Decision ID: f8aa02e2-2b6f-48df-a205-5b3142d4c75b
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter) wurde am 26. April 2003 Opfer eines
Verkehrsunfalls (Suva-act. 1-1), bei welchem er sich eine Commotio cerebri, eine
Milzruptur, einen beidseitigen Pneumothorax sowie eine Hüftluxationsfraktur zuzog
(Suva-act. 38-1). Im Unfallzeitpunkt war er als Bezüger von Arbeitslosenentschädigung
obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die
Folgen von Unfällen versichert (vgl. Suva-act. 8-2 oben). Mit Verfügung vom 24. Juli
2009 sprach die Suva dem Versicherten eine Entschädigung für eine
Integritätseinbusse von 5 % und eine Invalidenrente von 17 % ab 1. September 2008
zu (Suva-act. 149). Die dagegen von Rechtsanwältin lic. iur. B. Keller, Zürich, am
26. August 2009 im Namen des Versicherten erhobene Einsprache (Suva-act. 153)
hiess die Suva mit Entscheid vom 4. Januar 2010 dahingehend teilweise gut, als sie
dem Versicherten eine Entschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von neu
15 % zusprach. Im Übrigen wurde die Verfügung vom 24. Juli 2009 bestätigt (Suva-
act. 160; betreffend Integritätsentschädigung vgl. insbesondere die kreisärztliche
Beurteilung vom 30. Oktober 2009 in Suva-act. 156). Die gegen diesen
Einspracheentscheid beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich geführte
Beschwerde vom 5. Februar 2010 (Suva-act. 169) wurde mit Urteil vom 31. August
2011 abgewiesen (UV.2010.00046; Suva-act. 190). Dieses Urteil wurde vom
A.a.
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B.
Mit Schreiben vom 1. Oktober 2012 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass im
Rahmen einer Rentenrevision seine Arbeits- und Verdienstverhältnisse zu überprüfen
seien (Suva-act. 201). Nachdem der Versicherte der Suva am 15. Oktober 2012 erklärt
hatte, seit 1. Mai 2011 als Maler für die B._ GmbH tätig zu sein und dabei ein
monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 2'300.-- zzgl. 13. Monatslohn zu erwirtschaften
(vgl. Suva-act. 205), beschied ihm die Suva am 23. Oktober 2012, dass die Rente nicht
geändert werde (Suva-act. 206).
C.
Am 5. Januar 2017 wurde eine weitere Überprüfung der Arbeits- und
Verdienstverhältnisse des Versicherten eingeleitet (Suva-act. 214). Am 7. Januar 2017
erklärte der Versicherte der Suva, nach wie vor als Maler für die B._ GmbH tätig zu
sein, wobei der Monatslohn neu Fr. 3'000.-- zzgl. 13. Monatslohn betrage (Suva-act.
218). Daraufhin nahm die Suva den Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug)
des Versicherten zu den Akten (Suva-act. 220) und teilte ihm am 13. April 2017 mit,
dass die Rente nicht geändert werde (Suva-act. 221).
D.
Bundesgericht mit Urteil vom 4. April 2012, 8C_793/2011, bestätigt (Suva-act. 197; für
die Beschwerde vom 26. Oktober 2011 vgl. Suva-act. 191).
Mit Schreiben vom 29. April 2020 wurde die nächste Überprüfung der Arbeits- und
Verdienstverhältnisse des Versicherten angekündigt (Suva-act. 225). Am 8. Mai 2020
teilte dieser der Suva mit, dass er seit 2018 mit der C._ als Maler und Bodenleger
selbständig erwerbstätig sei (Suva-act. 227). Die D._ AG liess der Suva am 4. Juni
2020 die Jahresrechnung 2019 der C._ zukommen (Suva-act. 232). Am 10. Juni 2020
ging ein aktueller IK-Auszug bei der Suva ein (Suva-act. 233) und am 11. Juni 2020
wurden die Steuererklärungen des Versicherten der Jahre 2018 und 2019 zu den Akten
gegeben (Suva-act. 235).
D.a.
Mit Verfügung vom 17. Juni 2020 hob die Suva die Invalidenrente des Versicherten
bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 1.2 % ab 1. Januar 2019 auf (Suva-act.
237). Mit Abrechnung vom gleichen Tag forderte sie vom Versicherten
D.b.
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E.
Rentenleistungen für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2020 im Totalbetrag von
Fr. 14'519.70 zurück (Suva-act. 236).
Am 24. Juli 2020 liess der Versicherte durch Rechtsanwältin Keller Einsprache
erheben und die Weiterausrichtung der Rente im Umfang von 17 % beantragen (Suva-
act. 241). Gleichzeitig reichte Rechtsanwältin Keller ein "Rektivikat" der
Jahresrechnung 2019 der C._ sowie die Steuererklärung 2019 des Versicherten zu
den Akten (Suva-act. 240).
D.c.
Mit Mahnung vom 19. August 2020 bat die Suva den Versicherten bezüglich der
mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen versehenen Rechnung vom 17. Juni 2020 um
Begleichung (Suva-act. 245). Auf eine Kontaktaufnahme des Versicherten hin nahm die
Suva die Mahnung zurück und versprach ihm, die Rechtskraft der Verfügung vom 17.
Juni 2020 (vgl. vorstehend Sachverhalt D.b) abzuwarten (Suva-act. 246).
D.d.
Am 6. April 2021 nahm die Suva einen aktuellen IK-Auszug des Versicherten zu
den Akten (Suva-act. 252).
D.e.
Mit Einspracheentscheid vom 15. April 2021 bestätigte die Suva ihre Verfügung
vom 17. Juni 2020 unter Errechnung eines Invaliditätsgrades von 8.98 % für das Jahr
2018 und von 7.47 % für das Jahr 2019 (Suva-act. 253).
D.f.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 17. Mai
2021, mit welcher der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) durch
Rechtsanwältin Keller unter Entschädigungsfolge beantragen lässt, es seien der
Einspracheentscheid vom 15. April 2021 und die Verfügung vom 17. Juni 2020
aufzuheben und es sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde betreffend
Rückerstattung wiederherzustellen (act. G1).
E.a.
Mit Beschwerdeantwort vom 19. August 2021 lässt die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwältin MLaw N. Suter, LL.M., Luzern,
die Abweisung der Beschwerde beantragen (act. G5).
E.b.
Mit Replik vom 7. Oktober 2021 und Duplik vom 16. November 2021 halten die
Parteien an ihren Anträgen fest (act. G7 und 9).
E.c.
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Considerations:
Erwägungen
1.
Das vorliegende Beschwerdeverfahren bezweckt die Überprüfung des angefochtenen
Einspracheentscheides respektive der diesem zu Grunde liegenden Verfügung. Folglich
muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens
entsprechen. Das Verwaltungsverfahren hat sich auf die revisionsweise Überprüfung
des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers beschränkt. Zur Frage der
Rückforderung der nach Ansicht der Beschwerdegegnerin ab 1. Januar 2019 zu
Unrecht ausbezahlten Rente hat die Beschwerdegegnerin sich erst in einer Abrechnung
und einer 1. Mahnung (Suva-act. 236 und 245), jedoch noch nicht mittels Verfügung
geäussert. Insoweit der Beschwerdeführer die Wiederherstellung der aufschiebenden
Wirkung hinsichtlich der Rückforderung der rückwirkend eingestellten
Rentenleistungen verlangen lässt (act. G1), muss deshalb festgestellt werden, dass
diese nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden kann. Darüber
hinaus würde es dem Beschwerdeführer diesbezüglich ohnehin an einem
Rechtsschutzinteresse mangeln, zumal die Beschwerdegegnerin die Vollstreckung der
- wie gesagt noch nicht einmal verfügungsweise geltend gemachten - Rückforderung
bis zur Rechtskraft des Entscheides betreffend Rechtsmässigkeit der
Renteneinstellung aufgeschoben hat (vgl. Suva-act. 246). Auf den entsprechenden
Antrag des Beschwerdeführers ist deshalb nicht einzutreten. Streitig und zu prüfen ist
ausschliesslich, ob die Beschwerdegegnerin die Rente des Beschwerdeführers zu
Recht per 31. Dezember 2018 eingestellt hat.
2.
Am 12. Juli 2022 liess Rechtsanwältin Keller dem Gericht Ihre Honorarrechnungen
vom 15. Juli 2021 und 12. Juli 2022 zukommen (act. G11 ff.).
E.d.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist gemäss
Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
2.1.
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der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich
verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Im Bereich der obligatorischen
Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung
gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % ändert (BGE 140 V 87 E. 4.3). Die
Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich
durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen
Revisionsverfügung (BGE 134 V 132 f. E. 3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung
einer anspruchserheblichen Änderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG bildet die
letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 10 f. E. 5).
2.2.
Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 f. E. 4a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen
2.3.
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs
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3.
Der Beschwerdeführer leidet seit dem Unfallereignis vom April 2003 an einer
Periarthropathie der linken Hüfte (vgl. u.a. die kreisärztliche Beurteilung vom 14.
November 2008, Suva-act. 137). Leidensadaptiert wurde ihm jedoch bereits im
Rentenzuspracheverfahren eine 100%ige Arbeitstätigkeit zugemutet (vgl. Suva-act.
148-3 und 149-2). Eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands seit der
ursprünglichen Rentenzusprache per 1. Juli 2008 wird von den Parteien zwar nicht
geltend gemacht (vgl. act. G1 Ziff. III/5 und act. G7 Ziff. 2 sowie Suva-act. 237 und
253). Eine solche erscheint jedoch angesichts des Umstandes, dass der
Beschwerdeführer seinen Auskünften zufolge seit dem Jahr 2018 unter anderem als
Bodenleger selbständig erwerbstätig ist (vgl. act. G1 Ziff. III/2.1 und Suva-act. 227) und
diese Tätigkeit bei der Rentenzusprache als nicht mehr zumutbar erachtet worden war
(vgl. Suva-act. 148-3 Ziff. 9), ziemlich wahrscheinlich. Mangels medizinischer
Unterlagen kann dies vom Gericht zwar nicht überprüft werden; dies erweist sich
jedoch angesichts der nachfolgenden Erwägungen auch nicht als notwendig, da selbst
bei Annahme eines gleich gebliebenen Gesundheitszustandes kein Rentenanspruch
mehr ausgewiesen ist (vgl. nachfolgend E. 4). Zu prüfen gilt es nachfolgend, ob sich die
erwerblichen Auswirkungen des gegebenenfalls gleich gebliebenen
Gesundheitszustands seit der Rentenzusprache erheblich verändert haben (vgl.
vorstehende E. 2.2).
4.
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Die Verwaltung resp. das Gericht dürfen eine Tatsache nur
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen).
Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Gesundheitsfall tatsächlich verdient hätte. Dabei
wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
4.1.
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Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Relevant ist grundsätzlich das tatsächlich bezogene
Einkommen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 und BGE 131 V 51 E. 5.1.2). Das
Valideneinkommen wird bei Eintritt der Invalidität hypothetisch festgesetzt, und spätere
Änderungen desselben sind im Grundsatz nicht mehr vorzunehmen. Davon ist
abzuweichen, wenn [...] die Entwicklung der Invalidenkarriere Rückschlüsse auf das
Valideneinkommen zulässt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 38 zu Art.
17 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer möchte das von ihm vor dem Unfall zuletzt erzielte
Einkommen als Grundlage für die Berechnung des Valideneinkommens angewendet
sehen (act. G1 Ziff. III/1 und act. G7 Ziff. 1.1), welches die Beschwerdegegnerin ihrer
ursprünglichen Verfügung vom 24. Juli 2009 zugrunde gelegt hatte (Suva-act. 149).
Sowohl das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich als auch das
Bundesgericht qualifizierten jedoch im Rahmen der ursprünglichen Rentenzusprache
das vom Beschwerdeführer vor seiner im Unfallzeitpunkt bestehenden Arbeitslosigkeit
erzielte Einkommen als untauglich für die Bemessung des Valideneinkommens, da der
Beschwerdeführer aus diesem Arbeitsverhältnis entlassen und später der Konkurs über
die ehemalige Arbeitgeberin eröffnet worden war (vgl. Suva-act. 190-23, Mitte sowie
Suva-act. 197-4, Mitte). Das Bundesgericht bestätigte das vom
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich anhand der Durchschnittslöhne gemäss
den Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) im
Baugewerbe im Kompetenzniveau 4 festgelegte Valideneinkommen von Fr. 64'272.--
für das Jahr 2008 (Suva-act. 197-3 ff.). Währenddem die Beschwerdegegnerin
weiterhin von diesem Einkommen als Basis für das Valideneinkommen ausgeht (vgl.
Suva-act. 237-2 und 253-6 sowie act. G5 Rz. 13 ff. und act. G7 Rz. 3), möchte der
Beschwerdeführer für den Fall, dass nicht auf das von ihm vor dem Unfall erzielte
Einkommen, sondern auf Tabellenlöhne abgestellt werde, das Einkommen des
Kompetenzniveaus 2 oder 3 von mindestens Fr. 74'607.87 angewendet sehen (act. G1
Ziff. III/2 und act. G7 Ziff. 4).
4.2.
Der Unfall verhinderte laut Angaben des Beschwerdeführers im Rahmen des
Rentenzuspracheverfahrens, dass er bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine
selbständige Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (Suva-act. 48-3 f. sowie 115-4, 7 und
15). Somit bestehen entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin in der
Beschwerdeantwort und in der Duplik (Suva-act. G5 Rz. 18 und act. G9 Rz. 4) sehr
wohl Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer auch im Gesundheitsfall eine
selbständige Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte. Es besteht kein Anlass, an diesen
4.3.
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5.
vom Beschwerdeführer gegenüber medizinischen Gutachtern gemachten Angaben zu
zweifeln; dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die diesen weit
zurückliegenden Auskünften entsprechende Invalidenkarriere des Beschwerdeführers
diese Angaben als sehr realistisch erscheinen lässt. Angesichts des fehlenden
Abschlusses der in seinem Heimatland begonnenen Ausbildung als
Maschinentechniker und unter Berücksichtigung der bis zum Unfall in der Schweiz
ausgeübten Erwerbstätigkeiten als Platten- und Bodenleger sowie Gipser-Hilfsarbeiter
(vgl. Suva-act. 8-2) sowie der Invalidenkarriere ist in Übereinstimmung mit den Parteien
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin in der
Baubranche erwerbstätig gewesen wäre. Sodann ist aus dem Umstand, dass der
Beschwerdeführer die sich im Unfallzeitpunkt seinen Angaben zufolge in Planung
befindliche selbständige Erwerbstätigkeit im Jahr 2018 tatsächlich aufgenommen hat,
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu schliessen, dass er dieselbe selbständige
Erwerbstätigkeit im angestammten Bereich auch im Gesundheitsfall aufgenommen
hätte. Vorliegend drängt sich der Schluss auf, dass die Invalidenkarriere des
Beschwerdeführers in Zusammenhang mit den vorgenannten, im Rahmen der
Rentenzusprache gemachten Angaben so verlaufen ist, wie der Beschwerdeführer
seine Validenkarriere geplant hatte. Nach dem Gesagten erübrigt sich grundsätzlich
eine konkrete Bezifferung des Valideneinkommens (vgl. hierzu nachfolgend E. 5.3; für
die Massgeblichkeit des Verlustes von Erwerbsmöglichkeiten für die Bestimmung der
Invalidität auch bei in eigener Gesellschaft beschäftigten Versicherten vgl. das Urteil
des Versicherungsgerichts vom 11. November 2020, UV 2019/2, E. 2). Festzuhalten ist
der Vollständigkeit halber, dass im Falle des Beschwerdeführers angesichts der
fehlenden beruflichen Aus- und Weiterbildung höchstens die Berücksichtigung des
Einkommens im Baugewerbe für das Kompetenzniveau 2 in Frage gekommen wäre.
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ -
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint
zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
5.1.
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Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss LSE oder die von der Suva bis 2019
geführte Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP-Zahlen) herangezogen werden (BGE
129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen; vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 8. September 2020, UV 2018/75, E. 4.3.1).
Bei der Rentenzusprache ging die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid
vom 4. Januar 2010 anhand von DAP-Zahlen von einem Invalideneinkommen von Fr.
57'658.-- aus (vgl. Suva-act. 160-11 f.). Das Sozialversicherungsgericht des Kantons
Zürich liess die Frage, ob die diesem Einkommen zugrundeliegenden Tätigkeiten dem
Beschwerdeführer auch tatsächlich zumutbar seien, offen, da selbst beim Abstellen auf
die LSE kein höherer Invaliditätsgrad resultierte. Es erachtete den Tabellenlohn der LSE
2008, TA1, Anforderungsniveau 4 (was gemäss Bundesgericht dem heutigen
Kompetenzniveau 1 entspricht; vgl. dessen Urteil vom 11. Oktober 2017, 8C_457/2017,
E. 6.3), als anwendbar (Suva-act. 190-21 f.). Das so festgelegte Invalideneinkommen
kürzte das Gericht aufgrund des dem Beschwerdeführer verbleibenden Leistungsprofils
um 10 % und errechnete den Invaliditätsgrad mit einem Invalideneinkommen von
Fr. 53'981.-- (Suva-act. 190-22), welches vor Bundesgericht unbestritten blieb (Suva-
act. 197-6, E. 3.4.3). Anlässlich der vorliegend zu beurteilenden Rentenrevision zog die
Beschwerdegegnerin das vom Beschwerdeführer mit seiner selbständigen
Erwerbstätigkeit erzielte Einkommen bei (in der Verfügung vom 17. Juni 2020 gestützt
auf die Steuererklärung [Suva-act. 237-2] und ab dem Einspracheentscheid vom 15.
April 2021 gestützt auf den IK-Auszug [Suva-act. 253-6 sowie act. G5 Rz. 19 und act.
G9 Rz. 5]). Der Beschwerdeführer ist mit der grundsätzlichen Berücksichtigung seines
Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit einverstanden, möchte jedoch eine
Reduktion des Einkommens gemäss IK-Auszug um den Arbeitgeberanteil der AHV-
Beiträge angewendet sehen (act. G1 Ziff. III/3 und act. G7 Rz. 5).
5.2.
Der Beschwerdeführer übt wie vorstehend in E. 4.3 ausgeführt in seiner im Jahr
2018 aufgenommenen selbständigen Erwerbstätigkeit als Bodenleger und Maler (vgl.
act. G1 Ziff. III/2.2 und Suva-act. 227) mit den von ihm vor dem Unfall ausgeübten
Tätigkeiten vergleichbare resp. sogar identische Tätigkeiten aus. Da die
Vergleichseinkommen auf derselben Grundlage beruhen, kann eine konkrete
betragliche Ermittlung unterbleiben und stattdessen ein Prozentvergleich
vorgenommen werden (vgl. hierzu etwa das Urteil des Bundesgerichts vom 4. April
2016, 8C_628/2015, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Dieser führt dazu, dass von einer
fehlenden Einschränkung des Beschwerdeführers auszugehen ist. Dieser macht zwar
geltend, dass er aufgrund seiner Hüftbeschwerden lediglich im Umfang von rund 80 %
körperlich tätig sein könne (act. G1 Ziff. III/5). Gleichzeitig weist er selber darauf hin,
5.3.
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6.
Zusammenfassend steht nach dem Gesagten fest, dass der Beschwerdeführer den
durch die Folgen des Unfallereignisses erlittenen Lohnausfall soweit kompensiert hat,
dass keine erhebliche Erwerbseinbusse von mindestens 10 % mehr resultiert. Folglich
ist der Einspracheentscheid vom 15. April 2021 nicht zu beanstanden und die
Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. hierzu vorstehend E. 1).
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. f ATSG). Ausgangsgemäss hat der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.