Decision ID: e8f066fa-2e8f-441c-92ed-4ef67075a7f9
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1985, meldete sich am 2
2.
Januar 2013
unter Hinweis auf seit dem 2
3.
Juli 2012 bestehende
psychische
B
eschwerden bei der Invalidenversicherun
g zum Leistungsbezug an (Urk. 9/4
Ziff.
6.2-3
und
Urk.
9/18
Ziff.
1.1
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
verneinte mit Verfügung vom 2
3.
Februar 2015 einen Anspruch auf e
ine Invalidenrente (
Urk.
9/59).
Am 1
6.
Juni 2015 erteilte die IV-Stelle im Rahmen von Integrationsmassnahmen Kostengutsprache für ein
Bel
astbar
keitstraining
(
Urk.
9/66) und am 2
3.
September 2015 für ein Aufbautraining (
Urk.
9/84)
.
1.2
Nachdem die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
2.
Februar 2016 (
Urk.
9/91) den
Abbruch der Integrationsmassnahmen infolge Nichterreichens der Ziele im vorgegebenen Zeitrahmen in Aussicht
ge
stellt
hatte
, beantragte der V
ersi
cher
te mit dagegen erhobenen
Ein
wänd
e
n
vom
1
5.
Februar
und
vom
1
2.
April
2016
unter anderem
die
erneute Prüfung
seines
Rentenanspruches
(
vgl.
Urk.
9/93
und 9/99
).
Mit Verfügung vom 1
5.
April 2016 brach die IV-Stelle die
Integ
rationsmassnahmen
ab (
Urk.
9/100) und trat n
ach
durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(
Urk.
9/108;
Urk.
9/109,
Urk.
9/111
)
mit Verfügung vom
2
8.
November 2016 auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 9/113
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 1
2.
Januar
2017
Besch
werde gegen die Verfügung
vom 2
8.
November 2016
(
Urk.
2) und beantragte, die
se sei aufzuheben
,
und d
ie
IV-Stelle
sei
zu verpflichten, auf die Neuan
meldung einzutreten (
Urk.
1 S.
1
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Februar 2017 (
Urk.
8
) die Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so
wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaub
haft zu
machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verän
de
rung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem
nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräfti
gen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Ver
änderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu beja
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche
ma
terielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108
E. 2b).
1.2
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person über
haupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne wei
tere Abklärungen
durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu be
rücksichtigen haben
, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe An
forderungen stellen (ZAK 1966 S.
279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser
Be
urteilungsspielraum
zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwal
tung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurtei
lung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung einge
treten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
1.3
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger
Leistungsverwei
gerung
immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvor
schrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Ver
waltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte.
Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Ände
rung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung
erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Ve
r
waltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen).
1.4
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3
IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tat
sachenänderung
muss nicht nach dem im
So
zialversicherungsrecht
sonst übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend ge
machten rechtserheblichen Sachumstandes we
nigstens gewisse Anhalts
punkt
e bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die be
hauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange
nommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei be
gründet, falls sich die geltend ge
machten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung
vom 28. November 2016
(
Urk.
2) das Nichtein
treten auf das erneute Leistungsbegehren des Be
schwerdeführers damit,
dass dieser mit Einwand vom 1
5.
Februar 2016 nicht glaubhaft habe darlegen können, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich geändert hätten. Aus den aktuellen medi
zinischen Unterlagen gingen keine neuen Diagnosen und Befunde hervor, welche eine erneute Überprüfung des Rentenan
spruches begründeten
. Die ge
nannten Be
funde hätten bereits zum Zeitpunkt des psychiatrischen Gutach
tens
vom
8.
August 2014 vorgelegen (S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
die im psychiatrischen Gutachten vom
8.
August 2014 gestellte gute Prog
nose in Bezug auf die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit innerhalb eines Jahres bei adäquater Weiterführung
der psychiatrischen Behandlung
habe
sich
leider
trotz hoher Kooperation und Therapiemotivation
nicht erfüll
t
.
Es
sei ihm aus objektiven Gründen unmöglich gewesen
,
im Rahmen der berufli
chen Massnahmen das Pensum zu steigern
. Damit bestehe mittlerweile seit Oktober 2010 eine erhebliche Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. Nach lang anhaltender Arbeitsunfähigkeit trotz unbestrittener adäquater medizi
nischer Weiterbehandlung
,
sei die Störung nun
invalidenversicherungsre
levant
geworden und komme faktisch einer Verschlechterung gleich
(S.
3
Ziff.
2-3).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegn
erin auf das
Gesuch
des
Beschwerdeführers
vom
1
5.
Februar
2016 um Prüfung eines Rentenanspru
ch
es
(
vgl.
Urk. 9/93
) zu Recht nicht eingetreten ist.
3.
Die rentenanspruchsverneinende Verfügung vom 2
3.
Februar 2015 (Urk. 9/59
)
erging
in erster Linie
gestützt
auf
das psychiatrische Gutachten
von Prof.
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Neurologie und für Psychiat
rie und Psychotherapie, vom
8.
August 2014
(Urk. 9/
43
).
Prof.
Z._
stellte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit (S. 29
lit
.
E
Ziff.
1
):
posttraumatische Belastungsstörung im Beginn des Abklingens (ICD-10
F43.1) nach Bierfassexplosion vom 1
4.
April 2010
ausgeprägtes Depersonalisat
ions- und
Derealisationssyndrom
(ICD-10 F48.1)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine abge
klungene Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst); ICD-10 F41.0 sowie
eine Persönlichkeitsakzentuierung mit leistungsorientierten Anteilen (S.
29
lit
. E
Ziff.
2).
Prof.
Z._
führte aus, aus gutachterlicher Sicht bestünden multiple mittel
s
chwere bis schwere Fähigkeitsstörungen im Zusammenhang mit den ge
nannten Diagnosen. Diese bestünden zumindest seit dem stationären Auf
ent
halt in der
A._
im Sommer 2012, wahr
scheinlich jedoch bereit
s
schlei
chend seit Ende 201
0.
Aufgrund vorbenannter Fähigkeitsstörungen sei der Versicherte in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Chef de Rang und
Barmit
arbeiter
seit dieser Zeit nicht mehr einsetzbar.
Mittel- und langfristig sei je
doch davon auszugehen, dass die therapeu
ti
schen Massnahmen greifen wür
den und eine Einsatzfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit gegebe
nenfalls wieder möglich sein werde;
alternativ im erlernten Beruf des
Hotel
managers
.
Aus gutachterlicher Sicht sei die volle Arbeitsunfähigkeit noch
etwa ein Jahr lang anzunehmen. Hernach sollte eine Nachbegutachtung er
folgen
(S. 30 oben)
.
Auch in adaptierten Tätigkeiten sei
aufgrund der vorbeschrieben
en
Fähig
keitsstörungen
nur ein
limitierter beruflicher
Einsatz in einfachen Tätigkeiten ohne Stress und ohne
traumaähnliche
Belastungen
möglich. Die Leistungs
fähigkeit sei
limitiert anzunehmen, wobei
bei
maxim
al halbschichtige
r
Tätig
keit (50%-
Pensum)
höchsten
s
die halbe
Leistung
s
fähigkeit zu erwarten
sei
(Anmerkung: Dies entspräche einer etwa 25%igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein 100%-Pensum in adaptierten Tätigkeiten). Sinnvoller wäre aus gut
achterlicher Sicht eine
50%ige Tätigkeit im geschützten
Rahmen als un
konventionelle Massnahme, die dem Versicherten mehr Selbstvertrauen gebe
n könnte und ihn im Arbeitsprozess halte. Eine solche Tätigkeit wäre auch sinnvoll, um den Versicherten nicht von der Arbeit zu entwöhnen
. Der Be
schwerdeführer sei für einen solchen Einsatz motiviert (S. 30 Mitte).
Prof.
Z._
führte aus, aus gutachterlicher Sicht seien störungsspezifische Therapiemassnahmen fortzuführen. Die aktuelle Behandlung zeige Erfolge.
Prognostisch sollte der Versicherte in etwa einem Jahr an beruflichen Wiedereingliederungsmassnahmen teilnehmen können
.
Aktuell sei ein Ein
satz im geschützten Rahmen möglich und sinnvoll.
Das
weitere berufliche
Wieder
eingliederungsprozedere
sollte eng mit der behandelnden Psychiaterin abge
stimmt werden (S.
30
lit
. G). Aus psychiatrischer Sicht seien derzeit
Wieder
eingliederungsmassnahmen
in den ersten Arbeitsmarkt nicht sinnvoll. Thera
peutische Bemühungen sollten im Vordergrund stehen. Ein Einsatz im ge
schützten Rahmen erscheine sinnvoll und die Prognose sei offen zu stellen (S. 31
lit
. H).
4.
Mit
der am
1
5.
Februar 2016
erneut
beantragten
Prüfung d
es
Rente
nan
spruches
(
Urk.
9/93
)
reichte der Beschwerdeführer
einen
Bericht
von
Dr.
med.
B._
, Oberärztin,
C._
, vom
7.
April 2016 (
Urk.
9/
98
)
ein, in welchem diese
aus
führte
, diagnostisch liege eine komplexe posttraumatische
Be
las
tungs
störung
mit dissoziativer Symptomatik im Sinne von
Depersonali
sations
- und
Derealisationserleben
vor. Der Patient zeige durchgängig eine hohe Therapiemotivation und Kooperation
. Er befinde sich seit Januar 2015 in ihrer regelmässigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung mit wöchentlichen Sitzungen. Behandlungsschwerpunkt sei eine
traumaspezifi
sche
Psychotherapie
(
Ziff.
1).
Er
sei trotz hoher Motivation unter Berücksich
tigung des objektiven psychischen Befundes aus fachärztlicher Sicht gegen
wärtig eindeutig nicht in der Lage, die Ziele des Aufb
autrainings mit erfor
derlicher E
rhöhung der Präsenzzeit bis auf 6 Stunden täglich zu erreichen.
Die fachärztliche Einschätzung entspreche dabei der Selbsteinschätzung des Patienten (
Ziff.
2).
Er sei auch nicht in der Lage, mit einer unmittelbarer Wiederaufnahme und Verlängerung der Massnahme (3-6 Monate) die ge
setzten Ziele zu erreichen. Aus jetziger Sicht sei davon auszugehen, dass der Patient unter fortgesetzter ambulanter Psychotherapie ab etwa September 2016 die Eingliederungsmassnahme wieder aufnehmen könne (
Ziff.
3). Ins
ge
samt erscheine es aus therapeutischer Sicht von grosser Bedeutung, dass dem Patienten im Rahmen einer Integrationsmassnahme unter Berücksichti
gung der gesetzlichen Vorgaben eine individuell abgestimmte und flexible An
passung der erforderlichen Präsenzzeit gewährt werden könne. Von fach
ärzt
licher Seite sei das bisher erreichte Pensum eindeutig zu würdigen. Es wäre absolut wünschenswert, dass der Patient bis zum Zeitpunkt einer Wie
derauf
nahme der Massnahmen über die IV-Stelle die Chance erhalte, die er
reichte Belastbarkeit beziehungsweise Tagesstruktur im Sinne eines
Beschäf
tigungs
angebotes
aufrecht zu erhalten (
Ziff.
4).
5.
5.1
Prozessthema bilde
t die Frage, ob der
B
eschwerdeführer
im Sinne von Art. 87 A
bs. 2 IVV glaubhaft gemacht hat, dass sich sein
Gesund
heitszustand seit
der
den
Rentenanspruch verneinenden Verfügun
g vom 2
3.
Februar
2015 (
Urk.
9/59
)
in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat. Mit dem
Beweismass
des Glaubhaftmachens im Sinne von Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis v
erbunden (vgl. vorstehend E. 1.4
).
5.2
D
ie Beschwerdegegnerin ist in ihrer
rentenanspruchsverneinenden Verfügung vom 2
3.
Februar 2015 (
Urk.
9/59)
von den von
Prof.
Z._
in seinem Gutachten vom August 2014 (vgl. vorstehend E. 3)
gestellten Diagnosen
aus
gegangen,
hat
diese
n
jedoch
keine invalidisierende Wirkung zugemessen.
So wurde hinsichtlich
der posttraumatischen Belastungsstörung
(ICD-10 F43.1)
darauf hingewiesen, dass diese
überwindbar sei
,
und das ausgeprägte
De
personalisati
ons
- und
Derealisationssyndrom
(
ICD-10 F48.1
)
wurde als Un
terart der Neurasthenie (ICD-10 F48.0)
als
nicht
invalidisierend betrachtet (
vgl.
Urk.
9/56/4).
Der Beschwerdeführer bestritt nicht, dass im Bericht von
Dr.
B._
vom April 2014
(vgl. vorstehend E. 4)
keine
neuen Diagnosen aufge
führt
wurden
.
Vielmehr sah er die Verschlechterung seines Gesundheitszu
standes in der Tatsache begründet, das
s
im Gutachten von Prof.
Z._
noch von einer guten Prognose betreffend d
i
e Wiedererlangung der Arbeits
fähig
keit innerhalb eines Jahres bei adäquater Weiterführung der psychia
tri
schen Be
handlung ausgegangen worden sei, dies
jedoch
trotz hoher
Koope
ration und Therapiemotivation
seinerseits
nicht habe umgesetzt werden könne
n
(
vgl. vorstehend E. 2.2
).
In Übereinstimmung damit wurde im
Abschlussbericht der
D._
AG
–
Inte
gration - v
om 2
2.
Februar 2016
festgehalten
,
dass die
Massnahmeziele
trotz positiver Entwicklung nicht hätten erreicht werden können. Bereits im Be
lastbarkeitstraining hätten sich Schwierigkeiten in Bezug auf das Erreichen einer gesundheitlichen Stabilität und konsta
nten Leistungsfähigkeit gezeigt
(
Urk.
9/96
Ziff.
5)
.
Der
in den Akten dokumentierte
Verlauf der beruflichen
Eingliede
rungs
mass
nahmen
(vgl.
Urk.
9/
89
Ziff.
4,
Urk.
9/90
,
Urk.
9/96
Ziff.
5
)
liefert demnach
mehrere
Anhaltspunkte
daf
ür
, dass sich
die psy
chische Situation des Be
schwer
deführers nicht
,
wie im Gutachten von Prof.
Z._
prognostiziert
,
entwickelt hat
,
respektive
dass sich der
psychische Gesundheitszustand
des
Beschwerdeführers im Vergleich zu den Verhältnissen, welche die Verwal
tung
der ursprünglichen rentenanspruchsverneinenden Verfügung zugrunde legte
,
erheblich verschlechtert hat,
auch wenn durchaus die Möglichkeit besteht, dass sich eine solche
Verschlechterung
nach eingehen
deren Abklärungen nicht er
härt
en lässt.
Die Beschwerdegegnerin hat daher auf das neue Leistungsbegehren einzu
treten und es in tatsächlicher wie auch in rechtlich
er Hinsicht allseitig zu prü
fen, insbesondere eine Nachbegutachtung
zu veranlassen
, wie sie von Prof.
Z._
im August 2014 empfohlen wurde.
5
.
3
Nach dem Gesagten is
t die Beschwerdegegnerin auf das
Gesuch des Be
schwer
deführers um erneute Prüfung des Rentenanspruches
zu Unrecht nicht eingetreten, weshalb die Beschwerde
gutzuheissen
und die Sache zur mate
riellen Beurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Damit wird der Antrag auf Bewilligung der
unentgeltliche
n Prozessführung (Urk. 1 S. 1
) gegenstandslos.
6.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des
Pro
zesses und dem
Mass
des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Vorliegend erscheint eine
Pro
zessentschädigung
von Fr. 1
‘200.-- (inkl. Mehrwertsteuer und
Baraus
lagen
) als angemessen.