Decision ID: f2c4b3e9-8dfc-4df8-b0b7-2a105eeecfa8
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1978, absolvierte eine Lehre als Mechaniker (Urk. 8/1) und arbeitete
zuletzt als Service Engineer
mit einem Pensum von 100 %
bei der
Y._
sowie mit einem Pensum von 5 % bei der
Z._
. Am 17. Juni 2015 meldete
er
sich unter Hin
weis auf
psy
chi
sche Probleme
bei der Invalidenversicherung zum
Leistungsbe
zug
an
(Urk. 8/2 S. 2 Ziff. 5.4 und Ziff. 6.2)
. Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zog die Akten des Krankentaggeldversicherers
(Urk. 8/7)
bei
und klärte die erwerblichen
sowie
medizinischen Verhältnisse
ab. Nach durchge
führ
tem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/28)
verneinte
die
IV-Stell
e
mit Verfügung vom
23. März
201
6
(Urk. 2)
unter
Hinweis auf das Fehlen eines
relevanten
Gesund
heitsschadens
de
n
Anspruch auf Leistungen der Invaliden
versicherung.
2.
Dagegen erhob der Versicherte
am 22. April respektive
am
2. Mai 2016 Be
schwerde (Urk. 1/1-2) und beantragte
sinngemäss
, die Verfügung
vom 23. März 2016 (Urk. 2)
sei aufzuheben und es sei ihm Kostengutsprache für eine Um
schu
lung
zu
erteilen
. Mit
Beschwerdeantwort
vom 7. Juni 2016 (Urk. 7) bean
tragte
die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, was dem Be
schwerde
füh
rer
am 8. Juni 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung,
IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Fol
gen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit
invalidenversiche
rungsrechtlich
nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Perso
n bei Aufbietung allen guten Willens, die verblei
bende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forder
baren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychi
scher Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähig
keit (Art. 6 ATSG) sei der ver
sicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zu
mutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psycho
soziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausge
prägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von
Krank
heits
wert
vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Fak
to
ren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne
oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden,
gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_519/2014 vom 14. Oktober 2015 E. 2.3 und
8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.
4
1.4
.
1
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8
ATSG
) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufli
che Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erst
malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.4.2
Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die
Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). Als Um
schu
lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Ver
sicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Auf
nahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva
lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benö
tigen.
Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumut
baren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbs
einbusse
von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 E. 4.2; AHI 2000 S. 27 E. 2b un
d S. 62 E. 1 je mit Hinweisen).
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2
lit
. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
1.
5
Versicherungsträger und
So
zialversicherungsgerichte
haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arzt
berichtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange um
fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be
schwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei
nes Beweismittels noch die Bezeich
nung der eingereichten oder in Auftrag ge
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die
leistungsabweisende
Verfügung (Urk. 2) damit, dass beim Beschwerdeführer kein länger andauernder
invalidenver
siche
rungsrechtlich
relevanter
Gesundheitsschaden vorliege
beziehungsweise
das Leiden
insbesondere
durch psy
chosoziale Faktoren respektive einen
Arbeits
pl
atz
konflikt
(Mobbing) ausgelöst worden sei. Einer Wiederaufnahme der beruf
lichen Tätigkeit an einem neuen Arbeitsplatz stünden keine gesundheitlichen Probleme entgegen. Bei den vom Beschwerdeführer angegebenen mangelnden Englischkenntnissen und dem fehlenden kaufmännischen Hintergrund handle es sich um IV-fremde Faktoren.
Des Weiteren wäre die
Muskelerkrankung, welche bis anhin lediglich als
Ver
dachtsdiagnose
genannt
worden sei
, auch bei posi
tivem Nachweis im aktuellen Stadium zu leichtgradig, um eine Arbeitsun
fähig
keit in der angestammten Tä
tigkeit auszulösen (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, aus den Berichten des
Kantonsspitals A._
und des Hausarztes
gehe hervor, dass eine Umschulung dringend erfolgen sollte, da es ihm nicht mehr möglich
sei
, seiner bisherigen Tätigkeit nachzugehen.
Er
wies
zudem
darauf hin
, dass er aktuell nicht um Ausrichtung einer Rente er
suche, sondern
lediglich
Kosten
gutsprache für eine
Umschulung
in den kaufmänni
schen Sektor
beantrage
(Urk.
1/2)
.
2.3
Entsprechend stellt sich die Frage nach dem Vorliegen einer
leistungs
spezi
fischen
Invalidität (Art. 4 Abs. 2 IVG; BGE 140 V 246 E. 6.1
; vgl. ferner Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Art. 17 N 3 ff.
) mit Bezug auf die
anbegehrte
Umschulung.
3.
3.1
Dipl. psych.
B._
und
Dr.
med.
C._
, Chefarzt am Psychiatriez
en
t
rum der
D._
(
D._
)
in
E._
,
stellten in ihrem Bericht vom 6. August 2015 (Urk. 8/16
/4-10
) folgende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1.1):
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (mindestens seit 16.2.2015)
Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2)
einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0)
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (seit mehreren Jahren)
akzentuierte narzisstische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
Die Fachpersonen führten aus, es seien weder Aufmerksamkeits- und
Auffas
sungsstörungen
noch auffällige mnestische Störungen erkennbar. Das formale Denken sei von Grübeln und gedanklicher Einengung
betreffend
die Anerken
nung und Leistung des Beschwerdeführers geprägt. Hinweise auf inadäquate Ängste und Zwänge, auf Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-S
törungen seien nicht ersichtlich.
Die Schwingungsfähigkeit sei vermindert und es sei ein Störungsbewusstsein
eruierbar
, der
Antrieb sei indessen unauffällig
. Der Be
schwer
deführer zeige eine leichte Verbesserung seiner Ängste und depressiven Stim
mungen;
die ausgeprägte Persönlichkeitsakzentuierung erschwere indessen die Integration in das Arbeitsleben. Eine Wiederaufnahme der Arbeit beim aktu
ellen Arbeitgeber sei unwahrscheinlich, die Aufnahme anderer Arbeit jedoch möglich (S. 4).
In der
zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als Servicetechniker attestierten die
Fach
personen
eine 100%
ige
Arbeitsunfähigkeit seit dem 16. Februar 2015
(Zeitpunkt der Erstkonsultation
S. 1
).
Sie
wiesen darauf hin
,
dass
d
er Beschwerdeführer aktuell als psychisch hoch belastet
einzustufen
sei
, wobei er vor allem mit Kritik und zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen kaum umgehen könne.
Eine Rückkehr an den alten Arbeitsplatz sei für den Beschwerdeführer als
nicht
zu
mutbar einzuschätzen.
Die Fähigkeit zur Selbstfürsorge und –
wahrnehmung
sei eingeschränkt und die Affektlage labil. Kritik werde als bedrohlich wahrge
nommen und führe zu einer depressiv-ängstlichen Reaktion. Besonders der bis
herige Arbeitsplatz sei für den Beschwerdeführer aufgrund subjektiv erlebter Kränkungen nicht
aufsuchbar
.
Dies führe dazu, dass
d
e
r Beschwerdeführer
bei der Arbeit unkonzentriert
sei
und seine Aufgaben nicht adäquat ausführen
könne
. Eine Abschätzung der Dauer der
genannten
Einschränkungen sei aktuell nicht möglich
(S. 5).
3.2
In seiner Stellungnahme vom 28. September 2015
(Urk. 8/27 S. 3 f.) führte med.
pract
.
F._
vom
r
egionalen
ä
rztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin
, Facharzt für Neurologie FMH, aus, aufgrund der Akten sei ein
Arbeitsplatzkon
flikt
(Mobbing) mit zunehmender psychischer Belastung im Sinne der Angst und
depressiven Störung – welche als leichtgradigere Beeinträchtigung zu wer
ten sei – ersichtlich. Dabei sei es offenbar zu
präsynkopalen
Zuständen gekom
men, weshalb die subjektive Belastung des Beschwerdeführers erheblich gewe
sen sein müsse. Begünstigend habe offenbar eine narzisstische
Persönlichkeits
akzentuie
rung
im Sinne einer reduzierten Frustrationstoleranz und Konfliktfä
higkeit gewirkt. Der RAD-Arzt hielt weiter fest, einer Wiederaufnahme der be
ruflichen Tätigkeit an
einem neuen Arbeitsplatz stünden keine gesundheitlichen Probleme entgegen, weshalb davon auszugehen sei, dass kein manifester
Ge
sundheits
schaden
von längerer Dauer vorliege. Die einfache Aktivitäts- und
Aufmerk
samkeitsstörung
sei nicht als
ausreichend
leistungsbeeinträchtigend er
kennbar. Schliesslich
wies
der RAD-Arzt
darauf hin
, dass zusätzliche Informati
onen über die berufliche Tätigkeit (Arbeitsplatzbeschrieb, Arbeitgeber-Fragebo
gen)
für ein weiteres Verständnis
gegebenenfalls sinnvoll wären.
An dieser Einschätzung hielt der RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom
23.
März
2016
(Urk. 8/47 S. 3)
fest
. Dabei wies er
darauf hin
, dass die
Muskel
erkrankung
, die
momentan
als Verdachtsdiagnose geführt werde
(vgl. Urk. 8/40
/7-8
)
, auch bei positivem Nachweis im aktuellen Stadium zu leichtgra
dig sei, um eine Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit auszulösen.
3.3
Am
20. November
2015 (Urk. 8/40/9-10) berichteten die
Fachpersonen
der
D._
erneut über den Zustand des Beschwerdeführers und
führten
dabei folgende Diagnosen
auf
(S. 1)
:
Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2)
Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1)
Sie hielten fest, dass es dem Beschwerdeführer trotz tagesklinischer,
psycho
pharmakotherapeutischer
und anschliessender psychotherapeutischer Behand
lung nicht möglich gewesen sei, an seine letzte Arbeitsstelle zurückzugehen. Nach Beendigung des entsprechenden Arbeitsverhältnisses solle
indessen
eine stufenw
ei
se Wiedereingliederung in das Arbeitsleben erfolgen.
3.
4
3.
4
.1
Für die Beurteilung massgebend sind die Verhältnisse bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens (
Verfügung vom 23. März 2016;
vgl.
Urteil des Bundes
ge
richts 9C_698/2012 vom 3. Mai 2013 E. 1.1)
.
Der
Bericht des
Kantonsspitals A._
vom 5. April 2016 (Urk. 8/50/1-3)
datiert nach Verfügungserlass, ist im vorliegenden Verfahren
indessen
zu berücksichtigen, da
er
Aussagen bis zum relevanten Referenzzeitpunkt
enthält
un
d
namentlich
die bereits am 12. August 2015 geäusserte Verdachtsdiagnose (Urk. 8/40/7-8) bestätigt
.
Gleiches gilt mit Be
zug auf den Bericht de
s Hausarztes med.
pract
.
G._
vom 21. April 2016 (Urk. 8/56/1-3).
3.
4
.
2
Im
besagten
Bericht des
Kantonsspitals A._
(Urk. 8/50/1-3)
wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1):
Gliedergürtelmuskeldystrophie (LGMD), aktuell unklarer Zuordnung
Erb-Typ mit bevorzugter Beteiligung des M.
pectorialis
beidseitig
differentialdiagnostisch bilaterales
Poland
-Syndrom im Hintergrund
differentialdiagnostisch atypische
Fazioscapulohumerale
Muskeldystro
phie
(FSHD)
komplexe
myopathische
Veränderungen in der Muskelbiopsie M.
bizeps
brachii
links
anamnestisch Status nach depressiver Episode 2/2015
anamnestisch 8-wöchiger stationärer psychiatrischer Aufenthalt, ambu
lante Folgebehandlung
medikamentöse Therapie mit
C
i
pralex
Die Ärzte
wiesen darauf hin
, dass sicherlich muskuläre Einschränkungen, auch bei der Arbeitstätigkeit als Service-Techniker, bestünden. Insbesondere seien schwere Hebetätigkeiten nur eingeschränkt möglich, zumal die
Muskeldystro
phie
nicht nur mit einer partiellen Schwäche, sondern auch mit einer vermin
de
rten Ausdauer und verlängerter
Erholungszeit der Muskulatur einhergehe. Diesbezüglich wäre eine berufliche Umschulung zielführend,
namentlich weil es
in
letzter Zeit
zu einer merklichen Progression der Symptome gekommen sei, was zu den erhöhten
C
reatinkinase
- und Myoglobin-Werten passe. Die Ärzte
hielten weiter fest
, dass weder bei den Gliedergürtel-Muskeldystrophien noch der FSHD
grundlegende
therapeutische Möglichkeiten bestünden (S. 2).
3.
4
.
3
Der Hausarzt
führte
in seinem Bericht vom 21. April 2016 (Urk. 8/56/1-3) folgende Diagnosen
auf
(S. 1):
Glied
er
gürtelmuskeldystrophie LGMD, Diagnosestellung 12.8.2015
chronische Lumbago, Degeneration Bandscheibe L5/S1, Erstdiagnose zirka 2008, bei Muskeldystrophie LGDM
Rippenbogenschmerzen rechts, Genese unklar, am 15.4.2015
Angst, depressive Störung am 17.2.2015
einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
Präsynkope am 10.2.2015
Der Hausarzt
wies darauf hin
, dass die Muskeldystrophie mit Schwäche voran
schrei
t
e, wobei aktuell nur vorläufig vermutet werden könne, ob ein Zusam
men
hang mit den wiederholt
aufgetretenen
Rückenschmerzen bestehe.
Med.
pract
.
G._
attestierte in der ang
estammten Tätigkeit als Service-
Techniker eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom
6.
bis 15. Januar 201
0
sowie seit Februar 201
5.
Er wies zudem darauf hin, dass
es beim letzten Arbeitgeber zu Unstim
migkeiten am Arbeitsplatz gekommen sei, weil der Beschwerdeführer wegen Rückenschmerzen oft gefehlt habe. Zudem hielt er
eine berufliche Umschulung
als
wahrscheinlich
sinnvoll
. Betreffend die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit führte der Hausarzt aus, mit einer solchen könne gerechnet werden, wobei offen sei, welche Tätigkeit der Beschwerdeführer zu welchem Zeitpunkt aufnehmen könne
(S.
2 Ziff. 1.4 und Ziff.
1.
6
-9).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer leistungsabweisenden Verfügung auf die Stellungnahmen des RAD-Arztes (vgl. E.
3.2)
, welcher seinerseits keine eigene Untersuchung durch
ge
führt
hatte
.
4.2
Die
RAD
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invali
denversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Auf
gabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Ein
zelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs. Die
geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere An
sicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG be
treffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung v
on RAD-Berichten keine Wirkung
(Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) ab
gegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfol
gerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi
kationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte ge
hö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver
lässigkeit und
Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
4.
3
In somatischer Hinsicht verneinte der RAD-Arzt
ei
nen relevanten
Gesund
heits
schaden
unter
Hinweis auf die lediglich
als
Ver
dachtsdiagnose
genannte
Muskel
erkrankung
sowie auf deren allfälliges leicht
gradiges Stadium (vgl. E. 3.2). Er stützte sich dabei auf den Bericht
der Ärzte
des
Kantonsspitals A._
vom 12. August 2015
(Urk. 8/40
/7-8
)
, welche den klinischen Verdacht auf eine
Glie
dergürtelmuskeldystrophie
äusserten.
Besagte Ärzte bestätigten
am 5. April 2016
nach Durchführung einer Muskelbiopsie die Diagnose der
Gliedergürtel
mus
keldys
trophie
, erwähnten eine merkliche Progression der Symptome (vgl. auch E.
3.4.
3
hievor
)
und wiesen auf
muskuläre Ein
schränkungen
(mit verminderter Ausdauer und verlängerter Erholungszeit)
betreffend die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers hin
(vgl. E. 3.
4
.2)
.
Vor diesem Hintergrund kann nicht
ohne weiteres
auf
die Einschätzung des
RAD-Arztes abge
stellt werden, zumal
es sich dabei um eine reine
Akten
beur
teilung
handelt
und
der
Bericht des
Kantonsspitals A._
vom 5. April 2016
(naturgemäss)
unberücksichtigt blieb
.
Der
RAD-Arzt legte zudem nicht
nach
vol
l
ziehbar
dar
,
weshalb die Muskelerkrankung keine nachteiligen Auswir
kungen auf die Arbeits
fähig
keit des Besch
werdeführers zeitigen soll. Ebenso wenig ist eine
abschliessende
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gestützt auf den
er
wähnten
Bericht des
Kantonsspitals A._
möglich.
Namentlich machten d
ie betreffenden Ärzte
keine näheren
und quantifizierten
Angaben betreffend
das Leistungsvermögen.
4.
4
In psychi
scher
Hinsicht gingen die Ärzte der
D._
davon aus, dass dem Be
schwerdeführer die Wiederaufnahme der Arbeit beim letzten Arbeitgeber auf
grund subjektiv erlebt
er Kränkungen nicht
mehr
zumutbar
, die
Ausübung
an
derer Arbeit
jedoch möglich sei (vgl. E. 3.1
und E. 3.3
)
. Besagte
Ärzte
wiesen darauf hin
, dass der Beschwerdeführer unter der Arbeitssituation beim letzten Arbeitgeber
sehr
gelitten und das Gefühl gehabt habe, er sei gemobbt und nicht akzeptiert worden und
das Team sich gegen ihn
gestellt
habe
(Urk. 8/18/1-
4
S. 3
, vgl. Urk. 8/7/3-6 S. 1
). Der Hausarzt
berichtete
, dass sich die organi
schen/psychischen Einschränkungen insofern auf die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers ausgewirkt hätten, als
dies
er aufgrund Rückenschmerzen oft gefehlt habe und es deshalb zu Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz gekommen sei (
vgl.
Urk. 8/561-3 S. 3 Ziff. 1.7
).
Der RAD-Arzt ging von einem
Arbeits
platz
konflikt
(Mobbing) mit zunehmender psychisc
her Belastung aus (vgl. E. 3.2);
diesbezüglich
ist allerdings zu berücksichtigen
, dass es sich bei der Ein
schätzung des RAD-Arztes um eine Aktenbeurteilung durch
eine fachfremde
(
Spezialgebiet Neurologie
)
Arztperson handelt
.
Schliesslich erklärte
der Be
schwerdeführer anlässlich des
d
er Beschwerdeführer im
Standortge
spräch
s
vom 31. Juli 2015 (Urk. 8/13), beim letzten Arbeitgeber seien die Bedin
gungen
(
seit der neuen Geschäfts
lei
tung
)
immer schlechter geworden. Es sei zu Schwierigkeiten im Team respektive mit dem Vorgesetzten gekommen
,
und er sei von Mitarbeitern
und
dem Vorge
setzten gemobbt worden. Er habe viele krankheitsbedingte Ausfälle gehabt, weshalb
ihn die Mitarbeiter
„
fertig ge
macht” hätten (S. 3 und S. 4).
Aus dem Gesagten erhellt, dass die
psychischen
Belastungen
des Beschwer
de
füh
rers
im Wesentlichen
auf Arbeitsplatzkonflikte
beim letzten A
r
beitgeber
und mithin
auf
invaliditätsfremde
psychosoziale Faktoren
zurückzuführen
waren
(vgl.
dazu
E. 1.
3
)
.
Weiter
fällt die
im Bericht der
D._
vom 20. November 2015 (vgl. E. 3.
3)
erwähnte
Z-Diagnose (
Persönlichkeitsakzentu
ierung
,
ICD-10 Z73.1)
rechtsprechungsgemäss
nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (
vgl. etwa
Urteil des Bundesgerichts
8C_880/2015 vom 30.
März 2016 E. 4.2.5
mit Hinweisen
).
Ähnlich
es gilt
betreffend
die im be
sagten Bericht genannte Angst und depressive Störung, gemischt gemäss ICD-1
0 F.41.
2.
Das Bundesgericht hat wiederholt erkannt, dass diese Diagnose im Lichte der offiziellen ICD-
klassifikatorischen
Umschreibung ganz allgemein im
Gr
enz
bereich
dessen zu situieren
sei
, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potentiell invalidisierendes Leiden gelten könne (
vgl. etwa
Urteil des Bundesgerichts 8C_55/2014 vom 27. Februar 2014 E. 4.3 mit Hin
weisen).
Gemäss
der
ICD-
klassifikatorischen
Umschreibung
ist
die
Diagnose
Angst und depressive
Störung
,
gemischt
,
nur zu verwenden, wenn keine der beiden Störungen ein
Ausmass
erreicht, das eine entsprechende einzelne Diagnose (etwa eine leichte depressive Epi
sode
[
ICD-10
F32.0
]
oder eine gene
rali
sierte Angststörung
[
ICD-10 F41.1
]
) rechtfertigen würde. Dabei werden Pati
en
ten mit dieser Kombination verhältnismässig milder Symptome in der
Primär
ver
sorgung
häufig gesehen. Noch viel häufiger finden sie sich in der Bevöl
kerung, ohne je in medizinische oder psychiatrische Behandlung zu gelangen (
Dil
ling
/
Mombour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psychischer S
törungen, ICD-10 Kapitel V [F], 9. Auflage, 2014, S. 199
f
.
).
Eine
solche Diagnose
steht folglich
der
Ausübung einer Erwerbstätigkeit kaum je massgeblich entgegen.
Dara
n hat auch BGE 141 V 281 nichts geändert.
4.
5
Im Lichte der obigen
Erwägungen
sind
in somatischer Hinsicht
(vgl. E. 4.3)
wei
tere Ab
klä
run
gen notwendig. Die Sache ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zu
rück
zuweisen, damit sie eine
entsprechende
Begutachtung ve
ranlasse. Die Gut
achter werden sich einlässlich zu Gesundheitszustand und Leistungsver
mögen zu äussern haben; dies als Grundlage für die B
eantwor
tung der Frage nach dem Vorliegen einer allfälligen leistungsspezifischen (Umschulung) Inva
lidität (vgl. E. 1.4.2 und E. 2.3).
Die Beschwerde ist entsprechend gutzu
heissen.
5.
Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr. 700.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der un
ter
liegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.