Decision ID: 8c14fe9e-c286-4f3f-8357-4dc94a0d4950
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Die aus Syrien stammende Beschwerdeführerin (geb. [...]) ersuchte am
22. Mai 2015 in der Schweiz um Asyl, worauf sie am 4. Juni 2015 für die
Dauer des Asylverfahrens dem Kanton St. Gallen zugewiesen wurde. Mit
Verfügung vom 24. November 2017 wies das SEM ihr Asylgesuch ab, ver-
neinte eine Flüchtlingseigenschaft und wies sie aus der Schweiz weg.
Gleichzeitig ordnete es die vorläufige Aufnahme infolge Unzumutbarkeit
des Wegweisungsvollzugs an. Mit der Umsetzung der vorläufigen Auf-
nahme wurde der Kanton St. Gallen beauftragt.
B.
Nachdem ein erstes Gesuch der Beschwerdeführerin vom 6. Juni 2017, zu
ihrem Bruder Y._ in den Kanton Bern umziehen zu dürfen, vom
SEM am 10. November 2017 abgelehnt worden war, beantragte sie am
5. Mai 2018 erneut, vom Kanton St. Gallen in den Kanton Bern wechseln
zu können, weil der Bruder ihr einziger Verwandter in der Schweiz sei. Das
Kantonswechselgesuch beschied die Vorinstanz in einer Verfügung vom
4. Juli 2018 wiederum negativ. Dabei verneinte sie unter anderem ein be-
hauptetes Abhängigkeitsverhältnis.
C.
Mit Eingaben vom 26. August und 9. September 2020 ersuchte die Be-
schwerdeführerin, handelnd durch ihren Bruder, ein weiteres Mal um einen
Wechsel vom Kanton St. Gallen in den Kanton Bern. Als Grund gab sie an,
aus gesundheitlichen Gründen und wegen psychischer Probleme nicht al-
leine leben zu können (vgl. Akten der Vorinstanz, Kantonswechselverfah-
ren [SEM act.] 1 und 3). Während der Kanton St. Gallen keine Einwände
gegen einen Kantonswechsel hatte (SEM act. 5), äusserte sich der Kanton
Bern innert der ihm hierzu eingeräumten Frist nicht.
D.
Am 20. Oktober 2020 teilte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit,
dass sie beabsichtige, ihr Kantonswechselgesuch abzuweisen. Hierzu ge-
währte sie ihr das rechtliche Gehör (SEM act. 6).
Vom Äusserungsrecht machte die Betroffene mit Eingabe vom 28. Oktober
2020 Gebrauch. Der Stellungnahme lag ein vom 27. Oktober 2020 datie-
render Arztbericht bei (SEM act. 7).
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E.
Mit Verfügung vom 4. November 2020 wies die Vorinstanz das Gesuch der
Beschwerdeführerin um Bewilligung eines Wechsels vom Kanton St. Gal-
len in den Kanton Bern ab (SEM act. 8).
F.
Mit Eingabe vom 16. November 2020 gelangte die Beschwerdeführerin an
das SEM und beantragte, unter Vorlage zweier Arztzeugnisse, die erneute
Prüfung ihres Gesuches und Zuweisung in den Kanton Bern (BVGer
act. 1).
Am 8. Dezember 2020 leitete die Vorinstanz die bei ihr hierzu eingegange-
nen Unterlagen zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht
weiter (BVGer act. 2).
G.
Am 8. Januar 2021 reichte die Beschwerdeführerin eine Beschwerdeer-
gänzung nach, der ein weiterer Arztbericht beigelegt war (BVGer act. 7).
H.
Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 19. Januar 2021 auf
Abweisung der Beschwerde (BVGer act. 9).
Die Beschwerdeführerin liess sich trotz gewährtem Replikrecht nicht ver-
nehmen (BVGer act. 10 und 11).
I.
Im Juli 2022 hat die nun zuständige Richterin das Verfahren aus organisa-
torischen Gründen vom vormaligen Richter übernommen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Verfügungen des SEM, die ein Gesuch um Bewilligung eines Kantons-
wechsels von vorläufig aufgenommenen Personen zum Gegenstand ha-
ben, unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht
(Art. 112 Abs. 1 des Ausländer- und Integrationsgesetzes [SR 142.20]
i.V.m. Art. 31 ff. VGG).
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1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet
sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37
VGG).
1.3 Entscheide über den Kantonswechsel können gemäss Art. 85 Abs. 4
AIG nur mit der Begründung angefochten werden, sie verletzten den
Grundsatz der Einheit der Familie (BVGE 2009/54 E. 1.3.1; Urteile des
BVGer F-2651/2020 vom 4. April 2022 E. 2.3; F-4445/2020 vom 14. Juni
2021 E. 1.3). Formelle Rügen sind insoweit zulässig, als sie im Zusammen-
hang mit der Frage des Grundsatzes der Einheit der Familie stehen (BVGE
2008/47 E. 1.2 und E. 1.3.2). Die Beschwerdeführerin rügt in vertretbarer
Weise eine Verletzung dieses Grundsatzes und beantragt die Zuweisung
in den Kanton Bern. Da sie zudem als Adressatin der angefochtenen Ver-
fügung zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),
ist auf die im Übrigen frist- und formgerechte Beschwerde einzutreten
(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Ange-
legenheit endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
2.
Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bundesrecht von Amtes we-
gen an. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines
Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.).
3.
3.1 Die Verteilung vorläufig aufgenommener Personen auf die Kantone re-
geln Art. 85 Abs. 2 AIG und Art. 21 der Verordnung vom 11. August 1999
über den Vollzug der Weg- und Ausweisung sowie der Landesverweisung
von ausländischen Personen (VVWAL, SR 142.281) durch Verweise auf
Art. 27 AsylG (SR 142.31) und Art. 21 und Art. 22 der Asylverordnung 1
vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311). Diese sind sinngemäss anzu-
wenden. Demnach weist das SEM vorläufig aufgenommene Personen den
Kantonen zu und trägt dabei den schützenswerten Interessen der Kantone
und der Betroffenen Rechnung (Art. 27 Abs. 3 AsylG). Die Verteilung erfolgt
nach einem festgelegten Schlüssel (Art. 21 AsylV 1). Das SEM berücksich-
tigt dabei in der Schweiz lebende Familienangehörige und die Staatsange-
hörigkeit der vorläufig aufgenommenen Personen sowie besonders betreu-
ungsintensive Fälle (Art. 22 Abs. 1 AsylV 1).
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3.2 Die Vorinstanz verfügt den Kantonswechsel einer vorläufig aufgenom-
menen Person bei einem Anspruch auf Einheit der Familie oder bei einer
schwerwiegenden Gefährdung der Gesuchstellenden oder anderer Perso-
nen. Liegen keine solchen Gründe vor, ist die Zustimmung beider betroffe-
nen Kantone zum Kantonswechsel erforderlich (Art. 21 VVWAL i.V.m.
Art. 22 Abs. 2 AsylV 1).
3.3 Die Beschwerdeführerin wurde am 24. November 2017 vorläufig auf-
genommen. Das SEM fragte die betroffenen Kantone unter Bezugnahme
auf das hier zur Beurteilung anstehende Kantonswechselgesuch mit
Schreiben vom 15. September 2020 an, ob sie damit einverstanden wären
(SEM act. 4). Während der Kanton St. Gallen dem beantragten Wechsel in
den Kanton Bern zustimmte (SEM act. 5), nahm Letzterer innert der ihm
hierzu angesetzten Frist keine Stellung, was die Vorinstanz als Verweige-
rung der Zustimmung des Kantons Bern zum Kantonswechsel wertete. So-
weit in der Beschwerdeergänzung vom 8. Januar 2021 in diesem Zusam-
menhang argumentiert wird, keine Antwort oder Stillschweigen könnte
ebenfalls als «ja» interpretiert werden, gilt es klarzustellen, dass die Migra-
tionsbehörde des Kantons Bern in der Anfrage vom 15. September 2020
explizit darauf hingewiesen wurde, dass «bei ungenutzter Frist» davon
ausgegangen werde, dass sie dem Kantonswechsel nicht zustimme (SEM
act. 4). Gegen den am 4. November 2020 verweigerten Wechsel in den
Kanton Bern ist daher einzig die Rüge einer Verletzung des Grundsatzes
der Einheit der Familie zulässig (vgl. oben E. 1.3).
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin bringt auf Beschwerdeebene vor, aus gesund-
heitlichen und sozialen Gründen auf die persönliche Unterstützung und
Hilfe ihres Bruders sowie dessen Familie angewiesen zu sein. In der ihr
zugewiesenen St. Galler Gemeinde habe sie keine einzige Bezugsperson
und lebe dort isoliert. Sie sei auf ärztliche Hilfe angewiesen, insbesondere
bereite es ihr Mühe, sich alleine fortzubewegen. Deshalb müsse sie von
ihrem Bruder oder dessen Familie, bei der sie sich seit einiger Zeit mehr-
heitlich aufhalte, jeweils zum Arzt begleitet werden. Es wäre ihr sehr ge-
dient und würde ihr Fortkommen im Alltag erleichtern, wenn sie stets auf
die Unterstützung dieses Umfeldes zählen könnte. Eine externe Betreuung
vermöge die gebotene Unterstützung, welche die interkulturelle Vermitt-
lung mitumfasse, nicht zu leisten. Ohne medizinische, pflegerische und so-
ziale Unterstützung müsse aufgrund ihres Alters von einer weiteren Ver-
schlechterung ihres Zustandes und einer schwerwiegenden Gefährdung
ausgegangen werden.
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4.2 Der Grundsatz der Einheit der Familie im Sinne von Art. 21 VVWAL
i.V.m. Art. 22 Abs. 2 AsylV1 entspricht dem Schutzbereich von Art. 8 EMRK
(BVGE 2008/47 E. 4.1). Neben der eigentlichen Kernfamilie, das heisst der
Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern, fallen auch
andere familiäre Verhältnisse in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK, so-
fern eine genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung be-
steht. Indizien für das Bestehen solcher Beziehungen sind das Zusammen-
leben in einem gemeinsamen Haushalt, eine finanzielle Abhängigkeit, spe-
ziell enge familiäre Bande, regelmässige Kontakte oder die Übernahme
von Verantwortung für eine andere Person. Bei hinreichender Intensität
sind auch Beziehungen zwischen nahen Verwandten, namentlich solche
von erwachsenen Kindern zu ihren Eltern oder unter Geschwistern wesent-
lich. In diesem Fall setzt die Berufung auf Art. 8 Abs. 1 EMRK aber voraus,
dass zwischen den beteiligten Personen ein über die normalen affektiven
Bindungen hinausgehendes Abhängigkeitsverhältnis besteht (BGE 144 II
1 E. 6.1; 137 I 154 E. 3.4.2; 135 I 143 E. 3.1, je m. H.).
4.3 Besondere Elemente der Abhängigkeit können sich unabhängig vom
Alter namentlich aus besonderen Betreuungs- und Pflegebedürfnissen wie
bei körperlichen oder geistigen Behinderungen und schwerwiegenden
Krankheiten ergeben (BGE 120 Ib 257 E. 1e; Urteil des BGer 2C_339/2019
vom 14. November 2019 E. 3.4; Urteil des EGMR 65550/13 Belli und Ar-
quier-Martinez gegen Schweiz vom 11. Dezember 2018 § 65). Die be-
troffene Person muss für die Bewältigung des täglichen Lebens auf fremde
Hilfe einer in der Schweiz ansässigen Person angewiesen sein, die ihr
sinnvollerweise nur von einem nahen Angehörigen geleistet werden kann.
Eine lediglich moralische Unterstützung genügt dabei nicht, um ein Abhän-
gigkeitsverhältnis im Sinne der Rechtsprechung zu begründen (Urteil
2C_339/2019 E. 3.5; BVGE 2008/47 E. 4.1.1 f.; Urteile des BVGer
F-2651/2020 vom 4. April 2022 E. 4.3 und F-4445/2020 vom 14. Juni 2021
E. 5.2, je m. H.; Urteil des EGMR 23887/16 I.M. gegen Schweiz vom 9. Ap-
ril 2019 § 62; CHRISTOPH GRABENWARTER/KATHARINA PABEL, Europäische
Menschenrechtskonvention, 7. Aufl. 2021, § 22 Rz. 18). Das besondere
Abhängigkeitsverhältnis muss gewachsen sein und im Zeitpunkt der Gel-
tendmachung des Anspruchs bestehen (Urteile des BGer 2C_396/2021
vom 27. Mai 2021 E. 3.2; 2C_867/2016 vom 30. März 2017 E. 2.2).
4.4 Die Beschwerdeführerin möchte zu ihrem im Kanton Bern wohnhaften
Bruder Y._ ziehen. Den Asylakten kann entnommen werden, dass
jener elf Jahre jünger ist als sie und bereits im Juni 2005 in der Schweiz
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um Asyl nachgesucht hat. Seit dem 8. Februar 2007 ist er vorläufig aufge-
nommen. Die Beschwerdeführerin selbst gelangte erst im Mai 2015 als
Asylsuchende in die Schweiz. Damit konnten die beiden Geschwister wäh-
rend dieser Zeitspanne keinen über die üblichen Kommunikationsmittel
(Telefon, WhatsApp, etc.) hinausgehenden Kontakt zueinander pflegen.
Aufgrund dieser rund zehnjährigen Trennung kann nicht von einer vorbe-
stehenden, nahen und tatsächlich gelebten Beziehung im Sinne der Recht-
sprechung (siehe E. 4.2 weiter oben) gesprochen werden.
4.5 Vor diesem Hintergrund führen die geltend gemachten gesundheitli-
chen Probleme zu keinem anderen Ergebnis. Gemäss den Arztberichten
vom 27. Oktober und 9. November 2020 leidet die Beschwerdeführerin
hauptsächlich an Knieschmerzen (Patellaarthrose, Gonarthrose, Kniebin-
nen- bzw. Meniskusläsion). In einem medizinischen Bericht vom 7. Januar
2021 figurieren zudem die Diagnosen der arteriellen Hypertonie und der
Adipositas. Zwar wird in den auf Beschwerdeebene eingereichten ärztli-
chen Unterlagen eine Wohnsitznahme der Beschwerdeführerin in der Nähe
ihres Bruders befürwortet, die verwandtschaftlichen Kontakte zu Personen
in einem anderen Kanton stellen indes lediglich aus medizinischer Sicht
Gründe für einen Kantonswechsel dar. Damit verwandtschaftliche Bezie-
hungen anspruchsrelevant vom Grundsatz der Einheit der Familie erfasst
werden, müssten aber zusätzlich zu einer hinreichend intensiven Bezie-
hung auch Elemente eines Abhängigkeitsverhältnisses im Sinne einer Not-
wendigkeit persönlicher Hilfestellung im Alltag gegeben sein (E. 4.3 hier-
vor).
4.6 Eine solche Situation lässt sich den erwähnten Arztberichten nicht ent-
nehmen. Unterstützung bei sprachlichen Defiziten und der Organisation
von Arztbesuchen kann in aller Regel kantonsübergreifend geleistet wer-
den (siehe BVGE 2008/47 E. 4.2.1 und Urteil des BVGer F-3807/2022 vom
9. September 2022 E. 5). Zwar leuchtet ein, dass eine räumliche Nähe der
Beschwerdeführerin zu ihrem Bruder wirkungsvollere Unterstützung er-
möglichte und sie moralisch zu stärken vermöchte, vorliegend kann die er-
forderliche Hilfe aber auch von Drittpersonen – mit Blick auf medizinische
Belange von medizinisch geschultem Personal (z.B. Spitex) – erbracht
werden. Entsprechende Institutionen der medizinischen Versorgung ste-
hen im Kanton St. Gallen denn auch ausreichend zur Verfügung. Zu ergän-
zen wäre, dass es der Beschwerdeführerin ungeachtet ihres Gesundheits-
zustandes inzwischen (im April/Mai 2022) möglich war, ihren schwerkran-
ken Gatten im Nordirak zu besuchen (BVGer act. 12). Im Übrigen steht es
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ihr und ihrem jüngeren Bruder offen, sich – wie bereits bis anhin – weiterhin
regelmässig gegenseitig zu besuchen.
4.7 Zusammenfassend besteht kein im vorliegend entscheidenden Sinne
beachtliches Abhängigkeitsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin
und ihrem Bruder Y._, weshalb die Vorinstanz dem Kantonswech-
selgesuch am 4. November 2020 zu Recht nicht stattgab.
5.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im
Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist des-
halb abzuweisen.
6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann ausnahmsweise auf die Aufer-
legung von Verfahrenskosten verzichtet werden (vgl. Art. 63 Abs. 1 in fine
VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]), und der geleistete Kostenvorschuss ist zurückzuerstatten.
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