Decision ID: d6d54e8d-249d-4abd-bbab-542dc4fe6b29
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1976, Sachbearbeiterin/Kundenberaterin und Mutter eines Kindes (geboren 2005, Urk. 5/245 S. 5) bezog nach einem 1998 erlittenen Verkehrsunfall ab Dezember 1999 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine
Viertelsrente
(vgl. Urk. 5/33), ab 1. Dezember 2005 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente (vgl. Urk. 5/94) und ab 1. Januar 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % wiederum eine
Viertels
rente
(vgl. Urk. 5/216 in Verbindung mit Urk. 5/242).
Im Zuge einer erneuten Rentenüberprüfung stellte die
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, im Wesentlichen gestützt auf die Erheb
ungen über die häusliche Situation (Abklärungsbericht vom 20. März 2012, Urk. 5/245) mit Vorbescheid vom 10. August 2012 die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (Urk. 5/248). Nachdem die Versicherte hiergegen am 14. September 2012 Einwände erhoben hatte (Urk. 5/252), ordnete die IV-Stelle eine interdisziplinäre medizinische Begutachtung durch die Medi
zini
sche Abklärungsstelle,
Y._
an (Urk. 5/2929
). Als das Gutachten vom 21. Mai 2014 (Urk. 5/300) vorlag, leistete sie Kostengutsprache für einen Arbeitsversuch (Urk. 5/315). Mit Mitteilung vom
21. Januar 2015 schloss die IV-Stelle die Eingliederungsberatung ab (Urk. 5/339
).
Am 11. Januar 2016 nahm die Versicherte zum Gutachten der
Y._
Stellung
, worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Januar 2016 die Inva
lidenrente einstellte (Urk. 5/349 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 19. Januar 2016 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 22. Februar 2016 Beschwerde und beantragte, die IV-Stelle sei zu ver
pflich
ten, ihr weiterhin eine
Viertelsrente
auszurichten (Urk. 1). Mit
Beschwerde
antwort
vom 8. April 2016 schloss die IV-
Stelle auf Abweisung der Be
schwer
de (Urk. 4), was der Beschwerdeführerin am 15. April 2016 zur Kennt
ni
s gebracht wurde (Urk. 6).
Die von der Beschwerdeführerin im Verlauf eingereichten Stellungnahmen und Arztberichte (vgl. Urk. 7-20) wurden zu den Akten genommen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG; vgl. auch
Art.
87, 88a und 88 bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Anlass zur Revision von Invalidenrenten gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revi
dierbar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich ge
bliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben oder eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349; Urteil
des Bundesgerichts
8C_441/2012 vom 2
5.
Juli
2013 E.
3.1.1, in: SVR 2013 IV Nr. 44 S. 134; M
eyer
/
R
eichmuth
, Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014,
Rz
. 27 zu Art. 30-31 IVG
).
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhalts
ab
klärung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009
vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
In
BGE 142 I 50
entschied das Bundesgericht, dass zwecks Herstellung eines konventionskonformen Zustandes in
Konstellationen
, in denen eine Ver
si
cherte den
Anspruch allein aufgrund des Umstandes ver
liert
, dass sie wegen der Geburt ihrer Kinder und der damit einhergehenden Reduktion des
Er
werbs
pensums
für die Invaliditätsbemessung neu als Teilerwerbstätige mit einem Aufgabenbereich qualifiziert w
ird,
fortan auf die Aufhebung der In
va
lidenrente im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG allein zufolge eines
Status
wechsels
von
„
vollerwerbstätig" zu
„
teilerwerbstätig mit Aufg
abenbereich" zu verzichten ist (E. 3.3.2). N
icht nur die revisionsweise Aufhebung, sondern auch die revisionsweise Herabsetzung einer Invalidenrente
ist EMRK-widrig
, wenn allein familiäre Gründe (die Geburt von Kindern und die damit einher
gehende Reduktion des Erwerbspensums) für einen Statuswechsel von „voller
werbstätig" zu „teilerwerbstätig mit Aufgabenbereich" sprechen. Der versi
cher
ten Person ist
diesfalls
die laufende Rente weiter auszurichten
(E. 3.3.4).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes e
ines ärztlichen Gutachtens ist
entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen
nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit de
n
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizi
ni
schen Zu
stände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medi
zinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche
die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls
deutlich macht (BGE 134 V 231 E.
5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E.
1c;
U.
Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die letztmalige Rentenüberprüfung fand mit dem Urteil vom 6. April 2011
des hiesigen Gerichts (Prozess-Nr. IV.2010.01221 Urk. 5/216) ihren Ab
schluss
. Das Gericht hob die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. November 2010 auf und stellte fest, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat (Ziff. 1 des Dispositivs). Somit ist zu beurteilen, ob sich der massgebliche Sachverhalt seit dem Erlass der (aufgehobenen) Ver
fügung vom 15. November 2010 (Urk. 5/198) bis zum Erlass der angefoch
te
nen Verfügung vom 19. Januar 2016 (Urk. 2) in einer für den Rentenan
spruch
erheblichen Weise geändert hat.
2.2
Der Verfügung vom 15. November 2010 lag unter anderem die Annahme zu
grunde, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden einer vollen Erwerbstätigkeit nachgehen würde (vgl. Feststellungsblatt vom 23. August 2010, Urk. 5/176). Diese Annahme wurde vom hiesigen Gericht kommentar
los bestätigt (vgl. Protokoll der Instruktionsverhandlung vom 25. März 2011 im Prozess IV.2010.01221).
Neuerdings ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass die Beschwerde
führerin als Gesunde lediglich einer 80%igen Erwerbstätigkeit nachginge und zu 20 % im Haushalt tätig wäre (vgl. Urk. 2 S. 2 und 3), und nahm hin
sicht
lich Qualifikation einen Revisionsgrund an. Hierbei stützte sie sich auf den Abklärungsbericht vom 20. März 2012 (Urk. 5/245), wonach die Beschwerde
führerin ausgesagt haben soll, sie würde bei guter Gesundheit seit dem Kindergarteneintritt ihrer Tochter einer 80%igen Erwerbstätigkeit nachgehen.
2.3
Die Tochter der Beschwerdeführerin wurde im März 2005 geboren, und war somit im Zeitpunkt des Abschlusses der erstmaligen Rentenrevision mit Ver
fügung vom 8. Januar 2007 (Urk. 5/94) bereits auf der Welt. Die
Beschwerde
gegnerin
nahm damals die Geburt des Kindes nicht zum Anlass, die Quali
fikation Erwerb/Haushalt zu ändern, sondern ging davon aus, dass die Be
schwerdeführerin weiterhin einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre (vgl. Feststellungsblatt vom 6. November 2006, Urk. 5/84). Im Zeitpunkt der strittigen Rentenaufhebung im Januar 2016 war das Kind 11 Jahre alt, besuchte die Schule und verbrachte den Mittag an einem Mittagstisch. Weshalb die Beschwerdegegnerin davon ausging, die Beschwerdeführerin hätte ihr Arbeitspensum nun reduziert, ist nicht nachvollziehbar. Eine Erklä
rung dafür kann denn dem Abklärungsbericht auch nicht entnommen werden.
Es ist daher weiterhin davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachginge. Abgesehen davon, gilt die Reduktion des Erwerbspensums aus familiären Gründen nicht mehr als Revisionsgrund (vgl. oben E. 1.2).
2.4
Laut Lebenslauf (Urk. 5/304) ging die Beschwerdeführerin seit August 2004 keiner Erwerbstätigkeit mehr nach, bis sie im Juni 2010 eine Tätigkeit als Callcenter-Mitarbeiterin aufnahm. Diese übte sie bis September 2010 aus. Von Februar bis Juli 2011 arbeitete sie als
Sachbearbeiterin und ist seit August 2011 als kaufmännische Allrounderin tätig.
Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und mithin der Beginn der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit nach langjähriger Arbeitsabstinenz stellt zweifels
ohne einen Revisionsgrund dar, der zu einer allseitigen Prüfung der
An
spruchsvoraussetzungen
berechtigt, dies vorliegend umso mehr, als - wie im Folgenden zu zeigen sein wird - die Erwerbsaufnahme auch unter Annahme eines unveränderten Gesundheitszustandes zu einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades führen würde (vgl. nachstehende E. 6.4).
3.
3.1
Seit der letztmaligen Rentenüberprüfung sind folgende medizinische Berichte zu den Akten genommen worden:
3.2
Dr. med. Z._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnos
tizierte im Bericht vom 14. Juli 2011 (Urk. 5/241) einen Status nach
Hals
wirbelsäulen
(HWS)-Distorsionstrauma mit Schädelhirntrauma am 6. Oktober 1998 mit neuropsychologischer Funktionsstörung und rezidivierendem
Lumbo
- und
Cervikovertebralsyndrom
bei 2003 diagnostizierter Diskushernie L4/5 rechts mit Nervenwurzelkompression L4 sowie zeitweise ein generali
sier
tes Schmerzsyndrom.
Seit September 2005 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.3
Dr. med. A._, Assistenzärztin Wirbelsäulenchirurgie, und B._,
Oberarzt Neurochirurgie/Wirbelsäulenchirurgie an der
C._
gaben
nach Einholen eines elektrophysiologischen Konsiliums bei der Neurologie an der C._ (vgl. Bericht vom 31. August 2012, Urk. 5/268/11-14) im Bericht vom 27. November 2012 (Urk. 5/259/6-9) folgende Beurteilung ab (S. 3): Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht bestehe keine wesentliche körper
liche Einschränkung. Die Bildgebung
der Lendenwirbelsäule (LWS) und HWS zeige abgesehen von leichten degenerativen Veränderungen L5/S1 und C5/6
und C6/7 keine Auffälligkeiten. Ein morphologisches Korrelat für die Schmer
zen bestehe demnach nicht, so dass theoretisch die volle Belastbarkeit gege
ben sei. Die angegebenen Schmerzen führten jedoch sehr wohl zu funktio
nellen Einschränkungen, so dass schwere körperliche Arbeit möglichst ver
mieden und auf wirbelsäulengerechte Ergonomie am Arbeitsplatz geachtet werden sollte.
3.4
Dr. med. D._, Fachärztin für Neurologie, berichtete am 6. Mai 2013 (
Urk. 5/278/5-7), die aktuelle neuropsychologische Standortbestimmung zeige
bei der allseits orientierten, etwas angetrieben wirkenden, indifferenten, vor
schnell arbeitenden, ablenkbaren sowie vermindert belastbaren Beschwerde
führerin folgende kognitive Befunde: Markante, sprachlich-betonte Lern- und
Gedächtnisschwäche, quantitativ leicht eingeschränktes sprachliches konzep
tu
elles Denken, Perseverationsfehler bei der Prüfung der nichtsprachlichen Ideenproduktion, erhebliche Beeinträchtigung der gerichteten und geteilten Aufmerksamkeit sowie leichte
visuo
-konstruktive planerische Schwierig
keiten. Die Belastbarkeit sei glaubhaft eingeschränkt, für bildungsadäquate Tätigkeitsbereiche bestehe eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von zirka 50 %.
3.5
3.5.1
Im
polydiszip
linären medizinischen Gutachten
der Y._
vom 21. Mai 2014
(Urk. 5/300) mit Teilgutachten internistischer (Dr.
med. E._
, Fach
arzt
für Innere Medizin)
,
orthopädischer (Dr. med. F._, Fachärztin für
Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates), psy
chia
tri
scher (Dr.
med. G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
the
ra
pie), neu
ro
logischer (Dr. med. G
Frühmark
, Facharzt für Neurologie), neuro
chi
rurgi
scher
(Dr. med. H._, Facharzt für Neurochirurgie)
und neuro
psycho
logi
scher (
Dr. phil. I._, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP)
Fach
rich
tung stellten die Expertinnen und Experten folgende Diagnose mit Aus
wir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24):
-
chronisches
Lumbovertebral
- und
cervicocephales
Syndrom mit neurolo
gi
scher Reiz- oder Defizitsymptomatik
Im Weiteren nannten sie die folgenden Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24):
-
Persönlichkeitsakzentuierung (Z73)
-
Verkehrsunfall Oktober 1998
-
mit Status nach HWS-Distorsion QTF°I-II
-
ohne signifikanten Hinweis auf relevantes Schädel-Hirn-Trauma
-
mit protrahierter
neurastheniformer
psychovegetativer
Beschwerde
symptomatik
-
ohne neurologisches Korrelat
-
Sensibilitätsstörung Zehe D2 und D3 linker Fuss, möglicherweise initial sich entwickelndes Motoneurom
-
Spannungskopfschmerz
-
Neigung zu
Myoarthropathie
/Bruxismus
3.5.2
In orthopädischer Hinsicht wurde festgehalten, dass unter Einbezug einer aktua
lisierten
Schichtbildgebung
von Februar 2014 mit MRI HWS,
Brustwir
bel
säule
(BWS) und LWS eine flache thorakale Kyphose und lumbale Lordose,
eine rechtskonvexe Skoliose thorakal und eine leichte linkskonvexe Skoliose lumbal vorlägen. Zudem bestünden eine degenerative
Pseudolisthese
L4/5 bei beginnender bilateraler
Spondylarthrose
, eine leichte
Diskusprotrusion
und eine geringe Signalstörung des Knochenmarks rechts im Sinne einer aktivier
ten
Osteochondrose
, jedoch keine Neurokompressionszeichen. Zervikal zeigte
n sich eine geringe linkskonvexe Skoliose und eine leichte
Protrusion
C5/6 ohne Neurokompression. Der Spinalkanal sei normal weit, und auch die Dar
stellung des
Myelons
sei normal. Es könne keine Einengung
foraminal
nach
ge
wiesen werden (S. 23).
Auch im konventionellen Röntgen des Beckens von Februar 2014 zeigten sich normale
ossäre
Verhältnisse ohne
Arthrosezeichen
. Auch schon im MRI der HWS von 1999 hätten keine relevanten traumatischen Pathologien der
HWS, sondern lediglich geringe degenerative Veränderungen festgestellt werden
können. Auch ein MRI-
Cranium
sei 1999 unauffällig gewesen (S. 23).
Klinisch-orthopädisch zeigten sich eine verminderte und schmerzhafte Be
weg
lichkeit der HWS sowie lokale
Druckdolenz
, im Bereich der HWS eine
gute, aber eine
schmerzhafte Beweglichkeit der LWS sowie eine lokale
Druck
dolenz
über Th9 und über der Grosszehe links. Es habe sich nirgends ein
paravertebraler Hartspann gefunden. Gründe für das teilweise gezeigte minim
e Schonhinken rechts bei Schmerzen der rechten Leiste seien nicht objektivier
bar (S. 23).
3.5.3
Klinisch-neurologisch und neurochirurgisch seien keine relevanten sensomo
to
rischen Defizite und keine Reflexasymmetrien verifizierbar, auch fielen klinisch-neuropsychologisch keine Einschränkungen objektiv auf. Die ange
ge
bene Schmerzintensität und die subjektiv angegebene geringe Leistungs
fähigkeit seien nicht plausibel nachvollziehbar, vielmehr fielen diesbezüglich gewisse Widersprüche in den anamnestischen Angaben, zum Beispiel zur Schmerzintensität im Vergleich zum entspannt wirkenden
Ausdrucksver
halten
, sowie diverse pathologische
Waddell
-Zeichen auf (S. 23).
Zusammenfassend seien die
muskuloskelettalen
Beschwerden nur teilweise nachvollziehbar, da teilweise das klinische und auch das radiologische Sub
strat fehlten (S. 23).
3.5.4
Die protrahiert angegebenen Beschwerden bezüglich des sogenannten „typi
schen", aber nicht spezifischen Symptomenkomplexes nach
HWS-Distor
sions
trauma
1998 sei aus neurologischer Sicht ebenfalls nicht plausibel nach
voll
ziehbar respektive nicht durch objektive Defizite oder Befunde erklärbar (MRI
Cranium
und der HWS 1999 normal beziehungsweise ohne Hinweise für
Trau
mata, keine spezifischen klinisch-neurologischen Störungen, jugend
li
ch
es Alter 22 Jahre mit bestmöglich zu erwartender Restitutionskapazität). Die angegebenen Kopfschmerzen seien allenfalls als Spannungs
kopf
schmer
zen zu interpretieren, andere neurologische Diagnosen mit Relevanz liessen sich nicht nachweisen (S. 23).
Es ergäben sich jedoch mehrfache Auffälligkeiten in den anamnestischen An
gaben, in der Befundlage (
Waddel
-
Zeichen), und auch mehrfache Auf
fällig
keiten in der Symptomvalidierung im Rahmen der neuropsycholo
gische
n Begutachtung (S. 23).
3.5.5
In psychiatrischer Hinsicht seien keine Hinweise für das Vorliegen einer relevanten psychiatrischen Erkrankung, insbesondere keine Anzeichen einer organischen Persönlichkeitsstörung, festzustellen. Darüber hinaus lägen auch keine affektiven Störungen vor. Die Persönlichkeit zeige zwar
anankastische
Tendenzen, diese wirkten sich jedoch im Alltagsleben nicht relevant aus. Die angegebene Ermüdung und rasche Erschöpfbarkeit habe auch aktuell an
lässlich der Untersuchung in keinem der Gutachten beobachtet werden könne
n (S. 23 f.).
Auch die Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung seien nicht erfüllt, es fehlten hierzu die typischen Merkmale der Krankheitsentwicklung (progre
diente Entwicklung, Komorbidität, Verzweiflung, emotionale Instabilität, kog
nitive Verzerrungen, häufiger Arztwechsel, ergebnislose
Behandlungs
ver
suche
bei entsprechend hoher Behandlungsaktivität; S. 24 und S. 43).
3.5.6
Insgesamt seien der Beschwerdeführerin Tätigkeiten möglich, die wechsel
seitig im Sitzen, Gehen und Stehen erbracht werden könnten, das Heben und Tragen sollte bis 15 kg begrenzt bleiben. Andauernde monotone Kopfhal
tungen sollten vermieden werden. Die angestammte Tätigkeit als Sachbe
arbeiterin mit administrativem Tätigkeitsgebiet sei als angepasst zu sehen. Lediglich aufgrund der chronischen
lumbovertebralen
und
cervicocephalen
Schmerzsymptomatik sei durch vermehrte Pausen und der Notwendigkeit des Positionswechsels eine Leistungsminderung um 20 % begründbar.
3.6
Dr.
Z._
(vgl. E. 4.2) berichtete am 5. Oktober 2016 (Urk. 17/3), die Schluss
folgerungen der Y._ seien praxisfern und falsch. Die Beschwerde
füh
rerin sei von
den untersuchenden Ärzten nur mit Fragen über den Tages
ablauf ge
plagt worden, und sie hätten nichts von den alltäglichen, massiven Schmer
zen und sonstigen Beschwerden und Einschränkungen wissen wollen. Die Beschwerdeführerin sei deshalb zermürbt und latent suizidal und benötige unter anderem auch psychiatrische Hilfe. Sie sei weiterhin zu 100 % arbeits
unfähig.
3.7
Dr. med. J._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt im Bericht vom 5. Oktober 2016 (Urk. 17/4) im Wesentlichen fest, er betreue die Beschwerdeführerin seit 2007 und könne seither keine Verbesserung des Gesundheitszustandes erkennen. Die Beschwerdeführerin habe versucht, die Arbeitsfähigkeit zu steigern, was aber nicht gelungen sei. Auch im Haushalt sei sie auf Unterstützung durch Fremdpersonen angewiesen.
3.8
Laut Bericht von
dipl.
Psych. K._, Fachpsychologe für Psycho
the
rapie und Klinische Psychologie FSP, und L._, Psychologe, der M._, vom 12. Oktober 2016 (Urk. 18) leidet die Beschwerdeführerin an einer andauernden
Persön
lich
keitsänderung
mit stark selbstunsicheren Anteilen bei chronischem
Schmerzsyndrom (F62.80), einer posttraumatischen Belastungsstörung (F43.1),
bis heute nicht vollständig remittiert, und Angst und depressive Störung ge
mischt (F41.2). Sie benötige mehr Zeit für kognitiv anspruchsvollere Tätig
keiten, sie leide an verminderter Konzentrationsfähigkeit, komme rasch in die Überforderung,
werte
sich selber ab und erlebe sich als insuffizient. Sie erlebe wiederkehrende Episoden mit hoher Hoffnungslosigkeit, Unsicherheit und Angst sowie sehr wenig Selbstwirksamkeit. Mittels
parathymem
Lächeln und kindlichem Auftreten verschleiere sie ihre primären Emotionen (automa
ti
sier
tes, von der Beschwerdeführerin als
ichdyston
wahrgenommenes
Kompen
sationsmuster
). Sie berichte im Zusammenhang mit der Einstellung der IV- und allenfalls UV-Leistungen von aufdrängenden Misstrauens- und paranoi
den Gedanken und fühle sich einer Überwachung durch die IV über ihre Alltagstätigkeiten ausgesetzt. Sie verfüge über eine reduzierte Regenerations- und
Entspannungsfähigkeit, was teilweise auf ihre chronische Schmerzen zurückzuführen sei. Trauer, Gereiztheit und Wut getraue sie sich nicht auszuleben, was die depressive Symptomatik fördere und aufrechterhalte. Es bestünden mittelgradige Ein- und Durchschlafstörungen.
Aufgrund der psychiatrischen Erkrankungen sei die Leistungsfähigkeit um 50 % reduziert.
4.
4.1
Das Gutachten
der Y._ vom 21. Mai 2014 (E. 4.5.1-6)
entspricht in jeder Hinsicht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Exper
tise
(vorstehend E. 1.4)
. Es basiert auf den notwendigen
internistischen,
ortho
pädischen, psychiatrischen, neurologischen, neurochirurgischen und neu
ropsychologischen
Untersuchungen de
r
Beschwerdeführer
in
. Den Gutach
tern standen die Akten der Beschwerdegegnerin zur Verfügung, worin namentl
ich die relevanten medizinischen Berichte
enthalten waren. Die Gutachter be
rücksichtigten sodann die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten de
r
Beschwerdeführer
in
auseinander. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein. Demgemäss sind auch die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann.
4.2
Was das chronische
Lumbovertebral
- und
cervicocephale
Syndrom betrifft, gingen auch die Spezialisten der C._ davon aus, dass aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht abgesehen von leichten degenerativen Ver
än
derungen keine Auffälligkeiten bestünden und kein morphologisches Korre
lat für die Schmerzen vorhanden sei. Sie gingen im Gegensatz zu den Gut
achtern der Y._, welche eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in adap
tier
ter Tätigkeit bescheinigten (vgl. E. 4.5.6), sogar davon aus, dass es aufgrund der angegebenen Schmerzen lediglich zu einer funktionellen Einschränkung komme, indem auf schwere
körperliche Arbeit möglichst verzichtet und auf wirbelsäulengerechte Ergonomie am Arbeitsplatz geachtet werden sollte (E. 4.3). Wenn Dr. Z._ (E. 4.2 und E. 4.6), der die Untersuchungen in der C._ offenbar initiiert hat (vgl. Urk. 5/268/15-16 S. 1), von einer Nervenwurzelkompression L4 ausging (E. 4.2), ist dies aktenwidrig, weshalb seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, welche lediglich auf den geklagten Beschwerden der Beschwerdeführerin beruht (vgl. E. 4.6), einer objektiven Grundlage entbehrt. Im Bericht von Dr. J._ (E. 4.7) schliesslich sind weder eine Diagnose noch erhobene Befunde aufgeführt, welche die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit als plausibel erachten liessen.
4.3
Was die geltend gemachten psychischen Beschwerden betrifft, erscheint der Bericht der Psychologen der M._ (E. 4.8) nicht schlüssig, fehlen doch Anga
ben zum aktuellen Psychostatus und werden lediglich die von der Beschwer
deführerin subjektiv empfundenen Einschränkungen beschrieben. Überdies lässt sich dem Bericht keine Herleitung der nach fast 20 Jahren erstmals gestellten Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung entnehmen, und die Psychologen lassen eine Erklärung vermissen, weshalb sie eine Angst und depressive Störung diagnostizierten, nachdem im Gutachten der Y._ das Vorliegen einer affektiven Störung verneint wurde (E. 4.2.4). Schliess
lich ist aus dem Bericht nicht ersichtlich, wie sich die diagnostizierte
Persön
lichkeitsänderung
manifestiert.
4.4
Hinsichtlich der neuropsychologischen Defizite, für welche Dr. D._ in
ihrem Bericht (E. 4.4) eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit im
bildungs
adäquaten
Tätigkeitsbereich um 50 % bescheinigte, ist a
us
invalidenver
siche
rungsrechtlicher
Sicht entscheidend, ob die kognitiven Defizite nach
voll
zieh
bar und überzeugend durch ein medizinisch-diagnostisch fassbares Leiden mit Krankheitswert erklärbar sind, das mit Blick auf Schweregrad, Dauer und Intensität zugleich
als eine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Krankheit im gesetzlichen Sinne gelten kann (Urteil 9F_9/2007 vom 1
5.
September 2008 E. 4.2.4.3).
Ein solches Leiden konnten die Gutachter der Y._ nicht
beschreiben.
In
der
neuropsychologischen
Beurteilung
wies die Psychologin gar darauf hin, dass aufgrund der eingeschränkten Validität der Befunde nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob und in welchem Ausmass Hirnfunktionsstörungen vorlägen (vgl. neuropsychologisches Teilgutachten, Urk. 5/300/52-59 S. 7 unten). Da Dr. D._ sich zur
Beschwerde
vali
die
rung
nicht äusserte, muss es damit sein Bewenden haben.
4.5
Zusammenfassend vermögen die von der Beschwerdeführerin aufgelegten medi
zinischen Berichte die Schlussfolgerungen der Y._-Gutachter nicht in Zweifel zu ziehen, weshalb darauf abgestellt werden kann mit der Fest
stel
lung, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit, welche einer angepassten Tätigkeit entspricht, zu 80 % arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeits
fähigkeit.
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.2.2
Die damals zuständige IV-Stelle Aargau legte bei Beginn des Rentenan
spruchs im Jahr 1999 ein
Valideneinkommen
von Fr. 51'441.-- fest. Unter Berücksichtigung des Nominallohnindexes für Frauen von 2'156 Punkten im Jahre 1999 und von 2'686 Punkten im Jahr 2015 (BFS, Entwicklung der Nominallöhne, Konsumentenpreise und der Reallöhne, 19976-2015, T39), dem letzten Jahr der momentan statistisch erhältlichen Daten, beträgt das
Valideneinkommen
im Jahr 2015 Fr. 64'086.--.
Das hiesige Gericht hat i
m Urteil vom 29. März 2004 in Sachen der Be
schwerdeführerin gegen den Unfallversicherer (Prozess-Nr. UV.2003.00110, Urk. 5/69) erwogen, es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Be
schwerdeführerin ohne den Unfall befördert worden wäre (E. 4.3 und E. 4.6). Weiter erwog es, laut Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik habe das mittlere Einkommen für Sekretariats- und Kanzleiarbeiten und andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten für Frauen im Jahr 2000 Fr. 5'080.-- (Fr. 5'189.-- + Fr. 4'972.-- : 2; LSE 2000, S. 41, TA7, Ziff. 22 und 23, Niveau 3) oder, umgerechnet auf ein Jahr und eine durchschnittliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden, Fr. 63'551.-- (Fr. 5'080.-- x 12 : 40,0 x 41,7) betragen. Noch ohne Berück
sichtigung der
Nominal
lohn
entwicklung
resultierte so ein höheres Jahreseinkommen (bei 100 %) als das vor dem Unfall (E. 5.7).
Nachdem die Ermittlung des
Valideneinkommens
aufgrund der Tabellenlöhne schon im Jahr 2004 zu einem höheren Einkommen geführt hatte als das jemals erzielte und der Eintritt des Gesundheitsschadens beinahe 20 Jahre zurückliegt, rechtfertigt es sich, für die Festsetzung des
Valideneinkommens
auf die LSE abzustellen.
5.2.3
Das durchschnittliche Einkommen der Frauen im Kompetenzniveau 2 (prak
tische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administra
tion/
Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/ Fahr
dienst) im Sektor Telekommunikation (Ziff. 61) betrug im Jahr 2012 bei
40 Wochenarbeitsstunden Fr. 5'681.-- und unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit in der Telekommunikation von 40.4 Stunden pro Woche (BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
ab
teilungen T03.02 Ziff. 61) (aufgerundet) Fr. 5'738.--. Aufgerechnet auf ein Jahr ergibt dies ein
Valideneinkommen
im Jahr 2012 von Fr. 68'856.--.
5.3
Die Beschwerdeführerin nahm am 2. August 2011 bei der O._,
einem Transportunternehmen, eine Tätigkeit als Sachbearbeiterin/All
roun
de
rin zu einem Pensum von 3 Stunden täglich an, was bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 42.0 Stunden im Sektor Post-, Kurier- und Expressdienste (BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen T03.02 Ziff. 53) einem Arbeitspensum von rund 36 % entspricht, und erzielt damit einen Monatslohn von Fr. 2'500.-- (vgl. Arbeitsvertrag vom 15. Juli 2011, Urk. 5/272). Bei dieser Tätigkeit handelt es sich um eine angepasste Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin medizinisch-theoretisch zu 80 % ausüben könnte (vgl. vorstehende E. 6.4).
Aus dem Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung vom 21. Januar 2015 (Urk. 5/340) geht hervor, dass es seitens ihrer Arbeitgeberin möglich gewesen wäre, dass die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum erhöht hätte (S. 5). Dem
entsprechend wurde auch ein Arbeitsversuch bei der O._ zugesprochen (vgl. Urk. 5/315). Das von der Beschwerdeführerin konkret erzielte Einkommen für ein Arbeitspensum von knapp 36 % kann somit auf ein
mutmassliches
Einkommen einer 80%igen Tätigkeit aufgerechnet werden, so dass das Invalideneinkommen (abgerundet) auf Fr. 5'555.-- monatlich zu
beziffern ist. Dem Arbeitsvertrag (Urk. 5/272) kann nicht entnommen werde
n, ob das Salär 12- oder 13mal ausbezahlt wird. Angesichts des doch relativ hohen monatlichen Einkommens ist zugunsten der Beschwerdeführerin da
von auszugehen, dass das Einkommen 12mal ausbezahlt wird. Damit beträgt das jährliche Invalideneinkommen Fr. 66'660.--. Bezogen
auf das
Validen
ein
kommen
von Fr. 68'856.-- ergibt dies eine Differenz von Fr. 2'196.-- beziehungsweise von aufgerundet 3.2 %. Damit besteht kein Rentenanspruch mehr.
5.4
Berechnete man den Rentenanspruch aufgrund einer unverändert gebliebe
nen Arbeitsfähigkeit von 60 %, betrüge das Invalideneinkommen (abgerun
det)
Fr. 4'166.-- monatlich beziehungsweise Fr. 49'992.-- jährlich, was be
zogen auf das
Valideneinkommen
einer
Erwerbseinbusse
von Fr. 18'864.-- bezieh
ungs
weise von rund 27.4 % entspräche. Eine solche Änderung des
Inva
lidi
tätsgrades
ist erheblich, begründet er doch keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.
6.
Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin im Ergebnis die Rente zu Recht aufgehoben, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuer
legen.