Decision ID: b1d4b1ea-aecb-4e5c-8269-c9a47fc57dcf
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972,
Vater von zwei Kindern (geboren 2002 und 2007) sowie
ohne erlernten Beruf,
war seit 1997 im Gasthof
Y._
zu einem Pensum von 100
%
als Küchenhilfe angestellt, als er
am 27.
Juli 2008 einen
Unfall
mit dem Fahrrad erlitt
und sich dabei
an der
rechte
n
Schulter verletzte (Supraspinatussehnen-Ruptur), welche
Ver
l
e
tzung
am 5. Februar 2009 und nach
einer Re
-R
uptur im Mai 2010
am
14.
Januar 2011
erneut
chirurgisch versorgt wurde (vgl. etwa
Urk. 6/10 S. 38
). Im Januar 2012 meldete sich der Ver
sicherte
erstmals
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle,
unter Hinweis auf eine
n
Gesundheitsschaden an
der rechten Schulter sowie eine seit
dem 27.
Juli 2008 bestehende
gesundheitliche Beeinträchtigung
zum Leis
tungsbezug
an (Urk
.
6/6
).
Die IV-Stelle
zog die Akten des Unfallversicherers bei
(Urk.
6/10
)
und
tätigte Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht
.
Auch
gewährte
sie
Frühinterventionsmassnahmen in Form von Eing
l
iederungs
beratung, welche sie im Dezember 2012 abschloss (Ur
k. 6/28 und Urk.
6/44). Mit Verfügung vom 16.
April 2013
verneinte sie
gestützt auf einen
errechneten Inva
liditätsgrad von 3
%
einen Anspruch auf eine Invalidenrente
(Urk. 6/59
)
, welche Verfügung
unangefochten blieb.
Auf ein im März 2014 gestelltes Gesuch, womit
der Versicherte im Wesentlichen berufliche Massnahmen beantragt hatte (Urk.
6/
61
,
Urk.
6/
70
)
,
trat die IV-Stelle a
m 16.
Juni 2014 nicht ein (Urk.
6/73); die
se
Verfügung
wurde auf erhobene Beschwerde hin (Urk. 6/78)
mit Urteil
des hiesigen Gerichts vom 20.
November 2014
aufgehoben und die Verwaltung zur Prüfung
von beruflichen Massnahmen
verpflichtet
(Urk.
6/83).
Am 23.
Februar 2015 meldete sich der Versicherte
,
welcher
w
e
ite
rhin in ange
passter Form
und in reduziertem Umfang
im Gasthof
Y._
tätig war
,
unter Hin
weis auf eine eingeschränkte Beweglichkeit der rechten Schulter und
einen Gesundheitsschaden
nun auch am Ellbogen links
(Operation
vom
24.
November 2014; vgl. Urk. 6/86
)
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 6/87). Die IV-Stelle
holte einen IK-Auszug sowie
einen
hausärztlichen
Bericht
(Urk.
6/92)
ein;
i
n Umsetzung des Urteils vom 20.
November 2014 (vgl. Urk. 6/93, Urk.
6/97)
prüfte
sie
daraufhin
Eingliederungsmassnahmen (Urk.
6/95), welche
(Arbeitsvermittlung)
sie mit Mitteilung vom 22. Okto
ber
2015 abschloss (Urk.
6/96
).
Auf ein Schreiben des
Versicherten
vom 10. Juni 2016
, mit welchem
dieser
erneut
um Unterstützung bei der Stellensuche
gebeten hatte
(Urk. 6/101)
,
teilte die IV-Stelle mit, dass er gemäss ihren Abklärungen in einer angepassten Tätigkeit bei der Stellensuche nicht eingeschränkt und daher das Begehren um berufliche Massnahmen abzuweisen sei (Urk. 6/104).
Nachdem
auch
die
den
Versicherte
n
zwischenzeitlich mit Sozialhilfe unterstüt
zende Gemeinde
Z._
die
IV-
Stelle
am 7.
September 2016
um Prüfung von beruflichen Massnahmen gebeten
hatte
(Urk.
6/105)
und der Versicherte
auf
grund
Zuweisung durch
die Gemeinde
Z._
seit
dem 6.
Februar 2017
an einem Integrationsarbeitsplatz bei der
A._
zu einem Pensum von 50
%
beschäftigt
war,
gewährte die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Mitteilung vo
m
4. Mai 2017
«
Arbe
itsvermittlung plus
Teil 1
»
für die Zeit von 15. Mai bis
14.
Oktober
2017 bei
Arbeitsintegration B._
(
Urk.
6/113
; vgl. auch
Schluss
bericht Assessment der
B._
über den
Einsatz
im
A._
; Urk.
6/115
), wo er auch nach dem vorzeitigen Einstellen der Massnahme
noch im Rahmen der Arbeitsintegration weiterhin tätig war (vgl. Zwischenbericht Inte
grationsarbeitsplatz
A._
vom 30.
November 2017
; Urk. 6/118
).
Am 27.
Dezember 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass
B._
im Verlauf der Massnahme leider zur Einschätzung gelangt sei, dass zur Zeit keine Ein
gliederungsfähigkeit auf dem ersten
Arbeitsmarkt
gegeben sei
, weshalb die Eingliederungsmassnahmen zu beenden und die Rentenprüfung vorzunehmen sei; der Tä
tigkeit im
A._
könne er
weiterhin
nachgehen (Urk. 6/120). Die IV-Stelle
holte daraufhin
bei den behandelnden Ärzten
weitere Berichte ein
(Urk. 6/121 ff.) und
veranlasste eine Untersuchung durch ihren Regionalen Ärzt
lichen Dienst (RAD; Untersuch vom 23. Juli 2018; Urk. 6/136). Gestützt auf die so getätigten Abklärungen stellte sie dem Vers
icherten mit Vorbescheid vom 8.
November 2018 die Zusp
rache einer für die Zeit von 1.
Januar bis
31. Oktober
2018 befristeten
Viertelsrente
in Aussicht (Urk.
6/140)
. Daran hielt sie
nach durch
geführtem
Vorbeschei
dverfahren
mit Verfügung vom 4.
Juli 2019 fest (Urk. 2
,
zuzüglich Kinderrenten
).
2.
Dagegen lässt
X._
hierorts mit Eingabe vom 27. August 2019 Beschwerde erheben mit den Anträgen, es sei die Verfügung der Beschwerde
gegnerin vom 4. Juli 2019 aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei ab dem 1.
August 2015 bis auf weiteres eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen (1.), eventualiter sei dem Beschwerdeführer ab 1. August 2015 bis auf weiteres eine Teilrente der Invalidenv
ersicherung zuzusprechen (2.),
s
ubeven
tualiter
sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergänzend abzuklären und es sei hernach der Invaliditätsgrad neu festzusetzen (3.), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (4.; Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle stellte mit Vernehmlassung vom 1. Oktober 2019 unter Hinweis auf die Ausführungen
in der angefochtenen Verfügung
Antrag auf Abweisung der
Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführ
er mit Gerichtsverfügung vom 2.
Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
benem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sach
verhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl.
Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31
). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung ins
ge
samt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der ge
richtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streitge
gen
ständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer ab
gestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundesge
richts 8C_489/2009 vom 23. Okt
ober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete
die angefochtene Verfügung im W
esentlichen damit, dass sie im September 2016
das Zusatzgesuch erhalten habe
und
angesichts des neuen Sachverhalts
die Voraussetzungen für berufliche Eingliederungs
mass
nah
men gegeben gewesen
seien
. Jedoch sei eine Eingliederung in den ersten Arbeits
markt aufgrund des Gesundheitszustandes nicht möglich gewesen, weshalb die Rentenprüfung vorgenommen worden sei. Gemäss
den veranlassten
Abklärungen
habe seit Januar 2017
in einer den gesundheitlichen Einschränkungen ange
passten Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
bestanden. Ab dem 23.
Juli 2018 habe sich der Gesundheitszustand verbessert
,
weshalb
ab diesem Zeitpunkt
eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 80
% zumutbar
ge
wese
n
sei
. Aufgrund de
r
Einkommensvergleiche resultiere – nach Ablauf der Wartezeit per Januar 2018 –
Anspruch au
f eine
Viertelsrente
, welche
aufgrund der Verbesserung per Juli 2018
per Ende Oktober 2018
zu befristen sei (Urk.
2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen zur Hauptsache geltend machen, dass er sich bereits mit Gesuch vom 23. Februar 2015 neu zum Leistungs
-
/Rentenbezug angemeldet habe, worüber erst jetzt (mit der angefochtenen Ver
fügung) formell entschieden worden sei.
Daher und da
das Wartejahr zu Unrecht erst per Januar 2017 eröffnet worden
sei, sei der Rentenbeginn bereits per August 2015 festzu
legen
. Weiter
sei der Einkommensvergleich nicht korrekt und
spreche die IV-Stelle dem Versicherten zu Unrecht lediglich eine
Viertelsrente
zu; auch werde die Rente
zu Unrecht befristet
,
da es
im Juli
2018
zu keiner Verbesserung des Gesun
dheitszustandes gekommen sei
.
Schliesslich hätten d
ie Eingliederungs
massnahmen
gezeigt, dass der Versicherte die ihm verbleibende Arbeitsfähig
k
eit auf dem
ersten
Arbeitsmarkt nicht verwerten könne (Urk. 1).
2.3
In der Verfügung vom 16. April 2013 ging die IV-Stelle dannzumal gestützt auf die Angaben von Dr.
C._
, Oberarzt Orthopädie an der
Klinik D._
, vom 7. Februar 2012 (wonach bei Status nach Re-Rekonstruktion der Supra-
Spinatus
[- Sehne]
mit Tenotomie und
Tenodese
der langen Bizepssehne und Re-
Acromioplastik
an der dominanten Schulter rechts [vgl. etwa Urk. 6/10 S. 12] für körperlich leichte bis moderate Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe und der Versicherte in einer «rein administrativen» Tätigkeit in einem vollen Pensum einsetzbar sei [Urk. 6/12 S. 6]) davon aus, dass der Versicherte in der bisherigen Tätigkeit in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich (50 %) eingeschränkt sei, in einer körperlich leichten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bestehe (vgl. Urk. 6/48 S. 3; Feststellungsblatt für den Beschluss vom 15. Februar 2013, S.
3). Vor diesem Hintergrund ist jedenfalls u
nbestritten, dass sich die tatsäch
lichen (gesundheitlichen) Verhältnisse seit der leistungsverneinenden Verfügung vom 16. April 2013
verändert haben, indem
seither
weitere Gesundheitsschäden
(
an Schulter und Ellbogen
links) hinzugetreten sind; entsprechend ist soweit ersichtlich unstreitig, dass
ein Revisionsgrund
gegeben und der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht
ohne Bindung an frühere Beurteilungen umfassend zu prüfen
ist
(vgl. E. 1.2
hievor).
Strittig und zu prüfen ist
hingegen
, ab wann und in welchem
Masse sich der Gesundheitszustand verschlechtert hat
,
und somit ab wann und in welcher Höhe der Versicherte Anspruch auf eine Rente hat.
3.
3.1
Dr. med.
E._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH und
Hausarzt des Versicherten, stellte in seinem
(Verlaufs-)
Bericht vom 20.
August 2015 die folgenden Diag
n
o
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 6/92
S. 1 f.
)
:
Irreparable
Supraspinatussehnenruptur
rechts mit
-
Status nach traumatischer transmuraler Ruptur der Supraspinatussehne nach Sturz am 27. Juli 2008
-
Status nach arthroskopischer
Supraspinatussehnenrekonstruktion
und
Acromioplastik
am 25. Februar 2009
-
St. nach Re-Rekonstruktion der Supraspinatussehne mit Tenotomie und
Tenodese
der langen Bizepssehne und Re-
Acromioplastik
am 14. Janu
a
r 2011
Eingeschränkte Be
lastbarkeit des linken Armes be
i
-
Status
nach lokalem
Débridement
ECRB
-Ursprung, Abtragung Os
te
o
phyten
und
lokaler D
e
nervierung am
Epikondylus
hum
e
ri
lateralis
links
-
Chronische
Epikondylopathi
a
humeroradialis links am 24. November
2014
-
Chronische Epikondylitis humeroradialis rechts
-
Gastrooes
o
phage
a
les
Refluxleiden
bei kleiner axialer Hiatushernie
-
Innere Hämorrhoiden
-
St
atus
n
a
ch akuter Pankreatit
is am 16. Juni
2009
-
Arterielle Hypertonie
-
Status nach
Cornealäsion
im rechten Auge mit konservativer Behand
lung am 26. Oktober 2008
Dr.
E._
bezeichnete den Gesundheitszustand seit seinem
letzten
Bericht vom 16. Mai 2014 (Urk. 6/68) im Wesentlichen als stationär,
die Schultersituation rechts sei unverändert und könne weder operativ noch medizinisch verbessert werden. Neu leide der Patient noch an chronischen Epikondylitiden beidseits, wob
e
i am linken Arm
nach wiederholten Infiltrationen die Operation vorge
nom
men
worden sei.
Der
Versicherte arbeite als
Casserolier
im Gasthof
Y._
insge
samt 3 Stunden pro Tag.
An
einem
angepassten
Arbeitsplatz sei eine Tätigkeit von 40-50
% möglich. Mit einer Verbesserung der Situation sei nicht zu rechnen (Urk. 6/92).
3.2
Im Abschlussbericht Assessment (Arbeitsvermittlung plus) der
B._
vom 9. August 2017 (Urk. 6/115) hielt die zuständige Case Managerin im Wesentlichen fest, gemäss Akten sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte bis sehr leichte Tätigkeit (max. 10 kg) gegeben. Der Versicherte und sein Hausarzt schätzten dies indes anders sein, maximal 3-5 kg und maximal 50 % Arbeits
fähigkeit. Dies habe sich auch bei der Arbeit im
A._
gezeigt.
So sei er angepasst auf die Vorgaben der IV in diversen leichten Tätigkeitsbereichen wie zum Beispiel Besteck sortieren eingeteilt worden; der Versicherte habe diese Tätigkeiten motiviert ausgetestet, diese jedoch aufgrund zunehmenden Schmer
zen in den Armen, Schultern und Ellbogen abbrechen müssen.
Ausser Salz- und Pfefferstreuer reinigen und auffüllen habe er
keine Tätigkeit über mehrere Stun
den ausüben können, bei dieser Arbeit habe er die Arme abstützen können, damit die Ellbogen entlastet seien. Abwechselndes Arbeiten im Stehen und Sitzen mit stündlichen Kurzpausen sei in diesem Bereich zu 50 % möglich.
Zusammenfassend hielt sie fest, die Ziele in der Assessmentphase hätten teilweise erreicht werden können. Das Bewerbungsdossier sei überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht; gesundheitlich angepasste Tätigkeitsfelder seien be
spro
chen worden. Die Schmerzproblematik und die sehr geringe Belastbarkeit grenzten die Tätigkeitsfelder stark ein, die medizinischen Abklärungen würden noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis eine Therapieempfehlung gemacht werden könne. Gemäss Standortgespräch sei entschieden worden, dass die IV-Massnahme pausiert werde, aktuell sei die Suche nach einem Trainingsplatz mit der Schmerzproblematik verfrüht. Bei Verbesserung könne die Massnahme wie
deraufgenommen werden; andernfalls könne die IV-Stelle eine erneute Renten
prüfung vornehmen. Bis dahin arbeite der Versicherte weiter 50 % im
A._
(vgl. auch Zwischenbericht Integrationsarbeitsplatz
A._
vom 30. November 2017; Urk. 6/118).
3.3
Dr. med.
C._
stellte
am 17.
Januar 2018
zuhanden der IV-
Stelle die folgenden Diagnosen (Urk. 6/121)
:
Diagnose
:
Schulter links,
adominant
: MR-tomographisch verifizierte subtotale
Supraspinatussehnenruptur
(27.09.2017
F._
)
-
Status nach subacromia
ler Cortison-Infiltration am 09.
08.2017
ohne relevanten Effekt
Nebendiagnose:
-
Irreparable Rotatorenmanschettenruptur nach zweimaliger Rekon
struktion 2009 und
2011, initiales Trauma 27.
07.
2008
-
St. n. Tennisarm Operation links
2014
Spital
G._
-
Vitamin D Mangel
-
Chronischer
oes
o
ph
agealer
Reflux bei Hiatushernie
-
Alkoh
o
ltoxische Hepatopathie und St. nach rezidivierenden
Pankrea
tiden
-
Arterielle Hypertonie
-
Bekannte
Korn
e
aläsion
rechts
Dr.
C._
gab an, beide Schultern seien in gleichem Ausmass beweglich und schmerzhaft dabei, eine Elevation von 130° werde erreicht, der N
acken- und Schürzengriff
sei ebenfalls gut möglich, bei s
ä
mtlichen Bew
egungen gebe der Patient in beiden Schultern Schm
e
r
zen an,
i
nsbesondere bei
Überkopfposition. Beidseits sei ein erhebliches Kraftdefizit objektivierbar.
Er bleibe bei seiner Ein
schätzung, dass weitere chirurgische Eingriffe an der Schulter, sei es rechts oder
links, zu vermeiden seien.
Das Resultat rechtss
eitig sei ernüchternd und lasse
von weiteren Eingriffen Abstand nehmen.
Nach mehrfacher Korrespondenz
mit der Stiftung
B._
habe er den Patienten bei der
K
linik
H._
angemeldet.
Bezüglich des Belastungsprofils ergebe sich keine Änderung, leichte Tätigkeiten unterhalb des Schulterniveaus seien zumutbar in einem begrenzten Pensum, aktuell halbtags. Eine Ste
igerung dieser Arbeitsfähigkeit
, insbesondere der Belast
barkeit, erachte er als unrealistisch, sowohl unter Abwarten des Spontanverlaufs als auch im Falle einer hypothetischen Operation (Urk. 6/121).
3.4
Am 23. Juli 2018 wurde der Versicherte durch
Dr. med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
vom RAD,
untersucht. In seinem Be
richt vom
29. August 2018
stellte Dr.
I._
die
folgende
n
Diagnosen
(
Urk.
6/136)
:
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Funktionseinschränkung des rechten Armes bei irreparabler Rotatoren
manschettenruptur rechts, St.
n. traumatischer transmuraler Ruptur der Sup
raspinatussehne (Unfall 27.07.
20
08), St. n. arthroskopisch
er Rekon
struktion und
Acromioplast
i
k
(OP 05.02.2009), St
. nach Re-Rekon
struk
tion der
Rotatorenmanschette
(OP 14.01.2011)
-
Funktionse
inschränkung der linken Schulter bei subtotaler
Supraspina
tus
sehnenruptur
sowie chronischer
Epicondylopathie
humeri
radialis
und St. n. Denervierung des Epicondylus
humeri
lateralis
links (OP 24.11.2014)
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Chronischer
oesophagealer
Reflux
-
Alkoholtoxische Hepatopathie
bei St. nach rezidivierenden Pankreatitiden
In seiner vers
icherungsmedizinischen Beurteil
ung gab Dr.
I._
im Wes
ent
lichen an,
aufgrund
der medizinischen Berichterstattung sowie der kö
rper
li
chen Untersuchung vom 23.
Juli 2018
sei
ein Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. In der bisherigen Tätigkeit als Betriebsarbeiter bestehe 0
% Arbeitsfähigkeit seit Januar 2017. Der Explorand
berichte
über starke Schmerzen und dadurch erforderliche Einnahme von Schmerzmitteln; bei der Bestimmung des Medikamenten-Spiegels seien diese Medikamente jedoch nicht nachweisbar. Dadurch würden die Angabe
n
des Exploranden über die eingenom
menen Schmerzmittel und die bestehenden Schmerzen relativiert. In angepasster Tätigkeit (leichte Tätigkeiten unterhalb des Schulterniveaus ohne Heben,
T
ragen und Transportieren von
mittelschweren und schweren Lasten, ohne beidseitiges Arbeiten in Armvorhaltepositionen und Überkopfarbeiten, ohne Vibrationsein
wir
kungen, ohne Tätigkeiten auf Leiter
n und Gerüsten, ohne häufiges G
ehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe-/Kälte
exposition
)
sei
e
i
n
e
80%
ige
Arbeit
s
fähigkeit gegeben seit dem 23.
Juli 2018. Von
Januar
2017
bis 22. Juli 2018 bestehe entspre
chend der Arbeitsintegration
B._
eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
von 50 %
(Urk. 6/136).
3.5
Dr. med.
J._
, Facharzt Anästhesiologie und interventionelle Schmerzme
dizin, v
on der
K
linik
H._
,
hielt
am 22. Januar 2019 gegenüber der damaligen Rechtsvertreterin des
Versicherten fest, grundsätzlich lese sich der Bericht des RAD schlüssig und nachvollziehbar, ihm bekannte wichtige Befunde hätten Eingang
i
n den Bericht gefunden.
Jedoch sei aus seiner Sicht die Funk
tionseinschränkung bedingt durch die
retraktile
Kapsulitis nicht ausreichend gewürdigt worden.
Kurz vor der Untersuchung beim RAD sei eine ultraschall
gesteuerte Infiltration durchgeführt worden, wobei der Versicherte anlässlich der Kontrolle vom 4. Juli 2018 von einer Schmerzreduktion tagsüber berichtet habe. Im Verlauf sei es wieder zu einer Verschlechterung gekommen. E
r (Dr.
J._
) komme ähnlich wie Kollege
C._
von der
Klinik D._
aktuell zur Einschätzung, dass für eine angepasste Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60
%
vorliegen könnte. Dabei erscheine das vom RAD skizzierte Tätigkeitsprofil sinnhaft (Urk. 6/148
S. 1 f
).
3.6
In seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2019
zum RAD Bericht
hielt Hausarzt Dr.
E._
zur Hauptsache fest,
der Bericht sei Ausdruck einer gründlichen
Untersuchung. Allerdings werde dem chronischen Ellbogenschmerz links zu wenig
Beachtung geschenkt.
Eine 80%ige Arbeitsfähigkeit sei sicher zu hoch einge
schätzt, aufgrund des Verlaufs und seiner Erfahrung sei eine 50%ige Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit eher angemessen, aktuell sei eine
50%ige Tätigkeit in einem Arbeitsintegrationsprogramm knapp möglich.
In der bish
e
rigen Tätigkeit als
Casolier
(wohl:
Casserolier
) bestehe eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit. In einer angepass
t
en Tätigke
it (zum Beispiel sitzende Tätigk
eit ohne Heben und Tragen von mi
t
telschweren und schweren Lasten
,
ohn
e über Kopf arbeiten
)
sei eine Arbeitsfähig
k
e
it v
o
n 50
% zumutbar. Es handle sich um eine irreparable Schulterproblematik mit Rotatorenmanschettenruptur rechts und mehreren Operationen sowie subtotaler
Supraspinatussehnenruptur
und chroni
schen
Epicondylopat
h
ie
links. Die operativen Möglichkeiten seien ausg
e
schöpft
, mit einer Physiother
a
pie könne h
ö
chstens eine Erh
a
l
tung des Status quo erreicht
werden (Urk. 6/148
S. 3 f
).
4.
4.1
D
ie vorstehend aufgeführten, seit der Neuanmeldung im Jahr 2015 eingeholten
ärzt
l
ichen Verlautb
a
rungen
ergeben
in tatsächlicher Hinsicht
, dass
seit der lei
stungsverneinenden Verfügung von 16. April 2013, welcher die Problematik
an der rechten Schulter
zugrunde lag,
überlastungsbedingte Beschwerden zunäc
h
st am
linken Ellbogen
und
später
(im Jahr 2017)
auch
noch
an der linken Schulter
hinzugetreten sind
.
A
ufgrund der eingeholten Berichte
ist
weiter
e
rsichtlich
, dass die
involvierten Fachärzte Dr.
C._
und
Dr.
J._
wie auch
Hausar
zt Dr.
E._
im hier massgebenden Zeitraum einhellig
davon aus
gehen
, dass dem Beschwerdeführer
in einer
op
timal
leidensangepassten Tätigke
i
t eine Arbeits
tätig
keit
von 50
% zumutbar ist
.
Dies erscheint v
or dem Hintergrund
,
dass der
Versicherte
in den Jahren 2015 und 2016 noch in reduziertem Umfang
(zuletzt zu einem Pensum von 25
%;
vgl. etwa Urk. 6/141 S. 5)
im Gasthof
Y._
einer
(
nicht gänzlich leidensangepassten
; vgl. etwa Urk. 6/2 S. 1, Urk. 6/45 S. 3, Urk.
6/48 S. 3)
Tätigkeit
nachging
und
im Rahmen der
seit Febru
a
r 2017 laufen
den
Arbeitsintegration
bei
A
._
in einer optimal angepassten
Tätigkeit
ein 50
% Pensum bewältigen
konnte,
plausibel
.
Dies
gilt
selbst
mit Blick darauf
,
dass
d
er Besch
werdef
ührer
bei
A
._
nur eine der
ange
botenen
Tätigkeit
en
verrichten konnte
(
worauf
im Rahmen des noch
zu
mutbaren
Arbeitsprofils
noch
zurückzukommen ist
)
.
Auch
der Beschwerdeführer selbst
ging
in s
einem
Einwand
vom
28. Januar 2019 unter Hinweis auf seine behandelnden Ärzte
von
einer Arbeitsfäh
i
g
k
eit
in angepasster Tätigkeit
von 50
%
-60
%
aus
(Urk
.
6/149
)
.
4.
2
Dieser Auffassung war offenbar auch
Dr.
I._
vom
RAD
,
soweit
er für die Z
e
i
t
von
1.
Januar 2017
bis
zur Untersuchung
am 23.
Juli 2018
vorbehaltlos
auf die Akten sowie
die
«
Arbeitsintegration
»
verwies und von
eine
r
Arbe
itsfähig
ke
i
t
in angepasster Tätigkeit von
50
%
ausging
.
Insoweit die
Beschwerdegegnerin
sich
bei ihrer Beurteilung
d
a
rauf
stützt
, s
t
eht dies
daher
in Einklang mit den übrigen Akten
und ist
nachvollziehbar
.
Dies gilt jedoch nicht, sow
e
i
t
sie
-
wiederum
gestützt
auf
die Angaben von Dr.
I._
–
dafür hält
, dass ab dem Unter
suchungs
zeit
punkt eine 80%
ige
Ar
b
eitsfähig
k
eit besteht.
Auch
wenn der
auf
umfassenden Untersuchungen beruhende
B
ericht vom 29.
August 2018
den
recht
sprechungs
gemä
ssen
Vorgaben
an eine
beweiswertige medizinische Expertise
(vgl. dazu
E.
1.5
)
in weiten Teilen
genügt
,
begründet
Dr.
I._
diese höhere Arbeitsfähigkeit
nicht
näher. I
nsbesondere
ist
nicht ersichtl
i
c
h, inwieweit sich der
– von den behandelnden Ärzten
als
kaum
besserungsfähig bez
e
ichnete
(vgl. etwa E. 3.1,
E.
3.3
,
E.
3.6)
-
Gesundhei
t
szusta
n
d oder des
s
en
Au
swirkungen auf die
Arbeitsfäh
i
g
k
e
i
t
ab
dem Untersuchungszeitpunkt
erheblich
verbessert haben
könn
ten
,
so
dass
neu
eine Arbeitsfähigkeit von 80
% bestehen würde
.
Vielmehr muss ange
nommen werden
, dass Dr.
I._
ab diesem Zeitpunkt lediglich
eine andere
Beu
rt
e
i
lung
des näm
lichen Sachverhalts (allenfalls eine blosse Prognose, vgl
.
Urk.
6/141
S. 5 Ziff. 4)
vornimmt
,
was
jedoch
k
eine
n
Revisionsgrund
zu begrün
den vermag
(vgl
.
E. 1.2
hie
r
vor)
.
Unter diesen Umständen
ist auch für die Zeit
ab 23. Juli 2018
von einer Arbeitsfähigkeit von 50
% auszugehen.
4.3
Dr.
I._
ging in seinem Untersuchungsb
ericht
vom 29.
August 2018
ledig
l
ich auf die Zeit ab Januar 2017
ein (Urk. 6/136 S. 11
)
.
Wie der Beschwerdeführer indes zu Recht
vorbringen
lässt
(Urk. 1 S. 4)
und von der Verwaltung
vernehm
lassungsw
eise
nicht
in Abrede gestellt
wird, ist
im vorliegenden Verfahren
jedoch
die
Neuanmeldung
vom
23. Februar
2015
m
ass
gebend
. Denn damit hatte
sich der Versicherte unter H
inweis auf den Gesundheitsschaden nun auch am linken Ellenbogen erneut zum Leistungs
b
ezug
(auch Rente
nbezug
; vgl. auch Urk. 6/95 S. 2
)
angemeldet
(Urk. 6/87)
,
über
welches Begehren
die Verwaltung
–
wohl noch
di
e Umsetzung des Urteils vom 20.
November 2014 betreffend berufliche Mass
nahmen im Fokus
habend
(vgl. wiederum Urk. 6/93 und Urk. 6/97)
-
bezüglich Rente
bis zum Erlass der
vorliegend angefochtenen Verfügu
n
g
noch
nicht ent
sch
i
eden
hat
.
Auch
wenn
sich Dr.
I._
im
Untersuchungsberic
ht
zur Arbeits
fähigkeit
in
der Zeit ab Februar 2015
(Neuanmeldung)
bis Ende 2016 nich
t
äussert, lässt sich diese
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festlegen
:
so ist
aufgrund der
einhelligen
An
g
aben der invol
vierten Ärzte
, wonach in angepasster Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
% besteht,
und nachdem Dr.
E._
, welcher in angepasster Tätigkeit eben
falls eine
50%ige
Arbeitsfähigkeit
sieht,
in se
inem (Verlaufs-)Bericht vom 20.
August 2015
seit
dem
16. Mai
2014
einen
im Wesent
liche
n stationär
en Gesundheitszu
stand attestiert
(E.
3.1 hievor)
,
davon auszugehen, dass
jedenfalls seit 2015 in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gegeben war. I
n
der Tätigkeit
als Küchenhilfe, welche
ursprünglich
auch schwere Arbeiten umfasste
(vgl. Urk. 6/20)
,
ist alsdann
davon auszugehen,
dass
seit dem Unfall im Jahr 2008
keine
oder jedenfalls eine erheblich eingeschränkte
Arbeitsfähigkeit bestand
(vgl. so schon Verfügung von 16. April 2013; Urk. 6/59)
.
4.
5
Zusammenfassend ist daher
gestützt auf die Akten
davon auszugehen, dass
in der Tätigkeit
als Küchenhilfe (in der ursprünglichen Form
)
seit dem Unfall im Jahr 2008
keine
bzw
. nur noch
eine
erheblich eingeschränkte
Arbeits
f
äh
i
gkeit
ge
geben war,
und
je
d
enfalls seit
dem Jahr
2015
in einer leidensangepassten Tätigkeit eine
Arbeits
(
un
)
fähigke
i
t
von 50
% bestand.
Daraus erhellt
aber
auch, dass
,
n
achdem
d
ie Wartezeit im Sinne von Art. 28 Abs.
1
lit
. b IVG
(vgl. E. 1.4 hievor)
auf
den
23. Juli 2008 anzusetzen und die
Neuanmeldung zum Leistungsbe
zug am 25. Februar 2015 bei der
IV-Stelle
einge
gangen ist
(vgl. Aktenverzeichnis)
,
ein Rentenanspruch
-
wie der Beschwerdefüh
rer zu Recht geltend machen lässt
-
bereits
ab
August 2015
(
nach Ablauf von
sechs Monaten; Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG)
in Betracht fällt
.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der so festgestellten Arbeits
unfähigkeit.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lich
keit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
5.2.2
Der Bes
c
h
werd
eführer war seit
dem
Jahr 1997
im Gasthof
Y._
als Küchenhilfe
angestellt
und
die Akten
ergeben
keine Hinweise darauf, dass er
im hier mass
gebenden Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns im Jahr 2015
(vgl. E.
4.5
hievor)
im Gesundheitsfall
nicht weiterhin dort beschäf
t
igt g
e
wesen wäre. Mithin hat die Verwalt
u
ng zu Recht
auf
die Angaben im Arbeitgeberbericht
vom 22.
Februar 2012
abgestellt
, wonach der Versicherte im Jahr 2012
monatlich
Fr.
4'
6
00.--
(x 13) verdient hätte
(Urk. 6/16 S. 3)
. Unter Berücksicht
ig
ung der
L
ohnentwicklung
(Bundesamt für Statistik; Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex, Männer 2011-2018; Beherbergung und Gastronomie) ergibt sich damit
aufge
rechnet auf das Jahr 2015
ein
Validenein
k
ommen
von Fr.
60'821.--
(
Fr.
4‘
6
00
.--
x 13 x 1.00
3 x 1.011 x 1.003).
Dass das Einkommen in der Gastronomie
(bran
chentypisch)
tiefer
gelegen hat
als
der LS
E Zentralwert für Hilfsarbeiten
recht
fertigt -
wie der Beschwerdeführer
geltend machen lässt (Urk. 1 S. 8)
-
kein Ab
stellen auf den Tabellenlohn
; vielmehr lag
sein
Einkommen über dem branchen
üblichen Tabellenlohn
.
5.3
5.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfü
gungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Ren
tenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungs
grad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht auto
matisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht über
steigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invaliden
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1
und
9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine
abwei
-
chende
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl.
Urteile des Bundesgerichtes
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
5.3.2
Zwar arbeitete der Beschwerdeführer bis Ende Januar 20
17
weiterhin im Gasthof
Y._
, wobei
er aus gesundheitlichen Gründen
-
und
da
selbst die
zuletzt
aus
geübte leichte
Tätigkeit
der Gesundheit nicht gänzlich a
ngepasst
war
-
zuletzt nur noch ein Pe
n
s
um von 25
% versah (vgl. etwa Urk.
6/105
,
Urk.
6/138
)
. Da
der Be
schwer
deführer
die ihm verbliebene Restarbeitsfähigkeit
mit der Tätigkeit im Gasthof
Y._
mithin nicht in zumutbarer Weise voll ausschöpfte (zu den Voraus
set
zungen der Berücksichtigung des tatsächlich erzielten Einkommens als Inva
liden
einkommen vgl. etwa BGE 135 V 297 E. 5.2)
und auch na
chher keine
solche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
aufgenommen
hat
,
fällt ein
Abstellen auf die konkreten erwerblichen Gegebenheiten
ausser Betracht. Damit ist
das Invali
deneinkommen gestützt auf die Tabellenwerte der LSE zu ermitteln
, wobei vor
liegend
die Tabelle TA1_tirage_skill_level (Monatlicher Bruttolohn nach Wirt
schafts
zweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, LSE 2014, Kompetenzniveau 1, Män
ner)
zur Anwendung gelangt
.
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche
im Jahr 2015 (vgl. Bundesamt für Statistik,
Tabelle 03.02.03.01.04.01,
Betriebs
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftszweigen in Stunden pro Woche)
sowie ange
passt an die Nominallohnentwicklung
von 0.4 %
(
vgl. wiederum
Bundesamt für Statistik; Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex, Männer 2011-2018
, Total)
ergibt sich für das Jahr 2015 ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr
.
66'718.93 (Fr. 5‘312.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.004) und somit a
usgehend von einem zumut
baren Arbeitspensum von 50 % ein Invalideneinkommen von
Fr.
33
'
35
9.--.
5.3.3
Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer keinen Abzug vom Tabel
lenlohn, wohingegen der Beschwerdeführer
für den Fall, dass von einer Verwertbarkeit
der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde
,
unter Hinweis auf das eingeschränkte Profil einer
zumutbaren
Verweistätigkeit
einen maximalen Abzug von 25
% verlangt (Urk. 1 S. 9).
Soweit der Beschwerdeführer
unter Hinweis auf die
Schlussfolgerung
der
B._
, wonach keine Vermittelbarkeit im ersten Arbeitsmarkt (bzw. aktuell kein Eingliederungspotential) gegeben sei (vgl.
Urk.
6/115 und Urk.
6/118)
,
die Ver
wertbarkeit
der Restarbeitsfäh
i
g
keit
in Frage
stellt
,
ist
dem nicht zu folgen
. So
vermochte der Beschwerdeführer die ihm ärztlicherseits attestierte 50%ige Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit
im Rahmen der Arbeitsintegration
u
m
zusetzen
. Alsdann
ist zu berücksichtigen,
dass
der relevante ausgeglichene Arbeitsmarkt durchaus Stellen
be
inhaltet, die aufgrund des Zumut
barkeitsprofils in Frage kommen;
so ist
vorlieg
e
nd
etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontroll
tätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb)automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten
zu denken
, wie sie nach der Rechtspre
chung selbst funktionell einhändigen Versicherten zumutbar sind
.
Kommt hinzu, dass der
ausgeglichene Arbeitsmarkt gemäss
bundesgerichtlicher
Rechtspre
chung insbesondere auch Nischenarbeitsplätze
umfasst
, als
o
Stellen- und Ar
beits
ange
bote, bei welchen Behinderte mit sozialem Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (vgl. zum Ganzen etwa Urteil des Bundes
gerichts 8C_186/2016 vom 30. September 2016 E. 4.2 mit Hinweis)
. Vor diesem Hinter
grund
kann nicht
davon
gesprochen werden
,
dass keine realistischen
Ein
satzmöglichkeiten
mehr
bestünden.
In Bezug auf den
leidensbedingten
Abzug vom Tabellenlohn
(vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75)
ist F
olgendes zu berücksichtigen:
Dem
Beschwerdeführer
sind
aus
medizinischer Sicht nur
noch
leichte Tätigkeiten unterha
lb des Schulterniv
e
aus zu 50
%
mit weiteren Einschränkungen
(kein beidseitiges Arbeiten in Armvor
haltepositionen und Überkopfarbeiten, ohne Vibrationseinwirkungen, ohne Tätigkeit auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Gehen und Stehen auf unebe
nem Gelände, oh
ne Nässe/Kälteexposition
)
z
umutbar (E. 3.4 hievor); gemäss den Angaben der Arbeitsintegration
, auf welche der RAD für die Zeit ab Januar 2017 verweist,
sind auch stündliche Kurzpausen erforderlich (E. 3.3 hievor)
.
Zwar rechtfertigt
der Umstand allein, dass
nur noch leichte Tätigkeiten verrichtet werden können, nach der Rechtsprechung
k
einen
Abzug
vom Tabellenlohn
, da der
als ausgeglichen unterstellte Arbeitsmarkt
genügend
leichte Tätigkeiten
um
fasst
(vgl.
statt vieler etwa
Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Okto
ber 2019 E. 4.3.2).
Vorl
i
e
gend
ist jedoch
zu beachten, dass
der Beschwerde
führer
,
da
er
an beiden Schultern wie auch
vor allem
am linken Ell
en
bogen
)
in der Belastbarkeit
erheblich
eingeschränkt
ist
,
nur noch sehr leichte Tätigkeiten ver
richten kann,
weshalb er
– wie denn auch die Erfahrungen
im Rahmen
der Arbeitsintegration
bei
A._
zeig
en
-
trotz hoher Arbeitsmotivation
nur noch
spezifische
sehr
leichte Tätigkeiten au
s
führen kann
(vgl. E.
3.3
hiev
o
r)
. Das
Spektrum an möglichen
Tätigkeiten
ist dadurch
– selbst bei leichten, einfachen und repeti
tiven T
ä
t
igke
it
en
-
noch weiter reduziert. Kommt hinzu
,
dass
d
er
Be
schwerdeführer
selbst bei einem Pensum von 50
%
auf
(betriebsunübliche)
stünd
liche Kurzp
ausen angewiesen ist; auch
insoweit
ist daher
davon auszugehen, dass
er
verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen auf eine Anstellung hat.
Insgesamt
erscheint
daher
ein Abzug
vo
n 10
% gerechtfertigt.
Zwar ist
die (Nicht-) Vornahme eines
leidens
bedingten
Abzugs vom Gericht nur auf Unangemessenheit hin zu überp
rüfen
(
vgl.
5.3.1 hievor
)
. Jedoch
stellt es eine
Unangemessenheit bzw
.
Ermessenunter
schreitung dar, wenn die IV-Stelle
- im Ü
brigen
ohne nähere Begründung trotz eines entsprechenden Antrags
schon im Einwand
auf Vornahme eines
leidens
bedingten
Abzugs von 20
%
(Urk. 6/149) – keinen
Abzug gewährt hat.
Ein Abzug von 10
% führt
zu einem Invalideneinkommen von Fr.
30'023.--
(Fr.
33'359.—-- x 0.9)
.
I
n Geg
enüberstellung m
it dem
Valideneinkommen
von Fr.
60'821.
--
(E.
5.2.2)
führt dies
zu einem Invaliditätsgrad von 51
% (50,63 %) und mithin zu
m Anspruch auf eine halbe Rente. Da selbst bei Vornahme des maximalen Abzugs von 25
% kein Anspruch auf eine höhere Rente resultiert, kann offenbleiben, ob d
er Umstand, dass dem Beschwerdeführer
nur noch eine teilzeitliche Anstellung im Umfang von 50
% zumutbar ist, einen zus
ätzlichen Abzugsgrund darstellt
. Denn
n
ach der neueren Praxis des Bundesgerichts ist ein Abzug bei Männern wegen Teilzeitbeschäftigung nic
ht mehr automatisch vorzu
nehmen; o
b sich eine entsprechende Reduktion rechtfertigt, ist stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad und die jeweils aktuellen Werte zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_561/2018 vom 4. März 2019 E. 4.3.1).
5.4
Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuhei
ssen und die angefoch
t
ene Verfügung vom 4. Juli 2019
ist dahin
gehend
abzuändern, dass der Beschw
er
de
führer ab 1.
August 2015 An
spruch auf eine halbe Invalidenrente hat.
6.
6.1
Da
es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Ausgangsgemäss
ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerde
führerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen
dung von Art. 61
lit
. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr.
2‘600.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.