Decision ID: 9649ebd2-3907-49ed-9404-24fd666f6fbb
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1959 geborene X._ meldete sich am 15. Dezember 2004 (Ein
gangsdatum) unter Hinweis auf ein verschlepptes Schleudertrauma und Kopf
schmerzen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3). In der Folge tätigte diese medizinische so
wie erwerbliche Abklärungen (Urk. 7/6-16) und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 16. Dezember 2005 eine halbe Rente der Invalidenversiche
rung zu (Urk. 7/24 und 28). Nachdem der Versicherte ein Schleudertrauma
der Halswirbelsäule und damit einhergehend eine gesundheitliche Ver
schlechterung geltend gemacht hatte (Urk. 7/18), gewährte ihm die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 23. November 2007 rückwirkend für den Zeitraum vom 1. Novem
ber
2005 bis 30. September
2006 eine ganze Rente (Urk. 7/59 und
66).
1.2
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 13. Dezember 2007 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht (Urk. 7/72 S. 3). Mit Urteil vom 18. Dezember 2008 hob dieses die angefochtene Verfügung vom 23. November 2007 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zur Vor
nahme weiterer Abklärungen zurück (Urk. 7/77). In der Folge zog die IV-Stelle
weitere Arztberichte bei (Urk. 7/85-86, 7/88) und veranlasste eine medizi
ni
sche Begutachtung bei Dr. med. Y._, Facharzt FMH für Neu
ro
logie, welcher sein Gutachten am 20. April 2010 erstattete (Urk. 7/94). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren hob die IV-Stelle die Verfügung vom 16. Dezember 2005 wiedererwägungsweise auf und wies das am 16. Septem
ber 2005 sinngemäss gestellte Gesuch um Rentenerhöhung ab (Urk. 7/114). Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. September 2011 Be
schwerde mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente auszurichten (Urk. 7/119). Mit Urteil vom 20. Dezember 2011 wies das hiesige Gericht die Beschwerde ab (Urk. 7/123). Die dagegen erhobene Beschwerde beim Bundesgericht wurde mit Urteil vom 12. Juli 2012 in dem Sinne gutgeheissen, als das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 20. Dezember 2011 so
wie die Verfügung vom der IV-Stelle vom 7. Juli 2011 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zur Vornahme weiterer Abklärungen zurückgewiesen wurden (Urk. 7/129).
1.3
In der Folge zog die IV-Stelle Berichte der behandelnden Ärzte bei (Urk. 7/145-147, 7/150) und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung bei der Begutachtungsstelle
Medas
Z._
; mit Schreiben vom 30. April 2013 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass er in der Medas
Z._
im
Fachgebiet Allgemeine Innere Medizin durch Dr. med.
A._
, im Fachgebiet Neurologie durch Dr. med.
B._
, im Fachgebiet
Orthopädie durch Dr. med.
C._
und im Fachgebiet Psychia
trie/
Psychotherapie durch Dr. med.
D._
begutachtet werde (Urk. 7/156). Mit Schreiben vom 10. Mai 2013 gab die Medas
Z._
bekannt, dass die
erforderlichen Untersuchungen am 17., 19. und 20. Juni 2013 stattfinden würden
(Urk. 7/158). Auf Ersuchen des Rechtsvertreters des Versicherten hin wurde die Begutachtung entgegenkommenderweise verschoben und die be
reits reservierten Termine wurden abgesagt (Urk. 7/160). In der Folge gab die Medas
Z._
dem Versicherten mit Schreiben vom 21. Juni 2013 die neuen Termine bekannt und teilte ihm ausserdem mit, dass er im Fachgebiet Neurologie von Dr. med.
E._
, im Fachgebiet Psychiatrie von med.
prakt.
F._
, im Fachgebiet Orthopädie von Dr. med.
G._
und im Fachgebiet Allgemeine Innere Medizin vom Hauptgutachter Dr. med.
H._
begutachtet werde (Urk. 7/163). Am 27. Juni 2013 erklärte der Versicherte unterschriftlich, er sei bereit, sich der
angeordneten Begutachtung bei Dr.
E._
, med. prakt.
F._
, Dr.
G._
und Dr.
H._
zu unterziehen (Urk. 7/165). Die Medas
Z._
erstattete ihr Gutachten schliesslich am 7. November 2013 (Urk. 7/167). Da die Gutachter vom Vorliegen eines Medikamenten-Über
ge
brauchs-Kopfschmerz
es
ausgingen und dafür hielten, dass mit einem statio
nä
ren Triptan-Entzug eine Verbesserung der Symptomatik erreicht werden könne,
forderte die IV
Stelle den Versicherten mit Einschreibebrief vom 14. Mai 2014 auf, sich einem Triptan-Entzug zu unterziehen (Urk. 7/171). Die Medikamentenentzugsbehandlung fand vom 12. Januar bis 7. Februar 2015 in der Rehabilitationsklinik
I._
statt (Urk. 7/198). Nach Eingang weiterer Arztberichte (Urk. 7/203, 7/207, 7/211, 7/212) stellte die IV
Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 20. Mai 2016
die Aufhe
bung der Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/219). Dagegen erhob dieser am 25. Mai 2016 Einwand (Urk. 7/220) und reichte diverse medizinische Unter
lagen ein (Urk. 7/224-228). In der Folge zog die IV-Stelle Berichte der be
handelnden Ärzte bei (Urk. 7/235, 7/237) und teilte dem Versicherten am 6. Dezember 2016 mit, sie erachte eine weitere polydisziplinäre medizinische Untersuchung als notwendig (Urk. 7/242). Am 10. Januar 2017 gab sie dem Versicherten bekannt, sie werde den Auftrag der Begutachtungsstelle J._ erteilen, und setzte ihm Frist an, um Einwände gegen einen oder mehrere
der im Schreiben genannten Gutachter zu erheben (Urk. 7/249). Am 12. Janu
ar
2017 erhob der Versicherte Einwände gegen die Gutachter sowie die Begut
ach
tungsstelle (Urk. 7/254). Mit Zwischenverfügung vom 2. Februar 2017 hielt
die IV-Stelle an der geplanten Begutachtung durch die bekannt gege
benen Gutachter sowie die Begutachtungsstelle J._ fest (Urk. 2 [= 7/258]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. Februar 2017 Beschwer
de und beantragte, die angefochtene Zwischenverfügung sei aufzuheben und es sei mit dem Beschwerdeführer das Einigungsverfahren gemäss BGE 137 V 210 ff. durchzuführen (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 28. März 2017 schloss die IV-Stelle auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
31. März 2017 angezeigt wurde (Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten ist, soweit für die Ent
scheid
findung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Bei der angefochtenen Verfügung vom
2. Februar 2017
(Urk. 2) handelt es sich um eine verfahrensleitende Verfügung, mit welcher die IV-Stelle an der von ihr gewählten Abklärungsstelle festhielt. Da sie das Administrativ
ver
fahren nicht abschliesst, handelt es sich um eine Zwischenverfügung.
1.2
Zwischenverfügungen können gemäss Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs
ver
fahren (VwVG) bei Bejahung eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils (Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG) unter Erhebung aller gesetzlich vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten werden. Bei der Beur
teilung des Merkmals des nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Kon
text der Gutachtenanordnung fällt gemäss der Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7) ins Gewicht, dass das Sachverständigengutachten im Rechts
mittelverfahren mit Blick auf die fachfremde Materie faktisch nur beschränkt überprüfbar ist. Mithin kommt es entscheidend darauf an, dass qualitätsbe
zogene Rahmenbedingungen durchgesetzt werden können. Greifen die Mit
wir
kungsrechte erst nachträglich - bei der Beweiswürdigung im Verwal
tungs-
und Beschwerdeverfahren -, so kann hieraus ein nicht wieder gutzu
mach
en
der Nachteil entstehen, zumal im Anfechtungsstreitverfahren kein Anspruch auf Einholung von Gerichtsgutachten besteht. Hinzu kommt, dass die mit medizinischen Untersuchungen einhergehenden Belastungen zuweilen einen erheblichen Eingriff in die physische oder psychische Integrität bedeuten. Aus diesen Gründen ist gemäss der Rechtsprechung die Eintretensvoraus
setzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren zu bejahen, zumal die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken wird
(BGE 138 V 271 E. 1.2 mit Hinweisen)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Zwischenverfügung an der Abklärung durch die Begutachtungsstelle J._ sowie an den gewählten Gutachtern fest. Zur Begründung führte sie aus, die Gutachter seien im Medizinalberufsregister Medregom registriert und verfügten über eine Berufsausübungsbewilligung für den Kanton Zürich. Die Begutachtungsstelle könne nicht befangen sein. Von allfälligen gesetz
li
chen Ausstands- oder Ablehnungsgründen gegenüber dem Institutsleiter könne nicht auf eine Ablehnbarkeit des gesamten Instituts geschlossen werden
, weshalb für eine Neuverlosung kein Raum bestehe (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor, er lehne die drei von der Beschwerdegegnerin genannten Gutachter wegen fehlender fachlicher Quali
fi
kation ab. Dr. med. K._ und Dr. med. L._ seien deut
sche Ärzte, die jeweils für die Begutachtungen in die Schweiz einreisen würden. Sie seien mit den schweizerischen Verhältnissen zu wenig vertraut. Dr. K._ sei zudem von der FMH nicht als Facharzt anerkannt. Dr. L._ verfüge zwar über einen deutschen Facharzttitel in Neurologie. Dieser sei
jedoch wohl nicht gleichwertig mit einem schweizerischen Facharzttitel. Auch
Dr. med. M._ habe sein Diplom sowie seinen Facharzttitel in Deutschland erworben. Als Internist sei er nicht in der Lage, Kopfweh
be
schwerden zu beurteilen, weshalb auch ihm die nötige fachliche Qualifikation fehle. Weiter werde die Begutachtung durch die Begutachtungsstelle J._ abgelehnt. Prof. Dr. med. N._ sei Geschäftsführer dieser Ein
richtung. Er sei voreingenommen und befinde sich in einer auffallend ver
siche
rungsnahen Stellung. Seine Institution komme deutlich häufiger als andere Einrichtungen zum Schluss, die Exploranden seien arbeitsfähig. Er unterzeichne zudem alle Gutachten selbst, was zeige, dass die Gutachter unter seiner Kontrolle stünden. Deshalb werde die Begutachtung durch die genannten Gutachter sowie durch die Begutachtungsstelle J._ abge
lehnt (Urk. 1).
3.
3.1
Am 28. Juni 2011 fällte das Bundesgericht einen Grundsatzentscheid bezüg
lich der Einholung von Gutachten bei Medizinischen Abklärungsstellen. Es gelangte zum Schluss, die Beschaffung medizinischer Entscheidungs
grund
lagen durch externe Gutachtensinstitute in der schweizerischen Invalidenver
sicherung sowie deren Verwendung im Gerichtsverfahren sei verfassungs- und konventionskonform (BGE 137 V 210 E. 2.1-2.3). Gleichzeitig hielt es fest, im Ertragspotential der Tätigkeit zuhanden der Invalidenversicherung liege eine potentielle Gefährdung der inneren Unabhängigkeit der Gutachter (E. 2.4). Das Unabhängigkeitserfordernis gebiete daher eine auf dem Zufalls
prinzip und somit auf einer abstrakt formulierten Regelung beruhende vorbe
stimmte Zuweisung der Aufträge (E. 3.1.1). Weiter sollten eine Mindest
diffe
renzierung des Gutachtenstarifs eingeführt (E. 3.2), die Qualitätsanforde
rungen
und –kontrolle verbessert und vereinheitlicht (E. 3.3) und die Partizipations
rechte der Versicherten verstärkt
werden (E. 3.4).
3.2
In Nachachtung dieser bundesgerichtlichen Forderungen setzte der Bundesrat auf den 1. März 2012 Artikel 72
bis
der Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung (IVV) in Kraft. Damit wurde sichergestellt, dass nur noch Gut
achterstellen
polydisziplinäre (Beteiligung von drei oder mehr Fachdiszi
pli
nen) medizinische Gutachten für die Invalidenversicherung erstellen dürfen,
welche die Qualitätsanforderungen erfüllen, die in einer Vereinbarung mit de
m Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) vorgesehen sind.
In
dieser
Ver
ein
barung sind auch Kontrollmassnahmen und die entsprechenden Be
fug
nisse des BSV definiert. Zudem
wurde
bundesrechtlich verankert, dass die
Inva
lidenversicherung Aufträge für polydisziplinäre Gutachten nur noch nach
dem Zufallsprinzip zuweisen darf (Art. 72
bis
Abs. 2 IVV), um die Unab
hängig
keit der Gutachterstellen und die Neutralität der Gutachten zu ge
währ
leisten.
Gemäss der neuen Verordnungsbestimmung und um die vom Bundesgericht wie auch vom Parlament geforderten Qualitätsanforderungen an die Gutach
ter
stellen zu gewährleisten, erarbeitete das BSV einen Katalog von Kriterien, welche die Gutachterstellen seit dem 1. März 2012 erfüllen müssen. Diese Kriterien umfassen einerseits formelle und fachliche Vorgaben (unter ande
rem Facharzttitel, Konsensbesprechungen), anderseits werden aber auch Ang
a
ben im Hinblick auf mehr Transparenz und Unabhängigkeit der Institute
verlangt (unter anderem Rechtsform, Trägerschaft, Auftraggeber). Im Weite
ren
erliess das BSV einen neuen, nach Aufwand und Anzahl notwendiger Fach
disziplinen differenzierten Tarif.
Die Vergabe der polydisziplinären Gutachten erfolgt über die von der IV
-
Stellen-Konferenz Luzern betriebene webbasierte Plattform "SuisseMED@P" (vgl. www.suissemedap.ch; vgl. Pressemeldung des BSV vom 5. April 2012 betreffend Medizinische Gutachten in der IV: Qualitätssicherung und faire Verfahren, unter: www.bsv.admin.ch, mit aufgeschalteten Hintergrundinfor
ma
tionen, wobei auch die Vereinbarung, die Kriterien, der Tarif und die Hand
habung der Plattform SuisseMED@P aufgeschaltet sind).
Im Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI) wird zudem detail
liert beschrieben, wie die IV-Stelle vorzugehen hat und welche Rechte der versicherten Person zustehen.
3.3
Bei der vorliegend angeordneten medizinischen Untersuchung handelt es sich um eine polydisziplinäre Begutachtung, erachtete die Beschwerdegegnerin doch eine Begutachtung in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie als notwendig
(Urk. 7/242)
. Damit kommt Art. 72
bis
Abs. 2 IVV zur Anwendung, womit die Vergabe des Gutachtensauftrags nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen hat. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre
chung bleibt bei polydisziplinären Gutachten für eine einvernehmliche Be
nennung der Gutachter kein Raum (BGE 140 V 507 E. 3.2.1); das Zufalls
prinzip kommt zwingend zur Anwendung. Der Antrag auf Durchführung einer Einigungsverhandlung geht daher fehl.
3.4
Der Beschwerdeführer macht geltend, von der Begutachtungsstelle J._ sei keine ergebnisoffene Begutachtung zu erwarten, weshalb er diese als befangen ablehne (Urk. 1).
Wie bereits ausgeführt (E. 3.2) hat die Begutachtung gemäss Art. 72
bis
Abs. 1 IVV durch eine Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt eine Vereinbarung getroffen hat.
Der auf www.bsv.admin.ch
unter der Rubrik
„Invalidenversicherung IV“, Unterrubrik „Grundlagen und Gesetze“ veröffent
lichten Liste (Stand
25.11.2016
) ist zu entnehmen, dass die
J._
mit dem Bundesamt einen Vertrag als
polydisziplinäre Gutachterstelle
abge
schlossen hat
.
Aus den Akten geht hervor, dass die IV-Stelle
die Vergabe des Auftrags zur Begutachtung des Beschwerdeführers in Umsetzung der gesetz
lichen Bestimmungen und in Nachachtung des im KSVI beschriebenen Ver
fahrens
vorgenommen hat. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist daher nicht zu beanstanden.
Ist eine Gutachterstelle nach dem beschriebenen System benannt worden, kann
die versicherte Person gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung mate
rielle Einwendungen gegen die Begutachtung an sich, gegen Art oder Umfang der Begutachtung oder gegen bezeichnete Sachverständige geltend machen. Weiter können formelle Ausstandsgründe gegen Gutachterpersonen geltend gemacht werden (BGE 138 V 271 E. 1.1). Nicht zu hören sind indes Ausstandsbegehren, die sich gegen eine Behörde (oder Gutachterstelle) als solche richten. Das Bundesgericht hielt bereits mehrmals fest, nur die für eine Behörde tätigen Personen, nicht die Behörde an sich, könne befangen sein (BGE 137 V 210 E. 1.3.3 m.w.H.). Dies ergibt sich auch aus Art. 36 ATSG, welcher nicht von Behörden respektive einer medizinischen Abklärungsstelle, sondern von Personen spricht, die Entscheidungen zu treffen oder vorzube
reiten haben, was sich dem Sinn nach auf die handelnden natürlichen Per
sonen bezieht. Zulässig sind hingegen Ausstandsbegehren gegen sämtli
che Mitglieder einer Behörde, solange gegen jedes einzelne Mitglied spezifische Ausstandsbegehren geltend gemacht werden, die über die Kritik hinausgehen, die Behörde als solche sei befangen (Urteile des Bundesgerichts 8C_599/2014 vom 18. Dezember 2015 E. 3.3,
9C_810/2014
vom 1. Dezember 2014 E. 1.2). Vor diesem Hintergrund ist der Einwand des Beschwerdeführers, gutachter
liche Untersuchungen in der Begutachtungsstelle
J._
garantierten von vornherein keine unvoreingenommenen Ergebnisse, nicht zu hören, da er auf das Vorbringen hinausläuft, die Begutachtungsstelle sei befangen.
Im ü
brigen ist darauf hinzuweisen, dass die im Anhang zum SuisseMED@P Reporting 2014 enthaltene Statistik der
J._
zu den attestierten Arbeits
fähigkeiten in polydisziplinären Gutachten für die IV den Schluss nicht zu
lässt, die Experten der Begutachtungsstelle
J._
begutachteten "überdurch
schnittlich streng" (Urteil des Bundesgerichts 9C_19/2017 vom 30. März 2017 E. 5.1). Ebensowenig kann im vorliegend zu beurteilenden Fall allein aufgrund des Umstandes, dass Institutsleiter Prof. Dr. med.
N._
im Jahr 2014 zu einer Vortragsveranstaltung zum Thema "Vermeidung unge
recht
fertigter Krankentaggeld-, IV- und UV-Leistungen" eingeladen hat, an
ge
nommen werden, der Institutsleiter erwecke den Anschein der Befangen
heit (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_19/2017 vom 30. März 2017 E. 5.2 und 8C_548/2016 vom 4. Januar 2017 E. 4). Da der Beschwerdeführer bezüg
lich des Institutsleiters keine anderen Ablehnungs- oder Ausstandsgründe nennt, ist nicht ersichtlich, weshalb dieser in seiner Funktion als Leiter der Begutachtungsstelle am vorgesehenen Gutachten nicht mitwirken dürfte.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die drei von der IV-Stelle bezeichneten Gutachter würden nicht über die nötigen fachlichen Qualifi
ka
tionen verfügen. Dr. K._ und Dr. L._ würden in Deutschland prakti
zieren und seien mit den hiesigen versicherungsrechtlichen Verhältnissen nicht vertraut. Dr. K._ sei von der FMH nicht als Facharzt anerkannt
und Dr.
L._
verfüge lediglich über einen in Deutschland erworbenen Fach
arzttitel. Auch Dr. M._ habe seinen Facharzttitel in Deutschland er
wor
ben und könne überdies als Internist die Kopfwehbeschwerden fachlich nicht beurteilen. Zudem stünden die Gutachter unter der Kontrolle von Prof. Dr. N._, was aus dem Umstand, dass dieser die Gutachten jeweils mitunter
zeichne, hervorgehe (Urk. 1 S. 3-4).
4.2
Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Be
fangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsächlich be
fangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewich
tung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Emp
fin
den einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objek
tiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeu
tung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 93 E. 7.1). Deshalb ist ein triftiger Grund auch etwa gegeben, wenn es dem Gutachter an der im konkreten Fall erforderlichen Kompetenz fehlt oder er aus persönlichen Gründen nicht als geeignet erscheint (
BGE 138 V 271 E. 1.1
).
4.3
I
m Zusammenhang mit der fachlichen Qualifikation eines Gutachters ist
ent
scheidend
, dass die verfügbaren medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Be
weiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die strei
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a). Laut höchst
richterlicher
Rechtsprechung ist es letztlich Sache der Verwaltung beziehungsweise – im Streitfall - des Gerichts, die Arbeits(un)fähigkeit der versicherten Person festzustellen. Dabei hat es sich auf schlüssige medi
zini
sche Berichte zu stützen.
4.4
Der Umstand, dass Dr. K._ und Dr.
L._ in Deutschland praktizieren, lässt keine Rückschlüsse auf ihre fachliche Kompetenz zu. Es ist Sache des Gerichts, die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person festzustellen, weshalb das Vorbringen des Beschwerdeführers, sie seien allenfalls mit den hiesigen
versicherungsrechtlichen Verhältnissen nicht vertraut, nicht verfängt. Gemäss
höchstrichterlicher Rechtsprechung müssen Gutachter nicht zwingend über eine FMH-Ausbildung verfügen. Verlangt wird eine Fachausbildung, die auch im Ausland erworben sein kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_270/2008 vom 12. August 2008 E. 3.3). Unbestrittenermassen verfügen alle drei Gutachter über eine medizinische Fachausbildung. Dass sie diese in Deutschland durch
laufen haben, vermag ihre fachliche Kompetenz nicht in Frage zu stellen. Sie sind sodann im Medizinalberuferegister des BAG registriert und besitzen eine Berufsausübungsbewilligung für den Kanton Zürich. Überdies kann dem Re
gis
ter entnommen werden, dass die Weiterbildungstitel in den entspre
chen
den Fachgebieten in der Schweiz anerkannt werden. Hinsichtlich des Vor
bringens, Dr. M._ könne als Internist die Kopfschmerzen des Be
schwer
deführers nicht beurteilen, ist darauf hinzuweisen, dass die Sachverständigen für die fachliche Güte und die Vollständigkeit der interdisziplinär erstellten Entscheidungsgrundlage verantwortlich sind. Die Gutachter prüfen, ob die Liste der medizinischen Fachdisziplinen angepasst werden muss (BGE 139 V 349 E. 3.3). Weder die IV-Stelle noch die Versicherten können die von der
Gutachterstelle vorgesehenen Fachdisziplinen anfechten (KSVI Rz. 2080, Stand
per 1. Januar 2017).
Aus dem Umstand schliesslich, dass Prof. Dr. N._ in der Vergangenheit die Gutachten des Instituts mitunterzeichnete, kann zudem nicht auf eine Ab
hängig
keit der Sachverständigen ihm gegenüber geschlossen werden. Die Unter
suchungen werden unbestrittenermassen von den genannten Gutach
tern, und nicht von Prof. Dr. N._ durchgeführt; sie sind für die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers verantwortlich und halten ihre Schlussfolgerungen in ihren Berichten zuhanden der IV-Stelle fest. Im übrigen ist – wie bereits ausgeführt – auch nicht zu beanstanden, wenn Prof. Dr. N._ in seiner Funktion als Leiter der Begutachtungsstelle mitwirkt.
4.5
Nach dem Gesagten ist die Beschwerdegegnerin bei der Auswahl der Gutach
terstelle korrekt vorgegangen. Da zudem auch keine Ablehnungsgründe gegen die für die Begutachtung vorgesehenen Ärzte vorliegen, ist die Verfü
gung vom 2. Februar 2017 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich
als unbegründet und ist abzuweisen.
5.
Im vorliegenden Verfahren geht es nicht um die Bewilligung oder Verwei
gerung von IV-Leistungen, weshalb das Verfahren kostenlos ist (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung).