Decision ID: 11592f49-622f-4bbf-a010-b364eddd9392
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, arbeitete zuletzt vom
1.
Juli 2002 bis 3
0.
Juni 2015 als
Leiter Geschäftsstelle
des Vereins
Y._
(vgl.
Urk.
6/26
S. 1 f.
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7
). Am 2
1.
April 2015
wurde er bei der Invalidenver
siche
rung zur Früherfassung angemeldet (
Urk.
6/7
-8
). Am 1
2.
Juli 2015 meldete er sich sodann unter Hinweis auf eine Depression zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/15 S. 6
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische sowie erwerbliche Situation ab und erachtete berufliche Ein
gliederungsmassnahmen als derzeit nicht angezeigt (vgl. Mitteilungen vom 3
0.
Dezember 2015 und 1
4.
März 2017;
Urk.
6/33,
Urk.
6/72).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/78;
Urk.
6/82-83) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
6.
Oktober 2017 (
Urk.
6/88 =
Urk.
2) einen Leistungsanspruch des Versicherten.
2.
Der Versicherte erhob am 1
0.
November 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
6.
Oktober 2017 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1/1-2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Januar 2018 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
3.
Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % bes
teht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE
141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbe
grün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel
fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichk
eitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitä
tenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsana
mnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.5
Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE
141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März
2018 E.
5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
-
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Leistungsanspruch des Beschwerde
füh
rers mit der Begründung, dass lediglich leichte gesundheitliche Einschränkungen vorlägen. In einer angepassten Tätigkeit bestehe wieder eine 50%ige Arbeits
fähig
keit, welche innerhalb von sechs Monaten auf ein Pensum von 80
%
steiger
bar
sei. Zudem bestünden vielfältige Ressourcen. Es sei dem Beschwerdeführer trotz Beschwerden zumutbar einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Eine Invalidität liege nicht vor (vgl.
Urk.
1 S. 1 f.).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die ge
sundheitliche Situation sei unverändert belastend. Er sei seit September 2014 erheblich und langandauernd in der Erwerbstätigkeit eingeschränkt. Er sei derzeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Es stimme nicht, dass vielfältige Ressourcen bestünden und er diverse sportliche Aktivitäten ausführe. Aufgrund des derzeitige
n
Gesund
heitszustandes seh
e er eine Invalidenrente von 50 bis
60
%
. Es gehe ihm darum, dass er
eine Überbrückungsr
ente erhalte, bis er wieder eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt finde
. Ausserdem seien ihm die
aufgelisteten
Reisekosten zu vergü
ten
(vgl.
Urk.
1/1 S. 1 f.;
Urk.
1/2 S. 1 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers und dabei insbesondere das Vorliegen eines relevanten psychischen Leidens.
Die
vom Beschwerdeführer
ebenfalls geltend gemachten Reiseauslagen (vgl.
Urk.
1/1 S. 2) sind nicht Gegenstand der vorliegend an
gefochtenen Verfügung (
Urk.
2). Es fehlt
diesbezüglich
somit
an einer Sachurteilsvoraussetzung (BGE 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a), weshalb hinsichtlich dieses Antrages nicht auf die Beschwerde einzutreten ist.
3.
3.1
Mit Austrittsbericht vom 1
5.
Januar 2015 (
Urk.
6/55/87-92) informierten die Ärzte
der K
linik
Z._
über die stationäre
Hospitalisation
des Beschwerde
führers vom 3
0.
September bis 2
8.
November 2014 und
erwähnten
folgende Diagnosen (S. 1):
-
mittelschwere depressive Episode bei langandauernder psychosozialer Belastung (ICD-10 F32.1)
-
akzentuierte Persönlichkeit mit perfektionistischen, verdrängenden, mög
licher
weise narzisstischen Zügen (ICD-10 Z73.1)
-
vorübergehend schädlicher Gebrauch von Alkohol
, anamnestisch
Der Beschwerdeführer habe die Klinik in einem
euthymen
Zustand bei allerdings noch ungeklär
ter Arbeitssituation verlassen (S. 5). Er sei vom 3
0.
September bis
5.
Dezember 2014 vollständig arbeitsunfähig gewesen. In der Zeit vom
6.
bis 3
1.
Dezember 2014 habe eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit vorgelegen
(S. 6).
3.2
Dem Bericht der Ärzte der
Klinik
A._
vom 3
0.
Juni 2015 (
Urk.
6/55/56-58) sind als Diagnosen eine Alkoholabhängigkeit, im Zeitpunkt der stationären Therapie abstinent (ICD-10 F10.21),
sowie
eine Anpassungsstörung mit Angst und De
pres
sion gemischt (ICD-10 F43.22)
zu entnehmen. Ausserdem äusserten sie den
Ver
dacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (
PTBS,
ICD-10 F43.1). Der Beschwerdeführer sei vom 2
4.
April bis
5.
Mai 2015 in der Klinik
B._
im stationären Alkoholentzugsbehandlung und a
nschliessend bis am
2.
Juni 2015
in der Klinik
A._
in der stationären Alkoholentwöhnung/Psychotherapie
gewesen
(S. 1 f.
Ziff.
1,
Ziff.
3-4).
Er
habe sich affektiv deutlich stabilisieren können. Im Zeitpunkt der Entlassung habe noch eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit vorge
legen. Die Prognose sei bei Fortführen einer ambulanten Psychotherapie eher günstig. Mittelfristig sei eine schrittweise Wiedereingliederung möglich und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
könne
erreicht werden (S. 2
Ziff.
4-5).
3.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab mit Bericht vom
4.
August 2015 (
Urk.
6/18) an, dass er den Beschwerdeführer seit dem Jahr 1992 hausär
ztlich betreue (S. 1
Ziff.
1.2), und folgende
Diagnosen mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
stellen könne
(S. 1
Ziff.
1.1):
-
P
sychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, gegenwärtig absti
nent, aber in beschützender Umgebung (ICD-10 F10.21)
-
PTBS
(ICD-10 F43.1)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
P
sychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, ständiger Substanz
gebrauch (ICD-10 F17.25)
Der Beschwerdeführer sei seit dem 1
5.
September 2014 in der bisherigen Tätig
keit vollständig arbeitsunfähig
. Er sei aufgrund der Suchtproblematik auf allen Stufen eingeschränkt
(S. 2
Ziff.
1.6-1.7).
3.4
Die Ärzte des Sanatoriums
B._
nannten
mit Bericht vom
4.
August 2015 (
Urk.
6/23) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeits
syn
drom (ICD-10 F10.2), erstmals aktenanamnestisch zwischen 2000-2003, erneut seit Juni 2014
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), seit Januar 2014
-
PTBS
(ICD-10 F43.1), wahrscheinlich seit 2000
Der Beschwerdeführer sei vom 3
0.
Januar bis
6.
März 2015, vom 2
1.
März bis 1
0.
April 2015 sowie vom 2
4.
April bis
5.
Mai 2015 und vom 2
5.
Juni bis 2
8.
Juli 2015 stationär hospitalisiert gewesen (S. 2
Ziff.
1.3-1.4). Aktuell bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Nach einer erfolgreichen Traumatherapie und
einer
Entwöhnung könne bei einem Stellenwechsel grundsätzlich mit einer länger
fris
tigen Besserung des Zustandsbildes gerechnet werden,
welche
das Wiederer
langen der Arbeitsfähigkeit nach gestuftem Wiedereinstieg ermöglichen sollte (S.
3
Ziff.
1.4,
Ziff.
1.6).
3.5
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gab mit Bericht vom
4.
Januar 2016 (
Urk.
6/34) an, dass er den Beschwerdeführer vom 1
4.
Januar bis 2
2.
April 2015 behandelt habe (S. 1
Ziff.
1.2), und folgende Diag
nosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellen könne (S. 1
Ziff.
1.1):
-
rezidivierende depressive Episode (ICD-10 F32.2)
-
PTBS
(ICD-10 F43.1)
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängig
keitssyn
drom (ICD-10 F10.2)
Es hätten Anfang des Jahres 2014 lediglich fünf Konsultationen stattgefunden
.
Er könne daher ü
ber den aktuellen Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
,
die Prognose
und
die
Arbeitsfähigkeit keine Aussage
machen
(S. 3
Ziff.
1.11).
3.6
Dem Bericht der Ärzte des Sanatoriums
B._
vom 1
3.
März 2016 (
Urk.
6/42)
sind folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu entneh
me
n (S. 1
Ziff.
1.2):
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeits
syn
drom (ICD-10 F10.23), bestehend seit 2000, derzeit abstinent, aber in Behandlung mit aversiven Medikamenten
-
PTBS
(ICD-10 F43.1)
-
anamnestisch rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.4), gegen
wärtig remittiert
Der Zustand des Beschwerdeführers
hinsichtlich
der Alkoholabhängigkeit habe sich wesentlich verbessert. Er sei seit dem
9.
Oktober 2015 unter
Antabus
absti
nent. Eine depressive Symptomatik sei nicht mehr
eruierbar
. Die
PTBS
werde
durch andere Ärzte
behandelt. Die Arbeitsfähigkeit bezüglich der Diagnose der Alkoholabhängigkeit sei gegeben. Es werde eine langsame Steigerung
,
beginnend
mit
einem Pensum von 50
%
,
empfohlen.
Die Prognose sei gut
.
Die
Erlangung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sei durchaus möglich (S. 2
f.
Ziff.
1.3,
Ziff.
2.1,
Ziff.
3.3).
3.7
Mit Bericht vom 1
9.
Juli 2016 (
Urk.
6/50) nannten die Ärzte der i
ntegrierten Psy
chiatrie
E._
folgende Diagnosen mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
PTBS
(ICD-10 F43.1)
-
Verdacht auf abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7
)
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängig
keitssyn
drom (ICD-10 F
10.23), gegenwärtig abstinent, aber in Behandlung mit aversiven oder hemmenden Medikamenten
N
ach dem Tod der Ehefrau
sowie
dem darauffolgenden Bruch mit seinem lang
jährigen Freund und Peiniger
sei es
zu einer Dekompensation
des Beschwer
de
füh
rers
und
zu einer
Alkoholabhängigkeit gekommen.
Dem Beschwerdeführer sei es m
it Hilfe von stationären Aufenthalten und dem sozialen Umfeld gelungen, erfolgreich abstinent zu werden und sich für die Aufarbeitung der jahrzehnte
langen von Abhängigkeiten und sexuellen Übergriffen geprägten Beziehung zu ent
scheiden.
D
ie Symptomatik der PTBS
werde sich
mittel- bis längerfristig redu
zie
ren (S. 3). In der bisherigen Tätigkeit als CEO und VR-Delegierter bestehe auf
grund der PTBS-Symptomatik und der Tendenz zur Selbstüberforderung eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit, welche seit Therapiebeginn am 2
2.
Januar 2016 atte
stiert werden könne. Die Zumutbarkeit einer behinderungsangepassten Tätig
keit sei mittelfristig durch die Invalidenversicherung abzuklären (S. 4
Ziff.
1.6-1.7).
3.8
Am 1
4.
Dezember 2016 erstattete
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, sein psychiatrisches Gutachten zuhanden der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/65).
Da
bei konnte er folgende Diagnose
mit Auswir
kung
en auf die Arbeitsfähigkeit feststellen (S. 47
Ziff.
6.1):
-
l
eichte kognitive Störung (ICD-10 F06.7) im Sinne von anderen psy
chischen Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit, die möglicherweise auf den früheren Alkoholkonsum zurückzuführen sind
Sodann
nannte
er folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit (S. 48
Ziff.
6.2):
-
Anpassungsstörung aufgrund einer erheblichen Konfliktsituation auf der Arbeit mit Kündigung und Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber (ICD-10 F43.21)
-
Probleme, verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im Sinne von akzentuierten Persönlichkeitszügen, entsprechend einer abhän
gi
gen, perfektionistischen, narzisstischen und leistungsorientierten Per
sön
lich
keitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1)
-
p
sychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen im Sinne von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhän
gigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.20)
-
p
sychische und Verhaltensstörungen durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.24)
In der Untersuchung
hätten
bis auf eine labile, phasenweise gedrückte, nieder
gestimmte Stimmung ohne durchgehende Depressivität sowie eine leicht vermin
derte Schwingungsfähigkeit keine weiteren
psychopathologischen
Auffälligkei
ten objektiviert werden können. Der Beschwerdeführer wirke insgesamt nicht schmerzgequält.
Die soziale Teilnahme sei im privaten Bereich nicht einge
schränkt. Es ergäben sich
aktuell
keine Hinweise auf psychosoziale Probleme von besonderem Schweregrad. Die Exploration des Tagesprofils
zeige
kein reduziertes
Aktivitätsniveau
(S.
50 f.
Ziff.
7.2). Im Rahmen der neuropsychologischen und
ver
haltensneurologischen Untersuchung seien rein formal leichte bis mittel
schw
ere kognitive Störungen mit im Vordergrund stehenden verbal betonten mnestischen Defiziten (Lern- und Abrufstörung, ohne Elemente einer Konsolidierungs- und
Gedächtnisspeicherstörung), einer verminderten formallexikalischen Ideenpro
duk
tion und Wortflüssigkeit sowie Einschränkungen im Bereich der höheren
Fron
talhirnfunktionen (Aufmerk
sam
keitsstörungen, erhöhte Interferenzan
fällig
kei
t, reduzierte Umstellfähigkeit und Aufmerksamkeitsbelastbarkeit, Einschrän
kungen
der mentalen Flexibilität und Handlungsplanung, Strukturierungs
defi
zite)
ersic
ht
lich gewesen. Die Magnetresonanztomographie (MRI)
des
Neurokra
niums
zeige einen normalen Schädel
ohne strukturelle Veränderungen des Hirn
parenchyms in den morphologischen Sequenzen und der
Voxel
-basierten
Mor
pho
metrie
. Darüber hinaus
seien
unauffällige zerebrale Gefässe
ersichtlich
(S. 51
f.
).
In diagnostischer Hinsicht liege beim Beschwerdeführer eine Anpassungsstörung vor.
Eine depressive Störung könne nicht diagnostiziert werden. Die Diagnose einer PTBS sei nicht nachvollziehbar.
D
ie Kriterien einer Persönlichkeitsstörung seien
ebenfalls
nicht ausgewiesen
. Es sei lediglich von einer abhängigen, perfek
tionistischen, narzisstischen und leistungsorientierten Persönlichkeitsakzen
tuie
rung (ICD-10 Z73.1) auszugehen
(S. 53 ff.).
In der bisherigen Tätigkeit als CEO und VR-Delegierter, welche hohe und kom
plexe kognitive Anforderungen
stelle
, sei aufgrund der kognitiven Defizite seit Erkrankungsbeginn eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. In einer Ver
weistätigkeit sei nach einer stufenweisen Wiedereingliederung, beginnend ab sofort in einem
Pensum von 50
%
, spätestens innerhalb von sechs Monaten
mit einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
zu rechnen
(S. 62
Ziff.
8.1-8.2).
3.9
Mit Stellungnahme vom 1
2.
Januar 2016
(recte: 2017)
stützte sich
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neuro
logie,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
für die Beurteilung
auf das Gutachten
und nannte
eine leichte kognitive Störung (ICD-10 F06.7) als Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit. In der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwer
de
führer seit September 2014 vollständig arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätig
keit ohne besondere kognitive Anforderungen bestehe ab November 2016 eine 50%
ige Arbeitsunfähigkeit,
welche innerhalb von sechs Monaten
gebessert werden könne
. Es liege dann
noch eine
zirka
20
%
ige
Arbeitsunfähigkeit
vor
(vgl.
Urk.
6/76 S. 5 f.).
4.
4.1
Aktenkundig und unbestrittenermassen steht beim Beschwerdeführer ein psychi
sches Leiden im Vordergrund, weshalb eine eingehende psychiatrische Begutach
tung durch
Dr.
F._
erfolgte (vorstehend E. 3.8).
D
as Gutachten
erfüllt
sämtliche
Anforderungen an den Beweiswert medizinischer Berichte im Sinne der Recht
spre
chung
(vors
tehend E. 1.6),
es
setzt sich mit allen Aspekten der gesundheit
lichen Beeinträchtigung auseinander, berücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie sämtliche ärztlichen Untersuchungsberichte.
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sowie in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält nachvollziehbar begründete Schlussfol
ge
rungen.
Es kann demnach grundsätzlich d
arauf
a
bgestellt werden.
Nach ausführlicher Anamneseerhebung (vgl.
Urk.
6/65 S. 23 ff.
Ziff.
3-4) sowie psychopathologischer Befundaufnahme (vgl.
Urk.
6/65 S. 39 ff.
Ziff.
5.2) erfolgte zusätzlich eine neuropsychologische Untersuchung des Beschwerdeführers, an
läs
slich welcher eine leichte kognitive Störung (ICD-10 F06.7) unklarer Ätiologie festgestellt wurde (vgl.
Urk.
6/65 S.
45
ff.
Ziff.
5.4, S.
66 ff.). Einzig dieser Diag
nose mass
Dr.
F._
Relevanz in Bezug auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit bei (vgl.
Urk.
6/65 S. 47
Ziff.
6.1, S. 62
Ziff.
8.1-8.2). In schlüssiger und nachvoll
ziehbarer Weise und unter Bezugnahme
auf
d
i
e Kriterien des ICD-10 erklärte er sodann ausführlich, weshalb er – entgegen der Einschätzung der übrigen Ärzte – weder eine PTBS noch eine Persönlichkeitsstörung oder eine affektive Störung diagnostizieren könne (vgl.
Urk.
6/65 S. 52 ff.).
Nachdem anlässlich des im Juni 2015 erfolgten Austritts aus der
Klinik
A._
bereits über eine deutliche affektive Stabilisierung informiert wurde, berichteten auch die Ärzte des Sanatoriums
B._
im März 2016 über eine Remission der affektiven Störung (vgl.
Urk.
6/42 S. 1 f.
Ziff.
1.2-1.3;
Urk.
6/55/56-58 S. 2
Ziff.
4). Hinsichtlich des über
mässigen Alkoholkonsums ergibt sich
schliesslich
, dass der Beschwerdeführer bereits seit Oktober 2015 abstinent ist (vgl.
Urk.
6/42 S. 2 oben;
Urk.
6/65 S. 38, S. 73).
4.2
Aufgrund der festgestellten leichten kognitiven Störung attestierte
Dr.
F._
eine
seit September 2014 bestehende
vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit, welche hohe und komplexe kognitive Anforderungen beinhalte, sowie eine sofortige 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, wobei der Beschwerdeführer spätestens innerhalb von sechs Monaten wiederum zu min
destens 80
%
arbeitsfähig sei (vgl.
Urk.
6/65 S. 62
Ziff.
8.1-8.2).
Davon wich die Be
schwerdegegnerin nach Vornahme einer Ressourcenprüfung (vgl.
Urk.
6/76 S.
6 f.) ab und erachtete eine Einsch
ränkung
der Arbeitsfähigkeit als nicht aus
gewiesen.
Die heute massgebende Rechtsprechung
zum strukturierten Beweisverfahren
(vor
stehend E. 1.3
-1.4) existierte
im Zeitpunkt der Gutachtenserstattung im Dezember 2016 noch nicht,
weshalb
die durch
Dr.
F._
vorgenommene Arbeitsfähigkeits
einschätzung ohne Berücksichtigung der
massgebenden
Standardindikatoren
er
folgte
.
Da e
ine schlüssige Prüfung der
I
ndikatoren gestützt auf das Gutachten
dennoch
möglich
ist
,
sind
weitere medizinische Abklärungen n
icht angezeigt
.
4.3
Dabei fällt
hinsichtlich der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
auf, dass kein erheblicher Schw
eregrad ausgewiesen ist, konnte
anlässlich der neuro
psy
chologischen Untersuchung
doch
lediglich
eine leichte kognit
ive Störung festge
ste
llt werden (vgl.
Urk.
6/65 S. 45 ff.
Ziff.
5.4,
Ziff.
6.1).
Die psychopathologische Befundaufnahme
(vgl.
Urk.
6/65 S. 39 ff.
Ziff.
5.2)
war
weitestgehend
unauffällig, insbesondere fanden sich im Gespräch keine Hinweise auf relevante kognitive Schwierigkeiten. Die Aufmerksamkeit konnte durchgehend aufrechterhalten werden, der Beschwerdeführer dem Verlauf gut folgen und die Konzentration war durchgehend ungestört. Es zeigten sich weder Störungen des Kurz- und Lang
zeitgedächtnisses noch Merkfähigkeitsstörungen (vgl.
Urk.
6/65 S.
40
). Eine schwere Ausprägung des psychischen Leidens fällt daher ausser Betracht.
Hinsichtlich Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
fällt ins Gewicht, dass
der Beschwerdeführer weiterhin abstinent
ist
und
auch eine de
pressive Störung nicht
mehr
festgestellt werden konnte.
Aktuell erfolgt ein- bis zweimal wöchentlich eine
psychiatrisch-psychotherapeutische T
raumat
herapie (vgl.
Urk.
6/42 S. 2
Ziff.
3.1;
Urk.
6/50 S. 2
Ziff.
1.2;
Urk.
6/65 S. 38
Ziff.
4.6).
Der Schwerpunkt der Psychotherapie soll
t
e gemäss
Dr.
F._
auf d
er
Fortsetzung der Alkoholabstinenz,
der
Klärung und Bewältigung der arbeitsrechtlichen und finanziellen Forderungen sowie
auf dem
Wiedereinstieg in die berufliche Tätig
keit
liegen
. Die früher zurückliegenden Belastungen und deren Traumatisie
rungs
grad seien sekundär (vgl.
Urk.
6/65 S. 63
Ziff.
8.5). Von einer therapeutisch nicht mehr angehbaren Störung kann
demnach
nicht ausgegangen werden.
S
omatische Komorbiditäten
liegen keine vor
und auch psychische Komorbidi
täten von hinreichender Erheblichkeit, welche sich ressourcenhemmend auswir
ken könnten
(vgl. hierzu BGE 143 V 418 E. 8.1)
,
lassen sich nicht erkennen.
In den Komplexen Persönlichkeit und sozialer Kontext ergeben sich
sodann
keine wesentlichen, einschränkenden Faktoren. Das Vorliegen einer Persönlichkeits
störung wurde durch
Dr.
F._
ausdrücklich verneint. Zwar erkannte er eine
ab
hängige, perfektionistische, narzisstische und leistungsorientierte Persönlich
keits
akzentuierung (ICD-10 Z73.1)
. Da der Beschwerdeführer dennoch
seiner bishe
rigen Tätigkeit
bisher uneingeschränkt
nachgehen konnte, wurde
diese
r
jedoch
keine
ressourcenhemmend
e
Wirkung beigemessen
(vgl.
Urk.
6/65 S. 58 f.).
D
as soziale Umfeld des
verwitweten
Beschwerdeführers
ist
intakt und er
verbringt
viel Zeit mit seiner Lebensgefährtin
und
pflegt
seine sozialen Kontakte, auch zu den beid
en Kindern
(vgl.
Urk.
6/65 S. 25 f.
Ziff.
3.1.4
). Es ist deshalb davon auszu
gehen
, dass er familiär und sozial gut integriert ist, was sich potenziell günstig auf seine Ressourcen auswirken dürfte.
Hinsichtlich der Konsistenz ergibt sich
schliesslich
, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Begutachtung einen geregelten Tagesablauf beschrieb, welcher sich nach der Arbeitszeit seiner Lebensgefährtin richte.
Er stehe zwischen 6.00 und 7.00 Uhr auf, erledige die Morgentoilette, frühstücke und nehme seine Tabletten ein. Danach erledige er den Haushalt oder arbeite im Garten und nehme ver
schiedene Termine wahr. Er besorge die Einkäufe, wogegen die Lebensgefährtin das Abendessen vorbereite.
Er
gehe zweimal pro Woche joggen. Tagsüber mache er oft Meditationen und Achtsamkeitsübungen.
Sein Hobby sei
das
Segeln
(vgl.
Urk.
6/65 S. 25 f.
Ziff.
3.1.3-3.1.4).
Anhand dieser Schilderungen lässt sich ein reduziertes Aktivitätsniveau in der privaten Lebensgestaltung nicht erkennen
,
was
auch
Dr.
F._
ausdrücklich festhielt (vgl.
Urk.
6/65 S. 51 oben)
. Dem
ge
genüber steht eine subjektiv empfundene fast vollständige Arbeitsunfähigkeit in beruflicher Hinsicht (vgl.
Urk.
6/65 S. 62 f.
Ziff.
8.3).
Dr.
F._
erkannte anlässlich der gutachterlichen Konsistenzprüfung
auch
mehrere Diskrepanzen,
etwa zwi
schen der subjektiv geschilderten Intensität der Beschwerden und der Vagheit der Beschwerden
, zwischen den massiven subjektiven Beschwerden und der erkenn
baren körperlich-psychischen Beeinträchtigung in der Untersuchungssituation
sowie
zwischen der schweren subjektiven Beeinträchtigung und dem weitgehend intakten psychosozialen Funktionsniveau bei der Alltagsbewältigung
. Entspre
chend kam
er
zum Schluss, dass die vorliegenden Befunde bei kritischer Wür
di
gung ein in sich unschlüssiges, inkonsistentes Bild ergäben
(vgl.
Urk.
6/65 S.
61).
4.4
Zusammenfassend fehlt es der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung des Be
schwerdeführers
am vorausgesetzten
funktionellen Schweregrad und die Konsi
stenzprüfung ergibt keine deutliche
sowie
gleichmässige Einschränkung des Akti
vitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen. Eine im invalidenver
si
cherungsrechtlichen Sinne hinreichende funktionelle Leistungseinschränkung ist daher
für den hier relevanten Zeitraum
nicht
mit überwiegender Wahrschein
lichkeit
ausgewiesen,
was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zu Ungunsten des
Beschwerdeführers auswirkt (vorstehend E. 1.3
).
Insoweit ist von der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abzuweichen, ohne dass diese ihren Beweiswert verlöre (vgl. hierzu
Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 3.2).
Da die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers nach dem Gesagten im massgebenden Zeitraum weder in der ange
stammten noch in einer angepassten Tätigkeit während einer relevanten Dauer gesundheitsbedingt massgeblich eingeschränkt war,
ist demnach nicht zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt, soweit darauf eingetreten wird.
5
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.