Decision ID: 3ba14cb3-b160-4841-a9ec-2a300c8980f0
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975, arbeitete ab Oktober 2000 im
Kanalreinigungs
unter
nehmen
Y._
(Arbeitsvertrag vom 2
5.
September 2000,
Urk.
6/51)
. Am 1
1.
November 2002 war er von einem Auffahrunfall betroffen und erlitt eine Distorsionsverletzung der Halswirbelsäule (Unfallmeldung vom 1
8.
November 2002,
Urk.
6/11/164; Bericht der Hausärztin
Dr.
med.
Z._
vom 1
6.
Dezember 2002,
Urk.
6/11/161; Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Spe
zialarzt für physikalische Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom
1
1.
April 2003,
Urk.
6/11/107-112
; Bericht von Dr.
med.
B._
, Spezialärztin für Neu
rologie, vom
2.
Juni 2003, Urk.
6/11/78-79
).
Die
Schweizerische Unfallver
sicherungsanstalt (Suva)
anerkannte ihre Leistungspflicht und
erbrac
hte die gesetzlichen Leistungen.
Im
weiteren
Verlauf wurde die Eingliederungsorganisation
C._
AG eingeschaltet (Vollmacht vom
4.
März 2003,
Urk.
6/11/135
, und Reha-Konzept vom 2
3.
September 2003,
Urk.
6/11/57-62
), und der Ver
si
cherte durchlief im
Sommer/
Herbst 2003 in der Rehaklinik
D._
ein Ergo
nomie-Trainingsprogramm
sowie neuropsychologische und psychosomatische Abklärungen (Berichte in
Urk.
6/11/21-39). Nachdem ihm die Stelle bei der Firma
Y._
per Ende November 2003 gekündigt worden war (
Urk.
6/11/19), absolvierte er mit Unterstützung der
C._
die
Lastwagen
prüfung
(vgl. den Bericht der
C._
vom 1
6.
März 2004, Urk.
6/28/122)
,
nahm daraufhin versuchsweise eine 50%-Tätigkeit als Lastwagenchauffeur bei der
D._
GmbH auf
und suchte gleichzeitig
eine feste Stelle in diesem Beruf
(Beric
ht
e
der
C._
vom 1
9.
Mai,
vom 1
8.
August
und vom 1
4.
September 2004,
Urk.
6/28/113,
Urk.
6/28/103
und
Urk.
6/28/101; Bericht der Arbeitgebe
rin vom 2
2.
Dezember 2004, Urk.
6/28/57
;
Verlaufsbericht der
C._
vom
1.
November 2004, Urk.
6/28/84-86
).
Die Stellensuche war nicht erfolgreich,
eben
so
wenig
die Suche einer Stelle in weiteren Tätigkeitsfeldern
, und die
C._
strebte deshalb den Fallabschluss an
(Berichte der
C._
vom
15./1
6.
März und vom 19.
September 2005,
Urk.
6/28/52-54 und
Urk.
6/28/9-
11
)
.
Nachdem die Suva den Versicherten neurologisch hatte begutachten lassen (Gut
achten von
Dr.
med.
E._
, Spez
ialarzt für Neurologie, vom 21.
Februar 2006,
Urk.
6/32), stellte sie die L
eistungen mit Verfügung vom 18.
Mai 2006 und
Einspracheentscheid
vom 1
8.
September 2006
ein; der Versi
cherte erhob Beschwerde, zog diese jedoch im Mai 2007 wieder zurück (
Urk.
6/34 und Prozess Nr. UV.2006.00392).
1.2
Am 1
3.
Oktober 2003 hatte sich
X._
auch bei der Invalidenversicherung angemeldet (
Urk.
6/1).
Die So
zialversicherungsanstalt des K
antons Zürich (SVA), IV-Stelle,
hatte
durch
Dr.
Z._
den Bericht vom 2
8.
Januar/
2.
Februar 2004 erstellen
lassen (
Urk.
6/14) und
die Angaben der Firma
Y._
vom 1
9.
Januar und vom
8.
Juni 200
4 eingeholt (
Urk.
6/15 und
Urk.
6/16) und hatte des Weiteren die Akten der Suva beigezogen und sich mit Zusatzfragen am Gutachten von
Dr.
E._
beteiligt
(
Urk.
6/32/13)
.
Mit Vorbescheid vom 1
5.
Januar 2007 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten, dass sie ihm für die Zeit ab November 2003 eine halbe Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 59
%
, für die Zeit von März 2005 bis Januar 2006 eine
Dreiviertel
s
rente
aufgrund eines Invaliditätsgrades von 60
%
und ab Februar 2006 eine
Viertelsrente
aufgrund eines Invaliditätsgrades von 44
%
zuzuspre
chen gedenke (
Urk.
6/42
; vgl. auch das Feststellungsblatt in
Urk.
6/41
).
X._
liess mit Eingabe vom
7.
Februar 2007 durch Rechtsanwalt Martin Hab
lützel
Einwendungen
erheben (
Urk.
6/53)
,
worauf die IV-Stelle ihm am 18.
Mai 2007 mitteilte, dass sie eine medizinische Begutachtung für erforderlich halte (
Urk.
6/57). Mit Eingabe vom 2
2.
August 2007 liess
X._
die Einwendun
gen daraufhin zurückziehen und die IV-Stelle ersuchen, im Sinne ihres Vorbe
scheids zu verfügen (
Urk.
6/63)
.
Antragsgemäss stornierte die IV
Stelle den Begutachtungsauftrag und sprach dem Versicherten mit den Verfügungen vom
9.
Januar 2008 die angekündigte Rente zu (
Urk.
6/66 und
Urk.
6/74
; vgl. auch das Feststellungsblatt vom 3
0.
August 2007,
Urk.
6/64
).
1.3
Mit Schadenformular vom 1
7.
Dezember 2010 bezog sich die
F._
GmbH
auf eine 60%-Anstellung von
X._
als Allrounder seit dem
4.
Dezember 2006 und meldete der Suva einen Unfall vom 1
9.
November 2010, bei dem
X._
von einer Leiter ges
türzt sei (
Urk.
6/103/117). Dr.
Z._
stellte die Diagnose einer Co
mmotio cerebri (Bericht vom 27.
Dezember 2010,
Urk.
6/103/115
-116
), und die
Suva anerkannte wiederum ihre Leistungspflicht. Sie führte im Juni 2011 mit dem Versicherten ein Gespräch auf der Agentur (Protokoll vom 1
5.
Juni 2011,
Urk.
6/103/8
0
-83), liess sich die Jahresrechnungen der
F._
GmbH zustellen, deren Gründer und Geschäftsführer
X._
war (
Urk.
6/103/55-72), und liess durch die Rehaklinik
D._
ein Assessment mit neuropsychologi
scher/psycho
patho
logischer Untersuchung, ergo- und physiotherapeutischen Abklärungen und einer neurologischen Abklärung durchführen (Berichte vom Juli 2011,
Urk.
6/103/22-47
). Am
8.
November
2011
verfügte die Suva die
Leistungs
einste
llung
per sofort (
Urk.
6/105/
11
13). Der Versicherte liess am 2
4.
No
vember 2011 durch Rechtsanwalt
Christian
Jaeggi Einsprache erheben (
Urk.
6/105/8-9); das
Einspracheverfahren
wurde in der Folge mit dem Ver
gleich vom 23./3
1.
Mai 2012 erledigt (
Urk.
22/132 S.
2)
.
1.4
1.4.1
Die IV-Stelle hatte im Frühjahr 2011 ein Rentenrevision
sverfahren in die Wege geleitet. Aufforderungsgemäss hatte der Versicherte am 1
5.
März 2011 im Fra
gebogen Angaben zu seinen Erwerbseinkünften gemacht
(
Urk. 6
/88
) und hatte auf die entsprechende Anordnung der IV-Stelle
hin die Buchhaltungsabschlüsse der letzten drei Jahre e
ingereicht (
Urk.
6/100). Die IV
Stelle hatte
aussserdem
den Bericht von
Dr.
Z._
vom 1
1.
April 2011 eingeholt (
Urk.
6/91), einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten erstellen lassen (
Urk.
6/92) und die neuen Akten der Suva beigezogen. Sodann hatte die IV
Stelle während des laufenden Revisionsverfahrens die neue Anmeldung des Versicherten vom 2
6.
April 2011 entg
egengenommen (
Urk.
6/94).
1.4.2
Mit Vorbescheid vom 2
4.
Januar 2012 eröffnete die IV-
Stelle
dem Versicherten,
dass sie
seine
Rente rückwirkend per E
nde Dezember 2007 aufzuheben ge
denke, da er seit Januar 2008 mit der Tätigkeit für die
F._
GmbH ein rentenausschliessendes Einkommen erwirtschafte
und in Bezug auf dieses Ein
kommen seiner Meldepflicht nicht nachgekommen sei
. Für den Anspruch ab dem gemeldeten Unfall vom 1
9.
November 2010 werde eine separate V
erfügung erlassen (
Urk.
6
/108). Am 2
5.
Januar 2012 erging ein weiterer Vorbe
scheid, mit dem die IV-Stelle die Rückforderung der Renten des Zeitraums Januar 2008 bis Januar 2012 im Gesamtbetrag von Fr. 20‘52
5.-- in Aussicht stellte (
Urk.
6
/113).
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Jaeggi, liess gegen die beiden Vorbesche
ide mit den Eingaben je vom 2
2.
Februar 2
012 Einwendungen erhe
ben (
Urk.
6
/116 und
Urk.
6
/115) und liess die Einwendungen gegen den Vorbe
scheid vom 2
4.
Januar 2012 mit
den Einga
ben vom 2
7.
März und vom 27.
April 2012 ergänzen (
Urk.
6
/121 und Urk.
6/123).
Die IV-Stelle führte daraufhin eine
betriebliche
Abklärung vor Ort durch
(Bericht vom
7.
November 2012, Urk.
6
/130)
und erliess anschliessend
die Verfügung vom
5.
April 2013
, mit der sie
die Rente statt
wie beabsichtigt
ab Januar 2008 erst ab Januar 2009 rück
wirkend auf
hob
(
Urk.
6
/132; vgl. auch das Feststellung
sblatt
in
Urk. 6
/131). Erneut hielt sie zudem fest, dass für den Leistungsanspruch ab dem Unfall vom 1
9.
November 2010 eine separate Verfügung erlassen
werde (
Urk.
6/132/
2)
.
Was die Rückforderung betrifft, so informierte die IV-Stelle den Versicherten a
m
9.
April 2013 mit neuem Vorbescheid, der denjenigen vom 2
5.
Ja
nuar 2012 ersetze, über ihre Ab
sicht, die Renten für den
verfügten
Zeitraum von Janua
r 2009 bis April 2011 im Gesamt
betrag von Fr.
11‘616.-- zurückzufordern (Urk.
6
/140). Der Versicherte liess mit Eingabe vom
8.
Mai 2013 Einwendungen vorbringen (
Urk.
6
/141).
1.4.3
Gegen die Verfügung vom
5.
April 2013
liess
X._
du
rch Rechtsanwalt Christian Jaeggi mit Eingabe vom
7.
Mai 2013 Beschwerde erheben und bean
tragen, die Verfügung sei aufzuheben und ihm sei die Rente ab Januar 2009 weiterhin zu gewähren, eventualiter seien berufliche Massnah
men zuzusprechen (
Urk.
6/142/3-11; Prozess Nr. IV.2013.00430).
Mit Urteil vom 31.
Oktober 2013 hob das Sozialversicherungsgericht die Verfügung wegen widersprüchlicher Begründung auf und wies die Sache zum Erlass einer neuen, korrekten Verfü
gung an die IV-Stelle zurück (
Urk.
6/146).
In der Folge erliess die IV-Stelle die neue, im Ergebnis gleich lautende Verfü
gung vom
5.
Mai 2014, mit der sie die frühere
Viertelsrente
rückwirkend ab Januar 2009 aufhob
(
Urk.
2 =
Urk.
6/152)
.
2.
Mit Eingabe vom
3.
Juni 2014 liess
X._
durch Rechtsanwalt Christian Jaeggi gegen die Verfügung vom
5.
Mai 2014
wieder Beschwerde erheben (Urk.
1) und beantragen, die Verfügung sei aufzuheben und ihm seien die versi
cherten Leistungen, insbesondere eine Invalidenrente rückwirkend und weiter
hin ab dem
1.
Januar 2009 zu gewähren und eventualiter seien ihm berufliche Massnahmen zu gewähren (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle, der
X._
im Juni 2014 die Lohnausweise der
F._
X._
zu den
Einkünften in den
Jahr
en
2012 und 2013 nachgereicht hatte (
Urk.
6/154/3+4), schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
1.
Juli 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
In der Replik vom 1
3.
November 2014 liess
X._
an seinen Anträgen fest
halten
(
Urk.
12); zudem liess er Steuerunterlagen zu seinen Erwerbseinkünften der Jahr
e
2010-201
3
einreichen (
Urk.
13/1-12). Die IV-Stelle
verzichtete mit Eingabe vom 1
8.
Dezember 2014 darauf, eine Duplik zu erstatten (
Urk.
15), was dem Versicherten am 1
9.
Dezember 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
16).
Mit Verfügung vom
7.
April 2015
(
Urk.
18)
zog das Gericht die vollständigen Akten der Suva betreffend den Unfall vom 1
9.
November 2010 bei (Urk.
22/1
1
42).
X._
liess mit Eingab
e vom
8.
Mai 2015 auf eine Stel
lungnahme dazu verzichten (
Urk.
26); die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom
8.
Juni 2015 ebenfalls auf eine Stellungnahme (
Urk.
29).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2004, am 1. Januar 2008 und am 1. Januar 2012 sind die im Zuge der Revisionen 4, 5 und 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversi
cherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher
Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist am
5.
Mai 2014 erlassen worden. Da ein Sach
verhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestim
mun
gen der 4. IV-Revision am 1. Januar 2004, der 5. IV
Revision am 1. Januar 2008 und der IV-Revision 6a begonnen hat - zur Diskussion steht der Anspruch auf eine Rente aufgrund eines Unfalles, der sich bereits im Jahr 2002 ereignet hat -, und die Verfügung eine Dauerleistung betrifft, ist entsprechend der dar
gelegten intertemporalrechtlichen Regelung für die Zeit bis Ende 2003 auf die damals gültig gewesenen Bestimmungen und für die Zeiten ab dem 1. Januar 2004, ab dem 1. Januar 2008 und ab dem 1. Januar 2012 auf die jeweils neuen Normen der Revisionen 4, 5 und 6a abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision:
BGE 130 V 445
; Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006, E. 1).
Soweit je
doch diese Revisionen keine substanziellen Änderungen gegenüber der frühe
ren Rechtslage gebracht haben, ist die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009, E. 2).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
mög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächti
gung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (ab dem
1.
Januar 2008: Abs. 2) haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Drei
viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 %
invalid sind. Bis Ende 2003 war der Anspruch auf eine ganze Rente bereits bei einem Invaliditätsgrad von 66
2
/
3
% und der Anspruch auf eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50 % und 66
2
/
3
% gegeben, wogegen die
Drei
viertelsrente
noch nicht eingeführt war.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.3
2.3.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditäts
grad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist demgemäss nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern unter anderem auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (vgl. BGE 1
30 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die Rente nach Art. 31 Abs. 1 IVG nur dann im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die
Ein
kommensverbesserung
jährlich mehr als Fr. 1‘500.-- beträgt. Nach Art. 31 Abs. 2
IVG, in Kraft gewesen bis Ende 2011, waren für die Revision der Rente vom Betrag, der Fr. 1'500.-- überstieg, nur zwei Drittel zu berücksichtigen.
2.3.2
B
ei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit
nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG
ist gestützt auf Art. 88a Abs. 1 IVV die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berück
sichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird, und sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussicht
lich weiterhin andauern wird.
Die
revisionsweise
Herabsetzung oder Aufhebung der Rente erfolgt grundsätz
lich frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung fol
genden Monats an (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a IVV). Im Sinne einer Ausnahme erfolgt sie aber dann rückwirkend auf den Eintritt der anspruchserheblichen Änderung hin, wenn die unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurück
zuführen ist, dass der Be
züger oder die Bezügerin sie unrechtmässig e
rwirkt hat oder der gemäss Art.
77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. b IVV
in der vorliegend anwendbaren, bis Ende 2014 gültig gewesenen Fassung
).
Nach
Art.
77 IVV, welche Bestimmung unter dem Titel der Meldepflicht steht, hat der Berechtigte jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfä
higkeit und der persönlichen und gegebenenfalls
der wirtschaftlichen Verhält
ni
sse unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen.
2.4
2.4.1
Der Grundsatz, wonach eine Sachverhaltsänderung nachgewiesen sein muss, damit eine formell rechtskräftig zugesprochene Rente erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben werden kann, gilt dann nicht, wenn die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt sind.
Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und
Ein
spracheentscheide
in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen ent
deckt oder Beweismittel auffindet, de
ren Beibringung zuvor nicht mög
lich war (sogenannte prozessuale Revision im Gegensatz zur Revision aufgrund verän
derter Verhältnisse). Ferner bestimmt Art. 53 Abs. 2 ATSG, dass der Versiche
rungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen und
Einspracheentscheide
zurück
kommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung).
2.4.2
Auch die Einstellung einer Rente aufgrund der Voraussetzungen der
Wieder
erwä
gung
oder der prozessualen Revision erfolgt grundsätzlich nur für die Zukunft. Rückwirkend kann sie nur im Falle des Tatbestandes der unrecht
mässigen Erwirkung erfolgen, wogegen der Tatbestand der
Meldepflichtver
letzung
definitionsgemäss Sachverhaltsänderungen während des laufenden
Renten
bezugs
betrifft und somit bei der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision keinen Anwendungsbereich hat
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_870/2013 vom 2
9.
April 2014, E. 5.2).
2.5
Sind die
Voraussetzugen
für eine rückwirkende Rentenherabsetzung erfüllt, so sind die widerrechtlich bezogenen Leistungen nach den Vorgaben in
Art.
25
ATSG zurückzuerstatten (Urteil des Bundesgerichts 8C_203/2014 vom 1
5.
Mai 2014, E. 2.3).
3.
3.1
3.1.1
Strittig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der rückwirkenden Aufhebung der
Viertelsrente
des Beschwerdeführers für die Zeit ab dem
1.
Januar 200
9.
Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahren
s
ist demgegenüber die Rückforderung der ab dem
1.
Januar 2009 ausgerichteten
Rentenbetreffnisse
. Das Gericht hat es im Urteil vom 3
1.
Oktober 2013 wohl als empfehlenswert bezeichnet, über die Frage der rückwirkenden Rentenaufhebung und die daraus resultierende Rück
forderung zeitnah zu ents
cheiden (
Urk.
6/146 E. 3.2), die
angefochtene
Verfü
gung
vom
5.
Mai 2014 beschlägt
aber
wiederum
nur die
Rentenaufhebung,
währenddem
für die Rückforderung ein separater Entscheid in Aussicht gestellt wurde (
Urk.
2 S. 4), der dem Gericht nicht vorliegt.
Der Zeitpunkt der Rentenaufhebung ist jedoch u
nabhängig
davon, ob daraus eine Rentenrückforderung resultiert, auch für die Frage der Höhe der künftigen Rente relevant (vgl.
Art.
36
Abs.
2 Satz 1 IVG in Verbindung mit
Art.
29
bis
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
[AHVG]).
D
ie
Beurteilung der Rechtmässigkeit der Rückwirkung ist daher nicht davon abhän
gig, dass gleichzeitig die Rechtmässigkeit der Rückforderung zu beurteilen ist, sondern sie kann selbständiger Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein.
3.
1.
2
Vorab ist
ferner
festzuhalten, dass der Mangel der widersprüchlichen Begrün
dung, an dem die gerichtlich aufgehobene Verfügung vom
5.
April 2013 gelit
ten hatte, mit der neu erlassenen, angefochtenen Verfügung vom
5.
Mai 2014 behoben worden ist. Anders als in de
r früheren Verfügung (vgl. Urk.
6/132/2)
,
stellt die angefochtene Verfügung k
eine separate Verfügung für den
Leistungs
anspruch
ab dem
1
9.
November
2010 mehr in Aussicht, sondern die Verfügung
betrifft
korrekterweise den gesamten Zeitraum bis zu deren Erlass.
3.1.3
Soweit der Beschwerdeführer schliesslich rügt, die Beschwerdegegnerin habe die Verfügung vom
5.
Mai 2014 unter Verletzung seines rechtlichen Gehörs erlas
sen (
Urk.
1 S. 4 f.), so wäre eine solche Verletzung als geheilt zu beurteilen
(vgl. BGE 124 V 180 E
. 4a mit Hinweisen;
Kieser
, ATSG-Komme
ntar,
2.
Auflage,
Art.
42
Rz
9). Denn die Ergänzungen, mit denen die Beschwerdegegnerin die widersprüchlichen Ausführungen in der gerichtlich aufgehobenen Verfügung vom
5.
April 2013 richtigstellte, sind geringfügig, der Beschwerdeführer
konnte
sich
im vorliegenden Verfahren im Rahmen von zwei Schriftenwechseln
einge
hend äussern, und schliesslich wurde ihm zusätzlich Gelegenheit gegeben, zu den vervollständigten Akten
des
Unfall
s
vom 1
9.
November 2010 Stellung zu nehmen, wovon
er jedoch abgesehen hat
. Damit besteht kein Anlass,
die ange
fochtene Verfügung aus
dem
formellen
Grund der Gehörsverletzung aufzuhe
ben, sondern die Beschwerde ist materiell zu beurteilen.
3
.2
3.2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung ab Ja
nuar 2009 mit den
Einkünften, die der Beschwerdeführer ab dann in seiner Anstellung bei der
F._
GmbH
erzielte (
Urk.
2 S. 2 ff.).
3.2.2
Als die Beschwerdegegnerin die Verfügungen vom
9.
Januar 2008
erliess, mit denen sie dem Beschwerdeführer
für die Zeit von November 2003 bis Januar 2006
zuerst
eine halbe,
danach eine
Dreiviertels
rente
und ab Februar 2006 noch eine
Viertelsrente
zu
sprach
(
Urk.
6/66 und
Urk.
6/
74),
übte der Beschwerde
führer seine Tätigkeit bei der
F._
GmbH
bereits aus
;
in der Unfallmeldung vom 1
7.
Dezember 2010 ist der
4.
Dezember 2006 als Beginn der Anstellung angegeben (
Urk.
6/10
3
/1
17
), und anlässlich der Abklärung durc
h die Beschwerdegegnerin vom
November 2012 nannte der Beschwerdeführer eben
falls den Dezember 2006 als Zeitpunkt der Betriebseröffnung (
Urk.
6/130/2). Die
Aufnahme der
Tätigkeit für die
F._
GmbH stellt somit
keine Tatsache dar, die eine Sachverhaltsänderung seit dem Erlass der Verfügungen vom
9.
Januar 2008 begründen würde. Damit ist es nicht als
Meldepflichtver
letzung
zu qualifizieren, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin bis zum Erlass dieser Verfügungen - unbestrittenermassen - nicht
von der
Tätig
keit in Kenntnis gesetzt hatte.
3.2.3
Hingegen ist aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto vom 2
0.
April 2011 (
Urk.
6/92) ersichtlich, dass die Einkünfte des Beschwerdeführers vom Jahr 2007 bis ins Jahr 2009 kontinuierlich gestiegen sind.
Währenddem
die Summe von
Fr.
34‘619.-- im Jahr 2007
noch unter dem hypothetischen
Invalideneinkom
men
von
Fr.
36‘433.53
lag
, das die Beschwerdegegnerin bei der
Rentenzuspre
chung
für die Zeit ab Februar
2006 ermittelt hatte (vgl. Urk.
6/66/2),
überstieg
die Summe von
Fr.
42‘798.-- für das Jahr 2008 dieses Invalideneinkommen bereits, und die Summe von
Fr.
100
‘
979
.-- für das Jahr 2009
belief
sich dann auf
nahezu
das
Dreifache
des an
genomm
enen Invalideneinkommens. Der
Beschwerdeführer legte
dementsprechend
im Juni 2011 anlässlich der Bespre
chung auf der Agentur der Suva selbst dar, sein Lohn habe aufgrund des guten Geschäftsganges sukzessive erhöht werden können (
Urk.
6/103/82).
Der
Beschwer
de
gegnerin
ist daher ohne Weiteres darin zuzustimmen
(vgl.
Urk.
2 S.
4,
Urk.
6/131/12)
, dass die markante Erhöhung des tatsächlichen Ein
kommens, die sich im Jahr 2009 manifestierte und
sich
bereits
im Jahr 2008 abzuzeichnen begonnen hatte
, eine Sachverhaltsänderung d
arstellt,
deren potentielle
Renten
erheblichkeit
für den Beschwerd
eführer erkennbar gewesen wäre
und
die
er
demgemäss
gestützt auf
Art.
77 IVV unverzüglich hätte melden müssen
. Dies gilt selbst dann, wenn in der Summe von
Fr.
100‘979.-- neben Erwerbsein
künften auch noch Versicherungsleistungen enthalten wären, wie der Beschwerdeführer anlässlich der
Abkärung
vom November 2012 vorbrachte (vgl.
Urk.
6/130/3).
Sodann vermag sich der Beschwerdeführer e
ntgegen den Vorbringen in der Beschwerdeschrift (
Urk.
1 S. 8) von der Meldepflicht nicht mit dem Argument
zu
befreien, die Beschwerdegegnerin hätte
anhand von
Aus
züge
n
aus seinem Individuellen Konto von seinen Einkünften erfahren können. Denn mit der Meldepflicht soll gerade verhindert werden, dass der Versiche
rungsträger ausserhalb von amtlichen Revisionsverfahren von sich aus nach relevanten Sachverhaltsänderungen forschen muss.
Indem der Beschwerdeführer die gebotene
Meldung unterliess, verletzte er somit die Meldepflicht
nach
Art.
77 IVV.
Die rückwirkende Rentenaufhebung für die Zeit ab Januar 2009 ist daher zuläs
sig, falls die erwerbliche Veränderung
ab dann
zu einem Invaliditätsgrad führt, der unter dem Mindestgrad von 40
%
liegt.
3.3
Der Beschwerdeführer lässt vorab die Höhe des
Valideneinkommens
für das Jahr 2009 von
Fr.
69‘873.49 (vgl.
Urk.
2 S. 2) bemängeln
und vorbringen, die Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht die monatliche Spesenentschädigung von
Fr.
350.-- und die mutmassliche jährliche Überstundenentschädigung in der Höhe von
Fr.
3‘000.-- nicht einbezogen
(
Urk.
1 S. 6,
Urk.
6/53/4
).
Was die Spesen betrifft, so sind diese nach der Rechtsprechung grundsätzlich insoweit nicht Bestandteil des
Valideneinkommens
, als sie steuerrechtlich und beitragsrechtlich nicht als Lohn behandelt werden (
vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_465/2009 vom 1
2.
Februar 2010, E. 2.2 und E. 4.1).
Vorliegendenfalls
trug die Firma
Y._
den Spesenbetrag von
Fr.
350.-- im Monat in der Unfallmeldung zwar in der Rubrik „andere Lohnzahlungen“ ein (
Urk.
6/11/164). Gemäss der eingereichten Lohnabrechnung für den März 2003 (
Urk.
6/52) wur
den von diesem Betrag jedoch keine
Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Und
was die
Überstunden
betri
fft, so
ist
in
dieser Lohnabrechnung zwar ein
entsprechender Saldo von 107,1 aufgeführt; es ist jedoch nicht belegt, dass diese Stunden tatsächlich entsc
hädigt und nicht durch Freizeit
kompensiert worden sind.
Hingegen ist zu Gunsten des Beschwerdefü
hrers die Gratifikation von Fr.
2‘250.--, die ihm im Jahr 2002 ausgerichtet wurde (
Urk.
6/16/2), auch
in den
Folgejahren anzurechnen. Für das Jahr 2004 resultiert
da
mit aufgrund der Angaben im Arbeitgeberfragebogen (
Urk.
6/16/2) ein
Valideneinkommen
in der Höhe von
Fr.
66‘860.-- (
Fr.
64‘610.-- +
Fr.
2‘250.--).
Daraus ergibt sich für
das m
assgebende Jahr 2009
das teuerungsangepasste J
ahreseinkommen von rund Fr.
72‘310.--, das somit höher ist als der von der Beschwerdegegnerin ermittelte Wert von
Fr.
69‘873.--
(vgl. Die Volkswirtschaft
12
-20
10, S. 91
, Tabell
e B10.3, Nominal Männer von 1975
Indexpunkten im Jahr 200
4
auf 2136 Indexpunkte im Jahr 2009).
3.4
3.4.1
Beim
Invalideneinkommen
ging der Verfasse
r des Abklärungsberichts vom
November 2012 von den Angaben des Beschwerdeführers vom 1
5.
März 2011 im Fragebogen zur Re
ntenrevision aus (
Urk.
6/88/2) und berechnete daraus
für die Jahre 2008 bis 2010 ein durchschnit
tliches Jahreseinkommen von Fr.
66‘000.-- ([
Fr.
54‘000.-- für 2008 +
Fr.
72‘000.-- für 2009 +
Fr.
72‘000.-- für 2010] : 3)
. Er brachte von diesem Betrag alsdann einen durchschnittlichen, anhand der Buchhaltungsunterlagen der Jahre 2007 bis 2010 (
Urk.
6/100) ermittelten Jahresve
rlust von
Fr.
2‘665.-- in Abzug
und erhielt auf diese Weise aufgerechnet für das Jahr 2012 ein Invalideneinkommen von
Fr.
64‘608.-- (
Urk.
6/130/4-5).
Die Beschwerdegegnerin nahm die Überlegungen im
Abk
l
ä
rungsbericht
in die Begründung der angefochtenen Verfügung auf (
Urk.
2 S. 3), zog jedoch zur Festlegung des tatsächlich
anrechenbaren
Einkommens nach
Art.
31 IVG nur die Einkommenssumme von
Fr.
72‘000.-- der Jahre 2009 und 2010 heran und ging davon aus, dass sich das Invalideneinkommen der
Folge
jahre
nicht
massgeblich verändert
habe
(
Urk.
2 S. 4-5).
Der Beschwerdeführer liess hierzu einwenden, wegen der hohen Einkommensschwankungen über die Jahre dürfe weder auf das Einkommen eines einzigen Jahres noch auf das Durchschnittseinkommen dreier Jahre ab
gestellt werden und es sei namentlich zu berücksichtigen, dass die
F._
GmbH
in den Jahren 2010 und 2011 erhebliche Umsatzeinbussen verzeichnet habe und Ende 2011/Anfang 2012 habe liquidiert werden müssen (
Urk.
1 S. 6 ff.).
W
eder die Buchhaltungsunterlagen der Jahre 2007 bis 2010 noch der Auszug aus dem Individuellen Konto des Beschwerdeführers vom 2
0.
April 2011
noch
die Angaben des Beschwerdeführers im Fragebogen zur Rentenrevision
liefern je für sich allein betrachtet ausreichende Angaben für die Bestimmung des Invalideneinkommens. So umfasst der Personalaufwand in den
Buchhaltungs
unterlagen
nicht nur den Lohn des Beschwerdeführers, sondern auch denjenigen seiner Angestellten, die er gemäss seinen Ausführungen im Abklärungsbericht in wechselnder Zahl u
nd Dauer beschäftigt (vgl. Urk.
6/130/3). Die Eintragun
gen im Individuellen Konto sodann enden mit dem Jahr 2009, und die Angaben im Fragebogen zur Rentenrevision stimmen nicht mit den Eintragungen im Individuellen Konto überein.
Bezieht man indessen auch die zahlreichen weite
ren Hinweise in den Akten zur Berufstätigkeit des Beschwerdeführers ein, so ergibt si
ch
, wie nachfolgend darzulegen ist,
ein zuverlässiges
Bild.
3.4.2
Bei der
F._
GmbH handelte es sich gemäss den Angaben in den Berichten der Suva vom Juni 2011 und der Beschwerdegegnerin vom November 2012
um eine Unternehmung, welche hauptsächlich Umbauten und
Renovationen von Wohnungen anbot
und dabei Maler- und Gipserarbeiten und weitere Innenarbeiten ausführt
e
(
Urk.
6/103/8
1
,
Urk.
6/130/2-3). Der Beschwer
deführer berichtete zwar sowohl gegenüber der Suva als auch gegenüber der Beschwerdegegnerin
von gesundheitlichen Einschränkungen, die ihn zeitlich
und
belastungsmässig
lim
itierten, dennoch entsteht aus seinen Schilderungen der Gesamteindruck einer
Leistungsfähigkeit, die ins Gewicht fällt.
So gab der Beschwerdeführer bei der Abklärung durch die Beschwerdegegnerin zwar an, er übernehme im Betrieb vor allem die Organisation, die Kontrollen und die Warentransporte (
Urk.
6/130/2-3).
Gegenüber der Suva bezeichnete
er jedoch
die Tätigkeit der Geschäftsführung, das Erstellen von Offerten sowie die Bespre
chungen und Besichtigungen vor Ort
a
ls den kleineren Teil der Gesamttätigkeit und erklärte, ausserdem leichte Arbeiten in der
Gipserei
und vor allem leichte Ma
lerarbeiten zu verrichten (Urk.
6/103/81).
3.4.3
Den aktuellen medizinischen Unterlagen ist nichts zu entnehmen, was die Leis
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem Jahr 2009
bis zum Unfall vom November 2010
in Frage stellen würde.
Namentlich berichtete
Dr.
Z._
am 1
1.
April 2011 im Rentenrevisionsverfahren, sie habe den Beschwerdeführer in den letzten Jahren nur sporadisch gesehen (
Urk.
6/91/4), und
Dr.
B._
hielt in einem Bericht an
Dr.
Z._
vom 2
2.
No
vember 2011 (
Urk.
6/105/14-16) fest, dass sich der Beschwerdeführer vom ersten Trauma des Jahres 2002 erfolgreich erholt habe (
Urk.
6/105/15).
Dies stimmt
auch
überein mit den Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der neurologischen Untersu
chung in der Rehaklinik
D._
vom Juli 2011, wonach er sich mit den
Rest
beschwerden
des ersten Unfalls arrangiert habe
(
Urk.
6/103/42).
Unter diesen Umständen ist davon auszugeh
en, dass der Monatslohn von Fr.
6‘000.--
, den sich der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben in den Jahren 2009 und 2010 auszahlte
(vgl.
Urk
6/130/3 und
Urk.
6/88/2
sowie die Lohnabrechnung
en für August bis
Oktober 2010 in
Urk.
6/103/
112-
114)
, seiner Arbeitsleistung
entsprach
.
Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer
nirgendwo dartat, der
gute Geschäftsgang
sei
nur dem
Einsatz
seiner tempor
ä
ren Angestellten zuzuschreiben
gewesen
.
3.4.4
Was sodann die Auswirkungen des zweiten Unfalls vom November 2010 betrifft, so
diagnostizierte
Dr.
Z._
bei
der Erstkonsultation vom 22.
November 2010 eine Commotio Cerebri, sah den Beschwerdeführer dann aber gemäss ihrem Bericht an die Suva vom 2
7.
Dezember 2010 erst wieder kurz vor Weihnachten und befand die Wirbelsäule dannzumal als gut beweglich und ohne Auffälligkeiten
,
abgesehen von diversen
Myogelosen
im Schulter- und Nackenbereich. Dementsprechend riet sie
de
m
Beschwerdeführer
zur
min
des
tens stundenweisen Arbeitsau
fnahme Anfang Januar 2011 (Urk.
6/103/115
116).
In der Folge erhöhte der Beschwerdeführer den Lohn, den er sich aus
zahlte, bereits auf den Januar 2011 auf
Fr.
7‘000.-- (vgl. die Mitteilung des Beschwerdeführers an die Suva vom 1
6.
März 2011, Urk.
6/103/100,
und
die Lohnabrechnungen
für Januar und Februar 2011 in
Urk.
6/103/101-102) und gab gegenüber der Suva an, dies
e Erhöhung
sei aufgrund des guten Geschäfts
ganges möglich gewesen und weil er sich diesen Lohn als Geschäftsführer zugestehe (
Urk.
6/103/82).
Dies deutet
auf eine lediglich kurzzeitige, vorüberge
hende gesundheitliche Verschlechterung durch den Unfall vom November
2010 hin.
Bei der
ergo- und physiotherapeutischen Abklärung in der Rehaklinik
D._
vom Juli 2011 beschrieb sich der Beschwerdeführer
denn auch
als
(wieder)
fähig, Bockleitern zu besteigen, Gewichte bis etwa 20 kg zu heben und zu tra
gen und während etwa fünf Minuten Monta
gen über Kopf auszuführen (Urk.
6/103/33)
, und b
ehandlungsbedürftig war gemäss der neurologischen Gesamtbeurteilung vor allem noch eine Kopfschmerzproblematik, welche die Neurologin
Dr.
med.
G._
als teilweise schmerzmittelinduziert
erachtete (
Urk.
6/103/46-47).
In der Folge klagte der Beschwerdeführer zwar weiterhin über Schmerzen, und ein durch
Dr.
B._
etabliertes ambulante
s
Behand
lungsprogramm
war nicht erfolgreich (vgl. die Berichte von
Dr.
B._
vom
7.
Februar, vom 2
6.
März und vom 1
6.
April 2012,
Urk.
22/114, Urk.
22/120 und
Urk.
22/124).
E
r berichtete aber beim Abklärungsbesuch der
Beschwerde
gegnerin
vom November 2012, die gesundheit
l
ichen Auswirkungen des Unfalls vom November 2010 seien nicht mehr gross spürbar, und führte die vorhande
nen Beschwerden nun wieder eher auf den Unfall des Jahres 2002 zurück (
Urk.
6/130/1).
Diese Restbeschwerden hatte er indessen an anderer Stelle als untergeordnet bezeichnet (vgl. E. 3.4.3).
Dass die Suva dem Beschwerdeführer aufgrund des Unfalls vom November 2010 über die lange Zeitspanne bis Feb
ruar 2012 Taggelder ausgerichtet hatte (vgl. die Vereinbarung in
Urk.
22/132/2 und die
Vorakten
), ist für das vorliegende Verfahren nicht bindend. Zu beachten gilt dabei insbesondere, dass
die behandelnden Ärztinnen
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
S
chwierigkeiten bei der Arbeits
fähigkeitsbeurteilung
bekundeten
, da d
er Beschwerd
eführer
erst zur nachträglichen
, rückwirkenden
Bescheinigung
der Arbeitsunfähigkeit
vorgesprochen habe
und sich
nicht von sich aus melde, wenn eine angeordnete Behandlung keinen Erfolg bringe (vgl.
Urk.
6/103/116 und
Urk.
22/114 S. 2).
Zudem fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer wiederholt Arz
t
termine wegen beruflicher Verpflichtungen nicht wahr
nahm (Berichte von Dr.
Z._
vom
7.
und vom 3
1.
Oktob
er 2011,
Urk.
6/105/26 und Urk.
6/105/22; Telefonnotiz
der Suva vom
2.
Mai 2011
,
Urk.
6/103/90, und Angabe des Beschwerdeführers gegen
über der Suva in
Urk.
6/103/82), was auf eine nachrangige Rolle der Beschwerden hinweist.
Auch
wird kein eindeutiger Einfluss
des Unfalls vom November 2010 auf den Geschäftsgang
erkennbar.
Wohl erwähnte der Beschwerdeführer anlässlich der Abklärung vom November 2012 eine schlechte Geschäftslage
in de
n
Jahren 2010 und 201
1.
Währenddem
er aber im Juli 2011 bei der Untersuchung in der Rehaklinik
D._
noch einen Zusammenhang
zum Unfall gesehen hatte (Urk.
6/103/30),
sprach er
nunmehr
vom
Ausbleiben von Aufträgen
bereits im Jahr 2010
(vgl.
Urk.
6/130/3+5)
, also schon vor dem Unfall
.
Die Liquidation der GmbH
(vgl. hierzu den Handelsregisterauszug vom 2
7.
April 2012,
Urk.
6/124) h
atte denn
auch nicht
die
Geschäftsaufgabe
aus Gesundheitsgründen zur Folge
, sondern der Beschwerdeführer führte das Geschäft gemäss seinen Angaben bei der Betriebsabklärung ab Dezember 2012 als Einzelfirma weiter (
Urk.
6/130/2) und gab an, Aufbauarbeit zu betreiben (
Urk.
6/130/3). Die Erklärung, seine Arbeit sei gefragt, aber er müsse dafür viel unternehmen, deutet zudem darauf hin, dass er nach den geschilderten wirtschaftlichen Engpässen in den Jahren 2010 und 2011 wieder erfolgreich war.
3.4.5
Mit dem beschriebenen medizinischen und beruflichen Verlauf festigt sich der Eindruck, dass der Beschwerdeführer spätestens ab dem Jahr 2009
einen opti
malen Umgang mit den noch vorhandenen Restbeschwerden gefu
nden hatte, der ihm eine Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit ohne namhafte gesundheitsbed
ingte Erwerbseinbusse erlaubte.
Für
diese
Beurteilung
ist
das angegebene tatsächlich erzielte Einkommen von
Fr.
72‘000.-- in den Jahren 2009 und 2010
und dessen Vergleich mit dem
Vali
deneinkommen
von
Fr.
72‘310.-- (vgl. E. 3.3)
zwar ein gewichtiges Element.
Sie gilt jedoch aufgrund des dargelegten Gesamtverlaufs unabhängig vom tatsäch
lichen Geschäftsgang und grundsätzlich auch für weitere angepasste Tätigkei
ten.
Deshalb kann der Beschwerdeführer
nichts
für sich
daraus ableiten, dass die E
inkünfte
gemäss den
eingereichten
Einschätzungsentscheiden des Steueramtes
beziehungsweise der Steuererklärung 2013
(vgl.
Urk.
13/1-12
) in den Jahren 2012 und 2013 geringer ausgefallen sind als in den Vorjahren.
Damit fragt sich, ob überhaupt ein Anwendungsfall von
Art.
31 IVG gegeben ist, denn die Einkommensfreibeträge nach dieser Bestimmung gelten
rechtspre
chungsgemäss
nur bei der Bemessung des Invalideneinkommens anhand de
r
tatsächlich erzielten Eink
ünfte
(BGE 136 V 216). Die Frage kann indessen offen bleiben. Selbst wenn näm
lich die Differenz von rund Fr. 33‘360.
zwischen dem Betrag von
Fr.
72‘000.-- und dem u
rsprünglichen Invalideneinkommen von
Fr.
38‘640.53
(Fr.
36‘433.53 im Jahr 2006, angepasst an die Teuerung bis ins Jahr 2009,
vgl. Die Volkswirtschaft
12
-20
10, S. 91
, Tabell
e B10.3, Nominal Männer von 2014
Indexpunkten im Jahr 200
6
auf 2136 Indexpunkte im Jahr 2009)
in Anwendung von
Art.
31 IVG in der bis Ende 2011 gültig gewesenen Fassung auf
Fr.
21‘240.-- reduziert würde ([
Fr.
33‘360.-- abzüglich
Fr.
1‘500.--] : 3 x 2 =
Fr.
21‘240.--
; vgl. die zutreffende Skizzierung in der Beschwerde
schrift,
Urk.
1 S. 8
), so resultierte immer noch ein Invalideneinkommen von rund
Fr.
59‘880.-- (
Fr.
38‘640.53 +
Fr.
21‘240.--)
. Dieses führte zu einem
Invali
ditätsgrad
von lediglich rund 17
%
.
3.5
Damit erweist sich die rückwirkende Rentenaufhebung per A
nfang Januar 2009 als rechtens. Die vorgängige Durchführung beruflicher Massnahmen ist dabei nicht erforderlich, da der Beschwerdeführer nach dem Gesagten bereits einge
gliedert ist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
4.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.