Decision ID: 8f46202c-333c-446c-a468-1be1518d6e80
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1990 und angelernter Bodenleger, meldete sich am 2. Oktober 2013 unter Hinweis auf ungeklärte Pusteln/Pappeln sowie eine mit
telgradige depressive Episode und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 2011 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 14/2). Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog die Akten des Kran
kentaggeldversicherers Ba
sl
er Versicherung AG (Urk. 14/3/1-48) bei und holte einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug) ein (Urk. 14/10). Am 5. November 2013 fand ein Standortgespräch statt (Urk. 14/11). Nach Eingang von Berichten der behandelnden Ärzte und Psychologen (Urk. 14/12-13) veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Be
gutachtung
(
Urk. 14/18
)
und gewährte Kostengutsprache für
Integrations
massnahmen
(Urk. 14/29, Urk. 14/
41).
1.2
Die IV-Stelle nahm in der Folge weitere Arztberichte zu den Akten (Urk. 14/52, Urk. 14/56 und Urk. 14/59) und stellte
X._
mit Vor
bescheid vom 29. März 2016 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus
sicht (Urk. 14/61). Gegen den Vorbescheid liess der Versicherte seine Rechts
vertreterin
am
3. Mai 2016 Einwand erheben und für das
Einwandverfahren
die unentgeltliche Vertretung durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler, beantragen (Urk. 14/66). Mit Verfügung vom 26. Mai 2016 verneinte die IV-Stelle wie angekündigt einen Anspruch auf Leistungen der Invaliden
versicherung (Urk. 14/69).
Das hiesige Gericht hiess die dagegen vom Versi
cherten erhobene Beschwerde mit Urteil vom 30.
November 2016 (
Urk.
8
/
6
; Prozess IV.2016.00752) in dem Sinne gut, als es die Verfügung
infolge Ver
letzung des rechtlichen Gehörs und der daraus folgenden Begründungspflicht
aufhob und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zurückwies
, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und her
nach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge
.
1.3
Mit
Verfügung vom 11. Oktober 2016 (
Urk.
2) wies die IV-Stelle
das Gesuch um unentgeltlichen Rechtsbeistand im Verwaltungsverfahren infolge Aus
sichtslosigkeit ab.
2
.
Dagegen liess der Beschwerdeführer am 11. November 2016 Beschwerde mit den folgen
den Anträgen erheben (Urk. 1 S. 2):
Die Zwischenverfügung der IV-Stelle des Kantons Zürich vom 11. Oktober 2016 betreffend die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
im
Vorbescheidverfahren
sei aufzuheben. Die Angelegenheit sei an die Vorinstanz zurückzuweisen und diese sei zu verpflichten, die Entschädigung für den unentgeltlichen Rechtsbeistand im
Einwandverfahren
festzusetzen.
Es seien dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren die un
entgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Vertretung einzuräumen.
Mit Eingabe vom 4. Januar 2017 (Urk. 7)
legte der Beschwerdeführer
beim Gericht eine Kopie des
Entscheid
s
des hiesigen Gerichts vom 30. November 2016 (
Urk.
8/6, Prozess IV.2016.00752)
auf
. Die Beschwerdegegnerin bean
tragte mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2017, die Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
13), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3.
Februar 2017 (
Urk.
15) in Kenntnis gesetzt wurde.
Am 16. Februar 2017 reichte die Rechtsvertreterin ihre Honorarnote ein (
Urk.
16).
Die Einzelrichterin

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) räumt jeder Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, soweit es zur Wahrung ihrer Rechte not
wendig ist und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, einen An
spruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand ein.
Unter denselben Vorausset
zungen wird laut
Art. 37 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) im Sozialversicherungsverfahren der gesuchstellenden Person ein
unentgeltlich
er Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern (vgl. hierzu
Kieser
, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., 2015, N 27 ff.
zu Art. 37).
1.3
Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbe
gehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante be
trachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als
aussichtslos, wenn sich Ge
winnaussichten und Verlustgefahren un
gefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Mass
gebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen).
Beim Erfordernis der Notwendigkeit einer
unentgeltlich
en
Verbeiständung
im Verwaltungsverfahren ist ein strenger Massstab anzulegen, dies namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungs
träger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesge
bundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (
Art.
43 ATSG). Im
Verwal
tungsverfahren
besteht nur in Ausnahmefällen ein Anspruch auf anwaltliche
Verbeiständung
; es müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fra
gen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom
7. Juli 2016 E. 7.1; BGE 132 V 200 E. 4.1 in
fine
). Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalles, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvor
schriften sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Dabei fallen neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts auch in der Person des Betroffenen liegende Gründe in Be
tracht, wie etwa seine Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts 8C_557/2014 vom 18. November 2014 E. 4.2 mit weite
ren Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf unentgeltliche Rechts
vertretung
in der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2016
mit
der Begründung, dem
im Einwand vom 3. Mai 2016 gestellte
n
Antrag auf weitere medizinische Abklärungen sei von
v
ornherein keine Aussicht auf Erfolg beschieden gewesen (
Urk.
2).
An dieser Begründung
hielt sie in ihrer Vernehmlassung vom 1. Februar 2017
fest (
Urk.
13)
.
2.2
Der Beschwerdeführer liess in seiner Beschwerde vom 11. November 2016 (
Urk.
1)
die Aussichts
losigkeit bestreiten (
Ziff.
7) und ausführen,
strittig sei im
Vorbescheidverfahren
namentlich gewesen, ob die IV-Stelle ihren Abklä
rungspflichten im Verwaltungsverfahren korrekt nachgekommen und ob die Arbeitsfähigkeit richtig beurteilt worden sei. Beide Fragestellungen seien für den psychisch beeinträchtigten Beschwerdeführer viel zu komplex, als dass er sich
i
m
Einwandverfahren
ohne professionelle Rechtsvertretung
wirksam
hätte
wehren
können (
Ziff.
7 S. 6). Die Rechtsvertreterin vertrete den Be
schwerdeführer seit Dezember 2014 und
habe ihn auch während der Inte
gra
tionsmassnahmen begleitet, wozu sie ihn aktiv habe motivieren können. Trotz bestehender Motivation hätten diese aus gesundheitlichen Gründen infolge mangelnder Belastbarkeit abgebrochen werden müssen
.
Es gehe für den jungen Beschwerdeführer beim IV-Verfahren um sehr viel, da seine ganze Leistungsfähigkeit und berufliche Zukunft auf dem Spiel stehe
(
Ziff.
7 S. 7).
Die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Vertretung im
Vorbescheidverfahren
seien klar erfüllt. Von Aussichtslosigkeit könne nicht gesprochen werden. Der Beschwerdeführer sei aufgrund der psychischen Verfassung belastet und finde sich im Verfahren nicht zurecht. Schliesslich sei er auch bedürftig (
Ziff.
7 S. 8).
Mit Eingab
e
vom 4. Januar 2017 (
Urk.
7) liess der Beschwerdeführer unter Beilage von Belegen zur prozessualen Bedürftigkeit (
Urk.
9 und 10/1-12) er
gänzend ausführen, aus der Begründung des Urteils vom 30. November 2016 (
Urk.
8/6, Prozess IV.2016.00752) sei klar ersichtlich, dass das
Einwandver
fahren
gegen den Vorbescheid vom 29. März 2016 und die Beschwerde ge
rechtfertigt gewesen seien. Der Versicherte sei psychisch stark angeschlagen und verfüge nicht über ausreichende Deutsch- und Rechtskenntnisse, um sich selbst zu wehren. Die Sache sei komplex (abgebrochene Integrationsmass
nahmen) und der Beschwerdeführer hätte sich im Verfahren nie allein zu
rechtgefunden.
2.3
Zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf unentgeltliche Rechts
vertretung im Verwaltungsverfahren (
Einwandverfahren
).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass dem Begehren um unentgeltli
che Rechtsvertretung vom 3. Mai 2016 mit dem Antrag auf weitere medizi
nische Abklärungen von
v
ornherein keine Aussicht auf Erfolg beschieden gewesen sei.
Sie lehnte das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung in
folge Aussichtslosigkeit ab (
Urk.
2).
Dem kann mit Blick auf die
von der Rechtsprechung formulierten Kriterien
zur
Abwägu
ng von Gewinnaussichten und Ver
lustgefahren
nicht gefolgt werden
(vgl. 1.3).
Zum einen
attestierten die von
der IV-Stelle beauftragten psychiatrischen Gutachter
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
dem Beschwerdeführer
in ihrer Expertise vom 1
2.
Juni 2014
immerhin aktuell
– wenn auch mit Aussicht auf
B
esserung –
sowohl im erlernten Beruf als Bodenleger als auch in einer Verweistätigkeit eine 50%ige Arbeits
un
fähigkeit (
Urk.
14/18 S. 20)
. Kommt hinzu,
das
s
die IV-Stelle das
Vorliegen eines invalidisierenden Ge
sundheitsschadens
im Vorbescheid vom 29. März 2016 (
Urk.
14/61) ver
neinte, ohne auf diese Expertise Bezug zu nehmen oder anzugeben, welche anderen Aktenstücke berücksichtigt worden sind
.
Zum anderen
sind
(auch) die
Gewinnaussichten mit Bezug auf die
pauschale Abweisung
von jeglichen Ansprüchen
auf Versicherungsleistungen und damit auch
allfälliger
(weite
re
r
) Eingliederungsmassnahmen
nicht beträchtlich geringer als die Verlust
gefahren
(vgl.
zum Ganzen
die Erwägung 3.1 des
hiesigen
Urteil
s
vom
30. November 2016
; Prozess IV.2016.000752,
Urk.
8/6
).
Der Einwand
vom 3.
Mai 2016
konnte somit nicht als aussichtslos bezeichnet werden.
3.2
3.2
.1
Zu prüfen bleiben die weiteren Voraussetzungen einer unentgeltlichen Rechts
vertretung im Verwaltungsverfahren
, zu denen der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde ebenfalls Stellung genommen hat
(
Urk.
1
Ziff.
6 S. 4-5)
, wobei i
n
Anbetracht der diesbezüglich praxisgemäss strengen Anforderungen vorab die Frage, ob die
anwaltliche
Vertretung bereits im Verwal
tungsver
fahren geboten war
, zu diskutieren
ist
.
3.2.2
Nach
Lage der Akten traf die IV-Stelle nach Eingang der Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung vom 2. Oktober 2013 (
Urk.
14/2) berufliche, erwerbliche und medizinische Abklärungen
und
ver
anlasste eine psychiatrische Begutachtung (Gutachten vom 12. Juni 2014, Urk. 14/18
,
und Stellungnahme des Gutachters Dr.
Y._
auf Rückfrage der IV-Stelle vom 27. August 2014, Urk. 14/21). In der Folge gewährte die IV-Stelle Kostengutspra
che für ein Belastungstraining
(Urk. 14/29, Urk. 14/33 und Verlaufsprotokoll Berufsberatung, Urk. 14
/40 S
1) und ein
Aufbautrai
ning
(Urk. 14/41).
Seit 1
2.
Dezember 2014
war die Anwältin des Versicherten involviert
(
Urk.
14/24)
.
Die
Integrationsmassnahme
n
wurde
n
mit Mit
teilung vom 2
9.
Januar 2016 beendet (Urk. 14/50 S. 1, Urk. 14/51 und Urk. 14/53
S. 4).
Mit Vorbescheid vom 2
9.
März 2016 (
Urk.
14/65)
stellte
die IV-Stelle
dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht
. Im Einwand vom
3.
Mai 2016 (
Urk.
14/66)
liess der Beschwerdeführer um unentgeltliche Vertretung im
Einwandverfahren
ersuchen
.
Im
Vorbescheidverfahren
war
haupt
sächlich strittig, ob weiter
e
medizinische Abklärungen notwendig sind und wie sich der Gesundheitsschaden auf die
Erwerbsfähigkeit
auswirkt
. Die
se Fragestellung
erfordert
zwar
gewisse medi
zinische Kenntnisse und juristischen Sachverstand, um Schwachstellen einer fachärzt
lichen Expertise und deren rechtliche Relevanz zu erkennen. Es kann
nach konstanter Rechtsprechung
insoweit aber nicht von einer komplexen Fragestel
lung gesprochen werden, die eine anwaltliche Vertretung geböte. Die gegentei
lige Auffassung liefe darauf hinaus, dass der Anspruch auf un
entgeltliche
Rechtsverbeiständung
in praktisch allen
Vorbescheidverfahren
bejaht werden müsste,
in denen medizinische Unterlagen zur Diskussion ste
hen,
was der Konzeption von
Art.
37
Abs.
4 ATSG als einer Ausnahmerege
lung widerspräche (
vgl. statt vieler die Urteile des Bundesgerichts
8C_931/2015 vom 2
3.
Februar 2015 E. 5.2,
9C_676/2012
vom
21.
November 2012 E. 3.
2.1 sowie
9C_407/2014 vom 27. Juni 2014 E. 3.1
mit Hinweisen).
3.2.3
Zur Gebotenheit einer anwaltlichen Vertretung
bedarf
es
mithin weiterer Um
stände, welche die Sache als nicht (mehr) einfach und eine anwaltliche Ver
tre
tung als notwendig erscheinen lassen (Urteil
des Bundesgerichts
9C_908/2012 vom 2
2.
Februar 2013 E. 5.2 in
fine
).
Dies ist rechtsprechungs
gemäss
beispielsweise
bei komplexen Fragen
betreffend die
Bemes
sung
des Invaliditätsgrades (Urteil des Bundesgerichts 9C_316/2014 vom 1
7.
Juni 2014 E. 3.2)
oder
einer langen Verfahrensdauer, insbesondere nach (mehrfa
chen) g
erichtlichen Rückweisen
(
vgl.
die Hinweise bei
Ulrich Meyer/Marco
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich 2014,
Rz
10
zu
Art.
57a
)
der Fall. Eine unentgeltliche Vertretung im Verwal
tungsverfahren ist sodann geboten, wenn das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition d
er betroffenen Person eingreift
, wie
etwa
bei namhaften Rückforderungen
gegenüber
in bescheidenen Verhält
nissen lebenden
Versicherten
(Urteil des Bundesgerichts
9C_720/2013
vom
9.
April 2014 E. 5.1-5.2).
Solche Umstände sind nicht ersichtlich und wurden
vom Beschwerdeführer
auch nicht behauptet.
Vielmehr beschränkte sich die Fragestellung
– so argumentierte auch der Beschwerdeführer –
im
Vorbe
scheidverfahren
einzig auf die Würdigung der medizinischen Aktenlage
. Diese erwies
sich auch
nicht als besonders unübersichtlich, ging es doch hauptsächlich um die Frage,
ob der medizinische Sachver
halt genügend ab
geklärt war
,
bezie
hungs
weise
inwieweit
der Beschwerdeführer
durch
sein
dermatologisches Leiden und die psychische Beeinträchtigung
in
seiner
Er
werbsfähigkeit ein
geschränkt ist.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, als – noch eher – junger Versicherer besonders betroffen zu sein, kann ihm nicht gefolgt werden.
Bei dieser Sachlage ist die
anwaltliche
Rechtsvertretung bereits im Verwaltungsverfahren nicht geboten.
Unbehelflich
sind die Einwände des Beschwerdeführers, er
sei sowohl sprach
lich als auch in intellektueller Hinsicht nicht in der Lage, einen Einwand zu formulieren und zudem nachweislich psychisch schwer angeschlagen und rechtlich unkundig
(wo
bei laut dem Protokoll zur Eingliederungsberatung
vom
5.
November 2013
keine sprachlichen Einschränkungen bestehen
Urk.
14/11). So vermögen (verbreitete) Sprachschwierigkeiten und fehlende Rechtskenntnisse gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung die Notwendig
keit der anwaltlichen
Verbeiständung
bereits im
Vorbescheidverfahren
res
pektive einen „Ausnahmefall" im Sinne der Rechtsprechung nicht zu begrün
den (Urteil des Bundes
gerichts 8C_323/2013
vom 1
5.
Januar 2014
E. 5.2.2).
In psychischer Hinsicht leidet der Beschwerdeführer laut den behandelnden Ärzten unter einer mittelgradigen depressiven Episode
(ICD-10 F32.1,
Urk.
14/56
/6
). Die Gutachter gingen von einer Anpassungsstörung mit län
gerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) aus und nann
ten als Differenzial
diagno
se eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode
mit somatischem Syndrom
(ICD-10 F.32.
1
;
Urk.
14/18 S.
16).
Auch diesbezüglich lässt sich keine
über das allgemeine Mass herausragende Hilfsbe
dürftigkeit ableiten.
Schliesslich haben sich die auf Unterstützung angewiesenen Rechtssuchen
den in einem – wie hier –
sachverhaltlich
und rechtlich relativ einfach gela
gerten Verwaltungsverfahren mit dem Beizug von Fach- und Vertrauensleu
ten sozialer Institutionen beziehungsweise unentgeltlicher Rechtsberatungen zu behelfen (vgl.
das bereit genannte Urteil
8C_323/2013 E. 5.2.2
sowie
Ur
teil des Bundesgerichts
8C_996/2012
vom 2
8.
März 2013
E. 4.3.2). Dass dies nicht möglich gewesen wäre, legte der Beschwerdeführer nicht dar
und ist auch nicht ersichtlich.
Die Beschwerde ist folglich
als offensichtlich unbegründet
abzuweisen.
4.
4.1
Das Verfahren ist kostenlos (Art
. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetz
über die Invali
denversicherung, IVG,
e contrario), weshalb sich das Gesuch des Be
schwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung (
Urk.
1 S. 2) als
obsolet
erweist.
Zu befinden bleibt über
das
Gesuch um Bestellung einer unentgeltlichen Rechts
vertreterin in der Person
von Rechtsanwältin Barbara Wyler
im vorlie
genden Beschwerdeverfahren
(vgl.
Urk.
1 S. 2).
4.2
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
4.3
Die vorliegende Beschwerde
erweist sich
angesichts der klaren Rechtspre
chung zu den strengen Anforderungen betreffend die Notwendigkeit einer Vertretung im Verwaltungsverfahren
– wie sie beschwerdeweise ausführlich dargelegt wurden (
Urk.
1 S. 4-5) -
als
aussichtlos, weshalb das Gesuch abzu
weisen ist.
Nicht geprüft werden muss bei dieser Sachlage, ob
mit den vom
Beschwerde
führer
–
auf
Aufforderung
des Gerichts
hin
, die Bedürftigkeit zu
substanzi
ieren
und belegen
(
Urk.
5)
–
eingereichten Unterlagen (
Urk.
9 und 10/1-12)
die
Mittellosigkeit hinreichend
beurteilt werden könnte
.
Der Beschwerdefüh
rer ist in diesem Zusammenhang indes darauf hinzuweisen
,
dass anhand sei
ner Angaben
unklar bleibt, wovon er, seine
Ehefrau
und
ihre
beiden min
derjährigen Kinder ihren Lebensunterhalt bestreiten (vgl.
Urk.
9 und Urk.
10/1
; vgl. hierzu Urteile
des Bundesgerichts 4A_114/2013 vom 2
0.
Juni 2013 E. 2.2
und
8C_173/2016 vom 1
7.
Mai 2016 E. 5)
.