Decision ID: 6bcaa5b4-d6b4-5929-b91d-7586e2ef0dda
Year: 2021
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
D._ betreibt in Mattstetten ein land- und forstwirtschaftliches Lohnunternehmen. Er plant seit längerem den Neubau einer Maschinenhalle mit Werkstatt und Wohntrakt sowie einer Lagerhalle für Holzschnitzel auf  Parzelle Mattstetten Gbbl. Nr. 1_. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich der Überbauungsordnung (ÜO) «...» südlich der Autobahn A1 an der Grenze zur Einwohnergemeinde (EG) . Die damalige Regierungsstatthalter-Stellvertreterin  bewilligte das Vorhaben mit Gesamtentscheid vom 24. November 2016 und wies die Einsprachen der A._ AG, der B._ Stiftung und der C._ AG ab. Deren Beschwerden hiess die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; heute: Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]) mit Entscheid vom 8. Mai 2017, soweit sie darauf eintrat, teilweise gut; sie hob den Bauentscheid auf und wies die Sache zur Neubeurteilung ans Regierungsstatthalteramt (RSA) zurück (RA Nr. 110/2016/192). Mit Gesamtentscheid vom 25. Juni 2019 erteilte der Regierungsstatthalter Bern-Mittelland erneut die Baubewilligung unter Abweisung der Einsprachen.
B.
Diese Verfügung fochten die A._ AG, die B._ Stiftung und die C._ AG am 23. Juli 2019 bei der BVE an. Die BVD wies die Beschwerden mit Entscheid vom 17. April 2020 ab.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.06.2021, Nr. 100.2020.186U, Seite 3
C.
Gegen den Entscheid der BVD haben die A._ AG, die B._ Stiftung und die C._ AG am 20. Mai 2020 gemeinsam Verwaltungsgerichts-beschwerde erhoben. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei der Bauabschlag zu .
Mit Beschwerdeantwort vom 26. Juni 2020 beantragt D._, die  sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die EG Mattstetten und die BVD schliessen mit Stellungnahme vom 22. bzw. Vernehmlassung vom 11. Juni 2020 auf Abweisung der Beschwerde.

Considerations:
Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig.
1.2 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist befugt, wer am  Verfahren teilgenommen hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen  oder Änderung hat (Art. 79 Abs. 1 VRPG, vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 und Art. 35 Abs. 2 Bst. a des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführerinnen haben am  Verfahren teilgenommen und sind mit ihren Anträgen nicht . Sie sind damit formell beschwert. Als Eigentümerinnen von Grundstücken in unmittelbarer Nähe der Bauparzelle sind sie auch materiell beschwert und deshalb zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde befugt (BGE 140 II 214 E. 2.3; BVR 2013 S. 343 E. 4.2; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 35-35c N. 17a). Die Be-
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stimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Es auferlegt sich eine gewisse Zurückhaltung, soweit für die Beurteilung besondere Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich sind, über die es nicht gleichermassen verfügt wie die Verwaltungsbehörden mit ihren Fachleuten und -stellen (BVR 2016 S. 507 E. 1.4, 2014 S. 451 E. 1.3; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 80 N. 20, Art. 66 N. 18).
2.
Der Beschwerdegegner 1 betreibt ein Lohnunternehmen und bietet mit seinem Maschinenpark diverse land- und forstwirtschaftliche  an (vgl. <https://www.....ch>, Rubrik «Angebot»). Sein Betriebszentrum befindet sich in Mattstetten, die Maschinen und Geräte sind an verschiedenen Standorten untergebracht (Beschwerdeantwort act. 5 S. 2). Das umstrittene Bauvorhaben soll dem Beschwerdegegner 1 , künftig von einem zentralen Betriebsstandort auf eigenem Boden aus tätig zu sein. Die Bauparzelle liegt südlich des Dorfes Mattstetten an der Grenze zur EG Urtenen-Schönbühl. Im Norden grenzt sie an die  A1 sowie die SBB-Neubaustrecke und im Westen an die , die sich ab der Autobahn- und Bahnüberführung bis und mit  Grubenstrasse auf Gemeindegebiet von Urtenen-Schönbühl befindet. Gegen Norden geht die Hohrainstrasse ab der Autobahn- und  in die Unterdorfstrasse Richtung Urtenen über; von ihr zweigt die Scheuergasse Richtung Mattstetten ab. Gegen Süden zweigt die  westwärts von der Hohrainstrasse ab und mündet in Schönbühl in den Platanenkreisel. Die direkte Verbindung zur Hindelbankstrasse ist mit einem Pfosten in der Strassenmitte gesperrt (vgl. VGE 2018/88 vom 7.11.2018; Stellungnahme der EG Mattstetten vom 23.12.2019, Akten BVD pag. 161).
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3.
Vorab rügen die Beschwerdeführerinnen, das RSA habe ihnen zu Unrecht die Einsicht in die Mediationsvereinbarung vom 16. April 2012 zwischen den EG Urtenen-Schönbühl und Mattstetten sowie Kantonsvertretern betreffend Verkehr und Nutzung im Gebiet «Hohrain» (nachfolgend: ) verweigert; die Vorinstanz habe dies fälschlicherweise nicht als  angesehen und hätte eine solche auch nicht heilen dürfen (Beschwerde S. 6 ff.).
3.1 Der Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 21 ff. VRPG) beinhaltet unter anderem das Recht auf Akteneinsicht. Die Parteien haben Anspruch auf Einsicht in die Verfahrensakten, soweit nicht überwiegende öffentliche oder private Interessen deren Geheimhaltung . Wird einer Partei die Einsichtnahme in ein Aktenstück verweigert, so darf darauf zu ihrem Nachteil nur abgestellt werden, wenn die Behörde ihr von seinem für die Sache wesentlichen Inhalt mündlich oder schriftlich Kenntnis und ausserdem Gelegenheit gegeben hat, dazu Stellung zu  und Gegenbeweismittel zu bezeichnen (Art. 23 Abs. 1 und 2 VRPG). Ebenso Teilgehalt des Gehörsanspruchs ist das Recht der Betroffenen, sich vor Erlass einer Verfügung oder eines Entscheids, welcher in ihre  eingreift, zur Sache zu äussern. Entscheidend ist dabei, ob der  Person ermöglicht wurde, ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (BGE 144 I 11 E. 5.3, 140 I 99 E. 3.4; BVR 2018 S. 281 E. 3.1, 2012 S. 28 E. 2.3.1). Die Behörde ist hingegen nicht verpflichtet, für die  Ausübung des Gehörsanspruchs zu sorgen, wie auch die  Person nicht verpflichtet ist, vom Äusserungsrecht Gebrauch zu machen (BGE 140 I 50 E. 4.1; VGE 2019/409 vom 1.7.2020 E. 4.4; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 16). Das Einsichts- und Äusserungsrecht bezieht sich auf alle Akten, die geeignet sind, Grundlage der Verfügung bzw. des Entscheids zu bilden (BVR 2013 S. 443 E. 3.2.1, 2012 S. 252 E. 3.3.4). Nicht besonders schwerwiegende Gehörsverletzungen können unter bestimmten  geheilt werden. Vorausgesetzt wird, dass der Rechtsmittelinstanz dieselbe Kognition wie der Vorinstanz zusteht und der beschwerdeführenden
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Person aus der Heilung kein Nachteil erwächst, d.h. sie ihre Rechte im  vollumfänglich wahrnehmen konnte (BVR 2012 S. 28 E. 2.3.5 mit Hinweisen).
3.2 Die ehemalige Regierungsstatthalter-Stellvertreterin hat den  im Baubewilligungsverfahren die verlangte Einsicht in die Mediationsvereinbarung wegen überwiegender  verweigert (Zwischenverfügung vom 30.1.2019 S. 5, act. 3E pag. 1515), obwohl die BVE zuvor in ihrem Rückweisungsentscheid vom 8. Mai 2017 eine Gehörsverletzung festgestellt hatte: Die  und die Akten der gestützt darauf eingeleiteten Verfahren stammten zwar aus anderen Verfahren, das RSA habe aber Bezug auf diese  genommen, sie mithin beigezogen, so dass sie Grundlage des  bildeten (RA Nr. 110/2016/192 E. 3c). Im nunmehr angefochtenen Entscheid verneint die BVD eine Gehörsverletzung: Das RSA habe sich im zweiten Gesamtentscheid nicht (mehr) auf die Mediationsvereinbarung und weitere Akten aus anderen Verfahren gestützt. Ausser den Akten des  habe es keine weiteren Akten beigezogen, ohne die Beteiligten darüber zu informieren. In ein Aktenstück, das nicht Teil der massgeblichen Baubewilligungsakten bilde und auf welches das RSA im Entscheid nicht abgestellt habe, habe es keine Einsicht gewähren müssen (angefochtener Entscheid E. 2d). Ob diese Beurteilung zutrifft, kann . Denn das RSA hat die Mediationsvereinbarung im vorinstanzlichen Verfahren als Beilage zur Vernehmlassung vom 28. August 2019 zu den Akten gereicht (Akten BVD act. 3A pag. 118 ff.) und die Vorinstanz hat den Beschwerdeführerinnen zusammen mit dieser Vernehmlassung und der Beschwerdeantwort die gesamten amtlichen Akten zur Einsichtnahme , darunter namentlich ihr Beschwerdedossier inkl. Beilagen (Verfügung vom 25.9.2019, Akten BVD act. 3A pag. 135 ff.). Damit hat die Vorinstanz, welcher volle Kognition zukommt (Art. 66 VRPG), eine allfällige  geheilt.
3.3 Was die Beschwerdeführerinnen dagegen einwenden, leuchtet nicht ein. Sie machen geltend, selbst wenn sich die Mediationsvereinbarung in den Akten befunden habe, könne nicht verlangt werden, letztere zu « und nach allenfalls untergejubelten Akten» zu suchen. Die Mediations-
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vereinbarung hätte ihnen vielmehr unter Fristansetzung für eine  zugestellt werden müssen (Beschwerde S. 6 ff.). – Ein «» der Akten war nicht nötig. In der separat zugestellten Vernehmlassung des RSA wird auf die beigelegte Mediationsvereinbarung hingewiesen; diese findet sich – wie üblich – in den Akten der BVD, was der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerinnen nicht entgangen sein kann. Eine förmliche  zur Stellungnahme ist einzuräumen, wenn andere  in ihren Eingaben neue und erhebliche Gesichtspunkte einführen, zu denen sich die betroffene Partei noch nicht äussern konnte (Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 23; VGE 2018/330 vom 12.3.2019 E. 2.2). Der Inhalt der  ist im vorliegenden Verfahren nicht weiter von Bedeutung, wurde über die Verkehrsmassnahmen, die gestützt darauf im Gebiet «» beschlossen wurden, doch längst rechtskräftig befunden (vgl. VGE 2015/180/181/186 vom 29.11.2016 und VGE 2018/88 vom 7.11.2018). Zudem hat die BVD Frist angesetzt, um zum Ergebnis ihres  Stellung zu nehmen (Verfügung vom 4.2.2020, Akten BVD act. 3A pag. 174 f.), und hätten die Beschwerdeführerinnen jederzeit () von ihrem allgemeinen Replikrecht Gebrauch machen können, was der Rechtsvertreterin bekannt sein sollte (Michel Daum, a.a.O., Art. 24 N. 3). Demnach hat die Vorinstanz ihrerseits den Gehörsanspruch der  nicht verletzt.
3.4 Die Beschwerdeführerinnen machen schliesslich geltend, auch wenn die behauptete Gehörsverletzung durch das RSA zu Recht geheilt worden wäre, hätte die Vorinstanz sie im Kostenpunkt zu ihren Gunsten würdigen müssen (Beschwerde S. 8). – Gehörsverletzungen können unter dem Titel «besondere Umstände» nach Art. 108 Abs. 1 VRPG einen (teilweisen)  auf Verfahrenskosten rechtfertigen (BVR 2008 S. 97 E. 4, 2004 S. 133 E. 3.1; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 20 f.). Die BVD hat eine  verneint, weshalb für sie von vornherein kein Anlass bestand, auf das Erheben von Verfahrenskosten zu verzichten. Sie hat sodann zutreffend ausgeführt, dass die Beschwerdeführerinnen ihre Beschwerde nicht , nachdem sie Einsicht in die gesamten Akten (inkl. ) erhalten hatten. Die Beschwerdeführerinnen mussten nicht allein  der behaupteten Gehörsverletzung durch das RSA Beschwerde führen
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und ihnen ist durch die nachträgliche Einsicht weder ein Nachteil noch  Mehraufwand entstanden. Der vorinstanzliche Kostenschluss ist somit nicht zu beanstanden.
4.
In der Sache rügen die Beschwerdeführerinnen eine ungenügende  des Bauvorhabens.
4.1 Bauvorhaben dürfen nur bewilligt werden, wenn sichergestellt ist, dass das Baugrundstück auf den Zeitpunkt der Fertigstellung des Baus oder der Anlage genügend erschlossen sein wird (Art. 7 Abs. 1 BauG, Art. 22 Abs. 2 Bst. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700]). Gemäss Art. 7 Abs. 2 Bst. a BauG setzt eine genügende Erschliessung voraus, dass die Zufahrtsstrasse  nahe an Bauten und Anlagen heranführt und diese für Feuerwehr und Sanität gut erreichbar sind. Nach Art. 7 Abs. 3 BauG müssen die  zudem den Beanspruchungen gewachsen sein, die sich aus der Nutzung des Baugrundstücks und der weiteren Grundstücke ergeben können, denen sie nach der Planung zu dienen bestimmt sind. Gemäss Art. 8 Abs. 2 Bst. a BauG i.V.m. Art. 5 Bst. a der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) genügen bestehende Strassen für Bauvorhaben in einem weitgehend überbauten Gebiet oder ausserhalb der Bauzone, wenn die insgesamt zu erwartende Mehrbelastung verhältnismässig gering ist und Verkehrssicherheit und Brandbekämpfung gewährleistet sind. Die  ist nicht mehr gewährleistet, wenn die für neue Anlagen geltenden Normen (vgl. Art. 6 ff. BauV) massiv unter- bzw. überschritten werden (VGE 2012/208 vom 31.1.2013 E. 3.2, 21028 vom 11.6.2001 E. 4a). Für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit der insgesamt zu erwartenden  ist entscheidend, ob der Mehrverkehr mit Blick auf die konkreten örtlichen und baulichen Verhältnisse (insb. bisherige Nutzung, ) gering ist (VGE 2011/206 vom 4.5.2012 E. 7.2; zum Ganzen BVR 2019 S. 151 E. 4.4.3; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 7/8 N. 10).
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4.2 Die Beschwerdeführerinnen rügen zunächst, die Vorinstanzen hätten die Fachberichte des Tiefbauamts des Kantons Bern (TBA) vom 11. Mai 2011 und 27. April 2016 (nachfolgend: Fachbericht 2011 bzw. 2016; Akten RSA act. 3D pag. 607 ff., 610 ff.), welche die Erschliessung als ungenügend eingestuft hätten, zu Unrecht nicht beachtet (Beschwerde S. 10). Dieser  kann nicht gefolgt werden: Wie bereits die BVD zutreffend  hat (angefochtener Entscheid E. 3d), haben sich die Verhältnisse im fraglichen Gebiet seit der Erstellung der beiden Fachberichte erheblich . So ist etwa die direkte Verbindung Hohrainstrasse- mit einem Pfosten in der Strassenmitte gesperrt und auf der  ein Teilfahrverbot erlassen worden (vgl. VGE 2015/180/181/186 vom 29.11.2016 und VGE 2018/88 vom 7.11.2018; vgl. auch Stellungnahme der EG Mattstetten vom 23.12.2019, Akten BVD pag. 161). Die Fachberichte 2011 und 2016 lehnten zudem nur eine Erschliessung über die  klar ab. Sie sprachen Probleme der anderen  zwar an, schlossen diese aber nicht aus. Die BVD hat einen neuen Fachbericht eingeholt, der sich gestützt auf ein detailliertes Betriebs-, - und Verkehrskonzept des Beschwerdegegners 1 (: Konzept 2020; Akten BVD pag. 163 ff.) zur Erschliessung und  zur Verkehrssicherheit äussert. Damit hat sie den Bedenken der Beschwerdeführerinnen Rechnung getragen und ihren Entscheid auf eine aktuelle Beurteilung der Fachbehörde gestützt.
4.3 Die Beschwerdeführerinnen machen weiter geltend, das TBA hätte für seinen Fachbericht vom 23. Januar 2020 (nachfolgend:  2020; Akten BVD pag. 170 ff.) nicht auf die Angaben zum  täglichen Verkehr (DTV) im Konzept 2020 abstellen dürfen. Obwohl die Fahrtenzahlen in den letzten Jahren nicht abgenommen haben dürften, weise das Konzept 2020 erheblich weniger Fahrten aus als die  des Beschwerdegegners 1 vom 30. April (richtig: Juni) 2009. Zudem hätte das TBA den DTV des bestehenden Betriebs konkret erheben können. Im Weiteren führe die «offensichtliche und logische Erschliessung der » über die Grubenstrasse und nicht über Mattstetten. Die  über die Grubenstrasse sei bekanntlich nicht möglich. Das ergebe sich namentlich aus der ablehnenden Stellungnahme der EG Urtenen-Schönbühl vom 31. August 2018 an das RSA. Schliesslich habe das TBA auf das Ver-
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antwortungsbewusstsein der Fahrzeuglenkerinnen und -lenker verwiesen, statt die Verkehrssicherheit anhand objektiver Bewertungskriterien zu . Auf dem östlichen Teil der Grubenstrasse verkehrten aktuell keine  Fahrzeuge. Die künftig zu erwartenden 14-20 Fahrten pro Tag mit solchen seien deshalb keine geringfügige Mehrbelastung und  die Verkehrssicherheit, zumal entgegen den Ausführungen des TBA nicht durchgängig ein beidseitiges Trottoir bestehe.
4.4 Das Konzept 2020 enthält detaillierte Angaben zum  sowie zum Fahrzeug- und Maschinenpark des Unternehmens des Beschwerdegegners 1 (Akten BVD pag. 163 ff., auch im Folgenden). Es , wann die jeweiligen Arbeiten auf den Feldern und in den Wäldern der Kundschaft anfallen und welche Maschinen dafür zum Einsatz kommen.  auf diese Grundlagen legt es dar, mit wieviel Fahrten pro Tag auf den drei zur Verfügung stehenden Erschliessungsstrassen durchschnittlich zu rechnen ist, aufgeschlüsselt nach Saison und Art der Fahrzeuge bzw.  (normalbreit oder überbreit [> 2,55 m]):
Normalbreite Fahrzeuge
März-Mai 
Scheuergasse 14 16 20 12
Grubenstrasse 6 6 8 6
Unterdorfstrasse 2 2 6 2
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Überbreite Fahrzeuge
März-Mai 
Scheuergasse 2 2-4 6-8 2
Grubenstrasse 0-2 2 2-4 0-2
Unterdorfstrasse 0-2 2 2 0-2
Die wichtigste Verbindung für die Zu- und Wegfahrt für den Betrieb am neuen Standort führt demnach nordwärts über die Autobahnbrücke via  nach Mattstetten (nachfolgend: Erschliessungsvariante a []), die zweitwichtigste über die Grubenstrasse nach Schönbühl (: Erschliessungsvariante c [Grubenstrasse]) und die am wenigsten benutzte nordwärts über die Autobahnbrücke via Unterdorfstrasse nach Urtenen (nachfolgend: Erschliessungsvariante b [Unterdorfstrasse]).
4.5 Das TBA beurteilt die konkreten Angaben des Beschwerdegegners 1 über die Anzahl Fahrten pro Tag, Fahrzeugtypen, Erschliessungsvarianten und Jahreszeiten als nachvollziehbar und glaubwürdig (Fachbericht 2020 S. 1; Akten BVD pag. 170). Die Erschliessungsvarianten a (Scheuergasse) und c (Grubenstrasse) erfüllten die gesetzlichen Anforderungen an eine neue Erschliessung (Art. 6 ff. BauV; vorne E. 4.1). Die  b (Unterdorfstrasse) erfülle die Anforderungen knapp, sei in  des sehr geringen Verkehrsaufkommens aber bewilligungsfähig (Fachbericht 2020 S. 2, Akten BVD pag. 171). Eine objektive Beurteilung der zu erwartenden Mehrbelastung sei nicht möglich, da das aktuelle  nicht bekannt sei. Die Zunahme von Fahrten mit normalbreiten Fahrzeugen auf den verschiedenen Erschliessungsvarianten erachtet das TBA mit Ausnahme der Erschliessungsvariante a (Scheuergasse) gestützt auf eine subjektive Einschätzung aber «eindeutig als gering». Viel relevanter sei die Zunahme an Fahrten mit überbreiten Fahrzeugen. Aufgrund der  auf der Scheuergasse (Erschliessungsvariante a; , landwirtschaftliche Fahrzeuge und Zubringerdienst gestattet)  dieser Mehrverkehr zumindest in den Monaten September bis  mit sechs bis acht Fahrten pro Tag eine «messbare Grösse». Auf der Unterdorfstrasse (Erschliessungsvariante b) mit maximal zwei Fahrten pro Tag und auf der der Grubenstrasse (Erschliessungsvariante c) mit maximal
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vier Fahrten pro Tag sei der Mehrverkehr mit überbreiten Fahrzeugen gering. Die Grubenstrasse sei eine Industrieerschliessungsstrasse mit einer Breite von 7 m und weise bereits heute einen erheblichen Anteil an Schwerverkehr auf, wenn auch vor allem im südwestlichen Abschnitt (Fachbericht 2020 S. 2, Akten BVD pag. 171). Zur Frage der Verkehrssicherheit weist das TBA  hin, dass alle Erschliessungsvarianten durch Wohngebiete und über Strassen führen, die zum Teil auch als Schulwege dienen. Über die , den Mittelteil der Hohrainstrasse und die Grubenstrasse verlaufe zudem eine kantonale Velowanderroute und eine Skatingroute. Bezüglich Mehrverkehr mit normalbreiten Fahrzeugen nehme die Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung rein statistisch gesehen zwar zu, aber nicht in einem Mass, dass die Baubewilligung deswegen verweigert werden müsste. Das Problem seien die überbreiten landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Das Fahren solcher Fahrzeuge erfordere ganz generell erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht. Die Durchfahrt in Urtenen (Erschliessungsvariante b [Unterdorfstrasse]) sei verkehrsberuhigt und erfordere schon heute von allen  erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Sie könne in Anbetracht der wenigen Fahrten, der tiefen Geschwindigkeit, der Übersichtlichkeit und der örtlichen Situation als verkehrssicher beurteilt werden. Ähnliches gelte für die Ortsdurchfahrt Mattstetten (Erschliessungsvariante a []). Dort ändere sich die Situation durch das Bauvorhaben und den  verbundenen geringen Mehrverkehr nicht wesentlich, da der Betrieb des Beschwerdegegners 1 bereits heute mitten im Dorf liege. Auf den  erachtet das TBA die Gefährdung bei korrektem Verhalten aller  als gering. Die Strecken seien kurz und übersichtlich und die signalisierten Geschwindigkeiten mit 30 bzw. 40 km/h tief.  sei auch die Grubenstrasse grundsätzlich eine verkehrssichere Anlage und dem Industrieverkehr angepasst. Sie weise eine Breite von durchwegs 7 m auf, sei übersichtlich gestaltet, führe beidseitig ein genügend breites Trottoir und die Fussgängerquerungen seien mit massiven Pförtnern . Der geringe Mehrverkehr habe keinen wesentlichen Einfluss auf die Verkehrssicherheit (Fachbericht 2020 S. 2 f., Akten BVD pag. 171 f.). – Die Vorinstanz erachtete diese Ausführungen des TBA als fachkundig und . Sie kam zum Schluss, dass die bestehenden  genügen, weil die zu erwartende Mehrbelastung durch den Betrieb des Beschwerdegegners 1 gering und die Verkehrssicherheit gewährleistet sei.
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Zudem entsprächen die bestehenden Erschliessungsanlagen auch den  für neue Zufahrten. Das Bauvorhaben sei somit genügend  (angefochtener Entscheid E. 3h).
4.6 Warum die Vorinstanz nicht auf diese detaillierte Beurteilung der Fachbehörde hätte abstellen dürfen, ist nicht ersichtlich. Anders als die Beschwerdeführerinnen behaupten, widersprechen sich die Angaben des Beschwerdegegners 1 zu den Fahrtenzahlen seines Betriebs nicht. Bei der Fahrtenzusammenstellung des Beschwerdegegners 1 vom 30. Juni 2009 (Akten RSA act. 3C pag. 93) und dem Konzept 2020 handelt es sich um zwei völlig verschiedene Darstellungen: Erstere gab die durchschnittliche Anzahl Fahrten mit Fahrzeugtypen pro Tag (PW, Traktoren, Mähdrescher, ) bzw. pro Monat (LKW Holzhacker, Lastwagen Dritter) an. Täglich 68 Fahrten in den Monaten September bis November, wovon 20 mit  Fahrzeugen, lassen sich entgegen der Behauptung der  nicht herauslesen. Die Zusammenstellung unterscheidet –  als das Konzept 2020 – gar nicht zwischen normal- und überbreiten Gefährten. Im Konzept 2020 wird nicht nur im Detail erläutert, in welcher  welche Arbeiten anfallen und welche Fahrzeuge und Maschinen dafür eingesetzt werden, sondern auch welche Gefährte Überbreite aufweisen: Im Frühling werden Kartoffeln mit Hilfe einer von einem Traktor getragenen überbreiten Setzkombination gesetzt, im Hochsommer kommen die drei überbreiten Mähdrescher zum Einsatz und im Herbst werden mit fünf  Maispressen die Maissiloballen gepresst. Der überbreite  steht im Sommer und Herbst im Einsatz. Anders als die alte  weist das Konzept 2020 die Fahrten auch den einzelnen  zu. Die Anzahl ausgewiesener Fahrten pro Tag ist auf der Gruben- und der Unterdorfstrasse (Erschliessungsvarianten b und c) so klein, dass der Mehrverkehr durch das Bauvorhaben auch ohne Kenntnis des aktuellen Verkehrsaufkommens als gering bezeichnet werden kann. Auf der Scheuergasse (Erschliessungsvariante a) ist nicht mit mehr Verkehr zu rechnen, zumal sich das Betriebszentrum des Beschwerdegegners 1 aktuell in Mattstetten befindet. Soweit das TBA die Grubenstrasse und nicht die Scheuergasse als offensichtliche Erschliessung bezeichnet hat, bezog es sich auf eine andere, heute nicht zur Diskussion stehende Nutzung der : Für nicht landwirtschaftliche Fahrzeuge steht die Scheuergasse
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aufgrund des Fahrverbots nicht zur Verfügung, so dass wohl die  an Bedeutung gewänne. Wie es sich damit verhält, kann . Zu beurteilen gilt es ausschliesslich das Vorhaben, wie die  es plant. Für die landwirtschaftlichen Gefährte des  1 steht die Scheuergasse (nach wie vor) uneingeschränkt zur . Es trifft auch nicht zu, dass die Grubenstrasse nicht genügt. Sie ist breit genug und übersichtlich, verfügt auf der ganzen Länge über ein Trottoir, fast durchgehend über ein beidseitiges, und die Fussgängerquerungen sind gesichert. Dass die EG Urtenen-Schönbühl sich im  gegen diese Erschliessung ausgesprochen hat (vgl. die Stellungnahmen vom 19.7. und 31.8.2018; act. 3E pag. 1313, 1377), ändert nichts daran, dass die Grubenstrasse sogar die Anforderungen für eine neue  erfüllt. Die Verfügung der EG Urtenen-Schönbühl vom 12. August 2013 betreffend Höchstbreite auf der Grubenstrasse hat der Regierungsstatthalter im Übrigen bereits mit Entscheid vom 13. Mai 2015 aufgehoben, was  geblieben ist (VGE 2015/180/181/186 vom 29.11.2016 Bst. B). Unbehelflich ist weiter das Argument der Beschwerdeführerinnen, der  1 habe sich vertraglich zu Fahrtenbeschränkungen  (Beschwerde S. 12): Die Vereinbarung vom 18./19. Oktober 2018 zwischen der EG Urtenen-Schönbühl und dem Beschwerdegegner 1 (: Vereinbarung 2018; act. 3E pag. 1439), an deren Einhaltung die EG Urtenen-Schönbühl anfänglich die Erteilung der  knüpfen wollte (Stellungnahme vom 19.7.2018, act. 3E pag. 1309 ff.; hinten E. 5), erlaubt in der Regel zwei tägliche Fahrten mit überbreiten  auf der Grubenstrasse und vier Fahrten während der Erntezeit, was sich im Wesentlichen mit den im Konzept 2020 genannten Zahlen deckt. Der Beschwerdegegner 1 hat erklärt, er werde sich daran halten ( act. 5 S. 7).
4.7 Wenn das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) in der Genehmigungsverfügung zur ÜO «...» die Gemeinden aufforderte, das Erschliessungskonzept weiterzuentwickeln und die weiteren Planungen mit der Verkehrsplanung abzugleichen, ändert dies schliesslich nichts daran, dass es die ÜO genehmigte und das Bauvorhaben nach dem Gesagten genügend erschlossen ist. Der entscheidwesentliche Sachverhalt ergibt sich im Übrigen hinreichend klar aus den Akten. Der Antrag der
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Beschwerdeführerinnen, die Akten des Verfahrens auf Erlass der ÜO «...» zu edieren, wird abgewiesen (Beschwerde S. 5; zur antizipierten Beweiswürdigung BVR 2018 S. 206 E. 4.5, 2017 S. 255 E. 5.1).
5.
Die Beschwerdeführerinnen bringen sodann vor, es fehle eine (gültige) Strassenanschlussbewilligung, da die Vereinbarung 2018, in der die  der Strassenanschlussbewilligung an bestimmte Voraussetzungen  worden sei, fälschlicherweise unbeachtet geblieben sei (Beschwerde S. 8 f.).
5.1 Nach Art. 85 Abs. 1 des Strassengesetzes vom 4. Juni 2008 (SG; BSG 732.11) bedürfen Zugänge, Zufahrten, Weganschlüsse und  aller Art auf öffentliche Strassen einer Strassenanschlussbewilligung des zuständigen Gemeinwesens. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass die Zu- und Wegfahrt die öffentliche Strasse nicht beeinträchtigt (vgl. Art. 73 Abs. 1 SG). Das Gemeinwesen, dem die Strassenhoheit zusteht, beurteilt im Einzelfall und im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens umfassend, ob eine Zufahrt zugelassen werden kann bzw. wie diese auszugestalten ist (Erläuterungen des TBA zum Strassengesetz und zur Strassenverordnung des Kantons Bern, Ausgabe vom 1.1.2012, Art. 85 N. 1). Der  ist zu gestatten, wenn keine triftigen Gründe (etwa der ) entgegenstehen (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 7/8 N. 18). Die Strassenanschlussbewilligung kann mit Auflagen versehen werden; dies ist auch ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage zulässig, sofern die  in engem sachlichem Zusammenhang mit den Zwecken der Bewilligung stehen und verhältnismässig sind (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N. 15 mit Hinweisen; Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 28 N. 96).
5.2 In der Vereinbarung 2018 haben die EG Urtenen-Schönbühl und der Beschwerdegegner 1 Fahrtenbeschränkungen für überbreite Fahrzeuge auf der Grubenstrasse (Erschliessungsvariante c) und auf der Unterdorfstrasse (Erschliessungsvariante b) vereinbart mit dem Ziel, eine Beeinträchtigung
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.06.2021, Nr. 100.2020.186U, Seite 16
von Wohngebieten der EG Urtenen-Schönbühl zu verhindern (act. 1C  4 S. 2 ff.). Die Gemeinde hat sich verpflichtet, nach Unterzeichnung der Vereinbarung 2018 beim RSA die Erteilung der nachgesuchten  zu beantragen, unter der Voraussetzung, dass die  2018 mittels Auflage zum integrierenden Bestandteil der  erklärt werde (act. 1C Beilage 4 S. 5). Mit Amtsbericht vom 19.  2018 zuhanden des RSA hat die EG Urtenen-Schönbühl in der Folge beantragt, die Strassenanschlussbewilligung zu erteilen, unter der  bzw. Auflage, dass das Anschlussdetail an die Hohrainstrasse vor der Ausführung durch die Baupolizeibehörde zu genehmigen sei (act. 3E pag. 1705 ff.); eine Auflage, wonach die Abmachungen gemäss der  2018 einzuhalten seien, hat sie erst in der Stellungnahme vom 20. März 2019 verlangt, in der sie sich zur Rechtsnatur der  2018 äusserte. Der Regierungsstatthalter hat es mit ausführlicher  abgelehnt, einem solchen Antrag stattzugeben (Gesamtentscheid vom 25.6.2019 E. 3.3.L S. 19 f.). – Wie die BVD zutreffend erläutert hat,  in einem koordinierten Verfahren wie hier ein Amtsbericht mit Anträgen die Bewilligung, für die eine Amtsstelle im nicht koordinierten Verfahren  wäre (Art. 6 Abs. 1 Bst. a des Koordinationsgesetzes vom 21. März 1994 [KoG; BSG 724.1]; Heidi Walther Zbinden, Amtsberichte im , in KPG-Bulletin 2002 S. 163 ff., 169 f.). Obwohl die EG Urtenen-Schönbühl sich für die umstrittene Auflage einsetzte, hat sie die Strassenanschlussbewilligung in ihrem hierzu allein massgebenden  beantragt, ohne eine solche Auflage zu fordern. Zu Recht: Denn die Fahrtenbeschränkungen gemäss Vereinbarung 2018 haben – wie die BVD ebenfalls bereits ausgeführt hat – nichts mit der Bewilligungsfähigkeit des Strassenanschlusses zu tun. Mangels sachlichen Zusammenhangs bestand kein Anlass für die umstrittene Auflage in der Baubewilligung. Es liegt damit eine gültige Strassenanschlussbewilligung vor.
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang werden die unterliegenden Beschwerdeführerinnen unter Solidarhaft kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.06.2021, Nr. 100.2020.186U, Seite 17
i.V.m. Art. 106 VRPG). Sie haben dem obsiegenden Beschwerdegegner 1 die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).