Decision ID: af5f1f31-8b5b-560c-a21a-9d856e48e13d
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG),
dass Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,
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dass Vorbringen auch dann unglaubhaft sind, wenn sie ohne entschuldbare Gründe erst in einem späten Verfahrensstadium, insbesondere erst nach einen negativen erstinstanzlichen Entscheid, vorgebracht werden,
dass das BFM die im erstinstanzlichen Verfahren gemachten Vorbringen des Beschwerdeführers in der angefochtenen Verfügung als unglaubhaft bezeichnete,
dass der Beschwerdeführer – wie das BFM zu Recht feststellte – in den drei Befragungen sowohl die verschiedenen Zusammentreffen mit angeblich vom Vater seiner Freundin angeheuerten Schlägern als auch seine Reise in die Schweiz nur sehr unsubstantiiert darlegte,
dass er sich zudem bezüglich Anzahl, Ort und Art der Zusammentreffen mit den angeheuerten Schlägern und bezüglich der Frage, wann und wo er sich an die Polizei gewendet habe, in verschiedene Widersprüche verstrickte,
dass diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,
dass an dieser Beurteilung der Vorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft auch die Ausführungen in der Beschwerdeschrift nichts zu ändern vermögen,
dass dem Protokoll der Anhörung vom 4. Januar 2011 entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers keine Hinweise zu entnehmen sind, dass der Beschwerdeführer durch die Dolmetscherin oder die befragende Person in unzulässiger Art und Weise unter Druck gesetzt worden wäre,
dass der Beschwerdeführer das Protokoll dieser Anhörung und jede einzelne Seite des Protokolls unterzeichnet und damit dessen Richtigkeit bestätigt hat,
dass dadurch die Behauptung in der Beschwerdeschrift, das Protokoll gebe nicht die wahren Aussagen des Beschwerdeführers wieder, widerlegt ist,
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dass der Beschwerdeführer auch mit seinen restlichen, pauschal gehaltenen Ausführungen in der Beschwerdeschrift die Widersprüche in seinen Aussagen nicht auszuräumen vermag,
dass insbesondere die Aussage, er habe zwar die nepalesische Polizei mehrmals aufgesucht, diese habe aber nichts unternommen, nichts am Widerspruch zu ändern vermag, dass er in der ersten Anhörung angab, sich in Kathmandu nie an die Polizei gewendet zu haben (A9 S. 10, F108), in der zweiten Anhörung jedoch aussagte, er habe sich auch dort zur Polizei begeben (A18, S. 11, F114),
dass damit das BFM die Aussagen des Beschwerdeführers bezüglich der Verfolgung durch den Vater seiner Freundin zu Recht als unglaubhaft bezeichnete und damit auch zu Recht auf die Prüfung der Asylrelevanz verzichtet hat,
dass der Beschwerdeführer bezüglich der auf Beschwerdeebene neu vorgebrachten Asylgründe geltend macht, er habe diese bisher aus Angst vor einer sofortigen Rückschiebung und auf Anraten seiner Schlepper verschwiegen,
dass das erstinstanzliche Verfahren des Beschwerdeführers insgesamt zwei Jahre und vier Monate dauerte und er nach der Kurzbefragung im EVZ zweimal für insgesamt siebeneinhalb Stunden durch das BFM angehört wurde,
dass nicht nachvollziehbar ist, dass es der Beschwerdeführer in dieser Zeit nicht gewagt haben soll, seine wahren Fluchtgründe zu nennen,
dass zudem die Begründung, seine Schlepper hätten ihn davor gewarnt, politische Gründe für seine Flucht aus Nepal zu nennen und er habe deshalb Angst vor einer sofortigen Rückschaffung nach Nepal gehabt, keine entschuldbaren Gründe für das verspätete Vorbringen dieser Verfolgungsvorbringen bildet, zumal wohl allgemein bekannt sein dürfte, dass es allem voran politische Gründe sind, die zu einer Verfolgung und deren Folge einer Anerkennung als Flüchtling führen,
dass die Echtheit des angeblichen Bestätigungsschreibens der nepalesischen Polizei vom BFM in seiner Vernehmlassungsantwort zu Recht in Zweifel gezogen wurde, da nicht einzusehen ist, wieso der entsprechende Polizeibeamte ein solches Dokument ausstellen sollte, dieses zudem lediglich oberflächliche Ausführungen zum Sachverhalt
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macht und insbesondere den Namen des Ermorderten nicht nennt, die Tat gemäss der deutschen Übersetzung als Unglück bezeichnet und von verschiedenen kriminellen Taten spricht,
dass der Beschwerdeführer auch in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassungsantwort des BFM nicht substantiiert darzulegen vermochte, wie er das Dokument erhalten habe,
dass das Dokument zudem im Lichte der gesamten Vorbringen des Beschwerdeführers betrachtet werden muss,
dass der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren ausdrücklich ausgesagt hatte, er sei in seinem Heimatland nie politisch aktiv gewesen (A1, S. 4) und nie irgendwelche politischen Aktivitäten erwähnte oder politisches Interesse erkennen liess, was ein aktives politisches Engagement des Beschwerdeführers als äusserst unplausibel erscheinen lässt,
dass über die behauptete Ermordung eines Mitglieds der Kongresspartei mit Sicherheit in der nepalesischen Presse berichtet worden wäre und darin wohl auch der Name des offenbar des Mordes beziehungsweise der Mittäterschaft verdächtigten Beschwerdeführers genannt worden wäre,
dass die ausgebliebene Einreichung solcher Pressemeldungen oder auch das Unterlassen der Behauptung, dass der Beschwerdeführer per Interpol gesucht werde, starke Indizien für eine konstruierte Geschichte darstellen,
dass die neuen Vorbringen des Beschwerdeführers damit gesamthaft als unglaubhaft betrachtet werden müssen, da sie ohne entschuldbare Gründe erst auf Beschwerdeebene nachgeschoben wurden, sich auf gefälschte Beweismittel abstützen und unplausibel sind,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen ist, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat (Art. 32 AsylV 1) und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte
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Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,
dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat, Herkunfts oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG und Art. 33 Abs. 1 FK),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Refoulementverbots im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 FoK und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimat oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass trotz der angespannten politischen Lage und der stockenden Umsetzung des Friedensplanes in Nepal weder den Akten noch den Aussagen des Beschwerdeführers Hinweise auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr zu entnehmen sind,
dass der Beschwerdeführer keine gesundheitlichen Beschwerden geltend macht und bei seiner Rückkehr nach Nepal auf ein familiäres
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Beziehungsnetz zurückgreifen kann, da sowohl seine Mutter als auch seine Schwester in Nepal wohnen,
dass deshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–(Art. 1  3 VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG)
dass die Verfahrenskosten durch den am 14. März 2011 geleisteten Vorschuss in gleicher Höhe gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind.
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: