Decision ID: 6b039aa1-f779-4f59-980b-e50192decaad
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966,
war zuletzt von Juni 1990 bis
September
2000 als Zuschneiderin tätig (
Urk.
7/5
S. 1
,
Urk.
7/18
Ziff.
1
) und meldete sich
am
9.
Januar 2000 unter
Hinweis auf ein Ekzem am ganzen Körper
, speziell an Händen
und Füssen,
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1
Ziff.
7.2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
und sprach der Versicherten mit Ver
fügung vom
4.
April 2001 eine ganze Invalidenrente ab
1.
Oktober 2000 zu (
Urk.
7/24).
1.2
Nach
Eingang des von der Versicherten am 2
7.
Januar 2002 aufgefüllten
Revi
sionsfrage
bogens
(
Urk.
7/28
)
stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom
4.
März 2002
(
Urk.
7/32)
fest, dass die Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Ände
rungen ergeben habe, und da
ss bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestehe. Im Rahmen
der
am 3
0.
Septem
ber
2003 (
Urk.
7/33) und
1
2.
Dezember 2006
(
Urk.
7/42)
veranlassten
Rentenre
visionsverfahren bestätigte die IV-Stelle mit Mitteilungen vom 2
7.
November 2003 (
Urk.
7/39)
sowie
vom 1
0.
Januar 2007 (
Urk.
7/46)
jeweils
einen unverän
derten Rentenanspruch
.
1.3
Nach Eingang
des am 1
3.
Januar 2010 au
s
gefüllten vierten Revisionsfragebogens (
Urk.
7/50) veranlasste die IV-Stelle ein ambulantes dermatologisches Gutachten, welches am 1
8.
Oktober 2010 erstattet wurde (
Urk.
7/64).
In der Folge auferlegte sie der Versicherten am
1
8.
November 2010 (
Urk.
7/65)
eine
Mitwirkungspflicht
für die
Durchführung eines
stationären
Abheilversuch
s
, welcher vom 2
1.
M
ärz bis 2
1.
April 2011
stattfand
(
Urk.
7/80).
Mit Mitteilung
vom 1
2.
Oktober 2011
hielt die IV-Stelle einen unveränderten Invaliditätsgrad und Rentenanspruch fest (
Urk.
7/87). Auch im Rahmen
einer weiteren
Rentenrevision
(Revisionsfrage
bogen vom 1
1.
Oktober 2012;
Urk.
7/91) bestätigte
sie
mit Mitteilung vom
2
7.
November 2012 eine
n
unveränderten Rentenanspruch (
Urk.
7/94).
1.4
Nach Eingang des am 2
0.
Juli 2014 ausgefüllten
sechsten
Revisionsfragebogens (
Urk.
7/97)
holte die IV-Stelle bei der Neurologie
Y._
, Polydisziplinäre Begutachtungsstelle,
ein polydisziplinäres Gutachten ein, welches am
4.
Mai 2016 erstattet wurde (
Urk.
7/122). In der Folge stellte sie mit Vorbescheid vom 2
8.
Juni 2016 (
Urk.
7/124) die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom
2
7.
November 2012 (
Urk.
7/94) in Aussicht, wogegen die Versicherte am
4.
August
2016 (
Urk.
7/127) und am
6.
September 2016 (
Urk.
7/131) Einwände erhob
und
insbesondere die Durchführung von beruflichen Massnahmen verlangte
(
Urk.
7/131
S. 5
Ziff.
7). Am
9.
November 2016 erteilte di
e IV-Stelle der Versi
cherten eine
Kostengutsprache für ein Arbeitstraining (
Urk.
7
/133) mit Verlän
gerung am
6.
März 2017 (
Urk.
7/136)
. Mit Mitteilung vom
2
9.
Mai 2017
wurde Kostengutsprache
für ein Einzeltrainin
g
erteilt
(
Urk.
7/145),
verlängert mit Mit
teilung vom
2
3.
November 2017
(
Urk.
7/150). Mit Mitteilung vom 2
3.
Mai 2018
gewährte die IV-Stelle
der Versicherten
Arbeitsvermittlung
(
Urk.
7/155
). Die Ein
gliederungsmassnahmen wurden
schliesslich
per
2.
Dezember 2018 abge
schlos
sen
(
Urk.
7/163).
Mit Verfügung vom 2
5.
Februar 2019 hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2
7.
November 2012 (vgl.
Urk.
7/94) wiedererwägungsweise auf
und
teilte mit, dass die Rente
nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats
aufgehoben werde (
Urk.
7/173 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 2
2.
März 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
5.
Februar 2019 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine Rente auszurichten (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Mai 2019 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be
schwer
de, was der Beschwerdeführerin am 1
7.
Mai 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen.
1
.4
Unabhängig von einem materiellen Revisions
grund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE
119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiederer
wägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).
Die Wiedererwägung nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG setzt voraus, dass kein ver
nünf
tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Ver
fügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zuge
sprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt
bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der
erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom
2.
August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin
tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin gemäss den medizinischen Abklärungen weiter
hin die Tätigkeit als Hilfsmitarbeiterin im Bereich Verkauf, Service oder Haus
dienst unter B
erücksichtigung von nicht hände
belastenden Tätigkeiten in einem 100%-Pensum ausüben könne (S. 1 unten). Im Gutachten vom 1
8.
Oktober 2010 sei auf einen verbesserungsfähigen Gesundheitszustand hingewiesen worden, eine medizinische Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit sei hingegen nicht erfolgt. Vom 2
1.
März bis 2
1.
April
2011
habe eine stationäre Massnahme in der derma
tologischen Klinik des Universitätsspitals
Z._
stattgefunden, wobei in ver
schiedener Hinsicht auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands hingewiesen worden sei. Im Bericht des Universitätsspitals
Z._
vom 2
0.
September 2011 sei hingegen ein unverändert schlechter Hautbefund und eine weiterhin bestehende
100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden. Diesen Widerspruch habe der Regionale Ärztliche Dienst (RAD)
in seiner Stellungnahme nicht aufgelöst. Die Mitteilung vom 1
2.
Oktober 2011 basiere somit auf einer nicht
rechtsgenüglichen
Sachverhaltsermittlung, worin ein Wiedererwägungsgrund zu sehen sei. Die Ver
fügung vom 2
7.
November 2012 werde deshalb wiedererwägungsweise aufge
hoben (S. 2).
2.2
Demgegenüber wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein (
Urk.
1)
, der RAD habe seine Beurteilung im Rahmen des Ermessens ausgeübt. Bei einer Ermessensbetätigung dürfe jedoch keine zweifellose Unrichtigkeit beziehungs
weise falsche Erhebung des Sachverhalts angenommen werden (S. 7
Ziff.
4). Aus dem Gutachten vom
4.
Mai 2016 ergebe sich ferner zweifelsfrei, dass ihr Ge
sundheitszustand stationär sei und sich seit Jahren nicht verändert habe. Von den Gutachtern würden einzig weitere Therapien vorgeschlagen. Dies rechtfertige jedoch keine Aufhebung der Rente, sondern höchstens die Auferlegung einer
Schadenminderungspflicht. Es handle sich daher im Wesentlichen um einen unver
änderten Gesundheitszustand, mit einer anderen Beurteilung des gleichen medi
zinischen Sachverhalts (S. 9
Ziff.
7). Nach den erfolgten Eingliederungsbemüh
ungen hätte zumindest nochmals eine medizinische Beurteilung stattfinden sollen (S. 11
Ziff.
8).
2.3
Streitig und zu prüfen ist
,
ob die Beschwerdegegnerin die Verfügung vom
2
7.
November 2012 (
Urk.
7/94) zu Recht wiedererwägungsweise aufgehoben und die Rentenleistungen eingestellt hat.
3
.
3
.1
Im Rahmen des vierten Revisionsverfahrens im Jahr 2010
/2011
ergingen die fol
genden
medizinischen
Berichte:
3
.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Dermatologie und Venerologie
,
führte in seinem Bericht vom 1
9.
März 2010 (
Urk.
7/56) aus
, dass die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar sei (
Ziff.
1.7).
Eine behinde
rungs
angepasste Tätigkeit in
einer
trockenen Umgebung ohne häufiges Stehen und Gehen
sowie unter Einhaltung der Allergenkarenz wie beispielsweise eine Über
wachungsaufgabe erachtete er
jedoch
als möglich
(
Ziff.
1.7)
.
Langfristig sei die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit
im Umfang von 100
%
n
icht mehr
ausgeschlossen, wobei
die Einsatzfähigkeit stufenweise zu
erfolgen
habe (
Ziff.
1.9
).
3
.3
Die Ärzte der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals
Z._
erstatteten am 1
8.
Oktober
2010
im Auftrag der Beschwerdegegne
rin ein Gutachten (
Urk.
7/64
/1-18
) und nannten die folgenden, hier verkürzt aufgeführten
Diag
nosen (S. 10):
-
chronisches
dyshidrosiformes
Hand- und Fussekzem
-
bei
atopischer
Diathese mit
atopischer
Dermatitis seit Kindheit
-
multiple Typ IV-Sensibilisierungen
-
Probebiopsie der linken Hand vom 2
3.
September 2010 mit chronisch-
ekzematösem
Prozess vereinbar
-
anamnestisch therapieresistent, trotz systemischer Therapie mit
Ciclo
sporin-A
und intensiver Lokaltherapie mit hochpotenten
topischen
Kortikosteroiden
-
Latexallergie
-
s
aisonale allergische
Rhinokonjunktivitis
und Asthma bronchiale
In Zusammenschau des klinischen Bildes und der vorliegenden Befunde sei weiterhin von einem
dyshidrosiformen
Hand- und Fussekzem bei
atopischer
Diathese auszugehen, welche
s
derzeit inadäquat therapiert zu sein scheine. Trotz der verhältnismässig überintensiven Therapie, der seit Oktober 2000 bestehenden Arbeitskarenz und der anamnestisch bestmöglichen Schonung von den Haus
arbeiten hätten die Hand- und Fussekzeme nur selten zur Abheilung gebracht werden können. Es stelle sich die Frage, inwiefern die erwähnte Therapi
e über
haupt durchgeführt werde.
Am ersten Tag der
Epikutantestung
sei der Spiegel nicht im therapeutischen Bereich für die angegebene
Ciclosporin
-A-Dosis ge
we
sen, weshalb die Compliance bei der Durchführung in Frage gestellt werde (S. 12).
Im Rahmen eines stationären
Abheilversuchs
solle die unbefriedigende Situation mit der
Ciclosporin
-A Therapie, die offensichtlich nur unregelmässig einge
nom
men werde, geklärt, die Lokaltherapie intensiviert und die Beschwerdeführerin in der korrekten Durchführung der medizinischen Therapien unterrichtet werden. Sollten sich die Hand- und Fussekzeme unter konsequent durchgeführter Therapie
regredient
zeigen, wäre von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 50
%
auszu
gehen. In diesem Fall würde si
ch am besten eine Tätigkeit eig
nen, in welcher die Hände und Füsse nicht stark belastet würden und die Beschwerdeführerin nicht vermehrt schwitzen müsse
,
beispielsweise eine Bürotätigkeit
. Dabei soll
t
e die Ver
meidung der erwähnten Kontaktallergene
sowie Feucht-, Schmutz- und
Irritan
zien-Kontakt
und der optimale Hautschutz gewährleistet werden können (S.
15
Ziff.
5). Unkontrollierte Kontakte zu den Allergenen könnten eine Chronifi
zierung des Handekzems
sowie dessen Therapieresistenz mit einer dauerhaften Vermin
derung der Arbeitsfähigkeit
bedingen
(S. 16
Ziff.
8).
Es handle sich um einen im
Wesentlichen unveränderten Hautzustand, dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit neu beurteilt worden seien (S. 17
Ziff.
11).
3
.4
Im Austrittsbericht der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals
Z._
vom 2
1.
April 2011 über die stationäre Behandlung vom 2
1.
März bis 2
1.
April 2011
(
Urk.
7/80
/1-4
) wurden im Vergleich zum Bericht v
om Oktober 2010 (vor
stehend E. 3.3
) als Diagnosen
zusätzlich
eine Akne
inversa
axillär
links und
eine geringe bis mittelgradige chronische Niereninsuffizienz genannt
(S. 1 f.)
.
Die über rund 4 Jahre etablierte Therapie mit
Cyclosporin
habe wohl eine deutliche Besse
rung des Hautbildes gebracht, sodass die Beschwerdeführerin abgesehen von wenigen intermittierend juckenden
,
leicht
erythematösen
Plaques
palmar
aktuell fast beschwerdefrei sei
(S. 2)
.
Im Verlauf des mehrwöchigen stationären Aufent
halts habe sich unter der Therapie eine zunehmende und deutliche Besserung des Ekzems an den Händen und Füssen gezeigt. Am Austrittstag hätten sich nur noch
residuelle
Hyperkeratosen plantar gezeigt.
Palmae
und das restliche Integument seien vollkommen
bland
gewesen (S. 3 oben). Eine Beurteilung der Arbeits
fähig
keit wurde nicht vorgenommen.
In einem weiteren Bericht der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals
Z._
vom 2
0.
September
2011 über die am Vortag erfolgte Konsultation (
Urk.
7/85) wurde aufgeführt, dass bei einem anhaltend schlechten Hautbefund weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit gegeben sei. Der Verlauf unter einer Steigerung von
Toctino
und gleichzeitiger Bade-
Puva
-Therapie sei noch abzu
warten
.
3
.5
Dr.
med.
B._
, Praktischer Arzt, RAD, führte in seiner Stellung
nahme vom 2
6.
September 2011 (
Urk.
7/86/7) aus, dass auf die Angaben im Be
richt der Dermatologischen Klinik vom September 201
1 (vgl. vorstehend E. 3.4
) abgestellt werden könne und von einem unveränderten Gesundheitsschaden mit einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Eine medizinische Neubewer
tung habe in einem Jahr zu erfolgen.
4.
4.1
Der Rentenrevision im Jahr 2012 lag der folgende medizinische Bericht zugrunde:
4.2
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Dermatologie und Venerol
o
gie
, hielt
in ihrem Bericht vom
6.
November 2012 (
Urk.
7/91/3)
fest
, dass sie die Beschwerdeführerin seit 1
8.
April 2012 ambulant behandle (
Ziff.
5.1).
Toctino
sei bis
4.
September 2012 mit mässigem Erfolg eingesetzt worden, aktuell werde ein Absetzversuch gemacht (
Ziff.
5.2). Aufgrund des Hautzustands sei keine Tätigkeit zumutbar (
Ziff.
5.5).
5
.
5
.1
Beim Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom
2
5.
Februar 2019
(
Urk.
2)
lagen im Wesentlichen die folgenden Berichte vor:
5
.2
Dr.
C._
(vorstehend E.
4.1
)
führte in ihrem Bericht vom 2
5.
August
201
4
(
Urk.
7/99) aus, dass aufgrund des chronisch verlaufenden Ekzems und der multiplen Kontaktallergien aus medizinischer Sicht keine Arbeit möglich sei (
Ziff.
1.7). Mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerech
net werden, da dies aufgrund des bisherigen Verlaufs unwahrscheinlich erscheine (
Ziff.
1.9). Eventuell sei ein erneutes Gutachten am Universitätsspital
Z._
ein
zuholen (
Ziff.
1.11).
5
.3
Die Ärzte der Neurologie
Y._
, Polydisziplinäre Begutachtungsstelle MEDAS, erstatteten im Auftrag der Beschwerdegegnerin am
4.
Mai 2016 ein Gut
achten (
Urk.
7/122). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S.
2 ff.
), die Angaben der Beschwerdeführerin (S.
5 ff.
) und ihre am 1
2.
und 2
6.
April 2016 erhobenen allgemein-internistischen (S.
4-11
), dermatologischen (S.
11-
18
) und psychiatrischen (S.
18-
32
) Befunde. Sie
nannten die folgenden Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 33
Ziff.
1.1):
-
chronisches
dyshidrosiformes
Hand- und Fussekzem bei
-
atopischer
Diathese mit
atopischer
Dermatitis seit Kindheit, Latex
allergie und saisonale
r
allergische
r
Rhinokonjunktivitis
und Asthma bronchiale bei Typ I-Sensibilisierungen auf Gräser- und Roggenpollen und
-
multiplen Typ IV-Sensibilisierungen auf
Thiuram
- und
Mercapto
-Mix sowie deren Bestandteile und Handschuhe,
Methylisothiazolinon
, ver
schiedene Duftstoffe, Nickelsulfat, Palladiumchlorid und
Kaliumdi
chromat
sowie
-
Nikotinabusus
Aus allgemein-internistischer Sicht wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit beziehungsweise
keine
relevanten Funktionseinschrän
kun
gen festgestellt (
S. 9
f.
Ziff.
4.1,
Ziff.
5.3,
Ziff.
6.1).
Aus dermatologischer Sicht befinde sich das chronische
dyshidrosiforme
Hand- und Fussekzem derzeit in einem chronisch stationären Zustand (S. 16
f.
Ziff.
5.1),
wobei die therapeutischen Massnahmen bei Weitem noch nicht ausgeschöpft worden
seien. Einen weiteren Aspekt stelle der Nikotinabusus dar, welcher bisher nie berücksichtigt worden sei, aber sich gerade bei Handekzemen besonders negativ auswirke
(S. 17
Ziff.
5.1)
. Aufgrund des chronisch
dyshidrosiformen
Hand- und Fussekzems bestünden Funktionseinschränkungen auf dermatolo
gi
schem Gebiet bei allen manuellen Tätigkeiten. Händebelastende Tätigkeiten und/
oder Feuchtarbeiten ohne Handschutz seien zu vermeiden. Umgekehrt könnten nicht händebelastende Tätigkeiten uneingeschränkt ausgeübt werden, beispiels
weise Tätigkeiten in einem Call-Center oder mit optischer Kontrollfunktion (S. 17
Ziff.
5.2).
Ein chronisches
dyshidrosiformes
Hand- und Fussekzem stelle eine für die Arbeitsfähigkeit in aller Regel funktionseinschränkende Dermatose dar. Dennoch seien die bisherigen Einschätzungen einer zu fast keinem Zeitpunkt bestehenden Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar, da die therapeutischen Möglichkeiten
nicht ausgeschöpft worden seien und leidensangepasste Tätigkeiten bisher n
ie ver
sucht worden seien. In den
bisherigen Tätigkeit
en
bestehe eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin 100
%
arbeitsfähig, wobei sie ab sofort in einen angepassten Arbeitsplatz beruf
lich eingegliedert werden könne (
S. 17 f.
Ziff.
5.4,
Ziff.
6).
Aus psychiatrischer Sicht seien die bisherigen kurzzeitigen depressiven Ver
stim
mungen retrospektiv als Anpassungsstörungen (ICD-10 F43.0) zu beurteilen. Sonst
fänden sich keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Erkrankung (S.
29
Ziff.
5.2), womit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit bestehe (S. 32
Ziff.
6).
Zusammenfassend erg
e
be sich im polydisziplinären Konsens in Bezug auf die bisherigen Tätigkeiten als Serviceangestellte, Hausdienstmitarbeiterin, Schuhver
käuferin im Detailhandel und Druckereimitarbeiterin aufgrund der Hauterkran
kung eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. In einer leidensangepassten Tätigkeit be
stehe hingegen eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit (S. 35
Ziff.
3).
5
.4
Dr.
C._
führte am 1
1.
Juli 2016 aus (
Urk.
7/126), dass die Behandlungs
mög
lichkeiten weitgehend ausgeschöpft
worden
seien. Sollte die Beschwerdeführerin
zu
100
%
in einem von der Beschwerdegegnerin vorgeschlagenen Bereich wie Verkauf, Service oder Hausdienst
tätig sein,
könnten die Hände kaum geschont werden und seien
Ekzemschübe
vorprogrammiert (S. 1).
6
.
6
.1
Der Versicherungsträger kann durch Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeut
ung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG
; vgl. auch vorstehend E.
1.4
).
Dabei tritt eine Revisionsverfügung
an die Stelle der zu revidierenden Verfügung. Dies gilt unabhängig davon, ob eine Rente revisionsweise (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) herauf- oder herabgesetzt wird oder die bisherige Rente nach materieller Prüfung des Rentenanspruchs bestätigt
wird (vgl. BGE 133 V 108). Wenn nachträglich durch Wiedererwägung oder (neue) Revision auf diese Revisionsverfügung zurückgekommen wird, lebt die ursprüngliche Verfügung nicht wieder auf. Vorbehalten bleibt die Nichtigkeit der Revisionsverfügung (BGE 140 V 514 E. 5.2 S. 520;
Urteil 8C_288/2016 vom 1
4.
November 2016
E. 3.3
;
Urteil 9C_6/2014
vom 1
5.
Dezember 2014 E. 2.2).
6
.2
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebende Bestimmungen nicht oder unrichtig ange
wandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Be
reich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwen
di
gerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei
der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbei
ts
unfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechts
kräftigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein ver
nünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss
-
derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar (Urteil des Bundesgerichts 8C_111/2019 vom 1
4.
Juni 2019 E. 4.2, BGE 138 V 324 E. 3.3
; vgl. auch vorstehend E. 1.4
).
Zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann (auch) bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf keiner nach
voll
ziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesge
richts 9C_362/2017 vom
8.
August 2017 E. 2.1).
6.3
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
ab
1.
Oktober 2000 erfolgte mit
Verfügung vom
4.
April 2001 (
Urk.
7/24).
Im Rahmen der in den Jahren 2002, 2003 und 2006 veranlassten Rentenr
evisionen gelangte die Beschwerdegegnerin
lediglich gestützt auf die Verlaufsberichte des behandelnden Dermatologen
Dr.
A._
(
Urk.
7/30,
Urk.
7/36,
Urk.
7/44/8-9) zum Schluss, dass ein unveränderter Inva
liditätsgrad und Rentenanspruch bestehe (
Urk.
7/32,
Urk.
7/39,
Urk.
7/46
).
2010 leitete die B
e
schwerdegegnerin
eine weitere Rentenrevision ein und veranlasste insbesondere
eine dermatologisc
he Begutachtung (vorstehend E. 3.3
)
,
au
ferlegte der Beschwerdeführerin
eine Mitwirkungspflicht für die Durchführung eines statio
nären
Abhe
ilversuchs
(
Urk.
7/65;
vgl. vorstehend E. 3.4
)
und holte
bei den
behandeln
den Ärzten Verlaufsberichte ein
. Mit Mitteilung vom 1
2.
Oktober 2011
(
Urk.
7/87)
ging sie von einem unveränderten Rentenanspruch aus. Bei der nach
folgenden Rentenrevision im Jahr 2012 erfolgte die
Mitteilung
vom 2
7.
Novem
ber 2012
über den gleichbleibenden Invaliditätsgrad und Rentenanspruch (
Urk.
7/
94) wiederum nur gestützt auf
den Verlaufsbericht
der behandelnden Der
matologin
Dr.
C._
(vg
l. vorstehend E. 4.2
).
Der Mitteilung vom 1
2.
Oktober 2011 (
Urk.
7/87)
lag
demnach
letztmals
eine
umfassende Sachverhaltsabklärun
g und Beweiswürdigung zugrunde
, weshalb diese
gemäss BGE 140 V 514 E. 5.2 an die Stelle der ursprünglichen renten
zusprechenden Verfügung tritt.
I
m Weiteren
ist
zu prüfen, ob seit der Ren
ten
revision im Jahr 2010 die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gemäss
Art.
53
Abs.
2 ATSG gegeben sind
.
6.4
Im
Rahmen der Rentenrevision im Jahr 2010
/2011
führte
Dr.
A._
im
Ver
lauf
s
bericht vom März 2010
(vorstehend E. 3.2
)
nunmehr aus, dass er
die Auf
nahme einer angepassten Tätigkeit in einem 100%-Pensum
bei einem stufen
wei
sen Ein
stieg
als
nicht
mehr
ausgeschlossen
erachte
und führte
ein Belas
tungs
profil
auf
. Dieses beinhalte
Tätigkeiten in einer trockenen Umgebung
,
ohne häufiges Stehen und Gehen sowie unter Einhaltung der Allergenkarenz
,
wie be
ispielsweise
Über
wac
hungsaufgabe
n
. I
n Anbetracht der geklagten Beschwerden und vorhandenen Befunde
erweist sich die Beurteilung durch
Dr.
A._
als durchaus nachvoll
ziehbar, berücksichtigt doch das von ihm aufgeführte Belastungsprofil die ge
klagten Beschwerden
durch die Ekzeme
vollumfänglich
.
I
m November 2003
hatte
er den Gesundheitszustand
hingegen
noch als stationär
bezeichnet
(
Urk.
7/36) und
im Januar 2007
hatte
er
eine wesentliche Veränderung als mittelfristig nicht absehbar
erachtet bei grundsätzlich besserungsfähigem Gesundheitszustand
(
Urk.
7/44).
Insgesamt weist der Verlaufsbericht
vom März 2010 demnach
auf
eine
deutliche
Verbesserun
g der gesundheitlichen Situation
der Beschwerde
füh
rerin
hin.
Im Juni 2010
fand
schliesslich
ein Standortgespräch beim RAD-Arzt
Dr.
B._
statt, welcher Bedarf für eine dermatologische Abklärung sah (
Urk.
7/86/3).
I
m
in der Folge e
rstatteten
dermatologischen
Gutachten vom Oktober 2010
(vor
stehend E.
3.3
) wurden
neu
monatsweise krankheitsfreie Perioden beschrieben
, welche
erstmals im Vorjahr
aufgetreten seien
(vgl.
Urk.
7/64 S. 11).
Sollten sich die Hand- und Fussekzeme unter
konsequent durchgeführter Therapie
regredient
zeigen, sei von
eine
r
Arbeitsfähigkeit von mindestens 50
%
auszugehen.
Die Ärzte erachteten zudem die bisherige Therapie des Hand- und Fussekzems als inadäquat, weshalb
die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
in der Folge
eine Mitwirkungspflicht für die Durchführung
ein
es stationären
Abheilversuch
s
auferlegte (
Urk.
7/65)
.
Nach Beendigung
des stationären Aufenthalts wurde im Austrittsbericht vom April 2011
(vorstehend E. 3.4
)
eine zunehmende und deutliche Besserung des Ekzems an den Händen und Füssen festgehalten. Am Austrittstag hätten sich nur noch
residuelle
Hyperkeratosen plantar gezeigt.
Palmae
un
d das restliche Integu
ment sei
en
vollkommen
bland
gewesen
.
Insgesamt lässt sich
auch diese
m Bericht eine deutliche Verbesserung der gesundheitlichen Beschwerden entnehmen. Zu der Arbeitsfähigkeit machten die Ärzte keine konkreten Angaben, allerdings
legen
die
detailliert beschriebenen und nur
sehr wenig ausgeprägten Befunde
keine
Arbeitsunfähigkeit für angepasste Tätigkeiten
nahe
.
Mit der Begründung, dass dem Austrittsbericht
Hinweise für eine Besserung des Gesundheitszustandes, aber
keine
konkrete
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu entnehmen sei
en
, holte RAD-Arzt
Dr.
B._
bei den behandelnden Ärzten weitere Verlaufsberichte ein
(
Urk.
7/86 S. 5 f.). Die
neu
behandelnde
Derma
to
login
med.
pract
.
D._
erachtete
Feuchttätigkeiten sowie Tätigkeiten mit Kontakt zu
irritativen
Substanzen als sicherlich unzumutbar
, was wiederum auf keine Arbeitsunfähigkeit in jeglichen angepassten Tätigkeiten hindeutete.
Nähere Angaben
k
onnte
sie aufgrund der nur einmaligen Untersuchung
vom 1
7.
Juni 2011
jedoch
nicht machen (vgl.
Urk.
7/82
Ziff.
1.7).
In der Folge holte die Beschwerdegegnerin bei der Dermatologischen Klinik
eine Stellungnahme
zu
r
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
ein
(vgl.
Urk.
7/83)
.
Im Bericht vom September 2011 über die ambulante Konsulta
tion vom Vortag (vorstehend E. 3.4
)
wurden die bereits bekannten Diagnosen wiedergegeben. Ohne weitere Ausführungen
,
insbesondere ohne Erwähnung von Befunden
,
wurde fest
gehalten, dass bei anhaltend schlechtem Hautbefund weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähi
gkeit bestehe, wobei der
Verlauf
unter einer Steigerung von
Toctino
und gleichzeitiger Bade-PUVA-Therapie
noch abzuwarten sei. Weshalb
die Ärzte der Dermatologischen Klinik
trotz der in den Vorberichten erwähnten
deutlichen
Verbesserung des Gesundheitszustands
nunmehr
von einer
100%igen
Arbeitsun
fähigkeit
ausgingen
,
begründeten sie nicht. Dem Bericht ist ferner
keine
Abgren
zung und Auseinandersetzung mit der
für die Bestimmung des Invaliditätsgrads und Rentenanspruchs
relevanten
Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätig
kei
ten
zu entnehmen
.
Eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit auch in angepassten Tätig
kei
ten
erscheint jedoch
mangels einer plausiblen
Begründung als nicht ausge
wie
sen
.
Demnach
vermag der Bericht
der Dermatologischen Klinik
den Anforde
rungen an den Beweiswert eines Arztberichts (vo
r
stehend E. 1.6
) nicht zu genügen.
6.5
Nach dem Dargelegten kann festgehalten werden, dass
insbesondere
d
er Bericht von
Dr.
A._
vom März 2010 (vorstehend E. 3.2
), das dermatologische
Gutach
ten vom Oktober 2010
(vorstehend E. 3.3
) sowie der Austrittsbericht vom April
2011
(vorstehend E. 3.4
) konkrete Hinweise für eine wesentliche Verbesserung d
es Gesundheitszustands
respektive
für
eine
(mindestens teilweise)
vorhandene Ar
beitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten
enthielte
n.
Weshalb
innerhalb weniger Monate
eine wesentliche Verschlechterung eingetre
ten sein soll, welche zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
ge
führt
haben soll
,
erschliesst sich nicht
und wird im Bericht der Dermatologischen Klinik vom
September 2011 (vorstehend E. 3.4
) in keiner Weise begründet
.
RAD-Arzt
Dr.
B._
stellte
sodann ohne
Auseinandersetzung mit den widersprüchlichen medi
zinischen Akten auf die nicht
schlüssig
hergeleitete 100%ige Arbeit
sunfähigkeit ab (vorstehend E. 3.5
), was angesichts der festgestellten Diskrepanzen
keineswegs
zu überzeugen vermag.
Gestützt auf die Beurteilung des RAD ging die Beschwer
degegnerin mit Mitteilung vom
1
2.
Oktober 2011 (
Urk.
7/87)
schliesslich
von einem gleichbleibenden Rentenanspruch aus.
Bei dieser Ausgangslage hätte die Bestimmung des funktionellen Leistungsvermögens in leidensangepassten Tätig
keiten
jedoch
richtigerweis
e weiterer Abklärungen bedurft.
6.6
Bei der nachfolgenden Rentenrevision im Jahr 2012
holte die Beschwerde
geg
nerin
wiederum
lediglich einen Verlaufsbericht bei der behandelnden Dermato
login
Dr.
C._
ein.
Diese
führte im November 2012 au
s (vorstehend E. 4.2
), dass sie die Beschwerdeführerin seit April 2012 ambulant behandle und dass
aufgrund des Hautzustands
keine Tätigkeit zumutbar
sei. Dem Bericht lassen sich weder
Befunde noch konkretere Angaben zu der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit entnehmen, weshalb dieser die Anforderungen an den Beweiswert ein
es Arzt
berichts (vorstehend E. 1.6
) nicht erfüllt.
Eine materielle Prüfung des Renten
an
spruchs
mit einer
umfassende
n
Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung
erfolgte demnach nicht.
Indem sich die Beschwer
degegnerin auf den bei der
Rentenrevision im Jahr 2010
/2011
nicht mit der erforderlichen Sorgfalt
ermittelten Sachverhalt stützte und
bei der Rentenrevision im Jahr 2012
lediglich einen Verlaufsbericht der be
handelnden Dermatologin einholte
,
hat sie es
in Verletzung des Untersu
chungs
grundsatzes (
Art.
43
Abs.
1 ATSG)
unterlassen, die notwendigen Abklärungen zu tätigen und den medizinischen Sachverh
alt
rechtsgenüglich
abzuklären
.
6
.7
Zusammenfassend sind den im Zeitpunkt der Rentenrevision im Jahr 2010
/2011
vorhandenen medizinischen Akten
mehrfach konkrete Hinweise auf eine wesent
liche Verbesserung der gesundheitlichen Situation und eine bestehende Arbeits
fähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten zu entnehmen.
Im Rahmen der Ren
tenrevision im Jahr 2012 hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, eine mate
rielle Prüfung des Rentenanspruchs vorzunehmen und die nötigen Abklärungen für die Erstellung des medizinischen Sachverhalts zu tätigen.
D
ie Annahme der vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin
beruhte demnach
auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung
.
Den Mitteilungen vom 1
2.
Oktober 2011 (
Urk.
7/87) und
2
7.
November 2012 (
Urk.
7/94
)
lag somit
ein unvollständiges und widersprüchliches Bild des Gesund
heitszustands der Beschwerdeführerin zugrunde.
Indem die Beschwerdegegnerin ohne verlässliche Angaben zur funktionellen Leistungsvermögen in einer leidens
angepassten Tätigkeit sowie zum Belastungsprofil verfügte, hat sie den im Sozial
versicherungsrecht allgemein geltenden Untersuchungsgrundsatz im Sinne man
gelhafter Sachverhalt
sabklärung (vgl. vorstehend E. 6.2
) verletzt. Die
Mittei
lungen sind
damit als zweifellos unrichtig einzustufen und einer Wiedererwägung zugänglich, zumal deren Berichtigung angesichts des geldwerten Charakters der Leistung von erheblicher Bede
utung ist (vgl. vorstehend E.
1.4
).
7
.
7
.1
Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss
Art.
53
Abs.
2 ATSG für ein wieder
erwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex
nunc
et pro
futuro
einen rechtskonformen Zu
stand herzustellen (
Art.
85
Abs.
2,
Art.
88
bis
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festge
stellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung zu ermitt
eln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3).
Damit bleibt ein allfälliger aktueller Rentenanspruch zu prüfen
.
7
.2
Zur Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes
ging die
Beschwerde
geg
nerin
gestützt auf das
Medas
-Gutacht
en vom Mai 2016 (vorstehend E. 5.3
)
davon aus, dass
die Beschwerdeführerin
in einer l
eidensangepassten Tätigkeit
zu
100
%
arbeitsfähig sei
, wobei
bei allen manuellen Tätigkeiten
Funktionseinschränkung
en
bestünden
(vorstehend E. 2.1
).
7
.3
Das
eingeholte
Gutachten erfüllt sämtliche Anforderungen an den Beweiswert medizinischer Berichte im Sinne der R
echtsprechung (vorstehend E. 1.6
). Es setzt sich mit allen Aspekten der gesundheitlichen Beeinträchtigung auseinander, be
rücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie sämtliche ärztlichen Untersu
chungs
berichte. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge sowie in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält nachvollziehbar begründete Schlussfolgerungen
. Es kann demnach
darauf abgestellt werden.
D
ie Beschwerdeführerin
leidet
an einem chronischen
dyshidrosiformen
Hand- und Fussekzem
, welches Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat.
A
ls schlüssig erweist sich
, dass
– entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung -
in den bisherigen Tätigkeit
en als Serviceangestellte, Hausdienstmitarbeiterin, Schuhverkäuferin im Detailhandel und Druckerei
mit
arbeiterin aufgrund der Hauterkrankung
die
Arbeitsfähigkeit
zumindest einge
schränkt ist
.
Das im Gutachten aus dermatologischer
Sicht festgehaltene Belas
tungsprofil
erscheint
unter Berücksichtigung der relevanten Befunde als nach
vollziehbar begründet
.
Die Gutachter
machten
ferner
darauf aufmerksam, dass die therapeutischen Möglichkeiten
bei Weitem noch
nicht ausgeschöpft worden seien
und gaben
Empfeh
lungen für weitere Massnahmen
ab
(vgl.
Urk.
7/122 S.
17 oben).
Die von
Dr.
C._
vormals
im August 2014 (vorstehend E. 5.2
) attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch in den Beschwerden angepassten Tätigkeiten vermag hingegen nicht zu überzeugen.
Eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit
auch
unter Berücksichtigung eines den Beschwerden angepassten Belastungsprofils
erscheint angesichts der vorhandenen Einschränkungen nicht nachvollziehbar und wird
im Bericht der b
ehandelnden Dermato
login
im Übrigen
in keiner Weise
rechts
ge
nüglich
begründet, weshalb
darauf
nicht
abgestellt werden kann.
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patien
ten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
7
.4
Die Beschwerdeführerin absolvierte in der Folge ein Arbeitstraining, welches vom
5.
Dezember 2016 bis
5.
März 2017
(vgl.
Urk.
7/133)
stattfand und im Anschluss um weitere drei Monate verlängert wurde
(
Urk.
7/136). Der Verlau
f zeigte sich erfreulich und der
Beschwerdeführerin
gelang es
,
das Pensum bis auf 70
%
zu steigern
(
Urk.
7/146 S. 2,
Urk.
7/48).
A
b
5.
Juni 2017
und mit
Verlängerung bis
3.
Juni 2018
fand
ein Einzeltraining statt (
Urk.
7/14
5
,
Urk.
7/150
)
, welches sie in einem
50%- bis
6
0%-Pensum absolvierte (vgl.
Urk.
7/151 S. 2, S. 7
,
Urk.
7/162
)
. Die a
nschliessend
gewährte Arbeitsvermittlung vom
4.
Juni bis
2.
Dezember 2018
(
Urk.
7/155) führte trotz grosser Motivation und
Bemühungen
der Beschwerde
führerin
leider zu keiner Anstellung
(vgl.
Urk.
7/166)
.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
vermag jedoch
der Umstand, dass sie während der beruflichen Massnahmen kein 100%-Pensum erreichte, die medi
zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeitseinschätzung des
Medas
-Gutachten
nicht
in Zweifel zu ziehen.
Ferner ist anzumerken
, dass sie im Arbeitstraining gewerblich-handwerkliche Tätigkeiten und Versandaufträge
ausführte
(
vgl.
Urk.
7/148) und im Einzeltraining insbesondere
in der Warenbewirtschaftung im Lager tätig war (
vgl.
Urk.
7/162 S. 2), was sich in Bezug
auf die vorhandenen Beschwerden
als
nicht optimal angepasst erweist. So wurden im
Medas
-Gutachten beispielhaft die
Tätigkeit in
einem Call-Center oder optische Kontrollfunktionen
(vorstehend E.
5.3
)
,
von
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.2
)
Überwachungsaufgaben
und im Gut
ach
ten vom Oktober 2010 (vorstehend E. 3.3) Bürotätigkeiten
als
mögliche ange
passte Tätigkeiten genannt, welche gleichsam Hände und Füsse schonen.
D
er Umstand, dass
nach Beendigung der beruflichen Massnahmen und
trotz
stets
hohem Einsatz
der Beschwerdeführerin
schliesslich keine Anstellung erfolgte, führt
ebenfalls
nicht automatisch zu der Unverwertbarkeit der Restarbeits
fähig
keit. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist e
ine Unverwertbark
eit der Restarbeitsfähigkeit
erst anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt prak
tisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechen
den Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundes
gerichts 582/2015 vom
8.
Oktober 2015 E. 5.11 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_712/2017 vom 1
2.
Januar 2018 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Je restriktiver das medizinische Anforderungsprofil umschrieben ist, desto eingeh
ender ist in der Regel die Verwertbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ab
zuklären und nachzuweisen (Urteil des Bundesgerichts 9C_253/2017 vom
6.
Juli 2017 E. 2.2.1 mit Hinweis).
Vorliegend erweist sich das Belastungsprofil jedoch ni
cht als derart eingeschränkt,
dass
keine
entsprechende
n
Verweistätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bestehen, die dem Anforde
rungs- und Belas
tungsprofil der Beschwerdeführerin e
ntsprechen.
7
.5
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu betrachten, dass spätestens ab dem Zeitpunkt der Begutachtung im
April
2016 davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin in einer behinderungs
an
ge
passten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist. Weitere Abklärungen sind nicht ange
zeigt.
8
.
8
.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Ein
schrän
kungen mittels Einkommensvergleich
.
8
.2
Die Beschwerdeführerin verfügt über keine qualifizierte Berufsausbildung.
Sie war
zuletzt als Serviceangestellte, Hausdienstmitarbeiterin, Schuhverkäuferin im Detailhandel u
nd Druckereimitarbeiterin tätig. D
er letzte Eintrag im Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 2
9.
Juli 2014 (
Urk.
7/98) i
st aus dem Jahr 2000, weshalb das
Valideneinkommen
anhand der
Lohnstrukturerhebung
(LSE), Kompetenzniveau 1
,
zu bestimmen ist
.
Die Beschwerdeführerin ist als Hilfs
arbeiterin unter Berücksichtigung
des Belastungsprofils
zu
100
%
ar
beitsfähig (vgl. vorstehend E. 7.5
). Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist daher ebenfalls das Kompetenzniveau 1 einschlägig.
Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
deren genaue Ermittlung.
Diesfalls
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeits
unfähigkeit. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechne
rische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 1
9.
Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 1
8.
April 2017 E. 3.2.1).
Somit liegt ein Invaliditätsgrad von 0
%
vor, womit kein Rentenanspruch besteht.
8
.3
Dies führt zusammengefasst zum Schluss, dass eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten erstellt ist, womit kein Rentenanspruch mehr besteht. Da sich die
Mitteilungen vom 1
2.
Oktober 2011 und
2
7.
November 2012
als zweifel
los un
richtig erweis
en
(vorstehend E. 6.7
)
,
ist die vorliegende renteneinstelle
nde Verfügung vom 2
5.
Februar 2019
(
Urk.
2) zu
bestätigen
(vgl. vorstehend E. 1.4)
, zumal die rechtsprechungsgemäss geforderten
Eingliederungsmassnahmen
(
BGE 145 V 209 E. 5.1
)
in ausreichendem Masse
durch
ge
führ
t wurden
.
Sie
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
9.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen.
Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerde
füh
rerin aufzuerlegen
.