Decision ID: f6e7aba8-e691-40c1-986d-66f0a80dbbaa
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1969
, verheiratet, Mutter zweier volljähriger Kinder,
erwarb in Bosnien
einen Abschluss als Maschinentechnikerin (Urk. 10/1/1).
A
b 2003
arbeitete sie
zuerst
als Mitarbeiterin Hauswirtschaft
und
ab 2008
als
Pflegehelferin
in der
Z._
,
zuletzt in einem Pensum
von
100 %
(Urk. 10/1/2
; Urk. 10/3 S. 4
; Urk. 10/11
), w
obei sie immer wieder krankheitsbedingt
ausfiel
(vgl. Urk. 10/27).
1.2
Am
3
.
Dezember
201
1
meldete sie sich bei der Invalidenversicherung unter Hin
weis auf
eine Schulterzerrung mit folgendem
Cervicalsyndrom
zum Leistungsbe
zug an (Urk.
10
/
3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte Abklärungen in erwerblicher sowie medizinischer Hinsicht
und
zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei
.
Am
6.
Dezember 2011 (Urk. 10/16) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die Unterstützung beim Erhalt des Arbeitsplatzes beendet w
e
rde.
1.3
Am 22. Juni 2013 (Urk. 10/24) meldete sich die Versicherte neuerlich bei der IV
Stelle zum Leistungsbezug an; unter Hinweis auf Rücken- und Schulter
schmerzen sowie eine Depression.
Mit Mitteilung vom 31
.
Juli 2013 (Urk. 10/30) gewährte die IV-Stelle der Versicherten Beratung und Unterstützung bei Erhal
tung des Arbeitsplatzes für die Dauer von 6 Monaten
(vgl. auch Kündigung per 3
1.
Dezember 2013; Urk. 10/13 und Urk. 10/48)
.
Nach einem Belastbarkeits
training
vom 18. November 2013 bis zum 17. Februar 2014
(vgl. Urk. 10/58) und einem erfolglosen Aufbautraining für die Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 50 %
vom 1
8.
Februar bis zum 17. Mai 2014
(
Urk.
10/
67
)
bei der
A._
GmbH wurde der Versicherten
am 1
9.
Ma
i 2014 (Urk. 10/68) der Abschluss der beruf
li
chen Eingliederung mitgeteilt und sie darauf hingewiesen, dass über die Rente zu einem späteren Zeitpunkt entschieden w
e
rde.
Im Anschluss
veranlasste die IV-Stelle
ein
bidisziplinäres
rheumatologisch-psychiatrische
s
Gutachten, welches von
Dr.
med. und
Dr.
sc. nat. ETH
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin
,
spezialisiert auf Rheuma
erkrankungen,
und PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie, zertifizier
ter medizinischer Gutachter SIM, am 1
2.
September
2015
(Urk.
10/100) und
am 31.
Oktober 2015 (
Urk.
10/106/1-22 und
Urk.
10/106/23)
erstattet wurde
.
Mit Vorbescheid vom
23
.
Februar 2016
(Urk.
10
/
110
)
stellte die IV-Stelle der Versi
cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht.
Auf
Einwand
hin
(vgl.
Urk.
10
/
112
und
Urk. 10/117)
hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom
25
.
Mai
2016 (Urk. 2) an der Abweisung des Rentenbegehrens fest.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
7
.
Juni
2016 Beschwerde (Urk. 1) mit
den
Anträgen
, es sei die Verfügung
vom 25. Mai 2016 aufzuheben; es sei
ihr eine
ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter seien ihr berufliche Mass
na
hmen zu gewähren und es sei ihr
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren
.
Mit Eingabe vom 6. Juli 2016 (Urk. 8) zog sie ihr Gesuch um unentgeltliche Pro
zessführung zurück.
Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom
23
.
August 2016
(Urk.
9
) Ab
weisung der Beschwerde, was der Versicherten mit Verfügung vom
26
.
August 2016
(Urk.
11
) zur Kenntnis gebracht wurde.
Die IV-Stelle verzichtete am 5. April 2017 (Urk. 15) auf eine Stellungnahme
zu
eine
m
von der
Versicherten a
m
21
.
März 2017 (Urk. 12)
nachgereichten medizi
nischen Bericht vom 21. Februar 2017 (Urk. 13), was der Versicherten mit Verfü
gung vom 7. April 2017 (Urk. 16) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015
vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
legte dar
, dass der Beschwerdeführerin in einer adap
tierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % zumutbar sei. Aufgrund der vorhandenen Ressourcen sowie der noch offenstehenden Therapie
möglichkeiten sei eine Einschränkung aus psychischer Sicht nicht plausibel. Des Weiteren stün
den bei ihr erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren im Vor
dergrund, welche vom Gutachter nicht ausgeklammert worden seien
(Urk.
9
)
.
Unter Ausschluss der psychosozialen Belastungsfaktoren könne mit einer Ver
besserung des Gesund
heitszustandes gerechnet werden.
Alle
behandelnden Ärzte seien
in ihrer
Beur
teilung immer von einer guten Prognose ausgegangen. Integrationsmassnahmen seien bereits durchgeführt worden, weitere berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt. Die
Beschwerdeführerin leide nicht an
einer dauernden oder längere Zeit
dauernden Erkrankung im Sinne der Invalidenversicherung (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich
hingegen
auf den Standpunkt, dass
der Schluss der Beschwerdegegnerin, sie sei in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig
,
nicht zutreffend
und aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht haltbar
sei
. Eine volle Arbeitstätigkeit in angepasster Tätigkeit werde
nur
aus internistisch-rheumatologischer Sicht attestiert. Das psychiatrische Gutachten attestiere hingegen
lediglich
eine 25%ige Arbeitsfähigkeit
.
Die anhal
tende somatoforme Schmerzstörung sei in ausgeprägtem Masse vorhanden
. Es bestehe eine relevante psychiatrische Komorbidität im Rahmen der depressiven Störung (Urk. 1 S. 3). Wie die Beschwerdegegnerin zum Schluss komme, sie habe im Februar 2016 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit erreicht, s
ei ebenso wenig nach
vollziehbar
wie die Aussage, sämtliche Ärzte seien immer von einer guten Prog
nose ausgegangen (S. 4). Das psychische Leiden sei ein invalid
en
versiche
rungs
relevanter Gesundheitsschaden (S.
5
)
Es sei
gestützt
auf den medizinischen Bericht von Dr. med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie, vom 15.
Juni 2016 (Urk. 3)
klar ersichtlich, dass es sich beim psychischen Leiden um
eine
eigenständige beziehungsweise verselbständigte psychische Erkrankung handle (S. 6).
Im Verfahren machte sie weiter geltend, es sei neu die Diagnose einer chronischen
seronegativen
Polyarthritis gestellt worden (vgl.
Urk.
13). Dieser Gesund
heits
schaden bestehe schon länger, sei aber nicht berücksichtigt worden (Urk. 12).
2.3
Un
bestritten
ist
, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als
Pflegehelferin
aufgrund ihres somatischen Leidens dauerhaft zu 100 % arbeits
unfähig ist (vgl. Urk. 1 S.
3
,
Urk. 2 S.
2,
Urk.
10/108
S.
6 und Urk.
8/
118 S. 1
). Dies steht im Einklang mit der Aktenlage (vgl. etwa Urk.
10
/
100
S.
7
4
).
Umstritten und zu prüfen
ist
,
in welchem Ausmass die Be
schwerdeführerin in einer ange
passten Tätigkeit arbeitsfähig ist.
3.
3.1
Dr. med.
E._
, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (ASPPM), Delegierte Psychotherapie (FMPP), Leitende Ärztin,
und Dr. med.
F._
,
Facharzt
Allgemeine Innere Medizin
, Assistenzarzt,
G._
, in welcher
die Beschwerdeführerin
auf Zuweisung der Hausärztin Dr.
H._
vom 23. Juni bis zum 27. Juli 2013
zur psychosomatischen Rehabilitation
hospitalisiert war,
stellte
n
in ihrem
Austritts
bericht
vom
19
.
August
2013
(Urk. 10/72/1
3
-
16
) folgende Diagnosen (S. 1
; ver
kürzt wieder
ge
geben
):
-
Mittelschwere Depression (ICD-10 F32.1)
-
Chronisches
cervicospondylogenes
Schmerzsyndrom links
-
Chronisches intermittierendes
l
umboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 rechts
Weiter erwähnten sie eine Skleritis im linken Auge und einen chronischen Pruritus.
Dr.
E._
und
Dr.
F._
führten aus,
die Beschwerdeführerin sei eine Patientin mit einer Depression infolge anhaltender Belastungssituationen aus dem familiären Umfeld mit aktueller psychophysischer Erschöpfung und einem chronischen Schmerzsyndrom im Bereich der Wirbelsäule und teils der Beine sowie einer Schlafstörung. Die körperlichen Einschränkungen seien durch die somatischen Befunde bedingt, jedoch mit deutlichen Hinweisen für eine psychosomatische Modulation gerade im Hinblick
auf die
unbefriedigende Beziehungskonstellation, welche nicht aufgelöst sei. Die Schmerzsituation
habe
mit unterschiedlichem Erfolg verbessert werden
können
. Vom 28.
Juli bis zum 1
1.
August 2013
attestierten sie
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3 f.).
3.2
Die Hausärztin Dr. med.
H._
, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin
, welche die Beschwerdeführerin seit dem 12. Oktober 2012 behandelt,
führte
in ihrem Bericht
vom 10. Juni 2014
(Urk. 10/72/1-5)
aus, dass
die Beschwerdeführ
erin vom
12.
Oktober bis zum 2.
November 2012 in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Pflegeassi
stentin zu 80 % und seit dem 2.
November 2012 zu 50-100 % arbeits
unfähig sei (S. 2).
Eine Prognose sei schwierig zu stellen. Mit einer Wiederauf
nahme ihrer Berufstätigkeit sei sicher erst in
ein
bis
zwei
Jahren zur rechnen
(S.
3
).
3.3
Prof.
Dr. med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher die Beschwerdeführerin seit dem 14. Mai 2013 behandelt, nannte in seinem Bericht vom 13. August 2014 (Urk. 10/73/2-4) als Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine Status
nach schwere
r
Depression (
ICD-10 F33.2
)
seit 14. Mai 201
3.
Er attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ig
e Arbeitsunfähigkeit ab dem 14.
Mai 2014 bis zum Berichtsdatum und führte aus, für das Zustandsbild seien sowohl psychische als auch somatische Faktoren verantwortlich. Eine Trennung sei nicht möglich.
3.4
Dr. med.
I._
, Fach
ä
rzt
in
für Allgemeine Innere Medizin
und Rheumatologie
,
welche
die Beschwerdeführerin seit dem
18
. Oktober 2012
behandelt, bestätigte in ihrem Bericht vom 1
1.
September 2014 (
Urk.
10/77/6
9) die durch die Ärzte der
G._
(vorstehend E. 3.1) gestellten Diagnosen. Dazu führte sie aus, eine MRI-Untersuchung zeige eine Diskushernie auf L4/5 mit Ver
lagerung beziehungsweise Kompression der Nervenwurzel L
5.
Medi
zi
nisch
theore
tisch sei die Prognose günstig.
Es
spielten aber Kontextfaktoren wie Depression, psychosoziale Belastungssituation aufgrund der finanziellen Ver
hält
nisse und die Entlassung
eine Rolle,
welche die Prognose negativ beeinflussen würden
(
Ziff.
1.4
).
Im Bericht vom
9.
Dezember 2014 über die
Hospitalisation
im Stadtspital
J._
vom 1
7.
November bis 3. Dezember 2014 war die Rede von einem
lumboradiku
lären
Schmerzsyndrom bei radiologisch nachgewiesener Hernie mit
Luxat
L4/5 mit Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 (
Urk.
7/82).
3.5
Dr. med.
K._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberarzt, und Dr. med.
L._
, Assistenzarzt,
M._
, in welcher
sich
die Beschwerdeführerin vom 10. April 2015 bis zum 25. Juni 2015 (vgl. Urk. 10/96) auf Zuweisung
des behandelnden Psychiaters
Dr.
D._
in stationärer Behandlung befand,
nannte
n
in ihrem Bericht vom
11
.
Mai
201
5
(Urk.
10
/
94
) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 1):
-
Mittelgradige depressive Episode 2012 (ICD-10 F32.1)
-
Migräne (ICD-10 G43.9); seit ca. 1982 beinahe täglich
-
Gelenkkrankheit, nicht näher bezeichnet: Schulterregion
(ICD-10 M25.91); Erstdiagnose 11. Juni 2011
-
Rückenschmerzen, nicht näher bezeichnet: Nicht näher bezeichnete Loka
lisation
(ICD-10 M54.99); Erstdiagnose 2011
-
Status nach Bandscheibenvorfall, Höhe
L4/L5, Ende 2012 (ICD-10 M51.2)
D
ie Fachärzte
bescheinigten
eine
100
%ige Arbeits
un
fähigkeit
vom 1. Juli 2013 bis zum 29.
April 2015 in
der
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Pflegeassistentin.
Sie führten aus, auf körperlicher Ebene bestehe eine geringere Belastbarkeit und daher auch Leistungsfähigkeit aufgrund der Schmerzsymptomatik. Durch die noch bestehende Depression sei auch die geistige Leistungsfähigkeit reduziert. Die psychische Belastbarkeit sei ebenfalls reduziert aufgrund ihrer primär psychiatri
schen Erkrankung, der Depression.
Solange die Schmerzsymptomatik anhalte, werde sie nicht in der Lage sein, z. B. Reinigungstätigkeiten auszuführen, Betten herumzuschieben oder gar Patient
e
n zu mobilisieren oder pflegen. Weiter werde sie aufgrund ihres derzeitigen depressiven Zustandsbilds wahrscheinlich auch nicht über die psychische Ausgeglichenheit verfügen, welche die Arbeit mit kran
ken Menschen und in einem stressreichen Umfeld von einer Pflegehelferin abver
lange (S. 7).
Es sei wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin wieder fähig sein werde, ins Berufsleben einzusteigen, allerdings lasse sich diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt
nicht abschliessend beantworten
(
S. 8).
3.6
Dr.
K._
und Dr.
L._
,
M._
, führte
n
in ihrem Austrittsbericht vom
23.
Juni 2015 (Urk. 10/96)
ferner
aus,
insgesamt weise die
Störung
einen erfreu
lichen
Verlauf auf. Einerseits schienen die psychologischen Gespräche und das weitreichende Therapieangebot, andererseits die
pharmakotherapeutische
Um
stellung und nicht zuletzt auch der Abstand von ihrer Situation zuhause, wesent
lich zu ihrer Salutogenese beigetragen zu haben. Als krankheitsauf
rechterhalten
der Faktor könne die schwierige Situation mit dem Ehemann zuhause, welcher sich nicht um den Haushalt zu kümmern scheine,
angesehen werden. Diesbezüg
lich geführte Gespräche schienen bei ihr allerdings nicht auf sehr fruchtbaren Boden zu fallen (S. 5).
3.7
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer
im Auftrag der Beschwerdegegnerin durchge
führten
rheumatologischen
und psychiatrischen
Untersuchung
stellten
Dr.
B._
und Dr.
C._
in ihrer
bidisziplinären
Zusammenfassung
vom
31
.
Oktober 2015
(Urk.
10
/
106/23
) folgende
Diagnosen mit Au
swirkung
auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode (ICD
-1
0 F33.1/F33.2)
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD
-1
0 F45.4)
-
Verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
bei
:
-
degenerativen Veränderungen mit beginnen
der leichter
Osteochon
drose
L4/
L5 und
mittelgrosser Diskushernie L4/
L5 rechts mit
recessaler
Kompression der Nervenwurzel
L5 rechts
(
bildgebend seit Jahren im
Wesentlichen
unverändert
)
-
kräftiger und symmetrischer
Trophik
der
Rückenmuskulatur
(MRI
Sep
tember
2015)
-
be
i leichter
Retrolisthesis
Lendenwirbel
körper
LKW4/
LWK
5 von 1 bis 2 mm
,
ohne segmentale Instabilität (
funktionelles
Röntgen
September 2015)
-
ohne
radikuläre
Zeichen
Ergänzend hielten
sie
fest
,
dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten
LWS
-schonenden Tätigkeit zu 25 % arbeitsfähig sei
.
Dabei könne sie Lasten von 10 kg hantieren. Nicht angepasste
LWS
-belastende Tätigkeiten habe sie ab 17
.
Juni 2011 nicht mehr ausüben können. Die attestierte Arbeitsfähigkeit bestehe etwa seit September 201
5.
Die Prognose sei nicht unbedingt ungünstig. Die Beschwerdeführerin habe in den letzten drei Jahren, seit sie eine depressive Störung entwickelt habe, immer wieder Schwankungen gezeigt. Sie
habe
von sta
tionären
und psychiatrischen beziehungsweise
psychosomatischen Behandlungen profitieren
können und sei
aktuell antidepressiv
nicht austherapiert.
Laut
Dr.
B._
ist die Beschwerdeführerin wegen der eingeschränkten Funk
tion der LWS beeinträchtigt. Das längere Verharren in vornüber geneigter Hal
tung - ob stehend oder sitzend - sei zu vermeiden. Ebenso seien unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkungen auszuschliessen. Als eher günstig erachtete sie wechselbelastende Tätigkeiten. Die Beschwerdeführerin könne Lasten bis 10 kg hantieren. Diesem Profil entsprechende Tätigkeiten könne sie zu 100
%
ausüben (
Urk.
7/100/73).
Dr.
C._
führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 31. Oktober 2015 (Urk. 1/106/1-22)
aus,
die
Eingangskriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung seien allesamt erfüllt (S. 11). Zudem bestehe bei
der Beschwer
deführerin
eine depressive Störung, die als eine rezidivierende depressive Störung verstanden werden könne. Sie habe ab 2012 eine depressive Symptomatik erlebt. Es sei nicht ganz einfach
,
deren
Entwicklung
zu beurteilen. Man habe es mit einem schwankenden Verlauf der depressiven Störung zu tun.
Aufgrund der sub
jektiven Angaben könne man davon ausgehen, dass aktuell sowohl mittelgradige wie auch schwere Anteil
e
eine
r
depr
essive
n
Störung vorlägen. Die
s
korreliere gut mit den objektiven Untersuchungsbefunde
n. Der aktuelle Schweregrad liege seit ca. September
2015
vor
(S. 11-13
).
Auf Grund dieser Beurteilung könne zusam
menfassend
gesagt werden, dass aus psychiatrischer Sicht auf Grund der depres
siven Störung aktuell qualitative Funktionseinbussen in der Höhe von 75
%
attestiert werden könnten
(S. 14)
.
Die Prognose
sei
nicht unbedingt ungünstig zu formulieren.
Aktuell sei sie anti
depressiv nicht austherapiert. Prognostisch günstig sei auch die hohe Motivation,
wieder arbeiten zu gehen. Eher ungünstig sei die Komorbidität mit den unterdes
sen doch deutlich ausgeweiteten Körperschmerzen, aber auch der Umstand, dass sie mit einem schwer depressiven, IV-berenteten Ehemann zusammenlebe. Da aber der Verlauf der depressiven Symptomatik in den letzten drei Jahren schwan
kend gewesen sei, könne nicht von einer
Chronifizierung
derselben gesprochen werden, so dass die Prognose nicht zwingend ungünstig sein müsse
(S. 14 f.)
.
Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung habe für sich alleine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Sie
sei
in einem ausgeprägten Masse vorhanden. Die
Beschwerdeführerin habe
sich im Rahmen
ihrer
psychischen
Erkrankungen, als auch im Rahmen ihrer Schmerzstörung, sozial deutlich
zurückgezogen. Es besteh
e
eine relevante psychiatrische
Kom
orbidität
im Rahmen der depressiven
Störung. Die Explorandin besuche
gewissenhaft genügend intensiv
verlaufende psychi
atrische Behandlungen, sie zeig
e
eine gute Medikamenten-Compliance. Ihre
Angaben zu ihren Schmerzen
seien
nicht etwa vage, es
ergäben
sich keinerlei Diskrepanzen
zwischen den subjektiven Angaben der Explorandin zu ihrem Lei
den und den objektiven Untersuchungsbefunden,
sie wirke
jederzeit authentisch affek
tiv leidend. Allerdings ergäben
sich aus
dieser anhaltenden somatoformen Schmerzstörung keinerlei zusätzliche
qualitative
Funktionsein
bussen,
diese
seien
bereits durch di
e depressive Störung abgegolten
.
Es lägen psychosoziale Belastungsfaktoren vor, die prognostisch nicht ideal seien.
Allen voran sei das Zusammenwohnen mit einem schwer depressiven Ehemann zu erwähnen, was primär ein invaliditätsfremder Faktor darstellen könne, sich aber auch immer wieder
„
triggernd
”
auf die depressive Symptomatik auswirke
(S.
15
).
Sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer Verweistätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 25%ige Arbeitsfähigkeit. Dies gelte ab September 201
5.
Für den Verlauf der Arbeitsfähigkeit vor der
Hospita
lisation
in der
M._
Zürich (10.
April bis 25.
Juni 2015) sei aufgrund der Schwankungen der depressiven Symptomatik eine präzise Beurteilung der Arbeitsfähigkeit retro
spek
tiv nicht möglich (S. 15 f.).
4.
4.1
Das
bidisziplinäre
Gutachten
von Dr.
B._
und Dr.
C._
(E. 3.
7
) beruht
auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und
in
Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerde
führerin auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und
Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerung nach
voll
ziehbar begründet. Damit entspricht es den bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweiskräftiges Gutachten (vorstehend E. 1.5).
4.2
Aus somatischer Sicht besteh
en bei der Beschwerdeführerin aufgrund
struktu
reller Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule Einschränkungen ihrer
Leistungsfähigkeit (vgl.
E. 3.4 und E. 3.7
).
Nicht
angepasste Tätigkeiten konnte sie ab 1
7.
Juni 2011 nicht mehr ausüben
. In angepassten Tätigkeiten ist sie zu 100 % arbeitsfähig
(
E. 3.7 und Urk. 10/100 S. 70-73
)
, wie
Dr.
B._
nachvoll
ziehbar darlegte
.
Mit Eingabe vom 2
1.
März 2017 (
Urk. 12
)
reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von
Dr.
I._
vom 21. Februar 2017 (Urk. 13) ein. Die darin gestellte Diagnose einer chronischen
seronegativen
Polyarthritis geht auf ein M
R
I vom 12. Januar 2017 zurück. Damit betrifft
der Bericht
einen Sachverhalt, welcher zeitlich nach dem Verfügungszeitpunkt liegt, und
ist
dementsprechend zur Beur
teilung
des
vorliegenden Leistungsanspruches
, über welchen die Beschwer
de
gegnerin am
2
5.
Mai 2016
(
Urk.
2) verfügte, unbeachtlich
(BGE 131
V 242 E.
2.1, 121 V 362 E. 1b).
Zu bemerken bleibt sodann, dass dem Bericht nicht ent
nommen werden kann, die Arbeitsfähigkeit nehme aufgrund der neu gestellten Diagnose ab. Dazu kommt, dass
Dr.
I._
selbst keine Einschätzung der Arbeits
fähigkeit vorgenommen, sondern am 1
1.
September 2014 lediglich formuliert hatte, bei welchen Tätigkeiten Einschränkungen bestünden (
Urk.
7/77/7-8). Ebenso wenig hat sie sich zur Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit geäussert, weshalb ihre Berichte nicht geeignet sind, Zweifel am Gutachten zu erwecken.
Aus somatischer Sicht sind keine vom Gutachten abweichenden Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit aktenkundig, weshalb insoweit von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen ist.
4.3
4.3.1
In Bezug auf die psychische Problematik
(rezidivierende depressive Störung und somatoforme Schmerzstörung [vgl. E. 3.
7
])
ist festzuhalten, dass es nach der Rechtsprechung in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigungen, somit auch bei psychischen Störungen, keineswegs
allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen ist, selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (andauernden oder vorüber
ge
henden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägung) führt. Auf
grund dieser tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten hat die Recht
sprechung seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invali
ditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Ent
wicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sach
verständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu (BGE
140 V 193 E. 3.1 und 3.2). Von einer medizinischen Einschätzung der Arbeits
unfähigkeit kann damit aus rechtlicher Sicht abgewichen werden, ohne dass ein Gutachten dadurch seinen Beweiswert verlöre (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_106/2015 vom
1.
April 2015 E. 6.3).
Nach neuer Gerichtspraxis ist bei somatoformen Schmerzstörungen und ver
gleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) d
i
e
Anerkennung einer rentenbegründenden Invalidität nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
grundlage im Einzelfall anhand von Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (
BGE 141 V 281
E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_28/2016 vom 25. April 2016 E. 3.2).
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Die Aner
kennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisände
rung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 1
6.
Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systemati
siert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komple
x „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
In der Folge ist daher eine Prüfung der funktionellen Auswirkungen der psychi
schen Leiden
(rezidivierende depressive Störung und somatoforme Schmerzstö
rung [
vgl. E. 3.
7
])
der Beschwerdeführerin
anhand des strukturierten Beweisver
fahrens vorzunehmen
.
4
.3.2
Zunächst sind im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad" die Indikatoren zum Komplex „Gesundheitsschädigung" näher auszuleuchten.
Entscheidwesentlich
sind demnach die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome, deren Behandlungs- und Eingliederungserfolg resp. -resistenz sowie allfällige Komorbiditäten
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 21. März 2016 E. 4.1).
Zur
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome stell
t
e Dr.
C._
in seinem Teilgutachten für den Zeitpunkt der Begutachtung
fest,
dass bezüglich der depressiven Störung sowohl mittelgradige wie auch schwere Anteil
e
einer depressiven Störung vorlägen, wobei dieser Schweregrad seit ca. September 2015 vorliege
(E. 3.
7
). Dies
schlägt sich
als qualitative Funktionseinbussen
in
erhebliche
r
Antriebsminderung, starke
r
Ermüdbarkeit, Lustlosigkeit, insgesamt
in
generell reduzierte
r
psychische
r
Belast
barkeit
nieder
.
Daneben
liegen
aber auch Momente vor, welche
sehr gut die innerpsychische Vitalität objektiv
abbilden
und teilweise mindestens mittelgradig pathologisch ausgelenkte Befunde
darstellen (
ä
usseres Erscheinungsbild, Psycho- und Sprachmotorik, Mimik und Gestik, Denktempo, kognitive Leistungen, Affekt
verarmung sowie affektive Schwingungsfähigkeit
; vgl.
Urk.
7
/106/1-22 S. 14
).
Das
Beschwerdebild ebenfalls m
itprägende psychosoziale und so
ziokulturelle Belastungsfaktoren
sind
, soweit sie un
mittelbar die Symptomatik beein
flussen, als nicht invalidisierende und damit n
icht versicherte Umstände auszu
scheiden
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.3
). Dr.
C._
nannte als psychosoziale Faktoren, welche die Symptomatik der
Depression
sowie die Schmerzstörung
der Beschwerdeführerin beeinflussten
,
den Verlust der langjährigen Arbeitsstelle, wo sich die Beschwerdeführerin sehr wohl gefühlt habe, sowie in erster Linie das Zusammenleben mit
ihrem
depressiven Ehemann
(vgl. Urk. 10/106 S. 11)
.
Dies deckt sich mit den
Einschätzungen
der Ärzte der Zürcher Höhenklinik
sowie der
M._
wie auch von
Dr.
I._
(vgl.
E. 3.
1, E. 3.4
und E. 3.
6
). Einzig
für den
behandelnde
n
Psychiater
spielen psychosoziale Faktoren eine geringe Rolle (Urk. 3). Sein
e
Ausführungen
vom 15. Juni 2016 (Urk. 3) entspr
echen
jedoch in keiner Weise den bundesgerichtlichen Vorgaben an einen beweiswerten medizinischen Bericht (E. 1.5), insbesondere setzt er sich
nicht
mit den
abweichenden
Erkenntnissen der Gutachter
oder de
r
anderen Fach
ärzten
auseinander oder legt
auch nicht
dar, wie er zu seiner Schluss
folgerung gelangt. Zudem ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass
behandelnde Ärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Eine solche Nähe von Prof.
Dr.
D._
zur Beschwerdeführerin zeigt sich darin, dass er sich für die
Zusprache
einer Rente im Sinne eines Kompromisses einsetzt (
Urk.
3 S. 2), was jedoch nicht Aufgabe des Arztes ist.
Bei einem schwankenden Verlauf der depressiven Störung liegt aber keine
Chro
nifizierung
vor
(vgl. E. 3.
7
). Nach den stationären Aufenthalten
mit
Abstand von ihrer häuslichen Situation
verbesserte sich
de
r
Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin hinsichtlich der Symptomatik der psychischen Leiden
jeweils
(vgl. E. 3.
1, E. 3.6
und Urk. 10/106 S. 10 f.).
Die Gutachter diagnostizierten zwar ein mittelgradig bis schweres depressives Geschehen (vorstehend E. 3.7), doch kann jedenfalls nicht von einer längeren Dauer der schweren Ausprägung ausgegangen werden, sprachen doch alle anderen befassten Ärzte übereinstimmend von einer mittelgradigen Störung.
Es ist
somit
festzuhalten
, dass die
eher geringe
Ausprä
gung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome
in Form der
depressiven
Störung und der somatoformen Schmerzstörung
in Wesentlichem
Ausmass
auf psychosoziale Belastungsfaktoren und damit nicht sozialversicheru
ngsrelevante Umstände zurückgehen
.
Bezüglich Behandlungs- und Eingliederungserfolg resp. –
resistenz
ist zu bemer
ke
n, dass
sich
die Beschwerdeführerin
bereits mehrfach in stationäre Behandlung begab, nach welchen sich ihr Zustandsbild verbesserte (vgl. E. 3.
1
und E. 3.
6
). Ein Belastbarkeits- und ein Aufbautraining musste sie
vorzeitig
abbrechen respektive
sie
war
en
erfolglos (Urk. 10/58 und Urk. 10/67).
Zurzeit begibt sich die Beschwer
deführerin
alle zwei Wochen
zur Therapie
bei
Prof.
Dr.
D._
(
vgl.
Urk.
3
)
und besucht
e bis 2013
die Tagesklinik der
M._
(vgl.
Urk. 1 S. 5,
Urk. 10/106 S. 7)
.
Die
Therapieoptionen
sind
gemäss
Dr.
C._
nicht aus
ge
schöpft
.
Er
empfahl
auf
grund der Verschlechterung der Grundstimmung
zum Gutachtenszeitpunkt
eine erneute stationäre Behandlung und
sah
Spielraum zur Optimierung der psycho
pharmakologischen Behandlung (vgl. Urk. 10/106 S. 16 f.).
Störungen fallen unabhängig von ihrer Diagnos
e bereits dann als rechtlich be
deutsame Komorbiditäten in Betracht, wenn ihne
n im konkreten Fall ressour
cen
hemmende Wirkung beizumessen ist (BGE 143 V 418 E. 8.1).
Die
Beschwer
deführer
in
leidet an
nicht sehr schweren, die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistä
tigkeit nicht einschränkenden
somatischen Beschwerden.
Es besteht jedoch eine Komorbidität zwischen der Schmerzstörung und der depressiven Störung. Aller
dings ergeben sich aus der somatoformen Schmerzstörung keinerlei
zusätzliche qualitative Funktionseinbussen gegenüber der depressiven Störung (vgl. E. 3.
7
).
4
.3.3
Zur Kategorie
„
funktioneller Schweregrad
" ist ferner der Komplex
„
Persönlich
keit" (Persönlichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische Funk
tionen) zu zählen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 21. März 2016 E. 4.2). Hierzu ergibt sich aus den Akten,
dass
sich
die
Beschwerdeführer
in
in der Untersuchung von Dr.
C._
abgesehen von
den
krankheitsbedingten Merkmale
n der
Depression und
der Schmerzstörung
unauffällig zeigte
. Es
bestan
den
keine sprachlichen Probleme und keine Auffassungsstörung. Die
k
ognitiven Ressourcen
lagen
in der Norm, die Kooperationsbereitschaft
war
gut, interaktio
nelle Schwierigkeiten bestanden keine. Das Denken war jederzeit gut verständ
lich, kohärent und unauffällig organisiert. Ic
h-Störungen
sowie Sinnestäuschun
gen
bestanden
nicht
(vgl. Urk.
10
/
106
S.
9
)
. Damit ist kein eigentlich strukturelles Defizit im Sinne einer eigentlichen Persönlichkeitsproblematik erkennbar, wel
ches im Rahmen einer umfassenden Ressourcenprüfung negativ ins Gewicht fal
len würde.
4
.3.4
Innerhalb der Kategorie
„
funktioneller Schweregrad" bestimmt ferner auch der Komplex
„
Sozialer Kontext" mit darüber, wie sich die (kausal allein massgebli
chen) Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigung konkret manifestieren
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 21. März 2016 E. 4.3).
Im Lebens
kontext zu berücksichtigen sind (mobilisierbare) Ressourcen de
r
Be
schwer
deführer
in
respektive das Fehlen solch
er Ressourcen, so sie Unterstüt
zung aus
ihrem sozialen Netzwerk erfährt.
Die
Beschwerdeführer
in
lebt
nach eigenen Angaben
sozial zurückgezogen und
mit einem depressiven Ehemann zusammen
. Mit ihren Kindern
pflegt
sie ein intaktes
Verhältnis und mit ihrer Ursprungs
familie in Bosnien telefoniert sie regelmässig (vgl. Urk. 10/106 S. 8).
Damit ent
hält der Lebenskontext de
r
Beschwerdeführer
in
gewisse sich potentiell
negativ
aber auch potentiell positiv
auf ihre Ressourcen auswirkende Faktoren.
So hilft
ihr beispielsweise der Sohn bei grösseren Einkäufen und die Tochter
im
Haushalt
(
Urk.
10/106 S. 8)
.
4
.3.5
Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen der Kategorie
„
Konsistenz" (Gesichtspunk
te des Verhaltens) zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (beispiels
weise Freizeitgestaltung) ander
seits gleichermassen
ausgeprägt ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 21. März 2016 E. 4.4).
Der
Tagesablauf
der Beschwerdeführerin
zum Zeitpunkt der Begutachtung
zeigt
e
sich
im Wesentlichen unauffällig.
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
ging
sie in die Tagesklinik der
M._
. Am Mittwoch
war sie zuhause und versuchte
,
die anstehenden Haushaltsarbeiten zu erledigen. Kleine Einkäufe tätigt
e
sie selbst.
Grössere
Besorgungen
übernahm
der Sohn. Sowohl Frühstück, als auch Mittagessen und Abendessen bereitet
e
sie selbst
zu
. Sie
nahm
regelmässig
Arzt- und Physiotherapietermine war
und
benutzt
e
die öffentlichen Verkehrsmittel. Auto
fuhr
sie nach eigenen Angaben seit
sechs Monaten
nicht mehr. In ihrer „
Freizeit“
ging
sie
regelmässig
spazieren. In Bosnien war sie das letzte Mal 201
4.
Um 23:00 Uhr
ging
sie zu Bett (vgl. Urk. 10/106 S. 7 f.).
All diese Umstände sprechen gegen eine massgebliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit in sämtlichen Lebensbereichen.
4
.3.6
Der in die gleiche Kategorie (
„
Konsistenz") fallende Aspekt des behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks betrifft die Frage nach der Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen. Das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergän
zend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
resistenz
) im Regelfall auf den tatsächlichen Leidensdruck hin
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2015 vom 21. März 2016 E. 4.5).
Die Beschwerdeführerin besucht gewissenhaft genügend intensiv die therapeutischen Behandlungen und zeigt eine gute Medikamenten-Compliance
(vgl. Urk.
10
/
106
S.
15)
, was auf einen tatsächlichen Leidensdruck hinweist
.
4
.4
Zusammenfassen
d
ist bei gesamthafter Betrachtung über die massgeblichen Indi
katoren und insbesondere auf Blick auf die inexistenten gleichmässigen Ein
schränkungen des Aktivitätsniveaus sowie
die
tragende
Rolle psychosozialer Faktoren eine medizinisch-gesundheitliche Anspruchsgrund
l
age, welche zur Anerkennung einer Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht führen könnte, nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
5.
Die Beschwerdeführerin ist somit aus psychiatrischer und somatischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig (vgl. vorstehend E. 4). In der Folge
bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkung zu prüfen
(E. 1.4).
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Ermittlung des
Valideneinkommens
muss so konkret wie möglich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit erfahrungsgemäss fort
gesetzt worden wäre, ist in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, der vor Ein
tritt der Gesundheitsschädigung erzielt wurde. Dieses Gehalt ist, wenn nötig, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung anzupassen (BGE 135 V 58 E. 3.1).
Die
Beschwerdeführerin arbeitete zuletzt als Pflegehelferin in der
Z._
und erzielte dort
2011
ein
jährliches
Bruttoeinkommen von Fr.
55’250
.-- (Urk.
10
/
13 S.
2
).
Laut Bericht des Arbeitgebers sind darin die Zula
gen nicht enthalten, weshalb zu Gunsten der Beschwerdeführerin - mithin ohne abschliessende Prüfung, ob alle Lohnkomponenten für das
Valideneinkommen
anzurechnen sind - von dem in den Lohnblättern ausgewiesenen Bruttolohn im Jahr 2011 von
Fr.
60'199.90 (
Urk.
7/13/8) auszugehen ist.
Unter Berücksichti
gung der
Nominallohnentwicklung
(Bundesamt für Statistik;
Tabelle T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2016
; Q 86-88
)
,
resultiert ein massgebliches
Valideneinkommen
für 2016
von Fr.
61'276.--
(
Fr.
60
’
199
.
90
/
100.
7
[Index
2011
] x
102
.
5
[Index
2016
]).
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss
der vom Bundesamt für Statistik
periodisch herausgegebenen Lohnstrukturer
hebungen (LSE)
herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Die Beschwerdeführerin ging seit 2013 keiner Arbeit mehr nach, weshalb auf die Tabellenlöhne gemäss LSE abzustellen ist. Rechtsprechungsgemäss sind daher die Löhne für Frauen (LSE 2014 TA1, Kompetenzniveau 1) in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art heranzuziehen, so dass - angepasst an die Nominallohnentwicklung von Indexstand
103.6
(2014) auf Indexstand
105.0
(2016; vgl. Tabelle T2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2016
, Total
) sowie an die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2016 (vgl. Tabelle
T
03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen) in
angepasster Tätigkeit - ein Invalideneinkommen von Fr.
54'519.95
resultiert
(Fr. 4'300.-- x 12 /
103.6
x
105.0
/ 40 x 41.7).
Nach dem Gesagten steht dem
Valideneinkommen
von Fr.
6
1
'
276
.
--
ein zumut
bares Invalideneinkommen von
Fr.
54'519.95
gegenüber. Damit re
sultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von
11
%.
Selbst der höchste zulässige Abzug von 25
%
, der hier von vornherein nicht gerechtfertigt wäre, würde zu einem Invalideneinkommen von Fr. 43'616.-- (Fr. 54'519.95 x 80
%
) und somit ebenfalls zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 29
%
führen, weshalb sich entsprechende Weiterungen erübrigen.
Diesbezüglich
ist die Beschwerde daher abzuweisen.
6
.
Die Beschwerdeführerin beantragte eventualiter die Gewährung beruflicher Massnahmen (Urk. 2). Sie machte
dazu
jedo
ch überhaupt keine Ausführungen
. Eingliederungsmassnahmen wurden von der Beschwerdegegnerin bereits in Form eines Belastbarkeitstrainings und eines erfolglosen Aufbautrainings durchgeführt (vgl. Urk. 10/58,
Urk.
10/
67
)
, worauf der Beschwerde
führerin
mit Mitteilung vom 26. Juni 2014 (Urk. 10/68) der Abschluss der beruflichen Eingliederung mitgeteilt und sie darauf hingewiesen
wurde
, dass über die Rente zu einem späteren Zeit
punkt entschieden würde. Demnach hat die Beschwerdegegnerin in der vor
liegend angefochtenen Verfügung
nicht über Eingliederungsmassnahmen ent
schieden, auch wenn sie in ihrer Begründung darauf
hinwies
, dass Integrations
massnahmen durchgeführt worden und weitere berufliche Mass
nahmen nicht angezeigt seien
(Urk. 2 S. 3)
. Mangels
Anfechtungs
gegenstand
s
ist deshalb
dies
bezüglich
auf die Beschwerde
nicht
einzutreten.
7
.
Da es vorliegend um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleis
tungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Sie sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgan
gsgemäss der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.