Decision ID: b0fd71a7-f0c0-4353-95e4-cd86209ede35
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1953 geborene
X._
erlitt am 4. September 2012 bei seiner Arbeit als Gebäudereiniger
bei der
Z._
AG
einen Unfall und verletzte sich dabei
an
seine
m
Oberkörper, insbesondere
an der
linke
n
Schulter.
Auf Empfehlung der Unfallversicherung SUVA, welche die unfallbedingten Heilungskosten über
nahm sowie Taggelder leistete (Urk. 8/9, insbesondere Urk. 8/9/6-7),
wurde
X._
durch seine Arbeitgeberin
am 21. Februar 2013
bei der
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur
Früh
erfassung
gemeldet
(Urk. 8/4). In der Folge
meldete sich
X._
am 2
6.
Februar 2013 (Ein
gangsdatum) bei der IV-Stelle zum Leistungs
bezug a
n
. Die IV-Stelle tätigte
erwerbliche und medi
zinische Abklärungen, hauptsächlich unter
Beizug
der SUVA-Akten (Urk. 8/9, Urk. 8/13
16, Urk. 8/20-
23
)
.
M
it Vorbescheid vom 20. De
zember 2013
stellte die IV
Stelle dem Versicherten
die Abweisung seines Renten
begehrens in Aussicht (Urk. 8/26), was mit Verfügung vom 14. Februar 2014 rechtskräftig verfügt wurde (Urk. 8/28).
1.2
Am 7. Oktober 2014 (Eingangsdatum) meldete sich
X._
wegen Ver
schlech
terung seines Gesundheitszustandes erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 8/29).
Auf entsprechende Aufforderung der IV-Stelle hin (Urk. 8/32) reichte der Versicherte diverse Arztberichte ein (Urk. 8/33-34). Mit Vorbescheid vom 20. November 2014 stellte die IV-Stelle
X._
das Nichtei
n
treten auf sein Leistungsbegehren in Aussicht, da er keine
erhebliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse
glaubhaft gemacht habe
(
Urk.
8/37)
. Dagegen erhob der Versicherte am 17. Dezember 2014 Einwand (Urk. 8/38). Mit Verfügung vom 17. Februar 2015 trat die IV-Stelle auf das erneute Leistungsbegehren
nicht
ein (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 18.
März 2015 Beschwerde und beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin unter Aufhebung der Verfügung vom 17. Februar 2015 anzuweisen,
seinen Gesundheitszustand abzuklären und danach über den Anspruch auf eine Invalidenrente zu entscheiden (Urk. 1). Die
Beschwerde
geg
nerin
schloss
mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2015
auf
Abweisung der Beschwerde
(Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-47),
was dem Beschwer
deführer am
15. Mai 2015
mitgeteilt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.5
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung ver
pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor
derungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat.
1.6
Mit dem
Beweismass
des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tatsa
chenänderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine
Sachverhaltsän
derung
, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva
lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E.
2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E.
3.3.2).
2.
2.1
D
er rentenabweisenden Verfügung vom 14. Februar 2014 (Urk. 8/28) lag
in medi
zinischer Hinsicht ausschliesslich
der
SUVA-Bericht der
kreisärztliche
n
Abschluss
untersuchung
vom 8. Oktober 2013 (Urk. 8/21) zugrunde
(vgl.
Fest
stellungsblatt
für den Beschluss vom 2
0.
Dezember 2013,
Urk.
8/25)
, worin fol
gende Diagnosen genannt wurden:
Stolpersturz am 4. September 2012 mit:
-
anterosuperiorer
Rotatorenmans
chettenläsion
bei AC-Gelenksarthr
ose
links
,
-
Status nach offener Rekonstruktion
der
Rotatorenmanschettenläsion
(
Supra
spinatus
/
Subskapularis
) und Tenot
omie der langen
Bizepssehne
am
15. Januar 2013
,
-
Rippenfraktur rechts basal
,
-
eingeschränkter Beweglichke
it und Belastbarkeit im linken
Schulter
ge
lenk
.
Ab dem Untersuchungstag (8. Oktober 2013) bestehe beim Beschwerdeführer wieder eine volle Arbeitsfähigkeit mit folgendem Zumutbarkeitsprofil: wechsel
belastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit einer Gewichtsbelastung von 10 Kilogramm bis in Hüfthöhe, 5 Kilogramm bis in Brusthöhe und ohne Überkopfarbeiten, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten Absturzgefahr, ohne repetitive Rotationsbewegungen im linken Schultergelenk. Die bisherige Tätigkeit als Gebäudereiniger
sei ihm dagegen nicht mehr zumutbar. Die aktuell noch vorhandenen Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks seien unfallkausal.
2.2
Dr.
med.
A._
, Fachärztin Innere Medizin, vom Regionalen Ärzt
l
ichen Dienst (RAD), hielt in ihrer Stellungnahme vom 2
2.
November 2013 fest, dass keine sicheren Hinweise auf
unfallfremde, für die Arbeitsfähigkeit relevante Faktoren ersichtlich seien.
M
it Verfügung vom 14. Februar 2014 (Urk. 8/28)
lehnte die Beschwerdegegnerin
eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 0 %
ab mit der Begründung, dass 1) nach Ablauf der Wartezeit eine ange
passte Tätigkeit wieder zu einem vollen Pensum möglich sei und 2)
der
Beschwerdeführer - gemäss Auskunft der Arbeitgeberin (vgl. Urk. 8/22 und Urk. 8/23/8) - seine
r
bisherige
n
Tätigkeit als
Gebäudereiniger bei der
Z._
AG weiterhin zu 100 % bei gleich
gebliebenem
Einkommen
nach
gehe
.
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer gestützt auf die im Rahmen der Neuanmeldung vom 7. Oktober 2014 (Urk. 8/29) eingereichten Arztberichte glaubhaft gemacht hat, dass sich sein Gesundheitszustand seit der
rentenab
lehnenden
Verfügung vom 14. Februar 2014 (Urk. 8/28) bis zum Erlass der vor
liegend angefochtenen Verfügung vom 17. Februar 2015 (Urk. 2) in
anspruchs
relevanter
Weise verschlechtert hat.
3.2
Der Beschwerdeführer stützt seinen Standpunkt
auf folgende ärztliche Stellung
nahmen:
3.2.1
Das
im
Einwand
verfahren
eingereichte
Arztzeugnis von
Dr.
med.
B._
, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin,
vom 9. Mai 2014
(Urk.
41/1)
zuhanden der Krankentaggeldversicherung
innova
Versicherun
gen AG
führt als Diagnose Schwindel und Nackenschmerzen bei akutem
cer
vikovertrebralem
Syndrom an.
D
as Leiden
habe
nicht schon früher bestanden. Seit dem 28.
Februar
2014 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig. Die Prognose sei zurzeit noch unklar und abhängig vom Verlauf.
3.2.2
Der Bericht des
C._
vom 23.
Juni 2014 (Urk. 8/33/1-2) führt als Diagnose eine zunehmende symptomatische
AC-Ge
lenksarthrose
Schulter links sowie persistierende leichte
Zervikobrachialgien
bei Status nach offener
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion (SSP/SCP) und
Bizeps
teno
tomie
am 15. Januar 2013
auf
.
Als Nebendiagnosen w
e
rde
n
eine arterielle Hypertonie, ein Diabetes mellitus Typ II, eine Adipositas per magna und eine
Varusgonarthrose
links genannt.
Hauptschmerzlokalisation
scheine in erster Linie eine zunehmend symptomati
sche AC-Gelenksarthrose zu
sein
.
Begleitend gebe der Beschwerdeführer zum Teil auch
Dysästhesien
im
zerviko
-brachialen Bereich an. Aufgrund einer aller
gischen Reaktion habe aber keine weitere Infiltration ins Schultergelenk vorge
nommen werden können.
3.2.3
Dem
Überweisung
sschreiben von
Dr.
B._
vom 26. September 2014
(
Urk.
8/41/2)
an
Dr.
D._
, Rheumatologie und Innere Medizin FMH,
sind folgende Diagn
osen zu entnehmen:
-
Chronische Schulterschmerzen links bei Status nach offener
Rotatoren
manschetten-Rekonstruktion
am 15.
Januar 2013 und zunehmend symp
to
matischer AC-Gelenksarthrose links
-
Chronische Schulterschmerze
n rechts ohne Einschränkung der
Beweg
lich
keit
-
Chronisches
lumbovertrebrales
Schmerzsyndrom
-
Gonarthrose b
eidseits und Verdacht auf
Coxarthrose
beidseits
-
Metabolisches Syndrom (
Diabetes mellitus Typ II, Arterielle Hypertonie,
Hyper
lipidämie
und maligne Adipositas)
Seit einem Unfall mit Sturz auf einem Gerüst auf die linke Hand sei der Beschwer
deführer deutlich weniger beweglich und nicht mehr fähig
,
seiner Arbeit als Reinigungsangestellter nachzugehen. Grossen Einfluss auf die miss
lungene Schulterheilung habe auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer zwei adipöse Söhne mit fortschreitender Friedreich-Ataxie daheim pflege, die beiden auf intensive Pflege angewiesen seien und knapp selbständig mobil seien. Au
s
kulturellen und sicher auch finanziellen Gründen möchte die Familie die beiden Söhne nicht im Pflegeheim platzieren. Das ständige Heben des Roll
stuhls und der pflegebedürftigen Kinder habe am ehesten zur Re-Ruptur der bereits angeschlagenen Schulter geführt.
3.2.4
Im Bericht von
Dr.
D._
vom 6. Oktober 2014 (Urk. 8/33/5-6 entspricht Urk. 8/34/2-3) w
e
rden folgende Diagnosen angeführt:
-
Zunehmend invalidisierende
meniskoprive
Gonarthrose links ausge
präg
ter als rechts
-
leicht aktivierte AC-Gelenksarthrose links bei Status
nach offener
Rekon
struktion der
Rotatorenmansc
hettenläsion
und Tenotomie der
langen
Bizeps
sehne
a
m 15. Januar 2013 im
C._
-
Hypertonie, Diabetes mellitus Typ II,
Hype
rlipidämie
, Adipositas (eigene
Angabe: 114 Kilogramm bei 165 Zentimetern)
Seit der Schulteroperation links im Januar 2013 würden Schulterschmerzen links beim Schürzengriff sowie bei Tätigkeiten auf und über Schulterhöhe per
sistieren. Damit verbunden seien ziehende Schmerzen im Nackenbereich links. Nach der
arthroskopischen
Teilmeniskektomie
beidseits vor circa 6 Jahren sei die Belastungstoleranz während ein bis zwei Jahren deutlich besser gewesen, danach sei eine zunehmend und aktuell invalidisierende Einschränkung mit medial betonten Knieschmerzen beidseits erfolgt und diese bereits nach 10 Mi
n
u
ten Gehen. Eine
Gehdauer
von über 20 Minuten werde schmerzbedingt nicht mehr realisiert.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin erliess ihren
Nichteintretensentscheid
gestützt auf die Beurteilung
von m
ed.
pract
.
E._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, vom Regi
o
nalen Ärztlichen Dienst (RAD)
vo
m 19. No
vem
ber 2014 (Urk. 8/36/2-3)
. In ihrer Stellungnahme hielt sie fest, dass
eine wesentliche Veränderung nicht nachgewiesen
sei
. Es
werde weiterhin eine
Funk
tions
minderung
der Schulter bei AC-Gelenksarthrose und nach
Rotatoren
manschetten-Verletzung
berichtet. Der Rheumatologe
Dr.
D._
habe am 6. Oktober 2014 zusätzlich über eine beidseitige Gonarthrose, die zunehmend Beschwerden bereite, berichtet, ohne Angaben zur Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit zu machen. Daraus ergebe sich zusätzlich zum bisherigen
Belastungs
profil
, dass keine dauerhaft stehenden und gehenden Tätigkeiten, keine Arbeiten im Hocken, Knien und Kriechen sowie keine Arbeiten im Stehen und Gehen auf unebenem Grund zu empfehlen seien. Arbeiten auf Leitern und Gerüsten seien bereits aufgrund der Schulter ausgeschlossen gewesen.
Zusammenfassend
gelte, dass
der Beschwerdeführer als Gebäudereiniger weiterhin zu 100 % arbeitsunfä
hig sei,
ihm hingegen eine angepasste Tätigkeit weiterhin zu 100 % zumutbar sei.
4.2
RAD-Ärz
t
in
E._
erweitert
e
gestützt auf die ihr vorliegenden Arztberichte, insbesondere denjenigen von
Dr.
D._
vom 6. Oktober 2014
(
Urk.
8/33/5-6 entspricht
Urk.
8/34/2-3)
,
die mit Verfügung vom 1
4.
Februar 2014 festgestell
ten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
(eine körperlich leichte Tätigkeit mit einer Gewichtsbelastung von 10 Kilogramm bis Hüfthöhe, 5 Kilogramm bis Brusthöhe und ohne Überkopfarbeiten linksseitig, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten)
demnach
, indem sie
zusätzlich
dauerhaft stehende und gehende
Tätigkeiten, Arbeiten im Hocken, Knien und Kriechen sowie Arbeiten im Stehen und Gehen auf unebenem Grund
ausschloss
. Somit berücksichtigt
e
und aner
k
a
nnt
e
sie die vom Beschwerdefüh
rer geklagten Kniebeschwerden, zumindest als glaubhaft gemacht, weshalb sie nur schon aus diesem Grund auf die Neu
anmeldung hätte eintreten müssen. Daran ändert nichts, dass
die rechtskräftige Ablehnungsverfügung vom 14. Februar 2014 (Urk. 8/28) bis zur Neuanmeldung im Oktober 2014 nur kurze Zeit zurückliegt und deshalb an die dem Beschwer
deführer obliegende Glaubhaftmachung einer Verschlechterung des Gesund
heits
zustandes erhöhte Anforderungen zu stellen sind
. Im Übrigen
berichtete nicht nur
Dr.
D._
von einer zunehmend invalidisierenden Gonarthrose, son
dern auch
Dr.
B._
nannte neu hinzugetretene Nacken- beziehungs
weise Rückenschmerzen.
4.
3
Anzumerken
bleibt
, dass im Rahmen der ersten Rentenprüfung seitens des RAD festgehalten wurde, dass keine sicheren Hinweise auf unfallfremde
arbeitsfähig
keitsrelevante
Faktoren
ersichtlich seien (Urk. 8/25/4)
.
Die Beschwerdegegnerin stellte lediglich auf die beigezogenen Unfallakten der SUVA ab, welche den Fall nachvollziehbarerweise nur unfallbezogen (Schulterbeschwerden nach Unfall) geprüft hatte.
Es geht nicht
an
, a
us
der damaligen, auf die Unfallfolgen einge
schränkten Abklärung heute
etwas zu Ungunsten des Beschwerdeführers ablei
ten zu wollen.
4.
4
Zusammenfassend zeigt sich, dass der Beschwerdeführer eine seit der Abwei
sung der Rente erfolgte Veränderung des Gesundheitszustandes aufgrund der Verschlechterung der bestehenden Schulterproblematik und des
allfälligen Hin
zutretens neuer Beschwerden (Knie sowie Nacken beziehungsweise Rücken) glaubhaft gemacht hat. Folglich ist die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmel
dung zu Unrecht nicht eingetreten, weshalb
in Gutheissung der Beschwerde
die Verfügung
vom 17. Februar 2015 aufzuheben
und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist
, über die Neuanmeldung materiell zu befinden.
5.
5.1
Gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ist dem Beschwer
deführer eine Prozessentschädigung zuzusprechen, wobei ein Betrag von Fr.
1‘
0
00.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen erscheint.
5.2
Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr.
5
00.-- anzusetzen und
aus
gangs
gemäss
der Beschwerdegegnerin als unterliegender Partei aufzuerle
gen.