Decision ID: 627e5ff5-dde2-50df-9b53-65654897230a
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.2
X._
, geboren
1955
, ar
beitete ab dem
1.
August 1996 in einem Pen
sum von 40
%
als Buchhalterin bei der
Y._
AG
(
Urk.
2/2/
8/14/8)
. Am
1.
April 1997 stürzte sie beim Snowboarden
und verletzte sich am
Rücken
(Urk. 2/2/8/17
7)
. Im Bericht vom
7.
April 1997 des
S
pitals
Z._
, welches
die Versicherte
gleichentags aufgesucht hatte und in welchem sie bis zum
4.
April
1997
stationär behandelt
worden war
, wurden die Diagnosen einer Commotio
spinalis
nach Snowboardsturz mit
Parästhesien
/
Hypästhesien
im lin
ken Arm (nicht
dermatombezogen
), Augenflimmern und Einschlafgefühl an der Nase und an der linken Wange gestellt
(
Urk.
2/2/
8/
2/3
)
.
1.2
Am
8.
November 2000 meldete sich
X._
bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
2/2/8/7-8)
. Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
holte die Akten de
s Unfallversicherers
mit
ver
schiedenen neurologischen Expertisen
(Urk. 2/2/8/5/43,
Urk.
2/2/8/18
,
Urk.
2/2/8/33
)
und
einem psychiatrischen Gutachten
von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin
Psychiatrie und Psychotherapie
(Urk.
2/2/8/34)
,
ein und liess die Versicherte ihrerseits
durch
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH,
psychiatrisch begutachten
(
Urk.
2/2/8/44
).
Zudem gab sie im
Laufe des
Vorbescheidverfahrens
bei der
Institution C._
ein polydisziplinäres Gutachten
in Auftrag, welches mit Datum vom
1.
Juli 2009 erstattet wurde
(Urk.
2/2/8/97
)
.
Gestützt auf
L
etzteres wies die IV-Stelle
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
2/2/8/100-102)
das Rentenbegehren
mit
Verfügung vom 18.
De
zember 2009
mit der Begründung ab, bei Realisierung der zumutbaren Arbeits
fähigkeit
bestehe
kein entsprechender Anspruch
(Urk.
2/2/8/108 = Urk.
2/2/2
).
Die dagegen
-
unter Beilage des von ihr
bei
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie FMH,
in Auftr
ag gegebenen Gutachtens
v
om 15.
Juni 2010
(
Urk.
2/2/18) -
erhobene
Beschwerde
vom
1.
Februar 2010
(Urk.
2/2/1
) wies d
as Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit
Urteil vom 2
3.
Dezember 2010 ab (
Urk.
2/2/26; Prozess IV.2010.00116
).
Diese
s
hob das Bundesgericht mit Urteil vom
5.
Juli 2011 auf
und wies die
Sache an
s hiesige G
ericht zurück, damit dieses
ein Obergutachten einhole
und neu ent
scheide
(
Urk.
2/2/29 =
Urk.
2/1/1).
1.3
In der F
olge hiess das Sozialversicherungsgericht die Beschwerde
vom 1. Fe
bruar 2010
m
it Entscheid vom 3
1.
Mai 2012 in dem Sinne gut, als es fest
stel
lte, die Versicherte habe ab 1.
Januar 2001 Anspruch auf eine halbe Rente, ab
1.
Januar 2004 auf eine
Dreiviertelsrente
und ab
1.
Mai 2005 auf eine ganz Rente der Invalidenversicherung
(
Urk.
2/1/3; Prozess IV.2011.00811)
.
Die
ses
Urteil
hob das Bundesgericht
am
5.
Dezember 2012 in Gutheissung der Beschwerde
der IV-Stelle
auf und wies die Sache erneut ans hiesige Gericht zurück, damit es
das Obergutachten einhole und nach allfällige
n
weitere
n
Beweisvorkehren unter Berücksichtigung aller Unterlagen und Beweisergebnisse
über die Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
8.
Dezember 2009 ne
u ent
scheide (
Urk.
2/1/6 = Urk.
1).
2.
Daraufhin nahm das Gericht im vorliegenden, neu angelegten Verfahren mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2012 in Aussicht, bei
Dr.
med.
E._
, Fachärztin Psychiatrie
/
Psychotherapie,
medizinische Einrichtung F._
, ein psychiatrisches Gutachten
einzuholen
(
Urk.
4). Damit
wie auch
mit den
seitens
des Gerichts
formulierten Fragen
an
die Gutachterin
erk
lärten sich die Parteien am 11.
Februar 2013 einverstanden (
Urk.
6-7).
Das mit Gerichtsverfügung vom 1
3.
Februar 2013
(
Urk.
8) veranlasste Gutach
ten wurde
durch
Dr.
E._
am 1
6.
April 2013
erstattet (Urk.
10
11
). Dazu nahmen die Parteien mit Eingabe
n
vom
1
6.
Mai 2013 (Urk. 16
) und
4.
Juli 20
13 (
Urk.
19
) Stellung
, worauf die Beschwerdegegnerin
betreffend den
von der Beschwerdeführerin ergänzend eingereichten Arztbericht
(
Urk.
17)
am 2
9.
August 2013 nochmals
verwies
(
Urk.
23). Am 2
3.
Oktober 2013 äusserte sich die Beschwerdeführerin
erneut
(
Urk.
26)
, was d
er Gegenpartei am 2
8.
Oktober 2013 zur Kenntnis gebracht
wurde
(
Urk.
27).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die
rechtlichen Grundlagen und Grundsätze
betreffend
den Leistungsanspruch und die Invaliditätsbemessung (Art. 28 des Bundesgesetzes über die
Invaliden
versicherung, IVG)
sowie
die
intertemporal massgeblichen Bestimmungen
sind i
n den vorangegangenen Gerichtsurteilen
bereits
umfassend
wiedergegeben
worden
(Urk.
2/2/26, Urk.
2/2/29,
Urk.
2/1/3,
Urk.
1
). Darauf kann, mit de
r
nachfolgenden Ergänzung, verwiesen werden.
1.
2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachperson ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abwei
chen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfer
tigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Richter als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass er die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass er ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE
125 V 352 E. 3b/
aa
mit
Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte
in der angefochtenen Verfügung
gestützt auf das Gutachten der Institution C._
vom
1.
Juli 2009
(
Urk.
2/2/8/97
)
den Rentenanspruch.
Dabei ging sie davon aus, die
Beschwerdeführerin
sei
in der angestammten und
in
einer
angepassten Tätigkeit
seit 1997
w
ieder zu
8
0
%
arbeitsfähig
gewesen
.
Damit resultiere kein rentenbegr
ündender Invaliditätsgrad (Urk.
2/2/2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber in ihrer Beschwerde auf den Standpunkt,
die Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht die Statusfrage nicht behandelt. Im Weiteren könne
aus verschiedenen - näher genannten Gründen -
nicht
auf das Gutachten
der Institution C._
abgestellt werden (
Urk.
2/2/1).
2.3
Das Bundesgericht erwog im Urteil 8C_148/2011 vom
5.
Juli 2011 (
Urk.
2/2/29),
einerseits
s
ei nicht darüber zu entscheiden
, ob die Begutachtung bei der Institution C._
widerrechtlich erfolgte sei, da sich die Beschwerdeführerin der Begutachtung unterzogen habe
(E. 3.3)
, und andererseits stünden
d
ie somatischen Beschwer
den nicht mehr zur Diskussion (E.
5.1)
.
B
ei der gegebenen Ausgangslage, bei welchem sich drei umfassende
,
im Wesentlichen übereinstimmende
,
spezialärztliche Begutachtungen einerseits und eine im Rahmen einer polydisziplinären Untersuchung
verfasste Expertise
andererseits
zumindest gleichwertig gegen
über
ge
standen und sich in entscheidenden Punkten, insbesondere auch in den Diagnosen
,
widerspr
o
chen
hätten
, habe das Gericht nicht ohne weiteres und ohne umfassendes Ober
gutachten einseitig auf das
Gutachten
der Institution C._
abstellen dürfen (E. 5.3).
Dies bestätigte das Bundesgericht i
m Urteil
8C_650/2012 vom
5.
Dezember 2012
(
Urk.
2/1/6 E. 3.1-2).
2.4
Nach Erstattung des Gerichtsgutachtens durch
Dr.
E._
(
Urk.
11)
machte die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die Ausführungen von med.
pract
.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärzt
lichen Dienst
(RAD
;
Urk.
20)
vom 1
8.
Juni 2013
geltend, auf das Gerichtsgutachten könne hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht abgestellt werden, wohingegen das Gutachten
der Institution C._
nachvollziehbar und damit weiterhin von einer Restarbeitsfähigkeit von 80
%
auszugehen sei (Urk. 19
, Urk. 23
).
2.5
Dagegen
vertrat die Beschwerdeführerin
mit Eingabe
n
vom 1
6.
Mai
und 23. Oktober
2013
(
Urk.
16)
die Auffassung,
auf d
as
Gutachten
von Dr.
E._
sei abzustellen (S. 1 unten).
Das Gutachten werde durch die Aktenbeurteilung von med.
pract
.
G._
nicht in Zweifel gezogen (vgl.
Urk.
26).
Zudem sei
der Rentenbeginn
gestützt auf das Gutachten des Neurolo
gen Dr.
H._
vom 2.
November 1999 (
Urk.
17)
und die von ihm attestierte Arbeits
unfähigkeit auf 1. November 1999 festzusetzen (S. 3 f.). Der Prozentvergleich begründe einen Anspruch auf
eine halbe Invalidenrente ab 1.
November 1999 und auf eine ganze Invalidenrente ab Mai 2005 (S. 4 f.).
2.6
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali
denrente hat.
Dabei stehen gemäss den bundesgerichtlichen Erwägungen (
Urk.
2/2
/2
9 E. 5.1) keine somatischen, sondern allein
die
psychisch
en Beschwerden zur Diskussion.
3.
3.1
Die medizinische Aktenlage, wie sie sich vor Erstattung des Gerichtsgutachtens präsentierte,
und dabei namentlich die
psychiatrischen
Expertisen von
Dr.
A._
(Urk. 2/2/8/34
),
von
Dr.
B._
(
Urk.
2/2/8/44
),
von
Dr.
med.
I._ von der Institution C._
I (
Urk.
2/2/8/97
)
und von
Dr.
D._
(
Urk.
2/2/18)
,
ist
in den vorange
gangenen Gerichtsurteilen
bereits dargestellt worden, so dass darauf verwiesen werden kann.
3.2
3.2.1
Am 1
5.
April 2013 erstattete
Dr.
E._
das bei ih
r
vom Gericht in Auf
trag gegebene Gutachten (
Urk.
10)
.
Sie
stützte sich auf die ih
r
überlassenen Akten (S. 4
ff.), die von ih
r
im Rahmen der Untersuchung
en vom 2
6.
und 28.
März 2013
erhobenen Befunde (S.
17
ff.)
und
auf die
fremdana
m
nestischen Angaben des Ehemanns
(S. 18-19)
.
Die Gutachterin schildert
e
ausführlich die anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrem Leben und ihrer Erwerbsbiografie (S. 11-14) sowie zu ihren
Leiden
(S. 14 ff.).
3.
2.2
Dr.
E._
stellte folgende Diagnosen (S.
19
):
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4)
Somatisierungsstörung
(ICD-10 F 45.0)
Persönlichkeitsstörung mi
t
anankastischen
und narzisstischen Zügen (ICD-10 F60.8)
Differentialdiagnose (DD) akzentuierte Persönlichkeit (ICD-10 Z73.1)
mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F32.1)
Sie
erläuterte sodann
d
ie
gestellten Diagnosen
beziehungsweise
bestimmte Aspekte
davon
und führte aus, d
er Ursprung der Symptomatik liege im Snowboardunfall vom
1.
April 1997
;
die körperlichen Beschwerden seien somatisch nicht mehr erklärbar, was zur diagnostizierten
somatoformen
Schmerzstörung als Ausdruck eines unlösbaren intrapsychischen Konflikts führe (S. 20). Es komme ferner ein
e
prämorbide Persönlichkeitsstörung zum Tragen mit einem auffälligen bis gestörten Beziehungsverhalten (S. 20 f.). Es sei auch nicht erheb
lich, ob die Persönlichkeitsmerkmale eher im Sinne einer Persönlichkeitsstörung oder einer akzentuierten Persönlichkeit diskutiert w
ü
rden, lasse
doch
dies allein noch keine Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit zu.
M
it Blick auf die depres
sive Störung
führte sie aus, dass nicht die Diagnose per se, sondern das daraus resultierende Zustandsbild leistungseinschränkend wirke
(S. 21).
Die Beschwer
deführerin
aggraviere
oder simuliere nicht
, sondern scheine
vielmehr zu dissi
m
u
lieren. Es bestünden mehrere Diagnosen mit Krankheitswert, die sich gegen
seitig negativ beeinfluss
t
en und die Arbeits
fähigkeit erheblich einschränk
t
en (S.
22).
3.2.
3
Aufgrund der Symptomatik und der Beschwerden bescheinigte die Gutachterin für die letzte Tätigkeit als Buchhalterin
wie
auch für sämtliche anderen Tätig
keiten auf dem primären Arbeitsmarkt
eine
Arbeits
un
fähigkeit
von 100
%
. Ret
rospektiv sei aller Wahrscheinlichkeit nach davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer 40%igen Tätigkeit im Anschluss an den Unfall immer am Limit ihrer Belastbarkeit
gewesen sei
. Soweit beurteilbar
,
habe
sich diese ab 2000 verschlechtert auf eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
und
ab August 2012 auf eine
Arbeitsunfähigkeit
v
on 100
%
(S. 22)
.
Der zeitliche Verlauf der Erkrankung sei 16 Jahre nach dem Unfall extrem schwer zu beurteilen.
Gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und ihres damaligen Arbeitgebers sei sie schätzungsweise von November 1999 bis April 2005 maximal zu 40-45
%
arbeitsfähig gewesen. Danach sei sie bis August 2012 zu 20
%
und hernach zu 0
%
arbeitsfähig gewesen (S. 27).
3.2.
4
Im Weiteren äusserte sich
die Gutachterin
zu den früheren psychiatrischen Beurteilungen (S. 23 ff.).
Sie führte aus, dass sich i
m Grunde genommen in den Expertisen von
Dr.
A._
,
Dr.
B._
,
Dr.
D._
wie auch von Dr.
I._
die Diagnosen betreffend
die
somatoformen
Störungen und
die
Persönlichkeitsmerkmale
-
bis auf die von
Dr.
I._
angebrachte Akzen
tuierung
- deckten
. Die Unterscheidung, ob es sich prämorbid um eine Persönlichkeitsstörung oder um eine akzentuierte Persönlichkeit gehandelt habe, führe nicht zwangsläufig zu einer anderen Schlussfolgerung betreffend die Arbeitsfä
higkeit (S. 24).
Bisher sei - ausser von
Dr.
D._
- die narzisstische Komponente zu wenig gewertet worden, obwohl die überwertigen Ideen, verbunden mit einer erhöhten Kränkbarkeit, zur Aufrechterhaltung des Circulus
vitiosus
der Krankheitsunterhaltung eine nicht unerhebliche Rolle spiel
t
e
n
. In den letzten Jahre
n
sei die depressive Symptomatik möglicherweise weniger ausgeprägt gewesen und erst im Untersuchungszeitpunkt und neu in den Vordergrund getreten. Es bestehe eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und Antriebsverminderung wie auch verminderte Konzentration und Aufmerksam
keit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, negative und pessi
mistische Zukunftsperspektiven sowie Schlafstörungen (S. 25).
3.3
Am 1
8.
Juni 2013 nahm med.
pract
.
G._
zum Gerichtsgutachten Stellung (
Urk.
10
).
Er erachtete d
ie Beschwerdeschilderungen durch die Beschwerde
führerin im Vergleich mit
jenen in
früher verfassten Arztberichten widersprüch
lich und medizinisch nicht
für
nachvollziehbar. Es frage sich, wie sich
die Beschwerdeführerin
an das über 10 Jahre Zurückliegende erinnern könne, wenn ihre Merkfähigkeit so schlecht sei wie
dargetan
(S. 18).
Während
med.
pract
.
G._
die Diagnosen der
Somatisierungsstörung
und der
somatoformen
Schmerzstörung
für
nachvollziehbar
hielt
, gelte dies nicht für d
ie Diagnose einer Persönlichkeitsstörung
. Diese beginne
in der Kindheit oder Adoleszenz und
dauere
bis ins Erwachsenenalter an
. Eine solche
Störung umfasse tief ver
wurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeig
t
en. Solche seien aus
dem Gutachten nicht ersichtlich
;
die Entwicklung sei unauffällig verlaufen, so dass es sich maximal um eine Persönlichkeitsakzentuierung handle.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkei
t gebe es Widersprüchlichkeiten (S. 19) und schliesslich sei die Tendenz einer Rentenneurose gut erkennbar. Daher sei auf das Gutachten von
Dr.
I._
abzustellen und auf eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
zu schlies
sen (S. 20).
4.
4.1
Das
ausführliche und sorgfältige
Gerichtsgutachten
erfüllt
alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.2) vollumfänglich
, setzt sich mit
sämtlichen
Aspekten der gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin auseinander und berücksichtigt insbesondere auch
die
medizinischen
Vorakten
, mit welchen es - mit Ausnahme des Gutachtens von Dr.
I._
- in Einklang steht.
Insge
samt
erweist sich
das Gutachten
als
nachvollziehbar und vermag zu überzeu
gen.
Die Gerichtsgutachterin legte
für den Rechtsanwender einleuchtend dar, weshalb
das
abweichende Gutachten von
Dr.
I._
nicht
massgeblich ist:
d
ie Abweichungen würden vor allem die
diagnostisch-
klassifikatorische
Zuordnung betreffen
, was ohne richtungsweisenden Einfluss auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
sei
(
Urk.
11 S. 24). Der Gutachterin
ist beizupflichten,
dass
der eigentlichen diagnostischen Zuordnung der
fachärztlich fest
gestellte
n
psychi
sche Krankheit weniger Gewicht beizumessen ist als der durch die Beeinträchti
gungen verursachte
n
Einschränkung
der
Arbeitsfähigkeit, welche
unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein
muss
(BGE 136 V 2
81
E.
3.2.1).
Unter diesem Blickwinkel greifen die von med.
pract
.
G._
gegen die
durch
Dr.
E._
diagnostizierte Persönlichkeit
sstörung
erhobenen Einwände zu kurz
, zumal die Aktenbeurteilung durch
med.
pract
.
G._
die Gerichtsexpertise nicht in Zweifel ziehen kann.
Im Weiteren legte die Gutachterin überzeugend dar, dass die von
Dr.
I._
beschriebenen Symptome und Befunde nicht in Einklang zu bringen seien mit seinem Schluss, die Beschwerdeführerin sei praktisch gar nicht (oder kaum) ein
geschränkt. Denn hier begründe die
Komorbidität
der verschiedenen Störungsbilder die umfassende Einschränkung.
Dr.
I._
habe wichtige diagnostische Elemente und insbesondere die depressive Störung nicht berücksichtigt, so dass seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht zu
akzeptieren sei (
Urk.
11 S. 24). Diese
Beurteilung
der Expertin vermag zu überzeugen, weshalb das Gutachten von
Dr.
I._
nicht geeignet
ist
,
die
eingehend begründeten Untersuchungsergebnisse von Dr.
E._
, welche durch die
übrigen befassten Gutachter
gestützt wird,
zu entkräften.
Insofern die Beschwerdegegnerin zu einem anderen Schluss gelangte, bleibt festzuhalten, dass gemäss den Urteilen des
Bundesgericht
s das vorliegende Gut
ach
ten von
Dr.
I._
nicht
schlüssig ist
, weshalb ein Obergutachten als not
wendig erachtet wurde. Der Beschwerdegegnerin kann daher zum vorherein nicht gefolgt
werden, wenn sie
nunmehr
gleichwohl
einfach
auf das Gutachten von
Dr.
I._
abstellen will
.
4
.
2
Somit
muss
es mit den
beweiskräftigen
Schlussfolgerungen im Gerichtsgutachten sein Bewenden
haben
.
Der medizinische Sachverhalt ist mithin dahingehend erstellt,
dass die Beschwerdeführerin
aus psychiatrischer Sicht
vo
n
November 1999 bis April 2005 maximal zu 40-45
%
arbeitsfähig
, von
Mai
2005
bis August 2012 zu 20
%
arbeitsfähig
und hernach zu 0
%
arbeitsfähig gewesen
ist
, und zwar sowohl in der angestammten als auch in sämtlichen Verweistätigkeiten
.
4.3
Nach der Rechtsprechung darf bei der invalidenversicherungsrechtlichen Beurtei
lung der invalidisierenden Wirkung anhaltender
somatoformer
Schmerz
störungen oder sonstiger vergleichbarer
pathogenetisch
(ätiologisch) unklarer
syndromaler
Zustände (BGE 132 V 393 E. 3.2) nicht einfach unbesehen auf die ärztlichen - selbst die gutachterlich attestierten - Einschätzungen abge
stellt werden, zumal der Invaliditätsbegriff rechtlicher Natur ist (Art. 8 des Bun
des
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) und nicht zwingend mit dem medizinischen Krankheits- oder Invaliditätsverständnis übereinstimmt. Vielmehr hat die rechtsanwendende Behörde zunächst die
aufgrund der medizinischen Aktenlage zu beantwortende - Frage zu prü
fen, ob und inwieweit bei der versicherten Person neben der diagnostizierten, allein nicht inva
lidisierenden (BGE 130 V 352 E.
2.2.3) anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung zusätzliche psychische Beeinträchtigungen im Sinne des rechtsprechungsgemässen Kriterienkatalogs vorliegen, welche einer adäquaten Schmerzbewältigung objektiv entgegenstehen. Die entsprechenden Feststellun
gen sind tatsächlicher Natur. Die weitere Frage, ob eine allenfalls festgestellte psychische
Komorbidität
hinreichend erheblich ist und/oder einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Kon
stanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung und somit auf eine invalidi
sierende Gesundheitsschädigung zu gestatten, ist dagegen rechtlicher Art: ihre abschliessende Beantwortung obliegt damit nicht den Ärztinnen und Ärzten, son
dern den rechtsanwendenden Behörden (Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_820/2007 vom
2.
September 2008 E. 4.1 mit Hinweisen und 9C_636/2007 vom 2
8.
Juli 2008
E. 3.3.1).
Die
Gutachterin
verwies auf die
Komorbitität
der verschiedenen Störungsbilder, welche hier die Einschränkung begründe (
Urk.
11 S. 24). Da
sie
neben der Schmerzstörung sowohl eine Persönlichkeitsstörung als auch eine mittelschwere depressive Episode diagnos
tiziert hat (vgl. vorstehend E. 3.2.2
)
, ist hier von einer erheblichen
Komorbidität
im Sinne von
eigenständige
n
psychiatrische
n
Beein
trächtigung
en auszugehen, welche
die Beschwerdeführerin daran hinder
n
, die
somatoforme
Schmerzstörung mit einer zumutbaren Willensanstrengung zu überwinden.
Damit bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen
der
Einschränkungen
vorzunehmen
.
5.
5.1
Vorab ist auf die Statusfrage
näher
einzugehen.
In der Anmeldung zum Leistungsbezug gab die verheiratete Beschwerdeführerin an, ihre Tochter sei im Jahr 1992 geboren und seither
sei
sie in der Nebenbe
schäftigung Hausfrau (
Urk.
2/2/8/7
Ziff.
3 und
Ziff.
6.4).
Im Zeitpunkt des Unfalles arbeitete die Beschwerdeführerin
in einem arbeitsvertraglichen Pensum von
40
%
(
Urk.
2/2/2/17)
, leistete indes auch in den Jahren 1998 und 1999 eine erhebliche Anzahl Überstunden, wie de
r Lohnbescheinigung und den Aus
führungen
der Arbeitgeberin zu entnehmen ist (
Urk.
2/2/8/60/1-2).
Die
Y._
AG bescheinigte zudem, ab Anfang 2000 bis Mitte/Ende 2001 wäre ein 100
%
Pen
sum geplant gewesen beziehungsweise die Beschwerdeführerin wäre bei Gesundheit zu 100
%
beschäftigt (
Urk.
2/2/8/3/4-5).
In Anbetracht dieser
bereits konkreten Aussichten zur Steigerung des Pensums
sowie de
r
beschwerdeweise dargelegten
(Urk.
2/2/8/1) und unbestritten geblie
benen Bestrebungen, trotz der im Aufgabenbereich anfallenden Belastungen wieder vollzeitig erwerbstätig zu sein,
rechtfertigt sich, die Beschwerdeführerin als Erwerbstätige zu qualifizieren. Davon ging im Übrigen zunächst auch die Beschwerdegegnerin aus (vgl. Vorbescheid vom 2
8.
Juni 2007,
Urk.
2/2/8/48; und Feststellungsbl
ätter
für
die Beschlüsse
vom 14.
September 2001,
Urk.
2/2/8/15; und
vom 2
2.
Okt
ober 2007,
Urk.
2/2/8/56 S.
5), bevor sie in der angefochtenen Verfügung die Frage
offen liess (Urk.
2/2/8/2).
5.2
Vorliegend erübrigt sich eine möglichst genaue Bezifferung und Gegenüberstel
lung
von Validen- und Invalideneinkommen,
um hernach aus der Einkommensdifferenz den Invaliditätsgrad bestimmen zu können. Denn der
Beschwerdeführerin
ist
die bisher ausgeübte
T
ätigkeit wie auch jede andere an
gepasste Verweisungstätigkeit im von
Dr.
E._
bezifferten
Umfang zumutbar. Ausserdem bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sie ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem wirtschaftlichem Erfolg
hätte
verwerten
können
. Ins
besondere ist nicht anzunehmen, dass sich die gesundheitlichen Beeinträchti
gungen zusätzlich lohnmindernd auswirk
t
en. Folglich besteht kein Raum für die Gewährung eines leidensbedingten Abzugs beim Invalideneinkommen.
Es
erweist sich daher als gerechtfertigt,
mittels
Prozentvergleich
s
den Invaliditätsgrad
bei einer Arbeits
fähigkeit von 42.5
%
(= [40 + 45
] :
2)
auf 57
%
fest
zusetzen, was einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet;
bei einer Arbeitsfähigkeit von 20
%
beträgt der Invaliditätsgrad
80
%
und bei einer Arbeitsfähigkeit von 0
%
beträgt er 100
%
, was jeweils Anspruch auf eine ganze Rente gibt. Da die rentenerhebliche Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit im April 2005 eintrat, hat die Beschwerdeführerin in Nachachtung von Art. 88a
Ziff.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
nach Ablauf von drei Monaten, mithin mit Wirkung ab
1.
Juli 2005 Anspruch auf eine ganze Rente und zuvor auf eine halbe Rente.
An diesem Rentenanspruch und namentlich dem Anspruch auf eine halbe Rente ändert auch nichts, dass die
Beschwerdeführerin
gemäss IK-Auszug
in den
Jahren 2001 bis 2004 bei der
Y._
AG ein Einkommen von maximal Fr.
56‘755.-- erzielte (Urk. 2/2/8/67). Denn die
Y._
AG erklärt
e im Arbeitgeberbericht vom 29.
Dezember 2000, die Beschwerdeführe
r
in
hätte im Gesundheitsfall in der angestammten Tätigkeit
bei einem Pensum von 100
%
ein Jahreseinkommen von
Fr.
127‘890.-- erzielt (Urk. 2/2/8/14/9
Ziff.
16), so dass trotz des tatsächlich erzielten Einkommens immer noch Anspruch auf eine halbe Rente besteht.
5
.3
Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt des Rentenbeginns.
Gemäss
Art.
29
Abs.
1
lit
. a IVG in der bis 3
1.
Dezember 2007 in Kraft gewese
nen Fassung entsteht der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die
Versicherte
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsun
fähig gewesen war.
Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet (
Art.
48
Abs.
1 Satz 1 IVG in der bis 31.
Dezember 2011 in Kraft gewesenen Fassung).
5.4
Im Vorbescheid vom 2
8.
Juni 2007 ging die Beschwerdegegnerin davon aus, die Beschwerdeführerin habe sich am 1
1.
November 2002 zum Leistungsbezug angemeldet, weshalb ab
1.
November 2001 Anspruch auf eine Rente bestehe (
Urk.
2/2/8/48
). Die Wartezeit sei am
1.
Januar 2000 zu eröffnen (
Urk.
2/2/8/56
).
D
agegen brachte d
ie Beschwerdeführerin
vor, die Anmeldung zum Leistungsbezug sei
bereits
am
8.
November 2000 erfolgt
. D
ie Rente
sei
somit ab November 1999 (ein Jahr vor der Anmeldung)
zu gewähren
, falls sie im Wartejahr, das heisst seit November 1998
,
ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 40
%
arbeitsunfähig gewesen sei.
Dabei
berief
sie
sich
auf den Bericht von
Dr.
med.
H._
vom
2.
November 1999 (
Urk.
17
= Urk. 2/2/8/5/13
), aus dem hervorgehe, dass
sie
in der Zeit vom 2
1.
April 1997 bis 2
5.
Oktober 2000 in der bisherigen Tätigkeit zunächst
zu
100
%
und später
zu
60
%
arbeitsunfähig gewesen sei.
Damit beginne der Rentenanspruch per 1.
November 1999 (
Urk.
16 S. 3 f.
,
Urk.
2/2/1 S. 7
).
5.5
Mit der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass ihre
vom 1
7.
Oktober 2000 datierende Anmeldung zum Leistungsbezug am
8.
November 2000 bei der Beschwerdegegnerin einging (
Urk.
2/2/8/1), so dass
ein Leistungsanspruch ab November 1999 im Raum steht.
Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
H._
wird gestützt durch den echtzeitlichen Bericht von
Dr.
med.
J._
, prakt. Arzt, vom 7. Juni 200
1.
Darin wurde seit dem Skiunfall ununterbrochen eine Arbeitsunfähigkeit von wenigstens 40 % attestiert (
Urk.
2/2/8/13)
. Für die Zeit
vom
2
1.
April 1997 bis 2
6.
Oktober 2000 erbrachte
die Beschwerdeführerin
nach Aussage der Arbeit
geberin klaglos ihr vertragliches Arbeitspensum von 40-45
%
(Urk. 2/2/8/60).
Dies stimmt überein mit der Bescheinigung von Dr.
J._
, der für die Periode
eine Arbeitsunfähigkeit von 60
%
attestierte
(
Urk.
2/2/8/13). Bei ausgewiesener Arbeitsunfähigkeit von wenigstens 40
%
steht der Eröf
fnung der Wartezeit
im Zeitpu
nkt des Unfallereignisses am 1.
April 1997
nichts entge
gen.
Anhaltspunkte, w
eshalb die Wartezeit erst am 1.
Januar 2000, eröffnet werden sollte, sind weder ersichtlich, noch hat die Beschwerdegegnerin solche geltend gemacht.
Demnach ist der Beschwerdeführerin zu folgen und der Ablauf der Wartezeit auf den
1.
April 1998 festzusetzen. In Anbetracht der Anmeldung im November 2000 ist
der Rentenanspruch
somit
am
1.
November 1999 entstanden.
5.6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab
1.
November 1999 Anspruch auf eine halbe Rente und mit Wirkung ab
1.
Juli 2005 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. Dies führt
zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung und teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
6.
6.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind nach dem Verfahrensaufwand
zu bemessen
und ermessensweise auf
Fr.
1‘000.-- festzusetzen.
In Anbetracht des praktisch vollumfänglichen Obsiegens der Beschwerdeführerin sind die Kosten der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
6.2
Zur Frage der Überbindung der Gutachtenskosten an die Beschwerdegegnerin hat d
as Bundesgericht einerseits
konkret
festgehalten, dass übereinstimmende spezialärztliche Begutachtungen einer polydisziplinären Untersuchung gegen
überstünden
und
insbesondere in den Diagnosen widersprüchlich seien (Urteil 8C_148/2011 vom
5.
Juli 2011 E. 5.3;
Urk.
2/1/1). Andererseits hat es
erwogen
, dass die unterlassene Einholung eines Obergutachtens den Untersuchungsgrundsatz verletze (Urteil 8C_650/2012 vom
5.
Dezember 2012 E. 3.2;
Urk.
2/1/6).
Damit sind die vom Bundesgericht in Präzisierung von
BGE
137 V 210 E. 4.4.2
aufgestellten Kriterien, wie sie im
zur Publikation vorgesehenen
Urteil des Bun
desgerichts
9C_801/2012
vom
2
8.
Oktober 2013 E. 4.4
namhaft gemacht wur
den, zur Überbindung der Gutachtenskosten an die Beschwerdegegnerin erfüllt. Diese
hat
demnach
die
Kosten für das Gerichtsgutachten von
Fr.
6‘750.-- (vgl.
Urk.
12)
zu tragen.
6.3
Bei diesem Ausgang des Verfahrens
hat die
anwaltlich vertretene Beschwerde
führer
in
gestützt auf
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1 und 3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf
Fr.
2‘
6
00
.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.