Decision ID: 4e8853fa-40c6-41cd-9187-2da1435c1f58
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968,
war seit dem
1.
Oktober 2015
als
Unter
lag
bodenleger
bei der
Y._
AG
, Zürich,
angestellt und damit bei der Suva obli
gatorisch
geg
en Unfälle versichert
, als er sich gemäss Schadenmeldung vom
5.
Juli 2016
am
3
0.
Juni 2016
bei der A
rbeit mit einem Pumpschlauch an
der l
inken Schulter verletzte (
Urk.
7/1
Ziff.
3
-7,
Ziff.
9).
Die bildgebenden Abklärungen der linken Schulter vom 1
0.
August 2016 ergab
e
n
eine
partielle Ruptur in den vor
wiegend gelenk
s
nah liegenden Fasern des
Musculus
subscapularis
in den kra
nialen Abschnitten sowie eine konsekutive Atrophie der kranialen Hälfte des
Musculus
supraspinatus
nach
Goutallier
Grad I-II und eine diskrete PASTA-Läsion der
Supraspinatussehne
nebst einer diskreten Bursitis der Bursa
subacro
mialis
und
subdeltoidea
. Weiter zeigte sich eine leichtgradige
Acromio-Clavicular
(
AC
)
-Arthrose
(
Urk.
7/
15
)
. Am
2
0.
Oktober 2016
wurde am Zentrum
Z._
eine Schultergelenksarthroskopie links mit
Subscap
ularis
sehnen-Mobi
lisation
und -
Refixation
sowie einer Tenotomie der
Bizepssehne
durchgeführt (
Urk.
7/46/3)
. Die Suva anerkannte ihre gesetzliche Leistungspflicht.
Gestützt auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Chirurgie, vom
2.
August 2017
(
Urk.
7/99)
sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom
3
0.
April 2018
(
Urk.
7/161
)
mit Wirkung ab
1.
März 2018 bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 20
%
eine Invaliden
rente zu, wogegen sie den Anspruch auf eine Int
egritätsentschädigung verneinte
.
Die dagegen vom Versicherten am
2
9.
Mai
und
am 2
3.
Juli 2018
erhobene Einsprache
(Urk. 7/165 und
Urk.
7/177)
wies die Suva mit
Einsprache
entscheid
vom
4.
April 2019
ab (
Urk.
7/198
=
Urk.
2
).
2.
Der Versicherte erhob am
8.
Mai 2019 Beschwerde
gegen
den
Einspracheent
scheid
vom
4.
April 2019 (
Urk.
2) mit folgendem Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 2):
«1.
Es sei der
Einspracheentscheid
vom
4.
April 2019 aufzuheben und dem Einsprecher sei eine IV-Rente gestützt auf einen IV-Grad von mindestens 40
%
auszurichten.
2.
Es seien im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes weitere Abklärungen im Zusammenhang mit dem Hörverlust (Berufskrankheit) vorzunehmen und die Einschränkung sei entsprechend bei der Berechnung des IV
Grades und den Integritätsentschädigungen mit zu berücksichtigen.
3.
Es sei eine angemessene Integritätsentschädigung von mindestens 45
%
zu prüfen.
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwer
degegnerin.»
Mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
Juni 2019 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer
am
17. Juni 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG
vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 3
0.
Juni 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in
dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Ver
sicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.
3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1,
Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
1.4
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditäts
grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
ge
gliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbs
ein
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach
Art.
18
Abs.
2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des Invaliditäts
grades in Sonderfällen. Er kann dabei auch von
Art.
16 ATSG abweichen.
1.
5
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweisen).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohn
strukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die
physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stellen
inhaberinnen fest
gehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungs
kriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva ent
schloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invaliden
einkommen entsprechend den gerichtli
chen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der ver
sicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genü
gen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des ange
rufe
nen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzu
nehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3, 129 V 472 E. 4.7.2).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungs
mässige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren
DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren per
sönlichen und beruf
lichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzu
weisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3, 129 V 472 E. 4.2.3).
1.
6
Gemäss
Art.
15 UVG werden Taggelder und Renten nach dem versicherten Ver
dienst bemessen (
Abs.
1). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (
Abs.
2).
1.
7
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahres
ver
dienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritäts
schadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent
schädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweis
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer ver
sicherungs
internen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gut
achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde
rungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest
stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
damit,
dass die
der DAP zu entnehmenden Arbeitsplätze
allesamt
mit der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung vom
2.
August 2017
, auf welche abzustellen sei,
ver
einbar
seien.
Der
Beschwerdeführer
verfüge
weiterhin über einen gesunden dominanten Arm. Hinzu komme, dass bei der Rentenbemessung einzig die Schul
terbeschwerden links zu berücksichtigen seien und für die beklagten Hör
beschwerden keine Leistungspflicht bestehe
.
Damit ergebe sich auf das Jahr 2018 indexiert (0.5
%
) ein
durchschnittlicher
Invalidenlohn von
Fr.
70'561.--.
Was das
Valideneinkommen
anbelange, so würde der Beschwerdeführer im Jahr 2018 gemäss Angaben des Stammbetriebs vom
6.
und 1
8.
Dezember 2017 einen Lohn von
Fr.
58'201.-- erzielen. Zugunsten des Beschwerdeführers sei auf den in den Jahren 2013 bis 2015 gemäss
Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug)
ermittelten Durchschnittsverdienst abgestellt und so ein mutmasslicher Verdienst von
Fr.
87
'741.-- ermittelt worden. Damit ergebe sich
ein Invaliditätsgrad von
rund 20
%
(S. 5 f.
Ziff.
3)
.
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung sei ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden an der linken Schulter verneint worden. Darauf sei abzustellen (
S. 6 f.
Ziff.
4
).
2.2
D
agegen machte der
Beschwerdeführer
in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, dass
die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad nicht korrekt bemessen habe. Es seien weiter nur die Beschwerden im Schulterbereich, nicht aber seine Hörbe
schwerden berücksichtigt worden (S. 4
Ziff.
2.1).
G
emäss Angaben der Beschwer
degegnerin habe sein
letzter Jahresverdienst
Fr.
102'955.-- betragen
, gestützt worauf
auch die Taggeldleistungen
berechnet worden seien.
Die Beschwerde
gegnerin habe den
für die Bemessung der Rente massgebenden
Validenlohn
in widersprüchlicher Weise
und
in Verletzung der klaren gesetzlichen Grundlagen
gemäss IK-Sammela
uszug berechnet. In der Schaden
meldung vom
5.
Juli 2016 habe die Arbeitgeberin einen Monatslohn von Fr.
7'600.-- (x
13) bestätigt, von welchem bei der Bemessung auszugehen sei. Eine nachträglich widersprüchliche Äusserung über eine angeblich beabsichtigte Lohnsenkung könne nicht berück
sichtigt werden, da sich dies
e während seiner Erwerbstätigkeit nicht verwirklicht habe. Ihm sei zu keinem Zeitpunkt eine Lohnsenkung angekündigt worden.
Er sei auch nicht
für seine angeblich mangelnde
Leistung verwarnt worden
(S. 5 f.
Ziff.
2.3).
Auch den
gestützt auf die Beurteilung der Kreisärztin ermittelte
n
Invaliden
lohn
könne er angesichts seiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht erzielen. Aus dem Bericht des Zentrums
Z._
vom 3
0.
Mai 2017
gehe hervor, dass ihm nur eine halbtägige Anstellung mit leicht reduziertem Ein
satz möglich sei
.
Folglich könne auf den ermittelten
Erwerbsunfähigkeitsgrad von 20
%
nicht abgestellt werden
(S. 6
Ziff.
2.4)
. Im Rentenverfahren sei zudem
fälschlicherweise
der gemeldete Hörverl
ust unberücksichtigt geblieben
(S.
6
f.
Ziff.
2.5
).
Überdies stehe ihm angesichts der
dauernden und erheblichen Schädigung der linken Schulter gemäss Tabelle 1 der
Suva
eine Integritätsentschädigung von mindestens 20
%
zu. Gemäss Tabelle 12 bestehe infolge des
binauralen
Hörverlusts ein Anspruch auf eine weitere Integritätsentschädigung von mindestens 25
%
(S. 8
Ziff.
3.3-4
).
2.3
In ihrer
Beschwerdeantwort
(
Urk.
6)
führte die Beschwerdegegnerin aus,
dass in der Rentenverfügung die vom Beschwerdeführer ebenfalls beklagten beidseitigen Gehörsbeschwerden
nicht thematisiert worden sei
en
, weshalb
sie vorliegen
d
nicht Streitgegenstand
bildeten und
auf die Begehren in diesem Zusammenhang nicht einzutreten sei (S.
6 f.
Rz
26-
27). Sofern dennoch darauf eingetreten werde, sei festzuhalten, dass nicht von einer vorwiegend berufsbedingten Schädigung des Gehörs ausgegangen werden könne und die geltend gemachten Gehörs
be
schwerden ohnehin keine rentenwirksame
n
Folgen nach sich zögen (S. 7
f.
Rz
28.1-2)
. Die Umstände liessen darauf schliessen,
dass der Beschwerdeführer in Zukunft nicht mit einem Lohn von mindestens Fr. 7'
600.
--
(
x 13
)
hätte rechnen können
(S. 8 f
.
Rz
29.1).
Zu ergänzen sei sodann, dass dem versicherten Verdienst nicht die gleiche Definition wie dem
Valideneinkommen
zugrunde liege
(S. 9 f.
Rz
29.3)
.
Auf das Zumutbarkeitsprofil von
Dr.
A._
sei weiterhin abzustellen, indem sich die Ärzte des
Zentrums
Z._
in ihrem Bericht
vom 30.
Mai 2017
lediglich zur angestammten Tätigkeit geäussert hätten
(S. 10
Rz
30).
Was die Integritätsentschädigung betreffe, sei festzustellen, dass der Beschwerde
führer nach der operativen Sanierung der Unfallfolgen wiederum über ein nahezu voll und gut bewegliches Schulter
gelenk links verfüge (S. 11
Rz
33).
3.
3.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Ver
fü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteils
vor
aussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
3.2
Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger schriftlich Verfügungen zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Leistungen, Forde
rungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können in einem
formlosen
Verfahren behandelt werden (Art. 51 Abs. 1 ATSG). Die betroffene Person kann den Erlass einer Verfügung verlangen (Art. 51 Abs. 2 ATSG). Hat der Versicherer die (ganze oder teilweise) Verweigerung von
vorübergehenden (Heilbehandlung, Taggeld) und/oder dauerhaften (Invali
den
rente, Integritätsentschädigung)
Leistungen
zu Unrecht nicht in Ver
fügungs
form, sondern
formlos
mitgeteilt und ist die betroffene Person damit nicht ein
verstanden, hat sie grundsätzlich innerhalb eines Jahres zu intervenieren.
Dies
falls
hat der Versicherer eine Verfügung zu erlassen, gegen welche Einsprache erhoben werden kann. Ohne fristgerechte Intervention erlangt der Entscheid rechtliche Wirksamkeit, wie wenn er zulässigerweise im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 ATSG ergangen wäre (Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2011 vom 4. Mai 2012 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen).
3.3
Da die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 3
0.
April 2018 (
Urk.
7/161) lediglich im Zusammenhang mit den aus dem Unfallereignis vom 3
0.
Juni 2016 resultierenden Schulterbeschwerden über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung entschieden hat, und hinsichtlich der Hörschädigung lediglich eine formlose Mitteilung vom 2
5.
Mai 2018
(
Urk.
8/15) vorliegt, und auch der
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
ohne Berücksichtigung der Hörbeschwerden erging, bilden diese im vorliegenden Ver
fahren nicht Streitgegenstand, weshalb auf die in diesem Zusammenhang geltend gemachten Anträge des Beschwerdeführers nicht einzutreten ist.
Da der Beschwerdeführer gegen die formlose Mitteilung vom 2
5.
Mai 2018 betreffend Hörschädigung am 2
9.
Mai und damit innert Jahresfrist intervenierte, wird die Beschwerdegegnerin darüber eine Verfügung zu erlassen haben.
Strittig und zu prüfen
bleibt
nachfolgend der
Anspruch
des Beschwerdeführers
auf eine Rente und
eine Integritätsentschädigung im Zusammenhang mit der am 3
0.
Juni 2016 erlittenen Schulterverletzung.
4.
4.1
Die relevante Aktenlage präsentiert sich wie folgt:
4.
2
Gemäss Schadenmeldung vom
5.
Juli 2016
(
Urk.
7/1)
habe
der Beschwerdeführer am 3
0.
Juni 2016 einen Berufsunfall mit einem Pumpschlauch
erlitten
, indem er sich, als der Schlauch retour gezogen worden sei, durch einen plötzlichen Druck vom Material, welches durch den Schlauch gepumpt worden sei, an der Schulter verletzt habe (
Ziff.
4-7). Dabei habe er sich einen Riss an der linken Schulter zugezogen (
Ziff.
9).
4.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
nannte in seinem
Arztzeugnis vom 1
4.
Juli 2016 (
Urk.
7/9) nach Erstbehandlung des Beschwerdeführers am
4.
Juli 2016
(
Ziff.
1)
als Diagnose eine Distorsion der linken
Rotatorenmanschette
(
Ziff.
5).
Dr.
B._
führte aus, dass der Beschwer
deführer seit einem abrupten Zug von einem Schlauch auf die linke Schulter nun Schmerzen an
der linken Schulter verspüre (
Ziff.
2). Es bestünden Bewegungsein
schränkungen des linken Schultergelenkes in allen Ebenen
(
Ziff.
4)
.
S
eit dem
4.
Juli 2016 sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
8).
4.4
Dr.
med.
C._
, leitender Arzt,
Institut für Medizinische Radiologie und Nuklearmedizin,
Stadtspital
D._
,
führte in seinem
Bericht vom 1
0.
August 2016 (
Urk.
7/15) nach gleichentags durchgeführtem
Arthro
-MRI
und
Schulterarthrographie
der linken Schulter
aus, dass sich eine
partielle Ruptur in vorwiegend gelenksnah liegenden Fasern der Sehne des
Musculus
subscapularis
in den kranialen Abschnitten
finde. Weiter zeigten sich eine
konsekutive Atrophie der kranialen Hälfte des
Musculus
supraspinatus
nach
Goutallier
Grad I bis II
sowie eine
diskrete PASTA-Läsion der
Supraspinatussehne
und eine
diskrete Bursitis der Bursa
subacromialis
und
subdeltoidea
. Überdies liege eine
leicht
gra
dige AC-Arthrose
vor.
4
.5
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie,
stellte in seinem Bericht vom
5.
September 2016 (
Urk.
7/24) nach gleichentags erfolgter Untersuchung des Beschwerdeführers folgende Diagnose (S. 1):
-
posttraumatisches sensomotorisches Ausfallsyndrom des linken Armes
-
Ätiologie unklar, elektrophysiologisch kein Nachweis einer
Plexopathie
-
MRI
der Halswirbelsäule (
HWS
)
und
des
Armplexus links vom 23.
August 2016: Normalbefund
-
Status nach Zugtrauma auf die linke Schulter am 3
0.
Juni 2016
-
Arthro
-MRI der linken Schulter vom 1
0.
August 2016: partielle Ruptur der
Subscapularis
-Sehne, A
trophie der kranialen Hälfte des
Musculus
supraspinatus
, diskrete Läsion der
Supraspinatus
-Sehne, diskrete Bursitis
subakromialis
und
subdeltoidea
(gemäss Unterlagen)
Dr.
E._
führte aus, dass der Beschwerdeführer unveränderte Schmerzen im Bereich des linken Schulterblattes mit einem Kältegefühl aller Finger links vor allem
Digiti
(
Dig
.)
III und IV
be
klage
und trotz Physiotherapie
eine Schwäche und ein Taubheitsgefühl des gesamten linken Armes
habe
(S. 1 Mitte).
In seiner Beurteilung führte
Dr.
E._
aus, dass in der zwischenzeitlich durch
geführten Bildgebung des Armplexus und der HWS seine Verdachts
diagnose einer
Armplexopathie
nicht habe bestätigt werden können. Auch in der heute vervollständigten elektrophysiologischen Untersuchung finde er keine Hinweise für eine neurogene Ursache der arbeitseinschränkenden Beschwerden. Differenzial
diagnostisch scheine ihm eine
muskuloskelettale
Ursache möglich, weswegen er eine rheumatologische Untersuchung empfehlen möchte (S. 2).
4
.
6
Dr.
B._
nannte in seinem Ärztlichen Zeugnis vom 1
5.
September 2016 (Urk.
7/25/1) als Diagnose ein posttraumatisches sensomotorisches Ausfall
syn
drom des linken Armes bei partieller Ruptur der
Subscapularissehne
, Atrophie der kranialen Hälfte des
Musculus
sup
ra
spinatus
, einer diskreten Läsion der
Supra
spinatussehne
sowie
einer diskreten Bursitis
subacromial
i
s
und
subdeltoidea
(MRI
vom 1
0.
August 2016).
Dr.
B._
führte zum Verlauf aus, dass unter konserva
tiver physiotherapeutischer und medikamentöser Behandlung keinerlei Besserung der Symptomatik eingetreten sei. Es sei eine Überweisung an
Dr.
med.
F._
, Facharzt
für Chirurgie
, Klinik
G._
,
erfolgt. Geplant sei die operative Revision des Schultergelenkes.
4.
7
Dr.
F._
,
Zentrum
Z._
,
nannte in seinem
Austrittsbericht
vom
2
1.
Oktober 2016 (
Urk.
7/46/2)
als Hauptdiagnose eine Schultergelenksverletzung links vom 3
0.
Juni 2016 mit
Subscapularis
-Teilruptur und
Synovitis
.
Dr.
F._
führte aus, dass am 2
0.
Oktober 2016 eine Schultergelenksarthroskopie links mit
Subscapularis
sehnen
-Mobilisation und
-
Refixation
sowie einer Tenotomie der
Bize
pssehne
durchgeführt worden sei. P
ostoperativ
habe sich
ein komplikati
ons
loser Verlauf gezeigt.
4.
8
Dem Bericht des Zentrums
Z._
vom
1
4.
Februar 2017
(
Urk.
7/67/2)
lässt sich entnehmen
, das
s
der
Beschwerdeführer Sensibilitätsstörungen und Ameisenlaufen, vor allem in den Fingern II und III links
palma
r
im Sinne einer Nervenkompression im Bereich des Handgelenkes erwähnt habe. Bezüglich seiner Schulter gehe es ihm ordentlich.
Es bestünden
noch Bewegungseinschränkungen
bezüglich Flexion und Innenrotatio
n. Bei der Innenrotation könne
er mit dem Daumen die untere
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
erreichen. Es sei eine Anmeldung bei
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Neurologie, im Haus erfolgt für ein
e
Elektromyographie
(
EMG
)
der linken Hand. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, wobei der Beschwerdeführer Ende Monat seine Stelle verliere.
4.9
Aus dem Bericht des Zentrums
Z._
vom
4.
Mai 2017 (
Urk.
7/85/2) geht hervor, dass bezüglich der
linken Schulter noch eine leichte Bewegungs
ein
schränkung
, vor allem be
i der Innenrotation bestehe.
D
er Beschwerdeführer
könne
mit dem linken Daumen die untere Br
ustwirbelsäule (BWS) erreichen. Ansonsten bestehe
aber eigentlich eine freie Aussenrotation, Abduktion und Flexion. Die Muskulatur im Bereich der linken Schulter sei sehr gut. Der Patient sei noch zu 100
%
arbeitsunfähig. Es sei ein MRI veranlasst worden.
4.
10
Dr.
H._
,
Zentrum für Chirurgie der Wirbelsäule und Skoliose, Klinik
G._
, stellte in ihrem Bericht vom
9.
Mai
2017 (
Urk.
7/
82/2-3
)
nach Untersuchung des Beschwerdeführers am
2.
März 2017 in ihrer Sprechstunde folgende Diagno
sen (S. 1):
-
leichtes Karpaltunnelsyndrom beidseits, nicht im Zusammenhang mit dem Trauma oder der Schulteroperation zu sehen
-
Status nach Schultergel
e
nksarthroskopie links am 2
0.
Okto
ber 2016 mit:
-
Subscapularissehnenmobilisation
und -Re-Fixation
-
Status nach Tenotomie der
Bicepssehne
bei Schulterverletzung links vom 3
0.
Juni 2016 mit:
-
Subscapularis
-Teilruptur
-
Synovitis
Dr.
H._
führte
in ihrer Beurteilung
aus,
dass die Situation schwierig s
ei. Der Patient minderinnerviere
sämtliche Funktionen der linken oberen Extremität und gebe auch eine Hypästhesie und
Hypalgesie
des linken Armes an.
S
ämtliche Beschwerden
hätten
auch schon präoperativ bestanden. Postoperativ klage der Patient nun über eine Verschlimmerung der Beschwerden.
Dr.
H._
führte aus, dass die durchgeführte elektromyographische Untersuchung keine Schädi
gungs
zeichen im
Musculus
deltoide
u
s
,
des
Musculus
b
iceps
und
triceps
links gezeigt hätten.
Nebenbefundlich
finde
sich ein leichtes Karpaltunnel
syndrom beidseits. Die sensiblen neurographischen Befunde seien bei ver
längerter distaler motorischer Latenz über dem Karpaltunnel beidseits aber noch annährend normal, weshalb keine Operation empfohlen werde.
Dr.
H._
hielt abschliessend fest, dass die Beschwerden des Patienten zusammengefasst
für sie nicht erklärbar seien (
Urk.
6/25/12-1
4 S. 3
im Dossier IV.2019.00611)
.
4.
11
Im
Bericht
des Zentrums
Z._
vom 3
0.
Mai 2017
(
Urk.
7/85/2)
wurde
zum Verlauf nach einem
Status nac
h
Refixation
der
Subscapulariss
ehne
der Schulter links vom Oktober 2016 sowie eine
r
Tenotomie der
Bizepssehne
fest
gehalten
, dass sich eine
schon sehr gut ausgebildet
e Muskulatur im Bereich der linken Schulter bei regelmässig
durchgeführtem Krafttraining
zeige
. Anlässlich der Untersuchung der linken Schulter vom 3
0.
Mai 2017
finde
sich noch ein leichtes
Impingement
bei
Abduktion einer Flexion bis 140°
. Mit dem Daumen könne
der Beschwerdeführer
die untere LWS erreichen.
Die Wundverhältnisse seien
reizlos.
Das
Kontroll-MRI vom 3
0.
Mai 2017
habe
einen regelrechten post
operativen Befund nach Sehnennaht ohne Hinweise auf ein
Impingement
gezeigt
sowie
einen Status nach Tenotomie der langen
Bizepssehne
und
als Zusatz
diagnose ein nicht unfallbedingtes Carpaltunnelsyndrom links.
Die
Arbeitsunfähigkeit [richtig wohl: Arbeitsfähigkeit] als Bodenleger
sei
sicher noch eingeschränkt
. Eine halbtägige Anstellung in leicht reduziertem Einsatz wäre aber sicher möglich (S. 1 unten
).
4.
12
In seinem ärztlichen Zwischenbericht vom
4.
Juli 2017 (
Urk.
7/90) stellte Dr.
B._
folgende Diagnosen (S. 1
Ziff.
1):
-
Subscapularis
-Teilruptur-
Synovitis
-
Status nach Schulterarthroskopie links am 2
0.
Oktober 2016 mit
Sub
scapularissehnen-Mobilisation
und
Re
fixation
, Tenotomie der
Bizeps
sehne
Dr.
B._
führte aus, dass der Verlauf sehr zögerlich gewesen sei mit anhalten
den Schulterschmerzen und Schmerzen im linken Unterarm sowie einer Hypästhesie
Dig
. III und II links. Die Prognose sei unklar (
S.
1
Ziff.
2). Der Zusammenhang zwischen den beklagten Beschwerden und dem Unfall beziehungs
weise der Operation sei fraglich
. Es
werde eine kreisärztliche Unter
suchung empfohlen
(
S. 1
Ziff.
3).
4.
13
Dr.
A._
stellte in ihrem kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
2.
August 2017 (
Urk.
7/99) folgende Diagnosen (S. 5 Mitte):
-
Restbeschwerden bei Status nach Schulterarthroskopie,
Refixation
der
Subscapularissehne
und Tenotomie der
Bizepssehne
am 2
0.
Oktober 2016
-
leichtes Karpaltunnelsyndrom beidseits
,
nicht im Zusammenhang mit dem Trauma oder der Schulteroperation zu sehen (
Dr.
H._
, Neurolo
gie)
Dr.
A._
führte
in ihrer Beurteilung
aus, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der kreisärztlichen Un
tersuchung in einem guten Allge
mein- und Ernährungszustand präsentiert habe. Während der Anamnese sei der linke Arm gesamthaft etwas weni
ger in die Gestikulation mitein
gebunden worden. Die
Beschwerden würden
authentisch dargelegt. Klinisch zeige sich eine reizlose linke Schulter mit leicht diffusen Druckschmerzen im Bereich der Narben und der
Bizepssehne
. Die Beweglichkeit der linken Schulter sei
endgradig
eingeschränkt im Seitenvergleich
, ebenso zeige sich ein Kraftdefizit im Seitenvergleich
. Auch aufgrund der dokumentierten Umfangmasse schone der Beschwerdeführer wahr
scheinlich
den linken Arm im alltäglichen Leben.
I
n Anbetracht der erhobenen Befunde liege jedoch ein gutes postoperatives rehabilitiertes Ergebnis vor (S. 5 unten).
Dr.
A._
führte aus, dass sie aufgrund der heutigen klinischen Untersuchung den Beschwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren manuellen Tätigkeit mit nur manchmal Überkopftätigkeit,
maximalem Krafteinsatz vo
n 5 bis 10 kg, ohne kraftvolle Zug-, Stoss-, Drehbewegung mit links, ohne Schläge, Vibra
tionen, Hämmern, Spitzen und Bohren mit links ganztags arbeitsfähig einschätze.
Die bisherige Tätigkeit als
Unterlagbodenleger
werde als eine schwere manuelle Tätigkeit eingeschätzt, entsprechend seien in dem Bereich Einschränkungen wahrscheinlich (S. 6 oben).
Die
endgradig
dokumentierte Bewegungseinschränkung und verminderte Kraft
ent
wicklung im Bereich der linken Schulter sei nach Status nach
Refixation
der
Subscapularissehne
und Tenotomie der
Bizepssehne
bei dokumentierte
r
Sub
sca
pularissehnenverletzung
/
unfallähnliche Körperschädigung (
UKS
)
-Diagno
se nach
voll
ziehbar und auf das Ereignis zurückzuführen.
Das leichte Karpaltunnelsyndrom beidseits sei gemäss den vorliege
nden Unter
la
gen, namentlich den
Ausführungen von
Dr.
H._
, nicht im Zusammen
hang mit dem Trauma oder der Schulteroperation zu sehen, sondern es liege eine krankhafte Veränderung beidseits vor.
Dr.
A._
hielt weiter fest, dass a
ufgrund der kreisärztlichen
klinischen Unter
suchung und der
aktuellen bildgebenden Diagnostik die
Erheblichkeitsgrenze
bezüglich einer Integritätsentschädigung hinsichtlich der linken Schulter nicht erreicht
sei
(S. 6 Mitte).
5.
5.
1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrem
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) gestützt auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht von
Dr.
A._
vom
2.
August 2017 (vorstehend E. 4.
13
) von einem zu diesem Zeitpunkt hinsichtlich der Schulterver
letzung er
reichten Endzustand sowie davon aus,
dass dem Beschwerdeführer
eine
Tätigkeit, die der von
Dr.
A._
vor
genommenen Zumutbarkeitsbeurteilung ent
spreche, ganztags zumutbar sei (vorstehend E. 2.1 und E. 2.3).
5.2
Auf die Ausführungen von
Dr.
A._
in
ihrem
kreisärztlichen Unter
suchungs
bericht vom
2.
August
2017 (vgl. vorstehend E. 4.
13
) kann abgestellt werden. So berücksichtigte
Dr.
A._
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzte sich mit diesen umfassend auseinander. Der Unter
suchungsbericht wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abge
geben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nach
vollziehbarer Weise begründet. Er erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E. 1.
8
).
Soweit der Beschwerdeführer
gegen die Beurteilung von
Dr.
A._
einzig
vor
bringt, dass das Zumutbarkeitsprofil vielmehr
gemäss
dem Bericht des Zentrums
Z._
vom
3
0.
Mai 2017 (vorstehend E. 4.11
)
festzulegen sei
, nach welchem nur eine halbtätige Anstellung mit leicht reduziertem Einsatz möglich sei
(vorstehend E. 2.2)
, blendet er aus
, dass
es
sich hierbei um Ausführungen zu seiner schweren körperlichen Tätigkeit als Bodenleger gehandelt hat.
Die zwar reduzierte, jedoch noch mögliche Einsatzfähigkeit des Beschwerdeführers in einer körperlich schweren Tätigkeit spricht
vorliegend
umso mehr dafür, dass ihm eine behinderungsangepasste leichte bis mittelschwere Tätigkeit im von
Dr.
A._
genannten Umfang zumutbar wäre.
Die von
Dr.
A._
festgestellten, lediglich noch
endgradigen
Bewegungs
ein
schränkungen gehen einher mit den Ausführungen in den Berichten des Zentrums
Z._
vom
4.
und 3
0.
Mai 2017, ebenso das von ihr festgehaltene gute postoperative Ergebnis (vorstehend E. 4.9 und E. 4.11, Urk.
7/86).
Im Weiteren wurde
d
as
vom Beschwerdeführer
verschiedentlich
beklagte
senso
motorische Ausfallsyndrom des linken Armes respektive die geltend gemachten
Sensibilitätsstörungen
(vorstehend E. 4.5-6, E. 4.8 und E. 4.10)
hinreichen
d
abgeklärt. Insbesondere konnte die von
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.
5
) gestellte Verdachtsdiagnose einer
Armplex
opathie
nach durchgeführter Bild
gebung der HWS und des Armplexus
(
Urk.
7/28)
nicht bestätigt werden, indem sich gänzlich normale Befunde zeigten.
Auch die von
Dr.
E._
am
5.
September 2016 durch
geführte elektrophysiologische Untersuchung blieb ohne Ergebnisse.
Abgesehen von einem leichten beidseitigen Karpaltunnelsyndrom blieben auch die von der Neurologin
Dr.
H._
am
2.
März 2017 durchgeführten neurologischen Untersuchungen ohne ein die angegebenen Beschwerden erklärendes Korrelat
. Ausdrücklich verneinte
Dr.
H._
in ihrem Bericht vom
9.
Mai 2017
jedoch einen
Zusammenhang des Karpaltunnelsyndroms mit dem stattgehabten Trauma oder der Schulteroperation
(vorstehend E. 4.
10
).
Zusammenfassend
kann auf die Beurteilung von Dr.
A._
vom
2.
August 2017 (vorstehend E. 4.13)
abgestellt werden, zumal keine
auch nur geringe
n
Zweifel
an der
versicherungsintern
en Beurteilung bestehen
.
5.3
Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass der Endzustand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im
August
2017 erreicht war. Unfallbedingt ist der Beschwerdeführer in seiner ange
stammten Tätigkeit als
Bodenleger
aufgrund der Einschränkungen an der
linken Schulter
n
ur noch eingeschränkt
arbeitsfähig. Gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung vom
2
.
August
2017 ist indessen davon auszugehen, dass er in einer angepassten Tätigkeit in Beachtung des
von Dr.
A._
festge
legten
Zumutbarkeitsprofils
vollschichtig einsatzfähig ist.
6
.
6
.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend,
was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte
. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Bei der Bemessung der
massgebenden
hypothetischen Vergleichseinkommen kann als Ausgangspunkt sowohl bei Angestellten als auch bei selbständig Erwerben
den das
im
IK Eingetragene herangezogen werden. Der versicherten Person und der Verwaltung steht der Gegenbeweis offen, dass das tatsächlich erzielte (beitragspflichtige) Einkommen (erheblich) höher oder tiefer ist als die
verab
gabten
IK-Einkünfte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_443/2018 vom 30. Januar 2019 E. 2.1). Weist das zuletzt erzielte Einkommen starke und
verhältnismässig
kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_14/2019 vom 2
4.
April 2019 E. 2.2.2).
6.2
Vorab ist festzuhalten, dass entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Ansicht (vorstehend E. 2.2)
,
der Begriff des versicherten Verdienstes im Sinne von
Art.
15
Abs.
2 UVG nicht mit dem
Valideneinkommen
, mit welchem im Rahmen des Einkommensvergleiches der Invaliditätsgrad ermittelt wird, gleichzusetzen ist
(
vorstehend E. 1.4
und E. 1.
6
)
.
Als
Valideneinkommen
zu ermitteln ist vielmehr der Verdienst, welchen der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
ohne das Unfaller
eignis
tatsächlich
erzielt hätte (vorstehend E. 6.
1
).
Obwohl die
Y._
AG in der Schadenmeldung vom
5.
Juli 2016 einen vertrag
lichen Bruttolohn von
Fr.
7'600.-- inklusive 1
3.
Monatslohn angegeben hat
te
(
Urk.
7/1
Ziff.
12) und dieser Grundlohn gemäss den in den Akten liegenden
Lohnabrechnungen der Monate Oktober 2015 bis Juni 2016 (
Urk.
7/110/3-11) in diesem Zeitraum auch zur Auszahlung gelangte, bestätigte die
Y._
AG einer
seits in ihrem Schreiben vom
6.
Dezember 2017 (
Urk.
7/124)
und
andererseits auf telefonische Nachfrage der Beschwerdegegnerin vom 1
8.
Dezember 2017 (Urk.
7/128)
hin
ausdrücklich, dass in den Jahren 2017 und 2018 ein Lohn in dieser Höhe aufgrund der mangelhaften Leistung des Beschwerdeführers nicht mehr zur Auszahlung gelangt wäre. Im Schreiben der
Y._
AG vom 6.
Dezember 2017 wurde ein für die Jahr
e
2017 und 2018 mutmasslicher Lohn von
Fr.
4'477.-- angegeben (
Urk.
7/124). Weiter führte die Arbeitgeberin anläss
lich
des T
elefonats vom 1
8.
Dezember 2017 ergänzend aus, dass
es
selbst bei guter
Leistung des Beschwerdeführers
aufgrund der Entwicklung in der Branche keine Lohnanpassung nach oben gegeben
hätte (
Urk.
7/128).
Bei dieser Ausgangslage erweist es sich
entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers (vorstehend E. 2.2)
als unerheblich, ob sic
h die Lohnsenkung realisiert habe
oder nicht respektive ob
er
eine solche akzeptiert hätte, da mit dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen
ist
, dass
ihm
im vorliegend relevanten
Zeitpunkt d
es Rentenbeginnes
im Jahr 2018
nicht mehr der
ursprünglich in der Schadenm
eldung angegebenen Lohn von Fr.
7'600.
- pro Monat
ausgerichtet worden wäre
.
Jedoch ist auch nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sich mit einer Lohnkürzung von über Fr.
3'000.--
auf
Fr.
4'477.--
, wie von der Arbeitgeberin für die Jahre 2017 und 2018 in Aussicht gestellt w
urde
(
Urk.
7/124)
, begnügt hätte.
Gemäss IK-Auszug (
Urk.
7/119
/2-4
) erzielte der Beschwerdeführer in den letzten drei Jahren vor dem Unfallereignis am 3
0.
Juni 2016 im Jahr 2013 bei
d
er
I._
AG ein Einkommen von
Fr.
93'964.--, im Jahr 2014 ein solches von
Fr.
80'956.
- und im Jahr 2015 bei der
I._
AG sowie der
Y._
AG ein solch
es von insgesamt
Fr.
88'304.--.
Wie ausgeführt (vorstehend E.
6.1
), rechtfertigt
es
sich in Fällen
,
wo
- wie vorliegend -
ein schwankendes Einkommen vorliegt,
auf den
erzielten Durchschnittsverdienst
gemäss
IK-Auszug
abzustellen
. Damit
ist
das
von der Beschwerdegegnerin
gestützt auf den
Durchschnitts
verdienst
der Jahr
e
2013
2015 ermittelte
Valideneinkommen
in der Höhe von
rund
Fr.
87‘741.-- nicht zu beanstanden.
6
.3
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
realisier
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerbli
chen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da der Versicherte vorliegend noch keine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit ausübte, können nach der Rechtsprechung entweder die LSE- Tabellenlöhne oder
DAP
Zahlen herangezogen werden (vgl.
vorstehend E. 1
.5
).
Die
Beschwerde
gegnerin entschied sich zur Ermittlung des Invalideneinkommens für ein Vorgehen anhand von
DAP
-Löhnen.
Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E.
5
)
,
kann auf das von Kreisärztin Dr.
A._
formulierte Zumutbarkeitsprofil abgestellt werden, wonach
der Beschwerdeführer
in einer leichten bis mittelschweren
manuellen Tätigkeit mit nur manchmal Über
kopfarbeiten, maximalem Krafteinsatz von
5 bis
10 kg, ohne kraftvolle Zug
,
Stoss
-, Drehbewegung mit links, ohne Schläge, Vibrationen, Hämmern, Spitzen und Bohren mit links ganztags arbeitsfähig ist
(vorstehend E. 4.13
)
.
Vorliegend ergibt der Blick auf die einzelnen körperlichen Anforderungsprofile der von der Beschwerdegegnerin herangezogenen Stellen keinerlei Hinweise darauf, dass eine davon dem festgelegten Zumutbarkeitsprofil nicht entsprechen würde.
Solches wurde vom Beschwerdeführer denn auch nicht geltend gemacht (vorstehend E. 2.2).
D
en entsprechenden Beschrieben lassen sich keine Anhalts
punkte entnehmen, die eine Unzumutbarkeit zur Folge hätten. So handelt es sich bei
DAP
-Nr.
10047
, Nr.
8306
, Nr.
4441
, Nr.
3512
und Nr.
4549
durchwegs um leichte bis mittelschwere
manuelle
Tätigkeiten
mit maximalem Krafteinsatz bis
10
kg
, die insbesondere kein
e
Überkopfarbeiten, und keine
der
genannte
n
zu ver
meidende
n
Bewegungen der linken Schulter beinhalten
(vgl. Urk. 7/1
88
S. 1 und S.
14
ff.).
6.4
Gestützt auf den Durchschnitt der Lohnangaben aller fünf
DAP
ging die
Beschwerde
gegnerin im Jahr 2018
von einem Invalideneinkommen von Fr.
70‘561
.-- aus. Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze (
DAP
-Nr.
Nr.
10047
, Nr.
8306
, Nr.
4441
, Nr.
3512
und Nr.
4549
) ab und gab die Gesamtzahl der mit der Behinderung des Versicherten in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Behinde
rungsprofil entsprechenden Gruppe an (vgl. Urk. 7/1
88
S. 1). Damit sind sämtli
che Voraussetzungen, die das Bundesgericht an einen Einkommens-vergleich gestützt auf die
DAP
-Tabe
llen stellt
,
erfüllt (vgl. vorstehend E. 1.
5
).
6.5
Bei einem
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
87‘741.--
(vgl. vorstehend E.
6
.2) und einem Invalideneinkommen von
Fr.
70‘561.--
(vgl. vorstehend E.
6.
4
) resultiert eine
Lohneinbusse
von Fr.
17‘180.--
beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von gerundet
20
%. Die zugesprochene Rentenleistung ist damit nicht zu beanstan
den.
7.
7.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt auf die kreisärztliche Einschätzung durch
Dr.
A._
vom
2.
August 2017 (vgl. vorstehend E. 4.
13
) einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentsc
hädigung (vorstehend E. 2.1, E. 2.3
).
Dagegen machte der Beschwerdeführer geltend, eine dauernde und erheb
liche Schädigung der linken Schulter durch das Unfallereignis erlitten zu haben. Die Beschwerdegegnerin habe in Verletzung des Untersuchungs
grundsatzes und des Willkürverbotes ohne weitere Prüfung lediglich auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht verwiesen. Selbst i
n
diesem sei jedoch über die Ein
schränkung der linken Schulter und über ein Kraftdefizit berichtet worden, was gemäss Tabelle 1 der Suva bezüglich Integritätsschaden bei Funktions
störungen an den oberen Extremitäten zu einer Integritätsent
schädigung von mindestens 20
%
berechtige (
Urk.
1 S. 8
Rz
3.3).
7.2
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität
erleidet (vgl. vorstehend E.
1.
7
).
7.3
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit
eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilwei
ser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritäts
schaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
7.4
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rätlichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angege
bene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Ein
zelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicher
ten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
7.
5
Soweit der Beschwerdeführer
auf die
Suva-Tabelle 1 (Revision 2000)
verweist, wonach ihm mindestens eine Integritätsentschädigung von 20
%
zustehe (vor
ste
hend E. 2.2
, E. 7.1
), kann ihm nicht gefolgt werden.
Gemäss
der Suva-Tabelle
1
wird
lediglich
bei einer
Schulter
, welche nur bis 30° über die Horizontale
oder bis zur Horizontalen
beweglich ist, eine Integritätsentschädigung ausge
richtet, wes
halb ihm grundsätzlich mit einer
lediglich
endgradig
eingeschränkten Schulter
beweglichkeit
(vgl. Urk. 7/
99
S.
4
Mitte) kein Anspruch zusteht.
Weiter
liegt beim Beschwerdeführer weder eine Versteifung der Schulter in Adduktion noch eine nicht reponierte oder habituelle Luxation der Schulter vor, welche
gemäss
der Suva-Tabelle 1 einen Anspruch auf eine Integritäts
entschädigung begründen würde
n
.
Der
Beschwerdeführer
ist
darauf hinzuweisen, dass
das von ihm geltend gemachte Kraftdefizit der linken Schulter keinen Anspruch auf eine Integritäts
entschädigung zu begründen vermag.
Zusammenfassend besteht damit kein Anlass, die kreisärztliche Beurteilung durch
Dr.
A._
vom
2.
August 2017 (vorstehend E. 4.
13
)
, wonach keine Integritäts
entschädigung geschuldet sei, in Frage zu stellen. Die Beschwerde ist auch dies
bezüglich abzuweisen.
8.
Aufgrund des Gesagten ergibt sich, dass die Invaliditätsgradbemessung der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden ist und der Beschwerdeführer dem
nach basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 20
%
Anspruch auf eine Inva
lidenrente hat. Auch
die Feststellung der Beschwerdegegnerin, dass keine Integ
ritätsentschädigung geschuldet
sei
, erweist sich als korrekt.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
(Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur
Abweisung der Beschwerde führt, soweit darauf eingetreten wurde.
9.
Das Verfahren ist kostenlos.