Decision ID: a955797c-7ad9-50b1-ba49-8f18ccff0945
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1966 geborene
X._
arbeitete vom 2
6.
August 1985 bis Ende März 2005 als Betriebsmitarbeiterin bei der
Y._
(Arbeitgeberbericht vom 2
6.
April 2005,
Urk.
8/7). Am
1
1.
April 2005 meldete sie sich wegen Schwindel, Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen sowie schubweiser Migräne bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an und beantragte Umschulung auf eine neue Tätigkeit sowie die Ausrichtung einer Rente (
Urk.
8/1). Nach Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse verneinte die IV-Stelle mit Verfü
gung vom 1
4.
Oktober 2005 (Urk.
8/17) bzw.
Einspracheentscheid
vom
12.
Januar 2006 (
Urk.
8/30)
einen Leistungsanspruch der Versicherten
. Mit Urteil vom 2
0.
Februar 2007
(Urk. 8/38)
hiess das hiesige Gericht die von der Versicherten gegen den
Einsprachee
ntscheid
der IV-Stelle erhobene Beschwerde in dem Sinne gut, dass der angefochtene
Einspracheentscheid
aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese nach erfolgter psychiatrischer Abklärung über den Anspruch der
Versicherten
auf eine Rente neu verfüge. Die IV-Stelle holte daraufhin bei der
Z._
ein psychiatrisches Gutachten ein (Gutachten vom
15.
November 2007,
Urk.
8/43). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
4.
Februar 2008,
Urk.
8/48, und Einwände vom
7.
Mä
rz 2008,
Urk.
8/49, und vom 25. April 2008,
Urk.
8/53) wies
die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
1.
Juni 2008
das Leistungsbegehren der Versicherten ab
(
Urk.
8/54).
Hiergegen erhob die Versicherte am
3.
Juli 2008 Beschwerde (
Urk.
8/56/3-15)
. Noch bevor das hiesige Gericht
mit Urteil vom 1
1.
März 2010
die Beschwerde abgewiesen hatte (
Urk.
8/64), machte die Versicherte
mit Eingabe vom
2
3.
Dezember 2009 bei der IV-Stelle eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend (
Urk.
8/62)
. Nach Vornahme medizinischer und erwerblicher Abklärungen und nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorb
escheid vom
6.
April 2011, Urk.
8/75, und Einwand vom 2
1.
April 2011,
Urk.
8/76, bzw. vom 1
6.
Juni 2011,
Urk.
8/80) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
2.
Juli 2011 erneut einen Leistungsanspruch der Versicherten (
Urk.
8/81).
Mit Eingabe vom
7.
Dezember 2011 beantragte die Versicherte
die Durchfüh
rung von Integrationsmassnahmen/berufliche
n
Massnahmen (
Urk.
8/89). Mit Verfügung vom 2
3.
April 2012 trat die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren nicht ein (
Urk.
8/99).
1.2
Am 2
7.
Mai 2013 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
8/103). Mit Schreiben vom
3.
Juni 2013 forderte die
IV-Stelle die Versicherte auf, bis spätestens
4.
Juli 2013 Beweismittel einzureichen, um eine Veränderung ihres Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen (
Urk.
8/105).
In der Folge ging bei der IV-Stelle ein Bericht
von med.
pract
.
A._
, Oberarzt, und
dipl.
psych.
B._
, Psychologische Psychotherapeutin, von der
Privatklinik
C._
, wo die Versicherte vom 3
0.
April bis
3.
Juni 2013 hospitalisiert war,
ein (
Bericht vom
6.
Juni 2013,
Urk.
8/107). Mit Vorbescheid vom 2
0.
September 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (
Urk.
8/111). Im
Einwandverfahren
(Einwand vom
7.
Oktober 2013,
Urk.
8/114, bzw. vom
4.
Dezember 2013,
Urk.
8/116) li
ess die Versicherte zusätzlich
einen Bericht
von
Dr.
med.
D._
, Assistenzärztin, und Dr.
med.
E._
, Leitende Ärztin,
vom
Schmerzzentrum des
Spitals F._
vom 1
5.
Juni 2012 (
Urk.
8/113/10-15) und einen Bericht
von med.
pract
.
G._
, Assistenzärztin Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
phil.
k
lin
. p
sych.
H._
, Klinischer Psychologe und Supervisor, vom
I._
vom 13.
Dezember 2013 (
Urk.
8/117) einreichen. Mit Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 trat die IV-Stelle auf das Leistu
ngsbegehren nicht ein (
Urk.
2).
Am 2
0.
Januar 2014 ersuchte die Versicherte die IV-Stelle
,
die Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 in Wiedererwägung zu ziehen (
Urk.
8/122). Mit Verfügung vom 1
7.
Februar 2014 trat die IV-Stelle auf das Wiedererwägungsgesuch nicht ein (
Urk.
8/125).
2.
A
m 1
9.
Februar 2014
erhob die Versicherte
Beschwerde
gegen die Ve
r
fügung
der IV-Stelle
vom 1
7.
Januar 2014
und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, das Gesuch
vom 2
7.
Mai 2013
betreffend Invalidenrente mate
riell zu prüfen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
März 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwer
deführerin am 2
6.
März 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
9). Mit Eingabe vom 1
5.
September 2014 (
Urk.
11) reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht des
I._
vom 1
9.
Mai 2014
ein
(
Urk.
10), was der Beschwerdegegnerin am
3
0.
September 2014 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zur Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 2
7.
Mai 2013 eingetreten ist.
1.2
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
1.3
Mit
Art.
87
Abs.
3
i.V.m
.
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwal
tung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d. h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahinge
hend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechts
kräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaub
würdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue
Leis
tungsbegehren
einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
Der Verwaltung steht
bei der Prüfung der
Glaubhaftmachtung
ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat.
1.
4
Richtet sich
eine
Beschwerde gegen einen
Nichteintretensentscheid
, hat das Gericht, ungeachtet
der Vorbringen
der
beschwerdeführenden
Partei, zu prüfen und darüber zu entscheiden, ob die Verwaltung zu Recht nicht auf das
Leis
tungs
- oder Feststellungsbegehren eingetreten ist. Der richterliche Entscheid in der Sache (Sachentscheid) hat in dieser besonderen verfahrensmässigen Situa
tion den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegenstand. Dagegen hat sich das Gericht mit den materiellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 121 V 157 E. 2b, 116 V 265 E. 2a, SVR 1997, UV Nr. 66 S. 225 E. 1a).
2.
Das hiesige Gericht ging im Urtei
l vom 1
1.
März 2010 (
Urk.
8/64), welches die Rechtmässigkeit der Verfügung 1
1.
Juni 2008 (
Urk.
8/54) zum Inhalt hatte,
davon aus, dass eine neurologische oder orthopädische Ursache für die von der Beschwerdeführerin angegebenen Kopf- und Nackenbeschwerden sowie
Schwindelanfälle ausgeschlossen w
e
rden könne. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ebenfalls nicht eingeschränkt, da die anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) nicht invalidisie
rend sei (
Urk.
8/64). In der
leistungsabweisenden
Verfügung vom
22.
Juli 2011
(
Urk.
8/81)
ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass sich der Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin nicht verändert habe und weiterhin keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe.
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin reichte zur Glaubhaftmachung der Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes bei der Beschwerdegegnerin
die Berichte von
Dr.
D._
und
Dr.
E._
vom 1
5.
Juni 2012 (
Urk.
8/113/10-15), von
med.
pract
.
A._
und
dipl.
psych.
B._
vom
6.
Juni 2013 (
Urk.
8/107)
und
von med.
pract
.
G._
und
Dr.
phil.
klin
. p
sych.
H._
vom 1
3.
Dezember 2013 ein (
Urk.
8/117).
3.2
Die
Dres
.
D._
und
E._
nannten mit
Bericht vom 1
5.
Juni 2012 (Urk.
8/113/10-15) als Diagnosen:
c
hronisches Schmerzsyndrom mit psychischen und somatischen Fakto
ren
c
hronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
Zephalgie
Fibromyalgie
(Erstdiagnose 2007)
z
ervikobrachiales
Schmerzsyndrom seit 1990
Depression mit/bei
p
sychosozialen Belastungsfaktoren
Abdominalbeschwerden
c
hronische Mikrohämaturie
c
hronische Insomnie
Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin machten
Dr.
D._
und
Dr.
E._
keine Angaben.
3.3
Med
.
pract
.
A._
und
dipl.
psych.
B._
diagnostizierten
mit
Austrittsb
e
richt
vom 6.
Juni 2013 (
Urk.
8/107):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
a
nhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.5)
Akzentuierung von Persönlichkeitszügen, vorrangig emotional instabile Züge vom impulsive
n
Typ (ICD-10 Z73.1)
Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10 Z73)
Also somatische Diagnosen nannten sie Hernien und eine
Fibromyalgie
.
Die Beschwerdeführerin sei vom 3
0.
April bis
3.
Juni 2013 bei ihnen hospitalisiert gewesen.
Aufgrund der von der Beschwerdeführerin geschilderten Symptomatik mit
N
iedergestimmtheit, Insuffizienzgefühlen, inn
erer Unruhe, Anspannung, Schlaf
störungen, Konzentrationsstörungen, sozialen Ängsten und
Gedanken
kreisen
könne vor dem Hintergrund der anamnetisch geschilderten wiederkeh
renden Phasen depressiver Verstimmung von einer aktuell mittelgradigen depressiven Episode bei rezidivierender Störung ausgegangen
werden
. Darüber hinaus werde die Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung gestellt. Die Beschwerdeführerin leide unter Schwindelgefühlen, Schmerzen im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich sowie in den Handgelenken. Das Aus
mass der empfundenen Schmerzstärke könne nicht ausreichend mit der soma
tischen Befundlage erklärt werde
n
und stelle den Hauptfokus der Aufmerksam
keit der Beschwerdeführerin dar. Die Besc
hwerdeführerin trete mit leicht
gebes
serter Symptomatik aus. Sie gehe ohne Anhalt für Selbst- oder
Fremdgefähr
dung
in die angestammten Wohnverhältnisse zurück. Geplant und unbedingt notwendig sei im Anschluss daran eine tagesklinische psychiatrisch-psycho
therapeutische Behandlung. Sie entliessen die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig. Wann mit der Erreichung einer teilweisen Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei, sei aktuell nicht abschätzbar.
3.4
Med.
pract
.
G._
und
Dr.
phil.
klin
.
H._
berichteten der
Privatklinik
C._
am 1
3.
Dezember 2013 über die tagesklinische Behandlung der Beschwerdeführerin im
I._
vom 1
4.
Oktober bis
6.
Dezember 2013
(
Urk.
8/117)
. Sie nannten dabei als Diagnosen:
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Adipositas
Verdacht auf Epilepsie
„(
Dr.
med.
J._
ca. 2000, Pat. Angabe)“
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
Diskushernie LWS
„(Pat. Angabe)“
Schmerzen beide
r
Hände mit/bei
Handgelenksganglion dorsal, rechts mehr als links
(
Dr.
med.
K._
, 28.2.05)
Fibromyalgie
(
Dr.
L._
5.10.10)
Migräne
Die Beschwerdeführer
in sei zu 100
%
arbeitsunfähig.
4.
4.1
Gemäss
den
Dre
s
.
D._
und
E._
stand in den
ersten Konsultationen
b
ei i
hnen, das heisst im März 2012, eine
akute Exazerbation
des
chronischen
lumbospondylogenen
Syndroms
im Vordergrun
d
. Im Verlauf
der weiteren Behandlung trat diese
Problema
tik wieder in den Hintergrund
.
In den
Vorder
grund
trat d
er chronische
Kopfschmerz
(
Urk.
8/113/10-11)
.
Im Verfahren betreffend
die Verfügung der Beschwerdeg
egnerin vom 1
1.
Juni 2008 (Urk.
8/54) konnte eine neurologische Ursache für die Kopfschmerzen ausge
schlossen werden
(
Urk.
8/64 E. 2.2)
. Die
Dres
.
D._
und
E._
nennen keine Befunde, welche eine neurologische Ursache des Kopfschmerzes erklären würde
n
, vielmehr
bestätigen sie
, dass bisher keine Anhaltspunkte dafür hätten gefunden werden können
(
Urk.
8/113/12)
. Sie erwähnen zwar,
sie
hätten zur
Reevaluation
de
s
Kopfschmerze
s
ein
e
neurologische
Beurteilung in Auftrag gegeben (
Urk.
8/113/12)
.
Ob
in
der Folge
ein
e
solche tatsächlich
durchgeführt wurde
, und falls ja, was das Ergebnis dieser Abklärung war, ist nicht
aktenkun
dig
.
Es liegen daher keine Anhaltspunkte dafür vor, dass sich aus neurologi
scher Sicht eine wesentliche Änderung eingestellt hätte. Es gilt denn auch zu beachten, dass d
ie
Dres
.
D._
und
E._
davon ausgehen, dass der Kopfschmerz der Beschwerdeführerin seit etwa drei Jahren im gleichen Umfang bestehe
. Eine
Verschlechterung
seit dem
Zeitpunkt des Erlass
es
der Verfügung
vom
2
2.
Juli 2011
(
Urk.
8/81) wird daher nicht dargetan.
Betreffend die anam
nestisch seit rund 20 Jahren bestehenden Schulter-Armschmerzen erwähnten die
Dres
.
D._
und
E._
ebenfalls keine Verschlechterung. Nach dem Gesagten
gehen
aus dem Bericht der
Dres
.
D._
und
E._
keine Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin seit Erlass der Verfügung vom 2
2.
Juli 2011 hervor.
4.2
Med.
pract
.
A._
und
dipl.
psych.
B._
diag
nostizierten mit Bericht vom 6.
Juni 2013 (
Urk.
8/107) insbesondere eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
,
(ICD-10 F33.1) und eine anhaltende
soma
toforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.5). An einer
anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung litt die Beschwerdeführerin
bereits
bei Erlass der Verfügung vom
1
1.
Juni 2008 (
Urk.
8/54), diagno
stizierte doch insbesondere Dr.
med.
dipl.
-psych.
M._
von der
Z._
in seinem Gutachten vom
15.
November 2007
(
Urk.
8/43), welches die wesentliche psychiatrische Grundlage für die
Ver
-
fügung vom 1
1.
Juni 2008 bildete
,
eine anhaltende
somatoforme
Schmerz
-
störung. Diese stand im damaligen Zeitpunkt einer Arbeitsfähigkeit nicht entgegen.
Im Rah
men der Abklärungen, welche zum Erlass der
Verfügung vom
2
2.
Juli 2011
führten (
Urk.
8/
81
)
,
diagnostizierten die berichtenden Ärzte keine
anhaltende
somatoforme
S
chmerzstörung mehr, sie diagnos
t
i
zierten jedoch übereinstim
mend ein
e
Fibromyalgie
(Bericht
e
von
m
ed.
pract
.
L._
,
Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom 1
6.
September 2010,
Urk.
8/70
/1-4
, der Ärzte der Privatklinik
N._
vom 1
7.
November 2009,
Urk.
8/
70/
9-11
,
und von
Dr.
med.
O._
, Praktischer Arzt,
vom 1
5.
Oktober 2010,
Urk.
8/72). Anhaltspunkte
,
dass
sich
die
Qualität der Schmerzstörung, unter welcher die
Beschwerdeführerin damals
litt
,
verändert hätte,
liegen nicht vor. Vielmehr
muss
davon ausgegangen werden, dass die somatisch nicht erklärba
ren Schmerzen der Beschwerdeführerin nicht mehr der psychiatrischen Diag
nose anhaltende
somatoforme
Schmer
z
störung, sondern neu der Diagnose
Fib
romyalgie
zugeordnet wurden.
Dass
m
ed.
pract
.
A._
und
dipl.
psych.
B._
mit Bericht vom
6.
Juni 2013
wieder eine anhaltende
somatoforme
Schm
e
rz
störung
diagnostizieren, lässt deshalb nicht auf eine Verschlechterung des Gesundheitszu
s
tandes der Beschwerdeführerin schliessen.
Eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.1) diagnostizierten die berichtenden Ärzte bereits im
Abklä
-
rungsverfah
ren
,
welches zum Erlass der Verfügung vom
2
2.
Juli 2011 (
Urk.
8/81)
führte
(
Urk.
8/70/1-4
;
Urk.
8/70/9-11 und
Urk.
8/72). Anhaltspunkte
,
dass sich diese gleich gebliebene Diagnose
seither
anders auf die Arbeits
-
fähigkeit
auswirkt
, lie
gen
nicht
vor.
Nach dem Gesagten ist durch den Bericht von med.
pract
.
A._
und
dipl.
psych.
B._
vom
6.
Juni 2013 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht.
4.3
Betreffend die von med.
pract
.
G._
und
Dr.
phil.
klin
.
H._
(Urk.
8/117)
in ihrem Bericht vom 1
3.
Dezember 2013 genannten Diagnosen mittelgradige depressive Episode und anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung gelten
die
bezüglich des
Bericht
s
von m
ed.
pract
.
A._
und
dipl.
psych.
B._
vom
6.
Juni 2013 gemachten Ausführungen
(E. 4.2)
sinngemäss.
Aus dem Bericht
von med.
pract
.
G._
und
Dr.
phil.
klin
.
H._
geht auch ansonsten keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerde
führerin hervor
.
Vielmehr geht aus ihrem Bericht hervor, dass es teilweise zu einer Besserung des Gesundheitszustandes gekommen sei. So erwähnten sie Suizidideen etwa im Jahr 2010
(
Urk.
8/117/2)
, im Berichtszeitpunkt hätten jedoch keine solchen mehr vorgelegen. Sie erklär
t
en zudem, dass die achtwö
chige tagesklinische Behandlung im
I._
eine mittelgradige
Zustandsverbesse
rung
ergeben habe (
Urk.
8/117/3 letzter Satz).
4.4
Die erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 aufgeleg
ten Berichte, das heisst der Bericht vom 1
3.
Dezember 2013 von med
.
pract
.
G._
und
Dr.
phil.
klin
.
H._
(
Urk.
8/121) und der Bericht von mehreren Ärzten des
I._
vom 1
9.
Mai 2014 (
Urk.
10), sind betreffend die Beurteilung, ob die Beschwerdefüh
r
erin eine Verschlechterung ihres Gesund
heitszustandes glaubhaft gemacht hat, nicht zu berücksichtigen (
BGE 130 V 64 insb. E. 5.2.5
).
4.5
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes im Vergleich zu
m
Zeitpunkt des Erlasses der letzten
ren
tenablehnenden
Verfügung durch die Beschwerdegegnerin am
2
2.
Juli 2011
nicht glaubhaft gemacht. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
5.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
500.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.