Decision ID: b89f4ff6-42ad-4fc2-975b-0e1d55622486
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1950, als Koch tätig und in dieser Eigenschaft bei der
Sympany
Versicherungen AG gegen die Folgen von Unfällen versichert (
Urk.
10/1), zog sich bei einem Sturz am 1
7.
Mai 2010 eine Schulterkontusion
rechts zu (
Urk.
10/3).
Die am
8.
Juni 2010 durchgeführte Sonographie zeigte eine
Rotatorenmanschetten
-Massen
läsion rechts
(
Urk.
10/
8 S. 2
;
Urk.
10/10), welche
am 1
1.
November 2010
einer operativen Sanierung zugeführt
wurde (
Urk.
10/16).
Bei stagnierendem Heilungsverlauf (
Urk.
10/43,
Urk.
10/45) stellte der
Unfall
ver
sicherer
mit Verfügung vom 1
0.
April 2012 (
Urk.
10/47) seine bis
her erbrach
ten Leistungen (Heilkosten, Taggeld) per 3
1.
Mai 2012 ein.
Die
hi
er
gegen erhobene
Einsprache
des Versicherten
(
Urk.
10/48)
wies
die
Sympany
Versicherungen AG
nach
konsiliarischer Untersuchung
von
X._
durch
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabi
litation FMH
,
(
versicherungsmedizinische Stellun
gnahme vom 14.
September 2012,
Urk.
10/52)
mit Entscheid vom
5.
September 2013 (
Urk.
2) ab.
2.
Hiergegen liess
X._
am
6.
Oktober 2013 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm
die gesetzlichen Leistungen gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG
) zu erbringen. Eventualiter sei ein Obergutachten durchzuführen und her
nach neu zu verfügen
(Urk. 1)
. Mit Beschwerdeantwort vom
6.
Februar 2014 (
Urk.
9 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
10/1-59) schloss die Beschwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
8.
Februar 2014
(
Urk.
11) angezeigt wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Stel
lungnahme von
Dr.
Z._
dafür, die
Rotatorenmanschetten
-Massenläsion des
Beschwerdeführers stehe bloss möglicherweise, nicht aber überwiegend wahr
schein
lich in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem
Unfaller
eignis
vom 1
7.
Mai 201
0.
Vielmehr sei es durch die Schulterkontusion infolge des Stur
ze
s zu einer vorübergehenden Verschlechterung des erheblichen
,
dege
nerativen Vorzustandes gekommen
. Damit sei
mit überwiegender Wahrschein
lichkeit von einem Wegfall der natürlichen Kausalität spätestens vier Monate nach dem
Un
fallereignis
auszugehen
(
Urk.
2 S. 9).
Weil auf eine Rückforderung der bis zum 3
1.
Mai 2012 erbrachten Leistungen verzichtet werde, sei
-
der
bundes
gericht
lichen
Rechtsprechung
(BGE 130 V 380
ff.
)
folgend
-
die
Leis
tungseinstellung
per 17.
September 2010
zulässig
(
Urk.
2 S. 10).
1
.2
Demgegenüber liess der Beschwerdeführer insbesondere vorbringen,
die von den
Ärzten der
Klinik A._
genannten Diagnosen seien allesamt als
unfall
kau
sal
bewertet worden. Auch der Konsiliararzt der Beschwerdegegnerin habe die genannten Diagnosen auf das fragliche Unfallereignis zurückgeführt und zu
dem eine Integritätsentschädigung
für
geschuldet bezeichnet (
Urk.
1 S. 7-8). Dass -
wie von
Dr.
Z._
dargelegt
- die Seh
n
en
läsionen
nur wahrscheinlich auf das
Unfallereignis zurückzuführen sei
en
, ergebe sich gerade nicht aus den Berichten der
Klinik A._
. Weil
überdies
vor dem Sturz weder Beschwer
den noch Anhaltspunkte für eine vorbestehende Verletzung der
Rotatorenman
schette
be
stan
den hätten, seien die genannten Diagnosen auf den Unfal
l zu
rückzuführen und hafte die Beschwerdegegnerin für den nach dem
Unfall
trauma
bestehenden Gesundheitszustand d
es Beschwerdeführers (
Urk.
1 S.
8)
.
2.
2.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Tag
geld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) inva
lid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Ren
tenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistun
gen
dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn
e
des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Er
eignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammen
hangs genügt für die Begründung eines
Leis
tungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit
Hinweisen).
2.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst ma
nifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie
er un
mittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haf
ten Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Da
hin
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesund
heits
schadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363
S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S.
76).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie
stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gege
be
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM
1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994,
S. 24 f.).
3.
3.1
Dr.
med.
B._
, FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte am
2
7.
Mai 2010 (
Urk.
10/3
) eine Schulterkontusion rechts
mit
Abduktionshem
mun
g
über 90 Grad wegen Schmerzen, Schmerzen beim Schürzengriff und leichter Schwellung im Bereich des
Musculus
deltoideus
rechts. Eine Fraktur l
iess sich nicht visualisieren (vgl. auch
Urk.
10/4 S. 2).
3.2
Eine am
8.
Juni 2010 (Bericht von
Dr.
med.
C._
, FMH für Rheumatolo
gie, Manuelle Medizin SAMM,
D._
,
vom
9.
Juni 2010,
Urk.
10/8) durchgeführte Sonographie zeigte eine To
talruptur der Supra- und
Infraspinatussehne
rechts, während es an einem
Ge
lenkserguss
oder einer Flüssigkeitsansammlung mangelte. Daneben visualisierte sich eine
wahr
sch
einlich konstitutionell bedingt
dünne
Subscapularissehn
e
beidseits sowie
eine
Acromioclaviculargelenksarthrose
beidseits.
Dr.
C._
be
zeichnete die
Total
ruptur
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als direkte Folge des Sturzes vom 1
7.
Mai 2010 und empfahl eine Rekonstruktion der
Ro
t
atorenmanschette
.
3.3
Das am
2.
August 2010 angefertigte
Arthro
-MRI der rechten Schulter (Bericht der
Klinik A._
vom
5.
August 2010,
Urk.
10/10
), zeigte eine vollständige
Su
p
r
aspinatussehnenruptur
mit Retraktion und muskulärer Verfettung, sowie eine partielle Ruptur der
Subscapularissehne
und eine vollständige Ruptur der
Bizepssehne
. Die
Infraspinatussehne
kam auf diesen Bildern intakt zur Darstel
lung. Unter „Diagnose“ wurde von einer volls
tändigen
Supr
aspinatussehnen
ruptur
wahrscheinlich älter, sowie von einer frischeren Ruptur der
Subscapula
rissehne
(wahrscheinlich
reparierbar) nach Sturz vom 17.
Mai 2010 auf die rechte
Schulter
und einer aktuell
Frozen
shoulder
berichtet.
3.4
Am 1
1.
November 2010 (
Urk.
10/16)
erfolgte
die operative Sanierung der
Rota
to
r
enmanschetten-Massenläsion
rechts, wobei sich ein
e nahezu vollständig
rup
tu
rierte
Biz
epssehne
, eine to
tale
Supraspinatusseh
nen
-Ruptur, welche bis fast zum
Glenoidniveau
retrahiert
war, sowie eine Teilruptur von
Subscapularis
- (2/3) und
Infraspinatussehne
(1/2), deren Retraktion im Vergleich zur
Supraspi
na
tussehne
weniger ausgeprägt war, zeigten.
3.5
Bei noch eingeschränkter Schulterbeweglichkeit (
Bericht vom 1
6.
Februar 2011,
Urk.
10/26) hielt
Dr.
B._
den Beschwerdeführer
dazu
an (Schreiben vom 1
5.
März 2011
,
Urk.
10/27
), sich beim Arbeitgeber danach zu erkundigen, ob ab April 2011 die Möglichkeit bestehe, eine l
e
ichte Tätigkeit im Umfang von 30
%
aufzunehmen.
Mit Bericht vom 2
1.
März 2011 (
Urk.
10/28) erachteten die
Ärzte der
Klinik A._
eine
klar
e
Verbesserung
an der Schulter
für
gege
ben
.
3.6
Mit Bericht vom 1
9.
August 2011 (
Urk.
10/43) hielt
Dr.
med.
E._
, Ober
arzt
Klinik A._
dafür, es bestehe eine schwierige Situation mit stagnie
rendem Heilungsverlauf. Sollte die erneute Fortsetzung der physiotherapeuti
schen
Massnahmen keine relevante Verbesserung zeigen, so sei die Behandlung abzu
schliessen. Am 2
3.
Januar 2012 (
Urk.
10/45) berichtete der Arzt, trotz in
tensiver Physiotherapie zeige sich eine Stagnation des Rehabilitationsprozesses. Sofern keine Überkopf-Tätigkeiten zu verrichten seien, sei die Tätigkeit als Hilfskoch durchaus denkbar.
3.7
Dr.
Z._
gab ihre
Einschätzung
gestützt auf die ihr zur Verfügung gestell
ten Dokumente (
Urk.
10/52 S. 2-8)
sowie
unter Berücksichtigung
der anlässlich der Untersuchung des Beschwerdeführers am 1
5.
August 2012 erhobenen Be
funde
und gemachten Angaben
ab (
Urk.
10/52).
Sie berichtete, der Beschwer
de
führer habe ständig vorhandene Schmerzen in der rechten Schulter, zeitwei
lige Schmerzen im linken Nacken, belastungsabhängige Schmerzen in der lin
ken Schulter sowie ständig vorhandene Schmerzen im Bereich des dorsalen
Be
cken
kamms
beidseits beklagt (
Urk.
10/52 S.
22-23). Anlässlich der aktuellen ortho
pä
disch-rheumatologischen Untersuchung hätten eine erhebliche
Selbstli
mi
tation
und Inkonsistenz im
poniert (
Urk.
10/52 S. 33-34). Auffällig sei auch eine
ausgeprägte Insuffizienz, insbesondere der wirbelsäulenstabilisierenden Muskula
tur
, welche zusammen mit der schlaffen Fehlhaltung und den beschrie
benen degenerativen Veränderungen zu einer ständigen Fehl- und Überbelas
tung des
Achsenorgans führe. Durch die lange subjektive Schmerzsymptomatik sei es kon
sekutiv zu einem Schonverhalten mit Entwicklung beziehungsweise Zunah
me entsprechender muskulärer
Dysbalancen
und einer muskulären
De
konditio
nierung
gekommen (
Urk.
10/52 S.
34-35). Hinweise auf eine
neuroradi
kuläre
Symp
tomatik hätten sich nicht finden lassen und die seitenvergleichende
Um
fangmessung
der oberen und unteren Extremitäten habe
bloss
eine gering aus
geprägte Differenz zu Tage gebracht, was als Hinweis dafür zu werten sei, dass sich der Beschwerdeführer im Alltag mehr belaste, als er in seinem
Be
schwer
devortrag
angebe (
Urk.
10/52 S.
35).
Schliesslich sei auffällig, dass die Be
schwer
den als stets unverändert angegeben würden und der Beschwerdefüh
rer Anal
getika weder als Dauer- noch
als Bedarfsmedikation einnehme
, was bei der von ihm angegebenen Sc
h
merzintensität eigentlich zu erwarten wäre (
Urk.
10/52 S.
36).
Dr.
Z._
hielt fest, zusammenfassend erklärten sich die vom Be
schwerdeführer beklagten Beschwerden nur zu einem geringen Teil aus den an
ge
führten Befunden und es bestehe eine auffallende Diskrepanz zwischen den objektivierbaren und radiologischen Befunden im Vergleich zu den de
mon
strier
ten Beschwerden und Schmerzen (
Urk.
10/52 S. 38).
Hinsichtlich der Unfallkausalität
hielt
Dr.
Z._
dafür
,
das Sturzereignis sei mit Blick auf die zeitnahe Dokumentation überwiegend wahrscheinlich als di
rektes Anpralltrauma zu werten. Ein solches sei gemäss wissenschaftlicher Li
te
ratur aber nicht geeignet, einen Riss in der
Rotatorenmanschette
zu bewirken, da diese durch den
Musculus
deltoideus
und das
Acromion
vor einer direkten Schädigung geschützt sei (
Urk.
10/52 S.
38-39). Hinzu komme, dass weder im
Arthro
-MRI noch im Operationsbericht ein Knochenödem, welches richtungs
weisend für eine traumatische Ruptur der
Rotatorenmanschette
gewesen wäre, beschrieben worden sei. Sodann habe die ereignisnahe Sonographie des rechten
Schultergelenks keinerlei Flüssigkeitsansammlung im
Subacromialtraum
ge
zeigt
, was ebenfalls als Charakteristikum für eine traumatische Ruptur zu wer
ten
ge
wesen
wäre. Schliesslich spreche die intraoperativ zur Darstellung ge
kommene
Rotatorenmanschetten
-Massenläsion gegen eine Unfallkausalität
und für einen vorbestehenden degenerativen Schaden. Ein solcher habe sich über Jahre hin
weg langsam entwickelt. So sei der Beschwerdeführer bereits im Jahre 1997 unte
r der Diagnose einer
Periarthropathia
humeroscapularis
behandelt worden. Dass trotz degenerativer Veränderungen ein weitestgehend asympto
matischer Verlauf
bestehen könne, rühre daher, dass der
Musculus
deltoideus
kompensatorisch den
Te
ilausfall der
Supraspinatussehe
übernehmen könne. Durch die aus dem Sturz auf
die rechte Schulter resultierende
Quetschung bezie
hungsweise Prellung des
Musculus
deltoideus
sei es im Anschluss an das Ereig
nis zu einer schmerzhaf
ten Abduktionshemmung gekommen (
Urk.
10/52 S. 40).
Zusammenfassend kam
Dr.
Z._
unter Berücksichtigung aller Gegebenhei
ten und Befunde zum Schluss, dass die
Rotatorenmanschetten
-Massenläsion der rechten Schulter allen
falls möglicherweise, nicht aber überwiegend wahrschein
lich in einem natür
lichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1
7.
Mai 2010 stehe, sondern auf die bereits vor diesem Ereignis
vorhandenen
erheblichen degene
rativen Veränderungen zurückzuführen sei (
Urk.
10/52 S.
43).
Durch die Kon
tusion des rechten Schultergelenks sei es zu einer vorüberge
henden Ver
schlech
terung des krankhaften Vorzustandes gekommen und sei unter Berücksichti
gung des erheblichen Vorzustandes von einem Fallabschluss spätestens drei bis vier Monate nach dem Ereignis au
szugehen (
Urk.
10/52 S. 44).
Mithin fehle es
an einer Funktionseinschränkung
und insbesondere an einer solchen
des rech
ten
Schultergelenks mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, welche überwie
gend wahrscheinlich auf das Sturzereignis zurückzuführen sei (
Urk.
10/52 S.
45), wo
mit
auch die Frage nach einem allfälligen
Integritätsscha
den
entfalle (
Urk.
10/52
S.
47).
Unfallunabhängig bestehe aus orthopädisch-rheumatologischer Sicht in
folge der eingeschränkten Belastbarkeit des rechten Schultergelenks und des Achsenorgans keine Arbeitsfähigkeit mehr für die bis
herige Tätigkeit. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer demgegenüber vollstän
dig arbeitsfähig (
Urk.
10/52 S. 46).
4.
4.1
Entgegen den Vorbringen des Beschwerde
führers
, wonach
die Verletzungen an der
Rotatorenmanschette
auf
den Sturz vom 1
7.
Mai 2010
zurückzuführen
seien
(E.
1.2),
ist
gestützt auf die Einschätzung von
Dr.
Z._
davon auszugehen, dass bloss ein
allenfalls
möglicher
Zusammenhang der fraglichen Verletzungen
mit dem Sturzereignis
zu erkennen ist
(E. 3.7).
Dr.
Z._
legte
in
ausführli
che
r Auseinandersetzung
mit
den
Vorakten
nachvollziehbar dar,
dass
das
Un
fall
er
eignis
als
direktes Anpralltrauma nicht geeignet
ist
, einen Riss in der
Ro
tatoren
manschette
zu bewirken und
dass sich
denn auch
in der unfallnahen Do
kumen
tation keinerlei Hinweise für eine traumatische Ruptur der
Rotatoren
manschette
finden
liessen
.
So ist w
eder ein Knochenödem
aktenkundig, noch wurde zeitnah
eine Flüssigkeitsansammlung dokumentiert (E. 3.2). Dass sich die Ruptur intra
operativ bestätigen liess (E.
3.4), trägt
- entgegen der Auffassung
des Be
schwer
deführers (
Urk.
1 S. 8) -
nichts zur Frage der Unfallkausalität bei. Ebenso wenig kann der Beschwerdeführer aus der Umschreibung, bei der
Subs
capularissehne
liege
eine „frischere Ruptur“ vor (E.
3.3),
etwas
für sich gewin
nen, fehlt es doch
an
einer
Auseinandersetzung mit der Frage, ob die genannte Verletzung über
wiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis zurückzuführen sei
(E.
3.3;
Urk.
10/10
)
beziehungsweise
wird die Verletzung an anderer Stelle als „wahr
scheinlich“ frischere Ruptur bezeichnet (
Urk.
10/15), was eben gerade nicht zu genügen vermag (E. 2.2).
Sodann
führt
auch die Feststellung
alleine
, vor dem Unfallereignis hätten keinerlei Beschwerden an der rechten Schulter imponiert (E. 1.2),
nicht
zum erforderlichen Nachweis der Unfallkausalität (
vgl.
BGE 119 V 342
E. 2b/
bb
; Urteil des Bundesgerichts 8C_369/2010 vom 1
7.
Dezember 2010
).
Ins Gewicht fällt demgegenüber,
dass erhebliche degenera
tive Veränderungen im
Bereich des rechten Schultergelenks aktenkundig sind (E.
3.2) und der Be
schwer
deführer bereits in früheren Jahren an einer
Peri
arthropathia
hum
er
oscapularis
(beidseits)
litt (
Urk.
10/
4).
Angesichts dieser
Ak
tenlage
ist
es nicht zu bean
stan
den, dass die
Beschwerdegegnerin
auf die
Beur
teilung von Dr.
Z._
abge
stellt
hat
und
davon
ausgegangen ist
, dass
die
fragliche
n Verletzungen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das genannte Unfallereignis zurück
zuführen sind
(
E. 1.1; E. 3.7
).
4.2
Hieran
ändert nichts
, dass der Konsiliararzt der Beschwerdegegnerin
im Herbst 2010
(
Urk.
10/14)
eine richtungsweisende Verschlechterung durch das
Sturzer
eignis
angenommen
und
eine Unfallkausalität als überw
iegend wahrscheinlich erachtet hat
te
.
Es ist der Beschwerdegegnerin
-
auch nach erfolgter
Leistungs
ausrichtung
-
nicht verwehrt, gestützt auf zusätzliche Abklärungen und
mithin
in besserer Kenntnis
der Sachlage
die Unfallkausalität
hinsichtlich
künftige
r
Leistungsausrichtung
en
z
u verneinen (
BGE 130 V 383 E.
2.3.1).
Die
nur
sehr kurz
e
und summarisch gehaltene Einschätzung des
Konsiliararzt
es
vermag
keine begründeten Zweifel an der
umfassende
n
und nachvollziehbare
n
Beurteilung
von Dr.
Z._
zu erwecken
.
4.3
Liegt damit weder eine unfallbedingte Sehnenruptur (E.
4.1) noch eine rich
tungs
weisende Verschlimmerung
des krankhaften
Vorzustandes (E.
4.2) vor, sondern ist auf die in allen Teilen beweiswertig
e (E. 2.4) Einschätzung von Dr.
Z._
abzustellen, wonach die vorübergehende Verschlechterung des krankhaften
Vor
zustandes
längstens bis
drei bis vier Monate nach dem
Unfall
ereignis
andauerte und es
damit
an einer
unfallbedingten
Funktionseinschrän
kung
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mangelt
(E. 3.7)
, so sind keine weiteren Leistungen
der Beschwerdegegnerin
mehr ge
schuldet.
5.
Nachdem die Beschwerdegegnerin auf eine Rückforderung
der von ihr bereits erbrachten
Leistungen verzichtet
(
Urk.
2)
, ist die Verweigerung weiterer Leistun
gen rechtens (BGE 130 V 384). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.