Decision ID: 42ea898d-fa90-48ae-b382-a79494950326
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976, gelernter
Hafner (
Urk.
6/4/7)
, arbeitete zuletzt vom 1
8.
Januar bis 3
1.
Dezember 2016
als
technischer Berater respektive
Aus
sendienstmitarbeiter bei der
Y._
in
Z._
(
Urk.
6/16/1-5;
Urk.
6/16/6
). Am 1
8.
Januar 2017 meldete er sich aufgrund einer Quetschung der Nervenbahn zwisch
en L4/5,
chronischen Schmerzen
sowie
Lähmungser
scheinungen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/6 S. 6
Ziff.
6.1) und stellte am 2
0.
Januar 2017 ein Gesuch
für eine
Umschulung (
Urk.
6/7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab und verneinte n
ach durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/20) mit Verfügung vom 2
9.
J
uni
2017 (
Urk.
6/21 =
Urk.
2) einen Rentenanspruch des Versicherten.
2.
Der Versicherte erhob am
7.
August 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
9.
Juni 2017 (
Urk.
2) und beantragte de
r
en Aufhebung und die Gewährung ei
ner Umschulung (
Urk.
1). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
September 2017 (
Urk.
5) das Nic
hteintreten auf die Beschwerde.
Am
1.
November 2017 fand eine Instruktionsverhandlung statt, zu welcher der Beschwerdeführer unentschuldigt nicht erschienen ist (
Urk.
7; Protokoll S. 2).
Daher
wurde ihm gleichentags
Frist angesetzt
, um zu erklären, weshalb er nicht erschienen ist.
Gleichzeitig wurde festgehalten, dass aus Sicht des Gerichts die anlässlich der Verhandlung
von der Beschwerdegegnerin
eingereichte Verfü
gung
vom 2
3.
Oktober 2017 (
Urk.
9), womit sie einen Anspruch des Beschwer
deführers auf Umschulung verneinte,
als mit der Beschwerde vom
7.
August 2017 mitangefochten gelte
(vgl. Verfügung vom
1.
November 2017,
Urk.
10)
.
Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 1
6.
November 2017 (
Urk.
13) Stellung.
Mit Beschluss vom 2
3.
November 2017 (
Urk.
14) wurde das Gesuch um Wiederholung der versäumten Instruktionsverhandlung abgewiesen und dem Beschwerdeführer
wurden
die unnötigerweise verursachten Prozesskosten in der Höhe von
Fr.
200.-- auferlegt.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
März 2018 (
Urk.
17) hinsichtlich des Umschulungsanspruchs die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
2.
März 2018 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
18)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
An
spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mas
snahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung
, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.2
Gemäss
Art.
17
IVG
hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (
Abs.
2). Als Umschu
lung gelten gemäss
Art.
6
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversiche
rung (IVV)
Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
1.3
Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmög
lichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der „annähernden Gleich
wertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebe
nen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliede
rung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch
genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20
%
erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3).
Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtspre
chung ist in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbsmög
lichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der versicherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen – gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme – ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Ein
kommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitativen Ausbildungsstand ei
nerseits und die damit zusammenhängende künftige Entwicklung der erwerbli
chen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksichtigung der ge
samten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, son
dern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame quali
tative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu berücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in
fine
und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatli
chen Leistungsrecht,
Diss
. Bern 1985, S. 186).
Massnahmen im Sinne von
Art.
17 IVG setzen subjektive und objektive Einglie
derungsfähigkeit voraus (AHI 1997 S. 82 E. 2b/
aa
; ZAK 1991 S. 179 unten f. E. 3). Nicht unter Umschulung fallen Massnahmen der sozialberuflichen Rehabili
tation (wie Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Aufbau der Arbeitsmotivation, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben der sozialen Grundelemente) mit dem primären Ziel, die Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person zu erreichen oder wieder herzustellen (ZAK 1992 S. 367 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts
I 527/00 vom 30. April 2001).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) fest,
dass dem Beschwerdeführer
aus medizinischer Sicht eine angepasste
Tätigkeit zu 100
%
zumutbar
sei
. Da die seit dem Jahr 2004 ausgeübten
Arbeiten
einer leichten Tätigkeit entsprächen, bestehe keine Einschränkung der A
rbeitsfähig
keit und daher
kein Anspruch auf IV-Leistungen (S. 1 f.).
In der Beschwerde
antwort (
Urk.
5) beantragte sie das Nichteintreten auf die Beschwerde, da be
schwerdeweise ein Anspruch auf Umschulung geltend
gemacht werde
, hierüber aber in der angefochtenen Verfügung nicht entschieden worden sei.
In der Verfügung hinsichtlich des Umschulungsanspruchs (
Urk.
9) verneinte
die Beschwerdegegnerin
sodann einen Anspruch
auf
berufliche Eingliederungs
massnahmen mit der Begründung, dass eine körperlich leichte Tätigkeit jener
Arbeit
entspreche, welche der Beschwerdeführer vor Eintritt der gesundheitli
chen Beeinträchtigung ausge
übt
habe. Somit erleide er keinen invaliditätsbe
dingten Minderverdienst (S. 2).
In der diesbezüglichen Beschwerdeantwort (
Urk.
17) führte sie ergänzend aus, dass der Beschwerdeführer hochqualifiziert sei und über ausgezeichnete Arbeitszeugnisse verfüge. Er sei damit grundsätz
lich für eine gleichwertige Erwerbstätigkeit ohne handwerklichen Einsatz auch ausserhalb
der
Ofenbau
branche
befähigt. Es bestehe keine Notwendigkeit einer Umschulung zur Ausübung einer gleichwertigen Erwerbstätigkeit (S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1),
die getätigten Abklärungen bezüglich seiner beruflichen Tätigkeiten seien feh
lerhaft und nicht realitätsbezogen. Diese würden auf Vermutungen basieren. Auch wenn der Titel der jeweils bekleideten Funktion
dies vermuten lasse, sei keine
der seit dem Jahr 2004 ausgeübten Tätigkeiten ohne handwerklichen Ein
satz gewesen (S. 1).
Er
müsse eine körperliche Entlastung im beruflichen Alltag
finden
(S. 2).
In der Ofenbau
branche
gebe
es
keine Projektleiterjobs ohne hand
werkliche Leistung
. Eine Umschulung sei der einzige Weg, um wirtschaftlich wieder Fuss zu fassen. Sein Fokus liege in sozialen Berufen. Falls das Aufnah
meverfahren einschliesslich Probearbeit erfolgreich
sei
, sehe er seine Zukunft als Pflegefachmann HF (S. 3 f.).
2.3
Da sich d
er Beschwerdeführer ausdrücklich für eine Umschulung angemeldet
hat (
Urk.
6/7), ist
nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung
(
Urk.
2)
lediglich
über den Rentenanspruch entschie
den und den Anspruch auf
eine Umschulung
nicht
explizit
geprüft hat.
Die Verneinung
des
Rentenanspruch
s
w
urde
nicht bestritten.
Ausserdem erweist sich die Verfügung als widersprüchlich, ist als Titel
zwar „
kein A
nspruch auf ei
ne Invalidenrente“
aufgeführt, wogegen in den Erwägungen erwähnt wird, dass
kein Anspruch auf IV-Leistungen besteht, worunter auch die beruflichen Mass
nahmen und somit der Um
schulungsanspruch fallen würden.
Strittig und zu prüfen ist einzig, ob
d
er
Beschwerdeführer
Anspruch auf berufli
che Massnahmen in Form einer Umschulung hat.
Das hiesige Gericht hat bereits festgehalten, dass d
ie von der Beschwerdegegnerin diesbezüglich nachträglich erlassene, leistungsverweigernde Verfügung vom 2
3.
Oktober 2017 (
Urk.
9) als mit der Beschwerde mitangefochten
gelte
(vgl.
Urk.
10).
3
.
3.1
Aus medizinischer Sicht liegt ein am 2
4.
Februar 2017 bei der
Beschwerdegeg
nerin eingegangener
Bericht (
Urk.
6/17) von
Dr.
med.
A._
, Fachärz
tin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
bei
den Akten.
Diese
nannte
folgende Diagnose mit Aus
wirkung auf die Ar
beitsfähigkeit
(S. 1
Ziff.
1.1):
-
belastungsabhängiges
radikuläres
Syndrom L5 links rezidivierend bei:
-
Anulusriss
-
Bandscheibendegeneration mit
rezessaler
Stenose L4/5
-
Bandscheibendegeneration L5/S1
Der Beschwerdeführer sei seit dem 1
8.
Januar 1017 in der bisherigen Tätigkeit als Ofenbauer zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2
Ziff.
1.6). Das Heben von Gewich
ten von 20-25 kg
sowie das
Verschieben von Gewichten von bis zu 250 kg sei ihm nicht möglich. Die bisherige Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar (S. 2 f.
Ziff.
1.7). In einer adaptierten Tätigkeit sei eine volle Arbeitsfähigkeit zu erwar
ten – Umschulung (S. 3
Ziff.
1.9).
3.2
Hinsichtlich der Erwerbsbiographie
des Beschwerdeführers
ist aktenkundig, dass
er
die Lehre als Hafner erfolgreich abgeschlossen
und
unter anderem a
uch das Handelsdiplom KLZ sowie das Diplom als technischer Kaufmann KLZ erworben
hat
(
Urk.
6/4/7;
Urk.
6/4/15-16).
Anhand der in den
Arbeitszeugnissen beschrie
ben
en
Aufgaben
bereiche
ergibt sich
, dass
er
seit etwa dem Jahr 2004
in seiner beruflichen Stellung
überwiegend
administrative Aufgaben wahr
genommen hat
, so auch in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bei der
Y._
(vgl.
Urk.
6/4/8-13;
Urk.
6/16/6).
In
einer
solch kaufmännischen
Tätigkeit
ist er
aus
gesundheit
lichen Gründen
nicht eingeschränkt
. Einzig die
körperlich schwere
Tätigkeit als Ofenbauer
wird
nachvollziehbar
als nicht mehr zumutbar erachtet (vorstehend E. 3.1)
.
Da
gestützt auf die vorhandenen Akten
hinsichtlich der bisherigen Tä
tigkeit
somit
von einer
im Wesentlichen
kaufmännischen Arbeit
auszugehen und
der Beschwerdeführer
in einer solchen
uneingeschränkt arbeitsfähig ist, liegt keine Invalidität vor und es ist auch nicht erkennbar, dass eine solche dro
hen würde. Entsprechend besteht
kein
Anspruch auf Massnahmen beruflicher Art.
3.3
Soweit
d
er
Beschwerdeführer
geltend macht, dass er in sämtlichen Anstellungen zeitweise auch handwerklichen Einsatz
auf der Baustelle
habe leisten müssen und es
in der Ofenbau
branche
keine Projektleiterjobs ohne handwerkliche Leis
tung gebe (vgl.
Urk.
1 S. 1 f.;
Urk.
6/11 S. 2),
mag dies
zwar
zutreffen
, vermag
jedoch
nichts
zu
ändern
, weshalb sich weitere Abklärungen hierzu erübrigen
.
So hat die Invalidenversicherung im Sinne des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes nur dann umzuschulen, soweit dies zur Wiedereingliederung, begrenzt durch das vor dem Invaliditätseintritt innegehabte Erwerbsniveau, erforderlich ist (vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, IVG,
3.
Auf
-
lage
, Zürich/Basel/Genf 2014,
Rz
45 zu
Art.
17).
Durch
die
absolvierten
Zusatza
usbildungen und d
ie jahrelange kaufmännische
Berufserfahrung
mit Kenntnissen im Aussen- und Innendienst, im Einkauf und Verkauf, in der Bera
tung und Vertragsverhandlung, in der Lehrlingsausbildung, in der Vermarktung
sowie auch in der Projektleitung, Planung und Bauleitung (vgl. hierzu die Ar
beitszeugnisse in
Urk.
6/4/8-13 und
Urk.
6/16/6)
ist
davon auszugehen, dass
e
i
ne gleichwertige Erwerbstätigkeit in einer anderen Branche ohne körperlichen Einsatz möglich
ist
, womit sich eine Umschulung nicht als notwendig erweist
.
So beträgt der standardisierte Monatslohn im Jahr 2014 für eine männliche nicht akademische kaufmännische Fachkraft, worunter der Beschwerdeführer zu zählen ist,
Fr.
7'897.-- (vgl. LSE 2014, T17,
Ziff.
33, Total), was für das Jahr 2016 – angepasst an die durchschnittliche Arbeitszeit und Nominallohnentwick
lung - einem Einkommen von
rund
Fr.
99’682.-- entspricht (
Fr.
7’897.
-- :
40 x 41.7 x 12 x 1.003 x 1.006). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bei der
Y._
verdiente der Beschwerdeführer im Jahr 2016
Fr.
83'489.-- und generierte auch in den Jahren zuvor jeweils ein Jahreseinkommen in der
Höhe
von
zirka
Fr.
80'000.-- (vgl.
den
Auszug
aus dem individuellen Konto
,
Urk.
6/12
S. 2
). Es wäre ihm daher bereits ohne Umschulung möglich, sogar ein leicht höheres als das zuletzt erzielte Einkommen zu generieren.
Dass ihm
, wie geltend gemacht (
Urk.
1 S. 2),
ein Brancheninsider beim Bewe
rbungs
prozess allenfalls vorgezo
gen w
ird
, hat nicht die Invalidenversicherung zu verantworten.
3.4
Ausserdem
ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer angestrebte Tätig
keit als Pflegefachmann
körperlich
ebenfalls
stark belastend ist und damit
wahrscheinlich
keiner aus medizinischer Sicht angemessenen
behinderungsan
gepassten Arbeit
zu entsprechen vermag.
Entgegen den Ausführungen der Be
schwerdegegnerin (vgl.
Urk.
17 S. 2) würde es sich dabei
nach Vergleich des zu
letzt erzielten Verdiensts in der Grössenordnung von
Fr.
80'000.-- (vgl.
Urk.
6/12
S. 2
) mit dem standardisierten Durchschnittseinkommen für Männer
im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen (vgl. LSE 2014, TA1_tirage_skill_level,
Ziff.
86-88, Total) in der Höhe von
rund
Fr.
87'463.-- im Jahr 2016 (
Fr.
6'929.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.003 x 1.006)
immerhin
um eine wirtschaftlich gleichw
ertige Erwerbstätigkeit handeln.
3.5
Nach dem Gesagten
ist der Beschwerdeführer zwar in der körperlich schweren Tätigkeit als Ofenbauer nicht mehr arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit
, wozu auch die zuletzt ausgeübte
Arbeit
zu zählen ist,
ist er aus gesundheitli
chen Gründen
indessen
nicht eingeschränkt, weshalb mangels (drohender) Inva
lidität kein Anspruch auf eine Umschulung besteht. Auch
vermag er bereits oh
ne Umschulung
eine gleichwertige Erwerbstätigkeit in einer anderen Branche ohne
jeglichen
körperlichen Einsatz
auszuüben.
Die angefocht
ene Verfügung erweist
sich d
aher als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
4
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
5
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden
Beschwerdeführer aufzuerle
gen.