Decision ID: 29ab825e-dc71-4f40-a852-3b8fc112f08b
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1991, absolvierte eine KV-Lehre und war bis Ende 2012
als kaufmännische Angestellte in einem Reisebüro tätig (vgl. Urk. 11/15). Am 23. April 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf ein seit August 2011 bestehendes Guillain-Barré-Syndrom bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 11/13). Die IV-Stelle zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 11/18) und
tätigte berufliche sowie medizinische Abklärungen (Urk. 11/16, Urk. 11/19-20
, Urk. 11/25-33, Urk. 11/36). Nach einem mehrmonatigen Auslandaufenthalt arbeitete die Versicherte ab November 2013 im 20-30%-Pensum als Arztsek
retärin im Y._ (vgl. Urk. 11/28, Urk. 11/33, Urk. 11/47/11). In der Folge veranlasste die Beschwerdegegnerin ein polydisziplinäres Gutach
ten (vgl. Urk. 11/43), welches die Z._ am 24. März 2015 erstattete (Urk. 11/47). Gestützt auf die gut
ach
terlichen Ausführungen stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbe
scheid vom 31. März 2015 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus
sicht
(Urk. 11/48). Dagegen erhob diese am 30. April 2015 Einwand (Urk. 11/49) und reichte mit Einwandbegründung vom 8. Juni 2015 (Urk. 11/57) weitere Unterlagen ein (Urk. 11/53-56). Am 25. Januar 2016 nahmen die Gutachter zu den Einwänden der Versicherten Stellung (Urk. 11/70). Am 21. März 2016 reichte die Versicherte eine weitere Stellungnahme samt Beilagen zu den Akten (Urk. 11/75-76). Mit Verfügung vom 19. Juli 2016 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren wie vorbeschieden ab (Urk. 2).
2
.
Dagegen erhob die Versicherte am 13. September 2016 Beschwerde und bean
tragte, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ih
r
eine Teilrente zuzu
spre
chen, eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte
sie
um
Gewährung der unentgeltlichen Pro
zess
führung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands
(Urk. 1).
Mit Eingabe vom 21. Oktober 2016 (Urk. 7) reichte
die Beschwerdeführerin
das
Formular
zur
Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit samt diverser Belege ein (Urk.
8,
Urk.
9
).
Mit Beschwerdeantwort vom
24. Oktober
2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
10
, unter Beilage ihrer Akten, Urk.
11
/1-
87
), was de
r
Beschwerdeführer
in
am
4. November
2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
12
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird,
soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge
gangen
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundes
ge
setzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
ben
de ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zu
ge
mutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim
Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grü
nde anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
ein
ander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizi
ni
schen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin n
icht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beant
wor
tung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; der
selbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss Z._-Gutachten vom 24. März 2015 bestünden keine Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Es bestehe somit kein invalidisierender Gesundheitsschaden. Darüber hinaus liege keine Befangenheit des Gutachters vor und es ergäben sich aus dem Gutachten auch keine Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin vom Gutachter voreingenommen untersucht worden wäre (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin bestritt ihrerseits, dass kein invalidisierender Gesund
heits
schaden vorliege. Dabei brachte sie im Wesentlichen vor, dem neu
ro
logischen Teilgutachten mangle es an Beweiskraft. Der Gutachter sei vorein
genommen gewesen und seine Einschätzungen erschienen willkürlich und nicht nachvollziehbar. Es sei der Einschätzung der behandelnden Ärztin zu folgen, weil sich diese auf die jahrelange Behandlung und Beobachtung des Krankheitsverlaufs der Beschwerdeführerin stütze (Urk. 1).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der leistungsabweisenden Verfügung vom 19. Juli 2016 in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das poly
dis
ziplinäre Gutachten der Z._ vom 24. März 2015 (Urk. 11/47).
Darin werden die bis zur Begutachtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen
Berichte zusammengefasst (Urk. 11
/
47/2-8
), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
3.1.1
Die Beschwerdeführerin wurde
allgemeininternistisch, neurologisch, neuro
psy
chologisch sowie psychiatrisch
untersucht. Die Gutachter
hielten fest, es bestünden keine
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestehe ein mögliches
Painful-Legs-and-Moving-Toes-Syndrom
s
(
PLMT-Syndrom)
(Urk. 11/47/34).
3.1.2
Der neurologische Gutachter, Prof Dr. med. A._, Facharzt für Neu
ro
logie, hielt fest, die Beschwerdeführerin habe während der gesamten Unter
suchung, diskrepant zu ihren anamnestischen Angaben zur hohen aktuellen
Schmerzstärke, nicht schmerzgequält oder anderweitig namhaft beeinträch
tig
t gewirkt. Der klinisch erhobene Befund habe eine bei Ablenkung zu
mindest deutlich geringere Bewegungsunruhe im Bereich der Zehen sowie der Füsse gezeigt. Das prompte Nachlassen bis hin zum Sistieren der Störung bei Ab
lenkung und scheinbarer Abwendung des Untersuchers sowie der fehlende schmerzbeeinträchtigte klinische Eindruck sprächen für einen zumindest antei
lig wesentlichen bewusstseinsnahen demonstrativen Störungsanteil.
Der übrige neurologische Befund
habe
eine ge
ringgradige Reflexauffälligkeit ge
zeigt.
Zeichen einer vegetativen Störung oder einer gravierenden peripher nervalen Beteiligung
hätten sich nicht ergeben.
Insbesondere
würden
die erhaltenen Dehnungsreflexe ein namhaftes peripher nervales
Defektresiduum unwahrscheinlich machen.
Die
in den Vorakten
gestellte Diagnose eines
PLMT-Syndroms
implizier
e
eine konstante
und bei Ablenkung nicht sistie
rende Bewegungsunruhe, was angesichts der gemachten Beobachtungen nicht
zutr
e
ff
e
und zumindest Zweifel an der bisherigen Diagnose rechtfertig
e
. Auch
lasse
sich kein durchgreifender Effekt aller bisherigen Therapien erkennen, was ebenfalls Anlass zu einer kritischen Überprüfung der bisherigen Diag
nose rechtfertig
e
. Letztlich fuss
e
die gestellte Diagnose auf einer rein phäno
menologischen Basis von klinischen Beobachtungen und aus der Literatur bekannten Fallberichten, wobei die Diagnose zu den dystonen Störungen gezählt
werde
und sicherlich keine vielfach beschriebene residuelle Störung nach stattgehabten parainfektiösen Erkrankungen am Nervensystem reprä
sen
tier
e
. Anzumerken
sei
auch, dass eine pa
r
ainfektiöse Erkrankung im Fall der
Beschwerdeführerin
gar nicht belegt worden
sei
. Aktenkundige Berichte, die anhand von Goldstandard-Untersuchungen (klinischer neurologischer Be
fund, Liquor, Bildgebung, Elektrophysiologie) eine aktenkundig unterstellte
Polymyeloradikulitis nachwiesen
,
lägen
nicht vor. Eine Akutbehandlung, wie dies bei derartigen in der Akutphase
in der Regel
erheblich beeinträchtigend
verlaufenden Erkrankungen der Fall sei, werde nicht beschrieben. Die Diag
nose fusse vielmehr weitgehend auf recht spät nach anamnestischem Stö
rungs
beginn erhobenen geringgradigen Auffälligkeiten sowie den subjekti
ven
Störungsangaben.
Eine parainfektiöse entzündliche Erkrankung am Nerven
sys
tem
könne
hier also allenfalls als möglich gelten und die beklagten Be
schwerden und erhobenen Befunde nicht mit der gebotenen Wahrschein
lich
keit erklären. Sicherlich g
ebe
es auch blande Verläufe von Polyradikulitiden, diese
seien
jedoch
in der Regel
ohne b
leibendes Defektresiduum endend.
Die derzeitige Medikation
sei
schon aufgrund der Polypragmasie und des nicht erkennbaren differenzierten Einsatzes nicht rational und nicht nachvollzieh
bar. Leg
e
man die, in der spontanen Verhaltensbeobachtung zu erkennende, allenfalls geringe Bewegungsunruhe der Zehen und den nicht schmerzge
plagten klinischen Eindruck zugrunde,
sei
dies nicht geeignet, die Arbeits
fähigkeit namhaft zu beeinträchtigen
(Urk. 11/47/18-20)
.
Ausdrücklich sei dabei nochmals darauf hingewiesen, dass nicht bestritten werde, dass mög
licherweise ein dystones Krankheitsbild bestehe. Versicherungsmedizinisch sei jedoch dessen Ausprägung und Behinderungsrelevanz zu bewerten, zu
mindest eben dies
e
sei bislang unzureichend verstanden und unzureichend geklärt.
3.1.3
Der psychiatrische Gutachter führte aus, e
in der Schmerzsymptomatik zugrunde liegender erheblicher psychosozialer oder seelischer Konflikt
sei anam
nestisch nicht gegeben und d
er hiesige psychiatrische Befund
sei
ohne namhafte Auffälligkeit. Auch
habe die Beschwerdeführerin
nicht wesentlich schmerzgeplagt
gewirkt und eine
wesentliche Depressivität
sei
nicht zu erkennen
gewesen
. Das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung
sei
ebenfalls nicht wahrscheinlich
, da k
ein seelischer Konflikt
respektive keine namhafte psychosozial
e Belastungssituation
vorlägen sowie
kein namhaft schmerzgeplagter klinischer Eindruck
bestanden habe
. Hinweise für eine anderweitige psychiatrische Erkrankung
fänden
sich nicht. Zusammenfassend
sei
das Vorliegen einer
psychischen
Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit nicht wahrscheinlich und
werde
au
ch aktenkundig nicht attestiert (Urk. 11/47/25).
3.1.4
Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde festgehalten, d
ie hiesige klini
sche Verhaltensbeobachtung
habe
eine wa
che und geistig rege junge Frau gezeigt,
die alle ihr gestellten Aufgaben adäquat und zügig
gelöst habe
. Sie
habe
nicht schmerzgeplagt
gewirkt
und es
hätte
auch keine motorische Un
ruhe der Beine beobachtet werden
können
. Die neuropsychologische Testung
sei
ohne Anhalt für eine namhafte kognitive Störung
gewesen
. Lediglich in der Testung des visuellen Gedächtnisses
habe
sich im verzögerten Abruf ein knapp unterdurchschnittliches Ergebnis
gezeigt
. Der Befund
sei
gering ausge
prägt und angesichts der ansonsten regelrechten weiteren Befunde ohne eigenständigen Krankheitswert.
Die Ergebnisse
stünden
auch in Einklang mit
dem aktenkundigen neuropsychologischen Vorbefund. Eine encephale Erkran
kung
sei
zudem auch
nie
belegt worden. Zusammenfassend
seien
aus neu
ropsychologischer Sicht keine kognitiven Störungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu attestieren
(Urk. 11/47/32-33)
.
Im internistischen Teilgut
achten wurde festgehalten, der erhobene klinische Befund sei ohne Anhalt für eine internistische Erkrankung gewesen. Bei der Untersuchung seien kein Schonsitz, kein schmerzbeeinträchtigter klinischer Eindruck und auch keine Unruhe der Beine zu erkennen gewesen (Urk. 11/47/12-13).
3.1.5
Die Gutachter hielten zusammenfassend fest, internistisch und psychiatrisch bestünden aktenkundig und angesichts der hiesigen Befunde keine namhaf
ten Erkrankungen.
Eine namhafte kognitive Störung
lasse
sich ausweislich der hiesigen neuropsychologischen Untersuchung ebenfalls nicht objekti
vie
ren und
sei
auch nicht behauptet.
Neurologischerseits ergebe sich aus dem objektiven klinischen Befund keine überwiegend wahrscheinliche behinde
rungs
relevante Gesundheitsstörung.
Die aktenkundige Erwägung einer statt
ge
habten parainfektiösen Erkrankung des Nervensystems als Ursache der beklagten Beschwerden
sei
als möglich, nicht jedoch als überwiegend wahr
scheinlich anzusehen. Das allenfalls als möglich anzusehende PLMT-Syndro
m
sei aufgrund der geringen objektiven Ausprägung nicht geeignet, die Arbeit
s
fähigkeit namhaft
einzuschränken.
Auffällig
seien
eine deutliche Diskrepanz zwischen anamnestisch reklamierten Schmerzen und fehlender Schmerzbe
ein
trächtigung im klinischen Eindruck sowie eine Inkonsistenz in der dar
gebotenen motorischen Störung der Füsse. Hier
sei
zumindest ein wesent
licher bewusstseinsnaher de
monstrativer Störungsanteil zu
erwägen und in der Bewertung der Arbeitsfähigkeit
mit zu berücksichtigen (Urk. 11/47/33).
Bereits
im Jahr
2012
sei
auf erhebliche Inkonsistenzen in der Untersuchung der
Beschwerdeführerin
hingewiesen und keine Arbeitsunfähigkeit
attestiert worden. Die Gutachter kamen zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in allen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei nicht notwendig (Urk. 11/47/35).
3.2
Im einwandweise eingereichten Bericht vom 6. Mai 2014 (Urk. 11/53/3-9) hielten die Ärzte der Klinik für Neurologie des B._ fest, a
namnestisch best
ünde
n Hinweise auf eine akute Polyradiku
lon
euritis im Anschluss an mehrere grippale Infekte Anfang 201
1.
Die initiale Schwäche an Armen und Beinen
habe
sich rasch zurück
zurückgebildet. I
m Verlauf
hätten
sich neuropathische Schmerzen und unwillkürliche Bewe
gungen der Zehen aus
gebildet
. Klinisch-neurologisch
hätten
sich in Ruhe permanente unwillkürliche Bewegungen der Zehen mit teilweise schrauben
förmigem, teilweise kloniformem Charakter
gezeigt
. Die Beschwerden und die Klinik könnten zu einem
PLMT-S
yndrom passen, d
ie Geschwindigkeit der Bewegungen erschein
e
jedoch
etwas schnell für ein typisches
PLMT-S
yn
drom
. Ätiologisch
sei
das
PLMT-S
yndrom als
Folgeerscheinung der Polyradi
kulitis möglich.
Eine
zerebrale und spinale Bildgebung
sei
bereits erfolgt
sei.
Die orientierend
durchgeführte Untersuchung habe
weiterhin eine leichte Re
d
uktion der CMAP-Amplitude des linken N
ervus peroneus gezeigt.
Die Tibialisneurographie links
sei
unauffällig
gewesen
.
3.3
Am 5. Juni 2015 (Urk. 11/53/10-11) nahm die behandelnde Neurologin der Beschwerdeführerin, Dr. med. C._, im Auftrag des Rechtsver
tre
ters der Beschwerdeführerin zum Gutachten Stellung. Sie führte unter anderem aus, i
n der neuro
l
ogischen Anamnese
würden
die
für die Gesamt
beurteilung relevante
n
Angaben unter Berücksichti
gung der Fremdanamnese vermisst. Die Befunde seien klinisch vollständig und fachlich korrekt erhoben worden, allerdings sei die Interpretation diskussionswürdig.
Die Diagnose
PLMT-S
yndrom
werde
klinisch gestellt
. Die Diagnose sei im B._ und auch durch die Literatur bestätigt worden. Sie könne
nach einer
Polyradikulon
europathie
auftreten oder auch spontan entstehen. Die Symptomatik fluk
tui
ere
star
k. Auch im vorliegenden Fall sei
die Ausprägung w
ä
hrend de
r
regelmässig erfolgenden Konsultationen nicht immer gleichermassen ausge
prägt
. Dies sei nicht
als Zeichen einer Simulation, sondern der Wechsel
wir
kung zwischen der ephaptischen
Exzitation in den beschädigten
betreffenden Fasern und einer abnormen Impulsübertragung i
n den
peripheren sympathi
schen und sensiblen Nerven sowie einer Reorganisation der zentral
en Signal
verarbeitung einschlies
slich der Bahnen im Bereich der Hinterstränge, im ventralen Thalamus und im somatosensorischen Cortex anzusehen. Ab dem Zeitpunkt der Erstkonsultation im August 2011
habe
im Verlauf eine suk
zessive Besserung der Muskelkra
ft, bei einem Spontanverl
auf nach
Poly
ra
di
kulitis
unterstützt d
urch Aufbautraining stattgefunden
. Entsprechend der
Patho
physiologie des PLMT-Syndroms bleibe die symptomatische Behand
l
ung schwierig, wobei die Kombinationstherapie bestehend aus Pregabalin, Prami
pexol
und Intervall-Behandlungen mit
Botox bislang die beste
n
Wirkungen
gezeigt habe.
Au
fgrund des Beschwerdebildes
und
des bisherigen Verlaufes
sei e
ine absehbare Heilung
nicht wahrscheinlich. Ei
ne längerfristige Ein
schrän
kung der
Arbeitsfähigkeit
sei
sehr wahrscheinlich. Die Beschwerde
führerin sei zurzeit zu 50 % arbeits
un
fähig.
3.4
Dr. med. D._, Fachärztin FMH für Anästehsie, spez. Schmerztherapie, der E._, führte am
2. November 2015 (Urk. 11/64) aus, bei der Beschwerdeführerin bestünde wegen
der Schmerzen ein hoher Leidensdruck. Es sei versucht worden, das Medikament Cymbalta zu reduzieren, wobei es dadurch zu einer ausge
präg
ten Schmerz
exazerbation
gekommen sei und die Beschwerdeführerin nicht mehr habe schlafen und arbeiten können. Man habe mit der Beschwerde
führerin besprochen, dass die Opioiddosis wegen der Toleranzentwicklung möglichst tief bleiben sollte. Zurzeit sei der Antrag für eine Cannabis-The
rapie beim Bundesamt für Gesundheit noch hängig.
3.5
In ihrer Stellungnahme vom 25. Januar 2016 (Urk. 11/70) äusserten sich die Gutachter zu den Einwänden der Beschwerdeführerin im Wesentlichen dahin
gehend, dass
das Beschwerdebild sachlich anhand der tatsächlichen klinischen Beobachtungen und vorliegenden Aktendaten abgewogen
worden sei. Die Einwände zum Gutachten seien tatsachenwidrig, irreführend und falsch. Insbesondere sei im Gutachten darauf hingewiesen worden worden,
dass nicht bestritten werde, dass möglicherweise ein dystones Krankheitsbild bestehe
, versicherungsmedizinisch jedoch dessen Ausprägung und Behinde
rungsrelevanz zu bewerten sei
.
Der
Beschwerdeführerin
seien nicht
eine Erkrankung oder Gesundheitsstörung pauschal abgesprochen und stattde
ssen eine Simulation attestiert worden.
De
r Rechtsvertreter
habe selbst
einge
räumt, d
ass d
ie Ausprägung der Störung
der Beschwerdeführerin
variabel
sei
und auch in einer mehrstündigen Untersuchung möglicherweise nicht gra
v
ie
rend zu Tage trete
, was
auch
das seitens der Gutachter vorgetragene Argu
ment einer nicht ausreichend überzeugenden Beeinträchtigung zu unter
stützen
vermöge.
Auch
der Bericht der Klinik für
Neurologie des
B._
vom Mai 2014 enth
alte
keine Bestätigung einer definitiven Erkrankung auf dem Boden einer Polyradikul
i
tis.
Es werde
vielmehr aus
geführt
,
dass
ein
PLMT-S
yndrom als
Folgee
rscheinung der Polyradikulitis möglich sei. D
ie berich
teten elektrophysiologischen Befunde
seien
unspezifisch
gewesen
. Weiter
sei lediglich ausgeführt worden, dass
die Beschwerden und die Klinik
zu einem
PLMT-S
yndrom passen könnten
.
Damit stütze der Bericht bei
näherer Prü
fung vielmehr die Auffassung der Gutachter. Die Berichte
von Dr. C._
seien
von de
n Gutachtern
zur Kenntnis genommen und diskutiert
worden
.
Es liege somit
kein Mangel hinsichtlich der Gründlichkeit in der Darstellung der Anamnese und der Vorberichte
vor
. In ihren
Berichten aus den Jahren 201
1 und 2012 stell
e
Dr. C._
mehrmals
die Verdachtsdiagnose einer stattge
habten Polyradikulitis
und damit keine
definitive Diagnose.
Dies unter
scheide sich
nicht wesentlich von der gutachterlichen Einschätzung einer möglichen Gesundheitsstörung unklarer
Ursache und unklarer Ausprägung (Urk. 11/70/2-3)
.
Die Gutachter hielten abschliessend fest, im
Fall
e
einer objek
tivierten Verschlechterung
sei
eine nochmalige Evaluation sinnvoll.
Dies könne
auch im Rahmen einer nochmaligen gutachterlichen Überprüfung in circa einem halben Jahr erfolgen. An
der
Beant
wortung der Gutachten
fragen ergebe
sich jedoch nach jetzigem Kenn
tnisstand keine Änderung (Urk. 11/70/4).
3.6
Dr. med. univ. F._, Facharzt für Neurologie, des Regionalen Ärzt
lichen Dienstes (RAD) hielt in den Stellungnahmen vom 27. März 2015 (Urk. 11/58/6) sowie vom 29. April 2016 (Urk. 11/78/5) fest, in medizinischer Hinsicht seien die Ergebnisse des Gutachtens nachvollziehbar.
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das poly
disziplinäre Z._-Gutachten vom 24. März 2015 (Urk. 11/47, E. 3.1) abge
stellt hat. Die Beschwerdeführerin bringt verschiedene formelle und mate
rielle Einwände gegen das neurologische Teilgutachten von Prof. Dr. A._ (vgl. E. 3.1.2) vor. Das internistische, das psychiatrische wie auch das neuro
psychologische Teilgutachten blieben unbeanstandet.
4.2
In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin, das
neurologische Teil
g
ut
achten
sei nicht beweiswertig, da
Prof. Dr. A._ voreingenommen respektive vorbefasst gewesen sei. Einerseits sei der Gutachter früher ein Mitarbeiter von Dr. C._ gewesen und habe die Arbeitsstelle unter negativen Umstän
den verlassen müssen. Andererseits habe er im persönlichen Umgang mit der Beschwerdeführerin mehrere Grenzen überschritten, was diese als schlechten Stil respektive unhöflich empfunden habe. Die Beschwerdeführerin habe den Gutachter als zynisch empfunden und das Gefühl gehabt, dass er ihre Krank
heit nicht ernst nehme. Die Voreingenommenheit zeige sich auch im persön
lich gefärbten Sprachstil, in welchem das Gutachten verfasst worden sei (Urk. 1 S. 8). Schliesslich liege der Verdacht der Voreingenommenheit auch aufgrund des Umstands, dass der Gutachter dermassen stark von den Mei
nungen der behandelnden Ärzte abweiche, nahe (Urk. 1 S. 12).
4.3
Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen
Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Be
fangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsächlich be
fangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen ver
mögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Ge
wichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 93 E. 7.1, 120 V 357 E. 3).
4.
4
Das
Verhalten eines fachärztlichen Gutachters
während der Exploration kann objektiv den Anschein von
Befangen
heit erwecken. Zu denken ist etwa an Äusserungen, welche die
Glaubhaftigkeit der Angaben der versicherten Per
son
zum Gesundheitszustand und zur Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit von vornherein mehr oder weniger offen verneinen, abschätzige Bemer
kung
en persönlicher Natur oder unter Umständen die Art und Weise, wie die Untersuchung durchgeführt wird.
Auch
kann die Abfassung einer medi
zini
schen Expertise in beleidigendem Ton oder sonst auf unsachliche Art und Weise objektiv Zweifel an der Un
voreingenommen
heit der
sachverständigen
Person wecken (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_905/2011 vom 6. Juni 20
12 E. 4.2).
4.5
Vorliegend sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die objektiv betrachtet den
Anschein einer Befangenheit respektive Voreingenommenheit von Prof. Dr.
A._
zu erwecken vermöchten. Der Umstand, dass der Gutachter den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge in der Vergangenheit mit der sie behandelnden Ärztin zusammengearbeitet hat, vermag für sich alleine noch keine Vorbefasstheit zu begründen. Dies umso weniger, als die Beschwerde
führerin die „negativen“ Umstände, unter denen gemäss ihrer Aussage die Zusammenarbeit beendet worden sei, nicht konkret erläutert. Im Weiteren wies Dr. C._ in ihrer Stellungnahme vom 5. Juni 2015 (vgl. E. 3.3), in welcher sie sich ausführlich mit dem neurologischen Teilgutachten ausein
andersetzte, mit keinem Wort auf eine allfällige Befangenheit von Prof. Dr. A._ ihr gegenüber hin. Auch in der Einwandbegründung vom 8. Juni 2015 (Urk. 57) wurde eine Befangenheit aufgrund eines schwierigen persön
lichen Verhältnisses zwischen Gutachter und behandelnder Ärztin nicht the
matisiert (vgl. Urk. 57/5-6).
Was die Beschwerdeführerin zu einer ihr entgegengebrachten, persönlichen Voreingenommenheit vorbringt, vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Die Beschwerdeführerin behauptet lediglich pauschalisiert, dass der Gutachter ihr gegenüber zynisch gewesen sei und „Bemerkungen“ gemacht habe, äussert sich aber nicht konkret zum Inhalt ebendieser Bemerkungen. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin ist dem Gutachten sodann weder ein per
sönlich gefärbter Sprachstil noch eine Unsachlichkeit zu entnehmen. Es ent
hält vielmehr durchwegs differenzierte und neutral verfasste Aussagen und widerspiegelt darüber hinaus in keiner Weise das subjektive Gefühl der Be
schwerdeführerin, nicht ernst genommen worden zu sein. Auch der Umstand
, dass der Gutachter von den Einschätzungen
der behandelnden Ärztin
ab
w
eicht
und aufgrund seiner Exploration
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellt
, vermag keine Voreingenommenheit respektive Be
fang
enheit zu begründen.
Ebenso wenig sind der Stellungnahme der Gutach
ter, welche sich ausführlich mit den Einwänden der Beschwerdeführerin und deren behandelnder Ärztin auseinandersetzten (E. 3.5), unsachliche oder gar abschätzige Aussagen zu entnehmen. Nicht zuletzt vermag di
e Tatsache
allein
, dass die Beschwerdeführerin und ihr Rechtsvertreter mit dem Inhalt
respektive Ergebnis
des
Gutachte
ns nicht
einverstanden
sind
, den Beweiswert des Gutachtens nicht zu mindern. Nach dem Gesagten ist das neurologische Teilgutachten somit entgegen dem Ansinnen der Beschwerdeführerin nicht aus formellen Gründen aus dem Recht zu weisen,
sondern in die nach
fol
gen
de materielle Beurteilung des strittigen Rentenanspruchs
mit
einzu
be
ziehen
.
5.
5
.1
Sowohl die von der Beschwerdeführerin unbeanstandet gebliebenen Teil
gutac
h
ten der Fachdisziplinen Allgemeinmedizin, Neuropsychologie und Psychi
a
trie als auch das neurologische Teilgutachten erfüllen die rechtspre
chungs
gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entschei
dungs
grundlagen (vgl. E. 1.4). Das polydisziplinäre
Z._
-Gutachten beruht
auf eigenen
Untersuchungen und wurde
entgegen der Ansicht der Beschwer
de
führerin (vgl.
Urk. 1
S.
10) in Kenntnis der relevanten Vorakten (Urk. 11/47/2-8
)
abgegeben. Die fachärztlichen Gutachter befassten
sich aus
führlich mit der persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Entwicklung de
r
Beschwerdeführer
in und nahmen
zu
den
früheren
Beurteilungen Stellung
.
Sie haben
die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und
ihre
Schlussfolgerung nachvollziehbar begründet.
Dem Z._-Gutachten kommt somit volle Beweiskraft zu.
5.2
Die Beschwerdeführerin
bringt im Wesentlichen vor,
Prof. Dr. A._
gehe zu Unrecht und im Wi
der
spruch zu den Einschätzungen
der
behandelnden Ärzt
in
von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus
. Die Einschätzung des neuro
lo
gischen Gutachters sei willkürlich, nicht nachvollziehbar und gründe in einer oberflächlichen Betrachtungsweise. Da er keine Abklärungen betreffend die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit der Beschwerdeführerin vorgenommen habe, verfüge er über keine Grundlage, um deren Arbeitsfähigkeit einzu
schätzen (Urk. 1 S. 10 f.). Der Gutachter habe nicht verstanden, wie sich das PMLT-Symptom auswirke und stelle es im Widerspruch zu den Vorakten in Frage (Urk. 1 S. 9 f.).
5.3
Die neurologische
Untersuchung und Befundaufnahme durch Prof.
Dr. A._
erfolgte in umfassender und eingehender Weise.
Dies wird auch von der behandelnden Ärztin, gemäss welcher die Befunde klinisch vollständig und fachlich korrekt erhoben worden
seien (vgl. E. 3.3), nicht in Abrede gestellt. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin sind somit vorliegend
keine Anhaltspunkte ersichtlich, aufgrund welcher angenommen werden müsste, dass die neurologische Untersuchung nicht lege
artis vorgenommen worden wäre. Insbesondere kann aus dem Umstand alleine, dass die Eltern der Beschwerdeführerin
entgegen
der Darlegung
des Gutachters
beide berufs
tätig
sind
(Urk. 1 S. 8),
nicht auf eine unsorgfältige Vorgehensweise von Prof. Dr. A._
in fachlicher Hinsicht
geschlossen werden. Was das Vorbrin
gen der Beschwerdeführerin, Prof. Dr. A._ habe sie lediglich an zwei unter
schiedlichen Tagen je etwa zwei Stunden gesehen (Urk. 1 S. 7), betrifft, gilt es
festzuhalten, dass nicht die
Dauer
der
Abklärung entscheidend ist, son
der
n ihre Qualität. So kommt es rechtsprechungsgemäss für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grundsätzlich nicht auf die
Dauer
der
Unter
suchung
an, sondern es ist in erster Linie
massgebend, ob die Expertise
– wie vorliegend -
inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_676/
2009 vom 17. Dezember 2009 E. 3). Im Weiteren kommt dem Gutachter nach
der Rechtsprechung
hinsichtlich der
Wahl der Untersuchungsmethoden ei
n weiter Ermessensspielraum zu. N
amentlich ist es nicht zwingend notwendig, dass der Gutachter Zusatzuntersuchungen durch
führt
(
Urteil des Bundesgerichtes 8C_768/2012 vom 24. Januar 2013 E.
3
). Dass Prof. Dr. A._ auf eine Abklärung der Leistungsfähigkeit, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, verzichtete, ist damit nicht zu bean
stan
den, zumal nicht ersichtlich ist, welche neuen entscheidrelevanten Erkennt
nisse eine solche Abklärung liefern würde.
5.4
Der neurologische Gutachter hat seine Schlussfolgerung, wonach bei
der
Beschwerdeführerin keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vor
liege, unter Einbezug der Vorakten, der Befundlage und seiner Beobach
tungen anlässlich
der
Untersuchung
ssituation nachvollziehbar begründet.
Dass er bei seiner Einschätzung seine eigenen Beobachtungen
mit
berück
sich
tigte, ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nich
t unprofessionell (Urk. 1 S. 9)
und
gibt
insbesondere keinen Anlass zur Beanstandung, ist es doch nachgerade Aufgabe des Gutachters, sich ein umfassendes Bild der Beschwerden und des Verhaltens der Beschwerdeführerin zu machen (E. 1.4). Es kommt hinzu, dass sich der klinische Eindruck des neurologischen Gut
achters, die Beschwerdeführerin habe während der gesamten Untersuchung nicht schmerzgequält oder anderweitig beeinträchtigt gewirkt (vgl. E. 3.1.2), mit den erhobenen Befunden der anderen fachärztlichen Gutachter deckt. So hielt die internistische Gutachterin fest, es sei anlässlich der Untersuchung kein schmerzbeeinträchtigter klinischer Eindruck und auch keine Unruhe der Beine zu erkennen gewesen (E. 3.1.4). Auch anlässlich der psychiatrischen Untersuchung wirkte die Beschwerdeführerin trotz ihrer Angabe, dass es ihr momentan sehr schlecht gehe, nicht wesentlich schmerzgeplagt (E. 3.1.3, (vgl. Urk. 11/47/20-21). Schliesslich berichtete auch der neuropsychologische Gutachter, dass keine motorische Unruhe der Beine habe beobachtet werden können und die Beschwerdeführerin nicht schmerzgeplagt gewirkt habe (E. 3.1.4).
5.5
Im Weiteren hat der neurologische Gutachter entgegen der Ansicht der Be
schwerdeführerin ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er nicht ausschliess
e, dass möglicherweise ein PLMT-Syndrom respektive ein dystonisches Krank
heitsbild vorliege (vgl. E. 3.1.2).
Er hat jedoch nac
hvollziehbar dargelegt, dass dieses aufgrund der geringen Ausprägung nicht geeignet sei, die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin namhaft einzuschränken. Diese Einschät
zung überzeugt insbesondere auch vor dem Hintergrund der festgestellten Diskrepanzen zwischen der anamnestisch reklamierten Schmerzbeeinträch
tigung und den in den verschiedenen Fachdisziplinen erhobenen, durchwegs unauffälligen Befunden. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 10) stehen die aktenkundigen medizinischen Berichte der Beurtei
lung von Prof. Dr. A._ nicht entgegen. Diese deckt sich vielmehr insbeson
dere mit der Einschätzung der Ärzte der Klinik für Neurologie des B._, welche die Diagnose eines PLMT-Syndroms nicht ausdrücklich bestätigten, sondern lediglich ausführten, dass d
ie Beschwerden und die Klinik zu einem
solchen Syndrom passen
könnten
, d
ie Geschwindigkeit der Bewegungen
jedoch etwas schnell erscheine für ein typisches PLMT-Syndrom (E. 3.2). Was die Berichte der behandelnden Ärztin betrifft, ist darüber hinaus darauf hinzuweisen, dass e
in
den Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medi
z
in
isches
Gutachten
nicht
in
Frage
gestellt werden muss und auch ke
in
Anlass zu weiteren Abklärungen besteht, wenn die behandelnden medi
z
in
i
schen Fachpersonen nachher zu e
in
er unterschiedlichen Beurteilung gelan
gen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auff
assungen festhalten
(vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008, 9C_830/07, E. 4.3 mit Hinweisen). Überdies entspricht es e
in
er Erfahrungstatsache, dass die behan
delnden Ärzte mitunter im H
in
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stellung
in
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit H
in
weisen).
5.6
Nach dem Gesagten ist
gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
die geltend gemachten Beschwerden keinen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden zu begründen vermögen
.
Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich geltend macht,
es sei nicht berücksichtigt worden, dass sie zurzeit
in einer ideal
ange
passte
n
Arbeitsstelle in einem 40%-Pensum arbeite, weshalb der Inva
lidi
tätsgrad bei 50-60 % liegen dürfte (Urk. 1 S. 6 f.),
ist
darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin, wenn sie die medizinisch-theoretische Arbeits
fähigkeit nicht verwertet, trotzdem nach dieser, mithin nach de
m ihr objektiv zu
mutbaren
Arbeitsausmass, zu beurteilen
ist
(
BGE 127 V 294 E. 4c mit Hin
weisen).
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S.
13 f.
) kein weiterer Abklä
rungs
bedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
7
.1
Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden kann und die Beschwerdeführerin gemäss den eingereichten Unter
lagen
(Urk.
8, Urk. 9) bedürftig ist, ist ihrem
Gesuch vom
13. September
2016
(Urk. 1) um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung e
in
es unentgeltlichen Rechtsvertreter
s
in
der Person von Rechtsanwalt Christoph
Erdös
zu entsprechen (§ 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer
]
).
7.2
Die Kosten des Verfahrens s
in
d auf Fr.
8
00.-- festzulegen. Ausgangsgemäss s
in
d sie de
r
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen, zufolge
Bewilligung
der unent
geltlichen Prozessführung jedoch e
in
stweilen auf die Gerichtkasse zu nehmen.
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer h
in
zuweisen, wonach
sie
zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald
sie
dazu
in
der Lage ist.
7.3
Mit Verfügung vom
4
.
November
201
6
(Urk.
12
) wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialver
siche
rungs
gericht die Möglichkeit besteht, dem Gericht vor Fällung des Endent
scheides eine detaillierte Zusammenstellung über den bisherigen Zeitaufwand und die bisher angefallenen Barauslagen einzureichen, und dass das Gericht im Unterlassungsfall - auch wenn erst im Endentscheid über das Gesuch um
unentgeltliche
Rechtsvertretung befunden wird - die Entschädigung nach Ermessen festsetzt. Bis dato wurde keine entsprechende Honorarnote einge
reicht, weshalb d
er
unentgeltliche
Rechtsvertreter
de
r
Beschwerdeführer
in
, Rechtsanw
alt
Christoph Erdös
, beim gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich MW
St
)
ermessensweise
mit Fr. 1‘900.-- (inkl. Baraus
lagen und MW
St
) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Die Beschwerde
führerin
wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hin
ge
wiesen
.