Decision ID: 8537e824-dbcc-45c5-b0e0-2e2dd505c292
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1972 geborene
X._
war seit dem
1.
Mai 2011 als Aussen
dienstmitarbeiter (ADM) bei der AXA Versicherungen AG
(AXA)
angestellt und dadurch bei derselben obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Angaben in der Schadenmeldung vom 2
2.
November 2016 (
Urk.
8/A1) absolvierte er am
1.
Mai 2016 ein intensives Fussball- und Torwarttraining
,
in dessen Anschluss er am Abend beidseits starke Schulterschmerzen verspürt
habe
, welche sich seither verschlimmert hätten.
Erstmals
am
13.
September 2016
wurde der Versicherte beim Hausarzt
mit beidseitigen Sc
hulterschmerzen vorstellig
(
Urk.
8/M3). Am 1
6.
November 2016 diagnostizierte der behandelnde Arzt des
Z._
ein
subacromiales
Impingement
mit Affektion der
Rotatoren
man
schette
in der rechten Schulter sowie leichtgradig auch in der linken Schulter (
Urk. 8/M2). Die AXA wies das Leistungsbegehren des Versicherten
mit Verfü
gung vom
4.
Januar 2017 (
Urk.
8/A10) ab.
Nachdem der Versicherte hiergegen Einsprache erhoben hatte (Einsprache vom 1
3.
Januar 2017,
Urk.
8/A11; ergän
zende Stellungnahme vom 2
5.
April 2017,
Urk.
8/A21) wies die AXA die Ein
sprache mit
Einspracheentscheid
vom 2
3.
Juni 2017 (
Urk.
2 [=
Urk.
8/A26]) voll
um
fänglich ab.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 2
8.
August 2017 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei der
Einspracheentscheid
vom 2
3.
Juni 2017 aufzuheben und es seien ihm die Versicherungsleistungen auszurichten. Eventualiter seien weitere
Abklärungen vorzunehmen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Durchfüh
rung
eines zweiten Schriftenwechsels. Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Oktober 2017 (
Urk.
7, unter Beilage ihrer Akten
Urk.
8/A1-A27 und
Urk.
8/M1-M18) schloss die
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Mit
Verfügung
vom
5.
Okto
ber
2017 (
Urk.
9) wurde dem Beschwerdeführer unter Beilage der Beschwer
de
antwort mitgeteilt, dass das Gericht die Anordnung eines zweiten Schriften
wechsels für nicht erforderlich erachte.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. Nove
mber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber
2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Das hier zu beurteilende Ereignis hat sich am
1.
Mai 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper
, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne von Art. 9
Abs.
2 UVV entfällt im Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach
Art.
4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hingegen auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt nament
lich für das Erfordernis des einwirkenden äusseren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger – eben un
fall
ähnlicher – Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Dabei kann die schädi
gende Einwirkung auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen (Urteil des Bundesge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 327 E. 3.1, 3.3.1; 129 V 466 E. 2.2, 4.1; 123 V 43 E. 2b).
Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist ein gesteigertes Schädi
gungs
potenzial, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors. Die physiologische Beanspruchung des Skeletts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1
4.
November 2013 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1, 129 V 466 E. 4.2.2, 4.3). Ein äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbeson
dere seiner Gliedmassen, verbunden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belasten
den Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollierbar gewor
denen Positionsänderung (vgl. BGE 129 V 466 E. 4.2.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3).
1
.4
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab, denen in beweis
mässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
recht
licher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
damit,
im vorliegenden Fall sei ein aussergewöhnlicher äusserer Faktor
beziehungsweise ein Unfallereignis
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Eine äussere Einwirkung liege lediglich im Bereich des Möglichen. Zwar könne darauf ge
schlossen werden, dass die Verletzung des Beschwerdeführers
traumabedingt
ent
standen sei, auf den Zeitpunkt des erlittenen Traumas liessen sich aus den auf
liegenden Akten jedoch keine Rückschlüsse ziehe
n
. Ob sich ein Unfall ereignet habe
,
sei damit nicht
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.
Selbst wenn der Unfallbegriff als erfüllt erachtet werde, so seien die gel
tend gemachten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Ereig
nis vom
1.
Mai 2016 zurückzuführen, mithin sei der natürliche Kausalzu
sammen
hang nicht erfüllt. Die Folgen dieser Beweislosigkeit würden sich zu Lasten des Versicherten auswirken.
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer
zusammengefasst
vor (
Urk.
1),
das Ereignis vom
1.
Mai 2016 sei als Unfall zu qualifizieren. Dies sei durch die behan
delnden Är
zte im
Z._
festgehalten
worden. Dass der Beschwerdeführer
den Unfallhergang anfänglich nicht detailliert beschrieben habe
,
widerspreche d
em nicht. Der medizinische Befund lasse klar auf einen Unfallhergang schliess
en
.
Es bestehe nicht nur die blosse Mög
lichkeit, dass ein Unfall
vorliege. Unmittelbar nach dem Ereignis seien Schmerzen aufgetreten. Die organischen Unfallfolgen seien objektiv ausgewiesen und damit auch die Kausalität erstellt.
Die Beschwer
degegnerin sei ihrer Untersuchungspflicht nicht ausreichend nachgekommen. Insbesondere habe der beratende Arzt keine begründeten Schlüsse ziehen können, da ihm bestimmte Unterlagen gefehlt hätten. Insbesondere habe es die Be
schwer
degegnerin unterlassen
,
ihn genauer zum Unfallhergang zu befragen. Aufgrund der medizinischen Unterlagen sei sowohl ein Unfallereignis, als auch der Kausal
zusammenhang zwischen diesem und dem geltend gemachten Schaden erstellt, weshalb Leistungen zu erbringen und die Beschwerde gutzuheissen sei.
2.3
In der Beschwerdeantwort vom
4.
Oktober 2017 (
Urk.
7) führte die Beschwer
de
gegnerin aus, der Beschwerdeführer habe in seiner Unfallmeldung über beid
sei
tige Schulterschmerzen nach einem intensiven Fussballtraining berichtet. Einen Sturz habe er erst nachträglich erwähnt.
Auch seinem erstbehandelnden Hausarzt gegenüber habe er keinen Sturz erwähnt. Ein leistungsauslösendes Ereignis sei nicht mit dem nötigen Beweisgrad erstellt. Aufgrund der fehlenden medizinischen Dokumentation und Abklärung in unmittelbarem Anschluss an das strittige Ereignis lasse
sich
der
Kausalzusammenhang zwischen diesem und dem einge
tretenen Schaden nicht hinreichend erstellen. Da sich der Beschwerdeführer erstmals am 1
3.
September 2016 in ärztliche Behandlung begeheben habe, seien auch keine Brückensymptome erstellt, welche den Kausalzusammenhang herzu
stellen vermöchten. Weder ein Unfallereignis noch der Kausalzusammenhang seien mit dem nötigen Beweisgrad belegt, weshalb sie die Leistungspflicht zu Recht verneint habe.
3.
3.1
Der Unfallmeldung vom 2
2.
November 2016 ist zu entnehmen, dass der Be
schwerdeführer am
1.
Mai 2016 ein intensives Fussball- resp. Torwarttraining absolviert habe. Abends
hab
e er beidseitig starke Schulterschmerzen
verspürt
. Diese hätten sich im Verlauf verschlimmert, weshalb sie ihn zur Zeit der Unfall
meldung auch im Alltag beeinträchtigen würden (
Urk.
8/A1).
3.2
Der erstbehandelnde (Haus-)Arzt
,
Dr.
med. A._
, Facharzt für Allge
meinmedizin
,
führte am 2
5.
November 2016 zuhanden der Beschwerdegegnerin aus
(
Urk.
8/M3)
, er habe den Beschwerdeführer am 1
3.
September 2016 erstmals
aufgrund beidseitiger Schulterbeschwerden gesehen. Ein Trauma vom
1.
Mai 2016
sei ihm nicht bekannt. Die Tatsache, dass die Schmerzen beidseitig aufgetreten seien, spreche dafür, dass es sich eher um eine Krankheit handle.
3.3
Am 1
6.
November
2016 berichtete med.
pract
. B._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Z._
,
über die Sprechstunde vom 1
5.
November 2016
(
Urk.
8/M2)
. Er diagnostizierte beim Beschwerdeführer ein
subacromiales
Impingement
, ggf. 3°, mit Affektion der
Rotatorenmanschette
der rechten S
chulter, leichtgradig eventuell
auch der linken Schulter. Der Beschwerdeführer habe ihm über seit
einem halben
bis dreiviertel Jahr bestehende
Schulterschmerzen
mit rechtsseitiger Betonung be
richtet. Die Beschwerden seien belastungsabhängig mit zwischenzeitlich nächt
licher Aggravation. Die rechte Schulter zeige ein asymptomatisches
Acromio
claviculargelenk
. Es bestehe eine auffällige Belastungsschwäche der kranialen
Rotatorenmanschette
im
Jobe
- und Whipple- Test. Der
Yergasontest
sei leicht positiv für die
Bizepssehne
. Das
Impingement
sei ausgeprägt positiv.
Die linke Schulter zeige ein primär ähnliches Bild.
3.4
Am 2
3.
November 2016 berichtete
med.
pract
.
B._
über die Sprech
stunde vom 2
1.
November 2016 (
Urk.
8/M1). Nach Durchführung eines
Arthro-MRI
an der rechten Schulter stellte er neu die Diagnose eines 3°
Impingement
s
mit hochgradiger
bursaseitiger
subtotaler Läsion der
Rotatorenmanschette
und
Pulleybeteiligung
der Schulter rechts und
äusserte
den Verdacht auf eine
Impin
gementproblematik
an der linken Schulter.
Aufgrund ähnlicher Beschwerden auf der Gegenseite (links) wolle der Beschwerdeführer diese auch im MRI beurteilen lassen.
3.5
In seinem Bericht vom 2
9.
November 2016 zuhanden der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/M4
i.V.m
.
Urk.
8/A4) notierte
med.
pract
.
B._
,
im Mai 2016 hab
e der Beschwerdeführer beim Fussballspielen ein Distorsionsereignis der rechten Schulter mit Fremdeinwirkung erlitten. Seither bestehe eine Elevations- und Abduk
tionssymptomatik an der rechten Schulter. Im MRI sei eine Ruptur der kranialen
Rotatorenmanschette
mit
Pulleybeteiligung
ersichtlich.
3.6
Im Email vom
6.
Dezember 2016 (
Urk.
8/A7) präzisierte und ergänzte der Be
schwerdeführer seine Angaben zur Unfallmeldung. Er führte
zusammengefasst
aus, er betreibe regelmässig Sport und aufgrund seines Alters führe dies auch immer wieder zu Schmerzen, welche jedoch üblicherweise innert zwei bis drei
Wochen wieder abklingen würden. Nach dem
1.
Mai 2016 habe er wohl Schmerzen
verspürt, da diese jedoch auszuhalten gewesen seien, habe er sich mit Creme, Eis und Schonung selbst medizinisch versorgen können. Seinem Hausarzt gegenüber habe er das Training vom
1.
Mai 2016 erwähnt, wenngleich es dieser nicht so notiert habe. Tatsächlich sei er im Training vom
1.
Mai 2016 auf die rechte Schulter gestürzt als er einen Zusammenprall mit einem Mitspieler habe verhin
dern wollen. Anfangs seien die Schmerzen bei Schonung wieder abgeklungen, aber sobald er sich erneut sportlich betätigt habe (als Torwart oder beim Schwimmen)
,
seien die Schmerzen wieder aufgetreten.
Mit der Zeit seien die Schmerzen intensiver geworden und hätten sich auch im Alltag bemerkbar gemacht.
3.7
Im Operationsbericht vom 2
3.
Dezember 2016
(
Urk.
8/M12) notierte
med.
pract
.
B._
,
es habe eine posttraumatische kraniale subtotale
Rotatoren
man
schettenläsion
mit
Pulleybeteiligung
und Insertionsläsion der langen
Bizepssehne
mit
Labrumsbeteiligung
(
SLAP
5) der rechten Schulter
bei einem Status nach Distorsionsereignis
bestanden.
3.8
Dr.
med. C._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Facharzt für Rheumatologie, führte in seiner Beurteilung vom 2
3.
Februar 2017 (
Urk.
8/M11) aus, Befund und Anamnese würden gegen ein traumatisches Ereig
nis sprechen. Lokalisation und Art der beidseitigen Schulterläsionen (mit Rechts
do
minanz) würden überwiegend wahrscheinlich gegen eine Unfallfolge sprechen. Als Inkonsistenz sei
festzustellen, dass der Hausarzt kein Trauma erwähne, das
Z._
erst am 2
9.
November 2016 über ein Distorsionsereignis berichte und der Beschwerdeführer eine Kontusion reklamiere. Eine degenerative Veränderung sei als Ursache der Beschwerden
damit
wahrscheinlicher als ein Unfallereignis.
Gegen ein Unfallereignis spreche ausserdem, dass die Schmerzen
nicht sofort eingetreten seien, sondern sich
sukzessive
über Monate intensiviert
hätten.
Eine unfallbedingte Verletzung hätte sofort
zu einer Funktionseinbusse im betr
offenen Schultergelenk geführt
.
3.9
In seiner Beurteilung vom 1
8.
Mai 2017 (
Urk.
8/M17) führte
Dr.
C._
aus,
aufgrund der Erkenntnisse, welche sich aus dem Operationsbericht von med.
pract
.
B._
ergeben würden, sei der Fall neu zu beurteilen. Intraoperativ habe sich nun eine Läsion im vorderen Labrumbereich in Kombination mit der langen
Bizepssehne
gezeigt. Diese kombinierte, auch als SLAP Typ 5 bekannte, Läsion sei hochwahrscheinlich
traumabedingt
. Der vom Beschwerdeführer ge
schilderte Vorfall, wonach dieser beim Torhütertraining auf die rechte Schulter gefallen sei, sei geeignet die vorliegende Verletzung zu verursachen, voraus
ge
setzt
es
sei durch den Aufprall zu einer subluxierenden Dislokation des
Hume
ruskopfes
mit spontaner Reposition gekommen.
Dafür liesse
n sich den Akten jedoch keine
Hinweis
e
entnehmen. Die vorliegende Läsion sei demnach zwar als
traumabedingt
einzustufen, es liessen sich jedoch aufgrund der vorliegenden Befunde keine Rückschlüsse auf das Ereignisdatum ziehen. Von der Art der Läsion her komme nebst dem geschilderten Vorfall vom
1.
Mai 2016 ebenso ein anders Ereignis in Frage.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die Einschätzungen von
Dr.
C._
(vgl. E. 3.8 und 3.9). Ein medizinischer Aktenbericht ist als
Entscheidgrundlage
zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status erge
ben; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Experte im
stande ist, sich aufgrund der vorliegenden Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 8C_833/2009 vom 2
6.
Januar 2010 E. 5.1
m.H
.), was vorliegend der Fall ist. Die Berichte von
Dr.
C._
erscheinen schlüssig
, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei und es bestehen keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit (vgl. E. 1.6), weshalb darauf abgestellt werden kann.
4.2
Zu prüfen ist zunächst, ob ein Unfallereignis im Sinne des UVG
(E. 1.2)
erstellt ist.
Der Beschwerdeführer berichtete in seiner Unfallmeldung (E. 3.1) über ein inten
sives Fussballtraining vom
1.
Mai 2016
,
aufgrund desselben er am Abend beid
seits starke Schulterschmerzen verspürt
habe. Ein besonderes Ereignis, wie etwa einen Sturz, Aufprall oder
Ä
hnliches, erwähnte er nicht. Auch dem erstbe
han
delnden Arzt
Dr.
A._
war kein besonderes Ereignis oder Trauma vom
1.
Mai 2016 bekannt (E.
3.2).
Später ergänzte der Beschwerdeführer, er sei während des Trainings am
1.
Mai 2016 auf die rechte Schulter gestürzt und habe seither stets intensiver werdende Schmerzen verspürt (E. 3.6).
Die Beschwerdegegnerin hat den Aussagen der ersten Stunde zu Recht einen höheren Beweiswert zuerkannt als de
r nachträglichen
Sachverhaltsdarstellung
des Beschwerdeführers
(vgl. E 1.5)
.
Gestützt auf
dessen
ursprüngliche Sachver
haltsschilderung ist davon auszugehen, dass er am
1.
Mai 2016 ein Fussball- und Torwarttraining absolvierte und am selbigen Abend Schmerzen in beiden Schul
tern verspürte. Ein Sturz im Sinne eines Unfallereignisses, ist nicht überwiegend wahrscheinlich.
Der Einwand des Beschwerdeführers, er habe der Unfallmeldung zu wenig Beachtung geschenkt, da er darauf vertraut habe
,
es gebe für ihn als Mitarbeiter des Unfallversicherers keine Probleme
,
ist als blosse Schutzbe
haup
tung unbeachtlich. Gerade dem Beschwerdeführer als Mitarbeiter seiner eigenen Unfallversicherung hätte die Wichtigkeit der Unfallmeldung klar sein müssen.
Hinzu kommt, dass die nachträgliche Darstellung des Beschwerdeführers, wonach er am 1. Mai 2016 auf die rechte Schulter gestürzt sein soll (E. 3.6) im Gegensatz zu den Angaben in den späteren Berichten des
Z._
steht, in welchen von einer Distorsion der rechten Schulter durch Fremdeinwirkung die Rede ist (E. 3.5). Sodann hielt der Beschwerdeführer gegenüber med.
pract
.
B._
am 15. November 2016 fest, die - beidseitigen - Schulterschmerzen bestünden seit einem halben bis dreiviertel Jahr (E. 3.3). Angesichts dieser Gegebenheiten und insbesondere auch mit Blick auf die Tatsache, dass der Beschwerdeführer ein Unfallereignis weder im Zeitpunkt des Behandlungsbeginns (E. 3.2 - E. 3.4) noch
zuhänden
der Beschwerdegegnerin (Urk.
8/A1) nannte und Prellmarken, die die Erklärung des Beschwerdeführers stützen könnten, mit keinem Wort in den medi
zinischen Akten Erwähnung finden, ist es nicht zu beanstanden, dass die Be
schwerdegegnerin ein am 1. Mai 2016 stattgefundenes Unfallereignis mangels überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint hat.
4.3
Weiter ist zu klären
, ob eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des UVG
erstellt
ist.
M
ed.
pract
.
B._
diagnostizierte eine
posttraumatische kraniale subtotale
Rotatorenmanschettenläsion
mit
Pulleybeteiligung
und Insertionsläsion der langen
Bizepssehne
mit
Labrumsbeteiligung
(
SLAP
Typ 5 Läsion
)
an der rechten Schulter
(E.
3.7). Die SLAP Typ 5 Läsion mit sowohl Muskel- als auch Sehnenrissen
könnte
grundsätzlich
den
unfallähnlichen Körperschädigungen
zugerechnet werden
(
Art.
9 Abs. 2 UVV
).
Dr.
C._
erachtete diese denn auch als
höchstwahr
schein
lich
traumabedingt
verursacht
(E.
3.
9
).
Dies alleine genügt jedoch nicht
,
um eine unfallähnliche Körperschädigung zu begründen. Hierzu müssten mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit auch die restlichen Voraussetzungen des Unfallbegriffs (
schädigende Einwirkung eines äusseren Faktors auf den menschlichen Körper
) erfüllt sein. Im Falle des Beschwerdeführers ist jedoch gerade kein äusserer Faktor ausfindig zu machen, welcher schädigend auf ihn einwirkte. Demzufolge liegt auch keine unfallähnliche Körperschädi
gung im Sinne des Gesetzes vor.
4.4
Zu
be
merken bleibt
schliesslich
, dass die
SLAP 5 Läsion
ohnehin
nicht
über
wiegend wahrscheinlich auf
ein Ereignis vom
1.
Mai 2016 zurückzuführen wäre
.
Wie aufzuzeigen
ist
, kommen weder das Fussballtraining noch der vom Be
schwe
r
deführer nachträglich geschilderte (nicht überwiegend wahrscheinliche, vgl. E.
4.2) Sturz als kausale Ursache der eingetretenen Körperschädigung in Frage.
Dr.
C._
führte aus, dass
ein Sturz auf die Schulter, wie ihn der
Beschwer
deführer
nachträglich
geschildert
habe
,
nur dann geeignet sei
,
die vorliegende Verletzung zu verursachen, wenn es hierbei zu einer subluxierenden Dislokation des
Humeruskopfes
mit spontaner Reposition gekommen sei (E. 3.
9
).
Ein solches Ereignis
konnte Dr.
C._
anhand der vorliegenden Befunde
jedoch
nicht be
stätigen.
Gegen ein
massgebliches Ereignis
am
1.
Mai 2016 spricht zudem, dass der Beschwerdeführer zunächst nicht über sofortige Schmerzen berichtete, son
dern in seiner Unfallmeldung (E. 3.1) angab
,
die Schmerzen seien (erst) abends nach einem intensiven Training aufgetreten. Ausserdem
waren die Schmerzen anfänglich beidseitig (vgl. E. 3.2) und
verstärkten
sich
erst mit der Zeit
,
weshalb der Beschwerdeführer
zunächst
bloss
im Sport und
erst
später auch im Alltag beeinträchtigt
war
(vgl. E. 3.6)
.
E
ine solche Schmerzentwicklung
spricht
gemäss
Dr.
C._
gegen ein Unfallereignis und für ein
e
degenerative Veränderung
(vgl. E. 3.8).
Dr.
C._
hielt zudem fest, a
ufgrund der Befunde könne nicht festgestellt werden, wann und wie sich der Beschwerdeführer die SLAP Typ 5 Läsion zuge
zogen habe (vgl. E. 3.9)
.
Anzufügen
ist des Weiteren, dass sich der Beschwer
deführer erst
am 1
3.
September 2016 und damit rund viereinhalb Monate nach dem fraglichen Ereignis erstmals in ärztliche Behandlung begab (E. 3.2). In der
Zwischenzeit sind keine
ärztlichen Befunde aktenkundig und entsprechend auch keine
Brückensymptome dokumentier
t
.
Die Eigenbehandlung des Beschwerde
führers vermag jedenfalls keine solche Brückensymptome zu erstellen.
Entsprechend ist festzuhalten, dass
das Fussballtraining vom
1.
Mai 2016 zwar als mögliche kausale Ursache der SLAP Typ 5 Läsion in Frage kommt, an sich aber nicht überwiegend wahrscheinlich geeignet war
,
die Gesundheitsschädigung auszulösen. Abschliessend ist festzuhalten, dass
die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, beweisrechtlich nicht zulässig ist
und
zum Nachweis der Unfall
kausalität nicht zu genügen vermag (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bun
des
gerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
4.5
Zusammengefasst
ist kein Unfallereignis erstellt
, welc
hes als
kausale Ursache der geltend gemachten Gesundheitsschädigung in Frage kommt.
Von weiteren Abklärungen
sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen) verzichtet wird.
5.
Das Verfahren ist kostenlos.