätten
. Auch die Wirbelsäule sei in allen Ebenen ohne wesentliche Muskelverspannungen sehr gut beweglich gewe
sen. Die Gelenke der oberen Extremitäten hätten sich ebenfalls seitengleich frei bewegen lassen;
entzündliche Veränderungen seien auch hier nicht
eruierbar
gewesen. Insgesamt
habe
auf rheumatologischem respektive orthopädischem Fachgebiet keine Erkrankung
festgestellt werden können
. Die Tätigkeit einer Krankenschwester oder Hebamme sei uneingeschränkt vollschichtig zumutbar. Gleiches gelte
hinsichtlich
Verweistätigkeiten (
Urk.
10/222/60 ff.).
Aus dem Teilgutachten von
lic
.
phil. G._
, Fachpsychologin für Neuropsy
chologie und Psychotherapie, geht im Wesentlichen hervor, dass
bei dem in drei Teilen am Computer präsentierten Beschwerdevalidierungsverfahren der
Cutoff
für unauffällige Leistungen im ersten Durchgang deutlich nicht erreicht worden sei. Der im Verlauf der Untersuchung später angebotene zweite und dritte
Testteil
sei unterhalb des Zufallsniveaus bearbeitet worden (Urk. 10/222/71). Die Zusam
menstellung der Testergebnisse lasse auf nicht authentische neuropsychologische Funktionsstörungen schliessen. Daher könnten die Ergebnisse der Leistungstests inhaltlich nicht ausgewertet werden und sie würden wegen der ungenügenden und schwankenden Anstrengungsbeteiligung keine verwertbaren neuropsycholo
gischen Befunde liefern, da sie wahrscheinlich nicht das effektiv vorhandene Leistungsniveau abbilde
te
n. Aufgrund der nicht validen Testresultate könne aus neuropsychologischer Sicht keine Aussage zur Arbeitsfähigkeit gemacht werden (
Urk.
10/222/72).
Anlässlich der psychiatrischen Explo
ration durch med.
pract
.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
habe die Beschwerdeführerin berichtet, depressiv zu sein. Sie sei kraftlos, ohne Motivation, habe kein Selbst
vertrauen und leide unter Traurigkeit. In Bezug auf diese Symptome sei es ein «Auf und Ab», aber auch die besseren Zeiten seien nicht gut. Sie könne Belastun
gen nicht mehr standhalten und nicht mehr für sich selbst sorgen. Im Weiteren sei sie vergesslich
und habe kaum noch Kontakt zu Freunden und Kollegen (
Urk.
10/222/81).
Gemäss med.
pract
.
H._
habe sich die Beschwerdeführerin von Seiten der Mimik griesgrämig und leidend gezeigt
. Die Fragen habe sie meist einsilbig und unwirsch beantwortet. Insgesamt habe sie zudem vorwurfsvoll, demonstrativ und passivaggressiv gewirkt, wobei dies wenig
synthym
, wenig authentisch und eher demonstrativ aufgesetzt gewirkt habe. Während der Explo
ration sei die Beschwerdeführerin bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen. Die Konzentration habe im Verlauf der Untersuchung nicht merklich nachgelassen. Anhaltspunkte für Gedächtnis-, Wahrnehmungs- oder Denkstö
rungen hätten sich nicht ergeben
.
Psychomotorisch habe sich die Beschwerde
führerin vorwiegend ruhig und weitgehend entspannt gezeigt. Gelegentlich habe sie wie unter Druck gewirkt und ihre Wut über die von ihr als Ungerechtigkeiten erlebten Umstände
seien deutlich geworden. Affektiv sei sie bei erhaltener Schwingungsfähigkeit stabil, ausgeglichen und situationsadäquat gewesen. Eine depressive Herabgestimmtheit habe sich zu keinem Zeitpunkt explorieren lassen. Allerdings habe eine passiv-aggressive,
dysthyme
, sorgenvolle und – insbeson
dere die finanziellen Verhältnisse betreffende – Herabgestimmtheit vorgelegen (
Urk.
10/222/86 f.).
Gesamthaft sei aus psychiatrischer Sicht eine
dysthyme
Her
abgestimmtheit mit einer morose
gekränkten, vorwurfsvollen und demonst
rativen Gekränkt-Haltung im Vordergrund gestanden. Eine eigentliche depressive Herabgestimmtheit habe weder im psychischen Befund noch testpsychiatrisch vorgelegen. Sollten in der Vergangenheit schwere depressive Einbrüche bestan
den haben, so seien diese zum heutigen Zeitpunkt als abgeklungen einzustufen. Im Weiteren seien auch die Diagnose-Kriterien für eine somatoforme Erkrankung nicht erfüllt (
Urk.
10/222/88).
Insgesamt liege ein auffälliges Verhalten vor, welches aber nicht durch ein primäres krankheitswertiges versicherungsmedizi
nisches Leiden erklärt werden könne
(
Urk.
10/222/90).
Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe für sämtliche dem körperlic
hen Belastungsprofil angepasste
Tätig
keiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/222/92).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zur Auffassung, dass weder in Bezug auf die angestammte Tätigkeit noch auf Verweistätigkeiten eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege. Dies gelte ab dato der Begutachtung (
Urk.
10/222/29, 10/222/37).
3.3.4
Mit Bericht vom 1
9.
Oktober 2017 ging
Dr.
C._
davon aus, dass derzeit eine leichte,
chronifizierte
und schwankende depressive Störung vorliege. Aufgrund der schwankenden Befindlichkeit und der geklagten kognitiven Einbussen sei die durchschnittliche Belastbarkeit für eine nicht stressige Arbeit in einem kleinen Team auf 50
%
einzuschätzen.
Ein Arbeitsversuch sei empfehlenswert, wobei die Beschwerdeführerin dazu in den letzten Jahren konsequent nicht zu bewegen gewesen sei (
Urk.
10/231).
4.
4.1
4.1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die der Beschwerdeführerin mit Urteil vom 2
5.
September 2013 zugesprochene halbe Rente zu Recht aufge
hoben hat. In diesem Kontext ist zunächst zu klären, ob ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorliegt. Die Beschwerdegegnerin erachtete einen solchen gestützt auf
das
A._
-Gutachten vom 1
0.
August 2017 (Urk.
10/222) als gegeben, da sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
ver
bessert habe (vgl.
Urk.
2).
4.1.2
Die Expertise
beruht auf umfassenden internistischen, neurologischen, orthopä
disch-rheumatologischen, neuropsychologischen sowie psychiatrischen
Abklä
rungen und wurde in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (Urk. 10/222/4 ff.). Die
Beschwerdeführerin konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen ihre Beschwerden schildern und wurde von diesen jeweils eingehend befragt. Sie konnte sich insbesondere zu verschied
enen Themen
bereichen wie dem beruf
lichen Werdegang
und dem gewöhnlichen Tagesablauf äussern
(
Urk.
10/222/17 ff., 10/222/
46 ff., 10/222/58 f., 10/222/69 f. und 10/222/81 ff.
). Die geklagten Leiden fanden darüber hinaus im Rahmen der Feststellung der Diagnosen Berück
sichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultieren
den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und erläutert wurden (
Urk.
10/222/
23 ff., 10/222/51 f., 10/222/61 ff., 10/222/72 und 10/222/91 f.
). Ausserdem erfolgte namentlich auf psychiatrischem Fachgebiet eine Auseinan
dersetzung mit vorangegangenen ärztlichen Beu
rtei
lungen (
Urk.
10/222/88 f.
). Gesamthaft erfüllt das polydisziplinäre
A._
-Gutachten somit die formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1.4).
4.1.3
Gestützt auf das psychiatrische Teilgutachten von med.
pract
.
H._
ist ent
gegen der Argumentation der Beschwerdeführerin
(
Urk.
1 S. 4)
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
seit September 2013
eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist. Es handelt sich nicht bloss um eine andere Beurteilung des gleichen medizinischen Sachverhalts. Der psychiatrische Sach
verständige legte unter Berücksichtigung der von ihm erhobenen Befunde und der Ergebnisse der testpsychiatrischen Untersuchungen
(
Urk.
10/222/86 f.)
schlüssig dar, weshalb
keine eigentliche depressive Herabgestimmtheit mehr vor
liegt
, sondern vielmehr eine morose gekränkte und demonstrative
Schon- und Vermeidungsh
altung im Vordergrund steht
(Urk. 10/222/88
ff.).
Erwähnenswert ist in diesem Kontext
ausserdem
, dass auch die behandelnde Psychiaterin Dr.
C._
zuletzt im Oktober 2017
– im Gegensatz zu ihren früheren
Berich
ten
(vgl.
Urk.
10/53/3, 10/76/1 und 10/105) –
nur noch
eine
leichte,
chronifizierte
und schwankende
depressive
Störung
diagnostizierte
(
Urk.
10/231).
Folglich ging auch sie davon aus, dass sich der psychische Gesundheitszustand zwischenzeit
lich verbessert hat.
4.2
4.2.1
Die Beschwerdeführerin bringt jedoch verschiedene Kritikpunkte am
A._
-Gutachten an.
Sie macht zunächst
geltend, dass
die Gutachter aufgrund des Auftragsverhältnisses zur Beschwerdegegnerin und des Umstands, dass die Rentenrevision infolge einer anonymen Anzeige eingeleitet worden sei, bei der Erstellung der Expertise beeinflusst gewesen seien (
Urk.
1 S. 3 f.).
Im Raum steht somit der Vorwurf einer versicherungsfreundlichen und in diesem Sinne voreingenommenen Begutachtung.
D
ieser
Einwand erweist sich allerdings
als unbegründet
.
So kann e
inerseits aufgrund des Umstands, dass die IV-Stelle den
– mittels Zufallsprinzip zugewiesenen (
Urk.
10/210) -
Begutachtungsauftrag erteilt hat und die Abgeltung der Expertise folglich aus Mitteln der Invalidenver
sicherung erfolgt
ist
, nicht auf eine Befangenheit der Gutachter geschlossen werden (BGE 137 V 210 E.
1.3.3 und
3.4.2.7).
In diesem Zusammenhang ist
zudem
darauf hinzuweisen, dass sich
Ausstandsbegehren
stets nur gegen eine bestimmte Person, nicht aber gegen eine Gutachterstelle wie die
A._
richten können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_319/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 2.2 und 9C_91/2016 vom 1
4.
März 2016, jeweils mit Hinweis). Andererseits
bestehen
auch
keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass die Gutachter durch eine ano
nyme Anzeige beeinflusst gewesen wären.
Aus den Akten geht nicht hervor, dass das
aktuelle
Revisionsverfahren aufgrund einer anonymen Anzeige eing
eleitet wurde. Vielmehr handelt
es sich um eine von Amtes wegen eingeleitete Revision (
Urk.
10/233/1).
Bei der
im neurologischen Teilgutachten aufgeführte
n
Anzeige (
Urk.
10/222/57)
handelt es sich
im Übrigen
um diejenige
, welche bereits
am
2
5.
September 2006 bei der IV-Stelle eing
egangen war
(Urk. 10/37).
4.2.2
Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin
sinngemäss
, dass
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter derjenigen der behandelnden Ärzte deutlich widerspreche. Insbesondere gestützt auf den
im vorliegenden Verfahren einge
reichten
Bericht des
I._
vom
2.
Mai 2018
(
Urk.
6)
sei eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen
(
Urk.
1 S. 4,
Urk.
7).
Dieser Argumentation kann ebenfalls nicht
gefolgt
werden.
Zum einen ist d
er
Erfahrungstatsache
Rechnung zu tragen
, dass behandelnde Arztpersonen bezie
hungsweise Therapiekräfte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Ein Administra
tiv- oder Gerichtsgutachten ist nicht stets in Frage zu stellen, wenn die behan
delnden
Arztpersonen
beziehungsweise
Therapiekräfte zu anderslautenden Ein
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2 mit Hin
weisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
). Ebensolche Gesichtspunkte sind weder dem Bericht von
Dr.
C._
vom 1
9.
Oktober 2017 (
Urk.
10/231), noch demjenigen des
I._
vom
2.
Mai 2018 (
Urk.
6) zu entnehmen.
Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
C._
lässt sich mangels objektiver Befunde
und konkrete
r
A
ngaben
zu den resultierenden Funktionsein
schränkungen
nicht nachvollziehen. Soweit sie auf die geklagten kognitiven Einbussen hinwies und eine neuropsychologische Untersuchung empfahl, ist ferner anzumerken, dass gerade eine solche Abklärung durch
lic
. phil.
G._
im Rahmen der Begutachtung keine validen Testergebnisse lieferte (
Urk.
10/222/72).
Zum
im Beschwerdeverfahren eingereichten
Bericht des
I._
bleibt
ergänzend anzufügen, dass
für die richterliche Beurteilung
g
rundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens
massgebend sind
(BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98)
. Insgesamt vermögen die Beurteilungen der behandelnden Ärzte diejenige von med.
pract
.
H._
somit nicht in Frage zu stellen.
5.
5.1
Nach dem Gesagten hat sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin seit dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom
25. September 2013 wesentlich ver
bessert. Da somit ein Revisionsgrund vorliegt, ist der Renten
anspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen. Dabei besteht keine Bindung an frühere Beurteilungen (vgl. E. 1.3).
5.2
In rein somatischer Hinsicht kann
festgehalten werden, dass die Beschwerdefüh
rerin ausgehend von der überzeugenden Beurteilung der Gutachter
mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit
unter keinen Erkrankungen
mehr
leidet, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Krankenschwester oder in einer Verweistätigkeit auswirken.
Einzig von internistischer Seite wurde
mit Blick auf die aktenanamnestisch bestehenden Venenleiden und Ödeme
einschrän
kend darauf hingewiesen, dass eine wechselbelastende Tätigkeit empfehlenswert sei (Urk. 10/222/23
-25
).
Dabei wurde darauf hingewiesen, dass das Tragen von
Kompressionsstrümpfen angezeigt wäre bei diesem Leiden, was mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit im angestammten Bereich zumutbar und wichtig erscheint.
Die Parteien zweifeln die
se
Beurteilung
nicht substantiiert
an
und es liegen keine fachärztlichen Berichte mit anderslautenden Beurteilungen vor
, w
eshalb
auch
kein Anlass für Weiterungen besteht.
5.3
Aus psychiatrischer Sicht attestierte med.
pract
.
H._
sowohl für den ange
stammten Tätigkeitsbereich als auch für
körperlich
angepasste Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/222/92).
Dies überzeugt in Anbetracht des Umstandes, dass das auffällige Verhalten der Beschwerdeführerin nicht durch ein primäres krankheitswertiges versicherungsmedizinisches Leiden erklärt werden konnte
(
Urk.
10/222/90)
.
Wie bereits ausgeführt, konnte
weder im psychischen Befund noch testpsychiatrisch eine depressive Herabgestimmtheit erhoben wer
den. Störungen der mnestischen Funktionen oder des Antriebs liessen sich im Rahmen der Exploration ebenfalls nicht feststellen (
Urk.
10/222/86 f.). Die geklagten Konzentrationsstörungen konnten mangels valider Testresultate auch im Zuge der neuropsychologischen
Untersuchung nicht objektiviert werden (Urk.
10/222/72).
Med.
pract
.
H._
bezog in seine Beurteilung ausserdem mit ein, dass eine Verdeutlichungstendenz in Bezug auf die Gestimmtheit und das Leiden festgestellt werden konnte.
Es leuchtet im Weiteren ein
, dass die Frequenz der bei der behandelnden Psychiaterin alle drei bis sechs Wochen wahrgenom
menen Sitzungen gegen eine schwerwiegende psychische Störung respektive gegen einen erheblichen Leidensdruck spricht (U
rk.
10/222/89-91; vgl. auch
Urk.
10/188/3
, wonach sich die Beschwerdeführerin gar nur alle sechs bis acht Wochen bei der Psychiaterin
gemeldet habe
).
In Nachachtung der bundesgericht
lichen Rechtsprechung können allerdings grundsätzlich nur schwere psychische Störungen mit schweren Auswirkungen in wichtigen Funktionsbereichen invali
disierend sein
(BGE 143 V 418 E. 5.2.2, Urteil des Bundesgerichts 9C_303/2018 vom 30. August 2018 E. 4.1).
Vor diesem Hintergrund ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass kein
invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt. Es bleibt anzufügen, dass das Bundesgericht
prinzipiell zwar
für sämtliche psychischen Leiden die Anwendbarkeit des
indikatorengeleiteten
Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 statuiert hat (BGE 14
3 V 409 und 418).
Ein solches bleibt
jedoch aus Gründen der Verhältnismässigkeit dort entbehrlich, wo im Rahmen fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und
gegenteiligen Einschätzungen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 418 E. 7.1). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt
(vgl. E. 4.2.2 vorstehend).
6.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin
die Rente der Beschwerdeführerin zu Recht revisionsweise auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats aufgehoben (vgl.
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a der Verordnung über die Invali
denversicherung; IVV), da
eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
im angestammten Tätigkeitsbereich und damit
kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad mehr vorliegt. Entgegen dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin besteht in Anbe
tracht der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage auch kein Anlass für weitere Abklärungen wie die Einholung eines Gerichtsgutachtens (antizipierte Beweis
würdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
Der Vollständigkeit halber bleibt
abschliessend
anzumerken, dass die Beschwer
degegnerin
auch
nicht gehalten war, vor der Aufhebung der Rente Eingliede
rungsmassnahmen
durchzuführen
.
Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung lag weder eine fünfzehnjährige Bezugsdauer vor, noch hatte die Beschwerdeführerin das 5
5.
Altersjahr zurückgelegt.
Die Vermutung, dass die Selbsteingliederung aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder der langen Bezugsdauer nicht mehr zumutbar ist
(vgl. das zur Publikation vorgesehene Urteil des Bundesgerichts 8C_494/2018 vom 6. Juni 2019 E. 5.1 mit Hinweisen)
, kommt vorliegend daher nicht zum Tragen.
Zwar kann die Eingliederung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch in Grenzfällen angeordnet werden, wenn aus den
Akten hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leis
tungspotenzials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein mittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist (BGE 141 V 5 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Vorliegend ist allerdings entscheidend, dass die Beschwerdeführerin trotz der spätestens seit dem Zeitpunkt der Begutachtung durch
Dr.
Z._
am 12. September 2011 bestehenden 50%igen Arbeitsfähig
keit im angestammten Tätigkeitsbereich zu keinem Zeitpunkt Anstrengungen zur Selbsteingliederung unternommen hat
(vgl. diesbezüglich
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenvers
icherung, 3. Auflage 2014,
Rz
61
zu Art. 30–31 IVG
)
. Bereits zuvor hatte sie eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt abgelehnt (
Urk.
10/135/11 f.).
Auch gegenüber den
A._
-Gutachtern äusserte sie sich klar dahingehend, dass sie sich nicht mehr als arbeitsfähig erachte, nicht einmal im geschützten
Rahmen
(
Urk.
10/222/21, 10/222/49, 10/222/59
und 10/222/85).
Dr.
C._
führte in ihrem
Bericht vom 1
9.
Oktober 2017
zudem
aus, dass sie der Beschwerdeführerin schon vor vielen Jahren eine Arbeits
beschäftigung empfohlen habe. Sie sei dazu aber konseque
nt nie zu bewegen gewesen (Urk.
10/231).
Vor diesem Hintergrund ist bei der Beschwerdeführerin weder der Wille noch die Motivation zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu erkennen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fehlt es an einem Eingliederungswillen, welcher indes für die Durchführung von beruflichen Massnahmen unabdingbar ist. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführerin vor Erlass des Vorbescheids mit Schreiben vom 1
6.
November 2017 noch ein Interesse an
beruflichen Massnah
men bekundet hatte
(
Urk.
10/232).
Aufgrund der langjährigen
Verweigerungshal
tung
erweist sich dies
er plötzliche Gesinnungswandel
als nicht
glaubhaft.
Insge
samt
ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen
vor Erlass der Verfügung
verneint und direkt die Rentenaufhebung verfügt hat (vgl.
Urteile des Bundesgerichts 9C_231/2015 vom 7. September 2015 E. 4.2, 8C_569/2015 vom 17. Februar 2016 E. 5.2 und 9C_491/2017 vom 26. September 2017 E. 4.3 mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung vom 2
7.
März 2018 (
Urk.
2)
erweist sich somit als rechtens, weshalb
die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen
ist
.
7
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und
ermessensweise auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.