Decision ID: 62c48938-88ee-4156-bab3-b0a62f55a28b
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1978 geborene
X._
absolvierte von 1996 bis 2000 eine Lehre
als Maschinenmechaniker bei der
Firma Y._
(
Urk.
8/7/13 und Urk. 8/7/15).
Danach besuchte er die Rekruten- und die Unteroffiziersschule und arbeitete in verschiedenen
Temporärjobs
(
Urk.
8/21/2-5 S.
3
). Im August 2002 begann er an der
Tanzs
chule
Z._
eine dreijährige Ausbildung zum Bühnentänzer (
Urk.
8/7/11), welche er im Januar 2005 abbrach (Urk.
8/10 S. 4).
In der Folge
handelte er mit Drogen
(
Urk.
8/7/6-10 S. 2)
,
und war
wiederholt in ambulanter und
stationärer Suchtbehandlung (
Urk.
8/7/1-2, 8/7/3-4, 8/7/5, 8/7/6-10, 8/21/2-5 S.
2 f.
und 8/36/1-20 S.
9
). Im März 2012 trat er ins Zentrum für
Sucht
therapie
A._
ein (
Urk.
8/21/2-5 S.
2)
und nahm
eine
Freiwilli
gen
arbeit
im sozialen Bereich auf (Urk. 8/28)
.
A
m 31.
Oktober 2012 meldete
er
sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalide
nversicherung an (Urk.
8/10). Zur Klärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle Auszüge aus dem individuellen
Konto bei (
Urk.
8/2-3 und Urk.
8/29) und holte Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
8/17, 8/21, 8/28 und 8/30). Zusätzlich liess sie den Versiche
rten am 3
0.
Juni 2014 durch Dr.
med.
B._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, begut
achten (Expertise vom
2.
Juli 2014 samt bei der IV-Stelle am 1
8.
Juli 2014 ein
ge
gang
en
e
r
Ergänzung [
Urk.
8/36/1-20 und
Urk.
8/38]). Mit Vorbescheid vom 2
8.
Juli 2014 stellte die Verwaltung die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht
(
Urk.
8/40). Daran hielt sie – auf Einwand
von
X._
hin (
Urk.
8/44
) – mit Verfügung vom 22.
September 2014 fest (
Urk.
8/50 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
3.
Oktober 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm
berufliche Massnahmen zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Ge
währung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S.
2). Mit Beschwerdeant
wort vom 2
6.
November 2014 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be
schwer
de (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 1.
Dezember 2014 zur Kennt
nis gebracht wurde (
Urk.
9). Am
8.
Dezember 2014 zog er sein Gesuch um Ge
wäh
rung der unentgeltlichen Rechts
pflege
zurück (
Urk.
10
und
Urk.
13
). Einen Mona
t später reichte er einen Bericht von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, und der Psychologin
D._
vom Zentrum für
Suchttherapie
A._
nach (Eingabe vom
7.
Januar 2015 [
Urk.
11-12]).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist
einzig
, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf
eine
Umschulung
in den sozialen Bereich an der Höheren Fachschule
E._
nach
Art.
17 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG
)
hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG).
Erwerbs
un
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
glie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliess
lich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss
Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu er
halten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen er
füllt sind (
Abs.
1).
Zu den Eingliederungsmassnahmen gehören unter anderem Massnahmen beruf
licher Art wie die Umschulung (
Art.
8
Abs.
3
lit
. b).
1.
4
Gemäss
Art.
17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (
Abs.
2). Als Um
schu
lung gelten gemäss
Art.
6
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenversi
che
rung (IVV) Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erst
maligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohn
e vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Ver
besserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
1.5
Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut
baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbsein
busse
von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E.
2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 E.
4.2; AHI 2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E. 1 je mit Hinweisen).
1.6
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht
dürfen
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be
stehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem
Be
weis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge
richt folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E.
5b mit
Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Umschulungsbegehrens damit, dass
weder der
nach Abschluss der Lehre als Maschinenmech
aniker
vor
genommene
Berufswechsel
noch
der
Abbruch der Ausbildung zum
Bühnen
tänzer
aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei.
Für die Beurteilung der Arbeits
fä
higkeit des Beschwerdeführers sei
daher
auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hilfspfleger abzustellen
. In dieser sei er zu 100
%
arbeitsfähig, weshalb kein An
spruch auf berufliche Eingliedermassnahmen bestehe (
Urk.
2 und
Urk.
7)
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, er habe sowohl seine Tätigkeit als Maschinenmechaniker wie auch
j
ene
als Tänzer
auf
g
rund eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens
auf
geben müssen
. Dies werde durch die behandelnden Ärzte wie auch durch die Gut
ach
terin
Dr.
B._
bestätigt. Mit einem Arbeitspensum von 80
%
erreiche er seine maximale Arbeitsfähigkeit. Eine Gegenüberstellung des gestützt auf die
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruktur
erheb
ung
en
ermittelten
monatlichen Einkommens eines Maschinen
mechanikers mit
dem ei
ner Hilfskraft im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen ergebe eine
Er
werbs
einbusse
von 20
%
. Werde zusätzlich die um 20
%
eingeschränkte Arbeit
s
fähig
keit berücksichtigt, resultiere eine Einbusse von 36
%
. Sein Anspruch auf beruf
liche Massnahmen – sein Ziel sei
,
eine Ausbildung im sozialen Bereich an der
Höheren Fachschule
E._
zu absolvieren – sei daher ausgewiesen (
Urk.
1
S.
4 ff.).
3.
3.1
Im Hinblick auf die für den
Anspruch auf Umschulung
vorausgesetzte
gesund
heitsbedingte
Mindesterwerbseinbusse von rund 20
%
kann offen bleiben, ob als bisherige Erwerbstätigkeit (vgl. E. 1.5)
die Arbeit als Maschinenmechaniker –
wie vom Beschwerdeführer
vorgebracht
(
Urk.
1 S.
7) – oder als Hilfspfleger –
wo
von die Beschwerdegegnerin ausgeht (
Urk.
2 S.
2
und
Urk.
7 S.
2)
– anzu
neh
men
ist.
Hiezu
ergibt sich Folgendes:
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, führte am 13. Dezember 2012 (
Urk.
8/17) aus, der Beschwerdeführer habe sich in seinem Beruf als Maschinenmechaniker nie „heimisch“ gefühlt (S.
2). Dem Bericht von
Dr.
C._
und dem Psychologen
G._
vom 2
0.
März 2013 (
Urk.
8/21/2-5) kann entnommen werden, dass
dem Beschwerdeführer
die raue Atmosphäre und das „machohafte“ Verhalten
am Arbeitsplatz
zugesetzt haben.
Er habe sich meis
tens deplatziert gefühlt (S.
3
).
Gegenüber der Gutachterin
Dr.
B._
gab der Versicherte alsdann am 3
0.
Juni 2014 an, im Beruf des Maschinenmechanikers habe er nicht arbeiten wollen,
da er sich in der dortigen männlich sozialisierten Umgebung fehl am Platz gefühlt habe
. Er habe sich aufgrund seiner Vorge
schichte und seiner Persönlichkeit nicht im sozialen Berufsmilieu integrieren können
(
Urk.
8/36/1-20 S. 16).
Angesichts dieser Ausführungen
und dem Fehlen von echtzeitlichen medizinischen Unterlagen, welche Anhaltspunkte für eine gesundheitlich bedingte Erwerbsaufgabe bieten,
kann nicht mit dem Beweisgrad
der überwiegend
en Wahrscheinlichkeit (vgl. E.
1.6)
geschlossen
werden, dass der
Beschwerdeführer aus gesundheitlichen
, insbesondere psychischen
Gründen sein
e Tätigkeit als Maschinenmechaniker aufgegeben hat
, zumal
er
jeweils in den
Jah
ren
2002
und
2003
erneut als Maschinenmechaniker tätig war (
Urk.
8/7 S.
16).
Vielmehr
ist davon auszugehen,
dass sich der Versi
cherte
in seinem be
ruf
lichen Umfeld
auf
Dauer
nicht wohl gefühlt
und die ge
wählte
Berufsa
us
bildung nicht seinen
persönlichen
Bedürfnissen entsprochen hat (vgl.
Urk.
8/36/1-20
S. 1).
Dr.
C._
und die Psychologin
D._
sprechen diesbezüglich auc
h von einem Fehlentscheid (
Urk.
12 S.
1
; siehe auch
Urk.
8/17 S.
2
).
Diesen, der Berufsauf
gabe zugrunde liegenden Gründen
kommt aber kein invalidisierender
Charakter zu.
Vor diesem Hintergrund
ist auch die gutachterli
che Beurteilung
betreffend die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
als
Ma
schinenmechaniker
(
Urk.
8/36/1-20 S.
18)
zu verstehen
. So hielt
Dr.
B._
die Wie
deraufnahme der
betreffenden
Tätigkeit angesichts der vom Beschwerde
führer
gemachten
Aus
sage, wonach er sich an das soziale Klima nicht gewöh
nen könne,
für ungünstig
und beurteilte dies
einzig
als im weitesten Sinne mit der Persönlichkeitsstörung begründbar.
Für die Zeit der
T
anzausbildung
bis im Januar 2005 attestierte sie
dementsprechend eine Arbeitsfähigkeit von 100 %, während sie eine frühere
Teil
arbeitsfähigkeit
auf die schweren psychosozialen Auswirkungen des
Suchtge
schehens
zurückführte (Urk. 8/38).
3.2
Dr.
C._
und die behandelnden Psychologen
des Zentrums für
Suchtthera
pie
A._
hielten die Ausübung der Arbeit als Maschinenmechaniker auf
grund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer schon
seit
Jahre
n
nicht mehr im betreffenden Beruf gearbeitet hat
,
und des
rauen Arbeitsklimas, das der
weiteren Genesung hinderlich sei, für nicht mehr zumutbar (
Urk.
8/21/2-5 S.
1,
8/23/2-4 S.
1, 8/28 S.
1
und 8/36/21-22 S.
1)
. Sie
begründeten dies mit den bestehenden Störungsbildern, insbesondere der kombinierten Persönlichkeitsstörung und der
rezidivierenden depressiven Störung (
Urk.
12 S.
1).
Diese Beurteilung ist i
n An
b
e
tracht
dessen
, dass
die Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers bereits wäh
rend seiner erfolgreich absolvierten Lehrzeit bestanden hat (vgl.
Urk.
8/7 S.
15 und
Urk.
12 S.
3)
und keine Anzeichen einer zwischenzeitlich eingetretenen Ver
schlechterung belegt sind, nicht
einleuchtend
.
Die rezidivierende depressive Störung präsentiert sich überdies als weitgehend stabilisiert, wobei zu ergänzen bleibt, dass selbst mittelgradige depressive Episoden praxisgemäss regelmässig als keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andau
ernde Depression betrachtet werden. Leichte bis höchstens mittelschwere psy
chische Störungen depressiver Natur gelten grundsätzlich als therapeutisch
an
gehbar
(Urteile des Bundesgerichts 8C_68/2013 vom 14. Mai 2013 E.
3.5 und 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 E. 4.2.2.1, je mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_213/2012 vom 13. April 2012 E.
3.2).
Nach Lage der Akten
ist zudem
nicht
nachvollziehbar
,
weshalb die psychische Er
krankung des Beschwerdeführers im Beruf des Maschinenmechanikers zur voll
ständigen Arbeitsunfähigkeit führ
en
, in der
anbegehrten
Tätigkeit als Sozialpä
dagoge (vgl.
Urk.
12 S.
3)
hingegen
keine
relevante
n
Auswirkung
en
zeitigen soll
.
Dies gilt umso mehr, als die Wahrnehmung „funktionaler“ Beziehungen am Arbeitsplatz unproblematisch ist (
Urk.
8/30 S. 2).
Ob ein raues Arbeitsklima
– das auch in Unternehmungen im Sozialbereich vor
kommen kann –
herrscht, kommt ausserdem auf den Betrieb im Einzelfall an. Es kann
daher
nicht in pauschaler Form gesagt werden, dass
in Firmen, die
Ma
schinenmechaniker
beschäftigen,
grundsätzlich
ein raues Betriebsklima besteht. Dass sich die Suche nach einer Arbeitsstelle
aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer seit längeren nicht mehr als Maschinenmechaniker gearbeitet hat, als allenfalls schwierig gestalten kann, ist durchaus begreiflich. Für die Be
lange der Invalidenversicherung ist aber einzig ausschlaggebend, ob der als aus
geglichen fingierte Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG), der die
konkrete
Arbeit
s
markt
lage
nicht berücksichtigt und
in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tat
sächlich nicht vorhandene Stellenangebote umfasst
, solche Arbeitsplätze be
reit
hält (
vgl. BGE
134 V 64 E. 4.2.1 mit Hinweis), was zu bejahen ist.
3.3
Dr.
B._
zeigte in ihrem Gutachten vom
2.
Juli 2014 (
Urk.
8/36/1-20) in Kennt
nis der
Vorakten
und der geklagten Beschwerden
sowie durch eine eigene Anamnese- und Befunderhebung
nachvollziehbar
auf, dass der Beschwerde
füh
rer
– der unter keinen körperlichen Einschränkungen leidet (Urk. 8/21/2-5 S.
3 und
Urk.
8/28 S. 2) –
in der aktuellen Arbeit als Hilfspfleger oder in einer ver
gleichbaren Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist.
Hiefür
spricht zudem, dass sich
der Versicherte momentan keiner Psychotherapie unterzieht (
Urk.
8/36/1-20 S.
11)
beziehungsweise eine
r
Medikamententherapie entgegen stellt (Urk. 12 S. 2)
,
was – angesichts der bestehenden Krankheitseinsicht – beweismässig nur so gewertet werden kann, dass keine relevanten psychischen Symptome vorliegen.
Die Gutachterin berichtet denn auch von einer psychischen Stabilität (
Urk.
8/36/1-20
S.
20).
Ausserdem gibt
der Beschwerdeführer selbst an, dass er an fünf Tagen
in der Woche leistungsfähig sein kann
(
Urk.
8/36/1-20 S. 12)
.
Was die divergierende, von
Dr.
C._
am 1
2.
Dezember 2014 vertretene medizinische Ansicht betrifft (
Urk.
12), ist anzumerken, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann.
Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen
Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpre
ta
tionen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
ar
tis
vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1
mit Hinweis). Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizini
schem
Be
handlungs
- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medi
zinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen
und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu an
derslautenden Einschätzungen gelangen.
Anders verhält es sich nur, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der (psychiatrischen) Begutachtung unerkannt geblieben und die ge
eig
net sind, zu einer abweichen
den Beurteilung zu führen (Urteile des Bundes
ge
richts 8C_79/2008 vom 19. August 2008 E.
4.1 mit Hinweis und 9C_24/2008 vom
27. Mai 2008 E. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen)
. Solche Ge
sichtspunkte bringt
Dr.
C._
– bei dem der Beschwerdeführer gar nicht mehr in Therapie zu sein scheint (
Urk.
8/36/1-20 S. 11)
–
jedoch nicht vor. So waren de
r Gutachterin die von
Dr.
C._
genannten Störungsbilder
bekannt und
sie
klärte sie hin
rei
chend ab. Gestützt auf
ihre
eigenen Untersuchungser
gebnisse kam
sie
alsdann
zum nachvollziehbaren Schluss, dass
die psychische
Symptomatik
zu keiner Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als Hilfspfleger (oder in einer vergleichbaren Arbeit) führt
(Urk.
8
/
36/
1-20 S. 18
).
Im Übrigen gibt der Beschwerdeführer seine Arbeit – diesbezüglich spricht er von einer guten Stelle –
lediglich
deshalb auf, weil er sich mehr „Kopfarbeit“ und Möglichkeiten, seine Fähigkeiten einzubringen, wünscht (
Urk.
8/
36/
1-20 S. 10).
4.
Nach dem Gesagten
steht fest, dass der Beschwerdeführer weder in der Tätigkeit als Maschinenmechaniker noch als Hilfspfleger
gesundheitsbedingt
in seiner Arbeitsfähigkeit be
einträchtigt
ist
.
Somit
besteht aus gesundheitlichen Gründen keine Notwendig
keit
für eine Umschulung
, weshalb die Voraussetzungen nach
Art.
17 IVG nicht erfüllt sind. Damit brauchen auch die
spezifischen Vo
raus
setzungen für den Anspruch auf die
anbegehrte
Umschulung
nicht
geprüft
zu werden.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde
.
5.
Die
Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).