Decision ID: 266ff7af-6236-4511-9c58-7765bc4d3fc5
Year: 2017
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
lungsverfügung auf und wies die Sache zur weiterführenden Sachverhaltsabklärung – zumin-
dest im Sinne der bisherigen Beweisanträge der Beschwerdeführer – an die Staatsanwaltschaft
zurück. In der Folge führte die Staatsanwaltschaft am 1. Dezember 2016 eine Einvernahme mit
C._, am 12. Januar 2017 eine Konfrontationseinvernahme zwischen Aa._, C._
und den Beschuldigten sowie am 5. April 2017 eine Einvernahme mit G._ durch. Mit Ein-
stellungsverfügung vom 15. Juni 2017 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren wieder-
um in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO ein und verwies die Zivilklage auf den Zivil-
weg. Die mit dem eingestellten Verfahrensteil angefallenen Kosten sowie die Kosten der Ein-
stellungsverfügung auferlegte sie dem Staat. Gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO sprach sie
B._ eine Entschädigung von Fr. 5‘264.15 und C._ eine solche von Fr. 4‘426.40 zu.
B. Gegen diese Einstellungsverfügung erhob Aa._ (nachfolgend: Beschwerdeführe-
rin) mit Schreiben vom 29. Juni 2017 beim Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, Beschwerde
mit dem Antrag, es sei die angefochtene Einstellungsverfügung aufzuheben und die Staatsan-
waltschaft sei anzuweisen, die Strafverfolgung gegen die Beschuldigten wieder zu eröffnen und
das Verfahren mit Strafbefehl abzuschliessen oder Anklage zu erheben; es seien die Kosten für
ihre Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt Dr. Manfred Küng gemäss Kostennote vom 29. Juni
2017 zu entschädigen und die mit diesem Verfahren zusammenhängenden Prozesskosten auf
die Staatskasse zu nehmen.
C. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 7. Juli 2017, die Beschwerde
sei abzuweisen, unter o/e-Kostenfolge.
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D. B._ beantragte mit Stellungnahme vom 14. Juli 2017, es sei die Beschwerde voll-
umfänglich abzuweisen, unter o/e-Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.
E. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 21. Juli 2017 wurde festgestellt, dass C._
innert Frist dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, keine fakultative Stel-
lungnahme eingereicht hat.

Considerations:
Erwägungen
1. Eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen bei der
Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, schriftlich und begründet angefochten
werden (Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 EG StPO). Verlangt das
Gesetz – wie vorliegend – die Begründung des Rechtsmittels, so hat gemäss Art. 385 Abs. 1
StPO die Person oder die Behörde, welche das Rechtsmittel ergreift, genau anzugeben, welche
Punkte des Entscheides sie anficht (lit. a), welche Gründe einen anderen Entscheid nahe legen
(lit. b) und welche Beweismittel sie anruft (lit. c). Insbesondere hat sie schlüssig zu behaupten,
dass und weshalb ein Beschwerdegrund gegeben ist. Die beschwerdeführende Partei hat des-
halb in der Begründung mittels eindeutiger Verweisungen auf die vorinstanzlichen Erwägungen
darzulegen, in welchen Punkten der angefochtene Entscheid nach ihrer Ansicht fehlerhaft ist
und auf welchen Gründen ihre Ansicht im Einzelnen beruht (GUIDON, Basler Kommentar StPO,
2. Aufl. 2014, Art. 396 N 9c; CALAME, Commentaire Romand CPP, 2011, Art. 385 N 21). Nach
Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhe-
bung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Partei ist namentlich die
Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Da †Ab._ verstorben ist, scheidet er als
Partei aus. Weil sich die Beschwerdeführerin als Privatklägerin konstituiert hat (act. 01.02.007)
und durch die hier den Beschuldigten vorgeworfene Straftat als unmittelbar beeinträchtigt gilt,
ist sie Partei und zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. Nachdem die Be-
schwerde der Beschwerdeführerin frist- und formgerecht worden ist, ist auf diese einzutreten.
2. Streitgegenständlich ist vorliegend die Frage, ob die Staatsanwaltschaft das Strafver-
fahren gegen die Beschuldigten wegen Betrugs zu Recht eingestellt hat.
2.1 Die Staatsanwaltschaft verfügt die Einstellung des Verfahrens unter anderem, wenn kein
Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO) oder kein
Straftatbestand erfüllt ist (Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO). Der Entscheid über die Einstellung eines
Verfahrens hat sich nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore" zu richten. Dieser ergibt sich
aus dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und
Art. 324 Abs. 1 StPO; BGE 138 IV 86 E. 4.2 S. 91). Danach darf eine Einstellung durch die
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Staatsanwaltschaft nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Prozessvoraus-
setzungen angeordnet werden. Hingegen ist (sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht
in Frage kommt) Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein
Freispruch. Falls sich die Wahrscheinlichkeiten eines Freispruchs oder einer Verurteilung in
etwa die Waage halten, drängt sich in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine
Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Beweis- bzw. Rechtslage hat nicht die Staatsanwalt-
schaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur
materiellen Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz, dass im Zweifelsfall nicht eingestellt
werden darf, ist auch bei der Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten (BGer.
6B_1165/2016 vom 27. März 2017 E. 2.2.1).
2.2 Die Staatsanwaltschaft erwog in der Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2017 unter an-
derem, mit Vertrag vom 7. November 2011 betreffend Entschädigung für eine Finanzierungsga-
rantie sei vereinbart worden, dass die E._ Bank aufgrund von durch die Beschwerdeführe-
rin und †Ab._ geleisteten Sicherheiten der D._ AG einen Kredit von Fr. 250'000.--
gewähre. Am 8. November 2011 habe die F._ Bank zuhanden der E._ Bank zwei
Kreditsicherungsgarantien über einen Betrag von je Fr. 125'000.-- ausgestellt. Am 17./28. No-
vember 2011 hätten die D._ AG als Kreditnehmerin sowie die Beschuldigten als Bürgen
mit der E._ Bank einen Rahmenvertrag für Kredite von Fr. 420'000.-- abgeschlossen. Die-
ser Vertrag sei am 6./17. Dezember 2011 und am 25. Juli/14. August 2012 erneuert worden.
Der Kredit sei am 21. Dezember 2011 im Umfang von Fr. 420'000.-- beansprucht worden und
gleichentags sei ein Betrag von Fr. 425'000.-- mit dem Vermerk ,,Darlehensrückzahlung
G._" zugunsten des Notars J._ überwiesen worden. Am 3. Oktober 2013 habe die
E._ Bank den Rahmenvertrag gekündigt. Die Schulden der D._ AG gegenüber der
E._ Bank hätten sich auf Fr. 389'266.60 belaufen. Weil diese Schulden nicht getilgt worden
seien, habe die E._ Bank mit Schreiben vom 21. Oktober 2013 die F._ Bank aufge-
fordert, den von ihr garantierten Betrag von Fr. 250'000.-- zu zahlen. lnwiefern die Beschuldig-
ten beim dargestellten Vorgehen betrügerisch vorgegangen sein sollten, sei nicht ersichtlich.
Den Beschuldigten habe es nicht an der Absicht gefehlt, bei der D._ AG ernsthaft ein Ver-
kaufsgeschäft zu betreiben, seien doch offenkundig bei der D._ AG effektiv Geschäfte ge-
führt worden. Ob bei der D._ AG diese mit Erfolg betrieben worden seien oder nicht, sei
aus strafrechtlicher Sicht nicht relevant. Ausserdem sei zu beachten, dass sich die Beschwer-
deführerin und †Ab._ für die Gewährung der Bankgarantie eine Entschädigung von sechs
Prozent der Garantiesumme bzw. des Kreditvertrages in Höhe von Fr. 250'000.-- hätten ver-
sprechen lassen. Eine derart hohe Entschädigung in einer Zeit mit niedrigen Zinsen allein für
die Gewährung einer Garantie indiziere, dass die Beschwerdeführerin und †Ab._ von ei-
nem nicht unerheblichen Risiko ausgegangen seien. Zudem würden keine konkreten Anhalts-
punkte bestehen, welche für erhebliche finanzielle Probleme der D._ AG vor der Gewäh-
rung der Garantie durch die Beschwerdeführerin und †Ab._ sprechen würden. Doch auch
wenn solche Probleme bestanden hätten, gehe aus der erfolgten Untersuchung nicht hervor,
dass die Beschuldigten vor der Gewährung der Garantie durch die Beschwerdeführerin und
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†Ab._ gewusst hätten, dass es der D._ AG finanziell schlecht gehe oder dass sie
ernsthaft in Kauf genommen hätten, dass diese in Konkurs gehen würde. lm Gegenteil spreche
Gewichtiges dafür, dass die Beschuldigten ernsthaft an die D._ AG geglaubt hätten. So
hätten sie für den Kredit der E._ Bank nicht nur die von den Beschwerdeführern geleiste-
ten Garantien beansprucht, sondern sich hierzu auch persönlich solidarisch in Höhe von
Fr. 220'000.-- verbürgt. Hätten die Beschuldigten von erheblichen finanziellen Problemen und
dem drohenden Konkurs gewusst, hätten sie diese Bürgschaft kaum geleistet. Ausserdem sei
die Bankgarantie dem vereinbarten Zweck entsprechend für die Auszahlung von G._ ver-
wendet worden. Die Konfrontationseinvernahme vom 12. Januar 2017 sowie die Befragungen
von C._ vom 1. Dezember 2016 und von G._ vom 5. April 2017 hätten im Übrigen
bestätigt, dass die Beschuldigten zwecks möglichst rascher Übernahme der Geschäftsführung
bei der D._ AG G._ hätten loswerden wollen. Die Beschwerdeführerin habe ausge-
sagt, sie habe sich keine Vorstellungen darüber gemacht, wann der Kredit zur Rückzahlung des
Darlehens an G._ verwendet werde. Aus diesen Gründen sei es auch unerheblich, wann
die E._ Bank aufgrund der Bankgarantie den Kredit gewährt habe. Der Straftatbestand des
Betruges sei offensichtlich nicht erfüllt.
2.3 Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber in der Beschwerde vom 29. Juni 2017
zusammenfassend vor, die Staatsanwaltschaft nehme zu Unrecht an, die D._ AG habe
ernsthaft eine Geschäftstätigkeit betrieben. Die Staatsanwaltschaft beziehe sich dabei auf einen
Videobericht des Fernsehens I._, vom tt.mm.2012, in welchem die beiden Beschuldigten
ihr angebliches Erfolgskonzept einem breiteren Publikum vorgestellt hätten. Die Staatsanwalt-
schaft verkenne jedoch dabei, dass diese Fernsehpräsentation Teil der arglistigen Strategie der
Beschuldigten gewesen sei, um unter anderem auch bei der Beschwerdeführerin und
†Ab._ den Eindruck eines erfolgreichen und seriösen Geschäftsmodells bei der D._
AG zu erwecken. Entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft hätten sodann die Be-
schwerdeführerin und †Ab._ aufgrund der sechsprozentigen Verzinsung der von ihnen für
die D._ AG gegenüber der E._ Bank abgegebenen Bankgarantien von total
Fr. 250‘000.-- nicht mit einem erheblichen Risiko einer Inanspruchnahme der Garantie rechnen
müssen. Überdies hätten die Beschuldigten vorgegeben, dass die von der Beschwerdeführerin
und †Ab._ zugunsten der D._ AG geleisteten Bankgarantien lediglich ein übliches
Bankgeschäft darstellen würden. So habe †Ab._ in der Einvernahme vom 28. November
2013 bekundet, die Beschuldigten hätten beteuert, sie würden die Bankgarantie nicht bean-
spruchen. Auch in seinen weiteren Aussagen habe †Ab._ betont, er sei davon ausgegan-
gen, die Bankgarantie habe bloss eine Garantiefunktion und werde gar nie ausgelöst. Wenn
ihm die tatsächliche finanzielle Lage der D._ AG bekannt gewesen wäre, hätte weder er
noch die Beschwerdeführerin einen Garantievertrag unterzeichnet. Die Beschuldigten hätten
ihm nicht pflicht- und wahrheitsgemäss mitgeteilt, dass im Zeitpunkt des Abschlusses der
Bankgarantie für den Erwerb der restlichen Anteile von G._ an der D._ AG immer
noch Fr. 425'000.-- zu leisten gewesen seien und die D._ AG hierfür nicht über genügend
finanzielle Mittel verfügt habe. Den Beschuldigten sei bewusst gewesen, dass sich die D._
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AG in einer finanziellen Schieflage befunden und deshalb das Risiko bestanden habe, dass die
Bankgarantie jederzeit in Anspruch genommen werden könne. Die schlechte Finanzlage der
D._ AG sei denn auch der Grund gewesen, dass die Beschuldigten selbst eine persönliche
Solidarhaftung bei der E._ Bank über Fr. 186'000.-- hätten eingehen müssen. Demnach sei
den Beschuldigten bewusst gewesen, dass die D._ AG die bestellten Bankgarantien sehr
bald nach deren Errichtung in Anspruch nehmen werde. Das arglistige Handeln der Beschuldig-
ten manifestiere sich auch in der Verwendung von verschiedenen Versionen der Geschäftsab-
schlüsse der D._ AG. Laut den sich in den Gesellschaftsakten befindlichen Jahresrech-
nungen habe die D._ AG im Jahr 2010 einen Gewinn von Fr. 87'815.07 und im Jahr 2011
einen solchen von Fr. 105'517.09 erzielt. Demgegenüber weise die D._ AG in den der
Steuerbehörde eingereichten Jahresrechnungen im Jahr 2010 einen Verlust von Fr. 300.28 und
im Jahr 2011 einen solchen von Fr. 531.49 aus. Durch diese unterschiedlichen Jahresrechnun-
gen hätten die Beschuldigten versucht, die finanzielle Lage der D._ AG besser darzustel-
len, als sie tatsächlich gewesen sei. Der Beschwerdeführerin und †Ab._ sei es aufgrund
dieser falschen Jahresrechnungen und dem überzeugenden Auftreten der Beschuldigten als
auch des sehr engen und familiären Vertrauensverhältnisses mit den Beschuldigten faktisch
unmöglich gewesen, die betrügerischen Machenschaften der Beschuldigten zu durchschauen.
In Anbetracht all des Dargelegten könne nicht gefolgert werden, dass eine Beurteilung des
Sachverhaltes und der Rechtslage vor Gericht mit Sicherheit zu einem Freispruch führen wür-
de. Bei einer solchen Ausgangslage sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, Anklage beim Ge-
richt zu erheben.
2.4 Die vorliegende Beweislage präsentiert sich zweifelsfrei wie folgt:
2.4.1 Am 15. April 2009 gründeten G._, B._ und C._ die D._ AG, wobei
G._ die Hälfte sowie B._ und C._ je einen Viertel der Aktien zeichneten
(act. 10.01.014, 10.01.052). Gegen Ende des Jahrs 2011 übernahmen B._ und C._ je
die Hälfte der Aktien von G._ (act. 10.01.016; PD B._ 01.11.033). B._ war vom
15. April 2009 bis zum 26. Juli 2013 und C._ vom 15. April 2009 bis zum 20. März 2014
Mitglied des Verwaltungsrats der D._ AG (act. 40.01.001). Am 7. November 2011 leistete
die Beschwerdeführerin gegenüber der F._ Bank für einen von ihr garantierten Kredit der
E._ Bank zugunsten der D._ AG über Fr. 125‘000.-- eine entsprechende Garantie. Am
gleichen Tag erbrachte zudem †Ab._ gegenüber der F._ Bank für einen von ihm ga-
rantierten weiteren Kredit der E._ Bank zugunsten der D._ AG über Fr. 125‘000.--
eine entsprechende Garantie (act. 01.01.021 ff.). Am 7. November 2011 verpflichtete sich die
D._ AG, der Beschwerdeführerin und †Ab._ für das Erbringen der Bankgarantien eine
Entschädigung in Höhe von sechs Prozent pro Jahr des Kreditbetrags von Fr. 250‘000.-- zu
bezahlen (act. 01.01.029). Mit Kreditsicherungsgarantien Nrn. 1._ und 2._, beide vom
8. November 2011, leistete die F._ Bank als Deckung für einen Kredit der E._ Bank
an die D._ AG eine unwiderrufliche Bankgarantie über einen Betrag von je maximal
Fr. 125‘000.-- für die Dauer bis zum 1. November 2016 (act. 01.01.025 ff.). Mit dem Kreditver-
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trag vom 17. November 2011 räumte die E._ Bank der D._ AG einen Kreditrahmen
von Fr. 420‘000.-- ein. Als Sicherheit für diesen Kredit dienten die Bankgarantien der F._
Bank Nrn. 1._ und 2._ vom 8. November 2011 sowie eine solidarische Bürgschafts-
verpflichtung der Beschwerdeführer vom 18. Oktober 2011 über Fr. 220‘000.--
(act. 31.05.01 ff.). Diesen Kreditvertrag erneuerten die Parteien am 6./7. Dezember 2011 und
am 25. Juli/14. August 2012. Bei der letzten Erneuerung erhöhten sie den Kreditrahmen auf
Fr. 520‘000.-- (act. 31.05.08 ff.). Am 21. Dezember 2011 zahlte die D._ AG das Darlehen
von G._ in Höhe von Fr. 425‘000.-- zurück. Um diese Zahlung tätigen zu können, nahm sie
am 21. Dezember 2011 den Kredit der E._ Bank in der vollen Höhe von Fr. 420'000.-- in
Anspruch (act. 31.02.02, 31.10.001). Die E._ Bank kündigte mit Schreiben vom 3. Oktober
2013 den Kreditvertrag vom 25. Juli 2012 per sofort. Zum 3. Oktober 2013 betrug der Sollsaldo
auf den Konten der D._ AG bei der E._ Bank insgesamt Fr. 381‘697.51 und USD
169.74 (act. 31.10.103, 31.15.005, 31.20.008, 31.25.002). Mit Schreiben vom 21. Oktober 2013
forderte die E._ Bank die F._ Bank auf, den in den beiden Kreditsicherungsgarantien
Nr. 1._ und 2._ garantierten Betrag von total Fr. 250'000.-- zu zahlen. Wegen Eintritts
des Garantiefalls wurden am 31. Oktober 2013 je Fr. 125‘000.-- aus dem Vermögen der Be-
schwerdeführerin und von †Ab._ auf das Konto der D._ AG Nr. 3._ bei der
E._ Bank überwiesen (act. 31.10.103, 10.01.002).
2.4.2 Anlässlich der Befragung vom 28. November 2013 bekundete die Beschwerdeführerin,
sie und †Ab._ hätten die Bankgarantien bestellt, damit die Beschuldigten G._ auszah-
len könnten (act. 10.01.003). Sie habe gedacht, dass die Beschuldigten die Bankgarantie nicht
beanspruchen würden. Die Beschuldigten hätten wiederholt versichert, die Bankgarantie nicht
in Anspruch zu nehmen (act. 10.01.004). In der Einvernahme vom 28. November 2013 führte
†Ab._ aus, er und die Beschwerdeführerin hätten die Bankgarantie errichtet, um den Be-
schuldigten bei der D._ AG den Auskauf von G._ zu ermöglichen (act. 10.01.009). Mit
einer Inanspruchnahme dieser Garantie habe er nie gerechnet (act. 10.01.010). B._ gab
anlässlich der Befragung vom 23. Juli 2015 zu Protokoll, die Bankgarantie sei dazu benutzt
worden, die Auszahlung von G._ zu ermöglichen. Er sei nie davon ausgegangen, dass die
Bankgarantie beansprucht werden könnte (act. 10.01.018). C._ sagte bei der Einvernahme
vom 1. Dezember 2016 aus, die Beschwerdeführerin und †Ab._ hätten gewusst, dass die
Bankgarantie für die Überweisung an G._ verwendet werde. Auf die Frage nach dem Risi-
ko der Inanspruchnahme der Bankgarantie antwortete C._, er habe zu hundert Prozent an
die D._ AG geglaubt (act. 10.01.028 f.). Die Beschwerdeführerin machte bei der Konfronta-
tionseinvernahme vom 12. Januar 2017 geltend, die Beschuldigten hätten angegeben, die
D._ AG benötige eine Bankgarantie für einen Kredit zur Auszahlung von G._. Die Be-
schuldigten hätten dabei ausgeführt, die Bankgarantie werde bloss pro forma zur Kreditsiche-
rung benötigt und auf keinen Fall beansprucht (act. 10.01.039). Aufgrund dieser Beweislage
steht Folgendes fest: Die Bankgarantien der Beschwerdeführerin und von †Ab._ in der
Höhe von Fr. 250‘000.-- hätten ausschliesslich zur Sicherstellung des von der E._ Bank
der D._ AG ausgerichteten Kredits dienen sollen. Überdies war vereinbart, dass die
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D._ AG diesen Kredit zum Auskauf von G._ aus der D._ AG verwenden sollte.
Zudem steht fest, dass die Beschuldigten im Zeitpunkt der Errichtung der Bankgarantie gegen-
über der Beschwerdeführerin und †Ab._ versichert haben, es sei nicht mit einer Inan-
spruchnahme der Bankgarantien zu rechnen.
2.5 Zu den Tatbestandsvoraussetzungen des Betrugs:
2.5.1 Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich
oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unter-
drückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den
Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Ver-
mögen schädigt.
2.5.2 Die Irreführung muss sich auf Tatsachen beziehen. Tatsachen sind objektiv feststehen-
de, vergangene oder gegenwärtige Geschehnisse oder Zustände, welche dem Beweis zugäng-
lich sind. Zukünftige Ereignisse stellen dagegen keine Tatsachen dar, wenn sie noch ungewiss
sind. Wer Äusserungen oder Prognosen über künftige Entwicklungen macht, täuscht somit
nicht, auch wenn sie unwahr sind, d.h. nicht seiner wirklichen Überzeugung entsprechen. Prog-
nosen können aber in Bezug auf die vom Täter zugrunde gelegten gegenwärtigen Verhältnisse
(Prognosegrundlage) eine Täuschung darstellen. Massgebend ist, ob die Äusserung ihrem ob-
jektiven Sinngehalt nach einen Tatsachenkern enthält. Äusserungen oder Prognosen über künf-
tige Vorgänge können zu einer Täuschung führen, wenn sie innere Tatsachen wiedergeben.
Die Zukunftserwartung kann mithin als gegenwärtige innere Tatsache täuschungsrelevant sein
(BGE 135 IV 76 E. 5.1 S. 78 f.; DONATSCH, Strafrecht III, 10. Aufl. 2013, S. 222 f.).
2.5.3 Die Erfüllung des Tatbestands des Betrugs erfordert eine arglistige Täuschung. Betrüge-
risches Verhalten ist strafrechtlich erst relevant, wenn der Täter mit einer gewissen Raffinesse
oder Durchtriebenheit täuscht (BGE 143 IV 302 E. 1.2 S. 304). Dies ist der Fall, wenn der Täter
ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient.
Darüber hinaus wird Arglist auch bei einfachen falschen Angaben bejaht, wenn deren Überprü-
fung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, und wenn der Täter
das Opfer von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umständen voraussieht, dass
dieses die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses un-
terlassen werde. Soweit das Täuschungsopfer den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerk-
samkeit hätte vermeiden können, ist die Täuschung nicht arglistig (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2
S. 154 ff.; 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 f.).
2.5.4 Auf der subjektiven Tatbestandsseite setzt der Tatbestand des Betrugs neben der Be-
reicherungsabsicht Vorsatz voraus, wobei Eventualvorsatz bzw. Eventualabsicht genügt. Vor-
sätzlich handelt, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Eventualvorsätzlich handelt, wer
die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Der Vorsatz
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muss sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale sowie auch auf den sie verbindenden Kau-
salzusammenhang beziehen (BGer. 6B_99/2015 vom 27. November 15 E. 3.5; DONATSCH,
a.a.O., S. 243).
2.6 Nachfolgend ist konkret zu prüfen, ob die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen
die Beschuldigten wegen Betrugs zu Recht eingestellt hat.
2.6.1 Im vorliegenden Fall führten die Beschuldigten zum Zeitpunkt der Errichtung der streit-
gegenständlichen Bankgarantien gegenüber den Beschwerdeführern aus, sie würden nicht mit
deren Inanspruchnahme rechnen. Bei dieser Erklärung handelt es sich um eine Prognose über
eine zukünftige Entwicklung, über welche – wie in E. 2.5.2 dargelegt – grundsätzlich nicht ge-
täuscht werden kann. Trotz ihres Zukunftsbezugs könnten diese Äusserungen der Beschuldig-
ten indes eine Täuschung darstellen, wenn sie auf einem Tatsachenkern beruhen. In der von
den Beschuldigten im Zeitpunkt der Errichtung der Bankgarantien gegenüber der Beschwerde-
führerin und †Ab._ gemachten Äusserung der Nichtinanspruchnahme der Bankgarantien
liegt die Behauptung der Beschuldigten, sie seien der Überzeugung, die D._ AG werde in
Zukunft zahlungsfähig bleiben und deshalb die Bankgarantien nicht beanspruchen. Es fragt
sich, ob die Beschuldigten diese Überzeugung angesichts der damaligen Finanzlage der
D._ AG mit guten Gründen vertreten durften oder ob diese bloss vorgespiegelt war. Zur
Beantwortung dieser Frage ist die wirtschaftliche Situation der D._ AG zum Zeitpunkt der
Errichtung der Bankgarantien zu betrachten. Vorweg ist zu bemerken, dass die D._ AG
dem Konkursamt H._ und der Steuerverwaltung H._ unterschiedliche Versionen ihrer
Jahresrechnungen für die Jahre 2010 und 2011 einreichte (act. 01.10.043, 01.10.047,
01.10.050, 40.20.018, 40.20.037). Gemäss beiden Versionen erzielte die D._ AG im Jahr
2010 einen Handelsertrag von rund 1.5 Millionen Franken sowie im Jahr 2011 einen solchen
von rund 1.8 Millionen Franken. Selbst wenn auf die der Steuerverwaltung H._ eingereich-
ten Jahresrechnungen, in welchen die finanzielle Lage der D._ AG schlechter dargestellt
wurde als in den dem Konkursamt H._ eingereichten Jahresrechnungen, abgestellt wird,
steht fest, dass die D._ AG im Jahr 2010 mit einen Verlust von Fr. 300.28 und im Jahr
2011 mit einen Gewinn von Fr. 531.49 ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftete und nicht
überschuldet war (act. 01.10.041 ff., 01.10.045 ff., 40.20.015 ff., 40.20.034 ff.). Angesichts die-
ser finanziellen Verhältnisse der D._ AG musste zum Zeitpunkt der Errichtung der Bankga-
rantien keineswegs davon ausgegangen werden, die D._ AG werde in die Zahlungsunfä-
higkeit abgleiten und die Bankgarantien müssten deswegen beansprucht werden. Mithin be-
steht kein Grund zur Annahme, die Beschuldigten hätten mit ihrer Erklärung, nicht mit einer In-
anspruchnahme der Bankgarantien zu rechnen, über die Prognosegrundlage getäuscht. Ferner
ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Konfrontationseinvernahme
vom 12. Januar 2017 einräumte, im November 2011 nichts über die finanzielle Situation der
D._ AG gewusst zu haben (act. 10.01.039). Mithin steht fest, dass die Beschuldigten ihr
zum Zeitpunkt des Abschlusses der Bankgarantie keine unrichtigen Bilanzen, Erfolgsrechnun-
gen oder Umsatzzahlen der D._ AG vorgelegt haben. Aufgrund dessen folgt zudem, dass
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sie durch die unterschiedlichen Versionen der Jahresrechnungen der D._ AG für die Jahre
2010 und 2011 nicht getäuscht worden sein kann. So hat die Beschwerdeführerin nie verlangt,
die Jahresrechnung einzusehen noch wurde sie in irgendeiner Form davon abgehalten, Einsicht
in diese zu nehmen. Ferner geht das Vorbringen der Beschwerdeführerin fehl, die Beschuldig-
ten hätten die Geschäfte bei der D._ AG nie ernsthaft betreiben wollen. Die D._ AG
erzielte – wie bereits dargelegt – einen Handelsertrag im Jahr 2010 von rund 1.5 Millionen
Franken und im Jahr 2011 einen solchen von rund 1.8 Millionen Franken. Im Jahr 2013 erwirt-
schaftete sie gemäss der entsprechenden Jahresrechnung einen Handelsertrag von einer hal-
ben Million Franken (act. 01.10.050). Für das Jahr 2012 wurde zwar keine Jahressrechnung
erstellt, jedoch befinden sich die Auszüge des Kontos Nr. 3._ bei der E._ Bank für das
erste, dritte und vierte Quartal des Jahrs 2012 bei den Akten. In den Akten fehlt zwar der Aus-
zug aus diesem Konto für das zweite Quartal, jedoch kann dennoch festgestellt werden, dass
die D._ AG im ersten Quartal und im zweiten Halbjahr des Jahrs 2012 Zahlungseingänge
von insgesamt rund einer Million Franken hat verzeichnen können. Bei diesen Zahlungseingän-
gen handelt es sich zweifelsohne um Verkaufserlöse, zumal diese überwiegend aufgrund von
Vergütungen der SIX Multipay AG vorgenommen worden sind (act. 31.10.002 ff.). Im Übrigen
ist nicht ersichtlich, dass die Beschuldigten übermässige Löhne oder sonstige Bezüge zulasten
der D._ AG getätigt haben. Im Lichte all dessen sind keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit
der Führung der Geschäfte bei der D._ AG durch die Beschuldigten angezeigt. Demnach
kann den Beschuldigten nicht vorgeworfen werden, sie hätten die Geschäftstätigkeit bei der
D._ AG lediglich vorgetäuscht. Dem Gesagten zufolge ist klarerweise eine betrugsrelevan-
te Täuschung der Beschwerdeführerin durch die Beschuldigten nicht ersichtlich.
2.6.2 Aufgrund der Opfermitverantwortung ist im Streitfall auch das Vorliegen von Arglist im
Sinne von Art. 146 StGB zu verneinen. Die Beschwerdeführerin musste wissen, dass die Be-
schuldigten die künftige Entwicklung der D._ AG nicht mit Sicherheit vorhersehen konnten.
Es hätte ihr daher zum Zeitpunkt der Gewährung der Bankgarantie klar sein müssen, dass ein
gewisses Risiko der Inanspruchnahme ihrer Bankgarantie durchaus bestand. Davon ist vorlie-
gend umso mehr auszugehen, als die Beschwerdeführerin die mit der D._ AG vereinbarte
Vergütung eines Betrags in Höhe von sechs Prozent pro Jahr auf der Garantiesumme nicht
anders als eine Entschädigung für das von ihr mit der besagten Bankgarantie eingegangene
Risiko hätte verstehen müssen. Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin dadurch, dass sie we-
der selbst Einblick in die Jahresrechnungen der D._ AG vorgenommen noch eine Fach-
person damit beauftragt hat, grundlegendste Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet. Das Tatbe-
standselement der Arglist liegt offensichtlich nicht vor.
2.6.3 In subjektiver Hinsicht ist zu beachten, dass die Beschuldigten an eine erfolgreiche Zu-
kunft der D._ AG glaubten. So gab B._ anlässlich der Einvernahme vom 23. Juli 2015
zu Protokoll, er sei nie davon ausgegangen, dass die Bankgarantie beansprucht werden könnte
(act. 10.01.018). C._ sagte bei der Befragung vom 1. Dezember 2016 sodann aus, er habe
zu hundert Prozent an die D._ AG geglaubt (act. 10.01.028 f.). Der Glaube der Beschuldig-
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ten an den Erfolg der D._ AG manifestiert sich auch darin, dass sie sich selbst für den
Kredit der E._ Bank zugunsten der D._ AG am 18. Oktober 2011 für einen Betrag von
Fr. 220‘000.-- solidarisch verbürgt haben. Im Lichte all dessen kann nur geschlossen werden,
dass die Beschuldigten einen Vermögensschaden nicht im Sinne einer eventualvorsätzlichen
Tatbegehung in Kauf genommen, sondern eben gerade darauf vertraut habe, dass ein solcher
nicht eintreten wird. Demzufolge ist der subjektive Tatbestand des Betrugs offenkundig nicht
gegeben.
2.6.4 Gesamthaft ist festzustellen, dass ein strafrechtlich relevantes Verhalten der Beschuldig-
ten nicht ersichtlich, mithin der Tatbestand des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB offen-
sichtlich nicht erfüllt, und die Einstellungsverfügung vom 15. Juni 2017, nachdem nunmehr alle
erforderlichen Untersuchungshandlungen vorgenommen worden sind, zu Recht erfolgt ist. Eine
Fortsetzung des Strafverfahrens und eine Anklageerhebung beim Strafgericht käme somit ei-
nem formalistischen Leerlauf gleich. Die Beschwerde erweist sich demzufolge als unbegründet
und ist deshalb abzuweisen.
3. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total Fr. 2‘050.-- (be-
stehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 2‘000.-- und Auslagen von pauschal Fr. 50.--) der
unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und ist ihr keine Ent-
schädigung zuzusprechen.
Der anwaltlich vertretene Beschuldigte B._ ist für seine Aufwände im Beschwerdeverfah-
ren aus der Staatskasse zu entschädigen (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a
StPO, BGE 141 IV 479 E. 1.2). Angesichts des Umfangs und der Schwierigkeit des Beschwer-
deverfahrens ist die Entschädigung des Beschuldigten B._ für den Beizug des Rechtsver-
treters, Daniel Wagner, Rechtsanwalt, auf Fr. 1‘200.-- (inkl. Auslagen und MwSt.) festzulegen.
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