Decision ID: 233141b9-1c48-5c73-860c-3caae1320794
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 9. Juli 2018 in der Schweiz um Asyl nach-
suchte und mit Entscheid vom 10. Juli 2018 gemäss Verordnung über die
Durchführung von Testphasen zu den Beschleunigungsmassnahmen im
Asylbereich vom 4. September 2013 (TestV; SR 142.318.1) dem Verfah-
renszentrum Zürich zugewiesen wurde,
dass er am 3. September 2018 gemäss Art. 17 Abs. 2 Bst. b TestV vertieft
zu seinen Asylgründen befragt wurde (SEM Akten 1028083-18/19),
dass er am 8. September 2020 ergänzend zu seinem Asylgesuch angehört
wurde,
dass er mit Entscheid vom 18. September 2018 zur Behandlung des Asyl-
gesuches dem erweiterten Verfahren zugeteilt wurde,
dass der Beschwerdeführer, tamilischer Ethnie und aus Jaffna (Nordpro-
vinz) stammend, im Wesentlichen vorbrachte, seit dem Jahr 2003 habe die
LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) seine Wohngegend beherrscht,
weshalb er bis zum Jahr 2006 als (...) für diese gearbeitet habe,
dass er eine Identitätskarte der LTTE besessen und in den Jahren 2003
bis 2006 bei (...) geholfen habe,
dass er in den Jahren 2004 bis 2006 auch auf dem Markt (...), aufgrund
seiner eigenen einstigen Tätigkeit für die LTTE oder derjenigen von Fami-
lienmitgliedern aber nie ernsthafte Schwierigkeiten gehabt habe und den
Behörden im Übrigen sein Engagement für die Bewegung auch nicht be-
kannt gewesen sei,
dass er seit dem Jahr 2006 bis kurz vor seiner Ausreise aus Sri Lanka
(6. Juli 2018) in einem Vorort von Jaffna auf dem Markt gearbeitet habe,
dass bis auf zwei oder drei Personen alle Marktstandbetreiber zur kriminel-
len Aava-Gruppe gehört hätten, die Diebstähle begehe sowie Leute er-
morde, verletze und entführe,
dass zwei Marktstandbetreiber namens J. und S. – zu welchen der Be-
schwerdeführer Kontakt gehabt habe – in dieser Gang besonders promi-
nent gewesen seien, beide wiederholt verhaftet worden seien und gegen
sie mehrere Strafverfahren laufen würden,
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dass die Polizei vermutet habe, er pflege enge Verbindungen zu J. und S.,
weshalb er von Leuten des CID (Criminal Investigation Department) einmal
Ende April 2018 mitgenommen und eine Nacht lang auf dem Polizeiposten
zu den beiden befragt und dabei geschlagen und getreten worden sei,
dass es am nächsten Morgen seinen Eltern gelungen sei, ihn mithilfe des
Provinzratsvorsitzenden ohne Auflagen freizubekommen,
dass er in der Folge aus Angst vor weiteren Festnahmen bei Verwandten
und Bekannten übernachtet habe,
dass er danach tatsächlich – immer, wenn etwas passiert sei – vom CID zu
Hause gesucht worden sei, was insgesamt dreimal nachts geschehen sei,
und ihn tagsüber unbekannte Leute verfolgt hätten,
dass sich im April 2015 das CID zweimal bei ihm nach dem Verbleib seines
inzwischen in Kanada lebenden Bruders (N [...]) erkundigt habe,
dass sein Bruder im Jahre 2015 ebenfalls wegen J. und S. habe fliehen
müssen, weshalb er, der Beschwerdeführer, sich davor fürchte, lange ein-
gesperrt und von der Polizei umgebracht zu werden,
dass er sich am 20. Mai 2018 nach Colombo begeben und sich bei einem
Freund aufgehalten habe,
dass selbst dort Suchaktionen wegen der Aava-Gruppe stattgefunden hät-
ten,
dass er am 6. Juli 2018 illegal mit einem fremden Pass nach Dubai geflo-
gen und von dort mit einem anderen Flugzeug nach Spanien gereist sei,
bevor er am 9. Juli 2018 die Schweiz erreicht habe,
dass am 11. September 2018 die sri-lankische Polizei seiner Familie eine
auf den Vortag datierte Polizeinachricht ausgehändigt habe, laut derer er
sich am 12. September 2018 wegen einer Befragung beim Polizeiposten
hätte meIden müssen,
dass sich zudem die Polizei seit seiner Ausreise zweimal bei seinen Eltern
nach seinem Aufenthaltsort erkundigt habe,
dass der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren seine Identitäts-
karte und eine Polizeinachricht («Police Message Form») vom 10. Septem-
ber 2018, beide im Original, zu den Akten reichte,
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dass das SEM mit Verfügung vom 25. September 2020 die Flüchtlingsei-
genschaft des Beschwerdeführers verneinte, dessen Asylgesuch ablehnte
sowie seine Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug der Wegwei-
sung anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Oktober 2020 gegen
diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben
liess und die folgenden Rechtsbegehren stellte: Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung, Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung
des Asyls, eventualiter Feststellung der Unzulässigkeit der Wegweisung
(recte: des Wegweisungsvollzuges) unter vorläufiger Aufnahme des Be-
schwerdeführers als Flüchtling, eventualiter Anordnung der vorläufigen
Aufnahme unter Feststellung der Unzulässigkeit beziehungsweise Unzu-
mutbarkeit beziehungsweise Unmöglichkeit der Wegweisung (recte: des
Wegweisungsvollzugs) sowie eventualiter Rückweisung der Sache an die
Vorinstanz zur erneuten Abklärung und Beurteilung,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses und um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands in der Per-
son seines Rechtsvertreters ersuchte,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 30. Oktober 2020
dem Beschwerdeführer beziehungsweise seinem Rechtsvertreter den Ein-
gang der Beschwerde bestätigte,
dass das Gericht das Dossiers des Bruders des Beschwerdeführers
(N [...]) zur Konsultation beizog,
dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. No-
vember 2020 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um
Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes abgewiesen wurden und
das Gericht einen innert Frist zu leistenden Kostenvorschuss erhob,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. November 2020 (Eingang
Bundesverwaltungsgericht am 5. November 2020) die Kopie von zwei Zei-
tungsartikeln aus Sri Lanka zu den Akten reichen liess, in denen im Som-
mer 2020 über die Verhaftung von J. aufgrund seiner Machenschaften be-
richtet worden sei,
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dass vorgebracht wurde, die Asylgründe des Beschwerdeführers würden
direkt mit J. zusammenhängen und die Zeitungsartikel seien geeignet, die
Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers zu untermauern,
sowie die Nachreichung von originalen Zeitungsexemplaren in Aussicht ge-
stellt wurde,
dass der Kostenvorschuss innert Frist geleistet wurde,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. November 2020 einen
Memory Stick zu den Akten reichen liess, auf dem ein durch seinen jünge-
ren Bruder aufgenommenes Video zeige, wie die Polizei seine Eltern mit
dem Ziel aufgesucht hätten, sich nach ihm (dem Beschwerdeführer) zu er-
kundigen beziehungsweise ihn dort vorzufinden,
dass sich der Vorfall vor zirka zwei Wochen ereignet habe und das Beweis-
mittel aufzeige, dass der Beschwerdeführer noch immer im Visier der Poli-
zei sei,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem für die Behandlung
von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM zuständig ist, wobei das
Gericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig entscheidet, ausser – was vor-
liegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht
(vgl. Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG und Art. 83 Bst. d
Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass für das vorliegende Verfahren das bisherige Recht gilt (vgl. Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September
2015),
dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist und der
Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat,
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdi-
ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und da-
her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 und aArt. 108
Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG),
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dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Auslän-
derrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt,
dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass sich nach Konsultation des Dossiers des Bruders des Beschwerde-
führers (N [...]) entgegen dem Vorbringen in der Beschwerdeschrift nicht
ergibt, das SEM wäre in diesem Zusammenhang der Untersuchungspflicht
ungenügend nachgekommen, zumal aus der angefochtenen Verfügung
hervorgeht, dass das SEM dieses Dossier zur Beurteilung der Sachlage
beigezogen hat und die Kernaspekte der vom Bruder geltend gemachten
Begründung dessen Asylgesuches auch explizit anführte,
dass im Weiteren der Beschwerdeführer beziehungsweise sein Rechtsver-
treter den Unterschied zwischen den formellen Anforderungen an den An-
spruch der behördlichen Untersuchungspflicht als Teilgehalt des rechtli-
chen Gehörs und den Erfordernissen einer rechtskonformen materiell-
rechtlichen Würdigung des Sachverhaltes zu verkennen scheint,
dass vorliegend nicht ersichtlich ist, inwiefern das SEM den rechtserhebli-
chen Sachverhalt nicht vollständig und richtig festgestellt haben sollte, und
zudem in der Beschwerde einleitend selbst angeführt wird, die Zusammen-
fassung der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid gebe den Sachverhalt
korrekt wieder und bezüglich des massgeblichen Sachverhaltes werde auf
die Verfügung des SEM verwiesen,
dass mit der Beschwerde somit der in der angefochtenen Verfügung auf-
genommene Sachverhalt als Grundlage für die Beurteilung der Sache an-
erkannt wird,
dass sich die Rügen des Beschwerdeführers denn massgeblich auf die
Glaubhaftigkeitsprüfung und die Würdigung des vom Beschwerdeführer
geltend gemachten Sachverhaltes beziehen und alleine der Umstand, dass
das SEM aufgrund der vorliegenden Aktenlage zu einer anderen Würdi-
gung der Gesuchsvorbringen gelangt, als vom Beschwerdeführer geltend
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gemacht, nicht die Frage der hinreichend rechtserheblichen Sachverhalts-
feststellung tangiert,
dass sich demnach das Rechtsbegehren um Rückweisung der Sache an
die Vorinstanz zu erneuten Abklärung und Beurteilung offenkundig als un-
begründet erweist,
dass das Eventualbegehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung
und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung abzu-
weisen ist und das Gericht in der Sache zu entscheiden hat (vgl. Art. 61
Abs. 1 VwVG),
dass gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich
Asyl gewährt und Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder
im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-
nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ih-
rer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder
begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG), wobei als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken, gelten (Art. 3 Abs. 2 AsylG),
dass gemäss Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder
zumindest glaubhaft zu machen ist und diese glaubhaft gemacht ist, wenn
die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für
gegeben hält,
dass Vorbringen grundsätzlich dann glaubhaft gemacht sind, wenn sie ge-
nügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind, und entschei-
dend ist, ob die Gründe, welche für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstel-
lung sprechen, überwiegen oder nicht, wobei auf eine objektivierte Sicht-
weise abzustellen ist (vgl. BVGE 2012/5 E. 2.2, BVGE 2010/57 E. 2.2 und
2.3; Entscheidungen und Mitteilungen der vormaligen Schweizerischen
Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 6.1 S. 190 f.),
dass unglaubhaft insbesondere Vorbringen sind, die in wesentlichen Punk-
ten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen
nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Be-
weismittel abgestützt werden,
dass das SEM in seiner Verfügung mit ausführlicher und überzeugender
Begründung zur Erkenntnis gelangte, die Vorbringen des Beschwerde-
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führers würden einerseits den Anforderungen von Art. 7 AsylG an das
Glaubhaftmachen eines die Flüchtlingseigenschaft begründenden Sach-
verhalts und andererseits jenen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtli-
che Beachtlichkeit nicht genügen,
dass auf die Erwägungen des SEM im Einzelnen verwiesen werden kann,
dass die Ausführungen und Entgegnungen in der Beschwerde nicht geeig-
net sind, die Erwägungen und Schlussfolgerungen des SEM in entscheid-
wesentlicher Hinsicht in einem anderen Licht erscheinen zu lassen,
dass die Versuche in der Rechtsmitteleingabe, die vom SEM als wider-
sprüchlich oder zumindest nicht deckungsgleich erkannten Angaben des
Beschwerdeführers als nur vermeintlich inkongruente Aussagen zu inter-
pretieren, jedenfalls in für den Entscheid relevanten Teilen nicht überzeu-
gen,
dass im Weiteren anzumerken gilt, dass nicht die Angaben des Beschwer-
deführers anlässlich seiner Beschwerdeinstruktion mit seinem Rechtsver-
treter für die Beurteilung des für den Entscheid relevanten Aussageverhal-
tens massgeblich ist, sondern die Aktenlage des Asyldossiers,
dass zudem mit der Beschwerdeschrift selbst davon ausgegangen zu wer-
den scheint, die sri-lankischen Behörden hätten von der vom Beschwerde-
führer geltend gemachten Tätigkeit zugunsten der LTTE keine Kenntnis er-
langt (vgl. Beschwerde S. 6 oben),
dass im Übrigen abgesehen von den nicht glaubhaft gemachten Massnah-
men staatlicher Sicherheitsorgane gegenüber dem Beschwerdeführer Un-
tersuchungsvorkehren der sri-lankischen Behörden im Zusammenhang
strafrechtlich relevanter Verdachtsmomente bezüglich einer Verbindung zu
kriminellen Täterschaften der Aava-Gruppierung als staatlich legitimes
Handeln keine flüchtlingsrechtlich relevanten Motive zugrundeliegen,
dass zudem das SEM in der Einschätzung zu stützen ist, dass die einge-
reichte polizeiliche Vorladung vom 10. September 2018 zur Befragung des
Beschwerdeführers auf den 12. September 2018 auf dem Polizeiposten als
Fälschung zu erkennen ist,
dass hierzu in der Beschwerde nichts entgegnet wird,
dass das SEM aus der Aktenlage zutreffend folgerte, der Beschwerdefüh-
rer habe nicht glaubhaft machen können, im Zeitpunkt seiner Ausreise aus
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seinem Heimatland flüchtlingsrechtlich relevanten Massnahmen seitens
der staatlichen Behörden ausgesetzt gewesen zu sein,
dass das SEM im Weiteren zu Recht darauf erkannt hat, dass kein begrün-
deter Anlass zur Annahme besteht, der Beschwerdeführer hätte bei einer
Rückkehr in sein Heimatland mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in
absehbarer Zukunft zu befürchten, ernsthaften Nachteilen im Sinne von
Art. 3 AsylG ausgesetzt zu werden,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Referenzurteil E-1886/2015 vom
15. Juli 2016 bestimmte Risikofaktoren definiert hat, die als stark risikobe-
gründend zu qualifizieren sind, da sie unter den im Entscheid dargelegten
Umständen bereits für sich alleine genommen zur Bejahung einer begrün-
deten Furcht führen könnten (Eintrag in die "Stop-List", Verbindung zu den
LTTE und exilpolitische Aktivitäten),
dass jegliche glaubhaft gemachten Risikofaktoren in einer Gesamtschau
und in ihrer Wechselwirkung sowie unter Berücksichtigung der konkreten
Umstände in einer Einzelfallprüfung zu berücksichtigen sind, mit dem Ziel
zu erwägen, ob mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine flüchtlingsrecht-
lich relevante Verfolgung bejaht werden muss (a.a.O. E. 8.5.5),
dass betreffend den Beschwerdeführer keine hinreichenden Risikofaktoren
vorliegen und unter Würdigung aller Umstände anzunehmen ist, dass er
von der sri-lankischen Regierung nicht zu jener Gruppe gezählt wird, die
bestrebt ist, den tamilischen Separatismus wiederaufleben zu lassen und
so eine Gefahr für den sri-lankischen Einheitsstaat darstellt,
dass daran die Ausführungen in der Beschwerde zur aktuellen politischen
Lage und zu vereinzelten Vorkommnissen in Sri Lanka nichts zu ändern
vermögen, zumal aus diesen entgegen der letztlich als vage Vermutungen
zu wertenden Anknüpfungsversuche kein hinreichend massgeblicher kon-
kret persönlicher Bezug zum Beschwerdeführer herzustellen ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Referenzurteil E-1886/2015 vom
15. Juli 2016 zudem festgestellt hat, dass Angehörige der tamilischen Eth-
nie bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht generell einer ernstzunehmen-
den Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt sind (vgl. a.a.O. E. 8.3),
dass sich das SEM in der angefochtenen Verfügung mit den politischen
Verhältnissen nach der Präsidentschaftswahl in Sri Lanka vom 16. Novem-
ber 2019 bezüglich der vorliegend zu beurteilenden Umstände hinreichend
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auseinandergesetzt hat und die erfassten Kernerkenntnisse in vorliegend
hinreichend notwendigem Umfang in die Beurteilung der Sache hat ein-
fliessen lassen,
dass der Beschwerdeführer alleine aus der tamilischen Ethnie, der allfälli-
gen illegalen Ausreise aus dem Heimatland und der Landesabwesenheit
keine flüchtlingsrechtlich relevante Gefährdung ableiten kann,
dass unter Berücksichtigung der Aktenlage nicht davon auszugehen ist,
der Beschwerdeführer als abgelehnter tamilischer Asylsuchender hätte bei
einer Rückkehr aus der Schweiz Massnahmen zu befürchten, die über die
üblichen Backgroundchecks hinausgehen, und dabei festzuhalten ist, dass
gemäss gefestigter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine
allfällige Befragung am Flughafen in Colombo und Kontrollmassnahmen
an seinem Heimatort keine asylrelevanten Verfolgungsmassnahmen dar-
stellen,
dass nach Prüfung der Akten die Einwände in der Beschwerde bezüglich
der flüchtlingsrechtlichen Relevanz der Vorbringen nicht tauglich erschei-
nen, die Einschätzungen des SEM in der angefochtenen Verfügung in ent-
scheidwesentlicher Hinsicht als nicht rechtskonform zu erkennen,
dass demnach entgegen der in der Rechtsmitteleingabe vertretenen Sicht-
weise eine Furcht, der Beschwerdeführer würde künftig in seinem Heimat-
land mit erheblicher Wahrscheinlichkeit flüchtlingsrechtlich relevanten
Nachteilen ausgesetzt, aufgrund der Aktenlage aus objektiver Sicht ver-
nünftigerweise nicht begründet erscheint,
dass daran nichts zu ändern vermag, wenn der Beschwerdeführer mit der
Eingabe vom 4. November 2020 beabsichtigen sollte, dem Umstand einer
persönlichen Verbindung zum ehemaligen Arbeitskollegen J. Nachdruck zu
verleihen,
dass in der Eingabe zwar einzig vorgebracht wird, in den zwei Zeitungsar-
tikeln sei berichtet worden, J. sei aufgrund seiner "Machenschaften" ver-
haftet worden, und nicht ausgeführt wird, worin die Machenschaften be-
standen hätten, was ohne Weiteres auch aufgrund der Kopien der Zei-
tungsartikel möglich und – falls von ernsthafter Relevanz – zu erwarten
gewesen wäre,
dass aber jedenfalls gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers
sein ehemaliger Arbeitskollege J. mit erheblicher strafrechtlicher Energie
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behaftet gewesen sei und damit aufgrund fehlender anderweitiger Anga-
ben des Beschwerdeführers von einer Verhaftung infolge eines Verdachts
auf Machenschaften strafrechtlicher Natur auszugehen ist,
dass allfällige daraus fliessende staatliche Massnahmen einem legitimen
Sicherheitsanspruch entsprechen würden und flüchtlingsrechtlich unbe-
achtlich wären,
dass die auf einem Memory Stick festgehaltene nachgereichte Videoauf-
zeichnung (visioniert durch das Gericht am 1. Dezember 2020) nicht als
Beweismittel tauglich ist, einen flüchtlingsrechtlich relevanten Sachverhalt
aufzuzeigen,
dass sich aus dem Gesagten ergibt, dass das SEM in zutreffender Weise
zur Einschätzung gelangte, der Beschwerdeführer habe keine flüchtlings-
rechtlich relevante Gefährdung darzulegen vermocht, und die Vorinstanz
folglich das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt
hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht
(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4, 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte
Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und
demnach vom SEM zu Recht angeordnet wurde,
dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-
standard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt; das heisst, sie
sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-
nigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der
Beschwerdeführer keine flüchtlingsrechtlich erhebliche Gefährdung nach-
weisen oder glaubhaft machen kann, weshalb das in Art. 5 AsylG veran-
kerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden
Verfahren keine Anwendung findet,
dass das SEM zu Recht davon ausgehen durfte, dass keine hinreichenden
Anhaltspunkte gegeben sind, der Beschwerdeführer müsste begründeter-
weise befürchten, im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beacht-
licher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK respektive Art. 1 des
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK,
SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt zu werden,
dass die Einwände in der Beschwerdeschrift nicht geeignet sind, diese Ein-
schätzung umzustossen,
dass demnach keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder
Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne
von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 FoK und der Praxis zu Art. 3 EMRK er-
sichtlich sind,
dass daran der Regierungswechsel vom November 2019 sowie die seither
veränderte politische Lage in Sri Lanka nichts zu ändern vermögen und
nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der
asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
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dass das SEM in seiner Verfügung das Vorliegen von Gründen, die gegen
die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen könnten, zu Recht
verneinte,
dass in Sri Lanka aktuell weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Ge-
walt herrscht (vgl. BVGE 2011/24 E. 13.2.1),
dass gemäss Rechtsprechung der Wegweisungsvollzug in die Nord- und
Ostprovinz zumutbar ist, wenn das Vorliegen der individuellen Zumutbar-
keitskriterien bejaht werden kann (vgl. Referenzurteil des BVGer
E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 E. 13.2) und an dieser Einschätzung die
Gewaltvorfälle in Sri Lanka vom 21. April 2019, der gleichentags von der
sri-lankischen Regierung verhängte und am 28. August 2019 aufgehobene
Ausnahmezustand sowie die mit den Wahlen im November 2019 zusam-
menhängenden gewalttätigen Ausschreitungen nichts zu ändern vermö-
gen (vgl. dazu statt vieler Urteil des BVGer E-895/2020 vom 15. April 2020
E. 9.3),
dass das SEM im Weiteren mit zutreffender Begründung ausgeführt hat,
weshalb keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs sprechen würden,
dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatland über ein breites familiä-
res Beziehungsnetz verfügt und seine Verwandten über Arbeit, eigene
Häuser und eine finanzielle Absicherung verfügen,
dass er damit jedenfalls mit einer gesicherten Wohnsituation rechnen kann,
dass er nach eigenen Angaben in Sri Lanka über ein gutes Einkommen
verfügte und er auch künftig mit entsprechenden erworbenen Fähigkeiten
für sich sorgen kann und es am Beschwerdeführer liegt, sich in einem in-
tegren Geschäftsumfeld zu bewegen,
dass es dem Beschwerdeführer zumutbar ist, eine soziale, kulturelle und
wirtschaftliche Wiedereingliederung in seinem Heimatland anzustreben,
dass keine ernsthaften Hinweise ersichtlich sind, der Beschwerdeführer
könnte bei einer Rückkehr in eine existenzielle Notlage geraten, weshalb
aufgrund der persönlichen Verhältnisse nicht von einer konkreten Gefähr-
dung des Beschwerdeführers im Sinne des Gesetzes und der Rechtspre-
chung bei einer Rückkehr in den Heimatstaat auszugehen ist,
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dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung
notwendiger Papiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Voll-
zug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 1
AIG),
dass das SEM den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar
und möglich bezeichnet hat, weshalb eine Anordnung der vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AIG),
dass die angefochtene Verfügung nach dem Gesagten Bundesrecht nicht
verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig fest-
stellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist,
weshalb die Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der
in diesem Betrag geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfah-
renskosten zu verwenden ist.
(Dispositiv nächste Seite)
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