Decision ID: 87ffb98a-9e22-5f31-8522-af515549b5ca
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom
20. Juli 2012 (Urk. 6/17)
und bestätigendem Einspracheent
scheid vom
25. September 2012
verneinte die
Krankenkasse Wädenswil
im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung den Anspruch
von
X._
auf Vergütung der Kosten
eines
dritten
Paars Kompressi
onsstrümpfe.
Dem Versicherten waren
drei
Paar
Mass-
Kompressionss
trümpfe
von Dr.
Y._
,
Facharzt FMH für
Ch
ir
urgie, Beinleiden, Phlebologie SGP,
auf
grund
einer operativen Versorgung
einer Rezidivvaricosis und ei
ner Leit
veneninsuffizienz verordnet
worden
(vgl.
Urk. 6/3, Urk.
6/6 und Urk.
6/12)
. Da
bei handelte es sich um
zwei
Paar Kompressionss
t
rümpfe
gemäss Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL), Position 17.01 (A-D), und ein Paar nach Position 17.03 (A-G
)
.
2.
Gegen den Einspracheentscheid
erhob
X._
am 19. Oktober 2012
(U
rk. 1) Beschwerde und beantragte
, es sei
en
ihm
die Kosten
für
alle drei Kompressionsstrumpf-Paare zu vergüten.
Die Krankenkasse Wädenswil schloss am 2. November 2012 (Urk. 5)
auf Abweisung der Beschwerde.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen. Diese Leistungen umfassen
unter anderem
die ärztlich verordneten, der Untersuchung oder Behandlung dienenden Mittel und Gegenstände (Art. 25 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b des
Bundesgesetz
es
über die Krankenversicherung
, KVG
, vgl. Urteil
des Bundesgerichts 9C_567/2011 vom 27. Januar 2012 E. 2
). Kom
pressionsstrümpfe fallen unter die in der Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL; Anhang 2 zur Verordnung über Leistungen der obligatorischen Krankenpflege
versicherung [KLV]; vgl. Art. 52 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 und Abs. 3 KVG und Art. 20 f. KLV)
in
Ziff.
17
erfasste Kategorie
der Kompressionstherapiemittel.
3.
Die formellen und materiellen Voraussetzungen bezüglich der Übernahme der Kosten für
zwei Paar
Kompressionsstrümpfe sind unumstritten. Umstritten ist einzig, ob aufgrund er MiGeL lediglich zwei Paar pro Jahr vergütet werden können oder ob auch das dritte Paar zu vergüten ist.
4.
Bei Kompressionsstrümpfen der
Position 17.01 (A-D)
handelt es sich um Waden
strümpfe, bei Kompressionsstrümpfen nach Position 17.03 (A-G) handelt es sich um Schenkelstrümpfe. Daraus geht hervor, dass es sich bei den verschie
denen Positionen um unterschiedliche Anwendungsgebiete handelt. Demen
t
sprechend hat die jeweilige Limitation (neb
en der medizinischen Indikation
eine Limitation von zwei Strümpfen pro Jahr), die bei allen Positionen 17.01-17.04 identisch formuliert ist, einzig für die jeweilige Position zu gelten, da ansonsten ein Behandlungsgebiet dem anderen vorgezogen werden müsste, was nicht sinnvoll erscheint.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen und
es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Vergütung des
dritte
n
Paar
s
Kompressions
strümpfe
hat
.