Decision ID: 6e43ce6c-0f28-4201-9384-94d4ca17ed38
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1980 geborene
X._
meldete sich am 16. Februar 2012 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk.
7
/2).
Die IV-Stelle tätigte daraufhin erwerbliche und medizinische Abklärungen; unter anderem veranlasste sie eine
bidisziplinäre
(
rheumatolo
gisch-orthopädische und psychiatrische) Begutachtung (Urk. 7/35 und
Ur
k. 7
/40). Mit Verfügung vom 24. Oktober 2013 verneinte sie einen Renten
anspruch der Versicherten (Urk. 7/59). Mit einer weiteren Verfügung vom 3. Dezember 2013 verneinte sie sodann – nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfa
h
ren
–
einen An
spruch auf berufliche Massnahmen (Urk. 7/60 = Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
30.
Dezember
2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, Kostengutsprache für
eine
Umschulung und Arbeitsvermittlung zuzusprechen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1). Die
Beschwerde
gegnerin
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
3. Februar
2014 die Abwei
sung der Beschwerde (Urk.
6
)
, was der Beschwerdeführerin am 7. Februar 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 8)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozial
versicherungsrechts
(ATSG) ist für die Beurteilung von Beschwerden das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. In Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG entscheidet nach Art. 69 Abs. 1
lit
. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) das Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle über Beschwerden gegen Verfü
gungen der kantonalen IV-Stellen.
Die Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ist gestützt auf Art. 69 Abs. 1
lit
. a IVG zu bejahen, da eine von der IV-Stelle Zürich erlassene Verfügung angefochten ist (vgl. dazu etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_65/2011 vom 5. August 2011).
1.2
Die örtliche Zuständigkeit der IV-Stellen bestimmt sich nach Art. 55 IVG. Danach ist in der Regel die IV-Stelle zuständig, in deren Kantonsgebiet die ver
sicherte Person im Zeitpunkt der Anmeldung ihren Wohnsitz hat. Aus Art. 40 Abs. 1
lit
. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ergibt sich, dass zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen die IV-Stelle zuständig ist, in deren Tätigkeitsgebiet die Versicherten ihren Wohnsitz haben. Gemäss Art. 40 Abs. 2
quater
IVV geht die Zuständigkeit auf die IV-Stelle für Versicherte im Ausland über, wenn eine versicherte Person, die
in der Schweiz
wohnt
, während des Verfahrens ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt.
Die Beschwerdeführerin hatte ihren Wohnsitz im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leistungsbezug am 16. Februar 2012 (Urk.
7
/2) in
Y._
im Kanton Zürich, weshalb die IV-Stelle Zürich zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung örtlich zuständig war.
Erste Hinweise, dass die Beschwerdeführerin die Schweiz verlassen haben könnte, erhielt die IV-Stelle Ende 2012
(
vgl. Urk. 7/23-26
), ohne dass
s
ie
in der Folge
weitere Abklärungen betreffend den Wohnsitz der Beschwerdeführerin
getätigt hätte
. Mit Eingabe vom 18. Februar 2014 teilte der Vertreter der Beschwerdeführerin dem hiesigen Gericht die aktuelle Adresse der Beschwerdeführerin in
Z._
mit (Urk.
9
). Gemäss Auskunft der Einwohner
kontrolle
Y._
hatte sich die Beschwerdeführerin
indessen
bereits am 1. Juli 2012
nach
Z._
abgemeldet (Urk. 10
). Somit hat die Beschwerde
führerin während des Verfahrens ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt, weshalb die IV-Stelle Zürich zur Beurteilung des Anspruches örtlich nicht mehr zustän
dig war.
Dementsprechend ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die Ver
fü
gung vom
3.
Dezember 2013
(Urk. 2) wegen örtlicher Unzuständigkeit der ent
scheidenden Behörde aufzuheben ist und die Akten nach Eintritt der Rechts
kraft des vorliegenden Urteils an die zuständige IV-Stelle für Versicherte im Aus
land zu überweisen sind, damit diese die Sache entscheide.
2.
2.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 200.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird damit gegenstandslos.
2.2
Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, dem vertretenen Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 61
lit
. g ATSG in Ver
bindung mit § 34
Abs.
1 und 3
GSVGer
). Diese ist unter Berücksichtigung der
Bedeutung der
Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 300.
(inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.