Decision ID: 58501f8a-7f5e-44e9-858e-943c415b563f
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1961, meldete sich am 22. September 2008
unter Hinweis auf
eine Panikstörung, eine Agoraphobie sowie eine rezidivierende de
pressive Störung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfügung vom 7. April 2010 bei einem Invaliditätsgrad von 86 % eine ganze Rente ab 1. Juni 2009 zu (Urk. 10/35).
Mit Mitteilung vom 15. März 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unverändert (Urk. 10/61).
1.2
Nach Eingang eines am 18. März 2014 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 10/73) holte die IV-Stelle unter anderem bei der Y._ ein polydisziplinäres Gut
achten ein, das am 9. November 2015 erstattet wurde (Urk. 10/123). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/126-137) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. April 2016 die bisher ausgerichtete Rente auf (Urk. 10/138 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 17. Mai 2016
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom 25. April 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und ihr sei weiterhin eine Rente auszurichten (S. 2 Ziff. 1) und es seien weitere Sach
verhaltsabklärungen, insbesondere in Form von Rückfragen bei den Y._-Gut
achtern, zu tätigen (S. 2 Ziff. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2016 (Urk. 9) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 24. November 2016 wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und der Be
schwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 11).

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
tigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objek
tiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier
tels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten
bezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeits
fähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchser
heblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskon
former Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
be
messung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundes
gerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Auf
gabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die an
spruchs
beeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu not
wendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversiche
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/aa mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE
119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, die Y._-Begutachtung habe ergeben, dass sich der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache im Dezember 2009 wesentlich verbessert habe. Seit spä
testens Oktober 2015 bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der an
gestammten Tätigkeit als Bürohilfs- und Servicekraft. Auch in allen anderen Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin vollständig arbeitsfähig. Einzig beim He
ben und Tragen von Gewichten über 3-5 kg bestehe eine Einschränkung. Mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten könne die Beschwer
deführerin ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Es bestehe somit keinen Anspruch mehr auf Rentenleistungen der Invalidenversicherung.
2.2
Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt (Urk. 1), dass sich ihr Gesundheitszustand nicht wesentlich verbessert habe und das Y._-Gutachten die rechtlichen Kriterien nicht erfülle (S. 3).
2.3
Strittig ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten ganzen Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand de
r
Be
schwerdeführer
in
wesentlich verbessert respektive sich die für die Invalidi
täts
bemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat, und ob zur Beantwor
tung dieser Frage auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte
Y._
-Gut
achten vom
9. November 2015
abgestellt werden kann.
Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der
Rentenzusprache im April 2010
– da im Rahmen der Rentenbestäti
gung
im März 2013
nur eine ru
dimentäre Prüfung erfolgte
– mit demjenigen, wel
cher der hier
angefochtenen Verfügung vom 2
5
.
April
201
6
zugrunde lag.
3.
3.1
Der Rentenzusprache vom 7. April 2010 (Urk. 10/35) lag im Wesentli
chen der folgende Bericht zugrunde:
3.2
Die Ärzte des Z._ berichteten am 26. November 2008 (Urk. 10/16/4-10) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
-
Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0)
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie Störungen durch Alkohol, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.25). Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 5. Juni 2008 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsun
fähig sei (S. 1 Ziff. 2). Die Beschwerdeführerin leide unter verschiedenen psy
chiatrischen Diagnosen, die sich höchst wahrscheinlich gegenseitig stark beein
flussen würden. Im Haushaltsbereich sei sie zu 100 % arbeitsfähig (S. 6).
4.
4.1
Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 25. April 2016 (Urk. 2) stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf die nachfolgenden Berichte:
4.2
Die Ärzte der Z._ berichteten am 27. Juni 2014 (Urk. 10/75) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
-
Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Stö
rung durch Alkohol, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.25). Sie führten aus, dass sich unter der integrierten sozialpsychiatrischen Behandlung inklusive Me
dikation das psychische Zustandsbild der Beschwerdeführerin, jedoch nicht die Arbeitsfähigkeit verbessert habe. Es sei davon auszugehen, dass für die Be
schwerdeführerin eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt unzumutbar sei. In Anbetracht des Zustandsbildes müsse mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres gerechnet werden (S. 2 Ziff. 1.4).
4.3
Die Ärzte der A._, Kompetenzzentrum für die Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Tabakabhängikeit, berichteten am 11. Mai 2015 (Urk. 10/106) über den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 24. bis 31. März 2015 und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyn
drom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F10.25)
-
psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyn
drom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F17.25)
-
Anpassungsstörungen, Angst und depressive Reaktion, gemischt (ICD-10 F43.22)
-
Agoraphobie: mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)
Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin zum stationären qualifizierten Alko
holentzugsprogramm angemeldet worden sei (S. 1). Die Beschwerdeführerin habe ohne entzugsbedingte Beschwerden vom Alkohol entzogen werden kön
nen. Zu Beginn habe sie Entzugssymptome wie Tremor und Hyperhidrosis ge
zeigt. Laut ihren eigenen Angaben habe sie das von ihrem ambulant behan
delnden Psychiater eingesetzte Citalopram nicht weiter eingenommen. Es sei eine weitere psychopharmakologische Behandlung mit Cipralex besprochen worden. Die Beschwerdeführerin habe bereits nach einer einwöchigen Entzugs
behandlung berichtet, dass sie sich in der Klinik unwohl fühle und den statio
nären Austritt wünsche. Sie sei dann gegen ärztliche Empfehlung am 31. März 2015 nach Hause ausgetreten. Bei entsprechender Motivation könne die Be
schwerdeführerin erneut eintreten (S. 2).
4.4
Die Ärzte der Y._ erstatteten ihr polydisziplinäres Gutachten am 9. November 2015 (Urk. 10/123) gestützt auf die Akten, die Untersuchungen sowie die Beschlüsse der interdisziplinären Konsens-Besprechung. Sie nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 19 Ziff. 6.1):
-
c
hronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Sympto
matik
-
klinisch dekond
itionierte, atone Rumpfhaltung, leichte allseitige Ein
schränkung der LWS-Beweglichkeit
-
konventionell-radiologisch keine relevanten degenerativen Verän
-
derun
gen, leichte Anterolisthesis von L4 zu L5 um 3 mm (Rönt
gen
7. Juli
2015), nicht progredient zum Vorbefund (CT 2
0. April
2010)
-
schichtbildgebend mediane Diskushernien L4/5 und L5/S1 mit Wurzel
tangierungen beids
eits, Bandscheibenprotrusion L3/4
, nicht-sten
o
sierende Spondylarthrose L4-S1 (CT 2
0. April
2010)
-
St
atus nach Wurzelreizepisoden zirka
2010 gemäss
Dr. B._
, aktu
ell residuelle ASR-Minderung rechts
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die folgenden (S. 19 Ziff. 6.2):
-
Alkoholabhängigkeit, aktiver Konsum (ICD-10 F10.25)
-
bei V
erdacht auf
dissoziale Persönlichkeitsakzentuierung
-
mögliche alkoholtoxische Myopathie der Oberschenkel
-
Untergewicht (BMI 18 kg/m2)
-
p
ersistierender Nikotinkonsum
-
radiologisch Aortenverkalkungen
-
k
utane Kupfer- und Nickelallergie anamnestisch
Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin mit einer Alkohol
abhängigkeit vordiagnostiziert
sei
. Diese Diagnose
sei
aktuell zu bestätigen, wenngleich die Angaben der
Beschwerdeführerin
zu ihrer Suchtanamnese und der aktuellen Lage ihrer Suchterkrankung deutlich bagatellisieren
d
aus
gefallen seien.
Gemes
sen daran, dass der
Beschwerdeführerin
bereits vor über 20 Jahren eine Be
handlung ihrer
Sucht zur Auflage gemacht worden sei
,
sei
von einem sehr lan
gen Bestehen der Alkoholproble
matik auszugehen. In diesem Zu
sammenhang
sei
zu prüfen, ob die Alkoholabhängigkeit sekundärer Natur
sei
oder bleibende Schädigungen hinterl
assen habe.
Eine bleibende organische Hir
nschädigung infolge des Alkoholkonsums komme
nicht in Betracht. Ihre Angaben hinsicht
lich sekundären Konsums von Alkohol aufgrund einer Angsterkrankung über
zeug
ten nicht und würden vor allem
unter der Tendenz
fallen
, sich im günsti
gen Lichte darzustellen und externalisierend zu attribuieren. Zudem
werde
von der
Beschwerdeführerin
keine eigentliche paroxysmale Angstsymptomatik ge
schildert, sondern am ehesten präsynkopale Zustände
(S. 13 f.)
.
Das Vorlie
gen von agoraphobischen Ängsten sei
etwas konsistenter geschildert
worden
. Es
sei
jedoch viel wahrscheinlicher, dass es sich dabei um habituiertes Verhalten der
Beschwerdeführerin
, wel
c
he seit geraumer Zeit einen sedentären Lebensstil pfleg
e
und Anstrengungen
beziehungsweise
unangenehme Aufgaben inkl
usive administrative konsequent meide
, und nicht um
eine
eigentliche agoraphobis
che Symptomatik hand
l
e
.
D
as Bestehen von Angstsymptomen werde
zudem mit ei
nem späteren Datum angegeben, als die Entwicklung der Abhängigkeitsproble
matik. Somit k
önne
der sekundäre Charakter der Abhängigkeit ausgeschlossen werden. Die
Beschwerdeführerin
habe sich
in der aktuellen Untersuchung im er
heblichen Ausmass manipulativ
präsentiert.
Die Neigung der
Beschwerdeführe
rin
, für das eigene Verhalten plausible rationalisierende Erklärungen anzubie
ten, k
önne
als Zeichen einer dissozialen Persönlichkeitsakzentuierung gesehen werden
.
Ferner
habe
sich die
Beschwerdeführerin
mit konsistenten Anhalts
punkten für Malingering
gezeigt
, sodass in der Gesamtschau wahrscheinlich erschein
e
, dass die Angaben in den eingegangenen anonymen Schreiben dem tatsächlichen Ablauf entspr
o
chen
hätten
.
Andere nach ICD-10 diagnostizierbare p
sychische
Störungen
lä
gen bei der
Beschwerdeführerin
nicht vor
(S. 14)
.
Aktu
ell l
asse
sich
zusammenfassend
keine Diagnose einer Angststörung stellen, v
or allem
weil es unter der wirksamen psychiatrisch-psychotherapeutischen Be
handlung und
kontinuierlichen
Psychopharmakotherapie zu
einer
relevante
n
Besserung der Störung
gekommen sei
.
Das
aktuell vorliegende Malingering könne
daher als Ausdruck des Wunsches gesehen wer
den, den Status quo zu behalten.
D
as Verhalten der
Beschwerdeführerin lasse
sich mit der Annahme ei
ner dissozialen Persönlichkeitsakzentuierung gut
vereinbaren.
In der Gesamt
schau erg
ebe
sich das Bild einer langjährigen Alkoholabhängigkeit mit sozialen Folgeschäden, wobei die
Beschwerdeführerin
in der Vergangenheit nur unzu
reichende b
eziehungsweise
fehlende Compliance von suchtspezifischen Be
handlungsmassnahmen
ge
zeigt
habe
und auch aktuell nicht motiviert
sei
, auf Suchtmittel zu verzichten. Hier
sei
zudem
erw
ähnenswert, dass die von der
Be
schwerdeführerin
bekl
agten Stürze unter Verzicht auf
Alkohol sehr wahrschein
lich eliminiert werden könn
t
en. Defizite, welche die Arbeitsfähigkeit der
Be
schwerdeführerin
herabsetzen würden,
hätten
sich in der aktuellen Untersu
chung nicht objektivieren
lassen (S. 15)
.
Aus rheumatologischer Sicht sei
der
Beschwerdeführerin
aufgrund der radio
-
mor
phol
o
g
i
schen degenerativen Veränderungen vor allem des unteren Achsen
-
skeletts, aber auch de
r
HWS, muskuloskelettär eine etwas verminde
rte Be-lastbarkeit zuzuerkennen
. Zum Untersuchungszeitpunkt aktuell f
ä
nden sich aber keine Zeichen
einer radikulären Symptomatik.
Für biomecha
nisch ange
passte Tätigkeiten sei
aus isoliert muskuloskelettärer Sicht keine quantitative Einschränkung zuzuerkennen
(S. 17)
.
G
egenüber dem Zustand
von
2010 ha
be
sich muskuloskelettär die Situation insbesondere betreffs des degenerativen Rü
ckenleidens wohl eher etwas gebessert und stabilisiert. Das Ausmass der zumut
baren Arbeitsfähigkeit aus muskuloskelettärer Sicht k
önne
aber retrospektiv über die Jahre 2010 bis 2015 nicht zuverlässig abgeschätzt werden, insbeson
dere auch nicht der Zeitpunkt eines allfälligen Abklingens einer radiku
lären zusätzlichen Symptomatik.
Aus aktueller gutachterlicher Sicht erg
ä
ben sich in der jetzigen Gutachtens-Untersuchungssituation keine Hinweise auf Aggrava
tion, Simulation oder Selbstlimitation
(S. 18)
.
Nach aktueller psychiatrischer Einschätzung besteh
e
bei der
Beschwerdeführe
rin
, entgegen der im Rahmen der ambulanten Therapien getroffenen Annahme, keine relevante Angsterkrankung.
Es sei davon auszugehen
, dass im Vorder
grund die langj
ährig vorbestehende Alkoholabhän
gigkeit zu sehen
sei
. Diese k
önne
nicht als sekundär im Rahmen eines etwaigen eigenständigen psychiat
rischen Krankheitsbi
l
des gewertet werden. Insgesamt
seien Hinweise für Inkon
sisten
zen und Malingering vor
gelegen
, insbesondere bezüglich der Schilderung der von der
Beschwerdeführerin
erlebten Angstsymptomatik. Diese
habe
letzt
endlich nicht einer eigenständig relevanten Angsterkrankung zugeordnet wer
den
können
. Vielmehr
sei
ein manipulativer Charakter der vorgetragenen Symptome auffällig
gewesen
. Eine relevante Einschränkung der Alltagsgestal
tung sowie der theoretischen Arbeitsfähigkeit k
önne
durch die vorgetragenen Angstsymptome nicht abgeleitet werden. Im Vordergrund st
ünden
die sozialen Folgeschäden der langjährigen Alkoholabhängigkeit
.
Die Compliance bezüglich Alkoholabstinenz sowie bezüglich spezifischer Behandlungsmethoden
sei
in der Vergangenheit bei der
Beschwerdeführerin
reduziert
gewesen. S
o
habe
sie zu
letzt im Frühling dieses Jahres eine eigentlich geplante Alkoholentzugsbehand
lung resp
ektive
Langzeitbehandlung ab
gebrochen
. Über das Vorliegen einer re
zidivierenden depressiven Störung zum Zeitpunkt der Rentenzu
s
prache mit zum damaligen Zeitpunkt gegenwärtig leicht
er
Episode k
önne
heute keine andere Aussage als in der
Aktenlage angegeben getroffen w
erden
, zumal depressive Er
krankungen in ihrem Ausprägungsgrad schwanken könn
t
en. Zum aktuellen Zeitpunkt
habe
keine relevante depressive Störung nachgewiesen werden
kön
nen
. Insofern k
önne
aus psychiatrischer Sicht gesagt werden, dass sich der Ge
sundheitszustand seit dem Zeitpunkt der erstmaligen
Rentenzusprache im Jahre 2009
gebessert ha
be
.
Aus rheumatolog
ischer Sicht ha
be
sich der Gesundheits
zustand der
Beschwerdeführerin
gegenüber dem Jahre 2010 muskuloskelettär besonders in Bezug auf das degenerative Rückenleiden leicht
verbessert bezie
hungsweise
stabilisiert
(S. 21)
.
Der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin
habe
sich aus psych
iatrischer und aus rheumatologi
scher Sicht im Vergleich zum Zeitpunkt der erstmaligen Re
ntenzusprache im Jahre 2009 ver
bessert. Eine relevante Angsterkrankung sowie eine releva
nte affektive Erkrankung hätten
aktuell ausgeschlossen werden
können. Im Vordergrund stünden
die Suchterkrankung und die damit ein-her
gehenden sozialen Folgeerscheinungen.
Für die von der
Beschwerdeführerin
ausgeübten Tätigkeiten im Bereich Adm
inistration sowie im Bereich Ser
vi
ce/Barkeeping besteh
e
sowohl aus psychiatrischer als auch aus rheumatolo
gischer Sicht keine relevante Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
.
Aufgrund der leicht verminderten Belastbarkeit des Bewegungsapparates k
önne die Beschwer
deführerin
körperlich leichte, wechselbelastende, nicht ausschliesslich sitzende und stehende Tätigkeiten ohne Heben, Stossen und Ziehen von Lasten
von
mehr als 3-5 kg, und ohne Tätigkeiten in gebückter, kauernder Körperhaftung oder
Ü
berkopf
arbeiten vollzeitig verrichten.
Aus rheumatolog
ischer Sicht könne
der Zeitpunkt einer Verbesserung des Zustandsbildes wegen der geringen Vordoku
mentation in der Aktenlage schwer datiert werden. Aus psychiatrischer Sicht best
ünd
en erhebliche Diskrepanzen in
diagnostischer Hinsicht bezüg
lich des Vorliegens einer Angsterkrankung.
Es seid davon auszugehen, dass eine solche nicht vorliege
, da die Diagnose einer Angsterkrankung jedoch weitestgehend auf anamnestischen Angaben beruh
e
und die Vordiagnosen in der Aktenlage heute nur unzureichend nachvollzogen werden könn
t
en, k
önne
die heute fest
gestellte Arbeitsfähigkeit gesa
mtmedizinisch
gesehen nur auf den aktuellen Gutachtens
z
eitpunkt datiert werden.
Aus rheumatologischer Sicht könn
t
en physiotherapeutische Massnahmen sowie eine weitergehende rheumatologische Betreuung empfohlen werden. Aus psychiatrischer Sicht
seien
medizinische Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nicht zu empfehlen, da diese nicht eingeschränkt
sei
. Grundsätzlich sollte die
Beschwerdeführerin
je
doch weiterhin sozialpsychiatrisch angebunden bleiben und eine weitere Be
handlung der vorhandenen Alkoholabhängigkeit erfolgen
(S. 22)
.
4.5
Am 26. November 2015 wurde im C._ eine Computer-tomo
graphie (CT) der Halswirbelsäule (HWS) und Lendenwirbelsäule (LWS) durchgeführt. Dabei stellten die Ärzte eine linksanterolateral betonte De
ckenplattenimpression LWK 4, vermutlich älterer Genese fest, welche im Befund der Voruntersuchung vom 20. November 2010 nicht erwähnt sei. Es hätten so
dann gut erhaltene Bandscheibensegmente mit nur moderatem bulging LWK 3 bis SWK 1, keine Diskushernie und frei verlaufende Nervenwurzeln festgestellt werden können (Urk. 7).
4.6
Die Ärzte der Z._ berichteten am 19. Februar 2016 (Urk. 3/4) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2):
-
Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.2)
-
Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzge
brauch (ICD-10 F10.25)
Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin die Vorgängerinstitution im März 2001 konsultiert habe. Es hätten drei Konsultationen stattgefunden. Die Be
schwerdeführerin sei sodann von Juni 2008 bis Ende 2011 und von Anfang 2013 bis Ende 2014 zirka alle zwei bis drei Wochen zu Konsultationen gekom
men. Seit zirka April 2015, bedingt durch die Agoraphobie mit Panikstörung habe die Beschwerdeführerin die Termine nur noch sehr unregelmässig wahr
nehmen können. Seit Juni 2015 hätten nur noch telefonische Konsultationen stattgefunden. Die medikamentöse Compliance der Beschwerdeführerin sei un
gewiss (S. 1). Mit einer Veränderung der Arbeitsfähigkeit sei in den nächsten Jahren nicht zu rechnen. Der Verlauf der Erkrankung sei chronifiziert. Alle Be
reiche des Lebens seien stark beeinträchtigt. Aktuell werde ein stationärer Alko
holentzug empfohlen und anschliessend eine Entwöhnungstherapie, danach eine erneute Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Bezüglich des Alkoholabhängig
keitssyndroms werde die Entwicklung anders als im Y._-Gutachten beurteilt. Die Beschwerdeführerin möge zwar im Laufe ihres Berufslebens bereits regel
mässig Alkohol konsumiert haben, aber eine Abhängigkeit und ein relevanter gesundheitsschädigender Konsum scheine sich erst nach der Geburt des ersten Kindes und der folgenden depressiven Episode sowie Angstproblematik entwi
ckelt zu haben (S. 2). Die Beschwerdeführerin sei sowohl in ihrem angestamm
ten Beruf als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfä
hig (S. 3).
5.
5.1
Der Renten
zusprache
vom
7. April 2010 (Urk. 10/35)
lag im Wesentli
chen
ein Arztbericht der Ärzte des Z._
zu
grunde.
Die Ärzte des Z._ diagnosti
zierten im November 2008 (Urk. 10/16/4-10) eine Panikstörung mit Agorapho
bie (ICD-10 F40.01) sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0) als mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit so
wie Störungen durch Alkohol, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.25) als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 25.
April
2016 (Urk. 2) stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das polydiszipli
näre
Y._-Gutachten vom November 2015
(vorstehend E. 4.
4
),
wonach keine für die Ar
beitsfähigkeit relevanten
psychiatrischen Diagnosen vorliegen.
Die Gutachter diagno
sti
zierten jedoch ein c
hronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik
mit
Ausw
irkung auf die Arbeitsfähigkeit und nannten als Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine
Alkohol
abhängigkeit, aktive
n
Konsum (ICD-10 F10.25)
, U
ntergewicht (BMI 18 kg/m2)
sowie einen persistierenden
Nikotinkonsum
.
5.2
Das polydisziplinäre
Y._
-Gutachten vom November 201
5
umfasst die Fach
richtungen Allgemei
ne Innere Medizin, Psychiatrie und Rheumatologie. Die Gutachter verfügen über die
ent
sprechenden Facharzttitel und waren somit in ihren Fachgebieten grund
sätzlich zur Beur
teilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits
fähigkeit der
Beschwer
de
führer
in befähigt.
Die Gutachter berücksichtigten die geklagten B
eschwerden und das Verhalten der
Beschwerdeführer
in
und erstellten ihren jeweiligen Teil des Gutachtens in Kenntnis der Vorakten (vorstehend E. 4.
4
). Die gestellten Diagnosen als auch die Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit werden im Gutachten ausführ
lich be
gründet und sind nachvollziehbar. Damit erfüllt das
Y._
-Gutachten
– entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin -
die bundesgerichtlichen Anforde
rungen an ein medizinisches Gutachten (vorstehend E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abzustellen ist.
5.3
Gemäss dem
Y._-Gutachten
liegen keine für die Arbeits
fähigkeit relevanten
psychiatrischen
Diagnosen vor (vorstehend E. 4.4
). Die Gutachter begründeten
den
psychisch
unauffälligen Status de
r
Beschwerdeführer
in
damit, dass
sich während der
psychiatrischen
Untersu
chung in objektiver Hinsicht ein völlig un
auffällig
er psychopathologischer Befund
ergeben habe
. So habe es
keine Zei
chen einer
Ermüdung gegeben, es sei eine überdurchschnittlich gute Merkfähig
keit sowie eine sehr gute Konzentration festgestellt worden, wobei die Schilde
rungen der Beschwerdeführerin in Bezug auf Panikattacken am ehesten einem
präsynkopale
n Zustand entsprächen, zumal keine eigentliche paroxysmale Angstsymptomatik geschildert werde
(
Urk. 10/123/40-41). Das Vorliegen von agoraphobischen Ängsten wurde von den Y._-Gutachtern mit der nachvoll
ziehbaren Begründung verneint, dass es sich dabei um habituiertes Verhalten der Beschwerdeführerin handle. Bezüglich der Diagnose einer Alkoholabhängig
keit führten die Y._-Gutachter sodann aus, dass die Beschwerdeführerin trotz langem Bestehen der Alkoholproblematik kognitiv mnestisch sowohl subjektiv als auch bei objektiver Prüfung intakt sei. Eine bleibende organische Hirnschä
digung komme daher nicht in Betracht (Urk. 10/123/41). In der aktuellen Un
tersuchung habe sich die Beschwerdeführerin im erheblichen Ausmass manipu
lativ präsentiert, wobei der beliebige Umgang mit Informationen, ihr Bestreben, sich in möglichst günstigem Licht darzustellen sowie ihr externer Attributions
stil deutlich zum Vorschein gekommen seien. Weiter wurde die Neigung der Beschwerdeführerin, für das eigene Verhalten plausible rationalisierende Erklä
rungen anzubieten, von den Y._-Gutachtern als Zeichen einer dissozialen Persönlichkeitsakzentuierung gesehen. Andere nach ICD-10 diagnostizierbare psychische Störungen lägen bei der Beschwerdeführerin nicht vor (Urk. 10/123/41-42).
Dem
rheumatologischen
Teilgutachten ist zu entnehmen, dass
der Beschwerde
führerin aufgrund der radiomorphologischen degenerativen Veränderungen vor allem des unteren Achsenskeletts, aber auch der HWS, muskuloskelettär eine etwas verminderte Belastbarkeit zuzuerkennen sei. Die Y._-Gutachter führten jedoch aus, dass sich zum Untersuchungszeitpunkt keine Zeichen einer radiku
lären Symptomatik fänden (Urk. 10/123/51-52).
Die Y._-Gutachter nahmen zur Veränderung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin ausdrücklich Stellung und begründeten einlässlich und sorgfältig, dass sich der Gesundheitszustand aus psychiatrischer und aus rheu
matologischer Sicht im Vergleich zur Rentenzusprache im Jahre 2009 verbessert habe, zumal eine relevante Angsterkrankung sowie eine relevante affektive Er
krankung aktuell hätten ausgeschlossen werden können (Urk. 10/123/21-22). Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor
genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigten die Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf, dass bei der Beschwerdeführerin aktuell aufgrund der er
hobe
nen, objektiven somatischen Befunde und einer fehlenden klinisch rele
van
ten, leistungsbeeinträchtigenden psychischen Störung keine Einschrän
kung
der Ar
beitsfähigkeit sowohl für die angestammte wie auch für ange
passte Tätigkeiten mehr vorliege.
5.4
Nach
dem Gesagten wurde im
Y._-Gutachten
schlüssig begründet, dass
aktuell
weder aus somatischer noch psychiatrischer Sicht eine objektivierbare Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
für die angestammte Tätigkeit
besteht (vorste
hend E. 4.
4).
Vor diesem Hinter
grund ist dem
Y._-Gutachten
folgend von einer uneing
eschränkten Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführer
in auszugehen.
5.5
S
oweit
die Beschwerdeführerin
geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei
nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu tref
fen, ist festzuhal
ten, dass sowohl der psy
chi
sche wie auch der physische Ge
sundheitszustand sowie die Beein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in den Beurtei
lun
gen gebührend be
rücksichtigt wurden. Die Be
schwerdeführerin ver
mochte so
dann nicht weiter darzutun, inwiefern die Ak
tenlage unzutreffend bezieh
ungs
weise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitrei
chende medizinische Einschätzungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorlie
genden medizinischen Akten als ausrei
chend. So lassen auch die neuesten von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichte des C._ (vorstehend E. 4.5) und der Ärzte der Z._ (vor
stehend E. 4.6) nicht darauf schliessen, dass eine neue Begut
ach
tung zu ei
nem anderen Re
sul
tat führen würde. Den Be
richten ist nichts Anderes bezie
hungsweise Neues zu entnehmen, das geeignet wäre, das Y._-Gut
achten in Zweifel zu ziehen. So führten die Ärzte der Z._ in ihrem Bericht in erster Linie die bereits aus Vorberichten bekannten Diagnosen einer Panikstörung mit Agora
phobie, einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode sowie einer Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom mit ständigem Substanzgebrauch auf, erwähnten jedoch weder die erhobenen Befunde, noch gaben sie eine durch Befunde untermauerte medizinisch-theore
tische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ab. Gemäss Ausführungen im Bericht fänden die Konsultationen sodann seit Juni 2015 lediglich noch telefonisch statt und auch die medikamentöse Compliance sei ungewiss, da eine Bestimmung des Medikamentenspiegels bisher nicht vorgenommen worden sei. Auf diese Beur
teilung kann somit weder in Bezug auf die Diagnosestellung noch auf die An
gabe der Arbeitsunfähigkeit abgestellt werden. Sie vermag somit
keine Zweifel an der schlüssigen und nachvollziehbaren gutachterli
chen Beurteilung auf
kommen zu lassen
.
Sodann ist bei Berichten von behandelnden Ärzten der Erfahrungs
tat
sache Rech
nung zu tragen, dass diese mitunter im Hin
blick auf ihre auf
tragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit weiteren Hinwei
sen).
Zwar kann die einen län
ge
ren Zeitraum ab
deckende und umfassende Betreuung durch be
han
delnde Ärzte
oft wertvolle Erkenntnisse hervorbringen. Jedoch lässt es die
unterschied
liche Natur von Behandlungsauftrag des thera
peutisch tätigen (Fach-)
Arztes ei
ner
seits und Begutachtungsauftrag des bestell
ten fachmedizinischen Experten an
de
rer
seits nicht zu, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan
delnden Ärzte zu anderslau
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei
ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf
drängt, da die be
han
delnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztli
cher Interpre
tation entspringende - Aspekte benen
nen, welche im Rahmen der Begutachtung
uner
kannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteil des Bundes
gerichts 8C_278/2011
vom 26.
Juli 2011 E. 5.3; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.1).
Dies ist vorliegend nicht der Fall
.
5.6
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Ab
klä
run
gen sind nach dem Gesagten unbehelflich. Weitere substantiierte Ein
wände brachte sie nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beurteilung durch die Gutachter umzustossen ver
möchten. Auf weitere Ab
klä
rungen kann deshalb verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
5.7
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist zusammenfassend festzuhal
ten, dass auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführ
lich begründete Einschätzung der Y._-Gutachter abzustellen und der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt ist, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
rerin seit der Rentenzusprache im April 2010 wesentlich verbessert hat und be
züglich der Arbeitsfähigkeit von einer 100%igen Zumutbarkeit auszugehen ist (vgl. auch vorstehend E. 4.4).
Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht eine revisionsrelevante Sach
verhalts
änderung angenommen und eine Renteneinstellung verfügt. Die Be
schwer
degegnerin hat in Übereinstimmung mit Art. 88
bis
Abs. 2 lit. a IVV die Rentenaufhebung auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der ange
foch
tenen Verfügung vom 25. April 2016 folgenden Monats verfügt.
Die angefochtene Verfügung vom
25. April 2016
(Urk. 2) erweist sich deshalb al
s rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert festzu
legen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerle
gen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf
§
16 Ab. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hinzuweisen.