Decision ID: 80aeeaf2-8457-4a91-859d-5b65bf84340f
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1968
geborene
X._
,
Vater
dreier
Kinder (Jahrgang
2001, 2003
und
2009
), ohne Berufsausbildung, reiste im März
2011
in die Schweiz ein und arbei
tete
seither
als
Bauarbeiter
für die
Y._
(
Urk.
7/
5
und
Urk.
7/
19
).
Am 1
9.
Juli 2017 erlitt
d
er
Versicherte
auf einer Baustelle ein
en
Unfall. Die Suva als zuständige Unfallversicherung erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (
Urk.
7/7/7).
Am
2
9.
März 2018
(Eingangsdatum) meldete
er sich
unter Hinweis auf
einen tiefen Schnitt durch Sehnen und Arterie
am rechten Bein
und einer
nicht mehr möglichen Belastung bzw. einer Beeinträchtigung des Sprunggelenks
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/
5
).
Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle die Akten
des Unfallversicherers Suva (
Urk.
7/7-8 und
Urk.
7/18)
sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto bei
(
Urk.
7/15) und
holte
einen Arbeitgeberbericht ein (
Urk.
7/19)
. Mit Mitteilung vom
2.
Au
gust 2018 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass
aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
7/25). In der Folge holte die IV-Stelle
die
neu
st
en
Akten der Suva
(Urk.
7/30
-31
,
Urk.
7/
37-38
und
Urk.
7/
43
) sowie einen Arztbericht ein (Urk. 7/33
)
.
Mit Vorbescheid vom
1
8.
Dezember 2019
stellte die IV-Stelle
dem Versicherten
die Ablehnung des Leistungsgesuchs in Aussicht (
Urk.
7/
56
). Dage
gen erhob
der
Versicherte am
2
0.
Januar 2020
Einwand (
Urk.
7/
57-58).
Mit Ver
fügung vom
10. Februar 2020
verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
der Versicherte
am
1
0.
März 2020
Beschwerde und beantragte, dass ih
m
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung
Leistungen nach IVG (Rentenleistungen und berufliche Massnahmen)
zuzusprechen sei
en. Eventualiter sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, den Beschwerdeführer medizinisch begutachten zu lassen und danach erneut über den Leistungsanspruch zu ent
scheiden
(
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom
1
5.
Mai
2020
beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Mit Replik vom
1
7.
Juni 2020
(
Urk.
9) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Die Beschwerde
gegnerin
verzichtete mit Schreiben vom 3
1.
August 2020
auf eine Duplik
(
Urk.
12), was dem Beschwerdeführer am
7.
September 20
20
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Aufgrund der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs (Art. 8 ATSG) in der Inva
liden- und Unfallversicherung hat die Schätzung der Invalidität mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden in beiden Bereichen prinzipiell denselben
Inva
liditätsgrad
zu ergeben, soweit nicht die unterschiedliche gesetzliche Regelung oder Rechtspraxis in den einzelnen Versicherungszweigen zu einer abwei
chenden Invaliditätsbemessung führen. Bereits abgeschlossene Invaliditätsfest
legungen
sind
mitzuberücksichtigen
. Es besteht jedoch keine Bindungswirkung der Invali
ditäts
schätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversi
cherungszweig (Urteil des Bundesgerichts 8C_543/2011 vom 25. August 2011 E. 3 mit Hinweisen auf
BGE 133 V 549
E. 6,
119 V 468
E. 2b).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
UV170530
Beweiswert von versicherungsinternen ärztlichen Einschätzungen
08.2018
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.6
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi
täts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen
,
gestützt auf
divers
e
medizinische Akten sowie die Akten der Unfallversicherung sei der Beschwerdeführer
in der Tätigkeit als Bauarbeiter
seit 1
9.
Juli 2017 zu 100
%
eingeschränkt. Diese körper
liche sch
w
ere Tätigkeit könne aufgrund der Verletzungen
zukünftig
nicht mehr ausgeübt werden.
Die Ausübung einer
leichte
n
angepasste
n
Tätigkeit
sei jedoch zu 1
00%
möglich
. Aufgrund der
gesetzlichen
Bestimmungen koordiniere die
Invalidenversicherung
mit der Unfallversicherung. Das bedeute, dass die Invali
denversicherung
denselben
IV-Grad anwende wie die Suva. Der IV-Grad betrage 4
%
,
wodurch
kein Anspruch auf eine IV-Rente bei der
Invalidenversicherung
entstehe
. Wenn es sich um rein unfallbedingte Einschränkungen handle, sei die IV-Stelle befugt
,
mit den Abklärungser
ge
bnissen der Suva zu koordinieren.
Sodann bestehe kein Anlas
s
für einen leidensbedingten Abzug (
Urk.
2).
Im Rahmen der Beschwerdeantwort vom 1
5.
Mai 2020 ergänzte die Beschwerde
gegnerin, auch wenn nicht im Einzelnen auf die im Einwand angeführte Kritik an der Nachvollziehbar
keit eingegangenen worden sei,
sei eine sachgerechte Beschwerde möglich gewesen. Sie müsse sich nicht ausdrücklich mit jeder tatbe
standlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen (BGE
124 V 180 e. la und E. 2b) Das rechtliche Gehör sei daher nicht verletzt. Indem sämtliche medizinische Unterlagen (inkl. Suva-Akten) eingeholt und gewürdigt worden seien, sei die Invalidenversicherung dem Untersuchungsgrundsatz nach
Art.
43
Abs.
1 ATSG nachgekommen (
Urk.
6).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, d
ass die Beschwerdegegnerin ihm
pro forma das rechtliche Gehör gewährt habe. Jedoch s
ei
sie teilweise
gar nicht und
teilweise
nicht in
rechtsgenüglicher
Weise auf die Einwände des Beschwerdeführers eingegangen.
Indem sie
auch nicht auf die Ein
wände
bezüglich
der Ber
echnung
des
Invaliditätsgrades
einge
gangen sei, habe sie
nicht
nur de
n
Anspruch
auf rechtliches
Gehör,
sondern auch de
n
U
ntersuchungs
grundsatz verletzt
(
Urk.
1 S. 5 f.). Bei der Berechnung
des Invaliditätsgrades
habe
sich die Beschwerdege
g
nerin auf den von der Suva
berechneten
Invaliditätsgrad gestützt
.
Dies sei nicht zulässig. Der von der Suva berechnete Invaliditätsgrad sei falsch
und nicht
rechtskräftig
. D
ies gehe aus der
Einsprache
begründung
vom 15.
Oktober
20
19 hervor. Sodann sei das Inval
i
d
eneinkommen so konkret wie möglich zu ermitteln, weshalb sich die Beschwerdegegnerin nicht einfach auf die
Berechnung
der Suva
h
abe stützten könne
n
. Diesbezüglich
habe die Beschwerde
gegnerin in ihrem E-Mail vom 1
9.
Februar 2020
selber
eingeräumt, dass kein Gesetzesartikel existiere, welcher die Koordination des Rentenentscheids um
schreibe. Damit habe sie bestätigt, dass die Ausführungen in der angefoch
tenen
Verfügung
- aber auch bere
its im Vorbescheid
-
falsch seien
(
Urk.
1 S.
7 f.
)
.
Darüber hinaus
sei ihm aus mehreren Gründen ein leidensbeding
t
er Abzug von 25
%
zu gewähren (
Urk.
1 S. 8 ff.)
In der Replik präzisiert
e
er, dass die Einkommensermittlung der Unfallversiche
rung falsch sei, da sie bei der Berechnung des Invaliditätsgrades von einem Valideneinkommen in der Höhe von
Fr.
66'914.
—
aus
gegangen sei
, was falsch sei (Urk. 9 S.
2.
f.). Sodann sei das durch die Unfallversicherung erstellte Zumutbar
keitsprofil nicht mit der fachärztlichen Beurteilung von
Dr.
med.
Z._
vereinbar. Es seien weitere medizinische Abklärungen bezüglich der Restarbeitsfähigkeit zu tätigen (
Urk.
9 S. 3 f.).
3.
3.1
3.1
.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfü
gung oder eines Einspracheentscheids - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwer
deweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
3.
1.
2
Mit der angefochtenen Verfügung vom
1
0.
Februar 2020
verneinte
die IV
-
Stelle
einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
Rente der Invalidenversicherung. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung trifft es nicht zu, dass mit der angefochtenen Verfügung auch über einen Anspruch auf
berufliche Mass
nahmen
entschieden worden wäre (vgl.
Urk.
1 S.
6 f.
).
Die
leistungsabweisende
Verfügung trägt den Titel «Kein Anspruch auf eine Invalidenrente»
und
die Beschwerdegegnerin hat in den Erwägungen z
u einem allfälligen Anspruch auf berufliche Massnahmen keine Stellung genommen
.
Somit ist der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung, weshalb es vorliegend an einem Anfechtungsobjekt fehlt, womit insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist
.
3.2
3.2.1
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachver
haltes
und der rechtlichen Erwä
gungen (
Art.
49
Abs.
3 Satz 2 ATSG). Gemäss
Art.
52
Abs.
2 Satz 2 ATSG werden
Einspracheentscheide
begründet. Die Begründung eines Ent
scheides muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gege
benenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechts
mittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung aus
drücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand
auseinander setzen
muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesent
lichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei
denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den
beschwerdeführenden
Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung neh
men können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 1).
3.
2.2
Der angefochtenen Verfügung vom
1
0.
Februar 2020
(
Urk.
2) sind
Ausführungen
zum Einwand der
Koordination mit dem Suva-Entscheid sowie zum leidens
bedingten Abzug von 25
%
zu entnehmen (S. 2).
Mit diesen Erwägungen hat die Verwaltung kurz begründet,
weshalb sich aus den Einwänden des Beschwerde
führers keine neuen Tatsachen ergaben
.
Der Beschwerdeführer konnte
ohne weiteres erkennen, aufgrund welcher Überlegungen die IV
-
Stelle entsch
ied und wie sie dies begründete.
Damit wurde der Beschwerdeführer in die Lage versetzt, die Verfügung sachgerecht anfechten zu können. Nachdem er in seiner Beschwerde vom
10. Februar 2020
bei voller Kognition des hiesigen Gerichts um
fassend Stellung nehmen konnte, wäre selbst unter Annahme einer jedenfalls nur leichten Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin von
einer
Heilung derselben auszugehen
.
4.
4.1
Im
Sprechstundenbericht
der
A._
vom
1
5.
August 2018
sechs Wochen postoperativ wurden
folgende Diagnosen aufgeführt:
-
St. n.
anteriorer
OSG
-Arthroskopie mit
Narbendébridement
, Inspektion und Rekonstruktion
Tibialis
anterior-Sehne rechts (25.06.2018) mit/bei:
-
Schwere
Tibialis
anterior-
Tendinopathie
Fuss und
anteriores
Impinge
ment
OSG
rechts
-
St. n. mikroskopischer Anastomose A.
tibialis
anterior,
epineuraler
Koaptation
N.
peroneus
profundus
, Sehnennaht M.
tibialis
anterior, M.
hallucis
longus
und M.
extensor
digitorum
longus
Fuss rechts am 19.7.2017 (
B._
)
-
Schnittverletzung am Unterschenkel rechts vom 19.07.2017
Es bestünden nur wenig Schmerzen. Als Maurer sei der Beschwerdeführer voll arbeits
unfähig (
Urk.
7/30/38).
4.2
Im Sprechstundenbericht vom 2
8.
September 2018 wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer berichte
,
weiterhin noch
Schmerzen im Bereich des
antero
medialen
OSGs
zu haben. Das Beschwerdebild habe sich nicht wesentlich verän
dert im Vergleich zur präoperativen Situation. Lediglich die Schmerzen seien minim reduziert. Es bestehe noch ein deutlich hinkendes Gangbild und
eine
Stolpergangtendenz (
Urk.
7/30/42).
4.3
Im
Sprechstundenbericht
vom 1
2.
Dezember 2018
wurde festgehalten, der
Befund präsentiere sich unverändert zur Kontrolle vom 2
5.
September 2018 und der Beschwerdeführer habe über keine relevante Beschwerdeverbess
e
rung berichtet. Als Maurer bleibe der Beschwerdeführer weiterhin zu 100
%
a
rbeitsunfähig, es sei unklar, ob er wieder eine erhöhte Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf erreichen könne.
Eine rein sitzende Tätigkeit könne der Beschwerdeführer aber bereits zu 100
%
ausführen (
Urk.
7/37/
98-
9
9
).
4.
4
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Anästhesie, spez. Schmerz
therapie
,
an
der
C._
erhob in ihrem Bericht vom 1
8.
Februar 2019 folgende Diagnosen
:
-
Chronische Fuss
s
chmerzen rechts mit/bei
-
Status nach Schnittverletzung Unterschenkel rechts 19.07.2017 mit chirurgischer Revision
D._
-
Status nach operativer
Revision
A._
am 25.
06.2018
-
Lumbovertebrales Schmerzsy
ndrom
Die Arbeit auf der Baustelle werde wegen der
Schmerzen
und dem Flexion- und
Extensionsdefizit nicht möglich
sein,
Treppensteigen
sei schwieriger geworden
und
mit Baustellen-Gewichten nicht mehr möglich.
Das
Autofahren sei wegen der Hyposensibilität über längere Strecken eingeschränkt
(
Urk.
7/
37
/73).
4.
5
Im Bericht vom
8.
Mai
2019
ergänzte
Dr.
Z._
,
es sei im Berei
ch Unterschenkelvorderseite, OSG und Fussoberseite rechts
viermal
im Abstand von 10 Tagen
Qutenza
8
%
geklebt worden. Leider habe die Applikation zu keiner Verbesserung geführt. Es solle keine weitere medikamentöse Einstellung
mehr
erfolgen und der nächste Schritt werde sein, den Patienten für eine berufliche
Reintegration zu beraten. Eine Reintegration auf der Baustelle mit schwerer körperlicher Arbeit werde kaum
mehr
möglich sein (
Urk.
7/37/57).
4.
6
Dr.
med.
E._
, Fachärztin
für
Chirurgie, hielt in der kreisärztlichen Beur
teilung vom 1
5.
Juli 2019
für die Suva
folgende Diagnose
n
fest (
Urk.
7/38/4
):
-
Schnittverletzung am Unterschenkel rechts vom 19.7.2017 mit/bei:
-
St. n. mikroskopischer Anastomose A.
tibialis
anterior,
epineuraler
Koaptation
N.
peroneus
profundus
, Sehnennaht M.
tibialis
anterior, M.
hallucis
longus
und M.
extensor
digitorum
longus
Fuss rechts am 19.7.2017 (
B._
)
-
Schwere
tibialis
anterior
Tendinopathie
F
uss und
anteriores
Impin
gement
OSG
rechts
-
St.n
.
anteriorer
OSG
Arthroskopie mit
Narbendébridement
, Inspektion und Rekonstruktion
Tibialis
anterior Sehne rechts am 25.6.2018
-
Postoperativ subtotale
Fussheberparese
rechts mit isolierter Hyperakti
vität
der M.
extensor
hallucis
Seh
ne
Beim Versicherten handle es sich um einen schweren Verlauf nach Gefäss
-
und Nervenverletzung durch einen Schnitt. Es persistier
t
en eine
Fussheberparese
, sowie chronische Fussschmerzen rechts. Die Schmerzen seien bei Belastung zunehmend und auch nachts vorhanden. Spaziergänge seien möglich und aus
haltbar. Die angestammte Tätigkeit als Maurer sei nicht mehr zumutbar
(
Arbeit
auf unebenen Böden [
Baustelle
]
mit häufigem
Tragen von Lasten
)
. Es werde daher ein
Zumutbarkeits
profil erstellt: Heben und Tragen von Lasten leicht bis mittel
schwer. Das Hantieren von Werkzeugen sei in der oberen Extremität
frei
. Tätig
keiten, welche zu Vibrationen im rechten Unterschenkel/OSG führen
,
seien nicht mehr zumutbar. Die Stellung von Stehen und Sitzen solle frei wählbar sein. Gehen auf ebenem Gelände und
gelegentliches
Treppenst
e
i
gen seien erlaubt. Keine Zwangshaltungen im OSG rechts. Tätigkeiten
,
welche eine Balance oder das
Gleich
gewicht
erfordern
,
seien nicht statthaft. Aus diesem
Grund sei das
Arbeiten auf Leitern,
Gerüsten
, Dächern oder unebenen Böden nicht möglich. Unter Ein
haltung diese
s Z
umutbarkeitsprof
i
ls sei eine vollzeitige, vol
l
schichtige Arbeits
t
ät
i
gkeit möglich, unabhängig
von Alter,
Sprache
, Ausbildung, Konstitution und
Arbeitsmarkt
(
Urk.
7/38/4).
4.
7
Dr.
med. F._
, Facharzt für Chirurgie des RAD
,
übernahm
in seiner Stellungnahme vom 2
6.
August 2019
unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
die kreisärztlichen Diagnosen
, da es sich um reine Unfall
folgen handle
. Als Diagnose ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er
eine
Lumbalgie. Arbeiten auf unebenen Böden (Baustelle
)
,
häufiges Tragen von Lasten und
Tätigkeiten, die zu Vibrationen im rechten Unter
schenkel/OSG führ
ten
,
sei
e
n nicht mehr möglich
.
Gehen auf ebenem Gelände und
gelegentliches Treppensteigen seien erlaubt. Zwangshaltungen im OSG rechts
sowie
Tätigkeiten, die Balance und Gleichgewicht erforder
te
n
,
seien nicht erlaubt
. Arbeiten auf
Leitern und
Gerüsten
, Dächern und unebenen Böden seien nicht möglich. Stellung von
S
itzen und Stehen
solle
frei
wählbar sein.
Möglich seien das
Heben und Tragen von Lasten leicht bis
mittelschwer
. Das
Hantieren von
Werkzeugen
sei in
der oberen
Extremität
frei
. Seit dem 1
9.
Juli 2017 bestehe bis auf weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit als Maurer
. In angepasster Tätigkeit gemäss Belastungsprofil bestehe vom 1
9.
Juli 2017 bis 1
4.
Juli 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit und ab 1
5.
Juli 2019 eine volle Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/54/6-7).
In der Folge ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass bereits bei Ablauf des Wartejahres am 18.
Juli 2018 eine volle
Arbeits
fähigkeit
in angepasster Tätigkeit bestanden habe
(
Urk.
7/54/8)
.
5.
5.1
Unbestritten
und aufgrund der medizinischen Akten steht übereinstimmend fest, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom
1
9.
Juli 2017 sowie
den opera
tiven Eingriffen
am rechten Fuss
dahingehend eingeschränkt ist, dass für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit auf dem Bau keine verwertbare Einsatzfähigkeit mehr besteht.
Zu prüfen ist dagegen,
ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit arbeits- beziehungsweise leistungsfähig ist.
Dabei stützte sich d
ie Beschwerdegegnerin auf
die kreisärztliche Untersuchung vom 1
5.
Juli 2019
(E.
4.
7
) ab, wonach in angepasster Tätigkeit mit Belastungsprofil
eine volle Arbeitsfähigkeit besteht.
5.2
Bei der kreisärztlichen Beurteilung berücksichtigte
Dr.
E._
,
die als
Fachärztin für Chirurgie
über eine für die Beurteilung des streitigen Leidens angezeigte medizinische Ausbildung verfügt, sämtliche medizinische Vorakten (Urk.
7/38/2-3
) und setzte sich dabei ausführlich mit den radiologisch erhobenen Befunden und den biomechanischen Zusammenhängen auseinander.
Sie
erstellt
e
ein den
körperlichen Einschränkungen
des Beschwerdeführers angepasstes Zumutbar
keitsprofil
. D
abei berücksichtigte sie, dass es dem Beschwerdeführer nicht mehr möglich ist, wie auf der Baustelle üblich,
oft
schwere Lasten
von 25
kg
zu tragen, weshalb sie festhielt, dem Beschwerdeführer
sei ein häufiges Tragen von Lasten nicht mehr zumutbar und es sei ihm noch das
Heben und Tragen von leichten bis mittelschweren Lasten
möglich
(E.
3.5
).
Eine andere medizinische Einschätzung zur unfallbedingt zumutbaren Restarbeitsfähigkeit, als sie im kreisärztlichen Belastungsprofil umschrieben wurde, liegt nicht vor.
Auch
Dr.
F._
,
eben
falls
Facharzt für Chirurgie
, konnte sich dieser Beurteilung anschliessen (E.
4.
7
). Die
von
Dr.
Z._
gemachten Ausführungen im Bericht vom 1
8.
Feb
ruar 2019 stehen zu die
ser Beurteilung
nicht
in
Widerspruch. Sie
äusserte sich darin lediglich zur nicht bestrittenen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
und hielt
zusätzlich
fest, das
Treppensteigen
sei
schwieriger geworden
(E. 4.
4
)
,
w
eshalb dem Beschwerdeführer durchaus ein gelegentliches Treppensteigen zumutbar ist.
Jedenfalls hält auch Dr.
Z._
den Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig
,
zumal sie im Bericht vom
8.
Mai 2019 festhielt,
als nächster Schritt sei der Beschwerdeführer
für eine berufliche Rein
tegration zu beraten. Eine Reintegration auf der Baustelle mit schwerer körper
licher Arbeit werde
aber
kaum
mehr
möglich sein
(E. 4.
5
).
Es bestehen daher keinerlei Anhaltspunkte, den
Beweiswert der kreisärztlichen Beurteilung in Frage zu stellen
.
5.3
Da vo
rliegend reine Unfallfolgen
die Arbeitsfähigkeit einschränken
, besteht kein Anlass, nicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ent
sprechend dem kreisärztlichen Zumutb
arkeitsprofil (E. 4.
6
) vom 1
5.
Juli 2019
auszugehen.
Ferner kann
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit ab
dem Zeitpunkt der
Entstehung
eines möglichen
Rentenanspruchs der Invalidenversicherung am 1.
Oktober 2018 (
Art.
28
Abs.
1 i.V.m.
Art.
29
Abs.
IVG)
überwiegend wahr
scheinlich davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer
bereits zu diesem
Zeitpunkt
in angepassten Tätigkeiten entsprechend dem kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil voll arbeitsfähig gewesen war. Denn
aufgrund
der medizi
nischen Aktenlage
ist
davon auszugehen, dass der
zweite Eingriff am
25.
Juni 2018
in der
A._
der
Verbesserung der
geschilderten
Beschwerden
im
Sprech
stundenbericht vom 2
8.
Mai 2018
(
diffuse
Schmerzen des rechten
Fusses
nach ca. einstündiger Belastung
sowie
Beschwerden beim Gehen auf unebenem Gelände, beim Treppensteigen sowie in kni
enden Positionen,
Urk.
7/30/10)
hätte dienen sollen
.
V
on
den
behandelnden Ärzten
war
dem Beschwer
deführer
eine volle Arbeitsunfähigkeit in seinem bisherigen Beruf als Maurer attestiert
worden
, wobei sie sich zu
leidens
angepassten Tätigkeiten erst im Dezember 2018
äusserten
.
Da sich der gesundheitliche
Zustand
des rechten
Fusses
durch
den operativen Eingriff am 2
5.
Juni 2018 nicht erheblich verbessert
hatte
und
der Beschwerdeführer
im
Dezember 2018
in sitzenden Tätigkeiten bereits
für
voll arbeitsfähig angesehen wurde
(E. 4.1-4.3)
,
erscheint es überwie
gend wahrscheinlich,
dass er abgesehen von der vorübergehenden vollen
Arbeits
unfähigkeit
durch den
zweiten
operativen
Eingriff
am 2
5.
Juni 2018
bereits davor in angepassten Tätigkeit
gemäss
dem kreisärztlichen Belastungsprofil voll arbeitsfähig
gewesen war
.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die verbliebenen Unfallfolgen am rechten
Fuss
in erwerblicher Hinsicht auswirken.
6.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte
Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teu
erung und der realen Einkommens
entwicklung ange
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V
28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im
Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE
139 V 28 E. 3.3.2; 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
Der Beschwerdeführer
würde ohne Unfall
unbestrittenermassen
immer noch als Hilfsarbeiter auf dem Bau tätig sein
.
Deshalb ist das Valideneinkommen anhand des zuletzt in dieser Tätigkeit erzielten Einkommens zu bestimmen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei Einkommensschwankun
gen auf den während einer länge
ren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen, wobei die auf dem IK-Auszug ersichtlichen Löhne heranzuziehen sind.
Werden
zugunsten des Beschwerdeführers -
die Jahre 201
3
bis 2016 herangezogen
(Urk.
7/15),
erzielte der Beschwerdeführer in den
letzten drei Jahren vor dem Unfall ein durchschnit
tliches Jahreseinkommen von rund Fr.
66‘193
.--.
Dieses
ist der branchenspezifischen Nominallohnentwicklung bei
Männer
n
bis ins Jahre 2018
– den frühestmöglichen Rentenbeginn - anzupassen (
Fr.
66‘193
.
-
-
:
102.9
x
103.8
; vgl. die Tabelle T1.
1
.10 [Nominallohnindex,
Männer
2011-2018] Bran
che
Baugewerbe/Bau
41
-43
von
102.9
[2016] auf
103.8
[201
8
] bei einem Index 2010=100). Das Va
lideneinkommen für das Jahr 2018
beträgt demnach rund
Fr.
66‘772
.--.
Demgegenüber trifft die Auffassung des Beschwerdeführers, wonach das hypothetische Valideneinkommen nach dem versicherten Lohn nach
Art.
15
Abs.
2 UVG zu bestimmen sei, nicht zu (
Urk.
9
S.
2
)
. Der
versicherte Lohn
stellt
lediglich eine Bezugsgrösse zur Bemessung der Höhe der auszurichtenden Rentenzahlungen
dar
(vgl. Urteile des Bundesgerichts U 538/06
vom 3
0.
Januar 2007 E. 3.3
und U 389/00 vom 1
2.
Oktober 2001 E. 6.b und E. 7.b)
,
womit
die
ser die
Kinderzulagen
berücksichtigt, welche
im Valideneinkommen
aber
nicht
einberechnet werden
.
6.
3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statis
tischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014, Rn 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Das Invalideneinkommen bemass die
Suva
aufgrund von Tabellenwerten der Schweizerischen Lohnstrukture
rhebung (LSE),
wobei sie aufgrund der fehlen
den Berufsausbildung des Beschwerdeführers
auf
den
Tabellenlohn (Hilfsarbei
tertätigkeit)
abstellte
und
d
a
raus
ein Invalideneinkommen
für das Jahr 2018
von
Fr.
67
'
405
.--
ermittelte
.
Es besteht kein Anlass im vorliegenden Verfahren hier
von abzuweichen
. Da
der
Beschwerdeführer folglich auch keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat,
waren zur Ermittlung des Invalideneinkommens
recht
sprechungsgemäss die Tabellenlöhne gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen.
Diese praxisgemässe Vorgehensweise wurde vom Beschwerdeführer dahingehend kriti
siert, als er sich aufgrund der gesundheitlichen Beeinträch
tigung
grund
sätzlich nicht mehr in der Lage sieht, e
in Erwerbseinkommen zu erzielen (
Urk.
1
Ziff.
26 und
Urk.
9 S. 3)
. Nach dem hiervor Gesagten lässt sich dies jedoch weder in medizinischer noch in invalidenversicherungsrechtlicher Hinsicht begründen.
Auch sein Argument, ein Berufswechsel würde in einer Arbeitslosigkeit enden
,
zielt ins Leere, da von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen ist.
Dabei ist
nicht zu prüfen, ob
der Beschwerdeführer
tatsächlich eine entsprechende Arbeitsstelle erhält oder erhalten kann. Es reicht aus, dass solche auf dem Arbeitsmarkt vorhanden und nicht bloss theoretischer Natur sind
(
Urteil
des Bundesgericht
9C_837/2016 vom 13.06.2017 E. 4.1
).
6.
4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbe
dingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen)
Die Suva
gewährte
dem
Beschwerdeführer
unbegründet
einen leidensbedingten Abzug von 5
% (
Urk.
7/43/3
).
Der Beschwerdeführer hält dafür, dass zusätzlich ein Abzug von
2
5
%
vom Tabellenlohn zu berücksichtigen sei (
Urk.
1
Ziff.
21-27)
. Dazu ist zunächst festzuhalten,
dass d
ie gesundheitlich bedingte Unmöglich
keit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu
einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohns
führt
. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 1
9.
September 2019 E. 6.3.2).
Sodann sind
die
m
angelnde Sprachkenntnis
und die
ungenügende Ausbildung ebenfalls
nicht abzugsrelevant, da diesen Aspekten
ebenfalls
durch die Wahl des Kompetenzniveaus 1
Rechnung
getragen wird
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 2
6.
November 2019 E. 7.7).
Auch der
Ausländerstatus
rechtfertigt keinen Abzug
, da sich die Niederlassungs
bewilligung im
Kompetenzniveau
1 nicht lohnmindert auswirkt (
Urteil des Bun
desgerichts 9C_318/2015 vom 10 Dezember 2015 E. 4.3
).
Andere Umstände, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen könnten, sind nicht
ersichtlich
.
In diesem
speziellen Fall
ist
mit Blick auf die doch
nicht unerheblichen Einschrän
kungen am rechten Fuss
zu Gunsten de
s
Beschwerdeführer
s
der leidensbedingte Abzug von 5
%
nicht zu beanstanden.
Demnach resultiert
ein Invaliden
ein
kommen von rund
Fr.
64’035.
-- (
Fr.
67'405.-- -
Fr.
3'370.25)
.
6.
5
D
er Vergleich des Valideneinkommens von
Fr.
66‘772
.--
mit dem Invalidenein
kommen von
Fr.
64’035
.
--
ergibt
eine Einkommenseinbusse von Fr.
2’737
.-- und damit einen Invaliditätsgrad von rund
4
%
,
was nicht im Bereich eine
s
rentenbe
gründenden Invalidität
sgrades
von mindestens 40
%
liegt.
Selbst wenn der geltend gemachte leidensbedingte Maximalabzug von 25
%
berücksichtigt würde
,
ergäbe
sich
eine Erwerbseinbusse von
rund
Fr
. 18’
746
.-- (Fr.
66’772
.--
– Fr.
48'026.--
). In Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen würde ein Invali
ditätsgrad von
2
8
%
resultieren
, weshalb immer noch kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehen würde.
7.
Nach dem Gesagten resultiert aus dem Einkommensvergleich kein rentenbegrün
dender Invaliditätsgrad, selbst dann nicht,
wenn
ein Abzug auf dem Invaliden
einkommen von 25
%
berücksichtigt
werden
würde. Die angefochtene Verfügung erweist sich damit so oder so im Ergebnis als rechtens. Dementsprechend ist die Beschwerde abzuweisen.
8.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfah
rensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetz
lichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 800.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.