Decision ID: f0624a4b-583f-42ac-8a82-2331e79472ab
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
X._
, geboren 1983, war seit Oktober 2005 als diplomierte
Pflegefach
frau
bei der
Y._
AG zu einem vollen Pensum
angestellt
und in die
ser Eigenschaft bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend kurz AXA) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 1
0.
Dezember 2008 kollidierte sie als Fahrerin
eines
Personenwagens
beim Linksabbiegen mit einem entgegenkommenden Fahrzeug (
Urk.
9/A14,
Urk.
9/A1) und begab sich am folgenden Tag zu ihrem Hausarzt
Dr.
med.
Z._
, Allgemeine & Innere Medizin FMH, in Behandlung, welcher eine
Hals
wirbelsäulen
(HWS)-Distorsion feststellte und Physiotherapie
, später auch
Atlaslogie
verordnete
(
Urk.
9/M1-M9)
. In der Folge war die Versicherte bis
1
2.
Januar 2009 voll, ab 1
3.
Januar 2009 zu 50
%
(unterbrochen durch eine voll
e
Arbeitsunfähigkeit 26./2
7.
Januar 2009)
,
ab
2.
Februar 2009 zu 30
%
und ab 2
3.
Februar 2009 zu 0
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
9/M1,
Urk.
9/M6), wobei sie im Februar eine bereits vor dem Unfall in Aussicht genommene neue Stelle innerhalb des
Spitals A._
zu einem (
aus betrieblichen Gründen
) reduzierten
Pensum von 70
%
antrat (
Urk.
9/A7). Die AXA erbrachte die
Heil
kosten
und Taggeldleistungen.
Am 2
7.
Oktober 2010 meldete
Dr.
Z._
eine Verschlechterung in Form starker
myofascialer
Schmerzen
im
Schulter- und Nackenbereich mit Schlafstörungen, welche er als Rückfall
zum Unfall vom 1
0.
Dezember 2008
wertete (
Urk.
9/M10). Er attestierte keine Arbeitsunfähigkeit. Im Februar 2011 trat die Versicherte eine neue Stelle an der
Klinik B._
zu einem Pensum von 80
% an, nachdem sie vorgängig dort bereits temporär ohne Festanstellung ge
arbeitet hatte (
vgl.
Urk.
9/M15 S. 4). Die AXA übernahm erneut die Kosten für Physiotherapie sowie ab April 2011 eine
Osteopathiebehandlung
einschliesslich medizinische
r
Trainingstherapie (
Urk.
9/A17-18). Auf Wunsch der AXA veran
lasste
Dr.
Z._
im
Spital A._
eine Magnetresonanztomografie (MRI) der HWS und der Brustwirbelsäule (BWS)
vom 2
8.
Februar 2011
(
Urk.
9/M13). Ferner
erstellte
die AXA ein Unfallanalytisches Gutachten (datie
rend vom 2
3.
März 2011,
Urk.
9/A14)
und gab bei der Klinik
C._
, Klinik für Rheumatologie und Internistische Rehabilitation, eine
interdiszipinäre
arbeits
spezifische
Abklärung i
n Auftrag.
Dieser
Bericht
wurde
am
1.
November 2011 erstattet, einschliesslich des
vom
3.
November 2011 datierenden
neurologischen Untersuchungsberichts sowie des Berichts Innere Medizin/Rheumatologie vom 1
4.
Oktober 2011 (
Urk.
9/M15).
Darin
empfahlen die Gutachter
unter anderem eine psychosomatisch
e
bzw. psychotherapeutische Begleitung und eine statio
näre Rehabilitation. Diese wurde vorerst auf Wunsch der Versicherte
n
, die befürchtete, ihre Stelle zu verlieren, verschoben (
Urk.
9/M16). Sie begab sich
jedoch Anfang 2012 in psychotherapeutische Behandlung und begann mit der Einnahme von Antidepressiva (
Urk.
9/M16,
Urk.
9/M21 und
Urk.
9/A32).
In der Folge trat ein persistierendes
lumboradikul
äres
Syndrom mit sehr diskrete
n
Sensibilität
sstörungen, bei
mediolater
aler
linksgelegener grösserer Diskushernie auf Höhe L4/5 und
Diskopathie
lumbosakral
auf (
Urk.
9/M24-M25). Vom 2
5.
Juni bis 2
1.
Juli 2012 hielt sich die Versicherte auf Zuweisung des behan
delnden Psychiaters
Dr.
med.
D._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, zur stationären psychosomatischen Rehabilitation in der Klinik
E._
auf (
Austritts
bericht
vom 3
0.
Juli 2012,
Urk.
9/M30). Dort wurde bis zum
4.
August 2012 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit verzeichnet. Am
6.
August 2012 suchte die Versicherte notfallmässig den
Chiropraktor
F._
auf, welcher infolge des
lumboradikulären
Syn
droms links mit leichter motor
i
s
cher
Parese L5 für wei
tere vier Wochen eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierte (
Urk.
9/M
28
).
Die AXA legte diese Akten
Dr.
med.
G._
, Facharzt Neurologie FMH, zur Be
urteilung vor. Gestützt auf dessen Bericht vom 1
9.
Oktober 2012 (
Urk.
9/M32) stellte sie ihre Leistungen (Taggeld und Heilkosten) per 2
1.
Juli 2012
ein
und verneinte mangels adäquatem Kausalzusammenhang eine weitere
Leistungs
pflicht
(Verfügung vom 3
1.
Oktober 2010,
Urk.
9/A50). Hiergegen erhoben so
wohl
X._
(Eingabe vom 1
1.
November 2012,
Urk.
9/A54) als auch ihr Krankenversicherer (Schreiben vom
6.
November 2012,
Urk.
9/A52) Ein
sprache, wobei letztere
r
dies
e wiederum zurückzog (
Urk.
9/A56
). Nachdem die AXA bei
Dr.
H._
die Aktenbeurteilung vom
8.
Januar 2013 (
Urk.
9/M34) eingeho
lt hatte, wies sie die Einsprache mit Entscheid vom 1
8.
Januar 2013
ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess
X._
am 1
8.
Februar 2013 (
Urk.
1) Beschwerde erhe
ben mit dem Rechtsbegehren, der
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Januar 2013 sei aufzuheben und es seien ihr auf der Basis einer 100%igen Erwerbsunfähigkeit eine Rente sowie eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines
Integritäts
schadens
von min
destens 50
%
zu gewähren
; e
ventuell sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtli
cher Hinsicht liess sie unter anderem die Anordnung eines polydisziplinären Gerichtsgutachtens unter Berücksichtigung der Fachgebiete Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie
beantragen
.
Die Beschwerdegeg
nerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1
1.
Juni 2013 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne (
Urk.
8).
Mit Replik vom 2
1.
Oktober 2013 (
Urk.
15) hielt die Beschwerdeführerin an ihrem Rechtsbegehren fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete unter Hinweis
auf ihre Beschwerdeantwort auf Duplik (
Urk.
18), was der Beschwerdeführer an
gezeigt wurde (
Urk.
19).
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im angefochtenen Entscheid führt die Beschwerdegegnerin aus, gestützt auf di
e Stellungnahme des beratenden A
rztes
Dr.
H._
zum medizinischen Sachver
halt
sei davon auszugehen, dass keine auf den Unfall vom 1
0.
Dezember 2008 zurückzuführende
n
strukturellen Schädigungen vorliegen würden. In Bezug auf die zu vermutenden unfallbedingten muskulären Zerrungen der parazervikalen Muskulatur sei davon auszugehen, dass diese nach wenigen Monaten bis maxi
mal einem Jahr ausgeheilt seien, weshalb die Leistungseinstellung nicht verfrüht erfolgt sei. Der Aufenthalt in der
Klinik E._
sei nicht mehr
unfall
kausal
gewesen und bei der festgestellten Irregularität im Bereich der Deckplat
ten
der HWS
handle es sich nicht um eine minimale Impressionsfraktur, son
dern um eine
Osteochondrose
mit angrenzendem Knochenödem. Die al
lenfalls noch vorhandenen Rest
beschwerden an der HWS seien nicht mit diesem Befund zu erklären. Im Vordergrund
stünden
aktuell
die
lumboradikuläre
Situation ver
bunden mit psychischen Alterationen,
was
beides
nicht
auf den Unfall zurück
zuführen sei.
1.2
Die Beschwerdeführerin macht geltend,
die
Beschwerdegegnerin habe die
Unter
suchungsmaxime
als auch das in der Europäischen Mensch
en
rechtskonvention (EMRK) festgehaltene Gebot der Waffengleichheit und der Verfahrensfairness verletzt, indem sie sich einerseits auf ein Aktengutachten eines internen, von ihr abhängigen
bzw. bei ihr angestellten
Arztes stütze, andererseits bei
Beschwer
debildern
, welche angeblich objektiv nicht reproduzierbar seien, zum vornherein Leistungen verweigere. Mehrere Ärzte würden die Persistenz der Leiden der Beschwerdeführerin belegen und es bestehe kein Zweifel am Kausalzusammen
hang zwischen den bis heute anhaltenden Leiden und dem Unfall vom 1
0.
Dezember 200
8.
Ferner könne bildgebend eine Deckplattenimpression nach
gewiesen werden, womit strukturelle Folgen des Unfalles objektiv nachvollzieh
bar beschrieben würden. Das Aktengutachten widerspreche den Erkenntnissen der behandelnden Ärzte der Klinik
E._
und dem Gutachten der Klinik
C._
, weshalb ihm keinerlei Beweiswert zukomme.
Zudem ber
uhe es nicht auf eige
nen Unters
u
c
hungen (vgl. hierzu
Urk.
15 S. 4).
Eine gerichtliche Begutachtung sei notwendig, um dem Grundsatz der Waffengleichheit Geltung zu verschaffen und zur Wahrung der Verfahrensrechte, und sei auch angebracht, um das Ver
fahren zu beschleunigen. Die Vorinstanz habe sich mit keinem Wort über die Integritätsentschädigung ausgesprochen und damit eine Rechtsverweigerung begangen.
Replikando
lässt sie
ferner
ergänzen
(
Urk.
15),
wegen des somatisch induzierten Leidens an der HWS entfalle eine Adäquanzprüfung.
Das
Unfaller
eignis
wäre ausserdem als schwer einzustufen und mehrere der massgeblichen Kriterien für die Bejahung der Adäquanz würden vorliegen.
Infolge der chroni
schen Schmerzen sei es zu einer Erschöpfungsdepression gekommen
und
d
ie schon vor dem Unfall vorhandene Migräne habe durch diesen eine richtung
gebende Versch
limmerung erfahren, weshalb die (natürliche und adäquate) Kausalität zu bejahen sei.
1.3
Damit ist streitig, ob die Beschwerdeführerin aus dem Unfall vom 1
0.
Dezember 2008 über den 2
1.
Juli 2012 hinaus Anspruch auf (Dauer)
leistungen
gestützt auf das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) hat.
Hierzu kann vorab festgestellt werden, dass eine Rechtsverweigerung der Beschwerdegegnerin nicht vorliegt, wenn sie sich nicht über das Ausmass der
Invalidität
und
/oder
eines Integritätsschadens äussert
. Sie verneinte einen Anspruch auf Rente und/oder Integritätsentschädigung zum vornherein, weil sie ab dem Zeitpunkt der
Leis
tungseinstellung
jegliche Kausalität zum Unfall verneinte, was im Folgenden zu prüfen bleibt.
2.
2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür
lichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weite
ren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
Sind die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv ausgewiesen, so ist die Adäquanz besonders zu prüfen. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind gegebenenfalls wei
tere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.). Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung erlitten, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind
hiebei
die durch
BGE
134 V 109 E. 10 S. 126 ff. präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die
Adäquanzkri
terien
, welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 115 V 133 E. 6c/
aa
S. 140; sog.
Psycho-Praxis), anzuwenden (BGE
134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.; vgl. zum Ganzen auch: Urteil 8C_216/2009 vom 2
8.
Oktober 2009 E. 2, nicht
publ
. in: BGE 135 V 465, aber in: SVR 2010 UV Nr.
6 S. 25; SVR 2011 UV Nr. 10 S. 35, 8C_584/2010 E. 2).
2
.3
Die Rechtsprechung umschreibt den Begriff der organisch objektiv ausgewiese
nen Unfallfolge - als Differenzierungsmerkmal für das Erfordernis einer
Adä
quanzprüfung
- wie folgt: Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen
kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die
hiebei
ange
wendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251 mit Hinweis).
Ob eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliegt, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 188).
2
.4
Sämtliche Beweismittel, somit auch medizinische Berichte und Sachverständi
gengutachten, unterliegen der freien Beweiswürdigung (
Art.
61
lit
. c ATSG), was bei überzeugendem Beweisergebnis seit jeher erlaubt, dass das angerufene Ge
richt für seine Beurteilung abschliessend auf die im Administrativverfahren eingeholten medizinischen Berichte und Sachverständigengutachten abstellt. Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol
ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan
gen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE
137 V 227 E. 1.3.4 mit Hinweisen
).
Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen Be
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgege
ben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchtet und die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Der Arzt muss über die notwendigen fach
lichen Qualifikationen verfügen (Urteil 9C_736/2009 vom 2
6.
Januar 2010 E.
2.1). Diesen Anforderungen genügende Berichte
versicherungsinterner
ärztli
cher Dienste können einen vergleichbaren Beweiswert haben wie ein Gutachten (
Art.
49
Abs.
2 IVV; BGE 137 V 210 E. 1.2.1 S. 219; 135 V 254 E.
3.3.2 S. 257).
Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten P
erson in den Hintergrund rückt
(Urteil
des Bundesgerichts
9C_196/2014 vom 1
8.
Juni 2014 E. 5.1.1 mit Hinweisen).
3.
De
m
von der Beschwerdegegnerin eingeholte
n
Bericht über die interdisziplinäre arbeitsspezifische Abklärung vom
1.
November 2011 der Klinik
C._
, unter
zeich
net von
Dr.
med.
I._
, Oberärztin Rheumatologie
,
sind der Unter
suchungsbericht Innere Medizin/Rheumatologie vom 1
4.
Oktober 2011
(
Dr.
I._
), der Bericht über die ambulante neurologische Untersuchung vom 1
3.
Oktober 2011 (
Dr.
med.
J._
, Oberärztin Neurologie) und der Bericht über die Basis-Tests der körperlichen Leistungsfähigkeit vom 1
3.
Oktober 2011 (Therapeut Ergonomie
K._
) beigelegt.
Der interdisziplinären Zusammen
fassung sind gestützt auf die rheumatologischen, neurologischen und ergono
mischen Untersuchungen folgende Diagnosen zu entnehmen:
Chronische Kopfschmer
zen infolge eines Beschleunigung
straumas der Halswirbelsäule vom Dezember 2008 (ICHD-25.54, ICD-10 G44.841)
Chronisches
zer
v
ikovertebrales
und
zervikocephales
myofasziales
Schmerz
syndrom
mit/bei
Status nach HWS-Distorsion vom 12
.
12.2008 (richtig: 10.12.2008)
Hyperlaxizität
mit
Beighton
-Score 7/9
Muskuläre
Dysbalance
bei Haltungsinsuffizienz
ICD-10 M53, M53.1
Verdacht auf Analgetika induzierte Kopfschmerzen (ICDHD-2 8.2.3, ICD-10 G44.410)
Migräne mit Aura (ICHD-2 1.2, ICD-10 G43.1)
Klinischer Verdacht auf depressive Entwicklung.
Unter dem Titel Befund wird ausgeführt, aus neurologischer Sicht bestünden bei der Beschwerdeführerin chronische Kopfschmerzen infolge eines typischen, auf
grund der berichteten begleitenden Verletzungen eher heftigeren
Bes
chleuni
gungstraumas
der HWS im Dezember 2008, gemäss Klassifikation der internati
onalen Kopfwehgesellschaft (IHF). Ferner sei der hiermit häufig assoziierte, in der Literatur gut umschriebene posttraumatische Symptomenkomplex mit vegetativen und kognitiven Symptomen ausgeprägt vorhanden. Hierzu gehörten
ungerichteter
Schwindel, ausgeprägtes Schwitzen,
Schlaf
störungen, emotionale Reizbarkeit und verminderte allgemeine und insbesondere kognitive Belast
barkeit. Anamnestisch-klinisch sowie nach dem MR der HWS/BWS vom 28.02.2011 bestünden keine Hinweise auf eine zusätzliche
radikuläre
und/oder
myeläre
Komponente der Schmerzen als mögliche Folge des Unfalls. Die hier dargestellte, auf eine mögliche Impressionsfraktur hindeutende Irregularität des HWK6 könne prinzipie
ll F
olge des Unfalls sein und zu der von Beginn an
aus
geprägten
Schmerzkomponente im Nacken und Schulter beigetragen haben. Das leichte Ödem im Bereich des betroffenen Halswirbels sei gemäss Beurteilung der Radiologen des
Radiologiezentrums
L._
am ehesten als Ausdruck einer
osteochondrotischen
Aktivierung zu sehen. Zur
Chronifizierung
des Verlaufs könne der regelmässige Schmerzmittelkonsum beigetra
gen haben. Unabhängig von diesen
seit dem Unfall bestehenden Kopfschmerzen liege eine Migräne mit visueller Aura vor, welche aktuell hinsichtlich Frequenz und Intensität weniger ausgeprägt sei als in den Jugendjahren. Ferner liessen sich Zeichen einer
depressiven Symptomatik erkennen.
Rheumatologischerseits
zeige sich zudem eine
zervikospondylogene
und
zervikocephale
myofasziale
Schmerzkomponente mit ausgeprägter Verspannung der Schulter-Nackenmuskulatur. Infolge der ausgeprägten Müdigkeit und
Antriebslosigkeit sei ausserhalb
der Arbeit ein aktives Training zunehmend vernachlässigt worden
,
und es sei im Sinne eines
circulus
vitiosus
zu einer muskulären
Dekonditionierung
mit
Haltungsinsuffi
zienz
und wiederum Verstärkung der muskulären
Dysbalancen
gekommen
. Die ergonomische Untersuchung (Job Match) habe diese Befunde mit einer
vermin
derten Kraftausdauer der s
chulterblattfixierenden sowie thorakalen
Rumpfmus
kulatur
, Steifigkeit der mittleren Brustwirbelsäule mit geringen Dysfunktionen in der oberen Rippengelenken linksseitig gezeigt. Bei zuverlässiger
Leistungs
bereitschaft
und mässiger Konsistenz bei den Tests liege die aktuelle körperliche Leistungsfähigkeit im Bereich einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit und entspreche damit im Wesentlichen den Anforderungen de
r jetzigen Arbeit. Im Zuge der i
nterdisziplinären Abklärung sei prinzipiell in keiner Einzeldisziplin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt worden. Allerdings bestehe aus neurologischer Sicht aufgrund der eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit eine leicht verminderte Leistungsfähigkeit je nach Tätigkeitsgebiet. Wie in der gemeinsamen interdisziplinären Besprechung noch weiter
habe
präzisiert wer
den
können
,
sei die
Leistungsfähigkeit
u
m maximal 10-20% eingeschränkt
.
4.
4.1
Obwohl weder Taggelder noch Heilbehandlung beantragt wurden, ist zunächst festzuhalten, dass ein weiterer Anspruch auf vorübergehende UV-Leistungen Heilbehandlung (
Art.
10 UVG) und Taggeld (
Art.
16 f. UVG) nach Gesetz und Praxis voraussetzt, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte B
esserung des – unfallbedingt
beeinträchtigten – Gesundheits
zustan
des erwartet werden kann (
Art.
19
Abs.
1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S.
113 ff.). Der Taggeldanspruch erlischt auch beim Wegfall seiner
Anspru
chs
vorau
ssetzung
der Arbeitsunf
ähigkeit (
Art.
16
Abs.
1 und 2 UVG i.V. mit
Art.
6 ATSG). Diese Anspruchsvoraussetzungen
waren hier
spätestens am 2
1.
Juli 2012 nicht mehr erfüllt.
Die
Beschwerdeführerin
war
ab 2
3.
Februar 2009 wie
derum voll arbeitsfähig. Ferner erachteten die Gutachter der Klinik
C._
grundsätzlich auch
aus neurologischer Sicht eine volle
Arbeitsfähigkeit für ge
geben
. Die als wah
rscheinlich leicht vermindert bezeichnete
Leistungsfähigkeit je nach Tätigkeitsgebiet (erhöhter Zeitbedarf bei Arbeiten am Computer auf
grund eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit)
liesse
sich zwar verbessern (Medikamentenumstellung,
Behandlung der depressiven Entwicklung und
mus
kuläres Aufbautraining
; vgl.
Urk.
9/M15 S. 6 des neurologischen Teilberichts, S.
4 f. der rheumatologischen Beurteilung)
,
eine
wesentliche Verbesserung
im Sinne eines wesentlichen Zugewinns an Arbeitsfähigkeit kann hiera
us jedoch nicht gewonnen werden.
Die
Beschwerdegegnerin
schloss
den Fall
daher zu Recht ab
und
stellte
die Adäquanzfrage.
4.2
Was die am 2
4.
Februar 2012 in der
Klinik B._
diagnostizierte
Diskus
hernie
L4/5 links und L5-Symptomatik links
betrifft
(Bericht vom 2
7.
Februar 2012,
Urk.
9
/M25), die zu einem
a
nhaltenden lumbalen Schmerzsyndrom
und erneuter Arbeitsunfähigkeit führte
(vgl. auch
Urk.
9/M28)
, so ist ein Zusam
men
hang
zu dem
am 1
0.
Dezember 2008 erlittenen Unfall nur schon aufgrund der langen Latenzzeit ausgeschlossen und wird auch von keinem
der
behan
delnden
Ärzte
in Erwägung gezogen
(vgl. 9/M23-M25
; vgl. auch Bericht der Klinik
E._
vom 3
0.
Juli 2012
[
Urk.
9/M30] und des behandelnden
Chiroprak
tor
s
vom 1
4.
August 2012 [
Urk.
9/M28]
).
Unbestritten ist, dass
die Beschwerde
führer
in
bereits seit
dem 1
1.
Altersjahr an Migräne mit Aura leidet. Die Episoden sollen nach
ihren eigenen
Angaben gegenüber der Neurologin der Klinik
C._
nach dem Unfall als weniger beeinträchtigend auftreten (
Urk.
9/M15 S. 3). Eine unfallkausale richtunggebende Verschlimmerung wird in keinem medizinischen Bericht diskutiert. Weiterungen hierzu erübrigen sich.
Ferner wird im Austrittsbericht der Klinik
E._
vom 3
0.
Juli 2012
(
Urk.
9/M30) eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) diagnostiziert und zur Krankheitsentwicklung ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin zu Beginn des Jahres 2011 eine neue Stelle als Kranken
schwester angetreten habe, die Arbeit sie im Laufe des Jahres zunehmend be
lastet habe und immer mehr zwischenmenschliche Probleme aufgetreten seien. Anfangs 2012 habe sie einen Bandscheibenvorfall erlitte
n
, infolge desse
n
sie starke Medikamente habe einnehmen müssen und
sich
zunehmend eine depres
sive Symptomatik entwickelt habe, weswegen sie dann psychologische psychi
atrische Unterstützung in Anspruch genommen habe. Die behandelnden Ärzte der Klinik
E._
beurteilten die mittelgradige bis schwere Depression im Rahmen von einerseits körperlichen Beschwerden (Bandscheibenvorfall) und andererseits psychosozialen Belastungen im Zusammenhang mit der gegenwär
tigen
Arbeits
platzsituation
und intrafamiliären Konflikten. Ein Zusammenhang mit dem Unfall wird nicht hergestellt. Auch schon infolge des langen Zeitraums zwi
schen Unfall und Auftreten der psychischen Problematik ist ein natürlicher Kausalzusammenhang daher zu verneinen.
4.3
Nebst der zweifellos unfallfremden Diskushernie L4/5 steht als organisches Sub
strat ein Ödem am HWK
6 zur Diskussion, das die Beschwerdeführerin
auch
unter Hinweis auf das Gutachten der Klinik
C._
als Deckplattenimpression interpretiert haben will und auf
den Unfall vom 1
0.
Dezember 2008
zurück
führt.
Der über die radiologische Untersuchung vom 2
8.
Februar 2011 im Spital
M._
(
Urk.
9/M13) berichtende Arzt fand innerhalb der HWK 6 ein minimales Ödem. In diesem
Bereich
sei die Vorderkante diskret nach
caudal
abgesenkt (etwa im Bereich des
anterioren
Drittels)
,
und
er
ergänzte
: DD (Differenzialdiag
nose) minimale
anteriore
Deckplattenimpression. In der Beurteilung
führt
e
er aus
: „Bild einer diskreten Deckplattenimpressionsfraktur im
anterioren
Drittel des HWK 6 mit angrenzendem diskreten Knochenödem. Geringe
Signalverän
derungen
und Konturirregularitäten auch der angrenzenden Bandscheibe HWK 5/6 ohne Nachweis eines Prolaps. Keine resultierenden Engen, kein Hinweis auf eine Affektion neuronaler Strukturen. Kein Hinweis auf
ligamentäre
Läsionen. Keine Zeichen einer Myelopathie.
Nach Ansicht der begutachtenden Neurologin der Klinik
C._
deute das Ödem auf eine „mögliche“ Impressionsfraktur. Nach der Beurteilung ihres Radiologen handle es sich jedoch am ehesten um eine
osteochondrotische
Aktivierung (
Urk.
9/M15 Neurologischer Untersuchungsbericht S.
5, interdisziplinäre
arbeits
spezifische
Abklärung S. 2). Die rheumatologisc
he Gutachterin führt hierzu aus: „Das MRI der HWS vom 28.02.
2011, wohlgemerkt drei Jahre nach HWS-Distor
sion, zeigt im Bereich des HWK
6 im
anterioren
Abschnitt und deckplattennah ein
minimales Ödem. Wir haben diese Bilder nochmals mit den Kollegen der Radiologie
L._
diskutier
t
, am ehesten handelt es sich um eine aktivierte
Osteochondrose
oder eine Randleistenhernie, jedoch besteht sicherlich kein Zusammenhang mit dem Unfall vor 3 Jahren. Unsererseits wurde auf die neuer
liche Bildgebung insbesondere mit Funktionsaufnahmen verzichtet, da die Beschwerdeführerin aktuell eine deutlich eingeschränkte HWS-Beweglichkeit zeigte und somit keine Aussage zu einer fraglichen Instabilität gegeben werden könnte“ (
Urk.
9/M15 rheumatologischer Bericht S. 5). Wenn
Drs
.
G._
und
H._
zum Schluss gelangten
(
Urk.
9/M32 und
Urk.
9/M34)
, dass vermutlich keine Deckplattenimpression, sondern wahrscheinlich degenerativ bedingte Ver
änderungen an der HWS vorliegen, und
dass
dieses Ödem nicht auf den Unfall zurückgeführt werden könne, so steht dies in völligem Einklang mit der übrigen medizinischen Aktenlage.
Im Übrigen legte
Dr.
G._
in seiner ausführlichen Aktenbeurteilung vom 1
9.
Oktober 2012
(
Urk.
9/M32) nachvollziehbar und unter Einbezug dem nicht widersprechender ärztlicher Befunde
unmittelbar nach dem
Unfall vom 1
0.
Dezember 2008 dar, dass der
Unfall
keine
strukturelle Schädigung der Halswirbelsäule
bewirkte. Es best
eht keinerlei Anlass, von die
ser Schlussfolgerung
,
die
durch keine anderslautende medizinische Beurteilung
in Frage gestellt
wird
, abzuweichen. Eine organische Unfallfolge
ist daher nicht ausgewiesen. Weitere Abklärungen können unterbleiben (
antizipierte
Beweis
würdigung
; statt vieler: vgl. B
GE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d
).
Darin ist weder eine Verletzung des Prinzips der Waffengleichheit (
Art.
6 EMRK) noch der Verfahrensfairness zu erblicken.
4.4
Die
im Gutachten der Klinik
C._
als natürliche
Unfallfolge
dargestellten
typi
schen Symptome eines
Beschleunigungst
raumas der HWS sind entsprechend der vom Bundesgericht entwickelten Kriterien nach der Schleudertrauma-Praxis (BGE
117 V 359, 134 V 109
) auf ihre Adäquanz zu überprüfen. Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf
eine
unterschiedliche Behandlung
orga
nischer Unfallfolgen und
organisch nicht objektiv ausgewiesener Beschwerden sind angesichts der langjährigen und bewährten Praxis nicht zu hören (vgl
.
statt vieler:
Urteil des Bundesgerichts 8C_100/2011 vom
1.
Juni 2014 E. 3; nicht publiziert in: BGE 137 V 199
)
.
Das Bundesgericht hat sich in verschiedenen Urteilen mit diesem Einwand auseinandergesetzt und eine Diskriminierung ver
wor
fen (Urteile des Bundesgerichts 8C_691/2013 vom 1
9.
März 2014 E. 6, 8C_550/2012 vom
1.
Februar 2013 E. 4.1, 8C_29/2010 vom 2
7.
Mai 2010 E.
6.1).
4.5
Die Beschwerdegegnerin hat in Anwendung der massgeblichen Kriterien das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs verneint (vgl. insbesondere Beschwerdeantwort vom 1
1.
Juni 2013,
Urk.
8 S. 7 f.).
Das Gericht hat diesen Ausführungen nichts hinzuzufügen, so dass hierauf verwiesen wird.
Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringen lässt
(
Urk.
15 S. 5)
, sticht nicht.
Die Kriterien
schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung
, langandauernde Arbeitsunfähigkeit oder erhebliche Beschwerden sind klarerweise nicht gegeben und es ist darauf hinzuweisen, dass die anfangs 2012 erneut eingetretene Ar
beitsunfähigkeit auf Krankheitsbilder zurückzuführen ist, die
nach einhelliger medizinischer Aktenlage
nicht natürlich kausal zum Unfall vom 1
0.
Dezember 2008 stehen.
5
.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde
.