Decision ID: e972461b-b71e-5d0d-a09a-48d9f86cfced
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 27. September 2017 in der Schweiz um
Asyl nachsuchte,
dass er am 10. Oktober 2017 zu seiner Person, zu seinem Reiseweg und
zu seinen Asylgründen befragt wurde (Befragung zur Person [BzP], SEM
Akten A3/12),
dass der Beschwerdeführer, arabischer Ethnie und aus Kamishli stam-
mend, zur Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen vortrug, es
gebe in Syrien weder Sicherheit noch eine Zukunft und seine Eltern seien
um ihn besorgt gewesen wegen dem Militärdienst,
dass er seit dem Jahre 2014 zwar im Besitz eines Militärbüchleins gewe-
sen, aber noch nicht zum Militärdienst ausgehoben worden sei und ein ent-
sprechendes Aufgebot aufgrund seines Studiums drei Mal habe verschie-
ben können,
dass er seit dem Erhalt des Militärbüchleins im Jahre 2014 (medizinische
Musterung) von den Militärbehörden niemals mehr kontaktiert worden sei,
ausser dass er ein Büro habe aufsuchen müssen, um die Verschiebungen
in seinem Militärbüchlein abstempeln zu lassen,
dass, falls er die Prüfungen des ersten Studienjahres ein zweites Mal nicht
bestanden hätte, eine weitere Verschiebung nicht hätte gewährt werden
können,
dass er keine sonstigen Probleme mit den Behörden oder Privatpersonen
in seinem Heimatland gehabt habe,
dass er anfangs März 2016 sein Heimatland über die Türkei und Griechen-
land verlassen habe,
dass er sich bei einer Rückkehr nach Syrien vor dem Militärdienst fürchte,
dass er am 24. August 2018 vertieft zu seinem Asylgesuch angehört wurde
(A14/15) und dabei zur Hauptsache darlegte, der letzte Aufschub für die
Aushebung zum Militärdienst habe bis zum 15. März 2016 gegolten und er
habe sich davor gefürchtet, in eine Kontrolle zu geraten und anschliessend
in den Militärdienst eingezogen zu werden, was bedeutet hätte, dass er
gezwungen worden wäre, eigene Landsleute zu töten, was er nicht gewillt
gewesen sei zu tun,
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dass dies keine syrische Armee, sondern die Armee der Regierung sei, die
ihr Volk töte,
dass er bei einer Rückkehr nach Syrien wegen seiner illegalen Ausreise
und dem Militärdienstversäumnis bestraft würde und er lieber hier (in der
Schweiz) sterben würde, als in Syrien bestraft und gefoltert zu werden,
dass das SEM mit Verfügung vom 6. März 2020 feststellte, der Beschwer-
deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte,
seine Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegwei-
sung aufgrund dessen Unzumutbarkeit zugunsten einer vorläufigen Auf-
nahme aufschob,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. April 2020 gegen diese
Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben liess mit
den Rechtsbegehren, die Verfügung der Vorinstanz sei in den Ziffern 1. bis
und mit 3. des Dispositivs aufzuheben, es sei seine Flüchtlingseigenschaft
festzustellen und die Vorinstanz anzuweisen, ihm Asyl zu gewähren,
dass eventualiter festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung un-
zulässig sei,
dass subeventualiter die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklä-
rung sowie zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei,
dass die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen, auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses zu verzichten und ihm in der Person des Unter-
zeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen sei,
dass der Beschwerde eine Bestätigung der zuständigen Gemeindebe-
hörde vom 16. März 2020 zur finanziellen Mittelosigkeit des Beschwerde-
führers beigelegt wurde,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 29. April 2020 dem
Beschwerdeführer den Eingang der Beschwerde bestätigte,
dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2020 die
mit der Beschwerde vom 8. April 2020 gestellten Gesuche um Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung, um Beigabe eines amtlichen Rechts-
beistandes und um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht abwies und
verfügte, der Beschwerdeführer habe bis zum 25. Mai 2020 zugunsten der
Gerichtskasse einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– zu leisten, unter der
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Androhung, bei Ausbleiben der Zahlung und unveränderter beziehungs-
weise nicht wesentlich veränderter Sachlage werde auf die Beschwerde
nicht eingetreten,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Mai 2020 darum er-
suchte, die Zwischenverfügung vom 8. Mai 2020 wiedererwägungsweise
aufzuheben und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,
dass er weiter die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und die
Bestellung seines Rechtsvertreters als unentgeltlicher Rechtsbeistand be-
antragte,
dass eventualiter eine angemessene Nachfrist zur Bezahlung des Kosten-
vorschusses zu gewähren sei,
dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 28. Mai 2020
feststellte und in Erwägung zog, die in der Eingabe vom 25. Mai 2020 er-
hobenen Begründungselemente seien in ihrem Kerngehalt bereits mit der
Beschwerdeerhebung vorgetragen und deren rechtserheblichen Aspekte
in der Zwischenverfügung des Gerichts vom 8. Mai 2020 geprüft worden,
dass demnach eine nachträgliche wesentliche Veränderung der Sachlage
nicht ersichtlich sein dürfte,
dass daran auch die als Beweismittel eingereichte Kopie eines Marschbe-
fehls aus dem Jahre 2020 in entscheidrelevanter Hinsicht offenkundig
nichts ändern dürfte,
dass sich die Ausführungen in der Eingabe vom 25. Mai 2020 als rein ap-
pellatorische Kritik an der Verfügung vom 8. Mai 2020 ausnehmen und an
dieser wiedererwägungsrechtlich nichts ändern dürften,
dass damit keine wiedererwägungsrechtliche Veränderung der Sachlage
seit Ergehen der Zwischenverfügung vom 8. Mai 2020 vorliegen dürfte,
dass die Instruktionsrichterin verfügte, das Gesuch um wiedererwägungs-
weise Aufhebung der Zwischenverfügung vom 8. Mai 2020 werde abge-
wiesen, der Beschwerdeführer habe innert drei Tagen ab Erhalt dieser Zwi-
schenverfügung den einverlangten Kostenvorschuss zugunsten der Ge-
richtskasse einzuzahlen und bei Ausbleiben der Zahlung werde auf die Be-
schwerde nicht eingetreten,
dass der Kostenvorschuss innert der Notfrist geleistet wurde,
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Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem für die Behandlung
von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM zuständig ist, wobei das
Gericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig entscheidet, ausser – was vor-
liegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht
(vgl. Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG und Art. 83 Bst. d
Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass für das vorliegende Verfahren das bisherige Recht gilt (vgl. Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September
2015),
dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist und der
Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat,
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdi-
ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und da-
her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 und aArt. 108
Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt,
dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass nach Prüfung der Aktenlage der Sachverhalt, den der Beschwerde-
führer für sein Asylgesuch geltend zu machen beabsichtigte, vom SEM un-
ter Einhalten der massgeblichen Verfahrensvorschriften rechtsgenüglich
erstellt worden ist,
dass demnach das Eventualbegehren, die Sache sei zur rechtsgenügli-
chen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung an das SEM
zurückzuweisen, abzuweisen ist,
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dass vorab festzustellen gilt, dass mit der Beschwerde der wesentliche
rechtliche Unterschied zwischen einerseits der Erhebung und Feststellung
des rechtserheblichen Sachverhaltes und andererseits der – unter recht-
sprechungsrelevanter Berücksichtigung des länderspezifischen Kontextes
– rechtskonformen Würdigung des geltend gemachten Sachverhalts zu-
mindest teilweise verkannt zu werden scheint,
dass sich im Weiteren die in der Beschwerde in diesem Zusammenhang
vorgebrachte Rüge, die Feststellung des SEM, der Beschwerdeführer
habe (lediglich) zu befürchten gehabt, (zum Militärdienst) angeworben zu
werden, sei schlicht falsch, da er (in Wirklichkeit) bereits einen Marschbe-
fehl erhalten habe, in den Akten keine hinreichende Stütze findet,
dass das SEM bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten
persönlichen Situation in der angefochtenen Verfügung vielmehr zu Recht
festgehalten hat, es könne (zwar) tatsächlich nicht ausgeschlossen wer-
den, dass er in die Armee rekrutiert worden wäre, wenn er in Syrien ver-
blieben wäre,
dass aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen
Verfahren und der vorinstanzlichen Aktenlage jedoch nicht erkennbar wird,
der Beschwerdeführer wäre vor seiner Ausreise aus Syrien konkret und
formell zur Rekrutierung in den Militärdienst aufgeboten worden,
dass demnach mit der Folgerung in der angefochtenen Verfügung einig zu
gehen ist, die Umstände seien für die syrischen Behörden nicht gegeben
gewesen, den Beschwerdeführer als Refraktär oder Deserteur zu betrach-
ten,
dass es im Übrigen, wie nachfolgend aufgezeigt, nach geltender Recht-
sprechung für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft ohnehin nicht
erheblich wäre, ob bereits ein gültiger Marschbefehl zur Nachachtung der
militärischen Dienstpflicht vorgelegen hätte,
dass zudem der Einwand in der Beschwerde, die Feststellung des SEM,
wonach der Beschwerdeführer nie politisiert worden sei, sei ebenfalls
schlicht falsch, da er sich anlässlich seiner Anhörung zu den Asylgesuchs-
gründen bezüglich der syrischen Armee sehr wohl regimekritisch geäussert
und er wohl einmal an einer Demonstration teilgenommen habe, jedenfalls
im Zusammenhang der Frage der Erstellung des rechtserheblichen Sach-
verhaltes nicht als stichhaltig zu gelten hat,
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dass die entsprechende Feststellung des SEM offensichtlich nicht zu be-
anstanden ist, wenn der Beschwerdeführer wiederholt explizit zu Protokoll
gab, in Syrien nie jemals politisch aktiv gewesen zu sein (Akten SEM A3/12
Pt. 7.01, A14/15 F79),
dass das Vorbringen, der Beschwerdeführer habe sich anlässlich seiner
Anhörung zu den Asylgesuchsgründen bezüglich der syrischen Armee sehr
wohl regimekritisch geäussert und er habe wohl einmal an einer Demonst-
ration teilgenommen, nachstehend im Rahmen der Würdigung des geltend
gemachten Sachverhaltes zu prüfen ist,
dass die weiteren in der Beschwerde in verschiedener Hinsicht vorge-
brachten Einwände gegen die angefochtene Verfügung offenkundig nicht
– wie geltend gemacht – als Rügen der Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör durchzudringen vermögen,
dass etwa der Umstand, dass die angefochtene Verfügung in französischer
Sprache erging, vorliegend nicht als Verletzung des rechtlichen Gehörs zu
werten ist, wenn trotz der französischsprachigen Verfügung offenbar ohne
Weiteres Beschwerde erhoben werden konnte,
dass zudem die in der Beschwerde als blosse Mutmassungen erhobenen
Einwände, wonach die den angefochtenen Entscheid verfassende Person
der deutschen Sprache, in der die gesamten Vorakten gehalten sind, für
diese Aufgabe nicht hinreichend mächtig sein könnte, aufgrund der Akten-
lage keine Stütze finden,
dass die für diese Einwände herangezogenen Aspekte (versehentliche
Nennung der gemeinsamen Ausreise mit der Familie, Feststellung der
Nichtpolitisierung des Beschwerdeführers, fehlendes Dispositiv in deut-
scher Sprache, fehlende Prüfung von subjektiven Nachfluchtgründen und
der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges) keine Rückschlüsse auf
die Sprachkenntnisse der die angefochtene Verfügung verfassende Per-
son zulassen,
dass diese Aspekte jedenfalls weder eine Verletzung der Untersuchungs-
pflicht noch eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalte des An-
spruchs auf rechtliches Gehör zu begründen vermögen,
dass abgesehen davon, wie nachstehend auszuführen ist, die erhobenen
Einwände, soweit sie einer materiellen Würdigung zugänglich sind, einer
rechtlichen Prüfung ohnehin nicht standhalten,
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dass sich der in der Beschwerde erhobene Vorwurf, es werde aufgrund
dieser Aspekte der Eindruck erhärtet, dass die (in den Befragungs- und
Anhörungs-Protokollen) in deutscher Sprache übersetzten Aussagen des
Beschwerdeführers von der entscheidfällenden Person nicht verstanden
worden seien, zumindest als hinreichend gewagt ausnimmt,
dass der weitere Einwand, die Aussagen des Beschwerdeführers seien zu-
mindest nur in ungenügender Weise gewürdigt worden, nicht die Frage der
zureichenden Begründungspflicht unter dem Teilgehalt des Anspruchs auf
rechtliches Gehör beschlägt, sondern die materiellrechtliche Würdigung
des dargelegten Sachverhaltes,
dass dem Gericht der Beweggrund des Vorbringens in der Beschwerde,
die vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Beweismittel seien im Ent-
scheid des SEM mit keinem Wort erwähnt worden, verschlossen bleiben
muss, wenn in der angefochtenen Verfügung unter II Pt. 3. alle wesentli-
chen vom Beschwerdeführer beim SEM eingereichten Beweismittel nicht
nur mit einem abstrakten Hinweis auf die Aktenstücke, sondern einzeln na-
mentlich aufgeführt werden,
dass hierzu anzumerken ist, dass in der angefochtenen Verfügung das in
die vorinstanzliche Akten als Beweismittel Nr. 2 aufgenommene Dokument
richtigerweise als "attestation de report" bezeichnet wird und nicht wie auf
dem Beweismittelumschlag zumindest militärverwaltungsrechtlich nicht
den üblichen formellen Anforderungen entsprechend vermerkt als "Aufge-
bot Militärdienst" übernommen wurde (A11),
dass dieser Umstand im Übrigen auch aufzeigt, dass die Person, die den
vorinstanzlichen Entscheid verfasst hat, der deutschen Sprache sehr wohl
hinreichend mächtig sein muss, wenn sie die Bedeutung dieses Dokumen-
tes aus den zum Teil etwas verworren anmutenden Angaben des Be-
schwerdeführers korrekt zu eruieren im Stande war (vgl. A14/15 F51, F52
und F70),
dass insbesondere auch deshalb nicht von einer relevanten Verletzung der
Begründungspflicht gesprochen werden kann, wenn dem Beschwerdefüh-
rer offenbar ohne relevante rechtliche Nachteile eine sachbezogene An-
fechtung des Asylentscheids möglich war,
dass insgesamt keine Gründe ersichtlich sind, inwiefern der Anspruch auf
rechtliches Gehör in einem seiner Teilgehalte verletzt wäre und sich eine
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz nicht begründen lässt,
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dass sich demzufolge das Eventualbegehren, die Sache sei zur rechts-
genüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung an die
Vorinstanz zurückzuweisen, abzuweisen ist und das Gericht in der Sache
zu entscheiden hat (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG),
dass gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich
Asyl gewährt und Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder
im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-
nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ih-
rer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder
begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG), wobei als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken, gelten (Art. 3 Abs. 2 AsylG),
dass gemäss Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder
zumindest glaubhaft zu machen ist und diese glaubhaft gemacht ist, wenn
die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für
gegeben hält,
dass in der Beschwerde verkannt zu werden scheint, dass die Prüfungskri-
terien betreffend Art. 3 EMRK und Art. 3 AsylG nicht deckungsgleich sind
und eine Feststellung der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges auf-
grund einer drohenden Verletzung der in Art. 3 EMRK verbrieften Schutz-
norm nicht zwingend auf einem landesrechtlich vorgesehenen Verfol-
gungsmotiv gemäss Art. 3 AsylG zu basieren hat,
dass das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Er-
kenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den
Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit
nicht genügen, und es mit den Ausführungen in der Beschwerdeschrift
nicht gelingt, dem in entscheidwesentlicher Hinsicht Stichhaltiges entge-
genzusetzen,
dass, wie bereits festgestellt, das SEM aufgrund der vorinstanzlichen Ak-
tenlage zu Recht erwog, für die syrischen Behörden habe es keinen Anlass
gegeben, den Beschwerdeführer als Refraktär oder Deserteur zu betrach-
ten,
dass das SEM aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers auch von
offenkundig fehlenden subjektiven Nachfluchtgründen ausgehen konnte
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und der in der Beschwerde erhobene Einwand, das SEM habe das Vorlie-
gen subjektiver Nachfluchtgründen nicht geprüft, ins Leere stösst,
dass das Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, der Beschwerdeführer
habe sich anlässlich seiner Anhörung zu den Asylgesuchsgründen bezüg-
lich der syrischen Armee sehr wohl regimekritisch geäussert und wohl ein-
mal an einer Demonstration teilgenommen, nicht zu verfangen vermag,
dass aus den blossen Aussagen des Beschwerdeführers, er sei nicht ge-
willt gewesen, eigene Landsleute zu töten, und die Armee sei keine syri-
sche, sondern die der Regierung, die ihr Volk töte, in Berücksichtigung sei-
nes gesamten Aussageverhaltens offenkundig nicht auf ein flüchtlings-
rechtlich relevantes politisiertes Profil geschlossen werden kann, wenn er
im Rahmen der Befragung zur Person und der vertieften Anhörung mehr-
fach ausdrücklich bestätigte, in seinem Heimatland nicht politisch aktiv ge-
wesen zu sein,
dass der Beschwerdeführer zudem zur Frage nach der Teilnahme an De-
monstrationen zu Protokoll gab, es könne sein, dass er nur einmal mit den
Demonstranten mitgegangen sei, daraus jedoch keine irgendwie gearteten
Probleme entstanden seien (A14/15 F80 und F81),
dass er – abgesehen von der Befürchtung einer allfälligen künftigen Einbe-
rufung in den Militärdienst – mit den syrischen Behörden keine Probleme
und auch keinen Kontakt mit dem syrischen Geheimdienst gehabt habe
(A14/15 F76, F82) und niemand aus seiner Familie Probleme mit dem sy-
rischen Regime gehabt habe (A14/15 F83),
dass demnach entgegen der vorgebrachten Sichtweise in der Beschwerde
das SEM begründeterweise implizit davon ausgegangen ist, dass offen-
sichtlich auch keine subjektiven Nachfluchtgründe gegeben sind,
dass der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe vom 25. Mai 2020 ein als
neuen Marschbefehl bezeichnetes Dokument in Kopie zu den Akten reichte
und ausführte, er sei bemüht, das Original des Marschbefehls aus dem
Jahre 2020 in die Schweiz beschaffen zu lassen und werde bei entspre-
chendem Gelingen das Beweismittel im Original zu den Akten reichen,
dass abgesehen davon, dass dem in Kopie eingereichten Dokument ein
geringer Beweiswert zuzumessen ist, die Nachreichung des Originals des
Marschbefehls nicht abgewartet zu werden braucht, da dies an der rechtli-
chen Sachlage ohnehin nichts zu ändern vermöchte,
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dass selbst aus dem Vorliegen einer authentischen Vorladung an das Rek-
rutierungsamt al-Kamishli und in Berücksichtigung der gegebenen persön-
lichen Faktoren nach gefestigter geltender Rechtsprechung zur Frage der
Refraktion im länderspezifischen Kontext Syriens keine subjektiven Nach-
fluchtgründe abgeleitet werden könnten, die den Beschwerdeführer bei ei-
ner Rückkehr in sein Heimatland treffen könnten,
dass die mit der Rechtsmitteleingabe erhobenen Einwände in materieller
Hinsicht vornehmlich die rechtliche Würdigung von Desertion, Refraktion
und illegaler Ausreise im syrischen Kontext betreffen,
dass dazu eine gefestigte Rechtsprechung besteht, die mit der generellen
Kritik – teilweise an der Art und Weise der eingefügten Hinweise auf diese
Rechtsprechung – sowie Mutmassungen hinsichtlich der Beurteilung län-
derspezifischer Quellen nicht in Frage gestellt werden kann,
dass gemäss Rechtsprechung im Grundsatzurteil BVGE 2015/3 vom
18. Februar 2015 – und seither in vielen weiteren Urteilen – festgestellt
worden ist, dass eine Wehrdienstverweigerung (Refraktion) oder Desertion
auch im Syrienkontext die Flüchtlingseigenschaft nicht per se zu begrün-
den vermag, sondern nur dann, wenn damit eine Verfolgung im Sinne von
Art. 3 Abs. 1 AsylG verbunden sei (vgl. ausführlich BVGE 2015/3 E. 6.7.3),
dass vorliegend keine solche vergleichbare Konstellation vorliegt,
dass im syrischen Kontext auch eine illegale Ausreise per se praxisgemäss
keine flüchtlingsrechtliche Relevanz entfaltet, sofern keine Verfolgungssi-
tuation im Sinne von Art. 3 AsylG und keine besondere individuelle Vorbe-
lastung vorliegen (vgl. zur diesbezüglichen Praxis des Bundesverwaltungs-
gerichts etwa die Urteile E-3692/2016 vom 13. Oktober 2017 E. 4.7,
E-5587/2017 und E-5790/2017 vom 5. Dezember 2017 E. 6.4, je mit wei-
teren Hinweisen),
dass sich aus den vorliegenden Akten – wie vorstehend festgestellt – keine
Hinweise auf eine Verfolgungssituation des Beschwerdeführers im Sinne
von Art. 3 AsylG vor seiner Ausreise aus Syrien oder eine besondere indi-
viduelle relevante Vorbelastung ergeben,
dass in der Beschwerde mit Verweis auf das Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts D-1242/2010 vom 4. Januar 2013 E. 6.3.9 vorgebracht wird,
der Beschwerdeführer habe im Falle einer Rückkehr (nach Syrien) auf-
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grund der illegalen Ausreise, der Verweigerung des obligatorischen Militär-
dienstes sowie der kurdischen Ethnie mit einem Verhör zu rechnen und zu
befürchten, dass die syrischen Sicherheitsbehörden auch auf Gewaltme-
thoden zurückgreifen würden,
dass der Verweis auf dieses Urteil vorliegend schon deshalb wenig sach-
dienlich erscheint, da es zwei Jahre vor dem Grundsatzurteil BVGE 2015/3
vom 18. Februar 2015 erging und sich damit nicht auf die aktuell geltende
Rechtsprechung stützen konnte,
dass der Verweis auf dieses Urteil zudem aufgrund einer wesentlichern un-
terschiedlichen Sachverhaltskonstellation unbehelflich ist,
dass im entsprechenden Urteil unter E. 6.3.9 ausgeführt wurde, "dass der
Beschwerdeführer im Falle seiner Rückkehr aufgrund seines Fernbleibens
im Militär, seines exilpolitischen Engagements i.V.m. mit dem Umstand,
dass die kurdische Minderheit einem ständigen Misstrauen der syrischen
Behörden ausgesetzt ist" ... "mit einem Verhör zu rechnen hat. Gegen-
stand eines solchen könnten entweder seine eigenen exilpolitischen Tätig-
keiten sein oder aber seine (vermeintlichen) Kontakte zu Oppositionellen
oder Kenntnisse der Exilszene in der Schweiz." (Ende Zitat),
dass abgesehen davon, dass vorliegend der Beschwerdeführer gerade
nicht kurdischer Ethnie ist, insbesondere ein exilpolitisches Engagement
nicht aktenkundig gemacht ist,
dass keine Notwendigkeit besteht, auf die weiteren in der Beschwerde er-
hobenen Einwände und Ausführungen im Einzelnen einzugehen, da sie
nach dem oben Ausgeführten am Prüfungsergebnis in entscheidwesentli-
cher Hinsicht keine andere Betrachtungsweise zuzulassen vermögen,
dass das SEM zu Recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers
verneint, das Asylgesuch abgelehnt und die Wegweisung aus der Schweiz
verfügt hat,
dass hinsichtlich des selbständigen Begehrens, es sei die Unzulässigkeit
des Wegweisungsvollzuges festzustellen, ein diesbezügliches Rechts-
schutzinteresse fehlt,
dass die Wegweisungsvollzugshindernisse gemäss Art. 44 AsylG und
Art. 83 Abs. 1 AIG (SR 142.20) alternativer Natur sind und gegen eine all-
fällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahme wiederum die Beschwerde an
das Bundesverwaltungsgericht offensteht (vgl. Art. 112 Abs. 1 AIG i.V.m.
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Art. 49 VwVG), wobei in jenem Verfahren sämtliche Vollzugshindernisse
von Amtes wegen und nach Massgabe der dannzumal herrschenden Ver-
hältnisse von Neuem zu prüfen sind (vgl. BVGE 2009/51 E. 5.4 m.H.a.
EMRK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 f., EMARK 1997 Nr. 27 S. 205 ff.),
dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme – oder deren konkrete Be-
gründung – im vorliegenden Verfahren praxisgemäss nicht zu überprüfen
ist,
dass daran – wie in der Beschwerde vorgebracht – nichts zu ändern ver-
mag, wenn das SEM in ähnlich gelagerten Fällen wie dem vorliegenden
die vorläufige Aufnahme wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzu-
ges angeordnet haben mag,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den
rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106
Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde, wie dargelegt, in Berücksichti-
gung der vorliegend massgeblichen in der Schweiz als gefestigt geltenden
Rechtsprechung als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist, soweit da-
rauf einzutreten ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der
in diesem Betrag geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfah-
renskosten zu verwenden ist.
(Dispositiv nächste Seite)
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