Decision ID: 6aced667-d74f-4794-a28a-cfd87dec9ec7
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969, war ab 1. Februar 2020 in einem Teilzeitpensum bei der
Y._
GmbH im Bereich Support tätig (Urk. 12/97). Am 27. April 2020 kün
digte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 30. Juni 2020 (Urk. 12/98). Am 8. Juli 2020 meldete sich der Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermitt
lungs
zentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 12/99) und stellte am 26. August 2020 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
(im Folgenden: Kasse)
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 8. Juli 2020 (Urk. 12/94). Mit Verfügung vom
13. Oktober 2020 verneinte die Kasse den Anspruch auf Arbeitslosen
ent
schädigung ab 8. Juli 2020 mangels erfüllter Beitragszeit
(Urk. 12/27). Die da
gegen erhobene Einsprache des Versicherten vom 25. Oktober 2020 (Urk. 12/24) wies sie mit Entscheid vom 4. Dezember 2020 ab (Urk. 12/20 = Urk. 2).
2.
Am 22. Januar 2021 erhob der Versicherte gegen den Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2020 (Urk. 2) Beschwerde mit dem Antrag, dieser sei aufzuheben und der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 8. Juli 2020 sei zu be
jahen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2). Mit Beschwerdeantwort vom 26. Februar 2021 schloss die Kasse auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Am 1. April 2021 reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme (Urk. 17) und weitere Unter
lagen (Urk. 18/1-6) ein. Mit Verfügung vom 19. April 2021 wurde dem Be
schwer
deführer antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Rechtsver
tre
tung bewilligt (Urk. 19).
Am 8. Juli 2021 holte das Gericht den Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug) des Beschwerdeführers betreffend die Jahre 2016 bis 2020 (Urk. 22
; vgl. Urk. 23-24
) und
am
23. August 2018
dessen Steuerakten der Jahre 2018 bis 2020
(Urk. 25
; vgl. Urk. 26-27
) ein. Der Beschwerdeführer reichte am 20. September
2021
die Steuererklärung für das Jahr 2020 ein (Urk. 28). Da die Einkommen der Jahre 2019 und 2020 dem IK-Auszug noch nicht entnommen werden konnte
n
, wurde das Verfahren bis zum 1. November 2021 sistiert (Urk. 30) und die Sistie
rung nach der Eintragung der Einkommen im Individuellen Konto am 4. Oktober 2021 aufgehoben (Urk. 34
; vgl. Urk. 32-33
, Urk. 36
). Die Parteien nahmen zum IK-Auszug und zu den Steuerunterlagen am 3. November 2021 (Urk. 39) respek
tive am 5. November 2021 (Urk. 42) Stellung. Die Stellungnahmen wurden den Parteien am 10. November 2021 (Urk. 43) und 16. November 2021 (Urk. 44) ge
genseitig zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt unter anderem voraus, dass die versicherte Person die Beitragszeit (Art. 13 des Bundesgesetzes über die obli
gatorische Arbeitslosenversicherung
und die Insolvenzentschädigung, AVIG
) er
füllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 14 AVIG; Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG).
1.2
Nach Art. 9 Abs. 1 AVIG gelten - soweit das Gesetz nichts
anderes
vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rah
menfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG).
Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rah
men
frist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2
AVIG
).
1.3
Gemäss Art.
11 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) zählt jeder volle Kalendermonat, in dem die versicherte Person beitragspflichtig ist, als Beitragsmonat (Abs.
1). Bei ange
brochenen Kalendermonaten (Beginn oder Ende der ausgeübten Beschäftigung im Laufe des Monats) werden Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalender
mo
nat umfassen, zusammengezählt, wobei je 30 Kalendertage als ein Beitrags
monat gelten (Abs.
2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 8. Juli 2020 mit der Begründung, de
m
Beschwerdeführer könn
t
e
n
während der massgebenden Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 8. Juli 2018 bis 7. Juli 2020
vom 6. September bis 1. Oktober 2018, vom 1. bis 31. Juli 2019, vom 1. bis 30. September 2019, vom 1. November 2019 bis 31. Januar 2020, vom 1. Februar bis 30. Juni 2020 sowie vom 1. Juni bis 7. Juli 2020 beitragspflichtige Beschäfti
gungen angerechnet werden, was einer Beitragszeit
von lediglich 11.073 Monaten
entspreche
(Urk. 2 S. 2 Ziff. 2).
Dass der Beschwerdeführer vom 1. bis 31. Oktober
2019 eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt habe, sei nicht erstellt (Urk.
10
S. 2
; vgl. auch Urk. 42
).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
ein
(Urk. 1)
,
er habe vom 1. bis 31. Oktober 2019
eine Beschäftigung
ausgeübt, die die Beschwerdegegnerin zu Unrecht
nicht berücksichtigt
habe
.
Diese entspreche einem Beitragsmonat, so dass er auf eine Beitragszeit von 12.073 Monate komme (S. 9 Ziff. 22). Dass er für diese Tätigkeit Lohn bezogen habe, habe er belegt (Urk. 17 S. 2 Ziff. 4), und er habe das Einkommen auch gegenüber den Steuerbehörden deklariert (Urk. 28 S. 2 Ziff. 3).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, o
b der Beschwerdeführer innerhalb
der Rahmenfrist vom 8. Juli 2018 bis 7. Juli 2020
während mindestens zwölf Monaten eine bei
trags
pflich
tige Beschäftigung ausgeübt hat.
3.
3.1
Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung beantwortete d
er Beschwerdeführer die Frage, bei welchen Arbeitgebern er vor dem letzten Arbeitsverhältnis tätig war, folgendermassen (Urk. 12/94 Ziff. 29):
Y._
GmbH,
Z._
1. Februar bis 30. Juni 2020
A._
(früher
B._
),
C._
1. Juli 2019 bis 31. Juli 2020
H._
,
D._
,
E._
6. September bis 1. Oktober 2019
(richtig: 2018; vgl. Urk. 12/52-54)
F._
, Inh.
X._
,
G._
1. Juni 2018 bis 31. Mai 2019
Folgende
Arbeitgeberbescheinigungen
wurden der Beschwerdegegnerin einge
reicht
: v
on der
Y._
GmbH für
die
Dauer vom 1. Februar bis 30. Juni 2020 (Urk. 12/84), der
A._
für die Dauer vom 1. Juli 2019 bis 31. Juli 2020 (Urk. 12/79)
,
wobei
der Beschwerdeführer
für diese lediglich in den Monaten Juli, September, November und Dezember
2019
, sowie Januar, Juni und Juli 2020 tätig war (Urk. 12/67 und Urk. 12/81),
des
H._
für die Dauer vom 6. September bis 1. Oktober 201
8
(Urk. 12/52) sowie der
F._
für die Dauer vom 1. Juni 2018 bis 31. Mai 2019 (Urk. 12/36).
Im Einspracheverfahren reichte der Beschwerdeführer die Arbeitgeberbeschei
ni
gung der
Y._
GmbH, mit welcher eine beitragspflichtige Tätigkeit vom 1. bis 7. Juli 2020 bestätigt wurde (Urk. 12/24/7)
,
ein. Diese Tätigkeit fand bei der Berechnung der Beitragszeit
durch die Beschwerdegegnerin
allerdings keine Be
rücksichtigung,
da sich die Beschäftigung mit derjenigen mit der
A._
über
schneidet.
Dies blieb unbestritten und ist rechtens, womit nicht weiter darauf einzugehen ist.
Gestützt auf die Arbeitgeberbescheinigungen
ermittelte die Beschwerdegegnerin insgesamt
11.073 Beitragsmonate.
3.2
Erst mit Beschwerde reichte der Beschwerdeführer eine
Arbeitgeberbe
scheinigung
der
Y._
GmbH für die Dauer vom 1. bis 31. Oktober 2019 (Urk. 3/7
/1
) ein.
Der Bes
cheinigung
ist zu entnehmen, dass
er
als Aushilfe befristet angestellt war (Ziff. 3 und 11)
und ein
Bruttogehalt von Fr. 2'400.
erzielte
(Ziff. 16)
.
Laut
Lohnabrechnung vom
1. November 2019 (Urk. 3/7/2) leistete
der Beschwerde
füh
rer im Oktober 2019 120 Stunden zu einem Stundenlohn von Fr. 20.
.
Der Netto
lohn von Fr. 2'246.40 wurde dem Beschwerdeführer gemäss Bestätigung der Arbeit
geberin (Urk. 18/4) erst am 2. März
2020 bar ausbezahlt. G
emäss IK-Aus
zug vom 22. September 2021 (Urk. 33) und 28. September 2021 (Urk. 36)
wurde das Einkommen
gegenüber der Ausgleichskasse deklariert
.
Laut Arbeitgeberbescheinigung vom 5. August 202
0
(Urk. 1
2/84)
wurde dem
Be
schwerdeführer
von
der
Y._
GmbH für die Anstellungsdauer von Februar bis Juni 2020 ein Gehalt von Fr. 18'750.
ausbezahlt (Ziff. 16). Der letzte Monats
lohn betrug Fr. 3'750.
(
Ziff.
17
).
Dies entspricht dem Arbeitsvertrag
vom 1. Februar 2020 (Urk. 12/97)
, wonach
die
Y._
GmbH und der Beschwer
de
führer ein monatliches Gehalt von Fr. 3'750.
, welches 12 x
zur Auszahlung gelangen soll, vereinbarten
(S. 4 Ziff. 4.1).
Der im Einspracheverfahren einge
reichten Arbeitgeberbescheinigung vom 24. August 2021 (Urk. 12/24/7) kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer bei der
Y._
GmbH vom 1. bis 7. Juli 2020 eine beitragspflichtige Beschäftigung ausübte
(Ziff. 2)
.
Laut
Lohnab
rechnung vom 24. August 2020
arbeitete
er in dieser Periode 59.5 Stunden und
erzielte
dafür ein Bruttoeinkommen von Fr. 1'785.
(Urk.
12/24/8).
Gegenüber
der Ausgleichskasse
wurde
ein Lohn
von Februar
bis Juli
2020
im
Betrag von Fr. 20'535.
deklariert
(Urk. 33 und Urk. 3
6
)
, was der Summe der in den Arbeit
geberbescheinigungen aufgeführten Bruttolöhnen entspricht
.
Der Beschwerdeführer deklarierte in der Steuererklärung für das Jahr
2019 keinen Lohn der
Y._
GmbH (vgl. Urk. 27/2)
.
Für das Jahr 2020 gab er einen
Nettolohn d
er
Y._
GmbH von Fr. 20'420.
(Urk. 29)
an
. Dies
er
entspricht
gemäss dem Lohnausweis vom 24. März 2021 (Urk. 18/6)
dem im IK-Auszug deklarierten Bruttolohn der Monate Februar bis Juli 2020 von Fr. 20'535.
und dem im März 2020 nachbezahlten Bruttolohn von Fr. 2'400.
.
3.3
Obwohl der Beschwerdeführer die Tätigkeit für die
Y._
GmbH im Oktober 2019 belegte, ergeben sich a
us den obigen Ausführungen verschiedene Unge
reimtheiten: Die
Barauszahlung
des Lohnes für Oktober 2019 wurde
nicht - wie üblicherweise - vom Empfänger quittiert, sondern von der Arbeitgeberin bestä
tigt
. Ausserdem reichte der Beschwerdeführer
die Bestätigung erst ein,
nachdem die Beschwerdegegnerin
die Beschäftigung
mit Beschwerdeantwort
in Zweifel gezogen hatte
.
Sodann trägt die
Arbeitgeberbescheinigung betreffend das be
fristete Arbeitsverhältnis im Oktober 2019
(Urk. 3/7/1)
das gleiche Ausstel
lungsdatum (
5
. August 2020) wie dasjenige betreffend das Arbeitsverhältnis von Februar bis Juni 2020
(Urk. 12/84). Nachdem in der Arbeitgeberbescheinigung nach den Beschäftigungszeiten in den letzten zwei Jahren gefragt wird (Ziff. 16), ist unerklärlich, weshalb die Tätigkeit im Oktober 2019 nicht im selben Formular erfasst wurde
. Zudem ist
unverständlich
, weshalb die zwei Formulare gleichen Datums nicht gleichzeitig
der Beschwerdegegnerin
eingereicht wurden
, was vom Beschwerdeführer nie geltend gemacht wurde
.
Unerklärlich ist auch, weshalb der
Beschwerdeführer
einspracheweise
die stundenweise Beschäftigung bei der
Y._
GmbH im Zeitraum vom 1. bis 7. Juli 2020 geltend
gemacht
hat
, nicht aber be
merkt haben will, dass die Beschäftigung im Oktober 2019 nicht berücksichtigt
worden ist
.
Diese Aspekte vermögen Zweifel
am Wahrheitsgehalt der
Aussagen und Belege des Beschwerdeführers zu erwecken.
Insgesamt
lassen damit die
Umstände
, dass
der Beschwerdeführer
anfänglich
mit
der
Einsprache
lediglich 7 zusätzliche Beschäftigungstage
geltend machte
, die
wegen der gleichzeitigen Beschäftigung für die
A._
allerdings
nicht zur An
rechnung gelangte
n
(vgl. vorstehend E. 3.1)
,
und
dass
die Arbeitgeberbe
schei
nigung
für den
Monat Oktober 2019
der Beschwerdegegnerin nie
ein
ge
reicht
wurde
,
vermuten, dass die Arbeitgeberbescheinigung
en sowohl bezüglich der be
haupteten Tätigkeit vom 1. bis 7. Juli 2020 als auch im Oktober 2019
von der Arbeitgeberin
nachträglich
gefälligkeitshalber ausgestellt wurde
n und beide Beschäftigungen nie stattfanden.
Schliesslich erscheint nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer, nachdem er fast ein halbes Jahr auf die Lohnzahlung für die behauptete Arbeitsleistung im Oktober 2019 hatte warten müssen, wieder bei derselben Arbeitgeberin anheuerte.
Zwar ist das behauptete Einkommen
im IK-Auszug eingetragen
und hat
der
Be
schwerdeführer das Einkommen gegenüber den Steuerbehörden deklariert
. Aller
dings fanden
diese Handlungen erst statt, nachdem das Gericht
am 8. Juli 2021 (Urk. 2
2
) und 23. August 2021 (Urk. 25)
Auskünfte bei den entsprechenden Stellen einholte
(vgl. Urk. 23 und Urk. 27/3)
, so dass der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann
.
3.4
Zusammenfassend ist nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass de
r
Be
schwerdeführer
im
Oktober 2019
eine beitragspflichtige Tätigkeit ausgeübt hat. Damit hat er die
Beitragszeit von einem Jahr
nicht erfüllt, womit auch
die Vor
aussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung nicht erfüllt
sind
.
4.
Insoweit sich der Beschwerdeführer auf den Vertrauensschutz berufen wollte, in
dem er vorbrachte, es sei i
h
m am 7. Oktober 2020
von der zuständigen
Mit
arbei
terin
der Beschwerdegegnerin zugesichert worden, dass
er mit einer baldigen Über
weisung seines Guthabens rechnen dürfe
(Urk. 1 S. 6 Ziff. 9)
, machte er nicht geltend, welche nicht mehr ohne Nachteile rückgängig zu machenden Dispo
si
tio
nen er aufgrund dieser Auskunft getroffen hat
. Dass ihm der Gang zur Sozialhilfe nicht erspart blieb, hat nichts mit der behaupteten fehlerhaften Auskunft zu tun. Ausserdem gilt
der blosse Verbrauch von Geldmitteln nicht als Disposition (ARV 199 Nr. 40 S. 237. f).
5.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
6.1
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (GebV SVGer) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
6.2
Der vo
n der
Rechtsvertreter
in
des Beschwerdeführers mit Honorarnote vom
13. Dezember 2021 (Urk. 45)
geltend gemachte Zeitaufwand von
23.5
Stunden ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht ange
messen. So erscheint
insbesondere
ein Gesamtaufwand für Aktenstudium
und Besprechung
von
5.25
Stunden
vor Beschwerdeerhebung
und ein Aufwand für das Verfassen der Beschwerdeschrift von
7.75
Stunden
als überhöht.
Für
die In
struktion
und
das
Aktenstudium
ist ein Aufwand von
3
Stunden
zuzulassen und
f
ür die Beschwerdeschrift erscheint ein Aufwand von
4
Stunden als angemessen
.
Auch erscheint ein Aufwand für das Studium der mit Gerichtsverfügung vom
4. Oktober 2021 (Urk. 34) zugestellten Akten sowie das Verfassen der Stellung
nahme von 3 Stunden als überhöht
,
ein Aufwand von 1.5 Stunden
dafür hingegen
als angemessen.
Damit ist der Zeitaufwand um
7.5
Stunden zu kürzen, womit
16
Stunden
zu entschädigen sind, was
im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen als grosszügig erscheint.
Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr.
220.
und der geltend gemachten Barauslagen von Fr.
77.80
ist d
ie
Rechtsvertreter
in
des Beschwerdeführers für
ihre
Bemühungen mit Fr.
3’875
.
inklusive Mehrwertsteuer (MWST) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
6.3
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.