Decision ID: 992c86ed-7776-4c2b-81e4-24d6bf5d6aef
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1972 geborene
X._
war zuletzt seit Mai 1998 als Bauarbeiter (Mono-Beton-Vorarbeiter) bei der
Y._
ange
stellt. Am 29. Mai 2009 meldete er sich
unter Hinweis auf belastungsabhängige Schmerzen im rechten Ellenbogen bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug
an (Urk. 5/4). Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen, zog die Akten des
Kranken
taggeldversicherers bei und sprach
ihm mit Verfügungen vom
15.
Dezember 2010 (
Urk.
5/46) und 12. Januar 2011 (
Urk.
5/47) ab 1. Dezember 2009 eine
halbe Rente der Invalidenversicherung zu. Am
4.
Oktober 2013 teilte sie ihm nach Durchführung eines amtlichen Revisionsverfahrens mit, dass weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente
bestehe (
Urk.
5/63).
1.2
Am 23. Mai 2016 meldete der Versicherte eine gesundheit
liche
Verschlechterung
betreffend die linke Hand nach Operation ei
nes Karpaltunnelsyndroms an (Urk. 5/73). Die IV-Stelle tätigte weitere medizinische Abklärungen und holte ins
besondere
bei
der
Z._
,
Medas
,
Dr. med.
A._
, Facharzt für Neurologie FMH, ein Gutachten ein
(Expertise vom 29. November 2016,
Urk.
5/92/1-12, ergänzt am 21. Februar 2017,
Urk.
5/102). Daraufhin hob sie die Rente mit Verfügung vom 4. April 2017 auf
Ende des der Zustellung der Verfü
gung folgenden Monats auf (
Urk.
5/108). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 1
6.
Mai 2017 (
Urk.
5/112/3-6) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
7.
Juli 2017 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache zur weiteren Abklärung und neuem Entscheid an die IV-Stelle zurückwies (Pro
zess-Nr. IV.2017.00551,
Urk.
5/114).
1.3
Die IV-Stelle tätigte daraufhin erneut medizinische Abklärungen und liess den Versicherten insbesondere durch die
B._
polydisziplinär (allgemeininter
nistisch, neurologisch, psychiatrisch und rheumatologisch) begutachten (Exper
tise vom 2
7.
Juli 2018;
Urk.
5/142). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
5/144 und
Urk.
5/
150
) bestätigte sie mit Verfügung vom
5.
November 2018 die Einstellung der Invalidenrente per 3
1.
Mai 2017 (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
0.
Dezember 2018 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom
5.
November 2018 sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Am 25. Ja
nuar 2019 (Urk. 4) beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, was
dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
8.
Januar 2019 zur Kenntnis ge
bracht wurde (Urk. 6).
Die mit Verfügung vom 1
8.
April 2019 (
Urk.
8) zum Ver
fahren beigeladene Basler Leben AG reichte innert der ihr angesetzten Frist keine Stellungnahme ein.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts
bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom 5. Novem
ber 2018 (Urk. 2) damit, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerde
führers effektiv verändert und soweit verbessert habe, dass ihm seit Februar 2016 eine seiner Gesundheit angepasste Tätigkeit und seit April 2016 auch die ange
stammte Tätigkeit wieder zu 100 % zumutbar seien. Beschwerden im Bereich der E
l
lenbogengelenke könnten weder kernspintomographisch noch klinisch nach
vollzogen werden. Die Invalidenrente bleibe deshalb per 3
1.
Mai 2017 eingestellt (S. 1 f.).
Im Laufe des Verfahrens ergänzte sie (
Urk.
4), selbst wenn keine Veränderung des Gesundheitszustandes ausgewiesen wäre, wäre die Rente mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung aufzuheben. Die rentenzusprechenden Verfü
gungen vom 1
5.
Dezember 2010 und 1
2.
Januar 2011 seien zweifellos unrichtig gewesen, habe man doch
bei der Berechnung des Invalideneinkommens
zu Un
recht einen leidensbedingen Abzug von 15
%
gewährt (S. 1-2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
das eingeholte Gutachten sei für die vorliegend massgebliche Frage
,
ob ein Revi
sionsgrund bestehe, nicht beweiskräftig, habe es doch nicht aufgezeigt, dass und inwiefern sich sein Gesundheitszustand verändert habe (S. 3-4). Eine Änderung des Gesundheitszustandes sei - aus näher dargelegten Gründen - nicht erstellt. Im Gutachten werde kein anderer Zustand geschildert, als in den medizinischen
Berichten, welche der Berentung zugrunde gelegen
hätten
. Dieser Zustand werde lediglich anders beurteilt (S. 4-5).
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers derart verändert hat, dass keine rentenb
egründende Einschränkung der Ar
beits
fähigkeit mehr vorliegt. Dem im Jahr 2
013 durchgeführten Revisionsver
fahren lag keine umfassende Anspruchsprüfung zu Grunde, wurden doch lediglich ein Hausarztbericht und der IK-Auszug zu den Akten genommen (Urk. 5/60-61) und gestützt darauf die Rente bestätigt (Urk. 5/63). Die Beurteilung der Veränderung des Invaliditätsgrades hat daher im Vergleich mit den im Zeitpunkt des Erlasses der rentenzusprechenden Verfügungen vom 15. Dezember 2010 und 12. Januar 2011 (Urk
. 5/46 und Urk. 5/47) vorgelege
nen Verhältnissen zu erfolgen (vgl. dazu
auch
E. 1.
3
hievor
).
4.
4.1
Der Rentenzusprechung mit Verfügungen vom 15. Dezember 2010 und 12. Januar
2011 (Urk. 5/46 und Urk. 5/47) lagen im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte zugrunde (vgl. auch das Feststellungsblatt vom 7. Juni 2010, Urk. 5/28):
4.2
Dr. med.
C._
, Fachärztin FMH für Rheumatologie, physikalische Medizin und Rehabilitation, nannte im Bericht vom 15. Mai 2009 (Urk. 5/10/6-7) an den Haus
arzt Dr. med.
D._
, Allgemeine Medizin FMH, die Diagnose einer chroni
schen
Epicondylitis
radialis
rechts. Sie gab an, der Beschwerdeführer leide seit neun Monaten unter sehr therapieresistenten Schmerzen im rechten Ellenbogen. Ein Auslöser sei nicht bekannt. Er habe eine Arbeit mit mässiger körperlicher Belas
tung als Polier, müsse aber doch gelegentlich mit Hand anlegen und dabei auch manchmal Lasten heben. Im Februar sei eine Beurteilung durch die Rheu
maklinik am
E._
durchgeführt worden. Seither absolviere
er
eine Physio
therapie mit Dehnungen und Ultraschall. Zweimal seien auch lokal Steroide in
filtriert worden. Eigentlich seien schon fast alle konservativen therapeutischen Möglichkeiten versucht worden. Die Arbeitsfä
higkeit betrage seit längerer Zeit 50 %. Wenn man das Heben von Lasten aus
nehme, sollte der Beschwerdeführer zu 100 % arbeiten können.
4.3
Am 22. Juni 2009 berichtete Dr.
D._
der
Beschwerdegegnerin
(Urk. 5/10/1-5). Er nannte die Diagnose einer
Epicondylitis
humeri
lateralis
rechts. Es lägen thera
pieresistente Beschwerden im Ellenbogen rechts vor. Es bestünden belastungsab
hängige El
lenbogenschmerzen. Zum Teil sei die Nachtruhe gestört. Die Prognose sei noch unbestimmt. Als Vorarbeiter auf dem Bau sei der Beschwerdeführer vom 17. September bis 16. November 2008 zu 50 % und vom 12. bis 19. Januar 2009 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 20. Januar 2009 sei er in der ange
stammten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Mit
H
eben und
T
ra
gen verbundene Tä
tigkeiten seien nur zu 50 % möglich. Bei Besserung sei eine Wiederaufnahme der Arbeit zu 100 % möglich. Der Beschwerdeführer werde zurzeit ambulant im
E._
behandelt.
4.4
Dr.
med.
F._
, Oberarzt in der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des
E._
, berichtete der
Beschwerdegegnerin
am 2. Februar 2010 (Urk. 5/23/6-7). Er wies auf eine Behandlung von Januar bis Juli 2009 sowie auf eine einmalige Vorstellung im Dezember 2009 hin. Er gab an, damals sei eine therapieresistente
Epicondylopathia
humero
radialis
rechts mit rezidivierenden Steroidinjektionen ohne anhaltenden Erfolg und
mit unter
Belastung stetiger Schmerzzunahme di
agnostiziert worden. Im Rahmen einer fachärztlichen Abklä
rung seien bei chro
nischer
Epicondylopathie
nach Bestätigung der hausärztlichen Diagnose die konservativen Schmerzbehandlungen ausgeschöpft worden. Eine Reintegration in den Arbeitsprozess als Polier/Maurer habe zu 50 % erfolgen kön
nen. Bei ste
ter Belastungszunahme sei es zu einer Schmerzverstärkung mit sub
jektiv ent
sprechender deutlicher Einschränkung gekommen. Im Rahmen einer Wieder
vorstellung im Dezember 2009 habe die
Epicondylopathie
mittels
MRI
-Untersu
chung objektiviert werden können. Klinisch und in den vorangegangenen Ab
klärungen hätten sich keine Hinweise für eine
zugrunde liegende
seronegative
Spondarthropathie
gefunden. Grundsätzlich sei die Prognose günstig, wobei bei einem langfristigen Verlauf doch auch von unter Belastung wiederkehrenden Schmerzen ausgegangen werden könne. Hinsichtlich der beruflichen Situation wären berufliche Massnahmen im Sinne einer ergänzenden Ausbildung sinn
voll, um überwiegend Vorarbeiterfunktionen ausüben zu können.
4.5
PD Dr. med.
G._
, Facharzt Neurologie,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
gab in seiner Stellung
nahme
vom 3. März 2010 an (Urk. 5/28 S. 4), in zusam
menfassender Beurtei
lung der
vorliegenden Befunde bestehe mit der chronischen
Epicondylitis
radialis
rechts ein namhafter Gesundheitsschaden. Nachvollziehbar bestehe in einer Tätigkeit mit Kraftbelastung des rechten Ellenbogens (worunter vermutlich die bisherige Tätigkeit
als
Polier/Maurer falle) eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit ab 17. September 2008. In angepasster Tätigkeit könne nach wie vor von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden, wobei ein angepasstes Profil kein repetitives Heben von Lasten über 5 Kilogramm beinhalten sollte.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin holte im vorliegenden Revisionsverfahren unter ande
rem ein Gutachten bei der
B._
ein (Ex
pertise vom 2
7.
Juli 2018; Urk.
5/142).
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Innere Medizin FMH, Prof.
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Neurologie,
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Orthopädie und Rheumatologie, und
Dr.
med.
d
ipl.
-
p
sych.
K._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielten darin keine Diagnosen mit und folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
5/142/9):
-
Nikotinkonsum kum
uliert ungefähr
9
py
-
Adipositas WHO Grad I
(BMI 31 kg/m
2
)
-
St
atus nach
Helicobacter
pylori
Gastritis, aktenanamnestisch
-
St
atus nach
Colon
polypektomie
, aktenanamnestisch
-
Zust
and nach Karpaltunnel
s
yndrom-Operation
links
4.
Dezember
2015
-
subjektiv Schmerzen im Bereich der Ellenbogen und der linken Hand/
des lin
ken
Handgelenk
s
, ohne objektives Korrelat
-
subjektiv Schmerzen in beiden Knie
n
, ohne nennenswerte degenerative Ver
änderungen
-
k
leiner Bandscheibenvorfall BWK 7/8 (Bildgebung 2013) ohne
radikuläre
Symptomatik und ohne Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule
-
c
hronische Schmerzstörung mit somat
ischen und psychischen Faktoren
Dazu führten sie aus, aufgrund der Aktenlage habe der Beschwerdeführer im Sep
tember 2008 und in den folgenden Monaten an chronischen Ell
en
bogenschmer
zen rechts bei einer therapieresistenten
Epicondylitis
humeri
lateralis
gelitten. Im Jahre 2013 seien therapieresistente
thoracale
Rückenschmerzen und eine Distor
sion des rechten Kleinfingers hinzugekommen. 2015 sei
bei nächtlichem Krib
beln u
nd Schmerzen in den Händen ein K
arpaltunnelsyndrom rechtsbetont festgestellt
worden
, was nachfolgend am 4.
Dezember
2015 auf der linken Seite operiert
wor
den sei
. In der Folge dieser Operation
sei
es im Sinne einer Komplikation zu einem
CRPS
(
chronic
regional
pain
syndrome
)
gekommen
.
Aktuell klage der
Beschwer
deführer
über Handschmerzen links, Ell
en
bogenschmerzen rechts sowie Knie- und Schulterschmerzen links
(
Urk.
5/142/8)
.
Auf Grundlage der im heutigen Zeitpunkt erhoben
en Befunde und daraus abge
leite
ten Diagnosen
seien retrospektiv
die echtzeitlich vorgenommenen
Beurtei
lungen
mehrheitlich nicht nachvollziehbar. So
sei
zwar eine volle Arbeits
u
nfä
higkeit während des operativen Eingriffes an der linken Hand und circa 3 Mona
te
n
dan
ach (
Rekonvaleszenzphase
) nachvol
lziehbar, ansonsten
sei der Beschwer
deführer jedoch
v
oll arbeitsfähig in der bisheri
gen Tätigkeit.
D
ie langphasige Ar
beitsunfähigkeit von 50 oder gar 100
%
sei
aus interdisziplinäre
r
Sicht nicht
nachvollziehbar. Dies
gelte
erst recht für eine Verweistätigkeit mit leichter Arbeit
(
Urk.
5/142/12)
.
5.2
RAD-Arzt
Dr.
med.
L._
,
Facharzt für Chirurgie,
hielt in seiner Stellungnahme vom
2.
November 2018 (
Urk.
5/151/3) fest, gemäss Gutachter lägen keine Diag
nosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Der Gesundheits
zustand habe sich daher seit
1.
Februar 2016 gebessert. Vergleiche man die rheu
matologische Untersuchung durch
Dr.
C._
vom 1
5.
Mai 2009 (E.
4.2
hievor
) mit der gutachterlichen rheum
atologischen Untersuchung (Urk.
5/142/102-127) sei festzustellen, dass 2009 die Beschwerden noch punktuell demonstrierbar ge
wesen und dementsprechend behandelt worden seien, während 2018 die Be
schwerden im Bereich der Ellenbogengelenke weder kernspintomographisch noch klinisch hätten nachvollzogen werden können. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei dies als eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes anzuse
hen. Die nicht auszuschliessende Aggravation während des rheumatologischen Teilgutachtens könne derart interpretiert werden, dass bei einem an sich schon normalisierten Gesundheitszustand versucht werde, einen eingeschränkten Ge
sundheitszustand zu zeigen.
5.3
Die weiteren im vorliegenden Revisionsverfahren eingeholten Arztberichte (vgl. etwa Urk. 5/124-125,
Urk.
5/129-130 und
Urk.
5/142/156-162) äussern sich nicht zur hier strittigen (E.
6.
hernach) Frage des Vorliegens eines Revisionsgrundes.
Im Rückweisungsurteil vom 2
7.
Juli 2017 hielt das hiesige Gericht hinsichtlich des Gutachtens von
Dr.
A._
vom 2
9.
November 2016 mit ergänzender Stellung
nahme vom 2
1.
Februar 2017 (
Urk.
5/92/1-12,
Urk.
5/114) insbesondere fest, dass der Gutachter sich nicht dazu äussere, wie sich die Verhältnisse seit der
Renten
zusprache
verändert haben und wie es sich namentlich mit der damals mass
geblichen chronischen
Epicondylitis
am rechten Ellenbogen verhält, und erach
tete das Gutachten infolgedessen als nicht beweiskräftig (
Urk.
5/114 E. 6). Daran ist das Gericht gebunden (
§
26
Abs.
2 des Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht,
GSVGer
).
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt in der
angefochtene
n
rentenaufhebende
n
Verfü
gung
(
Urk.
2) gestützt
auf das Gutachten der
B._
vom 2
7.
Juli 2018 sowie die Stellungnahme von
Dr.
L._
vom RAD vom
2.
November 2018
(E.
5.1 und 5.2
hievor
)
fest
, die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich seit der ursprünglichen
Rentenzusprache
verbessert.
6.2
Eine revisionsbegründende Veränderung resultiert aus einer Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes
(vgl. E. 1.3
hievor
)
. Gegenstand des Beweises bildet das Vorhandensein einer in einem revisionsbegründenden Ausmass erheblichen Differenz tatsächlicher Art, welche sich aus den medizini
schen Unterlagen ergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens
hängt deshalb davon ab
, dass sich dieses ausreichend auf das Beweis
thema
–
und somit auf
eine erhebliche Sachverhaltsveränderung
– bezieht (Urteil des Bundesgerichts 8C_162/2015 vom 3
0.
September 2015 E. 2.2 mit Hinweisen).
6.3
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
stützte sich auf
die Berichte der behandeln
den Ärzte sowie die Stellungnahme von PD
Dr.
G._
vom RAD (E. 4.2-4.5
hievor
)
, welche
von einer wegen einer therapieresistenten, belastungsabhängigen
Epi
condylitis
humeri
lateralis
rechts
um 50
%
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der angestammten und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer den Beschwer
den angepassten Tätigkeit aus
gingen
.
Die Gutachter der
B._
stellten dem
gegenüber keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und erachte
ten den Beschwerdeführer als in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (E. 5.1
hievor
).
In Bezug auf die Herleitung der für die Beurteilung wesentlichen Diag
nosen verwies der rheumatologische Teilgutachter pauschal und ohne Auseinan
dersetzung mit der für die ursprüngliche
Rentenzusprache
massgebenden
Epi
condylitis
auf die diffuse Schmerzangabe und das Fehlen objektiver Befunde, und Ausführungen zum Krankheitsverlauf fehlen.
Zudem hielten
die Gutachter
- ohne dies zu begründen -
fest, die Beurteilungen der behandelnden Ärzte seien mehr
heitlich
nicht nachvollziehbar
. Eine wesentliche
Verbesserung
des Gesundheits
zustandes seit der ursprünglichen
Rentenzusprache
ist damit jedoch nicht erstellt.
Eine
solche wird von
den Gutachtern
denn auch nicht
beschrieben
.
Ebenso wenig ist
eine
anhaltende
Verschlechterung
des Zustands
ersichtlich, war doch die Ar
beitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
gemäss den
Fachärzten der
B._
le
diglich während der
Rekonvaleszenzphase
nach der Operation des Karpaltunnel
syndroms vorübergehend eingeschränkt.
Bei der gemäss den Gutachtern beste
henden 100%igen Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit handelt es sich also bloss um eine unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eines im Wesentlichen unverändert
gebliebenen Gesundheitszustandes
.
6.4
RAD-Arzt
Dr.
L._
führte in seiner Stellungnahme
vom
2.
November 2018 (E. 5.2
hievor
)
aus, im Unterschied zur rheumatologischen Untersuchung durch
Dr.
C._
vom 1
5.
Mai 2009 (E. 4.2
hievor
) hätten anlässlich der Begutachtung die Beschwerden im Bereich der Ellenbogengelenke weder kernspintomogra
phisch noch klinisch nachvollzogen werden können. Dazu ist einerseits festzu
halten, dass
letztmals am
3.
Dezember 2009 ein MRI des rechten Ell
en
bogens
erstellt wurde (vgl.
Urk.
5/23/8
). Die
Feststellung von Gutachter Dr.
J._
, kern
spintomographisch würden sich die Beschwerden nicht nachvollziehen lassen, bezieht sich demnach auf den Zustand im Zeitpunkt der ursprünglichen
Renten
zusprache
. Eine vor Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretene Verbesse
rung des Gesundheitszustandes lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Anderer
seits wurden die Beschwerden im rechten Ellenbogen sowohl von den behandeln
den Ärzten als auch
von
RAD
-Arzt PD
Dr.
G._
als belastungsabhängig bezeich
net
, die behandelnde
Dr.
C._
fand bei der Untersuchung am 1
1.
Mai 2009 eine
Druckdolenz
an typischer Stelle am
Epicondylus
radialis
rechts (E. 4.2
hievor
). Auch anlässlich der Begutachtung berichtete der Beschwerdeführer, nur bei Be
lastung Schmerzen
zu verspüren (Urk. 5/142/111). Der Expertise der
B._
lässt sich nicht entnehmen
, dass
Dr.
J._
versucht hätte, die Schmerzen mit Druck zu lokalisieren
. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer auf entspre
chende Befragung
durch den Gutachter
die Ellenbogenschmerzen lediglich diffus angegeben und wede
r auf die Punkte des Tennisellen
bogens noch eines
Golfer
e
l
lenbogens
gezeigt hat,
lässt sich keine Verbesserung des Gesundheitszustandes ableiten, ist doch nicht ausgewiesen, dass er anlässlich der Untersuchung durch
Dr.
C._
dazu
genauere Angaben machen konnte.
Die
Epicondylitis
radialis
wurde zudem bereits 2009 als chronisch und therapieresistent bezeichnet. Dass der Beschwerdeführer diese inzwischen nur noch mit Stosswellentherapie zu be
handeln versucht
(vgl. Urk.
5/142/115)
, lässt
demzufolge
ebenso wenig
auf eine Besserung der Beschwerden schliessen.
Die Beschwerdegegnerin begründete im Übrigen auch nicht, weshalb sich die El
lenbogenbeschwerden genau seit Februar 2016 nicht mehr auf die Arbeitsfähig
keit in einer angepassten beziehungsweise seit April 2016 in der angestammten Tätigkeit auswirken sollen.
6.5
Eine
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet
wäre
, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen
, ist nach dem Gesagten nicht
erstellt
. Es liegt
somit
kein Revi
sionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor.
7.
7.1
Die Beschwerdegegnerin machte eventualiter geltend, bei der ursprünglichen
Rentenzusprache
sei zu Unrecht ein 15%iger Leidensabzug berücksichtigt wor
den, weshalb die
entsprechenden
Verfügung
en
zweifellos unrichtig gewesen sei
en
und ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG vorliege (Urk. 4).
7.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein
geschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hin
weisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
7.
3
Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu
tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1;
Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wie
dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer an
fänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).
Die Wiedererwägung nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf
tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein
zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der er
forderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom
2.
August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin
tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf
Art.
17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substitu
ierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversi
cherung, 3. Auflage 2014,
Rn
77 zu Art. 30–31).
7.
4
Gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt PD
Dr.
G._
vom
3.
März 2010 (E. 4.5
hievor
) ging die Beschwerdegegnerin in den ursprünglichen rentenzuspre
chenden Verfügungen vom 15. Dezember 2010 (
Urk.
5/46) und 12. Januar 2011 (
Urk.
5/47) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ohne repetitives Heben von Lasten über 5 Kilogramm
und einer 50%igen Arbeits
unfähigkeit in einer Tätigkeit mit Kraftbelastung des rechten Ellenbogens aus
. Aufgrund der starken Einschränkung des Tätigkeitsspektrums
gewährte
sie bei der Berechnung des Invalideneinkommens einen leidensbedingten Abzug von
15 % (
Urk.
5/46/10).
Wohl mag fraglich sein,
ob vorliegend
ein Abzug vom Ta
bellenlohn im Umfang von 15
%
angemessen
war. Das Tätigkeitsspektrum des Beschwerdeführers ist aber
offensichtlich eingeschränkt
, ist doch davon auszu
gehen, dass auch
für
gewisse
leichte
Hilfsarbeitertätigkeit
en
eine regelmässige Belastung des rechten Ellenbogens erforderlich ist. Leichte bis mittelschwere Ar
beiten sind
dem Beschwerdeführer
entgegen
den Ausführungen
der Beschwerde
gegnerin (
Urk.
4 S. 2) nur noch
beschränkt
- keine repetitive Belastung des rech
ten Ellenbogens - zumutbar, weshalb die
Gewährung eines
Leidensabzug
s
ge
rechtfertigt
war
. Ob ein solcher
in der Höhe
von 5 oder 10
%
hätte vorgenommen werden müssen
, kann
offen bleiben
,
stellt dies doch eine typische Ermessensfrage dar. Der Schluss, ein um 5-10
%
höher festgelegter Abzug sei
geradezu unver
tretbar und damit zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne
,
rechtfertigt sich daher nicht (vgl. dazu auch Urteile des Bundesgerichts 8C_1012/2008 vom 1
7.
August 2009
E. 4.3
und 9C_890/201
4 vom 1
0.
April 2015 E. 4.4 mit Hinweisen).
Die Rentenaufhebung lässt sich
folglich
auch nicht mit der substituierten Begrün
dung der Wiedererwägung nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG schützen.
7.5
Ist kein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG gegeben und kann die angefochtene Rentenaufhebung auch nicht unter dem Titel der substituierten Begründung der Wiedererwägung geschützt werden, b
esteht
kein hinreichender Anpassungstitel
. Die Beschwerde ist damit gutzuheissen, d
ie angefochtene Verfügung aufzuheben und dem Beschwerdeführer auch über den
1.
Juni 2017 hinaus weiterhin eine halbe Rente der Invalidenversicherung auszurichten.
8
.
8
.1
Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der un
terliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8
.2
De
m
Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu, welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festge
setzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3
GSVGer
). Entsprechend ist ih
m
eine Prozessentschä
digung von Fr.
1
‘
8
00.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) auszurichten.