Decision ID: 73ae3faf-e4b7-4af3-88df-ad840fab6c70
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971,
Fugenmonteur
,
wurde
in der
Klinik Y._
am
7.
September
2007
und am 2
9.
Januar 2008 (
Hemilaminektomie
L5/S1 rechts mit Entfernung einer Diskushernie und
Re-
Hemilaminektomie
L5/S1
rechts
mit Entfernung einer Rezidiv-Diskushernie)
am Rücken
operiert
(
Urk.
9/70/15).
Am
9.
Mai 2008 (Eingangsdatum)
meldete sich der Versicherte
bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/5).
Am
8.
Juni 2010 wurde
er
im
Zentrum Z._
am Rücken operiert (Stabilisation mittels Spondylodese L5/S1 mit Re
Dekom
pression der Nervenwurzel S1 rechts und
posterolateraler
Spondylodese L5/S1 beidseits;
Urk.
9/70/17).
Die IV-Stelle gab beim Zentrum
A._
ein interdisziplinäres Gutachten in A
uftrag,
das am 27.
Dezember 2010
erstattet wurde (
Urk.
9/70).
Mit Verfügungen vom 1
8.
April 2011
sprach
sie
dem Versicherten
bei einem ermittelten Invaliditätsgr
ad von 100
%
ab dem
1.
Mai 2008
eine ganze Rente
und
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 44
%
ab dem
1.
Dezember 2010
eine
Viert
elsrente
zu (Urk. 9/88 und Urk.
9/100).
1.2
Im Dezember 2012 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein Re
visionsverfahren ein (
Urk.
9/113
). Am 1
9.
Februar 2013 teilte
sie
dem Versicherten mit, dass ihm Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche
gewährt werde (
Urk.
9/123). Am
1.
Juni 2013 trat
der Versicherte
eine Teilzeitstelle
als
Fugenabdichter
bei der
B._
GmbH an. Am 2
9.
Oktober 2013
teilte die IV-Stelle
ihm
mit, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde (
Urk.
9/132).
Mit Mitteilung vom 21.
Januar 2014 bestätigte
sie
den Anspruch auf die bisher
ige
Viertel
srente
bei einem Invaliditätsgrad von 44
%
(
Urk.
9/140).
Per
3
0.
September 2014 löste der Versicherte das Arbeitsverhältnis mit der
B._
GmbH auf (vgl.
Urk.
9/152)
, da er am
1.
Oktober 2014 eine Teilzeit
stelle
als
Fugenabdichter
bei der
C._
GmbH antrat (
Urk.
9/151/2-3
).
Im März 2017 leitete die IV-Stelle
von Amtes wegen
ein
weiteres
Revi
sionsverfahren ein (vgl.
Urk.
9/160
). Mit Mitteilung vom 1
0.
Juli 2017 bestätigte
sie
den Anspruch
des Versicherten
auf die bisherige
Viertelsrente
bei einem Invaliditäts
grad von 44
%
(
Urk.
9/169).
1.3
Am 2
9.
März 2017 erlitt der Versicherte einen Unfall
(
Urk.
9/175/54)
, infolge
dessen er am 2
6.
September 2017
in der Universitätsklinik
D._
am rechten Daume
n operiert wurde (A1-Ringbandspaltung;
Urk.
9/187/7
).
Am 3.
November 2017
(Eingangsdatum)
stellte
er
bei der IV-Stelle
ein Rentenerhöhungsgesuch
(
Urk.
9/170).
Die IV-Stelle zog die Akten der zuständigen Unfallver
sicherung Suva bei (
Urk.
9/175) und
nahm medizinische und beruflich-erwerblich
e Abklärungen vor.
In der Folge
wurden in der Universitätsklinik
D._
am
1
3.
März 2018
eine
Operation an de
r rechten Hand (
Kar
paltunnelspaltung;
Urk.
9/187/7
) und am 1
2.
Juli 2019 am rechten Ellbogen (
Dekompression
S
ulcus
ulnaris
;
Urk.
9/193/4) durchgeführt.
Am 20. August 2018 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass er vor zwei Monaten die Kündigung (der
C._
GmbH) erhalten habe (Urk. 9/184).
Vom
1.
November 2019
bis zum 3
1.
März 2020 arbeitete
er
in
einem Teilzeitpensum
(50 %)
als Hilfsmonteur
bei der
E._
(
Urk.
9/197
und
Urk.
9/205
). Nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid
der IV-Stelle
vom 1
1.
März 2020,
Urk.
9/202, und Einwand
des Versicherten
vom
23.
April 2020,
Urk.
9/208)
erhöhte
die IV-Stelle
die bisherige
Viertelsrente
mit Verfügungen vom 1
9.
August 2020
vom
1.
November 2017
bis zum 2
8.
Februar 2019 und vom
1.
Oktober bis zum 3
1.
Oktober 2019
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
auf eine ganze Rente.
Für die Zeit ab dem
1.
März und ab dem
1.
November 2019 ver
neinte sie einen Anspruch auf eine Rente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 30
%
(
Urk.
2/1-2
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
1.
September 2020 Beschwerde und bean
tragte, es seien die angefochtenen Verfügungen insoweit aufzuheben und abzu
ändern, als die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, ihm auch zwischen dem
1.
März und dem 3
0.
September 2019 sowie ab November 2019 eine
Viertelsrente
auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerde
antwort vom 1
0.
Dezember 2020 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8), was dem Beschwerdeführer am 1
1.
Dezember 2020 angezeig
t wurde (Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss
BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6).
1.4
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Renten
revision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Ein
kommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
1.6
Gemäss Art. 88a Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich
zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes
oder Hilfebedarfs zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29
bis
IVV ist sinngemäss anwendbar
.
Die Erhöhung der Renten, der Hilflosenentschädigungen und der Assistenz
beiträge erfolgt gemäss Art. 88
bis
Abs. 1 IVV frühestens:
a.
sofern die versicherte Person die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde;
b.
bei einer Revision von Amtes wegen von dem für diesen vorgesehenen Monat an;
c.
falls festgestellt wird, dass der Beschluss der IV-Stelle zum Nachteil der ver
sicherten Person zweifellos unrichtig war, von dem Monat an, in dem der Mangel entdeckt wurde.
Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten, der Hilflosenentschädigungen und der Assistenzbeiträge erfolgt gemäss
Art.
88
bis
Abs. 2 IVV:
a.
frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgen
den Monats an;
b.
rückwirkend ab Eintritt der für
den Anspruch erheblichen Änderung, wenn die beziehende Person die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihr nach Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist, unabhängig davon, ob die Verletzung der Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war (seit dem 1. Januar 2015 geltende Fassung).
Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist auch im Anwendungsbereich von Art. 88
bis
Abs. 2
lit
. b IVV erst erheblich, wenn sie gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV berücksichtigt werden darf, das heisst, wenn sie aller Wahrscheinlichkeit nach längere Zeit andauern wird oder ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate angedauert hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_232/2016 vom 30. September 2016 E. 4 und 9C_1022/2012 vom 16. Mai 2013 E. 3.3.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtenen Verfügungen damit, dass
sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers aufgrund des Unfalls vom 2
9.
März 2017 verschlechtert habe und es ihm nicht
mehr möglich gewesen
sei
, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Einschränkung von 100
%
habe dem
neuen
Invaliditätsgrad
entsprochen
.
Da das Renten
erhöhungsgesuch im November 2017
eingegangen sei, habe
der Beschwerdeführer ab dem 1.
Novem
ber 2017
Anspruch auf eine ganze Rente. Im Dezember 2018 habe sich die gesundheitliche Situation verbessert
. Ab diesem Zeitpunkt sei es dem Beschwer
deführer wieder möglich gewesen,
einer angepassten Tätigkeit in einem 70%
Pensum nachzugehen. Ohne gesundheitliche Einschränkung hätte er damals ein Einkommen von
Fr.
67'742.99
und
mit gesundheitlicher Einschränkung ein solches von
Fr.
47'420.09
erzielen können
. Demnach
resultiere
eine Erwerbsein
busse von
Fr.
20'322.90
und der Invaliditätsgrad
betrage 30
%
.
Ab dem
1.
März 2019 (drei Monate nach Eintritt der gesundheitlichen Verbesserung) habe der
Beschwerdeführer jedoch
weiterhin Anspruch auf die bisherige
Viertelsrente
, da die Rente nur für die Zukunft eingestellt werden könne.
Im Juli 2019 habe er
am rechten Ellbogen
operiert werden müssen.
Eine Erwerbstätigkeit sei
ihm ab diesem Zeitpunkt
nicht mehr möglich gewesen.
Ab Oktober 2019 (drei Monate nach
Eintritt
der gesundheitlichen Verschlechterung) habe er daher erneut Anspruch auf eine ganze Rente.
Ab November 2019 habe sich die
gesundheitliche Situation
verbessert. Seither sei der
Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit wiederum zu 70
%
arbeitsfähig
.
Da er am
1.
November 2019 eine neue Arbeitsstelle
angetreten habe, erfolge die Herabsetzung der
ganzen Rente
auf
die bisherige
Viertelsrente
auf
den Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme hin. Die
(hypo
thetische)
Erwerbseinbusse betrage
nach wie vor
30
%
. Die Einstellung der Rente erfolge vom ersten Tag des zweiten
der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (
Urk.
2/2
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass
sein Gesundheits
zustand
gegenwärtig
identisch
sei mit jenem vor dem Unfall vom 29
.
März 201
7.
Er leide unter einer chronischen
Lumboischialgie
und sei in einer ange
passten Tätigkeit zu 70
%
arbeitsfähig. Gemäss
Beschwerdegegnerin
bestehe jedoch
lediglich noch ein Invaliditätsgrad von 30
%
statt von 44
%
, weil
sie
im Rahmen des
neuen
Einkommensvergleichs keinen leidensbedingten Abzug mehr gewährt habe. Der einmal vorgenommene Leidensabzug
könne aber nicht weg
fallen, weil
zwischenzeitlich eine andere gesundheitliche Beeinträchtigung eine vorübergeh
ende Rentenerhöhung bewirkt habe
.
Auf lange Sicht
liege gar kein Revisionsgrund vor
(
Urk.
1 S. 2 ff.
).
2.3
Die Beschwerdegegnerin brachte in der Beschwerdeantwort vor, dass sich der somatische Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
v
erschlechtert habe, wes
halb
die Rente vorübergehend erhöht worden sei. Dieser Umstand
führe zu einem Revisionsgrund. Es bestehe daher keine
B
indung an frühere Beurteilungen.
Dies gelte auch für den Einkommensvergleich (
Urk.
8).
3.
3.1
3.1.1
Ei
ne materielle Prüfung des Rent
enanspruchs mit rechtskonformer
medizinischer Sachverhaltsabklärung erfo
lgte zuletzt im Rahmen der
Rentenzusprache
vom 18.
April 2011
(
Urk.
9/88 und
Urk.
9/100). Der
damaligen
Rentenzusprache
lag
in medizinischer Hinsicht
das interdisziplinäre (rheumatologische, internistische und psychiatrische
) Gutachten des
A._
vom 2
7.
Dezember 2010
zugrunde
(U
rk.
9/70
).
3.1.2
Die Ärzte des
A._
stellten
in ihrer
Expertise
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/70/35):
(1)
chronische
Lumboischialgie
rechts mit/bei:
-
radikulärem
Residual-
Reiz- und Ausfallsyndrom S1 rechts
-
gemischt mit pseudoradikulärer Komponente bei
referred
pain
-Symptomatik
rechts ausgehend vom Glutaeus medius/minimus
-
Status nach
Hemilam
inektomie
L5/S1 rechts und Diskektomie am
7.
September
2007
-
Status nach Re-
Hemilaminektomie
L5/S1
rechts mit Diskektomie
am 2
9.
Januar
2008
-
Status nach Stabilisation und
posterolate
r
aler
Spondylodese L5/S1 mit Re-
Dekompression Nervenwurzel S1 rechts am
8.
Juni 2010
-
Tendenz zu Instabilität L4/L5
(2)
Überlastung oberes Sprunggelenk (OSG) rechts mit/bei:
-
Fehlbelastung als Folge obiger Diagnosen
-
Tendenz zu Knick-
Senkfuss
rechts
Als Diagnosen ohne Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte des
A._
funktionelle Störungen der Blasen- und Mastdarmfunktion, ohne organisches Korrelat (
Urk.
9/70/36).
Sie gaben an, dass der Beschwerdef
ührer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Fugenabdichter
seit September 2007 zu 100
%
arbeits
unfähig sei.
Ebenfalls nicht
mehr
zumutbar seien
ihm
stereotype rein sitzende, gehende oder stehende Tätigkeiten, Arbeiten mit häufigem Bücken und Aufrich
ten sowie länger dauernde Tätigkeiten in einer unergonomischen Rückenstellung oder
Arbeiten mit häufigem Heben und Tragen schwerer Gewichte. In einer dem Leiden optimal angepassten, rückenschonenden Tätigkeit bestehe eine Rest
arbeitsfähigkeit von 70
%
. Vorzuziehen seien körperlich leichte Arbeiten in Wechselhaltung ohne häufig ziehende und
stossende
Bewegungen schwerer Gewichte oder Arbeiten mit axialen Schlägen. Für solche Tätigkeiten sei eine Arbeitsfähigkeit von ca. 2 x 3 Stunden täglich mit dazwis
chen verlängerter Pause gegeben
(
Urk.
9/70/
41-
42).
3.2
Dr.
med.
F._
, FMH Orthopädische Chirurgie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) hielt in der Stellungnahme vo
m 2
0.
Januar
2014 fest, dass
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführer
s
gemäss
dem
Bericht
der Praxis für Wirbelsäulenmedizin
& Wirbelsäulenchirurgie
vom
8.
Februar 2
013 und dem Bericht von
Dr.
med.
G._
,
FMH
Innere Medizin, vom 25.
November 2013 im Wesentlichen unverändert sei (
Urk.
9/139/3).
Gestützt auf diese Stellungnahme bestätigte die Beschwerdegegnerin
mit Mit
teilung vom 2
1.
Januar 2014
den Anspruch des Beschwerdeführers auf die bis
herige
Viertelsrente
(
Urk.
9/140).
3.3
In
der Stellungnahme vom
8.
Juli 2017
(
Urk.
9/167/3)
legte RAD-Arzt
Dr.
F._
dar, dass beim Beschwerdeführer
gemäss
seinem
Psychiater
gegenwärtig eine leichte bis mittelgradige Depression
bestehe
. Weiter habe der Psychiater
erklärt, dass sich der somatische
Zustand
verschlechtert habe
(fachfremd
; vgl.
Bericht von
Dr.
med.
H._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
1.
Juni 2017 [Eingangsdatum],
Urk.
9/166/1-2)
.
Der den somatischen Teil betreuend
e Hausarzt
habe dagegen einen stationären Gesundheitszustand festgestellt
(vgl. Bericht von
Dr.
G._
vom 2
7.
April 2017,
Urk.
9/163)
. Somit sei von einem stationären Gesundheits
zustand auszugehen.
Gestützt auf diese Stellungnahme bestätigte
die Beschwerdegegnerin
mit Mitteilung vom 1
0.
Juli
2017 den
Anspruc
h des Beschwerdeführers auf die bisherige
Viertelsrente
(
Urk.
9/169).
3.4
3.4.1
Den im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens eingegangen
en
medizi
nischen Akten lässt sich namentlich Folgendes entnehmen.
3.4.2
Am 30. Januar 2019 berichtete Dr. med.
I._
, Assistenzärztin Hand
chirurgie an der Universitätsklinik
D._
, der Beschwerdegegnerin unter Beilage früherer Berichte über die seit 4. September 2017 erfolgte Behandlung und führte folgende Diagnosen auf: (1) Status nach Karpaltunnelspaltung rechts am 13.03.2018 mit/bei
sensiblem
Karpaltunnelsyndrom rechts unter führender Beteiligung
Dig
.
l, (2) Status
nach AI-Ringbandspaltung
Dig
. l Hand rechts in Lokalanästhesie am 26.09.2017 bei posttraumatischer Tendovaginitis
stenosans
Dig
. l Hand rechts, (3) Tendovaginitis
stenosans
Dig
. V Hand rechts, sonographisch-gesteuerte Infiltration mit
Kenacort
am 03.12.2018, (4) Unklare Schulter-/Oberarmschmerzen rechts, DD: AC-Gelenksarthrose, Bizepssehne-/Supra
spinatussehne-Pathologie, (5) Ungeklärte Sensibilitätsstörungen der rechten Hohlhand (EM 06/2018), DD Loge de
Guyon
Syndrom Typ III, DD funktionelle Genese, Klinik: Plötzlich elektrisierende Schmerzen
Dig
III
-V volar, keine motorischen Ausfälle im Bereich der Hand, ENG/EMG (06+07/2018): Konstellation für Loge de
Guyon
Typ III, unauffällige motorische und sensible Neurographien des
N.
ulnaris
und medianus
bds
., Bildgebung: Plexus-MRT unauffällig (Nebenbefund: Schilddrüsenknoten
bds
., weitere Abklärung empfohlen).
Die initial posttraumatische Tendovaginitis
stenosans
Dig
. l Hand rechts nach einem Arbeitsunfall vom 29. März 2017 sei operativ versorgt worden. Postoperativ habe sich ein Karpaltunnelsyndrom entwickelt, sodass die Karpaltunnelspaltung am 13. März 2018 stattgefunden habe. Danach sei es zu einer nur zögerlichen Besserung der Beschwerden und Entwicklung eines erneuten Schnappfingers
Dig
. V gekommen. Diesbezüglich sei eine Steroid
infiltration erfolgt, die eine Besserung gebracht habe. Der Beschwerde
führer leide gemäss Sprechstundenbericht vom 3. Dezember 2018 weiterhin an Schmerzen im Bereich des
ulnarseitigen
rechten Vorderarmes mit Schnapp
phänomen des Kleinfingers. Die Schulterschmerzen seien im Moment rückläufig, es bestünden keine Kribbelparästhesien mehr. Eine
Druckdolenz
finde sich über dem
Dig
.
V mit objektivierbaren Schnappphänomen bei vollständiger Beweglich
keit. Im Verlauf seien dem Beschwerdeführer vom 26. September 2017 bis am 30. Juni 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert worden (Urk. 9/187/7 ff.).
3.4.3
Gemäss Bericht der Abteilung Handchirurgie der Universitätsklinik
D._
vom 11. September 2019, betreffend Sprechstunde vom 29. August 2019, war am 12. Juli 2019 eine Dekompression
Sulcus
ulnaris
endoskopisch rechts erfolgt. Der Beschwerdeführer
berichte
über einen zufriedenstellenden Verlauf. Er habe weiterhin etwas Sensibilitätsstörungen und noch leichte Restschmerzen, jedoch deutlich weniger als präoperativ. Die Kraft habe deutlich zugenommen. Im nächsten Monat sei eine Wiederaufnahme denkbar, Einschränkungen würden keine mehr bestehen (Urk. 9/193).
3.4.4
Aufgrund einer Aktenbeurteilung
hielt RAD-Arzt
Dr.
F._
in der Stellungnahme vom
5.
Dezember 2019
fest, dass sich die Arbeitsf
ähigkeit
temporär verschlechtert habe. In der angestammten handwerklichen und in ei
ner angepassten Tätigkeit sei
der Beschwerdeführer
ab dem 1
4.
August 2017 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Ab Dezember 2018 sei er in der angestammten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig und in einer angepassten Tätigkeit zu 70
%
arbeitsfähig
gewesen
.
Ab diesem Zeitpunkt
seien
ihm
körperlich leichte rückenschonende wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufig ziehende
oder
stossende
Bewegungen sch
werer Gewichte oder Arbeiten mit
axialen Schlägen
wieder möglich (vgl. Gutachten des
A._
vom 2
7.
Dezember 2010
). N
icht zumutbar seien grobe manuelle
Arbeiten. Ab Juli 2019
(Operation)
sei der Beschwerdeführer in angestammter und angepasster Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig
gewesen. Seit
November 2019 sei er in angestammter Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig und in angepasster Tätigkeit wieder zu 70
%
arbeitsfähig (
Urk.
9/201/7).
4.
4.1
Unbestritten
und aufgrund der Akten erstellt
ist
,
dass sich der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit
nach dem Unfall vom 29. März 2017
infolge der
Daumen
beschwerden
rechts
und
der
Ellbogenbeschwerden rechts
zwischenzeitlich
erheblich verschlechtert haben
und der Beschwerdeführer vom 14. August 2017 bis
30. November 2018 sowie vom 1. Juli bis 31. Oktober 2019 auch in angepasster Tätigkeit vollumfänglich arbeitsunfähig war
.
Ebenfalls unbestritten ist, dass
die
D
aumenverletzung im Dezember 2018
und
die Ellbogenverletzung
im November 2019 a
usgeheilt war
en
und
dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit gemäss dem von den Gutachtern des
A._
umschriebenen Belastungsprofil
von Dezember 2018 bis Juni 2019 und seit November 2019 wieder
in einem 70%
Pensum zumutbar
war bzw.
ist.
Vom Beschwerdeführe
r nicht beanstandet wird sodann die Feststellung der
Beschwerdegegnerin
gemäss Verfügungs
begründung (vgl. Urk. 2/2 = Urk. 9/212)
, wonach
(
unter Berücksichtigung von
Art.
88
bis
Abs.
1
lit
. a und
Art.
88a
Abs.
2 IVV
) vom 1. November 2017 bis 28. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, ab 1. März 2019 Anspruch auf
eine
Viertelsrente
und
vom 1. Oktober bis 31. Oktober 2019 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
bestehe
sowie
die Rente
nach eingetretener Verbesserung
infolge Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit
ab 1. November
2019 auf eine
Viertelsrente
herabgesetzt werde
.
Strittig ist
indes
, ob
die
Beschwerdegegnerin
beim Einkommensvergleich
zu Recht den früher gewährten
leidensbedingten Abzug von 20 %
nicht mehr
vor
genommen und daher den Anspruch auf eine
Viertelsrente
nunmehr verneint hat.
4.2
D
er Beschwerdeführer
macht im Wesentlichen geltend,
der Gesundheitszustand
habe sich
insofern nicht dauerhaft verändert, als nach der zwischenzeitlichen
Verschlechterung nunmehr wieder vom gleichen medizinischen Zustand auszugehen
sei
wie bei
Z
usprache
der
Viertelsrente
im April 2011 und den
revisionsweisen Bestätigungen vom 21. Januar 2014 und vom 10. Juli
201
7.
Dies trifft zwar zu,
führt indessen nicht dazu, dass ein Revisionsgrund zu verneinen wäre, den
n
massgebend
ist,
dass
im gesamten Vergleichszeitpunkt eine anspruchserhebliche Tatsachenänderung eingetreten ist (
vgl.
Urteil des Bundes
gerichts 9C_66/2020 vom 9. Juni 2020 E. 4.1 mit Hinweisen
)
. Daher
war es der
Beschwerdegegnerin
im Rahmen der «allseitigen» Prüfung
(vgl. E. 1.5)
grund
sätzlich
nicht verwehrt, auch den leidensbedingten Abzug neu zu beurteilen.
Soweit die Verwaltung jedoch – abweichend von
ihren
früheren Beurteilungen und nicht auf medizinische Akten gestützt – die Ansicht vertritt, zusätzliche Pausen seien in einem 70 %-Pensum gar nicht nötig (Urk. 9/210/2), kann ihr nicht gefolgt werden.
Beim ursprünglichen Einkommensvergleich
(Urk. 9/78)
, welcher den Verfügungen vom 1
8.
April 2011 (
Urk.
9/88 und Urk.
9/100) zugrunde lag, wurde ein leidensbedingter Abzug von 20 % vorgenommen mit der Begründung, dass der Beschwerdeführer lediglich noch körperlich leichte Tätigkeiten verrichten könne, diese nur in einem teilzeitlichen Arbeitspensum verwertbar seien und er überdies auf längere Pausen angewiesen sei.
Weshalb die
dem damaligen Einkommensvergleich zugrundeliegenden
Einschätzungen der Gutachter
(von Dezember 2010)
und des RAD-Arztes (vgl
.
Urk. 9/79/9)
nun anders interpretiert werden müssten, wird nicht dargelegt und ist nicht nach
vollziehbar.
Vorliegend
sind auch bei einer freien Prüfung in gesamthafter Würdigung der konkreten Umstände keine Gründe ersichtlich, dem Beschwerde
führer
, angesichts des wieder gleichen Gesundheitszustandes,
nicht auch bei der im Rahmen der Rentenrevision erneut vorgenommenen Invaliditätsbemessung einen Tabellenlohnabzug in der
nämlichen
Höhe zu gewähren
(vgl. U
rteil des Bundesgerichts 9C_663/2019 vom 3. März 2020 E.
6.2)
.
4.
3
Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin wie bereits beim ursprünglichen Einkommensvergleich
im Jahre 2011 sowohl das
Valideneinkommen
wie auch das Invalideneinkommen gestützt auf den gleichen Tabellenlohn ermittelt.
Daher
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück
sichtigung
des
Ab
zugs vom Tabellenlohn (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4
). Der Invaliditätsgrad beträgt demnach weiterhin 44
%, weshalb der Beschwerdeführer
vom
1.
März bis zum 30. September 2019 und
ab 1. November 2019 weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
4.4
Bei diesem Ergebnis ist nicht weiter auf die widersprüchliche Begründung der Verfügungen respektive die fehlende Begründung für eine rückwirkende Aufhebung der
Viertelsrente
einzugehen.
5.
Die
angefochtenen Verfügungen vom 1
9.
August 2020 sind demnach insoweit aufzuheben, als darin ein Anspr
uch auf eine
Viertelsrente
vom
1.
März
bis zum 3
0.
September
2019 und ab dem
1.
November 2019
verneint wurde
, und es
ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer
vom
1.
März bis zum 3
0.
September 2019 und ab dem
1.
November 2019
weiterhin
Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
Die Beschwerde ist daher gutzuheissen.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewi
lligung oder Verweigerung von IV-
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berück
sichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig
keit des Prozesses auf Fr. 1’900
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen ist.