Decision ID: 0b16ab33-583e-5b0a-96fa-5679a7b0a4e4
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge die Türkei im  oder Februar 2008 verlassen und in Z._ ein zweites Mal um Asyl nachgesucht hat,
dass er nach der Ablehnung dieses Gesuches am 1. Juni 2009 in die Schweiz weitergereist ist, wo er am gleichen Tag um Asyl nachgesucht hat,
dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und  Y._ vom 17. Juni 2009 zur Begründung seines  geltend machte, er sei türkischer Staatsangehöriger  Ethnie mit letztem Wohnsitz in X._ (Provinz W._),
dass er als Kurde und Musiker in der Türkei unterdrückt, geschlagen und gefoltert worden sei,
dass sich zwei Familienangehörige der PKK (Partiya Karkerên ) angeschlossen hätten,
dass für den Inhalt der weiteren gesuchsbegründenden Aussagen auf die Akten verwiesen wird,
dass das BFM dem Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung vom 17. Juni 2009 das rechtliche Gehör zum Ergebnis eines -Treffers (Fingerabdruck-Datenbank) und zu einer allfälligen  nach Z._ gewährte,
dass der Beschwerdeführer anführte, er möchte nicht in ein Land , welches nicht bereit sei, ihn aufzunehmen, er befürchte, von den z._ Behörden in die Türkei abgeschoben zu werden,
dass das BFM mit Verfügung vom 24. November 2009 in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und den  nach Z._wegwies,
dass das Bundesamt den Beschwerdeführer gleichzeitig aufforderte, die Schweiz sofort zu verlassen, den Kanton V._ mit dem  der Wegweisung beauftragte und festhielt, eine Beschwerde  diese Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,
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dass das Bundesamt die Aushändigung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwerdeführer verfügte,
dass das Bundesamt zur Begründung anführte, ein  habe ergeben, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit Asylgesuchen in Z,_ am 12. Dezember 2005 und am 10. März 2008 daktyloskopisch erfasst worden sei,
dass gestützt auf die einschlägigen staatsvertraglichen Bestimmungen (Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen  und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags [Dublin-Assoziierungsabkommen, SR 0.142.392.68]; Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der  und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die  eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat  Asylantrags zuständig ist [VO Dublin]; Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit  zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]), Z._ für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei und am 3. November 2009 einer Übernahme des  zugestimmt habe,
dass die Rückführung - vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder Verlängerung - bis spätestens am 3. Mai 2010 zu erfolgen habe,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs zu einer Wegweisung nach Z._ keine Gründe geltend gemacht habe, die gegen die Zulässigkeit oder die Zumutbarkeit der Wegweisung nach Z._sprechen würden,
dass der Vollzug der Wegweisung nach Z._ zulässig, zumutbar und möglich sei,
dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit  vom 21. Dezember 2009 per Telefax und per Post in  Hinsicht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung mit der Anweisung an das BFM, das Selbsteintrittsrecht auszuüben und sich für die materielle Prüfung des Asylgesuchs als zuständig zu erachten, beantragt,
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dass er in prozessualer Hinsicht den Erlass einer vorsorglichen  (Aussetzen des Wegweisungsvollzugs) und die Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde beantragt,
dass er zur Stützung seiner Vorbringen eine Bestätigung des  U._ vom 21. Dezember 2009 betreffend Ehevorbereitungsverfahren einreichte,
dass auf die Begründung der Rechtsbegehren und das eingereichte Dokument, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,
dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Dezember 2009 beim  eingingen,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde - mangels Vorhandenseins eines Belegs für die Eröffnung der  Verfügung in den Akten ist von deren Rechtzeitigkeit , in der Beschwerde findet sich denn auch kein  Einwand - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass vorab in verfahrensrechtlicher Hinsicht festzuhalten ist, dass dem Beschwerdeführer durch die mangelhafte Eröffnung - dem vom  im erstinstanzlichen Verfahren zuerst bezeichneten Rechtsvertreter wurde gemäss Angaben in der Rechtsmitteleingabe  eine Faxkopie der Verfügung vom 24. November 2009 zugestellt - kein Nachteil erwachsen ist und er fristgerecht Beschwerde  konnte,
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den  als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn  in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die  des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich  ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),
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dass sich aufgrund der Akten ergibt, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit Asylgesuchen in Z._ zweimal  erfasst worden ist,
dass bei dieser Sachlage Z._ für die Prüfung des Asylgesuches des Beschwerdeführers zuständig ist (vgl. die einschlägigen  Bestimmungen namentlich im Dublin-, in der VO Dublin und in der DVO Dublin),
dass die z._ Behörden am 3. November 2009 einer Übernahme des Beschwerdeführers zugestimmt haben,
dass im vorliegenden Fall keine konkreten Hinweise darauf bestehen, Z._ halte sich nicht an die massgeblichen völkerrechtlichen , insbesondere an das Refoulementverbot und die  Normen der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101),
dass das vom Beschwerdeführer vor dem Zivilstandsamt U._ eingeleitete Ehevorbereitungsverfahren mit einer s._ Staatsangehörigen einer Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht entgegensteht, zumal kein Anwendungsfall von Art. 7 oder 8 VO Dublin vorliegt,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass Z._ Signatarstaat der FK, der EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist und - wie bereits erwähnt - keine konkreten  dafür bestehen, dieses Land werde sich im vorliegenden Fall nicht an die aus diesen Übereinkommen resultierenden  halten,
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der  in einen Drittstaat ausreisen kann, in welchem er Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,
dass vorliegend auch der Schutzbereich von Art. 8 EMRK aufgrund des in der Schweiz eingeleiteten Ehevorbereitungsverfahren - den  sind keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, es handle sich bei der vom Beschwerdeführer mit einer s._ Staatsangehörigen eingegangenen Beziehung um eine dauerhafte eheähnliche  - durch den Vollzug der Wegweisung des  nach Z._ nicht verletzt wird,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass kein Grund zur Annahme besteht, Personen, welche sich nach  abgeschlossenen Asylverfahren in Z._ aufhalten, würden
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aufgrund der dortigen Aufenthaltsbedingungen generell in eine  im vorerwähnten Sinn versetzt,
dass vorliegend auch keine individuellen Gründe ersichtlich sind,  gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Z._ sprechen würden,
dass es dem Beschwerdeführer insbesondere zuzumuten ist, sich im Rahmen der ausländerrechtlichen Bestimmungen um eine Fortsetzung des eingeleiteten Ehevorbereitungsverfahrens zu bemühen,
dass der Vollzug der Wegweisung faktisch möglich ist, da Z._, wie bereits ausgeführt, zur Wiederaufnahme des Beschwerdeführers staatsvertraglich verpflichtet ist und einer Rückübernahme  zugestimmt hat (Art. 83 Abs. 2 AuG),
dass mit dem Entscheid in der Hauptsache ohne vorgängige  die Anträge auf Erlass einer vorsorglichen  und auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde hinfällig geworden sind,
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es sich angesichts dieser Sachlage erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe einzugehen, zumal diese nicht geeignet sind, eine andere Beurteilung herbeizuführen,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.− (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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Considerations: