Decision ID: fabaa0c6-d2a0-5895-84e4-b399318e1f5d
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965,
war von
Februar 2005
bis Februar 2013 vollzeitlich und ab
1.
März 2013 gesundheitsbedingt in einem reduzierten Pensum
als Ge
schäftsführer bei der
Y._
tätig
(Urk. 8/21
,
Urk. 8/14 S. 7,
Urk. 8/
114
S. 1
).
Unter Hinweis auf ein Burnout, einen vierfachen Band
scheibenvorfall und Hautveränderungen meldete sich
der Versicherte am
4. Juni 2014
(Eingangsdatum)
bei der Invalidenversicherung zum
Rentenbezug
an (Urk. 8/14
).
Am 16. März 2015 erlitt der Versicherte einen Vor
der
wandinfarkt, worauf
gleichentags eine p
erkutane transluminale Koronarangioplastie
(PT
C
A)
durchgeführt und
am 30. März 2015 ein primäres Stentimplantat in die mediale rechte Kranzarterie eingesetzt
wurde
(vgl. Urk. 8/68).
Die Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situ
ation ab, zog Akten der
Krankentaggeldversicherung bei (
Urk. 8/33,
Urk. 8/69
, Urk. 8/78
) und holte
polydisziplinäre Gutachten
bei
m Z._
,
A._
,
(Expertise vom
29. Januar 2016
,
Urk.
8/101
)
sowie bei
der
B._
,
C._
(Ex
pertise vom
26.
September 2017
,
Urk. 8/
146
/
3-68
)
ein
.
Nach durchgefüh
rtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/163, Urk. 8/166
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2. Juli 2018 (Urk. 2)
einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von
12
%
.
2.
Der Versicherte erhob am
3. September
201
8
mit einem an die IV-Stelle adres
sierten Schreiben
Beschwerde
(Urk. 1) gegen die Verfügung vom
2. Juli 201
8.
Diese
s
überwies die
IV-Stelle am
20. September 201
8
(Urk. 4)
an das Sozi
alversicherungsgericht. Der Beschwerdeführer
beantragte
sinngemäss
die
Aufhe
bung der Verfügung vom 2.
Juli 2018 und die Zusprache einer Invalidenrente.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
30. Oktober 2018
(Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde
, was
dem Beschwerdeführer am
31. Oktober 2018 (Urk. 10) zur Kenntnis gebracht wurde
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden,
worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer leistungsabweisenden Verfügung vom
2
.
Juli
2018 (Urk. 2) aus,
es seien ärztliche Gutachten
eingeholt
worden.
Aus der medizinischen Beurteilung gehe hervor, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. März 2013 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die langjährige Tätig
keit als Geschäftsführer sei ihm nicht mehr zumutbar. Eine andere, körperlich angepasste Tätigkeit sei aus ärztlicher Sicht hingegen zu 100 % zumutbar, so
lange diese körperlich leicht und wechselbelastend oder überwiegend sitzen
d
sei. Bei einem Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung von Fr. 75'755.-- und einem Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung von Fr. 66'653.-- re
sultiere eine Erwerbseinbusse von Fr. 9'102.--. Dies entspreche einem rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad von 12 %. Entgegen der mit Einwand
vorgebrach
ten Kritik seien von den
B._
-Gutachtern sämtliche Diagnosen
b
erücksichtigt worden
(S. 1 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Beschwerde vom
3
.
September
2018 (Urk. 1) hingegen auf den Standpunkt,
anlässlich der polydisziplinären Untersu
chungen seien weder Durchblutungs- noch Belastungsuntersuchungen gemacht worden. Zudem seien seinem Hausarzt die Berichte von Zürich
nicht vorgelegt worden, womit dieser auch nicht habe dagegen argumentieren kön
nen. Der
Ge
genbericht
seines Hausarztes liege nun vor. Durch seine chronischen Schmerzen, trotz der hohen Medikation, sei er psychisch auf dem Nullpunkt angekommen.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der
Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine In
validenrente hat
.
3.
Im von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutach
ten
der
B._
vom
26
.
September 2017
(Urk.
8
/
146/3-
68
) nannten Dr. med.
D._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
, Dr. med.
E._
,
Facharzt für
Neurologie
FMH
, Dr. med.
F._
, Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates FMH
,
med. pract.
G._
, Facharzt für Psychi
atrie und
Psychotherapie FMH, Mag. rer.
nat.
H._
, Psychologie und
Neuropsy
chologie
,
und Prof. Dr. med.
I._
, Medizinische Leitung
,
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
62
):
-
Koronare Herzkrankheit (DES-Implantation
RIVA
und ACD)
-
Periphere arterielle Verschlusskrankheit, Stadium IIa
Daneben nannten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S.
62
):
-
Alkoholabhängigkeit, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10
.2
.0
)
-
Opioid-Fehlgebrauch, Differentialdiagnose: Abhängigkeit
-
Leichte kognitive Störung, Differentialdiagnose:
im Rahmen der Opioid-Medikation
-
Arterielle Hypertonie
Die
B._
-
Gutachter führten
in ihrer Konsensbeurteilung aus, in Zusammen
fassung aller Teilgutachten, der dabei erhobenen Anamnesen und Befunde sowie der Aktendaten seien sie gemeinsam zum Schluss gekommen, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei in der zuletzt ausgeübten sowie jedweder vergleichba
ren, körperlich häufig schweren Tätigkeit aufgrund einer koronaren Herzerkran
kung und ätiologisch unklaren Kachexie (erhebliches Untergewicht) wahrschein
lich auf Dauer zu 100 % erloschen. In anderen, körperlich leichten, wechselbe
lastend oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit
en
des allgemeinen Ar
beitsmarkts sei jedoch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu attestieren. Die Indikatoren sprächen für eine Alltagsselbständigkeit, rege Aktivität, Selbst
versorgung und soziale Integration. Eine namhafte psychiatrische Erkrankung lasse sich nicht (zumindest nicht mehr) objektivieren. Die derzeitige Opioid-Me
dikation sei geeignet, vegetative und weitere psychische Störungen zu begründen und solle - auch angesichts der suchtmedizinischen Vorgeschichte mit einem Al
koholmissbrauch - revidiert werden, zumal auch keine Erkrankung definiert werde, die den Einsatz von Analgetika mit hohem Suchtpotenzial rechtfertigen könne. Die testpsychologisch zu erhebende
leichte kognitive Störung
sei
d
i
ffe
renzialätiologisch
zumindest ebenso gut im Rahmen der Opioid
-Medikation ver
stehbar, v
or
allem
sei
ohne eine
Abstinenz keine hirnorganische (irreversible) Ge
nese abgrenzbar
(S. 5
8
).
In der bisherigen Tätigkeit bestehe auf Dauer eine Ar
beitsfähigkeit von 0 %, wahrscheinlich seit mehreren Jahren, spätestens seit 2015 (Herzinfarkt). In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bei einem Pensum und Rendement von 100 %, ex tunc geltend (S. 64).
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten der Fachärzte der
B._
vom 26. September 2017 (E. 3) ist hinsichtlich der zu beurteilenden Leiden des Beschwerdeführers umfassend. Es beinhaltet internistische, neurologische, neuropsychologische, or
thopädische und psychiatrische Untersuchungen und beruht auf den erforderli
chen allseitigen kli
nischen und bildgebenden Explorationen sowie notwendigen Laborerhebungen (Urk. 8/146/3-6
8
S. 21, S. 25-28, S. 30-36, S. 41 f., S. 47-55, Urk. 8/146/69-
74
).
Das Gutachten wurde in Kenntnis der und in Auseinanderset
zung mit den Vor
akten erstattet (Urk. 5/146/3-68
S.
2
-
17
, S.
28 f.
, S.
44 f.
, S.
56
, S. 58 f.
), berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen so
wie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander
(Urk.
8
/
146
/
3
-
6
8
S.
17 f.
, S.
2
2-2
5
, S.
28-30
, S.
36
f., S.
42-
47
, S.
55
-
59
).
4.2
Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuch
tend dargelegt und ihre Schlussfolgerung nach erfolgter Konsensbesprechung nachvollziehbar begründet (S.
58 f.
).
Im Gutachten wurde
schlüssig auf
gezeigt
, dass der Beschwerdeführer aufgrund
der
koronaren Herzerkrankung und
des
ätiologisch unklaren erhebliche
n
Unter
gewicht
s
in der zuletzt ausgeübten sowie jedweder vergleichbaren, körperlich häufig schweren Tätigkeit
spätestens seit dem Herzinfarkt im Jahr 2015 auf Dauer zu 100 % arbeitsunfähig ist
(E. 3)
.
Ebenso
n
achvollziehbar ist, dass
die Gutachter dem Beschwerdeführer
– ange
sichts der von ihnen gestellten Diagnosen -
in anderen, körperlich leichten, wech
selbelastenden oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeiten keine
Ein
schränkung der
Arbeitsfähigkeit attestierten
(E. 3)
.
Die Gutachter
konnten
plausibel
erklären
, dass sich eine psychische Erkrankung nicht objektivieren lässt.
So
legten
sie
dar, dass die von
ihnen geprüften
Indika
toren für eine Alltagsselbständigkeit, rege Aktivität, Selbstversorgung und soziale Integration
sprechen und die von den Behandlern angewandte
Opioid-Medikation geeignet
ist
, vegetative und weitere psychische Störungen zu begründen
und da
her auch revidiert werden sollte
(E. 3).
Aus somatischer Sicht ist das beschriebene Belastungsprofil
mit Blick auf die Teilgutachten
überzeugend
.
Dr.
D._
legte in seinem internistischen Teilgut
achten dar, dass die koronare Herzkrankheit derzeit mittels Stents ausreichend behandelt ist und für das erhebliche Untergewicht anamnestisch und aktenkundig keine zugrundeliegende konsumierende Erkrankung gefunden werden konnte.
Sodann hielt er fes
t, dass die pectanginösen Besch
w
e
rden und die Belastungsin
suffizienz nicht objektivierbar sind und vom Beschwerdeführer inkonsistent dar
gestellt werden.
Weiter konnte er aufzeigen, dass die geschilderte vegetative Symptomatik durch den Opioid-Fehlgebrauch
bei aktuell leitlinienwidriger
und potenziell suchtinduzierender
analgetischer Medikation
zu erklären ist.
Dr.
D._
konnte so darlegen, dass
sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu
mindest in angepassten Tätigkeiten (leichten körperlichen Arbeiten) aus den von ihm erhobenen Befunde
n
und
ihm
vorliegenden Akten nicht
ableiten lässt (Urk. 8/146/3-68
S. 22
f.). Aus der neurologischen Untersuchung ergab sich
ge
stützt auf eine eingehende klinische Untersuchung
kein Anhalt für eine die Ar
beitsfähigkeit mindernde Läsion am zentralen oder peripheren Nervensystem (S.
26-29
)
.
Gleiches gilt für die orthopädische Unter
suchung durch Dr.
F._
. Die
ser
zeigte auf
,
dass
neben der allgemeinen muskulären und Wei
ch
teilkachexie im Rahmen des Untergewichts kein namhafter pathologischer Befund vorlag
.
Ferner fanden sich
im Bereich des Achselskeletts bei freier Beweglichkeit
keine Zeichen eines namhaften Vertebralsyndroms,
keine neurologischen Defizite und kein muskulärer Hartspann
. B
ildgebend
waren
nur degenerative lumbale Alterationen ohne radikuläre oder spinale Kompression dokumentiert. Dr.
F._
zog so den
ein
leuchtenden
Schluss, dass der Beschwerdeführer aufgrund des erheblichen Unter
gewichts in seiner Arbeitsfähigkeit nur in schweren körperlichen Tätigkeiten ar
beitsunfähig ist, für übrige Tätigkeiten aber keine namhaften Einschränkungen bestehen
. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die erhaltene spontane Ak
tivität und die Arbeitsspuren im Bereich der Hände hin, welche für eine ausrei
chende Leistungsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten sprechen
(S. 36 f.).
4.3
4.3.1
Das
B._
-
Gutachten ist betreffend die Frage der funktionellen Einschränkun
gen und die damit einhergehende Bewertung der Arbeitsfähigkeit
in somatischer
Hinsicht
– abgesehen von der hausärztlichen Einschätzung
–
grundsätzlich
mit sämtlichen
bis zum Gutachtenszeitpunkt
vorliegenden
medizinischen
Beurteilun
gen
vereinbar
.
Sie
deckt sich
im Wesentlichen
insbesond
e
re
mit der
Beurteilung
der
Z._
-Gutachter vom 29.
Januar 2016 (Urk. 8/101)
.
Aus neuropsychologi
scher
und angiologischer
Sicht
konnten diese
keine Einschränkungen der
Arbeits
fähigkeit
feststellen
(S. 93
, S. 95
).
Neurologisch
wurden Tätigkeiten mit leichter und sporadisch mittelschwerer Trage- und Hebebelastung als vollschichtig zu
mutbar angesehen
(S. 94)
.
Orthopädisch betrachteten die
Z._
-Gutachter stän
dig mittelschwere und schwere, das Achsenskelett belastende Tätigkeiten
,
als nicht mehr sinnvoll (S. 96).
Aus kardiologischer Perspektive
wurde der Beschwer
deführer seit dem Herzinfarkt Mitte März 2015 für schwere körperliche Arbeiten auf Dauer als zu 100 % arbeitsunfähig
angesehen. Für die Dauer des Infarkts bis zirka Mitte Juni (Dauer der Rehabilitation) sahen die
Z._
-Gutachter auch leichte und mittelschwere Arbeiten als nicht zumutbar an. Danach befanden sie bis zum Wiederauftreten der Angina pectoris im Herbst 2015 leichte und mittel
schwere körperliche Arbeiten als vollumfänglich sowie seither nur noch leichte körperliche Arbeiten als zu 100 % zumutbar
(S. 95)
.
Zwar erwähnte
n
die
B._
-Gutachter d
ie dreimonatige 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers während der Rehabilitationsphase nicht explizit,
diese ist
angesichts des ein
schneidenden operativen Eingriffs
nach dem Infarkt
aber
plausibel
.
Die Einschätzung der
B._
-Gutachter steht auch
in
Übereinstimmung mit
den übrigen
fach
ärztlichen
somatischen
Beurteilungen.
Aufgrund eines lumboradiku
lären Schmerz- und sensomot
o
rischen Ausfallsyndroms L5/S1 rechts war der Be
schwerdeführer gemäss Dr. me
d.
J._
,
K._
,
nur
vorüberge
hend vom 20
.
Februar bis 2
.
März 2014 arbeitsunfähig (Urk.
8/43
)
.
Dr. med.
L._
und Dr. med.
M._
vom Gefässzentrum des
N._
hielten in ihrem Bericht vom 24. Juni 201
4
(Urk. 8/30/6-
7) unter Auflage früherer Befundskopien (
Urk. 8/30/
8
-18) fest, Diagnosen mit Auswirkung
en auf die Arbeitsfähigkeit sei
en keine bekannt.
Dr. med.
O._
und Dr. med.
P._
, Facharzt für Neurologie FMH,
von der
Abteilung für
Neurologie der
Q._
,
welche den Beschwerdeführer
am 11. November 2014 und am 7.
Januar 2015 auf Zuweisung von Dr.
med.
R._
von der Wirbelsäulen- und Neurochi
rurgie der
Q._
zur Abklärung einer Fussheberschwäche
untersucht hatten (vgl. Urk. 8/53/3-6
;
vgl. auch
Urk. 8/39
),
stellten
in ihrem Bericht
vom 16. Januar 2015 (Urk. 8/53/1-2)
klar
, von ihnen sei keine Arbeitsunfähigkeit aus
gestellt worden und Dokumentationen zur Arbeitsunfähigkeit lägen ihnen keine vor.
Im Kurzaustrittsbericht des Departements Medizin des
N._
vom 18. März 2015 (Urk. 8/64; vgl. Urk. 8/65-66) nach am 16. März 2015
durchgeführter
PT
C
A wurde festgehalten, die
Echokardiographie
habe eine normale Ejektionsfraktion
des linken Ventrikels
von 64 % und keinerlei Klappenpathologien gezeigt. Nach
Einsetzung des Stent
s
am 30.
März 2015
berichteten PD
Dr. med.
S._
und Assistenzärztin
T._
vom Departement Medizin des
N._
, der
Be
schwerdeführer sei nach unauffälliger Überwachung und Mobilisation wieder nach Hause entlassen worden
(Urk. 8/68)
. Die im Nachgang zum
Z._
-Gutachten veranlassten Laborerhebungen und Tumormarker
vom 31.
März 2016 waren unauffällig und das CT des
Thorax und des Abdomen
s
vom 29.
März 2016 zeigte keine Malignität (vgl. Urk. 8/109
/1-3 S. 1 Ziff.
1.3; vgl. auch Urk. 8/109/4-9
)
. Nach einer Konsultation wegen einer fieberhaften Episode bei
Dr. med.
U._
und
Assistenzarzt
V._
von der Abteilung Rheumatologie und Re
habilitation
des
N._
zeigte
n
sich in der laborchemischen
Untersuchung bis auf eine diskrete Leukozytose keine Hinweise auf eine entzündliche Aktivität
und eine
durchgeführte Proteinelektrophorese sowie Immunfixation
waren
unauffäl
lig
(
vgl. Bericht vom 6.
Juni 2016 [
Urk. 8/111
]
)
.
Nach einer notfallmässigen Selbstvorstellung bei akuten Thoraxschmerzen im September 2016 zeigte
n
sich elektrographisch keine akuten Ischämiezeichen
. Die
Herzenzyme waren negativ. Eine Koronarangiographie
wies
einen unauffälligen vorbestehenden Stent in der
rechten Koronararterie sowie einen
wandveränderte
n
Hauptast der linken Koro
nararterie auf. Es erfolgte eine
konservativ
e
Behandlung
und der Beschwerdefüh
rer
wurde
auf
die Wichtigkeit des Rauchstopps aufmerksam gemacht (vgl. Urk. 8/117/8-12; vgl. auch Urk. 8/115).
Einzig
Hausarzt Dr. med.
W._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, bei welchem sich der Beschwerdeführer seit 19. März 2014 in Behandlung befin
det
,
attestierte diesem im Bericht vom 9. November 201
4
(Urk. 8/42/1-4) ab 1. Mai 2014 aufgrund lumboradikulärer Schmerzen und der Fussheberparese eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Bodenleger (
S. 2 Ziff. 1.
6).
Im Widerspruch
dazu gab er aber
an, nicht beantworten zu können,
ob und
in wel
chem zeitlichen Rahmen die
bisherige Tätigkeit
medizinisch
noch zumutbar
sei (
S. 2
Ziff. 1.7)
. Weiter hielt
Dr.
W._
fest, auch nicht beantworten zu kön
nen,
in welchem Umfang dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar sei (S. 3 oben Ziff. 1.7), noch welche Einschränkungen über
haupt bestehen (S. 4) und er verwies für den Befund auf Dr.
R._
.
Dieser über
wies die Angelegenheit zur neurologischen
Beurteilung an Dr.
O._
und Dr.
P._
, welche keine Arbeitsunfähigkeit
feststell
en
konnten
(Urk.
8/53/1-2
)
.
Dr.
W._
erhob weder einen eigenen Befund noch stellte er
eine Funkti
onsdiagnose
,
welcher
bei somatisch begründeten Funktionseinschränkungen
eine
zentrale Bedeutung zukommt (Urteil des Bundesgerichts 9C_335/2015
vom 1. September 2015 E. 4.2.2).
Seine
Einschätzung vermag das
B._
-Gutachten
daher
nicht in Zweifel zu ziehen. Gleiches
gilt
auch
für
seine
Berichte vom 26. April und 8. September 2016 (Urk. 8/109
/1-3
,
Urk. 8/114
/1-3
), in welchen
er
eine Arbeitsunfähigkeit attestierte,
sich aber
für die Einschätzung der
Belastbar
keit einzig auf die Angaben des Beschwerdeführers stütz
t
e und zudem angab, ihm seien die Faktoren, welche die Krankheit aufrechterhielten, nicht bekannt (jeweils S. 3
Ziff.
4.2 und
Ziff.
4.4).
4.3.2
Hinsichtlich der Frage der funktionellen Einschränkungen und de
r
damit einher
gehende
n
Bewertung der Arbeitsfähigkeit
in psychischer Hinsicht ist das
B._
-Gutachten
aus dem Jahre 2017
ebenfalls
mit
den
vorliegenden
medizinischen
Beurteilungen
vereinbar
.
Dr. med.
AA._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Prof. Dr.
I._
von der
B._
hielten in ihrem im Auftrag der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG erstellten psychiatrischen Gutachten vom 16. April 2014 (Urk. 8/69/3
79-392) fest, die depressive Symptomatik erreich
e nicht das Niveau einer depressiven Episode im Sinne der ICD-1
0.
D
iagnostisch sei die Störung am ehesten dem Krankheitsbild einer Anpassungsstörung mit de
pressiver Reaktion mit aktuell deutlicher partieller Remission zuzuordnen
.
Sie
er
achteten
daher
die Arbeitsfähigkeit in angestammte
r und angepasster
Tätigkeit bei nur leichtgradiger Ausprägung der psychischen Störungen bi
s Ende April 2014 auf 100
%
steigerbar
(
S.
11).
Die Diagnose
einer Anpassungsstörung
wurde im Anschluss vom behandelnden Psychiater Dr. med.
BB._
in seinem Bericht vom 16. J
uni 2014 (Urk. 8/20)
ohne
entsprechende Befunderhebung
übernommen. Der von ihm damals erhobene Be
fund liest sich folgendermassen: «Befunde aktuell:
freundlicher
Versicherter
, ge
pflegt
;
hinkt
, wirkt körperlich beeinträchtigt; wirkt im Gespräch sehr wohl leben
dig, bei genauerem Hinhören untergründig ratlos. Schildert Vergesslichkeit; eher dissoziativ (Erinnerungen sind durch passende Assoziations-Muster wieder her
vorholbar
)
» (S. 2
)
. Dementsprechend attestierte er auch k
eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
. In
seinem Bericht vom 3. Februar 2015 (Urk. 8/54/1-4; vgl.
auch
Urk. 8/54/5)
verwies
Dr.
BB._
hinsichtlich einer Einschätzung der Arbeitsun
fähigkeit
– bei gleicher
Diagnose
(
Anpassungsstörung
)
-
denn auch
ausdrücklich
auf die die somatischen Beschwerden
behandelnden Ärzte
(S. 2 f. Ziff. 1.6-1.7)
.
Die
Z._
-Gutachter hielten eine allfällige Einschränkung aus psychiatrischer Sicht am 29. Januar 2016 für nicht quantifizierbar und äusserten zudem den
– durch die umfangreiche neuropsychologische Testung aber nicht verifizierbaren -
Verdacht eines Malingerings (Urk.
8/101
S. 96 unten).
Im Bericht vom 28.
November
2016 (Urk. 8/120) ging Dr.
BB._
von einer kla
ren Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus
und äusserte den Verdacht einer möglicherweise bestehenden leichten Form von Hilflosigkeit
.
Als
Gründe
für die Verschlechterung
nannte er die Körpergewichtsabnahme von 20 kg
in zwei Jahren
,
die
Kachexie
,
die
chronische Müdi
gkeit, Synkopen und
pecta
n
g
in
öse Attacken
. Er verwies dabei
auf die
umfassende
somatische
Diagnose
liste des
N._
und hielt aus psychiatrischer Sicht ein Erschöpfungssyndrom fest
.
Therapeutische Termine fanden damals
alle
acht Wochen
statt
, wobei Termine oftmals wegen notfallmässigen Spitalaufenthalten, Ohnmachten und Erschöpfung abgesagt wur
den
.
Bei
diesen
wirkte der Beschwerdeführer freundlich und klar denkend.
Hin
weise auf ein
e
psychiatrisch medikamentöse
Behandlung lassen sich dem Bericht nicht
entnehmen
, und
Dr.
BB._
attestierte k
eine Arbeitsunfähigkeit aus psy
chiatrischer Sicht
. All diese Umstände
deuten darauf hin, dass
Dr.
BB._
den Auslöser der Verschlechterung und damit einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit
-
wie bis anhin
-
in einer somatischen Ursache sah.
Selbst wenn Dr.
BB._
in seinem Bericht von einer
Einschränkung der Arbeits
fähigkeit aufgrund psychischer Leiden
ausgegangen wäre
, könnte
dies
das Ergeb
nis des
B._
-
Gutachtens nicht in Frage stellen.
De
nn de
r besagte Bericht war den
B._
-Gutachtern bekannt. S
ie
setzten
sich eingehend damit
auseinander
und kamen
überzeugend
zum Schluss, dass
Dr.
BB._
die Fehlmedikation nicht erkennbar berücksichtig
t
hatte (Urk. 8/146/3-68 S. 59).
Darüber hinaus ist zu bemerken,
dass
die
Annahme eines psychischen Gesund
heitsschadens im Sinne von Art.
4 Abs.
1 IVG sowie Art.
3 Abs. 1 und Art.
6 ATSG eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassi
fikationssystems abgestützte Di
agnose voraus
setzt
(BGE 145 V 215 E.
5.1).
Dies ist bei Dr.
BB._
s Bericht
vom 28. November 2016 nicht
der Fall. In
diesem
nannte er zwar
neu
und als einzige Diagnose
ein
«Erschöpfungssyndrom (F6)
»,
ob und gegebenenfalls
w
ie sich dieses auf die Arbeitsfähigkeit auswirken sollte
,
zeigte er
indessen
nicht auf. Er erfasste dazu keinen Befund beziehungsweise
er
äusserte sich nicht darüber, welche
nach ICD-10
zu erfüllenden Kriterien
erfüllt
wären
.
In
seiner
Befunderhebung findet sich lediglich ein Verweis auf die zahl
reichen Arzttermine wegen der somatischen Beschwerden und die Feststellung, der Beschwerdeführer
sei
anlässlich seiner Termine
freundlich und klar denkend gewesen
und wolle
die verbleibe
nde Zeit sinnhaft nutzen.
Ferner hielt er fest, dass
die Therapie-Sitzungen angesichts der Rasanz des gesundheitlichen Potentialver
lusts beinahe den Charakter einer Sterbebegleitung/-vorbereitung
hätten
.
Unter dem
von
Dr.
BB._
aufgeführten
ICD-10 Kapitel
«
F6 Persönlichkeits- und Ver
haltensstöru
ngen
»
finden sich
denn auch
eine
ganze Varietät an verschiedenen psychischen
Erkrankungen
mit ganz unterschiedlichen
Zustandsbildern und di
agnostischen Kriterien
(vgl.
Dilling/Mombour/Schmid [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen; ICD-10 Kapitel V [F] Klinisc
h-diagnosti
sche Leitlinien, 10. Aufl., 2015, S. 271 f
f.).
Welche davon beim Beschwerdeführer zu diagnostizieren seien, präzisierte
Dr.
BB._
jedoch nicht.
Von einer
lege artis erfolgten
Diagnosestellung kann daher keine Rede sein.
4.4
Der Beschwerdeführer
kritisierte, die
B._
-Gutachter hätten
weder Durchblu
tungs- noch Belastungsuntersuchungen
durchgeführt
(E. 2.
2
).
Nach der Rechtsprechung kommt den Gutachtern - was die Wahl der Untersu
chungsmethoden betrifft - ein weiter Ermessensspielraum zu
(
Urteil
des Bundes
gerichts
8C_780/2014 vom 25.
März
2015
E. 5.1)
.
Anhaltspunkte, weshalb die Gutachter noch eine zusätzliche Durchblutungs- oder Belastungsuntersuchung hätten durchführen müssen, da allfällige
funktionelle
Einschränkungen unbe
rücksichtigt geblieben wären, sind nicht ersichtlich.
Es ist
zwar
richtig, dass die
B._
-Gutachter selbst keine Durchblutungs- oder Belastungsuntersuchungen durchgeführt haben. Ihnen waren jedoch die
diesbezüglichen Resultate der zuvor durchgeführten Durchblutungs- und Belastungsuntersuchungen aus den Vorak
ten
bestens
bekannt (vgl. Urk. 8/146/3-67 S. 2
-4, S. 9, S. 14-16
)
.
Zudem beruhte ihre
Einschätzung
auch
auf
einer eingehenden internistischen klinischen Unter
suchung. In dieser waren
keine relevanten Stenosen feststellbar und echokardio
graphisch eine normale Ejektionsfraktion vorhanden, weshalb die reklamierten pectanginösen Beschwerden sowie die Belastungsinsuffizienz nicht
objektivier
t
werden konnten
(S. 21-23).
Weitere diesbezüglich
e
Abklärungen zur Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit
erachteten sie
zu Recht als nicht notwendig.
4.5
Nach dem Gesagten kann auf das voll
beweiskräftige
B._
-Gutachten abge
stellt werden. Der medizinische Sachverhalt ist somit bis und mit Gutachtenszeit
punkt erstellt.
4.
6
4.
6
.1
Nach Vorliegen des
B._
-Gutachten
s
reichte der
Beschwerdeführer
im
Ver
waltungs- und im
Beschwerdeverfahren
diverse medizinische Unterlagen ein.
Es ist zu prüfen, ob diese eine zu berücksichtigende Auswirkung auf Arbeitsunfä
higkeit ausweisen.
4.
6
.2
Im Nachgang zum
B._
-Gutachten nannte Dr.
BB._
in seinem Schreiben über einen Antrag auf Genehmigung einer Kostengutsprache für eine vollständige Zahn-Ex
traktion in Vollnarkose vom 13.
November 2017 (Urk.
8/150)
neu – ne
ben dem bereits erwähnten Erschöpfungssyndrom (vgl. dazu E. 4.3.2 vorstehend) - als Diagnose auch
eine
«
atypische, komplexe, langdauernde Belastungsreaktion auf verunsichernde, wechselhafte Abfolge von Erkrankungen und Unfällen mit Dissoziationsneigung (ICD-10 F4)
». Er verwies dazu auf die seit Jahren bestehen
den somatischen Erkrankungen und führte aus, diese hätten zu unberechenbaren Dissoziationsneigungen geführt.
Er erhob
dafür
weder einen
entsprechenden Be
fund oder nahm
eine lege artis Diagnosestellung vor, noch zeigte er auf, inwiefern die
gestellte Diagno
se die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtig
ten sollte.
Es ist daher auch nicht davon auszugehen, dass im Nachgang zum
B._
-Gutachten bis zum Verfügungszeitpunkt ein sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkendes psychisches Leiden vorlag.
4.
6
.3
Prof. Dr.
Dr.
med.
CC._
, Dr.
Dr.
med.
DD._
und Dr.
Dr.
med. univ.
EE._
von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des
FF._
attestierte
n
dem Beschwerdeführer
in ihrem Bericht vom 20. De
zember (Urk. 8/164)
lediglich
ein
e
vorübergehende
100%ige Arbeitsunfähigkeit vo
m 2
0.
bis 22.
Dezember 2017
.
4.
6
.4
PD Dr. med.
S._
vom Departement Medizin des
N._
berichtete am 2. August 2018 (Urk. 3/1),
von kardiologischer Seite bestehe
Beschwerdefreiheit. Er äusserte jedoch Besorgnis
wegen
der Gewichtsabnahme. Aufgrund der bestehenden Ver
schlusskrankheit und der vom Beschwerdeführer beim Laufen
b
eklagten claudi
catioverdächtige
n
Beschwerden
bat er
um
eine duplexsonographische Untersu
chung der Arterien der unteren Extremität
in der angiologischen Abteilung
. Be
züglich des ausgeprägten Gewichtsverlustes
wies er darauf hin, dass an
eine
Ma
lignomerkrankung
zu denken
und
b
ei der langjährigen Raucheranamnese
eine
Thorax-CT-Untersuchung
in Betracht zu ziehen sei
. Bei
negativ
em
Resultat der
selben
sei der
nächste
Schritt eine umfangreiche Hohlraumdiagnostik mittels Gastroskopie und Kolonoskopie
.
Dr.
S._
attestiert
e
weder eine Arbeitsunfähigkeit noch
beschrieb
er eine funk
tionelle Einschränkung. Sowohl die Verschlusskrankheit als auch die Beschwer
den beim
Laufen waren den
B._
-Gutachtern bekannt und wurde
n
von ihnen
in
der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
berücksichtigt (Urk. 8/146/3-68
S. 17 f.). Es handelt sich als
o
um keine zusätzlichen neuen, unberücksichtigten Beschwer
den.
Gleich verhält es
sich
mit dem Gewichtsverlust. Dieser
bestand bereits
seit Februar 2015
und
verlangsamte sich in letzter Zeit (S. 18). Er wurde von den
B._
-Gutachtern
bei der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtig
t
. Was den Verdacht einer Mal
i
gnomerkrankung angeht, konnte eine solche ausge
schlossen werden. Die entsprechenden Laborbefunde und der Tumormarker vom 31. März 2016
– in einem Zeitpunkt also, als die extreme Gewichtsabnahme be
reits über ein Jahr an
ge
dauert
hatt
e -
waren diesbezüglich unauffällig und das CT des Thorax
und des Abdomens vom 29.
März 2016
zeigt
e
keine Malignität (vgl. E.
4.3.1 vorstehend
)
.
Ebenso zeigte sich eine Kolo- und Gastroskopie im Jahr 2015 und eine Oberbauch-Sonographie im April 2016 u
nauffällig (vgl. Urk. 8/146/3-68
S. 18 Mitte).
4.6.5
Nicht ersichtlich ist, wie sich d
ie von Dr. med.
GG._
, Fa
charzt für
Dermatologie und Venerologie
, in seinem Bericht vom
15
.
August
2018
(Urk.
3
/
2
)
genannten
Diagnose
n
(
Hautkrebs-Screening mit Naevuszellnaevus-Status
,
chronisches kra
t
zexkoriiertes Unterschenkelekzem
)
sich
auf die Arbeitsfähigkeit
aus
wirken soll
ten; eine
Arbeitsunfähigkeit
attestierte
Dr.
GG._
denn auch nicht
.
4.6.6
In seinem
Notfallbericht
vom
19
.
August
2018
(Urk.
3
/
3
)
diagnostizierte
Dr. med.
HH._
von der
II._
,
JJ._
,
ein
lumboradikuläre
s
Syndrom
L5/S1 rechts
betont
.
Die notfallmässige Vorstellung betrifft einen Sachverhalt, welcher nach dem Verfügungszeitpunkt vom 2. Juli 2018 liegt und daher vorlie
gend grundsätzlich nicht zu beurteilen ist. Zudem attestierte Dr.
HH._
auch keine Arbeitsunfähigkeit. E
in lumboradikuläre
s
Syndrom L5/S1 rechtsbetont
führte
im Übrigen
bereits im Februar 2014 zu einer kurzen, nur gut zwei Wochen dauernden Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 8/43).
4.6.7
Mit Schreiben vom 3. September 2018 (Urk. 3/4) bat Dr.
W._
die Be
schwerdegegnerin unter Verweis auf die bekannten Diagnosen um Reevaluation und nochmalige Prüfung des Entscheides der Beschwerdegegnerin. Er führte dazu lediglich aus, die
Beschwerden
seien nicht besser geworden,
der Beschwerdefüh
rer
sei weiterhin arbeitsunfähig und nehme starke Schmerzmedikamente ein
, ohne n
eue medizinische
Erkenntnisse
aufzuführen, sich mit dem
B._
-Gutachten oder
anderen medizinischen
Unterlagen auseinander
zusetzen
Aus dem Schreiben lässt sich
auch
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nichts ableiten.
Zudem ist zu bemerken, dass Dr.
W._
entgegen der
eindringlichen
Emp
fehlung sowohl der
Z._
-Gutachter aus dem Jahr 2016 als auch der
B._
-Gutachter (vgl. dazu Urk. 8/101 S. 53 und
E. 3
)
die
Opioid-Medikation
weiter
führt
. So verschreibt er dem Beschwerdeführer weiterhin etwa Fentanyl (vgl. Urk. 3/4 S. 2).
4.
7
Nach dem Gesagten kann
für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit
auf das
B._
-Gutachten abgestellt werden.
Wie aufgezeigt,
weisen auch die
nach Vor
liegen des
B._
-Gutachten
s
eingegangenen medizinischen Unterlagen keine zusätzlichen
Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit
aus
, noch besteht aufgrund dieser Anlass, weitere Abklärungen zu treffen.
Der medizinische Sachverhalt ist damit erstellt und weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich. Weitere ent
scheidwesentliche Erkenntnisse sind davon nicht zu erwarten (antizipierte Be
weiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
In
somatischer Hinsicht ist der Beschwerdeführer aufgrund der
koronaren Herz
krankheit (DES-Implantation RIVA und ACD) sowie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
und der Kachexie
in seiner angestammten Tätigkeit als
Ge
schäftsführer bei der
Y._
sowie in vergleichbaren, kör
perlich häufig schweren Tätigkeiten
laut Gutachtern wahrscheinlich
seit mehre
ren Jahren
, spätestens seit dem Infarkt am 1
6.
März 2015,
auf Dauer
nicht mehr arbeitsfähig
.
Es
besteht
und bestand
jedoch
in anderen körperlich leichten, wech
selbelastenden oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeiten
– abgesehen von der
dreimonatigen
Rehabilitationsphase nach erfolgter
Operation
im März 2015 (vgl.
E. 4.3.1
)
-
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(E. 3)
.
Die
B._
-Gutachter attestierten in psychiatrischer Hinsicht keine Einschrän
kung
der Arbeitsfähigkeit
.
Ein strukturiertes Beweisverfahren ist vorliegend ent
behrlich, da
die
B._
-Gutachter eine Arbeitsunfähigkeit in
nachvollziehbar
begründeter Weise verneint
en
und der möglich
erweise
gegenteiligen Einschät
zung von Dr.
BB._
–
soweit
dieser überhaupt von einer Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausg
ing
(vgl. E. 4.3.2 und E.
4.6.2
)
-
kein Beweiswert bei
zumessen ist
(BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1
;
Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2019 vom
8.
November 2019 E. 4.2.4
).
5.
Bezüglich der erwerblichen Auswirkungen der Einschränkungen der Arbeitsfä
higkeit kann grundsätzlich auf die unbestritten gebliebenen und im Grundsatz zutreffenden Ausführungen
und
Berechnungen der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom
2. Juli 2018
(Urk. 2) sowie im Berechnungsblatt des Einkom
mensvergleichs vom 13. April 2018 (Urk. 8/161) verwiesen werden. Aufgrund der erheblichen Einkommensschwankungen
als Geschäftsführer bei der
Y._
(vgl.
Urk.
8/160/2)
stellte
die Beschwerdegegnerin
zu Recht auf den Durchschnittswert der letzten fünf Jahre mit einem Valideneinkommen von Fr. 75'755.-- ab und stellte diesem ein Invalideneinkommen gestützt auf Ta
belle TA 1
(neu: TA1_Tirage_Skill_Level)
des Bundesamtes für Statistik (
LSE, To
tal Männer/Niveau 1 aus LSE 2014, Ausgabe 2016
) mit einem der Nominallo
h
n
entwicklung
und der im Jahr 2015 betriebsüblichen Arbeitszeit
angepassten Lohn für Hilfsarbeiter im Umfang von Fr. 66'653.-- gegenüber, sodass ein renten
auschliessender Invaliditätsgrad von 12 % resultiert.
Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen.
Die dreimonatige Arbeitsunfähigkeit von 100
%
in jeglicher Tätigkeit
vom 1
6.
März (Herzinfarkt) bis Mitte Juni 2015
ändert daran nichts
, zumal davon aus
zugehen ist, dass das Wartejahr zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgelaufen war. So
gingen die Gutachter des
Z._
ab Mitte März 2015 von einer vollen Ar
beitsunfähigkeit
in jeglicher Tätigkeit aus (
Urk.
8/101 S. 88 unten, S. 95), und auch
die
B._
-Gutachter
vermochten
erst ab dem erlittenen Herzinfarkt
Mitte März 2015 eine Arbeitsunfähigkeit mit Sicherheit
zu attestieren
(
Urk.
8/146 S. 58, S. 64)
; eine vor diesem Zeitpunkt eingetretene Arbeitsunfähigkeit erscheint auf
grund der Aktenlage nicht
als
überwiegend wahrscheinlich.
Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
6
.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr.
800
.-- festzu
set
zen
und entsprechend dem Verfahrensausgang
dem Beschwerdeführer
aufzuerle
gen.