Decision ID: 7d27027b-c604-43a6-a246-e685ef2aff49
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ meldete sich im September 2000 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 2). Sie gab an, sie habe in ihrem Herkunftsland eine
dreijährige Ausbildung zur Näherin absolviert. In der Schweiz sei sie als Hilfsarbeiterin
tätig gewesen. Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medizinische Abklärungsstelle
(MEDAS) Zentralschweiz am 30. April 2001 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 12).
Die Sachverständigen hielten fest, die Versicherte leide an einem chronischen cervico-
lumbal betonten Panvertebralsyndrom mit einer rechtsbetonten spondylogenen
Ausstrahlung sowie an Somatisierungsstörungen und an einer Erschöpfungssituation
bei einer finanziellen und sozio-kulturellen Problematik. Aus rheumatologischer Sicht
seien ihr körperlich leichte Tätigkeiten uneingeschränkt zumutbar. Aus psychiatrischer
Sicht sei die Versicherte als zu 50 Prozent arbeitsunfähig für sämtliche Tätigkeiten zu
qualifizieren. Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte ab Februar 2000. Mit einer
Verfügung vom 26. November 2001 sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung
ab dem 1. April 2000 eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent zu (IV-
act. 18).
A.a.
Im Rahmen einer Überprüfung des Rentenanspruchs im Frühjahr 2002 wies der
behandelnde Arzt auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes hin (vgl. IV-
act. 22), weshalb die IV-Stelle die MEDAS Zentralschweiz im Juni 2002 mit einer
Verlaufsbegutachtung beauftragte (IV-act. 25). Das Verlaufsgutachten wurde am 7.
April 2003 erstellt (IV-act. 30). Die Sachverständigen führten aus, zwischenzeitlich habe
sich das Vertebralsyndrom zu einem fibromyalgiformen Ganzkörpersyndrom
ausgeweitet. Da ein organisches Korrelat fehle, sei eine Schmerzverarbeitungsstörung
als Ursache zu postulieren, die mit der aktuell nachgewiesenen depressiven
Erkrankung im Zusammenhang stehen dürfte. Aus rheumatologischer Sicht sei die
Arbeitsfähigkeit für leichte Verweistätigkeiten von 100 Prozent auf 80 Prozent
A.b.
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zurückgegangen. Die psychiatrisch definierte Arbeitsfähigkeit sei trotz der veränderten
Diagnose gleich geblieben. Die Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten haben
sich damit insgesamt nicht verändert. Als Diagnosen führten die Sachverständigen im
Wesentlichen eine mittelgradige depressive Episode mit einem somatischen Syndrom,
ein rechtsbetontes fibromyalgiformes Ganzkörperschmerzsyndrom sowie ein
chronifiziertes rechtsbetontes lumbo-vertebragenes und lumbo-spondylogenes
Syndrom an. Am 26. August 2003 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie
weiterhin einen unveränderten Anspruch auf die bisherige Rente habe (IV-act. 32).
Im Mai 2008 ersuchte die Versicherte um eine Rentenerhöhung (IV-act. 60). Im
Auftrag der IV-Stelle erstattete die MEDAS Zentralschweiz am 17. Dezember 2008 ein
weiteres Verlaufsgutachten (IV-act. 68). Die Sachverständigen hielten fest, die
Versicherte leide an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sowie an einem
chronischen rechtsbetonten lumbo-spondylogenen Syndrom. Der Gesundheitszustand
habe sich seit der letzten Begutachtung nicht verändert. Die Versicherte sei für
leidensadaptierte Tätigkeiten weiterhin zu 50 Prozent arbeitsfähig. Mit einer Verfügung
vom 8. Mai 2009 wies die IV-Stelle das Rentenerhöhungsgesuch der Versicherten ab
(IV-act. 74).
A.c.
Im Februar 2012 ging der IV-Stelle ein anonymes Schreiben zu, in dem geltend
gemacht wurde, die Versicherte hüte regelmässig ihr Enkelkind und organisiere gerade
eine Party, womit sie wohl einen Nebenverdienst erzielen wolle (IV-act. 75). Im März
2012 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf, einen Fragebogen zur Überprüfung des
Rentenanspruchs auszufüllen (IV-act. 77). Die Versicherte gab an, ihr
Gesundheitszustand habe sich weiter verschlechtert. Nachdem die IV-Stelle aktuelle
medizinische Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt hatte, hielt Dr. med. B._
vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD) am 8. November 2012 fest (IV-act.
97), die Rentenzusprache sei ausschliesslich aufgrund eines syndromalen Leidens im
Sinne der Schlussbestimmungen zum ersten Massnahmenpaket der sechsten IVG-
Revision erfolgt. Eine Ausnahmesituation für die Unüberwindbarkeit der chronischen
Schmerzen bestehe nicht. Mit einer Verfügung vom 14. Februar 2013 hob die IV-Stelle
die laufende Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
auf (IV-act. 107). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in formelle Rechtskraft.
A.d.
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Im Juni 2018 ersuchte der behandelnde Psychiater med. pract. C._ um eine
„Neubeurteilung der Invalidität“ der Versicherten (IV-act. 125). Er machte geltend, die
Versicherte befinde sich seit dem Jahr 2011 bei ihm in ambulant-psychiatrischer
Behandlung. Die depressive Störung habe sich im Verlauf gesteigert; mittlerweile sei
die Versicherte schwergradig depressiv. Neu seien auch psychotische Symptome
hinzugekommen. Die Versicherte sei zu mindestens 80 Prozent arbeitsunfähig. Die IV-
Stelle wies die Versicherte am 25. Juni 2018 darauf hin, dass behandelnde Ärzte nicht
anmeldelegitimiert seien; die Versicherte müsse sich selbst zum Leistungsbezug
anmelden (IV-act. 127). Am 6. Juli 2018 ging der IV-Stelle das ausgefüllte
Anmeldeformular zu (IV-act. 128). Der behandelnde Psychiater C._ hatte in einem
Bericht vom 23. Oktober 2017 darauf hingewiesen, dass zwar eine
Verdeutlichungstendenz bestehe, die „schweren Leiden“ aber trotzdem „ernst zu
nehmen“ seien (IV-act. 132). Am 7. November 2018 beauftragte die IV-Stelle die SMAB
AG mit einer polydisziplinären Begutachtung der Versicherten (IV-act. 147). Das
Gutachten wurde am 15. April 2019 erstellt (IV-act. 173). Die federführende
psychiatrische Sachverständige hielt fest, die Versicherte habe ihre Beschwerden
ausführlich und mit emotional eindrücklichen Gesten geschildert. Die synthyme
Schilderung mit einer Verstärkung der Symptomatik durch überwiegend körperliche
Gesten und eine verbale Betonung sei als eine Symptomverdeutlichung zu
qualifizieren. Im Gespräch sei die Auffassung für komplexe Fragen beeinträchtigt
gewesen. Die Konzentration sei ebenfalls leicht beeinträchtigt gewesen. Die subjektiv
geschilderte Vergesslichkeit sei aber in der Untersuchung nicht aufgefallen. Der formale
Gedankengang sei etwas verlangsamt gewesen. Die Versicherte habe sich in einer
depressiven Grundstimmung mit einer leicht beeinträchtigten affektiven
Schwingungsfähigkeit gezeigt. Bei angenehmen Themen habe sie sich aber etwas
gelockert. In der Untersuchung hätten sich Hinweise auf eine histrionisch und
emotional instabile Persönlichkeitsakzentuierung mit impulsiven Handlungsmustern
ergeben. Im Übrigen sei der objektive klinische Befund unauffällig gewesen. Aufgrund
der anamnestischen Angaben der Versicherten sei davon auszugehen, dass diese
aufgrund der schwierigen familiären Verhältnisse und der belasteten Kindheit kein
ausreichend stabiles Selbstwertgefühl habe ausbilden können, was die Entwicklung
einer histrionischen und emotional instabilen Persönlichkeitsstruktur mit impulsiven
Handlungsmustern begünstigt habe. Aufgrund einer Schmerzproblematik und einer
A.e.
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schwierigen Ehesituation hätten sich um die Jahrtausendwende zusätzliche psychische
Symptome eingestellt. Die kombinierte Persönlichkeitsstörung habe die Entwicklung
einer depressiven und im weiteren Verlauf psychosenahen Störung begünstigt. Die
Versicherte habe über depressive Symptome und über optische und akustische
Halluzinationen geklagt. Obwohl die affektive Symptomatik insgesamt nur als
mittelgradig ausgeprägt zu qualifizieren sei, müsse nach dem ICD-10 eine
schwergradige depressive Störung diagnostiziert werden, weil psychotische Symptome
vorlägen, die definitionsgemäss nur in Verbindung mit schweren depressiven
Störungen diagnostiziert werden könnten. Eine posttraumatische Belastungsstörung
liege nicht vor, da die entsprechenden Diagnosekriterien nicht vollständig erfüllt seien.
Die Schmerzsymptomatik sei diagnostisch als eine anhaltende Somatisierungsstörung
mit psychischen und körperlichen Faktoren ohne ein adäquates körperliches Korrelat
zu qualifizieren. Die Verdeutlichungstendenz sei im Rahmen des langen Verlaufs bei
offensichtlich verminderten Bewältigungsfähigkeiten nachvollziehbar. Seit der letzten
Begutachtung im Jahr 2013 habe sich die Symptomatik nicht messbar respektive
objektivierbar verschlechtert. Aus psychiatrischer Sicht sei weiterhin ein
Arbeitsfähigkeitsgrad von 50 Prozent für die angestammte Tätigkeit zu attestieren. Für
leidensadaptierte Tätigkeiten bestehe ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 60 Prozent. Die
therapeutischen Möglichkeiten seien bislang noch nicht vollständig ausgeschöpft
worden. Mit einer stationären Behandlung und einer Anpassung der Medikation könnte
allenfalls eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit eine Steigerung der
Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Das Krankheitsbild sei nicht durchwegs konsistent,
denn die Versicherte habe zwar angegeben, dass sie Hilfe im Haushalt benötige und
Menschenmengen eher meide, aber sie sei in der Lage, regelmässig mit dem Flugzeug
für Ferien in ihr Herkunftsland zu reisen. Der geltend gemachte hohe Leidensdruck
stehe im Widerspruch zur niederfrequenten ambulanten Behandlung und zur
niederschwelligen Medikation. Die Untersuchungsergebnisse seien nicht in allen
Bereichen valide und nachvollziehbar gewesen. Der internistische Sachverständige
führte aus, aus allgemein-internistischer Sicht lägen keine Erkrankungen vor, die einen
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Der Hypertonus sei medikamentös eingestellt
und verursache keine funktionellen Einschränkungen. Die Adipositas bedinge zwar
zahlreiche Risiken und Komplikationen, bewirke per se aber keine Arbeitsunfähigkeit.
Die gemischte Hyperlipo-proteinämie, die (verdachtsweise bestehende) nicht-
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alkoholische Fettlebererkrankung, die Hypothyreose, das Angiomyolipom der Niere und
die (druckschmerzhaften) subkutanen Lipome hätten keinen Einfluss auf die
Leistungsfähigkeit. Das Empty-Sella-Syndrom und die Mischinkontinenz bei einer leicht
verminderten Blasenkapazität verursachten ebenfalls keine funktionellen
Einschränkungen. Der orthopädische Sachverständige hielt fest, weder die klinischen
noch die bildgebenden Befunde bewirkten eine Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt
ausgeübte oder für eine andere körperlich leichte Tätigkeit. Zu diagnostizieren seien ein
chronisch lumbo-vertebrales Schmerzsyndrom, ein chronisches
Cervicovertebralsyndrom, ein chronisches Cervicocephalsyndrom sowie eine
eingeschränkte Beugefähigkeit der Finger- und Grundgelenke ohne Hinweis auf
strukturelle Veränderungen der Grund-, Mittel- oder Endgelenke. Der neurologische
Sachverständige führte aus, die Versicherte leide an chronischen Kopfschmerzen, an
einem chronischen lumbo-spondylogenen und cervico-spondylogenen
Schmerzsyndrom, an einem Carpaltunnelsyndrom beidseits sowie an einer diskreten
cerebralen Mikroangiopathie und empty sella. Keine dieser Diagnosen wirke sich auf
die Arbeitsfähigkeit aus. Nach der Konsensbesprechung hielten die Sachverständigen
fest, die Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung schweren
Ausmasses wegen psychotischer Symptome sowie an einer anhaltenden
Somatisierungsstörung mit psychischen und körperlichen Faktoren ohne ein adäquates
körperliches Korrelat; die übrigen Diagnosen wirkten sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit
aus. Die geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes in den letzten
Jahren habe nicht objektiviert werden können. Die psychotische Symptomatik bestehe
schon seit zehn Jahren und habe somit bereits im Jahr 2013 vorgelegen. Der
Arbeitsfähigkeitsgrad habe sich seit dem Jahr 2013 nicht verändert. Da sich in den
Akten keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit fänden, sei
davon auszugehen, dass die Versicherte seit dem Jahr 2013 zu 60 Prozent arbeitsfähig
für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten sei.
Die RAD-Ärztin Dr. med. D._ notierte am 11. Juni 2019 (IV-act. 174), die
somatischen Teilgutachten seien überzeugend, bezüglich des psychiatrischen
Teilgutachtens bestünden aber noch offene Fragen. Die Sachverständigen hätten auf
verschiedene Inkonsistenzen hingewiesen. Diesen habe die psychiatrische
Sachverständige nicht hinreichend Rechnung getragen. Die Diagnose einer
A.f.
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schwergradig ausgeprägten depressiven Störung lasse sich mit den von der
psychiatrischen Sachverständigen beschriebenen leicht- bis mittelgradigen
Funktionseinschränkungen nicht vereinbaren. Es treffe nicht zu, dass beim Vorliegen
von psychotischen Symptomen zwingend eine schwergradige depressive Störung zu
diagnostizieren sei. Zudem hätten sich die psychotischen Symptome nicht
objektivieren lassen. Die psychiatrische Sachverständige habe teilweise von einer
Persönlichkeitsakzentuierung und teilweise von einer Persönlichkeitsstörung
gesprochen, weshalb unklar sei, ob die Versicherte an einer Persönlichkeitsstörung
leide. Die Ausführungen zur Frage, ob sich der Gesundheitszustand seit der letzten
Begutachtung verändert habe, seien widersprüchlich, denn die psychotischen
Symptome seien in den früheren Berichten nicht erwähnt worden. Zudem habe die
Verfügung aus dem Jahr 2013 auf einem Gutachten aus dem Jahr 2008 beruht; wenn
man auf die Angaben der Versicherten zu den angeblichen psychotischen Symptomen
abstellen würde, dann wären diese erst nach der Begutachtung im Jahr 2008
aufgetreten. Die psychiatrische Sachverständige habe sich nicht hinreichend mit den
Vorakten auseinandergesetzt und sie habe ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht
hinreichend begründet. Eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle notierte am 16. September
2019, in der „Gesamtschau der Aktenlage“ und „anhand der Ausführungen im aktuellen
Gutachten“ sei eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, weshalb das Rentenbegehren
abzuweisen sei (IV-act. 175).
Mit einem Vorbescheid vom 17. September 2019 teilte die IV-Stelle der
Versicherten mit, dass sie vorsehe, nicht auf das neue Leistungsbegehren einzutreten,
weil eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Aufhebung der Rente
im Jahr 2013 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei (IV-act.
177). Dagegen liess die Versicherte am 13. Dezember 2019 einwenden (IV-act. 186),
das Bundesgericht habe seine „Überwindbarkeitsrechtsprechung“, auf die sich die
Rentenaufhebung im Jahr 2013 massgeblich gestützt habe, mittlerweile aufgegeben.
Neu sei eine schwergradig ausgeprägte Depression diagnostiziert worden. Der
Sachverhalt habe sich also wesentlich verändert. Die Versicherte sei zu mindestens 40
Prozent arbeitsunfähig. Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades müsse ein
A.g.
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B.
„leidensfähiger Abzug“ von 25 Prozent gewährt werden. Mit einer Verfügung vom 31.
Dezember 2019 trat die IV-Stelle nicht auf das Leistungsbegehren ein (IV-act. 189).
Nachdem die Versicherte eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 31.
Dezember 2019 erhoben hatte (vgl. IV-act. 190 f.), widerrief die IV-Stelle diese
Verfügung am 9. April 2020, um weitere Abklärungen durchzuführen (IV-act. 197). Das
Beschwerdeverfahren wurde am 16. Juni 2020 als gegenstandslos abgeschrieben; der
Versicherten wurde eine Parteientschädigung von 2’000 Franken zugesprochen (IV
2020/27; vgl. IV-act. 203). Am 24. Juli 2020 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie nichts weiter im Sinn habe, als den Nichteintretensentscheid durch eine
Abweisung des Leistungsbegehrens zu ersetzen (IV-act. 207). Am 30. November 2020
liess die Versicherte einwenden (IV-act. 212), sie sei zu mindestens 40 Prozent
arbeitsunfähig. Zudem müsse bei der Berechnung des Invaliditätsgrades ein Abzug von
25 Prozent berücksichtigt werden. Folglich habe sie einen Anspruch auf eine halbe,
mindestens auf eine Viertelsrente. Mit einer Verfügung vom 13. Januar 2021 wies die
IV-Stelle das Rentenbegehren ab (IV-act. 215).
A.h.
Am 15. Februar 2021 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin)
eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 13. Januar 2021 erheben (act. G 1). Ihr
Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die
Zusprache mindestens einer halben Rente „ab wann rechtens“, eventualiter die
Einholung eines psychiatrischen Obergutachtens und subeventualiter die Rückweisung
der Sache an die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin). Zur Begründung
führte er aus, die Begründung der Beschwerdegegnerin sei widersprüchlich, denn das
Gutachten der SMAB AG könne nicht sowohl mangelhaft sein als auch den
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ausreichend belegen. Der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich massgebend verändert. Die
bundesgerichtliche „Überwindbarkeitspraxis“ sei aufgegeben worden.
B.a.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 7. Mai 2021 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie an, da es sich beim vorliegend zu
beurteilenden Leistungsbegehren um eine Neuanmeldung handle, sei ein vollständig
beweiskräftiges Gutachten nicht zwingend nötig, wenn mit überwiegender
B.b.
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Considerations:
Erwägungen
1.
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei, dass sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin seit der Rentenaufhebung nicht wesentlich verändert habe. Aus
dem Gutachten der SMAB AG gehe hervor, dass sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin seit der Rentenaufhebung nicht wesentlich verändert habe.
Die Beschwerdeführerin liess am 30. Juni 2021 an ihren Anträgen festhalten (act.
G 8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 10).
B.c.
Gemäss dem Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Begehren zu
prüfen, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die
erforderlichen Auskünfte einzuholen. Diese Untersuchungspflicht muss vollumfänglich
erfüllt sein, bevor die massgebende Bestimmung auf den konkreten Einzelfall
angewendet werden kann, denn bei der Rechtsanwendung wird der massgebende
Sachverhalt unter den gesetzlichen Tatbestand subsumiert, was nur möglich ist, wenn
der gesamte massgebende Sachverhalt mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht. Das ist hier nicht der Fall gewesen, wie
die Beschwerdegegnerin selbst eingeräumt hat, denn das psychiatrische Teilgutachten
der SMAB AG überzeugt nicht. Die RAD-Ärztin D._ hat die diversen Mängel, an
denen das psychiatrische Teilgutachten gelitten hat, in ihrer Aktenwürdigung
überzeugend aufgezeigt. Der wesentlichste Mangel besteht darin, dass die
psychiatrische Sachverständige die von der Beschwerdeführerin geschilderten
psychotischen Symptome – (angebliche) optische und akustische Halluzinationen – als
objektiv ausgewiesen qualifiziert hat, obwohl weder sie noch die behandelnden Ärzte
entsprechende Befunde erhoben hatten und obwohl sich im Rahmen der
Begutachtung manifeste Hinweise auf eine Aggravation ergeben hatten, worauf die
psychiatrische Sachverständige selbst hingewiesen hat. Da die Antwort auf die Frage,
ob die Beschwerdeführerin wirklich an psychotischen Symptomen gelitten hat,
massgebend von den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abhängig gewesen
ist und da festgestanden hat, dass diese Angaben zumindest teilweise nicht
überzeugend sein konnten (selbst der behandelnde Arzt hatte auf
Verdeutlichungstendenzen hingewiesen), hätte die psychiatrische Sachverständige den
für ihre medizinische Beurteilung massgebenden Sachverhalt diesbezüglich wesentlich
sorgfältiger erheben müssen. Beispielsweise hätte sie fremdanamnestische Angaben
einholen, gezielte Fragen zur Validierung stellen, das Verhalten der Beschwerdeführerin
1.1.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 10/14
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(idealerweise in die Symptome provozierenden Situationen) beobachten oder
entsprechende Testverfahren durchführen können. Die Diagnose psychotischer
Symptome und – damit einhergehend – einer schwergradig ausgeprägten depressiven
Störung überzeugt jedenfalls nicht, da die psychiatrische Sachverständige
diesbezüglich allein auf die subjektiven Angaben der durch manifeste
Aggravationstendenzen aufgefallenen Beschwerdeführerin abgestellt hat. Da auch die
Berichte der behandelnden Ärzte nicht überzeugen, weil diese das Vorhandensein der
angeblichen psychotischen Symptome ebenfalls nicht hinterfragt haben, erweist sich
der medizinische Sachverhalt als unzureichend abgeklärt. Folglich muss ein neues
psychiatrisches Gutachten eingeholt werden.
Das Bundesgericht hat in seinem Leitentscheid BGE 137 V 210 festgehalten (E.
4.4.1.4 S. 264 f.), dass „die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten
einholt, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen)
medizinischen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungswürdig hält oder wenn
eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist“.
Eine Rückweisung an die IV-Stelle sei nur möglich, „wenn sie allein in der notwendigen
Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt
es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen,
eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder
Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist“. Dem klaren Wortlaut
dieser Ausführungen zufolge müsste im vorliegenden Beschwerdeverfahren ein
psychiatrisches Gerichtsgutachten eingeholt werden, denn die Einholung eines
weiteren psychiatrischen Gutachtens dient weder einer Klarstellung, Präzisierung oder
Ergänzung des psychiatrischen Gutachtens der SMAB AG noch könnte behauptet
werden, die Beschwerdegegnerin habe den psychiatrischen Sachverhalt „bisher
vollständig ungeklärt“ gelassen. Allerdings dürfte dieser klare Wortlaut der Erwägung
4.4.1.4 im BGE 137 V 210 den wahren Willen des Bundesgerichtes trotz seiner
vermeintlichen Klarheit nicht vollständig wiedergeben. Bei einer strikt
grammatikalischen Interpretation der Ausführungen des Bundesgerichtes stünde es
einer IV-Stelle nämlich frei, die fehlende Überzeugungskraft eines
Administrativgutachtens zu ignorieren und gestützt auf dieses nicht beweiskräftige
Gutachten zu verfügen. Würde die versicherte Person die Verfügung akzeptieren,
würde diese formell rechtskräftig und damit verbindlich, obwohl sie auf einer
mangelhaften Sachverhaltsgrundlage basieren würde und obwohl dies der IV-Stelle
völlig bewusst wäre. Würde die versicherte Person eine Beschwerde erheben, müsste
das Versicherungsgericht den – der IV-Stelle bekannten – Mangel bei der
Sachverhaltsabklärung „ausbügeln“ und ein Gerichtsgutachten einholen. Damit stünde
1.2.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 11/14
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2.
Selbst wenn die sorgfältig und grundsätzlich nachvollziehbar begründete, aber letztlich
nicht überzeugende Auffassung der Beschwerdegegnerin, das psychiatrische
Teilgutachten der SMAB AG belege wenigstens mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin seit der Aufhebung der Rente im Jahr 2013 nicht verändert habe
(die RAD-Ärztin D._ hat allerdings aufgezeigt, dass das psychiatrische Teilgutachten
auch in diesem Punkt nicht überzeugt), zutreffen würde, müsste die angefochtene
Verfügung aufgehoben und die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die
es den IV-Stellen offen, den Standard der Sachverhaltsermittlungsqualität deutlich zu
senken und gestützt auf nicht überzeugende Gutachten zu verfügen. Damit würde sie
nämlich erreichen, dass (nur in einem Teil der Fälle, weil wohl zumindest ein Teil der
fehlerhaften Verfügungen nicht angefochten würde) das Versicherungsgericht ihre
ureigenste Aufgabe – die Sachverhaltsabklärung – für sie übernehmen und ihr
Versäumnis beheben müsste. Würde man also die E. 4.4.1.4 im BGE 137 V 210 –
aufgrund des klaren Wortlauts nur rein grammatikalisch interpretieren, wäre der
rechtsmissbräuchlichen Berufung einer IV-Stelle auf diese Ausführungen Tür und Tor
geöffnet, was nicht die Absicht des Bundesgerichtes gewesen sein kann. Der Wortlaut
der E. 4.4.1.4 enthält folglich eine ausfüllungsbedürftige Lücke. Die Rückweisung an
die Verwaltung ist auch in jenen Fällen geboten, in denen die IV-Stelle bewusst auf ein
fehlerbehaftetes, nicht überzeugendes Administrativgutachten abgestellt und damit
bewusst eine rechtsfehlerhafte Entscheidung in Kauf genommen hat. Ein solcher Fall
liegt hier vor, da die Beschwerdegegnerin selbst eingeräumt hat, dass das
psychiatrische Teilgutachten der SMAB AG nicht überzeuge. Ihr ist also bewusst
gewesen, dass ihre Verfügung auf einem unvollständigen Sachverhalt beruht hat.
Würde sie die Rückweisung zur Einholung eines neuen Administrativgutachtens
anfechten, müsste darin eine rechtsmissbräuchliche Berufung auf den BGE 137 V 210
E. 4.4.1.4 S. 264 f. erblickt werden. Es kann nämlich nicht die Aufgabe des
Versicherungsgerichtes sein, eine Verletzung der Untersuchungspflicht durch
gerichtliche Abklärungen zu beheben, zumal die Beschwerdeführerin dadurch eine
Rechtsmittelinstanz verlieren würde, da ja das Gericht anschliessend "originär"
entscheiden und nicht eine Verfügung der Beschwerdegegnerin auf deren
Rechtmässigkeit überprüfen würde. Die angefochtene Verfügung ist deshalb
aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird
die Sachverhaltsabklärung in Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin vervollständigen und anschliessend neu über das Rentenbegehren
der Beschwerdeführerin verfügen.
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Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden. Die – sich auf eine entsprechende
Praxis des Bundesgerichtes stützende – Behauptung der Beschwerdegegnerin, bei
einer Neuanmeldung sei ein Rentenbegehren nicht umfassend, sondern nur unter
„revisionsrechtlichen Gesichtspunkten“ zu prüfen, das heisst es stelle sich nur die
Frage, ob die „laufende Nichtrente“ im Sinne des Art. 17 Abs. 1 ATSG zu „revidieren“
sei, ist nämlich offensichtlich gesetzwidrig, denn der Art. 17 Abs. 1 ATSG ist nach
seinem völlig klaren Wortlaut nur auf laufende Renten anwendbar. Auf eine „Nichtrente“
könnte er nur angewendet werden, wenn der Wortlaut nicht dem wahren Sinn und
Zweck des Art. 17 Abs. 1 ATSG entsprechen würde und damit (ausfüllungsbedürftig)
lückenhaft wäre, wenn er also sogenannte Neuanmeldungen eindeutig anders als
erstmalige Anmeldungen zum Leistungsbezug hätte behandeln wollen, dies aber bei
der Formulierung des Art. 17 Abs. 1 ATSG – und auch bei der Formulierung des Art. 29
ATSG, der nicht zwischen erstmaligen und Neuanmeldungen unterscheidet –
versehentlich nicht zum Ausdruck gebracht hätte. Zu einer solchen Annahme besteht
keine Veranlassung. Anders als bei einer laufenden Rente besteht am Fortbestand
einer „laufenden Nichtrente“ keinerlei schützenswertes Interesse, denn für die
versicherte Person kann sich eine „Anpassung“ ja nur zum Positiven auswirken,
während das Interesse des Versicherungsträgers nur darin bestehen darf, die
massgebenden Gesetzesbestimmungen korrekt und gleichbehandelnd auf den
konkreten Sachverhalt anzuwenden. Nur der regelmässig hohe Abklärungsaufwand in
einem Rentenverfahren könnte es rechtfertigen, die Verwaltung zumindest vor einer
umfassenden Untersuchungspflicht bei repetitiven Neuanmeldungen zu schützen.
Diesem verfahrensökonomischen und nicht schwer ins Gewicht fallenden Interesse ist
aber mit dem Art. 87 Abs. 3 IVV hinreichend Rechnung getragen, denn die in dieser
Verordnungsbestimmung enthaltene Eintretenshürde erlaubt es den IV-Stellen,
repetitive Neuanmeldungen mit Nichteintretensentscheiden zu erledigen. Hat eine
Neuanmeldung aber die Nichteintretenshürde des Art. 87 Abs. 3 IVV gemeistert, ist
nicht einzusehen, weshalb sie nur eingeschränkt, nämlich unter revisionsrechtlichen
Gesichtspunkten geprüft werden sollte. Folglich kann nicht unterstellt werden, dass der
Gesetzgeber es versehentlich versäumt hätte, eine solche Beschränkung im Gesetz zu
erwähnen. Weder das ATSG noch das IVG enthält diesbezüglich eine
ausfüllungsbedürftige Lücke, weshalb die analoge Anwendung des Art. 17 Abs. 1
ATSG auf „Nichtrenten“ gesetzwidrig ist. Im Übrigen spielt es in den meisten Fällen
keine Rolle, ob man Neuanmeldungen gesetzmässig oder der bundesgerichtlichen
Auffassung folgend behandelt. Das Bundesgericht vertritt nämlich auch die Auffassung,
dass in einem (echten) Revisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 1 ATSG der Sachverhalt
umfassend und ohne jede Bindung an frühere Entscheide neu gewürdigt werden
könne, sofern er sich auch nur in einem von mehreren Teilelementen verändert habe.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 13/14
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Ergibt sich also in einem Revisionsverfahren, dass zwischenzeitlich eine
Sachverhaltsveränderung eingetreten ist, unterscheidet sich der Prüfungsumfang im
Revisionsverfahren nach der bundesgerichtlichen Auffassung nicht mehr von jenem in
einem Verfahren betreffend eine erstmalige Anmeldung zum Leistungsbezug. Dasselbe
muss natürlich auch für „unechte“ Revisionsverfahren betreffend „laufende
Nichtrenten“ nach einer Neuanmeldung gelten. Da eine Neuanmeldung nur materiell
behandelt wird, wenn eine relevante Sachverhaltsveränderung glaubhaft gemacht
worden ist, ist kaum ein Fall denkbar, in dem eine Sachverhaltsveränderung komplett
auszuschliessen wäre, was bedeutet, dass der Prüfungsumfang nach der
bundesgerichtlichen Auffassung bei einer Neuanmeldung praktisch immer umfassend
sein muss. Auch bei einer Anwendung des Art. 17 Abs. 1 ATSG auf eine "Nichtrente"
wäre deshalb umfassend zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin nach ihrer Anmeldung
zum Rentenbezug im Juni 2018 respektive (in Anwendung des Art. 29 Abs. 1 IVG) ab
dem 1. Dezember 2018 einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung
gehabt hat.
3.
Dieser Verfahrensausgang gilt rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen
der Beschwerdeführerin. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind folglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete
Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat der
Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der erforderliche
Vertretungsaufwand ist als durchschnittlich zu qualifizieren, weshalb die
Parteientschädigung an sich praxisgemäss auf 4’000 Franken festzusetzen wäre. Da
die Beschwerdeführerin im Verfahren IV 2020/27 bereits eine Parteientschädigung von
2’000 Franken erhalten hat und da sich in diesem Beschwerdeverfahren keine
relevanten neuen Fragen gestellt haben, rechtfertigt der objektiv notwendige
Vertretungsaufwand eine Parteientschädigung von 2’500 Franken (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer).