Decision ID: d6465694-8fdc-498d-9d57-3b606e4be8f4
Year: 2017
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
ungenügende Sachverhaltsabklärung durch die IV-Stelle vor, die auf
Grund der Schadenmilderungspflicht unzumutbare Anforderungen an die
ganze Familie gestellt habe. Die grundrechtlich geschützten
Betätigungsmöglichkeiten des Leistungsansprechers wie die
Niederlassungsfreiheit und das Recht auf Ehe und Familie seien gemäss
der Praxis des Bundesgerichts zwingend zu berücksichtigen; wie im Urteil
8C_48/2010 bei einem 39-jährigen Beschwerdeführer mit
Eigentumswohnung und anschliessend einem Eigenheim klar aufgezeigt.
Vorliegend sei auch der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt, da
die Kostenübernahme für einen Treppenlift keine Dauerleistung und somit
keine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung darstelle. Das
zitierte Verwaltungsgerichtsurteil [VGU] S 13 55 sei überhaupt nicht
vergleichbar, da dort der Versicherte bereits in einer den Bedürfnissen
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angepassten Wohnung lebte und die erforderlichen Nachweise, dass ein
Umzug in zeitlicher und tatsächlicher Hinsicht notwendig gewesen sei,
fehlten.
3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle (Beschwerdegegnerin) –
unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid und die bisherigen Akten
– die Abweisung der Beschwerde.
Gemäss angefochtenem Entscheid seien die Voraussetzungen für eine
Kostenübernahme des Hilfsmittels Treppenlift nach Art. 21 IVG aus
verschiedenen Gründen als nicht erfüllt betrachtet worden. Einmal seien
die praxisgemässen Voraussetzungen für die Anwendung des im
Sozialversicherungsrecht generell geltenden Grundsatzes der
Schadenminderungspflicht nicht erfüllt, wie schon in ihrem Vorbescheid
präzisiert. Auch habe keine Notwendigkeit bestanden, die bisherige
Wohnung zu verlassen. Die ganze Familie habe nämlich seit 2008 darin
gewohnt und es sei kein Grund ersichtlich, weshalb dann plötzlich im Jahr
2015 dies hätte gewechselt werden müssen. Dies gelte umso mehr, als in
den letzten sieben Jahren keine baulichen Massnahmen beantragt
worden seien; aus den bisherigen Beurteilungen des SHAB betreffend
Handrollstuhl und Hilfslosenentschädigung ergebe sich nämlich, dass der
Zugang und die Wohnung rollstuhlgängig sei und der Beschwerdeführer
trotz der beengten Verhältnisse habe gebadet werden können.
Ungeachtet der in der Beschwerde aufgezeigten intensiven Suche sei
nicht davon auszugehen, dass im Grossraum Chur kein
behindertengerechtes Objekt gefunden werden könne, was der
Verletzung der Schadenminderungspflicht gleichkomme. Schliesslich sei
nicht ersichtlich, wie die Beschwerdegegnerin der Familie des
Beschwerdeführers hätte helfen können, nachdem sie von deren Absicht,
ein neues Haus zu erstellen, keine Kenntnis gehabt habe.
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Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit
erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.
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Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Der angefochtene Entscheid der IV-Stelle vom 22. September
2016, mitgeteilt mit B-Post und so der Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers am 29. September 2016 zugegangen, stellt damit ein
taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Kanton
Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts
ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit.
a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100).
Als Adressat und Direktbetroffener des negativen Hilfsmittelentscheides
(keine Kostenübernahme für Treppenlift) ist der Beschwerdeführer berührt
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59
ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
vom 28. Oktober 2016 ist damit einzutreten.
b) Beschwerdethema bildet hier einzig die Frage, ob der seit Geburt an
verschiedenen Körpergebrechen leidende Beschwerdeführer (u.a. auf
Rollstuhl angewiesen und periodisch akute Atemnotprobleme) bzw. seine
obhuts- und pflegeberechtigten Eltern der allgemein im
Sozialversicherungsrecht geltenden Schadenminderungspflicht
tatsächlich hinreichend nachgekommen sind, als sie im Jahre 2015 von
einer Mitwohnung in ein neuerstelltes Wohnhaus (im Baurecht) umzogen
und danach am 10. August 2015 das Gesuch um Kostenübernahme für
das IV-Hilfsmittel 'Treppenlift' stellten, ohne vorgängig mit der
Beschwerdegegnerin diesbezüglich Kontakt aufzunehmen oder diese
sachdienlich um Rat oder allfällige finanzielle Unterstützung zu fragen.
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2. a) In materieller Hinsicht gilt es zunächst auf die einschlägigen
Bestimmungen im Sozialversicherungsrecht, namentlich auf das
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1), auf das IVG und die zugehörige Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie die separate Liste über
die Abgabe von Hilfsmitteln (HVI-Anhang; SR 831.232.51) hinzuweisen.
Laut Art. 8 Abs. 1 lit.a IVG haben Invalide Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind,
die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. Zu den
Eingliederungsmassnahmen zählt u.a. auch die Abgabe von Hilfsmitteln
(Art. 8 Abs. 3 lit. d IVG). Gemäss Art. 21 Abs. 2 IVG haben Versicherte,
die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des
Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte
bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne
Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf Hilfsmittel. Die Befugnis
zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender
Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14
lit. a IVV an das Eidgenössische Departement des Innern (EDI)
übertragen. Die besagte Liste befindet sich im Anhang der HVI. Laut Art.
2 Abs. 1 HVI besteht Anspruch auf IV-Hilfsmittel, soweit diese für die
Fortbewegung, für die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder für
die Selbstsorge notwendig sind. Es besteht nur Anspruch auf Hilfsmittel in
einfacher, zweckmässiger und wirtschaftlicher Ausführung (Art. 2 Abs. 4
HVI). Vergütet werden dabei unter anderem die Kosten für Treppenlifte im
Wohnbereich, soweit diese besonders auch für die Schulung und
Ausbildung des/r Versicherten notwendig sind. In diesem Sinne werden
unter Ziffer 13.05* HVI im Anhang beispielhaft Hebebühnen und
Treppenlifte usw. genannt, sofern diese für die Schulung notwendig sind.
Der Beschwerdeführer besucht seit dem Schuljahr 2015/16 den
Kindergarten in einem Schulheim und ist somit grundsätzlich – entgegen
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den Ausführungen der Beschwerdegegnerin im Vorbescheid vom 29.
Oktober 2015 bzw. im angefochtenen Entscheid vom 22. September 2016
– auch in einem neuen Einfamilienhaus anspruchsberechtigt (vgl. Urteil
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 736/04 vom 21. März 2006
E.1 Kostenübernahme für Treppenlift gestützt auf Art. 21 Abs. 1 IVG und
Ziff. 13.05* HVI-Anhang; überdies Urteile des Bundesgerichts I 578/06
vom 16. Juli 2007 E.2.1, 8C_48/2010 vom 20. September 2010 E.2). Es
werden aber im Wohnbereich nicht alle behinderungsbedingten
Mehrkosten entschädigt, sondern nur bestimmte, abschliessend
aufgezählte Hilfsmassnahmen (BGE 134 I 105 E.3, 131 V 9 E.3.4.2, 121
V 258 E.2b).
b) Gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG hat sich eine versicherte Person einer
zumutbaren Behandlung zu unterziehen, die eine wesentliche
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsfähigkeit
verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare
dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd
gekürzt oder verweigert werden [...]. Behandlungs- oder
Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit
darstellen, sind nicht zumutbar. Auf dem Gebiet des
Sozialversicherungsrechts gilt demnach ganz allgemein der Grundsatz,
dass der Invalide, bevor er Leistungen verlangt, alles ihm Zumutbare
selbst vorzukehren hat, um die Folgen seiner Invalidität bestmöglich zu
mildern (BGE 113 V 22 E.4a; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts I 55/02 vom 15. Juli 2002 E.1b; ebenfalls Urteil
Eidgenössisches Versicherungsgerichts I 495/06 vom 5. Juli 2007 E.3.3).
Das Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des
versicherungsrechtlich immer zu beachtenden Grundsatzes der
Schadenminderungspflicht (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2015, Vorbemerkungen Rz. 81 und 85, Art. 21 Rz. 101-
102, S. 321 f.; BGE 133 V 511 E.4.2, 120 V 368 E.6b, 117 V 275 E.2b),
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wobei vom Versicherten jedoch nur Vorkehrungen verlangt werden
können, welche ihm unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und
subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V
22 E.4a; ZAK 1989 S. 214 E.1c). Einem Leistungsansprecher sind
Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen
Lage ergreifen würde, auch wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten
hätte. Nach herrschender Rechtsprechung hat die Verwaltung bei den
Anforderungen der Schadenminderungspflicht auch die grundrechtlich
geschützten Betätigungsmöglichkeiten des Versicherten in seiner
Lebensgestaltung angemessen zu berücksichtigen (vgl. Urteile des
Bundesgerichts 9C_916/2010 vom 20. Juni 2011 E.3.3 sowie
9C_661/2016 vom 19. April 2017 E.2.3). Die Erfordernisse an die
Schadenminderungspflicht sind zulässigerweise dort strenger, wo eine
erhöhte sowie länger anhaltende Inanspruchnahme der
Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, sofern
der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren zu einer grundlegend
neuen Eingliederung Anlass geben würde. Unter solchen
Voraussetzungen kann die Verlegung oder Beibehaltung des Wohnsitzes,
auch bei Berücksichtigung grundrechtlicher Gesichtspunkte, eine
zumutbare Massnahme der Schadenminderung sein. Wo es hingegen um
die Zusprechung oder Anpassung einzelner Eingliederungsleistungen im
Rahmen von Verhältnissen geht, die auf grundrechtlich geschützte
Betätigungen des Versicherten zurückzuführen sind, ist bei der Berufung
auf die Schadenminderungspflicht Zurückhaltung geboten. Vorbehalten
bleiben Fälle, in denen die Dispositionen und Handlungen des
Versicherten nach den Umständen als geradezu unvernünftig oder
rechtsmissbräuchlich betrachtet werden müssen (vgl. BGE 134 I 105
E.8.2, 113 V 22 E.4d; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I
495/06 vom 5. Juli 2007 E.3.3). Im Lichte dieser Vorgaben ist auch der
vorliegende Fall zu analysieren, zu würdigen und zu entscheiden.
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c) Im konkreten Fall ist von Belang, dass es sich um eine vierköpfige Familie
handelt, wovon eines der beiden Kinder seit Geburt schwer behindert und
daher in verschiedenen Lebensbereichen stark eingeschränkt und auf
Hilfe Dritter angewiesen ist (vgl. Aufzählung im Sachverhalt Ziff. 1,
hiervor). Nebst den bereits anerkannten Geburtsgebrechen fällt hier
besonders ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer einerseits für die
Mobilität und Fortbewegung permanent auf einen Rollstuhl angewiesen ist
und andererseits bei atmungsbedingten Notfällen auf die Hilfe seiner
Mutter, die zugleich Ärztin ist, sowie auf die räumliche Nähe des mit allen
nötigen lebenserhaltenden Instrumenten ausgerüsteten Kantonsspitals
angewiesen ist. Dass sich eine vierköpfige Familie mit einem
heranwachsenden und schwer behinderten Sohn (heute 9-jährig) seit
Jahren erwiesenermassen um den möglichen Erwerb eines platzmässig
genügend grossen Einfamilienhauses in der Nähe des Kantonsspitals
bemüht, ist nach Ansicht des Gerichts eher als vorausschauend und
fürsorglich zu werten und gewiss nicht als unvernünftig oder gar
rechtsmissbräuchlich zu betrachten. Unter den hier konkret zu
berücksichtigen Umständen ist daher ein direkter Vergleich mit dem von
der Beschwerdegegnerin für ihren Standpunkt zitierten
Verwaltungsgerichtsurteil VGU S 13 55 weder zwingend noch
angebracht.
d) Weiter wirft die Beschwerdegegnerin den Eltern des noch minderjährigen
Beschwerdeführers vor, sie hätten mit der Zeit in der ganzen Stadt Chur
bestimmt ein geeignetes und genügend grosses einstöckiges
Einfamilienhaus bzw. eine entsprechende Stockwerkeigentumseinheit als
Familienwohnung finden können. Die Beschwerdegegnerin unterschätzt
dazu aber offenkundig die gesundheitsbedingte Notwendigkeit des
Beschwerdeführers sich entweder in der unmittelbaren Nähe der als
Ärztin ausgebildeten Mutter oder sonst in nächster Umgebung zum
Kantonsspital aufhalten zu müssen, um bei einem atembedingten Notfall
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sofort adäquat reagieren zu können und dadurch noch schlimmere Folgen
an Leib und Leben des Beschwerdeführers zu verhindern. Zur
Wohnungssuche stand deshalb nicht die gesamte Stadt Chur zur
Verfügung, sondern bloss die nähere Umgebung rund um das
Kantonsspital (mit den lebensrettenden Instrumenten). Hinzu kommt,
dass der Beschwerdeführer seit dem Schuljahr 2015/2016 den
Kindergarten in einem Schulheim besucht und der beantragte Treppenlift
(laut HVI Ziff. 13.05* im Anhang) im neuen EFH damit ohne Zweifel der
Überwindung seines Weges zur Ausbildungs- und Schulungsstätte dient
bzw. diese Tätigkeit dadurch erst im (noch verbliebenen)
Aufgabenbereich des Beschwerdeführers ermöglicht wird. Dieses
Schulheim befindet sich überdies nur unweit (Luftlinie ca. 700 m) vom neu
bezogenen EFH bergseits entfernt. Eine zu ahndende Verletzung der
Schadenminderungspflicht vermag das Gericht bei diesen
Begleitumständen aufgrund des Umzugs von einer zu klein gewordenen
Mietwohnung in ein geräumigeres EFH im Jahre 2015 nicht zu erkennen.
Dem ist hier umso mehr beizupflichten, als es sich bei der
Kostenübernahme des beantragten Hilfsmittels (Einbau Treppenlift) um
einen einmaligen Unterstützungsbeitrag und eben nicht um periodisch
wiederkehrende Ausgaben zulasten der Beschwerdegegnerin handelt.
Ferner kann hierzu auch noch auf den sachdienlichen, umfassenden,
aussagekräftigen und zuverlässigen Abklärungsbericht der SAHB-
Hilfsmittelberatung vom 13. Oktober 2015 verwiesen werden, worin
vermerkt wurde, dass die versicherte Person (hier Beschwerdeführer) die
Abgabevoraussetzungen erfülle. Es würden deshalb folgende, den
medizinischen Indikationen entsprechende, einfache und zweckmässige
Hilfsmittel bzw. Vorkehrungen als Kostenbeitrag vorgeschlagen: Ziff.
13.05* HVI Hebebühnen und Treppenlifte Modell Plattformlift Pegasus
Nova II, gemäss überarbeitetem Angebot, Nr. 20140522.1 vom 2. Oktober
2014, für Fr. 27'811.80 (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 475
S. 2/8). Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
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3. a) Der angefochtene Entscheid vom 22. September 2016 ist demnach nicht
rechtens, was zur seiner Aufhebung und zur Gutheissung der
Beschwerde vom 28. Oktober 2016 führt. Es wird festgestellt, dass der
Beschwerdeführer nach Art. 21 Abs. 1 IVG i.V.m. Ziff. 13.05* HVI-Anhang
Anspruch auf einen Hilfsmittelbeitrag in der Höhe der Kosten eines
Treppenliftes hat.
b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung
von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des
Beschwerdeverfahrens rechtfertigt es sich hier, der unterliegenden
Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden
(vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).
c) Aussergerichtlich hat die Beschwerdegegnerin den obsiegenden,
anwaltlich durch den Rechtsdienst der Procap Schweiz vertretenen
Beschwerdeführer gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG angemessen für die
durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu
entschädigen (vgl. Art. 78 Abs. 1 VRG). Es kann dabei unverändert auf
die Honorarnote der Anwältin des Beschwerdeführers vom 16. November
2016 in der Höhe von total Fr. 2'207.95 (gegliedert in: Arbeits-
/Zeitaufwand 12.25 Stunden zum reduzierten Stundenansatz von Fr.
160.--/h [Fr. 1'960.--] plus Spesen [Fr. 84.40] und 8 % Mehrwertsteuer
[Fr. 163.55]) verwiesen und dieselbe somit übernommen werden (zur
Reduktion des Stundenansatzes für Hilfs-organisationen – zu denen auch
die Procap Schweiz zu zählen ist – vgl. PVG 2010 Nr. 31 und Nr. 32). Im
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Umfang von Fr. 2'207.95 (inkl. MWST) hat die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer demnach eine Parteientschädigung zu bezahlen.