Decision ID: e2306fe5-eab1-472a-b185-b25553b04e86
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958
,
ist
im Handelsregister
(seit Oktober 2012 wieder)
als
Geschäftsführer
und Haupt
gesellschafter des Taxiunter
nehmens
Y._
GmbH
eingetragen
(vgl. Handelsregisterauszug vom 1
7.
Mai 2016, Urk. 23
; Urk. 11/101, Urk. 11/103
)
.
Er arbeitete als
selbständiger
Ta
xiunternehmer
und Taxifahrer
für diese Gesellschaft
als er
am 1. Juni 1999
bei einem
Auffahr
unfall
eine
Dis
torsion der Halswirbelsäule
erlitt
(
Urk. 11/17/2,
Urk. 11/41/269)
. Die
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
sprach ihm
mit Verfügung vom 7. August 2007
auf der Grund
lage eines Vergleichs
(Urk. 11/41/11)
eine Inte
gritätsent
schädigung von 20 %
und
eine 30%ige Invaliden
rente mit Wir
kung ab 1. Juni 2006 zu
(
Urk.
11/43)
.
Am 9. Januar 2006
hatte
der Ver
sicherte beim Fuss
ballspie
len einen Schlag ans linke Knie
erhalten
(
Urk.
11/49/17)
, woraufhin a
m 23. Juni 2006
eine
arthro
s
kopische
Teilmeniskektomie
durch
ge
führt
wurde
, bei der
nebst
eine
r
Menis
kus
hinterhornläsion
eine
Chondro
pathie
im linken Kniegelenk fest
gestellt wurde
(Urk.
11/
45/6, Urk. 11/48/7-9
).
Die Suva
verneinte mit Verfügung vom 27. März 2008 einen Anspruch auf Aus
richtung von Taggeldern
, anerkannte aber die
Vergütung von Heilkosten
, was
die Suva mit
Einsprache
entscheid
vom 11. Juli 2008
bestätigte
.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das
Sozialver
siche
rungsgericht
des Kantons Zürich
im Verfahren Nr. UV.2008.00282
mit Urteil vom 28. September 2010 ab
, soweit es darauf eintrat.
1.2
Am 2
9
.
Oktober
20
00
hatte
sich
der Versicherte
bei der Eidgenössischen Invali
denver
siche
rung zum Leistungsbezug an
gemeldet
(Urk.
11/4
). Die
Sozialver
si
cherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle (nach
folgend: IV-Stelle), klärte die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab und
sprach dem Ver
sicher
ten
nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 11/66, Urk. 11/72)
mit Verfügung
en
vom
18. Juni 2009
ab
1.
April 2001 eine
halbe
und eine
vom 1. März 2004 bis 31. März 2005
befristete
ganze
Rente zu
(Urk. 11/76, Urk. 11/
87
)
.
1.3
Seit August 2011 ist der Versicherte einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der
Z._
GmbH (vgl. Handelsregisterauszug vom 1
7.
Mai 2016, Urk. 24). Er betreibt einen Nachtklub und vermietet Zimmer an Prostituierte (Urk.
1
1/94/5,
Urk. 11/105,
Urk. 11/141/10-11, Urk. 11/141/13).
Anfang
Juni 2012 erlitt
er
eine
anämisierende
gastrointestinale Blutung
und wurde
deswegen
vom
3.
bis
5.
sowie vom 1
0.
bis 2
1.
Juni 2012 im Spital
A._
stationär behandelt
(
Urk.
11/106
).
Am 7. Dezember 2012 meldete sich der Versicherte erneut bei der Eidge
nös
sischen Invali
denver
siche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/94). Die IV-Stelle holte unter anderem den Bericht
des Hausarztes
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 10. Februar 2013 (Urk.
11/102/5-8
)
ein. Mit Vorbescheid vom 5. September 2013
kündigte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens an (
Urk.
11/125).
Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom
9.
September 2013 Einwände (Urk. 11/126). Die IV-Stelle holte
daraufhin
das Gutachten des
C._
vom 26. Mai 2014
ein (Urk. 11/141).
Gestützt darauf
erliess
die IV-Stelle
am 27. Juni 2014 einen neuen Vorbescheid, womit sie
die Abweisung des Renten
be
gehrens an
kündigte
(Urk.
11/145
).
Der Beschwerdeführer
erhob dagegen mit Schrei
ben vom
20. Juli 2014 Einwände
(Urk.
11/148
). Mit Verfügung vom
15. September 2014
wies die IV-Stelle das Rentenbegehren wie ankündigt ab (Urk. 2)
.
2.
Mit Eingabe vom 1
5.
Dezember 2014
(Urk. 4)
überwies die IV-Stelle die Be
schwer
de des Versicherten vom
18. September 2014 (Urk. 1/1) gegen die Ver
fü
gung vom 15. September 2014
(Urk.
2)
an das hiesige Gericht
, ergänzt mit Schreiben
des Beschwerdeführers
vom 1
4.
Okto
ber 2014 (Urk. 1/2, Urk. 8
)
und unter Beilage der
Berichte von Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psych
o
therapie, vom 31.
Oktober 2013, vom 12. Februar
und vom 2.
April 2014
(
Urk.
3/1-3).
Der Versicherte
beantragt
sinngemäss
, es sei die Verfügung vom
15. September 2014
aufzu
heben und es sei ih
m
eine Rente auszurichten (Urk.
1
). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom
2. Februar 2015
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk. 10
).
Mit Eingabe vom 1. März 2015
(Urk. 13,
Urk.
18)
nahm der Beschwerdeführer dazu Stellung und reichte den Bericht von
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurochirurgie,
vom
F._
vom
13. Februar 2015 (Urk. 14) ein. Die
Be
schwerdegegnerin
verzichtete mit Eingabe vom 10. April 2015 auf eine Stellungnahme (Urk. 21).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bun
desgesetzes
über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitge
hend objektiv bestimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Aus
übung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung verein
bar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Er
werbs
unfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als ange
nommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent ergibt sich ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent
Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Pro
zent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen
Invaliditäts
grades
verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein
getreten (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV), so ist im
Beschwerdeverfah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Renten
anspruch relevante Änderung des
Invaliditäts
grades
erfolgt ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
de
rung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beur
teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Ge
sund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Im Rahmen einer materiellen Revision (Art. 17 ATSG) ist die Ver
waltung ver
pflichtet, das neue Leistungsbegehren in tatsächlicher und recht
li
cher Hinsicht allseitig, das heisst nic
ht nur mit Bezug auf jenes
Sachver
halts
seg
ment
, in welchem eine Änderung glaubhaft gemacht worden ist, zu prü
fen. Dement
sprechend ist das Sozialversicherungsgericht befugt (und ver
pflich
tet),
bei Bedarf Teilaspekte des Rechtsverhältnisses von Amtes wegen auf
zu
greifen, selbst wenn diese bereits in der früheren rechtskräftigen Ver
fügung be
ur
teilt
wurden (Urteile des Bundes
gerichts
9C_813/2008
vom 8.
April 2009 E. 4.1 und 9C_206/2010 vom 8. Oktober 2010 E. 3.1 je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
gestützt auf das
C._
-Gutachten vom 2
6.
Mai 2014 sei davon aus
zugehen, dass dem
Beschwerdeführer
weiterhin sowohl die angestammte Tätig
keit als Taxiunternehmer als auch jede leidensangepasste, mithin kör
perlich leichte bis gelegentlich mittelschwere
Tätigkeit zu 70
%
zumutbar sei.
Den
C._
-Gutachte
rn
sei bei ihrer Einschätzung bekannt gewesen, dass er bei Dr.
D._
in psychiatrischer Behandlung sei und eine 30%ige Suva-Rente erhalte.
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der
C._
-Gutachter
entspreche
jener
,
wie sie
beim
Renten
anspruch bis 31.
März 2005 vorgelegen habe. Es resultiere demnach ein 30%iger rentenausschliessender Invaliditätsgrad (
Urk.
2 S. 2).
2.2
D
er Beschwerdeführer
macht dagegen geltend,
er habe seit dem Verkehrsunfall vom 1. Juni 1999 nie mehr als zu 50
%
gearbeitet. Seit dem
A
ufenthalt
im Spi
tal
A._
wegen einer inneren Blutung
am
2.
Juni 2012
sei er nicht wieder richtig auf die Beine gekommen.
Es habe nicht festgestellt werden können, woher das komme, aber er habe total geblutet. Die Ärzte meinten, das sei wahrscheinlich wegen der vielen Schmerzmittel. Sie hätten nicht gewusst, was mit ihm los ist, da er am Morgen nicht habe aufstehen können und total
kon
zentrationslos
gewesen sei. Er sei so erschöpft gewesen, dass er nicht 200 Meter habe laufen und nicht alleine habe duschen können.
Er habe ver
sucht, von Ende 2012 bis März 2013
in einem Pensum von
20 bis 30 % zu arbeiten
, jedoch habe er in dieser Zeit wegen seiner Konzentrationsschwäche mehr Bussen gehabt, als Umsatz gemacht.
Daher habe er Ende März 2013
ganz aufgehört, Taxi zu fah
ren.
Sein Hauptproblem sei die
(mangelnde)
Konzen
tration und stän
dige Müdigkeit. Er sei nicht mehr in der Lage, sich länger als eine
Stunde
oder ein
einhalb Stunden
zu
konzentrieren. Es werde erwartet, dass er mit 30 mg
Cipra
lex
arbeite und Menschen fahre, was sie und ihn gefährde. Die Ärzte des
C._
hätten ihn nur eine halbe Stunde gesehen und seine be
handelnden Ärzte seien nicht gefragt worden.
Seit der Hospitalisierung im Jahr 2012 dürfe er keine Schmerzmittel mehr nehmen ausser Cortison.
Ende Mai 2013 sei er kurz geschäftlich in
G._
gewesen und habe dort einen starken Schwächeanfall gehabt. Prof. Dr.
H._
habe eine starke Depression fest
gestellt. Er habe sich daher nach seiner Rückkehr am 31. Mai 2013 bis Herbst 2014 in die Behand
lung von Dr.
D._
begeben. Die Probleme mit
seinem jüngsten Sohn
(mit
drohender Fremdplatzierung des Kindes
)
habe er
Ende 2013 gehabt und dies habe seine gesundheitliche Situation zusätzlich ver
schlimmert.
Im Herbst letzten Jahres (2014) habe er uner
trägliche Schmerzen im Bere
ich Kopf und Nacken gehabt. Dr.
E._
habe daraufhin festgestellt, dass er ver
schiedene Abnützun
gen im Nacken und eine Spondylose habe. Daraufhin habe er im
I._
Spital eine
Cortisonspritze
direkt in den Hals erhalten. Bisher hätten die Ärzte ihn immer angelogen und behauptet, die bildgebenden Abklä
rungen hätten nichts ergeben
(Urk.
1/1
,
Urk.
8
, Urk.
18
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.
Da die
Beschwerde
gegnerin
auf die
Neuanmeldung
eingetreten
ist, hat da
s Gericht in materiell
-
rechtlicher Hinsicht zu prüfen, ob sich der Invaliditätsgrad seit
der Ver
fügung vom
18.
Juni 2
009, mit welcher die ganze Rente
per
Ende März 2005 aufgehoben
worden war
(Urk.
11/76, Urk. 11/87
/1-2
)
,
bis zum Er
lass
der ange
fochtenen Verfügung vom
15. September 2014
(Urk. 2) in
leistungs
be
grün
dendem
Ausmass verändert hat. Die angefoch
tene Ver
fügung bildet da
bei recht
sp
re
chungsgemäss die zeitliche Grenze der richter
lichen
Über
prüfungs
be
fugnis
(BGE 132 V 220 E. 3.1.1,
122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundes
ge
richts
8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hin
weis).
3.
3.1
Die mit
Ver
fügung vom
18. Juni 2009 (Urk. 11/87/1-2) befristet ausgesprochene ganze Rente wurde per Ende März 2005 mit der Begründung aufgehoben
, dass gestützt auf
das Gutachten
des
J._
vom
1.
März 2005
(
Urk.
11/41/49-74)
ab diesem Datum von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in
der angestammten und in jeder anderen
leidensangepassten Tätigkeit auszugehen sei.
D
urch den zweiten Unfall vom 9.
Januar 2006
sei die Arbeitsfähigkeit
nur während des Spitalaufenthalts und der
Rekonvaleszenzzeit
nach der
arthrosko
pi
schen
Meni
s
kussanierung
vorübergehend
beeinträchtigt gewesen sei. Ansonsten entspreche die angestammte Tätigkeit als Taxifahrer auch bezüglich der
Kniebe
schwerden
einer ideal adap
tierten Tätigkeit. Damit resultiere ein Invaliditätsgrad ab März 2005 von 70
%
(Urk.
11/76
/2
)
.
Gemäss dem Feststellungsblatt der Beschwerdegegnerin
vom 30. Juni 2008
(Urk. 11/64)
stellte
sie bei ihrem Entscheid
auf die
Stellungnahme von
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Chirurgie,
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD;
vgl.
Art.
59
Abs.
2
bis
IVG,
Art.
47 ff. IVV)
vom 3. Januar 2008
ab
, der mit Verweis auf das Gutachten des
J._
vom 1.
März 2005
(Urk.
11/41/49-74) und den B
ericht
des Suva-Kreisarztes Dr. med.
L._
, Facharzt für Chirurgie, vom 20. Dezember 2007 (Urk. 11/55/2-6)
auf
eine 70%ige Arbeitsfähigkeit
schloss
(Urk. 11/64/4-5).
Dem
Gutachten
des
J._
vom
1.
März 2005
, das
im Auftrag
der Suva erstellt worden war,
ist zu entnehmen, dass
Dr.
me
d.
M._
, Facharzt für R
heumatologie und Rehabilitation,
die folgenden Diagnosen
stellte
: Chronisches, therapierefraktäres,
myofasc
iales
Schmerzsyndrom
zerviko-th
o
r
acal
links mit begleitender
cephaler
Symp
tomatik (Kopf
schmerzen
) mit/bei
Zustand nach Wirbelsäulentrauma anläss
lich eines Ver
kehrsunfalls vom 1.
Juni 1999, altersentsprechende degenerative Wirbelsäulenveränderungen, Zustand nach Magenteilresektion bei anamnestisch
Ulcusleiden
und Präkanzerose. Die klinisch fassbaren
myofascialen
Verände
rungen würden m
it dem geklagten Beschwerdebild
korrelieren.
In der insgesamt wenig rückenbelastenden Tätigkeit mit mög
licher Wechselbelastung als Taxichauffeur und -unternehmer sei eine Arbeits
fähigkeit von 70
%
gegeben
(Urk. 11/41/62-64)
.
Der Kreisarzt
Dr.
L._
erklärte im Bericht vom 20. Dezember 2007, die klinische Untersuchung des linken Kniegelenkes vom 1
9.
Dezember 2007 habe wenig ein
drückliche Befunde ergeben. Und zwar hätten eine leichte Reizsituation und Schwellung,
ein erhaltenes Muskel- und Seh
n
en
relief
, eine minimale
Be
lastungs
intoleranz
, eine leichte end
ständige Bewegungseinschränkung,
ein
indolenter
Gelenks
spalt
und stabile Bandverhältnisse
bestanden.
Die kleine
Restbelastungs
intoleranz
sei in den Einschränkungen des Zumutbarkeitsprofils gemäss dem rheumatologischen Gutachten (des
J._
) v
om 1.
März 2005 mit einer Erwerbsminderung um
30
% eingeschlossen.
Die Ein
satz
fähigkeit habe sich durch die Restsymptomatik am linken Kniegelenk nicht ver
ändert (
Urk.
11/55/4-5).
Von
dieser
Sachlage
ist als Vergleichsbasis auszugehen.
3.2
3.2.1
Mit der Neuanmeldung vom 7. Dezember 2012 machte der Beschwerdeführer unter Beilage des
Zeugnisses des Spitals
A._
vom 1
2.
Oktober 2012 (Urk. 11/95/1
)
und von Dr.
B._
vom
22. Oktober 2012 (Urk. 11/95/2)
eine gesundhei
tliche Beeinträchtigung mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit ab dem 3
.
Juni 2012 geltend (Urk. 11/94/6).
Dr.
B._
führte im Bericht vom 10. Februar 2013 die Diagnosen einer HWS-Distorsion, rezidivierend, mit/bei Kopfkontusion mit Rissquetschwunde
am
24. Juni 1996 und Auffahrunfall
vom 1.
Juni 1999 (seit 2005 30%ige Suva-Rente), einer Meniskusläsion (2006) und eines
Chronic
fatiques
Syndroms seit Juni 2012 auf.
Im Juni 2012 habe der Beschwerdeführer eine akute schwere gastrointestinale Blutung bei bekanntem Malt-Lymphom erlitten
(vgl. die
Berichte des Spital
A._
vom 11. Juni und vom 20. Juni 2012, Urk. 11/106)
und im An
schluss daran ein
Chronic
fatigues
Syndrom
entwickelt
.
Als Befunde hielt er
eine Fehlhaltung der HWS mit gewissen Tic-Bewegungen und massivem Hartspann der
nuchalen
Muskulatur fest. Die Arbeits
fähigkeit des Beschwerde
führers als Taxichauffeur und Inhaber eines Taxiunternehmens sei seit 2007 zu 50 % und ab dem 26. Sep
tember 2012 zu 100 % eingeschränkt. Einschränkend seien
dabei
in körperlicher Hinsicht die schmerz
haften
Muskel
ver
spannungen
der HWS und der
nuchalen
Muskulatur
sowie in geistig/psy
chischer Hinsicht die massive Leistungsinsuffizienz, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Un
acht
samkeit im Strassenverkehr (viele Bussen
). Er vergesse Termine, könne sich nicht kon
ze
ntrieren und
mache viele Fehler im Bürobereich (Urk. 11/102/5-6)
.
3.2.2
Am 28. und 3
0.
April 2014 wurde der Beschwerdeführer
im
C._
von einem
rheu
ma
tologisch
en
,
all
ge
mein
internistisch
en
, neurologisch
en
und psychia
tri
sch
en Facharzt
untersucht und
begutachtet (Urk. 11/140/2, Urk. 11/141/2).
G
emäss dem
C._
-
Gutachten vom 2
6.
Mai 2014
(Urk. 11/141)
klagte der Beschwerdeführer
über ständige Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, wel
che seit 2012
bestünden
. Er leide unter Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Er müsse zirka zwei- bis dreimal
zum Wasserlösen aufstehen
und er habe auch Mühe dann wieder einzuschlafen.
Tagsüber leide er
auch
unter
einer
Pollakis
u
rie
und er schlafe
manchmal ungewollt ein. Ausserdem
bestünden
ständige
Nacken
schmerzen
links
mit Ausstrahlung
in den linken Schädel und
in den lin
ken Oberarm bis zum Ellbogen
sowie bis zum linken Schulterblatt
.
Diese Schmerzen würden b
eim längeren Autofahren (mehrere Stunden)
und wieder
holt krisenartig
verstärkt auftreten.
Er lasse sich dann meistens von seinem Hausarzt eine Spritze geben.
Die chronischen linksseitigen
c
erviko
thorakalen
Beschwerden hätten sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Ausserdem würden auch Nausea und
Schwindel
symptome
auftreten.
Insgesamt habe sich die
Schmerz
intensität
im Vergleich zu früheren Jahren leicht zurück
gebildet. Zusätzlich leide er
(weiterhin)
an intermittierend auftretenden
Knie
ge
lenk
beschwerden
links, welche vor allem beim
Treppaufwärtslaufen
auftreten würden, ähnlich auch auf der rechten Seite (Urk. 7/141/10, Urk. 7/141/17-18, Urk. 7/141/21-22).
Die
C._
-Gutachter kamen
zum Schluss,
es habe weder aus
allgemeininter
nisti
scher
noch aus neurologischer Sicht eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden können.
Die Prostatahyperplasie (ICD-10 N40) und der Vitamin-D-Mangel (ICD-10 E55.9) seien Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dasselbe gelte für den Status nach Magenresektion bei MALT-
(
Mucosa
-Associated-Lymphoid-
Tissue
-
)
Lymphom im Jahr 1995 (ICD-10 C88.4) und den Status nach
anämi
sierender
gastrointestinaler Blutung im Juni
2012 (ICD-10 K92.2).
Aus rheumatologischer Sicht
habe sich
eine leichte
Wir
belsäulenfehlhaltung
und -
fehlform
gefunden. Die HWS habe
eine
end
phasige
einschränkende Rotation und Lateralflexion nach links gezeigt. Klinisch habe eine Dysfunktion zwischen C3 und C6 links imponiert, während die Funk
tion nach rechts unauffällig gewesen sei. Als Korrelat zur doku
men
tierten
Femoro
patellararthrose
habe ein deutliches
femoropatellares
Krepitieren
links bestan
den
. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die folgenden
Diagnosen
zu stellen:
1.
Chronisches
cervikocephales
/-
scapuläres
bis
cerviko
brachiales
Schmerz
syn
drom
links mit/bei Status nach HWS-Distorsion bei
Autoauf
fahr
unfall
am 1. Juni 1999, Status nach Kopfkontusion mit Rissquetschwunde am 1
4.
Juni 1996, mässig ausgeprägte indolente
Myogelosen
der
Suboccipital
-,
Trapezius
- sowie der
interscapulären
Muskelgruppen, klinisch Dysfunktion C3
C6 links,
aktenanamnestisch gemäss Röntgenbilder und
Magnetreso
nanz
to
mo
graphie
-(MRT-)Aufnahmen 1992-2002:
Sementdegeneration
C6/7 ohne Kom
pression von neuralen Strukturen, keine Hinweise für relevante thoraka
le Pathologien; 2.
Femoropatellararthrose
links (ICD-10 M17.9) mit/bei Status nach trau
matischer Kniegelenksdistorsion links im Januar 2006 mit medialer
Menis
kus
hinterhornläsion
und Status nach
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
am medialen
Hinterhorn
bis zum Corpus links am 2
3.
Juni 2006,
arthroskopisch
festgestellte
Chondropathie
Grad III bis IV der
Trochlea
bei unauffälligem
retro
patellärem
Knorpel
überzug sowie leichte
Chondropa
t
h
ie
Grad II am medialen
Femurkondylus
, intermittierend belastungsabhängige Kniegelenkschmerzen beid
seits linksbetont.
Aus rheumatologischer
Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit als Taxichauffeur und in jeder anderen körperlich leichten bis selten mittel
schweren, wechsel
belastenden Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungs
fähig
keit von 70
%
.
Bei der psy
chia
trischen Untersuchung sei aufgefallen, dass das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive
Krankheits
über
zeugung
, nicht mehr arbeiten zu können, durch die somatischen Befunde nicht hinrei
chend objektiviert werden könne. Es müsse daher eine psychische Über
lagerung angenommen werden. Es handle sich dabei um eine somatoforme Stö
rung (ICD-10 F45.8). Die Arbeits
fähigkeit sei aufgrund dessen indes nicht ein
geschränkt und weitere psychia
trische Diagnosen hätt
en nicht gestellt werden können
(
Urk.
11/141/24-25).
3.3
3.3.1
Es ist ausgewiesen, dass d
ie Beschwerden im Bereich der HWS mit Au
sstrahlung in die linke Schädel
seite und den linken Arm sowie am l
inken Kniegelenk bereits
bei
Erlass der Verfügung vom 18.
Juni 2009 (
Urk. 11/87/1-2
) be
standen hatten. Insofern hat sich
im hier zu beurteilenden Zeitraum (BGE 132 V 220 E. 3.1.1) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vor
15.
September 2014
(Urk. 2)
keine erhebliche Änderung des Ge
sund
heitszustandes mit Aus
wir
kung a
uf die Arbeitsfähigkeit ergeben.
So
waren d
ie geklagten
intermittierenden belastungsabhängigen
Knie
gelenks
schmerzen
linksbetont
bereits im
Bericht des Suva-Kreisarztes
Dr.
L._
vom 20. Dezember 2007 (
Urk.
11/55/2-6) aufgeführt.
Der r
heumatologische
C._
-Gut
achter hielt entsprechend fest, an den unteren Extremität
en
habe als Kor
relat zu der bereits 2006 doku
men
tierten
Femoro
patellararthrose
ein deutliches
femoro
patellares
Krepitieren
links bestan
den (
Urk.
11/1141/20)
. Insofern un
verändert fiel auch die Einschätzung betre
ffend die Arbeitsfähigkeit aus, indem die
C._
-Gutachter folgerichtig -
wie bereits damals der
Suva-
Kreisarzt
Dr.
L._
(Urk. 11/55/5)
-
weiterhin auf eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit
schlossen
(Urk.
11/141/25
).
Hinsichtlich der chronischen
cervikothorakalen
Be
schwerden
hat der Be
schwer
deführer anlässlich der
C._
-
Be
gutachtung selbst angege
ben, dass sich
diese
in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert hätten
(Urk. 11/141/17-18
)
.
Schon damals, anlässlich der Begutachtung im März 2005, hatte der Be
schwer
deführer ein Schmerzpegel mit minim 3-4 und maximal 7-8 angegeben, was der damalige Gutachter als erheblich und als mit dem klinischen Befunden von schmerzhaften
Myoten
dinosen
korrelierend bezeichnete (Urk. 11/41/61).
Der rheuma
tolo
gische
C._
-
Gutachter hielt dazu nach
voll
ziehbar fest,
dass insgesamt von einem chronischen Status in Bezug
auf
die
cervi
koc
eph
alen
,
cerviko
sca
pulären
und
cerv
ikobrachialen
Schmerzen links aus
gegangen werden könne, wie dies
bereits
im letzten Gutachten
(des
J._
)
zuhanden der Suva vom März 2005
(Urk. 11/41/62-64) postuliert worden sei (Urk. 11/141/20).
In
muskuloskelettaler
Hinsicht ist somit von einem unver
änderten Gesund
heits
zustand auszugehen.
Auch aus d
em Bericht des Hausarztes
Dr.
B._
vom 10. Februar 2013 (
Urk.
11/102/5-7) ergibt sich diesbezüglich nichts anderes.
3.3.2
Daran vermag auch d
er vom Beschwerdeführ
er eingereichte Bericht von Dr.
E._
vom 1
3.
Februar 2015
(Urk. 14) nichts zu ändern. Denn darin wurden
lediglich
die Diagnosen einer
Cervikalgie
, eine
Spondylarthrose
C2/3
links mit
Foramen
stenose
und der
Status nach Auffahrunfall in den Jahren 1999 und 2003
aufgeführt
(Urk.
14).
D
egene
rative Veränderungen an der Halswirbelsäule waren
indes auch
in den früheren
Bericht
en
schon
erwähnt worden. So
war
im Bericht der Rheumatologie der
N._
Klinik vom 1
5.
März 2001 nebst einer ausgeprägten
Insertions
tendinopathie
und einer Dysfunktion C1/C3 und Th5/7 eine leichte
Osteo
chondrose
C6/C7, eine nicht
kompressive
Diskushernie C3/C4
mediolateral
rechts und ein moderat eingeengtes
Foramen
intervertebrale C
4/C5
linksseitig festgehalten worden (
Urk.
11/41/195
).
Auch wurden die HWS-Beschwerden
von den
C._
-Gutachtern hin
länglich
als Beschwerden mit Aus
wir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
berück
sichtigt
(Urk. 11/141/18-20) und das Anforderungsprofil zur
70%igen
Restarbeits
fähig
keit
entsprechend formuliert
, wonach dem Beschwerdeführer weiterhin nur körperlich leichte bis selten mit
telschwere Tätigkeiten zumutbar
seien
(Urk. 11/141/18-25)
.
Soweit
mit
dem
Bericht von
Dr.
E._
vom 1
3.
Februar 2015
neu aufgetretene, zusätzliche degenerative Veränderungen geltend gemacht werden,
welche eine zusätzliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben,
ist ent
scheidend
zu beachten
, dass
D
r.
E._
von einer
periradikuläre
Therapie (PRT)
vom 27.
Januar 2015 und einer U
nter
suchung vom
1
3.
Februar 2015
berichtet
, was
den
Zeitraum nach Erlass der angefochtenen
Verfügung vom 15.
September 2014
(
Urk.
2)
betrifft, der hier
indes
nicht zu beurteilen ist.
3.4
Die
von den
C._
-Gutachtern
anlässlich der Begutachtung Ende April 2014 (Urk. 11/141/2) gestellten
allge
mein
internistischen
Diagnosen einer
Prostata
hy
per
plasie
(ICD-10 N40)
,
eines
Vita
min-D-Mangel (ICD-10 E55.9)
und der Status nach
anämi
sierender
gastro
intestinaler Blut
ung
(Juni 2012;
ICD-10 K92.2)
sodann
lagen
- soweit aktenkundig -
im Jahr 2009
noch nicht vor.
Insofern hat sich eine Veränderung des Gesundheitszustandes seit Mitte 2009 (Urk. 11/76, Urk. 11/87) ergeben.
Der allgemeininternistische
C._
-Gutachter be
ur
teilte diese Diag
nosen indes
überzeugend
als
Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (
Urk.
11/141/12).
Denn ausser einem
niederen Wert für Vita
min D
was
allgemeinhin
leicht behandelbar
und kein Grund für eine Arbeits
un
fähig
keit
ist
-
seien
die übrigen Laboruntersuchungen unauffällig
ge
wesen
.
Auch
der
Ferritinwert
sei
nicht erniedrigt
gewesen
. Eine Anämie, wie sie durch die gastro
intestinale Blutung
eingetreten war (Urk.
11/106/2-3
),
lag somit nicht mehr vor.
Die
Hospitalisation
im Spital
A._
mit 100%iger Arbeits
unfähigkeit (Urk. 11/95/1
) war denn auch nur vom 3. bis 5. Juni und vom 10. bis 21. Juni 2012 erfolgt (
Urk.
11/106/2).
Auch der Hausarzt Dr.
B._
begründete die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht mit einer
der
allge
mein
inter
nisti
schen
Diagnosen (Urk. 11/102/5-6)
, namentlich auch nicht mit dem Status nach
anämisierender
gastro
intestinaler Blutung
, sondern mit einer erst daraufhin eingetr
etenen Folgeerscheinung, welche
er als
Chronic
fatigue
Syn
drom einord
nete
. Es ist vor diesem Hintergrund daher nach
vollziehbar, dass der
allgemein
internistische
C._
-Gutachter zum Schluss kam, dass die diag
nostizierten
allge
meininternistischen
Erkrankungen wohl vor
über
gehend zu Arbeitsunfähigkeiten hätten führen können, dass jedoch kein Hin
weis darauf be
standen habe, dass die Arbeitsfähigkeit aus
allgemein
inter
nisti
scher
Sicht im Ver
lauf jemals län
gerfristig relevant eingeschränkt gewesen sei
(Urk. 11/141/12).
Eine für den Rentenanspruch relevante Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes
mit
län
ger
an
dauernder
Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (vgl. Art.
28 Abs. 1
lit
. b
IVG
,
Art.
29
bis
IVV
)
ist
damit
auch hin
sicht
lich der genannten
allgemeininter
nistischen
Diagnosen
zu verneinen
.
3.5
3.5.1
G
emäss dem Bericht von Dr.
B._
vom 10. Februar
2013
ist
im Anschluss an die
anä
mi
sierende
gastro
intestinale Blutung vom
Juni 2012
ein
Chro
nic
fatig
ue
Syndrom
aufgetreten
(Urk. 11/102/5-6
)
. Diese Diag
nose wird
auch
in den Be
richten
der be
han
delnden Psychiaterin
Dr.
D._
aufgeführt
(Urk. 3/1-3)
.
Von den
C._
-Gutachtern wurde diese Diagnose dagegen nicht gestellt
, neu wurde gemäss dem
C._
-Gutachten
allerdings
eine soma
toforme Störung (ICD-10 F45.8; Urk. 11/141/24) diagnostiziert.
Dr.
B._
begründete die
Diagnose
eines
Chronic
fatigue
Syndroms
mit den Symp
tomen einer absoluten Leistungsinsuffizienz,
Konzen
trationsstörung
und Vergess
lichkeit. Es seien vier der im Harrison genannten fünf Kriterien erfüllt (Urk. 11/102/6). Welche vier dieser Kriterien erfüllt seien, führte
Dr.
B._
indes nicht aus.
Auch
Dr.
D._
hat in
den
Berichten vom 31.
Oktober 2013,
vom 1
2.
Februar und
vom
2. April 2014
(
Urk.
3/1-3)
nicht
beschrie
ben,
aufgrund welcher Befunde sie auf diese Diagnose schloss.
Erwähnt wurden
Symptome, welche
auf
sub
jektive
n
Wahr
nehmungen und Schilderungen des Beschwerdeführers
beruhen, nament
lich gesunkene Belastbarkeit,
Konzen
t
ra
tionsschwierigkeiten
und starke Müdig
keit.
Diese
Symptome
waren
indes bereits vor der
anämisierende
n
gastro
inte
stinale
n
Blutung im Juni 2012
ange
geben
worden
.
So
war bereits i
m Gutachten des
J._
vom 1.
März 2005
festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer nebst den Nacken- und Kopfbeschwerden Schlaf
stö
run
gen,
Orien
tierungs
schwächen
, Konzentrationsstörungen und eine ver
mehrte Ver
gesslichkeit ge
schildert habe (Urk. 11/41/56).
Im Bericht von Dr. med.
O._
, Spezialarzt für Neu
rologie, vom 1. September 2004
war über
dies
aufgeführt worden, dass der Beschwerdeführer einige Stunden in der Woche Büroarbeiten erledige und bei diesen Konzentrationsstörungen be
merke (Urk. 11/41/68).
Die damalige neuro
psychologische Untersuchung hatte jedoch gemäss dem Bericht der
P._
vom 29.
April 2004 einen unauffälligen Befund ergeben (Urk.
11/41/101-102
).
Dr.
B._
hielt im Bericht vom 10. Feb
ruar 2013
weiterhin
fest, dass die Beschwerden mit Konzentrationsstörungen, vor
zeitiger Ermüdung und anhal
tenden starken Kopf
schmerzen seit dem Unfall vom
1.
Juni 1999 bis heute nicht gebessert hätten (
Urk.
11/102/6). Dr.
D._
führte im Bericht vom 31. Okto
ber 2013 aus, dass der Be
schwerdeführer seit dem Unfall vom
5.
Juli 1999 unter Schwin
del, Kopf- und Nackenschmerzen und auch unter
Konzentrations- und Gedächt
nisstö
rungen sowie unter Lärm- und
Lichtempflindlichkeit
leide (Urk. 3/1 S. 1).
Inso
fern kann nicht von einer neu auf
getretenen Symptomatik
respektive von einem ver
änderten Gesund
heits
zu
stand seit Juni 2009 (Urk. 11/76, Urk. 11/87)
ge
sprochen werden.
3.5.2
Hinzu kommt, dass
weder von der psychiatrischen Fachärztin
Dr.
D._
noch vom psychiatrischen
C._
-Gutachter entsprechende Befunde im
Psycho
status
objektiviert werden
konnten
. Sowohl in den Berichten von
Dr.
D._
vom 31. Okto
ber 2013 und vom 12. Februar 2014 (
Urk.
3/1-2) als auch im psy
chia
trischen
C._
-Teilgutachten vom
30. April 2014 (Urk.
11/141/14-15) wurden Anzeichen für Konzentrationsstörungen verneint und eine unauffällige Merk
fä
higkeit, Auffassung sowie Gedächtnisleistung festge
halten.
Dem psychia
trischen
C._
-Teilgutachten ist zudem zu entnehmen, dass
der Be
schwerde
führer keinerlei depressive Symptome gezeigt habe, die Stimmung aus
geglichen, zu
weilen auch heiter gewesen sei und der Beschwerdeführer einen aktiven, energischen Ein
druck gemacht habe. Die von ihm geklagte Müdigkeit habe in
k
einer Art und Weise beobachtet werden können (Urk. 11/141/15).
3.5.3
Des Weiteren hat
Dr.
D._
die
Arbeitsfähigkeit
im Bericht vom 3
1.
Oktober 2013
aus psychiatri
s
cher Sicht als lediglich leicht beeinträchtigt beurteilt
(Urk. 3/1 S. 2)
, was der
bisher
und
von den
C._
-Gutachtern
weiterhin
atte
stier
ten
30%igen Arbeitsunfähigkeit nicht entgegensteht.
3.6
3.6.1
Zu beachten ist sodann
, dass es sich
bei der Diagnose eines
Chronic
fatigue
Syn
droms (auch
chronische
s
Erschöpfungssyndrom
genannt, ICD-10 G93.3) ebenso
wie
bei der
vom psychiatrischen
C._
-Gutachter
gestellte
n
Diagnose einer soma
toformen
Störung (ICD-10 F45.8; Urk. 11/141/15) und
auch bei
einer
spezi
fische
n
und unfalladäquate
n
HWS-Distorsion
[Schleudertrauma] ohne orga
nisch nach
weisbare Funktionsausfälle
(
BGE 136 V 279
)
um
pathogene
tisch
-ätio
logisch un
klare
syndromale
Beschwerdebilder (
vgl. Aufzählung in: BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3)
handelt
,
welche unter Berücksichtigung des
mit dem
Leit
ent
scheid
BGE 141 V 281
(Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2015) prä
zisierte
n
struk
turierte
n
,
nor
mative
n
Prüfungsraster
s
zu beurteilen sind
.
Hierbei
sind
die
funktionellen Auswir
kun
gen
eines Gesundheitsschadens
mit
einem Katalog
von sogenannten Standardindikatoren
vermehrt zu gewichten, wobei den Umstän
den des Einzelfalls Rechnung zu tragen ist (BGE 141 V 281 E. 4).
Das
Prüfungs
raster
gestaltet sich wie folgt: Unter die
Kategorie
„funktioneller Schweregrad"
(E. 4.3)
fällt
der K
omplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
mit der Frage nach der
Ausprägung der
diag
nose
relevanten
Befunde (E. 4.3.1.1)
, dem B
ehandlungs- und
Einglie
derungs
erfolg
oder
der Behandlungs
resistenz (E. 4.3.1.2)
und den
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
, ausser
dem der K
omplex „Per
sönlichkeit" (
Per
sön
lich
keitsdiagnostik
, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
und der K
omplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
. Unter der Kategorie
„Konsistenz" (Ge
sichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
ist die g
leich
mässige Einschränkung des
Aktivitäten
ni
veaus
in allen ver
gleich
baren Lebens
bereichen (E. 4.4.1)
und der
b
ehand
lungs
- und
eingliederungs
anam
nestisch
ausgewiesene Leidens
druck (E. 4.4.2)
relevant.
3.6.2
Der psychiatrische
C._
-Gutachter
hat
die
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
dagegen
im Hinblick auf die von ihm gestellte Diagnose einer soma
toformen
Störung (ICD-10 F45.8
)
noch nach
den Kriterien
der
bisherigen
Recht
sprechung
(
BGE 130 V 352
,
vgl. auch BGE 136 V 279 E. 3.2
)
geprüft
und
dabei
eine
psy
chische Komorbidität
(
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer
)
,
eine
chronische körperliche
Begleiterkrankung
,
ein
en
soziale
n
Rück
zug
und einen
primäre
n
Krankheitsgewinn
verneint
(Urk. 11/141/15)
.
Dennoch ist von einer neuen Begutach
tung abzusehen.
Denn im Hinblick auf die neue Rechtsprechung des Bundes
gerichts zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und vergleichbaren psycho
somatische
n
Leiden
nach BGE 141 V 281
ist nicht in jedem Fall eine weitere Begutachtung angezeigt.
D
anach ver
lieren gemäss altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert, sofern eine schlüs
sige Be
urteilung der massgeblichen Indi
katoren möglich ist
(BGE 141 V 281 E. 8). Zudem gilt auch nach neuer Recht
sprechung weiterhin, dass insbesondere bei Vorliegen eines solchen unklaren
Beschwerde
bildes
eine objektivierte Betrach
tungsweise
massgeblich
ist und medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbsteinschätzungen und -
limi
tierungen
nicht als invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigung anzuer
kennen sind (BGE 141 V 281 E. 3.7.1).
3.6.3
Z
ur Ausprägung der
diagnoserelevanten Befunde
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1)
ist den Akten
zu entnehmen, dass diese nicht besonders eindrücklich sind.
Eine be
sondere
,
seit 2009
erhöhte
Müdig
keit
und Konzentrationsstörung
konnte nicht objektiviert werden
(vgl. E. 3.5.2 hiervor). Die Diagnose einer soma
tofor
men Störung (ICD-10 F45.8; Urk. 11/141/15) wurde gemäss dem psychia
trischen
C._
-Teilgutachten
lediglich
aufgrund des
nicht objektivierbaren
Aus
masses der geklagten Beschwerden und der subjek
tiven Krankheitsüberzeugung
,
nicht mehr arbeiten zu können,
gestellt (Urk. 11/141/15).
Auch eine
erhebliche
Komor
bidi
tät
(
BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3)
ist weder in somatischer noch in psychischer Hinsicht gegeben.
Besondere emotionale oder psychosoziale Belastungsfaktoren wurden gegenüber den
C._
-Gutachtern nicht geschildert. Der Beschwerdeführer hat nach eigenen Angaben
gegenüber dem psychiatrischen
C._
-Gutachter
ein gutes Verhältnis zu seiner Ehefrau
, die bei der Spitex arbeite,
und
er
ist in den familiären Tages
ab
lauf eingebunden. So nehme die Familie gemei
nsam das Mittagessen ein, nach
mit
tags kümmere er sich um die Post, mache danach einen Spazier
gang und fahre um 17 Uhr den
Sohn ins Fussbal
l
training. Um 20
Uhr hole er ihn wieder ab. Abends kümmere er sich um sein Geschäft, was er meistens per Telefon erledige (Urk. 11/141/14).
Den
Nachtklub habe er 2011 mit einem Kol
legen gekauft. Mittlerweile habe er den Club allein über
nommen, er beschäftige eine Angestellte. Es handle sich um eine
Kontakt
bar
mit darüber
liegenden Zimmern, die er an Prostituierte vermiete. Da er lärm
empfindlich sei, halte er sich nur sehr ungern abends in der Bar auf. Er kümmere sich aber um das Administrative, erledige Bestellungen, schaue, dass die Prostituierten
Ar
beits
bewilligungen
erhielten. Der Geschäftsverlauf sei rück
läufig, es gebe viel Kon
kurrenz (Urk. 11/141/13-14).
Dem
Handels
register
auszug
zur
Y._
GmbH ist zudem zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
zusätzlich
immer
noch Geschäfts
führer dieses Taxi
unter
nehmens ist (Urk. 23), wobei nicht bekannt ist, in welchem Umfang er für dieses arbeitet
und ob er damit
Ein
nahmen generiert
.
In der Replik hat der Beschwerdeführer des Weiteren aus
geführt, dass er im Mai 2013 geschäftlich nach
G._
gereist sei (Urk.
18 S.
1
).
Dazu i
n gewissem
Wider
spruch steht die Angabe des Be
schwerdeführers gegenüber dem
allge
meininter
nistischen
C._
-Gutachter, er
verbringe
seine Zeit meistens liegend zuhause (Urk. 11/141/11).
Diese Sachlage
verdeutlicht
jedenfalls
den Befund gemäss dem psychia
trischen
C._
-
Teil
gutachten
, dass sich aus den Schilderungen des Beschwerde
führers keine Hin
weise auf Veränderungen der Stimmung und des Antriebes im Laufe des Tages ergeben hätten (
Urk.
11/141/15).
Bezüglich des Komplexes der Persön
lichkeit
(
BGE 141 V 281 E. 4.3.2)
sind auch
keine
andere
n
Hinweise auf auf
fällige, die
Ressourcen
seite
hemmende
Faktoren in der Persönlichkeits
ent
wicklung und -struktur und in den grundlegenden psychischen Funktionen vor
handen.
Es
ist
des Weiteren
von einem weitgehend unterstützenden sozialen Kontext (
BGE 141 V 281 E. 4.3.3)
auszugehen, wenn auch di
e allein in den Berichten
von Dr.
D._
geschilderten besonderen Ereignisse
dies temporär
ab Mitte Dezember 2013
relativieren mögen. So ist der
Beschwerdeführer
gemäss
dem Bericht vom 12. Februar 2014
am 18.
Dezember 2013 am Flughafen Kloten ver
haftet wor
den
. Er sei
wegen des Verdachts auf Kindsmissbrauch des 6-jährigen Sohnes
30
Tage in Unter
suchungshaft gewesen (Urk. 3/2 S. 1
). Es bestehe die
Gefahr, dass der jüngste Sohn in einem Kinderheim platziert werde, was den
Be
schwerde
führer
stark belaste
. Er ziehe sich vermehrt zurück und in der Anwe
senheit anderer fühle er sich unwohl (Urk. 3/3)
. Auch wenn diese
Situa
tion
für den Beschwerdeführer und
seine
Familie belastend
(gewesen)
sein mag,
müssen die direkten negativen funktionellen Folgen dieser sozialen Be
lastungen
recht
sprechungs
gemäss
jedenfalls
ausgeklammert bleiben (
BGE 141 V 281 E. 4.3.3
).
Beweisrechtlich entscheidend ist
hier
schliesslich
auch
der Aspekt in der Katego
rie "Konsistenz", insbesondere i
n Bezug auf den Indikator einer
gleich
mässi
gen
Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebens
berei
chen
(vgl.
zur Publi
kation vorgesehenes Urteil des Bun
desgerichts 8C_478/2015 vom 12.
Feb
ruar 2016
E.
4.5
)
. Eine solche Einschränkung ist beim Beschwerde
führer
angesichts des nach wie vor beachtlichen Aktivitätsniveaus in verschie
denen Bereichen
nicht gegeben, womit die
massgebliche
funktionelle Auswirkung
nicht begrün
det ist
.
3.6.
4
Insgesamt ist damit
-
letztlich entsprechend der Einschätzung der
C._
-Gutach
ter
-
ein
rechtsgenüglicher
Bezug zwischen der gestellten
psychiatrichen
Diag
nose
ei
ner somatoformen Schmerzstörung, aber auch eines
Chronic
fatigues
Syndroms,
und deren funktionellen Aus
wirkung
en
im Sinne einer
(wie geltend gemacht vollständig)
eingeschränkten Arbeits
fähig
keit
zu verneinen
.
Bei gesamthafter Betrachtung über alle massgeblichen Indikatoren hinweg ist eine medizinisch-gesundheitliche Anspruchsgrundlage, welche zur Anerken
nung einer
Erhöhung des
Invalidität
sgrades
führen könnte, nicht mit über
wie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Die Folgen der Beweislosigkeit hat die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (vgl. BGE 141 V 281
E.
6
).
3.7
Es ist nach dem Gesagten daher nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
auf die Einschätzung des
C._
-Gutachtens vom 2
6.
Mai 2014
(Urk.
11/141/24-26) abgestellt hat und
im massgebenden Vergleichszeitraum vom
18. Juni 2009
(Urk.
11/76, Urk. 11/87
) bis
1
5.
September 20
1
4
(Urk. 2) unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten
von einer unveränderten Arbeits- und Er
werbsfähigkeit von 70
%
ausgegangen ist.
Was der Beschwerdeführer
des Weiteren
vorbringt,
rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise.
Die
Beschwerde
ist folglich
abzuweisen.
4
.
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen betrifft, ist das Ver
fahren kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen,
ermessens
weise
auf Fr. 700.-- anzusetzen und
ausgangs
gemäss
dem Beschwerdeführer aufzu
erlegen.