Decision ID: a804f60d-2f3e-539d-a09b-38191d18f873
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Eritrea am (...) verliess und nach längerem Aufenthalt in Italien am 24. November 2008 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,
dass er am 3. Dezember 2008 im B._ summarisch befragt und am 30. Dezember 2008 vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wurde, wobei ihm das Bundesamt gleichzeitig das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung nach Italien gewährte,
dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches  machte, er sei in Äthiopien bei seiner Grossmutter  aufgewachsen, kenne seine im Jahre (...) verstorbene Mutter nur von Bildern her und habe seinen eritreischen Vater erst im Jahre (...) kennengelernt,
dass sein Vater (...) aufgefunden worden sei und er sich für dessen Begräbnis nach Eritrea begeben habe,
dass er anschliessend aufgrund des zwischenzeitlich ausgebrochenen Krieges nicht mehr habe nach Äthiopien zurückkehren können und (...) in Eritrea zwangsrekrutiert worden sei,
dass er (...) anlässlich eines Militärurlaubes grundlos für (...) Monate in Haft genommen worden sei und sich nach der Freilassung zu seiner Einheit zurückbegeben habe,
dass er am (...) wegen Schikanen, Strafen und unmenschlicher  desertiert sei und mit Hilfe von zwei vermögenden Freunden Eritrea illegal verlassen habe,
dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten verwiesen wird,
dass der Beschwerdeführer trotz wiederholter Aufforderungen keine Reise- oder Identitätspapiere zu den Akten reichte, sondern lediglich einen Militärausweis,
dass das BFM mit Verfügung vom 13. Mai 2009 – eröffnet am 19. Mai 2009 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgeset-
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zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug ,
dass für die Begründung der angefochtenen Verfügung auf die  Erwägungen verwiesen wird,
dass der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin mit per Fax (20. Mai 2009) beziehungsweise per Post (Poststempel: 22. Mai 2009) dem Bundesverwaltungsgericht zugestellter Rechtsmitteleingabe in materieller Hinsicht – unter Kosten- und Entschädigungsfolge – das Eintreten auf das Asylgesuch, die Feststellung der  und die Gewährung von Asyl, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges unter Gewährung der vorläufigen Aufnahme sowie die Rückweisung der  an die Vorinstanz beantragt,
dass er in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege beantragt,
dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Mai 2009 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der  auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den  als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240f),
dass mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragt werden,
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie des  materiell geprüft hat, weshalb dem  diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend , um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Vorinstanz das Nichteintreten auf das Asylgesuch des  gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG damit , dieser habe sich vor Einreichung des Asylgesuches in Italien aufgehalten, was durch den Besitz der italienischen  belegt werde,
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dass es sich bei Italien als Mitgliedstaat der Europäischen Union um einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handle und die italienischen Behörden einer Rückübernahme zugestimmt hätten,
dass keiner der in Art. 34 Abs. 3 Bst. a-c genannten , welche die Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG  würden, erfüllt sei,
dass die in der Schweiz lebende (...) des Beschwerdeführers keine nahe Angehörige und auch keine Person sei, zu welcher der  eine enge Beziehung habe (Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG),
dass der Gesetzgeber mit der Bestimmung von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG, welche die Anwendung des Nichteintretenstatbestandes bei  erfüllter Flüchtlingseigenschaft ausschliesst, nicht  Personen habe begünstigen wollen, welche den Schutz der Schweiz nicht benötigten, weil sie bereits in einem Drittstaat Asyl  haben,
dass schliesslich auch keine Hinweise vorliegen würden, dass in  kein effektiver Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG bestehe (Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass die Vorinstanz somit zwar feststellt, bei der in der Schweiz  (...) des Beschwerdeführers handle es sich nicht um eine nahe Angehörige und auch nicht um eine Person, zu welcher der  eine enge Beziehung habe, eine Begründung hierfür jedoch gänzlich fehlt und den Akten nicht zu entnehmen ist, wie die  zu diesem Schlusse kommt,
dass aktenmässig einzig erstellt ist, dass zumindest seit der Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz regelmässige und intensive Kontakte stattfinden und in der Beschwerde angeführt wird, der  habe sich aufgrund des Kontaktes mit der (...) für das Stellen eines Asylgesuches in der Schweiz entschieden,
dass weder in der Erstbefragung noch in der Anhörung abgeklärt , wie eng die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und (...) vor seiner Einreise in die Schweiz war,
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dass im Asylverfahren der Sachverhalt jedoch grundsätzlich von  wegen festzustellen (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG) ist und der Beschwerdeführer seine Mitwirkungspflicht erfüllt hat, indem er von Anfang an (...) erwähnte und bei der Anhörung angab, er wolle nicht nach Italien zurückkehren, sondern in der Schweiz bleiben, weil hier (...) zu ihm schauen könne,
dass die angefochtene Verfügung nach dem Gesagten zu kassieren und die Vorinstanz anzuweisen ist, im Lichte der Praxis des  (vgl. namentlich BVGE D-395/2009 vom 12. Mai 2009, E. 5.3) Abklärungen zur Beziehung zwischen dem  und (...) in der Schweiz zu treffen und die entsprechenden  zu würdigen,
dass sich zudem die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung auch nicht ansatzweise mit den Asylvorbringen des Beschwerdeführers  und zur Frage, ob die Flüchtlingseigenschaft  erfüllt ist oder nicht, keine Stellung nimmt,
dass dies eine Verletzung der sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen  vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 35 Abs. 1 VwVG) ergebenden Begründungspflicht darstellt, da der Betroffene die Verfügung nicht sachgerecht anfechten konnte,
dass die Beschwerde, soweit darauf einzutreten war, demnach im  der Erwägungen gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 13. Mai 2009 aufzuheben und die Sache zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten  sind (Art. 63 Abs. 1-3 VwVG), womit das Gesuch um  der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos wird,
dass dem vertretenen Beschwerdeführer angesichts seines Obsiegens eine Parteientschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 VwVG und Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]),
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dass der Vertretungsaufwand im vorliegenden Verfahren zuverlässig aufgrund der Akten abgeschätzt werden kann, weshalb auf das  einer Kostennote verzichtet wird,
dass ausgehend von einem notwendigen Zeitaufwand der  von 3 Stunden dem Beschwerdeführer eine insgesamt auf Fr. 500.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzende, von der Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 10 und Art. 14 Abs. 2 VGKE),
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Considerations: