Decision ID: 7a1f4422-e63b-4bfa-ba27-c39f16a37ab3
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, arbeitete zuletzt vom 12. April bis zum 27. Juli 1999 als Maler bei der
Y._
in
Z._
(Urk. 7
/12). Am 8. Februar
2000 (Eingangsdatum) meldete
sich
der Versicherte
wegen eines de
generativen Rückenleidens
, einer Diskushernie und eines
Zervik
alsyndroms
bei der Sozial
versicherungsan
stalt des Kantons St. Gallen, IV-Stelle, zum Leis
tungs
bezug an (Urk. 7
/1). Die IV-Stelle
des Kantons St. Gallen
veranlasste bei der
A._
eine multidisziplinäre Begutachtung
(Expertise vom 19. April 2001, Urk. 7
/24) und sprach dem Versi
cherten mit Verfügungen vom 21. März 2002 mit Wirkung ab dem 1. August 2000 ausgehend von einem Invaliditäts
grad von 61 % eine
halbe Invalidenrente zu (Urk. 7
/35). Daraufhin gab die IV-Stelle
des Kantons St. Gallen
im Rahmen eines auf Ersuchen des Versicherten
(Urk.
7/39
)
eingeleiteten Revisionsverfahrens bei der
B._
ein Gutachten in Auftrag, das am 3. M
ärz 2003 erstattet wurde (Urk. 7/46
). Mit Verfügung vom 10. Juli 2003 er
höhte sie die bisherige halbe Rente per 1. November 2002 gestützt auf einen In
validitäts
grad von 10
0 % auf eine ganze Rente (Urk. 7/52
). Anlässlich zweier von Amtes wegen durchge
führter Revi
sionsverfahren wurde der Rentenan
spruch des Versi
cherten am 17. August 2005 von der IV-S
telle des Kantons St.
Gallen (Urk. 7/60
) und – nach dessen Umzug in die Stadt Zürich – am 14. März 2011 von der IV-Stelle des
Kantons Zürich bestätigt (Urk. 7/74
).
1.2
Im Hinblick auf die am 1. Januar 2012 i
n Kraft tretende Revision des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung (IVG) leitete die IV-Stelle
des Kantons Zürich
am 11. November 2011 ein weitere
s Revisionsverfahren ein (Urk. 7/81
) und
gab
beim C._
ein polydiszipli
näres Gut
achten in Auftrag (
Expertise vom 25. Februar 2013, Urk. 7/96
).
Mit Ver
fügung vom 9.
Juli 2013 hob
die IV-Stelle die Rente des
Versicherten
bei
ei
nem Invalidi
tätsgrad von 24 %
per Ende August 2013 auf (Urk. 7/108
). Die dagegen vom Versicherten am 5. September 2013 erho
bene Beschwerde
(Urk.
7/111
)
wurde vom Sozial
versicherungsgericht mit Urteil
IV.2013.00755
vom 21. November 2013
(
Urk.
7/113)
gutgeheissen und es wurde festgestellt, dass er einst
weilen weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente hat. Das Gericht begründete dies damit, dass dem Versicherten, der das 57. Altersjahr bereits zurückgelegt habe, eine Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar sei und dass die IV-Stelle daher zunächst Eingliederungsmassnahmen durchzuführen habe, ehe über eine allfällige Rentenaufhebung/-herabsetzung verfügt werde
n dürfe.
1.3
In der Folge erteilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Mitteilung vom 14. Mai 2014 Kostengutsprache für eine Potenzialabklä
rung bei der
D._
(Urk. 7/124
), welche
dieser am 11. Juni 2014 vorzeitig abbrach
(vgl. Absc
hluss
berich
t vom 24. Juni 2014, Urk. 7/130
). Mit Mitteilung vom 4. Juli 2014 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab, da eine solche ge
mäss den Aussagen des Versicherten und dem Bericht der
D._
nicht möglich sei (Urk. 7/131
).
Mit Verfügung vom
6.
November 2014
hob die IV-Stelle die Rente des Versicher
ten ge
stützt auf einen Invaliditätsgrad von 24
%
per
Ende Dezember 2014 erneut auf
(Urk. 7/147
).
Die dagegen vom Versicherten am
5.
Dezember 2014 erhobene Beschwerde (
Urk.
7/148) wies das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2014.01291 vom
2
9.
März 2016 (
Urk.
7
/152) ab.
Die dagegen vom Versicher
ten am
9.
Mai 2016 erhobene Beschwerde (
Urk.
7
/155) wies das Bundesgericht mit Urteil 8C_324/2016 vom 2
5.
J
uli 2016 (
Urk.
7/156) ab.
1.4
Am 1
3.
April 2017 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/160
-161) und
reichte diverse Arztbe
richte
(
Urk.
7/159
)
ein
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
1.
April 2017,
Urk.
7/164, und Einwand
des Versicherten
vom 1
9.
Mai 2017,
Urk.
7/168
; vgl. auch Arztbericht von
Dr.
med. E._
, FMH prakti
scher Arzt, vom 1
7.
Mai 2017,
Urk.
7/167
) trat die IV-Stelle auf das
neue
Leis
tungsbegehren mit Verfügung vom
9.
August 2017 (
Urk.
2) nicht ein.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
4.
September 2017 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben
und die Beschwerde
gegnerin
zu verpflichten bzw. anzuweisen, auf sein Leistungsbegehren vom 1
0.
April 2017 einzutreten. Die Sache sei daher an die Beschwerdegegnerin zu
rückzuweisen, damit sie die notwendigen Abklärungen treffe und danach neu verfüge (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
Oktober 2017 die Abweisung der Beschwerde. Eventualiter sei der ange
fochtene
Nichteintretensentscheid
aufzuheben und der Anspruch auf IV-Leistungen abzulehnen (
Urk.
6). Die Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerde
führer am 2
0.
Oktober 2017 z
ur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn di
e Voraussetzungen gemäss
Abs.
2
dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmel
dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invalidi
tätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V
198 E. 3a, vgl. auch
BGE 133 V 108 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass die
ganze IV-Rente
des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
6.
November 2014 eingestellt
worden sei
, was vom Bundesgericht
letztinstanzlich
bestätigt worden sei.
Am 1
3.
April 2017
habe die Beschwerdegegnerin
ein neues Gesuch
des Be
schwerdeführers
erhalten
.
Aufgrund der eingereichten medizinischen Unterlagen,
insbesondere der
Berichte
der
F._
vom 1
3.
März
2017 und von
Dr.
E._
vom 17.
Mai 2017, sei jedoch nicht von einer wesentlichen Verschlechterung der medizinischen Situation seit Erlass der ren
tenaufhebenden Verfügung vom
6.
November 2014 auszugehen. Au
f das neue Gesuch
werde
deshalb nicht
eingetreten
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend,
dass sich aus den einge
reichten Berichten der
F._
, des
G._
und von
Dr.
E._
eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands ergebe.
Dem Bericht von
Dr.
E._
vom 1
7.
Mai 20
17 sei zu
entnehmen, dass sich
eine zunehmende Schädigu
ng der Nervenbahnen zeige
.
Er
leide
nicht nur unter anhaltenden Schmerzen, sondern auch an einer zunehmenden Bewegungs
einschränkung und Kraftverminderung der linken Hal
sseite und des Armes links
seitig.
Innerhalb des letzten Jahres habe sich
die
Situation bezüglich des Bewe
gungsapparates
deutlich verschlechtert
.
Im Bericht vom
7.
Septembe
r 2017 habe
Dr.
E._
zudem
erwähnt, dass
konsekutiv von einer Verschlechterung der
Myelonqualität
auszugehen sei, welche einen unwiderruflichen Schaden hinter
lasse.
Es würden somit genügend Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich sein Gesundheitszustand
seit Erlass der Verfügung vom
6.
November 2014
erheblich verschlechtert habe
(
Urk.
1 S. 4 f.
).
3.
3.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die
Neuan
meldung
vom 1
3.
April 2017
(
Urk. 7/160
)
nicht
eingetreten ist. Dabei stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, dass sich sein Ge
sundheitszustand seit Erlass der Verfügung vom
6.
November 2014 (Urk.
7/147
),
deren
Rechtmässigkeit
das
Sozialversicherungsgericht
mit
Urteil
IV.2014.01291
vom
2
9.
März 2016 (
Urk.
7/152)
und das Bundesgericht
mit
Urteil
8C_324/2016 vom 2
5.
Juli 2016
(
Urk.
7/156
)
bestätigt haben
,
erheblich verschlechtert
hat.
3.2
3.2.1
Das Sozialversicherungsgericht ging im Urteil
IV.2014.01291
vom
2
9.
März 2016 E. 3.4 (
Urk.
7/152)
davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer behinderungs
angepassten Tätigkeit
seit Oktober 2012
w
ieder zu 100 % arbeitsfähig sei
. Diesem Entscheid lagen
im Wesentlichen
folgende medizinischen Unterlagen zugrunde:
3.2.2
Die Ärzte des
C._
stellten
im polydisziplinären
Gutachten
vom 2
5.
Februar 2013
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk. 7
/96
/23-24):
(1)
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.1)
-
Dysbalancen
der Schultergürtelmuskulatur
-
klinisch keine Hinweise für
radikuläre
Symptomatik
-
radiologisch beginnende
Osteochondrose
, ventrale Spondylose und
Retrospondylose C4-C6
(2)
chronisches
thorakolumbospondylogenes
Schmerzsyndrom linksbetont (ICD-
10 M54.5)
-
myostatische
Insuffizienz mit entsprechenden
muskuloligamentären
Überlastungsreaktionen
-
klinisch keine Hinweise für
radikuläre
Symptomatik
-
radiologisch beginnende
Osteochondrose
L5/S1
-
Spondylosis
hyperosto
tika
(3)
Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit beidseits (ICD-10 H90.3)
-
links akzentuiert
(4)
Tinnitus links (ICD-10 H93.1)
-
aktuell kompensiert
(5)
Verdacht auf Höhenschwindel (ICD-10 H82)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte des
C._
(
Urk.
7/96
/24):
(1)
Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung
(ICD-10 F54)
(2)
g
eneralisiertes
multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9)
-
klinisch, labortechnisch und radiologisch keine Hinweise für
entzündlich
rheumatisches
Geschehen
(3)
metabolisches Syndrom
-
Adipositas (30 kg/m2; ICD-10 E66.0)
-
arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)
•
medikamentös behandelt
-
Diabetes mellitus Typ II (ICD-10 E11.9)
•
unter medikamentöser Behandlung kompensiert
(4)
fortgesetzter Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch (ca. 35
py
; ICD-10 F17.1)
Die Ärzte des
C._
erklärten, dass der Beschwerdeführer für eine kör
perlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit zu 100
%
arbeits- und leistungsfä
hig sei. Vermieden werden sollten eine Lärmbelastung, höhere Anforderungen ans Gehör sowie eine Absturzgefährdung. Die früher ausgeübte Tätigkeit als Hilfsmaler wie auch andere körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten seien nicht
mehr zumutbar (Urk. 7/96
/27).
3.2.3
Dr.
med. H._
,
FMH Rheumatologie und FMH Innere Medizin
,
von der
I._
stellte im an
Dr.
med. J._
, FMH Allgemeinmedizin,
gerichteten Bericht vom
7.
Oktober 2013
in rheumato
logischer Hinsicht
folgende Diagnosen (
Urk.
7/148/22
):
(1)
zervikoradikuläres
Reizsyndrom C4/5 und C5/6 beidseits bei
-
paramedian linksbetonter Diskushernie C4/5 und Spinalkanaleinengung C4/5
und C5/6 mit
Foraminalstenosen
C5/6 beidseits
(2)
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
beidseits bei/mit
-
mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen mit
rezessaler
Stenose und
Kompression der Nervenwurzeln L4 und 5 beidseits
Dr.
H._
erklärte, dass beim Beschwerdeführer chronische Schmerzen zer
vi
kal und lumbal bei aktuell im MRI nachgewiesenen
Spinalkanalstenosie
rungen
und auch möglichen Nervenwurzelirritationen vor allem C6 beidseits bestehen würden. Dies passe auch gut zu den
Kribbelparästhesien, welche er
beklage. Auf
grund dieser Beschwerden sei eine Tätigkeit als Maler, welche
der Beschwerde
führer
früher ausgeübt habe, nicht möglich. Dies insbesondere nicht, da er dabei den Kopf meist
in exten
dierter Position
sowie die Arme auch über Kopf halten müsste. Auch die lum
balen Schmerzen würden hier zu einer Belastungsvermin
derung führen (
Urk.
7/148
/2
3
).
3.3
3.3.1
Im Rahmen
des vorliegenden Neuanmeldungsverfahrens sind im Wesentlichen folgende ärztlichen Beurteilungen akte
nkundig:
3.3.2
Dr.
med.
K._
, Oberarzt der
F._
,
stellte
im Bericht vom 1
3.
März 2017 zuhanden von
Dr.
E._
folgende Diagnose (Urk.
7/159/6
):
cervicoradikuläres
Schmerz-Reiz- und partielles Ausfallsyndrom C5 links mit/bei
-
bildgebend: Diskushernie C4/5 linksbetont
-
anamnestisch: Schultergelenksarthrose links
Dr.
K._
gab an, dass
eine Diskushernie C4/5 mit hochgradiger Spinalkanal
stenose C4/5 sowie
eine
Kompression des
Myelons
bestünden
. Aufgrund der be
reits vorliegenden leichtgr
adigen
myelopathischen
Symptome
sowie des ausge
präg
ten
cervikoradikulären
Schmerz-
Reiz-
und partiel
len Ausfallsyndroms C5 links sei
die operative Behandlung mittels
anteriorer
cervikaler
Diskektomie und
Cageeinlage
aus seiner Sicht
indiziert.
Bei einer
Myelonkompression
und ausge
prägte
n degenerativen Veränderungen in
diesem Segment sowie hochgradiger Spinalkanalstenose
sei
eine
Verschlimmerung der Myelopathie für die Zukunft sehr
wahrscheinlich
. Die Operation habe im Hinblick auf Schäden am
Myelon
leider lediglich einen prophylaktischen Charakter
(Urk.
7/159/7
).
3.3.3
Dr.
med. L._
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) hielt in der Stel
lungnahme vom 2
0.
April 2017 fest, dass gemäss MRT vom 1
0.
März
2017 un
veränderte multisegmentale degenerative Veränderungen der
Halswirbelsäule (HWS)
Punctum
maximum
C4/5 mit linksbetonter BS-Hernie mit auch kleiner
Extru
sionskomponente
im linken
Neuroforamen
und mit
neuroforaminaler
Ner
venwurzelkompression
gegeben seien. Zudem liege
eine
Einengung des Spinal
kanals ohne
Myelonkompression
vor
. Aus versicherungsmedizinischer Sicht werde empfohlen, von einem im Wesentlichen unveränderten medizinischen Sachverhalt auszugehen
(ganztags umsetzbare Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit;
Urk.
7/163/2-3).
3.3.4
Dr.
E._
erklärte im an den Beschwerdeführer gerichteten Bericht vom 1
7.
Mai 2017, dass sich auf
g
rund
des letz
t
en
Berichts der
F._
eine zunehmende Schädigung
der Nervenbahnen
zeige
, die zur klinischen Symptomatik passen würde
.
Der Beschwerdeführer leide
nicht nur unter
anhal
tenden Schmerzen, sondern auch an einer zunehmenden Bewegungseinschrän
kung und Kraftminderung der linken Halsseite und des Armes linksseitig. Eine operative Intervention könnte im besten Fall eine geringe Besserung, jedoch keine Hei
lung bewirken. Die Situation
bezüglich des Bewegungsapparates
habe sich
für den Beschwerdeführer
innerhalb des letzten Jahres
deutlich
vers
chlech
tert (
Urk.
7/167).
3.3.5
Auf entsprechende Anfrage der Beschwerdegegnerin hin (
Urk.
7/169) teilte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom
5.
Juli 2017 (
Urk.
7/172) mit, dass die Cage-Operation bis anhin nicht durchgeführt worden sei. Grund dafür bilde nebst dem üblichen Operationsrisiko der Umstand, dass die Operation im Hinblick auf Schä
den am
Myelon
leider lediglich einen prophylaktischen Charakter habe.
3.3.6
Dr.
E._
nannte im Bericht vom
7.
September 2017 folgende
Diagnosen
(Urk.
3)
:
(1)
Verdacht auf Fibromyalgie
(2)
n
icht primär insul
inabhängiger Diabetes mellitus (Typ-II-Diabetes): m
it nicht näher
bezeichneten Komplikationen
(3)
Hypertonie (Hochdruckkrankheit)
(4)
pseudoradikuläre
Cervicobrachialgie
links
(5)
Periarthritis
humeroscapularis
calcarea
links
(6)
Wirbelsäulen-
Funktionsstörungen/Blockierungen
(7)
m
uskuläre
Dysbalance
(8)
Muskelhartspann
(9)
Spinalkanalstenose HWS und Lendenwirbelsäule
(10)
e
lektroneurografisch kein Anhalt für eine Polyneuropathie bei berichteter
Gangunsicherheit
(11)
leichtgradige hochtonbetonte
sensorineurale
Schwerhörigkeit beidseits
(12)
Tortikollis
(13)
c
ervicoradikuläres
Schmerz-Reiz
-
und partielles
Ausfallsyndrom C5 links mit/bei:
-
bildgebend: Diskushernie C4/5 linksbetont
Dr.
E._
ergänzte
, dass konsekutiv von einer Verschlechterung der
Myelonqua
lität
auszugehen sei, die einen unwiderruflichen Schaden hinterlasse (
Urk.
3).
4.
4.1
Der
angefochtenen Verfügung
vom
9.
August 2017
(
Urk.
2)
, mit der die Be
schwerdegegnerin
auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom
13.
April 2017
nicht eintrat (
Urk.
7/160)
,
lag im Wesentlichen
die Stellungnahme
von
RAD-Arzt
Dr.
med. M._
, FMH Orthopädische Chirurgie, vom
2.
August 2017
(
Urk.
7/173/3-4) zugrunde.
4.2
RAD-Arzt
Dr.
M._
legte in dieser Stellungnahme dar, dass im
Gutachten
des
C._
vom
2
5.
Februar 2013
bildgebend offenbar
auf den Röntgenbefund HWS vom 2
4.
September
2012 abgestützt
worden sei. Damals seien r
adiologisch
eine
beginnende
Osteochondrose
, ventrale Spo
ndylose und Retrospondylose C4-
C6
ersichtlich gewesen
.
O
ffensichtlich
habe es
hier noch keine Hinweise für
eine
radikuläre
Symptomatik
gegeben
. Gemäss
Bericht der
F._
vom 1
3.
März 2017 werde nun unter anderem
bildgebend eine
Dis
kushernie C4/C5 links
betont thematisiert sowie von einem partiellen Ausfallsyn
drom C5 links berichtet. Im
betreffenden Bericht werde eine HWS-Operation als
erforderlich erachtet, um damit prophylaktisch
weiteren
Schäden am
Halsmark
zu begegnen.
Im Bericht der
I._
vom
7.
Oktober 2013
sei
en
die Diagnose
n
eines
zervikoradikulären
Reizsyndrom
s C4/C5 und C5/C6 beidseits
bei paramedian linksbetonter Diskushernie C4/C5 und Spinaleinengung C4/C5 und C5/C6
mit
Foraminalstenosen
C5/C6 beidseits ge
stellt worden. In der
Anamnese
sei festgehalten worden, dass der Beschwerde
führer
seit anderthalb Jahren an verstärkten Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Arme vor allem r
echts
mit Kribbelparästhesien leide. A
ufgrund dieses
Berichts der
I._
sei wahrscheinlich davon auszugeh
en
, dass die jetzt operations
bedürftig thematisie
rten radiomorphologi
schen HWS-
Befunde sowie klinischen Beschwerden bereits seit mindestens 2012 bestanden und sich im subjektiv
en Beschwerdeverlauf verstärkt hätten
.
We
sent
lich
e neue, unberücksichtigte versicherungsmedizinische
Tatsachen
seien nic
ht vorgebracht worden
(
Urk.
7/173/3-4).
4.3
Diese fachärztliche Beurteilung von RAD-Arzt
Dr.
M._
ist
einleuchtend und plausibel
.
Wie dem Bericht von
Dr.
H._
der
I._
vom
7.
Oktober 2013
(
Urk.
7/148/22-23)
zu entnehmen
ist
, war beim Beschwerdeführer bereits zum damaligen Zeitpunkt ein
zervikoradikuläres
Reizsyndrom
C4/C5 und C5/C6 beidseits
bei
insbesondere
einer paramedian linksbetonten
Diskushernie C4/C5
festgestellt worden
.
Dr.
H._
war
in die
sem Bericht
,
den das
Sozialver
sicherungsgericht im Urteil IV.2014.0
1291 vom 2
9.
März 2016 E. 3.3.3 würdigte
, zum Schluss
gekommen
, dass
dem Beschwer
deführer
die früher durchgeführte Tätigkeit als Maler
aufgrund
der
diesbezüglich
bestehenden
chronischen Schmerzen zervikal
(
mit
anamnestisch
Ausstrahlung in beide Arme
)
sowie auch
der Beschwerden lumbal
nicht
mehr
möglich
sei.
Inwie
fern es
hinsichtlich dieser HWS-Beschwerden seit der Beurteilung von
Dr.
H._
im
Oktober 2013
zu einer erheblichen Verschlec
hterung gekom
men sein soll, wurde
in den im
vorliegenden
Neuanmeldungsverfahren
einge
reichten
Berichten des
G._
vom 1
2.
Januar 2017 (
Urk.
7/159/10-11)
, der
F._
(
Urk.
7/159/6-9
)
und von
Dr.
E._
(
Urk.
7/167
und
Urk.
3
)
nicht
erläutert
.
Im Weiteren finden sich in
diesen Berichten auch keinerlei
Angaben zur Arbeitsfähigkeit
.
Weshalb dem Be
schwerdeführer eine
von den Gutachtern des
C._
im Februar 2013
als zumutbar erachtete körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Lärmbelastung, höhere Anforderungen ans Gehör und eine Absturzgefahr
(
Urk.
7/96/27)
nun
mehr
nicht
mehr in einem 100%-Pensum
möglich sein soll, wurde in keiner Weise dargetan.
Allein
d
er Umstand
, dass
in den Berichten der
F._
eine Operation als indiziert
erachtet wurde (
Urk.
7/159/6-9)
, lässt n
icht auf eine
invalidenversicherungsrechtlich relevante
Verschlechterung des Gesundheitszustands schliessen.
Ebenso
wenig
kann der Beschwerdeführer aus der Diagnoseliste im Bericht von
Dr.
E._
vom
7.
September 2017 (
Urk.
3) etwas zu seinen Gunsten ableiten.
4.4
Relevante
Anhaltspunkte für eine wesentliche Verschlechterung des Gesund
heitszustands
des Beschwerdeführers
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
seit Erlass der Verfügung vom
6.
November 2014 (
Urk.
7/147)
sind unter diesen Umständen nicht
gegeben.
5.
Die angefochtene Verfügung
(
Urk.
2)
, mit der
die Beschwerdegegneri
n auf das neue Leistungsbegehren mangels
Glaubhaftmachung einer Verschlechterung des Gesundheitszustands
nicht eingetreten ist
, erweist sich damit als rechtens. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
6.
Die Kosten d
es Verfahrens sind auf Fr. 600
.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
vom Beschwerdeführer
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).