Decision ID: 24d38f4c-73ea-4f82-9342-1a9a485182cd
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967, durchlief eine Lehre als Schreiner und
arbeitete anschliessend im Angestelltenverhältnis in v
erschied
enen Schreinerbetrieben (Leben
slauf in
Urk.
7/11).
Im Jahr 1997 erlitt
X._
bei einem Sturz mit dem Motorrad eine Mehr
fachfraktur
im
rechten Unterschen
kel
(Unfallmeldungen UVG, Urk.
7/133/103-104
), und die Suva übernahm die gesetzlichen Leistungen.
Nach einer Osteosynthese-Operation (Berichte d
es
Y._
von
September 1997 bis Januar 1998,
Urk.
7/133/96-98 und
Urk.
7/133/82-85) nahm
X._
die Arbeit in vorerst reduziertem Umfang wieder auf (Berichte der Suva über Besprechungen am Betriebssta
ndort vom 1
3.
Februar und vom 28.
April 1998,
Urk.
7/133/80-81 und
Urk.
7/133/69-70).
Nachdem im Mai 1999 das
Osteosynthesematerial
entfernt worden war (Berichte des
Y._
in
Urk.
7/133/46-48) und
X._
im Februar 2000 eine neue Arbeitsstelle als Schreiner angetreten hatte (Bericht der Suva über eine Besprechung vom 1
6.
Februar 2000,
Urk.
7/133/20), wurde am
6.
April 2000 eine ab
schliessende kreisärztliche Untersuchung durchg
eführt (Bericht von
Dr.
med. Z._
, Spezialarzt für Chirurgie,
Urk.
7/133/7-11
), anlässlich welcher der Kreisarzt
Dr.
Z._
dem Versicherten ab dem
7.
April 2000 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als Schreiner attestierte (
Urk.
7/133/9).
Im Herbst 2003
suchte
X._
wegen
residueller
Beschwerden im rechten Unterschenkel erneut ärztliche
n
Rat
(Bericht des
Y._
vom 1
3.
Oktober 2003,
Urk.
7/133/149-150).
Dr.
Z._
führte wiederum eine kreisärztliche Untersuchung durch (Bericht vom 1
0.
November 2003,
7/133/155
-157
) und attestierte nach wie vor eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit
(
Urk.
7/133/157), worauf die Suva den Fall gegen Ende 2003 als abgeschlossen erklärte (Schreiben vom 1
1.
November 2003 und vom
6.
Januar 2004,
Urk.
7/133/142-143 und
Urk.
7/133/139).
1.2
1.2.1
Im Januar 2004 nahm
X._
eine selbständige Erwerbstätigkeit als Schreiner auf, mit der er s
eine Arbeitskraft verschiedenen Unternehmungen für die Ausführung von Montagearbeiten im Innenausbau
zur Verfügung stellte (Angaben über eine Besprechung mit der Suva am Betriebsdomizil vom 2
8.
Januar 2009,
Urk.
7/4/
36-38), und war wiederum
bei der Suva unfallversichert, nunmehr im Rahmen einer freiwilligen Versicherung für
Selbständigerwerbende
.
1.2.2
Am
3.
Juli 2008 zog sich
X._
bei der Arbeit eine Rissquetschwunde im
Endglied
des linken Zeigefingers mit Nagelläsion und Fraktur des
Processus
unguicularis
zu (
Unfall
meldung UVG vom
7.
Juli 2008
,
Urk.
7/19/118;
Bericht des
A._
vom
3.
Juli 2008,
Urk.
7/19/117
).
Die Suva anerkannte auch hier ihre Leistungspflicht.
Nach zweimaliger Nagelwurzelentfernung (Berichte des
A._
vom 3
0.
September und vom 1
6.
Oktober 2008,
Urk.
7/19/113+112)
persistierten
S
chmerzen an der verletzten Stelle
(Ber
icht des Hausarztes
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 2
5.
März 2009,
Urk.
19/88)
. Das
A._
und der konsiliarisch konsultierte
Dr.
med.
C._
, Spezialarzt für Chirurgie,
konnten jedoch
vor
erst keine weiteren medizinischen Vorkehren empfehlen (Bericht des
A._
vom 30.
März
2009,
Urk.
7/19/86-87; Bericht von
Dr.
C._
vom
1
5.
April
2009,
Urk.
7/19
/83), sondern
Dr.
C._
wies darauf hin, dass
mit einer bleibenden Einschränkung in der Funktion des lin
ken Zeigefingers zu rechnen sei
(vgl. Urk.
7/19/83).
Deshalb führte z
um einen der Kreisarzt
PD
Dr.
med. D._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, am 1
0.
Dezember 2009 die Abschlussuntersuchung durch, anlässlich welcher er
ein Profil zumutbare
r
Tätigkeiten erstellte und gleichzeitig
zum Fallabschluss
riet
(
Urk.
7/16).
Zum andern
fanden auf Veranlassung der Suva in
der
E._
Berufsberatungsgespräche im Hinblick auf eine
berufliche Neuorientierung statt
(Berichte vom 2
7.
August und vom 2
2.
Dezember 2009,
Urk.
7/
12 und
Urk.
7/15)
.
X._
hatte sich ausserdem i
m
Juli 2009
b
ei der Invalidenversicherung angemeldet
(
Urk.
7/5), und die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle,
veranlasste
im Februar 201
0
unter Mitwirkung der Berufsberaterin der
E._
ein weiteres
Be
rufsberatungsg
espräch
(
Urk.
7/20). Wegen eines Auslandaufenthaltes des Versicherten wurde die Prüfung
beruflicher Massnahmen jedoch einstweilen nicht weiterverfolgt (Mitteilung vom 2
2.
Februar 2010,
Urk.
7/22).
1.2.3
Nach seiner Rückkehr aus dem Ausland meldete si
ch
X._
erneut
bei der Suva
und
bei der IV-Stelle.
Die IV-Stelle liess am
1.
Dezember 2010 eine Abklärung im Betr
ieb des Versicherten vornehmen
(Bericht vom 2
0.
Dezember 2010,
Urk.
7/35). Anschlie
s
send verneinte sie mit Verfügung vom 1
4.
Februar 2011 den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente
bei einem Invaliditätsgrad von 24
%
(
Urk.
7/40; vgl. den Einkommen
s
vergleich
und das Feststellungsblatt in
Urk.
7/36 und
Urk.
7/37
). Die Verfügung blieb unangefochten
.
Im Juli 2011
unterzog sich der Versicherte nochmals einem Eingriff am linken Zeigefinger (Lappenplastik), der eine gewisse Verbesserung, jedoch keine Be
schwerdefreiheit bewirkte (Berichte des
F._
des Jahres 2011,
Urk.
7/134/53,
Urk.
7/134/67,
Urk.
7/134/74 und
Urk.
7/134/95). Nach Abschluss dieser Behandlung führte PD
Dr.
D._
im Dezember 2011 eine ergänzende kreisärztliche Untersuchung durch (
Urk.
7/134/
106-113), und im Januar 2012 fand
auf Veranlassung der Suva
eine Besprechung am Wohn- und Betriebsort statt (Bericht vom 3
0.
Januar 2012,
Urk.
7/134/117-119)
, anlässlich welcher der Versicherte auch mitteilte, dass er seinen Betrieb weiterzuführen gedenke und eine Umschulung für ihn nicht in Frage komme (
Urk.
7/134/118). Die Suva
sprach ihm daraufhin mit
Verfügung vom 1
6.
Februar 2012 ab März 2012 eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von
26
%
zu
(
Urk.
7/47). Auch diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.3
1.3.1
Am 1
3.
Mai 2014 zog sich
X._
bei der Arbeit eine Teilamputation des Endgliedes des rechten Mittelfingers zu; die Verletzung heilte innert etwa zwei Wochen
ohne beeinträchtigende Folgen
ab (Berichte des
G._
vom 1
3.
Mai und vom
2.
Juni 2014,
Urk.
7/134/203-206).
1.3.2
Am 2
0.
Juni 2014 erlitt
X._
bei einem Sturz mit dem Fahrrad einen pneumatischen Thorax und eine Rippenserienfraktur (Schadenmeldung U
VG vom 1
5.
Juli 2014,
Urk.
7/94/8;
Berichte des
A._
vom Juli 2014,
Urk.
7/94/14-18
), und die Suva
war wiederum leistungspflichtig.
Im weiteren Behandlungsverlauf wurden Beschwerden an der linken Schulter manifest. Der Versicherte klagte über belastungsabhängige Schmerzen, begleitet von Spannungskopfschmerzen, die vom Nacken her bis in den Scheitel ausstrahlten, und es wurde eine symptomatische AC-Gelenksverletzung diagnostiziert (Bericht des
A._
vom
5.
November 2014,
Urk.
7/94/42-43).
Nachdem die konservativen Therapien ausgeschöpft waren und eine Magnetresonanz
tomographie
die
Befund
e
einer Partialrupt
ur des Ligamentum
acromioclavicular
e
und einer nicht dislozierten
C
laviculafraktur
ergeben hatte (Berichte des
A._
vom 2
0.
Januar sowie vom 2
1.
und vom 2
7.
April 2015,
Urk.
7/94/64-65
,
Urk.
7/94/90
und
Urk.
7/94/86-87
),
erfolgte
am
4.
Juni 2015
im
A._
eine AC-Gelenksres
ektion
(Berichte vom
4.
und
5.
Juni
und
vom 2
4.
Juli
2015
,
Urk.
7/94/100-103
und
Urk.
7/94/111
). Die Suva anerkannte ihre
Leistungspflicht auch für die
Schulterverletzun
g und liess im Herbst
2015 eine kreisärztliche Untersuchung durchführen (Bericht von
Dr.
med.
H._
, Spezialarzt für Chirurg
ie, vom
1.
September 2015, Urk.
7/94/118-122).
Nachfolgend
persistierten
die
Schmerzen
im Bereich
der
linken
Schulter (Berichte des
A._
vom
2.
September und vom
5.
November 2015
sowie vom 4., 1
9.
und 2
9.
Januar 2016,
Urk.
7/94/130-131,
Urk.
7/94/177-178
,
Urk.
7/94/243-244
,
Urk.
7/94/288-289 und
Urk.
7/94/315-316
). Des Weiteren
waren
Kopf- und Nackenschmerzen
Gegenstand einer Untersuchung durch
Dr.
med.
I._
, Spezialarzt für Rheumatologie (Bericht vom 1
7.
Janua
r 2016, Urk.
7/94/241-242), und es wurde eine Röntgenaufnahme des Beckens wegen geklagter Schmerzen im Bereich der Hüftgelenke erstellt (Bericht
des
A._
vom 2
2.
Januar 2016,
Urk.
7/94/291; vgl.
Urk.
7/94/242). Ausserdem war z
wischenzeitlich im Fe
bruar 2015 ein Herzleiden in For
m eines leichten bis
mittelschweren
Aortenvitiums
festgestellt w
orden (Berichte von
Dr.
med. J._
, Spezialarzt für Kardiologie und Innere Medizin,
von
Februar
, September
und Dezember
2015,
Urk.
7/94/136-140,
Urk.
7/94/198-204
und
Urk
.
7/94/220
).
1.3.3
Vom 2
9.
Februar bis zum 2
7.
März 2016 durchlief
X._
in der
K._
eine arbeitsspezifische Rehabilitation
(
Bericht vom 2
7.
März 2016
,
Urk.
7/67/2-15).
Im Anschluss an diesen Rehabilitationsaufenthalt meldete sich
der Versicherte
am 1
3.
Mai 2016 ein zweites Mal bei der Invali
denversicherung an (
Urk.
7/65). Die IV-Stelle zog die Akten der Suva zum bisherigen Verlauf bei
und nahm aus aktuellster Zeit Kenntnis von einer Aktenbeurteil
ung der Kreisärztin
Dr.
med. L._
, Spezialärztin für Neurochirurgie, vom 2
0.
Juni 2016 zu den Hüftbeschwerden (
Urk.
7/94/441-447), von einem Bericht von
Dr.
med.
M._
, Spezialarzt für Neurologie, vom 30. August 2016 zu den Kopf- und Na
cken
be
schwerden (
Urk.
7/94/460-
462) und vom Bericht von
Dr.
L._
über die kreisärztliche
Untersuchung vom 1
9.
September 2016 (
Urk.
7/97
/
11-22).
In der Folge hielt sich
X._
auf Veranlassu
n
g
der IV-Stelle vom 2
7.
Februar bis zum 2
4.
März 2017 zur beruflichen Abklärung in der Eingliederungsinstitution
N._
auf
(Bericht vom
7.
April 2017,
Urk.
7/122). Nach den anschliessenden Berufsberatungsgesprächen entschied sich der Versicherte jedoch erneut gegen eine berufliche Neuorientierung und für die Weiterführung seines Betriebs (Verlaufsprotokoll
und Mitteilung je
vom
5.
Mai 2017,
Urk.
7/125
und Urk.
7/126
).
Die Suva sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 1
6.
Mai 2017 für die Zeit ab April 2017 eine höhere, auf einem Invaliditätsgrad von 35
%
basierende Rente
sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer 5%igen Integritätseinbusse zu
(
Urk.
7/131/14-18).
Gegen diese Verfügung wurde
offenbar
Einsprache erhoben; es liegt eine
Einsprachebestätigung
der Suva vom 1
6.
Juni 2017 vor, in welcher die beanstandete Verfügung allerdings als Verfügung vom 1
5.
und nicht als Verfügung vom 1
6.
Mai 2017 bezeichnet ist (
Urk.
7/136).
1.4
Nach Kenntnisnahme
der Verfügung der Suv
a vom 1
6.
Mai 2017 holte die IV
Stelle zwecks Prüfung des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung die regionalärztliche Stellungnahme von
Dr.
med. O._
, Spezialarzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vo
m
6.
Juni 2017 ein (
Urk.
7/140/6
-8)
.
Mit Vorbescheid vom
8.
August 2017
setzte sie den Versicherten, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Massimo
Aliotta
,
davon in Kenntnis, dass sie den Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 28
%
zu verneinen gedenke (
Urk.
7/141;
vgl. den Einkommensvergleich und das Feststellungsblatt in
Urk.
7/139 und
Urk.
7/140). Der Versicherte liess mit den Eingaben vom
7.
September und vom 1
7.
Oktober 2017 Einwendungen erheben und namentlich geltend machen, die IV-Stelle habe ihn in Nachachtung ihrer Abklärungspflicht polydisziplinär beg
utachten zu lassen (
Urk.
7/143 und
Urk.
7/145). Mit Verfügung vom
2.
November 2017 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vorbescheids und verneinte den Rentenanspruch (
Urk.
2 =
Urk.
7/
150; Feststellungsblatt in Urk.
7/149).
2.
Gegen die Verfügung vom
2.
November
2017 liess
X._
durch Rechts
anwalt
Dr.
Massimo
Aliotta
mit Eingabe vom
6.
Dezember 2017 Beschwer
de erheben (
Urk.
1) mit den Anträgen,
die Verfügung
sei aufzuheben,
ihm sei ab wann rechtens eine Rente der Invalidenversicherung gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
zuzusprechen, eventualiter sei vom Gericht ein medi
zinisches polydisziplinäres Gerichtsgutachten einzuholen,
subeventualiter
sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zwecks Einholung eines medizinischen polydisziplinären Administrativgutachtens (
Urk.
1 S. 2).
In prozes
sualer Hinsicht liess der Versicherte die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und einer öffentlichen Verhandlung
mit persönlicher Befragung
bean
tra
gen (
Urk.
1 S.
2
).
Die IV-Stelle schloss i
n der Beschwerdeantwort vom 29.
Januar 2018 auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6
).
Am 1
2.
April 2018
wurde anstelle des beantragten zweiten Schriftenwechsels die beantragte öffentliche Verhandlung mit mündlicher
Replik und Duplik und anschliessender persönlicher Befragung des
Versicherte
n durchgeführt
(Protokoll S.
2-
13
;
Plädoyernotizen
des Rechtsvertreters des Versicherten i
n
Urk.
10
). Mit Verfügung vom
1
9.
April 2018
wurde den Parteien das ausgefertigte Protokoll zur durchgeführten Verhandlun
g zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität
ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit ode
r Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arb
eitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG).
1.2
Gemäss
Art.
28
Abs.
2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70
%
, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60
%
, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50
%
oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie m
indestens zu 40
%
invalid sind.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG (in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen
).
Bei nicht erwerbstätigen Versicherten wird gestützt auf Art. 28a Abs. 2 IVG für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im nichterwerblichen Aufgabenbereich zu betätigen.
1.3
Der Rentenanspruch entsteht nach
Art.
28
Abs.
1 IVG frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig war (
lit
. b), sofern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
% invalid ist (
lit
. c).
Zusätzlich kann der Rentenanspruch gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG nicht vor Ablauf von sechs Monaten nac
h der Geltendmachung entstehen.
Während für die Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG)
und den Invaliditätsgrad (Art.
8 und
Art.
16 ATSG), wie sie nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG für die Ren
ten
höhe massgebend sind, nach dem Einkommen zu fragen ist, das eine Person auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheitsschaden angepassten zumutbaren Tätigkeit erzielen könnte, beurteilt sich die Arbeitsunfähigkeit (
Art.
6 ATSG), wie sie für das Wartejahr nach
Art.
28
Abs.
1
lit
.
b IVG massgebend ist, nach der gesundheitlich bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschränkungen im bisherigen Beruf an (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E. 2a, 97 V 226 E. 2).
1.4
Bei
einer
s
elbständigerwerbende
n
Person
im Besonderen ist zu prüfen,
ob ihr aufgrund der s
ozialversicherungsrechtlichen
Schadenminderungspflicht
die Aufgabe der selbständigen Tätigkeit und die A
ufnahme einer
gesundheitlich
angepassten unselbstständigen Erwerbstätigkeit
zuzumuten ist
, wenn
davon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann
.
D
ie Beantwortung dieser Frage
hat nach den
gesamten
Gegebenheiten
des
Einzelfalles zu erfolgen.
Massgebend
sind namentlich die Art der bisherigen Tätigkeit, die Ausbildung, die noch zu erwartende Aktivitätsdauer und die persönlichen Lebensumstände.
Der Wechsel von einer selbständigen in eine unselbständige Tätigkeit wird von der Rechtsprechung nur unter restriktiven Voraussetzungen als unzumutbar beurteilt, da
die Invalidenversicherung nicht als zuständig dafür erachtet wird, die Aufrechterhaltung eines
Betrieb
s zu gewährleisten
(
vgl. die
Urteile des Bundesgerichts
9C_888/2017 vom 1
4.
Mai
2018 E.
3.3.1,
8C_492/2015 vom 1
7.
November 2015 E. 2.2
u
nd
9C_356/2014 vom
14. November 2014 E.
3.1
, je
mit Hinweisen
).
Steht eine Betriebsaufgabe
nicht zur Diskussion und lassen sich
die
beiden
für die Invaliditätsbemessung massgebenden
hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuv
erlässig ermitteln
,
so sind
in Anlehnung an die
Bemessungsm
ethode für Nichterwerbstätige
(
Art.
28a
Abs.
2 IVG)
zunächst die konkreten Einschränkungen in den
verschiedenen
Tätigkeitsfeldern des Betriebs zu ermitteln
(sogenannter Betätigungs
vergleich), und anschliessend sind die erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkungen abzuschätzen (sogenannte ausserordentliche Bemessungsmethode). Ist hingegen der Wechsel in eine unselbständ
i
ge Erwerbstätigkeit zumutbar, so
ist die Invalidität nach der Einkommensvergleichsmethode
zu bemessen, wofür die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts
I 494/06 vom 1
9.
Oktober 2006 E. 4.1.2 mit Hinweisen).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG
).
Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss
jede wesentliche Änderung
in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts
grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Die Grundsätze zur Rentenrevision gelten rechtsprechungsgemäss auch dort, wo sich eine versicherte Person, deren Rentenanspruch verneint worden ist, bei der Invalidenversicherung erneut
zum Rentenbezug anmeldet. D
ort ist
ebenfalls
zu prüfen, ob seit dem Erlass des rentenabweisenden Entscheids eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.1 und 3.2 mit Hinwei
sen; vgl. auch BGE 133 V 108 E.
5.4).
Des Weiteren ist auch im Falle einer Neuanmeldung die Frist nach Art. 29 Abs. 1 IVG abzuwarten, bevor der Rentenanspruch entsteht (vgl. Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [
KSIH
),
Rz
2030).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer aufgrund seiner neuen Anmeldung vom 1
3.
Mai 2016 (
Urk.
7/65)
Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
3.
3.1
Ausser Frage steht, dass sich der Sachverhalt seit der erstmaligen Rentenablehnung vom 1
4.
Februar 2011 (
Urk.
7/40) in erheblicher Weise im Sinne der Rechtsprechung zu
Art.
17
Abs.
1 ATSG verändert hat, nachdem der Beschwerdeführer im Juni 2014 mit dem Fahrrad gestürzt war und sich
insbesondere die Verletzung
der linken Schulter zugezogen hatte. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht diese erste Voraussetzung für eine Rentenzusprechung
stillschweigend
als gegeben erachtet.
3.2
Sodann ist auch die weitere Voraussetzung
der durchgehenden Arbeitsunfähigkeit
von
mindestens 40
%
während eines Jahres n
ach
Art.
28
Abs.
1 IVG erfüllt.
Der Beschwerdeführer war gemäss den Eintragungen im Unfallschein zuhanden der Suv
a in der Zeit vom 2
2.
Juni 2014 (als Unfalltag ange
ge
benes Datum) bis zum 1
1.
Juli 2016 (Datum der letzten Eintragung) zu 100
%
arbeitsunfähig für die angestammte Tätigkeit (
Urk.
7/94/456), und die Kreisärztin
Dr.
L._
attestierte ihm im Bericht vom 1
9.
September 2016 eine bleibende vollumfängliche Arbeitsunfähig
keit für die Tätigkeit in der
Form
, wie er sie
angestammterweise
als Monteur auf dem Bau ausgeübt hatte
(
Urk.
7/97/
18+21).
Dem Beschwerdeführer kann somit ab dem
1.
November 2016
, dem frühestmöglichen
Zeitpunkt
nach Ablauf von sechs Monaten nach der Anmeldung vom 13.
Mai 201
6
(
Art.
29
Abs.
1 und
Abs.
3 IVG), eine Rente zugesprochen werden, sofern ihm ab dann eine gesundheitsbedinge Er
werbseinbusse von mindestens 40
% zuzuschreiben ist. Dies hat die Beschwerdegegnerin zutreffend erkannt (
Urk.
2 S. 1 f.
; vgl. auch
Urk.
7/140/8
-9
).
4.
4.1
In medizinischer Hinsicht ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass der Beschwerdeführer
für die
angestammte Tätigkeit
nicht mehr arbeitsfähig sei, dass hingegen für
ei
ne körperlich leichte
Tätigkeit
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe
(
Urk.
2 S. 2). Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Beurteilung des RAD-Arztes
Dr.
O._
vom
6.
Juni 2017 (Urk.
7/140
/
6
-8), und dieser wiederum nahm Bezug
auf die kreisärztliche Beurteil
ung von
Dr.
L._
vom 1
9.
September 2016 (
Urk.
7/97/21).
Der Beschwerdeführer liess die Fundiertheit dieser
Zumutbarkeitsbeurteilung
in Frage stellen und namentlich geltend machen, es bedürfe einer polydisziplinären Begutachtung, um die Arbeitsfähigkeit zuverlässig festzulegen (
Urk.
1 S.
6, Urk.
10 S. 2).
4.2
4.2.1
Hinsichtlich der Diagnosen und Befunde erscheint der
medizinische
Sachverhalt als
ausreichend ab
geklärt.
4.2.2
Was die
Fraktur
im
rechten Unterschenkel
des Jahres 1997 betrifft, so zeigte
n
die Röntgenaufnahme
n
, die der Kreisarzt
Dr.
Z._
anlässlich der Untersuchung vom
6.
April 2000 hatte anfertigen lassen,
eine Heilung des Bruchs in diskreter
Varusfehlstellung
mit fortschreitender Konsolidierung, und es waren ausserdem normale Strukturen des Kniegelenks ohne
A
rthrosenachweis
zu sehen (Urk.
7/133/10). Klinisch beschrieb
Dr.
Z._
eine recht gut aufgebaute Muskulatur mit seitengleicher Funktion in den oberen Sprunggelenken und in den Kniegelenken, der Beschwerdeführer klagte jedoch noch über Schmerzen am rechten Knie, die vor allem beim Knien und beim Laufen auf schiefer Ebene aufträten (
Urk.
7/133/7-8).
Bei der Verlaufsuntersuchung, die im Oktober 2003 im
Y._
durchgeführt wurde, erwiesen sich die Verhältnisse sodann als unauffällig; es waren weder Schwellungen noch Meniskuszeichen feststellbar, und das obere Sprunggelenk und das Knie wurden im Bericht vom 1
3.
Oktober 2003 als stabil bezeichnet
. D
er
Verfas
ser des Berichts konnte daher keine Ursache für die geklagten persistierenden Schmerzen mit der Unfähigkeit zu knien ausmachen und konnte dementsprechend keine Indikation
für
eine operative
Revision stellen (
Urk.
7/133/149-150).
Dr.
Z._
schloss sich dieser Beurteilung im kreisärztlichen Bericht vom 1
0.
November 2003 an und wies darauf hin, dass es immer wieder zu leichten Reizerscheinungen kommen könne (
Urk.
7/133/156).
In der Folgezeit sind keine weiteren, spezifisch auf das rechte Bein bezogene Untersuchungen oder Behandlungen
dokumentiert. Es ist deshalb davon auszugehen, dass wegen unveränderter Verhältnisse kein Anlass mehr dafür bestand.
Insbesondere wurden
während des Rehabilitationsaufenthalt
s in der
K._
im Frühjahr 2016
keine Beschwerden in diesem Bereich
thematisiert, abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer wiederum Schmerzen beim Knien angab (
Urk.
7/67/12). Desgleichen
erwähnte der Beschwerdeführer die Knieschmerzen
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung durch
Dr.
L._
vom September 2016
nur im Zusammenhang mit der Vermeidung der
knieende
n
Position (
Urk.
7/97/
18+
19
), und bei der Untersuchu
ng des rechten Beins konnte Dr.
L._
nichts Auffälliges feststellen (
Urk.
7/97/19+20).
4.2.3
Des Weiteren erwähnte der Beschwerdeführer b
ei der Konsultation des
Y._
im Oktober 2003 und der anschliessenden Untersuchung durch
Dr.
Z._
neben Beschwerden im rechten Bein auch linksseitige Beschwerden im Bereich der Hüfte und Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule
(Urk.
7/133/149-1
5
0 und
Urk.
7/133/144+145), und
d
ie
Hüftb
eschwerden
kamen im Jahr 2
016 erneut zur Sprache. Die deswegen angefertigte Röntgenaufnahme vom Januar 2016 ergab jedoch abgesehen von einer leichten beidseitigen
Coxarthrose
keine spezifischen Befunde (
Urk.
7/
94/291), weshalb die
K._
im Frühjahr wohl eine lokale Schmerztherapie
empfahl
, aber
nicht zu
weiterführenden medizinischen Vorkehren
riet
(
Urk.
7/67/2+4).
Es bestehen daher keine Anhaltspunkte für das Erfordernis ergänzender Abklärungen zu den Hüftbeschwerden, zumal
Dr.
L._
bei der kreisärztlichen Untersuchung vom September 2016 eine lediglich leichtgradig verminderte Beweglichkeit des linken Hüftgelenks
im Vergleich zur rechten Seite
feststell
t
e (
Urk.
7/97/19).
4.2.4
Was die Verletzung am linken Zeig
efinger des Jahres 2008 anbelangt
, so
hatte die erneute Operation vom Juli 2011 gemäss de
m Bericht des Operateurs vom 8.
November 2011 zu einer besseren
Verschieblichkeit
der Narbe geführt, der Beschwerdeführer berichtete allerdings nach wie vor über Schmerzen bei maximaler Belastung,
ohne dass der
Operateur indessen
weitere chirurgische Massnahmen
empfehlen konnte
(
Urk.
7/134/95).
Damit übereinstimmend bezeichnete
PD
Dr
.
D._
den Zustand anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom Dezember 2011 als im Wesentlichen unverändert im Vergleich zur vorangegangenen Untersuchung vom Dezember 2009, und er hielt dementsprechend an der damaligen Beurteilung fest, wonach ausser regelmässigen ärztlichen Kontrollen und Schmerzmittelabgaben bei Bedarf keine weiteren medizinischen Vorkehren angezeigt seien (
Urk.
7/134/112 mit Hinweis auf
Urk.
7/16/5).
Hinweise auf
erneuten
Abklärungs- oder Behandlungsbedarf in der nachfolgenden Zeit bestehen nicht; vielmehr gab der Beschwerdeführer im September 2016 gegenüber
Dr.
L._
sogar an, keine Schmerzen mehr an der Fingerkuppe zu haben
, sondern nur noch an einer Gefühllosigkeit an dieser Stelle zu leiden
(
Urk.
7/97/18).
Ebenfalls kein Abklärungsbedarf ersichtlich ist in Bezug auf die
Verletzung des Endgliedes des rechten Mittelfingers vom Mai 201
4.
Diese
Verletzung
ist einzig
durch die Berichte des
G._
über die Behandlung
unmittelbar danach dokumentiert, die bereits Anfang Juni 2014 infolge Beschwerdefreiheit hatte abgeschlossen werden können
(
Urk.
7/134/203-206).
Dementsprechend gab der Beschwerdeführer gegenüber
Dr.
L._
im September 2016 auch diesbezügl
ich Schmerzfreiheit an (
Urk.
7/9
7/18).
4.2.5
Die Schulterverletzung des Jahres 2014 sodann führte zu Beschwerden, die auch nach der Operation vom Juni 2015 anhielten und mit Physiotherapie, Schmerzmitteln und Infiltrationen behandelt wurden.
Anlässlich der klinischen Untersuchungen im
A._
ab September 2015 präsentierte sich die linke Schulter jedoch als unauffällig, mit gleichmässigem Schulterrelief, reizloser Operationsnarbe, ohne Rötungen und
mit
höch
stens leichter Schwellung (Urk.
7/94/130-131,
Urk.
7/94/177-178 und
Urk.
7/94/243-244
). Ferner ergab
eine
Arthro
-Magnetresonanzuntersuchung vom Januar 2016
keine Hinweise auf eine Problematik, die
vom AC-Gelenk herrührte,
und keine Anhaltspunkte für eine
Rotatorenmanschettenruptur
. Hingegen zeigte sich der
Befund eines langgestreckten Labrumrisses, den die Ärzte
des
A._
indessen als
vorbestehend seit der letzten
Arthro
-Magnetresonanztomographie vom April 2015
einstuften und zu dessen Behandlung sie keine weiteren Vorkehren empfahlen (vgl.
Urk.
7/94/288-289 und
Urk.
7/94/315-316).
Unter diesen Umständen leuchtet ein, dass
Dr.
L._
das Zustandsbild der linken Schulter im Bericht vom September 2016 als weitgehend unverändert im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung durch
Dr.
H._
vom September 2015 (vgl. Urk
.
7/94/118-122) beurteilte (
Urk.
7/97/21) und ebenfalls keine
weiteren Behandlungen oder zusätz
lichen A
bklärungen mehr vorschlug.
Im Januar 2016 fand zudem auf eine hausärztliche Zuweisung hin die rheumatologische Abklärung durch
Dr.
I._
im Hinblick auf die Kopf- und Nackenbeschwerden statt, von denen der Beschwerdeführer anlässlich der Verlaufsunter
suchungen zur Schulter ebenfalls berichtet hatte (vgl.
Urk.
7/94/177 und
Urk.
7/94/243).
Dr.
I._
stellte wohl deutliche Muskelverspannungen
fest,
befa
nd die Halswirbelsäule
jedoch
al
s altersentsprechend beweglich und fand keine Hinweise auf ein
zervikoradikuläres
Syndrom (
Urk.
7/94/242). Das Fehlen einer
zervikoradikulären
Problematik wur
de im August 2016 vom Neurologen
Dr.
M._
bestätigt, und
Dr.
M._
konnte
,
abgesehen von einer als leicht bezeichneten Einschränkung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule und degenerativen Veränderungen an den Halswirbeln,
auch keine anderen richtun
gs
weisen
den pathologischen Befunde
erheben. Namentlich zeigten die durchgeführten Neurographien an der linken oberen Extremität einen Normalbefund
.
Dr.
M._
interpretierte daher die geschilderten Beschwerden im Rah
m
en eines chronischen
zerviko-spondylogenen
und -
myofaszialen
Schmerzsyndroms und beurteilte die Kopfschmerzen als Spannung
skopfschmerzen mit
zervikogener
,
also vom Nacken ausgehender Komponente (
Urk.
7/94/461). Weitere medizinische Angaben, die im Widerspruch zu dieser Beurteilung stünden, sind nicht vorhanden.
U
nterschiedliche Auffassungen bestehen allenfalls zur Frage der Unfallkausalität der Kopf- un
d Nackenbeschwerden; diese Frage ist indessen für die Ansprüche gegenüber der Invalidenversicherung nicht von Belang. Damit ist hinsichtlich der Kopf- und Nackenbeschwerden
gleichermassen
kein weiterer Abklärungsbedarf erkennbar, was die ihnen
zugrunde liegenden
Befunde anbelangt.
4.2.6
Auch
das Herzleiden, das im Februar 2015 festgestellt wurde,
war
bereits
Gegenstand
von
umfassenden spezialärztlichen Untersuchung
en einschliesslich eines Langzeit-Elektrokardiogramms
(
Urk.
7/94/13
6-140 und
Urk.
7/94/198-204). Im
Dezember 2015
hielt
Dr.
J._
alsdann fest,
die Herzproblematik
stehe dem geplanten Rehabilitationsaufenthalt nicht im Wege und bedürfe im Moment
lediglich
der weiteren Beobachtung sowie
empfehlenswerterweise
einer erneuten kardiologischen Kontrolle nach Ablauf von zwei Jahren (
Urk.
7/94/220). Unter diesen Umständen
sind
auch in Bezug auf dieses L
eiden kein
e
zusätzlichen
diagnostische
n
Abklärung
en angezeigt.
4.2.7
Schliesslich wurden während der Rehabilitation in der
K._
vom Frühjahr 2016
erstmals psychiatrische Diagnosen er
wogen
(
Urk.
7/67/2), nämlich eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (
Code
F45.4
1
der Internationalen Klassi
fikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10
) und der Verdacht auf eine Anpassungsstörung mit längerer depressi
ver Reaktion (ICD-10 Code F43.21
). Die Beschwerdegegnerin erkundigte sich daher beim Beschwerdeführer vor dem Erlass des Vorbescheids nach allfälligen psychiatrischen
Behandlungen (Schreiben vom 7.
Juni
2017,
Urk.
7/135); nachdem sie jedoch erfahren hatte, dass keine solchen Behandlungen stattgefunden hatten (Schreiben
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers
vom 2
8.
Juli 2017,
Urk.
7/138), ging sie nach Rücksprache mit ihrem RAD-Arzt
Dr.
O._
von fehlender Relevanz einer psychischen Erkrankung aus (vgl. die Telefonnotiz vom
2.
August 2017,
Urk.
7/140/8).
Allein
aufgrund
dessen
, dass sich eine Person keiner psychiatrischen Behandlung unterzieht,
lässt sich eine psychiatrische Diagnose zwar nicht ausschliessen. Insoweit ist den Ausführungen des Beschwerdeführers im
Vorbescheidverfahren
zuzustimmen (vgl.
Urk.
7/145/3).
Allerdings sah sich d
ie
K._
offenbar vor allem wegen der festgestellten Diskrepanz zwischen der Schilderung
von Schmerzen und dem (positiven) Eindruck, den
d
er
Beschwerdeführer
währ
e
nd der Testungen und des Trainings vermittelte, zur Vermutung eines psychischen Hintergrunds der Schmerzen veranlasst (vgl.
Urk.
7/67/13).
Die Beobachtung eines weitgehend adäquaten Leistungsverhaltens in der konkreten Arbeitssituation
spricht
indessen zumindest gegen
ein psychisches Leiden
, das die Leistungsfähigkeit beeinflusst.
Bestätigt wird diese Annahme durch den Bericht der Ein
gliederungsinstitution
N._
über den Aufenthalt vom Frühjahr 201
7.
Die Verfasser schilderten
i
n der ärztlichen Stellungnahme
zwar besondere Persönlichkeitsmerkmale in Form einer verminderten Flexibilität und Anpassungsfähigkeit,
schrieben
diesen Merkmalen jedoch nicht das Ausmass einer versiche
rungs
relevanten Störung zu (
Urk.
7/122/8
-10
)
. Dazu passend
wurden
während dieses Aufenthaltes
wiederum
e
ine gute Leistungsbereitschaft und gute tatsächliche Leistungen in denjenigen Bereichen
konstatiert
, die den Neigungen des Beschwerdeführers entsprachen (
Urk.
7/122/4-7).
Damit erscheinen
nähere
Abklärungen psychiatrischer Natur ebenfalls nicht als geboten. Dies gilt
umso mehr, als der Beschwerdeführer anlässlich der Verhandlung vom 1
2.
April 2018
ausdrücklich
verneinte, an psychische
n Problemen zu leiden (Prot. S.
11).
4.3
4.3.1
Sind nach dem Gesagten
für die Befunderhebung und die Diagnosestellung keine zusätzlichen medizinischen Abklärungen erforderlich, so stellt sich die weitere Frage nach dem
Bedarf von
Abklärung
en
zur verbliebenen Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen.
4.3.2
Gemäss dem Zumutbarkeitsprofil, das der RAD-Arzt
Dr.
O._
im Juni 2017
in
Anlehnung
an das
Profil von
Dr.
L._
im Bericht vom September 2
016 (Urk.
7/97/21) erstellt
e, sind repetitives Tragen und Heben von Lasten über 10 kg, Überkopfarbeiten, Arbeiten auf Brustniveau und Arbeiten an vibrierenden und stossenden Maschinen zu vermeiden, ebenso Tätigkeiten mit
Be
steigen von Treppen, Leitern und Gerüsten,
Tätigkeiten
in kniender oder
kniebeugender Stellung und Tätigkeiten mit überwiegender Geh- und Stehbelastung. Als zumutbar bezeichnete
Dr.
O._
demgegenüber Tätigkeiten, welche wechselbelastend, teils sitzend, teils ebenerdig g
ehend oder stehend ausgeführt wü
rden und auch mit sporadischem Anheben und Tragen von leichte
n bis mittelschweren Lasten (10
15
kg) verbunden sein könnten (
Urk.
7/140/6-7).
Für Tätigkeiten dieses Profils nahm
Dr.
O._
unter Verweisung auf die vorangegangenen kreisärztlichen Beurteilungen eine volle Arbeitsfähigkeit an (
Urk.
7/140/8).
4.3.3
Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen (vgl.
Urk.
10 S. 2), dass die regional
ärztliche
Beurteilung
rein
theoretischer Natur ist und
dass zudem die kreisärzt
lichen Berichte, auf die sie sich stützt, nur
die
Einschränkungen aufgrund der unfa
llbedingten Befunde zu berücksichtigen
hatten.
Die
Beurteilung wird indessen plausibilisiert und konkretisiert durch
die Ergebnisse der spezifischen
Be
lastungstests während des Rehabilitationsaufenthaltes in der
K._
und ergänzt durch die Arbeitserprobungen
in der Eingliederungs
institution
N._
.
So schlugen sich
die
Limiten
beim Heben und Tragen schwerer Lasten
,
bei
Verrichtungen
über Kopf
und beim Knien in den Testergebnissen der
K._
nieder, und es zeigten sich auch Einschränkungen beim vorgeneigten Stehen (
Urk.
7/67/10-12). Hingegen war das längere Stehen im Wechsel mit Gehen gut möglich (
Urk.
7/67/12),
und in Bezug
auf
die
Lasten konnte
im Laufe
des Aufenthalts eine
erhebliche
Steigerung
des Gewichts
(von 15 auf 25 kg vom Boden bis zur Taille und von 10 auf 15 kg von
der Taille bis zum Kopf) erzielt werden (
Urk.
7/67/13).
Des Weiteren lag die Kraft in beiden Händen innerhalb der Norm (
Urk.
7/67/11).
Während des Aufenthaltes in der Institution
N._
sodann zeigte sich, dass
sich
die Symptomatik des
Zervikalsyndroms
mit ziehenden, krampfartigen Schmerzen, die auf der linken Nackenseite begannen und in Kopfschmerzen über
gingen,
vor allem bei gleichförmiger Arbeitshaltung
, insbesondere bei Arbeiten a
m Computer,
akzentuierte und durch Wechselbelastung und kurze Pausen gebessert werden konnte und dass
bei feinmechanischen und mittelmotorischen Arbeiten auf Tischhöhe keine Schulterbes
chwerden vermeldet wurden (Urk.
7/122/7-8). Ausserdem beurteilte der Beschwerdeführer s
ubjektiv
seine körperlichen Einschränkungen als gering
(
Urk.
7/122/8), und objektiv erzielte er vor allem im handwerklich-praktischen Bereich quantitativ und qualitativ genügende bis sehr gute Leistungen (
Urk.
7/122/6).
Aufgrund
dieses Verlaufs
hielt der beteiligte Arzt
fest, Überkopfarbeiten und Arbeiten in Armvorhaltepositionen seien nur noch selten zumutbar, repetitives Heben und Tragen von Gewichten sei auf 10 kg zu begrenzen und die Exposition
gegenüber
Vibrationen oder das Stossen und Ziehen von Lasten seien nach Möglic
hkeit zu meiden, desgleichen ununterbrochene monotone Körperhaltungen
(
Urk.
7/122/8)
.
Bei Berücksichtigung dieser Bedingungen
erachtete er
jedoch
weder eine Reduktion der Arbeitszeit noch eine
Einschrä
n
kung der Arbeitsleistung
als medizinisch gerechtfertigt
, sondern beurteilte den Beschwerdeführer als dazu fähig, in einem zeitlich vollen Pensum eine nor
male Arbeitsleistung zu erbringen
(
Urk.
7/122/
8+
9).
4.3.4
Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des Arztes der Eingliederungsinstitut
i
on
N._
ist angesichts der Ergebnisse der aktuell durchgeführten Arbeitserprobungen und der funktionsbezogenen Testungen in der
K._
einleuchtend, und
die Beurteilungen von
Dr.
O._
und
Dr.
L._
sind damit
kompatibel.
Unter diesen Umständen sind w
eitere Abklärungen
zur Leistungsfähigkeit, soweit
sie
von den Testungen und Arbeitsproben erfasst worden ist,
nicht angezeigt.
Nicht näher thematisiert wurden in den Beurteilungen
der beiden genannten Inst
it
utionen
die Einschränkungen aufgrund der Verletzung am linken Zeigefinger, welche Anlass für die Rentenzusprechung vom
1
6.
Februar 2012
gebildet hatten
(Urk.
7/47). Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Auswirkungen dieses Schaden
s
im Jahr 2017
eher weniger ausgeprägt waren als damals
. Denn wie bereits dargetan, berichtete der Beschwerdeführer der Kreisärztin
Dr.
L._
im September 2016
nicht mehr von beeinträchtigenden Schmerzen, sondern
nur
noch von einer Gefühllosigkei
t
an der Fingerkuppe (
Urk.
7/97/18). Ausserdem wurde
im Bericht der Institution
N._
das
handwerkliche Geschick des Beschwerdeführers beim Verrichten der praktischen Arbeiten - Löten, Drahtbiegen, Bedienen von Werkzeugmaschinen - hervorgehoben
,
und
die Stärken in der
Fingerfertigkeit
wurden dem
m
ittelmotorischen Bereich
zugeordnet, ohne dass eine Behinderung im Gebrauch der linken Hand festgestellt worden wäre (
Urk.
7/122/6).
Schliesslich
erwies sich die Kraft in den beiden Händen bei der Testung in der
K._
als vergleichbar und in der Norm liegend, anders als noch bei den kreisärztlichen Untersuchungen durch PD
Dr.
D._
in den Jahren 2009 und 2011, als die Kraft in der linken Hand erheblich vermindert war (vgl.
Urk.
7/16/3 und
Urk.
7/134/110).
D
ie Beurteilung im Jahr 2009, wonach linksseitig nur selten Lasten von mehr als 5 kg Gewicht getragen werden sollten und das leicht- und feinmotorische Hantieren mit Werkzeugen
vollständig
ausser Be
tracht falle (vgl.
Urk.
7/16/5), erscheint daher als teilweise überholt und ist zu modifizieren.
Die praktische Erprobung der Funktionstüchtigkeit lässt aber auch in dieser Hinsicht
weitere Abklärungen als unnötig
erscheinen.
Sodann
erwähnte
der Arzt der Eingliederungsinstitut
i
on
N._
die eingeschränkte körperliche Belastbarkeit
für
schwere Ar
beit durch das Herzleiden (Urk.
7/122/8), was ebenfalls keine
weiteren, näher abzuklärenden Fragen aufwirft. In Bezug auf die Frage nach allfälligen
p
sychisch bedingten
Einschränkungen
schliesslich ist auf die vorangegangenen Ausführungen zu verweisen.
4.4
4.4.1
Be
darf es
somit entgegen der Betrachtungsweise des Beschwerdeführers
keiner
zusätzlichen medizinischen Abklärungen zu den Befunden und Diagnosen
oder zu den daraus resultierenden
funktionellen
Einschränkungen
,
so stellt sich die weitere Frage nach
der erwerblichen Einbusse aufgrund dieser Einschränkungen
.
4.4.2
Die
selbständige Tätigkeit, die der Beschwerdeführer Anfang 2004 aufgenommen hatte, bestand
in den ersten Jahren
darin, dass er seine Arbeitskraft an verschiedene Schreinereien «vermietete» und in diesen Vertragsverhältnissen vornehmlich in Grossprojekten auf Baustellen
eingesetzt wurde
,
wo er Montagearbeiten des allgemeinen Innenausbaus - Montage von Küchen, Türen und Fenstern sowie Ver
le
gung von Böden und Anbringen von Wänden und
Decken - verrichtete (
Angaben des Beschwerdeführers gegenüber der Suva vom Januar 2009 und vom Januar 2012,
Angaben im Rahmen
der Betriebsabklärung durch die Beschwerdegegnerin vom Dezember 2010 und Angaben anlässlich der persönlichen Befragung im vorliegenden Verfahren
,
Urk.
7/4/37
,
Urk.
7/134/117,
Urk.
7/35/2
und Prot. S. 7 ff.).
Diese Verrichtungen, die
regelmässig mit dem Heben von 30-40 kg schweren Gegenständen verbunden waren (vgl.
Urk.
7/4/37
und
Urk.
7/67/8
), sind nicht vereinbar mit dem vorstehend formulierten Zumutbarkeitsprofil. Darüber
waren sich die Fachpersonen der
K._
, der Eingliederungsinst
it
ution
N._
und der Suva einig (
Urk.
7/67/7-8,
Urk.
7/122/
9 und Urk.
7/97/21).
Bereits nach der Finger
ver
letzung des Jahres 2008 hatte denn der Beschwerdeführer
auch
ins Auge gefasst, die Montagearbeiten zu reduzieren
, und hatte anlässlich der Betriebsabklärung vom Dezember 2010 und der Besprechung mit der Suva vom Januar 2012 von der Absicht gesprochen,
vermehrt Servicearbeiten anzunehmen
sowie im Bereich der Akquisi
tion
und
der Planung tätig zu sein (Urk.
7/35/4 und
Urk.
7/134/118
; vgl. auch die Angaben im Berufsberatungsgespräch vom Februar 2010,
Urk.
7/20/3
)
.
Es gelang ihm allerdings schon vor dem
weiteren
Unfall des Jahres 2014 nicht, einen Gewinn in der Höhe desjenigen in den Jahren 2005 bis 2007 zu erreichen. Damals waren im Auszug aus dem
i
ndividuellen Konto E
i
nkünfte aus selbständiger Tätigk
eit in der Höhe von Fr. 85'700.
(
Jahr
2005),
Fr.
62'500.-- (
Jahr
2006) und
Fr.
99'600.-- (
Jahr
2007) eingetragen (
Urk.
7/74/3), und gemäss der Erfolgsrechnung des Jahres 2007
belief sich der Gewinn
auf
Fr.
88'406.47 (
Urk.
3/8). Demgegenüber sind in den Erfolgsrechnungen der Jahre 2011 bis 2013 Gewinne von
Fr.
44'156.25 (Jahr 2011;
Urk.
7/95/18),
Fr.
7
5’
732.65 (Jahr 2012;
Urk.
7
/95/16) und
Fr.
80'145.40 (Jahr
2013
;
Urk.
7/95/10) ausgewie
sen. In diese Rechnungen wurden jedoch die
erhaltenen Leistungen der Unfallversicherung
als
aufwandmindernd einbezogen (Fr.
32'950.95 im Jahr 2011,
Fr.
21'420.25 im Jahr 2012 und
Fr.
14'560.20 im Jahr 2013;
Urk.
9/95/19+15+11
). Die
effektive
n
Geschäftsgewinn
e
in den Jahren 2011 bis 2013 unter Ausklammerung der Versicherungsleistungen betrug
en
somit
Fr.
11'205.30 (Jahr 2011;
Fr.
44'156.25 minus
Fr.
32'950.95),
Fr.
54'312.40
(
Jahr
2012;
Fr.
75’732.65 minus
Fr.
21'420.25)
und
Fr.
65'585.20
(
Jahr 2013;
Fr.
80'145.40 minus
Fr.
14'560.20)
.
Dem Beschwerdeführer war es somit zwar möglich, den Gewinn vom Jahr 2011 bis zum Jahr 2013 sukzessive zu steigern, was darauf hinweist, dass seine selbständige Tätigkeit gewissen Anpassungen an die veränderte gesundheitliche Situation zugänglich ist.
Dennoch
erreichte auch der Gewinn des Jahres 2013 von
Fr.
65'585.20 den Durchschnittsgewinn der Jahre 2005 bis 2007 von rund
Fr.
80'000.-- nicht.
Selbst wenn jedoch auf die höheren
Beträge von
Fr.
82'900.-- (Jahr 2012) und
Fr.
81'800.-- (Jahr 2013) im
i
ndividuellen Konto
(
Urk.
7/74/1)
abgestellt würde, so hat sich
die Einkommenssituation im
eigenen
Betrieb
auf jeden Fall
in den Jahren nach der Schulterverletzung des Jahres 2014 nochmals verschlechtert;
der Beschwerdeführer
liess im vorliegenden Verfahren geltend machen,
er vermöge mit der Tätigkeit als
selbständigerwerbender
Schrein
er nur noch ein geringfügi
ges Einkommen zu erzielen (Urk.
1 S. 5 f.), und
anlässlich
der persönlichen Befragung
gab er an
, zur Zeit nur zu
etwa
30
-35
%
ausgelastet zu sein (Prot. S. 11).
Daher ist im Sinne der vorstehend dargelegten Rechtsprechung zu prüfen, ob der Besch
werdeführer seine verbliebene
Leistungsfähigkeit mit der Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit mutmasslich besser zu verwerten in der Lage wäre und ob ihm die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit zugunsten einer angepassten unselbständigen Erwerbstätigkeit zuzumuten wäre.
4.4.3
Nach dem bereits Gesagten
erbrachte
der Beschwerdeführer in der Eingliederungsinstitution
N._
namentlich im handwerklichen Bereich mancherorts Leistungen, die qualitativ als gut einzustufen
ware
n
u
nd auch mengenmässig genügten
; ausserdem bewies er Fähigkeiten im Erlernen des CAD-Zeichnungsprogramms. Methodisch konnte er vor allem die handwerklichen
Instruktionen sofort umsetzen, und er war in der Lage, die Qualität seiner Arbeit selber zu überprüfen (
Urk.
7/122/6).
Für den administrativ-kaufmännisch
Bereich
zeigte er deutlich weniger Neigung, erreichte jedoch auch dort Resultate, die als gen
ügend bewertet wurden (
Urk.
7/122
/4+6+7). D
ie Testungen der intellektuellen Ressourcen
sodann ergaben
allgemein Werte im Durchschnittsbereich, mit einem überdurchschnittlichen Wert beim mechanisch-technischen Vorstellungsvermögen
und Verständnis (
Urk.
7/122/5), ferner wurde registriert, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf seine Beschwerden eine gute Balance zwischen Schonen und Anstren
g
en gefunden habe
(
Urk.
7/122/5), und es wurde
beo
bachtet, dass
er am Teamgeschehen aktiv teilgenommen und den Kontakt zu den anderen Personen gesucht habe (
Urk.
7/122/7).
In Anbetracht dieses Leistungs-, Fähigkeit- und Neigungsprofils gelangten die Verfassers des Berichts zum Schluss, dass genügend Spielraum für das Finden einer angepassten Tätigkeit im angestammten Beruf als Schreiner vorhanden sei. Aus
berufsberaterischer
Sicht
wurden Reparaturarbeiten, die Tätigkeit in einer Kleinteileschreinerei oder die Verrichtung von Planungsarbeiten als mögliche angepasste Berufsfelder genannt, und es wurde der Erwerb einer Zusatzqualifikation als Sachbearbeiter/Planer vorgeschlagen (
Urk.
7/122/9).
Aus dieser Beurteilung, die angesichts der eingehenden, sich über
drei Wochen e
rstreckenden Erhebungen einleuchtet, ist zu schliessen, dass auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tatsächlich Stellen vorhanden sind, die den gesundheitlichen Einschränkungen
des Beschwerdeführers auf der einen Seite und seinen verbliebenen Fähigkeiten auf
der andern Seite
genügend Rechnung tragen. Was die generelle Eignung des Beschwerdeführers zur Verrichtung von Arbeit im Status eines
unselbständigerwerben
d
en
Arbeitnehmers betrifft, so wiesen die Berichtsverfasser zwar auf akzentuierte Persönlichk
eitszüge hin, bestehend in Schw
i
e
rigkeiten bei der Anpassung an die Lebensumstände und das Lebensumfeld, in einer verminderten Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
und in Problemen
,
sich einzuordnen (
Urk.
7/122/8)
, und rieten deshalb zur Aufrechterhaltung
d
er selbständigen Tätigkeit (
Urk.
7/122/9+10). Es gilt jedoch zu beachten, dass der Beschwer
deführer vor dem Schritt in die Selbständigkeit im Jahr 2004 während vielen Jahren als Arbeitne
hmer tätig gewesen war, dass er
später
auch als
selbständig
erwerbender
Untera
kkordarbeiter
nicht auf sich allein gestellt war, sondern vielmehr
gleichzeitig in die Organisation der
ihn engagierenden Schreinereien,
in die Organisation der
auftraggebenden
Unternehmen
und in ein Arbeitsteam
eingebunden war (vgl. Prot. S. 7 f
f
.)
,
und dass er
heute
mit einem Kollegen zusammenarbeitet, mit dem er sich die eingehenden Aufträge teilt und auf diese Weise ungeeignete, schwere Verrichtungen vermeiden kann (Prot. S. 10 ff.). Der Beschwerdeführer hat sich demnach über einen langen Zeitraum hinweg in den verschiedensten Situationen als in der Lage erwiesen, sich vorgegebenen Strukturen
anzupassen und mit anderen Personen zusammenzuarbeiten. Dass er selber erklärte, er bevorzuge es, alleine zu arbeiten und habe deshalb keine Angestellten (
Urk.
7/122/4), ändert daran nichts.
Damit sind keine Faktoren persönlicher Art auszumachen, die den Beschwerdeführer an der Aufnahme einer unselbständigen Arbeitnehmertätigkeit hindern würden.
4.4.4
Weiter
ist
das Einkommen
zu ermitteln
, das der Beschwerdeführer mit einer derartigen, gesundheitlich angepassten Tätigkeit zu erzielen
in der Lage wäre.
Die Beschwerdegegnerin hat dafür
im Einkommensvergleich vom
8.
August 2017 (
Urk.
7/139)
richtigerweise die Ergebnisse der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik herangezogen (LSE; Ausgabe 2014) und
ist ebenfalls zu R
echt
davon ausgegangen, dass als zumutbare, angepasste
Tätigkeiten
solche aus
dem Stellenspektrum des Kompetenzniveaus 2
in Frage kommen. Entgegen ihrer Annahme handelt es sich bei den Tätigkeiten des Kompetenzniveaus 2
- des zweituntersten von vier Niveaus -
allerdings nicht um leichte Hilfsarbeitertätigkeiten, sondern diese Tätigkeiten sind vielmehr als «Praktische Tätigkeiten wie Verkauf/
Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von Maschinen und elek
tro
nischen
Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst» umschrieben. Es handelt sich also
u
m Tätigkeiten, die in aller Regel
eine Berufsausbildung oder zumindest fachspezifische
Befähigungen voraussetzen, entsprechend dem Anforderungsniveau 3 («Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt»
; ebenfalls
zweitunterste
s
Niveau
) in der bis 2010 massgebenden Tabellenstruktur (vgl. die Ausführungen zu den neuen Kategorien in der Broschüre «Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2012», S. 11-12).
Über solche fachspezifischen Kenntnisse verfügt der Beschwerdeführer als gelernter Schreiner zweifellos, und gemäss der
berufsberaterischen
Beurteilung in der Eingliede
rungsinstitution
N._
ist es auch realisierbar, dass er diese Kenntnisse in angepasster Tätigkeit weiterhin verwertet.
Für den dadurch erzielbaren Lohn kann jedoch entgegen dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht auf die
Verdienstmöglichkeiten im
gesamten Dienstleistungssektor abgestellt werden, sondern es ist vielmehr
spezifisch nach
den Ver
dienstmöglichkeiten in
den
jenigen
Berufsfeldern zu fragen, die für den Beschwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten
tatsächlich
in Betracht fallen. Aus dem Sektor
2 «
Produktion
»
sind dies die Bereiche der Ziffern 16-18 («
Herst
. v. Holzwaren u. Papier; Druckerzeugnisse») mit einem Zentralwert
(Lohn, über dem beziehungsweise unter dem sich 50 % aller Lohnangaben befinden [sogenannter Zentralwert], unter anteilsmässiger Berücksichtigung des 1
3.
Monatslohnes und standardisiert auf 40 Wochenstunden)
für Männer von
Fr.
5'847.-- und der Ziffern 31-33 («
Herst
. v. Möbeln u. v. sonst. Waren; Rep. u.
Install
. Maschi
nen») mit einem Zentralwert von
Fr.
5'863.--
, des Weiteren sind aus dem Sektor 3
«Dienstleistungen» die Tätigkeiten der Ziffer 47 («Detailhandel») mit einem Zentralwert von
Fr.
4'832.-- denkbar, da Fachleute mit Schreinerausbildung auch in
der Kundenberatung gesucht werden (vgl. die Stellenangebote unter
www.jobs
.ch
).
Es ist
sodann
davon auszugehen, dass
in diesen Bereichen Stellen
vorhanden sind
, für die der Beschwerdeführer keine Zusatzqualifikationen benötigt. Damit ist für die Festlegung des mutmasslichen Invalideneinkommens nicht von Belang, dass es der Beschwerdeführer abgelehnt hat, sich Umschulungs- oder Weiterbildungsmassnahmen zu unterziehen.
Der Durchschnitts
wert der genannten drei Bereiche
beträgt
Fr.
5'514.
--.
Die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit betrug
im Jahr 2016
über die
se
Bereiche gemittelt
41.
67
Stunden (
[41.7 + 41.5 + 41.8
]
:
3;
vgl. Bundesamt für Statistik - Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit, Tabelle T 03.02.03.01.04.01). Umgerechnet auf
diese Arbeitszeit und unter Berücksichtigung der Entwicklung der
Nominall
öhne
der
Männer
(
+0.3
%
im Jahr 2015 +
0.6
%
im Jahr 2016; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der
Konsu
menten
preise
, Tabelle T 39) ergibt sich für
2016
,
das Jahr
des allfälligen Rentenbeginns
,
ein Monatswert von
Fr.
5'
796.--
beziehu
ngsweise ein Jahreswert von Fr.
69’552
.--
(12 x
Fr.
5'796.--)
.
Rechtsprechungsgemäss
ist sodann
dort, wo das Invalideneinkommen anhand von statistischen Angaben ermittelt wird,
durch eine Herabsetzung
um maximal 25 %
dem Umstand Rechnung zu tragen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen auch bei der Verrichtung einer an sich angepassten Tätigkeit in gewissem Masse eingeschränkt und dadurch
erfahrungsgemäss
gegenüber voll leistungsfähigen Arbeitnehmern
lohnmässig
benachteiligt sind; darüber hinaus dient eine solche Reduktion der Berücksichtigung von weiteren persönlichen und beruflichen Merkmalen, die sich auf die Lohnhöhe auswirken können, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweisen
).
Entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/139) ist
vorliegen
denfalls
ein solcher Abzug gerechtfertigt angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer in verschiedener Hinsicht körperlich eingeschränkt ist und
ge
mäss
den Erhebungen der Eingliederungsinstitution
N._
einen etwas erhöhten Pausenbedarf hat. Der Abzug ist ermessenweise auf 15
%
festzusetzen, womit sich das
Jahreseinkommen, das der Beschwerdeführer mit einer gesundheitlich angepassten Arbeitnehmertätigkeit erzielen könnte, auf
Fr.
59‘119
.-- beläuft.
4.4.5
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist
fraglich, ob der Beschwerdeführer ab dem
Jahr 2016
noch dazu in der
Lage gewesen wäre, mit seiner selbständigen Tätigkeit einen Gewinn in vergleichbarer Höhe zu realisieren. Es stellt sich daher die Frage
nach
der Zumutbarkeit, die selbständige zugunsten einer unselbständigen Erwerbstätigkeit aufzugeben.
Im Rahmen seiner Tätigkeit als
selbständiger
Unterakkordarb
eiter verrichtete der Beschwerdeführer seine Arbeiten nicht in einer eigenen Werkstatt, sondern auf versch
iedenen Baustellen.
Für die Aufnahme der so ausgestalteten selbständigen Tätigkeit, die in der Arbeitsweise teilweise vergleichbar ist mit der Tätigkeit in einem Arbeitsverhältnis, waren demnach keine erheblichen Investitionen erforderlich gewesen. Aus den Bilanzen und den darin aufgelisteten Aktiva der Jahre 2011 bis 2014 (
Urk.
7/95/17+13+9+5) ist sodann ersichtlich, dass sich daran durch den Unfall des Jahres 2008 und die nachfolgenden Bestrebungen
zur
Verlagerung des Schwerpunktes der verrichteten Arbeiten n
ichts Wesentliches geändert hat. D
es Weite
ren hatte der Beschwerdeführer
nie Angestellte beschäftigt, was ebenfalls bis in die Gegenwart so geblieben ist.
Unter diesen Umständen ist der gesundheitsbedingte Wechsel in eine
unselbständige Arbeitnehmertätigkeit als zumutbar zu beurteilen. Dass der Beschwerdeführer
auch
über
die notwendigen
persönliche
n
Ressourcen verfügt, um sich als Arbeitnehmer in einen Betrieb einzufügen, wurde vorstehend bereits ausgeführt.
Als hypothetisches Invalideneinkommen ist demnach der vorstehend anhand von statistischen Angaben ermittelte Betrag von
Fr.
59‘119.--
einzusetzen.
4.4.6
Es bleibt das hypothetische
Valideneinkommen
festzulegen.
Die Beschwerdegegnerin i
st hierfür wie schon beim Erlass der rentenabweisenden Verfügung vom
1
4.
Februar 2011 (vgl.
Urk.
7/35/5 und
Urk.
7/40
) vom Durchschnitt der beitragspflichtigen Einkünfte ausgegangen
, wie sie im i
ndividuellen Konto (
Urk.
7/74/3) für die Jahre 2005 bis 2007
, also die Jahre vor dem Unfall des Jahres 2008,
eingetragen sind
(vgl.
Urk.
7/139 und
Urk.
2 S. 2). Dieses Vorgehen basiert auf der Rechtsprechung, wonach für
die
Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewesenen Personen
in erster Linie die
Einkünfte gemäss dem
Auszug aus dem
i
ndividuellen Konto heran
zuziehen sind und bei grösseren Schwankungen auf den Durchschnittswert einer längeren Zeitspanne abzustellen ist
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011
vom 2
9.
März 2012 E. 3
).
Es ist somit
als korrekt zu beurteilen.
Soweit der
Beschwerdeführer vorbringen liess, er habe mit seiner Tätigkeit als Akkordarbeiter Monatseinkünfte von bis zu
Fr.
25'000.-- beziehungsweise Jahreseinkünfte in der Höhe von bis zu
Fr.
150'000.--
e
rzielt (
Urk.
7/134/18, Prot.
S.
3), so figuriert in der Erfolgsrechnung des Jahres 2007 zwar ein Ertrag in der Höhe von gut
Fr.
150'000.-- (
Urk.
3/8). Massgebend ist jedoch grundsätzlich der Gewinn nach Abzug des Aufwands. Dieser belief sich in diesem Jahr auf gut Fr.
88'000.-- (
Urk.
3/8 S. 1). Der höhere Eintrag
im i
ndividuellen Konto von Fr.
99'600.-- (
Urk.
7/74/3) erklärt sich dadurch, dass gewisse Aufwendungen, namentlich die persönlichen Beiträge
, aufzurechnen sind
(vgl.
Wegleitung üb
er die Beiträge der
Selb
ständ
igerwerbenden
und Nichterwerbstät
igen in der AHV, IV und EO [
WSN
],
Rz
1091 ff.)
und dass die Steuern
einer natürlichen,
selbständigerwerbenden
Person
nicht
als Aufwand zu verbuchen
gewesen wären
(vgl.
Richner
/Frei/Kaufmann/
Meuter
, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz,
3.
Auflage, Zürich 2013,
§
65
Rz
2).
Die beiden Aufwandpositionen
der persönlichen Beiträge und der Steuern
belaufen sich zwar
im Jahr 2007
auf eine Summe von rund Fr.
20'000.-- und nicht nur auf eine Summe von gut
Fr.
10'000.--
(
Urk.
3/8 S. 2)
. Es kann jedoch nicht Sache der Beschwerdegegnerin sein, im Rahmen der Rentenprüfung die Richtigkeit
der Buchhaltung und
der E
intragungen im i
ndividuellen
Konto
, die auf den AHV-Beitragsverfügungen und den ihnen zugrundeliegenden Steuermeldungen basieren (vgl.
Wegleitung über Versicherungsausweis un
d individuelles Konto [
WL
VA/
IK
],
Rz
2302 und 2304),
im Einzelnen zu überprüfen, soweit hierzu
nichts
Substanziiertes
vorgebracht worden ist
.
Der Beschwerdeführer
hatte ferner
bereits
im Zusammenhang mit dem Rentenentscheid des Jahres 2011
geltend
gemacht
, die
Einkünfte der Jahre 2005 bis 2007 seien nicht repräsentativ, weil er in den Jahren 2005 und 2007 während mehrere Monate im Ausland gewesen sei und in dieser Z
eit nicht gearbeitet habe (Urk.
7/134/118). Indessen war der Beschwerdeführer auch im Jahr 2010 wieder während einiger Zeit auslandabwesend. Dies deutet darauf hin, dass regelmässige
Landesabwesenheiten
zu seinem Lebensstil gehören
. Es ist somit davon auszugehen, dass er bei guter Gesundhei
t weiterhin reisebedingt auf ein
höheres Einkommen verzichten würde. Damit fehlt es
dem D
urchschnitts
einkommen
der Jahre 2005 bis 2007 nicht an Repräsentativität.
Als Ausgangspunkt für die Ermittlung des mutmasslichen
Valideneinkommens
bleibt es somit bei diesem Durchschnittswert, der sich auf
Fr.
82’600.-- beläuft ([
Fr.
85’700.-- +
Fr.
62'500.-- +
Fr.
99'600.--
] :
3). Der Wert ist für die Zeit von 2008 bis 2016 an die Teuerung anzupassen, wobei mangels anderer Vergleichswerte
wiederum die Entwicklung der Nominallöhne der Männer (Tabelle T 39) heranzuziehen ist. Auf diese Weise resultiert für das massgebende Jahr 2016 ein
mutmassliches
Valideneinkommen
in der Höhe
von
Fr.
90'
50
2.-- (
Fr.
82'600.-- + 2.2
%
+ 2.1
%
+ 0.7
%
+ 1.0
%
+ 0.8
%
+ 0.8
%
+ 0.7
%
+
0.3
%
+ 0.6
%
).
4.4.7
Wird das mutmassliche
Valideneinkommen
von
Fr.
90'502.-- in Beziehung gesetzt zum mutmasslichen Invalideneinkommen von
Fr.
59‘119.--, so resultiert daraus ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 35
%
, womit der rentenerhebliche Mindestwert von 40
%
nicht erreicht ist. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn zugunsten des Beschwerdeführers als
mutmassliches
Valideneinkommen
der von der Beschwerdegegnerin ermittelte höhere Betrag von
Fr.
93‘228.15 eingesetzt würde.
Diesfalls
betrüge der Invaliditätsgrad aufgerundet 37
%
.
5.
Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Verfahren für den unterliegenden Beschwerdeführer kostenpflichtig. Angesichts des Zeita
u
fwandes für die Durchführung der öffentlichen Verhandlung sind die Kosten auf den Höchstbetrag des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) und damit auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.