Decision ID: ccf28edc-d6f7-4cd7-9f22-513989f1bf4f
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967,
meldete sich unter
Hinweis auf Beschwerden am rechten Bein und der linken Hüfte am 1
5.
Oktober 2017 bei der
Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/5
Ziff.
6.1).
Mit Verfügung vom
8.
Juni 2018 (
Urk.
8/30) verneinte die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Die vom Versicherten am 1
0.
Juli 2018 dagegen erhobene Beschwerde
(
Urk.
8/31/3-10) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom
4.
März 2019 (Verfahren-Nr. IV.2018.00615)
in
dem Sinne gut, dass es die Verfügung vom
8.
Juni 2018 aufhob und die Sache zur ergänzenden Abklärung des Sach
verhaltes
und zum Neuentscheid
an die IV-Stelle zurückwies (
Urk.
8/37 S. 10 Dispositiv
Ziff.
1).
1.2
Die IV-Stelle holte medizinische Beric
hte (
Urk.
8/46,
Urk.
8/73) ein und erteilte am
1
5.
Juli 2020 (
Urk.
8/67) Kostengutsprache für eine Potentialabklärung
des Versicherte
n
.
Die Massnahme wurde am 1
5.
September 2020 beendet (
Urk.
8/70).
In
der Folge
holte die IV-Stelle
eine Stellungnahme ihres Regionalen
Ärztlichen Dienstes (RAD,
Urk.
8/74 S. 4 f.)
ein
und erliess am
1
5.
Oktober 2020 (
Urk.
8/75)
den Vorbescheid. Der
Versicherte
brachte dagegen
Einwä
nde (
Urk.
8/77,
Urk.
8/79) vor.
Mit
Verfügung vom 1
1.
Januar 2021 (
Urk.
8/83 =
Urk.
2) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch.
2.
2.1
Der Versicherte erhob
am 2
8.
Januar 2021
Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
1.
Januar 2021
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente zuzusprechen, wobei zunächst der aktuelle Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit mittels eines
medizinischen
Gutachten
s umfassend und sach
gerecht
prüfen zu lassen sei (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-3
oben
). Verfahrensrechtlich beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und
der
unent
geltliche
n
Rechtsvertretung (
Urk.
1 S.
2
Ziff.
4-5).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
März 2021 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
8.
April 2021 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9).
2.2
Mit
V
erfügung vom 1
6.
Juli 2021 wurde der Versicherte aufgefordert,
dem Gericht
aktuelle Verlaufsberichte der
behandelnden
Ärzte der Klinik für Trauma
tologie,
Spital Y._
,
einzureichen (
Urk.
12).
Am 2
7.
September 2021 (Urk.15) reichte er einen
Arztb
ericht vom 1
0.
September 2021 (
Urk.
16) über
die
Konsultation vom
8.
September 2021 ein.
Eine Kopie des Berichtes wurde der Beschwerdegegnerin am
7.
Oktober 2021 zugestellt (
Urk.
17).
Der Rechtsvertreter des Versicherten reichte am 1
4.
Oktober 2021 eine neue Honorarnote (
Urk.
19
; vgl.
Urk.
11
) ein.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Ren
te haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (I
VG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer rügte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
, da sich die Beschwerdegegnerin nicht mit
den relevanten
Einwänden zum Vorbescheid aus
einandergesetzt habe
(
Urk.
1 S.
4 f.
Ziff.
10).
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar
stellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwä
gungen (
Art.
49
Abs.
3 Satz 2 ATSG). Gemäss
Art.
52
Abs.
2 Satz 2 ATSG werden
Einspracheentscheide
begründet. Die Begründung eines Ent
scheides muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechts
mittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand
auseinander setzen
muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
2.2
Der
Beschwerdeführer
äusserte sich
im Einwand vom
9.
November 2020
zum
Vorbescheid
der Beschwerdegegnerin
vom 1
5.
Oktober 2020
(
Urk.
8/75)
zum
Beweiswert der
neu
eingeholten
Arztberichte. Er brachte vor, es
treffe nicht zu, dass er in einer angepassten Tätig
keit zu 100
%
arbeitsfähig sei.
Der Bericht der Ärzte
des
Spitals Y._
vom 2
5.
Juni 2019 sei veraltet
und mangelhaft
. Er sei a
m 2
6.
September 2018 zum letzten Mal
dort
zur Kontrolle gewesen
(
Urk.
8/79 S. 2
Ziff.
1-2).
Des Weiteren sei er
wegen der Unfallfolgen nur zweimal beim Hausarzt in Behandlung gewesen. Dieser sei bei der Erstellung des Berichtes vom 2
2.
September 2020 hinsichtlich der Unfallfolgen
bei weitem
nicht mehr auf dem neuesten Stand gewesen (S. 3
Ziff.
3 Mitte).
Gemäss dem Abschlussbericht der
Z._
AG zur Potentialabklärung vom 2
8.
August 2020 sei lediglich eine Präsenz
zeit
von vier Stunden am Nachmittag erreicht worden. Der Bericht zeige klar, dass er auch angepasst nicht zu 100
%
arbeitsfähig sei (S. 3
Ziff.
4).
2.3
Die Beschwerdegegnerin
hielt im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) fest,
nach den medizinischen Abklärungen bestehe
seit ihrem letzten Entscheid
vom
8.
Juni 2018
eine unveränderte Sachlage. Seit Juni 2017 bestehe für Hilfsarbeitertätig
keiten mit unverändertem Belastungsprofil eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Zumutbar seien leichte bis kurzzeitig höchstens mittelschwere Tätigkeiten in vor
wiegend sitzender Position. Zu vermeiden seien längeres Stehen und Gehen, ins
besondere auf unebenem Gelände, das Steigen auf Leitern und Gerüste sowie
Arbeiten in kniender oder hockender Stellung. Der Beschwerdeführer könne eine Hilfsarbeitertätigkeit in der freien Wirtschaft ausüben. Eine Erwerbseinbusse bestehe nicht (S. 2 oben).
Der angefochtenen Verfügung ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin
entgegen der Kritik des Beschwerdeführers
auf die
vorliegenden Arztberichte
ab
stellen wollte und sie dessen
Einschätzung
zum
Beweiswert
der Berichte
nicht teilte.
Die
Beschwerdegegnerin
ist auf den
Bericht der Verantwortlichen der
Z._
AG vom 2
8.
August 2020
über eine Potentialabklärung zwar nicht weiter
eingegangen.
Eine sachgerechte Anfechtung des Entscheides war dem Beschwerdeführer
jedoch gleichwohl möglich
. Eine Verletzung des Gehörs
anspruches des Beschwerdeführers
liegt daher nicht vor.
2.4
Der Beschwerdeführer
brachte in der Beschwerde weiter vor
,
die Behandlung der Unfallfolgen sei seit Juni 2017 am
Spital Y._
erfolgt. Der
Hausarzt sei für Aussagen zu den Unfallfolgen nicht kompetent. Er sei schon längst nicht mehr zuständig gewesen und habe beim letzten Termin nicht mehr gewusst, dass
der Beschwerdeführer
einen schweren Unfall gehabt habe (
Urk.
1 S
.
6
Ziff.
13-
14). Weiter sei ihm von Seiten der Eingliederungsberatung der Beschwerdegegnerin in Aussicht gestellt worden, dass er noch ärztlich untersucht werden würde. Da
von habe er auch aufgrund des Urteils des hiesigen Gerichts vom
4.
März 2019 ausge
hen dürfen (S. 8
Ziff.
19).
2.5
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf die vorliegenden Akten
zu Recht verneint hat.
3
.
3
.1
Med.
pract
.
A._
, Assistenzarzt, und PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie, Oberarzt,
Spital Y._
,
berichteten am 1
2.
Oktober 2017 (
Urk.
8/3
)
über
die
Untersuchung
des Beschwerdeführers
vom Vortag
. Sie
ste
llten folgende Diagnosen (S. 1):
-
Acetabulumfraktur
links, Juni 2016
-
Status nach Osteosynthese in
C._
-
Tibiaplateaufraktur
rechts, Juni 2016
-
ebenfalls mit Plattenosteosynthese-Versorgung am Unfallort in
C._
-
grösstenteils asymptomatische, beginnende posttraumatische Gon
arthrose
Die Ärzte
führten zur Anamnese aus
, der Beschwerdeführer habe sich zirka vier Monat
e
nach einer operativen Versorgung
von Verletzungen
in
C._
bei
ihnen vorgestellt
(S. 1 unten).
In
der Zusammenschau der radiologischen und klinischen Befunde bestehe kein akuter chirurgischer Hand
lungsbedarf. In An
betracht des Verletzungsmusters mit bereits radiologisch sichtbaren Zeichen einer Arthrose und passenden klinischen Beschwerden sei nicht von
der
Wieder
aufnahme der
früheren
beruflichen Tätigkeit mit starker körperlicher Belastung auszugehen. Im Langzeitverlauf werde von einer stetigen Zunahme der Symp
tome bei bereits vorgeschädigten Gelenkflächen der linken Hüfte und des rechten Knies ausgegangen.
Eine
endoprothetische
Versorgung
sei
wahrscheinlich
not
wendig
(S. 2).
3.2
Med.
pract
.
A._
und PD
Dr.
B._
gaben im Bericht vom 2
9.
J
anuar 2018 (
Urk.
8/15) an,
die ambulante
Behandlung
s
ei
vom
8.
Juni bis 1
1.
Oktober 2017
erfolgt
. Der
Patient
habe sich
insgesamt drei Mal in der Sprechstunde des
Spitals Y._
vorgestellt (S. 1
Ziff.
1.1 und 1.2).
Seit dem
8.
Juni 2017
bis heute
bestehe
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
, die
für eine schwere körperliche Belastung
attestiert worden sei
(S. 1
f.
Ziff.
1.3).
Der Patient sei im Juni 2016 in
C._
verunfallt und dort operativ behandelt worden. Nach der dortigen Behandlung hätten noch Schmerzen im Knie und im Unterschenkel rechts sowie im Bereich der linken Hüfte bestanden. Die Beschwerden seien bei Belastung im Tagesverlauf progredient.
Weiter habe sich seit der Operation eine Taubheit im Bereich der
Dig
. I und II eingestellt.
Im rechten Kniegelenk bestünden abnehmende
S
chmerzen. Des Weiteren habe er starke Schmerzen im Bereich der linken Hüfte, insbesondere bei längerem Sitzen oder Gehen. Beim Gehen zeige sich sodann ein Schonhinken des linken Beins.
Der Patient sei im Beruf als Bauarbeiter
aktuell
nicht arbeitsfähig (S. 2
Ziff.
2.1 und 2.2).
Es bestünden Gelenkbeschwerden an der linken Hüfte sowie am rechten Knie, insbesondere bei körperlicher Mehrbelastung. Dies führe zu einer stark ver
minderten körperlichen Leistungsfähigkeit, insbesondere im Rahmen von schweren, körperlich anstrengenden sowie gelenkbelastenden Arbeiten (S. 3
Ziff.
3.
4
).
Die Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit
lasse
sich aus den ambulant erhobenen Befunden nicht konklusiv beurteilen (S. 3
Ziff.
4.2).
Eine Einschränkung in der Haushaltführung und
der
Wohnungspflege bestehe nicht (S. 3
Ziff.
4.5).
3.3
Die Beschwerdegegnerin holte
nach dem
Urteil des hiesigen Gerichts vom
4.
März 2019 einen
weiteren
Bericht der Ärzte des
Spitals Y._
vom 2
5.
Juni 2019 (
Urk.
8/46)
ein.
Darin wurde ausgeführt
,
die letzte Konsultation sei am 2
6.
September 2018 er
folgt. Eine weitere Verlaufskontrolle sei für
den
7.
Juli 2019
geplant. Die
Konsultationen erfolgten halbjährlich bis jähr
lich (S. 1
Ziff.
1.1 und 1.2).
Der Hausarzt sei in die Behandlung involviert (S. 2
Ziff.
1.4).
Der Beschwerdeführer habe
gemäss der Zwischenanamnese vom
8.
Juni 2017
Schmerzen
i
m Knie und
i
m rechten Unterschenkel sowie im Bereich der linken Hüfte
gehabt
. Die Schmerzen im Knie verstärkten sich bei Belastung und ver
schlimmerten sich im Tagesverlauf
. Der Patient könne sich nicht an ein erneutes Trauma erinnern
(S. 2
Ziff.
2.1).
Gemäss der Zwischenanamnese vom 2
6.
September 2018 habe sich der Beschwerdeführer 27 Monate nach Versorgung der
Acetabulumfraktur
links und
Tibiaplateaufraktur
rechts in der Sprechstunde vorgestellt. Er habe k
linisch seit dem Unfall die gleichen Beschwerden (S. 2
Ziff.
2.2).
Die Ärzte des
Spitals Y._
stellte
n
neu die Diagnose
Tibiaplateaufraktur
rechts, Juni 2016, klinisch bei Verdacht auf Innenbandläsion (S. 2
Ziff.
2.5).
S
eit dem Unfall von Juni 2016 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. Von ihrer Seite werde
die Arbeitsunfähigkeit
seit dem
8.
Juni 2017
bestätigt. Sie dauere aktuell an
. Die Arbeitsunfähigkeit gelte für körperlich belastende Tätig
keiten, wie das Heben und Tragen
schwerer Lasten
von über 5 kg. (S. 1 f.
Ziff.
1.3).
Gemäss der Einschätzung vom 2
6.
September 2018 sei v
on einer Wieder
aufnahme der beruflichen Tätigkeit als ungelernter Bauarbeiter mit starker körperlicher Belastung bei den vorliegenden radiologischen Befunden sowie den klinischen Beschwerden weiterhin nicht auszugehen. Sollten die Hüft
beschwerden links sowie die Kniebeschwerden rechts persistieren, könne gegebenenfalls der Einsatz einer Hüft- beziehungsweise einer Knie-
Endoprothetik
erfolgen
. Eine Arbeitsfähigkeit besteh
e für sitzende,
leichte manuelle Tätigkeiten
(S. 3
Ziff.
2.7).
Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei dem Patienten zu 100
%
beziehungsweise mit einem Pensum von acht bis zehn Stunden pro Tag zumutbar (S. 3
Ziff.
4.
2
).
3.4
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom 2
2.
September 2020 (
Urk.
8/73) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3
Ziff.
2.5):
-
Status nach
Tibiaplateau
-Fraktur rechts mit posttraumatischer Gon
arthrose
-
Acetabulumfraktur
links mit intermittierender PAC
Als
Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte
Dr.
D._
ein
thorakovertebrales
und
lumbovertebrales
Syndrom
bei
muskulärer
Dysbalance
und ausgeprägter muskulärer
Insuffizienz (S. 3
Ziff.
2.6).
Dr.
D._
führte weiter aus,
am
4.
April 2018 (eventuell: 2017) und am
2
2.
März
2018
seien Konsultationen wegen einer
Periarthropathie
des linken Hüftgelenks
und eine
s
Instabilitätsgefühl
s
am rechen Knie sowie
wegen
Belastungsschmerzen
am rechten Knie
erfolgt. Am
1
3.
August 2020
habe eine Untersuchung
wegen lumbaler Schmerzen mit Ausstrahlung gegen die Brustwirbelsäule
stattgefunden
. Die Beschwerden seien offenbar während eines Arbeitsversuches in einer Werk
statt aufgetreten (S. 3
Ziff.
2.1).
Im Bereich der Lendenwirbelsäule bestünden End
phasenschmerzen in alle Richtun
gen bei unauffälliger Mobilität. Weiter bestehe eine
ausgeprägte
Druckdolenz
ab thorakal 3 bis S
1 interspinal und paravertebral
mit stark verspannter und
druckdolenter
Errector
spine
-Muskulatur paravertebral. Im Kraftglobaltest habe die Grundhaltung kaum gehalten werden können (S. 3
Ziff.
2.2).
Für
alle nicht
sitzende
n
Tätigkeiten habe vom 2
2.
März bis
3.
Mai 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden (S. 2
Ziff.
1.3).
Für leichte bis höchstens
kurzzeitig
mittelschwere Tätigkeiten
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. In Frage kämen Tätigkeiten in vorwiegend sitzender Position ohne längeres Stehen und Gehen. Zu vermeiden seien das Stehen auf unebenem Gelände, das Steigen auf Gerüste und Leitern sowie Arbeiten in kniender Stellung und in
Hockestellung
(S. 3
Ziff.
2.7).
3.5
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates,
RAD
der Beschwerdegegnerin, nahm am
2.
Oktober 2020 (
Urk.
8/74 S. 4 f.) Stellung zu den medizinischen Akten. Er führte aus, gemäss
Dr.
D._
bestünden als D
iagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit eine posttraumatische Gonarthrose rechts bei einem Zustand nach
Tibiaplateaufraktur
vom Juni 2016 und ein Zustand nach
Acetabulumfraktur
links. Gemäss dem Hausarzt bestehe zusätzlich ein
thorakovertebrales
und
lumbovertebrales
Syndrom bei muskulärer
Dysbalance
und ausgeprägter musku
lärer Insuffizienz.
Die Diagnose
wirke sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus (S. 5 oben).
Im letzten Bericht des
Spitals Y._
vom 2
5.
Juni 2019
sei die Rede
von einer Arbeits
unfähigkeit von 100
%
, die seit Juni 2017 bestehe und weiterhin andauere. Einer Wiedereingliederung in die Tätigkeit als ungelernter Bauarbeiter stehe die persistierende Schmerzsymptomatik an der linken Hüfte und am rechten Knie
gelenk entgegen. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer jedoch zu 100
%
zumutbar
mit einem Pensum von acht bis zehn Stunden pro Tag.
Dr.
D._
habe für sämtliche nicht sitzende Tätigkeiten vom 2
2.
März bis
3.
Mai 2019 eine Arbeitsunfäh
igkeit von 100
%
bescheinigt. Im Übrigen werde auf die vom
Spital Y._
attestierte Arbeitsunfähigkeit verwiesen (S. 5 oben).
Gemäss den vorliegenden Ber
ichten seien als unfallbedingter
Gesundheitsschaden eine posttraumatische Gonarthrose rechts bei einem Zustand nach
Tibiaplateaufraktur
und ein Zustand nach
Acetabulumfraktur
links ausgewiesen. Der Gesundheitsschaden sei derzeit stabil. Die wenigen aktenkundigen Angaben zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit seien aus versicherungsmedizinischer Sicht plausibel. Im Klartext bedeute dies, dass die frühere angestammte Tätigkeit seit dem Unfall im Juni 2016 nicht mehr möglich beziehungsweise zumutbar sei. Nachdem für eine behinderungsangepasste Tätigkeit
retrospektiv
anfangs eben
falls eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden habe, bestehe für eine solche Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich spätestens seit Juni 2017 eine Arbeits
fähigkeit von 100
%
.
Als Belastungsprofil
seien leichte bis höchstens kurzzeitig mittelschwere Tätigkeiten in vorwiegend sitzender Position
zumutbar
. Zu ver
meiden seien längeres Stehen und Gehen, insbesondere auf unebenem Gelände, und das Steigen auf Leitern und Gerüste sowie Arbeiten in kniender
oder
h
ockender Position (S. 5 unten).
3.6
Die Ärzte des
Spitals Y._
berichteten am 1
0.
September 2021 (
Urk.
16) über die Konsultation des Beschwerdeführers vom
8.
September 2021
, nachdem seit dem 2
6.
September 2018 keine weitere Konsultation erfolgt war (vgl.
Urk.
14)
. Sie stellten folgende Diagnosen (S. 1):
-
mutmasslich symptomatische, beginnende
Coxarthrose
links nach ope
rativ versorgter
Acetabulumfraktur
, Juni 2016
-
mutmasslich Fraktur der Hinterwand mit Hüf
t
kopfluxation
a
m
8.
Juni 2016
-
Plattenosteosynthese Hinterwand in
C._
am 1
1.
Juni 2016
-
asymptomatische Gonarthrose und Verdacht auf Innenbandläsion bei ver
heilter, operativ versorgter mutmasslich lateraler
Tibiaplateaufraktur
rechts, Juni 2016
-
Plattenosteosyntheseversorgung
laterale Tibia in
C._
Die Ärzte führte
n
zur Zwischenanamnese aus, der Beschwerdeführer habe von unveränderten belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich des linken Hüft
gelenkes berichtet. Diese träten nach einer kurzen Karenzzeit am Morgen jeden Tag
fix
auf, verschlimmerten sich bei Belastungen und persistierten auch in Ruhe
. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei im Baugewerbe gewesen. Sowohl bei körper
lichen Tätigkeiten als auch bei Büroarbeiten würden im Tagesverlauf starke Schmerzen auftreten. Aus Sicht
des Beschwerdeführers
sei eine Arbeits
t
ä
t
igkeit von 100
%
in keiner Form möglich.
Normwertige Analgetika würden
ihm
nicht helfen.
Als Befund hätten bei der linken Hüfte ein
e
fokale
Druckdolenz
auf Höhe des
Femurkopfes
und starke
Impingementzeichen
bestanden.
Bildgebend sei bei der Beckenübersicht vom
8.
September 2021 im V
e
rgleich zur Voruntersuchung vom 2
6.
September 2018 ein stationär einliegendes
Osteosynthesematerial
bei einem Status nach
Acetabulumfraktur
links festgestellt worden. Das
Osteosynthese
material
sei intakt. Lockerungszeichen seien nicht festgestellt worden. Es bestün
den die bekannten degenerativen Veränderungen im
femoroacetabulären
Gelenk mit Gelenkspaltverschmälerung und
subchondraler
Mehrsklerosierung
(S. 2 oben).
Der Patient habe
sich
mit einem erhöhten belastungsabhängigen Leidensdruck präsentiert bei einer
röntgenr
adiologisch verheilten, operat
iv versorgten
A
c
etabulumfraktur
, einer beginnenden
Coxarthrose
sowie einer mutmasslichen
Femurkopfpartialnekrose
.
Es seien operative Verfahren besprochen worden
(S. 2 Mitte)
.
Es bestehe die Möglichkeit,
linksseitig
eine künstliche Hüfte zu implantieren. Eine weitere Möglichkeit stelle die Infiltration mittels Kortison so
wie Hyaluronsäure dar
. Der Beschwerdeführer habe sich der Möglichkeit einer Hüftprothese-Einbringung
gegenüber
als eher abgeneigt gezeigt
. Aufgrund des Gesagten sei eine Rückkehr in das Baugewerbe ohne Anpassung der Tätigkeiten und des Leistungsprofils nicht anzunehmen
(S. 2 unten).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin erteilte am 1
5.
Juli 2020 (
Urk.
8/67) Kostengutsprac
he für eine Potentialabklärung des Beschwerdeführers.
Die Verantwortlichen der
Z._
AG, Arbeitsintegration, erstatteten am 2
8.
August 2020 (
Urk.
8/69) den Abschlussbericht über
die A
bklärung. Sie führ
ten aus, Ziele
der Massnahme
seien
unter anderem
die Schärfung des Stellen
profils
des Beschwerdeführers
sowie die Entwicklung einer Strategie und die Eruierung von Berufsfeldern gewesen, welche in einer angepassten das Knie und die Hüfte schonenden Tätigkeit in einem Pensum von 100
%
möglich wären (S. 1
Ziff.
3). Die Abklärung habe vom 2
7.
Juli bis 2
1.
August 2020
gedauert
(S. 1
Ziff.
4).
Sie
habe sich aus Aufgaben im kaufmännischen und manuellen Bereich zusammengesetzt. Weiter seien die arbeitsbezogenen Kompetenzen, Verhaltens
weisen, Eigenschaften und Interessen erhoben worden (S. 1
Ziff.
5).
Eine Rückkehr in die bisherige Tätigkeit sei aufgrund der hohen körperlichen Belastung aktuell nicht möglich.
Der Beschwerdeführer sei offen für eine Tätigkeit als Fahrer oder Kurier.
Interesse und Erfahrung bestünden
auch
im Bereich Logistik. Wichtig erschienen eine abwechselnde und flexibel anpassungsfähige körperliche Belastung, klare Aufgaben und Kompetenzen und die Sinnhaftigkeit der Aufgaben und handwerklichen Tätigkeiten.
Es sei eine tägliche Präsenzzeit von vier Stunden am Nachmittag erreicht worden. Ein solches Pensum werde daher auch für eine weiterführende Massnahme empfohlen. Aufgrund der vor
handenen Kompetenzen und Ressourcen werde die Leistungsfähigkeit auf mindestens 50
%
eingeschätzt (S. 2
Ziff.
6 oben).
U
m eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen, seien eine Arbeits
vermittlung und gegebenenfalls ein Arbeitsversuch im ersten Arbeitsmarkt
erforderlich
. Für eine solche Massnahme sei voraussichtlich eine Leistungsfähig
keit von 50-100
%
zu erreichen (S. 2
Ziff.
6 unten). Eine Strategie und die Eruierung von Berufsfeldern seien im Rahmen der vierwöchigen Abklärung besprochen und entwickelt worden (S. 3
Ziff.
7 oben).
Der Beschwerdeführer verfüge über keine Grundausbildung. Er bringe jedoch
eine
langjährige Berufserfahrung als Bootsmann bei einer Bootsvermietung, als LKW-Fahrer für verschiedene Güter, als Hilfsarbeiter im Bereich Logistik, Metall- und Lüftungsbau sowie als Landwirt mit. Aufgrund eines Unfalles vor drei Jahren sei es ihm nicht mehr möglich, einer rein körperlichen Tätigkeit nachzugehen (S.
5 oben). Der Beschwerdeführer habe während der Abklärung eine Präsenzzeit von vier Stunden täglich mit Ausnahme von zwei Krankheitstagen wahrnehmen können. Aufgrund der Ergebnisse der Potentialabklärung, de
r
aktuell vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen sowie de
r
körperlichen Einschränkungen werde direkt eine Arbeitsvermittlung und gegebenenfalls ein Arbeitsversuch
im
ersten Arbeitsmarkt empfohlen. Dies mit dem Ziel, das Stellenprofil noch weiter zu schärfen und verschiedene Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt auszuprobieren
(S. 5 unten)
4.2
Im Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung
der Beschwerdegegnerin
vom 1
5.
September 2020
(
Urk.
8/71)
wird ein E-Mail des Beschwerdeführers vom 1
4.
September 2020 an die Eingliederungsberatung wiedergegeben.
Der Beschwerdeführer führte darin
aus, er wäre froh, wenn das Dossier abgeschlossen werde, so dass er endlich wisse, woran er sei (S. 32 Mitte).
Im Verlaufsprotokoll wurde weiter
ausgeführt,
der Beschwerdeführer habe während der Potential
abklärung starke Rückenschmerzen gehabt, insbesondere bei Arbeiten in vor
gebeugter Haltung. Er habe dann der Beraterin
mitgeteilt, dass er
keine Unter
stützung durch die Eingliederungsberatung mehr möchte und die Rentenprüfung wünsche. Das Dossier in der Eingliederungsberatung werde daher
ab
geschlossen (S. 3 oben).
5.
5.1
Der Beschwerdeführer zog sich bei einem Unfall
im
Juni 2016 Verletzungen
am rechten Knie
gelenk
und an der linken Hüfte zu
. Die behandelnden Ärzte des
Spitals Y._
nannten als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (E. 3.1-3.3
hiervor):
-
Acetabulumfraktur
links vom Juni 2016
-
Status nach Osteosynthese
-
Tibiaplateaufraktur
rechts, Juni 2016
-
ebenfalls mit Plattenosteosynthese-Versorgung
-
grösstenteils asymptomatische, beginnende posttraumatische Gonarthrose
-
klinisch Verdacht auf Innenbandläsion
Im Bericht vom 1
0.
September 2021 wurde neu eine mutmasslich sympto
matische, beginnende
Coxarthrose
links
diagnostiziert
(E. 3.6).
Der Hausarzt
Dr.
D._
nannte zudem als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
thorakovertebrales
und
lumbovertebrales
Syndrom
bei
muskulärer
Dysbalance
und ausgeprägter muskulärer Insuffizienz
(E. 3.4). Nach Einschätzung durch die behandelnden Ärzte und den RAD besteht für die an
gestammte Tätigkeit auf dem Bau seit dem Unfall eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Für eine behinderungsangepasste Tätigkeit attestierten sie
dagegen seit Juni 2017
eine Arbeitsfähigkeit von 1
00
%
(vorstehend E. 3.3-3.4).
Die Ärzte des
Spitals Y._
äusserten sich im aktuellen Bericht
vom
1
0.
September 2021
dahingehend
zur Arbeitsfähigkeit
, dass eine Rückkehr in das Baugewerbe ohne Anpassung der Tätigkeiten und des Leistungsprofils nicht anzunehmen sei
.
5.2
Der Beschwerdeführer bezeichnete den Bericht der Ärzte des
Spitals Y._
vom 2
5.
Juni 2019 als veraltet
und machte
geltend,
seither sei es
zu
einer weiteren Zunahme der Beschwerden gekommen
(
Urk.
1 S.
5 f.
Ziff.
12)
.
Bei der Untersuchung
im
S
pital
Y._
vom
8.
September 2021 klagte der Beschwerdeführer über
die bereits bekannten Beschwerden an der linken Hüfte. Bildgebend wurde
keine nennens
werte Verschlechterung
im Vergleich zur Untersuchung
vom September 2018
festgestellt
, auch blieben die therapeutischen Möglichkeiten
und Empfehlungen
im Wesentlichen unverändert
(E. 3.6 hiervor).
Anhaltspunkte für eine erhebliche Verschlechterung
seit der Konsultation im September 2018
fehlen daher.
Anzu
fügen ist, dass der Beschwerdeführer die für Juli 2019 geplante Verlaufskontrolle und weitere Kon
trollen
im
Spital Y._
nicht wahrgenommen hat
(vgl.
Urk.
14)
. Dies lässt grundsätzlich nicht auf einen erhöhten Leidensdruck
des Beschwerdeführers
schliessen.
Dr.
D._
bestätigte
im Bericht vom 2
2.
September 2020
für eine angepasste Tätigkeit
eine
Arbeitsfähigkeit von 100
%
.
Damit liegt
eine aktuelle Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit
vor
, die die Einschätzung durch die Ärzte des
Spitals Y._
bestätigt
e
.
Die Ärzte des
Spitals Y._
gaben im Bericht vom 1
0.
September 2021
einerseits
die sub
jektive Einschätzung des Beschwerdeführers wieder, wonach ihm in keiner Tätig
keit eine Arbeitsfähigkeit
von 100
%
möglich sei
. Andererseits hielten sie fest, dass eine Rückkehr in das Baugewerbe ohne Anpassung der Tätigkeiten und des Leistungsprofils nicht anzunehmen sei
(E. 3.6).
Damit ist - da auf die subjektive Einschätzung des Beschwerdeführers nicht abzustellen ist – ohne Weiteres davon auszugehen, dass die Ärzte des
Spitals Y._
nach wie vor an ihrer Einschätzung fest
halten, wonach eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar ist, zumal sie weder eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes feststellen konnten, noch ausdrücklich eine Arbeitsunfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit attestierten.
Die Kritik
des Beschwerdeführers
,
wonach
Dr.
D._
nicht kompetent zur B
eurteilung der Unfallfolgen sei (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
14),
vermag
sodann
nicht zu überzeugen
.
Die Ärzte des
Spitals Y._
gaben im Bericht vom 2
5.
Juni 2019 an, dass
der Hausarzt
in die Behandlung bezüglich der Unfallfolgen involviert sei (vorstehend E. 3.3).
Gestützt auf die
übereinstimmenden
Einschätzungen durch die Ärzte des
Spitals Y._
,
Dr.
D._
und den RAD
ist
nach einer anfänglichen Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
für sämtliche Tätigkeiten nach dem Unfall
für eine behinderungs
angepasste Tätigkeit
seit Juni 2017
wieder
von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
auszugehen
.
Nach
den vorliegenden Akten
bestehen zudem
keine Anhaltspunkte
dafür
, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
im Verlauf
massgeblich
verschlechtert
hätte.
Nach dem Bericht de
r Verantwortlichen der
Z._
AG
vom 2
8.
August 2020 bestand während der Potentialabklärung zwar eine Präsenzzeit von vier Stunden am Nachmittag. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass dem Beschwerdeführer eine höhere Arbeitsfähigkeit nicht möglich wä
re.
An
einer anderen Stelle
des Berichtes
wurde eine
mögliche
höhere
Leistungsfähigkeit von 50-100
%
an
gegeben
(E. 4.1)
. Der Bericht ist
somit nicht geeignet,
die
übereinstimmende
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte in Zweifel zu ziehen.
Die Beschwerdegegnerin
ging
anhand der vorliegenden medizinischen Berichte
somit
zu Rechte davon aus
, dass in einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil seit Juni 2017
wieder
eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
besteht.
Zumutbar
sind
dabei
leichte bis höchstens
kurzzeitig
mittelschwere Tätigkeiten in vorwiegend sitzender Position. Zu vermeiden sind längeres Stehen und Gehen, insbesondere auf unebenem Gelände
,
und das Steigen auf Leitern und Gerüsten sowie Arbeiten in knie
nder
oder hockender Stellung.
Auf weitere Abklärungen des medizinischen Sachverhaltes
und das Einholen eines Gutachtens
ist daher zu verzichten.
5.3
Die Beschwerdegegnerin teilt dem Beschwerdeführer am 1
5.
September 2020 mit, dass
die Eingliederungsmassnahmen auf seinen Wunsch hin abgeschlossen wür
den (
Urk.
8/70)
.
Der Beschwerdeführer
erwartete offenbar
noch eine
ärztliche Untersuchung.
Nachdem
diesbezüglich
möglicherweise ein Missverständnis
zwischen den Parteien bestand
, ist der Beschwerdeführer darauf
hinzuweisen, dass er
sich
für die Gewährung von
Eingliederungsmassnahmen
wie im genann
ten Schreiben der IV-Stelle vom 1
5.
September 2020 beschrieben (Motivations
schreiben)
erneut bei der B
eschwerdegegnerin melden kann.
5.4
Die Beschwerdegegnerin
durfte zusammenfassend
anhand der vorliegenden Akten
für eine angepasste
Tätigkeit seit Juni 2017
von einer zumutbaren Arbeits
fähigkeit
des Beschwerdeführers
von 100
%
ausgehen. Gestützt darauf verneinte sie zu Recht einen Rentenanspruch.
Die angefochtene Verfügung vom 1
1.
Januar 2021
erweist sich nach dem Gesagten als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6.
6.1
Der Beschwerdeführer beantragte die Bewilligung der unentgeltlichen Prozess
führung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2
Ziff.
4-5). Die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung sind vorliegend erfüllt
(vgl.
Urk.
3)
.
6.2
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vor
liegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Pro
zess
führung sind
die Kosten
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6.3
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte
am 1
4.
Oktober 2021 eine neue Honorarnote in Höhe von
Fr.
3'050.60 (
Urk.
19)
ein
. Gegenüber der Honorarnote vom 1
1.
Juni 2021 (
Urk.
11) wurde neu ein
um vier Stunden höherer
Aufwand vo
n
nunmehr
insgesamt
12.5 Stunden geltend gemacht.
Insbesondere der im Zusammenhang mit der Verfügung vom 1
6.
Juli 2021 (
Urk.
12) geltend gemachte
Aufwand
von 4 Stunden
erweist sich
als nicht angemessen.
Angesichts der
Beschwerdeschrift von rund zehn Seiten,
de
r
zu
studierenden
, nicht umfangreichen
Akten
, der
sehr
eingeschränkten Thematik und Schwierig
keit des Prozesses,
de
r
je eine Seite umfassenden
Schreiben vom 1
1.
und 2
7.
September 2021 (
Urk.
14-15)
sowie der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Entschädigung von Rechtsanwalt
Peter Stadler
bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2'650.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht (
GSVGer
) hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.