Decision ID: 16207e63-325c-45e0-90d6-11ec9333b9ba
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
betreffend Ehescheidung (unentgeltliche Rechtspflege)
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  am Bezirksgericht Bülach vom 18. Oktober 2018 (FE180240-C)
Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 15. April 2019 (vormaliges Verfahren: PC180038-O)
- 2 -
Nach Einsicht in das Urteil des Bundesgerichts, II. zivilrechtliche Abteilung, vom
15. April 2019 (Urk. 1),
in der Erwägung,
dass das Bundesgericht den Entscheid der erkennenden Kammer vom
13. Februar 2019 (Prozess-Nr. PC180038, Urk. 8) aufhob und die Sache zur wei-
teren Behandlung an die hiesige Instanz zurückwies (Urk. 1 S. 6 Dispositiv-
Ziffer 1),
dass das Bundesgericht die Mittellosigkeit der Parteien als offensichtlich gegeben
erachtete (Urk. 1 S. 4 E. 4),
dass darüber hinaus das Scheidungsbegehren der Gesuchstellerin und Be-
schwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin) im vorinstanzlichen Verfahren nicht
aussichtslos erscheint (BSK ZPO - Rüegg/Rüegg, Art. 117 N 18),
dass ausserdem die Notwendigkeit der Vertretung im Sinne von Art. 118 Abs. 1
lit. c ZPO im zu weiten Teilen von der Dispositionsmaxime beherrschten Schei-
dungsprozess zu bejahen ist (BSK ZPO - Rüegg/Rüegg, Art. 118 N 11), zumal die
Gesuchstellerin der deutschen Sprache offenbar nur beschränkt mächtig (Pro-
zess-Nr. FE180240, Prot. S. 3) und auch die Gegenseite anwaltlich vertreten ist,
dass in Gutheissung der Beschwerde Dispositiv-Ziffer 1 der Verfügung des Ein-
zelgerichts am Bezirksgericht Bülach vom 18. Oktober 2018 (Prozess-
Nr. FE180240, Urk. 23; Prozess-Nr. PC180038, Urk. 2) aufzuheben und der Ge-
suchstellerin für das vorinstanzliche Scheidungsverfahren die unentgeltliche
Rechtspflege zu gewähren ist (vgl. Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO),
dass die Gesuchstellerin auf die Bestimmung von Art. 123 Abs. 1 ZPO aufmerk-
sam zu machen ist, wonach sie zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet
ist, sobald sie dazu in der Lage sein wird,
dass bei diesem Verfahrensausgang für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfah-
ren keine Gerichtskosten zu erheben sind (§ 200 lit. a GOG),
- 3 -
dass ferner die Gesuchstellerin für das Beschwerdeverfahren gestützt auf Art. 106
Abs. 1 ZPO aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist,
dass die Parteientschädigung gestützt auf § 13 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 5 und § 6
AnwGebV auf Fr. 1'100.00 zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuerersatz (vgl. Prozess-
Nr. PC180038, Urk. 1 S. 2), total Fr. 1'184.70, festzusetzen ist,
dass die Gesuchstellerin auch im Beschwerdeverfahren um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege ersucht,
dass sich das Armenrechtsgesuch der Gesuchstellerin für das Beschwerdeverfah-
ren als gegenstandslos erweist, nachdem sie keine Gerichtskosten zu tragen hat,
für ihre Aufwendungen entschädigt wird und die vom Beschwerdegegner zu leis-
tende Parteientschädigung ohne weiteres als einbringlich gelten kann (vgl. BGer
5A-407/2014 vom 7. Juli 2014, E.2.2),

Considerations: