Decision ID: ebf1516e-1060-43c6-ae5a-a1b946f766b3
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1984,
absolvierte seit dem 1
1.
August 2014
im Hinblick auf eine Ausbildung zum
H
eizungs
monteur
mit eidgenössischem Beruf
sattest (EBA) eine
Vorlehre
bei der
Y._
und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nicht
berufsunfällen versichert. Am
2
7.
September 2014 zog er sich bei einem Sturz eine
Lunatumfraktur
sowie eine mehrfragmentäre
dorsale
Triquetrumfraktur
am rechten Handgelenk
zu (
Urk.
17/1, 17/
24
, 17/43
und 17/48
). Am 2
4.
November 2014 wurde diese
operativ mittels
Panarthrodese
versorgt (
Urk.
17/18/2 f.). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (vgl.
Urk.
17/2 ff.).
Nachdem der Versicherte am 1
0.
Mai 2016 kreisärztlich untersucht worden war (vgl.
Urk.
17/57)
, teilte ihm die Suva mit Schreiben vom 1
7.
Mai 2016 mit, dass
sie die Heilungskosten- und Taggeldleistungen per 3
0.
September 2016 einstelle (
Urk.
17/61). Mit Verfügung vom 1
8.
Mai 2016 sprach sie dem Versicherten eine Integritätsentschädigung
von
Fr.
18'900.-- zu (
Urk.
17/60), was unangefochten blieb.
Mit Verfügung vom 1
3.
September 2016 verneinte sie sodann den Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (
Urk.
17/89), wogegen der Versicherte am 1
3.
Oktober 2016 Einsprache erhob (
Urk.
17/92).
Diese wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
3.
März 2017 ab (
Urk.
17/99 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
6.
April 2017 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid und die Verfügung vom
1
3.
September 2016 seien aufzuheben
,
und es sei ihm eine Rente der Unfallver
sicherung zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Die Suva
schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
Juni 2017 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
15). Mit Replik vom 1
9.
September 2017 hielt der Versicherte an seinen Anträgen fest (
Urk.
21), worauf die Suva mit Schreiben vom 2
7.
November 2017 auf das Einreichen einer Duplik verzichtete (
Urk.
26).
Mit Eingabe vom
8.
Dezember 2017 reichte der Versicherte weitere Unterlagen ein (
Urk.
28 f.). Die Suva verzichtete diesbezüglich mit Schreiben vom 1
0.
Januar 2018 auf eine Stel
lungnahme (
Urk.
32), worüber der Versicherte mit Mitteilung vom 1
1.
Januar 2018 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
33).
Mit Urteil
heutigen
Datums
wird auch
über die Beschwerde des Versicherten im Verfahren IV.2017.01345 entschieden.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Absatz 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 25. September 2015 werden
Versiche
rungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung
vom 25. September 2015, das heisst vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, nach bis
herigem Recht gewährt, weshalb im Folgenden die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Rechtslage massgebend ist.
1.2
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG]
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts [ATSG]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.
4
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss
Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
3.
März 2017 (
Urk.
2) zog die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen in Erwägung,
das Invalideneinkommen sei anhand der Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP)
zu ermitteln und für das Jahr 2016 auf
Fr.
61'640.-- festzulegen. Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
stelle sich die Frage, was der Versicherte mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne Unfall verdienen würde. Eine berufliche Weiterentwicklung sei nur zu berücksichtigen, wenn sie aufgrund konkreter Anhaltspunkte mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten wäre.
Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Ausbildung zum Heizungs
monteur EBA den Fähigkeiten des Versicherten entsprochen hätte. Das
Valideneinkommen
sei daher nicht nach
Art.
28
Abs.
1 der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV), sondern gestützt auf die Lohnstrukturerhebungen des Bun
desamtes für Statistik (LSE) festzulegen. Unter Berücksichtigung der betriebsüb
lichen Arbeitszeit sowie der Nominallohnentwicklung ergebe sich ein
Validen
einkommen
von
Fr.
67'052.-- für das Jahr 201
6.
Mittels eines Einkommensver
gleichs resultiere
somit eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von 8.07
%
, weshalb kein Rentenanspruch bestehe
. Im Übrigen würde der Versicherte
- falls von einem entsprechenden Lehrabschluss ausgegangen werde -
als Heizungsmonteur EBA gemäss Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin
Fr.
47'450.-- jährlich verdienen, was dem Mindestlohn gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) entspreche. Auch in diesem Fall würde kein Rentenanspruch resultieren
(
Urk.
2 S. 4 ff.).
2.2
Der Versicherte hielt d
iesen Ausführungen
in seiner Beschwerdeschrift vom
6.
April 2017 (
Urk.
1) zusammengefasst entgegen,
das
Valideneinkommen
sei in Anwendung von
Art.
28
Abs.
1
UVV
zu bestimmen.
Es könne insbesondere angesichts seiner im Rahmen der verlängerten
Vorlehre
erbrachten schulischen Leistungen
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass er die Voraussetzungen für den Antritt der angestrebten EBA-Lehre erfüllt hätte.
Folglich sei für das
Valideneinkommen
auf den angestrebten Beruf des Haustechnikpraktikers Heizung EBA abzustellen. Gestützt auf die LSE 2012, Tabelle TA1
Ziff.
41-43 (Baugewerbe), belaufe sich dieses in Anwendung des Kompetenzniveaus 2
für das Jahr 2016
auf
Fr.
74'285.
--
. Ein Vergleich mit dem Invalideneinkommen von
Fr.
61'640.-- ergebe damit einen Invaliditätsgrad von 17
%
und dementsprechend Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung. Selbst bei Anwendung des Kompetenzniveaus 1
belaufe
sich
der Invaliditätsgrad
ausgehend von einem
Valideneinkommen
in der Höhe
von
Fr.
69'514.--
auf
11.3
%
, weshalb auch in diesem Fall ein Rentenanspruch bestehe (
Urk.
1 S. 5 f
f
.).
2.3
Mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
Juni 2017 (
Urk.
15)
hielt die Suva an ihrer Sicht
weise fest, wonach nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegan
gen werden könne, dass der Versicherte die Lehre als Haustechnikpraktiker EBA
begonnen respektive gar
abgeschlossen hätte. In diesem Kontext seien nament
lich dessen Deutschkenntnisse unzureichend.
Folglich sei
die Berechnung des
Valideneinkommen
s
anhand der Durchschnittswerte der LSE
z
utreffend, falls nicht ohnehin auf die konkreten Zahlen der ehemaligen Arbeitgeberin abgestellt werde (
Urk.
15 S. 3 f.).
2.4
Mit Replik vom 1
9.
September 2017 (
Urk.
21)
beharrte der Versicherte darauf, dass er die angestrebte EBA-Lehre
im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit abgeschlossen hätte.
Im Übrigen sei es Fakt, dass in der boomenden Baubranche deutlich über dem GAV-Mindestansatz liegende Saläre bezahlt wür
den. Auch
mit Blick auf die konkreten
Ergebnisse des Lohnrechners des Schwei
zerischen Gewerkschaftsbundes ergebe sich ein
Valideneinkommen
, welches einen Invaliditätsgrad von über 10
%
nach sich ziehe (
Urk.
21 S. 2 ff.).
3.
Vorab ist
der Vollständigkeit halber
festzuhalten, dass
einerseits
die Einstellung
der Heilungskosten- und Taggeldleistungen per Ende September 2016 (vgl.
Urk.
17/61) weder bestritten, noch von Amtes wegen zu beanstanden ist.
Ande
rerseits
ist aufgrund der medizinischen Aktenlage - namentlich in Anbetracht der Ergebnisse der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
0.
Mai 2016 - mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem Beschwerdeführer die bis zum
Sturz
am
2
7.
September 2014 im Rahmen einer
Vorlehre
ausgeübte Tätigkeit als Hei
zungsmonteur infolge der erlittenen Verletzungen am rechten Handgelenk nicht mehr zumutbar
ist
.
Für
leichte bis mittelschwere manuelle Tätigkeiten, welche dem individuellen Belastungsprofil entsprechen, besteht demgegenüber eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (vgl.
Urk.
17/57/5).
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist allerdings strittig, ob die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad mittels eines Einkommensvergleichs korrekt festgelegt und einen Rentenanspruch
berechtigterweise
verneint hat (vgl. E. 2.1 ff.).
4.2
Das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin
mittels DAP
ermittelt und für das Jahr 2016 auf
Fr.
61'640.-- festgesetzt (
Urk.
2 S. 4). In Anbetracht des Umstandes, dass der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, erweist sich dieses Vorgehen ohne Wei
teres als zulässig (vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweisen)
, und es wird
denn
auch vom Beschwerdeführer selbst
zu Recht
nicht beanstandet (vgl.
Urk.
1 S. 6).
Das Invalideneinkommen ist somit auf
Fr.
61'640.-- festzulegen.
4.3
4.3.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
4.3.2
Die Parteien sind sich uneinig darüber, ob der Versicherte im Gesundheitsfall
die Lehre
zum Haustechnikpraktiker Heizung EBA
absolviert hätte. Während dies die Beschwerdegegnerin
in
Abrede
stellt
,
vertritt der Versicherte die Auffassung, dass er die EBA-Lehre ohne den Eintritt der Invalidität
angetreten und
abgeschlossen hätte
(vgl. E. 2.1 ff.)
.
Diese Fragestellung kann vorliegend allerdings
offen gelassen
werden.
Mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit sprechen die Umstände dafür, dass der Beschwer
deführer ohne den Gesundheitsschaden die begonnene Ausbildung zum Hei
zungsmonteur mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) absolviert und hernach in diesem Beruf gearbeitet hätte. Der Beschwerdeführer befand sich im Zeitpunkt des Unfalls in der
Vorlehre
. Zwar waren schulische Schwierigkeiten aufgetreten und ist die
Vorlehre
deswegen verlängert worden (Urk. 17/48), jedoch ändert dies nichts am Umstand, dass die Ausbildung konkret angestrebt und bis zum Unfall die dafür nötigen Schritte eingeleitet respektive umgesetzt wurden. Der gegentei
ligen Auffassung der Beschwerdegegnerin (Urk. 2 S. 4 f.
Ziff.
4
lit
. a) ist nicht beizupflichten.
Zwecks Festlegung des
Valideneinkommens
ist demnach nicht auf die LSE abzu
stellen, sondern es
rechtfertigt sich,
den
Gesamtarbeitsvertrag (GAV) in der Schwei
zerischen Gebäudetechnikbranche
heranzuziehen
.
Dessen allgemeinver
bindlich erklärten Bestimmungen - wozu
namentlich
auch jene betreffend Min
destlöhne gehören (vgl.
Bundesratsbeschluss über die
Allgemeinverbindlicherklärung
des Gesamtarbeitsvertrages in der Schweizerischen Gebäudetechnikbranche vom 1
6.
Dezember 2013) -
gelten insbesondere für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Installations-, Reparatur- und Servicefirmen im Branchenbereich Heizung (
Art.
3.2.1
lit
. c GAV).
Der GAV spiegelt das Lohnniveau für die betreffenden Tätigkeiten somit präziser und aussagekräftiger wider, als die in der LSE
für das gesamte Baugewerbe aufgeführten Werte (Tabelle TA1
_tirage_skill_level,
Ziff.
41-43).
Gemäss
Art.
39
f.
und Anhang 8 des GAV hätte der Versicherte im ersten Jahr nach Abschluss der EBA-Lehre Anspruch auf einen monatlichen Min
destbruttolohn von
Fr.
3'650.--
und auf eine Jahresendzulage respektive einen 1
3.
Monatslohn
gehabt
, was ein jährliches Bruttoeinkommen von
Fr.
47'450.-- ergibt.
Die ehemalige Arbeitgeberin des Versicherten hätte gemäss ihrer Auskunft vom 1
5.
August 2016 ebenfalls diesen Lohn aus
gerichtet
(
Urk.
17/83).
Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach er angesichts der boomenden Baubranche mindestens
Fr.
69'514.-- verdient hätte, erweist sich vor diesem Hintergrund als nicht stichhaltig.
Es ist unwahrscheinlich, dass er unmit
telbar nach Lehrabschluss und ohne entsprechende Berufserfahrung über
Fr.
2'000.-- pro Monat mehr verdient hätte, als im GAV
minimal
vorgesehen
.
Auch mit den im Anhang 8 des Gesamtarbeitsvertrages für die Jahre nach dem Lehrabschluss wiedergegebenen Lohnsteigerungen ergibt sich sodann kein über das Invalideneinkommen hinausgehender Verdienst.
Für den Fall, dass der Beschwerdeführer die angestrebte EBA-Lehre abgeschlossen hätte, kann somit festgehalten werden, dass das Invalideneinkommen von
Fr.
61'640.-- das
Valideneinkommen
übersteigen und folglich ein negativer Invaliditätsgrad resultieren würde.
Ein Anspruch auf eine Rente der Unfallver
sicherung
ist
unter diesen Umständen
ausgeschlossen.
Zum selben Ergebnis führt die Annahme, dass der Versicherte die angestrebte Ausbildung im Gesundheitsfall nicht absolviert hätte. Entsprechend den zutref
fenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
1 S. 6)
wäre das
Valideneinkommen
in dieser Situation anhand der LSE 2014
zu berechnen, wobei
auf den monatlichen Bruttolohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerk
licher Art von Fr. 5'312.-- abzustellen
wäre
(Tabelle
TA1
_tirage_skill_level
, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenz
niveau und Geschlecht, Privater Sek
tor, Total,
Kompetenzniveau 1
, Männer
).
Auf
gerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen, A-S) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von 2’220 Punkten im Jahr 2014 auf 2’239 Punkte im Jahr 2016 (vgl. www.bfs.admin.ch) ergibt dies bei einem zumutbaren Arbeits
pensum von 100 % ein Bruttoeinkommen von Fr. 67'021.86 jährlich (Fr. 5'312.-- / 40 * 41.7 * 12 / 2'220 * 2
‘
239).
Ein Einkommensvergleich führt damit zu einem nicht rentenanspruchsbegründenden Invaliditätsgrad von 8.03
%
beziehungs
weise 8
%
([
Fr.
67‘
021.86 .
/.
Fr.
61‘640.--] * 100 /
Fr.
67‘021.86; zu den Run
dungsregeln:
BGE 130 V 121
).
4.4
Zusammenfassend
hat der Beschwerdeführer mangels eines Invaliditätsgrades von mindestens 10
%
keinen Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung. Der
angefo
chtene
Einspracheentscheid
vom
3.
März 2017 (
Urk.
2)
erweist sich
daher
im Ergebnis als korrekt
, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (
Art.
1
Abs.
1 UVG in Verbindung mit
Art.
61
lit
. a ATSG).