Decision ID: 972107a5-6c74-421d-af16-48a8fcc8356b
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1978, arbeitet seit Oktober 2001 als
Releasemanagerin
bei der
Y._ AG
und ist über ihre Arbeitgeberin
bei der
AXA Versicherungen AG (AXA)
obligatorisch unfallversichert. Am 1
4.
Mai 2016 rutschte sie aus und erlitt
gemäss Bericht der Notfallpraxis des Kantonsspitals
Z._
vom 1
5.
Mai 2016
ein
Supinationstrauma
im linken oberen Sprunggelenk (OSG)
bei einem Verdacht auf eine Läsion des Ligamentum
calcaneofibulare
(
Urk.
10/A1, 10/M2). Die
AXA
erbrachte die gesetzlichen Leistungen (
Urk.
2 S. 2, 10/A2-A4).
Am 2
4.
Februar 2017 erklärte die Versicherte gegenüber der zuständigen Sach
bearbeiterin
der Unfallversicherung
telefonisch, der linke Fuss bereite ihr ver
mehrt Beschwerden, welche sie auf das versicherte Ereignis zurückführe. Eventuell werde der Fuss im November 2017 operiert (
Urk.
10/A5). Am 2
4.
März 2017 teilte die AXA der Versicherten mit, sie w
erde die Rückfallprüfung anhand
nehmen (
Urk.
10/A7)
u
nd holte
unter anderem
eine Stellungnahme ihres bera
tenden Arztes
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Chirurgie, vom
9.
Oktober 2017
ein (
Urk.
10/M5). Gestützt darauf
lehnte
sie
mit Schreiben vom 2
4.
Oktober 2017 einen Le
istungsanspruch
der Versicherten
im Zusammenhang mit den im Februar 2017 gemeldeten
Beschwerden
ab
(
Urk.
10/A17).
Nach neuerlicher Stellung
nahme von
Dr.
A._
vom 2
7.
November 2017 zu den zwischenzeitlich einge
gangen
en
medizinischen Unterlagen (
Urk.
10/M13)
verneinte die AXA mit Ver
fügung vom 2
8.
November 2017 ihre Leistungspflicht (
Urk.
10/A29). Die Einspra
che der Versicherten vom 1
0.
Januar 2018 (
Urk.
10/A36)
wies
sie
mit Entscheid vom 3
0.
Oktober 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am 3
0.
November 2018 Beschwerde erheben und beantragen, es seien ihr unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Formell ersuchte sie um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels. Eventualiter sei ein gerichtliches Gutachten anzu
ordnen (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
2.
März 2019 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), wovon der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2
6.
März 2019 Kenntnis gegeben und gleichzeitig mitgeteilt wurde, dass das Gericht die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte, es ihr jedoch unbenommen sei, sich erneut zur Sache zu äussern (
Urk.
12).
Auf die Vorbringen der Parteien und die Akten wird, soweit für die Entscheidfin
dung erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 1
4.
Mai 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
li
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung
entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Gemäss
Art.
11 UVV werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt. Dabei handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Rückfälle schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut gel
tend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang bes
teht (BGE 118 V 293 E. 2c
mit Hinweisen).
Es obliegt dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall
versicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist (SVR 2005 MV Nr.
1 S. 1
;
RKUV 1997 Nr. U 275
8, Urteil
des Bundesgerichts
8C_669/2011
vom 2
2.
Februar 2012 E. 2.2).
Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person
aus (RKUV 1994 Nr. U 206
E. 3b).
1.6
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
1.7
Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (
BGE 132 V 412
E. 4, Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (
BGE
134 V 145
). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indes keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Per
son mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeit
punkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungsbedürf
tigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_400/2013 vom 31. Juli 2013 E. 4 mit weiteren Hin
weisen).
1.8
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE
125 V 351 E. 3b/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht für
die
am 2
4.
Februar 2017 gemeldeten Beschwerden damit, dass
diese
in beweisrechtlicher Hinsicht unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls zu prüfen sei
en
, nachdem sie den Fall zu Recht formlos abgeschlossen habe und keine Brückensymptome
vorgelegen
hätten
.
Die erst im Oktober respektive November 2017 bildgebend festgestellten Veränderungen
der
Peroneussehne
hätten nicht einen Riss der Sehne, sondern vielmehr lediglich eine Ausdünnung derselben objektiviert. Der Erstbefund
nach dem Unfall vom 1
4.
Mai 2016 und der danach dokumentier
t
e gute Verlauf liessen sich nicht in Einklang bringen mit
den
vom Orthopäden
Dr.
med.
B._
über ein Jahr nach dem Unfall diagnostizierten Veränderungen der Sehne. Auch handle es sich dabei nicht um eine Listenverletzung im Sinne von
Art.
6
Abs.
2
lit
. f UVG (in der seit
1.
Januar 2017 in Kraft stehenden Fassung). Selbst wenn aber vom Vorliegen einer Listenverletzung auszugehen wäre, wäre diese gemäss
Dr.
A._
vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen.
Auch eine nachträgliche medizinische Abklärung würde rückwirkend keine weiteren Erkenntnisse bezüglich der Frage, ob die bildgebend erhobenen Befunde vom Oktober und November 2017
angesichts der abweichenden Erstdiagnose tat
sächlich auf das versicherte Ereignis zurückzuführen seien, ergeben (
Urk.
2 S.
6 ff.).
2.2
Die Beschwerdeführerin führ
t
dagegen im Wesentlichen aus, dass der Fall
ab
schluss offensichtlich verfrüht erfolgt sei und aktenkundig Brücken
symptome vorgelegen hätten, weshalb die Beweislast hinsichtlich des Status quo ante bei der Beschwerdegegnerin liege, mithin
die Leistungspflicht
unter dem Titel «Grundfall» zu prüfen sei. Da eine von der versicherungsinternen Beurteilung von
Dr.
A._
gänzlich abweichende Einschätzung des Facharztes
für
Orthopädie und Traumatologie,
Dr.
B._
, vorliege, welche mindestens geringe Zweifel an der Einschätzung von
Dr.
A._
hervorrufe, seien weitere medizinische Abklä
rungen vorzunehmen (
Urk.
1 S. 7 ff.).
3.
3
.1
Gemäss Anamnese im Bericht der Notfallpraxis des
Z._
vom 1
5.
Mai 2016
habe die Beschwerdeführerin beim Gehen den linken Fuss nach aussen eingeknickt und dabei einen «Knall» gehört. Die radiologische Bildgebung habe keine ossären Läsionen gezeigt. Die Motorik im oberen Sprunggelenk (OSG) sei eingeschränkt gewesen, das untere Sprunggelenk (USG) sowie die Digiti ohn
e Befund. Am
malleolus
lateralis
sowie
an
der Basis des Os
metatarsale
V seien
Druckdolenzen
vorgelegen.
Die
Diagnosen lauteten auf
ein
Supinationstraum
a
des OSG links bei einem Verdacht auf eine Läsion des Ligamentum
calcaneofibulare
und ein Lymphödem am linken Unterschenkel und Fuss
. Neben einer medikamentösen Behandlung wurde
n
der Beschwerdeführerin das Tragen eines
Supro
Ankles
für insgesamt 6 Wochen und eine St
ockentlastung unter Thromboseprophylax
e empfohlen. Zur empfohlenen Verlaufskontrolle beim Hausarzt Mitte der folgen
den Woche (
Urk.
10/M2)
war
die Beschwerdeführerin gemäss Notiz zur telefoni
schen Auskunft der medizinischen Praxi
sassistentin des Hausarztes Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin,
vom 25.
Sep
tember 2018 nicht erschiene
n
. Vielmehr habe die Beschwerdeführerin am 1
9.
Mai 2016 tele
fonisch mitgeteilt, dass es bezüglich des linken Fusses gut gehe und sie sich bei Bedarf wieder melde. Wegen der linksseitigen
Beschwerden habe sie Dr.
C._
erst wieder am
8.
September 2017 aufgesucht (Urk.
10/M15).
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
E._
,
welcher
bei der Beschwerdeführerin
am
3.
Dezember 2014 eine operative Rückfus
s
stabilisierung rechts (
Urk.
3/7) und am 1
5.
Januar 2016 eine OSG-Revision
rechts
durchgeführt hatte (
Urk.
10/M1 S. 2 f.), notierte
in seinem Verlaufsprotokoll
aufgrund der
Kontrolle vom
1
6.
Januar 201
7 einen guten Verlauf postoperativ rechts. Jedoch habe die Beschwerde
führerin erklärt, sie fühle sich
seit
dem
Supinationstraum
a
vom Mai 2016 auf der linken Seite immer wieder instabil, habe eine Tendenz zum Umknicken und ver
spüre ein hörbares Knacken oder Schnappen im Bereich des
posterolateralen
Unterschenkels.
Dr.
D._
erhob palpatorisch
Druckdolenzen
im Bereich des lateralen Bandapparates und im Bereich der Peronealsehnen, wobei diese anatomisch hinter der Fibula lägen und eine Luxationstendenz nicht provoziert werden könne. Zudem
lägen
eine deutlich vermehrte laterale Aufklappbarkeit bei hartem Anschlag und
ein
Talusvorschub
vor
. Weiter
notierte
Dr.
D._
Druckdolenzen
über dem
anteromedialen
OSG bei ansonsten guter Beweglichkeit und intakter Durchblutung, Motorik und Sensibilität. Bei deutlicher Instabilität links und einem Verdacht auf eine
Peronealsehnensubluxation
sah er eine Indi
kation zur operativen Stabilisierung als gegeben (
Urk.
10/M1 S. 3).
3.3
Anlässlich eines Telefongesprächs
vom
2
4.
Februar 2017 der zuständigen Sach
bearbeiterin der Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeführerin betreffend
den
Verlauf des rechten Fusses erklärte die Beschwerdeführerin, der linke Fuss bereite ihr nun vermehrt Beschwerden. Sie führe dies auf das Ereignis vom 14.
Mai 2016 zurück; eventuell komme es im November 2017 zu einer Operation (
Urk.
10/A5).
3.4
Ein
e
a
m
2.
Oktober 2017 durchgeführte
MRI
-Untersuchung
liess gemäss Eintrag im Verlaufsprotokoll von
Dr.
D._
eine
Peronealsehnentendinopathie
mit Verdickung im Bereich über dem Os
cuboideum
, ansonsten
keine degenerativen Veränderungen
erkennen (
Urk.
10/M4).
3.5
Dr.
A._
stellte sich in seiner Stellungnahme vom
9.
Oktober 2017 auf den Standpunkt, die erhobenen Befunde stünden möglicherweise in einem Zusam
menhang mit dem Unfall vom 1
4.
Mai 2016, nicht aber die geplante operative Behandlung. Das MRI vom
2.
Oktober 2017 zeige lediglich eine
Peronealsehnen
tendinopathie
mit Verdickung im Bereich über dem Os
cu
b
oideum
, wobei die Veränderung
a
ls degenerativ bezeichnet würde
; dieser Befund rechtfertige unfall
bedingt sicherlich keine lateral
isierende
Kalkaneusosteotom
ie
und auch keine Arthroskopie (
Urk.
10/M5).
3.6
Dr.
B._
, bei welchem sich die Beschwerdeführerin am 1
2.
Oktober 2017 zur Zweitmeinung betreffend das von
Dr.
D._
vorgeschlagene operative Vor
gehen vorstellte, schloss in seinem Bericht vom 1
6.
Oktober 2017 gestützt auf das MRI vom
2.
Oktober 2017 kontrastierend mit den klinischen Befunden einer lateralbetonten Rückfussinstabilität das Vorliegen einer sicheren Bandläsion sowohl medial
als
auch lateral aus, zog aber differentialdiagnostisch eine funktio
nelle Instabilität in Betracht, welche einerseits durch die Hohlfussdeformität, andererseits durch die (posttraumatische)
Peronealsehnen
läsion
begünstigt sei. Der MRI-Befund der Sehne sei zwar nicht beeindruckend, das Os
peroneum
aber
proximalisiert
, was gar an eine echte Ruptur der Sehne mit versuchter Heilung denken lasse (
Urk.
10/M6).
3.7
Eine am
3.
November 2017 in der Klinik
E._
erstellte Computer
tomogra
phie
(CT)
des OSG links
führte gemäss Prof.
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Radiologie, zum Befund von in der
Peroneus
longus Sehne abgerundeten zwei
geteilten Os
peroneum
Strukturen auf Höhe des
peronealen
Tuberkulums
. Distal an der normalen Stelle des Os
peroneum
sei eine kleine Rest
knochen
schuppe; die Sehne zwischen retrahiertem mehrfach geteiltem Os
peroneum
und dem distalen Rest des Os
peroneum
sei stark ausgedünnt und entspreche einer Ruptur passend zum Unfallereignis vom Mai 2016 (Urk.
10/M10).
3.8
Auch
Dr.
B._
folgerte in seiner Stellungnahme vom 1
7.
November 2017 zu Händen der Beschwerdegegnerin, dass der Bef
und der CT-Aufnahmen absolut zu
einer Ruptu
r der Sehne ein Jahr zuvor passe
. Auch sei das Röntgenbild der Not
falluntersuchung vom Unfalltag, welches ihm vorliege, mitnichten als normal zu interpretieren; es zeige klar ein
proximalisiertes
Os
peroneale
mit kleinen Rest
verknö
cherungen am ursprünglichen Ort
am Umschlagspunkt in der
cuboidalen
Grube und suggeriere eine akute
Peroneus
longus Sehnenruptur am Prädilektions
ort des Os
peroneale
. Dies passe zum Unfallmechanismus, zum hör
baren Knall und den unmittelbaren Schmerzen; die Diagnose sei schlicht und einfach verpasst worden (
Urk.
10/M11).
3.9
Dr.
A._
nahm am 2
7.
November 2017 neuerlich Stellung und sprach
sich
angesichts der bescheidenen Erstbefund
e
gegen ein gröberes Distorsionstrauma aus
, welches geeignet gewesen wäre
, die von
Dr.
B._
diagnostizierten Ver
änderungen hervorzurufen. Auch sei nicht klar, dass sich ein
Supinationstrauma
ereignet habe; hierfür könne lediglich die Schilderung der Beschwerdeführerin nacherzä
h
lt werden. Insbesondere stelle sich die Frage, ob das
Supinationstrauma
geeignet gewesen wäre, die geschilderten Verletzungen hervorzurufen. Diesbe
züglich bestehe, wenn überhaupt, nur die Möglichkeit. Im MRI vom
2.
Oktober 2017 werde zudem ledigli
ch eine
Tendinopathie
der
Peron
eus
longus Sehne beschrieben, was dem typischen Befund ein
er Degeneration entspreche. Ein
e Peronealsehne reisse quer und werde bei einem Trauma nicht ausgedünnt. Die Unfallkausalität sei angesichts der nicht adäquaten
Erstbefundung
, der langen Zeit zur Notwendigkeit einer Behandlung und aufgrund der nicht traumatisch veränderten Peronealsehne abzulehnen, da hierfür lediglich eine nicht ausrei
chende Möglichkeit der Kausalität bestehe (Urk.
10/M13).
Hieran hielt er mit Stellungnahme vom 1
5.
Oktober 2018 fest und erklärte, eine leistungsbegründende Kausalität zwischen den am
2.
Oktober und
3.
November 2017 erhobenen bildgebenden Befunden und dem geschilderten Ereignis könne im Lichte der echtzeitlich erhobenen Befunde nicht mit dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit festgestellt werden. Das MRI vom
2.
Oktober 2017 stütze diese Beurteilung mit dem Schluss auf eine
Tendinopathie
,
respektive Stressreaktion des
Peron
e
us
longus auf Höhe des Os
peron
eus
mit unspezifisch ödematösen subkutanen Veränderungen. Zusammenfassend würden die CT- und MRI-Befunde deutliche degenerative Veränderungen zeigen; eine Ausdünnung der Sehne sei ein typisches Zeichen für eine Degeneration, nicht ein Zeichen für eine traumatische Läsion. Daran ändere auch die Restknochenschuppe nichts; das Os
peroneale
sei anlagebedingt mehrgeteilt und es könne sich hierbei ebenfalls um einen T
eil dieses Knöchelchens handeln
. Die Klinik sei nicht passend und eine Ruptur werde nicht gesehen. Die Ausdünnung der Peronealsehne könne nach Durchsicht der Bildgebung vom
3.
November 2017 bestätigt werden; daraus einen Riss abzuleiten, sei aber nicht nachvollziehbar
(
Urk.
10/M18).
4.
4.1
Der beweisrechtliche
Einwand der Beschwerdeführerin
, wonach es sich
bei den im Februar 2017
gemeldeten
Beschwerden im linken Fuss
um die weitere Abwicklung des Grundfalls vom
1
4.
Mai 2016
handl
e
, weshalb die Unfallversi
cherung für einen behaupteten Wegfall der Kausalität bewe
isbelastet sei, verfängt
nicht.
Der ursprüngliche Unfall wurde administrativ formlos
respektive gemäss Aktenlage ohne Mitteilung
abgeschlossen, was angesichts des Umstandes, dass
gemäss Unfallmeldung vom 1
9.
Mai 2016 keine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat (
Urk.
10/A1; im Bericht des
Z._
vom 1
5.
Mai 2016 wurde eine Arbeitsunfä
higkeit vom 1
4.
bis 1
8.
Mai 2016 attestiert,
Urk.
10/M2 S. 2)
und
den Akten nach der vom
Z._
verordneten Heilbehandlung bis z
ur Meldung im Februar 2017 kein
erlei
Hinweis auf
weitere Behandlung
en
zu entnehmen
sin
d
und auch nicht behauptet werden
, nicht zu beanst
anden ist, musste doch die Beschwerdegegnerin im Sommer 2016 nicht davon ausgehen, es
werde eine weitere Behandlungsbe
dürftigkeit oder Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit dem Unfall vom 1
4.
Mai 2016 auftreten (E. 1.7).
Die Beschwerdegegnerin ging
denn auch
von
einem Rückfall aus (
Art.
11 UVV), dies
unter Hinweis auf fehlende eindeutige Brückensymptome,
welche nach dem Unfalltag bis zur Verlaufskontrolle bei
Dr.
D._
am 1
6.
Januar 2017
weder zu eine
r weiteren ärztlichen Kontrolle
noch zu
einem
Behandlungsbedarf oder
einer weiteren
Arbeitsunfähigkeit geführt hätten (vgl.
Urk.
2 S. 6 f.;
Urteile
des Bundesgerichts
8C_755/2018 vom 1
1.
Februar 2019 E. 4.4.3; 8C_419/2010 vom 1
7.
August 2010 E. 3.2.2).
Einzig die Beschwerdeführerin selbst gibt an, immer unter
Instabilität
und einem hörbaren Knacken/Schnappen
gelitten zu haben
(
Urk.
1 S. 8
Rz
28). Zwar können
Brückensymptome
naturgemäss auch relativ harmloser Natur sein und dürfen in der Regel nicht nur dann anerkannt werden, wenn sie auch durchgängig ärztlich behandelt wurden
(Urteil des Bundesgerichts U 12/06 vom
6.
Juni 2006 E. 4.3.2). Jedoch ist der Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen, dass
die geltend gemachten Brückensymptome
gemäss bundesge
richtlicher Praxis
gestützt auf ärztliche Aussagen beurteilt werden (Urteil
e des Bundesgerichts
8C_234/2012 vom 2
6.
Juli 2012 E. 4 mit Hinweisen auf die Urteile 8C_314/2012 vom 2
5.
Mai 2012 E. 3.2 und 8C_113/2010 v
om 7.
Juli 2010 E.
5.1.2). Z
umindest für den Zeitraum zwischen dem
formlosen Behandlungsab
schluss, dessen Datierung sich auf das Ende des für 6 Wochen empfohlenen Tragens des
Supro
Ankles
(
Urk.
10/M2 S. 2) rechtfertigt,
und der Verlaufskon
trolle durch
Dr.
D._
am 1
6.
Januar 2017, welche ursprünglich den rechten Fuss betraf, sind diese
nicht rechtsgenüglich
durch ärztliche Angaben
nachge
wiesen.
Dagegen vermag die blosse beschwerdeweise
Behauptung durchgehender Beschwerden nichts zu ändern
.
Damit hat grundsätzlich die
Beschwerdeführerin
den Nachweis zu erbringen, dass zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall ein natürlicher Kausa
lzu
sammenhang besteht (
E. 1.5
). Allerdings tragen die Parteien im Sozialver
siche
rungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweis
losigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbe
wiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs
grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsp
rechen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6
).
4.2
4.2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt auf die Stellungnahmen von
Dr.
A._
ihre Leistungspflicht. Dieser
hat sich als beratender Arzt der Beschwer
degegnerin geäussert. Als solcher ist er, was den Beweiswert seiner ärztlichen Beurteilung angeht, einem versicherungsinternen Arzt gleichzusetzen (Urteile
des Bundesgerichts
8C_400/2013 vom 3
1.
Juli 2013 E. 5.1 und 8C_160/2012 vom 1
3.
Ju
ni 2012 E. 3.2.1
mit Hinweisen
). Was die Beweiseignung seiner aufgrund der Akten erstellten Beurteilungen anbelangt, ist weiter zu berücksichtigen, dass ein Aktenbericht
zulässig
ist
, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medi
zinischen Sachverhalts geht (SVR 2010 UV N
r. 17
E. 7.2; Urteil des Bundesge
richts 8C_843/2014 vom 1
8.
März 2015 E. 5.4
).
4.2.2
In
Würdigung der medizinischen Akten
ist festzustellen, dass
im Rahmen des Grundfalles auf
eine
abschliessende Klärung der beim versicherten Unfall erlitte
nen Verletzungen und dabei insbesondere
der Frage, ob die Beschwerdeführerin
eine Läsion des Ligamentum
calcaneofibulare
oder eine andere strukturelle Ver
letzung erlitten hat
te
(vgl.
Urk.
3.1)
,
aufgrund des zeitnahen Fallabschlusses ver
zichtet wurde
. Beweisrechtlich hat dies
zur Folge
, dass die Beschwerdeführerin die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit
auch
in Bezug auf die
unmittelbaren
Unfallfolgen
zu tragen hätte, soweit dieselbe eine Beurteilung der Unfallkausalität der rückfallweise zu prüfenden Beschwerden verhindern würde
(E. 1.3 und 4.1)
.
4.2.3
In Bezug auf die Frage nach einer beim Unfall vom 1
4.
Mai 2016 erlittenen struk
turellen Verletzung bestehen bei der Interpretation
insbesondere der computer
tomographischen Bilder
vom
3.
November 2017
erhebliche
Divergenzen zwisc
hen
Dr.
A._
und
den
Drs
.
B._
und
F._
. Im Gegensatz zu Dr.
A._
erkennen
Dr.
B._
und
Dr.
F._
in den sich darstellenden Veränderungen im Bereich der
Peroneussehne
und des Os
peroneum
einen Befund, welcher auf eine
stattgehabte
Ruptur
der Sehne
passend zum Unfallereignis vom Mai 2016 schliessen lasse (E. 3.7 und 3.8). Sie schlossen damit auf eine unfallkausale Struk
turveränderung der Sehne mit Rissbildung
,
wobei
Dr.
B._
denn auch die rückfallweise geklagte Instabilität als durch die verminderte
Eversion
bei Insuffi
zienz der Peronealsehne erklärt sah (
Urk.
10/
M
11 S. 2)
;
Dr.
A._
schloss
dage
gen auf einen typischen Bef
und einer Degeneration der Sehne
und damit auf keine unfallbeding
t
e strukturelle Verletzung
(E. 3.9).
Zwar handelt es sich
bei der Interpretation der MRI- wie auch der CT-Diagnostik zur Beurteilung der Kausalitätsfr
age lediglich um ein
Beurteilungskriterium unter vielen (Urteil des Bundesgerichts 8C_59/2020
vom 1
4.
April 2020 E. 5.3). Auch ist
Dr.
A._
darin zuzustimmen ist, dass der bescheidene Erstbefund und die lange Latenz bis zur Notwendigkeit einer Behandlung respektive bis zur erstmals ärztlich
in Zusammenhang mit ein
er allfälligen
Peroneussehnenpa
t
h
ologie
doku
mentierten
Symptomatik
im Januar 2017
durch
Dr.
D._
fraglich erscheinen lassen, ob sich eine Unfallkausalität
nachträglich erstellen lässt. Dennoch kann angesichts der nicht offensichtlich unzulänglichen fachärztlichen
Beurteilungen
von
Dr.
F._
und
Dr.
B._
, welche zumindest geringe Zweifel
(E. 1.8)
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
der Beurteilungen von
Dr.
A._
auf
kommen lassen,
nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass sich die Beschwerdeführerin beim Ereignis vom 1
4.
Mai 2016 eine Sehnenverletzung zugezogen hat
, auf wel
che die nunmehrige, rückfallweise zu prüfende Symptomatik zumindest teilweise zurückzuführen ist.
So kann das Gericht mangels entsprechendem Fachwissen angesichts der divergierenden ärztlichen Meinungen insbesondere nicht beurtei
len, ob die in den CT-Aufnahmen vom
3
.
November 2017 festgestellte starke Aus
dünnung der Sehne zwischen dem retrahierten und mehrfach geteilten Os
peroneum
und dem distalen Rest desselben unter Berücksichtigung der übrigen Befunde
, so auch der bildgebend festgestellten Restknochenschuppe
– wie von
Dr.
F._
und
Dr.
B._
vertreten
–
auf eine stattgehabte Ruptur der Sehne, oder im Gegenteil – wie von
Dr.
A._
vertreten
–
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
auf eine Degene
ration der Sehne schliessen lassen. Dass
Dr.
D._
noch am
2.
Oktober 2017 gestützt auf das MRI vom selben Tag wie
Dr.
A._
auf eine
Peronealsehnen
tendinopathie
schloss (
Urk.
10/M4 S. 3), ändert hieran nichts, lag dieser Beurteilung doch der Befund aus der CT
Diagnostik vom
3.
November 2017 nicht zugrunde.
Sodann lässt sich
bei der gegebenen Aktenlage nicht rechtsgenüglich beurteilen, ob
eine allfällig stattgehabte
Sehnenruptur
durch ergänzende medizinische Abklärungen im Sinne eines externen Gutachtens nachträglich erstellbar ist oder nicht. Von einer Beweislosigkeit in Bezug auf die beim Unfall vom 1
4.
Mai 2016
erlittenen Verletzungen auszugehen, rechtfertigt sic
h
angesichts der von
Dr.
F._
und
Dr.
B._
klar befürworteten unfallkausalen Strukturver
letzung jedenfalls (noch)
nicht.
Entsprechend fehlt es am Vorliegen eines fest
stehenden medizinischen
Sachverhalts, welcher aber Voraussetzung für die Beweiseignung
blosser Aktenberichte
, wie der
jenigen von
Dr.
A._
,
ist
(E.
4.2.1).
Entsprechend erweist sich
die Einholung eines externen
fussorthopädische
n
Gut
achtens
als unabdingbar.
Die Sache ist hierfür an die Beschwerdegegnerin, welche bis anhin keine externe Begutachtung im Sinne von
Art.
44 ATSG veranlasst hat, zurückzuweisen. Sollte sich
der
Verdacht auf eine stattgehabte (Teil-)
R
uptur der
Peroneus
longus Sehne bestätigen, nicht aber die Unfall
kausalität derselben, wäre die Beschwerdegegnerin gehalten abzuklären, ob allenfalls ein Leistungsanspruch aufgrund einer Listenverletzung gemäss
Art.
6
Abs.
2
lit
. f UVG in der seit
1.
Januar 2017 in Kraft stehenden Fassung respektive
aufgrund
einer unfallähn
lichen Körperschädigung gemäss
Art.
6
Abs.
2 UVG in Verbindung mit
Art.
9
Abs.
2
lit
. f UVV in den bis 3
1.
Dezember 2016 in Kraft gestandenen Fassungen vorliegt.
Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs. 3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer Prozessentschädigung von
Fr.
1’700.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wert
steuer).