Decision ID: 5b12064e-ffd9-49c4-8fbe-6ca660f22f35
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
51
,
ausgebildete Ärztin (Studium in
Y._
)
, war
nach ihrer Einreise in die Schweiz von März 1992 bis Mai 1999 als Crew Mitarbeiterin bei
Z._
in
A._
und
seit Juni 19
99
als
Ver
kaufsberaterin
für die
B._
in
C._
tätig (vgl. Urk.
6
/
2
Ziff.
5.2 und
Ziff.
5.4;
Urk.
3/2;
Urk.
6/27/3
).
Im
Oktober 2004
erlitt die Versicherte in
Y._
einen Hirninfarkt mit rechtsseitiger Lähmung (vgl.
Urk.
6/21 S. 1). Nach der Rückkehr in die Schweiz
reduzierte sie ihr
Arbeits
pensum
krankheitsbedingt
auf
50 % (vgl.
Urk.
6/27 S. 3
Ziff.
2.2
).
Am
31. März 2010
meldete
sich
die Versicherte
bei
der Invalidenversicherung
zum Bezug ei
ner Rente
an (Urk.
6/2
).
Per Februar 2011 wurde ihr die Stelle bei
B._
gekündigt (vgl.
Urk.
6/27/3 unten).
1.2
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte einen Aus
zug aus dem individuellen Konto (
Urk.
6
/9
),
einen Arbeitgeberbericht (Urk.
6
/1
0
) so
wie medizinische Berichte (
Urk.
6/20-21
) ein
und
liess am 2
2.
Au
-
gust
2011 die beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt ab
klären (Bericht vom 18. Oktober 2011,
Urk.
6/27)
. Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(vgl.
Urk.
6
/
31
;
Urk.
6/35
)
verneinte
sie
mit Verfügung vom
20. März 2012
einen Anspruch der
Versicherten
auf eine Invalidenrente
(
Urk.
6
/
39
= Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom
20. März 2012
(Urk. 2) erhob die
Versicherte am
2
9
.
April
2012
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die
se sei aufzuheben und es sei ihr, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 60 % in der Erwerbstätigkeit, eine Rente zuzusprechen
(S. 2
unt
en). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Ver
nehmlassung vom
3
1. Mai 2012
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
5)
. Diese Eingabe wurde de
r
Beschwerdeführer
in
am
19. Juni
2012
zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
7
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
D
ie massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die
Inva
-
lidi
tätsbemessung
(Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) und den Rentenanspruch (Art. 28 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG), sind im angefochtenen
Entscheid zutreffend wiedergegeben (
Urk.
2 S. 1). Darauf kann, mit den nach
stehenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis
wird
zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003
S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E. 6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei Gesundheit zu
55
%
erwerbstätig und zu 4
5
%
im Haushalt tätig wäre
(S. 2; trotz der widersprüchlichen Angabe auf S. 1, wonach sie weiterhin ihrer Tätigkeit als Verkaufsberaterin zu einem Pensum von 70 % bis 80
% nachgehen würde)
.
Des Weiteren hielt sie fest, dass d
er
Be
schwerdeführerin
aus ärztlicher Sicht die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Verkaufsberaterin wie auch eine behinderungsangepasste
Tätigkeit zu
5
0
%
zumutbar sei
(S.
2
oben).
Die Beschwerdegegnerin
stellte einem
Validenein
kommen
von Fr.
26
'
426.4
0 ein Invalideneinkommen von Fr.
24
'
024.
--
gegen
über und
ermittelte eine Einschränkung von
9.09
% im Erwerbsbereich, entspre
chend einem Teilinvaliditätsgrad von
5
%. Zusammen mit dem
Teilinvaliditäts
grad
im Haushaltsbereich von
9.45
% (Einschränkung von
21
% bei einem An
teil von 4
5
%) resultierte somit ein Invaliditätsgrad von
14.45
%, weshalb die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren abwies (S.
2
Mitte).
2.2
Die Beschwerdeführerin
machte
in ihrer Beschwerde (Urk. 1)
geltend, dass sie heute ohne Gesundheitsschaden zu 100 % erwerbstätig wäre.
Sie würde
als
Ärztin ein bedeutend höheres Jahreseinkommen er
zielen. Auch wäre sie nicht gezwungen,
als Verkaufsberaterin in der Firma
B._
im
Teil
zeitver
hältnis
tätig zu sein, da sie i
nfolge ihrer Invalidität nicht meh
r alle Aufgaben erfüllen könne. Das vor ihrer Erkrankung
durchschnittlich
erzielte
Erwerbsein
kommen
von jährlich Fr. 25‘988.--
begründe sich damit, dass sie als Mutter ei
nes Sohnes infolge erzieherischer Aufgaben nicht einem vollen Arbeitspensum habe nachgehen können. Auch hätten sich a
us familiären und gesundheitlichen Gründen
einige längere Aufenthalte in
Y._
mit Lohnausfall
ergeben.
Be
reits im Jahr 1993 hätten sich gemäss Bericht von
Dr.
D._
Anzeichen für ihre spätere Invalidität gezeigt. Somit seien nicht die mangelnden
Deutsch
kenntnisse
Grund
gewesen, eine Anstellung bei
Z._
anzunehmen (S. 1 f.). Sie sei infolge ihrer Invalidität gezwungen, die Tätigkeit als
Verkaufsberate
rin
auszuüben, und auch dies nur mit einem beschränkten Aufgabenbereich
(S. 2).
2.3
Z
u prüfen ist
demnach
der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine
Inva
-
liden
rente
. Strittig
sind
insbesondere die Qualifizierung
der Beschwerde
führerin
als zu 55
%
erwerbstätig und zu 45
%
im Haushalt tätig sowie die Höhe des
Valideneinkommens
.
3.
3.1
Dr.
med.
D._
, Spezialarzt FMH für Neurologie,
führte im
Bericht vom 6. Dezember 1993 (
Urk.
6/20/15-18) aus,
dass bei der Beschwerdeführerin im August 1993 nachts
folgende Symptome aufgetreten seien: Weisswerden im Gesicht, Kaltwerden der Hände, Sprachverständnis-Störung (den Mann nicht mehr verstanden, sinnlose Antworten gegeben). Die Störung habe etwa fünf bis zehn Minuten gedauert, vorangehend habe sie starke linksfrontale Kopfschmer
zen gehabt. Anfangs November 1993 sei es erneut zu einer Episode mit Koordi
nationsstörung in den Händen gekommen. Sie habe beim Versuch zu sprechen kein Wort heraus gebracht und beim Versuch zu schreiben den Satz verdreht. Dieses Mal seien nachfolgend starke linksfrontale Kopfschmerzen aufgetreten.
Dr
.
D._
gab an, die
Ursache der im August
19
93 aufgetretenen und im No
vember rezidivierten
Dysphasie
, gefolgt von Kopfschmerzen, sei
wahrscheinlich eine
migraine
accompagnée
.
Für diese Diagnose sprächen die folgenden Kopf
schmerzen. Eine transient-ischämische Attacke im Media-Stromgebiet links sei bei bekanntem kleinem
Mitralklappenkollaps
nicht ganz sicher auszuschliessen, die nachfolgenden Kopfschmerzen sprächen aber eher dagegen.
Dopplersono
graphisch
habe er keine
Emboliequelle
extra- oder
transkraniell
feststellen kön
nen. Klinisch neurologisch bestünden jetzt wieder normale Befunde.
Auch das Elektro-Enzephalogramm
habe
keine Herdbefunde und keine epilepsie-spezifi
sche
n
Potentiale
gezeigt
(S. 3
unten
)
.
3.2
Dem
Bericht
von
Dr.
D._
vom 15. Juli 1999 (
Urk.
6/20/13-14)
ist die Diag
nose einer
einfache
n
Migräne sowie eine
r
Migräne mit Aura
zu entnehmen
(S. 1)
.
3.3
Dr.
D._
nannte im Bericht vom
2.
Juni 2005 (
Urk.
6/1/8-10) folgende Diag
nosen (S. 1):
Status nach
Endarterektomie
eines flottierenden
Carotis
interna
-Throm
bus links am 24. Oktober 20
04 mit Infarzierung im rechten
Mediastrom
gebiet
, klinisch
regrediente
motorische
Hemisymptomatik
rechts und Aphasie
einfache Migräne und Migräne mit Aura
Dr.
D._
gab an, dass anfangs September 2004 eine Sprachstörung aufgetre
ten sei (sie habe nicht mehr
D
eutsch sprechen können), welche etwa fünf Mi
nuten gedauert habe. Im Oktober 2004 in
Y._
habe sie die Hand nicht mehr richtig bewegen können (motorische Störung der rechten Hand während drei bis vier Minuten). Die Sprache sei normal gewesen, sie habe aber eine „Konfusion“ im Kopf gehabt. Am 10. Oktober 2004 morgens im Bett seien eine rechtsseitige Lähmung und Aphasie aufgetreten, sie sei blass gewesen und
geh
unfähig
. Im Spital bei
E._
habe man im Bereich der
Carotis
interna
links
ei
nen
flottierenden Thrombus festgestellt, der dann am 24. Oktober 2004
end
arterektomiert
worden sei (S. 1).
Dr.
D._
führte weiter aus, die Beschwer
deführerin habe sich von der rechtsseitigen motorischen
Hemisymptomatik
und der Aphasie vollständig erholt.
Klinisch-neurologisch seien keine Ausfallser
scheinungen mehr feststellbar
(S. 3)
.
Eine postoperative Dopplerkontrolle am
27. Oktober 2004 sei unauffällig gewesen (S. 1).
3.4
Dem Bericht
des Herzzentrums der Klinik
F._
vom 4. November 2005 (
Urk.
6/1/5-7)
sind
folgende Diagnosen
zu entnehmen
(S. 1):
diskreter
Mitralklappenprolaps
mit minimer
Mi
tr
alinsuffizienz
funktionelle
Thoraxbeschwerden
Dyslipidämie
Status nach
zerebrovaskulärem
Insult mit Aphasie und
Hemisyndrom
rechts
im
Oktober 2004
Zur Beurteilung wurde ausgeführt, die anstrengungsunabhängigen, vor allem in emotionalen Belastungssituationen auftretenden
Thoraxbeschwerden
seien am ehesten als funktionelle Symptome zu deuten. Eine eigentliche Angina
pectoris
liege nicht vor. In der
Fahrradergometrie
seien keine subjektiven oder
elektro
kardiographischen
Zeichen einer
myokardialen
Ischämie aufgetreten. Der anamnestisch bekannte
Mitralklappenprolaps
sei nur leicht ausgeprägt. Diesbe
züglich bedürfe es keiner weiterer Massnahmen oder Therapie (S. 2).
3.5
Dr.
D._
nannte mit Bericht vom 5. Januar 2011 zuhanden der
Beschwerde
gegnerin
(
Urk.
6/20/5-6) dieselben Diagnosen wie in seinem früheren Bericht vom Juni 2005. Zusätzlich
gab
er einen Status nach Nikotinkonsum bis etwa 1994 sowie eine
Dyslipidämie
an (
Ziff.
1.1).
Als Befunde führte er
verminderte Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Stressintoleranz
an
(
Ziff.
1.7)
. Die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bleibe zurzeit noch offen und hänge ab von den Resultaten der neuropsychologischen Untersuchung, die
bei
Dr.
G._
im
H.
_
erfolgen werde (
Ziff.
1.6).
Die A
rbeitsfähigkeit sei
aus seiner Sicht
leicht
, wahrscheinlich etwa 50 %,
einge
schränkt
,
sowohl im Haushalt al
s auch im Erwerbsbereich, dies vermutlich auf längere Sicht
. Die diesbezüglichen neuropsychologischen Daten würden derzeit noch fehlen
(S. 3)
.
Im beigelegten
Bericht vom selben Tag (
Urk.
6/20/7-9) gab
Dr.
D._
an,
es hätten keine weiteren
zerebrovaskulären
Ereignisse stattgefunden.
D
ie Be
schwerdeführer
in beklage sich über
eine
verminderte Konzentrationsfähigkeit,
eine verminderte
Belastbarkeit und
über eine
Stressintoleranz seit dem
Hirni
n
farkt
, verstärkt seit einem
Jahr. Sie
könne schwierige
re
Aufgaben im Geschäft nicht mehr
bewerkstelligen, werde rasch nervös und brauche im Vergleich mit anderen Mitarbeitern ein Mehrfaches an Zeit, beispielsweise für eine
Kassaab
rechnung
. Seit Juli 2005 habe
d
ie
Beschwerdeführerin
ihr Arbeitspensum von 80 % auf 40 % reduziert
(S. 1 unten)
.
Da es sich um eine IV-Abklärung handle, müsse aufgrund der mentalen Symptomatik noch eine
neuropsychologische Ab
klärung
erfolgen
(S. 3)
.
3.6
Dem Bericht
der Ärzte
des
H._
,
Klinik für Neurologie, vom 16. Februar 2011
(
Urk.
6/21)
sind
die bekannten Diagnosen
zu entnehmen
(S. 1 Mitte)
.
D
ie
un
tersuchenden Ärzte
führten aus, im Vordergrun
d der Befunde stünden
Auf
merksamkeits
-
/Konzentrationsdefizite, welche sich in einigen
attentionalen
Be
reichen als mittelschwer bis schwer verlangsamte kognitive
Verarbeitungsge
schwindigkeit
, in anderen Bereichen als deutlich erhöhte Fehleranfälligkeit zei
gen
würden
.
In einigen Teilaufgaben seien aber auch normgerechte
Konzentra
tionsleistungen
festzuhalten; dieser Befund wiederspiegle die erhöhte
Schwan
kungsbreite
in der allgemeinen Konzentrationsleistung der Beschwerdeführerin sowie die beobachtbare erhöhte Ablenkbarkeit.
Weiter
fänden sich
leichte bis mittelschwere
mnestische
Defizite.
P
assend zu den subjektiven Angaben f
ä
nden sich Hinweise auf eine leichte Störung des semantisch
-
lexikalischen Zugriffs
(Wortfindung, Konfrontationsbenennung)
.
Schliesslich ergäben sich
Hinweise auf eine vorwiegend den kognitiven Bereich betreffende
Fatiguesymptomatik
.
Die genannten
Befunde
seien
aus neuropsychologischer Sicht als
Residual
symptomatik
des Hirninfarktes vom
Oktober 20
04 sowie im Rahmen der
Fatigue
zu sehen.
Insbesondere w
egen der Konzentrationsstörungen
(Verlangsamung, Fehleranfälligkeit, Ablenkbarkeit)
bestehe
auch für einfachere Arbei
tstätigkeiten eine reduzierte Arbeitsfähigkeit
(S. 3)
.
3.7
PD
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Neurologie,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, gab mit Stellungnahme vom 15. Februar 2011 (
Urk.
6/29/4) an,
dem neurologischen Bericht von
Dr.
J._
(
Y._
) vom 8. Oktober 2004 sei zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit drei Wochen
Schwierigkeiten habe
,
Portugiesisch zu sprechen. Sie habe ge
wusst, was sie
habe sagen wollen
, habe es aber nur auf Deutsch aussprechen können. Zudem seien am Tag vor der Untersuchung Koordinationsstörungen der rechten Extremitäten aufgetreten.
Dr.
I._
hielt fest, dass in zusammenfassen
der Beurteilung der vorliegenden Befunde mit den Residuen einer zerebralen Is
chämie 2004 ein namhafter Gesundheitsschaden bestehe.
Mit Stellungnahme vom 31. März 2011
(
Urk.
6/29/4-5) führte
PD
Dr.
I._
an, die vorliegenden Berichte bezüglich Arbeitsfähigkeit könnten basierend auf dem Prinzip der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verwendet werden. In der bishe
rigen, gut angepassten Tätigkeit als Verkäuferin sei ab Oktober 2004 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
3.8
Über die am
2
2.
August 2011
durchgeführte Haushaltsabklärung berichtete die Abklärungsperson am
18. Oktober 2011
(
Urk.
6/27
). Sie führte aus, die Be
schwerdeführerin wohne mit ihrem Ehemann
in einer 3.5-Zimmer-Wohnung
(S. 4 f.
Ziff.
4 und
Ziff.
5)
.
Als Hauptbeschwerden gebe die Beschwerdeführerin Konzentrationsstörungen, Stressintoleranz, schnelle Überforderung respektive verminderte Belastbarkeit, Schwindel bei schnellen Kopfbewegungen, (diskrete) Koordinationsstörungen betreffend die rechte Hand sowie Sprachstörungen (in Bezug auf Fremdsprachen, insbesondere Deutsch) an (S. 1 f.).
Die Abklärungsperson gab weiter an, dass sich d
ie Beschwerdeführerin dafür entschieden
habe
, in der Schweiz nicht im erlernten Beruf als Ärztin zu arbei
ten. Als sie in die Schweiz gekommen sei, habe sie ein Praktikum im
K._
absolviert, was sich als sehr schwierig herausgestellt habe, da sie anfäng
lich die
d
eutsche Sprache nicht beherrscht habe. Da sie unbedingt eine Beschäf
tigung
gewollt habe
, habe sie bei
Z._
begonnen. Als sie die Möglichkeit gehabt habe, bei
B._
anzufangen, habe sie die Stelle gewechselt. Nach der Erkrankung
im Jahr 2004
habe sie ihr Arbeitspensum
krankheitsbe
dingt
von 80 % auf etwa 50 % reduzieren müssen (S. 3
Ziff.
2.2).
Diese Stelle sei ihr mittlerweile gekündigt worden, der letzte Arbeitstag sei im Februar 2011 gewesen (S. 3
Ziff.
2.4).
Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie bei guter Gesundheit
weiterhin
80 % gearbeitet hätte.
Die restliche Zeit habe sie
ursprünglich
für den
inzwischen erwachsenen
Sohn
,
und den Haushalt ge
braucht.
Die Abklärungsperson errechnete anhand der Einkommen der Jahre 2001 bis 2003 (gemäss Auszug aus dem individuellen Konto) einen durch
schnittlichen Jahresverdienst von Fr. 25‘988.-- für die Zeit vor der Erkrankung.
A
usgehend von einem Stundenlohn von Fr. 24.50
ermittelte sie ein Jahresein
kommen von Fr. 49‘007.-- und kam zum Schluss, dass das Arbeitspensum vor Eintritt des Gesundheitsschadens etwa 53 % entsprochen habe.
Eine 80%ige Tä
tigkeit sei
somit
nicht nachweisbar.
Es sei höchstens von einer
Arbeitst
ätigkeit von 55 % auszugehen (S. 4
Ziff.
2.5).
Gemäss den Angaben der Abklärungsperson betrug die Einschränkung im mit
5
% gewichteten Bereich „Haushaltsführung“
20
%
, im mit
40
%
gewichteten Bereich
„
Ernährung“
30
%
und
im mit
20
%
gewichteten Bereich
„
Wohnungs
pflege
“
40
%
. I
m mit
10
%
gewichteten Bereich
„
Einkauf und weitere Besorgun
gen“, im mit
20
%
gewichteten Bereich
„
Wäsche und Kleiderpflege“
sowie
im mit
5
% gewichteten Bereich „Verschiedenes“
wurden keine Einschränkungen festgestellt
(vgl. S.
6
ff.
Ziff.
6.1 - 6.
7
).
Dabei rechnete die Abklärungsperson die zumutbare Schadenminderungspflicht des Ehemannes der Beschwerdeführerin in den einzelnen Bereichen mit ein.
Die entsprechend gewichteten einzelnen Einschränkungen ergaben eine Einschränkung von insgesamt
2
1
%
(S.
8
Ziff.
6.8).
4.
4.1
Zur Arbeitsfähigkeit liegt einzig die
(
vorläufige
)
Einschätzung von
Dr.
D._
vom Januar 2011
vor
, wonach bei der Beschwerdeführerin eine leichte Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit von wahrscheinlich etwa 50 % bestehe
.
Dr.
D._
wollte vor der endgültigen Beurteilung die Ergebnisse der neu
ropsychologischen Untersuchung abwarten.
Die Ärzte der neurologischen Klinik des
H._
machten
in ihrem Bericht vom Februar 2011
keine genauen Angaben zur Arbeitsfähigkeit, hielten aber fest, dass
insbesondere wegen der
Konzentra
tionsstörungen
auch in einfacheren Tätigkeiten eine reduzierte Arbeitsfähigkeit bestehe. Eine weitere Beurteilung durch
Dr
.
D._
erfolgte nicht mehr, da er seine
Arbeit
aus gesundheitlichen Gründen auf
geben musste
(vgl.
Urk.
6/23).
RAD-Arzt
Dr.
I._
hielt mit Stellungnahme vom 31. März 2011 fest,
dass
nach dem Prinzip der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
in der bisherigen, gut ange
passten Tätigkeit als Verkäuferin ab Oktober 2004 von einer 50%igen Arbeits
unfähigkeit auszugehen sei.
Aus den Berichten von
Dr.
D._
vo
n
Januar 2011 ergibt sich, dass die Be
schwerdeführerin an
verminderter Konzentrationsfähigkeit, verminderter Be
lastbarkeit und Stressintoleranz leidet.
Dem Bericht des
H._
ist zu entnehmen, dass Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefizite im Vordergrund stehen und sich diese auch auf eine einfachere Tätigkeit auswirken.
Vor diesem Hintergrund
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
sowohl
in der ange
stammten
Tätigkeit als Verkaufsberaterin
wie auch in einer angepassten Tätig
keit
von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
ausging.
Dies
e Beurteilung
stimmt
mit der Einschätzung durch
Dr.
D._
überein und wurde auch seitens der Be
schwerdeführerin nicht beanstandet.
Insbesondere ergeben sich
aus den vorlie
genden Akten
keine Hinweise auf eine höhere Arbeitsunfähigkeit.
4.
2
In Bezug auf den Haushaltsbereich liegt der Bericht vom
18. Oktober 2011
über die beeinträchtigte Arbeitsfähigk
eit in Beruf und Haushalt
vor
(vgl. E. 3.8)
.
Dazu machte die Beschwerdeführerin
geltend, dass
sie diesen Bericht in Frage stelle, da
sich
die Abklärungsperson am 23. Jun
i 2011 noch in Ausbildung befunden und die Abklärungen dann am 2
2.
August 2011 selbständig durchgeführt habe.
Inhaltliche Kritik brachte sie nicht an.
Es ist davon auszugehen, dass die
Ab
klärungsperson
ihre Ausbildung in der Zwischenzeit abgeschlossen
hatte
und
über
die
entsprechenden
fachliche
n
Qualifikation
en
zur selbständigen Durch
führung der Abklärung
verfügt
e
.
Der Haushaltsbericht erfüllt die massgeblichen Kriterien hinsichtlich des
Beweis
wertes
eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt (vgl. E. 1.4) und vermag
betreffend Einschränkungen in den verschiedenen Haushaltsbereichen
zu überzeugen. Demnach kann darauf abgestellt werden. Insgesamt ergibt sich somit eine Einschränkung im Haushalt im
Ausmass
von 21
%
.
In Bezug auf die Ausführungen der Abklärungsperson zum Status der Beschwerdeführerin sei auf die folgende Erwägung 5 verwiesen.
4.
3
Zusammenfassend ist demnach für den Erwerbsbereich von einer 50%igen Ar
beitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
als Verkaufsberaterin
wie auch in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Im Haushaltsbereich be
steht eine Einschränkung im
Ausmass
von 21
%
.
Der medizinische Sachverhalt ist als in diesem Sinne erstellt zu betrachten.
5.
5.1
Vorab ist die Statusfrage zu prüfen. Während die Beschwerdegegnerin die Be
schwerdeführerin als zu 55
%
im Erwerbsbereich und zu 45
%
im
Haushaltsbe
reich
tätig qualifizierte, machte die Beschwerdeführerin geltend, dass sie heute, wäre sie nicht erkrankt,
mit
einem 100%igen Arbeitspensum tätig wä
re
.
5.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter
werbstätig einzustufen ist
was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt -, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen
un
veränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Das Kriterium der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit bezieht sich nicht auf den Gesundheits-, sondern auf den Invaliditätsfall. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im
Ge
sundheitsfall
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo
thetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
IVV; BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54; SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151, E. 5.1.2, I 156/04; vgl. auch BGE 125 V 146
E. 5c/
bb
S. 157). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst
wirklich
keitsgerechte
Bemessung des Invaliditätsgrades. Sie findet auch Anwendung, wenn der versicherten Person ohne gesundheitliche
Be
-
einträchtigung
eine
voll
zeitliche
Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotz
-
dem eine solche nicht ausüben würde (BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
; vgl. auch BGE 133 V 477 E. 6.3 S. 486). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönli
chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die berufli
chen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdi
gen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts I 266/05 vom 11. April 2006 E. 4.2,
vgl. auch BGE 133 V 504 E. 3.3).
5.3
Die Beschwerdegegnerin errechnete anhand der Einkommen gemäss dem Aus
zug aus dem individuellen Konto (
Urk.
6/9) eine durchschnittliche
Arbeitstätig
keit
der Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Umfang von 55 %. Dazu stützte sie sich auf die Einkommen der Jahre 2001 bis 2003 und auf den seit März 2010 geltenden Stundenlohn von Fr. 24.50 respektive
Fr.
22.00 (ohne Ferien- und Feiertagsentschädigung; vgl.
Urk.
6/10/2
Ziff.
2.10).
Dies vermag nicht zu überzeugen, zumal nicht klar ist, wie hoch der Stunden
lohn in den Jahren 2001 bis 2003
tatsächlich
war. Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bei Antritt ihrer Stelle bei
B._
im Jahr 1999 einen
deutlich tieferen
Stundenlohn von brutto Fr. 19.00 inklusive Ferien- und Feiertagsentschädigung erzielte (
Urk.
3/5
Ziff.
5
). Ausgehend von diesem Stundenansatz, einer allgemeinen Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche sowie
unter Berücksichtigung von vier Wochen Ferien ergibt sich beispielsweise für das Jahr 2000 ein Arbeitspensum von rund 29.17 Stunden pro Woche (Fr. 26‘607.00 : 48 : Fr. 19.00), entsprechend 69.5 %, und für das Jahr 2001 ein solches von knapp 30.53 Stunden pro Woche (Fr. 27‘840.00 : 48 : Fr. 19.00), entsprechend 72.7 %. Vor diesem Hintergrund geht es nicht an, für die Zeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich von einem Arbeitspensum von 55 % auszugehen.
5.4
E
ine Qualifikation als Vollerwerbstätige, wie dies die Beschwerdeführer
in ver
langte, erscheint
indessen ebenfalls
nicht gerechtfertigt. So war die Beschwer
deführerin auch vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2004 bisher nie zu 100 % erwerbstätig. Sie hielt zwar auf dem Anmeldeformular zum Bezug ei
ner Invalidenrente fest, dass sie
bei
Z._
(von März 1992 bis Mai 1999) mit einem Pensum von 100 % tätig
gewesen sei
.
Dies stimmt jedoch nicht mit den Angaben des
damaligen
Arbeitgebers überein. So ist d
em Arbeitsvertrag
mit
Z._
vom März 1992 eine maximale Arbeitszeit von 28 Stunden pro Woche zu entnehmen (
Urk.
3/2
Ziff.
5). Aus dem
späteren
Arbeitsvertrag
vom 30. Oktober 1998 ergibt sich schliesslich ein fixes Teilzeitpensum von 25 Stun
den pro Woche (
Urk.
3/4
Ziff.
5)
, entsprechend knapp 60 %
.
Dem
Arbeitgeber
bericht
von
B._
ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Umfang von 70 % bis 80 % tätig war
(
Urk.
6/10
Ziff.
2.9)
. Die Beschwerdeführerin selbst gab im Rahmen der Anmel
dung zum Leistungsbezug
ein Pensum von 80 % respektive 50
%
(nach der Er
krankung)
an
(
Urk.
6/2
Ziff.
5.4).
Angesichts
der bisherigen Verhältnisse ist
nicht nachvollziehbar, dass sie nun Vollzeit arbeiten würde. Soweit die Be
schwerdeführerin
zur Begründung der Teilzeitarbeit
geltend machte, dass sie ei
nen 1978 geborenen Sohn habe
, vermag dies
nicht zu überzeugen, zumal es
ihr angesichts des Alters des Sohnes
ohne weiteres
möglich gewesen wäre, ihr Pensum früher zu erhöhen
, war
dieser
doch
bei Aufnahme ihrer Tätigkeit für
B._
im Juni 1999
bereits 20 Jahre alt.
Unter Berücksichtigung der bisherigen Arbeitstätigkeit bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens ist die Be
schwerdeführerin als teilerwerbstätig zu qualifizieren und es ist
– zu ihren Gunsten – von
einer 80%igen Arbeitstätigkeit im Gesundheitsfall auszugehen
.
5.5
Zusammenfassend ist
die Beschwerdeführerin
als zu 80
%
erwerbstätig und zu 20
% im Haushalt tätig zu qualifizieren
und es ist die gemischte Methode an
wendbar
(vgl. E. 1.2)
.
6.
6.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
-
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
-
scheinlichkeit
als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). Bezog eine versi
cherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, feh
lende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte
An
stellungsmöglichkeiten
wegen
Saisonnierstatus
) ein deutlich unterdurchschnitt
liches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau be
gnügen wollte (BGE 125 V 146 E. 5c/
bb
S. 157 mit Hinweisen).
6.2
Die Beschwerdeführerin berief sich in der Beschwerde auf ihre Ausbildung als Ärztin und machte geltend, dass
sie
ein bedeutend höheres Einkommen
erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre
.
Wie unter E. 6.1 ausgeführt, ist zur Ermittlung des
Valideneinkommens
regel
-
mäs
sig auf den zuletzt erzielten Verdienst abzustellen.
Vorliegend ist un
bestritten, dass die Beschwerdefü
hrerin n
ach ihrer Einreise in die Schweiz
– nach einem
Praktikum im
K._
–
von März 1992 bis Mai
1999 bei
Z._
sowie
ab
Juni 1999
bis Februar 2011
bei der Firma
B._
arbeitete
.
Die Beschwerdeführerin machte geltend,
dass sich bereits im Jahr 1993 Anzei
chen für ihre spätere Invalidität gezeigt hätten. Grund für die Annahme einer Anstellung bei
Z._
seien somit nicht die mangelnden Deutschkenntnisse gewesen.
Dem Bericht von
Dr.
D._
ist zu entnehmen, dass er im Jahr 1993 eine Migräne diagnostizierte.
Zwar konnte er eine
transient-ischämische Atta
cke nicht ganz ausschliessen. Indessen handelte es sich nicht um einen ischä
mischen Schlaganfall, bildete sich die Symptomatik doch vollständig zurück.
Jedenfalls ergaben sich damals
nach der Aktenlage
noch keine Befunde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Von den aktuell im Vordergrund stehen
den Beschwer
den wie Konzentrationsstörungen
und
verminderte Belastbarkeit war noch nicht die Rede.
Die Beschwerdeführerin
begründete denn auch nicht näher,
welche konkreten Symptome bereits im Jahr 1993 aufgetreten sind und weshalb es ihr deshalb nicht möglich war, als Ärztin zu arbeiten.
Vor diesem Hintergrund
ist
es
unwahrscheinlich, dass
d
ie
Beschwerdeführerin
ohne
Ge
sundheitsschaden
zu einem späteren Zeitpunkt
wieder als Ärztin
gearbeitet hätte.
Die Beschwerdegegnerin hielt zu Recht fest, dass die Beschwerdeführerin
im Jahr 1992
–
und damit lange
vor der Erkrankung
im Jahr 2004
–
f
reiwillig eine Anstellung bei
Z._
angenommen
hat.
Die Krankheit sei somit nicht die Ursache für die Annahme dieser Hilfsarbeitertätigkeit gewesen
(
Urk.
2 S. 2 unten)
.
Z
ur Bestimmung des
Valideneinkommens
ist somit auf den
zuletzt er
zielten Lohn
als Verkaufsberaterin für
die
B._
ab
zustellen.
Aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht in der Lage ist, ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkaufsberaterin im Umfang von 50 % auszuüben, genügt für die Ermittlung de
r
Einschränkung
im
Erwerbs
bereich
die Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen (Prozentvergleich, BGE 114 V 313 E. 3a, 107 V 22, 104 V 136 E. 2a und b).
Die daraus resultierende Einschränkung von 30 % (bisher 80 %, nun 50 % möglich) führt im Verhältnis
zur 80%ige
n
Erwerbstätigkeit
zu
eine
r
Einschränkung
von 37.5 %
(30 % : 80 % x 100)
.
Bei der vorliegend massgebenden Gewichtung des Erwerbsbereiches mit 80 %
ergibt sich
somit ein Teilinvaliditä
tsgrad von
30
%
(37.5 % x 0.8)
.
6.3
Betreffend den Haushaltsbereich ist, wie gesehen (vgl. E. 4.2), von einer Ein
schränkung von insgesamt 2
1
% auszugehen.
Unter Berücksichtigung des An
teils der Tätigkeit im
Haushaltsbereich von 20
% ergibt sich damit ein
Teilinva
liditätsgrad
von 4.2
%
.
6.4
Durch Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und im Haushaltsbereich resultiert ein Gesamtinvaliditätsgrad von
34.2
%. Dieser liegt somit unter dem anspruchsbegrü
ndenden Minimum von 40
%, weshalb kein Anspruch der Be
schwerdeführerin auf eine Invalidenrente besteht.
Die anspruchsverneinende Verfügung vom
2
0.
März 2012
erweist sich deshalb als zutreffend, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.