Decision ID: 3d8713fb-4172-4838-9989-ddbb7b764ca3
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1998,
weist eine niedrige Intelligenz und eine leichte Störung des Sozialverhaltens auf (
Urk.
6/30 S. 1).
Am 2
9.
Oktober 2012 meldete sich die Versicherte erstmals als Minderjährige bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug (Massnahmen für die berufliche Eingliederung) an (
Urk.
6/3).
Die im Frühling 2013 aufgenommene IV-Berufsberatung wurde im Juli 2014 mangels Ausbildungsfähigkeit abgeschlossen, worauf die Versicherte für ein Schuljahr ins
Y._
eintrat. Im Dezember 2014 wurde die Versicherte erneut bei der Berufsberatung der Invalidenversicherung angemeldet, um Aus
bildungsmöglichkeiten zu prüfen. Da der Schulverlauf von häufigen Absenzen und Nichteinhalten von Vorschriften geprägt war, wurde seitens der Berufsbe
ratung als Voraussetzung für die Durchführung einer Ausbildung die Bedingung gestellt, dass die Ve
rsicherte in der Lage sei, eine
regelmässige
Tagesstruktur
einzuhalt
en. Mangels erreichter Ausbildungsfähigkeit im Juni 2015 trat die Ver
sicherte für ein weiteres Jahr ins
Y._
ein, um auf den Antritt einer Aus
bildung vorbereitet zu werden, mit Fokus auf ein
em
Arbeitstraining. Mangels Volljährigkeit
der Versicherten
verzichtete die IV-Stelle auf eine Rentenprüfung (
Urk.
6/30 S. 1) und teilte am 2
6.
Juni 2015 mit, dass sie die Kostengutsprache für die erstmalige berufliche Ausbildung verweiger
e
und die Berufsberatung ab
schliesse (
Urk.
6/29). Am
6.
Juli 2015 beschloss die Sekundarschulpflege
Z._
die Weiterführung des Sonderschulsetting
s
für die Versi
cherte und erteilte Kostengutsprache für das Schuljahr 2015/2016 im
Y._
(
Urk.
6/33). Am 1
4.
Juli 2015 erhob der Vater des Versicherten Einw
ä
nd
e
gegen den Abschluss der Berufsberatung (
Urk.
6/34). Die Helferkonferenz vom 2
3.
Novem
ber 2015 ergab als Ziel, dass die Versicherte innert nützlicher Frist eine IV-gestützte Ausbildung beginnen könne (
Urk.
6/43).
1.2
Mit Schreiben vom
7.
Januar 2016 (
Urk.
2/4 =
Urk.
6/44) beantragte die
Versi
cherte
, dass ihr Rentenanspruch bereits jetzt vor allfälligen Eingliederungs
mass
nahmen zu überprüfen sei
. Am 2
0.
Januar 2016 teilte die IV-Stelle mit, dass zur
zeit die Abklärung in Bezug auf berufliche Massnahmen durchgeführt werde, weshalb sie eine Rentenprüfung nicht einleiten könne (
Urk.
2/5 =
Urk.
6/45). Mit E-Mail vom 2
5.
Januar
2016
(
Urk.
2/6 =
Urk.
6/46) hielt die Versicherte an ihrem Antrag auf Rentenprüfung fest und verlangte im
Ableh
nungsfall
den Er
lass einer Verfügung. Mit Schreiben vom 2
8.
Januar 2016 (
Urk.
2/7 =
Urk.
6/47) hielt die IV-Stelle fest, dass aktuell eine
Eingliederungs
fähigkeit
bestehe, wes
halb sie keine Rentenprüfung einleite und den
Berufsbe
ratungsprozess
fortsetze.
Am 2
9.
Januar 2016 bestätigte die IV-Stelle, dass sie zum aktuellen Zeitpunkt keine Verfügung betreffend Rentenprüfung erstellen werde (
Urk.
2/3 =
Urk.
6
/48).
2.
Am 2
9.
Januar 2016 erhob die Versicherte Beschwerde wegen
Rechtsverzöge
rung
und Rechtsverweigerung und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Ansprüche der Beschwerdeführerin, insbesondere die
Renten
frage
,
umfassend zu überprüfen beziehungsweise die Rentenprüfung an die Hand
zu nehmen. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihren
E
ntscheid über die
se Ansprüche in einer beschwerdefähigen Verfügung zu er
lassen (
Urk.
1 S.
2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
März
2016 (
Urk.
5) bean
tragte die
Be
schwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde.
Mit Schreiben vom
6.
Mai 201
6
(
Urk.
8) teilte
die Beschwerdegegnerin
mit, dass die
Einglie
derungs
be
müh
ungen
erfolgreich verlaufen seien, und reichte
die
Kostengutspra
che
vom
4.
Mai 2016 (
Urk.
9/1) für die Kosten des Arbeitstrainings im Sinne ei
ner Vorbereitung auf die erstmalige berufliche Ausbildung im Bereich Detail
handel bei der Stif
tung
A._
vom
1
7.
Mai bis 3
1.
Juli 2016 ein.
Am 2
4.
Mai 2016 reichte die Beschwerdeführerin eine weitere Stellungnahme ein,
welche der
Beschwerde
gegnerin
am 2
7.
Mai 2016 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (
Urk.
13), und
worin sie an den gestellten Anträgen festhielt (
Urk.
12).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
blei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werb
s
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.3
Eine Verletzung von
Art.
29
Abs.
1
der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft
(BV)
- sowie gegebenenfalls von
Art.
6
Ziff.
1
der
Europäi
sche
n
Men
schenrechtskonvention
(
EMRK
;
BGE 130 I 174 mit Hinweisen) - liegt nach der Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn eine Gerichts- oder Ver
waltungsbehörde ein Gesuch, dessen Erledigung in ihre Kompetenz fällt, nicht an die Hand nimmt und be
handelt. Ein solches Verhalten einer Behörde wird in der Rechtsprechung als formelle Rechtsverweigerung bezeichnet. Art. 29
Abs.
1 BV ist aber auch ver
letzt, wenn die zuständige Behörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der Frist fasst, welche nach der Natur der Sa
che und nach der Gesamtheit der übrigen Umstände als ange
messen erscheint (sog. Rechtsverzögerung).
Für den Rechtsuchenden ist es unerheblich, auf welche Gründe - beispielsweise auf ein Fehlverhalten der Behörden oder auf andere Umstände - die Rechtsver
weigerung oder Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; entscheidend ist aus
schliesslich, dass die Behörde nicht oder nicht fristgerecht handelt (SVR 2001 IV Nr. 24 S. 73 f. E. 3a und b, BGE 124 V 130, 117
Ia
116 E. 3a, 197 E. 1c, 103 V 190 E. 3c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging davon aus, dass während der Abklärung berufli
cher Massnahmen
beziehungsweise im Berufsberatungsprozess
eine
Renten
prüfung
nicht eingeleitet werden könne. Die Beschwerdeführerin befinde sich weiterhin auf der Suche nach einer geeigneten Lehrs
telle
, wobei sie durch die Berufsberatung unterstützt werde. Diese stehe im Kontakt mit dem
Y._
, der aktuellen Schule der Beschwerdeführerin. Derzeit seien weiterhin Schnuppe
reinsätze in möglichen Ausbildungsbetrieben geplant. Zurzeit sei somit davon auszugehen, dass eine Ausbildungs- und Eingliederungsfähigkeit bestehe. Im Sommer 2015 sei die Berufsberatung vorübergehend eingestellt worden, da sich damals gezeigt habe, dass die Beschwerdeführerin per Sommer 2015 noch keine
Ausbildung antreten könne und ein weiteres Schuljahr benötige. Dieser Ent
scheid beziehe sich jedoch nicht auf die allgemeine Einschätzung der
Einglie
derungsfähigkeit
(
Urk.
2/5).
Gestützt auf die derz
eitige medizinische und beruf
liche Aktenlage sei die Beschwerdeführerin eingliederungsfähig und könne mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit eine ihren F
ähigkeiten entsprechende erst
ma
lige berufliche Ausbildung in Angriff nehmen. Der Umstand, dass Ausbil
dungen nicht monatlich, sondern meist einmal jährlich im Sommer begonnen werden könnte
n
, ändere nicht
s
an ihrer Eingliederungsfähigkeit. Solange diese bestehe, könne kein Rentenanspruch entstehen
, weshalb die Rentenfrage vorlie
gend erst nach Abschluss der beruflichen Massnahmen zu prüfen sei
(
Urk.
5 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
machte geltend
, dass der Rentenanspruch bereits jetzt zu prüfen sei, da
s
ie gemäss den einschlägigen IV-Akten zum jetzigen Zeitpunkt für eine Ausbildung noch nicht bereit und demnach noch nicht
einglie
de
rungs
fähig
sei. Trotz der in
Art.
28
Abs.
1
lit
. a IVG aufge
stellten negativen An
spruchsvoraussetzung der fehlenden
Eingliederungsfähig
keit
sei
die frühere Rech
t
sprechung weiterhin anwendbar, wonach der Renten
anspruch entstehe, wenn die versicherte Person nach Ablauf der einjährigen Wartezeit nicht oder noch nicht eingliederungsfähig sei, selbst wenn in Zukunft Eingliede
rungs
mass
nahmen beabsichtigt seien.
In
dem die Beschwerdegegnerin sich ausdrücklich weigere, das Verfahren um Rentenprüfung an die Hand zu nehmen und über die Ablehnung der Rentenprüfung eine Verfügung zu erlas
sen, liege eine
Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung
vor (
Urk.
1 S. 3 f.)
.
Aus den nach
träglich eingeleiteten, nun erfolgreich verlaufenen
Eingliede
rungsbemühungen
lasse sich nichts zu Gunsten der Beschwerdegegnerin ablei
ten, denn die Be
schwerdeführerin habe sich lediglich deshalb zur
Rechtsverzö
gerungs
- und
Rechts
verweigerungsbeschwerde
gezwungen gesehen, weil sich die
Beschwerde
gegnerin
ohne nachvollziehbaren Grund geweigert habe, eine beschwerdefähige Verfügung zu erlassen
(
Urk.
12).
3.
3.1
Aus
Art.
28
Abs.
1
lit
. a IVG geht die Priorität der Eingliederungsmassnahmen vor den Rentenleistungen hervor. Rentenleistungen werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder in bloss ungenügendem Masse eingegliedert
werden kann. Die IV-Stelle hat daher bei der erstmaligen Prüfung des
Leis
tungs
gesuches
von Amtes wegen abzuklären, ob vorgängig der Gewährung einer In
va
lidenrente Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind (Bundes
ge
setz über
die Invalidenversicherung, Meyer/
Reichmuth
,
3.
Auflage, Zürich 2014,
N 7 zu
Art.
28).
„Eingliederung vor Rente“ ist damit entgegen der Auffassung der Be
schwerde
führerin nicht ein blosses „Mantra“, sondern ein
auf
Bundesgesetz
be
ruh
ender
und
von der
bundesgerichtliche
n
Rechtsprechung
bestätigt
er Grund
satz.
Dieser Grundsatz bewirkt, dass vor der Durchführung von Eingliede
rungs
massnahmen eine Rente nur gewährt werden darf, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist. Genau dies - und keine darüber hinaus gehende
n
Ansprüche -
ist
der von der Be
schwerdeführerin angeführten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
11,
Urk.
12 S. 2
Ziff.
24)
zu entnehmen
, soweit diese einschlägig ist und zutreffend zitiert wurde (BGE 121 V 190 E. 4, BGE 122 V 77 E. 2, BGE 127 V 294 E.
4, Urteil des Bundesgerichts vom 2
9.
Juni 2009 9C_186/2009 E.
3.2).
Be
steht
Eingliede
rungsfähigkeit
, ist ein Rentenanspruch demnach ausge
schlossen
.
3.2
Aktenkundig und unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Erteilung der Kostengutsprache für die erstmalige berufliche Ausbildung am
4.
Mai 2016 (
Urk.
9/1) eingliederungsfähig war. Offensichtlich erfolgte die Ein
gliederung auch nicht gegen den Willen der Beschwerdeführerin, sondern auf deren ausdrückliches Gesuch hin (
Urk.
6/34). Aufgrund der bestehenden
Ein
glie
derungsfähigkeit
erweist sich ein Rentenanspruch demnach als ausge
schlossen (vor
stehend E. 1.1-1.2, E. 3.1).
3.3
Soweit die Beschwerdeführerin den Standpunkt vertritt, in der Phase davor und insbesondere im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung habe keine
Eingliede
rungs
fähigkeit
bestanden (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
4, S. 4
Ziff.
16,
Urk.
12 S. 2
Ziff.
24), ist zu
bemerken, dass selbst dann noch kein Anlass für eine Rentenprüfung vorgele
gen
hätte, zumal eine summarische Prüfung ergibt, dass es an der nöti
gen Dauer
haftigkeit des Gesundheitsschadens im Sinne von
Art.
8
Abs
0
. 1
ATSG
gefehlt hätte (vorstehend E. 1.1).
Aktenkundig ist sodann, dass die damals noch nicht volljährige Beschwerdefüh
rerin sich bereits im Zeitpunkt der Helferkonferenz vom 2
3.
November 2015 im Prozess der Berufsfindung befand, wobei sie bei ihren zahlreichen
Schnupper
bemühungen
von verschiedener Seite unterstützt wurde, mit dem Ziel, so bald wie möglich in eine Ausbildung übertreten zu können (
Urk.
6/43,
Urk.
9/2 S. 7). Im weiteren Verlauf (
Urk.
9/2 S. 8 ff.) mangelte es der Beschwerdeführerin an
fänglich an Offenheit, in verschiedenen Ausbildungsbetrieben ausserhalb des von ihr gewünschten Bereichs zu schnuppern, was sich aber bald änderte. Ins
besondere war bereits am 1
2.
Februar 2016 eine Bewerbung bei der Stiftung
A._
offen (
Urk.
9/2 S. 11 unten), für welche die Kostengutsprache am
4.
Mai 2016 schliesslich erteilt wurde. Dass angesichts dieser Aktenlage im Januar 2016 noch keine Eingliederungsfähigkeit vorgelegen haben soll, erscheint nicht
plausibel. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, wie in einem Zeitraum von nu
r
rund drei Monaten - ohne aktenkundige zusätzliche Massnahmen - plötz
lich eine
Eingliederungsfähigkeit hätte erreicht werden sollen. Auch unter die
sem Ge
sichts
punkt erscheint überwiegend wahrscheinlich, dass im Januar 2016 von einer
Ein
gliederungsfähigkeit
auszugehen war.
Bei dieser Aktenlage bestand für die Beschwerdegegnerin kein Anlass, parallel zum – im Übrigen engmaschig geführten (
Urk.
9/2 S. 3 ff.) -
Berufsberatungs
prozess
die Rentenprüfung einzuleiten. Der Verwaltung ist vielmehr für die von ihr von Amtes wegen durchzuführende Prüfung der Eingliederungsfähigkeit der notwendige Zeitraum zuzubilligen, ansonsten sie in ein verfrühtes
Rentenprü
fungsverfahren
gezwungen würde. Vorliegend wurde ein Rentenanspruch ak
ten
kundig erstmals am
9.
Dezember 2015 vom Rechtsvertreter der Beschwerde
füh
rerin überhaupt thematisiert (
Urk.
9/2 S.
8 Mitte) und ein Antrag auf
Ren
ten
prüfung
von ihm erstmals am
7.
Januar
2016 (
Urk.
6/44) gestellt. Bereits am
4.
Mai 2016 wurde der Beschwerdeführerin Kostengutsprache für die erstmalige berufliche Ausbildung erteilt und ein Taggeld einschliesslich Wartezeittaggeld zugesprochen (
Urk.
9/1,
Urk.
9/2 S.
2). Eine Rechtsverzögerung im Sinne einer nicht fristgerechten Behandlung des Antrags auf Rentenprüfung ist unter diesen Umständen in keiner Weise erkennbar. Inwiefern es sich im Übrigen dabei, wie von der Beschwerdeführerin behauptet, um nachträglich eingeleitete Massnah
men handeln soll (
Urk.
12 S.
2
Ziff.
23), ist aufgrund des gesamten Verlaufs (
Urk.
9/2 S.
3 ff.) nicht nachvollziehbar und wurde von der Beschwerdeführerin auch nicht näher ausgeführt.
3.4
Unklar bleibt, worauf sich der Antrag der Beschwerdeführerin bezieht, wonach di
e
Beschwerdegegnerin eine beschwerdefähige Verfügung hätte erlassen müs
sen (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
10, S. 4
Ziff.
14, S. 5
Ziff. Urk.
12 S. 3
Ziff.
25). Soweit er sich auf den Rentenentscheid als solchen bezieht, ergibt sich aus obigen Aus
führungen, dass sich
aufgrund
der bestehenden Eingliederungsfähigkeit ein Entscheid über den Rentenanspruch erübrigte. Soweit sie damit eine
verfahrens
leitende
Verfügung über die Aufnahme beziehungsweise Nichtaufnahme des
Ren
tenprüfungsverfahrens
verlangt
e
, stellte die Beschwerdegegnerin in ihren schriftlichen Mitteilungen wiederholt klar, dass sie kein diesbezügliches Ver
fahren aufnehmen werde.
Soweit diesbezüglich überhaupt eine
Verfügungs
pflicht
bestand, genügte die Beschwerdegegnerin ihr mit diesen Mitteilungen je
denfalls, da
aus mangelhaft eröffneten Verfügungen
den Betroffenen
kein Nachteil er
wächst
(
Art.
49
Abs.
3 Satz 3
ATSG).
4.
Zusammenfassend ist weder eine Rechtsverzögerung noch eine Rechtsverweige
rung erkennbar, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Da es sich vorliegend, formal betrachtet, nicht um eine Leistungsstreitigkeit handelt, sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG im Um
kehrschluss), auch wenn sich die Beschwerdeführung an der Grenze zur Mut
willigkeit bewegt.