Decision ID: a2d56389-75aa-439e-b337-e08b62116e0e
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Mit Verfügungen vom 2
6.
Juli 2021 (
Urk.
6/135,
Urk.
6/136) wies die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse,
den Antrag
von
X._
auf Ausrichtung einer
Erwerbsausfallentschädigung gestützt auf die Verordnung über
Massnahmen
bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem
Coronavirus
(Covid-19; Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall)
für die Monate Januar
bis
Juni 20
2
1 ab. Dagegen erhob
X._
am
9.
August 2021 Einsprache und beantrag
t
e die Ausrichtung einer Corona-Erwerbsersatzent
schä
digung (
Urk.
6/139). Mit Abrechnung vom 1.
Oktober 2021 sprach die Aus
gleichs
kasse
X._
für
die Zeit vom
1.
Januar bis 30.
Juni 2021 eine Ent
schädigung basierend auf einem Tagesansatz vo
n
Fr. 36.
zu (
Urk.
6/14
8
). Mit
Einspracheentscheid
vom
5.
Oktober 2021 schrieb
die Ausgleichskasse
das
Ein
spracheverfahren
als gegenstandslos geworden ab (U
rk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
4.
Oktober 2021 Beschwerde und beantrag
t
e die Ausrichtung einer
Erwerbausfallentschädigung
basierend auf einem monatli
chen Bruttolohn von Fr. 7'200.
--
(
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantrag
t
e mit Beschwerdeantwort vom
9.
November 2021 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer mit V
erfügung vom 15.
November 2021 an
ge
zeigt wurde (
Urk.
7). Am 2
4.
November 2021 (Datum Poststempel) reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme samt Beilagen ein (
Urk.
8,
Urk.
9/1-5).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
der
lich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eing
eg
angen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
1
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall
sind die
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) auf die Entschädigungen gemäss dieser Verordnung anwendbar, soweit die nach
stehenden Bestimmungen nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor
sehen.
1.2
Gemäss
Art.
49
Abs.
1 ATSG hat der Versicherungsträger ü
ber Leistungen, For
derungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, schriftl
ich eine Verfügung zu erlassen. Gemäss
Art.
51 ATSG können Leistungen, Forderungen und A
nordnungen, die nicht unter
Art.
49 Abs.1
ATSG
fallen, in einem formlosen Verfahren behandelt werden. Die betroffene Person kann den Erlass einer Verfügung verlangen. Hiervon abwei
chend sieht die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall vor, dass auch erhebliche Entschädigungen im formlosen Verfahren nach
Art.
51 ATSG festgesetzt werden können
(
Art.
8
Abs.
5 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall)
.
1.3
Gegen Verfügungen kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden
;
davon ausgenommen sind prozess- und verfahrens
leitende Verfügungen
(
Art.
52
Abs.
1 ATSG). Gegen
Einspracheentscheide
oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, kann beim
kan
tonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden (
Art.
56
Abs.
1 ATSG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hatte mit Verfügungen vom 2
6.
Juli 2021 (
Urk.
6/135,
Urk.
6/136) einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Corona-Erwerbs
er
satzentschädigung für die Monate Januar
bis
Juni 20
2
1 verneint. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am
9.
August 2021 Einsprache und beantrag
t
e die Aus
richtung einer Corona-Erwerbsersatzentschädigung (
Urk.
6/139). Er stellt
e
dabei keinen Antrag betreffend Höhe der ihm auszurichtenden Entschädigung. Mit Abrechnung vom
1.
Oktober 2021
(
Urk.
6/148)
hat die Beschwerdegegnerin dem Antrag des Beschwerdeführers auf Ausrichtung einer Entschädigung entsprochen, weshalb es sich als rechtens erweist, da
s
s
sie
das
Einspracheverfahren
mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
5.
Oktober 2021 (
Urk.
2)
als gegen
stands
los
geworden
abgeschrieben hat (vgl. BGE
131 V
407 E. 2.2.1
, 125 V 118
;
K
ieser
, ATSG-Kommentar, 4
. Aufl. 20
20
,
Art.
52
N
72).
Nachdem es
sich beim angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
5.
Oktober 2021 (
Urk.
2)
um einen formellen Entscheid handelt, kann auf die materiellen Anträge
des Beschwerdeführers
nicht eingetreten werden (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1 betreffend Anfechtung von
Nichteintretensentscheiden
).
2.2
Hinsichtlich der strittig gebliebenen Höhe der dem Beschwerdeführer
für die Zeit vom
1.
Januar bis 3
0.
Juni 2021
zustehenden Entschädigung hat die Beschwer
de
gegnerin eine anfechtbare Verfügung zu erlassen
,
wogegen der Beschwerde
führer erneut
Einsprache
erheben kann
(vgl. E.
1.2, E.
1.3
; BGE 131 V 407 E. 2.2.1
)
.
3.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen
, soweit auf sie einzutreten ist,
und die Sache zum Erlass einer Verfügung betreffend Höhe der dem Beschwer
deführer
für die Zeit vom
1.
Januar bis 3
0.
Juni 2021
zustehenden Entschädigung an die Beschwerdegegnerin zu überweisen.