Decision ID: 62976ec0-a2c9-5af5-8686-3ef2ef514ed8
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1962
geborene
X._
war
bei der
Y._
angestellt
(
Arbeit
geberbescheinigung
vom 28. August 2014,
Urk.
10/14), als er sich am 6. Februar 2014 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug anmeldete
(vgl. Vorbescheid vom 6. Februar 2015,
Urk.
10/11)
. Die
Y._
kündigte das Arbeitsverhältnis mit
X._
am 23. Juli 2014 per 31. Oktober 2014 (
Urk.
10/14 und Kündigung vom 23. Juli 2014,
Urk.
10/17), worauf sich dieser am 28. August 2014 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung anmel
dete (Anmeldebestätigung vom 4. September 2014,
Urk.
10/18) und ab 1.
No
-
vember
2014 Arbeitslosenentschädigung beantragte (Antrag vom 28. August 2014,
Urk.
10/19). Die
Unia
Arbeitslosenkasse richtete in der Folge Taggelder gestützt auf einen versicherten Verdienst von Fr. 6‘549.
und einen Beschäftigungs- und Vermittlungsgrad von 100 % aus (vgl. Schreiben der
Unia
Arbeitslosenkasse vom 5. März 2015,
Urk.
10/10). Nachdem die IV-Stelle
X._
mit Vorbescheid vom 6. Februar 2015 in Aussicht gestellt hatte, dass er ab 1. Oktober 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % An
spruch auf eine ganze, ab 1. März 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 58 % Anspruch auf eine halbe und ab 1. April 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 36 % keinen Anspruch auf eine Invalidenrente mehr haben
werde
(
Urk.
10/11),
kürzte die
Unia
Arbeitslosenkasse
den versicherten Verdienst von
X._
um den im Vorbescheid festgehaltenen Invaliditätsgrad und verfügte
am 23. März 2015, dass der versicherte Verdienst bis 31. Januar 2015 Fr. 6‘549.-- betrage, dass in der Kontrollperiode Februar 2015 bei einem
Invali
ditätsgrad
von 10
0 % kein Anspruch auf Arbeitslo
senentschädigung bestehe, dass der versicherte Verdienst ab 1. März 2015 Fr. 2‘751.-- und ab 1. April 201
5
Fr. 4‘191.
--
betrage
(
Urk.
10/7).
Am
8. Mai 2015
erhob
X._
durch Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher
Einsprache
und beantragte
, es seien ihm über den 31. J
anuar 2015 hinaus Arbeitslosent
agge
l
der aufgrund eines un
gekürzten versicherten Verdienstes von Fr. 6‘549.
-- auszurichten.
In prozessua
ler Hinsicht
beantragte
er die Bestellung von Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bu
cher als unentgeltliche Rechtsvertreterin
(Urk.
10/6).
Mit Verfügung vom 19. Mai 2015 wies die
Unia
Arbeitslosenkasse das Gesuch um Bestellung von Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher als unentgeltliche Rechtsvertreterin
für das
Einspracheverfahren
ab (Urk.
10/4
). Mit
Einspracheentscheid
vom 12. Juni 2015 wies sie zudem die von
X._
gegen die Verfügung vom 23. März 2015 erhobene Einsprache ab
(Urk. 10/3).
1.2
Nachdem
X._
von
Dr.
med.
Z._
für die Zeit vom 13.
April bis 1
2.
Juni 2015 eine 100%ige (Arztz
eugnis vom 13. April 2015, Urk.
10/21) und ab 13. Ju
ni 2015 eine 80%ige Arbeitsunfähig
keit (Arztzeugnis vom 11. Juni 2015,
Urk.
10/21) attestiert worden war, stellte die
Unia
Arbeits
losenkasse m
it Verfügung vom
1
2.
Juni 2015
fest, dass
X._
am 1
2.
Mai 2015 den Anspruch auf Taggelder bei vorübergehend fehlender oder verminderter Arbeitsfähigkeit
im Sinne von Art. 28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insolvenzentschädi
gung
(AVIG)
ausgeschöpft habe (
Urk.
3/4).
Mit Wirkung ab 13. Juni 2015 rich
tete die
Unia
Arbeitslosenkasse
X._
Taggelder
gestützt auf
die von
Dr.
Z._
noch attestierte Restarbeitsfähigkeit von 20
%
aus, das
heisst
auf der Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 1‘310.--
(vgl. Abrechnung vom 3. Juli 2015,
Urk.
3/5). Am 13. Juli 2015 erhob
X._
Einspra
che gegen die Verfügung vom 1
2.
Juni 2015 und beantragte, es seien ihm über den 1
2.
Mai 2015 hinaus Taggelder aufgrund eines ungekürzten versicherten Verdienstes
in Höhe von Fr. 6‘549.--
auszurichten. In prozessualer Hinsicht be
antragte er die Bestellung von Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher als unent
geltliche Rechtsvertreterin für das
Einspracheverfahren
(
Urk.
3/6).
Mit Verfü
gung vom 16. Juli 2015 wies die
Unia
Arbeit
s
losenkasse das Gesuch um Be
stellung von Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher als unentgeltliche
Rechtsver
treterin
für das
Einspracheverfahren
ab (Urk.
2/2).
Mit Taggeldabrechnung vom
17. Juli 2015 passte die
Unia
Arbeitslosenkasse die
X._
ab
13. Juni 2015 ausgerichteten Taggelder de
m
im invalidenversicherungs
-
rechtlichen Vorbescheid festgehaltenen Invaliditätsgrad von 36
%
an und richtete Taggelder basierend auf einem versicherten Verdienst von Fr. 4‘191
.--
aus (
Urk.
3/8
). Mit
Einspracheentscheid
vom 13. Oktober 2015 wies die
Unia
Arbeitslo
senkasse die Einsprache vom 13.
Juli 2015 ab und
hielt
fest, dass
X._
mit Wirkung ab 13.
Juni 2015 Anspruch auf Taggelder
auf der Basis
eines versi
cherten Verdienstes von Fr. 4‘191.-- ha
be
(
Urk.
2/1).
2.
2.1
Am 16. November 2015 erhob
X._
durch Rechtsanwältin PD
Dr.
Silvia Bucher
Beschwerde und beantragte:
„1.
Der
Einspracheentscheid
vom 13. Oktober
2015, soweit er die Zeit ab 13.
Juni 2015 betrifft, und die Verfügung vom 16. Juli 2015 (
Zwischen
entscheid
betreffend unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
im
Ein
spracheverfahren
) seien aufzuheben.
2.
Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 13. Juni 2015 wieder Arbeitslosentaggelder aufgrund eines ungekürzten versicherten Verdienstes von Fr. 6‘549.
--
auszurichten.
3.
Es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer für das
Einspracheverfah
ren
Anspruch auf unentgeltliche
R
e
chtsverbeiständung
hat, es sei die unterzeichnende Rechtsanwältin für das
Einspracheverfahren
als unent
geltliche Rechtsvertreterin zu bestellen, und es
sei die
Beschwerdegeg
nerin
zur Vergütung des für das
Einspracheverfahren
entstandenen an
waltlichen Aufwandes zu verpflichten.
4.
Es sei dem Beschwerdeführer für das Gerichtsverfahren in der Person der unterzeichnenden Rechtsanwältin eine unentgeltliche
Rechtsbeiständin
beizugeben.
5.
Es seien die Akten des Verfahrens AL.2015.00146 beizuziehen.
Unter Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Dezember 2015 die Abw
eisung der Beschwerde (
Urk.
7).
2.2
Mit Urteil vom
10. Dezember 2015 hiess das hiesige Gericht die vom Beschwerde
führer am 19. Juni 2015
gegen die Verfügung vom 19. Mai 2015
und
gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
2.
Juni 2015 erhobene Beschwerde (
Urk.
10/2) gut, hob
die angefochtenen Entscheide
auf,
stellte fest, dass der Be
schwerdeführer auch über den 31. Januar 2015 hinaus einstweilen Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung aufgrund eines ungekürzten versi
cherten Verdiensts von Fr. 6‘549.
--
ha
be
und wies die
Sache zur Festsetzung der Parteientschädigung für das
Einspracheverfahren
an die Beschwerdegegnerin
zurück (Prozess Nr. AL.2015.00146).
2.3
Mit Verfügung vom 4. Februar 2016 wurden im vorliegenden Verfahren die von der Beschwerdegegnerin im Verfahren AL.2015.00146 eingereichten Akten in Kopie beigezogen (
Urk.
10/1-22).
2.4
Mit Urteil vom 6. Juli 2016
(8C_86/2016)
wies das Bundesgericht die vom Staats
sekretariat für Wirtschaft (SECO) gegen das Urteil des hiesigen Gerichts vom 10. D
e
zember 2015 erhobene Beschwerde ab.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
1.2
Die Beschwerdegegnerin entschied gemäss Wortlaut mit ihrer Verfügung vom 1
2.
Juni 201
5
grundsätzlich lediglich über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggelder gemäss Art. 28
Abs.
1 AVIG (
Urk.
3/4). In der Folge kürzte sie
ohne eine weitere anfechtbare Verfügung zu erlassen
mit Taggeldabrechnung vom 3. Juli 2015 den massgebenden versicherten Verdienst des Beschwerde
führers neu nicht mehr
um den
im invalidenversicherungsrechtlichen Vorbe
scheid festgehaltenen Invaliditätsgrad von 36
%
(
Urk.
10/11)
auf Fr. 4‘191.--, sondern um die
von
Dr.
Z._
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 80
%
(
Urk.
10/21)
auf Fr. 1‘310.-- (
Urk.
3/5). Im Dispositiv des angefochtenen
Ein
spracheentscheid
e
s
vom 13. Oktober 2015 (
Urk.
2/1) hielt die
Beschwerdegeg
nerin
zwar fest, dass sie die Einsprache abweise, gleichzeitig anerkannte sie aber einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggelder
ab 13.
Juni 2015 auf d
er
Basis eine
s
versicherten Verdienstes von Fr. 4‘191.
--
(
Urk.
2/1). In Anbetracht
dessen und unter Berücksichtigung
, dass
nicht nur der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin zur Ausrichtung von Taggeldern ab 13. Juni 2015 basierend auf einem versicherten Verdienst von Fr. 6‘549.
--
zu verpflichten, sondern
die Beschwerdegegnerin betreffend
diesen Antrag mit Beschwerdeantwort
vom 9. Dezember 2015
die
Abweisung
der Beschwerde
und nicht etwa ein Nichteintreten beantragte (
Urk.
7),
ist im vorliegenden Beschwerdev
er
fahren
über die Höhe des massgebenden versicher
ten Verdienstes ab 13. Juni 2015 materiell zu entscheiden.
2.
Das hiesige Gericht hat mit Urteil vom
10. Dezember 2015
(Prozess Nr. AL.2015.00146)
entschieden, dass, solange das
Vorbescheidverfahren
noch
an
daure
,
der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf
ein
Taggeld
gestützt auf einen ungekürzten versicherten Verdienst
ha
be
. Dieser Entscheid wurde vom
Bundesgericht mit Urteil vom 6. Juli 2016 bestätigt (Urteil 8C_86/2016). Nach
dem auch im Zeitpunkt der Verfügung vom
1
2.
Juni 2015 (
Urk.
3/4
)
und des
Einspracheentscheides
v
om 13. Oktober 2015 (
Urk.
2/1)
das
invalidenversiche
rungsrechtliche
Verfahren noch nicht abgeschlossen war und der Schwebezu
stand weiter andauerte, hat der Beschwerdeführer entsprechend auch ab dem 13. Juni 2015 weiterhin Anspruch auf Arbeitslosentaggelder auf der Basis eine
s
ungekürzten versicherten Verdienstes von Fr. 6‘549.--.
3.
3.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf unentgeltliche
Rechts
ver
tretung
im
Einspracheverfahren
.
3.2
Gemäss Art. 52
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (
ATSG
)
kann gegen Verfügungen innerhalb von
30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausge
nommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen. Gegen
Einsprache
entscheide
oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, kann Beschwerde erhoben werden (Art. 56
Abs.
1 ATSG). Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des
Einspracheentscheides
oder der Verfügung, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, einzureichen (Art. 60
Abs.
1 ATSG). Vor- und Zwischenentscheide
,
gegen welche Beschwerde hätte erhoben werden könne
n
,
auf eine Anfechtung jedoch verzichtet wurde
,
sind
durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf des
sen Inhalt auswirken
(
Art.
61
ATSG in Verbindung mit
§
13
Abs.
2
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
,
in Verbindung mit Art. 93
Abs.
3 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG; vgl. Volz in: Zünd/Pfiffner
Rauber
,
GSVGer
,
2.
Auflage,
§
13 N 98;
vgl. auch Art. 55
Abs.
1 ATSG in Ver
bindung mit Art. 46
Abs.
2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren,
VwVG
, und dazu BGE 138 V 271 E. 1.2.1
)
.
Beim Entscheid über die unentgeltliche Rechtsvertretung im
Einwandverfahren
handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der grundsätzlich mit Beschwerde anfechtbar ist (vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar, Art. 56 N 17 mit Verweis auf BGE 100 V 61
). Da de
r Entscheid über die unentgel
tliche Prozessführung Auswir
kung
en
auf
den
Einspracheentscheid
vom 13. Oktober 2015
(
Urk.
2/1) hat
,
ist im vorliegenden
Beschwerdeverfahren
auch
der Anspruch des Beschwerdefüh
rers auf unentgeltliche
Rechtsvertretung
im
Einspracheverfahren
zu beurteilen.
3.
3
Gemäss Art. 37
Abs.
4 ATSG wird der gesuchstellenden Person im
Sozialversiche
rungsverfahren
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern. Unentgeltliche
Verbeiständung
im
Verwaltungs
verfahren
wird gewährt, wenn die Partei bedürftig ist, die Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen und die Vertretung im konkreten Fall sachlich geboten ist (vgl. Art. 29
Abs.
3 BV). Eine anwaltliche Mitwirkung drängt sich nur in Ausnahmefällen auf, wenn schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als notwendig erscheinen lassen und
eine
Verbeiständung
durch
Verbandsver
treter
, Fürsorger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt. Könnte der Einsprecher im Falle des Unterliegens die un
entgeltliche
Verbeiständung
beanspruchen, hat er bei Obsiegen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 132 V 200 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. BGE 125
V 32).
3.
4
Das
Einspracheverfahren
in
vorliegende
r
Streitsache wies
aufgrund der Unklar
hei
t, was überhaupt Gegenstand der Verfügung vom 1
2.
Juni 2015 war (vgl.
E. 1.2)
,
und aufgrund der Schwierigkeit der Koordination zwischen Leistungen der Arbeitslosen- und der Invalidenversicherung (vgl. AL.2015.00146 E. 4.3)
eine
gewisse Komplexität auf.
Da die vom Beschwerdeführer erhobene Einsprache nicht als aussichtslos beurteilt werden konnte und er bedürftig ist (vgl.
Abrech
nungen der Sozialbehörde,
Urk.
3/10
und Ur
k. 8/5
), ist ein Anspruch auf unent
geltliche
Rechtsvertretung
im
Einspracheverfahren
zu bejahen. Die Verfügung vom
16. Juli
2015 ist daher aufzuheben und die Sache an die
Beschwerdegeg
nerin
zurückzuweisen, damit sie die Höhe des von der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers geltend gemachten Aufwandes überprüfe und hernach über die Höhe der auszurichtenden Entschädigung verfüge.
4.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfänglich gutzuheissen
5.
5.1
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
5.2
Unter Berücksichtigung, dass Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher den Beschwer
deführer bereits im
Einspracheverfahren
vertreten hatte (vgl. Einspra
che vom
1
3.
Juli 2015
Urk.
3
/6)
und insbesondere in Anbetracht
dessen
, dass
vorliegend
ein analoger Sachverhalt wie bereits im Verfahren AL.2015.00146
,
in welchem Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher den Beschwerdeführer eben
falls vertrat,
zu beurteilen war,
erweist sich der von Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silva Bu
cher geltend gemachte Aufwand von total 15,6 Stunden
(Kostennote vom 15.
Februar 2016,
Urk.
12)
der vorliegenden Streitsache nicht als angemessen. Die Berücksichtigung der neusten Rechtsprechung (vgl. beispielsweise das zi
tierte Urteil des Bundesgeric
h
ts 8C_403/2015 vom 2
1.
September 2015;
Urk.
1 S. 15) ändert
nämlich
nichts daran, dass Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher ihrer Beschwerde im Wesentlichen die im Verfahren AL.2015.00146
verfasste Beschwerde
zugrunde legen konnte
(betreffend Reduktion der Entschädigung, wenn auf die Argumentation in einer früheren Beschwerde zurückgegriffen werden kann: Wilhelm in:
Zünd/Pfiffner
Rauber
, a.a.O.,
§
34 N 10 mit Verweis auf das Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 497/97 vom 2
5.
März 1998)
und die Kostennote offensichtlich auch Aufwendungen aus jenem Verfahren umfasst (vgl.
Urk.
12)
.
Insgesamt erweist sich eine Entschädi
gung in Höhe von Fr. 1‘
6
00.
--
als angemessen.
Bei dieser Sachlage erweist sich der Antrag um Bestellung von Rechtsanwältin
PD
Dr.
Silvia Bucher als unentgeltliche Rechtsvertreterin
für das vorliegende Beschwerdeverfahren
als gegenstandslos.