Decision ID: b7b49625-266b-55ee-8aee-5447f5d68bba
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden verliessen Syrien gemäss ihren Angaben am 10. Juli 2003. Via Istanbul seien sie auf dem Seeweg nach Italien und danach am 17. Juli 2003 in die Schweiz gelangt, wo sie  in D._ um Asyl nachsuchten.
B. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2003 lehnte das Bundesamt die Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.
C. Mit Eingabe vom 28. Januar 2003 (recte: 2004) wurde bei der damals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK)  gegen die vorinstanzliche Verfügung erhoben.
D. Das für den Fall seit dem 1. Januar 2007 neu zuständige  wies die Beschwerde mit Urteil vom 6. November 2008 ab.
E. Mit Eingabe vom 16. März 2009 gelangten die Beschwerdeführenden durch ihre Rechtsvertreterin an das BFM und beantragten in  Hinsicht, es sei wiedererwägungsweise die Erfüllung der  festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren;  sei die Unzulässigkeit, die Unzumutbarkeit und die Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen.
In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um Erteilung der  Wirkung, und der Vollzug der Wegweisung und die Durchführung von Vorbereitungsmassnahmen seien im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu sistieren, bis über die aufschiebende Wirkung des  entschieden sei, zudem sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu .
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F. Mit Verfügung vom 25. März 2009 nahm das  die Eingaben an das BFM vom 16. März 2009 im Sinne seiner diesbezüglichen Erwägungen als Revisionsgesuch entgegen. Im  der geltend gemachten Wiedererwägungsgründe wurden die  dem Bundesamt zur Behandlung überwiesen. Gleichzeitig wies das Gericht sowohl das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als auch das Gesuch um Anordnung der aufschiebenden Wirkung ab.
G. Mit Verfügung vom 6. April 2009 lehnte das BFM das  ab, stellte fest, die Verfügung vom 19. Dezember 2003 sei rechtskräftig sowie vollstreckbar und einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu.
H. Mit Urteil vom 21. April 2009 wies das Bundesverwaltungsgericht das Revisionsgesuch vollumfänglich ab.
I. Mit Eingabe vom 7. Mai 2009 (Poststempel) an das  erhoben die Beschwerdeführenden durch ihre  gegen den vorinstanzliche Verfügung Beschwerde und liessen beantragen, diese sei aufzuheben und es sei ihnen wegen der  des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme zu , eventualiter sei die Sache zur Durchführung weiterer  an das BFM zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht  sie um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und um den Erlass vorsorglicher Massnahmen zwecks Verhinderung von  durch die kantonalen Behörden. Weiter wurde um  der unentgeltlichen Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht.
J. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Mai 2009 wurde der Antrag um Wiederherstellung der aufschiebenden  der Beschwerde gutgeheissen und festgestellt, die  dürften den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz . Die Beurteilung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltli-
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chen Prozessführung wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben; auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wurde verzichtet.
K. In seiner Vernehmlassung vom 20. Mai 2009 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde.
L. Mit Eingabe vom 2. Juni 2009 reichten die Beschwerdeführenden drei ärztliche Zeugnisse ein. Soweit entscheidwesentlich, wird in den  darauf eingegangen.
M. Auf eine entsprechende Anfrage hin teilte die Schweizerische  in Damaskus dem Bundesverwaltungsgericht mittels Schreibens der von ihr beauftragten Vertrauensärztin vom 20. Februar 2010 mit, dass in der Region X._ medizinische Einrichtungen – und insbesondere ein Spital – verfügbar seien; die angegebenen  Probleme der Beschwerdeführenden seien dort . Aramäische Christen hätten in der genannten Region hinsichtlich der medizinischen Versorgung die gleichen Rechte wie  muslimischer Religionszugehörigkeit und würden  nicht diskriminiert.
N. Mit Schreiben vom 12. April 2010 reichten die Beschwerdeführenden weitere Beweismittel (Empfehlungsschreiben, Unterschriftenbogen  Unterstützungsaktion und Betreibungsregisterauszüge) zu den .
O. Mit Eingabe vom 1. November 2010 reichten die  weitere Beweismittel, welche bereits im Asylverfahren von E._, Sohn von F._ im Original zu den Akten gegeben worden seien, in Kopie ein.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung berührt, haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung und sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Wiedererwägung wird im Gegensatz zur Revision im VwVG nicht explizit geregelt. Grundsätzlich stellt ein Wiedererwägungsgesuch  blossen Rechtsbehelf dar, auf dessen Behandlung durch die  Behörde kein Anspruch besteht. Unter bestimmten  wird aber vom Bundesgericht aus Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101; vgl. dazu BGE 127 I 137 E. 6) ein  Anspruch auf Wiedererwägung abgeleitet. Danach ist auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn erhebliche  oder Beweismittel geltend gemacht werden, die im früheren  nicht bekannt waren oder damals noch nicht geltend gemacht
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werden konnten, oder aber wenn sich die Umstände seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert haben (vgl. dazu die nach wie vor  und zutreffenden Ausführungen in den Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 7).
Bei einem Nichteintretensentscheid des BFM wegen mangelnder  des Wiedererwägungsgesuches prüft das  einzig, ob das Bundesamt zu Recht auf das Gesuch nicht eingetreten ist. Bei der materiellen Abweisung des  durch das Bundesamt besteht volle Kognition. Geprüft wird aber nur im Umfang des ursprünglichen Wiedererwägungsgesuchs; eine Ausweitung des Prüfungsgegenstandes auf Beschwerdeebene ist nicht möglich. Zu untersuchen ist weiter nur, ob die Veränderung der Sachlage eine Neubeurteilung rechtfertigt, nicht aber, ob die  Beurteilung angemessen war.
3.
3.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung, mit welcher das Wiedererwägungsgesuch abgewiesen wurde, aus, in Syrien gebe es eine staatliche Krankengrundversorgung. Die medizinische  sei regional unterschiedlich, weise aber insbesondere in  einen vergleichsweise hohen Standard auf. So würden dort drei staatliche und drei private Herzzentren zur Verfügung stehen. Auch in den anderen grösseren Städten gebe es einen vergleichsweise hohen ärztlichen Versorgungsstandard. Zudem seien die für die Behandlung von Herzerkrankungen erforderlichen Medikamente grundsätzlich .
Weiter habe der Beschwerdeführer C._ einen als "Ärztliches Zeugnis" bezeichneten Beleg des Kantonsspitals (...) eingereicht, aus welchem jedoch lediglich hervorgehe, dass er sich zwischen dem 23. und 26. November 2008 in diesem Spital aufgehalten habe und bis zum 28. November 2008 zu 100 Prozent arbeitsunfähig gewesen sei. Ein solches Dokument sei offensichtlich nicht geeignet, ein allfälliges Hindernis des Wegweisungsvollzugs zum heutigen Zeitpunkt (April 2009; Anm. BVGer) zu begründen. Es werde insbesondere auf die entsprechenden Ausführungen in der Verfügung des BFM vom 19.  2003 und auf jene des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 6. November 2008 verwiesen. Die Beschwerdeführenden seien
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daher auch unter Berücksichtigung ihres angeschlagenen  nicht auf einen weiteren Verbleib in der Schweiz . Die Rückkehr sei weiterhin zumutbar.
Schliesslich sei auch die von den Beschwerdeführenden eingereichte Petition, mit der sich zahlreiche Personen für deren Verbleib in der Schweiz einsetzen würden, nicht geeignet, die Verfügung vom 19.  2003 in Wiedererwägung zu ziehen. Gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG falle es nämlich in die Kompetenz der kantonalen Behörden, unter bestimmten Voraussetzungen (Aufenthaltsdauer, fortgeschrittene Integration) – und mit Zustimmung des Bundesamtes – eine  zu erteilen.
3.2 In der Beschwerde wird der Vorinstanz entgegengehalten, es handle sich bei den Beschwerdeführenden um aramäische Christen aus der Region X._. Diese Volksgruppe bilde in Syrien generell eine benachteiligte Minderheit, die von der islamischen  schikaniert werde. Dies wirke sich insbesondere auf die medizinische Versorgung und auf den Zugang zu spezialisierten medizinischen Dienstleistungen aus, auf welche die  angewiesen seien. Es genüge nicht, dass die medizinischen Einrichtungen und die nötigen Medikamente vorhanden seien,  sei erforderlich, dass Personen, die auf diese medizinische  angewiesen seien, auch tatsächlich Zugang zu den  medizinischen Dienstleitungen hätten. Es sei offensichtlich, dass sich die Beschwerdeführenden die Behandlung in einem Privatspital in Damaskus nicht leisten könnten. In einem öffentlichen Spital hätten sie jedoch als aramäische Christen keinen Zugang zu spezialisierten , da diese nur beschränkt vorhanden und in erster Linie der islamischen Mehrheitsbevölkerung zugänglich seien.
A._ habe Ende letzten Jahres einen Herzinfarkt erlitten, was durch ein ärztliches Zeugnis belegt sei; zudem sei er Diabetiker. In einem neueren Zeugnis werde darauf hingewiesen, dass er dauernder medizinischer Betreuung bedürfe. Wie bei Herzpatienten üblich, könne betreffend einen weiteren Herzinfarkt von ärztlicher Seite keine präzise Aussage gemacht werden. Eine allfällige Ausschaffung könne jedoch zu unmittelbaren gesundheitlichen Komplikationen führen. Wegen der mangelhaften Behandlungsmöglichkeit in Syrien liege bei der  der Beschwerdeführenden eine konkrete Gefährdung vor, welche durch die Gewährung der vorläufigen Aufnahme abgewendet werden
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könne. Es sei auch zu berücksichtigen, dass die  schon beinahe sechs Jahre in der Schweiz leben würden und sehr gut in die hiesigen Verhältnisse integriert seien. Zum Beleg werde unter anderem auf die Empfehlungsschreiben und auf die  Arbeitszeugnisse verwiesen.
4.
4.1
4.1.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
4.1.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei - nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10.  1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder  unterworfen werden.
4.1.3 Es ergeben sich weder aus den Aussagen der  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahr-
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scheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche  drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im  lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der  sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen  zulässig.
4.2
4.2.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
4.2.2 Gründe ausschliesslich medizinischer Natur lassen den  im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen, es sei denn, die erforderliche Behandlung sei wesentlich und im  nicht erhältlich. Dabei wird als wesentlich die allgemeine und dringliche medizinische Behandlung erachtet, welche zur  einer menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist (BVGE 2009/2 E. 9.3.2 mit weiterem Hinweis).
4.2.3 In Syrien herrscht zur Zeit weder Krieg oder Bürgerkrieg noch liegt eine Situation allgemeiner Gewalt vor. Das Zusammenleben der muslimischen Mehrheit mit der christlichen Minderheit ist vorwiegend friedlich geprägt, und gelegentliche Schikanen seitens der kurdischen oder arabischen Bevölkerung gegenüber der christlichen Minderheit sind nicht in einem Ausmass vorhanden, wonach eine Rückkehr als unzumutbar betrachtet werden müsste.
Es steht fest, dass in Syrien die für die Beschwerdeführenden er-
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forderliche Behandlung verfügbar wäre. Diese bringen jedoch vor, sie könnten sich die Behandlung in einem Privatspital in Damaskus nicht leisten. In einem öffentlichen Spital hätten sie aber als aramäische Christen keinen Zugang zu spezialisierten Behandlungseinrichtungen, da diese nur beschränkt vorhanden und in erster Linie der islamischen Mehrheitsbevölkerung zugänglich seien. Diese Behauptung deckt sich nicht mit den Ausführungen der von der Schweizerischen Botschaft in Damaskus beauftragten Vertrauensärztin. In ihrer Antwort vom 20. Februar 2010 führte sie aus, dass aramäische Christen in der  Region hinsichtlich der medizinischen Versorgung die  Rechte hätten wie Staatsangehörige muslimischer  und diesbezüglich nicht diskriminiert würden.
Hinsichtlich der angeblich guten Integration der Beschwerdeführenden in der Schweiz ist auf Art. 14 Abs. 2 AsylG zu verwiesen, wonach der Kanton (mit Zustimmung des Bundesamtes) einer nach diesem Gesetz zugewiesenen Person unter gewissen Voraussetzungen eine  erteilen kann.
4.2.4 Das Bundesverwaltungsgericht erachtet demnach den Vollzug der Wegweisung als zumutbar. Die mit Eingabe vom 1. November 2010 eingereichten weiteren Beweismittel vermögen an dieser Feststellung nichts zu ändern; schliesslich ist der Gegenstand des vorliegenden Verfahrens einzig der Vollzug der Wegweisung im Rahmen eines beim BFM anhängig gemachten Wiedererwägungsgesuchs (Erw. 2).
4.3 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
5. Die Vorinstanz hat den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine  der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig
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und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). An dieser Stelle ist über das mit Einreichung der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG, dessen Behandlung auf später verschoben wurde, zu befinden. Da die Bedürftigkeit erstellt ist – die Beschwerdeführenden beziehen Nothilfe – und die Rechtsmittelbegehren nicht als  im Sinne des Gesetzes bezeichnet werden konnten, ist das  gutzuheissen. Infolge der Gutheissung des Gesuchs um  der unentgeltlichen Prozessführung wird jedoch praxisgemäss auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet.
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