Decision ID: 0b8b0046-fca7-4fd8-abeb-0a409da79188
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1957 geborene
X._
arbeitete seit dem 12. März 1990 bei der
Y._
AG (
resp.
deren Rechtsvorgänger
inne
n
Z._
AG und
A._
AG
) als Schaler mit einem 100
%-P
ensum (
Arbeitgeber
bericht
vom 28. April 2011
, Urk. 8/8).
Am 6. Februar 2009
stürzte
er
bei der Ar
beit
von
einem
3.5 Meter
hohen
Baugerüst auf den Betonboden
und
erlitt
dabei
Rippenbrüche und weitere Verletzungen
(
vgl. Unfallmeldung vom 11. Februar 2009, Urk. 8/11/82)
. Die
Schweizerische
Unfallversicherung
(SUVA)
trat auf den Schaden ein und gewährte Heilbehandlung sowie Taggeld
er
. Am 26./27. März 2010 meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf die
seit dem Unfall
beste
henden
Schmerzen und Beschwerden
bei der
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich,
IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2). In der Folge liess die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto erstellen (IK-Auszug vom 22. April 2010, Urk. 8/6),
zog die Akten der SUVA bei (Urk. 8/11/1-82) und
holte einen Arbeitgeber
bericht (Urk. 8/8)
sowie
d
ie
Arzt
b
ericht
e
der Klinik für Unfallchirurgie des
Spitals B._
vom
2./
3. Juni 201
0
(Urk. 8/14
) und
des Hausarztes med.
pract
.
C._
,
D._
,
vom 19. Juni 2010 (Urk. 8/16/1-4
, unter Beilage diverser
weiterer
Arzt
berichte
,
Urk. 8/16/5-83)
ein
.
Mit Schreiben
vom 30. August 2010 teilte die
IV-Stelle
X._
mit, dass aktuell noch keine berufli
chen Einglie
derungsmassnahmen möglich seien, da noch medizinische Unterla
gen ausstün
den
(Urk.
8/20)
. Anschliessend erfolgte
der
Beizug
der
aktuellen
SUVA-Akten (Urk.
8/21
,
Urk.
8/23 und
Urk.
8/28)
. Am 11. August 2011 nahm der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit des Versicherten Stellung (Urk. 8/30/5-6).
Mit Vorbescheid vom
2. Dezember
2011
stellte
die IV-Stelle dem Versicherten
in Aussicht
, dass er ab 1. September 2010
befristet bis 31. Oktober 201
0 (richtig: 2011)
Anspruch auf eine ganze Rente habe (
Urk.
8/36 [ersetzt ebenfalls fehlerhaften Vorbescheid vom
8.
November 2011,
Urk.
8/32]
). Dagegen erhob
der
Versicherte
durch Rechtsanwalt
lic
.
iur
. Dominique
Chopard
am 2
0.
Januar resp. 2
9.
Februar 2012 Einwand
(Urk. 8/
39-
40)
und beantragte die Ausrichtung einer unbefristeten Invalidenrente.
Die IV-Stelle holte die
Stel
lungnahme
des
RAD
vom 2
0
. März 20
12
(
Urk. 8/41)
ein
. Mit Verfügung vom 25. Mai 2012 sprach die IV-Stelle
X._
vom 1. September 2010 bis 31. Oktober 2011 eine ganze Rente
zu (Urk. 8/42).
2.
Hiergegen liess
X._
am 28. Juni 2012 durch Rechtsanwalt
Chopard
Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm eine unbefristete Invalidenrente zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Las
ten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 13. August 2
012 um Abweisung der Beschwerde
.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 15. August 2012 mitgeteilt (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erfor
derlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1.
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versichert
e Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70
%
, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60
%
invalid, auf eine halbe Rechte, wenn sie mindestens zu 50
%
, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40
%
invalid sind.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273
E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beur
teilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten
Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset
zung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im
Sozi
alversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine unbefris
tete, über den 31. Oktober 2011 hinausgehende Invalidenrente hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin machte zusammen
ge
fass
t
geltend, der Beschwerdefüh
rer sei seit Februar 2009 (Beginn der einjährigen Wartezeit) in seiner Arbeitsfä
higkeit erheblich eingeschränkt. Bei Ablauf der Wartezeit im Februar 2010 sei ihm keine Arbeitstätigkeit mehr zumutbar gewesen. Dies entspreche einem Invaliditätsgrad von 100
%
.
Seit Juli 2011 habe sich
sein
Gesundheitszustand soweit verbessert, dass eine behinderungsangepasste
Tätigkeit (wie beispiels
weise Überwachungs- und Kontrollaufgaben, Chauffeurtätigkeiten oder Mithilfe in der Produktion) wieder zu 100
%
zumutbar sei. Der Einkommensvergleich ergebe ab diesem Zeitpunkt – unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
– einen Invaliditätsgrad von 24 % (Urk. 2 S. 6).
2.3
Dem hielt der Beschwerdef
ührer im Wesentlichen entgegen, ab Juli 2011 könne nicht von einer
V
erbesserung
des Gesundheitszustandes
ausgegangen werden
(Urk. 1 S. 6 f.)
.
Die
IV-Stelle
habe
ihre Ermittlungspflicht verletzt, inde
m sie sich
ausschliesslich
auf den
Austritts
bericht der SUVA-eigenen Rehaklinik
E._
vom 8. Juli 2011 als Beurteilungsgrundlage gestützt und keine eigenen medizi
nischen Abklärungen
vorgenommen
habe
. Zudem sei der MRI-Bericht der
Klinik F._
mit nur einer
Seite unvollständig in den Akten enthalten und die entsprechende Beurteilung fehle
(Urk. 1 S. 4 und S. 7)
.
Die
Rentenauf
hebung
per Ende Oktober 2011
sei
ausserdem
auch deshalb
zu Unrecht erfolgt,
weil er in diesem Zeitpunkt nahezu 55 Jahre alt gewesen sei, jedoch
keine Ein
gliederungsmassnahmen durchgeführt worden seien
(Urk. 1 S. 7 f.)
.
3.
3.1
Aus den medizinischen Unterlagen geht hervor, dass
der Beschwerdeführer anläss
lich des Unfalles vom 6. Februar 2009
ein Polytrauma,
ein
stumpfes
Thoraxtrauma
,
ein Schädel-Hirn-Trauma,
eine Fraktur Os
zygomaticum
rechts, eine Fraktur
Processus
transversus
, eine Schürfung und offene Verletzung am re
chten S
chulterblatt, wahrscheinlich eine Deckplattenimpressionsfraktur
sowie
eine Zwerchfellruptur
erlitt
(
Urk. 8/11/77). Er war zunächst bis am 7. Februar 2009 im
Spital G._
(Urk. 8/11/77-79) und in der Folge
bis
25. Februar 2009 in der Klinik für Unfallchirurgie des
Spitals B._
hospitalisiert (Urk. 8/11/62-66),
wo am 8. Februar 2009 die Einlage einer
Bülau
-Drainage
rechts und am 15. Februar 2009 eine
thorakoskopische
Ausräumung
d
es
Hämatothorax
rechts
sowie
eine Drainage in Seitenlage links vorgenommen wurden (Urk. 8/11/62). Anschlies
send hielt er sich vom 25. Februar bis 20
.
März 2009 in der Rehaklinik
E._
auf
,
wo
jedoch trotz guter Kooperation keine wesentliche Zustandsverbesserung erzielt werden konnte
(Austrittsbericht vom 25. März 2009, Urk. 8/11/53-61).
Wegen persistierender Beschwerden wurden am 10. und 15. Juni
2009 in der Rehaklinik E._
neurologische und neuropsychologische Untersuchungen durchgeführt (Urk. 8/11/41-43 und
Urk. 8/11/46-50); diese wiesen auf
eine
leichte neuropsychologische Störung mit Einbussen der kognitiven
Flexibilität und
phasischen
Al
er
t
ness
hin.
Vom 30. Juli bis 3. September 2009
weilte
der Beschwerdeführer er
neut in der Rehaklinik E._
, wobei dort am 1. September 2009 abermals eine neuropsychologisc
he Abklärung durchgeführt wurde, welche eine leichte neuropsychologische Störung mit kognitiven Ein
schränkungen in
e
inzel
nen B
ereichen der Aufmerksamkeits- und
Exekutivfunk
tionen
ergab
(Urk. 8/11/33-35).
Bei Austritt wurde dem Beschwerdeführer
für die bisherige Tätigkeit als Schaler
ab dem 4. September 2009 für die nächsten zwei bis drei Monate weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 8/11/
25-
27).
Am 25. November 2009
wurde der Beschwerdeführer
i
m Stadtspital
H._
kardiologisch abgeklärt (Urk. 8/16/55-56).
Anlässlich der
kreisärztliche
n
Untersuchung der SUVA
vom 11. Dezember 2009 wurde
die Arbeitsunfähigkeit
bestätigt
(Urk. 8/11/15-18).
Nach
der
am 25. Februar 2010 in der Klinik für Unfallchirurgie des
B._
durchgeführten
Verlaufskontrolle
wurde die
dortige Behandlung
abgeschlossen
(Urk. 8/16/43)
.
Am 1
2.
März 2010 wur
den im
I._
ein CT des Thorax und ein MRI der Lendenwirbelsäule vorgenommen (
Urk.
8/16/41 und
Urk.
8/16/45). Die darauf
hin am 3
0.
März 2010 in der Orthopädie der
Klinik J._
durchgeführten
intercostalen
Infiltrationen (
Urk.
8/16/10 und
Urk.
8/23/18-19), bewirkten keine Verbesserung der Schmerzsymptomatik (Urk. 8/16/8).
Am 20. April 2010 und am 4. Mai 2010 besuchte der Beschwerdeführer
die
interdisziplinäre
Schmerz
sprechstunde
des
B._
,
wobei
dort ein chronisches Schmerzsyndrom (Differenti
aldiagnose [DD] neuropathisch) rechtsseitiger
Hemithorax
, eine koronare Herz
krankheit sowie ein depressives Zustandsbild diagnostiziert wurden
(Urk. 8/16/7-10). Am 1. September 2010 wurde er
wiederum
kreisärztlich untersucht (Urk. 8/21/6-9)
.
Auf Zuweisung von SUVA-Kreisarzt
Dr.
K._
wurde
er am 9. November 2010 in der
Klinik für
Thoraxchirurgie
des
B._
abge
klärt
. Im betreffenden Bericht vom 1
0.
November 2010 wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe
neuralgiforme
Schmerzen im Bereich der Brustwand ventral rechts, welche auf die bisherige Therapie nicht angesprochen hätten.
Eine operative Stabilisierung der nicht vollständig durchgebauten Rippen rechts sei nicht notwendig, da keine Instabilität vorliege und lokal keine
Dolenz
vor
handen sei. Es werde eine Behandlung in der Schmerzsprechstunde des
B._
empfohlen. Es sei auch wichtig, dass der Beschwerdeführer eine Struktur habe und möglichst in den Arbeitsprozess integriert werde. Die
neuralgiformen
Schmerzen sprächen nicht dagegen. Das grössere Problem dürfte die Depression sein (
Urk.
8/23/13-14).
Die anschliessend erfolgte kreisärztliche Untersuchung vom 14.
Januar 2011 führte zur Empfehlung
eine
s
erneuten stationären Aufent
halt
s
des Beschwerdeführers in der Rehaklinik
E._
(Urk. 8/23/4-8)
,
welcher
vom 24. März bis 6. Juli 2011
statt
fand
(Urk. 8/28/2-19)
.
W
ährend seines dortigen
Verbleibs
wurden
eine Abklärung in der
Neuro-Urologie der
Klinik J._
(Urk. 8/28/20-21) und in der Klinik
F._
ein MRI des Schädels vorgenommen (Urk. 8/28/22
).
3.2
3.2
.1
Im Bericht der Klinik für Unfallchirurgie des
B._
an die Beschwerdegegnerin
vom 3. Juni 2010
(Urk. 8/14/5-7)
wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt:
Schädel-Hirn-Trauma mit Fraktur Os
temporale rechts,
Subarachnoidalblu
tung
parietal links,
Subduralhämatom
parietal links und Fraktur Os
zygmaticum
rechts
Stumpfes
Thoraxtrauma
mit Rippenserienfrakture
n
rechts 4-11,
Rippenseri
enfrakturen
links 7-10,
Hämatopneumothorax
rechts,
Mantel
pneumothorax
links, infizierte
m
Hämatothorax
rechts mit
SKN
Wirbelsäulentrauma mit Fraktur
Process
us
t
ransversi
Brustwirbelkörper
(BWK)
8-11,
Lendenwirbelkörper
(LWK)
4-Dec
kplattenimpressionsfrak
tur
, (fraglich traumatische
r
)
Diskusprotusion
C4/5 und C6/7 mit
Myelon
kontakt
,
Wurzelkompression C7 links durch Retrospondylose
sowie
breitbasige
r
Diskusprotusion
C7/Th1 ohne
nervalen
Kontakt
Extremitätenverletzung
mit
Scapulafraktur
rechts, Partialruptur distaler Sehnenanteile
Musculus
supraspinatus
, (wahrscheinlich vorbestehende
r
)
Schultereckgelenk
-(ACG
-)Arthrose
.
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurde
eine k
oronare Herzkrankheit mit Myokardinfarkt und
aortokoronarem
Bypass im Jahre 2006
(richtig: 2004)
im St
adtspital
H._
festgehalten.
Die letzte Untersuchung in der Unfallchirurgie des
B._
habe am 2
5.
Februar 2010 stattgefunden. In der bisherigen Tätigkeit als Schaler sei der Beschwerdeführer bis auf
Weiteres
zu
100
%
arbeitsunfähig, da er sich momentan in der SUVA-Abklärung befinde.
Nach systematischer Eingliederung wäre aus medizinischer Sicht
die bisherige Tätigkeit als Schaler
zu 50
%
zumutbar
.
Mit einem 50%-Pensum könne ein A
rbeitsversuch stattfinden
.
Bei
einer zu starken Schmerzbelastung
wäre durch
aus
eine Um
schulung ins Auge zu fassen (
Urk.
8/14/7). Seit dem
25. Februar 2010 seien dem Beschwerdeführer rein sitzende, rein stehende,
wechselbelas
tende
Tätigkeiten ohne Bücken sowie Rotation im Stehen/Sitzen ganztags zumutbar. Vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten seien nicht möglich (
Urk.
8/14/4).
3.2.2
Der
kurz darauf erstellte
Bericht der Klinik für Unfallchirurgie des
B._
vom
20. Juli
2010 (
Urk.
8/
21
/
19-21
)
an die SUVA
hielt nochmals dieselben
–
in Erwägung
3.2.1 aufgeführten –
Diagnosen fest. Eine Arbeitsaufnahme des Beschwerdeführers sei zurzeit noch offen
.
Der
bisherige Arbeitgeber
solle
um Zuweisung geeigneter Arbeit angefragt werden
.
Es werde
eine berufliche Umschulung zur Wiedereingliederung ins Berufsleben empfohlen.
3.2.3
Hausarzt
C._
führte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
9.
Juni 2010 (
Urk.
8/16/1-4) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit einen Status nach Polytrauma nach Sturz aus fünf Metern Höhe am
6.
Februar 2009 sowie ein akutes depressives Zustandsbild, bestehend seit Okto
ber 2009, an und verwies im Übrigen auf die von ihm beigelegten Arztberichte (
Urk.
8/16/5-83), insbesondere auf den Bericht der Schmerzsprechstunde des
B._
vom 2
0.
April 2010 (
Urk.
8/16/7). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit seien eine seit 2004 bestehende koronare Herzkrankheit und ein Status nach
aortokoronarem
Bypass. Als ärztlichen Befund nannte er ein
Schmerzsyn
drom
Hemithorax
rechts. Als Bauarbeiter sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsunfähig. Wegen des Schmerzsyndroms
Hemithorax
rechts bestehe eine 100%ige Verminderung der Leistungsfähigkeit. Ihm sei keine Tätigkeit mehr zumutbar. Es seien auch noch Auskünfte von der behandelnden Psychiaterin einzuholen.
3.2.4
Dr.
med.
L._
,
Psychonanalytikerin
SG
Psa
und ZGPP, diagnosti
zierte in den
Verlaufsbericht
en
vom 16. Mai 2010
(Urk. 8/21/33) und vom 17. November 2011 (Urk. 8/
23
/
15
)
zuhanden der SUVA einen St
atus nach Polytrauma nach Sturz aus 5 Metern Höhe, ein chronisches Schmerzsyndrom sowie ein mittelschweres depressives Syndrom.
Bei Schmerzen nehme er
diverse Schmerzmittel
ein mit mässigem Erfolg
.
Seitdem
be
stünden Aufmerksamkeits-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie
eine
depressive Verstimmung.
Als Bauarbeiter sei der Beschwerdeführer weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig.
Festzuhalten ist, dass
Dr.
L._
Ende 2010 verstorben
ist
(Urk. 8/23/7)
.
3.2.5
Im Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
vom 8. Juli 2011 an die SUVA wur
den folgende Diagnosen gestellt (Urk. 8/28):
(A)
Sturz aus circa 3.5 Metern Höhe am 6. Februar 2009
Traumatische Hirnverletzung: Fraktur Os temporale rechts,
Subarachnoidal
blutung
parietal links,
Subduralhämatom
parietal links, Fraktur Os
zygmaticum
rechts, MRI des Schädels vom 2. Mai 2011
, dis
kreter Befund:
kleine, vermutlich posttraumatische
Enzephalomalazie
, einerseits temporal links und andererseits frontal links, no
ch mit kleinem älteren
Blutr
est
epidural
Stumpfes
Thoraxtrauma
mit Rippenserienfrakturen
,
rechts 4-11 mit
Häma
topneumothorax
und links
7-10
mit
Mantelpneumothorax
Wirbelsäulentrauma mit Fraktur
Proces
s
us
transversi
BWK 8-11, LWK 4-Deckplattenimpressionsfraktur,
(fraglich traumatische)
Diskusprot
r
usion
C4/5 und C6/7 mit
Myelonkontakt
, Wurzelkompression C7 links durch Retrospondylose
(MRI HWS vom 1
4.
September 2009)
,
breitbasige
r
Dis
kusprot
r
usion
C7/Th1 und
breitbasige
r
Prot
r
usion
ohne
nervalen
Kontakt
(MRI HWS vom 1
4.
September 2009)
Extremitätenverletzung
mit
Scapulafraktur
rechts,
Partialruptur distaler Sehnenanteil
e
Musculus
supraspinatus
(Erstdiagnose
3.
Februar 2010)
, (wahrscheinlich vorbestehende
r
) ACG-Arthrose
(A1)
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren
(A2)
Neurogene Sexualfunktionsstörung
(A3)
leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung
(B)
Status nach Myokardinfarkt und
aortokoronarem
Bypass 2004 bei Status
nach Reanimation 2004 (Stadtspital
H._
) und chronische koronare
Herzkrankheit
(C)
Verdacht auf s
chädlichen Gebrauch von Alkohol
.
Infolge
erheblicher Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der physischen Leistungstests
für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nicht verwertbar
.
Es sei davon auszugehen, dass
bei gutem
Effort
des Beschwer
deführers bessere Leistungen
erbracht werden könnten, als
bei den
Leistungs
tests
und im Behandlungsprogramm
gezeigt worden seien
. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen
des Beschwerdeführers
l
a
sse sich
mit den geringfügigen objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärungen sowie den Diagnosen
aus somatischer Sicht
nur ungenügend erklären
.
Die
Zumutbarkeits-Beurteilung
stütze sich deshalb
hauptsächlich
auf
medizinisch-theoretische Überlegungen
, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Es liege zusätzlich eine leichte bis mittelschwere
Leis
tungsminderung
infolge einer neuropsychologischen Funktionsstörung vor, die Folge einer primär hirnorganischen Schädigung sei. Eine psychische Störung mit Krankheitswert, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung begrün
den könnte, bestehe nicht (
Urk.
8/28/3).
Im Verhalten
habe sich der Beschwer
deführer
im Verlauf
rigide beharrend auf seiner Erwartung einer medizinischen Heilung von den bestehenden Schmerzen
und jeweils rasch erheblich
selbstli
mitierend
gezeigt
.
Ein
sinnvoll durchführbarer Arbeitsversuch am bisherigen Arbeitsplatz
habe deshalb
nicht geplant werden können
, wobei seitens des Arbeitgebers grundsätzlich angepasste Arbeit hätte angeboten werden können (Urk. 14/28/5).
Aus unfallkausaler Sicht sei es dem Beschwerdeführer ab dem 7. Juli 2011 zumut
bar
,
wieder
ganztags
zu arb
eiten, wobei
Tätigkeiten mit regelmässigen Rotationsbewegungen des Rumpfes sowie jegliche Tätigkeiten mit ausladenden kräftigen Bewegungen des rechten Armes jedoch nicht zu empfehlen
seien
.
Dem
Beschwerdeführer
sei eine
(mindestens) mittelschwere Arbeit mit leichten kog
nitiven Anforderungen zumutbar.
Es sei
im gleichen Betrieb eine andere Arbeit mit schrittweisem Belastungsaufbau zu
empfehlen (
Urk.
14/28/3-4).
3.2.6
In seiner Stellungnahme vom
11. August 2011
(Urk. 8/30/5) hielt
RAD-Arzt
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Arbeitsmedizin,
fest, aus dem Schlussbe
richt der Rehaklinik
E._
nach drei
Monaten Rehabilitation seien
bleibende gesundheitliche Einschränkungen
abzuleiten, welche i
m Abgleich mit der bis
herigen Tätigkeit als Schaler berufsrelevant
erschienen. Ein erhöhter
Erholungs
bedarf
sei nicht abzuleiten. Deshalb sei wie im Bericht
E._
s
eit dem 7. Juli 2011
von einer 100%-
igen
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszuge
hen
, wobei auf die dort angegebenen Einschränkungen abzustellen sei
: leichte kognitive
Anforderungen
, maximal mittelschwere nicht körperferne
Lasten
handhabung
, nicht über Schulterhöhe gehend, keine Zwangshaltunge
n, keine Arbeit mit physischer D
auerleistung (Treppensteigen, unebenes Gelände, längere Gehstrecken).
4.
4.1
Unter den Parteien herrscht Einigkeit, soweit die Beschwerdegegnerin ab Feb
ruar 2009 von einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers im Umfang von 100
%
ausgegangen ist und ihm
ab
1.
September 2010
(sechs Monate
nach
der „verspäteten“
Anmeldung vom 26./2
7.
März 2010,
Art. 29 Abs. 1 IVG
) eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen hat (Urk. 2). Hinge
gen ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes des Beschwerdeführers ab Juli 2011 ausgegangen ist und die ganze Rente per 31.
Okto
ber 2011 ganz aufgehoben hat (Erwägun
gen 2.2 und
2.3).
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung auf
de
n
Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
vom 8. Juli 2011 (Urk. 8/28)
.
Das Bundesgericht hat sich im Urteil 9C_540/2012 vom 17. Dezember 2012 zum Beweiswert eines Berichtes der Rehaklinik
E._
dahingehend
geäu
ssert
, dass es sich bei dieser Klinik um eine Institution der SUVA und nicht um eine Verwaltungseinheit der Invaliden
versicherung handle. Der IV-Stelle sei es nicht verwehrt,
im Rahmen der
Sach
verhalts
abklär
ung
von Amtes wegen (Art. 43 ATSG)
Unterlagen bei Dritten ein
zuholen (
Art.
28
Abs.
3 ATSG). Sie seien in die Beurteilung des
Leistungsan
spruches
einzubeziehen, auch wenn bei deren Erstellung Parteirechte gemäss
Art.
44 ATSG allenfalls – etwa mangels Anwendbarkeit dieser Norm – nicht gewahrt worden seien. Dieser Umstand sei indessen
bei der Beweis
würdigung zu berücksichtigen
.
Vorliegend
ist nicht ersichtlich und wurde nicht dargelegt, inwiefern die Ärzte der Rehaklinik
befangen gewesen sein sollten.
Der
Aus
trittsbericht
der Rehaklinik
E._
vom 8. Juli 2011 beruht auf einem gesamt
haft rund 5.5 Monate dauernden Rehabilitationsaufenthalt des Beschwerdefüh
rers (vom 25. Februar 2009 bis 20. März 2009, vom 30. Juli 2009 bis 3. September 2009 und vom 24. März 2011 bis 6. Juli 2011). Er
basiert auf umfassenden
Untersuchungen
(neuropsychologisch, physikalisch-medizinisch resp. neurologisch [inkl.
physische Leistungstest], neuro-uro
logisch und psychi
atrisch)
und wurde in Kenntnis
der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die Ärzte
der Rehaklinik
E._
haben detaillierte Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit de
n
vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem sind die medizinischen
Umstände und
Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Der
Austritts
bericht
der Rehaklinik vom 8. Juli 2011 ist demnach in Bezug auf den Gesund
heitszustand und die Arbeitsfähigkeitsschätzung umfassend und überzeugend, weshalb ihm grundsätzlich volle Beweiskraft zukommt (vgl.
Erwägung 1.5)
.
4.3
4.3.1
Die Ärzte der Rehaklinik
E._
legten nachvollziehbar dar, dass und weshalb sich das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen aus somati
scher Sicht nur ungenügend erklären lässt. So ergaben sich bei der Prüfung der
neuromuskuloskettalen
und bewegungsbezogenen Funktionen weitgehend unauffällige Befunde (
Urk.
8/28/9). Anlässlich der physischen Leistungstests waren keine funktionellen
Limiten
, jedoch eine erhebliche Selbstlimitierung sowie Inkonsistenz beobachtbar (
Urk.
8/28/10-11). Ihre Beurteilung, wonach dem Beschwerdeführer aus physikalisch-medizinischer bzw. neurologischer Sicht eine Tätigkeit ohne regelmässige Rotationsbewegungen des Rumpfes sowie ohne Arbeiten mit ausladenden kräftigen Bewegungen des rechten Armes ganztags zumutbar ist, steht mit den Ergebnissen der in der Rehaklinik
E._
durchgeführten Untersuchungen sowie der bildgebenden Abklärungen in Ein
klang und erscheint überzeugend. Dies gilt umso mehr, als die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des
B._
bei Abschluss der dortigen Untersuchung im Feb
ruar 2010 die vollzeitliche Ausübung von behinderungsangepassten Tätigkeiten grundsätzlich ebenfalls als zumutbar betrachtet hatten (
Urk.
8/14/4). Sodann hatten auch die Ärzte der
thoraxchirurgischen
Sprechstunde des
B._
in ihrem Bericht an SUVA-Kreisarzt
Dr.
K._
vom 1
0.
November 2010 festgehal
ten, dass die vom Beschwerdeführer geklagten – von ihnen als
neuralgiform
interpretierten -
Thoraxschmerzen
der Reintegration in den Arbeitsprozess nicht entgegenstünden (
Urk.
8/23/13-14).
4.3.2
Im Weiteren stellten sich die Ärzte der Rehaklinik im Austrittsbericht vom 8. Juli 2011 auf den Standpunkt, dass dem Beschwerdeführer in kognitiver Hinsicht lediglich eine Arbeit mit leichten kognitiven Anforderungen zumutbar sei. Ein psychisches Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe hingegen nicht (Urk. 8/28/3). Diese Beurteilung stimmt mit den Ergebnissen der in der Rehaklinik
E._
durchgeführten neuropsychologischen und psychiat
rischen Abklärungen überein und erscheint ebenfalls schlüssig.
So ergaben die – in Kenntnis des Schädel-MRI vom
2.
Mai 2011 (
Urk.
8/28/16 und
Urk.
8/28/22; vgl. E. 4.4.2) vorgenommenen - neuropsychologischen Abklärungen gemäss dem betreffenden Bericht vom 1
6.
Juni 2011 Einschrän
kungen bei der Aufmerksamkeitsaktivierung, der selektiven Aufmerksamkeit, der Umstellungsfähigkeit sowie der
visuokonstruktiven
Fähigkeiten. Die Ein
schränkungen im Bereich der
attentionalen
und exekutiven Funktionen seien gut mit der erlittenen
Kortexläsion
zu vereinbaren. Im Vergleich zu den Ergeb
nissen der neuropsychologischen Untersuchung vom Juni 2009 (vgl. neuropsychologischer Bericht vom 1
5.
Juni 2009
,
Urk.
8/11/41-42) seien die Leistungen im Bereich der Umstellfähigkeit etwas geringer ausgefallen. Ins
gesamt entsprächen die Ergebnisse nun einer leichten bis mittelgradigen neu
ropsychologischen Störung nach einem Schädelhirntrauma. Die Neuropsycholo
gen der Rehaklinik
E._
kamen zum Schluss, dass aus rein kognitiver Sicht die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Schaler möglich sein dürfte, bei Tätigkeiten mit höheren kognitiven Anforderungen jedoch Funktionseinbussen möglich wären (
Urk.
8/28/18).
Im psychiatrischen Bericht vom
7.
Juli 2011 wurde unter dem Titel „Beurtei
lung“ festgehalten, es lasse sich beim Beschwerdeführer gegenwärtig aus psy
chiatrischer Sicht die Hauptdiagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) stellen. Im Vordergrund stehe dabei ein ausgesprochen dysfunktionales Verhalten bezogen auf die seit dem Unfall bestehende und zumindest teilweise somatisch bedingte Schmerzsymptomatik. Es sei ein erheblich inkonsistentes Leistungsverhalten in den Therapien und im Alltag zu beobachten gewesen. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit oder Zumutbarkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe nicht (Urk. 8/28/13). Diese Beurteilung erscheint mit Blick auf die erhobenen psycho
pathologischen Eintrittsbefunde (
Urk.
8/28/13) sowie die Feststellungen zum Verhalten des Beschwerdeführers sowohl im Rahmen der Psychotherapie (
Urk.
8/28/13) als auch anlässlich der physischen Leistungstests (
Urk.
8/28/3 und Urk. 8/28/10-11) nachvollziehbar. Anzufügen bleibt, dass aus invaliden
versicherungsrechtlicher Sicht eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) für sich allein keinen invalidisieren
den Gesundheitsschaden darstellt und nach den rechtlichen Kriterien zu beur
teilen ist, die auch für
somatoforme
Schmerzstörungen und ähnliche Leiden gelten (BGE 130 V 352).
Eine psychische
Komorbidität
, welche es dem Beschwerdeführer verunmöglichen könnte, die Folgen der chronischen Schmerzstörung zu überwinden, war nach dem Gesagten anlässlich seines Auf
enthaltes in der Rehaklinik
E._
vom 2
4.
März bis
6.
Juli 2011 nicht gege
ben. Insbesondere war keine relevante Depressivität mehr
eruierbar
(Urk. 8/28/13).
Dr.
L._
hatte in ihren Berichten vom 1
6.
Mai und 1
7.
November 2010 zwar eine mittelgradige depressive Störung diagnostiziert, gleichzeitig aber berichtet, dass unter der Psychotherapie eine Besserung der depressiven Verstimmung eingetreten sei (
Urk.
8/21/33 und
Urk.
8/23/15).
4.3.3
Die im Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
vom
8.
Juli 2011 vorgenommene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vermag daher vollum
fänglich zu überzeugen, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf abgestellt hat.
4.4
4.
4.1
Die
Einwände des Beschwerdeführers vermögen diese Schlussfolgerung nicht in Frage zu stellen
.
4.
4.2
Es
trifft zu, dass
im vorliegenden
Bericht der MRI-Untersuchung
des
Neurokrani
ums
in der
Klinik F._
vom 3. Mai 2011 (vgl. Urk. 8/28/22)
die
Beurteilung
fehlt. Diese wurde jedoch
im Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
vom 8. Juli 2011
auf Seite 8 wiedergegeben
(Urk. 8/28/8)
.
Danach
wurde
n
im Schädel des Beschwerdeführers kleine, vermutlich posttrau
matische
Enzephalomalazie
n
, temporal links und frontal links, nach Verletzung noch mit kleinem älteren
Blutrest
epidural
festgestellt, wobei hingegen keine frische Einblutung und kein Tumor nachweisbar
waren
.
Beide
Befunde seien sehr diskret, bei sonst unauffälliger Darstellung des
Neurokraniums
.
Es
gibt k
ei
n
en
Grund
,
an
der korrekten
Wiedergabe
der – mit den aktenkundigen Ergeb
nissen
der MRI-Untersuchung vom 3. Mai 2011
(Urk. 8/28/22) in Einklang ste
henden – Beurteilung
im Austrittsbericht zu zweifeln, weshalb
auf
eine
entspre
chende
Vervollständigung
der Akten
verzichtet werden kann.
4.
4.3
Der Beschwerdeführer
bemängelt im Weiteren, dass keine aktuellen Berichte der ambulant behandelnden Ärzte beigezogen worden seien
(Urk. 1 S. 4)
. Dem ist zu entgegnen, dass
nicht ersichtlich ist, weshalb die Beschwerdegegnerin nach
Bei
zug
des umfassenden und schlüssigen Austrittsberichts der Rehaklinik
E._
vom 8. Juli 2011 vor Erlass des Vorbescheides vom
2.
Dezember 2011 (
Urk.
8/36) noch weitere medizinische Abklärungen hätte vornehmen sollen. Dafür bestand auch aufgrund des Einwandes des Beschwerdeführers vom 2
9.
Februar 2012 (Urk. 8/40) keine Veranlassung, zumal er darin nicht geltend gemacht hatte, sein Gesundheitszustand habe sich nach dem Austritt aus der Rehaklinik
E._
am
6.
Juli 2011 verschlechtert.
Es ist daher nicht zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin auf den
Beizug
weiterer Berichte ver
zichtet hat
.
4.4.4
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens bringt der Beschwerdeführer zwar nun
mehr vor, seine psychischen Beschwerden hätten sich verschlimmert (
Urk.
1 Seite 5). Dagegen spricht indessen, dass er in der Beschwerde lediglich darauf hinweist, laut dem Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
vom
8.
Juli 2011 sei die psychotherapeutische Behandlung auf seinen Wunsch hin fortgesetzt wor
den. Er hat jedoch weder den Namen der neuen Therapeutin resp. des neuen Therapeuten genannt noch einen ärztlichen Bericht eingereicht, der die Fortset
zung der therapeutischen Behandlung sowie die geltend gemachte Verschlech
terung des psychischen Gesundheitszustandes belegen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_924/2012 vom 1
8.
Februar 2012 E. 1.3.3).
4.
5
Aufgrund der überzeugenden Feststellungen im Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
vom
8.
Juli 2011 (
Urk.
8/28) und da eine
seither eingetretene
Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers weder ausrei
chend geltend gemacht noch ersichtlich ist, kann
ohne Weiteres
davon ausge
gangen werden, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Juli 2011 insoweit verbessert hat, dass ihm eine behinder
ungsangepasste Tätig
keit zu 100
% zumutbar ist.
4.6
.1
Der Beschwerdeführer macht unter Berufung auf das bundesgerichtliche Urteil 9C_363/2011 vom 3
1.
Oktober 2011 geltend, dass auch bei – nach wie vor bestrittener – Verbesserung des Gesundheitszustandes eine Rentenaufhebung nur zulässig gewesen wäre, nachdem eine berufliche Abklärung erfolgt und Eingliederungsmassnamen erfolgreich durchgeführt worden wären, da er im jeweiligen Zeitpunkt das 55. Altersjahr fast vollendet gehabt habe (Urk. 1 S. 7 f.).
Die zitierte Rechtsprechung bezweckt, die erschwerte Wiedereingliede
rung von Versicherten im fortgeschrittenen Alter oder nach invaliditätsbedingt langjährigem Fernbleiben von der Arbeitswelt zu regeln. Diese ist beschränkt auf Fälle, in denen die Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat. Im vorliegenden Fall verhält es sich so, dass der Beschwerdeführer im massgebenden Zeitpunkt im Juli 2011 das 55. Altersjahr noch nicht
vollendet
und bloss während eine
m Jahr eine Rente bezogen hat
te
, we
shalb die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet war,
vor der Rentenaufhebung
Eingliederungsbemühungen vorzunehmen.
4.6.2
Im Weiteren ist festzuhalten, dass
sich der Beschwerdeführer
gemäss
Austrittsbe
richt
der Rehaklinik
E._
vom 8. Juli 2011
„
im
Verlauf rigide beharrend auf seiner Erwartung einer medizinischen Heilung von den bestehen
den Schmerzen“
gezeigt
und ein inkonsistentes Leistungsverhalten an den Tag
ge
l
egt ha
t
, weshalb auch ein sinnvoll durchführbarer Arbeitsversuch nicht geplant werden k
onnte
(Urk. 8/28/5).
Wie
die Beschwerdegegnerin in der ange
fochtenen Verfügung zu Recht bemerkte
, ist
für erfolgreiche Eingliederungs
massnahmen eine grosse Motivation erforderlich (Urk. 2), welche der Beschwer
deführer bisher jedoch nicht zeigte.
Es bleibt
ihm
hingegen unbenommen, sollte er
nunmehr
motiviert sein für berufli
che Massnahmen, bei der Beschwerd
egegnerin
Eingliederungsmassnah
men zu beantragen.
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). Bezog eine versi
cherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, feh
lende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen
Saisonnierstatus
) ein deutlich unterdurch
schnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach
Art.
16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren
Einkom
mensniveau
begnügen wollte (BGE 125 V 146 E. 5c/
bb
S. 157 mit Hinweisen). Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.4 S. 225). Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des
Valideneinkommens
durch eine entspre
chende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstellen auf die statistischen Werte (vgl. SVR 2008 IV Nr. 2 S. 3, I 697/05 und Urteil des Bundesgerichts I 750/04 vom
5.
April 2006 E. 5.5) oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 454/05 vom
6.
September 2006 E. 6.3.3 mit Hinweisen) erfolgen (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
5.2.2
Als
Valideneinkommen
ist dem Einkommensvergleich der Jahreslohn, welchen der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall im Jahr 2010 bei der
Y._
AG erzielt hätte, zugrunde zu legen. Gemäss Arbeitgeberauskunft vom 28. April 2010
(Urk. 8/
8/3)
hätte der Beschwerdeführer ab Januar 2010
Fr. 72‘670.-- (entspricht
Fr. 5‘590.
--
x 13
) verdient. Unter Berücksichtigung der
Nominal
lohnerhöhung
für im Baugewerbe tätige Männer im Jahr 2011
von 1 % (vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnerhöhung 2011
, Tabelle T.1.10 Seite
21) resultiert ein Einkommen
2011
von Fr. 73‘39
7
.
--
.
Der Beschwerdeführer macht unter Verweis auf den eingereichten Lohnausweis 2008 (
Urk.
3) geltend, er hätte im Jahr 2011
Fr.
75‘000.-- verdient, da sein Jahreslohn bereits im Jahre 2008
Fr.
72‘354.-- betragen habe (
Urk.
1 S. 7). Dies steht jedoch im Gegensatz zur klaren Angabe der Arbeitgeberin
Y._
AG in der Arbeitgeberauskunft vom 2
8.
April 2010 für das Jahr 2010 (
Urk.
8/8/3).
Würde man dennoch von einem
Valideneinkommen
von Fr. 75‘000.-- für das Jahr 2011 ausgehen, führte aufgrund der nachfolgenden Erwägungen auch dies klarerweise nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad (vgl. E. 5.4).
5.
3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität
oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.3.2
Vorliegend
ist
zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne abzustellen, da der Beschwerdeführer die ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr ausüben kann und keine neue Tätigkeit aufgenommen hat. Aus der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung
für das Jahr 2008 (LSE 2008) ergi
b
t sich als Zentralwert für Arbeitnehmer des Anforderungsprofils 4 (einfache und repeti
tive Tätigkeiten) im priva
t
en Sektor ein Bruttomonatslohn von Fr. 4‘806.
--
(Tabelle TA 1, Ziffern 1-93, S. 26). In Anbetracht der betriebsüblichen wöchent
lichen Arbeitszeit
im Jahr 2011 für alle Sektoren von 41.7
Stunden (vgl. die Volkswirtschaft 4 – 2013, Tabelle B 9.2
S. 90
) und in Anpassung an die
Nomi
nallohnentwicklung
für Männer
resultiert
für das Jahr 2011
ein
Einkommen
von Fr. 62‘393.-- (= Fr. 4‘806.
--
x
12 : 40 x 41.7 : 292 x
2171
[vgl. die Volks
wirtschaft 4 – 2013, Tabelle B 10.3 S. 91]
) für das Jahr 201
1.
5.
3.3
Die Beschwerdegegnerin gewä
hrte einen
Leidensabzug von 10 %, da der Beschwerdeführer nur noch maximal mittelschwere, nicht körperferne und nicht über Schulterhöhe gehende Lastenhandhabungen, keine Zwangshaltungen und keine Arbeit mit physischer Dauerl
e
istung (Trepp
ensteigen, uneben
es Gelände, lä
ngere Gehstrecken) ausüben kann.
Der Beschwerdeführer
v
erlangt
demgegenüber
einen Leidensabzug von 25
%, da er
zusätzlich
aufgrund seiner mittelschweren neuropsychologischen Störung kognitiv stark beeinträchtigt sei
(Urk. 2 S. 6 f.)
.
Ob und in welchem Umfang ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn vorzu
nehmen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der Verwaltungsbehörde. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzuges, der eine Schät
zung darstellt und von der Verwaltung kurz z
u
begründen ist, darf das Sozial
versicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75, Regeste).
Diesbezüglich ist auf die
zutreffende
Argumentation der Beschwerdegegnerin im
Einkommens
vergleich
vom 22. September 2011 (Urk. 8/29) zu verweisen, wonach die Tatsa
che, dass nur Tätigkeiten mit leichten kognitiven Anforderungen für den Beschwerdeführer in Betracht
kommen
, mit
der Wahl der Stufe
4 (Hilfsarbeiten) berücksichtigt worden sei. Im Sinne einer Gesamtbeurteilung erscheint ein Abzug von 10 % vom Invalideneinkommen
gerade noch
als angemessen
, zumal weitere Abzugskriterien nicht gegeben sind.
5.
4
Der Vergleich von
Valideneinkommen
(Fr. 73‘397.--) und Invalideneinkommen (Fr.
56‘154.-- [
=
Fr.
62‘393
.--
x 0.90]) führt zu
einer Erwerbseinbusse von
Fr.
17‘243.-- resp.
einem
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 24
%
.
D
emnach
hat die Beschwerdegegnerin zu Recht eine
bis 3
1.
Oktober 2011 (vgl. E. 1.4)
befristete Rente verfügt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
Daran würde sich auch nichts ändern, wenn – dem Antrag des Beschwerdeführers entsprechend – von einem
Valideneinkommen
2011 von Fr. 75‘000.-- ausge
gangen und ihm der maximal zulässige Abzug vom Tabellenlohn von 25
%
gewährt würde, ergäbe sich doch
diesfalls
ein ebenfalls nicht
rentenbegründen
der
Invaliditätsgrad von 38
%
(
Fr.
75‘000.-- minus [Fr. 62‘393.-- x 0,75] :
Fr.
75‘000.--).
6.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge
legt. Vorliegend sind die Kosten auf Fr.
7
00.-- anzusetzen und dem Beschwer
deführer aufzuerlegen.