Decision ID: 23b6e97e-48cc-420a-84d1-ac3e3b2fcc8c
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a Dem am 1. Oktober 19_ geborenen A._ widerfuhr am 2. Juli 2007 ein
Arbeitsunfall: Ein unter Spannung stehender Bolzen (rund 10 kg schwerer C-Haken)
löste sich aus dem Kran und traf den Versicherten an der Stirn, so dass er rückwärts zu
Boden stürzte und dabei eine Bewusstlosigkeit bzw. anterograde Amnesie von letztlich
nicht mehr genauer zu eruierender Dauer erlitt (Schadenmeldung UVG vom 5. Juli
2007, IV-act. 14-1; Unfallrapport vom 19. November 2007, SUVA-act. 8-1 f.; Entscheid
des Versicherungsgerichts vom 11. Oktober 2011, UV 2010/92, SUVA-act. 7-36 ff.). Die
Ärzte diagnostizierten bzw. versorgten eine Gesichtsschädelkontusion mit
Augenaffektion links sowie eine Kontusion des Beckenkamms links (Bericht Klinik für
Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] vom 3. Juli 2007,
SUVA-act. 1-86 f.) bzw. eine Commotio cerebri, eine Contusio des Orbitaoberrandes
links, Rissquetschwunden im Bereich des linken Auges und eine Contusio bulbi sinistri
(Bericht Dr.med. B._, Arzt für Neurologie, vom 31. Dezember 2007, IV-act. 2-2 ff.).
Eine neuropsychologische Untersuchung durch Dr.phil. C._, Fachpsychologin für
Neuropsychologie FSP, ergab im Wesentlichen leichte kognitive Funktionsstörungen,
leichte bis mittelschwere Störungen der Aufmerksamkeit mit Störungen der
Aktivierung, eine Verlangsamung der Reizreaktionszeiten und Störungen der
Daueraufmerksamkeit sowie eine reduzierte visuelle Belastbarkeit. Die
Neuropsychologin hielt fest, aktuell sei eine konzentrative Belastbarkeit von zwei bis
drei Stunden möglich. Für die Arbeitsfähigkeit entscheidend dürfte vor allem die
körperliche Belastbarkeit sein (Bericht vom 17. Oktober 2007, SUVA-act. 1-72 ff.).
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A.b Der Versicherte hielt sich vom 13. Februar bis 11. Juli 2008 in der Rehaklinik
Bellikon auf, zunächst zur stationären Neurorehabilitation und anschliessend zur
(vertieften) beruflichen Abklärung mit einer Arbeitszeit von zunächst vier und später fünf
Arbeitsstunden täglich. Die betreuenden Fachpersonen kamen zum Schluss, der
Versicherte benötige eine berufliche Massnahme im Sinne eines Arbeitstrainings in
einem beschützenden Rahmen, wo er seine Leistungsfähigkeit kontinuierlich steigern
könne, bevor eine Eingliederung in die freie Wirtschaft angegangen werden könne
(Bericht berufliche Abklärung Rehaklinik Bellikon 14. April bis 15. Mai 2008 vom 15. Mai
2008, IV-act. 22; Bericht vertiefte berufliche Abklärung 16. Mai bis 11. Juli 2008 vom
11. Juli 2008, IV-act. 32; Austrittsbericht vom 15. Juli 2008, SUVA-act. 2-96 ff.).
A.c Während des Aufenthaltes in der Rehaklinik Bellikon erfolgte am 22. April 2008 die
Anmeldung bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug (IV-act. 1).
A.d Vom 18. August bis 19. Dezember 2008 absolvierte der Versicherte eine berufliche
Abklärung beim Ostschweizerischen Blindenfürsorgeverein (OBV) St. Gallen. Diese
wurde seitens der IV nicht verlängert, da der Versicherte trotz attestierter hoher
Leistungsbereitschaft wegen Kopfschmerzen zunehmend Fehltage aufwies (vgl.
Mitteilungen Kostengutsprache vom 18. August 2008 [IV 36-1 f.] und vom 19.
November 2008 [IV-act. 43]; Besprechungsprotokolle der SUVA vom 8. Oktober 2008
[SUVA-act. 2-85 f.] und vom 10. November 2010 [SUVA-act. 2-81 f.]; Bericht der
Eingliederungsverantwortlichen vom 13. November 2008 [IV-act. 41]; Schlussbericht
OBV vom 14. November 2008 [IV-act. 47]; Gesprächsprotokoll SUVA vom 15.
Dezember 2008 [SUVA-act. 2-75 ff.]; Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung [IV-act.
48]; Schlussbericht Eingliederungsberatung vom 30. Dezember 2008 [IV-act. 49]). Am
3. Februar 2009 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab, da sich der Versicherte
zurzeit nicht in der Lage fühle, eine andere Tätigkeit aufzunehmen (Mitteilung vom 3.
Februar 2009, IV-act. 54).
A.e Die SUVA beauftragte Dr.med. D._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
FMH sowie psychosomatische und psychosoziale Medizin SAPPM, mit einem
monodisziplinären Gutachten (Gutachten vom 8. Juni 2009, Untersuchung 25. Mai
2009; SUVA-act. 2-3 ff.). Der Experte diagnostizierte (1.) akzentuiert zwanghafte und
passiv-aggressive Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1), differenzialdiagnostisch:
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zwanghafte und passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0), (2.) eine
Entwicklung körper¬licher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10: F68.0) sowie
(3.) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
(ICD-10: F45.2; SUVA-act. 2-40 ff.). Er kam zum Schluss, es bestehe kein Grund für die
Annahme einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ein Zusammenhang zwischen der
Belastung bei der Arbeit und den beklagten Kopfschmerzen bestehe nicht. Eine
anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit würde einem sporadischen
Arbeitsausfall durch Schmerz nicht angemessen Rechnung tragen (SUVA-act. 2-44).
A.f Der Kreisarzt der SUVA attestierte dem Versicherten aufgrund seiner
Schlussuntersuchung eine Arbeitsfähigkeit von 75%, die rasch auf 100% gesteigert
werden könne (Bericht vom 9. September 2009, IV-act. 69). Das Kopfwehzentrum der
Hirslandenklinik hielt unter anderem als Diagnosen posttraumatisches
Spannungskopfweh (IHS-Code 5.1) und eine wahrscheinliche Migräne ohne Aura (IHS-
Code 1.1) fest (Bericht vom 16. Dezember 2009, SUVA-act. 4-22 f.). Die SUVA
bestätigte mit Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2010 (SUVA-act. 6-2 ff.) die
Ablehnung einer Leistungspflicht für die aktuellen Beschwerden mangels
erforderlichem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis (E. 8). Das unter anderem
massgebliche Kriterium einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener
Anstrengungen sei nicht erfüllt (E. 6 und 7 g). Das Versicherungsgericht wies mit
Entscheid vom 11. Oktober 2011 (UV 2010/92, SUVA-act. 7-36 ff.) eine dagegen
gerichtete Beschwerde (vom 25. November 2010, SUVA-act. 7-3 ff.) ab und hielt fest,
das Kriterium einer erheblichen Arbeitsfähigkeit liesse sich - wenn überhaupt - lediglich
in geringem Umfang bejahen. Dem Unfall vom 2. Juli 2007 komme keine
adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung für die andauernden Kopfschmerzen und
psychischen Beschwerden zu (E. 5.3, SUVA-act. 7-52).
A.g Die IV-Stelle gab ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag. Dieser wurde der
Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH Basel (ABI) zugeteilt (Gutachten vom 19.
November 2014; Dr.med. E._, Allgemeine Innere Medizin; Dr.med. F._, Neurologie;
Dr.med. G._, Psychiatrie und Psychotherapie; Dr.med. H._, orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates; Untersuchungen 25./26.
August 2014; IV-act. 150). Die Gutachter stellten ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
die Diagnosen einer leichten depressiven Episode (ICD-10: F32.0), einer chronischen
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Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), eines
chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms, eines Status nach Sturz auf den
Rücken am 2. Juli 2007, chronischer Beschwerden im Bereich der Schulterblätter, einer
Hypästhesie im Versorgungsgebiet des 1. Trigeminusastes links bei seitengleichem
Kornealreflex, eines Mischkopfschmerzes mit Migränekomponente, eines Zustands
nach Schädelprellung mit Commotio cerebri mit Rissquetschwunde am linken Auge
Juli 2007 und anamnestisch eines Taubheitsgefühl der zwei ulnaren Finger links (IV-act.
150-24 f.). Zusammengefasst sei der Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht für
eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit, wie er sie derzeit ausübe, zu 100%
arbeits- und leistungsfähig (IV-act. 150-25 f.). Aufgrund der anamnestischen Angaben,
der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten
Arbeitsunfähigkeiten sei davon auszugehen, dass nach dem Unfall vom 2. Juli 2007 für
wenige Wochen eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Hinweise für eine länger
andauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte und angepasste
Tätigkeiten bestünden nicht (IV-act. 150-26).
A.h Vor Abschluss des Vorbescheidverfahrens und gestützt auf Stellungnahmen des
RAD (im Einzelnen: RAD-Stellungnahme vom 5. Dezember 2014, IV-act. 151;
Vorbescheid vom 14. Januar 2015 betreffend beabsichtigter Abweisung des
Rentengesuchs, IV-act. 157-9 f.; Einwand vom 20. Februar 2015, IV-act. 157-1 ff.;
RAD-Stellungnahme vom 2. März 2015, IV-act. 159) beauftragte die IV-Stelle Dr.med.
I._, Leitender Arzt Forensische Psychiatrie, Psychiatrisches Zentrum Z._, mit einer
psychiatrischen Begutachtung des Versicherten (Gutachten vom 23. Juni 2015;
Untersuchung 29. April 2015; IV-act. 168). Dr. I._ diagnostizierte eine somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) mit Symptomausweitung und abnormem
Krankheitsverhalten, diagnostizierbar auch als chronische Schmerzstörung mit
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), eine akzentuierte
Persönlichkeit mit ängstlich-vermeidenden und passiv-aggressiven Zügen (ICD-10:
Z73.1) sowie einen Zustand nach Anpassungsstörung mit längerer depressiver
Reaktion (ICD-10: F43.22). Er hielt die bisherige oder eine andere angepasste Tätigkeit
während 6 Stunden pro Tag, steigerbar nach Beseitigung einer gewissen
Dekonditionierung, bzw. ein Gesamtarbeitspensum von 70% (bis 80%) für möglich (IV-
act. 168-40 ff.).
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A.i Nach einer zweiten Anhörung vom 29. Oktober 2015, wonach die IV-Stelle am
bisherigen Entscheid festzuhalten gedenke (IV-act. 171), und nach einem zweiten
Einwand des Versicherten am 14. März 2016 (IV-act. 178) wies die IV-Stelle das
Leistungsbegehren bezüglich Rente mit Verfügung vom 4. April 2016 ab. Sie führte aus,
gemäss Gutachten von Dr. I._ bestehe nicht nur in adaptierten Tätigkeiten, sondern
auch in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit während noch 6 Stunden pro
Tag. Deshalb sei für die Festlegung des massgeblichen Invalideneinkommens die
Validenbasis von Fr. 77'677.-- heranzuziehen und nicht der Tabellenlohn gemäss LSE.
Die Arbeitsfähigkeit von 75% in der angestammten Tätigkeit sei mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit innerhalb weniger Wochen erreichbar. Beim resultierenden
Invaliditätsgrad von 25% bestehe kein Rentenanspruch (IV-act. 179).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 4. April 2016 lässt A._, vertreten durch
Rechtsanwältin lic.iur. N. Ley, am 4. Mai 2016 Beschwerde erheben. Er beantragt, die
angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben, und
es sei ihm mindestens eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Die
Beschwerdegegnerin habe den Invaliditätsgrad letztlich mittels eines Prozentvergleichs
ermittelt. Hierbei habe sie ausser Acht gelassen, dass er seine angestammte Tätigkeit
als Folge eines massgeblichen Gesundheitsschadens verloren habe. Zudem sei die
angestammte Tätigkeit nicht leidensadaptiert, da das erforderliche lange Stehen zu
vermeiden sei. Für die Ermittlung des Invalideneinkommens müsse daher auf
statistische Werte abgestellt werden. Sodann seien verschiedene Umstände zu
berücksichtigen, die ihm verunmöglichten, das statistische Durchschnittseinkommen
zu erzielen. Insgesamt rechtfertige sich ein Tabellenlohnabzug von 20%. Es resultiere
bei einem Valideneinkommen von Fr. 77'677.-- und einem Invalideneinkommen von Fr.
39'103.-- ein Invaliditätsgrad von rund 50% (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Insgesamt erwiesen sich die geltend gemachten
funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten psychiatrischen
Beeinträchtigung anhand der Standardindikatoren nicht als überwiegend
wahrscheinlich erstellt. Somit sei aus psychiatrischer Sicht nicht von einem
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invalidisierenden Gesundheitsschaden auszugehen, und der Beschwerdeführer sei in
einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit 100% arbeitsfähig. Selbst wenn
nicht von der Einschätzung von Dr. I._ abgewichen werde, sei die vorübergehende
zusätzliche Leistungsminderung von 20% aufgrund der Dekonditionierung nicht als
invalidisierend anzuerkennen. Es sei somit von einer 75%-igen Arbeitsfähigkeit
auszugehen. Auch unter Berücksichtigung des Belastungsprofils bestehe auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Spektrum an zumutbaren
Verweistätigkeiten, und der Beschwerdeführer habe diesbezüglich nicht mit einer
Lohneinbusse zu rechnen, womit kein leidensbedingter Abzug vorzunehmen sei.
Zudem seien die psychischen Aspekte der gesundheitlichen Beeinträchtigung und der
zusätzliche Pausenbedarf des Beschwerdeführers bereits bei der Schätzung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden. Eine psychisch bedingte verstärkte
Rücksichtnahme seitens der Vorgesetzten und Arbeitskollegen gelte nicht als
eigenständiger abzugsfähiger Umstand. Auch die geltend gemachte tiefe Qualifikation
und die mangelnden Sprachkenntnisse rechtfertigten keinen Abzug vom
Invalideneinkommen. Einzig aufgrund der Teilzeitarbeit rechtfertige sich ein Abzug von
5%, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 42'735.-- und zu einem Invaliditätsgrad
von 36% führe (act. G 4).

Considerations:
Erwägungen
1.
1.1 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
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1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60%, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40% invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
1.3 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt
und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Soweit die fraglichen Erwerbseinkommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im
Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen
Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGE 128 V 30 E. 1).
1.3.1 Als Valideneinkommen gilt dasjenige Einkommen, das die versicherte Person im
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne die Gesundheitsschädigung erzielt hätte.
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt sein. Insbesondere um eine berufliche Weiterentwicklung mit einem daraus
resultierenden höheren Einkommen mitzuberücksichtigen, müssen konkrete
Anhaltspunkte dafür gegeben sein, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein
beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höherer Verdienst tatsächlich realisiert
worden wären (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E.
3.1, mit weiteren Verweisen). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die versicherte
Person zur Zeit des Eintritts des Gesundheitsschadens arbeitslos oder hätte sie ihre
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bisherige Stelle auch ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung in der Zeit bis zum
Rentenbeginn verloren, so können die Zahlen der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) herangezogen werden (vgl.
Urteil 9C_501/2013 vom 28. November 2013 E. 4.2).
1.3.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte
Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei
der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen
ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft,
und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und
nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als
Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat,
so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475, E. 4.2.1, mit weiteren
Verweisen; Urteil vom 25. November 2016, 9C_532/2016, E. 4.1.1). Von diesen
Voraussetzungen bezweckten die zwei erstgenannten, dass der versicherten Person
nicht ein zu hohes, nicht erzielbares Invalideneinkommen angerechnet werde, während
das Erfordernis der voll ausgeschöpften Restarbeitsfähigkeit als Ausfluss der
Schadenminderungspflicht verhindere, dass sich die versicherte Person auf ein tieferes
als ihr zumutbares Einkommen berufen könne (Urteil vom 11. Februar 2013,
9C_720/2012, E. 2.3.2). Die versicherte Person kommt ihrer Schadenminderungspflicht,
die auch einen Berufs- oder Stellenwechsel umfassen kann, nicht nach, wenn sie auf
dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich
erhaltenen Lohn erzielen könnte (Urteile des Bundesgerichts vom 5. Dezember 2017,
8C_475/2017, E. 6.1, vom 14. April 2010, 9C_310/2009, E. 3.2, vom 15. November
2010, 9C_721/2010, E. 4.1.2, und vom 21. Juni 2017, E. 3.3). Schöpft eine versicherte
Person die verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarem Ausmass aus, ist es mit
Blick auf die Schadenminderungspflicht zulässig, das Invalideneinkommen gestützt auf
Tabellenlöhne zu bestimmen (Urteil vom 14. April 2010, 9C_310/2009, E. 3.2). Sodann
kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der tatsächliche Verdienst nur dann
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als Grundlage für das Invalideneinkommen dienen, sofern er branchenüblich ist (Urteil
vom 5. Dezember 2017, 8C_475/2017, E. 6.1 a.E.; Urteil vom 15. November 2010,
9C_721/2010, E. 4.1.2).
1.3.3 Ein Prozentvergleich entsprechend der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit ergibt
sich bzw. ist zulässig, wenn sich die Vergleichseinkommen ziffernmässig nicht genau
bestimmen lassen und nach denselben statistischen Werten bemessen werden, wenn
die vormals ausgeübte Tätigkeit noch möglich ist, weil beispielsweise der
Arbeitsvertrag noch nicht aufgelöst wurde, oder weil die vormals ausgeübte Tätigkeit
die beste Eingliederung ermöglicht, weil der vor Eintritt der Invalidität erzielte Lohn
höher ist als das Invalideneinkommen (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts
vom 12. Juli 2017, 9C_648/2016, E. 6.2.1; vom 14. Juli 2016, 9C_225/2016, E. 6.2.2
und vom 24. August 2016, 9C_237/2016, E. 2.2).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
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1.5 Das Bundesgericht hat seine Rechtsprechung zu den unklaren Beschwerden
geändert und die Vermutung, Schmerzsyndrome und vergleichbare psychosomatische
Leiden seien überwindbar, aufgegeben und durch ein strukturiertes, normatives
Prüfungsraster ersetzt (BGE 141 V 281, insb. S. 294 f. E. 3.5 f.). Gemäss altem
Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Im
Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen
Gegebenheiten und den erhobenen Rügen ist entscheidend, ob das abschliessende
Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 137
V 266 E. 6). In sinngemässer Anwendung auf die materiellbeweisrechtlich geänderten
Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die administrativen und/oder
gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren
fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen
Indikatoren erlauben oder nicht (BGE 141 V 309 E. 8; Urteil des Bundesgerichts vom
13. April 2016, 9C_168/2015, E. 2.2.3).
1.6 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht.
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E.
5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).
2.
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2.1 Zunächst ist die invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers festzulegen. Medizinische Grundlage hierfür bilden insbesondere
das psychiatrische Gutachten von Dr. I._ vom 23. Juni 2015 (IV-act. 168) und in
somatischer Hinsicht das polydisziplinäre Gutachten der ABI vom 19. November 2014
(IV-act. 150).
2.2 Der orthopädische Gutachter hielt fest, die vom Beschwerdeführer beklagten
Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen Befunde keinesfalls
vollständig begründen. Nachvollziehbar sei ein gewisser Leidensdruck bei
lumbosakraler Diskushernie bei allerdings freier Beweglichkeit, doch müsse insgesamt
eine deutliche nichtorganische Beschwerdekomponente angenommen werden (IV-act.
150-19). Der neurologische Gutachter führte aus, der von Dr. B._ noch beschriebene
verminderte Kornealreflex und die angegebene Hypästhesie im Versorgungsgebiet des
ersten Trigeminusastes könnten nicht bestätigt werden. Die Beschwerden würden nicht
als neuralgiforme Schmerzen, sondern viel mehr als Mischkopfschmerz mit
migränoider Komponente geschildert. Da eine Contusio cerebri sicher nicht vorgelegen
habe, könne auch nicht von einem posttraumatischen Kopfschmerz gesprochen
werden. Eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich hieraus nicht;
so sei an Tagen mit diesem Kopfschmerz eine leichte Einbusse der
Konzentrationsfähigkeit zuzubilligen. Bei der Beurteilung dieser Kopfschmerzen sei
überdies die psychiatrische Komorbidität zu berücksichtigen (IV-act. 150-23 f.). Sowohl
seitens der Rehaklinik Bellikon (Austrittsbericht vom 15. Juli 2008, SUVA-act. 2-96) als
auch durch den Kreisarzt der SUVA (Bericht vom 9. September 2009, SUVA-act. 69-5)
wurden ausschliesslich auf die unmittelbaren Traumafolgen fokussierende Diagnosen
gestellt (vgl. Gutachten Dr. I._, IV-act. 168-30; im Einzelnen leichte traumatische
Hirnverletzung, Gesichtsschädelkontusion mit Augenaffektion links, Kontusion
Beckenkamm links; Kopfanpralltrauma mit Weichteilwunde linke Orbita, Commotio
cerebri, Kontusion linke Beckenhälfte, fragliche Kontusion linke Schulter). Weitere
Diagnosen mit objektivierten organisch korrelierten Beeinträchtigungen wurden indes
nicht gestellt bzw. beschrieben. Insgesamt erscheint schlüssig und nachvollziehbar,
dass in somatischer Hinsicht auch unter Berücksichtigung des chronischen
lumbovertebralen Schmerzsyndroms und der chronischen Beschwerden im Bereich
der Schulterblätter für körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten ohne
wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 25 kg und ohne repetitiven Einsatz
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der oberen Extremitäten oberhalb des Schulterniveaus eine zeitlich und
leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit besteht (orthopädisches
Teilgutachten ABI, IV-act. 150-19).
2.3 Die psychiatrische Diagnostik von Dr. I._ - somatoforme Schmerzstörung
(ICD-10: F45.4) mit Symptomausweitung und abnormem Krankheitsverhalten,
diagnostizierbar auch als chronische Schmerzstörung mit somatischen und
psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), akzentuierte Persönlichkeit mit ängstlich-
vermeidenden und passiv-aggressiven Zügen (ICD-10: Z73.1), Zustand nach
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.22; IV-act. 168-29)
- umfasst die zuvor festgestellte leichte depressive Episode (psychiatrisches ABI-
Gutachten, IV-act. 150-13) und die Entwicklung körperlicher Symptome aus
psychischen Gründen (Gutachten Dr. D._, SUVA-act. 2-40 ff.) nicht mehr. Indes hatte
auch Dr. D._ akzentuierte zwanghafte und passiv-aggressive Persönlichkeitszüge
bzw. den Verdacht einer solchen Persönlichkeitsstörung festgestellt (Gutachten vom 8.
Juni 2009, SUVA-act. 2-40 ff.). Beide psychiatrischen Vorgutachter attestierten keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 150-14; SUVA-act. 2-43 f.). Dr. I._ schätzt
die Arbeitsfähigkeit mit Blick auf die teilweise erfüllten so genannten Förster-Kriterien
(IV-act. 168-41) und den klinischen Eindruck auf 6 Stunden täglich mit möglicher
gewisser Steigerung bzw. auf 70%-80% (IV-act. 168-42). Hinsichtlich des funktionellen
Schweregrades ist festzuhalten, dass ein schwerer, quälender Kopfschmerz zwar nicht
andauernd, wohl aber während der akuten Phasen - gemäss Beschwerdeführer ca. alle
5 - 6 Tage während ca. zwei Tagen, manchmal weniger ausgeprägt oder kürzer
anhaltend (IV-act. 168-7 f.) - besteht. Das klinische Erscheinungsbild wird als "relativ
unauffällig" beschrieben (IV-act. 168-37). Auch aus neuropsychologischer Sicht ist nur
noch von leicht verminderten Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistungen und
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seiner bisherigen Tätigkeit
grundsätzlich gewachsen ist (Austrittsbericht Rehaklinik Bellikon vom 15. Juli 2008,
SUVA-act. 2-98). Die Schmerzen haben auf diverse medikamentöse Behandlungen
sowie auf Physiotherapie nicht wesentlich angesprochen (IV-act. 168-15 f.). Als
Komorbiditäten bzw. erschwerend für die Wiedereingliederung bestehen eine gewisse
Vulnerabilität, unter zunehmender Belastung Anpassungsstörungen mit depressiver
Reaktion (IV-act. 168-35), mässig erhebliche körperliche Begleiterkrankungen (IV-act.
168-35) sowie ängstlich-vermeidende und passiv-aggressive Persönlichkeitszüge (IV-
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act. 168-31 ff.). Der Beschwerdeführer nannte keine wesentlichen Einschränkungen der
berufsrelevanten Fähigkeiten, ausser dass er bei aufkommenden Kopfschmerzen
gezwungen sei, die Arbeit niederzulegen (IV-act. 168-26 ff.). Als Ressourcen nennt Dr.
I._ eine grundsätzlich kräftige Körperkonstitution, eine gute Intelligenz und einiges an
praktischer beruflicher Erfahrung (IV-act. 168-36). Weiter sei der Beschwerdeführer
sowohl im Privatleben als auch teilweise im Berufsleben gesellschaftlich verankert (IV-
act. 168-35). Ressourcenhemmend sind psychosoziale Belastungen und emotionale
Konflikte, diverse Phänomene einer dysfunktionalen Beschwerdebewältigung sowie
eines abnormen Krankheitsverhaltens (Aggravation, subjektive Leistungsinsuffizienz,
Selbstlimitierung, übertriebenes Schonverhalten mit Verharren in der Krankenrolle bei
eher limitierter Leistungsmotivation) sowie ungenügende Akkulturierung, mangelhafte
Sprachkompetenz, chronische familiäre Konflikte, finanzielle Probleme und andere
mehr zu erwähnen (IV-act. 168-31). Zur Kategorie der Konsistenz führt der Gutachter
an, die geklagten Beschwerden liessen sich zumindest teilweise nicht mit objektiven
Befunden in Einklang bringen. Eindrucksmässig bestehe eine Diskrepanz zwischen
subjektiven Beschwerden und der körperlichen Beeinträchtigung in der
Untersuchungssituation. Eine gewisse mangelnde Präzision der Schilderung von
Beschwerden und Krankheitsverlauf sei festzustellen. Gewisse Formulierungen hätten
überzogen gewirkt und nicht zu Mimik und Gestik gepasst. Es bestünden Diskrepanzen
zwischen Eigenangaben und Fremdanamnese inklusive Aktenlage, und es würden
Beschwerden angegeben, die sich durch "nichts" bessern liessen. Hingegen sei eine
Diskrepanz zwischen den geschilderten Beeinträchtigungen und den eruierten
Aktivitäten nicht objektivierbar. Eine sachliche Diskussion sei schwierig, aber nicht
unmöglich, da der Beschwerdeführer einen gewissen Goodwill zur Schau trage (IV-act.
168-37 f.; vgl. zu Verweistätigkeiten auch IV-act. 168-28 f.).
2.4 Das psychiatrische Gutachten von Dr. I._ genügt den Anforderungen eines
strukturierten Beweisverfahrens. Damit ist ein invalidenversicherungsrechtlich
relevanter Gesundheitsschaden hinreichend objektiviert (vgl. BGE 140 V 289 E. 3.3.1;
Urteil des Bundegerichts vom 30. November 2017, 8C_350/2017, E. 5.3 f.). Es
berücksichtigt die geschilderten Beschwerden und die vorhandenen medizinischen
Akten und ist insgesamt beweistauglich. Ergänzend ist zu bemerken, dass die gemäss
Rechtsprechung relevante durchschnittliche Arbeitsfähigkeit 75% (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 9C_730/2012, E. 4.2) als Minimum zu interpretieren
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ist: Dr. I._ geht zwar im Zeitpunkt des Gutachtens von einem zumutbaren
Tagespensum von 6 Stunden, entsprechend 70% eines 8,5-Stundentages, aus. Er
führt jedoch aus, auf psychischer Ebene bestehe eine reine Befindlichkeitsstörung
ohne fassbare kognitive Funktionseinschränkungen (IV-act. 168-36). Es bestehe im
Grunde kein medizinisches Argument, das gegen eine Steigerung der Arbeits- bzw.
Leistungsfähigkeit spreche, wenn die eingetretene Dekonditionierung weggefallen sei
(IV-act. 168-40 f.). Die Arbeitsunfähigkeit wird mit dem Hinweis auf die teilweise
erfüllten Försterkriterien begründet (IV-act. 168-41). Aus der Schilderung des
Beschwerdeführers, gegen die plötzlich auftretenden Kopfschmerzen helfe einzig ein
Gang ins Freie (IV-act. 168-8); sein (derzeitiger) Chef kenne seine Problematik und
lasse ohne weiteres zu, dass er vermehrt Pausen einlege, nach draussen gehe oder
Kaffee trinke, Zigaretten rauche (IV-act. 168-12, 42), lässt sich schliessen, dass die
Kopfschmerzen relativ gut "behandelbar" sind und nicht regelmässig eine zweitägige
vollständige Arbeitsunfähigkeit bewirken. Diese Elemente sprechen gegen eine höhere
als die von Dr. I._ geschätzte Arbeitsunfähigkeit; es ist mithin von einer mindestens
75%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, wobei somatischerseits die erwähnten
Adaptationskriterien zu berücksichtigen sind (vgl. E. 2.2 am Schluss).
3.
3.1 Der Beschwerdeführer meldete sich am 22. April 2008 bei der IV zum
Leistungsbezug an (IV-act. 1). Gemäss Übergangsrecht zur 5. IV-Revision ist vorliegend
Art. 29 Abs. 1 IVG, wonach der Rentenanspruch frühestens 6 Monate nach Geltend-
machung des Leistungsanspruchs entsteht, nicht anwendbar (BGE 138 V 475;
Entscheide des Versicherungsgerichts vom 29. Januar 2014, IV 2012/309, E. 1.1, und
vom 25. November 2016, IV 2014/355, E. 2). Ein allfälliger Rentenanspruch konnte
somit mit Ablaufs der Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG am 1. Juli 2008
entstehen. Massgebend für den Einkommensvergleich ist das Jahr 2008 (BGE 129 V
222).
3.2 Der Beschwerdeführer hatte am 1. Mai 2007 eine Vollzeitstelle (40 Std./Woche) als
J._ mit einem hypothetischen Einkommen im Jahr 2008 von Fr. 66'300.-- angetreten
(Angaben Arbeitgeberin vom 18. Juni 2008, IV-act. 25-3 ff.). Nachdem ein
Arbeitsversuch vom 3. bis 19. Dezember 2007 im Umfang von maximal 30%
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gescheitert war, da der Beschwerdeführer wegen Schmerzen wieder zu 100%
arbeitsunfähig geschrieben wurde, kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am
31. Januar 2008 (Angaben Arbeitgeberin vom 18. Juni 2008, IV-act. 25-3, 6, 12;
Unfallschein, IV-act. 25-15). Die Beschwerdegegnerin ist zugunsten des
Beschwerdeführers vom an der davor innegehabten Stelle gemäss Auszug aus dem
Individuellen Konto (IK) im Jahr 2006 erzielten Lohn von Fr. 73'128.-- ausgegangen (IV-
act. 152). Für das massgebende Jahr 2008 entspricht dies einem Betrag von Fr.
75'960.-- (Fr. 73'128.-- : 2014 x 2092; Bundesamt für Statistik [BFS], Lohnentwicklung
2014, T 39; Indices Männer 2006: 2014, 2008: 2092). Mit Blick auf den Auszug aus dem
Individuellen Konto (IK; IV-act. 87) erweist sich dieses Einkommen als höher als jenes
der Vorjahre, weshalb auf den Durchschnitt seit 2002 abzustellen ist. Damit ergeben
sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik,
Lohnentwicklung 2014, T 39, Indices Männer) folgende Jahreseinkommen:
Löhne NL-Index NL-Index 2008 indexierte Löhne
2002 Fr. 62'677.00 1'933 2'092 Fr. 67'832.53
2003 Fr. 65'327.00 1'958 2'092 Fr. 69'797.80
2004 Fr. 66'438.00 1'975 2'092 Fr. 70'373.82
2005 Fr. 65'181.00 1'992 2'092 Fr. 68'453.14
2006 Fr. 73'128.00 2'014 2'092 Fr. 75'960.17
Das als Valideneinkommen massgebliche durchschnittliche Jahreseinkommen beläuft
sich auf Fr. 70'483.50.
3.3
3.3.1 Der Beschwerdeführer arbeitet seit 1. März 2009 stundenweise als J._ bei der
K._ zu einem Stundenlohn von Fr. 22.20 inklusive Ferien- und
Feiertagsentschädigung sowie anteilsmässigen 13. Monatslohn. Hochgerechnet auf ein
Vollzeitpensum von jährlich rund 2000 Stunden (45 Wochenstunden betriebsübliche
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Arbeitszeit [Angabe Arbeitgeberin, IV-act. 88-2] x 45 Wochen [inkl. Ferien und
Feiertage]) ergibt sich ein jährliches Einkommen von Fr. 44'400.-- (2000 x Fr. 22.20).
Dem gegenüber beträgt der Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des
Bundesamtes für Statistik (BFS) 2008, Metallverarbeitung (TA1, Ziff. 27, 28, Männer
Anforderungsniveau 4) Fr. 4'949.--. Hochgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit
gemäss LSE von 41,4 Std. und auf 12 Monate beträgt der Tabellenlohn 61'467.--,
womit sich das aktuelle Einkommen des Beschwerdeführers als in beträchtlichem
Masse unterdurchschnittlich erweist. Dies gilt auch gegenüber dem Durchschnittslohn
des Anforderungsniveaus 4 von Fr. 59'979.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV 2015, Bern
2015, Anhang 2). Gemäss Angaben des aktuellen Arbeitgebers vom 10. Dezember
2010 entspreche der Lohn der Arbeitsleistung (IV-act. 88-2). Der Arbeitgeber
verzeichnete für das Jahr 2009 329,5 und für 2010 254 Arbeitsstunden (IV-act. 88-2 f.).
Weiter gab er an, der Beschwerdeführer arbeite nur, wenn sein Zustand es zulasse
oder genug Aufträge vorhanden seien. In den Berichten des Kreisarztes der SUVA vom
9. September 2009 (IV-act. 69-4) und des Kopfwehzentrums der Hirslandenklinik Zürich
(IV-act. 4-22 f.) vom 16. Dezember 2009 ist ein momentaner bzw. derzeitiger Einsatz
von 50% vermerkt, und im ABI-Gutachten vom 19. November 2014 ein solcher von
15-20 Std. pro Woche (IV-act. 150-25). Beim Gutachter Dr. I._ schätzte er das
aktuelle Pensum auf ca. 10 Stunden/Woche bzw. 25% (Gutachten vom 23. Juni 2015,
IV-act. 168-8 f.). Der Beschwerdeführer nützt damit die ihm verbliebene
Restarbeitsfähigkeit von 75% nicht aus. Dabei erhält er zudem noch einen
branchenunüblichen Lohn. Das Invalideneinkommen ist daher aufgrund des
Tabellenlohnes zu bemessen. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend,
sein aktueller Lohn entspreche seinem Invalideneinkommen.
3.3.2 Gemäss somatischem ABI-Gutachten besteht für körperlich leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten, wie sie der Beschwerdeführer aktuell ausübe, eine 100%-ige
Arbeitsfähigkeit. Möglichst zu vermeiden seien Gewichtsbelastungen über 25 kg und
Arbeiten über Schulterhöhe. Wegen der Migränekomponente seien Tätigkeiten im
Schichtdienst ungünstig (ABI-Gutachten vom 19. November 2014, IV-act. 150-25 f.).
Dr. I._ bezeichnete zudem, allerdings fachfremd, langes Stehen als möglicherweise
Beschwerden provozierend (Gutachten vom 5. Dezember 2014, IV-act. 168-41). Die
Tätigkeit als Y._ bei der X._ AG beinhaltete zwar häufiges Stehen, jedoch kein
Heben oder Tragen von Gewichten über 25 kg (Angaben Arbeitgeberin vom 18. Juni
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2008, IV-act. 25-8). Für die aktuelle Arbeit wird manchmaliges Stehen und seltenes
Tragen oder Heben von Lasten über 25 kg angegeben (Angaben Arbeitgeberin vom 10.
Dezember 2010, IV-act. 88-4). Die bisherige und aktuelle Tätigkeit als Y._ sind somit
nicht vollständig leidensangepasst. Dem Beschwerdeführer ist daher zuzubilligen, dass
für das Invalideneinkommen auf den durchschnittlichen Tabellenlohn des
Anforderungsniveaus 4 von Fr. 59'979.-- und nicht auf den leicht höheren Tabellenlohn
in der Metallverarbeitung abgestellt wird (vgl. E. 3.3.2).
3.4
3.4.1 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn)
allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass
persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung,
Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E.
3b/aa S. 323). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene
Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 80 E. 5b/aa in fine).
Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände
im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25%
nicht übersteigen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb-cc; 134 V 327 f. E. 5.2; Urteil 9C_368/2009
vom 17. Juli 2009 E. 2.1; zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts vom 23.
Dezember 2014, 9C_630/2014, E. 2.1 mit weiteren Verweisen).
3.4.2 Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer in der angefochtenen
Verfügung (IV-act. 179) keinen Tabellenlohnabzug und in der Beschwerdeantwort einen
solchen von 5% (act. G 4). Der Teilzeitabzug von 5% entspricht der Statistik (BFS,
Lohnstrukturerhebung 2008, Tabelle monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach
Beschäftigungsgrad, Anforderungsniveau und Geschlecht, wonach der
Durchschnittslohn im Anforderungsniveau 4 bei vollzeitlicher Tätigkeit [über 90%] Fr.
4'925.-- und bei einem Pensum von 75% bis 89% Fr. 4'677.-- betrug). Dr. I._
begründet die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit damit, dass die Restbeschwerden die
Durchhaltefähigkeit über eine gewisse Zeitdauer hinaus erschweren und in Phasen
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akuten Kopfschmerzes jede Berufstätigkeit verunmöglicht werde (IV-act. 168-40). Er
führt weiter aus, aufgrund des Naturells und des Krankheitsverhaltens des
Beschwerdeführers sei dieser auf einen Arbeitsplatz angewiesen, an dem er keinem
erhöhten Zeitdruck ausgesetzt sei und seinem Bedürfnis nach Erholungspausen an der
frischen Luft (Kaffee-/Rauchpause) Verständnis entgegengebracht werde. Einen
erhöhten Pausenbedarf hält Dr. I._ aufgrund der Dekonditionierung namentlich zu
Beginn für erforderlich (vgl. IV-act. 168-42; E. 2.4). Soweit die Einschränkungen der
Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit auf der Dekonditionierung beruhen, sind sie
vorübergehender Natur und begründen daher keinen Tabellenlohnabzug. Darüber
hinaus ist die schmerzbedingte Verminderung des Rendements durch die
Arbeitsausfälle bereits in der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt und kann daher
nicht zusätzlich einen Tabellenlohnabzug begründen (Urteil des Bundesgerichts vom
22. Januar 2015, 9C_846/2014, E. 4.1.1 mit Verweisen). Die von Dr. I._
festgehaltenen einerseits ängstlich-vermeidenden und andererseits passiv-aggressiven
Persönlichkeitszüge (IV-act. 168-33) bzw. die subjektive Leistungsinsuffizienz mit
Tendenz zur Selbstlimitierung (IV-act. 168-42) begründen ebenfalls keinen zusätzlichen
Tabellenlohnabzug, zumal der Beschwerdeführer sowohl von der Arbeitgeberin
(Angaben vom 18. Juni 2008, IV-act. 25-9), während der Therapie in der Rehaklinik
Bellikon (Austrittsbericht vom 15. Juli 2008, Fremdakten, act. 2-98) als auch während
der beruflichen Abklärung in der OBV (Schlussbericht vom 14. November 2008, IV-act.
47) als sehr lern- und leistungsbereit, interessiert und zuverlässig beschrieben wurde
und keine persönlichkeitsbezogenen Probleme berichtet wurden. Insgesamt rechtfertigt
sich unter Berücksichtigung der beschriebenen Elemente ein Tabellenlohnabzug von
5%. Es resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 42'735.-- (Fr. 59'979.-- x 75% x
95%), woraus sich bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'483.50 (E. 3.2) ein
Invaliditätsgrad von 39,4% ergibt.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
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in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Der
Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).