Decision ID: c30ca5cf-6561-5cdf-b50a-d3016bc5e490
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer sein Heimatland eigenen Angaben zufolge am
17. Mai 2019 in Richtung Italien verliess und am 20. Mai 2019 in die
Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass er dem Bundesasylzentrum (BAZ) B._ zugewiesen wurde und
am 28. Mai 2019 seine Personalien aufgenommen wurden,
dass er am 14. Juni 2019 zu seinen Asylgründen angehört wurde und im
Wesentlichen geltend machte, er stamme aus C._, wobei er sich im
Jahr 2017 nach Jaffna begeben habe, um eine Ausbildung zu machen,
dass der Umzug nach Jaffna dadurch begründet gewesen sei, dass seine
Familie seit längerem von Muslimen unter Druck gesetzt werde, welche
sich ihr Land aneignen wollten, wobei diesbezüglich ein Gerichtsverfahren
hängig sei,
dass er als ältester Sohn der Familie am meisten unter Druck gesetzt
werde und sich deshalb vor diesen Muslimen fürchte, insbesondere nach
den Anschlägen im Frühling 2019,
dass er sich aber aufgrund der steten Sorgen um seine Familie nicht auf
seine Ausbildung habe konzentrieren können und nach einem Monat wie-
der nach C._ zurückgekehrt sei, wo er sich bis zu seiner Ausreise
im Mai 2019 aufgehalten habe,
dass er in den Jahren 2016, 2017 und 2018 mehrmals verhaftet worden
sei, da er an den Geburtstagsfeiern des Führers der Liberation Tigers of
Tamil Eelam (LTTE) teilgenommen habe,
dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
13. August 2019 im Rahmen des beschleunigten Verfahrens abwies und
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. September 2019 gegen
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und
beantragte, die Verfügung vom 13. August 2019 sei aufzuheben und die
Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter
sei die Verfügung aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, die Flücht-
lingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm Asyl zu ge-
währen, subeventualiter sei die Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des
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Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuord-
nen, subsubeventualiter sei eine Frist zur Beschwerdeergänzung in mate-
rieller Hinsicht einzuräumen,
dass diese Beschwerde mit Urteil vom 3. Oktober 2019 aufgrund von Ver-
fahrensfehlern seitens des SEM gutgeheissen und die Sache zur Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde,
dass der Beschwerdeführer am 18. November 2019 erneut angehört wurde
und geltend machte, er habe verschiedene Tätigkeiten für die LTTE aus-
geführt, wie beispielsweise das Aufhängen von Postern und die Teilnahme
an Demonstrationen,
dass er ferner erklärte, er habe an einer Demonstration in Genf teilgenom-
men, die sich gegen die neue Regierung in Sri Lanka gerichtet habe, und
dass eine Fotografie von ihm, auf welcher er die LTTE-Flagge halte, in den
sozialen Medien zu sehen sei, und er deshalb bei einer Rückkehr Repres-
salien der sri-lankischen Behörden zu befürchten habe,
dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
21. Januar 2020 – eröffnet am 28. Januar 2020 – erneut ablehnte sowie
die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,
dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, seine Vorbrin-
gen würden den Anforderungen an die Glaubhaftmachung nicht genügen,
dass er anlässlich der ersten Anhörung als einzigen Grund für sein Asylge-
such die Probleme, die seine Familie mit den Nachbarn gehabt habe, an-
gegeben habe,
dass er erst später Verbindungen zur LTTE geltend gemacht habe, wobei
dieses verspätete Vorbringen nicht nachvollziehbar erklärt worden sei,
weshalb die entsprechenden Ausführungen als nachgeschoben und un-
glaubhaft eingestuft würden,
dass seine Aussagen zu den geltend gemachten Festnahmen stereotyp
und detailarm ausgefallen seien, wobei er dies auch nach mehrmaligem
Nachfragen nicht habe begründen können,
dass weitere Aussagen unlogisch ausgefallen seien und keine Realkenn-
zeichen aufweisen würden, weshalb ihm nicht geglaubt werde, dass er je
aufgrund von LTTE-Tätigkeiten verhaftet worden sei,
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dass auch seine Vorbringen betreffend Nachbarschaftsstreit oberflächlich
ausgefallen seien, wobei dies erstaune, mache er doch geltend, dieser
dauere schon über zehn Jahre an und sei der Grund für seine Ausreise
gewesen,
dass somit auch seine diesbezüglichen Ausführungen nicht zu überzeugen
vermögen würden,
dass ferner sein Vorbringen, er fürchte seine Nachbarn auch aus religiösen
Gründen, insbesondere nach den Attentaten vom Frühling 2019, da diese
muslimischen Glaubens seien, ebenfalls nicht zu überzeugen vermögen,
zumal er an keiner anderen Stelle Probleme aufgrund der Religion ange-
bracht habe,
dass die von ihm eingereichten Beweismittel an dieser Einschätzung nichts
ändern würden, da es sich einerseits um Beweismittel bezüglich Nachbar-
schaftsstreit, jedoch nicht betreffend den von ihm geltend gemachten Schi-
kanen, und andererseits um Unterstützungsschreiben mit sehr geringem
Beweiswert handle,
dass die Teilnahme an einer Demonstration in Genf und das Tragen der
LTTE-Flagge gemäss Praxis des SEM nicht ausreiche für die Annahme von
subjektiven Nachfluchtgründen,
dass ferner auch nichts gegen die Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs spreche, zumal der Beschwerdeführer jung und gesund
sei und in seiner Heimat mit seiner Familie über ein tragfähiges Bezie-
hungsnetz verfüge,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Februar 2020 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-
bei beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, ihm sei in
der Schweiz Asyl zu gewähren, eventualiter sei festzustellen, dass der
Wegweisungsvollzug unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei, weshalb
die vorläufige Aufnahme zu verfügen sei,
dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses so-
wie Ernennung eines amtlichen Rechtsbeistands ersuchte,
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dass er zur Begründung der Beschwerde im Wesentlichen anführte, er
fürchte sich aus zwei Gründen vor einer Rückkehr in sein Heimatland, ei-
nerseits wegen des Nachbarschaftsstreites, den seine Familie seit Jahren
mit einer muslimischen Familie habe, und andererseits da er LTTE-Sym-
pathisant sei und schon mehrmals von den Behörden verhört und mitge-
nommen worden sei,
dass seine Familie in diesem Zusammenhang im August 2019 eine Vorla-
dung für ihn erhalten habe, welche er sobald als möglich nachreichen
werde,
dass er sich auch in der Schweiz für die LTTE engagiere und an einer De-
monstration in Genf teilgenommen habe, wobei er dabei mit einer LTTE-
Flagge fotografiert und gefilmt worden sei,
dass er ferner auf die Wahl von Gotabaya Rajapaksa vom 16. Novem-
ber 2019 sowie auf die Entführung einer Angestellten der Schweizer Bot-
schaft hinwies,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
28. Februar 2020 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 2
AsylG [SR 142.31]),
dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 11. März 2020
die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und Beiordnung eines
amtlichen Rechtsbeistandes abwies und Frist zur Leistung eines Kosten-
vorschusses ansetzte,
dass der einverlangte Kostenvorschuss am 21. März 2020 fristgerecht ge-
leistet wurde,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-
det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor
welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG
i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
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dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde
ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
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dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass das Bundesverwaltungsgericht nach eingehender Prüfung der Akten
zum Schluss kommt, dass das SEM den Sachverhalt vollständig und richtig
festgestellt hat und zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vor-
instanzliche Verfügung verwiesen werden kann,
dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung mit überzeugender Begründung zur
Erkenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den
Anforderungen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen eines Asyl be-
gründenden Sachverhalts und jenen von Art. 3 AsylG an die flüchtlings-
rechtliche Beachtlichkeit nicht genügen,
dass sie betreffend die angeblichen Aktivitäten des Beschwerdeführers für
die LTTE zu Recht begründet, es sei kein triftiger Grund für das verspätete
Geltendmachen dieser Vorbringen ersichtlich,
dass die Beschreibung seiner angeblichen Verhaftungen stereotyp und de-
tailarm ausgefallen ist,
dass auch den Ausführungen des SEM, wonach die Aussagen des Be-
schwerdeführers betreffend Rückkehr nach C._ nach nur einem
Monat nicht logisch nachvollziehbar seien, habe er doch geltend gemacht,
von dort nach Jaffna geflohen zu sein aufgrund der Drohungen und des
Drucks, der auf ihn ausgeübt worden sei, und seine Sorgen um seine Fa-
milie als Begründung nicht überzeugend seien, zumal ihm diese gesagt
habe, es gehe ihnen gut, er solle sich auf seine Ausbildung konzentrieren,
zuzustimmen ist,
dass die eingereichten Beweismittel nicht geeignet sind, eine asylrelevante
Verfolgung glaubhaft zu machen, zumal es sich dabei um Beweismittel be-
treffend den Nachbarschaftsstreit sowie um sogenannte Gefälligkeits-
schreiben handelt,
dass die Vorinstanz ebenfalls zu Recht festgestellt hat, die geltend ge-
machten exilpolitischen Tätigkeiten (Teilnahme an einer Demonstration in
Genf und Halten einer LTTE-Flagge) würden zweifellos nicht ausreichen
dafür, dass davon ausgegangen werden müsste, die sri-lankischen Behör-
den würden ihn als Separatisten sehen und deshalb verfolgen,
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dass die vorinstanzlichen Erwägungen überzeugend und vollständig sind,
weshalb sie vollumfänglich zu bestätigen sind,
dass sich die Beschwerde sodann weitgehend in einer Wiederholung sei-
ner Vorbringen, allgemeinen Ausführungen und unbelegten Behauptungen
erschöpft,
dass es sich bei der auf Beschwerdeebene neu eingereichten Einladung
der Polizei um eine Kopie mit sehr geringem Beweiswert handelt und das
in Aussicht gestellte Original bis zum Datum dieses Urteils nicht nachge-
reicht wurde,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-
schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das
Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen
besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen
steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet
wurde,
dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-
mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard
wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu
beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-
ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,
dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat
drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter
und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung
oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass der Beschwerdeführer – wie bereits festgestellt – nicht darlegen
konnte, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka befürchten müsste, die
Aufmerksamkeit der sri-lankischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich
relevanten Ausmass auf sich zu ziehen, weshalb keine Anhaltspunkte dafür
bestehen, ihm würde in seinem Heimatstaat eine menschenrechtswidrige
Behandlung drohen,
dass daran weder der Regierungswechsel vom November 2019 noch die
seither veränderte Lage in Sri Lanka noch der Vorfall mit der Mitarbeiterin
der Schweizer Botschaft etwas zu ändern vermögen,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-
staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete
Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
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dass der Beschwerdeführer jung ist und im Heimatland über ein tragfähi-
ges Beziehungsnetz verfügt,
dass er zwar wiederholt geltend macht, gesundheitliche Probleme zu ha-
ben, dies aber zu keinem Zeitpunkt belegt hat, weshalb nicht davon aus-
zugehen ist, dass sein Gesundheitszustand einem Wegweisungsvollzug
entgegensteht,
dass auch die vom Beschwerdeführer ins Feld geführten islamistischen An-
schläge, welche vergangene Ostern in Negombo, Colombo und in Batti-
caloa gegen Ziele der christlichen Glaubensgemeinschaft verübt worden
sind, auf keine Situation allgemeiner Gewalt in Sri Lanka schliessen lassen
und auch ansonsten keine Vollzugshindernisse darzustellen vermögen, zu-
mal der Beschwerdeführer als Tamile weder der muslimischen noch der
christlichen Glaubensgemeinschaft angehört,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der in glei-
cher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskos-
ten zu verwenden ist.
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: