Decision ID: d8e50e03-c93e-48f5-b85f-1cfe99ba6bec
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, meldete sich am
4.
September 2015 unter Hinweis auf die Folgen einer Tuberkulose bei der Invaliden
versi
cherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situa
tion ab, und holte bei der
Y._
des
Z._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
1.
Juli 2016 erstattet wurde (Urk.
9/36).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/40-48) verneinte die IV
Stelle mit Verfügung vom 2
7.
Oktober 2016 einen Rentenanspruch (Urk.
9/49 =
Urk.
2) der Versicherten.
2.
Die Versicherte erhob am 2
8.
November 2016
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfügung vom
2
7.
Oktober 2016
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuhe
ben (S. 2
Ziff.
1)
und es sei ihr
eine IV-Rente nach Massgabe eines
Invalidi
tätsgrades
von 50
%
auszurichten
(S. 2
Ziff.
2
)
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
3.
Januar 2017
(Urk.
8)
die
teilweise Gutheissung
der Beschwerde
im Sinne einer
Rückwei
sung
zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung des
Leistungs
anspruchs
. Dies wurde
der
Beschwerdeführerin am
2
4.
Januar 2017
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
10
)
, woraufhin sie sich mit Schreiben vom 22.
Februar 2017 dem Antrag auf Rückweisung zur weiteren Abklä
rung und Neubeurteilung anschloss (
Urk.
12)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Be
geh
ren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar
sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).
In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, wenn
die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderli
chen Unter
lagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Be
richte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentli
chen oder privaten
Invaliden
hilfe
beiziehen kann.
1.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vo
rinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin wies das Leistungsgesuch gestützt auf die getätigten Abklärungen ab,
da
die Beschwerdeführerin seit dem 2
8.
April 2014 in ihrer bisherigen Tätigkeit zu 30
%
arbeitsunfähig sei, was einem Invaliditätsgrad von 30
%
entspreche und keinen Rentenanspruch begründe (
Urk.
2 S. 1 f.).
Im
Beschwerdever
fah
ren
reichte die Beschwerdeführerin
zwei ärztliche Berichte (
Urk.
3/3 und
Urk.
3/4) sowie eine Vertragsänderung mit ihrem Arbeitgeber (
Urk.
3/5) ein.
Die Beschwerdegegnerin hielt daraufhin mit Stellungnahme vom
23
.
Ja
nuar
201
7
(Urk.
8
) fest, dass
im jetzigen Zeitpunkt die A
r
beitsfähigkei
t in angepasster Tätigkeit und somit die Rentenfrage nicht abschliessend beurteilt werden könne,
weshalb die Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung des Leistungsanspruchs teilweise gutzuheissen sei. Die
Beschwerdeführerin
erklärte sich mit einer Rückweisung zur Abklärung und Neubeurteilung einverstanden (vgl. Schreiben vom
22
.
Februar 2017
, Urk. 12).
2.2
Nachdem in Bezug auf die Rückweisung zur weiteren Abklärung über
einstim
mende Anträge vorliegen und diese mit der Akten- und Rechts
lage im Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die
angefochtene Verfügung vom
2
7.
Oktober 2016
(Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die
Be
schwerdegegnerin
zurückzuweisen ist, damit diese die not
wendigen Abklärun
gen vornehme und hernach über den
Leistungsan
spruch
der Beschwerdeführerin
neu verfüge.
3.
3.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
4
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen.
3.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Die
Prozessentschädigung
ist
gemäss
Art.
61
lit
.
g ATSG in Verbindung mit
§
34
des Gesetzes über das
Sozialversiche
rungs
ge
richt
(
GSVGer
)
-
ohne Rücksicht auf den Streitwert
-
nac
h der Bedeutung der Streitsache,
nach d
er Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens
zu bemessen.
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien ist die
Pro
zess
ent
schädigung
vorliegend auf Fr. 2‘000.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) fest
zusetzen.