Decision ID: 080c2c4a-7221-590a-9dc6-90d5f8b929ee
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 28. Oktober 2020 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte (Akten des SEM [...] / N [...] [SEM-act.] 1),
dass das SEM mit Verfügung vom 27. Januar 2021 (SEM-act. 31) – eröffnet
am 1. Februar 2021 (SEM-act. 33) – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1
Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung
aus der Schweiz nach Rumänien anordnete und den Beschwerdeführer
aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerde-
frist zu verlassen,
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-
deführer anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. Februar 2021 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob (Akten
des BVGer [Rek-act.] 1),
dass er beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die
Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten und es materiell
zu behandeln, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zum neuen Ent-
scheid zurückzuweisen,
dass ferner der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei und
die Vollzugsbehörden anzuweisen seien, von einer Überstellung nach Ru-
mänien abzusehen,
dass schliesslich auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten
und ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
9. Februar 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3
AsylG),
dass mit superprovisorischer Massnahme vom 9. Februar 2021 der Vollzug
der Überstellung des Beschwerdeführers einstweilen ausgesetzt wurde
(Rek-act. 2),
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Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass als staatsvertragliche Grundlage die Verordnung (EU) Nr. 604/2013
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fest-
legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der
für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen
in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-
ständig ist, (nachfolgend: Dublin-III-VO, ABl. L 180/31 vom 29.6.2013) zur
Anwendung kommt,
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dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird,
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge)
nach Art. 21 und Art. 22 Dublin-III-VO die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-
VO) genannten Kriterien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der
Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) an-
zuwenden sind, und dabei von der Situation im Zeitpunkt auszugehen ist,
in dem der Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat ge-
stellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO),
dass dagegen im Rahmen eines sogenannten Wiederaufnahmeverfahrens
nach Art. 23, 24 und 25 Dublin-III-VO (engl.: take back), wie es in casu
vorliegt, grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel
III stattfindet (vgl. EuGH [Grosse Kammer] vom 2. April 2019, H. und R.,
C-582/17 und C-583/17, EU:C:2019:280, Rn. 61, 67, 80, 84; BVGE 2017
VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.),
dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Dublin-III-VO der nach dieser Verordnung zu-
ständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Antragsteller, der während der
Prüfung seines Antrags (Bst. b) oder nach Rückzug seines Antrags wäh-
rend der Antragsprüfung (Bst. c) in einem anderen Mitgliedstaat einen An-
trag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitglied-
staats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und
29 Dublin-III-VO wiederaufzunehmen,
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der
europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) ergab,
dass er am 28. Juli 2020 in Bulgarien, am 2. Oktober 2020 in Rumänien
und am 19. Oktober 2020 in Deutschland um Asyl nachgesucht hatte, be-
vor er in die Schweiz gelangte und ein Asylgesuch stellte (SEM-act. 8),
dass die Vorinstanz am 4. Dezember 2020 mit einem Gesuch um Wieder-
aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-
III-VO an die rumänischen Behörden gelangte (SEM-act. 24), nachdem zu-
vor ein gleichlautendes Gesuch an die deutschen Behörden abschlägig be-
schieden worden war (SEM-act. 18, 21, 22),
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dass die rumänischen Behörden der Wiederaufnahme des Beschwerde-
führers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. c Dublin-III-VO ihre Zustimmung
erteilten (SEM-act. 28), und erläuternd ausführten, das Asylgesuch vom
2. Oktober 2020 sei am 19. November 2020 abgeschrieben worden, nach-
dem der Beschwerdeführer bereits am 11. Oktober 2020 aus der Asylun-
terkunft verschwunden sei,
dass die grundsätzliche Zuständigkeit Rumäniens zur Durchführung des
Asylverfahrens daher gegeben ist, was vom Beschwerdeführer nicht be-
stritten wird,
dass es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine Gründe
für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in
Rumänien wiesen für Personen in seiner Situation systemische Schwach-
stellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf, weshalb
eine Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf die genannte Bestimmung
nicht angezeigt ist (vgl. statt vieler Urteil des BVGer E-350/2021 vom
01.02.2021 E. 8.1 m.H.),
dass Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO unter anderem bestimmt, dass eine an-
tragstellende Person, die aus bestimmten Gründen (Schwangerschaft,
neugeborenes Kind, schwere Krankheit, ernsthafte Behinderung oder ho-
hes Alter) auf die Unterstützung seines Kindes, eines seiner Geschwister
oder eines Elternteils angewiesen ist, das/der sich rechtmässig in einem
Mitgliedstaat aufhält, in der Regel von diesem Kind, Geschwister oder El-
ternteil nicht getrennt bzw. mit ihm zusammengeführt wird, sofern die fami-
liäre Bindung bereits im Herkunftsland bestanden hat, das Kind, das Ge-
schwister oder der Elternteil in der Lage ist, die abhängige Person zu un-
terstützen und die Betroffenen ihren Wunsch schriftlich kundgetan haben,
dass gemäss Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO jeder Mitgliedstaat abwei-
chend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO beschliessen kann, einen bei ihm von
einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestellten Antrag auf in-
ternationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verord-
nung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist (sog. Selbst-
eintrittsrecht),
dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1,
SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es
ins pflichtgemässe Ermessen des SEM legt, ein Gesuch aus humanitären
Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat, dass
ein anderer Staat dafür zuständig ist,
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dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer
Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich
zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm
des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil
des BVGer F-3457/2019 vom 11.7.2019 E. 4.4, je m.H),
dass Rumänien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-
tungen nachkommt,
dass auch anzunehmen ist, dieser Staat anerkenne und schütze weiterhin
die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus der Dublin-III-VO und den
Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom
26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-
kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L
180/96 vom 29.6.2013) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festle-
gung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen
Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie, ABl. L 180/96 vom
29.6.2013), ergeben,
dass zu diesen Rechten eine angemessene Unterkunft (Art. 2 Bst. g,
Art. 17 und Art. 18 Aufnahmerichtlinie) und der Zugang zur erforderlichen
medizinischen Versorgung gehört, die zumindest die Notversorgung und
die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren
psychischen Störungen umfasst (Art. 19 Aufnahmerichtlinie),
dass zwar die Vermutung, Rumänien halte seine völkerrechtlichen Ver-
pflichtungen ein, im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür aber kon-
kreter und ernsthafter Hinweise bedarf, die gegebenenfalls vom Betroffe-
nen glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer
D-5698/2017 vom 6.3.2018 E. 5.3.1),
dass der Beschwerdeführer unter Berufung auf den Länderbericht Asylum
Information Database (AIDA, Country Report Romania, 2018 und Update
2019) geltend macht, in Rumänien sei die Wiederaufnahme der Asylver-
fahren von Dublin-Rückkehrern, die gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. c Dub-
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lin-III-VO überstellt würden, nur innert neun Monaten möglich, spätere Wie-
deraufnahmegesuche gälten als Folgegesuche, die keinen Anspruch auf
materielle Leistungen vermittelten,
dass daher nicht ausgeschlossen werden könne, er werde in Rumänien als
Folgeantragsteller angesehen und es drohe ihm als Folge davon Obdach-
losigkeit und existentielle Not,
dass jedoch Dublin-Rückkehrer, die wie der Beschwerdeführer in den An-
wendungsbereich von Art. 18 Abs. 1 Bst. c Dublin-III-VO fallen, nach aus-
drücklicher Vorschrift des Art. 18 Abs. 2 Dublin-III-VO die Möglichkeit ha-
ben, einen Antrag auf internationalen Schutz zu stellen, der gerade nicht
als Folgeantrag im Sinne der Verfahrensrichtlinie zu behandeln ist,
dass keine belastbaren Indizien zu erkennen sind, die es rechtfertigen wür-
den, den rumänischen Behörden in diesem Punkt systematische Rechts-
verletzungen zu unterstellen,
dass unbeschadet der vorstehenden Erwägung der Beschwerdeführer
schon deshalb nichts aus dem genannten AIDA-Länderbericht für sich ab-
leiten kann, weil in seinem Fall die neunmonatige Frist für die Wiederauf-
nahme des Asylverfahrens erst im August 2021 ablaufen würde,
dass der Beschwerdeführer ferner geltend macht, unter den von ihm ge-
nannten Umständen – gemeint sind wohl die Einschränkungen materieller
Leistungen im Falle eines Folgeantrags – sei auch seine medizinische Ver-
sorgung nicht gewährleistet, die er wegen seiner angeschlagenen psychi-
schen Gesundheit benötige,
dass er der Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Un-
tersuchungsgrundsatzes vorwirft, weil sie nach zwei psychiatrischen Kon-
sultationen darauf verzichtet habe, das Ergebnis einer dritten, auf den
11. Februar 2021 angesetzten Konsultation abzuwarten,
dass anlässlich dreier ärztlicher Konsultationen vom 6., 14. und 28. Januar
2021 beim Beschwerdeführer Vitamin-D-Mangel (ICD-10 E55), Ein- und
Durchschlafstörungen (ICD-10 G47.0) und Anpassungsstörungen (ICD-10
F43.2) diagnostiziert und ihm Surmontil, Redormin und Relaxane ver-
schrieben wurden (SEM-act. 29 und 34),
dass eine weitere, auf den 11. Februar 2021 angesetzte ärztliche Konsul-
tation nur noch eine Evaluation der Psychopharmakotherapie bezweckte,
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die am vorangehenden Termin wegen eines internen Fehlers im Gesund-
heitsdienst des zuständigen Bundesasylzentrums nicht durchgeführt wer-
den konnte (SEM-act. 34),
dass Rumänien über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt,
dass den Ausführungen des Beschwerdeführers keine ernsthaften Hin-
weise dafür entnommen werden können, dass Rumänien seiner sich aus
Art. 19 der Aufnahmerichtlinie ergebenden Verpflichtung, ihm die erforder-
liche medizinische Versorgung zu gewähren, nicht nachkommen würde,
dass der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, seine Eltern und zwei
Geschwister lebten in der Schweiz, und geltend macht, gerade in seiner
vulnerablen Situation sei er auf deren Unterstützung angewiesen, die An-
wesenheit seiner Familie sei insbesondere für die Besserung seines psy-
chischen Zustands von grosser Bedeutung,
dass zwar der Vater des Beschwerdeführers (geb. 1965) und zwei Brüder
(geb. 1991 bzw. 1996) teilweise seit vielen Jahren mit Aufenthaltsbewilli-
gung (Vater und der ältere Bruder) bzw. vorläufiger Aufnahme (jüngerer
Bruder) in der Schweiz leben,
dass jedoch ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zwischen ihnen und
dem Beschwerdeführer, welches es dem letzteren gestatten würde, sich
auf Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO oder Art. 8 EMRK zu berufen, klarerweise
nicht gegeben ist,
dass andere Gründe, die der Schweiz Anlass geben würden, von ihrem
Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO Gebrauch zu
machen, weder geltend gemacht werden noch ersichtlich sind, wobei an
dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-
den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-
wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1
Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten
ist und in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Rumänien
angeordnet hat,
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das
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Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheids gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.w.H.),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-
gung der Vorinstanz zu bestätigen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als
gegenstandslos erweist,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren (Art. 65 Abs. 1 VwVG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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