Decision ID: 7f7e4860-105c-52b8-8842-92e0c36edb9a
Year: 2018
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_003
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A. A_, am XX.XX.1966 geborene und am 7. Juli 1989 aus Polen in die Schweiz eingereiste
Mutter von zwei 1992 und 2007 geborenen Kindern, meldete sich am 20. März 2002 (IV-
act. 14.2/280) erstmals bei der Invalidenversicherung wegen Gehörsabnahme an. Nach
Einholung eines Gutachtens der ABI GmbH vom 16. März 2005 (IV-act. 14.2/110), wonach
wegen einer rezidivierenden depressiven Störung mit Somatisierungstendenz, einer
dissoziativen Störung und einer Hypersomnie seit Anfang November 2002 in jeder Tätigkeit
eine Arbeitsunfähigkeit von 20% bestehe, wurde das Leistungsbegehren mit Verfügung
vom 1. September 2004 abgewiesen, was in der Folge mit Einspracheentscheid vom 13.
Juni 2005 und - bis auf einen nunmehr bejahten Anspruch auf Arbeitsvermittlung - mit Urteil
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 28. November 2006 (IV-act.
14.2/8) bestätigt wurde. Am 24. September 2007 (IV-act. 10) wurde die Versicherte vom
Obergericht Zürich vom zweiten Ehemann B_, mit dem sie einen Sohn hat, rechtskräftig
geschieden.
B. B.1
Nach einer weiteren Anmeldung bei der Invalidenversicherung vom 21. Juni 2013 (IV-
act. 1) für Hörgeräte nach Keuchhusten mit anschliessender Ohrenentzündung und
Hörsturz im Oktober/November 2012, wofür die nunmehr zuständige IV-Stelle Appenzell
Ausserrhoden mit Schreiben vom 27. Juni 2013 (IV-act. 6) Kostengutsprache leistete,
meldete sich die Versicherte am 1. mit Eingang am 30. April 2014 (IV-act. 11) ein drittes
Seite 3
Mal an, da sie seit November 2002 an Narkolepsie, seit Februar 2014 an Spondylarthritis
sowie seit Jahren an Fibromyalgie, Hypertonie, Migräne und Adipositas leide (IV-act. 11).
B.2
Mit Schreiben vom 2. Juni 2014 (IV-act. 17/1) machte die Versicherte eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit bzw. eine Verschlimmerung seit dem Urteil des Sozialversicherungs-
gerichts Zürich vom November 2006 zufolge Verschlimmerung der Hypersomnie und der
Rheumabeschwerden, wozu sich neuerdings auch noch eine Spondylarthritis gesellt habe,
geltend. Sie dokumentierte dies u.a. mit einem Bericht der Klinik für Schlafmedizin (KSM),
Zurzach, vom 8. Mai 2013 (IV-act. 17/5), wonach sich in der aufwendig durchgeführten
Gesamtdiagnostik eine deutlich erhöhte Tagesschläfrigkeit mit Tagesschlafepisoden von
mindestens vier Stunden gezeigt habe.
B.3
Auf Nachfrage der IV-Stelle meinte Allgemeinmediziner Dr. C_, Herisau, mit Bericht vom
24. Juni 2014 (IV-act. 25/2), dass die Versicherte wegen einer Narkolepsie mit Kataplexie
und einer vermuteten Spondylarthritis in der bisherigen Tätigkeit als kaufmännische
Sachbearbeiterin seit Anfang Mai 2014 nicht mehr arbeitsfähig sei (IV-act. 25/1).
Gemäss Bericht der KSM Zurzach vom 26. Juni 2014 (IV-act. 28) sei unter ausreichender
Behandlung der Narkolepsie und bei regelmässigen Pausen mit der Möglichkeit zu schlafen
eine zeitweise Arbeitsfähigkeit von maximal 50% erreichbar.
Am 30. Juni 2014 (IV-act. 27/1) berichtete Rheumatologe Dr. D_, St. Gallen, die
Versicherte leide wahrscheinlich an einer Spondylarthritis und würde bei der bisherigen
Tätigkeit wohl immer wieder einschlafen. Da sie zudem durch die generalisierten
Schmerzen gestört werde, wäre sie in der bisherigen Tätigkeit wohl nur noch in einer
geschützten Werkstätte einsetzbar.
B.4
Nachdem der regionalärztliche Dienst der Invalidenversicherung (RAD) mit Aktennotiz vom
21. August 2014 (IV-act. 31) relevante neue Erkenntnisse bejaht, einen stabilen
Gesundheitszustand aber verneint hatte, bezeichnete Dr. C_ diesen gegenüber der
Verwaltung mit Bericht vom 1. Mai 2015 (IV-act. 41/1) nach der laparoskopischen Anlage
eines Magenbypasses im Kantonsspital St. Gallen am 8. Dezember 2014 (vgl.
diesbezüglich den Bericht vom 10. Juni 2015 [IV-act. 50/2]) als stationär, während Dr. D_
mit Bericht vom 21. Mai 2015 (IV-act. 44/1) von einer leichten Besserung ausging, wobei
das Hauptproblem bezüglich Arbeitsfähigkeit weiterhin die Narkolepsie sei. Gemäss Bericht
Seite 4
der KSM Zurzach vom 12. November 2015 (IV-act. 54) sei die Versicherte trotz Reduktion
des Körpergewichts von 118 kg auf 78 kg nur während maximal zwei Stunden am Stück
belastbar, um danach wieder einen Tagesschlaf von ein bis zwei Stunden halten zu
müssen, sodass die Arbeitsfähigkeit bei maximal 20% liege. Dieser Meinung schloss sich
der RAD mit Aktennotiz vom 9. Dezember 2015 (IV-act. 55) an und verneinte die
Notwendigkeit einer Begutachtung. Demgegenüber stellte sich die IV-Stelle gemäss
Besprechungsprotokoll vom 4. Mai 2016 (IV-act. 59) auf den Standpunkt, dass mit Blick auf
das frühere Verfahren im Kanton Zürich auch vorliegend eine polydisziplinäre Abklärung
erforderlich sei.
B.5
Gemäss Bericht der Radiologie Nordost, Herisau, vom 11. April 2016 (IV-act. 72.2/8; s.
auch den Bericht des Wirbelsäulenzentrums am Rosenberg vom 23. Juni 2016 [IV-
act. 72.2/4]) habe die MRI-Abklärung der Parästhesien am rechten Kleinfinger eine
Bandscheibenhernie HWK 6/7 rechts mit foraminaler und rezessaler Einengung sowie
Kompression der dorsal der Hernie verlaufenden C8-Wurzel ergeben.
B.6
Am 22. August 2016 (IV-act. 72.1, 1/48) erstattete die Neurologie Toggenburg AG,
polydisziplinäre Begutachtungsstelle und MEDAS, Wattwil, das von der IV-Stelle in Auftrag
gegebene Gutachten über eine allgemein-internistische, neurologische und psychiatrische
Abklärung vom 12. Juli 2016. Demnach werde die Arbeitsfähigkeit durch eine seit
8. Mai 2013 gesicherte Narkolepsie und durch eine seit 11. April 2016 bekannte zervikale
Diskushernie beeinträchtigt. In der bisherigen Tätigkeit habe die Arbeitsunfähigkeit wegen
der Narkolepsie zunächst 50% betragen, habe sich aber wegen der Diskushernie auf 70%
erhöht. Adaptiert liege die Arbeitsfähigkeit dagegen bei 50%, da die Beschwerden am
rechten Arm bei einer mehrheitlich mit dem linken Arm zu verrichtenden Tätigkeit nicht
zusätzlich ins Gewicht fielen.
B.7
Mit Aktennotiz vom 26. August 2016 (IV-act. 73) bezeichnete der RAD das erwähnte
Gutachten zwar als beweistauglich, meinte dann aber doch, dass wegen der Narkolepsie
mit einer Einsatzfähigkeit am Stück von maximal zwei Stunden nur eine Arbeitsfähigkeit
von 20% bestehe, wobei zusätzlich das Leiden am rechten Arm, aufgrund dessen eine
einarmige Tätigkeit mit dem nicht dominanten linken Arm ausgeführt werden müsste, zu
berücksichtigen sei (IV-act. 73).
Seite 5
B.8
Die IV-Stelle ging in der Folge jedoch weiterhin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit aus und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom
18. Oktober 2016 (IV-act. 74) die Zusprache einer Viertelrente ab Oktober 2014 in Aussicht,
dies bei einem Invaliditätsgrad von 41% aufgrund eines Invalideneinkommens von Fr.
23'801.-- (LSE 2012, TA7, Wirtschaftszweig 9, Total Frauen, 41.7h/Wo, Abzug von 10%
wegen allfälliger Lohnnachteile) und eines Valideneinkommens von Fr. 40'560.--.
B.9
Auf den Einwand der Versicherten vom 18. November 2016 (IV-act. 80/1), wonach u.a. der
Bericht der KSM Zurzach vom 12. November 2015 zu Unrecht nicht berücksichtigt worden
sei, und nach einer Stellungnahme des RAD vom 5. Januar 2017 (IV-act. 81), dass
deswegen das Gutachten vom 22. August 2016 zu ergänzen sei, meinte die Neurologie
Toggenburg AG mit Schreiben vom 10. Januar 2017 (IV-act. 83), auch unter
Berücksichtigung des erwähnten und nachträglich eingereichten Berichts ergäben sich
keine neuen Gesichtspunkte, die eine andere Zumutbarkeitsbeurteilung nahelegten.
B.10
Nach einer weiteren Stellungnahme des RAD vom 18. Januar 2017 (IV-act. 84), wonach
sich an seiner Beurteilung vom 26. August 2016 nichts geändert habe, erging seitens der
IV-Stelle ein zweiter Vorbescheid vom 8. Februar 2017 (IV-act. 85), wonach ab
Oktober 2014 Anspruch auf eine halbe Rente bestehe. Die Arbeitsunfähigkeit betrage
unverändert 50%, weil selbst bei faktischer Einhändigkeit die Arbeitsfähigkeit zwar
erschwert, aber doch verwertbar sei. Doch sei nunmehr von einem Valideneinkommen von
Fr. 50'700.-- (auf 100% aufgerechnete Angaben des letzten Arbeitgebers) auszugehen,
sodass sich bei unverändertem Invalideneinkommen ein Invaliditätsgrad von 53% errechne.
B.11
Auch gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte am 10. März 2017 (IV-act. 89/1)
Einwand. Bei Einarmigen sei ein Leidensabzug von 20% - 25% vorzunehmen. Angesichts
der zeitlich limitierten Einsetzbarkeit solle der Berufsberater damit kompatible
Einsatzmöglichkeiten aufzeigen. Da sie ohne Gesundheitsschaden die Stelle im Win-Win-
Markt nicht angenommen hätte, sei auch beim Valideneinkommen auf einen Tabellenlohn
abzustellen.
Dem Einwand waren u.a. ein E-Mail der Stiftung Tosam vom 27. Februar 2017 (IV-
act. 89/11), wonach die Narkolepsie bekannt gewesen sei, und ein E-Mail der Gebrüder
Seite 6
Eberle AG vom 6. März 2017 (IV-act. 89/12), dass sie in den Pausen am Schreibtisch habe
schlafen können, beigelegt.
C. C.1
Mit Verfügung vom 22. November 2017 (IV-act. 97) sprach die IV-Stelle der Versicherten
eine halbe Rente ab Oktober 2014 zu.
C.2
Dagegen liess diese mit Schreiben vom 5. Januar 2018 (act. 1) und vom 22. Januar 2018
(act. 4) Beschwerde mit den eingangs wiedergegebenen Anträgen erheben. Auf die
Begründung wird - wie auch beim weiteren Schriftenwechsel - in den Erwägungen näher
eingegangen.
C.3
Mit Beschwerdeantwort vom 26. März 2018 (act. 8), Replik vom 7. Mai 2018 (act. 18),
Duplik vom 14. Mai 2018 (act. 21) und einer Stellungnahme zur Duplik vom 24. Mai 2018
(act. 22) beharrten die Parteien auf ihrem jeweiligen Standpunkt.
C.4
Mit Schreiben vom 20. Juni 2018 (act. 24) liess die Beschwerdeführerin dem Obergericht
eine undatierte Bescheinigung (act. 25.1) zukommen, dass ihr Hund den Eignungstest zur
Ausbildung als Assistenzhund bestanden habe und die Ausbildung beginnen könne sowie
einen entsprechenden Kostenvoranschlag vom 14. Juni 2018 (act. 25.2) über Fr. 7'000.--.
C.5
Mit Schreiben vom 3. September 2018 (act. 26) reichte RA AA_ eine Kostennote über
Fr. 3'133.40 (act. 27) ein.
C.6
Mit Schreiben vom 22. November 2018 (act. 29) ersuchte die IV-Stelle um Begründung des
Urteildispositivs vom 20. November 2018 (act. 28).
Seite 7

Considerations:
Erwägungen
1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass
diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der Form- und
Fristerfordernisse erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.
2. Als Invalidität gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom
19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1)
die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit andauernde Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben versicherte
Personen Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu siebzig Prozent, auf
eine Dreiviertelrente, wenn sie mindestens zu sechzig Prozent, auf eine halbe Rente, wenn
sie mindestens zu fünfzig Prozent und auf eine Viertelrente, wenn sie mindestens zu vierzig
Prozent invalid sind.
3. 3.1
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützt sich die Verwaltung (und im Beschwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen, welche von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen
medizinischen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind (Urteile des Bundesgerichts
9C_636/2013 vom 25. Februar 2014 E. 4.2.1 und 4.2.2, 9C_922/2013 vom 19. Mai 2014
E. 3.2.1, 9C_644/2015 vom 3. Mai 2016 E. 3.2). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren
sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4, 140 V
193 E. 3.2).
3.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
134 V 231 E. 5.1, 137 V 210 E. 6.1.2). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholten Berichten von externen Spezialärzten ist bei der Beweiswürdigung volle
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien dagegen sprechen. In Bezug
Seite 8
auf Berichte von Hausärzten bzw. behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass deren Angaben mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten
ausfallen (BGE 125 V 351 E. 3, 135 V 465 E. 4.5; Urteile des Bundesgerichts 8C_641/2013
vom 23. Dezember 2013 E. 5.4, 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.2.2, 9C_203/2015
vom 14. April 2015 E. 3.2, 9C_395/2016 vom 25. August 2016 E. 4.1, 9C_646/2016 vom
16. März 2017 E. 4.2.1), was auch mit der unterschiedlichen Natur von Behandlungs- und
Begutachtungsauftrag zusammenhängen mag (Urteile des Bundesgerichts 8C_768/2012
vom 24. Januar 2013 E. 3, 8C_107/2013 vom 23. April 2013 E. 3, 8C_454/2016 vom
19. Dezember 2016 E. 4.2). Gleichwohl hat der Richter zu prüfen, ob eine von einer Partei
eingeholte ärztliche Stellungnahme in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und
Schlussfolgerungen des von der Verwaltung oder vom Gericht bestellten medizinischen
Sachverständigen derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (Urteile des
Bundesgerichts 8C_62/2016 vom 7. Juli 2016 E. 4.1, 8C_452/2016 vom 27. September
2016 E. 3). Was die Beweiskraft versicherungsinterner Berichte anbelangt, so lässt ein
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde
Objektivität und Befangenheit schliessen. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung
eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende
Abklärungen vorzunehmen (BGE 122 V 157 E. 1d, 125 V 351 E. 3b/ee, 135 V 465 E. 4.4,
142 V 551 E. 8.3.1.1).
4. 4.1
Im Hinblick auf die Bemessung der Invalidität ist die Arbeitsunfähigkeit von der
Erwerbsunfähigkeit zu unterscheiden. Unter letzterer ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG), wobei für die Beurteilung, ob eine Erwerbsunfähigkeit
vorliegt, nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen sind. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird
bei Versicherten, die vor Eintritt des Gesundheitsschadens vollzeitlich erwerbstätig
gewesen sind, im Rahmen eines Einkommensvergleichs das Erwerbseinkommen, das sie
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung sowie
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnten, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
erzielbar wäre, wenn sie nicht invalid geworden wären (Art. 16 ATSG).
Seite 9
4.2
Bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren
Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation
auszugehen, in welcher die versicherte Person steht. Ist - wie vorliegend - kein solches
tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit
aufgenommen wurde, können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne, beispielsweise die
vom Bundesamt für Statistik in zweijährlichem Abstand herausgegebene Lohnstruktur-
erhebung (LSE), herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b/bb).
Beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne ist zu
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die selbst bei leichten
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen sowie
entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in
der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem
Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität,
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben
können. Das Bundesgericht hat die bisherige Praxis dahingehend präzisiert, dass die
Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles (leidensbedingte
Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug höchstens 25%
betragen darf (Urteil des Bundesgerichts 8C_358/2017 vom 4. August 2017 E. 2.2).
4.3
Das Valideneinkommen ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG, Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die
Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die
versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte
(BGE 131 V 51 E. 5.1.2). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der
Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da
erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender
Seite 10
Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 58 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts
9C_802/2016 vom 30. März 2017 E. 3.1).
4.4
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (frühestmöglichen)
Beginns eines allfälligen Rentenanspruchs massgebend, wobei die beiden Vergleichs-
einkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige rentenwirksame
Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind
(BGE 129 V 233 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_228/2017 vom 14. Juni 2017
E. 4.1.3).
5. 5.1
Was das Ausmass der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
anbelangt, so wird diese in der vorliegend angefochtenen Verfügung aufgrund der
Narkolepsie mit 50% beziffert; in einer adaptierten Tätigkeit sei die weitere Einschränkung
von 20% aufgrund sensomotorischer Defizite im rechten Arm jedoch nicht zu
berücksichtigen, da selbst bei faktischer Einhändigkeit zwar eine erschwerte Verwertbarkeit
der Arbeitsfähigkeit anerkannt, jedoch trotzdem von einem hinreichend grossen
Arbeitsmarkt mit realistischen Beschäftigungsmöglichkeiten im freien Arbeitsmarkt
ausgegangen werde.
Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass sie gemäss
Gutachten der KSM Zurzach vom 12. November 2015 maximal zwei Stunden am Stück
belastbar sei, weshalb nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 20% vorliege. Die davon
abweichende Einschätzung werde von der Neurologie Toggenburg AG nicht
nachvollziehbar begründet, zumal auch der RAD die Beurteilung der KSM Zurzach teile.
Dem hielt die IV-Stelle in der Beschwerdeantwort entgegen, die von der KSM Zurzach mit
einer Narkolepsie begründeten Einschränkungen würden Fragen aufwerfen, da die
Versicherte beispielsweise öfters alleine nach Polen reisen könne und im Namen der
Zeugen Jehovas Hausbesuche mache. Da sie auch gerne wandere, backe und
fotografiere, sei von beträchtlichen, nicht mit der erwähnten Einschätzung konsistenten
Ressourcen auszugehen.
In der Replik entgegnete die Beschwerdeführerin, dass sie seit 2003 erst dreimal nach
Polen gereist sei. Sie habe nur Handgepäck mitgenommen und habe im Flugzeug schlafen
können. Dass sie als Zeugin Jehovas im Predigtdienst während rund sechs Stunden pro
Monat unterwegs sei und zwei eintägige Kongresse im Jahr besuche, sei den Gutachtern
Seite 11
bekannt gewesen. Den Führerausweis habe sie freiwillig abgegeben, da sie die
Fahreignungsuntersuchung aus Kostengründen nicht absolviert habe.
Die IV-Stelle meinte in der Duplik, dass die Beschwerdeführerin ein Ausmass an Aktivitäten
bestätige, das mit den angeblich einschränkenden Beschwerden unvereinbar sei. Die
Narkolepsie beeinträchtige die Arbeitsfähigkeit deshalb mit maximal 20%. Da die
Armbeschwerden mit einer Operation gebessert oder gar behoben werden könnten sei
fraglich, ob eine Teilrente überhaupt gerechtfertigt sei.
5.2
Mit der Annahme einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit dürfte sich
die IV-Stelle auf das Gutachten der Neurologie Toggenburg AG vom 22. August 2016 und
deren ergänzende Stellungnahme vom 10. Januar 2017 gestützt haben, ohne dies
ausdrücklich zu erwähnen. Demnach betrug die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit wegen der Narkolepsie 50%, wozu zusätzlich die Einschränkung wegen der
Diskushernie von 20% komme, nicht aber bei einer adaptierten Tätigkeit, da die
Beschwerden am rechten Arm bei einer mehrheitlich mit dem linken Arm zu verrichtenden
Tätigkeit nicht zusätzlich ins Gewicht fielen.
Diese Einschätzung der Beeinträchtigung der Versicherten durch die Narkolepsie steht im
Widerspruch zu jener der KSM Zurzach gemäss Berichten vom 8. Mai 2013, 26. Juni 2014,
insbesondere aber vom 12. November 2015. Wenngleich in zweiterem noch die Rede
davon war, dass bei ausreichender Behandlung der Narkolepsie und bei regelmässigen
Pausen, mit der Möglichkeit zu schlafen, eine zeitweise Arbeitsfähigkeit von maximal 50%
als erreichbar erscheine, so legte sich die Schlafklinik mit letzterem doch fest und meinte,
dass die Arbeitsfähigkeit aufgrund einer maximalen Belastbarkeit am Stück von zwei
Stunden bei maximal 20% liege. Dieser Einschätzung schloss sich der RAD mit
Stellungnahme vom 9. Dezember 2015 an und verneinte die Notwendigkeit einer (weiteren)
Begutachtung. Auf Veranlassung der IV-Stelle erfolgte eine solche dann trotzdem durch die
Neurologie Toggenburg AG, was mit Blick auf das frühere Verfahren im Kanton Zürich, wo
eine polydisziplinäre Abklärung erfolgt war, als vertretbar erscheint. Der RAD bezeichnete
deren Gutachten am 26. August 2016 zwar als beweistauglich, hielt im Widerspruch dazu
aber an seiner bisherigen Einschätzung einer maximal 20%igen Arbeitsfähigkeit fest, zumal
zusätzlich zur Narkolepsie das Leiden am dominanten rechten Arm zu berücksichtigen sei.
Diese Diskrepanz in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit könnte auf den Umstand
zurückzuführen sein, dass im Gutachten der Neurologie Toggenburg AG in der
zusammenfassenden Wiedergabe der Vorakten zwar die Berichte der KSM Zurzach vom
8. Mai 2013 und vom 26. Juni 2014 erwähnt wurden, nicht aber jener vom 12. November
Seite 12
2015 mit der Festlegung auf eine 20%ige Arbeitsfähigkeit, sodass auch eine Diskussion
dieser von der aktuellen gutachterlichen Einschätzung erheblich abweichenden Meinung
unterblieb.
5.3
Vor diesem Hintergrund ersuchte die IV-Stelle die Neurologie Toggenburg AG
richtigerweise um eine ergänzende Stellungnahme zur Frage, ob das KSM-Gutachten vom
12. November 2015 an ihrer Einschätzung etwas ändere, was diese mit Schreiben vom
10. Januar 2017 ohne eigentliche Begründung verneinte. Dass der RAD unter diesen
Umständen mit Aktennotiz vom 18. Januar 2017 weiterhin an seiner bisherigen
Einschätzung festhielt, erstaunt wenig und ist folgerichtig. Mit dem RAD (und der KSM
Zurzach) ist deshalb von einer der Narkolepsie geschuldeten Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit von lediglich 20% auszugehen.
5.4
Was die Beschwerden am rechten Arm anbelangt, so sollen diese nach Auffassung der
Neurologie Toggenburg AG die bisherige Tätigkeit zusätzlich zu 20% beeinträchtigen, nicht
aber eine adaptierte Tätigkeit. Diesbezüglich differenzierte der RAD in der Stellungnahme
vom 26. August 2016 nicht und machte - wie schon alle übrigen Ärzte - keine
zahlenmässige Angabe, in welchem Umfang dadurch eine Einschränkung resultiere.
Deshalb kann diesen Beschwerden bei der Festlegung des Leidensabzuges im Rahmen
des Einkommensvergleichs (s. Ziff. 6.2 hiernach) Rechnung getragen werden, unter
Berücksichtigung des Umstands, dass die für die Beschwerden verantwortliche
Diskushernie erst seit 11. April 2016 objektiviert war.
6. 6.1
Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades bzw. beim Einkommensvergleich ging die IV-Stelle
in der angefochtenen Verfügung von einem Valideneinkommen von Fr. 50'700.-- aus,
welcher Wert aus der Umrechnung der Angaben des früheren Arbeitgebers auf 100%
resultierte. Das Invalideneinkommen wurde, ausgehend von der LSE 2012 nach
Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 50% und nach Vornahme eines
Leidensabzuges von 10% mit Fr. 23'801.-- beziffert. Aus diesen beiden
Vergleichseinkommen errechnete die Verwaltung einen zu einer halben Rente
berechtigenden Invaliditätsgrad von 53%.
Die Beschwerdeführerin vertritt demgegenüber die Meinung, als Valideneinkommen sei das
letztmals vor dem Auftreten gesundheitlicher Beschwerden im Jahr 1997 bei der
kantonalen Verwaltung Zürich erzielte Einkommen von Fr. 71'702.-- oder ein Tabellenlohn
Seite 13
von Fr. 57'696.-- (LSE 2014, Tabelle TA1, Totalwert von auf Kompetenzniveau 2 tätigen
Frauen) heranzuziehen, nicht aber dasjenige beim Win-Win-Markt, nachdem die
Narkolepsie schon seit mindestens 2002 bestehe und sich seither fortlaufend verschlimmert
habe. Das Invalideneinkommen betrage - ausgehend vom selben Tabellenwert von
Fr. 52'891.-- wie gemäss angefochtener Verfügung und nach Vornahme des maximal
möglichen Leidensabzugs von 25 %, weil zur Einhändigkeit die Kontroll- und
Überwachungsaufgaben ausschliessende Narkolepsie dazukomme - Fr. 19'834.15.
6.2
In Anbetracht dessen, dass die Narkolepsie schon 2002 thematisiert wurde, sind als
Valideneinkommen früher erzielte Einkommen heranzuziehen, z.B. dasjenige bei der
Fortuna Versicherung, das gemäss Arbeitsvertrag vom 19. Dezember 1997 (IV-act.
14.2/252) ab April 1998 Fr. 57'200.- im Jahr betrug. Das Einkommen bei der Fortuna im
Jahr 1999 von Fr. 57'200.- beläuft sich - hochgerechnet auf den frühestmöglichen
Rentenbeginn (im Oktober) 2014 - auf Fr. 70'916.--.
Was das Invalideneinkommen anbelangt, so kann dieses zunächst mit Fr. 52'282.15
beziffert werden (LSE 2012, TA1, Totalwert von auf Kompetenzniveau 1 tätigen Frauen,
angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2014 und an eine Wochenarbeitszeit 2014
von 41.7h/Wo). Wenn wie oben dargestellt (Ziff. 5.3 hiervor) von einer 80%igen
Arbeitsunfähigkeit ausgegangen wird, beläuft sich das Invalideneinkommen noch auf
Fr. 10'456.45. Dass die Beschwerdeführerin, ausgehend von dem von der IV-Stelle
verwendeten Wert von Fr. 52'892.--, mit Fr. 19'834.15 von einem höheren Wert ausgeht, ist
darauf zurückzuführen, dass sie der Berechnung (lediglich) eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
zugrunde legte und noch einen Abzug von 25% vornahm. Jedenfalls ist der Umstand, dass
sie ihre rechte Hand nur noch sehr beschränkt einsetzen kann bzw. eine faktische
Einhändigkeit mit einem Abzug von 20 bis 25% zu berücksichtigen (Urteile des
Bundesgerichts 8C_726/2014 vom 2. April 2015 E. 4, 9C_363/2017 vom 22. Juni 2018
E. 4.3), sodass das Invalideneinkommen nach Vornahme eines Abzugs von 25% noch
Fr. 7'842.35 beträgt.
6.3
Aus einem Invalideneinkommen von Fr. 7'842.35 bzw. Fr. 19'834.15 und einem
Valideneinkommen von Fr. 70'916.-- errechnet sich ein Invaliditätsgrad von gerundet (BGE
130 V 121 E. 3.2, 142 V 178 E. 2.5.8.2) 89% bzw. von 72%, welche beide zum Bezug einer
ganzen Rente berechtigen, und dies nach übereinstimmender Auffassung der Parteien ab
Oktober 2014. Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen.
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7. 7.1
Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung
oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind vorliegend jedoch keine Kosten zu erheben.
7.2
Die obsiegende Beschwerdeführerin (Art. 61 lit. g ATSG) reichte eine Kostennote über
Fr. 3'133.40 ein, wobei sie einen zeitlichen Aufwand von 16.09 h à Fr. 170.- geltend
machte. Dieser Ansatz als unentgeltliche Rechtsbeiständin ist angesichts des
Verfahrensausganges nicht anwendbar, sondern der gewöhnliche von Fr. 200.--/h. Das
Honorar beläuft sich mithin auf Fr. 3'218.--, zuzüglich der geltend gemachten Barauslagen
von Fr. 174.10, was ein Zwischentotal von Fr. 3'392.10 ergibt, zuzüglich der
Mehrwertsteuer von 7.7% oder Fr. 261.20 darauf, sodass die von der IV-Stelle an die
Beschwerdeführerin zu leistende Parteientschädigung Fr. 3'653.30 und nicht - wie gemäss
zu rektifizierendem Dispositiv - Fr. 3'604.40 beträgt, da dort irrtümlicherweise mit
pauschalen Barauslagen von 4% auf dem Honorar gerechnet wurde.
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