Decision ID: 2f136d4f-bca3-4866-8795-b376d5749213
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1964 geborene
X._
hatte
seit dem 10. August 2010
An
spruch auf Arbeitslosenentschädigung und war
damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
obligatorisch versichert (Urk. 10/1).
Am 17. Februar 2011 erlitt er einen Verkehrsunfall, bei dem der von ihm ge
lenkte Personenwagen seitlich von einem Tram erfasst und einige Meter mitge
schleift wurde (Urk. 10/1, Urk. 10/19
, Urk. 10/26
, Urk. 10/36 S. 2 f.
, Urk. 10/63
). Die noch gleichentags konsultierten Ärzte
der Klinik Y._
diag
nostizierten eine AC-Gelenksluxation
links
sowie eine
Kontusion
der Hals- und der Brustwirbelsäule
(HWS und BWS)
und attestierten dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
vgl. Bericht vom 15. März 2011;
Urk. 10/11).
Die SUVA erbrachte in der Folge Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen.
Im Dezember 2011 zog sie die
Akten der AXA Versicherungen AG,
welche im Zusammenhang mit einem vom Versicherten am 28. Juni 2006 erlittenen Mo
torradunfall Unfallversicherungsleistungen erbracht hatte, bei (Urk. 10/89
S. 1-58). Nachdem sie
X._
am
22. Februar 2012 von Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hatte kreisärztlich untersuchen lassen (vgl. Bericht vom 22. Februar 2012, Urk. 10/95)
, teilte sie ihm mit Schreiben vom 7. März 2012 (Urk. 10/99) mit, dass sie die Taggeldleistungen angesichts de
r
vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit per 31. März 2012 einstellen
, für die Kosten der noch notwendigen Behandlung indes weiterhin aufkommen
werde.
Hiegegen opponierte der Versicherte am
8. Juni beziehungsweise
10
.
Dezember 2012 (
Urk. 10/110,
Urk. 10/132 f.).
Nach eine
r erneuten
kreisärztlichen Untersuchung durch Dr.
Z._
am
11. April 2013 (vgl. Bericht vom 11. April 2013, Urk. 10/152), verfügte
die SUVA
– unter Hinweis darauf, dass die noch vorhan
denen Beschwerden ausschliesslich krankhafter Natur seien – am 23. April 2013 die Einstellung der
Taggelder
per 3
1.
März 2012
und der Heilbehandlungsl
eis
tungen
p
er
30. April 2013 (Urk. 10/154).
Die vom Versicherten hiegegen erho
bene
Einsprache (Urk. 10/159
/1-3
)
hi
ess sie
am 27. Juni 2013
in dem Sinne teilweise gut, dass sie
die Taggeldleistungen nun erst per
30. April 2013
termi
nierte
(Urk. 2). Der Krankenversicherer von
X._
hatte seine am 29. April 2013 vorsorglich erhobene Einsprache (Urk. 10/157) am 29. Mai 2013 wieder zurückgezogen (Urk. 10/163).
2.
Am 29. August 2013 liess
X._
mit folgenden Anträgen Be
schwerde gegen den Einspracheentscheid vom 27. Juni 2013 (Urk. 2) erheben (Urk. 1 S. 2):
„1.
Der Einsprache-Entscheid vom 27.06.2013 sei aufzuheben und die Be
schwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die ge
setzlichen Leistungen zuzusprechen.
2.
Es wird zudem beantragt, das Honorar für die ärztlichen Gutachten des beratenden Vertrauensarztes der Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, Herrn Dr. med.
B._
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen bzw. bei der Bemessung der Parteientschädigung entsprechend zu be
rücksichtigen.
- unter Kosten- und Entschädigungsfolge –“
Die SUVA schloss am 4. November 2013 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 9), was dem Beschwerdeführer am 11. November 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (
UVG
)
setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfaller
eignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetre
tene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm
oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sundheitsschadens muss mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119
V 7 E. 3c/aa). Da es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leis
tungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
2.
2.1
Die SUVA begründete die Leistungseinstellung
– unter Hinwe
is
auf die Beurtei
lung ihres Kreisarztes Dr.
Z._
vom 11. April 2013 (Urk. 10/152) -
damit, dass
d
as Ereignis
vom 17. Februar 2011
,
abgesehen von einem schon nach ei
nem Jahr regredienten Ödem der Kapsel- und Bandstrukturen
,
zu
keinen struk
turellen Läsionen
geführt habe. Betreffend die
durch den Unfall ausgelösten be
ziehungsweise verstärkten Beschwerden im Bereich der - schon damals dege
nerative Veränderungen aufweisenden - Wirbelsäule sei
der status quo sine vel ante spätestens
zwei Jahre nach dem fraglichen Ereignis
erreicht gewesen sei (Urk. 2 S. 5 f., Urk. 9 S. 3).
Die bei
der Kollision mit dem Tram
erlittene Zerrung des AC-Gelenks habe lediglich zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Vorzustandes
geführt
; die leichten Sehnenveränderungen in diesem Bereich seien unfallfremd (Urk. 2 S. 6 ff., Urk. 9 S. 3 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
aufgrund der Beurteilungen
von
Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie, Manuelle Medizin (SAMM),
beratender Arzt der
Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG
,
vom 3. Dezember 2012 (Urk. 3/3) sowie vom 14. Mai (Urk. 3/4) und
vom
9. A
u
gust 2013 (Urk.
3/5) sei davon auszugehen, dass es sich bei den anhalten
den Beschwerden um Folgen des Unfalls vom 17. Februar 2011
, der
zu eine
r
richtunggebenden Verschlimmerung der vorbestandenen AC-Gelenksarthrose geführt
habe, handle (Urk. 1 S. 3 f.).
3.
3.1
Die noch am Unfalltag
ambulant
konsultierten Ärzte
der Klinik Y._
stellten am 15. März 2011 folgende Diagnosen (Urk. 10/11):
AC-Gelenks
luxation
links
Kontusion der HWS und der BWS
Abgesehen von rad
iologisch
nachgewiesenen HWS-Veränderungen bestünden keine Folgen von Krankheiten beziehungsweise von (früheren) Unfällen. Die bildgebende
n
Untersuchung
en (Urk. 10/14)
des Thorax, der
Schulter links und der HWS hätten
keine frischen ossären Läsionen gezeigt.
In ihrem – ebenfalls die Konsultation vom 17. Februar 2011 betreffenden – Be
richt vom 15. April 2011 (Urk.
10/29) diagnostizierten die Ärzte
der Klinik Y._
eine Schulterkontusion links mit AC-Gelenksluxation sowie
eine Distorsion der HWS und der BWS.
3.2
Das CT der HWS vom 17. Februar 2011 ergab ein intaktes Alignement der Wirbel
körper, einen anlagebedingt normal weiten Spinalkanal und keinen Nachweis frischer Frakturen. Es bestünden ein winziger Osteophyt an der Basis anterior C4 sowie eine mässige Facettengelenksdegeneration C4 bis C6
rechts
und C7/Th1 links (Urk.
10/14 S.
1
).
3.3
Das Schulterpanorama vom 17. Februar 2011 zeigte eine aufgetriebene distale Clavicula rechts, welche differentialdiagnostisch als Status nach Fraktur inter
pretiert wurde
. Es bestünden keine Anhaltspunkte für eine AC-Luxationsfraktur
(Urk. 10/14 S. 3).
3.4
Die MR-Arthrographie der linken Schulter vom 2. März 2011
ergab
Flüssigkeit im AC-Gelenkspalt, eine leichte Kapsel-Hypertrophie sowie Flüssigkeit kranial des AC-Gelenks. Der Befund passe zu einer AC-Luxation Tossy I
mit Ko
nt
u
sion des AC-Gelenks und etwas umgebendem Hämatom. Das Ligament
u
m coraco-claviculare sei intakt.
Es hätten sich eine feine
Läsion des
SLAP
(
superiores
Labrum von anterior nach posterior)
Typ 2 sowie ein kleines Ganglion dorsal des hinteren oberen Glenoids gezeigt. Die Rotatorenmanschette sei intakt und das übrige Labrum unauffällig (Urk. 10/38).
3.5
Am 4. Mai 2011 wurde in der Rehaklinik
C._
ein ambulantes Assessment durchgeführt. In ihrem Bericht vom 10. Mai 2011 stellten die zuständigen Ärzte folgende Diagnosen (Urk. 10/37 S. 1):
Schulter-Kontusion links mit S
LAP
-Läsion Typ II und ACG-Luxation Tossy I
Röntgenbefund vom 17. Februar 2011: leicht hochstehender Humerus
kopf; in der Schulterpanorama-Untersuchung aufgeriebene distale Clavicul
a rechts; Differentialdiagnose:
Status nach Fraktur
Arthro-MRI der linken Schulter vom 2. März 2011: feine S
LAP
-Läsion Typ II, kleines Ganglion dorsal des hinteren oberen Glenoids; AC-Lu
xation Tossy I mit Kontusion des AC-Gelenks und etwas umgeben
dem Hämatom
HWS-Distorsion QTF I
Röntgenuntersuchung HWS und Dens vom 17. Februar 2011: leichte Kyphosierung
CT der HWS vom 17. Februar 2011: winziger Osteophyt anterior an der Basis C4
; mässige Facettengelenksdegeneration C4-6 rechts und C7/Th1 links
BWS-Kontusion
Röntgenuntersuchung der BWS vom 17. Februar 2011: unauffälliger Befund
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom links
Arterielle Hypertonie, medikamentös eingestellt
Adipositas Grad I, BMI 34 kg/m
2
Aktuell bestünden nachstehende Probleme:
Nackenschmerzen links
betont, Muskelverspannungen im Bereich der BWS und der Lendenwirbelsäule (LWS)
Schulterschmerzen links, endgradig schmerzhafte Schulterbeweglichkeit
Durchschlafstörung
Aufgrund
des MRI-Befundes der linken Schulter sei eine orthopädische Untersu
chung indiziert. Im Rahmen des Assessments habe der Beschwerdeführer eine mässige Leistungsbereitschaft gezeigt (Urk. 10/37 S. 3). Es spreche nichts gegen die Suche einer –
aktuell
angesichts der linksseitigen Schulterproblematik leichten bis mittelschweren - neuen Arbeit (Urk. 10/37 S. 4).
3.6
Dr.
D._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, stellte am 27. Mai 2011 folgende Diagnosen (Urk. 10/45 S. 1):
Status nach Verkehrsunfall durch
PW-Seitenkollision von links a
m 17. Februar 2011 mit
schmerzhafter AC-Gelenksluxation Typ Rockwood I links sowie aktu
ell
reaktiven Myogelosen der Trapezius- und Periscapularmuskulatur links mit leichtem myofaszialem Schmerzsyndrom links
posttraumatischer HWS-Distorsion sowie BWS-Kontusion mit noch re
aktiven paravertebralen Myogelosen zervikal und thorakal
Arterielle Hypertonie, medikamentös eingestellt
Adipositas Grad I, BMI 34 kg/m
2
Der Beschwerdeführer habe gut auf die durchgeführte intramuskuläre Infiltra
tion sowie die diagnostische und therapeutische Infiltration ins linke AC-Gelenk angesprochen. Da die MRI-Bilder nicht vorgelegen hätten, lasse sich der intra
artikuläre Zustand nicht beurteilen. Langfristig sei die Prognose aber günstig (Urk. 10/45 S. 2).
3.7
Dr. med.
E._
diagnostizierte am 27. Juli 2011 einen Status nach Schulter- und Kopfprellungen
links
am 17. Februar 2011 ohne Hinweise für eine rele
vante Läsion des zentralen Nerve
nsystems oder eines peripheren N
ervs
(Urk. 10/68 S. 1)
.
Die geklagten Nackenbeschwerden seien Ausdruck einer
erlit
tenen Überdehnung der HWS,
vor deren Hintergrund
wohl auch die
Kopf
schmerzen
zu
sehen
seien
. Der Beschwerdeführer habe einen Kopfanprall
und
dabei allenfalls eine leichte Commotio cerebri erlitten.
D
ie angegebene Schwä
che im linken Arm und in der linken Hand, für die sich keine neurologische Ursache objektivieren lasse, sei wohl – im Sinne einer Schmerzhemmung - mit den noch vorhandenen Schmerzen in der linken Schulter zu erklären (Urk. 10/68 S. 3).
3.8
Dr.
D._
hielt am 11. August 2011 fest, die am 22. Juni 2011 durchge
führte subacromiale Infiltration habe während zwei b
is
drei Wochen zu einem beinahe beschwerdefreie
n
Zustand geführt. Es bestehe noch ein residuelles sub
acromiales Schmerzsyndrom links; insgesamt habe sich der Befund aber deut
lich gebe
ssert. In der Tätigkeit als Bad
meister bestehe noch bis Ende September 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 10/72).
3.9
Am 26. September 2011 gab Dr.
D._
an, es seien noch resid
uelle Myo
ge
l
o
sen vorhanden. Er habe den Beschwerdeführer darüber aufgeklärt, dass diese nicht schlimm seien und dass die Prognose langfristig gut sei. Es sei jetzt in den nächsten vier Wochen noch eine Therapie mit intensiver Triggerpunkt
massage und Lockerung des Schultergürtels indiziert. Bis Ende Oktober 2011 bestehe noch eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit; mittelfristig könne der Be
schwerdeführer die Arbeit aber wieder aufnehmen (Urk. 10/76).
3.10
Am 15. Dezember 2011 berichtete Dr.
D._
, nach der Infiltration vom 3. November 2011 sei es zu einer deutlichen Beschwerdebesserung gekommen. Der Beschwerdeführer habe vor zwei Tagen schwere Einkaufstaschen getragen
; seither verspüre er wieder einen stark ziehenden Schmerz periscapulär links. Insgesamt bestünden nur noch intermittierend stark auftretende Myogelosen periscapulär links. Die langfristige Heilungsprognose sei günstig.
Zur langfristi
gen Linderung der Schmerzsymptomatik periscapulär sei nun eine lokale
Aku
punkturbehandlung angezeigt (Urk. 10/85 S. 1).
C
hirurgische Massnahmen
er
schienen nicht als sinnvoll
. Bis Mitte Januar 2012 sei noch von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen; anschliessend könne der Beschwer
-
deführer die Arbeit zumindest teilweise wieder aufnehmen (Urk. 10/85 S. 2).
3.11
Nachdem er den Beschwerdeführer am 22. Februar 2012 untersucht hatte,
ge
langte der
Kreisarzt Dr.
Z._
in seinem gleichentags verfassten Bericht
zum Schluss
,
dass
die derzeit nicht mehr im Vordergrund stehenden Nackenbe
schwerden angesichts des Fehlens einer entsprechenden pathologischen struk
turellen Veränderung nicht mehr auf den Unfall vom 17. F
ebruar 2011 zurück
geführt werden könnten
. Diesbezüglich sei der status quo ante erreicht, zumal der Beschwerdeführer schon vor dem Ereignis vom 17. Februar 2011 – infolge eines am 28. Juni 2006 erlittenen Mopedunfalls (Urk. 10/95 S. 6) – an rezidi
vierenden Nackenschmerzen gelitten habe.
Eine Kontroll-Arthro-MRI-Untersu
chung sei durchaus sinnvoll, bestünden doch insbesondere bezüglich der SLAP-Läsion noch gewisse Unklarheiten. Unabhängig von weiteren diagnostischen und therapeutischen Bemühungen sei dem Beschwerdeführer eine bimanuelle leichte bis mittelschwere (maximal 15 kg)
Tätigkeit
ohne Einsatz der linken Hand über Kopfhöhe wieder vollzeitlich zumutbar. Er sei daher angewiesen worden, sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu melden (Urk. 10/95 S. 7).
3.12
Dr.
D._
hielt
in seinem Schreiben vom 28. Februar 2012
an den Kreisarzt Dr.
Z._
(Urk. 10/96) fest, aus schulterorthopädischer Sicht bestehe zumin
dest klinisch kein Anhaltspunkt für einen intraartikulären Prozess im Bereich der linken Schulter oder subacromial links.
Er werde die angeregte vollumfäng
liche Abklärung mit der Frage nach einer möglichen kranialen Limbusläsion (SLAP-Läsion) dennoch durchführen. Falls das entsprechende Arthro-MRI der linken Schulter keine relevante Läsion ergebe, sei allenfalls eine neurologische Untersuchung angezeigt.
3.13
Das Arthro-MRI der linken Schulter vom 13. März 2012 ergab eine AC-Arth
rose
, eine leichte Bursitis subdelt
o
i
dea, eine klein
st
e bur
saseitige Partial
ruptur der Supraspinatussehne, eine feinste SLAP 2-Läsion
, wobei der Befund demjeni
gen der Voruntersuchung entspreche, sowie ein kleines Labrumganglion hinten oben (Urk. 10/103).
3.14
Dr.
D._
gab am 16. März 2012 an,
der Beschwerdeführer klage weiterhin über - in den lateralen Oberarm und auch die zervikale Region ausstrahlende - Schmerzen supero-posterior der Fossa Supraspinata. MR-tomographisch könne eine kraniale Limbusläsion nicht eindeutig nachgewiesen werden. Insofern sei auch eher unwahrscheinlich, dass eine relevante SLAP-Läsion vorliege. Dem Beschwerdeführer sei die Aufnahme einer
- dem von der SUVA definierten An
forderungsprofil entsprechenden - Arbeitstätigkeit
zumutbar (Urk. 10/100 S. 2
; vgl. auch Bericht vom 10. Mai 2012 [Urk. 10/109 S. 1]
).
3.15
Nachdem der Beschwerdeführer der
für
den 24. September 2012
vorgesehenen
kreisärztlichen Untersuchung – angeblich wegen (lediglich ambulant behandel
ter) Folgen eines erneuten Unfalls am 5. September 2012 (Urk. 10/119) – fern
geblieben war, hielt Dr.
Z._
am 24. September 2012 gestützt auf die Akten fest, der Fall könne nun abgeschlossen werden; der Beschwerdeführer sei in ei
ner dem am 22. Februar 2012 definierten Zumutbarkeitsprofil
(Urk. 10/95 S. 7)
entsprechenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig
. Angesichts der Befunde des Arthro-MRI der linken Schulter vom 13. März 2012 und des negativen Ergeb
nisses der Infiltration der linken Schulter vom 16. März 2012 seien die angege
benen Beschwer
d
en schlecht erklärbar. Rein organisch seien die pathologischen Befunde gering und erreichten kein Ausmass, aufgrund dessen ein erheblicher Integritätsschaden anzunehmen wäre
(
Urk. 10/123 S. 5). Die Physiotherapie
habe sich als
unwirksam
erwiesen
; eine weitere Leistungspflicht bestehe daher lediglich für allfällige der Behandlung der linksseitigen Schulterbeschwerden dienende Schmerzmittel (Urk. 10/123 S. 5 f.).
3.16
Dr.
B._
, Facharzt für Chirurgie,
gelangte in seiner auf den Akten beruhenden, am 3. Dezember 2012 im Auftrag der Protekta-Rechtsschutzversicherung AG verfassten Beurteilung zum Schluss, dass aus dem Unfall vom 17. Februar 2011 eine strukturelle Schädigung des AC-Gelenks resultiere. Innerhalb eines Jahres habe sich eine
AG-Gelenksa
rthrose
mit subchondralen Zysten
entwickelt
; es bestehe eine Kapselhypertrophie. Die angrenzenden Knochenbestandteile des AC-Gelenks wiesen als Ausdruck eines chronischen Reizzustandes Signalaltera
tionen auf. Die Befunde und das organisch strukturelle Substrat korrelierten eindeutig. Allerdings sei aufgrund des protrahierten Verlaufs zu schliessen, dass es zu einer zusätzlichen Symptomausweitung gekommen sei. So lasse sich die schwache Faustschlusskraft mit dem festgestellten Schaden nicht erklären. Die gemäss der SUVA noch zumutbare Gewichtsbelastung von maximal 15 kg für die linke obere Extremität sei angesichts
der
noch bestehenden, mit den bildge
bend nachgewiesenen Schäden plausibel erklärbaren Beschwerden eindeutig zu hoch. Da noch nicht hinreichend abgeklärt worden sei, ob eine Resektion des AC-Gelenks, welche gar wieder zu einer vollen Arbeitsfähigkeit als Badmeister führen könnte, indiziert sei, sei die Leistungseinstellung per 1. März bezie
hungsweise 1. April 2012
zu Unrecht erfolgt. Falls die SUVA dennoch am Fall
abschluss festhalte, habe der Beschwerdeführer jedenfalls Anspruch auf eine Entschädigung für die aus der schweren AC-Gelenksarthrose resultierende
In
tegritätseinbusse von 5 % (Urk. 10/132 S. 10).
3.17
Der Hausarzt Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, diagnostizierte am 12. Dezember 2012 periscapuläre Myogelosen bei posttraumatischem Schmerzsyndrom der linken Schulter. Der Beschwerdeführer, der an rezidivie
renden Schmerzexazerbationen leide, sei in einer leichteren wechselbelastenden Tätigkeit (Büro) zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 10/133).
3.18
Der Kreisarzt Dr.
Z._
hielt am 14. Januar 2013 fest, Dr.
B._
sei
gestützt ausschliesslich auf die Berichte zu den Ergebnissen der bildgebenden Abklärun
gen, mithin ohne Einsicht in die aus den MRI-Untersuchungen resultierende Bilddokumentation genommen zu haben,
zum Schluss gelangt, dass das AC-Gelenk links beim Unfall vom 17. Februar 2011 geschädigt
worden sei und dass es als Folge dieser Läsion
zu einer zunehmenden AC-Arthrose gekommen sei. Beim fraglichen Ereignis habe sich der Beschwerdeführer unbestrittenermassen eine AC-Distorsion leichten Grades zugezogen (Urk. 10/139 S. 1). Wenn
man die beiden MRI im PACS
vergleiche, sei indes zu schliessen, dass die in
der Un
tersuchung vom 13. März 2012
festgestellten Zysten, die
vom zuständigen Ra
diologen lediglich
in einem Nebensatz
unter dem Titel „Befund“ erwähnt wor
den seien und in der eigentlichen Beurteilung keinen Niederschlag mehr gefun
den hätten, bereits am 2. März 2011 vorhanden gewesen seien.
Sollte sich dies
im Rahmen weiterer
einschlägiger
Abklärungen
bestätigen, so
sei
eine Progredi
enz der degenerativen Veränderung im AC-Gelenk widerlegt; andernfalls sei der Argumentation
von Dr.
B._
zuzustimmen. Allerdings müsse beachtet werden, dass ein
e AC-Distorsion Typ Tossy I respektive
Rockwood I die kleinstmögliche Schädigung des AC-Gelenks darstelle. Eine solche könne durchaus folgenlos abheilen, was dann gegebenenfalls noch bewiesen werden müsste.
Als jedenfalls unbegründet erweise sich
die von
Dr.
B._
am
-
am 22. Februar 2012 definier
ten
-
Zumutbarkeitsprofil
geäusserte Kritik
. Es sei
en
nun eine weitere
Arthro-MRI-
Untersuchung
,
die Einholung
der
Beurteilung
eines
Radiologen
und her
nach
eine
erneute kreisärztliche Untersuchung
indiziert
(Urk. 10/139 S. 2).
3.19
In seiner im Auftrag der SUVA
verfassten konsiliarischen Beurteilung
der Ergeb
nisse der Arthro-MRI Untersuchungen des linken Schultergelenks vom
2. März 2011 und vom 13. März 2012 gelangte
Prof.
Dr.
med.
G._
, Fach
arzt FMH für
Radiologie
,
am
14. Februar 2013 zum Schluss, dass das AC-Gelenk schon in der initialen Untersuchung leichtgradige degenerative Veränderungen gezeigt habe, welche im Verlauf bis zur Folgeuntersuchung geringfügig zuge
nommen hätten. Bei der ersten
Untersuchung hätten das Ödem und
die Kapsel
verdickung für eine Kapselverletzung des AC-Gelenks ohne Mitbeteiligung der coracoclaviculären Bänder (Tossy I) gesprochen. Das Ödem scheine, soweit ver
gleichbar, in der Folgeuntersuchung regredient zu sein (Urk. 10/144 S. 2).
3.20
Das Arthro-MRI der linken Schulter vom 11. März
2013 ergab eine – verglichen zum Befund der
Untersuchung
vom
2.
März 2011
stationäre
-
geringe AC-Arthrose. Neu bestünden eine Tendinopathie der Subscapularissehne und der Bizepssehne sowie geringe Zeichen einer Kapsulitis adhäsiva (Urk. 10/149).
3.21
Nachdem er den Beschwerdeführer am 11. April 2013 abermals kreisärztlich untersucht hatte, hielt Dr.
Z._
in seinem Bericht vom nämlichen Datum fest,
a
ngesichts der Ergebnisse der radiologischen
Beurteilung
durch
Prof.
Dr.
G._
(Urk. 10/144)
und
de
r
Arthro-MRI
-Untersuchung
vom 11. März 2013
(Urk. 10/149)
sei davon auszugehen, dass
keine Folgen d
es
Unfalls
vom 17. Februar 2011 mehr vorlägen; der Fall könne demnach
abgeschlossen wer
den. Das am 22. Februar 2012 formulierte – eingeschränkte – Zumutbarkeits
profil habe aufgrund des Gesagten keine Gültigkeit mehr (Urk.
10/152 S. 14).
3.22
In seiner gestützt auf die Akten verfassten Beurteilung vom 14. Mai 2013 hielt Dr.
B._
fest,
aus dem MRI vom 2. März 2011 ergebe sich klar, dass das linke AC-Gelenk beziehungsweise das Schultergelenk beim Unfall vom 17. Februar 2011 traumatisiert worden sei und
sich
der Beschwerdeführer eine AC-Ge
lenksluxation Tossy I zugezogen habe. Die seither anhaltenden linksseitigen Schulterschmerzen liessen sich durch die strukturelle Schädigung des AC-Ge
lenks erklären.
Das Arthro-MRI vom 13. März 2012 zeige eindeutig, dass es dann innerhalb eines Jahres zu einer unfallbedingten Verschlechterung gekom
men sei. So habe nun eine posttraumatische AC-Gelenksarthrose mit einer Kapselhypertrophie und vor allem subchondralen Geröllzysten, die eine irrever
sible Gelenksschädigung darstellten, bestanden. Zusätzlich seien die angrenzen
den ossären Abschnitte signalalteriert gewesen. Demnach sei es infolge des Unfalls innerhalb eines Jahres – bei durchgehender Brückensymptomatik – zu einem definitiven Schaden des AC-Gelenks mit einer posttraumatischen AC-Gelenksarthrose gekommen
(Urk. 10/159 S. 7)
.
Zudem bestehe eine SLAP-Lä
sion.
Insofern bestehe ein Integritätsschaden von 5 bis 10 %, und der Beschwer
deführer sei lediglich noch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit, wie sie
bereits in der Beurteilung vom
3. Dezember 2012
(Urk. 10/132)
umschrieben worden sei, arbeitsfähig (Urk. 10/159 S. 7
f.
).
3.23
Nach Kenntnisnahme des Einspracheentscheids vom 27. Juni 2013 (Urk. 2) hielt Dr.
B._
am 9. August 2013 fest, unabhängig von den Befunden des dritten MRI
vom
11. März 2013, dessen Originalbericht ihm nicht vorliege, sei auf
grund der Ergebnisse der ersten zwei Arthro-MRI-Untersuchungen eine unfall
bedingte richtunggebende Verschlimmerung
d
er vorbesta
n
denen
AC-Gelenks
arthrose eindeutig ausgewiesen. Die klinischen Befunde korrelier
t
en mit den Beschwerden, die denn von Dr.
D._
auch während über eines Jahres entsprechend behandelt worden seien. Die SUVA sei daher weiterhin leistungs
pflichtig (Urk. 3/5).
4.
4.1
Nach Lage der Akten
waren die
durch das Ereignis vom 17. Februar 2011 ausge
lösten beziehungsweise verstärkten Beschwerden im Bereich der HWS und der BWS
(vgl. etwa Urk. 10/11, Urk. 10/37 S. 1
, Urk. 10/68, U
rk. 10/95
S. 4 und
S. 7
, Urk. 10/133
)
bis zur Leistungseinstellung per Ende April 2013
wieder ab
geklungen
. Strittig und zu prüf
en ist, ob der Beschwerdeführer
aufgrund durch den fraglichen Unfall bedingter
linksseitige
r
Schulterbeschwerden
noch über diesen Zeitpunkt hinaus Anspruch auf Leistungen hat
.
4.2
Fest steht und unbestritten ist, dass
sich
der Beschwerdeführer
bei der Kollision mit dem Tram
Mitte
Februar 2011
eine linksseitige Verletzung des AC-Gelenks zuzog (vgl. insbesondere Urk. 10/38,
Urk. 10/144 S. 2, Urk. 10/152, Urk. 10/159).
Gestützt
einerseits
auf die Ergebnisse seiner fundierten Untersu
chungen vom 2
2. Februar 2012 (Urk. 10/95) sowie
vom
11. April 2013 (Urk. 10/152) und andererseits auf d
ie gesamten medizinischen Akten, insbe
sondere auch die Ergebnisse der drei Arthro-MRI-Untersuchungen sowohl in Bild- als auch in Beric
htsform, gelangte der Kreisarzt
Dr.
Z._
am 11. April 2013 zum Schluss, dass keine durch den Unfall vom 17. Februar 2011 bedingte gesundheitliche Beeinträchtigung mehr bestehe. Dies begründete
er durchaus einleuchtend
damit, dass der Beschwerdeführer sich damals eine Zerrung des AC-Gelenks zugezogen habe. Diese habe – wie sich aufgrund der fehlenden oder höchstens minimalen Verstärkung der degenerativen Veränderungen im AC-Gelenk im Verlauf von zwei Jahren ergebe – lediglich zu einer vorübergehenden (und nicht etwa einer richtunggebenden) Verschlimmerung geführt. Bei den am 11. März 2013 neu festgestellten leichten Sehnenveränderungen handle es sich
um degenerative Veränderungen, die in keinem ursächlichen Zusammenhang zum Ereignis vom 17. Februar 2011 stünden
(Urk. 10/152 S. 14)
.
Diese kreisärztliche Einschätzung steht im Einklang sowohl mit der Beurteilung des Radiologen Prof. med.
G._
, der
gestützt auf die visuelle Darstellung der Ergebnisse der ersten beiden Arthro-MRI-Untersuchungen vom 2. März 2011 und vom 13. März 2012 zum Schluss gelangte, dass das linke AC-Gelenk bereits Anfang März 2011 – mithin auch schon im Unfallzeitpunkt – leichtgra
dige Veränderungen aufgewiesen habe, welche innert des Jahres bis zur zweiten Untersuchung nur geringfügig zugenommen hätten
(vgl. Bericht vom 14. Februar 2013, Urk. 10/144)
. Nachdem das
rund zwei Jahre nach dem fragli
chen Unfall durchgeführte
Arthro-MRI vom 11. März 2013 dann gar eine – ver
glichen zum ersten Befund vom 2. März 2011
(Urk. 10/38)
– stationäre (geringe) AC-Arthrose erg
e
b
en hatte
(Urk. 10/149), steht fest, dass der Unfall vom 17. Februar 2011 weder Ursache der arthrotischen Veränderungen war noch zu einer richtunggebenden Ve
rschlimmerung derselben führte.
Die
gegenteiligen Ausführungen
von
Dr.
B._
(Urk. 10/132, Urk. 10/159, Urk. 3/5)
vermögen insofern nicht zu überzeugen, als sie im
Widerspruch zu den bildgebenden Befunden
stehen. Auf die Gutachten des
beratende
n
Arzt
es
der Protekta Rechtsschutzversicherung AG, der den Beschwerdeführer nie un
tersucht hatte,
kann im Übrigen schon deshalb nic
ht
abgestellt werden, weil er nicht
über
sämtliche medizinischen Akten
verfügte
, als er seine abschliessenden Beurteilungen vom 14. Mai 2013 (Urk. 10/159) und vom
9. August
2013 (Urk. 3/5) verfasste. Insbesondere
hatte
Dr.
B._
, dem schon die Befunde der beiden im März 2011
beziehungsweise
2012 durchgeführten Arthro-MRI nur in (bereits
von den zuständigen
Radiologen
interpretierter) Textform
vorlagen,
keine Kenntnis des Berichts der MRI-Untersuchung vom 11. März 2013 (Urk. 10/149) und befand es auch ausdrücklich für entbehrlich, noch Einsicht in die entsprechenden Akten zu nehmen
(Urk. 3/5 S. 2)
. Dies ist gerade angesichts der Tatsache, dass die erneute bildgebende Untersuchung nicht zuletzt dem Zweck diente,
Dr.
B._
‘
Einschätzung vom 3. Dezember 2012 (Urk. 10/132) zu verifizieren beziehungsweise zu widerlegen (vgl.
Bericht Dr.
Z._
vom 14. Januar 2013,
Urk. 10/139 S. 2), in keiner Weise nachvollziehbar.
Hinzu
weisen ist in diesem Zusammenhang darauf,
dass die Protekta Rechtsschutz
versicherung AG die SUVA am 25. April 2013 nicht etwa um Zustellung der seit der letzten Aktenbestellung vom 8. Juni 2012 (Urk. 10/110; vgl. auch Urk. 10/113) ergangenen medizinischen Berichte, sondern – explizit - aus
schliesslich der Beurteilung Dr.
Z._
s vom 11. April 2013 ersuchte (Urk. 10/55 S. 1). Obwohl ihr spätestens nach Einsicht in diesen Bericht des Kreisarztes
bekannt war, dass der Beschwerdeführer
sich am 11. März 2013
ei
ner
dritten
MRI-Untersuchung unterzogen hatte und dass noch eine Beurteilung des Radiologen Prof.
Dr.
G._
eingeholt worden war, verzichtete sie so
wohl im Einsprache- als auch im Beschwerdeverfahren darauf, die entsprechen
den Dokumente noch anzufordern. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
(Art. 29 der Bundesverfassung [BV]; BGE 132 V 368 E. 3.1)
liegt angesichts dieser Gegebenheiten nicht vor.
4.3
Da der status quo sine nach dem Unfall vom 17. Februar 2011 nach dem Gesag
ten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spätestens per 30. April 2013 wieder erreicht war, erweist sich die Leistungseinstellung auf diesen Zeitpunkt hin als rechtens. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
5.
Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Gutachtenskosten (Urk. 1 S. 2) fallen unter den Begriff der Parteikosten im Sinne von Art. 61 lit. g des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG). Da der Beschwerdeführer in diesem Verfahren unterliegt, hat er keinen Anspruch auf Ersatz dies
er Kosten (vgl. BGE 115 V 62 E
. 5c
; SVR
2011 IV Nr.
13 S.
35 E.
2 [
Urteil des Bundesgerichts
9C_178/2010
vom 14. April 2010
])
. Gründe für ein ausnahmsweises Abweichen davon (Kieser, ATSG-Kommentar, 2.
Aufl., Art.
61 lit.
g Rz 118) liegen nicht vor
, erweisen sich doch die medizinischen Angaben von
Dr.
B._
in Bezug auf dieses Verfahren kaum als sachdienlich und beachtlich.