Decision ID: 7cf8575a-c776-528f-ac00-503b7c06ee31
Year: 2016
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
lung in unterschiedlichen Sachverhalten sachlich begründet wird (BGE 125
I 173 E. 6.b mit weiteren Hinweisen),
dass sich aus den beigezogenen vorinstanzlichen Akten der Schwester
B._(N_) ergibt, dass diese anlässlich der Befragung angab, den
ganzen Reiseweg zusammen mit dem Beschwerdeführer bewältigt zu ha-
ben und in Kroatien wie ihr Bruder daktyloskopiert worden zu sein (vgl.
SEM-Protokoll A4 S. 6),
dass sich bei dieser Sachlage die auf dem Triageblatt Dublin-Verfahren
(A6) vermerkte Begründung für einen Abbruch des Dublin-Verfahrens, wo-
nach “nirgends Behördenkontakte stattgefunden hätten und keine Hin-
weise auf Aufenthalte in anderen Mitgliedstaaten vorhanden seien“ und die
Stellungnahme des SEM in seiner Vernehmlassung, wonach nicht hinrei-
chende Indizien für die Einleitung eines Dublin-Verfahrens vorgelegen hät-
ten, als offenkundig aktenwidrig erweisen,
http://links.weblaw.ch/BGE-125-I-173 http://links.weblaw.ch/BGE-125-I-173
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dass vielmehr die Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Schwester
hinsichtlich ihres gemeinsamen Reiseweges deckungsgleich sind und die
unterschiedliche Behandlung der beiden Fälle ohne sachliche Begründung
erfolgte, weshalb eine Verletzung der Rechtsgleichheit nach Art. 8 Abs. 1
BV vorliegt,
dass die Beschwerde aufgrund der festgestellten Rechtsverletzung im
Sinne der Erwägungen gutzuheissen und die angefochtene Verfügung auf-
zuheben ist, womit die weiteren Argumente auf Beschwerdeebene nicht
näherer Abklärung bedürfen,
dass die Sache zur Prüfung der Anwendung der Souverinitätsklausel aus
humanitären Gründen – in Ausübung des gesetzkonformen Ermessens –
an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), womit das Gesuch um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gegen-
standslos wird,
dass obsiegende Parteien Anspruch auf eine Parteientschädigung für die
ihnen erwachsenen notwendigen Kosten haben (Art. 64 Abs. 1 VwVG,
Art. 7 Abs. 1 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]),
dass der Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht hat, jedoch auf eine
entsprechende Nachforderung verzichtet werden kann, da der notwendige
Vertretungsaufwand aufgrund der Akten zuverlässig abgeschätzt werden
kann und die Parteientschädigung unter Berücksichtigung der massgeben-
den Berechnungsfaktoren (Art. 8, 9 und 11 VGKE) auf Fr. 800.– (inkl. Aus-
lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist,
dass die Vorinstanz anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer diesen Betrag
als Parteientschädigung zu entrichten,
dass damit der Antrag auf unentgeltliche amtliche Verbeiständung gemäss
Art. 65 Abs. 2 VwVG gegenstandslos wird.
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: