Decision ID: 867b5d02-6bcd-4697-b7d6-37d288ec6a11
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.
1
Der 1966 geborene
X._
war bei der
Y._
als Mitglied des Kaders angestellt
und
bei der Zürich Versi
che
rungsgesellschaft
AG
obligatorisch
gegen die Folgen von Unfällen versi
chert
,
als er am 28. Februar 1998 in
Z._
einen Skiunfall
erlitt
(Urk. 8/
1)
.
Zurück
in der Schweiz
stellte
der Hausarzt des Versicherten,
Dr.
med.
A._
, All
gemeine Medizin FMH,
die Diagnose
eine
r
Quetschung des
Nervus
facialis
links
(Urk. 8/
M1)
und überwies den Versicherten an
Dr.
med.
B._
, Spezial
arzt Neurologie FMH. Dieser
diagnostizierte
in seinem Bericht vom 2
7. April 1998
eine
Commotio, ev.
Contusio
cerebri mit leichter Ungeschicklichkeit der linken Hand und Gefühlsstörungen im I. und II.
Trigemi
nusast
links sowie
peri
auri
c
u
lär
links und posttraumatische Kopfschmerzen
(Urk. 8/
M2
/1
)
.
Die MR-Aufnah
men des Gehirns ergaben keine strukturelle post
traumatische Läsio
n (Urk. 8/
M2/2)
.
Die Zürich Versicherungsgesellschaft AG
kam für die Heilbehand
lung auf.
Eine Ein
schränkung der
Arbeitsfähigkeit be
stand nicht.
1.2
Am
28.
Oktober 2004 teilte die
Zürich Versicherungsgesellschaft AG dem Versi
cherten mit, dass eine Begutach
tung notwendig sei (Urk. 8/
19). Mit Eingabe vom
15. November 2004 erhob der
Versicherte
, nunmehr vertreten durch Rechts
an
wältin
Evalotta
Samuelsson, Einwände gegen den vorgesehenen Gut
achter und schlug unter anderen Prof.
Dr.
med.
C._
, Chefarzt der neurologischen Klinik des
D._
, als Gutachter vor (Urk. 8/
20). Dieser wurde
da
raufhin
mit der Begutachtung des V
ersicherten beauftragt (Urk. 8/
26
)
. Das neu
rologische Gutachten wurde
am 6. Oktober 2005
erstattet
(Urk.
8/
M9).
Dagegen erhob der
Versicherte
mit Eingabe vom 31
. Januar 2006 Einwände (Urk. 8/
33).
In der Folge
liess
er
sich
im Kopfwehzentrum der Klinik
E._
von
Dr.
med.
F._
, FMH Neurolo
gie, untersuchen
und
sodann
craniosacraltherapeutisch
behandeln
.
D
er bera
tende Arzt der Zürich Versicherungsgesellschaft AG
,
Dr.
med.
G._
, FMH Neurologie,
kam in seiner medizinischen Beurteilung vom 7. Mai 2012
zum Schluss, dass der medizinische Endzustand erreicht sei (Urk. 8/
M22).
1.3
Mit Verfügung vom 10. September 2012 stellte die Zürich Versicherungsgesell
schaft
AG
die Leistungen für Heilbehandlungen per 31. Juli 2012 ein
(Urk. 8/Z68).
Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom
28. Februar 2013
ab (Urk. 8/
80
= Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
15. April 2013
Beschwerde und beantragte,
der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien die gesetz
li
chen Leistungen zu erbringen, insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten,
ihm
eine Integritätsentschädigung von 10 % zu bezahlen. Eventu
aliter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der Wei
sung, eine
neurologische Begutachtung bei einem externen unabhängigen Gut
achter in Auf
trag zu geben, welcher sich insbesondere zur unfallbedingten Di
agnose, zur Not
wendigkeit von Heilbehandlungen sowie zum Integritätsschaden zu äussern hab
e (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 6. Mai 2013 beantragte die
Beschwerde
gegnerin
die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Mit
Replik
vom 4. September 2013
(Urk. 13)
und
Duplik
vom 30. September 2013
(Urk. 17)
hielt
en
die
Parteien
an ihren
Anträgen
fest. Das Doppel der
Duplik
wurde dem Beschwerdeführer am 1. Oktober 2013 zugestellt (Urk. 18).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden -
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der
Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind,
in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus,
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, In
validität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne
des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittel
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige
Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat,
der Unfall mit an
dern Wor
ten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Er
eignis
und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen
hang be
steht,
ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im
Beschwer
defall
das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem
im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammen
hangs ge
nügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1,
119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Die
Leistungs
pflicht
des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzu
sammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist,
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177
E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Un
fall und
der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitli
chen Beein
trächtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare
Funktionsaus
fälle
zurück
zu
führen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Recht
sprechung des
Bundesge
richts in analoger Anwendung der Methode zu erfol
gen, wie sie für psy
chische Stö
rungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E.
3b, 122 V 415 E.
2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Er
werbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zu
nächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kau
sal
zusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beein
trächtigung bei
leichten Unfällen in der Regel ohne
Weiteres
zu verneinen und bei schweren Un
fällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Krite
rien in die Beurteilung mit einzubeziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Be
jahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen meh
rere
herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un
falls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
des
gericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Be
ur
teilung des ad
äquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und ei
ner psychischen Fehl
entwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung
des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit
Schleuder
trau
ma
der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Be
schwerden auf eine
Differenzie
rung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet,
da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwer
den
medizinisch eher als orga
nischer und/oder psy
chischer Natur bezeichnet
wer
den (BGE 134 V 109 ff.; RKUV 2001 Nr. U 442 S.
544 ff., 1999 Nr. U 341 S.
409
E.
3b, 1998 Nr. U 272 S.
173 E. 4a; BGE 117 V 359 E.
5d/
aa
und 367 E. 6a).
1.5
Die zum Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung wendet das Bundesge
rich
t sinngemäss auch bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammen
hangs zwischen einem Unfall und den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas (BGE 117 V 369 f. E. 4b) oder den Folgen einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung der Halswirbelsäule an (vgl. RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2; ferner BGE 134 V 109 E.
10.2 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
mit einer Weiter
führung der Behandlung
könne
zufolge uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit keine
Steigerung derselben erreicht werden, weswegen bereits in diesem Lichte eine Adäquanzprüfung sicherlich
nicht
verfrüht sei respektive bereits deutlich früher
möglich gewesen wäre.
Da keine organischen Unfallfolgen bestünden, komme de
r Adäquanz selbständige Bedeutung zu.
Hinsichtlich der
Unfall
schwere
sei in Be
rücksichtigung des vorgebrachten Unfallherganges zwar von einer gewissen
Schwere auszugehen, jedoch könne sicherlich keine schwerere
Unfallquali
fi
ka
tion
als
ein mittlerer Unfall
angenommen werden.
Zu verneinen seien die Krite
rien der
ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen we
sentlich ver
schlimmert
habe, der besonders dramatischen Begleitumstände oder der beson
deren Ein
drück
lichkeit des Unfalles, der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Ver
let
zung, des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen wie auch dasjenige der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener An
strengungen
.
Für die Erfüllung dieser Kriterien ergäben sich in den Akten keiner
lei hinreichende Anhaltspunkte. Zu verneinen sei auch das Kriterium der fort
ge
setzten spezifischen belastenden ärztlichen Behandlung. Die getätigten Thera
pien erlaubten nicht die Voraussetzung
zu bejahen
, dass es dadurch zu ei
ner erheblichen zusätzlichen Beeinträchtigung
der Lebensqualität gekommen sei.
In Bezug auf das Kriterium der erheblichen Beschwerden sei geltend zu machen,
dass die glaubhaften Beschwerden einerseits nicht dauernd vorhanden seien und
andererseits auch nie zu einer Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit geführt hätten.
Da es am adäquaten Kausalzusammenhang fehle, sei zu Recht eine weitere
Leis
tungspflicht
des Unfallversicherers verneint wor
den
(Urk. 2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer macht
e
demgegenüber im Wesentlichen geltend,
die Stel
lungnahme des beratenden Neurologen
Dr.
G._
sei nicht ansatzweise geeignet, die bestehende Kausalität zu zerstören. Die neurologischen Gutachter des
D._
hätten die Beschwerden als Folgen einer leichten funktionel
len
Hirnschädigung qualifiziert und die Integritätseinbusse aufgrund der
post
com
mo
tionellen
beziehungsweise möglicherweise leichten
postcontusionellen
Schädi
gungen auf 10 % bemessen. Wenn ein
postcommotionelles
Syndrom im Jahre 2005
überzeugend festgestellt worden sei, dann müsse von einem Dauer
schaden
ausgegangen werden.
Aufgrund der leichten Hirnfunktionsstörung sei ihm eine
In
tegritätsentschädigung
von 10 % zuzusprechen.
Die
Adäquanz
zu
satz
kriterien
der Eindrücklichkeit des Unfallereignisses, der erheblichen
Dauer
beschwerden
und
der besonderen Art der Verletzung seien erfüllt
. Die Anwen
dung des Krite
riums der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengung stelle
ein
e
unzulässige Diskriminierung derjenigen Versicherten dar, die unter Auf
bring
ung einer hohen Motivation und Leistungsbereitschaft die Einschrän
kung
en
in der Leistungsfähigkeit zu überwinden vermöchten
(Urk. 1)
.
3.
3.1
Der in der Schweiz erstbehandelnde Arzt
Dr.
A._
hielt
im ärzt
l
i
chen Zwi
schenbericht vom 14. April 1998 die Diagnose einer Quetschung des
Nervus
fa
cia
lis
links
fest
(Urk. 8/
M1).
3.2
Dr.
B._
diagnostizierte in seinem Bericht vom 27. April 1998 einen Status nach Skiunfall am 28. Februar 1998 mit Commotio, ev.
Contusio
cerebri mit leichter Ungeschicklichkeit der linken Hand und
Gefühlsstörungen im I. und
II.
Trigeminusast sowie
periauriculär
links und posttraumatische Kopfschmer
zen.
Beim Skiunfall vom 28. Februar 1998 habe der Beschwerdeführer eine Commo
tio,
möglicherweise aber auch eine
C
ontusio
cerebri erlitten. Im An
schluss daran
seien neben einer Benommenheit
eine Sehstörung und
Wortfin
dungsstörungen
aufgetreten. Von diesen Symptomen hab
e
er sich relativ rasch erholt, es bestehe aber noch eine leichte motorische Ungeschicklichkeit der lin
ken Hand, was auf eine erlittene substantielle Schädigung hinweise.
Im Status
fänden
sich im weiteren Gefüh
lsstörungen im I. und II.
Trigeminusast und
peri
auriculär
links, wo
bei nicht eindeutig differenziert werden könne, ob es sich um periphere oder zen
trale Ausfälle handle. In den durchgeführten Zusatzbefunden habe das EEG leichte Funktionsstörungen
fronto
-temporal beidseits mit
leich
tem
Links
über
wiegen
gezeigt.
Die MR-Aufnahmen des Gehirns zeigten
keine strukturelle p
ost
traumatische Läsion (Urk. 8/
M2/2).
3.3
In seinem Bericht vom 15. Juni 2004 nannte
Dr.
B._
als Diagnose intermit
tierende Gefühlsstörungen im Schläfenbereich links,
cervico-cephale
Schmerzen und ein erhöhtes Schlafbedürfnis posttraumatischer Genese b
ei Status nach
Ski
unfall
am 28.
Februar 1998 mit Commotio, ev.
Contusio
cerebri.
Er führte aus, bei den Gefühlsstörungen im Schläfenbereich links handle es sich am ehesten um Restbeschwerden bei
durchgemachter Schädigung des I. und II.
Trigemi
nus
as
tes
, wo in der Voruntersuchung vom April 1998 noch eine Hypästhesie be
standen habe. Es sei denkbar, dass die angegebenen Beschwerden Ausdruck einer
gewissen
Reinnervation
seien. Bei den Nacken- und Kopf
schmerzen handle es sich am ehesten um posttraumatisch bedingte Spannungs
kopfschmerzen, eine weitere Folge des Skiunfalles von 1998, bei dem der Be
schwerdeführer wahr
scheinlich auch ein Überdehnungstrauma der
Halswirbel
säule
erlitten habe. Auch
das erhöhte Schlafbedürfnis sei mit grosser Wahr
scheinlichkeit eine weitere Fo
lge
dieses Skiunfalles (Urk. 8/
M6).
3.4
Im neurologischen Gutachten des
D._
vom 17. März 2005
wur
den
folgende Diagnosen gestellt:
Postcommotionelles
Syndrom bei
Status nach Skiunfall am 28. Februar 1998 mit
Commotio c
erebri / mögliche
Contusio
cerebri
Sensibilitätsstörung im Wangenbereich links (DD Läsion von
Trigemi
nusästen
oder Hautnerven)
a
namnestisch Leistungsminderung und vermehrtes Schlafbedürfnis
i
ntermittierende Sensibilitätsstörung im
Ulnarisgebiet
links
Verdacht auf Reizung des
Nervus
ulnaris
links im
Sulcus
i
ntermittierende Sensibilitätsstörung im Fussbereich links unklarer Ätio
logie
Augenbewegungsschmerz links bei leichter Myopie
Der Gutachter führte aus, aufgrund der dokumentierten Befunde sei von einer Commotio cerebri, möglicherweise aber auch von einer
leichtgradigen
Contusio
cerebri auszugehen. Auch wenn die posttraumatisch durchgeführte MRI-Unter
suchung kei
ne strukturellen Läsionen beleg
e
, deute die leicht
e
Ungeschicklich
keit im Bereich der linken Hand auf die Möglichkeit einer länger anhaltenden unfallbedingten Hirnfunktionsstörung hin, die eine
Contusio
cerebri charakteri
siere. Im weiteren Verlauf sei es, übereinstimmend berichtet vom Beschwerde
führer und ausweislich der Unterlagen,
zu einer deutlichen, aber nicht vollstän
di
gen Rückbildung der Beschwerden gekommen, wobei eine vom Beschwerde
führer subjektiv empfundene Leistungsminderung und erhöhte Ermüdbarkeit ver
blieben sei, die aber derzeit zu keiner
relevanten Einschränkung der
berufli
chen Leistungsfähigkeit führe. Insgesamt seien die Beschwerdeschilderungen und An
gaben zur Leistungsfähigkeit überzeugend glaubhaft und ohne Hinweise auf eine
Aggravation, sodass vom Vorliegen eines
leichtgradigen
postcommoti
onellen
Syn
drom
s
auszugehen sei, das auch die intermittierend auftretenden
Kopf
schmerzepisoden
erkläre. Der Beschwerdeführer führe eine hochqualifi
zierte Ar
beit
mit hohen Leistungsanforderungen zur Zufriedenheit seines Ar
beitgebers aus, sodass das Vorliegen messbarer kognitiver Defizite ausge
schlossen werden
könne und somit auf eine neuropsychologische Testung ver
zichtet werden könne.
Mehrere Jahre nach dem Unfall seien zusätzliche
Be
schwerdekomplexe
aufge
treten, zum einen intermittierende
Sensibilitätsstörun
gen
im Bereich der linken Hand, hier habe neurophysiologisch eine Reizung des
Nervus
ulnaris
im
Sulcus
wahrscheinlich gemacht werden können, sowie im Bereich des linken Fusses
. Eine relevante funktionelle Einschränkung hierdurch sei nicht feststellbar, auch sei schon aufgrund des langen Intervalls zwischen Unfall und erstmaligem Auf
treten der Beschwerden ein Zusammenhang mit dem Unfall auszuschliessen. Gleiches gelte für die geklagten Augensymptome und –
beschwerden
. Die
Sensi
bi
litätsstörung
im linken Gesichtsbereich sei bereits unmittelbar nach dem Un
fall dokumentiert worden und sei in für traumatische Nervenfunktionsstörungen
typischer Weise weitgehend zurückgebildet, wobei aber keine vollständige
Rück
bildungstendenz
zu verzeichnen sei. Diese Störung sei als unfallbedingt zu wer
ten,
eine funktionelle Relevanz
sei
ihr aber nicht beizumessen. Von einer wei
teren ärztlichen Behandlung sei keine namhafte Besserung des Gesundheits
zu
standes zu erwarten. Aufgrund der
postcommotio
nellen
beziehungsweise mög
licherweise leichten
postcontusionellen
Schädigung sei eine Beeinträchtigung der Integrität von 10 % anzunehmen (Urk. 8/M9).
3.5
Dr.
F._
hielt
in seinem Bericht vom 7.
September 2006
als Diagnosen eine posttraumatische Migräne bei leichtem Schädelhirntrauma (IHS-Code 5.6)
und ein
postkommotionelles
Syndrom seit Kopfanprall durch Skiunfall vom 28. Februar 1998 mit persistierenden Sensibilitätsstörungen linkes Gesicht und linker
Ulnarisbereich
fest. Er erwähnte eine episodische bis chronische post
trau
matische Migräne mit möglicher Aura, wobei die Aura nicht sehr typisch aus
geprägt sei, aber die Sensibilitäts- und Konzentrationsstörungen als
aura
äqui
valent
betrachtet werden könnten (Urk. 8/M10).
3.6
Die MR-Untersuchung des Schädels und der Halswirbelsäule vom 6. November 2006 ergab keinen pathologischen Befund. Das Gehirn sei strukturell normal.
Unauffällige Orbitae, Normalbefund entlang dem visuellen System, normale
al
ters
entsprechende
Halswirbelsäule mit nur minimalsten Degenerationszeichen und normales
Halsmark
zwischen C1 und Th4 (Urk. 8/M11).
3.7
Die
Craniosacral
-Therapeutin
H._
führte in ihrem Bericht vom 3. Dezember 2007 aus, bereits nach den ersten Behandlungen seien die
Ge
fühls
störungen
links temporal sistiert gewesen, die Licht- und
Lärmempfind
lich
keit
sei nur noch begleitend bei Kopfschmerzen aufgetreten, die Beweglich
keit sei fre
i und die Verspannungen im Nackenbereich seien weitgehend gelöst gewesen.
Nach neun Behandlungen seien die Kopfschmerzen seltener aufgetre
ten und die Intensität habe abgenommen.
Der Beschwerdeführer
habe auf die Einnahme des Migränepräparates
Relpax
verzichten können. Die
Taubheitsge
fühle
im linken
Auge und der linken Gesichtshälfte habe er als weniger intensiv wahrge
nommen
und die Schmerzen hinter dem linken Auge seien nicht wieder aufgetreten (Urk. 8/M14).
3.8
In seinem Bericht vom 23. Juli 2008 erwähnte
Dr.
F._
einen sehr erfreuli
chen
Verlauf der im Jahr 2006
exazerbierten
, persistierenden,
postkommotio
nellen
Be
schwerden im Bereich der linken Schläfe. Der Beschwerdeführer könne ein volles Pensum auf hohem Niveau arbeiten und die Lebensqualität sei soweit intakt, dass keine weiteren Behandlungen notwendig seien (Urk. 8/M15).
3.9
Auf die Fragen der Beschwerdegegnerin gab
Dr.
F._
am 20. September 2010
an, die
teils schmerzhaften und teils sensiblen
Ausstrahlungen
in den linken Arm
fänden nicht mehr statt, die Verspannungen im Nacken könnten du
rch die
Cra
nio
sacraltherapie
gelöst
werden und
Re
lp
ax
müsse bei
Kopfschmerzexazer
ba
tion
nicht mehr eingenommen werden. Der Heilungsverlauf sei stabil mit kleinen
Ver
besserungen, weiterhin abhängig von der
Craniosacraltherapie
. Ak
tuell könne
kaum von einem Integritätsschaden ausgegangen werden (Urk. 8/M19).
3.10
Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin
Dr.
G._
führte in seiner Beurtei
lung vom 7. Mai 2012 aus, es gebe Hinweise, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfallereignis unter Kopfschmerzen
ge
litt
en habe
, welche sich aus un
bekannter Ursache bereits vor dem Unfallereignis verschlimmert hätten. Beim
Un
fallereig
nis
habe der Beschwerdeführer n
eben den Gefühlsstörungen im I.
und
II.
Trige
minusast
sowie
periauriculär
(als Folge der Kop
f-an-Kopf-
Kontusion) eine Commotio cerebri (entsprechend einer milden traumatischen
Hirnver
letz
ung
) erlitten. Anhand des MRI-Befundes vom 6. November 2006 könne eine
Con
tusio
cerebri mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, da
im MRI inkl.
d
er
hämosiderinsen
si
tiven
Sequenzen eine strukturelle trauma
tische
Läsion nicht habe nachgewiesen werden können.
Die bereits
vorbe
steh
enden
Kopfschmerzen seien durch das Unfallereignis vorübergehend ver
schlimmert worden
. Eine Migräne besitze eine hohe Spontanprävalenz und werde durch die grosse berufliche Herausforderung begünstigt. Die jetzt noch bestehenden Kopf
schmerzen seien nicht mehr überwiegend wahrscheinlich unfallkausal und der Status quo sine sei längstens erreicht. Die Kausalität der vorhandenen
Sen
sibi
li
tätsstörungen
im Gesicht sei bereits in den früheren medizinischen Akten bejaht worden. Diesbezüglich zeige sich der Befund in den letzten Jahren stabil, wes
halb der Endzustand erreicht sei. Von weiteren medizinischen Behandlungen sei keine wesentliche Verbesserung mehr zu erwarten (Urk. 8/M22).
4.
4.1
Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin mi
t der Leistungseinstellung per 31. Juli 2012
den Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen hat.
4.2
Nach Art. 19 Abs. 1 UVG und der dazu ergangenen Rechtsprechung hat
der
Un
fallversicherer
den Fall –
unter Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld
so
wie Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente un
d eine
Integritätsent
schä
digung
–
abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Be
hand
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche
rung abge
schlossen sind (BGE 134 V 109 E. 4.1). Was unter einer namhaften Besserung
des Gesundheitszustandes in diesem Sinne zu verstehen ist, bestimmt sich na
men
t
lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wieder
herstellung der Arbeitsfähigkeit
,
wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende
Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3).
Da vorliegend keine unfallbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit be
steht – und auch nie bestanden hat –, fällt eine Steigerung oder Wiederherstel
lung
der
Arbeitsfähigkeit
ausser Betracht. Soweit durch weitere Behandlungen
überhaupt noch eine gesundheitliche Besserung erwartet werden kann, wäre diese
jedenfalls nicht namhaft im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung.
Im Übrigen
ergab sich bereits gestützt auf das Gutachten des
D._
vom 17. März 2005, dass
von einer weiteren ärztlichen Be
handlung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten
sei
(Urk.
8/M9
)
. Auch
Dr.
F._
hielt in seinem Bericht vom 23. Juli 2008 fest, dass keine weiteren Behandlungen notwendig seien (Urk.
8/M15
) und
gab am
20.
September 2010 an, dass der Heilungsverlauf stabil sei
(Urk.
8/M19
)
.
Die
weitere
Behandlung mittels
Craniosacraltherapie
diente
in erster Linie der Sta
bilisierung des bisher erreichten Gesundheitszustandes,
was für die Annahme einer namhaften Besse
rung ohnehin nicht genügt.
Die Beschwerdegegnerin hat
den Fall
somit
zu Recht
abgeschlossen und die Leistungen für die Heilbehand
lung eingestellt.
5.
5.1
Zu prüfen ist weiter, ob wegen der Fol
gen des Unfalls vom 28. Februar 1998
über den 31. Juli 2012
hinaus Leis
tungen zu erbringen
sind
, mithin
ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und ad
ä
quaten
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen.
5.2
Vorab ist festzuhalten, dass ein Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfall
ver
sicherung entfällt, da
unbestrittenermassen
keine
Einschränkung der Erwerbs
fähig
keit
besteht. Zu prüfen bleibt der vom Beschwerdeführer
bereits im
Ein
spra
cheverfahren
geltend gemachte Anspruch auf eine
Integritäts
entschädigung
.
5.3
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass
der Beschwerdeführer beim
Un
fallereignis
vom 28. Februar 2012 eine Commotio cerebri
erlitt
.
In der Folge traten Sensibilitätsstörungen im Wangenbereich links sowie intermittierend auf
tretende Kopfschmerzepisoden auf.
Es wurde von einem
leichtgradigen
post
commotionellen
Syndrom ausgegangen.
Anhand der MR-Aufnahmen
des Ge
hirns
konnten keine strukturellen
post
traumatischen Läsionen nachgewiesen
werden.
Es liessen sich keine
rlei
o
rganisch nachweisbare Unfallfolgen
feststel
len
.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Schmerzen,
Druckdo
len
zen
, klinisch feststellbare Bewegungseinschränkungen,
Muskulaturverhärtungen
und Verspannungen für sich allein kein klar fassbares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen vermögen (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 9/05 vom 3. August 2005 E.
4; Urteile des Bundesgerichts U 354/06 vom 4. Juli 2007 E.
7.2 und U 328/06 vom 25. Juli 2007 E.
5.2 sowie 8C_369/2007 vom 6. Mai 2008 E.
3).
Die objektive medi
zini
sche Sachlage ist somit klar erstellt und gibt keinen An
lass zu weiteren Ab
klärungen, wie dies der Beschwerdeführer
beantragt
.
Ob die
Stellungnahme des beratenden Arztes der
Beschwerdegegnerin,
Dr.
G._
,
bewei
s
tauglich
ist, kann
daher
offen gelassen werden, zumal
diese
Beurteilung für den vorliegenden Fall nicht massgebend ist.
Es stellt sich die Frage, ob zwischen den vom Beschwerdeführer
nach dem
Fall
abschluss
per 31.
Juli 2012 anhaltend geklagten Beschwerden, welchen kein klares unfallbedingtes organisches Korrelat zugrunde liegt, und dem
Unfaller
eignis
vom 28. Februar
1998
noch ein rechtsgenüg
ender
Kausalzusammenhang
besteht. Hierbei muss nicht abschliessend geklärt werden, ob ein natürlicher Kau
salzusammenhang gegeben ist, da bei Be
schwerden
ohne hinreichendes orga
ni
sches Korrelat
eine besondere Adäquanzprüfung vorzunehmen ist. Dementspre
chend erübrigen sich Ausführungen zum natürlichen Kausalzusammenhang.
Die Beschwerdegegnerin ging
in Anwendung der für den Beschwerdeführer güns
tigeren
Schleudertrauma-Praxis
(BGE 134 V 109)
i
m Rahmen der
Adä
quanz
prüfung
unter Hinwies auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_785/2009 vom
16. Juni 2010
von einem Unfall
höchstens
im mitt
e
lschweren
Bereich aus
(Urk. 2
S. 5)
,
was nicht zu beanstanden ist.
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung müssen bei Unfällen im eigentlich mittleren Bereich
von den massgeben
den Kriterien (vgl. oben E. 1.3) mindestens drei in der einfachen Form oder aber eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit der adäquate Kausal
zusammenhang bejaht werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4.5).
Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstren
gungen fällt
von
Vornherein ausser Betracht, da keine
Arbeitsunfähigkeit be
steh
t.
Die vom Beschwerdeführer dagegen vorgebrachten Einwände
(Urk. 1 S. 24
und Urk.
13 S.
3 f.)
gehen an der Sache vorbei, denn die geltend gemachte An
strengung, die Arbeitsfähigkeit zu überwinden
,
wird
bei diesem Kriterium
eben
gerade vorausgesetzt
(vgl. BGE 134 V 109 E.
10.2.7).
Beim Skiunfall vom 28. Februar 1998 ist der Beschwerdeführer, ohne einen Helm
zu tragen, Kopf an Kopf mit einem anderen Skifahrer zusammengestos
sen.
Ob
jektiv
betrachtet
hat sich der Unfall
somit
weder unter besonders drama
tischen
Begleitumständen ereignet
,
noch ist er als besonders eindrücklich zu
be
zeich
nen
.
Für die Bejahung des
Kriterium
s
der Schwere oder besonderen Art der erlittenen
Verletzung
genügt die Annahme eines Schädel-Hirn-Traumas für sich allein nicht.
Hierzu bedarf es
einer besonderen Schwer
e der dafür typischen Be
schwer
den oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (BGE
134 V 109 E. 10.2.2
), was vorliegend nicht gegeben ist.
Die
Erheblichkeit
der Beschwerden beurteilt sich
nach den glaubhaften Schmer
zen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Be
schwerden im Lebensalltag erfährt
(BGE 134 V 109 E.
10.2.4)
. Wie die
Be
schwer
degegnerin
zutreffend festhält
(Urk. 2 S.
6)
, leidet der Beschwerdeführer unter
intermittierenden und damit nicht dauernd vorhandenen Beschwerden und diese
beeinträchtigen seine Arbeitsfähigkeit nicht.
Die Erheblichkeit der Beschwerden ist somit nicht gegeben.
Dass die übrigen Kriteri
en (
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behand
l
ung; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim
mert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen
) erfüllt sein sollen, wurde vom Beschwerdeführer
nicht
vorgebracht
und ist auch nicht ersichtlich.
5.4
Nach dem Gesagten
ist keines der massgebenden Adäquanzkriterien erfüllt, wes
halb die Adäquanz eines etwaigen natürlichen Kausalzusammenhangs zwi
schen dem Unfallereignis vom 28. Februar 1998 und den über den 31. Juli 2012 hin
aus geklagten Beschwerden zu verneinen ist.
Somit ist d
ie
Beschwerdegeg
nerin
nicht
mehr
leistungspflichtig, was zur Abweisung der Beschwerde führt.