Decision ID: e0eae2ff-9403-5725-9a25-52334952c449
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, ist seit 2004 bei der
Y._
GmbH als EDV-Mitarbeiter tätig und in dieser Eigenschaft bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA) gegen die Folgen von Berufs- und
Nicht
berufsunfällen
versichert. Am
8.
September 2014
wurde
der SWICA an
gezeigt, de
r
Versicherte
habe
sich
am
2.
September 2014 beim Fussballtraining am Knie verletzt (Bagatellunfall-Meldung vom
8.
September 2014,
Urk.
8/1). Der
erstbe
handelnde
Arzt
Dr.
med.
Z._
, Oberarzt Orthopädie an der Klinik
A._
, diagnostizierte am
4.
September
2014
eine
Hämatobursa
und
einen
Muskelfa
serriss
Quadrizeps
Knie rechts bei Kniekontusion vom
2.
September 2014
, Hori
zontalriss mediales Meniskushorn Knie rechts und
subchondrales
Knochen
marksödem
retropatellär
laterale
Patellafacette
mit diskretem Knorpelschaden
(
Urk.
8/2)
. Mit Verfügung vom
1
8.
November 2014
(
Urk.
8/18) terminierte die SWICA die Leistungen per 1
3.
November 2014, da die Beschwerden aus medizi
nischer Sicht spätestens per Ende Oktober 2014 vollständig abgeheilt gewesen seien, bzw. ab dem
1.
November auf die krankheitsbedingte Meni
skusläsion zurückzuführen seien
. Hiergegen erhob der Versicherte am 2
2.
Dezember 2014 Einsprache (
Urk.
8/20), welche die SWICA mit
Einspracheentscheid
vom 2
7.
Februar 2015 abwies (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
4.
April 2015 Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragte, es sei
en
die Verfügung vom 1
8.
November 2014 sowie der
Ein
spracheentscheid
vom 2
7.
Februar
2015 aufzuheben und es seien
ihm über den 1
3.
November 2014 hinaus die gesetzlich geschuldeten Leistungen aus der Unfallversicherung auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vor
nahme weiterer medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen. Mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
Mai 2015 schloss die
Beschwerde
gegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-26), was dem Beschwerdeführer am 2
0.
Mai 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen
Einspracheentscheid
im Wesentli
chen dafür,
dass auf das Gutachten von
Dr.
med.
B._
,
FMH für Allgemein- und Unfallchirurgie
, vom
5.
November 2014 abgestellt werden könne und entsprechend mit dem erforderlichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sei, das
s der Status quo ante erreicht
und die Operation vom 2
8.
November 2014 nicht unfallbedingt sei bzw. keine natürliche Kausalität bestehe (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor
(
Urk.
1)
,
es lägen
eine Verlet
zung der Offizial- und Untersuchungsmaxime sowie eine Verletzung der Beweisregel
vor
, wonach
das Erreichen des
Status quo ante
vel
sine
vom Unfallversicherer nachzuweisen sei. Gemäss
Dr.
med.
C._
,
Chefarzt Ortho
pädie Untere Extremitäten an der Klinik
A._
, seien die heute vorliegen
den Leiden immer noch auf das Unfallereignis vom
2.
September 2014 zurück
zuführen. Gemäss den Angaben des Operateurs seien gewichtige Indizien vor
handen, dass das anlässlich der Operation vorgefundene Bild unzweideutig auf eine traumatische Ursache schliessen liesse, insbesondere seien damit struktu
relle Läsionen vorhanden, welche klar auf eine Unfallursächlichkeit mindestens bis und mit dem Operationszeitpunkt schliessen liessen. Auch gemäss telefoni
scher Auskunft von
Dr.
med.
D._
, Vertrauensarzt SGV, seien die Beschwerden unfallkausal. Des Weiteren habe die Beschwerdegegnerin darauf verzichtet, die im
Einspracheverfahren
eingereichten Arztberichte zu prüfen
. Konkrete und differenzierte Einwände des behandelnden Facharztes seien geeignet, geringe Zweifel an der Beurteilung des Kreisarztes zu wecken, so dass vorliegend ein externes Gutachten einzuholen sei. Sollte es sich bei
Dr.
B._
um einen externen Gutachter handeln, so sei die Gutachtensvergabe nicht ein
vernehmlich und nach vorheriger Wahrung des rechtlichen Gehörs erfolgt.
Die Beschwerdegegnerin konstatierte in der Beschwerdeantwort (
Urk.
7),
Dr.
B._
sei kein interner Vertrauensarzt, sondern ein unabhängiger exter
ner Gutachter. Aktengutachten kämen
voller Beweiswert zu, sofern ein lücken
loser medizinischer Befund vorliege und es im Wesentlichen nur um die ärztli
che Beurteilung eines an sich feststehenden Sachverhaltes gehe. Auch seien Aktengutachten ohne Einwilligung der versicherten Person erlaubt. Es sei ent
sprechend gestützt auf das Gutachten von
Dr.
B._
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
der Status quo ante erreicht sei, die Operation vom 2
8.
November 2014 nicht unfallbedingt sei bzw. keine natürliche Kausali
tät
und somit keine Leistungspflicht aus dem Bundesgesetz über die Unfallversi
cherung (UVG) mehr bestehe.
2.
2.1
2.1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
2.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134
V
231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3.
3.1
3.1.1
Der erstbehandelnde Arzt
Dr.
Z._
diagnostizierte
am
4.
September
2014 (
Urk.
8/2)
eine
Hämatobursa
und
einen
Muskelfaserriss
Quadrizeps
Knie rechts bei Kniekontusion vom
2.
September 2014, Horizontalriss mediales
Menis
kus
hinter
horn
Knie rechts und
subchondrales
Knochenmarksödem
retropatellär
laterale
Patellafacette
mit diskretem Knorpelschaden
.
Durch das
Kontusions
trauma
am
2.
September 2014
sei es zu einem Hämatom mit Einblutung in die Bursa
suprapatellaris
sowie
in das umliegende
Subkutangeweb
e
gekommen. Sicher bestehe im Bereich der
Quadrizepsmuskulatur
ebenfalls ein Hämatom. Die
Quadrizepssehne
sei jedoch intakt. Die Therapie sei somit eine konservative mit abschwellenden Massnahmen sowie Stockbenutzung und analgetischer Therapie.
3.1.2
Dr.
med.
E._
des MR Instituts der Klinik
A._
hielt nach dem gleichentags durchgeführten MRI des rechten Kniegelenkes fest, dass sich als Hauptbefund eine ausgedehnte und ausgeprägte Weichteilschwellung
periarti
kulär
ventral lateral, wahrscheinlich ausgehend von einem Muskelriss oder Muskelhämatom im
Vastus
lateralis
finde. Intraartikulär bestehe ein Nachweis einer möglicherweise älteren Meniskusläsion im medialen
Hinterhorn
sowie von Knorpelschäden
femoropatellär
. Es liege kein Gelenkserguss vor, der
Bandap
parat
sei intakt
(
Urk.
8/9)
.
3.2
Dr.
Z._
hielt in seinem Verlaufsbericht vom 1
0.
September 2014 fest, dass sich im Verlauf der letzten Woche die Situation im rechten Knie, respektive im rechten Oberschenkel deutlich beruhigt habe. Das Hämatom habe sich gröss
tenteils resorbiert. Noch immer bestünden gewisse Restbeschwerden, die noch ca. 2-3 Wochen anhalten dürften, ehe das Hämatom komplett resorbiert sei. In ca. einem Monat
erfolge
eine nochmalige klinische Kontrolle, anlässlich derer a
uch der Entscheid gefällt werde
, ob rechts analog zu links eine mediale
Teil
meniskektomie
erfolgen solle. Mit der
Teilmeniskektomie
medial links sei der Beschwerdeführer sehr zufrieden und möchte rechts nicht so lange
zuwarten
, ehe die Operation durchgeführt werde (
Urk.
8/3).
3.3
Im Verlaufsbericht vom 2
1.
Oktober 2014 hielt
Dr.
Z._
fest,
die Situation habe sich von Seiten des Muskelfaserrisses im
Quadrizeps
mit entsprechendem Hämatom klar beruhigt. Hier bestünden keine Beschwerden mehr. Es sei jedoch der symptomatische mediale Meniskusriss verblieben, weswegen er die Indika
tion zur Kniearthroskopie und medialen
Teilmeniskektomie
rechts stelle. Heute erfolge entsprechend die Aufklärung über den Eingriff sowie die Nachbehand
lung und die nochmalige Vorstellung in der Anästhesiesprechstunde. Die Ope
ration werde erneut durch
Dr.
C._
erfolgen. Die internistische präoperative hausärztliche Abklärung (Check-up) sei im Rahmen der Arthroskopie von März 2014 durchgeführt worden. Da keine relevanten Nebendiagnosen bestünden, könne auf diese präoperative internistische Untersuchung zurückgegriffen wer
den (
Urk.
8/4).
3.4
Dr.
B._
hielt in seiner von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen Aktenbeurteilung
vom
5.
November 2014 folgende Diagnosen fest
(
Urk.
8/11)
:
Hämatobursa
und Muskelfaserriss
Quadrizeps
am rechten Kniegelenk nach Kontusionstrauma
Läsion im
Hint
erhorn
des medialen Meniskus
Femoropatellararthrose
Die primären Beschwerden am rechten Kniegelenk nach dem Kontusionstrauma seien
„
durch die Einblutung in die Bursa der Muskelfaserriss eindeutig zu objektivieren
“
. Aktuell bestünden noch Beschwerden im Kniegelenk rechts, möglicherweise im Rahmen dieser medialen Meniskusläsion (
Urk.
8/11 S. 2).
Der Unfall vom
2.
September 2014
s
ei nicht die Ursache der geplanten Opera
tion vom 2
8.
November 2014, zumindest nicht mit der geforderten überwiegen
den Wahrscheinlichkeit. Im Rahmen dieses Unfalls sei es zu einem
Kontusions
trauma
ventral am rechten Kniegelenk mit Einblutung in die Bursa und Mus
kelfaserriss gekommen. Im MRI sei zufälligerweise zusätzlich eine mediale Meniskusläsion entdeckt worden, welche eher älteren Datums sei. Das
Kontusi
onstrauma
ventral am Kniegelenk sei zudem nicht geeignet gewesen, eine medi
ale Meniskusläsion zu verursachen. Ein Zusammenhang zwischen
Meniskuslä
sion
und Trauma sei möglich, seines Erachtens aber nicht überwiegend wahr
scheinlich. Beim Beschwerdeführer sei auch auf der Gegenseite eine Arthrosko
pie mit
Teilmeniskektomie
medial durchgeführt worden, es wäre abzuklären, ob ein Unfall vorgelegen habe oder nicht. Sei diese Meniskusläsion auf der Gegenseite ohne Unfall und deshalb im Rahmen von degenerativen Verände
rungen entstanden, würde dies ebenfalls gegen eine Kausalität der
Meniskuslä
sion
auf der rechten Seite sprechen
. Die reinen Unfallverletzungen mit Einblu
tung in die Bursa und Muskelfaserriss seien spätestens Ende Oktober 2014 voll
ständig abgeheilt gewesen. Zu diesem Datum sei der Status quo ante erreicht (
Urk.
8/11 S. 3).
3.5
Dr.
C._
notierte im
Operation
sbericht vom 2
8.
November 2014 (
Urk.
8/19) folgende Diagnosen:
Symptomatische mediale
Meniskushinterhorn
-Ruptur Knie rechts bei Sta
tus nach Kniedistorsion
2.
September 2014
Status nach Kniearthroskopie links mit
Teilmeniskektomie
medial und lateral März 2014
Während 4-7 Tagen sei eine Mobilisation an Stöcken mit Belastung im Rahmen der Schmerzgrenzen erlaubt. In 6-8 Wochen werde eine Verlau
f
skontrolle durchgeführt (
Urk.
8/19).
4.
4.1
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist es zulässig, eine
Aktenbeur
teilung
ohne vorherige Gewährung des rechtlichen Gehörs und ohne Einvernehmen des Versicherten einzuholen. Allerdings ist zu beachten, dass den (Akten-)Berichten von Sachverständigen, welche nicht im Verfahren nach
Art.
44
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
(
ATSG
)
eingeholt werden, praxisgemäss kein höherer Beweiswert als einer Stellungnahme eines versicherungsinternen Arztes zukommt. Vorliegend kann entsprechend offenbleiben, ob
Dr.
B._
als Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin zu gelten hätte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_408/2009 vom 2
5.
Mai 2010 E. 6.2).
4.2
Stri
ttig ist
insbesondere
, ob die Meniskusläsion
auf das Ereignis vom
2.
September 2014 zurückzuführen ist bzw. durch dieses allenfalls verschlech
tert wurde oder ob sie vorbestehend war.
4.2.1
Dr.
B._
führte aus, dass das Kontusionstrauma ventral am Kniegelenk nicht geeignet gewesen sei, eine mediale Meniskusläsion zu verurs
achen
.
Ein Zusammenhang zwischen Meniskusläsion und Trauma sei möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich.
Des Weiteren notierte er, dass der Beschwerde
führer bereits auf der Gegenseite eine Arthroskopie mit
Teilmeniskektomie
medial habe durchführen lassen. Falls die Meniskusläsion auf der Gegenseite ohne Unfall und deshalb im Rahmen von degenerativen Veränderungen ent
standen sei, spreche dies ebenfalls gegen eine Kausalität der Meniskusläsion auf der rec
hten Seite (E. 3.4).
Die Arthroskopie mit
Teilmeniskektomie
medial am linken Knie wurde im März 2014 durchgeführt (E. 3.5). Der Beschwerdeführer war gemäss Angaben der
Beschwerdegegnerin bereits dann bei ihr obligatorisch unfallversichert - ein Unfallereignis sei aber nicht gemeldet worden (
Urk.
2). Dies blieb seitens des Beschwerde
führers unbestritten, so dass dies - entsprechen
d
Dr.
B._
-
ebenfalls gegen eine Kausalität der Meniskusläsion auf der rechten Seite spricht.
Die Einschätzung von
Dr.
B._
, dass die Meniskusläsion vorbestehend und damit nicht unfallkausal war,
wird auch von
Dr.
E._
gestützt, welcher anlässlich der MRI-Untersuchung vom
4.
September 2014 festhielt, dass intra
artikulär eine möglicherweise ältere Meniskusläsion im medialen
Hinterhorn
sowie Knorpelschäden
femoropatellär
nachgewiesen werden könne (E. 3.1.2).
4.2.2
Der Beschwerdeführer bringt dagegen insbesondere vor, dass gemäss Rückspra
che mit
Dr.
C._
die Leiden immer noch auf das Unfallereignis vom
2.
September 2014 zurückzuführen seien. Gemäss den Angaben des Operateurs seien gewichtige Indizien vorhanden, dass das anlässlich der Operation vorge
fundene Bild unzweideutig auf eine traumatische Ursache schliessen l
asse (
Urk.
1 S. 4). Dies geht allerdings weder aus dem Operations- noch
dem
Aus
trittsbericht
vom 2
8.
November 2014
hervor
(
E. 3.5 und
Urk.
8/20 S. 5 f.),
so
hielt
Dr.
C._
lediglich bei der Diagnose fest, dass eine symp
to
matische medi
ale
Meniskushinterhorn
-Ruptur Knie rechts bei Status nach Kniedistorsion am
2.
September 2014 vorliege. Auch ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Arztpersonen
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Entsprechend vermag diese Aussage das Aktengutachten von
Dr.
B._
sowie den Bericht über die MRI-Untersuchung nicht
in Zweifel zu ziehen
.
4.2.3
Dr.
med.
D._
teilte den Angaben des Beschwerdeführers folgend telefo
nisch mit
, dass ein medialer Meniskusriss typischerweise nur unfallbedingt vorkomme. Alleine aus dem Umstand, dass im MRI-Bericht von einer
Menis
kusläsion
eher älteren Datums die Rede sei, liesse sich noch nicht darauf schliessen, dass die aktuellen Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Selbst wenn dem so wäre, sei das Unfallereignis vom
2.
September 2014 gestützt auf den umschriebenen Hergang und von der Intensität der
Kraftein
wirkung
her genügend heftig gewesen, einen allenfalls vorhandenen
Vorzu
stand
richtungsgebend zu reaktivieren (
Urk.
1 S. 5).
Gestützt auf
Dr.
D._
Ausführungen ist die
mediale
Meniskus
hinterhorn
-Ruptur
somit - entsprechend
Dr.
B._
Einschätzung - möglicherweise
auf das Ereignis vom
2.
September 2014 zurückzuführen.
Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit lässt sich dadurch allerdings - gerade auch unter Berück
sichtigung der von
Dr.
D._
gemachten Ausführungen, dass allenfalls auch ein Vorzustand vorgelegen haben könnte - nicht begründen.
4.2.4
Die Aktenbeurteilung von
Dr.
B._
vom
5.
November
2014 erweist sich damit als
schlüssig,
ist
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchs
frei und
es sprechen - wie gezeigt -
keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit.
Damit kommt ihr voller Beweiswert zu.
Entsprechend
ist gestützt auf die
beweiskräftige
Aktenbeurteilung von
Dr.
B._
(E. 3.4) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Meniskusläsion nicht auf das Ereignis vom
2.
Sep
tember 2014 zurückzuführen
ist
bzw. durch dieses
nicht
verschlechtert wurde
und die Knorpelveränderungen im
Femoropatellargelenk
degenerativer Natur sind.
4.3
Zu prüfen bleibt, wann der Status quo ante wieder erreicht wurde.
Dr.
Z._
hielt in seinem Bericht vom 2
1.
Oktober 2014 fest, dass der Beschwerdeführer bezüglich der
Hämatobursa
und des Muskelfaserrisses
Quadrizeps
Knie rechts im Rahmen der Distorsion vom
2.
September 2014 beschwerdefrei sei
(
Urk.
8/4)
.
Dr.
B._
notierte entsprechend
, dass die reinen Unfallverletzungen mit Ein
blutung in die Bursa und Muskelfaserriss spätestens Ende Oktober 2014 voll
ständig abgeheilt gewesen seien. Zu diesem Datum sei der Status quo ante erreicht gewesen (E. 3.5).
Entsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass der Status quo ante Ende Oktober 2014 wieder erreicht war.
4.4
Damit erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
als rechtens und
ist
die Beschwerde abzuweisen.
5.
Der Grundsatz des kostenlosen Verfahrens hat zur Folge, dass der
Beschwerdegeg
nerin
, bzw. dem jeweiligen Versicherungsträger, keine
Partei
entschädigung
zusteht (vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015., N 58 zu
Art.
61).