Decision ID: 19d2fbbc-096b-4a33-bf56-3704a00b1a05
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959 und ohne Berufsabschluss, arbeitete ab August 1989 in einem Vollzeitpensum als Bediener von Metallbearbeitungsmaschi
nen bei der
Y._
AG (Urk. 8/9/28, Urk.
8/11) und war dadurch bei der S
uva
gegen die Folgen von Unfällen versichert. Überdies war er ab November 1997 nebener
werblich als Hauswart bei der
Z._
AG angestellt (Urk.
8/6). Am 23.
Februar 2008 stürzte
X._
beim Skifahren und zog sich eine Verletzung an der rechten Schulter (dislozierte Humeruskopf-3-Fragmentfraktur rechts) zu, welche am
29.
Februar 2008 im Spital
A._
operativ versorgt wurde (Urk. 8/9/45, Urk.
8/9/51). Die S
uva
kam für die Heilbehandlung auf und gewährte dem Versicherten Taggelder. Sodann sprac
h sie ihm mit Verfügung vom 30. Juni 2011 (Urk.
8/29) eine auf einer E
rwerbs
unfähigkeit von 25
%
beruhende Invalidenrente ab 1.
Mai 2011 sowie eine In
tegritätsentschädigung auf der Basis e
iner Integritätseinbusse von 25
% zu.
1.2
U
nter Hinweis auf das vorerwähnte Unfallereignis
meldete sich
X._
am 22. Dezember 2008
erstmals zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversiche
rung an (Urk.
8/2). Ausgehend von einer verspäteten Anmeldung sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, I
V-Stelle, mit Verfügung vom 12.
Januar 2012 (Urk.
8/47-49) vom 1. Juni bis 31.
Oktober 2009 eine ganze
Rente (Invaliditätsgrad von 100 %) und vom 1. November 2009 bis 30.
April 2011 eine halbe
Rente (Invaliditätsgrad von 50
%) zu. Für die Zeit danach ver
neinte sie einen Rentenanspruch des Versicherten ausgehend von einem Invali
ditätsgrad vo
n 25 %.
1.3
Am 3.
Mai 2013 ersuchte
X._
unter Angabe einer anhaltenden somatofor
men Schmerzstörung und einer mittelgradigen depressiven Episode erneut um Leistungen
der Invalidenversicherung (Urk.
8/51). Im Zuge ihrer Ab
klärungen gab die IV-Stelle beim
B._
ein polydisziplinäres Gutac
hten in Auftrag, welches am 18. Juni 2014 (Urk.
8/82) ersta
ttet und am 1
7.
Juli 2014 (Urk.
8/86) mit Beantwortung von Rückfragen
d
es
regionalen
ärztlichen Dienstes (RAD; Urk.
8/84) ergänzt wurde. Nach durchgeführtem
Vorbeschei
dverfahren
(Vorbescheid vom 14. Oktober 2014, Urk. 8/93; Einwand 28. Oktober 2014, Urk.
8/98), in dessen Verlauf ergänzende Ab
klärungen getätigt wurden (Urk.
8/103-105), vern
einte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 11.
Deze
mber 2014 (Urk.
2) einen Rentenan
spruch des Versicherten gestützt au
f einen Invaliditätsgrad von 37
%.
Gleich
zeitig
verneinte
sie
einen Anspruch auf
Unterstützung bei der Stellensuche (Ar
beitsvermittlung) durch die
Invalidenversicherung, da diesbezüglich keine ge
sundheitlich bedingte Einschränkung bestehe und demzufolge das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig sei.
2.
Gegen die Verfügun
g vom 11.
Dezember 2014 erhob
X._
am 19.
Januar 2015 Beschwerde (Urk.
1) und beantragte deren Aufhebung sowie die
Zusprache
einer halben Invalidenrente. Die IV-Stelle ersuchte in
ihrer Beschwerdeantwort vom 23. März 2015 (Urk.
7) um Abweisung der Beschwerde,
was dem Be
schwerdeführer am 25. März 2015 (Urk.
9) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu
ten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2,
130
V 352
E. 2.2.1;
vgl. Urteile des Bundesgericht
s 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus
(vgl. BGE
130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er
werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versi
cherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten
offen stehenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft trag
bar sei (BGE
141 V 281 E. 3.7.3, 136 V 279 E. 3.2.1,
127 V 294 E. 4c;
vgl. Urteile des Bundesge
richt
s 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
1.4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalide
neinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte,
wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend
, was die versicherte Person im massgebenden
Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Ge
sunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müs
sen mit überwiegender Wahrsc
heinlichkeit erste
llt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versi
cherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik
(BFS)
herausgegebenen Schweizerischen Lohn
strukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Ein
zelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktor
en zu berücksichtigen sind (BGE
139 V 28
E. 3.3.2,
128 V 29 E. 4e; Urteil des Bun
desgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E.
4.2).
Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2)
.
1.4.3
Für die Festsetzung des
trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen)
ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Er
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn
.
Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich
weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können
statistische Werte,
insbesondere
die LSE-
Tabellenlöhne
herangezogen werden
(BGE
139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1,
126 V 75 E. 3b/
aa
).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellen
lohn) um maximal 25 % zu kürzen, wenn persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität respektive Aufenthaltskategorie oder Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben und die versicherte Person d
eswegen die verbliebene Arbeits
fähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
kann (BGE 135 V 297 E. 5.2,
126 V 75 E. 5b/
aa
-cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Bericht
s ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Für di
e Bejahung eines Rentenanspruch
s im Rahmen einer Neuanmeldung nach vorausgegangener rechtskräftiger Verneinung wird analog
zur Rentenrevision gemäss Art. 17 Abs.
1 ATSG eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads verlangt (BG
E 130 V 71, 117 V 198 E. 3a mit Hinweis; vgl. auch BGE 133 V 108 E.
5.2 mit Hinweisen). Die Frage, ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich
des Sachverhalt
s im Zeitpunkt der letzten mate
ri
ellen rentenverweigernden rechtskräftigen Verfügung mit demjenigen zur Zeit des auf die Neuanmeldung
hin ergangenen Entscheids (BGE 130 V 64 E. 2 mit Hinweis, 130 V 71 E.
3.1 mit Hinweisen). Dabei ist zu beachten, dass Anlass zur Rentenrevision jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen gibt, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rent
enanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Dagegen stellt eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sach
v
erhalt
s keine revisionsbegründende Tats
achenänderung im Sinne von Art. 17 Abs.
1 ATSG dar (BGE
112 V 371 E. 2b; vgl. auch BGE 133 V 545 E. 6.1, 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Vorwegzuschicken ist, dass
die Verneinung des Anspruchs auf
Unterstützung bei der Stellensuche (
Arbeitsvermittlung
, Art. 18 IVG)
durch die Invalidenversi
cherung beschwerdeweise
unangefochten geblieben und demnach die ange
fochtene Verfügung (
Urk.
2) insoweit i
n Teilrechtskraft erwachsen ist. Prozess
thema des vorliegenden Verfahrens bildet einzig der Rentenanspruch des Be
schwerdeführers und damit die Frage, ob er zu mindestens 40 % invalid ist (vgl. E. 1.3 hiervor).
2.
2
Die Beschwerdegegnerin ging in de
r angefochtenen Verfügung (Urk.
2) davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste leichte Tätigkeit, welche die verminderte Beweglichkeit und Belastbarkeit der rechten Schulter berücksichtige und keine besonderen mentalen Anforder
ungen stelle, im Um
fang von 100
% zumut
bar sei.
Die im
B._
-Gutachten
dargelegte Einschrän
kung von 50
% betreffe nur Tätigkeiten mit höheren Anforderungen an die Konzentration, da erst letztere zu einem Zählzwang (mit den Folgen einer ra
schen Ermüdbarkeit und einem deutlich verlangsamten Arbeitstempo) führten. Tätigkeiten ohne besondere mentale Anforderungen seien ohne Zählzwang möglich, weshalb diesbezüglich keine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit vor
liege.
Damit könne der Beschwerdeführer
ein Invalideneinkommen von Fr.
56‘944.--
erzielen, welches im Vergleich m
it dem
Valideneinkommen
von Fr.
89‘696.
--
eine Erwerbseinbusse von Fr.
32‘752.--
entsprechen
d einem Inva
liditätsgrad von 37
% bedeute.
An diesem Standpunkt hielt die Beschwerdegegnerin im vorliegenden Verfahren unter Hinweis insbesondere auf die Einschätzung ihres RAD
fest (
Beschwerde
antwort,
Urk. 7).
2.
3
Dagegen brachte
der Beschwerdeführer vor (Urk.
1), der psychiatrische
B._
-Gutachter
(richtig: die psychiatrische Gutachterin, vgl. Urk. 8/75-76)
habe zu
treffend ausgeführt, dass in adaptierten Tätigkeiten ohne kognitive Belastbarkeit lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit möglich sei.
Sodann falle der
von der Beschwerd
egegnerin gewährte Abzug von 10 %
viel zu tief aus. Es stehe fest, dass er nicht mehr als die Hälfte des
Valideneinkommens
erwirtschaften könne, weshalb er Anspruch auf eine halbe Invalidenrente habe.
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh
rers
im ma
ssgebenden Zeitraum (vgl. E. 1.6
hiervor)
se
it Erlass der Verfügung vom 12. Januar 2012 (Urk.
8/47-49), mit welche
r
die Beschwerdegegnerin
vom 1. Juni 2009 bis 30.
April 2011 eine befris
tete – zunächst ganze und ab
1.
November 2009 halbe – Rente (Invaliditätsgrad von 100
% beziehungsweise 50
%) zugesprochen und für die Zeit danach basierend auf einem Inva
liditäts
grad von 25
% einen Rentenanspruch verneint hatte, derart verändert hat, dass nun
wiederum
Anspruch auf eine (halbe) Invalidenren
te besteht
.
Der Rentenentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 12. Januar 2012 (Urk.
8/47-49) erging in Koordination mit demjenigen der S
uva
, welche dem Beschwerde
führer für die verbleibende
n Folgen des Skiunfalls vom 23.
Februar 2008 – nebst einer auf e
iner Integritätseinbusse von 25
% beruhenden Integritätsent
schädigung – eine Invalidenrente nach Massgabe
einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % ab 1.
Mai 2011 zugesp
rochen hatte (Verfügung vom 30. Juni 2011, Urk.
8/29). Der für die Aufhebung der Rente der Invalidenversicherung mass
ge
bende Invaliditätsgrad von 25
% wurde damit begründet, dass der
Beschwerde
führer ab 1.
Mai 2011 im bisherigen Betrieb (
Y._
AG) eine neue Anstel
lung (Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb, in Ausbildung zum
Reguleur
) habe, wobei er bei voller Präsenzz
eit eine Arbeitsleistung von lediglich 75 % er
bringe und 25
% weniger verdiene als er dies ohne Unfallfolgen tun würde (zum Rentenentscheid der
S
uva
vgl. auch Urk.
8/30/9-14).
4.
4.1
4.1.1
In dem mit Neuanmeldung vom 3. Mai 2013 (Urk.
8/51) angehobenen Verfah
ren erging insbesondere das von der Beschwerdegegnerin veranlasste
B._
-Gut
achten vom 18.
Juni 2014 (Urk
.
8/82). Darin stellten
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin, Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chi
rurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates, und Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
,
gestützt auf die ihnen zugegan
genen Akten und die von ihnen durch
geführten Untersuchungen vom 5. bis 8. Mai 2014 folgende Diagnosen (S. 38):
Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 7):
-
Zwangsstörung, vorwiegend Zwangsgedanken oder
Grübelzwang
(ICD-10 F42.0)
-
Posttraumatisches Schultersyndrom rechts mit
periartikulären
Insertions
tendinosen
und
Tendomyosen
sowie Spannungskopfschmerz
symptoma
tik bei
-
Status nach dislozierter Humerus-3-Fragmentfraktur rechts Februar 2008, osteosynthetisch versorgt
-
Status nach Schulterarthroskopie,
Bizepstenotomie
,
subacromialer
Bursektomie
und
Arthr
olyse
, Plattenentfernung am 15. Januar 2009
Diagnosen ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 8):
-
Leichte depressive Episode mit som
atische
m
Syndrom (ICD-10 F32.0)
-
Fussinsuffizienz links mit
Insertionstendinose
am
Calcaneus
plantarseitig
-
Adduktoreninsertions
tendinose
am rechten Kniegelenk
-
Wirbelsäulenfehlstatik
-
Status nach Varizenoperation 2007 rechts und 2011 links mit ver
bleiben
der Sensibilitätsstörung am Unterschenkel, am Fuss u
nd an den Zehen II bis IV links
-
Unklarer Mittelbauchschmerz rechts (Differentialdiagnose [DD]:
funktio
nell, Colon
irritabile
)
-
Status nach
Leistenhernienope
ration
beidseits zirka 2000
-
Spannungskopfschmerz
-
Malcompliance
4.1.2
In der „Beschreibung der aktuellen medizinischen Problemat
ik inkl. Konsistenz
prüfung“ (S. 39
f.) schickten die Sachverständigen
des
B._
vorweg, bemer
kenswert sei eine sehr unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Symptome in der Anamneseerhebung bei den unterschiedlichen Fachdisziplinen.
4.1.3
Sodann führten
die Gutachter
aus, im Bereich des Bewegungssystems werde eine Schmerzhaftigkeit an der linken Ferse angegeben. Hierbei handle es sich um eine
Insertionstendinose
am
Calcaneus
plantarseitig
(„plantarer Fersen
sporn“). Erst auf Nachfrage würden Symptome im Bereich der rechten Schulter genannt. Hier liege ein Zustand nach einem komplexen Krankheitsgeschehen vor. Es sei im Februar 2008 zu einer dislozierten
Humerus
3-Fragment-Fraktur gekommen, welche offen reponiert und mittels Plattenosteosynthese versorgt worden sei. Nachfolgend habe sich offensichtlich eine relevante Schultersteife entwickelt, welche zu
einer Schulterarthroskopie (15.
Sept
ember 2009), einer
Bi
zepstenot
omie
und einer partiellen
Kapsulotomie
geführt habe. Es habe sich nachfolgend eine Low grade-Infektion des Operationsbereichs entwickelt, wel
che durch eine langzeitige Antibiotikagabe habe beherrscht werden können. Aktuell stelle sich eine annähernd normalisierte Beweglichkeit der rechten Schulter dar. Es liessen sich
periarticuläre
und
periscapuläre
Insertionstendino
sen
feststellen. Die Kraft der schulterführenden Muskulatur wirke leic
ht- bis
mässiggradig
reduziert.
Es werde zudem eine Symptomatik im Bereich des rechten Kniegelenks angege
ben. Hierbei handle es sich um eine
Insertionstendinose
der Adduktorenmusku
latur am
Epicondylus
medialis
femoris
.
In der Vergangenheit hätten Symptome seitens der Wirbelsäule bestanden, unter anderem im Bereich der Brust- und Halswirbelsäule (BWS und HWS). Akten
kundig sei ein MRI-Befund der BWS mit Hinweisen auf einen durchgemachten leichtgradigen Morbus Scheuermann bei leichten
Osteochondrosen
Th7/8 bis Th11/1
2.
Aktuell ergebe sich eine
geringgradige
Fehlstatik der Wirbelsäule im Sinne einer Skoliose und
thoracalen
Hyperkyphose bei Haltungsinsuffizienz. Symptome würden diesbezüglich nicht geäussert, eine Bewegungs- oder Druckschmerzhaftigkeit lasse sich nicht provozieren. Es bestehe ein Zustand nach Varizenoperation an beiden Beinen. Genannt werde eine Sensibilitätsstö
rung der Zehen
Dig
. II bis
Dig
. IV links bei wahrscheinlichem Zustand nach Verletzung eines Hautnervs bei der Venenoperation. Es bestehe eine
geringgra
dige
Venenstauchung. Aktuell lasse sich keine
autochtone
cervicale
Problematik erkennen. Allerdings seien deutliche
Tendomyosen
des
Trapeziusoberrandes
, in
klusive einer
Insertionstendinose
suboccipital
, zu erkennen. Diese dürften durch die Haltungsinsuffizienz, die Schulterdysfunktion und möglicherweise auch die degenerativen Veränderungen am
cervico-thoracalen
Übergang getriggert wer
den. Eine Spannungskopfschmerz-Symptomatik sei hieraus ableitbar.
Zudem würden diffuse Beschwerden in der Unterarmmuskulatur rechts sowie ein Steifigkeitsgefühl und Schmerzen an den Fingergelenken rechts geäussert. Hierfür finde sich keine eindeutige Erklärung.
Palpatorisch
sei die Frühform ei
ner Polyarthrose der PIP und DIP möglich mit reaktiven
Tendomyosen
der Un
terarmmuskulatur.
Zusammengefasst liessen sich im Bereich des Bewegungssystems multiple leich
tere Fehlfunktionen an Rumpf und Extremitäten feststellen.
4.1.4
Im Weiteren erwogen die
B._
-Gutachter, a
us psychiatrischer Sicht könnten zum jetzigen Zeitpunkt lediglich Zwangssymptome objektiviert werden. Die Zwangsgedanken des Beschwerdeführers äusserten sich in einem zwanghaften Zählzwang der Dreierreihe. Der Beschwerdeführer beginne mit drei, zähle bis neun und bleibe dann stehen
(vgl. aber die Darstellung auf S. 32 des psychiat
rischen Teilgutachtens, wonach der Beschwerdeführer in Situationen, in denen er sich konzentrieren müsse, sechs
-
drei - neun zähle und dann nicht weiter
komme)
. Diese Symptomatik behindere ihn in der Konzentrationsfähigkeit und in seinen Denkvorgängen. Es liege sicherlich eine bereits vorbestehende sehr einfache psychische Struktur vor. Der Beschwerdeführer verfüge über sehr we
nig Schuldbildung und es sei anzunehmen, dass auch elementare kognitive Fä
higkeiten wie Lesen und Schreiben deutlich eingeschränkt seien. Neben der Zwangssymptomatik würden vom Beschwerdeführer in der psychiatrischen Un
tersuchung lediglich die bereits in den anderen Teilgutachten beschriebenen
Schmerzsymptome berichtet, jedoch – wie bereits erwähnt
(vgl. E. 4.1.2 hiervor)
– in unterschiedlicher Gewichtung und Konsistenz. Im Vordergrund stünden dabei die Fersenschmerzen, gefolgt von den täglichen Kopfschmerzen.
Die Bauchproblematik sei im vergangenen Jahr eingehend untersucht worden. Ausser einer
Helicobacter
-Gastritis seien keine pathologischen Befunde erhoben worden. Die Doppelniere sei asymptomatisch. Es sei nicht bekannt, ob die
He
licobacter-Gastritis
medikamentös behandelt worden sei. Anhand der aktuellen Beschwerden vor allem im Bereich des Leberrands rechts könne nicht davon ausgegangen werden, dass die aktuellen Beschwerden durch die Gastritis ver
ursacht seien, sodass sich eine dahingehende Behandlung aktuell nicht auf
dränge. Die Bauchproblematik habe auch keinerlei Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit.
4.1.5
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hie
lten die
B._
-Gutachter fest (S. 41
f.), aktu
ell könnten aus orthopädischer Sicht leichtere Tätigkeiten durchgeführt werden, wobei stärkere Belastungen der rechten Schulter beziehungsweise des rechten Arms sowie häufige Arbeiten über Schulterhöhe zu vermeiden seien. Aufgrund der aktuellen klinischen psychischen Symptomatik bestehe in einer adaptierten Tätigkeit ohne grosse kognitive Belastung eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, dies seit Ende Juni 2010 (S
uva
-Beurteilung in
F._
). Die Zwangserkrankung führe zu einer reduzierten Belastbarkeit, einer raschen Ermüdbarkeit und einem deutl
ich verlangsamten Arbeitstempo.
4.2
RAD-Arzt med. prakt.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psyc
hotherapie, kon
statierte am 30. Juni 2014 (Urk. 8/92 S. 4
f.), das
B._
-Gutachten überzeuge in internistischer und orthopädischer Hinsicht. Der psychiatrische Teil weise
dage
gen
einige Defizite
auf: So fänden sich unter Ziff. 4.3.3
„
Befunde
“
(Gutachten S.
34) ausgiebig subjektive Angaben des Beschwerdeführers. Dabei bleibe un
klar, wie sich der Zählzwang objektiv zeige und auswirke.
Auffallenderweise
seien in der Untersuchungssituation, die einige Konzentration erfordere, keine Störungen von Konzentration und Aufmerksamkeit beschrieben worden. Somit sei die Hauptdiagnose nur spärlich belegt und fusse grösstenteils auf den sub
jektiven Angaben des Beschwerdeführers. Leider seien die Zwangssymptome – im Gege
nsatz zur Darstellung auf Seite
40 – nicht objektiviert. Ferner fehle eine Auseinandersetzung mit dem positiven Leistungsbild. Immerhin werde darge
stellt, dass der Beschwerdeführer pro Woche dreimal zur Psychotherapie und zweimal zur Physiotherapie gehe sowie in unbekannter Häufigkeit an seinen ei
genen Fitnessgeräten übe. Es finde sich
sodann
keine Erörterung, ob er auch in der Therapie von einem Zählzwang behindert werde. Schliesslich fehle auch ein Beleg für die gutachterliche Annahme, dass auch elementare kognitive Fähig
keiten wie Lesen und Schreiben deutlich eingeschränkt seien (Gutach
ten S. 40). Immerhin sei auf S.
18 des Gutachtens zur Tagesstruktur zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer zum Beispiel den „Blick“ und eine kroatische Zeitung lese. Eigenen Angaben zufolge habe er acht Schu
ljahre absolviert (Gutachten S.
16). Angesichts dieser Unklarheiten werde der psychiatrische Gutachter um Objektivierung und Klärung gebeten.
4.3
In der Stellungnahme des
B._
vom
17. Juli 2014 (Urk. 8/86) führten die
Dres
.
E._
und
D._
aus, Zwangsgedanken könnten im Gegensatz zu Zwangshandlungen in der Untersuchungssituation nicht immer objektiviert werden. Gemäss AMDP (Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der
Psychiatrie), 6. Auflage 1996, Item
35, handle es sich um immer wieder sich gegen inneren Widerstand aufdrängende Gedanken oder Vorstellungen, die als unsinnig erlebt werden und sich vom Patienten nicht oder nur schwer un
terbinden liessen und häufig als quälend erlebt würden. Laut AMDP handle es sich dabei um einen subjektiven Befund. In der Untersuchung hätten sich diese Symptome nicht gefunden, was aber nicht heisse, dass sie generell nicht vor
handen seien. Anamnestisch seien sie auch von den vorbehandelnden Psycho
therapeuten bereits festgestellt worden. Der Beschwerdeführer habe sie spontan erwähnt. Er habe auch angegeben, dass sie vor allem aufträten, wenn er starken psychischen Druck verspüre oder sich sehr konzentrieren müsse. Offenbar sei der Druck in der Untersuchungssituation nicht gross genug gewesen. Sehr viele Befunde in der Psychiatrie könnten letztendlich nur subjektiv erfasst werden. Der Beschwerdeführer habe jedoch kongruent immer wieder erwähnt, dass er bei intellektueller Anstrengung plötzlich einen Zwang verspüre, zu zählen. Er zähle dann jeweils die Dreierreihe von drei bis neun, dann blieben seine Gedan
ken stehen. Durch dieses Symptom fühle er sich beeinträchtigt. Es sei Ich-Fremd und werde als
unbegreifbar
und unkontrollierbar empfunden und löse deshalb Ängste aus. Im ICD-10 werde die Zwangsstörung in dieser Form unter F42.0 „vorwiegend Zwangsgedanken oder
Grübelzwang
“ als eigenständige Diagnose mit Krankheitswert erfasst.
Die effektive kognitive Leistungsfähigkeit sei
– so die
Dres
.
E._
und
D._
–
nicht erfasst worden. Auf Seite 18 des Gutachtens werde festgehalten, „er versuche etwas zu lesen“, nicht „er lese“, was eine unterschiedliche Bedeutung habe. Somit bestehe kein Widerspruch zu den Befunden des Gutachters. Der Gutachter
habe
den Eindruck
gehabt
, dass die Auffassungsgabe des Beschwerde
führers deutlich eingeschränkt sei, dass er komplexe Zusammen
hänge nicht verstehe und sein Abstraktionsvermögen deutlich beeinträchtigt sei. In bestimmten Situationen habe sich ein
konkretistisches
sehr vereinfachtes
Denken gezeigt. In allen Untersuchungen der Spezialisten hätten sich Wider
sprüchlichkeiten in den Aussagen des Beschwerdeführers gezeigt, was auch er
wähnt worden sei. Die Ursachen dieser Widersprüche hätten in dieser einmali
gen Untersuchung nicht geklärt werden können. Um den Sachverhalt genauer zu klären, müsste sicherlich eine neuropsychologische Testung in der Mutter
sprache des Beschwerdeführers durchgeführt werden. Bezüglich der psychischen Funktionsfähigkeit könnten mittels ICF die Beeinträchtigungen noch verdeut
licht werden: Die Anpassungsfähigkeit an Regeln und Routinen sei leicht ein
geschränkt. Die Planung und Strukturierung von Aufgaben sei schwer beein
trächtigt. Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass er immer wieder Arzt
termine vergesse und von Dritten darauf hingewiesen werden müsse. Was ge
nau in der Physiotherapie passiere und wie sich der Beschwerdeführer darauf einlassen beziehungsweise wie sehr er davon profitieren könne, bleibe ungewiss. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit im Alltag sei gerade auch aufgrund der Zwangsgedanken mittelgradig bis schwer beeinträchtigt. Fachliche Kompe
tenzen seien nur wenige vorhanden. Die Entscheidungs- oder Urteilsfähigkeit könne in der Untersuchungssituation nicht beurteilt werden. Die Durchhaltefä
higkeit sei mittelgradig bis schwer beeinträchtigt. Es handle sich um eine lang
jährige
chronifizierte
Symptomatik. Der Beschwerdeführer sei sei
t dem Jahr 2008 nie mehr zu 100
% arbeitsfähig gewesen.
4.4
I
n der RAD-Stellungnahme vom 22. Juli 2014 (Urk. 8/92 S. 5
f.) befand med. prakt.
G._
, angesichts dessen, dass sich laut ergänzenden Angaben der
B._
-Gutachter in der Untersuchungssituation keine Einschränkungen durch den Zählzwang gezeigt hätten, könne festgehalten werden, dass sich dieser nicht auswirke in Situationen, in denen eine Konzentration wie in der Untersu
chungssituation gefordert sei. Auch in den übrigen Teilgutachten werde keine beobachtete Beeinträchtigung durch einen Zählzwang erwähnt. Ebenso berichte der behandelnde Psychiater des Medizinischen Zentrums
H._
(Bericht
vom 27. Juli 2013, Urk.
8/66/6-9) nur an dritter Stelle von dieser Diagnose. Es werde nicht erwähnt, dass der Zählzwang die Psychotherapiesitzungen behin
dere. Vielmehr werde angegeben, dass eine mental anspruchsvolle Tätigkeit für den Beschwerdeführer wegen dem Zählzwang und den Kopfschmerzen ungeeig
net sei und der Beschwerdeführer den Wunsch geäussert habe, lieber körperliche als geistige Arbeit zu verrichten (zum Beispiel als Reinigungsfachkraft
, Urk. 8/66/9
).
Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den psychiatrischen Gutachter sei daher differenzierter zu betr
achten: Die auf S.
36
dargelegte Ein
schränkung von 50
% betreffe nur Tätigkeiten mit höheren Anforderungen an die Konzentration, da erst höhere Anforderungen zu einem Zählzwang (mit den
Folgen einer raschen Ermüdbarkeit und einem deutlich verlangsamten Arbeits
tempo) führten. Tätigkeiten ohne besondere mentale Anforderungen seien ohne Zählzwang möglich; dafür lägen keine Einschränk
ungen der Arbeitsfähigkeit vor.
Ferner
hielt med. prakt.
G._
fest, leider könne
die Gutachtensergänzung vom 17.
Juli 2014 gewisse Details nicht klären. So werde nicht erwähnt, wie der Be
schwerdeführer zu den Untersuchungen gekommen sei (Auto oder öffentliche Verkehrsmittel), wie er jeweils zu seinen Therapieterminen und zu seiner Le
bensgefährtin
gelange
und wie er allenfalls in den Urlaub fahre. Im Weiteren fehle es an einer Quantifizierung des Zeitung-Lesens und sei unklar, inwiefern seine Flexibilität und Umstellungsfähigkeit im Alltag beeinträchtigt seien. Un
belegt sei auch, wieso seine Durchhaltefähigkeit mittelgradig bis schwer beein
trächtigt sein soll. Immerhin sei den Unterlagen zu entnehmen, dass er um eine Verlängerung seines Fitness-Abos gebeten habe, um weiterhin seine Armmus
keln zu trainieren.
Unter Berücksichtigung der Zwangsstörung und des posttraumatischen Schulter
syndroms rechts sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen für leichte Tätigkeiten, welche die verminderte Beweglichkeit und Belastbarkeit der rechten Schulter berücksichtigten und keine besonderen m
entalen Anforderun
gen stellten.
5.
5.1
In somatischer (orthopädischer) Hinsicht hat die Beschwerdegegnerin ihrem Ren
tenentscheid die Bewertung gemäss
B._
-Gutachten v
om 18.
Juni 2014 zu Grunde gelegt, wonach dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung des di
agnostizierten posttraumatischen Schultersyndroms rechts eine (körperlich) leichte Tätigkeit ohne stärkere Belastungen der rechten Schulter
und
des rechten
Arm
s sowie ohne häufige Tätigkeiten über Sch
ulterhöhe zumutbar ist (vgl. E.
4.1
.5
hiervor). Diese gutachterliche Einschätzung ist nachvollziehbar und schlüssig begründet u
nd wird vom Beschwerdeführer – welch
er anlässlich der Begutachtung im
B._
Symptome im Bereich der rechten Schulter erst auf Nachfrage
hin angegeben hat (
vgl. E. 4.1.3 hiervor
) – nicht
substanziiert
be
stritten. Soweit er auf die ihm „aus unfallmedizinischen Gründen“ seit Mai 2011 gewährte 2
5%ige S
uva
-Rente verweist (Urk. 1 S.
5), ist festzuhalten, dass im orthopädischen Teil des
B._
-Gutachtens
(S. 29 Ziff. 4.2.6)
von einer wesentli
chen funktionellen Besserung bezüglich der rechten Schulter die Rede ist. So habe sich die früher beschriebene Schultersteife rechts weitestgehend zurückge
bildet und
Infekthinweise
bestünden ebenfalls nicht mehr. Eine
algogene
Dys
trophie sei
nicht eingetreten
. Entsprechend wurde in der Gesamtbeurteilung eine aktuell annähernd normalisierte Beweglichkeit der rechten Schulter beschrieben. Indes wurde bei festgestellten
periarticulären
und
periscapulären
Insertions
tendinosen
eine leicht- bis
mässiggradig
reduzierte Kraft der schulterführende
n Muskulatur angegeben (vgl. E.
4.1
.3
hiervor). Diesbezüglich empfahlen die
B._
-Gutachter ein Training der Schultergürtelmuskulatur, des
Musculus
trape
zius
und der
interscapulären
Gruppen zur Entlastung der schmerzhaften Mus
kelanteile de
s Schultergürtels (Gutachten S. 42).
Nachdem unbestrittenermassen keine anderen körperlichen Beschwerden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
von
somatischer
Seite
in einer angepassten Tätigkeit im vor
erwähnten Sinne zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkt einsatzfähig ist.
5.2
5.2.1
In psychiatrischer Hinsicht wich die Beschwerdegegnerin in ihrem Rentenent
scheid insoweit
von der Expertise des
B._
ab, als sie die von Dr.
E._
infolge der Zwangsstörung
fachärztlich
bescheinigte 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ohne grosse kognitive Belastung ausser Acht liess und stattdessen von
einer Arbeitsfähigkeit von 100
% in einer Tätigkeit ohne besondere mentale Anforderungen ausging.
5.2.2
I
n diesem Zusammenhan
g
ist bemerkenswert
, dass die Neuanmeldung vom 3. Mai 2013 (Urk.
8/51) unter Hinweis auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine mittelgradige depressive Episode erging. Eine Zwangsstörung vermerkte der Beschwerdeführer damals nicht, obwohl diese im
Zuge
der im Frühjahr 2011 erfolgten
Umplatzierung
bei der
ehemaligen Arbeit
geberin (
vgl. dazu
Urk.
8/62/59-61) aufgetreten se
in soll (Gutachten S. 31 un
ten, Urk. 1 S. 3 III. 2., Urk.
8/6
6/8). Auch anlässlich des am 3.
Juni 2013 mit ei
ner
Mitarbeiterin
der Beschwerdegegnerin geführten Standortgesprächs be
schrieb der Beschwerdef
ührer keine
entsprechende
Symptomatik
(Urk. 8/56 S. 2 und S. 4).
I
ndes wurde i
m Bericht des Medizinische
n Zentrums
H._
vom 27. Juli 2013 (Urk.
8/66/6-9)
unter anderem eine Zwangsstörung (I
CD-10 F42.0) diagnostiziert (S.
1) und vermerkt, der Beschwerdeführer
berichte
über deutliche Zählzwänge,
„
er müsse im
Alltag alles zählen
“
(S.
2). Der Beschwer
deführer fahre mit dem Auto zur Arbeit, sei durch den Zählzwang jedoch so ab
gelenkt, dass er befürchte,
einen Unfall zu verursachen (S.
3).
Schliesslich
be
richtete
der Beschwerdeführer
anlässlich der Begutachtung im
B._
(Untersu
chungen vom 5. bis 8. Mai 2014) dem
allgemein-internistischen und orthopä
dischen
Sachverständigen
(fachfremd) von
Schla
fstörungen und eine
r
Depres
sion,
wogegen er die angebliche Zwangsstörung damals unerwähnt liess (Gut
achten S. 19 Ziff. 3.6 und S. 23 Ziff. 4.2.2) und einzig im Rahmen der psychiat
rischen Exploration durch Dr.
E._
geltend machte.
Diese Diskrepanzen wurden
im
B._
-G
utachte
n zwar
vermerkt
(vgl. E. 4.1
.2
und E.
4.3 hiervor),
aber
nicht näher gewürdigt
.
Insgesamt
erscheint es
unter den gegebenen Um
ständen als
fraglich, ob die Diagnose
der
Zwangsstörung hinreichend begründet
ist
, zumal die Schilderungen der Symptomatik unterschiedlich ausfallen („er müsse im Alltag alles zählen“, Zahlenreihe drei - sechs - neun beziehungsweise sechs - drei - neun).
Wird
dessen
ungeachtet
vom Vorliegen einer solchen
Stö
rung
ausgegangen, ergibt sich daraus – wie aus den nachfolgenden Erwägungen erhellt – kein Rentenanspruch.
5.2.3
Gestützt auf die Akten steht fest
, dass die fraglichen Zwangsgedanken nicht immer vorhanden sind, sondern nur in bestimmten Situationen auftreten. So konnten in der Untersuchungssituation - welche erfahrungsgemäss ein erhebli
ches Mass an Konzentration erfordert – keine für Zwangsgedanken charakteris
tischen Symptome festgestellt werden. Die
B._
-Gutachter gingen deshalb da
von aus, der Druck in der Untersuchungssituation sei offenbar nic
ht gross ge
nug gewesen (vgl. E.
4.3 hiervor).
In
der psychiatrischen
Exploration
gab der Beschwerdeführer anamnestisch an, die Zwangsstörung
trete
v
or allem in Situ
ationen auf
, in denen er sich ko
nzentrieren müsse (Gutachten S.
32 oben). Die Zwangssymptomatik beeinträchtige vor allem
das konzentrierte Arbeiten (
Gut
achten
S. 33 Mitte).
Die psychiatrische Gutachterin
Dr.
E._
hielt als Be
fund fest, es bestehe eine ausgeprägte Zwangssymptomatik mit einem Zähl
zwang, der mehrmals am Tag auftrete, vor allem in Situationen, in denen sich der Beschwerdeführer konzentrieren müsse, zum Beispiel beim Lesen oder Auto fahren. Di
es
führe zu Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, sodass der Beschwerdeführer sich eine anspruchsvoll
e Arbeit nicht mehr zutraue (
Gut
achten
S.
34).
Gleichermassen
gingen auch die Ärzte des Medizinischen Zent
rums
H._
davon aus, dass der Zählzwang (und die Kopfschmerzen) ei
ner mental anspruchsvollen Tätigkeit entgegenstehe (Bericht vom 27. Juli 2012, Urk. 8/66/6-9 S. 4 Ziff.
1.11).
Wenn die
B._
-Gutachter unter diesen Umstän
den von einer
nur
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer (adaptierten) Tätigkeit ohne grosse kognitive Belastung ausgehen, ist dies nicht nachvollziehbar, zumal ihre Ausführungen wenig differenziert und
nur
spärlich begründet sind.
Die gutachterliche Festsetzung des Beginns der infolge der Zwangsstörung
beschei
nigten
anhaltenden
hälftigen Arbeitsfähigkeit auf Ende Juni 2010 (vgl. E. 4.1.5 hiervor) –
beschlagend
einen rechtskräftig beurteilten Zeitraum (vgl. Verfügung
der Beschwerdegegnerin vom 12. Januar 2012
,
Urk. 8/47-49)
– lässt sodann ausser Acht, dass sich der fragliche Zählzwang im Zuge der
Umplatzierung
bei der
Y._
AG manifestiert haben soll (vgl. E. 5.2.2 hiervor).
Insgesamt kann dem psychiatrischen
Teil des
B._
-Gutachtens
deshalb
bezüglich der Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit
mangels
Nachvollziehbarkeit
nicht gefolgt werden
, woran die
ergänzende
Stellungnahme
der
Dres
.
E._
und
D._
vom 17. Juli 2014 (vgl. E. 4.3 hiervor) nichts
ä
ndert.
Dies gilt umso mehr, als die von den
B._
-Gutachtern angeführten, jedoch
– wie von med. prakt.
G._
zutref
fend erkannt (vgl. E. 4.4 hiervor) –
nicht
plausibel
aufgezeigten
Beeinträchti
gungen
(vgl. E. 4.1.4 und E. 4.
3
hiervor)
sich zumindest teilweise mit der
eben
falls
postulierten
einfachen psychischen Struktur erklären lassen, welche indes invaliditätsfremd ist.
Vielmehr ist mit med. prakt.
G._
d
avon auszugehen, dass in einer dem Schul
terleiden
angepassten
Tätigkeit ohne besondere mentale
Anforderungen eine
uneingeschränkte
Arbeitsfähigkeit besteht. Der RAD-
A
rzt wies
in seinen
in jeder Hinsicht überzeugenden
fachärztlichen
Ausführungen
insbesondere
zu Recht darauf hin, dass sich
anlässlich
der
Exploration
keine Einschränkungen durch den Zählzwang gezeigt hätten und sich dieser dementsprechend nicht auswirke in Situationen, in denen eine Konzentration w
ie in der Begutachtung
gefordert sei
(vgl. E. 4.2 und E.
4.4 hiervor).
Damit steht im Einklang, dass der Beschwerdeführer seiner Nebenerwerbstätigkeit als Hauswart
laut Darstellung
der Arbeitgeberin (Urk. 8/103) offenbar weiterhin unverändert nachgeht.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt anhand der allgemeinen Methode de
s Einkommensvergleichs (vgl. E.
1.4 hiervor), wie sich das solchermassen eingeschränkte berufliche Leistungsvermögen in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
6.2
6.2.1
Die Beschwerdegegnerin zog zur Bemessung des
Valideneinkommens
den vom Beschwerdeführer im Jahr 2007
laut
Auszug aus dem
Individuellen Konto (IK) vom 9. Januar 2009 (Urk. 8/7 S. 1) erzielten Lohn von Fr.
82‘521.--, beinhaltend die Einkünfte aus
Haupt- (Fr. 78‘215.--) und Nebenerwerb (Fr. 4‘306.--
), heran und schloss unter Berücksichtigung der bis zum Jahr 2014 eingetretenen Nomi
nallohnentwicklung auf einen
Validenlohn
von Fr.
89‘696.
--
(Urk. 2 S. 3, Urk. 8/106; vgl. auch
BFS
, Tabelle T1.93 Nominallohnindex 1993-2010 und 2011-2016, welche indes für das Jahr 2014 für Männer eine Nominallohnent
wicklung von 0.7 % statt wie von der Beschwerdegegnerin angenommen 0.8 % ausweist). Dieser ist
beschwerdeweise u
nbestritten geblieben (Urk.
1 S.
5).
6.2.2
Hierzu
ist zu bemerken, dass die
Y._
AG
gemäss
Darstellung
vom 24. November 2014 (Urk. 8/105/3) in ihrem Betrieb keine Maschinenbediener mehr beschäftigt und der Beschwerdeführer somit
zwischenzeitlich
auch ohne das Unfallereignis vom 23. Februar 2008
mit einem
Stellen-
respektive
Berufs
wechsel
konfrontiert
gewesen wäre.
Insofern stellt sich die Frage nach einer Bemessung des
Valideneinkommens
anhand der LSE
-Tabellenlöhne
(vgl. E. 1.4.2 hiervor), wobei
in Anbetracht
der fehlenden Berufsausbildung
des Be
schwerdeführers
wohl kaum ein
Betrag
in der Grössenordnung des
zuletzt
bei der
Y._
AG
erzielten Jahres
lohns
(zuzüg
lich Nominallohnentwicklung
)
resultierte. Wie es sich damit verhält, kann allerdings offenbleiben. Denn selbst bei Zugrundelegung
des
von
der Beschwerdegegnerin angerechneten
Val
iden
einkommens
von Fr. 89‘696.--
ergibt sich
– wie nachfolgend zu zeigen ist –
kein rentenanspruchsbegr
ü
ndender Invaliditätsgrad.
6.3
6.3.1
Mangels eines tatsächlich erzielten Verdienstes stützte sich die Beschwerde
-
gegne
rin
zur Ermittlung des Invalideneinkommens – im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (
v
gl. E. 1.4.3
hiervor
) – auf die Ta
bellenlöhne der LSE. Dabei zog sie konkret den branchenübergreifenden Durchschnittslohn („Total“) für Männer im Anforderungsniveau 4 (einfache und repeti
tive Tätigkeiten) von Fr.
4‘901.-- pro Monat gemäss
Tabelle TA1 der LSE 2010
heran und schloss unter Berücksichtigung einer betrie
bsüblichen Ar
beitszeit von 41.6
Stunden pro Woche und der
Nominallohnentwicklung (2011: 1
% und
2012-2
014: je 0.8 %) auf ein Einkommen von Fr.
63‘27
1
.
--
. Hiervon gewährte sie einen vom Beschwerdeführer
(Urk. 1 S. 5)
als
„viel
zu tief
“
kriti
sierte
n leidensbedingten Abzug von 10
%,
was einen
Invalidenlohn von Fr. 56‘944.--
ergab (
Urk. 2 S. 3,
Urk. 8/91, Urk.
8/106).
6.3.2
Zur
strittigen
Thematik des Abzugs vom Tabellenlohn ist vorauszuschicken, dass das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf und ein Abweichen grund
sätzlich nur bei Unangemessenheit möglich ist (BGE
137 V 71 E.
5.1).
D
er Umstand allein, dass
nurmehr
körperlich
leichte Tätigkeiten zumutbar sind,
ist für sich alleine
kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, weil der Ta
b
ellenlohn im Anforderungsniveau
4
(einfache und repetitive Tätigkeiten)
be
ziehungsweise (ab LSE 2012) im Kompetenzniveau 1 (
einfache Tätigkeiten kör
perlicher oder handwerklicher Art
)
bereits eine Vielzahl von leichten und mit
telschweren Tätigkeiten umfasst
(Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_99/2013 vom 5.
April
2013
E. 4.1.3 und 8C_253/2017 vom 29. Juni 2017 E. 4.3.2).
Mit dem gewährten Abzug von 10
% hat die Beschwerdegegnerin den Anforderungen an eine Verweis
ungs
tätigkei
t im vorliegenden Fall (vgl. E. 5
hiervor) hinreichend Rechnung getragen. Ein weitergehender Abzug infolge einer leidensbedingten Einschränkung ist nicht gerechtfertigt. Ebenso wenig geben andere
abzugsrele
vante
Faktoren (
vgl. E. 1.4.3 zweiter Abschnitt
) Anlass
dazu. Damit bleibt es
grundsätzlich
bei dem von der Beschwerde
gegnerin gewährten Abzug von 10
% und dem von ihr ermitte
lten Invalideneinkommen von Fr.
56‘944
.
--
(vgl. aber nachfolgend E. 6.3.3 und E. 6.3.4)
, welches im Vergleich m
it dem
Validenein
kommen
von Fr.
89‘696.--
einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von
rund 37
%
(zur Rundung vgl. BGE 130 V 121 E.
3.2) zur Folge hat.
6.3.3
Zu keinem anderen Ergebnis führt es, wenn das Invalideneinkommen anhand der im Oktober 2014 veröffentlichten Zahlen der LSE 2012 ermittelt werden, wel
che im Verfügungszeitpunkt (11.
Dezember 2014) bereits vorlagen und vor
liegend grundsätzlich Anwendung fi
nden (
vgl. E. 1.4.2 hiervor;
vgl.
auch
IV-Rundschreiben Nr.
328 des Bundesamtes f
ür Sozialversicherungen vom 22.
Oktober 2014). Mit Blick auf die dem Beschwerdeführer offenstehenden Einsatzmöglichkeiten ist auf den statistischen Durchschnittslohn aller Wirt
schaftszweige („Total“) von
Männern auf dem Kompetenzniveau
1 gemäss Ta
belle TA1 der LSE 2012 abzustellen, welch
er bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden monatlich Fr.
5‘210.--
beträgt
. Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöc
hentlichen Arbeitszeit von 41.7
Stunden im Jahr 2014 (vgl.
BFS, Tabelle T
03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilungen, „Total“) und der Nominallohnentwicklung bei Männern im „Total“ aller Wirtschaftszweige zwischen den Jahren 2012 und 2014 (Index 2012: 101.7; Index 2014: 103.2; vgl. BFS, Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex Männer 2011-2016)
resultiert
für das Jahr 2016 ein E
inkommen von Fr.
66‘138.--
bei einem zumutbaren Vollzeitpensum.
Dieses verringert sich bei Gewährung eines Leidensabzugs von 10 % (vgl. E.
6.3.2 hiervor) auf Fr. 59‘524.--
(Invalidenein
kommen), was im Vergleich mit dem
Validenlohn
von Fr. 89‘696.--
eine invali
ditätsb
edingte Erwerbseinbusse von Fr.
30‘172.--
entsprechend einem Invalidi
tätsgrad von
34
% bedeutet.
6.3.4
Zu berücksichtigen ist schliesslich, dass der Beschwerdeführer die Neben
-
erwerbs
tätigkeit
als Hauswart unverändert innehat, wobei der Arbeitge
berin keine gesundheitliche Beeinträchtigung bekannt ist (vgl.
deren Angaben
vom 20.
November 2014,
Urk.
8/103; vgl. auch
IK-Auszug vom 13.
Juni 2013
, Urk.
8/58-61
). Entsprechend ist das Zusatzeinkommen aus Nebenerwerb bei der
Bemessung des Invalideneinkommens ebenfalls zu berücksichtigen, mithin zum LSE-Tabellenlohn hinzuzurechnen, was sich in einem tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt.
6.4
Aus dem von
der S
uva
mit Entscheid vom 30. Juni 2011 (Urk.
8/29) festgeleg
ten und offenbar weiterhin aner
kannten Invaliditätsgrad von 25
% vermag der Beschwerdeführer
für die
vorliegend strittigen
Belange
nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, zumal die Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung gegenüber der Invalidenversicherung keine
Bindungswirkung entfaltet (BGE
133 V 549) und
gemäss
B._
-Gutachten
(S. 29 Ziff. 4.2.6)
mittlerweile hinsichtlich der
un
fallverletzten
rechten Schulter
eine wesentliche Besserung eingetreten ist
.
Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer seit dem 31. Dezember 2013 nicht mehr bei der
Y._
AG angestellt ist (letzter Arbeitstag: 5. März 2013, Urk. 8/105/3), sich mithin die dem von der S
uva
ermittelten Invaliditätsgrad von 25 % zu Grunde liegenden
erwerblichen
Verhältnisse (vgl.
dazu
auch E. 3 hiervor)
mass
gebend
verändert haben.
7.
Nach dem Ausgeführten
erweist sich die
angefochtene Verfügung
vom 11.
Dezember 2014 (Urk. 2)
im
einzig strittigen
Rentenpunkt
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Die Kosten des Verfahrens gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
800.-- festzu
setzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.