Decision ID: 2af54c29-b09e-55a3-b5ce-702d2c48f8b5
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961,
war
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit
seit dem
1.
Juli 2011
als Gartenarbeiter bei der
A._
in Zürich
tätig
(
Urk.
8/I/3).
Vom
1
5.
Oktober 2013
bis zum 3
0.
Juni 2014
war der Versicherte infolge Krankheit
zu
100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/I/4)
. Am 24.
März 2014 kündigte die
A._
das Arbeitsverhält
nis
des Versicherten
per 3
1.
Mai 2014 (
Urk.
8/I/5
).
Am 3
0.
Mai 2014 meldete sich der Versicherte beim Regionalen Arbeitsver
mittlungszentrum (RAV)
O._
zur Arbeitsvermittlung (
Urk.
8/I/1) und beantragte am
9.
Juli 2014 Arbeitslosenentschädigung ab dem 3
0.
Mai 2014 (
Urk.
8/I/2).
Nachdem der Versicherte
noch b
is am 1
8.
Juni 2014 über
die
A._
Lohnfortzahlung bezogen hatte
(
Urk.
8/I/3 und
Urk.
8/I/6), eröffnete die
Unia
Arbeitslosenkasse am
1
9.
Juni 2014 die
bis zum 1
8.
Juni 2016 dauernde
Rahmenfrist für den Leistungsbe
zug (
vgl.
Urk.
2 S. 1
).
In der Folge
war der Versicherte
gemäss den einge
reichten ärztlichen Zeugnissen
jeweils zwischen 50 und 100
%
arbeitsunfä
hig
(
Urk.
8/I/8)
, und es wurde
ihm
– nebst
Arbeitslosenentschädigung -
ab dem 1
9.
Juni 2014
von der
Krankentaggeldversicherung
elipsLife
gemäss den mit den betreffenden ärztlichen Zeugnissen
bes
cheinigten Arbeitsunfähig
keiten Krankent
aggelder
ausgerichtet
(
Urk.
8/I/9
, Urk. 8/II
/5
). Per 1
0.
Juni 2015 wurde der Versicherte
von der Stellenvermittlung abgemeldet (
Urk.
8/I/10
).
Mit Vorbescheid vom
7.
Oktober
2015
stellte die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten
die
Zusprache
eine
r
vom 1.
November 2014 bis zum 3
0.
September
2015 befristete
n
Viertelsrente
in Aussicht
(
Urk.
8/II/1
), wogegen dieser
am 1
2.
November 2015
Einwand
erhob
(
Urk.
3/6).
Am 1
4.
Oktober 2015 war der Anspruch des Versiche
rten auf Krankentaggelder
der
elipsLife
erschöpft (
Urk.
8/II/6
)
. Daraufhin meldete er sich
am
1
6.
Oktober 2015 beim RAV
P._
erneut
zur Arbeitsver
mittlung
(
Urk.
8/II/2) und
beantragte
A
rbeitslosenentschädigung ab diesem
Datum
(
Urk.
8/II/
3
).
In der Folge war der
Versicherte
gemäss den eingereich
ten ärztlichen Zeugnissen
zu
100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/II/4 und Urk.
8/III/1).
Mit Schreiben vom 1
2.
Februar 2016 teilte die
Unia
Arbeitslo
senkasse dem Versicherten
mit,
dass er erst wieder Anspruch auf Arbeitslo
senentschädigung habe, wenn eine
ärztlich attestierte Arbeitsfähigkeit von
mindestens
20
%
be
stehe
(
Urk.
8/III/5
Beilage 2
). Mit Eingabe vom
3.
Juni 2016 erklärte
der Versicherte (respektive dessen Rechtsvertreter)
gegenüber der
Unia
Arbeitslosenkasse, dass
er
nicht offensichtlich vermittlungsunfähig sei
und
daher Anspruch auf Vorleistungen der Arbeitslosenversicherung habe (
Urk.
3/8). M
it
Kassenverfügung vom 2
8.
Juni 2016
hielt die
Unia
Arbeitslosenkasse fest
, dass der Anspruch
auf
Arbeitslosentaggelder
am 1
4.
November 2015 (3
0.
T
ag der Arbeitsunfähigkeit) ende
(
Urk.
8/III/4)
.
Die dagegen vom Versicherten
am 8.
Juli 2016 erhobene Einsprache (
Urk.
8/III/5) wies die
Unia
Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom
1.
September 2016 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
7.
September 2016 Beschwerde und bean
tragte, der angefochtene
Einspracheentscheid
sei ersatzlos aufzuhebe
n und die Beschwerdegegnerin
zu verpfl
ichten, ihm im Zeitraum vom 14.
November 2015 bis zum Eintritt der Rechtskraft der Verfügun
g der
IV-Stelle betreffend Invalidenrente
Arbeitslosenentschädigung auszurichten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schlo
ss mit Beschwerdeantwort vom 7.
November 2016 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am
8.
November 2016 angezeigt wurde (
Urk.
10).
Mit Ein
gabe vom 2
2.
März 2017 (
Urk.
11) reichte der Beschwerdeführer den Vorbe
scheid der IV-Stelle vom 1
5.
März 2017 (
Urk.
12) ein, welcher den Vorbe
scheid vom
7.
Oktober 2015 (
Urk.
8/II/1)
ersetzt
.
Dar
in wird
dem
Beschwer
deführer
die
Zusprache
einer vom
1.
März 2015 bis zum 3
1.
Januar 2017 befristeten ganzen Invalidenrente in Aussicht gestellt.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen
-
ent
schädigung ist die Vermittlungsfäh
i
gkeit (
Art.
8
Abs.
1
lit
. f
des Bundes
-
gesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenz
-
entschädigung,
AVIG). Gemäss
Art.
15
Abs.
1 AVIG ist die arbeits
lose Person vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzuneh
men und an Eingliederungsmassnahmen
teilzu
-
nehmen. Zur Vermittlungsfäh
i
gkeit gehört demnach nicht nur die Arbeits
fähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persön
liche
n Verhält
nissen währ
end der üblichen Arbeitszeit ein
zu
setzen (BGE 125 V
51 E. 6a).
Hiezu
genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich der öffentlichen Arbeits
vermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzu
nehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_99/2012 vom
2.
April 2012 E. 2 mit Hinweis).
Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit als Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Person vermitt
lungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit im Umfang von min
destens 20
%
eines Normalarbeitspensums anzunehmen, oder nicht (BGE 136 V 95 E. 5.1).
1.2
Nach
Art.
15
Abs.
2 Satz 1 AVIG gilt der körperlich oder geistig Behinderte als vermittlungsfähig, wenn ihm bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage, unter Berücksichtigung seiner Behinderung, auf dem Arbeitsmarkt eine zumutbare Arbeit vermittelt werden könnte.
Art.
15
Abs.
3
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (
AVIV
)
legt fest, dass ein Behinderter, der unter der Annahme einer ausgegli
chenen Arbeitsmarktlage nicht offensichtlich vermittlungsunfähig ist, und der sich bei der Invalidenversicherung oder einer anderen Versicherung nach
Art.
15
Abs.
2 AVIV angemeldet hat, bis zum Entscheid der anderen Versi
cherung als vermittlungsfähig gilt.
In diesem Sinn sieht
Art.
70
Abs.
2
lit
. b
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vor, dass die Arbeitslosen
versicherung für Leistungen, deren Übernahme durch die Arbeitslosenversi
cherung, die Krankenversicherung, die Unfallversicherung oder die Invali
denversicherung umstritten ist, vorleistungspflichtig ist. Aufgrund dieser Bestimmungen hat die Arbeitslosenversicherung arbeitslose, bei einer ande
ren Versicherung angemeldete Person zu entschädigen, falls ihre Vermitt
lungsunfähigkeit nicht offensichtlich ist. Dieser Anspruch auf eine unge
kürzte Arbeitslosenentschädigung besteht namentlich, wenn die voll arbeitslose Person aus gesundheitlichen Gründen lediglich noch teilzeitlich arbeiten könnte, solange sie im Umfang der ihr ärztlicherseits attestierten Arbeitsfähigkeit eine Beschäftigung sucht und bereit ist, eine neue Anstel
lung mit entsprechendem Pensum anzutreten (BGE 136 V 95 E. 7.1). Will eine versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkung allerdings gar nicht mehr arbeiten oder schätzt sie sich selber als ganz arbeitsunfähig ein, so ist sie vermittlungsunfähig. Unter diesen Umständen hat die versicherte Person keinen Anspruch auf (Vor-) Leistungen der Arbeitslosenversicherung (BGE 136 V 95 E. 7.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_401/2014 vom 2
5.
November 2014 E. 2.2).
1.3
„Offensichtlich" vermittlungsunfähig bedeutet, dass d
ie
Vermittlungsun
-
fähig
keit aufg
rund der Akten der Arbeitslosenversicherung, allenfalls
ge
-
stützt auf Ermittlungen anderer Sozi
alversicherungsträger oder aufg
rund anderer Umstände ohne weitere Abklärungen ersichtlich ist. Bei erheblichen Zweifeln an der Arbe
itsfähigkeit eines Arbeitslosen
kann die kantonale Amtsstelle eine vertrauensärztliche Untersuchung auf Kosten der Arbeits
-
losenversicherung
anordnen (Art. 15 Abs. 3 AVIG). Wird eine solche nicht durchgeführt oder ergibt sie keine offensichtliche Vermittlungsunfä
higkeit, dann kommt - auch wenn Zweifel an der Vermittlungsfähigkeit bestehen - die Vermutung zum Tragen, wonach diese zu bejahen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_904/2014 vom 3. März 2015 E. 2.2.3
mit Hin
weisen
).
1.4
Gemäss
Art. 28 Abs. 1 AVIG haben Versicherte, die unter anderem wegen Krankheit vorübergehend nicht oder nur vermindert arbeits- und vermitt
lungsfähig sind und deshalb die Kontrollvorschriften nicht erfüllen können, Anspruch auf das volle Taggeld, sofern sie
die übrigen Anspruchsvorausset
zungen erfüllen. Dieser dauert längstens bis zum 30. Tag nach Beginn der ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit und ist innerhalb der Rahmenfrist auf 44 Taggelder beschränkt.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass der Beschwerdeführer seit der Wiederanmeldung
beim RAV
am 16.
O
ktober 2015 krankheitsbedingt
100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. Nach
Art.
28
Abs.
1 AVIG habe der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung daher am 3
0.
Tag nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit
, das heisst am 14.
November 2015,
geendet. Da der Beschwerdeführer weder durch Arzt
zeugnisse noch durch
seine
eigene
n
Angaben je eine mindestens 20%ige Arbeitsfähigkeit bekundet habe, bestehe keine Vorleistungspflicht der Beschwerdegegnerin.
Der Umstand, dass die IV-
Stelle ihm
mit Vorbescheid vom
7.
Oktober 2015
in Aussicht gestellt habe
, dass ab Oktober 2015 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr
gegeben sei
, ändere daran nichts (
Urk.
2
S. 2
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend,
dass vorliegend nicht
Art.
28 AVIG (Taggeld bei vorübergehend fehlender oder verminderter Arbeitsfähigkeit), sondern
Art.
15
Abs.
2 AVIG (Vermittlungsfähigkeit von körperlich oder geistig Behinderten) zur Anwendung gelange. Zudem wäre
die kantonale Amtsstelle
aufgrund der Zweifel
an seiner Arbeitsfähigkeit
gemäss
Art.
15
Abs.
3
AVIG verpflichtet gewesen, eine vertrauensärztli
che Untersuchung einzuleiten, und die Beschwerdegegnerin hätte
nicht einfach die Einstellung der Leistungen
aussprechen dürfen
. Somit profitiere er von d
er tatsächlichen Vermutung, dass die Vermittlungsfähigkeit zu bejahen sei
. Die Beschwerdegegnerin sei daher vorleistungspflichtig.
Im
Übrigen
könne
ihm
nicht vorgeworfen werden, keine Arbeitsbemühungen getätigt zu haben, zumal der RAV-Berater fälschlicherweise von einer Arbeitsunfähigkeit aus
gegangen sei (
Urk.
1 S. 7).
3.
3.1
Aktenkundig ist, dass der
Beschwerdeführer
im Antrag auf Arbeitslosenent
schädigung vom
2
7.
Januar 2016 (Eingangsdatum)
erklärte
, er sei
nicht im gewünschten
Ausmass
(Vol
lzeitpensum) arbeitsfähig (Urk.
8/II/3)
. Gleichzei
tig
reichte
er
der Beschwerdegegnerin
ärztliche Zeugnisse ein, in denen ihm
vom 1.
Oktober 2015 bis zum 3
1.
Januar 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit attestiert w
urde (
Urk.
8/II/4). Daraufhin
r
eichte
er
weitere ärztliche Zeugnisse ein, in denen ihm auch im Zeitraum vom
1.
Februar 2016 bis zum Ende der Rahmenfrist für den Leistungsbezug
am 1
8.
Juni 2016
eine 100%ige Arbeitsunfähigk
eit bescheinigt wurde (Urk.
8/III/1).
In
den Formularen „Angaben der versicherten Person“ der Monate
Oktober
und November
2015
vermerkte
der Beschwerdeführer
, vom 1.
Oktober bis zum 3
1.
Dezember 2015 arbeitsunfähig zu sein
.
Im Widerspruch dazu
gab er im Formular „Angaben der versicherten Person“ des Monats Dezember 2015 an, nicht arbeitsunfähig zu sein
.
Im Weiteren
hielt
er
dann aber
auch in den Formularen „Angaben der versicherten Person“ der Monate Januar bis Juni 2016
wiederum
fest,
jeweils
den
ganzen Mon
at arbeitsunfähig zu sein (Urk.
8/III
/2).
Dem prozessorientierten Beratungsprotokoll
ist
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer beim ersten Beratungsgespräch
im
RAV vom 21.
Oktober 2015 nach der Wiederanmeldung vom 1
6.
Oktober 2015 darauf hingewiesen
worden sei
,
Stellensuchbemühungen
nachweisen zu müssen
, sofern er
min
destens 20
%
arbeitsfähig sein sollte.
Gemäss
E-Mail der zuständigen RAV-Beraterin vom 27. Juni 2016 habe
er
weitere Beratungstermine
sodann
krankheitsbedingt
mehrfach
verschoben, so dass erst am
3.
Juni 2016 wieder ein Gespräch (Telefongespräch
mit dessen Rechtsvertreter
) stattgefunden habe
(
Urk.
8/I/11).
Unbestrittenermassen
hat der Beschwerdeführer
im Zeitraum
Oktober 2015 bis Juni 2016
schliesslich
keine
Arbeitsbemühungen getätigt (vgl. E. 2.2).
3.2
Aufgrund
dieser Erklärungen
des Beschwer
deführers, die er mit entsprechen
den, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigenden ärztlichen Zeugnissen
jeweils
untermauerte,
sowie dessen gänzlich
fehlender
Arbeitsbemühungen ist kein anderer Schluss möglich
als derjenige, dass
sich
der Beschwerdefüh
rer
seit der Wiederanmeldung beim RAV vom 1
6.
Oktober 2015 bis zum Ende der Rahmenfrist für den Leistungsbe
zug am 1
8.
Juni 2016 selber als
100
%
arbeitsunfähig erachtete.
Mangels Vermittlungsbereitschaft ist
ihm
die Vermittlungsfähigkeit
daher abzusprechen
,
und er ist
als
offensichtlich ver
mittlungsunfähig im Sinne von
Art.
15
Abs.
3 AVIV
zu
qualifizieren (vgl. E. 1.2
-3
).
Auf die Frage der Arbeitsfähigk
eit muss unter diesen Umständen
nicht
weiter
eingegangen werden. Darauf hinzuweisen ist an dieser Stelle aber doch noch,
dass die IV-Stelle
i
m Vorbescheid vom 1
5.
März 2017 nun
zum Schluss kam, dass der Beschwerdeführer
vom
1
9.
März 2014 bis Ende 2016 sowohl in sei
ner bisherigen als auch in einer seinen Leiden angepassten Tätigkeit voll
ständig arbeitsunfähig gewesen sei
. Deshalb wurde ihm denn auch die
Zusprache
einer
befristeten ganzen Rente
in Aussicht gestellt
(
Urk.
12).
3.3
Infolge offensichtlicher Vermittlungsunfähigkeit
hat
der Beschwerdeführer somit
keinen Anspruch auf (Vor-)Leistungen der Arbeitslosenversicherung
(vgl. E. 1.2
).
Eine durch die zuständige RAV-Beraterin oder den
zuständigen
RAV-Berater
begangene Verletzung der Beratungspflicht
gemäss
Art.
27
Abs.
2 ATSG, wonach jede Person Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten hat,
ist im Übrigen nicht ersichtlich.
4.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
1.
September 2016 (
Urk.
2)
, mit dem die Beschwerdegegnerin
einen Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung
über den 1
4.
November 2015
hinaus
mangels Vermittlungsfähigkeit
ver
neinte
, erweist sich damit als rechtens
.
Die Beschwerde ist deshalb
abzuwei
sen.
Ob
die Beschwerdegegnerin nach der Wiederanmeldung des Beschwerdefüh
rers
beim RAV
vom
1
6.
Oktober 2015
zunächst zu Recht von einer vorüber
gehend fehlenden Arbeitsfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1 AVIG aus
ging, ist
nicht näher
zu erörtern.