Decision ID: 38cfe8cc-b6c5-5303-b410-ff81fd497612
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 27. Januar 2020 die Einsprache
von A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) und ihres Lebenspart-
ners C._ gegen den ablehnenden Visumsentscheid betreffend
B._ abgewiesen hat,
dass die Verfügung der Beschwerdeführerin und ihrem Lebenspartner am
29. Januar 2020 eröffnet worden ist,
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. März 2020 an das Bun-
desverwaltungsgericht um Wiederherstellung der am 28. Februar 2020 ab-
gelaufenen Rechtsmittelfrist ersucht und Beschwerde gegen die vorge-
nannte Verfügung erhoben hat,
dass die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Gesuchs um Wieder-
herstellung der Beschwerdefrist angeführt hat, sie sei vom 23. Februar
2020 bis am 28. Februar 2020 hospitalisiert gewesen und sei bis zum
5. März 2020 krankgeschrieben,
dass sie ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis des Kantonsspitals D._
vom 28. Februar 2020 als Beweismittel eingereicht hat,
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 13. März 2020
aufgefordert worden ist, bis zum 20. März 2020 einen detaillierten Arztbe-
richt einzureichen,
dass die Beschwerdeführerin sich nicht hat vernehmen lassen,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass Verfügungen des SEM im Bereich der Schengen-Visa vor Bundes-
verwaltungsgericht anfechtbar sind und dieses vorliegend endgültig ent-
scheidet (Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gemäss
Art. 37 VGG nach dem VwVG richtet, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt,
dass das Bundesverwaltungsgericht zuständig ist für die Beurteilung von
Gesuchen um Fristwiederherstellung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG,
bei welchen es im Hauptverfahren über die Einhaltung der versäumten
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Frist zu befinden und deshalb bei Gewährung der Wiederherstellung der
Frist über die nachgeholte Handlung zu entscheiden hat (vgl. STEFAN VO-
GEL, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
[VwVG], 2. Aufl. 2019, N. 19 zu Art. 24 VwVG, PATRICIA EGLI, in: Wald-
mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, N. 6
zu Art. 24 VwVG),
dass auf das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist einzutre-
ten ist, da die Beschwerde unbestrittenermassen nach Ablauf der 30-tägi-
gen Beschwerdefrist eingereicht worden ist (Art. 50 i.V.m. Art. 21 Abs. 1
VwVG), die Beschwerdeführerin legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und
das Gesuch den formellen Anforderungen gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG
genügt,
dass eine Frist wiederhergestellt wird, wenn die gesuchstellende Person
oder ihr Vertreter unverschuldeterweise abgehalten worden ist, binnen
Frist zu handeln, sofern sie unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen
nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechts-
handlung nachholt (Art. 24 Abs. 1 VwVG),
dass ein Versäumnis als unverschuldet gilt, wenn eine objektive oder sub-
jektive Unmöglichkeit vorliegt und weder der gesuchstellenden Person
noch deren Vertretung oder anderen beigezogenen Personen eine Nach-
lässigkeit vorgeworfen werden kann (EGLI, a.a.O., N. 6 zu Art. 28 VwVG),
dass eine Krankheit der gesuchstellenden Person, ihres Vertreters oder ei-
ner beigezogenen Person rechtsprechungsgemäss nur dann einen Wie-
derherstellungsgrund darstellt, wenn sie kurz vor Ablauf der Frist auftritt
und so ernsthaft ist, dass sie der betroffenen Person jede auf Fristwahrung
gerichtete Massnahme verunmöglicht,
dass eine solche fristwahrende Massnahme etwa darin bestehen kann,
dass die betroffene Person selbst eine rudimentäre Beschwerde einreicht,
die später verbessert oder ergänzt werden kann, oder zu diesem Zweck
ganz oder teilweise die Dienste von Dritten in Anspruch nimmt,
dass die krankheitsbedingte Unmöglichkeit, solche fristwahrenden Mass-
nahmen zu ergreifen oder zu veranlassen, substantiiert vorgetragen und
mit einschlägigen Arztzeugnissen belegt sein muss,
dass die blosse ärztliche Bestätigung eines Krankheitszustandes und einer
sich daraus ergebenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit zur Anerkennung
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eines Hindernisses regelmässig nicht genügt (vgl. BGE 119 II 86 E. 2b;
ferner EGLI, a.a.O., N. 13 und 20 ff. zu Art. 24 VwVG),
dass aus dem eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnis der Grund für die
Hospitalisierung und die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von
100 % nicht hervorgeht, weshalb nicht beurteilt werden kann, ob es sich
hierbei um eine ernsthafte Erkrankung im Sinne der vorangehenden Erwä-
gungen handelt,
dass die Beschwerdeführerin der Aufforderung des Gerichts, ein detaillier-
tes Arztzeugnis einzureichen, nicht nachgekommen ist,
dass damit ein unverschuldeter Hinderungsgrund im Sinne von Art. 24
Abs. 1 VwVG nicht substantiiert dargelegt wird,
dass die materiellen Voraussetzungen zur Wiederherstellung der Be-
schwerdefrist nicht gegeben sind, weshalb das Gesuch abzuweisen ist,
dass folglich auf die verspätet eingereichte Beschwerde nicht einzutreten
ist,
dass bei diesem Ausgang der Verfahren (Abweisung Fristwiederherstel-
lungsgesuch und Nichteintreten auf Beschwerde) die Kosten von Fr. 400.–
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG und
Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]).
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