Decision ID: a1b2ea05-edbf-4837-bb1d-299d739006d9
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1979 geborene und als Servicefachangestellter tätig gewesene
X._
meldete sich am 2
4.
Januar 2013 (Eingangsdatum bei der IV-Stelle) unter Hinweis auf eine Einschränkung des Sehvermögens, Depression und weitere gesundheit
liche Beeinträchtigung
en
infolge eines Unfalls vom 2. Oktober 2012
(
Faustschlag auf das linke Auge, Urk. 6/16/17
)
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversi
cherung an (Urk. 6/3).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, tätigte erwerblich-berufliche Abklärungen und
zog die Akten des Unfall
versicherers bei
, in dessen Auftrag ein augenfachärztliches (Expertise vom 2. No
vember 2016, Urk. 6/88/14-28) und ein psychiatrisches
Gutachten
erstattet wur
de
n
(Expertise vom 1
0. August 2017,
Urk.
6/92/3-81)
.
Mit Mitteilung vom 9. Juni 2016 schloss die IV-Stelle die berufliche Eingliederung ab
und hielt fest, dass
X._
über keine Eingliederungsfähigkeit verfüge
und deshalb
diesbezüg
liche Massnahmen nicht möglich
seien
(Urk. 6/82).
Nach durchgeführtem Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 6/100, Einwand Urk.
6/107 und
6/
111) sprach die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. September 2018 (Urk. 2) eine vom 1. Oktober 2013 bis 30. November 2017 befristete ganze Rente zu
.
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom 8. Oktober 2018 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, es sei in Abänderung der Verfügung vom 13. September 2018
auch für die Zeit ab 30. November 2017 eine
Rente
der Invalidenversicherung
zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
.
Sub
eventualiter
sei ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Weiter beantragte
X._
die Durchführung
eine
s
zweiten Schriftenwechsel
s
(
Urk.
1). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwe
rdeantwort vom 13. November 2018
auf Abwei
sung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. No
vember 2018 (Urk. 7) zur Kenntnis gebracht wurde.
Zugleich erachtete
das Sozi
alversicherungsgericht die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels als nicht erforderlich. Mit Eingabe vom 23. November 2018 verzichtete der Beschwerde
führer auf eine Replik (Urk. 8). Am 16. August 2019 legte der Beschwerdeführer den
Einspracheentscheid
der Unfallversicherung vom 8. August 2019 und w
eitere Akten ins Recht (
Urk.
9
, 10/1-8
). Dies wurde der Beschwerdegegnerin mit Verfü
gung vom 18. Februar 2020 zur Kenntnis gebracht und ihr zugleich eine Frist zur Stellungnahme eingeräumt (Urk. 11). Mit Eingabe vom 3. März 2020 (Urk. 12) verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Einreichung einer
Stellungnahme.
Das hiesige Sozialversicherungsgericht wurde a
m 12. März 2020 über eine
neue Rechtsvertretung des
Beschwerdeführer
s informiert (Urk. 13). Nach Gewährung der Akteneinsicht ersuchte die neue Rechtsvertretung mit Eingabe vom 25. März 2020 um
Entscheidfällung
(Urk. 17).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er
ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge
ben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.5
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle
Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na
mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu
stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG be
treffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE
135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge
geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerun
gen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bun
desgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt
(
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Ok
tober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, dass der Beschwer
deführer ab
2.
Oktober 2012 erheblich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei
, was ein
en
Anspruch
auf eine ganz
e Invalidenrente begründe
. Per 13. Mai 2015 sei es zu einer leichten Verbesserung des Gesundheitszustands ge
kommen, sodass
sich
ein Inval
iditätsgrad von 80 % ergeben
h
abe. Seit 1
1.
August 2017 bestehe
wieder e
ine 100%ige Arbeitsfähigkeit
.
Aus diesen Gründen
sei eine befristete ganze Rente zuzusprechen (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer
brachte
demgegenüber
vor
,
dass sich die Beschwerdegeg
nerin auf ein beweisunta
ugliches Gutachten stütze. Da
s psychiatrische Gutachten genüge den Anforderungen der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht. Es handle sich zudem um ein tendenziöses und nicht widerspruchsfreies Gutach
ten, welches dem Beschwerdeführer zu Unrecht Aggravation unterstelle.
Die
Sa
che
sei deshalb
zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei
sen.
Im Übrigen sei
eine unbefristete ganze
Rente zuzusprechen (Urk. 1). Mit Ein
gabe vom 16. August 2019
machte der Beschwerdeführer zudem
einen leidens
bedingten Abzug im Umfa
ng von 15 %
,
unter Verweis auf den
Einsprache
en
t
scheid
des Unfallversicherers,
geltend
(
Urk.
9).
3.
3.1
Die für die befriste
te
Rentenzusprache
massgebliche medizinische Grundlage
bil
den das augenärztliche Gutachten vom
2.
November 2016
(Urk. 6/88/14)
und das psychiatrische Gutachten vom 10. August 2017
(Urk. 6/92/3)
.
3.2
Dr.
med.
Y._
, Oberärztin
m.e.V
.
,
Stadtspital
Z._
,
hielt im augenärzt
lichen Gutachten vom 2. November 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 6/88/23):
-
Recht
e
s Auge:
-
Funktionelle Einäugigkeit
-
Keratokonus
-
Kontaktlinsen-Unverträglichkeit bei Verdacht auf neuropathisches Schmerzsyndrom
-
Qualitative Benetzungsstörung
-
Linkes Auge:
-
Hornhaut-Transplantat-Versagen
-
Qualitative und quantitative Benetzungsstörung
-
Zustand nach perforierender Keratoplastik aufgrund
Keratokonus
am 19.03.2002
-
Zustand nach
Bulbusruptur
am 2.10.2012 mit Ruptur der Keratoplastik-Narbe,
Aniridie
,
Aphakie
, Glaskörperprolaps
-
Zustand nach Inspektion, Wundversorgung,
Vitrektomie
am 3.10.2012
-
Zustand nach Re-perforierender Keratoplastik und Einnähen einer
Aniridielinse
in den
Sulcus
bei Transplantat-Dekompensation,
Apha
kie
,
Anir
i
die
am 9.04.2014
-
Zustand nach Pars
plana
Vitrektomie
23G,
Endolase
rkoagulation
, Luft am 22.09.2014
bei Sekundärglaukom
-
Zustand nach
Baerveldt
-Tube-Implantation via Pars
plana
am 28.10.2014 bei Sekundärglaukom
-
Zustand
nach
Re-Pars
plana
Vitrektomie
23G,
PFC
,
Endolaser
, SF6 bei
Macular
pucker
am 20.02.2015
-
Zustand nach Re-Re-Pars
plana
Vitrektomi
e
,
PFC
,
Endolaser
, C3F8 am 8.04.
2015 bei subtotaler
Amotio
-
Zustand nach Druckentgleisun
g am 12.04.2015 bei Gas in der V
order
kammer und
subkonuktival
bei
Baerveldt
-Tube
Dr.
Y._
führte aus
,
es liege nach schwerer Verletzung des linken Auges mit Ver
lust der zentralen Sehschärfe eine unfallbedingte, funktionelle Einäugigkeit des rechten Auges vor. D
em Beschwerdeführ
er
sei
die angestammte Tätigkeit
aus ophthalmologischer Sicht mit optimaler Korrektur (Kont
aktlinse) zwar noch zu
mutbar
, jedoch
sei
durch den Verlust des räumlichen Sehvermögens zum Beispiel das Einschenken von Gläsern
erschwert
. Im Zusammenhang mit der Serviertätig
keit bestehe eine schlechte Sicht auf den Boden, was mit einer erhöhten Sturzge
fahr verbunden sein könnte. Deshalb sei aus ophthalmologischer Sicht eine Tä
tigkeit als Kellner nicht empfohlen.
Zumutbar seien Berufe wie Gärtner
, Polsterer, Bäcker, Buchbinder oder
Physiotherapeut. Bildschirmtätigkeiten mit adäqua
ter Arbeitsplatzausstattung seien
auch für hochgradig Sehbehinderte und ohne Ri
siko für den Berufstätigen geeignet und
könnten
auch bei potentiell fortschrei
tender unfallunabhängiger Sehv
erschlechterung am rechten Auge weiterhin aus
geführt werden
. Aufgrund der Benetzun
gsstörung müssten regelmässig
Pausen zur
Tropfenapplikation gewährleistet sein. Die maximal zumutbare Arbeitszeit in Stunden in einer angepassten Tätigkeit betrage aus ophthalmologischer Sicht mit optimaler Korrektur (Kontaktlinse) aktuell
täglich
zwei Stunden
. Die
Einschrän
kung ergebe sich aus der vom Beschwerdeführer aktuell subjektiv angegebenen massiven Kontaktlinsenunverträglichkeit. Mit einer
Brillenkorrektur
sei nicht die gleiche
Sehschärfe
zu erreichen
. Darüber hinaus habe
der Beschwer
deführer er
zählt
, dass
beim Tragen einer Brille
starker
Schwindel
auftrete
. Ohne Korrektur sei die Sehschärfe massiv reduziert und
unter diesen Umständen
nur eine einer starken Sehbehinderung angepasste Tätigkeit,
beispielsweise
eine
solche
in einer Seh
behindertenwerkstatt
,
möglich (Urk. 6/88/25 f.)
. Weiter stellte
Dr.
Y._
fest, dass keine wesentliche Verbesserung der Sehkraft des linken Auges zu erwarten sei. Es bestehe
sodann
ein
zwar
sehr geringes
aber doch vorhandenes
Risiko
für die
Entwicklung einer sympathischen Ophthalmie, welche im Verlauf zu einer chronischen Entzündung des betroffenen sowie des Gegenauges mit potentieller Erblindungsgefahr führen könnte. Daher seien nach solch schweren Verletzungen generell lebenslänglich mindestens einmal jährlich Kontrollen beider Augen zu empfehlen (Urk. 6/88/26). Vorliegend sei es das Ziel, die Sehkraft des rechten Auges möglichst zu stabilis
ieren oder gar zu verbessern. Dabei
bestehe eine un
fallunabhängige krankhafte Vorwölbung der Hornhaut bei instabilem Hornhaut
kollagen, welche normalerweise langsam progredient verlaufe. Die massive Kon
taktlinsenunverträglichkeit des Beschwerdeführers sei einschränkend, weshalb aktuell der Versuch der Versorgung mittels
Minisklerallinsen
erfolge. Zeige dies kein Erfolg oder schreite die Hornhautvorwölbung weiter fort, bestehe die Mög
lichkeit eines
Crosslinkings
und allenfalls müsse
auch am rechten Auge
eine Hornhauttr
a
nsplantation durchgeführt werden
(Urk. 6/88/27).
Aus dem Gutach
ten geht sodann hervor, dass sich die subjektiv massive Schmerz- und Lichtemp
findlichkeit des rechten Auges nicht habe objektivieren lassen. A
u
ch die subjektiv massivste Kontaktlinsenunverträglichkeit sei durch die zu erhebenden Befunde aus ophthalmologischer Sicht nicht eindeutig objektivierbar, sodass
ein
Verdacht auf ein neurop
athisches Schmerzsyndrom vorliege
(Urk. 6/88/23).
3.3
Im psychiatrischen Gutachten vom 1
0.
August 2017 stellte
Dr.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 6/92/71)
:
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41)
. Diagnose sei sicher.
-
Narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8), differentialdiagnos
tisch: kombi
n
ierte Persönlichkeitsstörung mit Merkmalen des Narzissmus und der Dissozialität
(ICD-10: F61.0). Diagnosen seien überwiegend wahr
scheinlich.
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt
Dr.
A._
folgende Diagnosen fest (Urk. 6/92/71):
-
Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung: Symptomausweitung (Z73.4). Diagnose sei überwiegend wahrscheinlich.
-
Probleme bei bestimm
t
en psychosozialen
Umständen: unter gutachterli
chen
Untersuchungsbedingungen überzeichnet dargebotener Symptom
vortrag vom Typ der Aggravation (Z02.6). Diagnose sei überwiegend wahrscheinlich.
-
Sonstige Reaktionen auf schwere Belastung, näher bezeichnet: Posttrau
matische Verbitterungsstörung (F43.8). Diagnose sei möglich.
Dr.
A._
führte aus
, dass der Beschwerdeführer beim Betreten der Praxis ein zuckendes Verhalten (Schleudern
der Arme und Hände nach oben,
den Kopf nach links, rechts und hinten) an den Tag gelegt habe. Hierzu habe der Beschwerde
führer erklärt, dass er sich auf die
se Art darüber orientiere
, was hinter seinem Rücken geschehe.
Dr.
A._
hielt
hierzu
fest, dass dieses
Verhalten
nicht regel
haft und infolge
von
Geräusche
n
oder andere
n
überraschende
n
Sinneseindrü
cke
n
, die eine drohende Gefahr signalisieren könnten, erf
olge. Es scheine, als ob dieses
Verhalten anderen Einflüssen und Motiven unterliege
(Urk. 6/92/39)
. An
lässlich der Untersuchung habe der Beschwerdeführer angespannt gewirkt und seine Körperhaltung sei abweisend gewesen. Da der Beschwerdeführer eine Son
nenbrille getragen habe
,
sei ein Blickkontakt nicht möglich gewesen.
Der Be
schwerdeführer habe sich
präsent, hellwach und bei klarem Bewusstsein präsen
tiert. Es hätten sich keine Hinweise für Orientierungsstörungen oder defizitäre Gedächtnisleistungen ergeben und die geistige Spannkraft sei über den gesamten Unters
uchungszeitraum erhalten geblieben
.
Die Gesprächsführung habe sich als schwierig erwiesen und die phasenweise brüsken, zornig-erregt
en
und aggressiv-zurückweisenden Reaktionen des Beschwerdeführers hätten dazu geführt, dass die Untersuchung auf das Wichtigste
beschränkt
und gewisse Aspekte nicht wei
ter vertieft worden seien.
Der Beschwerdeführer sei durchwegs
dysphorisch
-ag
gressiv-depressiv gestimmt gewesen (Urk. 6/92/40). Der formale Gedankengang sei klar, kohärent und in sich folgerichtig
gewesen
(Urk. 6/92/41).
Dr.
A._
di
agnostizierte einen narzisstischen Modus in der Aufrechterhaltung von Schmerz beziehungsweise einen narzisstischen Stil der
Traumaverarbeitung
. Es sei eine Überkompensation eines depressiven Grundgefühls der Bedürftigkeit, der Selbst
zweifel und der Empfindlichkeit zu erkennen.
Die
Kompensation zeige sich in der Überbeto
nung des früheren beruflichen Erfolgs
, der Bega
b
ungen, des Ansehens, des uneingeschränkten Glücks, welches sich der Beschwerdeführer geschaffen habe. Der Beschwerdeführer
erzähle von einer
Erfolgsges
ch
ichte bis zum Vo
rfall am 2. Oktober 2012 und dass seine
Verzweiflung über den
danach erfolgten
Ab
sturz
dramatisch
sei
.
Die in den letzten Jahren erfolgte Gründung seiner Familie habe der Beschwerdeführer hingegen nicht erwähnt.
Die glorifizierte Erinnerung an die im frühere
n
Berufsleben erzielten Erfolge
werde damit aufrechterhalten
, indem das ganze Ausmass des heutigen Unvermögens den
gesundheitlichen
Be
schwerden zugeschrieben werde (Urk. 6/92/42).
Dr.
A._
ging
von einer psycho
prothetischen Funktion der Symp
tombildung aus (Urk. 6/92/43).
Die
Art,
der
Ver
lauf und
die
Ausprägung der sich nach dem Unfall manifestierenden psychischen Phänomene seien wie fo
lgt zu erklären: Erstens
bestehe ein
Vorzustand
in der Form
eines persönlichkeitsimmanenten Strukturdefizits
, was dem
Rang einer Per
sönlichkeitsstörung
entspreche. Zweitens seien die
Symptomausweitung und der teilweise nicht-authentische und überzeichnend (
aggravatorisch
) dargebotene Symptomv
ortrag
als Ausdruck
eines
nicht störun
gswertigen Phänomens zu wer
ten
.
Der Unfall und seine Folgen würden nicht ursächlich zu begründen vermö
gen, was in psychiatrischer Hinsicht nach dem Unfall festzustellen sei (Urk. 6/92/68). Weiter
hielt
Dr.
A._
fest
, dass
sich
aus dem Symptomvo
rtrag
im Ganzen k
ein verlässliches, kein valides
,
den Gutacht
er überzeugendes
Bild der tatsächlichen Verhältnisse ergebe
n habe
(Urk. 6/92/70). Es würden unfallfremde Faktoren bestehen, die den Heilverlauf und die Reintegration beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massgeblich beeinträchtig
t
en, nämlich die Persönlichkeitsstörung (F-Diagnose) und
die nicht störungswertigen Z-Diag
nosen (Urk. 6/92/72). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, der zumutbaren Tätigkeiten und
des
Arbeitsumfang
s
hielt
Dr.
A._
fest, dass die Beantwortung dieser Frage
n
insofern entfalle, als sich eine unfallkausale Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit psychiatrisch nicht habe begründen lassen
. Der Status quo sine sei heute sicher erreicht (Urt. 6/92/73
f.).
Schliesslich war
Dr.
A._
der Ansicht, dass die Prognose ungünstig sei (Urk. 6/92/78).
4.
4.1
Wie dargelegt
(
E. 1.4
hiervor), hat ein medizinisches Gutachten gewissen juristi
schen Anforderungen zu genügen, die für den Beweiswert des in Frage stehenden Arztberichtes entscheidend sind. Im Rahmen dieser formellen Kriterien ist es Auf
gabe
des Arztes oder der Ärztin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person arbeitsunfähig ist. In diesem Sinne lautet die normativ be
stimmte Gutachterfrage, wie die sachverständige Person das Leistungsvermögen einschätzt (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinwe
isen, BGE 141 V 281 E. 5.2.2).
4.2
Das augenärztliche Gutachten beruht auf allseitigen Untersuchungen, be
rücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie die Vorakten und ist in der Darle
gung der medizinischen Zusammenhänge sowie in der Beurteilung der medizini
schen Situation einleuchtend.
Dr.
Y._
zeigte auf, dass nach schwerer Verletzung des linken Auges mit Verlust der zentralen Sehsch
ärfe eine funktionelle E
inä
u
gigkeit des rechten
Auges vorliegt. Dementsprechend
sind
sämtliche Arbeiten, welche ein hohes räumliches Auflösungsvermögen verlangen oder eine potenti
elle Verletzungsgefahr
beinhalten, für den Beschwerdefü
hrer nicht zumutbar.
Dr.
Y._
war der Ansicht,
dass die angestammte Tätigkeit bei optimaler Korrektur
(Kontaktlinse)
dem Beschwerdeführer
noch zumutbar sei
(vgl. E. 3.2)
. Die Frage nach dem zum
utbaren Umfang der
Tätigkeit liess
sie
allerdings
unbeantwortet.
Dr.
Y._
hielt sodann fest,
dass die maximal zumutbare Arbeitszeit in einer an
gepassten Tätigkeit mit optimaler Korrektur (Kontaktlinse) aktu
ell zwei Stunden täglich betrage
. Die Einschränkung ergebe sich aus der vom Beschwerdeführer aktuell subjektiv angegebenen massiven Kontaktlinsenunverträglichkeit.
In
die
sem Zusammenhang
erwähnte
Dr.
Y._
den Verdacht auf ein neuropathisches Schmerzsyndrom
(
vgl. E. 3.2
).
Ob sich dieser Verdacht hat bestätigen lassen oder ob angesichts der nicht eindeutig objektivierbaren Klagen einer massiven Kon
taktlinsenunverträglichkeit (E. 3.2) vielmehr von einer höheren Restarbeitsfähig
keit in angepassten Tätigkeiten auszugehen wäre, lässt sich nicht abschliessend feststellen. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass der nunmehr behandelnde Facharzt für Ophthalmologie,
Dr.
med.
B._
, mit Schreiben vom
3.
Juni 2019 zu Händen des Beschwerdeführ
e
rs eine angepasste Beschäftigung während vier bis fünf Stunden täglich für zumutbar erachtete (
Urk.
10/3). Nachdem er sich aber zur Frage der Kontaktlinsenunverträglich nicht weiter äusserte beziehungs
weise sich mit der im Gutachten von
Dr.
Y._
aufgeworfenen Frage nicht ausei
nandersetzte, kann auch nicht ohne Weiteres auf seine Einschätzung abgestellt werden. Angesichts dessen lassen die aufliegenden Akten eine abschliessende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus ophthalmologi
scher Sicht nicht zu.
4.3
Im
psychiatrische
n
Gutachten
setzte sich
Dr.
A._
detailliert mit den vom Be
schwerdeführer geklagten Beschwerden auseinander
,
erstellte
seine Beurteilung in
Kenntnis der wesentlichen Vorakten und die daraus unter N
ennung der medi
zinischen Zusammenhänge gezoge
nen Schlussfolgerungen
leuchten
grundsätz
lich ein.
Dr.
A._
diagnostizierte eine chronische Schmerzstörung mit somati
schen und psychischen Faktoren sowie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, welche sich auf die Arbeitsfähigkei
t des Beschwerdeführers auswirk
t
e
n
(vgl. E. 3.3)
. Eine Disku
ssion über die verbleibende Res
t
arbeitsfähigkeit sowie die Er
stattung eines
Anforderungsprofils an
eine angepasste Tätigkeit fehlen
allerdings
. Aus dem Gutachten geht
hervor, dass sich
Dr.
A._
aus dem Symptomvortrag kein verlässliches und kein valides Bild der tatsächlichen Verhältnisse machen konnte.
D
ie Beantwortung der Fragen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers, der zumutbaren Tätigkeit u
nd
des zumutbaren
Arbeitsumfang
s
würden sich erübrigen
, da keine unfallkausale Einschränkung der Arbeitsfähig
keit in p
sychiatrischer
Hinsicht vorliege
(
vgl.
E. 3.3).
Damit bleibt die Frage, ob eine für die Invalidenversicherung relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht vorliegt, unbeantwortet
.
Ferner hat gemäss der Recht
sprechung des Bundesgerichts für sämtliche psychiatrischen Erkrankungen un
abhängig von der diagnostischen Einordnung bei psychischen Leiden in der Regel eine umfassende Prüfung anhand der Standardindikatoren zu erfolgen (vgl. vor
stehend
E.
1.3).
Eine Indikatorenprüfung erwei
st sich jedoch gestützt auf das vor
liegende Gutachten
als nicht möglich.
4.4
Der
RAD-Arz
t
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Chi
rurgie
,
nahm zu den
Gutachten von
Dr.
Y._
und
Dr.
A._
Stellung
und ging
schliesslich
von einer
vom 13. Mai 2015 bis 10. August 2017
an
dauernden
Arbeitsunfähigkeit im Um
fang von 80 %
aus. Danach und
bis auf Weiteres
liege eine 100%ige
Arbeitsfä
higkeit
vor
.
Dr.
C._
führte
aus
, dass gemäss dem psychiatrischen Gutachten keine unfallkausale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege. Würde eine an
derweitige relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus
psychiatrischer Sicht vorliegen
, hätte sich der Psychiater
hierzu
äussern müssen
(Urk. 6/98/11).
Vorlie
gend ist nicht ausser Acht zu lassen, dass vor allem die Beantwortung der Frage nach der Unfallkausalität der psychischen Aspekte i
m Fokus des psychiatrischen Gutachtens
lag.
So wird i
m
psychiatrischen Gutachten
denn auch
explizit festge
halten, dass sich die Beantwortung der Frage nach der verbleibenden Restarbeits
fähigkeit erübrige,
nachdem die Unfallkausalität
der
psychischen Aspekte
habe verneint werden können
(
vgl.
E. 3.3).
Es
kommt hinzu
, dass
Dr.
C._
, als nicht fachkundiger Arzt, von einer guten Prognose in psychiatrischer Hinsicht ausgeht, im psychiatrischen Gutachten
hingegen eine ungünstige
Prognose
festgehalten wurde
(Urk. 6/92/78)
.
Hierzu erklärte
Dr.
C._
,
dass es
an einer
Begründung der ungünstigen Prognose des psychiatrischen Gutachters
fehle
(Urk. 6/98/11)
.
Eine Begründung der besagten günstigen Prognose lieferte allerdings auch
Dr.
C._
nicht.
B
ei der sehr knapp gehaltenen und unzureichend begründeten Beurteilung
von
Dr.
C._
handelt es sich sowohl in Bezug auf die psychiatri
schen als auch hinsichtlich der ophthalmologischen Aspekte
nicht
um eine fach
ärztliche Einschätzung. Die für den Beweiswert von medizinischen Beurteilungen durch einen RAD-Arzt/in massgebenden Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5) sind daher nicht erfüllt, womit
auch
die Stellungnahme
von
Dr.
C._
keine ab
schliessende Beurteilung der tatsächlich vorhandenen Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
zulässt.
4.5
Vor diesem Hintergrund ist festzuhalten, dass aufgrund der vorliegenden Akten eine
abschliessende
Beurteilung des Gesundheitszustandes und dessen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
nicht
möglich ist. Die Sa
che ist daher unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 13. September 2018 an die Beschwerdege
gnerin zurückzuweisen, damit diese
-
unter Berück
sichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den psychischen Er
krankungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2018 vom 2. Dezember 2019 E. 3 mit Hinweisen)
-
die erforderlichen medizinischen Abklärungen veranlasse
.
Danach
hat die Beschwerdegegnerin erneut über die Sache zu entscheiden.
In diesem Sinn ist die
Beschwerde
gu
t
zuheissen
.
5
.
5
.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen).
Da es um die Bewilligung oder Verwei
gerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegeg
nerin aufzuerlegen.
5
.2
Ausgangsgemäss steht dem Beschwerdeführer
eine Prozessen
tschädigung zu, die gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit §
34 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der
Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Bar
auslagen zu bemessen und unter Berücksichtigung dieser Grundsätze auf Fr.
1
'
65
0.--
(inkl. Mehrwertsteuer un
d Barauslagen) festzusetzen ist.