Decision ID: 60cc1cbc-3295-58a9-9026-eca3fde2b5b1
Year: 2016
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_004
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A. E_ verstarb am XX.XX.2006 in Altstätten. Seinen gesetzlichen Wohnsitz hatte er in der
Gemeinde C_/AR. Er war seit XX.XX.2000 verwitwet von F_. Erbinnen im Nachlass
von E_ sind dessen zwei Töchter A_ und D_. Seit 2007 ist beim Kreisgericht
Rheintal die von A_ eingereichte Erbteilungsklage hängig. Am 15. Februar 2007 setzte
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der Gemeinderat C_ erstmals eine Erbenvertretung für die aus den beiden Erbinnen be-
stehende Erbengemeinschaft ein, welche das Mandat jedoch schon nach zwei Wochen
niederlegte. Auf Antrag der Erbinnen setzte der Gemeinderat im Einverständnis beider
Erbinnen mit Verfügung vom 22. März 2007 die G_ AG (später umfirmiert in G_
Treuhand AG) als Erbenvertreter ein, wobei jeweils H_ als solcher tätig wurde. Am 25.
November 2011 legte auch dieser Erbenvertreter das Mandat mit sofortiger Wirkung ab,
nachdem die Miterbin D_ zuvor noch erfolglos um dessen Absetzung ersucht hatte. Am
3. Mai 2013 genehmigte der Gemeinderat C_ den Schlussbericht dieses Erbenvertreters,
und beschloss, auf die Einsetzung eines neuen Erbenvertreters zu verzichten. Ein gegen
diesen Beschluss von D_ erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat mit Beschluss vom
11. Februar 2014 ab; dieser Rekursentscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Bereits am 19. Oktober 2012 war A_ an den Gemeinderat gelangt und ersuchte um
Erteilung diverser Verwaltungsaufträge an sie persönlich, da Verwaltungshandlungen für
den Nachlass zu erledigen seien; überdies sei ihre Miterbin D_ zur Leistung der nötigen
Unterschriften zu verpflichten, wen diese einem von ihr erstellten Arbeitsablauf nicht Folge
leiste. Der Gemeinderat trat am 6. November 2012 auf diese Begehren nicht ein und mit
Beschluss vom 11. Februar 2014 wies der Regierungsrat einen dagegen erhobenen
Rekurs ab; auch dieser Rekursentscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
B. Am 28. Februar 2013 hielt das Kreisgericht Rheintal zuhanden der Erbteilungskommission
der Gemeinde C_ AR im Wesentlichen fest, dass sich die beiden Erbinnen im Erbtei-
lungsprozess am 13. bzw. 27. Januar 2012 (im Rahmen einer Versteigerung zwischen den
beiden Erbinnen) auf die Übertragung der Liegenschaft in Denia/Spanien zum Anrech-
nungswert von Fr. 25'600.-- auf A_ geeinigt hätten. In der Folge wurde den Parteien vom
Kreisgericht mit Schreiben vom 17. April 2012 ein Vereinbarungsentwurf zugestellt, auf
dessen Grundlage die Übertragung der Liegenschaft in Spanien hätte vorgenommen
werden sollen (vgl. act. 5.1.0). Während D_ mit Schreiben ihres Rechtsvertreters vom
26. April 2012 ihr Einverständnis mit dieser Vereinbarung erklären liess, teile A_ mit
Schreiben vom 28. April 2012 dem Kreisgericht mit, dass sie mit der Abänderung (bzw.
Anpassung) an die Steigerungsbedingungen der seinerzeit noch vom Erbenvertreter H_
entworfenen Vereinbarung durch das Kreisgericht nicht einverstanden sei. A_ stellte dem
Kreisgericht einen Forderungskatalog zu, in welchem sie verlangte, dass diese ihre
Forderungen vor einer allfälligen Eigentumsübertragung zu erfüllen seien. Weil das
Kreisgericht in den Steigerungsbedingungen jedoch davon ausgegangen war, über diese
Forderungen werde dann erst im Erbteilungsurteil entschieden, kam das Kreisgericht in
seinem Schreiben zu folgendem Schluss (S. 3 unten): Soweit sich die Erbinnen nicht auf
eine den Steigerungsbedingungen entsprechende Vereinbarung einigen, könne die
entsprechende Eigentumsübertragung der Liegenschaft in Denia nur vom Gesamtgericht
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(Kreisgericht) in seinem Urteil angeordnet werden, mit dem es dann über die Teilung der
Erbschaft und über die Zuweisung der Erbschaftsgegenstände befinden werde. Mit
Schreiben vom 18. März 2013 bestätigte Kreisgerichtspräsident J_ diese Sachlage auch
zuhanden der Erbin A_ und hielt dazu unter lit. H fest, dass das Kreisgericht im Urteil
betreffend der Erbteilung im Zusammenhang mit der Liegenschaft in Spanien festzustellen
haben werde, dass die Liegenschaft als zum Anrechnungswert von Fr. 25'600 und zu den
Steigerungsbedingungen der Ersteigerin als zugewiesen zu gelten habe. Unter lit. E hielt
der Kreisgerichtspräsident ferner fest, dass die Liegenschaft in Spanien immer noch auf die
Erblasser E_ und F_ eingetragen sei, weshalb es keinen spanischen
Grundbuchauszug gebe, der sie (A_) als Eigentümerin ausweise. Dies ändere aber
nichts daran, dass das Kreisgericht im Rahmen der Erbteilung von einer Zuweisung der
Liegenschaft an die Ersteigerin zum Anrechnungswert von Fr. 25'600 und zu den im
Voraus bekannt gegebenen Steigerungsbedingungen werde ausgehen müssen. Das Urteil
betreffend Erbteilung des Kreisgerichts Rheintal ist seither und bis heute noch nicht ergan-
gen.
C. Mit Eingabe vom 28. Juli 2014 stellte A_ beim Gemeinderat C_ ein als dringend
bezeichnetes Gesuch mit folgenden Rechtsbegehren: Für die "spezielle Aufgabe der Ver-
schreibung der Liegenschaft Spanien" (Grundbuch Denia Folio Nr. 138 Finca 26156) sei -
inklusive Auflösung des dazugehörigen CAM-Kontos im Nachlass E_ und F_ - unter
Entzug der aufschiebenden Wirkung eines allfälligen Rekurses eine Erbenvertretung nach
Art. 602 Abs. 3 ZGB einzusetzen. Auf Seite 3 ihres Gesuches präzisiert A_, dass sie
selber als Erbenvertreterin gemäss beiliegendem Auftrag(A), gemäss beiliegender Ho-
norarvereinbarung(C) und gemäss beiliegendem Arbeitskatalog (B) einzusetzen sei. In
Beilage A beantragt sie im Wesentlichen, dass die Erbenvertretung ermächtigt sein soll,
sämtliche Aufgaben und Formalitäten beim örtlichen Notariat, bei der Bank CAM und bei
sämtlichen Behörden in Spanien wahrzunehmen, welche die Liegenschaft in Denia betref-
fen und zwecks Unterhalt oder zur Verschreibung dieser Liegenschaft nötig seien. Die
Erbenvertreterin verpflichte sich, diesen Auftrag gemäss Steigerungsergebnis vom
16. Januar 2012 und auf der Basis des Arbeitskataloges vom 2. Juli 2014 (B) und gemäss
Honorarvereinbarung (C) auszuführen. Der Arbeitskatalog (B) enthält eine detaillierte Auf-
stellung der in Spanien zu erledigenden Arbeiten und mit der Honorarvereinbarung (C) wird
u.a. beantragt, dass A_ durch die Erbengemeinschaft zu einem Ansatz von Fr. 100 pro
Stunde zu entschädigen sei. Die Honorarvereinbarung soll zwischen A_ und dem
Gemeinderat C_ vereinbart werden; demnach soll A_ die Abrechnungen zuhanden
der Gemeinde C_ erstellen. Zur Begleichung der Barspesen, Gläubigerrechnungen und
der Honorarrechnung soll A_ gemäss Vereinbarung auf flüssige Mittel greifen können,
welche im Tresor bei der Gemeinde, auf einem Konto bei der UBS Heiden und bei der CAM
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bzw. Sabadelbank in Spanien liegen oder welche durch Verrechnung mit der Miete, welche
A_ für die Liegenschaft in Caslano erbringt, anfallen. Durch diese flüssigen Mittel nicht
gedeckte Positionen seien gemäss Vereinbarung vom Nachlass geschuldet und gemäss
Art. 610 Abs. 3 ZGB vor der effektiven Teilung/Auszahlung zuzüglich 5% Verzugszins an
A_ zu bezahlen.
In ihrer vom Gemeinderat bei der Miterbin D_ eingeholten Stellungnahme beantragte
diese Abweisung dieses Gesuches. Sie verwies unter anderem auf das Schreiben des
Kreisgerichts Rheintal vom 28. Februar 2013 und betonte ihrerseits, dass angesichts der
Nichteinigung unter den beiden Erbinnen das Gesamtgericht demnach die Eigentums-
übertragung werde anordnen müssen. Ferner dürfe gemäss den Steigerungsbedingungen
des Kreisgerichts A_ keine Entschädigung für die Reise nach Spanien und weitere
Auslagen ausgerichtet erhalten; für die übrigen Vorbringen kann auf die Akten verwiesen
werden.
Mit Beschluss vom 27. August 2014 setzte der Gemeinderat C_ A_ als Erbenver-
treterin ein, jedoch ausschliesslich für die Eigentumsübertragung der Liegenschaft in Denia,
Spanien, den dafür erforderlichen Handlungen sowie zur Auflösung auch des mit der
Liegenschaft verbundenen CAM-Kontos. Weiter verfügte der Gemeinderat, dass die
Erbenvertreterin alle entstehenden Kosten (Reisekosten, Verpflegung, Kosten für die
Eigentumsübertragung der Liegenschaft, Konto-Auflösung) detailliert auszuweisen habe
und diese der Erbteilung anzurechnen seien (sinngemäss wurde damit aber die mit der
Honorarvereinbarung beantragte Ausrichtung eines Stundenhonorars von Fr. 100.-- abge-
lehnt). Für die Auflösung des CAM-Kontos sei eine Bankbescheinigung vorzulegen, welche
die letzten Bewegungen ausweise und die Überweisung auf ein neues Konto in der
Schweiz ausweise. Entsprechend einer Anweisung des Kreisgerichts vom 1. Juli 2013
seien die Erbinnen nur gemeinsam befugt, über den von der Gemeinde in Verwahrung ge-
nommenen Geldbetrag zu entscheiden.
D. Gegen diesen Beschluss des Gemeinderates C_ liessen sowohl D_ als auch A_ je
Rekurs erheben und mit je anderen, zumeist gegensätzlichen Begründungen dessen
Aufhebung beantragen. D_ beantragte ergänzend, es sei eine neutrale Person als
Erbenvertreterin einzusetzen; eventualiter sei zu verfügen, dass A_ keinen Ersatz ihrer
Auslagen zustehe. A_ beantragte ergänzend Rückweisung an den Gemeinderat und
eventualiter, es sei durch die Rekursbehörde sofort ohne weiteren Schriftenwechsel ihr
dringendes Gesuch als Ganzes (mit den in den Beilagen A, B, C beantragten Details)
gutzuheissen. In der Folge verzichtete A_ auf die beantragte Verweigerung des
rechtlichen Gehörs zulasten ihrer Schwester und zunächst auch auf den Erlass
vorsorglicher Massnahmen. Weil sie in der Folge erneut vorsorgliche Massnahmen
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beantragte, wies der Direktor des Departements Inneres und Kultur (DIK) diese Begehren
mit Verfügung vom 11. Dezember 2014 ab. Als in der Folge der regierungsrätliche
Beschluss vom 28. April 2015 über die beiden Rekurse erging, schrieb das Obergericht mit
Entscheid vom 5. Mai 2015 die bei ihm gegen diesen Zwischenentscheid des DIK anhängig
gemachte Beschwerde von A_ als gegenstandslos ab. Mit seinem Sachentscheid vom
28. April 2015 vereinigte der Regierungsrat die beiden gegen das gleiche
Anfechtungsobjekt gerichteten Rekursverfahren und hob den Beschluss des
Gemeinderates C_ (vom 27. August 2014) auf. Er wies einerseits die Anträge von A_
um ihre Einsetzung als Erbenvertreterin und um Auftragserteilung in ihrem Sinne voll-
umfänglich ab. Anderseits lehnte es der Regierungsrat überhaupt ab, für die Erbengemein-
schaft E_ und F_ eine Erbenvertretung einzusetzen. In seiner Begründung hielt der
Regierungsrat im Wesentlichen fest, ein Widerspruch sei darin zu sehen, dass der Ge-
meinderat die Einsetzung einer Erbenvertretung nach der Mandatsniederlegung durch den
letzten Erbenvertreter noch im Mai 2012 selber verneint habe, und nunmehr bejaht habe;
dass veränderte Verhältnisse dies erfordern, vermöge nicht zu überzeugen. Auch habe der
Gemeinderat noch in seiner Stellungnahme vom 18. Dezember 2012 selber die Auffassung
vertreten, eine Mandatierung an A_ komme wegen offenkundiger Interessenkollisionen
nicht in Frage. Weder im angefochtenen Entscheid noch in seiner Stellungnahme habe der
Gemeinderat schlüssig dargelegt, weshalb diese heute nicht mehr bestehen sollten. Durch
die Einsetzung von A_ würden sich die Streitigkeiten nicht lösen, sondern sogar noch
ausweiten. Die von A_ in ihrem Arbeitskatalog bezeichneten Aufgaben umfasse nicht nur
die Überschreibung der Liegenschaft, sondern auch den Unterhalt und die Begleichung von
Unterhaltskosten. In der Honorarvereinbarung sei vorgesehen, ausserordentliche Aufwände
D_ privat anzulasten, womit Konflikte um diese Aufwände vorhersehbar seien, nachdem
solche schon in der Vergangenheit aufgetreten seien, als die Erbengemeinschaft noch
einen Erbenvertreter hatte. A_ widerspreche sich, wenn sie einerseits geltend mache,
der Gemeinderat könne sie nicht zur Zahlung oder Vorschüssen aus ihrem Privatvermögen
zugunsten der Erbengemeinschaft verpflichten, sie aber gleichzeitig für Aufwendungen ihre
Schwester privat haftbar mache, die ihrer Ansicht nach unrechtmässig verursacht worden
seien. Soweit A_ sich für die Eigentumsübertragung der Liegenschaft in Denia als
Vertreterin einsetzen lassen möchte, handle es sich nicht um ein Verwalten, für das ein
Erbenvertreter eingesetzt werden könne. Weil sich die beiden Erbinnen auch nicht auf eine
Vereinbarung entsprechend den Steigerungsbedingungen hätten einigen können, könne
die Übertragung der Liegenschaft nach Angaben des Kreisgerichtes selber nun erst durch
das Urteil des Teilungsgerichtes angeordnet werden. Die fehlende Einigung unter den
Erbinnen könne nicht durch die Bestellung eines Miterben als Erbenvertreter behoben
werden. Soweit sich diese sich für den Unterhalt der von ihr ersteigerten Liegenschaft
bevollmächtigen lassen wolle, gehe es A_ nicht um die Bevollmächtigung für diese
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Handlungen, sondern um die vorgängige finanzielle Entschädigung für diese
Aufwendungen. Es wäre stossend, könnte eine Erbin auf diesem Weg die
Auseinandersetzung um diese Kosten vor dem Teilungsgericht umgehen, indem sie selber
vorgängig als Erbenvertreterin agiert. A_ könne unter diesen Umständen nicht als
Erbenvertreterin eingesetzt werden. Die Einsetzung einer (anderen) Erbenvertretung sei
deshalb nicht angezeigt, weil die damit angestrebte Eigentumsübertragung nicht als blosse
Verwaltungshandlung qualifiziert werden könne, welche durch eine Erbenvertretung zu
erledigen wäre. Soweit nebst der Eigentumsübertragung die Einsetzung der
Erbenvertretung mit dringlichen Unterhalts- und Sicherungsmassnahmen begründet wird,
hält der Regierungsrat dafür, dass eine solche Dringlichkeit nicht oder höchstens subjektiv
bestehe, denn der Mail-Verkehr mit dem 2010 und 2011 noch tätigen Erbenvertreter zeige,
dass die Risiken bei der Sicherung der Liegenschaft schon damals bestanden hätten,
weshalb die Dringlichkeit zu relativieren sei. Sicherungsmassnahmen könnten unabhängig
eines Erbenvertreters organisiert werden. Für die Erbengemeinschaft sei deshalb keine
Erbenvertretung einzusetzen.
E. Gegen diesen Entscheid liess A_ mit Eingabe vom 3. Juni 2015 Beschwerde beim
Obergericht Appenzell Ausserrhoden (Verwaltungsrechtliche Abteilung) erheben und die
eingangs erwähnten Begehren stellen. In ihrer Begründung liess die Beschwerdeführerin im
Wesentlichen geltend machen, ein Antrag auf Erbenvertretung könne jederzeit gestellt wer-
den und sei nicht an die Voraussetzung von veränderten Verhältnissen gebunden. Mit dem
angefochtenen Entscheid verletze der Regierungsrat das unbestritten weite Ermessen des
Gemeinderates. Dass die Erbengemeinschaft aus verschiedenen Gründen völlig hand-
lungsunfähig sei, sei auch von den Vorinstanzen anerkannt worden und darauf sei ohne
Schuldzuweisung abzustellen. Die Folge dieser Handlungsunfähigkeit sei, dass die Liegen-
schaft in Denia nicht verschrieben werden könne. Unbestritten sei aber, dass diese an die
heutige Beschwerdeführerin zu einem Anrechnungspreis von Fr. 25'000 zu überschreiben
sei. Gleichzeitig sei auch das dortige Cam-Konto gesichtet und zuhanden der Erbenge-
meinschaft in die Schweiz transferiert werden. Die noch vom früheren Erbenvertreter ge-
plante Überschreibung sei letztlich deshalb gescheitert, weil die Beschwerdegegnerin die
dafür in Aussicht genommene Reise nach Spanien nicht angetreten habe. Dieser habe sein
Mandat dann jedoch auf Antrag der Beschwerdegegnerin und auch deshalb niedergelegt,
weil die Erbengemeinschaft nicht mehr über die flüssigen Mittel verfügt habe, um dessen
Rechnungen zu bezahlen. Die vor Kreisgericht gefundene Einigung (Übertragung zu einem
Anrechnungswert von Fr. 25'600) sei bislang nur an der praktischen Ausführung geschei-
tert. Die Überschreibung in Denia auf die Beschwerdeführerin sei aber die Voraussetzung
dafür, dass das Erbteilungsverfahren weitergehen könne. Die Überschreibung in Spanien
könne nicht durch einen Richterspruch, sondern nur durch die Anwesenheit der Parteien
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oder eine Vertreters der einen oder beider Parteien erwirkt werden. Bevor die Überschrei-
bung stattfinden könne, müssten die bisherigen Auslagen und Grundlasten, welche auf der
Liegenschaft lasten, bekannt und bezahlt sein. Hierzu würde das in Spanien liegende CAM-
Konto dienen, dessen Höhe aber unbekannt sei, und auf welches ja eine Erbin allein nicht
mehr zugreifen könne. Das Teilungsgericht habe ja festgehalten, dass die Ersteigerin für
die mit der Liegenschaft zusammenhängenden Kosten ab der Eigentumsübertragung auf-
zukommen habe. Solange diese Gebühren und Grundlasten nicht erfasst bzw. bezahlt
seien und das CAM-Konto nicht in die Schweiz transferiert seien, könne das Erbteilungs-
verfahren in der Schweiz nicht fortgesetzt werden. Soweit die Beschwerdegegnerin eventu-
aliter die Einsetzung einer aussenstehenden Person als Erbenvertretung vorgeschlagen
habe, stelle sich die Frage, ob sich jemand dazu wählen lasse, wenn deren Aufwendungen
nicht sichergestellt seien. Die gleiche Frage der Vergütung stelle sich auch bei einer Ein-
setzung der Beschwerdeführerin als Erbenvertreterin. Die Liegenschaft gehöre aber nach
wie vor zur Erbengemeinschaft. Angesichts der Gefährdung durch Einbrecher und dem
damit einhergehenden Wertzerfall der Liegenschaft habe der Erbenvertreter das Notwen-
dige vorzukehren. Dabei gehe es nicht um ein Verwalten, sondern es gehe um die Über-
schreibung der Liegenschaft in Denia, wozu nach spanischem Recht einige Vorarbeiten
und Vorkenntnisse notwendig seien. Zwar sei sachlich richtig, dass es sich bei den jetzt
anfallenden Kosten um solche handle, welcher der Erbengemeinschaft anzulasten seien.
Der Gemeinderat sei der Kostenfrage ausgewichen, wenn er meine, die Reisekosten und
auch allfällige in Spanien offene Rechnungen seien durch die Beschwerdeführerin vorzu-
strecken. Dazu sei diese nicht in der Lage. Der Gemeinderat komme deshalb nicht umhin,
die der Erbengemeinschaft zu überbindenden Kosten vorzuschiessen. Weil das Einsetzen
der Beschwerdeführerin sicher die "billigste" Lösung wäre, sei nicht nachvollziehbar, dass
der Gemeinderat die Honorarvereinbarung (Beilage C) nicht abgesegnet habe. Die
Vorinstanz ihrerseits verkenne die richtige zeitliche Abfolge, wenn diese davon ausgehe,
letztlich entscheide das Erbteilungsgericht, welche Auslagen dem Nachlass zu belasten
seien. Der Nachlass sei nicht in der Lage, die Kosten eines aussenstehenden Erbenver-
treters vorzuschiessen. Wenn deshalb die Beschwerdeführerin eingesetzt werde, sei kein
Nachteil zu Lasten des Gesamtnachlasses oder zu Lasten der Beschwerdegegnerin zu
befürchten, denn das Mandat sei ja durch den Gemeinderat zu erteilen und zu überwachen.
Die Zuständigkeit für das weitere Vorgehen dürfe nicht zwischen der zur Einsetzung zu-
ständigen Behörde und dem Teilungsgericht hin und her geschoben werden. Bei einer völ-
ligen Entwehrung der Liegenschaft in Denia werde sich durchaus die Frage der Verantwort-
lichkeit der Behörden stellen. Deshalb sei unverzüglich die Erbenvertretung mit einem kla-
ren Mandat und einer klaren Kostenstruktur sowie entsprechenden Überwachung einzu-
setzen. Im weiteren gehe es nicht um die Ernennung eines Vertreters für die gesamte Er-
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bengemeinschaft überhaupt, sondern um die Regelung eines Teilaspektes, welcher not-
wendigerweise im Interesse des Gesamtnachlasses nun unverzüglich anzugehen sei.
F. Die Vorinstanz liess in ihrer Stellungnahme im Wesentlichen darauf hinweisen, dass der
Gemeinderat schon in seinem Beschluss vom 3. Mai 2012 den Verzicht auf die Einsetzung
einer neuen Erbenvertretung damit begründet habe, dass der bisherige Erbenvertreter
wegen des obstruktiven Verhaltens beider Erbinnen praktisch nicht in der Lage gewesen
sei, sein Mandat im Interesse der Erbengemeinschaft sinnvoll auszuüben. Daran würde
sich für einen Nachfolger kaum etwas ändern. Insofern könne - entgegen den Erwägungen
des Gemeinderates im angefochtenen Entscheid - heute nicht von veränderten Verhältnis-
sen ausgegangen werden, denn das Zerwürfnis unter den Erbinnen bestehe unverändert
seit Jahren. Auch könne die Eigentumsübertragung in Denia nicht als Verwaltungshandlung
qualifiziert werden, welche eine Erbenvertreter erledigen könne, sondern diese sei derzeit
Sache des Gerichts bei dem die Erbteilungsklage hängig sei. Auf die übrigen Vorbringen
wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingetreten.
Der Gemeinderat C_ liess Abweisung der Beschwerde beantragen und dazu festhalten,
nach erneuter Prüfung der Sach- und Rechtslage könne er sich (mittlerweile) dem Ent-
scheid des Regierungsrates im Wesentlichen anschliessen. Insbesondere gelte dies für die
vom Regierungsrat erwogene Gefahr einer Interessenkollision, falls eine der beiden Erbin-
nen mit der Erbenvertretung betraut würde; denn damit würden die bestehenden
Schwierigkeiten nicht umgangen oder gelöst, sondern noch ausgeweitet. Ferner hält der
Gemeinderat aus in seinem Beschluss vom 3. Mai 2012 (betr. Schlussbericht und Verzicht
auf Einsetzung einer neuen Erbenvertretung) - in Übereinstimmung mit dem Regierungsrat
- dargelegten Gründen dafür, dass auf die Einsetzung einer Drittperson als Erbenvertreter
zu verzichten sei. Auf seine weiteren Vorbringen wird, soweit erforderlich, in den Erwägun-
gen eingetreten.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete innert erstreckter Frist stillschweigend auf eine Ver-
nehmlassung.
G. Mit Verfügung vom 5. August 2015 wies der Einzelrichter des Obergerichts die von der Be-
schwerdeführerin separat gestellten Begehren um superprovisorische und vorsorgliche
Massnahmen ab, soweit darauf einzutreten war. Diese Verfügung wurde, nachdem die Be-
schwerdeführerin auf deren Begründung bestand, per Ende September 2015 unangefoch-
ten rechtskräftig. Ferner bewilligte der Einzelrichter mit Verfügung vom 5. August 2015 die
unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung durch RA B_.
Seite 10
H. Mit der innert erstreckter Frist eingegangenen Replik vom 6. Oktober 2015 liess die Be-
schwerdeführerin stillschweigend auf eine mündliche Verhandlung verzichten und die Ziff. 1
ihres Rechtsbegehrens noch in der eingangs erwähnten Form abändern. Darauf und auf
deren sonstige Vorbringen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eintreten.
I. Mit ihrer Duplik vom 27. Oktober 2015 liess D_ die eingangs erwähnten Begehren
stellen. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen geltend machen, die beiden Erbinnen
hätten sich in einem gerichtlichen Steigerungsverfahren darauf geeinigt, dass ihre
Schwester die Liegenschaft in Denia übernehmen könne. Die Steigerungsbedingungen
sähen vor, dass beide Erbinnen auf eigene Kosten nach Spanien reisen, um die Grund-
stücksübertragung beim Notar zu veranlassen. Sie sei bereit, die Reise nach Spanien an-
zutreten, da derzeit ihr Gesundheitszustand dies erlaube. Lieber noch als ihrer Schwester
sei sie bereit einem neutralen Bevollmächtigten in Spanien eine Vollmacht zur Grund-
stücksübertragung zu erteilen. Sie sei aber nicht bereit, ihrer Schwester eine Generalvoll-
macht einzuräumen, da eine solche dazu nicht nötig sei. Ihre Schwester habe bis heute
keinen Nachweis erbracht, dass (und gegebenenfalls in welchem Betrag) für die Grund-
stücksübertragung Geld vom Bankkonto abgehoben werden müsse. Über das Bankgut-
haben in Spanien sei im Rahmen der Erbteilung durch das Kreisgericht Rheintal zu befin-
den. Eine Entschädigung habe ihre Schwester weder für die Reise noch sonst zugute, denn
nach den Steigerungsbedingungen gingen diese - als "eigene Kosten" - zu Lasten je der
beiden Erbinnen. Zudem kämen sämtliche Verwaltungshandlungen und Verbesserungen
an der Liegenschaft nur ihrer Schwester zugute. Diese habe die Liegenschaft schon vor
Jahren erworben und führe sich denn auch als Eigentümerin auf. Sie verweist aber auch
auf die Schreiben des Kreisgerichts Rheintal vom 28.2. und 18.3.2013 und äussert sich da-
hingehend, ihrer Auffassung nach könne das Erbteilungsverfahren auch durchaus ohne
Übertragung der Liegenschaft in Denia beendet werden; davon scheine auch das Kreisge-
richt Rheintal im Schreiben vom 18.3.2013 auszugehen. Auf die weiteren Vorbringen wird,
soweit erforderlich, in den Erwägungen eingetreten.
K. In ihrer innert erstreckter Frist eingereichten Eingabe vom 8. Dezember 2015 liess die Be-
schwerdeführerin die vorstehenden Ausführungen ihrer Schwester im Wesentlichen be-
streiten; insbesondere hielt sie an ihrem Standpunkt fest, dass das Erbteilungsverfahren
ohne vorgängige Übertragung der Liegenschaft in Denia nicht beendet werden könne. Auf
ihre Vorbringen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingetreten. Soweit sie den
Beizug sämtlicher Akten aus den beim Kreisgericht Rheintal hängigen Verfahren beantra-
gen liess, liess sie diesen Antrag am 10. Dezember 2015 wieder zurückziehen. Mit
Schreiben vom 11. Dezember 2015 erhielten die übrigen Beteiligten Kenntnis von dieser
Eingabe, verzichteten aber stillschweigend auf eine Stellungnahme dazu.
Seite 11
L. Auf die Eröffnung des Urteilsdispositivs hin bestand die Beschwerdeführerin auf einer
Begründung. Damit sind die Voraussetzungen für die in Ziff. 4 des Dispositivs in Aussicht
gestellte Reduktion der Entscheidgebühr nicht gegeben.

Considerations:
Erwägungen
1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der prozessualen Voraussetzungen ergibt,
dass das Obergericht (Verwaltungsgerichtliche Abteilung) nach Art. 54 des Gesetzes über
die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1) in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 Ziff. 16 EG
zum ZGB (bGS 211.1) und Art. 45 Abs. 1 des Gemeindegesetzes (GG, bGS 151.11) zur
Behandlung der Beschwerde gegen den Rekursentscheid vom 28. April 2015 zuständig ist.
Weil zur Bestellung des Erbenvertreters eine Verwaltungsbehörde eingesetzt wurde, richtet
sich das Verfahren nach kantonalem öffentlichen Recht (BK-Wolf, N148 zu Art. 602). Die
Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht. Als Mitglied der Erbengemeinschaft
E_ und F_ selig ist die Beschwerdeführerin zur Anfechtung des an sie gerichteten
Rekursentscheides legitimiert. Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. Nicht
einzutreten ist auf die Beschwerde soweit sich nachfolgend ergibt, dass insbesondere die
für die Erbenvertreterin beantragte Honorarvereinbarung bzw. -forderung als
Nachlassschuld in die Zuständigkeit des mit der hängigen Teilungsklage befassten Tei-
lungsgerichts fällt (Kreisgericht Rheintal). Darauf wird zurückzukommen sein.
2. Nach Art. 602 Abs. 3 ZGB kann die zuständige Behörde auf Begehren eines Miterben für
die Erbengemeinschaft bis zur Teilung eine Vertretung bestellen. Dies gibt den Erben die
Möglichkeit, einer drohenden Handlungsunfähigkeit zu entgehen, die sich aufgrund der Er-
fordernisse der Einstimmigkeit und des gemeinsamen Handelns in der Erbengemeinschaft
ergeben kann (Abt/Weibel, Praxiskommentar, N 56 zu Art. 602). Die materiellen Voraus-
setzungen legt das Gesetz nicht fest; aufgrund der "Kann-Formulierung" steht der Behörde
ein weiter Spielraum des Ermessens offen, doch ist sie nicht völlig frei in der Anordnung
einer Erbenvertretung. Es müssen dafür wichtige Gründe vorliegen. Sie sind vorhanden,
wenn die Erben oder einzelne von ihnen abwesend oder zur Besorgung der Verwaltung
unfähig sind, wenn unter ihnen über eine zu treffende Massnahme Meinungsverschieden-
heiten bestehen, so dass ein einstimmiger Beschluss nicht möglich ist; ferner wenn es gilt,
die Gemeinschaft vor den Handlungen eines einzelnen Erben zu schützen. Dass eine un-
richtige oder unzweckmässige Verwaltung oder gar eine Überschreitung der einem Erben
als Vertreter eingeräumten Befugnisse nachgewiesen werden kann, ist nicht Voraus-
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setzung für die Bestellung eines Erbenvertreters. Es muss genügen, dass das Vertrauens-
verhältnis unter den Erben zerstört ist (vgl. Urteil BGer 5D_133/2010, vom 12.1.2011, E.
5.1). Der Gesuchsteller hat die Voraussetzungen für die Einsetzung eines Erbenvertreters
darzulegen. Weil die Erbenvertretung eine Handlungsunfähigkeit der Erbengemeinschaft
voraussetzt, hat die Behörde deren Interessen als Ganzes und nicht bloss diejenigen ein-
zelner Erben zu würdigen; die Behörde hat nach objektiven Kriterien zu prüfen, ob ein Ein-
griff in den Grundsatz der freien Erbteilung in der Form der Einsetzung eines Erbenver-
treters gerechtfertigt erscheint (Abt/Weibel, a.a.O., N 67 zu Art. 602). Blosse Meinungsver-
schiedenheiten über die Bewirtschaftung oder Verwaltung des Nachlasses rechtfertigen
diesen kostspieligen Eingriff in die Rechtsstellung der Erben im Allgemeinen nicht (BSK
ZGB II, Schaufelberger/Keller Lüscher, N 46 zu Art. 602).
Als Erbenvertreter kann jede handlungsfähige Person eingesetzt werden. Denkbar ist auch,
einen Miterben zum Erbenvertreter zu bestimmen, was namentlich bei kleinen Nachlässen
im Interesse der Begrenzung der Kosten angezeigt sein kann. Sprechen sich die übrigen
Erben dagegen aus, so hat die Behörde indessen von der Ernennung eines Miterben abzu-
sehen, denn dieser befindet sich als Erbenvertreter regelmässig in einem (objektiven) In-
teressenkonflikt (BK-Wolf, N150 zu Art. 602; vgl. analog jetzt auch Urteil Bger
5A_895/2016, vom 12.4.2017).
Die Behörde kann den Erbenvertreter generell mit der Nachlassverwaltung (als
Generalerbenvertreter) einsetzen oder ihn nur mit der Vornahme einzelner Handlungen,
wie z.B. dem Verkauf eines bedeutenden Nachlassaktivums, betrauen (als Spezialerben-
vertreter). Der Erbenvertreter ist jedoch weder zur Erbteilung befugt noch hat er die Auf-
lösung der Erbengemeinschaft zu beschleunigen (Urteil BGer 5D_133/2010 vom
12.1.2011, E. 5.2.2; BK-Wolf, N 162 zu Art. 602). Der Vollzug eines Erbteilungsvorschlages
ist wie die Erbteilung selbst nicht mehr Aufgabe des Erbenvertreters (vgl. Abt/Weibel, Pra-
xiskommentar, N 74 zu Art. 602).
Nach Lehre und Rechtsprechung bekleidet der Erbenvertreter eine privatrechtliches und
nicht ein staatliches Amt, wobei von einem privatrechtlichen Institut sui generis ausgegan-
gen wird (Urteil Bger 5A_813/2014 vom 24.11.2014, E. 3, auch zum Folgenden). Der Er-
benvertreter ist im Rahmen seines Auftrags gesetzlicher Vertreter der Erbengemeinschaft,
die er ohne ihre Zustimmung oder nachträgliche Genehmigung berechtigen und ver-
pflichten kann. Dies schliesst im dem Erbenvertreter übertragenen Tätigkeitsbereich
eigenes Handeln der Erben für den Nachlass aus.
Adressat der Honorarnote und des Rechenschaftsberichts des Erbenvertreters ist nicht die
Behörde, sondern dies sind grundsätzlich die Erben (J.N. Druey, Grundriss des Erbrechts,
5. Aufl., N47 zu §14). Die Kosten der Erbenvertretung sind durch den Nachlass insgesamt,
das heisst, durch alle Erben gemeinsam und nicht durch den Gesuchsteller zu tragen (BK-
Wolf, N 181 zu Art. 602). Die Miterben haften dafür mit dem Nachlass und subsidiär mit
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dem eigenen Vermögen. Streitigkeiten zwischen dem Erbenvertreter und den Erben über
die Entschädigung gehören deshalb nicht vor die Aufsichtsbehörde, sondern als zivilrechtli-
che Forderung vor den ordentlichen Zivilrichter (J. Picenoni, Der Erbenvertreter nach
Art. 602 Abs. 3 ZGB, Diss. ZH 2004, S. 174).
2.1 Der in der Replik modifizierten Ziff. 1 des Rechtsbegehrens kann entnommen werden, dass
vorliegend lediglich, aber immerhin eine spezifisch auf die Verschreibung der Liegenschaft
(inkl. Auflösung des CAM-Kontos) in Spanien zugeschnittene Erbenvertretung beantragt ist.
In der Beschwerde liess die Beschwerdeführerin denn auch ausdrücklich geltend machen,
es gehe hier nicht um ein Verwalten, sondern es gehe um die Überschreibung der Liegen-
schaft in Denia, wozu nach spanischem Recht einige Vorarbeiten und Vorkenntnisse not-
wendig seien (S. 7, Ziff. 11 a.E.). Daraus erhellt e contrario, dass jedenfalls keine auf die
Nachlassverwaltung allgemein abzielende Generalerbenvertretung beantragt ist, denn ins-
besondere die beiden in der Schweiz liegenden Nachlassliegenschaften (in Cunter/GR und
Caslano/TI) sind gemäss modifiziertem Antrag nicht in die Erbenvertretung einzubeziehen.
Die Schwester der Beschwerdeführerin wendet sich als Mitglied der zweiköpfigen Erben-
gemeinschaft (nicht nur, aber ausdrücklich auch) gegen die Einsetzung einer Generaler-
benvertretung. Da die Bestellung einer Erbenvertretung nicht von Amtes wegen erfolgen
kann, sondern formell das Begehren eines Erben voraussetzt, kann vorliegend dem Um-
fang der genannten Anträge entsprechend höchstens die Einsetzung einer Spezialerben-
vertretung in Frage kommen. Im Folgenden ist deshalb einzig zu prüfen, ob die materiellen
Voraussetzungen für eine auf die Liegenschaft in Denia und das Konto in Spanien be-
schränkte Erbenvertretung gegeben sind. Dass die Beschwerdegegnerin als Miterbin der
Einsetzung einer solchen Spezialerbenvertretung jedenfalls in der Person ihrer Schwester
A_ opponiert, vermöchte bei gegebenen materiellen Voraussetzungen indessen die
Einsetzung einer Erbenvertretung als solche grundsätzlich noch nicht zu hindern (vgl. BK-
Wolf, N 144 zu Art. 602). Die Frage, welche Person als Spezialerbenvertreterin in Frage
kommen kann, ist deshalb - falls die materiellen Voraussetzungen zu bejahen sind - erst
hernach zu prüfen.
2.2 Ob die materiellen Voraussetzungen einer Spezialerbenvertretung vorliegend gegeben
sind, kann nicht unbesehen des vor dem Kreisgericht Rheintal hängigen Erbteilungspro-
zesses beantwortet werden. Nach den im Recht liegenden Schreiben des Kreisgerichts
liess dieses in einer internen Steigerung die beiden Erbinnen sich im Januar 2011 um die
Zuteilung der Liegenschaft in Spanien bewerben. Den Zuschlag erhielt A_, welche nach
schweizerischem Recht demnach berechtigt und verpflichtet würde, die Liegenschaft zum
Anrechnungswert von Fr. 25'600.-- und zu den vom Kreisgericht im Voraus festgelegten
Steigerungsbedingungen zu übernehmen (Schreiben Kreisgericht Rheintal vom 28.2. bzw.
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18.3.2013). Das Grundstück ist in Spanien derzeit immer noch auf die Erblasser E_ und
F_ eingetragen. Im Nachgang zu dieser internen Steigerung hat das Kreisgericht deshalb
auf der Grundlage dieses Anrechnungswertes und seiner Steigerungsbedingungen den
Erbinnen eine Teilungsvereinbarung zur Unterschrift vorgelegt, welche die Erbinnen
unmittelbar ermächtigt hätte, in Spanien die Verschreibung der Liegenschaft auf die Er-
steigerin (A_) zu veranlassen. In der Folge hat indessen einzig D_ die Vereinbarung
vom 17. April 2012 unterschrieben, wogegen A_ mit Schreiben 28. April 2012 dem
Kreisgericht mitteilte, dass sie mit dieser Vereinbarung nicht einverstanden sei. Gemäss
Schreiben des Kreisgerichts vom 28. Februar 2013 (S. 2) stellte sie abweichend zu den
Steigerungsbedingungen nachträglich eine Reihe von Forderungen auf, welche nicht erst
im Teilungsurteil, sondern vorgängig der Verschreibung der Liegenschaft in Spanien zu
ihren Gunsten zu begleichen seien. Weil sich in der Folge keine Einigung auf eine
Teilungsvereinbarung erzielen liess, ist es zu der von der Beschwerdeführerin in der Replik
(auf S. 4) erwähnten partiellen Teilung gar nicht gekommen und die Gerichtsleitung des
Kreisgerichts kam folgerichtig in den genannten Schreiben zum Schluss, dass die
Eigentumsübertragung auf die Ersteigerin (nach dem dafür massgebenden
schweizerischen Recht) deshalb dann erst im Urteil des Teilungsgerichts angeordnet
werden könne. Diese Ausführungen des erbrechtlich für die Zuweisung der Liegenschaft in
Spanien in der Schweiz zuständigen Teilungsgerichts sind nachvollziehbar und legen über-
zeugend dar, dass die Beschwerdeführerin derzeit mangels Teilungsvereinbarung und
Teilungsurteil gar nicht berechtigt ist, sich die Nachlassliegenschaft in Spanien - wie vor-
liegend beantragt - auf ihren Namen übertragen zu lassen. Daran könnte derzeit auch die
Einsetzung eines Erbenvertreters nichts ändern, denn die ihm antragsgemäss aufzutra-
gende Verschreibung der Liegenschaft in Spanien auf die Ersteigerin (Beschwerdeführerin)
ist nicht als blosse Verwaltungshandlung, sondern als Vollzug eines (vom Teilungsrichter
noch gar nicht rechtskräftig angeordneten) Teilungsvorschlages zu qualifizieren; eine sol-
che Vorkehr gehört nicht zu den Aufgaben eines Erbenvertreters (vgl. Abt/Weibel, Praxis-
kommentar Erbrecht, N 74 zu Art. 602 m.w.H.). Die beantragte Einsetzung eines Spezial-
erbenvertreters ist deshalb im jetzigen Stadium des Verfahrens weder geeignet noch not-
wendig, um den hängigen Teilungsprozess fortzusetzen oder diesen mittels Urteil zu be-
enden. Erst wenn das Teilungsurteil dereinst rechtskräftig vorliegt, sind die Erbinnen er-
mächtigt, in Spanien die Übertragung der Liegenschaft von den Erblassern auf die Er-
steigerin (A_) zu erwirken. Daran können die von der Beschwerdeführerin in der Replik
(S. 3, Ziff. 2) erwähnten Ausführungen des spanischen Notariats vom 13.10.2011 nichts
ändern. Demnach mag sein, dass ein ausländischer Gerichtsentscheid die in Spanien zu
leistenden Unterschriften der beiden Erbinnen nicht zu ersetzen vermag. Das ändert aber
nichts daran, dass das schweizerische Teilungsurteil als vorab notwendige, wenn auch
nicht allein hinreichende Bedingungen die beantragte Eigentumsübertragung der
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Liegenschaft in Denia auf die Ersteigerin erst ermöglichen wird, wenn dieses rechtskräftig
ergangen ist. Deshalb bleibt den beiden Erbinnen derzeit nichts anderes übrig, als dieses
Urteil abzuwarten. Der Beschwerdeführerin misslingt damit jedenfalls der Nachweis eines
wichtigen Grundes, der die Einsetzung eines Spezialerbenvertreters im jetzigen Stadium
des Verfahrens rechtfertigen könnte.
2.3 Dasselbe gilt in Bezug auf die beantragte Auflösung des CAM-Kontos: Dass die aktuell auf
der Sabadellsol Bank in Spanien liegenden Gelder des Nachlasses gefährdet sein sollen,
ist weder dargetan noch ersichtlich. Dass die Beschwerdeführerin mit der Auflösung dieses
Kontos sich sinngemäss alle ihre Aufwendungen, die sie in Zusammenhang mit der
Liegenschaft in Spanien bislang getätigt hat (bzw. getätigt haben will), vorweg entschädi-
gen lassen möchte (vgl. auch Kreisgericht, Schreiben vom 28.2.2013), ist mit den vom
Kreisgericht im Voraus bekannt gegebenen Steigerungsbedingungen nicht zu vereinbaren.
Demnach soll über die Anerkennung und Abrechnung dieser Nachlassschulden erst im
Teilungsurteil entschieden werden, wobei dann dort wohl auch der Einwand der Beschwer-
degegnerin zu hören sein wird, diese Aufwendungen seien schon im tiefen Anrechnungs-
wert der Liegenschaft in Denia berücksichtigt. Die Beschwerdeführerin scheint zu über-
sehen, dass sie sich nur auf das Ergebnis der internen Steigerung berufen kann, wenn sie
die vom Kreisgericht dafür aufgestellten Steigerungsbedingungen für und gegen sich ak-
zeptiert. Die beantragte Auflösung dieses Bankkontos erweist sich unter diesen Umständen
ohnehin nicht als blosse Verwaltungshandlung, sondern ebenfalls als Teilungsakt, welcher
nicht in den Kompetenzbereich eines Erbenvertreters, sondern in die Zuständigkeit des
Teilungsrichters fällt. Die beantragte Auflösung dieses Bankkontos ist deshalb - entgegen
den Vorbringen der Beschwerdeführerin, aber in Übereinstimmung mit der Beschwerde-
gegnerin - weder für die Fortsetzung noch die Erledigung des vor dem Kreisgericht hängi-
gen Teilungsstreites notwendig; auch insofern kann keine Handlungsunfähigkeit der
Erbengemeinschaft festgestellt werden.
2.4 Zusammenfassend steht damit fest, dass die beantragte Einsetzung eines
Spezialerbenvertreters zur Verschreibung der Liegenschaft und zur Auflösung des Bank-
kontos sich für diesen beschränkten Aufgabenbereich weder als geeignet noch notwendig
erweist. In diesem Hauptpunkt erweist sich die Beschwerde als unbegründet und diese ist
deshalb abzuweisen.
3. Sind die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten materiellen Voraussetzungen für
die beantragte Spezialerbenvertretung zur Verschreibung der Liegenschaft und zur Auf-
lösung des Bankkontos nicht gegeben, kann offen bleiben, ob ein neutraler Dritter (Even-
tualantrag der Beschwerdegegnerin) oder die Beschwerdeführerin Ihrem (modifizierten)
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Antrag entsprechend selber als Spezialerbenvertreterin eingesetzt werden könnte.
Letzteres wäre zu verneinen, wenn es darauf ankäme: Vorliegend ist aktenkundig und
eigentlich unbestritten, dass zwischen den beiden Miterbinnen seit Jahren ein gegenseiti-
ges Misstrauen besteht. Nach der oben dargelegten Rechtsprechung kann ein Miterbe
schon dann nicht als Erbenvertreter eingesetzt werden, wenn sich die übrigen Erben da-
gegen aussprechen; denn der Erbenvertreter befindet sich dann regelmässig in einem ob-
jektiven Interessenkonflikt. Dass die Beschwerdegegnerin sich wiederholt gegen die Ein-
setzung ihrer Schwester nicht nur als General-, sondern auch als Spezialerbenvertreterin
ausgesprochen hat, ergibt sich nicht zuletzt aus ihren in der Duplik gestellten Anträgen:
Gemäss ihrem Hauptantrag (Ziff. 1) sei die Beschwerde abzuweisen; also soll die Be-
schwerdeführerin nicht antragsgemäss selber als Spezialerbenvertreterin eingesetzt wer-
den. Dass die Beschwerdegegnerin in Ziff. 3 subeventualiter beantragt (für den Fall, dass
doch A_ eingesetzt würde), es sei zu verfügen, dass dieser kein Anspruch auf Ersatz
ihrer Auslagen zustehe, zeigt, dass sie ihre Schwester als behördlich eingesetzte Er-
benvertreterin so oder so ablehnt: Denn nach dem oben Gesagten sind die unvermeidlich
mit einer Erbenvertretung entstehenden Kosten grundsätzlich dem Nachlass und nicht der
Gesuchstellerin (=Beschwerdeführerin) anzulasten. Über die Anlastung als Nachlassschuld
hat jedoch der Teilungsrichter und nicht die für die Einsetzung einer Erbenvertretung zu-
ständige Behörde zu befinden; das heisst, der Teilungsrichter bestimmt, in welchem Um-
fang die bis zur Teilung aufgelaufenen Kosten des Erbenvertreters tatsächlich der Erben-
gemeinschaft bzw. dem Nachlass anzulasten sind. Deshalb kann zuständigkeitshalber
einerseits nicht auf die Begehren der Beschwerdeführerin um Genehmigung einer Honorar-
vereinbarung und anderseits auch nicht auf das einen Auslagenersatz überhaupt ne-
gierende Eventualbegehren der Beschwerdegegnerin eingetreten werden.
3.1 Soweit die Beschwerdeführerin (in ihrer Eingabe vom 8. Dezember 2015) in der Duplik
(S. 2) ein Einvernehmen hinsichtlich ihrer Einsetzung als "formelle" Erbenvertreterin mit
ihrer Schwester D_ zu erkennen glaubt, kann auch dem nicht gefolgt werden: D_
wendet sich in ihrer Duplik ausdrücklich gegen eine Vollmacht, welche (antragsgemäss)
auch die Auflösung des Bankkontos in Spanien mit umfassen würde. Dass die
Beschwerdeführerin ihrerseits nur gegen Auslagenersatz (insbesondere aus diesem Konto)
mit einer Vollmacht ausgestattet zur Grundstücksübertragung nach Spanien zu reisen
bereit ist, ergibt sich aus ihrem (modifizierten) Antrag und der damit ausdrücklich zur
Genehmigung beantragten Honorarvereinbarung. Es fehlt somit nach wie vor an einer vor-
behaltlosen Zustimmung der Beschwerdegegnerin zur beantragten Einsetzung ihrer
Schwester als Spezialerbenvertreterin mit Anspruch auf Auslagenersatz zulasten des
Nachlasses. Weil die Beschwerdegegnerin sich damit klar gegen die Einsetzung ihrer
Schwester wendet, steht fest, dass die Beschwerdeführerin nicht antragsgemäss selber als
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Spezialerbenverteterin ernannt werden könnte. Die Beschwerde wäre deshalb auch aus
diesem Grund abzuweisen.
3.2 Daran kann auch nichts ändern, dass die Beschwerdeführerin ihre beabsichtigten Handlun-
gen mehr oder weniger detailliert aufzählt und sich diese von der Behörde im Voraus ge-
nehmigen lassen möchte. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass ein Erbenvertreter per-
sönlich unbefangen und fachlich in der Lage sein muss, von sich aus das für die Verwal-
tung des Nachlasses notwendig Scheinende in die Wege zu leiten und sich deshalb nicht
durch die Aufsichtsbehörde im Voraus alles genehmigen lassen kann. Wie oben dargetan,
handelt es sich bei der Erbenvertretung nämlich nicht um ein staatliches Amt, sondern um
ein privatrechtliches Institut sui generis. Adressat des Rechenschaftsberichts des Erben-
vertreters ist deshalb nicht die Behörde, sondern dies sind die Erben. Die behördliche Auf-
sicht beschränkt sich denn auch auf die formelle Korrektheit und Vertretbarkeit der vom Er-
benvertreter angeordneten Massnahmen (vgl. Praxiskommentar Erbrecht, Th. Weibel, N 78
zu Art.602); der Erbenvertreter verfügt nicht zuletzt deshalb innerhalb dieser Grenzen über
ein weites Ermessen (vgl. BK-Wolf, N169 zu Art. 602). Daher kann es nicht angehen, zur
Überbrückung der vorliegend seitens der Beschwerdeführerin fehlenden Unbefangenheit
und der ihrerseits nicht nachgewiesenen Fachkompetenz die Aufsichtsbehörde auf diese
Weise im Voraus in die häufig situativ erforderlichen Entscheidfindungen des Erbenver-
treters einbinden zu wollen. Da schon der vom Erbenvertreter klar zu unterscheidende amt-
liche Liquidator (vgl. Druey, a.a.O., N 20/21 zu §14) von der Aufsichtsbehörde nicht "rat-
gebend begleitet" werden kann, um ihm seine Ermessensentscheide abzunehmen, und
weil die Aufsichtsbehörde diesem nur in Ausnahmefällen Weisungen erteilen soll (BSK-
ZGB II, Karer/Vogt/Leu, N27 zu Art. 595), so muss dasselbe erst recht auch für den (nicht-
amtlichen, sondern bloss behördlich eingesetzten) Erbenvertreter gelten. Mit dem kon-
kreten, von der Beschwerdeführerin zur behördlichen Genehmigung beantragten Arbeits-
katalog wird überdies verkannt, dass der Entscheid über materiell-zivilrechtliche Fragen
ohnehin dem Zivilrichter vorbehalten ist (BK-Wolf, N 169 zu Art. 602; ebenso Praxiskom-
mentar Erbrecht, Th. Weibel, N 78 zu Art. 602). Deshalb können namentlich die ab-
weichend zu den Steigerungsbedingungen des Kreisgerichtes Rheintal von der Be-
schwerdeführerin aufgelisteten Zahlungen zu Lasten des Nachlasses nicht auf diese Weise
vor die dafür nicht zuständige Aufsichtsbehörde getragen werden. Vielmehr wird das Tei-
lungsgericht in seinem derzeit noch ausstehenden Urteil darüber zu befinden haben. Somit
bleibt es dabei, dass die beantragte Einsetzung der Beschwerdeführerin als Spezialerben-
vertreterin aus diesen Gründen nicht in Frage kommen kann. Die Beschwerde ist auch aus
diesem Grund abzuweisen.
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4. Zusammenfassend steht damit fest, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf
eingetreten werden kann.
5. Nach Art. 19 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 VRPG ist in Beschwerdeverfahren vor
Obergericht gebühren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise unterliegt oder auf des-
sen Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Der Beschwerdeführerin ist ausgangsgemäss in
Anwendung von Art. 4a des Gesetzes über die Gebühren in Verwaltungssachen eine Ent-
scheidgebühr aufzuerlegen. Für das mit einem doppelten Schriftenwechsel und einer er-
gänzenden Eingabe doch recht aufwendige Verfahren erscheint eine Entscheidgebühr von
Fr. 4'000.-- als angemessen. Diese ist im Rahmen der unentgeltlichen Prozessführung der
Staatskasse zu belasten, unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht nach Art. 25 Abs. 3
VRPG.
6. Nach Art. 53 Abs. 3 VRPG hat die obsiegende Partei in der Regel Anspruch auf eine Ent-
schädigung für die notwendigen Kosten und Auslagen. Da die Beschwerdeführerin mit
ihren Anträgen nicht durchdringt, ist ihr Entschädigungsbegehren abzuweisen. Weil der Be-
schwerdeführerin die unentgeltlichen Rechtspflege bewilligt wurde, ist ihr Rechtsvertreter
RA B_ zulasten der Staatskasse mit Fr. 3'572.30 zu entschädigen (Barauslagen und
Mehrwertsteuer inbegriffen); unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht nach Art. 25 Abs. 3
VRPG.
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