Decision ID: d75bd0a1-60ff-4bbb-b64a-39d6957ffa7f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
1.1.1
Die 1960 geborene
X._
meldete sich am
4.
Januar 2008 (Ein
gangsstempel,
Urk.
8/8)
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, I
V-Stelle, zum Leistungsbezug an
. Nach Vornahme medizinischer und erwerbli
cher Abklärungen wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren von
X._
mit Verfügung vom
7.
Mai 2008
ab (
Urk.
8/21). Auf die von
X._
hiergegen
erhobene Beschwerde trat das hiesige Gericht mit Beschluss vom
9.
Juli 2008 wegen verspäteter Beschwerdeerhebung nicht ein (
Urk.
8/23).
1.1.2
Am
3
0.
Januar 2009 meldete sich
X._
wieder
bei der
IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/26)
. Die IV-Stelle nahm in der Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen vor, wobei sie unter anderem ein
o
rthopädisch-psychiatrisches Gutachten beim
Z._
einholte (Gutachten vom
2.
Februar
2010,
Urk.
8/46). Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Vorbescheid vom 1
2.
März 2010,
Urk.
8/51) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2
5.
Juni 2010
(
Urk.
8/56) erneut
einen Rentenanspruch von
X._
.
1.1.3
Am
6.
Dezember 2010 mel
dete sich
X._
wiederum
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/58). Auf dieses Gesuch trat die
IV-Stelle mit Verfügung vom 1
4.
April 2011
(
Urk.
8/73)
nicht ein, da nicht glaub
haft gemacht
worden sei
, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letz
ten Verfügung wesentlich verändert
hätten
.
1.
2
Am
2
0.
März 2012 meldete sich
X._
unter Beilage zweier Berichte des
A._
(
Berichte vom
6.
Juni 2011,
Urk.
8/76/2-5,
und
vom 2
6.
Januar 2012,
Urk.
8/76/6-11)
erneut
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/77).
Mit
Vorbescheid vom 1
7.
April 2012
stellte ihr die IV-Stelle
in Aussicht, auf das Leistungsbegehren nicht
ein
zutreten
(
Urk.
8/79).
Hiergegen liess
X._
am 1
5.
Mai
bzw. 2
6.
Juni
2012 durch die AXA-ARAG Rechtsschutz AG Einwand erheben (
Urk.
8/
87
). Mit Verfügung vom 1
6.
August 2012 trat die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren nicht ein, da nicht glaubhaft gemacht worden sei, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten
rentenablehnenden
Verfügung wesentlich verän
dert hätten (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess
X._
am 1
4.
September 2012 durch die AXA-ARAG Rechtsschutz AG Beschwerde erheben und ersuchen, die
Beschwerdegeg
nerin
sei zu verpflichten, auf die Neuanmeldung vom 2
0.
März 2012 einzutreten und
entsprechende Rentenleistungen zu prüfen (
Urk.
1). Die
Beschwerdegegne
rin
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Oktober 2012 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am
22.
Oktober 2012 mit
geteilt wurde (
Urk.
9). Mit Eingabe vom
7.
Februar 2013 (
Urk.
11) liess die Beschwerdeführerin einen Bericht des
A._
vom 2
8.
Januar 2013 (
Urk.
10) ein
reichen. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme hierzu (
Urk.
14), was der Beschwerdeführerin am
1.
März 2013 zur Kenntnisnahme gebracht wurde (
Urk.
15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom
2
0.
März 2012 eingetreten ist.
1.2
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert
, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Mit
Art.
87
Abs.
3
i.V.m
.
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d. h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut.
1.
3
Richtet sich die Beschwerde gegen einen
Nichteintretensentscheid
, hat das Gericht, ungeachtet
der Vorbringen
der
beschwerdeführenden
Partei, zu prüfen und darüber zu entscheiden, ob die Verwaltung zu Recht nicht auf das
Leis
tungs
- oder Feststellungsbegehren eingetreten ist. Der richterliche Entscheid in der Sache (Sachentscheid) hat in dieser besonderen verfahrensmässigen
Situa
tion den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegenstand. Dagegen hat sich das Gericht mit den materiellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 121 V 157 E. 2b, 116 V 265 E. 2a, SVR 1997, UV Nr. 66 S. 225 E. 1a).
2.
2.1
Vergleichsbasis für die Frage, ob die Beschwerdeführerin eine wesentliche Verän
derung der tatsächlichen Verhältnisse, das heisst insbesondere ihres Gesundheitszustandes
,
glaubhaft gemacht hat, ist der 2
5.
Juni 201
0.
Damals wurde nämlich letztmals eine Verfügung
(
Urk.
8/56)
erlassen, die auf einer umfassenden Sachverhaltsabklärung beruhte. Die Verfügung vom 1
4.
April 2011
(
Urk.
8/73)
ist hingegen nicht relevant, da diese nicht auf einer neuen Abklärung des Sachverhalts gründete.
2.2
Bei der Verfügung vom 2
5.
Juni 2010 (
Urk.
8/56) stützte sich die IV-Stelle
(Urk. 8/49/5)
im Wesentlichen auf das Gutachten des
Z._
vom
2.
Februar 2010
(
Urk.
8/46). D
ie Gutachter des
Z._
diagnostizierte
n
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine geringe Facettengelenksarthrose L3-S1 mit moderater Diskusdegeneration und Spon
d
ylose L3/4, (2) eine Adipositas, (3) eine chronisch depressive Verstimmung (
Dysthymie
), bestehend seit mindestens 2006 (ICD-10 F34.1) und (4) eine anhaltende somatoforme Schmerzstö
r
ung, bestehend seit etwa 2006 (ICD-10 F45.4). Ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit seien (1) eine
Zervikalgie
und (2) eine arterielle Hypertonie. Anlässlich der gemein
s
amen orthopädisch-psychiatrischen Beurteilung am 2
8.
Januar 2010 sei die Arbeitsfähigkeit gesamthaft bei voller Stundenpräsenz als Küchenhilfe seit 2006 auf 70
%
(Arbeitsunfähigkeit 30
%
) festgelegt worden, da aufgrund der chronisch depressiven Verstimmung im Sinne einer
Dysthymie
mit anhal
tender
somatoformer
Schmerzstörung die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, die Konzentrationsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit und die Dauerbe
last
bar
keit beeinträchtigt erschienen. Körperlich leichte Tätigkeiten in tempe
rierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden
könnten
, ohne dass dabei häufig inklinierte und
reklinierte
sowie rotierte Kör
perhaltungen eingenommen und Gegenstände über 5 Kilogramm gehoben oder getragen werden müssten, sowie geistig einfache Arbeiten ohne erhöhte emoti
onale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne erforderliche überdurchschnittliche Konzentrationsfähigkeit und Dauerbe
lastung sowie ohne vermehrte Kundenkontakte
könne die Beschwerdeführerin
gesamthaft
seit 2006
bei voller Stundenpräsenz zu 80
%
(Arbeitsunfähigkeit 20
%
)
ausüben
(
Urk.
8/46/20-21).
2.
3
2.
3
.1
Mit der Neuanmeldung vom
2
0.
März 2012 reichte die Beschwerdeführerin zwei Berichte des
A._
vom
6.
Juni 2011 (
Urk.
8/76/2-5) und vom 2
6.
Januar 2012 (
Urk.
8/76/6-12)
ein
. Das
A._
nannte in beiden Berichten die gleichen Diagno
sen, nämlich:
(1) M
ittelgra
dig
e dep
ressive Episode (ICD-10 F32.1)
(2) A
nhaltende somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
(3)
Z
ervikozephales
Syndrom mit
/bei
g
eringe
r
ventrale
r
Spondylose C6/7
;
g
eringe
r
mehrsegmentale
r
U
ncover
tebrala
rthrose
(4) Chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
l
eichte
r
rechtskonvexe
r
Skoliose
thorakolumbal
m
ultisegmentale
r
Osteochondrose
und geringe
r Spondylose mittlere BWS
d
iskrete
r
linkskonvexe
r
skoliotische
r
Fehlhaltung;
g
eringe
n
degenerati
ve
n
Veränderungen mit ventraler Spondylose L3/4
(5)
Periarthropathia
humeroscapularis
links mit/bei
MRI linke Schulter am 1
3.
August 2010 AC-Gelenksarthrose mit leich
ter Bursitis
subacromialis
/
sub
d
el
t
oidea
Tendinopathie
im Ansatzbereich der
Bizepssehne
(keine Rissbildung)
m
oderate
r
subakromiale
r
Enge bei horizontal gestelltem
Akromion
(6) Chronische Spannungskopfschmerzen
(7) Arterielle Hypertonie
(8) Status nach
Cholezystektomie
(9) Abszess unter linke Mamma (ICD-10 L02.2)
Während sich der Bericht vom
6.
Juni 2011 auf
zwei
Vorgesprächen stützt
, basiert
der
Bericht vom 2
6.
Januar 2012 auf eine
r
vom 1
3.
Juli bis 7. September 2011 dauernden
tagesklinische
n
Rehabilitationsbehandlung
im
A._
.
Das
A._
attestierte der Beschwerdeführerin
mit
Bericht vom 2
6.
Januar 2012
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
8/76/8).
Im
Einwandverfahren
liess die Beschwerdeführerin einen neuen Bericht des
A._
vom 2
5.
Juni 2012 einreichen
(
Urk.
8/86)
.
Darin äussert sich dieses zu der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Verschlechterung des Gesund
heitszustandes
seit der Begutachtung im
Z._
. 2010 sei
en
eine
Dysthymi
e
(ICD-10 F34.1) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnosti
ziert worden.
Die Diagnose
Dysthymie
könne 2012 nicht mehr aufrechterhalten werden. Die Beschwerdeführerin berichte heute über Symptome, welche den ICD-10 Kriterien für eine
komorbide
mittelgradige depressive Episode
vollum
fänglich entsprächen.
Sie
beklage, seit 2005 unter
Kopfschmerzen, Schmerzen
an der
HWS,
der
LWS und
der
linke
n Schulter,
Schlafstörungen (2 Stunden Durchschlaf), Müdigkeit (heute 4 Stunden liegen am Tag), Kraftlosigkeit (Haus
halt kann gar nicht mehr bewältigt werden), Antriebslosigkeit (Kommunikation nur in der Familie), Motivationslosigkeit (beim Spazieren immer wieder Pausen), Traurigkeit (dauerhaft), Freudunfähigkeit (sogar mit Enkelkind kaum Freude), Konzentrationsstörungen (Fernsehen 10 bis 20 Minuten, lesen ca. 10 Minuten, Sehstörungen), Vergesslichkeit (Termine, Haus abschliessen), Schwindel (muss immer wieder absitzen
,
um Stürze zu vermeiden, teilweise aber Stürze sogar mit dem Enkelkind, Atemnot), Schuldgefühle
n
(keine Arbeit), Verlust von Selbst
vertrauen, Rückzug (kaum mehr Kontakt), Sinnlosigkeitsgedanken (deutli
che und zunehmende Suizidideen) und
Appetitverminderung (3 Kilogramm Gewichtsabnahme)
zu leiden
.
Suizidideen seien zunehmend vorhanden. Suizid
versuche habe die Beschwerdeführerin nicht unternommen, eine akute Suizida
lität bestehe nicht. Damit seien heute mindestens sieben Kriterien für eine mit
telgra
dig
e depressive Episode gemäss ICD-10 erfüllt.
Psychosozial sei die Beschwerdeführerin durch den Tod von Vater und Bruder im Krieg 1999 belas
tet. Es liege seit 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor.
Diagnostisch nannte das
A._
die gleichen Diagnosen wie bereits in
seinen
Berichten vom
6.
Juni 2011 und vom 2
6.
Januar 2012.
2.
3
.2
Dr.
med.
B._
, Fachärztin FMH für Allgemeinmediz
i
n, berichte
te
der
Beschwerdegegnerin
am 1
4.
Mai 2012 (
Urk.
8/82), die Beschwerdeführerin werde seit dem
1.
September 2008 in ihrer Praxis hausärztlich betreut. Sie komme regelmässig alle 1 bis 2 Monate. Der Allgemeinzustand habe sich trotz intensiver Therapie nicht wesentlich gebessert. Es lägen folgende Erkrankungen, welche die Beschwerdeführerin invalidisierend beeinträchtig
t
en, vor: (1) mittlere
schwergradige
depressive Episoden, (2)
eine
anhalt
ende
somatoforme
Schmerz
störung
, (3) ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom, (4) chronische Spannungskopfschmerzen und (5) eine art
eri
elle Hypertonie. Aus hausärztlicher allgemeinmedizinischer Sicht sehe sie wegen der multiplen Erkrankung keine echte Chance des Einsatzes der Beschwerdeführerin auf dem freien Arbeits
markt.
2.
3
.3
Am 2
8.
Janu
ar 2013 verfasste das
A._
erneut einen Bericht (
Urk.
10). Das
A._
nannte dabei die bekannten Diagnosen. Im Vergleich zum Jahr 2010 sei es aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht zu einer deut
l
i
c
hen Verschlechterung gekom
men. Aus psychosomatischer und psychiatrischer Sicht sei es ebenfalls zu einer deutlichen Zunahme der Schmerzen und der Depression gekommen. Die Beschwerdeführer
in sei zu 100
%
arbeitsunfähig.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin vereinte in der Verfügung vom 1
6.
August 2012
(Urk. 2)
die Glaubhaftmachung einer wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Sie führte als Begründung
hauptsächlich
an, dass da
s
A._
die gleichen Befunde nenne
, welche bereits im psychiatrischen
Teilgut
achten
des
Z._
erhoben worden seien
. Die Beschwerdeführerin lässt hierge
gen
einzig
einwenden, dass gemäss
A._
neu eine mittelgradige depressive Episode vo
rliege, womit eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszu
standes glaubhaft dargelegt sei (
Urk.
1).
3.2
Das
A._
hielt
im Bericht vom 2
5.
Juni 2012
fest
, dass die Beschwerdeführerin neu an einer mittelgradigen depressiven Episode und keiner
Dysthymi
e
mehr
leide und führt
e
zur Begründung diverse Befunde an
(E. 2.
3
.1)
. Das
A._
legt
dabei jedoch nicht dar, welche Befunde sich im Vergleich zum Gutachten des
Z._
vom 2
5.
Juni 2010
verstärkt
hätten bzw. neu hinzugekommen
wären
. Es fällt denn auch auf, dass
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Psychi
atrie und Psychotherapie
, welcher die psychiatrische Begutach
t
ung im
Z._
durchgeführt
hatte,
weitgehend
bereits
die gleichen Befunde
nannte
, we
lche nun auch vom
A._
erhoben w
u
rden. So erwähnte er die HWS und LWS-Beschwerden und die Kopfschmerzen der Beschwerdeführerin (Ziffer 3.5.1), die Schlafstörungen (Ziffer 3.5.2), die Müdigkeit (Ziffer 3.5.2),
die
Kraftlosigkeit, (Ziffer 3.5.2),
die
Antriebslosigkeit (Ziffer 3.
5.2
„im Antrieb eher vermindert“),
die
Motivationslosigkeit
(
Ziffer 3.5.3 „wenig Motivation“),
die
Traurigkeit (Ziffer 3.3.1 „niedergeschlagen“, Ziffer 3.5.2 „bedrückte Stimmung“
und Psychische Anamnese „manchmal traurig, manchmal weniger traurig“
),
die
Konzentrati
onsstörungen
(Ziffer 3.3.1
),
die
Vergesslichkeit (Ziffer 3.3.1 „Die
Gedächtnis
leistungen
sind erschwert“),
den
Schwindel (Medizinische Anamnese, weitere Beschwerden) und
den
Rückzug (Psychische Anamnese „ziehe sich zurück“
,
Urk.
8/46/34-36
).
Hinsichtlich Tagesablauf führte
das
A._
an: „Im Vergleich zu dem Tagesa
blauf im
Z._
Gutachten 12.01.
10 kann die Pat.
h
eute kaum mehr fernsehe
n
, sie könne sich nicht konzentrieren, bleibe häufig im Dunkeln in ihrem Zimmer. 22:00 Bettruhe, dann 1-2 Std.
Einschlafstörungen, Durchschlaf
dan
n 2 Std
., Toilette, nach 30 Min. wieder Versuch zu schlafen, so bis am Mor
gen“ (
Urk.
8/86/2). Hieraus geh
t jedoch kein
ernsthafte
r
Anhaltspunkt für eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin hervor, klag
t
e die Beschwerdeführerin
doch bereits gegenüber
Dr.
C._
über
Einschlaf
- und Durchschlafstörungen.
Sodann überliess sie die
Haushaltsarbei
ten
bereits im Zeitpunkt der Begutachtung vollständig ihrer Schwiegertochter
(
Urk.
8/46/3
3
, vgl. hierzu Angaben des
A._
zum negativen Leistungsbild der Beschwerdeführerin,
Urk.
8/86/3
)
.
Schliesslich ist
zu beachten, dass
die
Beschwerdeführerin im Jahr 2010 noch gar nicht
beim
A._
in Behandlung war (vgl.
Urk.
8/76/2). Die Ärzte des
A._
kennen
den massgeblichen Vorzustand
daher
nicht aufgrund von eigenen Erhebungen. Dies
fällt vorliegend
besonders
ins Gewicht
,
da
die behandelnde Hausärztin
, Dr.
B._
, welche die Beschwer
deführerin seit mehrere
n
Jahren betreut, keine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes
feststellte
, verneint
e
sie im Bericht vom 1
4.
Mai 2012
doch
lediglich eine wesentliche Verbesserung
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
(
E. 2.
3
.2
)
.
Nach dem Gesagten
vermochte die
Beschwerde
führerin
mit den
im Verwaltungsverfahren eingereichten Berichten des
A._
und von
Dr.
B._
eine wesentliche Veränderung de
s
psychischen Gesund
heitszustan
des nicht glaubhaft darzulegen.
Nichts anderes ergibt sich hinsicht
lich der in den beiden Berichten des
A._
über eine mittelgradige depressive Episode hinaus genannten Diagnosen (E. 2.3.1). Soweit die in diesem Zusam
menhang geklagten Beschwerden nicht bereits anlässlich der Begutachtung am
Z._
Berücksichtigung fanden, kann der Einschätzung des Regionalen
Aerztli
chen
Dienstes (RAD) vom
7.
Januar 2011 zu den in einem früheren Verfahren eingereichten Berichten, wonach sich in Bezug auf die zumutbare Arbeitsfähig
keit betreffend das Schulterleiden höchstens eine Einschränkung für
Überkopf
arbeiten
links ergäbe, im Übrigen aber keine neuen Diagnosen oder funktionel
len Einschränkungen beschrieben würden (
Urk.
8/72/2), ohne Weiteres gefolgt werden. Dass sich - und bejahendenfalls inwieweit - aus somatischer Sicht eine Verschlechterung ergeben hätte, wurde denn weder von den Ärzten des
A._
noch von
Dr.
B._
ausgeführt, noch von der Beschwerdeführerin eingewen
det. Mit Blick darauf, dass die klinische Untersuchung der Beschwerdeführerin anlässlich der rheumatologischen Abklärung am
D._ (
Bericht vom
6.
März 2011,
Urk.
8/69) erschwert war, die Beschwerdeführerin daran nur unwillig teilnahm sowie ein auffallendes Schmerzgebaren an den Tag legte, während die degenerativen Veränderungen als
geringgradig
einzustufen waren, ist mit der blossen Nennung der obgenannten Diagnosen eine Ver
schlechterung des gesundheitlichen Zustandes in keiner Art und Weise glaub
haft dargetan.
3.3
Die
Beschwerdeführerin
kann auch aus dem
im Beschwerdeverfahre
n eingereich
ten Bericht vom 28.
Januar 2013
(E. 2.
3
.3)
nichts zu ihren Gunsten ableiten,
hat dieser Bericht doch ausser Acht zu bleiben, da die Glaubhaftma
chung der Verschlechterung des Gesundheitszustandes im
Verwaltungsverfah
ren
vor Erlass der
Nichteintretensverfügung
erfolgen muss (BGE 130 V
64 E. 5.2.5
).
3.4
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse
nicht
glaubhaft gemacht worden ist, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Neuanmeldung vom
20
.
März 2012
nicht
eingetreten ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
4.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) ist abweichend von
Art.
61
lit
. a des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bei Streitigkeiten um die Bewilli
gung oder die Verweigerung von IV-Leistungen das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt. Vorliegend beträgt die Kostenpauschale
Fr.
6
00.--.