Decision ID: 834418cf-8197-4521-a0db-27e2a7301758
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1981, meldete sich am 23. April 2009 bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 1
9
. August 2010 bei einem Invaliditätsgrad von
58 % eine halbe Rente ab 1.
November 2009 zu (Urk. 7/40). Mit Verfügung vom 26. November 2010 (Urk. 7/50) wurde die Rente wegen eines Gefängnisaufenthaltes des Versicherten sistiert und ab 1. Juni 2011 wieder
samt Kinderrente (vgl. Urk. 7/52)
ausgerichtet (Urk. 7/57-58).
Nach einer
im Jahr
2012 veranlassten Rentenrevision (Urk. 7/61) wurde dem Versicherten mit Mitteilung vom 28. August 2012
(Urk. 7/66)
ein unveränderter Anspruch bestätigt.
1.2
Im September 2013 wurde eine weitere Rentenrevision
veranlasst (Urk. 7/71) und nach getätigter Abklärung mittels Vorbescheid vom 10. Dezember 2013
die
wiedererwägungsweise
Aufhebung der Rente in Aussicht gestellt
(Urk. 7/77).
Der Versicherte erhob am 20. Februar 2014 Einwände (Urk. 7/88)
,
w
oraufhin die IV-Stelle eine poly
disziplinäre Begutachtung veranlasste. Das Gutachten de
s
Y._
wurde am 14. November 2014
erstattet (Urk. 7/104/1-57). Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(Urk. 7/108) hob die IV-Stelle die halbe Invalidenrente mit Verfügung vom 24. März 2015 auf (Urk. 7/113 = Urk. 2).
2.
2.1
Am
21. April 2015 erhob der Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 24. März 2015 (Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung und die
Weiteraus
richtung
der gesetzlichen Leistungen, eventuell die Rückweisung zur
Neubeur
teilung
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2015 (Urk. 6) bean
tragte die IV-Stelle
die Abweisung der Beschwerde.
2.2
Mit Verfügung vom 30. Juli 2015
(Urk. 8)
holte
das Gericht
von den Gutachtern des
Y._
eine zusätzliche Stellungnahme
ein und stellte die
Beschwerdeant
wort
dem Beschwerdeführer zu.
Die Gutachtensergänzung
des
Y._
wurde am 25. August 2015 erstattet (Urk. 11) und den Parteien zur Stellungnahme unter
breitet (Urk. 13). Währendem die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer solchen verzichtete (vgl. Schreiben vom 17. September 2015, Urk. 15), nahm der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Oktober 2015 Stellung (Urk. 18). Mit Gerichtsverfügung vom 3. November 2015 (Urk. 19) wurden antragsgemäss (vgl.
Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und der Beschwerdegegnerin die Stellungnahme des Beschwerde
führers vom 31. Oktober 2015 zugestellt.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme
Schmerz
störung
oder eine vergleichbare Störung ohne erkennbare organische Ursache begründet als solche noch keine Invalidität. Nach der bisherigen Recht
sprechung bestand eine Vermutung, dass die somatoforme
Schmerzstö
rung
oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Danach konnten bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit
den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügte. Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Krite
r
ien (BGE 130 V 352, 131 V 49 E.
1.2,
BGE 139 V 547 E.
3).
Die mit BGE 130 V 352 begründete Überwindbarkeitspraxis bei somatoformen Schmerzstörungen fand unter anderem auch bei posttraumatischen Belastungsstörungen Anwen
dung (Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2012 vom 4. Dezember 2012 E. 4.2 mit Hinweisen).
1.4
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Störungen neu gefasst:
Die durch BGE 130 V 352 begründete Rechtsprechung bezweckte die Sicher
stellung eines
gesetzmässigen
Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Aus
nahme-Vorgabe beziehungsweise der Überwindbarkeitsvermutung. An dieser Recht
sprechung ist nicht festzuhalten. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein
Strukturiertes
Beweisverfahren
ersetzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG -
ausschliessliche
Berücksichtigung der Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei mate
rieller Beweislast der rentenansprechenden Person (Art. 7 Abs. 2 ATSG) - ändert sich dadurch nichts. An die Stelle des bisherigen Kriterienkatalogs (bei anhal
tender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychoso
matischen Leiden) treten im Regelfall beachtliche Standardindikatoren. Diese lassen sich in die Kategorien Schweregrad und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen einteilen, wobei auf den Begriff des primären
Krankheits
gewinnes
und die
Prä
ponderanz
der psychiatrischen Komorbidität verzichtet wird. Damit werden für die Invaliditätsbemessung bei psychoso
matischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG konkreti
siert. Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen
Anspruchs
grundlage
im Einzelfall anhand der
Standardin
dika
toren
schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der
Beweis
losigkeit
nach wie vor die mate
riell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).
Die Standardindikatoren umschreibt das Bundesgericht im genannten Urteil wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad“
Komplex „Gesundheitsschädigung“
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
Komplex „Persönlichkeit“ (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen)
Komplex „Sozialer Kontext“
Kategorie „Konsistenz“ (Gesichtspunkte des Verhaltens)
gleichmässige
Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Leidens
druck
Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Ein
zelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern Indizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).
1.5
Zum Zusammenwirken von Medizin und Rechtsanwendung hat das Bundesge
richt im genannten Urteil festgehalten, dass sich der rechtliche
Anforderungs
katalog
auf einen Grundbestand von normativ
massgeblichen
Gesichtspunkten beschränkt (E. 5.1.2). Die normativ bestimmte Gutachterfrage lautet, wie die sachverständige Person das Leistungsvermögen einschätzt, wenn sie dabei den einschlägigen Indikatoren folgt. Die Rechtsanwendung überprüft die betreffen
den Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärztinnen und Ärzte sich an die
massgebenden
normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das
heisst
, ob sie
ausschliesslich
funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Sowie, ob die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (Art. 7 A
b
s
.
2 Satz 2 ATSG). Dies sichert die einheitliche und rechtsgleiche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (E. 5.2.2).
1.6
Sodann wurde im genannten Urteil festgehalten, dass
gemäss
altem
Verfahrens
stand
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein
abschliessendes
Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In
sinngemässer
Anwendung auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänder
ten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten - gegebe
nenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten - eine schlüssige Beurteilung im Lichte der
massgeblichen
Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (E. 8).
1.7
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
8
Nach der allgemeinen Beweisregel (
Art. 8 ZGB
) hat die versicherte Person die invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt: Vermutet wird Validität, nicht Invalidität. An diesem Nachweis kann es unter mehreren Aspekten mangeln: Die Ein
schränkung ist nicht gesundheitlich, sondern sozial/soziokulturell bedingt (1); die gesundheitliche Einschränkung ist nicht evident, wiegt nicht schwer, sodass sie überwindbar und der versicherten Person die Verrichtung einer adaptierten Tätigkeit dennoch zumutbar ist (2); die Einschränkung ist medizinisch angeh- oder gar heilbar (3); die Einschränkung ist nur vorübergehender Natur, sei es, weil sie von selbst oder nach einer medizinischen Behandlung abklingt (4). Die entsprechenden Elemente (gesundheitlicher Charakter, Evidenz und Erheblich
keit, Unheilbarkeit und Dauerhaftigkeit der Beeinträchtigung) sind stets - auch
ausserhalb der unklaren Beschwerdebilder - nachzuweisen, damit ein Anspruch auf eine Dauerleistung der Invalidenversicherung geltend gemacht werden kann (BGE 139 V 547 E. 8.1).
Pathogenetisch
-ätiologisch unklare
syndromale
Beschwerdebilder ohne nach
weis
bare organische Grundlage lassen den direkten Nachweis einer
anspruchs
begründenden
Arbeitsunfähigkeit vorerst nicht zu. Nach der früheren, mit BGE 130 V 352 eingeleiteten Rechtsprechung führte der primäre Mangel an Beweis
barkeit rechtserheblicher Tatsachen jedoch erst dann und insoweit zu einer Ablehnung des Leistungsanspruchs, wenn die Indizien, wie sie bei einer um
fassen
den Prüfung anhand der Kriterien gemäss BGE 130 V 352 wurden, nicht hinreichend Grund zur Annahme boten, eine Erwerbstätigkeit sei ganz oder teilweise unzumutbar (BGE 139 V 547 E. 7.2). Dabei kam der fachgerech
ten Abklärung besondere Bedeutung zu (E. 9.2.1). Der aus der Diagnosestellung resultierende Rechtsnachteil der bleibenden Beweislast bedingt eine fachge
rechte und aktuelle Untersuchung, welche die rechtsprechungsgemässen Anfor
derungen an eine Begutachtung erfüllt (BGE 139 V 547 E. 9.2.1). Die Änderung der Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 bringt keine Abkehr von der Rechtsprechung gemäss BGE 139 V 547 (BGE 141 V 281 E. 7.2). Unverändert ist auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge der objektivierten Betrachtungs
weise von der grundsätzlichen „Validität“ der die materielle Beweislast tragen
den versicherten Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 unter Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 8.1).
Zwar hatten die Ärztinnen und Ärzte bereits vor der Praxisänderung gemäss BGE 141 V 281 ihre Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit so substanziell wie möglich zu begründen, und es war für die ärztliche Plausibilitätsprüfung wich
tig, in welchen Funktionen die versicherte Person eingeschränkt ist (BGE 140 V 193 E. 3.2; BGE 139 V 547 E. 9.2.1). Die diesbezüglichen Anforderungen hat das Bundesgericht aber nunmehr in BGE 141 V 281 konkretisiert. Aus den medizinischen Unterlagen muss genauer als bisher ersichtlich sein, welche funktionellen Ausfälle in Beruf und Alltag aus den versicherten
Gesundheits
schäden
resultieren. Diagnosestellung und – in der Folge –
Invaliditätsbe
messung
haben somit stärker als bis anhin die entsprechenden Auswirkungen der diagnoserelevanten Befunde zu berücksichtigen. Medizinisch muss schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei objektivierter Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt. Wo dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, trägt weiterhin die materiell beweislastbelastete versi
cherte Person die Folgen. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und
vergleichbare Leiden können somit eine Invalidität begründen, sofern funk
tionelle Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen
An
spruchs
grundlage
im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit zumindest überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem anspruchserheblichen Ausmass nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 574 E. 4.2).
1.9
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2)
wie folgt (S. 2 ff.): Es sei gestützt auf das
Y._
-Gutachten von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes
seit dem letzten Gutachten
auszugehen
.
Eine eigenständige Depressionserkrankung liege nicht mehr vor, die rezidi
vierende depressive Störung sei remittiert und die posttraumatische
Belastungs
störung
habe sich erheblich verbessert. Es bestehe seit November 2013 eine
leidensangepasste
Arbeitsfähigkeit von 80 %. Damit liege
ein Revisionsgru
nd gemäss Art. 17 ATSG vor.
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor (Urk. 1), es könne nicht auf d
as
Y._
-Gutachten
abgestellt werden. Das Gutachten zeige in keiner Weise auf, wie und in welchem Rahmen sich der Gesundheitszustand verbessert habe.
Zudem stehe es auch in Widerspruch zur Einschätzung des letzten Gutachtens.
Ein Revisionsgrund sei nicht ausgewiesen
und die Gutachter hätten lediglich eine andere Beurteilung des unveränderten Sa
chverhaltes vorgenommen (S. 4 ff.
; vgl. auch die Stellungnahme vom 31. Oktober 2015, Urk. 18
).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob eine anspruch
s
relevante Verbesserung des Gesund
heitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten ist. Zeitliche
Ver
glei
chsbasis
(vgl. vorstehend E. 1.7
) bilden die ursprüngliche
Rentenzusprache
vom August 2010
und die angefochtene Verfügung vom 24. März 2015.
3.
Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der
Rentenzuspra
che
vom
August 2010
stützte sich die Beschwerdegegnerin
vollumfänglich (vgl. Urk. 7/30 S. 4)
auf
das Gutachten
vom
5
. Januar 2010 des
Z._
(
Urk. 7/17).
Darin nannten die Gutachter die fol
genden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17 Ziff. 5
.1
):
l
eichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.0/F33.1)
p
osttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1)
a
nhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
c
hronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Ausfälle
unauffälliger radiologischer Befund der Lendenwirbelsäule (LWS)
chronische Bauchschmerzen
Status nach Bauchschussverletzung 2003 mit
Splenektomie
,
Teilhemi
kolektomie
und wahrscheinlich Teiljejunum-Resektion
Konvolut von riesigen Magenfalten unklarer Ätiologie
Als Diagnose
n
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gut
achter einen Nikotinabusus,
eine
Hyperlipidämie
,
eine
Thrombozytose
und
eine
Leukozytose unklarer Ätiologie sowie chronisch rezidivierende Kopfschmerzen (DD: Migräne) auf (S. 17 Ziff. 5.2).
Anamnestisch hielten die Gutachter fest, der Beschwerdeführer habe in seinem Heimatland wegen seiner politischen Nähe zur
A._
wiederholt in Gefängnissen gesessen, wo er auch gefoltert worden sei. Im Jahr 2003 habe er, angeschossen durch das
B._
Militär, eine schwere Bauchschussverletzung erlitten. Seit
her leide er an linksseitigen Rückenschmerzen, an chronischen Magen- und linksseitigen Bauchschmerzen sowie unter starken psychischen Problemen.
Aus psychiatrischer Sicht könnten aufgrund der anamnestischen Angaben sowie der erhobenen Untersuchungsbefunde eine leichte bis mittelgradige depressive Epi
sode, eine PTBS und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnosti
ziert werden, woraus eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % abge
leitet werden könne. Aus orthopädischer Sicht bestehe ein chronisches
lumbo
vertebrales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Ausfälle mit insbesondere unauf
fälliger radiologischer Darstellung der LWS. Körperlich schwere Tätigkei
ten könnten dem Beschwerdeführer bleibend nicht zugemutet werden, hingegen körperlich leichte bis mittelschwere
,
wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über 25 kg schon.
Aus allgemeininternistischer Sicht stünden bei
einem
Zustand nach schwerer Bauchschussverletzung im Jahre 2003 chronische Magen- und Bauchschmerzen im Vordergrund ohne anam
nestische Hinweise für einen Gewichtsverlust. Aufgrund der geklagten Beschwerden, welche differenzialdiagnostisch auf Verwachsungen beziehungs
weise im Kontext der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu interpre
tieren seien, bestehe eine Einschränkung von 20 %. Zusammenfassend bestehe aus interdisziplinärer Sicht für körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbe
lastende Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Die Einschränkungen aus psychiatrischer und allgemeininternistischer Sicht würden sich bezüglich mögli
cher Pausen ergänzen, weshalb kein additiver Effekt bestehe (S. 17 f.).
4.
4.1
Im Rahmen der ersten durchgeführten Rentenrevision im Juli 2012 (vgl.
Urk. 7/61) sind folgende medizinische Berichte aktenkundig:
4.2
Dr. med.
C._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, nannte am 13. Juli 2011 (Urk. 7/63/8-9) folgende Diagnosen (S. 1):
panvertebrales Schmerzsyndrom bei/mit
Hyperkyphose der Brustwirbelsäule (BWS) mit Streckhaltung der LWS
radiologisch leichtgradige lumbal rechtskonvexe Skoliose, sonst
alters
entsprechend
myofasziales
Schmerzsyndrom der paravertebralen Muskulatur beid
seits
Restschmerzen Fuss links lateral bei
Sta
tus
nach anamnestischer Fraktur
Vorfuss
am 8. Juni 2011
Status nach Schussverletzung abdominal mit konsekutiver sechsmaliger Operation
ang
eblich
m
etatarsale
V Fraktur im Gefängnis (8. Juni 2011)
In seiner Beurteilung führte Dr.
C._
aus, beim Beschwerdeführer bestehe ein panver
t
ebrales Syndrom, welches vor einem Jahr im Gefängnis aufgetreten sei. Klinisch falle eine Hyperkyphose der BWS mit Abflachung der
Lendenlardose
auf. Die klinische Untersuchung sei wenig suggestiv für eine
se
r
onegative
Spondarthropathie
. Der bekannte Schmerz könne am ehesten durch Palpation der Spina
iliaca
posterior
superior
links reproduziert werden bei zusätzlicher
myofaszialer
Schmerzproblematik der paravertebralen
thorakolumbalen
Mus
kulatur und der
glutealen
Muskulatur links. Der übrige periphere
Gelenksstauts
sei altersentsprechend, ebenso der Neurostatus (S. 2).
4.3
Mit Verlaufsbericht vom 21. Januar 2012 (Urk. 7/63/
6-7
) hielt Dr.
C._
fest, beim Beschwerdeführer bestehe wie schon im letzten Jahr ein panvertebrales Syndrom mit aktuell thorakaler und lumbaler Betonung. Klinisch bestehe eine leichte Einschränkung mit Endphasenschmerz für praktisch jede
Bewegungs
richtung
im Bereiche der lumbalen Muskulatur, wobei das genaue
Bewegungs
ausmass
infolge
Sperren
s
nicht sauber habe eruiert werden können. Er würde davon ausgehen, dass die Beschwerden
myofaszialen
Ursprungs seien (S. 2).
4.4
Der Beschwerdeführer war vom 18. Januar bis 4. Februar 2012 im
D._
hospitalisiert,
wo er aufgrund der Diagnose „
phlegmonöser
subcutaner
Prozess im Bereich der lateralen Bauchwand rechts“ (Entzündung) behandelt wurde (vgl. provisorischer Austrittsbericht vom 6. Februar 2012; Urk. 7/63/10).
5.
5.1
Im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin die folgenden ärztlichen Berichte ein:
5.2
Dr.
C._
berichtete am 21. Oktober 2013 über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers (Urk. 7/73/5-6). Er nannte folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):
chronisches
thorakolumbales
Syndrom bei/mit
leichter
Fehlform
der Wirbelsäule
myofasziales
Schmerzsyndrom der paravertebralen Muskulatur beid
seits
Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung beziehungsweise
Symptom
ausweitung
leichtgradige
Periarthropathia
humeroscapularis
(PHS)
tendopathica
mit/bei
vorwiegend
myofaszialen
Schmerzen im Schulterbereich
sonographisch
ohne Hinweise auf
Rotatorenmanschettenteilruptur
mit leichter
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
Aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer als Mitarbeiter in einer Pizzeria sowie in einer anderen angepassten Tätigkeit als zu 100 % arbeitsfähig (S. 1).
5.3
Im
Rahmen der Begutachtung am
Y._
wurde der Beschwerdeführer orthopä
disch, psychiatrisch, neurologisch und
internistisch
untersucht und beurteilt (Gutachten vom 14. November 2014, Urk. 7/104/1-57).
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit (S. 15 f. Ziff. 1):
Status nach ausgedehnter abdomineller Traumatisierung 2003 (Bauch
schuss mit Schrotmunition und Status nach mehrfachen chirurgischen Interventionen) rein orthopädisch-
traumatologisch
mit/bei
ausgedehnten Substanzdefekten der Bauchmuskulatur mit nicht aus
zu
schliessenden multiplen
Weichteilhernierungen
anzunehmenden posttraum
a
tisch/postoperativen
intraabdominellen
fibrösen Verklebungen
ausgedehnter und derb mit der Unterlage
verbackener
über
hand
flächen
grosser
Narbe laterale Bauchwand/Flanke nach
phlegmonösem
subcutanem
Prozess
myofaszialem
panvertebralem und insbe
s
ondere
lumbovertebralem
Schmerz
syndrom
röntgenologisch multiplen Schrotkugeln in den dorsalen Weichteilen paravertebral links
Status nach Bau
ch
sch
ussverletzung 2003 mit
Splenektomie
,
Teilhemiko
lektomie
und wahrscheinlich
Teiljejunumresektion
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gut
achter folgende Diagnosen auf (S. 16 Ziff. 2):
a
nhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.1)
PTBS (ICD-10 F43.1)
r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
g
efährlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.8)
e
pisodischer Spannungstypkopfschmerz
m
assiver Nikotinabusus
Thrombozytose
bedingt durch
Splenektomie
Leukozytose bei
ex
z
essivem Nikotinabusus
l
eicht pathologische Leberwerte unklarer Ursache
c
hronifizierte
Schmerzzustände am linken Fuss ohne lokal feststellbare pathologisch klinisch-funktionelle und/oder bildgebende Befunde
Gemäss
der internistischen Beurteilung seien im Status keine
nennswerten
inter
nistischen Pathologien erkennbar. Auch wenn der Beschwerdeführer aktuell über keine Bauchprobleme klage, seien entsprechende Beschwerden bei grösse
ren Belastungen nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer sei aus internistischer Sicht in der Lage, eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ganztäglich auszuüben, aber mit Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 20 % (S. 17).
Orthopädisch-
traumatologisch
sei die Beweglichkeit der Wirbelsäule zwar frei, die statische Belastbarkeit bleibe infolge der defizitären paralumbalen Weich
teile und insbesondere der geschädigten Bauchmuskulatur mit Anteilen der links paravertebralen Rückenstreckmuskulatur langfristig/dauerhaft beeinträch
tigt. Es resultiere ebenfalls eine Minderung der Leistungsfähigkeit von 20 % (S. 17).
Aus psychiatrischer Sich
t
liege in diagnostischer Hinsicht die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung vor. In der Vergangenheit sei es teilweise in erheblichem Ausmass zu depressiven Verstimmungen im Sinne einer rezidivierenden depressiven Störung gekommen. Eine eigenständige Depressionserkrankung liege aktuell nicht vor, die rezidivierende depressive Störung sei remittiert. Die PTBS habe sich erheblich gebessert. Es bestünden hier nur qualitative, keine quantitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
, das heisst, Tätigkeiten, die eine besondere emotionale Belastbarkeit voraussetz
t
en, seien ungeeignet
(S. 17).
Bei der jetzigen neurologischen Untersuchung seien keine neurologischen Aus
fälle festzustellen gewesen. Die Kopfschmerzen entsprächen in Art und Häufig
keit nach IHS-Klassifikation einem episodischen Spannungstypkopfschmerz. Eine Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers sei bei den einzelfallbezogenen Gegebenheiten nicht zu begründen.
In der Gesamtbeurteilung hielten die Gutacht
er fest, es bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in näher umschriebenen leidensangepassten Tätigkeiten (S. 17 f.). Hinsichtlich des retrospektiven Verlaufs der Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich aus psychiatrischer Sicht im Rahmen der Psychotherapie ab November 2013 ver
bessert. Abgesehen von dieser Besserungstendenz werde der Gesundheitszustand
aber auch anders beurteilt (Foerster-Kriterien nicht erfüllt). Eine länger beste
hende psychiatrisch begründete Arbeitsfähigkeit in der Vergangenheit könne ebenfalls nicht attestiert werden. Da eine rezidivierende depressive Störung
phasisch
verlaufe, sei es nicht auszuschliessen, dass in der Vergangenheit Zeiten mit psychiatrischer Arbeitsunfähigkeit aufgetreten seien, aber über eher kürzere Zeiten, zum Beispiel einige Wochen. Eine genauere zeitlich/quantitative Ein
ordnung sei hier nicht möglich. Aus somatischer Sicht entspreche der heutige Befund im Wesentlichen demjenigen, der im
Z._
-Gutachten im Jahr 2010 erho
ben worden sei (S. 18 unten). Aus polydisziplinärer Sicht würden sie – soweit retrospektiv beurteilbar – davon aus
gehen
, dass seit dem
Z._
-Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50
%
bestanden habe
und mit der Besserung des psychischen Gesundheitszustandes seit November 2013 eine Arbeitsfähig
keit von 80 % bestehe (S. 20).
5.4
Mit ärztlicher Bescheinigung vom 11. März 2015 (Urk. 7/111 = Urk. 7/112) zuhan
den der Beschwerdegegnerin berichteten die Ärzte der
E._
, dass der Beschwerdeführer sich auf Zuweisung des Schmerzzentrums am
D._
seit April 2014 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befinde. Insgesamt bestehe vor dem Hintergrund schwerwiegender
traumatischer
biographischer Erfahrungen eine PTBS mit anhaltendem intrusivem Erleben beziehungsweise Flashbacks,
Hypervigilanz
, Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen und Erschöpfung. Darüber hinaus ergäben sich Hinweise auf eine rezidiv
i
erende depressive Störung, zuletzt mittelgradig. Unter Berücksichtigung der näher umschriebenen Sympto
matik zeige sich eine erheblich reduzierte psychophysische Belastbarkeit mit verminderter Leistungsfähigkeit bei insgesamt geringer Stresstoleranz. Eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt erscheine unter Berücksichtigung der psychischen Erkrankung vorerst nicht möglich. Insgesamt sei aktuell von einer höchstens 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (S. 1).
5.5
In der Ergänzung
vom 25. August 2015 (Urk. 11)
hielten die
Ärzte des
Y._
sodann fest, dass das Krankheitsbild einer somatoformen Schmerzstörung zwar vorliege, aber in eher mässiger Ausprägung. So habe der Beschwerdeführer hinsichtlich seiner Alltagsgestaltung angegeben, dass er vormittags in einem Beschäftigungsprogramm des Sozialamtes tätig sei. Nebst der Kinderbetreuung (wenn seine Kinder nicht in der Krippe seien) mache er auch leichte Hausarbei
ten und bereite für seine Ehefrau, welche relativ spät nach Hause komme, das Abendessen zu. Zudem gehe er Freizeitbeschäftigungen nach, gehe ins Internet, schaue fern,
pflege
Kontakte zu
F._
Freunden. Der durchaus aktive All
tag und die gute Integration in ein psychosoziales Umfeld ausserhalb der Fami
lie
sprächen gegen einen schweren Ausprägungsgrad der somatoformen Schmerzstörung (S. 2).
Ferner sei beim Beschwerdeführer weder eine ausreichend lange ambulante Psy
chotherapie erfolgt, weshalb von Behandlungsresistenz beziehungsweise dem definitiven Scheitern einer indizierten, lege
artis
durchgeführten Therapie nicht ansatzweise die Rede sein könne (S. 3).
Seit Februar 2013 arbeite der Beschwer
deführer vier Stunden am Tag in einer geschützten Einrichtung, eine Mass
nahme die vom Sozialamt organisiert werde und an welcher er ausreich
end
kooperativ teilnehme (S. 3 unten).
Hinsichtlich weiterer krankheitswertiger Störungen liege in psychiatrischer Hin
sicht eine rezidivierende depressive Störung vor, die aktuell aber remittiert sei und weder direkt die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige, noch indirekt, im Sinne eines ressourcenhemmenden Faktors hinsichtlich der somatoformen
Schmerz
störung
. Des Weiteren liege eine PTBS vor, die mässig ausgeprägt sei und den Beschwerdeführer im Alltag nicht behindere. Die Ereignisse, die für die PTBS ausschlaggebend gewesen seien (Gefängnis und Folter i
n
der
B._
zwischen 1998 und 2001, Schussverletzung 2003) lägen bereits sehr viele Jahre zurück. In den meisten Fällen würden sich posttraumatische Belastungsstörungen nach einigen Jahren vollständig oder mindestens deutlich zurückbilden. Letzteres sei auch beim Beschwerdeführer der Fall.
Was die Wechselwirkung zwischen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und der PTBS anbelange, scheine es durchaus denkbar, dass die andauernde Schmerzsymptomatik, die ja mit einem traumatisierenden Ereignis zusammenhänge, bis zu einem gewissen Grad die PTBS unterhalte, da die Schmerzen ja quasi fortdauernd an die Ursache dafür erinnern. Dennoch sei trotz dieses Einflussfaktors die PTBS nur mässig ausgeprägt und beeinträchtige den Beschwerdeführer in keiner Weise in seiner quantitativen beruflichen Leistungsfähigkeit. Umgekehrt sei ein wesentlicher Einfluss der PTBS auf die anhaltende somatoforme Schmerzstörung nicht erkennbar. In Frage käme ein ressourcenhemmender Einfluss. Die PTBS sei in ihrem Ausprägungsgrad dafür aber nicht schwer genug. In rein körperlicher Hinsicht seien nur die Bauchschmerzen (Bauchschuss-Verletzung) als relevant für die Arbeitsunfähigkeit anzusehen und dies auch nur in geringem Ausmass und nicht im Sinne von Dauerbeschwerden, sondern nur von
belastungsab
hängigen
Beschwerden (S. 4).
Es lägen keine persönlichkeitspathologischen Aspekte (
Persönlichkeits
stö
rung
/
ak
zen
tuierung
, gestörte Ich-Funktion) vor. In normalpsychologischer Hinsicht sei der Beschwerdeführer von der Persönlichkeit her relativ ausgegli
chen, wobei als besondere Ressource seine Kontaktfreudigkeit und sein in der
persönlichen Begegnung freundlich-zugewandtes und rücksichtsvolles Verhal
ten anzusehen sei
en
(S. 6 oben). Sozial belastend sei hingegen die finanzielle Situation, es hätten sich erhebliche Schulden angesammelt. Hingegen sei er sozial gut integriert, treffe sich regelmässig mit seinen
F._
Landsleuten, was als Ressource anzusehen sei (S. 6 Mitte).
Hinsichtlich Beruf und Erwerb traue er sich eine körperlich leichte Tätigkeit
im Umfang von
50 % zu. Im Bereich Hausarbeit/Haushalt zeige er durchaus ein r
echt gutes Aktivitätsniveau, betr
eue an drei Nachmittagen in der Woche die Kinder, verrichte leichte Hausarbeiten und bereite auch Mahlzeiten zu (S. 6 unten). Auch hinsichtlich der Freizeitgestaltung zeige er ein gutes
Aktivitäts
niveau
, womit
sich
eine Diskrepanz zwischen den Bereichen Beruf/Erwerb und in den beiden and
e
ren genannten Bereichen zeige (S. 7).
Dass ein Leidensdruck bestanden habe, zeige die Inanspruchnahme psychiatri
scher Behandlungen
. V
on 2006 bis 2009 und von November 2013 bis April 2014 habe der Beschwerdeführer eine relativ intensive Psychotherapie absol
viert, die aufgrund des Wegzugs der behandelnden Therapeutin habe beendet werden müssen. Dass er sich überhaupt auf die Suche nach einer neuen
Thera
piegelegenheit
begeben habe
,
spreche sicherlich für einen relevanten
Leidens
druck
. Auf der anderen Seite sei es aber doch etwas erstaunlich, dass ein halbes Jahr nach Ende der Psychotherapie am
E._
noch immer keinerlei psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung stattgefunden habe, was doch eher gegen einen stark ausgeprägten Leidensdruck spreche (S. 7).
Schliess
lich
sei der Beschwerdeführer aus rein psychiatrischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Es bestünden qualitative Einschränkun
gen. Eine Aggravation sei zu verneinen, jedoch bestehe eine Selbstlimitierung, wonach der Beschwerdeführer der Auffassung sei, dass er bei den vorliegenden Beschwerden auch eine körperliche Tätigkeit nur in einem 50%-Pensum bewäl
tigen könne (S. 7 f.).
6.
6.1
Aufgrund der medizinischen Akten steht fest, dass
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
in somatischer Hinsicht gleich geblieben ist. Im Zeitpunkt der
erstmaligen
Rentenzusprache
diagnostizierten die Ärzte
im Wesentlichen chronische Bauchschmerzen bei
einem
Status nach Bauchschussverletzung im Jahr 2003 (vgl. vorstehend E. 3).
In den aktuellen Arztberichten, unter anderem im Gutachten des
Y._
, wurde
ein Status nach ausgedehnter abdomineller Traumatisierung 2003 sowie ein Status nach Bauchschussverletzung
diagnosti
ziert und überdies von den Gutachtern festgehalten, dass aus somatischer Sicht der heutige Befund im Wesentlichem demjenigen entspreche, welcher im
Z._
-Gutachten im Jahr 2010 erhoben worden sei (vgl.
vorstehend E. 5.3).
Dies wurde auch vom Beschwerdeführer anerkannt und blieb unbestritten (vgl. Urk. 1 S. 4 unten)
.
In psychiatrischer Hinsicht gingen die Gutachter
hingegen
von einem
verbesser
ten Gesundheitszustand aus. Eine eigenständige Depressionserkrankung liege nicht vor, die rezidivierende depressive Störung sei remittiert und die PTBS habe sich gebessert, mithin bestünden nur noch qualitative und keine quantita
tive
n
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
(vgl. vorstehend E. 5.3, E. 5.5)
.
6.2
Vorweg ist festzustellen, dass das Gutachten des
Y._
vom 14. November 2014 (vgl. vorstehend E. 5.3) in sämtlichen Punkten den Kriterien der gefestig
ten Rechtsprechung zu den Anforderungen einer Expertise entspricht
(vgl. vor
stehend E. 1.9)
. So sind die Stellungnahmen der Gutachter für die Beantwortung der gestellten Fragen (nach der verbleibenden Arbeitsfähigkeit) umfassend und sie beruhen namentlich auf eingehenden internistischen, orthopädischen, neu
rologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Die Gutachter berücksichtig
t
en die geklagten Beschwerden und setzten sich damit sowie mit dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Weiter waren ihnen die medizinischen
Vorakten
bekannt, welche in die Beurteilung einflossen.
6.3
Bei der Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes hat die
Beschwerde
gegnerin
die bisherige Überwindbarkeits-Rechtsprechung angewendet
(vgl. Urk. 2). In Nachachtung der jüngsten Rechtsprechungsänderung des Bundesge
richts (vgl. vorstehend E.
1.4
)
ist nun jedoch zu prüfen, ob die Gutachter aus
schliesslich Folgen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung berücksichtigt haben und ihre Beurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (vgl. vorste
hend E. 1.
5
). Ob die medizinische Beurteilung der nunmehr zu beachtenden Indikatoren (vgl. vorstehend E. 1.
4
) im Ergebnis hinreichend Rechnung trägt, ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalles mit seinen spezifischen Gegebenheiten zu prüfen (vgl. vorstehend E. 1.
4
).
Auch bei der PTBS bedarf es
des konsistenten Nachweises mittels sorgfältiger Plausibilitätsprüfung unter Verwendung der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_767/2015 vom 7. Juli 2016). A
us diesem Grund hat das hiesige Gericht
,
zwecks
Beurteilung der psychischen Problematik gestützt auf die mit Urteil BGE 141 V 281 geänderte Rechtsprechung zu den psychosomati
schen beziehungsweise äquivalenten Leiden
eine zusätzliche medizinische Stellungnahme bei den Gutachtern des
Y._
eingeholt (vgl. vorstehend E. 5.5).
Darin
haben sich die Gutachter mit dem funktionellen Schweregrad der Beein
trächtigung auseinandergesetzt: Die Gesundheitsschädigung betreffend wurde die Ausprägung der relevanten Befunde thematisiert, ebenso der Therapieverlauf und die Frage von begleitenden Erkrankungen (Komorbidität). Der Komplex der Persönlichkeit ist direkt in die Diagnostik eingeflossen und der soziale Kontext wurde in der ergänzenden Stellungnahme ebenfalls angesprochen und berück
sichtigt.
Unter dem Aspekt der Konsistenz erscheinen sowohl der Umfang der bestehenden Aktivitätseinschränkungen wie auch der Leidensdruck als berück
sichtigt. Die Schlussfolgerungen der Gutachter sind denn auch ausgesprochen nachvollziehbar und plausibel. So legt
en sie dar, dass das Krankheitsbild einer somatoformen Schmerzstörung zwar vorliege, aber nur in eher mässiger Aus
prägung
und die bestehende PTBS den Beschwerdeführer in keine Weise in sei
ner quantitativen beruflichen Leistungsfähigkeit einschränke
.
Dies wird auch durch die täglichen Aktivitäten des Beschwerdeführers bekräftigt.
Im Rahmen der
Y._
-Begutachtung gab der Beschwerdeführer nämlich an, dass er vor
mittags in einem Beschäftigungsprogramm des Sozialamtes tätig sei, nebst der Kinderbetreuung auch bei deren Krippenabwesenheit leichte Hausarbeiten erle
dige und das Essen
zubereite. Zudem gehe er Freizeitbeschäftigungen nach, schaue fern und
pflege
Kontakte zu
F._
Freunden.
Ausserdem bestünden keine persönlichkeitspathologischen Aspekte, hingegen sei die finanzielle Situ
a
tion belastend. Eine Aggravation sei zu verneinen, hingegen bestehe eine Selbstlimitierung, wonach der Beschwerdeführer der Auffassung sei, dass er bei den vorliegenden Beschwerden auch eine körperliche Tätigkeit nur in einem 50%-Pensum bewältigen könne.
Zusammenfassend kann a
ngesichts der aktiven Lebensführung, der weitgehend normalen Freizeitgestaltung und
dem intakten
Umfeld sowie auch der wichtigen Rolle des Beschwerdeführers innerhalb der Familie (Kinderbetreuung, Kochen) nicht davon ausgegangen werden, der Beschwerdeführer sei am Rande seiner physischen und psychischen Belastbarkeit. Unter Berücksichtigung der
Stan
dard
indikatoren
ergeben sich keine erheblichen funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten somatoformen Schmerzstörung
sowie auch der PTBS
.
Die
Y._
-Gutachter haben sowohl die somatoforme Schmerzstörung wie auch
die PTBS in nachvollziehbarer Weise als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt.
6.
4
Was der Beschwerdeführer gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens vorbringt (vgl.
Urk. 1 S. 4
)
,
vermag nicht zu überzeugen. Die Aussage
, wonach
das
Y._
-Gutachten widersprüchlich sei und nicht aufzeige, in welchem Rahmen sich der Gesundheitszustand verbessert habe, findet keine Stütze. Im Gegenteil legten die Gutachter überze
ugend dar, dass sich der psychi
sche Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers gegenüber der letztmaligen Beurteilung im Januar 2010 verbessert
hat
und nunmehr in dieser Hinsicht keine Einschränkung
mehr vorliegt
. Ebenfalls vermag die ärztliche Bescheinigung der Ärzte der
E._
vom 11. März 2015 (vgl. vorstehend E. 5.4) am gutachterlichen Ergebnis nichts zu ändern. Insbesondere
stellt der
blosse
Hinweis
auf eine rezidivierende depressive Störung keine Diagnose dar
,
ist mit der
damit verbundene
n
Arbeitsunfähig
keitseinschätzung
von 50 % nur schwer in Einklang zu bringen und dürfte eher der subjektiven Arbeitsfähigkeitseinschätzung des Beschwerdeführers geschuldet sein
, welche gemäss
Y._
-Gutachter aber auf eine
r
Selbstlimitierung des Beschwerdeführers beruh
t
(vgl. vorstehend E. 5.5)
.
6.5
Insgesamt gibt es demnach keinen Grund, von den nachvollziehbaren und über
zeugenden Schlussfolgerungen des
Y._
-Gutachtens mitsamt seiner Ergän
zung abzuweichen, und der medizinische Sachverhalt ist als dahingehend erstellt zu betrachten, dass der Be
schwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit seit November 2013 im U
mfang von 20 % eingeschränkt ist bei folgendem Belastungsprofil: leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen, mit einer
Gewichtslimite
von 10 kg und keine Tätigkeiten, welche eine hohe emotionale Belastbarkeit voraussetzen (vgl. auch Stellungnahme Dr. med.
G._
, Regionaler Ärztlicher Dienst, vom 19. November 2014, Urk.
7/107 S. 6)
.
Damit ist bei unverändertem
somatischem
Zustand von einem seit letztmaliger psychiatrischer Begutachtung im Jahr 2010 verbesserten psychischen Gesund
heitszustand auszugehen
, was einen Revisionsgrund gemäss Art. 17 ATSG dar
stellt
.
Dieser Revisionsgrund erlaubt es g
emäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
,
den
Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festge
stellten Sachverhaltes neu und ohne Bindung an frühere
Invaliditätsein
schätzungen
zu ermitteln
(Urteil des Bundesgerichts 9C_457/2010 vom 30. August 2010).
7.
7.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Ein
schränkungen mittels Einkommensvergleich.
Dieser von der
Beschwerdegegne
rin
vorgenommene Einkommensvergleich (Urk. 2 S. 4) ist
mit dem Beschwer
deführer (vgl. Urk. 1 S. 6)
dahingehend zu beanstanden, dass nicht ersichtlich ist
, weshalb die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
um 10 % mit der Begründung kürzte, der Beschwerdeführer habe in seiner angestammten Tätig
keit keine schweren Arbeiten ausgeführt. Diesbezüglich ist auf das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
ungekürzte
Valideneinkommen
gemäss
Lohnta
belle
im Betrag von Fr. 64‘051.20 abzustellen.
Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalideneinkommen
im Betrag von Fr. 46‘116.70
blieb hingegen unbestritten und gibt zu keinen Weiterungen Anlass
, was einen rentenaus
schliessende
n
Invaliditätsgrad von rund 28 % ergibt
.
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass selbst
unter Berücksichtigung des
beschwerdeweise bean
tragte
n
15%ige
n
Abzug
s
vom Tabellenlohn
(vgl. Urk. 1 S. 6)
kein
rentenan
spruchsbegründende
r
Invaliditätsgrad
resultiert (32 %).
7.2
Zusammenfassend erweist sich somit der angefochtene Entscheid im Ergebnis als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8.
8.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen
Pro
zessführung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
8.2
Die Kosten für die medizinische Stellungnahme vom 25. August 2015 (Urk. 11) in
der
Höhe von Fr. 3‘500.
--
(Urk. 12) sind der Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen, war doch der medizinische Sachverhalt bei Verfügungserlass unge
nügend erstellt
beziehungsweise
unter
Berücksichtigung der neuen Recht
sprechung
gemäss BGE 141 V 281
nicht ausreichend abgeklärt
.
Das
Y._
-Gutachten vom 14. November 2014 eignete sich
mit lediglich rudimentärer Prüfung der Foerster-Kriterien
nicht
für eine schlüssige Beurteilung der nach BGE 141
V 281 massgebenden Indikatoren
, was eine Ergänzung des medizi
nischen Sachverhal
tes notwendig machte.
In Nachachtung ihrer
Abklärungs
pflicht
gemäss Art. 43 ATSG wäre es
an der Beschwerdegegnerin gelegen gewesen, diesbezüglich eine ergänzende medizinische Stellungnahme einzu
holen.
8.3
Mit Kostennote vom 10. Juli 2016 (Urk. 21/1-2) machte der unentgeltliche Rechts
vertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von insgesamt
11.25
Stun
den und Barauslagen von Fr. 42.-- geltend, was als angemessen erscheint (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Demgemäss ist Rechtsanwalt
Manfred Lehmann, Zürich, mit Fr. 2‘718.35 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.