Decision ID: db483301-e3e5-435e-850c-eb230746117d
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1977
, ohne abgeschlossene Berufsausbildung
, reis
te am 30. April 2009 in die Schweiz ein (Urk. 7/2) und war während rund drei Jahren (April 2010
bis
April 2013) als Zügelmann bei der
A._
(bzw. deren Rechtsvorgängerin) angestellt. Anschliessend war
X._
während zehneinhalb Monaten arbeitslos und zuletzt vom 17. März 2014 bis 30. Juni 2014 als Gerüstmonteur bei der
B._
angestellt (letzter Arbeitstag: 4. April 2014; Urk. 7/1/5, Urk. 7/7, Urk. 7/10/16). Am 20. August 2014 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf ein Hüft-
Impingement
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen an (Urk. 7/1). Zur Abklä
rung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuel
len Konto (Urk. 7/7) und die Akten des
Krankentag
geldversicherers (
Urk.
7/10,
Urk.
7/20,
Urk.
7/25,
Urk.
7/31
, Urk.
7/39,
Urk.
7/51) bei und holte Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk.
7/13,
Urk.
7/21,
Urk.
7/26,
Urk.
7/38,
Urk.
7/52)
ein
. Am
9.
Oktober 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass momentan keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
7/34). Am
2.
August 2016 auferlegte die IV-Stelle
X._
eine Schadenminderungspflicht und hielt ihn zu diagnostisch-therapeutischen Infiltrationen der Lumbalwirbelsäule sowie einer nochmaligen Abklärung der radiologisch eindeutigen CAM-
Impingementsymptomatik
der Hüftgelenke an (Urk. 7/
62
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbe
scheid vom 2. August 2016 [Urk. 7/65], Einwand vom 21. September 2016 [Urk. 7/70]) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 22. November 2016 bzw. 4. Januar 2017 mit Wirkung ab 1. April 2015 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zu (Urk. 7/77 [Verfügungsteil 2] Urk. 7/80, Urk. 7/87).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 4. Januar 2017 Beschwerde und beantragte sinngemäss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm
mindestens
eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2017 beantragte die Beschwerde
gegnerin teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung an sie zu wei
teren Abklärungen (Urk. 6). In der Replik vom 22. März 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (Urk. 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 10. April 2017 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 11), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. April 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12). Mit Beschluss vom
9.
April 2018
erwog das hiesige Sozialversicherungsgericht, nach einer summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage erweise sich der medizinische Sachverhalt als unzureichend abge
klärt und setzte dem Beschwerdeführer eine Frist an, um zu der in Aussicht gestellten Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung und einer damit verbundenen möglichen
reformatio
in
peius
Stel
lung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen
(
Urk.
13). Der Beschwer
deführer liess sich innert der angesetzten Frist nicht vernehmen.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent
scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bun
desgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin
,
der Beschwerde
führer sei in seiner bisherigen Tätigkeit
als Gerüstbauer
nicht mehr arbeitsfähig, hingegen sei ihm in einer angepassten Tätigkeit ein 50%-Pensum zumutbar.
Beim
Einkommensvergleich werde hinsichtlich des
Invalideneinkommen
s
auf die LSE-Tabellen und den Lohn für Hilfsarbeiten abgestellt. Unter Gewährung eines 10%igen Leidensabzugs resultiere ein IV-Grad von 41
%
(
Urk.
2)
.
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor, es sei ihm ein zu hohes Inva
lideneinkommen angerechnet worden. Wenn die Beschwerdegegnerin
zudem
lediglich
einen
10%
igen
Leidensabzug gewähre, so sei dies angesichts der erheblichen Einschränkungen zu tief und rechtsfehlerhaft. Die Beschwerdegeg
nerin habe zudem ein konkretes mögliches Arbeitsfeld zu benennen. Da das Valideneinkommen im Vergleich zum spezifischen Tabellenlohn vorliegend unterdurchschnittlich sei, müsse eine Parallelisierung vorgenommen werden
. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Invalidenrente
(
Urk.
1).
2.3
In der Beschwerdeantwort erwog die Beschwerdegegnerin, aufgrund der Akten könne die Restarbeitsfähigkeit nicht abschliessend beurteilt werden, weshalb weitere Abklärungen erforderlich seien (
Urk.
6).
2.4
Replicando brachte der Beschwerdeführer vor, die Restarbeitsfähigkeit sei bisher nicht strittig gewesen. Wenn die Beschwerdegegnerin nun dennoch darauf zurückkommen wolle, so müsse ihm
zufolge der dann drohenden Schlechter
stellung
die
r
eformatio
in
P
eius
angedroht werden (
Urk.
9).
3.
3.1
Die angefochtene Verfügung basiert in medizinischer Hinsicht auf dem vertrau
ensärztlichen Bericht von
Dr. med.
C._
, Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie FMH, vom 22. März 2015 zu Händen des Krankentaggeld
versicherers des Beschwerdeführers (Urk. 7/25), dem Bericht des
D._
, Abteilung Chirurgie, vom 8. März 2016 zu Händen der Beschwerdegegne
rin (Urk. 7/26) sowie der Stellungnahme des für den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) tätigen Dr. med.
E._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 21. Juli 2016 (Urk. 7/61/7-9)
3
.2
Dr.
C._
führte im Bericht vom 22. März 2015 die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 7/25/4):
-
invalidisierende Beckenschmerzen bei Hüft-
Impingement
beidseits rechts ausgeprägter als links (ICD-10 M24.8), seit April 2014
-
bei CAM-Deformität und
langstreckigen
Labrumschäden und oberflächlichen Knorpeldefekten
-
Status nach Hüft-Infiltration rechts (Juli 2014), ohne Wirkung
-
aktuell
lumbovertebrales
Syndrom (ICD-10 M54.4) bis
lumbospondylo
genes
Syndrom rechts seit Frühling 2014
-
ohne sensomotorische Ausfälle
-
Status nach Facettengelenksinfiltrationen L5/S2 beidseits (Okto
ber 2014), ohne Wirkung
Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr.
C._
fest, nebst den Schmerzen bestünden deutli
che Einschränkungen der Hüft- und der Rückenbeweglichkeit sowie der Belast
barkeit, welche die Ausübung der bisherigen Tätigkeit seit April 2014 verun
möglichten. Angesichts der Hüft- und Rückenbeschwerden seien schwere Arbei
ten nicht mehr möglich. Allenfalls kämen Tätigkeiten als Produktionsmitarbeiter in der Industrie oder in der Reinigungsbranche – sofern sie den Beschwerden angepasst seien (kein Tragen und Heben von Lasten, abwechselnd stehende
und sitzende Stellung) – in Betracht. Die
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit beurteilte Dr.
C._
mit 100 %. In einer angepassten Tätigkeit ging
er eben
falls von
voller Arbeitsunfähigkeit
aus, dies seit April 2014 (Urk. 7/25/5). Bevor die Wieder
aufnahme der Arbeit in einer angepassten Tätigkeit stattfinden kön
ne, müsse entschieden werden, ob eine orthopädische Korrektur des CAM-
Impingements
rechts stattfinden werde oder nicht, da die künftige Belastbarkeit des Beschwer
deführers vom Resultat eines solchen Eingriffs abhänge. Falls kei
ne invasiven Massnahmen bzw. keine Operation in den nächsten Wochen vor
genommen
würden
, könnte theoretisch die Wiederaufnahme der Arbeit in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % ab Anfang Mai 2015 verlangt werden (Urk. 7/25/6).
3.3
Die Ärzte des
D._
,
Chirurgieabteilung
, hielten im Bericht vom 8. März 2016 (Urk. 7/26) fest, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei aufgrund vorbestehender Hüft- und Rückenbeschwerden eingeschränkt. Vier Stunden pro Tag seien dem Beschwerdeführer in einer sitzenden/leichten Tätig
keit zumutbar, was 50 % entspreche, wobei diese Angaben seit dem 6. Februar 2016 gälten (Urk. 7/26/2-3). Die Spitalärzte hielten zudem fest, rein sitzende Tätigkeiten seien zu 50 % zumutbar, rein stehende Tätigkeiten ebenfalls und rein wechselbelastende auch, wobei wechselbelastende Tätigkeiten während vier bis sechs Stunden täglich zumutbar seien (Urk. 7/26/5).
3.4
RAD-Arzt
E._
führte unter Verweis auf die Aktenlage in seiner Stellungnahme vom 21. Juli 2017 zusammenfassend folgende Diagnosen auf (Urk. 7/61/7-8):
-
lumbosakrale
Übergangsvariante mit
Sakralisation
von LWK5 und rudi
mentär angelegter Bandschei
b
e L5/S1 (MRI 20. März 2015)
-
Zustand nach Facetteninfiltrationen beidseits am 15. Oktober 2014 und
periduraler
Steroidinfiltration am 1. April 2015
-
persistierende
Lumbocruralgie
im Dermatom L3 und L4 rechts und zeit
weise
Lumboischialgie
im Dermatom L5 rechts
-
bei selektiven
periradikulären
Infiltrationen zur Eruierung einer eventuellen neurogenen Ätiologie der Schmerzen im September 2016 empfohlen
-
verschmälerte thorakale Bandscheibe und
Schmorl’sches
Knötchen in der Deckplatte BWK6 (MRI 20. März 2016)
-
Zustand nach
Inguinalhernien-Repair
(nach Liechtenstein) rechts am 26. Januar 2016 bei
-
symptomatischer, grosser, indirekter
Inguinoscrotalhernie
rechts
-
symptomatischer
Inguinalhernie
links
-
invalidisierende Schmerzen im Hüftbereich beidseits bei
-
Hüftimpingement
beidseits, rechts > links, bei CAM-
Impingement
und
langstreckigem
Labrumschaden und oberflächlichem Knorpeldefekt.
RAD-Arzt
E._
empfahl eine vorzeitige medizinische Neubeurteilung in circa einem Jahr (Juli 2017), da eine weitere Besserung der momentan 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf bis zu 80 % medizintheoretisch möglich und letztendlich bei entsprechender Therapie auch zu erwarten sei (Urk. 7/61/9).
4.
4.1
Aufgrund der vorliegenden medizinischen Aktenlage kann nicht abschliessend beurteilt werden,
in welchem Umfang der
Beschwerdeführer
arbeitsfähig ist
; dementsprechend kann (noch) kein Entscheid über allfällige Rentenleistungen ergehen.
4.2
Der Bericht von
Dr.
C._
erweist sich als nicht schlüssig beziehungsweise widersprüchlich. Im Bericht vom 2
2.
März 2015 geht
Dr.
C._
zunächst davon aus, dass zwar schwere Arbeiten nicht mehr möglich seien,
allenfalls kämen Tätigkeiten als Produktionsmitarbeiter in der Industrie oder in der Reinigungs
branche in Frage, sofern diese den Beschwerden angepasst seien (E. 3.2). Im nächsten Abschnitt geht
Dr.
C._
dann jedoch von einer vollständig aufgeho
benen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer angepass
ten Tätigkeit aus, attestiert aber –
prognostisch
– ab Anfang Mai 2015
wiede
rum
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit, sofern keine invasiven Massnahmen durchgeführt würden
. Wie er zu diesen Schlüssen
komm
t, wird nicht begründet und ist auch nicht nachvollziehbar.
Keine weite
ren Schlüsse lässt der Bericht des
D._
,
Chirurgieabteilung
, vom
8.
März 2016 (E. 3.3) zu, zumal diesem eine
rseits eine
50%ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit seit
6.
Februar 2016 entnommen werden kann – wie
derum ohne Begründung
– und
zum anderen
gehen die Ärzte des
D._
von einer Zumutbarkeit von vier bis sechs Stunden in einer wechselbelas
tenden Tätigkeit aus.
Sechs Stunden entsprächen je nach Wochenarbeitszeit einem rund 70-80%igem Pensum. Der Bericht
ist somit in sich selbst wider
sprüchlich.
RAD-Arzt
E._
hat sich
sodann
im Wesentlichen darauf beschränkt,
die
Diagnosen der behan
delnden Ärzte und deren Einschätzung der Restarbeits
fähigkeit
zusammenge
fasst wiederzugeben.
RAD-Arzt
E._
nimmt denn auch a
uf die Einschätzung der Ärzte des
D._
Bezug, indem er angibt, innerhalb eines Jahres sollte eine 80%ige Arbeitstätigkeit möglich und auch zu erwarten sein.
RAD-Arzt
E._
geht von einer Verbesserungsfähigkeit der Beschwerden aus.
Den weiteren aktenkundigen Berichten sind keine Angaben zu entnehmen, welche die offenen Fragen nach der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit beantworten würden, da die Einschätzung der Arbeitsfä
higkeit entweder unbe
gründet erfolgt oder weggelassen wird (vgl. Urk. 7/52/4, Urk. 7/13/2-3, Urk. 7/13/6-7, Urk. 7/13/10, Urk. 7/13/11-12, Urk. 7/21/6, Urk. 7/38/2-3, Urk. 7/38/6, Urk. 7/38/11, Urk. 7/38/13, Urk. 7/57/2-3).
Die Angaben betreffend eine Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit erweisen sich indessen als nicht schlüssig (vgl. Urk. 6) und können deshalb nicht als
alleinig
e Entscheidungs
grundlage für eine
Rentenzusprache
dienen.
4.3
Nach dem Gesagten lässt sich den vorliegenden medizinischen Akten nicht ent
nehmen, in welchem zeitlichen und leistungsmässigen Umfang der Beschwerde
führer seit April 2014 in seinen zuletzt ausgeübten Tätigkeiten arbeitsfähig war und ist und welche qualitativen Anforderungen an eine medizinisch zumutbare Tätigkeit bzw. an einen Arbeitsplatz zu stellen sind. Diesbezüglich sind weitere medizinische Abklärungen, vorzugsweise eine Begutachtung, erforderlich. Allenfalls sind weitere berufliche Abklärungen bei seinen letzten Arbeitgebern zu tätigen. Zu diesem Zweck ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen.
5.
Die Beschwerde ist demnach in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene
n
Verfügung
en vom
22. November 2016 bzw. 4. Januar 2017
aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese, nach Abklä
rungen im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerde
führers neu verfüge.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) zu verpflichten, dem durch
Z._
,
Y._
,
vertretenen Beschwerdeführer eine Prozessent
schädigung zu entricht
en, wobei ein Betrag von Fr. 1‘
2
00.-- (inklusive Baraus
lagen und Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint.