Decision ID: d4299953-364e-476b-8f17-ae8c25b3219b
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956, war bei der
Y._
AG als Archivmit
arbeiterin angestellt und dadurch bei der Suva unfallversichert. Am
8.
August 2018
stür
zte sie
im respek
tive beim Verlassen eines
Bu
s
ses
(
Urk.
6/1
,
Urk.
6/34
).
Dabei zog sie sich eine OSG-Distorsion links, eine Kontusion des Unterschenkels rechts, eine Kontusion der Hüfte links sowie eine Kontusion des Rückens zu (
Urk.
6/21).
In der Folge ging sie zunächst noch ihrer Arbeit nach, ab 2
2.
August 2018 wurde sie dann arbeitsunfähig geschrieben (
Urk.
6/
3,
Urk.
6/4). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des Unfalles vom
8.
August 2018 und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder; vgl.
Urk.
6/6).
Im weiteren Verlauf holte die Suva einen Bericht des
behandelnden Arztes
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Innere Medizin, vom 1
2.
März 2019 ein. D
arin führte dieser aus, dass seit
1
6.
Februar 2019 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe (
Urk.
6/21). Nachdem sie die Akten ihrem Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Medizin und Traumatologie, unterbreitet und dieser dazu am 2
0.
März 2019 Stellung genommen hatte (
Urk.
6/23), teilte die Suva der Versicherten mit Schreiben vom 2
6.
März 2019
mit,
dass
die nunmehr
bestehen
den Beschwerden
nicht mehr unfallbedingt
seien
. Der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall vom
8.
August 2018 eingestellt hätte, sei gemäss medizinischer Beurteilung spätestens se
chs Monate nach dem Unfall, mithin
am
8.
Februar 20
19
, erreicht gewesen sei. Die Versicherungsleistungen, also die Heilkosten, wür
den deshalb per 3
1.
März 2019 eingestellt. Da die Versicherte bereits seit 1
6.
Feb
ruar 2019 wieder voll arbeitsfähig sei, würden die Taggeldleistungen bereits auf dieses Datum
hin eingestellt
(
Urk.
6/30).
Mit Schadenmeldung vom 1
6.
Oktober 2019 wurde der Suva angezeigt, dass die inzwischen arbeitslose Versicherte am 1
9.
September 2019 einen Rückfall erlitten habe (
Urk.
6/34).
Gegenüber der Suva erklärte die Versicherte
sodann, dass sie
unter starken Rückenschmerzen leide (
Urk.
6/38,
Urk.
6/43).
Die Suva zog die neuesten bildgebenden Abklärungen bei (
Urk. Urk.
6/41) und liess
die
Kreis
ärztin
Dr.
med.
B._
, Fach
ärztin
für Chirurgie, zur Sache Stellung nehmen (Stellung
nahm
e vom 1
9.
November 2019,
Urk.
6/44). Mit Verfügung vom 2
1.
November 2019 hielt die Suva fest, dass
der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall eingestellt hätte, spätestens am 3
1.
März 2019 erreicht gewesen sei. Die Versiche
rungsleistungen würden demgemäss auf diesen Zeitpunkt
hin eingestellt
(
Urk.
6/
47). Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom 2
4.
Februar 2020 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte m
it Eingabe vom 2
7.
März 2020 Beschwerde und beantragte, ihr seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen für die Monate September bis Dezember 2019 zuzusprechen (
Urk.
1). Die Suva schloss in der Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2020 auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
5)
, was der Beschwerdeführerin zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(
UVG
)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
1.4
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Str
ittig und zu prüfen ist, ob
die Suva zu Recht die
Versicherungsleistungen per 3
1.
März 2019 infolge Dahinfallens des natürlichen Kausalzu
sammenhangs ein
gestellt hat
.
2.2
Zwar erliess die Suva am 2
6.
März 2019 ein Schreiben, mit dem sie die Einstel
lung der Versicherungsleistungen per Ende März 2019 mitteilte (
Urk.
6/30). Ein Fallab
schluss mittels einfachem Schreiben erlangt in der Regel
jedoch
nur
dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jah
res Einwände erhebt (BGE 134 V 145).
Nachdem die Beschwerdeführer
in bereits
rund fünf Monate später weitere Leistungen aufgrund des Unfalls vom
8.
August 2018 beanspruchte und insofern gegen den Fallabschluss opponierte, kommt dem Schreiben vom 2
6.
März 2019 keine rechtliche Verbindlichkeit zu. Zu Recht prüfte die Suva denn auch in der Verfügung vom 2
1.
November 2019 respektive im
Einspracheentscheid
vom 2
4.
Februar 2020 die Einstellung der Leistungen unter dem Gesichtspunkt des Grundfalles.
3.
3.1
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgendermassen:
3.2
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Innere Medizin,
hielt im Bericht vom 1
2.
März 2019 fest, die Erstbehandlung habe notfallmässig im Spital
C._
stattgefunden. Die dort veranlasste Bildgebung des Unterschenkel
s rechts und des OSG links seien
ohne Nachweis von Frakturen geblieben. Als die Beschwerdeführerin ihn am 2
2.
August 2019 aufgesucht habe, habe eine
Klopfdolenz
über dem Lenden
wirbelkörper 5
bestanden. Anhand des gleichentags durchgeführten MRI der Len
denwirbelsäule habe eine Fraktur ausgeschlossen werden können. Das Bild habe eine
Chondrose
L3/4
(
mit flachbogiger
Hernierung
ohne signifikante Kompressi
onen
)
, eine
Chondrose
L4/5
(
mit leichtem Ödem der Bodenplatte L4 rechts und einem medianen dorsale
n
Anulusriss
bei flachbogiger, leicht
mediolateral
links
seitig betonter
Hernierung
und leichter Tangierung der Nervenwurzel L5
recessal
links
)
, eine leichte
Enthesiopathie
interspinosal
L4/5, eine leichte
Spondylarthrose
L3/4 und L4/5 sowie eine Verknöcherung des
Processi
transversi
L5/S1 links ohne Ödeme gezeigt. Das zudem veranlasste MRI des Mittelfusses links habe Kno
chenödeme im Os
cuboideum
und eine leichte Reizung der angrenzenden Se
h
nenscheide der
Peroneus
longus
-Sehne ausgewiesen
.
Der
H
auptbefund sei ein ausgeprägtes subkutanes Ödem über dem lateralen
Dorsum
pedis
gewesen. Hin
weise auf eine Fraktur hätten nicht bestanden. Sodann
führte
Dr.
Z._
zum
Verlauf aus, d
ass sich die Rückenproblematik zunächst
gebessert habe bei noch
anhaltenden Schmerzen im Fuss. Nach einem Unterbruch der Physiotherapie sei es zu einer erneuten Exazerbation der lumbalen S
chmerzen gekommen, weshalb die Therapie
wieder aufgenommen
worden sei. Von Seiten des Fusses bestünden nach wie vor belastungsabhängige Schmerzen. Bis zum 1
5.
Februar 2019 sei die Beschwerdeführerin arbeitsunfähig gewesen.
Ab 16. Februar 2019 sollte die Arbeitsfähigkeit
wieder hergestellt
sein
(
Urk.
6/21).
3.3
Kreisarzt
Dr.
A._
erklärte in der Stellungnahme vom
2
0.
März 2019, das
MRI der Lendenwirbelsäule vom 2
2.
August 2018 zeige keine Fraktur, kein Knochen
ödem und keine Weichteilöde
me. Unfallkausale Pathologien wü
rden somit bild
gebend nicht dargestellt. Beim Unfall habe die Beschwerdeführerin wohl eine Prellung des Rückens e
rlitten. Unfallfolgen nach Prel
lungen spielten nach vier bis sechs Wochen keine Rolle mehr im Beschwerdebild. Die lumbalen Beschwer
den seien überwiegend wahrscheinlich auf ein vorbestehendes degeneratives Ver
schleissleiden zurückzuführen.
Was die Schmerzen im linken Fuss anbelange, sei unklar, inwiefern das ausgeprägte subkutane Ödem vorbestehend sei. Das Kno
chenödem im Os
cuboideum
und die leichte Reizung der angrenzenden Sehnen
scheide der
Peroneus
longus
-Sehne sei überwiegend durch den Unfall verursacht. Der Status quo sine nach Knochenödemen sei nach sechs Monaten erreicht. Eine weiterführende Abklärung diesbezüglich sei bei attestierter Arbeitsfähigkeit ab 1
6.
Februar 2019
zur Zeit
nicht indiziert. Sollte jedoch die Arbeitsfähigkeit nicht umgesetzt werden können, sei eine neue Bildgebung des Fusses angezeigt (
Urk.
6/23).
3.4
Kreisärztin
Dr.
B._
hielt in der Stellungnahme vom 1
9.
November 2019 unter Bezugnahme auf das MRI der Lendenwirbelsäule und des
lumbosakralen
Über
gangs vom 2
4.
September 2019, welches
Diskusprotrusionen
und
Spondylarthro
sen
auf der Höhe L3/4 und L4/5 sowie einen anlagebedingt eher schmalen Spi
nalkanal zeigte (
Urk.
6/41), fest, dass keine Hinweise für traumatische strukturelle Veränderungen bestünden. Es sei daran festzuhalten, dass der Status quo sine nach sechs Monaten erreicht gewesen sei (
Urk.
6/44).
3.5
Dr.
Z._
führte im Bericht vom 2
5.
November 2019 aus, dass die Beschwer
deführerin trotz Physiotherapie an anhaltenden leichten lumbalen Schmerzen leide, was vor dem Unfall nicht der Fall gewesen sei. Dementsprechend sei der Unfall als deren Auslöser zu erachten, auch wenn in den MRIs degenerative Ver
änderungen nachweisbar seien (
Urk.
6/48).
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin beanstandet die Leistungseinstellung durch die Suva unter Hinweis auf die persistierenden Rückenschmerzen (
Urk.
1).
N
ach der
(
neu
erlichen
)
Schadenmeldung vom 1
6.
Oktober 201
9
klagte die Beschwerdeführerin gegenüber der Suva
denn auch
einzig über die Rückenschmerzen
.
Fussschmerzen erwähnte sie nicht mehr (
Urk.
6/38,
Urk.
6/43). Die
in der Folge vom behandeln
den Arzt
Dr.
Z._
getätig
ten Abklärungen sowie sein
Bericht vom
2
5.
Novem
ber 2019
beziehen sich ausschliesslich
auf den Rücken (
Urk.
6/41,
Urk.
6/48)
. Es ist daher davon auszugehen, dass die
Fuss
schmerzen
im Zeitpunkt der Leistungs
einstellung per 3
1.
März 2019 keine wesentliche Rolle mehr spielten. Zu
prüfen ist daher einzig, ob die über den
Zeitpunkt der Leistungseinstellung
hinaus
noch vorhandenen Rückenschmerzen auf den Unfall vom
8.
August 2018 zurückzu
führen sind.
4.2
Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen Vorzustandes an der Wirbelsäule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abge
schlossen zu betrachten ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_749/2019 vom 1
8.
Juni 2020 E. 4.2, 8C_408/2019 vom 2
6.
August 2019 E. 3.3).
Eine allgemeine Erfahrungsregel - auch hier die Erkenntnis, dass eine einfache Kontusion innerhalb kurzer Zeit folgenlos abheilt - ist für sich allein genommen nicht geeignet, den erforderlichen Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalls zu erbringen. Die Geltung einer solchen abstrakten Ver
mutung im konkreten Fall muss anhand der einzelnen Umstände nachvoll
ziehbar dargetan sein (Urteile des Bundesgerichts 8C_523/2018
vom
5.
November 2018
E. 5.2
, 8C_677/2010 vom 1
6.
Dezember 2010 E. 4.6).
4.3
Anhand
der Berichte des behandelnden Arztes
Dr.
Z._
sowie der Kreisärzte und
der bildgebenden Untersuchungen
ist ausgewiesen, dass die Beschwerdefüh
rerin unter vorbestehenden degenerativen Veränderu
nge
n an
d
er Wirbelsäule litt.
Aufgrund de
r
Akten ist nicht klar, ob die Beschwerdeführerin
stürzte, als sie
im Bus
von einem Sitz
aufstand oder
als sie
den Bus verliess
(
Urk.
6/1,
Urk.
6/34). Es wird von einem Sturz auf das Gesäss berichtet (
Urk.
6/9). Klar ist jedoch
, dass
sie sich d
abei bloss
Kontusionen zuzog (
Urk.
6/21).
Auch konnte sie
in der Folge bis zum 2
2.
August 2018 ihrer Arbeit nachgehen (
Urk.
6/3).
Da
die bildgebenden Untersuchungen keinerlei
post
traumatische strukturelle V
er
änderungen zeigten, schlossen die Kreisärzte
aus, dass es durch den Unfall zu einer dauernden Verschlimmerung des
(
bis anhin klinisch stummen
)
krankhaften
Vorzustands gekommen war
(
Urk.
6/23,
Urk.
6/44), was ohne Weiteres nachvoll
ziehbar ist. Laut Beurteilung von
Dr.
A._
spielen Unfallfolgen bei Prellungen nach vier bis sechs Wochen keine Rolle mehr (
Urk.
6/23).
Dr.
B._
bestätigte den Eintritt des
status
quo sine nach sechs Monaten (
Urk.
6/44). Letzteres ent
spricht der oben erwähnten Erfahrungsregel.
Mithin ist mit den Kreisärzten davon auszugehen, dass der Unfall vom
8.
August 2018 zwar zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des degenerati
ven Vorzustands am Rücken geführt hatte
, aber dieser für die über
die Ende
März 2019 hinaus bestehenden Beschwerden nicht mehr kausal war.
Daran ändert auch die
Einschätzung von
Dr.
Z._
nichts.
Er selber weist darauf hin, dass in den Bildgebungen degenerative Veränderungen nachweisbar seien
(
Urk.
6/48)
. Soweit er die na
ch wie vor vorhandenen Beschwerden auf den Unfall vom
8.
August 2018 zurückführt, da diese erst danach aufgetreten sei
en, bedient er sich der
Argumentation «
post
hoc ergo
propter
hoc»
, was
beweisrecht
lich nicht zulässig ist (BGE 119 V 335 2b/
bb
).
4.4
Zusammenfassend
ist somit davon auszugehen, dass das Unfallereignis vom
8.
August 2018 nicht über den 3
1.
März 2019 hinaus für die anhaltenden lumba
len Beschwerden ursächlich war.
Damit bleibt
für die
beantragte
Zusprechung von Versicherungsleistungen für die Monate September bis Dezember 2019
(
und damit für einen Zeitraum über ein Jahr nach dem Unfall
)
kein Raum
.
Anzumerken bleibt, dass die Suva beim behandelnden Arzt
Dr.
Z._
B
erichte einholte
respektive dieser
sich
von sich aus verlauten liess
(
Urk.
6/21
,
Urk.
6/48), was die Beschwerdeführerin zu verkennen scheint.
Von einer neuerlichen
Einho
lung einer S
tellungnahme ist abzusehen, weil
davon keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 136 I 229 E. 5.3).
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.