Decision ID: 57296fe8-1e0b-43a1-ae86-c3328643a5c2
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
69
,
arbeitete
als Bauarbeiter für die
Y._
. Er war
bei der
Suva obligatorisch
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs
unfällen versichert. Am
2
6.
Oktober 2015 schlug
er
sich das rechte Knie an der Führung eines Ramm-Hammers an (
Urk.
13/1
, Urk. 13/9
). Die Erstbehandlung fand gleichen
tags im
Z._
statt, wo
der Versichert
e
stationär bis am 3
1.
Oktober 2015 behandelt wurde und
die Diagnose
n
einer dislozierten
Patellaquerfraktur
rechts bei/mit anam
nestisch Status nach Knieope
rationen bei Frakturen zirka 1983 und 1993
sowie einer koronaren Herzkrankheit gestellt wurde
n
(Austrittsbericht vom
5.
November 2015,
Urk.
13/8).
Am 27.
Oktober 2015
hatten die Ärzte des
Z._
das rechte Knie operiert und eine offene Reposition mit
Zuggurtungs
-Osteosynthese der Patella vorgenommen (
Urk.
13/7).
Am 1
8.
Februar 2016 wurde
am
Z._
das
Osteosynthesematerial
ent
fernt (OSME;
Urk.
13/34
). Die Suva
richtete Taggelder aus und kam für die Heil
behandlung auf.
Der Kreisarzt Prof.
Dr.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie, untersuchte den Versicherten a
m 2
5.
Mai 2016 (
Urk.
13/79).
Am 4.
Juli
2016 wurde eine Magnetresonanztomographie (MRT) des rechten Kniege
lenkes erstellt (
Urk.
13/130).
Am
1
8.
und
1
9.
Juli 2016
beurteilte
Prof. Dr.
A._
den Inte
gritäts
schaden in Bezug auf das rechte Kniegelenk
auf 7.5
%
(Urk.
13/145
-146
).
Gestützt auf die Einschätzungen von Prof.
Dr.
A._
schloss die Suva den Fall
ab (
Urk.
13/160) und
sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 2
1.
Januar 2016 eine Invalidenrente von 12
%
sowie
eine
Integritätsentschädi
gung auf der Basis einer Integritätsein
busse von
7,
5
%
zu
(
Urk.
13/201)
.
Dagegen erhob der Ver
sicherte mit Schreiben vom
5.
Januar 2017 Einsprache (
Urk.
13/212).
Am 1
1.
April 2017 schätzte Dr. med.
B._
, Fachärztin für Chirurgie, von der Versicherungsmedizin der Suva den Integritätsschaden des rechten Kniegelenkes auf 15
%
(
Urk.
13/240
)
. Mit
Einspracheentscheid vom 13. April 2017
bestätigte die Suva
die Verfügung vom 21. November 2016 bezüglich einer Invalidenrente von 12 % und erhöhte die Integritätsentschädi
gung von 7,5 % auf 15 % (Urk. 2 S. 3 und S. 15).
2.
Hiergegen
erhob der Versicherte
m
it Ein
gabe vom 22. Mai 2017 Beschwerde und bean
tragte, der Einspracheentscheid vom 13. April 2017 sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 25 % eventualiter von min
destens 16 %
zuzusprechen
. In prozessualer Hinsicht er
suchte er unter Beilage diverser Belege (Urk. 3/6-20) um Bestellung eines unent
gelt
lichen Rechtsvertreters (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Be
schwerdeantwort vom 11. August 2017 auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 12 S. 2). Mit Ver
fü
gung vom 28. August 2017 wurde das Gesuch des Be
schwerdeführers um un
entgeltliche Rechtsvertretung abgewiesen (Urk. 14 S. 5). In der Replik vom 3. November 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest und stellte aufgrund veränderter Einkommensverhältnisse ein neues Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters für das wei
tere Verfahren (Urk. 17 S. 1). Mit Verfügung vom 2
1.
November 2017 wurde
auch das neue Gesuch des Beschwerdeführers um un
entgeltliche Rechtsvertretung abgewiesen (
Urk.
20 S. 4). Die Beschwerdegegnerin verzichtet mit Eingabe vom 1
3.
Dezember 2017 auf eine
Duplik
(
Urk.
22).
Mit Eingabe vom 1.
März 2018
(Urk. 25)
reichte der Beschwerdeführer den
Schlussbericht Arbeitsvermittlung der
C._
vom
5.
September 2017
(
Urk.
26)
ein
und stellte den neuen Antrag, es sei ihm eine Rente von mindestens 70 %
zuzusprechen, beginnend ab
dem
1.
Dezember 2016 (Urk. 25 S. 1).
Dazu nahm die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 23. März 2018
unter Beilage des Vor
bescheides der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2
6.
Januar 2018 (
Urk.
29)
Stellung
und hielt an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (
Urk.
28).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. Sep
tember
2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geän
derten Bestim
mungen des Bundes
geset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verord
nung über die Unfallver
sicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allge
meinen über
gangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechts
normen zu Grunde zu legen,
die in Gel
tung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende un
d somit rechtserhebliche Sach
ver
halt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangs
be
stimmun
gen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versi
cherungs
leistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus
gebrochen sind, nach bi
s
herigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangs
bestim
mungen).
Der
hier zu beurteilende
Unfall
hat
sich
im Jahr 2015
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vor
liegenden Fall An
wen
dung finden und
im Folgenden
in dieser Fas
sung zitiert werden.
2.
2.1
Gemäss Art. 6 UVG wer
den - soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - die Ver
siche
rungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallver
siche
rers setzt das UVG nebst dem Vor
liegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesge
setzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähn
lichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem einge
tretenen Schaden ein natür
licher und ein adäquater Kausalzusammenhang be
steht.
2.2
Als natürlich
kausale
Ursachen für einen gesundheitlichen Schaden
gelten alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
tre
ten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Dabei genügt es, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige In
tegrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Wor
ten nicht weg
ge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adä
quater Kau
sal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen orga
nischen Unfallfolgen deckt sich die adä
quate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weit
gehend mit der natürlichen Kau
salität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammen
hang praktisch keine selbständige Bedeu
tung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.4
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie ausserdem An
spruch auf ein Tag
geld (Art. 16 Abs. 1 UVG).
Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehenden UV-Leistungen Heilbe
hand
lung (
Art.
10 UVG
) und Taggeld (Art. 16
f. UVG) setzt nach Gesetz und Praxis voraus,
dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine nam
hafte Bes
serung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheits
zustandes er
wartet wer
den kann oder dass noch
Eingliederungsmassnahmen
der IV laufen. Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen
abzuschliessen
und den An
spruch auf eine Inva
li
denrente und auf ein
e
Integritätsentschädigung zu prüfen (
Art.
19
Abs.
1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4). Der Taggeldanspruch erlischt auch beim Wegfall seiner Anspruchsvoraus
setzung der Arbeitsun
fähigkeit, somit im Zeitpunkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (
Art.
16
Abs.
1 und 2 UVG
in Verbindung mit
Art.
6 ATSG
;
BGE 137 V 199
E. 2.1
).
2.5
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkom
men, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt,
es sei zur Bestimmung der verbleibenden Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit von der Zumutbarkeitsbeurteilung des Kreisarztes Prof.
Dr.
A._
gemäss dessen
Abschlussbericht vom 2
5.
Mai 2016
, bestätigt am 1
8.
Juli 2016, auszu
ge
hen
. D
as hypothetische Invalideneinkommen sei ausgehend von den
fünf,
den Beschäftigungsmöglichkeiten
des Beschwerdeführers
entsprechenden
Lohnb
lät
tern
der
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP)
auf Fr.
59'457.-- festzulegen.
Verglichen mit dem Valideneinkommen im Jahr 2016 von
Fr.
67'188.-- resultiere eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 7'731.--, was gerundet einen Inva
liditätsgrad von 12
%
ergebe. Der unfall
be
dingte (Netto-)Integritätsschaden sei unter Berücksichtigung einer voraus
seh
baren Verschlimmerung und nach Abzug des Vorschadens auf 15
%
fest
zulegen
(Urk. 2 S.
6
ff.).
In der Stellungnahme vom 2
3.
März 2018 führte die Beschwerdegegnerin ausser
dem aus, bei der Beurteilung der Zumutbarkeit handle es sich um eine medi
zi
nische Frage, welche von ärztlicher Seite zu beantworten sei. Der einge
reichte Schlussbericht (der
C._
) über das Aufbautraining des Beschwerdeführers
(Urk. 26)
stelle keine medizinische Beurteilung dar und beruhe allein auf den Angaben des Beschwerdeführers. Ausserdem würden im Bericht auch klar unfall
fremde
psychische Bes
chwerden
berücksichtigt. Im Übrigen gehe auch die Inva
liden
versicherung davon aus, dass ab Dezember 2016 eine 100%ige Arbeits
fähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe. Aus massgeblicher medi
zi
nischer Sicht sei dem Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit ganz
tags zumutbar (
Urk.
28).
3.2
Der
Beschwerdeführer
bringt vor
,
er könne wegen seiner gesundheits
bedingten Einschränkungen nicht einen Lohn in der Höhe der ausgewählten DAP-Löhne erzielen. Diese
-
wie auch die Löhne nach der Schweizerischen Lohn
struktur
erhebung (
LSE;
des Bundesamtes für Statistik, BFS)
- würden jeweils die Löhne gesunder Personen wiedergeben. Dies gelte auch für den Minimallohn der DAP. Erhebungen zu Löhnen invalider Personen würden in der Schweiz fehlen.
Indem die Beschwerdegegnerin auf DAP-Löhne ab
gestellt habe, habe sie
Art.
16 ATSG verletzt.
Die DAP-Lohnblätter würden einzig Auskunft darüber geben, dass es auf dem Arbeitsmarkt Stellen gebe, die auch ein invalider V
ersicherter noch ausüben könne, jedoch nicht, ob er den vom Betrieb angegebenen Lohn tatsächlich er
zie
len würde.
Die Höhe des Lohnes hänge indes nicht nur von der Möglichkeit ab, eine best
immte Tätigkeit aus körperlichen
oder intellektuellen Gründen aus
führen zu können, sondern von weiteren Faktoren wie etwa dem Geschlecht, den zu erwartenden Arbeitsausfällen, den Einsatzmöglichkeiten in anderen Bereichen des Betriebes, Erfahrung,
Alter, Auffassungsvermögen etc. Aufgrund seiner Knie
verletzung seien ihm Überstunden, der aushilfsweise Einsatz in einer anderen Tätigkeit nicht
oder nur eingeschränkt möglich und
weitere absehbare Behand
lungen
sowie
intensive Schmerzen
würden
vermehrt
zu Arbeitsausfällen führen.
Im Übrigen schliesse
das Bundesgericht einen leidensbedingten Abzug
auch
bei der Anwendung der DAP-Methode nicht aus. Gemäss dem Urteil des Bun
desge
richt
s
8C_541/02012 vom 3
1.
Oktober 2013 (BGE 139 V 592) sei ein solcher
vor
zunehmen
bezüglich medizinisch begründeten zeitlichen oder leistungs
mässigen Reduktionen sowie hinsichtlich persönlicher und beruflicher Merkmale im Rah
men der Lohnbandbreite der DAP
.
Da
mit
der DAP-Methode sein
Be
hin
derten
malus nicht berücksichtigt werde
, sei
auf die LSE-Methode zurückzu
greifen.
Bei der Anwendung der LSE bestehe zumindest die Möglichkeit,
beim
Tabel
lenlohn
die gesund
heitlich-wirt
schaft
lichen lohn
reduzierenden Fak
toren durch eine Reduktion um 25
%
zu
berück
sichtigen
. Dies sei
hier wegen der fehlenden beruf
lichen Grundausbildung,
seinem gebrochenen Deutsch und seiner auslän
dischen Nationalität sowie wegen der strukturellen Veränderungen in der LSE 2014 im Vergleich zu jener bis im Jahr 2010
gerechtfertigt
.
Der Vergleich des
Validenein
kommens
von
Fr.
67'188.-- mit dem so ermittelten Invaliden
einkom
men von
Fr. 50'389.47 ergebe einen Invaliditäts
grad von 25
%
. Even
tual
i
ter sei zumindest vom Minimallohn der verwendeten DAP-Blätter
auszu
gehen und damit
ein
Ren
ten
anspruch aufgrund eines
Invaliditätsgrad
s
von 16
%
anzuer
kennen
.
Zur Be
weisführung sei vom Gericht ein
Gutachten zur Auswirkung der Ge
sundheit auf die Lohnhöhe und ein Gutachten zum zukünftigen Verlauf der Arthrose sowie zu den notwendigen Behandlungen einzuholen. Im Übrigen sei die Beschwerde
gegnerin dafür beweispflichtig, dass eine invalide Per
son den DAP-Lohn erzielen könne
(Urk. 1 S.
4
ff.
, Urk. 17 S. 2
ff.
).
In der Eingabe vom
1.
März 2018 bringt der Beschwerdeführer zudem vor, die Einschätzung gemäss dem kreisärztlichen Bericht von Prof. Dr.
A._
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
sei medizinisch-theoretisch ohne Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leistungs
fähigkeit erfolgt.
Der Assessment-Bericht der
C._
vom
5.
September 2017 (
Urk.
26) zeige auf, dass der Bericht des Kreisarztes
im Widerspruch zu den tat
sächlichen Feststellungen der Arbeitsintegration stehe
und dass seine Prognose nicht praktisch umgesetzt werden könne.
Aufgrund des Assessment-Berichts sei davon auszugehen, dass er, der Beschwerdeführer, lediglich eine Tätigkeit im
Um
fang von 50
%
ausführen könne
und dies maximal mit einer 40%
-
Leistung. Daraus folge unter Berücksichtigung
seiner übrigen Vorbringen
ein Invalidenein
kommen von Fr. 20'156.40 und
damit
ein Invaliditätsgrad von 70
%
(
Urk.
25 S. 2 f.).
3.3
Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des Un
falls vom 2
6.
Oktober 2015, bei welchem sich der Beschwerdeführer am rechten Kniegelenk eine dislozierte
Patella
quer
fraktur
zuzog (
Urk.
13/8). Unstrittig ist auch, dass der medizinische Endzustand im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG
spä
testens per Ende November 2016
erreicht wurde
und dass der Beschwerde
führer in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter respektive Bauschlosser (
Urk
.
13/1,
Urk.
13/79/2
) zufolge der Kniebeschwerden rechts nicht mehr arbeits
fähig ist
(
Urk.
2 S. 6 f.,
Urk.
13/79/4)
.
Strittig und zu prüfen ist
nachfolgend
einzig, ob
der Beschwerdeführer
ab Dezem
ber 2016
An
spruch auf eine Invalidenrente
von mehr als 12
%
hat.
Der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung ausgehend von einem Inte
gri
täts
schaden von 15
%
ist nicht strittig (
Urk.
1, Urk. 2 S. 13). Der Einspracheent
scheid vom 1
3.
April 2017 ist diesbezüglich somit in Rechtskraft erwachsen und im Folgenden daher nicht mehr zu beurteilen.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer gab bei der
kreisärztlichen Untersuchung
durch Prof. Dr.
A._
vom 25. Mai 2016 gemäss dem Bericht gleichen Datums
an, das rechte Kniegelenk schmerze in Ruhe wie auch bei Belastungen. Die Gehstrecke sei auf maximal 2-3 Kilometer schmerzhaft eingeschränkt. Vor allem das Bergabgehen be
ziehungsweise Treppenheruntergehen sei sehr mühsam (
Urk.
13/79).
Prof
.
Dr.
A._
stellte fest
, dass sich in der Untersuchung eine
mässiggradige
aus
geprägte Bewe
gungseinschränkung des rechten Kniegelenkes, insbe
sondere in der Flexion,
und
eine vermehrte mediale Aufklappbarkeit im Seiten
vergleich
gezeigt hätten
. Im radiologischen Bild habe sich eine
mässiggradig
ausgeprägte
Femoro
tibial
- und deutlich ausgeprägte
Femoropatellararthrose
rechts gezeigt. Es seien die folgenden
Diagnosen
zu stellen
: Zustand nach offener Reposition und
Zug
gurtungsosteosynthese
rechte Patella vom 2
7.
Oktober 2015 wegen dis
lozierter
Patellaquerfraktur
rechts vom 2
6.
Oktober 2015, Zustand nach OSME vom 1
8.
Februar 2016, Zustand nach osteosynthetisch versorgter distaler
Femur
fraktur
rechts 1983,
mässiggradig
ausgeprägte Gonarthrose und schwere
Femoro
patel
lararthrose
rechts, Zustand nach osteosynthetisch versorgter
Bimalleolar
fraktur
(am linken Fussgelenk)
vom
6.
Oktober 2006,
mässiggradig
ausgeprägte Arthrose des oberen Sprunggelenkes (OSG), Zustand nach osteosynthetisch ver
sorgter dis
taler intra
artikulärer Radiustrümmerfraktur
(am linken Handgelenk
vom 2
6.
Juni 2007, Urk. 13/46/2; Urk.
13/79/3
f.
).
Betreffend die verbleibende Arbeitsfähigkeit kam Prof.
Dr.
A._
zum Schluss, dass die bisherige Tätigkeit als Bauschlosser unfallbedingt nicht mehr zumutbar sei.
In einer leidensangepassten, leichten Tätigkeit ohne ausschliesslich respektive überwiegend stehende und gehende Arbeiten,
ohne
Arbeiten auf unebenem Ge
lände, Ersteigen von Leitern und Gerüsten
sowie
ohne
häufiges Knien und Hocken
(
Urk.
13/79/4).
Nach Vorliegen des MRT vom 4. Juli 2016
(
Urk.
13/130) befand Prof.
Dr.
A._
in der ärztlichen Beurteilung vom 1
8.
Juli 2016,
das Unfallereignis vom 2
6.
Oktober 2015 habe zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung einer vorbestehenden
retropatellären
drittgradigen
Chondromalazie
geführt (
Urk.
13/146/1).
4.2
4.2.1
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin g
estützt auf die schlüssige
Einschätzung von Prof.
Dr.
A._
einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten, knieschonenden Tätigkeit ausging, zumal hier allein die unfallbedingten Beschwerden am rechten Knie beachtlich sind.
Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme zutreffend ausführte
(Urk. 28)
, ist insbesondere der Schlussbericht zur Arbeitsintegration der
C._
vom 5. Sep
tember 2017 betreffend
das
vom 2
7.
Februar bis 26.
August
2017
vom Beschwerdeführer absolvierte Aufbautraining
nicht dazu geeignet, die Beurtei
lung von Prof.
Dr.
A._
in Zweifel zu ziehen.
Denn darin wurde der gesamte Gesundheitszustand
berücksichtigt, wie er vom Beschwerdeführer geschildert und präsentiert wurde
, mithin nicht nur die
unfallbedingten
Kniebeschwer
den, son
dern ausserdem die (nach der Kündigung der Arbeitsstelle aufgetretenen) psychi
schen Beschwerden mit Selbstzweifeln, Schlafproblemen und Vergess
lichkeit sowie Muskelkrämpfe
n
am ganzen Körper
(
Urk.
26
S.
3 f
f
.).
Auch wurde die darin festgelegte durchschnittliche Arbeitsleistung von 40
%
(be
zogen auf eine 40-Stundenwoche) durch die
Eingliederungs
fachleute (Urk.
26 S.
5) und nicht durch fachärztliche Experten bestimmt.
Hier ist zur Bestimmung der mass
geblichen (kniebezogenen) unfallbedingten
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
indes
auf
eine
medi
zinisch-theoretische fachärztliche
Ein
schätzung abzustellen
(
vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C
_396/2014 vom 1
5.
April 2015 E.
5.4 und 9C_401/2014 vom 2
6.
November 2014 E. 4.
2.2
; je mit Hinweis
)
,
wie sie von Prof.
Dr.
A._
erstellt wurde.
4.2.2
Es ist somit für die hier massgebliche Zeit ab Dezember 2016 mit der Be
schwer
degegnerin von der medizinischen Einschätzung von Prof.
Dr.
A._
auszugehen, mithin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in
einer leidensange
passten, leichten Tätigkeit ohne ausschliesslich respektive überwiegend stehende und gehende Arbeiten, ohne Arbeiten auf unebenem Ge
lände, Ersteigen von Leitern und Gerüsten sowie ohne häufiges Knien und Hocken (
Urk.
13/79/4).
An
dieser Ausgangslage
vermögen sämtliche weiteren Vorbringen des Be
schwer
de
führers nichts zu ändern.
Namentlich sind von einer Evaluation der funk
tio
nellen Leistungsfähigkeit (
Urk.
25) nach dem Gesagten keine
anderen
entscheid
relevanten
Erkenntnisse zu erwarten
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229
E.
5.3; Urteil
des Bundesgerichts
8C_607
/2011 vom 1
6.
März 2012 E. 7.2)
.
5.
5.1
Bei der Beurteilung des Invaliditätsgrades nach
Art.
16 ATSG
ist
die Arbeits- und Erwerbsfähigk
eit allein danach zu beurteilen
, wie sich der Ge
sundheits
schaden auf dem zu unterstellenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG)
auswirkt
(
BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2
;
Urteil des Bundes
gerichts 8C_754/2016 vom 2
8.
Februar 2017 E. 3
.1
)
.
Der Invaliditätsgrad ist im Folgenden mittels eines Einkommensvergleichs von
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage ab (hypo
the
tischem) Rentenbeginn im Jahr 201
6
zu erheben (vgl. BGE 129 V 222 E. 4.2 in
fine
, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts
U 327/02 vom 2
1.
Juli 2003
E. 3.1.1).
5.2
Für die Ermit
tlung des
Valideneinkommens
ist in der Regel entscheidend, was die ver
sicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbe
ginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Ge
sunde tatsächlich ver
dient hätt
e (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis; Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2011 vom 2
1.
Juli 2011 E. 4.1).
Bezüglich des
Valideneinkommens
sind sich die Parteien darin einig (
Urk.
1 S.
10, Urk. 2 S. 9,
Urk.
25 S. 3
)
,
dass dieses ausgehend
vom Einkommen der letzten
An
stellung
bei der
Y._
als Bauarbeiter
auf
Fr.
67'188.-- (13 x Fr. 4'950.-- zuzüglich AHV-pflichtige Zulagen von Fr. 2'838.--;
Urk.
13/115/2
)
festzusetzen ist.
Davon ist auszu
gehen.
5.3
5.3.1
Kann - wie hier - für die Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die kon
krete beruflich-erwerbliche Situation abgestellt wer
den, können nach der
Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss der Schweiz
erischen Lohn
struk
turerhe
bung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) oder der Suva-Dokumen
tation
von Arbeitsplätzen (DAP) herangez
ogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 126 V 75 E. 3b;
RKUV
1999 Nr. U 343 S. 412).
Die Beschwerdegegnerin ging zur Bestimmung des Invalideneinkommens
von fünf, den
gesundheitlichen Beeinträchtigungen
am rechten Knie
ange
passten
Arbeitsstellen in
der von ihr erstellten Doku
mentation von Arbeitsplätzen (DAP), unter Auszug von 1
05
weiteren
, bezüglich des Belastungsprofils
ver
gleichbaren Arbeitsstellen
, aus
(Urk.
13/198)
.
Sie ist damit den bundesgerichtlichen Vorgaben na
chgekommen (vgl. BGE 129 V 472
, 139 V 592 E. 6.3
). Auch ist nach Durchsicht der ausgewählten Arbeitsstellen davon auszugehen, dass diese dem von Prof.
Dr.
A._
festgelegten Belastungsprofil entsprechen.
Mit der vorliegenden DAP-Dokumentation hat die Beschwerdegegnerin den Beweis für das zumut- und erzielbare hypothetische Invalideneinkommen
rechtsprechungskonform und aus
reichend
erbracht.
Der Beschwerdeführer hat gegen die fünf ausge
wählten DAP-Blätter
(Betriebsmitar
beiter Montage, Produktions
mitarbeiter, Verpacker, Quali
tätskontrolleur, Urk. 13/198/6-25)
im Einzelnen denn auch nichts eingewendet.
Insbesondere bringt er nichts vor, was die fünf konkret ausge
wählten Arbeits
plätze als für ihn unzumutbar erscheinen lassen würden.
5.3.2
D
as Bundesgericht
hat
seine Praxis zur DAP-Methode
, welche zum Ziel hat,
die Vergleichseinkommen so konkret wie möglich zu ermitteln (vgl. BGE 139 V 592 E. 7.1
), mehrfach bestätigt
(vgl. BGE 139 V 592 E. 7.1
; SVR 2016 UV Nr. 14 S.
43, 8C_430/2014
; Urteil des Bundesgerichts 8C_182/2017 vom 1
0.
April 2017 E. 4.2
).
Die
Einwände
des Beschwerdeführers gegen die grundsätzliche Verwendung der DAP-Methode zur Bestimmung des Invalideneinkommens
geben nicht dazu Anlass,
von der bundegerichtlichen Rechtsprechung
, wonach die Suva nach wie vor berech
tigt ist, DAP-Blätter zu verwenden (vgl. BGE 129 V 472, 139 V 592),
abzuweichen.
Dies gilt umso mehr, als
die Bestimmung des Invaliden
lohnes auf der Grundlage von tabellarischen Durch
schnittslöhnen nach der LSE recht
sprechungs
gemäss
der DAP-Methode nicht
vorzuziehen
ist
(
BGE 139 V 592 E.
6.2,
Ur
teil des Bundesgerichts vom 10.
April 2017
E. 3.3
).
In
der Anwendung der DAP-Methode
ist
denn
auch nicht eine
Verletzung von
Art.
16 ATSG
zu erblicken,
weil
damit
die
g
esundheits
be
dingte
Lohnhöhe
nicht berücksichtigt
worden sei
.
Das Bundesgericht führte
hierzu im Leitentscheid
BGE 139 V 592
aus, s
oweit geltend
ge
macht
werde
,
die versicherte Person
erleide als gesundheitlich angeschlagene Person wegen der mit der Invalidität verbundenen Risiken für einen Arbeitgeber jedenfalls eine Lohneinbusse,
sei
die Problematik nicht methodenspezifisch.
Auch in der LSE
würden
tatsächlich erzielte Einkom
men von zumeist nicht behinderten Personen erhoben. Soweit ersichtlich
,
fehlt es bis anhin an Erhebungen über die Löhne gesundheitlich eingeschränkter Per
sonen. Im Interesse einer noch genaueren Bestimmung von Invalidenein
kommen wären derartige Untersuchungen zu begrüssen
(E. 7.4). Der Beschwerdeführer ver
mag aus
seiner Rüge
, das Invalideneinkommen sei
nicht
ausgehend von
den DAP- sondern von
den LSE-Löhnen
zu bestimmen
,
insofern
folglich nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
Den
gesund
heitsbedingten
Einschränkungen
wird
bei der DAP-Methode
fermer
damit
Rechnung getragen
, dass nur Stellen aus der DAP ausgewählt werden, wel
che dem ver
bleibenden Leistungs
profil ent
sprechen.
Dadurch wird auch
die Lohn
höhe
beeinflusst
. Denn es erscheinen nur Löhne, welche trotz der Ein
schränkun
gen, hier mit leichten, vor
wiegend sitzenden knieschonenden Tätig
keiten erziel
bar sind
. Zudem ist
mit der medizinisch-theoretisch bestimmten Leistungsfähig
keit bereits eine abschlies
sende Aussage
dazu
gemacht,
welche Tätigkeiten in wel
chem Umfang noch zumutbar sind. Es ist dementsprechend davon auszuge
h
en, dass Tätigkeiten, welche dem
medizinisch zumutbaren
Be
lastungs
- und Leis
tungsprofil
entsprechen
, von der versicherten Person
grund
sätzlich
voll
ständig ausgefüllt werden können, weshalb es für eine weitere Lohn
reduktion bei konkret vorliegenden leidensangepassten Tätigkeiten keinen Grund gibt.
Es ist
insbeson
dere im vorliegenden Fall
nicht einzusehen, weshalb der Be
schwerde
führer allein
bezogen auf die Kniebeschwerden die konkret ausge
wählten DAP-Stellen nicht mit voller Leistung erbringen und dement
sprechend den ange
gebenen Lohn erzielen können soll
te
.
Eine Lohnreduktion wäre nur dann gerechtfertigt, wenn das ärztliche Zumutbarkeitsprofil ein Rendement im Sinne von beispielsweise
die Notwendigkeit zu
vermehrten Pausen
wegen den Schmer
zen
bei ganztägiger Anwesenheit vorsehen würde
, was hier indes nicht der Fall ist
.
Auch der Einwand, eine Lohneinbusse sei auch dadurch anzunehmen, dass er keine Überstunden machen könne und er nicht aushilfsweise in einer anderen Tätigkeit im Betrieb eingesetzt werden könne (
Urk.
1 S. 7 f.), überzeugt nicht. Allfällige Über
stunden wären ohnehin zusätzlich zu
entlöhnen
und sind bei sol
chen einfachen Hilfs
tätigkeiten, wie sie hier im konkreten Einzelfall in Betracht fallen, zudem in der Regel nicht ohne Weiteres vorgesehen. Auch bestehen keine Gründe zur Annahme, dass bei den ausgewählten fünf DAP-Stellen, ein aushilfs
weiser Einsatz in einer anderen Tätigkeit im Betrieb vorge
sehen wäre und erst Recht nicht, dass eine allfällige Verhinderung eines solchen allfälligen - hier nicht anzunehmenden - Einsatzes oder von Überstunden nach erfolgter Einstellung sich in dieser Lohnklasse überhaupt lohnsenkend aus
wirken würde. Es ist zudem wahr
scheinlicher, dass eine Anstellung in einem Betrieb, wo Überstunden oder/und grosse Flexibilität in den Einsatzmöglichkeiten gefordert werden, erst gar nicht zustande kommen würde, wenn dies von vorneherein nicht geleistet werden könnte. Von den fünf ausgewählten DAP-Stellen weist indes nichts darauf hin, dass dies der Fall sein könnte. Dies wurde denn auch nicht behauptet.
Im Übrigen gilt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung selbst bei den tabellarischen Löhnen nach LSE, wo den konkreten gesundheitlichen Einschrän
kungen weit weniger gut Rechnung getragen werden kann (vgl. BGE 139 V 592 E. 6.1 und E. 7.1), dass a
uch die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiter
hin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einer Vermin
derung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im Kom
petenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4). Auch das
Angewiesensein
auf das Entgegenkommen eines ver
ständnisvollen Arbeitgebers stellt praxisgemäss kein anerkanntes eigen
ständiges Abzugskrite
rium dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8 und 8C_91/2013 vom 22. August 2013 E. 3.3.4).
5.3.3
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (
Urk.
17 S. 2)
erachtete das Bundes
gericht
mit BGE 139 V 592 einen leidensbedingte
n Abzug von einem
nach der DAP-Methode ermittelten hypo
thetischen
Invalidene
inkommen
nicht
als zulässig
oder gar geboten
.
In BGE 129 V 472 hatte das Bundegericht erkannt, dass
Abzüge
vom System der DAP her nicht sachgerecht und nicht zulässig
sind
(vgl. Regress)
.
Im BGE 139 V 592
wurde diese Rechtsprechung bestätigt, indem das Bundes
ge
richt den Leitentscheid
BGE 129 V 472 (E. 4.2.3)
erneut zitierte und ausführte,
im Rahmen des DAP-Systems
seien
Abzüge grundsätzlich nicht sach
gerecht.
Abzüge
seien
nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungs
mässige Reduk
tionen medizinisch begründet sind.
Im Übrigen
werde
spezifischen Beein
träch
tigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen
.
Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teil
zeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthalts
status), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen könn
t
en,
sei
darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkre
ten Umstände Rücksicht genommen werden
könne (BGE 139 V 592 E. 7.3).
Damit wird ein leidensbedingter Abzug, wie ihn die LSE-Praxis kennt
(
vgl. BGE 126 V 75 E. 5a/cc mit Hinweis; Urteil
des Bundesgerichts
8C_744/2017
vom 14.
Mai 2018 E. 3.1
)
,
im DAP-System rechtsprechungsgemäss weiterhin abge
lehnt
. Die medizinisch begründeten
zeit
liche
n
oder leistungs
mässige
n
Reduk
tio
nen, welche in jedem Fall zu berück
sichtigen sind, bestimmen
lediglich
vorab den Umfang der verbleibenden Arbeitsfähigkeit. Es ist im DAP-System nicht
etwa
ein damit be
gründeter
gesundheitsbedingter
zusätzlicher
Abzug vorzu
nehmen, was auch
im vorliegenden Fall
gilt. Ausserdem sind beim Beschwerdeführer keine weiteren
persönlichen und beruflichen Merk
male
gegeben, welche ein Abweichen vom Durchschnittslohn der fünf ausge
wählten DAP-Löhne
zum Minimum
hin
rechtfertigen würde.
Weder das Alter
(47
Jahre im Jahr 2016), der Aufent
halts
status (
Ni
ederlassungsbewilligung C, Urk.
13/75/2; in der Schweiz
seit 2003,
Urk.
13/79/2),
der Umfang des Arbeits
pensums
(
medizinisch attestiertes
Voll
pen
sum) noch die
Anzahl Dienstjahre
(langjährige Hilfstätigkeiten)
rechtfertigen es, vom Minimum der angege
benen DAP-Löhne auszugehen.
5.
3.4
Die Beschwerdegegnerin stellte nach dem Gesagten zur Bestimmung des In
vali
deneinkommens zu Recht auf den Durch
schnittslohn der fünf DAP-Löhne von Fr. 59'457.-- (
Urk.
13/198) ab. Hiervon ist kein leidensbedingter Abzug vorzu
nehmen.
Sämtliche Vorbringen des Beschwerdeführers
rechtfertigen
keine andere Betrach
tungsweise.
Von weiteren Beweismassnahmen, namentlich
von den beantragen Gutachten zur Auswirkung der Ge
sundheit auf die Lohnhöhe und zum zukünf
tigen Verlauf der Arthrose sowie zu den notwendigen Behandlungen
(
Urk.
1 S.
7 f.
), ist abzusehen, da davon
keine an
deren
entscheidrelevanten
Erkenntnisse
zu erwarten
sind
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229
E.
5.3; Urteil
des Bundesgerichts
8C_607
/2011 vom 1
6.
März 2012 E. 7.2)
.
5.4
Der
Vergleich
des hier massgeblichen Invalideneinkommens von Fr. 59'457.--
mit dem Valideneinkommen von
Fr.
67'188.--
ergibt
eine Er
werbs
einbusse von Fr.
7'731.--, was einem Invaliditätsgrad von
gerundet
12
%
entspricht. Wie von der
Beschwerdegegnerin
verfügt (Urk. 13/201, Urk. 2 S. 9)
hat der
Beschwerde
führer
somit zufolge der Knieverletzung rechts
aufgrund des Unfalls vom 26.
Oktober
2015 ein
en
Anspruch auf eine Invalidenrente
von 12
%
.
Der angefochtene Einspracheentscheid
vom 1
3.
April
2017 erweist sich damit als rechtens. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.