Decision ID: 4babdaef-75c2-53f2-95f2-c3f732ab648d
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 26. Januar 2021 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte,
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der eu-
ropäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am
19. November 2020 in Bulgarien und am 7. Januar 2021 in Rumänien ein
Asylgesuch gestellt hatte,
dass er mit Vollmacht vom 29. Januar 2021 die Mitarbeitenden (...) mit
seiner Vertretung beauftragte,
dass das SEM dem Beschwerdeführer nach der Personalienaufnahme
vom 1. Februar 2021 im Dublin-Gespräch vom 5. Februar 2021 das recht-
liche Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit von Bulgarien oder Rumä-
nien für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens sowie zu
einem allfälligen Nichteintretensentscheid gewährte,
dass der Beschwerdeführer hinsichtlich einer Wegweisung nach Bulgarien
ausführte, dass er nicht dorthin zurückwolle, da er in Bulgarien keine Men-
schenrechte erlebt habe und gezwungen worden sei, die Fingerabdrücke
abzugeben,
dass er dort 30 Tage im Gefängnis verbracht habe, wobei er pro Tag nur
dreimal in Begleitung zur Toilette habe gehen dürfen, weder duschen noch
die Kleider habe waschen können und nur schlechtes Essen erhalten habe;
zudem habe er nicht telefonieren dürfen,
dass er im Rahmen des rechtlichen Gehörs zum medizinischen Sachver-
halt angab, er sei gesund,
dass das SEM am 8. Februar 2021 die bulgarischen Behörden aufgrund
des Ergebnisses des Eurodac-Abgleichs um Übernahme des Beschwer-
deführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU)
Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni
2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-
gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen
oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-
nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), ersuchte,
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dass die bulgarischen Behörden diesem Übernahmeersuchen am 11. Feb-
ruar 2021 gestützt auf dieselbe Bestimmung zustimmten,
dass das SEM mit Verfügung vom 11. Februar 2021 – eröffnet am 16. Feb-
ruar 2021 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31)
auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach
Bulgarien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-
deführer verfügte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom
23. Februar 2021 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht
Beschwerde erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzu-
heben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten,
eventualiter sei die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung
an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, im Sinne einer vor-
sorglichen Massnahme sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu
erteilen und die Vollzugsbehörde sei unverzüglich anzuweisen, von seiner
Überstellung nach Bulgarien abzusehen, bis das Gericht über die Erteilung
der aufschiebenden Wirkung entschieden habe,
dass er ferner um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
24. Februar 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3
AsylG),

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
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dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird,
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge)
die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort
aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien;
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vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-
ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende
erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-
lin-III-VO),
dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back)
demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach
Kapitel III stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1
m.w.H.),
dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-
keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den
eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-
rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-
gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der
Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden
kann,
dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist,
einen Antragsteller, der während der Prüfung seines Antrags in einem an-
deren Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet
eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe
der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b
Dublin-III-VO) beziehungsweise, dass der nach dieser Verordnung zustän-
dige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Drittstaatsangehörigen oder Staa-
tenlosen, dessen Antrag abgelehnt wurde und der in einem anderen Mit-
gliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines
anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe der
Art. 23, 24, 25 und 29 wieder aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-
III-VO),
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
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Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-
trittsrecht),
dass entweder der Mitgliedstaat, in dem ein Antrag auf internationalen
Schutz gestellt worden ist und der das Verfahren zur Bestimmung des zu-
ständigen Mitgliedstaats durchführt, oder der zuständige Mitgliedstaat vor
der Erstentscheidung in der Sache jederzeit einen anderen Mitgliedstaat
ersuchen kann, den Antragsteller aus humanitären Gründen oder zum
Zweck der Zusammenführung verwandter Personen aufzunehmen, wobei
die betroffenen Personen dem schriftlich zustimmen müssen (Art. 17
Abs. 2 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. humanitäre Klausel),
dass in der Beschwerdeeingabe im Wesentlichen dargelegt wird, der Be-
schwerdeführer sei in Bulgarien unter prekären Bedingungen – unter an-
derem sei jeglicher Zugang zu medizinischer Hilfe verweigert und die Häft-
linge seien von bulgarischen Beamten geschlagen worden – 30 Tage in-
haftiert und anschliessend vor die Wahl gestellt worden, seine Fingerab-
drücke abzugeben, im Gefängnis zu bleiben oder zurück an die Grenze
gebracht zu werden,
dass er somit am eigenen Leib erlebt habe, unter welchen Umständen
Asylsuchenden in Bulgarien der Zugang zum Asylverfahren durch Inhaftie-
rung verwehrt werde,
dass die Vorinstanz auf seinen Bericht nicht eingehe, sondern trotz der ein-
drücklichen Schilderungen behaupte, er habe keine konkreten Hinweise
dargetan, dass ihm Bulgarien die ihm zustehenden minimalen Lebensbe-
dingungen vorenthalten würde,
dass das SEM vielmehr unter Bezugnahme auf ein Urteil aus dem Jahr
2017 pauschal festhalte, es gebe keine wesentlichen Gründe für die An-
nahme, das Asylverfahren in Bulgarien weise systemische Schwachstellen
auf,
dass diese Ausführungen vor dem Hintergrund der Aussagen des Be-
schwerdeführers sowie der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-
richts unrichtig und unangebracht seien, nachdem letzteres im Referenz-
urteil F-7195/2018 vom 11. Februar 2020 festgestellt habe, das Asylverfah-
ren in Bulgarien weise "besorgniserregende Mängel" auf,
dass zahlreiche Berichte die unmenschlichen Bedingungen im bulgari-
schen Asylsystem dokumentierten und auch die Europäische Kommission
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bereits Mängel festgestellt sowie Bulgarien aufgefordert habe, die mass-
gebenden rechtlichen Vorgaben der EU einzuhalten,
dass der Beschwerdeführer folglich nach einer Rückweisung in Bulgarien
kein rechtsstaatliches Verfahren durchlaufen könnte, da es wesentliche
Gründe für die Annahme gebe, dass die Aufnahmebedingungen in Bulga-
rien systemische Schwachstellen aufwiesen,
dass die bulgarischen Behörden am 11. Februar 2021 dem Übernahmeer-
suchen der schweizerischen Behörden gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b
Dublin-III-VO ausdrücklich zugestimmt haben,
dass die grundsätzliche Zuständigkeit Bulgariens somit gegeben ist, was
der Beschwerdeführer auch nicht bestreitet,
dass Bulgarien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR
0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden darf, Bulgarien anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass sich das Bundesverwaltungsgericht im Referenzurteil F-7195/2018
vom 11. Februar 2020 eingehend mit der aktuellen Lage für Asylsuchende
in Bulgarien auseinandergesetzt hat,
dass es darin – wie in der Beschwerdeschrift zutreffend festgehalten wird
– ausführt, es bestünden Unzulänglichkeiten und Mängel im bulgarischen
Asylverfahren und in den Aufnahmebedingungen,
dass das Gericht jedoch insgesamt zum Schluss kommt, es seien keine
Gründe für die Annahme systemischer Schwachstellen gegeben, die eine
Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne
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des Artikels 4 der EU-Grundrechtecharta oder bei individueller Betrachtung
eine Gefährdung nach Art. 3 EMRK mit sich bringen und es rechtfertigen
würden, generell von der Überstellung von Asylbewerbern nach Bulgarien
abzusehen (vgl. a.a.O. E. 6.6.7),
dass gemäss dem Referenzurteil zwar verschiedene Berichte auf Diskrimi-
nierungen von bestimmten Staatsangehörigen im Asylverfahren hindeuten,
diese aber nicht per se einen Überstellungsstopp zu rechtfertigen vermö-
gen, zumal gegen negative erstinstanzliche Entscheide effektive Rechts-
mittel zur Verfügung stehen (vgl. a.a.O. E. 6.6.1, E. 6.6.7 und E. 7.2.2),
dass angesichts der Tatsache, dass die bulgarischen Zentren derzeit nicht
überbelegt sind, kein Grund zur Annahme besteht, dass den Personen, die
gemäss der Dublin-III-Verordnung nach Bulgarien zurückkehren, die Min-
destaufnahmebedingungen nicht zugestanden würden (vgl. a.a.O.
E. 6.6.4),
dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2
Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist,
dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-
tan hat, die bulgarischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzunehmen
und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln
der erwähnten Richtlinien zu prüfen,
dass die Ausführungen in der Beschwerdeschrift zu seinen Erlebnissen in
Bulgarien zu keiner anderen Einschätzung zu führen vermögen, zumal der
Beschwerdeführer nach der Abgabe seiner Fingerabdrücke das Land un-
mittelbar in Richtung Rumänien verliess, womit er die Durchführung eines
Asylverfahrens verunmöglicht hat,
dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind,
Bulgarien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement miss-
achten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein
Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-
fährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches
Land gezwungen zu werden,
dass vorliegend die Überstellung des Beschwerdeführers nach Bulgarien
gemäss Akten nicht zu einer Kettenabschiebung führt, welche gegen das
Non-Refoulement-Prinzip verstossen würde, wie es in Art. 33 FK verankert
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ist (und sich ausserdem aus Art. 4 der EU-Grundrechtecharta, Art. 3 EMRK
oder Art. 3 FoK ableiten lässt),
dass sich weder aus den allgemeinen Verweisen auf Berichte verschiede-
ner Organisationen in der Beschwerdeschrift noch aus den Aussagen des
Beschwerdeführers ableiten lässt, Bulgarien würde ihm dauerhaft die ihm
gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen
vorenthalten,
dass er sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nöti-
genfalls an die bulgarischen Behörden wenden und die ihm zustehenden
Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26
Aufnahmerichtlinie),
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge gesund ist und es
keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass er zur Kategorie der besonders ver-
letzlichen Personen gehören könnte,
dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen
zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine
gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG)
durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-
sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhal-
ten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-
räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch
BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-
oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die
Überstellung nach Bulgarien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),
dass sich der rechtserhebliche Sachverhalt vorliegend als richtig und voll-
ständig festgestellt erweist, weshalb keine Veranlassung besteht, die Sa-
che für die Vornahme von weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurück-
zuweisen,
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dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung
des SEM zu bestätigen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich die Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung so-
wie Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstands-
los erweisen,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren, womit die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–(Art. 1‒
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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