Decision ID: 40a80e0b-c068-5d4c-b542-a962fc3d6433
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1961,
meldete sich am 2
0.
Februar
2009
unter Hinweis auf
eine seit September
2000 Beschwerden verursachende Diskushernie sowie auf eine seit Juni 1994 bestehende pulmonale
Endometriose
bei der Inva
lidenversicherun
g zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4
Ziff.
6.2-3
). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach
ihr mit Verfügung vom 2
6.
April
2010
bei einem
Invaliditätsgrad von 58
%
eine halbe
R
ente ab
1.
September 2009 zu (Urk. 7/
30 und
Urk.
7/34
).
Mit Verfügung
vom 2
8.
Oktober
2011
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, der Rentena
nspruch sei unverändert (
Urk.
7/
66
).
Mit Verfügung vom 3
0.
März
2012 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf
Hilflosenent
schädigung
(
Urk.
7/74).
1.2
Nach Eingang eines am 1
7.
Dezember
2012
ausgefüllt
en Revisionsfragebogens (Urk. 7/86
) holte die IV-Stelle unter anderem bei
m
Y._
ein polydiszip
linäres Gutachten ein, das am 2
2.
Juni 2015 erstattet wurde (Urk. 7/
120
). Nach
durchgeführt
em
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/144;
Urk.
7/147
,
Urk.
7/15
3
,
Urk.
7/156,
Urk.
7/165,
Urk.
7/168,
Urk.
7/
170
/2-3
)
stellte
di
e IV-Stelle mit Verfügung vom 1
4.
Dezember
2016
di
e bisher ausge
richtete Rente ein (Urk. 7/
172
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 3
0.
Januar
2017
Beschwerde gegen die Verfügung vom
1
4.
Dezember
2016
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihr weiterhin mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei die Rente auf eine
Dreiviertelsrente
zu erhöhen (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1.
März 2017 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde. Am 2
9.
Juni
2017 reichte die Beschwerdeführerin ihre Replik
(
Urk.
10) ein
,
und die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1
2.
Juli 2017 auf das Einreichen einer Duplik (
Urk.
12), was der Beschwerdeführerin am 1
3.
Juli 2017 zur Kenntnis gebracht
wurde (
Urk.
13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
; ATSG
). Erwerbsunfähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die ver
sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
ren
tenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den
funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November
2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät
zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember
2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (
Urk.
2) die Einstellung der Invalidenrente damit,
dass ab Zeitpunkt der Begutachtung im April 2015
für die bisherige und eine angepasste Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
be
stehe. Es lägen keine neuen medizinischen Befunde auf somatischem Fachgebiet vor, die eine wesentliche Änderung der bisherigen Arbeitsfähigkeit von 80
%
begründen könnten. Auf dem psychiatrischen Fachgebiet würden
Allgemein
symptome beschrieben.
Aus den Befunden lasse sich keine Verschlechterung entnehmen (S. 2 ff.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
die Einstellung der bisherigen halben Invalidenrente sei zu Unrecht erfolgt, und
es liege kein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17 ATSG vor. Weder aus den medizinischen Akten noch aus dem Gutachten des
Y._
ergebe sich eine Verbes
serung des Gesundheitszustandes. Zu Unrecht sei überdies beim Invalidenein
kommen ein Prozentvergleich zur früheren Funktion als Geschäftsführe
rin vor
genommen worden (S. 4
Rz
12
).
So lasse sich dem Gutachten aus psychiatri
scher Sicht eine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ent
nehmen (S. 5
Rz
15). Auch aus orthopädischer Sicht sei es bei den sich aus den MRI
Berichten ergebenden progredienten Befunden
nicht zu einer Verbesserung gekommen
,
und sie habe in der Vergangenheit schon mehrfach notfallmässig hospitalisiert werden müssen. Trotz Infiltrationen der Facettengelenke im
August
2016 sei es bislang nicht zu einer Verbesserung gekommen (S. 5
Rz
16). Zudem sei
es
unzutreffend, dass hinsichtlich
der Lungenproblematik seit dem o
perativen Eingriff im Jahr
2008 eine langsame Besserung eingetreten sei. So sei es zuletzt im Jahr
2011 zu einer Lungenentzündung gekommen (S.
5 f.
Rz
17). Da sie die früher ausgeübte Tätigkeit als Geschäftsführerin nie mehr habe ausüben können und auch jetzt nicht ausüben könne, dürfe kein Prozentver
gleich vorgenommen werden. Vielmehr sei beim Invaliden
ein
kom
men von einem Tabellenlohn auszugehen. Sie könne nicht mehr beim früheren Arbeitge
ber arbeiten, da das Geschäft nicht mehr existiere
,
und es sei die Vornahme eines leidensbedingten Abzuges zu prüfen (S. 6 f.
Rz
22).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort
(
Urk.
6) führte die Beschwerdegegnerin aus
, gestützt auf das
Y._
-Gutachten vom
Juni
2015 sei davon auszugehen, dass die Be
schwer
deführerin aus somatischer Sicht in ihrer angestammten Tätigkeit unein
geschränkt arbeitsfähig sei. Die diagnostizierte leichte depressive Episode, wo
raus eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
für sämtliche Tätigkei
ten attestiert worden sei, sei nicht als invalidisierender Gesundheitsschaden an
zu
se
hen. In Abweichung
zur
angefochtenen Verfügung sei daher aus invaliden
versicherungsrechtlicher Sicht von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen, wodurch sich weitere Ausführungen
zum Einkommensvergleich erübrigten, wobei selbst ein regulärer Einkommensvergleich keinen rentenan
spruchsbegründenden Invaliditätsgrad ergeben würde (S. 1 f.).
2.4
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Replik (
Urk.
10) geltend,
es sei unzutreffend, dass bei einer Änderung im erwerblichen Bereich sämtliche Ele
mente, die Einfluss auf den Invaliditätsgrad hätten, frei überprüft werden könn
ten. Ihre von der Beschwerdegegnerin ursprünglich zu Grunde gelegte medizi
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 50
%
als kaufmännische Angestellte könne im weiteren Verlauf nicht mehr voll ausgeschöpft werden. Sie habe le
diglich noch in einem 30%-Pensum gearbeitet. Auf das
Y._
-Gutachten könne nicht abgestellt werden, und sie sei nicht mehr in der Lage, als Geschäftsführe
rin zu arbeiten (S. 1 f.).
2.5
Str
it
t
ig und zu prüfen ist, ob seit der rückwirkend ab
September
2009
erfolgten
Zusprache
der
halben
Invalidenrente mit Verfügung vom
2
6.
April
2010 (Urk. 7/30 und
Urk.
7/34
)
bis zum Erlass der vorliege
nd angefochtenen Verfü
gung vom 14
.
Dezember
2016 (Urk. 2) eine wesentliche Veränderung in den tat
sächlichen Verhältnissen - namentlich eine Verbesserung des Gesundheitszu
standes der Beschwerdeführerin - eingetreten ist, welche eine Einstellung der Invalidenrente rechtfertigt.
3.
3.1
Die letzte eingehende materielle Prüfung des Sachverhalts fand im Rahmen der
erstmaligen rückwirkend ab
1.
September
2009 erfolgten
Zusprache
einer hal
ben Rente mit Verfügung vom
2
6.
April
2010
(Urk. 7/30 und
Urk.
7/34
) statt. Die
Rentenzusprache
basierte im Wesentlichen auf den folgenden medizinischen Einschätzungen
(vgl.
Urk.
7/18)
:
Die Ärzte des
Z._
stellten in ihrem Bericht vom 2
4.
November 2008 (
Urk.
7/11) folgende Diagnose (S. 1):
-
katamenialer
Pneumothorax
-
Status nach rezidivierenden schweren Pneumonien und
Pneumotho
races
-
thorakoskopische
Pleurodese
links am 2
6.
September
2008
Die Ärzte führten aus, sie h
ätten
die Patientin am 2
1.
November 2008
nach
tho
rakoskopischer
Pleurodese
bei
katamenialem
Pneumothorax
ambulant
im Rah
men einer Verlaufskontrolle
auf der Pneumologie gesehen
. Sie
habe sich vom Eingriff sehr gut erholt, jedoch
persistierten
intermittierend auftretende Schmer
zen im Bereich des Stichkanals.
Lungenfunktionell finde sich aktuell eine mittelschwere obstruktive Ventilati
onsstörung,
und
die aktuellen Messwerte zeigten sogar eine leichte Verbesse
rung im Vergleich zur Voruntersuchung vom Mai 200
6.
Die im September
2008 durchgeführte
Talkpleurodese
verhindere weitgehend das Auftreten weiterer
Pneu
mo
th
oraces
auf dieser Seite
. Da die
pleurale
Endometriose
jedoch oft bila
teral vorliege, sei es selbstverständlich nach wie vor möglich, dass es im rechten
Pleuraraum
zu einem Pneumothorax komme (S. 1).
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
stellte in seinem Bericht vom 1
6.
März 2009
(
Urk.
7/12)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
thorakale
Endometriose
, Erstvermutung im Juni 2006
-
mit Status nach rezidivierenden, schweren Pneumonien und
Pneumothoraces
, 1994 und folgende Jahre
-
Status nach
thorakoskopischer
Pleurodese
am 2
6.
September 2008
-
heterocygoter
Protein S-Mangel
-
Status nach rezidivierenden Lungenembolien (letztmals 2004)
-
rezidivierendes
spondylogenes
Lumbovertebralsyndrom
Dr.
A._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit
1994 bei ihm in Behand
lung
,
und die letzte Kontrolle sei am 2
8.
Februar 2009 erfolgt (
Ziff.
1.2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit habe vom
2.
April bis
4.
Mai
2008 und
vom 2
3.
September bis 2
0.
Oktober
2008 eine 100%ige sowie seit dem 2
1.
Oktober
2008 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (
Ziff.
1.6). Es bestünden Schmerzen in der Lunge und
im Becken sowie eine Atemnot im Stress des Ar
beitsalltages. Sie könne keine Treppe in normalem Tempo gehe
n und nichts tra
gen. Die bisherige Tätigkeit sei noch halbtags möglich (
Ziff.
1.7). Auch eine be
hinderungsangepasste Tätigkeit sei lediglich im Umfang von 50
%
möglich (
Ziff.
3).
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 2
4.
April
2009 (
Urk.
7/18/2) aus, für die 4
8-jährige, zuletzt als Kauffrau und
Geschäftsführerin tätige Versicherte sei ein
katamenialer
Pneumothorax bekannt
.
Ursächlich komme eine
pleurale
Endometriose
in Betracht. Am 2
6.
September 2008 sei eine linksseitige
thorakoskopische
Pleurodese
erfolgt (Bericht
O._
vom 2
4.
November 2008). Zudem sei ein rezidivierendes
spondylogenes
Lumbover
tebralsyndrom
diagnostiziert worden.
Gesamthaft seien die von
Dr.
A._
mit
geteilten Arbeitsunfähigkeitszeiten nachvollziehbar. Demnach habe vom
2.
April bis
2
0.
Oktober 2008 eine 100%ige
und vom
2
1.
Oktober
2008 bis auf weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden. Das Profil bestehe in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit in wohltemperierten Räumen ohne Kälte
exposition.
4.
4.1
Im Rahmen der im Dezember
2012 eingeleiteten Rentenrevision (vgl.
Urk.
7/86) holte die Beschwerdegegnerin die folgenden medizinischen Berichte ein:
Die Ärzte des
C._
, Klinik für Psychiatrie und Psy
chotherapie, führten in ihrem Abschlussbericht
„
Sprechstunde für Belastungsre
aktionen, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
“
,
vom 1
0.
April
2012 (
Urk.
7/97
)
aus, die Beschwerdeführerin sei vom 2
8.
September
2011 bis 2
2.
März
2012 während insgesamt 10
Therapiesitzungen bei ihnen gewesen (S.
1).
Als Diagnose nannten die Ärzte eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, aktuell teilremittiert (ICD-10 F32.11).
Zum Zeitpunkt der ersten Vorstellung im September
2011 habe seit etwa zwei bis drei Jahren eine leichte bis mittelgradige depressive Episode bestanden, die sich unter einer hohen psychosozialen Belastung aufgrund einer
Endometriose
mit extrauteriner, insbesondere pulmonaler Beteiligung und einem langjährigen
Ehekonflikt mit hoher Ambivalenz in Bezug auf die Fortführung der Beziehung entwickelt habe.
Neben einer erneuten antidepressiven Psychopharmakotherapie h
ätten
im Janu
ar
2012 insbesondere die Entscheidung zu einer vorübergehenden Trennung vom Ehemann und die Stärkung der Selbständigkeit einen positiven Effekt auf die depressive Symptomatik
gehabt
. Aufgrund äusserlicher Umstände und
mög
licherweise zusätzlich auch einer verbleibenden Ambivalenz in Bezug auf eine endgültige Trennung sei sie im März
2012 wieder in das gemeinsame Haus zu
rückgekehrt. Durch kleine dysfunktionale, interpersonelle Ko
nflikte im Sinne von
daily
hass
les
sei die depressive Symptomatik erneut getriggert worden. Die Beschwerdeführer
in
besitze zahlreiche Ressourcen (gute Introspektionsfähigkeit, Bildung, Selbständigkeit, bislang hohe Resilienz). Aktuell sei die depressive Epi
sode als teilremittiert zu beurteilen (S. 1 Mitte).
4.2
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
,
E._
, nannte in ihrem Bericht
vom
4.
Februar
2013 (
Urk.
7/94/1
4)
als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom rechts mit Schwäche im Gross
zehenhe
ber, bestehend seit dem 1
7.
Mai
2012, jedoch
bestünden
anamnes
tisch seit 2004 lumbale Probleme (
Ziff.
1.1).
Die Beschwerdeführerin sei am 1
7.
und am 3
1.
Mai 2012 bei ihr in Behandlung gewesen (
Ziff.
1.2). Es sei eine Analgesie und eine Lagerungsi
nstruktion erfolgt (
Ziff.
1.5).
Dr.
D._
führte aus, sie habe keine Arbeitsunf
ähigkeit attestiert (
Ziff.
1.6-9
).
4.3
Dr.
A._
stellte in seinem Bericht vom
5.
April
2013 (
Urk.
7/100/4-8) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
Status nach Lungenembolien 1994 und 2004
-
rezidivierende Pneumonien 1999, 2003, 2007, 2008, 2010, 2011
-
rezidivierende
Pneumothoraces
2005 und 2008
-
thorakale
Endometriose
,
Thorakoskopie
und
Pleurodese
Z._
2008
-
heterocygoter
Protein S-Mangel, bestehend seit 1994
-
rezidivierendes
lumbovertebral
Syndrom seit 2004
-
Status nach Hyst
erektomie
mit nachfolgender Belastungsinkontinenz 2008
-
mittelgradige depressive Episoden mit somatischem Syndrom,
teilremit
tiert (ICD-10 F32.11),
Sprechstunde für Belastungsreaktionen, PTBS
Dr.
A._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem
9.
September
2011
bei ihm in Behandlung
,
und die letzt
e Kontrolle sei am
4.
April 2013
erfolgt (
Ziff.
1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Sekretärin und Mitarbeiterin
im Betrieb
bestehe seit dem
1.
April
2011
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6). Es bestehe ein Konzentrations- und Leistungszerfall bei intellektueller Anstrengung
,
und es komme nach 30 Minuten bis eine
r
Stunde zu einer Ermü
dung und damit Unmöglichkeit, weiter zu arbeiten. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei eine Stunde Büro und eine Stunde Hausarbeit ohne Einkauf und Wäsche oder Reinigung,
ohne
Betten, nur leichtes Räumen ode
r Abstauben
seien möglich
(
Ziff.
1.7).
Dr.
A._
führte aus
,
das maximal
Mögliche
sei unternommen worden (
Ziff.
1.8).
4.4
L
ic
. phi
l.
F._
,
Fachpsychologe für Psychotherapie und Kinder- Jugendpsychologie
FSP
, stellte in seinem
Bericht vom 1
7.
Juni
2014
(
Urk.
7/105/1-
6
)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mi
t somatischem Syndrom; ICD-10 F
33.11 (zunehmend depressive Ver
stimmungen verbunden mit wiederkehrenden psychischen Erschöp
fungszuständen seit 2008, als Folge nachfolgend aufgelisteter Krank
heitsentwicklung)
-
Status nach Lungenembolien 1994 und 2004
-
rezidivierende Pneumonien 1999, 2003, 2007, 2008, 2010, 2011
-
rezidivierende
Pneumothoraces
2005, 2008
-
Diagnose der thorakalen
Endometriose
durch
Thorakoskopie
im
Z._
2008 mit gleichzeitiger
thorakoskopischer
Pleurodese
2008
-
hetrocygoter
Protein S-Mangel nachgewiesen 1994
-
rezidivierendes
lumbovert
ebrales
Schmerzsyndrom seit 2004, letztmals 2013 ambulant behandelt
-
Status nach Hysterektomie
im Jahr
2008 mit nachfolgender Belastungs
inkontinenz Grad II.
Erfolgreiche o
perative Sanierung
im Jahr
2011
(
G._
)
-
gedeckte retroperitoneale
Duodenalperforation
bei
bekanntem
Ulcus
duodeni
im Jahr
2013,
Z._
Psychologe
F._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 2
6.
Septem
ber
2013 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 1
1.
Juni
2014 erfolgt (
Ziff.
1.2). Es finde eine Psychotherapie mit derzeit wö
chentlichen Sitzungen statt (
Ziff.
1.5).
In der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit bestehe seit 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.6
). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei derzeit nicht möglich (
Ziff.
1.7).
Zum ärztlichen Befund führte Psychologe
F._
aus, die Ar
beitsunfähigkeit betrage 100
%
(
Ziff.
1.4).
Trotz ihrer Erschöpfungs- und depressiven Zustände sowie der Arbeitsunfähig
keit
,
sei die Beschwerdeführerin in ihrer Rolle als Mutter und als Grossmutter weiterhin gefordert und innerhalb der Familie enorm wichtig. Sie sei trotz mas
siv reduzierter Vitalkraft diszipliniert und tüchtig. Eine zusätzliche Erwerbstä
tigkeit sei jedoch aufgrund ihres
physisch-psychischen Zustandes
eindeutig nicht zumutbar (
Ziff.
1.4 unten).
4.5
Die
Ärzte des
Y._
erstatteten am 2
2.
Juni 2015 das von der Beschwerdegegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten (
Urk.
7/120
/2-30
). Zusammenfassend nann
ten sie als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte de
pressive Episode (ICD-10 F32.0). Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit nannte
n
sie in der Hauptsache ein thorak
ales
Endometriose
Syndrom (
TES
), ein
e
c
hronisch obstruktive Lungenkrankheit
(
COPD
)
, Lungenemphysem, eine TVT-Einlage am
6.
Oktober 2011, eine
laparoskopische
, totale Hysterekto
mie unter Belassen der Adnexe am
2.
April 2008 im
H._
, ein anam
nestisch chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symp
tomatik sowie eine leichtgradige
Epicondylopathia
humeri
ulnaris
beidseits (S.
26
Ziff.
5.
1-
2).
Die Gutachter führten zusammenfassend aus, d
ie 54-jährige Explorandin
sei
für die angestammte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte wie auch für andere körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten zu 80
%
arbeits- und leis
tungsfähig. Die Arbeitsfähigkeit sei
in einem ganztägigen Pensum mit vermehr
ten Pau
sen verwertbar
. Die Prognose für eine Steigerung des Erwerbspensums
sei
allerdings aufgrund der subjektiv eingeschränkten Leistungsfähigkeit unsi
cher
(S. 29
Ziff.
6.9).
Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in anderen Tätigkeiten führten die Gutachter aus, dass sich laut
Angaben der Explorandin die früheren Schmerzen der Lunge nach der Verödung gebessert hätten
. Sie habe immer noch Schmerzen im Rücken.
Objektiv mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
hätte
bei
ihren
Untersuchungen das psychische Leiden im Vordergrund
gestanden
. Es
sei
eine leichte depressive Episode diagnostiziert
worden, wodurch sich d
ie Arbeitsfähigkeit der Exploran
din
um 20
%
vermindere
.
Bei
der
pneumologischen
Untersuchung
seien
ein thorakales
Endometriose
-Syndrom und eine
COPD
diagnostiziert
worden
.
In Ruhe seien
die klinischen Befunde kompensiert.
Aus
pneumologischer
Sicht
seien
der Explorandin körperlich leichte Tätigkeiten, wie die angestammte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte, ohne Einschrän
kung zumutbar.
Körperlich schwere und andauernd mittelschwere Tätigkeiten sowie solche mit Staub-
, Kä
lte- und Nässebelastung seien
nicht mehr möglich.
Die Beschwerdeführerin habe in der Besprechung vom 2
7.
April
2015 ausge
führt,
dass sie
seit der Hysterektomie und der
Talkpleurodese
2008 viel weniger Beschwerden
habe
mit nur noch gelegentlich respiratorischen Infekten. Vor allem habe sie seit 2009 keine
Thoraxschmerzen
mehr. Die in früheren Jahren nur linksseitig aufgetretenen
Pneumothoraces
seien seither nicht mehr aufgetr
e
ten. Es bestehe noch eine An
strengun
g
sdyspnoe II mit nur selten notwendiger Inhalation mit
Ventolin
bei Bedarf. Nach den Lungenembolien 1994 und 2004 seien auch keine weiteren mehr aufgetreten (S. 20 unten). Die
Pneumologen
im
Z._
hätten in ihrem Bericht vom
7.
März
2011 aus
pneumologi
scher
Sicht anhand der letzten Beurteilung im Dezember
2009 eine medizinisch theoretische Ateminvalidität von knapp 50
%
angegeben. Leichte körperliche Arbeiten seien zum damaligen Zeitpunkt als zumutbar beurteilt worden. Zwi
schenzeitlich sei eine lungenfunktionelle Verbesserung nach erfolgreicher The
rapie des
thoracalen
Endometriose
-Syndroms und reduziertem Nikotinkonsum erfolgt. Lungenfunktionell bestehe ohne Inhalationstherapie aktuell noch eine leichte obstruktive Ventilationsstörung (S. 22
Ziff.
4.3.6).
Bei
der
gynäkologischen Untersuchung
sei
ein Status nach gemischter Inkonti
nenz diagnostiziert
worden
. Beschwerden, wie sie von der Explorandin angege
ben w
orden seien
, könn
t
en damit
nicht
erklärt werden. Aus gynäkologischer Sicht
sei
die Arbei
tsfähigkeit nicht eingeschränkt.
Dasselbe g
elte
au
s urologi
scher Sicht.
Bei
der
orthopädischen Untersuchung
sei
ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerz
syndrom diagnostiziert
worden
. Im MRI
zeigten sich
mode
rate degene
rative Veränderungen, und d
ie klinischen Befunde
seien
nur leichtgradig patho
logisch. Aus orthopädischer Sicht
sei
die Arbeitsfähigkeit der Explorandin nicht eingeschränkt.
Bei
der
allgemeininternistischen Untersuchung
seien
keine weiteren Diagnosen gestellt
worden
. Die klinischen Befunde und auch die Laborwerte
seien
unauf
fällig
gewesen
. Die Arbeitsfähigkeit der Explorandin
sei
nicht eingeschränkt.
Die Gutachter hielten fest, z
usammengefasst
sei
die Explorandin für eine kör
perlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit, wie die angestammte Tätigkei
t als
kaufmännische Angestellte
,
zu
80
%
arbeits- und leistungsfähig. Diese Arbeits
fähigkeit sei
in einem ganztägigen Pensum mi
t vermehrten Pausen verwertbar
(S. 27
Ziff.
6.2)
.
Zu
m
Beginn und Verlauf der Arbeitsunfähigkeit
führten die Gutachter aus, a
uf
grund der anamnestischen Angaben,
ihren
Untersuchungsbefunde
n
, der vorlie
genden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten
sei
davon aus
zugehen
, dass die Arbeitsfähigkeit in den Jahren 2008 und 2009
wegen der
Endometriose
der Pleura
höher
gradig
eingeschränkt gewesen sei
. Nach der
Pleurodese
h
ätten
sich diese Beschwerden zurückgebildet. Die Besserung
sei
langsam eingetreten.
Über den Begin
n des psychischen Leidens liesse
sich keine
genauen Angaben machen. Die voll
schichtige Arbeitsfähigkeit ge
lt
e
mit Sicherheit spätestens ab
ihrem
Untersuchungsdatum Ende April 2015
(S. 28
Ziff.
6.3)
.
Auch bei der Haushalttä
tigkeit best
ünden
aus medizinischer Sicht keine wesent
lichen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die Arbeiten könn
t
en in individu
ellem Tempo in der gewohnten Umgebung verrichtet werden
(S. 28
Ziff.
6.4)
.
In ihrer Stellungnahme zur Selbsteinschä
tzung der v
ersicherten Person und zu I
nkonsistenzen
führten die Gutachter aus, die Explorandin fühle
sich nicht mehr als i
n einem kleinen Pensum arbeitsfähig. Diese Einschätzung kö
nn
e
aus medi
zinischer Sicht nicht bestätigt werden. Die Explorandin
sei
bei den übrigen Ak
tivitäten nicht wesentlich einge
schränkt. Sie habe
Kontakt mit
Freunden und Nachbarn und führe
auch den Haushalt. A
us psychiatrischer Sicht bestehe
nur eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die Explorandin könnte ihre Ressourcen demnach auch für ein höheres Arbeitspensum nutzen
(S. 28
Ziff.
6.5)
.
Aus psychiatrischer Sicht
habe
der behandelnde Psychologe
eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
,
diagnostiziert
. Die von ihm angegebene 100%i
ge Arbeitsunfähigkeit
sei
aufgrund der Befunde
nicht nachvollziehbar.
Am
C._
sei
2012
eine teilremittierte depressive Störung diag
nostiziert
worden
. Es bestehe
somit eine rezidivierende depressive Störung.
Die Gutachter führten aus, bei ihrer
Untersuchung
sei
die Symptomatik leichtgradig ausgeprägt
gewesen
. Aus
pneumologischer
Sicht könn
t
en die Befunde des
Z._
2011 bestätigt werden. Die Befunde haben sich in der Zwi
schenzeit verbessert
, insbesondere seien
keine Einschränkungen seitens der tho
raka
len
Endometriose
mehr vorhanden.
Aus gyn
äkologischer Sicht lägen
keine Berichte vor. Aus urologischer Sicht
sei
eine Beurteilung vor der Operation vor
handen. Die postoperativen
Befunde entsprächen
ihren
Feststellungen. Von Sei
ten des Bewegungsapparates her l
ägen
keine fachärztlichen Beri
chte vor.
Der
Hausarzt habe
wiederholte Rückenschmerzen
bestätigt
, ohne eine diesbezüglich detaillierte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abzugeben. Aus allgemeininternisti
scher Sicht s
eien
keine ausführlichen Beurteilungen vorhanden. Die Einschät
zung der Arbeitsfähigk
eit durch den Hausarzt sei
ganzheitlich und ohne Einge
hen auf spezielle Befunde unter Einbezug der subjektiven Angaben der Explo
randin
ge
sche
hen (S. 28
Ziff.
6.6)
. Aus psychiatrischer Sicht
werde
empfohlen
, die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sowie die antidepressive Medi
kation weiterzuführen
und a
us
pneumologischer
Sicht
ein vollständiges Sistie
ren des
Nikotinkonsums
. Damit könn
t
en sich die Einschränkungen der Lungen
funktion weiter verbessern
(S. 28
Ziff.
6.7)
.
4.6
Dr.
med.
I._
, Leitender Arzt, und
Dr.
med.
J._
, Assistenzarzt
,
Wirbelsäulenchirurgie,
K._
,
nannten in ihrem Bericht vom
6.
Juni
2016 (
Urk.
7/152) nach gleichentags erfolgter Konsultation der Be
schwer
de
füh
rerin als Diagnose eine chronische
Lumboischialgie
beidseits bei
Diskusprotrusi
on
LWK
3/4 und
Spondylarthrose
LWK
2/3, 3/4 und 4/
5.
Als Nebendiagnose nannte sie eine pulmonale
Endometriose
(S. 1 Mitte).
Die Beschwerdeführerin habe sich erstmals in ihrer Sprechstunde vorgestellt.
Sie habe über seit mehr als 12 Jahren bestehende
Lumboischialgien
mit gelegentli
cher Ausstrahlung geklagt
. Im April 2016 sei es zu zwei akuten
Schmerzexazer
bationen
tieflumbal gek
ommen, welche aktuell noch fortb
estünden.
In ihrer Beurteilung führten die Ärzte aus, die Beschwerdeführerin leide seit vielen Jahren an chronischen
Lumboischialgien
. Aktuell bestünden vor allem tieflumbale Beschwerden abhängig von Mobilisation. Teilweise bestehe eine Schmerzausstrahlung von brennendem Charakter, ausgehend vom linksseitigen Beckenkamm bis hin zum
medialseitigen
Oberschenkel auf Höhe des linken Kniegelenkes. Zum Zeitpunkt der Untersuchung lägen die Beschwerden nicht vor. Radiologisch zeige sich
kein direkter Hinweis auf eine
Myelon
- oder Ner
venwurzelkompression
.
Als wegweisen
d
er Befund zeige s
ich eine ausgeprägte
Spondylarth
r
ose
LWK2/3, 3/4 und 4/
5.
Da die Rückenschmerzen deutl
ich überwög
en, sei mit der Patientin eine Facettengelenkinfiltration LWK3/4 und 4/5 beidseits besprochen worden.
Die Patientin werde diesbezüglich aufgeboten. Zwischenzeitlich sei die physio
therapeutische Mobilisation zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur zu empfehlen. Eine entsprechende Verordnung sei der Patientin abgegeben worden (S. 2).
4.7
Dr.
I._
und
Dr.
J._
führte in ihrem
Be
richt
vom
6.
Oktober
2016 (
Urk.
3) aus, die Beschwerdeführerin habe sich nach der
Infiltration am 2
2.
August
2016
bereits zweimal bei ihnen gemeldet, und mitgeteilt, dass es nach der Infiltration zu keiner Beschwerdebesserung gekommen sei. Im Gegen
teil sei zwei Tage nach
der Infiltration eine ambulante Vorstellung im
Z._
notwendig gewesen, aufgrund einer akuten lumbalen
Schmerz
exazerbation
. Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht werde trotz allem das
Fortsetzen der kon
servativen Therapie mittels Physiotherapie zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur
empfohlen.
4.8
Dr.
J._
führte in seinem Bericht vom 2
1.
Oktober 2016 (
Urk.
7/167/1) aus, er habe die Patientin einmalig am
6.
Juni
2016 klinisch untersucht und am 2
2.
August
2016 sei eine Facettengelenksinfiltration L3/4 beidseits sowie L4/5 links durchgeführt worden. Bei chronischer
Lumboischialgie
beidseits hätten sie aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht das Fortsetzen der konservativen Therapie mittels Physiotherapie zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur empfohlen. Da er lediglich zweimal mit der Patientin Kontakt gehabt habe, und somit den Verlauf nicht beurteilen könne, könne er die Frage hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht beantworten. Es bestehe keine Operationsindikation, wes
halb um eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei den Kollegen der Rheumato
logie gebeten werde.
4.
9
Dr.
B._
, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 1
6.
November
2016 (
Urk.
7/171/5)
aus, gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführerin habe sie sich am
5.
Oktober
2016 einen Hexenschuss zugezogen und sei notfallmässig behandelt worden.
Gemäss dem Bericht
von
Dr.
J._
,
K._
,
vom 2
1.
Oktober
2016 sei einmalig am
6.
Juni 2016 eine klinische Untersuchung und am
2
2.
August
2018 eine Fac
etteninfiltration L3 und L4 durchgeführt worden. Bei chronischer
Lum
boischialgie
beidseits sei an einem konservativen Prozedere festgehalten und keine Operationsindikation gesehen worden. Gemäss ambulanter Behandlung im
Z._
vom 2
6.
August
2016 sei eine konservative Behandlung mit
Novalgin
und
Mydocalm
begonnen worden.
Dr.
B._
führte aus, neue medizinische Befunde auf somatischem Fachge
biet, die eine wesentliche Änderung der bisherigen Arbeitsfähigkeit (80
%
in einem Ganztagespensum) begründen könnten, seien nicht vorgelegt worden. Gemäss den Ausführungen von
Dr.
J._
vom 2
1.
Oktober
2016 und auch im Rahmen einer ambulanten Behandlung im
Z._
,
sei an einem konservati
ven Therapiekonzept festzuhalten. Dieses Vorgehen sei schon im
Y._
-Gutachten ausführlich dargelegt. Auf psychiatrischem Fachgebiet würden Allgemeinsymp
tome beschrieben, und ein fachpsychiatrisch fundierter Bericht fehle.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf das
Y._
-Gutachten vom J
uni
2015 (vgl. vorstehend E. 4.5
)
von einer Verbesserung der
gesundheitlichen Situation
aus
(vgl. vorstehend E. 2.1 und E. 2.3
). Dagegen machte die Beschwerdeführerin geltend, ihr
Gesundheitszustand
habe sich nicht verbessert, sondern sogar noch verschlechtert (vgl. vorstehend E. 2.2
und E. 2.4
).
5.2
Der
erstmalige
n
Rentenzusprache
lagen die Berichte des
Z._
vom November
2008
(vgl. vorstehend E. 3.1)
sowie der Bericht des Hausarztes
Dr.
A._
vom März
2009 (vgl. vorstehend E. 3.2) zu Grunde.
Bei diagnostizier
ter
pleuraler
Endometriose
stellten die Ärzte des
Z._
nach am 2
6.
September
2
008 durchgeführter linksseitiger
thorakoskopischer
Pleurodese
lungenfunktionell eine mittelschwere obst
ruktive Ventilationsstörung fest
.
Dr.
A._
nannte
im März
2009
ergänzend als Diagnose ein rezidivierendes
spondylogenes
Lumbovertebralsyndrom
und stellte eine generelle halbtägige Einschränkung sowohl der Arbeitsfähigkeit in der angestammten als auch in jeder angepassten Tätigkeit fest. Diese Ausführungen befand
RAD-Arzt
Dr.
B._
in seiner Stellungnahme vom April 2009 (vgl. vorstehend E. 3.3) für plausibel.
Im Gegensatz dazu konnten die Gutachter des
Y._
in ihrem Gutachten vom
Juni
2015
keine
somatische
Diagnose mit Auswirkungen auf die
bisherige und jede angepasste
Arbeitsfähigkeit stellen,
nannten jedoch in psychiatrischer Hin
sicht eine leichte depressive Episode
(ICD-10 F32.0)
, woraus sie eine generelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
ableiteten.
5.3
Das
Y._
-Gutachten
vom Juni
2015
erfüllt die formalen Beweiswert-Anforderun
gen (vorstehend E. 1.6
) ohne weiteres, ist es doch für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben.
Darüber hinaus leuchtet es auch in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält nachvollziehbar begründete Schlussfolgerungen.
I
n
pneumologischer
Hinsicht stellten die Gutachter des
Y._
einen seit
im Jahr
2008
durchgeführter
Pleurodese
einget
retenen Beschwerderückgang fest und konnten im Rahmen ihrer Untersuchung seitens der thorakalen
Endometriose
keine Einschränkungen mehr feststellen.
Aus
pneumologischer
Sicht wurden körperlich leichte Tätigkeiten
,
wie die angestammte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte
,
als ohne Einschränkung für zumutbar befunden, zumal die klini
schen Befunde in Ruhe als kompensiert festgestellt wurden.
Im Vergleich zu d
en
Feststellungen der Ärzte
des
Z._
im
Novem
ber 2008 (vgl. vorstehend E. 3.1)
wurde anlässlich der Untersuchung am
Y._
lediglich noch eine
leichte obstruktive Ventilationsstörung
festgestellt
.
Die
Vorbringen
der Beschwerdeführerin
, dass die diesbezügliche gutachterliche
Fe
ststellung unzutreffend
und es gar nicht zu
einer Verbesserung gekommen sei und
sie zuletzt im Jahr
2011 eine
Lungenentzündung erlitten habe
(vgl. vorste
hend E. 2.2)
,
lassen
keine anderen Schlüsse zu.
Einerseits berichtete sie selbst anlässlich der Begutachtung am
Y._
von einer seit der
Talkpleurodese
2008 und der Hysterektomie eingetretenen Verbesserung mit viel weniger Beschwerden und auch davon, dass sie seit 2009 kei
ne
Thoraxbeschwerden
mehr hätte
und andererseits liegen
keine fachärztlichen Berichte vor
, welche an den von den
Y._
-Gutachtern getroffenen Feststellungen zweifeln
liessen
.
Aus
den Akten und ihren eigenen Aussagen
geht
hervor, dass es seit rund vier Jahren zu
k
einer Lungen
en
tzündung mehr gekommen war
,
und überdies erlitt sie auch keinen weiteren Pneumothorax
(vgl. vorstehend E. 4.3)
.
Weshalb sie bei einer körperlich nicht anstrengenden Bürotätigkeit bei festge
stellter Beschwerdelosigkeit im Ruhezustand nicht
,
respektive nur eingeschränkt arbeitsfähig sein soll, ist nicht plausibel.
Gleiches gilt
es betreffend die
Rückenproblematik
zu sagen. So wurde diese
durch die
Y._
-Gutachter
genügend berücksichtigt. Insbesondere konnten
kli
nisch lediglich leichtgradig pathologische Befunde
festgestellt werden.
Auch
Dr.
D._
, welche die Beschwerdeführerin im Mai
2012 auf
grund ihrer Rückenbeschwerden aufsuchte,
befand
diese als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. vorstehend E. 4.2)
.
Überdies nannte die Beschwer
deführerin b
ereits
in ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug im Februar
2009
seit April 2004 bestehende Rückenb
eschwerden
,
verursacht durch eine Di
skushernie beim
3.
Lendenwirbel.
Dennoch war sie laut ihren Angaben in der Lage, vom
1.
Januar
2005 bis 3
1.
Dezember
2008 als Kauffrau im Familienunternehmen ein Pensum von 100
%
zu absolvieren (vgl.
Urk.
7/4
Ziff.
5.4 und
Ziff.
6.2).
Was die nach der Begutachtung am
Y._
vor
gelegten
Berichte der
K._
vom Juni bis Oktober
2016 (vgl. vorstehend E. 4.6-8)
anbelangt
,
beschreiben diese,
wie
Dr.
B._
, RAD,
im November 2016
fes
tstellte (vgl. vorstehend E.
4.9
)
,
lediglich vorübergehende
Schmerzexazerbationen
, welche konservativ
mit
tels
Facettengelenksinfiltration (vgl.
Urk.
7/157,
Urk.
7/160/3-4)
und Physio
the
rapie behandelt wurden. Insbesondere konnte eine Neuroko
mpression
nicht nachgewiesen werden
,
und es wurde weder von einer Operationsindikation ge
sprochen noch eine Arbeitsunfähigkeit attestiert.
An der Einschätzung durch die
Y._
-Gutachter ist demnach weiterhin festzuhalten.
Hinsichtlich der psychischen Problematik sprachen bereits die behandelnden Ärzte des
C._
im April 2012 (vgl. vorstehend E. 4.1)
nach nur zehn Therapiesit
zungen
von einer Teilremission der depressiven Episode, zu welcher es insbe
sondere
auch
im Zusammenhang mit dem Vorliegen von psychosozialen Belas
tungssituationen im
familiären Umkreis gekommen war
.
In der Folge wurde eine
Therapie
erst
Ende September
2013 beim
Psychologen
F._
erneut
aufge
nommen
(vgl.
Urk.
7/
120/2-30 S. 10 oben
)
. Dessen Ausführungen in seinem Bericht
vom Juni 2014 (vgl. vorstehend E. 4.4)
vermögen jedoch nicht zu über
zeu
gen
. So entbehrt sein Bericht einer objektiven Befunderhebung und die weit bis
ins Jahr
2009
zurück
attestierte vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit steht im Widerspruch zu der gesamten Aktenlage und erscheint auch angesichts der von ihm gestellten psychiatrischen Diagnosen nicht nachvollziehbar. Hinsichtlich der miteinbezogenen somatischen Diagnosen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit handelt es sich zudem um eine fachfremde Einschätzung.
Was die im
Y._
-Gutachten diagnostizierte leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) anbelangt, welcher eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
zugemessen wurde
, kann offen bleiben, ob diese Einschränkung auch nach
der gemäss der geänderten Rechtsprechung vorzunehmenden
Prüfung der Standar
dindikatoren (vgl. vorstehend E. 1.2) resultieren würde, oder ob von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, zumal selbst bei einer angenomme
nen Einschränkung von 20
%
sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch
in
einer angepassten Tätigkeit kein rentenanspruchsbegründender Invalidi
tätsgrad resultieren würde (vgl. nachfolgend E. 6)
.
Daran ändert auch die abweichende
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
A._
vom April
2013 (vgl. vorstehend E. 4.3) nicht
s
, da
das Gericht in Be
zug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit entbehrt
überdies
einer fundierten Begründung durch fach
ärztli
che Berichte und erscheint als Wiedergabe d
er subjektiven Selbste
inschätzu
ng der Beschwerdeführerin
.
5.4
Aufgrund des Gesagten ist
der medizinische Sachverhalt als dahingehend er
stellt zu erachten
, dass sich der
Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin seit der
rückwirkend ab
1.
September
2009 erfolgten
Zusprache
einer
halben Invali
denrente mit Verfügung
2
6.
April
2010 (Urk. 7/30 und
Urk.
7/34)
gestützt auf das
Y._
Gutachten vom Juni
2015
verbessert hat
und
davon auszugehen ist,
dass
sie
in
ihrer angestammten und in jeder
behinderungsangepassten Tätigkeit spätestens ab Z
eitpunkt der Begutachtung
mindestens
zu 80
% arbeitsfähig ist.
6.
Soweit die Beschwerdeführerin gelten
d
macht, die Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht einen Prozentvergleich mit dem Einkommen zur früheren Funktion als Geschäftsführerin vorgenommen, da
sie
die
Tätigkeit nie mehr habe ausüben können und
diese Stelle
auch nicht mehr
existent sei (vgl. vorstehend E. 2.2)
, kann ihr nicht gefolgt werden, zumal die medizinischen Abklärungen ergeben habe
n
, dass in ihrer angestammten kaufmännischen Tätigkeit
mindestens
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt (vgl. vorstehend E. 5.4).
Bei einer Einschrän
kung in der angestammten Tätigkeit von lediglich
maximal 2
0 %
und keinen Anhaltspunkten für einen zusätzlich zu gewährenden leidensbedingten Abzug
,
erübrigt sich ein Einkommensvergleich, da kein rentenbegründender Invalidi
tätsgrad vo
rliegt (vgl. vorstehend E. 1.3-4
).
Ob die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit tatsächlich ausschöpft oder nicht
,
ist ohne Belang.
Die ange
foch
tene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Be
schwerde führt.
7
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Ent
sprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegende
n Beschwer
deführerin aufzuerlegen.