Decision ID: 11a22967-cea6-482f-a7a3-bac4e073810e
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1992
geborene
X._ brach die im August 2011 angefangene Lehre als Detailhandelsfachmann Nahrungs- und Genussmittel bei der
A._
per 14. Januar 2012 ab und bezog seither wirtschaftliche Sozialhilfe (Urk. 7/1, Urk. 7/14, Urk. 3/3). Mit Datum vom 25. Dezem
ber 2012 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invali
den
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3). Nach medizinischen Abklä
rungen sowie Durchführung zweier persönlicher Beratungsgespräche (vgl. Gesprächs
protokolle vom 27. Mai und 10. Dezember 2013, Urk. 7/22, Urk. 7/30) erteilte ihm die Sozialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
Kostengutsprache für eine Berufswahlabklärung
sowie für eine gezielte Vorbe
reitung auf eine erstmalige Berufsausbildung im Bürobereich in den B._ zuzüglich jeweils eines Taggeldes (
Mitteilung
en
vom 1
0. Dezember
2013
und 1. April 2014, Urk. 7/31 f.,
Urk. 7/43 f.). Letzteres musste zufolge persistierender und progredienter gesundheitlicher Probleme (Magen-Darm-Beschwerden mit Essstörungen, Hals- und Kopfweh, Unwohlsein, Müdigkeit sowie Schlafstörungen) und damit zusammenhängenden Absenzen (vgl. Abschlussbericht vom 23. Mai 2014 sowie Verlaufsprotokoll vom 16. Juni 2014, Urk. 7/48 f.) per 19. Mai 2014 vorzeitig abgebrochen werden (Mitteilung vom 16. Juni 2014, Urk. 7/50). Im Hinblick auf die Rentenprüfung tätigte die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen, woraufhin sie den Versicherten unter Hinweis auf seine gesetzliche Schadenminderungspflicht mit Schreiben vom 26. März 2015 aufforderte, sich einer intensiven psychiatrischen Therapie mit Cannabisabstinenz über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten zu unterziehen
(Urk. 7/66). Mit Stellungnahme vom 17. August 2015 teilte der behan
delnde lic. phil. C._, Psychologe, mitunterzeichnet med. pract. D._, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, der
IV-Stelle
mit, die Auflage einer Cannabisabstinzenz sei in der aktuellen Phase progredienter psychischer Einschränkungen therapeutisch weder nützlich noch zumutbar (Urk. 7/74). Daraufhin veranlasste die IV-Stelle
eine psychiatrische
Untersuchung
durch
med.
pract. E._, Facharzt
FMH
Psychiatrie und Psychotherapie
, Regionale
r
Ärztliche
r
Dienst
(RAD), worüber dieser
am
25
. J
anuar 2016 Bericht erstattete (Urk. 7/80/1-10
)
. Mit Schreiben vom 8. März 2016 forderte die IV-Stelle den Versicherten unter Hinweis auf seine gesetzliche Mitwirkungspflicht auf, die bisherige Psychotherapie unabhängig des Renten
ent
scheides zur Erhaltung und Verbesserung seines Gesundheits
zustandes fortzusetzen. Andernfalls werde auf ein zukünftiges Leistungsgesuch nicht eingetreten (Urk. 7/82). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/83, Urk. 7/87, Urk. 7/102) verneinte sie schliesslich mit Verfügung vom 23. August 2016 einen Rentenanspruch
des Versicherten
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 21. September 2016 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 23. August 2016 aufzu
heben und ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein psychia
trisches Gutachten einzuholen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerde
führer um Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung
(Urk. 1 S. 2).
Ausserdem gab er weitere Unterlagen zu den Akten (Urk. 3/3-4).
Die Beschwerdegegnerin beantragte am
1
.
November 2016
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), was dem Beschwerdeführer
am
2
.
November 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten i
st, soweit für die Ent
scheid
fin
dung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heits
wert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbs
ein
kom
men zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130
V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychi
atrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar
201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. Novem
ber
2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember
20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht aus
zu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin zusammen
gefasst, aufgrund der medizinischen Abklärungen bestehe kein sozialversi
che
rungs
rechtlich relevanter Gesundheitsschaden. Damit bestehe auch kein An
spruch auf eine Invalidenrente (Urk. 2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Stellungnahme von lic. phil. C._, mitunterzeichnet Dr. D._, vom 26. Mai 2016 (Urk. 3/4) im Wesentlichen ein, auf den RAD-Untersuchungsbericht könne nicht abgestellt werden. Vielmehr liege aufgrund der seit 2013 andauernden und nicht thera
pier
baren Symptomatik eine invalidisierende Persönlichkeitsstörung vor. Even
tualiter sei ein psychiatrisches Gutachten einzuholen (Urk. 1 S. 7 ff.).
3.
3.1
Im Bericht vom 11. März 2013 hielt der behandelnde Dr. med. F._, Facharzt
für Allgemeinmedizin
, als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit (1) eine seit 2011 bestehende depressive Entwicklung mit so
zi
aler Phobie (ICD-10: F 32.8), (2) eine seit 2011 bestehende Anpassungs
störung (ICD-10: F43.2) sowie (3) seit 2012 bestehende Essstörungen (wegen der Depression, ICD-10: F50.9) fest (Urk. 7/17/1). Es bestünden (soweit dem schwer lesbaren, handschriftlichen Bericht zu entnehmen) schwache Darmgeräusche sowie Druckschmerzen im Magen. Sodann notierte Dr. F._ in psychischer Hinsicht ein fahriges Denken sowie eine depressive Grundstimmung. Der Beschwerde
führer nehme täglich Trittico 50 mg (0-0-1) sowie Zolpidem 20 mg (0-0-1) ein und sei zufolge Konzentrationsstörungen und körperlicher Schwäche bei Depression seit dem 12. Juli 2013 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. Gleichzeitig gab Dr. F._ an, die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer zu 30 – 50 % medizinisch zumutbar. In einer adaptierten Verweistätigkeit sei letzterer zu ca. 30 % arbeitsfähig (Urk. 7/17/2 f.).
3.2
Mit Bericht vom 3. April 2013 diagnostizierte der seit März 2013 behandelnde lic. phil. C._, mitunterzeichnet Dr. med. G._, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, eine Anpassungsstörung mit Angst, Depression, Anspannung sowie somatoformen Symptomen (ICD-10: F43.23, Urk. 7/19/1). Nach Angaben des Beschwerdeführers seien seine Eltern aus den USA in die Schweiz eingereist. Im Alter von drei Jahren hätten sie sich getrennt. In der Folge sei sein Vater nie für ihn da gewesen.
Seine Mutter habe die Kinder
(Anmer
kung des Gerichts: Der Beschwerdeführer hat zwei jüngere Brüder, davon ein Halbbruder, vgl. 7/79/2, Urk. 7/80/2)
zwar
versorgt. Sie seien für sie aber
immer eine Bürde gewesen. Di
e Mutter sei Alkoholikerin und
habe immer wieder neue Freunde gehabt
. In der Kindheit seien sie oft
umgezogen, so dass er sich nie irgendwo
wohl gefühlt und in der
Schule nie Freunde gehabt habe.
Der Beschwerdeführer habe berichtet, zu keinem
Menschen eine enge Beziehung
zu
habe
n; er sei emotional kalt und traue
niemandem. In der Jugend sei es
zu Delik
ten wie Raub,
Dealen sowie kleineren Gewaltdelikten
gekommen. Nach der Schule habe
er ein Praktikum als Carosseriesp
engler gemacht, jedoch die Lehr
stelle
aufgrund ungenügender Mathe-Noten nicht erhalten
.
Mit 16 Jahren habe er bei seinem Vater in den USA noch die Highschool abgeschlossen. Zurück in der Schweiz habe
er ein einjäh
riges Praktikum im Detailhandel
bei der
A._
absolviert und
in der Folge dort eine Lehrstelle erhalten. Im Rahmen
di
eser Lehre sei
es z
u häufigen gesundheitlich bedingten Abse
nzen
gekommen. Er habe
die Arbeit als hart
empfunden. Zudem habe es Konflikte mit Mit
lehrl
ingen
und
Vorgesetzten
gegeben
. Die Arbeit habe ihn inn
erlich sehr aggressiv gemacht.
Schliesslich habe er ein Magengeschwür bekomme
n, welches für ihn mit
der Arbeit
im Zusammenhang stehe, und nach etwa sechs Monaten die Lehrstelle gekündigt.
Im Sommer 2012 sei es wie schon oft aufgrund
von übermässigem Alkoholkonsum
sowie Lärm der Mutter zu einem Streit gek
om
men, in dessen Folge sie die
Polizei alarmiert habe und er die Wohnung
habe verlassen müssen. S
either
bestehe
kein Kontakt mehr
zur Mutter
.
In der Folge sei er einige Wochen
obdachlos gewesen, bevor er mit einem Kollegen eine Woh
nung in
Uster
bezogen habe und seither vom Sozialdienst unterstützt w
e
rd
e (Urk. 7/19/1 f.)
.
Im Rahmen seiner Befundung hielt lic. phil. C._ fest, beim bewusstseinsklaren und allseits orientierten Beschwerdeführer würden weder Auffassungs- noch Konzentrationsstörungen vorliegen. Merkfähigkeit und Gedächtnis seien intakt. Ausserdem sei der Beschwerdeführer formalgedanklich unauffällig. Ebenso wenig liessen sich Anhaltspunkte für Zwänge oder Befürchtungen finden. In sozialen Situationen fühle sich der Beschwerdeführer oft unwohl, sodass er kaum noch essen könne. Wahn, Sinnestäuschungen und Ich-Störungen würden nicht vorliegen. Die Affektivität sei leicht deprimiert, hoffnungslos, ambivalent und affektstarr. Der Antrieb sei leicht vermindert. Sodann bestehe ein leichter sozialer Rückzug. In den therapeutischen Gesprächen erscheine der Beschwerde
führer immer pünktlich und zeige sich motiviert, an sich und der Situation zu arbeiten. Angesichts der seit frühester Kindheit erlebten schwierigen sozialen Beziehungen (Trennung der Eltern, Abwesenheit des Vaters, Alkoholerkrankung der Mutter, häufiger Wechsel von Wohnort, Schule und Freunden), des Mangels an positiven Vorbildern und der ambivalenten Motivation, sich in der Gesell
schaft zurechtzufinden und zu arbeiten, sei eine Prognose schwierig. Anderer
seits werde der Beschwerdeführer in den Arbeits
zeugnissen als eifrig und freundlich beschrieben. Es entstehe der Eindruck, dass er aufgrund von Stress
durch Überinvolvierung sowie Unabgegrenztheit soma
tisch krank geworden und schliesslich gescheitert sei. So sei es immer wieder zu gesundheitlichen Absenzen gekommen, z. B. aufgrund von Magengeschwüren sowie einer Herz
klappen
infektion, welche auf stressbedingte Reaktionen hin
deuteten. Mit den Vor
gesetzten und den Mitarbeitern komme es häufig zu Konflikten. Der Beschwerde
führer fühle sich trotz
Fleiss bei der Arbeit oft ausgenützt oder benachteiligt, scheine dies aber nicht kommunizieren zu können und werde in der Folge innerlich unruhig, zunehmend gestresst und teils auch aggressiv. Bei guter Betreu
ung bestünden allerdings durchaus beruf
liche Perspektiven (Urk. 77/19/2 f.). Aktuell bestehe hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit als Lehrling im Detailhandel eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Nach Genesung sowie bei geeigneter Arbeitsstelle sei ein Vollzeitpensum grundsätzlich denkbar (Urk. 7/19/3).
3.3
Mit Verlaufsbericht vom 11. August 2014 diagnostizierte lic. phil. C._, mitunterzeichnet Dr. G._, (1) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1), (2) eine somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10: F45.3), (3) eine Agoraphobie (ICD-10: F 40.0) sowie (4) psychische und Verhaltens
störungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F12.1, Urk. 7/60/1). Auffassung, Konzentration und Merkfähigkeit des Beschwerde
führers seien leicht vermindert. Das Gedächtnis indes sei intakt. Formal
gedanklich sei der Beschwerdeführer in bestimmten Bereichen eingeengt, ansons
ten unauffällig, Sodann bestehe eine leicht zwanghafte und vor allem phobische Tendenz. So fühle er sich namentlich bei Zugfahrten oder in Restau
rants oft unwohl bis hin zu übel, weshalb er es kaum aushalten/nicht essen könne. In der Affektivität zeige sich der Beschwerdeführer wechselnd depri
miert, hoffnungslos, ambivalent sowie affektstarr. Es komme immer wieder zu kurzen Phasen, in denen Antrieb und Motivation deutlich vermindert seien und depressive, psychomotorische Beschwerden (Schweissausbrüche und als massiv erlebte Magenbeschwerden), ein beträchtliches Vermeidungsverhalten sowie ein
sozialer Rückzug aufträten. Ausserdem bestünden Einschränkungen in der Reali
täts
vorstellung und –prüfung (Verzerrungen betreffend Lebens
vorstellungen, im Beziehungsfeld und am Arbeitsplatz, Konflikte), bei Zwängen/Phobien (
Vermei
dungs
verhalten, teils sozialer Rückzug) und schliesslich bei der Identität/Ich-Stärke (geringe Frustrationstoleranz, kognitive Verzerrungen, Selbst
über
schätzung, erhöhte Kränkungsbereitschaft, Urk. 7/60/1). Der Beschwerdeführer habe deutliche Schwierigkeiten, sich in der Erwachsenenwelt zurecht
zufinden. Vorstellungen und Tatsachen würden oft beträchtlich ausein
ander
klaffen. Eine abgegrenzte, erwachsene Identität befinde sich noch in der Entstehung. Die Folgen seien Ängste, zwanghaftes Verhalten und depressive Verstimmungen. Langfristig sei von einer Stabilisierung auszugehen (Urk. 7/60/3). In der bishe
ri
gen Tätigkeit (abgebrochene Lehre im Verkauf) sei der Beschwerdeführer ca. 2-4 Stunden am Tag arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit (Trainingsprogramm
B._
) bestehe
eine Arbeitsfähigkeit von 4-6 Stunden am Tag. Die Leistungs
fähigkeit sei um etwa 50 % reduziert (Urk. 7/60/2).
3.4
Nach dem vorzeitigen Abbruch des Arbeitstrainings bei der B._ hielt sich der Beschwerdeführer vom 16. Juni bis 4. September 2014 zur tagesklinischen Behandlung (wöchentlich vier Halbtage sowie ein ganzer Tag) im H._ auf. Im Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2016 diagnostizierte Dr. med. I._, Fach
ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Oberärztin des H._, (1) eine m
ittelgradige dep
ressive Episode (ICD-10 F32.1), (2) Zwangsgedanken (ICD-10 F42.0), (3) eine s
omatoforme autonome Funktions
störung: oberes Verdauungssystem (ICD-10 F45.31)
sowie (4)
Störung und Verhalten durch Canabinoide (ICD-10 F12.2
, Urk. 7/79/1
)
.
Bis vor drei bis vier Jahren
habe der Beschwerdeführer täglich Cannabis konsu
miert, zuletzt nur noch als Selbstmedikation
zum Einschlafen.
Er sei selbst
unsicher, richte sich immer nach den Bedürfnissen der a
ndern,
habe einen Hang zu Perfektionismus sowie die
Tendenz, sich selbst zu überschätzen.
Ein seitens der IV veranlasstes Arbeitstraining
sei deswegen gescheitert.
Konzentration und Aufnahmefähigkeit
des Beschwerdeführers seien
im Ve
rlauf des Gesprächs abnehmend, ansonsten
unauffällig.
Im
Denken
sei der Beschwerdeführer geordnet und inhaltlich unauffällig. Es bestünden keine Anhaltspunkte für ein psychotisches Geschehen. Im Gespräch sei der Beschwerde
führer offen, emoti
onal aber wenig spürbar.
Sodann habe er über Zwangshandlungen wie Zählzwang und
Ordnungszwang
berichtet
.
Es bestehe
ein starkes Kontroll
bedürfnis und es sei
wenig Spon
tane
i
tät möglich.
Sodann leide der Beschwerde
führer
an einer starken Identitäts
stö
rung (Wer bin ich? Was will ich
?
).
Auf unangenehme Gefühle reagiere
er mit so
ma
tischen Symp
tomen, vor allem
mit M
agenbeschwerden (Magengeschwür), weswegen er
teilweise nicht essen
könne oder
erbrechen
müsse
.
Der Be
schwerde
führer
sei
deswegen in ärztlicher Behand
lung
gewesen
. Als Grund
seien Stress und falsc
he Ernährung angenommen
worden
. Gelegentlich
bestün
den
latente Suizid
gedanken
(Urk. 7/79/2)
.
Der
Beschwerdeführer
sei der Tageskl
inik gegenüber sehr ambivalent
geblieben.
Er
habe
nur unregelmässig am Programm teil
genommen
, anfangs
vor
allem aus somatischen Gründen (Magen/Stress), dann verstärkt, als
seine Freundin
uner
wartet
von ihm schwanger
geworden sei. Vater-sein sowie
die Frage
„Interruptio ja oder nein“ hätten ihn zeitlich und in Gedanken so stark absorbiert, dass die Behandlung schliesslich habe beendet werden müssen. Mangels Konstanz (reduzierte Anpassungsfähigkeit an Regeln, Durchhalte
fähigkeit) und Stress
resistenz
sowie zufolge deutlich reduzierter Umstellungs
fähigkeit und massiv eingeschränkter Belastbarkeit sei der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Klinik
austritts zu 100 % arbeitsunfähig gewesen (Urk. 7/79/2 f.).
3.5
Anlässlich seiner psychiatrischen Untersuchung vom 3. Dezember 2015 stellte med. pract. E._ keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er (1) einen Zustand nach
mehreren psychosozialen Belastungsreaktionen
(
Z73
), (2)
selbst
unsichere, unreife, vermeidende Persönlichkeitsakzentuierungen
, (3)
l
eichte Agoraphobie
(ICD-10:
F40.00
)
sowie (4)
Cannabiskonsu
m (Urk. 7/80/6).
Der Beschwerdeführer sei p
ünktlich und allei
ne zur Untersuchung erschienen und habe in
normale
r
Lautstärke
gesprochen. Sodann notierte med. pract. E._ einen häufigen
Blick
kontakt, ein unauffälliges Gangbild sowie einen kräftigen
Händedruck.
Der Beschwerdeführer sei f
reundl
ich und bereitwillig im Kontakt und habe einen flüssigen
und
zusammenhängenden
Gedankengang
gezeigt, ohne
Anhalt für Sinnestäuschungen, lch-Störungen oder
inhaltliche Denkstörungen.
Die
Antworten
seien prompt gekommen mit
flüssige
n,
eigen
initiative
n
Darstellungen. Affektiv
sei der Beschwerdeführer schwingungsfähig, bei Scherzen mitlachend und
bei traurigen Biografieinhalten
habe er
wässrige Augen
bekommen
.
Weiter sei er unauffällig betreffend Mimik,
Gestik und Antrieb.
Der Beschwerdeführer sei
über die gesamte zweistündige Untersu
chungs
zeit
a
ufmerksam und konzentriert
gewesen und habe keinerlei klinisch auffällige
Gedächtnisdefizite
gezeigt.
Im Laufe des Gespräches
habe er sich
deutlich dankbar für Wertschätzung und Lob
gezeigt (Urk. 7/80/4)
.
Med. pract. E._ kam zum Schluss, i
m Rahmen einer
– näher umschriebenen (Urk. 7/80/3, vgl. dazu auch E. 3.2) -
belastenden Kindheit
habe der Beschwerde
führer
kaum
starke Vorbilder erlebt;
weder ein kräftiges väterliches Vorbild, noch eine fürsorgliche Mutter.
Auch d
ie P
sychiaterin Dr. G._ habe
das Fehlen positiver Vorbilder
betont
. Erfreulicherweise
sei dem Beschwerde
führer trotzdem ein Sek. C- Schulabschluss sowie ein High-School-Abschluss in den USA gelungen
. Trotz di
eses Leistungsvermögens habe
er den Eintritt ins Berufsleben
allerdings
nicht
geschafft
.
Dr. G._
habe
von einem beträcht
lichen Vermeidungsverhalten, Selbstüberschätzung und einer erst entstehenden erwachsenen Identität
gesprochen
. Die Ab
klärungen im B._ würden eine gute Intelligenz sowie
Neigung
ausweisen
, sich massiv unter Druck zu setze
n. In Stresssituationen reagiere
er mi
t Magenbeschwerden. Insgesamt
zeig
t
en sich selbstunsichere, unreife Persön
lichkeitsakzentuierungen. Es sei
durchaus nach
voll
ziehbar, dass dieser emotional wenig belastbare junge Mann durch psycho
soziale Be
lastungen besonders getroffen we
rd
e
.
Anlässlich der aktuellen Unter
suchung hätten sich aufgrund der objektiven Befunde indes keinerlei
Hinweis
e
auf eine depressive Störung
ergeben
. Daher könn
t
en die früher geschilderten depressiven Symptome mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Belastungs
reaktionen/Anpassungsstörungen beurteilt werden.
Der Beschwerde
führer selbst habe sich als
„verstört" und „emotional verwirrt
“ bezeichnet.
Die
gesund
heit
lichen Beschwerden hätten den Beschwerdeführer zwar bei der Arbeit anlässlich des Arbeitstrainings im
B._
behindert, nicht aber am ausgiebigen sozialen Austausch mit anderen Teilnehmenden, insbesondere seiner neuen Freundin. Dies lasse auf ein beträchtliches Arbeits-Vermeidungsverhalten schliessen (Urk. 7/80/6). In der Gesamtschau werde der Schweregrad einer Persönlich
keits
stö
rung nicht erreicht. Es sei aufgrund der Probleme in der Persönlich
keits
ent
wicklung vielmehr von Persönlichkeitsakzentuierungen aus
zu
gehen (Urk. 7/80
/8
ff.). Hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit (ungelernt) sei der Beschwerde
führer während
der tagesklinischen Behandlung vom 16. Juni bis 4. September 2014 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen.
Hinsichtlich einer ange
passten – eher einfachen (Sek. C, Schwächen in Logik laut Multicheck) – Verweistätigkeit sei er indes zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 7/80/10).
4.
4
.1
Die IV-Stelle stützte ihren ablehnenden Entscheid vom
23
.
August 2016
(Urk. 2) auf den psychiatrischen Untersuchungsbericht von RAD-Arzt
med. pract. E._
vom
25. Januar 2016
ab.
4
.2
Nach Art. 49 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beur
teilen die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) die medizinischen
Voraussetzun
gen des Leistungsanspruchs. Gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV führen die RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen durch. Den RAD-Berichten, die zu den soge
nannten versicherungsinternen Beurteilungen gehören, kann
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün
det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
ver
lässigkeit bestehen
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Okto
ber 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
Beim Arzt des RAD, welcher
den Beschwerdeführer
untersuchte, handelt es sich um einen psychiatrischen Facharzt. Sein
Bericht beruht auf der Untersu
chung vom 3.
Dezember 2015
, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden.
Insbesondere hat med. pract. E._
zu
den ärztlichen Beurteilungen in den Vorakten differenziert Stellung bezogen und – soweit Differenzen bestanden
–
seine
abweichende Einschätzung plausibel begründet
(Urk. 7/80/7 f.)
.
Im Übrigen korrelieren die Feststellungen von med. pract. E._ mit denjenigen der behandelnden Fachpersonen insoweit, als dass er im Wesentlichen von einer vorübergehenden emotionalen Instabilität sowie sozialen Überforderung vor dem Hintergrund einer sich noch auszubildenden Erwachsenenidentität ausgeht und längerfristig von einer Stabilisation auszugehen ist (vgl. Urk. 7/60/3, E. 3.3). Mithin ergeben sich lediglich betreffend die diagnostische Interpretation sowie Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ärztliche Differenzen
(
vgl. dazu auch
Stellungnahme
von lic. phil. C._, mitunterzeichnet med. pract. D._,
vom 2
6.
Mai
2016, wonach keine typische Depression mit Niedergestimmtheit über mehrere Monate, so
ndern vielmehr kurze depressive
Phasen von lediglich 1-8 Wochen bestünden und die Beurteilung der gesamten Sym
ptomatik nicht leicht sei, Urk.
3
/4
)
. Zusammenfassend erweist sich der Bericht von med. pract. E._ als
schlüssig und nachvollziehbar, weshalb
zusammen mit der Beschwerdegegnerin gestützt darauf
davon auszugehen
ist
, dass
beim Beschwerdeführer
kein invalidi
sie
ren
der Gesundheitsschaden
vorliegt.
4.3
Daran vermag auch die Stellungnahme
von lic. phil.
C._
, mitunterzeichnet med. prac
t. D._,
vom 2
6.
Mai 2016
(Urk. 3/4), worin neu eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermeidenden und emotional-instabilen Zügen (ICD-10: F61.0) diagnostiziert worden ist, nichts zu ändern. Zunächst hat sich der RAD-Psychiater im Untersuchungsbericht vom 25. Januar 2016 einlässlich mit dem Vorliegen einer allfälligen Persönlichkeitsstörung ausein
ander
gesetzt und ebenso nachvollziehbar wie überzeugend begründet, weshalb deren Schweregrad nicht erreicht und vielmehr von Persönlich
keits
akzen
tu
ierungen auszugehen ist (Urk. 7/80/6 f.). Erst auf diesen RAD-Unter
suchungs
bericht hin postulierte lic. phil. C._ erstmals das Vorliegen einer Per
sön
lich
keitsstörung. In seinen vorangehenden Berichten und Schreiben hat er keinerlei Hinweise und Anhaltspunkte auf eine Persönlichkeitsstörung doku
men
tiert, geschweige denn eine ebensolche differenzialdiagnostisch diskutiert. Ebenso wenig lassen sich den übrigen medizinischen Vorakten und Unterlagen betreffend das Arbeitstraining im B._ Hinweise und Anhaltspunkte auf schwer
wiegende Störungen der Persönlichkeit beim Beschwerdeführer ent
nehmen. Wohingegen doch angenommen werden muss, dass ebensolche während des längeren Beobachtungszeitraums anlässlich der tagesklinischen Behandlung im H._ vom 16. Juni bis 4. September 2014 und des über einen Zeitraum vom 1. Februar bis 19. Mai 2014 andauernden Arbeits
trainings in irgendwie gearteter Form manifest geworden wären. Führte doch auch lic. phil. C._ selbst aus, der Beschwerdeführer bemühe sich zwar, „einen möglichst guten Eindruck“ zu hinterlassen. Diese Willensleistung könne er indes nur sehr kurzfristig aufrechterhalten (Urk. 3 S. 1 f.). Im Gegenteil wurde der Beschwerdeführer anlässlich des Arbeitstrainings als kooperativ, höflich, korrekt gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern, eingliederungs- und kritikfähig beschrieben (Urk. 7/48/7+9). Sodann sei er „ständig irgendwo im Haus unterwegs“ gewesen und habe er sich „mit anderen Teilnehmern ausgetauscht“ (Urk. 7/48) und bei dieser Gelegenheit auch seine neue Partnerin sowie zukünftige Mutter des am 25. Januar 2015 geborenen Sohnes kennengelernt (Urk. 7/80/3). Die Gesamtwürdigung dieser Umstände spricht nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung.
Kommt schliesslich hinzu, dass
das Gericht
der Erfah
rungs
tatsache Rech
nung zu tragen
hat
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfä
llen eher zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Aufgrund
des insoweit überzeugenden Beweisergebnisses
besteht – entgegen de
m Beschwerdeführer
– kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
4
.3
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversich
erungsrecht massgebenden Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass
beim Beschwer
de
führer
kein
anhaltender, invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt
und es ihm ungeachtet seiner persönlichen Schwierigkeiten zuzumuten ist,
einer
renten
ausschliessenden
Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Der angefochtene Ent
scheid erweist sich
damit
als
rechtens
, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer bezieht Sozialhilfe (U
rk. 3/3
).
Da auch die übrigen Vor
ausset
zungen gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (GSVGer) zur Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung
gege
ben sind, ist seinem Gesuch vom
21
.
September
2016 zu entsprechen und ihm die unentgeltl
iche Prozessführung zu gewähren.
Der Beschwerdeführer ist
sodann
auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der ihm erlassenen Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
5
.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.