Decision ID: d2859d50-54f6-4292-9dcc-5383c60a1e53
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1971 geborene
X._
war seit
7.
Juli 2014 bei der
Y._
als
Isol
eur
angestellt und dadurch bei der Suva obligato
risch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 2
0.
August 2014 rutschte er gemäss Schadenmeldung vom 2
7.
August 2014
auf einer Treppe
aus und ver
drehte sich
dabei
den
rechten
Fuss (Urk.
1
7/1). Anlässlich der gleichentags erfolgten Vorstellung auf dem Notfall des
Z._
wurde
eine
Fussdistorsion rechts
diagnostiziert (
Urk.
17/16
).
Die
computertomograph
ische Untersuchung vom 2
9.
Aug
u
s
t 2014
brachte
eine
Mehrfra
g
mentfraktur
im Bereich des ersten Keilbeins (
Cuneiforme
I) und
eine
nicht dislozierte Fraktur des zweiten Keilbeins
(
Cuneiforme
II)
zur Darstellung
(Urk. 17/11
)
, welche einer konservativen Behand
lung zugeführt wurden (
Urk.
17/16,
17/33).
Die Suva erbrachte
in der Folge
die gesetzlichen Versicherung
s
leistungen (
Urk.
1
7/4)
und sprach dem Versicher
ten m
it Ver
fügung vom 1
4.
Juli 2017
eine
Integritätsents
chädigung von Fr.
18'900.
-- (15 %)
zu (
Urk.
1
7/266
).
Mit
Mitteilung vom 2
9.
September 2017
stellte
sie
die
Heilkosten- und Taggeldl
eistungen per
1.
Oktober 2017 ein
(
Urk.
17/292)
und verneinte mit
Verfügung vom
9.
Oktober 2017 einen Anspruc
h auf eine Invalidenrente (
Urk.
1
7/295). Die dag
egen erhobene Einsprache vom 7.
November 2017 (
Urk.
1
7/304) wies sie mit Entscheid vom
2.
Januar 2019 ab (Urk.
2).
2.
Dagegen
erhob
X._
am
4.
Februar 2019 Beschwerde
mit dem Antrag
, es seien ihm ab dem
1.
Oktober 2017 weiterhin die gesetzlichen Leistungen, ins
besondere Taggelder und Heilungskosten, zu bezahlen. Eventualiter sei ihm eine 100%-
ige
Rente zu gewähren.
Subeventualiter
sei eine Begutachtung zu veran
lassen. In prozessualer Hinsicht stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Prozess
führung und Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2).
Am
6.
Februar 2019 ergänzte er seine Beschwerde (
Urk.
6).
Mit Beschwerdeantwort vom
2
9.
April 2019 schloss die
Suva
unter Auflage der orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 1
1.
April 2019 von
PD
Dr.
med. A._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, Versi
cherungsmedizin (
Urk.
18),
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
16). Mit Verfü
gung vom
2.
Mai 2019 wurde dem Beschwerdeführer in Bewilligung seines Gesuchs Rechtsanwältin Stéphanie Baur als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt und ein zweiter Sc
hriftenwechsel angeordnet (Urk.
19). Am
6.
September 2019 reichte der Beschwerdeführer seine Replik ein (
Urk.
22). Die Suva verzichtete am 24. September 2019 auf
Erstattung
eine
r
Dup
lik (
Urk.
28), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom
2
6.
September 2019 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
29).
Mit Eingabe
vom
4.
Oktober 2019 reichte der Beschwerdeführer einen Arztbericht von
Dr.
med. B._
, Facharzt für Anästhesiologie,
vom 2
9.
September 2019
nach
(
Urk.
30 und 31).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 20. August 2014 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts [ATSG]
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu.
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
1.5
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.6
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V
456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfol
gen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kau
salzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.7
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
Streitig und zu prüfen ist
, ob
die Beschwerdege
gnerin im Zusammenhang mit dem Unfalle
reignis vom 2
0.
August 2014
über das Datum der Leistungseinstel
lung per
1.
Oktober 2017
hinaus
eine Leistungspflicht trifft
(Taggelder, Heilungs
kosten, Rente). Nicht im Streit steht hingegen der Anspruch auf Integritätsent
schädigung, über welchen mit Verfügung vom 1
4.
Juli 2017
(
Urk.
17/266)
bereits rechtskräftig entschieden
worden ist.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
vom
2.
Januar 2019
(
Urk.
2)
damit,
dass beim Versicherten gemäss der kreis
ärztlichen Stellung
nahme von
Dr.
C._
als Folge des Unfalles vom 2
0.
August 2014 eine
Pseu
darthrose
des Os
cuneiforme
mediale
dextru
m
nach Fraktur
mit
ausgeweitetem Schmerzsyndrom im rechten Unterschenkel und Fuss vorliege.
Aufgrund der sehr starken Symptomausweitung sei
davon auszugehen
, dass zwar unfallbedingte Beschwerden bestünden, die vom Versicherten geklagte Intensität der Beschwer
den sich aber nicht erklären lasse.
Deshalb
sei anzunehmen, dass auch die
Arth
rodese
, deren einziges Ziel
die Schmerzreduktion sei, zu keiner namhaften Besse
rung der Beschwerden oder der Arbeitsfähigkeit führen werde. Zudem habe der Versicherte die
Arthrodese
bis zum Zeitpunkt des
Einspracheentscheid
es
offenbar nicht durchgeführt, weshalb
die Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistun
gen per
1.
Oktober 2017 zu Recht erfolgt
sei
.
Des Weiteren
sei
der Unfall vom 2
0.
August
2014
als leicht einzustufen und damit
der adäquate Kausalzusammen
hang zwischen dem Unfall und den subjektiven beziehungsweise psychischen Beschwerden des Versicherten zu verneinen.
Dem Versicherten seien
gemäss kreisärztlicher Einschätzung sodann
ganztags leich
t
e bis mittelschwere vorwie
gend sitzende Tätigkeiten zumutbar. Der rechte Fuss
dürfe
dabei weder Schlägen noc
h Vibrationen ausgesetzt werden und k
raftvolle Einsätze des rechten Fusses seien z
u vermeiden
.
Das Invalideneinkommen
sei
schliesslich
mittels Lohnanga
ben aus der Dokumentation von Arbeits
plätzen (DAP) korrekt ermittelt und der Anspruch auf eine Rente aufgrund eines IV-Grades von 0.25
%
zu Recht verneint worden.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend (
Urk.
1), dass
die Ansicht des Suva-Kreisarztes, wonach eine ausgeprägte Symptomausweitung vorliege, nicht zutreffe. Vielmehr seien
die
geforderten
Budapest-
Kriterien für die Diagnose eines CRPS I formal erfüllt. Differentialdiagnostisch
sei hinsichtlich der motori
schen
Dysfunktion
zwar
auch an posttraumatische Verä
n
derungen zu denken (Posttraumatische TMT-/MTP I-Arthrose rechts). Diese könn
t
en das Beschwerde
bild partiell erklären, allerdings nicht plausibel umfassend (Alterationen von Hautfarbe und –
temperatur
,
Ödeme). Das Vorlie
gen eines CRPS I sei deshalb als wahrscheinlich zu bet
rachten. Zudem halte Dr.
B._
fest, dass therapeutisch durchaus noch Optionen bestünden, um das Beschwerdebild zu bessern, wie bei
spielsweise repetitive
Sympathikusblockaden
oder die Implantation eines
Neuro
stimulationssystemes
. Seitens der behandelnden Ärzte werde der Versicherte wei
terhin zu 100
%
arbeitsunfähig beurteilt.
Der Kreisarzt habe die diversen Arztbe
richte nic
h
t gewürdigt
und den Versicherten nie gesehen
. Eine Untersuchung hätte systematisch unte
r Berücksichtigung der Budapest-
Kriterien erfolgen müs
sen. Die Suva hätte aufgrund der begründeten Zweifel eine verwaltungsexterne Begutachtung anordnen müssen.
Zudem
gehe die Beurteilung der Suva, diesen Fall entsprechend den Adäquanzkriterien für psychische Unfallfolgen zu beurtei
len
,
f
ehl. Die Beschwerden
seien
objektiviert
nachgewiesen
.
Das CRPS führe sodann dazu, dass das Zumutbarkeitsprofil überholt sei. Schmerzbedingt seien dem Beschwerdeführer keine ganztägige
n
leichte
n
bis mittelschwere
n
, vorwie
gend sitzende
n
Tätigkeiten mehr
möglich. Wie hoch
die unfallbedingte Arbeits
unfähigkei
t genau sei, müsste in einem Gutachten geklärt werden. Es liege auf der Hand, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage sei, die DAP-Profile zu erfüllen.
2.3
Mit
der Beschwerdeantwort
vom 2
9.
April 2019
(
Urk.
16)
reichte die Beschwer
degegnerin die orthopädisch-chi
rurgische Beurteilung von PD
Dr.
A._
vom 1
1.
April 2019 (Urk. 18) ein. Gestützt darauf
führte
sie
aus,
dass
die Berichte von Dr.
B._
nicht geeignet
seien
,
von der kreisärz
t
l
ichen Beurteilung
hinsichtlich der Frage nach dem medizinischen Endzustand und dem Zumutbarkeits
profil beziehungsweise der Arbei
tsfähigkeit abzuweichen. Auch kreisärztlich sei seiner
zeit berücksichtigt worden, dass mit einer operativen Versteifung des G
elenkes zwischen erstem Keilbei
n und erstem Mittelfussknochen rechts
eine Be
hand
lu
ng
smöglichkeit von Unfallfolgen bestehe. Eine Umsetzung sei jedoch aufgrund der mit dem Dossier belegten Umstände zum Zeitpunkt der jüngsten ärz
tl
i
ch
e
n Doku
mentation nicht möglich.
Bezüglich eines allfälligen CRPS seien innert sechs bis acht Wochen, respektive drei Monaten nach dem Unfall keine diese Diagnose begründenden Befunde dokumentiert. Damit bestehe kein unfallbedingtes CRPS. Die gewählten DAP entsprächen sodann dem kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil.
2.4
Der Beschwerdeführer machte
in seiner Replik vom
6.
September 2019 (
Urk.
22)
sodann geltend,
dass sich in den echtzeitlichen Akten nach dem Unfall sehr wohl Hinweise für ein CRPS
finden liessen
. So ergebe sich beispielsweise aus dem Bericht des
Z._
vom 10. November 2014, dass ein Druckschmerz über dem gesamten Fussrücken bestanden habe. Eine Schwellung des Fussrückens habe ebenfalls festgestellt werden können.
Beides seien typische CRPS Symptome. Die CRPS-Problematik sei damit klar auf den Unfall vom 2
0.
August 2014 zurückzuführen.
Dass
sie
nicht früher diagnostiziert worden sei,
erkläre sich aus dem Umstand, dass der Versicherte an
verschiedenen gesundheitlichen Problemen
leide. Dies habe dazu geführt,
dass die Fussproblematik nur ungenügend abge
klärt worden beziehungsweise in den Hintergrund gerückt und die
Lumboischi
algie
vordergründig abgeklärt worden sei.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer wurde am 2
2.
September 2016 kreisärztlich untersuch
t
(
Urk.
17/191)
. Dr.
med. D._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
diagnostizierte in
seiner gleichentags erfolgten Stellung
nahme
ein ausgeweitetes
Schmerzsyndrom des rechten Unterschenkels und Fus
ses nach Fraktur im Mittelfussbereich (Os
cuneiforme
I). Er führte aus
,
dass sich
anlässlich der Untersuchung eine ausgeprägte Symptomausweitung gezeigt
habe
, wobei die Beschwerden mittlerweile den gesamten rechten Unterschenkel umfas
sen und bis zum Kopf ausstrahlen würden. Der Beschwerdeführer habe auch nicht nachvollziehbare Schmerzreaktionen gezeigt, wie beispielsweise bei leichter Pal
pation im Bereich des Unterschenkels. Das Beschwerde- und Schmerzerleben scheine sich vom Ort der ursprünglichen Unfallfolgen vollständig entkoppelt zu haben. Aus diesem Grund sei von lokalen Behandlungsmassnahmen zukünftig keine Besserung zu erwarten.
Dennoch werde man dem Beschwerdeführer solche Behandlungsmass
n
a
hmen zugestehen müssen. Auch eine
Arthrodese
im Bereich der Fusswurzel beziehungsweise der
Li
sfranc
-Linie werde
man dem Beschwerde
f
ührer nicht vorenthalten können. Es sei aber
nicht damit zu rechnen, dass sich die Beschwerdesituation
verbessere, sondern
gegenteils
eher verschlechtere.
Da es sich um ein von einer Fraktur im
Mittelfussbereich ausgehendes Schmerzsyndrom handle, sollte
ein schmerztherapeutisches
Vorgehen in Betracht gezogen werden, wobei auch die psychiatrische Seite eines solchen Schmerzsyndroms einbezogen werden
sollte
(Urk.
17/191
S. 6 f.
)
.
3.2
Nachdem die geplante Fuss-Operation in der
E._
aus unfallfremden Gründen
auf unbestimmte Zeit verschoben
worden war (vgl.
Urk.
17/248)
, ergänzte Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Radiologie,
am 2
7.
Juli 2017
die Stellungnahme von
Dr.
D._
wie folgt: Da der Beschwerdeführer
offenbar
zu einer sehr starken Symptomausweitung neige, sei anzunehmen, dass auch die
Arthrodese
, deren einziges Ziel eigentlich die Schmerzreduktion sei, zu keiner namhaften Besserung weder der Beschwerden noch der Arbeitsfähigkeit führen werde.
Dem Beschwerdeführer seien ganztags leichte bis mittelschwer
e vorwiegend sitzende (mindeste
ns 85
%
) Tätigkeiten
zumutbar. Der rechte Fuss dürfe dabei weder Schlägen noch Vibrationen ausge
setzt werden. Kraftvolle Einsätze des rechten Fusses seien zu vermeiden
(
Urk.
17/300)
.
Dr.
C._
legte der Stellungnahme s
eine medizinische Beurtei
lung
des Integritätsschadens vom 28. Juni 2017 bei
.
Darin stellte er eine
Pseu
darthrose
des Os
cuneiforme
mediale
dextrum
nach Fraktur (20.08.2014) mit aus
geweitetem Schmerzsyndrom im rechten Unterschenkel und Fuss, einen
Pes
cavovarus
rechts (unfallfremd) und eine
Coalitio
calcaneonavicularis
rechts (unfallfremd) fest. Er
schätzte
den Integritätsschaden auf 15
%
(Urk.
17/261
).
3.3
Schliesslich nahm
PD
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chi
rurgie,
am 1
1.
April 2019 eine
versicherungsmedizinische
Beurteilung
aus ortho
pädisch-chirurgischer Sicht
vor.
Er führte aus, dass der dokumentierte Verlauf eine klare zeitliche Trennung zwischen dem initialen Trauma, der verzögerten Knochenheilung und dem Auftreten eines allfälligen CRPS zulasse. Gemäss aktu
eller Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fa
chgesellschaften (
AWMF) zur Diagnostik und Therap
i
e
komplexer regionaler Schmerzsyndrome (CRPS) entwickelten sich diese nach Trauma im Bereich der distalen, also körperfernen
Extremitätenabschnitte
. Dem zeitlichen Verlauf werde
dabei eine
besondere Bedeutung beigemessen. So werde gefordert, dass die Diag
nose CRPS in zeitlichem Zusammenhang mit dem Trauma erfolge. Ein sinnvoller Zeitraum
sei
dabei etwa zwei bis drei Monate, dann müssten die Diagnosekriterien erfüllt sein.
Am
7.
November 2014 sei
en
im
Z._
eine leichte Schwellung über dem Fussrücken, mit Druckschmerz über dem gesamten Fussrücken, der
Malleolengabel
und dem
Calcaneus
festgestellt worden. Zudem
hätten
sich der Bewegungsumfang seitengleich und die Durchblutung und Sensibilität intakt
gezeigt
. Wenngleich Schwellung und Ödem auch bei einem CRPS auftreten wür
den, so sei der Befund insgesamt nicht auf diese Diagnose hinweisend. Eine wei
tere Untersuchung sei am 1
8.
Novemb
er 2014 im
Z._
erfolgt
. Der mit Datum vom 2
7.
November 2014 dokumentierte Befund
habe
den
rechten
Fuss
inspektorisch
unauffällig
beschrieben. Des Weiteren sei
en
eine
Druckdolenz
im Bereich des
Chopart
-
sowie
des
Lisfranc
-G
elenkes
medialseitig
wie auch plantar,
ein indolenter
Rückfuss
,
eine
Flexion/Extension
im OSG
von
20-0-30
° sowie eine normale Durchblutung und Sensibilität nach peripher festgestellt worden. Eine
Druckdolenz
, also eine Schmerzangabe auf Druckreiz, sei bei zu diesem Zeitpunkt
nich
t erfolgter Knochenbruchheilung allerdings zu erwarten
gewesen
und ent
spreche nicht einer
Allodynie
. Die
im Rahmen der Budapest-
Kriterien
definierten klinischen Kategorien Sensibilität,
Vasomotorik
,
Sudomotorik
/Ödem und Moto
rik/
Trophik
seien somit dokumentiert
worden
und
hätten
ein komplexes regiona
les Schmerzsyndrom zum Zeitpunkt der Untersuchung
ausgeschlossen
. Die von
Dr.
B._
am 13.
November
2018 systematisch abgearbeitet
en Kriterien ent
sprächen zwar den in der Literatur geforderten Voraussetzungen für die Diagnose eines CRPS. Dennoch könne das Ereignis vom 2
0.
August 2014
nicht
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit als ursächlich
angesehen
werden
, da innert der gefor
derten sechs bis acht Wochen
respektive drei Monate nach dem Unfall keine die Diagnose eines CRPS begründenden Befunde dokumentiert seien. Die am 5.
Februar 2019 getroffene Aussage
von
Dr.
B._
, laut Patientenangaben seien die geschilderten Beschwerden erstmalig im
Anschluss an den Unfall im
Jahr
2014 aufgetreten, würden einer mit dem vorliegenden Dossier dok
umentier
ten Grundlage entbehren
(Urk.
18 S. 9 ff.).
Al
s Folge des Unfalls vom 2
0.
Aug
u
st 2014
bestehe - so
PD
Dr.
A._
-
ei
n
e
Arth
rose des Gelenkes zwischen erstem Keilbein und erstem Mittelfussknochen (
Tar
sometatarsalgelenk
I)
rechts
(
Urk.
18
S. 12
).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefoch
tenen
Einspracheentscheid
vom
2.
Januar 2019
(Urk. 2) in medizinischer Hinsicht auf die Beurteilungen
der Kreis
ärzte
Dr.
D._
(
E.
3
.
1
) und
Dr.
C._
(
E. 3.2
). Mit der Beschwerdeantwort vom 2
9.
April 2019 (
Urk.
16) reichte sie die orthopädisch-chirurgische Beurtei
lung von
PD
Dr.
A._
nach (
Urk.
18).
In dieser
versicherungsmedizinischen
Ein
schätzung von
PD
Dr.
A._
erfolgte eine
eingehende Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft bezüglich der Diagnose eines CRPS.
PD
Dr.
A._
stellte auf die sogenannten Budapest-Kriterien ab und hielt dafür, dass die im Arztbericht
von
Dr.
B._
vom 21. November 2018 (
Urk.
3/4) systema
tisch abgearbeiteten Kriterien zwar den in der Literatur geforderten Vorausset
zungen für die Diagnose eines CRPS entsprächen. Dennoch könne das Unfaller
eignis vom 2
0.
August 2014 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als ursächlich hierfür angesehen werden, da im
Anschluss an den
Unfall keine ent
sprechenden Symptome hätten festgestellt werden können.
Dabei nahm
PD
Dr.
A._
ausführlich zu den sich in den Akten befindenden ärztlichen Berichten Stellung und begründete plausibel,
dass erst mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 22. September 2016
, also über zwei Jahre nach dem Unfallgeschehen,
klini
sche Befunde dokumentiert worden seien, die auf ein CRPS hinweisen könnten. Allerdings sei
in diesem Zeitpunkt
die Diagnose
mangels auffälliger Hyperhidro
sis oder Behaarung
angezweifelt und
die Schlussfolgerung gezogen
worden, dass es sich um ein von einer Fraktur im Mittelfussbereich ausgehendes Schmerzsyn
drom
handle
.
Damit
sei
en
innert sechs bis acht Wochen nach dem Unfall keine die Diagnose eines CRPS begründenden Befunde dokumentiert worden
(
Urk.
18 S. 10 ff.)
.
Diese Einschätzung ist nachvollziehbar und überzeugt und stimmt mit der medi
zinischen Aktenlage überein.
Die in den ersten drei Monate
n
im
Z._
(
Urk.
17/33 und 17/40
)
festgestellten Befunde treten bei einem CRPS zwar eben
falls auf. Sie weisen
aber
insgesamt – wie PD
Dr.
A._
schlüssig
darlegte
(Urk.
18 S. 11
)
–
entgegen der Ansicht des Beschwerdefü
hrers (Urk.
22 S. 2)
nicht auf die Diagnose eines CRPS hin, zumal
eine
Druckdolenz
bei zu diesem Zeitpunkt nicht erfolgter Knochenbruchheilung z
u erwarten
war
und nicht mit einer
Allodynie
verwechselt werden darf. Am
8.
November 2016
stellte
Prof.
Dr.
med.
F._
,
Facharzt für Neurologie und
Chefarzt und Direktor am
G._
der
E._
(
Urk.
17/207)
, gar eine Hypästhesie und
Hypalge
sie
, also eine herabgesetzte Empfindung von Berührungsreizen und verminderte Schmerzempfindlichkeit,
fest
, was gemäss
der
plausiblen
Erklärung von
PD
Dr.
A._
dem genauen Gegenteil der bei einem CRPS vorliegend
en Hyperalgesie oder
Allodynie
,
also einer
gesteigerte
r
Schmerzempfindlichkeit und
einer
Schmerzempfindung, die durch üblicherweise nicht sc
hmerzhafte Reize ausgelöst wird,
entspricht
(
Urk.
18 S. 10)
.
In der
gleichentags erfolgte
n Untersuchung beurteilte
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
(Urk.
17/208)
,
den am 2
0.
August 2014 erlittenen Bruch anhand eines aktuellen
Computertomogramms
als konsol
i
diert und führte die beklagten Beschwerden, wenigstens zum Teil, auf eine Arthrose des betroffenen Gelenkes zurück, weshalb therapeutisch die Indikation für eine Verstei
f
ungsoperation
(
TMT
I-
Arthrodese
)
gestellt wurde
.
Wie
PD
Dr.
A._
aus
führte
,
wäre ein solcher Eingriff bei einem
floriden
komplexen regionalen Schmerzsyndrom kontraindiziert, was bei nur schon geringen Verdachtsmomen
ten für ein CRPS mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in den Berichten adres
siert worden wäre
(
Urk.
18 S. 10
f.
).
Bei
der
Beurteilung
von PD
Dr.
A._
schadet nicht, dass
dieser
- im Gegensatz zu Dr.
D._
– den Beschwerdeführer nicht selbst unter
sucht hat, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommt, sofern – wie im konkreten Fall – ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beur
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen).
Soweit
Dr.
B._
in seinem Arztbericht vom
5.
Februar 2019 (
Urk.
7) aus
führt
e
,
dass
laut Patientenangaben die geklagten Beschwerden (Schwellungen, Farbveränderungen, Temperaturveränderungen) erstmalig im Anschluss an den Unfall im 2014 aufgetreten seien, weshalb das Beschwerdebild als Unfallfolge zu taxieren sei, fin
det
diese Aussage
in der Aktenlage keine
rlei
Stütze. Die Arztbe
richte des
Z._
zeigen wie erwähnt ein anderes Bild.
Kommt hinzu, dass
Dr.
B._
den Beschwerdeführer erstmals im November 2018 untersucht
e
. Mit
hin konnte
er für die
Zeit davor keine echtzeitlichen
Befunde erheben
.
Entspre
chend
hielt
e
r in seinem
Arztbericht vom 29.
September 2019
(
Urk.
31)
auch fest, dass er
nicht
belegen könne, dass die Symptomatik mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt
aufgetreten
sei; er halte lediglich die entspre
chenden Aussagen des Patienten für glaubhaft.
Insofern
der Beschwerdeführer sodann geltend macht
e
, dass
die CRPS-Problematik nicht früher diagnostiziert worden sei
,
weil er an verschiedenen gesundheitlichen Problemen leide, welche die Fussproblematik bisweilen in den Hintergrund hätten rücken lassen
(
Urk.
22 S 3)
,
ist ihm
ebenfalls
nicht zu folgen.
Der Beschwerdeführer konsultierte im Zusammenhang mit seinem Fussleiden bereits frühzeitig spezialisierte und für die Pathologie sensibilisierte Fusschirur
gen
der
E._
. Damit erscheint es
– wie PD
Dr.
A._
erwähnte (
Urk.
18 S. 10) – unwahrscheinlich, dass diese
Ärzte
entsprechende Befunde übersehen oder nicht angemessen gewürdigt h
ätten
.
4.2
Für die Annahme eines CRPS ist praxisgemäss nicht erforderlich, dass die Diag
nose von den Ärzten bereits innerhalb von sechs bis acht Monaten nach dem Unfall gestellt worden sein muss, um sie als unfallbedingt anzusehen (Urteile 8C_714/2016 vom 1
6.
Dezember 2016 E. 4.1; 8C_177/2016 vom 2
2.
Juni 201
6 E.
4.3). Entscheidend ist, dass anhand echtzeitlich erhobener medizinischer Befunde der Schluss gezogen werden kann, die betroffene Person habe innerhalb der Latenzzeit von sechs bis acht Wochen nach dem Unfall zumindest teilweise an den für ein CRPS typischen Symptomen gelitten (Urteile
8C_123
/2018
vom 18.
September 2018 E. 4.1.2; 8C_411/2017 vom 1
7.
Juli 2018 E. 3.3.1; 8C_673/2017 vom 2
7.
März 2018 E. 5; 8C_384/2009 vom
5.
Januar 2010 E. 4.1.1 und 4.2.2, in: SVR 2010 UV Nr. 18 S. 69).
Dass dies nicht der Fall
ist
, hat
PD
Dr.
A._
unter Bezugnahme auf die ärztlichen Berichte
in der Aktenlage schlüssig dokumentiert.
Folglich kann das im Zeitpunkt
des
Einspracheentscheides
vom 2. Januar 2019
allenfalls
vorliegende CRPS nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit auf den Unfall vom 2
0.
August 2014 zurückgeführt werden
.
Da das
CRPS
eine neurologisch-orthopädisch-
traumatologische
Erkrankung und ein organi
scher bzw. körperlicher Gesundheitsschaden
ist
(Urteile 8C_232/2012 vom 2
7.
September 2012 E. 5.3.1; 8C_1021/
2010 vom 1
9.
Februar 2011 E. 7), kommt vorliegend d
ie Adäquanzrechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen nicht zur Anwendung.
Mit Blick auf das
banale Unfallereignis (vgl.
Urk.
17/1) wäre ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen Unfall und etwaigen psychischen Gesundheitsstörungen ohnehin zu verneinen.
Zu beurteilen sind daher nur die Auswirkungen der als Folge des Unfalls vom 20. August 2014 vorliegenden Arthrose des Gelenkes zwischen erstem Keilbein und erstem Mittelfussknochen (
Tarsometatarsalgelenk
I) rechts
(
Urk.
1
8.
S. 12).
4.3
Gemäss der kreisärztlichen Einschätzung von
Dr.
C._
vom 2
7.
Juli 2017
(E. 3.2
) sind dem Beschwerdeführer ganztags leichte bis mittelschwere vorwie
gend sitzende Tätigkeiten zumutbar, wobei der rechte Fuss weder Schlägen noch Vibrationen ausgesetzt werden darf und kraftvolle Einsätze des rechten Fusses zu vermeiden sind.
Insoweit der Beschwerdeführer
dieses
Zumutbarkeitsprofil sowie die von der Beschwerdegegnerin gewählten DAP-Profile
ablehnt
,
so tut er dies in Bezug auf das beklagte CRPS. Dieses erweist sich – wie erwähnt – allerdings als unfallfremd. Die a
ls Folge des Unfa
lls vom 20. August 2014 vorliegende
Arthrose des Gelenkes zwischen erstem Keilbein und erstem Mittelfussknochen (
Tarsome
tatarsalgelenk
I) rechts
ist demgegenüber
mit dem erstel
l
t
en Belastungsprofil ver
einbar
.
Ebenso
entsprechen d
ie von der Beschwerdegegnerin evaluierte
n DAP-Arbeitsplätze dem von Dr.
C._
festgelegten Zumutbar
keitsprofil
.
Schliesslich
sind sämtliche Voraus
setzungen, die das Bundesgericht an einen Einkommens
vergleich gestützt auf die
DAP
-Tabellen stellt (vgl. BGE 129 V 472), erfüllt und die
vorgenommene Invaliditätsbemessung
mit einem IV-Grad von 0.25 %
(
Vali
deneinkommen
von
Fr.
65‘330.--, Invalideneinkommen von
Fr.
65‘167.40)
erweist sich als korrekt.
4.
4
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die versicherungs
interne
n
ärztliche
n
Beurtei
lung
en
abgestellt und die Unfallkausalität für das beim
Beschwerdeführer
(mutmasslich)
bestehende CRPS verneint. Ferner ist nicht zu beanstanden, dass sie den Anspruch auf eine Invalidenrente für die verbleibenden Unfallfolgen (Arthrose des Gelenkes zwischen erstem Keilbein und erstem Mittel
fussknochen) verneint hat.
Für weitere medi
zinische Abklärungen besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen
entscheid
relevanten
Erkenntnisse zu erwar
ten sind (antizipierte Be
weiswürdi
gung; BGE 124 V 90 E.
4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3)
4.5
Ebensowenig
ist gestützt auf die kreisärztlichen Stellungnahmen der Fallab
schluss per
1.
Oktober 2017 zu bemängeln:
Massgebend für den Fallabschluss und damit auch für die Einstellung der Tag
geld- und Heilbehandlungsleistungen ist zunächst, ob zum Zeitpunkt des Fallab
schlusses noch mit einer relevanten Besserung der Beschwerden zu rechnen ist (E. 1.4).
Als Folge des Unfalls vom 2
0.
August 2014 besteht eine Arthrose des Gelenkes zwischen erstem
Keilbein und erstem Mittelfussknochen (
Tarsometatar
salgelenk
I) rechts
(
Urk.
1
8.
S.
12).
Kreisärztlich wurde berücksichtigt, dass mit einer operativen Verste
if
ung des Gelenkes zwischen erstem Keilbein und erstem Mittelfussknochen rechts eine Behandlungsmöglichkeit von Unfallfolgen besteht
(
E. 3.1
,
Urk.
18 S. 11 f.
)
. Eine Umsetzung wurde jedoch aufgrund von gesundheit
lichen Einschränkungen nicht unfallbedingter Natur
immer wieder verschoben. Abgesehen davon war
von einer Fort
setzung der ärztlichen Behandlung mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszu
standes mehr zu erreichen
(E. 3.1, 3.2
) – wobei Behandlungsoptionen in Bezug auf das unfallfremde CRPS nicht berücksichtigt werden können. Aktuell ist nicht absehbar, ob
und allenfalls wann
der Beschwerdeführer die erwähnte Operation durchführen wird. Damit fehlt es aber am notwendigen Nachweis, dass ein ope
rativer Eingriff erforderlich ist.
Die
blosse
Möglichkeit eines operativen Vorge
hens in der Zukunft genügt nicht, den von den
Kreisärzten per
1.
Oktober 2017
fest
gelegten Fallabschluss in Frage zu stellen beziehungsweise hinauszuzögern
,
zu
mal hierfür die Möglichkeit einer namhaften Steigerung der Arbeitsfähigkeit
vorausgesetzt wäre (vgl. E. 1.4
), was vorliegend offensichtlich nicht gegeben ist.
4.6
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin d
en
Versicherungsfall
zu Recht abgeschlossen und einen Rentenanspruch verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5
.
5
.1
Die
mit Verfügung vom
2.
Mai 2019 (Urk. 19)
bestell
te unentgeltliche Rechtsver
treterin
d
es Beschwerdeführers, Rechtsanwä
lt
in Stéphanie Baur,
machte mit ihren Honorarnoten vom 2
7.
Februar und
4.
Oktober 2019
einen Aufwand von 20.5
Stunden und Barauslagen von
Fr. 152.--
exkl. Mehrwertsteuer geltend (Urk. 12 und 13 und Urk. 32 und 33).
Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit der Streitsache
(
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, vgl. auch
§
8 in Verbindung mit § 7
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht)
erscheint
der Aufwand
als übersetzt. Zudem sind darin auch Positionen enthalten, welche grundsätzlich nicht entschädigt werden (vgl. das Merkblatt Amtliche Man
date der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich
, Version 1. Januar 2016
, welches weitgehend den früher massgebenden Richtlinien des Büros für amt
liche Mandate des Bezirksgerichts Zürich entspricht). So werden administra
tive Arbeiten, welche vom Sekretariat verrichtet werden können, wie bei
spielsweise Schreibarbeiten, Terminabsprachen, Bestel
lung/Verpacken/Rücksendung von Akten, Adressnachforschungen, Aktenab
lage, Erstellung der Honorarrechnung, Verfassen administrativer Schreiben, Aktenver
kehr und der zeitlic
he Aufwand zur Erstellung von F
otokopien nicht entschädigt. Dasselbe gilt für soziale Betreuung, minimale Aufwände wie beispielsweise Kenntnisnahme von Vorladungen, Bemühungen in parallelen Verfahren und Rechtsstudium. Vorliegend
wurden
verschiedene
Positionen aufgeführt
, welche grundsätzlich nicht entschädigt werden
(wie beispielsweise
Aktenbestellu
ng und -
rücksendung,
Fristerstreckungen
, Zustellu
ng von Kopien an den Mandanten).
Bei grosszügiger Betrachtung können
eine Stunde
Aufwand für
die
Instruktion
,
vier
Stunden für die Durchsicht
der
Akten,
vier
Stunden für die Redakt
ion
der
Beschwerdeschrift
und deren Ergänzung
,
zwei
Stunde
n
für notwendige Korres
pondenz
und Telefonate sowie
zwei
Stunde
n für das Abfassen einer
Replik
ange
rechnet
werden. Eine wei
tere
Stunde Aufwand kann zudem anerkannt werden, we
nn berücksichtigt wird, dass die
Rechtsvertreter
in
das Urteil mit dem Beschwerdeführer noch zu besprechen hat.
Zu entschädigen ist somit e
in Gesamt
aufwand von 14
Stunden,
was unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- ein Honorar von Fr. 3‘
08
0
.-- ergibt.
Rechtsanwä
lt
in Stéphanie Baur
ist deshalb mit Fr.
3'481.--
(
Honorar von Fr.
3‘
080
.--
plus
Barauslagen von
Fr. 152.--
, zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7 %
) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
5
.2
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Entschädigung an d
ie
unent
geltliche
Rechtsvertreterin
ver
pflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.