Decision ID: 37fc3ff8-cc23-4170-a7f8-4dc2ac2d8336
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
hat sich ergeben:
I.
Mit Beschluss vom 8. Dezember 2015 vergab die Gemeinde Schönenberg im freihändigen Verfahren Archivierungsarbeiten mit einem Auftragsvolumen von rund Fr. 7'500.- an die A AG. Der Zuschlag wurde in der Folge jedoch mit Beschluss vom 13. September 2016 widerrufen.
II.
Gegen den letzteren Beschluss gelangte die A AG am 26. September 2016 an den Bezirksrat Horgen, welcher die Eingabe gestützt auf § 5 Abs. 2 VRG an das Verwaltungsgericht überwies. Sie beantragte, den Beschluss aufzuheben; weiter beantragte sie sinngemäss, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen sowie den Gemeinderat Schönenberg auf die Strafbarkeit eines vorzeitigen Vollzugs aufmerksam zu machen.
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Eingabe vom 5. Oktober 2016 (Poststempel) eine Erstreckung der Frist zur Einreichung einer Beschwerdeantwort. Diese wurde ihr mit Verfügung vom 7. Oktober 2016 gewährt. In der Folge liess sie sich nicht mehr vernehmen.
Die Kammer

Considerations:
erwägt:
1.
Das Gesuch der Beschwerdeführerin betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung samt Strafandrohung wird mit dem heutigen Entscheid gegenstandslos.
2.
Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, ist die Beschwerde offensichtlich gutzuheissen. Sie kann daher summarisch begründet werden (§ 28a Abs. 1 lit. b in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).
3.
Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender können unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes über den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. September
2003
(IVöB-BeitrittsG) zur Anwendung.
4.
Die Beschwerdegegnerin hat den Widerruf der Zuschlagsverfügung nicht begründet. Es sind denn auch keine Widerrufsgründe gemäss § 4a
des Gesetzes über den Beitritt des Kantons Zürich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVöB-BeitrittsG) oder anderen Gründe, welche das Vorgehen der Beschwerdegegnerin zu rechtfertigen vermöchten, ersichtlich. Ein grundloser Widerruf eines – vorliegend auch bereits rechtskräftigen – Zuschlags verstösst gegen die Grundsätze rechtsstaatlichen Verwaltungshandelns, weshalb die Beschwerde ohne Weiteres gutzuheissen und der angefochtene Beschluss vom
13. September 2016 aufzuheben
ist.
5.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).
6.
Der geschätzte Auftragswert erreicht den im Staatsvertragsbereich massgeblichen Schwellenwert nicht (Art. 1 lit. b der Verordnung des WBF vom 23. November 2015 über die Anpassung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswesen für die Jahre 2016 und 2017 [SR 172.056.12]). Gegen dieses Urteil steht daher nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) offen (Art. 83 lit. f BGG).