Decision ID: 1687211c-edd0-53e7-b151-6ffe93f9fbdb
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1956, war
ab
1986
selbstä
ndigerwerbend
im Bereich Hauswartungen und Gartenunterhalt
und
meldete sich am 2
9.
Januar 1990 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
(berufliche Massnahmen)
an (
Urk.
7/16).
Mit Verfügung vom
7.
November 1990 wurde das Verfahren als erledigt abgeschrieben (
Urk.
7/33).
1.2
Am
6.
Juni 2002 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
6/45).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom
4.
Juli 2003 (
Urk.
7/90) einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom
5.
November 2003 (
Urk.
7/94 und
Urk.
7/108)
bei einem
Invali
ditätsgrad
von 51
%
eine halbe Rente ab Juli 2002 zu.
Mit Verfügung vom 3
0.
September 2008 (
Urk.
7/129) bestätigte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland den Anspruch
des Versicherten
auf eine halbe Rente ab Januar 2007.
Im Rahmen ein
e
s
im Jahr
2011 eingeleiteten Revisionsverfahr
e
ns machte der Versicherte eine Verschlechte
rung seines Gesundheitszustands geltend
(
Urk.
7/146
Ziff.
1.1). Am 2
3.
April 2012 teilte die IV-Stelle Zürich dem Versi
cherten mit, die Überprüfung des Invaliditätsgrades habe keine Änderung erge
ben, weshalb sein Rentenanspruch unverändert sei (
Urk.
7/157
).
Mit Revisionsgesuch vom 1
6.
November 2012 (
Urk.
7/159) beantragte der Versi
cherte die Überprüfung seines Rentenanspruchs. Mit Verfügung vom 1
1.
März 2013 (
Urk.
7/164) trat die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren nicht ein.
1.3
Unter Hinweis auf eine
n Rückenschaden
und einen im Januar 2009
in
Z._
erlittenen Hirnschlag meldete sich der Versicherte am
2.
Februar 2015 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/166). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/177
-180) trat die IV-Stelle mit Verfü
gung vom 2
2.
Mai 20
15 (
Urk.
7/183 =
Urk.
2) auf d
as Revisionsgesuch
nicht ein.
2.
Der Versicherte erhob am
2.
Juni 2015
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
2.
Mai 2015
(
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss deren Aufhebung und das Eintreten auf
das Revisionsgesuch
so
wie die Anordnung eines unabhän
gigen Gutachtens durch die IV-Stelle (
Urk.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit
Beschwer
deantwort
vom
9.
Juli 2015
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom 1
4.
September 2015 (
Urk.
10) reichte der Beschwerdeführer einen aktuellen Arztbericht (
Urk.
11) ein und hielt sinngemäss an seiner Beschwerde fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1
6.
Oktober 2015 auf
die Erstattung einer Duplik
(
Urk.
13)
.
Dies wurde dem Beschwerdeführer
a
m
2
6.
Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
14
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger
Leistungsverweige
rung
immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Ände
rung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sach
verhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen
Tatsachen
spektrum
glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstver
ständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.3
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tatsa
chenänderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechts
erheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine
Sachverhaltsän
derung
, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva
lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
1.4
Die genannte Bestimmung - wonach die versi
cherte Person mit dem
Revisions
gesuch
oder
der Neuanmeldung
die
massgebliche
Tatsachenänderung glaubhaft machen muss - hat zur Folge, dass der versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Nur wenn die Verwaltung auf das erneute
Leis
tungsbegehren
eintritt, hat sie ihrerseits
gestützt auf den
Untersuchungs
grund
satz
von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtser
heblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 130 V 64 f. E.
5.2.5).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihren
Nichteintretensentscheid
damit, dass
der Beschwerdeführer nicht glaubhaft dargelegt
habe
, dass sich die tatsächli
chen Verhältnisse wesentlich verändert hätten. Es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts vor. Der vom Beschwerdeführer erwähnte Hir
n
schlag sei bereits im Rahmen der
im Jahr 2011 eingeleiteten
Rentenrevision berücksichtigt worden. Aus medizinischer Sicht
habe sich der Gesundheitszu
stand seither nicht verändert (
Urk.
2,
Urk.
6).
2.2
Der
Beschwerdeführer
machte demgegenüber
im Wesentlichen
geltend,
seit dem im Januar 2009 erlittenen Hirnschlag erheblich eingeschränkt zu sein. Die - nä
her genannten - eingereichten Berichte würden eine Verschlechterung bestäti
gen. Es sei unverständlich, wie die Beschwerdegegnerin behaupten könne, der Hirnschlag sei bereits im Rahmen der im Jahr
2011 eingeleiteten Rentenrevision
berücksichtigt worden, nachdem ihr zum damaligen Zeitpunkt gar keine Beweise vorgelegen hätten
(
Urk.
1)
.
2.3
Strittig
ist das Nichteintreten der Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung be
ziehungsweise das Revisionsgesuch des Beschwerdeführers vom Februar 201
5.
Zu
prüfen ist
somit
, ob
der Beschwerdeführer
glaubhaft gemacht hat, dass sich
sein
Gesundheitszustand seit der
letztmaligen Überprüfung seines Ren
ten
anspruchs im Rahmen der im Ja
hr 2011 eingeleiteten Rentenrev
i
si
on i
n einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat
(vgl. vorstehend E.
1
.
1-4).
3.
3.1
Der Anspr
uchsprüfung im Rahmen der im Jahr 2011 eingeleiteten
Rentenre
vision
,
welche gemäss Mitteilung vom 2
3.
April 2012 (
Urk.
7/157) einen unver
änderten Rentenanspruch ergab, lagen im Wesentlichen folgende Berichte zu Grunde:
3.2
Im am 1
9.
Januar 2012 ausgefüllten Revisionsfragebogen (
Urk.
7/146) gab der Beschwerdeführer an, sein Gesundheitszustand habe
sich seit 2008 verschlech
tert;
er
habe
einen Hirns
chlag erlitten
(
Ziff.
1.1-2).
3.3
Am 1
0.
Februar 2010 (
Urk.
7/153/11) übermittelte
Dr.
med.
A._
, Fach
arzt für Kardiologie und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dem Hausarzt des Beschwerdeführers seinen Bericht über die kardiologisc
he
Abklärung vom
3.
und 1
0.
Februar 2010 (
Urk.
7/153/12-15). Er nannte folgende Diagnosen (S. 1 oben):
Status nach
zerebrovaskulärem
Insult rechts im Januar 2009
offenes
Foramen
ovale
h
ypertensive
Herzkrankheit
Hypercholesterinämie
Nikotinabusus
Adipositas
Cannabis-Abusus
Er führte aus, bei im Januar 2009 erlittenem rechtshemisphärischem
zerebrovas
kulärem
Insult im Media-Stromgebiet und fehlenden Hinweisen für eine rele
vante
Atheromatose
der hirnzuführenden Gefässe habe auf der Suche nach einer
kardiogenen
Emboliequelle
in der abschliessenden
transoesophagealen
Echokardiographie ein offenes
Foramen
ovale nachgewiesen werden können. Somit stehe eine gekreuzte
Embolisation
als Ursache für das zerebral-ischämi
sche Ereignis differentialdiagnostisch im Vordergrund. Die
Indikation für die Durchführung eines Schirmverschlusses des offenen
Foramen
ovale sei gegeben und der Beschwerdeführer hierfür im
B._
angemeldet (S. 2).
3.4
Am 2
5.
Februar 2010 (
Urk.
7/153/6-10) berichteten Ärzte des
B._
, Abteilung für Kardiologie, a
ktuell hätten sich neurologisch lediglich eine Hypästhesie- und Dysästhesie links gezeigt (S. 1 Mitte). Es sei problemlos gelungen, das
persistierende
Foramen
ovale (PFO)
mittels eines
Amplatzer
PFO
-
Occluder
25 mm
zu verschliessen. Bei der gleichzeitig durchgeführten
Korona
rangiographie
hätten sich normale Kranzarterien gefunden.
Postinterventionell
habe sich ein komplikationsloser Verlauf mit radiologisch korrekt gelegenem Device gezeigt, sodass der Beschwerdeführer am
Tag nach dem Eingriff
beschwerdefrei nach Hause habe austreten können (S. 2).
3.5
Am 1
8.
August 2010 (
Urk.
7/153/1) übermittelte
Dr.
A._
dem Hausarzt des Beschwerdeführers seinen Bericht über die kardiologische Abklärung vom glei
chen Tag (
Urk.
7/153/2-5). Er führte aus, sechs Monate nach erfolgtem
kathete
rinterventionellem
Verschluss eines offenen
Foramen
ovale könne in der abschliessenden echokardiographischen Verlaufskontrolle eine einwandfreie
Lage des
Amplatz
er
PFO-25 mm-
Occluder
nachgewiesen werden. Es liege kein
residueller
intratrialer
Shunt vor. Zur optimalen Sekundärprophylaxe kardi
ovaskulärer Ereignisse werde empfohlen, an der bestehenden Aspirin-Med
ika
tion zeitlebens festzuhalten (S. 1 unten). In der Annahme eines kardial beschwer
defreien weiteren Verlaufs seien keine routinemässigen kardiologi
schen Kontrolluntersuchungen nötig (S. 2).
3.6
Der Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med. C._
, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin, na
n
nte in
seinem Bericht vom
3.
Februar 2012 (
Urk.
7/150)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
Status nach
zerebrovaskulärem
Insult rechts
Resthemisyndrom
links, handbetont
Status nach Verschluss offenes
Foramen
ovale 2010
Spinalkanalstenose L4/5,
Rezessus-Foraminalstenose
S1 links, Status nach Operation 2001
chronische
lumboradikuläre
Schmerzen
Status nach Fraktur des oberen Sprunggelenks links
chronische Schmerzen, Bewegungseinschränkung
Dr.
C._
führte aus, die bisherigen krankheits- und unfallbedingten Beschwer
den, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit von 49
%
geführt hätten, seien kon
stant geblieben. Diesbezüglich ergäben sich keine neuen Aspekte. Im Januar 2009 habe der Beschwerdeführer einen
zerebrovaskulären
Insult rechts mit linksseitigem
Hemisyndrom
(armbetont) erlitten. Die erst im Jahr 2010 in der Schweiz
erfolgten Abklärungen hätten ursächlich ein offenes
Foramen
ovale ergeben, welches operativ verschlossen worden s
e
i. Ein doch
mittelschweres
Resthemisyndrom
links sei geblieben. Die Restarbeits
un
fähigkeit sei dadurch
noch weiter eingeschränkt
(richtig wohl:
habe zugenommen)
und dürfte bei 80
%
liegen.
3.7
Gestützt auf die Stellungnahme eines Arztes ihres Regionalen Ärztlichen Diens
tes (RAD) vom
6.
März 2012 (
Urk.
7/156 S. 2 f.) unterbreitete die
Beschwerde
gegnerin
Dr.
C._
am 2
3.
April 2012 Zusatzfragen
- etwa
,
wie ausgeprägt die
Hemisymptomatik
sei, welche funktionelle Einschränkungen bestünden und ob es sich bei der betroffenen Seite um die dominante oder die
adominante
Seite handle -
und ersuchte ihn um Einreichung allfällig vorhandener Arztberichte betreffend die neu aufgetretenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen seit Januar 2009 (
Urk.
7/155).
Am
8.
März 2012
teilte
Dr.
C._
mit, es existierten keine weiter
e
n Unterlagen und die detaillierten Fragen könne er nicht beantworten. Dies müsse im Rahmen eines ärztlichen Gutachtens erfolgen
(
Urk.
7/152)
.
3.8
Nach Einsicht in die am 2
7.
März 2012 bei der Beschwerdegegnerin eingegan
genen Berichte von
Dr.
A._
und der Ärzte des
B._
(
Urk.
7/153; vgl. vorstehend E. 3.3-5) nahm der RAD-Arzt am
1
9.
April 2012
erneut Stellung
(
Urk.
7/156 S. 3)
. Er führte aus, beim Beschwerdeführer bestünden folgende neuen Diagnosen:
Status nach
zerebrovaskulärem
Insult rechts
Resthemisyndrom
links, handbetont
Status nach Verschluss offenes
Foramen
ovale 2010
Neurologisch
werde -
analog zum Befund im Bericht der Ärzte des
B._
vom 2
5.
Februar 2010
-
eine
Hyp
- und Dysästhesie links (linker Arm/lin
ke Hand)
beschrieben
. Ansonsten würden seitengleiche Hirnnerven beschrieben und der Armhalteversuch sowie der
Finger-Nase-Versuch seien
ohne pathologischen Befund gewesen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht lasse sich bei den beschriebenen Befunden keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands begründen und es könne von einem unverändertem
Gesundheitszustand
und einer unveränderten Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit ausgegangen werden.
4.
Im Anschluss an die Neuanmeldung vom November 2012 (
Urk.
7/159) reichte der Beschwerdeführer auch nach entsprechende
r
Aufforderung der
Beschwerde
gegnerin
(
Urk.
7/160) keine aktuellen Arztberichte ein, woraufhin die
Beschwer
degegnerin
am 1
1.
März 2013 einen
Nichteintretensentscheid
erliess (
Urk.
7/164).
5.
5.1
Im
Zusammenhang
mit
der Neuanmeldung vom Februar 2015 (
Urk.
7/166) w
aren
im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung
vom 2
2.
Mai 2015 (
Urk.
2)
folgende
Berichte aktenkundig:
5.2
Die
Ärzte in
Z._
diagnostizierten
im Januar 2009
den bekannten
zerebro
vas
kulärem
Insult
und berichteten über die durchgeführten Untersuchungen und die
Hospitalisation
des Beschwerdeführers i
m
D._
(
Urk.
7/175/3-7)
.
5.3
Mit ärztlichem Zeugnis vom 1
8.
März 2014 bescheinigte
Dr.
C._
dem Beschwer
deführer eine volle Arbeitsunfähigkeit ab 2
5.
November 2013 (
Urk.
7/179/2).
5.4
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, bescheinigte dem Beschwerdeführer mit ärztlichem Zeugnis vom 1
2.
Februar 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab
1.
Dezember 2014 (
Urk.
7/179/1).
5.5
Die am
9.
März 2015 im
F._
durchgeführte
Magnetresonanztomo
graphie
(MRI) des Schäde
ls (
Urk.
7/175/1-2) ergab keinen
Hinweis für eine akute oder sub
a
kute ischämische
Hirnparenchymläsion
oder eine intrakraniale Hämorrhagie. Es zeigten sich ein alte, am ehesten postischämische
Hirnpa
renchymläsion
occipital
rechts von 12 mm Grösse und im Thalamus rechts von 8 x 2 mm Grösse sowie eine generalisierte
leichtgradige
supra- und
infraten
torielle
Hirnparenchymatrophie
. Sodann beschrieben die Ärzte einen Status nach (altem) Verschluss der
Aoarta
z
erebri
posterior
rechts,
differentialdiagnos
tisch
massive Hypoplasie. Die übrigen Hirnbasisarterien sowie zervikalen Arte
rien
hätten keinen Verschluss und keine Stenosen aufgewiesen.
5.6
In seiner Stellungnahme vom 3
0.
März 2015 (
Urk.
7/176 S. 3 oben) führte der RAD-Arzt aus,
dem
MRI-Befund vom
9.
März 2015
liessen sich
keine Hinweise
auf eine Veränderung entnehmen, es habe sich kein Hinweis auf eine akute oder subakute ischämische
Hirnparenchymläsion
ergeben. Somit müsse von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden.
5.7
Am 2
4.
April 2015 berichtete
Dr.
E._
, durch den im Jahr 2009 erlittenen Insult sei der Beschwerdeführer weiterhin stark behindert. So seien zweihändige Tätigkeiten und das Tragen von Lasten unmöglich
,
Gehen sowie Treppensteigen seien erschwert
, d
as Gleichgewicht sei gestört und somit eine Arbeit als
Gärtner undenkbar (
Urk.
7/178).
6.
6.1
Im Rahmen der im Jahr 2011 eingeleiteten Rentenrevision erlangte die
Beschwer
degegnerin
Kenntnis davon, dass der Beschwerdeführer im Januar 2009 einen Hirnschlag erlitten hatte
und im Februar 2010 ein in der Folge als
dafür
ursächlich erachtetes offenes
Foramen
ovale erfolgreich verschlossen wurde
. Nach Einsicht in die damals eingegangen
en
Berichte der Kardiologen (vorstehend E. 3.3-5) und des Hausarztes
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.6 und E.
3.7) gelangte der RAD-Arzt zum Schluss, dass aufgrund der beschriebenen Befunde
mit lediglich einer
Hyp
- und Dysä
s
thesie links
nicht von einer
wesent
lichen Veränderung des Gesundheitszustands beziehungsweise der Arbeitsfähig
keit in der bisherigen sowie einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden könne
(vorstehend E. 3.8)
.
6.2
Die im Rahmen des Neuanmeldungs
verfahrens eingegangen
en
Berichte
der Ärzte aus
Z._
(vorstehend E. 5.2) sagen nichts darüber aus, ob es bezüglich der Auswirkungen des im Januar 2009 erlittenen Hirnschlags zwischen der letztmaligen Rentenprüfung 2011/2012 und der Neuanmeldung vom Februar 2015 zu einer Verschlechterung gekommen ist.
Die eingereichten ärztlichen Zeugnisse von
Dr.
C._
und
Dr.
E._
, in welchen diese
dem Beschwer
deführer
eine volle Arbeitsunfähigkeit bes
cheinigte
n (vorstehend E. 5.3-4), rei
chen
sodann
nicht aus, um eine Verschlechterung des Gesundheitszu
stands glaubhaft darzutun
, da sie keine Begründung für die attestiert
e Arbeitsunfähig
keit enthalten
(vgl. auch
Urk.
7/160)
.
Soweit
Dr.
E._
dem Beschwerde
führer
im April 2015 (vorstehend E. 5.7)
eine
volle
Arbeitsunfähigkeit im (angestammten) Beruf als Gärtner attestierte,
ist darauf hinzuweisen
, dass bereits an
lässlich der
Rentenzusprache
vom November 2003
davon ausgegan
gen worden war, dass der Beschwerdeführer
diese
Tätigkeit nicht mehr a
usüben kann (vgl.
Urk.
7/94)
und die
s seither nicht in Frage gestellt wurde
.
Der kurze Bericht von
Dr.
E._
enthält sodann weder Diagnosen noch objektive Befunde und
erw
eist
sich
daher
als nicht geeignet, eine seit 2011/2012 einge
tretene Verschlechterung glaubhaft darzutun.
Vor diesem Hintergrund sowie mit Blick darauf, dass das im März 2015 durch
geführte MRI des Schädels (vorstehend E. 5.5) gemäss der nachvollziehbaren Beurteilung des RAD-Arztes vom März 2015 (vorstehend E. 5.6) keine Hinweise für eine seit der letztmaligen Rentenprüfung eingetretene Veränderung ergab,
ist nicht zu beanstanden, dass
sich
die Beschwerdegegnerin
in
der angefochte
nen Verfügung vom
2
2.
Mai 2015
(
Urk.
2)
,
wel
c
he
zeitliche Gren
z
e der richterli
chen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. BGE 131 V 9 E. 1), auf den Standpunkt stellte,
die aktenkundigen Berichte seien nicht geeignet, eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers glaubhaft
darzutun
.
6.3
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass d
as
Nichteintreten gemäss Aktenlage im Verfügungszeitpunkt korrekt war. Die Beschwerde ist dementsprechend abzu
weisen.
7
.
7
.1
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer
einen Bericht von
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Neurologie, vom 3
1.
August 2015 zu den Akten (
Urk.
11).
Dr.
G._
berichtete, den Beschwerdeführer am 3
1.
August 2015 untersucht zu haben. Er nannte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
Status nach ischämischem Hirninfarkt 2010
Lokalisation: Versorgungsgebiet
Arteria
zerebri
posterior
rechts, Tha
lamus mit
thalamischem
, zentralem Schmerzsyndrom
Ätiologie: wahrscheinlich kardio-
embolisch
, Status nach Verschluss
Foramen
ovale
klinisch: sensorisches
Hemisyndrom
links,
Feinmotorikstörung
, zent
rale
Misssensationen
Risikofaktoren: Nikotin, arterielle Hypertonie,
Dyslipidämie
In seiner Beurteilung führte
Dr.
G._
aus
, beim Beschwerdeführer
bestehe
eine nicht unerhebliche, überwiegend sensible
Hemisymptomatik
links mit schwerer
Feinmotorikstörung
,
Misssensationen
,
thalamischem
Schmerz und einer propriozeptiven schweren Gangstörung bei
Afferenzstörung
. Aufgrund der aktuellen Befunde sei die Arbeitsfähigkeit für eine körperliche Arbeit, das heisse Gärtner oder irgendwelche anderen handwerklichen oder Hilfsarbeiter-Tätig
keiten
,
aus neurologischer Sicht nicht mehr gegeben. Retrospektiv müsse davon ausgegangen werden, dass diese Arbeitsunfähigkeit seit sicher 2014 bestehe. Eine Verschlechterung eines neurologischen Defizits infolge eines Schlaganfalls auch nach einigen Jahren stelle keinen ungewöhnlichen Verlauf dar. Mit zunehmendem Alter seien diese Patienten weniger in der Lage, die neurologi
schen Defizite zu kompensieren. Von einer Integration auf dem Arbeitsmarkt durch therapeutische Massnahmen könne bei den aktuellen Befunden nicht mehr ausgegangen werden (S. 2 unten).
7.2
Im Gegensatz zu den im Verfahren vor der Vorinstanz eingereichten Berichten (vorstehend E. 5.2-5, E. 5.7) lassen sich dem fachärztlichen Bericht von
Dr.
G._
, welcher nebst anamnestischen Angaben auch einen klinischen Befund und nachvollziehbar begründete Schlussfolgerungen
- wenn au
ch nur in Bezug auf die Arbeits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit -
enthält, genü
gend Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit der letztmaligen Rentenprüfung 2011/2012
verschlech
tert haben könnte, zumal
Dr.
G._
eine Verschlechterung
auch einige Jahre
nach einem erlittenen Schlaganfall als nicht ungewöhnlich bezeichnete.
Diese allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustands und gegebenenfalls deren erwerbliche Auswirkungen sind von der
Beschwerdegegnerin zu prüfen.
Zu diesem Zweck
ist
ihr
die Sache
nach Eintritt der Rechtskra
ft des vorliegenden Entscheides zu überweisen, wobei im Rahmen der materiellen Prüfung
auch den im Jahr 2012 offen ge
b
l
iebenen Fragen des RAD-Arztes
(
Urk.
7/156 S. 2 f.; vgl. vorstehend E. 3.7) nachzugehen sein wird.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahren
s
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG) und auf
Fr.
600.-- festzu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahren
s sind sie dem Beschwerde
führer aufzuerlegen.