Decision ID: fabc85ce-c683-4e9c-962d-3694badd3384
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1973, war seit dem 1. Mai 2010 beim Landwirt
Y._
,
Z._
,
in einem 100%-Pensum
als landwirtschaftlicher Mitarbei
ter
tätig
und in dieser Eigenschaft bei der Krankenkasse
Agrisano
AG (nachfol
gend:
Agrisano
) gegen die Folgen von Unfä
llen versichert (
Urk.
13/A1
, Urk. 13/A13
.
1
). Die
Agrisano
hat mit der
Solida
Versicherungen AG (nachfol
gend:
Solida
) einen Zusammenarbeitsvertrag hinsichtlich der Erbringung von langfristigen Leistungen (Rente, Integritätsentschädigung) abgeschlossen (Urk.
13/A
4
,
Urk.
2 S. 2).
Neben seiner Tätigkeit für
Y._
arbeitete
X._
am Samstag
(
20%-Pensum
)
als Chauffeur für das A._
(
Urk.
1 S. 2,
Urk.
13/A3
,
Urk.
13/A13.1
).
A
m 25. Februar 2011
erlitt
der Versicherte
bei einem Sturz von einem Zwischenboden eine
Berstungs
fraktur
eines Brustwirbelkörpers
(BWK) [
Urk.
13
/
A1
, Urk. 1
3
/M
1-2
]
.
Er
wurde
am selben Tag
ins Spital
B._
und danach in
die
Klinik C._
gebracht, wo
er
am
2
6.
Februar 2011
operiert
wurde
(
Urk.
13
/
M1-
M2
, Urk.
13/M
4
).
Die
Agrisano
gewährte Heilbehandlung
s-
und Taggeld
leistungen
.
In der Folge veranlasste d
ie
Solida
die ärztliche Unter
suchung durch ihren
beratenden Arzt
Dr.
med.
D._
,
praktischer Arzt
, Facharzt manuelle Medizin und Ver
trauensarzt FMH,
vom
5.
April 2013 (
Urk.
13/A18).
Mit Verfügung vom 30. April 2013 stellte
die
Agrisano
ihre
Ver
sicherungs
leistungen, mit Ausnahme der Kosten für Medika
mente, welche sie noch bis 31. März 2014 übernehme, per 31. März 2013 ein (Urk. 1
3
/
A19
.
3-4
). Gegen diese Verfügung der
Agrisano
er
hoben die Kranken
kasse des Ver
sicherten, die
Assura
, und
X._
am 6. respektive
31. Mai 2013 Einsprache (Urk. 1
3
/
A19
, Urk.
13
/
A19.
7
).
Die
Solida
verneinte mit Ver
fügung vom 6. Juni 2013 einen Rentenanspru
ch
des Versicherten
(Invalidi
tätsgrad: 7%), sprach ihm jedoch gestützt auf eine Integritätseinbusse von 20 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 25‘200.-- zu (Urk. 1
3
/
A20
). Dagegen erhob
dieser
am
8.
Juli 2013 Einsprache (Urk.
13/A23).
Am 17. Juli 2013 zog die
Assura
ihre Einsprache
gegen die Verfügung der
Agrisano
vom 30. April 2013
wieder zurück (Urk.
13/A19.5
). Die Einsprache
des Versicherten
wies die
Agrisano
mit
Einspracheentscheid
vom 20. August 2013 ab (Urk.
13/A29
).
Die von
X._
dagegen am 1
8.
September 2013 erhobene Beschwerde ist Gegenstand des Verfahrens
Nr. UV.2013.00223, wel
ches mit Verfügung vom 1
4.
November 2013 bis zur Er
ledigung des
Ein
spracheverfahrens
durch die
Solida
sistiert wurde.
Am 3
0.
Mai 2014 beantworte
te
Dr.
D._
Zusatzfragen der
Solida
(Urk. 13/A32.6).
M
it
E
nt
scheid vom 1
6.
Juli 2014
wies sie
die Ein
sprache
des
Ver
sicherten
vom 8.
Juli 2013 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
6.
August 2014 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids
sei die
Beschwerdegeg
nerin
zu verpflichten
, ihm eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 30 % und eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 40
%
auszurichten. Eventualiter sei eine neutrale Begutachtung anzuordnen (
Urk.
1 S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Dezember 2014 beantragte die
Beschwer
degegnerin
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
12, unter Beilage ihrer Akten [Urk.
13/A1-A32,
Urk.
13/M1-M28]), was dem Beschwerdeführer mit Mit
teilung vom
8.
Dezember 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
14).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist
,
dass das Gericht im Prozess Nr. UV.2013.00223 auf die Beschwerde des Beschwerdeführers gegen den
Einspracheentscheid
der
Agrisano
vom 20. August 2013 mit Beschluss heutigen Datums
mangels
An
fech
tungsob
jekt
nicht eingetreten ist.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat die ver
siche
rte Person Anspruch auf die zweckmässige Behand
lung ihrer Unfall
folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun
fähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts [ATSG]) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invali
den
rente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenan
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes er
wartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invaliden
ver
sicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeld
leistungen
dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.
2
Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Entschädigung
wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG).
1.
3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem einge
tretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusam
menhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesund
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der ver
sicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtser
hebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veran
lagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus
versiche
rungsmässiger
Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei
–
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf
–
folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E.
5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.4.4
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un
falls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre
er
fahrungs
gemässe
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genü
gen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, wel
cher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr.
U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie z.B. eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwierigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere
unfallbe
zogene
Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Ver
neinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit
mit
begünstigt
haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S.
448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E.
2).
1.
5
1.5.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist ent
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E.
1c).
1.5.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungs
träger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E.
1c).
2.
2.1
S
trittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invali
denrente der Beschwerdegegnerin hat sowie die Höhe der
Integritätsent
schä
di
gung
.
2.2
Im angefochtenen
Einspr
acheentscheid
vom 1
6.
Juli 2014
erwog
die
Beschwer
degegnerin
im Wesentlichen
, sowohl der beratende Arzt der
Agrisano
, Dr.
med.
E._
, FMH Chirurgie,
als auch ihr beratender Arzt
Dr.
D._
wür
den in ihren Berichten bestätigen, dass der medizinische Endzustand erreicht sei und von keiner namhaften Besserung
mehr
ausgegangen werden könne
.
Der Beschwerdeführer sei in einer ange
passten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
2 S. 4)
. Mit Ver
fügung vom
6. Juni 2013
sei mittels Einkommensvergleich ein Inv
aliditätsgrad von 7
%
er
mittelt
worden, was zu bestätigen sei
. Hinsicht
lich der
Einschätzung d
es Integritätsschadens sei auf die Beurteilung von Dr.
D._
abzustellen
(Urk.
2 S. 5). Ausgehend von einem Integritätsschaden von 20
%
sei die Verfü
gung vom 6. Juni 2013 auch hinsichtlich der Ein
schätzung der
Integritätsent
schädigung
zu bestätigen
(
Urk.
2 S. 5
-6
).
2.3
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass auf
den
Bericht
von
Dr.
D._
vom
5.
April 2013
nicht abgestellt werden könne, da dieser kein orthopädischer Chirurg, Neurologe oder Psychiater sei. Ein
en
solch komplexe
n
Fall
könne ein praktischer Arzt für manuelle Medizin nicht schlüssig beurteilen. Dr.
D._
habe die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für leichte kör
per
liche Tätigkeit zu optimistisch beurteilt. Er habe nicht berücksich
tigt, dass der Beschwerdeführer an neurologischen Ausfällen und mittelgradigen depres
siven Episoden leide (Urk. 1 S. 3). Wie auch
Dr.
F._
hätten die Ärzte der
Klinik C._
in deren Bericht vom 2
9.
August 2011 dem Beschwerde
führer eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Das
G._
habe im Bericht vom 9. April 2014 fest
ge
halten, dass der Be
schwerdeführer wegen der Unfallfolgen zu
3
0 % arbeitsunfähig sei. Der Psy
chiater des
G._
habe festgestellt, dass der Be
schwerdeführer insbesondere wegen den ständigen Schmerzen zu 70
%
erkrankt sei. Wenn die psychische Beeinträchtigung als Unfallfolge anerkannt werde, sei eine
Integritätsent
schä
di
gung
bei eine
r
Integritätseinbusse von 40
%
angemes
sen (
Urk.
1 S. 4).
3.
3.1
Bei der CT-Untersuch
ung
der Lendenwirbelsäule (LWS) im Spital
B._
vom 2
5.
Februar 2011 fand
sich eine instabile BWK12-Fraktur mit Beteiligung beider
Pedikel
, der
Hinterkante
und Impression der Deckplatte
(
Urk.
13/M1
, Urk.
13/M3
).
Bei der Verlaufs-CT-Untersuchung in der
Klinik C._
vom 1
5.
November 2011 zeigte sich eine im Verlauf stationäre Darstellung der Kompressions
fraktur des BWK 12 sowie intaktes
Osteosynthesematerial
ohne Lockerungsnachweis (Urk. 13/M15). Auch beim
Radiologiebefund
vom 2
8.
Februar 2012 wurde eine intakte dorsale
Spondylod
ese
ohne Zeichen der Lockerung sowie eine
Kom
pres
sionsfraktur
des BWK
12 ohne weitere Sinterung im Verlauf
sichtbar
(Urk.
13/M17).
3.2
Dr.
F._
, Spezialarzt FMH für Chirurgie, diagnostizierte am
4.
Juli 2012 einen Status nach Trauma mit Keilkompressionsfraktur BWK 12 sowie einen Status nach
Spondylodese
BWK 11 bis Lendenwirbelkörper 1 (Urk. 13/M19). Der Beschwerdeführer
sei s
eit dem
1.
Mai 2012
zu
40
%
als Hauswart sowie zu 20
%
als Chauffeur im
A._
(Transport von Dialyse-Patien
ten) tätig. Er sei gesamthaft zu 60
%
arbeit
s
fähig (
Urk.
13/M19.1).
3.3
Der beratende Arzt der
Agrisano
,
Dr.
E._
, hielt in seiner Stellungn
ahme vom 2
2.
Oktober 2012 fest, dass nun gut 18
Monate seit der Operation wahr
scheinlich im Wesentlichen von einem End
zustand ausgegangen werden müsse. In der Tätigkeit als Landwirt werde der Beschwerdeführer wahrscheinlich nicht mehr vollumfänglich arbeitsfähig. Eine volle Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit bestehe aber in einer adaptierten Tätigkeit. Diese beinhalte eine leichte bis mit
telschwere manuelle Tätigkeit ohne das repetitive Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, keine Arbeiten in einer fixierten Körperhaltung sowie keine anhal
tend sitzende oder stehende Tätigkeit.
Aufgrund des bisherigen Verlaufs sei von einer bleibenden Beeinträchtigung der Belastbarkeit der Wirbelsäule auszugehen (
Urk.
13/M22).
3.4
Nach seiner Untersuchung des Beschwerdeführers
vom 5. April 2013
diagnosti
zierte
Dr.
D._
eine Belastungsintoleranz des Rückens und
eine
Bewe
gungs
ein
schränkung
nach einer
Spondylodese
Th11 bis L1 nach
Berstungs
fraktur
BWK
12 sowie einen Verdacht auf depressive Episoden (
Urk.
13/M30.3).
In
sei
nem Bericht selben Datums
führte er
aus
, dass der Endzustand erreicht sei. Durch den Restzustand des Rückens sei der Beschwerdeführer in Zukunft auf leichte bis höchstens mittelschwere Arbeiten angewiesen. Die Arbeiten könnten nicht
mehr in Rückenzwangsstellungen durchgeführt werden. Die
Gewichts
li
mite
sei mit 10 bis 15 kg anzugeben. Ausgeschlossen seien somit Arbeiten in vorgeneigten Rückenstellungen, anders
eits auch Arbeiten auf Leitern, welche zu einer Überstreckung der Wirbelsäule führten (
Urk.
13/M30.3).
Die Arbeit im 20%-Pensum als Chauffeur an Samstagen und allgemeinen Feier
tagen sei dem Beschwerdeführer nach wie vor zu 100
%
zumutbar (Urk. 13/M30.3).
Bei geringen Dauerschmerzen, welche bei Belastung verstärkt und teilweise auch in Ruhe auftreten würden, sei der Integritätsschaden gestützt auf die Ta
belle 7
–
Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
–
mit 20
%
zu bemessen (
Urk.
13/M30.3).
3.5
Im Bericht zur interdisziplinären Schmerzbehandlung
führen
die Ärzte und Psy
chologen des
G._
als
Diagnosen
(1) ein
thorakovertebrales
Syndrom, (2) ein
lumbovertebrales
Syndrom, (3) einen Ver
dacht auf HWI, (4) eine post
traumati
sche Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) so
wie (5) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) auf
(
Urk.
13/M35)
.
Der Beschwerdeführer sei sowohl in den Berufen als Hauswart und als Chauffeur als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 30
%
arbeitsunfähig (Urk. 13/M35.5).
4.
4.1
Zu prüfen ist der Anspruch auf Rente.
Es ist gestützt auf
die Beurteilung von
Dr.
D._
davon aus
zugehen, dass der Endzustand bezüglich der
Rücken
be
schwerden
spätestens am
5
.
April 2013
erreicht
war
(Urk. 13/M
30.3
), von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung mithin keine namhafte Bes
serung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war
.
Dies blieb unbe
s
tritten.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte
sich in medizinischer Hinsicht
im Wesentlichen auf den Untersuchungs
bericht
von
Dr.
D._
vom
5.
April 2013 (
Urk.
13/M30).
Dr.
D._
erstellte seinen Bericht in Kenntnis der
Vorakten
(vgl.
Urk.
13/M30) und nach einer per
sönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers, bei welcher er diesen auch zu den Beschwerden befragte (vgl.
Urk.
13/M30-30.1). Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er von Ärzten der Fachrichtungen ortho
pä
dische Chirurgie,
Neurologie
und Psychiatri
e hätte untersucht
werden
müssen (
Urk.
1 S. 3). Es ist allerdings nicht einsichtig, weshalb
Dr.
D._
, welcher auch über den Weiterbildungstitel Facharzt Vertrauensarzt FMH verfügt,
gestützt auf
Vorakten
, insbesondere diejenigen der
Klinik C._
und seine
persön
liche
Unter
suchung des Beschwer
de
füh
rers die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht hätte schlüssig beurteilen können.
Der Bericht von
Dr.
F._
vom 2
6.
Januar 2013 (
Urk.
13/M31) vermag
die Einschätzung
von
Dr.
D._
vom
5.
April 2013 (
Urk.
13/
M
30)
nicht in Frage zu stellen
. Hin
sicht
lich der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit attestierte
Dr.
F._
dem Beschwerdeführer eine Arbeits
un
fähigkeit von
„
zur Zeit
“
30
%
(
Urk.
13/M31.4), was dessen
damalige
m
Pensum (50
%
als Haus
wart, 20
%
als Chauffeur
)
entsprach
(
vgl.
Urk. 13/M31.2,
Urk.
13/M32).
Es kommt hinzu, dass
Dr.
F._
im erwähnten Bericht
zwar festhält
, der Beschwerde
führer
sei mit
Einschränkungen wie na
mentlich Bücken sowie Heben und Tra
gen von Lasten (vgl. Urk. 13/M31.3) noch in der Lage
,
mittelschwere Tätigkeiten zu ver
richten (Urk.
13/M31.3), an anderer Stelle aber
ohne Begrün
dung ver
neinte
, dass der Beschwerdeführer eine angepasste Arbeit verrichten könne (
Urk.
13/M31.4).
Im Be
richt zur Interdisziplinären Schmerzbehandlung des
G._
vom
9.
April 2014
gab
Dr.
F._
die subjektiven Angaben des Beschwer
de
führers wieder (Urk. 13/M35.1).
Neurologische Beschwerden
beziehungsweise Ausfälle
sind we
der dem Bericht von
Dr.
D._
vom
5.
April 2013 (insbes. Urk.
13/M30.2)
noch demjenigen des
G._
vom
9.
April 2014 (
insbes. Urk.
1
3
/M35.3
-4
) zu ent
nehmen. Es ist mithin
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keine Unter
suchung durch einen Neurologen veranlasste.
Nachdem mangels adäquate
n
Kausalzusam
menhang
s
zum Un
fall vom 25. Februar 2011 für die geklagten psy
chischen Beschwerden keine
Leistungs
pflicht
der Beschwerdegegnerin besteht (
vgl.
E. 4.3
nachstehend
), konnte eine Unter
suchung des Beschwerdeführers durch einen Arzt der Fachrichtung Psy
chiatrie unterbleiben. Zu ergänzen ist, dass
es
sich
bei den
vom Be
schwerde
führer geklagten Beschwerden im unteren LWS-Bereich
g
emäss Dr.
F._
nicht um Un
fallfolgen
handelt (
Urk.
13/M32)
.
Gestützt auf den Bericht von
Dr.
D._
vom
5.
April 2013 ist mithin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
unter Berücksichtigung der somatischen Unfallfolgen
in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist (Urk.
13/
M30.3).
4.3
4.3.1
Das
G._
attestierte dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit in angepassten Tätigkeiten (
Urk.
13/M35.5).
Die Traumatisierung und die Depression seien
regredient
(
Urk.
13/M35.6).
Gemäss Bericht des
G._
vom 1
6.
Oktober 2013 hängen die psychischen Be
schwerden des Be
schwerdeführers mit dem Unfall vom 2
5.
Februar 2011 zusam
men (Urk. 13/M33).
Am 3
0.
Mai 2014 schrieb
Dr.
D._
, dass die psy
chische Stö
rung des Beschwer
deführers nur im indirekten Zusammenhang mit dem
Unfall
ereignis
und für das gesamte Beschwerdebild nicht im Vordergrund stehe
(
Urk.
13/M38).
Ob die
geklagten psychischen Beschwerde
n
in einem natür
lichen Kausalzusammenhang zum versicherten Unfallereignis stehen
,
kann vor
liegend allerdings offen bleiben,
da der adäquate Kausalzusammenhang zu ver
neinen ist,
wie die nachfolgenden
Erwägungen zeigen.
4.3.2
A
usgangspunkt der Adäquanzprüfung bildet das (objektiv erfassbare)
Un
faller
eignis
.
Die
Bestimmung des Schweregrades ei
nes Unfallereignisses er
folgt auf
grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei ent
wickeln
den Kräften, wobei eine objektivierte Betrachtungsweise anzu
wenden ist. Nicht massgebend sind die Folgen des Unfalles oder Begleitum
stände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können. Der
artigen, dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den
Adä
quanzkriterien
Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für die – ein eigenes Krite
rium bildenden – Verletzungen, welche sich die versi
cherte Person zuzieht, aber auch für unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Be
gleitum
stände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfenden äus
seren Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- re
spektive gar Todesfolgen, die der Unfall für an
dere Perso
nen nach sich zieht (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 27 E. 5.3.1).
Der Beschwerdeführer stürzte beim Abbruch eines Zwischenbodens
von einer Leiter
zwei bis drei Meter in die Tiefe auf das Gesäss und erlitt eine BWK
12
Fraktur. Er gab starke Schmerzen im Bereich der LWS
an, so dass das Aufstehen nicht mehr möglich gewesen sei. Arme und Beine konnte er zu jeder Zeit bewe
gen
(vgl.
Urk.
13/A1,
Urk.
13/M1
,
Urk.
13/M4
)
.
Das Bundesgericht qualifizierte etwa einen Sturz vom zweiten Obergeschoss ca. drei bis vier Meter hinunter auf den Balkonboden des ersten Obergeschosses mit offenem
Schädel
hirntrauma
mit
Kalottenfraktur
rechts frontal-temporal (Urteil des Bundes
gerichts 8C_747/2012 vom 2
2.
Januar 2013 E. 5.3) sowie einen drei bis vier Meter tiefen Sturz vom Heuboden in das Futtertenn
mit Lendenwirbel-Kompressionsfraktur (Urteil des Bundesgerichts U3/03 vom
4.
September 2003 E. 3.4.1)
als im mitt
leren Bereich der mittel
schweren Unfällen liegend.
Den Sturz eines Ver
sicherten von einer wegrutschenden Schrägleiter aus rund drei Metern Höhe auf den Boden, wo er sich mit beiden Armen aufstützen konnte, sah das Bundes
gericht als Unfall im mittleren Bereich an den Grenzen zu leichten Unfällen an (Urteil des Bundesgerichts U 191/04 vom 1
2.
August 2005 E. 5).
Unter Berück
sichti
gung dieser Rechtsprechung
und aufgrund des
Geschehens
ablaufs
, ist
der zu beurteilende
Unfall
maximal
als
ein
im engeren Sinn mittel
schwerer Unfall zu qualifizieren.
Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre somit nur dann zu bejahen, wenn von den weiteren massgeblichen Kriterien (vgl.
E. 1.4.4
) entweder ein ein
zelnes in ausgeprägter Weise oder aber mindestens
drei
in gehäufter oder auf
fallender Weise gegeben wären (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_
747
/20
12 vom 22
.
Januar
20
13
E. 5
.3
mit Hinweis auf
SVR 2010
UV
Nr. 25 S. 10
2 E. 4.5
).
4.3.
3
Bei der Prüfung dieser Kriterien kann
vorliegend
eine „ärztliche
Fehlbe
hand
lung
, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert“ hat, ohne weiteres ver
neint werden. Bezüglich des Kriterium
s
der „besonders dramatische
n
Be
gleit
umstände oder
der
be
sondere
n
Eindrücklichkeit des Unfalls“ ist zu berücksichti
gen, dass
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
jedem mindestens mittel
schweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_39/2008 vom 2
0.
November 2008 E. 5.2). Dieses Kriterium kann vor
liegend nicht bejaht werden.
Ebenso wenig erfüllt ist das Kriterium
der „
Schwere oder besondere
n
Art der erlittenen Ver
letzungen, insbesondere ihre
er
fahrungsgemässe
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen
“
(
vgl.
Urteil
e des Bundesgerichts 8C_15/2013 vom 2
4.
Mai 2013 E.
6.2, U
197/06
vom
2.
Oktober 2006 E. 2
)
. Die nach der
Spondylodese
in der
Klinik C._
vom 2
6.
Februar 2011 (
Urk.
13/M2) in derselben Klinik durchgeführten
bild
gebenden
Verlaufsuntersuchungen vom 15. November 2011 und 28. Februar 2012 zeigten jeweils eine stationäre Kompressionsfraktur des BWK 12 sowie ein intaktes
Osteosynthesematerial
ohne Lockerungsnachweis (Urk. 13/M15,
Urk.
13/M17)
. Das Kriterium
„
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen
“ ist mithin ebenfalls nicht gegeben.
Gleiches gilt für das Kri
terium „ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung“. Die stattgehabte
Physiotherapie (
vgl.
Urk.
13
/
M11.1
,
Urk.
13/M35.1
) und Schmerzmedikation
(vgl.
Urk.
13/M6)
sowie
die
medizinische
n
Abklärungen
und
Kontrollunter
suchun
gen
(vgl.
Urk.
13/M6, Urk.
13/M8
,
Urk.
13/M11,
Urk.
13/M13, Urk.
13/M18,
Urk.
13/M23
)
vermögen das Kriterium
noch
nicht zu erfüllen (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_68/2009 vom
7.
Mai 2009 E. 5.4).
Es kommt hinzu, dass
die Untersuchungen auch zur Ab
klärung der psychischen Beschwerden des
Beschwerdeführers durchgeführt
wurden
(Urk.
13/M33,
Urk.
13/M35).
Nach dem Unfall vom 2
5.
Februar 2011 schrieben die Ärzte der
Klinik C._
den Beschwer
deführer bis 3
0.
September 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig (Urk.
13/M13.1).
Dr.
F._
attestierte dem Be
schwerdeführer vom
3.
Oktober 2011 bis 3
0.
April 2012 eine 50%ige Arbeits
fähigkeit sowie eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit ab
1.
Mai 2012 (
Urk.
13/M20.1). Der Beschwerdeführer war ab Januar 2012 wieder als
Chauf
feur für das
A._
tätig (Urk. 13/A7, Urk. 13/A12 S. 1, Urk. 13/A23.13).
Dies genügt nicht
,
um das Kriterium „
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
“ zu bejahen (vgl.
Urteil des Bundesge
richts 8C_116/2009 vom 2
6.
Juni 2009 E. 4.6
)
.
Damit kann offen bleiben, ob das Kriterium „
körperliche Dauerschmerzen
“
erfüllt ist,
ist
es
doch
nicht in besonders ausgeprägter Art und Weise gegeben, da dem Beschwerdeführer gewisse häusliche und ausserhäusliche Tätigkeiten
, wie namentlich die Reise nach
H._
(
Urk.
13/M35.2)
,
nach wie vor möglich
waren beziehungsweise sind
. Zu
dem hielt
Dr.
med.
I._
, Oberarzt an der
Klinik C._
am 16.
März 2012 fest, dass die Beschwerden eher
myofaszialer
Natur seien (Urk.
13/M18.1)
.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerdegegnerin für die geklagten psychischen Beschwerden mangels adäquate
n
Kausalzusammenhang
s
mit dem versicherten Unfallereignis nicht leistungspflichtig.
5.
5.1
In erwerblicher Hinsicht
stellte die Beschwerdegegnerin hinsichtlich des
Vali
denein
kommens
auf
die
vom Beschwerdeführer in einem 120%-Pensum (100
%
-
Tätigkeit für
Y._
, Jahreseinkommen
2011
:
Fr.
63‘600.--; 20%
-
Tätig
keit als Chauffeur für das
A._
, Jahreseinkommen
2011
: Fr.
14‘265.--) erzielten
Einkommen ab und ermittelte ein
Valideneinkommen
von
Fr.
77'860.--
(
Urk.
2 S. 4). Für die Ermittlung des Invalideneinkommens zog sie die lohnstatistischen
Angaben gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bun
desamtes für Statistik
bei
, nahm einen Abzug von 10
%
vom Tabellenlohn vor
und rechnete den Tabellenlohn auf ein Pensum von 120
%
auf, wobei ein
In
va
lideneinkommen
von
Fr.
72‘036.
--
und beim Einkommensvergleich ein
ren
ten
ausschliessender
Invaliditätsgrad von 7
%
resultierte (
Urk.
2 S. 5).
5.2
5.2.1
Validen
- und Invalideneinkommen
blieb
en
unbestritten.
Zu berücksichtigen ist indes, dass die Kinderzulagen von monatlich
Fr.
300.-- beziehungsweise Fr.
3‘600.-- zwar zum
–
für das Taggeld massgebenden
–
versicherten Verdienst ge
hören
, nicht aber zum
Vali
deneinkommen
zu zählen
sind
und im Übrigen ohnehin ohne Einfluss auf den Invaliditätsgrad bleiben würden, da ihnen
–
wenn schon
–
bei beiden Vergleichseinkommen in gleicher Weise Rechnung zu tragen wäre (
vgl.
Urteile des Bundesgerichts 8C_58/2010 vom 2
8.
Juni 2010 E.
3.2 und 8C_316/2010 vom
6.
August 2010 E.
5 mit weiteren Hin
weisen).
Ohne die Kinderzulagen hat der Lohn des Beschwerdeführers bei
Y._
im Jahr 2011
Fr.
60‘000.-- (12 x
Fr.
5‘000.--,
Urk.
13/A20)
betragen.
Hinzu kommt das Ein
kom
men als Chauffeur
für das
A._
2011 im Betrag von Fr. 14‘265.--.
Bereinigt um die Nominallohnent
wicklung (für Män
ner;
2011: 2171 Punkte,
2013: 2204 Punkte)
resultiert ein
Valideneinkommen
2013 von
total
F
r.
75‘393.8
5.
5.2.2
Nach dem Unfall vom 2
5.
Februar 2011 hat d
er Beschwerdeführer seine
Chauf
feurtätigkeit
am Samstag
für
das
A._
ab
Januar 2012 wieder aufge
nommen (Urk. 13/A7, Urk. 13/A12.1, Urk. 13/A23.13). Gemäss Dr.
D._
wie auch Dr.
F._
ist dem Beschwerde
führer die Tätigkeit als Chauffeur nach wie vor zumutbar (Urk. 13/M19.1
,
Urk.
13/M30.3
).
Nach
dem der Beschwerdeführer die Tätigkeit als Chauffeur sowohl vor als auch nach Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat und sie ihm nach wie vor zumutbar ist, ist das durch die Nebentätigkeit als Chauffeur erzielte Einkommen nicht nur beim Validen- sondern auch beim Invalideneinkommen zu be
rück
sichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_45/2008 vom
3.
Juli 2008 E. 4.2)
.
Auszugehen ist
von dem in der LSE 20
10
(S. 2
6
, Tabelle TA1) für Arbeitnehmer des Anforderungsniveaus
4
(
einfache und repetitive Tätigkeiten
) im Privaten Sektor angegebenen Bruttomonatslohn von Fr. 4'
901
.-- (Lohn, über dem beziehungsweise unter dem sich 50 % aller Lohnangaben befinden [soge
nannter Zentralwert], unter
anteilsmässiger
Berücksichtigung des 13. Monats
lohnes und standardisiert auf 40 Wochenstunden)
.
Unter Berücksichtigung der im Jahr 20
13
geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von
41.7
S
tunden sowie der Nominallohnent
wicklung
(für Männer; 2010: 215
0
Punkte
, 2013: 2204 Punkte; Die Volks
wirtschaft 1/2-2015
, Tabelle B9.2 und B10.3, S. 9
2
f.) resu
ltiert ein Ein
kommen von Fr. 62
’8
51
.
43 (Pensum 100 %). Unter Berück
sich
tigung des von der Beschwerdegegnerin gewährten Abzugs vom Tabellenlohn von 10
%
(vgl.
Urk.
13/A20.2)
führt dies zu einem
Einkommen von Fr. 56‘566.2
8.
Wird zu diesem Ein
kommen der Lohn für die Tätigkeit als Chauffeur für das
A._
im Betrag von
Fr. 14‘481.83
im Jahr 2013
addiert, führt dies zu einem
hypothetischen
Invalidenein
kommen
2013 von Fr.
71‘
048.1
1.
Zu berück
sichtigen ist, dass das vom Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit für das
A._
im Jahr 2012 erzielte Bruttoeinkommen
sogar
Fr.
16‘126
.--
betragen hat (
Urk.
13/A23.13). Dies bleibt vorliegend aller
dings ohne Einfluss auf
die Prüfung des
Rentenanspruch
s, da
ein höheres Invalideneinkommen den
Invaliditätsgrad verringern würde (vgl.
E. 5.2.3
nach
stehend).
5.2.3
Beim Einkommensvergleich (
Valideneinkommen
2013
:
Fr.
75‘393.85,
Invali
deneinkommen
2013:
Fr.
71‘048.11) resultiert eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
4‘345.74 beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von gerundet 6
%
(5.76
%
), bei welchem kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht (E. 1.1).
6
.
6
.1
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere
Inte
gritäts
entschädigung
als eine solche bei eine
r
Integritätseinbusse von 20
%
hat.
6
.2
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des
Integri
tätsschadens
. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem
medizinischen
Befund ist der
Integri
täts
schaden
für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unterscheidet sich daher von der privat
rechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nach
teil indivi
duell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Es lassen sich im Gegensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 131 E. 2) ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizi
nischer Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des
Integritätsscha
dens
aufstellen; spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den
Integritäts
schaden
bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des
Integri
tätsschadens
hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medi
zinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körper
lichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555 ff.).
6
.3
Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt,
dass unter
Berück
sich
ti
gung der „psychischen Schmerzen“ eine Integritätsentschädigung von
40 % gerechtfertigt
sei
. Wie festgehalten (
vgl.
E. 4.3
vorstehend
), ist die
Beschwerde
gegnerin
indes mangels adäquate
n
Kausalzusammenhang
s
zwischen dem Unfall vom 25. Fe
bruar 2011 und den geklagten psychischen Beschwerden für diese nicht leistungspflichtig.
Im Bericht zur interdisziplinären Schmerzbehandlung vom 9. April 2014 (
Urk.
13/M35) äussert sich das
G._
nicht zur
unfall
beding
ten
Integritätseinbusse. Die Beurteilung von
Dr.
D._
, wonach ein
Integritäts
scha
den
von 20
%
bestehe (
Urk.
13/M30.3), ist schlüssig und über
zeugend begründet, womit darauf abzustellen ist.
Demnach ist die Beschwerde vollumfänglich
abzuweisen.