Decision ID: 370b2671-bbf6-4781-8cd8-2befd4a0c479
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ meldete sich im August 2014 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1 und 5). Sie gab an, sie habe eine Ausbildung zur
B._ absolviert und nach dem Abschluss dieser Ausbildung im erlernten Beruf
gearbeitet. Der Allgemeinmediziner Dr. med. C._ berichtete im Oktober 2014 (IV-act.
15–1), die Versicherte leide an einer Agoraphobie mit einer Panikstörung. Seit Juni
2014 sei sie zu 50 Prozent arbeitsunfähig. An sich könne sie die Tätigkeit als B._
uneingeschränkt ausüben, aber ihre Angststörung hindere sie daran, die notwendigen
Ortswechsel selbständig zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund erscheine eine
Umschulung als angezeigt. Die Klinik D._ AG hatte am 15. November 2013 nach
einer einmonatigen stationären Behandlung berichtet (IV-act. 15–2 ff.), die Versicherte
habe in der Jugendzeit an einer Bulimia nervosa und später an einer Anorexia nervosa
gelitten. In jener Zeit habe sie auch ein selbstverletzendes Verhalten gezeigt. Nach
mehreren Jahren sei sie wieder symptomfrei gewesen. Später habe sie Rauschmittel
(„Speed“ und Kokain) konsumiert, wovon sie jedoch wieder losgekommen sei. Seit
etwa fünf Jahren leide sie an Panikattacken. Diese seien im letzten Jahr zunehmend
häufiger aufgetreten, vor allem beim Autofahren (als Fahrer und als Beifahrer) und in
der Höhe. Der Zustand der Versicherten, der beim Eintritt in die stationäre Behandlung
gemäss dem Beck’schen Depressionsinventar einer mittelgradigen Depression
entsprochen habe, habe sich im Lauf der Behandlung verbessert. Die Versicherte habe
sich zu einer anschliessenden tagesklinischen Behandlung entschlossen. Mit einer
Mitteilung vom 22. April 2015 gewährte die IV-Stelle der Versicherten eine
Berufsberatung (IV-act. 39).
A.a.
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Im September 2015 notierte der zuständige Eingliederungsverantwortliche der IV-
Stelle (IV-act. 45), aktuell sei eine berufliche Abklärung im Berufsfeld Verkauf angezeigt.
Die Versicherte habe bereits im persönlichen Umfeld einen Arbeitgeber finden können,
der sie zielgerichtet und unkompliziert unterstütze. Mit einer Mitteilung vom 20.
Oktober 2015 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für eine dreimonatige
berufliche Abklärung (IV-act. 47). Am 21. Oktober 2015 erging eine entsprechende
Taggeldverfügung (IV-act. 50). Der Eingliederungsverantwortliche notierte im Dezember
2015 (IV-act. 51), die Versicherte habe gute Qualifikationen, Freude und Einsatz
gezeigt. An sich wäre eine berufliche Grundbildung oder eine verkürzte Grundbildung
im Verkauf nun das Mittel der Wahl. Die Versicherte sei aber nicht bereit, sich auf
schulische Massnahmen einzulassen. Deshalb werde nun ein einjähriges
Arbeitstraining durchgeführt. In diesem Jahr könne die Versicherte Fähigkeiten und
Fertigkeiten erlernen, die zu einer ausreichenden Verwertbarkeit im ersten Arbeitsmarkt
führen würden. Mit einer Mitteilung vom 17. Dezember 2015 erteilte die IV-Stelle eine
Kostengutsprache für ein einjähriges Arbeitstraining (IV-act. 53). Am selben Tag erging
eine entsprechende Taggeldverfügung (IV-act. 55). Im Dezember 2016 wurde die
Versicherte vom Praktikumsbetrieb per 1. Januar 2017 fest angestellt (IV-act. 63). Sie
entschied sich für ein Pensum von 80 Prozent; der Lohn lag im branchenüblichen
Rahmen (IV-act. 62). Mit einer Mitteilung vom 8. Februar 2017 schloss die IV-Stelle das
Verwaltungsverfahren ab (IV-act. 65).
A.b.
Im Oktober 2020 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (IV-
act. 66). Ein Eingliederungsverantwortlicher der IV-Stelle hielt am 11. Dezember 2020
nach einem Telefonat mit der Versicherten fest (IV-act. 77), diese habe einige Jahre im
Verkauf gearbeitet. Die Tätigkeit habe ihr aber keine Freude bereitet, weshalb sie
wieder zurück in den erlernten Beruf als B._ gewechselt habe. Da sie nach wie vor
nicht Autofahren könne, sei ihr die letzte Arbeitsstelle vom Arbeitgeber gekündigt
worden. Sie habe zu Beginn des Jahres 2020 ein dreimonatiges Praktikum im
Pflegebereich absolviert. Diese Tätigkeit habe ihr sehr zugesagt. Sie habe den
Eindruck, dass dies nun genau das Richtige für sie sei. Aus berufsberaterischer Sicht
stelle sich nun die Frage, ob die Tätigkeit im Pflegebereich als leidensadaptiert
qualifiziert werden könne. Am 14. Dezember 2020 notierte Dr. med. E._ vom IV-
internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), zur Klärung der Ausbildungs- und
A.c.
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Arbeitsfähigkeit sei eine psychiatrische Begutachtung erforderlich (IV-act. 79). Die IV-
Stelle beauftragte am 18. Dezember 2020 den Psychiater Prof. Dr. F._ mit einer
fachärztlichen Begutachtung der Versicherten (IV-act. 81).
Am 22. Januar 2021 erstattete Prof. Dr. F._ das von der IV-Stelle in Auftrag
gegebene psychiatrische Gutachten (IV-act. 89). Er hielt fest, die Versicherte leide an
einer Agoraphobie mit einer Panikstörung, an einer gegenwärtig remittierten
depressiven Episode sowie an einer Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen und
selbstunsicheren Anteilen. Der (im Gutachten detailliert beschriebene) objektive
klinische Befund sei weitestgehend unauffällig gewesen. Die Versicherte habe
berichtet, dass sie von der tagesklinischen Behandlung im Frühsommer 2020 und von
der nachfolgenden ambulanten Psychotherapie profitiert habe. Die Panikattacken
träten nur noch selten auf und würden sie bei der Arbeit in der Regel nicht
beeinträchtigen. Sie könne die Attacken „selbst gut abfangen“. Auch die Höhenangst
habe sich gebessert. Sofern die vorgeschriebenen Sicherheitsnetze eingesetzt würden,
traue sie sich zu, als B._ zu arbeiten. Ohne die Netze (die Sicherheitsvorgaben
würden oft nicht eingehalten) könne sie nicht in einer Höhe von mehr als zehn Metern
arbeiten. Als Beifahrerin könne sie sich wieder mit Personenwagen fortbewegen, sofern
sie Vertrauen zum Chauffeur gefasst habe. Als Lenkerin könne sie sich nicht mehr mit
einem Personenwagen fortbewegen. Sie leide nicht mehr unter Essstörungen und auch
nicht mehr unter emotionalen Instabilitäten, und sie verletze sich nicht mehr selbst. In
den letzten Jahren sei es ihr gelungen, ein gutes Selbstbildnis zu erarbeiten. Aus der
Sicht des Sachverständigen war die Agoraphobie aktuell noch leicht- bis allenfalls
mässiggradig ausgeprägt gewesen. Symptome einer Depression hätten nicht
vorgelegen. Bezüglich der selbstunsicheren und abhängigen
Persönlichkeitsakzentuierung habe die Versicherte durch die psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung profitiert und eine Nachreifung erfahren. Aus rein
psychiatrischer Sicht sei der Gesundheitsschaden als insgesamt leichtgradig zu
qualifizieren. Die erlernte Tätigkeit als B._ sei der Versicherten grundsätzlich
uneingeschränkt zumutbar. Allerdings müssten die Sicherheitsvorgaben beachtet
werden. Alternativ könnten der Versicherten auch Arbeiten im Innern zugewiesen
werden. Die Tätigkeit als Detailhandelsangestellte sei der Versicherten ebenfalls
uneingeschränkt zumutbar. Der Beruf als Fachfrau Gesundheit respektive
A.d.
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B.
Pflegehelferin sei dagegen nur bedingt geeignet, denn er stelle höhere Anforderungen
an die Resilienz. Auch seien die unvermeidbaren Schicht- und Nachtdienste mit Blick
auf die gegenwärtig remittierte depressive Episode als ungünstig zu qualifizieren. Der
RAD-Arzt Dr. med. G._ qualifizierte das Gutachten als überzeugend (IV-act. 90).
Mit einem Vorbescheid vom 8. Februar 2021 teilte die IV-Stelle der Versicherten
mit (IV-act. 93), dass sie die Abweisung des Begehrens um berufliche Massnahmen
und Rentenleistungen vorsehe. Zur Begründung führte sie an, gemäss dem Gutachten
von Prof. Dr. F._ sei der Versicherten die bisherige Tätigkeit weiterhin zumutbar.
Auch in anderen Tätigkeiten bestehe seit Oktober 2020 wieder eine volle
Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte reagierte nicht auf den Vorbescheid. Mit einer
Verfügung vom 26. März 2021 wies die IV-Stelle deshalb das Leistungsbegehren der
Versicherten ab (IV-act. 94).
A.e.
Am 7. Mai 2021 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine
Beschwerde gegen die Verfügung vom 26. März 2021 erheben (act. G 1). Ihre Rechts
vertreterin beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Zusprache der
gesetzlichen Leistungen und eventualiter die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle
(nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) zur Durchführung von weiteren
Abklärungsmassnahmen. Zur Begründung führte die Rechtsvertreterin aus, aufgrund
ihrer Agoraphobie könne die Beschwerdeführerin als B._ lediglich Arbeitseinsätze
innerhalb eines beschränkten Radius leisten. Sie sei auf Mitfahrgelegenheiten
angewiesen und könne deshalb nicht für selbständige Arbeiten eingesetzt werden. Die
Höhenangst schränke sie zusätzlich ein. Diese Einschränkungen führten zu
einschneidenden Lohneinbussen und erheblichen Schwierigkeiten bei der
Stellensuche. Am 14. Juni 2021 liess die Beschwerdeführerin ergänzend geltend
machen (act. G 3), der letzte Arbeitgeber habe ihr lediglich den vom GAV
vorgeschriebenen Mindestlohn von 4’900 Franken pro Monat bezahlt, während ihre
Arbeitskollegin mit derselben Berufserfahrung 5’600 Franken pro Monat erhalten habe.
Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. H._ erachte die Wiederaufnahme der
B._tätigkeit als schädlich und nicht empfehlenswert. Der Eingabe lagen zwei
Lohnabrechnungen sowie eine Stellungnahme von Dr. H._ vom 18. Mai 2021 bei (act.
B.a.
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Considerations:
Erwägungen
1.
Dieses Beschwerdeverfahren bezweckt die Überprüfung der angefochtenen Verfügung
auf deren Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des vorangegangenen
Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Dieses hat sich zunächst auf die Frage nach
beruflichen Eingliederungsmassnahmen beschränkt. Nachdem Prof. Dr. F._ in
seinem Gutachten die Ausübung des erlernten Berufs als B._ ohne Einschränkungen
für zumutbar erklärt hatte, hat die Beschwerdegegnerin nicht nur einen Anspruch auf
berufliche Eingliederungsmassnahmen, sondern auch einen Anspruch auf eine
Invalidenrente verneint. Die angefochtene Verfügung betrifft folglich bei genauer
Betrachtung zwei verschiedene Entscheidgegenstände, nämlich einerseits einen
Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen und andererseits einen
Rentenanspruch. Bezüglich eines allfälligen Anspruchs auf berufliche
Eingliederungsmassnahmen haben sich das Verwaltungsverfahren, die angefochtene
Verfügung und auch die Beschwerde auf die Frage nach einem Umschulungsanspruch
beschränkt. Somit enthält die angefochtene Verfügung zwei voneinander unabhängige
Entscheide, nämlich die Verweigerung einer Umschulung und die Verweigerung einer
Rente. Der in der Beschwerdeschrift gestellte Hauptantrag ist unspezifisch, denn die
Beschwerdeführerin hat ganz allgemein die Gewährung der „gesetzlichen Leistungen“
beantragt. Die Begründung in der Beschwerdeschrift und in der Beschwerdeergänzung
hat sich eindeutig auf die Frage nach einem Umschulungsanspruch beschränkt. Der
(von einer ausgebildeten Rechtsvertreterin) formulierte unspezifische
Beschwerdeantrag kann deshalb nur als ein Antrag um Gewährung einer Umschulung
G 3.1), die unter anderem ausgeführt hatte, das aktuelle Praktikum in einem Alters- und
Pflegeheim tue der Beschwerdeführerin gut.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 1. September 2021 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung führte sie an, das Gutachten von Prof. Dr.
F._ überzeuge in jeder Hinsicht. Die Stellungnahme von Dr. H._ enthalte keine
Hinweise, die Zweifel an der Überzeugungskraft des Gutachtens wecken würden. Bei
einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit habe die
Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.
B.b.
Die Beschwerdeführerin liess am 6. Oktober 2021 an ihren Anträgen festhalten
(act. G 7). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 9).
B.c.
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interpretiert werden. Das bedeutet, dass die angefochtene Verfügung bezüglich der
Verweigerung eines Rentenanspruchs unangefochten in formelle Rechtskraft
erwachsen und verbindlich geworden ist. Dieses Beschwerdeverfahren beschränkt sich
folglich auf die Frage nach einem Umschulungsanspruch (einschliesslich einer allfällig
notwendigen vorgängigen Berufsberatung).
2.
Eine versicherte Person hat laut dem Art. 17 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine
Umschulung in eine neue Erwerbstätigkeit, wenn eine solche infolge einer Invalidität
notwendig ist und wenn dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder
verbessert werden kann. Der im Art. 17 Abs. 1 IVG verwendete Begriff „Invalidität“ kann
nur die leistungsspezifische Invalidität im Sinne des Art. 4 Abs. 2 IVG bezeichnen.
Damit ist nicht die rentenspezifische, sondern die umschulungsspezifische Invalidität
gemeint, also eine durch eine Gesundheitsbeeinträchtigung verursachte Einschränkung
bei der Ausübung des erlernten Berufs. Eine solche Einschränkung liegt unter anderem
vor, wenn die versicherte Person den erlernten Beruf nur noch in einem Teilpensum
ausüben kann (quantitative Arbeitsunfähigkeit) oder wenn sie nur noch bestimmte
Verrichtungen und damit bloss noch einen Teil der zum Beruf gehörenden Tätigkeiten
ausführen kann (qualitative Arbeitsunfähigkeit). Nach der allgemeinen Lebenserfahrung
gibt es viele Arbeitsstellen für B._, an denen ein Teil der Arbeiten in erheblicher Höhe
ausgeführt werden und an denen das für die Arbeit notwendige Material selbständig
mit einem Motorfahrzeug vom Lager zur Baustelle und zurück transportiert werden
muss. Der psychiatrische Sachverständige Prof. Dr. F._ hat nach einer eingehenden
Untersuchung der Beschwerdeführerin und einer sorgfältigen Aktenwürdigung mit einer
überzeugenden Begründung anhand der objektiven klinischen Befunde aufgezeigt,
dass die Beschwerdeführerin nicht (mehr) an einer depressiven Störung gelitten hat
und dass die akzentuierten Persönlichkeitszüge keine relevante Rolle für die
Erwerbstätigkeit gespielt haben. Eine quantitative Arbeitsunfähigkeit hat also nicht
bestanden. Allerdings hat die Beschwerdeführerin gemäss Prof. Dr. F._ an einer
Agoraphobie gelitten, die sie daran gehindert hat, sich selbständig mittels eines
Personenwagens fortzubewegen und in der Höhe zu arbeiten, wobei sie allerdings
eingeräumt hat, dass sie selbst dann, wenn die massgebenden Sicherheitsvorschriften
(Netze etc.) nicht eingehalten würden, in einer Höhe von bis zu zehn Metern arbeiten
könnte. Folglich ist mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit belegt, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im
erlernten Beruf als B._ in dem Sinne qualitativ eingeschränkt gewesen ist, als sie
nicht mehr fähig gewesen ist, jede erdenkliche Arbeitsstelle als B._ anzutreten.
Wegen ihre Agoraphobie hat sich also das Spektrum der zumutbaren Tätigkeiten als
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B._ verringert. Erfahrungsgemäss ist jedoch davon auszugehen, dass es durchaus
Arbeitsstellen gibt, an denen eine gelernte B._ ihren Beruf ausüben kann, ohne je
(trotz Missachtung der massgebenden Sicherheitsvorschriften) in grosser Höhe
arbeiten oder ein Motorfahrzeug lenken zu müssen. Nichts deutet darauf hin, dass an
solchen Arbeitsstellen unterdurchschnittliche Löhne ausgerichtet würden. Die
Beschwerdeführerin ist deshalb trotz ihrer qualitativ eingeschränkten Arbeitsfähigkeit
nicht umschulungsspezifisch invalid, weshalb sie keinen Anspruch auf eine
Umschulung hat. Die angefochtene Verfügung erweist sich damit im Ergebnis als
rechtmässig.
3.
Die Gerichtskosten von 600 Franken sind der unterliegenden Beschwerdeführerin
aufzuerlegen. Sie sind durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken
gedeckt. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Partei
entschädigung.