Decision ID: 70f555b7-c728-54d5-b0f3-8b34e1eaf518
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer suchte am 12. Oktober 2021 in der Schweiz um
Asyl nach (Akten der Vorinstanz [SEM-act.] 1). Ein Abgleich seiner Finger-
abdrücke mit der Eurodac-Datenbank ergab, dass er am 6. September
2021 in Spanien registriert worden war (SEM-act. 8).
A.b Der Beschwerdeführer reichte am 15. Oktober 2021 seine türkische
Identitätskarte im Original zu den Akten.
A.c Am 21. Oktober 2021 fand die Personalienaufnahme (SEM-act. 11),
am 28. Oktober 2021 das persönliche Gespräch gemäss Art. 5 Verordnung
(EU) Nr. 604/2013 (Dublin-Gespräch; SEM-act. 13) statt.
Der Beschwerdeführer führte anlässlich des Dublin-Gesprächs, bei wel-
chem ihm auch das rechtliche Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit
Spaniens für die Behandlung seines Asylgesuchs sowie zu seinem Ge-
sundheitszustand gewährt wurde, aus, sein Reiseziel sei eigentlich Zürich
gewesen, er habe sich im Irak für die Schweiz entschieden. Sein Schlepper
habe ihm aber ein Billett für Spanien übergeben. Bei seiner Ankunft habe
er den Behörden gesagt, er wolle in die Schweiz weiterreisen, diese hätten
ihm jedoch gegen seinen Willen seine Fingerabdrücke abgenommen und
einem Camp zugewiesen. Anstatt in das zugewiesene Camp sei er in ein
Hotel gegangen, von wo aus er – nach einem erfolglosen Ausreiseversuch,
bei welchem er in Frankreich kontrolliert und nach Spanien zurückge-
schickt worden sei – alleine mit Hilfe eines Schleppers über Frankreich in
die Schweiz gereist sei. Seine Ehefrau, seine Schwägerin, das Baby der
Schwägerin und eine Cousine seiner Ehefrau habe er in Spanien zurück-
gelassen, der Schlepper habe sie später in die Schweiz bringen wollen.
Momentan könne er, der Beschwerdeführer, sie aber nicht erreichen.
In medizinischer Hinsicht führte er aus, er habe einen (...).
A.d Wegen gesundheitlicher Probleme unterzog sich der Beschwerdefüh-
rer am 25. November 2021 einer ärztlichen Konsultation (SEM-act. 23).
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B.
B.a Am 29. Oktober 2021 ersuchte das SEM die spanischen Behörden um
Übernahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Ver-
ordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates
vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestim-
mung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaats-
angehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags
auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO; SEM-
act. 15). Nach anfänglicher Ablehnung des Gesuchs um Wiederaufnahme
(SEM-act. 19) und der darauffolgenden Remonstration des SEM (SEM-
act. 20), stimmten die spanischen Behörden der Wiederaufnahme des Be-
schwerdeführers am 1. Dezember 2021 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b
Dublin-III-VO zu (SEM-act. 22).
C.
Mit Eingabe vom 1. Dezember 2021 reichte der Beschwerdeführer einen
Konsultationsbericht der (...) vom 25. November 2021 zu den Akten (SEM-
act. 23).
D.
Mit Verfügung vom 2. Dezember 2021 (eröffnet am 3. Dezember 2021) trat
die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ord-
nete dessen Wegweisung nach Spanien an und forderte ihn auf, die
Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Zudem
stellte sie fest, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme
keine aufschiebende Wirkung zu. Im Weiteren händigte sie dem Beschwer-
deführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus (SEM-
act. 25).
E.
Gegen den Nichteintretensentscheid gelangte der Beschwerdeführer mit
Beschwerde vom 9. Dezember 2021 an das Bundesverwaltungsgericht. Er
beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es sei die Vor-
instanz anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten und ein nationales
Asylverfahren zu eröffnen. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, sich
gestützt auf Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999
(AsylV 1, SR 142.311) für vorliegendes Asylverfahren für zuständig zu er-
klären. Subeventualiter sei die Sache wegen Verletzung des rechtlichen
Gehörs an die Vorinstanz zurückzuweisen.
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Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sei die aufschiebende Wirkung
zu erteilen und die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, von einer Über-
stellung nach Spanien abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über
die vorliegende Beschwerde entschieden habe. Zudem ersuchte er um
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung.
F.
Am 10. Dezember 2021 lagen dem Bundesverwaltungsgericht die Akten in
elektronischer Form vor.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von
Beschwerden gegen Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31],
Art. 31 und 33 Bst. b VGG). Auf dem Gebiet des Asyls entscheidet es in
der Regel – und so auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung. Er ist daher zur Einreichung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG sowie Art. 52 Abs. 1
VwVG).
2.
2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht
(einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die
unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im
Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten
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Richters oder einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durch-
führung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung, zu
behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).
3.
3.1 Der Beschwerdeführer beantragt, die Sache sei wegen unvollständiger
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. So habe er die Vorinstanz mehrfach auf seinen schlechten Ge-
sundheitszustand, insbesondere auf seine gravierende (...), hingewiesen,
das SEM habe es aber unterlassen, seine medizinischen Probleme genü-
gend abzuklären. Er leide unter (...). Zudem sei er im Jahr 2016 an der (...)
operiert worden und habe noch starke Schmerzen und (...). Im Weiteren
habe er (...) und Angst, dass er bald einen (...) erleiden werde.
3.2 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts kann nach Art. 49 Bst. b VwVG gerügt werden. Unrichtig ist
die Sachverhaltsfeststellung beispielsweise dann, wenn der Verfügung ein
aktenwidriger oder nicht weiter belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt
wurde. Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn die Behörde
trotz der geltenden Untersuchungsmaxime (Art. 12 ff. VwVG i.V.m. Art. 37
VGG) den Sachverhalt nicht von Amtes wegen abgeklärt, oder nicht alle
für den Entscheid wesentlichen Sachumstände berücksichtigt hat
(vgl. BENJAMIN SCHINDLER, in: Kommentar zum VwVG, 2. Aufl. 2019,
Art. 49 N. 29).
3.3 Die Vorinstanz hat nachvollziehbar und hinreichend differenziert aufge-
zeigt, dass sie sich mit sämtlichen zentralen Vorbringen des Beschwerde-
führers sowie mit dem eingereichten medizinischen Bericht vom 25. No-
vember 2021 ausreichend auseinandergesetzt hat (vgl. angefochtene Ver-
fügung, Ziffer 2, Seite 4 f.). Gemäss Bericht wird die Prognose ohne The-
rapie als gut und eine Überweisung an Spezialisten als nicht notwendig
erachtet (SEM-act. 23). Vor diesem Hintergrund musste sich die Vorinstanz
nicht veranlasst sehen, weitere Abklärungen zum Gesundheitszustand vor-
zunehmen. Zudem wurden auf Beschwerdeebene keine weiteren medizi-
nischen Unterlagen eingereicht, was ebenfalls auf einen ausreichend er-
stellten Sachverhalt hinweist. Wie das SEM in der angefochtenen Verfü-
gung sodann zutreffend ausgeführt hat, verfügt Spanien über eine ausrei-
chende medizinische Infrastruktur, und es bestehen keine konkreten Hin-
weise dafür, dass dem Beschwerdeführer eine notwendige Behandlung
verwehrt würde, weshalb das SEM auch diesbezüglich von zusätzlichen
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Abklärungsmassnahmen absehen konnte. Nach dem Gesagten ist die Vo-
rinstanz ihrer Pflicht, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen
festzustellen (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG), in rechtsgenüglicher
Weise nachgekommen. Der Untersuchungsgrundsatz wurde folglich nicht
verletzt, weswegen eine Rückweisung an die Vorinstanz ausser Betracht
fällt.
4.
4.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, ein Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu
Recht auf ein Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1;
2012/4 E. 2.2, je m.H.).
4.2 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-
weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).
4.3 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem
einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird. Das Verfahren zur Bestimmung dieses
Staates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylan-
trag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen eines Wieder-
aufnahmeverfahrens («take back») findet grundsätzlich keine (erneute) Zu-
ständigkeitsprüfung nach Kapitel III statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017
VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.H.).
Die spanischen Behörden stimmten dem Übernahmeersuchen der Vor-
instanz im Rahmen einer Remonstration innert der in Art. 25 Abs. 1 Dublin-
III-VO festgelegten Frist zu. Die Zuständigkeit Spaniens ist somit grund-
sätzlich gegeben.
4.4 Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als
zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
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entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–Grundrechte-
charta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mitglied-
staat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um festzu-
stellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden kann.
Kann keine Überstellung gemäss diesem Absatz an einen aufgrund der
Kriterien des Kapitels III bestimmten Mitgliedstaat oder an den ersten Mit-
gliedstaat, in dem der Antrag gestellt wurde, vorgenommen werden, so wird
der die Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat der zuständige Mitgliedstaat
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO).
4.5 Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat
beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-
tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn
er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-
fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO). Dieses sogenannte
Selbsteintrittsrecht wird durch Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 konkretisiert. Ge-
mäss dieser Bestimmung kann das SEM das Asylgesuch aus humanitären
Gründen auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein an-
derer Staat zuständig wäre.
5.
5.1 Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerdeschrift unter anderem
vor, die allgemeine Situation für Flüchtlinge in Spanien sei kritisch und die
Lebensbedingungen in den Unterkünften ungenügend. Besonders zu be-
achten sei in seinem Fall, dass er aus Syrien (recte Türkei) komme und
eine Kettenabschiebung fürchte, welche einer krassen Verletzung von
Art. 3 EMRK gleichkomme. Zudem sei er aufgrund seiner (...) Leiden und
dem Umstand, dass sich seine Frau und sein Kind in Spanien befinden
würden, besonders vulnerabel.
5.2 Spanien ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der FK
sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301)
und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen
nach. Es darf davon ausgegangen werden, dieser Staat anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29.
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Juni 2013) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Nor-
men für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantra-
gen (sog. Aufnahmerichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013) ergeben.
Unter diesen Umständen ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Dub-
lin-III-VO nicht gerechtfertigt.
5.3 Vorliegend besteht denn auch kein Grund zur Annahme, die spani-
schen Behörden, die der Übernahme des Beschwerdeführers ausdrücklich
zugestimmt haben, würden den Grundsatz des Non-Refoulement missach-
ten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben
oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist
oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land ge-
zwungen zu werden.
5.4 Der Beschwerdeführer bringt keine weiteren Gründe vor, die gegen
eine Überstellung nach Spanien sprechen könnten, weshalb auf die zutref-
fenden Ausführungen in der vorinstanzlichen Verfügung zu verweisen ist.
Bezüglich seiner gesundheitlichen Probleme ist anzumerken, dass diese
nicht von einer derartigen Schwere sind, dass aus humanitären Gründen
von einer Überstellung nach Spanien abgesehen werden müsste. Im Übri-
gen verfügt Spanien über eine ausreichende medizinische Infrastruktur,
welche der Beschwerdeführer im Bedarfsfall in Anspruch nehmen kann.
Ein Selbsteintritt aus humanitären Gründen (Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO
i.V.m. Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) ist bei dieser Sachlage nicht angezeigt.
6.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Gesuch um Er-
teilung der aufschiebenden Wirkung ist gegenstandslos geworden.
7.
7.1 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-
weist sich mit vorliegendem Urteil als gegenstandslos.
7.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist – ungeachtet der nicht nachgewiesenen
Bedürftigkeit – abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vorste-
henden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen sind. Die Ver-
fahrenskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1
VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1‒3 des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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