Decision ID: 30a4a08b-ca43-468b-8280-2b37b32c1b3c
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1971 geborene
X._
arbeitete zuletzt bei
Y._
, als Buffetmitarbeiterin und war in dieser Funktion bei der SWICA Versicherungen AG, Winterthur (nachfolgend: SWICA), gegen die Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 24. August 2000 hatte sie am 17. August 2000 einen Unfall erlitten, bei dem sie nach einem Streit mit dem Lebenspartner aus dem Fenster ihrer Wohnung im ersten Stock gesprungen war. Dabei zog sie sich einen inkompletten Berstungs-/Spaltbruch des Lendenwirbelkörpers
(LWK) 1 sowie eine laterale Bandläsion am oberen Sprunggelenk (OSG) links zu (
Urk.
8/1, 8/4). Die SWICA anerkannte ihre Leistungspflicht und tätigte Abklärungen er
werblicher sowie medizinischer
Art.
Am 27. August 2003 erstattete
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Luzern, im Auftrag der SWICA ein Gutachten. Daraufhin sprach die SWICA der Versicherten mit Ver
fügung vom 3. Juni 2005 (
Urk.
8/97) eine Integritätsentschädigung gestützt auf einen Integritätsschaden von 10 % zu.
Am 20. Februar 2006 erstattete
Dr.
med.
A._
, Chefarzt der Wirbelsäulenchirur
gie der
B._
, im Auftrag der SWICA ein Gutachten (
Urk.
8/134). Nach weiteren Abklärungen sowie der Gewährung des rechtlichen Gehörs sprach die SWICA der Versicherten mit Verfügung vom 22. Januar 2007 (
Urk.
8/159) eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 48 % zu.
1.2
Ihre Stelle im
Y._
hatte die Versicherte per 31. Januar 2006 gekündigt (
Urk.
8/133). Im März 2006 hatte sie sodann im Pensum von 30 % eine Bürotätigkeit bei der
C._
, aufgenommen, ab Oktober 2009 wechselte sie zur
D._
, wo sie seither ebenfalls als Bürokraft arbeitete (
Urk.
8/133, 8/190 ff., 8/203 S. 17).
1.3
Am 6. September 2010 erlangte die SWICA Kenntnis vom Entscheid des hiesigen Sozialversicherungsgerichtes vom 21. Mai 2010 (
Prozess Nr.
IV.2008.01190), mit welchem gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 36 % die Aufhebung der seitens der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zugesprochenen Invalidenrente mittels substituierter Begründung der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bestätigt worden war (
Urk.
8/174). Daraufhin reduzierte die SWICA ihre bisherige Invalidenrente mit Verfügung vom 25. Oktober 2010 (
Urk.
8/180) rückwirkend ab 1. Dezember 2007 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 36 %. Diese Verfü
gung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.4
Im Rahmen einer im Jahre 2015 eingeleiteten Rentenrevision beauftragte die SWICA die
E._
, mit einer Be
gutachtung der Versicherten. Das orthopädisch
-psychiatrische
Gutachten (
Urk.
8/203) wurde am 18. August 2015 erstattet
. Nach Gewährung
des rechtli
chen Gehörs (
Urk.
8/209, 8/212) setzte die SWICA die bisherige Invalidenrente der Versicherten mit Verfügung vom 25. Januar 2016 (
Urk.
8/213) auf eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 12 % herab. Die dagegen erhobene Ein
sprache (
Urk.
8/214) wurde mit
E
ntscheid vom 27. Oktober 2016 (
Urk.
2) abge
wiesen.
2.
2.1
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 28. November 2016 (
Urk.
1) Be
schwerde und stellte folgende Anträge (S. 2):
«
1.
Der Einsprache-Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 27.10.2016 sei aufzuheben.
2.
Es sei festzustellen, dass kein Revisionsgrund gegeben ist, und die Be
schwerdegegnerin sei zu verpflichten, über den 1.1.2016 hinaus und bis auf weiteres UVG-Invalidenrenten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 36 % zu bezahlen.
3.
Eventualiter seien der UVG-Invaliditätsgrad und die UVG-Invalidenrente revisionsweise auf 42 % zu erhöhen.
4.
Subeventualiter
sei der
UVG
-Invaliditätsgrad revisionsweise auf min
destens 36 % festzusetzen.
5.
Der Beschwerdeführerin sei ausgangsgemäss eine angemessene Partei
entschädigung für ihre Anwaltskosten im Revisions-, Einsprache- und Be
schwerdeverfahren
zuzusprechen.»
2.2
In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2017 (
Urk.
7) beantragte die Be
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
7.
August 2000
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
1.
3
1
.
3.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 Abs. 1 ATSG). In Abweichung zu dieser Bestimmung des ATSG kann die Invalidenrente der Unfallversicherung nach dem Monat, in dem Männer das 6
5.
und Frauen das 6
2.
Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden (
Art.
22 UVG, BGE 134 V 131).
1.
3
.
2
Eine
Rentenherabsetzung oder Aufhebung
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG setzt eine anspruchserhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse voraus, welche entweder in einer objektiven
Verbesserung
des Gesundheitszustandes mit entsprechend
gesteigerter
Arbeitsfähigkeit oder in geänderten erwerblichen Aus
wirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitsbeeinträchti
gung liegen kann. Demgegenüber stellt eine bloss abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes keine revisionsrechtlich rele
vante Änderung dar (Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2013 vom 3. Oktober 2013 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.
3
.
3
Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblich
keit der Sachverhaltsänderung gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % verändert (BGE 140 V 85 E. 4.3 mit Hinweisen).
1.3
.4
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 134 V 131 E. 3 mit Hinweisen; BGE 133 V 108 E. 5.4).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrem
Einspracheentscheid
vom 27. Oktober 2016 (
Urk.
2) darauf, dass es bei der Beschwerdeführerin im Vergleich zur Situa
tion bei Erlass der Verfügung vom 25. Oktober 2010 (
Urk.
8/180) zu einer Ver
änderung der erwerblichen Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich geblie
benen Gesundheitsbeeinträchtigung gekommen sei. Dies begründe eine Revision
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG.
In Anrechnung
des Kompetenzniveaus 2 ge
mäss Tabellenlöhnen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bun
desamtes für Statistik für die Bemessung des Invalideneinkommens sowie
des Lohnes als Buffetmitarbeiterin für die Ermittlung des
Valideneinkommens
bestä
tigte sie den mit Verfügung vom 25. Januar 2016 (
Urk.
8/213) ermittelten Inva
liditätsgrad von 12 % (S. 6 f.).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2017 (
Urk.
7) führte die Beschwer
degegnerin ergänzend aus, die Beschwerdeführerin habe beim Erlass der Verfü
gung vom 25. Oktober 2010 lediglich seit vier Jahren in der neuen adaptierten Tätigkeit im Büro gearbeitet. Jetzt arbeite sie seit rund 10 Jahren dort. Über all diese Jahre habe sie
sich
ein fundiertes Wissen im Gebiet der Immobilienbranche aneignen können. Die Erfahrungen und Fähigkeiten habe sie über diese langjäh
rige Anstellungsdauer ausbauen können. Damit sei auf eine Veränderung der er
werblichen Auswirkungen zu schliessen. Sodann sei gemäss dem
E._
-Gutachten bei der aktuellen Bürotätigkeit von einer adaptierten Tätigkeit auszu
gehen und es bestehe dabei eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bezogen auf ein Voll
pensum. Der Ansatz sei explizit auf 70 % präzisiert worden. Damit sei auch dies
bezüglich von einer Veränderung auszugehen (S. 8).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte mit Beschwerdeschrift vom 28. November 2016 (
Urk.
1) dagegen geltend, dass kein Revisionsgrund vorliege, nachdem sich weder ihr Gesundheitszustand noch die erwerblichen Auswirkungen seit dem letzten Entscheid aus dem Jahre 2010 verändert hätten. Es sei ihr daher bis auf weiteres unverändert eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 36 % auszurichten (S. 4 f.). Eventualiter sei das Invalideneinkommen gestützt auf das effektiv erzielte Einkommen zu ermitteln, was einen Invaliditätsgrad von 42 % zur Folge habe (S. 5).
Subeventualiter
sei im Falle des Abstellens auf Tabellen
löhne das Kompetenzniveau 1 anzurechnen. Sodann hätte bei der Verwendung von Tabellenlöhnen zwingend eine Parallelisierung zu erfolgen. In Anrechnung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % resultiere ein Invaliditätsgrad von 37 %. Gleiches gelte
,
falls bei Validen- und Invalideneinkommen auf das Kom
petenzniveau 2 abgestellt würde. Eine Abweichung von 1 % sei nicht erheblich, somit müsste es bei einem Invaliditätsgrad von 36 % bleiben (S. 6 f.).
3.
3.1
Vorliegend gilt als relevanter die mit Verfügung vom 25. Oktober 2010 (
Urk.
8/180) erfolgte Reduktion der Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditäts
grad von 36 %.
Zu prüfen ist, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse vorliegend seit dem Erlass der Verfügung vom 25. Oktober 2010 wesentlich verändert haben, und damit auf das Vorliegen eines Revisionsgrundes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu schliessen ist (E. 1.
3
).
3.2
3.2.1
In medizinischer Hinsicht ist unbestrittenermassen (
Urk.
8/213,
Urk.
2,
Urk.
7) auf das beweiswertige (E. 1.
4
) Gutachten der
E._
vom 18. August 2015 (
Urk.
8/203) abzustellen. Darin wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit belastungsabhängige
lumb
o
vertebrale
Schmerzen ohne
radiku
läre
Symptomatik bei Status nach LWK 1-Fraktur am 17. August 2000, ein Status nach ventraler
Spondylodese
Th12/L2 am 20. August 2000 sowie ein Status nach
OSG
-Distorsion mit Bandruptur
lateralseits
links und möglicher OSG-Distorsion rechts bei Sturz am 17. August 2000 (klinisch unauffällig, radiologisch diskrete Veränderungen) festgehalten (S. 25). Bis zum Unfall vom 17. August 2000 sei die Beschwerdeführerin im Service respektive im Buffet eines Restaurants tätig ge
wesen. Aus orthopädischer Sicht sei diese körperlich belastende Tätigkeit der Be
schwerdeführerin nur eingeschränkt möglich. In Übereinstimmung mit den Vor
gutachtern, speziell dem Gutachten vom 19. Mai 2008 von
Dr.
F._
, Ortho
pädische Chirurgie FMH, Zürich, bestehe für diese Tätigkeit maximal eine Ar
beitsfähigkeit von 40 % bezogen auf ein Vollpensum. Nach dem Unfall habe zu
nächst eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. In den darauffolgenden Mo
naten bis etwa ein Jahr nach dem Unfall sei es zu einer zunehmenden Besserung gekommen, etwa ab dem Abschluss des ersten Unfalljahres sei von einer Arbeits
unfähigkeit von 50 % auszugehen. Ab dem 2
7.
August 2003, dem Gutachten von Prof.
Dr.
Z._
, Luzern, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40 % als Buffetmitar
beiterin bis heute. Seit 2006 respektive 2007 arbeite die Beschwerdeführerin zu drei bis vier Stunden täglich als Büromitarbeiterin
in
einer Immobilienfirma. Es handle sich um eine vorwiegend sitzende, körperlich ansonsten nicht belastende Tätigkeit. Es sei dabei von einer adaptierten Tätigkeit auszugehen.
Aus orthopädischer Sicht bestehe wie in früheren Gutachten attestiert eine Ar
beitsfähigkeit von 70 % bezogen auf ein Vollpensum. Der Beginn der Arbeitsfä
higkeit von 70 % in angepasster Tätigkeit sei etwa mit 2008
auszumachen.
Ge
genüber den Vorgutachten vom 19. Mai 2008
des
Dr.
F._
und des Wirbel
säulenzentrums der
B._
, Prof.
Dr.
A._
,
vom
26. September 2005 ergebe sich keine wesentliche Änderung (
Urk.
8/203 S. 25 ff.).
Diese waren bei bekannter Diagnose von einer Arbeitsfähigkeit von 50 bis 70
%
(
Urk.
8/113 S. 2) respektive 60 bis 70
%
(
Urk.
8/174 E. 3.2) ausgegangen.
3.2.2
Wie die Beschwerdegegnerin mit
Einspracheentscheid
vom 27. Oktober 2016 (
Urk.
2 S. 6) selbst anerkannt hat, ist im vorliegend massgeblichen Vergleichs
zeitraum seit Verfügungserlass vom 25. Oktober 2010 (E. 3.1) von einem im We
sentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustand auszugehen. Daran vermag auch das Vorbringen in der Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2017 (
Urk.
7) nichts zu
ändern, wonach im
E._
-Gutachten die Arbeitsfähigkeit «auf 70
%
präzisiert» worden sei (S. 8). So wurde
im Gutachten explizit festgehalten, dass gegenüber den Vorgutachten aus den Jahren 2008 und 2005 keine wesent
liche Änderung eingetreten sei (E. 3.2.1).
Im Vergleich zur Beurteilung von
Dr.
F._
aus dem Jahre 2008 muss aufgrund
der Darlegungen im
E._
-Gutachten auf eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts geschlossen werden (vgl.
Urk.
8/203 S. 2
9
). Ein Revisionsgrun
d
infolge eines relevant verän
derten Gesundheitszustandes ist damit nicht gegeben.
3.3
Zu prüfen bleibt, ob im Vergleich zum Jahre 2010 eine Veränderung in den er
werblichen Verhältnissen eingetreten ist.
3.3.1
In diesem Zusammenhang schloss die Beschwerdegegnerin darauf, dass die Be
schwerdeführerin nun gegenüber dem Zeitpunkt der Rentenverfügung vom
25. Oktober 2010 über rund 10 Jahre Erfahrung im Büro verfüge. Über all diese Jahre habe sie sich ein fundiertes Wissen im Gebiet der Immobilienbranche an
eignen können. Die Erfahrungen und Fähigkeiten habe sie über diese langjährige Anstellung ausbauen können, was eine Veränderung der erwerblichen Auswir
kungen darstelle (
Urk.
7 S. 8).
3.3.2
Hierzu ist festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern eine Berufser
fahrung im Büro von
nunmehr
rund 10 Jahren im Vergleich zu einer solchen von vier Jahren im Verfügungszeitpunkt am 25. Oktober 2010 bei der ungelernten Beschwerdeführerin (
Urk.
8/23 S. 2) geeignet sein soll, eine relevante Verände
rung der tatsächlichen Verhältnisse darzustellen
.
Vorweg ist darauf hinzuw
ei
sen, dass eine um sechs Jahre längere Beru
fserfahrung grundsätzlich eher un
geeignet erscheint, eine Veränderung
von entscheidender Relevanz zu begründen
. Sofern die Beschwerdegegnerin
ferner
aus der längeren Berufserfahrung auf die Anwen
dung des Kompetenzniveaus 2 und daraus wiederum auf das Vorliegen eines Re
visionsgrundes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG schliessen möchte (vgl.
Urk.
2 S. 6), ist darauf hinzuweisen, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine langjährige Berufserfahrung alleine die Einstufung in das Kompetenzniveau 2 nicht zu rechtfertigen vermag (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_728/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 3.3 mit Hinweisen
)
.
Abgesehen von der längeren Berufser
fahrung lässt die Aktenlage
schliesslich
nicht auf eine im Vergleich zum Zeit
punkt des Verfügungserlasses im Jahre 2010 eingetretene relevante
erwerbliche
Veränderung schliessen
.
So
arbeitete
die Beschwerdeführerin
im Zeitpunkt des Erlasses des
Einspracheentscheides
unbestrittenermassen
noch
immer
als Büro
kraft im gleichen Pensum
(30
%
) wie
seit Beginn ihrer Bürotätigkeit im Jahre 2006
(
Urk.
8/133, 8/190 ff., 8/203 S. 17).
Entgegen der Annahme der Beschwer
degegnerin kann somit auch im erwerblichen Bereich nicht auf eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG geschlossen werden
, zumal feststeht, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfä
higkeit auch zuletzt nicht voll ausnützte und stets in einem tieferen Pensum tätig war, als es ihr zumutbar gewesen wäre.
3.4
Zusammenfassend ist aufgrund des Dargelegten festzuhalten, dass weder in er
werblicher Hinsicht noch im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand auf eine relevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Verfügungserlass vom 25. Oktober 2010 (
Urk.
8/180) geschlossen werden kann. Damit liegt kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vor. Eine Anpassung der lau
fenden Invalidenrente gestützt auf diesen
Rückkommenstitel
kommt daher nicht in Frage.
Da auch eine zweifellose Unrichtigkeit der Rentenherabsetzungsverfü
gung vom 2
5.
Oktober 2010 auszuschliessen ist – diese erging in Anlehnung an
das Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
1.
Mai 2010, mit welchem ein Invaliditäts
grad von 36
%
berechnet worden war – besteht kein Raum für eine Herabsetzung der Erwerbsunfähigkeitsrente. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheides
mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anrecht auf eine Rente basierend auf einer Er
werbsunfähigkeit von 36
%
hat.
4.
4.1
Nach § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikos
ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegen
s bemes
sen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Vorliegend erscheint eine Entschädigung von
Fr.
1‘800.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) als angemessen.
4.2
Die Beschwerdeführerin beantragt zudem eine Entschädigung für die im
Revi
sions
- und
Einspracheverfahren
angefallenen Aufwendungen (
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin befand zwar im angefochtenen
Einspracheentscheid
über die Entschädigung („eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet“), dies indes ausgehend von einer Abweisung der Einsprache. Bei diesem Ergebnis war die
Zusprache
einer Parteientschädigung gar nicht denkbar. Auf der Basis des vorliegenden Entscheides (
Gutheissung
der Beschwerde) hat die Beschwerdegeg
nerin noch nicht über die
Zusprache
einer Prozessentschädigung befunden, wes
halb die Sache zur Prüfung und zum Entscheid zurückzuweisen ist. Anzumerken ist indes, dass ein Obsiegen nicht selbstredend zu einer Entschädigung im Ver
waltungsverfahren führt, werden doch
gemäss
Art.
52
Abs.
3 Satz 2
ATSG
im
Einspracheverfahren
in der Regel keine Parteientschädigungen ausgerichtet.
Pra
xisgemäss
hat lediglich der Einsprecher, der im Falle des Unterliegens die unent
geltliche
Verbeiständung
beanspruchen könnte, bei Obsiegen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 130 V 570 E. 2.1). Wie es sich damit verhält, wird in jenem Verfahren zu prüfen sein.