Decision ID: da2a3f8d-9ff3-4afe-9563-4d639bab3bb1
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich erstmals im Januar 1999 wegen starker Rückenschmerzen bei
der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Im Gutachten vom 27. April 1999
diagnostizierte Dr. med. F._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, eine mediane
Diskushernie L4/L5 mit erheblicher Impression am Duralsack sowie ein ausgeprägtes
Bulging der Bandscheibe L5/S1 bei Spondylolisthesis Grad I nach Meyerding. Er
befand den Versicherten in seiner Tätigkeit als Betriebsabwart zu 35% arbeitsunfähig.
Angesichts der relativ ausgedehnten Diskushernie sei eine Umschulung in eine
leichtere rückenadaptierte Tätigkeit sehr empfehlenswert (IV-act. 10). Die IV-Stelle
übernahm die Kosten für eine Umschulung zum Technischen Kaufmann mit
Eidgenössischem Fähigkeitsausweis und leistete vom 23. Oktober 2000 bis 15.
Oktober 2002 ein Taggeld (IV-act. 23f.). Aus gesundheitlichen Gründen konnte der
Versicherte die Prüfungen jedoch nicht ablegen, weshalb er lediglich eine
Kursbestätigung erhielt (IV-act. 31). Im April 2002 begann er eine Einarbeitung als
Aussendienstmitarbeiter im Bereich Reinigungstechnik. Der Arbeitsversuch führte zu
einer Festanstellung ab Oktober 2002, worauf die IV den Fall abschloss (IV-act. 36).
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A.b Am 23. Juni 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle an und
beantragte eine Umschulung (IV-act. 39, 70). Gemäss den Abklärungen der IV-Stelle
war ihm die aktuelle Arbeitsstelle auf Grund des Hebens von schweren Lasten
medizinisch mittel- bis langfristig nicht mehr zumutbar. Seine Arbeit könne er aber
noch ohne Einbusse der Arbeitsfähigkeit durchführen. Daher lehnte die IV-Stelle einen
Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen mit Verfügung vom 10.
März 2011 ab (IV-act. 73).
A.c Mit Formular vom 13. März 2012 stellte der Versicherte bei der IV-Stelle wiederum
ein Leistungsgesuch (IV-act. 79). Am 9. Juli 2012 wurde er im Auftrag der
Krankentaggeldversicherung in der Klinik Valens untersucht und beraten. Dort wurde
eine ganztägige wechselbelastende mittelschwere Tätigkeit mit zusätzlichen Pausen
von einer Stunde als zumutbar befunden (Fremdakten 2-4ff., 2-20). Die IV-Stelle trat
jedoch mit Verfügung vom 7. September 2012 nicht auf sein Leistungsbegehren ein,
weil der Versicherte nicht habe glaubhaft darlegen können, dass sich die tatsächlichen
Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich verändert hätten (IV-act. 98).
A.d Am 18. September 2013 reichte der Versicherte erneut ein Gesuch um IV-
Leistungen ein (IV-act. 99). Ab 17. Mai 2013 war er von Ärzten von santémed
Gesundheitszentren AG in G._ zu 100% arbeitsunfähig geschrieben worden (IV-act.
100).
A.e Im Bericht vom 11. Oktober 2013 diagnostizierte Dr. med. H._, Facharzt für
Innere Medizin FMH, ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, ein Restless-
Legs-Syndrom (in Abklärung, Insomnie), eine depressive Episode sowie eine cutaneus
femoris lateralis Neuralgie rechts. Die Prognose sei noch ungewiss (IV-act. 108-3f.). Im
Arztbericht vom 22. Oktober 2013 führten die Ärzte des Psychiatrie-Zentrums I._ als
Diagnosen eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.80) und eine
rezidivierende depressive Störung mit somatischem Syndrom, gegenwärtig leichte
Episode (ICD-10 F33.0) auf. Der Versicherte sei während der Behandlung in der
Tagesklinik vom 30. Mai 2012 bis 14. September 2012 und später kurzfristig auf Grund
eines Medikamentenwechsels arbeitsunfähig gewesen. Aktuell und bis auf weiteres
bestehe aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit (IV-act. 124-2ff.).
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A.f Gestützt auf die Untersuchung in der Schlafsprechstunde vom 13. Dezember 2013
diagnostizierten die Ärzte des Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin des
Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) ein schweres Restless-Legs-Syndrom (IV-act. 134,
vgl. auch Bericht über die Verlaufsuntersuchung vom 17. Januar 2014, IV-act. 135). Am
4. Februar 2014 unterzog sich der Versicherte einer psychologischen Untersuchung in
der Klinik für Neurologie des KSSG zur Abklärung von psychischen und kognitiven
Defiziten. Gestützt darauf schätzten die untersuchenden Ärzte die berufliche
Leistungsfähigkeit des Versicherten auf 50-70% (Bericht vom 10. Februar 2014, IV-act.
166-10ff.).
A.g Am 19. März 2014 führte Dr. med. J._, Klinik K._, eine Mikrodiskektomie L3/L4
links sowie eine interspinöse Diam-Stabilisation L3/L4 durch (IV-act. 154).
A.h Am 21. Mai 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, zurzeit seien keine
beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich. Infolge der Operation an der
Lendenwirbelsäule dauere die Rehabilitationsphase noch an (IV-act. 157).
A.i Im Bericht vom 4. Juli 2014 attestierte Dr. J._ dem Versicherten eine
Arbeitsunfähigkeit im Verkaufs-Aussendienst von 100%. Er sei momentan und bis auf
weiteres nicht arbeitsfähig (IV-act. 167).
A.j Das Begehren um berufliche Massnahmen wies die IV-Stelle mit Mitteilung vom 19.
September 2014 ab (IV-act. 179; Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung vom 21.
August 2014, IV-act. 172).
A.k Im Verlaufsbericht der Klinik für Neurologie vom 13. Oktober 2014 wurde dem
Versicherten eine Verschlechterung des Gesundheitszustands attestiert und eine
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% angegeben (IV-act. 182). Dr. H._ gab im
Verlaufsbericht vom 9. Januar 2015 einen verbesserten Gesundheitszustand an, dies
auf Grund der Entwöhnung vom Opiat-Pflaster, der konzeptionell neuartigen
Physiotherapie sowie einer Verbesserung der Schmerzsituation. Er attestierte eine
maximal 50%ige Arbeitsfähigkeit adaptiert (IV-act. 191). Dr. J._ berichtete am 17.
Februar 2015 über einen stationären Zustand seit Juli 2014. Er empfehle einen
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70%igen IV-Grad mit einer 100%igen IV-Rente sowie eine Neubeurteilung in zwei
Jahren (IV-act. 196).
A.l Gestützt auf die Empfehlung von RAD-Arzt Dr. med. L._ vom 23. Februar 2015
(IV-act. 203) wurde der Versicherte am 22. und 23. Juni sowie am 1. Juli 2015 durch
Gutachter der Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische Begutachtung AG (ZIMB)
internistisch, orthopädisch-chirurgisch, neurologisch und psychiatrisch begutachtet. Im
Gutachten vom 16. November 2015 befanden die Experten den Versicherten seit Ende
Mai 2013 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter zu 100%
arbeitsunfähig. In einer optimal angepassten Verweistätigkeit bestehe eine 70%ige
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 221).
A.m RAD-Arzt Dr. L._ befand das Gutachten mit Stellungnahme vom 3. Dezember
2015 als nachvollziehbar, weshalb darauf abzustellen sei (IV-act. 222).
A.n Mit Vorbescheid vom 7. März 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten ab 1. Mai
2014 eine ganze IV-Rente, ab 1. Januar 2015 eine Dreiviertelsrente und ab 1. April 2015
eine Viertelsrente in Aussicht (IV-act. 229).
A.o Der Versicherte liess dagegen am 28. April 2016 durch Rechtsanwalt lic. iur. K.
Gemperli, St. Gallen, Einwand erheben und das Gutachten in Zweifel ziehen (IV-act.
230). Mit Schreiben vom 15. Juni 2016 nahm Dr. med. M._, Gutachter des ZIMB, zu
den Vorbringen des Rechtsvertreters Stellung (IV-act. 233).
A.p Mit Verfügung vom 31. August 2016 sprach die IV-Stelle dem Versicherten im
Sinne des Vorbescheids ab 1. Mai 2014 eine ganze Rente, ab 1. Januar 2015 eine
Dreiviertelsrente und ab 1. April 2015 eine Viertelsrente zu (IV-act. 236, 239f.).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 5. Oktober
2016 mit dem Antrag auf deren Aufhebung und auf Gewährung einer höheren Rente als
der ab 1. Januar 2015 in der angefochtenen Verfügung zugesprochenen; unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung macht der Rechtsvertreter des
Versicherten geltend, da das ZIMB bekannt für seine äusserst restriktive
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Taxationspraxis sei, dränge es sich auf, bei der Würdigung des Beweiswerts seiner
Gutachten ebenfalls einen strengen Massstab anzulegen. Der Versicherte habe
berichtet, dass der orthopädische Teilgutachter wegen eines Notfalls 50 Minuten zu
spät gekommen sei und er sich danach nur noch 10 Minuten mit dem Versicherten
habe befassen können. In dieser kurzen Zeit habe der Gutachter die Fülle an Befunden,
die im Teilgutachten aufgelistet seien, nicht erheben können. Darüber hinaus habe der
Gutachter seine Schlussfolgerungen in einer Weise formuliert, die vom ZIMB-
Geschäftsführer auf Grund der Nachfrage durch die IV habe ausgelegt werden müssen.
Darauf könne jedoch nicht ohne tatsächliche Nachfrage beim konkreten Gutachter
abgestellt werden. Des Weiteren schliesse das neurologische Teilgutachten auf eine
auf 70% reduzierte Arbeitsfähigkeit auf Grund der Müdigkeit im Rahmen des Restless-
Legs-Syndroms, welches Einschränkungen im Bereich der Aufmerksamkeit und
Konzentration verursache. Hier bestehe aber sowohl eine Einschränkung des zeitlich
möglichen Pensums (Notwendigkeit von Pausen, um Schlaf nachzuholen) und während
des verbleibenden Pensums eine Leistungsminderung (Aufmerksamkeit, Konzentration,
Schläfrigkeit). Die einzelnen Teilgutachten des ZIMB hätten keine genügende
zusammenfassende Würdigung gefunden. Es sei daher ein neues Gutachten
erforderlich. Nach korrekter Feststellung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei
sodann die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu prüfen. Die Verwaltung habe
darzulegen, welche Tätigkeiten noch in Frage kämen. Gäbe es ein ausreichendes
Spektrum, müssten sich die multiplen Einschränkungen auf jeden Fall in einem
Tabellenlohnabzug niederschlagen (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 21. November 2016 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).
B.c In der Replik vom 14. März 2017 hält der Rechtsvertreter des Versicherten an
seinem Antrag fest. Im Wesentlichen bringt er vor, dass an der kurzen
Untersuchungsdauer von ungefähr 10 Minuten beim orthopädischen Gutachter
festgehalten werde. Dazu werde beantragt, dass der Fahrer, der den Versicherten am
fraglichen Tag zum ZIMB und zurück gefahren habe, zu befragen sei (act. G 10).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G
12).
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C.
C.a Am 29. Mai 2018 informiert der Rechtsvertreter des Versicherten das Gericht
darüber, dass sein Mandant am 22. Mai 2018 verstorben sei (act. G 13).
C.b Mit Schreiben vom 31. Mai 2018 (act. G 14) und Telefon vom 5. November 2018
(act. G 15) ersucht das Gericht den Rechtsvertreter um Mitteilung, ob die Erben des
Verstorbenen an der Beschwerde festhalten würden.
C.c Mit Eingabe vom 21. November 2018 reicht der Rechtsvertreter die
Erbenbescheinigung vom 29. Juni 2018 sowie die Vollmachten sämtlicher Mitglieder
der Erbengemeinschaft ein, wonach diese als Erben in den hängigen Prozess eintreten.
Gestützt darauf ersucht der Rechtsvertreter um Fortsetzung des Verfahrens (act. G 16).

Considerations:
Erwägungen
1.
1.1 Vorliegend ist der Anspruch von A._ sel. auf eine Rente der
Invalidenversicherung unbestritten. Streitig und zu prüfen ist jedoch die Höhe der
geschuldeten Rente ab 1. Januar 2015.
1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
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1.3 Anspruch auf eine Invalidenrente besteht, wenn die versicherte Person u.a.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Es besteht ein
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu
70%, und auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente
(Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit die
Erwerbsunfähigkeit bzw. den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung
bzw. das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch
andere Fachleute zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes bzw. der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
256 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz
der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das Gericht
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend ist
und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a).
1.5 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter
den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob
sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein
Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde
(ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG). An der Massgeblichkeit des theoretisch
ausgeglichenen Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es
für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im
tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden. Der ausgeglichene
Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und
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Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Eine Unverwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit ist hingegen in denjenigen Fällen anzunehmen, in denen die
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der
ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden
einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil
des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2 und E. 3.3.1 mit
Hinweisen). Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt
eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente begründet (BGE 138 V 460 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).
1.6 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Urteil des
Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_73/2011, E. 4.1).
2.
2.1 Zu prüfen ist vorab, ob die vorliegende medizinische Aktenlage für eine Beurteilung
der Restarbeitsfähigkeit ausreichend ist und die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das
ZIMB-Gutachten abgestellt hat.
2.2 In formeller Hinsicht wird gerügt, dass der Verstorbene vom orthopädischen
Gutachter Dr. med. N._, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Medizinischer
Sachbearbeiter CPU, nicht zweieinhalb Stunden, wie im Gutachten aufgeführt, sondern
lediglich zehn Minuten begutachtet worden sei. Auf Grund eines Notfalls sei der
Gutachter 50 Minuten zu spät zur Untersuchung gekommen. Leider hat es Dr. M._ in
der Stellungnahme vom 15. Juni 2016 (IV-act. 233) unterlassen, hierzu etwas zu sagen.
Auf Grund des Inhalts und der ausführlichen Schilderungen über die umfassend
durchgeführten Untersuchungen (vgl. IV-act. 233-42 bis 233-54) erscheint jedoch das
Vorliegen einer lediglich zehnminütigen Begutachtung kaum möglich. Dass diese
demgegenüber auch nicht zweieinhalb Stunden gedauert hat, ist durchaus
nachvollziehbar, wenn der Arzt infolge eines Notfalls erst mit grosser Verspätung
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eintraf. Gemäss der Einladung zur interdisziplinären Begutachtung war der Termin
nachmittags um 13.00 Uhr für ca. eine Stunde vorgesehen (IV-act. 211). Nachdem
allerdings nichts vorgebracht werden konnte, das vom Gutachter falsch festgehalten
worden wäre, ist aus rein formeller Sicht trotzdem auf das Gutachten abzustellen. Eine
Befragung des namentlich genannten Fahrers des Verstorbenen, welcher auf ihn
gewartet hatte, sowie eine erneute Rückfrage beim ZIMB sind auf Grund des
Umstands, dass die Begutachtung schon drei Jahre zurückliegt, wegen des Zeitablaufs
nicht mehr zielführend.
3.
3.1 Im ZIMB-Gutachten vom 16. November 2015 diagnostizierten die Gutachter mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei Status nach Nukleotomie L4/L5 rechts wegen medianer
Diskushernie L4/L5 bei Spondylolisthesis Grad I nach Meyerding im März 2000, bei
Status nach mikrochirurgischer Dekompression L5/S1 sowie einer dorsolateralen
Spondylodese mit intercorporeller Cage-Einlage L4/L5 und L5/S1 am 23.08.2013 und
bei Status nach Mikrodiskektomie L3/L4 links mit interspinöser DIAM-Stabilisation
wegen fortgeschrittener Anschlussosteochondrose im Segment L3/L4 mit
neuroforaminaler Enge L3 links am 19.03.2014, aktuell ohne radikuläre
Ausfallsymptomatik sowie ein Restless-Legs-Syndrom (RLS) mit sekundärer Insomnie
mit Tagesschläfrigkeit und unvollständigem Ansprechen auf medikamentöse Therapie.
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien eine Meralgia paraesthetica rechts, eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4) sowie eine
akzentuierte Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen (ICD-10: Z73; IV-act. 221-91). In
der Begründung halten die Gutachter zusammenfassend fest, bei der orthopädisch-
chirurgischen Untersuchung hätten die vom Verstorbenen genannten Beschwerden in
den einzelnen durchgeführten klinischen Testungen jeweils konsistent reproduziert
werden können, wobei die Befunde anhand der durchgeführten radiologischen
Bildgebung allesamt hätten objektiviert werden können. Klinisch habe sich ein
führendes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit führender Bewegungslimitierung
der Inklination sowie der Reklination auf Grund einer radiologisch nachweisbaren,
fortgeschrittenen Osteochondrose im Rahmen einer Anschlussarthrose nach 2013
durchgeführter Spondylodese L3 bis S1 gezeigt. Im Rahmen der orientierenden
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orthopädisch-neurologischen Untersuchung durch Dr. N._ habe sich beim
Verstorbenen ein abgeschwächter linksseitiger Patellarsehnenreflex sowie eine
beklagte Hypästhesie an der rechten Oberschenkelaussenseite, betont im Dermatom
L3 gezeigt. Unter Würdigung der oben aufgeführten klinischen und radiologischen
Untersuchungsbefunde habe beim Verstorbenen eine Einschränkung hinsichtlich der
Belastbarkeit der degenerativ veränderten Lendenwirbelsäule bestanden. Auf Grund
dessen sei er in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter im
Aussendienst mit dem langen Innehaben einer sitzenden Körperposition nicht mehr
arbeitsfähig gewesen. Unter Wahrung qualitativer Schonkriterien habe für eine
behinderungsangepasste, wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeit aus
orthopädischer-versicherungsmedizinischer Sicht, bezogen auf ein volles
Schichtpensum, eine quantitative Arbeitsfähigkeit von 80% mit einer
Leistungsminderung von 20% bestanden. Das verminderte Rendement von 20% habe
sich infolge der reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, verbunden mit
vermehrten Pausen und reduzierter Arbeitsschnelligkeit, begründet(IV-act. 82f.).
3.1.1 Bei der neurologischen Untersuchung durch Dr. med. O._, Facharzt für
Neurologie FMH, seien keine höhergradigen fokalneurologischen Defizite aufgefallen.
Das hypästhetische Areal an der Oberschenkelaussenseite rechts sei gut auf das
sensible Versorgungsgebiet des Nervus cutaneus femoris rechts zu beziehen gewesen,
so dass die Missempfindungen an der Oberschenkelaussenseite rechts nicht radikulär,
sondern ebenfalls einer Meralgia paraesthetica rechts zugeordnet worden seien. Gut
dokumentiert seien darüber hinaus die intensiven und adäquaten medikamentösen
Therapieansätze hinsichtlich des in der Polysomnographie nachgewiesenen schweren
Restless-Legs-Syndroms mit Periodic Limb Movements, welches neben dem Opioid-
Bedarf zu der vom Verstorbenen beklagten Müdigkeit und den
Konzentrationsstörungen beigetragen habe. Entsprechend sei in der
neuropsychologischen Beurteilung durch die Klinik für Neurologie des KSSG vom 4.
Februar 2014 eine mittelschwere mnestische Störung, grenzwertig bis leichte
Funktionsstörung im Bereich der Aufmerksamkeit beschrieben worden, welche sowohl
auf eine affektive Problematik als auch auf die Schlafproblematik im Rahmen des
Restless-Legs-Syndroms zurückgeführt worden sei. Die Belastbarkeit in der damaligen
Untersuchungssituation sei unauffällig gewesen, ein Einfluss auf die Ermüdbarkeit im
Alltag durch die Opioid-Behandlung habe nicht ausgeschlossen werden können. Auch
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in der neuropsychologischen Untersuchung im Rahmen des Gutachtens hätten sich -
weitgehend mit jener des KSSG übereinstimmend - Einschränkungen gefunden, die
hinreichend durch die im Rahmen des schweren therapieresistenten Restless-Legs-
Syndroms bestehende Müdigkeit, überlagert durch die Opioid-Therapie und
gegebenenfalls die chronische Schmerzsymptomatik, zu erklären seien. Aus rein
fachneurologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit insofern eingeschränkt gewesen, als
dass eine Tätigkeit im Aussendienst mit überwiegender Fahrtätigkeit auch auf Grund
der Müdigkeit nicht zumutbar gewesen sei. In einer Verweistätigkeit mit
wechselbelastenden, leichten Aufgaben sei die Arbeitsfähigkeit auf Grund der
Müdigkeit im Rahmen des medikamentös wahrscheinlich nur bedingt weiter
optimierbaren Restless-Legs-Syndroms auf 70% reduziert gewesen (IV-act. 221-83f.)
3.1.2 Im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung durch Dr. phil. P._,
Neuropsychologin mit PVK-Zulassung, zertifizierte Neuropsychologische Gutachterin
SIM, hätten sich kognitive Leistungseinbussen im Bereich der Lern- und
Gedächtnisfunktionen gefunden, wo der Erwerb nonverbaler Informationen sowie der
Abruf der komplexen geometrischen Figur unterdurchschnittlich gewesen seien. Im
Bereich der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen sei es hauptsächlich in
den computergestützten Testverfahren zu ungenügenden Resultaten gekommen:
Sowohl die tonische wie auch die phasische Alertness hätten sich bezüglich der
Reaktionsgeschwindigkeit als weit unterdurchschnittlich erwiesen, die Leistungen
hätten zu stark geschwankt, die Fehlerkontrollen seien gut gewesen. In der Aufgabe zur
Prüfung der geteilten Aufmerksamkeitsleistung sei die Reaktionsgeschwindigkeit vor
allem auf auditive Reize hin deutlich zu langsam und die Anzahl an Fehlern/Auslassern
zu hoch gewesen. Das Ausfallsmuster der aktuellen neuropsychologischen Befunde
decke sich weitgehend mit den Resultaten der Voruntersuchung des KSSG vom
Februar 2014. Dannzumal seien mittelschwere mnestische Störungen und grenzwertig
bis leichte Funktionsstörungen im Bereich der Aufmerksamkeit beschrieben worden.
Zum aktuellen Zeitpunkt hätten die Aufmerksamkeitseinbussen jedoch eine stärkere
Ausprägung eingenommen. Die zum aktuellen Zeitpunkt im Vordergrund gestandenen
Aufmerksamkeitseinbussen hätten sich gut im Rahmen der erhöhten Ermüdung bei
einem gekannten schweren Restless-Legs-Syndrom sowie der Einnahme von Opiaten
(aktuell Targin) interpretieren lassen. Überdies hätten die subjektiven Schmerzen
ebenfalls Aufmerksamkeitseinbussen mit sich bringen können. Hinweise auf zerebrale
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Ursachen der Aufmerksamkeitseinbussen (welche höchstwahrscheinlich auch für die
isolierten Gedächtniseinbussen verantwortlich gewesen seien) seien keine bekannt. Bei
verbesserter Schlafqualität, einer Sistierung der Opiat-Einnahme sowie einem
verbesserten körperlichen Befinden (subjektiv verminderte Schmerzen) habe von einer
Verbesserung des kognitiven Leistungsniveaus ausgegangen werden können (IV-act.
221-84f.).
3.1.3 Bei der psychiatrischen Exploration durch Dr. med. Q._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM,
konnte eine anhaltende Schmerzstörung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ausgeschlossen werden. Zum einen sei der Verstorbene an der Wirbelsäule bereits
dreimal operiert worden, so dass ein somatisches Korrelat bestanden habe. Auch seien
die Schmerzen nicht immer gleich stark ausgeprägt gewesen. Der Verstorbene habe
von einer Schwankung der Schmerzsymptomatik berichtet, er habe angegeben, teils
seien bei guter Witterung die Schmerzen fast bei null gewesen. Trotz seiner Schmerzen
habe er auch einen strukturierten Tagesablauf bewältigen können. Er habe täglich bis
zu einer Stunde Motorrad fahren können und habe vor kurzem die Fahrprüfung
gemacht, wobei er allerdings durchgefallen sei. Zudem hätten sich keine emotionalen
Konflikte oder psychosozialen Belastungssituationen erkennen lassen, welche
schwerwiegend genug gewesen sein könnten, um als entscheidender, ursächlicher
Faktor gelten zu können. Auch sonst sei keine andere psychiatrische Symptomatik von
Krankheitswert vorgelegen, insbesondere habe eine depressive Störung oder
Angsterkrankung ausgeschlossen werden können. Die Durchschlafstörungen seien
durch das Restless-Legs-Syndrom bedingt gewesen. Es könne auch davon
ausgegangen werden, dass die leicht eingeschränkte Gedächtnisfunktion, sowie die
Konzentrationsstörungen, welche in der neuropsychologischen Testung auch hätten
objektiviert werden können, im Rahmen einer Müdigkeit infolge des Restless-Legs-
Syndroms zu werten gewesen seien und kein depressives Symptom dargestellt hätten.
Der Verstorbene habe sich auch nicht psychisch krank gefühlt und sei in keine
psychiatrisch-psychologische Therapie gegangen. Auch habe er keine
Psychopharmaka eingenommen. In den Akten seien aber depressive Phasen
beschrieben, so dass eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert,
vorgelegen habe. Auffallend seien narzisstische Persönlichkeitsanteile, welche aber
nicht ausgeprägt genug für die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung
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gewesen seien. Der Verstorbene habe auch eigene Anteile an unbefriedigenden
Situationen erkennen können. Aus versicherungsmedizinischer Sicht habe
diesbezüglich aber keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden (act. G
221-85).
3.2 Zusammenfassend kamen die Gutachter aus interdisziplinärer Sicht zum Schluss,
dass der Verstorbene in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter
von Ende Mai 2013 bis Ende September 2014 dauerhaft zu 100% arbeitsunfähig
gewesen sei (IV-act. 221-87). Da sie gleichzeitig ausführten, dass von September bis
Dezember 2014 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten
auszugehen sei, korrigierte die Beschwerdegegnerin zu Recht den Beginn der 50%igen
Arbeitsfähigkeit auf Oktober 2014 (vgl. IV-act. 221-87, 236-2). In einer
rückenschonenden Verweistätigkeit mit wechselbelastenden, leichten Aufgaben
befanden die Gutachter schliesslich, sei beim Verstorbenen seit Januar 2015 von einer
Restarbeitsfähigkeit von 70% auszugehen gewesen (act. G 221-86f.).
3.3 Mit dem Rechtsvertreter ist festzuhalten, dass Dr. N._ seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung etwas unklar formuliert hat. Durch die Erklärung, dass sich
„das verminderte Rendement von 20%“ infolge der reduzierten Belastbarkeit und
Durchhaltefähigkeit, verbunden mit vermehrten Pausen und reduzierter
Arbeitsschnelligkeit begründe, wird jedoch klar, dass Dr. N._ lediglich von einer
Arbeitsfähigkeit von 80% bzw. einer Arbeitsunfähigkeit von 20% sprach (IV-act.
221-57, 221-83). Zudem bestätigte Dr. N._ am Ende des Gutachtens unter Ziff. 8,
dass die Schlussfolgerungen im Gutachten im Rahmen einer Konsensbesprechung mit
allen beteiligten Gutachtern gemeinsam erarbeitet worden seien (IV-act. 221-94). Wäre
seine Arbeitsfähigkeitsschätzung folglich so zu verstehen, dass die von ihm
orthopädisch-chirurgisch attestierte Arbeitsfähigkeit von 80% zusätzlich um 20%
reduziert gewesen wäre, hätte allein in seiner Disziplin eine adaptierte Arbeitsfähigkeit
von 64% (80% x 0.8) resultiert, was mit den Schlussfolgerungen des Gutachtens nicht
zu vereinbaren wäre. Demzufolge ist nicht zu beanstanden, dass lediglich Dr. M._
zum Einwand des Rechtsvertreters und nicht Dr. N._ selber Stellung genommen hat.
3.4 Im als Beilage zum Einwand eingereichten Konsiliarbericht vom 15. April 2016
stellte Dr. med. R._, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des
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Bewegungsapparates, keine Befundänderung im Vergleich zur letzten Konsultation mit
vorbestehender Hypästhesie des Oberschenkels rechts lateral ventral (bei) im Übrigen
normaler Sensibilität der Beine fest. Auch habe sich keine Kraftminderung der
Kennmuskel der Beine gezeigt und die Muskeleigenreflexe seien symmetrisch mässig
gewesen. Die Symptomatik habe den in der konventionellen Bildgebung und des
aktuellen MRI der LWS (12/2015) bekannten multisegmentalen Veränderungen
entsprochen. Hauptverursacher sei sicher die kraniale Anschluss-Dekompensation
L3/4 gewesen. Die relativ neu aufgetretenen rechtsseitigen Beinschmerzen hätten
durchaus radikulär bedingt sein können. Letztendlich sei weiterhin der Status der
fusionierten Segmente fraglich gewesen. Konventionell radiologisch hätten keine
indirekten Hinweise für eine Pseudarthrose bestanden. Es sei in der Folge vereinbart
worden, dass zunächst der Effekt der Veränderung der Schmerzmedikation abgewartet
werden sollte. Hätten die Schmerzen trotz allem unvermindert persistiert, hätte
weiterführend im Hinblick auf eine operative Intervention abgeklärt werden müssen (IV-
act. 230-10f.). Die Ärzte des Zentrums für Schlafmedizin hatten im Verlaufsbericht
bezüglich der Untersuchung vom 12. April 2016 befunden, es müsse vor allem von
einem chronifizierten Schmerzsyndrom ausgegangen werden sowie von einer Restless-
Legs-Symptomatik, welche bereits hochdosiert mit Neupro (Rotigotin) und Targin
(Oxycodon/Naloxon) behandelt worden sei. Zusammenfassend sei sicher von einer
mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen gewesen, allein auf Grund der
Restless-Legs-Symptomatik mit schwerwiegender Tagesmüdigkeit und
Tagesschläfrigkeit, wobei das chronifizierte Schmerzsyndrom sicher noch gesondert
berücksichtigt hätte werden müssen (IV-act. 230-9). Hinsichtlich dieser aktuelleren
Berichte führte Dr. M._ in seiner Stellungnahme vom 15. Juni 2016 aus, dass darin
weder neue Befunde erhoben noch neue Diagnosen gestellt worden seien, welche
anlässlich der Begutachtung von Juni/Juli 2015 nicht bekannt bzw. nicht bei der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden seien. Die im Bericht des
Zentrums für Schlafmedizin erwähnten Interdependenzen zwischen dem schweren
Restless-Legs-Syndrom und der chronifizierten Schmerzstörung der LWS seien
insofern, als die quälenden Schmerzen im Bereich der LWS auf Grund der fehlenden
Ruhemöglichkeiten zufolge des Syndroms der unruhigen Beine deutlich verstärkt
worden seien, von den ZIMB-Gutachtern nicht bestritten worden. Es zeige sich jedoch
in den Schilderungen des Tagesablaufs, dass der Verstorbene trotz dieser
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Beschwerden durchaus in der Lage gewesen sei, seinen Alltagsaktivitäten geregelt
nachzugehen und er sogar viele Hobbies und Freizeitbeschäftigungen gehabt habe. Er
habe lediglich erwähnt, er habe sich vormittags und nachmittags jeweils für ein bis zwei
Stunden hinlegen müssen, um sich wieder regenerieren zu können. Dies sei auch vom
neurologischen Teilgutachter in seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
mitberücksichtigt worden. Somit entspreche die vom Zentrum für Schlafmedizin
attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit nur einer anderen Einschätzung eines gleichen
medizinischen Sachverhalts und erscheine insbesondere in Anbetracht des vom
Verstorbenen selber geschilderten Tagesablaufs als zu hoch (IV-act. 233). Diesen
Ausführungen schloss sich auch RAD-Arzt Dr. L._ in der Stellungnahme vom 20. Juni
2016 an. Aus seiner Sicht bestand auf Grund der nachvollziehbaren und medizinisch
fundierten Schlussfolgerungen des Gutachters keine Veranlassung, vom Gutachten
abzuweichen. Nachdem die Behandler keine abweichenden Befunde sowie Diagnosen
angegeben haben, handelt es sich um eine abweichende Beurteilung desselben
medizinischen Sachverhalts, welche ein grundsätzlich beweistaugliches Gutachten
nicht in Frage zu stellen vermag (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
[EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18.
April 2006, I 783/05, E. 2.2. m. H.). Hinzu kommt, dass dem Verstorbenen durchaus
noch Behandlungsoptionen offen standen, die er nicht genutzt hatte. Gemäss den
Gutachtern hätte die Schmerzbehandlung in einem dafür spezialisierten Zentrum
optimiert werden müssen. Bei verbesserter Schlafqualität, Sistierung der Opiat-
Einnahme sowie einem verbesserten körperlichen Befinden (subjektiv verminderte
Schmerzen) hätte von einer Verbesserung des kognitiven Leistungsniveaus und daher
auch der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden können (IV-act. 221-88). Eine Therapie-
Optimierung war auch im Verlaufsbericht des Zentrums für Schlafmedizin des KSSG
vom 15. April 2016 (IV-act. 230-9) empfohlen worden.
3.5 Nachdem das ZIMB-Gutachten somit sämtliche medizinischen Berichte in seiner
Beurteilung berücksichtigte, es in sich schlüssig und nachvollziehbar ist, ist seine
Beweiskraft gegeben. Es sind keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Gutachter
bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung in unkorrekter Weise vorgegangen wären. Im
Gegenteil wurden die Befunde sowie die Funktionseinschränkungen umfassend
ermittelt und dargetan und die Arbeitsfähigkeits-Schätzung in polydisziplinärer Hinsicht
überzeugend zusammengeführt. Folglich ist - unabhängig davon, wie restriktiv die
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ZIMB-Gutachter generell Arbeitsunfähigkeiten nach den statistischen Auswertungen
(vgl. act. G 1.2) festlegen mögen - auf das Gutachten vom 16. November 2015
abzustellen.
4.
Sodann stellte der Verstorbene die Verwertbarkeit seiner Resterwerbsfähigkeit in Frage.
Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts beurteilt sich die Frage der
Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit auch bei vorgerücktem Alter bezogen auf
einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 Abs. 1 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459
f.), wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind. Das fortgeschrittene Alter wird,
obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium
anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen
Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene
Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht
mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die
Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich
verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die
einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 460,
Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juni 2017, 8C_28/2017, E. 3.2). Für den Zeitpunkt,
in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei
vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen
Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen (BGE 138 V 462 E. 3.3). Das
Bundesgericht hat generell relativ hohe Hürden für die Unverwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt (Urteil des Bundesgerichts vom 19.
Juni 2017, a.a.O., E. 5.2 mit Hinweis auf das Urteil vom 30. März 2017, 9C_88/2017, E.
3.3.2). Eine verbleibende Aktivitätsdauer von rund fünf Jahren gilt
rechtsprechungsgemäss grundsätzlich als ausreichend, um eine neue einfache
Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sich einzuarbeiten und die Arbeit auszuüben (vgl. Urteil
des Bundesgerichts vom 7. März 2017, 9C_677/2016, E. 4.3). Ins Gewicht fallen
diesbezüglich auch die langjährige Berufserfahrung des Verstorbenen in
verschiedensten Tätigkeiten und die dadurch erworbenen Fertigkeiten, welche er in
dem Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätigkeiten einsetzen konnte (vgl. auch Urteil
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vom 19. Juni 2017, a.a.O., E. 5.2). Dass daher beim im Zeitpunkt der Begutachtung _-
Jährigen keine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit mehr gegeben sein soll, vermag
allein schon gestützt auf seinen Tagesablauf und die geschilderten Freizeitaktivitäten
nicht zu überzeugen (vgl. IV-act. 221-74, 221-90).
5.
5.1 Damit bleibt die Bemessung des Invaliditätsgrads zu prüfen. Es ist unbestritten,
dass dies nach der Einkommensvergleichsmethode (vgl. dazu BGE 128 V 30 E. 1, 104
V 136 E. 2a und b) zu geschehen hat. Auch dass für das Valideneinkommen auf den
Lohn als Aussendienstmitarbeiter bei der S._ AG für das Jahr 2013 in Höhe von Fr.
84‘500.-- abzustellen ist (vgl. Fragebogen für Arbeitgeber, IV-act. 106-2f.), wird nicht
bestritten. Der Verstorbene war ab Mai 2013 bis Ende September 2014 (drei Monate
nach seinem letzten Eingriff an der Wirbelsäule) zu 100% arbeitsunfähig (IV-act.
221-86f.), weshalb der Rentenanspruch nach Erfüllung des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1
lit. b IVG) auf den 1. Mai 2014 zu prüfen ist (vgl. BGE 129 V 224 E. 4.3.1). Massgebend
für den Einkommensvergleich sind daher die Löhne des Jahres 2014, weshalb unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2014 ein
Valideneinkommen von Fr. 85‘113.-- (Nominallohnindex Männer 2013: 2204; 2014:
2220; Informationsstelle AHV/IV, IV, Ausgabe 2018, Anhang 2) resultiert. Nachdem
beim Verstorbenen ab Mai 2013 bis Ende September 2014 in sämtlichen Tätigkeiten
keine Arbeitsfähigkeit bestand, ist ein befristeter Anspruch auf eine ganze Rente vom 1.
Mai 2014 bis 31. Dezember 2014 (vgl. Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) ebenfalls unbestritten.
5.2 Die Beschwerdeführer beanstanden grundsätzlich sowohl das von der
Beschwerdegegnerin verwendete Invalideneinkommen als auch den fehlenden
Tabellenlohnabzug.
5.2.1 Von Oktober bis Dezember 2014 war beim Verstorbenen von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten auszugehen (die Gutachter gingen
sowohl bis Ende September 2014 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als auch ab
September 2014 von einer Arbeitsfähigkeit von 50% aus, was die Beschwerdegegnerin
zu Recht korrigiert hat: IV-act. 221-87, 236-2). Der Verstorbene konnte auf Grund
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seiner gesundheitlichen Einschränkungen im Zeitpunkt der Begutachtung weder seinen
erlernten Beruf als Möbelpolsterer noch die nach Umschulung zum Technischen
Kaufmann ohne Abschluss ausgeübte Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter ausüben.
Gemäss dem ZIMB-Gutachten durfte eine optimal angepasste Verweistätigkeit keine
reinen mittelschweren bis schweren körperlichen Tätigkeiten beinhalten. Zudem hätte
der Verstorbene höchstens gelegentlich Zwangshaltungen (Hyperlordosierung der
HWS) einnehmen dürfen und Tätigkeiten mit ständiger Vibration im Bereich des
Achsenorgans, körperfernes Heben und Tragen von Lasten über 5kg, Heben und
Tragen von Lasten körpernah über 10kg, repetitives Anheben von Lasten über 2kg über
Brusthöhenniveau, Verrichten von Arbeiten über die Horizontale hinaus
(Hyperlordosierung der LWS), repetitives Bücken und überwiegendes Innehaben nur
einer Körperposition (Stehen, Gehen oder Sitzen) vermeiden müssen. Zudem hätten auf
Grund seiner erhöhten Tagesschläfrigkeit zufolge seiner Schlafstörung auch Tätigkeiten
mit erhöhten Vigilanzanforderungen (Fahrdienst, Überwachungsaufgaben etc.)
vermieden werden müssen (IV-act. 221-93). Damit ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin beim Invalideneinkommen auf die Hilfsarbeiterlöhne gemäss der
schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik abgestellt hat.
Allerdings ist das Jahr 2014 und nicht das Jahr 2012 massgebend. Im 2014 betrug der
Jahreslohn von Hilfsarbeitern Fr. 66‘453.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV, Ausgabe
2018, Anhang 2).
5.2.2 Sodann wurde beantragt, dass beim Invalideneinkommen ein sog. Leidensabzug
zu gewähren sei. Gemäss Praxis hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen - insbesondere auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten
Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen
gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25%
festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Leidensabzugs ist unzulässig (BGE
126 V 79 E. 5b, bestätigt etwa in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit
Hinweisen).
5.2.3 Vorliegend hatte sich der Verstorbene, nachdem er sich bereits einmal durch die
IV hatte umschulen lassen, im vorgerückten Alter erneut nach einer noch weiter
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leidensangepassten Tätigkeit umzusehen. Da ihm nur noch leichtere Arbeiten zumutbar
waren, er immer wieder eine wechselnde Körperhaltung hätte einnehmen müssen und
er auf Grund des starken Restless-Legs-Syndroms mit starker Müdigkeit
zwischendurch hätte Pausen einlegen müssen und er zudem insbesondere keine
Überwachungsaufgaben und keine Fahrdienste übernehmen konnte, standen seine
Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zu gesunden Arbeitnehmern schlechter.
Unter diesen Umständen erscheint ein Leidensabzug von 15% angemessen.
5.3 Damit ergibt sich unter Berücksichtigung einer Arbeitsunfähigkeit von 50% und
eines Tabellenlohnabzugs von 15% ein Invalideneinkommen von Fr. 28‘243.-- (Fr.
66‘453.-- x 0.5 x 0.85). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 85‘113.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 28‘243.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr 56‘870.--
(Fr. 85‘113.-- - Fr. 28‘243.--.) bzw. ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 67% ([Fr
56‘870.-- / Fr. 85‘113.--] x 100). Folglich hatte der Verstorbene drei Monate nach
Verbesserung seiner Arbeitsfähigkeit (vgl. Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV), also ab Januar
2015, nur noch Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.
5.4 Nachdem schliesslich ab Januar 2015 von einer leidensadaptierten Arbeitsfähigkeit
von 70% auszugehen war (IV-act. 221-87), resultiert unter Berücksichtigung dieser
Arbeitsfähigkeit sowie des 15%igen Tabellenlohnabzugs ein Invalideneinkommen von
Fr. 39‘540.-- (Fr. 66‘453.-- x 0.7 x 0.85) und eine Erwerbseinbusse von Fr. 45‘573.-- (Fr.
85‘113.-- - Fr. 39‘540.--). In der Folge beträgt der Invaliditätsgrad aufgerundet 54%
([Fr. 45‘573.-- / Fr. 85‘113.--] x 100), womit ab 1. April 2015 noch ein Anspruch auf eine
halbe Rente bestand.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 31. August 2016 in
teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und vom 1. Mai 2014 bis 31.
Dezember 2014 eine befristete ganze Invalidenrente, vom 1. Januar 2015 bis 31. März
2015 eine befristete Dreiviertelsrente und ab 1. April 2015 eine halbe Rente
auszurichten.
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6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der vom Verstorbenen geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist den
Beschwerdeführern zurückzuerstatten.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.