Decision ID: 0b76f66f-fbc5-5214-bcb9-2d096257153f
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1967
,
gelernter Strassenbauer (
Urk.
6/1/1), war
seit dem 1
5.
August 2002
bei
der
Y._
AG
als
Baumaschi
nenführer
tätig
(
Urk.
6/8
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7
,
Urk.
6/25
) und meldete sich
am
8.
Juni 2010
u
nter Hinweis auf einen
seit dem
8.
Februar 2010 bestehenden
Bandscheibenvorfall/Diskushernie
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (
Urk.
6/2
Ziff.
6.2-3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbl
iche Situation ab, zog Akten des Krankentaggeldversicherers
bei (
Urk.
6/9
)
,
und holte bei
m
Z._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
3
0.
April 2013
erstattet wurde (
Urk.
6/114
) sowie ein
polydisziplinäres Folge
gutachten,
welches am 2
5.
Oktober 2016 erstattet wurde (
Urk.
6/200).
Nach durchgeführt
em
Vorbescheidverf
ahren
(
Urk.
6/2
03
;
Urk.
6/206
) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 2
7.
Februar 2017
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/208
=
Urk.
2)
.
2.
Der
Versicherte erhob am 3
0.
März 2017
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
7.
Februar 2017
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm
eine ganze, eventuell eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
6.
Mai 2017
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
am 2
2.
Mai 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Am
6.
Juni 2017 (
Urk.
8) reichte der Beschwerde
führer einen weiteren medizinischen Bericht (
Urk.
9) ein, welcher der Beschwer
degegnerin am 1
8.
September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medi
kamentenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre
ten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheits
schadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditätsbegründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkun
gen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständi
ger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder
soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störun
gen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesent
lichen nur Befunde erheben, welche in der Drogensucht ihre hinreichende Erklä
rung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psychosozialen Problematik wesentlich
bessern
(und die damit verbundene Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sich ent
sprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.1).
Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014,
Rz
51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen
IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigen
ständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogen
sucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittelkonsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfol
gen invalidisierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit
aufrecht erhält
oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19. August 2013 E. 2.2.2).
Im
erwähnten Urteil 8C_582/2015
vom 8. Oktober 2015
E. 4
hat das Bundesge
richt entschieden, dass die Rechtsprechung
gemäss
BGE 141 V 281 psychosoma
tische Leiden betrifft und auf Suchtproblematiken nicht anwendbar ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_6/2016 vom 3. Februar 2016 E. 4.2.3 mit Hinweis auf die Kritik
von
Liebrenz
/
Uttinger
/Ebner, Sind Abhängigkeitserkrankungen aus
h
öchst
richterlicher Sicht [weiterhin] nicht mit anderen psychischen Störungen [z.B. somatoformen Störungen] vergleichbar? - Eine Urteilsbesprechung von BGE
8C_582/2015 im Lichte der theoretischen Anwendbarkeit des ergebnisoffenen, strukturierten Beweisverfahrens, in: SZS
2016 S. 96; ferner:
Liebrenz
et
alii
, Das Suchtleiden bzw. die Abhängigkeitserkrankungen - Möglichkeiten der Begutach
tung nach
BGE 141 V 281
[= 9C_492/2014]
, in: SZS 2016 S.
12).
1.4
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit,
die medizi
nischen Abklärungen am
Z._
am 1
1.
März 2013 sowie am 2
8.
und am 3
0.
Sep
tember 2016 hätten ergeben,
dass der Beschwerdeführer
seit
dem
8.
Februar 2010
wegen seiner gesundheitlichen Einschränkungen seine Tätigkeit als Baumaschi
nenführer nicht mehr ausüben könne. Hingegen sei ihm eine körperlich leichte
bis mittelschwere Tätigkeit, wechselbelastend, ohne repetitive stereotype Fehlhal
tung der Wirbelsäule und ohne häufiges Gehen über unebene Flächen zu 75
%
zumutbar. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 34
%
. Berufliche Massnahmen seien derzeit nicht angezeigt, da sich der Beschwerdeführer nicht dazu in der Lage fühle (
S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, auf das
Z._
-Gutachten vom 2
5.
Oktober 2016 könne nicht abgestellt werden.
Insbe
sondere hätten sich die Gutachter nicht mit den Ergebnissen der Potentialabklä
rungen und dem Integrations
versuch auseinandergesetzt
,
und es werde keine Stellung zu der von den behandelnden Ärzten geäusserten Diagnose einer Per
sönlichkeitsstörung genommen. Zudem hätten sich die Gutachter nicht zum Ein
fluss der Drogenersatztherapie auf die Arbeitsfähigkeit geäussert, und es fehle eine Diskussion über die Wechselwirkung zwischen der psychiatrischen und phy
sischen Belastbarkeit und dem Risiko der Wiederaufnahme des Drogenkonsums (S. 5 ff.
Ziff.
10-15
, S. 11 f.
Ziff.
17
).
Mangels Erhebung der Funktions
einschrän
kungen gemäss Mini-
ICF-
APP sei die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit insbe
sondere aus psychiatrischer Sicht nicht genügend fundiert (S. 11
Ziff.
16).
Zu den vom psychiatrischen Gutachter erhobenen Ressourcen sei anz
u
merken, dass er bloss noch eine
vita
minima
lebe (S. 12
Ziff.
18).
Gänzlich nicht nachvollziehbar seien die Angaben im aktuellen Gutachten über den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit.
Die oberflächliche Einschätzung, wonach er im Verlauf gemittelt zu 75
%
arbeitsfähig gewesen sei, sei zu ungenau und setze sich nicht mit den von den behandelnden Ärzten attestierten Arbeitsunfähigkei
ten auseinander.
Mangels Beweistauglichkeit der
Z._
-Gutachten sei gestützt auf die Anga
ben der behandelnden Ärzte des
A._
in ihren Berichten vom
2.
April 2014 und vom 2
6.
Oktober
2015 sowie
gestützt auf
die Ergebnisse der Potential
abklärungen und der Integrationsmassnahme davon auszugehen, dass er seit 2010 durchgehend vollständig arbeitsunfähig sei, weshalb ihm seit Ablauf
des Wartejahres per Januar 2011 ein Anspruch auf
eine ganze Rente zustehe
(S. 12
f
f
.
Ziff.
19-
20
).
Auch wenn in angepasster Tätigkeit von einer Arbeitsfähig
keit von 75
%
auszu
gehen wäre, würde
der Invaliditätsgrad
- bei einem leidensbedingten Abzug von 15
%
vom Invalideneinkommen - mindestens 40
%
betragen
,
und es ergäbe sich ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
(S. 15 f.
Ziff.
2
1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali
denrente.
3.
3.1
Dr.
med.
B._
, L
eitender Arzt, Wirbelsäulenchirurgie,
C._
Klinik, nannte in seinem Bericht vom 2
7.
September 2011 (
Urk.
6/129/23-24) als Diag
nose einen Status nach Diskushernie L5/S1 links im Februar 201
0.
Es werde eine konservative Therapie durchgeführt. Als Nebendiagnose nannte er eine Adiposi
tas und einen Nikotinabusus
(S. 1 Mitte)
.
Der Beschwerdeführer sei in seinem angestammten Beruf als Strassenbauarbeiter und Maschinenführer seit Februa
r 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig
(S. 1 unten).
Klinisch und anamnestisch
zeige
er
den erfolgreichen Verlauf einer konservativen Therapie einer lumbalen Diskushernie ohne wesentliche Residuen und kaum Rückenschmerzen.
V
om Rücken her
sei der Beschwerdeführer
durchaus belastbar, und in
Verweistätigkeiten in wechselnd stehend-sitzender Tätigkeit ohne Heben schwerer Lasten zu 100
%
arbeitsfähig.
Wirbelsäulenchirurgisch ergäben sich keine weiteren Massnahmen (S. 2).
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte in seinem Bericht vom 1
9.
März 2012
(
Urk.
6/65
)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
mittelgradige depressive Störung
(ICD-10 F32.1)
, fluktuierend über mehr als ein Jahr
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung
mit insbesondere selbstunsicheren und
negativistischen
Zügen (
ICD-10 F
61.0)
-
anamnestisch
Polytoxikomanie
, seit über zehn Jahren abstinent
-
Zustand nach Bandscheibenvorfall lumbal mit Restbeschwerden im linken Bein
Dr.
D._
führte aus, aufgrund der somatischen Beurteilung bestehe auf dem erlernten Beruf als Strassenbauer eine bleibende Berufsunfähigkeit. Auch bezüg
lich
einer anderen Tätigkeit
sei nicht
sicher von einer vollen Belastbarkeit auszu
gehen. Sie müsse stufenweise wieder eintrainiert werden.
Rückblickend müsse festgehalten werden, dass sich die Abklärung in
E._
zu einem persönlich sehr ungünstigen Zeitraum ereignet habe, nämlich als die Frau des Beschwerdeführers an
einem akuten M
ultiplen Sklerose-Schub
gelitten habe, was für ihn eine sehr bedrohliche Situation gewesen sei.
Die Abklärung wäre besser verschoben worden (S. 1).
Dr.
D._
führte aus, der Beschwerdeführer sei arbeitswillig und an einer möglichst qualifizierten Arbeit interessiert. Zu berücksichtigen sei eine deutliche Antriebsstörung im Rahmen der depressiven Symptomatik und der
negativistischen
Tendenz seiner Persönlichkeit.
Er benötige spezifische Unterstützung du
rch einen erfahrenen Begleiter
(S. 2).
3.3
Die Ärzte des Spital
s
F._
stellten in ihrem nach
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom 1
5.
bis 2
1.
Juni 2012 erstellten Austrittbericht vom
2.
Juli 2012 (
Urk.
6/129/11-12) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Sick-Sinus-Syndrom
-
t
ransthorakale Echokardiographie
(
TTE
) vom
1
5.
Juni 2012
: normal grosser linker
V
entrikel
mit normaler Globalfunktion
-
Status nach intravenösem Drogenkonsum
-
seit Pfingsten Konsum
von 1 mg Hero
in täglich (nasal
)
-
psychotisches Zustandsbild
-
Verdacht auf arterielle Hypertonie
-
koronare Risikofaktoren: positive Familienanamnese, Adipositas, Niko
tinkonsum
Die Ärzte führten aus, es sei eine notfallmässige Zuweisung durch die
G._
zur weiteren Abklärung einer Bradykardie erfolgt. Da die Indikation für eine
Pacemakerimplantation
bestanden habe, sei der Patient am 2
1.
Juni 2012 an das
H._
-Spital verlegt worden
(S. 1)
.
3.4
Die Fachpersonen des
I._
stellten in ihrem Bericht vom 1
7.
Dezember 2012
(
Urk.
6/104)
folgende Diagnosen mit Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
Adipositas (BMI = 31, abnehmend)
-
Status nach
Polytoxikomanie
(ICD-10 F19.20)
-
koronare Herzkrankheit (Sinusknoten-Problematik, heute Schrittmacher, 2
0.
Juni 2012)
-
Status nach Bandscheibenvorfall zwischen dem ersten Wirbel und dem Becken
Die Fachpersonen
des
I._
führten aus,
es finde einmal die Woche eine Einzel
therapie statt (
Ziff.
1.5).
Der Patient beklag
e, seit dem Bandscheibenvorfall am
8.
Februar 2010 unter Schmerzen im linken Fuss und der Lendenwirbelsäule (LWS) zu leiden. Er leide unter Schlafstörungen, Appetitverminderung, Lust- und Interesselosigkeit,
Rückzug, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Orien
tierungsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Gedankenkreisen und an Sinnlosig
keitsgedanken.
Im April 2012 sei es zu einem Rückfall mit Heroin gekommen, phasenweise auch intravenös
. Der Stop
p
sei im August 2012 erfolgt.
Psychosozial belastend
sei
en
die Kündigung vom März 2011
sowie zuhause die Zwillinge.
Die Fachpersonen des
I._
führten aus, die gegenwärtig depressive Symptomatik sowie die
chronifizierten
Schmerzen schränkten den Patienten in
der Alltagsbewältigung spürbar ein, weshalb er seit Februar 2010 zu 80
%
arbeitsunfähig sei (S. 1
lit
. A). Aufgrund der fortgeschrittenen
Chronifizierung
der depressiven Symptomatik sowie der Schmerzsymptomatik entspreche die Teilar
beitsfähigkeit von
20
%
auf längere Sicht dem Leistungsniveau des Patien
ten im geschützten Arbeitsumfeld
(S. 1
lit
. B).
3.5
Am 3
0.
April 2013 erstatteten die Gutachter des
Z._
das von der Beschwerdegeg
nerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten (
Urk.
6/114
/2-21
). Die Gutachter stellten zusa
mmenfassend folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit
(S. 18
Ziff.
5.1):
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
, seit längerem ohne aus
strahlende Symptomatik
-
bilaterale
Spondylolyse
Lendenwirbelkörper (LWK)
5 mit
Spondylo
listhesis
gegen
Sakralwirbelkörper (
SWK
)
1 Grad I nach
Meyerding
-
Status nach
mediolateraler
Diskushernie LWK5/SWK1 li
nks mit Sequestration nach kran
ial und
Kompromittierung
der Nervenwurzeln L5
,
S1 und S2 links, im Verlauf unter konservativer The
rapie
Sequesterresor
p
t
ion
und Rückbildung der Ausstrahlungen ins linke Bein
-
leichtgradige depressive Episode oh
ne somatische Symptome (ICD-10 F
32.00)
-
Status nach Schrittmacher-Implantation bei Sick-Sinus-Syndrom
im
Juni 2012
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter einen
Status nach Störung durch Op
i
oide
, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm (ICD-10 F11.22), eine
anhaltende somato
forme Schmerzstörung (
ICD-10
F45.4)
, eine Adipositas
mit BMI von 32 kg/m
2
sowie einen Nikotinabusus (S. 18
Ziff.
5.2)
.
Die Gutachter führten zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in anderen Tätigkeiten aus, dass
die fokussierte Untersuchung des Rumpfes
im Rahmen der orthopädischen Untersuchung keinen Hinweis auf eine weiterhin persistierende relevante Symptomatik er
geben habe.
Eine kursorische neurologische Unter
suchung habe keine Hinweise auf eine spinale Kompressionsproblematik oder Läsion eines grösseren peripheren Nervs ergeben.
Radiologisch bestünden
im Bereich der LWS leichtgradige degenerative Verände
rungen
.
Analog werde im MRT von Februar
2011 eine geringe Diskusproblematik im erwähnten Segment beschrieben mit einer Resorption des 2010 noch nach kranial umgeschlagenen Sequesters.
Aus Sich
t des Bewegungsapparates bestehe
für die als körperlich schwer belastend anzusehende bisherige Tätigkeit als Maschinenführer keine zumutbare Arbeitsfähigkeit mehr.
Für körperlich leichte
bis mitt
elschwere Tätigkeiten mit gelegentlichen Positionswechseln und mit einer Hebe- und
Haltlimite
von 15 kg und ohne
dauernde
Zwangshaltung des unt
eren Rumpfes
,
bestehe aus orthopä
discher Sicht eine zeitlich und leistungsm
ässig uneingeschränkte Arbeitsfä
higkeit.
Bei der
psychiatrischen Untersuchung
hätten
nur noch leichtere depressive Symp
tome wie eine Schlafstörung und eine morgendliche Antriebslosigkeit festgestellt werden
können. Der Explorand wirke
während der Untersuchung hintergründig leicht subdepressiv. Des Weiteren
habe
eine anhaltende somatoforme Schmerz
störung diagnostiziert werden
können
, welche jedoch k
einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe.
Aufgrund
der depressiven Episode bestehe aus psychiat
rischer Sicht eine Einschränkung der
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 25
%
.
Bei der allgemeininternistischen Untersuchung
habe
ein Sick-Sinus-Syndrom mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit diagnostiziert werden können, weshalb
keine zumutbare Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Baumaschinenführer oder andere körperlich schwer belastende berufliche Tätigkeiten
bestehe
. Für kör
perlich leichte bis mi
ttelschwere Tätigkeiten
bestünden
aus allgemeininternis
tischer Sicht keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit.
Zusammenfassend bestehe beim Beschwerdeführer aus
polydisziplinärer Sicht für körperlich schwer belastende berufliche Tätigkeiten sowie für die angestammte Tätigkeit als Baumaschinen
führer keine zumutbare Arbeitsfähigkeit mehr
. Für körperlich leichte bis mittelschwere
, angepasste Tätigkeiten bestehe
eine Arbeits- und Lei
stungsfähigkeit von 75
%
.
Das Pensum könnte vollschichtig umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf und reduziertem
Rendement (S. 19
Ziff.
6.2).
Zum Beginn und Verlauf der Arbeitsunfähigkeit führten die Gutachter aus, für körperlich schwer belastende berufliche Tätigkeiten sowie für die angestammte Tätigkeit könne
ab Februar 2010 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden.
Spä
testens ab Februar 2011
könne von einer vollen Arbeitsfähigkeit für körperlich angepasste Tätigkeiten ausgegangen werden. Seit Dezember 2012 bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 25
%
(S. 19
Ziff.
6.3).
Dies begründe sich einerseits durch die aktuelle depressive Episode, aber andererseits auch durch die hohe Rückfallgefahr (Depression, Sucht), die beim Exploranden bei zu hoher psychischer Belastung drohe. Andererseits dürfte der Explorand mit seiner Rolle als Hausmann wohl kaum auf längere Sicht glücklich werden. Eine angepasste berufliche Auslastung in der Grössenordnung von 75
%
würde auch sein Selbstbewusstsein stärken und ihm eine Perspektive vermitteln (S. 11
Ziff.
4.1.5).
Der psychiatrische Teilgutachter führte zum Bericht von
Dr.
D._
vom März 2012 und zum Bericht des
I._
vom Dezember 2012 aus, die depressive Störung sei aufgrund der aktuellen Befunde als lediglich leichtgradig einzustufen. Der Explo
rand sei antidepressiv
behandelt und bewege sich in Richtung Remission. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sei eher unsicher. Bei Überlagerung durch eine Abhängigkeitserkrankung sei eine solche generell schwer zu beurteilen. Es lägen jedoch keine Hinweise für eine frühere Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit durch eine Persönlichkeitsstörung vor (S. 12
Ziff.
4.1.8).
3.6
PD
Dr.
med.
J._
,
Facharzt für Allgemeine
Innere Medizin und für
Infektio
logie
,
A._
, Zentren für Suchtmedizin, stellte in seinem Bericht vom 3
0.
Mai 2013 (
Urk.
6/116) in der Hauptsache folgende Diagnosen (S. 1):
-
Substanzstörung
-
psychische und Verhaltensstörung durch Opioide:
Abhängigkeitssyn
drom
, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatz
drogenprogramm (
ICD-10 F11.22)
-
p
sychische und Verhaltensstörung durch Kokain: schädlicher Gebrauch (
ICD-10 F14.1)
-
weitere psychische Störungen
-
schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (
ICD-10
F32.2)
-
l
umbale und sonstige Bandscheibenschäden mit
R
adikulopathie
-
Sick-Sinus-Syndrom
mit Implantation eines DDDR-Schrittmachers im Juni 2012
-
a
rterielle Hypertonie
-
Status nach Diskusprolabs LWS
-
Hepatitis C (chronisch)
-
Erstdiagnose April 2013,
aktuell antivirale
Trippeltherapie seit dem 2
1.
Mai
2013.
PD
Dr.
J._
führte aus, seit der ärztlichen Begutachtung habe sich ein Befundwandel ergeben. Im April dieses Jahres sei erstmalig eine chronische
Hepatitis C diagnostiziert worden. Derzeit werde eine antivirale Trippel
therapie, die zwischen 24 und 4
8 Wochen andauern könne, durchgeführt. Die antivirale Therapie sei häufig mit relevanten unerwünschten Arzneimittelwirkungen
ver
bunden. Viele Patienten seien deshalb während dieser Therapie arbeitsunfähig
(S. 2).
3.7
Die Ärzte des Sanatoriums
K._
nannten in ihrem Bericht vom 1
0.
Januar 2014 (
Urk.
6/129/8-10) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwere Episode
ohne psychotische Symptome bei Status nach Sui
zidversuch mit
Midazolam
im Januar 201
4.
Als Nebendiagnose nannten sie einen
Status
nach
tiefer Beinvenenthrombose (
TVT
)
, eine arterielle Hypertonie, eine Hepatitis C sowie einen Status nach Schrittmacherimplantation (S. 1 Mitte).
Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer habe sich vom
2.
bis 1
0.
Januar 2014 zum ersten Mal in ihrer stationär-psychiatrischen Behandlung befunden.
Er sei am
2.
Januar 2014 freiwillig ins Sanatorium
K._
eingetreten, nachdem er bei depressivem Syndrom und einem Status nach Tablettenintoxikation mit
Midazolam
in suizidaler Absicht zugewiesen worden sei
(S. 1 Mitte).
Zum psychopathologischen Befund bei Eintritt führten die Ärzte aus, es habe sich ein schläfriger, bewusstseinsklarer, übergewichtiger 46-jähriger Patient gefunden, der in allen Modalitäten voll orientiert gewesen sei. Im Kontaktverhal
ten sei er freundlich und zugewandt. Es fänden sich keine Hinweise auf Gedächt
nis- Konzentrations-, Aufmerksamkeits- oder Auffassungsstörungen. Anamnes
tisch würden Konzentrationsstörungen beschrieben. Formalgedanklich best
ehe
zum Teil eine Einengung auf die aktuelle psychosoziale Belastungssituation.
Es bestünden grosse Ängste, seine
n
Pflichten als Familienvater nicht zu genügen (S. 2 unten).
Die Ärzte führten aus, dass sich das Zustandsbild des Patienten im Verlauf deut
lich verbessert habe und er sich glaubhaft von akuter Suizidalität habe distanzie
ren könne
n
, sodass er auf seinen Wunsch am 1
0.
Januar 2014 bei fehlenden Hin
weisen auf eine akute Selbst- und Fremdgefährdung in die ambulante psychiat
rische Weiterbetreuung habe entlassen werden können (S. 3 oben).
3.8
Med.
pract
.
L._
und PD
Dr.
J._
,
A._
,
Zentren für Suchtmedi
zin,
stellten in ihrem Bericht vom
2.
April 2014
(
Urk.
6/129/1-5)
folgende Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1)
:
-
schwere depressive Episode
, rezidivierend (ICD-F32.2), Erstdiagnose 2011
-
mediolaterale
linksseitige luxierte Diskushernie; Bandscheibe LWK 5/S1 mit Kompression der linksseitigen Nervenwurzel L5, S1 und S2, Erstdiag
nose 2010
-
Spondylolyse
der Wirbelbögen L5 beidseits und diskrete
Spondylolisthesis
im LWK 5 gegenüber S1 um 2 bis 3 mm, Erstdiagnose 2010
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten med.
pract
.
L._
und PD
J._
eine psychische und
Verhaltensstörung durch Opioide
, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F11
.2
), Erstdiagnose
vor
2000, ein Sick-Sinus-Syndrom, Erstdiagnose Juni 2012, einen Status nach Implantation eines DDDR-Schrittmacher
s
im J
uni 2012, einen Status nach HCV-
Infektion Genotyp 1b im Jahr 2013, einen
hyp
othalamisch-hypophysiären
Hypog
o
n
adismus
unter Metha
don-Substitution
seit
2013, eine arterielle Hypertonie, Erstdiagnose 2013, einen Status nach tiefer
Beinvenenthrombose der
Vena
popl
ietea
rechts im November
2013 sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit Selbstunsicherheit und
negativistischen
Zügen, ICD-10 F61.0, Erstdiagnose 2011
.
Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei seit Oktober 2013 bei ihnen in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 1
7.
Dezember 2013 erfolgt (
Ziff.
1.2).
Nach einem Suizidversuch habe vom
2.
bis 1
0.
Januar 2014 ein Aufenthalt im Sanatorium
K._
stattgefunden
(
Ziff.
1.3).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Baumaschinenführer bestehe seit dem Feb
ruar 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6) Er sei aus internis
tisch/somatischer Sicht durch seine Rückenschmerzen vor allem beim längeren Sitzen beziehungsweise Verharren in der gleichen Körperposition eingeschränkt. Heben und Tragen über eine Belastungsgrenze von 15 kg seien zu vermeiden. Ebenfalls sei längeres Sitzen, Stehen oder Knien schmerzbedingt nicht zumutbar. Das Arbeitsprofil sollte regelmässige Positionswechsel erlauben. In psychiat
rischer Hinsicht bestünden
starke Antriebsschwierigkeiten
.
Aktuell sei der
Patient bei schwerer depressiver
Episode nicht arbeitsfähig.
Sollte eine Besserung der depressiven Erkrankung eintreten, erscheine eine angepasste Tätigkeit drei bis fünf Stunden pro Tag mit einer maximalen Belastungsobergrenze von 15 kg beim Heben und Tragen zumutbar (
Ziff.
1.7
).
Die
Ärzte führten aus, im Jahr 2013 sei eine antivirale Therapie bei chronischer Hepatitis C über 24 Wochen erfolgreich absolviert worden. Im November 2013 sei eine tiefe Beinvenenthrombose diagnostiziert und sechs Monate m
it
Rivarox
aban
behandelt worden.
Es sei im Sommer 2012 bedingt durch die Belastungs
situation zu einem Rückfall mit Kokain und zum Heroinkonsum gekommen. Der Beschwerdeführer habe anschliessend mit einer Substitutionsbehandlung begon
nen und sich bei schwerer
depressiver Episode im Februar 2013 einer vierwöchi
gen stationären Therapie in der
G._
unterzogen.
Für die ambulante Nachbetreu
ung sei er in ihr Substitutionsprogramm eingetreten. Im Januar 2014 habe er einen Suizidversuch mit einer Überdosis von
Midazolam
unternommen. Es sei eine stationär-psychiatrische Behandlung im Sanatorium
K._
erfolgt, in welcher er sich glaubhaft von der Suizidalität habe distanzieren können. Nach dem Aufenthalt in
K._
habe der Patient bei anhaltender depressiver Ver
stimmung begonnen
,
regelmässig
Midazolam
zu konsumieren. Es seien Konflikte mit der Ehefrau und den Kindern hinzugekommen. Erneut unternahm der Beschwerdeführer am 1
1.
Februar
2014 einen zweiten Suizidversu
ch, erneut mit einer Überdosis
Midazolam
. Es sei ein anschliessender Aufenthalt in der
G._
erfolgt, wo der Patient aktuell weiter in Behandlung sei.
3.9
Die Ärzte der
G._
stellten in ihrem Bericht vom 2
1.
August 2014 (
Urk.
6/131) folgende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), bestehend seit 2012
-
psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide (ICD-10 F11.22): Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich über
wachten Ersatzdrogenprogramm, bestehend seit der Jugend
-
psychische und Verhaltensstörungen
durch Sedativa oder Hypnotika: S
chädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1)
-
Sick-Sinus-Syndrom mit Einlage eines Schrittmachers im Juni 2012, bestehend seit 2012
-
chronische Virushepatitis C
-
Bandscheibenschaden, nicht näher bezeichnet, seit 2010
Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer sei vom
1
3.
März bis
4.
April 2014
in der
G._
stationär behandelt worden (
Ziff.
1.3). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Baumaschinenführer bestehe seit 2010 eine Einschränkung von 100
%
(
Ziff.
1.6). Die körperliche Belastbarkeit sei durch ein Bandsc
heibenleiden und ein Sick-Sinus-
Syndrom eingeschränkt. Psychisch bestehe eine verminderte Belastbarkeit durch eine
rezidivierende depressive Störung mit schweren depres
siven Episoden und psychiatrischen Klinikaufenthalten. Davon unabhängig bestehe eine Opiatabhängigkeit, welche sich aktuell unter einer
Substitutionsthe
rapie stabil zeige. Seit dem Bandscheibenleiden bestehe eine Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf.
Bei behinderungsangepasster Tätigkeit erscheine aus psychiatrischer Sicht ein direkter Arbeitseinstieg möglich. Aufgrund des längeren Arbeitsausfalles sollte der Arbeitseinstieg mit 50
%
und einem schrittweisen Auf
bau je nach Belastbarkeit erfolgen. Aufgrund der komplexen
Arbeitsbeeinträch
tigung durch körperliche und psychische Einschränkungen werde zur Festlegung des Belastungsprofils eine Arbeitsdiagnostik empfohlen
(
Ziff.
1.7).
Die Einschränkungen durch die psychischen Leiden seien durch die medikamen
töse und psychotherapeutische Behandlung deutlich vermindert worden. Der Beschwerdeführer sei psychisch belastbar (
Ziff.
1.8).
Das Konzentrationsvermö
gen, die Anpassungsfähigkeit, die Belastbarkeit und die Fahrtauglichkeit seien leicht eingeschränkt. Das Auffassungsvermögen sei uneingeschränkt. Diese Angaben gälten seit April 2014 (S. 6).
3
.
10
D
ie Ärzte der
Klinik und
Poliklinik für Innere Medizin, M._
, stellte in ihrem Bericht vom 1
1.
September 2015
(
Urk.
6/173/6-10)
in der Hauptsache die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
hypertensive
Gefahrensituation bei bekannter arterielle
r
Hypertonie
-
Ätiologie: Medikamenten-
Malcompliance
-
klinisch: Dyspnoe, Schwindel
-
CT Schädel vom
7.
September 2015: Kein Hinweis auf intrakranielle Blutung
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren: Adipositas
BMI 42 kg/m
2
, Nikotin
-
Status nach zentralen segmentalen
und subsegmentalen bilateralen Lun
genembolien, September 2014
-
Sick-Sinus-Syndrom, Erstdiagnose 2012
-
Weichteilläsion im Bereich des Sinus
frontalis
basal links, Erstdiagnose September 2015
-
Hepatitis C, Erstdiagnose unklar
-
psychische und Verhaltensstörung durch Opioide und Kokain: Abhängig
keitssyndrom
-
Folsäuremangel
Die Ärzte führten aus,
der Beschwerdeführer sei vom
3.
bis 1
1.
September 2015
in ihrer Klinik hospitalisiert gewesen (S. 1 Mitte). D
ie stationäre Aufnahme sei nach notfallmässiger Selbstzuweisung bei Dyspnoe und Schwindel erfolgt.
Die vom Patienten beschrieben Symptomatik werde im Rahmen der
hypertensiven
Gefahrensituation interpretiert, welche auf eine
Malcompliance
zurückzuführen sei. Der Patient habe berichtet
,
während mehreren Tagen seine habituelle Medi
kation nicht eingenommen zu haben.
Unter Wiederetablierung der habituellen
antihypertensiven
Therapie hätten sich die Blutdruckparameter und der Schwin
del sistiert.
Bei erfreulichem klinischen Verlauf habe der Patient am 1
1.
Septem
ber 2015 entlassen werden können
.
Der Patient sei auf die Notwendigkeit einer regelmässigen Medikamentenein
nahme hingewiesen worden. Hinsichtlich der
Weichteilläsion sei die weitere MRI
-Abklärung ambulant
geplant und eine Befundbesprechung in der Poliklinik für innere Medizin organisiert
worden (S. 2 Mitte).
3.11
Dr.
med.
N._
, Assistenzärztin Innere Medizin, und
Dr.
med.
O._
, Oberärztin,
A._
, Zentrum
P._
,
stellten in ihrem Bericht vom 2
6.
Oktober 2015 (
Urk.
6/169)
im Wesentlichen
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.2):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig teilremittiert (ICD-10 F32.2), seit 2011
-
mediolaterale
linksseitig luxierte Diskushernie Bandscheibe LWK 5/S1 mit Kompression der linksseitigen Nervenwurzel L5, S1 und S2 seit 2010
-
Spondylolisthesis
LWK 5
-
zentrale segmentale und subsegmentale bilaterale Lungenembolien Sep
tember 2014
Die Ärztinnen
führten aus, es fänden psychiatrisch-psychotherapeutische Sitzun
gen im zweiwöchigen Rhythmus sowie eine hausärztliche Behandlung des Ver
sicherten statt. Die letzte Kontrolle sei am 2
6.
Oktober 2015 erfolgt
(
Ziff.
3.1).
Wie der bisherige Arbeitsintegrationsversuch gezeigt habe, sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen, das minimale zeitliche Anforderungsprofil von zwei Stunden pro Tag zu erfüllen (
Ziff.
2.1).
Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung sowie der körperlichen Beschwerden sei mittel- bis langfristig nicht mit einer Verbesserung der Arbeits
fähigkeit zu rechnen. Eine deutliche Verbesserung der Symptomatik werde für unwahrscheinlich erachtet.
Die negativen exogenen Faktoren (Arbeitsunfähig
keit, Trennung von der Partnerin, als insuffizient erlebtes Erfüllen der Vaterrolle) hätten zudem eine bedeutende Rolle in der Aufrechterhaltung der Negativspirale, in der sich der Beschwerdeführer befinde
(
Ziff.
3.3).
Die Ärztinnen führten aus, seit dem letzten Bericht vom April 2014 sei es beim Versicherten
tendenziell
zu einer Verschlechterung der psychischen und phy
sischen Verfassung gekommen. Der Beschwerdeführer sei in den vergangenen 18 Monaten mehrfach hospitalisiert worden.
Im Oktober 2014 sei eine
Hospitalisation
am
M._
, Klinik für Innere Medizin
,
wegen zentralen und subsegmentalen
Lungenembolien,
im November 2014 wegen einer Pneumonie und im Dezember 2014 wegen einer schweren, multi
faktoriellen Dyspnoe
erfolgt
. Im Juli 2015 sei eine ambulante Behandlung am Stadtspital Waid auf der Notfallstation wegen einer Mischintoxikation mit Benzodiazepinen erfolgt und im September
2015 eine
Hospitalisation
am
M._
, Klinik für Innere Medizin, wegen einer
hypertensiven
Gefahrensituation
(
Ziff.
1.3)
.
3.12
Am 2
5.
Oktober 2016 erstatteten die Gutachter des
Z._
das von der Beschwerde
gegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten (
Urk.
6/200/2-30). Sie stellten zusammenfassend folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 25
Ziff.
5.1):
-
c
hronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
radiomorphologisch bekannte bilaterale
Spondylolyse
von LWK5 mit
Spondy
lolisthesis
von LWK5/SWK1 Grad I
nac
h
Meyerding
-
anamnestisch keine Hinweise für
radikuläre
Ausstrahlungen in die unteren Extremitäten
-
g
emäss vorliegendem detaillierten neurologischen
Status durch den neurologischen Referenten vom 2
8.
September
2016 keine Hinweise für sensomotorische Defizite
-
Adipositas
permagna
(BMI 43,5 kg/m
2
)
-
Sick-Sinus-Syndrom, Erstdiagnose
2012
-
Status nach Schrittmacherimplantation
Als Diagnosen ohne Ei
nfluss auf die Arbeitsfähigkeit
nannten die Gutachter eine r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
,
eine
Opiatabhängigkeit, Teilnahme an einem Ersatzdrogenprogramm (ICD-10 F11.22)
, ein
metabolisches
Syndrom
mit Diabetes mellitus Typ II,
bisher keine medika
mentöse Behan
dlung, eine
Adipositas
permagna
(BMI 43,5 kg/m
2
)
, eine
Dyslipi
dämie
,
bisher keine medikamentöse Behandlung
, eine Hyperurikämie, eine arte
rielle Hypertonie
unter medikamentöser Behandlung kompensiert
, einen Verdacht
auf
ein
Schlafapnoe-Syndrom
, einen fortgesetzten
Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch
,
sowie einen Status nach Hepatitis C
, Interferontherapie 2013, seither und aktuell kein Virus mehr nachweisbar
(S. 25 f.
Ziff.
5.2).
Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer anderen Tätigkeit führten die Gutachter aus, der
Explorand
habe
vor allem Rückenbeschwerden und eine allgemeine Leistungseinschränkung an
gegeben
.
Aus neurol
ogi
scher Sicht besteh
e
keine Arbeitsunfähigkeit zusätzlich zur vermin
derten Belastbarkeit des Bewegungsapparates. Ein allfälliges Schlafapnoe-Syn
drom könnte behandelt werden.
Sowohl die neurologische wie auch die allge
meininternistische Untersuchung
habe
vom Bewegungsapparat her keine wesent
lichen Einschränkungen
ergeben
.
Die
rheumatologische Beurteilung
sei
aufgrund der Akten durchgeführt
worden
, da der
Explorand wiederholt zur Untersuchung nicht erschien
en sei
. Aus rheu
matologischer Sicht
sei eine
wesentliche Verschlechterung gegenüber
den
Unter
suchungen
im Jahr
2013
aus den Akten nicht ersichtlich. Aus rheumatologischer Sicht kö
nn
e
die im orthopädischen Gutachten 2013 festgestellte verminderte Belastbarkeit bestätigt werden.
Eine körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit
sei
ohne Leistungseinschränkung ganztags zumutbar. Bei
der
allgemeininternistischen Untersuchung
sei ein metaboli
sches Syndrom diagnostiziert
worden
. Im
Vorder
grund stehe
eine Adipositas
permagna
mit einem BMI von 43,5 kg/m
2.
Weiter habe
der Explorand einen Herzschrittmacher. Die klinische Kreislauffunktion
sei
kompensiert
gewesen.
Aufgrund der Adipositas seien
dem Exploranden körper
lich mittelschwere Tätigkeiten nur intermittierend zumutbar. Für körper
lich schwere Tätigkeiten bestehe
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
Bei
der
psychiatrischen Untersuchung
sei
en
eine rezidivierende depressive Stö
rung, gegenwärtig remittiert sowie eine Opiatabhängigkeit, Teilnahme an einem Ersatzdrogenprogramm
,
diagnostiziert
worden
. Die depressive Symptomatik
sei
kaum mehr nachweisbar. Der Explorand
sei
im Alltag nicht eingeschränkt. Au
s
psychiatrischer Sicht bestehe
keine Arbeitsunfähigkeit. Zusammengefasst
sei
der Explorand aus polydisziplinärer Sicht für eine körperlich leichte bis intermittie
rend mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit zu 100
%
arbeits- und leistungs
fähig.
Körperlich schwere und andauern
d mittelschwere Tätigkeiten seien
ihm nicht mehr zumutbar
(S. 26 f.
Ziff.
6.2)
.
Zum
Beginn und Verlauf der Arbeitsunfähigkeit
führten di
e Gutachter aus, b
ei
ihrer
letzten Untersuchung
sei
eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten von 75
%
festgestellt
worden
. I
n der Zwischenzeit habe
sich die depressive Störung intermittierend verschlechtert, sodass der Explorand
habe hospitalisiert werden müssen
,
und danach
sei
eine Besserung eingetreten. Ein genauer Zei
tpunkt für die Verbesserung könne
nicht angegeben werden.
Die somatische Situation habe
sich seit
der
letzten Untersuchung eher etwas ver
schlechtert.
Die neu festge
stellte Arbeitsfähigkeit bestehe
ab Untersuchungsdatum im September 201
6.
Im Verlauf seit 2013
sei
es vorübergehend währ
end der
Hos
pitalisation
zu 100%
igen Arbeitsunfähigkeiten von einigen Wochen
gekommen. Zusammengefasst kö
nn
e
über
die Zeit gemittelt von der
75%
igen Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ab Mär
z 2013
und einer 100%igen Arbei
tsfähigkeit
für körperlich leichte bis intermittierend mittel
schwere Tätigkeiten ab September 2016 ausgegangen werden
(S. 27
Ziff.
6.3)
.
D
er Explorand
fühle sich
n
icht vollständig arbeitsunfähig, könne
sich aber
auch
nicht vorstellen, dass er mit seiner Leistungseinschränkung noch effektiv erwerbstätig sein könnte. Diese Einschätzung k
önne
mit der psychosozialen Situation erklärt werden. Auch die Arbeitsunfähigkeit f
ür die angestammte Tätigkeit habe
einen negativen Einfluss auf die subjektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Der Explorand
sei
im Alltag aber wenig eingeschränkt. Die gesundheitliche Situation
sei
kompens
iert. Aus medizinischer Sicht seien
die Ressourcen für die Ausübung einer körperlich angepassten Erwerbstätigkeit vor
handen
(S. 27
Ziff.
6.4)
.
Dass
sich die gesundheitliche Situation a
us allgemeininternistischer Sicht etwas verschlechtert
habe
,
finde
in einer angepassten Erwerb
stätigkeit ihren Ausdruck
. Die Ar
beitsunfähigkeit, welche von den betreuend
en Ärzten am
A._
angegeben werde
,
sei
beeinflusst durch die Gesamtsituation des Exploranden mit Einbezug der psychosozialen Faktoren und der subjektiven Leistungseinschränkung
. Aus psychiatrischer
Sicht könn
t
en die früheren depressiven Störungen bestätigt wer
den.
Es werde
deshalb eine rezidivierende depressive Störung diagnostiziert. Bei
der
Untersuchung
sei
die depressive Symptomatik remittiert
gewesen
, weshalb keine
Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe (S. 27
Ziff.
6.5)
.
3.13
Med.
pract
.
Q._
_
,
A._
,
Zentren für Suchtmedizin,
stellte in ihrem Bericht vom 2
5.
April 2017 (
Urk.
9) folgende Diagnosen (S. 2 oben):
-
vorbeschriebene rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
-
Störung des Sozialverhaltens in der Kindheit und Adoleszenz (ICD-10 F91.9)
-
dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2)
Med.
pract
.
Q._
führte aus, eine Achse-I-Störung liege derzeit nicht vor (S. 2 oben).
Der Beschwerdeführer sei am 2
4.
März sowie am
7.
und am 1
3.
April 2017 während insgesamt 150 Minuten hinsichtlich des Vorliegens einer Persönlich
keitsakzentuierung/-Störung untersucht worden (S. 1 Mitte). Im Screening hätten sich erste Hinweise auf ein Vorliegen einer antisozialen (dissozialen) Persönlich
keitsstörung gezeigt. Im nachfolgenden Interview habe sich eine Störung des Sozialverha
ltens in der Kindheit/Adoleszenz
gezeigt, wobei der Beschwerdeführer 7/15 Kriterien erfüllt habe. Ausserdem habe er mit 6/7 die Kriterien für eine dis
soziale Persönlichkeitsstörung erfüllt
(S. 2 oben)
Med.
pract
.
Q._
führte aus,
da keine psychotherapeutische Behandlung beim Beschwerdeführer stattfinde, sei
davon auszugehen, dass die dysfunktionalen Verhaltens- und Erlebnisweisen im Kontakt m
it anderen Menschen verstärkt wü
r
den (S.
2.
unten).
A
us psychiatrischer Sicht sei aufgrund der vorliegenden Persönlichkeitsstörung
,
der gegenwärtig remittierten rezidivierenden Depressivität und der variablen Ver
laufsform die Arbeitsfähigkeit sehr schwierig zu beurteilen. Dabei sei
von
einer
leichten Beeinträchtigung
in der Fähigkeit
,
sich an Regeln zu halten und Termine verabredungsgemäss wahrzunehmen
,
auszugehen. Ausserdem bestehe eine mittelgradige Beeinträchtigung in der Fähigkeit, sich im Verhalten, Denken und Er
leben an wechselnde
Situationen anzupassen. Fachliche Komp
etenzen könnten nicht gemäss den
Rollenerwartungen eingesetzt
werden. Die Durchhalte- und die Selbstbehauptungsfähigkeit seien mittelgradig bis schwer beeinträchtig
t
. Die Gruppenfähigkeit sei leicht beeinträchtigt und die Fähigkeit des Probanden für Aktivitäten, bei denen er selbst aktiv und initiativ werden müsse, sei ebenfalls mittelgradig beeinträchtigt.
Daraus abgeleitet werde eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt im angestammten Beruf als nicht realistisch betrachtet
. Im geschützten Rahmen sei von einer zumutbaren Arbeitsdauer von drei bis vier Stunden pro Tag auszugehen (S. 3).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging
davon aus, dass
beim Beschwerdeführer in
seiner
angestammten Tätigkeit sei
t
dem
8.
Februar 2010 kei
ne Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei
, jedoch in einer körperlich leichten bis mittelschweren behinderungs
angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 75
%
bestehe (vgl. vorstehend
E. 2.2).
Sie
legte damit die noch mögliche Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in
Abweichung zu
r
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch di
e
Z._
-Gutachter vom Oktober 2016
(vg
l. vorstehend E. 3.
12) fest
, welche in angepasster Tätigkeit, bei im Vergleich zum Vorgutachten
vom April 2013 (vgl. vorstehend E. 3.5)
verbes
sertem psychischen Gesundheitszustand
,
nun von einer 100%igen Arbeitsfähig
keit in
angepasster Tätigkeit ausgingen und dem etwas verschlechterten soma
tischen Zustand Rechnung trugen, indem nur noch leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten für zumutbar erachtet wurde.
Diese Abweichung der Beschwerdegegnerin
von der
Einschätzung der Arbeits
fähigkeit
durch die
Z._
-Gutachter
findet in den Akten
keine hinreichende Begründung und rührt wahrscheinlich daher, dass die Arbeitsunfähigkeit von 25
%
anstatt, wie im Gutachten festgelegt, von April 2013 bis August 2016 ab September 2016 fe
stgelegt wurde (vgl.
Urk.
6/202/
13-14
).
4.2
Die
Gutachten des
Z._
vom
April 2013 (vgl. vorstehend E. 3.5)
und vom
Oktober 2016
(vgl. vorstehend E. 3.12)
erfüllen die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise
(
vgl.
vorstehend E. 1.6
) ohne weiteres, sind sie doch für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen auch die geklagten Beschwerden und das Verhalten des Beschwerdeführers und wurden in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben.
Darüber hinaus leuchten
sie
auch in der
Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizin
ischen Situation ein und enthalten
nachvollziehbar begründete Schlussfolgerungen.
Während aus rheumatologischer und neurologischer Sicht von einem seit der letzten Untersuchung im Jahr 2013 weitgehend unveränderten Gesundheitszu
stand ausgegangen wurde, sahen die Gutachter in somatischer Hinsicht eine Ver
schlechterung infolge der fortgeschrittenen Adipositas
für gegeben
, weshalb mit
telschwere Tätigkeit
en
im Vergleich
zum Vorgutachten
nur noch intermittierend für zumutbar erachtet wurden.
In somatischer Hinsicht kann auf diese Einschät
zung abgestellt werden, zumal keine medizinischen Berichte vorliegen, die daran zweifeln
liessen
.
4.3
In psychiatrischer Hinsicht konnte der psychiatrische Teilgutachter des
Z._
nach der Untersuchung des Beschwerdeführers im September 2016 keine Diagnosen mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit stell
en.
Soweit er die rezidivierende depressive Störung für gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4) befand, geht dies einher mit der Einschätzung der behandelnden Ärztin des
A._
in ihrem Bericht vom April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.13).
Eine Remis
sion zeichnete sich im Übrigen bereits im April 2014 ab, indem die Ärzte der
G._
in ihrem Bericht vom August 2014 (vgl. vorstehend E. 3.9) lediglich noch von einer gegenwärtig leichten Episode im Rahmen der depressiven Störung (ICD-10 F33.0) sprachen und grundsätzlich von einer Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausgingen. Auch die behandelnden Ärztinnen des
A._
gingen in ihrem Bericht vom Oktober 2015 (vgl. vorstehend E. 3.11) von einer Teilremissio
n des depressiven Leidens aus.
Vor dem Hintergrund der Remission der rezidivierenden depressiven Störung erklärt sich auch die im Verlauf seit der letzten Begutach
tung vom Ap
ril 2013
in psychiatrischer Hinsicht
eingetretene
Steigerung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 75
%
auf 100
%
.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers haben
die Gu
tachter des
Z._
allfäl
lige Auswirkungen
seiner Drogenersatztherapie
gewürdigt,
befanden diese jedoch
als ohne Auswirkunge
n auf die Arbeitsfähigkeit
(vgl.
Urk.
6/200 S. 17 f.
Ziff.
4.1.7, S. 17
Ziff.
4.1.10).
Auch das Vorbringen
des Beschwerdeführers, es sei
kein
Mini-
ICF-APP durchge
führt worden, vermag den Beweiswert des psychiatrischen Gutachtens nicht zu erschüttern.
Nach der Rechtsprechung ist dem testmässigen Erfassen der Psycho
pathologie im Rahmen der psychiatrischen Exploration generell nur eine ergän
zende Funktion beizumessen. Ausschlaggebend bleibt die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
9C_344/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 3.1.5
).
4.
4
Weiter beanstandete der Beschwerdeführer
,
dass die Gutachter des
Z._
die
Ergeb
nisse der
Potentialabklärung und des
Integrationsversuch
s
bei ihrer Beurteilung
nicht einbezogen
hätten
(
vgl. vorstehen E. 2.2).
Die den
Versicherten noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen
sind
aber
nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (vgl.
Urteil des Bundesgerichts
9C_401/2014 vom 2
6.
November 2014 E. 4.2).
Abgesehen davon
führten vorliegend auch
invaliditätsfremde Faktoren
zum
Scheitern der beruflichen Massnahmen
, so dass daraus keine Schlüsse auf die tatsächliche Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gezogen werden können.
Was die berufliche Abklärung am
R._
vom
6.
Juni bis.
1.
Juli 2011
anbe
langt, führte der zu diesem Zeitpunkt behandelnde Psychiater
Dr.
D._
in seinem Bericht vom März 2012 (vgl. vorstehend E. 3.2) aus, dass diese in einer für
den Beschwerdeführer sehr ungünstigen psychosozialen Belastungssituation statt
fand
.
Dies wurde
so auch im
Bericht der Fachpersonen des
R._
vom Juli 2011 (vgl.
Urk.
6/41)
bestätigt
.
Auch die Ergebnisse
der a
m
4.
Juni 2012
begonnenen beruflichen Abklärung an der
G._
, welche am 1
2.
Juni 2012 vorzeitig beendet wurde (vgl.
Urk.
6/81), lassen keine tauglichen Schlüsse auf die tatsächliche Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers
zu
,
zumal er
gemäss den Ausführungen der Fachpersonen des
I._
vom Dezember 2012 (vgl. vorstehend E. 3.4)
seit April 2012
respektive der Ausführun
gen der Ärzte des
Spital
s
F._
in ihrem Bericht vom Juli 2012
(vgl. vor
stehend E. 3.3)
seit Pfingsten 2012
wieder einen Drogenrückfall
erlitt
und täglich Heroin konsumierte. Zudem fand im gleichen Monat der beruflichen Abklärung
bei
einem
Sick-Sinus-Syndrom eine Schrit
tmacher-Implantation statt.
Was den
Abbruch der Integrationsmassnahmen im September 2015 (vgl.
Urk.
6/160)
anbelangt,
hatte der Beschwerdeführer
diesen
sodann selbst zu ver
antworten, indem die Nichteinnahme der Medikamente ursächlich für die
hyper
tensive
Gefahrensituation war, welche zur
Hospitalisation
am
M._
vom
3.
bis 1
1.
September
2015
führte (vgl. vorstehend E. 3.10).
Zudem geht aus dem Schlussbericht des Aufbautrainings hervor, dass der Beschwerdeführer Ende Juli 2015 erneut Heroin oder Kokain konsumiert hatte (
vgl.
Urk.
6/161 S. 3 Mitte).
Da sich die
hypertensive
Situation anlässlich der Begutachtung am
Z._
im Septem
ber 2016 kompensiert zeigte, erübrigten sich auch weitere Ausführungen dazu
.
Unter diesem Gesichtspunkt kann nicht auf die Einschätzung der Ärztinnen des
A._
vom Oktober 2015 (vgl. vorstehend E. 3.11) abgestellt werden, welche ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beziehungsweise der Arbeitsunfähigkeit mit dem Ergebnis der beruflichen Eingliederungsmassnahmen respektive
aus
deren Abbruch
herleiteten
. Weiter ist einhergehend mit den Gutachtern des
Z._
davon auszugehen, dass bei ihrer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auch psychosoziale Faktoren
und
die subjektive Leistungseinschränkung des Beschwerdeführers mit
eingeflossen sind.
4.
5
Hinsichtlich des
Drogenkonsums g
ing
der psychiatrische Teilgutachter des
Z._
im Gutachten vom Oktober 2016
von einem primären
,
und damit aus invaliden
versicherungsrechtlicher Sicht unbeachtlichen
Konsum aus
(vgl. vorstehend
E. 1.3)
.
Er verneinte in diesem Zusammenhang das Vorliegen einer vorbe
stehe
nden, schweren psychiatrischen S
törung
.
Bereits im
Z._
-Gutachten vom Ap
ril 2
013
, wurde die vom damals behandelnden Psychiater
Dr.
D._
in seinem Bericht vom
März 2012 (vgl. vorstehend E. 3.2)
gestellte Diagnose einer k
ombinierten Pers
önlichkeitsstörung mit selbstunsiche
ren und
negativistischen
Zügen (ICD-10 F61.
0) unter Hinweis auf das Fehlen einer früheren Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit als unsicher bezeichnet und darauf hingewiesen,
dass eine solche bei Überlagerung durch eine Abhängigkeitserkran
kung generel
l nur schwer zu beurteilen sei
.
Von fach
ärztlicher Seite her wurde die
Diagnose
einer Persönlichkeitsstörung
dann auch
weder von den Ärzten des San
atorium
s
K._
im Januar 2014 (vgl. vorstehend E. 3.7)
noch
von den Ärzten der
G._
in ihrem Berich
t vom 2
1.
April
2014
(vgl. vorstehend E. 3.9) bes
tätigt.
Soweit med.
pract
.
Q._
,
A._
, in ihrem Bericht vom April 2017 (vgl. vorste
hend
E. 3.13
) nun geltend macht, der Beschwerdeführer leide an einer dissozialen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2)
, weshalb lediglich
eine Arbeitsfähigkeit im geschü
tzten Rahmen gegeben sei,
steht die
s im Widerspruch dazu, dass der Beschwerdeführer nun bereits seit
rund vier Jahren am
A._
in Behandlung stand
,
ohne dass eine
Persönlichkeitsstörung mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit diagnostiziert wurde
(vgl. vorstehend E.
3.6, E. 3.8, E.3.11)
. Abgesehen davon handelt es sich bei med.
pract
.
Q._
nicht um eine Fachärztin für Psy
chiatrie und Psychotherapie
Eine
entsprechende Behandlung
fand denn auch nicht
statt. Gegen das Vorliegen einer relevanten Persönlichkeitsproblematik spricht insbesondere
, wie bereits im Gutachten des
Z._
vom April 2013 (vgl. vorstehend E. 3.5) ausgeführt wurde,
der Umstand, dass der Beschwerdeführer
nach erfolgreich absolvierter Lehre als
Strassenbauer
(vgl.
Urk.
6/1/1)
während
Jahrzehnte
n
im ersten Arbeitsmarkt erfolgreich erwerbstätig war
(vgl. Auszug aus dem individuellen Konto; IK-Auszug
Urk.
6/6)
.
4.6
Der
Beschwerdeführer
machte weiter geltend, dass der
Verlauf der Arbeitsun
fähigkeit im Gutachten
des
Z._
vom Oktober 2016
mit einer gemittelten Arbeits
fähigkeit von
75
%
in einer angepassten Tätigkeit
nicht nachvollziehbar sei
(vgl. vorstehend E. 2.2)
.
Vorliegend führten die seit der letzten Begutachtung im April 2013 erforderlich gewordenen Spital- und Klin
ikaufenthalte
lediglich zu vorübergehenden
voll
ständigen
Arbeitsunfähigkeiten.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei aufgrund der antiviralen Therapie im Rahmen der im April 2013 erstmals diagnostizierten chronischen Hepatit
i
s-
Erkrankung selbst in einer angepassten
Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig gewesen (vgl. vorstehend E. 2.2), ist
dies nicht in den Akten belegt.
So sprach der behandelnde Arzt
PD
J._
in sei
nem Bericht vom Mai 2013 (vgl.
vorstehend E. 3.6
) lediglich allgemein davon, dass es zu Nebenwirkungen kommen
könne
, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit führ
t
en. PD
J._
und med.
pract
.
L._
sprachen sodann in ihrem Bericht vom Ap
ril 2014 (vgl. vorstehend E. 3.8
) davon, dass der Beschwerdeführer die antivirale Therapie im Jahr 2013 über 24 Woc
hen erfolgreich absolviert habe
.
Nachdem der Beschwerdeführer im Rahmen einer schweren depressiven Episode anfangs 2014 zwei Suizidversuche unternommen hatte
,
gingen die Ärzte der
G._
in ihrem Bericht
vom Aug
ust 2014 (vgl. vorstehend E. 3.9
) nach stationärem Auf
enthalt des Beschwerdeführers vom 1
3.
März bis
4.
April 2014 davon aus, dass
bereits ab April 2014 eine psychische Belastbarkeit des Beschwerdeführers gege
ben sei,
und aufgrund des längeren Arbeitsausfalles in behinderungsangepasster Tätigkeit ein Arbeitseinstieg mit 50
%
und einem schrittweisen Aufbau erfolgen sollte.
Auch die im September 2015 aufgetretene
hypertensive
Gefahrensituation verur
sachte lediglich eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit. So konnte der Beschwerdeführer nach Wiederetablierung der
antihypertensiven
Therapie bei erfreulichem Verlauf das
M._
nach
rund einer Woche wieder verlass
en
. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht ausgestellt
(vgl. vorstehend E. 3.10).
Die Annahme einer gemittelten Arbeitsunfähigkeit von 25
%
respektive einer Arbeitsfähigkeit von 75
%
in angepasster Tätigkeit über den gesamten Zeitraum erweist sich demnach als rechtens.
4.7
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass gestützt auf die Gutachten des
Z._
vom
April
2013 und vom Oktober 2016 davon auszugehen ist, dass
in der angestammten Tätigkeit seit Feb
ruar 2010 keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben ist, jedoch
ab Februar 2011 in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden kann. Hernach ist ab Dezember 2012 von einer Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit von 75
%
auszugehen und ab September 2016 von einer 100%igen Arbeitsfähig
keit für körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten.
5.
5.1
Unbestritten geblieben ist hinsichtlich des von der Beschwerdegegnerin vorge
nommen Einkommens
vergleiches das
Valideneinkommen
, welches gestützt auf die Angaben im Arbeitgeberfragebogen festgelegt worden ist (vgl.
Urk.
6/8
Ziff.
2.10
,
Urk.
6/201).
Auch erweist sich als rechtens und wurde
auch
nicht
gerügt
, dass die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des Invalideneinkommens vom Tabellenlohn für Hilfsarbeiten
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
ausging.
Da
vorliegend
selbst
bei der
von der Beschwerdegegnerin
fälschlicherweise auch
ab September 2016
angenomme
ne
n
reduzierten Leistungsfähigkeit
von 75
%
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit kein rentenanspruchsbegründender
Invaliditätsgrad resultiert
(vgl.
Urk.
6/201 und
Urk.
2)
, erübrigen sich weitere Ausführungen dazu, wie es sich bei dem
von Februar 2011 bis Dezember 2012 und erneut
ab September 2016 möglichen Vollzeitpensum verhält.
Weiter ergeben sich insgesamt keine Hinweise darauf
, dass zusätzlich ein leidensbedingter Abzug zu gewähren wäre.
Soweit der
Beschwerdeführer geltend macht, er könne mit gesunden Mitbewer
bern auf dem Arbeitsmarkt aufgrund seiner Einschränkungen nicht mehr kon
kurrieren und auf seine zwischenzeitlich nur mögliche Teilerwerbstätigkeit hin
wies
(vgl.
Urk.
1 S. 15
Ziff.
21)
,
ist zu bemerken, dass
seine
eingeschränkte Leis
t
ungsfähigkeit
schon in den
von den
Z._
-
Gutachtern festgesetzten Anforde
rungsprofil
en
sowie in der Anwendung des Tabellenlohnes für
Hilfsarbeiten
berücksichtigt wurde.
Eine nochmalige Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte ist nicht gerechtfertigt (vgl. Urteil des Bundegerichts 9C_846/2014 vom 2
2.
Januar 2015 E. 4.1.1).
Überdies hielten die
Z._
-Gutachter in ihrem Gutachten vom April 2013
(vgl
. vor
stehend E. 3.5) fest
, das
s das 75%ige Pensum
vollschichtig umgesetzt werden
könne
.
Das Bundesgericht lehnt es in seiner Praxis ab, bei vollzeitlich arbeits
fähigen Versicherten mit verminderter Leistungsfähigkeit einen
Tabellenlohnab
zug
zu gewähren (
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_585/2011
vom
5.
April 2012 E. 3.3). Damit fällt ein
Tabellenlohnabzug
aufgrund der eingeschränkten Leis
tungsfähigkeit im
Vollzeitpensum
ausser
Betracht.
5.2
Aufgrund des Gesagten lag
damit während des gesamten zu b
eurteilenden Zeit
raums
kein rentenanspruchsbegründender Invaliditätsgrad (
vgl. vorstehend
E. 1.4) vor
,
weshalb
kein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente
besteht
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach im Ergebnis als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
9
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden
Beschwerdefüh
rer aufzuerlegen.