Decision ID: 7aea80f8-8869-4a9f-b481-a8fcdf67f246
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren am 2
2.
April 2005, leidet an
verschiede
nen G
eburtsgebrechen
im Sinne des Anhangs zur Geburtsgebrechensverordnung (
Ziff. 401
,
Urk.
7/10 S. 1 lit. B,
beziehungsweise 405
,
Urk.
7/146 S. 1 Mitte
;
Ziff. 387
,
Urk.
7/44 S. 2 oben
;
Ziff. 383
,
Urk.
7/72 S. 2 Mitte)
. Die So
-
zialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr verschiedene Leistungen zu (vgl.
Urk.
7/
187
).
Am 1
0.
Juni 2013
teilte die
Beratungsstelle Z._
der IV-Stelle mit,
der Vater
der Versicherten
habe darum gebeten, die Situation bezüglich eines
Trep
penlift
s fachtechnisch abzuklären
(
vgl.
Urk.
7/148). Nach
entsprechender
Ab
klärung durch die
Beratungsstelle Z._
, in welcher die Kosten mit
Fr.
26‘790.-- beziffert wurden (
Urk.
7/154), stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 2
0.
November 2013 einen Kostenbeitrag von
Fr.
8‘000.-- in Aussi
cht (
Urk.
7/162). Dagegen erhob der Vater
der Versicherten am
7.
April 2014 Ein
wände (
Urk.
7/179).
Mit Verfügung vom 2
0.
Mai 2014 sprach die IV-Stelle den Kostenbeitrag von
Fr.
8‘000.-- zu (
Urk.
7/188 =
Urk.
2).
2.
Der Vater
der Versicherten erhob am 2
0.
Juni 2014 Beschwerde gegen die Verfü
gung vom 2
0.
Mai 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese
sei
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zur Kostenübernahme eines Treppenliftes (Platt
formlift) zu verpflichten (
Urk.
1 S. 2 oben Ziff. 1 und 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
August 2014 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was de
r
Gegenpartei
am 2
2.
September 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8). Am 1
7.
März 2015 reichte
diese einen weiteren Arztbericht ein (
Urk.
9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Beschwerdeweise wurde unter anderem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend gemacht, die darin bestehe, dass in der angefochtenen Verfügung nicht auf die im Vorbescheidverfahren erhobenen Einwände eingegangen worden sei (
Urk.
1 S. 4 f. Ziff. 4). Darauf ist vorab einzugehen.
1.2
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar
stellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwä
gungen (
Art.
49
Abs.
3 Satz 2
des Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Die Begründung ei
nes Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof
fene Person ihn gegebe
nenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder tatbe
ständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/dd mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei
denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 1). Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtli
chen Ge
hörs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhö
rung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer mög
lichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 120 V 357 E. 2b, 116 V 182 E. 3c und d).
1.3
Im Lichte der dargelegten Praxis besteht vorliegend keine Veranlassung, die erhobene Rüge vertiefter abzuklären oder den angefochtenen Entscheid aufzu
heben.
2.
2
.1
Versicherte haben im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste An
spruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwe
cke der funktionellen Angewöhnung bedürfen (
Art.
21
Abs.
1 Satz 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der
Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, haben im Rah
men einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Er
werbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (
Art.
21
Abs.
2 IVG).
2
.2
Der Bundesrat hat die ihm übertragene Kompetenz zur Bezeichnung der im Rah
men von
Art.
21 IVG abzugebenden Hilfsmittel an das Eidgenössische De
partement des Innern subdelegiert, welches seinerseits die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) erlassen hat. Im Anhang zur HVI werden die Hilfsmittel aufgezählt. Die versicherte Person hat Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (
Art.
2
Abs.
1 HVI).
2
.3
Anspruch auf die im Anhang HVI mit (*) bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Auf
gabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der betreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tä
tigkeit notwendig sind (
Art.
2
Abs.
2 HVI).
2
.4
Ziffer 13 Anhang HVI nennt die „Hilfsmittel am Arbeitsplatz, im Aufgabenbe
reich, zur Schulung und Ausbildung sowie bauliche Vorkehren zur Überwin
dung des Arbeitsweges".
Gemäss Ziffer 13.04* übernimmt die Invalidenversicherung invaliditätsbedingte bauliche Änderungen am Arbeitsplatz und im Aufgabenbereich.
Gemäss
Ziffer 13.05* Anhang HVI
besteht ein
Anspruch auf Hebebühnen und Treppenlifte sowie Beseitigung oder Änderung von baulichen Hindernissen im und um den Wohn-, Arbeits-, Ausbildungs- und Schulungsbereich, sofern damit die Überwindung des Weges zur Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulungsstätte oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich ermöglicht wird.
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, der Schulbesuch der Versicherten weise den Charakter einer Sozialrehabi
litation und somit einer nichterwerblichen Eingliederungsmassnahme auf, wo
mit die Anspruchsvoraussetzungen für eine Kostengutsprache nicht bezie
hungsweise nur teilweise erfüllt seien (S. 1). Die Versicherte, deren Krankheit fortschreitend sei, werde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine berufliche Ausbildung absolvieren können und werde keine Arbeitsfähigkeit erreichen
(S. 2 oben).
In der Beschwerdeantwort gab sie zusätzlich zu bedenken, bei der von der Versi
cherten besuchten Sonderschule handle es sich um eine Ausbildung ohne erwerbliche Eingliederungswahrscheinlichkeit. Es würde der Unterscheidung zwischen erwerblichem und nicht erwerblichem Eingliederungszweck zuwider
laufen, würde man eine solche Sonderschulmassnahme unter
Art.
21
Abs.
1 IVG
(vgl. vorstehend E. 2
.1) in Verbindung mit
Art.
2
Abs.
2 HVI (vgl. vorstehend
E. 2
.3) subsumieren
(
Urk.
6 S. 3 oben).
3
.2
D
er Vater der
Versicherten
machte demgegenüber geltend (
Urk.
1), gemäss
Art.
21
Abs.
1 IVG,
Art.
2
Abs.
2 HVI und Rz 13.05* Anhang HVI bestehe ein Anspruch auf einen Treppenlift unter anderem, wenn dies für die Schulung notwendig sei; der klare Wortlaut lasse diesbezüglich keinen Spielraum zu
(S. 6). Das Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invaliden
versicherung (KHMI) enthalte in Rz 1019 ff. Präzisierungen betreffend Er
werbstätigkeit und Tätigkeit im Aufgabenbereich; betreffend Schulung/Ausbil
dung würden hingegen keine besonderen Voraussetzungen genannt (S. 7 oben). Die Versicherte absolviere in
der
Heilpädagogischen Schule der Stiftung
A._
ihre obligatorische Schulpflicht im Sinne von
Art.
62 der Bundesverfassung (BV)
und sei dabei behinderungsbedingt auf eine Fortbewegungshilfe angewie
sen (S. 7 Mitte).
Die Unterscheidung zwischen erwerblichen und nichterwerblichen Eingliede
rungsmassnahmen sei unbehelflich. Der Bildungsauftrag einer Sonderschule umfasse explizit auch nichtwerbliche Eingliederungsmassnahmen, was sich auch
aus dem
kantonalen Rahmenkonzept betreffend Berufswahl- und Lebens
vorbereitung von Jugendlichen in der Sonderschulung (
Urk.
3) zeige, wo in Ziff. 4.2 einerseits Ausbildung und Arbeit im ersten oder geschützten Arbeitsmarkt und andererseits Aktivierung und Beschäftigung in Tagesstätten als Unterstüt
zungsakzente genannt würden (S. 7 f.).
3
.3
Somit ist strittig, wie es sich mit den Anspruchsvoraussetzungen für die Kosten
übernahme für einen Treppenlift als Hilfsmittel verhält.
4.
4.1
Beide Parteien führten zur Bekräftigung ihres Standpunktes je ein Urteil des Bundesgerichts an
. Darauf, und auf die einschlägige Literatur
,
ist
vorab einzu
gehen.
4.2
Im Urteil I 736/04 vom 2
1.
März 2006 beurteilte das Bundesgericht den An
spruch einer im Verfügungszeitpunkt rund 4-jährigen, an einem Hydrocephalus und weiteren Geburtsgebrechen leidenden Versicherten auf Kostenübernahme
für einen Treppenlift (Sachverhalt lit. A) beziehungsweise im Rahmen der Aus
tauschbefugnis einen Kostenbeitrag an einen stattdessen erstellten Hausanbau (E. 2 Ingress). Das Bundesgericht führte aus, mit dem kantonalen Gericht sei da
von auszugehen, dass die Versicherte grundsätzlich Anspruch auf einen Trep
penlift gemäss Ziff. 13.05* Anhang
HVI
habe
. Damit liege ein substitutionsfähi
ger gesetzlicher Anspruch vor. Mit dem ersatzweise erstellten Hausanbau
sei auch
hinsichtlich der Funktion, der Beschwerdeführerin den Besuch des Kinder
gartens zu ermöglichen, die
funktionelle Gleichwertigkeit gegeben
(E. 2.5).
4.3
Im Urteil I 133/06 vom 1
5.
März 2007 wies das Bundesgericht unter Bezug
nahme auf entsprechende Ausführungen in der Lehre darauf hin, dass in
Art.
21 IVG zwischen der erwerblichen (
Abs.
1)
und
der
nichterwerbliche
n
(
Abs.
2)
Ein
gliederungsfähigkeit
unterschieden werde, was in Rz 13.05*
Anhang
HVI
einer
seits und Rz 14.05
Anhang
HVI zum Ausdruck komme. Der in
Art.
21
Abs.
2 IVG geregelten Eingliederungsmassnahme für schwer Behinderte komme der Charakter einer Sozialrehabilitation zu, was bei volljährigen Versicherten eine grosse Ausnahme darstelle (E. 4.1).
Einen Anspruch auf einen Treppenlift gestützt auf Rz 13.05* Anhang HVI ver
neinte das Bundesgericht, weil die damals in Rz 13.05.5*
(heute 1021)
KHMI
verlangte Leistungssteigerung
im Aufgabenbereich
um mindestens 10
%
nicht gegeben war (E. 7
).
4.
4
In der Invalidenversicherung wird gemäss
Art.
8
Abs.
2 IVG „nicht verlangt, dass ein Hilfsmittel der Eingliederung in das Erwerbsleben dienen muss“ (Thomas Locher
, Thomas Gächter
, Grundriss des Sozialversicherungsrechts,
4.
Auflage, Bern 200
4
Rz
9
zu
§
36
). Dies ergibt sich zusätzlich aus dem Wort
laut von
Art.
21
Abs.
1 IVG, wo nebst der Erwerbstätigkeit und anderen Tätig
keiten unter anderem ausdrücklich auch die Schulung erwähnt, diese also der Erwerbstätigkeit gleichgestellt wird (Silvia Bucher, Eingliederungsrecht der In
validen
versicherung,
Bern 2011, Rz 354; Ulrich Meyer/
Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage, Zürich 2014, Rz 34 zu
Art.
21-21
quater
; Erwin Murer, Invalidenversicherungsgesetz
Art.
1-27
bis
,
Bern 2014, Rz 120 zu
Art.
21-21
quater
).
4.
5
Der in
Art.
21
Abs.
1 IVG verwendete Begriff der Schulung umfasst „sämtliche Formen schulischer Bildung im Rahmen der Erfüllung der obligatorischen Schulpflicht“, so unter anderem auch in einer behinderungsspezifischen Son
derschule im Rahmen des
kantonalen Schulrechtes (Meyer/
Reichmuth, a.a.O., Rz 17 zu
Art.
21-21
quater
; auch: Murer, a.a.O., Rz 132 zu
Art.
21-21
quater
).
5.
5.1
Gemäss de
m Standpunkt
der Beschwerdegegnerin
fällt ein Anspruch
nach
Art.
21
Abs.
1 IVG nicht in Betracht, weil die von der Versicherten besuchte Schule nicht der Vorbereitung auf das Erwerbsleben diene, mithin einen nichterwerblichen Eingliederungszweck verfolge, womit (lediglich) ein Anspruch
nach
Art.
21
Abs.
2 IVG in Frage komme (vorstehend E. 3.1), in dessen Rahmen jedoch kein Anspruch auf Hilfsmittel der Ziffer 13.05* Anhang HVI bestehe, sondern lediglich auf solche der Ziffer 13.04*, also auf bauliche Änderungen
(nur)
am Arbeitsplatz oder im Aufgabenbereich.
5.2
Zwar trifft es zu, dass laut
Art.
21 IVG der Hilfsmittelanspruch gemäss
Abs.
2 ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit besteht. Dies lässt aber nicht den Um
kehrschluss zu, dass ein Hilfsmittelanspruch gemäss
Abs.
1 für Versicherte ohne Erwerbspotential prinzipiell ausgeschlossen sei. Wie dargelegt, zeigt dies bereits der Wortlaut der Bestimmung, die - nebst dem Erwerbsbereich - ausdrücklich unter anderem auch die Schulung als gleichgestellte Aktivitätssphäre anführt (vorstehend E. 4.
4
). Mit „Schulung“ wiederum sind alle Formen der Erfüllung der obligatorischen Schulpflicht erfasst, also insbesondere auch heilpädagogi
sche Sonderschulen (vorstehend E. 4.
5
).
5.3
Der Umstand, dass die im Verfügungszeitpunkt rund 9-jährige Versicherte eine heilpädagogische Sonderschule besucht, steht der Anwendung von
Art.
21
Abs.
1 IVG somit nicht entgegen.
Dementsprechend ist zu prüfen, wie es sich mit den Anspruchsvoraussetzungen von
Ziff.
13.05* verhält. Gemäss dieser Be
stimmung besteht Anspruch auf einen Treppenlift, sofern damit die Überwin
dung des Weges - unter anderem - zur Schulungsstätte ermöglicht wird.
Diese Voraussetzung ist vorliegend erfüllt. Somit hat die Versicherte Anspruch auf einen Treppenlift.
Mit dieser Feststellung ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.
5.4
Dieses Ergebnis stimmt mit dem Entscheid des Bundesgerichts überein, in wel
chem der Anspruch einer 4-jährigen, an verschiedenen Geburtsgebrechen lei
denden, den Kindergarten besuchenden Versicherten
auf einen Treppenlift im Wohnhaus
bejaht wurde (vorstehend E. 4.2). Im genannten Entscheid, auch wenn ihm keine weiteren Angaben zum Sachverhalt zu entnehmen sind, hat das Bundesgericht den Anspruch auf einen Treppenlift bejaht
, als dessen
Funktion
es bezeichnet hat, der Versicherten den Besuch des Kindergartens zu ermögli
chen. Nicht anders verhält es sich im vorliegenden Fall.
6.
6.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Die obsiegende und anwaltlich vertretene
Versicherte
ha
t
Anspruch auf eine Prozessentschädigung, die beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
170
.-- für bis Ende 2014 angefallenen Aufwand und sodann
Fr.
185
.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf
Fr.
1‘
6
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist.