Decision ID: 21e56865-058e-4075-9331-cbaafb20a619
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
I. Sachverhalt:
1. Mit Entscheid vom 7. November 2016 erteilte die Gemeinde B._
(nachfolgend Gemeinde) der A._ AG die Baubewilligung für eine
Tankstelle mitsamt Shop und Autowaschanlage auf den Parzellen
Nrn. C._ und D._. Dabei wurden basierend auf einer
approximativen Bausumme von CHF 3'000'000.-- und der Einordnung des
Bauvorhabens in die Objektklasse 3 provisorische Anschlussgebühren für
Wasser und Abwasser von insgesamt CHF 156'000.-- (exkl. MWST)
veranlagt. Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
2. In der Folge sprach die A._ AG bei der Gemeinde vor. Anlässlich
einer Besprechung vom 13. Januar 2017 wurde geltend gemacht, dass
eine Umklassifizierung des Bauvorhabens von der Objektklasse 3 in die
Objektklasse 2 vorzunehmen sei. Begründend brachte die A._ AG
vor, auf die Autowaschanlage würden 1/3 und auf die Tankstelle mitsamt
Shop 2/3 der Gesamtbaukosten entfallen. Die Tankstelle mitsamt Shop
habe keinen hohen Wasserverbrauch. Die Autowaschanlage werde
zudem mit einer aufwändigen Wasserrückgewinnungsanlage
ausgestattet, was den Wasserverbrauch erheblich reduziere.
3. Mit Beschluss vom 27. Februar 2017 wies die Geschäftsleitung der
Gemeinde den Antrag auf Umklassifizierung mit der Begründung ab, die
in der Baubewilligung vom 7. November 2016 vorgenomme Qualifikation
des Bauvorhabens in die Objektklasse 3 sei unangefochten geblieben.
Allerdings werde die ökologische Autowaschanlage und die damit
einhergehenden Mehraufwendungen von CHF 28'600.-- dadurch
gewürdigt, indem die Anschlussgebühren um diesen Betrag reduziert
würden. Über diesen Beschluss wurde die A._ AG mit Schreiben vom
10. Januar 2017 (recte 10. März 2017) in Kenntnis gesetzt. Gleichzeitig
wurde sie auch darüber in Kenntnis gesetzt, dass die provisorische
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Rechnung für die Anschlussbeiträge um den Betrag von Fr. 28'600.--
reduziert werden würde.
4. Am 9. November 2018 wurden der A._ AG unter Anrechnung der
zugesprochenen Reduktion von CHF 28'600.00 provisorische
Anschlussgebühren für Wasser und Abwasser von insgesamt
CHF 37'329.90 in Rechnung gestellt. Dieser Rechnungsbetrag basierte
auf einem Betrag von 80% der approximativen Bausumme von CHF
2'500'000.-- und der Einteilung des Bauvorhabens in die Objektklasse 3.
5. Am 8. Januar 2020 wurden der A._ AG auf Grundlage der amtlichen
Schätzung vom 2. Oktober 2019 und unter Anrechnung der von ihr
geleisteten provisorischen Anschlussgebühren von CHF 37'329.90
definitive Anschlussbeiträge von insgesamt CHF 24'749.70 in Rechnung
gestellt. Dieser Rechnungsbetrag basierte auf einem Neuwert von CHF
1'347'000.-- und der Einteilung des Bauvorhabens in die Objektklasse 3.
Am 24. Januar 2020 wurde die Rechnung vom 8. Januar 2020
dahingehend korrigiert, als bei einem anschlusspflichtigen Betrag von
CHF 332'400.-- – und unter Anrechnung der geleisteten provisorischen
Anschlussgebühren von CHF 37'329.90 – neu definitive
Anschlussgebühren von CHF 14'578.80 resultierten.
6. Dagegen erhob die A._ AG am 6. Februar 2020 Einsprache und
verlangte (i) die Aufhebung der Rechnung vom 8. Januar 2020, (ii) die
Festsetzung der definitiven Anschlussgebühren auf insgesamt CHF
20'635.30, (iii) die Anrechnung der mit Schreiben vom 17. März 2017
zugesprochenen Reduktion von CHF 28'600.-- auf diesen
Rechnungsbetrag sowie (iv) die Rückerstattung der bezahlten
provisorischen Anschlussgebühren von CHF 37'329.90.
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7. Mit Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 wurde die Einsprache vom 6.
Februar 2020 teilweise gutgeheissen, indem die Anschlussgebühren auf
Basis eines anschlusspflichtigen Betrags von CHF 332'400.-- berechnet
und die Tankstelle mitsamt Shop und Autowaschanlage in die
Objektklasse 2 umklassifiziert wurden. Dadurch wurden die definitiven
Anschlussgebühren neu auf CHF 17'554.05 festgesetzt sowie die
Rückerstattung der geleisteten provisorischen Anschlussgebühren im
Umfang von CHF 19'775.85 verfügt.
8. Dagegen erhob die A._ AG am 10. Juni 2020 Beschwerde beim
Gemeindevorstand und beantragte die Aufhebung des
Einspracheentscheides vom 11. Mai 2020, soweit die von der
Geschäftsleitung am 27. Februar 2017 beschlossene Reduktion von CHF
28'600.-- auf die definitiven Anschlussgebühren verweigert wurde. Die
Anschlussgebühren seien basierend auf einem anschlusspflichtigen
Betrag von CHF 332'400.-- auf CHF 17'554.05, eventuell auf CHF
20'635.30 (inkl. MWST), festzusetzen. Auf diesen Betrag sei die am 27.
Februar 2017 beschlossene Reduktion von CHF 28'600.-- anzurechnen
und es seien die bereits bezahlten provisorischen Anschlussgebühren von
CHF 37'329.90 zu erstatten. Begründend wurde im Wesentlichen geltend
gemacht, dass durch den angefochtenen Einspracheentscheid der
selbständige Beschluss der Geschäftsleitung vom 27. Februar 2017
widerrufen werde. Die Voraussetzung des Widerrufs seien indes nicht
gegeben. So hätten sich seit Beschlussfassung die Verhältnisse nicht
geändert. Ein Widerruf stehe zudem ihrem berechtigten Vertrauen in die
behördliche Finanzierung einer ökologischen Autowaschanlage entgegen.
9. Mit Entscheid des Gemeindevorstandes vom 11. August 2020 wurde die
Beschwerde abgewiesen und der angefochtene Einspracheentscheid vom
11. Mai 2020 bestätigt. Zur Begründung wurde geltend gemacht, dass die
Reduktion von CHF 28'600.-- ausschliesslich im Rahmen des
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provisorischen Veranlagungsverfahrens beschlossen worden sei. Die
provisorische Festlegung der Anschlussgebühren habe weder in Bezug
auf den Neuwert noch die Objektklasse präjudizielle Wirkung. Der
Beschluss vom 27. Februar 2017 bilde somit keine Vertrauensgrundlage.
Des Weiteren seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach die
Geschäftsleitung die Reduktion der provisorischen Anschlussgebühren
um CHF 28'600.-- selbst für den Fall habe gewähren wollen, dass sich der
anschlusspflichtige Betrag schliesslich auf CHF 332'400.-- belaufe. Dies
hätte nämlich im Endergebnis eine Befreiung von der Gebührenpflicht zur
Folge. Einen sachlichen Grund, weshalb von der Erhebung einer
Anschlussgebühr abgesehen werden sollte, sei nicht ersichtlich;
schliesslich werde die Autowaschanlage – wenn auch in geringerem
Masse – Wasser verbrauchen. Die geltend gemachte Reduktion von CHF
28'600.-- habe ausschliesslich unter der Bedingung einer erheblichen
relevanten Bausumme sowie der Einteilung des Bauvorhabens in die
Objektklasse 3 gestanden. Ein fester Zuschuss oder eine Befreiung von
der Gebührenpflicht habe indes nicht zur Diskussion gestanden. Vor
diesem Hintergrund sei der Entscheid vom 11. August 2020 nicht zu
beanstanden.
10. Gegen den Entscheid vom 11. August 2020 reichte die A._ AG
(nachfolgend Beschwerdeführerin) Beschwerde beim Verwaltungsgericht
des Kantons Graubünden ein und beantragte die Aufhebung desselben.
Die Anschlussgebühren seien basierend auf einem anschlusspflichtigen
Betrag von CHF 332'400.-- auf CHF 17'554.05, eventuell auf CHF
20'635.30 (inkl. MWST), festzusetzen. Auf diesen Betrag sei die am 27.
Februar 2017 beschlossene Reduktion von CHF 28'600.-- anzurechnen
und es seien die bereits bezahlten provisorischen Anschlussgebühren im
Betrag von CHF 37'329.90 zu erstatten. Beim Beschluss vom 27. Februar
2017 handle es sich um eine Verfügung der hierfür zuständigen Behörde,
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die unter dem Vertrauensschutz stehe und nur unter den
Voraussetzungen von Art. 25 VRG widerrufen werden könne. Diese
Voraussetzungen seinen indes nicht erfüllt. Als Vertrauensgrundlage gelte
der Beschluss der Geschäftsleitung vom 27. Februar 2017 bzw. das
Schreiben vom 10. März 2017, mit welchem eine Reduktion der
Anschlussgebühren um CHF 28'600.-- zugesichert worden sei. Mit dieser
Reduktion habe die Beschwerdegegnerin die Mehraufwendungen im
Zusammenhang mit dem Bau der wassereffizienten Autowaschanlage
würdigen wollen. Gestützt auf die zugesprochene Reduktion der
Anschlussgebühren um CHF 28'600.-- sei die (wassereffiziente)
Autowaschanlage installiert und am 8. August 2018 in Betrieb genommen
worden. Der Beschluss der Geschäftsleitung vom 27. Februar 2017 stelle
eine Verfügung dar, die mit Schreiben vom 10. März 2017 eröffnet worden
sei. Soweit sich die Gemeinde mit Entscheid vom 11. August 2020 nun
von der gewährten Reduktion der Anschlussgebühren um CHF 28'600.--
distanzieren wolle, stelle dieses Vorgehen einen Widerruf des
Beschlusses vom 27. Februar 2017 bzw. der Verfügung vom 10. März
2017 dar. Die Bausumme habe sich gegenüber dem Baugesuch nicht
erheblich verändert. Im Gegenteil: Es sei sogar noch mehr investiert
worden als bei Baubeginn veranschlagt. Es handle sich um einen
Gewerbebau, weshalb die Investitionen – obschon die Tank- und
Autowaschanlage fest mit dem Gebäude verbunden sei – nicht in den
amtlichen Gebäudeneuwert eingeflossen seien. Diese
Bewertungsmethode könne indes nicht ihr angelastet werden. Zudem
stünden ihre (privaten), nämlich das Vertrauen in die zugesicherte
Reduktion der Anschlussgebühren um CHF 28'600.--, einem Widerruf
entgegen.
11. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Oktober 2020 beantragte die Gemeinde
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde.
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Soweit die Beschwerdeführerin gestützt auf einen anschlusspflichtigen
Betrag von CHF 332'400.-- die Festsetzung der Anschlussgebühren auf
CHF 17'554.05 beantrage, sei auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Beschwerdethema bilde ausschliesslich die Frage, ob der
Beschwerdeführerin die Reduktion von CHF 28'600.-- auch im Rahmen
des definitiven Veranlagungsverfahrens zu gewähren sei. Entgegen der
Auffassung der Beschwerdeführerin habe die provisorische
Gebührenrechnung vom 9. November 2018 weder in Bezug auf den
Neuwert noch die Einteilung in die Objektklasse 3 rechtsverbindliche
Wirkung gehabt. Mitteilungen von Behörden im Rahmen eines
provisorischen Veranlagungsverfahrens erfolgten grundsätzlich unter dem
Vorbehalt einer definitiven Veranlagung. Sie könnten somit bereits zum
Vornherein keine Vertrauensgrundlage bilden; dies sei auch vorliegend
der Fall. Anlässlich der Beschlussfassung vom 27. Februar 2017 sei
gestützt auf den Baubescheid vom 7. November 2016 von provisorischen
Anschlussgebühren von CHF 156'000.-- ausgegangen worden. Eine
Umklassifizierung des Bauvorhabens von der Objektklasse 3 in die
Objektklasse 2 hätte eine Reduktion der Anschlussgebühren auf CHF
120'000.-- zur Folge gehabt. Auch wenn die Geschäftsleitung den Antrag
der Beschwerdeführerin auf Umklassifizierung abgelehnt habe, habe sie
den Bemühungen um Verringerung des Wasserverbrauchs mit einer
Reduktion von CHF 28'600.-- Rechnung getragen. Diese Reduktion sei
indes ausschliesslich im Rahmen der provisorischen Veranlagung erfolgt,
was dem Schreiben vom 10. März 2017 entnommen werden könne. Darin
sei nämlich ausdrücklich festgehalten worden, dass die Akontorechnung
für die Anschlussgebühren entsprechend korrigiert werde. Daraus ergebe
sich, dass die Reduktion ausschliesslich im Rahmen der provisorischen
Veranlagung und in der damaligen Annahme, dass sich die mutmassliche
Gebührenbelastung auf CHF 156'000.-- belaufen werde, gewährt worden
sei. Von einem Zuschuss an die Investitionskosten, welcher unabhängig
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von der Höhe der definitiven Anschlussbeiträge zugesprochen worden sei,
könne somit nicht die Rede sein. Keinesfalls habe die Geschäftsleitung mit
Schreiben vom 10. März 2017 eine Reduktion zugesprochen, welche im
Ergebnis zu einer Befreiung von der Gebührenpflicht führen würde. Vor
diesem Hintergrund habe sich die Beschwerdeführerin nicht darauf
verlassen dürfen, dass die Reduktion von CHF 28'600.-- selbst dann
gelten würde, wenn der anschlusspflichtige Betrag lediglich CHF 332'400.-
- betrage.
12. In ihrer Replik vom 25. November 2020 beantragte die
Beschwerdeführerin neu, dass die von der Beschwerdegegnerin
beschlossene Reduktion von CHF 28'600.-- an die definitiven
Anschlussgebühren von CHF 17'554.05 anzurechnen und die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, die bereits von ihr bezahlten
provisorischen Anschlussgebühren im Betrag von CHF 37'329.90 zu
erstatten. Begründend wurde angeführt, dass weder der
anschlusspflichtige Betrag von CHF 332'400.-- noch die darauf erhobenen
Anschlussgebühren von insgesamt CHF 17'554.05 strittig seien. Das
Beschwerdethema beschränke sich somit ausschliesslich darauf, ob die
Beschwerdegegnerin die gewährte Reduktion von CHF 28'600.-- im
Rahmen der definitiven Veranlagung verweigern könne. In formeller
Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Edition des Protokolls
bzw. Protokollauszugs der Geschäftsleitungssitzung vom 27. Februar
2017 sowie der Gemeindevorstandssitzung vom 11. August 2020.
Ansonsten ging die Beschwerdeführerin materieller Hinsicht auf die
Ausführungen der Beschwerdegegnerin ein, ohne allerdings
rechtsrelevantes Neues vorzubringen.
13. Duplicando hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Eingabe vom 22.
Oktober 2020 vollumfänglich an ihren Anträgen fest und beantragte die
Abweisung der Editionsbegehren der Beschwerdeführerin. In materieller
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Hinsicht wiederholte die Beschwerdegegnerin grundsätzlich ihre
Ausführungen in der Vernehmlassung vom 22. Oktober 2020 und brachte
nichts rechtsrelevantes Neues vor.
14. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 22. Dezember 2020 wurde die
Beschwerdegegnerin antragsgemäss verpflichtet, die Protokolle bzw.
Protokollauszüge der Geschäftsleitungssitzung vom 27. Februar 2017
sowie der Gemeindevorstandsitzung vom 11. August 2020 zu edieren.
Dieser Aufforderung kam die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 7.
Januar 2021 fristgerecht nach. Im Anschluss daran, machten die Parteien
jeweils abwechslungsweise von ihrem freiwilligen Replikrecht Gebrauch
und vertieften ihre Argumentationen noch.
Auf die Ausführungen der Parteien in ihren Rechtschriften sowie im
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.

Considerations:
II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der
Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 11. August 2020, mit welchem
der Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 und die darin verfügten
definitiven Anschlussgebühren für Wasser und Abwasser von insgesamt
CHF 17'554.05 sowie die Rückerstattung der von der Beschwerdeführerin
geleisteten provisorischen Anschlussgebühren im Umfang von
CHF 19'775.85 bestätigt wurden. Während der anschlusspflichtige Betrag
von CHF 332'400.-- sowie die darauf basierenden definitiven
Anschlussgebühren von insgesamt CHF 17'554.05 nicht (mehr) strittig
sind, ist in Übereinstimmung mit den Parteien festzuhalten, dass im
vorliegenden Beschwerdeverfahren ausschliesslich darüber zu
entscheiden ist, ob die von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom
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10. März 2017 auf die provisorischen Anschlussgebühren zugesprochene
Reduktion von CHF 28'600.-- auch an die definitiven Anschlussgebühren
von insgesamt CHF 17'554.05 anzurechnen sind bzw. ob die
Beschwerdegegnerin diese Anrechnung im Rahmen der definitiven
Veranlagung zu Recht verweigert hat. Von der Beantwortung dieser Frage
hängt schliesslich ab, ob die von der Beschwerdeführerin geleisteten
provisorischen Anschlussbeiträge von CHF 37'329.90 antragsgemäss in
vollem Umfange oder – wie die Beschwerdegegnerin geltend macht – im
Umfang von CHF 19'775.85 (= CHF 37'329.90 – CHF 17'554.05) zu
erstatten sind. Die weiteren Prozessvoraussetzungen geben zu keinen
Bemerkungen Anlass, weshalb auf die form- und fristgerecht eingereichte
Beschwerde vom 14. September 2020 einzutreten ist.
2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass das Schreiben der
Geschäftsleitung der Beschwerdegegnerin vom 10. März 2017 als
Verfügung zu qualifizieren sei, mit welcher ihr auf die definitiven
Anschlussgebühren eine Reduktion von CHF 28'600.-- zugesichert
worden sei. Im Vertrauen auf diese zugesicherte Reduktion habe sie die
wassereffiziente Waschanlage installiert und in Betrieb genommen. In
diesem berechtigten Vertrauen sei sie nun zu schützen. Indem die
Beschwerdegegnerin mit angefochtenem Entscheid die Reduktion von
CHF 28'600.-- auf die definitiven Anschlussgebühren nicht mehr gewährt
habe, habe sie die Verfügung vom 10. März 2017 in unzulässiger Weise
widerrufen. Damit werde der Vertrauensschutz gemäss Art. 9 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101)
verletzt. Demgegenüber wendet die Beschwerdegegnerin ein, dass es
sich beim Schreiben vom 10. März 2017 nicht um eine Verfügung handle.
Überdies sei die Reduktion von CHF 28'600.-- ausschliesslich im Rahmen
der provisorischen Veranlagung und unter der Annahme, dass der
anschlusspflichtige Betrag aufgrund der mutmasslichen Bausumme von
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CHF 2'500'000.-- erheblich höher ausfallen und das Bauvorhaben in die
Objektklasse 3 eingeteilt werde, gewährt worden. Diese im Rahmen der
provisorischen Veranlagung gewährte Reduktion habe indes keine
präjudizielle Wirkung für die definitive Veranlagung, weshalb das
Schreiben vom 10. März 2017 keine Vertrauensgrundlage darstelle.
2.2. Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer
Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche
Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes
Verhalten der Behörden. Voraussetzung für eine Berufung auf
Vertrauensschutz ist indes, dass die betroffene Person sich
berechtigterweise auf die Vertrauensgrundlage (insbesondere das
Vorliegen eines Rechtsanwendungsaktes) verlassen durfte, gestützt
darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr
rückgängig machen kann, und ein überwiegendes
Vertrauensschutzinteresse gegenüber der entgegenstehenden
öffentlichen Interessenlage besteht (BGE 131 II 627 E.6.1;
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich
2020, N. 624 ff.). Als Vertrauensgrundlage steht im vorliegenden Fall das
Schreiben vom 10. März 2017 zur Diskussion, worin die Geschäftsleitung
der Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine Reduktion auf die
definitiven Anschlussgebühren von CHF 28'600.-- zugesprochen haben
soll. Während sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellt, dass
es sich bei diesem Schreiben um eine Verfügung handelt, bestreitet die
Beschwerdegegnerin, dass es sich dabei um einen Rechtsanwendungsakt
handelt. Die Beantwortung der Frage, ob das Schreiben vom 10. März
2017 eine Verfügung im Sinne eines Rechtsanwendungsaktes darstellt,
kann nach Auffassung des Verwaltungsgerichts offengelassen werden,
zumal dieses Schreiben – selbst wenn es sich um einen
Rechtsanwendungsakt handeln würde – bei der Beschwerdeführerin
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ohnehin kein schutzwürdiges Vertrauten hat hervorrufen können (vgl.
nachstehende Erw. 2.3. f.).
2.3. Die Wasser- und Abwasseranschlussgebühren für neue Gebäude sowie
Nachzahlungen bei gebührenpflichtigen Zweckänderungen oder
nachträglichen baulichen Veränderungen werden bei Erteilung der
Baubewilligung provisorisch veranlagt. Die definitive Veranlagung erfolgt
nach Eingang der amtlichen Schätzung (vgl. Art. 28 Abs. 1 des Gesetzes
über die Wasserversorgung der Gemeinde B._
[Wasserversorgungsgesetz, WvG]; Art. 29 Abs. 1 des Gesetzes über die
Abwasserbehandlung der Gemeinde B._ [Abwassergesetz; AbwG]).
Massgeblich für die provisorische Veranlagung ist der voraussichtliche
Wert bzw. Mehrwert des bewilligten Bauvorhabens. Dieser wird aufgrund
der approximativen Baukosten gemäss Baugesuch bestimmt (Art. 28 Abs.
3 WvG; Art. 29 Abs. 3 AbwG). Weichen die provisorisch festgelegten von
den definitiv veranlagten Gebühren ab, ist für den Differenzbetrag ein
Verzugs- bzw. Vergütungszins gemäss Gebührengesetz zu entrichten
(vgl. Art. 28 Abs. 5 WvG; Art. 29 Abs. 6 AbwG). Aufgrund dieser
Gesetzesbestimmungen ergibt sich, dass dem definitiven
Veranlagungsverfahren das provisorische Veranlagungsverfahren
vorgelagert ist. Aus diesem Grund erhob die Beschwerdegegnerin von der
Beschwerdeführerin auch zu Recht provisorische Anschlussgebühren.
Anlass für die Erhebung der provisorischen Anschlussgebühren bildete
das mit Entscheid vom 7. November 2016 bewilligte Baugesuch der
Beschwerdeführerin (vgl. Art. 28 Abs. 1 WvG; Art. 29 Abs. 1 AbwG). Mit
Schreiben vom 10. März 2017 wurde die Beschwerdeführerin darüber in
Kenntnis, dass ihr Antrag auf Umklassifizierung des Bauvorhabens von
der Objektklasse 3 in die Objektklasse 2 abgewiesen werde. Allerdings
würden die Anstrengungen der Beschwerdeführerin für die Reduktion des
Wasserverbrauchs dadurch gewürdigt werden, dass die
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Anschlussgebühren im Umfang der Mehrkosten von CHF 28'600.--
reduziert würden. Abschliessend wurde im Schreiben vom 10. März 2017
festgehalten, dass die "Akontorechnungen" für die Anschlussgebühr
entsprechend, also im Umfang von CHF 28'600.--, reduziert werde. Damit
geht bereits aus dem klaren Wortlaut des Schreibens vom 10. März 2017
hervor, dass es sich bei der Reduktion von CHF 28'600.-- um eine
provisorisch gewährte Reduktion handelte. Weiter wird unter dem Titel der
provisorischen Rechnung vom 9. November 2018, in welcher die
Reduktion von CHF 28'600.-- in Abzug gebracht wurde, ausgeführt, dass
es sich dabei um eine Rechnung für "Provisorische Anschlussbeiträge"
handelte. Damit fehlt es schon an einer vorbehaltslosen Erklärung
hinsichtlich der (definitiv) zu veranlagenden Anschlussgebühren.
Entsprechend konnte und durfte die Beschwerdeführerin auch nicht darauf
vertrauen, dass die Reduktion von CHF 28'600.-- ohne Weiteres auch bei
der Festlegung der definitiven Anschlussgebühren berücksichtigt werden
würde; dies umso weniger, als ihr aufgrund des Wortlauts im Schreiben
vom 10. März 2017 zumindest hätte bewusst sein müssen, dass im
Anschluss an die "Akontorechnung" noch eine definitive
Anschlussrechnung ergehen wird, welche von der provisorischen
Rechnung vom 9. November 2018 abweichen könnte. Dass
Abweichungen zwischen provisorischer und definitiver
Anschlussrechnung gängig sind, ergibt sich bereits daraus, dass gemäss
Art. 28 Abs. 5 WvG bzw. 29 Abs. 6 AbwG ein Verzugs- bzw.
Vergütungszins zu entrichten ist, sollten die provisorisch festgelegten von
den veranlagten Anschlussgebühren abweichen. Die Beschwerdeführerin
könnte sich nun, was sie auch nicht tut, nicht erfolgreich auf den
Standpunkt berufen, dass ihr diese gesetzliche Regelung nicht bekannt
war. Im Bauentscheid vom 7. November 2016 wurde nämlich erwogen,
dass die (definitiven) Wasser- und Abwasseranschlussgebühren gemäss
dem kommunalen Gebührenreglement bemessen würden. Mit Erteilung
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der Baubewilligung würde basierend auf 80% der im Baugesuch
ausgewiesenen Baukosten von approximativ CHF 3'000'000.-- und der
Einteilung des Bauvorhabens in die Objektklasse 3 eine "Akontorechnung"
von 156'000.-- resultieren. Die "definitive Schlussrechnung" erfolge nach
Zustellung der Gebäudeschätzung. Aufgrund dieser Erwägungen hätte
der Beschwerdeführerin zumindest bewusst sein müssen, dass sie das
Schreiben vom 17. März 2017 sowie die diesem Schreiben
zugrundeliegende provisorische Gebührenrechnung vom 9. November
2018 nicht vorbehaltslos verstehen konnte und durfte.
2.4. Selbst wenn davon ausgegangen werden würde, dass das Schreiben vom
17. März 2017 sowie die diesem Schreiben zugrundeliegende
provisorische Gebührenrechnung vom 9. November 2018 (in dieser
Rechnung wurde die Reduktion von CHF 28'600.-- berücksichtigt)
hinsichtlich der ungefähren Höhe der definitiven Anschlussgebühren eine
Vertrauensgrundlage darstellen würde, könnte sich die
Beschwerdeführerin dennoch nicht erfolgreich auf Vertrauensschutz
berufen. Gemäss der provisorischen Gebührenrechnung vom 9.
November 2018 sollten sich die Anschlussgebühren unter
Berücksichtigung der mit Schreiben vom 17. März 2017 in Aussicht
gestellten Reduktion von CHF 28'600.-- auf voraussichtlich insgesamt
CHF 37'329.90 belaufen. Mit angefochtenem Entscheid verfügte die
Beschwerdegegnerin schliesslich, dass die Anschlussgebühren
CHF 17'564.85 betragen, was von der Beschwerdeführerin grundsätzlich
unbestritten ist. Die definitiven Anschlussgebühren fallen somit
CHF 19'765.05 (CHF 37'329.90 – CHF 17'564.85) tiefer aus als die
provisorisch veranlagten Anschlussgebühren. Die definitiven
Anschlussgebühren wären sogar noch tiefer ausgefallen, wenn die
Reduktion von CHF 28'600.-- auch im Rahmen der definitiven
Veranlagung berücksichtigt worden wäre; diesfalls hätte die
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Beschwerdeführerin nämlich gar keine Anschlussgebühren (mehr) zu
bezahlen. Daraus ergibt sich, dass die provisorische Gebührenrechnung
vom 9. November 2018 in jedem Fall höher ausfiel als die definitiven
Anschlussgebühren. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden,
dass das Schreiben vom 17. März 2017 sowie die diesem Schreiben
zugrundeliegende provisorische Gebührenrechnung vom 9. November
2018 hinsichtlich der ungefähren Höhe der Anschlussgebühren eine
taugliche Vertrauensgrundlage zugunsten der Beschwerdeführerin bildet.
2.5. In der Regel kann Vertrauensschutz nur geltend machen, wer gestützt auf
sein Vertrauen eine Disposition getätigt hat, die ohne Nachteile nicht
wieder rückgängig gemacht werden kann. Dies ist unter anderem der Fall,
wenn auf Grund einer behördlichen Zusicherung Investitionen
vorgenommen worden sind. Zwischen Vertrauen und Disposition muss
indes ein Kausalzusammenhang gegeben sein. Dieser fehlt, wenn
anzunehmen ist, dass die Dispositionen auch ohne ein Vertrauen
begründendes behördliches Verhalten vorgenommen worden wäre
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 663). Anlässlich der Besprechung
vom 13. Januar 2017 beantragte die Beschwerdeführerin die
Umklassifizierung des Bauvorhabens von der Objektklasse 3 in die
Objektklasse 2. Als Begründung hierfür wurde vorgebracht, die
Autowaschanlage werde derart konzipiert werden, dass das Abwasser
rezykliert und wiederverwertet werde (beschwerdegegnerische Beilage
[Bg-act.] 2). Entsprechend hielt die Geschäftsleitung der
Beschwerdegegnerin in ihrem Antrag vom 23. Februar 2017 fest, dass die
Autowaschanlage einen unterdurchschnittlichen Wasserverbrauch haben
werde. Zudem sei die Autowaschanlage mit einer
Wasserrückgewinnungsanlage ausgestattet, was den Wasserverbrauch
reduzieren werde (Bg-act. 3). Auch im Sitzungsprotokoll vom 27. Februar
2017 wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin eine ökologische
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Autowaschanlage baue, womit sie Mehraufwendungen von CHF 28'600.-
- habe (Bg-act. 11). Im Schreiben vom 17. März 2017 ist überdies
ausgeführt worden, die Beschwerdeführerin mache geltend, dass die neue
Autowaschanlage mit einer aufwendigen Wasserrückgewinnungsanlage
ausgestattet werde, welche den Wasserverbrauch erheblich verringere.
Als Mehrkosten würden 28'600.-- ausgewiesen werden. Aufgrund dieser
Feststellungen muss davon ausgegangen werden, dass für die
Beschwerdeführerin augenscheinlich bereits im Zeitpunkt des
Beschlusses vom 27. Februar 2017 feststand, dass sie die
wassereffiziente Autowaschanlage ohnehin realisieren wird. Hierfür
spricht auch, dass der Beschwerdeführerin eine Reduktion auf die
provisorischen Anschlussgebühren im Umfang der Mehrkosten der
ökologischen Autowaschanlage von CHF 28'600.-- zugesprochen wurde.
Diese Mehrkosten sollten mit der zugesprochenen Reduktion gewürdigt
werden. Hätte nun nicht bereits im Zeitpunkt des Beschlusses vom 27.
Februar 2017 festgestanden, dass die Beschwerdeführerin die
wassereffiziente Autowaschanlage realisieren würde, hätte die
Beschwerdegegnerin auch keine Veranlassung gehabt, die Mehrkosten
von CHF 28'600.-- mit einer entsprechenden Reduktion auf die
provisorischen Anschlussbeiträge zu würdigen. Den Akten kann im
Übrigen auch kein Vorbehalt der Beschwerdeführerin entnommen werden,
wonach sie die ökologische Autowaschanlage nur dann realisiert hätte,
wenn das Bauvorhaben in die Objektklasse 2 umklassifiziert oder eine
Reduktion im Umfang der Mehrkosten gewährt worden wäre. Vor diesem
Hintergrund kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die
Beschwerdeführerin die wassereffiziente Autowaschanlage im Zeitpunkt
des Beschlusses vom 27. Februar 2017 ohnehin zu realisieren
beabsichtigte und zwar unabhängig davon, ob die beantragte
Umklassifizierung gutgeheissen oder ihr eine Reduktion auf die
Mehrkosten eingeräumt werden würde. Hierfür spricht auch, dass sich der
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Betrag von CHF 28'600.-- im Vergleich zur damaligen approximativen
Bausumme von insgesamt CHF 2'500'000.-- (vgl. Bg-act. 5) geradezu als
marginal erweist. Damit kann die Beschwerdeführerin aber nicht ernsthaft
geltend machen, sie hätte die ökologische Waschanlage nicht realisiert,
wenn ihr mit Schreiben vom 17. März 2017 keine Reduktion zugesprochen
worden wäre. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin
mit Schreiben vom 17. März 2017 die beantragte Umklassifizierung
ablehnte und der Beschwerdeführerin auf freiwilliger Basis, d.h. losgelöst
von einem entsprechenden Antrag der Beschwerdeführerin, eine
Reduktion im Umfang der Mehrkosten von CHF 28'600.-- auf die
provisorischen Anschlussgebühren zusprach. Mit diesem freiwilligen
Zusprechen – anstelle der beantragten Umklassifizierung – konnte die
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Zustellung des Schreibens vom 17.
März 2017 somit nicht gerechnet haben. Auch vor diesem Hintergrund
kann sie nicht erfolgreich geltend machen, sie hätte die wassereffiziente
Autowaschanlage ausschliesslich deshalb realisiert, weil ihr eine
Reduktion auf die definitiven Anschlussgebühren zugesprochen worden
sei. Die gegenteilige Behauptung der Beschwerdeführerin erweist sich
demnach als Schutzbehauptung; dies umso mehr, als zu berücksichtigen
ist, dass der Beschwerdeführerin eine wassereffiziente Autowaschanlage
nicht nur in Bezug auf die Anschlussgebühren geldwerte Vorteile bringt.
Es verhält sich nämlich so, dass der Eigentümer bzw. Betreiber einer
wassereffizienten Autowaschanlage die Betriebskosten allgemein tiefer
halten und damit Einsparungen generieren kann. Zusammenfassend
kommt das Verwaltungsgericht somit zum Schluss, dass die
Beschwerdeführerin die wassereffiziente Autowaschanlage ohnehin
realisiert hätte und zwar auch dann, wenn die Beschwerdegegnerin
keinerlei Reduktion zugesprochen hätte. Damit wäre selbst unter der
Annahme, dass die Beschwerdeführerin darauf hätte vertrauten dürfen,
dass ihr die Reduktion von CHF 28'600.-- auch im Rahmen der definitiven
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Veranlagung gewährt würde, ein Kausalzusammenhang zwischen
Vertrauen und Disposition zu verneinen.
2.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin
nicht erfolgreich auf Vertrauensschutz berufen kann. Damit ist die
Beschwerdegegnerin im Rahmen des definitiven Veranlagungsverfahrens
nicht an die mit Schreiben vom 17. März 2017 zugesprochene Reduktion
auf die provisorischen Anschlussgebühren von CHF 28'600.-- gebunden
gewesen. Entsprechend hat sie den an die Beschwerdeführerin zu
erstattenden Betrag zu Recht auf CHF 19'775.85 (= CHF 37'329.90 –
CHF 17'554.05) festgesetzt. Vor diesem Hintergrund erweist sich die
Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
3.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Gerichtskosten der
unterliegenden Beschwerdeführerin auferlegt (Art. 72 Abs. 2 VRG). Die
Staatsgebühr wird im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 3'000.00
festgelegt.
3.2. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf
Ausrichtung einer aussergerichtlichen Entschädigung, zumal sie in ihrem
amtlichen Wirkungskreis tätig wurde (Art. 78 Abs. 2 VRG).
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