Decision ID: 2df77556-c650-5ee4-8c3e-fa05a8599c80
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
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dass auf Asylgesuche von Personen aus verfolgungssicheren Staaten
nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eingetreten wird, ausser es gebe
Hinweise auf eine Verfolgung (Art. 34 Abs. 1 AsylG),
dass der Bundesrat Serbien als verfolgungssicheren Staat nach Art. 6a
Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet hat,
dass diese Vermutung mit konkreten Hinweisen auf eine Verfolgung im
Einzelfall umgestossen werden kann,
dass die Beschwerdeführenden in der Beschwerdeschrift vorbringen, als
Roma hätten sie "in Serbien/Montenegro" immer noch einen sehr schwe-
ren Stand und es sei schwer, dort Arbeit zu finden,
dass ihr Leben dort aussichtslos sei, da für sie aufgrund der Drohungen
eine lebensbedrohliche Situation entstanden sei,
dass vorab festzustellen ist, dass Serbien-Montenegro als Staat im Juni
2006 zu existieren aufgehört hat und die Vorbringen vor dem Hintergrund
einer Herkunft aus Serbien zu prüfen sind,
dass, wie das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht feststellt,
die Vorbringen der Beschwerdeführerin – Anhörungen des 14-jährigen
Beschwerdeführers fanden nicht statt – unglaubhaft sind,
dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin sehr schematisch und
knapp ausfielen und sie insbesondere die (angeblichen) Besuche und
Drohungen der zwei unbekannten Männer in keiner Weise plausibel und
konkret schildern konnte,
dass zudem die Aussagen der Beschwerdeführerin teilweise nicht mit den
Aussagen ihrer ehemaligen Schwiegermutter übereinstimmen, so insbe-
sondere bezüglich der Frage, wo sich die Gespräche mit den Männern
abspielten, ob die Beschwerdeführerin daran teilnahm und wann sie be-
schlossen hätten, ihren Heimatstaat zu verlassen,
dass die Beschwerdeführerin in der Anhörung mit diesen Widersprüchen
konfrontiert wurde und dazu nur vage Aussagen machte, welche die Wi-
dersprüche in keiner Art und Weise zu erklären vermögen,
dass an ihren Aussagen zudem dadurch Zweifel entstehen, als sie und ih-
re ehemalige Schwiegermutter sehr wenig voneinander wissen, was es
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unplausibel erscheinen lässt, dass sie wie behauptet zwei Jahre zusam-
men im gleichen Haus wohnten,
dass die eingereichten Dokumente (Geburtsurkunden und Bestätigung
der Staatsangehörigkeit) daran nichts zu ändern vermögen, zumal die
Beschwerdeführenden in der Beschwerdeschrift mit keinem Wort ausfüh-
ren, was sie aus den Dokumenten zu ihren Gunsten ableiten möchten,
dass das BFM damit zu Recht festgestellt hat, den Beschwerdeführenden
sei es nicht gelungen, die Vermutung, dass es sich bei Serbien um einen
verfolgungssicheren Staat handle, umzustossen,
dass das Bundesamt zu Recht nach Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylge-
such der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-
gung erteilt hat (Art. 32 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999
[AsylV 1, SR 142.311]) und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht, weshalb das BFM zu Recht die Wegweisung verfügte,
dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn
der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht
möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder
des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-
genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG und Art. 33 Abs. 1 FK),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Be-
schwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5
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AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im
vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte
für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 FoK und Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die den Beschwer-
deführenden im Heimat- oder Herkunftsland droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-
nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-
ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der Be-
schwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, zumal die Beschwerde-
führenden insbesondere mit ihrer Ausreise Ende 2009 in ihr Heimatland
und dem zweijährigen Aufenthalt dort offenbarten, dass es ihnen zumut-
bar ist, in ihr Heimatland zurückzukehren,
dass die Beschwerdeführenden weder in der Anhörung noch in der Be-
schwerdeschrift Gründe dafür vorbringen, wieso ihnen die Rückreise in
ihr Heimatland heute – im Gegensatz zu Ende 2009 – nicht zumutbar
sein sollte,
dass sie zudem in ihrem Heimatland weiterhin von ihrem in der Schweiz
lebenden Grossvater unterstützt werden können, die Beschwerdeführerin
gemäss den Aussagen ihrer ehemaligen Schwiegermutter zumindest
zeitweise auch gearbeitet hat und die beiden wohl auch in Zukunft bei ih-
rer ehemaligen Schwiegermutter wohnen können,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei-
matstaat Serbien schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihnen obliegt, bei der Beschaffung
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun,
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
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dass die Kosten des Verfahrens in Anwendung von Art. 1 - 3 und nament-
lich von Art. 2 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE,
SR 173.320.2) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63
Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: