Decision ID: bb032ef9-a838-4476-b8ed-e44958dae2f9
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1983, war seit 1. Januar 2012 bei der
Firma Y._
als Immobilien-
Vermarkterin
angestellt und bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie sich am 21. April 2012 beim Abschlagen von Golfbällen auf einer
Driving
Range
an der linken Schulter verletzte (Urk. 6/K1; vgl. auch Urk. 2 S. 2).
Dr.
med.
Z._
, Spezialarzt
FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte in seinem Bericht vom 18. Juni 2012 (Urk. 6/M2) eine Subluxation der linken Schulter.
In der Folge wurde die Versicherte ambulant in der
Klinik A._
behandelt (vgl. Urk. 6/M4 und 6/M8). Der beratende Arzt der Helsana, Prof.
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates, gab am 6. Dezember 2012 und 27. Juni 2013 gestützt auf die medizinischen Akten Beurteilungen ab (Urk. 6/M7 und 6/M10).
Mit Verfügung vom 28. Juni 2013 (Urk. 6/K14) verneinte die Helsana ihre
Leis
tungspflicht
ab 20. März 2013
mit der Begründung, dass zwischen
den nach diesem Datum noch geklagten Gesundheitsbeeinträchtigungen und
dem
Ereignis vom 21. April 2012 kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr bestehe. Die dagegen erhobene Einsprache (Eingaben vom 26. Juli 2013 [Urk. 6/K15] und 23. August 2013 [Urk. 6/K17]) wies die Helsana mit Entscheid vom 18. September 2013 (Urk. 2 = Urk. 6/K
2
1) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom 16. Oktober 2013 (Urk. 1) Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei der angefochtene Einsprache
entscheid vom 18. September 2013 aufzuheben und die Helsana zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Die Helsana schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. November 2013 (Urk. 5) auf Abweisung der Be
schwerde
, soweit darauf einzutreten sei
. Mit Verfügung vom 14. November 2013 (Urk. 7; vgl. auch Urk. 8) wurde
X._
Frist zur Erstattung einer Replik angesetzt. Sie liess sich jedoch nicht mehr vernehmen (vgl. Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die
Entscheidfindung
erfor
derlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigen
de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 6 Abs. 2
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
kann der Bundesrat
Körper
schädigungen
, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne unge
wöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten
Körper
schädigungen
ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.2.2
Bei unfallähnlichen Körperschädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV müssen zur Begründung der Leistungspflicht des Unfallversicherers mit Ausnahme der Un
ge
wöhnlichkeit sämtliche Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein.
Be
sondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung eines äusseren Ereignis
ses
zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv fest
stellbaren, sinn
fälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2). Wo ein sol
ches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2
lit
. a
h UVV aufgezählten
Ge
sund
heits
schadens
, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte
Ge
sundheitsschädigung
vor. Kein unfallähnliches Ereignis liegt in all jenen Fällen
vor, in denen der äussere Faktor mit dem (erstmaligen) Auftreten der für eine der
in Art. 9 Abs. 2
lit
. a-h UVV enthaltenen Gesundheitsschäden typi
schen Schmer
zen gleichge
setzt wird. Auch nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schä
digenden Faktors, wenn das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu beschrei
ben in der Lage ist; denn für die Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann
(BGE 129 V 466 E. 4.2.2)
.
Im Übrigen ist nach der
bundesgericht
lichen
Rechtsprechung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit ohne besonderes Vorkommnis bei einer Sportverletzung grund
sätzlich zu verneinen. Der äussere Faktor ist nur dann ungewöhnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich all
täglich und üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt
(Urteil des
Bun
desgerichts 8C_186/2011 vom 2
6.
Juli 2011 E. 5
und
E. 6.3, je mit Hinweisen)
.
1.2.3
Sportunfälle infolge mechanischer Einwirkung eines äusseren Faktors auf den Körper (Sturz, Zusammenstoss usw.) erfüllen regelmässig den Unfallbegriff. Ohne solche Einwirkung kommt es auf die Programmwidrigkeit des Bewe
gungsablaufs sowie die sportliche Erfahrung an
(Urteil des Bundesgerichts U 505/05 vom 19. September 2006 E. 1.3)
, wobei nach Lehre und Rechtsprechung der aussergewöhnliche Faktor im Sport in einer u
nkoordinierten Bewegung be
steht (Urteil des Bundesgerichts U 199/03 vom 10. Mai 2004 E. 3.1).
Bei Körperbewegungen gilt der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Ein
wirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „
programm
widrig
" beeinflusst. Der ungewöhnliche äussere Faktor ist somit bei unkoordi
nierten Bewegungen zu bejahen und der äussere Faktor, d. h. die Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt, ist wegen der Programmwidrigkeit (zugleich) ein ungewöhnlicher Faktor
(Urteil des Bundesgerichts U 199/03 vom 1
0.
Mai 2004 E. 3.1).
Ohne ein solches besonderes Vorkommnis ist das Merkmal der Ungewöhnlich
keit bei einer Sportverletzung zu verneinen. Der äussere Faktor ist nur dann un
gewöhnlich, wenn die sportliche Bewegung bzw. die sportliche Übung anders verläuft als geplant: Wenn sich das einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, liegt kein Unfall im Sinne des Unfallbegriffs nach
Art. 4 ATSG vor. Mit anderen Worten ist die Voraussetzung des Unfallbegriffs nicht erfüllt, wenn eine Sportübung zwar nicht ideal bzw. wunschgemäss ver
läuft, die Art der Ausführung aber immer noch innerhalb einer gewöhnlichen Bandbreite der allgemeinen Bewegungsmuster – d. h. wie sie durchaus vor
kommen können – der betreffenden Sportart liegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_865/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 4.1.1). Die Abweichung der idealen Sportausübung muss somit einen bestimmten Grad erreichen („derart unge
wöhn
lich", „besonders sinnfällige Umstände"), um aussergewöhnlich, d. h. un
koordiniert bzw. programmwidrig zu sein, damit eine endogene Verursachung der erlittenen Körperschädigung ausser Betracht fällt (BGE 134 V 72 E. 4.1; vgl. auch Martin Kaiser/Javier
Ferreiro
,
Sozialversicherungsrechtliche Aspekte des Unfallbegriffs und des Wagnisses im Sport – eine Übersicht üb
er die Rechtspre
chung, in: SZS 2013 S. 580 f.).
1.3
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete im angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. September 2013 (Urk. 2) die Einstellung der Versicherungsleistungen im Wesentlichen mit der Begründung, dass das Ereignis vom 21. April 2012 nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG qualifiziert werden könne. Die Be
schwerdeführerin habe sich beim Abschlagen von Golfbällen auf einer
Driving
Range aufgrund einer falschen Technik an der linken Schulter verletzt. Gemäss höchstrichterlicher Praxis erfülle beim Golf selbst ein Fehlschlag in den Boden den Unfallbegriff nicht; eine relevante Programmwidrigkeit könne darin nicht erblickt werden. Somit sei auch im vorliegenden Fall der Unfallbegriff nicht er
füllt. Ausserdem liege auch keine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vor, denn die diagnostizierten Verletzungen (eine
Sublu
xa
tion
und eine
Scapula-Dyskines
i
e
)
seien nicht
in Art. 9 Ab
s. 2 UVV aufge
führt. Unter „Verrenkungen von Gelenken“ (Art. 9 Abs. 2
lit
. b UVV) fielen nur Luxationen, nicht aber Subluxationen.
Im vorliegenden Prozess ergänzte die Beschwerdegegnerin
, dass die Beschwer
deführerin zum Hergang des Ereignisses vom 21. April 2012 unterschiedliche Aussagen gemacht habe. Zunächst habe sie angegeben, dass sie beim kraftvol
len Schwungablauf den Ball und die Abschlagmatte getroffen habe, worauf sich sofort die Beschwerden bemerkbar gemacht hätten. Erst in der Beschwerde
schrift habe sie ausgeführt, sie habe sich nicht bei einem Schlag mit
Boden
kontakt
verletzt, sondern beim übermässigen Ausholen. Abzustellen sei nach der Beweismaxime der Aussage der ersten Stunde auf die erste Version. Aber selbst wenn sich die Beschwerdeführerin die Verletzung beim übermässigen Ausholen zugezogen hätte, wäre der Unfallbegriff nicht erfüllt, denn es fehlte an einer äusseren Einwirkung
oder
an einer p
rogrammwidrigen
Beeinflussung einer Körperbewegung
(Urk. 5).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass
sie am 21. April 2012 von einer
Driving
Range Golfbälle abgeschlagen habe. Die Ausübung dieser Tätigkeit, die ungewöhnlich hohe Kraftanstrengung
und die unkoordinierten Körperbewegungen hätten bewirkt, dass sie sich an der linken Schulter verletzt habe. Sie habe sich - entgegen der Annahme der
Beschwerde
gegnerin
- nicht bei einem Schlag und entsprechendem Bodenkontakt des Schlägers verletzt, sondern beim übermässigen Ausholen. Nach der
bundesge
richtlichen
Rechtsprechung könne das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen; dies sei hier gegeben. Bei sportlichen Tätigkeiten sei ein Unfall im Rechtssinne anzunehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant. Insbesondere habe sich im vorlie
genden Fall kein in der sportlichen Übung inhärentes Risiko einer Verletzung verwirklicht, da Verletzungen durch Ausholbewegungen beim Golf keinesfalls als übliches Risiko gelten würden. Somit liege ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG vor (Urk. 1).
3.
3.
1
3.1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre (weitere)
Leistungs
pflicht
zu Recht verneint hat, weil das Ereignis vom 21. April 2012 nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist.
3.1.2
Aufgrund der Ausführungen in der Beschwerdeschrift ist davon auszugehen, dass auch die Beschwerdeführerin zu Recht nicht (mehr) davon ausgeht, dass eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt. Ungeachtet dessen, ob das Ereignis vom 21. April 2012 - in welcher Version der Beschwerdeführerin auch immer - als „sinnfälliges Ereignis“ anzusehen ist oder nicht, k
o
nnte die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
offensichtlich
nicht mit Art. 9 Abs. 2 UVV beg
ründet werden. Es liegt
keine der in Art. 9 Abs. 2
UVV abschliessend genannten Verletzungen
(Listenverletzungen)
vor. Die erlit
te
ne Subluxation (vgl. Urk. 6/M2-M3, 6/M7 und 6/M10)
ist nämlich - wie die
Be
schwerdegegnerin
zutreffend ausführte - praxisgemäss nicht unter Art. 9 Abs. 2
lit
. b (Verrenkung von Gelenken) zu subsumieren; darunter fallen nur eigentliche Luxationen (Urteil des Bundesgerichts 8C_1000/2008 vom 27. Fe
bru
ar 2009 E. 2.3). Auch die weiteren diagnostizierten
Gesundheitsbeein
träch
ti
gungen
(
Scapula-Dyskines
i
e
und
geringgradige
Bursitis
subacromialis
[vgl. etwa Urk. 6/M10])
stellen keine Listenverletzungen dar.
3.2
3.2.1
In der Unfallmeldung wurde folgender Sachverhalt geschildert: „Erlernen des Golfspiels
, Bälle abgeschlagen auf der
Driving
Range. Schlechte/falsche Technik, dabei linke Schulter ausgekugelt.“
3.2.2
Am 25. Juni 2012 erklärte die Beschwerdeführerin Folgendes (Urk. 6/K4): „Beim Erlernen des Golfspiels habe ich auf der
Driving
Range von der Matte abge
schlagen. Nach mehreren Abschlägen wollte ich einen weiteren Abschlag machen. Dabei habe ich mit voller Kraft und Schwung auf den Ball und die Abschlagmatte geschlagen. Bei diesem viel zu starken, kraftvollen
Schwungab
lauf
habe ich mir die Schulter ausgekugelt. Die Schulter ist von selber zurück
gesprungen und hat mir wahrscheinlich die Bänder gezerrt/an
ge
rissen.“
3.2.3
In ihrer Beschwerdeschrift führte die Beschwerdeführerin
aus, sie
habe
sich nicht beim Schlag und dem entsprechenden Bodenkontakt des Schlägers, son
dern beim übermässigen Ausholen verletzt (Urk. 1).
4.
4.1
Nach der in E. 1.3 wiedergegebenen Beweisregel der „Aussagen der ersten Stunde“
kann zu Gunsten der Beschwerdeführerin
davon aus
ge
g
ange
n
werden
, dass sich das Ereignis vom 21. April 2012 so zugetragen hatte, wie es die Be
schwerdeführerin am 25. Juni 2012
in ihrem detaillierten schriftlichen Bericht
beschrieb (Urk. 6/K4 und oben E. 3.2.2): Sie verletzte sich bei einem Fehlschlag auf Ball und Boden (Bodenmatte).
4.2
Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht hielt in seinem Urteil U 475/05 vom 5. Juli 2006 Folgendes zur Erfüllung des Unfallbegriff im
Golf
sport
fest (E. 3.3): „Geht man von dem eben beschriebenen Ablauf aus, ergibt sich, dass das plötzliche Schmerzgeschehen in der Phase des Ausholens und des Durchschwungs nicht auf einen Unfall zurückzuführen ist, weil eine schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den Körper der Beschwerdeführerin während des Ansprechens des Balles nicht erkennbar ist,
selbst wenn angenommen wird, sie habe den Schwung letztlich in den Boden geführt. Ein solcher Fehlschlag ist im Golfsport etwas Normales und widerfährt insbesondere weniger geübten Spielern häufig. Eine
unfallversicherungsrecht
lich
relevante Programmwidrigkeit kann im Bodenkontakt des Schlägers nicht erblickt werden
[...]
.
“
Nach dieser Praxis (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 das Eishockeyspiel betreffend) gelten Fehlschläge im Sport für sich allein grundsätzlich nicht als Unfälle. Daraus folgt ohne
Weiteres
, dass auch im vorliegenden Fall der Unfallbegriff von Art. 4 ATSG nicht erfüllt ist; es fehlt
zweifelsohne
an einer relevanten Programmwidrigkeit. Daran würde sich im Übrigen auch nichts ändern, wenn sich die Beschwerdeführerin (wie sie im vorliegenden Prozess neu behauptete) gar nicht bei einem Fehlschlag, sondern lediglich beim Ausholen verletzt hätte. Darin kann
weder eine unkoordinierte Bewegung und
noch weniger etwas relevant P
rogrammwidriges erblickt werden, wie auch aus dem wiedergegebenen Bundesgerichtsentscheid hervorgeht.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.