Decision ID: c905a0d2-d32f-4d26-8b43-571be11d22d0
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
83, war seit Mai 2018 bei der
Y._
AG in
Z._
als Bürohilfe angestellt und bei der Suva gegen die Folgen von U
nfällen versichert.
Am
7.
Juli 2019
befand sich die Versicherte
nachmittags im Fitnesscenter
A._
in
B._
und nahm dort unter and
e
rem
eine
Spagat
stellung ein, wobei sie hernach im linken Bein Schmerzen verspürte. Zunächst erstattete die Arbeitgeberin am 1
4.
August 2019 eine Schadenmeldung,
in der
sie darauf hinwies, das Arbeits
verhältnis mit der Versicherten bestehe seit Ende Juni 2019 nicht mehr (
Urk.
6/1).
Am
1.
Oktober 2019 erstattete die Unia Arbeitslosen
kasse
B._
betreffend den Vorfall vom
7.
Juli 2019 ihrerseits eine Unfallmeldung (
Urk.
6/2). Der ersten Schadenmeldung vom 1
4.
August 2019 ist zum Unfall
hergang zu entnehmen, es habe sich um einen Selbstunfall mit Spagat
und
anschliessenden Schmerzen im linken Bein gehandelt
(
Urk.
6/1
Ziff.
6)
. In der Unfall
meldung vom
1.
Oktober 2
01
9 wurde zum Unfallhergang festgehalten, die Versicherte habe Dehnübungen gemacht und sei dabei in den Spagat gegangen. Dabei
habe
sie einen sehr starken Schmerz gespürt und es habe laut geknackt (
Urk.
6/2 S. 1
Ziff.
6
).
Am Tag nach dem Vorfall suchte die Versicherte die Notfallaufnahme des Spitals
C._
auf. Die sie behandelnden Ä
rzte,
Dr.
med.
D._
, Oberarzt Chirurgie, und med. prakt.
E._
, Assistenzart Chirurgie,
hielten im Bericht vom
8.
Juli 2019 fest, die Versicherte h
abe angegeben, das Gehen bereite
ihr seit dem Vorfall Schwie
rigkeiten und die Schmerzen hätten nach dem Vorfall unter Einnahme von Dafalgan nur wenig abgenommen. Als Diagnose nannten die Ärzte den Verdacht auf eine Zerrung der hinteren Muskel
loge am linken Oberschenkel und hielten fest, eine Hamstringverletzung sei möglich. Als Therapie verordneten die Ärzte
Analgesie und
eine Ruhigstellung in Mecron-Schiene (
Urk.
6/9 S. 1).
Am 1
3.
August 2019 untersuchte
Dr.
med.
F._
, leitende Ärztin Radi
ologie am Spital
C._
, die Versichert
e. Sie hielt im Bericht vom 14.
August 2019 fest, die bildgebende Untersuchung habe gezeigt, dass sich die Versicherte eine Zerrung der Semimembranosussehne am Urspru
ng des Tuber ischiadicum links
mit Nach
weis
eines
Ödem
s
um den Ursprung der Sehne
zugezogen habe. Die Sehne
sei aber intakt,
und ebenso
die anderen Sehnen der Hamstring
muskulatur links (
Urk.
6/14).
Dr.
me
d.
G._
, Prakt. Arzt
, attestierte im A
rztzeu
gnis vom 12.
S
eptember 2019 eine v
ollständige Arbeitsunfähigkeit ab dem Unfalltag bis Ende Juli 201
9.
Für die Zeit ab
1.
August 2019 ging er wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus (
Urk.
6/16).
Dr.
med.
H._
, Fach
ärztin für Allgemeinmedizin, attestierte
erst
ab dem
2.
S
eptember 2019 wieder
eine vollständige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/17).
Mit Schreiben vom 1
7.
Dezember 2019 teilte die Suva der Versicherten mit, in Bezug auf den Vorfall vom
7.
Juli 2019 liege weder ein Unfall im Rechtssinne
vor
noch könne von einer unfallähnlichen Körperschädigung oder
von
eine
r
Berufskrankheit ausgegangen werden. Eine Leistungspflicht bestehe somit nicht (
Urk.
6/21).
Die Versicherte erklärte sich damit nicht einverstanden (
Urk.
6/26). Die Suva holte in der Folge die ausführliche Stellungahme von
Suva-
Kreisä
rztin
med. pract.
I._
, Fachärztin für Chirurgie,
vom 1
8.
Dezember 2019 ein (
Urk.
6/28) und erliess
am
1
0.
Januar 2020 die Verfügung, mit der sie eine Leistungspflicht im Zusammen
hang mit dem Vorfall vom
7.
Juli 2019 verneinte (
Urk.
6/30). Dagegen erhob die Versicherte mit Zuschrift vom
4.
Februar 2020 Einsprache (
Urk.
6/32).
Dies
e
Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 1
4.
August 2020 ab (
Urk.
2 =
Urk.
6/37).
2.
Gegen den Einspracheentscheid erhob die Versicherte mit am 1
4.
September 2020 der Post übergebenen Eingabe Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei die Suva zu verpflichten, im Zusammenhang mit dem Vorfall vom
7.
Juli 2019 die gesetzlichen Leistungen auszurichten (
Urk.
1). Die Suva beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2
5.
September 2020 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5). Davon wurde die Versicherte am
1.
Oktober 2020 in Kenntnis gesetzt (
Urk.
7).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes üb
er die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leis
tungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie
infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Ren
tenalters ereignet hat (
Art.
18 Abs. 1 UVG)
.
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbe
ginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts (
ATSG
)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a); Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h).
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE
146 V 51 E. 7.1 sowie BGE
116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in der Verfügung vom
1
0.
Januar 2020
und im angefochtenen Einspracheentscheid vom
1
4.
August 2020
in Bezug auf den Vorfall vom
7.
Juli 2019
sowohl
einen Unfall im Rechtssinne als auch das Vor
liegen einer unfallähnlichen Körperschädigung
.
Sie hielt fest, m
it Blick auf den Ereignishergang sei zu beachten, dass das Merkmal der Ungewöhnlichkeit nicht erfüllt sei und betreffend unfallähnliche Kö
r
perschädigung keine der im Gesetz genannten L
istenverletzungen gegeben
sei
(
Urk.
2 S. 3
Ziff.
2-4)
.
I
n der
Beschwer
deantwort blieb die Beschwerdegegnerin bei
ihrem Standpunkt (
Urk.
5).
2.2
Die Beschwerdeführerin
führte in ihrer Beschwerde aus, sie sei mit dem Entscheid der Beschwerdegegnerin nicht
einverstanden,
denn sie habe am
7.
Juli 2019 einen Unfall erlitten. Sie habe beim Sport einen Spag
at gemacht mit zwei Steppern
unter
ihren Füssen. Der hintere sei weggerutscht. Sie habe dabei eine Über
deh
nung erlitten.
Da der Schmerz so plötzlich und stark gewesen sei, habe sie gedacht, es sei
e
in grosser Muskel gerissen. Sechs Monate lang habe sie
weder
richtig
gehen noch schwimmen oder Spor
t treiben können (
Urk.
1
).
3.
3.1
In der ersten Schadenmeldung vom 1
4.
August 2019 findet sich die folgende Unfallbeschreibung: «Übriger Sport: Spagat mit anschliessenden Schmerzen im linken Bein» (
Urk.
6/1
Ziff.
6).
Der weiteren Schadenmeldung vom
1.
Oktober 2019
ist sodann zu entnehmen, die Beschwerdeführerin habe Dehnübungen gemacht und sei in den Spagat gegangen. Dabei habe sie einen sehr starken Schmerz gespürt und es habe laut geknackt
(
Urk.
6/2 S. 1
Ziff.
6). Am 21.
November 2019 führte die Beschwerdeführerin zum Ereignishergang schrift
lich aus, es sei beim Training passiert. Bei einer plötzlichen Bewegung habe sie ein Geräusch und gleichzeitig einen starken Schmerz verspürt. Sofort als dies passiert sei, habe sie sich nur noch
unter
Schmerzen bewegen können (
Urk.
6/6 S. 1).
Im Einspracheverfahren führte die Beschwerdeführerin zum Vorfall vom
7.
Juli 2019 aus, als sie in den Spagat gegangen sei, habe sie zwei Stepper unter ihren Füssen beziehungsweise unter ihren Beinen gehabt. Als der hinter
e
Stepper gerutscht sei, habe sie das Geräusch ihrer zerrenden Muskeln gehört
. Sie habe sich nach hinte
n fallen lassen müssen, um wieder in die Ausgangsposition zu gelangen (
Urk.
6/32). In der Beschwerdeschrift äusserte sie erneut, sie habe beim Sport mit zwei Steppern unter den Füssen einen Spagat gemacht. Der hinter
e
Stepper sei weggerutscht, weswegen sie eine Überdeh
n
ung erlitten habe (
Urk.
1).
3.2
Sportliche Betätigungen sind mit einem erhöhten Verletzungsrisiko verbunden, weswegen hier das Merkmal der Ungewöhnlich
keit oft in Frage steht.
Treten Schmerzen bei normalen Bewegungsabläufen auf
,
so
ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu verneinen.
Von einer Ungewöhnlichkeit ist nur auszugehen, wenn d
ie äussere Einwirkung den Bewegungsab
lauf programmwidrig beeinflusst
. Von einer Programmwidrigkeit kann
wiederum
nur gesprochen werden, wenn der Bewegungsablauf
objektiv betrachtet
nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich
respektive für die betreffende sportliche Betätigung
üblich ist, nicht aber wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster der sportlichen B
etätigung fällt (Hofer, in: Basler Kommentar zum ATSG, Basel 2020,
Art.
4 N 44 mit weiteren Hinweisen auf Praxis u
nd
Schrifttum).
3.3
Die Schilderung des Hergangs des Ereignisses vom
7.
Juli 2019
vor
Erlass der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
0.
Januar 2020 (
Urk.
6/30) enthält keine Hinweise auf einen ungewöhnlichen äusseren Faktor. Gemäss den beiden Schadenmeldungen vom 1
4.
August und
1.
Oktober 2019 vernahm die Beschwer
deführerin in der Spagatstellung unvermittelt ein knackendes Geräusch und ver
spürte unmittelbar danach Schmerzen (
Urk.
6/1,
Urk.
6/2 S. 1)
. In der Darstel
lung vom 2
1.
November 2019 erwähnt die Beschwerdeführerin eine plötzliche Bewe
gung beim Dehnen ihrer Beine (
Urk.
6/6 S. 1). Einen äusseren Faktor, der diese Bewegung im Sinne einer Programmwidrigkeit auslöste,
vermerkte
sie allerdings nich
t.
Auf e
inen derartigen äusseren Faktor
wies
die Beschwerde
führerin erstmals im Einspracheverfahren und wiederum in ihrer Beschwerde
hin
, indem sie geltend machte, als sie
in die
Spagatstellung gegangen sei, habe sie je einen Stepper unter ihren F
üssen gehabt, wobei in der Folge e
iner der Stepper weggerutscht
sei (
Urk.
1,
Urk.
6/32).
3.4
Zu berücksichtigen ist bei der Darstellung der Beschwerdeführerin, dass
die Erwähnung eines äusseren Faktors erst erfolgte, nachdem die Beschwerde
gegne
rin die Verfügung vom 1
0.
Januar 2020 erlassen und darin insbesondere
festge
stellt
hatte,
es liege kein Unfallereignis im Sinne von
Art.
4 ATSG vor (
Urk.
6/30).
Aus den
ersten
Angaben zum Vorfall ergaben sich, wie dargelegt wurde, keine entsprechenden Anhaltpunkte.
Auch aus der dokumentierten haus
ärztlichen Krankengeschichte ergibt sich betreffend Ereignishergang
kein Hinweis
, dass das unvorhergesehene Rutschen oder Weggleiten eines Steppers bei der Ausführung des Spagates zum Knacken und zum Auftreten von Schmerzen geführt hat (vgl.
Urk.
6/15/1).
Es lässt sich
gesamthaft betrachtet
nicht ausschlies
sen, dass die Ergänzung der Sachv
erhaltsschilderung
im Einspracheverfahren
durch die Äusse
rungen der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung und der
damit vorgenomme
nen
Verneinung einer Leistungspflicht veranlasst wurde.
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die sogenannten spontanen «Aussagen der ersten Stunde» ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a, je mit Hinweisen).
Ausgehend von
dieser Beweisregel
ist
von der Sachdarstellung vor Erlass der Verfügung vom 1
0.
Januar 2020 aus
zugehen, wes
halb
ein ungewöhnlicher äusserer Faktor und damit ein Unfallgeschehen im Sinn
e von
Art.
4 ATSG und damit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf
Art.
6
Abs.
1 UVG zu verneinen
ist.
4.
4.1
Nach der Erstkonsultation am
8.
Juli 2019 gingen
Dr.
D._
und med. prakt.
E._
vom Spital
C._
von einem Verdacht auf eine Zerrung der hinteren Muskelloge am linken Oberschenkel
und einer möglichen Hamstringver
letzung
aus
. Sie verordneten eine analgetische Therapie und Ruhig
stellung mittels Mecron-Schiene und bei ausbleibender Besserung empfahlen sie eine MRI-Untersuchung
(
Urk.
6/9 S. 1).
Eine solche führte die leitende Radiologin des Spitals
C._
,
Dr.
F._
, am 1
4.
August 2019 durch.
Zum Befund führte die Ärztin aus, auf der linken Seite habe um die inserierende Sehne des M
usculus
semimembranosus über eine kraniokaudale Ausdehnung von 43 mm ein Ödem nachgewiesen werden können.
Die Sehne selber sei intakt. U
m die Sehnen des M
usculus
bizeps femoris und M
usculus
semitendinosus sei kein Ödem und ebenso wenig ein umgebendes Hämatom erkennbar gewesen. Die Untersuchung habe gezeigt, dass sich
die
Beschwerdeführerin eine Zerrung der Semimembrano
sussehne links mit dem Nachweis eines Ödems um den Ursprung der S
ehne zu
gezogen habe, wobei die Sehne selber intakt sei, wie auch die übrigen Sehnen der Hamstringmuskulatur links
(
Urk.
6/14 S. 1 f.).
4.2
Ausgehend von diesen Untersuchungsbefunden hielt die
Kreisä
rztin
med. pract.
I._
am 1
8.
Dezember 2019 fest, es sei keine der Listenve
rletzungen gemäss
Art.
6 Abs. 2
UVG gegeben.
Die diagnostizierte
Sehnenzerrung könne we
der unter lit.
f (Sehnenrisse) noch unter li
t. e (Muskelzerrung) subsumiert
werden (
Urk.
6/28 S.
2).
Diese Schlussfolgerung ist ohne Weiteres nachvollziehbar.
Auch unter die übrigen unfallähnlichen Körperschädigungen (Knochenbrüche [lit. a], Verren
kung von Gelenken [lit. b], Meniskusrisse [lit. c], Muskelrisse [lit. d], Band
läsionen [lit. g]
oder
Trommelfellverletzungen [lit. h]) lässt sich die Sehnenzer
rung der Beschwerdeführerin als Folge des Vorfalles vom
7.
Juli 2019
rechtspre
chungs
gemäss
nicht subsumieren.
Gemäss der zu
Art.
9
Abs.
2 lit. f
der Verord
nung über die Unfallversicherung (UVV)
-
in der bis 3
1.
Dezember 2016 in Kraft gewesenen Fassung
-
ergangenen Rechtsprechung beschränkt sich die Leistungs
pflicht der obligatorischen Unfallversicherung für unfallähnliche Körperschädi
gungen nach Sinn und Zweck dieser Vorschrift streng auf Sehnenrisse. Ausge
schlossen ist insbesondere der Einbezug der übrigen Sehnenpathologie, ein
schliesslich der Krankheiten des Begleitgewebes
, worunter auch Sehnenzerrungen zu begreifen sind (BGE 114 V 298 E. 5)
. Ein partieller Sehnenriss reicht für die Übernahme von Leistungen nur dann aus, wenn er zweifelsfrei nachgewiesen ist, sei dies intrao
perativ oder durch Kontrastmitteldarstellung. Kann dieser Nachweis nicht erbracht werden, so hat der Leistungsa
nsprecher die Folgen zu tragen
. Die
per
1.
Januar 2017 neu in Art.
6
Abs.
2 UVG übernommene L
iste entspricht der
je
nigen von Art.
9
Abs.
2 UVV. Die zur Verordnungsbestimmung entwickelte Rechtsprechung zur Qualifikation der dort aufgeführten Körperschädigungen behält daher weiterhin ihre Gültigkeit
(Urteil des Bundesgerichts 8C_618/2019 vom 1
8.
Februar 2020 E
.
6.2.3
mit Hinweisen).
Es liegt
mithin
keine
der Listenverletzungen vor
und gleichzeitig
ist
festzuhalten, dass die
Aufzählung der den Unfällen gleichg
estellten Körperschädigungen
abschliessend
ist (vgl. vorstehende E. 1.4). Somit besteht
auch unter diesem Gesichtspunkt, das heisst gestützt auf
Art.
6
Abs.
2 UVG,
kein Anspruch auf Leis
tungen aus der Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Vorfall vom
7.
Juli 201
9.
5.
Liegt
aus versicherungsrechtlicher Sicht weder ein Unfall vor,
weil
die Voraus
setzung des ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt ist, und ist auch
eine
unfallähnliche Körperschädigung zu ve
rneinen, weil keine der in Art.
6
Abs.
2 lit. a-h abschliessend aufgezählten Körperschädigungen gegeben ist, besteht keine Leistungspflicht der Unfallversicherung. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin ist mithin nicht zu beanstanden. Folglich ist die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde unbegründet, was zu deren Abweisung führt.