Decision ID: 182ef81e-1955-4eb4-be9e-32ed2239f4be
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968
,
war vermittelt durch die
Y._
(nachfolgend:
Y._
)
während laufender Rahmenfrist zum Leistungsbezug
(
vom 27.
Ju
ni 2013 bis 26.
Juni 2015, Urk. 5/18, Urk. 5/21-22)
in einem
Teil
zeit
pensum
vom 1. Oktober 2013 bis 27. März 2014
für die
Z._
(nachfolgend:
Z._
)
tätig
(Urk.
5/50 S.
2
,
Urk. 5/52-53,
Urk. 5/55).
Am
26.
No
vember 2013
hatte
sich die Ver
sicherte
beim Regionalen
Arbeits
vermitt
lungs
zentrum
(RAV) Zürich
Badener
strasse
telefonisch von der Arbeitsver
mittlung abgemeldet (Urk. 5/28 S. 4).
Am
18.
März 2014
meldete sich
die Versicherte RAV
Zürich
Badenerstrasse
zur Arbeits
ver
mittlung
wieder an, und zwar
ab dem 28. März 2014
für ein 100%iges Arbeitspensum
(Urk.
5/51
). Am
26
. Mär
z 2014
stellte
sie
den
entspre
chenden
An
trag auf
Arbeits
losenentschädi
gung
(Urk.
5/50
).
Mit Verfügung vom
1. September 2014
stellte das Amt für Wirt
schaft und Arbeit (AWA)
die
Ver
sicherte
wegen ungenügen
der persön
licher
Arbeits
be
mühungen
während der
Zeit vor
der Anmeldung zur Ar
beits
ver
mittlung
mit Wirkung ab
31. März 2014
für
18
Tage in der Anspruchsberechtigung ein
(Urk. 5
/
6
)
.
Mit
Einsprache
entscheid
vom 25. November 2014 trat das AWA auf die Einsprache
der Ver
sicherten
vom 21. November 2014 (Urk. 5/8)
gegen die Verfügung vom 1. Sep
tember 2014
(Urk. 5/6) wegen verspäteter Eingabe nicht ein (Urk. 5/
9
). In der dagegen erho
be
nen Be
schwerde vom 5. Dezember 2014
an das
hiesige Gericht (Verfahren Nr.
AL.2014.00233)
beantragte
die Versicherte
, der Ein
sprache
-
entscheid
vom 25. November 2014 sei aufzuheben und die Angelegen
heit sei an das AWA zur materiellen Behandlung zurückzuweisen, eventualiter sei die ur
sprüngliche Einstellungsverfügung aufzuheben
(Urk. 5/11 S. 2)
.
Das AWA
stellte
in der Folge
mit der Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2015 den Antrag auf Ab
schreibung des Verfahrens zu
folge Gegen
stands
losigkeit
(Urk. 5/10)
und reichte den Wiederer
wägungsentscheid gleichen Datums ein, mit welcher
es
den
Ein
sprache
entscheid
vom 25. November 2014
aufgehoben
und
in materiell-rechtlicher Hinsicht die Einsprache
der Versicherten
vom 21. Novem
ber 2014
ab
ge
wies
en hat
(Urk.
2
).
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich schrieb das Verfahren Nr. AL.2014.00233 mit Verfügung vom 22. Januar 2015 als gegen
standslos
geworden
ab (Urk. 5/11 S. 2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
9. Januar 2015
erhob die
Versicherte mit Eingabe vom
23. Januar 2015
(Urk. 1) Be
schwerde und beantragte
,
dieser
sei aufzu
heben;
eventualiter sei die Dauer der Einstelltage angemessen zu redu
zie
ren (Urk. 1 S.
1)
.
Der Beschwerdegegner schloss in der
Beschwerde
antwort
vom
29. Januar 2015
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
4
S. 2).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beur
teilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über d
as Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
2.1.1
Nach
Art.
17
Abs.
1 Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenver
siche
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) muss die versicherte Person, die Ver
sicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigen
falls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühun
gen nachweisen können. Diese Bestimmung regelt allgemein die materiellen Pflich
ten der versicherten Personen. Mit der Formel, der Versicherte habe alles Zu
mutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu ver
kürzen, statuiert sie die Pflicht zur Schadenminderung, aus welcher sich ver
schiedene Einzelpflichten ergeben. Dazu gehört die Pflicht der Versicherungs
leistungen beanspruchenden Person zur Arbeitssuche.
Art.
30
Abs.
1
lit
. c AVIG sanktio
ni
ert eine Verletzung der in Art. 17 Abs.
1 AVIG statuierten
Schaden
min
de
rungspflicht
, insbesondere auch der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu be
mü
hen. Mittels Einstellung in der Anspruchsberechtigung soll dieser Pflicht zum Durchbruch verholfen werden
(BGE 139 V 524 E. 2.1.1 mit Hinweisen).
2.1.2
Aus der Pflicht, den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für die versicherte Person, sich bereits vom Zeitpunkt der Kündigung des frühe
ren Arbeitsverhältnisses an und damit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit intensiv um eine neue Arbeit zu bemühen (ARV 2005 S. 56, C 208/03 E. 3.1; Urteile
des Bundesgerichts 8C_58/2012 vom 6. Juni 2012 E. 2 und
8C_583/2009 vom 22.
De
zem
ber 2009 E. 3.1 mit Hinweisen). Die versicherte Person hat sich dem
entsprechend während einer allfälligen Kündigungsfrist, aber auch generell während der Zeit vor der Anmeldung, unaufgefordert um Stellen zu bemühen
. Sie kann sich insbesondere nicht damit exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeits
suche verpflichtet war und nicht darauf aufmerksam gemacht worden sei
(ARV 2006 S. 295, C
1
38/05 E. 2.1; ARV 1982 S. 37, C
50/81). Bei der Anmeldung hat die arbeitslos gewordene Person den Nachweis ihrer Bemühungen um Arbeit vor
zu
legen (Art. 20 Abs. 1
lit
.
d
der
Verordnung über die obligatorische Arbeits
losen
versicherung
und die Insolvenzentschädigung [
AVIV
]
). Spätestens zu die
sem Zeit
punkt wird sie sämtliche während der Kündigungsfrist getätigten
Stel
lenbewerbungen
einzureichen haben
(BGE 139 V 524 E. 2.1.2)
.
Bei b
efristete
n
Arbeitsverhältnisse
n, welche
mithin
grundsätzlich nicht ge
kün
digt werden
müssen und
automatisch mit dem Ablauf der Vertragsdauer
enden, verlangen d
ie Richtlinien des
Staatssekretariats für Wirtschaft (
SECO
)
den Nachweis von Arbeitsbemühungen in den letzten drei Monaten vor der Be
endi
gung des Arbeitsverhältnisses
(
AVIG-Praxis ALE
,
Stand Januar 2014,
Rz
B314). Dies setzt allerdings voraus, dass das befristete Arbeitsverhältnis min
destens drei Monate gedauert hat. Bei zeitlich befristeten Arbeitsver
hält
nissen soll somit, wie bei den gekündigten Arbeitsverhältnissen, dem in einer solchen Situ
ation bestehenden erhöhten Risiko einer voraussehbaren Arbeits
losigkeit der Betroffenen mit der Forderung nach frühzeitigen Bemühungen um neue Arbeit entgegengetreten
werden (
BGE 141
V 365 E.
4.2
).
2.1.3
Die Eigeninitiative der versicherten Person hat sich laut
Art.
17
Abs.
1 Satz 2 AVIG wenn nötig auch auf ausserberufliche Arbeitsgelegenheiten zu erstrecken. Nach
Art.
16
Abs.
1 AVIG muss der Versicherte zur Schadenminderung grund
sätzlich jede Arbeit unverzüglich annehmen.
Mit Blick auf Art.
16
Abs.
2
lit
. b und d AVIG
ist die
Pflicht zur Stellensuche ausserhalb des bisherigen Be
rufes zu Beginn der Stellensuche noch nicht allzu streng zu handhaben
. Q
uali
fizierten Berufsleuten in gekündigter Stellung
ist daher
das Recht zuzu
billigen ist, ihre persönlichen
Bemühungen zunächst auf ihren bisherigen Berufszweig zu be
schränken, sofern dieser offene Stellen anbietet (
BGE 139 V 524
E. 2.1.3).
Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu ver
meiden oder zu verkürzen, sind die persönlichen Arbeitsbemühungen
der ver
si
cherten Person selbst
, die in der Regel streng beurteilt werden. Es gilt
gewisser
massen
der Grundsatz, dass die Arbeitsbemühungen umso intensiver sein müs
sen, je weniger Aussicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden. Dabei stehen
die
Tatsache
und die
Intensität
des Bemühens
, nicht aber der Erfolg die
ser Bemühungen im Vordergrund (
Gerhard Gerhards, Kommentar zum
Arbeits
losenversicherungsgesetz
,
1987, Bd.
I [
Art.
1-58], N 12
und 14 zu Art.
17
; Urteil des Bundesgerichts
C 351/05 vom
3.
Juli 2006
E. 3.2.1 mit Hinweisen).
2.1.4
Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität ihrer Bewerbungen von Bedeutung.
Eine allgemein gültige Aussage über die erforder
liche Mindestzahl an Bewerbungen ist nicht möglich.
Das Quantitativ der Be
werbungen beurteilt sich
vielmehr
nach den konkreten
,
subjektiven und objek
tiven
Umständen
(
Alter, Schul- und Berufsbildung,
Usanzen
des
betref
fenden
Arbeitsmarktes
, Dauer der Arbeitslosigkeit etc.
)
, wobei in der Praxis durch
schnitt
lich zehn bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel als genü
gend erachtet wer
den (
BGE 139 V 524 E. 2.1.4 mit Hinweis;
Urteil
des Bun
des
gerichts
8C_583/2009
vom 2
2.
Dezember 2009
E. 5.1
).
B
ei sehr qualifizierten Bewer
bun
gen
genügen
etwas
weniger (
Urteil
des Bundesgerichts
C 296/02
vom 2
0.
Mai 2003
E. 3
.2
mit Hinweisen
).
Aus der in Art. 17 Abs. 1 AVIG verankerten allgemeinen
Schadenminderungs
pflicht
ergibt sich zudem für die Zeit vor der Anmeldung bei der Arbeitslosen
versicherung die Pflicht der Versicherungsleistungen bean
spruchenden Person, sich
regelmässig
um Stellen zu bewerben (BGE 139 V 524 E. 4).
2.2
2.2.1
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittel
schwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art.
45 Abs. 3 AVIV).
2.2.2
Der in den Verwaltungsweisungen des SECO als Richtlinie enthaltene
Einstell
raster
(Einstellraster für KAST/RAV, AVIG-Praxis ALE,
Rz
D72 [vom Oktober 2011]) sieht für fehlende Arbeitsbemühungen während einer einmonatigen Kün
di
gungsfrist vier
bis sechs Einstelltage vor (1.B/1), bei zweimonatiger Kündi
gungs
frist acht bis zwölf Einstelltage (1.B/2) und bei über dreimonatiger Kündi
gungs
frist zwölf bi
s achtzehn Einstelltage (1.B/3; BGE 141 V 368 E. 2.3).
Bei ungenügenden Arbeitsbemühungen sieht der Einstellraster
während einer ein
monatigen Kün
di
gungsfrist
drei bis vier Einstelltage vor (1.A
/1), bei zwei
mona
tiger Kündi
gungs
frist
sechs bis acht
Einstellt
age (1.A
/2) und bei über dreimona
tiger Kündi
gungs
frist
neun bis zwölf Einstelltage (1.A/3).
Bei fehlenden Arbeitsbemühungen vor Ablauf eines auf drei Monate befristeten
Temporäreinsatzes
ist die Einstellung in der Anspruchsberechtigung analog dem für Arbeitsverhältnisse mit dreimonatiger Kündigungsfrist geltenden
Einstell
raster
des SECO zu bemessen (BGE 141 V 365 E. 4.5).
2.2.3
Wird die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung einge
stellt, so wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert. Für die Verlänge
rung werden die Einstellungen der le
tzten zwei Jahre berücksichtigt (
Art.
45 Abs. 5 AVIV).
3.
3.1
Der Beschwerdegegner stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
die Beschwerdeführerin
habe
für die
massgebliche Zeit
dauer von drei Monate
n
vor Ende des befristeten Vertragsverhältnisses
am
3
1
. März 2014 insgesamt sechs Arbeitsbemühungen nachgewiesen und sei damit ihrer Obliegenheit, sich bereits vor Eintritt in die kontrollierte Arbeitslosigkeit um die Stellensuche zu kümmern
,
nicht in genügender Weise nach
gekommen. Ent
schuldbare Gründe würden keine vorliegen.
Eine
Arbeits
tätigkeit
während der Zeit vor Eintritt der kontrollierten Arbeitslosigkeit und auch die (zusätzliche) Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben
würden grundsätzlich keine Entschul
digung für ungenügende Arbeitsbemühungen bilden.
Auch sei eine rechtsver
bindliche Zusicherung für eine Anstellung nicht belegt worden.
Der Umstand, d
a
ss
sie bereits zuvor mit Verfügung vom 20. August 2013 wegen ungenügen
der Arbeitsbemühungen für die Zeit vor Eintritt in die kontrollierte Arbeitslo
sigkeit vorüber
gehend in der Anspruchsberechtigung
ein
gestellt wor
den sei,
wirke sich gemäss
Art.
45
Abs.
5 AVIV erschwerend aus. Auch
hätten ihr
daher
ihre Ver
pflichtungen gegenüber der Arbeitslosenve
r
sicherung bekannt sein müs
sen
(Urk. 2 S. 2 f.).
3.2
Die
Beschwerdeführer
in
wendet dagegen ein,
die Einstellung in der
Anspruchs
berechtigung
sei nicht gerechtfertigt, da sie ihrem Verschulden nicht ent
spreche und
willkürlich sei. Der Beschwerdegegner
habe den konkreten Umstände
n
nicht genügend Rechnung getragen und damit ihr Ermessen nicht gewahrt. Als sie die sechsmonatige Stelle angetreten habe, sei
sie
vom RAV
nicht darauf hin
gewiesen worden, dass sie drei Monate vor Ende (der Anstellung) mit der Arbeits
suche beginnen müsse.
Zudem habe ihre Chefin ihr schon früh gesagt, dass die befristete Anstellung mindestens um ein Jahr verlängert werde. Erst Mitte des letzten Monats habe
diese
erklärt, dass es nun doch keine Ver
länge
rung geben werde. Mangels Kenntnis des hiesigen Rechts habe sie sich auf die mündliche Zusage verlassen. Sie habe sich dar
auf sofort beim RAV ange
meldet
(Urk. 1).
3.3
Streitig und zu prü
fen ist, ob
die Beschwerdeführerin
zu Recht wegen unge
nügen
der Arbeitsbemühungen
vor Eintritt der Arbeitslosigkeit
für die Dauer von
18
Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist.
4.
4.1
Der Beschwerdegegner
ging davon aus, dass es sich beim Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin mit der
Y._
um ein per Ende März 2014 befristetes Arbeitsverhältnis gehandelt hat (Urk. 2 S. 2). Aus dem
prozess
orientierten
Beratungsprotokoll des RAV
ergibt sich indes, dass
die Beschwerdeführerin zwar dem RAV zuerst telefonisch gemeldet hat
te
, dass
sie über
Y._
eine 50%ige Stelle bei der
Z._
in A._
mit Antritt am
2.
Oktober 2013 befristet auf sechs
Monate
gefunden habe (Eintrag vom 2
5.
September 2013, Urk. 5/28 S. 4).
Ge
mäss dem Eintrag zum Beratungsgespräch vom 25. Oktober 2013 wurde jedoch
schliesslich
ein Arbeitsvertrag für drei Monate, mithin befristet per Ende Dezember 2013, vorgelegt. Eine Ver
längerung um drei Monate sei zu
gesagt, die Vorgesetzte habe ausserdem bereits von einer einjährigen An
stellung ge
spro
chen (
Urk.
5/28 S. 4).
Dem Einsatzvertrag der
Y._
vom 9. Januar 2014 ist sodann zu entnehmen, dass die Tätigkeit bei der
Z._
ver
län
gert wurde, jedoch ist dort nicht eine befristete Einsatzdauer, sondern eine unbefristete Einsatzverlängerung bei der
Z._
mit Hinweis auf die Kün
digungs
fristen gemäss Ziffer 4.2 des Rahmenarbeitsvertrages angebracht (Urk. 5/53).
4.2
Dies deutet auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis hin,
welches
ge
kündigt wer
den
musste und
nicht
automatisch mit dem Ablauf der Vertragsdauer
,
sondern
mit einer Kündig
ung per Ende März 2014 endete
, so dass nicht
Arbeits
bemü
hungen
für die letzten drei Monate
vor der Be
endigung des Arbeits
verhältnisses
(
AVIG-Praxis ALE
,
Stand Januar 2014,
Rz
B314)
, sondern erst ab der Kündi
gung vorgelegt werden müssten
.
Ein Kündigungsschreiben der
Y._
oder eine entsprechende Meldung der
Z._
liegt nicht vor.
Auch d
ie Be
schwerde
füh
rerin erklärte in der Beschwerde
lediglich
, dass ihr Mitte März 2014 mitgeteilt worden sei, dass doch keine Verlängerung erfolge (Urk. 1).
Es ist somit nicht bekannt, ob und an welchem Tag eine Kündigung erfolgte.
Andererseits ist dem
prozessorientierten Beratungsprotokoll des RAV
zu ent
nehmen, dass die Beschwerdeführerin anlässlich des Beratungsgesprächs vom 15.
Mai 2014
zwei Arbeitsverträge der
Y._
vorlegte,
der erste über die Zeit vom 30.
Sep
tember bis 3
1.
Dezember 2013, der zweite betreffend eine Ver
län
gerung vom
1.
Januar 2014 für weitere drei Monate (Urk. 5/28 S. 2 f.).
Der erste Vertrag liegt nicht bei den Akten.
Ob es sich beim
zweiten
Vertrag um den Einsatzvertrag der
Y._
vom 9. Januar 2014 (Urk. 5/53) han
delte
,
ist nicht klar;
daraus
geht
jedenfalls nicht
hervor
, dass
die Verlän
gerung
lediglich befristete für weitere drei Monate galt.
4.3
4.3.2
Angesichts dieser Aktenlage ist eine abschliessende Beurteilung des Streit
gegen
standes nicht möglich. Die Sache ist daher an
den Beschwerdegegner
zurück
zu
weisen, damit
er
abklärt,
ob es sich
bei der Anstellung ab Januar 2014
um ein befristetes oder ein unbefristetes Arbeitsverhältnis handelte
und - sofern kein zusätzlicher Arbeitsvertrag auf ein befristetes Arbeitsverhältnis schliessen lässt -
wann
dieses
Arbeitsverhältnis von
Y._
gekündigt wurde.
Hierzu sind
von der
Y._
insbesondere auch
alle
Arbeitsverträge
betreffend den Einsatz bei der
Z._
von
Oktober bis Ende März 2014 und der
Rahmen
arbeitsvertrag
der
Y._
einzuholen.
Im Übrigen liegt kein Nachweis für die vom Beschwerdegegner anerkannten sechs per
sönlichen Arbeitsbemühungen in der hier betreffenden Zeit (Urk. 2 S. 2) - abgesehen von der Übersicht über die Kontrollperioden des RAV (Urk. 5/24) - bei den Akten, obschon die Beschwerdeführerin ihre persönlichen
Arbeits
bemühungen
dem RAV
g
emäss dem prozessorientierten
Beratungsproto
koll
des RAV vorgelegt hat (Urk. 5/28 S. 3).
4.3.2
Die Beschwerde ist nach dem Gesagten in dem Sinne gutzuheissen, dass d
er angefochtene
Einspracheentscheid
vom
9.
Januar 2015
(
Urk.
2)
aufzuheben und die Sache
zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen
mit anschlies
send
gegebenen
falls neue
m
Entscheid
über eine Einstellung in der
Anspruchs
berechtigung
an den Beschwerdegegner zurückzuweisen
ist
.