Decision ID: 248f18c6-0ab7-4cf1-83b1-e6ba0f89a643
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965,
ausgebildete Modegestalterin
und Schnei
derin
(
Urk.
10/12/2-3)
,
arbeitete seit dem
1
1.
Februar 2013 in einem
80%-
P
ensum
als
Ladenmitarbeiterin/
Ladenleiterin bei der
Y._
(
Urk.
10/
24
). Am 1
6.
November 2018 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine
Femoropatellararthrose
beidseits bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/14).
Am 1
9.
Februar 2019 teilte die IV-Stelle
mit, dass der Versicherten
im Sinne einer Frühinterventionsmassnahme
vom
8.
Januar bis zum
7.
Juli 2019 Beratung und Unterstützung beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes gewährt werde (
Urk.
10/26).
Am 2
4.
Juni 2019 kündigte die
Y._
das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten per 3
0.
September 2019 (
Urk.
10/36). Am 2
6.
September 2019 teilte die IV-Stelle mit, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da die Versicherte gemäss eigenen Angaben bei der Stellensuche keine Unter
stützung mehr benötige.
Die
Versicherte
sei
rentena
usschliessend eingegliedert
(
Urk.
10/39). Dagegen opponierte
die
se
mit
Eingaben
vom 1
4.
November 2019
und vom
8.
Januar 2020
(
Urk.
10/45
und Urk.
10/51
).
Seit dem
1.
März 2020 arbeitet die Versicherte
in einem 40%-Pensum
als
Sales
Consultant
bei der
Z._
AG (
Urk.
10/62).
Mit
V
orbescheid
vom
4.
Mai 2020
stellte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
10/
58), wogegen die Versicherte
am
3.
Juni 2020
E
inwand
erhob
(
Urk.
10/63)
. Am 2
9.
Juni 2021 führte die IV-Stelle eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt durch (
Urk.
10/87). Hierzu liess sich die Versicherte mit Eingabe vom 2
7.
August 2021 vernehmen (
Urk.
10/90). Mit Verfügung vom
5.
Oktober 2021 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch
auf eine Invalidenrente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 33
%
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
5.
November 2021 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und
ihr
ab dem 1.
Juni 2019 eine
Dreiviertelsrente
auszurichten (
Urk.
1 S. 2; vgl. auch ergänzende Eingabe vom 1
6.
November 2021,
Urk.
6). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Dezember 2021 die Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
9), was der Beschwerdeführerin am 1
7.
Dezember 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11).
Am 1
1.
Januar 2022 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme ein (
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbe
messung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person
als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Um
stän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entschei
dend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pen
sum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerb
lichen Verhältnisse ebenso
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter
, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen. Mass
gebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsver
fügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs
tätigkeit der im Sozialversicherungs
recht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Be
urteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2021 vom 5. März 2021 E. 3.3 mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.4.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
1.5
Bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versi
cher
ten Person
ohne
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27 IVV
bemisst sich die Invalidität rechtsprechungsgemäss nach der allgemeinen Methode des Einkom
mens
vergleichs oder einer Untervariante (Schätzungs- oder Prozentvergleich, ausserordentliches Bemessungsverfahren) davon. Dabei ist das
Validenein
kom
men
nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätig
keit festzulegen, wobei entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde
tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls ver
die
nen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, redu
ziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich
ent
sprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmass
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das
–
ärztlich festzulegende
–
Arbeitspensum unter Umstän
den grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (BGE
131 V 51 E. 5.1.2; wiedergegeben in BGE 142 V 290 E. 5).
In Präzisierung dieser Rechtsprechung hat das Bundesgericht in BGE 142 V 290 entschieden, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im (allein versicherten) erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypo
the
tischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist (E. 7.3).
1.6
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.7
1.7.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.7.2
Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) nach Art. 49 Abs. 2 IVV kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie den von der Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Selbst eine Aktenbeurteilung ohne eigene Untersuchung kann beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent
lichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizi
nischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versi
cherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen der RAD (Urteile des Bundesgerichts 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1 und 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialver
sicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüs
sigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
die Beschwerdeführerin seit Juni 2018 in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei.
E
ine körperlich leichte, fast ausschliesslich sitzende Tätigkeit
sei ihr seit August 2018 in einem Pensum von 8
0
%
zumutbar. Ohne gesundh
eitliche Einschränkung würde die Beschwerdeführerin
im Jahr 2019
ein Einkommen von
Fr.
82'948.30
erzielen
können
. Mit gesundheitlicher Einschränkung könnte
sie
ein Einkommen von
Fr.
49'038.80 erzielen. Damit ergebe si
ch eine Erwerbseinbusse von Fr.
38'651.25 und ein Zwischen
-In
validitätsgrad von 40,88
%
. Da die Beschwer
deführerin vo
r der Erkrankung in einem 80%-Pensum ohne zusätzlichen Aufga
benbereich gearbeitet
habe, werde der
Zwischen-
Invaliditätsgrad mit 0,8 multi
pliziert,
weshalb ein nicht rentenbegründender
Gesamtinvaliditätsgrad von 33
%
resultiere
(
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass
sie gemäss den nachvollziehbaren Berichten der behandelnden Ärzte in einer angepassten Tätig
keit lediglich noch zu 40
%
arbeitsfähig sei.
In ihrem derzeitigen
40%-Pensum
bei der
Z._
AG
erziele sie
ein Einkommen
von
Fr.
27'240.
-- und verwerte die
Res
tarbeitsfähigkeit damit optimal. Gehe man von einem
Validen
einkommen
von
Fr.
82'948.
30
und e
inem Invalideneinkommen von
Fr.
27'240.
-
aus, ergebe sich
ein Invaliditätsgrad von 67
%
. Sollte das Gericht bei der Ermittlung des Invalideneinkommens wider Erwarten
vom Tabellenlohn von
Hilfsarbeiterinnen
ausgehen, wäre
vom Invalideneinkommen
ein leidensbeding
ter Abzug in der Höhe von 25
%
zu gewähre
n. Die Beschwerdeführerin könne lediglich noch Teilzeit arbeiten und sei sogar in einer einfachen Hilfsarbeiter
tätigkeit eingeschränkt. Nebst der fortgeschrittenen
Femoropatellararthrose
lägen auch eine beträchtliche
Osteochondrose
, eine
Spondylarthrose
beidseits sowie eine mediane
Protrusion
der Bandscheiben vor, welche sie zusätzlich einschrän
ken würden.
Im Weiteren sei
die
Beschwerdeführerin
vor Eintritt des Rücken
leidens immer zu 100
%
erwerbstätig gewesen, weshalb sie
als im Gesundheitsfall zu
100
%
erwerbstätig einzustufen sei. Sollte das Gericht die Beschwerdeführerin wider Erwarten als im Gesundheitsfall lediglich zu 80
%
erwerbstätig einstufen, sei darauf hinzuweisen, dass sie im Aufgabenbereich weit mehr eingeschränkt sei, als die Beschwerdegegneri
n angenommen habe (
Urk.
1 S. 5 ff.
).
3.
3.1
Im
Bericht
vom 3
0.
Juni 2021
betreffend
Abklärung der beeinträchtigten Arbeits
fähigkeit in Beruf und Haushalt
kam
die Abklärungsperson der Beschwerde
gegnerin
zum Schluss
, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall als zu 80
%
im Erwerbsbereich und zu 20
%
im Haushaltsb
ereich einzustufen sei.
Im Weiteren errechnete sie
eine
Einschränkung
der Beschwerdeführerin
im Haus
haltbereich
von
0,46
%
(2,3
%
:
5;
Urk.
10/87/4-8).
In der angefochtenen Verfü
gung qualifizierte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin als zu 80
%
erwerbstätig
ohne Aufgabenbereich (
Urk.
2 S.
2).
3.2
3.2.1
Die Beschwerdeführerin gab
im R
ahmen der Haushaltabklärung
vom 2
9.
Juni 2021 an
, dass sie schon immer nur im Ausmass von 80
%
gearbeitet
habe; dies bei
der
Y._
und auch sch
on früher, zum Beispiel bei den
A._
.
Diese Arbeitgeber
innen
hä
tten
keine Vollzeitstellen angeboten oder gerade keine frei gehabt.
Deshalb habe sie
jeweil
s ein Arbeitspensum von nur 80
%
akzeptiert. Sie würde aber und hätte auch
stets gerne im Ausmass von 100
%
gearbeitet, wenn es möglich gewesen wäre.
Bei
Y._
habe sie
80
Überstunden angehäuft,
welche sie
wieder habe abbauen müssen.
Eigentlich habe sie daher im Ausmass von 100
%
gearbe
itet
.
Die
Beschwerdeführerin sei nun
froh, dass sie
per
1.
März 2020
die
Stelle
bei
der
Z._
AG
erhalten habe. Di
ese Stelle sei in einem 80%-Pensum
ausgeschrieben gewesen.
Der Arbeitgeber habe es aber
arrangieren können, dass es nun
auch mit
einem Pensum von
nur
40
%
geklappt habe. Aus
gesundheitlichen Gründen sei der Beschwerdeführerin
die Ausübung eines höheren Pensums
nicht
möglich. Sie
liebe ihren Beruf und
würde
lieber in einem Voll
zeit
pensum arbeiten. Auch aus finanziellen
Gründen wäre dies natürlich
vorteilhaft. Ihr
e Mutter habe sie nun mit der Ü
bersc
hreibung einer Eigentumswohnung
finanziell unters
tützen können.
Wenn sie den
Überschuss von rund
Fr.
800.--
pro Monat aus der
Vermietung d
er Ei
gentumswohnung nicht hätte,
würde es finanzi
ell
düster aussehen
(
Urk.
10/87/3
)
.
3.2.2
Dem
Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom
6.
Dezember 2018 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin in den
15
Jahren vor der Anmel
dung bei der Beschwerdegegnerin
im November 2018
folgende Einkommen erzielte (
Urk.
10/21/2-4):
2017:
Fr.
65'700.--
(
Y._
)
2016:
Fr.
63'832.--
(
Y._
)
2015:
Fr.
39
'332.
--
(
Y._
)
Fr.
10'612.
--
(Arbeitslosenentschädigung)
2014:
Fr.
52
'498.--
(B._
)
Fr.
3'402.--
(
Y._
)
2013:
Fr.
27'665.--
(
Y._
)
2012:
-
2011:
Fr.
13'487.--
(Arbeitslosenentschädigung)
2010:
Fr.
9'132.--
(
Dr.
C._
)
Fr.
31'173.--
(Arbeitslosenentschädigung)
2009:
Fr.
32'480.--
(
D._
AG)
Fr.
15'260.--
(Arbeitslosenentschädigung)
2008:
Fr.
18'560.--
(
D._
AG)
Fr.
11'500.--
(
Airlinecenter
)
Fr.
19'124.--
(Arbeitslosenentschädigung)
2007:
Fr.
20'519.--
(E._
AG)
Fr.
32'200.--
(
F._
AG)
Fr.
11'518.--
(Arbeitslosenentschädigung)
2006:
Fr.
40'250.--
(
F._
AG)
Fr.
7'200.--
(G._
AG)
Fr.
8'094.--
(Arbeitslosenentschädigung)
2005:
Fr.
43'200.--
(G._
AG)
2004:
Fr.
2'074.--
(H._
)
Fr.
12'800.--
(G._
AG)
Fr.
3'241.--
(I._
)
Fr.
353.--
(J._
)
Fr.
15'240.--
(Arbeitslosenentschädigung)
2003:
Fr.
36'156.--
(
A._
)
Fr.
3'033.--
(Arbeitslosenentschädigung)
3.3
Mit Blick auf diese
Einkommenszahlen und
aufgrund
der
Aussage der Beschwer
deführer
in
anlässlich
der Haushalt
a
bklärung vom 2
9.
Juni 2021
, wonach sie immer schon in einem Pensum von 80
%
gearbeitet habe,
kann m
it der Beschwer
degegnerin von einer Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall von 80 % ausgegangen werden
.
Dass die Beschwerdeführerin
seit 1991/1992
aufgrund von
Band
scheibenproblemen
lediglich teilzeitlich gearbeitet habe
(
Urk.
1 S. 9), hat sie anlässlich der Haushaltabklärung nicht
vorgebracht und erscheint
wenig
plau
sibel. Die Beschwerdeführerin verwies in diesem Zusammenhang
auf den Bericht der
Klinik
K._
vom 2
4.
Juni
1999
, gemäss welchem die bildgebende
Diagnostik eine
beträchtliche
Osteochondrose
L4
/L5 und L5/S1, eine
Spondylar
throse
L4/L5 beidseits und eine mediane
Protrusion
der Bandscheibe L4/L5
erge
ben habe (
Urk.
3/4). Allein aufgrund dieser bildgebenden Befunde kann
indes
nicht auf eine
(dauerhafte)
Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden.
Nachdem die Beschwerdeführerin
über einen derart langen Zeitraum teilzeitlich gearbeitet hat,
erscheint ihre
Aussage, wonach sie lieber vollzeit
lich erwerbstätig gewesen wäre,
wenig glaubhaft
.
Wenn
etwa
A._
oder die
Y._
keine Vol
lzeitstellen anboten, hätte sie sich nach anderen Stellen umsehen können und müssen
.
Dass die Beschwerdeführerin
bei der
Y._
aufgrund der ange
häuften 80 Überstunden eigentlich in einem 100%-Pensum gearbeitet habe, ist
unzutreffend. Dies schon deshalb, weil sie diese Überstunden gemäss eigenen Angaben später abbaute.
Das Vorliegen eines Aufgabenbereichs im Sinne von Art. 27 IVV
, der etwa Kinderbetreuungspflichten oder die Pflege und Betreuung von (anderen) Ange
hörigen umfasst, ist
bei der Beschwerdeführerin
zu verneinen.
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihre betagte Mutter unterstützt (
Urk.
1 S. 11), vermag daran nichts zu ändern. Der Abklärungsdienst wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass
die Beschwerdeführerin manchmal für
die Mutter
einkaufe. Für die Hilfeleistungen bei der Mutter würden zur Entlastung die gleichen zumut
baren Möglichkeiten gelten (zum Beispiel Online-Shopping). Zudem habe die Mutter ihre eigene Wohnung und somit ihren eigenen Haushalt
. Von daher würden die dort bestehenden Einschränkungen den von der Invalidenversiche
rung zu b
eurteilenden Haushalt nicht tangieren (
Urk.
10/91/6).
Diese Darlegun
gen sind nachvollziehbar.
4
.
4.1
In medizinischer Hinsicht sind im Wesentlichen folgende Beurteilungen akten
kundig:
4.2
Dr.
med. L._
,
Assistenzärztin Orthopädie
von
der Universitätsklinik
M._
,
diagnostizierte im an die Krankentaggeldversicherung AXA Winterthur gerichteten Bericht vom 1
4.
Dezember 2018 eine
Femoropatellararthrose
beid
seits. Sie gab an, dass die Beschwerdeführerin in
d
er bisherigen Tätigkeit
zu 50
%
arbeitsfähig sei. In einer angepassten Tätigkeit (sitzende Tätigkeit, wenig Stopp-
and
-Go-
Tätigkeiten, kein Treppenlaufen
) sei sie
prinzipiell ab nächstem Monat
zu 100
%
arbeitsfähig
. Für eine genauere Beurteilung sei eine arbeitsmedizinische Untersuchung zu empfehlen
(
Urk.
10/53/13-14).
4
.3
PD
Dr.
med. N._
, Leitender Arzt Orthopädie der Uni
versitäts
klinik
M._
, erklärte im an die Rechtsvertreterin
der Beschwerdeführerin
gerichteten Schreiben vom 2
0.
Dezember 201
9, dass die Beschwerdeführerin
aufgrund der fortgeschrittenen Arthrose in beiden Kniegelenken im Februar 2019
eine 5
0%ige Arbeitsfähigkeit auf dem
Gesamtarbeitspensum von 80
%
gerade noch toleriert habe.
Aus diesem Grund sei man seitens der Universitätsklinik
M._
von einer Resterwerbsfähigkeit von 40
%
ausgegangen.
Im Rahmen der Sprechstunde in der Universitätsklinik
M._
sei die Durchführung einer arbeitsmedizinischen Untersuchung oder die Erstellung eines Belastungsprofils aber nicht möglich. Dies müsste gegebenen
falls in der Rehaklinik O._
erfol
gen (
Urk.
10/50/1).
4
.4
Dr.
med. P._
, Assistenzarzt Kniechirurgie der Universitätsklinik
M._
, erklärte im Bericht vom
2.
März 2020, dass die symptomatische Gonarthrose zu belastungsabhängigen Schmerzen im betroffenen Kniegelenk führe.
Bei körperlich belastenden Tätigkeiten komme es zu Funktionseinschrän
kungen.
Wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, könne er nicht beantworten. In körperlich nicht belastender, angepasster Tätigkeit
wä
re eine erhöhte Belastung zumutbar
. Eine genaue Aus
sage ü
ber die Zeitdauer sei jedoch
nicht möglich (
Urk.
10/55/10-11).
4
.5
RAD-Arzt
Dr.
med. Q._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hielt in der Stellungnahme vom 1
9.
März 2020 fest, dass in der bisherigen Tätigkeit als Ladenleiterin bei der
Y._
seit August 2018
von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
auszugehen
sei
.
Für eine optimal be
hinderungs
angepasste Tätigkeit
sei
seit August 2018
medizinisch-theoretisch überwiegend wahrscheinlich eine höhere Arbeitsfähigkeit von
ca.
80
%
gegeben
(
Urk.
10/57/4).
4
.6
Dr.
med. R._
, FMH Orthopädische Chirurgie, gab im an die Rechtsver
treterin der Beschwerdeführerin gerichteten Bericht vom 2
0.
Oktober 2020 an, dass
eine
angepasste Tätigkeit knieschonende Aktivitäten beinhalten
sollte
. Zu vermeiden seien dauerndes Stehen und S
itzen. Die Beschwerdeführerin sollte abwechselnd sitzen, stehen und gehen können. In einer angepassten Tätigkeit sei
sie höchstens zu
50
%
arbeitsfähig (
Urk.
10/68/1).
Im Bericht vom
1.
März 2021 erklärte
Dr.
R._
, dass der RAD eine sitzende Tätigkeit als ideal beurteilt habe. Die Beschwerdeführerin könne aber nicht zu 100
%
sitzend arbeiten, da auch dann S
chmerzen auftreten würden (Urk.
10/74/2).
4.7
RAD-Arzt
Dr.
Q._
gab in der Stellungnahme vom 2
8.
April 2021 an, dass bei einer fort
g
eschrittenen
Femoropatellararthrose
, wie sie in diesem Fall beidseitig vorliege, medizinisch-theoretisch aus or
thopädischer Sicht langes Sitzen
nur dann eb
enso ungünstig wie langes Stehen
sei,
wenn die Kniegelenke im S
itzen zwangsweise ständig in Beugestellung
gehalten werden müssten. Könnten sie im Sitzen jedoch abwechselnd gestreckt und gebeugt und somit bewegt werden, was an einem normalen Arbeitsplatz in der Regel problemlos möglich sei, sei eine wesentliche Einschränkung von mehr als max
imal 20
%
nicht plausibel (Urk.
10/91/4).
4.8
Dr.
R._
erklärte i
m an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin gerich
teten
E-Mail vom 1
1.
November 202
1
, dass eine
80%ige oder volle Arbei
tsfähig
keit
in einer wechselbelastenden Tätigkeit nicht in Frage
komme
(
Urk.
7).
5
.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung in medizi
nischer Hinsicht auf die Stellungnahme
n
von RAD-Arzt
Dr.
Q._
vom 19.
März 2020 (
Urk.
10/57/4)
und vom 2
8.
April 2021 (
Urk.
10/91/4).
5
.2
Dr.
Q._
legte in
der Stellungnahme vom 1
9.
März 2020
im Wesentlichen
dar, dass der Gesundheitsschaden (fortgeschrittene
Femoropatellararthrose
beidseits, links symptomatisch
er
) seit langem bestehe und mehr oder weniger stabil sei. Spezifische Therapieverfahren, zum Beispiel operative Eingriffe, seien derzeit nicht geplant. Nach Aktenlage sei in der bisherigen Tätigkeit als Ladenleiterin bei der
Y._
, die überwiegend im Stehen zu verrichten sei, von einer durchschnitt
lichen Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ab August 2018 bis zumindest 3
1.
März 2020 (attestiert) bzw. medizinisch-theoretisch überwiegend wahrscheinlich auf Dauer auszugehen. Für eine optimal behinderungsangepasste Tätigkeit, also eine körperlich leichte und fast ausschliesslich im Sitzen auszuübende Tätigkeit, ohne häufiges Treppensteigen, ohne Knien, Kauern und Hocken sowie längeres Gehen
auf unebenem Boden sei medizinisch-theoretisch überwiegend wahrscheinlich eine höhere Arbeitsfähigkeit von ca. 80
%
gegeben
; dies retrospektiv ab August 2018 (
Urk.
10/57/4).
5
.3
Diese
Einschätzung
von
Dr.
Q._
,
im Rahmen derer es um die fachärztliche Beurteilung eines im Wesentlichen feststehenden medizinischen Sachverhalts
und dessen Auswirkunge
n auf die Arbeits
fähigkeit ging, ist
nachvollziehbar
. Dr.
Q._
hat ein detaillierte
s Belastungsprofil erstellt, welches
insbesondere auch
mit Blick auf die
Befunderhebung von
Dr.
P._
von der Universitätsklinik
M._
im Bericht vom
2.
März 2020 (
Urk.
10/55/8
-9) und dessen Aussage, dass die Schmerzen in den Kniegelenken belastungsabhängig seien (vgl. E. 4.4
)
,
plau
sibel erscheint. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass
Dr.
L._
von der Universitätsklinik
M._
im Bericht vom 1
4.
Dezember 2018 -
a
nders
als
Dr.
R._
im Bericht vom 2
0.
Oktober 2020, in welcher er ohne nähere Begrün
dung
eine um 50
%
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit selbst
in einer
behinderungs
angepassten Tätig
keit attestierte (vgl. E
. 4.6
)
–
grundsätzlich
sogar von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in ein
er angepassten Tätigkeit aus
ging
(vgl. E.
4.2
).
In der Stellungnahme vom 2
8.
April 2021 erläuterte
Dr.
Q._
schliesslich
in nach
vollziehbarer Weise, weshalb im Rahmen
einer sitzenden Tätigkeit, bei welcher die Beine regelmässig bewegt werden könnten, nicht von einer Einschränkung von mehr als
20
%
auszugehen sei (vgl. E. 4.7
).
Auf die Einschätzung von RAD-Arzt
Dr.
Q._
kann demnach abgestellt werden.
6
.
6
.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerde
führerin in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
6.2
Aufseiten des
Valideneinkommens
ging die Beschwerdegegnerin vom Einkom
men als Ladenleiterin bei der
Y._
in der Höhe v
on
Fr.
65'700.-- aus, das
die Beschwerdeführerin
gemäss IK-Auszug vom
6.
Dezember 2018
im Jahr 2017
erzielte (
Urk.
10/21/3
). Angepasst an die Nominallohnent
wicklung bis ins Jahr 2019
resultierte
beim
massgebenden
80%-Pensum
ein
Valideneinkommen
von
Fr.
66'358.65
(
Fr.
65'700.--
x 1,
005 x 1,005
) respektive auf eine Vollerwerbs
tätigkeit hochgerechnet von Fr. 82'948.30
(
Urk.
10/56
; zur Berechnung des Invaliditätsgrades bei Teilerwerbstätigen ohne Aufgabenbereich vgl. auch Kreis
schreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung,
Rz
. 3078.1
).
Die
Ermittlung
dieses
Valideneinkommens
ist unbestritten
(vgl.
Urk.
1)
und
gibt
ni
cht Anlass z
u Weiterungen.
6.3
Aufseiten des
Invalideneinkommens
errechnete
die Beschwerdegegnerin
gestützt
auf die Tabellenlöhne
der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
des Bundes
amtes für Statistik
(LSE
2016,
TA1,
Ziff.
05-96, Kompetenzniveau 2, Z
entralwert
)
und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2019
ein hypothe
tisches Jahreseinkommen von
Fr.
61'298.55 (
Fr.
4'832.
-- :
40 x 41.7 [durch
schnittliche wöchentliche Arbeitszeit] x 12 x 1,004 x 1,005 x 1,005
; Ur
k.
10/56
).
Da der Beschwerdeführerin lediglich noch ein
80%-Pensum
zumutbar ist,
ergibt sich
damit
ein Inva
lideneinkommen von
Fr.
49'038.85
(Fr.
61'298.55
x 0,8
).
Die
Grundlagen dieses
von der Beschwerdegegnerin
ermittelten Invalidenein
kommens sind
ebenfalls
unbestritten (vgl.
Urk.
1) und geben nicht Anlass zu Weiterungen
.
Z
u ergänzen ist einzig, dass
- wenn man
auf das von der Beschwer
deführerin
tatsächlich erzielte Einkommen bei der
Z._
AG von
Fr.
27'240.
--
abstellen und dieses auf ein hypothetisches 80%-Pensum hoch
rechnen würde -
ein höheres
Einkommen
von
Fr.
54'480.-- (F
r.
27'240.-- x 2)
resultieren würde
.
Dem Einwand der Beschwerdeführerin, dass ihr im Rahmen der Bemessung des Invalideneinkommens ein Leidensabzug in der Höhe von 25 % hätte gewährt werden müssen, kann nicht beigepflichtet werden. Da der Beschwerdeführerin lediglich
noch
körperlich leichte und fast ausschliesslich
im Sitzen auszuübende Tätigkeit zumutbar sind, steht ihr zwar nur noch ein eingeschränktes Spektrum an möglichen Tätigkeiten offen (vgl.
E. 1.4.2).
Für Frauen mit einem Beschäfti
gungsgrad von 75
%
bis 89
%
weisen die Statistiken (vgl. LSE
2016
,
Monatlicher Bruttolohn nach Beschäftigungsgrad,
T18, ohne Kaderfunktion)
indes
höhere Löhne
aus
als fü
r eine Vollzeitbeschäftigung
. D
amit entfällt hier die Recht
ferti
gung für einen Tabellenlohnabzug.
Im Weiteren wirken sich vorliegend auch die Dauer der Betriebszugehörigkeit oder die Nationalität nicht lohnmindernd aus (vgl. dazu Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, N 102 ff. zu Art. 28a).
Soweit vor diesem Hintergrund - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin - ein leidens
bedingter Abzug vorzunehmen wäre, wäre dieser auf 10 % festzulegen.
Das Invalideneinkommen beläu
ft sich
diesfalls
auf
Fr. 44'134.95 (Fr. 49'038.85
x 0,9).
6.4
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr. 82'948.30
und einem Invalideneinkommen von Fr.
44'134.95
ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr.
38'813.34 bzw.
gewichtet anhand des Beschäftigungsgrades von 80 % Fr. 31'050.68
und damit ein
nicht rentenbegründender
Invaliditätsgrad von
37
% (
Fr. 31'050.68
:
Fr. 82'948.30
).
7.
Die angefochtene Verfügung
, mit welcher ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente verneint wurde,
e
rweist sich damit als rechtens. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen
.
8.
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr
. 700.--
anzusetzen und ausgangsgemäss
der
unterlie
genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.