Decision ID: 03b11bf3-f98a-433c-ab8f-f7892897bc7a
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1952, war seit 1991 als Pflegehelferin tätig. Am 2
7.
Januar 2011 meldete sie sich wegen Depressionen bei der Invalidenver
sicherung an (
Urk.
6/1
Ziff.
5.4,
Ziff.
12). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und verpflichtete die Versicherte mit Schreiben vom 2
2.
August 2011 (
Urk.
6/15)
aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht
zur Einhaltung einer sechsmonatigen, ärztlich bestätigten Abstinenz
. Sodann veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten an der Medizinischen
Abklä
rungsstelle
(MEDAS)
Y._
,
deren Gutachten
am
6.
Januar 2013 erstattet wurde (
Urk.
6/30). Am
3.
Juni 2013 fand eine
Haus
haltabklärung
statt (Bericht vom 1
5.
August 2013;
Urk.
6/32).
Mit Vorbescheid vom 1
5.
August 2013 (
Urk.
6/35) stellte die IV-Stelle die Ver
neinung eines Rentenanspruches in Aussicht, wogegen die Versicherte am 1
0.
September 2013 Einwand erhob (
Urk.
6/41). Mit Verfügung vom 2
5.
September 2013 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch der Versi
cherten (
Urk.
6/44 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
5.
September 2013 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 1
0.
Oktober 2013 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung
des ange
fochtenen Entscheides
und
Zusprache
einer ganzen Rente ab
1.
Juli 2011 (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
November 2013 (
Urk.
5) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführe
rin hielt mit Replik vom 1
9.
Februar 2014 an ihrem Antrag fest (
Urk.
8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf Duplik (vgl.
Urk.
10), was der Beschwerde
führerin am
3.
März 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
11).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin und damit zusammenhängend die Frage, ob ihr die Verwertung einer allfälligen
Rest
arbeitsfähigkeit
aufgrund ihres Alters
noch zugemutet werden kann. Unbestrit
ten ist die Qualifikation der Versicherten als zu 70
%
Erwerbs- und zu 30
%
Haushalttätige
wie grundsätzlich auch ihre Restarbeitsfähigkeit von 70
%
(
Urk.
2 S. 2)
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung dahingehend, dass die Beschwerdeführerin seit 2006 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich ein
geschränkt sei. In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei von einer
Restar
beitsfähigkeit
von 70
%
auszugehen. Zusammen mit der Einschränkung im Haushalt von 6
%
resultiere ein Invaliditätsgrad von 11
%
(
Urk.
2 S. 2). Im Zeitpunkt der Begutachtung sei die Beschwerdeführerin 60 Jahre alt gewesen, was für sich allein nicht zur Unverwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit führe. Hilfsarbeiten seien ihr zumutbar, und diese würden grundsätzlich
altersunab
hängig
nachgefragt. Die zumutbare Tätigkeit unterliege somit nicht so vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch erscheine (
Urk.
5).
2.3
Die Beschwerdeführerin machte geltend,
nur vermindert belastbar zu sein. In neuropsychologischer Hinsicht sei sie in der zuletzt ausgeübten Pflegetätigkeit hochgradig eingeschränkt. Auch in adaptierten Tätigkeiten sei sie eingeschränkt und ihr psychischer Zustand werde als heikel beurteilt. Zudem habe sie ihre Er
werbstätigkeit für lange Zeit unterbrochen. Insgesamt könne sie insbesondere aufgrund ihres Alters ihre Arbeitsfähigkeit nicht mehr verwerten, zumal sie mit 64 das Rentenalter erreichen werde.
Damit habe sie Anspruch auf eine ganze Rente (
Urk.
1 S. 3 ff.). Es bleibe eine Erfahrungstatsache, dass auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Personen in vorgerücktem Alter bei der
Stellen
suche
massiv beeinträchtigt seien. Sie werde auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
nicht
mehr in der Lage sein, eine Arbeitsstelle zu finden, in der sie ihre Restarbeitsfähigkeit verwerten könne (
Urk.
8 S. 2).
3.
3.1
Die Parteien stützen sich bei ihrer Argumentation auf das
polydisziplinäre
Y._
-
Gutachten vom
6.
Januar 2013
(
Urk.
6/30)
und stellen dessen
Beweis
wert
nicht in Frage (vgl.
Urk.
2;
Urk.
5 sowie
Urk.
1). Es rechtfertigt
sich des
halb, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
und die dabei zu beachtenden Einschränkungen
anhand dieses Gutachtens zu
beurteilen
.
3.2
Nach Berücksichtigung der Akten und Durchführung einer internistischen, neu
ropsychologischen, psychiatrischen und orthopädischen Untersuchung stellten die Gutachter des
Y._
folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
(S.
39):
rezidivierende depressive Störung, aktuell remittiert (ICD-10 F33.4)
Alkoholabhängigkeit, zur Zeit abstinent, mit persistierender kognitiver Beeinträchtigung (ICD-10 F10.74)
mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung
Status nach
zervikoradikulärem
Syndrom bei
degenerativen HWS-Veränderungen
Laborchemisch könne davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin keinen Alkohol mehr konsumiere. Gestützt auf die psychiatrische Evaluation seien ihr nur noch Tätigkeiten ohne Übernahme von Verantwortung und mit klarer Strukturierung zumutbar. Aufgrund der Verlangsamung und unter Berücksichtigung der neuropsychologischen Beurteilung könne ihr in einer
sol
chen
adaptierten alternativen Tätigkeit
eine Einschränkung von 30
%
bezogen auf ein vollschichtiges Pensum attestiert werden (S. 40).
Die angestammte Tätigkeit als Pflegehilfe im Nachtdienst sei der Beschwerde
führerin aus psychiatrischer Sicht nicht mehr zumutbar, während bei Tätigkei
ten im Team, wo die Beschwerdeführerin delegierte Tätigkeiten ausüben könne und keine Verantwortung übernehme, 50
%
möglich sei
en
. Es sei gestützt auf die Akten anzunehmen, dass diese Einschränkung seit September 2006 bestehe. Auch aufgrund der festgestellten mittelschweren neuropsychologischen Funkti
onsstörungen sei ihr die Tätigkeit als Pflegehelferin im Nachtdienst nicht mehr zumutbar. Für eine Tätigkeit als Pflegehelferin
im Team, vermehrt mit haus
wirtschaftlichen Routineaufgaben betraut, sei ebenfalls eine mittelschwere Ein
schränkung anzunehmen. Alternative Tätigkeiten mit komplexeren Anforderun
gen seien aus neuropsychologischer Sicht nicht möglich (S. 41).
In einer alternativen Tätigkeit mit wenig anforderungsreichen Routineaufgaben, die geringe feinmotorische Anforderungen stelle, bestehe nur eine geringe Ein
schränkung, was mit der Arbeitsunfähigkeit
aus psychiatrischer Sicht von 30
%
berücksichtigt werde. Aus orthopädischer Sicht seien schwere körperliche Tätig
keiten und Überkopfarbeiten sowie Tätigkeiten in absturzgefährdeter Position nicht zumutbar. Medizinisch-theoretisch bestehe in jeglicher leichten bis inter
mittierend mittelschweren Tätigkeit aus orthopädischer Sicht keine Einschrän
kung (S. 41).
Gesamtmedizinisch sei
der
Beschwerdeführerin die ursprünglich
ausgeübte
Tätigkeit als Pflegehilfe nur bedingt zu 50
%
mit Routinearbeiten möglich. Nicht zumutbar seien alternative Tätigkeiten mit komplexeren Anforderungen, dies aufgrund der mittelschweren neuropsychologischen Funktionsstörung. In einer alternativen kognitiv wenig anforderungsreichen Tätigkeit könne der Beschwerdeführerin gesamtmedizinisch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
attestiert werden, was seit 2006 gelte. Die Einschränkungen seien nicht auf psychosoziale, sondern auf hirnorganische Bee
inträchtigungen zu
rückzuführen (S. 42).
3.3
Dieses Gutachten erging unter Berücksichtigung der Akten, Erhebung der Anam
nese und Durchführung allseitiger fachärztlicher Untersuchungen. Die darin gezogenen Schlüsse sind nachvollziehbar begründet. Es entspricht damit den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1.2), weshalb darauf ab
zustellen ist. Somit ist von einer Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit von 50
%
und einer Restarbeitsfähigkeit von 70
%
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit auszugehen.
4.
4.1
Bei der 1952
geborenen Beschwerdeführer
in
stellt sich auch bei einer
doch
sub
stantiellen Restarbeitsfähigkeit von 7
0 % die Frage nach deren Ver
wertbarkeit. Rechtsprechungsgemäss (
BGE 138 V 457) ist das trotz der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen bezo
gen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkre
tisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine
übermässigen
Anforderun
gen zu stellen sind (im Einzelnen dazu Urteil 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1, in: SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203). Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium an
erkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und berufli
chen Gege
benheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person ver
bliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realisti
scher
weise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch ge
stützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirt
schaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbs
un
fähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente be
gründet (Urteil I 831/05 vom 21. August 2006 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Der Ein
fluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem aus
geglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allge
mei
nen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
Massgebend
können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in die
sem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabun
gen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Be
rufs
erfahrung aus dem angestammten Bereich sein (Urteile 9C_153/2011 vom 22. März 2012 E. 3.1; 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E. 4.2.2 mit Hin
weisen). Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der
Verwertbarkeit der (Rest-)Ar
beitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter
beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen. Diese steht fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesb
ezüglich eine zuverlässige Sach
verhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3).
4
.2
Mit dem
Y._
-Gutachten vom Januar 2013
stand die medizinische Zumut
bar
kei
t einer Teilerwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin fest.
In diesem
Zeit
punkt war sie knapp 61 Jahre alt. Sie leidet insbesondere an einer mittelschwe
ren
neuropsychologischen Funktionsstörung, welche Tätigkeiten mit komplexeren Anforderungen unzumutbar macht.
Feinmotorische Anf
orderungen sollten gering sein; die Tätigkeit sollte keine Verantwortung beinhalten und klar strukturiert sein.
Auch
in
der angestammten Tätigkeit als Pflegehilfe ist nur
noch eine Tätigkeit im Team mit delegierten Arbeiten ohne Verantwortung möglich
, wobei
die Beschwerdeführerin
vermehrt mit hauswirtschaftlichen
Rou
tineaufgaben
betraut werden solle
(vgl. vorstehend E. 3.2)
.
D
ie Beschwerdeführerin
verfügt
über keine Berufsausbildung,
war
jahrelang nicht oder lediglich in geringem Umfang erwerbstätig (vgl. IK-Auszug;
Urk.
6/7) und
kann
ihre Berufserfahrung aus der früheren Pflegetätigkeit auf
grund der neuropsychologi
s
chen Beeinträchtigung nicht mehr
anwenden. Damit erscheint eine Ve
rwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar
beitsmarkt als stark erschwert. Ang
esichts dieser Faktoren würde die
Beschwer
deführer
in
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keinen Arbeitgeber mehr fin
den, der
sie
für eine geeignete,
klar strukturierte
Verweisungstätigkeit einstellte. Namentlich der Umstand, dass
sie
im
massgebenden
Zeitpunkt nur noch knapp
drei
Jahre vor
ihrer
Pensionierung stand, würde ei
nen durchschnittlichen Ar
beitgeber da
von abhalten, die mit
ihrer
Beschäfti
gung verbu
ndenen Risiken wie krankheits
bedingte Ausfälle, berufliche Uner
fahrenheit und alters
- wie
krank
heits
bedingt
geringe Anpassungsfähigkeit einzugehen, zumal
behindertenge
rechte
Arbeitsplätze von Behinderten in jungem und mittlerem Alter ebenfalls stark nachgefragt werden (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts
9C_954/2012 vom 10. Mai 2013)
.
4.3
In Gesamtwürdigung
der für die Zumutbarkeitsfrage im vorliegenden Fall
mass
gebenden
objektiven und subjektiven Umstände ist davon auszugehen
, dass die der
Beschwerdeführer
in
verblei
ben
d
e Einsatzfähigkeit mit Einschränkungen auch bei
angepassten
Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit Blick auf
ihr
fortgeschrittenes Alter
realistischerweise
nic
ht mehr nachgefragt wird und ihr
deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zugemutet werden kann.
Ist aber
ihre
Resterwerbsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, liegt
im Erwerbsbereich
eine vollständige Invalidität im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG vor.
5.
5.1
In Anwendung der gemischte
n Methode (
Art.
28a
Abs.
3 IVG
) resultiert bei einer vollständigen Invalidität im Erwerbsbereich ein Teilinval
iditätsgrad von 70
%
(100
%
x 0.7
), was zusammen mit dem unbestrittenen Teilinvaliditätsgrad von 2
%
(
Urk.
2 S. 2) einen Gesamtinvaliditätsgrad von 72
%
und damit An
spruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung ergibt.
Nachdem sich die
Beschwerdeführ
erin am 2
7.
Januar 2011 angemeldet hat
(
Urk.
6/1
Ziff.
12),
besteht der Rentenanspruch
ab
1.
Juli 2011
(
Art.
29
Abs.
1
und 3
IVG).
5.2
Der angefochtene Entscheid erweist sich nach dem Gesagten als
nicht
rechtens. Dies führt
zu seiner Aufhebung und
zur Gutheissung der Beschwerde.
6
.
6
.1
Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind auf Fr.
5
00.-- anzusetzen und
ausgangsgemäss
der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
) und sind beim
praxisgemässen
Stundenansatz von Fr. 2
00.-- (ohne
MWSt
) auf Fr. 1‘9
00.-- (inkl.
MWSt
und Auslagenersatz) fest
zusetzen.