Decision ID: a4c60644-0bd1-5560-80b9-c9a4fae6a6fc
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954, angelernter Maler,
meldete sich erstmals
am 9.
Mai
1984
unter Hinweis auf eine im Juli 1982 erlittene offene
Unter
schenkel
fraktur
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/11
Ziff.
5.2,
Ziff.
6.2-3).
Am 23. Oktober 1985
(
Urk.
6/26) teilte die
Sozialver
siche
rungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
dem Ver
si
cherten mit
,
dass er ab 1. Jul
i 1983
Anspruch auf eine ganze
und ab 1. Februa
r 1985 Anspruch auf eine halbe In
va
li
denr
ente habe.
Mit Verfügung vom 15. Oktober 1985 (
Urk.
6/27) wurden die Kosten
für eine
Umschulung zum Lieferwagenchauffeur
übernommen. M
it Ver
fü
gung vom 28. November 1986 (
Urk.
6/38)
wurde die bisher ausgerichtete halbe
Invalidenrente
per 31. Dezember 1986 aufgehoben.
1.
2
A
m 3. November 1999 meldete sich der Versicherte
, welcher
seit
Juli 1989 als Chauffeur bei
der
Y._
(
Urk.
6/44)
tätig war,
erneut bei der Invali
den
ver
si
cherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/42).
Mit Verfügung vom 10. Dezember
2001 (
Urk.
6/73) sprach die IV-Stelle dem Versicherten rückwirkend ab 1. Mai 200
0 eine halbe Invalidenrente zu.
1.3
Am 16. Mai 2006 stellte der Versicherte
, welcher zuletzt
von Januar 2001 bis Ende Oktober 2004 als Chauffeur für
die
Z._
tätig
ge
we
sen
war (
Urk.
6/94
Ziff.
1-7
)
,
ein Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente (
vgl.
Urk.
6/123). Die IV-Stelle holte medizinische Berichte (
Urk.
6/125-126,
Urk.
6/129
,
Urk.
6/131,
Urk.
6/134
,
Urk.
6/139,
Urk.
6/146
) und einen
Auszug aus
dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
6/124) ein
und
veranlasste bei der
A._
ein Gutacht
en, welches am 27.
De
zember 2007
erstattet wurde (
Urk.
6/152).
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(
Urk.
6/170) sprach die IV-Stelle dem Versicherten m
it
Verfü
gung vom 15. Juli 2008 (
Urk.
6/183
-184
) ab 1. August 2006 ein
e
Dreiviertels
rente
zu
.
1.4
Am
2.
März 2012 (
Urk.
6/211) stellte der Versicherte erneut ein Gesuch um Er
höhung seiner Invalidenrente. Die IV-Stelle holte einen medizinischen Bericht (
Urk.
6/214) und eine
n
aktuellen IK-Auszug (
Urk.
6/213) ein und
wies
nach
durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/217) mit Verfügung vom 11. Juni 2012
(
Urk.
6/218 =
Urk.
2)
das Gesuch
des Versicherten
um
Erhöhung der In
va
lidenrente
ab
.
2.
Gegen die Verfügung vom 11. Juni 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 16.
Juli
2012 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte
sinngemäss
die
Zusprechung
einer ganzen In
validenrente. Mit Beschwerdeantwort vom 14. September 2012
(
Urk.
5) bean
tragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde,
was dem Ver
sicherten am 1. Februar 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des
Bun
desge
setztes
über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Ver
bindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit be
i ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
tätsgrad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertels
rente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im
Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung
ei
ner anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheent
scheid
, welche
oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
be
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff; Urteil des Bun
desgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihre
r
Verfügung vom Juni 2012 (
Urk.
2) die Nichterhöhung der Invalidenrente damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verändert habe. Aus den medizinischen Berichten
würden
keine neuen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hervor
gehen
. Für eine angepasste, körperlich leichte, sitzende, kognitiv wenig an
spruchsvolle Tätigkeit bestehe weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Da
mit ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 65
%
(S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich
dem
gegenüber
in seiner Beschwerde vom Juli 2012
(
Urk.
1) auf den Standpunkt, er sei zu 100
%
arbeitsunfähig und seit drei Jahren im Rollstuhl, da er auch einen Hirnschlag gehabt und das rechte Bein verlor
en habe
. Er müsse viele Medikamente einnehmen, was ihn sehr müde mache
,
und er
könne
ge
rade seinen Haushalt bewältigen
. Er müsse jeden Tag eine Stunde ab
liegen. Im Übrigen müsste er, wenn er eine ganze Rente bekommen würde, auch nicht mehr zum Sozialamt gehen. Dieser Weg sei mit einem grossen Auf
wand verbunden.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob sich seit
der
mit Verfügung vom 15. Juli 2008 (
Urk.
6/
183-
184) erfolgten
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers in rentenrelevanter Weise verändert hat.
3.
3.1
Die
Beschwerdegegnerin stützte
sich für
die
Erhöhung der
zuvor
halben Inva
li
denrente auf eine
Dreiviertels
rente
ab August 2006
im
W
esentlichen
auf das
A._
-
Gutachten
(Urk.
6/152
)
vom Dezember 2007
(vgl. Urk. 6/165)
.
3.2
Die begutachtenden Ärzte der
A._
stellten
in ihrem Gutachten vom 27. Dezem
ber 2007 (
Urk.
6/152)
folgende Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit
(S. 14
Ziff.
6.1):
p
eriphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) I rechts, Verdacht auf PAVK
IIb
links
Status nach Anlage eines
axillo-femoralen
PTFE-Bypass rechts am 4.
Mai
2006
Status nach Unterschenkel-Amputation am 4. Mai 2006
Status nach inguinaler Revision mit
Satorius
-Muskelverschiebeplastik am 24. Mai 2006
Verschluss d
er
Arteria
iliaca
communis
und
externa
sowie der
Arteria
femoralis
communis
rechts, Abgangsstenose der
Arteria
iliaca
com
munis
links und Verschluss der Arterie
iliaca
externa
links
fehlende Fusspulse links
kardiovaskuläre Risikofaktoren: Adipositas, chronischer
Nikotinabu
sus
,
Dyslipidämie
, arterielle Hypertonie
mittelschwere neuropsychologische Störung (Aufmerksamkeit, Gedächt
nis, Exekutivfunktion, Stimmung, Belastbarkeit) nach
kapsulärem
Infarkt rechts am 9. Mai 1999 und Unterschenkelamputation rechts am 4. Mai 2006
Sie nannten folgende weitere Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 14
Ziff.
6.2):
diskrete
residuelle
Hemiparese links bei Status nach Infarkt
Capsula
ex
terna
rechts am 9. Mai 1999
anamnestisch Verdacht auf schädlichen Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.1)
Status nach chronisch abszedierender
Sigmadivertikulitis
perforata
mit
enterovesikaler
Fistel und
Pneumaturie
sowie rezidivierenden Harn
wegsinfekten seit November 2006
aktuell asymptomatisch
Die begutachtenden Ärzte
der
A._
führten zusammenfassend aus, in der zuletzt aus
ge
übten Tätigkeit als Lastwagenchauffeur und Disponent bestehe aufgrund des Status nach Unterschenkelamputation und der manifesten peripheren arte
riellen Verschlusskrankheit im linken Bein bleibend keine zumutbare Arbeits
fähigkeit mehr (S. 16
Ziff.
7.2). Für eine körperlich leichte, vorwiegend im Sitzen
auszu
übende, kognitiv wenig anspruchsvolle Tätigkeit in einem strukturierten Setting mit wenig Ablenkung und Möglichkeit zur flexiblen Arbeitsgestaltung
be
stehe eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Die Arbeitsfähigkeit sei in einer derarti
gen Tä
tigkeit hauptsächlich durch die mittelschwere neuropsychologische Stö
rung eingeschränkt. Bei anspruchsvolleren Tätigkeiten, welche eigenverantwort
lich
e Planung und Strukturierung sowie Flexibilität erforder
te
n, sei die Arbeits
fähigkeit aus neuropsychologischer Sicht nicht mehr gegeben (S. 16
Ziff.
7.3). Es
sei da
von auszugehen, dass die vollkommene Unzumutbarkeit in der ange
stam
m
te
n Tätigkeit und die 50%ige Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit min
des
tens sei
t
dem Datum der Unterschenkelamputation vom 24. Mai 2006 be
stün
den. Ob bereits zuvor eine Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in
der angestammten oder in einer behinderungsangep
assten Tätigkeit bestanden habe
, könne retrospektiv nicht konklusiv beurteilt werden (S. 16
Ziff.
7.4). Der Be
schwerdeführer habe selbst angegeben, dass er sich mit seinen Beschwerden keine berufliche Tätigkeit mehr vorstellen könne. Während diese Einschätzung für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit zutreffend sei, bestehe aus rein medizinisch-theoretischer Sicht zwar eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine vor
wiegend im
Sitzen ausgeübte Tätigkeit, nicht aber eine volle Arbeitsunfähigkeit (S. 16
Ziff.
7.1).
4.
4.1
Im Rahmen des im Frühjahr 2012 gestellten Rentenerhöhungsgesuchs
(vgl.
Urk.
6/211
)
holte die Beschwerdegegnerin
die
folgenden ärztlichen Berichte ein:
Dr.
med.
B._
,
Facharzt FMH für Innere Medizin
,
stellte in seinem
Be
richt vom 15. März 2012
(
Urk.
6/2
1
4)
folgende
D
iagnosen mit Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
PAVK
rechts: Verschluss Beckenachse, Status nach
axillo
-femoralem
Bypass Mai 2006 (aktuell verschlossen
)
;
langstr
.
Verschluss
Arteria
femoralis
superficialis
,
Status nach Unterschenkelamputation am 4. Mai 2006 wegen kritischer Ischämie
links: Verschluss
Arteria
iliaca
externa
und
Arteria
femoralis
super
ficialis
cerebrovaskuläre
Verschlusskrankheit
rezidivierend Infektionen Darm und Harnwegsinfekte
Dr.
B._
führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 2
2.
Oktober 2008 bei ihm in Behandlung, wobei die letzte Kontrolle am 24. Februar 2012 erfolgt sei (
Ziff.
3.1
-2
). Seit Jahren bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
2). Der Beschwerdeführer sei immobil und könne
Besuche nur mit Hilfe von Drittpersonen einhalten (
Ziff.
3.4). Er sei
roll
stuhlgängig
, habe rezidivierende Infektionen,
leide unter
arterielle
r
Hypertonie und die Ge
fässe seien kontrollbedürftig. Der Beschwerdeführer sei zum Teil in
angiologi
scher
Behandlung (
Ziff.
3.5). Sein Gesundheitszustand müsse als sich ver
schlechtern
d
angesehen werden (
Ziff.
4.1).
4.2
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, Regionaler Ärztli
cher Dienst (RAD)
,
führte in ihrer Stellungnahme vom 1
0.
April 2012 (
Urk.
6/215/2-3) aus
,
es
handle
sich zusammenfassend um einen hinsichtlich der
a
rbeitsfähigkeit
-
relevanten Diagnosen u
nveränderten Gesundheitszustand
und für eine angepasste körperlich leichte sitzende, kognitiv wenig anspruchsvolle Tä
tigkeit
bestehe
weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(S. 2).
5.
5.1
Die
Zusprache
der
Dreiviertel
s
rente
im Juli 2008 (Urk. 6/
183-
184)
erfolgte auf
grund
der Einschätzung durch die
A._
-
Gutachter vom Dezember 2007 (
vorste
hend E.
3.2
),
welche
aufgrund
der Unterschenkelamputation und
der
PAVK in
der
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Chauffeur
ke
ine Arbeitsfähigkeit mehr sahen
. Die Einschränkung von 50
%
in einer angepassten,
vorwiegend im Sitzen aus
geübten, körperlich leichten und kognitiv wenig anspruchsvolle
n
Tä
tigkeit
resul
tierte dabei vorwiegend aus der mittelschwerere
n
neuropsychologi
schen
Störung
nach erlittenem Infarkt.
5.2
Wie RAD-Ärztin
Dr.
C._
(vorstehend E. 4.2)
zutreffend darlegte
, nannte
Dr.
B._
(vorstehend E. 4.1)
im März 2012
lediglich bereits bekannte Diagno
sen, welche schon anlässlic
h
der
A._
-Begutachtung
vom Dezember 2007
voll
um
fänglich
gewürdigt w
o
rden
waren
und äusserte sich nur zu
r unbestrittenen
Arbeits
un
fähigkeit in angestamm
ter Tätigkeit und nicht
zur Arbeitsfähigkeit in
einer behinderungsangepassten Tätigkeit. Auch er
läuterte er nicht weiter, wes
halb
er von einem verschlechterten Zustand aus
ging.
Auch die von
Dr.
B._
ge
nannten rezidivierenden Harn- und
Darmin
fekte
waren schon zum Zeitpunkt der
A._
-Begutachtung bekannt und wurden als ohne Einfluss auf die Arbeits
fähig
keit befunden
.
Ebenso wenig legte Dr.
B._
dar, inwiefern die bereits im Jahr 2008 gestellten Diagnosen nun einen grösseren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben sollten.
Ein verschlechterter Gesundheitszustand ist damit nicht ausgewiesen.
Auch die vom Beschwerdeführer a
n
geführten Umstände wie die
Abhängigkeit vom Roll
stuhl
, der Hirnschlag und der Verlust des rechten Beines
sind nicht neu und
wur
den
im Rahmen der
A._
-Begutachtung
bereits berücksichtigt
.
5.3
Aufgrund des Gesagten steht fest, dass seit der rentenerhöhenden Verfügung vom
Juli
2008
(
Urk.
6/183-184)
keine Verschlechterung des Gesundheitszustan
des und der damit verbundenen Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers
eingetreten
ist und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
nach wie vor
eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit gegeben ist.
Damit erweist sich die
angefochtene Verfügung vom Juni 2012 (
Urk.
2) als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
5
00.-- anzusetzen. Ent
sprech
end
dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Be
schwerde
führer aufzuerlegen.