Decision ID: 22d34e4a-fdf2-4b3f-9934-b1375587af01
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, arbeitete seit 1989 in der Schweiz
zunächst
als Saisonarbeiter im Tunnelbau. Im Jahr
1991
reiste
er
aus Bosnien und
Herzegowina in die Schweiz ein
und war bis
Ende Juli
1998
in den Bereichen
Tunnelbau
und
Bau
tätig
. Von August 1998 bis Ende Oktober 2004 war er bei der
Y._
als Reiniger/Hauswart angestellt
(
Urk.
12/1
,
Urk.
12/3
,
Urk. 12/5
und
Urk.
12/56
). Am 16. Februar 2005 (Eingangsdatum) meldete sich
X._
unter Hinweis auf seit einem Autounfall am 1
6.
Februar 2004 bestehende Nacken-, Rücken-, Schulter- und Kopfschmerzen sowie depressive Reaktionen, Nervosität und Angst
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
-
Stelle,
zu
m Leistungsbezug an (
Urk.
12/1
). Die IV
-
Stelle tätigte Abklärungen in medizinischer und erwerblich
er Hinsicht und verfügte am 31.
Oktober 2005 die Abweisung des Leistungsbegehrens (
Urk.
12/13).
Aufgrund der vom Versicherten dagegen erhobenen Einsprache
(Urk.
12/17)
liess ihn die
IV-Stelle
beim
Z._
polydisziplinär begutachten (Gutachten vom
21.
November 2006
, Urk.
12/34).
Mit
Einspracheentschei
d
vom
6.
Februar 2007
wies die IV-Stelle
, ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit und
einem Invaliditätsgrad von 32
%
, die Ein
sp
rache von
X._
ab (Urk.
12/43). Die von ihm dagegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil IV.2007.00375 vom 5. November 2007 ab (
Urk.
12/64; vo
m Bundesgericht mit Urteil 9C_
14
/2008 vom 8.
April 2008 bestätigt,
Urk.
12/70).
1.2
Am
1.
April 2008
nahm der Versicherte eine Teilzeitt
ätigkeit
im Bereich Reini
gung
bei der
A._
auf (
Urk.
12/154
; vgl.
Urk.
12/72
). Am
15.
Mai 2008
meldete er sich
er
neut bei der IV-Stelle zum Leis
tungsbezug an (Urk.
12/72, unter Beilage
zweier Arztberichte
[
Urk.
12/71
und
Urk.
12/73
]
). Die
IV-Stelle
holte
Beri
chte der behandelnden Ärzte ein
(
Urk.
12/74, Urk.
12/76
-77 und
Urk.
12/80).
Mit Vorbescheid vom
2
8.
Juli 2009
stellte
sie
dem Versicherten
, ausgehend von
einem Invaliditätsgrad von 32
%
,
die Abweisung des Leis
tungsbegehrens in Aussicht
(
Urk.
12/84). Dagegen erhob
X._
am 2
8.
August resp. 2
6.
Oktober 2009
durch die UNIA Zürich-Schaffhausen
resp. durch Rechtsanwalt
Dr.
Dominique
Chopard
Einwand
(
Urk.
12/85
und
Urk.
12/92,
unter Beilage diverse
r Arztberichte [
Urk.
12/88-91
]
).
Die IV-Stelle liess den Versicherten daraufhin durch
das
B._
polydisziplinär begutachten (
Gutachten
des
B._
vom 5. Juli 2010,
Urk.
12/101). Am 2
2.
November 2010
verfügte sie
wie vorbeschieden (
Urk.
12/104), ohne vorgängig dem Ve
rsicherten Gelegenheit zur Stel
lungnahme zum
B._
-Gutachten einzuräumen.
In Gutheissung der dagegen
vom Beschwerde
führer am
1
0.
Januar
2011
erhobenen
Beschwerde (Urk.
12/107)
h
ob das hiesige Gericht mit
Urteil
IV.2011.00011
vom 15. März 2011 die Verfügung vom 2
2.
No
vember 2010 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit sie dem Versicherten das rechtliche Gehör zum
B._
-Gutachten vom
5.
Juli 2010
gewähre und anschliessend über den Rentenanspruch neu verfüge (
Urk.
12/109).
X._
liess am 2
0.
Juni 2011 durch Rechtsanwalt Dominique
Chopard
zum
B._
-G
utachten vom
5.
Juli 2010
Stellung nehmen (
Urk.
12/114)
. In der Folge wies die IV-Stelle,
ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und einem
Invaliditätsgrad von 35
%
, mit Verfügung vom 1
2.
August 2011 das
Leistungsbe
gehren
von
X._
erneut ab (Urk.
12/117
).
Die von ihm dagegen am 15. September
2011 erhobene Beschwerde (Urk.
12/118
) wies das Gericht m
it Urteil IV.2011.01013 vom 26.
September 2012 ab
(
Urk.
12/122).
1.3
Am
4.
Februar 2014 meldete sich
X._
abermals bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an (
Urk.
12/126
, unt
er Beilage der Berichte v
on Dr. med.
C._
,
Neurologie/EEG,
vom
4.
November 2013, von Dr.
med. D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom
9.
Januar 2014 und von Dr.
med. E._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabil
itation, vom 1
0.
Dezember 2013 [
Urk. 12/125/1-8
]
).
M
it Vorbescheid vom 24. März 2014
kündigte die IV-Stelle dem Versicherten
an, dass sie auf sein neues Leistungsbe
gehren nicht eintreten werde (Urk. 12/130). Dagegen erhob dieser
,
n
unmehr vertreten durch Rechtsan
walt Christoph
Häberli
, am 2
8.
März 2014 vorsorglich und am
7. Mai 2014
begründet
Einwand (Urk.
12/
132 und Urk.
12/
135).
1.4
Mit Eingabe vom
1. Juli 2014 (12/173/3-6) stellte
X._
durch Rechtsan
walt Christoph
Häberli
beim hiesigen Gericht ein Revisionsgesuch
und beantragte
, es sei das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 26. Sep
tember 2012 (Urk. 12/122) aufzuheben. Anstelle des aufgehobenen Entscheids sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die Sache zur korrekten Feststellung des Sachv
erhalt
s an die IV-Stelle
zurückzuweisen. Er begründete dieses Gesuch
– unter Verweis auf ein an seinen Rechtsvertreter gerichtetes Schreiben des
B._
vom 16. Juni 2014 (Urk. 12/173/27-28) – damit, dass es sich b
ei den Feststellun
gen des orthopädischen
B._
-Gutachters Dr.
F._
im
B._
-Gutachten
vom 5. Juli 2010
um solche handle, die gar nicht bei ihm –
X._
–, sondern bei einer bislang völlig unbekannten Person erhoben worden seien.
Die IV-Stelle
nahm mit Eingabe vom 4. Mai 2015 zum Revisionsgesuch Stellung (unter Beilage ihrer Akten, darunter ein Schreiben des
B._
vom 14. Juli
2014 [Urk. 12/144],
das
auf
den 1
4.
Juli 2014 datierte «eigentliche» –
X._
betreffende – orthopädi
sche Teilgutachten von
B._
-Gutachter
Dr.
F._
[Urk. 12/143] sowie
das
eben
falls
auf den 1
4.
Juli 2014 datierte
«korrigierte»
polydisziplinäre
B._
-
Gu
tachten
[Urk. 12/142]
)
.
Mit Urteil IV.2014.00716
vom 30.
Oktober 2015
wies das Gericht das Revisionsgesuch
ab
, soweit darauf einzutreten war (
Urk.
12/200).
1.5
Z
wischenzeitlich war
die IV-Stelle
auf die Neuanmeldung eingetreten (vgl.
Urk
. 12/148 und
Urk.
12/205)
,
hatte
Auskünfte bei der
A._
(Urk.
12/154) sowie
Verlaufsberichte
der
aktuell
behandeln
den
Ärztinnen und Ärzte
(Urk.
12/156,
Urk.
12/160-161 und
Urk.
12/163)
einge
holt
und eine polydisziplinäre Begutachtung durch das
G._
in Auf
trag gegeben (Gutachten vom 21.
Mai 2015,
Urk.
12/175; vgl. auch die ergänzende Stellungnahme
des
G._
vom
2
4.
Juni 2015,
Urk.
12/177).
Am 30.
November 2015 nahm Rechtsanwalt
Häberli
zum Gutachten des
G._
Stellung (
Urk.
12/202, unter Beilage eine
r
an ihn geric
hteten Stellung
nahme
von
Dr.
E._
vom 2
8.
September 2015 [Urk.
12/201]).
Am
1.
Dezember 2015
reichte er zudem eine
Stellungnah
me von
Dr.
D._
vom 30. November 2015 ein
(
Urk.
12
/203-204).
In der Folge holte
die Beschwerdegegnerin eine Stellung
nahme ihres Rechtsdienstes ein (Stellungnahme v
om 2
3.
März 2017,
Urk.
228)
und aktualisierte nach Rückfrage beim Versicherten (
Urk.
12/207-208) die medi
zinische Aktenlage
.
Am
6.
April 2018 nahm Rechtsanwalt
Häberli
zu den getä
tigten Abklärungen Ste
llung (Urk.
12/227, vgl.
Urk.
12/222-223
).
Nach durch
ge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
13. August 2018
,
Urk.
12/229
; Einwand vom
2
1.
September 2018
,
Urk.
12/231)
wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 19.
November 2018
das Leistungsbegehren des Versicherten ab
(
Urk.
12/237 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte, neu vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Kreso
Glavas
, mit Eingabe vom
4.
Januar 2019 Beschwerde und beantragte, die ange
fochtene Verfügung vom 1
9.
November 2018 sei aufzuheben und ihm eine halbe Rente zu gewähren. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und eine aktuelle polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu geben, woraufhin neu zu entscheiden sei. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels
(
Urk.
1
, unter Beilage des Berichts v
on
Prof.
Dr.
med. PD
Dr.
phil. H._
, Facharzt für Orthopädische Chiru
rgie und Traumato
logie, Spez.
Spinal Chirurgie
,
vom
6.
Oktober 2017
[Urk.
3/4]
sowie eines
an ihn gerichteten
Berichts von
Dr.
med. I._
, Facharzt für Radiologie, v
om 1
8.
April 2017 [
Urk.
3/3]
). Mit Verfügung vom 11.
Januar 2019 wurde dem Versicherten
eine Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde angesetzt (
Urk.
5). Der Beschwerdeführer reichte daraufhin am 2
1.
und
2
3.
Januar 2019 je eine Nachtragseingabe zur Beschwerde ein (
Urk.
7 und
Urk.
9). Die Beschwerdegegne
rin ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom
5.
März 2019 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
11, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
12/1-242]). Mit Verfügung vom
6.
März 2019 wurde dem Beschwerdeführer eine Kopie der Beschwerdeant
wort zur Kenntnisnahme zugestellt und mitgeteilt, dass das Gericht die Anord
nung eines weiteren Schriftenwechsels nicht al
s erforderlich erachte (
Urk.
13). Am 1
3.
März 2019 reichte Rechtsanwalt
Dr.
Glavas
eine Stellungnahme bzw. «Kurzreplik» sowie seine Honorarnote ein (
Urk.
14 und Urk. 15). Erstere wurde der Beschwerdegegnerin am 1
5.
März 2019 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen e
ingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres
gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen
(BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V
409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
G
emäss der mit
BGE 130 V 352
begründeten und seither stetig weiter entwickel
ten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden (
BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3, 142 V 342
) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invali
dität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
IVG
führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte «Foerster-Kriterien», vgl.
BGE 130 V 352, BGE
131 V 49 E. 1.2, je wiedergegeben BGE 139 V 547 E. 5 mit wei
teren Hin
weisen).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung auf
gegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten normativen Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tat
sächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.1; Urteil des Bundes
gerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2). Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl.
BGE 144 V 50 E. 4.3).
Gemäss BGE 143 V 418 (E. 7) sind neu sämtliche psychischen Leiden, laut BGE
143 V 409 (E. 4.5.2) namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Ja
nuar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (so
g. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.5
1.5.1
Bei einer Neuanmeldung zum Leistungsbezug finden die Grundsätze zur Renten
revision analog Anwendung (
Art.
17
Abs.
1 ATSG;
Art.
87
Abs.
2 und 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
), weshalb zunächst eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts (seit der letzten rechtskräfti
gen Verfügung mit materieller Prüfung des Rentenanspruchs; v
gl. BGE 133 V 108 E. 5
) erforderlich ist. Erst wenn dies zu bejahen ist, ist in eine
m zweiten Schritt der (Renten-)
Anspruch in tatsächlicher und r
echtlicher Hinsicht umfassend («allseitig»
) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_363/2018 vom 1
6.
November 2018 E. 5.2
).
1.5.2
Im Rahmen einer Neuanmeldung
nach erfolgter Leistungsverweigerung kann die anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts
in einer objektiven Verschlech
terung des Gesundheitszustandes mit entsprechend verminderter Arbeitsfähigkeit oder in geänderten erwerblichen Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundh
eitsbeeinträchtigung liegen.
Demgegenüber stellt eine bloss abweichende
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts
keine relevante Änderung dar (BGE 141 V 9 E.
2.3
mit Hinweisen
; Urteil des Bundesgerichts 8C_177/2018 vom
3.
August 2018 E. 3.4 mit Hinweisen
).
1
.6
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.7
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).
Insbesondere lässt es
die unterschiedliche Natur von Behand
lungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutach
tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Admini
strativgutachten
stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arzt
personen beziehungsweise
Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung
aufdrängt, weil diese wichtige –
und nicht rein subjektiver In
terpretation entspringende –
Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder unge
würdigt geblieben sind (
vgl. statt vieler:
Urteil des Bun
desgerichts 8C_317/2019 vom 30.
September 2019 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den vom Beschwerdeführer mit Neuanmeldungsgesuch vom
4.
Februar 2014 geltend gemachten Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint
hat
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, dass anlässlich der medizinischen Abklärung beim
B._
im Jahr 2010
bedauerlicherweise
ein Fehler unterlaufen sei. Es sei im Gutachten des Beschwer
deführer
s
ein falsches Teilgutachten berücksichtigt worden. Aus diesem Grunde sei ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben worden mit dem ausdrücklichen Vermerk, dass das
B._
nicht mehr berücksichtigt werden dürfe. Der Auftrag
sei der Gutachtensstelle
G._
erteilt worden. Das
Gutach
ten
des
G._
sei unter Berücksichtigung
der vorhandenen medizinischen Unterl
agen, ihren Akten und den eigenen erhobenen Befunden erstellt worden.
Es sei umfassend
und überzeu
gend, weshalb darauf abgestellt werde.
Für ihre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei das
B._
-Gutachten
somit nicht mehr relevant
gewesen
(Urk. 2 S.
3).
Laut dem Gutachten des
G._
sei dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Tunnelbauer nicht mehr zumutbar. Die Tätigkeit als Hauswar
t, w
elche er seit 1998
ausübe
, sei ihm uneingeschränkt zumutbar.
Aufgrund der langen Bearbeitungsdauer seien die aktuell behandelnden Ärzte nochmals angefragt worden. Aus den betreffenden Berichten ergäben sich keine neuen Tatsachen.
Zusammenfassend werde festge
halten, dass dem Beschwerdeführer die heute ausgeübte Tätigkeit als Reiniger in der
A._
seit jeher zu 100
% zumutbar sei (
Urk.
2
S. 2
-
3
).
2.3
Der Beschwerdeführer
brachte
dagegen
in formeller Hinsicht vor, die Beschwer
degegnerin habe
den Grundsatz
der Ankündigung
der
reformatio
in
peius
verl
etzt. Ihm sei mit dem Gerichtsentsche
id vom 2
6.
September 2012 resp.
mit Verfügung vom 1
2.
August 2011 ein IV-Grad von 36
%
bestätigt worden. Noch in der Ver
fügung vom 2
2.
November 2010 sei die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen, dass der
Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Reiniger und Hauswart nur zu 50
%
ausüben könne. Dagegen seien damals behinderungsangepasste Tätig
keiten als zu 100
%
zumutbar erklärt worden. Wenn nachträglich die Tätigkeit als Hauswart und Reiniger als zu 100
%
zumutbar erklärt werde, bestehe die Gefahr, dass die AXA ihre BVG-Rente, die sie auf der Basis des erwähnten rechts
kräftigen Entscheides gewährt habe, nunmehr aufhebe (
Urk.
1 S.
2–
3
). Die Beschwerdegegnerin habe mit ihrem Vorgehen nicht nur die BVG-Rente, bei wel
cher sie ihn beraten müsste
(vgl.
Art.
27 ATSG)
, sondern auch die kleine Rente der Basler Lebensversicherung gefährdet
(
Urk.
7 S. 2).
Allein wegen der Verlet
zung des Grundsatzes der Ankündigung der
reformatio
in
peius
werde deshalb beantragt, die angefochtene Verfügung in der vorliegenden Form aufzuheben und mindestens den bisherigen Invaliditätsgrad zu bestätigen (
Urk.
1 S. 3, vgl.
Urk.
9 S. 2).
Im Weiteren werde formell gerügt, dass
sich die
Gutachter
des
G._
nicht an das Verbot der Beschwerdegegnerin, sich auf das fehlerhafte
B._
-Gutachten zu beziehen resp. dieses zu berücksichtigen, gehalten (
Urk.
1 S. 3) resp. sich zu stark auf das «aufgehobene»
B._
-Gutachten abgestützt
hätten
, obwohl dieses aus den Akten hätte ge
wiesen werden müssen
. Wenn ein Gutachten – nunmehr unbestreitbar – falsch erstellt gewesen sei, dürfe auch die «Verbesserung» nicht in den Akten verbleiben oder gar abgeschrieben werden, weil alle Berufsleute danach trachteten, ihre Arbeit im günstigsten Lichte erscheinen zu lassen u
n
d zu retten, was zu retten sei. Gerade dies müsse im Rahmen einer eigenständigen, objektiven und neutralen Begutachtung vermieden werden. Es müsse deshalb ein neues Gutachten eingeholt werden
(
Urk.
7 S. 2).
Auch in materieller Hinsicht
dränge sich eine Neubegutachtung auf, weil das
G._
-Gutachten nicht schlüssig und nachvollziehbar
sei
.
Ausserdem habe sich die medizinische Situation seit der Begutachtung weiter und nachweisbar verschlechtert. Die Beurteilung des
G._
sei deshalb nicht mehr aktuell.
Demnach dürfe auch die angefochtene Verfügung als nicht mehr aktuel
l angesehen werden (
Urk.
1 S. 4–
6; vgl.
Urk.
7).
3.
3.1
Vorwegzunehmen ist, dass
die verfahrensrechtliche
Rüge des Beschwerdeführers, wonach die Beschwerdegegnerin den Grundsatz der
Ankündigung der
reformatio
in
peius
verletzt habe,
schon deshalb ins Leere
z
i
e
lt
, weil sich die Frage, ob eine Schlechterstellung vorliegt, nach dem Dispositiv und nicht nach den Erwägungen beurteilt (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_829/2019 vom
6.
März 2020 E. 4.3.3 mit Hinweisen). Das Dispositiv der Verfügung vom 2
2.
November 2010,
welche im Übrigen mit Urteil vom 1
5.
März 2011 aufgehoben wurde, lau
tete auf Abweisung des Leistungsbegehrens, ebenso auch dasjenige der –
mit Urteil vom 2
6.
September 2012
bestätigten – Verfügung vom 1
2.
August
2011 (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.2
). Zudem trifft die IV-Stelle entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ohnehin keine Pflicht, Neuanmeldende über mögliche Auswirkungen eines für sie unvorteilhaften Abklärungsergebnisses zu informie
ren
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_598/2018 vo
m 2
2.
Mai 2019 E.
4.1
; vgl.
E.
5
des vorinstanzlichen Urteils des Versicherungsgerichts
des Kantons St.
Gallen vom 11.
Juli
2018
[Fall-Nr. IV 2016/213, abrufbar auf der Publikations
plattform der St. Galler Gerichte])
.
Soweit der Beschwerdeführer
«allein wegen der
Verletzung des Grundsatzes der
Ankündigung
reformatio
in
peius
»
die Auf
hebung der
angefochtenen
Verfügung
und die Bestätigung zumindest des bishe
rigen Invaliditätsgrades
beantragt, kann ihm daher nicht gefolgt werden.
3.2
Soweit der Beschwerdeführer beantragt
e
, es sei festzustellen, dass die Beschwer
degegnerin für einen ihm aus der Verletzung des Grundsatzes der Ankündigung der
reformatio
in
peius
resp. aus der Verletzung der Beratungspflicht gemäss
Art.
27 ATSG entstehenden Schaden verantwortlich sei, ist bereits mangels eines Anfechtungsgegenstandes auf die Beschwerde ni
cht einzutreten (vgl. BGE 131 V
164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a).
4.
4
.1
Im
G._
-Gutachten vom 2
1.
Mai 2015 wurden die bis zur Begutachtung
im Februar/März 2015
erstatteten Arztberichte und Gutachten
aufgelistet und aus
zugsweise
z
usammengefasst (
Urk.
12/175 S. 2-21
), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden.
Soweit erforderlich, wird nachfolgend jedoch darauf Bezug genommen.
4
.2
Dr.
me
d
.
J._
, Facharzt für Innere Medizin,
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie,
sowie
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, stellten im Gutachten vom
2
1.
Mai 2015
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf di
e Arbeitsfähigkeit (
Urk.
12/175 S.
105-106)
:
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom bei/mit
-
M
ultisegmentalen degenerativen Veränderungen und interspongiösen
Bandscheibenherniationen
Deckplatte BW
K 12 und LWK 4 mit Kno
chenmarksö
dem (MRI 2
3.
Mai 2014)
-
A
uffallend guter Beweglichkeit
thorakolumbal
-
S
ch
m
erz
haften
Tendomyosen
distaler
Erector
trunci
-
K
linisch keine Hinweise für eine
radikuläre
Mitbeteil
ig
ung
-
Chronisches Zervikal- und intermittierend
Zervikozephalsyndrom
bei/mit
-
Status nach Auffahrunfall (1
6.
Februar 2004)
-
M
ultisegmentalen degenerativen Veränderungen mittelzervikal ohne Spinalkanaleinengung (MRI 1
3.
November 2012)
-
Selbstlimitierung und Symptomausweitung
-
PHS
tendomyotika
rechts bei/mit
-
G
eringer Funktionseinschränkung
-
Aktuell klinisch
keine Hinweise für
Impingementsyndrom
-
R
adi
ologisch altersnormal (November
2007)
-
Periarthrosis
coxae
rechts mit
Referred
pain
-Symptomatik bei/mit
-
K
linisch und im MRI beginnende
Coxarthrose
(2
3.
Mai 2014)
-
Tendomyosen
gluteal
rechts mit
Referred
pain
-Symptomatik
-
Differentialdiagnose (DD) eher keine echte
Meralgia
paraesthetica
nocturna
Als Diagnosen ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit
nannte
n die Gutachter
:
-
Klinisch leichtes
Sulcus
ulnaris
-Syndrom rechts möglich
-
Beginnende Gonarthrose links (Röntgen
2.
November 2007)
-
Chronisches
zervico-spondylogenes
Schmerzsyndrom bei degenerativen
Neuroforamenstenosen
C4/C5, C5/C6 und C6/C7 beidseits, Diskushernie C4/5 links ohne gegenwärtige Hinweise auf eine
radikuläre
Symptomatik, begleitet von Brachialgien, Symptomatik aktenkundig seit Status nach HWS-Distorsion bei Schleudertrauma 2004
-
Chronisches LWS-Syndrom mit
pseudoradikulären
Schmerzen im rechten Bein,
Bandschreibenprotrusion
LWK
4/5, Status nach einer älteren
radi
kulären
Schädigung L5 rechts, ohne gegenwärtige Hinweise auf eine
radikuläre
Symptomatik (ICD-10 M54.5) in der klinisch-neurologischen und elektroneurologischen Untersuchung
-
Isolierte Schädigung des zum Muskel führenden Nervenastes des R.
pro
fundus
N.
ulnaris
mit narbigen Veränderungen am linken Handrücken radial nach einer früheren Handverletzung
-
Häufig auftretender episodischer Kopfschmerz vom Spannungstyp ICD-10 G44.2/IHS 2.2)
-
Chronische Schmer
z
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), DD undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1)
-
Akzentuierte Per
sönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
-
Wahrscheinlich anhaltende ängstlich affektive Störung im Sinne einer
Dysthymia
(ICD-10 F34.1)
-
Aktenkundig Panikstörung (ICD-10 F41.0), gegenwärtig keine Symptoma
tik
-
Status nach Anpassungsstörung bei psychosozialer Belastung (ICD-10 F43.21)
Die Gutachter hielten im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung im Wesent
lichen fest, dass die internistische Untersuchung
(vom
4.
Februar 2015, vgl.
Urk.
12/175 S. 40
f.)
das Bild eines 58-jährigen, adipösen, kardiopulmonal kompensierten
Beschwerdeführers
in unauffälligem Allgemeinzustand ergebe. Die kli
nische Untersuchung sei altersentsprechend normal. Aus internistischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen, weder in der zuletzt ausgeübten Tä
tigkeit noch in einer dem Alter
und dem Habitus angep
ass
ten V
erweistätigkeit (
Urk.
12/175 S. 111
).
Die bei der rheumatologischen Untersuchung
(vom 1
1.
Februar 2015
, vgl.
Urk.
12/175 S. 44 f.
)
gemachten Angaben des Beschwerdeführers, wonach er vor dem Unfall keine Rückenschmerzen gehabt habe,
könne
durch die Aktenlage mit dem aufgeführten Röntgenbericht LWS
in zwei Ebenen
vom 1
4.
Nove
mber 2003 widerlegt werden
. Das zweite Problem für die praktisch identischen Beschwerden im Verlaufe von 10 Jahren sei die Überbewertung degenerativer Veränderungen der Wirbelsäule mittelzervikal und lumbal als Ursache der Beschwerden, was zwischenzeitlich vom Beschwerdeführer so übernommen werde und er auch damit argumentiere, dass er keine grössere Arbeitsleistung tolerieren könne. In diesem Sinne sei einmal mehr darauf hingewiesen, dass bild
lich zur Darstellung kommende sogenannte deg
enerative Veränderungen nicht a
priori Schmerzen machen müssten und damit eine Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit begründeten, dies auch unt
er dem Aspekt der Belastbarkeit.
Seit dem Unfall habe sich ein weitgehend
chronifizierter
mehr oder weniger therapieresis
tenter Verlauf ergeben, wobei demonstrative Aspekte nicht zu übersehen seien. Dies
e
Symptome
sei
en
rein somatisch weder aus biomechanisch-funktioneller noch aus anatomisch-struktureller Sicht na
chvollziehbar
. Hier zeige sich auch ein wahr
scheinlicher Aspekt der Symptomauswe
itung in der Definition nach L.
Matheson
, nämlich ein invalidisierendes Verhaltensmuster, das dazu diene, das Umfeld, die Lebensumstände und das psychische Gleichgewicht unter Kontrolle zu halten
. Aufgrund des bisherigen mehr als zehnjährigen Verlaufes könne die Beurteilu
ng der Arbeitsfähigkeit aus
rheuma-orthopädischer Sicht aus dem kor
rigierten
B._
-Gutachten vom 1
4.
Juli 2014 übernommen werden
(Urk.
12/175 S. 111-112
).
Im Rahmen der neurologischen Untersuchung
(vom
4.
März 2015
, vgl. Urk.
12/175 S. 53 ff.
)
beklagte Beschwerden hätten nicht objektiviert werden kön
nen. Die klinisch
neurologische Untersuchung sei durch Diskrepanzen
und In
konsistenzen geprägt gewesen
. Der Beschwerdeführer habe
bei der Prüfung der Tiefensensibilität
eine
Pallhypästhesie
im Bereich der
Tuberositas
tibiae
beidseits 2/8, des
Malleolus
medialis
beidseits 4/4, der Grosszehe rechts 2/8 und links 4/8 ange
geben.
Darüber hinaus sei die Prüfung im Bereich der HWS aufgrund der mangelnden Com
pliance eingeschränkt möglich,
auch bei der Prüfung von Zehen- und Fersenstand
habe der Beschwerdeführer ein
demonstratives Verhalten mit Ziehen an den Händen des Untersuchers
gezeigt
, ebenso beim Blindstrich
gang, Romberg und Unterberger, zudem
sei
bei der Prüfung des Finger-Nasever
suchs
ein
funktionell anmutendes, nich
t reproduzierbares Vorbeizeigen zu beobachten gewesen.
Die übrige klinisch-neurologische Untersuchung habe keine patholo
gischen Auffälligkeiten ergeben, insbesondere sei die Sensibilität überall erhalten gewesen. Die im Rahmen der Exploration angegebenen diffusen Miss
empfindungen
und Sensibilitätsstörungen
würden
bei der klinisch-neurologi
schen Untersuchung nicht angegeben
.
Es hätten sich k
eine Sensibilitätsstörungen im Bereich der
ulnaren
Hälfte des Unterarms rechts > links und in den Fingern IV-V
gefunden
. Bis auf ein funktionell anmutendes, nicht reproduzierbares Vor
beizeigen
im Finger-Naseversuch hätten sich
auch sonst
keine nachw
eisbaren Koordinationsstörungen ergeben.
Die im Rahmen der polydisziplinären Abklä
rung durchgeführte elektroneurographische
Untersuchung bei
Dr.
M._
, Fachärztin für Neurologie, am 2
4.
März 2015
(vgl.
Urk.
12/175 S. 128-130)
habe im Bereich des linken
N.
ulnaris
bei Ableitung über dem M.
interosseus
dorsalis
im Seitenvergleich eine pathologisch reduzierte motorische Reizantwort ergeben, jedoch nicht be
i Ableitung
über dem M.
a
bduktor
digiti
minimi
. Die übrigen Parameter der motorischen und sensiblen Neurographie des
N.
ulnaris
beidseits seien unauffällig. Der
Beschwerdeführer
habe narbige Veränderungen am linken Hand
rücken radial nach einer früheren Verletzung. Vermutlich
s
ei die reduzierte motorische Reizantwort über dem linken M.
interos
s
eus
dorsalis
I durch eine isolierte Schädigung des R.
profundus
N.
ulnaris
bedingt. Die sensible und moto
rische Neurographie de
s
N.
medianus
beidseits, die mot
orische Neurographie des rechten
N.
peronäus
bzw. des linken
N.
tibialis
einschliesslich der F-Wellendiag
nostik sowie die sensible Neurographie des rechten
N.
suralis
und des linken
N.
peronäus
superficialis
seien unauffällig. Es ergebe sich somit kein Hinweis auf eine Polyneuropathie mit Beteiligung der schnell leitenden
dickbemarkten
Nervenfasern
. Die elektromyographi
sche Untersuchung der rechtsseitigen Bein
mus
kulatur zeige in den Kennmuskeln von L2-S1 k
eine
floride
Denervation
, im M.
t
ibialis
anterior
rechts als Kennmuskel L5 zeige sich ein leichter neurogener Umbau ohne Zeichen der
floriden
Denervation
. Bei unauffälliger Neurographie des rechten
N.
peroneus
könne dieser Befund auf eine ältere
radikuläre
Schädi
gung L5 rechts deuten. Die untersuchten Armmuskeln
(M.
trapezius
brachii
und M.
flexor
carpi
ulnaris
)
als Kennmuskel
n
C7 und C8 beidseits seien elektromyo
graphisch unauffällig und zeigten weder
floride
noch chronisch neurogene Veränderungen. Zusammenfassend liessen sich die seit dem Unfallereignis, das heisse seit über 10 Jahren
,
als permanent bestehend vorgetragenen zervikalen und lumbalen Schmerzen begleitet von
radikulärer
Ausstrahlung, die die körper
liche Leistungsfähigkeit subjektiv einschränkten, weder im Rahmen der klinisch-neurologischen nach der zusätzlich veranlassten elektroneurographischen Unter
suchung objektivieren. Schmerzmittel würden nur hin und wieder gebraucht. Das Ausmass der vorgetragenen Schmerzen und Missempfindungen kontrastiere mit den unauffälligen objektivierbaren Befunden. Die vorgetragenen Kopfschmerzen entsprächen am ehesten phänomenologisch einem häufig auftretenden episodi
schen Kopfschmerz vom Spannungstyp (ICD-10
G44.2/IHS 2.2)
, die keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus versicherungsmedizinischer Sicht begründeten
(
Urk.
12/175 S.
112-113
)
.
Die Zusammenstellung der Befunde der neuropsychologischen Untersuchung
(vom
4.
März 2015, vgl. neuropsychologisches Teilgutachten von
Dr.
sc. hum.
N._
, Diplompsychologin, und
lic
. phil.
O._
, Fachpsycholo
gin für Neuropsychologie FSP vom
8.
April 2015, Urk. 12/175 S. 120-127)
lasse auf ein Aggravationsverhalten des Beschwerdeführers schliessen. Daher könnten die Ergebnisse der Leistungstests inhaltlich nicht ausgewertet werden und liefer
ten wegen ungenügender Anstrengungsbeteiligung keine verwertbaren neu
ropsychologischen Befunde, da sie wahrscheinlich nicht das effektiv vorhandene kognitive Leistungsniveau abbildeten (
Urk.
12/175
S. 114).
Im objektiven psychopathologischen Befund in Anlehnung an die AMDP-Richtlinien anlässlich der Untersuchung vom
4.
Februar 2015
(vgl.
Urk.
12/175 S. 80 ff.)
hätten keine psychopathologischen Auffälligkeiten bestanden. Die Exploration des Tagesprofils weise auf kein reduziertes Aktivitätsniveau hin. Analog den Parametern der funktionellen Leistungsfähigkeit in Anlehnung an den Mini-ICF-APP
bestünden keine Einschränkungen der Aktivität und Partizi
pation.
Der im Rahmen der
polydisziplinären
Abklärung bestimmte Medikamen
tenspiegel
habe Hinweise auf eine mögliche mangelnde Compliance im Hinblick auf die Behandlung ergeben. Zusammenfassend bestünden beim
Beschwerde
führer
mit Verweis auf die aktuellen somatischen Untersuchungen im
G._
-Gutachten erhebliche Inkonsistenzen und ein
ausgesprochen selbstlimitierendes Verhalten. Es lägen weder Suizidalität noch Lebensüberdruss vor. Beim
Beschwerdeführer
stehe ein subjektives Schmerzsyndrom
im Vordergrund. Er
erlebe sich dadurch
insuffi
zient und im Selbstwertgefühl
reduziert. Aufgrund der vom
Beschwerdeführer
angege
benen körperlichen Beschwerden und der nicht ausrei
chenden Erklärbarkeit durch ein
organisches Korrelat sei
aus psychiatrischer Sicht
die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) zu stellen. Aufgrund der diffusen Missempfindungen sei differentialdiag
nostisch die Diagnose einer undifferenzierten Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.
1
)
nicht sicher
abzugrenzen.
In diesem Zusammenhang werde darauf hinge
wiesen, dass es sich um einen rein akademischen Diskurs handle.
Darüber hinaus sei beim Beschwerdeführer
diagnostisch analog den ICD-Kriterien
von akzentu
ierten Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1) auszugehen
, dabei könne der Beschwerdeführer reduziert flexibel und unangepasst reagieren. Eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der ausgeführten Tätigkeit lasse sich daraus nicht begründen.
Die
im Weiteren
seit Jahren im gleichen Ausmass beklagten Beschwerden im Sinne einer gedrückten Stimmung, Interessensverlust, Verlust von Freude an angenehmen Aktivit
ä
ten und
Libidoverlust
, Potenzstörungen, Ner
vosität, Schwitzen, aufgrund von Schmerzen bestehende ausgeprägte Einschlaf- und Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen, plötzliche Angstanfälle begleitet von Klossgefühl, Engegefühl in der Brust und Zittern, die ebenfalls seit Jahren im gleichen Ausmass persistierten
,
bei unauffälli
gem psychopathologi
schem Befund, könnten,
soweit die Angaben des Beschwerd
eführers korrekt seien,
auf die in den Vorberichten diagnostizierte anhaltende ängstliche affektive Stö
rung im Sinne einer
Dysthymia
(ICD-10 F34.1) zurückgeführt werden
(vgl. Formulierung in
Urk.
12/175 S. 95)
.
Zusammenfassend seien im Fall des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht keine besonderen Hinweise vorhan
den, die schwere Defizite aufgrund eines Gesundheitsschadens und/oder eine Unzumutbarkeit zu deren Überwindung (beispielsweise durch fehlende krank
heitsbedingte Ressourcen und/oder durch eine fehlende Kapazität zur Verarbei
tung innerpsychischer Konflikte) begründen könnten.
Die Ausprägung der Störung sei beim Beschwerdeführer im Vergleich zu ähnlichen Störungsbildern als objektiv leicht einzustufen. Es könne von einer regelhaften tatsächlichen Über
windbarkeit der subjektiv erlebten Defizite ausgegangen werden. Die gutach
ter
liche Konsisten
zprüfung habe Hinweise auf
nicht im geklagten Umfang vorhan
dene Funktionsbeeinträchtigungen ergeben
(Urk. 12/175 S. 114-115
).
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei der
Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht in der seit 2008 ausgeführ
ten Tätigkeit als «Hauswart» in der
A._
aufgrund des bisherigen Verlaufs sowie aller verfügbarer klinischer und radiolo
gischer Daten
u
neingeschränkt arbeitsfähig
ohne Leistungseinbusse
. Aufgrund des dargelegten
Arbeitsplatzbeschriebes
handle es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit in Wechselbelastung. Ungünstig wären Tätigkeiten mit repetitiver Belastung des Schultergürtels
elevatorischer
Art, körperliche Schwerarbeiten mit Heben und Tragen schwerer Gewichte sowie längerdauernde Tätigkeiten in einer
unergonomischen
Rückenhaltung. Weiterhin ungünstig seien Arbeiten mit einer freien HWS-Beweglichkeit in sämtlichen Richtungen und einer freien und schmerzlosen Hüftbeweglichkeit rechts in uneingesc
hränktem Bewegungsaus
mass
.
Weder aus psychiatrischer, neuropsychologischer noch neurologischer Sicht bestünden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
.
Das aktuell ermittelte Belastungsprofil gelte
seit dem
Gutachten des
B._
vom 5.
Juli 2010, das am
1
4.
Juli 2014
durch das
B._
korrigiert worden sei. In der zuletzt vor dem Unfall ausgeübten Erwerbstätigkeit in den Bereichen Tunnelbau, Bau und Reinigung und für alle schweren bis mittelschweren Tätigkeiten bestehe eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit. In einer dem Leiden opti
mal angepassten, körperlich
leichten Tätigkeit
, wie sie durch den Beschwerdeführer aktuell in einem 50%igen Arbeitspen
sum als Reinigungskraft bei der
A._
mit einer Arbeitszeit
von 21
Stunden pro Woche ausgeübt werde
, bestehe aus
interdisziplinärer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein 100%iges Arb
eitspensum
.
Sowohl aufgrund der subjektiven Angaben, der klini
schen Befunde und der bildgebenden Verfahren seien seit dem korrigierten Gutachten mit Untersuchung vom 1
2.
Mai 2010 keine relevanten Änderun
gen eingetreten (
Urk.
12/175 S. 115-116)
; vgl.
auch ergä
nzende Stellungnahme von
Dr.
L._
vom 2
4.
Juni 2015, Urk. 12/177
).
4
.3
Med.
pract
.
P._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatolog
ie des Bewegungsapparates und
Ärztin des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (
RAD
)
,
kam in ihrer Stellungnahme vom
9.
Juni 2015 zum Schluss
, dass auf das Gutach
ten des
G._
abgestellt werden könne.
Es bestehe folgendes Belastungsprofil: Körperlich leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung.
In bisheriger Tätigkeit als Tunnelbauer bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Juli 201
0.
In ange
passter Tätigkeit gemäss Belastungsprofil sei der Beschwerdeführer seit Juli 2010 in seiner Arbeitsfähigkeit nich
t eingeschränkt (
Urk.
12/230/4-5; vgl. auch Stel
lungnahme von RAD-Ärztin
P._
vom 15. Juli 2015,
Urk.
12/230/5
).
4
.4
Dr.
E._
führte
in ihrem Verlaufsbericht vom
9.
Juni 2017
als Diagnosen mit Auswirk
ung auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein chronisches
cervicovertebrales
und rezidivierendes
radikuläres
Reizsyndrom bei degenerativen
Neuroforamensteno
sen
C4/5, C5/6, C6/7 beidseits bei
Discushernie
C4/5 links,
(2) ein chronisches
lumbospondylogenes
und rezidivierendes
lumboradikuläres
Reizsyndrom bei progredienter Degeneration L4/5 mit
Rezessusstenose
und W
urzelirritation beidseits bei/
mit
foraminaler
Einengung L5/S1 links und aktivierter
Fazetten
gelenksarth
rose
L5/S1 beidseits, (3) rezidivierende Panikattacken, (4) eine depressive Entwicklung sowie (5) eine chronische PHS rechts
an. Der Gesund
heitszustand des
Beschwerdeführers sei stationär.
Der Beschwerdeführer könne die bisherige und (ander
e) angepasste Tätigkeiten zu 50
% ausüben
(Urk.
12/210 und
Urk.
12/213
; vgl. Aktenverzeichnis zu
Urk.
12/1-242
).
4
.5
Dr.
med. Q._
, Fachärztin für Neurologie, diagnostizierte in ihrem Bericht an Prof.
Dr.
H._
vom 1
2.
Juni 2017 (1) eine leichte chronische Schädi
gung L5 links, (2) eine multisegmentale leichte
degenerative
Veränderung der LWS, Segmentdegeneration L5/S1 mit deutlicher
Bandscheibenprotrusion
und Kompression der Nervenwurzel L5 links
foraminal
sowie (3) chronische
Cervicobrachialgien
bei multisegmentalen degenerativen Veränderungen, kl
i
nisch Nervenwurzelreizsyndrom C6 beidseits, neurophysiologisch kein
sicherer pathologischer Befund. Beim Beschwerdeführer bestehe ein etwas diffuses Schmerzsyndrom. Auffällig und auch aufgrund der Bildgebung gut erklärt sei eine chronische Schädigung L5 links bei bekannter
foraminaler
Kompression der Nervenwurzel. Hier seien auc
h lumbale Schmerzen bei
Osteoch
ondrose
gut erklärt. Bei schon vielfach erfolgten Infiltrationen und wechselnden Beschwerden empfehle sie aber, aufgrund der Gesamtsituation und psychischen Konstellation mit chirurgischen Interventionen zurückhaltend zu sein. Bei
Cervicobrachialgien
beidseits habe
Dr.
E._
ein Reizsyndrom C6 beidseits vermutet. Hier finde sie elek
trophysiologisch
keine Hinweise für eine manifeste
Radikulopathie
(Urk.
12/219/1-2
).
4
.6
Dr.
D._
nannte in seinem Verlaufsbericht vom
5.
September 2017
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(1) eine anhaltende ängstliche Depres
sion (ICD-10 F34.1), DD mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1),
chroni
fiziert
, (2) eine Panikstörung (ICD-10 F41.0), (3) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie (4) eine Persönlichkeit (gemeint wohl: Persönlichkeitsänderung) bei chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10 F62.8). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei sich verschlechternd. Trotz der
guten Motivation und Compliance seitens des Beschwerdeführers gestalte sich die Therapie nach wie vor als schwierig bzw. habe keine signifikante Änderung erreicht und somit seine psychische und emo
tionale Belastbar
keit nicht erhöht werden können. Er arbeite durchschnittlich als Raumpfleger zwei bis drei Stunden täglich an zwei bis drei Tagen pro Woche
(
Urk.
12/216).
4
.7
Prof.
Dr.
H._
stellte in seinem Bericht an
Dr.
E._
vom
6.
Oktober 2017 die Diagnose eines chronischen Schmerzsyndroms im Rücken/
Sakrum
und Bein links bei/mit chronischem Schmerzsyndrom im
Dermatom
L5 links, elektrophysiolo
gisch nachgewiesener Reizleitungsstörung L5 links sowie Degeneration
der LWS
, vor allem L5/S1 links wegen einer hochgradige
n
Kompression der Nervenwurzel L5 links,
neuroforaminal
L5/S1 links.
Zwischenzeitlich sei beim Beschwerdefüh
rer, welchen er am
5.
Oktober 2017 in seiner Sprechstunde gesehen habe, zweimal eine Infiltration L5 beidseits durchgeführt worden, wobei er gemäss seinen Angaben während ein bis zwei Tagen eine signifikante Besserung gehabt habe, es in der Folge jedoch wieder zu einer Exazerbation der Schmerzen gekommen sei, kontinuierlich innert fünf bis sechs Wochen. Zusätzlich sei der Beschwerde
f
ührer am
8.
Juni 2017 durch Dr.
Q._
neurologisch (inkl. elektrophysio
logisch) abgeklärt worden.
Dr.
Q._
finde als Ursache eine chronische Schädigung der Nervenwurzel L5 links, was sie elektrophysiologisch habe bewei
sen können.
Die Beschwerden des Beschwerdeführers hätten die Ursache in der Schädigung der Nervenwurzel L
5.
Dies könne auch in den MRI-Aufnahmen nach
vollzogen werden. Darin zeige sich eine fortgeschrittene Einengung der Nerven
wurzel L5
neuroforaminal
L5/S1 links. Er habe mit dem Beschwerdeführer diese Situation eingehend besprochen, und sie hätten sich auf folgendes Procedere geeinigt: Der Beschwerdeführer werde weiterhin etwa drei Tag
e
pro Woche in einer Genossenschaft arbeiten, dies beinhalte leichte Tätigkeiten. Schwere körperliche Arbeiten könne der Beschwerdeführer nicht ausführen wegen den beschriebenen Beschwerden, insbesondere auch im Nacken. Die Physiotherapie empfehle er einmal wöchentlich weiterzufahren. Sollten sich die Schmerzen ver
stärken, werde sich der Beschwerdeführer bei ihm melden und könnte die Infilt
ration der Nervenwurzel am
lumbosakralen
Übergang wiederholt werden, mindestens zwei bis dreimal pro Jahr. Er werde den Beschwerdeführer in drei Monaten in seiner Sprechstunde sehen, jederzeit früher bei Problemen (
Urk.
12/220
=
Urk.
3/4
).
4
.8
RAD-Ärztin
Dr.
P._
stellte in ihrer Stellungnahme vom
5.
Januar 2018
zusammenfassend fest, dass
die
neu aufgelegten
Berichte
von
Dr.
E._
, Dr.
D._
,
Dr.
Q._
und Prof.
Dr.
H._
k
eine neuen medizinischen Sachver
halte enthielte
n
und an den bisherigen Stellungnahmen festgehalten werde
(Urk.
12/230/7-8).
5.
5.1
Die angefochtene Verfügung basiert in medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten des
G._
vom 2
1.
Mai 2015
(vgl. E. 4.2)
sowie den Stellungnahmen
von RAD-Ärztin
P._
vom
9.
Juni 2015 und vom
5.
Januar 2018 (E. 4.3 und E. 4.8).
5.2
Vorab ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten des
G._
erhobenen formellen Rügen (
Urk.
1 S. 3 und
Urk.
7 S. 2) nicht verfangen.
Gemäss Aktenlage hat
te
die Beschwerdegegnerin
, nachdem sie im Juli 2014
von der Verwechslung des orthopädischen Teilgutachtens im Gutachten des
B._
vom 5. Juli 2010
(
Urk.
12/101)
erfahren und sich deswegen zur Durchfüh
rung einer erneuten polydisziplinären
Begutachtung entschlossen
hatte (vgl.
Sachverhalt Ziffer 1.4), lediglich bestimmt
, dass der neuerliche Gutachtensauftrag nicht dem
B._
erteilt werden dürfe (
Urk. 2,
Urk.
12/230/2; vgl.
auch
Urk.
12/164).
Sodann ist – entgegen der vom Beschwerdeführer offenbar vertretenen Auffassung – nicht ersichtlich, inwiefern der
Umstand, dass
die
Gutachter
des
(nach dem Zu
fallsprinzip als Gutachterstelle bestimmten)
G._
vom Inhalt des
B._
-Gu
tachten
s
vom 5.
Juli 2010 (Urk.
12/101) und der
«korrigie
rten» Version dessel
ben vom 14.
Juli 2014 (
Urk. 12/142-143)
Kenntnis hatten,
geeignet sein soll,
Misstrauen in
ihre
Unparteilichkeit
zu
erwecken
(
Urk.
12/175 S. 22
f.)
.
Das pau
schale
Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach alle Berufsleute danach trach
teten, ihre Arbeit im günstigsten Licht erscheinen zu lassen und zu rette
n, was zu retten sei (
Urk.
7 S.
2), vermag eine fehlende Ergebnisoffenheit der
G._
-Gutachter jedenfalls nicht zu belegen und demnach den Beweiswert ihres Gutachtens nicht in Frage zu stellen.
5.3
5.3
.1
Das Gutachten des
G._
vom 2
1.
Mai 2015
beruht auf
umfassenden fachärztli
chen (internistischen, rheumatolo
gischen, neurologisch
en [inkl.
neurophysiologi
schen
], psychiatr
ischen und neuropsychologischen)
Untersuchungen, und wurde in Kenntnis der
und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) erstattet
. Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben, nachvollziehbare Diagnosen gestellt und sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und seinem Verhalten
einlässlich
auseinandergesetzt. Zudem haben sie
die medizini
schen Zustände und
Zusammenhänge einleuchtend dargelegt
ihre Schlussfolge
rungen nachvollziehbar
begründet
.
5.3
.2
I
n somatischer Hinsicht
haben insbesondere auch der orthopädische und
der
neu
rologische
Gutachter
–
anhand der
Vorakten
, namentlich auch der
aktenkundigen
Ergebnisse der
radiologischen
Untersuchungen vom 13. November 2012 und vom 2
3.
Mai
2014 (
Urk.
12/160/8-9 und Urk.
12/160/15-16
)
, der vom Beschwerdefüh
rer beschriebenen Beschwerden,
der
im Rahmen der
fachärztlichen
Exploration
en
erhobenen klinischen Befunde,
der
Verhaltensbeobachtung
sowie
anhand
der Ergebnisse der elektrodiagnostischen Untersuchungen
vom 2
3.
März 2015 (
Urk.
12/175 S.
128-
130)
–
nachvollziehbar
dargetan
, dass und weshalb
die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen und Beschwerden
aus
neurologischer Sicht nicht
, aus
rheumatologi
scher Sicht jedoch
teilweise
(qualitativ, nicht aber im quantitativen Ausmass)
erklärt werden können. Ihre Einschätzung, wonach der Beschwerdef
ührer aufgrund der objektiven Befunde im Bereich der Wirbel
säule, der Schultern und der Hüfte
schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr ausüben könne, in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit gemäss dem vom rheumatologischen Gutachter formulierten Belastungsprofil jedoch eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe, erscheint nachvollziehbar und überzeugend.
Gleiches gilt für ihre
Feststellung,
wonach diese Einschätzung seit der Untersuchung
im
B._
(Mai 2010) gelte
(
Urk.
12/175 S. 116) und wonach seither keine relevanten Änderungen e
ingetreten seien (
Urk.
12/175 S. 117
).
5.3
.3
Der psychiatrische Gutachter
hat
sich einlässlich m
it den psychiatrischen Vorak
ten, namentlich auch dem Bericht von
Dr.
D._
vom
9.
Januar 2014 (Urk. 12/125/4-5),
und den darin angeführten psychiatrischen Diagnosen ausei
nandergesetzt und seine teilweise davon abweichende diagnostische Beurteilung sorgfältig begründet
(
Urk.
12/175 S. 98-105)
.
Sodann hat er
nachvollziehbar dargelegt,
dass
sich anlässlich der klinischen Untersuchung
keine psych
opatho
logischen Auffälligkeiten und im
Mini-ICF-APP
keine Einschränkungen
der Aktivität und Partizipation
ergäben
(
Urk.
12/175 S. 84-88).
Zudem zeigte er auf, dass die von ihm durchgeführte Konsistenzprüfung Hinweise auf nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen ergeben hätten: Es bestünden Diskrepanzen zwischen der subjektiv geschilderten Intensität der Beschwerden einerseits und der Vagheit der Beschwerden, der erkennbaren körperlich-psychischen Beeinträchtigung in der Untersuchungssituation, dem weit
ge
hend intakten psychosozialen Funktionsniveau bei der Alltags
bewältigung, der Intensität der bisherigen Behandlungsbemühungen,
den Ergebnissen der neuropsychologischen Tests sowie den zeitnah zur Untersuchung als eingenom
men angegebenen Medikamenten und deren Nachweis im Blutser
um andererseits (Urk. 12/175
S.
96-97).
Die Schlussfolgerung des psychiatrischen Gut
achters, wona
ch aus psychiatrischer Sicht im Zeitpunkt
der von ihm durchgeführten Untersuchung (
4.
Februar 2015) keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attes
tiert werden könne
(
Urk.
12/175 S. 97)
,
erscheint aufgrund der besagten Feststel
lungen
– ebenfalls –
einleuchtend und überzeugend.
Zwar erfolgte diese Einschätzung in Anwendung der inzwischen überholten Foerster-Kriterien. Das Gutachten des
G._
enthält jedoch hinreichende Angaben zu den gemäss BGE 141 V 281 für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psy
chischen Beschwerden massgeblichen Indikatoren (vgl. dazu Urteile des Bundes
gerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom
1.
Feb
ruar 2018 E. 4.2).
Zur Kategorie «funktioneller Schweregrad» lässt sich insbesondere feststellen, dass laut dem psychiatrischen Gutachter anlässlich der Begutachtung im
G._
keine psychopathologischen Auffälligkeiten und keine Einschränkungen der Aktivität und Partizipation auszumachen waren. Die Behandlungsmöglichkeiten erscheinen nicht voll ausgeschöpft (bislang lediglich ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, im Zeitpunkt der psychiatrischen Begutach
tung alle zwei Wochen, sowie medikamentöse Behandlung, wobei der im
G._
erhobene Medikamentenspiegel teilweise nicht im therapeut
ischen Bereich lag [
Urk.
12/175 S.
91]). Potentiell ressourcenhemmende Komorbiditäten sind zwar vorhanden. Nach dem Gesagten sowie angesichts der gutachterlichen Feststellun
gen zur Persönlichkeit (akzentuierte Persönlichkeitszüge, aber keine Pers
önlich
keitsstörung [
Urk.
12/175 S.
102]) sowie zum sozialen Kontext (intakte Ehe, Unterstützung durch die Ehefrau, guter Kontakt zu den Kindern, welche gut verdienen und die Familie unterstützen, ausreichend viele soziale Kontak
te, keine Schulden [
Urk.
12/175 S.
33-35,
Urk.
12/1
75 S. 88 und
Urk.
12/175 S.
90])
i
st aber
nicht auf einen erheblichen funktionellen Schweregrad der vom psychiatri
schen Gutachter diagnostizierten Störungen zu schliessen. Zudem
machte dieser
kein reduziertes Aktivit
ätsniveau sowie zahlreiche
Inkonsistenzen im Verhalten
des Beschwerdeführers
aus, weshalb es auch an einem für die Annahme
eines invalidisierenden psychischen Leidens
erforderlichen stimmigen Gesamtbild fehlt.
Demnach
ist auch in Anwendung der geänderten Rechtsprechung
nicht auf eine
relevante Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen zu schliessen.
5
.
3.4
Das
Gu
tachten des
G._
erfüllt somit
die rechtsprechungsgemässen Anforderun
gen an beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlagen (E. 1.6 und BGE 144 V 50 E. 4.3).
5.4
5.4
.1
Die
vom Beschwerdeführer gegen das
G._
-Gutachten
erhobenen (materiellen) Einwände stellen diese Schlussfolgerung
nicht in Frage (vgl. auch E. 1.7
):
5.4
.2
Entgegen de
m (pauschalen) Vorbringen des Beschwerdeführers
ist
den
G._
-Gutachtern nicht vorzuwerfen, dass sie sich «zu stark»
auf die Beurteilung des
B._
abgestützt resp. sich daran angelehnt hätten
.
Wohl hat der r
heumatologische Gutachter im Rahmen der von ihm vorgenommenen Beurteilung (
auf
der vom Beschwerdeführer genannten
S.
5
2 des Gutachtens
)
bemerkt, dass
aufgrund des bisherigen mehr als 10-jährigen Verlaufes die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus rheuma-orthopädischer Sicht aus dem korrigierte
n
B._
Gutachten vom 14.
Juli 2014
«
übernommen
»
werden könne
(Urk.
12/175 S. 52).
Aus dem Gesamtkontext
ergibt sich jedoch, dass
er
die damalige Beurteilung von
B._
-Gutachter
Dr.
F._
im «eigentlichen» –
den Beschwerdeführer betreffenden – orthopädischen Teilgutachten
(100%ige Arbeitsfähigkeit in körperlich leichten Tätigkeiten unter Wechselbelastung ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilogramm und ohne häufigen Einsatz der
oberen rechten Extremität, Urk.
12/143/7)
nicht übernommen, sondern
rückblickend
aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers, der
gesamten aktenkundigen rheumatologischen Anamnese (seit dem Unfall im Jahr 2004 bis zur Begutachtung im
G._
)
sowie
aufgrund seiner
objektiv-eigenen Feststellungen
bestätigt hat, wobei er aber das
Belastbar
keitsprofil enger fasste (keine repetitive Belastung des Schultergürtels
elevatori
scher
Art
, keine länger andauernden Tätigkeiten in ei
ner
unergonomischen
Rückenhaltung
und keine HWS- und Hü
ft-belastende Tätigkeiten [
vgl. Urk.
12/175 S.
53 und Urk. 12/177]
)
als
Dr.
F._
.
Der neurologische und psychiatrische Gutachter setzte sich sodann im Rahmen seiner Beurteilung
en
aus
schliesslich
mit de
n
neurologischen, radiologischen und
psychiatrischen
Vorbe
richten
auseinander
(Urk.
12/175 S. 71-72 und
Urk.
12/175 S.
98-105)
und nahm bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit – wie auch der internistische Gutachter und die neuropsychologischen Gutachterinnen – gar nicht auf die Beurteilung der
B._
-Gutachter Bezug.
5
.4.3
Im Weiteren
rügte der Beschwerdeführer
, das Gutachten sei nicht schlüssig und nachvollziehbar. So werde in Ziffer 7.6 des Gutachtens einerseits die Reinigungs
arbeit
als voll unzumutbar erklärt. In der nachfolgenden Ziffer 7.7 werde die Prof
ireinigungsarbeit eines Abwart
s
dennoch als zu 100
%
zumutbar erklärt. Bei
des könne ni
cht stimmen, da der
Profiabwart
viel Reinigungsarbeit verrichte. Dazu müsse er Schneeschaufeln, Rasen mähen, Wasserabläufe reinigen etc.
(
Urk.
1 S. 3
).
Dazu
ist zu bemerken, dass sich die Gutachter des
G._
in Ziffer 7.6
des
Gutach
tens
(«Stellungnahme zur Tätigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf»)
auf die vom Beschwerdeführer
gemäss Aktenlage
vor dem Unfall ausgeübten Tätigkeiten im Bereich Tunnelbau, Bau und Rein
igung
(vgl. Sachverhalt Ziffer 1.1)
bezogen
, wohingegen sie sich i
n
Ziffer 7.7
des Gutachtens
(«Stellung
nahme zu einer Verweistätigkeit
»
)
zur Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers in einer angepass
ten Tätigkeit
äusserten
.
Gemäss Aktenlage umfasste
die vom Beschwerdeführer
im Zeitpunkt des Unfalls
(im Jahr 2004)
im Bereich Reinigung
ausgeübte
Tätigkeit
bei der
Y._
insbesondere
auch
das Reinigen der Umgebun
g der Mehrfamilienhäuser
(Urk.
12/4/67)
. D
ie
von ihm
seit 2008 versehene
Tätigkeit im Bereich Reinigung
bei der
A._
beinhaltet
hingegen
gemäss Arbeitgeberbe
richt vom 2
7.
August 2014 (Urk.
12/154) und den Angaben des Beschwer
deführers selbst (Urk. 12/175 S. 34 und
Urk.
12/175 S. 104
; vgl. auch
Urk.
12/125
) nur körperlich leichte Arbeiten und keine (schweren bis mit
telschweren) Arbeiten wie Schneeschaufeln
, Rasenmähen
und dergleichen
. Dass die Gutachter des
G._
die
im Zeitpunkt des Unfalls versehene Tätigkeit im Bereich Reinigung (bei der
Y._
) a
ls unzumutbar, die seit 2008 aus
geübte Tätigkeit bei der
A._
jedoch als zumutbar betrachteten,
stellt demnach keinen Widerspruch dar.
5.4
.4
Schliesslich kann auch dem Vorbringen
des Beschwerdeführers
, wonach sich die medizinische Situation seit der
G._
-Begutachtung weiter und nachweisbar verschlechtert habe, weshalb
das Gutachten nicht mehr aktuell und
(auch aus diesem Grund) eine Neuabklärung
erforderlich sei (
Urk.
1 S. 5),
nicht beigepflichtet werden, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt.
5.5
5.5
.1
(Ergänzende) Abklärungen sind
vorzunehmen, wenn hinreichende Anhaltspunkte in den Akten für das Vorliegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung bestehen, die geeignet ist, die Arbeitsfähigkeit (zusätzlich) einzuschränken. Die versicherte Person trifft eine Mitwirkungspflicht (
Art.
61
lit
. c ATSG;
Urteil des Bundesge
richts 9C_196/2014 vom 1
8.
Juni 2014 E. 5.2 mit Hinweisen).
5.5.2
Vorwegzunehmen ist, dass
Dr.
E._
und
Dr.
D._
, bei welchen der Beschwer
deführer seit Mai 2013 (
Urk.
12/125/7) resp. seit Dezember 2012
(Urk. 12/163/2) in rheumatologischer resp. psychiatrischer Behandlung steht, in ihren
zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers verfassten Stellungnahm
en vom 28. September 2015 (Urk.
12/201) und vom 13. November 2015 (Urk. 12/205) zum
G._
-Gutachten vom 2
1.
Mai 2015 keine objektiven Aspekte benannten, die bei der Begutachtung unerkannt
oder ungewürdigt geblieben sind und Anlass für weitere Abklärungen geben würden (vgl. E. 1.7).
5
.5.3
Wie eingangs
erwähnt (Sachverhalt Ziffer 1.5
), holte die
Beschwerdegegnerin
im Jahr 2017
zwecks Aktualisierung der medi
zinischen Aktenlage
die Verlaufsbe
richte von
Dr.
E._
vom
9.
Juni
2017 (
Urk.
12/213) und von Dr.
D._
vom
5.
September 2017 (
Urk.
12/216) ein
(vgl. E. 4.4 und E. 4.6)
. Prof.
Dr.
H._
,
bei welchem der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben damals zudem in Behandlung stand (
Urk.
12/208), liess der Beschwerdegegnerin
trotz mehrfacher Aufforder
ung,
den ihm zugesandten
Formularbericht ausgefüllt
zurückzusenden (
Urk.
12/209,
Urk.
12/211
-212, Urk.
12/214 und Urk.
12/
218)
,
am 19.
resp.
23.
Oktober 2017
lediglich einen von ihm
verfassten Bericht vom 6.
Ok
tober 2017 an
Dr.
E._
(
Urk.
12/220) und einen an ihn gerichteten Bericht
von
Dr.
med
.
Q._
, Fachärztin für
Neurologie, vom 1
2.
Juni 2017 (
Urk.
12/219/1-2;
vgl.
Urk.
12/222/-223)
zugehen
(vgl. E. 4.
5 und E. 4.7)
. Die besagten Berichte legte die Beschwerdegegnerin dem
RAD
vor (
Urk.
12/230/7-8
; vgl.
E. 4.8
)
.
RAD-Ärztin
P._
ist darin beizupflichten, dass – auch – auf
grund der seit Mai 2017 aufgelegten Berichte kein Anlass für weitere medizini
sche Abklärungen bestand:
5.5.4
So führte
Dr.
D._
in seinem Verlaufsbericht vom
5.
September 2017
im Wesent
lichen
die
gleichen
psychiatrischen
Diagnosen
mit Auswirkung auf
die Arbeits
fähigkeit an
wie in seinem – vom
psychiatrischen Gutachter
des
G._
gewürdig
ten
(
Urk.
1
2/175 S.
104-105) – Bericht vom 9.
Januar 2014 (Urk. 12/125/4-6; vgl. auch
den Bericht von
Dr.
D._
vom 3.
Oktober 2014, Urk. 12/163).
Sodann
gab
er zwar
an, dass der Gesu
n
dheitszustand des Beschwerdeführers «sich verschlech
ternd» sei.
Seine Angaben zu den
Befunden und zur aktuell
en Behandlung
lassen aber im Vergleich zu denjenigen in den besagten Vorberichten nicht auf eine Verschlechterung des psychischen Zustandsbildes und/oder eine Erhöhung des psychischen Leidensdruckes des Beschwerdeführers schliessen.
Auch nahm
Dr.
D._
keine objektiv-eigene Einschätzung der aktuellen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vor.
Dr.
E._
bezeichnete
in ihrem Verlaufsbericht vom
9.
Juni 2017 – bei im Wesentlichen gleichen Diagnosen und gleicher Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung wie in ihren (den Gutachtern des
G._
bekannten) Vorberich
ten vom 10.
Dezem
ber 2013 (Urk.
12/125 und
Urk.
12/161) – den Gesundheitszustand des Beschwer
deführers ausdrücklich als stationär. Dies, nachdem sie den Beschwerdeführer gemäss ihren Angaben zuletzt am
6.
Juni 2017
(und demnach nur zwei Tage vor der Untersuchung durch
Dr.
Q._
)
gesehen hatte.
Aus den Berichten von
Dr.
Q._
vom 1
2.
Juni 2017 und von Prof.
Dr.
H._
vom
6.
Oktober 2017 ergibt sich zwar, dass sich am
8.
Juni
2017 elektromyogra
phisch
im M.
tibialis
anterior
links
neu
«eine
leichte chronisch neurogene Schä
digung» und ein
«
deutlich chronisch neurogener Umbau
mit e
iner Amplituden
überhöhung von 4
mV, Übergangsmuster
»
(
Urk.
12/223
) und
in e
inem vorgängig
durchgeführten
MRI der LWS ebenfalls neu eine
foraminale
Komp
ression der Nervenwurzel L
5 zeigten (
Urk.
12/223 und Urk.
12/220
);
vgl.
demgegenüber die Beurteilung des neurolog
ischen Gutachters des
G._
resp.
von
Dr.
M._
, wonach
i
m Zeitpunkt der Begutachtung bildgebend
keine Wurzelkompression festzustellen gewesen
sei
und
wonach
sich
im M.
tibialis
anterior
rechts ein neu
rogener Umbau ohne Zeichen einer
floriden
Denervation
gefunden habe [
Urk.
12/175 S. 65-66]
).
Indessen lassen bildgebend
nachgewiesene (patholo
gi
sche) Befunde
in der Regel für sich allein nicht den Schluss auf eine (höhere) Arbeitsunfähigkeit zu resp. es besteht gerade keine Korrelation zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts 9C_646/2015 vom 1
9.
Mai 2016 E. 4.2 mit Hinweisen
; vgl.
auch Urteil des Bun
desgericht
s
9C_857/2018 vom 2
2.
Juli 2019 E. 4.2.1 mit Hinweisen
).
Dass sich beim Beschwerdeführer aufgrund der
besagten neuen Wirbelsäulenbefunde
massgebliche (
erhebliche
und andauernde)
Funktionseinschränkungen oder neu
rologische Defizite
resp.
quantitative oder zusätzliche qualitative
Einschränkun
g
en
in einer angepassten (rückenschonenden) Tätigkeit gemäss dem von den Gutachtern
des
G._
formulierten Belastungsprofil
ergäben,
lässt
sich
weder
den von
Dr.
Q._
erhobenen klinischen Befunden
(«Muskeleigenreflexe: MER der Arme und Beine seitengleich auslösbar. Keine Pyramidenbahnzeichen. Motorik: Wackelnde Innervation aller aufgeforderten Bewegungen. Keine sichere Parese. Sensibilität:
Dysästhesien
am lateralen Oberschenkel rechts, kein sicheres persistierendes sensibles Defizit»
[Urk. 12/223/1]
) noch ihren weiteren Ausfüh
rungen
entnehmen. Auch aus dem Bericht von Prof.
Dr.
H._
geht solches nicht hervor.
5.5.5
Unter diesen Umständen war
die Beschwerdegegnerin nicht gehalten, weitere medizinische Abklärungen
vorzunehmen.
I
nsbesondere
durfte sie
auch davon
absehen, von Prof.
Dr.
H._
– erneut (vgl. E. 5.5.3
) –
einen
ausführlich(er)en
Bericht anzufordern.
Denn der Besch
werdeführer hätte, namentlich auch im
Rah
men des
Vorbescheidverfahren
s
,
selber
einen
solchen Bericht auflegen können,
wenn sich daraus
entscheidwesentliche
neue Erkenntnisse hinsichtlich seiner Arbeitsfähigk
eit hätten ergeben können (vgl.
Urte
il des Bundesgerichts
8C_827/2018 vom 1
0.
April 2019 E. 6.2.2 mit Hinweis).
5.5.6
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers durfte die Beschwerdegegnerin demnach
ohne weiteres davon ausg
ehen, dass er
auch
in der Zeit zwischen der Begutachtung im
G._
und der angefochtenen
Verfügung in einer dem gutachter
lichen Belastungsprofil Rechnung tragenden angepassten Tätigkeit uneinge
schränkt arbeitsfähig war.
5.5.7
Der
vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren – nebst dem bereits akten
kundigen Bericht von Prof.
Dr.
H._
vom
6.
Oktober 2017 – eingereichte
Radio
logieb
ericht
von
Dr.
I._
vom 1
8.
April 2017
(
Urk.
3/3
)
ändert an dieser Schlussfolgerung nichts.
Dr.
I._
berichtete darin
Prof.
Dr.
H._
ausschliesslich
über die
– sowohl in dessen Bericht vom
6.
Oktober 2017
als auch im Bericht von
Dr.
Q._
vom 1
2.
Juni 2017
erwähnten –
Ergebnisse der von
ihm
gleichentags durchgeführten bildgebenden Abklärungen
, welche nach dem Gesagten
für sich alleine
jedoch nicht aussagekräftig sind
.
5.6
Demnach
kann –
gestützt auf
das Gutachten des
G._
vom 2
1.
Mai 2015
und mangels
hinreichender Hinweise auf eine seitherige massgebliche
Veränderung
der gesundheitlichen Situation
–
zumindest mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
davon ausgegangen werden, dass
sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit Juli 2010
und damit auch seit der letzten leistungs
verweigernden Verfügung vom 12.
August 2011
(
Urk.
12/117, vgl. E. 1.5.1)
nicht massgeblich verändert
haben.
Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, ist
sodann
selbst unter
umfassen
dem
Einbezug der erwerblichen Aspekte keine Veränderung ersichtlich, welche zu einem Rentenanspruch des Beschwerdeführers (ab August 2014 [sechs Monate nach der Neuanmeldung vom
4.
Februar 2014, vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG]) führen könnte
(vgl. E. 1.5.2)
.
6.
6.1
Entgegen der von
der Beschwerdegegnerin offenbar
neuerdings
vertretenen, von ihr allerdings nicht (nachvollziehbar) begründeten Auffassung
(
Urk.
2)
ist das
Valideneinkommen
des Beschwerdeführers nach dem Gesagten (vgl. E.
5.4.3; vgl. auch
Urk.
12/34 S.
30
) weiterhin
(
Urk.
12/
64
S.
15-16 E. 5.2;
vgl. auch Urk. 12/122 S.
15
E.
5.2
)
auf der Basis des vo
n ihm im Jahr 2003 bei der
Y._
erzielten Einkommens zu berechnen. Das
Valideneinkommen
2018
ist demnach
mit
Fr.
86'8
41.50 (=
Fr
.
75'237.
-- :
1958
[2003]
x 2260 [
2018;
vgl.
Bun
desamt für Statistik, T39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2015 und 2010-2018, Männer]) zu bemessen.
6.2
6.2.1
Hinsichtlich der Verwertbarkeit der
eingeschränkten Leistungsfähigkeit ist zu bemerken, dass angesichts der
dem 1956 geborenen Beschwerdeführer
im mass
gebliche
n Zeitpunkt (des
G._
-Gutachtens, vgl.
BGE 143 V 431 E. 4.5
.1, 138 V 457 E. 3.4) verbleibenden Aktivi
tätsdauer von rund sechs Jahren
bis zum Erreichen des AHV-Pensionsalters
sowie der bei ihm bestehenden Restarbeitsfä
higkeit von 100
%
in körperlich leichter, wechselbelastender Tätigkeit nicht von eine
r Unverwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
auszugehen ist
(vgl. Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_28/2017 vom 19. Juni 2017 E. 5.2
und
9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 3.2 und 6.3 mit Hinweisen).
6.2.2
D
er Beschwerdeführer
schöpft
e
mit der
von ihm
seit 2008 bei der
A._
ausgeübten Tätigkeit
die ihm attestiert
e Restarbeitsfähigkeit im Zeit
punkt des
möglichen
Rentenbeginns – wie auch in der Folgezeit bis zur ange
fochtenen Verfügung –
nicht voll aus.
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens ist
daher
auf di
e Tabellenlöhne gemäss LSE 2016
(BGE 143 V
295 E. 4.1.3
) abzu
stellen,
wobei der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für Männer (total) in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Tabelle TA1, Kom
petenzniveau 1, Männer) von
Fr.
5‘340.-- heranzuziehen ist. Umg
e
rechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbei
tszeit nach Wirtschaftsabteilun
gen, T03.02.03.01.04.01) und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2018 (Bundesamt für Statistik, T39, Entwicklung der Nominallöhne, der Kon
sumen
tenpreise und der Reallöhne, 2010 bis 2018, Männer) resultiert damit ein hypothetischer Jahreslohn
2018
von Fr.
67‘430.-- (
Fr.
5‘340.
-- :
40 x 41,7 : 2239 x 2260 x 12).
6.2.3
Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Aus
mass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltska
tegorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E. 4.2.1) nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen und darf 25
%
nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfä
higkeit einges
chränkt ist (BGE 146 V 16 E. 4.1
mit weiteren Hinweisen).
A
ufgrund der Merkmal
e
«Alter» sowie
«Nationalität/Aufenthaltskategorie»
ist dem 1991
in die Schweiz eingereisten,
über eine Niederlassungsbewilligung C verfügenden
(
Urk.
12/1 und
Urk.
12/2/4)
und im Zeitpunkt der angefochtenen Verfü
gung rund 62-jährigen Beschwerdeführer
kein Abzug zu gewähren
(zu
r weit
erhin offenen Frage nach dem für die Prüfung des Anspruchs auf einen Abzug vom Tabellenlohn infolge Alters massgeblichen Zeitpunkt
vgl.
BGE 146 V
16 E. 7.1).
Denn Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden hypothetischen ausgegliche
nen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt und das Alter wirkt sich in diesem Tätigkeitsbereich jedenfalls nicht zwingend lohnsenkend aus (Urteil
des Bundesgerichts
9C_549/2018 vom 20.
Februar 2019 E. 4.2 mit Hinweisen).
Sodann verdienten gemäss Tabelle
TA12
der LSE 2016
Männer mit Niederlassungsbewilligung C ohne Kaderfunktion zwar weniger als Schweizer, aber mehr als das für die Invaliditätsbemessung herangezogene Durchschnitts
einkommen
(Urteil des Bundesgericht
s
8C_469/2016 vom 7.
September 2016 E.
4.3.3
).
Weiter gilt es zu beachten, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsniveau ist (Urteil des Bundesge
richts 8
C_699/2017 vom 2
6.
April 2018 E.
3.2 mit Hinweisen).
Ein Teilzeitabzug steht, da dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit ganztags zumutbar ist, ausser Diskussion.
Hingegen fällt ein leidensbedingter
Abzug in Betracht, weil
beim Beschwerdeführer
laut
der gutachterlichen Einschätzung
den
G._
-Gutachtern selbst in körperlich leichten Tätigkeiten
gewisse Einschränkungen bestehen. Allein damit
lässt sich aber
jedenfalls
kein höherer als ei
n 15%iger Abzug
vom Tabellenlohn
begründen
.
Demnach resultiert ein
hypothetisches
Invalidenein
kommen von
mindestens Fr.
57'315.50
(= Fr.
67'430.--
x 0,85).
6.2.4
Im Vergleich zum ermittelten
V
alideneinkommen
2018
von
Fr.
86'841.50
ergibt
sich
eine
Erwerbseinbusse
von
höchstens
Fr.
29‘526.-- resp. ein
Invaliditätsgrad von
höchstens
34
%
.
7
.
Die Beschwerdegegnerin hat
somit
einen Rentenanspruch des Beschwerdeführer
s im Ergebnis
zu
Recht verneint. Demnach ist die
Beschwerde abzuweisen, soweit überhaupt auf sie einzutreten ist
(vgl. E. 3.2)
.
8
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand sowie unabhängig vom Strei
twert festzulegen (
Art.
69 Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausg
ang des Verfahrens sind sie dem
un
terliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen.