Decision ID: 04138c7b-814a-4a68-82c2-4052ec4f48b9
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  am Bezirksgericht Meilen vom 14. Januar 2020 (FE180195-G)
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Rechtsbegehren:
der Beklagten (Urk. 6/215 S. 13): " - C._ ist (sei) ab sofort in der E._ Schule F._ zusammen
mit den anderen Mitarbeiterkindern zu unterrichten. - Es sei eine Ausweitung des mütterlichen Besuchsrecht(s) anzuordnen. - Erlaubnis, in G._ gegen Bezahlung, Mahlzeiten einzunehmen.
Dem KV wird dies ja von Anfang an, auch ohne Bezahlung, sogar in der Familie H._ zusammen mit den Kindern gewährt.
- Dringende Unterstützung der Kindsmutter bei Transport und  für die Besuche. Es ist in keiner Weise mit dem Kindswohl , dass die Besuche für die Mutter weiter erschwert werden.
- Dringende Erweiterung des Telefonkontaktes: bis heute gab es keine stichhaltige Begründung, warum die in der O._ gewährten  Skype-Kontakte unterbunden wurden und auf 3 Telefonate pro Woche reduziert wurden.
- Frau J._ sei anzuweisen, meine E-Mails sowie E-Mails anderer Personen aus dem sozialen Umfeld von C._ und D._  zu beantworten.
- die Kommunikation der Kindsmutter mit der I._-Schule G._ sei unverzüglich auf gesunde Bahnen zu lenken: inhaltliche  von E-Mails, Gespräche mit Betreuungs- und Lehrpersonen von C._ und D._.
- die seit 5 Monaten währende totale Isolation von C._ und D._ von ihren geliebten Bezugspersonen sei unverzüglich aufzuheben und Besuche nach Rücksprache mit den Kindern zu erlauben.
- Es sei der dringende Zahnarztbesuch von C._ und D._ mit höchster Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kinder vorzunehmen."
der Beiständin (Urk. 6/204 S. 3, sinngemäss): - für den Kindsvater sei ein schrittweise aufbauendes Kontaktrecht mit
dem Ziel von monatlichen Wochenendbesuchen beim Kindsvater zu installieren. Der Besuchsaufbau soll in Absprache mit der Beiständin und der Bezugspersonen der I._-Schule G._ erfolgen.
- es sei ein psychiatrisches Gutachten über die Kindsmutter einzuholen, um die Ausgestaltung des weiteren Kontaktrechts zwischen Mutter und Kinder zu bestimmen.
- für die Kindsmutter sei bis auf weiteres ein begleiteter Besuch pro  zu drei Stunden und ein wöchentlicher begleiteter Telefonkontakt zu 30 Minuten einzuräumen. Die Kontakte sollen in Absprache mit der Beiständin und der Institutionsleitung der I._-Schule G._ .
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- für die Weihnachtstage sei ein zusätzlicher dreistündiger begleiteter Besuch der Kindsmutter vorzusehen. Der Besuch soll in Absprache mit der Beiständin und der Institutionsleitung der I._-Schule G._ stattfinden.
- die Regelung, dass Besuche von Verwandten und Bekannten der Kindseltern nur auf Antrag der Kindseltern während deren  und nach vorausgehender Absprache mit der Beiständin und der Institutionsleitung der I._-Schule G._ möglich seien, sei .
- der Kindsmutter sei die Weisung zu erteilen, sich an die  der Beiständin und der Institution zu halten.
- der Kindsmutter sei die Weisung zu erteilen, ihren Bekannten jegliche Kontaktaufnahme mit der Beiständin und der Institution zu untersagen. Dieser soll lediglich über die Kindsmutter getätigt werden.
der Kindervertreterin (Urk. 6/229 sinngemäss): - es sei ein psychiatrisches Gutachten über die Kindsmutter einzuholen,
um die Ausgestaltung des weiteren Kontaktrechts zwischen Mutter und Kinder zu bestimmen.
Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 14. Januar 2020 (Urk. 6/244 = Urk. 2):
1. Die gemeinsamen Kinder der Parteien, C._, geb. tt.mm.2011, und
D._, geb. tt.mm.2013, werden für die Dauer dieses Verfahrens in der
Stiftung I._-Schule G._, ... K._, untergebracht.
2. Die Eltern B._ und A._ sind berechtigt, die Kinder gemäss Organi-
sation durch die Beiständin sowie in Absprache mit der Stiftung I._-
Schule G._ im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts zu besuchen.
Bis auf Weiteres gilt für beide Eltern folgendes Kontaktrecht:
- je vier Stunden begleiteter Kontakt pro Woche, gemäss Organisation
durch die Beiständin bzw. in Absprache mit der Stiftung I._-Schule
G._;
- begleitete Telefonkontakte gemäss Vorgabe durch die Stiftung I._-
Schule G._;
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- Verwandte oder Bekannte C._s oder D._s können diese nach
Bewilligung durch die Beiständin anstelle eines der Elternteile im Rah-
men des obigen Kontaktrechtes besuchen.
3. Den Parteien werden für die Dauer des Verfahrens folgende zusätzlichen
Weisungen im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB erteilt:
a) Die Eltern haben gegenüber C._ und D._ jegliche negativen
Äusserungen den andern Elternteil betreffend zu unterlassen.
Insbesondere wird die Beklagte aufgefordert, Androhungen zu unter-
lassen, welche dahin zielen, dass die Kinder beim Vater leben müssten
und nicht mehr zur Mutter zurückkehren könnten, wenn sie sich ihm
näherten.
b) Kinderbelange C._ und D._ betreffend sind mit der Beistän-
din zu besprechen.
Das Sorgerecht für die beiden Kinder liegt nach wie vor bei beiden El-
tern. Entsprechend ist einem einzelnen Elternteil untersagt, sich mit
Anliegen und Anweisungen direkt an die Familie H._, den Kinder-
garten, die Schule oder andere Bezugspersonen der Kinder im Rah-
men ihres Aufenthaltes in der Stiftung I._-Schule G._ zu
wenden, sofern dies nicht durch die Beiständin bewilligt ist oder die
Bezugspersonen der Kinder nicht selber einen Besprechungstermin
anberaumt haben. Die Beklagte hat Dritte aus ihrem Umkreis anzuhal-
ten, solches ebenfalls zu unterlassen.
c) Die Eltern haben sich an die Haus- und Besuchsordnung der Stiftung
I._-Schule G._ zu halten. Insbesondere wird die Beklagte
aufgefordert, sich strikte daran zu halten.
d) Im Rahmen des Besuchs von Verwandten oder Bekannten der Kinder
in der Stiftung I._-Schule G._ haben die Eltern sicherzustel-
len, dass sämtliche obigen Weisungen auch durch die Verwandten o-
der Bekannten beachtet werden.
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e) Den Parteien, insbesondere der Beklagten, wird die Weisung erteilt,
Verwandten oder Bekannten die Kontaktaufnahme zur Beiständin zu
untersagen.
4. Die Parteien, insbesondere die Beklagte, werden darauf hingewiesen, dass
die Missachtung obiger Weisungen eine Einschränkung bzw. Aufhebung des
Kontaktrechtes, verbunden mit einem Rayonverbot, letztlich allenfalls die
Aufhebung ihres Sorgerechts zur Folge haben kann.
5. Sämtliche übrigen Anträge werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten
ist.
6. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wird dem Endent-
scheid vorbehalten.
7. (Mitteilungssatz)
8. (Rechtsmittelbelehrung)
Berufungsanträge:
der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 1 f. und 11): 1. Es sei die Verfügung der Einzelrichterin L._ (BG Meilen) vom
14. Januar 2020 betr. Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen) im Verfahren FE180195-G/Z vollumfänglich aufzuheben.
2. Es seien die Kinder C._ und D._ für die Dauer des  wieder unter die Obhut der Kindsmutter A._ () zu stellen (inkl. Wohnsitz der Kinder am M. ... in N._). Die Beschränkung des  sei per sofort aufzuheben.
3. Eventualiter Es seien die beiden Kinder (ab sofort) berechtigt zu erklären, jeweilen
jedes Wochenende (Freitag - Sonntag) bei der Kindsmutter am M._-Weg ... in ... N._ zu verbringen bzw. es sei der  ein solches Kontaktrecht i.S. C._ und D._ zu .
4. Subeventualiter Es sei der Kindsmutter ein Kontaktrecht von 3 x fünf Stunden pro Wo-
che in der I._-Schule G._, K._/GR, einzuräumen.
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5. a) Alles u.K.u.E.F. b) Zudem wird – der guten Ordnung halber – der Antrag gestellt,
dass der Noch-Ehemann (B._) vom Obergericht verpflichtet werden muss, Frau A._ einen Prozesskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 6'000.– zu bezahlen.
c) Ferner wird der Antrag auf Gewährung des Armenrechts für Frau A._ gestellt, inkl. Bestellung von RA X2._ als .

Considerations:
Erwägungen:
I.
1.1. Die Parteien sind verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder, C._,
geb. am tt.mm.2011, und D._, geb. am tt.mm.2013. Seit dem 23. November
2018 stehen sie vor Vorinstanz in einem Scheidungsverfahren (Urk. 6/1). Für die
Einzelheiten des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des diesem vorausgegange-
nen Eheschutzverfahrens und des – teilweise überschneidend dazu verlaufenen –
Verfahrens vor der KESB Meilen wird auf die detaillierten Ausführungen im vo-
rinstanzlichen Entscheid vom 30. Juli 2019 verwiesen (Urk. 6/113 E. II). Mit Ver-
fügung vom 30. Juli 2019, bestätigt mit Entscheid der Kammer vom 31. Oktober
2019 (Urk. 6/190) sowie mit Entscheid des Bundesgerichtes vom 9. Dezember
2019 (BGer 5A_973/2019), wurde namentlich das Aufenthaltsbestimmungsrecht
der Parteien betreffend die beiden Kinder für die Dauer des Verfahrens und im
Sinne der superprovisorischen Anordnung vom 25. Juni 2019 aufgehoben und die
Kinder in der O._-Wohngruppe P._, Q._ - Stiftung für das Kind ...
R._ (fortan: O._-Wohngruppe) untergebracht belassen (Urk. 6/113, Dis-
positiv-Ziffer 2). Im Hinblick auf den Ablauf der maximalen Aufenthaltsdauer in der
O._-Wohngruppe wurde zugleich die Beiständin J._ insbesondere damit
beauftragt, die weitere angemessene Unterbringung der Kinder abzuklären und
den Wechsel vorgängig bei der KESB Meilen zu beantragen (Urk. 6/113, Disposi-
tiv-Ziffer 4 Abs. 2). Überdies wurde den Parteien ein begleitetes Besuchsrecht –
gemäss Organisation durch die Beiständin sowie in Absprache mit der mit der Un-
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terbringung der Kinder betrauten Pflegeinstitution – eingeräumt (Urk. 6/113, Dis-
positiv-Ziffer 3; Urk. 6/190, Dispositiv-Ziffer 1 Abs. 2).
1.2. Mit Verfügung vom 8. November 2019 setzte die Vorinstanz den Parteien
und der Kindervertreterin Frist zur Stellungnahme dazu an, ob die von der Bei-
ständin J._ ausgewählte Stiftung I._-Schule G._ eine angemesse-
ne Unterbringung im Sinne von Art. 310 Abs. 1 ZGB für die beiden Kinder der
Parteien darstellt. Zudem wurden die Beiständin J._, die Stiftung I._-
Schule G._ und S._ von der O._-Wohngruppe darum ersucht, ei-
nen Bericht über den Verlauf der Platzierung und den Elternkontakt einzureichen
und gegebenenfalls Anträge betreffend die Ausgestaltung des weiteren Besuchs-
rechts zu stellen (Urk. 6/196). Die Stellungnahmen des Klägers und Berufungsbe-
klagten (fortan: Kläger; Urk. 6/214), der Beklagten und Berufungsklägerin (fortan:
Beklagte; Urk. 6/215) und der Kindervertreterin (Urk. 6/212) sowie die Berichte
der Beiständin J._ (Urk. 6/204), der Stiftung I._-Schule G._ (Urk.
6/209, Urk. 6/210) und der O._-Wohngruppe (Urk. 6/218) gingen innert Frist
ein. Sie wurden den Parteien sowie den Verfahrensbeteiligten von der Vorinstanz
zur freigestellten Stellungnahme zugestellt (Urk. 6/221/1-2; Urk. 6/223/1-2;
Urk. 6/224/1-2). In der Folge reichten die Kindervertreterin sowie die Beklagte in-
nert Frist je eine weitere Stellungnahme zu den Akten (Urk. 6/229; Urk. 6/236;
Urk. 6/237). Am 14. Januar 2020 fällte die Vorinstanz den einleitend wiedergege-
benen Entscheid (Urk. 6/244 = Urk. 2).
2. Dagegen erhob Rechtsanwalt lic. iur. X2._ namens der Beklagten mit
Eingabe vom 27. Januar 2020 innert Frist Berufung, wobei die oben angeführten
Anträge gestellt wurden (Urk. 1 S. 1 f.). Mit Eingabe vom 11. Februar 2020 teilte
Rechtsanwältin MLaw X1._ unter Beilage einer auf sie lautenden Vollmacht
(Urk. 8) mit, dass sie neu die Beklagte vertrete, weshalb Rechtsanwältin MLaw
X1._ als Rechtsvertreterin der Beklagten ins Rubrum aufzunehmen ist (Urk.
7). Am 15. Februar 2020 reichte die Beklagte eine weitere Eingabe ins Recht, wo-
rin sie darum ersuchte, anstelle von Rechtsanwalt lic. iur. X2._ als unentgelt-
liche Rechtsvertreterin ernannt zu werden (Urk. 9). Da die Berufung offensichtlich
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unbegründet ist, wurden keine Berufungsantworten des Klägers und der Verfah-
rensbeteiligten eingeholt (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
II.
1.1. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Ver-
fahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges
Verfahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 E. 2.2.1 m.w.Hinw. auf die Botschaft zur
Schweizerischen ZPO, BBl 2006, S. 7374). Mit der Berufung kann eine unrichtige
Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend
gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränk-
te Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger
Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. Ap-
ril 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hin-
reichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den an-
gefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genann-
ten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Ein-
tretensvoraussetzung) voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Er-
wägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinander-
setzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die
massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erho-
ben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Beru-
fungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder
deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer
5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3.2; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai
2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanfor-
derungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittel-
instanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtli-
chen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu be-
schränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstin-
stanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.Hinw.;
BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3; BGer 4A_258/2015 vom
21. Oktober 2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 3.1
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und E. 5). Insofern erfährt der Grundsatz "iura novit curia" (Art. 57 ZPO) im Beru-
fungsverfahren eine Relativierung (BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.;
Glasl, DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 N 22). In diesem Rahmen ist insoweit auf die
Parteivorbringen einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist
(BGE 134 I 83 E. 4.1 m.w.Hinw.).
1.2. Die Beklagte macht in ihrer Berufungsschrift sowie in der Eingabe vom
14. Februar 2020 über weite Strecken Ausführungen allgemeiner Natur (zum Ob-
hutsentzug [Urk. 1 S. 9 Abs. 1-4], zum parental alienation syndrome [Urk. 9
Rz. 10]), erhebt pauschale Kritik an der Vorinstanz und an den Behörden
(vgl. Urk. 1 S. 8 Abs. 1 und 2; Urk. 1 S. 10 Abs. 2 ff. und 9) beziehungsweise wie-
derholt bloss, was sie bereits im Rahmen ihrer Stellungnahmen vom 21. Novem-
ber 2019 bzw. vom 9. Dezember 2019 vor Vorinstanz vorgetragen hat (insb. zur
Distanz, der erschwerten Anreise sowie der fehlenden Verpflegung in G._
[Urk. 1 S. 2 Abs. 2, vgl. Urk. 6/215 S. 7]; zum Antrag auf Herstellung einer kon-
struktiven Kommunikation zur Stiftung I._-Schule G._ und der Beistän-
din [Urk. 1 S. 2 Abs. 2, vgl. Urk. 6/215 S. 8, Urk. 6/237 S. 10]; zu ihrer fehlenden
Therapiebedürftigkeit [Urk. 1 S. 6 Abs. 3, Urk. 1 S. 6 Abs. 7, Urk. 9 Rz. 12, vgl.
Urk. 6/237 S. 5]; zu ihrer fehlenden Verantwortlichkeit für das Verhalten Dritter
[Urk. 1 S. 7 Abs. 1 und 3, vgl. Urk. 236 S. 1]). Ein erkennbarer (geschweige denn
näherer) Bezug zum vorinstanzlichen Entscheid wird dabei nie hergestellt; es ent-
halten die sich deshalb in blossen Wiederholungen erschöpfenden Ausführungen
zwangsläufig auch keine erkennbare Mitteilung von Überlegungen der Beklagten
an die Rechtsmittelinstanz dazu, inwiefern die Vorinstanz Recht falsch angewen-
det oder einen bestimmten Sachverhalt unrichtig festgestellt hätte. Den entspre-
chenden Ausführungen kommt insoweit auch keine selbständige Bedeutung zu.
Nach dem Vorhin in E. II.1.1 Dargelegten erweist sich die Berufung in diesen Tei-
len deshalb als unbegründet.
2.1. Die Beklagte wendet sich dagegen, dass die Vorderrichterin L._ über-
haupt verfügte. Sie macht geltend, bekanntlich sei im massgeblichen Zeitpunkt
(14. Januar 2020) ein erstes Ausstandsverfahren gegen die Richterin L._ ge-
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laufen. Eigentlich müsse eine solche Verfügung – per se – vom Obergericht auf-
gehoben werden (Urk. 1 S. 11 Abs. 2).
2.2. Die Beklagte verkennt, dass ein Ausstandsgesuch die weitere Mitwirkung
der abgelehnten Gerichtsperson am weiteren Verfahren bis zum Entscheid über
das bestrittene Gesuch nicht hindert. Deren weitere Verfahrenshandlungen ste-
hen bloss unter dem Risiko ihrer Anfechtbarkeit bei erfolgreicher Ablehnung
(ZK ZPO-Wullschleger, Art. 49 N 12b; BGer 5A_579/2013, E. 4.2.2; ZR 108/2009
Nr. 28 E. II.2). Das (erste) Ausstandsgesuch der Beklagten wurde im Übrigen mit
Entscheid des Bezirksgerichts Meilen vom 20. Januar 2020 abgewiesen (vgl.
Urk. 6/250).
III.
1. Vorab ist festzuhalten, dass auf die Rügen der Beklagten im Zusammen-
hang mit dem von der Vorinstanz verfügten Kontakt- und Rayonverbot der Be-
klagten (Urk. 1 S. 2 Abs. 2; Urk. 1 S. 9 Abs. 5-9; Urk. 9 Rz. 6 ff.), nicht einzutreten
ist, da diese nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheides vom 14. Januar
2020 bilden (Urk. 2). Hierüber wurde im Rahmen der Verfügung vom 17. Januar
2020 im Sinne einer superprovisorischen Massnahme, wogegen ohnehin kein
Rechtsmittel gegeben ist (KUKO ZPO-Kofmel Ehrenzeller, Art. 265 N 6), befun-
den (Urk. 6/247). Dasselbe hat hinsichtlich der Kritiken der Beklagten, die Kinder-
vertreterin respektive die Beiständin seien nicht befugt, eine psychiatrische Be-
gutachtung der Kindsmutter zu verlangen, bzw. die Auffassung der Vorderrichte-
rin, ein unproblematischer Befund in der Begutachtung würde keine Rolle spielen,
sei zynisch, zu gelten (Urk. 1 S. 7 Abs. 4-5). Die Vorinstanz hat die Anträge der
Beiständin und der Kindervertreterin auf Einholung einer erwachsenenpsychiatri-
schen Begutachtung der Beklagten abgewiesen (Urk. 2, Dispositiv-Ziffer 5,
E. V.1.4). Die Beklagte ist diesbezüglich durch den angefochtenen Entscheid
nicht beschwert (Art. 59 Abs. 1 und 2 lit. a ZPO analog).
2.1. Im Zusammenhang mit der Prüfung der Angemessenheit des neuen Aufent-
haltsortes der Kinder hatte die Vorinstanz auch über deren Rückplatzierung in die
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(faktische) Obhut der Beklagten zu befinden. Sie erwog im Wesentlichen, voraus-
gesetzt wäre, dass die in Erwägung V.3 der Verfügung vom 30. Juli 2019 aufge-
zeigte Kindswohlgefährdung in dieser faktischen Obhut nicht mehr bestehe. Die
die Fremdplatzierung veranlassende Kindswohlgefährdung bestehe in der gut-
achterlich ermittelten eingeschränkten Erziehungsfähigkeit der Beklagten, die zu
einer zunehmenden Isolation der Kinder geführt habe und sich insbesondere in
einem Kontaktabbruch zum Kläger manifestiere. Als weiteres "Symptom" der ein-
geschränkten Erziehungsfähigkeit sei das Verhalten der Beklagten gegenüber
Behörden generell, insbesondere im Zusammenhang mit der Einschulungsfrage,
erkannt worden. Die Gutachterin T._ habe in Bezug auf das dysfunktionale
Erziehungsverhalten der Beklagten festgehalten, dass sie den Kontext, in wel-
chem sich C._ und D._ bewegten, konsequent kontrollieren wolle. Dabei
wirke ihre Verhaltensweise widersprüchlich, wolle sie doch zugleich den Kindern
angeblich keine Vorgaben machen und glaube, dass die Kinder sich unbeeinflusst
von Erwachsenen am besten entwickeln könnten. Sie lege ein Erziehungsverhal-
ten an den Tag, das durch hohe Kontrolle und der Ansicht, nur sie könne die Kin-
der beschützen, gekennzeichnet sei. Anderseits überlasse sie die Kinder sich
selbst, indem diese ihren sozusagen angeborenen Willen äussern und ihre "na-
turgegebenen" Strebungen entwickeln sollten. Sie leiste keine Hilfe zur Strukturie-
rung von Beziehungssituationen, gleichzeitig finde aber eine Überbehütung statt.
Diese Eigenschaft der Beklagten – so die Vorinstanz weiter – habe sich nach
aussen in einem nicht altersgerechten emotionalen und sozialen Verhalten der
Kinder geäussert. Das emotionale und soziale Verhalten der Kinder (wie auch der
Kontaktabbruch zum Vater) sei dabei nicht die Kindswohlgefährdung als solche,
sondern deren Folge. Die eigentliche Ursache dieser Entwicklungsverzögerung
sei die eingeschränkte Erziehungsfähigkeit der Beklagten selbst, welche vorlie-
gend die massnahmeauslösende Kindswohlgefährdung darstelle. Der Entwick-
lungsstand von C._ und D._ sei somit auch nicht für sich allein der
Grund für die Fremdplatzierung. Nur weil Kinder in gewissen Lebensbereichen
Defizite aufweisen würden, sei dies noch kein Anlass für den Staat, sich als um-
fassender "Ersatzerzieher" an die Stelle der Eltern zu drängen. Er müsse dies erst
dann tun, wenn unter der Obhut der Eltern (oder eines Elternteils) keine Aussicht
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mehr auf eine kindsgerechte Entwicklung bestehe und auch mildere, unterstüt-
zende Massnahmen keinen Erfolg mehr verhiessen. Wenn also die Beklagte im-
mer wieder die Aussage der Beiständin zitiere, die Fremdplatzierung halte so lan-
ge an, "bis C._ mit anderen Menschen" rede, so gehe dies an der Sache
vorbei und ignoriere die eigentlichen Grundlagen der vorliegenden Kindesschutz-
massnahme. Diese nehme nicht den Entwicklungsstand von C._ und
D._ zum Anlass, sondern betrachte ihn als Folge der eingeschränkten Erzie-
hungsfähigkeit der Beklagten. Dort sei auch im Hinblick auf eine allfällige Abände-
rung oder Rückplatzierung anzusetzen.
Das fortgesetzte dysfunktionale Verhalten der Beklagten habe sich zuletzt wieder
anlässlich der Kontaktaufnahmeversuche zwischen C._, D._ und dem
Kläger gezeigt: Sie habe sich im Verlaufe dieses Verfahrens konsequent auf den
Standpunkt gestellt, dass die Beziehung zwischen Kindern und Vater auf Wunsch
der Kinder heute nicht mehr bestehe. Als ihre Hauptbezugsperson und mitverant-
wortlicher Elternteil könne die Beklagte sich hier jedoch nicht mit Verweis auf den
Willen der Kinder entschuldigen und diesen als unverrückbare Tatsache hinstel-
len. Dies gelte umso mehr, als sie die Kinder seit der Trennung vom Kläger 2016
in ihrem Sinne nahezu ohne Gegenansicht habe erziehen und betreuen können.
Noch heute bestünden Hindernisse und Barrieren, welche den Kontakt der Kinder
zum Kläger hemmten: Die Kinder hätten denn auch die Befürchtung geäussert,
wenn sie sich dem Vater annäherten, könnten sie nicht mehr zur Mutter zurück-
kehren. Dies habe die Beklagte ihnen gesagt, was diese jedoch bestreite. Dass
die Beklagte die Kinder mit solchen Vorstellungen belaste, scheine zumindest
denkbar, spiegle sich darin doch schon früheres Verhalten, als sie ihre Kinder in
der negativ belasteten Vorstellung liess, der Kläger würde sie in den Kindergarten
zwingen wollen. Doch selbst wenn sie nicht Urheberin dieser Ängste bei den Kin-
dern wäre, so trage sie immer noch die elterliche Verantwortung dafür, den Kin-
dern diese absurde Vorstellung zu nehmen, und ihnen ihr Recht auf einen natürli-
chen und freien Kontakt zum Kläger zu ermöglichen. Es sei denn auch keinem
der Berichte zu entnehmen, dass die Beklagte in der Zeit, in welcher die Kindes-
schutzmassnahme schon dauere, den Kindern je diese dringend benötigte Unter-
stützung zum Aufbau ihrer Beziehung zum Kläger anerboten hätte. Stattdessen
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verfalle die Beklagte in einen "Kampf" gegen die Massnahme und die Behörden
und greife auf alte, attackierende Verhaltensmuster zurück, die sich schon in ihrer
Auseinandersetzung mit der KESB Meilen bezüglich der Einschulung gezeigt hät-
ten und heute vielleicht in noch entschlossenerer Form aufträten. Diese sich ver-
steifende Abwehrhaltung der Beklagten rühre mutmasslich daher, dass sie in der
Kindesschutzmassnahme eine Verschwörung der Behörden erkenne, ihr die Kin-
der wegzunehmen und sie dem Vater zu geben. Solches sei nicht der Fall. Im
Scheidungsverfahren würden die Beziehungen der Eltern zu den Kindern gestal-
tet, namentlich die Fragen der elterliche Sorge, der Obhut und der Besuchsrege-
lung. Der Ausgang dieses Scheidungsverfahrens sei derzeit noch offen, der ge-
richtliche Entscheid werde jedoch gestützt auf die Vorbringen und Ereignisse
während des Verfahrens, sofern keine Scheidungskonvention möglich sei, im das
Verfahren abschliessenden Urteil gefällt werden. Eine gefestigte Absicht, die Kin-
der dauerhaft von der Beklagten zu entfremden und in die Obhut des Klägers zu
"zwingen", bestehe nicht. Es sei darauf hinzuweisen, dass zu diesem Zeitpunkt
(vorbehalten die Kindesschutzmassnahme) im Grundsatz noch die Regelung ge-
mäss dem Eheschutzentscheid vom 18. November 2016 (Geschäfts-
Nr. EE160052-G) Geltung beanspruche. Hiernach übten die Eltern die Obhut al-
ternierend nach einem in diesem Urteil festgelegten Betreuungsplan aus und teil-
ten sich die elterliche Sorge. Dieses Mitentscheidungs- und Betreuungsrecht sei
im Übrigen nicht nur ein Recht und eine Pflicht des Klägers, sondern auch ein
Recht von C._ und D._, das aus ihrem Kindsverhältnis zum Kläger ent-
springe, und das es zu schützen und zu ermöglichen gelte. Wäre davon auszuge-
hen, dass die Beklagte diesen Sorge- und Betreuungsplan reibungslos sicherstel-
len könnte, wäre die Rückplatzierung der Kinder ohne jeden Zweifel vorzuneh-
men. Ein solcher "Tatbeweis" seitens der Beklagten fehle derzeit jedoch. Der
Massstab, anhand dessen sie diesen Tatbeweis erbringen könne, sei bereits
mehrfach hervorgehoben worden und ergebe sich im Wesentlichen aus der Er-
wägung V.3. der Verfügung vom 30. Juli 2019. Zentral sei dabei die vor dem Hin-
tergrund ihrer elterlichen Verantwortung erwartete Bereitschaft, beim Aufbau der
Vater-Kind-Beziehung mitzuwirken, psychologische Hemmschwellen bei C._
und D._ wohlmeinend abzubauen, den Kläger in seiner Vaterrolle umfassend
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zu akzeptieren und die Elternverantwortung mit ihm zu teilen. Eine Normalisierung
und damit ein bedenkenloses Lockern der Kindesschutzmassnahme sei solange
aussichtslos, wie die Beklagte den Kläger nach wie vor als Vater ausschliesse,
und somit nicht einmal Hoffnung erkennen lasse, dass das Mitentscheidungs- und
Betreuungsrecht durch die Beklagte sichergestellt werden könnte. So lange wie
die Beklagte den mit der Gefährdungsanzeige an die KESB Meilen begonnenen
anhaltenden "Kampf" gegen die Behörden und ungeliebte Dritte fortsetze, den
Kläger als Vater ignoriere und verhindere, könne eine Rückplatzierung nicht infra-
ge kommen. Positiv und zu Gunsten der Beklagten zu werten sei jedoch, dass sie
sich an die ihr in Dispositiv-Ziffer 5 der Verfügung vom 30. Juli 2019 erteilte Wei-
sung, sich in eine Therapie zu begeben, gehalten habe. Nun seien aber auch die
inhaltlichen Themen ernsthaft anzugehen. Nebst dem Verfolgen von konkreten
und leicht zu erfüllenden Weisungen sei die Beklagte gehalten, weiter an sich zu
arbeiten und den oben erwähnten Tatbeweis zu erbringen. Dieser werde wohl nur
dann zu meistern sein, wenn die Beklagte sich innerlich auf die Erkenntnisse des
Gutachtens vom 1. Juni 2019 und auf die Erwägungen V.3. einlasse und ihre
Überlegungen nachzuvollziehen versuche, selbst wenn sie mit diesen nicht ein-
verstanden sei. Nach dem oben Gesagten gebe die Beklagte zum heutigen Zeit-
punkt aber noch kein Gewähr, dass C._ und D._ bei ihr wieder ange-
messen untergebracht werden könnten. Diese Möglichkeit scheide somit einstwei-
len aus (Urk. 2 E. II.2).
2.2.1. Die vorstehend wiedergegebene Erwägungen beantworten die von der Be-
klagten in ihrer Berufung aufgeworfene Frage, was die Vorderrichterin als Tatbe-
weis für eine Rückplatzierung wolle (Urk. 1 S. 4 Abs. 7), unmissverständlich. Die
Beklagte setzt sich mit dieser eingehenden Begründung der Vorinstanz auch nicht
auseinander, wenn sie in ihrer Berufungsschrift bloss erneut die nachfolgend auf-
geführten Vorbringen gegen die Fremdplatzierung der Kinder als solche ins Feld
führt, mit denen sich die Vorinstanz und die Kammer bereits in der Vergangenheit
sehr einlässlich befasst haben. Die Beklagte genügt damit der Begründungspflicht
nach Art. 311 ZPO nicht (vgl. E. II.1.1). Da die Beklagte insbesondere auch nicht
auf neuere Entwicklungen bzw. veränderte Umstände Bezug nimmt, bleibt hier-
nach einzig der Vollständigkeit halber auf die entsprechenden Erwägungen der
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Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 30. Juli 2019 (Urk. 6/113) beziehungsweise
auf die diese bestätigenden und ergänzenden Erwägungen im Entscheid der
Kammer vom 31. Oktober 2019 (Urk. 6/190) zu verweisen:
− Unverwertbarkeit des Gutachten von T._ vom 1. Juni 2019 (Urk. 1
S. 4 Abs. 3 [Urk. 6/113 E. V.2.3 ff.; Urk. 6/190 E. III.A.1.2]),
− keine mangelnde Kooperationsbereitschaft der Beklagten (Urk. 1 S. 3
Abs. 1; Urk. 1 S. 7 Abs. 5 [Urk. 6/113 E. V.3.10 ff.; Urk. 6/190
E. III.A.3]),
− keine Einschränkungen der Erziehungsfähigkeiten der Beklagten
(Urk. 1 S. 3 Abs. 2; Urk. 1 S. 5 Abs. 4 [Urk. 6/113 E. V.3.15 ff.;
Urk. 6/190 E. III.A.4]),
− keine Verantwortung der Beklagten für den Kontaktabbruch bzw. die
fehlende Beziehung der Kinder zum Kläger (Urk. 1 S. 3 Abs. 3 f.; Urk. 1
S. 5 Abs. 1; Urk. 1 S. 6 Abs. 8; Urk. 1 S. 8 Abs. 3; Urk. 1 S. 10 Abs. 5
und 8; Urk. 9 Rz. 11 [Urk. 6/113 E. V.3.3 ff.; Urk. 6/190 E. III.A.2]),
− Unterstützung eines begleiteten Besuchsrechts des Klägers durch die
Beklagte vor der Fremdplatzierung (Urk. 1 S. 4 Abs. 1 und 5
[Urk. 6/113 E. V.3.6 ff.; Urk. 6/190 E. III.A.2.4]),
− fehlende Verhältnismässigkeit der Fremdplatzierung: mildere Mass-
nahmen (Urk. 1 S. 3 Abs. 6; Urk. 1 S. 8 Abs. 2 [Urk. 6/113 E. V.4;
Urk. 6/190 E. III.A.7]).
2.2.2. Die Beklagte bringt weiter vor, den Kindern gehe es seit dem 26. Juni 2019
dermassen schlecht, dass sie sich selber verstümmelten. C._ schäle ihr
"Fingerbeeri", bis es wund sei. D._ zerbeisse die Ärmel all ihrer Kleider. Bei-
de würden ihre Haare zerbeissen. Diese deutlichen Zeichen von Kindswohlschä-
digung hätten sie vor dem 26. Juni 2019 nicht gehabt. Die Kinder müssten unver-
züglich in ihr angestammtes Umfeld zurückgelassen werden, um die Trauma-
Verarbeitung anzugehen (Urk. 1 S. 4 Abs. 5). Diese von der Beklagten beschrie-
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benen Verhaltensweisen werden auch in den Berichten der O._-Wohngruppe
(vgl. Urk. 6/100 S. 2; Urk. 6/218 S. 2) und der Stiftung I._-Schule G._
(vgl. Urk. 6/198/3 S. 1 f.) dokumentiert und zeigen auf, wie belastet die Kinder
durch die derzeitige (Fremdplatzierungs-)Situation zweifelsohne sind. Sie vermö-
gen jedoch angesichts der im Entscheid der Kammer vom 31. Oktober 2019 her-
vorgehobenen, gutachterlich festgestellten drohenden deutlichen Fehlentwicklung
der Kinder unter der Obhut der Beklagten (infolge ihrer stark eingeschränkten Er-
ziehungsfähigkeit; Urk. 6/190 E. III.A.4.5) und angesichts der in den vorstehend
wiedergegebenen vorinstanzlichen Erwägungen festgestellten bislang unverän-
derten Verhaltensmustern der Beklagten eine Rückplatzierung der Kinder zu ihr
keinesfalls zu rechtfertigen. Dass die Kinder vor dem 26. Juni 2019 keine Verhal-
tensauffälligkeiten gezeigt hätten, ist überdies unzutreffend. Wie aus dem Gutach-
ten vom 1. Juni 2019 hervorgeht, berichtete die Beklagte selbst T._ bereits in
einem Brief vom 2. Mai 2019, dass D._ nach der Untersuchung eine Art Tick
gezeigt habe, indem sie nämlich wiederholt die Schultern angespannt und hoch-
gezogen habe. Die Gutachterin führte damals dazu aus, allenfalls deute der von
der Mutter berichtete Tick einen inneren Loyalitätskonflikt an: "Nämlich sich dem
Druck der Mutter, den Vater abzuspalten, zu unterwerfen versus Neugier und ei-
genen Beziehungswünsche zuzulassen" (Urk. 6/54 S. 59).
2.2.3. Die Beklagte moniert sodann, wenn die Kinder seit sieben Monaten im
Heim keinen Kontakt zum Kläger wollten beziehungsweise sich keine Verände-
rung in ihrem persönlichen Kontakt zum Kläger ergeben habe, hätte die Vor-
instanz doch einsehen müssen, dass die Fremdplatzierung nicht den beabsichtig-
ten Erfolg bringe, und die Kinder unter ihre (faktische) Obhut rückplatzieren müs-
sen (Urk. 1 S. 3 Abs. 5; Urk. 1 S. 4 Abs. 5; Urk. 1 S. 10 Abs. 8 f.). Diese Argumen-
tation verfängt aus verschiedenen Gründen nicht. Zunächst kann sich die Beklag-
te – wie ihr von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (Urk. 2 E. II.2.4) und
bereits zuvor in der Verfügung vom 30. Juli 2019 (Urk. 6/113 E. V.3.16) zu Recht
entgegengehalten wurde – als Hauptbezugsperson und mitverantwortlicher El-
ternteil nicht mit Verweis auf den Willen der erst sechs- und achtjährigen Mäd-
chen entschuldigen und diesen als unverrückbare Tatsache hinstellen. Sodann
trifft es nicht zu, dass sich seit der Fremdplatzierung der Kinder keine Verände-
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rungen in ihrem Kontakt zum Kläger ergeben haben. Der Abschlussbericht der
O._-Wohngruppe vom 21. November 2019 hält fest, dass die Kinder zu Be-
ginn eine ablehnende Haltung gezeigt und den Raum verlassen hätten, wenn der
Kläger gekommen sei. Es seien jedoch mehr und mehr Situationen entstanden, in
denen sie gemeinsam in ein Spiel hätten finden können (Urk. 6/218 S. 3). Auch
aus den wöchentlichen Berichten der Stiftung I._-Schule G._ ergeben
sich zaghafte Annäherungen der Kinder zum Kläger (in die Augen schauen bei
der Begrüssung, gemeinsames am Tisch sitzen, gemeinsames Streicheln eines
Pferdes, Vorführen eines Zirkuskunststückes vor dem Kläger) und werden Be-
suchsverläufe von der diese begleitenden Person als positiv bewertet (vgl. Urk.
6/198 S. 3; Urk. 6/205/1 S. 5; Urk. 6/240/2-3). Schliesslich gilt es vor Augen zu
halten, dass es spätestens im März 2017 zu einem totalen Kontaktabbruch zwi-
schen den Kindern und dem Kläger gekommen ist (vgl. Urk. 6/113 E. V.3.5) und
die Entfremdung der Kinder vom Kläger seither durch die Beklagte beeinflusst
bzw. verstärkt worden ist. Angesichts der geraumen Zeit, die seither vergangen
ist, und des noch jungen Alters von C._ und D._ erscheint es als durch-
aus normal, dass für eine Wiederannäherung der Kinder zum betreffenden Eltern-
teil Wochen bzw. Monate oder gar Jahre erforderlich sind. Überdies muss sich die
Beklagte vorhalten lassen, dass ihre nach wie vor fehlende Unterstützung der
Kinder im Aufbau der Beziehung zum Kläger diesen Prozess zweifelsohne nicht
beschleunigt.
3.1. Die Beklagte erblickt einen Widerspruch darin, dass die Vorderrichterin am
4. Juli 2019 ihr Aufhalten in einem Kreis von anthroposophisch gesinnten Men-
schen als Grund für den Obhutsentzug aufgeführt habe, während im Rahmen der
Beurteilung der Angemessenheit der Stiftung I._-Schule G._ im ange-
fochtenen Entscheid die anthroposophische Grundhaltung der Stiftung I._-
Schule G._ nun als positiv gewertet werde (Urk. 1 S. 5 Abs. 3). Dem ist nicht
so. Die Vorderrichterin hielt in ihrem Entscheid vom 30. Juli 2019 vielmehr aus-
drücklich fest, der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts könne und werde
vorliegend nicht mit dem Umstand begründet, dass die Beklagte sich als Anthro-
posophin bezeichne. Das Lebenskonzept der Beklagten sowie die Erziehungs-
schulen, denen sie folge, stünden vorliegend nicht auf dem Prüfstand und hätten
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auf die Beurteilung der Kindswohlgefährdung keinen Einfluss. Im Rahmen der
persönlichen Freiheit stünden diese Lebenskonzepte, in den Grenzen, die das
Recht setze, jedermann offen (Urk. 6/113 E. V.3.15). Die – der Kindervertreterin
folgende – Annahme der Vorinstanz in E. II.3.2 des angefochtenen Entscheides
(Urk. 2), dass eine der Weltanschauung der Beklagten folgende Einrichtung von
dieser eher als geeigneter Unterbringungsort für die Kinder würde akzeptiert wer-
den können, überzeugt im Übrigen.
3.2. Als haltlos erweist sich das Argument der Beklagten, die I._-Schule
G._ sei keine angemessene Institution, weil es sich um eine Schule für Kin-
der mit Sonderschulbedarf handle und die Kinder nicht Sonderschüler, sondern
normale Schülerinnen seien (Urk. 1 S. 7 Abs. 1; Urk. 1 S. 11 Abs. 3). Sowohl in
den Entwicklungsabklärungen des Kantonsspitals P._ vom 29. August 2019
(Urk. 6/149 S. 3; Urk. 6/150 S. 3) als auch in denjenigen des Schulpsychologi-
schen Dienstes, SPD Bezirk U._, vom 3. Oktober 2019 (Urk. 6/185/3 S. 5)
wurde nämlich für beide Kinder klarer Sonderschulbedarf festgestellt und Sonder-
schulung empfohlen. In diesem Zusammenhang bleibt in Bezug auf das beklagti-
sche Vorbringen, wonach die altersentsprechende Entwicklung der Kinder (schu-
lisch und im Verhalten) in P._ und auch gleich zu Beginn in G._ festge-
stellt worden sei und diese aus unbekannten Gründen unter Verschluss gehalte-
nen Berichte freizugeben seien (Urk. 1 S. 5 Abs. 4), festzuhalten, dass mangels
Spezifizierung völlig unklar bleibt, welche Berichte die Beklagte damit meint. So
finden sich in den Akten neben diversen Berichten (inkl. Abschlussbericht;
Urk. 6/218) der O._-Wohngruppe (Urk. 6/79; Urk. 6/86; Urk. 6/100) auch lü-
ckenlos die Berichte der Stiftung I._-Schule G._ von der ersten Schnup-
perwoche (19. Oktober 2019 bis 27. Oktober 2019) bis zur Kalenderwoche 49 des
Jahres 2019 (Urk. 6/205/1; Urk. 6/209; Urk. 6/240/1-8). Damit hat es sein Bewen-
den.
4. Die Vorinstanz räumte beiden Elternteilen ein Besuchsrecht in Form von je
vier Stunden begleitetem Kontakt pro Woche (gemäss Organisation durch die
Beiständin bzw. in Absprache mit der Stiftung I._-Schule G._) sowie von
begleiteten Telefonkontakten (gemäss Vorgabe durch die Stiftung I._-Schule
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G._) ein. Überdies räumte sie Verwandten oder Bekannten C._s
oder D._s die Möglichkeit ein, diese (nach Bewilligung durch die Beiständin)
anstelle eines der Elternteile im Rahmen des besagten Kontaktrechtes zu besu-
chen (Urk. 2 Dispositiv-Ziffer 2). Die Vorinstanz begründete dieses Besuchsrecht
insbesondere unter Hinweis darauf, dass Sinn und Zweck der Fremdplatzierung
sei, dass die Kinder aus einer belastenden Situation heraus zur Ruhe kommen
könnten, und unter Würdigung des Verhaltens der Beklagten gegenüber der Stif-
tung I._-Schule G._ und der mutmasslichen manipulativen Beeinflus-
sungen der Kinder durch die Beklagte in ihrer Kontaktaufnahme zum Kläger. Mo-
mentan käme weder eine Einschränkung noch eine Ausweitung des Besuchs-
rechts der Parteien infrage, weil weder für das eine noch für das andere konzise
Hinweise bestünden, dass solches sich förderlich oder hinderlich für das Wohlbe-
finden der Kinder auswirken würde. Vielmehr sei davon auszugehen, dass der in
den "Besuchsregeln" der Stiftung I._-Schule G._ festgehaltene Umfang
derzeit gelebt werden könne. Die aktuelle Ausgangslage bestehe erst seit drei
Monaten, was gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse wohl noch
nicht genug Zeit gewesen sei, als dass schon eine dauerhafte Stabilisierung und
Befriedung hätte eintreten können. Im Sinne der Kontinuität sei von radikalen Än-
derungen derzeit abzusehen (Urk. 2 E. III.1.6 ff.). In Bezug auf die Besuche Dritter
führte die Vorinstanz ergänzend aus, es seien im Wesentlichen die gleichen Über-
legungen anzuwenden wie für die Eltern selbst, zumal im Falle der Beklagten sich
verschiedentlich gezeigt habe, dass ihr Umfeld sich im Sinne von Loyalitätsbe-
kundungen blockartig hinter ihren Standpunkt stelle. Die Kinder seien vorliegend
aber in besonderem Masse auf eine ruhige und stetige Entwicklung angewiesen,
die möglichst nicht durch den Elternkonflikt erschüttert werden sollte. Die Besuche
Dritter müssten auch unter Rücksichtnahme auf die Kapazitäten der Stiftung
I._-Schule G._ möglich sein. Die Besuche Dritter sollten somit keine
Ausweitung der Besuchszeiten zu Lasten der Stiftung I._-Schule G._
(und zulasten des Tagesablaufs der Kinder) zur Folge haben. Um überfallartige
Besuche, oder Besuche in so grosser Zahl, dass die Stiftung I._-Schule
G._ diese nicht mehr bewältigen könne, zu vermeiden, sei eine Koordination
über die Beiständin angezeigt. Die Besuche Dritter seien nach dem Gesagten
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einstweilen so auszugestalten, dass sie anstelle und nicht in gleichzeitiger Anwe-
senheit der Parteien erfolgten. Ein Besuch Dritter zusammen mit den Elternteilen
könnte einerseits die Kapazität der I._-Schule G._ überfordern. Ander-
seits erhöhe dies auch das Risiko, dass Dritte im Sinne von Loyalitätsbekundun-
gen die Eltern begleiteten und zwecks Markierung eines "Signals" sich als Anhä-
nger des einen oder anderen Elternteils präsentierten (Urk. 2 E. III.1.11 ff.). Die
Beklagte geht auf diese ausführliche Begründung nicht im Ansatz ein. Sie be-
schränkt sich in ihrer Berufungsschrift vielmehr darauf, das ihr von der Vorinstanz
eingeräumte Besuchsrecht pauschal als nicht angemessen zu bezeichnen (Urk. 1
S. 5 Abs. 5) und zu rügen, "Besuche Dritter anstelle der Elternkontakte" sei an
Zynismus kaum zu überbieten (Urk. 1 S. 6 Abs. 1). Damit genügt sie wiederum ih-
rer Begründungspflicht nach Art. 311 ZPO nicht (vgl. E. II.1.1).
5. Auch hinsichtlich der von der Vorinstanz angeordneten Weisungen unter-
lässt es die Beklagte, sich mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid aus-
einanderzusetzen (Urk. 2 E. III.2). Sie wiederholt in ihrer Berufungsschrift (Urk. 1
S. 6 Abs. 2, 4 f. und 7; Urk. 1 S. 7 Abs. 2) lediglich ihren bereits vor Vorinstanz
eingenommenen Standpunkt, wonach sie sich von Anfang an an alle Besuchszei-
ten und Weisungen von Heim und Beiständin gehalten habe und es sich bei den
ihr und ihren Bekannten vorgeworfenen Kontaktaufnahmen mit der Leitung der
Stiftung I._-Schule G._ um haltlose Anschuldigungen handle (vgl. Urk.
6/237 S. 1, 5). Daher ist auf ihre Vorbringen nicht einzutreten (vgl. E. II.1.1). Auch
wenn darauf einzutreten wäre, wäre eine Aufhebung der Weisungen nicht ange-
zeigt. Dass es der Beklagten (mehrfach) nicht gelang, sich an die Besuchszeiten
der Stiftung I._-Schule G._ zu halten, ergibt sich einerseits aus mehre-
ren Wochenberichten (vgl. Urk. 6/198/3 S. 1, 3) bzw. der Stellungnahme (Urk.
6/209 S. 2) der Stiftung I._-Schule G._ sowie aus den Auskünften von
V._ (Institutionsleitung der Stiftung I._-Schule G._) gegenüber der
Beiständin J._ (vgl. Urk. 6/198/2 S. 1; Urk. 6/204 S. 2) und anderseits auch
bereits aus dem Umstand, dass für die Besuche der Beklagten (nicht jedoch für
den Kläger) durch die Stiftung I._-Schule G._ eigens schriftlich spezifi-
sche Besuchsregeln aufgestellt werden mussten (vgl. Urk. 6/205/2; Urk. 6/210).
Dass die Beklagte direkt bzw. über ihre "Rechtsvertreter" AA._ und
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AB._ an die Leitung bzw. die Mitarbeiter der Stiftung I._-Schule
G._ gelangte, ist aktenkundig (vgl. Urk. 6/198/2 S. 1; Urk. 198/4; Urk.
6/205/2; Urk. 6/209 S. 2). Auch der von der Beklagten verlangte Beweis für die
Kontaktaufnahme durch Dritte mit den involvierten Stellen ist mit der im Recht lie-
genden Email-Korrespondenz zwischen der Beiständin J._ und W._ er-
bracht (Urk. 6/203/3).
6. Nach dem Gesagten erweisen sich die Vorbringen in der Berufung als un-
begründet, weshalb diese abzuweisen ist, soweit auf sie einzutreten ist. Die ange-
fochtene Verfügung vom 14. Januar 2020 ist zu bestätigen.
IV.
1.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 5
Abs. 1, § 6 Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 1'200.–
festzusetzen. Sie ist ausgangsgemäss der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106
Abs. 1 ZPO).
1.2. Für das Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-
chen, der Beklagten zufolge ihres Unterliegens, dem Kläger mangels relevanter
Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO).
2. Die Beklagte ersucht um Verpflichtung des Klägers zur Leistung eines Pro-
zesskostenvorschusses von Fr. 6'000.–, eventualiter um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren (Urk. 1 S. 2; Urk. 9 S. 2). Die-
se Anträge sind jedoch zufolge Aussichtslosigkeit der Berufung (vgl. vorstehende
Erwägungen) abzuweisen (Art. 117 lit. b ZPO; vgl. OGer ZH LY170026 vom
23.03.2018, E. IV.2.2). Damit kann diesbezüglich auf weitere Prozesshandlungen
verzichtet werden (vgl. Urk. 9 Rz. 3).