Decision ID: b2ff9bfc-c873-4f2b-a017-3c43eee67881
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 30./31. Juli 2013 bei der Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an.
Sie sei gelernte Coiffeuse und seit Februar 2010 als Kassiererin tätig. Über ihre
gesundheitliche Beeinträchtigung würden ihre Ärzte Auskunft geben (IV-act. 1). - Die
Arbeitgeberin gab am 20. August 2013 (IV-act. 7) an, vor Eintritt des
Gesundheitsschadens sei die Versicherte in der Verkaufsberatung tätig gewesen,
seither sei sie an der Kasse, beides sei sie auch weiterhin. Sie könne keine schweren
Lasten heben und nicht in einem vollen Pensum, sondern nur stundenweise an der
Kasse arbeiten. - Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, erklärte im Arztbericht vom
19. August 2013 (IV-act. 11), die Versicherte leide an starken Schmerzen an der
gesamten Wirbelsäule, Schmerzen an beiden Schultern und Vorderarmen sowie an
Oberschenkel bis Unterschenkel. Die Schmerzen würden durch längeres Sitzen und
längeres Stehen ausgelöst. Die Versicherte sollte die Arbeit auch nicht gebückt
ausüben oder schwere Lasten heben müssen. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe nicht,
die Versicherte habe stets gearbeitet. Eine Arbeit an etwa viereinhalb Stunden wäre
möglich. - Dr. med. C._, Rheumatologie FMH, diagnostizierte bei der Versicherten
gemäss Bericht vom 10. September 2013 (IV-act. 27) hauptsächlich eine Lumbago bei
deutlicher Spondylarthrose mit Einengung der L4-Wurzeln beidseits. Er habe keine
Arbeitsunfähigkeit attestiert, könne sich aber gut vorstellen, dass wegen der LWS-
Befunde eine stärker rückenbelastende Tätigkeit kaum noch zumutbar sein werde. Das
sei abzuklären. Die Versicherte habe am 2. April 2013 angegeben, in den Ferien
beschwerdefrei gewesen zu sein. - Gemäss einem Verlaufsprotokoll der IV-Stelle
Glarus (die Abklärung war offenbar an sie delegiert worden) vom 20. September 2013
(IV-act. 16) gab die Versicherte unter anderem an, die Schmerzen am ganzen Körper
bestünden seit etwa vier bis fünf Jahren. Sie habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert
bekommen wollen, um ihren Arbeitsplatz nicht zu gefährden. Sie wisse nicht, wie lange
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sie das volle Pensum mit den Schmerzen noch werde durchhalten können. Velofahren
könne sie wegen der Schmerzen nicht mehr. - Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der
Invalidenversicherung hielt am 11. November 2013 (IV-act. 29) fest, die vorhandenen
Befunde würden keine Pensenreduktion rententangierenden Ausmasses rechtfertigen.
- In einem Strategie-Protokoll vom 15. November 2013 (IV-act. 28) wurde als
medizinische Stellungnahme festgehalten, die Versicherte sei zu 50 % arbeitsfähig,
steigerungsfähig auf 100 %. Im Übrigen könne eine ergonomische
Arbeitsplatzabklärung durchgeführt werden. In der angepassten Tätigkeit sei keine
relevante Einschränkung zu erwarten. - Im IV-Arztbericht vom 29. November 2013 (IV-
act. 33) benannte Dr. B._ als Diagnose ein Panvertebralsyndrom bei degenerativen
Veränderungen mit breitbasiger Diskushernie Segment HWK 5/6. Seit 25. Oktober 2013
sei die Versicherte zu 50 % arbeitsfähig (nur morgens). - Am 16. Dezember 2013
erfolgte eine ergonomische Arbeitsplatzabklärung (vgl. IV-act. 38-16 f.). Im
entsprechenden Bericht vom 19. Dezem-ber 2013 (IV-act. 38-3 ff.) wurde später
festgehalten, der Arbeitsplatz der Versicherten sei insgesamt wenig belastend; sie
beurteile dies gleich. - Die Versicherte teilte am 16. Dezember 2013 mit, sie fühle sich
gemobbt. Die Vertreterin der Arbeitgeberin gab an, die Versicherte wäre - wie es
allgemein im Detailhandel geschehen könne - schnell gekündigt, wenn sie nicht
kooperiere, sondern reklamiere und mit Einsatzplänen nicht einverstanden sei (IV-act.
38-18). Eine IV-Eingliederungsberaterin erwähnte, es handle sich bei der Versicherten
um eine schwierige Person - es bestünden Differenzen mit den Vorgesetzten. Der
Integrationsberater der IV-Stelle Glarus hielt am 27. Januar 2014 (Druckdatum) als
Schluss fest, die Versicherte sei subjektiv nicht eingliederbar und es mangle an
Mitwirkung (vgl. IV-act. 38-19). Im Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen vom gleichen Tag (IV-act. 38-1 f.) teilte er unter anderem
mit, die Versicherte sei seit 17. Dezember 2013 durch ihren Psychotherapeuten voll
arbeitsunfähig geschrieben. Anfänglich hätten die körperlichen Beschwerden im
Vordergrund gestanden; im Verlauf seien zunehmend psychische Aspekte ins Zentrum
gerückt. Bei der Abklärung und bei einem späteren Anruf habe der Arbeitsergonom
fehlende Mitwirkung der Versicherten festgestellt. - Die IV-Eingliederungsberaterin
berichtete am 4. März 2014, die Versicherte habe die Kündigung bekommen (vgl. auch
IV-act. 43-2). - Am 10. März 2014 (IV-act. 47) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten mit, ihr Gesuch um berufliche
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Massnahmen werde abgewiesen, weil sie sich nicht in der Lage fühle, an
Eingliederungsbemühungen teilzunehmen.
A.b Mit Verlaufsbericht vom 28. März 2014 (IV-act. 49) teilte Dr. B._ mit, der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verschlechtert. Es lägen ein schweres
"Paravertebralsyndrom" und eine schwere Depression vor. Beides habe nicht
gebessert, obwohl die Versicherte beim Rheumatologen und auch schon bei
verschiedenen Psychiatern gewesen sei und in regelmässiger psychologischer
Betreuung/Beratung stehe. Die Rückenschmerzen seien sehr ausgeprägt und die
depressive Symptomatik verhindere jegliche Tätigkeit.
A.c Der Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie D._, Kantonsspital E._,
gab im IV-Arztbericht vom 3. Juli 2014 (IV-act. 67) bekannt, es lägen eine depressive
Episode, mittelgradig bis schwer (seit ca. eineinhalb Jahren, sukzessiv verstärkt
entwickelt), und eine starke psychische Belastung durch chronische Schmerzen vor.
Die depressive Symptomatik sei vermutlich durch die Situation am Arbeitsplatz mit
starker Belastung, vor allem durch konflikthafte Konstellationen ausgelöst worden, die
als persönliche Ablehnung bzw. Mobbing erlebt worden seien. Aufgrund ihres
ausgeprägten Pflichtbewusstseins, hohen Engagements und perfektionistischer
Persönlichkeitsmerkmale habe die Versicherte längere Zeit versucht, mit
Überengagement entgegenzuwirken. Insbesondere im Zusammenhang mit den schon
viel länger bestehenden stark belastenden chronischen Rückenschmerzen habe das zu
einer massiven Überlastung, Erschöpfungszuständen und depressivem Erleben
geführt. Die Versicherte habe über einige Monate hinweg weiter versucht, ihre
Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und tapfer durchzu¬halten. Das habe schliesslich
um den Jahreswechsel 2013/2014 zu einer psychischen Dekompensation - mit voller
Arbeitsunfähigkeit ab 23. Dezember 2013 - geführt. Die Symptomatik manifestiere sich
unter anderem in Konzentrationsstörungen, Erschöpfungsgefühl, Schlafstörungen mit
chronischer Müdigkeit und starker innerer Unruhe und Agitiertheit,
Überforderungsgefühl, Zukunfts- und Existenzängsten, Selbstentwertung und starken
Stimmungsschwankungen. Bis auf weiteres sei nicht mit einer Wiederaufnahme der
beruflichen Tätigkeit zu rechnen. Es finde zweiwöchentlich Psychotherapie (wohl: durch
lic. phil. F._, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, eidg. anerkannter
Psychotherapeut) statt, hingegen wegen Unverträglichkeit zurzeit keine Medikation.
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A.d Dr. med. G._, Facharzt für Rheumatologie, Spital H._, gab am 4. September
2014 (IV-act. 69) bekannt, es bestehe bei der Versicherten ein chronisches
muskuloskelettales Schmerzsyndrom mit zervikobrachialer Schmerzsymptomatik,
lumbalem Schmerzsyndrom und peripheren Arthralgien. Die Versicherte sei seit einigen
Jahren arbeitsunfähig; seit mindestens 19. März 2014 seien ihr nur noch zwei Stunden
pro Tag wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Unabhängig von der
Unverträglichkeit zahlreicher Medikamente sei davon auszugehen, dass die üblichen
Analgetika ohnehin nicht relevant wirken würden. Bessere Chancen bestünden beim
Einsatz von Co-Analgetika.
A.e Auf Veranlassung des RAD (vgl. IV-act. 72) wurde ein Verlaufsbericht eingeholt.
Der Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie I._, Kantonsspital E._, gab
zusammen mit lic. phil. F._ am 29. Januar 2015 (IV-act. 75) bekannt, Diagnose und
Arbeitsunfähigkeit der Versicherten seien unverändert. Sporadisch seien kurze Phasen
leichter Stimmungsaufhellung aufgetreten (vor allem nach Veränderung der
Lebenssituation bei Trennung und Umzug), aber es sei zu keiner nachhaltigen
Stabilisierung gekommen. Seit Ende September 2014 werde eine medikamentöse
Unterstützung eingesetzt. Es sei äusserst fraglich, ob die Versicherte zurzeit die für
Integrationsmassnahmen nötige Konstanz in der körperlichen und psychischen
Belastbarkeit aufzubringen vermöge. Schon kleinere Irritationen oder Störungen
könnten zu emotionalen Einbrüchen führen. Später könnten Integrationsmassnahmen
jedoch in Betracht gezogen werden, zumal die Versicherte über eine hohe
Leistungsbereitschaft und Arbeitswilligkeit verfüge.
A.f In der Folge veranlasste die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St.
Gallen eine bidisziplinäre Begutachtung (IV-act. 79 ff.). Die Versicherte meldete
daraufhin, sie sei im Oktober 2014 bereits im Auftrag der Krankentaggeldversicherung
begutachtet worden (vgl. IV-act. 86). Dem Gutachten des Zentrums für Arbeitsmedizin,
Ergonomie und Hygiene AG (AEH) vom 11. November 2014 (Fremdakten, kurz act. I,
act. I-34 ff.) war zu entnehmen, dass ein panvertebrales Schmerzsyndrom bei
degenerativen Wirbelsäulenveränderungen (HWS, BWS, LWS) von Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit sei. Ohne diesbezügliche Wirkung seien Nebendiagnosen.
Psychiatrische Diagnosen seien eine mittelschwere depressive Anpassungsstörung im
Rahmen medizinalfremder psychosozialer Belastungsfaktoren und
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leistungspsychologisch mittelschwere bis schwere berufsrelevante neurokognitive
Funktionsdefizite. Die zuletzt ausgeübte mittelschwere Tätigkeit sei der Versicherten -
wie schwere Tätigkeiten - aufgrund einer verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule
nicht mehr zumutbar. Interdisziplinär bestehe in der angestammten Tätigkeit dauernd
eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für leichte bis knapp mittelschwere, wechselbelastende
Tätigkeit mit ergonomischen Arbeitsabläufen sei die Versicherte (sc. rheumatologisch-
orthopädisch) medizinisch theoretisch arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
zurzeit eine Arbeitsunfähigkeit von 80 bis 100 %. Es werde eine Kontrolle in zwei bis
drei Monaten mit Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit empfohlen. Welche
Arbeitsunfähigkeit interdisziplinär gesehen in Zukunft vorhanden sein werde, werde
diese psychiatrische Verlaufskontrolle ergeben.
A.g Der RAD hielt am 9. Juni 2015 (IV-act. 90) dafür, zum Zeitpunkt der Begutachtung
hätten psychosoziale Belastungsfaktoren das Zustandsbild beherrscht. Bei einer
Anpassungsstörung sei medizinisch-theoretisch nicht von einer anhaltenden
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Es sei an der Begutachtungsnotwendigkeit
festzuhalten.
A.h Das Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) gab im Gutachten
vom 23. September 2015 (IV-act. 100) als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit bekannt: (erstens) eine Anpassungsstörung, längere depressive
Reaktion, und (zweitens) mehrsegmentale degenerative Veränderungen von HWS,
BWS und LWS (MRI 2013). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien
psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten
Krankheiten und ein polymyalgisches Schmerzsyndrom mit Zeichen der
Symptomausweitung. In der bisherigen Tätigkeit sei die Versicherte nicht arbeitsfähig,
in einer leidensadaptierten Tätigkeit aber zu 80 %.
A.i Mit Vorbescheid vom 9. Februar 2016 (IV-act. 108) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten eine Abweisung des
Rentengesuchs bei einem Invaliditätsgrad von 14 % (Valideneinkommen Fr. 59'948.--,
Invalideneinkommen Fr. 51'444.--) in Aussicht. Invalidenversicherungsrechtlich sei von
einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. - Mit Einwand vom 1. März/11. April 2016 (IV-
act. 113, 121) liess die Versicherte die Zusprache einer Invalidenrente bei einer
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Invalidität von nicht weniger als 50 % ab 31. Juli 2013 beantragen. - Am 31. Mai 2016
(IV-act. 125) verfügte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen
im Sinn des Vorbescheids. Selbst bei Berücksichtigung eines Abzugs ergäbe sich kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt,
LL.M., für die Betroffene am 24. Juni 2016 beim Verwaltungsgericht des Kantons
Glarus erhobene und von diesem mit Verfügung vom 29. Juni 2016 dem
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen überwiesene Beschwerde. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei eine Invalidenrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % mit Wirkung ab 31. Juli 2013 (unter
Berücksichtigung allfälliger Wartefristen) zu gewähren, eventuell sei die Angelegenheit
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zu Unrecht sei von geringfügigen
psychiatrischen Beeinträchtigungen ausgegangen worden. Die Diagnose einer
Anpassungsstörung, die nach Wochen, eventuell nach einigen wenigen Monaten
abklinge, treffe nicht zu. Der SMAB-Gutachter habe nicht nachvollziehbar begründet,
weshalb die bestrittenen Vorfälle von Schikane und Mobbing eine Anpassungsstörung
begründet haben sollten. Entgegen der gutachterlichen Einschätzung sei die
Depression nicht abgeklungen. Hausarzt Dr. B._ bestätige mit beigelegtem Bericht
vom 15. Februar 2016, dass nach wie vor eine mittelgradige bis schwere depressive
Episode bestehe. Die Depression sei eine eigenständige und von einer blossen
Anpassungsstörung zu unterscheidende psychiatrische Diagnose. Art und Umfang
sowie ICD-10-Klassifikation der vorhandenen psychiatrischen Beschwerden seien
durch einen - durch das angerufene Gericht, eventuell durch die Beschwerdegegnerin
bestellten - neutralen Gutachter bzw. Obergutachter festzustellen. Zudem sei zu rügen,
dass die vom Hausarzt gestellte, gemäss ICD-10 eigenständige Diagnose einer
Fibromyalgie gutachterlich nicht überprüft worden sei. Die SMAB-Begutachtung
entspreche auch nicht den Anforderungen der neueren bundesgerichtlichen
Rechtsprechung und biete keine hinreichende Beurteilungsgrundlage.
Unbestrittenermassen hätten die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu einer vollen
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit geführt. Die psychiatrischen
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Beschwerden hätten das funktionelle Leistungsvermögen im erwerblichen Bereich
gemäss SMAB-Gutachten mindestens zu 20 bis 50 % beeinträchtigt. Im
rheumatologischen Teilgutachten sei festgehalten worden, dass die vom Hausarzt
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 25. Oktober 2013 auch bei der
Begutachtung noch nachvollziehbar sei. Es sei unverständlich, weshalb in der
angefochtenen Verfügung lediglich von einer psychiatrisch und somatisch bedingten
Beeinträchtigung des Leistungsvermögens von 20 % (recte: von keiner
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit) ausgegangen werde. Die Beschwerdeführerin
vermöge schon angesichts der gutachterlich bestätigten Leistungsfähigkeit von 80 %
für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten kein Invalideneinkommen von Fr. 51'444.--
zu erzielen. Mit dem verfassungsmässigen Gebot der Gleichbehandlung sei nicht zu
vereinbaren, bei versicherten Personen mit unterschiedlichem Zumutbarkeitsprofil für
die monetäre Bewertung den ungekürzten Tabellenlohn heranzuziehen. Dass
versicherte Personen, die nur noch adaptierte leichte Verweisungstätigkeiten ausführen
könnten, in den Erwerbsmöglichkeiten weitergehend eingeschränkt seien als solche,
die zusätzlich adaptierte schwere oder allenfalls mittelschwere Verweisungstätigkeiten
uneingeschränkt ohne die für die Beschwerdeführerin massgeblichen zusätzlichen
Arbeitsbedingungen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bewältigen könnten, sei
offensichtlich. Es sei deshalb von vornherein eine Kürzung des Tabellenlohns
vorzunehmen. Der Tabellenlohn als Medianlohn - nicht Durchschnittslohn - der
gesunden erwerbstätigen Bevölkerung im fraglichen Arbeitssegment könne, wenn
überhaupt, nur herangezogen werden, wenn eine repräsentative Anzahl
Verweisungstätigkeiten ausgeführt werden könnten, was hier nicht der Fall sei. Mit den
Anforderungen des rechtlichen Gehörs sei nicht vereinbar, in der Verfügung bloss die
Lohngrössen zu nennen, ohne zu begründen, ob es sich um den Tabellenlohn oder
eine andere Lohngrösse handle. Der Vergleichslohn sei entsprechend der
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 50 % zu kürzen. Die
Beschwerdeführerin könne aufgrund ihres Alters, der mittlerweile jahrelangen
Abwesenheit vom konkreten Arbeitsmarkt und der schweren psychischen
Beschwerden das Leistungsvermögen, wenn überhaupt, nur sehr geringfügig,
realistischerweise gar nicht mehr verwerten. Es hätte ihr daher ausserdem der
maximale leidensbedingte Abzug von 25 % gewährt werden müssen.
C.
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In ihrer Beschwerdeantwort vom 9. November 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Gemäss dem lege artis abgefassten, beweiskräftigen
Gutachten des SMAB bestehe aus somatischer Sicht uneingeschränkte
Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten. Dabei bleibe es insgesamt, denn der
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion sei angesichts der normativen
Rahmenbedingungen keine invalidisierende Wirkung beizumessen.
D.
Anstelle einer Replik legt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 5. Dezember
2016 drei ärztliche Berichte ein, nämlich (nebst IV-act. 69) ein Schreiben von Dr. B._
an ihn (den Rechtsvertreter) vom 29. November 2016 und einen Bericht von Dr. med.
J._, FMH Rheumatologie, an Dr. B._ vom 1. Februar 2016. - Mit Eingabe vom 7.
Dezember 2016 reicht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin fünf weitere
Berichte ein. Neu sind ein Bericht von Prof. Dr. med. K._, Facharzt für Allgemeine
Innere Medizin und Nephrologie, Kantonsspital L._, vom 13. August 2015, ein Bericht
vom 15. März 2016 über eine Mehrphasenskelettszintigraphie einschliesslich SPECT/
CT Hals-Thorax vom Vortag und ein Bericht von Dr. med. M._, FMH Innere Medizin
und Rheumatologie, an die Beschwerdeführerin vom 6. Dezember 2016.
E.
Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 16. Dezember 2016 an ihrem Antrag
festgehalten und im Übrigen auf eine Stellungnahme verzichtet.

Considerations:
Erwägungen
1.
1.1 Die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 2016 stammt von der IV-Stelle des
Kantons St. Gallen, so dass gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG (in Abweichung von Art. 52
und 58 ATSG) das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zuständig ist, nämlich
das Gericht am Ort der verfügenden IV-Stelle (zu deren Zuständigkeit vgl. Art. 40 Abs.
1 lit. a und Abs. 3 IVV).
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1.2 Mit der im Streit liegenden Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 14 %
abgelehnt. Die Beschwerdeführerin lässt (im Hauptstandpunkt) die Zusprache einer
Invalidenrente beantragen. Streitgegenstand bildet daher der allfällige Rentenanspruch.
Ergäbe sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in
Frage stünde, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob
die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige
Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
2.1 Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Nach Art. 7 Abs. 1 ATSG ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Der Arzt sagt, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen
bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist (BGE 107 V 17 = ZAK
1982 S. 34). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind im
Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
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Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V
99 f. E. 4, vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.1).
2.3.1 Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann zunächst nur relevant sein,
wenn sie Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten
Gesundheitsbeeinträchtigung ist (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 15. Mai 2017,
8C_95/2017, BGE 130 V 396). Es sind danach die funktionellen Folgen der
Gesundheitsschädigung qualitativ zu erfassen und quantitativ einzuschätzen (vgl. BGE
141 V 281 E. 3.1). Denn die diagnostische Einordnung einer psychischen Störung allein
legt das (dennoch) objektiv bestehende tatsächliche Leistungsvermögen nicht fest (vgl.
BGE 143 V 418 E. 4.1.2).
2.3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1 f.)
sind grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen Beweisbedarf) sämtliche
psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281
zu unterziehen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind gemäss
BGE 141 V 281 (vom 3. Juni 2015) also in der Regel diverse Standardindikatoren
beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der
Kategorie des funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz. Vor
BGE 141 V 281 erstattete medizinische Gutachten verlieren ihren Beweiswert aber
nicht per se. Vielmehr ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die
Sachverständigengutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen
Berichten, eine schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren erlauben
oder nicht (vgl. BGE 141 V 281 E. 8; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 18. Mai 2017,
8C_842/2016).
3.
3.1 Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wurden
zweimal begutachtet; daneben liegen diverse weitere ärztliche Berichte bei den Akten.
3.2 Dem AEH-Gutachten vom 11. November 2014 - also vor BGE 141 V 281 erstellt
(basierend auf Abklärungen von September/Oktober 2014) - ist zu entnehmen, dass die
Untersuchung der Beschwerdeführerin mittels einer Funktionsorientierten
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Medizinischen Abklärung (FOMA) erfolgt sei, die ein strukturiertes Interview, eine
klinische Untersuchung, eine angepasste Form der Evaluation der arbeitsbezogenen
funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; verteilt auf zwei Tage) und die Beurteilung der
bildgebenden Untersuchungen und der Akten umfasse.
3.2.1 Bei der somatischen Begutachtung durch eine Fachärztin FMH für Physikalische
Medizin und Rehabilitation wurden die Vorakten zur Kenntnis genommen und die
Anamnese sowie die geklagten Beschwerden (Schmerzen im Nacken bds., in der
Schultergürtelpartie dorsal, in der LWS mit Ausstrahlung in Gesäss und Oberschenkel
bds. bis ca. zum Knie sowie ein Ziehen bds. in den Händen) erfragt. Die
rheumatologischen Untersuchungsbefunde wurden erhoben. Ausserdem wurden die
Röntgenbefunde berücksichtigt, namentlich das MRI der LWS vom 11. Februar 2013
und dasjenige der HWS und BWS vom 23. Oktober 2013 (beide act. I-43). Im ersten
waren unter anderem bei L3/4 und L4/5 Diskushöhenverminderungen, breitbasige
Bulging (L4/5 mit leichter foraminaler Ausdehnung) und Spondylarthrosen mit leichtem
Gelenkserguss, ausserdem Flavohypertrophien, insgesamt ohne Spinalkanalstenose,
eine bilaterale Einengung der Foramina mit leichter Kompression der L4-Wurzeln
bilateral, auf Höhe L5/S1 eine kleine mediane Hernie, eine Einengung des
Neuroforamens links mit Tangierung der Wurzel L5 links, mögliche Reizung rechts, und
eine degenerative ISG-Veränderung gefunden worden. Das zweite Bild hatte unter
anderem eine breitbasige, bilateral das Neuroforamen gering einengende Diskushernie
C5/6 ohne sichere Nervenwurzelkompression, und an der BWS mehrsegmentale
mässige Osteochondrosen und Schmorl'sche Deckplattenhernien Th9-12, vereinbar
mit einem Status nach Morbus Scheuermann gezeigt. Bei der EFL wurden alle Tests
durchgeführt. Die Leistungsbereitschaft war jedoch gemäss dem Gutachten nicht
zuverlässig und die Konsistenz war schlecht (wobei die Belastungswerte am zweiten
Tag reproduziert worden seien). Es habe eine Selbstlimitierung infolge Schmerzes
gegeben, die funktionell bedingte Leistungsgrenze sei nicht beobachtet worden.
Aufgrund des Schmerz- und Schonverhaltens der Beschwerdeführerin hätten keine
relevanten funktionellen Einschränkungen beobachtet werden können. Die
Selbsteinschätzung ihrer Leistungsfähigkeit im - konsistenten - PACT-Test war
hingegen mit der getesteten Leistungsfähigkeit vergleichbar (Belastbarkeitsniveau für
leichte bis mittelschwere Lasten). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei als mittelschwer
klassifiziert worden. Insgesamt wurde festgehalten, aufgrund der Beobachtungen in der
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EFL spreche nichts gegen eine mindestens leichte, wechselbelastende Tätigkeit. Eine
Belastbarkeit für eine mittelschwere Tätigkeit sei hingegen auch bei guter
Leistungsbereitschaft nicht anzunehmen. - Die Begutachtung erscheint diesbezüglich
vollständig und ihr Ergebnis nachvollziehbar begründet. Im Übrigen ist eine
weitgehende Übereinstimmung mit der rheumatologischen SMAB-Begutachtung (unten
E. 3.3.1) festzustellen.
3.2.2 Die versicherungsmedizinische Evaluation des neuropsychiatrischen
Funktionspotenzials durch eine psychiatrisch-psychopathologische und
verhaltensneurologische, neuro- und leistungspsychologische Untersuchung (durch Dr.
med. N._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und eine Fachärztin für
Neurologie der Neuropsychiatrisch-Leistungspsychologischen Abklärungs- und
Begutachtungsstelle NLAB) für das AEH ergab, dass die Versicherte interaktionell
kooperativ, auf ihre Schmerzen und Alltagsprobleme fixiert und davon kaum
distanzierungsfähig, emotional vermindert auslenkbar und angetrieben wirkend
gewesen sei. In Bezug auf Ausmass und Relevanz der kognitiven Defizite habe sie
dissimuliert. Phänomenologisch habe sich eine schwere (vgl. act. I-60) bzw.
mittelschwere (vgl. act. I-61) affektpathologische Veränderung feststellen lassen: die
Gedankengänge seien eingeengt und die psychische und kognitive Belastbarkeit sowie
die Kontroll- und Steuerungsfähigkeit seien erheblich beeinträchtigt gewesen. Es
hätten auch Planungs- und Strukturierungsdefizite, eine Einschränkung der
sprachlichen Lern- und Gedächtnisfunktionen, ein eingeschränktes Arbeitstempo und
eine verminderte Reaktions- und Verarbeitungsgeschwindigkeit vorgelegen. Für eine
Tätigkeit als Verkäuferin oder eine andere bildungsadäquate Tätigkeit bestehe -
aufgrund einer Störung der handlungsbezogenen Kognition wegen Ablenkbarkeit,
kognitiver Rigidität und verminderter Fehlerkontrolle - eine Arbeitsunfähigkeit von 80
bis 100 %. Die affektpathologische Komponente gelte als reaktiv und überwindbar und
qualifiziere deshalb normativ nicht für eine langfristige Arbeitsunfähigkeit. Insgesamt sei
die Beschwerdeführerin vorderhand störungsbedingt, vor allem aufgrund der
leistungspsychologischen Befunde, (noch) keinem Arbeitgeber zumutbar. Die
Fahreignung sei zurzeit nicht gegeben. Vorzuschlagen sei eine psychiatrisch-
leistungspsychologische Verlaufskontrolle in zwei bis drei Monaten mit allfälliger
Anpassung der Arbeitsfähigkeitsgrade. - In dieser Hinsicht ist zunächst festzuhalten,
dass von guter Mitarbeit und Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin
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ausgegangen wurde, was als Unterschied zu den Feststellungen bei der EFL auffällt.
Wenn auch, wie im psychiatrischen Teilgutachten festgehalten wurde, sich keine
Hinweise für simulative Tendenzen oder bewusstseinsnahe Antwortverfälschungen
ergeben haben, was durchaus zutreffen mag, so wäre doch eine ausdrückliche
Auseinandersetzung damit zu erwarten gewesen. Soweit ersichtlich wurde zudem unter
dem Aspekt einer Symptomvalidierung zur Objektivierung einzig ein Pseudo-
(Motivations-) Gedächtnistest erwähnt, den die Beschwerdeführerin korrekt bearbeitet
hat. Die Befunde sind schliesslich auch (damals noch) nicht mit den Alltagsaktivitäten
verglichen worden, was für eine Objektivierung ebenfalls wichtig gewesen wäre. Bei
einem Teil der beschriebenen Beeinträchtigungen des arbeitsbezogenen
Funktionspotenzials (wie etwa den deutlichen Planungs- und Strukturierungsdefiziten)
ist die Beurteilung ausserdem dadurch erschwert, dass sich kein Vergleich mit der
neuropsychologischen Leistung ziehen lässt, welche die Beschwerdeführerin erbringen
konnte, als sie noch (ohne Anhaltspunkt für Arbeitsunfähigkeit) im Erwerbsleben stand.
Nach der Aktenlage ist des Weiteren insbesondere anzunehmen, dass die Ausprägung
der erhobenen klinisch-objektiven Befunde (wie etwa Affektlabilität, verminderte
affektive Modulations- und Resonanzfähigkeit, zum depressiven Pol geneigte
Stimmung, formal eingeengtes Denken, verminderte Belastbarkeit, Ablenkbarkeit, vgl.
act. I-59) auch wesentlich mit der damaligen akuten (zwei Wochen nach Trennung vom
Partner bestehenden) sozialen Situation zusammenhing. Jedenfalls wurde bei der
Begutachtung mit einer möglichen baldigen Änderung der Arbeitsunfähigkeit gerechnet
(vgl. act. I-61). Das Begutachtungsergebnis einer vollen Arbeitsunfähigkeit aus
psychiatrischen Gründen erscheint daher nicht ausreichend beweiskräftig, jedenfalls -
wie der RAD am 9. Juni 2015 festgehalten hatte - nicht für eine längere Zeit dauernde
Arbeitsunfähigkeit (vgl. auch unten E. 3.4.2 und 3.5).
3.3 Gemäss dem Gutachten des SMAB vom 23. September 2015 (nach BGE 141 V
281), das auf einer knapp ein Jahr nach dem AEH-Gutachten (im August 2015)
erfolgten Begutachtung beruht, wurden die Vorakten und zusätzliche Berichte zur
Kenntnis genommen und es wurden Untersuchungen in (federführender)
psychiatrischer und rheumatologischer Hinsicht durchgeführt.
3.3.1 Im Gutachten wurden zunächst die (oben in E. 3.2.1 erwähnten) Befunde des
MRI der LWS vom 11. Februar 2013 umschrieben als deutliche hypertrophe
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Spondylarthrose, die zu einer bilateralen Einengung der Neuroforamina auf Höhe L4/5
mit Kompression der L4-Wurzeln bilateral führe. Auf Höhe L5/S1 führe eine
linksbetonte Spondylarthrose zu einer Tangierung der linken L5-Wurzel foraminal. Bei
Nachweis eines leichten Gelenksergusses in den Facettengelenken L4/5 bestehe der
Verdacht auf eine segmentale Instabilität. Das MRI der HWS (und BWS) vom 23.
Oktober 2013 habe eine mehrsegmentale zervikal akzentuierte osteodiskoligamentäre
degenerative Veränderung mit breitbasiger Diskushernie im Segment C5/6 ohne
Hinweis auf eine Myelopathie, jedoch eine mögliche Affektion der Wurzel C6 beidseits
gezeigt. Der Gutachter der Rheumatologie erhob die Befunde und hielt unter anderem
fest, die Rumpf- und Extremitätenmuskulatur sei gut ausgebildet gewesen. Es sei eine
Symptomausweitung mit Selbstlimitierung zu beobachten gewesen, derentwegen es
schwierig gewesen sei, sicher eine Funktionsstörung des Bewegungsapparates zu
objektivieren. Eine neurologische Symptomatik in Form eines Reiz- oder
Ausfallsyndroms sei nicht nachweisbar gewesen. Es bestehe zweifellos "eine
Diskrepanz zwischen den klinisch objektiven Befunden und der Interpretation der als
eindrücklich bewerteten bildgebenden degenerativen Veränderungen am Achsenskelett
und der subjektiven Schmerzwahrnehmung" durch die Beschwerdeführerin. Die
generalisierten polymyalgischen Schmerzen seien im klinischen Kontext durch die
degenerativen Veränderungen ungenügend erklärt und als Ausdruck der
Symptomausweitung mit Fokussierung auf die Schmerzproblematik zu verstehen. Aus
rheumatologischer Sicht sei medizinisch theoretisch mindestens eine leichte bis
intermittierend mittelschwere wechselbelastende körperliche Tätigkeit ganztags (mit
voller Produktionsleistung) zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit an der Kasse
dürfte wegen der Bewegungsstereotypie und der Obliegenheit, auch mit Lasten zu
hantieren, als mittelschwer einzustufen und deshalb nicht mehr zumutbar sein. Auf
diese unter Berücksichtigung der bildgebenden wie der klinischen Befunde
abgegebene, begründete Beurteilung kann abgestellt werden.
3.3.2 Bei der psychiatrischen SMAB-Begutachtung wurde festgehalten, die
Beschwerdeführerin habe berichtet, besondere Probleme mit Stresssituationen und
aussergewöhnlichen Belastungen zu haben. Wenn sie ohne solche Situationen den
gewohnten Tagesablauf habe, gehe es einigermassen. Doch auch dann wache sie
wegen der Schmerzen, besonders an den Schultern und vom linken Unterschenkel bis
zu den Zehenspitzen, nachts ein- bis zweimal auf. Sie grüble dann wie auch tagsüber
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über ihre Zukunft nach und habe diesbezüglich grosse Ängste. Sie habe (2014) nach
Schikanen und Mobbing am Arbeitsplatz die Stelle verloren, eine verletzende Trennung
erlebt und deshalb auch die Wohnung verloren. Auf dem Arbeitsmarkt rechne sie sich
in ihrem Alter und angesichts der Schmerzen und psychischen Probleme wenig
Chancen aus. Auf Anraten ihres Hausarztes und ihres HNO-Arztes (der Tinnitus
festgestellt habe) habe sie vor etwa drei Jahren eine psychiatrische Behandlung
aufgenommen, mit sehr unterschiedlicher Therapiehäufigkeit (mal alle ein bis zwei
Monate, dann wieder häufiger), seit längerem mit nur noch seltenen Konsultationen,
vielleicht etwa alle drei bis vier Monate (bei Dr. I._). Seit etwa drei Monaten habe sie
wegen der Trennung alle zwei Wochen ein Gespräch (bei F._). Bei der
gutachterlichen Befunderhebung zeigte sich sodann einzig eine leichte
Antriebsminderung (vgl. IV-act. 100-23 f.). Der Gutachter erklärte, im Wesentlichen
liege eine depressive Symptomatik mit ängstlicher Komponente vor, jedoch nicht im
Schweregrad einer depressiven Episode. Selbst für eine nur leichte depressive Episode
müssten mindestens zwei der drei Hauptsymptome (depressive Stimmung, Verlust von
Interesse und Lebensfreude, Antriebsminderung) deutlich ausgeprägt sein. Ein Verlust
von Interesse und Freude sei jedoch aus dem geschilderten Tagesablauf nicht
erkennbar. Der nur geringfügig ausgeprägten Antriebsminderung vermöge die
Beschwerdeführerin mit einer strukturierten Tagesgestaltung ausreichend zu
begegnen. Da die Symptomatik in eindeutiger Beziehung zu einer belastenden
Lebenssituation (Verlust des Arbeitsplatzes, unsichere berufliche Perspektive) stehe,
ergebe sich die Diagnose einer Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion. Am
ehesten sei ausserdem anzunehmen, dass die im Wesentlichen organisch erklärbare
Schmerzsymptomatik zusätzlich im Sinn der Diagnose F54 psychogen überlagert sei.
Die Diagnose komme in Frage, wenn psychosoziale Belastungen zu einer psychogenen
Überlagerung beitragen würden, ohne dass diesen Faktoren entscheidender Einfluss
auf Entstehung und Verlauf des Schmerzsyndroms zukäme (vgl. IV-act. 25). Der
Gutachter setzte sich ferner mit den Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281
auseinander und hielt unter anderem fest, was den Ausprägungsgrad der
diagnoserelevanten Befunde betreffe, sei (anstelle von F54) die Diagnose einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu diskutieren, doch liege der hierfür
vorausgesetzte erhebliche Mindestschweregrad nicht vor. Es bestünden keine
ressourcenhemmenden persönlichkeitsbezogenen Auffälligkeiten, dagegen mehrere
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soziale Belastungsfaktoren, die das psychiatrische Krankheitsbild bis zu einem
gewissen Grad mitbestimmten und erklärten. Darüber hinaus liege aber eindeutig ein
psychiatrisches Krankheitsbild mit Eigendynamik (und nicht allein eine soziale
Problematik) vor. Da die Beschwerdeführerin (wie schon vor der IV-Anmeldung) die ihr
angebotenen therapeutischen Optionen wahrnehme, sei ein relevanter Leidensdruck
anzunehmen. Bezüglich der Frage nach gleichmässiger Einschränkung des
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen bestehe indessen eine
erhebliche Inkonsistenz (vgl. IV-act. 100-25 ff.). Der Gutachter der Psychiatrie schloss,
aufgrund der schon seit langem bestehenden Anpassungsstörung bestünden
Fähigkeitsstörungen in den Bereichen Durchhaltevermögen, Flexibilität,
Umstellungsfähigkeit und emotionale Belastbarkeit. Eine berufliche Tätigkeit könnte die
Beschwerdeführerin in vollem zeitlichem Umfang (8.5 Stunden pro Tag) ausüben, doch
bestehe ein erhöhter Pausenbedarf entsprechend einer Leistungsminderung um 20 %.
Die Arbeitsfähigkeit betrage daher 80 %. Des Weiteren setzte sich der Gutachter auch
nachvollziehbar mit den in IV-act. 100-28 f. erwähnten psychiatrischen Beurteilungen
(von Dr. med. O._ [vgl. IV-act. 100-6], Dr. D._, Dr. I._) auseinander. Das
neuropsychiatrische Teilgutachten vom 4. November 2014 für die AEH hingegen ist
zwar im SMAB-Gutachten bei den Vorakten erwähnt (vgl. IV-act. 100-8), scheint dem
SMAB-Gutachter der Psychiatrie aber nicht vorgelegen zu haben (vgl. IV-act. 100-28).
Er konnte sich diesbezüglich lediglich mit dem Bericht des betreffenden NLAB-
Psychiaters Dr. N._ vom 21. Mai 2014 befassen, in dem eine volle Arbeitsunfähigkeit
attestiert worden war (allerdings offenbar ohne Angabe von ICD-10-Diagnose oder
psychischem Befund; vgl. IV-act. 100-28, 7), im Übrigen ausserdem mit dem AEH-
Gutachten vom 11. November 2014 als solchem. Die psychiatrische SMAB-Beurteilung
erscheint insgesamt gut nachvollziehbar begründet und überzeugend. Namentlich hat
der Gutachter - im Unterschied zum AEH - die psychischen Beschwerden der
Beschwerdeführerin wie erwähnt anhand der Standardindikatoren objektiviert und
plausibel gewertet. Auf die bei diesen Gegebenheiten gutachterlich festgestellte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 20 % ist (zunächst für die Begutachtungszeit;
im Weiteren unten E. 3.4) daher - auch in rechtlicher Hinsicht - abzustellen.
3.4
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3.4.1 Was den (retrospektiven) Verlauf der gesundheitlichen Beeinträchtigung betrifft,
hat der SMAB-Gutachter der Rheumatologie dargelegt, die hausärztlich bescheinigte
Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 25. Oktober 2013 sei unter Berücksichtigung der
Arbeitsplatzabklärung von Januar 2014 - also bezogen auf die (für die
Invaliditätsbemessung schliesslich nicht relevante) bisherige Tätigkeit - (auch bei der
Begutachtung vom August 2015) noch immer nachvollziehbar. Die AEH-Feststellung
einer Zumutbarkeit mindestens leichter wechselbelastender Tätigkeit treffe unverändert
zu (vgl. IV-act. 100-35 f.).
3.4.2 Psychiatrisch gesehen ist gemäss dem SMAB-Gutachter am ehesten davon
auszugehen, dass ab Beginn des Jahres 2014 eine psychiatrisch bedingte
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % vorlag. Zeitweilig möge diese auch höher
gelegen haben, vermutlich aber nicht über 50 %. Ab Ende September 2014 sei eine
Medikation eingesetzt worden, was zu einer Besserung der Depression der
Beschwerdeführerin und einer Abnahme der psychiatrisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
bis hin zum aktuellen Wert von 20 % geführt haben dürfte.
3.5 Die (zeitnäheren) psychiatrischen Berichte sind nach Auffassung des SMAB-
Gutachters eher problematisch (vgl. IV-act. 100-29); der Beweiswert ist denn auch
mangels ausreichender Objektivierung wie erwähnt kritisch (vgl. oben E. 3.2.2). Es ist
daher auf die Beurteilung des SMAB-Gutachters abzustellen und mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit insgesamt anzunehmen, dass der Beschwerdeführerin eine
adaptierte Tätigkeit (wie massgebend) ab Beginn des Jahres 2014 psychiatrisch
gesehen nicht mehr voll, sondern höchstens noch zu 80 % zumutbar war. Eine
zeitweilig in höherem Ausmass, nämlich zu höchstens 50 % beeinträchtigte
Arbeitsfähigkeit hielt der Psychiater wie erwähnt für möglich, doch traf er keine
präzisen zeitlichen Eingrenzungen. Dass er durch den Einsatz des Medikaments ab
Ende September 2014 eine Besserung hin zu den 20 % Arbeitsunfähigkeit zum
Zeitpunkt seiner Begutachtung annahm, lässt schliessen, dass er von einem 20 %
übersteigenden Wert für die betreffende Phase vor September 2014 ausging (vgl. auch
AEH-Gutachten anfangs Oktober 2014). Innert welcher Frist eine rentenerhebliche
Besserung anzunehmen ist, lässt sich wiederum nicht eruieren. Dazu wären auch bei
ergänzenden Abklärungen keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten. Da es sich
nach der Aktenlage bei den höheren Arbeitsunfähigkeitsphasen aber lediglich um
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vorübergehendes Geschehen handelte, rechtfertigt es sich insgesamt nicht, ab
Oktober 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer längerdauernden, 20 %
relevant übersteigenden Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit auszugehen (vgl.
unten E. 4.4). Ob die von den SMAB-Gutachtern bis ca. Ende 2015 erwartete relevante
weitere Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin (vgl. IV-act.
100-29) eingetreten sei, kann offengelassen werden, da schon bei der
Arbeitsunfähigkeit von 20 % kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorliegt.
3.6 Die Beschwerdeführerin lässt einwenden, die Depression sei nicht abgeklungen,
wie sich aus dem Bericht von Dr. B._ vom 15. Februar 2016 ergebe, und die
Diagnose einer Fibromyalgie sei nicht gutachterlich geprüft worden. Dr. B._ hat im
betreffenden ärztlichen Zeugnis - ohne weitere Angaben - eine mittelgradige bis
schwere depressive Episode und eine ausgeprägte Fibromyalgie genannt. Dr. J._ hat
im Bericht vom 1. Februar 2016 ebenfalls eine Fibromyalgie diagnostiziert; 15/18
Tenderpoints seien druckschmerzhaft gewesen. Auch Dr. G._ hatte am 4. September
2014 beim Status berichtet, bei nahezu allen Tenderpoints habe ein Druckschmerz
bestanden. Die Kontrollpunkte sind allerdings jeweils nicht beschrieben worden. Prof.
K._ und Dr. M._ nennen die Diagnose lediglich als Differenzialdiagnose (bzw. als
sekundäres Leiden). Die beschriebenen chronischen ausgedehnten muskuloskelettalen
Schmerzen dagegen sind, was wesentlich ist, im Gutachten mit entsprechender
objektivierender Bewertung gewürdigt worden. Gegen die überzeugenden
fachärztlichen rheumatologischen und psychiatrischen Ausführungen des SMAB
vermögen die abweichenden Berichte im Beweiswert nicht anzukommen. Die gemäss
dem Bericht von Prof. K._ vom 13. August 2015 diagnostizierte ausgeprägte AL-
Amyloidose (Lambda Leichtketten) der zervikalen Lymphknoten und des perinodalen
Fettgewebes war im Übrigen nicht Anlass, eine Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Dass
eine Lymphknotenexzision erfolgt war und Amyloidablagerungen gefunden worden
waren, ist bei der SMAB-Begutachtung bereits bekannt gewesen (vgl. act. I-9).
4.
4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
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Gesunde tatsächlich verdienen würde. Dabei ist in der Regel am zuletzt erzielten,
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn
anzuknüpfen (vgl. etwa Bundesgerichtsentscheid 9C_422/2015 vom 7. Dezember
2015). - Im Jahr 2012, dem Jahr vor jenem mit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, hat die
Beschwerdeführerin gemäss IK-Auszug (IV-act. 6-1) Fr. 59'948.-- verdient. Es kann mit
der Beschwerdegegnerin angenommen werden, dass dieser Betrag das
Valideneinkommen 2012 repräsentiert. Der interne Wechsel des Arbeitsplatzes hat, wie
nach dem IK-Auszug zu schliessen ist, keine gesundheitsbedingte Lohneinbusse mit
sich gebracht. Ein weiterer Einkommensvergleich für die Zeit nach 2012 erübrigt sich,
da angesichts des minimen Anstiegs des tatsächlichen Einkommens von 2011 auf
2012 nicht mit einer relevant anders als der allgemeinen Nominallohnentwicklung
entsprechend verlaufenden Einkommensentwicklung zu rechnen ist.
4.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
4.2.1 Da die Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitraum keine Erwerbstätigkeit
mehr ausgeübt hat, sind rechtsprechungsgemäss (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom
7. April 2016, 9C_783/2015; BGE 139 V 592 E. 2.3) grundsätzlich statistische Werte
(Tabellenlöhne) beizuziehen. Der durchschnittliche Bruttolohn von Frauen für einfache
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1) im privaten
Sektor lag im Jahr 2012 bei Fr. 51'441.-- (vgl. Anhang 2 der Textausgabe
Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Gesetze und
Verordnungen, 2018, herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV, S. 222,
basierend auf der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des
Bundesamtes für Statistik). Der grundsätzlichen Zumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit der
Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt - als Voraussetzung für die Anrechnung
eines solchen statistischen Einkommens - steht nach dem oben Dargelegten
medizinisch nichts entgegen. Es ist zudem davon auszugehen, dass ein ausgeglichener
Arbeitsmarkt, wie er zur Abgrenzung zum Risiko der Arbeitslosigkeit für die
Invaliditätsbemessung massgeblich ist, für die Beschwerdeführerin mit ihren erwähnten
krankheitsbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit noch zureichend viele
Arbeitsmöglichkeiten bietet, das Finden einer Anstellung also nicht realitätsfremd ist.
Die Restarbeitsfähigkeit hat auch nicht etwa wegen ihres Alters als unverwertbar zu
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gelten. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene
Leistungsvermögen auf einem solchen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten,
hängt rechtsprechungsgemäss nämlich von den Umständen des Einzelfalls ab.
Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner
Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem
Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und
Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von
Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (vgl. 9C_358/2014 vom 21.
November 2014 E. 7.1). Für die Annahme einer Unverwertbarkeit infolge eines höheren
Lebensalters bestehen verhältnismässig hohe Hürden (vgl. Bundesgerichtsentscheid
vom 9. Juli 2015, 9C_118/2015; Kasuistik etwa in den Bundesgerichtsentscheiden
9C_847/2015 vom 30. Dezember 2015 und 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009). Zu
berücksichtigen ist namentlich, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Erwerbsleben
bereits in verschiedensten Tätigkeiten gearbeitet hat (vgl. IV-act. 16-9) und verträglich,
kontaktfreudig und sehr leistungsorientiert ist (vgl. IV-act. 100-24).
4.2.2 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss
aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 %
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Die
gesundheitlich bedingten Einschränkungen der Beschwerdeführerin sind mit der
medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeitsschätzung berücksichtigt. Ein Abzug
wegen nicht mehr zumutbarer Schwerarbeit fällt, da der Tabellenlohn des
Kompetenzniveaus 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten
umfasst, nicht in Betracht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 24. Mai 2018,
8C_884/2017 E. 4.2, zu den Faktoren Alter sowie Schwerarbeit auch
Bundesgerichtsentscheid vom 26. April 2018, 8C_699/2017 E. 3.2 f.). Ebenso wenig
abzugsrelevant ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Umstand, dass
bei vollzeitlicher Präsenz nur ein eingeschränktes Rendement möglich ist (vgl.
Bundesgerichtsentscheid vom 4. April 2012, 8C_20/2012) oder dass Frauen teilzeitlich
tätig sind (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 30. November 2012, 8C_712/2012 E.
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4.2.2). - Eine Herabsetzung des Tabellenlohns ausserhalb eines Abzugs gemäss BGE
134 V 322 fällt schliesslich ebenfalls nicht in Betracht.
4.3 Zu berücksichtigen ist die Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin um 20 %, womit sich ein Invalideneinkommen von rund Fr.
41'153.-- ergibt. Im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 59'948.-- zeigt sich damit
ein Invaliditätsgrad von rund 31 %. Selbst wenn ein Abzug von 10 % zugestanden
werden könnte (Invalideneinkommen Fr. 37'038.--), bestünde im Übrigen (mit 38 %)
kein Invaliditätsgrad rentenbegründenden Ausmasses.
4.4 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre
Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen,
erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen
sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG)
sind (lit. c). Unter dem Aspekt von Art. 29 Abs. 1 IVG (Rentenanspruch frühestens nach
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art.
29 Abs. 1 ATSG) könnte ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei Anmeldung
im Juli 2013 frühestens im Januar 2014 entstehen. Es ist jedoch davon auszugehen,
dass ein mögliches Wartejahr erst am 25. Oktober 2014 ablief. Für jenen Zeitpunkt ist
allerdings nach der Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von einer
noch längere Zeit dauernden (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) mindestens 40 % betragenden
Erwerbsunfähigkeit (und Invalidität) auszugehen (vgl. E. 3.5), so dass kein
Rentenanspruch besteht.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
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Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.