Decision ID: 2cf49f32-14c7-4606-ad9c-12272be20aa5
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, erlitt unter anderem am
4.
Februar
2005 einen Unfall (
Urk.
7/
83/476
) und meldete sich am
3.
April 2007 bei der Inva
lidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/4). Die
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog unter anderem Akten der Suva
(
Urk.
7/6, 7/17-18,
Urk.
7/21,
Urk.
7/26,
Urk.
7/28-29
,
Urk.
7/83,
Urk.
7/90,
Urk.
7/93
, 7/103, 7/109
)
bei und holte einen am 2
3.
Oktober 2013 erstatteten Abklärungsbericht
für
Selbständigerwerbende
(
Urk.
7/80) ein
. Nach - erneut
(vgl.
Urk.
7/32,
Urk.
7/39) -
durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(
Urk.
7/115,
Urk.
7/121) sprach sie dem Versicherten
mit Verfügung vom 2
2.
Oktober 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 57
%
eine befristete Rente von Mai 2006 bis März 2009 zu (
Urk.
7/135 +
Urk.
7/129 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
4.
November 2015 Beschwerde gegen die Ver
fügung vom 2
2.
Oktober 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei teilweise auf
zuheben und es sei ihm auch ab April 2009 mindestens eine
Viertelsrente
auszurichten (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
I.1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
5.
Januar 2016 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
2.
Januar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
18).
3.
Die Suva sprach dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
3.
September 2010 eine Invalidenrente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 21
%
zu (
Urk.
7/
29
). Mit Verfügung vom
6.
Mai 2015 (
Urk.
7/
116
) und
Einsprache
entscheid
vom 1
0.
September 2015 (
Urk.
7/
130
) erhöhte sie den
Invaliditäts
grad
auf 33
%
.
Über die dagegen erhobene Beschwerde wurde im Verfahren UV.2015.00202 mit Urteil vom heutigen Tag entschieden.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E.
6.1 mit Hinweisen)
vor
liegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Ma
ssgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S.
121 E.
1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis).
Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hin
weisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
1.3
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten
Betreuungsauf
wandes
oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die
Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu be
rü
ck
sichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und vo
raussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose un
terliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit auf
genommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
tur
erhebungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird
pra
xis
gemäss
auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE
129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten
Zen
tralwert
(Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
1.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksich
tigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht er
reichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug ent
wickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Ab
zug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskate
go
rie
so
wie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben kön
nen. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfol
gen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person
wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall ge
samthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Wurde bei der Festset
zung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merk
mal oder ein be
stimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berück
sichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
1.6
Aufgrund der Einheitlichkeit des
Invaliditätsbe
griffs
(Art. 8 ATSG) in der Invaliden- und Unfallversicherung hat die Schät
zung der Invalidität mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden in bei
den Bereichen prinzipiell denselben Invaliditätsgrad zu ergeben, soweit nicht die unterschiedliche ge
setz
liche Regelung oder Rechtspraxis in den einzelnen
Versicherungs
zwei
gen
zu einer abweichenden Invaliditätsbemessung führen. Bereits abge
schlosse
ne Invaliditätsfestlegungen sind
mitzuberücksichtigen
. Es besteht jedoch keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig (Urteil
des Bundesgerichts 8C_543/2011 vom 25.
August 2011 E. 3 mit Hinweisen auf
BGE 133 V 549
E. 6,
119 V 468
E.
2b).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2 Be
gründung) davon aus, bei Ablauf des Wartejahres habe der Invaliditätsgrad - ausgehend vom mit Behinderung erzielten Einkommen - 57
%
betragen (S. 2 oben). Per Januar 2009 habe sich der Gesundheitszustand verbessert und eine - näher umschriebene - angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer zu 100
%
zumutbar gewesen. Ausgehend vom seitens der Suva eingesetzten
Invalideneinkommen resultiere ein Invaliditätsgrad von rund 21
%
(S.
2 unten
) beziehungsweise von 30
%
(S. 3 unten)
, womit
der Rentenanspruch per (An
fang) April
2009
ende
(S. 2
unten
).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), sein Gesundheitszustand habe sich 2009 keineswegs gebessert, wie der weitere Behandlungsverlauf gezeigt habe, weshalb er weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente habe (S. 4
Ziff.
2 f.). Ferner sei - aus näher dargelegten Gründen - ein Leidensabzug von 25
%
angezeigt (
Urk.
S. 5).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob per Januar 2009 von einem verbesserten Gesund
heitszustand und einem nicht mehr rentenbegründenden
Invaliditäts
grad
auszugehen ist.
3.
3.1
Gemäss Feststellungsblatt vom 1
9.
Juni 2015 (
Urk.
7/122) stützte sich die medizinische Beurteilung durch
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regio
naler Ärztlicher Dienst (RAD) auf Berichte behandelnder Ärzte und hinsicht
lich der Arbeitsfähigkeit auf die Beurteilungen durch Suva-Kreisärzte, so im September 2014 (S. 7 f.) und im März 2015 (S. 11).
3.
2
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medi
zin und Rehabilitation, berichtete am
1
6.
Januar 2009
über die gleichentags erfolgte Untersuchung
(
Urk.
7/26
)
und führte unter anderem aus
, dass lang
fristig eine Tätigkeit als Gipser eher ungünstig sei und nicht im früheren Umfang von 80
%
ausgeübt werden könne; längerfristig müsste diesbezüg
lich eine Arbeitsfähigkeit von 30-60
%
möglich sein (S. 3 f.).
Die zumutbare Arbeitsfähigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt wurde wie folgt umschrieben (S. 4 oben): Wechselbelastende mittelschwere Tätigkeit ganztags, wobei wechselbelastend in diesem Fall bedeutet, dass zirka die Hälfte der Arbeitszeit im Gehen und Stehen und die andere Hälfte sitzend und die Kniegelenke entlastend erfolgen sollte; kein andauerndes Gehen auf unebenem Gelände, kein repetitives Einnehmen einer Hockstellung, keine länger andauernde Tätigkeiten kniend; kein Tragen von Lasten über 10 kg über Treppen.
3.3
Kreisarzt Prof.
Dr.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, berichtete am 2
9.
Januar 2015 über seine Untersuchung vom 2
2.
Januar 2015 (
Urk.
7/109/16-22
). In seiner Be
urteilung hielt er eine
mässiggradig
ausgeprägte Bewegungseinschränkung beider Kniegelenke und eine
mässiggradig
ausgeprägte Belastungsintoleranz
beider Kniegelenke und einen Zustand nach Implantation einer
Knietotalen
doprothese
rechts vom 1
5.
Januar 2014
fest
(S. 6 unten).
Dem Versicherten könnten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leichte Tätig
kei
ten ganztags, überwiegend sitzend, zugemutet werden, keine ausschliess
lich
überwiegende Arbeiten im Gehen und Stehen, keine Arbeiten in unebe
nem Gelände mit häufigem Treppensteigen sowie auf Leitern und Gerüsten (S. 7).
4.
4.1
Der
Zusprache
einer Rente und deren Befristung per Ende März 2009 (
Urk.
2) legte die Beschwerdegegnerin gemäss Feststellungsblatt vom
2.
Dezember 2010 (
Urk.
7/30)
und Vorbescheid vom gleichen Tag (
Urk.
7/33)
die
Ver
gleichseinkommen
zugrunde, welche die Suva gemäss Verfügung vom 2
3.
September 2010 verwendet hatte, mithin ab Januar 2009 ein
Validenein
kommen
von
Fr.
87‘600.-- und ein Invalideneinkommen von
Fr.
69‘065.--, so dass mit 21
%
auch der von der Suva ermittelte Invaliditätsgrad resultierte (S. 10 oben).
4.2
Beim
Einkommensvergleich
vom
2
6.
August 2015 (
Urk.
7/126)
ging die
Be
schwerdegegnerin
bezogen auf das Jahr 2009
von einem
Valideneinkommen
von (wiederum
gemäss Suva
)
Fr.
87‘600.--
aus.
Das
Invalideneinkommen
ermittelte sie nunmehr gestützt auf den Tabellenlohn
gemäss LSE
, nämlich ausgehend vom mittleren 2008 von Hilfsarbeitern erzielten Lohn von
Fr.
4‘806
.--
, womit umgerechnet im Jahr 2009 rund
Fr.
61‘
238.
-- resultierte
n
,
was sie ohne einen
leidensbedingte
n
Abzug
als Invalideneinkommen ein
setzte,
was einen
Invaliditätsgrad
von
30
%
ergab
(S. 1).
4.3
Da es sich bei
den
Gesundheitsschäden, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers beeinträchtigen, ausschliesslich um Unfallfolgen handelt, ist die ursprüngliche Orientierung der Beschwerdegegnerin an der
Invalidi
tätsbemessung
der Suva nicht zu beanstanden (vgl. vorstehend E. 1.6).
Auch das Abstellen auf die Tabellenlöhne gemäss LSE zur Bestimmung des
Invali
deneinkommens
in der
angefochtenen Verfügung ist nicht zu beanstanden (vgl. vorstehend E. 1.4).
Der Beschwerdeführer rügte in diesem Zusammenhang, dass die
Beschwerde
gegnerin
keinen Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen habe, und führte zur
Begründung
an
, es sei notorisch, dass Leute aus dem Westbalkan rund 20
%
weniger als die hiesige Bevölkerung verdienten
;
als 55-Jähriger werde er keinen Arbeitgeber finden, der ihn trotz seiner Einschränkungen anstellen
werde, zumal auch seine Deutschkenntnisse mangelhaft seien (
Urk.
1
S. 5).
D
iese vom Beschwerdeführer angeführten Umstände
gehören nicht zu den Faktoren, die einen Abzug vom Tabellenlohn zu begründen vermöchten (vgl. vor
stehend E.
1.5)
. Vielmehr ist - mit der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2 Be
gründung S. 3 unten) - festzuhalten, dass das genannte Alter keinen
Abzugs
grund
darstellt und weder eine langjährige Betriebszugehörigkeit noch eine lohnbeeinflussende Aufenthaltskategorie besteh
en
. Die Einwände des Be
schwerdeführers vermögen deshalb die Zulässigkeit der ungekürzten Ver
wendung des Tabellenlohns nicht in Frage zu stellen.
4.4
Die Suva hat die von ihr zugesprochene Rente mit Verfügung vom Mai 2015 (
Urk.
7/116) und
Einspracheentscheid
vom September 2015 (
Urk.
7/130) vo
n 21
%
auf 33
%
erhöht. Anlass für die erneute Anspruchsprüfung durch die Suva war ein neu formuliertes kreisärztliches Zumutbarkeitsprofil (vgl. vor
stehend E. 3.3); das Invalideneinkommen, das bei der ursprünglichen
Renten
zusprache
ausgehend von DAP-Daten bestimmt worden war, bestimmte sie nun anhand des Tabellenlohns gemäss LSE 2012, wobei sie einerseits auf die Löhne auf Kompetenzniveau 2 abstellte, andererseits einen Abzug von 15
%
vornahm.
Im Zumutbarkeitsprofil von 2009 (vorstehend E.
3.2) wurde eine mittel
schwere Tätigkeit genannt und die Wechselbelastung
als
zur Hälfte sitzend
umschrieben. Im Zumutbarkeitsprofil von 2015 (vorstehend E.
3.3) wurde eine
leichte Tätigkeit genannt und die Wechselbelastung wurde
als
vorwie
gend sitzend umschrieben. Dass sich diese beiden einzigen Unterschiede auf das anzunehmende Invalideneinkommen auswirkten, ist nicht wirklich er
sicht
lich, sofern zu dessen Ermittlung auf Tabellenlöhne der LSE (2010 oder 2012) abgestellt wird, liesse sich mit ihnen doch kein Wechsel im verwende
ten Anforderungsniveau (LSE 2010) oder Kompetenzniveau (LSE 2012) be
grün
den. Ob und allenfalls in welcher Höhe beim Abstellen auf DAP-Daten ein Unterschied resultieren würde, lässt sich nicht sagen, da die Suva nur im einen Fall DAP-Daten verwendet hat.
Es
ist
mithin
davon auszugehen, dass d
as Ergebnis - ein Invaliditätsgrad von
33
%
statt 21
%
-
kaum den Unterschieden
im
Zumutbarkeitsprofil geschul
det
ist, sondern weitgehend
Ausdruck des Wechsels in
der statistischen Grund
lage
ist, der sich im Bereich der Unfallversicherung zu Gunsten des Beschwerde
führers ausgewirkt hat.
Vor diesem Hintergrund lässt sich von der Anspruchsprüfung durch die Suva nur sehr ein
ge
schränkt auf den Invaliditätsgrad (und namentlich dessen all
fäl
lige Veränderung) in der Invalidenversicherung schliessen.
Ausgeschlossen ist namentlich, die Erhöhung des Invaliditätsgrades durch die Suva schema
tisch auf den - ganz anders ermittelten - Invaliditätsgrad in der Invaliden
versicherung zu übertragen.
Eine Parallelführung wäre nur dann sachgerecht, wenn Gleiches mit Gleichem verglichen würde. Dies wäre von April 2009 der von der Suva ermittelte Invaliditätsgrad von 21
%
und sodann neu der ebenfalls von der Suva ermittelte Invaliditätsgrad von 33
%
.
In diesem Sinne ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen, wenn sie - wenn auch ohne weitere Begründung - im F
eststellungsblatt vom 2
6.
August 2015 (
Urk.
7/127)
festhielt, die
Rentenerhöhung der Suva auf 33
%
ha
be
keinen Einfluss auf IV-Leistungen (S. 2 unten)
.
4.5
Au
ch au
s der 2015 erfolgten Neuformulierung des Zumutbarkeitsprofils ergibt sich kein anspruchsrelevant höherer Invaliditätsgrad, was denn auch beschwerdeweise nicht geltend gemacht wurde. Damit erweist sich die An
nahme eines nicht mehr anspruchsbegründenden Invaliditätsgrades ab April 2009 durch die Beschwerdegegnerin mit entsprechender Befristung der zu
gesprochenen Rente als rechtens.
Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die da
gegen erhobene Beschwerde abzuweisen.