Decision ID: 1972a263-3840-4c72-bc77-7203fe21bd7a
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Am 28. Januar 2005 versuchte A._ im Migros in Z._ mit einer gefälschten Banknote à Fr. 50.-- zu bezahlen. Die Schweizerische  (nachfolgend „Bundesanwaltschaft“) eröffnete deshalb am 9. März 2005 zuständigkeitshalber ein gerichtspolizeiliches  wegen Geldfälschung (BK act. 8).
Mit Verfügung vom 9. März 2005 stellte die Bundesanwaltschaft das  Ermittlungsverfahren ein. Gleichzeitig wurde das  Falschgeld eingezogen (BK act. 5 und 8.5).
B. A._ wendet sich mit Eingabe vom 12. März 2005 (Eingang 17. März 2005) an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und erhebt „Einspruch gegen den Einbezug des Falschgeldes“ (BK act. 1).
Die Bundesanwaltschaft stellt in ihrer Antwort vom 25. April 2005 innert  Frist Antrag auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde (BK act. 8).
Von der Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels wird abgesehen.
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird,  erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gegen die Einziehungsverfügung des Bundesanwalts bei Einstellung der
Ermittlungen kann innert zehn Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben werden (Art. 73 Abs. 1 BStP und Art. 28 Abs. 1 lit. b SGG). Das Verfahren richtet sich, soweit in Art. 73 BStP nicht abweichend geregelt, nach den Vorschriften der Art. 214-219 BStP.
1.2 Im vorliegenden Fall wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die Ein-
ziehungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 9. März 2005 (BK act. 5 und 8.5). Die Beschwerdeführerin ist durch die Verfügung beschwert.  ist die Beschwerde fristgerecht eingereicht worden. Auf die  ist daher einzutreten.
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2. 2.1 Bei Einstellung der Ermittlungen ist der Bundesanwalt zur Einziehung von
Gegenständen und Vermögenswerten zuständig; er hat seine Verfügung mit einer kurzen Begründung dem Betroffenen schriftlich mitzuteilen (Art. 73 Abs. 1 BStP). Einzuziehen und unbrauchbar zu machen oder zu vernichten sind unter anderem falsches oder verfälschtes Metall- oder , falsche oder verfälschte Banknoten, amtliche Wertzeichen,  Zeichen, Masse, Gewichte, Waagen oder andere Messinstrumente sowie Fälschungsgeräte (Art. 249 Abs. 1 StGB). Art. 249 StGB ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Verhältnis zu Art. 58 StGB insoweit Spezialbestimmung, als er keine strafbare Handlung im Sinne der Art. 240 ff. StGB voraussetzt, denn es ist nur vom Tatobjekt der jeweiligen strafbaren Handlungen die Rede, während die subjektiven  nicht als Voraussetzung für die Einziehung genannt werden (vgl. hierzu sowie den nachfolgenden Ausführungen BGE 123 IV 55, 57 E. 1b m.w.H. sowie BSK StGB II-LENTJES MEILI, Basel 2003, Art. 249 N. 8).  ist er auch insoweit, als die Einziehung von Falschgeld – im Sinne einer unwiderlegbaren gesetzlichen Vermutung der Gefährdung schutzwürdiger Interessen – obligatorisch ist. Damit stellt sich die sonst im Anwendungsbereich von Art. 58 StGB stets zu prüfende Frage nicht, ob die Einziehung nicht durch weniger weitgehende Ersatzmassnahmen  ist, weil solche nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit Vorrang haben, wenn sie den Sicherungszweck der Einziehung erfüllen; Art. 249 StGB räumt dem Richter diesbezüglich kein Ermessen ein. Im Übrigen sind aber die durch die Rechtsprechung im Rahmen von Art. 58 StGB  Grundsätze auch bei der Anwendung von Art. 249 StGB sinngemäss zu berücksichtigen.
2.2 Vorliegend ist unbestritten, dass es sich bei der sichergestellten Banknote
um Falschgeld handelt. Damit aber ist diese obligatorisch einzuziehen. Die Einziehungsverfügung ist mithin nicht zu beanstanden und die Beschwerde demgemäss abzuweisen.
Aufgrund der Ausführungen in der Beschwerde ist die Beschwerdeführerin der guten Ordnung und Klarheit halber nochmals ausdrücklich darauf , dass die Einziehung unabhängig irgendeiner Strafbarkeit zu  hat. Dass sich die Beschwerdeführerin, wie sie ausführt, nicht  gemacht hat, ist auch die Auffassung der Beschwerdegegnerin. In  Sinne hielt letztere in ihrer Beschwerdeantwort vom 25. April 2005 (BK act. 8) denn auch fest, sie habe das Verfahren „mangels Erhärtung eines konkreten Tatverdachts sowie mangels Hinweisen auf Involvierung der “ eingestellt. Mit der Einstellungsverfügung vom 9. März
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2005 (BK act. 5 und 8.5) hat sie ebendies zum Ausdruck gebracht, nämlich dass ein ausreichender Tatverdacht zu Lasten der Beschwerdeführerin fehlt bzw. eine strafbare Handlung der Beschwerdeführerin nicht erkennbar ist.
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die  zu tragen (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 156 Abs. 1 OG). Es ist eine  von Fr. 200.-- (Minimalgebühr) anzusetzen (Art. 3 des  vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem , SR 173.711.32). Diese wird der Beschwerdeführerin unter  des Kostenvorschusses von Fr. 500.-- auferlegt. Die  wird angewiesen, der Beschwerdeführerin den Rest des  von Fr. 300.-- zurückzuerstatten.
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