Decision ID: b02f1029-a4ed-4b4a-8526-e52833d273e5
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1973 geborene
X._
arbeitet seit dem 1. Juni 2005 bei der
Y._
am
Z._
als Counter Manager (Arbeitgeberbericht vom 21. April 2011,
Urk. 7/13).
Am 30. März 2011 meldete sich der Versicherte bei der
Sozial
versi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung aufgrun
d
einer
seit dem 29. November 2010
in wechselnder Höhe
bestehenden
Arbeitsun
fähigkeit (Urk. 7/3). Auf entsprechende Aufforderung hin (Urk. 7/5), meldete sich
X._
am 14. April 2011
wegen doppeltem Bandscheiben
vor
fall/
Diskushernie bei der IV-Stelle
zum L
eistungsbezug an
(Urk. 7/7).
In der Folge er
kundigte sich die IV-Stelle
bei der Arbeitgeberin nach dem A
rbeitsverhältnis des Versicherten (Fragebogen vom 21. April 2011, Urk. 7/13),
holte
einen
Arzt
be
richt
vom Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für A
llgemein
me
di
zin, vom 20. April 2011 (Urk. 7/14/1-4, unter Beilage des Kurzaustrittberichts des
Spitals B._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, vom 15. Dezember 2010, Urk. 7/14/6)
ein und liess einen Auszug aus dem indivi
du
ellen Konto erstellen (IK-Auszug vom 27. April 2011, Urk. 7/15).
Die IV-Stelle sprach dem Versi
cherten
mit Mitteilung vom
23. Mai 2011 als
Frühinter
ven
tions
massnahme
eine ergonomische Arbeitsplatzabklärung zu (Urk. 7/18). An
schliessend holte die IV-Stelle Be
richt
e
des
Spitals B._
,
Klinik für Rheu
matologie und Rehabilitation
, vom 26. Mai 2011 (Urk. 7/23) und vom
19. Juli 2011 (Urk. 7/25) ein, während am 1. Juli 2011 die
dipl.
Ergotherapeutin
C._
von
Ergoplan
den Bericht zur Arbeitsplatzabklärung erstattete (Urk. 7/24). Mit Mitteilung vom 22. August 2011 übernahm die IV-Stelle
im Rahmen einer Frühintervention
die Kosten
für Hilfsmittel
am Ar
beitsplatz (Steh
pult und ergonomischen Bürostuhl, Urk. 7/27). Am 6. Oktober 2011 erfolgte eine
Nachkontrolle
im Rahmen der Arbeitsplatzabklärung (Kurz
bericht der
Ergoplan
, Urk. 7/30). Im Nachgang dazu
teilte die IV-Stelle
X._
am 20. De
zember 2011 den Abschluss der Arbeitsplatzerhaltung mit (Urk. 7/32).
Mit Brief vom 26. Januar 2012 (Urk.
7/35)
reichte
X._
den Kurzaustrittsbericht
des
Spitals B._
,
datiert vom 16. Januar 2012
,
über seinen stationären Auf
enthalt vom 10. bis 24. Januar 2012 (Urk. 7/34) zu den Akten.
A
m 17. April 2012
wurde durch med.
pract
.
D._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie vom
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
eine or
tho
pädische Untersuchung des Versi
cherten durch
geführt
(
Untersuchungsbericht und S
tellungnahme vom 21. Mai 2011,
Urk. 7/38 und Urk. 7/39/4-5).
Mit Vor
bescheid vom 8. Juni 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die
Zusprache
einer vom
1. November 2011 bis 31. Mai 2012
befristeten
halbe
n
Rente
in Aus
sicht
(Urk. 7/41). Dagegen erhob
X._
am 9. Juni 2012 Einwand und be
antragte sinngemäss die Ausrichtung einer unbefristeten Invalidenrente (Urk. 7/44
,
unter Beilage
diverse
r Arbeitsunfähigkeits-Zeugnisse
,
Urk. 7/43/1-4
,
so
wie des Lohnausweises 2011, Urk. 7/43/5
).
Am 2. Juli 2012
sandte
der Haus
arzt
Dr.
A._
ein ärztliches Zeugnis an die IV-Stelle (Urk. 7/46). Mit Verfügung
vom
19. Oktober 2012 sprach die IV-Stelle
X._
vom 1. November 2011
bis 31.
Mai 2012 eine halbe Rente zu (Urk. 2).
2.
Hiergegen liess
X._
am 19. November 2012 durch Re
chtsanwältin
lic
.
iur
. Christine
Kessi
Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm unter
Aufhebung der Verfügung vom 19. Oktober 2012 eine unbefristete halbe Invali
denrente ab 1. November 2011 zuzusprechen; unter Kosten- und
Entschädi
gungs
folgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1).
Die
Beschwerdegegne
rin
er
suchte mit Beschwerdeantwort vom 20. Dezember 2012 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-57). Dies wurde dem Be
schwerdeführer am 7. Januar 2013 mitgeteilt (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit er
for
derlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
men
den
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG
) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem
In
validitätsgrad
von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
täts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Re
duktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des ana
log anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV fest
zu
setzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
ten
anspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, be
urteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. He
rabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273
E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die
Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird
be
schwer
deweise
einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung aus
ge
klammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise ge
regelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
Gemäss Art. 88a
Abs.
1
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist
bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Auf
ga
benbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des
inva
li
ditätsbedingten
Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die
anspruchsbe
ein
flussende
Änderung für die Herabset
zung oder Aufhebung der Leistung von dem
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie vor
aussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berück
sich
ti
gen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin an
dauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozial
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine unbefris
tete, über den 31. Mai 2012 hinausgehende halbe Invalidenrente hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
begründete die angefochtene Verfügung damit,
der Be
schwe
rdefüh
rer sei seit November 2010
(Beginn der einjährigen Wartezeit) in seiner
Ar
beitsfähigkeit erheblich eigeschränkt
. Bei Ablauf der Wartezeit im No
vem
ber 2011 sei ihm eine 50%ige Arbeitstätigkeit zumutbar gewesen. Dies ent
spreche einem Invaliditäts
grad von 50 %. Seit Februar 2012
habe sich sein Ge
sundheits
zustand soweit gebessert, dass ihm die Ausübung seiner ange
stam
mten
Er
werbstätigkeit wieder zu 100 % zumutbar sei. Der Einkommensvergleich er
gebe ab diesem Zeitpunkt einen Invaliditätsgrad von 0 % (Urk. 2 S. 3 f.).
2.3
Dem hielt der Beschwerdeführer im Wesent
lichen entgegen, ab Februar 2012
könne
nicht von einer Verbesserung des Gesundhe
itszustandes ausgegangen wer
den.
Obwohl eine Bürotätigkeit aufgrund der Rückenproblematik ideal sei und sein Arbeitsplatz ergonomisch angepasst worden sei, weshalb er als optimal ein
gegliedert gelte,
könne eine statische Belastung der Muskeln während des Arbeitstages nicht beseitigt werden, und
vermöge er aufgrund der
Schmerz
be
schwerden
seine
Prä
senzzeit
nicht auf über 50 % zu steigern.
3.
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stellt sich folgendermassen dar:
3.1
Im Bericht des
Spitals B._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabili
ta
tion,
vom 19. Juli 2011 wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
lumboradikuläres
Reiz- und motorisches Ausfallsyndrom L5 links (MR LWS:
mediolaterale
Diskushernie L4/5 links mit möglicher Beeinträchtigung der Nervenwurzel L5 links und Nervenwurzel S1;
Fussheberschwäche
) aufgeführt. Der Beschwerdeführer sei vom 29. November 2010 bis zum 2. Januar 2011 vollständig arbeitsunfähig gewesen, danach sei im Umfang von 50 % mit pro
gredienter Steigerung der Arbeitsfähigkeit ein [Wieder-]Einstieg in die zuletzt aus
geübte Tätigkeit erfolgt. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zu 100 % zumutbar (Urk. 7/25).
3.2
Der
Kurzaustrittsbericht des
Spitals B._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation,
datiert
vom 1
6.
Januar
2012
(
Urk.
7/34)
,
führte folgende
Diagno
sen
auf
:
1.
Chronisches
Lumboradikulärsynd
rom
L5 links, sensomotorisches
Aus
fall
s
yn
drom
L5 links, anamnestisch intermittierendes sensorisches
Aus
fall
syndrom
S1 links:
MRI LWS vom 1
1.
Januar 2012:
-
Lendenwirbelkörper (LWK) 4/5: Progredienz der medianen bis
links
mediolateralen
Diskushernie mit zunehmender Kompression
der Wurzel L5 links
recessal
. Vorbestehend mässig
e
zentrale
Spinalkanalstenose mit
Duralsackweite
aktuell 9 Millimeter
-
LWK 5 / Sakralwirbelkörper (SWK) 1: Vorbestehend kleinere
mediane bis rechts
mediolaterale
Diskushernie, im Verlauf leicht
regredient
, allenfalls noch geringer Kontakt zur Wurzel S1 rechts
recessal
, keine Wurzelkompression
-
Sakralblock am
1.
u
nd am 1
3.
Dezember 2010
2.
Anamnestisch intermittierende
Perioarthropia-humeroscapularis
(PHS)
ten
do
pathica
rechts
-
röntgenologisch keine Hinweise auf degenerative oder
entzündliche Veränderungen
3.
Unklare Schwindelepisoden, Dreh- und
Schwankschwindel
4.
Hyperparathyreidismus
-
Vitamin-D-Hypovitaminose
-
Hypocalzämie
5.
Anamnestisch bekan
nte
Inflamac
-Unverträglichkeit.
Die Überprüfung der Motorik habe beim
Musculus
extensor
hallucis
longus
eine leichte Parese von M4 bei gleichzeitig abgeschwächtem Patellarsehnen- und
Tibias
-
posterior
-Reflex links gezeigt. Di
e Prüfung der weiteren Kernmuskeln und der Reflexe der unteren Extremität sei unauffällig gewesen. Der
Lasègue
rechts sei fragli
ch positiv bei 50
o
gewesen.
Nachdem der Beschwerdeführer vom 10. Januar 2012 an dort hospitalisiert gewesen
sei
,
sei
er
am 24.
Januar 2012 in gutem Allgemeinzustand und
mit
deutlich gebessert
er
Schmerzproble
matik
ent
lassen
worden
.
Vom
9.
Januar bis 1
4.
Februar 2012 habe eine 100%ige Ar
beits
unfähigkeit bestanden.
3.3
A
nlässlich der Untersuchung vom
1
7.
April 2012
(Untersuchungsbericht vom
2
1.
Mai 2012
,
Urk.
7/38) stellte
RAD
-Ärztin
D._
die Diagnose einer
schmerzhaften Bewegungs- und
Be
lastungseinschränkung
der LWS (
Diskus
hernie
L4/5 mit Kontakt zur
Nerven
wurzel
L5 links), welche sich auf die
Arbeitsfähig
keit auswirk
e
.
Ohne Auswir
kung au
f die Arbeitsfähigkeit verbleibe
der Schwin
del
sowie die Hypertonie, beide anamnestisch erhoben.
Beim Beschwerdeführer sei
ein somatischer
Ge
sundheitsschaden
, welcher die Arbeitsfähigkeit beein
träch
ti
ge,
ausgewiesen: Für körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten oder Tätigkeiten in Zwangshaltungen, sowie aus
schliess
lich stehende oder ausschliesslich sitzende Tätigkeiten bestehe weiterhin
eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit.
Die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätig
keit
sei eine ange
passte Tätigkeit, ohne körperliche Belastung durch Heben und Tra
gen
im Wechsel von Stehen, Gehen und Sitzen. Für eine solche angepasste Tä
tig
keit sei aus medizinisch-theoretischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ge
geben.
Die bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei medizinisch-somatisch anhand des aktuellen Untersuchungsbefundes nicht mehr begründet, hierbei sei eher von anderen Faktoren (Unsicherheit des Arbeitsplatzes, beruflicher Stress)
auszuge
hen. Der Gesundheitszustand habe sich hinsichtlich der
radikulären
Reiz
symp
tomatik
seit dem 16. J
anuar 2012 (Bericht des
Spitals B._
vom 16. Januar 2012
, Urk. 7/34) gebessert. Die dort be
schriebenen Anzeichen der Nervenreizung (
Lasègue
50
o
) hätten nicht mehr nachvollzogen werden können;
auch
h
ätten
weder eine
Fussheberschwäche
noch Ausfallerscheinungen bestan
den.
3.4
In ihrer Stellungnahme vom 31.
Mai 2012 beantwortete
RAD
-Ärztin
D._
die von der Beschwerdegegnerin aufgeworfenen Fragen zur Arbeitsunfä
higkeit (Urk. 7/39/5) und erklärte, dass sich eine Differenzierung zwischen bis
heriger und angepasster Tätigkeit erübrige, da die angestammte Tätigkeit als Counter Ma
nager zugleich eine angepasste Tätigkeit sei. Gegenüber dem Zu
stand des
Be
schwerdeführers bei
m
Eintritt ins
Spital B._
am 10. Januar 2012 sei bei
der
RAD
-
Untersuchung eine deutliche Besserung nachweisbar
ge
wesen
. Da
seit dem Austritt am
24. Januar 2012 beziehungsweise dem Ende der attestier
ten
Arbeitsunfähigkeit am
14. Februar 2012 keine wesentlichen medizi
nischen Mass
nahmen mehr erforderlich gewesen seien, sei es aus medizinisch-theoretischer Sicht überwiegend wahrscheinlich, dass schon ab dem 1
5.
Februar 2012 eine Ar
beitsfähigkeit von 100 % für die angestammte = angepasste Tätig
keit be
stan
den habe
.
3.5
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
richtete Hausarzt
Dr.
A._
am 2. Juli 2012
einen Bericht an die Beschwerdegegnerin (Urk. 7/46) und hielt darin fest, dass das
akute
lumboradikuläre
Reizsyndrom L5 zwischenzeitlich in ein chro
nisch re
zi
di
vierendes übergegangen sei mit wiederholten starken Schmerzen und wahr
schein
lich bleibender Arbeitsunfähigkeit von 50 %, zeitweise auch 100 % (vom
1
3.
bis 19. Februar 2012).
Die Arb
eitsunfähigkeit betrage vom 1. b
is 3
1.
Januar 2012
sowie
seit dem
20. Februar
2012
bis auf
Weiteres
50
%
. Objektiv bestün
den
im Bereich der LWS
paraver
tebrale
Myogelosen
, dies trotz regelmässiger Phy
sio
therapie und Heilgymnastik.
4.
4.1
Die Parteien gehen darin einig, dass nach Ablauf der Wartezeit ab 1. November 2011 gestützt auf eine Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit von 50 % der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Invalidenrente ausgewiesen war.
Hin
ge
gen ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes des Beschwerdeführers ab 15
.
Februar 2012 ausge
gangen ist und die Rente per Ende Mai 2012 auf
gehoben hat.
4.2
4.2.1
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung auf den
RAD
-Untersuchungsbe
richt vom 17. April 2012 (Urk. 7/38), worin dem Beschwerdeführer eine 100
%
ige
Arbeitsfähigkeit in seine
r
angestammten Tätigkeit attestiert
wird
.
4.2.2
Gemäss
Art.
59 Abs. 2 IVG stehen die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des
Leistungs
anspruchs
zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach
A
rt. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig. Nach
Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilen die RAD
die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigne
ten Prüf
methoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die
Regionalen Ärztlichen Dienste können bei Bedarf selber ärztliche Untersuch
ung
en
von Versicherten durchführen. Sie halten die Untersuchungs
ergebnisse schrift
lich fest (Abs. 2).
Sinn und Zweck dieser Bestimmung liegen darin, dass die IV-Stellen zur Be
urteilung der medizinischen Anspruchsvoraussetzungen auf eigene Ärzte und Ärztinnen zurückgreifen können. Diese sollen aufgrund ihrer speziellen
versi
cherungsmedizinischen
Kenntnisse für die Bestimmung der für die Invaliden
versicherung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten verantwortlich sein. Damit soll eine konsequente Trennung der Zuständigkeiten zwischen behandelnden Ärzten (Heilbehandlung) und Sozialversicherung (Be
stimmung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens) geschaffen werden. Die RAD bezeichnen die zumutbaren Tätigkeiten und die unzumutbaren Funktionen unter Angabe einer allfälligen medizinisch begründeten zeitlichen Schonung.
Damit soll im Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektive Fest
legung der massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten er
möglicht werden. Gestützt auf die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu beur
teilen, was einer versicherten Person aus objektiver Sicht noch zumutbar ist und was nicht. Auch auf Stellungnahmen des RAD kann indessen nur abgestellt
werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Sie müssen insbesondere in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu be
gründen. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten per
sönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des Bundesgericht 9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).
4
.3
4.3.1
Die Einschätzung der RAD-Ärztin
D._
beruht auf einer persönlichen or
thopädischen Untersuchung vom 17. April 2012 und
entspricht den allgemeinen
be
weis
rechtlichen
Anforderung
en an einen ärztlichen Bericht
.
Die Ärztin
D._
setzt sich auch nicht in Widerspruch zu den Einschätzungen der be
handelnden Rheumatologen des
Spitals B._
, die im Verlauf der statio
nären Behandlung vom 10. bis 24. Januar 2012 von einer Verbesserung des Ge
sundheitszustands im Sinne einer deutlich gebesserten Schmerzproblematik berichteten (Urk. 7/34).
So konnte
n
anlässlich der orthopädischen Untersuchung am 17. April 2012 kein
e
An
zeichen einer Nervenreizung mehr nachvollzogen
werden, welche anlässlich des Spitaleintritts
am 10.
Januar 2012 noch als frag
lich
positiver
Lasègue
50o
be
schrieben wurde
n
.
Überdies bestanden weder eine
Fuss
heberschwäche
noch Ausfallerscheinungen.
4.3.2
Gemäss
RAD-Ärztin
D._
besteht
für körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten oder Tätigkeiten in
Zwangshal
tungen
, sowie ausschliesslich stehende oder ausschliesslich sitzende Tätigkeiten weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die vom Beschwerdeführer ausge
übte Tätigkeit stellt
dagegen
eine angepasste Tätigkeit dar, weshalb er zu 100 % arbeitsfähig ist. Dem entspricht auch die Einschätzung des
Spitals B._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation
,
die de
n
Beschwerdeführer am 24. Januar 2012 mit
einer deutlich gebesserten Schmerzproblematik
ent
lie
ssen und ihm nur noch bis
am 14. Februar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit
von 100 % attestierten
,
woraus zu schliessen ist, dass er ab dem 15. Februar 2012
in seiner angestammten Tätigkeit
wieder voll arbeitsfähig
war
.
Anzumerken ist überdies,
dass das
Spital B._
ebenfalls
bereits im Juli 2011 dem Be
schwer
defüh
rer
ab dem 2. Januar 2011 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit mit ge
planter schrittweiser Steigerung attestierte
und die bisherige Tätigkeit prognostisch zu 100 % zumut
ba
r erachtete (Erwägung
3.1).
4.3.3
Die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Hausarztes
Dr.
A._
vom 2. Juli 2012, wo
nach der Beschwerdeführer seit dem 20. Februar 2012 lediglich zu 50 % ar
beits
fähig sei (Urk. 7/46), vermag die in diesen Zeitraum fallende anders
lau
ten
de
fachärztliche Einschätzung durch den RAD vom 17. April 2012 nicht zu
wie
derlegen
. Dr.
A._
behauptete
gar eine Verschlechter
ung des Gesundheits
zu
standes
, indem
er
von
ein
em
chronisch rezidivierende
n
radikulären
Reizsyn
drom
mit
paravertrebralen
Myogelosen
im Bereich der LWS
berichtete
.
Anhand der ein
gereichten Unterlagen ist
jedoch
keine solche Verschlechterung oder ein neuer Gesundheitsschaden
seit der Untersuchung durch RAD-Ärztin
D._
vom 17. April 2012
ersichtlich.
Es darf daher davon ausgegangen werden,
dass
Dr.
A._
bei seiner Beurteilung auf die subjektiven Angaben des Beschwerde
führers abgestellt hat, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Es entspricht denn auch einer Erfahrungstatsache, dass Hausärzte und Hausärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu
gunsten ihrer Patienten aussagen
,
weshalb ihre Aussagen mit Vorbehalt zu
würdigen sind
(BGE 125 V 353 E.
3b7cc, BGE 122 V 160 E.
1c, je mit Hin
weisen).
4.
3.4
Auch der Einwand des Beschwerdeführers, dass es ihm trotz optimaler Einglie
derung im Sinne einer Arbeitsplatz-Anpassung nach wie vor nicht möglich sei, seine Präsenzzeit auf über 50 % zu steigern, vermag an diese
r Einschätzung nichts zu ändern, da er aus medizinischer Sicht wieder zu 100 % arbeitsfähig ist.
Wenn er dennoch seine
A
rbeitsfähigkeit nicht ganz auszuschöpfen vermag, beruht dies auf
nicht objekti
v
ierbaren
Gründen. Die Folgen, dass er
das ihm atte
stierte
Arbeitspotential nicht verwertet, hat der Beschwerdefüh
rer
daher selbst zu tragen
.
4.4
Aufgrund der überzeugenden Feststellungen im RAD-Untersuchungsbericht vom
2
1.
Mai 2012 (Urk. 7/38)
und da eine seither eingetretene Verschlechterung des
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers weder ausreichend geltend gemacht
worden
noch ersichtlich ist, kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden,
dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in
soweit verbessert hat,
dass ihm seine bisherige Tätig
keit
seit Februar 2012 wieder
zu 100 % zumutbar
ist.
Demnach hat
die Beschwerdegegnerin zu Recht eine bis 31. Mai 2012 (vgl.
Er
wä
gung 1
.4) befristete Rente verfügt
, weshalb die Beschwerde abzu
weisen ist.
5
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kanton
a
len Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge
legt. Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 600.-- anzusetzen und dem Beschwer
deführer aufzuerlegen.