Decision ID: 77b1abda-fb28-5925-baca-e0fd1591a9c3
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 21. Juli 2011 wegen schneller Ermüdbarkeit,
Gangunsicherheit und geringerer Belastbarkeit bei der Invalidenversicherung (IV) zum
Leistungsbezug an (IV-act. 6).
A.b Mit Mitteilung vom 17. Juni 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch
hinsichtlich beruflicher Massnahmen ab, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden
vorliege (IV-act. 95). Das Leistungsbegehren bezüglich Rente wies sie mit Verfügung
vom 6. Februar 2014 ab (IV-act. 117).
A.c Mit Entscheid vom 22. Oktober 2015 (IV 2014/159) hiess das Versicherungsgericht
eine gegen die Verfügung vom 6. Februar 2014 gerichtete Beschwerde teilweise gut,
hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zur weiteren medizinischen
Abklärung im Sinne der Erwägungen (neurologisch, psychiatrisch, allenfalls
neuropsychologisch) an die IV-Stelle zurück (IV-act. 130).
A.d In Nachachtung des versicherungsgerichtlichen Urteils wurde die Versicherte
durch die asim, Universitätsspital Basel, Versicherungsmedizin, polydisziplinär
begutachtet (Gutachten vom 29. August 2016; Dr.med. B._, Fachärztin Allgemeine
Innere Medizin, Dr. med. C._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
Dr. med. D._, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, Dr. med. E._,
Oberarzt Neurologie FMH, und Prof. Dr. rer. nat. med. habil. Dipl.-Psych. F._
[Neuropsychologie]; IV-act. 160; Untersuchungen vom 12. bis 14. April 2016). Die
Gutachter diagnostizierten als Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine
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Neurasthenie (ICD-10: F48.0) mit/bei differenzialdiagnostisch Status nach
prolongiertem Vitamin B12-Mangel mit aktenanamnestisch möglicher initialer
neurologischer Manifestation mit Gangataxie, Gleichgewichtsstörungen,
Mundwinkelrhagaden, Kribbelparästhesien der Hände, Muskelschwäche der unteren
Extremität, aktuell kein Anhalt für fortbestehenden Vitamin B12-Mangel unter
fortlaufender Substitution, aktuell Nachweis von persistierenden, leichten kognitiven
Einschränkungen mit Beeinträchtigungen im Bereich Aufmerksamkeit und
Konzentration bei validen Testbefunden (IV-act. 160-5). Sie führten aus, eine sichere
Abgrenzung zwischen einer Residualsymptomatik bei durchgemachtem Vitamin B12-
Mangelzustand und der zwischenzeitlichen Entwicklung einer funktionell zu
interpretierenden Fatigue im Rahmen einer Neurasthenie scheine aus heutiger Sicht
nicht möglich. Es sei jedoch davon auszugehen, dass ein Kern der Symptomatik im
Rahmen der noch persistierenden Fatigue Problematik zu sehen sei und dass dieser
Anteil, zusammen mit den dazu passenden validen leichten neurokognitiven
Einschränkungen, nachvollziehbar sei. Im Rahmen der rheumatologischen
Untersuchung hätten keine Anhaltspunkte bestanden für eine entzündliche Genese der
Beschwerden resp. eine entzündliche Krankheit des rheumatologischen
Formenkreises. Die Versicherte brauche längere Zeit, um sich von kognitiv
anstrengenden Tätigkeiten zu erholen, wozu auch ihre Tätigkeit als Primarlehrerin
gezählt werden könne. Sie könne sich nicht mehr auf mehrere Dinge gleichzeitig
konzentrieren, insofern sei die geteilte Aufmerksamkeit eingeschränkt. Die Planung und
Strukturierung von Aufgaben sei leicht eingeschränkt, auch bestünden
Einschränkungen im Bereich Flexibilität und Umstellungsfähigkeit. Die Versicherte
könne sich schwerer auf Neues einstellen, die Durchhaltefähigkeit sei eingeschränkt
(IV-act. 160-8). Individuelle Belastungsfaktoren im engeren Sinn könnten nicht
ausgemacht werden. Die Versicherte sei sozial gut integriert, habe jedoch ihre sozialen
Kontakte krankheitsbedingt etwas reduziert. Eine Persönlichkeitspathologie habe nicht
festgestellt werden können. Im Gegenteil könne die Persönlichkeit der Versicherten
eher als Ressource gewertet werden, da sie aufgrund ihrer offenen, auf Menschen
zugehenden Wesensart über einen grossen Freundes- und Kollegenkreis verfüge. Bei
den aktuellen Untersuchungen hätten sich keine Hinweise für wesentliche
Inkonsistenzen ergeben (IV-act. 160-9). Gesamtbetrachtend könne von einer
Arbeitsfähigkeit von 70 % als Primarschullehrerin ohne Klassenverantwortung
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ausgegangen werden. Die Tätigkeit als Klassenlehrerin mit voller Klassenlehrer-
Verantwortung könne aufgrund der kognitiven Defizite im Rahmen der einer
Neurasthenie zugeordneten Fatigue nicht mehr durchgeführt werden. Für sämtliche
Tätigkeiten, die keinen erhöhten Anspruch an Flexibilität und Umstellungsfähigkeit oder
an Planung und Strukturierung von Aufgaben erforderten, sei die Versicherte zu 100 %
arbeitsfähig (IV-act. 160-10). RAD-Arzt Dr.med. G._ nahm am 2. September 2016
Stellung, das Gutachten erfülle die versicherungsmedizinischen Voraussetzungen. Aus
versicherungsärztlicher Sicht könne die administrative Entscheidung darauf abgestützt
werden. Aus rein medizinischer Sicht sei bei der festgestellten Neurasthenie respektive
Fatigue und den kognitiven Defiziten die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %
nachvollziehbar (IV-act. 161).
A.e Mit Vorbescheid vom 22. Juni 2017 unterbreitete die IV-Stelle der Versicherten, sie
sehe vor, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 172; Invaliditätsgrad 26 %).
A.f Mit Einwand vom 25. August 2017 machte die Versicherte geltend, der
Rentenanspruch sowie der IV-Grad seien ab Januar 2012 in rechtskonformer Weise zu
prüfen und ihr dem jeweiligen Invaliditätsgrad (2012: 87 %, 2013: 66 %, 2014: 44 %,
2015: 30 %, 2016: 44 %) entsprechende Rentenleistungen auszurichten (IV-act. 177).
Am 29. August 2017 reichte die Versicherte weitere Unterlagen zum Lohn ein (IV-act.
178).
A.g Gestützt auf eine interne Stellungnahme des Rechtsdienstes der IV-Stelle vom 1.
Dezember 2017, wonach es gesamtbetrachtend am erforderlichen funktionellen
Schweregrad der Neurasthenie, einer psychischen oder somatischen Komorbidität
sowie einer Therapieresistenz fehle und bei günstigen persönlichen Ressourcen kein
invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege (IV-act. 179),
stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 5. Dezember 2017 in
Aussicht, das Leistungsbegehren mangels eines invalidenversicherungsrechtlich
relevanten Gesundheitsschadens abzuweisen (IV-act. 181).
A.h Mit Einwand vom 4. Januar 2018 machte die Beschwerdeführerin unter anderem
geltend, die IV-Stelle habe die gutachterlich attestierte Arbeitsfähigkeit anhand einer
eigenen Indikatorenprüfung verworfen, ohne dabei aufzuzeigen, inwiefern die Gutachter
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Ressourcen ungenügend gewürdigt und / oder nicht ausschliesslich funktionelle
Ausfälle berücksichtigt hätten (IV-act. 184).
A.i Nachdem der Rechtsdienst der IV-Stelle an seiner Auffassung festgehalten hatte
(Stellungnahme vom 12. Januar 2018, IV-act. 185), wies die IV-Stelle mit gleichen Tags
erlassener Verfügung das Leistungsbegehren ab, da kein
invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege (IV-act. 186).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 12. Januar 2018 lässt A._, vertreten durch
Rechtsanwältin lic.iur. A. Guyot, am 31. Januar 2018 Beschwerde erheben. Sie
beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr die gesetzlichen
Leistungen, insbesondere eine befristete ganze Rente vom 1. Januar bis 31. Dezember
2012, eine befristete Dreiviertelsrente vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 und eine
befristete Viertelsrente vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 sowie eine Viertelsrente
ab 1. Januar 2016 auszurichten. Wenn ein Gutachten - wie vorliegend - die Leitlinien
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einhalte, bestehe kein Spielraum für
Korrekturen durch die Beschwerdegegnerin. Die gutachterlich attestierte
Arbeitsunfähigkeit sei anhand einer eigenen Indikatorenprüfung der
Beschwerdegegnerin verworfen worden, ohne dabei aufzuzeigen, inwiefern die
Gutachter Ressourcen ungenügend gewürdigt und / oder nicht ausschliesslich
funktionelle Ausfälle berücksichtigt hätten. Mit der gutachterlich attestierten
Teilarbeitsunfähigkeit von 30 % als Primarlehrerin und der zusätzlichen Einschränkung
ohne Klassenlehrerverantwortung seien die Ressourcen bereits gewürdigt und eine
gewisse Schwere der Auswirkung der gestellten Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit
ausgewiesen. Die Beschwerdegegnerin habe die Indikatorenprüfung nicht auf die
Leitlinienkonformität überprüft, sondern eine eigene, abweichende Indikatorenprüfung
vorgenommen und dabei nur die positiven Ressourcen, nicht aber die ebenfalls
gutachterlich festgehaltenen Belastungsfaktoren berücksichtigt. Ein invalidisierender
Gesundheitsschaden sei gutachterlich zweifellos ausgewiesen. Zu Beginn der
gesundheitlichen Einschränkungen im Januar 2011 habe sie im Vergleich zum
Begutachtungszeitpunkt schwerwiegendere Beschwerden gehabt. Eine allenfalls
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befristete Rente ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn sei überhaupt nicht geprüft
worden. Für das Valideneinkommen sei auf das vor Eintritt des Gesundheitsschadens
zuletzt erzielte Einkommen als Klassenlehrperson in einem Pensum von 80 % (24 von
30 Wochenstunden) bei der Primarschule Z._ abzustellen. Für das
Invalideneinkommen sei auf das in der angestammten Tätigkeit effektiv noch erzielte
Einkommen abzustellen. Es sei ihr nie mitgeteilt worden, dass die angestammte
Tätigkeit nicht mehr möglich sei. Sie sei auch nicht abgemahnt worden, eine
leidensadaptierte Tätigkeit aufnehmen zu müssen. Sie habe sich stets bemüht, im
Rahmen ihrer gesundheitlichen Möglichkeiten das Pensum aufzustocken. Bei der
Verwertung der Restarbeitsfähigkeit als Primarlehrerin bestünden nicht bloss
quantitative, sondern auch erhebliche qualitative Beeinträchtigungen (kognitive
Einschränkungen, Unmöglichkeit der Klassenverantwortung, keine Elterngespräche,
keine Teilnahme an Klassenfahrten). Ihre Tätigkeit als Primarlehrerin beschränke sich
weitgehend auf Teilpensen und Stellvertretungen. Unter Berücksichtigung der
jeweiligen Invaliditätseinkommen gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) und
der jeweiligen Arbeitsunfähigkeiten ergäben sich für das Jahr 2012 ein Invaliditätsgrad
von 87 %, für 2013 von 66 %, für 2014 von 44 %, für 2015 von 30 % sowie ab 2016
von 44 % sowie entsprechende Rentenansprüche (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Es liege nicht allein in der Zuständigkeit der
begutachtenden Arztperson, abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle
verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer
Arbeitsunfähigkeit in bestimmter Höhe und Ausprägung führe. Darum könne aus
rechtlicher Sicht von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit
abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert verlöre. Als invalidisierend fielen
nur bezüglich ihrer Folgen auf die Arbeitsfähigkeit schlüssig beweisbare,
schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen in Betracht. Die psychiatrische
Gutachterin habe unter Berücksichtigung der Ressourcen den Schweregrad der
Störung als leicht bis mittelgradig bezeichnet. Die neuropsychologische Untersuchung
habe leichtgradige Beeinträchtigungen im Bereich der komplexen Aufmerksamkeits-
und Konzentrationsleistung gezeigt. Gegen eine schwere Ausprägung der psychischen
Störung sprächen auch die zahlreichen täglichen Aktivitäten der Beschwerdeführerin.
Eine therapeutische Angehbarkeit des Leidens sei zu bejahen. Dass es die
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Beschwerdeführerin nicht als nötig erachtet habe, die psychotherapeutische
Behandlung fortzuführen, deute auf einen fehlenden Leidendruck hin, was im Hinblick
auf den beweisrechtlich entscheidenden Aspekt der Konsistenz bedeutsam sei. Weiter
verneint die Beschwerdegegnerin das Vorhandensein einer Komorbidität. Im Komplex
Persönlichkeit seien keine einschränkenden Faktoren ersichtlich. Der soziale Kontext
enthalte gewichtige, sich potentiell günstig auf die Ressourcen auswirkende Faktoren.
Die Feststellung der Gutachter, insgesamt sei das Aktivitätsniveau in den
unterschiedlichen Lebensbereichen gleichmässig eingeschränkt, lasse sich nicht
vereinbaren mit dem geschilderten Aktivitätsniveau, das auf erhebliche Ressourcen
schliessen lasse und auch im Kontext zu sehen sei, dass die Beschwerdeführerin vor
Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung bereits seit längerem in einem
Teilzeitpensum von 80 % als Primarlehrerin gearbeitet habe. In der Gesamtbetrachtung
seien die im psychiatrischen Teilgutachten postulierten funktionellen Auswirkungen der
erhobenen Befunde auf die Arbeitsfähigkeit beweismässig nicht hinreichend erstellt.
Die diagnostizierte Neurasthenie wirke sich in funktioneller Hinsicht nicht so
einschneidend aus, dass sie eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit als Primarlehrerin zu begründen vermöchte. Damit sei
invalidenversicherungsrechtlich kein relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen (act.
G 4).
B.c Mit Replik vom 23. April 2018 reicht die Beschwerdeführerin weitere Belege zum
Einkommen ein (act. G 6.1 - 3). Sie macht geltend, eine invalidenversicherungsrechtlich
relevante psychische Gesundheitsbeeinträchtigung sei nicht bereits mit dem Argument
der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen. Es sei widersprüchlich, wenn die
Beschwerdegegnerin festhalte, dass das asim-Gutachten vom 29. August 2016 in
Bezug auf den medizinischen Sachverhalt nachvollziehbar sei, aber dann ohne
Rückfragen von der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abweiche. Die
Arbeitsunfähigkeit von 30 % sowie die zusätzliche Einschränkung des Verzichts auf die
Klassenlehrerfunktion seien unter Berücksichtigung der massgeblichen Indikatoren
attestiert worden sowie schlüssig und nachvollziehbar. Nicht nur eine schwer
ausgeprägte psychische Störung falle invalidenversicherungsrechtlich ins Gewicht. Die
von der Beschwerdegegnerin angeführten Aktivitäten vermöchten keine Inkonsistenz in
Bezug auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 % zu begründen. Wie auch die
psychiatrische Gutachterin festhalte, bestehe ein starker Leidensdruck (act. G 6).
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B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 8).

Considerations:
Erwägungen
1.
1.1 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2 Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf
objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem
wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6, BGE 141 V 289 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016,
8C_1/2016, E. 4.3). Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden
objektiviert werden können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken
(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 30. November 2017, 8C_350/2017, E. 5.4, und
vom 27. März 2015, 8C_673/2014, E. 5.1.1; BGE 143 V 427 E. 6). Soweit die
Beschwerden nicht empirisch-klinisch, anamnestisch oder bildgebend und/oder
apparativ nachgewiesen werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30.
November 2017, 8C_350/2017, E. 5.4), ist der Beweis nach dem strukturierten
Verfahren mittels Indikatoren zu führen (BGE 143 V 428, E. 7.1). Die medizinisch
sachverständige Person hat das Leistungsvermögen einzuschätzen und dabei den
einschlägigen Indikatoren zu folgen. Im Rahmen der Rechtsanwendung ist zu prüfen,
ob die Ärzte sich an die normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das heisst,
ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der
gesundheitlichen Beeinträchtigung sind, sowie ob die versicherungsmedizinische
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Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (vgl. BGE 141 V 307 E.
5.2.2. f.).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Als Valideneinkommen gilt dasjenige Einkommen,
das die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne die
Gesundheitsschädigung erzielt hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten,
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 21.
Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1, mit weiteren Verweisen). Für die Festsetzung
des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ -
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint
zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn.
Schöpft eine versicherte Person die verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarem
Ausmass aus, ist es mit Blick auf die Schadenminderungspflicht zulässig, das
Invalideneinkommen gestützt auf Tabellenlöhne zu bestimmen (Urteile des
Bundesgerichts vom 14. April 2010, 9C_310/2009, E. 3.2, vom 15. November 2010,
9C_721/2010, E. 4.1.2, und vom 21. Juni 2017, 8C_13/2017, E. 3.3).
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1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
1.5 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). Im
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit
Hinweisen).
2.
Das der angefochtenen Verfügung zugrundeliegende Gutachten der asim vom 29.
August 2016 ist unbestritten, und auch der RAD hat dessen Beweistauglichkeit bejaht
(Stellungnahme vom 2. September 2016, IV-act. 161). Es werden keine objektiven
medizinischen Gesichtspunkte angeführt, die seine Beweiskraft in Frage stellen. Die
geklagten Beschwerden und die medizinischen Vorakten wurden berücksichtigt und
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gewürdigt sowie die Befunde umfassend erhoben. Die aufgrund der diagnostizierten
Neurasthenie erforderliche Beurteilung nach dem strukturierten Beweisverfahren BGE
141 V 298 E. 4.2 f.; BGE 140 V 13 f., E. 2.2.1.3) wurde insbesondere im psychiatrischen
Teilgutachten vorgenommen, wo die Einschränkungen bzw. Funktionsstörungen
beschrieben (IV-act. 160-42 f.) und aufgrund der positiven Lebenseinstellung und
weiterer Ressourcen der Beschwerdeführerin als leicht bis mittelgradig eingestuft
werden (IV-act. 160-44 f.). Ressourcenhemmende Persönlichkeitsfaktoren seien nicht
vorhanden (IV-act. 160-45) und ein unterstützendes soziales Netz wurde erwähnt (IV-
act. 160-44). Insoweit erscheint die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 % für die
angepasste Tätigkeit als Primarschullehrerin nachvollziehbar, nachdem hier die
Beeinträchtigungen im Bereich der komplexen Aufmerksamkeits- und
Konzentrationsleistung massgebend waren, die im Rahmen der neuropsychologischen
Untersuchung objektiviert werden konnten. Da die Gutachter damit die massgeblichen
Indikatoren ausreichend berücksichtigt und die Arbeitsfähigkeit auf objektiver
Grundlage beurteilt haben, ist ihre Einschätzung auch aus rechtlicher Sicht
massgeblich.
3.
3.1 Bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am 26. Januar 2011 (IV-act. 35) und Anmeldung
am 21. Juli 2011 besteht ein allfälliger Rentenanspruch frühestens ab 1. Januar 2012
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG), weshalb für den
Einkommensvergleich das Jahr 2012 massgeblich ist (BGE 129 V 222).
3.2 Die Beschwerdeführerin äusserte anlässlich des Früherfassungsgesprächs, sie
habe vor ihrer Erkrankung immer 80 % bzw. 77 % gearbeitet (einen Tag frei). Daneben
habe sie Massagen ausgeführt und Kurse im Freien Tanzen erteilt (Gesprächsprotokoll
Früherfassung vom 4. Juli 2011, IV-act. 2-2 f.; Anmeldung vom 21. Juli 2011, IV-act.
6-4). Entsprechende Einnahmen aus diesen nebenberuflichen Tätigkeiten wurden
gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK, IV-act. 166) nicht abgerechnet und
die vorgelegten Abrechnungen erlauben auch keinen Schluss auf einen stabilen Ertrag
bzw. Gewinn und damit auf ein relevantes Erwerbspotential (IV-act. 19 ff.). Im Rahmen
der Begutachtung sprach denn auch die Beschwerdeführerin in diesem
Zusammenhang von einem Hobby (IV-act. 160-61). Die Beschwerdeführerin ist ledig
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und hat keine Kinder (Anmeldung, IV-act. 6-1 f.; IV-act. 26-1). Gemäss ihren Angaben
gegenüber der psychiatrischen Gutachterin hat sie im 80 %-Pensum gearbeitet, da das
Einkommen ausgereicht habe. Die Beschwerdeführerin lebt offenbar alleine (mit Hund)
in einer Dreieinhalbzimmer-Wohnung (psychiatrisches Teilgutachten, IV-act. 160-37,
38). Unter diesen Umständen ist nicht von einer zusätzlichen Tätigkeit im
Aufgabenbereich Haushalt auszugehen (vgl. Art. 27 Abs. 1 der Verordnung über die
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Eine Einschränkung im Bereich Haushalt wird
zudem nicht geltend gemacht. Es ist daher ein reiner Einkommensvergleich
vorzunehmen (BGE 131 V 54 E. 5.1.2 und E. 5.2; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [seit 2007: Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts] vom
1. Februar 2006, I 609/05, E. 4.2.1). Dabei berechnet sich der Invaliditätsgrad
proportional zum ohne gesundheitliche Einschränkung hypothetisch verrichteten
Teilzeitpensum (vorliegend 80 %; dazu ausführlich BGE 142 V 294 ff., E. 5 ff.).
3.3 Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im
Gesundheitsfall weiterhin in einem Pensum zu rund 80 % als Primarlehrerin tätig
gewesen wäre. Gemäss Angaben der Schulgemeinde Z._ hätte die
Beschwerdeführerin im Jahr 2011 ein Einkommen von Fr. 87'457.50 (= 13 x Fr.
6'499.35 + Klassenlehrerzulage von Fr. 228.15 monatlich, IV-act. 190-17) erzielt
(Angaben vom 15. August 2011, IV-act. 16-2 f.). Dieser Betrag entspricht in etwa der
Lohntabelle des Verbandes St. Galler Volksschulträger (SGV) für das Jahr 2012,
wonach das Jahreseinkommen in den Lohnklassen C5 bis C9 bei einem
Vollzeitpensum Fr. 110'206.30 beträgt (IV-act. 190-20). Bei einem Pensum von 80 %
beläuft es sich auf Fr. 88'165.--. Hinzu kommt die Klassenlehrerzulage von Fr.
2'737.75, so dass ein Valideneinkommen von Fr. 90'903.-- resultiert.
3.4 Gemäss gutachterlicher Schätzung der Arbeitsfähigkeit von 70 % ohne
Klassenlehrerverantwortung könnte die Beschwerdeführerin ein Jahreseinkommen von
Fr. 77'144.40 (70 % x Fr. 110'206.30) erzielen. In den Jahren 2015 und 2016 generierte
sie mit Pensen ab August 2015 von insgesamt 58,8 % und ab August 2016 von
insgesamt 52 % (IV-act. 153 und 159) Einkommen von Fr. 63'916.-- bzw. Fr. 60'927.--
(IK-Auszug, act. G 6.1). Ab August 2017 verrichtete sie Pensen von insgesamt 67,1 %
(IV-act. 177-26, 28). Damit schöpft die Beschwerdeführerin das ihr zumutbare Pensum
von 70 % nicht vollständig aus. Für den Einkommensvergleich ist das Einkommen
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massgeblich, das die versicherte Person durch eine zumutbare Tätigkeit erzielen
könnte (Art. 16 ATSG), und somit nicht entscheidend, ob die versicherte Person ihre
Restarbeitsfähigkeit tatsächlich erwerblich verwertet (U. MEYER/M. REICHMUTH,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 28a N
27). Somit ist für die Bemessung des Invalideneinkommens nicht auf das tatsächliche
Einkommen, sondern auf die Lohntabelle des SGV abzustellen. Das massgebliche
Invalideneinkommen beträgt folglich Fr. 77'144.40, und es resultiert bei einer
Arbeitsfähigkeit von 70 % ein keinen Rentenanspruch begründender Invaliditätsgrad
von 15 % ([Fr. 90'903.-- - Fr. 77'144.40] : Fr. 90'903.--).
3.5 Retrospektiv erachteten die Gutachter die in den Akten dokumentierten
Arbeitsfähigkeiten als nachvollziehbar (IV-act. 160-10). Dabei ist entgegen der
Annahme der Beschwerdeführerin nicht entscheidend, wieviel sie effektiv gearbeitet
bzw. verdient hat, sondern einzig die echtzeitlichen Arztzeugnisse. Wie sich aus den
Akten ergibt, hat die Beschwerdeführerin denn auch einen unbezahlten Urlaub bezogen
(August 2012 bis Januar 2013; IV-act. 56-6) und sich im Februar 2013 bei der
Arbeitslosenkasse angemeldet (IV-act. 82), und zwar für ein Pensum von 50 % (IV-act.
87). Dr.med. B. H._, Fachärztin Innere Medizin FMH, bestätigte eine
Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 26. Januar 2011 und eine solche von 60 % ab ca.
September 2011 (IV-act. 38). Gemäss Arztbericht von Dr.med. I._, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. Juni 2012, betrug die damals aktuelle
Arbeitsfähigkeit 40 % (IV-act. 59-5). Dr.med. J._, Arzt Innere Medizin Kantonsspital
St. Gallen (KSSG), attestierte vom 1. Mai bis 1. Juli 2012 ebenfalls eine
Arbeitsunfähigkeit von 60 % und ab 1. Juli 2012 von 50 % (Arztbericht vom 10.
September 2012, IV-act. 67-3). Dr. H._ schätzte die Arbeitsfähigkeit ab 26. Februar
2013 auf 50 % (am 13. März 2013 eingegangener Arztbericht, IV-act. 86-3).
Demgemäss ist vom frühestmöglichen Rentenbeginn am 1. Januar 2012 bis zum 30.
Juni 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % und vom 1. Juli 2012 bis längstens zu den
gutachterlichen Untersuchungen im April 2016 von maximal 50 % in der bisherigen
Tätigkeit als Primarlehrerin ausgewiesen. Ab August 2014 konnte die
Beschwerdeführerin ihr tatsächliches Pensum auf 53 % und ab August 2015 auf 58 %
steigern. Echtzeitliche Arztzeugnisse für diese Zeit liegen nicht vor. Das
Invalideneinkommen ist wiederum nach der Lohntabelle des SGV zu bemessen. Für die
Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2012 beträgt es Fr. 44'082.50 (0,4 x Fr. 110'206.30),
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woraus sich ein Invaliditätsgrad von 52 % ergibt ([Fr. 90'903.-- - Fr. 44'082.50] : Fr.
90'903.--). Ab 1. Juli 2012 belaufen sich das Invalideneinkommen auf Fr. 55'103.15 (0,5
x Fr. 110'206.30) und der Invaliditätsgrad auf 39 % ([Fr. 90'903.-- - Fr. 55'103.15] :
90'903.--). Demnach besteht ab 1. Januar 2012 ein Anspruch auf eine halbe Rente.
Unter Berücksichtigung der per 1. Juli 2012 anzunehmenden Steigerung der
Arbeitsfähigkeit von 40 % auf 50 % und von Art. 88a Abs. 1 IVV ist er bis 30.
September 2012 befristet. Ab 1. Oktober 2012 ist bei einem Invaliditätsgrad von
weniger als 40 % kein Rentenanspruch mehr gegeben.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 12. Januar 2018 in
teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin vom
1. Januar bis 30. September 2012 eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung
und Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. In Anbetracht der
Tatsache, dass der Beschwerdeführerin statt der beantragten unbefristeten Rente nur
eine befristete Rente von neun Monaten zugesprochen wird, ist von einem Obsiegen zu
einem Viertel auszugehen. Entsprechend bezahlt die Beschwerdegegnerin die
Gerichtsgebühr im Umfang von Fr. 150.-- und die Beschwerdeführerin im Betrag von
Fr. 450.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin im
Umfang von Fr. 450.-- daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 150.--
zurückzuerstatten.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
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22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat keine Honorarnote eingereicht. Der
Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen erscheint eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer). Da die Beschwerdeführerin nur teilweise obsiegt, hat sie einen
reduzierten Anspruch auf eine Parteientschädigung. Unter Berücksichtigung des
teilweisen Obsiegens erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 875.-- als
gerechtfertigt.