Decision ID: c39e3430-34fd-4f77-a39c-14edd0bf19b7
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 2014 geborene
X._
wurde von seiner Mutter am 27. Dezember 2019 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf das Geburtsgebrechen Ziffer 404
des Anhangs zur Verordnung über Geburtsgebrechen (
GgV
-Anhang;
infantiles psy
choorganisches Syndrom
, POS
:
Störungen des Verhaltens bei Kindern mit nor
maler Intelligenz, im Sinne krankhafter Beeinträchtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit, bei Störungen des Antriebes, des Erfassens, der perzeptiven
Funktionen, der Wahrnehmung, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Merk
fähig
keit) und wegen einer
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von
medizinischen Massnahmen angemeldet (Urk. 10/1).
Die IV-Stelle teilte
dem Versicherten
am 22. Juni 2020 mit, dass sie die Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 404
GgV
-Anhang
ab dem 25. Oktober
2019 bis zum 31. Dezember 2028 übernehme (Urk. 10/14).
1.2
Am 9. April 2020 ersuchte die Mutter des Versicherten um
Hilflosenent
schädi
gung
(Urk. 10/9)
, worauf die IV-Stelle beim Versicherten zu Hause eine Abklä
rung betreffend Hilflosigkeit und Betreuungsaufwand vornahm (Urk. 10/22). Mit Vorbescheid vom 23. September 2020 stellte die IV-Stelle in Aussicht, ab 1. April 2019 eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit leichten Grades und ab 1. Dezember 2020 bis Ende des 18. Altersjahres eine solche mittleren Grades auszurichten (Urk. 10/17). Am 26. Oktober 2020 verfügte die IV-Stelle entsprechend ihres Vor
bescheids (Urk. 10/26 = Urk. 2).
2.
2.1
Die Mutter des Versicher
t
en
als dessen
gesetzliche V
ertreterin
erhob am 4. Novem
ber 2020 (Eingangsdatum) gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2020 (Urk. 2) Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1
/1
S. 1
):
«1.
Unrichtige, nicht korrekte Feststellung des Sachverhaltes, falsche Angaben über das Kind
2.
nicht relevante Informationen im Abklärungsbericht
3.
andere relevanten Informationen fehlen
4.
gemischte Werturteile als objektive Wahrheit dargestellt»
In prozessualer Hinsicht wurde
um Gewährung der
unentgeltliche
n Prozess
füh
rung ersucht
(Urk. 1/2).
2.2
Die IV-Stelle beantragte am 11. Dezember 2020 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9)
. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2020 (Urk.
11)
wurde
der Mutter des Versicherten die Beschwerdeantwort zu
gestellt
(Dispositiv-Ziff.
1) und
in Aus
sicht gestellt
, dass über den Antrag auf unentgeltliche Prozessführung sowie über allenfalls vom Gericht als nötig erachtete weitere Verfahrensschritte zu einem späteren Zeitpunkt entschieden wer
de (Dispositiv-Ziff.
2). Am 23.
Dezember 2020 er
suchte die Mutter des
Versicherten
um Einsicht in die Akten der Beschwerde
gegnerin sowi
e um einen Rechtsbeistand (Urk.
12), worauf mit Gerichtsverf
ügung vom 22.
März 2021 (Urk.
13) die unentgeltliche Prozessführung
gewährt wurde (Dispositiv-Ziff.
1) und näher bezeichnete Akten der Beschwerdegegnerin zuge
stellt wurden (Dispositiv-Ziff.
2 und 4). Ferner wurde darauf hingewiesen, dass es de
r Mutter des
Versicherten
frei stehe
, die rechtliche Vertretung vor Gericht einem Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwältin zu überlassen, und dass über ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und weitere Verfahrensschritte nach Eingang eines entsprechenden Gesuchs der gewählten Rechtsvertretung ents
chieden werde (Dispositiv-Ziff.
3).
2.3
Mit Eingabe vom 26. Mai 2021 (Urk.
15/
1; Prozess-Nr. SV.2021.0003) stellte die Mutter des
Versicherten
unter anderem ein
Ausstandsbegehren
gegen den Ge
richtschreiber und die als Referentin bestimmte Sozialversicherungsrichterin. Mit Beschluss vom 26. August 2021 stellte das Gericht fest, dass sich die gestellten
Ausstandsbegehren
als unzulässig erweisen und trat auf das Begehren
nicht ein (Urk.
15/
7).
Auch das Bundesgericht trat auf die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom
9. November 2021 (9C_568/2021) nicht ein (Urk. 15
/10
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 42 Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
haben Versicherte mit Wohnsitz un
d gewöhnlichem Aufenthalt (Art.
13
des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
in
der Schweiz, die hilflos (Art.
9 ATSG) sind, Anspruch auf eine
Hilflosenent
schä
digung
. Vorbehalten bleibt Artikel 42
bis
IVG. Als hilflos gilt eine Person, die weg
en einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dau
ernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf
(Art.
9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebens
praktische Begleitung
angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art.
38
der
Verordnung über die Invalidenversicherung
, IVV)
. Pr
axisgemäss (BGE 121 V 88 E.
3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):
Ankleiden, Auskleiden;
Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
Essen;
Körperpflege;
Verrichtung der Notdurft;
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.
1.2
Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:
a.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli
cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;
b.
einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;
c.
einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf;
d.
wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder
e.
dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV ange
wiesen ist.
1.3
A
ls mittelschwer
gilt die Hilflosigkeit
, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:
a.
in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;
b.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb
licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder
c.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb
licher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.
Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2
lit
. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens
verrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).
1.4
Gemäss Art. 42
bis
Abs. 5 IVG haben Minderjährige keinen Anspruch auf eine
Hilf
losenentschädigung
, wenn sie lediglich auf lebenspraktische Begleitung ange
wiesen sind. Bei ihnen ist ausserdem nur der Mehrbedarf an Hilfeleistung und per
sönlicher Überwachung im Vergleich zu nicht behinderten Minderjährigen gleichen Alters zu berücksichtigen (Art. 37 Abs. 4 IVV).
Für Minderjährige, die zusätzlich eine intensive Betreuung brauchen, wird die
Hilflosenentschädigung
gemäss Art. 42
ter
Abs. 3 IVG um einen Intensivpflege
zuschlag erhöht. D
er monatliche Intensivpflegezuschlag beträgt bei einem inva
liditätsbedingten Betreuungsaufwand von mindestens 8 Stunden pro Tag 100
%
, bei einem solchen von m
indestens 6 Stunden pro Tag 70 %
und bei einem solchen von mindestens 4 Stunden pro Tag 40
%
des Höchstbetrages der Altersrente nach Artikel 34
Abs.
3 und 5
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(AHVG)
. Der Zuschlag berechnet sich pro Tag.
Eine intensive Be
treu
ung im Sinne dieser Bestimmung
liegt bei Minderjährigen vor, wenn diese im Tagesdurchschnitt infolge Beeinträchtigung der Gesundheit zusätzliche Betreu
ung von mindestens vier Stunden benötigen
(Art. 39 Abs. 1 IVV).
Gemäss Art. 39 IVV ist als Betreuung der Mehrbedarf an Behandlungs- und Grundpflege im Vergleich zu nicht behinderten Minderjährigen gleichen Alters anrechenbar. Nicht anrechenbar ist der Zeitaufwand für ärztlich verordnete medi
zi
nische Massnahmen, welche durch medizinische Hilfspersonen vorgenommen werden, sowie für pädagogisch-therapeutische Massnahmen (Abs. 2). Bedarf eine minderjährige Person infolge Beeinträchtigung der Gesundheit zusätzlich einer dauernden Überwachung, so kann diese als Betreuung von zwei Stunden ange
rechnet werden. Eine besonders intensive behinderungsbedingte Überwachung ist als Betreuung von vier Stunden anrechenbar (Abs. 3).
1.5
Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungs
an
spruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen
(vgl. auch
Rz
8131 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der IV, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015).
Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgen
den Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhält
nisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich erge
ben
den Beeinträchtigungen und
Hilfsbedürftigkeiten
hat. Bei Unklarheiten über phy
sische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im
Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigen
den Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungs
person näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (
BGE 133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.1 f.
). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4) sowie unter dem Aspekt des Intensivpflegezuschlags (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_573/2018 vom 8. Januar 2019 E. 3.2).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass eine Hilflosigkeit in vier Bereichen der alltäglichen Lebensverrichtungen
bestehe
. Die Bereiche An- und Auskleiden sowie Essen könn
ten
nach Ablauf der einjährigen Wartezeit per 1. Dezember 2018 anerkannt
werden. Aufgrund des
Umstandes, dass die Leistungen längstens ein Jahr rückwirkend ausgerichtet werden könn
t
en und der Antrag de
r Mutter de
s
Versicherten
auf
Hilflosen
ent
schädigung
am 20. April 2020 eingegangen sei, bestehe ab 1. April 2019 ein An
spruch auf eine
Hilflosenentschädigung
leichten Grades.
Ab Dezember 2019
komme der
Bereich der Fortbewegung
hinzu
.
Der Bereich Körperpflege könne ab dem 6. Altersjahr angerechnet werden, mithin ab D
ezember 2020; ebenfalls ab
dieser Zeit der Bereich
der persönlichen Überwachung. Mit vier ausgewiesenen Bereichen der Hilflosigkeit sowie dem Bereich der Überwachung bestehe per
1. Dezember 2020 ein Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
mittleren G
rades
(S. 2).
2.2
Demgegenüber
kritisierte
die Mutter des
Versicherten
in ihrer
Beschwerde (Urk. 1/1)
im Wesentlichen
den Abklärungsbericht der Beschwerdegegnerin. So sei
en
unter anderem der Sachverhalt nicht korrekt erfasst und falsche Angaben
gemacht worden. Darüber hinaus enthalte
der Bericht
nicht relevante Informa
tionen
sowie
unangebrachte
Schilderungen
(S. 1 ff.)
.
Es
sei
eine erneute Abklä
rung von einer anderen Abklärungsperson
durchzuführen
(S. 10).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch
von
X._
auf
Hilf
losen
entschädigung
.
3.
3.1
Der
Versicherte
leidet
an einem
ADHS
mit schwerer Ausprägung (ICD-10 F90.2) sowie an einem
POS
. Dr. med. Z._
, Facharzt für Kinder- und Jugend
psychiatrie und –
psychotherapie
,
gelangte anlässlich der Anmeldung vom 4. März
2020 (Urk. 1
0/6/6-8) zur Beurteilung, beim
Versicherten
zeige sich in der E
nt
wicklungsgeschichte ab Geburt -
schon im Säuglingsalter
-
bis heute eine schwere ADHS-Symptomatik mit extremer Reizempfindlichkeit, Hyperaktivität, Impul
sivi
tät, Wutausbrüchen, Widerstand und Trotzverhalten, niedriger Frustrationsto
leranz, Irritierbarkeit, Merkfähigkeitsproblemen und Gedächtnisstörung (S. 2 unten).
3.2
Die Mutter des
Versicherten
machte
anlässlich der Anmeldung
zur
Hilflosen
entschädigung
vom 9. April 2020 (Urk. 10/9) handschriftlich detaillierte Angaben zur Hilflosigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen (Ziff. 4.1). So führte sie aus
, ihr Sohn benötige seit Dezember 2014
tägliche
Hilfe beim An- und Aus
kleide
n von mindestens einer Stunde pro Tag, wobei Regen
kleidung und das Skifahren unmöglich seien. Das Einschlafen funktioniere schlecht und gehe nur mit ihrer Hilfe oder einer sonstigen Bezugsperson. Er brauche Ruhe zum Essen, da bei Stress oder Überreizung die Nahrungsaufnahme nicht funktioniere. Auch mache er durch seine motorische Ungeschicklichkeit eine grosse
«
Sauerei
»
, was mehr Putzaufwand mit sich bringe. Beim Zähneputzen sei ein hoher Aufwand an Kraft und Zeit nötig
. Bei der Verrichtung der Notdurft bedürfe er keine
r
Hilfe, jedoch sei er hinsichtlich Sauberkeit nicht sehr aufmerksam.
Überdies werde für die Fortbewegung ein Auto benötigt, da die Benützung des öffentlichen Verkehrs nicht möglich sei. Für die Pflege gesellschaftlicher Kontakte beziehungsweise für jegliche Kontaktaufnahme mit anderen Kindern brauche er Anleitung und inten
sive Betreuung. Hinsichtlich medizinisch-pflegerische
r
Hilfe benötige er für die Verabreichung von Medikamenten eine Belohnung (S. 4). Überdies sei ein erhöh
ter bürokratischer A
ufwand erforderlich, ein Mehraufwand
sei
beim Aufräumen und Putzen notwendig und es bestehe ein erhöhter Bedarf an Spielsachen, Ver
brauchsmaterial und Haushaltgegenständen (
Rückseite von S. 4
= Urk. 10/9/5
).
Auch sei es unmöglich,
ihn
für ein bis zwei Stunden alleine zu lassen wegen der Unfallgefahr und der Fremdgefährdung (Ziff. 4.4).
4.
4.1
Hinsichtlich der alltäglichen Lebensverrichtung An- und Auskleiden ging die
Abklärungsperson der
Beschwerdegegnerin
im Abklärungsbericht betreffend Hil
f
losigkeit vom 11. September 2020 (Abklärung vom 9. September 2020)
davon aus, dass der
Versicherte
in regelmässiger und erheblicher Weise auf Hilfe Dritter angewiesen sei. Der zeit
liche Aufwand hierfür betrage 25
Minuten pro Tag. Dieser setze sich zusammen aus
15
Minuten für An-/Auskleiden morgen
s, je 5 Minuten tagsüber und abends und aus einer Minute
für Kleider auswählen und bereitlegen. Zusätzlich berücksic
htigte die Beschwerdegegnerin 10
Minuten für
das ausgeprägte Oppositionsverhalten
. In Abzug brachte sie
1
5 Minuten Zeitaufwand, welche auch für ein nicht behindertes Kind im selben Alter
anfielen
. Es resultiere so ein anrechenbarer zeitlicher Mehraufwand von
20
Minuten (
Urk. 10/22
S. 2,
Ziff. 1.1.1
).
4
.2
Betreffend die alltägliche Lebensverrichtung Aufstehen, Absitzen, Abliegen ver
neinte die
Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin
eine Hilfsbedürftigkeit
. Sie erklärte dazu, der
Versicherte
sei
gestützt auf die Angaben seiner Mutter
funktio
nell selbständig und agil. Nachts schlafe er mit der Mutter auf derselben Matratze und sei ein guter Schläfer, wenn er dann
einmal eingeschlafen sei. Ein
Mehr
aufwand für Einschlafrituale kö
nne ab 8 Jahren gewertet werden. Das von der Mutter genannte Oppositionsverhalten werde zeitlich erfasst, könne jedoch nicht gewertet werden, da der
Versicherte
nachts nicht regelmässig aufstehe
(
S. 2,
Ziff. 1.1.2).
4
.3
Hinsichtlich der alltäglichen Lebensverrichtung Essen anerkannte die
Abklä
rungs
person
einen anrechenbare
ren zeitlichen Mehraufwand von 77 Minuten pro Tag
.
Sie
berücksichtigte für Frühstück, Mittag- und Abendessen
30, 5 und 60 Minuten und für Znüni und
Zvieri
je 10
Minuten. Zudem rechnete sie 2 Minuten für das Zerschneiden von Mahlzeiten an. Hiervon in Abzug brachte sie den Zeit
aufwand für
eine altersentsprechende Präsenz am Tisch von 20
Minuten
und einen solchen für ein nicht behindertes Kind im selben Alter von 15 Minuten
. Daraus resultiere ein Mehraufwand von insgesamt 62 Minuten
(
S. 3,
Ziff. 1.1
.
3).
4.
4
Betreffend die alltägliche Lebensverrichtung Körperpflege
verneinte die Abklä
rungsperson eine Hilfsbedürftigkeit. Sie erklärte da
zu, der
Versicherte
bade 3 Mal
pro Woche selber. Die regelmässige Zahnpflege könne er funktionell selber aus
führen, doch weigere er sich, weshalb seine Mutter ihn immer wieder anweisen und auffordern müsse, sich die Zähne zu putzen. Ab sechs Jahren lasse sich das Kind bei der Körperpflege nicht mehr gerne helfen. Kontrolle und Anleitung sei
en
jedoch noch nötig. Der
Versicherte
weise hier keine altersentsprechende Selbstän
digkeit auf, weshalb dieser Bereich ab sechs Jahren, per Dezember 2020, ausge
wiesen sei (
S. 4,
Ziff. 1.1.4).
4.
5
Hinsichtlich der alltäglichen Lebensverrichtung Verrichtung der Notdurft aner
kannte die
Abklärungsperson
k
einen zeitlichen Mehraufwand
mit der Begrün
dung, der
Versicherte
gehe selbständig auf die Toilette und die Mutter müsse ihn nicht kontrollieren (
S. 4,
Ziff. 1.1.5).
4.
6
Betreffend die alltägliche
Lebensverrichtung Fortbewegung hielt die Abklärungs
person fest, der
Versicherte
bewege sich in der Wohnung frei und agil. Sprachlich habe er keine Probleme, jedoch pflege er keine sozialen Kontakte und sei nur mit seiner Mutter unterwegs. Dies sei häufig sehr schwierig, da er aus dem Nichts heraus blockieren könne, sich auf den Boden werfe und keinen Schritt mehr mache. Den Schulweg zum nahegelegenen Kindergarten könne er nicht alleine meistern, da er weder Verkehrs
regeln noch den nötigen Respekt vor den Gefahren des Strassenverkehrs habe.
Da ab fünf Jahren das Kind gesellschaftliche Kontakte in der näheren Umgebung pflege und den ungefährlichen Schulweg selbständig zurücklegen könne sowie die Sozialregeln kenne und in der Lage sei, eine Kon
versation zu führen, weise der
Versicherte
hier einen deutlichen Entwicklungs
rückstand auf, weshalb dieser Bereich ab fünf Jahren per Dezember 2019 ange
rechnet werden könne (Ziff. 1.1.6).
4.
7
Schliesslich erkannte die Abklärungsperson einen Mehraufwand für den Arzt
besuch bei Dr.
Z._
von 3 Minuten pro Tag (
S. 5,
Ziff. 1.3).
4.
8
Hinsichtlich der persönlichen Überwachung werde von der Mutter ausgeführt, dass
ihr Sohn
nicht eine Minute alleine gelassen werden könne, da er selbst- und fremdgefährde
nd
sei. Er nehme alles auseinander und zerstöre sämtliches Mobi
liar und all seine Spielsachen sowie Türen und Wände. Die Abklärungs
person stellte dabei fest, dass der Überwachungsbedarf das
dem
Alter entspre
chende Mass übersteige, weshalb mit Erreichen des 6. Lebensjahres
per 12. Dezember 2020
ein solcher anerkannt werde. Vor Ort habe beobachtet werden können, mit welchem
Zerstörungspotential
der
Versicherte
in der Wohnung wüte. Er habe den Laptop demoliert und mit einem Lattenzaun unaufhaltsam gegen die Wände und Spielsachen geschlagen. Die gesamte Wohnung sei übersät mit Spuren der Zer
störungswut des Kindes. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus
zugehen, dass der
Versicherte
auch mit geeigneten methodisch-pädagogischen Massnahmen nicht alleine gelassen werden könne (
S. 5,
Ziff. 1.4.3).
4.9
Der jeweils ermittelte Mehraufwand in den alltäglichen Lebensverrichtungen,
für
Arzt und Therapiebegleitung sowie für die Überwachung
betrage
3 Stunden und
25 Minuten, womit kein
Anspruch auf einen
Intensivpflegezuschlag resultierte
(
S. 6,
Ziff. 2).
4.
10
Zusammenfassend stellte die Abklärungsperson eine Hilflosigkeit in
drei Berei
chen der alltäglichen Lebensverrichtungen (An- und Auskleiden sowie Essen) ab Dezember 2017 fest. Der Bereich Fortbewegung werde ab Dezember 2019 aner
kannt und ab Dezember 2020 ergänzt um die Bereiche Körperpflege und Über
wachung.
Damit bestehe
per 1. April 2019
ein Anspruch auf eine
Hilflosenent
schädigung
leichten Grades und per 1. Dezember 2020
auf
eine solche
mittleren Grades (
S. 6,
Ziff. 3).
5.
5.1
Die Festsetzung des zeitlichen Mehraufwandes beinhaltet naturgemäss ein ge
wisses Ermessen. Wie dargelegt (
vgl. vorstehend E. 1.
5
)
,
darf das Gericht bei einem den rechtsprechungsgemässen Anforderungen genügenden Abklärungsbe
richt in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur eingreifen, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Der Abklärungsbericht vo
m 11. September 2020 (vgl. vorstehend E. 4)
erfüllt die Anforderungen an einen beweiskräftigen Bericht. Weder die Ausführungen der
Mutter
des
Versicherten
im Rahmen der Abklärungen (
vgl. vorstehend E. 3.2)
,
ihr
e
Vorbringen
in den
Schrei
ben vom 20. (Urk. 10/30) und 29. (Urk. 10/29) Oktober 2020
sowie im
Beschwer
deverfahren (Urk. 1)
,
noch die aktenkundigen Bericht
e
d
es behandelnden Arztes (
vgl. vorstehend E. 3.1;
Urk. 10/27)
geben Anhaltspunkte, welche auf eine Fehl
ein
schätzung der Abklärungsperson schliessen liessen.
Auch hat sie ihre Abwei
chungen von den Angaben der Mutter des
Versicherten
bei der Anmeldung (vgl. vorstehend E. 3.2) beziehungsweise
im Rahmen
der
Abklärung der Hilflosigkeit
nachvollziehbar und überzeugend
begründet
.
Überzeugend und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Grundlagen
resultiert
sodann
aufgrund des ermittelten Mehraufwandes für die Intensivpflege von 3
Stunden und 25 Minuten kein Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag, denn eine
intensive Betreuung liegt bei Minderjährigen
nur
vor, wenn diese im Tages
durchschnitt infolge Beeinträchtigung der Gesundheit zusätzliche Betreuung von mindestens vier Stunden benötigen
(Art. 39 IVV; vgl. vorstehend E. 1.4)
.
5.2
5.2.1
Was die Mutter des
Versicherten
darüber hinaus
rügt
(vgl. vorstehend E. 2.2)
, vermag am Ergebnis des Abklä
rungsberichts nichts zu ändern, zumal es ihr haupt
sächlich um die Umschreibung/Beschreibung im Abklärungsbericht geht.
5.2.2
Gemäss
Rz
1060
KSIH
macht die
Abklärungsperson
im Abklärungsbericht
genaue Angaben über die Verhältnisse der versicherten Person.
Insbesondere
hat
sie
nebst den spezifischen Angaben zu den einzelnen Lebensverrichtungen, zur Behand
lungspflege, zur Frage der gesellschaftlichen Kontakte,
zur
aufwendigen Pflege und persönlichen Überwachung auch allgemeine
Angaben
sowie Angaben zur gesundheitlichen Situation (beispielsweise
Krankheitsverlauf, Tagesablauf und Umfeld, Wohnsituation
und Haushalt) zu machen
.
Ausserdem hat sie die Angaben der versicherten Person, der Eltern oder des/
der gesetzlichen Vertreters
/Ver
trete
rin kritisch zu würd
ig
en (
Rz
8131 KSIH).
Die Abklärungsperson
verschaffte sich
auftragsgemäss und gesetzeskonform
ein Bild
der Hilflosigkeit
des
Versicherten
und hielt ihre Beobachtungen fest. Entge
gen der Ansicht der Mutter des
Versicherten
sind keine relevanten Anhaltspunkte ersichtlich, welche die Aussagekraft des Abklärungsbericht
s
schmälern würden.
Schon gar nicht vermag sie mit der von ihr geäusserten pauschalen
und unbe
gründeten
Vermutung, die Berechnungen stimmten nicht (Urk. 1 S. 2 oben), Zwei
fel
am Inhalt und den Schlussfolgerungen des
Abklärungsbericht
s
zu
erwecken
.
Sofern die veranschlagte Zeit betreffend Essen gerügt wird (Urk. 1 S.
1 f; S. 6
), ist
darauf hinzuweisen, dass die Abklärungsperson bereits den maximalen anrech
en
baren Mehraufwand von 75 Minuten
für die Hauptmahlzeiten und je 10 Minuten für Znüni und
Zvieri
gemäss den Maximalwerten im Anhang des KSIH (Ziff. IV: Maximalwerte und altersentsprechende Hilfe)
gewährt
hat
und folglich kein Raum für
darüberhinausgehende
Z
eitaufwendungen
mehr
bleibt, zumal von den Höchstsätzen nur abgewichen werden darf, wenn der Hilfsbedarf aus medizi
nischen Gründen notwendig und nachweislich höher ist (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 379 vom 5. Dezember 2018), was vorliegend
aus ärztlicher Sicht nicht ausge
wiesen ist
.
Auch sieht der Gesetzgeber keine monetäre Berücksichtigung des hohen Spielsachenverschleisses
des
Versicherten
sowie
des erhöhten Bedarfs an Verbrauchsmaterial und Haushaltgegenständen
vor
(vgl. Urk. 1
S. 6
, Urk. 10/9/5).
5.2.3
Was die von der Mutter des
Versicherten
kritisierte defizitorientierte Beschrei
bung angeht (vgl. Urk. 1 S. 11 oben), ist festzuhalten, dass eine solche
dem Wesen einer Abklärung der Hilflosigkeit entspricht und schlussendlich
wesentlich ist für die
Zusprache
einer
Hilflosenentschädigung
, da es bei der
Abklärung der Hilf
losigkeit
darum geht, das Ausmass der erforderlichen Hilfe zu erkennen.
Deshalb
obliegt es der Abklärungsperson, die Defizite des
Versicherten
in den jeweiligen Bereichen zu eruieren und den dadurch bedingten Mehraufwand zu quantifi
zieren. Damit wird keine Wertung vorgenommen im Sinne, dass der
Versicherte
nur aus Defiziten besteht, oder gar eine Diskriminierung vorgenommen. Vielmehr hat die Abklärungsperson aufgezeigt, wie und wo d
i
e
se
r Hilfe braucht.
5.2.4
Ebenso wenig war das Ziel der Abklärung
betreffend Hilflosigkeit
des Kindes
die Beurteilung der Fähigkeiten als Mutter, sondern eine Beschreibung der Bereiche, in denen
das Kind
krankheitsbedingt
Hilfe benötigt
.
Auch mit der Feststellung, wonach die Mutter noch keinen erlernten Beruf habe (vgl. Urk. 10/22 S. 1),
liegt weder eine Diskriminierung des Kindes noch der Mutter vor
(vgl. Urk. 1 S. 15)
.
Insbesondere war
nicht die Ausbildung der Mutter, sondern
das Ausmass der
Hilfsbedürftigkeit des Kindes Gegenstand der Abklärung. Die berufliche Situation der Mutter
wurde
lediglich im Bereich «Allgemeine Angaben» erwähnt und hat
te
keinen Einfluss auf die Umschreibung der beobachteten Hilfsbedürftigkeit des Kindes.
Selbst
bei abgeschlossener Berufsausbildung der Mutter des Versicherten
würden die geschilderten Schwierigkeiten
des
Versicherten
im selben Ausmass bestehen.
Auch liegt keine Diskriminierung aufgrund der ADHS-bedingten Schwierigkeiten der Mutter im mündlichen Ausdruck (Urk. 1 S. 1) vor, da die Abklärung
unabhängig von den sprachlichen Möglichkeiten der Eltern oder der versicherten Person
immer mündlich vor Ort durchgeführt wird, damit sich die Abklärungsperson ein
unmittelbares und konkretes
Bild
der Hilflosigkeit
des ver
sicherten Kindes
beziehungsweise der versicherten Person
machen kann. Der Vor
wurf,
es hätte eine ADHS-geschulte Abklärungsperson gebraucht, da diese auf
grund ihrer assoziativen und schnellen Erzählweise aufgrund
des
ADHS nicht ha
be umgehen können (Urk. 1 S.
1)
,
hätte zu keinem anderen Resultat geführt, da nicht die Hilflosigkeit der Mutter, sondern de
s
Kindes zu eruieren war und zudem bereits
detaillierte
schriftliche
Angaben der Mutter
betreffend ihren Sohn
vorlagen (vgl. vorstehend E. 3.2)
.
5.2.5
Schliesslich ist der Mutter de
s
Versicherten
insofern beizupflichten, dass der Ab
klärungsbericht auch Passagen enthält, welche hätten weggelassen werden könn
en
(vgl. Urk. 1 S. 2)
beispielsweise
hinsichtlich
allfälliger
Essensreste
(vgl.
Urk. 10/22 S. 1
).
Nichts desto trotz ändert diese Passage nichts am
beweistauglichen
Aus
sage
gehalt des Berichts
hinsichtlich der relevanten Frage des Ausmasses der Hilflosigkeit des
Versicherten
.
6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass klar feststellbare Fehleinschätzungen, die ein Eingreifen in das Ermessen der abklärenden Person erlauben würden, nicht vor
liegen. Auch besteht bei der insoweit hinreichend aufschlussreichen und kon
gruenten Aktenlage kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdi
gung; BGE 136 I 229 E. 5.3)
beziehungsweise ist eine erneute Abklärung
nicht
ang
e
zeigt
. Somit ist gestützt auf den Abklärungsbericht vom 11. September 2020 von einer ausgewiesenen Hilflosigkeit in den Bereichen Ankleiden/Auskleiden und Essen per D
ezember 2017 und
Fortbewegung ab Dezember 2019
auszugehen
.
Aufgrund
der
Anmeldung zum Leistun
gsbezug (Eingang 20. April 2020; Urk. 10
/9)
und in Anwendung von Art. 48 Abs. 1 IVG, wonach Leis
tungen längstens ein Jahr rückwirkend ausgerichtet werden können,
steht
dem
Versicherten
eine Ents
chädigung wegen Hilflosigkeit leichten Grades ab April 2019 zu.
Ab Dezember 2020 sind
ihm
zusätzlich die
Bereiche
Kö
rperpflege
und Überwachung
anzu
rech
nen, womit er
in vier alltäglichen Lebensverrichtungen
sowie
in
der Überwachung
regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen
ist
und Anspruch auf eine Entschädigung für eine Hilfl
osigkeit mittleren Grades (Art. 37 Abs. 2
lit
.
a IVV
; vgl. vorstehend E.
1.3
)
hat
.
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom
26. Oktober 2020 (Urk. 2)
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Gemäss Art. 69 Abs.
1
bis
IVG ist
das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig.
Die Kosten werden nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig v
om Streitwert im Rahmen von Fr.
200
.-- bis Fr.
1'000.
--
festgel
egt und vorliegend auf Fr. 600.--
angesetzt.
Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie de
r
u
nterliegenden
Partei
aufzuerlegen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sind die Gerichtskosten einstwei
len auf die Gerichtskasse zu nehmen.