Decision ID: e0aaf997-54d3-4f3d-8c53-34bcece7f480
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Dem 1963 geborenen
X._
wurde im Rahmen einer mittelschwe
ren
Aortenklappeninsuffizienz
bei
valvulärer
Kardiopathie
mit Verfügung vom 15. September 2003 rückwirkend ab 1. Januar 2002 eine ganze
R
ente
der Invali
denversicherung
(Invaliditätsgrad: 67 %) zugesprochen
(
Urk.
5/27)
, welche bei unveränderten Verhältnissen mit Verfügung vom 6. Dezember 2004 infolge Gesetzesrevision (4. IVG-Revision) mit Wirkung ab 1. Februar 2005 auf eine
Drei
viertelsrente
herabgesetzt wurde (vgl. Urk.
5/43-45
).
Am
1
0.
September
2007 (
Eingang,
Urk.
5/52
) stellte der Versicherte ein Renten
erhöhungsgesuch. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, leitete daraufhin Abklärungen in erwerblicher sowie medizinischer Hinsicht in die Wege. Nach
Auferlegung einer Schadenminderungspflicht
zur
Durchführung einer
Herzoperation (
Aortenklappenersatz
, Urk.
5/64
)
sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung vom 20. März 2008 (Urk.
5/70
) rückwirkend ab 1. September 2007 eine ganze Invalidenrente zu
.
Die
im Jahr
2009 eingeleitete revisionsweise Überprüfung der Invalidenrente
führte
–
bei
im Oktober 2008 erlittener
Fersenbeinfraktur (
Urk.
5/75/2)
–
nicht zu
eine
r
Veränderung
des bis
herigen Rentenanspruchs
(Urk.
5/83/2, Mitteilung vom 14.
Juli 2009,
Urk.
5/84
). Vom 12. Mai 2011
(Urk. 5/91)
bis 30. September 2014
(
Urk.
5/113)
befand sich der Versicherte in Untersuchungshaft und im
Massnahmevollzug
, was eine Sistie
rung seiner Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. Juni 2011 bis 30. Sep
tember 2014 (inklusive Rentenrückforderung) zur Folge hatte
(
Urk.
5/93
, 95
)
. Ab 1. Okto
ber 2014 wurde die bisherige ganze Invalidenrente weiter ausgerichtet (Verfü
gung vom 8. Oktober 2014; Urk.
5/116
).
1.2
1.2.1
Im Jahr
2015 wurde eine weitere revisionsweise Überprüfung der Invalidenrente des inzwischen zu 80 % in geschütztem Rahmen erwerbstätigen Versicherten
(vgl. etwa
Urk.
5/123/5)
eingeleitet (Urk.
5/118
). In diesem Zusammenhang tätigte die IV-Stelle wiederum Abklärungen in erwerblicher sowie medizinischer Hinsicht. Eingeleitete berufliche Massnahmen im Sinne einer Arbeitsvermittlung wurden mit Mitteilung vom 12. November 2015 (Urk.
5/126
) aufgrund einer möglichen, bevorstehenden Herzoperation abgeschlossen (zum Ganzen: Urk.
5/127-136).
Es folgten weitere Abklärungen. Nach Beu
rteilung des medizinischen Sachver
halt
s durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) am
9. Januar 2017 (Urk. 5/140/5
) stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid
vom 14. Feb
ruar 2017 (Urk. 5/141
) die Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe Invalidenrente in Aussicht. Im Rahmen des
Einwandverfahrens
tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen. Es wurden berufliche Massnahmen im Sinne einer Arbeitsvermittlung eingeleitet, die nach Ermahnung zu
r Mitwirkungspflicht (Urk. 5/178
) mit Verfügung vom 21. Juni 2018 (Urk.
5/200) aufgrund fehlender sub
jek
tiver Eingliederungsfähigkeit abgeschlossen wurden (vgl. zum Ga
nzen: Urk. 5/186
). Mit Verfü
gung vom 25. Juni 2018 (Urk. 5/205
) setzte die IV-Stelle die bisherige ganze Invalide
nrente des Versicherten mit Wir
kung ab 1. August 2018 auf eine halbe Rente herab.
Dagegen erhob der Versicherte am hiesigen Gericht Beschwerde (
Urk.
5/206), welche mit Urteil vom
5.
Dezember 2019 in dem Sinne gutgeheissen wurde, als die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (
Urk.
5/219, vgl. auch Beschluss vom 8. November 2019,
Urk.
5/218).
1.2.2
Die IV-Stelle vervollständig
t
e
in der Folge die medizinische Aktenlage und
liess
X._
polydisziplinär an der
Y._
AG abklären (U
rk.
5/229, 233), welche das Gutachten am 2
7.
November 2020 erstattete (U
rk.
5/238).
Gestützt hierauf bot die IV-Stelle dem Versicherten an, Ein
gliederungsmassnahmen durchzuführen (
Urk.
5/239), auf
die
er
mit Verweis
auf seine Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt jedoch verzichtete (
Urk.
5/242). Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Vorbescheid vom 1
5.
März 2021,
Urk.
5/247, Einwand vom 2
9.
März 2021
und 2
9.
April 2021,
Urk.
5/249, 256), in dessen Rahmen den Gutachtern unter Hinweis auf das Schreiben von
PD
Dr.
med.
Z._
, Oberarzt Kardiologie, Universitätsspital
A._
vom 18. April 2021 Ergänzungsfragen gestellt worden waren (
Urk.
5/263, Rückant
wort der
Y._
vom
8.
Juli 2021,
Urk.
5/
265, Wahrung des rechtlichen Gehörs des Versicherten,
Urk.
5/266,
268)
,
stell
t
e die IV-Stelle die Rente des Versicherten mit Verfügung vom
4.
November 2021
auf Ende des nach Zustellung der Verfü
gung folgenden Monats
ein (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am
3.
Dezember 2021 Beschwerde erheben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei festzu
stellen, dass er
auch ab
1.
August 2018
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Besch
werdeantwort vom 3
1.
Januar 2022
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
4), was dem Beschwerdeführer am
8.
Februar 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
6).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
–
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
–
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
ab
gesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
benem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich geblie
benen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztli
chen Einschät
zungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unter
schiedliche dia
-
g
nos
tische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheits
zustand zu schliessen; not
wendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hin
weisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun
desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung damit, gemäss Gut
achten, welches schlüssig und nachvollziehbar
sei
, bestehe seit Juli 2010 in kör
perlich optimal angepassten Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
. Damit ergebe sich im Vergleich mit dem Einkommen, das der Beschwerdeführer als Landwirt erzielen könnte
,
mit demjenigen in einer angepassten Tätigkeit ein Inva
liditätsg
r
ad von 32
%
, welcher keinen Anspruch auf eine I
nvalidenrente mehr begründe (
Urk.
2). Nachdem mit V
erfügung vom 25.
Juni 2018
einer dage
gen gerich
teten Beschwerde
die aufschiebende Wirkung entzogen worden und mit Urteil des hiesigen Gerichts vom
5.
Dezember 2019 nicht wiederhergestellt worden
sei
, sei die Rentenherabsetzung per
1.
August 2018 rückwirkend zu be
s
tätigen, was no
ch separat verfügt werde (
Urk.
4
).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer insbesondere entgegen,
das Gutachten der
Y._
könne infolge verschiedener Mängel nicht Entscheidungsgrundlage bilden. Zum einen seien die Gutachter und die Beschwerdegegnerin von unterschiedlichen bisherigen Tätigkeiten des Beschwerdeführers ausgegangen (S. 9), zum andern würden diverse Widersprüche im Gutachten auffallen (S. 10 f.). Sodann beruhe das kardiologische Gutachten nicht auf den hierfür erforderlichen Untersuchun
gen und hätten sich die Gutachter nicht
zum Vorliegen
einer allfälligen,
relevan
te
n
Veränderung geäussert (S. 12).
Gemäss Darlegungen des behandelnden Kar
dio
logen bestehe entgegen der Auffassung der Gutach
ter keine stabile kardiale
Situation
, was einer Arbeitsfähigkeit im Umfang von 80
%
entgegenstehe (S.
14
ff.) und eine Beschäftigung in angepasster Tätigkeit von maximal 40
%
zulasse (S. 15).
Mithin könne gestützt auf die Einschätzung von
PD
Dr.
Z._
nicht von einer Verbesserung ausgegangen werden; vielmehr sei es tendenziell zu
einer Verschlechterung gekommen. Ein Revisionsgrund liege damit nicht vor, weshalb er, der Beschwerdeführer, weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente habe (S. 17).
Selbst
wenn gestützt auf das Gutachten von einem Invaliditätsgrad von 32
%
ausgegangen würde, sei die verfügte Renteneinstellung nicht gerechtfertigt, da er mehr als 55 Jahre alt sei und damit unter den besonders geschützten
Bezü
gerkreis
falle. Nachdem die Beschwerdegegnerin keine Massnahmen zur Einglie
derung durchgeführt habe, erweise sich die Renteneinstellung auch aus diesem Grund als verfrüht (S. 18).
Schliesslich ergebe sich auch im Hinblick auf den Ein
kommens
vergleich der Anspruch auf eine ganze Rente (IV-Grad: 71
%
).
3.
3.1
Entgegen
der Auffassung
des Beschwerdeführers ist ein Revisionsgrund
im Sinne von
Art.
17 ATSG
(E. 1.3)
ausgewiesen. Gestützt auf den Bericht des
Universitäts
spitals
A._
vom 2
4.
Oktober 2007, wonach in jeglicher Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bei
valvulärer
Kardiopathie mit aktuell schw
erer
Aorteninsuffizienz
vorlag
(Ur
k.
5/58), war ihm
–
nach Auferlegen einer Schaden
minderungspflicht (
Aortenklappenersatz
)
–
mit Verfügung vom 2
0.
März 2008
(
Urk.
5/70)
eine ganze
R
ente
der Invalidenversicherung
zugesprochen worden
(Einschätzung des
RAD vom 14.
Dezember 2007,
Urk.
5/62/3).
Anlässlich
der Ver
laufskontrolle von
Februar 2009 berichteten die Ärzte des
Universitäts
spitals A._
, Klinik für Kardiologie, die bekannte Anstrengungsdyspnoe bestehe weiterhin bei unverän
derter Leistungsfähigkeit.
Aufgrund des nicht unerheblichen Operationsrisikos hätten sie sich vorerst für ein konservatives Vorgehen entschieden
. E
ine erneute echokardiographische
Reevaluation
sei in sechs Monaten geplant (
Urk.
5/82).
Mit Bericht vom 1
7.
Juni 2009 (
Urk.
5/82/2-5) hielten sie dafür, es bestehe eine hoch
gradig eingeschränkte Leistungsfähigkeit, weshalb keinerlei Tätigkeit zumutbar sei (
Urk.
5/82/5). In der Folge schloss der RAD auf einen unveränderten Gesund
heitszustand und empfahl, von der Schadenminderungspflicht einer Herzopera
tion mit erneutem Herzklappenersatz abzusehen (1
4.
Juli 2009,
Urk.
5/83/3). Mit Mitteilung vom 1
4.
Juli 2009 bestätigte die IV-Stelle den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (
Urk.
5/84).
3.
2
Im
Dezember 2009 erfolgte die Implantation eines
Einkammer
-ICD nach überleb
tem plötzlichen Herztod, im Januar 2010
eine perkutane
Core-
Valve
-Implanta
tion
(
Urk.
5/121/
21
),
am 1
1.
August 2014
wurde
im Rahmen einer
trikomparti
mentären
posttraumatischen Gonarthrose links eine operative Revision
des
linken Knie
s
durchgeführt (
Urk.
5/121/15)
und ab Januar 2014
war
der Beschwerdefüh
rer
mit einem Pensum von 80
%
bei der Stiftung
B._
tätig
(
Urk.
5/121/7, 23).
Wenngleich sich der behandelnde Kardiologe nachfolgend in unterschied
lichem Ausmass für eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aussprach, hielt er in seinem Schreiben vom 1
8.
April 2021 an den Rechtsvertreter des Beschwer
deführers, in welchem er sich zum Gutachten der
Y._
äusserte (U
rk.
5/255),
letztlich
dafür, eine Teilarbeitsfähigkeit von maximal 40
%
sei dem Beschwerde
führer zumutbar (
Urk.
5/255/2). Ungeachtet dessen, ob nun der Einschätzung des behandelnden Kardiologen oder den Gutachtern Folge geleistet wird, ist offen
kundig, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
nicht nur hin
sichtlich der
Befunde,
sondern auch im Hinblick auf deren Auswirkung auf die funktionelle Leistungsfähigkeit
seit der
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente mass
geblich verändert hat
(vgl. auch
Urk.
5/238/13).
3.3
Mithin ist
der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht
ohne Bindung an die frühere Beurteilung
umfassend
zu prüfen
(E. 1.3)
. Dabei ist unter den Parteien insbesondere umstritten, ob
hierfür
auf das von der Beschwerde
gegnerin v
eranlasste Gutachten der
Y._
abgestellt werden kann
(E.
2.1)
oder ob diesem der Beweiswert abzusprechen ist (E. 2.2).
4.
4.1
Die polydisziplinäre Abklärung
(
Allgemeine
Innere Medizin, Kardiolog
ie, Gast
r
o
enterologie, Orthopädie/Traumatologie
,
Urk.
5/238
)
des Beschwerdeführers
durch Ärzte d
er
Y._
erfolgte im September und Oktober 2020 (
S.
3) und führte
zu folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 8)
:
-
Valvuläre
Herzerkrankung bei Zustand nach Endokarditis 1995 mit
Aortic
-Root-Ersatz mit Homograft, perkutane
Core-
Valve
-Implantation
am 07.01.2010 bei schwerer
Aortenklappeninsuffizienz
-
Überlebter plötzlicher Herztod am 15.12.2009 mit ICD-Implantation bei
Brugada
-like-EKG
-
Höhergradige
Trikuspidalinsuffizienz
4.2
Der internistische
Gutachter hielt fest, die langjährige HIV-Erkrankung
des Beschwerdeführers
werde medikamentös behandelt und in regelmässigen Abstän
den kontrolliert. Aktuell zeige sich deren Therapie als suffizient, im Labor sei die HIV-RNA nur schwach
nachweisbar. Im Weiteren bestünden
ein asymptoma
tisches Nierensteinleiden
sowie eine Prostatahyperplasie, wobei
l
etztere
symp
tomorientiert behandelt
werde
. Aus allgemeininternistischer Sicht bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (
S.
37 ff.).
4.3
In kardiologischer Hinsicht
wurde ausgeführt, beim Beschwerdeführer habe bis 1995 ein intravenöser
Drogenabusus
bestanden, worauf es zu eine
r Endokarditis mit nachfolgendem Einsatz einer
Klappenprothese gekommen sei. Im Verlauf habe sich eine mittelgradige
Aorten
klappen
insuffizienz
gezeigt, die sich bis 2010 verschlechtert habe, so dass am
7.
Januar 2010 eine perkutane
Core-
Valve
-Implan
tation
vorgenommen worden sei.
Danach
habe sich die Situation der Aor
tenklappe stabil präsentiert mit leichter Stenose ohne klinische Relevanz.
Weil
im Jahr 2009 ein
„
aborted
sudden
ca
rdic
death
”
-
Syndrom bei einem
Bru
gada
-like-EKG aufgetreten sei, habe man dem Beschwerdeführer sekundärprophy
laktisch ein
en
ICD
(implantierbarer
Cardioverter
Defibrillator)
implantiert. Seither habe aufgrund
tachykarder
Episoden im Rahmen eines V
orhofflatterns viermalig
eine
Ablation durchgeführt
werden
müssen.
Zuletzt habe der ICD im Januar 2020 beim Skifahren auf der Piste eine Schockabgabe ausgelöst, weshalb in der Folge
erneut eine
Ablation
–
gemäss Angaben des Beschwerdeführers erfolgreich
–
erfolgt sei. Seither seien keine erneuten Symptome aufgetreten. Klinisch sei der Versicherte den Umständen entsprechend gut belastbar. Skifahren, Spazie
rgänge, auch Berg
auf
g
ehen
,
seien
im Alltag gut möglich. Teilweise gehe der Beschwerde
führer auch
s
chwimmen. In der aktuellen Echokardiographie hätten sich stabile Klappenver
hältnisse bei bekannter Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunk
tion
(reduzierte LVEF) und leicht erhöhtem
proBNP
gezeigt. Insgesamt bestehe aufgrund der kardio
logischen Vorgeschichte eine leichtgradige Einschränkung der B
elastungs
fä
higkeit (S. 7, 50).
Der kardiologische Gutachter hielt dafür, dem Beschwerdefüh
rer sei eine wechselbelastende Tätigkeit während 8.5 Stunden täglich zumutbar, wobei aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs eine Ein
schränkung von 20
%
bestehe (S. 52). Dieses Anforderungsprofil gelte seit der letzten Radiofre
que
nz
ablation im Oktober 2018
,
mithin ab Dezember 2018 (S. 54).
4.4
Der
Gastroenterologe
führte aus, bei Status nach
Drogenabusus
(Heroin) und einer Methadonbehandlung bis ungefähr 2011 sei seit 1996 eine chronische Hepatitis C bekannt, welche bei zunehmender
Fibrose
der Leber 2018 erfolgreich medika
mentös behandelt worden sei; mithin sei das Hepatitis C-Virus nicht mehr nach
weisbar. Weitere Probleme aus
gastroenterologischer
Sicht bestünden
nicht
(S.
62).
4.5
Im Rahmen der orthopädischen Abklärung berichtete der Beschwerdeführer über ein kaputtes linkes Kniegelenk sowie eine Taubheit im linken Arm. Der Gutachter hielt fest, die aktuellen Röntgenaufnahmen des linken Kniegelenkes hätten eine fortgeschrittene mediale und mässige
femoropatellare
Gonarthrose mit abge
sunkenem medialem
Tibiaplateau
nach Fraktur gezeigt. Die vom Versicherten beschrie
benen Anlauf- und Belastungsschmerzen am linken Knie seien mit Blick auf den radiologischen Befund nachvollziehbar.
Die am linken Arm angegebene Hypästhesie könne am ehesten einer sensiblen Reizung der linken Wurzel C
6 ent
sprechen. Die Halswirbelsäule sei jedoch reizlos und frei
beweglich gewesen; bei fehlender
Schon- und Fehlhaltung, fehlendem paravertebralem Muskelhartspann,
bei
seitengleich vollständig vorführbaren Handfunktionen sowie einer sehr kräftig demonstrierten groben Kraft in beiden Händen bestünden
indessen
keine Hin
weise auf eine Reizung zervikaler Nervenwurzeln (S. 75 f.). Aus orthopädisch-
traumatologischer
Sicht bestehe
–
abgesehen von den drei Monaten nach opera
tive
r
Versorgung der medialen
Tibiaplateau
-Impressionsfraktur im Mai 2011 sowie von sechs Wochen ab Arthroskopie des linken Kniegelenks im August 2014
–
eine vollständige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges Knien, Hocken oder Treppensteigen sowie
ohne Arbeiten
im Kühlhaus (S. 79).
4.6
Zusammenfassend erachteten die Gutachter aus
interdisziplinäre
r
Sicht
Ein
schränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit von Seiten der Herzerkran
kung sowie für höhere Gewichtsbelastungen aus orthopädischen Gründen für gegeben (S. 9) und eine Arbeitsfähigkeit
in bisheriger oder
für angepasste Tätig
keiten (körperlich leicht bis mittelschwer, wechselbelastend ohne häufiges Knien, Hocken oder Treppenstei
g
en ohne extreme Kälteexposition)
von 80
%
für mög
lich, wobei bei uneingeschränkter Präsenzfähigkeit bedingt durch die Herzinsuf
fizienz das Rendement um 20
%
vermindert sei (S. 10
ff.
).
Hinsichtlich
des
zeitlichen Verlaufs der Leistungsfähigkeit erklärten sie, bei plötz
lichem Herztod (
B
rugada
-Syndrom) und erfolgter Operation
eines
Aortenvitiums
im Januar 2010 habe vom 1
5.
Dezember 2009 bis zum Juni 2010 eine vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bestanden. Ab Juli 2010 sei die Arbeitsfähigkeit mit 80
%
zu beziffern, wobei im Mai 2011 infolge der
Tibiapla
teau-Impressionsfraktur
und deren operativen Revision eine dreimonatige voll
ständige Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar sei. Ebenso sei nach Arthroskopie des linken Kniegelenks im November 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für maximal sechs Wochen erklärbar. Schliesslich habe aus kardialer Sicht infolge von nötigen Ablationen von Oktober bis Dezember 2016 und vom Mai bis November 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit Dezember 2018 sei von der aktuell attestierten 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S.
11
f.).
5.
5.1
Entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers vermag das von der
Y._
angefertigte
Gutachten
(E. 4)
die an eine beweiskräftige Expertise gestellten Anfor
derungen (E. 1.4) vollumfänglich zu erfüllen. Die Gutachter tätigten sorg
fältige, umfassende Abklärungen, berücksichtigten die geklagten Beschwerden und begründeten ihre Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Aus
ei
nandersetzung mit den
Vorakten
. Was der Beschwerdeführer dagegen einwen
det, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. So ist vorab darauf hinzuwei
sen, dass sich die Gutachter
entgegen der in der Beschwerde erhobenen Behaup
tung
(
Urk.
1
S. 17)
ausdrücklich mit der Frage
beschäftigten
, ob
sich
seit der letz
ten, mass
geblichen Verfügung eine Veränderung
des Gesund
heitszustandes des Beschwerdeführers zugetragen
und sich bejahendenfalls
dadurch die Arbeitsfä
higkeit verändert habe (S. 5).
Folgerichtig
nahmen
sie denn
zum zeitlichen
Ver
lauf der Arbeitsfähigkeit
ab Juli 2009 (vgl. hierzu E. 3.1) detailliert und begründet Stellung
(E. 4.6).
5.2
U
nbegründet ist
sodann
die Kritik des Beschwerdeführers, das kardiologische Gutachten vermöge mangels gründlicher Standortbestimmung bei weitem nicht zu genügen
und den kardialen Befunden
sei durch den Gutachter
zu wenig Rech
nung getragen
worden
. Der Beschwerdeführer
übersieht
zum einen, dass dem kardio
logischen Experten die Resultate der T
E
E (
transösophageale
Echokardio
graphie) vom 2
4.
Juni 2020 zur Verfügung standen (
Urk.
5/238/96),
wonach stabile Klappenverhältnisse mit nur minimaler Leckage bestünden (S. 48 f.).
Zum andern
verwies
der Gutachter
namentlich auf die
bekannte Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion und
auf ein leicht erhöhtes
proBNP
(S. 7, 50). Nachdem sich die klinischen Befunde weitgehend unauffällig darstellten (
S.
47 f.),
ist der Vorwurf, die
vom kardiologischen Experten
getätigten Untersuchungen erlaubten es nicht, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hinreichend zu beurteilen (
Urk.
1
S. 12),
nicht gerechtfertigt
.
Es blieb
vom
Gutachter denn auch nicht
uner
kannt
, dass der Beschwerdeführer an
eine
r
Trikuspidalinsuffizienz
leidet
und trotz mehrmaliger Ablationen die Gefahr erneuter
rhythmologischer
Störungen nicht
gänzlich
gebannt ist
(S. 7, 49).
Unter
Berücksichtigung
all
dieser Umstände sowie in Anbetracht dessen, dass dem Beschwerdeführer sportliche Aktivitäten im All
tag möglich sind und er mit regelmässiger
körperlicher Betätigung ver
sucht
, die Situation stabil zu halten (
S.
45, 50),
schloss der Gutachter
auf eine leichtgradige Einschränkung
der Leistungsfähigkeit und
attestierte
unter Beach
tung des Anfor
de
rungs
profils eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
(
S. 5
2
). Das
ist nachvollziehbar und
bietet entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht Anlass, von der gutachterlichen Einschätzung abzuweichen
.
Ferner
vermag der Beschwerdeführer nicht durchzudringen, als er die verschiedenen Teilgutachten hinsichtlich der Anam
nese als wi
dersprüchlich bezeichnet. Die
Ausführungen
hierzu
stammen
ausnahmslos
von ihm
selber, weshalb
Abweichungen diesbezüg
lich
nicht den Gut
achtern
anzulasten
sind
. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass
der Beschwerdeführer
auch gegenüber den
behandelnden Ärzten des
Universitäts
spitals A._
von einer am 2
1.
Januar 2020 erfolgten Schockabgabe
des Defibrillators
beim Skifahren auf der Piste berichtete (
Urk.
5/225/2)
, was sich mit seinen gegenüber dem kardiologischen Gutachter
geschilderten
Aktivitäten (S. 45) in Übereinstim
mung bringen lässt
, während dessen sein beschwerdeweise vorgetragener
Ein
wand, er habe alle seine
sportliche Aktivität bereits vor vielen Jahren aufgegeben (
Urk.
1 S. 11), angesi
chts dessen wenig
überzeugt
.
Wichtige Aspekte, welche
im Rahmen der
kardiologischen
Begutachtung verborgen geblieben wären und Zwei
fel an der gutachterlichen Einschätzung
zu
begründen
vermöchten
,
werden
ent
gegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers in den Ausführungen des behan
delnden Kardi
o
logen
PD
Dr.
Z._
(
Urk.
5/255
; vgl. hierzu auch Urk.
5/265
) nicht
aufgezeigt
.
Dass
dieser
die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers abweichend
von der gutachterlichen Beurteilung einschätzt,
genügt
dafür nicht, zumal er neben reduzierten körperlichen Ressourcen auch solche aus mentaler Sicht
benannte.
Eine Einschränkung der mentalen Belastbarkeit des Beschwerde
führers ist fachärztlich
nicht
ausgewiesen
.
Mithin ist die
von PD
Dr.
Z._
auch
damit
begründete
Einschätzung
in diesem Sinne
fachfremd und
deshalb
nicht geeignet, Zweifel am Gutachten zu
erwecken
.
5.3
Auch was die weiteren Einwendungen des Beschwerdeführers gegen die Beweis
kraft des Gutachtens
anbelangt
, vermag er nicht durchzudringen. Hervorzuheben ist
dabei insbesondere
, dass der kardiologische Gutachter die vom Beschwerde
führer seit
längerer Zeit
ausgeübte Tätigkeit
im Büro
als
letzte Beschäftigung auf
führte (S. 46).
Es war den Gutachtern
denn auch
keineswegs entgangen, dass der Beschwerdeführer aktuell nicht im ersten Arbeitsmarkt tätig war, hielten sie doch hinsichtlich Ressourcen fest, es sei positiv zu bewerten, dass der Versicherte zu 50
%
im geschützten Rahmen arbeite; er scheine sozial und familiär gut integriert zu sein (S. 10
; vgl. auch S. 34, 38, 59, 70 mit diversen Hinweisen auf die
se
Tätig
keit
).
Im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung
führten
die Gut
achter
derweil aus
, Gründe für eine Verwertung der Arbeitsfähigkeit bloss im geschütz
ten Rahmen würden nicht vorliegen (S. 12).
Das ist
–
entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 9 f.)
–
plausibel und nachvollzieh
bar.
Sein
hierzu ergangene
r
Hinweis auf das Urteil 9C_321/2018 vom 1
6.
Oktober 2018
ist
unbehelflich
, war dort doch die Arbeitsfähigkeit
beziehungsweise deren Verwert
barkeit
einer Versicherten zu beurteilen, welche an Geburtsgebrechen litt, wes
halb sie
«überdurchschnittliche Anleitung, eine strukturierte Führung, konstante Hilfestellung sowie Nac
hkont
rollen» benötigte.
Aus den Akten ergeben sich
indes
sen
keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer
zur Umset
zung seines Leistungspotenzials
auf
eine derartige Betreuung
angewiesen wäre
.
Gegen
teils
ist aktenkundig
, dass der Beschwerdeführer ein motivierter, zuverläs
siger und selbständiger Mitarbeiter
sei
, welcher sein Wissen auch gerne an Team
mitglieder weiterg
ebe
, seine A
ufgaben sorgfältig ausführe
und sowohl qualitativ als auch quantitativ gute E
rgebnisse abliefere
(
Urk.
5/175).
Auch der
behandelnde Kardiologe hatte eine Beschäftigung im Büro für möglich gehalten (
Urk.
5/159/2, vgl. auch
Urk.
5/138/2, wonach aus kardialer Sicht keine Ein
schränkung für Büro
arbeit bestehe), was der Einschätzung des vormaligen Haus
arztes entsprach (
Urk.
5/121/7)
und offensichtlich weiterhin
–
wenn auch bloss mit einem Pensum von maximal 40
%
–
Geltu
ng beanspruchen kann (vgl. Urk.
5/255/2).
Wie bereits ausgeführt, sind denn keine
relevanten
Anhaltspunkte für eine Einschränkung aus psychischer (oder mentaler) Sicht greifbar.
Schliess
lich ähnelt die Arbeit in geschützten Werkstätten gemäss
BFS
immer mehr einer «richtigen» Erwerbstätig
keit (vgl. Bundesamt für Statistik > Statistiken finden > Wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung > Gleichstellung von Menschen mit Behinder
ten > Erwerbstätigkeit >
Geschützte Arbeit).
5.4
Nach dem Dargelegten sind die Einwendungen des Beschwerdeführers gegen das Gutachten der
Y._
unbegründet und vermögen keine Zweifel an der Einschät
zung der Gutachter zu
erwecken
.
Damit ist von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
für
dem Anforderungsprofil
(E. 4.6) entsp
rechende Tätigkeiten auszugehen und von weiteren Abklärungen in medizinischer Hinsicht abzusehen.
6.
6.1
Es
bleibt zu prüfen, wie sich die vorgenannte Einschränkung der Leistungsfähig
keit des Beschwerdeführers auf dessen Erwerbsfähigkeit auswirkt.
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
6.3
6.3.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
6.3.2
Die Beschwerdegegnerin
hat sich
für die Festlegung des
Valideneinkommens
von der Annahme leiten lassen, der Beschwerdeführer wäre bei guter Gesundh
eit als Landwirt tätig (
Urk.
5/2
45 in Verbindung mit
Urk.
5/139). Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1999 seine Tätigkeit als Kontrolleur Waren
eingang Agrarprodukte bei der
C._
(
Urk.
5/15) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte (
Urk.
5/15/4), ist mit dem Beschwerdeführer davon auszugehen, dass dieses Arbeitsverhältnis ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (E. 6.3.1). Nicht gefolgt werden kann ihm aber dahingehend, als er
den gemäss Angaben im Arbeitgeberformular im Jahr 2002 erzielbaren Verdienst auf das Jahr 2019 oder gar 2021 hochrechnen will, würde dies doch zu einem Verdienst
(
Fr.
80'758.90 [
Urk.
1 S. 20]: 12 =
Fr.
6'730.--)
führen, welcher gemäss Lohnstrukturerhebung 2018 (LSE 2018, privater Sektor, TA1)
zwischen den von Männern im Kompetenzniveau 4 beziehungsweise im Kompetenzniveau 3 erziel
baren standardisierten Monatslöhnen liegen würde (TA1, Männer, Detailhandel, Kompetenzniveau 4:
Fr.
7'205.--, Kompetenzniveau 3:
Fr.
5'968.--).
Das
wäre
für die Tätigkeit als Kontrolleur Wareneingang offenkundig nicht angemessen. Selbst wenn aber
–
was nicht als adäquat zu betrachten
ist
–
auf den Tabellenwert im Kompetenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten
,
welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) abgestellt würde, ergäbe sich kein renten
begründender Invalidit
ätsgrad (vgl. nachfolgend E. 6.5
).
Unter
vorgenannter
Prä
misse
wäre
damit
das
Valideneinkommen
im Jahr 2018 mit F
r.
74'839.--
zu beziffern (TA1, Kompetenznive
au 3, Männer, Detailhandel: Fr.
5'968.-- x
12 :
40
x 41.8 [BFS, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilung,
Tabelle T03.02 2004-2020]
)
.
6.4
6.4.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
6.4.2
Der Beschwerdeführer schöpft seine Restarbeitsfähigkeit offensichtlich nicht aus (E. 5.4), weshalb für die Berechnung des Invalideneinkommens auf einen statis
tischen Tabellenlohn
(LSE 2018)
abzustellen ist. Die Beschwerdegegnerin hat hierfür
zu Gunsten des Beschwerdeführers
auf den Zentralwert für von Männ
ern verrichtete Hilfsarbeiten, Kompetenzn
iveau 1
,
abgestellt
, auch
wenn
die Tätigkeit in der Datenverarbeitung, wie sie der Beschwerdeführer aktuell ausübt,
vom Kompetenzniveau
2
erfasst würde. Nachdem auch dies einen Rentenanspruch nicht zu begründen vermag, ist die Festsetzung des Invalideneinkommens nicht
weiter zu beanstanden.
Damit ist der Berechnung des Invaliditätsgrades das
von der Beschwerdegegnerin errechnete Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 54'213.-- zugrunde zu legen (
Fr.
5'417.-- x
12 :
40 x 41.7 x 0.8
;
Urk.
5/245
).
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt bloss unterdurchschnittlich verwerten könn
t
e, sind nicht aktenkun
dig. Weder rechtfertigt sich
bei ganztägiger Präsenzfähigkeit mit vermehrtem Pausenbedarf ein Abzug
(Urteil des Bundesgerichts 8C
_366/2013 vom 1
8.
Juni 2013, E. 4.3)
, noch dürfen Beschwerden, welche bereits beim Anforderungsprofil respektive
bei der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit
Berücksich
tigung
gefunden haben
, erneut als leistungsmindernd einfliessen
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 146 V 16 E. 4.1)
.
6.5
Der Vergleich von
unter diesen Prämissen ermittelte
m
Validen
- (
Fr.
74'839.--)
und
Invalideneinkommen (
Fr.
54’213
.--) führt zu einer Erwerb
seinbusse von Fr.
2
0’626
.-- und damit zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund
2
8
%
.
Auch wenn
–
was sich vorliegend indes nicht rechtfertigt
–
wie vom Beschwerde
führer gefordert (
Urk.
1 S. 19), ein Abzug von zumindest 15
%
zugelassen und das Invalideneinkommen auf
Fr.
46'081.-- festgesetzt würde, änderte dies nichts am Ergebnis eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades (
Fr.
74'839.--
- Fr. 46’081.-- = Fr. 28'758.--
; Invaliditätsgrad rund 38
%.)
7.
7.1
Soweit der Beschwerdeführer einwendet, er sei bereits mehr als 55 Jahre alt, weshalb er unter den besonders geschützten
Bezügerkreis
falle, ist ihm zu folgen (BGE 145 V 209 E. 5.1). Unzutreffend ist demgegenüber
sein
Vorwurf, die Beschwerdegegnerin
sei zu Unrecht davon ausgegangen, er habe auf Eingli
ede
rungsmassnahmen verzichtet;
die Renteneinstellung
sei daher
zu früh erfolgt (
Urk.
1 S. 18).
Nachdem dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 1
4.
Februar 2017 die Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente angezeigt worden war (
Urk.
5/141), leitete die Beschwerdegegnerin berufliche Massnahmen im Sinne einer Arbeitsvermittlung ein (
Urk.
5/173)
. Mit Schreiben vom 2
6.
Februar 2018 liess der Beschwerdeführer erklären, seine derzeitige Tätigkeit im sekundären Arbeitsmarkt zu 40-50
%
sei als Eingliederungsmassnahme zu betrachten, wes
halb
ihm
die
von der Beschwerdegegnerin verlangte Arbeitsvermittlung
nicht zumutbar sei. Vielmehr beantrage er die Unterstützung bei der E
rhaltung des b
ishe
rigen Arbeitsplatzes i
m sekundären Arbeitsmarkt (Urk.
5/176)
.
Der
nachfol
genden
Aufforderung der Beschwerdegegnerin zur Wahrnehmung der Mit
wirkungspflicht vom
6.
März 2018 (
Urk.
5/178) kam der Beschwerdeführer unter
neuerlichem
Hinweis darauf, es sei ihm nicht zumutbar, die bisherige Tätig
keit im sekundären Arbeitsmarkt aufzugeben (
Urk.
5/181) beziehungsweise parallel zur bisherigen Tätigkeit an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (
Urk.
5/181)
, nicht nach
. Mit Mitteilung vom 2
8.
März 2018 schloss die Beschwer
degegnerin die beruflichen Massnahmen
daher
mangels
vom Beschwerdeführer
unterzeichneter Bereits
chaftserklärung ab (
Urk.
5/185). Hieran hielt sie mit Ver
fügung vom 2
1.
Juni 2018 fest (
Urk.
5/200).
Im Rahmen der dagegen erhobenen Beschwerde bekräftigte der Beschwerdeführer, es sei ihm nicht zumutbar, zuguns
ten einer «Arbeitsvermittlung Plus» seine bisherige Beschäftigung im zweiten Arbeitsmarkt aufzugeben (
Urk.
5/206/11).
M
it Urteil vom
5.
Dezember 20
1
9
hob das hiesige Gericht (auch)
die angefochtene Verfügung zufolge nicht abschlies
send geklärten medizinischen Sachverhalts
auf
(
Urk.
5/219)
. Nach Vorliegen des von ihr bei der
Y._
eingeholten Gutachtens forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Schreiben vom
6.
Januar 2021 auf, die Bereitschafts
erklärung zur Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen zu unterzeichnen und bis am 2
4.
Februar 2021 zu retournieren (
Urk.
5/239).
Mit Mailnachricht vom 1
1.
Januar 2021 ersuchte die damalige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers um Einsicht in die neu eingegangenen Akten (
Urk.
5/240) und hielt mit Schreiben vom
1.
Februar 2021 fest, es sei mit Erstaunen festzustellen, dass der Beschwer
deführer nunmehr zu 80
%
arbeitsfähig sein sollte. Weil er zu 50
%
im sekun
dären Arbeitsmarkt beschäftigt sei, werde auf die Unterzeichnung verzichtet. Zugleich erneuerte die Rechtsvertreterin ihr Akteneinsichtsgesuch (
Urk.
5/242). Am 1
5.
Februar 2021 machte ihr die Beschwerdegegnerin die Akten zugänglich (
Urk.
5/243), woraufhin die Rechtsvertreterin am
5.
März 2021
wissen liess, die Prüfung des umfangreichen Gutachtens nehme noch etwas Zeit in Anspruch, bevor eine ergänzende Stellungnahme eingereicht werden könne (
Urk.
5/244).
Mit Verfügung vom 1
5.
März 2021 stellte die Beschwerdegegnerin die Rente des Beschwerdeführers ein (
Urk.
2).
7.2
Unstreitig ist der Beschwerdeführer der ihm mit Schreiben vom
6.
Januar 2021 angesetzten Frist
, bis zu welcher er seinen Willen zur
Durchführung von
Einglie
derungsmassnahmen
hätte kundtun sollen,
nicht nachgekommen.
Gegenteils erneuerte er die bereits im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
mehrfach vorge
tragene Argumentation, er sei bereits im zweiten Arbeitsmarkt tätig, weshalb auf eine Unterzeichnung verzichtet werde.
Soweit der Beschwerdeführer nunmehr vortragen lässt, er habe sich mangels Kenntnis des von der
Y._
erstellten Gut
achtens nicht zu Eingliederungsmassnahmen äussern können (
Urk.
1 S. 18), geht sein Einwand fehl.
Es stand ihm
im Rahmen der Unterzeichnung der Bereit
schaftserklärung
ausdrücklich offen
,
anzugeben, in welchem Umfang er sich für
eingliederungsfähig erachtete
. Ebenso hätte er sich zum
–
seines Erachtens richtigen
–
Anforderungsprofil äussern können
(U
rk.
5/239/3).
Indem er ohne
Wei
teres
sowie in Kenntnis der
Säumnis
folgen
die Frist verstreichen liess,
hat die Beschwerdegegnerin zu Recht eine Bereitschaft an Eingliederungsmassnahmen verneint.
Abgesehen davon ist aus dem Vorstehenden eine
überzeugende Bereitschaft
des Beschwerdeführers
zur Teilnahme an beruflichen Eingliederungsvorkehren
nicht abzuleiten
. Wenn auch berufliche M
assnahme
n unter anderem dazu dienen, subjektive Eingliederungshindernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung der versicherten Person zu beseitigen, so bedarf es auch
diesfalls
eines Eingliede
rungswillens
beziehungsweise einer entsprechenden Motivation der versicherten Person (Urteil des Bundesgerichts 9
C
_84/2021 vom
2.
August 2021 E. 3.2
.
2).
H
ieran fehlt
es offenkundig.
Entgegen de
s
im
vormaligen Beschwerdeverfahren
vom Beschwerdeführer Vorgetragenen (siehe dessen Hinweis auf IV.2016.01199
;
Urk.
5/206/19
) drängten sich
Massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung
respektive zur Gewöhnung an den Arbeitsprozess
nach mehrjäh
riger Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Stiftung
B._
jedenfalls nicht
auf
. E
ine
Umschulung käme mit Blick auf das Alter des Beschwerdeführers
ohnehin
nicht in Frage.
Bliebe damit einzig
die von der Beschwerdegegnerin ins Auge gefasste Ar
beitsvermittlung,
deren geforderte Umsetzung
angesichts des vom Beschwerdeführer
vormals
erzielten Einkommens
von
Fr.
20
0.--
monatlich (
Urk.
5/267) nicht als unzumutbar bezeichnet werden kann.
Im Übrigen ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit
im Bereich der Datenverarbeitung/Digitalisierung
nicht mittels Eigenanstrengung auszu
schöpfen und erwerblich zu verwerten in der Lage sein soll, wurde er doch bereits früher als sehr motiviert, zuverlässig und selbständiger Mitarbeiter bezeich
net (
Urk.
5/175), w
as angesichts der Lohnerhöhung
wohl nach wie vor
Gültigkeit beanspruchen
dürfte (
Urk.
5/267).
7.3
Zusammenfassend besteht mangels fristwahrender Einwilligung für Eingliede
rungsmassnahmen
im Rahmen des Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens
sowie
ferner auch
zufolge fehlenden subjektiven Eingliederungswillens kein Anspruch auf Massnahmen der beruflichen Eingliederung.
8.
Mit angefochtener Verfügung vom
4.
November 2021 wurde die bisherige Rente des Beschwerdeführers auf Ende Dezember 2021 aufgehoben (
Urk.
2,
Urk.
1 S. 2).
Das ist nach dem Dargelegten (E. 6.5 und 7) nicht zu beanstanden.
Soweit die Beschwerdegegnerin gestützt auf ihre Verfügung vom 2
5.
Juni 2018 (auch) die Herabsetzung auf eine halbe Rente bestätigt sieht (
Urk.
4), geht sie fehl.
Der Zeitpunkt der Rentenherabsetzung von Juni 2018 fiel in eine Phase von
Rezidiven
des Vorhofflatterns, was mehrere Ablationen zur Folge hatte und gemäss Gutachtern von Mai bis November 2018 zu einer vollständigen Arbeits
unfähigkeit in jeglicher Tätigkeit führte (E. 4.6,
Urk.
5/238 S. 49 ff.).
Die mit Urteil des hiesigen Gerichts vom
5.
Dezember 2019 (
Urk.
5/219) aufgehobene Verfü
gung vom 2
5.
Juni 2018 (
Urk.
5/205)
, wonach dem Beschwerdeführer eine ange
passte Tätigkeit zu 50
%
zumutbar sei (
Urk.
5/201),
lässt sich mithin nicht bestätigen
, weshalb bis zum Dezember 2021 Anspruch auf eine ganze Rente der Inva
lidenversicherung besteht.
Darüber hinaus besteht mangels rentenbegrün
denden Invaliditätsgrad
es
kein Rentenanspruch mehr.
Das führt
unter der Feststellung, dass bis zum 3
1.
Dezember 2021 Anspruch auf eine ganze Rente besteht
,
zur Abweisung der Beschwerde.
9.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
800.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).