Decision ID: 86626052-ad4c-4041-ac70-faa4cd6811cb
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1946, war im Rahmen seiner beruflichen Tätig
keit für die
B._
AG
bzw.
ab dem Jahr 2002 die
C._
stets
bei der Pensionskasse der
A._
AG
(nachfolgend: Pensionskasse)
vorsor
geversichert
. Mit Schreiben vom
6.
Juni 2006 meldete er
Y._
, die seit
dem
Jahr 1996 mit ihm im gemeinsamen
Haushalt leb
t,
bei
der Pensions
kasse
als Empfängerin
einer
Lebenspartnerrente
gemäss
Art.
14
des
R
eglements
, Stand
1.
Januar 2006 (
Urk.
9/1 S. 15)
an. Er wies
auf seine Unterhaltspflicht gegenüber seiner
Exfrau
hin
und
e
rsuchte
darum, ihm zu bestätigen,
dass
seine
Lebenspartnerin
im Falle seines Todes
die Differenz zwischen dem
der Exfrau zustehenden
Betrag
und der Todesfall-
Ehegattenrente zu gute habe (
Urk.
2/2). Die Pensionskasse stellte ihm
vorab
(
Urk.
2/3)
einen Lebenspartnervertrag zu
,
den
er und seine Lebenspartnerin
am 11. Juli 2006 unterzeichneten (
Urk.
2/4).
Den Erhalt des Vertrages
bestätigte die Pensionskasse
dem Versicherten
mit Schreiben vom 1
4.
J
uli 200
6.
Darin hielt sie zudem
nach Rücksprache mit ihrem Versiche
rungsexperten
z
um Anspruch der Lebenspartnerin
fest: «Anspruch auf eine volle Witwenrente sofern die im Reglement definierten Bestimmungen erfüllt sind» (
Urk.
2/6).
Seit
1.
Januar 2010 bezieht
der Versicherte
eine Altersrente der
Pensionskasse
(zum Ganzen:
vgl.
U
rk.
1 S. 2 f.,
Urk.
8
Rz
5-8
und
Urk.
17
Rz
9
)
.
Das Reglement der Pensionskasse wurde per
1.
Januar 2021 revidiert. In
Ziff.
5 des
Newsletter
s
vom September 2020
wurde
zu
Art.
12
des
revidierten
Reglements
festgehalten
: «Bei Todesfall eines Mitarbeiters erhält die Partnerin bei eingetra
genem Unterstützungsvertrag eine lebenslange W
itwenrente. Bei Todesfall nach Rentenantritt besteht aber kein A
n
spruch auf eine solche Witwenrente. Dies ist keine Änderung zum bisherigen Reglement, wurde aber oft übersehen»
(
Urk.
2
/
7
).
In der Folge verlangte der Versicherte von der Pensionskasse
wiederholt
eine Bestätigung, dass seine Lebenspartnerin im Falle seines Todes eine Rente erhalten würde, was
die Pensionskasse
indessen
ablehnte (vgl. U
rk. 2/8-12
; zum Ganzen:
vgl.
Urk.
1 S. 3 und
Urk.
8
Rz
9-15
).
2.
Mit Eingabe vom 2
4.
Februar 2021
(
Urk.
1; Beilagen
Urk.
2/1-12)
erhoben
X._
und
Y._
, vertreten durch
Z._
,
eine Feststellungsklage gegen die Pensionskasse
mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 1): «Es sei gerichtlich die Verletzung des Willkürverbots und des Gleichheits
gebots in der Anwendung von
Art.
20a BVG durch die Beklagte festzustellen. Ebenso sei der Anspruch der Klägerin auf sämtliche Rentenleistungen, wie sie einem
hinterbliebenen
Ehegatten reglementarisch geschuldet seien, gerichtlich festzustellen.
Dies zulasten der Pensionskasse der Firma
A._
AG
»
.
Die
Pensionskasse
beantragte mit Klageantwort vom 17. Mai 2021
(
Urk.
8; Beilagen
Urk.
9/1-2) auf die Klage sei nicht ein
zu
treten, eventualiter sei diese vollumfäng
lich abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kläger (
Urk.
8 S. 2). Mit V
erfügung vom 19.
Mai 2021 ordnete das Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich einen zweiten Schriftenwechsel an (
Urk.
10). In der Replik vom 2
3.
Juni 2021 (
Urk.
12; Beilage
Urk.
13) und in der Duplik vom 2
8.
September 2021 (
Urk.
17; Beilagen
Urk.
18/1-2) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. Die Duplik wurde den Klägern mit Verfügung vom 8. Oktober 2021 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
19).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
73
Abs.
3 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlas
senen- und Invalidenvorsorge (BVG) bestimmt sich der Gerichtsstand nach dem schweizerischen Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder dem Ort des Betriebes, bei dem der Versicherte angestellt worden war, wobei die klagende Partei den Gerichtsstand wählen kann (BGE 133 V 488 E. 2.1 mit Hinweis).
Da die Beklagte ihren Sitz in Zürich hat (vgl. Eintrag unter www.zefix.ch), ist das angerufene Gericht örtlich und gestützt auf
§
2
Abs.
2
lit
. a des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) sachlich zuständig.
1.2
Das berufsvorsorgerechtliche Verfahren nach
Art.
73 BVG ist einfach, rasch und in der Regel kostenlos; das Gericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (
Art.
73
Abs.
2 BVG). Der Untersuchungsgrundsatz betrifft den rechtserheblichen Sachverhalt und verpflichtet das Gericht gegebenenfalls zur Erhebung der not
wendigen Beweise. Er wird zurückgedrängt durch die Mitwirkungspflicht der Parteien,
namentlich
wenn diese anwaltlich vertreten sind. Dazu gehört in erster Linie die
Substanziierungspflicht
, welche besagt, dass die wesentlichen Tatsa
chenbehauptungen und -
bestreitungen
in den Rechtsschriften enthalten sein müssen (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_711/2017 vom
4.
Juli 2018 E. 3.1.1 mit Hinweis insbesonde
re auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3).
1.3
Nach
Art.
20a
Abs.
1 BVG kann die Vorsorgeeinrichtung in ihrem Reglement neben den Anspruchsberechtigten nach den
Art.
19 (überlebender Ehegatte), 19a (eingetragene Partnerinnen oder Partner) und 20 (Waisen) begünstigte Personen für die
Hinterlassenenleistungen
vorsehen,
unter anderem
natürliche Personen, die vom Versicherten in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, die mit diesem in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununter
brochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer
Kinder aufkommen muss (
lit
. a).
Gemäss konstanter Rechtsprechung muss e
ine Vorsorgeeinrichtung nicht alle der in
Art.
20a
Abs.
1
lit
. a BVG aufgezählten Personen begünstigen und kann den Kreis der Anspruchsberechtigten enger fassen als im Gesetz umschrieben. Insbe
sondere ist sie befugt, von einem restriktiveren Begriff der Lebensgemeinschaft auszugehen. Denn die Begünstigung der in
Art.
20a
Abs.
1 BVG genannten Personen gehört zur weitergehenden bzw. überobligatorischen beruflichen Vor
sorge (
Art.
49
Abs.
2
Ziff.
3 BVG und
Art.
89a
Abs.
6
Ziff.
3
des
Schweizerische
n
Zivilgesetzbuch
es,
ZGB
). Die Vorsorgeeinrichtungen sind somit frei zu bestim
men, ob sie überhaupt und für welche dieser Personen sie
Hinterlassenenleis
tungen
vorsehen wollen. Zwingend zu beachten sind lediglich die in
lit
. a-c von
Art.
20a
Abs.
1 BVG aufgeführten Personenkategorien sowie die Kaskadenfolge. Umso mehr muss es den Vorsorgeeinrichtungen daher grundsätzlich erlaubt sein,
etwa aus Gründen der Rechtssicherheit (Beweis anspruchsbegründender Umstände) oder auch im Hinblick auf die Finanzierbarkeit der Leistungen, den Kreis der zu begünstigenden Personen enger zu fassen als im Gesetz umschrieben (
Urteil des Bundesgerichts 9C_784/2019 vom 1
3.
Mai 2020 E. 2.1
unter anderem
mit Hinweis
auf BGE 144 V 327 E. 1.1).
2.
2.1
Umstritten ist, ob die Klägerin bei Ableben des Klägers gegenüber der Beklagten Anspruch auf eine
Lebenspartnerrente
hat
.
Im Reglement, Stand
vom
1.
Januar 2006, lautete
Art.
14
zur
Lebenspartnerrente wie folgt
(vgl.
Urk.
9/1 S. 15)
:
1.
Hatte ein unverheirateter Versicherter mit einem unverheirateten nicht verwandten Lebens
partner bis zu seinem Tod mindestens 5 Jahre nachweisbar ununterbrochen im gleichen Haushalt gelebt und wurde dieser vom Versich
erten unterhalten oder in wesentliche
m
Umfang unterstützt, so hat der Lebenspartner Anspruch auf die gleichen Leistungen wie ein überlebender Ehegatte, sofern diese Partnerschaft in Form eines Unterstützungsvertrages der Verwaltung
schriftlich gemeldet worden war
.
2.
Der Verwaltung muss spätestens drei Monate nach dem Tod des Versicherten ein schrift
liches Gesuch für Leistungen eingereicht werden. Die Bestimmungen gemäss
Art.
13
Abs.
1,
2,
3 und 4 gelten sinngemäss, wobei die Abfindung gemäss
Art.
13
Abs.
4 nur bei Heirat gilt. Lebenspartner von verheirateten Versicherten und Rentenbezügern haben keinen Anspruch auf eine Lebenspartnerrente. Der Stiftungsrat kann ergänzende Bestimmungen erlassen.
Die
von den Kläger
n
eingereichten,
ergänzenden Bestimmungen
s
a
hen in
Art.
3
(bestätigt in
Art.
4)
Folgendes
vor (vgl.
Urk.
2/5):
4.
Im Todesfall eines Bezügers einer Alters- oder Invalidenrente besteht Anspruch auf eine Lebenspartnerrente, falls die Voraussetzungen gemäss
Art.
14 des Reglements und der vor
liegenden Bestimmungen zum Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzahlung erfüllt sind.
2.2
Im
ab
1.
Januar 2021 gültigen Reglement ist die Lebenspartnerrente in
Art.
12 geregelt. Die relevanten Absätze
laute
n
(vgl.
Urk.
9/2 S. 16):
1.
Hatte ein unverheirateter Versicherter oder ein Invalidenrentner mit einem unverheirateten nicht verwandten Lebenspartner bis zu seinem Tod (vor Altersrentenbeginn) mindestens 5 Jahre nachweisbar ununterbrochen im gleichen Haushalt gelebt und wurde dieser vom Ver
sicherten oder dem
Invalidenrenter
unterhalten oder in wesentlichem Umfang unterstützt, so hat der Lebenspartner Anspruch auf die gleichen Leistungen wie ein überlebender Ehe
gatte, sofern diese Partnerschaft in Form eines Unterstützungsvertrages der Verwaltung schriftlich gemeldet worden war.
[...]
4.
Lebenspartner von Altersrentenbezügern (Tod des Altersrentenbezügers) haben keinen Anspruch auf eine Lebenspartnerrente. Der Stiftungsrat kann ergänzende Bestimmungen erlassen.
2.3
Die Kläger
machte
n
in der K
lage
schrift geltend
,
Art.
14 des
früheren
Reglements
sei als Teil des Vorsorgevertrags unter Berücksichtigung des Vertrauensprinzips, des Grundsatzes in
dubio
contra
stipulatorem
und von Art. 33 des
Bundesgesetz
es
über den Versicherungsvertrag (VVG)
auszulegen. Nach
Abs.
1
habe die Klägerin
auch
bei Ableben des
Klägers
erst im Rentenalter Anspruch auf eine Hinter
bliebenenrente
. Dafür sprächen
ebenso
Art.
3
Abs.
3 und 4 der
mit dem Unter
stützungsvertrag zugestellten
ergänzenden Bestimmungen
. Die Bedeutung von
Art.
14
Abs.
2
des alten Reglements
sei unklar;
möglicherweise
soll
t
en mit Ver
heirateten oder Rentnern «eingegangene» Lebenspartnerschaften keine Ansprüche generieren. Inwieweit die Beklagte mit Schreiben vom
14.
Juli 2006 eine Erklä
rung abgegeben habe, sei vom Gericht zu prüfen.
Der
vertraglich zugesicherte Rentenanspruch sei ein wohlerworbenes Recht
. Es gehe um den Kern des Vertra
ges
,
der
nur aus schwerwiegenden Gründen
,
wie
etwa
höherer Gewalt
,
geändert werden
dürfe
. Als Richtschnur gelte,
dass
die Rechte des Versicherten nur soweit beschränkt werden
dürften
, als dies für die sachgerechte Durchführung des Vorsor
geverhältnisses erforderlich sei.
Es gehe
um die Existenzsicherung
des
hin
ter
bliebenen
Partners
. Die B
eklagte
habe sich
die Prüfung d
er Situation ja vor
behal
ten
. M
an habe sich das Lebensmodell
im Hinblick auf diese
Zusicherung einge
richtet
. Einzig dieses zu benachteiligen,
verletze
zudem
das Gleichheitsgebot (vgl.
Urk.
1 S. 3-5).
In der Replik ergänzten sie,
sollten die ergänzenden Bestimmung
en
nur ausge
wählten Mitarbeitern zugestellt worden sei, wäre darin eine Zusicherung zu erblicken (
Urk.
12 S. 2). D
ie zahlreichen
Verweis
e
auf das Reglement
bezögen sich
jeweils
auf die
Konkubinatsdauer
und Unterstützung (
Urk.
12 zu
Rz
8).
Zudem
gehörten Rentner nach dem Verständnis eines Durchschnittskunden
auch zur
Gemeinschaft der Versicherten. Im
alten
Reglement
finde sich keine
abweichende
Definition
(
Urk.
12 zu
Rz
13).
Anwartschaftlich
sei
bei
«
gleichen Leistungen wie ein überlebender Ehegatte
»
allein
die Höhe des vertraglichen Rentenanspruchs. Die
beklagtischen
Hinweise auf das neue
Reglement sowie
veraltete
Literatur und Rechtsprechung
seien
unbehelflich
(
Urk.
12 zu
Rz
15). Ein Bezug zum
U
rteil
betreffend
Todesfallkapital sei nicht ersichtlich (
Urk.
12 zu
Rz
23).
Ob
Regle
ments
änderung
oder nicht, d
ie
Umformulierung
h
abe
das Verständnis des Deckungs
umfangs
erheblich
verändert
(
Urk.
12 zu
Rz
26). Wenn das Bundes
gericht das Vertrauensprinzip anspreche, sei auch die Annahme der Versi
chertengemeinschaft gemeint, dass ihre materielle Sicherheit im Alter der Vorsorge
versicher
ung ein ernsthaftes Anliegen sei, dem sie
ihre Gestal
tungsfr
ei
heit
unter
ordne. Dieses Vertrauen habe die Beklagte mit der
Reglementsänderung
miss
braucht bzw. willkürlich gehandelt (
Urk.
12 zu
Rz
28).
Die Kläger schlussfolgerten in
ihren
Rechtsschriften, a
llein schon die verringerte Lebensqualität aufgrund der aus heiterem Himmel erfolgten Erklärung der Beklagten, dass der als sicher betrachtete Anspruch nicht bestehe, begründe ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellungsklage (vgl.
Urk.
12 S. 3). Darüber hinaus werde die Klägerin mit Blick auf
das Urteil des Bundesgerichts 4A_414/2012 vom 1
6.
Januar 2015 nach dem Tod des Klägers mit einer reduzier
ten AHV-Rente und ohne eigene BVG-Leistungen auskommen müssen und daher kaum in der Lage sein,
um
um
das ihr zustehende Recht zu prozessieren. Ferner sei ein unbestimmt grosser Teil der Versicherten betroffen, die teilweise wohl keine Kenntnis vom ihnen entstehenden Nachteil hätten (vgl.
Urk.
1 S. 2).
2.4
Die Beklagte
argumentierte in der Klageantwort
,
Art.
20a
Abs.
1 BV
G sei
nur
eine Kann-Vorschrift und b
ei
Hinterlassenenleistungen
sei
mangels gegenteiliger Über
gangsbestimmungen
ohnehin
das im Zeitpunkt des Todes des Versicherten in Kraft stehende Reglement
massgebend.
Dennoch sei festzuhalten, dass d
ie aktuell
e
Regel mit Blick auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2011 vom 15. Februar 2012
zulässig sei
.
Die Ausrichtung e
iner Lebenspartnerrente nach
Beginn der
Alter
srente
müsste
im Reglement
unter Berücksichtigung der Finan
zierung explizit
geregelt sein, was
nicht der Fa
ll sei. Darüber hinaus sei die Regel
sachlich gerechtfertigt, da bei Lebenspartnern die AHV-Renten nicht plafoniert würden und es sich um eine überobligatorische Leistung handle, die ohne Beitragserhöhung finanziert werde.
Reglementarisch würden Mitarbeiter als «Ver
sicherte» und Renten beziehende Personen als «Rentner»
bzw.
«Rentenbezüger
»
bezeichnet. Der Grundsatz der Gleichbehandlung beziehe sich nur auf die Versi
cherten innerhalb des Kollektivs.
Ein diesbezüglicher Verstoss sei nicht dargetan. Schliesslich seien keine Ansprüche zugesichert worden
.
Im
Schreiben vom 14. Juli 2006 wie auch im Unterstützungsvertrag (
nur
zwischen den Klägern) und den angeblich zugestellten Ergänzungsbestimmungen
sei
auf die klaren
Regle
mentsbestimmungen
hingewiesen worden
.
Mit der Revision per 1. Januar 2021 habe sich
dies
bezüglich materiell nichts geändert. Ohnehin
aber
seien
anwart
schaftliche
Leistungen vor einer
(auch künftigen)
Revision des Reglements
nicht gesch
ützt (vgl.
Urk.
8
Rz
13, 21-26 und 28).
In der Duplik ergänzte
sie
, es
sei
nicht
ersichtlich, ob bzw. wann die
angeblich zugestellten Ergänzungsbestimmungen
erstellt oder vom Stiftungsrat genehmigt worden seien. Diese würden weder in den Protokollen der Jahre 2005 bis 2012 noch im Stiftungsratsbeschluss zur aktuellen
R
evision erwähnt. Zudem seien
alle
ergänzenden Bestimmungen mit Stiftungsratsbeschluss vom 1
4.
Januar 2021 aufgehoben worden.
Die Ergänzungsbestimmungen hätten so oder anders
keine Gültigkeit
.
Im Übrigen gehe daraus
auch keine unabänderliche Zusicherung hervor, wie sie nötig wäre, damit aus einer über die zwingenden
Normen
hinaus
gehenden Leistung ein wohlerworbenes R
echt würde
(vgl.
Urk.
17
Rz
9-12 und 17).
Des W
eitere
n könne aus dem Hinweis im Newsletter nicht abgeleitet werden, die Bestimmung sei unklar (vgl.
Urk.
17
Rz
15).
Dass das Alterskapital bei Bezug einer Altersrente schrittweise aufgezehrt werde, rechtfertige es
schliesslich ent
sprechend der Rechtsprechung zum
Todesfallkapital, dass nach Eintritt des Rentenalters keine Lebenspartnerrente mehr fällig werde
n
könne (vgl.
Urk.
17
Rz
18). Pauschal, unsachlich und nicht belegt seien die Behauptungen, wonach sie willkürlich gehandelt habe (vgl.
Urk.
17
Rz
21).
In beiden Rechtsschriften stellte die Beklagte
zudem
ein schutzwürdiges Interesse an
der
Feststellungsklage in Abrede. Sie führte aus,
das kantonale Verfahren im Bereich der beruflichen Vorsorge sei in der Regel kostenlos
und es
könne ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beantragt oder eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden. Unbeachtlich sei die Betroffenheit anderer Versicherter, da es eines konkreten und individuellen Interesses der Kläger bedürfe. Aus dem
von den Klägern
zitierten Bundesgerichtsurteil, dem ein völlig anderer Sachver
halt zugrunde liege, könne nichts abgeleitet werden
.
Ohnehin aber sei die Rechts
lage im Zeitpunkt des Todes des Klägers noch nicht bekannt, weshalb der Anspruch der Klägerin gar nicht abschliessend geprüft werden könne und es an einem unmittelbaren und aktuellen Interesse fehle. Gemäss Urteil des Bundes
gerichts B30/98 vom 29. September 1998 bestünden
genügend rechtliche Instru
mente, um auch so für eine geordnete Nachlassplanung zu sorgen (vgl.
Urk.
8
Rz
18-20 und 27). Der Nachweis eines Feststellungsinteresses gelinge nur, wenn eine Ungewissheit, Unsicherheit oder Gefährdung der Rechtsstellung bejaht werden könne, die so stark sei, dass
deren Fortdauer
als unzumutbar erkannt werde, weil die klagende Person dadurch in ihrem Handeln bzw. ihren Entscheidungen behindert werde, und die Rechtsungewissheit nicht auf andere Weise behoben werden könne.
Die
pauschale Behauptung zur Verringerung der Lebensqualität
genüge somit
nicht (vgl.
Urk.
17
Rz
13
und 22
).
3
.
3.1
Wird im Verfahren nach
Art.
73
Abs.
1 BVG ein Feststellungsbegehren gestellt, kann diesbezüglich ein Rechtsschutzinteresse nur bejaht werden, wenn die klagende Partei ein schutzwürdiges (unmittelbares und aktuelles) Interesse recht
licher oder tatsächlicher Natur an der verlangten Feststellung hat, dass bestimmte Rechte oder Pflichten bestehen oder nicht bestehen. Daran fehlt es namentlich dann, wenn das Rechtsschutzinteresse der klagenden Partei durch einen rechts
gestaltenden Entscheid gewahrt werden kann (
Urteil des Bundesgerichts 9C_938/2015, 9C_944/2015 vom
7.
Juli 2016 E. 3.2 mit Hinweis auf
BGE 128 V 41 E. 3a
und
BGE 135 III 378 E. 2.2
).
3.2
Bezüglich zukünftiger Leistungen wird das Bestehen eines schutzwürdigen Interesses anerkannt, wenn der Rechtsunterworfene wegen der Unkenntnis seiner Rechte und P
flichten dazu neigen würde, Verfügungen zu treffen oder im Gegen
teil darauf
zu verzich
t
en mit der Gefahr, dadurch einen N
achteil zu erleiden. All
gemeiner formuliert wird der Richter ein Interesse an einer Klage berücksichtigen, wenn Ungewissheit über Rechtsbeziehungen der Parteien besteht und die richter
liche Feststellung über das Bestehen des Gegenstands des Verhältnisses sie behe
ben könn
t
e. Indessen genügt nicht jede Ungewissheit. Vielmehr ist erforderlich, dass ihre Fortdauer den Kläger hindert,
wichtige
Entscheidungen zu treffen, und ihm diese Ungewissheit deshalb unzumutbar ist (vgl. BGE 137 V 105 E. 1.1 mit weiteren Hinweisen =
Pra
100 [2011] Nr. 110).
4
.
4
.1
Im Rahme
n einer späteren Leistungsklage allenfalls
anfallende
Prozesskosten, der
durch die Ungewissheit
beeinträchtigte Lebensgenuss
w
ie auch die
mögliche
Betroffenheit einer Vielzahl von
Versicherten
vermögen entgegen der Ansicht der Kläger aus den von der Beklagten bereits ausführlich dargelegten
Gründen kein
unmittelbares und aktuelles
Rechtsschutzinteresse
an der vorliegenden Feststel
lungsklage
zu begründen
.
Die
Kläger versäumten es insoweit
zu erörtern
, inwie
fern ein Feststellungsurteil Konsequenzen für ihr H
andeln hätte, vorab
welche
Vorkehr
en sie treffen/unterlassen würden
, sollte ein Anspruch der Klägerin auf künftige Leistungen der Beklagten verneint
/bejaht
werden.
4
.2
Wie von der Beklagten moniert, erachtete
das Bundesgericht im Jahr 1998
sodann
ein Feststellungsinteresse
selbst dann
als nicht gegeben
, als es um die Nachlass
planung ging und die Ehefrau wissen wollte,
ob ihr ein Anspruch auf Witwen
rente zustehen würde. Das höchste Gericht wies
damals
darauf hin, dass ein möglicher Anspruch auf eine Witwenrente erst im Zeitpunkt des allfälligen Vor
versterbens des Ehemannes entstehen könne und dass den Eheleuten die recht
lichen Instrumente zur Verfügung stünden, die es ihnen auch ohne Feststellungs
urteil erlaubten, für eine geordnete Nachlassplanung zu sorgen. Dazu komme, dass auch nicht feststehe, ob das Reglement des Jahres 1992 bei einem eventu
ellen Eintritt des Versiche
rungsfalls noch in Kraft stehe.
Der Entscheid
erfuhr Kritik von
R
iemer
, der darauf hinwies, dass die Nachlass
planung je nachdem eine andere sei
–
insbesondere stelle sich die Frage, ob und welche Massnahmen
im Rahmen
der Säulen 3a und 3b zu treffen bzw. unterlassen seien (
vgl. Hans Michael Riemer, Ein Kommentar zum Urteil des
Eidg
. Versiche
rungsgerichts vom 2
9.
September 1998, SZS 1999, S. 156-158
).
4
.3
In der Folge bestätigte das Bundesgericht i
n seinem Urteil 9C_
298/2010 vom 28.
Februar 2011 E. 1.2 (nicht publiziert in BGE 137 V 105) ein schutzwürdiges I
nteresse zweier im Konkubinat lebender Personen
an der Feststellung des Anspruchs auf eine Lebenspartnerrente
. Es wies sinngemäss darauf hin
, dass die Existenz eines solchen
Anspruchs
die Ausgaben
des Konkubinats im Hinblick auf die finanzielle Absicherung
der
Lebenspartne
rin
nach dem Ableben
des Versi
cherten
beeinflussen könne
. Es gehe insbesondere um den Abschluss von weite
ren Versicherungen oder
die
Bildung von zusätzlichen Ersparnissen.
Diesen Überlegungen folgend bejahte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
im
Urteil
BV.2018.00024
vom
7.
September 2018
E. 2.2
ebenfalls
ein Rechtsschutzinteresse des Klägers mit der Begründung, er müsse
wissen, welche Vorkehrungen er treffen
müsse
, damit er seine Lebenspartnerin für den Fall seines vorzeitigen Ablebens finanziell absichern
könne.
4
.4
Inzwischen
kehrte
das Bundesgericht mit
Urteil 9C_784/2019 vom 13.
Mai 2020 E. 1
indessen zu seiner früheren Rechtsprechung zurück. Es hielt fest
, dass die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Feststellungsklage eingetreten sei, als der Kläger im Hinblick auf sein künftiges Ableben für seine Lebenspartnerin einen Anspruch auf Lebenspartnerrente geltend gemacht habe. Mangels Unmittelbar
keit und Aktualität könne diesbezüglich von einem schützenswerten Interesse des Klägers an der verlangten gerichtlichen Feststellung keine Rede sein.
Auch werde die Pensionskasse gemäss dem anwendbaren Vorsorgereglement im Leistungsfall, d.h. erst im Todesfall prüfen, ob die Anspruchsvoraussetzungen für eine Lebens
partnerrente gegeben seien.
Hingegen sei ein unmittelbares und aktuelles, mithin schutzwürdiges Interesse des Klägers an der sofortigen Beantwortung der Frage bejaht, ob er mit der Mitteilung vom Februar 2018 seine Lebenspartnerin recht
zeitig gemeldet habe.
4
.5
Zusammenfassend ergibt die vorstehend zitierte Rechtsprechung kein einheit
liches B
ild.
Entscheidend ist letztlich, welche Bedeutung dem Feststellungsurteil
im Rahmen von
anstehenden
Entscheidungen betreffend die finanzielle Absiche
rung der Klägerin durch den Kläger
zukommt.
Einerseits ist
dabei
zu beachten
, dass ein sparsamer
er
Lebensstil, ein Testament oder der Abschluss einer Versicherung
zum vorgenannten Zweck
nicht erst an die Hand genommen werden können, wenn
die
Klägerin den Kläger
tatsächlich überlebt hat
, beide noch unverheiratet sind und
bis zuletzt eine L
ebensgemein
schaft
gebildet haben
.
Es schadet dem Feststellungsinteresse daher nicht
,
dass ein künftiger Leistungsbezug durch die Klägerin schon deshalb fraglich erscheint, weil bis zuletzt unklar bleibt, ob und wann der Kläger vorverstirbt und d
ie Beklagte
gemäss
Ziff.
6 des
Unterstützungsvertrag
s
vom 11. Juli 2006 die Anspruchs
voraussetzungen aufgrund der «
dannzumaligen
tatsächlichen Verhält
nisse»
zu prüfen
haben wird
.
Andererseits würde eine materielle Beurteilung durch das Gericht
zu keiner die
finanziellen Entscheide
massgeblich
erleichtern
den
Gewissheit
f
ühr
en
, könnten die
künftigen Leistungen
– wie von der Beklagten
moniert
–
jederzeit
und
ohne Z
ustimmung der Betroffenen
(zu ihren Gunsten oder Ungunsten) geändert werden, da es sich lediglich um Anwartschaften handelt.
Ein
aktuelles und unmittelbares Feststellungsinteresse der Kläger
ist
vorderhand somit
nur
, aber immerhin
insoweit erkennbar, als sie geltend machten, es
bestehe
ein vertraglich zugesicherter Rentenanspruch bzw. ein wohlerworbenes R
echt
.
5.
5.1
In BGE 137 V 105 E. 5 wies das Bundesgericht
sinngemäss
darauf hin, dass grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend seien, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben. Bei Hinterbliebenenleistungen etwa seien die im Zeitpunkt des Todes des Versicherten, d.h.
die
bei
ihrer
Entstehung in Kraft stehenden Bestimmungen anwendbar. Der Tatbestand, aus d
em sich der Anspruch auf eine Lebenspartner
rente ableite, sei ebenfalls der Tod des Versicherten.
Dabei kann d
as Reglement einer Vorsorgeeinrichtung im weitergehenden Bereich dann einseitig, ohne Einverständnis des Destinatärs, abgeändert werden, wenn sie sich diese Möglichkeit in einer Klausel vorbehält, die vom Destinatär bei Abschluss des Vorsorgevertrags ausdrücklich oder stillschweigend gebilligt worden ist. Eine Änderung von Statuten oder Reglement ist grundsätzlich zuläs
sig, soweit die neue Regelung mit dem Gesetz vereinbar und nicht willkürlich ist, nicht zu einer ungleichen Behandlung der versicherten Personen führt sowie deren wohlerworbene Rechte nicht beeinträchtigt (
BGE 140 V 22 mit Hinweis auf
BGE 137 V 105 E. 6.1
; a.M. Thomas Geiser, Änderung von Vorsorge-Regle
menten und wohlerworbene Rechte, AJP 2003, S. 625, wonach auch Anwart
schaften bereits als erworben
angesehen werden müssen, wenn diese nur noch vom Zeitablauf, nicht aber von künftigen Einnahmen abhängen, zumal der Vor
sorgenehmer sich im Vertrauen darauf sein Leben eingerichtet hat).
5.2
Gemäss
seinem
Art.
32
Abs.
2
konnte
das
Reglem
ent der Beklagten, Stand vom 1. Januar 2006, vom Stiftungsrat
im Rahmen der gesetzlichen oder aufsichts
rechtlichen Vorschriften geändert
werden. Änder
te
n diese, so
mu
s
ste
es ihnen angepasst werden (vgl.
Urk.
9/1 S.
25)
. Das Reglement, gültig ab
1.
Januar 2021, ersetzt gemäss seinem
Art.
34
Abs.
1 das bisherige R
eglement, gültig ab 1.
März 202
0.
Es enthält mit
Art.
35 sodann eine Übergangsbestimmung, die
einzig
vor
sieht, dass die am 31.
Dezember 2020 bereits laufenden Renten in unveränderter Höhe und unter unveränderten Voraussetzungen gemäss neuem Reglement weiter ausgerichtet
werden
(vgl.
Urk.
9/2 S. 32).
Allfällige weitere Reglemente aus den Jahren 2007 bis 2020 sind nicht aktenkundig und wurden von den Parteien auch nicht thematisiert.
5.3
Bei Vorversterben des Klägers wird sich
ein allfälliger
Anspruch der Klägerin auf eine Lebenspartnerrente somit nicht nur nach
den
dannzumaligen
tatsächlichen Verhältnisse
n
, wie in
Ziff.
6 des U
nterstützungsvertrag
s
vom 1
1.
Juli 2006
fest
gehalten (vgl.
Urk.
2/4), sondern auch nach den Bestimmungen des dannzumal in
Kraft stehenden Reglement
s richten, soweit die bis dahin vorgenommenen
Reglementsänderungen
zulässig im Sinne der in E. 5.1 zitierten Rechtsprechung sind
(
zur Differenzierung der Lebensmodelle, vgl.
BGE 137 V 105 E. 9.1-9.4)
– es sei denn, die Beklagte hätte
einem der Kläger den
Anspruch auf eine Lebens
partnerrente
speziell zugesichert.
5.4
Die Kläger berufen
sich hierzu
zunächst auf den Unterstützungsvertrag vom 11. Juli 2006, der von der Beklagten nicht mitunterzeichnet, aber zumindest formuliert wurde
und
Nebenpunkte
des
Verhältnis
ses
zu dieser
regelt
(
Ziff.
5 Meldepflicht
bei Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse
,
Ziff.
6
Zeitpunkt der
Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse)
.
Der Vertrag
dient
e
explizit der schrift
lichen Anmeldung der
Klägerin
und damit der
Erfüllung einer formellen Voraus
setzung für den Bezug einer Lebenspartner
rente
(
Ziff.
2 und 7)
. Zu diesem
Zweck
machten
die Kläger
im Vertrag Angaben
zum
gemeinsamen Haushalt (
Ziff.
3) und der finanziellen Unterstützung
(
Ziff.
4)
.
Inwiefern
die Beklagte den
K
lägern damit einen Rentenanspruch zugesichert haben soll, ist nicht ersichtlich
.
Allein aus der Tatsache, dass der Kläger die Klägerin anmeldete, durfte er auch nach Treu und Glauben noch nicht schliessen, dass diese bei seinem Ableben dereinst in jedem Fall eine Lebenspartnerrente erhalten würde.
Ziff.
2
im Besonderen
lautet: «Die Parteien schliessen die vorliegende Vereinba
rung ab im Hinblick auf die Bestimmungen des Reglements der Pensionskasse der
A._
AG, wonach Lebenspartnern von Versicherten unter gewissen Voraus
setzungen Ansprüche gegenüber der Pensionskasse der
A._
AG zustehen, sofern die Partnerschaft in der Form eines Unterstützungsvertrages der Pensions
kasse der
A._
AG schriftlich gemeldet worden ist.»
Damit wird für d
ie
Anspruchsvoraussetzungen unmissverständlich
auf das Reglement der Beklagten verwiesen. Soweit darin nicht
ohnehin
ein dynamischer Verweis auf das jeweils aktuell geltende Reglement
erblick wird
, gilt es zu beachten, dass sich die Beklagte
in
Art.
3
2
Abs.
2 des
Reglement
s
, Stand vom
1.
Januar 200
6, ausdrück
lich einseitige
Reglementsänderungen
durch den Stiftungsrat
vorbehalten hat
.
5.5
Inwiefern
das
Schreiben der B
eklagten
an den Kläger vom 1
4.
Juli 2006 eine Zu
sicherung enthalten soll
, wurde von diesen nicht substan
t
iiert
dargetan. Wie bereits im Unterstützungsvertrag wurde auch in diesem Schreib
en darauf hinge
wiesen, dass
ein
Anspruch
des Lebenspartners
auf eine volle Witwenrente (nur) bestehe, wenn die im Reglement definierten Bestimmungen e
rfüllt seien. Es gilt das soeben zum Unterstützungsvertrag Ausgeführte
. Der Kläger durfte nach Treu und Glauben nicht davon ausgehen, die Beklagte sichere ihm damit eine Lebens
partnerrente zu bzw. wolle die Konditionen gemäss
Art.
14 des Reglements, Stand vom 1. Januar 2006, fixieren. Vielmehr lehnte die Beklagte die mit Schreiben vom 6. Juni 2006 verlangte Zusicherung eines bestimmten Differenzbetrags (vgl.
Urk.
2/2) ab, indem sie
nach Erhalt des
Unterstützugnsvertrages
auf die Mass
geblichkeit des Reglements hinwies
(
Urk.
2/6)
. Dabei musste sich der Kläger
bewusst sein, dass
Reglementsänderungen
möglich sind.
6.
Die Klage ist folglich abzuweisen, soweit ein Feststellungsinteresse zu bejahen und darauf einzutreten ist. Weder aufgrund des Unterstützungsvertrages noch aufgrund des Schreiben vom 1
4.
Juli 2006 durften die Kläger nach Treu und Glauben davon ausgehen, dass
die Beklagte ihnen
eine Lebenspartnerrente indi
viduell bzw. zu speziellen Konditionen und damit
unabhängig von künftigen
Reglementsänderungen
zusichern wollte.
Zudem ist unklar,
ob das
derzeit geltende
Reglement
im Zeitpunkt des Todes Klägers
noch in Kraft
stehen
wird
. Damit fehlt es an einem aktuellen und unmittelbaren Interesse
an der Feststel
lung, ob
Art.
12
des aktuellen Reglements
eine zulässige
Reglementsänderung
darstellt und ob der Klägerin gestützt auf
diese Bestimmung
(oder bei
Verneinung der Zulässigkeit
allenfalls
gestützt auf ein früheres Reglement)
bei Ableben des Klägers
ein Anspruch auf eine Lebenspartnerrente zukommen kann.
7
.
Art.
73
Abs.
2 BVG
schliesst
einen Anspruch der obsiegenden Versicherungs
trägerin auf eine Prozessentschädigung zwar nicht aus. Indes werden den Trägern der beruflichen Vorsorge
gemäss
BVG bzw. den mit
öffentlichrechtlichen
Aufga
ben betrauten Organisationen in Anlehnung an die Rechtsprechung zu
Art.
159
Abs.
2 des bis Ende 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetzes über die Organi
sation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz/OG)
praxisgemäss
keine Parteientschädigungen zugesprochen. Es besteht kein Grund vorliegend anders zu verfahren (vgl. BGE 128 V 133 E. 5b, 126 V 150 E. 4a, 118 V 169 E. 7 und 117 V 349 E. 8, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 125 E. 5b und 320 E. 1a und b sowie 112 V 356 E. 6).