Decision ID: df95428b-4ac9-434f-a8da-e10bf97bc6b8
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1976 geborene
X._
war
zuletzt teilweise
arbeitslos und arbeitete in einem Pensum von 25 % im Zwischenverdienst als Reinigungshilfe
bei der Stadt
Y._
. Die Versicherte meldete sich am 12. Juli 2013 wegen den Folgen eines am 28. Februar 2013 erlittenen Unfalls bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug
an
(Urk. 10/8)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht. In diesem Rahmen liess sie die Versicherte bei der
Z._
gutachterlich
untersuchen (Expertise vom 15.
April 2015
; Urk. 10/60). Mit Verfügung vom 13.
Juli 2016
(Urk. 10/106)
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, bei einem erm
ittelten Invaliditätsgrad von 4
% habe sie keinen Anspruch auf Leistu
ngen der Invalidenversicherung.
Die dagegen erho
bene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit En
tscheid vom 29.
März 2017
(Urk. 10/
123
)
im Ve
rfahren
IV
.2016.00
930
ab. D
as Bundesgericht
bestätigte den Entscheid
mit Urteil 8C_358/2017 vom 4. August 2017 (Urk. 10/
132
)
.
1.2
Zuvor hatte sich die Versicherte
am 25. Oktober 2016 (Urk. 10/117)
unter Hinweis
auf eine
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
erneut
bei der Invaliden
versicherung zum
Leistungsbezug angemeldet
.
Nachdem das Verfahren betref
fend
die Verfügung vom 13. Juli 2016
mit dem
Bundesgerichtsurteil vom 4. August 2017
abgeschlossen
worden
war
,
tätigte
die IV-Stelle medizinische
und erwerb
liche
Abklärungen
bezüglich der Neuanmeldung vom 25. Oktober 2016 (
vgl. Urk. 10/11
8
, Urk. 10/126, Urk. 10/130, Urk. 10/134
).
Unter anderem veranlasste sie ein
psychiatrisches
Gutachten bei
Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
welches am
22. Mai 2018 (Urk. 10/160)
erstattet wurde.
Am 8. November 2019 (Urk. 10/245) erteilte die IV-Stelle der Versicherten Kos
tengutsprache für orthopädische Serienschuhe.
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheid
verfahren
(Urk.
10
/
218
,
Urk.
10
/
223
) wies
die IV-Stelle das
Renten
begehren mit Verfügung vom
6
.
Januar
20
20
(Urk. 2) ab.
2.
Die
Versicherte erhob am
3
.
Februar
20
20
(Urk. 1) Beschwerde gegen die Ver
fü
gung vom
6.
Januar 2020
und beantragte,
diese sei aufzuheben und es sei ihr eine IV-Rente zuzusprechen; eventualiter sei der Fall zwecks ausführlicher medizi
nischer und erwerblicher Abklärungen
an die Beschwerdegegnerin
zurückzu
wei
sen
(S. 1)
.
Am 13. Februar 2020 (Urk. 6) reichte die Beschwerdeführerin zwei Berichte ihrer Behandler nach (Urk. 7/1-2).
Die IV-Stelle
schloss
mit Beschwerdeantwort vom
4
.
März
20
20
(Urk.
9
)
auf
Abweisung der Beschwerde, was
der
Beschwerdeführer
in
mit Verfügung vom
5
.
März
20
20
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
11
).
Am 5. März 2020 (Urk. 12) reichte die Beschwerdeführerin zwei weitere Berichte ihrer Behandler ein (Urk. 13/1-2), welche der IV-Stelle mit Schreiben vom 10. März 2020 (Urk. 14) zur Kenntnis zugestellt wurden.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs.
3 der
Verordnung über die Invalidenversicherung
[
IVV
]
) so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
Anlass zur Rentenrevision gemäss Art. 17 ATSG gibt jede wesentliche Ände
rung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zu
standes revidierbar (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der
rentenabweisenden
Verfügung vom
6. Janu
ar 2020
(Urk. 2) aus,
das
aktuelle
Gutachten habe
gezeigt
, dass sich die gesund
heitliche Situation seit dem Jahr 2015 nicht verändert habe. Es liege somit eine unveränderte Situation im Vergleich zur Verfügung vom 13. Juli 2016 vor. Es handle sich bei der neuen Begutachtung um eine andere Beurteilung desselben Sachverhaltes. Es bestehe somit auch weiterhin kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
.
Aufgrund der
im
Einwandverfahren
eingereichten und ergänzend eingeholten medizinischen Berichte hätten keine neuen medizinischen Tatsachen festgestellt werden können (
S.
1 f.
).
2
.2
Die
Beschwerdeführer
in
stellte sich in
ihrer
Beschwerde vom
3
.
Februar 2020
(Urk. 1) hingegen auf den Standpunkt,
sie leide an zahlreichen von den Behand
lern attestierten Beschwerden. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, ihre ge
sundheitliche Situation habe sich seit dem Jahr 2015 nicht verändert, sei mit nichts untermauert.
Die beiden Gutachter im
bidisziplinären
orthopädisch-psy
chiatrischen Gutachten hätten zu optimistisch und versicherungsfreundlich ge
handelt.
Ausserdem sei ein
e
bidisziplinäre
medizinische Begutachtung in ihrem Fall unzureichend. Es bedürfe eine
r
vom Gericht angeordnete
n
polydisziplinäre
n
Begutachtung
(S. 2-4).
2
.3
Umstritten und zu prüfen ist, ob
d
e
r
Beschwerdeführer
in
nach der Neuanmeldung vom
25
.
Oktober
2016
(Urk.
10
/
117
) eine Rente der Invalidenversicherung zu
steht.
Dabei im Vordergrund steht die Frage, ob sich der Gesundheitszustand
der
Be
schwerdeführer
in
seit
dem
25. Oktober 2016
insofern wesentlich verändert hat, als der veränderte Gesundheitszustand geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da
mit den Rentenanspruch zu beeinflussen respe
ktive einen
solchen
zu begründen.
3.
3.1
3.1.1
Das hiesige Gericht stützte sich in seinem Urteil vom
29. März 2017 (Urk.
10/
123
)
, welches das Bundesgericht mit Urteil 8C_358/2017 vom 4. August
2017 (Urk. 10/
132
)
bestätigte
,
im Wesentlichen
auf
f
olgende medizinischen Berichte:
3.1.
2
Die Gutachter der
Z._
stellten in ihrer Expertise zuhanden der IV-Stelle in den Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin (med.
pract
.
B._
,
Fachärztin FMH
Allgemeine Innere Medizin), Orthopädie (Dr. m
ed.
C._
, Fachärztin
Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
), Neurologie (Dr. med.
D._
und Prof. Dr. med.
E._
,
Fachärzte FMH Neurologie
) und Psychiatrie (med.
pract
.
F._
,
Facharzt FMH
Ps
ychiatrie und Psychotherapie
) vom
15. April 2015 (Urk. 10/60
)
keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit. Die Diagnosen eines Senk-Spreiz-Platt-Knickfusses beidseits, einer Hyper
tonie, eines Diabetes mellitus sowie eines Opioid Fehlgebrauchs h
att
en nach Einschätzung der Gutachter keine Auswirku
ng auf die Arbeitsfähigkeit (S.
50).
In der zusammenfassenden Konsensbeurteilung gaben die Gutachter an, die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
in der zuletzt ausgeübten sowie auch einer anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts sei nicht hinreichend wahrscheinlich als eingeschränkt anzusehen. Eine internistische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit liege nicht vor. Ein komplexes regionales Schmerzsyndrom
(CRPS)
sei allenfalls als möglich anzusehen. Eine namhafte psy
chiatrische Erkrankung liege ebenfalls nicht vor, insbesondere kein wesentliches depressives Syndrom (S. 46).
3.1.
3
Auf Bitte
um eine Stellungnahme (
Urk. 10/82) gaben
die Gutachter der
Z._
am 18
. März 2016 an (Urk. 10/97), im
Bericht der Rheumaklinik des
G._
vom 2. September 2015
(Urk. 10/79)
werde unter dem Rubrum «Diagnose» der
Ver
dacht auf ein komplexes regionales Schmerzsyndrom («V.a. CRPS»)
genannt,
im Befund und in den Zusatzuntersuchungen
würden
jedoch keine ausreichenden Zeichen eines CRPS
beschrieben
und in der Beurteilung
werde
von einer «massi
ven
Schmerzverarbeitungsstörung»
gesprochen
. Der Bericht sei also in sich un
schlüssig und in seiner Konklusion paradox. Die schliesslich im Bericht vorrangig
postulierte Diagnose einer Schmerzverarbeitungsstörung repräsentiere zudem eine
psychiatrische Entität.
Die Be
richtenden hätten also mangels einer ausrei
chenden somatischen Erklärung «qua Ausschluss» zu einer fachfremden Interpre
tation ohne Prüfung der diagnostischen Kriterien gegriffen, was versicherungs
medizini
sch nicht genügen könne.
3.1.
4
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) gab in seiner Aktenbeurteilung vom 12. Mai
2016 (Urk. 7/104 S. 4 f.) an,
die Gutachter der
Z._
würden an ihrer Beurtei
lung
, dass kein sicherer Hinweis für ein CRPS und kein Anhalt für eine Schmerz
verarbeitungsstörung bestehe
festhalten
. Demgegenüber würden sowohl die
K
linik
I._
(März 2015) als auch die Abteilungen Handchirurgie und Rheumatologie der Uniklinik
J._
(Februar 2015) die Diagnose eines CRPS I
als gesichert ansehen, wohingegen die Rheumaklinik des
Universitätsspitals
G._
(August 2015) aufgrund der Aktenlage und des Verlaufs von einer «massi
ven Schmerzverarbeitungsstörung» ausgegangen sei und eine stationäre Komp
lex
therapie empfohlen habe, welche die Beschwerdeführerin damals und offenbar noch immer aus psychosozialen Gründen ablehne. Es stünden sich also eine somatische wie auch eine psychiatrische Diagnose diametral gegenüber, wobei es für jede gute Argumente dafür und dagegen gebe. Rein nach Aktenlage sei eine Entscheidung, welche Diagnose zutreffe, in diesem Fall nicht möglich. Aus versi
cherungsmedizinischer Sicht sei unter Berücksichtigung der aktuellen Arztbe
richte der Universitätsklinik
J._
im Rahmen der «normativen Kraft des Fak
tischen
»
von einer derzeit tatsächlich vorhandenen Funktionslosigkeit der (domi
nanten) linken Hand auszugehen, ungeachtet deren letztendlichen Ursache. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei selbst bei Anerkennung einer «funktionellen
Einarmigkeit
» von einer quantitativ uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für eine körperlich sehr leichte Tätigkeit ohne Anforderungen an die Funktionsfähigkeit der (dominanten) linken Gebrauchshand auszugehen.
3.1.
5
Im dem im
damaligen
Beschwerdeverfahren aufgelegten Austrittsbericht der Klinik
für Rheumatologie des
G._
vom 24. August 2016 betreffend eine Hospitali
sierung vom 9. bis 24. August 2016 (
Urk. 10/110/17-22
) nannten Dr. med.
K._
, Assistenzarzt, und Dr. med.
L._
, Oberarzt, die folgenden Diagnosen:
-
CRPS Stadium I Hand links, EM 2013
-
Schwere Depression (ICD-10 F32.2)
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
Diabetes Mellitus Typ II, insulinpflichtig
-
Arterielle Hypertonie
3.2
Das hiesige Gericht erwog hierzu im Urteil vom
29. März 2017 (Urk. 10/123),
hinsichtlich der Problematik der
linken Hand könne offenbleiben, ob es sich um ein CRPS oder eine psychiatrische Erkrankung (namentlich eine Schmerzver
arbei
tungsstörung) handle, da selbst bei der Gewährung eines maximalen Abzuges vom Tabellenlohn von 25 % aufgrund der Handproblematik
entsprechend einer funktionellen
Einarmigkeit
ein
Rentenanspruch ausgeschlossen sei (E. 4.1-4.2). Was weitere Diagnosen mit möglicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an
gehe, sei den medizinischen Akten zu entnehmen, dass sich die Beschwerde
führerin stets ausschliesslich wegen den Beschwerden an der linken Hand habe behandeln lassen.
In den Akten
fänden
sich
als weitergehende (poten
tiell rele
vante) Diagnosen solche psychiatrischer Natur (Depression
res
pektive depressive Verstimmung
, Schmerzverarbeitungsstörung, Verdacht auf posttraumatische Be
lastungsstörung
[vgl.
Urk. 10/16/1-6
,
Urk. 10/77/4-6
,
Urk.
10/79
]
). Diese
seien
aller
dings nicht von Fachärzten gestellt
worden
, sondern vorwiegend von den behandelnden Är
zten organischer Fachrichtungen
.
Soweit eine Schmerzverar
bei
tungsstörung thematisiert wurde, geh
e
diese vollumfänglich in der Handproble
matik auf. Die Beschwerdeführerin
habe
zu keinem Zeitpunkt über andere als Handbeschwerden
geklagt
.
Zum geäusserten Verdacht auf das Vorliegen einer depressiven Verstimmung - soweit überhaupt eine ei
genständige Depression vor
liege
-
stünden
einer invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz bereits die feh
lenden Therapiebemühungen entgegen
.
Damit bleib
e
als noch mögliche thema
tisierte Erkrankung die von den Ärzten der Klinik f
ür Rheumatologie des
G._
am 24.
August 2016 diagnostizierte schwere Depression
.
Dazu sei
zu bemerken, dass bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung am 13.
Juli 2016 nie von einer ent
sprechenden Pathologie ausgegangen
worden sei
und auch keine Befunde ge
schil
dert
worden seien
, welche auf eine derartige Erkrankung schliessen
lassen würden
. Insoweit
habe
eine allfällig
e Veränderung des Gesundheitszu
standes Ge
genstand eines allfälligen Neuanmeldeverfahrens zu bilden.
Vorliegend
reduzier
e
sich die Beschwerdekonstellation auf die verl
etzte linke Hand, welche Proble
matik umfassend gewürdigt
worden sei
, und allenfalls die psychische Verfassung, welche sich bis zum massgebenden Zeitpunk
t nicht in relevanter Weise ver
dichtet ha
be
.
Die Beschwerde sei abzuweisen (E. 4.3-4.5).
4.
4.1
Die rentenabweisende Verfügung vom
6.
Januar 2020 (Urk. 2)
beruht
im Wesent
lichen auf nachstehenden medizinischen Unterlagen:
4.
2
Dr. med.
M._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil.
klin
. psych.
N._
, k
linischer Psychologe und Supervisor, vom Zentrum
O._
, stellten in ihrem Bericht vom 17. Oktober 2016 (Urk. 10/135) folgende psychiatrische
Diagnosen
(S. 1)
:
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Epi
sode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
-
Störung durch Medikamente (ICD-10 F13.2)
Die
Fachpersonen
berichteten
zu den aktuellen Beschwerden
,
es bestünden
Schlafstörungen,
eine
Appetitverminderung, dauernde Müdigkeit, Lust- und Inte
ressenlosigkeit, Rückzug, Antriebslosigkeit,
Sinnlosigkeitsgedanken, G
edanken
kreisen, Vergesslichkeit sowie
Konzentrationsstörungen und die Beschwerdefüh
rerin verbringe
teilweise ganze Nächte auf dem Balkon weinend
(S. 1). Sie
hielten
die Beschwerdeführer
in
seit 28. Februar 2013
für
arbeitsunfähig (S. 3 oben).
4.
3
Dr.
med.
P._
,
Fachärztin FMH für Rheumatologie und Innere Medizin,
be
richtete am
29.
Mai
2017 (Urk. 10/199/171)
, die Beschwerdeführerin klage wei
terhin über
strake immobilisierende Schmerzen
an
der
linke
n
Hand
mit Bewe
gungseinschränkungen
.
4.
4
PD Dr. med.
Q._
und Dr. med.
R._
vom
G._
erklärten
am 20. September 2017 (Urk. 10/199/170) zu einem gleichentags erstellten CT des Herze
n
s, die Koronarien seien
blande
und die
Koronaranatomie
regelrecht
.
4.
5
Dr. med.
S._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, von der Kar
diologie des Spitals
T._
führte in seinem Bericht vom 27. Oktober 2017 (Urk. 10/199/166
-168
) aus, er habe eine 72h-Holter-EKG-Untersuchung durchge
führt, in
welcher
relevante
tachy
- und bradykarde Rhythmusstörungen
hätten
ausgeschlossen werden
können
(S. 3).
4.
6
Dr. med.
U._
,
Fachärztin
für Psychiatrie und Psychotherapie
FMH
, und Dr. phil.
klin
. psych.
N._
vom
O._
stellten in ihrem Bericht vom
6
.
November 2017
(Urk. 10/
142
)
als
psychiatrische Diagnose
eine r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
und hielten fest, seit Beginn der Behandlung bei ihnen im Oktober 2016 sähen sie ein schwer depressives Zustandsbild. Ein
e
Arbeitsfähigkeit sei auch in reduziertem Ausmass undenkbar.
4.
7
PD Dr. med.
V._
und Dr. med.
W._ von der p
sychiatrischen
K
lin
i
k
AA._
, wo die Beschwerdeführerin vom
9.
bis 26. Oktober 2017 stationär behandelt wurde,
nannten in ihrem Bericht vom 6. Dezember 2017 (Urk.
10/145/
1-8
)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2):
-
Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 32.2; seit 2013)
-
CPRS
an linker Hand nach Handgelenksdistorsionstrauma am 28. Februar 2013 (seit 2013)
-
Diabetes Typ II
-
Tinnitus und Schwankschwindel unklarer Ätiologie, keine ätiologische Abklärung (seit 2017)
Dazu führten die Fachärzte aus, die Schmerzproblematik stehe im Vordergrund. In Kombination mit der depressiven Symptomatik sei die Prognose vermutlich auf längere Frist limitiert (S. 4).
4.
8
Dr.
A._
nannte
in seinem psychiatrischen
Gutachten vom 22. Mai 2018
(Urk. 10/160) folgende Diagnosen (S. 57 f.):
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
Anankastisch-narzisstischer Persönlichkeitsakzent (ICD-10 Z73.1)
-
Verdacht auf iatrogene
low
-
dose
Benzodiazepinabhängigkeit
(ICD-10 F13.22) und Verdacht auf iatrogene Abhängigkeit von niederpotenten Opioiden (ICD-10 F11.22)
Der Gutachter führte aus,
in der Gesamtbeurteilung der Aktivität und Teilhabe lasse sich aus psychiatrischer Sicht keine relevante, zeitlich überdauernde Beein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit begründen, da ausser einer selbst deklarierten
Schmerzhemmung der linken Hand
keine psychiatrischen, dauerhaften Beein
trächtigungen der Arbeitsfähigkeit erkennbar seien
(S. 57). Die
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störun
g la
sse sich weder durch seine Untersuchung noch durch die zur Verfügung stehenden Akten bestätigen
(S. 65).
D
ie von der Beschwerdeführerin massgeblich geltend gemachten Funktions-
und Fähigkeits
störungen beträfen die schmerzbedingte Immobilisierung der
dominanten
linken Hand. Das Krankheitsmodell der Beschwerdeführerin schliesse eine Genesung aus, sie stelle dabei ihre Selbstwirksamkeit und Fähigkeit zur Aktivierung grund
sätzlich in Frage, was wesentlich über einen angstbedingten und nachvoll
zieh
baren passiven Widerstand
hinausgehe
und das Ausmass eines selbst auferlegten aktiven Widerstandes bezüglich der Mobilisierung der linken Hand annehme. Der treibende Persönlichkeitsfaktor stell
e
dabei der anankastisch-narzisstische Akzent dar mit einer nicht überwundenen Kränkung beziehungsweise einem nicht über
wundenen
Unrechtsempfinden
(S. 6
6
Mitte).
Die
Beschwerdeführerin
präsentier
e sich aufgrund der Schmerzstörung und aufgrund der Sekundärschäden als funk
tionell
einarmig, obwohl organisch keine solche
Einarmigkeit
bestehe, wie die Aktenlage nahelege. Diese
funktionelle
Einarmigkeit
sei
als Teil einer psychi
schen Störung zu verstehen, welche therapierbar
sei (S. 67).
Eine gänzlich feh
lende Aktivierungsbereitschaft - wie dies aktuell bei der Beschwerdeführerin vor
zu
lie
gen scheine - sei auch unter Berücksichtigung sämtlicher erschwerenden Fakto
ren im Rahmen der Schmerzstörung nicht nachvollziehbar. Dement
spre
chend lasse sich eine zeitlich unbegrenzte und vollständige Arbeitsunfähigkeit nicht begründen
(S. 68 oben).
Schliesslich führte Dr.
A._
zur zeitlichen Entwicklung des Gesundheits
zustandes aus, aufgrund der zur Verfügung stehenden Akten und aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin sei davon auszuge
h
en, dass sich erste Symptome einer somatoformen Schmerzstörung bereits vor der polydisziplinären Begutachtung vom 15. April 2015 gebildet hätten. Der Verlauf seit 2014 stelle sich im Sinne der Entwicklung einer prototypischen, anhaltenden somatoformen Schmerzstörung dar mit Symptomausweitung und selbst auferlegter Schonung bis hin zur Entwicklung von körperlichen, psychischen und sozialen Sekundär
schäden (aktenkundige Muskelatrophie, vollständige Immobilisierung der domi
nanten linken Hand, Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess, familiäre und finan
zielle Schwierigkeiten, Verfestigung der Überzeugung Zielscheibe behördlicher und versicherungsrechtlicher Willkür zu sein
;
S. 71 unten).
4.
9
Dr.
M._
und Dr. phil.
klin
. psych.
N._
vom
O._
kritisierten mit Schreiben vom 3. August 2018 (Urk. 3/2) das Gu
tachten von Dr.
A._
(E. 4.8
vorstehend). So bemängelten sie,
der Gutachter gehe durchgängig und von vorn
herein von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung aus, ohne Alter
nativdiskussion auch nur am Rande in Betracht zu ziehen. Dazu sei das Gutachten
widersprüchlich, bagatellisierend und eine Mischung von Meinung des Ehemannes
und der Beschwerdeführerin.
4.
10
Dr. med.
AB._
, Facharzt für Orthopädie und Handchirurgie FMH, hielt in seinem Bericht vom 9. Oktober 2018 (Urk. 10/207/11) fest,
b
ezüglich
Invaliden
versicherung
könne er
den Entscheid
definitiv nicht akzeptieren, da,
um ein
hä
ndig arbeiten zu können,
die Schmerzen der
dominanten Hand beseitigt
oder zumindest im Griff
sein müssten
, da
einhändig
zu
a
rbeiten nur mit einer vollen Konzentration möglich
sei.
Dazu
könne
man
einhändig nicht eine
hundert
pro
zentige Leistung erreichen, weil dies materiell unmöglich
s
ei
.
Die Beschwerde
führerin sei
zu 100%
arbeitsunfähig
, da
sie keine
Zudi
enhand
habe.
4.
11
PD Dr. med.
AC._
und Dr. med.
AD._
vom
G._
führten über ein MRI des Gehirns vom
8.
November 20
18 (Urk. 10/199/197-198)
aus, es finde
sich keine frische Ischämie
.
4.
12
Oberarzt Dr. med.
AE._
und Ärztin
AF._
von der
Klinik AG._
, wo die Beschwerdeführerin vom 16. Oktober bis 13. November 2018
auf freiwillige Zu
weisung durch das
O._
stationär behandelt wurde, nannten in ihrem Bericht vom 28. November 2018 (Urk. 10/190) folgende psychiatrischen Diagnosen (S. 1):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide; Abhä
ngig
keitssyn
drom (ICD-10 F11.2)
4.
13
Dr. med.
AH._
, Fachärztin für Neurologie FMH, berichtete am 11. Februar 2019 (Urk. 10/199/89),
die Anamnese sei eigentlich suggestiv für ein Karpaltunnelsyndrom (CTS)
rechts
und auch in den funktionell etwas überla
gerten klinischen Lokalbefunden sei der
Nervus
medianus in der Sensibili
tätsprüfung gut abgrenzbar. Die Nervenleitgeschwindigkeiten des
Nervus
medi
anus über dem Karpaltunnel seien aber noch im Normbereich und nicht schlechter als diejenigen des
gleichseitigen
Nervus
ulnaris
.
4.
14
Dr. med.
AI._
vom
Institut AJ._
berichtete am 28. Februar 2018 (
Urk. 10/207/8-9)
über
je ein
MRI
vom
linken und rechten Vorfuss vom gleichen Tag, dass kein Nachweis eines
Mortonneurom
s
habe festgestellt werden können und die native Darstellung unauffällig sei.
4.15
Dr.
U._
, Dr. phil.
klin
. psych.
N._
und Dr. phil.
AK._, k
linische Psycho
login,
vom
O._
hielten
in ihrem Bericht vom
13
.
März 2019
(Urk. 10/
203/4-6
)
fest, seit Beginn der Behandlung bei ihnen im Oktober 2016 sähen sie ein schwer depressives Zustandsbild. Eine Arbeitsfähigkeit sei auch in reduziertem Ausmass undenkbar.
4.
16
Dr.
P._
stellte am
10.
Mai 2019 (Urk. 10/207) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
CRPS
der linken Hand sowie eine depressive Episode (Ziff. 2.5) und daneben als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein
lumb
ospondylogenes
Schmerzsyndrom, c
hronische Fers
en
schmerzen
beid
seits,
ein Karpaltunnelsyndrom links, eine arterielle Hypertonie, ein insulinpflichtige Diabetes mellitus und eine Dyslipidämie (Ziff. 2.6). Er attestierte aus rheuma
tologischer Sicht eine
100
%
ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 4.1) und hielt fest, dass die Beschwerdeführerin als Linkshänderin aktuell bei der Arbeit, wo sie ihre linke Hand benutzen müsse, eingeschränkt sei
(
Z
iff. 3.4)
.
4.
17
Auf telefonische Rückfrage der Beschwerdegegnerin, ob
es
sich bei der gut
achterlichen Beurteilung durch Dr.
A._
um eine andere Beurteilung dessel
ben
Sachverhaltes handle, und falls nicht, wann sich der Gesundheitszustand seit der ersten Begutachtung verändert habe, hielt Dr.
med.
AL._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie (vgl. Urk. 10/217 S. 9 unten),
vom RAD am 4. Juni 2019 fest, das Gutachten von Dr.
A._
sei ausserordentlich schlüssig. Somit sei aus versicherungsmedizinischer Sicht anzunehmen, dass die Beurteilung be
reits für den Zeitraum der Verfügung gelte
(Urk. 10/217 S. 15 unten)
.
4.
1
8
Dr. med.
AM._
und med.
pract
.
AN._
vom Spital
AO._
, wo die Beschwer
deführerin am 3. Juli 2019
auf Zuweisung durch die Sozialbehörde via Polizei via Ambulanz
notfallmässig ambulant behandelt worden war, führten in ihrem Be
richt vom 16. Juli 2019 (Urk. 10/230/8-11) aus,
durch den Rettungsdienst, die Tochter und die Beschwerdeführerin selbst
hätten
sie erfahren, dass die Be
schwerdeführerin bereits langjährig um den Erhalt einer IV-Rente
kämpfe
, da es ihr aufgrund des CRPS nicht möglich sei zu arbeiten. Anlässlich eines aber
ma
ligen Telefonates mit der Sozialbehörde am Morgen des Vorstellungstages habe sie suizidale Äusserungen verlauten lassen, sodass die Sozialbehörde die Polizei aufgeboten und zur Beschwerdeführerin nach Hause geschickt habe. Die Be
schwerdeführerin selbst habe wiederholt berichtet, geäussert zu haben «wieviel schlechter muss es mir noch gehen, damit ich IV-Rente erhalten werde, muss ich dafür sterben?». Suizidale Äusserungen im eigentlichen Sinn habe sie verneint (S. 1). Das Drogenscree
ning im U
rin
habe
sich lediglich p
ositiv für Tetrahy
dro
cannabinol gezeigt. Die Ü
berdosierung mit Insulin
schein
e
fraglich, da dies einer
seits durch die
Beschwerdeführerin
verneint
werde
, andererseits die mitgebrachte Lantus-Injektionslösung noch komplett voll
gewesen sei
und es während des Aufenthaltes auf der Notfallstation nicht zu einem
Abfall des Blutzuckers
ge
kommen sei.
Die Tramadol-Überdosierung
werde
durch die
Beschwerdeführerin
ebenfalls verneint und es
hätten
keine entsprechenden Befunde
objektiviert wer
den
können. In einem längeren Gespräch habe sich die Beschwerdeführerin glaubhaft von akuter Suizidalität distanzieren können. Sie habe dementiert, die Medika
mente in suizidaler Absicht eingenommen zu haben. Zudem scheine die Ein
nahme einer Überdosis, insbesondere des Insulins, unwahrscheinlich (S. 3)
.
4.
19
Am 18. Juli 2019 (Urk. 3/3) berichteten
Dr.
M._
und Dr. phil.
klin
. psych.
N._
vom
O._
,
die Aggression der Beschwerdeführerin habe sich verstärkt. Na
ch wie vor seien deutliche Schla
fstörungen, Appetitverminderung, dauernde Müdigkeit, Lust- und Interessenlosigkeit, Rückzug, Antriebslosigkeit, Konzentra
tions
störungen, teilweise ganze Nächte auf dem Balkon weinend und am 3. Juli 2019 ein schwe
rer Suizidversuch feststellbar.
4.
2
0
Am 9. August 2019 (Urk. 10/227/4-6) hielt Dr.
P._
fest, dass die Beschwer
deführerin wegen der chronischen Fussschmerzen aufgrund eines Senk- und Knickfusses beidseits ohne
Zeitlimite
orthopädischer Serienschuhe bedürfe (vgl. Ziffern 1.1, 1.3, 3.2, 3.4).
4.
21
Am 2. Oktober 2019 (Urk. 10/246/8-9) berichtete Dr. med.
AP._
, Facharzt für Neurologie FMH, ein CTS könne ausgeschlossen werden. Die Beschwerden stün
den im Zusammenhang mit der psychologisch-psychiatrischen Problematik.
4.
22
Nach Vorlage der neu eingegangenen Berichte der Behandler hielt Dr.
AQ._
vom RAD am 22. November 2019 (Urk. 10/251 S. 4) fest, er stütze die Beurteilung von Dr.
H._
vom gleichen Tag, worin
Letzterer
unter anderem darauf verwiesen hatte, dass sich seit dem 24. Mai 2019 aus versicherungsmedizinischer Sicht nichts geändert habe.
4.
23
Dr. med.
AR._
und Dr. med.
AS._
von der Klinik für Neurologie des
G._
, wo die Beschwerdeführerin am 3. Dezember 2019 (Urk. 7/1) notfallmässig unter
sucht wurde, führten aus, aufgrund der
zur
Zuweisung führenden Symptomatik hätten sie bei Verdacht auf eine subakute
cerebrovaskuläre
Ischämie eine CT-Angiographie durchgeführt, die keinen Hinweis auf eine Demarkation oder auf höhergradige Gefässstenosen intra- und extrakraniell
ergeben habe
.
4.
24
Oberärztin Rheu
matologie Dr. med.
AT._
und s
tellvertretende Oberä
r
z
t
in Rheu
matologie Dr. med.
AU._
von der
K
linik
AV._
, w
o die Beschwerde
führerin vom
6. bis 29. Januar 2020 im Rahmen einer multimodalen Schmerz
komplextherapie
stationär behandelt worden war
, führt
en
in ihrem Bericht vom 29. Januar 2020 (Urk. 7/2) aus, zusammenfassend bestehe bei der Beschwerde
führerin aus somatischer Sicht ein CRP
S der linken Hand
und eine am ehesten diabetische Polyneuropathie in beiden unteren Extremitäten und aus psychia
trischer Sicht
eine rezidivierende schwere depressive Episode und eine instabile Persönlichkeit mit schädlichem Gebrauch von Sedativa oder Hypnotika und eine Opiatabhängigkeit (S. 4).
5.
5.1
Vorweg zu bemerken ist, da
ss für die Verschlechterung des Gesundheitszustandes im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne nicht die Art der Verletzung und diesbe
zügliche Veränderung des medizi
nischen Sachverhaltes, sondern einzig die
damit einhergehenden funktionellen Einschränkungen entscheidend sind.
So kann
gestützt auf andere Diagnosen bzw. Leiden aber
mit
entsprechend gleicher Funk
tionseinschränkung nicht auf eine wesentliche Veränderung im invalidenver
si
cherungsrechtlichen Sinne geschlossen werden. Zu prüfen ist daher, ob in psy
chischer
(E. 5.2) oder
somatischer (E. 5.3)
Hinsicht
eine gesundheitliche Verän
derung vorliegt,
die eine weitergehende funktionelle Einschränkung als anlässlich der
ursprünglichen Rentenverneinung
festgestellt
worden war
(vgl. E. 3)
be
grün
det,
und die somit
geeignet wäre, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen
.
Aus medizinischer Sicht lag dem
Urteil vom 29. März 2017
mit welchem die rentenabweisende Verfügung vom 13. Juli 2016 bestätigt wurde
, eine funktionelle
Einarmigkeit
aufgrund der Einschränkungen der linken Hand
zugrunde, wobei unklar blieb, ob dies
psychisch oder somatisch
bedingt war (vgl. E. 3.2).
5.2
5.2.1
Im Vordergrund
der
Frage
betreffend eine wesentliche
Veränderung
steht die Ent
wicklung
des psychischen Gesundheitszustandes
. Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurte
ilung
in erster Linie
auf das Gutachten von Dr.
A._
sowie
daneben auf
die
Berichte
der Behandler
und die Beurteilung durch den psychia
trischen Facharzt des RAD Dr.
AQ._
(vgl. die versicherungsinternen Feststel
lungsblätter vom 1. Juli 2019 [Urk. 10/217] und vom 6. Januar
2020 [Urk. 10/251]
)
.
5.2.2
Das psychiatrische
Gut
achten von Dr.
A._
vom 22.
Mai 2018 (E. 4.8
)
beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, was bei einer psychiat
rischen
klinischen Untersuchung
eine Anamneseerhebung (
Urk. 10/160
S.
10
32, S. 36-44
),
Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (S.
32
-3
5, S. 48-57
) umfasst (
Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2).
Dabei stützt
sich das Gutachten insbesondere auf einen Befund nach
AMDP,
ein Screeni
n
g für
somatoforme Symptome (SOMS) und einen Mini-ICF-App (S. 49-57).
Das Gut
achten wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
– insbesondere mit de
r Beurteilung der Fachpersonen des
O._
und
d
er
Fachärzte der
AA._
(E. 4.2, E. 4.6-7
)
- erstattet (S.
25, S. 28
f.
)
.
Das Gutachten
berücksichtigt
ferner
die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten
der Beschwerdeführerin
auseinander (S.
35
, S.
45-47
).
Dr.
A._
legte die medizinischen Zustände und Zusammenhänge
einleuch
tend dar und begründete
seine
Schlussfolgerung nachvollziehbar.
Er
zeigte plau
sibel auf, dass
ausser einer selbst deklarierten
Schmerzhemmung der linken Hand
keine psychiatrischen, dauerhaften Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit er
kenn
bar
sind und
erläuterte schlüssig, dass der
treibende Persönlichkeitsfaktor
für die
geltend gemachten Funktions- und Fähigkeitsstörungen
der
schmerzbe
dingte
n
Immobilisierung der linken Hand
der
anankastisch-narzisstische Akzent mit einer nicht überwundenen Kränkung beziehungsweise einem nicht über
wun
denen
Unrechtsempfinden
ist
.
Dies so, dass
sich
die
Beschwerdeführerin aufgrund der Schmerzstörung und aufgrund der Sekundärschäden als f
unktionell einarmig präsentiert
.
Dr.
A._
legte denn auch
einleuchtend
dar, dass die von der Beschwerdeführerin an den Tag gelegt
e
gänzlich fehlende Aktivierungs
bereit
schaft auch unter Berücksichtigung sämtlicher erschwerende
r
Faktoren im Rahmen der Schmerzstörung nicht nachzuvollziehen
ist
(
E. 4.8
).
Zudem zeigte Dr.
A._
überzeugend
auf, dass die von ihm diagnostizierte
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
bereits zur
Z
eit der Begutachtung durch die
Z._
im April 2015 – wo
die Diagnose einer Schmerzstörung
zumindest
als möglich erachtet worden war (E. 3.1.
2
in
fine
) – vorgelegen haben muss
und sich in der Folge mit Symptomausweitung und selbst auferlegter Schonung bis hin zur Entwicklung von
Sekundärschäden entwickelt hat (E. 4.8
).
Entgegen der von den
O._
-Fachpersonen in ihrem Schreiben vom 3. August
2018 (E. 4.9) geäusserten Kritik
geht aus dem Gutachten klar hervor, welche Äusserungen von der Beschwerdeführerin stammten und welche von ihrem Ehe
mann, was von Dr.
A._
äusserst
genau
aufgeführt wurde (Urk. 10/160 S. 32 ff.). Von einer Vermischung kann nicht die Rede sein. Zudem ist der Vorwurf der
O._
-Fachpersonen im Gutachten seien anderweitige Diagnosen neben einer somatoformen Schmerzstörung nicht auch nur am Rande in Betracht gezogen worden,
aktenwidrig
. Dr.
A._
hat sich gerade mit der möglichen Diagnose einer depressiven Störung sehr eing
ehend
auseinandergesetzt (
vgl. E. 5.2.3 nachstehend
)
und seine auf
einem
AMDP,
der
Mini-ICF-App und die SOMS gestützte
Diagnosestellung detailliert erläutert (S.
49-60
). Von einer baga
tellisierenden Einschätzung kann keine Rede sein. Die Kritik der
O._
-Fach
personen am Gutachten verfängt
daher
nicht.
Damit
erfüllt
die Expertise von Dr.
A._
d
i
e bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweiskräftiges Gutachten
(vgl. E. 1.
4
).
5.2.3
A
bweichend von Dr.
A._
(E.
4
.
8
)
gingen
die Fachpersonen des
O._
von d
er Diagnose einer
rezidivierende
n
depressive
n
Störung
mit konstant schwerer
Epi
sode und die
AA._
-Fachärzte zumindest für die Zeit im Oktober 2017
von einer schweren depressiven Episode aus
(E.
4.
2, E. 4.6
-
7
)
.
Dieser Ans
icht kann nicht gefolgt werden. S
o
legte Dr.
A._
nachvollziehbar dar, dass die durch die Fachärzte des
O._
und der
AA._
gestellte Diagnose einer depressiven Störung nicht zu überzeugen vermag.
E
r
zeigte auf
, dass die
Diagnose
durch die
AA._
nicht nachvollziehbar ist, weil der im
Bericht
festgehaltene
Befund mehrheitlich unauffällig
war und sich allein
auf selbst deklarierte suizidale
Gedanken
– welche im Übrigen bereits anlässlich der ursprünglichen Renten
ab
weisung vorlagen (vgl. Urk. 10/
60 S. 39
)
-
abstützte (
Urk. 10/160
S. 59 oben)
.
Weiter zeigte Dr.
A._
überzeugend
auf, dass die Diagnose de
s
O._
nur auf anamnestische und subjektiv geschilderte
Beschwerden sowie krankheitsfremde, psychosoziale Belastungen abgestützt worden war und eine passende Beschrei
bung objektivierbarer Merkmale fehlte (S. 25 und S. 28).
Dem gegenüber stützte sich die
Diagnostik
von Dr.
A._
auf die Anamnese, das Interaktionsverhalten der Beschwerdeführerin während der Untersuchung sowie auf den AMDP und den SOMS-2-Befund
(S.
58 f.).
Dr.
A._
wies zutreffend darauf
hin, dass bei der Diagnose de
s
O._
und der
AA._
insbesondere
eine Diskussion zur Abgrenzung depressiver Symptome von anankastisch-narzisstischen Persönlichkeitsmerk
ma
len mit einer Verbitterung, welche durch ein ausgeweitetes Unrechtsempfinden aufrechterhalten
wird, fehlt (S.
65).
Weder die Fachpersonen des
O._
noch die Fachärzte der
AA._
benannten darüber hinaus wichtige Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung durch Dr.
A._
unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, womit ihre abweichenden Beur
teilungen
das
Gutachten
nicht
in Frage zu stellen
vermögen
(Urteil des Bundes
gerichts vom 16. August 2018 9C_246/2018 E.
4.1 mit Hinweis).
Zudem
haben sich
weder die Fachpersonen des
O._
noch die Fachärzte der
AA._
, was bei
einer
Revision
entscheidend
ist,
über
eine allfällige
Veränderung gegenüber
dem
ur
sprünglichen Gutachten hinlänglich
geäussert
, womit ihnen hinsichtlich des Vor
liegens einer wesentlichen Veränderung k
ein
genügender
Beweiswert
zukommt
(Urteil des
Bundesgerichts 8C_322/2018
vom 12. Dezember 2018 E. 2.3).
5.2.4
Was die Entwicklung des psychischen Gesundheitszustandes im Nachgang
zur Begutachtung angeht, zeigt
sich
ebenfalls
keine Verschlechterung
.
Dies ergibt
sich
aus den Berichten der Behandler,
insbesondere
aus
den Berichten de
s
O._
vom 13. März 2019 (E. 4.15
) und vom 18. Juli 2019 (
E. 4.19
)
.
So äusserten
sich die Fachpersonen des
O._
im März 2019 dahingehend
, dass sich
seit dem Beginn der bei ihnen durchgeführten Behandlung im Oktober 2016
ein
schwere
s
depressive
s
Zustand
sbild
mit
durchgehender
vollständiger Arbeits
unfähigkeit
zeig
e. D
ie Angaben über eine Veränderung
der
Befunde und Ein
schränkungen
liessen sie offen, sprachen nicht von einer Verschlechterung, son
dern gaben lediglich an, dass auch die vorübergehende Hospitalisation nicht zu einer Verbesserung geführt habe
(Urk. 10/203/
4-6 S. 2 oben, S. 3 oben
)
.
Von einer Versc
hlechterung ist nicht die Rede.
Gleiches ergibt sich aus ihrem Bericht vom 18. Juli 2019 (
E. 4.
19
)
. Darin wird ein auf d
e
n
Angaben der Beschwerdeführerin
beruhender
Befund wiedergegeben, der
demjenigen
vor der gutachterlichen Beurteilung (
Schlafstörungen, Appetitver
min
derung, dauernde Müdigkeit, Lust- und Interessenlosigkeit, Rückzug, An
triebs
losigkeit, Konzentrationsstörungen, teilweise ganze Nächte auf dem Balkon weinend
)
vom
17. Oktober 2016 weitestgehend entspricht.
Zudem
werden im neuer
e
n Bericht
vom
Juli 2019 im Gegensatz zum Bericht aus dem Jahr 2016 Sinnlosigkeitsgedanken, Gedankenkreisen und Vergesslichkeit nicht mehr aufge
führt, was gar für eine Verbesserung sprechen würde
(vgl. E. 4.2 und E. 4.18
)
.
Hinsichtlich des genannten schweren Suizidversuchs vom 3. Juli 2019
ist zu bemerken, dass ein solcher nicht stattfand. Dies ergibt sich aus dem
Notfallbericht des Spitals
AO._
vom 16. Juli 2019 (E. 4.
18
)
.
Aus dem Bericht geht hervor, dass
die Beschwerdeführerin suizidale Äusserungen im eigentlichen Sinn verneinte, sondern wiederholt gesagt haben soll: «wieviel schlechter muss es mir noch gehen, damit ich IV-Rente erhalten werde, muss ich dafür sterben?» und ihre Tochter darauf die Behörden verständigt hatte, wobei das anschliessen
d
durchge
führt
e
Screening keine überhöhte Einnahme von Medikamenten nahelegte (E. 4.
18
)
.
D
ie im
O._
-Bericht
vom
18. Juli 2019 (E. 4.
19
) erwähnten aggressiven Ausbrüche konnten bereits von Dr.
A._
festgestellt werden, wurde die Beschwerdeführerin i
h
m gegenüber
doch
richtig laut und wütend, als er sie
etwa
auf eine Reha-Behandlung angesprochen hatte (Urk. 10/160 S. 39 unten).
Was den Bericht der
Klinik AG._
vom 28. November 2018 (E. 4.12
) angeht, lässt auch
dieser
nicht auf eine Verschlechterung im Nachgang zu Dr.
A._
s Begut
achtung schliessen
.
So gab
die Beschwerdeführerin anlässlich des Eintritts
an
, sie könne ihren Alltag aufgrund der Schmerzen in der Hand nicht mehr bewältigen (Urk. 10/190 S. 2 oben), was darauf
schliessen lässt
, dass die bekannte funk
tionelle
Einarmigkeit
im Vordergrund stand. Zudem ist darauf
hinzuweisen
, dass e
s sich bei den berichtenden Dr.
AE._
und
AF._
nicht um Fa
chärzte der Psychiatrie handelt
(
vgl.
Medizinalberufregister
der Schweizerischen Eidge
nossenschaft)
,
weshalb ihre Beurteilung die Einschätzung von Dr.
A._
nicht in Frage zu stellen vermag. Gleiches gilt für den Bericht der Dr.
AT._
und
AU._
(E. 4.24)
, welche fachfremd psychiatrische Diagnosen stellten.
Damit ist auch im Nachgang zum Gutachten von Dr.
A._
,
was den psy
chischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin angeht, keine
Verschlech
terung ausgewiesen, wie dies auch von
Dr.
AQ._
vom RAD (E. 4.
1
7
und E. 4.
21
)
als Facharzt für Psychiatrie bestätigt wurde.
Keine neuen Erkenntnisse für die vorliegend zu beurteilende Frage über eine wesentliche gesundheitliche Verände
rung in der massgeblichen Zeit
seit der Verfügung vom 16. Juli 2016
bis zum Verfügungserlass am 6. Januar 2020 (Urk. 2) ergeben sich aus dem von der
Beschwerdeführerin im Zuge des vorliegenden Verfahrens
eingereichten Bericht
der
Klinik AG._
vom 24. Februar 2020 (Urk. 13/1).
5.2.5
Zusammenfassend ist gestützt auf das
beweiskräftige
Gutachten von Dr.
A._
(E.
4.8
, E. 5.2.2-3
) und
den
Umstand, dass auch
in dessen
Nachgang bis zum
Zeitpunkt
der Verfügung vom 6. Januar 2020
k
eine Verschlechterung
ausgewie
sen
ist (E. 5.2.4)
,
überwiegend wahrscheinlich erstellt
, dass sich die funktionellen Einschränkungen aus psychiatrischer Sicht
auch
weiterhin auf die funktionelle
Einarmigkeit
wegen der Beschwerden der linken Hand beschränken, wobei
die von der Beschwerdeführerin an den Tag gelegt
e
gänzlich fehlende Aktivierungs
bereitschaft auch unter Berücksic
htigung sämtlicher erschwerender
Faktoren im Rahmen der Schmerzstörung nicht nachzuvollziehen ist
(E. 4.8
, E. 5.2.2).
Da sich
die psychischen Einschränkungen weiterhin in einer funktionellen
Ei
na
rmigkeit
erschöpfen – wie sich
auch
aus dem Bericht
vom 3. Juli 2019 (E. 4.18
) ersehen lässt, wo die Beschwerdeführerin sich darüber beklagte, dass sie keine IV-Rente erhalte, obwohl es ihr wegen dem CRPS nicht möglich sei
,
zu arbeiten - liegt
keine
gesundheitliche
Veränderung
vor
.
5.
3
Was die von den behandelnden Ärzten beschriebenen somatischen Beschwerden angeht, beziehen sich diese – soweit
sie
überhaupt
funktionelle Einschränkungen
beschreiben
–
auf
Einschränkungen
der
linke
n
Hand
(E. 4.
3, E. 4.10
,
E. 4.16
, E. 4.
23
)
.
Die übrigen
seit der Verfügung vom 13. Juli 2016 gemachten Unter
su
chungen zeig
en weitgehend unauffällige
oder bereits vorab bestehende
Befunde
respektive Leiden.
So
zeigte sich b
ei Untersuchungen des Herzens im Herbst 2017 die Koronarana
tomie regelrecht und Rhythmusstörungen konnt
en ausgeschlossen werden (E. 4.4-4.5
).
Explorationen auf eine Ischämie im Gehirn im November 2018 und Dezember 201
9 verliefen ergebnislos (E. 4.
1
1
, E. 4.
22
).
Abklärungen zu einem Karpaltunnelsyndrom der rechten Hand im Februar 2019 ergaben eine Nerven
leitgeschwindigkeit des
Nervus
medi
anus über dem K
a
r
paltunnel im Normbereich (E. 4
.13
). Ein solches schloss denn auch Dr.
AP._
im Oktober 2019 aus (E. 4.
21
).
Zudem konnte
bei Untersuchungen der Vorfüsse kein Nachweis eines
Mortonneurom
s
festgestellt werden und die native Darstellung der Vorfüsse war unauffällig (E. 4.1
4
).
Was die Fussproblematik
aufgrund der Senk- und Knick
füsse
angeht
– welche im Übrigen bereits bei der ursprünglichen Leistungs
prüfung festgestellt worden war (E. 3.1
.2
) –
erfolgte die Behebung
des Leidens
durch orthopädische Serienschuhe
, für welche die Beschwerdegegnerin eine Kostengutsprache erteilte
(vgl.
Urk. 10/245
)
.
Dr.
P._
hat denn auch explizit einzig das CRPS der linken Hand als
somatisches
Leiden mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
beurteilt
und ausdrücklich
das
von ihm diagnostizierte
lumbo
spon
dylogene
Schmerzsyndrom,
die
chro
nischen
Fers
en
schmerzen
beidseits
,
das
Karpal
tunnelsyndrom links
- sowie
die bereits
vorbestehende
(E. 3.
1.2
)
–
arte
rielle
Hypertonie, Diabetes mellitus und Dyslipidämie als ohne Auswirkung auf die A
rbeitsfähigkeit taxiert (E. 4.16
).
Dr.
H._
vom RAD bestätigte denn auch als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie in seinen Stellung
nahmen vom 23. Mai 2018, vom 24. Mai 2019 und vom 22. November 2019, dass sich aus somatischer Sicht keine wesentliche Veränderung ergeben
ha
t
(vgl. Urk.
10/217 S. 6 unten, S. 14 unten und S. 15 oben sowie Urk. 10/251 S. 3 f.)
.
Nach dem Gesagten
liegt
auch
aus somatischer Sicht kein veränderter Gesund
heitszustand vor, welcher eine wesentliche Veränderung des Sachverhaltes im Sinne eines Revisionsgrundes nach
Art.
17 ATGS darstell
en würde
.
5.
4
Der medizinische Sachverhalt ist sowohl aus psychischer wie auch somati
scher Sicht erstellt und die von
der
Beschwerdeführer
in
eventualiter beantragte
poly
dis
zi
plinäre Begutachtung
(
E. 2.2
)
erübrigt
sich. Weitere
entscheidwesentliche
Erkennt
nisse sind davon nicht zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
Demnach
ist aus
gesundheitlicher Sicht
sowohl in somatischer als auch psychischer Hinsicht
k
eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver
hältnissen s
eit der ursprünglichen Rentenab
weisung im
Juli 2016
ausgewie
sen, die geeignet wäre, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein
flussen. Eine wesentliche Veränderung des Sachverhaltes im Sinne von Art. 17 ATSG liegt folglich nicht vor.
Es
ist damit nicht zu beanstanden, dass die Be
schwerdegegnerin mit Verfügung
vom 6.
Januar 2020 (Urk. 2)
einen Anspruch auf eine
Invalidenrente
abermals verneinte. Die Beschwerde ist in der Folge abzuweisen.
6.
Die
Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr. 800.
--
festzu
setzen. Ausgangsgemäss sind sie
der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen
.