Decision ID: 7901673c-c82c-4821-af35-fd4716462312
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1955, meldete
sich unter Hinweis auf seit einem Arbeitsun
fall am 6. Juni 2002 bestehende Beschwerden am 19. November 2003
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6
Ziff. 7.2-3
)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach
ihm
mit Verfügungen vom 15. und 2
2.
Oktober 2004 (
Urk.
7
/41-42)
bei einem
Invalidi
tätsgrad
von 100
%
eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Juni 2003 zu.
1.2
Mit
Einspracheentscheid
vom 17. März 2004
(
Urk.
7
/25)
hiess d
ie Schweizeri
sche Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
die vom Versicherten gegen die
Verfü
gu
ng vom 15. Dezember 2003 (
Urk.
7
/15)
erhobene Einsprache teilweise gut, bestätigte die zugesprochene
Integritätsentschädigung
basierend auf einer
In
tegritätseinbusse
von 15
%
und
sprach dem Versicherten
eine
Invaliden
rente basierend auf
einer Erwerbsunfähigkeit von 3
5
%
ab 1. Oktober 2003 zu
.
Am 23. März 2005 (
Urk.
7
/46) erhöhte die SUVA die Integritätsentschädigung, aus
gehend von einer Integritätseinbusse von 20
%
.
1.3
A
m
8. Juni 2005 (
Urk.
7
/52)
teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, der Renten
anspruch sei unverändert
und sprach ihm
nach v
orgenommenen Abklä
rungen (
Urk.
7
/53)
mit Verfügung
vom 8
. September 2005 (
Urk.
7
/56-57) rück
wirkend ab 1. Juni 2005 eine
Hilflosenentschädigung
wegen leichter Hilflosig
keit zu, welche nach Überprüfung des Anspruchs mit Mitteilu
ng vom 10. No
vember 2006 (
Urk.
7
/65) bestätigt wurde.
Sodann wurde
mit Mitteilung
vom 14. Juli 2008
(
Urk.
7
/80)
der unveränderte Rentenanspruch des Ve
rsicherten bestätigt und
ebenso mit Mitteilung vom 15. Juli 200
8 (
Urk.
7
/81) der unveränderte Anspruch des Versicherten auf
Hilflo
senentschädigung
.
1.4
Nach Eingang ein
es am 5. August 2011
ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk.
7
/92) holte die
IV-Stelle unter anderem bei der
Y._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 1
2.
Sep
-
tembe
r
2012 erstattet wurde (
Urk.
7
/110
)
.
Nach
vorgenommenen Ab
klärungen (
Urk.
7/133) hob die IV-Stelle nach
durchgeführ
tem
Vorbescheidver
fahren
(
Urk.
7
/135
)
die
Hilflosenentschädigung
mit Ver
fügung vom 30. Mai 2013 (
Urk.
7
/139) auf
Ende des der Zustellung de
r Verfügung folgenden Monats auf
.
Ebenfalls n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7
/115;
Urk.
7
/116;
Urk.
7/120,
Urk.
7
/138)
stellte die IV-Stelle m
it Verfügung vom 9. Dezember 2013 (
Urk.
7
/150 =
Urk.
2) die Invalidenrente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein.
2.
Der Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 9. Dezember 2013 (
Urk.
2) am 7. Januar 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte weiterhin die Ausrichtung der bisherigen Rente. Eventuell sei ein Gutachten bei einem Experten einzuho
len (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2014 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 25. Februar 2014 (
Urk.
11) wurde die Sammelstiftung berufliche Vorsorge Swiss Life zum Prozess beigeladen.
Am 25. März 2014 verzichtete die Swiss Life AG auf eine
Stellung
nahme (
Urk.
13). Am 23. Mai 2014 (
Urk.
14) wurde dem
Beschwerdeführer
die Beschwerdeantwort und
den Parteien
der Verzicht auf Stellungnahme der Swiss Life AG zur Kenntnisnahme zugestellt.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3).
Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der
Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass
der Beschwerdeführer
in seiner angestammten Tätigkeit als
Fassadenisoleur
und Gipser weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig sei. In einer leidensangepassten Tä
tigkeit sei er spätestens ab Begutachtungszeitpunkt im Februar 2012 zu 100
%
arbeitsfähig. Der Gesundheitszustand habe sich somit verbessert. Der
Einkom
mensvergleich
ergebe einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 15
%
. Sofern berufliche Eingliederungsmassnahmen gewünscht seien, dürfe der Be
schwerdeführer ein schriftliches Gesuch einreichen (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, dem
Y._
-Gutachten könne nicht gefolgt werden. Aus rheumatologischer Sicht bestehe weiterhin auch in leidensangepasster Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit
(S. 4
Ziff.
3). Nicht begründet worden sei überdies, inwiefern sich sein psychischer Gesundheitszustand verbessert haben solle. Er sei seit 2009 von sei
-
nem
Haus
arzt psychiatrisch betreut worden und nun erneut in psychiatrischer Behand
lung, da er in eine tiefe Depression gefallen sei (S. 5.
Ziff.
4). Auch das neurolo
gische Gutachten habe sich nicht mit
den
Vorakten
auseinandergesetzt
und es sei nicht begründet worden, inwiefern eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit eingetreten
sei
. So hätten sich seine Schwindelanfälle nochmals verschlimmert
(S. 5
Ziff.
5).
Selbst wenn man davon ausginge, er könne noch einer
Arbeitstä
tigkeit
von 100
%
nachgehen, würde bei einem anzunehmenden
Validenein
kommen
von mindestens
Fr.
100‘000.-- und einem zu gewährenden Leidensabzug von 25
%
ein Invaliditätsgrad von 76
%
resultieren (S. 6 f.
Ziff.
8).
2.3
Streitig und zu prüfen ist
, ob die Rentenaufhebung gerechtfertigt ist.
3.
3.1
Ob die
revisionsweise
Aufhebung der
bisher ausgerichteten Invalidenrente
zuläs
sig ist, kann angesichts der neueren Rechtsprechung des Bundesgericht betreffend die Selbsteingliederungspflicht der Versicherten offen bleiben, wie im Folgenden zu zeigen ist.
3.2
Das Bundesgericht geht in ständiger Rechtsprechung vom Regelfall aus, dass eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist (Meyer, Rechtsprechung zum IVG, 2. Auflage, S. 383). Praktisch bedeutet dies, dass aus einer medizinisch at
testier
ten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit ein entsprechender
Einkommens
vergleich
(mit dem Ergebnis eines tieferen Invaliditätsgrades) vorgenommen werden kann.
Dennoch hat die Rechtsprechung in ganz besonderen Ausnahmefällen nach lang
jährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungs
fä
hig
keit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe von medi
zinisch-rehabilitativen und/oder beruflich-erwerblichen Massnahmen das theo
retische Leistungspotential ausgeschöpft werden kann. Es können im Ein
zel
fall Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vor
handenen Leistungsfähigkeit und medizinisch zumutbaren
Leistungs
entfaltung
entgegen stehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass
die Ver
wertung eines bestimmten Leistungspotentials ohne vorgängige Durch
führung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versicher
ten Person nicht möglich ist (Urteil des Bundesg
erichts 9C_163/2009 vom 10. Septem
ber 2010
E. 4.2.2).
Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht im Urteil vom 26. April 2011 (9C_228/2010 E. 3.3) dahin gehend präzisiert, dass
die revisions- oder
wieder
erwä
gungsweise
Herabsetzung oder Aufhebung der I
nvalidenrente bei versi
cher
ten Personen, die
das 55. Alter
s
jahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen haben, nur zulässig ist, wenn die
Beschwerde
gegnerin
zuvor Eingliederungsmassnahmen durchgeführt hat.
Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass solche versicherte Personen aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder der langen Rentendauer und der da
raus folgenden langjährigen Arbeitsabstinenz in der Regel nicht selber in der Lage sind, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen und sich dort selber wieder ein
zu
gliedern.
Dies führt zwar für die Betroffenen nicht zu einer Art Besitzstandsgarantie. Es wird ihnen lediglich, aber immerhin zugestanden,
dass die Rente grundsätzlich erst nach geleisteter Eingliederungshilfe eingestellt werden darf.
3.3
Aufgrund der Aktenlage ist erstellt, dass die Beschwerdegegnerin
gestützt auf das Gutachten der
Y._
vom
1
2.
September 2012
(
Urk.
7
/110)
ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten
Tätigkeit einen Einko
mmensvergleich durchgeführt und
einen rentenausschli
essenden
Invalidi
tätsgrad
von 15
% ermittelt hat (vgl. Fest
stellungs
bl
a
tt für den Beschluss,
Urk.
7
/113
). Daraufhin stellte sie ohne We
iterungen mit Vorbescheid vom
2.
Oktober 2012
(
Urk.
7
/115)
die Einstellung d
er bisherigen Rente in Aussicht.
Der Beschwerdeführer ist jedoch im Jahr 1955 geboren und war demnach zu diesem Zeitpunkt bereits 57 Jahre und zum Zeitpunkt der definitiven
Leistungs
einstellung
mit Verfügung vom Dezember 2013 (
Urk.
2) 58 Jahre alt, womit er unter
den vom Bundesgericht besonders geschützten
Bezügerkreis
fällt (vorste
hend E. 3.2)
.
3.4
Es ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdegegnerin auch nicht geltend gemacht, dass sie vor der Renteneinstellung die Frage der Zumutbarkeit der Selb
steingliederung geprüft oder dem Beschwerdeführer
diesbezüglich Hilfe
leistungen angeboten hätte. Sie begnügte sich sowohl im Vorbescheid wie auch in der Verfügung
allein mit dem Hinweis, dass der Beschwerdeführer, sofern er berufliche Ei
ngliederungsmassnahmen wünsche,
mit einem schriftlichen Gesuch darum ersuchen könne
(Urk.
7
/
115, Urk. 2
).
Allein damit ist jedoch den bundesgerichtl
ich geforderten Voraussetzungen
nicht Genüge getan. Vielmehr muss sich die Beschwerdegegnerin vor der Her
absetzung oder Aufhebung der Invaliden
rente vergewissern, ob sich ein medizi
nisch-theoretisches Leistungsvermögen ohne
Weiteres
in einem entsprechend tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt oder ob dafür eine erwerbsbezogene Ab
klärung (der Eignung,
Belastungs
fähigkeit
usw.) und/oder die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne erforderlich ist. Dieser
Prü
fungsschritt
zeitigt dort keine adminis
trativen Weiterungen, wo die gegenüber der Eingliederung vorrangige
Selbst
eingliederung
direkt zur rentenausschlies
senden
arbeitsmarktlichen
Verwertbar
keit des Leistungsvermögens führt. Das ist namentlich der Fall, wenn bisher schon eine erhebliche Restarbeitsfähigkeit be
stand, so dass der
anspruchs
erheb
li
che
Zugewinn an Leistungsfähigkeit kaum zusätzlichen Eingliederungsbedarf nach sich zieht, vor allem wenn das hinzu
gewonnene Leistungsvermögen in einer Tätigkeit verwertet werden kann, wel
che die versicherte Person bereits ausübt oder unmittelbar wieder ausüben
könnte (Urteil des Bundesg
erichts
9C_163/2009
vom 10. September 2010
E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Davon kann vorliegen
d keine Rede sein. Der Beschwerdeführer
hat in guten Treuen jahrelang
eine
ganze Invalidenrente bezogen und derweil keine Erwerbs
tätigkeit ausgeübt, so dass ih
m
angesichts der jahrelangen Arbeitsabstinenz
und seines Alters
die Selbsteingliederung auch bei der durch
die Gutachter der
Y._
attestierten Arbeitsfähigkeit von
100 % in
ange
passter Tätigkeit (Urk.
7
/110 S. 31
Ziff.
7.3
) nicht mehr zumut
bar ist.
Damit ist die Rent
en
einstellung so lange nicht gerechtfertigt, als die
Beschwer
-
de
gegnerin
die Wiedereingliederu
ng nicht aktiv gefördert und den
Beschwer
-
deführer
nicht hinreichend auf die berufliche
Eingliederung vorbereitet hat.
Dabei ist allenfalls das Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
durchzuführen (Urteil des Bundesgerichts 9C_497/2013 vom 30. November 2013, E. 3.3).
3.5
Die Beschwerdegegnerin hat bislang entsprechende Massnahmen unterlassen, weshalb angesichts der mangelnden wirtschaftlichen Verwertbarkeit der
Rest
ar
beitsfähigkeit
weiterhin von der bisherigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen ist. Dies führt im Ergebnis zur Gutheissung der Beschwerd
e mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer
einstweilen weiterhin Anspruch auf die bisherige ga
nze Rente hat.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt sich die Prüfung des Vorliegens
eines Revisionsgrundes.
4
.
4
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
4.2
Ferner hat der Beschwerdeführer
in Anbetracht
seines
Obsiegens gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwier
igkeit des Prozesses auf Fr. 2 ́0
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.
4.3
Unter diesen Umstä
nden erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers
um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung und Prozessführung als ge
genstandslos.