Decision ID: 60ae5cfd-36fe-4abc-8e4b-5c43a1218a31
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958,
reiste im Jahre 1974
aus
Z._
in die Schweiz ein (Urk. 14/6/3), wo
er
bis 199
9
als
Motorenwickler
arbeite
te
(Urk. 14/6/5
)
.
Danach
lebte
und arbeitete
der Versicherte im Ausland
,
bevor er im Jahr 200
4
wieder
in der Schweiz Wohnsitz nahm
und
temporär
als Maler arbeitete (
Urk.
14/37/34
).
Zuletzt war er
bis Ende Oktober 2008
als
Hilfsarbeiter im Trockenbau
tätig
(Urk. 14/6/
5
, Urk. 14/37/34
)
.
Danach ging er keiner Be
schäftigung mehr
nach
(
Urk.
14/56)
.
Am 16.
Juni 2010 meldete er sich unter Hinweis auf einen Status nach
Hüfttotalendoprothese
links wegen
Femur
kopfnekrose
links
(
2
1.
April 2010
)
sowie
Pangonarthrose
links bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 14/6,
Urk.
14/10).
Die IV
Stelle tätigte Abklärungen in beruflich-er
werblicher (
insbes.
Urk.
14/13)
und medizinischer
(
insbes.
Urk.
14/19
, Urk. 14/30
)
Hinsicht
und zog die Akten der Schweizerischen
Unfallver
siche
rungsanstalt
(SUVA) bei (Urk.
14/14
,
Urk.
14/35,
Urk.
14/37
-42
)
.
Am 3
1.
Januar 2011 wurde der Versicherte durch
ihren
Regio
nalen Ärztlichen Dienst (RAD)
und am
4. August 2011 durch den SUVA-Kreis
arzt untersucht (Urk. 14/31, Urk. 14/
3
7/14-20)
.
Beim operativen Eingriff
durch
Dr. med.
A._
, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
vom
2
2.
September 20
11
erhielt der Versicherte eine
Knie
t
otalendoprothese
links
(
Urk.
14/41/60
)
.
Der SUVA-Kreisarzt untersuchte
X._
am 2. März 2012 erneut
(Urk. 14/39/4-14)
.
Mit Vorbescheid vom 1. November 2012 stellte d
ie IV
Stelle
X._
die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente für den Zeit
raum vom
1.
September 2011 bis 3
0
.
Juni
2012 sowie einer halben Invaliden
rente für den Zeitraum vo
m
1.
Juli bis 3
0.
September 2012 in Aussicht (
Urk. 14/48), wogegen der Ver
sicherte keinen Einwand erhob.
Mit Verfügung vom
3.
April
bzw. 2
5.
April 2
013 sprach die IV
Stelle
X._
wie
vorbe
schieden
für den Zeitraum vom
1.
September 2011 bis 3
0
.
Juni
2012
(
Urk.
14/59,
Urk. 14/
76)
eine ganze Invalidenrente und
für den Zeitraum
vom
1.
Juli bis 3
0.
September 2012
eine halbe Invalidenrente
zu
(
Urk.
2).
2.
Dagegen führte
X._
am
8.
Mai 2013 Beschwerde und beantragte, ihm sei ab dem
1.
Ju
l
i 2012 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei er erneut medizinisch und beruflich abzuklären. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
13, unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
14/1-88), was dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 2
1.
Juni 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig ist, ob der Beschwerdeführer auch ab dem
1.
Juli 2012 Anspruch auf eine
ganze
Invalidenrente hat.
1.2
In der angefochtenen Verfügung vom
3.
April 2013 führte die
Beschwerde
gegne
rin
aus,
nachdem dem Beschwerdeführer seit September 2006 bisherige Tätigkeit als Motorenentwickler nicht mehr zumutbar sei, habe
aufgrund einer Hüft
-
beziehungsweise einer
Knie
ope
ration
zwischen dem 2
1.
April und 2
1.
Oktober 2010 sowie zwischen dem 2
2.
September 2011 und 3
1.
März 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch
für
eine
angepasste Tätigkeit bestanden
. Vom
1.
April bis 3
1.
Mai 2012 sei der Beschwerdefü
hrer in einer angepassten Tätigkeit zu
50 %
arbeitsfähig gewesen. Seit dem 1. Juni 2012 sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 2, Ver
fügungsteil 2, S. 2).
1.3
Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Stand
punkt, dass sich seine gesundheitliche Situation seit der Knieoperation links im Juni
(richtig wohl: September)
2011 nicht wesentlich verbessert habe. Insbeson
dere durch das Einsetzen einer Knieprothese links habe sich keine Verbesserung der Schmerzsymptomatik der linken unteren Extremität ergeben. Daher bestehe weiterhin uneinge
schränkt eine invalidisierende Situation am linken Kniegelenk beziehungsweise linken lateralen Oberschenkel (
Urk.
1 S. 6). Die
Be
schwerde
gegnerin
habe
sodann
das persistierende
Lumbovertebralsyndrom
nicht berück
sichtigt
.
Er sei
damit
aufgrund der vermehrten Pausenbedürftigkeit in einer teil
belastenden Tätigkeit (teils sitzend, teils stehend) noch zu 25
%
arbeitsfähig (
Urk.
1 S. 7).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E.
6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E.
2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E.
3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.4
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des
Einspracheentscheides
ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal
tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wah
rung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 f. E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beein
flussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
2.5
Versicherungsträger
und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
3.
3.1
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt:
3.2
Dem RAD-Untersuchungsbericht vom 4. Februar 2011 sind die Hauptdiagnosen Zustand nach
Hüft
t
otalendoprothese
n
-Implantation links am 21. April 2010 bei
Femurkopfnekrose
sowie Zustand nach mehrfachen Arthroskopien des linken Kniegelenks bei Meniskusläsion des linken Kniegelenks zu entnehmen
(
Urk.
14/31/7)
. In
d
er versicherungsmedizinischen Beurteilung
wurde
fest
ge
hal
ten
,
dass
in der Zeit vom 2
1.
April bis 2
1.
Oktober 2010 aufgrund der
Hüfttotal
endo
prothese
n
-
Implantation
medizinisch-theoretisch mit überwiegen
der Wahr
scheinlichkeit
von einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit in jed
weder Tätigkeit ausgegangen werden
könne
(
Urk.
14/31/7).
3.3
Dr.
A._
, welcher den Beschwerdeführer seit 2006 behandelt (Urk. 14/30/5)
,
diagnostizierte in seinem Bericht vom 7. Dezember 2011 einen Status nach
Knieto
talendoprothese
links
(2
2.
September 2011,
Urk.
14/42/93)
. Bei der 3-Monats-Kontrolle sei radiologisch alles in Ordnung gewesen. Der Beschwerdeführer klage noch über Schmerzen im lateralen Kompartiment. Die Muskulatur sei noch deutlich insuffizient. Die Flexion/Extension betrage aber 115/0
Grad
. Gesamthaft sei der Verlauf erfreulich. Der Beschwerdeführer sei noch nicht arbeitsfähig. Es folge ein inten
siver Muskelaufbau beziehungsweise Kraftaufbau in der Physiotherapie (Urk. 14/38/6). Dr.
A._
veranlasste
in der Folge
die CT-Unter
suchung des linken Knies in der
B._
vom 11. Januar 2012, bei welcher ein guter Sitz der
Tuber
o
sitasschrauben
, eine beginnende
ossäre
Konsolidation der
Osteo
to
m
iespalte
mit deutlichem, minera
lisiertem, über
brückendem Knochengewebe, jedoch noch nicht
durchbauter
Corticalis
,
festgestellt wurde (Urk. 14/38/10). Danach hielt Dr.
A._
am 18. Januar
2012
fest, dass es subjektiv und ob
jektiv zum Auftreten von Schmer
zen in der
Tuberositas
tibiae
gekommen sei. Die CT
Kontrolle habe den noch nicht vollständigen
Durchbau
ergeben. Die Schraubenköpfe seien stark
druck
dolent
, müssten jedoch noch belassen werden
. Die Wiederaufnahme der Arbeit sei noch nicht vorgesehen
(Urk
. 14/38/8)
.
In seinem ärztlichen Zeugnis vom 3. Juli 2012 schrieb Dr.
A._
, dass der Beschwerde
führer ab dem Knieeingriff vom 21. Juni 2012
, bei welchem die Entfernung der Schrauben und einer Verhärtung der H
offa
erfolgt war (Urk. 14/42/10),
postoperativ für drei Wochen vollständig arbeitsunfähig gewe
sen sei. Aufgrund der persi
s
tieren
den Knie-, Oberschenkel- und
Hüftbeschwer
den
sowie der lumbalen links
seitigen Beschwerden könne er in einer optimal adaptierten Tätigkeit ein Pen
sum zwischen 20 und 40 % verrichten. Eine solche adaptierte Tätigkeit werde der Beschwerdeführer aufgrund seines Alters und seiner Aus
bildung jedoch nicht finden (Urk. 3/B8). Am 2. Mai 2013 nahm Dr.
A._
unter Be
zugnahme auf eine
CT
Untersuchung des Knies links vom 21. Januar 2013 und der 3-Phasen-Skelettszinthigraphie vom 10. April 2013 erneut Stellung und führte aus, dass die Knie-Oberschenkel-Situation links weiterhin invalidisierend sei. Durch das Einsetzen der Knieprothese habe sich keine Verbesserung der Schmerzsymptomatik der linken unteren Extremität ergeben. Ebenfalls per
sistiere weiterhin ein
Lumbovertebralsyndrom
, welches
szintigraphisch
do
kumentiert sei und für welches sich ebenfalls keine Besserung ergeben ha
be
. Der Beschwerde
führer sei für seine angestammte Tätigkeit als Maler/
Elektro
wickler
nicht mehr einsetzbar. Zum jetzigen Zeitpunkt sei auf
grund der ver
mehrten
Pausenbe
dürftigkeit
bei sitzender Tätigkeit höchstens eine teilbelastende Tätigkeit (teils sitzend, teils stehend) von etwa zwei Stunden täg
lich erreichbar, was wirt
schaftlich nicht verwertbar sei (Urk. 3/B9 S. 2).
3.4
SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für orthopädische Chirur
gie und Traumatologie FMH,
untersuchte den B
eschwerdeführer letztmals am
2
. März 201
2
(
Urk.
14/39/4-14)
.
In seiner Beurteilung führte
Dr.
C._
aus, dokumentiert seien verschiedene Traumen des linken Knies, nach zwei Menis
kusoperationen 1979 und 1986 sei bereits 1988 eine sekundäre
Gonarthrose
links festgestellt worden. Die Traumatisierung der vorbestehenden
Gonarthrose
links bei einem Ereignis am
8.
Dezember 2004 habe erneut zu einer Arbeitsun
fähigkeit geführt.
In den folgenden Jahren
hätten
immer wieder
Kniebeschwer
den
links
bestanden
. Eine
arthro
skopische
Behandlung sei erfolglos gewesen. Bei der
Kreisarztuntersu
chung
am
4.
August 2011 sei ein die zumutbare Belas
tung stark ein
schrän
kendes Zumutbarkeitsprofil formuliert worden. Bereits am 2
2.
September 2011 sei dann aber ein alloplastischer Kniegelenkersatz links in zementierter Technik und ohne Ersatz der
Patellarückfläche
durchgeführt wor
den. Der dokumentierte Verlauf sei günstig gewesen. Im Januar 2012 sei aber noch ein ungenügender
Durchbau
der
Tuberositas
tibiae
-Osteotomie festgehal
ten worden
,
weshalb die
Entfer
nung der grossen Schrauben noch nicht möglich
schien
(Urk. 14/39/12)
.
Der Beschwerdeführer gebe eine deutliche Verbesserung bezüglich
Kniebe
schwer
den
links verglichen mit dem präoperativen Zustand an
und führe aus, dass sich die Operation gelohnt habe
.
Er habe noch wechselnde, bisweilen starke, teils aber auch nur leichte Schmerzen im linken Knie, während es in Ruhe gut gehe und er im Sitzen beschwerdefrei sei (
Urk.
14/39/9).
Bei der heuti
gen klinischen Untersuchung
(
2.
März 2012)
zeige sich knapp sechs Monate nach Implantation der
Knie
t
otalendoprothese
ein sehr günstiger Zustand
.
Der Beschwerdeführer könne wechselseitig Treppensteigen ohne stärkeres Abstützen am Geländer und er zeige beim Barfussgang ein sehr schönes
Gangbild
. Die Beweglichkeit und die
ligamentäre
Stabilität des linken Knies seien gut
,
der ver
bliebene Reizzustand
nurmehr
gering. Nach wie vor be
stehe eine deutliche Hypotrophie der Muskulatur am linken Bein. Diese sei aber seit Jahren vorhan
den und sei auch durch die krankheitsbedingte Hüftpathologie mitverursacht. Auch radiologisch habe bei der linken Kontrolle am
7.
Dezember 2011 ein günstiger Zustand bestanden (
Urk.
14/39/12).
Im Rahmen der Zumutbarkeit dürfe ab
1.
April 2012 von einer
Teilarbeits
fähig
keit
halbtags im Rahmen des definierten Zumutbarkeitsprofils
ausgegangen werden
(wechselbe
lastende, mindestens teilweise im Sitzen zu leistende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne fixierte Zwangshaltung des linken Knies. Kurze Gehleistungen bis mehrere 100 Meter könnten
ohne Einschränkungen und mit einer Zusatzbelastung bis 10 oder 15 kg zugemutet werden, ausnahmsweise sei auch das Heben und
kurzstreckige
Tragen bis zu einer
Gewichtslimite
bis 20 kg möglich. Treppensteigen sei nur manchmal zumutbar, nicht zumutbar seien Tätigkeiten mit Absturzgefahr auf Leitern oder Gerüsten. Ungünstig seien im Weiteren Tätigkeiten mit repetierter Kraftbelastung des linken Beines mit starken Vibrationen oder Schlägen aufs linke Bein [
Urk.
14/41/82])
. Zwei Monate später, ab
1.
Juni 2012
,
sei dann – im Rahmen der definierten
Schon
arbeitsfähigkeit
–
eine
vollzeitliche Arbeit möglich (Urk. 14/39/13).
3.
5
Am
3.
April 2013 wurde im
D._
eine 3-Phasen-Skelettszintig
ra
phie-Untersuchung durchgeführt.
Dr.
E._
, leitender Arzt
D._
, führte in seiner Beurteilung
vom 1
0.
April 2013
Folgendes aus: „Patholo
gisch prolongierte Heilung bei St. n.
tibialer
Osteotomie links bis in das
antero
-mediale
Tibiaplateau
reichend (DD zusätzliche chronische
Fehlbe
lastungsreak
tion
tibial
medial). Bei St. n. Knie-TP links kein
Lockerungs
nachweis
. Ebenfalls kein Lockerungsnachweis bei St. n. Hüft-TP links.
Aktivierte Arthrosen (
talona
vicular
links > rechts, Korrelation mit Röntgenauf
nahmen
empfehlenswert
.). Chronisch degenerative
Skelettverän
derun
gen
ohne entzündliche Komponente (Schultergelenke
bds
.,
sterno
clavi
cular
bds
., Hüftgelenk rechts,
Osteochondrose
und
Spondylarthrose
LW4/5)
“
[
Urk.
3/B10].
3.
6
In ihrem Arztbericht vom
6.
Mai 2013 stellte
Dr.
med.
F._
,
Allge
meine Innere Medizin FMH,
welche den Beschwerdeführer seit 2007 be
handelt (
Urk.
14/19/1)
,
die Diagnosen:
1.
Status nach
Hüfttotalen
doprothese
links
am 2
1.
April 2011 (richtig: 2010)
bei
Femurkopfnekrose
sowie
Hüfttotalendopro
these
links mit Verdacht auf Lockerung,
2.
Status nach
Knie
t
otalendoprothese
links im September 2011 mit
Hink
gang
,
3.
Arterielle Hypertonie
, 4.
Hyper
cholesterinämie
sowie
5. Verdacht auf
Aetylabusus
(Urk. 14/79/8). Im Vergleich zur Voruntersuchung habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers nicht verändert. Infolge von mehreren Unfällen sei es zur Ent
wicklung von Arthrosen an der Hüfte
und
am Knie links gekommen. Als
Funk
tionsein
schränkungen
wurde
ein
Schongang ange
geben. Ferner könne der Beschwer
deführer nicht lange
Strecken gehen
.
Regelmässig
könne
er
nur noch leichte Tätigkeiten verrichten (
Urk.
14/79/8).
4.
4.1
Unbestritten sind die Beschwerden des Beschwerdeführers bezüglich des linken Knies, welche auch Gegenstand der
Abklärungen der SUVA ge
bildet haben, auf deren Ergebnisse der RAD in seiner Stellungnahme vom 2
4.
September 2012
unter anderem
ab
ge
stellt
hat
(
Urk.
14/46/6).
Massgebend ist die funktionelle Leistungsfähigkeit des Knies
nach der
Knietotalendoprothese
vom
22.
Septem
ber 201
1.
Dr.
C._
untersuchte
den Beschwerdeführer am
2.
März 201
2.
Dass
er
das
Zumutbar
keitsprofil
, welches
er
nach der Untersuchung am
4.
August 2011
und somit vor dem operativen Eingriff vom September 201
1
formulierte, wobei er
damals schon
einen Zustand nach erfolgtem alloplastischen
Kniege
lenksersatz
abdecken wollte
(
Urk.
14/
41/82)
, nach wie vor als gültig erachtet
e
,
ist nicht zu be
anstanden, zumal sich die Befunde bezüglich des linken Knies seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung gemäss den Feststellungen von
Dr.
C._
am 2. März 2012
(E. 3.4)
wie auch den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers
nachweislich
gebessert haben (
Urk.
14/39/
9
, Urk. 14/39/
12).
Die
Beur
teilung
von
Dr.
C._
ist
somit
über
zeugend begründet.
Gemäss dem ärztli
chen Zeugnis von Dr.
A._
vom 3. Juli 2012 war der Beschwerde
führer ab dem
Knie
eingriff
vom 21. Juni 2012
(Schraubenentfernung und Entfernung von Ver
härtungen aus dem Hoffa am linken Knie durch
Dr.
A._
, Urk. 14/42/10,
Urk.
14/42/19)
für drei Wochen arbeitsunfähig. Dr.
C._
ging ebenso davon aus, dass bei
der
Schraubenentfernung
nach der
Knietotalendop
rothese
von einem Unterbruch der Arbeits
fähigkeit von zwei bis höchstens drei Wochen zur rechnen sei (Urk. 14/39/32).
Ein Abweichen von der Einschätzung des Kreisarztes vermag diese
vorübergehende Einschränkung
mithin nicht zu begründen.
4.2
4.2.1
Der Beschwerdeführer
bringt vor
, die Beschwerdegegnerin
hätte
nicht nur auf die Akten der SUVA abstellen dürfen, weil diese nur unfallkausale
Gesund
heitseinschränkungen
berücksichtige (
Urk.
1
S. 4
).
Ein
gangs seiner Be
urteilung zur Kreisarztuntersuchung
vom
2
.
März 2012 fasst
e
Dr.
C._
„
die
konkomi
tierenden
, die Unfallversicherung nicht betreffenden Probleme
“ des Beschwer
deführers
wie folgt zusammen: Status nach
Perianalabszess
Juli 2009
,
Status nach Totalprothese Hüfte links am 2
1.
April 2010 wegen
Femurkopf
nekrose
,
Nikotinabusus
,
regelmässiger Alkoholkonsum
,
c
hronisch rezi
di
vierende lumbale Rückenschmerzen
sowie s
chwere sozioökonomische Belastungs
situation (Urk. 14/39/12).
Der Beschwerde
führer macht zu Recht nicht geltend, dass der
Perianalabszess
vom Juli 2009, der
Nikotinabusus
und regelmässige
Alkohol
konsum
sowie die sozioökonomischen Belastungsfaktoren Auswirkun
gen auf sein
en
Rentenanspruch hätten.
4.2.2
Zu den
lumbalen Rückenschmerzen findet sich i
m ärztlichen Zwischenbericht
von
Dr.
F._
vom
3.
April 2007
der Hinweis
, dass die Schmerzen des linken Knies in den Rücken, vor allem die
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
ausstrahlen würden (
Urk.
14/42/181). Am 2
3.
November 2009 erwähnt
e
sie
lumbale Rückenbeschwerden (
Urk. 14/19/10
). Dr.
A._
stellte im Bericht vom 19. Januar 2011
sodann
die Diagnose chronisches, rezidivierendes
Lumboverte
bralsyndrom
und hielt fest, dass der Be
schwerdeführer wegen den chronischen lumbalen Beschwerden nicht sitzen könne (Urk. 14/30/5). Bei der RAD-Unter
su
chung
vom 3
1.
Januar 2011
konnten
aber
keine solche Einschrän
kungen fest
gestellt werden, und RAD-Arzt Dr. med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, führte in seinem Untersuchungs
bericht vom 4. Februar 2011 aus, das von Dr.
A._
postulierte chro
nisch rezidivierende
Lumbovertebralsyndrom
könne nicht nachvollzogen wer
den, da der Beschwerdeführer bei der Untersuchung keinerlei Beschwerden von Seiten der untern LWS angegeben habe (Urk. 14/31/8). Der Beschwerde
führer erwähnte bei der Kreisarztuntersuchung vom 4. August 2011, dass
er
gelegent
lich etwas Schmerzen im Kreuz und
gluteal
habe, wobei bei der Abklärung nichts gefunden worden sei. Dr.
C._
stellte bei dieser Unter
su
chung nur
eine
leichte funktionelle Störung im Bereich der LWS fest (Urk. 14/41/81).
Zwar wurden bei der Skelettszintigraphie vom 2
1.
März 2011 und 3. April 2013 neben anderen chro
nischen degenerativen
Skelettverän
derungen
ohne ent
zünd
liche Komponente auch eine
Osteochon
drose
und
Spondy
larthr
ose
Lenden
wir
belkörper
(LWK) 4/5 festgestellt (Urk.
14/42/109, E.
3.5).
Eine Begründung dafür, dass dieser Befund einer angepassten Tätigkeit entgegenstehen würde, findet sich nicht im Schreiben von
Dr.
A._
vom
2.
Mai 2013 (
Urk.
3/B9).
Im letzten akten
kundigen Bericht vom Dr.
F._
vom 6. Mai 2013 beschrieb
diese zwar eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule (Urk. 14/79/5), erwähnt
e
dies
bezüglich indes keine funktionellen Ein
schränkungen.
Z
udem
hielt sie
dafür, dass dem Beschwerdeführer auch Tätig
keiten im Sitzen zumutbar seien (
Urk.
14/79/9). Dieser
Bericht wurde zwar nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. April 2013
(
Urk.
2)
verfasst,
bezieht sich jedoch auf den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt
, weshalb er zu berücksichtigen ist (E.
2.4).
Bezüglich der Hüftbeschwerden ist den Akten zu entnehmen, dass Dr.
A._
dem Beschwerdeführer n
ach Einsatz der
Hüfttotalendoprothese
links
am
2
1.
April 2010 (
Urk.
14/19/14) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für drei Monate nach der Operation
attestierte
(
Urk.
14/19/15).
Bei der kreisärztlichen
Untersuchung vom 25. Juni 2010 gab der Beschwerdeführer an, dass die Ent
wicklung nach der Hüftoperation links vom 2
1.
April 2010 günstig sei. Er habe aber noch ein Fremdkö
r
pergefühl im Bereich der linken Hüfte und könne nicht länger als etwa zehn Minuten gehen und habe noch Mühe beim Trep
pensteigen (
Urk.
14/19/11).
Dr.
C._
stellte
damals
mit Ausnahme einer leichten Über
länge des linken Beines einen günstigen Zustand nach der
Hüft
totalendopro
these
links fest (
Urk.
14/19/12).
Gemäss ärztlichem Zwischenbericht von
Dr.
F._
war die Beweglichkeit der Hüfte eingeschränkt (Urk. 14/41/150).
Am 1
9.
Januar 2011 führte
Dr.
A._
aus, dass der Beschwerdeführer wieder
an Hüftbeschwerden beziehungsweise
Tractus
be
schwerden
links leide
(
Urk.
14/30/5).
Bei der RAD-Untersuchung
wurden
mit Ausnahme der Innen-/
Aussenrotation keine Unterschiede
hinsichtlich der Beweglichkeit von linkem und rechtem Hüftgelenk festgestellt (
Urk.
14/31/6).
Als er von
Dr.
C._
am 4.
August 2011 untersucht wurde,
gab der Beschwerde
führer an, dass bezüglich der linken Hüfte keine Probleme bestünden
(Urk. 14/41/80)
und anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung im März 2012 äusserte er sich dergestalt, dass der Zustand mit der linken Hüfte immer besser geworden sei (
Urk.
14/39/10). Der noch im Bericht von
Dr.
F._
am
6.
Mai 2013 genannte Verdacht einer Lockerung der Hüftprothese (E.
3.6), hatte sich sodann nicht bestätigen lassen (E. 3.5).
Gestützt auf diese Arztberichte ist davon auszugehen, dass der Beschwerde
führer hinsichtlich der linken Hüfte an keinen Beschwerden mehr leidet, welche sich auf seine Arbeits
fähigkeit
im Rahmen des
Zumutbarkeitspro
fils
auswirken.
Des Weiteren
weist
Dr.
A._
in seiner Stellungnahme vom
2.
Mai 2013
auf
chronische Schmerzzustände in der lateralen und medialen
Oberschenkel
muskulatur
hin
,
ohne
aber
objektivierbare Befunde zu nennen
(
Urk.
3/B9).
Dr.
C._
stellte bei der kreisärztlichen Untersuchung vom
2.
März 2012 eine deutliche
Hypothropie
der Muskulatur am linken Bein fest, welche seit Jahren vorhanden sei und auch durch die Hüftp
athologie verursacht worden sei (Urk. 14/39/12).
Die Muskelatrophie am Oberschenkel
wurde
auch von Dr.
A._
im ärztlichen Zwischenbericht vom 25. April 2012 erwähnt (Urk. 14/42/26)
.
Der Beschwerdeführer gab
bei der der kreisärztlichen Unter
su
chung vom 2. März 2012
an, dass er aktuell etwas Beschwerden über dem Trochanter
major
habe, welche Dr.
A._
mit Ausstrahlungen vom lateralen Knieaspekt her erklärt habe (
Urk.
14/39/10). Es ist somit davon auszu
gehen, dass
Dr.
C._
bei seinem Zumutbarkeitsprofil auch diese Beschwerden berücksichtigt hat.
4.2.3
Aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zwischen Arzt und Patient sind die Berichte des behandelnden
Spezialarztes
Dr.
A._
und
seine zu
h
anden der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers nach der ablehnenden Ver
fügung der Beschwerdegegnerin vom
3.
April 2013 (
Urk.
2) am
2.
Mai 2013 verfasste
Stellungnahme (
Urk.
3/B9) zurückhaltend zu gewichten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_892/201
3
vom 2
7.
März 2014 E. 5.3.2).
Zusätzliche Ein
schränkun
gen
der Arbeitsfähigkeit wegen
Beschwerden
der linken Hüfte
sowie des linken Oberschenkels
und der LWS sind au
fgrund der übrigen medi
zini
schen Akten nicht
ausgewiesen
.
N
i
cht zu beanstanden ist
daher
, dass der RAD am
2
1.
September 20
12
auf
die Einschätzung des SUVA-Kreisarztes
abge
stellt hat und folgendes Belastungsprofil formulierte: Wechselbelastend mehr
heitlich sitzend, leicht bis mittel
schwer, Meidung von Arbeiten auf Leitern und Ge
rüsten, Meidung
knieend
hockender Arbeitsstellungen sowie Tätigkeiten auf unebenen Böden
(Urk.
14/46/6). Damit erübrigen sich auch weitere medizinische Abklärungen
.
5.
5.1
Zur prüfen bleibt, wie sich diese gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwer
deführers in e
rwerblicher Hinsicht auswirken.
5.2
Zu Recht stellte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom
3.
April 2013 (
Urk.
2)
fest
, dass der Rentenanspruch
des Be
schwerdeführers
frühestens
sechs Monate nach
seiner
Anme
ldung zum Leistungsbezug vom 1
6.
Juni 2010 (Urk. 14/6, Urk. 14/10)
, mithin am
1.
Dezember 201
0
, habe ent
stehen können (Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb die Arbeitsunfähigkeit im Zusam
menhang mit der Hüftoperation vom April 2010 keine Auswirkungen auf seinen Rentenanspruch hat.
Ferner ist n
icht zu beanstanden, dass sie die
Verbesserung
der Erwerbsfähigkeit des Be
schwer
de
führers
nach der Knieoperation im Septem
ber 2011 gemäss der Einschätzung von
Dr.
C._
(50 % Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ab
1.
April 2012, 100
%
ab 1. Juni 2012; vgl. E. 3.4) berücksichtigte. In Anwendung von
Art.
88a IVV (E. 2.3) führt dies zu einem Anspruch auf eine ganze Rente bis zum 3
0.
Juni 2012.
Was schliesslich den Zeitraum vom
1.
Juli 2012 bis zum 3
0.
September 2012 (
Art.
88a IVV) betrifft, stellte die Beschwerdegegnerin hinsichtlich des
Validen
einkommens
auf einen Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ab (LSE 2010, TA1, Ziffer 5-43 [Sektor 2: Produktion],
Anforde
rungsniveau
4
) ab und ermittelte
ein hypothetisches
Valideneinkommen
2012 von Fr. 66‘709.-- (
Urk.
2, Verfügungsteil 2, S. 2,
Urk.
14/45)
, was nicht zu beanstanden ist
und
vom Beschwerdeführer
nicht bestritten wurde (vgl.
Urk.
1 S. 8). Auch bezüglich des hypothetischen Invalideneinkom
mens 2012 stellt der Beschwerde
führer grundsätzlich auf denselben Tabellenlohn (LSE 2010, TA1, „Total“, Anforderungsniveau 4) wie die Beschwerdegegnerin ab (
Urk.
2, Verfü
gungsteil 2, S. 2,
Urk.
14/45,
Urk.
1 S. 8). Anders als die Beschwerdegegnerin
geht er allerdings von einer
Restarbeits
fähigkeit
von
nur
25
%
aus (
Urk.
1 S. 8), wobei ihm
aber
nicht gefolgt werden kann
(E. 4)
.
Er
stellt sich
ferner
auf den Standpunkt, dass aufgrund des vermehrten Pausenbedarfs in der
leidens
ange
passten
Tätigkeit ein Abzug vo
m
Tabellenlohn
(
vgl.
dazu
BGE 126 V 75
)
im Umfang von 20
%
gerechtfertigt sei (
Urk.
1
S. 7-8
). Ein solcher
Pausen
bedarf
ist aufgrund der Einschätzung von
Dr.
C._
bzw. des RAD
– auf welche im vor
liegenden Fall abzustellen ist
(E. 4.2.3)
– aber nicht ausgewiesen
, womit kein Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen werden kann
.
Entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers (
Urk.
1 S.
8)
vermag
auch die von
Dr.
C._
festge
haltene
Ein
schrän
kung
auf leichte und mittelschwere Arbeiten
(E.
3.3
) keine
n
zusätzlichen Abzug von Tabellenlohn zu recht
fertigen, denn der
Tabellen
lohn
im Anforderungsniveau 4 umfasst bereits eine Vielzahl von leichten und mit
telschweren Tätigkeiten
(Urteil des Bundesgerichts 8C_99/2013 vom
5.
April 2013 E. 4.1.3 mit Hinweis).
5.3
Der Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin gibt somit zu keinen Beanstan
dungen Anlass.
Für den Zeitraum
von
1.
Ju
l
i bis 3
0.
September 2012 resultiert
e
ein Invaliditätsgrad von 53
%
, welcher Anspruch auf eine halbe Invalidenrente
begründet
(E. 2.2)
. Bei
einem rentenaus
schliessenden
Invalidi
tätsgrad
von 6 %
ab
1.
Oktober 2012
(Urk. 2, Verfügungsteil 2, S. 2)
besteht demgegenüber kein Rentenanspruch mehr.
Zusammenfassend besteht vom 1. September 2011 bis zum 3
0.
Juni 2012 Anspruch auf eine ganze Rente und ab dem
1.
Juli 2012 bis zum 3
0.
September 2012 Anspruch auf eine halbe Rente. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
Weil die prozessuale Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ausgewiesen ist (Urk.
10-12
), ist seinem Gesuch vom 8. Mai 2013 um Gewährung der unent
gelt
lichen Prozessführung zu entsprechen
(§ 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
])
.
Der Beschwerdeführer ist jedoch auf §
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
7.
D
a es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, infolge
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.