Decision ID: 642e074b-5353-5047-8b6c-3032f48cbb25
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 28. Mai 2010 verliess und am 5. Juli 2010 in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte,
dass am 7. Juli 2010 beim Beschwerdeführer eine  durchgeführt und im entsprechenden Bericht ein Knochenalter von 18 Jahren festgehalten wurde (A6/1),
dass das BFM den Beschwerdeführer am 20. Juli 2010 im Centro di Registrazione e di Procedura di Chiasso (CRP) summarisch befragte (A1/16),
dass er dabei geltend machte, er sei Schiite tadjikischer Ethnie, stamme aus dem Distrikt B_ in der Provinz Herat, sei am (....) (... 1993) geboren und sei siebzehneinhalb Jahre alt,
dass er Probleme bekommen habe, da sein Vater für [NGO] gearbeitet habe, weshalb er bereits 15-jährig, kurz nach dem Tode seines Vaters am 4. April 2008, die Schule habe verlassen müssen und in einem [Geschäft] gearbeitet habe,
dass seine Familie nach dem Tode seines Vaters Land verkauft habe und er mit diesem Geld Teilhaber im [Geschäft] geworden und für die Familie verantwortlich gewesen sei,
dass seine Mutter und seine Schwester Bekanntschaft mit einer Frau gemacht hätten und diese kurz darauf seine Schwester als Ehefrau für ihren Bruder C_, einen Sunniten, welcher bei der Kriminalpolizei arbeite und bereits verheiratet sei, vorgesehen habe,
dass C_ kurze Zeit darauf beim Beschwerdeführer zuhause vorgesprochen und seine Einwilligung zur Heirat mit seiner Schwester verlangt habe,
dass er, da seine Schwester bereits ihrem Cousin versprochen  und C_ Sunnite und bereits verheiratet gewesen sei,  habe,
dass er am nächsten Tag auf dem Weg zur Arbeit von C_ und seinen Leuten verschleppt und mittels Gewalt dazu gezwungen wor-
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den sei, ein Dokument zu unterschreiben, mit welchem er in die Heirat seiner Schwester mit C_ eingewilligt habe,
dass er nach seiner Freilassung nach Hause gegangen sei und mit seiner Mutter und seiner Schwester beschlossen habe zu fliehen,
dass sie daraufhin zusammen nach D_ im Iran geflohen seien, von wo aus er weiter in die Schweiz gereist sei,
dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung im CRP auch das rechtliche Gehör zum Ergebnis der Handknochenanalyse gewährt und ihm dargelegt wurde, dass das BFM aufgrund seiner Aussagen davon ausgehe, er sei volljährig, und ihm keine Vertrauensperson ,
dass der Beschwerdeführer an seiner Minderjährigkeit festhielt und ausführte, dass er die von ihm zuvor erwähnten Dokumente ( eine Identitätskarte), welche seine Minderjährigkeit beweisen würden, aus dem Iran werde kommen lassen,
dass der Beschwerdeführer am 26. Juli 2010 seine Identitätskarte, einen Schulausweis sowie eine Mitgliederkarte der  einreichte (A12/1),
dass das BFM am 3. August 2010 eine Anhörung durchführte (A13/12), bei der eine Hilfswerkvertreterin, aber keine  anwesend war,
dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 9. September 2010 (zugestellt am 10. September 2010) abwies und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,
dass die Vorinstanz zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer trage nach Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 22 die Beweislast für seine Minderjährigkeit und müsse diese zumindest glaubhaft machen,
dass er jedoch nicht in der Lage gewesen sei, die behauptete Minder - jährigkeit glaubhaft zu machen, da er bei seiner Ankunft in der Schweiz angegeben habe, er sie am (...) geboren, was dem (...) 1993 entspreche,
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dass er demgegenüber in der Befragung zur Person am 20. Juli 2010 angegeben habe, er sei siebzehneinhalb Jahre alt, was nicht seinem angegebenen Geburtsdatum entsprechen könne,
dass er nicht in der Lage gewesen sei anzugeben, wann er die Schule begonnen und wann er sie abgeschlossen habe, und zudem keine präzisen Angaben zu den Geburtsdaten seiner Eltern habe machen können,
dass seine ausführlichen und in sich schlüssigen Darlegungen im  mit seinen Asylgründen ebenfalls darauf schliessen liessen, dass er volljährig sei,
dass er durch seine Aussagen demnach seine behauptete  nicht habe glaubhaft machen können,
dass die Handknochenanalyse vom 7. Juli 2010 ein Alter von  18 Jahren ergeben habe, was ein weiterer Hinweis auf seine  sei,
dass die vom Beschwerdeführer nachgereichte afghanische  nur einen äusserst geringen Beweiswert besitze, da solche Dokumente in Afghanistan ohne weiteres unrechtmässig erworben werden könnten,
dass selbst bei Echtheit des Dokumentes keine definitiven  auf das Alter des Beschwerdeführers möglich seien, da auf der Identitätskarte lediglich angeführt werde, dass er im Jahr 1384 (was den Jahren 2005 oder 2006 entspreche) zwölf Jahre alt gewesen sei,
dass deshalb von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers  sei, weshalb ihm keine Vertrauensperson für die weitere Anhörung zugeteilt worden sei,
dass die Vorinstanz zur Begründung im Asylpunkt sodann festhielt, die Ausführungen des Beschwerdeführers seien unsubstanziiert und , weshalb sie insgesamt nicht geglaubt werden könnten,
dass das BFM weiter darlegte, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Prüfung des Wegweisungsvollzugs die Folgen der Beweislosigkeit
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zu tragen habe und sich nicht auf seine angebliche Minderjährigkeit berufen könne,
dass sich die allgemeine Sicherheitslage in Afghanistan zwar  habe und angespannt bleibe,
dass der Beschwerdeführer jedoch geltend mache, aus der Provinz Herat, wo nicht von einer permanent instabilen Situation gesprochen werden müsse, zu stammen und dort ein hinreichendes soziales Netz bestehen dürfte,
dass der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Verfügung mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 8. Oktober 2010 (Datum des ) beim Bundesverwaltungsgericht anfechten und die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, die Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz sowie die Rückweisung der angefochtenen Verfügung in den Dispositivpunkten 1 und 2 an die  zu korrekten Ermittlung des Sachverhaltes sowie in  Hinsicht die unentgeltliche Prozessführung samt Entbindung von der Vorschusspflicht (Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) beantragen liess,
dass er zur Begründung geltend machte, die Anhörung vom 3.  2010 sei zu Unrecht ohne Beisein einer Vertrauensperson durchgeführt worden,
dass bei Knochenaltersanalysen gemäss Rechtsprechung des  beziehungsweise der ARK  von bis zu drei Jahren zwischen dem wirklichen Alter und dem Knochenalter zu berücksichtigen seien,
dass die radiologische Analyse des Beschwerdeführers jedoch  eine Abweichung von sechs Monaten ergeben habe, weshalb aus dem Ergebnis nicht auf die Volljährigkeit des Beschwerdeführers  werden könne,
dass die vom Beschwerdeführer eingereichte Identitätskarte sein  Alter bestätige und das BFM, obwohl gemäss einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Juni 2010 eine Tazkara ohne eingehende Prüfung nicht als Fälschung deklariert werden dürfe, diese als Fälschung deklariere, indem es ohne weitere Abklärungen
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zum Schluss komme, dass der Identitätsausweis keinen definitiven Rückschluss auf das Alter des Beschwerdeführers liefere,
dass die von der Vorinstanz angeführte Ungereimtheit zu den  des Beschwerdeführer hinsichtlich seines Geburtsdatums  dessen, dass es sich lediglich um eine Zeitdifferenz von zwei Monaten handle, nicht als Widerspruch gewertet und als Grund für die Unglaubhaftigkeit seiner Minderjährigkeit dienen könnten,
dass weiter die Unreife in seinem Erzählstil wie auch die Erscheinung des Beschwerdeführers nicht auf seine Volljährigkeit schliessen lasse,
dass demnach das BFM zu Unrecht von der Volljährigkeit des  ausgegangen sei und die Anhörung vom 3.  2010 ohne Anwesenheit einer Vertrauensperson durchgeführt habe,
dass deshalb die Schlussfolgerungen des BFM, die Vorbingen des Beschwerdeführers seien unglaubhaft und hielten den Anforderungen an Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand, so dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse, nicht rechtmässig seien, weshalb die Sache bezüglich der Dispositiv - punkte 1 und 2 der angefochtenen Verfügung zur korrekten Ermittlung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen seien,
dass auf die weiteren Beschwerdevorbringen, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,
dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 18.  2010 auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete und das Gesuch gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG guthiess,
dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 20. Oktober 2010 seine Kostennote zu den Akten reichte,
dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 27. Oktober 2010 ohne weitere Ausführungen an ihrer Verfügung festhielt und die  der Beschwerde beantragte,
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und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung hat,
dass er daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass vorab zu prüfen ist, ob die Vorinstanz im angefochtenen  zu Recht von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers  von der nicht glaubhaft gemachten Minderjährigkeit ,
dass im Ergebnis der Handknochenanalyse von einem angegebenen Alter des Beschwerdeführers von 17 Jahren und sechs Monaten , ein Knochenalter von 18 Jahren diagnostiziert und der Name des die Analyse durchführenden Arztes angegeben wurde (A6/1),
dass weiter keinerlei Angaben im Analyseergebnis enthalten sind,
dass namentlich keine Angaben zur angewandten Analysemethode beziehungsweise zur Interpretation der festgestellten Ergebnisse, zu den zu berücksichtigenden Standardabweichungen und ähnlichem gemacht werden, sondern einzig festgehalten wird, das Knochenalter betrage „maggiore 18 anni“ und weiche signifikant vom behaupteten
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Alter ab („l'età ossea si differenzia significativamente dall'età “; vgl. A6/1),
dass die Analyse demnach den gemäss nach wie vor geltender Praxis an solche "Gutachten" zur Altersbestimmung gestellten formalen und inhaltlichen Anforderungen keineswegs zu genügen vermag (vgl. EMARK 2004 Nr. 31 E. 7),
dass die durchgeführte Handknochenanalyse unter diesen  offensichtlich ein blosses und zudem schwaches Indiz für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers darstellt,
dass gemäss der weiterhin zu beachtende Praxis der ARK  Ergebnisse einer radiologischen Knochenaltersbestimmung keine sicheren Schlüsse auf die Voll- oder Minderjährigkeit zulassen und generell nur einen beschränkten Aussagewert haben (vgl. EMARK 2000 Nr. 19 E. 7a, EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.2 S. 210 f.)
dass namentlich eine Standardabweichung zwischen dem  und dem tatsächlichen Alter von zweieinhalb bis drei Jahren noch als innerhalb des Normalbereichs liegend gelten muss und eine  in Fällen, wo das vom Betreffenden behauptete  im Vergleich zum festgestellten Knochenalter innerhalb dieser Standardabweichung liegt, keine Rückschlüsse zulässt, die Angaben des Betreffenden beruhten auf Täuschung (vgl. Grundsatzurteil EMARK 2000 Nr. 19),
dass angesichts des geringen Beweiswerts einer solchen  bei der vorfrageweisen Prüfung des Alters einer ihre Minderjährigkeit behauptenden asylsuchenden Person der Würdigung ihrer eigenen Angaben zum Alter selbst und zur allfällig unterbliebenen Abgabe von Identitätspapieren in aller Regel entscheidende  zukommt,
dass die Vorinstanz der Analyse aufgrund ihrer rudimentären  und ihrer inhaltlichen Aussage, wonach die Abweichung von Knochenalter und angegebenem Alter lediglich sechs Monate betrage (was ohne weiteres in den Rahmen der möglichen  fällt), demnach zu Recht lediglich den Wert eines Hinweises zukommen liess und weitere Argumente zur Begründung der Annahme der Volljährigkeit des Beschwerdeführers anführte,
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dass jedoch die angeführten Argumente nicht zu überzeugen ,
dass, wie in der Beschwerde zu Recht angeführt, der von der  angeführte Widerspruch zwischen dem vom Beschwerdeführer genannten Geburtsdatum (... 1993) und seiner allgemeinen  (siebzehneinhalb Jahre) lediglich zwei Monate beträgt und deshalb unwesentlich ist,
dass der Beschwerdeführer sein Geburtsdatum (mit Ausnahme des Anhangs des Personalienblattes [A2/3], welches vom Securitas- ausgefüllt wurde [A1, S. 2]), bei sämtlichen Befragungen übereinstimmend angab,
dass im Übrigen der Beschwerdeführer anlässlich seiner Befragung im CRP auf seine Identitätskarte, welche er vor circa fünf Jahren als Zwölfjähriger in B_ ausgestellt bekommen habe, verwies und deren Nachsendung in Aussicht stellte (A1, S. 5 f.),
dass die am 26. Juli 2010 eingereichten Dokumente nach der CRP- Anhörung vom 20. Juli 2010 in S_/Iran aufgegeben wurden, was einen Hinweis auf die Glaubhaftigkeit des Beschwerdeführers darstellt, da seine diesbezüglichen Angaben, welche er vor Eintreffen der Dokumente gemacht hat, mit den Angaben auf den Dokumenten übereinstimmen,
dass auch seine Angaben, der Identitätsausweis sei bei seiner Familie in D_ geblieben (vgl. A1 S. 5), bestätigt worden sind,
dass denn auch aus den eingereichten Dokumenten eine  des Beschwerdeführers hervorgeht, welche nicht ohne weitere und eingehende Überprüfung der Dokumente von der Hand zu weisen ist,
dass insbesondere das Identitätspapier, welches keine offensichtlichen Fälschungsmerkmale aufweist, sein angegebenes Alter belegen , da, wie von der Vorinstanz vermerkt und übersetzt, darin  wird, dass der Beschwerdeführer 1384 (2005/2006) zwölfjährig gewesen sei,
dass es sich dabei zweifellos um ein weiteres Indiz für seine  handelt und die pauschale Behauptung des BFM, dem Iden-
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titätsausweis komme kein hinreichender Beweiswert zu, keine seriöse Auseinandersetzung mit dem Beweismittel darstellt,
dass auch die Angaben im Gewerkschaftsausweis die Aussagen des Beschwerdeführers bezüglich seiner Tätigkeit im [Geschäft] (A1, S. 7) bestätigen, da dieser (gemäss Übersetzung der Vorinstanz) 1386 (2007/2008) ausgestellt wurde,
dass sich die Vorinstanz zudem in ihrer eigenen Argumentation massiv widerspricht, wenn sie einerseits ausführt, die Vorbringen des  zu seinen Asylgründen seien derart ausführlich und in sich schlüssig, dass daraus auf seine Volljährigkeit geschlossen werden könne, andrerseits aber bei der Wertung der Asylvorbringen die selben Aussagen als unsubstanziiert betrachtet,
dass nach dem Gesagten weder das Aussageverhalten des  noch seine Angaben zum Alter noch seine  Dokumente gegen die geltend gemachte Minderjährigkeit sprechen,
dass in Würdigung der Aktenlage die Anhaltspunkte für die  des Beschwerdeführers vielmehr überwiegen,
dass ihm im Sinne der besonderen Verfahrensbestimmungen für  vor der Anhörung zu den Asylgründen eine rechtskundige Vertrauensperson hätte bestellt werden müssen,
dass dies unterblieben ist und demnach ein Verfahrensfehler vorliegt, weshalb die Anhörung des Beschwerdeführers im Rahmen der  als rechtsungenüglich qualifiziert werden muss,
dass eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu bejahen ist,
dass Anhörungen von minderjährigen Asylsuchenden ohne  im Allgemeinen zur Kassation des vorinstanzlichen  führen (vgl. EMARK 1998 Nr. 13),
dass sich vorliegend keine Gründe ergeben, von der beizubehaltenden Praxis der ARK abzuweichen,
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dass das BFM demnach Bundesrecht verletzt hat, indem es zu  von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers ausging und ihm für die einlässliche Anhörung keine Vertrauensperson beiordnete,
dass die Beschwerde somit gutzuheissen, die angefochtene Verfügung des BFM vom 9. September 2010 aufzuheben und die Sache zur  Fortsetzung des Verfahrens und zur Neubeurteilung an die  zurückzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass obsiegende Parteien Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten haben (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in seiner Kostennote vom 20. Oktober 2010 einen Aufwand von 7 Stunden à Fr. 180.-- sowie Porti, Auslagen und Dolmetscherkosten von insgesamt Fr. 170.- ,
dass dieser Aufwand angemessen erscheint, weshalb die  zu Lasten des BFM insgesamt auf Fr. 1430.- festgesetzt wird (Art. 14 VGKE).
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