Decision ID: 795c281a-5fec-4377-af76-a0a89af0487f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
X._
, geboren
1973
,
arbeitete seit
dem 1
6.
Oktober 2006
als
Baufacharbeiter
bei der
Y._
und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligato
risch gegen die Folgen von Unfällen versichert
(
Urk.
8/15
), als er am
2
7.
Mai 2010 auf dem Motorrad von einem Personenwagen erfasst
wurde
und stürzte.
Gleichentags
wurde er im
Z._
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 2
8.
Mai 2010
diagnost
izierte der
erstbehandelnde
Dr.
m
ed.
A._
,
Assistenz
arzt,
(1)
eine
Metatarsale
Schaftfraktur
Dig
.
III Fuss rechts,
(2)
eine Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) rec
hts
, (3) eine Kontusion
des Knies rechts, (4) eine Kontusion der Hüfte rechts und (5) eine Kontusion
der
Lendenwirbelsäule (
Urk.
8/3
/1
)
.
Die SUVA erbrachte
in der Folge
Heilbehandlungs- und
Taggeld
leistungen
.
Am
1
8.
Oktober 2010 nahm
X._
di
e
A
rbeit
als Baufacharbeiter
in einem 50%-Pensum
und
ab dem 8.
November 2010 in einem 100%-Pensum
wieder
auf
(
Urk.
8/35
/1
und
Urk.
8/40
).
Mit Ver
fügung vom 1
7.
Februar 2012 verneinte die SUVA einen
Integritätsschaden und damit einen
Anspruch
von
X._
auf eine
Integritäts
entschädigung
(
Urk.
8/
6
9).
Die vom Versicherten dagegen am 1
4.
März 2012 erhobene Einsprache (
Urk.
8/71) wies die SUVA mit
Einspracheentscheid
vom 2
4.
April 2012 (
Urk.
2) ab.
Hiergegen
erhob
X._
am
2.
April 2012 (richtig
2.
Mai 2
012) Beschwerde und beantragte sinngemäss, es sei ihm eine ange
messene Integritätsentschädigung zuzusprechen (
Urk.
1). Mit
Beschwerdeant
wort
vom 2
8.
Juni 2012 ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
7)
, was dem Beschwerdeführer
am
2.
Juli 2012
angezeigt
wurde (
Urk.
9).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
Streitig und zu prüfen ist,
ob der Beschwerdeführer Anspruch auf ein
e
Integritäts
entschädigung
hat.
Nach
Art.
6
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) wer
den bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten Versiche
rungs
leistungen gewährt.
Die Leistungspflicht
eines Unfallversicherers gemäss UVG
setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.
3
Nach Art. 24 Abs. 1
UVG
hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer
Kapitalleis
tung
gewährt.
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.4
Im Anhang 3 UVV
hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Integri
tätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte
Integri
tätsschäden
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 Prozent nicht errei
chen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teil
weisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der
Integritätsscha
den
entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicher
ten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
Die Medizinische
Abteilung der SUVA
hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Nach dem Motorradunfall des Beschwerdeführers v
om 2
7.
Mai 2010 diagnosti
zierte
Dr
.
A._
vom
Z._
im
Austrittsbericht vom 2
8.
Mai 2010
– wie eingangs erwähnt -
(1) eine
Metatarsale
Schaftfraktur
Dig
. III Fuss rechts, (2) eine
OSG-
Distorsi
on
rechts, (3) eine Kontusion des Knies rechts, (4) eine Kontu
sion der Hüfte rechts und (5) eine K
ontusion der Lendenwirbelsäule
. Der Beschwerdeführer
wurde analgetisch und mit
Schonung
des rechten Fusses im
Vacoped
therapiert.
Vom
2
7.
Mai
bis zum
4.
Juni 2010
wurde eine
100%
ige A
rbeitsunfähig
keit attestiert
(
Urk.
8/3).
2.2
Mit
Bericht vom
2
3.
Juli 2010
stellte
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für Chirur
gie FMH und
Oberarzt Chirurgie
am
Z._
,
eine
gering dislozierte
Metatarsale
Sch
aftfraktur
Dig
. III Fuss rechts und aktuell
persistierende,
belas
tungsabhängige
Schmerzen
fest
. Differentialdiagnostisch führte er eine zögerli
che Frakturheilung sowie ein
beginnendes
„
Complex
Regional
Pain
Syndrome“ (
CRPS
)
an
.
K
linisch
seien
ein
Spreizfuss sowie eine generalisierte Vorfuss-Schwellung
zu
erkenne
n
. Über dem
Metatarsale
K
öpfchen des
3.
Strahles
plantar bestehe eine
Druckdolenz
. In der Computertomographie
erkenne man eine partielle Konsolidation im Frakturbereich
(
Urk.
8/17/1).
2.3
I
m Bericht
vom
3.
September 2010
gab
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Anästhesiologie FMH, vom
Z._
an,
dass
beim Beschwerdeführer
keinerlei Ruheschmerz und abgesehen von einer diskreten Schwellung über dem Mit
telfuss keinerlei CRPS-typische
Veränderungen
bestehen
würden.
Dies mache die Diagnose eines
Morbus
Sudeck
(CRPS)
sehr unwahrscheinlich
.
Sie hätten sich den Fuss des Beschwerdeführers unter Durchleuchtung angeschaut, die Fraktur scheine stabil. Klinisch lägen ein Achsenstoss-Schmerz und vor allem im Bereich des Mittelfusses ein querer Kompressionsschmerz vor. Bei der Untersuchung würden die Schmerzen nicht im Frakturbereich angegeben, son
dern interdigital. Sie postulierten eine Weichteilproblematik mit
neuralgiformen
Schmerzen im Sinne einer Morton-Neuralgie. Nach
probatorischer
Infiltration mit Lokalanästhetika interdigital sei ein fast schmerzfreies Gehen möglich. Der Beschwerdeführer sei zwar noch immer sehr ängstlich gewesen und habe sich nicht getraut, eine Abrollbewegung mit dem Fuss zu machen.
Sie schlage eine lokale Laserbehandlung vor, falls keine Besserung eintrete. Des Weite
ren seien Abklärungen bezüglich
Schuheinlagen bzw. Spezialschuhe zu treffen
(
Urk.
8/22).
2.4
Kreisarzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie FMH, führte in seinem Bericht vom
6.
Oktober 2010
aus
, dass wegen der fortbestehenden Schwellung ein
CRPS vermutet worden sei. Dies
habe sich jedoch nicht bestätigt. Auch habe er heute keinen Anhaltspunkt für eine Morton-Interdigitalneuralgie
gefunden.
Er habe dem Beschwerdeführer angeraten, den Fuss weiterhin voll zu belasten, langsam mit Abrollübungen zu beginnen und die Einlagen zu tragen. Lokal könnten antirheumatische Salben angewendet werden.
Es sei nun noch eine
weitere
Kontrolle im
Z._
vorgesehen
. Danach könn
e der Beschwer
deführer mit einem 5
0%igen Arbeitseinsatz beginnen
(
Urk.
8/28/2).
2.5
Im Bericht vom
8.
Dezember 2010 erklärte
Dr
.
C._
, dass der
Beschwerde
führer
an seinem Arbeitsplatz auf der Baustelle
Mitte Oktober
2010
ein 50%-Pensum
aufgenommen h
abe. Seit dem 8.
November 2010 arbeite er zu 100
%
. Es gehe eigentlich ordentlich, die Schmerzen se
ien deutlich weniger geworden. L
ediglich bei starker Belastung spüre er noch etwas Schmerzen im
Vorfuss
und im Bereich des Grosszehengrundgelenkes. Klinisch
zeige
sich
eine leichte
Hallux
valgus
Fehlstellung
. A
nsonsten
lägen
keine Auffälligkeiten
vor
.
Auf
grund der
deutlichen Besserung der Beschwerden seien aktuell keine weiteren Kontrollen bzw. Therapien mehr vorgesehen
(
Urk.
8/40).
2.6
Dr.
med.
E._
und
Dr.
med.
F._
, Oberärzte im Zentrum
für
Fusschi
rurgie
der
G._
berichte
ten am 3
0.
Mai 2011
, dass es im Rahmen des Unfalles
des Beschwerdeführers
möglicherweise zu Bandläsionen gekommen sei.
Weiter
würden
belastungsab
hängige
Schmerzen im Vorfussbereich mit
Druckdolenz
im Ber
eich der
Meta
tarsale
K
öpfchen 2 und 4 bestehen, dies als Ausdruck einer
Transfermetatarsal
gie
bei einerseits wahrscheinli
ch vorbestehender
Hallux
valgus
Deformität, andererseits in diskreter Verkürzung verh
eilte
r
MT-III-Schaftfraktur
.
Zu emp
fehlen sei ein
Stabilisationstraining (Physiotherapie) für das OSG sowie die
Anfertigung eines weiteren MRI
(
Urk.
8/50/2).
2.7
Im Anschluss an die Durchführung
des
MRI
vom
1.
Juni 2011
im
H._
(
Urk.
8/53)
diagnostizierte
Dr.
E._
von der
G._
im
Bericht vom 2
9.
August 2011
(1) eine
Metatarsale
Schaftfraktur III Fuss rechts
,
ossär
konsolidiert
,
(2) eine OSG-Distorsion rechts mit Nachweis einer
osteochondralen
Läsion in der Hauptbelastungszone/laterale
Talusrolle
und Ausdehnung in
ap
-Richtung von etwa 16 mm
und (3) eine
Hallux
valgus
Deformität rechts ohne Hinweis auf eine
Lisfranc
-Verletzung
.
Dem
Beschwerdeführer sei erklärt wor
den, dass die Fraktur verheilt sei und
keine knöcherne Spitze die Fus
s
s
ohle kompromittieren sollte. Überstehende Knochen hätten nämlich im Laufe der Zeit die Tendenz, abgeba
ut zu werden. Die
Hallux
valgus
Deformität
störe
nicht derart,
dass der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt eine Operation wün
schen würde
.
Empfohlen wurde
das Tragen von Schuhwerk mit rigider Sohle und
leichter Abrollkomponente und
bei Bedarf Infiltrationen des Sinus
tarsi
(
Urk.
8/56).
2.8
Am
7.
Oktober 2011 berichtete
Dr.
E._
von der
G._
,
dass
auf
grund
der belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich des
anterolateralen
OSG rechts und des Nachweises einer
osteochondralen
Läsion der lateralen
Talusrolle
eine diagnostisch
e
/therapeutische Infiltration
vorgenommen worden sei. Anschliessend habe der Beschwerdeführer
beschwerdefrei gehen können, was bestätige, dass die Schmerzen letztlich aus dem Gelenk selbst und nicht von den umgebenden Weichteilen kommen würden (
Urk.
8/59)
.
2.9
Im Bericht vom 1
3.
Januar 2012 gaben
Dr.
E._
und
Dr.
F._
von der
G._
an, dass die Beschwerden
wegen
der
osteochondrale
n
Läsion in der
Hauptbelastungszone der lateralen
Talusrolle
rechts aktuell nicht sehr stark
seien
. Im Vordergrund der Beschwerden stehe jetzt eindeutig die
Vorfuss
deformität
, das
heisst die
Hallux
valgus
Fehlstellung.
Ein
Integritätsschaden
könne nicht ausgesprochen werden
, zumal die Vorfussproblematik nicht Folge des Unfalles sei (
Urk.
8/65/2).
2.10
Kreisarzt
Prof.
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie FMH,
stellte
in der Abschlussuntersuchung vom
7.
Februar 2012
eine dezente
Beweg
ungseinschränkung recht
es OSG
und geringe Belastungstoleranz recht
e
s OSG bei Zustand nach konservativ behandelter
Metatarsale
S
chaft
fraktur III rechts sowie
eine
OSG-Di
storsion rechts mit N
a
chweis einer
osteochondralen
Läsion in der lateralen
Talusrolle
(Unfallereignis vom 2
7.
Mai 2010
) fest. Als Nebendiagnose nannte
er einen Senk-Spreizfuss beiderseits mit
Hallux
valgus
Deformität beiderseits, rechts stärker als links s
owie Krallenzehen beiderseits
.
Die Aussagen
der
G._
bezüglich
der Genese der Vorfussschmerzen würden kreisärztlich bestätigt. Die
Hallux
valgus
Fehlstellung
habe
ohne ver
nünftige Zweifel bereits vor dem Unfall bestanden und könne somit nicht als unfallbedingt festgestellt werden.
A
us kreisärztlicher Sicht
sei
der medizinische Endzustand erreicht
. Bezüglich
der angestammten Tätigkeit als Arbeiter auf dem Bau würden aus kreisärztlicher Sicht keine relevanten Einschränkungen bestehen. Langfristig sei diese Tätigkeit jedoch nicht als geeignet anzusehen. Die Voraussetzungen für einen Integritätsschaden seien nicht gegeben
(
Urk.
8/68/4
-5
)
.
3.
3.1
Im letzten Bericht
der
G._
vom 1
3.
Januar 2012
legten
Dr.
E._
und
Dr.
F._
nachvollziehbar dar
,
dass sich eine
osteochondrale
Läsion in der Hauptbelastungszone der lateralen
Talusrolle
rechts nachweisen lasse.
Von dieser Seite seien die Beschwerden
aber
aktuell nicht sehr stark. Der Beschwerdeführer wolle auch auf keinen Fall weitere Cortiso
n-Infiltrationen vornehmen
lassen.
Im Vordergrund stehe jetzt eindeutig die Vorfussdeformität, das heisst die
Hallux
valgus
Fehlstellung. Dem Beschwerdeführer sei erklärt worden, da
ss diese nicht Folge des Unfall
s sei, sondern schon vor dem Unfall bestanden habe.
So sei a
uf den Unfallaufnahmen bereits eine Fehlstellung
des 1. Strahles, das heisst ein
Metatarsus
primus
varus
mit
Hallux
valgus
,
erkenn
bar, obwohl diese unbelastet durchgeführt worden seien. Weiter sei am
1.
Juni 2011 ein MRI des Mittelfusses angefertigt worden, welches ein Jahr nach dem Unfall eine Verletzung im Bereich des medialen
Lisfranc
-Gelenkes noch hätte anzeigen können
(
Urk.
8/65/2).
Die
Beurteilung
der Ärzte
der
G._
stimmt
mit derjenigen
von
Kreis
arzt Prof
.
I._
überein
. Dieser erklärte
in
seinem Bericht vom
7.
Februar 2012, in dem er sich auch mit den
Vorakten
ausein
andersetzte
, dass die radio
logischen Befunde vom
7.
Mai 2011 eine knöchern vollständig und ohne rele
vante Fehlstellung verheilte
Metatarsale
Schaftfraktur III rechts dokumentieren würden.
Er bestätigte, dass die
Hallux
valgus
Fehlstellung ohne vernünftige Zweifel bereits vor dem Unfall bestanden habe und damit nicht unfallbedingt sei.
Die
kernspintomographisch nachgewiesene
osteochondrale
Läsi
on der late
ralen
Talusrolle
sei
wahrscheinlich
unfallbedingt entstanden.
Bei der
aktuellen Schmerzsymptomatik
würde sie aber
nur
eine untergeordnete Rolle spielen.
Im Vergleich
zu den Untersuchungen
der
G._
vom
7.
Oktober 2010
(richtig: 2011) bzw.
1
3.
Januar 2012
seien aktuell keine relevanten Verände
rungen der funktionellen Defizite des rechten oberen Sprunggelenks
festzustel
len. Aus kreisärztlicher Sicht sei der medizinische Endzustand
somit
erreicht
. Eine relevante Einschränkung in der angestammten Tätig
keit auf dem Bau läge nicht vor
(
Urk.
8/68/5)
. Auch
diese
Einschätzung ist
angesichts der genannten Befunde
und unter Einbezug der Erläuterungen dazu
ohne
Weiteres
nachvoll
ziehbar.
3.2
Aufgrund
der überzeugenden Beurteilu
ngen der Ärzte der
G._
und von Kreisarzt
Prof.
I._
steht demnach
fest, dass
zwischen der
Fehlstellung des
Hallux
valgus
,
von der nun
unbestrittenerm
assen die stärksten Schmerzen
aus
gehen
(
Urk.
8/65
),
und dem
Motorradunfall vom 2
7.
Mai 2010
kein natürlicher Kausalzusammenhang besteh
t
.
Es ist
bereits
deshalb
einleuchtend
, dass sowohl die
Ärzte der
G._
(
Urk.
8/65/2
) als auch
Kreisarzt
Prof.
I._
(
Urk.
8/68/5
)
das Vorliegen eines
Integritätsschadens
bzw.
eine
r
durch den Unfall vom 2
7.
Mai 2010 verursachte
n
dauernde
n
erhebliche
n
Schädigung der körperli
chen
Integrität
(vgl. E. 1.3
)
verneinten
.
Die unfallbedingten Verletzun
gen des Beschwerdeführers sind
o
ffensichtlich zu geringfügig, um
einen Anspruch auf eine Integritätse
ntschädigung begründen zu können
(vgl. SUVA-Tabelle 2 betreffend Integritätsentschädigung im UVG).
Die
Beschwerdegegnerin
hat
einen Anspruch
des Beschwerdeführers
auf
eine
Integritätsentschädigung
demzufolge zu Recht
verneint
. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen.