Decision ID: 8ceb75aa-6c1e-4570-b466-199a7a137457
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1947, bezog seit dem
1. September 2012 eine Rente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV; Urk. 11/267), als er sich am 3. Februar 2014 (Eingangsdatum; Urk. 11/348) erneut zum Bezug von
Ergän
zungs- und Zusatz
leistungen anmeldete
.
Mit Verfügung vom
26. Februar 2015
(Urk.
11/403
)
verneinte die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatz
leistungen zur AHV/IV
(SVA), für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2014 sowie für die Zeit ab 1. Januar 2015 den Anspruch auf Zu
satz
leistungen. Die vom Versicherten am 10. März 2015 dagegen erho
bene Ein
sprache (Urk. 11/411) wies die SVA mit Ent
scheid vom 3. Dezember 2015 (Urk. 11/415 = Urk. 2) ab.
2.
2.1
Gegen den Einspracheentscheid vom
3. Dezember 2015
(
Urk.
2) erhob
der
Ver
si
cherte am 19.
Januar 2016
Beschwerde
(Urk. 1)
und bean
trag
te,
dieser sei auf
zuheben und es seien ihm Versicherungsleistungen für die Zeit ab 1. Januar 2013
zuzusprechen; eventuell sei die Sache zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an die SVA zurückzuweisen (S. 2).
Mit
Eingabe vom 22. Februar 2016 (Urk. 10) verzichtete die SVA auf die Erstatt
ung einer Beschwerdeantwort.
2.2
Am 12. April 2016 wurde in Anwesenheit der Parteien eine
Instruktions
verhand
lung
durchgeführt
(Protokoll S. 3)
. Anschliessend
reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. Mai 2016 (Urk. 16) weitere Unterlagen (Urk. 17/6-10) ein, wozu die Beschwerdegegnerin am 9. Juni 2016 (Urk. 19) und am 9. Januar 2017 (Urk. 26/1)
Stellung nahm
.
Zu dieser Stellungnahme äusserte sich der Beschwer
de
führer mit Eingabe vom 16. Februar 2017 (Urk. 28). Am 9. März 2017 (Urk. 30) reichte der Beschwerdeführer einen aktuellen Grundbuchauszug eines in Italien liegenden Grundstücks (Urk. 32) ein. Am 13. April 2017 verzichtete die Beschwer
de
gegnerin auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 34), was dem Beschwerdeführer am 19. April 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 35).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Al
ters
,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen An
spruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie die Voraussetzungen nach den Art. 4-6 ELG er
füllen. Dabei entspricht die jährliche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die
anerkannten Ausga
ben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Die anre
chenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG berech
net.
1.2
Zu den anrechenbaren Einnahmen gehören nach Art. 11 Abs. 1 ELG
, in der ab 1. Januar 2011 geltenden Fassung:
-
Z
wei Drittel der Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich Fr. 1'000.-- und bei Ehepaaren und Personen mit rentenberechtigten Waisen oder mit Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen,
Fr.
1'500.-- übersteigen (lit. a.);
-
Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (lit. b); ein Fünfzehntel (bei Altersrentnern ein Zehntel) des Reinvermögens, soweit es bei Alleinstehenden
Fr.
37'500.--, bei Ehepaaren
Fr. 60'000.--
u
nd bei rentenberechtigten Wai
sen sowie bei Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen,
Fr.
15'000.-- übersteigt
; gehört der Bezügerin oder dem Bezüger oder einer Person, die in die Be
rechnung der Ergänzungsleistung eingeschlossen ist, eine Liegen
schaft, die mindestens von einer dieser Personen bewohnt wird, so ist nur der
Fr. 112‘
500
.--
übersteigende Wert der Liegenschaft b
eim Vermö
gen zu berücksichtigen
(lit. c);
-
Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen, einschliess
lich der Renten der AHV und der IV (lit. d);
-
Leistungen aus Verpfründungsvertrag und ähnlichen Vereinbarungen
(lit. e)
;
-
Familienzulagen (lit. f);
-
Einkünfte und Vermögenswerte, auf die ver
zichtet worden ist (lit. g)
;
-
familienrechtliche Unterhaltsbeiträge (lit. h).
1.3
Zeitlich massgebend für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung sind gemäss Art. 23 Abs. 1 ELV in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Be
zugsjahres vorhandene Vermögen.
1.4
Gestützt auf Art. 9 Abs. 5 lit. b ELG hat der Bundesrat in Art. 17 der Verord
nung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invali
den
versicherung (ELV) nähere Bestimmungen zur Vermögensbewertung erlas
sen. Danach ist das anrechenbare Vermögen nach den Grundsätzen der Gesetz
ge
bung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten (Abs. 1). Dienen Grundstücke dem Bezüger oder einer Person, die in der EL
Berechnung eingeschlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken, so sind sie zum Verkehrswert einzusetzen (Abs. 4).
1.5
Gemäss der Rechtsprechung sind bei der Anspruchsberechnung nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermögenswerte zu berücksichtigen, über die der Leistungsansprecher ungeschmälert verfügen kann. Aus diesem Grunde sind im Ausland liegende und nicht nach der Schweiz transferierbare oder sonstwie nicht verwertbare Vermögenswerte nicht anzurechnen. Im Aus
land liegende Grundstücke sind daher nur insofern als Vermögen anzurechnen, als deren Verkaufserlöse auch tatsächlich in die Schweiz ausgeführt werden könnten (Urteile des Bundesgerichts P 82/02 vom 26. Mai 2003 E. 2.2 f. und
9C_540/2009
vom 17.
September 2009 E. 3).
1.6
N
ach der Rechtsprechung (BGE 128 V 39) kann eine Verfügung über Ergän
zungs
leistungen in zeitlicher Hinsicht Rechtsbeständigkeit nur für das Kalen
der
jahr entfalten; im Rahmen der jährlichen Überprüfung können deshalb die Grund
l
agen zur Berechnung der Ergänzungsleistungen ohne Bindung an früher
berücksichtigte Berechnungsfaktoren und unabhängig allfälliger während der Bemessungsdauer möglicher Revisionsgründe von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden
.
1.7
Gemäss §§ 15 und 19a Abs. 3 des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eid
ge
nössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ZLG) finden die
Vorschriften, die für die jährliche Ergänzungsleistung nach Art. 9 ff. ELG gelten
,
entsprechende Anwendung auf die Beihilfen und Zuschüsse, soweit im ZLG nichts
Abweichendes bestimmt ist.
Gemäss § 20 Abs. 1 ZLG können die Gemeinden Gemeindezuschüsse zu den Bei
hilfen gewähren, die nicht als Einkommen anzurechnen sind. Soweit für die
Gemeindezuschüsse nichts Abweichendes bestimmt ist, gelten für diese laut § 20a
ZLG die allgemeinen Verfahrensbestimmungen des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; Art. 27-61). Gemäss Art. 7 Abs. 1 der Zusatzleistungsverordnung finden, soweit durch diese
Ver
ordnung nichts anderes bestimmt ist, die Bestimmungen des ZLG sinnge
mäss
auch auf die Gemeindezuschüsse Anwendung.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2015 (Urk. 2) davon aus, dass ein sich im Eigentum des Beschwer
deführers befindendes, in Italien gelegenes Grundstück diesem zum Betrag von
Fr. 84‘168.-- beziehungsweise von Fr. 85‘590.-- bei der Bemessung der anre
che
n
baren Einnahmen als Vermögensbestandteil zu berücksichtigen sei (S. 3). Soda
nn sei ihm für eine mögliche Vermietung dieses Grundstücks ein hypothetischer Mietertrag im Umfang von 5 % des Wertes des Grundstücks anzurechnen. Sein Personenwagen der Marke Opel Corsa mit Erstzulassung im Jahre 2000 sei dem Beschwerdeführer zu einem Wert von Fr. 4‘010.-- als Vermögen anzurechnen.
2.2
Der Beschwerdeführer bringt hiegegen vor, dass die in Italien gelegene Liegen
schaft seit dem Jahre 2010 an Wert eingebüsst habe, weshalb eine Bemessung
des Verkehrswertes anhand des Grundbuchauszugs nicht möglich sei (Urk. 1 S. 4
). Sodann sei die Liegenschaft bis zum Versterben seiner Ehegattin zur Hälfte in deren Eigentum gestanden. Obwohl er die Erbschaft seiner in der Schweiz ver
storbenen Ehegattin ausgeschlagen habe, sei unklar, inwiefern die Erbausschla
gung auch die in Italien gelegene Liegenschaft betreffe. Sollte das Erbrecht aus Italien anwendbar sein, seien ihm von der sich im Nachlass seiner verstorbe
nen Ehegattin befindenden Hälfte der Liegenschaft in Italien lediglich ein Drittel als Vermögen anzurechnen (S. 6). Sodann sei bei der Bewertung der Liegen
schaft nicht auf den Grundbauchauszug, sondern auf das Gutachten der Z._, Italien, vom 15. September 2015 abzu
stellen, wonach das Grundstück einen Wert von Euro 60‘000.-- aufweise (Urk. 1 S. 7).
3.
3.1
Mit dem Tod einer verheirateten Person ist eine güter- und erbrechtliche Aus
ein
andersetzung zur Bestimmung des Nachlasses vorzunehmen, wobei die güter
rechtliche Auseinandersetzung der erbrechtlichen - zum mindesten rechnerisch - vorauszugehen hat, da erst nach ihrer Durchführung feststeht, woraus die Erb
schaft besteht. Die güterrechtlichen Ansprüche des überlebenden Ehegatten werde
n mit dem Tode des andern fällig (BGE 101 II 218 E. 3). Das aus der güter- und erbrechtlichen Auseinandersetzung resultierende Vermögen ist bei der Be
rech
nung der Ergänzungsleistung vollumfänglich zu berücksichtigen (BGE 139 V 505 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts P 30/06 vom 5. Februar 2007 E. 3.5 und 4.3.2).
3.2
Die Schweiz und Italien haben betreffend das auf internationale Erbfälle anwendbare Recht einen bilateralen Staatsvertrag geschlossen (Niederlassungs- und Konsularvertrag zwischen der Schweiz und Italien vom 22. Juli 1868; SR
0.142.114.541). Gemäss Art. 17 Abs. 3 dieses Staatsvertrags sollen Streitigkei
ten
, welche zwischen den Erben eines in der Schweiz verstorbenen Staatsangehöriger von Italien hin
sicht
lich seines Nachlasses entstehen könnten, vor den Richter des letzten Wohnortes, den der Staatsangehöriger von Italien in Italien hatte, gebracht werden. Art. 17 Abs. 3 dieses Staatsvertrags ist gemäss der Rechtsprechung anhand des zur Zeit des Vertragsabschlusses geltenden Nationalitätsprinzips beziehungsweise nach den Grundsätzen der Einheit der Erbfolge und der Einheit des Gerichtsstandes im Hei
matland auszulegen (
BGE
98 II 88
E. 2). Nach der Rechtsprechung bestimmt Art. 17 Abs. 3 des Staatsvertrages nicht nur den Gerichtsstand, sondern auch das anwendbare materielle Recht, nämlich dasjenige des Heimatstaates (
BGE 98 II 88 E. 2
und 91 III 19 E. 2 b; vgl. auch Urk. 3/4). Da g
emäss
Art.
1
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über das Internationale Privatrecht
(
IPRG
)
völkerrechtliche Ver
träge vorbehalten
sind
,
werden die
Regeln des IPRG
zum anwendbaren Recht vorliegend durch die Regelungen des Niederlassungs- und Konsularvertrags zwischen der Schweiz und Italien verdrängt.
3.2
Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer und seine am 27. September 2011 in der Schweiz verstorbene (Urk. 11/179/4) Ehegattin am 6. November 1982 in Italien geheiratet haben (Urk. 11/19/1), wobei die Verstor
bene gemäss Urteil des Bezirksgerichts
Andelfingen
vom 25. Juli 2001 (Urk. 11/1
) ab dem Urteilszeitpunkt zum Getrenntleben berechtigt war. Der Beschwerde
füh
rer und seine verstorbene Ehegattin hatten zwei gemeinsame Söhne (Urk. 11/2/2
). Ein Testament befindet sich nicht bei den Akten, sodass davon auszugehen ist, dass die Erblasserin kein solches verfasste. Den Akten ist sodann zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer und seine beiden Söhne die Erbschaft ihrer Mutter in der Schweiz ausgeschlagen haben (Urk. 11/307/2-5, Urk. 11/346), was unbe
stritten ist (Urk. 1 S. 5, Urk. 26/1 S. 2).
3.3
Gemäss den sich bei den Akten befindenden Grundbuchauszügen betreffend die
in der Gemeinde
B._
in
Italien
gelegenen Liegenschaft vom 19. November 2010
(Urk. 11/132) und vom 16. März 2017 (Urk. 32) waren der Beschwerdeführer und
seine verstorbenen Ehegattin je zur Hälfte als Eigentümer dieses Grund
stücks eingetragen.
3.4
Da die verstorbene Ehegattin des Beschwerdeführers über die Staats
angehörigkeit von Italien verfügte (Urk. 11/3/1-2), unterstand ihr Nachlass gemäss Art. 17 Abs. 3 des Niederlassungs- und Konsularvertrag zwischen der Schweiz und Italien dem Recht von Italien. Demnach ist eine die
güter- und erbrechtliche Auseinandersetzung zur Bestimmung des Nachlasses
anhand des Güter- und Erbrechts von Italien vorzunehmen. Die
vom Beschwerdeführer und seinen Söh
nen in der Schweiz gemäss schweizerischem Recht erklärten Ausschla
gung
en der Erbschaft
kommen daher in Bezug auf die in Italien
gelegene Liegen
schaft
, welche sich im Miteigentum der verstorbenen Ehegattin des Beschwer
de
führers befand, keine Geltung zu.
4.
4.1
Das Recht
von Italien
kennt als gesetzlichen Güterstand die Güte
rgemeinschaft.
Unterschieden
wird dabei zwischen den während der Ehe erworbenen Vermögens
gegen
stän
de
n, die beiden Ehegatten dann gemeinsam gehören
,
und den im Alleineigentum stehenden Gegenständen der Ehegatten, die sie entweder in die Ehe mitgebracht oder geschenkt bekommen oder geerbt haben.
Mit dem Tod eines Ehegatten endet auch der gesetzliche Güterstand. Das Gesamtgut ist vorab gleichmäßig zu teilen. Nur der Anteil des verstorbenen Ehegatten am Gesamtgut gehört zum Nachlass.
4.2
Nach Recht von Italien erfolgt der Anfall des Nachlasses nicht ipso iure. Viel
mehr bildet der Nachlass zunächst eine selbständige Masse ohne Rechtsträger (patrimonio ereditario), die erst durch die Annahme der Erbschaft durch die zur Erbschaft berufenen Personen diesen Personen anfällt. Die Annahme wirkt auf den Erbfall zurück. Nach dem Erbanfall hat der Berufene drei Möglichkeiten: Er kann die Erbschaft vorbehaltslos beziehungsweise unter dem Vorbehalt der Inven
tar
errichtung annehmen oder die Erbschaft ausschlagen. Eine vorbehalts
lose Annahme der Erbschaft kann ausdrücklich oder stillschweigend erfolgen. Eine stillschweigende Annahme liegt dann vor, wenn der zur Erbschaft Beru
fe
ne eine Handlung vornimmt, die notwendigerweise seinen Annahmewillen vor
aussetzt. Dies ist insbesondere anzunehmen, wenn der zur Erbschaft Berufene über Nachlassgegenstände verfügt (Maria Giovanna Cubeddu Wiedemann und Anton Wiedemann
, Erbrecht in
Italien
, in: Rembert Süss
,
Hrsg., Erbrecht in Eur
opa, 2. Aufl., Basel 2008, Rz. 155 ff. und 164
).
Das Recht auf die Annahme der Erbschaft verjährt in zehn Jahren seit der Eröffnung des Erbganges (Cubeddu Wiedemann/ Wiedemann, a.a.O., Rz. 168; vgl. auch Urk. 7/8).
4.3
Gemäss der gesetzlichen Erbfolge nach Recht von Italien erbt der überlebende
Ehegatte
beim
Zusammentreffen mit Kindern die Hälfte des Nachlasses, wenn nur ein Kind vorhan
den ist, ansonsten einen Drittel (Cubeddu Wiedemann/ Wiedemann, a.a.O., Rz. 31; vgl. auch Urk. 7/7).
4.4
Nach Gesagtem steht daher fest, dass die während der Ehe des Beschwerde
führers und seiner verstorbenen Ehegattin erworbene Liegenschaft in B._, Italien, dem Gesamtgut des gesetzlichen
Güterstand
es
von Italien der
Güte
rge
meinschaft zuzurechnen ist. Dem Beschwerdeführer steht gemäss dem anwend
baren Güterrecht von Italien deshalb ein Vorschlag im Umfang der Hälfte der Liegenschaft zu. Demzufolge umfasst der Nachlass der Ehegattin des Beschwer
deführers die restliche Hälfte an der in B._ gelegenen Liegenschaft. Vom Nachlass in diesem Umfang steht dem Beschwerdeführer als zur Erbschaft im Nachlass seiner verstorbenen Ehegattin Berufenem gemäss dem anwendbaren Erbrecht von Italien eine Anwartschaft im Umfang eines Drittels zu.
4.5
Die Frage ob der Beschwerdeführer die Erbschaft durch entsprechende Hand
lungen bereits stillschweigend angetreten hat oder nicht, kann vorliegend offen gelassen werden. Denn es steht jedenfalls fest, dass die Frist zur Annahme der Erbschaft von zehn Jahren seit Eröffnung des Erbganges noch nicht abgelaufen ist. Selbst wenn eine stillschweigende Annahme der Erbschaft nicht vorläge, könnte der Beschwerdeführer durch die Abgabe einer entsprechenden Erklärung jederzeit die Annahme der Erbschaft erklären. Demzufolge ist das fragliche Grundstück in B._ dem Beschwerdeführer im Umfang des Vorschlags einer Hälfte und im Umfang der Erbschaft eines Sechstels (1/2 x 1/3) als Vermögen anzurechnen. Insgesamt ist die Liegenschaft in B._ daher im Umfang von 2/3 (1/2 + 1/6) beziehungsweise im Umfang von 66.67 % dem Vermögen des Be
schwerdeführers zuzurechnen.
5.
5.1
In Art. 17 Abs. 5 ELV werden für die Ermittlung des Verkehrswertes einer Liegen
schaft keine eigentlichen Bewertungsregeln aufgestellt. Unter dem Ver
kehrswert wird der Verkaufswert (Marktpreis) verstanden, den eine Liegenschaft im normalen Geschäftsverkehr besitzt (BGE 120 V 10 E. 1; AHI 1998 S. 273 f.). Massgebend ist der Verkehrswert der Liegenschaft zum Veräusserungszeit
punkt (BGE 113 V 190 E. 5c).
5.2
Weil der so ermittelte Verkehrswert eine konkrete und aktuelle Liegenschafts
schätzung voraussetzt, ist diese Bewertungsmethode für die Ermittlung des EL
Anspruchs grundsätzlich nicht praktikabel. Der EL-rechtliche Verkehrswert hat sich daher soweit möglich und sinnvoll auf geeignete anderweitige
Schätzungswerte zu stützen (Urteil des Bundesgerichts
P 49/05
vom 9.
Juni 2006
E. 2.1; SVR 1998 EL Nr. 5 S. 9 E. 6a).
5.3
In einem eine Liegenschaft in C._ betreffenden Entscheid erwog das Bun
desgericht, dass der relevante Verkehrswert der Liegenschaft nur durch Ver
gleich mit ähnlichen Objekten hinreichend genau geschätzt werden könne. Mass
gebende Kriterien seien neben der Grösse des Grundstücks und der Anzahl Zimmer die Lage (verkehrsmässige Erschliessung, Distanz zum Meer) und die Wohn
qualität (ruhiges oder lärmiges, vornehmes oder ärmliches Quartier). Von Bedeutung sei auch, ob es ein Objekt für Touristen ist oder aber von Einheimi
schen bewohnt wird und einen entsprechend tieferen Ausbaustandard aufweist. Da eine Schätzung in diesem Sinne nicht mit einem vernünftigen Aufwand zu bekommen gewesen sei, erkannte das Bundesgericht, dass auf die sich bei den Akten befindende, von der versicherten Person in C._ Auftrag gegebenen Schätzung abgestellt werden könne (Urteil des Bundesgerichts
9C_540/2009
vom 17.
September 2009 E. 5.3).
Damit übereinstimmend kann
g
emäss Rz. 3444.03 der Wegleitung des Bundes
amtes für Sozialversicherungen (BSV) über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL) auf eine im Ausland erstellte Schätzung des Verkehrswerts einer sich im Ausland befindenden Liegenschaft abgestellt w
e
rden, wen
n eine andere Schätzung nicht mit vernünftigem Aufwand zu bekommen ist.
5.4
Gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG ist eine selbstbewohnte Liegenschaft bis zu einem Grenzwert von Fr. 112'500.-- bei der Bemessung des Vermögens nicht zu berücksichtigen. Dienen Grundstücke dem Bezüger oder einer Person, die in der EL-Berechnung eingeschlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken, so sind sie
laut Art. 17 Abs. 4 ELV zum Verkehrswert einzusetzen. Nach der Rechtspre
chung
fällt der Freibetrag bei selbst bewohnten Liegenschaften im Ausland grund
sätz
lich nicht in Betracht, weil der EL-Anspruch den Wohnsitz und ge
wöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraussetzt (Art. 4 Abs. 1 ELG und Art. 13 ATSG). Nach der Rechtsprechung und Verwaltungspraxis gilt der ge
wöhnliche Aufent
halt in der Schweiz - vorbehältlich hier nicht zutreffender Ausnahmen - als
unter
brochen, wenn sich der Leistungsansprecher während mehr als drei Mona
ten
im Ausland aufhält (BGE 126 V 465 E. 2c). Hält sich der Leistungsansprecher nur kurzfristig (beispielsweise ferienhalber) in einer eige
nen Liegenschaft im Ausland auf, so dass der gewöhnliche Aufenthalt in der Schweiz nicht unter
brochen wird, kann nicht von einer selbst bewohnten Lie
genschaft im Sinne der Gesetzesbestimmung gesprochen werden und der Leis
tungsansprecher kann den Freibetrag für eine selbst bewohnte Liegenschaft nicht in Anspruch nehmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2007 vom 22. November 2007 E. 6.3.1).
6.
6.1
In Bezug auf die Bewertung der fraglichen Liegenschaft in Italien befinden sich zwei
Grundbuchauszüge
, einer
vom 1
9.
November 2010 (
Urk.
11/132) und
einer
vom 1
6.
März 2017 (
Urk.
32)
, sowie ein vom Beschwerdeführer in Auftrag gege
benes Gutachten der Z._ vom 15. September 2015 (Urk. 3/5) bei den Akten.
6.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom
3. Dezember 2015 (Urk. 2) bei der Bewertung der Liegenschaft in Italien auf den
amtliche
n
Ka
tasterwert des Grundstücks gemäss dem Grund
buchauszug
vom
19. November 2010 (Urk. 11/132), wonach dieser Euro 348.61 betrage. Im Jahre 2017 betrug dieser amtliche Katasterwert gemäss dem aktu
ellen Grundbuchauszug
vom 1
6.
März 2017 (
Urk.
32)
indes unverändert Euro 348.61. Diesbezüglich gilt es indes zu berücksichtigen, dass sich die Preise von Wohnliegenschaften in Italien gemäss den entsprechenden statistischen Erheb
ungen der Europäischen Zentralbank
in der Zeit zwischen 2010 und 2016 um 14.69 % verringerten. Unter diesen Umständen erscheint der amtliche Katasterwert vorliegend zur Bewertung des streitigen Grundstücks nicht als geeignet.
6.3
Da indes das Gutachten der Z._ vom 15. September 2015 (Urk. 3/5) grundsätzlich als nachvollziehbar erscheint und da gemäss der erwähnten Rechtsprechung (vorstehend E. 5.3) unter Umständen auch
auf eine im Ausland erstellte Schätzung des Verkehrswerts einer Liegen
schaft abgestellt w
e
rden
kann
, wen
n eine andere Schätzung nicht mit ver
nünf
tigem Aufwand zu bekommen ist, ist vorliegend auf das Gutachten der Z._ vom 15. September 2015 (Urk. 3/5) abzu
stellen. Demnach ist von einem Verkehrswert des streitigen Grundstücks in Italien im Betrag von insgesamt Euro 60‘000.-- beziehungsweise von einem Verkehrswert des dem Beschwerdeführer anzurechnenden Anteils von zwei Dritteln im Betrag von Euro 40‘000.-- auszugehen.
6.4
Dem Beschwerdeführer ist daher für die Bemessung seines Leistungsanspruchs für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 der Gegenwert in Schweizer
franken von Euro 40‘000.-- am 1. Januar 2013, für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 derjenige am 1. Januar 2014 und für die Zeit ab 1. Januar 2015 derjenige am 1. Januar 2015 als Vermögen anzurechnen. Es ist nicht zu beanstanden, dass sich die Beschwerdegegnerin bei der Umrechnung des Werts der Liegenschaft von der
Fremdwährung Euro
in Franken auf
von der Euro
päischen Zentralbank veröffentlichten Referenzwechselkurs
(Urk. 2 S. 2) stützte.
6.5
Der Referenzwechselkurs vom 1. beziehungsweise 2. Januar 2013 betrug
1.2090
Franken/Euro, derjenige vom 1. beziehungsweise 2. Januar 2014 betrug
1.2307
Franken/Euro und derjenige vom 1. beziehungsweise 2. Januar 2015 betrug 1.2
022
Franken/Euro. Demzufolge ist der Miteigentumsanteil des Beschwerde
führers am Haus in B._ für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 mit Fr. 48‘360.-- (Euro 40‘000.--
x
1.2090), für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezem
ber 2014 mit Fr. 49‘228.-- (Euro 40‘000.--
x
1.2307) und für die Zeit ab 1. Januar 2015 mit Fr. 48‘088.-- (Euro 40‘000.-- x 1.2022) als Vermögen anzu
rechnen.
7.
7.1
Der Grundsatz, wonach bei der Anspruchsberechnung nur tatsächlich vorhan
dene Vermögenswerte zu berücksichtigen sind, über die der Leistungsansprecher ungeschmälert verfügen kann, findet dort eine Einschränkung, wo die versi
cherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Vermögen
beziehungsweise Einnahmen
verzichtet hat, wo sie einen Rechts
anspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber fak
tisch nicht Gebrauch macht beziehungsweise ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wo
sie
aus von
ihr
zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer mög
lichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 121 V 205 E. 4a, 117 V 289 E. 2a; AHI 2003 S. 221 E. 1a, je mit Hinweisen).
7.2
Es ist unbestritten (Urk. 1), dass das Haus in B._ bisher nicht vermietet wurde, und dass der Beschwerdeführer infolge mangelnder tatsächlicher Vermietung seines Eigentumsanteils bisher keine Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen daraus erzielte.
7.3
Die Beschwerdegegnerin ging in der Verfügung vom 26. Februar 2015 (Urk. 3/2) und in dem diese bestätigenden Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2015 (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer seinen Miteigentumsanteil ver
mieten könnte und rechnete ihm einen Einkommensverzicht im Umfang von 5 % des Werts der Liegenschaft als Einnahmen an.
Der Beschwerdeführer bestreitet die Anrechnung eines hypothetischen Liegen
schaftsertrags im Umfang von 5 % nicht grundsätzlich. Er macht indes geltend, dass bei der Bemessung des ihm anzurechnenden Liegenschaftsertrags lediglich der ihm zustehende Anteil an der Liegenschaft zu berücksichtigen sei (Urk. 1 S. 7). Sodann macht er geltend, dass sich die Liegenschaft in einem renova
tions
bedürftigen Zustand befinde, und dass sie deshalb nicht vermietet werden könne (Urk. 16 S. 2).
7.4
Gemäss dem Gutachten der Z._ vom 15. September 2015 (Urk. 3/5) befindet sich das Haus in B._ indes in einem guten Zustand, wobei die Renovation eines der beiden Badezimmer noch zu beenden und wonach die Fassade neu zu streichen sei. Eine Vermietung des Hauses ist indes selbst mit nur einem Badezimmer möglich. Auch auf Grund der sich bei den Akten befindenden fotografische Dokumentation der Liegenschaft (Urk. 17/9) lässt sich eine Vermietung der Liegenschaft nicht ausschliessen. Demzufolge steht fest, dass der Verzicht des Beschwerdeführers auf eine Ver
mietung seines Eigentumsanteils an der Liegenschaft in B._ ein Einkommens
verzicht darstellt und es sind dem Beschwerdeführer daher zwei Drittel des Miet
werts der Liegenschaft als Einnahmen anzurechnen.
7.5
Da der Beschwerdeführer die Bemessung des Mietwerts der Liegenschaft in B._ im Umfang von 5 % des Verkehrswerts nicht bestreitet (Urk. 1 S. 7), und da den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach diese Bemes
sung den tatsächlichen Verhältnissen offensichtlich nicht angemessen gewesen wäre, ist dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 ein hypothetischer Mietwert 5 % des Verkehrswerts seines Miteigentums
anteils am Haus in B._ im Betrag von Fr. 2‘418.-- im Jahr, für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 im Betrag von Fr. 2‘461.-- im Jahr und für die Zeit ab 1. Januar 2015 im Betrag Fr. 2‘404.-- im Jahr als Einnahmenverzicht anzurechnen.
8.
8.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom
3. Dezember 2015 bei der Bemessung des Personenwagens des Beschwerde
füh
rers auf eine Bewertung eines Internetdienstes (www.fahrzeugmarkt.ch), wonach das Fahrzeug einen Wert von Fr. 4‘010.-- aufweise (Urk. 2 S. 2). In ihrer Ein
gabe vom 9. Januar 2017 (Urk. 26/1) führte die Beschwerdegegnerin indes aus, dass eine Bewertung des Fahrzeuges anhand des Internetdienstes sparky.ch einen Fahrzeugwert von lediglich Fr. 1‘800.-- ergeben habe und beantragte im Rahmen eines Eventualbegehrens, dass ein Fahrzeugwert von Fr. 1‘800.-- zu berücksichtigen sei (S. 3).
Demgegenüber stützt sich der Beschwerdeführer auf Angaben der D._ AG, vom 26. April 2016 (Urk. 17/8), wonach das Fahrzeug des Beschwerdeführers nicht mehr im Eurotax-Index aufgeführt sei und deshalb keinen Verkehrswert aufweise (Urk. 28 S. 2).
8.2
Gemäss Art. 17 Abs. 1 ELV ist das
anrechenbare Vermögen nach den Grund
sätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten.
Nach
§
39 des Steuergesetzes
des Kantons Zürich
ist das Vermögen zum Verkehrswert zu bewerten, wobei bei Motorfahrzeugen die Wertminderung pro Jahr praxisgemäss in der Regel 40
%
des Restwertes beträgt
(www.steueramt.zh.ch)
.
8.3
Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer über einen Perso
nen
wagen der Marke Opel Corsa, welcher am 31. Januar 2000 erstmals in Ver
kehr gesetzt wurde (Urk. 11/245), verfügt. In den Akten befinden sich keine Angaben zum Anschaffungswert des Fahrzeuges des Beschwerdeführers. Selbst im eher unwahrscheinlichen Falle, dass dieses vor der ersten Inverkehrsetzung vom Januar 2000 einen Anschaffungswert von Fr. 40‘000.-- aufgewiesen haben sollte, ergäbe sich bei einer jährlichen Wertminderung im Umfang von 40 % am 1. Januar 2013 lediglich noch ein Wert des Fahrzeuges von unter Fr. 100.--. Unter diesen Umständen ist das Motorfahrzeug dem Beschwerdeführer nicht als Vermögen anzurechnen.
9.
9.1
Zu prüfen bleibt, ob bei der Bestimmung des Reinvermögens nach Art. 11 Abs. 1
lit. c ELG Schulden des Beschwerdeführers vom rohen Vermögen abzuziehen sind
.
9.2
Nach der Rechtsprechung (BGE 142 V 311 E. 3.3) beurteilt sich die Frage, ob eine
Schuld vom rohen Vermögen abzuziehen ist, in Übereinstimmung mit der Frage nach der Bewertung des anrechenbaren Vermögens gemäss Art. 17 Abs. 1 ELV nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton (vgl. vorstehend E. 8.2). Ge
mäss Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Har
mo
nisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden und § 38 Abs. 1 des Steuergesetzes des Kantons Zürich unterliegt das gesamte Reinvermögen der
Vermögenssteuer. Der Begriff des gesamten Reinvermögens ist bundesrecht
licher
Natur und somit für die Kantone verbindlich (Urteil des Bundesgerichts 2C_555/2010 vom 11. März 2011 E. 2.2). Darunter ist die positive Differenz zwischen den Aktiven und den Schulden der steuerpflichtigen Person zu ver
steh
en. Alle Schulden können abgezogen werden, soweit sie im massgebenden Zeitpunkt tatsächlich und nicht bloss möglicherweise bestehen und ihr Rechts- und Entstehungsgrund erfüllt ist; Fälligkeit ist nicht vorausgesetzt (BGE 138 II 311 E. 3.3.1). Weiter können lediglich Schulden berücksichtigt werden, welche die wirtschaftliche Substanz des Vermögens belasten. Das trifft zu, wenn der Schuldner ernsthaft damit zu rechnen hat, dass er sie begleichen muss (Urteil des Bundesgerichts 2C_555/2010 vom 11. März 2011 E. 2.2). Diese Voraus
set
zung ist bei Schulden, für die ein Pfändungsverlustschein nach Art. 149 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über Schuldbetreibung und Konkurs
(SchKG) ausgestellt
wurde, gegeben, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszu
gehen
ist, dass der Gläubiger seine Forderung geltend macht, sobald der Schuldner über neues Vermögen verfügt (Urteil des Bundesgerichts 2C_555/2010 vom 11. März 2011 E. 2.3). Dabei ist in rechtlicher Hinsicht von Bedeutung, dass ein solches Papier, welches das Ungenügen des gesamten der schweizerischen Voll
streckung unterliegenden Vermögens zur Befriedigung des Gläubigers beschei
nigt (Urteil des Bundesgerichts 7B.180/2006 vom 1. Dezember 2006 E. 1.3), als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 SchKG gilt (Art. 149 Abs. 2 SchKG), das heisst als Titel für die Erlangung provisorischer Rechtsöffnung. Sodann verjährt die durch den Verlustschein verurkundete Forderung grundsätzlich erst 20 Jahre nach der Ausstellung (Art. 149a Abs. 1 SchKG; BGE 137 II 17 E. 2.5). Dies spricht dafür, dass der Gläubiger seine Forderung geltend machen wird, wenn eine neue Betreibung Erfolg verspricht, was der Fall sein kann, wenn er über einen Inkassodienst verfügt, die Schuld nicht unbedeutend ist und der Schuldner zu neuem Vermögen kommen kann. Die Tatsache allein, dass wäh
rend längerer Zeit keine Betreibungshandlungen vorgenommen wurden, lässt jedenfalls nicht den rechtlichen Schluss zu, dass die Schuld die wirtschaftliche
Substanz des Vermögens nicht belastet und damit nicht abzugsfähig wäre (Urteil
des Bundesgerichts 2C_555/2010 vom 11. März 2011 E. 2.3). Ob und inwieweit die einzelnen Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit gegeben sind, ist in Be
zug auf ein jedes streitige Kalenderjahr zu prüfen, weil die Ergänzungs
leis
tungen jährlich überprüft und neu festgesetzt werden können (
BGE 142 V 311
E. 3.3).
9.3
Dem sich bei den Akten befindenden, den Beschwerdeführer betreffenden Aus
zug aus dem Betreibungsregister vom 12. August 2015 (Urk. 17/6) ist zu ent
neh
men, dass die Beschwerdegegnerin am 14. April 2014 gegen den Beschwer
de
führer eine Forderung im Betrag von Fr. 12‘002.-- in Betreibung setzte. Gemäss den Angaben der Beschwerdegegnerin vom 9. Januar 2017 (Urk. 26/1 S. 3) habe sie diese Forderung indes zwischenzeitlich als uneinbringlich abgeschrieben. Diese Forderung ist daher bei der Bestimmung des Reinvermögens nicht zu berücksichtigen. Dem Betreibungsregisterauszug sind jedoch weitere, durch Ver
lustschein verurkundete Forderungen zu entnehmen. Da davon auszugehen ist
, dass
die betreffenden
Gläubiger
allenfalls ihre
Forderung
en erneut gegenüber dem Beschwerdeführer geltend machen werden
, wenn eine neue Betreibung Erfolg verspricht,
sind diese bei der Vermögensbemessung zu berücksichtigen.
9.4
Gemäss dem Betreibungsregisterauszug (Urk. 17/6 S. 2-3) bestanden am 1. Januar
2013 offene Verlustscheine aus Pfändungen im Betrag von insgesamt Fr. 40‘058.
25, am 1. Januar 2014 solche im Betrag von Fr. 42‘946.35 und am 1. Januar 2015 solche im Betrag von Fr. 64‘944.10. Diese Schulden sind bei der Bemessung des Reinvermögens zu berücksichtigen. Des Weiteren sind am 1. Januar 2014 Schulden des Beschwerdeführers bei Dr. med. dent. E._ im Betrag von insgesamt Fr. 1‘748.40 und am 1. Januar 2015 solche von Fr. 496.-- (Urk. 17/7) bei der Bemessung des Reinvermögens zu berück
sich
tigen.
10.
10.1
Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 beträgt das Reinvermögen bei einem Miteigentumsanteil an der Liegenschaft in B._ im Betrag von Fr.
48‘360
.--, bei Sparguthaben/Wertschriften im Betrag von Fr. 207.-- (vgl. Urk. 11/408/1) und bei Schulden aus offenen Verlustscheinen im Betrag von Fr. 40‘058.25 somit Fr. 8‘508.75 (Fr. 48‘360.-- + Fr. 207.-- / Fr. 40‘058.25). Da das Reinvermögen unterhalb des für alleinstehende Personen geltenden Freibe
trags von Fr. 37‘500.-- gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG (vgl. vorstehend E. 1.2) zu liegen kommt, ist es bei der Bemessung der anrechenbaren Einnahmen daher nicht zu berücksichtigen.
Bei einem hypotheti
schen Vermögensertrag von Fr. 2‘418.-- (vorstehend E. 7.5), einem AHV-Renteneinkommen von Fr. 27‘396.-- und einem ausländischen Renten
einkommen von Fr. 1‘961.-- resultierten für das Jahr 2013 anre
chenbare Ein
nahmen von rund Fr. 31‘775.-- (Fr. 2‘418.-- + Fr. 27‘396.-- + Fr. 1‘961.--).
10.2
Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 beträgt das Reinvermögen bei einem Miteigentumsanteil an der Liegenschaft in B._ im Betrag von Fr. 49‘228.--, bei Sparguthaben/Wertschriften im Betrag von Fr. 0.-- (vgl. Urk. 11/407/1) und bei Schulden aus offenen Verlustscheinen im Betrag von Fr. 42‘946.35 und für Zahnbehandlungskosten im Betrag von Fr. 1‘748.40 somit Fr. 4‘533.25 (Fr. 49‘228.-- / Fr. 42‘946.35 / Fr. 1‘748.40). Da das Reinvermögen unterhalb des Freibetrags von Fr. 37‘500.-- zu liegen kommt, ist es bei der Bemessung der anrechenbaren Einnahmen daher nicht zu berücksichtigen.
Bei einem hypotheti
schen Vermögensertrag von Fr. 2‘461.-- (vorstehend E. 7.5), einem AHV-Renteneinkommen von Fr. 27‘396.-- und einem ausländischen Ren
teneinkommen von Fr. 1‘994.-- resultierten für das Jahr 2014 anre
chenbare Ein
nahmen von rund Fr. 31‘851.-- (Fr. 2‘461.-- + Fr. 27‘396.-- + Fr. 1‘994.--).
10.3
Für die Zeit ab 1. Januar 2015 beträgt das Reinvermögen bei einem Miteigen
tumsanteil an der Liegenschaft in B._ im Betrag von Fr. 48‘088.--, bei Spar
gut
haben/Wertschriften im Betrag von Fr. 0.-- (vgl. Urk 11/405/1) und bei Schulden aus offenen Verlustscheinen im Betrag von Fr. 64‘944.10 und für Zahn
behandlungskosten im Betrag von Fr. 496.-- somit Fr. 0.-- (Fr. 48‘088.-- / Fr. 64‘944.10 / Fr. 496.--) und ist bei der Bemessung der anrechenbaren Ein
nahmen nicht zu berücksichtigen.
Bei einem hypotheti
schen Vermögensertrag von Fr. 2‘404.-- (vorstehend E. 7.5), einem AHV-Renteneinkommen von Fr. 27‘516.-- und einem ausländischen Ren
ten
einkommen von Fr. 1‘953.-- resultierten für die Zeit ab 1. Januar 2015 daher anre
chenbare Einnahmen von rund Fr. 31‘873.-- (Fr. 2‘404.-- + Fr. 27‘516.-- + Fr. 1‘953.--).
11.
Nach Gesagtem steht fest, dass dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Janu
ar bis 31. Dezember 2013 Einnahmen im Betrag von Fr. 31‘775.--, für die Zeit vom 1. Januar bis 1. Dezember 2014 solche im Betrag von Fr. 31‘851.-- und für die Zeit ab 1. Januar 2015 solche im Betrag von Fr. 31‘873.-- anzu
rech
nen sind. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie
den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers in masslicher Hinsicht neu be
messe
und anschliessend über dessen Leistungsanspruch für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2014 und für die Zeit ab 1. Januar 2015 neu entscheide.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
12.
12.1
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
12.2
Ausgangsgemäss
hat der Beschwerdeführer
Anspruch auf eine
Pro
zessent
schädi
gung, welche in Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie
rig
keit des Prozesses bei einem praxisgemässen Stundenansatz von
Fr. 220.-- zuzüglich Barauslagen und Mehr
wertsteuer, mit Fr. 3‘800.-- (inklu
si
ve Barauslagen und Mehr
wert
steuer) zu bemessen ist.