Decision ID: e8021b72-1b6a-4fda-b7d3-c0b3de821bd5
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 19
68
geborene
X._
war seit
1
7.
Dezember 2007
als
Pro
duktions
mit
arbeiterin
bei der
Y._
AG in
Z._
angestellt und bei der Schweizerischen
Unfall
ver
sicherungsanstalt
(SUVA) obligatorisch gegen Un
fall
fol
gen versichert, als sie am
6.
Januar 2010
bei der Arbeit von einem
Karton
stapel
,
den sie zusammen pressen wollte, stürzte und zu Boden fiel (Urk. 8/1
, Urk. 8/87
).
Der
am
Unfalltag
(Urk. 8/10)
erstbehandelnde
Dr.
med.
A._
, Arzt für All
gemeine Medizin FMH,
diagnostizierte eine Kontusion der Nase
,
des rechten Ell
bogens
und des linken Unterschenkels
. Es resultierte zunächst eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit
.
Am 2
2.
Februar 2010 nahm die Versicherte die Arbeit
zunächst
wieder zu 50 % auf (Urk. 8/
5, vgl. dazu auch Urk. 8/10
, Urk. 8/19
)
. Eine aufgrund an
haltender Schulterschmerzen rechts angefertigte
Arthro
magnet
resonanz
tomo
graphie
der rechten Schulter vom 1
0.
Mai 2010 (Urk. 8/16) förderte unter anderem eine tiefe
artikularseitige
Partial
ruptur
der
Supraspinatussehne
,
Ober
rand-Läsion
der
Su
b
scapularissehne
, eine deut
liche
Tendinopathie
und eine
AC-Ge
lenks
arthrose
zu Tage.
Vermutlich liege auch eine Partialruptur der langen
Biceps
sehne
im
intraartikulären Abschnitt vor.
Eine Sonographie der rechten Schulter vom 1
9.
Januar 2011
(Urk. 8/54)
zeigte eine abgeheilte post
traumatische
Periarthritis
humero
scapularis
-
Tendopathi
ca
ohne erkennbare morphologische Pathologie
n
.
Das Arbeits
verhältnis wurde per Ende Januar 2011 aufgelöst
(
Urk. 8/134
)
.
Bei persistierenden
Schulter
beschwer
den
rechts wur
de am 1
8.
August 2011
(Urk. 8/86
/3-4
)
e
ine
arthro
skopische
Bic
epstenot
o
mie
, eine
Rotatoren
schan
schetten
rekonstruktion
und
eine
Akro
mio
plastik
sowie
eine
AC-Gelenk
resektion
rechts vorgenommen.
Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 6. August 2012 (Urk. 8/146)
fand
Kreisarzt Dr. med.
B._
, Facharzt für Chirur
gie FMH,
bei kritischer klinischer Prüfung der Gelenksbeweglichkeit zwischen
Glenoid
und
Humerus
kopf
eine absolut freie Beweglichkeit bis weit über die Horizontale ohne Mitbewegung der
Scapula
sowie
Druckdolenzen
im AC-Gelenk und at
tes
tierte der Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht eine volle Arbeits
fähig
keit für mindestens leichte Tätigkeiten ohne schwere Tätigkeiten über Schulter
höhe
(S. 7 ff.)
. Aufgrund der vorliegenden Befunde verneinte er vorderhand einen ent
schädigungs
pflichtigen Integritätsschaden
(S. 8).
Die SUVA, welche für die Heilbehandlung aufgekommen war und
Taggeld
leis
tungen
erbracht hatte
,
verneinte
mit Verfü
gung vom 2
0
.
November 2012
(Urk. 8/
171
) für den Unfall vom
6.
Januar
20
10
einen Anspruch der Versicher
ten auf eine
Invalidenrente
und eine Integritätsentschädigung. Die dagegen erhobene Einsprache vom 2
1.
Dezember 2012 (
Urk.
8/174;
vgl. dazu auch
Ergänzung
vom 1
3.
Februar
201
3
[
Urk. 8
/
179
]
) wies die SUVA mit Ent
scheid vom
26
.
April
2013 (Urk. 2) ab.
2.
Hiegegen
erhob
X._
am
31
.
Mai
2013 (
Urk
. 1) Beschwerde und beantragte, e
s sei der
Einspracheentscheid
vom
2
6.
April 20
13 aufzuheben und die Sache
infolge Verletzung des rechtlichen Gehörs (Verletzung der
Begrün
dungs
pflicht
) an die Beschwerdegegnerin zum Erlass eines ordentlich begründeten
Einspracheentscheides
zurückzuweisen
.
Eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen und zur neuen Entscheidung an die
Be
schwerde
geg
nerin
zurückzuweisen.
Subeventualiter
sei die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlich vorgesehenen Leistungen (Tag
gelder, Heilungskosten, Renten, Integritätsentschädigungen etc.) weiterhin, also auch ab
1.
Dezember 2012, zu erbringen.
Die SUVA schloss in
ihrer Beschwerdeantwort vom
4
.
Juli
2013 (Urk. 7) auf Abweisung der Beschwerde.
Replicando
hielt die Beschwerdeführerin an ihren
beschwerde
weisen
gestellten Anträgen fest (Urk. 1
2
). Am
19
.
September
2013 (Urk. 1
5
) reichte die Beschwerde
gegnerin
die Duplik ein, was der Be
schwerde
führerin
am
24
.
September
2013
(Urk. 16
) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird, sofern für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungs
rechts
[ATSG]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG]). Invalidität ist die voraus
sicht
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs
un
fähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des
Invaliditäts
grades
wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der
unfall
be
dingten
Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs
mass
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.
2
1.
2
.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereig
nis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammen
hangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
2
.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfall
versicherung aus
dem Unfall vom
6.
Januar 2010
über den
30. November 2012 hinaus
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
ging insbesondere gestützt auf das von Dr.
B._
anläss
lich der kreisärztlichen Untersuchung
vom
6
.
August 2012
evaluierte
Zumut
barkeitsprofil
(Urk.
2 S. 5
Ziff.
2
) davon aus, dass der Beschwerdeführerin
(
un
fall
bedingt
) mindestens leichte
Tätigkeit
en
ganztags
zumutbar sei
en
, und
konnte
im Rahmen des Einkommensvergleichs - unter Bestimmung des
Ver
gleichs
ein
kommens
„Invalideneinkommen“ aufgrund von Profilen aus der
ver
sicherungs
internen
Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP)
-
sowie unter Berück
sichtigung einer
Kürzung um 23,16
%
aufgrund eines deutlich unter
durch
schnittlichen
Validen
ein
kommens
k
eine
Erwerbs
ein
busse
feststellen
(Urk. 2
S. 5
).
Ferner verneinte sie gestützt auf den nämlichen Bericht
von Dr.
B._
einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung der Versicherten.
In antizipierter Beweiswürdigung verzichtete die Beschwerde
gegnerin
auf
wei
tere
Beweismassnahmen
und führte ergänzend aus, dass in einer solchen antizi
pierten Beweiswürdigung kein
Verstoss
gegen das rechtliche Gehör
gemäss
Art.
29
Abs.
2 der Bundesverfassung
(B
V) zu sehen sei.
2.
3
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin
zunächst
geltend
(Urk. 1, vgl. dazu auch Urk. 12)
, die
Be
schwerdegegnerin
habe ihre Begründungspflicht ver
letzt, indem sie
sich
im
Ein
spracheentscheid
vom 26. April 2013 (Urk. 2)
nicht mit ihren
wesentlichen und aus
schlag
gebenden Einwänden
auseinandergesetzt habe (
Urk.
1 S. 5 ff. Ziff.
1
.1-1.5
)
.
Da es
sich
vorliegend um eine schwere Gehörsverletzung handle und eine Heilung im vorliegenden Verfahren nicht
zulässig sei, sei der
Ein
sprache
ent
scheid
aufzuheben und die Sache zur Ge
währung des recht
lichen
Gehörs an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
In materieller Hinsicht stellte sie sich auf den Standpunkt (Urk. 1 S. 3.1 ff.),
der
kreis
ärztliche
Bericht sei voller Widersprüchlichkeiten, weshalb ihm kein
Beweis
wert
zugesprochen werden könne (S. 10
Ziff.
3.2). Den Akten könne ent
nom
men werden, dass ihr sämtliche
Ärzte, darunter auch die Spezialärzte der
C._
, eine 100
%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten (S. 10
Ziff.
3.3).
Der Kreisarzt habe ihr
ohne
Auseinandersetzung mit den anderslau
tenden fachärztlichen Meinungen und ohne um
fas
sende Abklärung ihrer medi
zinischen Situation in den Bereichen Orthopädie, Rheumatologie, Neurologie, Chirurgie etc. aufgrund einer oberflächlichen Untersuchung und einer stark vorgefärbten Meinung eine volle Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit attestiert (S. 10
Ziff.
3.3).
Eventualiter
machte sie geltend, der Sachverhalt sei in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes gemäss
Art.
43 ATSG bezüglich der Unfall
folgen, insbesondere hinsichtlich
der Schulterbeschwerden (S. 12
Ziff.
4.2)
,
nicht
rechtsgenüglich
abgeklärt
worden
. Die Beschwerdegegnerin sei demnach zu verpflichten, bezüglich ihres Gesundheitszustandes
ein
umfassen
des
poly
dis
ziplinäres
Gutachten in Auftrag zu geben, welches insbesondere über den gesund
heitlichen Zustand, D
iagnosen, Befunde und Auswirkungen auf die Arbei
ts
fähigkeit etc. Auskunft gebe,
und i
hr mindestens bis zum Vorliegen
des Gutachtens Taggelder zu leisten und die Heilungskosten zu übernehmen (S. 12
Ziff.
5).
3.
3.1
Der am
6.
Januar 2010 (Urk. 8/10) erstbehandelnde
Dr.
A._
diagnostizierte eine Kontusion der Nase, des rechten Ell
bogens und des linken Unterschenkels und attestierte ab
6.
Januar 2010 eine 100%ige und ab 2
2.
Februar 2010 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.2
Am 1
0.
Mai
2010 (Urk. 8/16)
hielt PD
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Radiologie,
E._
, gestützt auf die gleichentags durchgeführte
Magnet
resonanz-Arthrographie
der rechten Schulter unter anderem eine tiefe
artikularseitige
Partial
ruptur
der
Supraspinatussehne
, eine
Ober
rand-Läsion
der
Subscapularissehne
, eine deut
liche
Tendinopathie
und eine
AC-Ge
lenks
arthrose
sowie
vermutlich eine Partialruptur der langen
Biceps
sehne
im
intraartikulären Ab
schnitt
fest
.
3.3
Im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
7.
Juni 2010
(Urk. 8/19) berichtete
Dr.
B._
,
die Prellungen an Nase, am rechten Ell
bogen und linken Unter
schenkel s
eien
residuenfrei
abgeheilt;
nun seien die
Schulter
schmerzen
rechts das Hauptproblem. Hinsichtlich der rechten Schulter
erwähnte
er als Befund eine erhebliche Belastungs- und Bewegungsintoleranz, Schmer
zen im vollen Bewegungsumfang sowie eine freie Beweglichkeit im
gleno
humeralen
Gelenk
spalt
. Die
Scapula
bewege sich mit dem
Humerus
nicht mit. Ferner bestünden
Druckdolenzen
über dem ganzen Gelenk, vor
wiegend
subacromial
und
gleno
humeral
, weniger im AC-Gelenk. Die
Rotatoren
man
schette
und die Stabilität des Gelenkes seien suffizient (S. 2 f.). Schliesslich attestierte er der Beschwerde
führerin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, damit ihr die notwendige Zeit für die therapeutischen Massnahmen zur Verfügung stehe
(S. 4)
.
3.4
Am
2
0.
August 2010 (Urk. 8/28
/1-2
, vgl. dazu auch Urk. 8/34
)
hielt
Dr.
med.
F._
, Facharzt für All
ge
meine Innere Medizin,
G._
, gestützt auf die gleichentags durch
geführte Sonographie der Schulter fest, aktu
ell zeige sich eine
gute Heilung der im Mai beschriebenen
Sehnen
ver
letzungen
be
treffend
Supra
spinatus
sehn
e
und
Subscapularissehne
rechts. Die beiden
Sehnen
seien durch
gehend
abgrenz
bar, intakt und ohne relevante
Ruptur
zone
n
.
Einzig im medialen
Supra
spinatus
sehnen
gebiet
kö
nn
e
eine
hypo
echogene
Zone ausgemacht werden. Hin
gegen
sei
eine deutliche
Supra
spinatus
be
deckende Bursitis
subacromealis
rechts er
sicht
lich, die auch zu einem
vi
sualisier
bare
n
Impingement
führe
. Der
Sub
scapularis
sowie die lange
Biceps
sehne
rechts s
eien
intakt.
Schliesslich zeige sich auch auf der
linken Seite eine
leichtgradige
Bursi
tis
sub
acromealis
.
Gestützt auf die Sonographie des Schultergelenkes beidseits vom 1
9.
Januar 2011 (Urk. 8/54) hielt
Dr.
F._
in seiner Beurteilung
eine a
bgeheilte post
traumatische
Periarthritis
humero
scapularis
-
t
endopathica
rechts
fest. A
ktuell
seien
keine morpho
logischen Pathologien erkennbar. Die
Haupt
beschwerden
seien
aktuell eher
musculo
tendionöser
Genese und
cranial
gelegen, weswegen
die Beschwerde
führerin auch weiterhin behandelt werde. Er habe seine Behandlung ab
ge
schlossen.
3.
5
Im
Operationsbericht vom 1
8.
A
ugust 2011 (Urk. 8/86
/3-4
)
diagnostizierte Dr.
med.
H._
, Oberarzt,
C._
, eine Läsion des
Bi
ce
p
ssehnen
pou
li
e
s
mit
Partial
ruptur
des
Su
p
raspinatusvorderrandes
und
Subs
kapularis
oberran
des
, ein
sub
ak
r
o
miales
Impingement
und eine AC-
Arthropathie
rechts und führte eine
Schulter
arthroskopie
mit
Bi
c
epstenotomie
, einer
Rotatoren
man
schetten
re
konstruktion
(
Subskapularisoberrand
und
Supraspinatusvorder
rand
1 x
Sper
quick
und 1 x Storz-Anker), eine
Akromioplastik
und eine
AC
Gelenks
resektion
rechts durch.
3.
6
Im Bericht vom 3
0.
März 2012 (Urk. 8/122, vgl. dazu auch Urk. 8/126
/3
, Urk. 8/131
/3
) nannte der behandelnde
Dr.
A._
als Diagnose eine
Kapsulitis
bei einem Status nach einer
Rotatoren
manschetten
re
konstruktion
rechts. Hin
sichtlich des Verlaufes führte
Dr.
A._
aus, die Beschwerdeführerin habe immer noch starke Schmerzen. Ferner sei die Beweglichkeit im Bereich der rechten Schulter eingeschränkt. Bei Physiotherapie im Wasser habe sie einen grös
seren Bewegungsumfang. Zurzeit sei die Beschwerdeführerin noch nicht arbeits
fähig.
3.
7
Im Bericht
vom 2
6.
März 2012 (
Urk. 8/121
, vgl. dazu auch Urk. 8/91
,
Urk. 8/104)
diagnostizierten
Dr.
med.
I._
, Oberarzt, und prakt. med.
J._
, Assistenzärztin,
C._
, Orthopädie, eine
K
apsulitis
bei einem Status nach einer Schulterarthroskopie mit
Biceps
teno
tomie
und
Rotatoren
man
schetten-Rekonstruktion
(
Sub
scapularis
ober
rand
und
Supra
spinatus-Vorder
rand
), einer
Acromioplastik
und einer
AC-Ge
lenk
re
sektion
rechts vom 18.
Au
gust 2011 bei einer Läsion des
Biceps
sehnen
poulies
mit
Partial
ruptur
des
Supra
spinatus-Vorderrandes
und
Subscabularis-Ober
randes
,
sub
acromiale
m
Impinge
ment
und
einer
AC-
Arthropathie
rechts.
Die Ärzte führten weiter aus, die Beschwerdeführerin leide unverändert unter
Rest
schmerzen
bei geringster Bewegung der rechten Schulter, die eine aus
ge
dehnte Schmerztherapie benötige. Die vor drei Monaten erfolgte
gleno
humerale
Cortison-Infiltration habe laut der Beschwerde
führerin nur einen geringen Effekt mit einer Schmerzlinderung über vier Tage gebracht. Weiterhin habe sie eine intensive Physiotherapie, die dreimal pro Woche stattfinde (zweimal Trocken
- und
einmal Wassertherapie). Sie beschreibe eine
Beweg
lich
keits
ver
bes
serung
der Schulter vor allem im frontalen Bereich. Als Befund notierten sie eine reizlose
Arthroskopieportale
,
eine
Druckdolenz
über der
anterioren
Gelenk
kapsel und dem AC-Gelenk, eine Innenrotation bis zum Gesäss und eine deut
li
che Ver
bes
serung der Aussenrotation im Vergleich z
ur letzten Sprechstunde auf 20° und eine Abduktion von 30°
sowie
eine Flexion von 40°. Die rechte Hand könne zum Mund geführt werden. Bis zur nächsten Kontrolle in drei Monaten sei die Be
schwer
de
führerin zu 100
%
arbeitsunfähig.
3.
8
Im Bericht vom
2.
Juli 2012 (Urk. 8/138
/2-3
, vgl. dazu auch
Urk. 8/135)
diagno
sti
zierte
Dr.
med.
K._
, Oberarzt,
Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
,
C._
, persistierende Schmer
zen im rechten Arm
bei einem Status nach einer
Schulter
arthroskopie
mit
Biceps
teno
tomie
und
Rotatoren
man
schetten-Rekonstruktion
(
Sub
scapularis
ober
rand
und
Supra
spi
natus-Vorder
rand
), einer
Acromioplastik
und einer
AC-Ge
lenk
re
sektion
rechts vom 1
8.
August 2011 bei einer Läsion des
Biceps
sehnen
poulies
mit
Partial
ruptur
des
Supra
spinatus-Vorderrandes
und
Subscabularis-Ober
randes
,
sub
acromialen
Impingement
s
und einer AC-
Arthropathie
rechts
.
Dif
ferential
diagnostisch
nannte er eine
Frozen
S
houlder
.
In seiner Beurteilung führte
Dr.
K._
aus, es liege eine persistierende
Schmerz
symptomatik
nach einer Schulterarthroskopie vor. Anamnestisch und klinisch fehlten Hinweise für ein
florides
komplexes regionales
Schmerz
syn
drom
(
CRPS
)
an der rechten Hand be
ziehungs
weise ein Schulter-Hand-Syn
drom. Differentialdiagnostisch komme eine
Frozen
shoulder
rechts in Frage. Die bisherige Physiotherapie auf ambulanter Basis habe eine leichte Verbesserung gezeigt. Unter den gegebenen Um
ständen habe er der Beschwerdeführerin einen Rehabilitationsaufenthalt in der
Klinik L._
empfohlen.
Unter dem Titel „Soziales“ ist eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
aufgeführt.
3.
9
Im kreisärztlichen Untersuchungsbericht
vom
6.
August 2012 (Urk. 8/146)
hielt Kreis
arzt
Dr.
B._
in seiner Beurteilu
ng fest, dass der lokale Befund
gar nicht ein
drücklich ge
wesen sei, obwohl zei
tweise ein
CRPS respektive
eine
Frozen
S
houlder
postuliert worden sei,
was
aber
klinisch nicht habe bestätigt werden können
(S. 7 ff.
Ziff.
5)
.
Subjektiv
habe die Be
schwerde
führerin hinsichtlich der rechten Schulter eine massive
Be
wegungs
min
derung
und –schmerzen sowie eine
Kraft
min
derung
demonstriert. Ob
jektiv habe zwar eine
Bewegungs
ein
schränkung
in den oberen
Bewegungs
seg
menten
er
hoben werden können. Bei kritischer
klinischer Prüfung der
Gelenks
beweg
lich
keit
zwischen
Glenoid
und
Humerus
kopf
sei allerdings
eine ab
solut freie Be
weg
lichkeit bis weit über die Horizontale ohne Mitbewegung der
Scapula
fest
zu
stellen gewesen.
Die trophi
schen Verhältnisse seien unauffällig
gewesen
. Es
hät
ten
Druckd
olenzen
im AC
Gelenk sowie
suba
kromial
und über der
Biceps
sehne
kranial bestanden. Die Mus
kulatur sei symmetrisch gewesen.
Bild
geben
d
sei bis anhin nicht vor
ge
gan
gen worden. Es würden zunehmende Symptome über die ganze rechte Körper
hälfte vom parietalen Schädel über den Nacken, Schul
ter, rechte Seite, Hüfte, Bein, angegeben, ohne, dass effektiv klinische Be
funde hätten erhoben werden können.
Bei diesen Befunden sei aufgrund der massiven Überlagerung der somatischen Ein
schränkung vorderhand
keine
Integritätsentschädigung zu schätzen. Frü
hestens in zwei Jahren sei allenfalls eine nochmalige Überprüfung der
Situ
ation angezeigt.
Hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit führte
Dr.
B._
aus, die Be
schwer
de
führe
rin könne schwere Tätigkeiten über Schulterhöhe nic
ht ausführen. Sie s
ei
aber ohne
hin konstitutionell gar nicht in der Lage, schwere Arbeiten durch
zu
führen. Hingegen seien ihr Tät
igkeiten
wie
sie
sie vor dem Unfallereignis aus
ge
führt habe
-
unter Abstraktion der nicht unfallbedingten Beschwerden
–
ein
deutig
wieder zumutbar
, so dass sie unfallbedingt auf dem freien Arbeits
markt wieder vermittelbar sei. Zusammenfassend sei sie mindestens für leichte Tätig
keiten entsprechend ihrer konstitutionellen Verfassung wieder arbeits
fähig.
4.
4.1
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar
stellung des vom Versicherungs
träger als relevant erachteten Sachverhal
tes und der rechtlichen Erwä
gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG). Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden
Einspracheentscheide
begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof
fene Person ihn gege
benenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwal
tung ausdrücklich mit jeder
tatbe
ständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinander setzen muss; viel
mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hin
weis, 118 V 56 E. 5b).
4.2
Nach der Rechtsprechung kann eine - nicht besonders schwerwiegende - Ver
letzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwer
de
instanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechts
lage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
S. 437). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem forma
listischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförderlichen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis).
4.3
Auch wenn keine detaillierte medizinische Auseinandersetzung erfolgt ist, geht
aus dem
Einspracheentscheid
vom 26. April 2013 (Urk. 2) klar hervor, aus wel
chen Gründen ein Anspruch auf eine Invalidenrente verneint wurde
. Die Beschwerdegegnerin brachte zum Ausdruck, dass sie in medizinischer Hinsicht auf die Einschätzung des Kreisarztes abstellt. Angesichts fehlender objektivier
barer anderslaufender Einschätzungen genügt dies vorliegend.
Zudem erhielt
die Beschwerdeführerin im Rahme
n dieses Verfahrens Gelegenheit
, ihre Ein
wen
dungen vor einem Gericht, dem in der streitigen Angelegenheit eine um
fassende Kognition zusteht (
Art.
61
lit
. c ATSG), noch einmal vorzubringen
. Somit
kann – sofern überhaupt von einer Ver
letzung des rechtlichen Gehörs auszugehen wäre
–
die Gehörsverletzung als ge
heilt betrachtet werden. Es widerspräche der Verfahrensökonomie, wenn die
Be
schwer
de
gegnerin
eine neue, im Ergebnis gleich lautende Verfügung zu erlassen hätte.
5.
5.1
Für die Frage, ob die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsunfähigkeit ein
ge
schränkt ist, kann auf den
kreisärztlichen Untersuchungsbericht
vom 6.
August 2012 (
E. 3.9
)
abgestellt werden.
Die
kreis
ärztliche
Beurteilung von Dr.
B._
, auf welche sich die
Be
schwerde
gegnerin
abstützte, erfüllt die
recht
sprechungs
gemässen
An
for
derungen,
welche an be
weistaugliche medizinische Be
richte gestellt
werden (E. 1.3): D
e
r Bericht ist
für die streitigen Belange umfassend, ber
uht auf der eingehenden Untersu
chung vom
6
.
August 2012
(vgl. Urk.
8
/
146
),
berücksichtigt
die geklagte
n Beschwerden
und
ist
in Kennt
nis der
wesentlichen
Vorakten
, welche über die Ergebnisse von bildgebenden
und ander
weitigen
Ab
klärungen informie
ren, abgegeben worden. Er
leuchte
t
in der Dar
legung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Be
urteilung der
medizinischen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfol
gerungen sind nach
voll
ziehbar
begründet.
Insbesondere
konnte
Dr.
B._
aufgrund einer kri
tischen klinischen Prüfung der Gelenksbeweglichkeit
– trotz subjektiv de
monstrierter mas
siver
Bewegungs
min
derung
und –schmer
zen sowie einer Kraftminderung
–
eine absolut freie Beweg
lichkeit bis weit über die Horizontale ohne
Mit
be
wegung
der
Scapula
fest
stellen
(S
. 7 f.
Ziff.
5 unten).
Die
kreis
ärztli
che
Stellung
nahme zur Arbeitsfähig
keit (
S. 8-9
),
wo
nach
unfall
be
dingt
wieder eine volle Arbeits
fähig
keit für mindestens leichte Tätig
keiten
(ohne Tätig
keiten über Schulter
höhe)
entsprechend ihrer kon
stitutionellen Ver
fas
sung
be
stehe
, erweist sich als plausibel
.
Dem
nach ist gestützt auf das von Dr.
B._
anlässlich der kreisärztlichen Unter
su
chung vom
6.
August 2012
evaluierte Zumutbarkeitsprofil davon aus
zu
gehen, dass
der Beschwerdeführerin
unfall
bedingt
eine
leichte
Tätigkeit
voll
zeit
lich
zu
mut
bar ist
und sie auf dem freien Arbeitsmarkt wieder
ver
mit
telbar
ist
.
5.2
Dr.
I._
und prakt. med.
J._
hielten in ihrem Bericht vom 2
6.
März 2012 (
E. 3.7
)
unter anderem eine
K
apsulitis
bei einem Status nach einer
Schulter
arthroskopie
vom 1
8.
August 2011
fest
(Urk. 8/121)
und attestierten der Beschwerdeführerin bis zur nächsten Kont
rolle in drei Monaten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Im Vergleich zur letzten Sprechstunde
wiesen
sie
auf
eine
deutliche Verbesserung der
Aussenrotation
hin. Vergleicht man die von Dr.
I._
und prakt. med.
J._
erhobenen Befunde mit jenen von
Dr.
B._
, so kann
im Zeitpunkt der
k
reisärztlichen Abschlussuntersuchung am
6.
August 2012
eine weitere Verbesserung der
Bewegungs
einschränkungen
konstatiert werden (Urk. 8/146 S. 5 ff.
Ziff.
4)
, welche positive Entwicklung bereits bei der Untersuchung in der
C._
festgestellt worden war (
Urk.
8/121
S. 1 unten und S. 2 oben).
Vor diesem Hintergrund erscheint
eine 100%ige Arbeits
fähigkeit in
leichten Tätigkeiten plausibel
.
5.3
Was den Bericht vom
2.
Juli 2012 (E.
3.
8
) anbelangt, so konnte
Dr.
K._
in Überein
stimmung mit Kreisarzt
Dr.
B._
aufgrund der klinischen und anam
nestischen Untersuchung ebenfalls ein
florides
CRPS an der rechten Hand be
ziehungs
weise ein Schulter-Hand-Syndrom
ausschliessen
; die Diagnose
einer
Frozen
S
houlder
stellte er nur differentialdiagnostisch.
Mit der
Be
schwerde
geg
nerin
ist
– entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Urk.
12
S.
6
Ziff.
13.1)
–
davon auszugehen, dass auf die im Bericht vermerkte
Arbeits
unfä
hig
keitsangabe
von 100
%
nicht abgestellt werden kann, da es sich nicht um eine
versicherungs
medizinische
Angabe, sondern um eine Beurteilung der Be
schwerdeführerin selbst handelt, zumal die Angabe unter dem Titel „Soziales“ erfolgte
(vgl. dazu Urk. 7 S. 5
Ziff.
13.1)
.
Demgegenüber setzte sich
Dr.
B._
in dif
feren
z
ierter Weise
mit dem noch möglichen Belastungsprofil der Beschwerde
führerin auseinander und zeigte Divergenzen zwischen
dem subjek
tiv
en
Em
pfinden der Beschwerdeführerin und den objektivierbaren Befunden auf.
Ins
be
sondere führte er aus, dass die Beschwerdeführerin zunehmende Symptome über die ganze rechte Körperhälfte vom parietalen Schädel über den Nacken, Schul
ter, rechte Seite, Hüfte und Bein angegeben habe, ohne dass effektiv klinische Be
funde hätten erhoben werden können (S. 8
Ziff.
5).
5.
4
Bezüglich
der
am
3
0.
März 2012 (E. 3.6)
durch
Dr.
A._
aufgrund einer
Kapsuli
tis
bei einem Status nach einer
Rotatoren
manschettenrekonstruktion
rechts
attestierten 100%igen Arbeits
unfähigkeit ist dagegen festzuhalten, dass dem Be
richt nicht zu entnehmen ist, ob sich die darin gemachten Angaben
pri
mär auf die
sub
jektiven Angaben der Beschwerdeführerin stütz
t
en oder in o
b
jektiver Weise aufgrund der medizinischen Untersuchung erfolgten
. Das gilt umso mehr, als darin keine objektiven Befunde erhoben worden sind
und die Beurteilung über vier Monate vor der
k
reisärztlichen Abschlussuntersuchung erfolgte, in welcher Zeitspanne eine deutliche Verbesserung eintrat
.
5.
5
5.
5
.1
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, dass
sich
Dr.
B._
mit den abweichenden medizinischen Abklärungen der
C._
, insbesondere mit dem
Bericht vom
2.
Juli 2012 von
Dr.
K._
,
und anderen medi
zinischen Be
richten, welche ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierten, nicht ausei
nander
gesetzt habe (S. 10
Ziff.
3.2-3), ist festzuhalten, das
s
Dr.
B._
die Beschwerdeführerin mehrmals untersucht hat (vgl. dazu Urk. 8/19) und
seine Be
ur
teilung
auch
in Kenntnis der
wesentlichen
Vorakten
ab
gegeben hat (vgl.
dazu Urk. 8/146
ff.
S. 1
Ziff.
2).
Insbesondere setzte er
sich auch mit den dis
ku
tierten Diagnosen eines CRPS und einer
Frozen
Shoulder
, welche im Übrigen auch im Bericht von
Dr.
K._
diskutiert wurden, auseinander, wel
che er aber nach klinischer Untersuchung nicht hat bestätigen können (Urk. 8/146 S. 7 Ziff.
5).
Dass sich
Dr.
B._
mit der unter „Soziales“ aufgeführten Arbeits
un
fä
hig
keit von 100
%
nicht auseinandergesetzt hat, ist vor dem Hinter
grund, dass es sich bei dieser vermerkten Angabe nicht
um eine
ver
sicherungs
medi
zinische
Angabe handelt (vgl. dazu E.
5.3),
nicht zu
be
anstanden.
Immerhin legte er die Zusam
menhänge detailliert dar und verwies auf die nicht objekti
vierbare
Schmerz
problematik
.
5.
5
.2
Die
Beschwerdeführerin monierte weiter, dass
Dr.
B._
keine
Diagnose
n
genannt
habe
(
Urk. 1
S. 11
Ziff.
3.4)
und sich als Facharzt für Chir
urgie
zu den sich
hier
stellenden Fragen, welche die Fachgebiete der Orthopädie, Rheuma
to
logie, Neurologie und Psychiatrie beschlagen würden, nicht äussern dürfe
(
Urk.
1
S. 11
Ziff.
3.5)
.
In Bezug auf diesen Kritikpunkt ist festzuhalten,
dass Dr.
B._
in seinem kreisärztlichen
Untersuchungbericht
vom
6.
August 2012 (
Urk.
8/146) zwar
nicht explizit Diagnosen
aufführte, aber die wesentlichen in diesem
Zusammenhang
mit der
Schulter
problematik
von den behandelnden Ärzten genannten
Diagnosen
in seiner zusammenfassenden Beurteilung
wieder
holte
und explizit ein CRPS und eine
Frozen
Shoulder
ausgeschlossen hat
(vgl. dazu Urk. 8/146
Ziff.
5).
In Be
zug auf den zweiten Kritikpunkt ist anzumerken, dass nicht ersichtlich ist, wes
halb
Dr.
B._
als Facharzt für Chirurgie nicht in der Lage sein sollte, die vor
liegende Beurteilung im Zusammenhang mit der
Schulter
problematik
vor
zu
nehmen und eine Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit abzugeben.
5.
5
.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, das
s
der Kreisarzt l
ediglich Ver
mutungen
ge
äussert
habe
,
auf welche nicht abgestellt werden dürfe (Urk. 1 S. 6
Ziff.
1.2), ist anzumerken,
dass
sich
seine Einschätzung auf eine einlässliche und kritische Untersuchung der Beschwerdef
ührerin stützte (vgl. dazu Urk.
8/146
S. 5 ff.
Ziff.
4) und keine objektivierbaren Untersuchungsresultate ersichtlich sind, welche die Schmerzproblematik erklären könnte
n
.
5.
6
Nach dem Gesagten ist gestützt auf
den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
6.
August 2012
(E. 3.
9
) von einer Arbeits
fähigkeit von
10
0 % in leichten
Tätigkeiten (ohne schwere Tätigkeiten über Schulterhöhe) entsprechend ihrer konstitutionellen Verfassung auszugehen.
Medizinische Beurteilungen, welche diese Zumutbarkeitsbeurteilung in nach
voll
ziehbarer Weise als zweifelhaft qualifizieren, liegen entgegen den Aus
führungen der Beschwerdeführerin nicht vor.
Der medizinische Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten.
Von ergänzenden Beweismassnahmen und insbesondere
der Rückweisung der Ange
legen
heit zu weiteren Abklärungen, namentlich einer
Anordnung einer wei
teren medizinischen Begutachtung
, sind - entgegen dem diesbezüglichen Even
tual
antrag der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 2 Ziff. 2, vgl. dazu auch Urk. 1 S. 12
Ziff.
4 ff., Urk. 1 S. 12
Ziff.
5)
–
keine neuen Erkennt
nisse zu erwarten, weshalb davon
abzusehen
ist
(anti
zipierte
Beweis
wür
digung
; BGE
124 V 94 E. 4b, BGE 122 V 162 E
. 1d mit Hinweis
).
6.
6.1
Die Beschwerdeführerin
thematisierte
den Fallabschluss zu Recht nicht, liegt doch
nurmehr
eine Schmerzproblematik vor und sind die
Behandlungs
möglich
keiten
betref
fend die Schulterverletzung ausgeschöpft.
Zu prüfen bleibt
damit
, wie sich die verbleibenden Unfallfolgen an der rechten Schulter des Unfallereignisses vom 6. Januar 2010
– die Beschwerdeführerin kann nur noch leichte Tätigkeiten ohne Arbeiten über Schulterhöhe ausüben
–
in erwerbli
cher Hinsicht auswirken.
6.2
Der für die Invaliditätsbemessung und damit den Rentenanspruch massgebende Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 130 V 349 E. 3.4.2). Für die Ermitt
lung des
Valideneinkommens
, also des Einkommens, welches die versicherte Per
son nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Ge
sun
de tatsächlich verdient hätte, wird in der Regel am zuletzt erzielten Ver
dienst angeknüpft.
Ohne Gesundheitsschaden hätte die Beschwerdeführerin gemäss der von der Beschwer
deführerin nicht bestrittenen Feststellung der
Beschwerde
gegne
rin
gestützt auf eine
Auskunft der
Y._
AG
(Urk. 8/151
) im Jahr 201
2
rund
Fr.
40‘913
.-- verdient (Fr.
32‘730.
-- :
80 x
100
). Dieses Einkommen ist folg
lich
als
Valideneinkommen
anzunehmen
.
6.3
6.3.1
Für die Festsetzung des
Invaliden
einkommens
ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeits
leistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes
Erwerbs
einkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder der von der SUVA zusammengestellten DAP herange
zogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Das Abstellen auf DAP-Löhne setzt voraus, dass zusätzlich zur Auflage von min
destens fünf DAP-Blättern Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentier
ten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den
Durch
schnittslohn
der entsprechenden Gruppe. Allfällige Einwendungen der versi
cherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erhe
ben. Ist die SUVA nicht in der Lage, den erwähnten verfahrensmässigen Anfor
derungen zu genügen, kann nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (BGE 129 V 472).
6.3.2
Als Invalideneinkommen für das Jahr 201
2
ermittelte die Beschwerdegegnerin auf
grund von Lohnangaben aus der DAP ein Einkommen der Beschwerdeführe
rin von Fr. 5
7‘28
7
.--
(
Urk
.
8
/1
70
S.
1).
Bei den gewählten Berufen
„
Pro
duktionsmit
arbeiterin
“,
„
Hilfs
arbeite
rin
“
und „Siebdruckerin“
(in de
n
Funktio
n
en
Ver
packerei
Tafelschokolade
,
Leiterplattencodiererin
, Siebdruck und Qualitätskontrolleurin
)
, gemäss den
DAP-Erfassungs
blät
tern
Nrn.
10881
,
6113
,
8079
,
3697
und
8326
, handelt
es sich um Tätig
keiten im Rahmen des fest
ge
stellten Zumutbarkeitsprofils.
Die Beschwerdegegnerin stellte auf fünf zumutbare Arbeitsplätze ab, gab die Gesamt
zahl der mit der Behinderung der Be
schwerdeführerin in Frage kommen
den Arbeitsplätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem
Behinderungs
profil
ent
sprechenden Gruppe an. Mit diesen in den
Akten umfassend und detailliert dokumentierten Angaben wurde den in BGE 129 V 472 aufgestellten formellen Erwartungen des
damaligen
Eidgenössischen Versicherungsgerichts an auf die DAP gestützte Einkommensvergleiche in
hinrei
c
hender Weise Rechnung getragen.
Soweit die
Beschwerdeführerin einwendet, dass
sich
die
Beschwerdegegnerin
ohne Kennt
nis des genauen Gesundheitszustandes zu den
DAP-Erfassungs
blät
tern
geäussert habe (Urk. 1 S. 12 f.
Ziff.
6), ist
ihr nicht zu folgen.
Zum einen wurde die gesundheitliche Situation anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung umfassend abgeklärt und zum anderen tragen d
ie Tätig
keiten als
Verpackerin
,
Codiererin
, Hilfsarbeiterin in der Industrie,
Sieb
druckerin
und
Qualitäts
kon
t
rol
leurin
den unfallbedingten und durch
Dr.
B._
er
hobenen Ein
schränkun
gen angemessen Rechnung, handelt es sich
doch
durchwegs um leichte Tätig
keiten ohne schwere Arbeiten über Schulterhöhe. Aufgrund des von
Dr.
B._
erar
beiteten Zumutbarkeitsprofils ist auch nicht
ersichtlich
, weshalb weder
feinmo
torische
noch beidhändige Arbeiten möglich sein sollten.
Im Übrigen ist nicht einzusehen, weshalb der Beschwerdeführerin keine
Anlehre
zumut
bar sein sollte.
6.
4
Die Beschwerdegegnerin hat an sich zu Recht festgestellt, dass
das
Validenein
kommen
der Beschwerdeführerin von
Fr.
40‘913.--
unter dem branchenspezifi
schen statistischen
Durch
schnitts
lohn
, den sie auf
Fr.
5
6‘952
.
-- beziffert,
(aus
gehend von den Angaben in der
Lohnstrukurerhebung
2010 Tabelle TA1 Ziff.
38: Abfallentsorgung, Rückgewinnung,
, Anforderungsniveau 4 unter Auf
rechnung auf das Jahr 2012 sowie die entsprechende wöchentliche Arbeitszeit)
liegt und eine sog. "Parallelisierung der Einkommen" (vgl. dazu BGE 135 V 58 E. 3.1) vor
genom
men
.
Die Parallelisierung der Einkommen trägt dem Umstand Rechnung, dass die versicherte Person als In
valide
realistischer
weise
nicht den Tabellenlohn erzielen kann, weshalb ein entsprechend tieferes
In
validen
einkommen
anzu
nehmen ist. Wenn aber die versicherte Person tat
säch
lich oder
zumutbarerweise
ein durchschnittliches
In
validen
einkommen
er
zielen kann, dann besteht
an sich
kein Grund, ein aus wirt
schaftlichen Gründen unter
durch
schnittliches
Validen
einkommen
auf ein durch
schnittliches hoch
zu
rechnen. Denn mit einer solchen Vorgehensweise würden in gesetz
widriger Weise
Einkom
menseinbussen
berück
sichtigt, die nicht gesund
heitlich bedingt sind. Entsprechend der gesetzli
chen Regelung ist somit das (zumutbare)
In
validen
einkommen
nicht demjenigen Ein
kommen gegen
über
zu
stellen, das ohne
Gesund
heitsbeeinträchtigung
bei voll
ständiger Aus
schöpfung des wirt
schaft
lichen Potenzials
zumutbarerweise
hätte
erzielt werden kön
nen, sondern dem
jenigen, das konkret erzielt worden wäre (BGE 135 V 58 E. 3.4.3 mit weiteren Hin
weisen).
6.
5
Dies bleibt vorliegend indes ohne Relevanz:
Vergleicht man das
Valideneinkom
men
von
Fr.
40‘913.--
mit dem zumutbaren
In
validen
einkommen
von
Fr.
57‘287
.--
resultiert
ebensowenig
eine
Erwerbs
ein
busse
wie wenn die Para
lleli
sierung (von 23.16
%
,
Urk.
2 S. 5) berücksichtigt wird.
Diesfalls
redu
ziert sich das Invalideneinkommen auf
Fr.
44‘019.--, welcher immer noch über dem
Validenlohn
liegt.
7.
7.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
Integritätsentschädigungen werden
ange
messen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise die Folge eines Unfalles ist (Art. 36 Abs. 2 UVG).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Integ
ritätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der
Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 Prozent nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschä
digung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser
Ge
brauchs
unfähig
keit
wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädi
gung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
Die Medizinische Abteilung der SUVA hat in Weiterentwicklung der
bundesrät
lichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog.
Fein
raster
) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala ange
gebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
7.2
Bezüglich Ablehnung der Integritätsentschädigung ist der
Einspracheentscheid
ebenfalls nicht zu
beanstanden.
Laut der
medizinischen Beurteilung
durch
Kreisarzt Dr.
B._
ist aufgrund der Befunde und der massiven Überlagerung von somatischen Einschränkungen
vorderhand kein Integritätsschaden aus
ge
wiesen
(Urk.
8/146 S. 8
).
Auch die übrigen Ärzte stellten keinen bleibenden (objektivierbaren) Gesundheitsschaden fest, welcher von der erforderlichen Intensität wäre.
8
.
Der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin
vom
26
.
April
2013
, ge
mäss wel
chem der Beschwerdeführerin
gestützt auf d
e
n Unfall vom
6.
Januar 2010
weder eine
Invalidenrente
noch eine Integritätsentschädigung
nach UVG zu
stehen
, ist demnach rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.