Decision ID: 2ca15e9e-4279-508b-8af0-717b7d2ec87f
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland im Mai 2010 auf dem Landweg verlassen habe und nach einem Aufenthalt im Sudan am 28. Juni 2010 mit einem nicht auf seine Person lautenden sudanesischen Pass auf dem Luftweg über die Türkei nach Italien und von dort am 30. Juni 2010 in die Schweiz  sei,
dass er hier gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass er am 5. Juli 2010 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel und am 20. Juli 2010 durch das BFM ergänzend zu den Asylgründen angehört wurde,
dass der als (...) tätige Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei im (...) im Rahmen eines (...) aufgefordert worden, der Regierungspartei beizutreten, wie es von (...) allgemein erwartet werde,
dass er im (...) von einem Arbeitskollegen einen Internetauszug der oppositionellen Partei Ginbot 7 erhalten habe, den er einem weiteren Arbeitskollegen weitergereicht habe, worauf er vom (...) zur Rede gestellt worden sei,
dass er drei oder vier Tage später ausserhalb des (...) festgenommen, auf das Polizeirevier gebracht und der Mitgliedschaft der Partei Ginbot 7 beschuldigt worden sei,
dass er während (...) verhört und mit Stockschlägen gefoltert worden sei,
dass er die Vorwürfe bestritten und die Unterschrift eines  Dokumentes verweigert habe,
dass er nach der Freilassung seine Arbeit als (...) weitergeführt, jedoch bemerkt habe, dass er fortan diskriminiert werden sollte, da ihm eine Weiterbildung verweigert worden sei,
dass er weitere behördliche Massnahmen befürchtet und sich vor diesem Hintergrund zur Ausreise aus seinem Heimatland entschlossen habe,
Seite 2
E-6054/2010
dass er vermute, wegen der genannten Vorwürfe und des Verlassens seiner Arbeitsstelle, ohne diese gekündigt zu haben, in seinem Heimatland gesucht zu werden,
dass für den Inhalt der weiteren Aussagen im Einzelnen auf die Akten verwiesen wird,
dass das BFM mit Verfügung vom 26. Juli 2010 feststellte, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein  ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,
dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden einerseits den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhalten, soweit sie die geltend gemachte Festnahme und das unter Gewaltanwendung durchgeführte Verhör betreffen würden,
dass andererseits der behördliche Druck und die Erwartung, als (...) der Regierungspartei anzugehören, um beruflich nicht benachteiligt zu werden, asylrechtlich nicht relevant sei, da die entsprechenden  im Berufsleben keine derart intensiven Massnahmen darstellen würden, die eine menschenwürdige Existenz  oder unzumutbar erschweren würden,
dass aus der Ablehnung des Asylgesuches in der Regel die  aus der Schweiz folge und der Vollzug der Wegweisung , zumutbar und möglich sei,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. August 2010 () gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob und in materieller Hinsicht beantragt, die Verfügung des BFM vom 26. Juli 2010 sei  und es sei ihm in der Folge Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Verfügung des BFM aufzuheben und die Sache mit der Weisung einer ergänzenden Anhörung zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass er in prozessualer Hinsicht beantragt, er sei zu einer er - gänzenden Anhörung vorzuladen,
Seite 3
E-6054/2010
dass er im Weiteren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht,
dass er der Rechtsmitteleingabe einen Ausdruck einer e- mit der Ginbot 7 vom (...), einen Ausdruck des Programms der Ginbot 7 und einen Ausdruck eines leeren Formulars "Membership Application Form" der Ginbot 7 beilegt,
dass auf die Begründung der Beschwerdebegehren, soweit , in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde mit Verfügung vom 31. August 2010 bestätigte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. September 2010 den Ausdruck eines ihm per e-mail zugestellten ärztlichen Berichts vom 6. Januar 2010 sowie den Ausdruck einer e-mail-Korrespondenz mit einer Kontaktperson der Ginbot 7 vom (...) zu den Akten reichte,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Bereich des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teil - genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),
Seite 4
E-6054/2010
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass vorab festzustellen gilt, dass die in der Beschwerde erhobene Rüge, die vorinstanzliche Verfügung verletze den Anspruch auf  Gehör, da der Entscheid zu knapp und nicht hinreichend  sei, nicht gehört werden kann,
dass entgegen der entsprechenden Rüge die angefochtene Verfügung den Anforderungen an den Anspruch auf rechtliches Gehör vielmehr in jeder Hinsicht zu genügen vermag, hat sich das BFM doch mit den Vorbringen des Beschwerdeführers ernsthaft und in sachlicher Form in ausführlichen sowie ausgewogenen Erwägungen auseinandergesetzt, aus denen deutlich ersichtlich wird, von welchen Überlegungen sich die Vorinstanz hat leiten lassen,
dass das BFM dem Beschwerdeführer anlässlich der Anhörungen auch umfassend Gelegenheit bot, seine Vorbringen zu seinem  vollständig darzulegen und den rechtserheblichen Sachverhalt hinreichend abklärte,
dass aufgrund der Aktenlage auch die erhobenen Rügen gegen den Befrager und den anlässlich der Anhörung eingesetzten Dolmetscher nicht durchzudringen vermögen, hat der Beschwerdeführer doch unterschriftlich bestätigt, das Protokoll sei vollständig und entspreche seinen freien Äusserungen (Akten BFM A7/14 S. 13) und auch die anwesende Hilfswerkvertreterin keine Einwände gegen die Anhörung oder die Protokollaufnahme anzubringen hatte (A7/14 S. 14),
Seite 5
E-6054/2010
dass der Antrag des Beschwerdeführers, er sei zu einer ergänzenden Anhörung vorzuladen, demnach abzuweisen ist,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die in ihrem Hei - matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras - se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften  ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen  ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass die Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Sachverhalt in seinen  Aspekten in ausgewogener Form beurteilen, durchwegs zu überzeugen vermögen und somit zu bestätigen sind,
dass das BFM zu Recht feststellt, wie es sich aus den Protokollen , würden die Vorbringen der geltend gemachten Suche durch die Behörden lediglich auf den persönlichen Einschätzungen des  beruhen und konkrete Hinweise vollumfänglich fehlen,
dass das BFM auch zutreffend ausführt, es sei nicht glaubhaft, dass es bei der Schwere der Vorwürfe und der angeführten Verweigerung der Unterschrift unter eine vorgefertigte Aussage (...) bis zur Ausreise (des Beschwerdeführers) zu keinen weiteren Massnahmen mehr gekommen wäre,
dass zudem der Einschätzung in der angefochtenen Verfügung zu folgen ist, wonach die Aussagen betreffend der geltend gemachten Folter jeglicher Realkennzeichen wie Anschaulichkeit, subjektive Wahrnehmung und persönlicher Betroffenheit entbehren,
Seite 6
E-6054/2010
dass mit dem BFM darauf zu schliessen ist, dass der  vor dem Hintergrund allgemeiner bekannter Tatsachen in seinem Heimatland für sich Vorbringen konstruierte,
dass die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe in  Hinsicht aufgrund der Aktenlage keine andere  zulassen,
dass es sich beim Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, der  sei Staatsangehöriger von Eritrea, um ein Versehen handelt und vorliegend nicht entscheidwesentlich ins Gewicht fällt,
dass der Einwand in der Beschwerde, die Vorinstanz stütze ihren Ent - scheid auf - vermeintliche - Widersprüche, nicht zutrifft, hat das BFM dem Beschwerdeführer doch keine Widersprüche in seinen Aussagen vorgehalten, sondern vielmehr seine Darlegungen als unsubstanziiert und realitätsfremd eingeschätzt,
dass aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist, dass dem  in seinem Heimatland behördlicherseits nicht nur keine Mitgliedschaft zur Ginbot 7 vorgeworfen wurde, sondern er auch von den Sicherheitsbehörden zumindest nicht in einer Form in Verbindung mit der verbotenen Organisation gebracht wurde, die ihn mit ernst - haften Nachteilen im Sinne des Gesetzes überzogen hätte,
dass das BFM im Weiteren zu Recht erwog, die Narben am Körper des Beschwerdeführers vermöchten die Einschätzungen des BFM nicht umzustossen und könnten deren von ihm geltend gemachte Ursache weder nachweisen noch glaubhaft machen,
dass der auf Beschwerdeebene eingereichte Arztbericht nicht von  Beweiswert und demnach nicht geeignet ist, den geltend gemachten Sachverhalt bezüglich Haft und Folter in entscheidwesent - licher Hinsicht glaubhaft erscheinen zu lassen,
dass entgegen der in der Eingabe vom 1. September 2010 vom  vertretenen Auslegung die im Arztbericht  Ursache der Verletzungen ("after having fighting accident") nicht zwingend auf eine Folter schliessen lässt,
dass die vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellte Nachreichung des Originals des Arztberichtes nicht abgewartet werden muss,
Seite 7
E-6054/2010
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung im Weiteren zu Recht ausführte, der behördliche Druck und die Erwartung, als (...) der Regierungspartei anzugehören, um beruflich nicht benachteiligt zu werden, sei asylrechtlich nicht relevant, da die entsprechenden  im Berufsleben keine derart intensiven Massnahmen darstellen würden, die eine menschenwürdige Existenz  oder unzumutbar erschweren würden,
dass das BFM demnach zu Recht zum Schluss gelangte, der  erfülle - zum Zeitpunkt seiner Ausreise aus dem Heimatland und unter Berücksichtigung der Vorbringen bis zum  des Ergehens der angefochtenen Verfügung - die  nicht,
dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene mit Verweis auf die von ihm per e-mail aufgenommene Kontaktnahme mit der Ginbot 7 subjektive Nachfluchtgründe geltend macht,
dass, wer sich darauf beruft, durch ein Verhalten nach der Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat - so auch durch politische  - eine Gefährdungssituation erst geschaffen zu haben, subjektive Nachfluchtgründe geltend macht (Art. 54 AsylG), die zwar die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG begründen, jedoch nach Art. 54 AsylG zum Ausschluss des Asyls führen,  davon, ob sie missbräuchlich oder nicht missbräuchlich gesetzt wurden,
dass ein exponierter exilpolitischer Einsatz des Beschwerdeführers, der ihn ins Zentrum des Interesses des äthiopischen  rücken könnte, aufgrund der vorliegenden Akten zu verneinen ist,
dass die äthiopischen Behörden nur dann ein Interesse an der  einer Person haben, wenn deren Aktivitäten als konkrete  für das politische System wahrgenommen werden,
dass der Beschwerdeführer mit Sicherheit nicht zur Zielgruppe des "harten Kerns" von aktiven oppositionellen Äthiopiern im Ausland , für die sich die äthiopischen Behörden interessieren,
Seite 8
E-6054/2010
dass er auch keine politisch motivierte Verfolgung durch die  Behörden vor seiner Ausreise aus seinem Heimatland hat glaubhaft machen können,
dass das Bundesverwaltungsgericht nicht verkennt, dass in Äthiopien ernsthafte Aktivitäten von Mitgliedern der Ginbot 7 von den  verfolgt werden,
dass aufgrund eines angeblichen Putschversuches im Frühling 2009 zirka 40 Oppositionelle und ehemalige Militäroffiziere festgenommen wurden,
dass im Dezember 2009 fünf angeklagte Ginbot 7-Mitglieder zum Tode und 33 weitere zu lebenslanger Haft verurteilt wurden,
dass es sich bei den Betroffenen jedoch um Personen handelt, die sich durch ein hohes Profil insbesondere als Militärkader auszeichnen,
dass es im Rahmen dieser Strafprozesse jedoch im November 2009 auch zum Freispruch von fünf Personen gekommen ist,
dass nicht davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer durch die blosse Kontaktaufnahme mit der Ginbot 7 und dem blossen  seines Interesses am politischen Programm dieser Organisation bei einer Rückkehr in sein Heimatland eine asylrechtlich relevante Gefährdung zu befürchten hat,
dass subjektive Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG demnach nicht vorliegen,
dass zusammenfassend festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft auch unter dem Aspekt der subjektiven Nachfluchtgründe nicht erfüllt,
dass aufgrund der Aktenlage keine hinreichenden Anhaltspunkte  sind, wonach der Beschwerdeführer in seinem Heimatland aus flüchtlingsrechtlich relevanten Motiven ernsthaften Nachteilen ausgesetzt war oder in absehbarer Zukunft mit erheblicher  ausgesetzt sein könnte und vor diesem Hintergrund die Beschwerde offensichtlich unbegründet erscheint,
Seite 9
E-6054/2010
dass daran auch die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe nichts zu ändern vermögen,
dass der Beschwerdeführer somit die Flüchtlingseigenschaft nicht nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen vermag, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die  Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht  oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Beschwerdeführer eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nicht nachzuweisen oder glaubhaft zu machen vermag, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und
Seite 10
E-6054/2010
keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass das BFM aufgrund der Aktenlage zu Recht zum Schluss kommt, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig und zumutbar ist,
dass vollumfänglich auf die Erwägungen des BFM gemäss  Verfügung verwiesen werden kann,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung vollzugstauglicher Papiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass sich die Beschwerdebegehren aufgrund vorstehender  als aussichtslos erweisen, weshalb die Gesuche um  der unentgeltlichen Rechtspflege und um Beiordnung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) abzuweisen sind und bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem  aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
Seite 11
E-6054/2010
dass das Gesuch, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu , mit vorliegendem Urteil gegenstandslos ist.
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 12
E-6054/2010

Considerations: