Decision ID: 19697d19-f82f-5fa4-8ca2-43e04f1b9c8c
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A. A.a A._ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer), geboren 1951, ist Schweizer Staatsbürger. Der gelernte Metzger und Koch führte in X._ bis Ende 1998 eine Metzgerei/Wursterei, ein Lebensmittelgeschäft und ein Restaurant. Daneben war er politisch aktiv und als ausgebildeter Sanitätssoldat und Paramediker im B._ Pflegedienst tätig (act. IV/90.2, 154). Von April bis Dezember 1998 bezog er eine befristete halbe Invalidenrente aufgrund einer depressiv-ängstlichen Episode mit multiplen funktionellen  (act. IV/12, 15, 21). Im Dezember 1998 erlangte er wieder volle Arbeitsfähigkeit und verlegte seinen Wohnsitz nach Israel. In Israel baute er ab 1999 eine Wursterei mit angeschlossenem Restaurant auf und war daneben als freiwilliger Sanitäter tätig. Im Juli 1999 schloss er sich der freiwilligen Versicherung AHV/IV an (IV/4).
A.b Am 28. Dezember 2006 erlitt er bei seiner Arbeit ein  beim Heben schwerer Lasten. Im Januar 2007 wurde eine  Diskushernie L2/L3 und eine deutliche Diskushernie L5/S1 links mit Kompression der Nervenwurzel L5 festgestellt (act. IV/54 – 55, 62, 153.3).
A.c Mit Faxschreiben vom 25. Januar 2007 teilte der Versicherte der freiwilligen Alters- und Hinterlassenversicherung für Versicherte im Ausland mit, er sei seit drei Wochen zu 100% und längerfristig zu 80% invalid und könne nicht mehr als Metzger arbeiten (act. IV/24 = 26) und reichte am 22. Februar 2007 seine Anmeldung zum Bezug von  für Erwachsene ein (act. IV/25). Ab Frühling 2007 machte er zusätzlich Nackenprobleme mit Schmerzen im rechten Arm, mit Ausstrahlung in die Hand verbunden mit Kribbelparästhesien, geltend (act. IV/30 = 32). Weiter reichte er am 13. Dezember 2007 einen aktuellen Bericht seines Psychiaters in Israel ein und machte  geltend, aufgrund seiner Einsätze als freiwilliger Sanitäter habe er bei Terrorangriffen Schockzustände erlitten. Dabei hätten sich die vorbestehenden Angstsymptome und die Depression – auch im  mit der rückenbedingten Untätigkeit – wieder verstärkt (act. IV/149).
A.d Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: ) holte bei der IV-Stelle W._ die Vorakten sowie ärztliche
Seite 2
C-4389/2008
Berichte aus Israel ein. Am 18. Januar 2008 wurde der Versicherte in der Schweiz orthopädisch-neurologisch begutachtet. Die Vorinstanz holte ausserdem einen Bericht des in der Schweiz behandelnden  und Psychotherapeuten ein (act. IV/153 – 155). Abschliessend nahm der ärztliche Dienst der Vorinstanz am 18. April 2008 Stellung (act. IV/158).
A.e Mit Verfügung vom 9. Juni 2008 sprach die IVSTA dem  eine halbe Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 zu (act. IV/164, 169).
B. B.a Der Beschwerdeführer reichte am 16. Juni 2008 beim  Beschwerde ein und beantragte sinngemäss eine  Invalidenrente. Er begründete die Beschwerde damit, dass er seit seinem Unfall vom 28. Dezember 2006 ausser Hilfeleistungen nicht mehr berufstätig sei. Seine Wurstfabrikation habe er praktisch  müssen. Er sei seither in regelmässiger ärztlicher,  und psychiatrischer Behandlung und müsse täglich  einnehmen. Aufgrund starker Schmerzen könne er nicht mehr aktiv arbeiten. Er könne höchstens noch etwas Gästebetreuung im eigenen Restaurant machen, dies etwa zu 20%. Er sei auch im Rahmen der ärztlichen Spezialuntersuchungen in der Schweiz als  zu 70% invalid beurteilt worden (act. 1).
B.b Die Vorinstanz nahm in ihrer Vernehmlassung vom 20. Oktober 2008 Bezug auf die vorgehend erstellten umfangreichen ärztlichen Beurteilungen und die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 18. April 2008 (act. IV/158) und beantragte die Abweisung der  (act. 6).
B.c Mit Replik vom 6. November 2008 hielt der Beschwerdeführer an seiner Beschwerde fest und führte aus, dass er noch höchstens dazu in der Lage sei, zu ca. 20% im eigenen Betrieb mitzuwirken und de facto alleine nichts mehr tun könne (act. 8a). Die Arbeiten im  und im Office würden vorwiegend von seiner Frau und seiner Tochter ausgeführt. Die Wurstfabrik sei nur einmal monatlich geöffnet, um die Würste für das Restaurant zu produzieren.
B.d In ihrer Duplik vom 29. Januar 2009 verwies die Vorinstanz auf ihre früheren Ausführungen und beantragte die Abweisung der  (act. 14).
Seite 3
C-4389/2008
B.e Nachdem der Beschwerdeführer den auferlegten Kostenvorschuss geleistet hatte, schloss das Bundesverwaltungsgericht am 20. Februar 2009 den Schriftenwechsel ab.
B.f Mit Eingaben vom 19. Februar 2009 (Poststempel), vom 3.  2009 (per Telefax) und vom 17. November 2009 reichte der  neue Arztzeugnisse aus Israel ein (act. 18, 20, 22 = 23.1).
B.g Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen .

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im . Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.
1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren ; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des  vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des  [ATSG, SR 830.1]; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert.
1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht und der auferlegte Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist  einzutreten (Art. 60 ATSG und 52 VwVG).
2. 2.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem  nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen,
Seite 4
C-4389/2008
soweit das ATSG anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis
und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine  vom ATSG vorsieht.
2.2 Der Beschwerdeführer ist Schweizer Staatsbürger und lebt in Israel. Somit ist das Abkommen zwischen der Schweizerischen  und dem Staat Israel über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.449.1, in Kraft getreten am 1. Oktober 1985)  nicht anwendbar, da dieses an die Staatsangehörigkeit der  Personen und nicht an deren Wohnsitz/Aufenthalt anknüpft (vgl. Art. 3 Abs. 1 und Art. 4 Abs. 1 und 2 des Abkommens). Die Frage, ob, und gegebenenfalls ab wann, ein Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung besteht, bestimmt sich  allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften.
2.3 Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen  Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des angefochtenen Verwaltungsaktes, hier der Verfügung vom 9. Juni 2008, eingetretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen), sind die ab 1. Januar 2003 geltenden  des ATSG anwendbar.
Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem  aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).  ist das IVG für den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in der Fassung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3837, nachfolgend „aIVG“) anwendbar, ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung gemäss 5. IV-Revision (Änderungen vom 6.  2006 [AS 2007 5129], nachfolgend „IVG“). Die IVV ist für den  vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in ihrer Fassung vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3859) anwendbar, ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung gemäss 5. IV-Revision (Änderungen vom 28. September 2007 [AS 2007 5155]).
3. 3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des  die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des  oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder
Seite 5
C-4389/2008
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).
3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).
Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem  der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den  nicht. Das Gericht hat vielmehr jener  zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).
4. Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom  zu prüfen, ob die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht nur eine halbe Invalidenrente zugesprochen hat.
Zunächst sind jedoch die zur Beurteilung der Streitsache  materiellrechtlichen gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen.
4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen  hat, wer invalid im Sinn des Gesetzes ist (Art. 7, 8, 16 ATSG; Art. 4, 28, 29 aIVG, Art. 4, 28, 28a, 29 IVG) und beim Versicherungsfall mindestens während eines vollen Jahres (Art. 36 Abs. 1 aIVG) bzw. während drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die Alters-, - und Invalidenversicherung geleistet hat. Diese zwei  müssen kumulativ erfüllt sein.
Der Beschwerdeführer hat während mehr als drei Jahren Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung bzw. an die freiwillige Versicherung für Auslandschweizer entrichtet (act. IV/4, 169.3), so dass er die gesetzliche Mindestbeitragsdauer  alt- wie neurechtlich erfüllt. Zu prüfen ist nachfolgend, in welchem
Seite 6
C-4389/2008
Grad er im Sinne des Gesetzes in rentenbegründendem Ausmass  geworden ist.
4.2 Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden allfällige Leistungen der  lediglich für die zwölf der Anmeldung  Monate ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 aIVG). Massgebend ist die Einreichung des Gesuchs beim Versicherungsträger (hier: 22. Februar 2007), weshalb allfällige Leistungen grundsätzlich frühestens ab dem 22. Februar 2006 ausgerichtet werden könnten. Indessen macht der Beschwerdeführer Leistungsansprüche ab dem Unfallszeitpunkt () vom 26. Dezember 2006 an geltend. Da der  gemäss der Aktenlage seit Dezember 1998 bis zu seinem Unfall im Jahr 2006 voll arbeitsfähig war, ist ein allfälliger Anspruch erst ab dem 26. Dezember 2006 zu prüfen.
4.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von , Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen  verursachte und nach zumutbarer Behandlung und  verbleibende ganze oder teilweise Verlust der  auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der , geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder  Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich  Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare  in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
4.4 Der Zeitpunkt des Eintritts der Invalidität beurteilt sich nach Art. 29 Abs. 1 aIVG. Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem , in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend  geworden ist (Bst. a: Dauerinvalidität, Art. 7 ATSG) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde , Art. 6 ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6). Neurechtlich haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre  nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während
Seite 7
C-4389/2008
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich  zu 40% arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Bst. c).
4.4.1 Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 aIVG, Art. 28 Abs. 2 IVG).
4.4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger  durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei  Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. ), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 aIVG bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG).
4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche  der Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der  und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen  eingeschränkt ist.
Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen  der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössi-
Seite 8
C-4389/2008
schen Versicherungsgerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).
4.6 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen  zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und  gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die  frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden , in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der  Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des  noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag  Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts vom 26. Januar 2006 [I 268/2005] E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache  tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre  Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 E. 2a in fine). Den Berichten und  versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit . Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet  lassen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 123 V 178 E. 3.4 sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Art. 43 Rz. 35).
Seite 9
C-4389/2008
Auf Stellungnahmen der RAD oder der ärztlichen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, nur  werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen  an einen ärztlichen Bericht genügen (vgl. Urteil des  vom 15. Dezember 2006 [I 694/05] E. 2). Die RAD-Ärzte  sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und  Qualifikationen verfügen (Urteile des Bundesgerichts vom 20. November 2007 [I 142/07] E. 3.2.3 und vom 10. April 2007 [I 362/06] E. 3.2.1). Denn die fachliche Qualifikation des Experten spielt für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein , dem Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse dienender, spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den  visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des Bundesgerichts vom 3. August 2000 [I 178/00] E. 4a).
Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der Regionalärztliche Dienst (RAD) – respektive analog der Medizinische Dienst – für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei " selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich ein Grund, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt , wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines  medizinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche  mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl.  des Bundesgerichts vom 14. Juli 2009 [9C_323/2009] E. 4.3.1  vom 14. November 2007 [I 1094/06] E. 3.1.1, beide mit ).
5. Der Beschwerdeführer beantragt die Zusprechung einer ganzen . Er stützt sich hauptsächlich auf die Begutachtungen der Schweizer Ärzte im Januar 2008. Diese hätten seine Invalidität als mindestens 70% beurteilt (act. IV/153, 154).
Seite 10
C-4389/2008
Im Folgenden ist demnach abzuklären, in welchem Mass der  erwerbsunfähig ist. Weiter ist darauf einzugehen, ob sein Rentengesuch genügend abgeklärt wurde.
5.1 Die Akten enthalten folgende – für den zu beurteilenden Zeitraum vom 28. Dezember 2006 (siehe oben E. 4.2) bis zum  vom 9. Juni 2008 (oben E. 2.3) – massgebende medizinische Akten:
- Stellungnahmen und Untersuchungsbescheide zu  der Lenden- und Halswirbelsäule in Israel:  Lendenwirbelsäule L1 – S1 vom 14. Januar 2007 (act. IV/62, 61 = 54a); MRI Lendenwirbelsäule vom 24. Januar 2007 (act. IV/59, 58 = 54); Arztzeugnisse Dr. C._, Hausarzt, vom 14. Februar 2007 und 29. März 2007 (act. IV/55a, 55); Messungen des Nervenleitvermögens vom 16. Mai 2007 (act. 56); Dr. D._, Orthopädische Chirurgie, vom 13. August 2007 (act. IV/105) und vom 12. Januar 2008 (act. IV/136, 151, 150);
- Stellungnahme ärztlicher Dienst der IVSTA vom 21. Oktober 2007, Dr. E._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, Phlebologie SGP, Vertrauensarzt (act. IV/108);
- Stellungnahme Dr. F._, M.D. Psychiatric Services, Trauma and Crisis Centre, vom 10. Dezember 2007 und 19. Januar 2008 (act. IV/149 und 156);
- Gutachten vom 8. Februar 2008, Spital V._, Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des , Prof. Dr. G._, Chefarzt, Dr. H._, Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie sowie Prof. Dr. I._, Facharzt für Neurologie (act. IV/153);
- Stellungnahmen/Arztberichte Dr. J._, Innere , vom 15. Januar 2008 und 3. März 2008 (act. IV/152, 154, 155);
- Stellungnahme ärztlicher Dienst, Dr. E._, vom 18. April 2008 (act. IV/158).
5.2 Ausserdem wurden im Beschwerdeverfahren Arztberichte von Dr. K._, Arbeitsmedizin, vom 3. September 2008 (act. 18a), Dr. L._, Orthopäde, vom 19. Februar 2009 (act. 18b), und Dr. M._, Fachärztin für Psychiatrie, vom 26. August 2009 (act. 20), alle aus Israel, eingereicht. Diese sind nur zu berücksichtigen,
Seite 11
C-4389/2008
soweit sie den Sachverhalt im fraglichen Zeitraum bis zum  vom 9. Juni 2008 betreffen (vgl. E. 2.3 und 4.2).
Weiter finden sich in den Vorakten aus dem ersten IV-Verfahren  psychiatrische Gutachten von Dr. N._, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, X._, vom 28. März 1998 und 31. Juli 1998, sowie Prof. Dr. O._, Psychiatrische , U._, vom 2. November 1998 (act. IV/84, 90, 98). Soweit sie Anhaltspunkte zum vorliegend in Frage stehenden psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers enthalten, sind sie beachtlich.
5.3 Aus orthopädischer Sicht ist dem ausführlichen Gutachten des Spitals V._ zu entnehmen, dass die Diagnose des chronischen Lumbovertebralsyndroms und der chronischen Wurzelirritation S1 links bei Diskushernie L5/S1 links und die Einschätzungen aus Israel zu weiteren Therapiemassnahmen und zur Arbeitsfähigkeit bestätigt werden. Bei unauffälligen Untersuchungsbefunden der Halswirbelsäule seien die geschilderten Zervikobrachialgien zur Zeit nicht von Bedeutung. Aufgrund der Beinschmerzen und der schmerzhaften Rücken-Funktionseinschränkung sei der Patient in seiner  Tätigkeit als Restaurateur und Metzger hinsichtlich der  Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig. Dies betreffe 80% seiner  als Selbständigerwerbender; die verbleibenden 20% an  Tätigkeit seien ihm aus orthopädischer Sicht zumutbar. Weiter seien leichte Tätigkeiten ohne Heben oder Tragen von Gewichten (über 5 kg), im Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen , mit Ausschluss von Zwangshaltungen und Tätigkeiten, die  im Stehen oder Gehen ausgeübt werden. In einer  leichten, rückengerechten Tätigkeit betrage die  mindestens vier Stunden täglich (act. IV/153 S. 12 f.).
Der Neurologe führt aus, dass es jeweils zu einer Wechselwirkung zwischen lumboischialgischen Beschwerden und Depressionen . Bezüglich der Lumboischialgie gehe er kurz- bis mittelfristig von einer eher ungünstigen Prognose für eine Besserung aus. Der weitere Verlauf sei eher schwierig zu prognostizieren. Eine langsame  über die nächsten zwei bis drei Jahre lasse sich nicht mit Sicherheit ausschliessen. In den bisherigen körperlichen  sei der Patient nicht mehr arbeitsfähig. Die administrativen Aufgaben in seinem Betrieb von 20% seien ihm jedoch ohne Ein-
Seite 12
C-4389/2008
schränkung zumutbar. In einer leichten rückengerechten Tätigkeit  die Arbeitsfähigkeit mindestens 50% oder mindestens vier  täglich ohne Einschränkung der Leistung (act. IV/153 S. 14 ff.).
Einschränkend stellen die Gutachter fest, der Beschwerdeführer leide gemäss Arztzeugnis vom 10. Dezember 2007 seit Jahren an , was zweifellos die Arbeitsfähigkeit zusätzlich beeinträchtige. Die psychiatrischen Aspekte würden separat von Dr. J._  und beurteilt.
5.4 Aus Sicht des behandelnden Psychiaters stellte Dr. F._ in seinem Bericht vom 10. Dezember 2007 und dem praktisch identischen Bericht vom 19. Januar 2008 (Faxzustellung) fest, er behandle den Beschwerdeführer seit sieben Jahren wegen einer Depression. Vor fünf Jahren habe der Versicherte als freiwilliger Sanitäter in T._ mitgeholfen. Dabei sei er blutigen Szenen von Bombenanschlägen ausgesetzt gewesen. Bei den letzten zwei , die nahe bei seinem Domizil erfolgt seien, sei er Zeuge von besonders blutigen Szenen gewesen und habe zerfetzte Leichen evakuieren müssen. Als Reaktion darauf habe er unter einer akuten traumatischen Belastungsstörung und einem posttraumatischen Stresssyndrom (post-traumatic stress disorder, PTSD) gelitten. Nach sechs Monaten Behandlung in einem speziellen Therapieprogramm habe er sich erholt, wenn auch die Angstsymptome ausgeprägter geworden seien.
Die im Dezember 2006 durch das Verhebetrauma rückenbedingten Schmerzen und die relative körperliche Unfähigkeit hätten einen schädlichen Einfluss auf seinen mentalen Zustand gehabt. Die  Einschränkung mache ihn hilflos. Dass seine Frau und seine Tochter seinen Teil der harten Arbeit ausführten, verstärke seine Schuld- und depressiven Gefühle. Er reagiere mit depressiven , wenn immer die Rückenschmerzen sich verstärkten, sich  in Ruhelosigkeit, Zorn und Weinanfällen. Der Patient befinde sich in einem Teufelskreis von Schmerz und Depression, in dem der Schmerz die Depressionszustände auslöse und diese wiederum die Schmerzschwelle herabsetzten. Aufgrund des Gesundheitszustandes seien die Psychiatriesitzungen gesteigert und die Dosen der  erhöht worden. Als Diagnose stellte Dr. F._ eine reaktive Depression sekundär zum Schmerz des unteren Rückens mit
Seite 13
C-4389/2008
Diskushernie L5/S1, bei einem Patienten mit bereits früherer Depression, fest.
5.5 Gestützt auf diesen Bericht bestanden für die Vorinstanz  dafür, dass beim Beschwerdeführer auch eine rentenrelevante psychische Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorliegen könnte. Sie bemühte sich deshalb im Rahmen der anstehenden Begutachtung in der Schweiz um einen Untersuchungstermin bei Prof. Dr. O._, der im Jahr 1998 ein Gutachten erstellt hatte (act. IV/98). Da jedoch so kurzfristig kein Termin erhältlich war, beauftragte sie den  Dr. J._ mit der Erstellung eines aktuellen Berichtes (vgl. act. 133 – 135, 152, 154, 155).
5.5.1 Dieser gibt in seinem Bericht vom 3. März 2008 an, der  sei bei ihm von 1980 – 1986 in regelmässiger  wegen schweren Depressionen, Ängsten und Phobien . Nach seiner Auswanderung 1986 (recte: 1998) seien sie in engem Kontakt geblieben. Ausführlichen Angaben zur Familiengeschichte  Ausführungen dazu, dass beim Beschwerdeführer im Jahr 1980 Depressionen und Ängste aufgetreten seien, die ihn teilweise  hätten. Nach der Auswanderung nach Israel sei die Situation dort ein Schock gewesen und die Depressionen hätten zugenommen. Er habe sein Fachwissen als Paramediker zur Verfügung gestellt und sei bei Terrorangriffen stundenlange Einsätze in der Ambulanz . Aufgrund der erlebten grausamen Szenen sei es zu Panikattacken gekommen, die in Israel psychiatrisch behandelt worden seien. Wegen des im Jahr 2006 erlittenen Verhebetraumas habe er sein  und sein damit verbundenes Restaurant reduziert. Die Ehefrau und die Tochter würden praktisch die ganze Arbeit erledigen. Die  Untätigkeit verstärke die Depressionen.
Dr. J._ hält den Patienten für zu 100% arbeitsunfähig. Er stellt die Diagnosen neurotische Depressionen mit Angstzuständen F 33.2 (schwere rezidivierende Depression), F 40.01 (Agoraphobie mit ). Er zählt im Weiteren Medikamente (ohne Dosierung) auf.  sei der Patient depressiv und völlig verunsichert, bei klarem , örtlich, zeitlich, situativ intakter Orientierung; die - und Auffassungsfähigkeit sei ohne Besonderheit, die  sei gross, es bestünden keine Denkstörungen, eine klar und zusammenhängende Sprache und keine Suizidalität.
Seite 14
C-4389/2008
Im Arztberichtsformular, ebenfalls datiert auf den 3. März 2008, gibt er als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an:  Depression mit Angstzuständen seit 1981 bzw. 1980, konstante Schmerzen bei Diskushernie L5/S1 seit 1990. Die medizinisch  Arbeitsunfähigkeit bestehe zu 30% ab 1981 und zu 100% seit 2006. Eine ergänzende medizinische Abklärung hält er nicht für .
5.5.2 In seinem früheren Bericht vom 15. Januar 2008 (act. IV/152) gibt Dr. J._ an, er habe den Patienten von 1992 bis 1994  wegen Angstzuständen und Depressionen  behandelt. Der Patient sei 1994/95 (recte: Dezember 1998) nach Israel ausgewandert und habe bei Einsätzen beim freiwilligen  (Emergency Ambulance Service) bei Terrorangriffen mehrere Schockzustände erlitten. In T._ sei er in Behandlung bei Dr. med. F._. Er suche Dr. J._ jedes Mal auf, wenn er sich in X._ aufhalte. Seine Arbeitsunfähigkeit sei zu einem grossen Anteil psychisch bedingt.
5.6 Dr. E._, ärztlicher Dienst der IVSTA, folgert in seiner zweiten Stellungnahme vom 18. April 2008 gestützt auf das -neurologische Gutachten, aus medizinischer Sicht bestehe für körperliche Schwerarbeit (Metzger, Wurster, Koch) eine 80%-ige Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 2006. Für Verweistätigkeiten bestehe jedoch eine solche von 50% bei sämtlichen administrativen Tätigkeiten in einem Restaurant/Metzgerei- und Handelsbetrieb. In der Gesamtheit erachte er aus medizinisch/betrieblichen Überlegungen eine globale 50%-ige Arbeitsunfähigkeit als gegeben. Der Beschwerdeführer habe in der Schweiz früher einen Handelsbetrieb mit Angestellten geführt, und es sei davon auszugehen, dass er vor allem auch Betriebsleiter gewesen sei. Letzteres sei wohl auch in Israel der Fall. Im Vordergrund stehe die lumbale Rückenproblematik. Auch aus psychischen Gründen erachte er die vorgeschlagenen Tätigkeiten im obigen Rahmen als zumutbar. Zusammenfassend stellte er eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit sowohl in der bisherigen wie auch in einer Verweistätigkeit fest, fügte jedoch an, zur definitiven Berechnung des IV-Grades sei allenfalls noch eine Erfolgsrechnung 2007 einzuholen (act. IV/158).
6. 6.1 Sowohl aus den Berichten der untersuchenden und behandelnden Ärzte in Israel als auch dem Gutachten der Spezialisten aus dem
Seite 15
C-4389/2008
Spital V._ geht detailliert, klar und unmissverständlich hervor, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Diskushernie jegliche bisherigen schweren Tätigkeiten als Metzger/Wurster/Koch nicht mehr ausüben kann. Es resultiert eine Arbeitsunfähigkeit von 80% im  Beruf. Zumutbar bleibt der Anteil von 20% administrativer Tätigkeit im eigenen Geschäft. Bezüglich einer leichten, , wechselbelastenden Verweistätigkeit ist gemäss den  Prof. Dr. G._, Dr. H._ sowie Prof. Dr. I._ von einer zumutbaren Tätigkeit von bis zu vier Stunden  auszugehen. Darauf ist abzustellen.
6.2 6.2.1 Was die psychiatrischen Berichte von Dr. J._ betrifft, ist festzustellen, dass er über einen Facharzttitel für innere Medizin und nicht für Psychiatrie und/oder Psychotherapie verfügt. Er gab indes gegenüber der IVSTA an, er sei von der FMH betitelt, um  Gutachten zu erstellen (act. IV/135). Zu berücksichtigen ist, dass er der langjährige behandelnde Psychotherapeut des  ist. Aus seiner Sicht ist der Beschwerdeführer zu 100% arbeitsunfähig, dies aufgrund der seit vielen Jahren bestehenden Depression (seit 1980 bzw. 1992, act. IV/152, 154), verstärkt durch die erlittenen Schockzustände während Terrorangriffen und aufgrund der rückenbedingten Schmerzen.
6.2.2 Bezüglich der früher aufgetretenen Depression geht aus den Vorakten der IV W._ hervor, dass eine mittelgradige depressive Episode ab Frühling bzw. Sommer 1997 bestand, verursacht u.a. durch Spannungen und Schwierigkeiten im sozialen Umfeld des  ab dem Jahr 1993 (act. IV/12, 84.2, 98.2). Die Episode schien per 14. Dezember 1998 – mit der Auswanderung nach Israel – überwunden, der Beschwerdeführer wurde von Dr. J._ wieder voll arbeitsfähig geschrieben (act. IV/12.2, 43, 92a, 100; vgl. aber Beurteilung Prof. Dr. O._ vom 2. November 1998, act. 98.6 f.) und die zugesprochene halbe Invalidenrente wurde befristet (act. IV/15).
6.2.3 Gemäss dem Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. F._ vom 10. Dezember 2007 steht der Patient seit sieben Jahren in Israel in psychiatrischer Behandlung. Allerdings hat der Beschwerdeführer erst wieder aufgrund des erlittenen Verhebetraumas und der auch aus psychischer Sicht geltend gemachten Gesundheits-
Seite 16
C-4389/2008
verschlechterung einen neuen Rentenantrag gestellt. Aus dem Bericht von Dr. F._ ist ersichtlich, dass Hinweise für das Vorliegen einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung bestehen.
6.2.4 Zu verweisen ist im Übrigen auch auf die Ausführungen der Gutachter im Bereich Orthopädie/Neurologie, wonach die psychische Komponente einen bedeutenden Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers haben könnte (act. IV/153.18).
6.3 Da die psychiatrischen Berichte von behandelnden Ärzten , der Bericht von Dr. J._ gemessen am Standard eines Gutachtens nur bedingt begründet ist und im Vergleich mit den früheren Akten der IV W._ zeitliche Unstimmigkeiten aufweist (z.B. Auswanderung per Dezember 1998; Beginn der Depression ca. ab 1993; Diskushernie diagnostiziert im Januar 2007, act. IV/62), haben diese Berichte nur einen beschränkten Beweiswert. Da Dr. J._ feststellt, der Patient sei örtlich, zeitlich und situativ orientiert, bezüglich der Wahrnehmungs- und Auffassungsfähigkeit keine Besonderheit bestehe und keine Denkstörungen und Suizidalität vorliege, ist aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts entgegen der Beurteilung von Dr. J._ nicht von einer vollständigen  aus psychischen Gründen sowohl im noch zumutbaren bisherigen Tätigkeitsfeld wie auch in einer angepassten Verweistätigkeit auszugehen. Der Beschwerdeführer gibt selbst an, er könne seine Gäste noch zu 20% betreuen. Das  geht jedoch davon aus, dass zusätzlich zu den -neurologischen Gesundheitseinschränkungen ein () Anteil aus psychischen Gründen hinzukommt.
6.4 Demgegenüber äussert sich Dr. E._ – notabene in einem Satz – soweit, der Umfang der von den Gutachtern des Spitals V._ festgestellten noch möglichen Tätigkeiten seien aus psychischen Gründen zumutbar. Weder setzt er sich mit den Beurteilungen der psychiatrisch behandelnden Ärzte noch mit den Feststellungen der Gutachter im somatischen Bereich auseinander, die einen zusätzlichen Einfluss der psychischen Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen, noch begründet er seine Äusserung im Einzelnen. Insbesondere fehlen Aussagen und Schlussfolgerungen zur beschriebenen Kriegstraumatisierung in Israel und zu den psychischen Auswirkungen aufgrund der Rückenproblematik, unter  einer bereits früher aktenkundigen und allenfalls andauernden –
Seite 17
C-4389/2008
damals befristet rentenrelevanten – Depression. Im Übrigen fehlt Dr. E._ zur Beurteilung einer solchen psychiatrischen  die nötige Qualifikation. Ausserdem bleibt unklar, was Dr. E._ mit einer „in der Gesamtheit aus medizinisch/ Überlegungen geschätzten globalen 50%-igen “ meint.
6.5 Demnach ist festzuhalten, dass die psychiatrischen Berichte der behandelnden Ärzte wie auch die Stellungnahme von Dr. E._ zur vorliegend zu klärenden Frage, in welchem Mass der  aus psychiatrischer Sicht erwerbsunfähig ist, als Beweismittel ungenügend sind. Es ist daher nicht nachvollziehbar, wie die  – gestützt auf die Beurteilung durch den ärztlichen Dienst – , den vom Bundesgericht festgelegten Anforderungen  Schlüsse in psychiatrischer Hinsicht ziehen konnte. Es widerspricht darüber hinaus der gesetzlichen Regelung, dass sie keinen Erwerbsvergleich vornahm, obwohl sie bei der Festlegung des Invaliditätsgrades auf eine Verweistätigkeit abgestellt hat.
6.6 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass dem  schwere Arbeiten im Sinne seiner angestammten Tätigkeit nicht mehr möglich sind. Zumutbar bleibt die administrative  im Rahmen von 20%. Weiter zumutbar sind leichte,  und wechselbelastende Verweistätigkeiten bis zu vier Stunden täglich. Das Bundesverwaltungsgericht kann jedoch – weil einerseits der Einfluss der psychischen Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit nicht genügend erstellt und andererseits kein  durchgeführt wurde – den IV-Grad und somit den  des Beschwerdeführers nicht abschliessend bestimmen beziehungsweise überprüfen.
6.7 Die Verfügung vom 9. Juni 2008 ist deshalb aufzuheben und die Sache zur Durchführung einer eingehenden psychiatrischen  in der Schweiz und neuerlichen Bestimmung der  in einer zumutbaren Verweistätigkeit unter Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse an die Vorinstanz zurückzuweisen. Bei der Neubeurteilung sind auch die im Lauf des Beschwerdeverfahrens  medizinischen Akten aus Israel (siehe oben E. 5.2) zu . Anschliessend hat die Vorinstanz einen  durchzuführen und den Rentenanspruch des  neu zu berechnen. Dabei hat die Vorinstanz in Berücksichtigung
Seite 18
C-4389/2008
dessen, dass der Beschwerdeführer selbständig erwerbend war und die Geschäfte nunmehr zu grossen Teilen von Familienmitgliedern  werden, der Frage nachzugehen, welche Berechnungsmethode (allgemeine oder ausserordentliche Methode) anzuwenden ist.
6.8 Abschliessend ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass es ihm im Rahmen der Schadenminderungspflicht (Art. 21 Abs. 4 ATSG) obliegt, (freiwillige) Tätigkeiten wie Sanitätseinsätze, die sich ungünstig auf seine psychische Gesundheit auswirken könnten, .
7. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige .
7.1 Weder der unterliegenden Vorinstanz noch dem obsiegenden  sind Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Der geleistete Kostenvorschuss ist dem  zurückzuerstatten.
7.2 Dem obsiegenden, nicht vertretenen Beschwerdeführer, welchem durch die Beschwerdeführung keine notwendigen, verhältnismässig hohen Kosten erwachsen sind, ist keine Parteientschädigung  (Art. 64 Abs. 1 VwVG).