Decision ID: 83a20c80-e525-490a-99a8-47db2a351ff1
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1970 geborene
X._
war bei der Bank
Z._
AG
als Büroangestellte tätig
und
deshalb
bei de
n
Basler Versicherungen
für die Folgen von Unfällen
versichert, als sie am 3. September 1998
mit ihrem
Personenwagen des Typs „VW Polo“
auf
den
vor
ihr
fahrenden Personenwagen des Typs „Audi 90“, welcher
vor einer Lichtsignalanlage
abgebremst hatte
,
auf
fuhr
(Urk. 10/3/29
,
10/3/42 ff.
).
Bei einer diagnostizierten
traumatische
n
Diskushernie bei C5/6
mit
Kribbelparästhesien
im Bereich der Hände
wurde am 16. September 1998
im
A._
eine
Spondylodese
bei C5/6 durchgeführt
(
Urk.
10/3/3
).
Ab
Januar 1999
attestierten die behandelnden Ärzte des
A._
wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit
(Urk.
10/3/5
).
1.2
Im
Jahr
2009 machte die Versicherte
gegenüber den Basler Versicherungen
unter Hinweis auf
diverse Beschwerden wie
K
opfschmerzen
,
Schwindel, schnelle Erschöpf
barkeit
, Vergesslichkeit, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen
erneut Leistungsansprüche
geltend
(Urk. 10/3/17)
. Mit Verfügung vom 30. November 2009
(Urk. 10/3/10
f.
) verneinte
n
die Basler Versicherungen
mangels natürlichem Kausalzusammenhang
s
zwischen den aktuell beklagten Beschwerden und dem Unfallereignis im Jahr 1998 eine erneute Leistungspflicht unter Hinweis darauf, dass
keine Brückensymptome vorliegen würden.
1.3
Ab
dem 1. Januar 2013
war
X._
in einem 70%-Pensum
als Sachbearbeiterin beim
B._
-V
erband tätig und
deshalb
bei der AXA Versicherungen AG (AXA) für die Folgen von Unfällen versichert
.
Am 26. März 2013
war die Versicherte als Beifahrerin in einem Personenwagen des Typs „BMW 130i“ unterwegs, als ein nachfolgender Personenwagen des
Typs „Seat Ibiza“
auf
ersteren
auffuhr
(Urk.
10/A4
,
10/A15/1
)
.
Die Versicherte begab sich gleichentags ins Spital
C._
, wo bei beklagten Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit und Schwindel ein
kranio
-zervikales Beschleunigungstrauma diagnostiziert wurde (Urk.
10
/M2,
10
/M21.1).
Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht
, übernahm die Kosten der Heilbehandlung
und richtete
für den infolge attestierter Arbeitsunfähigkeit entstandenen Erwerbsausfall
Taggelder aus (Urk. 10/A12).
Das Arbeitsverhältnis wurde durch d
ie Arbeitgeberin
am 10. Juni 2013 per Ende August 2013
aufgelöst
(
Urk. 10/A
13/1
, 10/A10
).
1.4
Dr. med.
D._
, Facharzt FMH Neurologie,
und
Dr. med.
E._
, Orthopädi
sche Chirurgie und Traumatologie, beratende Ärzte der AXA, nahmen am 25. September 2013 und am 3. Februar 2014 zur medizinischen Aktenlage Stellung (Urk.
10
/M10,
10
/M20). Am 5.
Februar 2014 teilte die AXA der
Versicherten mit,
sie sehe vor,
die
Versicherungsleistun
gen per 15. Februar 2014
einzustellen
und keine Leistungen für psychiatrische/psychologische
Behandlungen zu übernehmen
(Urk. 10/A52). Dagegen erhob die Versicherte
mit Eingabe vom 14. März 2014
Einwände
(Urk. 10/A59).
Nach weiteren medi
zinischen Abklärungen
, im Rahmen derer Dr.
E._
am 3. Juni 2014
erneut
Stellung nahm
(
Urk. 10/M52),
verfügte
die AXA
am 6. Juni 2014
wie angekündigt
(Urk. 10/A67)
.
Die dagegen gerichtete Einsprache der Versicherten vom 2. Juli 2014 (Urk. 10/A68)
wurde
– nach
dem das Dossier zusätzlich dem beratenden Arzt
Dr. med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
zur Beurteilung vorgelegt worden war
(Urk. 10/M26) -
mit Entscheid vom 10. April 2015
abgewiesen (Urk. 2
)
.
2.
Dagegen erhob
X._
am 11. Mai 2015 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben
,
die Taggelder seien über den 15. Februar 2014 hinaus weiter
hin auszurichten und es seien weitere medi
zinische Abklärungen zu tätigen.
Insbesondere sei abzuklären, ob und in wel
chem Zeitpunkt ein nicht weiter verbesserbarer Zustand erreicht worden
sei
und gege
ben
en
falls
sei
von diesem Zeitpunkt an eine Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. September 2015 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom 19. Januar 2016 (Urk. 19)
und
Duplik vom 11. April 2016 (Urk. 25) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
Mit Verfügung vom 4. Mai 2016 wurde der Beschwerdeführerin
die Duplik
zur Kenntnis gebracht
(Urk. 26).
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, verneinte mit Verfü
gung vom 22. Oktober 2014 einen Leistungsanspruch der Beschwerdefüh
rerin. Die von der Versicherten dagegen am 18. November 2014
erhobene Beschwer
de wurde mit heutigem Urteil
abgewiesen
(Prozess-Nr. IV.2014.01219).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.2.3
Diese Beweisgrundsätze gelten auch in Fällen mit Schleuderverletzungen der Halswirbelsäule, Schädelhirntraumata und äquivalenten Verletzungen. Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Ver
letzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie dif
fuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu beto
nen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürli
chen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges
zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3
.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
.3
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden g
esundheitlichen Beeinträchtigun
gen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtspre
chung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen
, wie sie für psychische Störun
gen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bed
eu
tung für die Entstehung der Arbeits- bezie
hungs
weise der Erwerbsunfähigkeit zu
kommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit ande
ren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne
Weiteres
zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Kriteri
en in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als be
i den Kriterien, die das Bundes
gericht in seiner Rechtsprechung (BG
E 115 V 133) für die Beurtei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psy
chischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetr
etenen Beschwerden auf eine Dif
ferenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwer
den medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341
S.
409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
1.4
1.4
.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134
V
231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung auf die Beurteilungen der
Dr
es
.
D._
,
E._
und
F._
und hielt dafür, dass
k
ein
natürliche
r
Kausalzusammenhang zwischen den
noch
geklagten Beschwer
den und dem versicherten Unfallereignis
mehr bestehe. Im angefochtenen Entscheid wurde sodann erwogen, selbst wenn der natürliche Kausalzusammenhang bejaht würde, wäre die Leistu
ngseinstellung zu Recht erfolgt,
da
auch der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den geklagten, nicht objektivierbaren Beschwerden und dem Unfall vom 26. März 2013 in Anwendung der soge
nannten Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133 zu verneinen wäre
(Urk.
2)
.
2
.2
Beschwerdeweise wurde demgegenüber im Wesentlichen vorgebracht
, auf die Beurteilungen der beratenden Ärzte
der Beschwerdegegnerin
, welche befangen seien
, könne nicht abgestellt werden
.
Die Beschwerdegegnerin habe ihre
Unter
suchungspflicht
verletzt, da sie kein polydisziplinäres/interdiszipl
inäres Gut
achten eingeholt habe
.
Gestützt auf die Beurteilungen der beratenden Ärzte sei
nicht
rechtsgenüglich
erstellt, dass seit dem 15. Februar 2014
keine
unfallbe
dingten
Be
schwerden mehr vorliegen würden
.
S
eit dem Unfall vom 26. März 2013
sei
die Beschwerdeführerin
nicht
mehr in der Lage gewesen, eine Arbeits
leistung von mehr als 30 % zu erbringen.
Sie stehe weiterhin in ärztlicher Behandlung.
Es bestehe somit auch über den 15. Februar 201
4 hinaus
ein
Anspruch auf Taggelder (Urk. 1, Urk. 19).
3.
3.1
3.1
.1
Med.
pract
.
G._
, Assistenzärztin Ch
irurgie am Spital
C._
, welche die Beschwerdeführerin nach dem Unfallereignis vom 26. März 2013 behandelte, hielt im Dokumentationsfragebogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 26. März 2013 fest, die Befragung zum Unfallablauf habe keine Anhaltspunkte für eine Bewusstlosigkeit, eine Gedächtnislücke oder eine Angst- oder Schreckreaktion ergeben.
Nach dem Unfall seien Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Übelkeit, jedoch ohne Erbrechen, sowie Müdigkeit aufgetreten.
Die Patientin habe angegeben, bereits vor dem Unfall unter
behandlungsbedürftigen
Beschwerden im Bereich des
Kopfes und des Nackens gelitten zu haben.
Bei der Untersuchung der
Halswir
belsäule
seien
bei der Flexion, Extension sowie der Rechts- und Linksdrehung Schmerzen
beklagt worden
. Ausserdem sei es zu Druckschmerzen im Bereich des Kopfes/Nackens sowie zu Ruheschmerzen gekommen. Die Kopfdrehung sei mit 45 Grad beidseits eingeschränkt
gewesen. D
er Kinn-Sternum-Abstand
habe
bei Flexion 10 cm, bei Extension 15 cm
betragen
.
Die neurologische Untersu
chung habe keine
pathologischen Befunde gezeigt
und d
ie Röntgenuntersu
chung
en
der Halswirbelsäule und die
Densaufnahme
transbuccal
hätten
unauf
fällige Verhältnisse
zur Darstellung gebracht. Med.
pract
.
G._
diagnostizierte
ein HWS-Distorsionstrauma Grad II (gemäss QTF-Klassifikation)
und hielt dafür, d
ie
zumutbare A
rbeitsintensität betrage 100 % (Urk. 10/M21.1).
Im
Bericht des Spitals
C._
vom 31. März 2013 wurde
sodann
festgehalten,
d
er Patientin sei eine stationäre Aufnahme zur Analgesie empfohlen worden, was diese jedoch – sowie jegliche Medikation – abgelehnt habe. Die Patientin habe mitgeteilt, sich weiterhin von ihrem Chiroprakti
k
er behandeln zu lassen
(Urk. 10/M2).
3.
1.
2
Der
Hausarzt
der Beschwerdeführerin, Dr.
H._
, Praktischer Arzt,
teilte mit Bericht vom 29. April 2013 (Urk. 10/M1) mit, die Beschwerdeführerin leide unter Nackenschmerzen, Schwindel sowie einer eingeschränkten Konzentration.
Seit dem 26. März 2013 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Bei der Frage nach der gegenwärtigen Behandlung notierte Dr.
H._
„Schonung“ und empfahl die Durchführung eines neurologischen
Konsils
.
3.1.3
Der behandelnde Chiropraktiker, Dr.
I._
, berichtete am 3. Mai 2013 (Urk. 10/M3), dass es zwischen dem 27. März und dem 26. April 2013 unter
chiropraktischer
und
osteopathischer
Behandlung zu keiner Verbesserung gekommen sei. Seit dem 26. April 2013 sei die Behandlung bei ihm abge
schlossen, da keine funktionellen Blockierungen mehr vorliegen würden. Die Beschwerdeführerin sei zurzeit zu 50 % arbeitsunfähig.
3.
1.
4
Am 3. und 18. Juni 2013
fand
eine
neurologische sowie eine
neuropsychologi
sche Abklärung im
J._
,
K._
,
statt
(
Bericht von
lic
.
phil
L._
, Neuropsychologin, vom 10. Juni 2013 [
Urk. 10/M6
]
,
Bericht von Dr. med.
M._
, Neurologie FMH, vom 6. August 2013 [Urk.
10/M7
]
).
Im Rahmen der
neuropsychologischen
Untersuchung
en
fand
sich
testpsychologisch eine leichte bis mittelstarke Minderleistung in d
er semantischen Wortflüssigkeit
. Die restlichen e
rhobenen kognitiven Funktionen befanden
sich alle im unteren
bis oberen Durchschnittsbereich
.
Die Neuropsychologin hielt fest, d
ie
neuropsychologischen
Befunde, bestehend aus psychometrischen Befunden und klinischer Beobachtung, würden einem kognitiven Normalbefund entsprechen.
Anzumerken sei jedoch, dass die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin deutlich reduziert
gewesen
sei. Die Beschwerdeführerin habe die Aufgaben zwar normgerecht lösen können,
jedoch
während der Untersuchung immer wieder kleine Pausen
benötigt
. Die Beschwerdeführerin habe dabei
über
Übelkeit, Müdigke
it, Kopfschmerzen und Aussetzer
geklagt
. Das Lösen der Aufgaben am Tisch sowie das Bearbeiten von computergestützten
Aufgaben
seien
für sie schlecht möglich gewesen. Die reduzierte Belastbarkeit könne einen negativen Einfluss auf die Gesamtleistungsfähigkeit haben.
Für den Wiedereinstieg in die Arbeit
sei
ein therapeutische
r Arbeitsversuch empfehlenswert (
Urk. 10/M6
S. 4).
Dr.
M._
hielt
mit Bericht
vom 6. August 2013
fest
, die klinischen neurologi
schen und neuropsychologischen Untersuchungsbefunde seien normal
gewesen
. Die während der neuropsychologischen Untersuchung beobachtete verminderte Belastbarkeit illustriere die von der Beschwerdeführerin angegebene rasche Ermüdbarkeit und sei zusammen mit dem erhöhten Schlafbedürfnis, den inter
mittierenden Blackouts und Zitteranfällen, sowie einem bewussten Meiden all
täglicher Umweltreize, suggestiv für eine komplexe Ver
arbeitung des
Unfallge
schehens
.
Dr.
M._
empfahl eine
psychiatrische Mit
beurteilung der Frage nach einer
posttraumatischen Belastungsstörung
und hielt dafür,
i
n Zusammenarbeit mit dem beurteilenden Psychiater
könnte
die Beschwerdeführerin von einer Psychotherapie, gegebenenfalls auch vom Einsatz eines Antidepressivums, profitieren. Aus neurologischer und neuropsychologischer Sicht sei ein
Wieder
einstieg
in die Arbeit, zunächst mit einem Pensum von 30 %
realistisch, wobei das Pensum
nach Massgabe des Verlaufs schrittweise angepasst werde
könne
(Urk. 10/M7 S. 2)
.
3.
1.
5
Gegenüber der Aussendienstmitarbeiterin der Beschwerdegegnerin
klagte die Beschwerdeführerin am 19. Juni 2013 über Kopfweh, Übelkeit, Schwindel,
Kon
zentrationsschwierigkeiten
, Lichtempfindlichkeit, ausgeprägte Müdigkeit, Aus
setzer und Zittern. Auf die Frage nach aktuell durchgeführten Behandlungen teilte die Beschwerdeführerin mit,
es fänden keine Therapien statt
.
Sie nehme stattdessen Vitamine ein, welche sie von
Dr.
H._
erhalte
. Vitamin D
erhalte sie
, damit keine psychischen Beschwerden entstünden.
M
edikamente nehme sie keine ein
. Sie habe ausserdem in der Apotheke
Spagyrik
sowie Magnesium und Calcium geholt
(Urk. 10/A14 S. 2 f.).
3.
1.
6
Dr.
H._
berichtete am
5. September
2013
, die Beschwerdeführerin klage über Kopfschmerzen, Schwindel, Br
echreiz, ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis, eine andauernde
Müdigkeit und Erschöpfung, Konzentrationsmangel,
einen
wirren Kopf, Sehprobleme
,
ein
verlangsamtes Denken und Handeln
sowie über
Gleichgewichtsstörungen. Sie vertrage keinen Stress und nicht viele
Leute und
könne weder
während langer Zeit einem Gespräch folgen
noch
selber sprechen.
Als Diagnosen nannte er eine segmentale Dysfunktion der Halswirbelsäule in mehreren Etagen mit Einbezug der Kopfgelenke mit gestörter Beweglichkeit im Segment und Segmentschmerz, einen Schwindel, ein
myofasziales
Schmerzsyn
drom
der Halswirbelsäule und der mittleren Brustwirbelsäule, einen Zustand nach traumatischer Diskushernie bei C5/6 und einen Zustand nach Diskektomie und
Spondylodese
bei C5/6 (Urk. 10/M9.1 S. 1).
Auf die Frage hin
, welche The
rapien seit dem Unfall vom 26. März 2013 durchgeführt worden seien, berich
tete Dr.
H._
über Chiropraktik, Akupunktur, eine psychosomatische Energetik zur Stabilisierung der psychischen Situation sowie orthomolekulare Medizin zur Stabilisierung der körperlichen Situation.
Er habe
die Beschwerdeführerin vor einer Woche mit
ein
em
Akustikpointer
behandelt, wobei er eine völlige Auflösung sämtlicher segmentaler Dysfunktionen habe erreichen können.
E
ine medikamentöse antidepressive Therapie
lehne die Beschwerdeführerin aktuell ab (Urk. 10/M9.1 S. 3)
.
3.
1.
7
Dr.
D._
, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin,
nahm am
25. September 2013
zu den medizinischen Akten Stellung (Urk. 10/M10). In seiner Stellung
nahme führte er aus,
die
geklagten
Beschwerden seien vollkommen unspezi
fisch. Spannungs
typ
kopfschmerzen seien
vom Neurologen Dr.
N._
bereits im
März 2009 diagnostiziert worden. Dass
zwischen diesen und dem ersten Unfall ein Kausalzusammenhang bestehe,
sei höchstens möglich
, nicht jedoch überwiegend wahrscheinlich. Eine Unfallkausalität zum zweiten Unfall sei nicht gegeben. Die Schwindelbeschwerden
seien sehr unscharf umschrieben und
wür
den
auch sehr inkonstant auftreten. Diese Beschwerden
dürften einem phobi
schem
Schwankschwindel
entsprechen und seien ebenfalls nicht mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit
eine
Folge des Unfalles vom 26. März 201
3.
G
emäss Literatur (Croft et al)
sei
bei einem HWS-Distorsionstrauma mit einem
Kraftgrad Quebec Task-Force II -
wie hier vorliege
nd -
eine vollständige Abheilung innert 26 Wochen
zu erwarten
,
mithin
per 25. September 201
3.
Aus neurologischer Sicht würden keine abklärungsbedürftigen Beschwerden bestehen, welche zumindest mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 26. März 2013
zurückzuführen seien
.
D
er Vorzustand
sei
mit überwiegender Wahrschein
lichkeit
per 25. September 2013
erreicht.
3.
1.
8
Mit
Bericht vom
19. November 2013
(Urk. 10/M13)
teilte
Chiropraktiker
Dr.
I._
mit
, die Beschwerdeführerin sei vom 5. Juli 2012 bis
am
25. März 2013 wegen
Kreuzschmerzen
bei ihm in Behandlung
gewesen
. Die Beschwer
deführerin habe sehr gut auf die Behandlungen reagiert
und sei im März 2013 weitgehend beschwerdefrei gewesen
. Die nach dem zweiten Unfall aufgetrete
nen Beschwerden hätten sich durch seine Behandlungen überhaupt nicht ver
bessert, weshalb er die Behandlung am 26. April 2013 sistiert habe. Nach wei
teren Therapien beim Hausarzt
habe ihn
die Beschwerdeführerin am 9. September 2013
erneut konsultiert
. Auch dieses Mal sei die Therapie
jedoch
insgesamt erfolglos geblieben. Aktuell versuche er, die Wirbelsäule im Segment C2/3 zu behandeln.
3.
1.
9
Eine
in der
Klinik O._
durchgeführte
MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule vom 19. Dezember 2013 zeigte
-
abgesehen vom Status nach
intercorporeller
Fusion bei C5/C6 mit vollständigem
Durchbau
sowie einer
subfusionellen
Degeneration der Bandscheibe mit
mediolinkslateraler
Diskushernie C6/7 und Verlagerung der Wurzel C7
-
normale Befunde. Das dargestellte
Myelon
war
im gesamten Verlauf unauffällig (Urk. 10/M15).
3.
1.
10
Die behandelnden Fachpersonen
des
P._
, Psychotherapeutisches Ambula
torium, wo die Beschwerdeführerin ab dem 22. Oktober 2013 in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung gestanden
hatte
,
berichteten
am 3. Februar 2014
(Urk. 10/M18)
, die Beschwerdeführerin sei bewusstsein
s
klar und in allen vier Qualitäten orientiert
, die Auffassung sei normal und
die
mnestischen
Funktionen unauffällig bis auf
gewisse Jahreszahlen, welche die Beschwerdeführerin in ihrer Biographie nicht abrufen könne oder wolle. Über Konzentrationsstörungen sei subjektiv berichtet worden. Insgesamt sei der for
male Gedankengang kohärent, jedoch eingeengt auf die Symptome und Folgen
des Unfalls vom 26. März 201
3.
Sie
diagnostizierten eine
Anpassungsstörung auf
das
Unfallereignis vom 26. März 2013 (ICD-10 F43.2), DD
eine posttrauma
tische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), sowie einen
Verdacht auf
eine
g
emischte Persönlichkeitsstörung
mit Tendenz zu emotional-instabiler
Persön
lichkeitsstörung
(ICD-10 F60.31)
und teilten mit, die Therapie sei
im gegenseiti
gen Einverständnis beendet worden, d
a kein therapeutisches Bündnis habe installiert we
rden können
.
3.
1.
11
Im Bericht der
Klinik Q._
vom 21. März 2014 (Urk. 10/M22)
,
wo
die Beschwerdeführerin ab dem 17. Februar 2014 in psychotherapeutischer Behandlung stand,
wurde festgehalten,
die Beschwerdeführerin sei wach, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Es bestünden keine Hinweise auf Stö
rungen von Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Das Denken sei eingeengt auf die gesundheitlichen Probleme. Es bestünden Hinweise auf eine depressive Symp
tomatik (Energieverlust, erhöhte Ermüdbarkeit, Gefühle von Schuld und
Scham, vegetative Symptomatik).
Die behandelnden Fachpersonen diagnostizierten einen Verdacht auf Neurasthenie
(ICD-10 F48.0), akzentuiert durch die zweima
lige
Whiplashverletzung
.
Auf die Frage hin, was für
eine Therapie
aktuell durchgef
ührt werde
,
hielten sie fest,
es
fänden
psych
o
therape
utische Gespräche statt (vgl. Urk. 10/A62 und Urk. 10/M22 S. 3).
3.
1.
12
Nachdem Dr. med.
R._
, Facharzt Anästhesiologie,
Klinik Q._
,
bei
Verdacht auf
spondylogene
und
radikuläre
Schmerzen
im Februar 2014 testweise
Infiltrationen
im Bereich der Wirbelsäule
vorgenommen
hatte (Urk. 10/M19, 10/M20, 10/M21), teilte er mit Bericht vom
15. Mai 2014 (Urk. 10/M24)
mit
, es bestehe ein unverändertes Beschwerdebild seit Beginn der Behandlung in der
Klinik Q._
. Ein
zervikospondylogener
Schmerz sowie ein
spondylogener
Kop
fschmerz seien auszuschliessen.
3.
1.
13
Am 3.
Juni 2014 nahm Dr.
E._
, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin,
zu den medizinischen
Akten Stellung (Urk. 10/M25). Er
führte aus
, die in den Röntgenbildern des Spitals
C._
vom
26. März 2013 gezeigte degenerativ veränderte Etage
bei
C6/7 sei Folg
e der
Spondylodese
bei C5/
6.
Die an eine
Spondylodese
anschliessende Etage zeige häufig verme
hrte degenerative Verän
derungen. Dabei
handle sich um eine
n sogenannten „
adjacent
level
di
sease
“,
welcher
sich in den 15 Jahren seit der
Spondylodese
C5/6 ausgebildet habe.
Dies sei
in erster Linie ein radiologischer Befund, welcher nicht zwingend Beschwerden verursache.
Bei der Erstuntersuchung im Spital
C._
hätten
mus
kuläre Verspannungen
bestanden
,
jedoch
weder
neurologische
Ausfälle noch
os
säre
Läsionen
festgestellt werden können
.
Auch Dr.
M._
habe im August 2013 normale
neurologische Befunde erhoben
.
Am 4. September 2013
sei bei der Prüfung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule (Anmerkung: vgl. Befunde des Hausarztes Dr.
H._
, Urk. 10/9.2)
in der Neutralstell
ung eine Rotation nach beiden
Seiten
von je 70 Grad möglich gewesen
,
eine Rotation
in
maximaler Anteflexion und Retroflexion von
je
40 Grad
sowi
e eine Seitenneigung von je 40 Grad
. Bei der Testung sei etwas Schwindel
beklagt
worden. Beim Messen des Kinn-Jugulum-Abstandes sei ein Vermeidungsverhalten wegen Schwindel angegeben worden. Dies kontrastiere allerdings mit
den
Angaben, wonach eine
Rotation in maximaler Ante- und Retroflexi
on möglich gewesen sei und ein annähernd normaler Bewegungs
ausschlag erreicht worden se
i.
Die Versteifung eines Segments habe auf die Beweglichkeit der Halswirbelsäule nur einen gerin
gen Einfluss. Anfangs September sei die Beweglichkeit der Halswirbel
säule frei gewesen
. Die von der
Beschwerdeführerin
vorgebrachten Beschwerden
würden
sich nicht durch Befunde aus dem Fach
gebiet der Orthopädie erklären
lassen
(Urk. 10/M25 S. 1 f.)
.
Die MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule vom
19. Dezember habe
eine
vollständig durchgebaute
Spondylodese
C5/6
sowie eine
Degeneration der Etage C6/7 mit Diskushernie C6/7 mit Verlagerung der Wurzel C7 links
gezeigt, jedoch
keine
Kompression,
was auch
den neurologischen Befunden
entspreche
.
Die Befunde
würden
somit auf der o
rthopädischen E
bene keine Beschwerden
zu
erklären
vermögen
.
Bei dieser Ausgangslage seien in der
Klinik Q._
testweise Infiltrationen durchgeführt worden, um herauszufinden, ob die Schmerzen sich so erklären liessen. Eine Beeinflussung der Beschwerden habe sich jedoch nicht ergeben, so dass
diese Nerven als Ursache der Beschwerden nicht in Frage kämen.
Störungen auf mechanischer Ebene, welche die Beschwerden erklären
könnten
, würden somit nicht vorliegen
(Urk. 10/M25 S. 2)
.
Dr.
E._
hielt abschliessend fest
,
a
us orthopädischer Sicht
seien
keine Folgen des Unfalles vom 26. März 2013 mehr vorhanden. Der Status quo sine sei per 25.
September
2013 erreicht gewesen.
Angesichts der geringen Energie bei der Kollision und der entsprechenden geringen Befunde verneinte Dr.
E._
eine verlängerte
Heilungsdauer trotz Vorzustand (Urk. 10/M25 S. 2 f.).
3.
1.
14
Am 1. September 2014 nahm Dr.
F._
,
beratender Arzt der
Beschwerdegegne
rin
, aus psychiatrischer Sicht zur Aktenlage Stellung (Urk. 10/M26). Er hielt dafür, dass eine posttraumatische Belastungsstörung bereits mangels Vorliegen eines entsprechenden Ereignisses nicht diagnostiziert werden könne. Das Vor
liegen einer Anpassungsstörung sei hingegen nachvollziehbar. Diese
Anpas
sungsstörung
sei angesichts des Umstandes, dass anlässlich der neu
ropsycholo
gischen Untersuchung ein kognitiver
Normal
befund
habe erhoben werden kön
nen und angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin trotz einer gewissen Angst durchaus wieder selber Auto fahre, als eher gering einzustufen, sodass diese Symptomatik spätestens sechs Monate nach dem Ereignis als unterhalb der Schwelle einer Störung mit Krankheitswert einzustufen sei, zumal das Unfallereignis nicht geeignet gewesen sei, um eine länger andauernde oder spezifischere psychopathologis
che Symptomatik zu verursachen.
Da
auch dem behandelnden Psychiater klar gewesen sei, dass die vorliegenden psychopatho
logischen Befunde nicht
alleine
durch das Beschwerdebild einer
Anpassungs
störung
erfasst werden könne,
sei
anlässlich der damaligen Behandlung
die Verdachtsdiagnose einer Persönli
chkeitsstörung geäussert worden
.
Die nun aktuell behandelnde Psychiaterin
ordne die Beschwerden
im Rahmen des Ver
dachts auf eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0) ein. Diese Zuordnung sei nachvoll
ziehbar. Bei der Neurasthenie handle es sich nicht um eine spezifische psychi
sche Reaktion, welche sich nach einem Trauma oder einem ähnlich belastenden Lebensereignis ergeben könne. Das Vorliegen eines notwendigen Auslösers sei nicht erforderlich.
Die psychischen Beschwerden
seien somit nicht mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 26. März 2013 zurückzuführen.
Die Anpassungsstörung habe spätestens sechs Monate nach der Manifestation die Schwelle einer Störung mit Krankheitswert unterschritten. Dementsprechend sei festzuhalten, dass spätestens sechs Monate nach dem Unfallereignis der Status quo sine bezüglich der psychischen Beschwerden im Rahmen dieser Anpassungsstörung eingetreten sei.
3.2
3.2.1
Soweit mit der Beschwerde Taggeldleistungen über den 15. Februar 2014 hinaus verlangt werden, wirft dies die Frage auf, ob die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen hat (E. 1.1).
3.2.2
Nach Art. 19 Abs. 1 UVG und der dazu ergangenen Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall – unter Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld
sowie Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsent
schä
digung
– abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche
rung abgeschlossen sind (BGE 134 V 109 E. 4.1). Was unter einer namhaften Besserung
des Gesundheitszustandes in diesem Sinne zu verstehen ist, bestimmt sich nament
lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wieder
herstellung der Arbeitsfähigkeit, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende
Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3).
3.2.3
Die Beschwerdeführerin
stand
infolge des Unfalles hauptsächlich bei ihrem Hausarzt Dr.
H._
sowie beim Chiropraktiker Dr.
I._
in Behandlung
(vgl. E. 3.
1.
2, 3.
1.
6, 3.
1.
8)
. Ab Oktober 2013
fanden ausserdem psychotherapeutische Gespräche statt
(vgl. E. 3.1.10 f.). M
edikamentöse
Behandlungen
, insbesondere eine medikamentöse antidepressive Therapie,
lehnte die Beschwerdeführerin
wiederholt
ab
(vgl. E. 3.1.1, 3.1.5, 3.1.6)
. Die durchgeführten
Behandlungen
blieben ohne wesentlichen Einfluss auf das geklagte Beschwerdebild. So berichtete Chiropraktiker Dr.
I._
am 3. Mai
2013
und erneut am
19. November
2013, die Behandlungen hätten zu keiner Verbesserung des Beschwerdebildes geführt (vgl. E. 3.
1.
2, 3.
1.
8)
,
die behandelnden Fachpersonen des Psychiatrischen Ambulatoriums teilten am 3. Februar 2014 mit, es sei insgesamt kaum zu Veränderungen der Beschwerden gekommen (Urk. 10/M18 S. 1)
und auch Dr.
R._
berichtete
am
15. Mai 2014
, es bestehe
seit Beginn der Behandlung in der
Klinik Q._
ein unverändertes Beschwerdebild (E. 3.1.12)
.
Entsprechend ist nicht ersichtlich, inwiefern von weiteren Behandlungen noch eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes hätte erwartet werden können. Da die Invalidenversicherung keine Eingliederungsmassnahmen durchführte (vgl.
Sachverhalt E. 3
), stand einem Fallabschluss auf den 15.
Februar
2014
daher nichts im Wege.
Weitere Taggeld- und
Heilbehand
lungsleistungen
waren somit nicht geschuldet.
3.3
3.3.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch auf eine Rente. Aus den vorstehend zitierten medizinischen Unterlagen ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin anlässlich des versicherten Unfallereignisses vom 26. März 2013 keine objektivierbaren strukturellen Verletzungen erlitten hatte.
Etwas anderes geht auch nicht aus den im Beschwerdeverfahren aufgelegten Berichten des Dr. med.
S._
, Facharzt für Radiologie, vom 12. August 2015 (Urk. 20/1) sowie des
T._
vom 15. Dezember 2015 (Urk. 20/2) hervor, zumal ersterer sich für seine Beurteilung wesentlich auf Untersuchungsmethoden stützte, deren Beweiskraft nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft von der Rechtsprechung nicht anerkannt sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.2-5.5, Urteile des Bundesgerichts 8C_409/2009 vom 29. Januar 2010 E. 3.4.2 und 8C_16/2014 vom 3. November 2014 E. 4.2).
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, da
ss Schmerzen,
Druckdolenzen
und
klinisch feststel
lbare Bewegungseinschränkungen
- wie sie von den behandelnden Ärzten beschrieben worden sind - für sich allein kein klar fassbares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen vermögen
(vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge
richts [EVG]
U 9/05
vom 3. August 2005, E
. 4; Urteile des Bundesgerichts U 354/06
vom 4. Juli 2007, E
. 7.2,
U 328/06
vom 25. Juli 200
7, E
. 5.2 sowie
8C_369/2007 vom 6. Mai 2008, E
. 3)
.
3.3.2
Ob die noch geklagten Beeinträchtigungen, welchen kein
unfallbedingtes
organisches Korrelat
zugrundeliegt
, in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum versicherten Unfallereignis stehen (was mit Blick auf die Ergebnisse des
unfallanalytischen Gutachten vom
3
.
Juli 2013
[Urk.
10/A15/1
] eher zu verneinen wäre), kann offen gelassen werden. Denn diesbezüglich ist - anders als bei Gesundheitsschädigungen mit einem klaren unfallbedingten organischen
Substrat, bei welchen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann (BGE 127 V 102 E. 5b/
bb
mit Hinweisen) - eine besondere Adäquanzprüfung vorzunehmen. Für weitere medizinische Abklärungen, um die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zu klären, besteht demnach
entgegen
den
Vorbringen der Beschwerdeführerin
kein
Bedarf
. Ob die Prüfung nach den in BGE 115 V 133 genannten Kriterien (Psycho-Praxis) oder nach den für die Folgen eines Schleudertraumas der HWS, eines Schädelhirntraumas oder einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung in BGE 117 V 359 entwickel
ten und in BGE 134 V 109 präzisierten Regeln zu erfolgen hat, kann offenbleiben, da auch die Beurteilung nach letzterer Praxis - wie im
Folgenden
zu zeigen ist - zur Verneinung der Adäquanz führt.
3.3.3
Die Bestimmung des Schweregrades eines Unfallereignisses erfolgt aufgrund des
augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften, wobei eine objektivierte Betrachtungsweise anzuwenden ist. Nicht massgebend sind die Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem
Unfall
geschehen
zugeordnet werden können. Derartigen, dem eigentlichen
Unfallge
schehen
nicht zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den
Adäquanz
kriterien
Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium bil
denden - Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für - unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende - äussere Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- respektive gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach sich zieht (SVR
2008 UV Nr. 8 S. 26 [U 2/07] E
. 5.3.1).
Beim zu beurteilenden Unfallereignis geht es um eine Heckauffahrkollision mit lediglich geringen Sachschäden an den beteiligten Fahrzeugen (vgl. Urk. 10/A4, vgl. auch Urk. 10/A15/1 S. 2 ff.). Daraus ist zu schliessen, dass nur geringfügige Kräfte gewirkt haben. Im unfallanalytischen Gutachten vom 3
.
Juli 2013 schloss der Gutachter auf eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v) des Personenwagens, in welchem sich die Beschwerdeführerin als Beifahrerin befand, von 3,3 bis 7,6 km/h (Urk. 10/A15/1 S. 9). Es handelt sich somit um einen leichten Unfall
(vgl. dazu Urteil des damaligen
EVG
U 174/03 vom 10
. November 2004
E
. 5)
. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallgeschehen ist daher ohne weiteres zu verneinen.
Selbst wenn das versicherte Unfallereignis vom 26. März 2013 als mittelschwe
rer Unfall an der Grenze zu den leichten qualifiziert würde, wäre die Adäquanz
des Kausalzusammenhangs zu verneinen, da weder mindestens vier der massge
ben
den Kriterien noch eines in ausgeprägter Weise gegeben sind
(Urteile des Bundesgerichts
8C_897/2009 vom 29. Januar 2010
E
. 4.5,
8C_487/2009 vom 7. Deze
mber 2009
E
. 5 und
8C_421/2009
vo
m 2. Oktober 2009 E
. 5.8 mit Hin
weisen):
Der zu beurteilende Unfall hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleit
umständen ereignet, noch war er von besonderer Eindrücklichkeit. Er hatte auch keine
schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge.
Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer
schleudertraumaähnlichen
Verlet
zung der HWS vermag die Schwere oder beso
ndere Art der erlittenen Verlet
zung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf
hiezu
einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Bedeutsam können auch erhebliche Verletzungen sein, welche sich die versicherte Person beim Unfall neben dem Schleudertrauma zugezogen hat. Das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung betrifft in erster Linie aber die erfahrungsgemässe Eignung, eine intensive, dem typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumata entsprechende Symptomatik zu bewirken. Allgemeiner Erfahrung entspricht, dass pathologische Zustände nach Verletzungen der Halswirbelsäule bei erneuter Traumatisierung stark
exazerbieren
können. Eine Distorsion einer bereits durch einen früheren
Unfall vorgeschädigten
Halswir
belsäule
ist daher speziell geeignet, die "typischen Symptome" hervorzurufen, weshalb sie als Verletzung besonderer Art zu qu
alifizieren ist (Urteil des Bun
desgerichts
8C_327/2008 vom 16. Februar 2009 E
. 4.4). Eine entsprechende Qualifikation der erlittenen Verle
tzungen rechtfertigt sich indes
sen nur bei Vor
liegen einer erheblich vorgeschädigten Wirbelsäule (vgl. Urteile des Bundesge
richts
8C_736/2009 vom 20. Januar 2010
E. 4.3.2
,
8C_226/2009 vom 6. November 2009 E
. 5.3.2,
8C_759/2007 vom 14. August 2008 E
. 5.3, und
8C_61/2008 vom 10. Juli 2008 E
. 7.3.2).
Vorausgesetzt wird in der Regel, dass die versicherte Person aufgrund der Vorschädigung unmitt
e
lbar vor dem Unfall zumindest teilweise arbeitsunfähig war (Urteil des Bundesgerichts 8C_783/2015 vom 22. Februar 2016 E. 4.4 mit Hinweisen).
Gemäss Chiropraktiker Dr.
I._
- bei welchem die Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall vom 26. März 2013 in Behandlung
gestanden hatte
– war die Beschwerdeführerin vor dem
erneuten
Unfall weitgehend beschwerdefrei (
vgl.
E.
3.1.8)
. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
war
keine mehr attestiert
worden
(vgl.
auch
Urk. 19 S. 11).
Es ist daher nicht davon auszugehen
, dass die Wirbelsäul
e dermassen erheblich vorgeschä
digt war, dass die am
26
.
März 2013
erlittene H
WS-Distorsion als Verletzung be
sonderer
Art qualifiziert werden könnte
.
Hinweise darauf, dass die
nach links abgewandte Kopfstellung der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 10/A14 S. 1) zu einer besonderen Schwere der Verletzung geführt hätte, ergeben sich
sodann ebenfalls
keine.
Damit ist das Kriterium der Schwere und besonderen Art der Verletzung zu verneinen.
Ebensowenig
liegt eine besondere Schwere der für das Schleudertrauma typi
schen Beschwerden vor; adäquanzrelevant können nur diejenigen Beschwerden sein, die in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentli
chen Unterbruch bestehen, wobei sich deren Erheblichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung beurteilt, welche die verunfallte Person in ihrem Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Da die Beschwerdeführerin sowohl im Rahmen der Erstkonsultation im Spital
C._
als auch
im weiteren Verlauf
keine
rlei
Schmerzmedikamente einnahm (vgl. E. 3.1
.1, 3.1.5
;
Urk. 10/A33
), sind die vorliegend beklagten Beschwerden nicht als erheb
lich im Sinne der Rechtsprechung zu qualifizieren.
Die Beschwerdeführerin
war
infolge des Unfalles bis
zum
Zeitpunkt des Fallabschlusses in ambulanten The
rapien wie Chiropraktik, Akupunktur, Osteopathie, orthomolekulare
r
und
myofasziale
r
Therapie
, wobei
jedoch
wiederholt überhaupt keine Therapien durchgeführt wurden (vgl. E. 3.1
.
3, 3.1.5, Urk. 10/A17).
Ab Oktober 2013
fan
den ausserdem psychotherapeutische Gespräche statt
(vgl. E. 3.1.10 f.)
.
Daneben
wurden
einzig
noch
im Februar 2014
diagnostische
Infiltrationen im Bereich der Wirbelsäule
durchgeführt
(E. 3.
1.
12).
Bei dieser Sachlage kann nicht von einer fortgesetzten und spezifisch belastenden ärztlichen Behandlung
gesprochen werden. Entsprechend sind die Kriterien der ärztlichen Fehlbehandlung, des schwierigen Heilungsverlaufs sowie der erheblichen Komplikationen nicht erfüllt.
Schliesslich ist auch das Kriterium der
erhebliche
n
Arbeitsunfähigkeit trotz ausge
wiesener Anstrengungen
nicht gegeben
.
So sind keine
Anstrengungen der Beschwerdeführerin
ersichtlich
,
nach der erfolgten Kündigung im Juni 2013 (Urk. 10/A13/1)
wieder eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen
(vgl. Urk. 10/A24, 10/A28, 10/A30). Dies, obwohl der behandelnde Chiropraktiker bereits im Mai 2013 eine 50%ige Arbeitstätigkeit für möglich erachtet und auch die Neurologin Dr.
M._
anlässlich der Untersuchung im Juni 2013 die Arbeitsaufnahme
empfohlen hatte (
vgl.
E. 3.
1.2, 3.1.4
).
Da keines der relevanten Kriterien erfüllt ist, wäre der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den noch beklagten Beschwerden und dem versicherten Unfallereignis auch dann zu verneinen, wenn der Unfall nicht als leicht zu qualifizieren wäre.
3.4
Nach dem Gesagten ist
die Beschwerdegegnerin für die noch geklagten Beein
trächtigungen mangels adäquatem Kausalzusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis nicht über den 15. Februar 2014 hinaus leistungspflichtig, wes
halb die Beschwerde abzuweisen ist.