Decision ID: 731428a6-91ca-53c6-b41a-ee6a5e4a773b
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
a) Der Beschwerdeführer verliess sein Heimatland gemäss eigenen Angaben  im März 2005 auf dem Landweg und gelangte mit Hilfe von Schleppern via Pakistan, den Iran und die Türkei nach Bulgarien, von wo aus er in einem  durch ihm nicht bekannte Länder gefahren wurde, bis er am 18. März 2006, ohne zuvor eine Grenzkontrolle zu bemerken, in der Schweiz ankam. Am 18. März 2006 erschien er im B._ und suchte um Asyl nach. Weil er dabei keine Ausweispapiere vorlegte, wurde er gleichentags mit einem Informationsblatt, dessen Inhalt er mit seiner Unterschrift verstanden zu haben bestätigte, zur Herausgabe von allenfalls anderswo aufbewahrten Identitätsdokumenten innerhalb von 48 Stunden aufgefordert. Am 28. März 2006 wurde er im B._  zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt. Am 30. März 2006 reichte er drei fremdsprachige Dokumente in Form von Faxkopien zu den Akten. Nach den Erhebungen im B._ wurde er für die Dauer des Verfahrens dem Kanton C._ zugewiesen, wo die zuständige Behörde am 18. Juli 2006 die Anhörung zu den Asylgründen durchführte. Dabei gab der Beschwerdeführer auf Befragen unter anderem zu Protokoll, bei den am 30. März 2006 eingereichten Dokumenten handle es sich einerseits um eine Kopie seiner Identitätskarte sowie andererseits um Kopien zweier Beschlüsse in einem Streit um Landbesitz.
b) Anlässlich der Befragungen vom 28. März 2006 und 18. Juli 2006 bezeichnete der Beschwerdeführer die bei der Gesuchseinreichung ins Personalienblatt  Angaben zur Identität als wahrheitsgemäss. In Ergänzung dazu führte er an, er sei schiitischer Hazara und habe je nach Arbeitsanfall alternierend in seiner Geburtsstadt Kabul sowie in einem Dorf im Hazarajat (D._, Region Behsud [Bihsud], Provinz Maidan [Maydan]-Wardak [Vardak]) gelebt.
Anlässlich der Erstbefragung vom 28. März 2006 gab der Beschwerdeführer auf die Frage nach dem Besitz eines Reisepasses und einer Identitätskarte zur , er habe niemals einen Reisepass besessen und könne seine im Jahre 2003 ausgestellte Identitätskarte deshalb nicht abgeben, weil diese Ende 2004 bei  Hausbrand ein Raub der Flammen geworden sei. In der Anhörung vom 18. Juli 2006 erwiderte er auf die Frage, warum er eine Kopie der angeblich  Identitätskarte habe einreichen können, er habe nach der Befragung im B._ seine Mutter kontaktiert, welche ihn darüber aufgeklärt habe, dass sich seine Identitätskarte zusammen mit anderen Dokumenten in Kabul befunden habe, als das Haus im Dorf niedergebrannt sei.
Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im  geltend, weil er als Augenzeuge eines Tötungsdeliktes in seinen Aussagen vor dem Bezirksvorsteher und dem Mullah zwei Zivilpersonen konkret der Tat  habe, trachteten diese beiden nach seinem Leben. Sein Vater habe vor etlichen Jahren zusammen mit E._ in D._ eine Landparzelle , an welcher sich zu einem späteren Zeitpunkt der mit E._ verwandte F._, ein Kommandant der politischen Gruppierung Harakat, als Mitbesitzer
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habe beteiligen wollen. F._ habe erfolglos versucht, von seinem Cousin G._ das für die Beteiligung benötigte Geld zu borgen. F._ habe einen Sohn namens H._, welcher zusammen mit seinem Freund I._ im Herbst 2004 G._ umgebracht und dessen Leichnam anschliessend im Keller ihres (des Beschwerdeführers) Hauses in D._ deponiert habe, um ihnen einen Mord anzuhängen und so an das begehrte Stück Land . Seine Nachbarin habe ihm erzählt, sie habe beobachten können, wie H._ und I._ einen weissen Sack in das Haus getragen hätten. Er selber habe kurze Zeit später mit eigenen Augen gesehen, wie H._ und I._ das Haus durch ein Fenster verlassen hätten, um die Ecke gebogen und davon gerannt seien. Noch am gleichen Abend habe er die Dorfbewohner über den Vorfall unterrichtet und am nächsten Morgen seine eben von einer Hochzeit zurückgekehrten Brüder, den Mullah und den Bezirksvorsteher benachrichtigt, welche sodann in Begleitung von Polizisten zu ihrem Haus gekommen seien und im Keller den vom Tuch befreiten Leichnam von G._ gefunden hätten. Die von ihm als Täter beschuldigten H._ und I._ seien abgetaucht, um sich dem gegen sie eingeleiteten Verfahren zu entziehen. H._ sei nach sechs Monaten nach D._ zurückgekehrt und habe seiner schwangeren Nachbarin mit Fusstritten beziehungsweise Faustschlägen tödliche Verletzungen zugefügt. Persönlich habe er sich in dieser Zeit in Kabul aufgehalten. Nachdem er dort von der brutalen Ermordung seiner Nachbarin durch H._ erfahren habe, sei er aus Angst vor demselben Schicksal seinem Heimatland entflohen. Heute werde er in Afghanistan, wie ihm seine Mutter telefonisch mitgeteilt habe, von H._ und dessen Freund I._ gesucht.
B. Mit Verfügung vom 12. Juli 2007 - eröffnet am 16. Juli 2007 - trat das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die  aus der Schweiz sowie den Vollzug an, wobei es den Beschwerdeführer  Ansetzung einer bis zum 13. August 2007 laufenden Ausreisefrist zum  der Schweiz aufforderte. Zur Begründung des Nichteintretens auf das  hielt das BFM zusammenfassend fest, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stunden nach Gesuchseinreichung keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben und keine entschuldbaren Gründe für dieses Versäumnis anführen können, er  zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und  Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines  seien in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich.
C. Der Beschwerdeführer liess am 23. Juli 2007 (Poststempel) durch seine  beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde einreichen und darin beantragen, es sei der Nichteintretensentscheid des BFM vom 12. Juli 2007  und die Vorinstanz anzuweisen, das ordentliche Asylverfahren . Daneben liess er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der  Rechtspflege ersuchen.
Zusammen mit der Beschwerdeschrift reichte der Beschwerdeführer zur Unter-
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stützung seiner Vorbringen ein weiteres Telefax ein, wobei er dieses als " des Dorfmullahs vom 18. Juli 2007" bezeichnete. Auf dieses Beweismittel und auf die Begründung der Begehren wird, soweit für das Urteil von Belang, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
D. Der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts bestätigte mit Zwischenverfügung vom 3. August 2007 die Berechtigung des Beschwerdeführers zur Anwesenheit in der Schweiz bis zum Abschluss des Verfahrens; gleichzeitig vertagte er die Beurteilung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und ordnete die Überweisung eines Doppels der Beschwerde zusammen mit den Akten an das BFM zur Vernehmlassung bis zum 20. August 2007 an.
E. In seiner Vernehmlassung vom 16. August 2007 (Eingangsstempel : 17. August 2007) beantragte das BFM die Abweisung der . Zur Begründung hielt es fest, die Beschwerdeschrift enthalte keine neuen  Tatsachen oder Beweismittel, die eine Änderung des in der  Verfügung dargelegten Standpunktes rechtfertigen könnten. Im Übrigen verwies das BFM auf seine Erwägungen in der angefochtenen Verfügung und hielt vollumfänglich an diesen fest.
F. Mit Folgeeingabe vom 16. August 2007 (Poststempel, Eingangsstempel : 17. August 2007) ergänzte der Beschwerdeführer seine  mit zwei weiteren Dokumenten, bei denen es sich gemäss seiner eigenen Benennung um das Original des mit der Beschwerde eingereichten Schreibens des Dorfmullahs sowie um eine Kopie des "während der Anhörung" als Fax abgegebenen "Schreibens" handelt.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören  des BFM, welche gestützt auf das AsylG erlassen wurden; das  entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110]).
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1.2 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.
2.1 Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen eine Verfügung, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispositivs). Die Verfügung bildet als  in der Bundesverwaltungsrechtspflege den äusseren Rahmen, innerhalb welchem die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur Beurteilung unterbreiten können. Der durch die Parteibegehren definierte  darf nicht über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, was Gegenstand des  Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sollen (vgl. CHRISTOPH AUER, Streitgegenstand und Rügeprinzip im Spannungsfeld der verwaltungsrechtlichen Prozessmaximen, Bern 1997, S. 63; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des , 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149). Werden Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), mit Beschwerde angefochten, so ist  einzig zu beurteilen, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz ist mit anderen Worten darauf beschränkt, im Fall der Begründetheit des Rechtsmittels die  Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die  zurückzuweisen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.).
Mit dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG hat der Gesetzgeber indes ein Summarverfahren geschaffen, in welchem über das Bestehen bzw. Nichtbestehen der  abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil BVGE D-688/2007 vom 11. Juli 2007 insb. E. 5.6.5). Dementsprechend ist im  auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand (vgl. BVGE a.a.O. E. 2.1). Nicht beschränkt ist die Beurteilungszuständigkeit des  zudem in der Frage der Wegweisung und deren Vollzugs, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbindung mit Art. 14a des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der  (ANAG, SR 142.20) materiell zur Sache zu äussern hat.
2.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesamt teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Damit ist er zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG).
2.3 Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen Frist von 5 Arbeitstagen in gültiger Form eingereicht (Art. 108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG). Dem-
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zufolge ist auf diese einzutreten.
3. Gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach  des Gesuches "Reise- oder Identitätspapiere" abgeben. Keine Anwendung findet diese Bestimmung, wenn Asylsuchende entschuldbare Gründe für ein , innerhalb von 48 Stunden nach Gesuchseinreichung "Reise- oder " abzugeben, glaubhaft machen können (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG). Die Nichteintretensverfügung nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ist in der Regel innerhalb von zehn Arbeitstagen nach der  zu erlassen und summarisch zu begründen (Art. 37 AsylG).  hat eine Anhörung nach den Artikeln 29 und 30 AsylG stattzufinden (vgl. Art. 36 Abs. 1 AsylG).
3.1 Der Begriff "Reise- oder Identitätspapiere", wie er in der revidierten Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG verwendet wird, ist mit Rücksicht auf die  der auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Gesetzesänderung in einem engen Sinne zu verstehen. Es fallen darunter diejenigen Dokumente, welche  eine zweifelsfreie Identifizierung als auch die Rückschaffung ohne (grossen) administrativen Aufwand ermöglichen. Diesen beiden Anforderungen genügen in der Praxis regelmässig Reisepässe und Identitätskarten. Allgemein sollen von der neuen Formulierung insbesondere jene Ausweise erfasst werden, die primär zum Zweck des Identitätsnachweises durch die heimatliche Behörde ausgestellt worden sind, zumal nur dann die Überprüfung der Identität vor der zu erfolgenden  sichergestellt ist. Nach diesem - engen - Verständnis müssen demnach  vorliegen, die jemanden als bestimmte Person ausweisen  die Identität nachweisen. Es genügt demgegenüber nicht, dass ein  jemanden als einen in einer bestimmten Angelegenheit Berechtigten , weil in solchen Fällen die Identität nicht Inhalt des Nachweises ist und  auch nicht zweifelsfrei feststeht. Unter diesen Voraussetzungen können  den klassischen Identitätskarten auch andere Ausweise taugliche  darstellen, wie zum Beispiel ein Inlandpass. Andere Ausweise, die zwar  auf die Identität geben, jedoch in erster Linie einem anderen Zweck dienen, wie die Bestätigung namentlich der Fahrfähigkeit, der Berufsfähigkeit, einer Geburt zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort, des Schulbesuches oder -abschlusses, stellen dagegen keine Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG dar (vgl. zum Ganzen zur Publikation vorgesehenes Urteil BVGE D-2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6).
3.2 Der unveränderte Begriff der "entschuldbaren Gründe" im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ist im Sinne der Praxis zum bisherigen Recht zu verstehen (vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil BVGE D-688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3.2, EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.).
3.3 Nicht nur in Bezug auf die Qualität der abzugebenden Identitätspapiere, sondern
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auch hinsichtlich der Beweismassanforderungen und des zulässigen  wurde mit der Neuformulierung des Nichteintretensgrundes der  eine Verschärfung beabsichtigt. Der Gesetzgeber hat mit den Bestimmungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ein Summarverfahren geschaffen, in welchem über das Bestehen beziehungsweise das Nichtbestehen der  abschliessend materiell befunden wird, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist. Einzutreten ist auf das Asylgesuch dann, wenn bereits auf Grund einer summarischen Prüfung festgestellt werden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft im Sinne der Definition von Art. 3 AsylG offensichtlich erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG). Demgegenüber ist auf das Asylgesuch nicht einzutreten, wenn bereits auf Grund einer ebenso summarischen Prüfung festgestellt werden kann, dass die asylsuchende Person die  offensichtlich nicht erfüllt. Die Offensichtlichkeit der fehlenden  kann sich dabei aus der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen,  aber auch aus der fehlenden Asylrelevanz ergeben. Kann auf Grund einer  Prüfung nicht abschliessend festgestellt werden, ob die asylsuchende Person offensichtlich Flüchtling ist oder offensichtlich nicht Flüchtling ist, ist auf das Asylgesuch zwecks weiterer im ordentlichen Verfahren vorzunehmender  zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft einzutreten (vgl. zum  zur Publikation vorgesehenes Urteil BVGE D-688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3-5).
4.
4.1 Im Falle des Beschwerdeführers wurde die gemäss Art. 36 Abs. 1 AsylG  Anhörung zu den Asylgründen im Sinne von Art. 29 und 30 AsylG am 18. Juli 2006 durch die zuständige kantonale Behörde durchgeführt.
4.2 Die in der Beschwerde unter Berufung auf Art. 37 AsylG erhobene Rüge, der  Nichteintretensentscheid sei formell fehlerhaft, ist nicht begründet, weil - wie noch eingehender zu zeigen sein wird - die Voraussetzungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und das BFM dem Beschwerdeführer eine bis zum 13. August 2007 laufende Ausreisefrist eingeräumt hat (vgl. EMARK 2002 Nr. 15 E. 5 S. 123 ff.).
4.3
4.3.1 Der Beschwerdeführer reichte innerhalb der gesetzlichen Frist von 48 Stunden nach Gesuchseinreichung kein Dokument zur einwandfreien Feststellung seiner Identität zu den Akten und ist im Übrigen ein solches bis zum heutigen Tage  geblieben. Weil er somit ein Reise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG (vgl. E. 3.1) bei oder kurze Zeit nach dem  um Asyl nicht abgegeben hat, ist in seinem Fall die Grundvoraussetzung für ein Nichteintreten auf das Asylgesuch wegen fehlender Papiere erfüllt (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG). An dieser Feststellung vermag die Einreichung eines als "Kopie der Identitätskarte" bezeichneten Telefaxes am 30. März 2007 - entgegen der Sichtweise in der Beschwerde - nichts zu ändern. Klarzustellen ist , dass die gesetzliche Frist von 48 Stunden allein bezweckt, den  die Abgabe jener Dokumente ohne Nachteile zu ermöglichen, auf die sie
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in der Schweiz Zugriff haben, und die sie im Moment der Gesuchseinreichung  zurückbehalten hatten (vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil BVGE D-2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 7.1, EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.). Abgesehen davon handelt es sich bei der verspätet eingereichten "Kopie der " ohnehin nicht um ein Reise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG, weil diese eine einwandfreie Feststellung der Identität (vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil BVGE D-2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4-6) schon wegen der Möglichkeiten der Manipulation, die der technische Vorgang des Kopierens beziehungsweise der Faxübermittlung mit sich bringt, nicht erlaubt. Die Verfälschung des zugrunde liegenden Originals ist bei Fotokopien und Faxkopien leicht zu bewerkstelligen. Aus dieser Überlegung ist Fotokopien oder Faxkopien von Dokumenten aus den Heimatländern von Asylsuchenden in aller Regel nicht dieselbe Beweiskraft zuzubilligen wie Originalurkunden, zumal sich deren  - wenn überhaupt - nur mit beträchtlichem Aufwand nachprüfen lässt, wodurch sich das Asylverfahren etwa vom gewöhnlichen Geschäftsverkehr in der Schweiz wesentlich unterscheidet. Demnach ist der im Vordergrund stehenden Forderung nach grösstmöglicher Fälschungssicherheit (vgl. zur Publikation  Urteil BVGE D-2279/2007 vom 11. Juli 2007 E. 4.5) im Falle der am 30. März 2006 eingereichten "Kopie der Identitätskarte" klarerweise nicht Genüge getan.
4.3.2 Entschuldbare Gründe für das Nichteinreichen eines Reise- oder  innerhalb von 48 Stunden seit der Gesuchseinreichung (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG) werden vom Beschwerdeführer nicht namhaft gemacht. Hierzu ist  auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. , E. I.1. S. 3) zu verweisen. Der Beschwerdeführer äusserte sich in den  Befragungen zum Schicksal des Originals seiner Identitätskarte krass  (vgl. A1/9, S. 4; A7/19, S. 2). Seine diesbezügliche Erklärung in der  vom 18. Juli 2006 (vgl. A7/19, S. 13 oben) ist als improvisierter Versuch zu werten, eine frühere Version nachträglich an ihm vorgehaltene Widersprüche . Wie das BFM zu Recht argumentiert, hätte der Beschwerdeführer unter den von ihm nachträglich behaupteten Umständen weit früher und nicht erst nach seiner Einreise in die Schweiz von der Unversehrtheit seiner Identitätskarte . Die Widersprüchlichkeit seiner diesbezüglichen Angaben ist als starkes Indiz für die bewusste Nichtabgabe von Papieren trotz vorhandener Möglichkeit dazu zu werten. Der Beschwerdeführer vermag somit nicht glaubhaft darzulegen, er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unverzüglichen  von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden.
4.4
4.4.1 Aus den Akten ist ferner zu schliessen, dass der Beschwerdeführer die  gemäss Art. 3 AsylG offensichtlich nicht erfüllt. Es kann hierzu zur Vermeidung von Wiederholungen als erstes wiederum auf die zutreffenden  in der angefochtenen Verfügung (vgl. daselbst E. I.2. S. 3 f.) verwiesen werden, in denen das BFM zu Recht ausführt, den Vorbringen des  komme offensichtlich keine Asylrelevanz zu (vgl. hierzu zur Publikation  Urteil BVGE D-688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5.6.4 und 5.6.6). Die hiervor erwähnten Asylgründe (vgl. Bst. A.b) sind selbst für den Fall, sie entsprä-
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chen in allen wesentlichen Punkten der Wahrheit, offensichtlich nicht geeignet, dem Beschwerdeführer zur Flüchtlingseigenschaft zu verhelfen. Den befürchteten Vergeltungshandlungen durch H._ oder dessen Freund I._ läge offensichtlich kein relevantes Verfolgungsmotiv im Sinne von Art. 3 AsylG  (vgl. EMARK 2006 Nr. 32 E. 8 S. 351 ff.). Nach den insoweit  Angaben des Beschwerdeführers sollte der Mord an G._ seiner  in die Schuhe geschoben werden, um so die Freigabe der begehrten  zu erwirken (vgl. A7/19, S. 11). Der Beschwerdeführer hielt ebenso klar fest, E._ und F._ wollten ihn deshalb umbringen, weil sie ihn zusammen mit der bereits getöteten Nachbarin für das Misslingen ihres Planes und die damit verbundene Demütigung verantwortlich machten (vgl. A/17, S. 14). Somit sind in den Angaben des Beschwerdeführers selbst bei grosszügiger  keine Hinweise auf eine politische, ethnische oder religiöse Motivation seiner Widersacher zu erkennen. Es fehlt offensichtlich an einem relevanten Verfolgungsmotiv und damit an einem der konstituierenden Elemente des  im Sinne der Definition von Art. 3 AsylG. Die im erstinstanzlichen  als Telefax und im Beschwerdefahren mit Eingabe vom 16. August 2007 teilweise im Original eingereichten Schriftstücke betreffend die Landstreitigkeiten beziehen sich thematisch auf unbestrittene Sachverhaltsbestandteile. Schon aus diesem Grund können sie zu keiner anderen Betrachtungsweise hinsichtlich des offensichtlichen Nichtbestehens der Flüchtlingseigenschaft führen. Was die  mit der Beschwerdeschrift ebenfalls als Telefax und danach mit Eingabe vom 16. August 2007 im Original mit Übersetzung ins Deutsche eingereichte "Bestätigung des Dorfmullahs" betrifft, so handelt es sich lediglich um einen handgeschriebenen, mit verschiedenen Unterschriften ergänzten Text in Dari auf einem neutralen Stück Papier. Es geht daraus in keiner Weise hervor, dass der Erstellung des Schreibens eine seriöse und unabhängige Verifizierung vorausgegangen wäre und seitens des Verfassers und der Mitunterzeichner eine Verpflichtung auf die objektive Wahrheit greifen würde. Abgesehen davon wirft der Inhalt des Dokuments - wie sogleich unter E. 4.4.2.1 erläutert wird - verschiedene Fragen auf. Der Beschwerdeführer vermag somit daraus beweismässig nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
4.4.2 Nicht ganz so klar präsentiert sich die Aktenlage in Bezug auf das kumulative Erfordernis des offensichtlichen Fehlens von Wegweisungsvollzugshindernissen.
4.4.2.1 Hierbei gilt es zunächst zu bedenken, dass gemäss Rechtsprechung des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) eine Anwendung von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101) nicht bereits dadurch ausser Betracht fällt, dass eine Gefahr künftiger  nicht von behördlicher Seite, sondern von privaten Akteuren ausgeht (vgl. EMARK 2002 Nr. 22 E. 4d.aa S. 179 f.). Im vorliegenden Fall ist jedoch eine  Gefahr, der Beschwerdeführer könnte das Opfer von Art. 3 EMRK  Übergriffen der von ihm bezeichneten Zivilpersonen werden,  zu verneinen. So bleibt sein diesbezüglich befürchtetes Szenario zu spekulativ, dies nicht zuletzt angesichts seiner Aussage, wonach es in den sechs Monaten zwischen der Ermordung von G._ und seiner Ausreise an seiner damaligen Wohnadresse in Kabul niemals zu Suchaktionen nach seiner Person oder gar zu
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direkten Konfrontationen mit dem von ihm des Mordes bezichtigten H._ und dessen Freund I._ gekommen ist (vgl. A7/19, S. 10 und 14). Eine  Erklärung, aus welchen Gründen H._ zuerst hätte während sechs Monaten völlig abtauchen und danach plötzlich mit der behaupteten  nach Rache an seiner Nachbarin und an ihm sinnen sollen, bleibt er schuldig. Abgesehen davon weicht die Version in der im Beschwerdeverfahren  "Bestätigung des Dorfmullahs" deutlich von seiner eigenen Schilderung des Geschehens ab. So ist dort etwa plötzlich davon die Rede, dass "Milizen" von F._ dabei beobachtet worden seien, wie sie "mehrere Personen der " ermordet hätten. Für ihn selbst und für seinen Vater werden darauf  andere Vornamen verwendet, als er hierzulande bei der Erhebung der  angegeben hat.
4.4.2.2 Bezüglich der Sicherheitslage in Afghanistan ist sodann vorauszuschicken, dass der Vollzug der Wegweisung nur in den Raum Kabul, in bestimmte Provinzen im Norden des Landes und nach Herat als zumutbar zu erachten ist, wobei  restriktive Voraussetzungen erfüllt sein müssen (vgl. die letzte  der ARK in EMARK 2006 Nr. 9 E. 7.8 S. 102, die für das Bundesverwaltungsgericht nach wie vor Gültigkeit hat). Angesichts dessen fragt es sich, ob bei papierlosen Asylsuchenden aus Afghanistan überhaupt Raum besteht für ein Nichteintreten auf der Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, wozu ja das offensichtliche Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zwingend vorausgesetzt ist. Im vorliegenden Einzelfall besteht jedoch die , dass - wie hiernach unter E. 6.3 zu zeigen sein wird - die eigenen  des Beschwerdeführers im Rahmen der Erhebungen im B._ und in der kantonalen Anhörung alleine genommen bereits den Schluss zulassen, ein Wegweisungsvollzugshindernis sei offensichtlich nicht gegeben.
4.4.2.3 Das BFM durfte somit im vorliegenden Einzelfall davon ausgehen, dass  Abklärungen zur Feststellung eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht nötig sind (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), weil ein solches offensichtlich nicht besteht.
4.4.3 Demnach kann als Fazit festgehalten werden, dass aufgrund der Aktenlage nach der Anhörung vom 18. Juli 2006 das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  und das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen andererseits  waren. Gleichzeitig weist in den Erwägungen der angefochtenen  nichts darauf hin, dass das BFM im Zusammenhang mit dem Nichteintreten auf das Asylgesuch eine mehr als bloss summarische materielle Prüfung hätte  oder einen zu grossen Begründungsaufwand betreiben müssen. Ebenso wenig bestehen Anzeichen dafür, dass das BFM vor dem Nichteintretensentscheid in nicht zulässiger Weise zusätzliche sachliche oder rechtliche Abklärungen  hätte. Die in der Beschwerdeeingabe vom 23. Juli 2007 und in der  vom 16. August 2007 eingereichten Dokumente sind nicht geeignet,  zu einer anderen Einschätzung zu führen. Es besteht unter den soeben  Umständen schliesslich auch kein Anlass, die in der Eingabe vom 16.  2007 nachgereichten Originale dem BFM im Rahmen der Vernehmlassung zur Beschwerde zu unterbreiten.
4.5 Zusammenfassend kann sodann festgehalten werden, dass im vorliegenden Fall
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die Voraussetzungen für ein Nichteintreten auf das Asylgesuch in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind. Das BFM ist demnach zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten.
5.
5.1 Tritt das BFM auf das Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die  aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Vorliegend hat der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Der  kann sich auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen (vgl. EMARK 2001 Nr. 21). Seine Wegweisung aus der Schweiz steht somit im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen.
6.
6.1 Es bleibt zu prüfen, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung , da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen  das Anwesenheitsverhältnis nach den Bestimmungen über die vorläufige  nach ANAG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG).
6.2 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimatland ist unter  der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz (Art. 3 EMRK, Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG sowie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig, weil  keine Menschenrechtsverletzungen drohen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht. Aus den bereits dargelegten Gründen (vgl. E. 4.4.2.1) ist insbesondere das Bestehen einer tatsächlichen Gefahr, auf den Beschwerdeführer könnte durch Zivilpersonen in Art. 3 EMRK zuwiderlaufender Weise psychischer oder physischer Zwang ausgeübt werden, zu verneinen. Alleine aus der allgemeinen Menschenrechtssituation in Afghanistan lässt sich kein reales Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder  herleiten. Selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten  genügt nämlich noch nicht für die Annahme einer drohenden Verletzung von Art. 3 EMRK (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122, mit zahlreichen Hinweisen).
6.3 Nach eigenen Angaben lebte der Beschwerdeführer alternierend in Kabul und im Dork D._ im Hazarajat (D._, Region Behsud, Provinz ). Im letzten halben Jahr vor der Ausreise hielt er sich unbehelligt an seiner Wohnadresse in Kabul im Quartier J._ auf. Ohne die in jüngster Vergangenheit aus Kabul gemeldeten Gewaltakte und Entführungsaktionen zu verharmlosen, kann in Bezug auf die afghanische Hauptstadt nach wie vor von einer relativ stabilen Sicherheitslage gesprochen werden. Eine Situation unkontrollierter Gewalt, aufgrund derer der Beschwerdeführer sich bei einer Rückkehr unweigerlich einer konkreten Gefährdung ausgesetzt sehen würde, besteht nicht (vgl. EMARK 2006 Nr. 9 E. 7.8 S. 102, EMARK 2003 Nr. 10 E. 10.b.cc S. 68).
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Ferner sind auch keine individuellen Gründe ersichtlich, die die Rückkehr des  nach Afghanistan als unzumutbar erscheinen lassen würden. In den Akten deutet nichts darauf hin, dass der Beschwerdeführer diesfalls aus  Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine  Situation geraten würde. So macht er keine gesundheitlichen  geltend, und gemäss eigenen Angaben hat er vor seiner Ausreise als  im Baugeschäft seines Bruders beziehungsweise als Händler für  selbständig leben und auch die Reise in die Schweiz finanzieren können.  verfügt er mit seinen in Kabul lebenden nahen Verwandten (Mutter in  mit zwei Brüdern, zwei weitere Brüder an anderen Adressen, vier verheiratete Schwestern) über mehrere Bezugspersonen, an die er sich nach  Rückkehr nach Kabul im Bedarfsfall wenden kann. Er bringt damit die nötigen Voraussetzungen mit, bei einer Rückkehr wieder eine Existenzgrundlage zu . Damit erfüllt er jene strengen Voraussetzungen, unter denen ein  nach Kabul erst als zumutbar zu erachten ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 10b.cc S. 68). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der gegenüber dem Beschwerdeführer verfügten Wegweisung somit auch individuell als zumutbar zu bezeichnen.
6.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu  (Art. 8 Abs. 4 AsylG), so dass sich der Vollzug der Wegweisung auch als möglich erweist.
6.5 Insgesamt ist der durch das BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen. Das BFM hat den Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser  (Art. 14a Abs. 1-4 ANAG).
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung  nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig  und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem  abzuweisen.
8. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wären die Kosten dem mit seinen  unterlegenen Beschwerdeführer zu überbinden (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Dieser hat aber im Rahmen der Beschwerdebegehren ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gestellt. Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG befreit die Beschwerdeinstanz nach Einreichung der Beschwerde eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der , sofern ihr Begehren nicht von vornherein aussichtslos erscheint. Aus den  Gründen kann dem Beschwerdeführer nicht vorgehalten werden, seiner Beschwerde habe es im Zeitpunkt der Beantragung der unentgeltlichen  mit Blick auf die Erfolgsaussichten an der nötigen Ernsthaftigkeit gefehlt (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275). Zudem wird seine prozessuale Bedürftigkeit durch die eingereichte Fürsorgebestätigung vom 19. Juli 2007 hinreichend belegt. Damit sind beide kumulativ erforderlichen Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1
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VwVG erfüllt. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist deshalb gutzuheissen, und der Beschwerdeführer ist von der Pflicht zur  zu befreien. Folgerichtig sind ihm trotz seines Unterliegens keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.
(Dispositiv nächste Seite)
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