Decision ID: b064f3c6-6532-4c9a-8821-1d7331ac1c93
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972,
war
seit dem
1.
Juli 2017 als Polymecha
niker bei Y._
angestellt und dadurch
bei der Suva
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 1
8.
April 2020 bellte sein Hund und der Versicherte
ging nach draussen um nachzuschauen
, warum der Hund
bellte. Daraufhin machte er einen Schritt zurück, stürzte
über einen
Sonnen
schirm
ständer und verletzte sich
am linken Handgelenk (Schadenmeldung UVG vom 2
0.
April 2020,
Urk.
8/1).
Der erstbehandelnde med.
pract
. Z._ von der A._
AG diagnostizierte im Arztzeugnis UVG vom 2
4.
April 2020 eine traumatische Luxation der distalen
Ulna
nach
palmar
in Supination links (
Urk.
8/6).
Die Su
va erbrachte
Heilbehandlungs- und Taggeld
leistungen
.
Am 3
0.
Juli 2020 erfolgte i
m Kantonsspital B._
ein operativer Eingriff am linken Handgelenk
(
Sauvé
Kapandji
-Operation;
Urk.
8/
37). Am 2
1.
Oktober 2020 nahm Kreisärztin
Dr.
med. C._
, Fachärztin für Neurochirur
gie, eine Beurteilung vor (Urk.
8/65). Mit Verfügung vom 2
6.
Oktober 2020 hielt die Suva fest, dass der Zustand, wie er sich auch ohne Unfall vom 1
8.
April 2020 eingestellt hätte, spätestens am 1
8.
Juni 2020 erreicht gewesen sei. Der Fall werde daher per 18.
Juni 2020 abgeschlossen.
Die Kosten für die Operation vom 3
0.
Juli 2020 würden nicht zu Lasten der Suva gehen. Die Tag
geldleistungen würden per
9.
November 2020 eingestellt (
Urk.
8/
69
). Dagegen erhob die Krankenversicherung
Swica
am 2
0.
November 20
20 vorsorglich Ein
sprache (Urk.
8/74/2). Der Versicherte erhob am 2
0.
November 2020 Einsprache (Urk.
8/
76; vgl. auch ergänzende Einsprachebegründung vom
5.
Januar 2021,
Urk.
8/86). Mit Eingabe vom 1
5.
Dezember 2020 zog die
Swica
die vorsorgliche Einsprache zurück (
Urk.
9/82). Am 1
1.
Januar 2021 gab Kreisärztin
Dr.
C._
eine Stellungnahme ab (
Urk.
9/88).
Mit Entscheid vom
8.
Februar 2021 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 11. März 2021 Beschwerde
mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 2
):
1.
Der Einspracheentscheid vom
8.
Februar 2021 sei aufzuheben und es seien die
gesetzlichen Leistungen weiterhin zu übernehmen, insbesondere Taggeld und
Heilungskosten.
2.
Nach
Erreichen des Endzustandes sei
die Rente und eine Integritätsentschädigung
zu prüfen.
3.
Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen.
4.
Unter Kosten- un
d Entschädigungsfolgen zulasten
der Beschwerdegegnerin.
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 30. April 2021 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 6. Mai 2021 angezeigt wurde (Urk. 9). Mit Eingabe vom 15. Juli 2021 stellte der Beschwerdeführer folgende Eventualanträge (Urk. 10):
1.
Eventualiter sei die Operation vom 3
0.
Juli 2020 am
B._
zu übernehmen.
2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
Dies wurde der Beschwerdegegnerin am 16. Juli 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 12). Mit Eingabe vom 4. Oktober 2021 teilte der Beschwerdeführe
r mit, dass bei Dr. med. D._
, FMH Chirurgie, radiologische Abklärungen in Auftrag gegeben worden seien. Dr.
D._
sei der Ansicht, dass aufgrund des Sturzereignisses eine strukturelle Läsion am Handgelenk vorhanden sein könnte. Bis zum Vorliegen des Berichts von Dr.
D._
sei das Verfahren zu sistieren (Urk. 13). Mit Verfügung vom
1
4.
Oktober 2021
sistierte das Gericht
das Verfah
ren
bis zum Vorliegen des in Aussi
cht gestellten Berichts von Dr.
D._
, längstens jedoch
bi
s zum 3
1.
Dezember 2021
(
Urk.
17). Mit Eingabe vom 2
8.
De
zember 2021 beantragte der Beschwerdeführer, die Sistierung sei bis Ende Feb
ruar 2022 zu verlängern, da der Bericht von
Dr.
D._
noch nicht vorliege (
Urk.
19). Mit Eingabe vom 1
0.
Januar 2022 (
Urk.
20) reichte der Beschwerde
führer
die Beurteilung von PD
Dr.
med. E._
, FMH Chir
urgie, vom 2
2.
Dezember 2021
(
Urk.
21/1)
ein
. Gleichzeitig stellte er folgenden
zusätzlichen
Antrag:
Die Kost
en für die Beurteilung durch
F._
AG,
Dr.
E._
, im
Betrag von
Fr.
1'500.
--
zusätzlich
MWSt.
von
Fr.
115.50 und die Kosten für die
Beurteilung
von
PD
Dr.
med. G._
, FMH Radiologie,
im Betrag von
Fr.
750.--
zusätzlich
MWSt.
seien
g
estützt auf
Art.
45
Abs.
1 des
Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
von der Beschwerde
-
gegnerin
zu übernehmen.
Mit Verfügung vom 1
4.
Januar 2022
setzte das Gericht der
Be
schwerdegegnerin Frist an
, um zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 1
0.
Januar 2022 und zur Beurteilung von
Dr.
E._
vom 2
2.
Dezember 2021 Stellung zu nehmen (
Urk.
22). Die Beschwerdegegnerin liess sich mit Eingabe vom 2
3.
Februar 2022 vernehmen (
Urk.
25), unter Beilage der handchirurgischen Beurteilung von
Dr.
med.
H._
,
FMH
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates, vom 1
5.
Februar 2022 (
Urk.
26). Mit Verfügung vom 28.
Februar 2022 wurde dem Beschwerdeführer Frist angesetzt,
um hierzu Stellung zu nehmen (
Urk.
27). Am
6.
April 2022
liess
sich
der Beschwerdeführer
vernehmen
(
Urk.
30) und reichte die
Beurteilung von
Dr.
E._
vom
4.
April 2022 (
Urk.
31/1)
ein
. Gleichzeitig stellte
er
folgende Anträge:
1.
Es sei bezüglich der umstrittenen Frage ein Gutachten anzuordnen.
2.
Zusätzlich zum bereits am 1
1.
Januar 2022 gestellten Antrag betreffend
Abklärungskosten von
Dr.
E._
seien der Beschwerdegegnerin auch die Kosten der
unabhängigen Beurteilung
von
Dr.
E._
vom
4.
April 2022 im Betrag von
F
r.
1'292.40 inkl.
MWS
t.
aufzuerlegen.
Die Eingabe des Beschwerdeführers vom
6.
April 2022
und die Beurteilung von
Dr.
E._
vom
4.
April 2022
wurde
n
der Beschwerdegegnerin am
8.
April 2022 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
32).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
werden
– soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleis
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversiche
rers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem einge
tretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur glei
chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störun
gen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedin
gungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforder
lichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leis
tungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund
heitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweislast
anders als bei der Frage, ob ein leistungs
begründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
nicht beim Versi
cherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leis
tungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutach
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun
gen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergän
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit
, dass der Sturz vom 1
8.
April 2020
gemäss der nachvollziehbaren Beu
rteilung von Kreisärztin
Dr.
C._
nicht zu strukturellen Läsionen am linken Handgelenk geführt habe.
Die noch bestehenden Beschwerden seien auf degenerative
Verän
derungen zurückzuführen.
Die Unfallfolgen hätten
nach Abschluss der
Behand
lung der Subluxation
ein bis zwei Monate
nach dem Unfallereignis
keine Rolle mehr
gespielt. Die Ausführungen
von
Dr.
med. I._
, Chefarzt der Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie des
B._
,
seien
nicht schlüssig und
widersprüchlich.
Dr.
I._
sei
aufgrund der vor dem Unfall gegebenen Beschwerdefreiheit von einer richtung
s
gebenden Veränderung
aus
gegangen
. G
leichzeitig
habe er
aber
erklärt
, dass die nachweisbaren strukturellen Verände
rungen am distalen
Radioulnargelenk
(DRUG)
auf einen Unfall in der Kindheit
zurückzuführen seien
.
Dr.
I._
s
Beurteilung beruhe
auf der unzulässigen Form
el «
post
hoc, ergo
propter
hoc».
Danach gelte eine
gesundheitliche Sch
ädi
gung schon
dann als durch den
Unfall verursacht
, wenn
sie nach diesem aufge
treten
sei
(
Urk.
2 S. 4 f.
).
2.2
Der Beschwerdeführer
machte demgegenüber geltend, dass
er sich beim Sturz vom 1
8.
April 2020 ei
ne traumatische Subluxation des
DRUG links zugezogen
habe.
Nachdem am 3
0.
Juli 2020 ein operativer Eingriff habe durchgeführt werden müssen, werde v
o
n den behandelnden Ärzten eine
weitere Operation vorgeschlagen. Gemäss Beurteilung von
Dr.
I._
sei durch den Sturz
vom 18.
April 2020
eine richtungsgebende Verschlimmerung mit In
stabilität des post
traumatisch
vorbestehenden zerstörten DRUG eingetreten. Die Instabilität im distalen
Ulnargelenk
, welches vor dem Unfall vom 1
8.
April 2020 beschwe
rdefrei gewesen sei, stelle die
Folge einer strukturellen Veränderung dar. Im Weiteren würden nach einer Subluxation
des Handgelenks
auch bei einem
Patienten
ohne vorbestehende degenerative Veränderungen
nach ein bis zwei Monaten
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit noch Beschwerden bestehen.
Dr.
I._
sei der Ansicht, dass die Sache weiter mediz
inisch abgeklärt werden müsse
(
Urk.
1
S. 3 f.
).
3.
3.1
Kreisärztin
Dr.
C._
führte in der Beurteilung vom 2
1.
Oktober 2020 aus, dass a
ufgrund der Bildgebung und des Operationsberic
hts seit
der Subluxation des DRUG im Rahmen des Sturzes vom 1
8.
April 2020 keine neuen unfallbe
dingten strukturellen Veränderungen am linken Handgelenk
hätten festgestellt werden können
. Die anhaltenden Beschwerden i
m linken Handgelenk/DRUG und die von
Dr.
I._
diagnostizierte Instabilität
sei
en
überwiegend wahrscheinlich auf die vorbestehenden massiven d
egenerativen Ver
änderungen im linken Handgelenk und vor allem des DRUG zurück
zuführen. Abgesehen vom zeitlichen Zu
sammen
hang
würden
sich keine weiteren Aspekte
ergeben
,
die eine Instabilität im DRUG als überwiegend wahrscheinlich
e Folge des Unfalls vom 1
8.
April
2020 erklären
würden
. Aufgrund der bildgeben
d nachgewiesenen fortgeschritte
nen degenera
tiven Veränderungen vor allem im
DRUG
mit degenerativ veränderten
radioul
naren
Bände
rn sei
eine chronische Instabilität hinreichend erklärt.
Die
Unfall
folgen
würden
nach Abschluss der Behandlung der Subluxation nach ein bis zwei Monaten keine Rolle
mehr spielen (
Urk.
8/65/6
).
3.2
Dr.
I._
erklärte im an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers gerich
teten Schreiben vom
1.
Dezember 2020, dass
er sich der Beurteilung von
Dr.
C._
nicht anschliessen könne. Die Instabilität stelle
die Folge einer strukturellen Veränderung dar.
Es gebe
keinerlei Hinweise, dass vor dem Unfall eine Instabili
tät im
DRUG bestanden habe
. Ansonsten wäre eine Sch
merz-
und Behandlungs
bedürftigkeit des
DRUG
schon
zuvor
überwiegend wahrscheinlich gewesen.
Im Weiteren
würde auch ein Patient ohne vorbestehende degenerative
Verände
rungen ein bis zwei Monate nach der Luxation bzw. Subluxation im DRUG mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit noch erhebliche Beschwerden haben. Es sei ein Gutac
hten in Auftrag zu geben (
Urk.
3 =
Urk.
8/86/3-4
).
3.3
Dr.
C._
legte in der Stellungnahme vom 1
1.
Januar 2021 dar, dass
Dr.
I._
den seiner Meinung nach bestehenden Kausalzusammenhang zwischen der
Instabilität
im
DRUG links und
dem Unfall vom April 2020 einzig
mit der
Beschwerdefreiheit vor dem Unfall
begründe
. Die fehlenden Hinweise auf eine Instabilität vor dem Unfall vom April 2020
würden
lediglich auf den Angaben des
Beschwerdeführers beruhen.
Klinische
Untersuchungen oder
eine ärztliche
Einschätzung der Stabilität des
DRUG
vor dem Unfall vom April 2020
lägen nicht vor
. Objektivierbare
Hinweise auf eine fehlende Instabilität vor de
m Unfall vom April 2020 gebe es somit nicht.
Dr.
I._
habe am
1.
Dezember
2020
nicht im Detail
aus
geführt
, welche unfallbeding
ten strukturellen Verletzungen i
m Bereich des Handgelenk
s/
DRUG
zur
Instabilität gefüh
rt hätten
. Im Bericht vom
6.
Juli
2020
habe
Dr.
I._
erklärt
, dass die
nachweisbaren strukturellen Veränderun
gen
am DRUG
auf einen Unfall in der Kindheit
zurückzuführen seien
(
Urk.
8/88/1).
3.4
Dr.
E._
erklärte in der Beurteilung vom 2
2.
Dezember 2021, dass sich die ganze Argumentation um strukturelle Veränderungen (nach dem Ereignis) drehe. Die Bildgebung (CT und
Arthro
-MRI) sei von
Dr.
G._
nochmals
fachradiologisch
beurteilt worden. Die Beurteilung des CT vom 1
9.
April 2020
habe
keine neuen Aspekte
erbracht
. Anders sei es bei
der Beurteilung des
Arthro
-MRI
vom 2
5.
Juni 202
0. Dr.
G._
habe festgehalten, dass der Zeitpunkt des
styloidalen
und
fovea
len
Abrisses
des Diskus
ulnokarpale
vom
Ulnastyloid
nach rein bildmorpholo
gischen Kriterien schwierig festzulegen sei. Die intakte Abbildung des Diskus weise aber indirekt darauf hin, das
s die Instabilität noch nicht
weit zurückreiche. Ansonsten wäre ein stärkerer Verschleiss des Diskus zu erwarten. Im Rahmen des
vorliegenden
Traumas sei es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dieser strukturellen Läsion gekommen. Gemäss
Dr.
G._
und
Dr.
I._
seien die klinischen Beschwerden
/
markante Instabilität des DRUG
ab Trauma
hier
wegweisend.
Dr.
G._
bestätige, dass die Ablösung des Diskus
ulnokarpale
von der
Fovea
bzw. von der
Fovea
und dem
Styloid
zu starken und klinisch relevanten Instabilitäten im DRUG führe.
Auch die wissenschaftliche Literatur nenne bezüglich der Ursa
chenklärung den zeitlichen Beginn der Beschwerden als massgebend. Sofern die Beschwerden plötzlich oder im Zusammenhang mit einem bestimmten Ereignis auftreten würden, wie zum B
eispiel bei einem
Sturz auf das
pron
ierte
ausge
streckte Handgelenk,
bei
eine
r
Rotationsverletzung des Unterarms
oder
bei
einer extreme
n
axiale
n
Krafteinwirkung auf das Handgelenk, sei eine traumatische Klasse 1-Läsion des
Tri
angular
Fibrocartilage
Complex
(TFCC) naheliegend. Sofern die Symptome/Beschwerden langsam progredient
zunehmen würden, ohne Zusammenhang mit einem Ereignis oder in höherem Alter, handle es sich eher um eine degenerativ bedingte Klasse 2-Läsion des TFCC. Typischerweise w
erde über
ulnokarpale
Schmerzen geklagt,
insbesondere
bei forcierter Dreh
bewegung.
In der Zusammenschau der Literatur, der fachradiologischen Beurtei
lung des
Arthro
-MRI von
Dr.
G._
und den anamnestischen und klinischen Angaben zum Ereignis vom 1
8.
April 2020 müsse
von einer richtungsgebenden Verschlimmerung durch eine traumatische Läsion des TFCC bei vorbestehend
em
degenerativem Schaden am Handgelenk links ausgegangen werden. Die Unfall
folgen seien nach ein bis zwei Monaten nicht abgeklungen. Der operative Eingriff vom 3
0.
Juli 2020 sei kausal zum Unfall.
Der Endzustand sei noch nicht erreicht. Nach dem erfolgten
Sauvée
Kapandji
-Eingriff (
Arthrodese
des DRUG in Kombi
nation mit einer distalen
Ulnasegment
-Resektion) sei es zu einer Instabilität
des proximalen
Ulnastumpfes
gekommen.
Hierbei handle es sich um
eine bekannte Komplikation. Eine Schienenbehandlung sei nicht zielführend gewesen.
Am
2
3.
Februar 2021 sei aus diesem Grund eine Stabilisierung mittels ECR-Schlinge geplant worden. Gegebenenfalls werde im weiteren Verlauf die Implantation einer
Ulnakopfprothese
notwendig. Es sei zu antizipieren, dass eine deutlich eingeschränkte linke Handfunktion verbleiben werde (
Urk.
21/1
S. 5 f.
).
3.5
Dr.
H._
hielt in der handc
hirurgischen Beurteilung vom 1
5.
Februar 2022
fest, dass sich
in
der magnetresonanztomograf
ischen Untersuchung mit intraartikulärem Kontrast des linken Handgelenks vom 2
5.
Juni 2020
deutliche und fortgeschrittene degenerative Veränderungen des DRUG-Komplexes
gezeigt hätten
. Infolge eines ungleichen Längenverhältnis
ses zwischen
Ulna
und Radius sei
es zur Ausbildung eines sogenannt
en
Neoarthros
(Neugelenk) weiter proximal zwisc
hen
Uln
akopf
und
Radiusschaft
gekommen,
an dessen Rand sich bereits deutliche
osteophytäre
Ausziehungen befinden
würden
.
Der Knorpelüberzug der
Ulna
sei
alteriert, der
Processus
styloideus
ulnae
verplumpt
und von ungleich
mässi
ger Ausformung. Des Weiteren sei
die Konturi
erung hin zur
Fovea
aufge
hoben.
In der
computertomographische
n
Untersuchung vom 1
9.
April
2020
seien
eine schräge Ebene, zum Teil
sklerosiert
, zum Teil mit unruhiger
Corticalisstruk
tur
, entsprechend einem posttraumatischen Zustand mit de
generativen Verände
rungen
, ersichtlich gewesen
. Die Aussage von
Dr.
G._
, wonach
die Ablösung des Diskus
ulnok
arpale
v
on der
Fovea
bzw. dem
Styloid
zu starken klinisch rele
vanten Instabilitäten im
DR
UG geführt habe
, sei
in ihrem alleinigen Vorhanden
sein
gemäss handchirurg
ischer Erfahrung nicht ausschlaggebend
,
sondern von weiteren
Begleitfaktoren wie der muskulä
ren Stabilisation abhängig. Eine Insta
bilit
ät sei eine klinische Diagnose und könne aus
einem bildgebende
n Befund
heraus
nur vermutet werden
.
Die Begrifflichkeit «Instabilität» werde
im medizi
nischen Kontext für eine
Minderung der Gelenkf
ührung benutzt, die sich aus einer klinischen Untersuchung, also
einem direkten Betasten und Un
tersuchen des Gelenkes und damit einhergehend
dem Prüfen der Gelenkführung/
Stabilität
ableite
. Die von
Dr.
E._
zitierte Einschätzung von
Dr.
G._
, dass es zu ein
er vollständigen Ablösung des Diskus
ulnokarpale
vom
Pro
cessus
styloideus
ulnae
so
w
ie der
Fovea
gekommen sei, entspreche nicht der fachradiologischen Beurtei
lung vom
Untersuchungsta
g
und könne
na
ch eigener Einsichtnahme
nicht nach
vollzogen werden.
Es sei vielmehr davon auszugehen
,
dass die
kindliche Wachs
tumss
törung infolge der Frakturen und die damit resultierende Neu-
bzw. Andersausformung des
DRUG
bei gleichzeitig fortschreitendem Längenwachstum von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter zu einer Elongation der
Strukturen des TFCC geführt habe.
Dadurch sei überwiegend wahrscheinlich zu erklären
, weshalb
in der Bildgebung
zusammen mit den degenerativen knöchernen Veränderungen eine degenerativ bedingte Makroperforation
ulnaseitig
detektiert sei.
Die anlässlich der magnetresonanztomografischen Un
tersuchung vom 2
5.
Juni
2020 festgestel
lte Konfiguration des Diskus sei
überwiegend wahr
scheinlich durch den
frühkindlich eingetretenen posttraumatischen Zustand
des DRUG bei fortschreitendem
Längenwachstum
zu erklären
. Die von
Dr.
E._
zitierte wissenschaftliche Ansicht, wonach plötzli
ch auftretende Beschwerden
ulnok
arpal
eher auf ein Unfallereignis hinweisen
würden
und langsam progre
dient zunehmende Symptome/Beschwerden ohne Zusammenhang mit einem Ereignis oder im höher
en Lebensalter eher degenerativ bedingten
TFCC-Läsionen
entsprechen
würden,
treffe
in der gr
ossen Breite der Bevölkerung
wohl zu
. Im
besonderen Fal
l des Beschwerdeführers sei diese Ansicht
aufgrund des vorbeste
henden posttraumatischen Zustandes als Folge mehrfacher frühkindlicher Radi
usfrakturen
mit bereits fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen, die als eine Ausnahme von der sonst zu erwartenden anatomischen Situation einzu
schätzen sei,
jedoch
kaum zutreffend.
Die Argumentation von
Dr.
E._
, dass es infolge des Unfallereignisses vom 1
8.
April 2020 zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen se
i, vermöge nicht zu überzeugen
(Urt. 26 S. 7 ff.
).
3.6
Dr.
E._
erklärte in der Beurteilung vom
4.
April 2022, dass eine DRUG-Arthrose
mit e
iner proximalen «
Neorar
t
ikulation
» vorliege.
Es sei unbestritten, d
ass die Intaktheit des TFCC zu
r Stabilisierung des DRUG beitra
ge
. Die klinische Diagnose der Instabilität sei im Austrittsbericht vom 2
0.
Ap
ril 2020 und im Bericht von Dr.
I._
vom 3
1.
Juli 2020 gestellt worden. Hinzu komme, dass bei Dislokati
onen im DRUG häufig eine Läsion
des TFCC gesehen werde. Bezüglich der von
Dr.
H._
angenommenen
Elongation der Strukturen des TFCC sei
darauf
hinzuweisen,
dass eine verkürzte
Ulna
eigentlich einen Schutz für den TFCC darstelle. Eine Verkürzungsosteotomie der
Ulna
führe man bekanntlich bei einer Überlänge der
Ulna
(
Ulnapl
us
Variante) oder einem
Ulnaimplik
ationssyndrom
durch.
Hier liege
eine
U
lnaminus
Variante vor. Der TFCC-
Komplex sollte vor massiven Abnützungen als
o
eher geschützt sein. Die Degenerationen würden das DRUG betreffen, das bildgebend eindeutig dargestellt sei. Ebenfalls dargestellt seien
Arthrosezeichen
in der
stylo
l
unotriquetären
Artikulation. Der TFCC
setze aber bekanntlich nicht am
halbkugelförmigen, distalen Ende des
Processus
styloideus
an und werde dort quasi gequetscht, sondern in der Grube des
Proces
sus
styloideus
ulnae
.
Dort
se
i der TFCC abgerissen (
Urk.
31/1 S. 2 ff.)
.
4.
4.1
Streitig und
zu prüfen ist, ob der
Status quo sine bezüglich des
linken Hand
gelenks
des Beschwerdeführers
zwei Monate nach dem Unfallereignis vom 1
8.
April 2020, das heisst am 1
8.
Juni 2020,
erreicht war oder ob danach noch unfallbedingte Beschwerden vorlagen. Da es sich hierbei um eine anspruchsauf
hebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast nicht bei der versi
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkei
t
nachgewiesen sein (vgl. E.
1.3
).
4.2
Zwischen Kreisärztin
Dr.
C._
,
Dr.
H._
,
Dr.
I._
und
Dr.
E._
ist
unbestritten
, dass beim Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis vom 1
8.
April 2020 bereits
degenerative Veränderungen
im linken H
andgelenk
bestanden.
Umstritten ist dagegen, ob das Unfallereignis vom 1
8.
A
pril 2020 zu
einer rich
tungsgebenden Verschlimmerung geführt hat.
Kreisärztin
Dr.
C._
und
Dr.
H._
von der Beschwerdegegnerin
legten in ihren
Beurteilungen vom 2
1.
Oktober 2020, 1
1.
Januar 2021 und 1
5.
Februar 2022
im Wesentlichen
unter Hinweis
darauf, dass
-
nach dem Unfallereignis vom 1
8.
April 2020 keine neuen
unfallbedingten
strukturellen Veränderungen am linken Handgelenk hätten festgestellt
werden können
(
die Einschätzung von
Dr.
G._
, wonach es
damals
zu einer
vollständige
n
Ablösung des Diskus
ulnokarpale
vom
Processus
styloideus
ulnae
sowie der
Fovea
gekommen sei, könne nicht
nachvollzogen
werden
)
;
-
d
ie anlässlich der
Arthro
-MRI-Untersuchung vom
25. Juni
2020 festgestel
lte
Konfig
uration des Diskus überwiegend
wahrscheinlich durch den
früh-
kindlich
e
ingetretenen posttraumatischen
Zustand
des DRUG bei
fortschrei-
tendem
Längenwachstum zu erklären sei;
-
eine Instabilität eine klinische Diagnose sei, welche
allein aus einem
bildgebenden Befund heraus nur vermutet werden könne;
-
keine
objektivierbare
n
Hinweise auf eine
fehlende
Instabilität vor de
m Unfall
vom
1
8.
April 2020
vorlägen
;
-
die
wissenschaftliche Ansicht, wonach
plötzlich auftretende
Beschwerden
ulnoka
rpal
eher auf ein Unfallereignis hindeuten würden,
im besonderen Fall
des Beschwerdeführers
aufgrund des vorbestehenden Z
ustandes
nicht
zutreffe
n würde
,
begründet dar, weshalb zwei Monate nach dem Unfallereignis vom 1
8.
April 2020 keine unfallkausalen Beschwerden
mehr
bestanden.
Dieser
Einschätzung widersprachen
Dr.
I._
und
Dr.
E._
in den Beurtei
lungen vom
1.
Dezember 2020, 2
2.
Dezember 2021 und
4.
April 2022
im Wesentlichen mit der Begründung,
dass
-
es gemäss
Arth
r
o
-MRI vom 2
5.
Juni 2020
beim Unfall vom 1
8.
April 2020
mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Abriss des Diskus
ulnokarpale
vom
U
lnastyloid
gekommen sei
;
-
die intakte Abbildung des Diskus
im
Arthro
-MRI vom 2
5.
Juni 2020 indirekt
darauf hinweise, dass die Instabilität noch nicht
weit zurückreiche
;
-
das Vorliegen einer traumatischen Klasse 1-Läsion des TFCC nach der
wissenschaftlichen Literatur bei plötzlichen oder im Zusammenhang mit
einem bestimmten Ereignis auftretenden Beschwerden naheliegend sei;
-
keine Hinweise vorlägen, dass
vor
dem Unfall
eine
Instabilität im DRUG
bestanden habe
;
-
die klinische Diagnose der Instabilität im Austrittsbericht vom 2
0.
April 2020
und im Bericht von
Dr.
I._
vom 3
1.
Juli 2020 gestellt worden sei;
-
dass hier eine
Ulnaminus
Variante vorliege, weshalb der TFCC-Komplex vor
massiven Abnützungen eher geschützt sein sollte;
-
selbst bei einem Patienten ohne vorbestehende Veränderungen ein bis zwei
Monate nach einer Luxation bzw. Subluxation im DRUG noch Beschwerden
bestehen würden.
4.3
Angesichts dieser substantiierten Vorbringen
von
Dr.
E._
und
Dr.
I._
bestehen vorliegend
geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsintern
en Feststellungen von Kreisärztin
Dr.
C._
und
Dr.
H._
,
denen
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem unter Wahrung der Verfahrensrechte nach Art. 44
ATSG
vom Versicherungsträger veranlassten
Gutachten unabhängiger Sachverständi
ger zukommt (vgl. E. 1.4
).
Umgekehrt gilt dies jedoch auch für Beurteilung
en
von
Dr.
I._
und
Dr.
E._
; dies
insbe
sondere hinsichtlich der Interpretation des
Arthro
-MRI vom 2
5.
Juni 2020
durch
Dr.
E._
/
Dr.
G._
, wobei der
radiologische
Bericht von
Dr.
G._
vom 21.
Okto
ber 2021
gar nicht eingereicht
wurde
.
Im Weiteren ist unklar, ob der Beschwer
deführer, der vor dem Unfallereignis vom 1
8.
April 2020
bereits
drei Mal am linken Arm operiert
worden war
(
Urk.
8/28), schon
zuvor unter einer Instabilität am linken Handgelenk litt.
Diesbezüglich hat die Beschwerdegegnerin von der Hausärztin/vom Hausarzt des Beschwerdeführers keine Auskunft eingeholt und den
rechtserheblichen Sachverhalt somit unvollständig abgeklärt.
Aufgrund der gegebenen medizinischen Aktenlage lässt sich damit nicht prüfend nachvollziehen, ob die kausale Bedeutung des Unfallereignisses vom
1
8.
April 2020
für die
Handgelenksbeschwerden links
überwiegend wahrscheinlich spätes
tens am 1
8.
Juni 2020
weggefallen ist oder nicht. Es sind demzufolge ergänzende medizinische Abklärungen erforderlich.
5.
In Aufhebung des angefochtenen Entscheids ist die Sache deshalb
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie
den
Bericht von
Dr.
G._
vom 2
1.
Oktober 2021
und einen Bericht der Hausärztin/des
Hausarzt
es
des Beschwer
deführers betreffend
eine
allfällige vorbestehende
Instabilität am linken Hand
gelenk
einholt und den medizinischen Sachverhalt in der Folge extern gutachter
lich abklären lässt. Danach hat sie über den Leistungsanspruch des Beschwerde
führers neu zu verfügen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
6.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozess
entschädigung hat.
Diese ist gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3
GSVGer
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigke
it des Prozesses auf Fr. 2'300.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.
6.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die Kosten eines von einer versicherten Person veranlassten Gutachtens vom Versicherungsträger dann zu
übernehmen, wenn sich der medizinische Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersuchungsergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem Unfallversicherer insoweit eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersu
chungsgrundsatzes obliegenden Pflicht zur
rechtsgenüglichen
Sachverhalts
abklärung vorzuwerfen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2016
vom 7. Juli 2016 E. 6.1 mit Hinweisen).
Dies ist vorliegend nicht der Fall,
da
die Berichte von
Dr.
E._
vom 2
2.
Dezem
ber 2021 und vom
4.
April 2022 sowie von
Dr.
G._
vom 2
1.
Oktober 2021 (Urk.
21/1 und
Urk.
31/1)
keine abschliessende Würdigung
des v
orliegenden Sachverhalts zulassen
. Eine
Auferlegung der K
osten
dieser
Berichte
an die Beschwerdegegnerin fällt daher
ausser Betracht.
Art.
45
Abs.
1 ATSG, wonach der
Versicherungsträger, der keine Massnahmen angeordnet hat, deren Kosten dennoch übernimmt, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren, findet vorliegend keine Anwendung.