Decision ID: 9a4f74a7-0943-45d4-a489-71c99546dbff
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1973, zuletzt als ungelernter Hilfsarbeiter tätig, mel
dete sich im Januar 2002 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
8/
2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte
die medizinischen und erwerblichen Abklärungen durch und zog
Arbeitgeber
berichte
(
Urk.
8/5-6),
einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
8/7) sowie einen Arztbericht von
Y._
, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychiatrie
, vom 11. Mai 2002,
(
Urk. 8/13)
bei. Mit Verfügung vom 13. De
zember 2002 sprach die IV-Stelle dem Versicherten für den Zeitraum 1. Februar bis 31. Juli 2001, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50
%
, eine halbe Rente
und für die Zeit ab dem 1. August 2001, basierend auf einem
Inva
liditätsgrad
von 90
%
, eine ganze Rente zu (
Urk.
8/17; 8/20). Nachdem der Ver
sicherte im Oktober 2005 Vater einer Tochter wurde,
richtete
ihm die IV-Stelle
mit Verfügung vom 9. März 2006 mit Wirkung auf den 1. Oktober 2005 zusätz
lich eine Kinderrente
aus
(
Urk.
8/38). Im April 2008 wurde ein Revisionsverfahren
eingeleitet.
Im Fragebogen für die Revision der Invalidenrente gab d
er
Versicher
te am 23. April 2008 an, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert.
Seit einem Autounfall, welchen er im September 2007 erlitten habe, leide er unter Rückenbeschwerden (
Urk.
8/44). Nach Einholung von Arztberichten (
Urk.
8/50;
Urk.
8/51/6-7) teilte
die IV-Stelle am 11. Mai 2009
mit
, es sei eine medizinische Abklärung notwendig
,
und gab bei
Z._
, FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag (Urk. 8/53), welches am
3.
Januar 2011 erstattet wurde (
Urk.
8/56). Mit Vorbescheid vom 1
2.
Oktober 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die wiedererwägungsweise Aufhebung
der Verfügung vom 13. Dezember 2002 bzw. die Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente auf eine
Viertelsrente
in Aussicht (
Urk.
8/60). Der Versicherte liess
am 21. Dezember 2011 durch
Y._
einen Einwand erheben (
Urk.
8/69). Mit
Verfügung vom 15. März 2012 hob die
IV-Stelle
die
ursprüngliche Rentenverfügung wiedererwägungsweise auf und setzte die ganze Rente
mit
W
irkung ab 1. Mai 2012
auf eine
Viertelsrente
herab; ebenso erfolgte eine Anpassung der
Kinder
rente
(
Urk.
8/71-72;
Urk.
8/76).
2.
Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin
Friedauer
, mit Eingabe vom 24. April 2012 Beschwerde erheben (
Urk.
1), mit dem
Rechtsbe
gehren
, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben; es sei die
Beschwerde
gegnerin
zu verpflichten, ihm weiterhin eine ganze IV-Rente inkl. Kinderrente auszurichten
; es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen; unter Kosten-
und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.
Die
Beschwerdegeg
ne
rin
stellte in ihrer Vernehmlas
sung vom 18. Juni 2012 Antrag auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
In seiner Replik vom 6. November 2012 hielt der
Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (
Urk.
13). Die Beschwerdegegnerin er
klärte in ihrer Eingabe vom 13. Dezember 2012, sie verzichte
auf eine
Duplik (
Urk.
16),
was dem Beschwerdeführer
am
14. Dezember 2012 angezeigt wurde (
Urk.
17).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Grad der Invalidität des Rentenbezügers in einer für den An
spruch
erheblichen Weise, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
;
ATSG
)
.
Dieser Revisionsordnung geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung be
fugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beur
tei
lung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre
Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53
Abs.
2 ATSG). Unter die
sen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann ab
ändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG nicht erfüllt
sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst
vom Gericht festgestellt, so kann es die auf Art. 17 ATSG gestützte
Revisions
verfügung
mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 368 E.
2 S.
369).
Eine voraussetzungslose Neubeurteilung der invaliditätsmässigen
Voraussetzun
gen genügt nach ständiger Rechtsprechung nicht, um eine
Invalidenrente auf dem Wege der Wieder
erwägung herabzusetzen oder gar
aufzuheben. Eine Re
duktion der Rente unter dem
Titel "Wiedererwägung" kann nur
bei Unvertret
barkeit der ursprünglichen
Rente
nzusprache
erfolgen, drohte die
Wiedererwä
gung
in einer Vielzahl langjä
hriger Rentenbezugsverhältnisse
ansonsten doch zum Instrument einer solchen vo
raussetzungslosen Neuprüfung zu
werden, was sich mit dem Wesen der Rechtsbestä
ndigkeit formell zugesprochener
Dauerleis
tungen nicht vertrüge. Zurückhaltu
ng bei der Annahme zweifelloser
Unrichtig
keit ist stets dann geboten, wenn der Wiedere
rwägungsgrund eine
materielle Anspruchsvoraussetzung - wie hier di
e Invalidität - betrifft, deren
Beurteilung
massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elementen
beruht, die notwendigerweise Ermess
enszüge aufweisen. Eine vor dem
Hinter
grund der seinerzeitigen Rechtspra
xis vertretbare Beurteilung der
invaliditäts
mässigen
Anspruchsvoraussetzungen
kann nicht zweifellos unrichtig
sein (Urteil 9C_621/2010 vom 2
2.
Dezember 2010 E. 2.2.2 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
des
gesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG
in der seit 1. Januar 2008 gel
tenden Fassung).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28
Abs.
1 IVG).
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung
(und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge
mutet werden kön
nen
(BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruches gestatten. I
nsbesondere darf es beim Vorlie
gen
einander wi
dersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte B
eweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Be
weiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist
im Lichte dieser Grundsätze ent
scheide
nd, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf de
n erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vo
r allem bei psychischen Fehlentwicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls
in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen
Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolg
erungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
pert
e oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der
Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c;
U. Meyer
Blaser, Die
Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Guta
ch
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
S
treitig und zu prüfen ist, ob - wie von der Beschwerdegegnerin angenommen - die ursprüngliche
Leistungszusprache
zweifellos unrichtig gewesen und damit ihre wiedererwägungsweise Aufhebung zulässig ist. Eine revisionsweise
Leis
tungs
anpassung
im Sinne von Art. 17 ATSG, welche eine erhebliche
Sachver
haltsänderung
voraussetzt, ist - davon ging auch die Beschwerdegegnerin aus - nicht gegeben
.
3.
3.1
Der ursprünglichen
Rentenzusprache
lag in medizinischer Hinsicht der Bericht
von
Y._
vom
11. Mai 2002
zugrunde
, aus welchem folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hervorgingen
(
Urk.
8/13):
-
n
arzisstische Persönlichkeitsstörung (bestehend seit der Adoleszenz)
-
d
epressive Störung (bestehend seit der Adoleszenz)
-
Heroinabusus
(bestehend seit ca. fünf Jahren)
In seiner Beurteilung führte
Y._
aus, der Beschwerdeführer leide an einer
schweren narzisstisch neurotischen Persönlichkeitsstörung, auf deren Boden sich
seit Jahren phasenweise Depressionen und ein derzeit
nur
in Massen kontrol
lierbarer Such
t
mittelabusus manifestiert hätten. Letzterer habe im Verlauf der letzten Jahre mehrfach Anlass für Kriseninterventionen gegeben. Der Beschwer
deführer sei in letzter Zeit in einer zunehmend schwierigen psychosozialen Si
tuation
.
Je stärker er den Druck verspüre, sich ändern zu müssen,
um so
schwerer
falle es ihm, dies auch zu tun. Dies wiederum führe in der gegenwärtigen Situ
ation zu tiefgreifenden narzisstischen Krisen. Der Beschwerdeführer verspüre derzeit weder Kraft noch Antrieb noch den Mut, sich den täglichen Anfor
derungen
,
geschweige denn einer Arbeitstätigkeit
zu stellen
. Den grössten Teil seiner Zeit sehe er fern, gelegentlich bekomme er Besuch von seiner Freundin.
In den letzten Jahren habe der Beschwerdeführer nur mehr selten gearbeitet, meist
sei einem enthusiastischen Start die baldige Ernüchterung gefolgt. Der Be
schwerdeführer habe zwar auch Mühe, sich selber zu strukturieren, Zeitpläne einzuhalten oder dem Leistungsdruck zu gehorchen, aber zugleich sei er mit
den
ihm zugeteilten Arbeiten intellektuell völlig unterfordert. Er verspüre keinen Leistungsehrgeiz und beginne unsorgfältig zu werden. Die Folge seien verschie
dentliches Fehlen gewesen und schliesslich die Kündigung.
Im Augenblick sei es notwendig, dem Beschwerdeführer neben der psychiatrischen Versorgung auch ökonomischen Halt zu verschaffen. Dies
weil die
Persönlich
keitsstörung bzw.
die damit verbundene Selbstwertproblematik und
die
Unfähigkeit, den Lebensunter
halt aus eigener Kraft zu bestreiten
,
jetzt auch noch durch Arbeitsunfähigkeit,
innerfamiliäre bzw. zu erwartende Partnerschaftskonflikte verschärft würden. Ins
Gewicht falle dabei insbesondere, dass sich in letzter Zeit angesichts der aufgetretenen Schwierigkeit auch suizidale Krisenmomente eingestellt hätten bzw. immer wieder die latente und seit längerem
chronif
i
zierte
Suizidalität zu eska
lieren gedroht habe. Was den Konsum harter Drogen anbelange, so erfolge dieser
im Wesentlichen zwar
sporadisch bzw. phasenweise, sei aber gleichwohl immer wieder geeignet, den Beschwerdeführer emotional aus der Bahn zu werfen. Neben Spannungsmomenten seien es dabei nicht selten selbstdestruktive Tendenzen, die den Beschwerdeführer zu
m
Drogenkonsum veranlassen würden.
Therapeutisch würden sowohl pharmakologische Massnahmen – d.h. im Wesent
lichen Antidepressiva, Tranquilizer und Schlafmittel – wie auch verhaltenstherapeutische Ansätze angewendet. Die Erfolge seien allerdings vo
r
allem punktuell. Daneben sei
en
wiederholt Unterstützung und Beratung sowie eben auch – beispielsweise bedingt durch Entzugserscheinungen – medizinisches Handeln
notwendig geworden
. Die psychotherapeutischen Bemühungen richteten sich da
rauf, dem Beschwerdeführer Mut zur Bewältigung der praktischen Lebensprobleme
zu
geben
und ihm damit wieder Perspektiven zu vermitteln. Allerdings sei
dies angesichts der vorhandenen Behinderungen bzw. Störungsmuster sehr schwierig
.
Was schliesslich die Arbeits
un
fähigkeit betreffe, habe diese in den letzten drei Jahren zwischen 30 und 90
%
gelegen. Aktuell, d.h. seit Mai/Juni 2001
,
liege sie bei 90
%
. Die Prognose sei derzeit ausgesprochen schlecht (
Urk.
8/13).
3.2
Im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin folgende Arztberichte ein:
3.2.1
A._
,
Chiropraktor
,
diagnostizierte in seinem (undatierten) Bericht
ein chronisch rezidivierendes, z.T. akutes
lumbospondylogenes
Syndrom (
Chondrosen
L4-S1; lumbale Hypolordose). Aus somatischer Sicht sei der Beschwerdeführer in einer wechselbelastenden Tätigkeit (z.B. am Sitz-/Stehpult) zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
8/
50).
3.2.2
B._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, hielt in seinem Bericht vom 27. Januar 2009 folgende Diagnosen fest:
-
Status nach HWS-Distorsion anamnetisch im September 2007 bei
Selbstun
fall
;
m
yofasciales
Schmerzsyndrom;
s
egmentale Dysfunktionen;
l
umbovertebral
es
und
thoracovertebrales
Syndrom seit ca. 2006, bei
Verdacht auf
Osteochondrose
L4/5
;
a
usgeprägte
r
muskuläre
r
De
konditionierung
im Rumpfbereich
.
In seiner Beurteilung hie
lt
B._
fest, aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer in der Lage, eine leichte Arbeit mit Wechselpositionen ohne Überkopfarbeiten zu 100
%
auszuüben (
Urk.
8/51).
3.3
3.3.1
Im psychiatrisch-psychotherapeutischen Gutachten vom 3. Januar 2011 stellt
Z._
gestützt auf
die
Aktenlage
sowie eigene Untersuchungen fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/56/9):
Kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61.0), seit Adoleszenz
mit
histrionischen
, emotional-instabilen und narzisstischen Anteilen
mit
unregelmässigem
Konsum von multiplen psychotropen Substanzen (Tabak, Benzodiazepine, Alkohol,
Cannabinoide
, Kokain, Heroin)
mit anamnestisch rezidivierender depressiver Störung, gegenwärtig re
mittiert (F33.4)
.
3.3.2
In seiner Beurteilung hält der Gutachter fest,
der Beschwerdeführer wirke in der Interaktion demonstrativ-theatralisch (
histrionisch
) und narzisstisch. Er berichte logisch, kohärent sowie flüssig bis
ausschweifig
und dabei ausreichend struktu
riert. Inhaltlich formuliere er oft ausweichend, allgemein, vage, oberflächlich und
pauschal. Im Bewusstsein sei der Beschwerdeführer allseits orientiert.
Konzen
trations
- und/oder Gedächtnisstörungen würden ebenso fehlen wie Hinweise auf
inhaltliche Denkstörungen (Wahn, Zwang). Die Intelligenz im Gespräch sei
norm
gerecht
. Die Auffassung während der Exploration sei vollständig unauffällig. Anhaltspunkte für Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen fänden sich nicht.
Ein affektiver Rapport komme gut zustande. Die affektive Modulation sei gut, die
Grundstimmung teilweise
klagsam
, meist jedoch ruhig und ausgeglichen
. Von Suizidalität sei der Beschwerdeführer ausdrücklich distanziert.
Der Gutachter führt sodann aus, der
Beschwerdeführer beschreibe, in der Ver
gangenheit u.a. unter depressiven Symptomen gelitten zu haben. Dies werde auch
in den Berichten angegeben. Diese Berichte seien jedoch spärlich und nur teil
weise nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer berichte weiterhin von depressiven
Symptomen. Solche seien aber zurzeit nicht ausreichend objektivierbar, um e
ine depressive Episode nach ICD
-10 F32/F33 begründen zu können. Die
ICD-Ein
gangskriterien
einer depressiven Episode würden mindestens zwei der folgenden
Symptome umfassen: 1. Depressive Stimmung in einem für die Betroffenen deut
lich ungewöhnlichen Ausmass
, die meiste Zeit des Tages, fast jeden Tag, im We
sentlichen unbeeinflusst von den Umständen und mindestens zwei Wochen an
haltend,
2.
Interessen- oder Freudenverlust an Aktivitäten, die normalerweise angenehm waren, und 3. Verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit. Diese Kriterien seien aktuell nicht erfüllt. Auf die
dysthyme
Verstimmung des Beschwerdeführers könne allein aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht abgestellt werden. Zudem sei eine eindeutige Abgrenzung eigentlicher depressi
ver Zustandsbilder von Stimmungsschwankungen im Rahmen der kombinierten Persönlichkeitsstörung
(hier vor allem bezüglich des emotional-instabilen An
teils) nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit möglich. Ein relevanter min
dernder Einfluss eines eigenständigen depressiven Symptoms auf die Arbeits
fähigkeit
sei
nicht begründbar
(
Urk.
8/56/10-11)
.
Die kombinierte Persönlichkeitsstörung sei leicht- bis mittelgradig ausgeprägt. Klinisch führend sei der narzisstisch geprägte Anteil, der sich vor allem auf das Verhalten des Beschwerdeführers
und dessen zwischenmenschliche
Interaktio
nen negativ auswirke. Ab Mitte der 1990er-Jahre (nach Schulabschluss) hätten sich immer wieder darauf beruhende Konflikte gezeigt (im Beruf, in den zwi
schenmenschlichen Beziehungen, in Partnerschaften). Mit einer
Persönlich
keitsstörung
nach ICD-10 seien eine Reihe von klinisch wichtigen, länger an
haltenden Zustandsbildern und Verhaltensmustern gemeint. Sie seien Ausdruck des charakteristischen, individuellen Lebensstils, des Verhältnisses zur eigenen
Person und zu anderen Menschen. Meist entstünden diese Zustandsbilder und Verhaltensmuster als Folge konstitutioneller Faktoren und sozialer Erfahrungen schon früh im Verlauf der individuellen Entwicklung. Die spezifischen sowie die kombinierten und anderen Persönlichkeitsstörungen seien tief verwurzelte, an
haltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigten. Sie verkörperten gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrneh
men, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltens
muster seien meist stabil und
bezögen
sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens
und der psychologischen Funktionen. Häufig gingen sie mit einem unterschied
lichen Ausmass persönlichen Leidens und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher. Die Differentialtypologie, also die Frage nach der Untergruppe in der
Kategorie „Persönlichkeitsstörung
“
(kombiniert oder „nur“ emotional-instabil, nar
zisstisch o.ä.)
,
sei allenfalls von therapeutischem, nicht aber von
versi
che
rungsmedizinischem
Interesse
(
Urk.
8/56/11-12)
.
Die medizinisch-theoretische Einschätzung der qualitativen und quantitativen
Auswirkungen einer Persönlichkeitsstörung auf die Arbeitsfähigkeit werde in der
Literatur differenziert, aber nicht abschliessend diskutiert. Eine leicht bis
mittelschwer ausgeprägte Persönlichkeitsstörung, wie sie beim Beschwerdeführer
vorliege, habe einen relevanten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit von 40
%
. Me
dizinisch-theoretisch sei die Prognose einer Persönlichkeitsstörung auch bei lan
g
jähriger psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung chronisch stabil.
In Be
zug
auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit seien krankheitsfremde Gesichts
punkte (Verdeutlichungstendenz sowie psychosoziale Faktoren wie fehlende Berufs
ausbildung, langjähriger Rentenbezug, Abstinenz vom und Lage am Ar
beitsmarkt, finanzielle Sorgen, persönliche Weltanschauung etc.) von krankheitsbedingten, objektivierb
aren Befunden abgegrenzt worden, bzw. seien solche krank
heitsfremden Gesichtspunkte nicht in die Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit miteingeflossen.
Die krankheitsfremden Gesichtspunkte würden
im Übri
gen
ausreichend die Diskrepanz zwischen der
gutachterlichen
Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit
und der diesbezüglichen subjektiven Auffassung des Be
schwerdeführers erklären
(
Urk.
8/56/12)
.
Zu beachten sei jedoch, dass im Fall des Beschwerdeführers au
s psychiatrisch
-psychotherapeutischer (medizinischer) Sicht zusätzliche Hinweise vorhanden
seien, welche
Defizite aufgrund eines
Gesundheitsschaden
s
(Konsum
psychotroper
Substanzen) und/oder eine Unzumutbarkeit zu deren Überwindung begründen könnten (beispielsweise durch eine fehlende Kapazität zur Verarbeitung
inner
psychischer
Konflikte). Dem Beschwerdeführer stehe indes seine grundsätzliche Fähigkeit zur Verfügung, seine krankheitsbedingten Defizite zu überwinden. Der
Beschwerdeführer habe im Rahmen der Begutachtung selber angegeben, er sei in
der Lage, sein Konsumverhalten wesentlich zu modifizieren (bis hin zu länger
fristiger Abstinenz). Diese Aussage decke sich mit den vorhandenen Unterlagen
(
Urk.
8/56/13)
.
Der Gutachter nimmt sodann ausführlich zum Arztbericht von
Y._
vom 11. Mai 2002 Stellung.
Z._
hält fest, in dem Beri
cht
werde keine Diagnose mit Bezug auf ein gängiges Klassifikationssystem genannt. Die frei formulierte diagnostische Beurteilung werde jedoch nachvollziehbar beschrieben und entspreche qualitativ der in diesem Gutachten geäusserten Einschätzung. Indes würden die depressive Störung und der
Heroinabusus
nicht differenziert abge
grenzt. Das darauf gründende Attest einer Arbeitsunfähigkeit um 90
%
sei somit nicht nachvollziehbar. Die Beurteilung, wonach eine Arbeitsfähigkeit von fast
0
%
bestehe, sei medizinisch-theoretisch kaum begründbar, da hierfür eine weit
gehende (fast absolute) motorische, intellektuelle und/oder emotionale Invaliditä
t vorausgesetzt wäre. Aus formalen Gründen seien (teil-)stationäre
Hospitalisatio
nen
hievon
ausgenommen (
Urk.
8/56/15-16).
3.3.3
Z._
zog zur Begutachtung weitere Berichte von behandelnden Ärzten bei (
Urk.
8/56/44-74).
Diese betreffen den Zeitraum 1997 – 2005, in welchem der
Beschwerdeführer mehrfach
in stationärer Behandlung gestanden
hatte
, wobei die Suchttherapie im Zentrum stand
.
Speziell hingewiesen sei hier auf den
Aus
trittsbericht
der
C._
vom 3. November 1997
, w
orin
die
Diagnose einer
akute
n
Lebenskrise bei Beziehungsabbruch und depressiver Entwicklung
gestellt und
danebst
differentialdiagnostisch zusätzlich eine Persönlichkeitsstörung in Betracht gezogen
wurde
(
Urk.
8/56/43-46)
. Im
Übrigen hiel
t
Z._
fest, dass einzelne dieser Berichte aus psychiatrisch-psychotherapeutische
r nur teilweise verwertbar seien
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der Rentenverfügung vom 13. Dezember 2002 damit, der rentenerhebliche Sachver
halt sei damals
nicht
vollständig abgeklärt worden.
Die Beurteilung der Arbeits
fähigkeit habe sich einzig auf den Arztbericht von
Y._
vom 1. Mai 2002 gestützt. Dieser Bericht sei jedoch zu wenig umfassend gewesen. Es habe zwar eine fachärztliche Abklärung stattgefunden, diese sei aber nicht in Berücksichti
gung der
Vorakten
, sondern hauptsächlich basierend auf den subjektiven Anga
ben des Beschwerdeführers vorgenommen worden.
Beispielsweise
habe
Y._
die mehrfach stattgefundenen psychiatrischen
Hospitalisationen
ausser Acht ge
lassen und nur Kriseninterventionen erwähnt. Ebenfalls sei zu beachten, dass er
die von ihm gestellten Diagnosen nicht mit den zwingend notwendigen Codier
ungen
eines wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystems versehen habe, was aber zwingend nötig
wäre
, damit die Diagnosen anerkannt und berück
sichtigt werden könnten.
Die von
Y._
gestellten Diagnosen seien somit nich
t nachvollziehbar bzw. nicht überprüfbar. Er habe ihr (der Beschwerdegegnerin) auch keine Austrittsberichte der
Hospitalisationen
eingereicht
,
und ebenfalls habe sie selber es unterlassen, diese Berichte einzuholen, obwohl ihr aus der IV-Anmeldung bekannt gewesen
sei
, dass der Beschwerdeführer
sich
mindestens zwei Mal in der
D._
aufgehalten habe (
Urk.
8/62).
4.2
Vorliegend ist zunächst festzuhalten, dass die Abklärungen, welche dazumal zur Zusprechung der ganzen Invalidenrente führte
n
, aus heutiger Sicht
insgesamt
wohl knapp erscheinen. Die Ansicht der Beschwerdegegnerin, die ursprüngliche Rentenverfügung sei schon deshalb zweifellos unrichtig gewesen, weil relevante medizinische Akten, konkret die beiden Berichte der
C._
vom 3. November 1997 bzw. der
D._
vom 8. März 1998 (
Urk.
8/56/43-51)
,
nicht herangezogen worden seien, ist indes nicht zutreffend.
Die beiden Berichte erweisen sich auch als damaliger Sicht für die vorliegenden
Belange als zu wenig umfassend
bzw. aussagekräftig.
Es ist nicht
erstellt, dass die
invaliditätsrechtliche Beurteilung in Kenntnis dieser Berichte zweifellos anders ausgefallen wäre, zumal
Y._
, welcher jeweils mit einer Kopie derselben bedient wurde, diese kannte.
Inhaltlich ist zum Bericht von
Y._
zu be
merken, dass dieser
eine recht ausführliche psychiatrische Beurteilung enthält
und
darin keine
Ungereimtheiten oder gar Widersprüche
enthalten
sind
, welche zwing
end Anlass zu weitergehenden Abklärungen hätten geben müssen.
Für die Zuverlässigkeit des Berichts spricht
sodann, dass
die darin getroffenen Einschätzungen
mit jenen
des Gutachters
Z._
in
w
esentlichen Punkten als übereinstimmend zu qualifizieren sind.
Dies betrifft insbesondere die Diagnosestellung
.
Während
nämlich
Y._
eine narzisstische Persönlichkeitsstörung d
iagnostizierte, ging
Z._
von einer kombinierten Persönlichkeitsstöru
ng aus
und
erklärte dabei
, klinisch führend sei der narzisstisch geprägte Anteil. Weiter
konnte
Z._
die von
Y._
erwähnte Depression zwar nicht
mehr
feststellen, allerdings ist diesbezüglich kein Widerspruch auszumachen, ging
doch der Gutachter
grundsätzlich von einer rezidivierenden depressiven
Störung aus, welche zurzeit
jedoch
remittiert sei. Im Übrigen kann der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wonach
die
von
Y._
gestellten Diagnosen zufolge Fe
hlens der Angabe
eine
s
ICD-Codes
nicht anerkannt bzw. berücksichtigt werden könnten. Diesbezüglich ist zu beachten, dass auch
Z._
auf das Fehlen einer Diagnose gemäss einem
gängigen Klassifikationssystem hinwies. Gleichzeitig
hielt
er aber fest,
Y._
habe die frei formulierte diagnostische Beurteilung bezüglich einer Persönlich
keitsstörung nachvollziehbar beschrieben und
diese
entspreche qualitativ der gutachterlichen Einschätzung.
Letztlich fallen als massgebende
Abweichung
zwischen dem Arztbericht von
Y._
und dem psychiatrischen Gutachten einzig die
unterschiedlichen Angaben zur
Arbeitsfähigkeit ins Gewicht
.
Z._
legte grundsätzlich fundiert dar, weshalb er die Beurteilung einer 90%igen Arbeitsunfähigkeit für nicht nachvollziehbar halte.
Ob damit eine zweifellose Unrichtigkeit der
auf dieser
Beurteilung
basierenden Rentenverfügung
erstellt
ist, erscheint indes fraglich.
In dieser Hinsicht
ist zu beachten, dass gerade die Arbeitsfähigkeitsschätzung na
turgemäss erheblich vom Ermessen der Arztperson abhängt.
Die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit würde den Nachweis voraussetzen, dass der Arzt sein Ermessen geradezu fehlerhaft ange
wendet hat. Dafür bestehen vorliegend jedoch keine hinreichenden Anhaltspunkte.
Davon abgesehen können
im Übrigen
an der gutachterlichen Beurteilung
gewisse Zweifel nicht ausgeräumt werden. Diesbezüglich wurde vom Beschwerdeführer – und auch von der Beschwerdegegnerin selbst
(vgl.
Urk.
8/62/1) – zu Recht darauf hingewiesen, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung von
Z._
recht
allgemein
gehalten
ist bzw. eher zu wenig auf die konkrete Situation des Beschwerdeführers eingeht.
Die abweichende
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
von
Z._
muss im Ergebnis als
unterschiedliche
Beurteilung desselben
Sachverhaltes
qualifiziert werden
, was weder die Voraussetzungen einer Wieder
erwägung gemäss Art. 53
Abs.
2 ATSG erfüllt, noch einen Revisionsgrund gemäss Art. 17 ATSG darstellt.
4.3
Zusammenfassend ist der ursprüngliche Rentenentscheid nicht zweifellos un
richtig, zumindest nicht aus der damaligen Optik, welche einzig relevant ist.
Damit erweist sich die wiedererwägungsweise Aufhebung der
Leistungszusprache
als nicht gerechtfertigt. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung in Gut
heissung der Beschwerde aufzuheben,
was zum
W
iederauf
l
eben der
Rentenver
fügungen
vom 13. Dezember 2002 (Urk. 8/20
)
und 9. März 200
6
(
Urk. 8/38) führt.
5.
5.1
Gemäss Art. 69
Abs.
1
bis
IVG ist abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG das
Be
schwerdeverfahren
bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis 1000.-- festgelegt. Die Gerichtskosten sind auf
Fr.
600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
5.2
Nach
§
34
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat
die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
In der vorliegenden Angelegenheit erscheint eine Prozessentschädigung von
Fr.
1‘800.-- (inkl.
MWSt
und Barauslagen) als ange
messen.