Decision ID: 87f99f2c-a094-460c-a4da-dae0b5cccb97
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 22. August 2019 rückwirkend per 1. Januar 2019 bei der
Ausgleichskasse der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen
(Ausgleichskasse) als Selbstständigerwerbende an. Dabei gab sie an, sie betreibe ein
Nagelstudio im Nebenerwerb; das reine Erwerbseinkommen schätzte sie für 2019 auf
Fr. 2'000.--; ihre AHV-Beiträge bezahle sie weiterhin als Arbeitnehmerin der
Kleintierpraxis Dr. B._ (act. G 3.1/1 f.). Mit Akontorechnung vom 10. September 2019
legte die Ausgleichskasse das beitragspflichtige Einkommen 2019 auf Fr. 2'000.-- fest
und teilte der Versicherten mit, sie habe für 2019 keine Beiträge zu bezahlen (act.
G 3.1/3). Mit Schreiben vom 13. Januar 2020 teilte ihr die Ausgleichskasse sodann mit,
das beitragspflichtige Einkommen 2020 betrage Null und es seien dementsprechend
keine (Akonto-)Beiträge zu bezahlen (act. G 3.1/5). Am 27. März 2020 beantragte die
Versicherte eine Corona-Entschädigung für den Zeitraum vom 17. März 2020 bis zum
19. April 2020 (act. G 3.1/6). Am 6. April 2020 teilte die Ausgleichskasse der
Antragstellerin mit, gemäss der aktuellsten Beitragsverfügung des Jahres 2019 habe
sie kein Erwerbseinkommen gemeldet, weshalb kein Anspruch auf die Corona-
Erwerbsersatzentschädigung bestehe (act. G 3.1/7). Auf entsprechende
Formularanfrage der Antragstellerin wies die Ausgleichskasse den Antrag auf die
A.a.
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B.
C.
Mit Schreiben vom 8. Februar 2021 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine
materielle Stellungnahme und beantragt unter Verweis auf die Begründung im
angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
Corona-Erwerbsersatzentschädigung am 15. April 2020 verfügungsweise ab, da die
Antragstellerin für 2019 kein Erwerbseinkommen gemeldet habe (act. G 3.1/8).
Die dagegen erhobene Einsprache vom 25. April 2020 - für die Bemessung der
Corona-Erwerbsersatzentschädigung sei auf die zu erwartenden Einnahmen im Jahr
2020 abzustellen, im Fall der Einsprecherin ca. Fr. 2'000.-- pro Monat - wies die
Ausgleichskasse mit Entscheid vom 21. Dezember 2020 ab. Mangels Beitragspflicht für
das Jahr 2019 entfalle die Grundlage für die Berechnung der Corona-
Erwerbsersatzentschädigung. Gemäss Akonto-Beitragsverfügung vom 13. Januar 2020
habe die Einsprecherin auch für das Jahr 2020 mangels beitragspflichtigem
Einkommen keine Beiträge entrichtet. Erst im Juli 2020 habe sie dieses auf Fr. 6'000.--
anpassen lassen. Damit habe sie auch für 2020 keine wesentliche Steigerung ihres
Einkommens erwartet. Ein AHV-pflichtiges Einkommen von Fr. 2'000.-- pro Monat bzw.
Fr. 24'000.-- im Jahr sei nicht ausgewiesen (act. G 1.2 und 3.1/25).
A.b.
Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 18. Januar
2021 mit dem Antrag, die Corona-Erwerbsersatzentschädigung solle sich nicht auf die
AHV-Beitragsrechnung von 2019, sondern auf den effektiv entgangenen Umsatz in der
Höhe von ca. Fr. 2'000.-- pro Monat abstützen. Die Zahlen nach Abzug der Ausgaben
ständen in keinem Verhältnis zu ihren entgangenen Einnahmen in der Zeit der
Zwangsschliessung vom 17. März 2020 bis zum 26. April 2020, da die festen Ausgaben
ja bestehen geblieben seien. Gegenüber der SVA habe sie für 2020 zunächst ein
Nettoeinkommen von Fr. 6'000.-- angegeben, das die SVA übernommen habe. Da nun
die Zahlen für ein erstes (ausser der Zwangsschliessung wegen Corona) "normales"
Geschäftsjahr vorlägen, habe sie die Angaben gegenüber der SVA auf Fr. 11'500.--
nach oben korrigiert. Ohne Zwangsschliessung hätte das Einkommen ca. Fr. 15'000.--
betragen. Anhand ihrer Auflistung der Einnahmen pro Monat 2019 und 2020 sei
ersichtlich, dass sie in den Monaten vor und nach der Zwangsschliessung Einnahmen
von je zwischen Fr. 1'500.-- bis Fr. 2'500.-- erzielt habe (act. G 1).
B.a.
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Considerations:
Erwägungen
1.
Anspruch auf Corona-Erwerbsausfallentschädigung haben unter anderem
Selbstständigerwerbende im Sinne von Artikel 12 des Bundesgesetzes über den
allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 830.1; abgekürzt: ATSG), die auf
Grund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung 2 über Massnahmen
zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19 [SR 818.101.24]; abgekürzt: COVID-19-
Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erleiden und im Sinn des Bundesgesetzes über die
Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.10; abgekürzt: AHVG) obligatorisch
versichert sind (Art. 2 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. c der Verordnung
über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus
[COVID-19 [SR 830.31; abgekürzt: COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall] in der
Fassung vom 16. April 2020 [AS 2020 1257], in Kraft seit 17. März 2020]). Der Anspruch
entsteht für Anspruchsberechtigte nach Art. 2 Abs. 3 und 3 , wenn sämtliche
Voraussetzungen nach Art. 2 erfüllt sind und endet für Anspruchsberechtigte nach
Art. 2 Abs. 3 am 16. Mai 2020, sofern gemäss dem vom Bundesrat beschlossenen Plan
zur Lockerung der Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung ihnen die
Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit bewilligt worden ist (Art. 3 Abs. 2 und 3 lit. b
COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall). Die Anspruchsdauer wurde mit einer weiteren
Änderung von Art. 3 für Anspruchsberechtigte nach Art. 2 Abs. 3 bis 16. September
2020 verlängert (Art. 3 Abs. 3 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall in der Fassung
vom 1. Juli 2020, in Kraft seit 17. März 2020 [AS 2020 2729]).
1.1.
bis
bis
Für die Bemessung der Höhe der Entschädigung ist auf Art. 5 der COVID-19-
Verordnung Erwerbsausfall abzustellen. Demnach beträgt das Taggeld 80 % des
durchschnittlichen Erwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die
Entschädigung erzielt worden war (Abs. 1), wobei zur Ermittlung des Einkommens Art.
11 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende, bei
Mutterschaft und bei Vaterschaft (SR 834.1; abgekürzt: EOG) sinngemäss anwendbar
ist (Grundsatz: Abstellen auf das vordienstliche Einkommen [Abs. 2]). Grundlage für die
Bemessung der Entschädigung für selbstständig Erwerbende bildet somit
grundsätzlich das Erwerbseinkommen, welches im Jahr 2019 erzielt wurde. Als Basis
ist das Einkommen zu verwenden, welches für die Festsetzung der Beitragsrechnungen
für das Jahr 2019 (Akontorechnungen) herangezogen wurde. Liegt im Zeitpunkt der
Festsetzung der Entschädigung die definitive Steuerveranlagung für das Jahr 2019
bereits vor, ist auf diese abzustellen (Kreisschreiben des Bundesamtes für
1.2.
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2.
Sozialversicherungen [BSV] über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung
des Coronavirus - Corona-Erwerbsersatz [abgekürzt: KS CE] Randziffer [Rz] 1065 ab
der dritten Fassung, gültig ab 13. Mai 2020).
Die Beschwerdeführerin war seit dem 1. Januar 2019 bei der Beschwerdegegnerin
als Selbstständigerwerbende angeschlossen und damit - auf Grund ihres
schweizerischen Wohnsitzes und ihrer in der Schweiz ausgeübten Erwerbstätigkeit -
obligatorisch in der AHV/IV/EO versichert (vgl. Art. 1a Abs. 1 lit. a und b des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [SR 831.10;
abgekürzt: AHVG]). Auf Grund von Art. 6 Abs. 2 lit. e der Covid-19-Verordnung 2
musste sie sodann unbestrittenermassen ihr Nagelstudio vom 17. März 2020 bis und
mit 26. April 2020 schliessen und fällt damit grundsätzlich unter die
anspruchsberechtigten Selbstständigerwerbenden. Im Weiteren ist nicht von Belang,
auf welcher Basis das Einkommen 2019 zu bestimmen ist (Akontorechnung oder
definitive Steuerveranlagung), liegt doch auch die definitive Steuerveranlagung 2019
bereits vor, mit welcher die Steuerbehörde ein Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit von Fr. 2'075.-- veranlagt hat (act. G 3.1/20 f.; vgl. nachfolgende
Erwägung 2.4). Die Beschwerdeführerin macht jedoch implizit geltend, das Einkommen
2019 sei nicht repräsentativ, da sie ihr Geschäft erst Anfang 2019 eröffnet habe und sie
im Folgejahr 2020 - ohne Corona bzw. die dagegen gerichteten Massnahmen des
Bundesrats - bereits mehr verdient hätte. Aus diesem Grund sei auf das mutmasslich
entgangene bzw. auf das zu erwartende Einkommen 2020 abzustellen. Dieses habe in
ihrem Fall ca. Fr. 2'000.-- pro Monat betragen.
2.1.
Dem ist zunächst entgegenzuhalten, dass nicht der (mutmasslich) entgangene
Umsatz entschädigt wird, sondern das Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit, also die Einnahmen abzüglich die Ausgaben. Es kann somit nicht auf
die in den Monaten vor und nach den bundesrätlichen Massnahmen erzielten Umsätze
abgestellt werden. Im Weiteren mag zwar zutreffen, dass junge Unternehmen in der
Aufbauphase oftmals - wenn auch nicht immer - ein Umsatzwachstum zu verzeichnen
haben (welches - etwa auf Grund ebenfalls wachsender Kosten - wiederum nicht
zwingend einem entsprechenden Gewinnwachstum entsprechen muss). Wie es sich
diesbezüglich bei dem von der Beschwerdeführerin betriebenen Nagelstudio verhält,
kann indessen offenbleiben. Art. 5 Abs. 2 der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall
sieht für die geltend gemachte Konstellation nämlich keine Ausnahme von der
vorgenannten Bemessungsregel vor, wonach Art. 11 Abs. 1 EOG sinngemäss
anwendbar ist. Diese Norm weist wiederum den Bundesrat an, nähere Vorschriften zu
2.2.
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erlassen, was dieser in Art. 7 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz (SR 834.11;
abgekürzt: EOV; in der vorliegend anwendbaren, bis 30. Juni 2021 gültig gewesenen
Fassung) getan hat. Demnach wird die Entschädigung für Selbstständigerwerbende auf
Grund des auf den Tag umgerechneten Erwerbseinkommens berechnet, das für den
letzten vor dem Einrücken (bzw. hier vor dem Inkrafttreten der bundesrätlichen
Massnahmen) verfügten AHV-Beitrag massgebend war (Abs. 1). Dies ist im
Zusammenhang mit der Corona-Erwerbsausfallentschädigung grundsätzlich das
Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit aus dem Jahr 2019 als dem letzten
Vor-Corona-Jahr (vgl. auch vorstehende Erwägung 1.2 mit Hinweis auf Rz 1065 KS
CE).
Vorliegend handelt es sich um die erstmalige Festlegung der Entschädigung. Das
Verbot der Berücksichtigung einer erst nach dem 16. September 2020 zugestellten
definitiven Steuerveranlagung (Art. 5 Abs. 2 2. Satz COVID-19-Verordnung
Erwerbsausfall [in der Version vom 19. Juni 2020 [AS 2020 2223]), das nur auf die
nachträgliche Abänderung einer bereits (rechtskräftig) festgelegten Entschädigung
Anwendung findet, ist hier folglich nicht anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom
30. Juni 2021 [9C_53/2021] E. 5.3.3 am Schluss; vgl. zu den verfassungsmässigen
Bedenken gegenüber dieser Regelung: Urteil des Sozialversicherungsgerichts des
Kantons Zürich vom 29. Oktober 2020, EE.2020.00006, E. 3, welches die Postulierung
einer Frist bis 16. September 2020 als Verstoss gegen den verfassungsmässigen
Grundsatz der Gleichbehandlung erachtete). Für das Jahr 2019 lag zumindest im
Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 21. Dezember 2020 bereits die
definitive Steuerveranlagung bzw. der Einspracheentscheid des Steueramtes C._
betreffend die Kantons- und Gemeindesteuer 2019 vor (Entscheid vom 15. September
2020). Demnach hat die Steuerbehörde die Beschwerdeführerin für 2019 mit einem
Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 2'075.-- veranlagt (act.
G 3.1/20 f.). Die Beschwerdeführerin macht weder geltend noch ist aus den Akten
ersichtlich, dass dieser Entscheid (noch) nicht in Rechtskraft erwachsen ist, weshalb
grundsätzlich darauf abzustellen ist.
2.3.
Das Einkommen der Beschwerdeführerin aus selbstständiger Erwerbstätigkeit
betrug demnach in der massgebenden Bemessungsperiode 2019 Fr. 2'075.--. Dies
entspricht ziemlich genau der ursprünglichen, anlässlich der Anmeldung abgegebenen
- und für die Akontobeiträge 2019 massgebend gewesenen (vgl. act. G 3.1/3) -
Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin von Fr. 2'000.-- (act. G 3.1/1.4). Damit
erzielte sie in der massgebenden Bemessungsperiode 2019 nur ein geringfügiges, von
der Beitragspflicht ausgenommenes Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit.
2.4.
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Die Beschwerdeführerin hat auf diesem Einkommen auch keine freiwilligen Beiträge
bezahlt. Ein höheres Einkommen ergibt sich sodann nicht aus dem von der
Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren eingereichten Jahresabschluss 2019,
der einen Verlust von Fr. 2'124.55 ausweist (act. G 1.6). Selbst wenn man die
zusätzlichen Einnahmen Januar bis 16. März 2020 von Fr. 3'817.50 berücksichtigen
wollte (Gesamteinnahmen somit Fr. 15'628.55), ergäbe sich bei einem behaupteten
Geschäftsaufwand von Fr. 13'935.60 (also ohne Berücksichtigung eines zusätzlichen
Aufwands für die genannte Periode) lediglich ein nicht beitragspflichtiger Gewinn von
Fr. 1'692.95 (Fr. 15'628.55 - Fr. 13'935.60).
Auf Grund der Missbrauchsgefahr können sodann erst nach Inkrafttreten des
kompletten Veranstaltungsverbots und der weitgehenden Schliessung von
Einrichtungen mit Publikumsbetrieb (Art. 6 Abs. 1 und 2 der Covid-19-Verordnung 2 [in
der Fassung vom 17. März 2020]; "Lockdown") am 17. März 2020 gemeldete, nicht
weiter belegte Anpassungen des den Akontozahlungen 2019 zu Grunde liegenden
voraussichtlichen Einkommens, für die Bemessung des Corona-Erwerbsersatzes nicht
berücksichtigt werden. Zwar ergibt sich diese - vom BSV in seiner Weisung (Rz 1068
2. Satz KS CE [in der Version vom 17. April 2020]) eingeführte - zeitliche Grenze nicht
aus der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall. Indessen hat ihr die bisherige
Rechtsprechung die Anwendbarkeit lediglich dann versagt, wenn es darum ging, nach
diesem Datum vorhandene aussagekräftigere Daten betreffend das massgebliche
Erwerbseinkommen 2019 als Bemessungsgrundlage heranzuziehen (Urteil des
Bundesgerichts vom 30. Juni 2021 [9C_53/2021] E. 5.3.1 ff.; vgl. auch Entscheid des
Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 3. Dezember 2020, 750 20 321 / 299, E. 3.2 am
Schluss und 3.4). Vorliegend hat die Beschwerdeführerin die Erhöhung des
voraussichtlichen Erwerbseinkommens 2020 auf Fr. 6'000.-- erst am 28. Juni 2020,
mithin nach der verfügungsweisen Ablehnung des Entschädigungsgesuchs vom
15. April 2020, beantragt (act. G 3.1/8 und 12). Nach eigenen Angaben in der
Beschwerde liess sie das Einkommen später noch auf Fr. 11'500.-- "nach oben
korrigieren", welches Einkommen die Beschwerdegegnerin in ihrer Differenzrechnung
für das Jahr 2020 vom 18. Januar 2021 offenbar übernommen hatte (wohl inkl.
aufgerechnete persönliche Beiträge von Fr. 646.80 = beitragspflichtiges Einkommen
von Fr. 12'100.-- [act. G 1 und G 3.1/26.1]). Unabhängig von der Frage, ob im
Ausnahmefall überhaupt auf das Erwerbseinkommen 2020 abgestellt werden könnte,
wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht, sind die Angaben bzw. Zahlen dieser
Meldungen jedenfalls nicht weiter belegt. So stellt etwa die beschwerdeweise
eingereichte Aufstellung der "Einnahmen pro Monat 2019 und 2020" (act. G 1.4)
lediglich eine unbelegte Parteibehauptung dar, welche die Anforderungen an eine
2.5.
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3.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben, nachdem in der COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall keine solchen
vorgesehen sind (Art. 1 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall in Verbindung mit Art. 61
lit. f ATSG).