Decision ID: 796c0d90-ed71-4b04-a0cc-4730b2b309cb
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführenden, türkische Staatsangehörige, am 9. Mai
2022 in die Schweiz einreisten und das SEM am 13. Mai 2022 im Bundes-
asylzentrum (BAZ) der Region Ostschweiz um Gewährung vorübergehen-
den Schutzes ersuchten,
dass sie ukrainische Aufenthaltsbewilligungen (Permanent Residence der
Beschwerdeführenden 1, 3, 4 und 5 sowie Temporary Residence Permit
der Beschwerdeführerin 2) und ihre türkischen Reisepässe einreichten,
dass die Beschwerdeführenden auf ihren Personalienblättern unter ande-
rem übereinstimmend angaben, sie seien türkischer Ethnie und kurdischer
Muttersprache (vgl. Akten SEM A3/26 S. 2, 4, 6, 8 und 10),
dass die Beschwerdeführenden 1–4 am 17. Mai 2022 vom SEM zu ihrem
Gesuch um vorübergehenden Schutz befragt wurden,
dass der Beschwerdeführer 1 dabei ausführte, er sei in F._ (Provinz
Agri) geboren und habe dort bis etwa zum 20. oder 25. Lebensjahr gelebt,
bevor er nach G._ gegangen sei, wo er als Kaufmann tätig gewesen
sei und dabei mit (...) gehandelt habe, die er in die Ukraine sowie nach
Russland verkauft habe,
dass er im (...) seine Frau (Beschwerdeführerin 2) geheiratet und mit ihr
drei gemeinsame Kinder habe,
dass seine Eltern verstorben seien, die meisten Geschwister und Cousins
in der Türkei leben würden (er habe sieben leibliche Geschwister und etwa
zwanzig Halbgeschwister), zwei Brüder seien auch in der Ukraine gewe-
sen, einer sei nach wie vor dort, einer sei I._ gegangen,
dass er die Türkei ursprünglich verlassen habe, weil es ihm dort finanziell
schlecht gegangen sei, und er seine Immobilien mit dem Wegzug in die
Ukraine etwa (...) verkauft habe,
dass er in der Ukraine ein Geschäft im Handel von (...) aus der Türkei auf-
gebaut habe und dort drei Geschäftslokale und zwei Immobilien besitze,
dass er sich deswegen dort erst ohne Aufenthaltsbewilligung habe aufhal-
ten können, er nach einiger Zeit jeweils temporäre Aufenthaltsbewilligun-
gen und im Jahr (...) eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung für die Ukraine
erhalten habe, die noch bis (...) gültig sei,
dass er zuletzt in H._ gelebt und sich bei Kriegsbeginn Ende Feb-
ruar 2022 dort aufgehalten habe,
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dass seine Ehefrau und die Kinder vor etwa zehn Jahren in die Ukraine
gekommen seien, aber noch zwischen dem Heimatland und der Ukraine
gependelt hätten,
dass er selber wiederholt berufshalber in die Türkei gegangen sei, um dort
(...) einzukaufen, wobei er jeweils zwischen einer Woche und einem Monat
in Hotels gewohnt habe,
dass er nach Kriegsausbruch in der Ukraine nicht in die Türkei zurückge-
kehrt sei, da er dort nichts mehr habe und bei einer allfälligen Rückkehr in
der Türkei möglicherweise sogar verhungern würde, zumal sich dort die
Lebensumstände in den letzten Jahren massiv verschlechtert hätten,
dass er einmal in der Türkei nicht einmal mehr Geld zum Bezahlen des
Hotels gehabt habe und dieses von einem Freund habe ausleihen müssen,
dass sie bei Kriegsausbruch kurz in die Türkei gegangen seien, um die
Reisepässe der Kinder verlängern zu lassen, und sie anschliessend nach
H._ zurückgekehrt seien, zumal die Stadt anfänglich nicht angegrif-
fen worden sei,
dass sie H._ jedoch verlassen hätten, nachdem es dort zu Bombar-
dements gekommen sei, und sie in der Folge von der Slowakei herkom-
mend in die Schweiz gereist seien,
dass er in der Türkei keine ernsthaften Probleme gehabt habe, er allerdings
bei Behördengängen beispielsweise für die Reisepässe der Kinder mehr
als die anderen türkischen Staatsbürger habe bezahlen müssen,
dass es ihm gesundheitlich gut gehe, er und die Familie jedoch wegen der
erlebten Bombardements Angst und Sorgen und mitunter Schlafprobleme
hätten und sie alle unruhig geworden seien,
dass die Beschwerdeführerin 2 ebenfalls in F._ geboren sei und
dort bis zur Heirat im Jahr (...) gelebt habe, worauf sie mit ihrem Mann
nach G._ gezogen sei,
dass sie mit den Kindern im Jahr 2010 oder 2011 zum Ehemann in die
Ukraine gezogen sei und die Kinder gehütet sowie Russisch gelernt habe,
dass sie mit den Kindern ab 2014 wegen des Krim-Kriegs für einige Jahre
in die Türkei habe zurückkehren müssen und sie in G._ in einer
Mietwohnung gelebt hätten, wo die Kinder auch die Schule besucht hätten,
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dass sie sich nach der Rückkehr in die Ukraine an der Universität immatri-
kuliert und ein Studium der russischen Sprache und Literatur absolviert
habe, während die Kinder die Schule besucht hätten,
dass sie in dieser Zeit regelmässig die Schulferien in der Türkei bei der
Grossmutter verbracht und sich während der Corona-Pandemie über einen
längeren Zeitraum in der Türkei aufgehalten hätten,
dass ihre Mütter, zwei Brüder und verschiedene Verwandte in der Türkei
leben würden,
dass sie nach Kriegsausbruch nicht in die Türkei zurückgekehrt seien, da
alles Hab und Gut in der Ukraine geblieben sei und sie in der Türkei kaum
den Lebensalltag hätten bewältigen können, zumal Geflüchtete aus der
Ukraine in der Türkei – im Vergleich zur Schweiz – schlecht unterstützt
würden,
dass die Beschwerdeführenden 3 und 4 zu Protokoll gaben, nicht in die
Türkei zurückkehren zu wollen, weil sie sich auf ein Leben in der Ukraine
eingestellt beziehungsweise die Türkei nicht so gerne hätten,
dass der Beschwerdeführer 5 aufgrund seines Alters nicht befragt wurde,
dass das SEM die Gesuche der Beschwerdeführenden um vorüberge-
hende Schutzgewährung in der Schweiz mit (am Folgetag eröffneter) Ver-
fügung vom 5. Juli 2022 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz
sowie den Vollzug anordnete,
dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom
2. August 2022 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht
Beschwerde erhoben und beantragten, die Verfügung vom 5. Juli 2022 sei
aufzuheben, ihnen sei vorübergehender Schutz in der Schweiz zu gewäh-
ren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,
dass am 4. August 2022 seitens des Bundesveraltungsgerichts der Ein-
gang der Beschwerde bestätigt wurde,

Considerations:
und das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung,
dass es gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwerden gegen Ver-
fügungen nach Art. 5 VwVG zuständig ist und auf dem Gebiet des Asyls in
der Regel – und auch vorliegend – endgültig entscheidet (Art. 83 Bst. d
Ziff. 1 BGG; Art. 72 i.V.m. Art. 105 AsylG),
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dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt
sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise
Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert
sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 72 i.V.m. Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (i.V.m. Art. 72 AsylG)
richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE
2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 72 i.V.m. Art. 111 Bst. e AsylG)
und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche Beschwerde han-
delt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 72 i.V.m.
Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG (i.V.m. Art. 72 AsylG) auf einen
Schriftenwechsel verzichtet wurde,
dass der Bundesrat am 11. März 2022 gestützt auf Art. 66 Abs. 1 AsylG
eine Allgemeinverfügung zur Gewährung des vorübergehenden Schutzes
im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine erlassen hat (BBl 2022
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dass gemäss dieser Allgemeinverfügung den folgenden Personengruppen
vorübergehender Schutz in der Schweiz gewährt wird:
a) schutzsuchenden ukrainischen Staatsbürgerinnen und -bürgern
und ihren Familienangehörigen, welche vor dem 24. Februar 2022 in
der Ukraine wohnhaft waren,
b) schutzsuchenden Personen anderer Nationalität und Staaten-
losen sowie deren Familienangehörigen, welche vor dem 24. Feb-
ruar 2022 einen internationalen oder nationalen Schutzstatus in der
Ukraine hatten,
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c) Schutzsuchenden anderer Nationalität und Staatenlosen sowie
ihren Familienangehörigen, welche mit einer gültigen Kurzaufent-
halts- oder Aufenthaltsbewilligung belegen können, dass sie über
eine gültige Aufenthaltsberechtigung in der Ukraine verfügen und
nicht in Sicherheit und dauerhaft in ihre Heimatländer zurückkehren
können,
dass das SEM zur Begründung der angefochtenen Verfügung vom 5. Juli
2022 ausführte, Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführen-
den nicht zu der vom Bundesrat definierten Gruppe der schutzberechtigten
Personen gehören würden, da sie türkische Staatsbürger seien, die in Si-
cherheit und dauerhaft in die Türkei zurückkehren könnten,
dass keine Gründe ersichtlich seien, die gegen die Zulässigkeit, Zumutbar-
keit oder Möglichkeit ihrer Rückführung in den Heimatstaat sprächen,
dass der Beschwerdeführer 1 vom Handel mit (...) gelebt und geschäftlich
regelmässig in die Türkei gegangen sei, womit anzunehmen sei, dass er
als Händler und Geschäftsmann sich auch bei einer Rückkehr in die Türkei
um seinen und den Lebensunterhalt seiner Familie bemühen könne,
dass auch der Beschwerdeführerin 2 zugemutet werden könne, in der
Türkei eine bezahlte Tätigkeit anzunehmen und zum Lebensunterhalt der
Familie beizutragen,
dass der Beschwerdeführer 1 sodann sieben Geschwister und etwa zwan-
zig Halbgeschwister in der Türkei habe, die allenfalls bei der Reintegration
und temporär mit einer Unterkunft unterstützen könnten, und auch die Be-
schwerdeführerin 2 über ein soziales Netz in der Türkei verfüge, da Ihre
Mutter und zwei Geschwister dort leben würden,
dass sich die wirtschaftliche Lage in der Türkei in den letzten Jahren zwar
in der Tat verschlechtert habe, indessen den Beschwerdeführenden auf-
grund ihren Verbindungen zur Türkei, der beruflichen Tätigkeit des
Beschwerdeführers 1 sowie auch aufgrund des grossen Verwandtschafts-
netzes in der Türkei zugemutet werden könne, in die Türkei zurückzukeh-
ren und sich dort zu reintegrieren,
dass sich sodann die Beschwerdeführerin 2 mit den Kindern im Jahr 2021
über sieben Monate und auch schon während des Krim-Kriegs ab 2014
einige Jahre in der Türkei aufgehalten habe, mithin die Kinder mit dem tür-
kischen Schulsystem vertraut seien und diese ferner neben Russisch auch
Kurdisch und Türkisch beherrschen würden,
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dass der Umstand, dass die Kriegsumstände die Beschwerdeführenden
traumatisiert hätten, bedauerlich und verständlich sei, diese Gründe jedoch
nicht gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung sprechen würden, womit
abschliessend festzustellen sei, dass die Wegweisung in die Türkei für die
Beschwerdeführenden als eine ganze Familie zumutbar sei,
dass die Beschwerdeführenden zur Begründung ihrer Beschwerde den
Sachverhalt kurz wiederholten und geltend machten, nach Kriegsausbruch
hätten sie trotz konkreter Gefahr verletzt oder getötet zu werden darauf
verzichtet, in der Türkei um Schutz nachzusuchen, zumal sie bereits vor
mehreren Jahren alles Vermögen in der Türkei zu Geld gemacht und in der
Ukraine investiert hätten,
dass die Beschwerdeführenden sich in einer sehr prekären Situation befin-
den und im Falle einer Rückkehr mit Sicherheit in eine existenzielle Notlage
geraten würden,
dass sie in der Schweiz nur vorübergehenden Schutz suchen und bei
Kriegsende – respektive sobald sich die Lage in H._ beruhigt habe
– unverzüglich in die Ukraine zurückkehren würden,
dass das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der Akten feststellt,
dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist und die Beschwerde-
schrift keine Vorbringen enthält, welche die Einschätzung der Vorinstanz in
Frage zu stellen vermöchten,
dass die Beschwerdeführenden nicht ukrainische Staatsangehörige sind,
sie ferner nicht über einen Schutzstatus in der Ukraine verfügen, was die
Anwendung von Bstn. a und b der Allgemeinverfügung ausschliesst,
dass eine Anwendung von Bst. c der Allgemeinverfügung unter anderem
voraussetzt, dass die Beschwerdeführenden nicht in Sicherheit und dauer-
haft in die Türkei zurückkehren könnten,
dass ihren Ausführungen zu entnehmen ist, dass eine dauerhafte Rück-
kehr in den Heimatstaat unter dem Aspekt der Sicherheit grundsätzlich
möglich wäre, zumal sie alle mehrfach unbehelligt in die Türkei einreisen,
dort über längere Zeit leben und die Türkei ebenso unbehelligt wieder ver-
lassen konnten,
dass die Darlegungen in der Beschwerde zu keiner anderen Beurteilung
der Sachlage zu führen vermögen,
dass die Beschwerdeführenden jeweils angaben, gesund zu sein und die
aus den Erlebnissen kriegerischer Vorfälle in der Ukraine entstandenen
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mentalen Probleme einer Rückkehr in die Türkei ebenfalls nicht entgegen-
stehen, wo sie ein ihnen vertrautes und tragfähiges familiäres Umfeld vor-
finden werden,
dass das SEM zu Recht das Gesuch um Gewährung des vorübergehen-
den Schutzes abgelehnt hat,
dass die Ablehnung des Gesuchs um Gewährung des vorübergehenden
Schutzes in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (vgl.
Art. 69 Abs. 4 AsylG), vorliegend insbesondere kein Kanton eine Aufent-
haltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer
solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestim-
mungen steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht an-
geordnet wurde,
dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 69 Abs. 4
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass Wegweisungsvollzugshindernisse gemäss Praxis des Bundesverwal-
tungsgerichts zu beweisen sind, wenn der strikte Beweis möglich ist, und
andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen sind (vgl. BVGE 2011/24
E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
dass die Beschwerdeführenden in der Schweiz kein Asylgesuch gestellt
haben und den Akten demnach keine Hinweise auf eine Verletzung des
flüchtlingsrechtlichen Refoulement-Verbots zu entnehmen sind (Art. 5
Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass nach dem oben Gesagten auch keine Anhaltspunkte für eine im Hei-
mat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung
im Sinn von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der
Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, womit sich der Vollzug als zulässig
erweist,
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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage
konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
dass das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss kommt, dass die Be-
schwerdeführenden weder aufgrund der allgemeinen Lage im Heimatland
noch aufgrund individueller Gründe in der Türkei in eine existenzielle Not-
lage geraten dürften,
dass ihre Reintegration im Heimatland möglich erscheint angesichts des
beruflichen respektive akademischen Hintergrunds der Beschwerdefüh-
renden 1 und 2, des grossen familiären Beziehungsnetzes und der ver-
schiedenen, auch längeren Aufenthalte der Familie in der Türkei (während
denen die Kinder dort auch die Schule besucht haben), womit der Vollzug
der Wegweisung in die Türkei als zumutbar zu beurteilen ist,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AIG) und die Beschwerdeführenden – die bei der Beschaf-
fung gültiger Reisepapiere mitzuwirken hätten (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG) –
über türkischen Reisepässe verfügen,
dass damit auch der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestä-
tigen ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
dass das sinngemässe Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege unbesehen der finanziellen Verhältnisse der Beschwerdefüh-
renden abzuweisen ist, da die Beschwerde gemäss den vorstehenden Er-
wägungen als aussichtslos zu bezeichnen ist und es daher an einer ge-
setzlichen Grundlage zu deren Gewährung fehlt,
dass das Gesuch um Verzicht auf die Kostenvorschusserhebung mit dem
vorliegenden Entscheid gegenstandslos geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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