Decision ID: d4a89187-b77c-48ea-aa2e-dcdee5665062
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, besuchte in Deut
schland die Polytechnische Ober
schule und absolvierte danach eine Lehre in m
oderner Frisierkunst mit Weiter
bildung an der Hochschule für Bildende Künste. Im Januar 2005 zog er in die Schweiz und trat eine Vollzeitstelle als Maskenbildner am
Z._
an (vgl.
Urk.
7/1/5 und die Angaben vom 3
0.
August 2010 im Fra
gebogen für Arbeitgebende, Urk.
7/8).
1.2
1.2.1
Nachdem
X._
schon im Jahr 2008 an Nackenbeschwerden gelitten hatte (B
e
richt des
I
nstituts
A._
, vom
9.
Dezember 2008
über eine Kern
spintomographie der Halswirbelsäule,
Urk.
7/9/13-14) und im Juni 2009 eine akute
Zervikobrachialgie
aufgetreten war, verstärkten sich im November 2009 die Beschwerden und es traten Parästhesien im
linken Arm auf (Bericht des Hausarztes
Dr.
med.
B._
vom
9.
Oktober 20
10,
Urk.
7/9/1-6).
X._
wurde daraufhin im
Zentrum C._
zunächst konservativ
behandelt, und am
8.
April 2010 wurde dort eine
Foraminotomie
auf der Höhe C7/Th1 durchgeführt (
vgl. den
Bericht des
Zentrums C._
vom 1
4.
April 2010,
Urk
.
7/9/8-9, und die
Berichte
über
die
Vor
- und
Nachbeha
ndlungen
in
Urk
.
7/9/10-11,
Urk
.
7/18/61-72 und
Urk
.
7/18/
77-80
)
.
Ferner fanden im März und im Dezember 2010 im
Zentrum C._
und bei
Dr.
med.
D._
, Spezialarzt für Handchirurgie und Orthopädische Chirurgie, Untersuchungen wegen Beschwerden in den Händen statt (
Berichte in
Urk. 7/9/7 und Urk. 7/18/75-76), und daneben litt
X._
seit
längerem
an
Schmerzen
im
Bereich
der
Lendenwirbelsäule
(
vgl
. den
Bericht
der
Praxis E._
vom 2
9.
Juli 2010 über eine Magnetresonanztomograp
hie der Lendenwirbelsäule, Urk.
7/9/12).
Ausserdem
suchte
X._
im Juli 2010 wegen einer Depression
psychiatrischen Rat (Bericht von PD
Dr.
med. F._
, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom
2.
Juli 2010,
Urk.
7/18/73-74).
Des Weiteren war
X._
im Jahr 2009 wegen einer chronischen
polypösen
Pansinusitis behandelt und operiert worden (vgl. die Berichte in
Urk.
7/18/59 und
Urk.
7/18/80). In diesem Jahr war zudem eine HIV-Infektion bekannt geworden (vgl.
Urk.
7/18/48 und
Urk.
7/18/73).
1.2.2
Am 1
4.
Juli 2010 meldete sich
X._
bei der Invalidenversicherung an (Urk. 7/1).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte den Bericht des
C
hiropraktors
G._
vom
3.
August 2010 (Urk. 7/6) und den Bericht
von
Dr.
B._
vom
9.
Oktober 2010 ein
(
Urk.
7/9/1-6) und
liess
anschliessend
durch
die
Medizinische Begutachtungsstelle
H._
das interdisziplinäre Gutachten vom 2
6.
April 2011 erstellen (Gesamtgutachten von
Dr.
med.
I._
, Spezialarzt für Innere Medizin, med. pract.
J._
, Spezialarzt für
O
rtho
pädische
Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates, und med. pract
.
K._
, Spezialärztin für Chirurgie, mit dem
psychiatr
ischen K
onsiliarbericht von
Dr.
med.
L._
, Spezialärztin für Psychiatrie und Psychothera
pie, vom 2
0.
Februar 2011
u
nd dem neurologischen Konsiliar
be
richt von
Dr.
med.
M._
und Prof.
Dr.
N._
, Spezialärzte für Neurol
ogie, vom
7.
März 2011
,
Urk.
7/18
einschliesslich
beigezogener medizinischer Berichte
).
1.2.3
M
it Verfügung vom 3
0.
Juni 2011
verneinte die IV-Stelle
den Anspruch von
X._
auf Versicherungsleistungen (berufliche
Massnahmen
und Rente), da ihm seit Oktober 2010 seine angestammte Tätigkeit als Maskenbildner wieder zu 100 % zuzumuten sei und er vorher nicht während mehr als eines Jahres
arbeits
unfähig gewesen sei (Urk.
7/26).
Das Sozialversicherungsgericht des Kanto
n
s Zürich wies die dagegen erhobene Beschwerde m
it Urteil vom 19. Dezember 2011
ab.
In Bezug auf die Zeit nach Erlass der Verfügung vom 3
0.
Juni 2011 überwies das Gericht die Sache an die IV-Stelle, damit sie zur gesundheitlichen Entwicklung, namentlich zu einer weiteren
Bandscheibenoperation vom
August 2011,
nähere Angaben einhole und die Ansprüche des Versicherten ab dann prüfe
(
Urk.
7/35
; Prozess Nr.
IV.2011.00892
). Das Urteil vom 1
9.
Dezember 2011 blieb unangefochten.
1.3
1.3.1
In der Folge dokumentierte d
er Versicherte die IV-Stelle mit dem Bericht des
Zentrums C._
vom 2
9.
August 2011 über die operative Dekompression der Nervenwurzel C6 vom 2
5.
August 2011 (
Urk.
7/33/26-28) und
den Berichten über die Nachkontrolle und die Vorbehandlungen
(Urk.
7/33/44 sowie
Urk.
7/33/16-25,
Urk.
7/33/36-38 und
Urk.
7/33/40-41
)
.
Ausserdem erfuhr sie von Untersuchungen und Beha
ndlungen der linken Schulter von
April
/Mai
2011 (Berichte der Universitätsklinik
O._
in
Urk.
7/33/35 und
Urk.
7/53)
, von einer Operation an der rechte
n
Hand vom 1
4.
April 2011 (
Closed
-
wedge
-Korrekturosteotomie;
Operationsbericht von
Dr.
D._
, Urk. 7/50)
und von einer
Magnetresonanztomographie des Gehirns
vom Juni 2011
(Bericht von
Dr.
med. P._
, Facharzt für diagnostische Radiologie und Neuroradiologie, vom 2
5.
Juni 2011,
Urk.
7/33/39).
Die IV-Stelle holte anschliessend den
Bericht von
Dr.
B._
vom 2
9.
September 2012
ein
(
Urk.
7/40) und liess danach
durch das
H._
das
weitere interdisziplinäre Gutachten
vom 1
0.
Juli 2014
erstellen (G
utachten von
Dr.
med.
Q._
, Spezialarzt für
Innere Medizin, med. pract.
K._
, Spezialärztin für Chirurgie, Fallführung,
Dr.
med.
R._
, Facharzt für O
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, Dr. med.
S._
, Spezialärztin für Neurologie, und
Dr.
med.
T._
, Spezialarzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
Urk.
7/67/1-76
). Zusätzlich fand im Rahmen der Begutachtung eine Abklärung in der Augenklinik des Universitätsspitals
U._
statt (Bericht zuhanden des
H._
vom 1
3.
Mai 2014,
Urk.
7/67/
77
-90)
, und es wurde der
Bericht der
Klinik V._
vom 27. September 2013
in Auftrag gegeben, wo der Versicherte im Jahr 2013
Infiltrationsbehandlungen der Halswirbelsäule hatte durchführen lassen (
Urk.
7/51).
1.3.2
Nachdem die
IV-Stelle beim
H._
die ergänzenden Angaben vom 1
2.
September 2014 ein
geholt
(
Urk.
7/69) und
das Vorbescheidverfahren durchgeführt hatte
(
Urk.
7/72-80 mit
eine
r
Stellungnahme von
Dr.
med.
W._
, Orthopädie
AA._
_
, vom 1
5.
April 2015,
Urk.
7/81), verneinte
sie
m
it Verfügung vom 1
2.
Mai 2015 den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente
unter Annahme eines Invaliditätsgrades von 25
%
(
Urk.
7/84).
Der Versicherte liess gegen diese Verfügung wi
ederum Beschwerde erheben (Urk.
7/85/3-10). Mit Urteil vom 3
0.
November 2016
(
Urk.
7/87
; Prozess Nr.
IV.2015.00647
)
hob das Sozialversicherungsgericht die Verfügung auf und wies die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurück. K
lärungsbedarf bestand gemäss diesem
Urteil in Bezug auf die Anforderungsprofile der Stelle im
Z._
, die d
er Versicherte im September 2012
verloren hatte
(richtig: September 2011; vgl.
Urk.
7/91)
, und der Stellen, die er danach angetreten hatte, sowie auch in Bezug auf die generelle Leistungsfähigkeit in einer optimal angepassten Stelle. Für diese Klärung bezeichnete das Gericht zum einen die Angaben der verschiedenen Arbeitgeber als erforderlich und zum andern die Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL;
Urk.
7/87
/13-14 E.
2.3.6). Auch dieses Urteil blieb unangefochten.
1.4
1.4.1
In Nachachtung des Urteils vom 3
0.
November 2016 beschaffte die IV-Stelle
hinsichtlich der beruflichen Tätigkeit des Versicherten
die Angaben des
Z._
vom
7.
März 2017 (
Urk.
7/91), des
AB._
_
vom
8.
und vom 1
8.
Mai 2017 (
Urk.
7/94 und
Urk.
7/98), der Genossenschaft
AC._
vom 1
1.
Mai 2017 (
Urk.
7/95), der Institution
AD._
vom 19.
Mai 2017 (
Urk.
7/97)
und der Institution
AE._
vom
6.
September 2017 (
Urk.
7/110).
In medizinischer Hinsicht holte die IV-Stelle
den Bericht von
Dr.
W._
vom 15.
Mai 2017 (
Urk.
7/99/1-6 mit den beigelegten Berichten über Untersuchungen
und Behandlungen der von der Halswirbelsäule ausgehenden Beschwerden in den Jahren 2015-2017,
Urk.
7/99/7-17) und den Bericht von
Dr.
B._
vom 2
9.
Juli 2017 ein (
Urk.
7/106/1-6 mit verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsberichten der Jahre
2013 und 2014,
Urk.
7/106/7-26, und weiteren Berichten der Jahre 2013-2017 in
Urk.
7/107/1
5
-44), des Weiteren
liess sie sich von den
Kliniken
AF
._
über gastroenterologische Untersuchungen in den Jahren 2015 und 2017 sowie über urologische Untersuchungen seit dem Jahr 2017 berichten (
Urk.
7/127,
Urk.
7/128 und
Urk.
7/
133; vgl. auch di
e Berichte in Urk.
7/141/1-10
, namentlich zu
allergologischen
und kardiologischen Untersuchungen in Berlin
) und
gab beim
Universitätsspital
U._
den Bericht
der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene
vom
9.
Februar 2018 zur
Behandlung der HIV-Infektion in Auftrag
(
Urk.
7/140
). Sodann erfuhr sie von der
Diagnose
eines
Vestibularisschwannoms
rechts vom Oktober 2017 und holte hierzu den Bericht der Klinik für Ohren-, Nasen, Hals- und Gesichtschirurgie des Universitätsspitals
U._
vom 1
6.
April 2018 ein (
Urk.
7/144/3-10 mit dem vorgängigen Bericht vom 2
6.
März 2018,
Urk.
7/144/11-12, und dem Bericht des inte
rdisziplinären Zentrums für Sch
windel und neurologische Sehstörungen vom 2
2.
Januar 2018,
Urk.
7/144/13-16).
Ferner liess sie durch die Klinik für
Konsiliarpsychiatrie
und Psych
o
somatik des Universitätsspitals
U._
den Bericht vom
2.
Mai 2018 (Eingangsdatum) verfassen (
Urk.
7/149) und nahm den Bericht der Sprechstunde für Schlafstörungen der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals
U._
vom 2
6.
April 2018
(
Urk.
7/152) sowie die Berichte des Zentrums für Paraplegie der
Universitätsklinik
O._
vom 2
7.
Juni und vom 2
2.
August 2018
über eine neurologische und neurophysiologische Untersuchung
zu den Akten (
Urk.
7/158
).
Im Anschluss an die
Vervollständigung der Unterlagen liess die IV-Stelle durch das
Begutachtungsinstitut AG._
, das Gutachten vom
5.
Februar 2019 erstellen (
Untersuchungen vom November 2018;
Gutachten von
Dr.
med.
AH._
, Spezialarzt für Allgemeine Innere Medizin, Fallführung,
Dr.
med.
AI._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie
,
Dr.
med.
AJ._
, Spezialarzt für Otorhinolaryngologie,
Dr.
med.
AK._
,
Spezialarzt für Neurologie, Dr.
med.
AL._
, Spezialärztin für
Infektiologie
, und
Dr.
med.
AM._
, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherap
ie,
Urk.
7/178
einschliesslich neu beigezogener medizinischer Berichte
) und holte dazu
nachträglich
die Stellungnahme von
Dr.
AH._
und
Dr.
med.
AN._
, Ärztliche Leitung, vom
9.
April 2019 zum Fehlen einer EFL ein (
Urk.
7/180 und
Urk.
7/181).
1.4.2
Mit Vorbescheid vom 1
5.
Mai 2019 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten, dass sie bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 34
%
einen Rentenanspruch zu
verneinen gedenke (
Urk.
7/186;
Einkommensvergleich und
Feststellungsblatt in
Urk.
7/183 und
Urk.
7/184).
Dieser, vertreten durch die CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG,
MLaw
Y._
, liess mit den Eingaben vom 6.
Juni und vom 3
0.
September 2019 Einwendungen erheben und beantragen, es seien weitere Abklärungen zu treffen und es sei der Anspruch auf berufliche
Massnahmen
zu prüfen (
Urk.
7/
190 und
Urk.
7/197).
Mit Verfügung vom 1
3.
Januar 2020 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vorbescheids und verneinte den Anspruch von
X._
auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 =
Urk.
7/201; Feststellungsblatt in
Urk.
7/200)
. In Bezug auf die beantragten beruflichen
Massnahmen wies die IV-Stelle auf die Möglichkeit hin, ein
separates Gesuch zu stellen (
Urk.
2 S. 3).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
3.
Januar 2020 liess
X._
durch die CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG,
MLaw
Y._
,
mit Eingabe vom 1
4.
Februar 2020 Beschwerde erheben (
Urk.
1) und beantragen, die Ve
r
fügung sei aufzuheben, die IV-Stelle sei zu verpflichten, den medizinischen und beruflichen Sachverhalt rechtsgenüglich abzuklären und anschliessend die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, eventualiter seien ihm berufliche Massnahmen zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
2.
März 2020 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6),
worüber der Versicherte am 17.
März 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Mit Blick auf das Erfordernis gemäss
Art.
7
Abs.
2 Satz 2 ATSG hat das Bundesgericht spezifische Leitlinien au
f
gestellt.
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E.
4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
1.3
1.3.1
Gemäss
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente
, wenn sie mindestens zu 70
%
, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60
%
, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50
%
oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40
%
invalid sind.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG (in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen).
Bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist im Regelfall am Einkommen anzuknüpfen, das die versicherte Person vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens tatsächlich erzielt hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_934/2015 vom
9.
Mai 2
016 E. 2.2 mit Hinweisen, insbesondere auf
BGE 135 V 297 E. 5.1
, 1
34 V 322 E. 4.1
und
129 V 222 E. 4.3.1
). Davon
abzugehen ist
grundsätzlich nur dann
, wenn die versicherte Person die bisherige Stelle mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch ohne Gesundheitsschaden nicht mehr innehätte
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_934/2015 vom
9.
Mai 2
016 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
In gewissen Fällen, insbesondere dort, wo Validen- und Invalideneinkommen anhand derselben Tätigkeit zu ermitteln sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_295/2017 vom 2
7.
September 2017 E. 6.5), kann
beim Einkommensvergleich
auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100
%
zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, sodass sich aus der Prozentdifferenz der Invalidi
tätsgrad ergibt (sogenannter Prozentvergleich; BGE 114 V 310 E. 3a mit Hinwei
sen).
1.3.2
Der Rentenanspruch entsteht nach
Art.
28
Abs.
1 IVG frühe
stens in dem Zeit
punkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig war (lit. b), sofern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens
40
%
invalid ist (lit. c).
Während
für die Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7
ATSG) und den Invaliditätsgrad (
Art.
8 und
Art.
16 ATSG), wie sie nach
Art.
28
Abs.
1 lit. c IVG massgebend sind, nach dem Einkommen zu fragen ist, d
as
eine Person auf
dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheitsschaden angepassten zu
mutbaren Tätigkeit erzielen könnte
, beurteilt sich die Arbeitsunfähigkeit (
Art.
6 ATSG), wie sie für das Wartejahr nach
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG massgebend ist,
nach der
gesundheitlich
bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschränkungen im bisherigen Beruf an (vgl. BG
E 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E.
2a, 97 V 226 E. 2).
Das Wartejahr im Sinne von
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG
gilt
in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist,
was rechtsprechungsgemäss bei einer
Arbeitsunfähigkeit von
mindestens
20 %
der Fall ist
(AHI 1998 S. 124 E
. 3c; Urteil des Bundesgerichts 8C_718/2018 vom 2
1.
Februar 2019 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Nach dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente»
, wie er in
Art.
28
Abs.
1 lit. a IVG in der ab Januar 2008 geltenden Fassung ausdrücklich festgeschrieben worden ist, aber schon vorher gegolten hat, kann vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen
(
Art.
8 ff
. IVG), insbesondere derjenigen beruflicher Art (
Art.
15 ff. IVG),
eine Rente nur gewährt werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes (noch) nicht eingliederungsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_186/2009
vom 2
9.
Juni 2009
E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 121 V 190 E. 4a und c). Dabei ist rechtsprechungsgemäss jedoch dort, wo eine versicherte Person aufgrund ärztlicher Beurteilung
arbeitsunfähig ist, wo aber gleichzeitig angenommen wird, dass nach durchgeführter erfolgreicher Eingliederung wieder eine deutlich bessere Arbeitsfähigkeit erreichbar sein sollte, der Anspruch auf eine Rente für die zurückliegende Zeit so lange nicht ausgeschlossen, als die bestehende Erwerbsunfähigkeit nicht oder noch nicht mit geeigneten Eingliederungsmassnahmen tatsächlich behoben oder in einer für den Rentenanspruch erheblichen
Weise verringert werden konnte
. Dies gilt auch
für Massnah
men der Selbsteingliederung
, solange solche noch nicht durchgeführt worden sind und noch keine Aufforderung zur Mitwirkung im Sinne von
Art.
21
Abs.
4 ATSG (beziehungsweise
im Sinne
der bis Ende Dezember 2002 in Kraft gestandenen Regelung in
Art.
31 IVG)
ergangen ist
(Urteil des Bundesgerichts
I
291/05
vom 3
1.
März 2006 E. 3.2 mit Hinweis
).
2.
Der Beschwerdeführer beantragte eventualiter die Zusprechung
beruflicher
Massnahmen (
Urk.
1 S. 2).
Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 1
3.
Januar 2020
(
Urk.
2)
ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente,
währenddem
der Beschwerdeführer für den Anspruch auf
berufliche Massnahmen auf ein separates Gesuch verwiesen worden ist.
Der Anspruch auf berufliche Massnahmen ist demgemäss nicht Anfechtungsgegenstand.
Da nach den vorstehenden rechtlichen Erwägungen
indessen
im Zuge
der Prüfung des Rentenanspruchs
auch die Eingliederungsfähigkeit zu thematisieren ist, wird auf
den Aspekt der Eingliederung gleichwohl
einzugehen sein.
3.
3.1
Als Ursache für die geklagten Beschwerden mit Schmerzen im linken Arm, die vom Hals bis in den kleinen Finger ausstrahlten, vermuteten die Ärzte des
Zentrums
C._
anlässlich der Abklärungen von Anfang 2010 eine
Foramenstenose
im Bereich von HWK7/BWK1 (
Urk.
7/18/62+64),
und bei der Operation vom April 2010 bestätigte sich dieser Befund (
Urk.
7/9/9).
Demgegenüber liessen sich im Jahr 2010 an den Händen selber keine Befunde erheben, welche die geklagten Beschwerden erklärt hätten (
Urk.
7/9/7,
Urk.
7/18/75-76).
Zur Zeit der Begutachtu
ng im
H._
mit
den
Untersuchungen von
Januar und Februar 2011
bestand
in der linken Hand eine gewisse Kraftminderung
, eine fehlende
Spreizbarkeit im Bereich zwischen dem dritten und dem vierten Finger und eine reduzierte Sensibilität (
Urk.
7/18/22), und d
ie neu
rologischen
Konsiliargutachter
ordneten diese Beschwerden einem
leichtgra
dige
n
resi
duellen
sensiblen C8
Wurzel-Kompressionssyndrom zu
. Eine Parese der kleinen Handmuskulatur und eine sichere Störung der Fingerfeinmotorik konnten die Neurologen aber nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit nachweisen (
Urk.
7/18/30).
Das Sozialversicherungsgericht erachtete
es daher im
Urteil vom 19. Dezember 2011 als einleuchtend, dass die Gutachter den Be
s
chwer
deführer von Seiten der Fingerfunktion nicht als wesentlich beeinträchtigt in der Arbeit als Maskenbildner beurteilten, welche
gemäss
seinen Schilderungen zu 80 % in Feinarbeit
besteht
(
Urk.
7/35/7-8
E. 2.3.3).
Ebenfalls a
ls einleuchtend erachtete das Gericht es
im
Urteil vom 19. Dezember 2011
(
Urk.
7/35/8 E. 2.3.3), dass die Gutachter
auch
der geklagten Kopf- und Nackenproblematik keine
massgeblich
behindernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zuschrieben (vgl.
Urk.
7/18/41) und dass sie in Bezug auf die nur sporadisch auftretenden Schmerzen in der Lendenwirbelsäule zur selben Beurteilung gelangten (vgl.
Urk.
7
/18/24+40). Weiter gelangte das Gericht zum Schluss, die von einem frü
hkindlich entstandenen sensiblen
Hemisyndrom
links herrührende Symptomatik könne
gleichermassen
nicht als beeinträchtigend für die angestammte Arbeit betrachtet werden (
Urk.
7/35/8 E. 2.3.3). Und schliesslich wies das Gericht darauf hin, dass hinsichtlich der Pansinusitis eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gar nicht behauptet worden sei und der Beschwerdeführer zudem nicht geltend gemacht habe, die Neigung zu Depressionen, die im Juli 2010 zur Konsultation von PD Dr.
F._
geführt hatte (vgl.
Urk.
7/18/33+34+48), habe sich im Zeit
punkt der Begutachtung im
H._
noch einschränkend ausgewirkt (
Urk.
7/35/8-9 E. 2.3.3).
3.
2
Dementsprechend stellte das Sozialversicherungsgericht im Urteil vom 1
9.
Dezember 2011 auf die Beurteilung der Gutachter des
H._
ab (vgl. Urk. 7/18/43), wonach der Beschwerdeführer ab Oktober 2010 bis zur Zeit der Untersuchungen von Januar und Februar 2011 wieder zu 100
%
arbeitsfähig im Beruf als Maskenbildner gewesen sei (
Urk.
7/35/9 E. 2.4.1 und E. 2.4.2).
Sodann legte das Gericht den
Beginn des
Wartejahres
nach
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG
auf den 6.
D
ezember
200
9
fest und
verneinte demnach einen
Rentenanspruch in der Zeit bis zum Erlass der Verfügung vom 3
0.
Juni 2011
entsprechend der Argumentation der Beschwerdegegnerin
schon mangels Ablaufs des
Wartejahres
,
was
selbst dann
gegolten hätte
, wenn sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführer
s
nach de
n Untersuchungen
im
H._
wieder verschle
chtert hätte (
Urk.
7/35/9-10 E.
2.4.2).
4.
4.1
Aufgrund der Überweisung, die das Gericht im Urteil vom 1
9.
Dezember 201
1
vorgenommen hatte (
Urk.
7/35/10 E. 2.4.3), war zu prüfen, wie sich die gesundheitliche Situation
nach der Begutachtung im
H._
von
Januar/Februar 2011 entwickelte und ob daraus für die Zeit nach dem Erlass der Verfügung vom 3
0.
Juni 2011 Ansprüche auf Leistungen der Invalidenversicherung resultierten. Die Beschwerdegegnerin verneinte solche Ansprüche, namentlich einen Rentenanspruch, mit der Verfügung vom 1
2.
Mai 2015 (
Urk.
7/84) und stützte sich dabei auf das neu eingeholte zweite Gutachten des
H._
vom
1
0.
Juli 2014 (
Urk.
7/67).
Diese Verfügung war Gegenstand des Urteils vom 3
0.
November 2016 (
Urk.
7/87).
4.
2
Anlass für die gerichtliche Überweisung
vom Dezember 2011
war eine Operation mit Dekompression der Nervenwurzel C6 gewesen, die das
Zentrum
C._
am 2
5.
August 2011
durchgeführt hatte (vgl.
Urk.
7/33/26-28).
Das Gericht befasste sich im Urteil vom 3
0.
November 2016 mit den eingehenden Auseinandersetzungen der Gutachter des
H._
mit dieser Operation und den danach fortbestehenden Beschwerden, die von der Halswirbelsäule ausgingen, und folgte der gutachterlichen Beurteilung (vgl.
Urk.
7/67/75), dass seit dem besagten Eingriff insgesamt eine Verschlechterung der Symptomatik eingetreten sei
(Urk.
7/87
/9
E. 2.3.2).
4
.3
In Bezug auf die Auswirkungen der Beschwerden auf
die Arbeitsfähigkeit wies das Gericht demgegenüber
auf eine
gewisse Diskrepanz zwischen der Beurteilung der Neurologin
Dr.
S._
und des
orthopädischen Chirurgen
Dr.
R._
hin.
So erachtete
die Neurologin
Tätigkeiten
a
ls kontraindiziert
, bei denen die Hals
wirbelsäule, der Schulterbereich und der Oberarm belastet würden, Zwangshal
tungen eingenommen werden müssten oder Überkopfarbeiten aus
zuführen seien oder die
mit dem Tragen von schwereren Lasten oder Schlägen auf die Wirbe
lsäule einhergingen, und ferner
wies sie auf die Einschränkungen der Handfunktion hin, die längerdauernde feinmotorische Arbeiten erschwere, bei entsprechend grösserem Zeitaufwand jedoch nicht ver
unmögliche
. Dementsprechend vermutete Dr.
S._
, dass der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Maskenbildner ungünstig eingesetzt sei
(
Urk.
7/67/
57-
58).
Dr.
R._
interpretierte das Beschwerdebild im Bereich des linken Armes grundsätzlich gleich wie
Dr.
S._
(vgl. Urk. 7/67/36-37+43-44
),
leitete jedoch
dar
aus keine namhaften Beeinträchtigun
gen im Beruf ab und schrieb
namentlich den Bewegungseinschränkungen der Finger keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (
Urk.
7/67/45).
Das Gericht schrieb diese Diskrepanz
im Urteil vom 3
0.
November 2016 insbesondere dem Umstand zu,
dass die Gutachter über die Anforderungen der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers
nicht er
schöpf
end im Bild gewesen seien
. Es wies hierzu
darauf hin,
dass der Beschwerdeführer zur Zeit der Begutachtung des Jahres 2011 noch in der angestammten Stellung am
Z._
gestanden habe, wogegen er diese Stelle zur Zeit der neuen Begutachtung (Untersuchungen von September/Oktober 2013) nicht mehr inngehabt habe, sondern teilzeitlich für
verschiedene
Theater in
AC._
,
AD._
und
AB._
gearbeitet habe, wo er jedoch vermehrt im Vo
r
stellungsdienst und nicht mehr in der Werkstatt eingesetzt gewesen sei und die Einsätze selbst habe dosieren können (
vgl. Urk.
7/67/22). Das Gericht hielt es jedoch
mangels Vorliegens genauer Angaben zu den Anforderungsprofilen
nicht für abschliessend beurteilbar,
wieweit die neuen Tätigkeiten in den drei Theatern
tatsächlich
angepasst seien
und wieweit der Beschwerdeführer umgekehrt in der bisherigen und in der gegenwärtigen Tätigkeit als Maskenbildner ungünstig eingesetzt sei
(
Urk.
7/87
/10-11
E. 2.3.4).
Auch in Bezug auf die Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit blieben für das Gericht Fragen offen.
Namentlich legte das Gericht in diesem Zusammenhang dar,
dass die Gesamtgutachter eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Zwangshaltung für die Halswirbelsäule und die Schultern, ohne Arbeiten mit Schlägen auf die Wirbelsäule sowie ohne lang andauernde feinmotorische Arbeiten für die linke Hand als optimal leidensangepasst bezeichnet hätten (vgl.
Urk.
7/67/74), dies in Anlehnung an die Beurteilung der Neurologin
Dr.
S._
(vgl.
Urk.
7/67/58), dass sie die Arbeitsfähigkeit für eine solche Tätigkeit jedoch - ebenfalls in Anlehnung an die Neurologin -
widersprüchlicherweise
mit
lediglich 60-70 % bemessen hätten,
währenddem
sie dem Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Maskenbildner
bei gleichem leidensangepasstem Profil
eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit attestiert hätten (
Urk. 7/87/11-13 E.
2.3.4
am Ende
und E. 2.3.5).
4
.4
In Anbetracht der offenen Fragen zu den Anforderungsprofilen der Tätigkeiten als Maskenbildner
in den verschiedenen Anstellungen und
zur generellen Leistungsfähigkeit in einer
optimal angepassten Tätigkeit
hielt
das
Gericht weitere Abklärungen für
unabdingbar
. Es führte dazu näher aus
(
Urk.
7/87/
13-14 E.
2.3.6)
, die
Abklärungen könn
t
en sich nicht auf eine Arbeitsplatzabklärung beschränken, wie sie
die Gutachter des
H._
empfohlen hätten
(
vgl. Urk.
7/67/73+75), sondern es sei
angezeigt, dass die Beschwerdegegnerin eine sogenannte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durch
führen lasse
, in deren Rahmen sowohl die Anforderungen und die Belastbarkeit im früher
und im gegenwärtig ausgeübten Beruf als auch in einer angepassten
Verweis
täti
gkeit
erhoben und erprobt würden
. Vorgängig
sei zudem vom
Z._
ein
Folgebericht zu den Angaben vom August 2010 im Fragebogen für Arbeitgebende (
vgl.
Urk.
7/8)
einzuholen und von den nachfolgenden Arbeitgebern seien
ebenfalls die Angaben gemäss
dem einschlägigen
Fragebogen zu beschaffen
, die
abgesehen vom Anforderungsprofil auch über die
Entlöhnung
und die weitere Ausgestal
tung der Anstellung Aufschluss
zu geben hätten. Je nach den
Ergebnissen der EFL
werde die
Beschwerdegegnerin alsdann zu prüfen haben, ob medizinische Vorkehren im Sinne der Vorschläge von
Dr.
S._
(vgl. Urk. 7/67/56-57) und der Gesamtgutachter (Urk.
7/67/74) zu treffen seien, und ebenso werde
sie vorgängig zu einer allfälligen Rentenzusprechung der Frage nachzugehen haben, ob berufliche Massnahmen durchzuführen sind, wie sie das
H._
für den Fall, dass die Tätigkeit als Maskenbildner dem aufgestellten Zumutbarkeitsprofil nicht
entspreche, für angezeigt gehalten habe
(vgl. Urk. 7/67/75).
Demgemäss hob das Gericht die Verfügung vom 1
2.
Mai 2015 mit dem Urteil vom 3
0.
November 2016 auf und wies die Sache zur Durchführung der weiteren Abklärungen im Sinne seiner Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurück (
Urk.
7/87
/14-15
E. 2.4 und Dispositiv-Ziffer 1).
5.
5.1
Vor dem Erlass der vorliegend angefochtenen, erneut rentenabweisenden Verfügung vom 1
3.
Januar 2020 holte die Beschwerdegegnerin entsprechend der Anweisung im Urteil die Angaben der verschiedenen Arbeitgeber ein und veranlasste zudem
beim
AG._
eine abermalige interdisziplinäre Beg
utachtung des Beschwerdeführers.
Diese umfasste zusätzlich zu den Disziplinen der Inneren Medizin
(
Dr.
AH._
_
)
, der Orthopädie
(
Dr.
AI._
)
, der Neurologie
(
Dr.
AK._
)
und der Psychiatrie
(
Dr.
AM._
)
, wie sie bereits am Gutachten des
H._
des Jahres 2014 beteiligt gewesen waren, neu die Disziplin
en
der
Otorhinolaryngologie (
Dr.
AJ._
) und der
Infektiologie
(
Dr.
AL._
;
Urk.
7/178
). Hingegen führten die Gutachter des
AG._
entgegen dem Gutachtensauftrag (vgl.
Urk.
7/172; vgl.
auch
die Korrespondenz zur diesbezüglichen Absage der
Gutachtenstelle medaffairs
in
Urk.
7/164,
Urk.
7/165 und
Urk.
7/167) keine EFL durch.
Dieser Umstand steht im Vordergrund der Rügen in der
Beschwerdeschrift (
Urk.
1 S. 9
11).
5
.2
5.2.1
Indessen lieferten d
ie Abklärungen, welche die Beschwerdegegnerin im Anschluss an das Urteil vom 3
0.
November 2016 zu den Tätigkeiten des Beschwerdeführers nach dem Verlust der Stelle im
Z._
traf,
hinsichtlich der Anforderungsprofile und der Bela
stbarkeit
Informationen, die den Sachverha
lt
rückblickend in einem klareren
Licht erscheinen lassen, als dies zur Zeit
der Untersuchungen im
H._
von September/Oktober 2013 und des Erlasses
der Verfügu
ng vom 1
2.
Mai 2015 der Fall gewesen war
.
5.2.2
Damals hatte der Beschwerdeführer, wie er dies gegenüber den Gutachtern des
H._
erklärt hatte und wie dies aus den seither eingeholten Angaben der Arbeitgeber hervorgeht, seit End
e 2011/Anfang 2012 im Rahmen von temporären Einsätzen an den Theatern in
AB._
,
AC._
und
AD._
gearbeitet (
Urk.
7/94+98,
Urk.
7/95 und
Urk.
7/9
7
),
in der Folge
trat
er jedoch am
1.
November 2015 eine Vollzeitstelle beim
AE._
an
(
Urk.
7/110), die er zur Zeit der Abklärungen im
AG._
von November 2018 immer noch innehatte, wenn er auch seinen Angaben in der Anamnese zufolge seit November 2017 zu 50
%
und seit September 2018 zu 100
%
arbeitsun
fähig war (vgl.
Urk.
7/178/29).
Zum Anforderungsprofil gab das
AE._
an, Knüpf- und Schminkarbeiten seien oft zu verrichten,
Fundusarbeiten
, Büroarbeiten und Sonstiges manchmal,
die Verrichtungen
seien
oft mit Sitzen oder Stehen, manchmal mit Gehen verbunden, es seien oft leichte, manchmal mittelschwere und selten schwere Lasten zu tragen, die gei
stigen Anf
orderungen - Konzent
r
ation/Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen, Sorgfalt und Auffassungsv
ermögen - seien durchwegs gross
und als berufsspezifische Besonderheit müsse mit Chemikalien und Lösungsmitteln umgegangen werden
(
Urk.
7/110/3). Diese
s Anforderungsprofil ist vergleichbar mit
demjenigen, welches das
Z._
im August 2010 aufzeichnete;
auch darin
ist
für die handwerklichen Verrichtungen des Knüpfens und Schminkens
sowie für die Funktionen des Sitzens, Gehens und Stehens
die
Häufigkeit «oft» markiert,
die Angaben zur
Häufigkeit des Tragens unterschiedlich schwerer Lasten
sowie zu den geistigen Anforderungen entsprechen denjenigen im Bericht des
AE._
, und das Erfordernis des Umg
angs mit
Substanzen, die Reizungen verursachen können, ist ebenfalls erwähnt
(
Urk.
7/8/6-7).
Der Sichtweise in der Beschwerdeschrift, die Tätigkeit im
AE._
entspreche in keiner Weise derjenigen im
Z._
(
Urk.
1 S. 12), kann somit nicht gefolgt werden.
Für die Zeit ab Beginn der Anstellung beim
AE._
im November 2015 bis
Anfang
Sep
tember 2017, als das
AE._
den Fragebogen ausfüllte, stellte der Beschwerdeführer somit durch die praktische Arbeit unter Beweis, dass er dazu in der Lage war, eine Tätigkeit mit
vergleichbaren
Anforderungen
wie
im
Z._
zu verrichten. Die Ergebnisse dieser
Arbeitserprobung unter realen Bedingungen
auf dem ersten Arbeitsmarkt
sind als zuverlässiger zu beurteilen, als es die Ergebnisse
einer Erprobung im Rahmen einer EFL
hätten sein können,
zumal das
AE._
, wie die Beschwerdegegnerin
zutreffend bemerkte (
Urk.
2 S. 3), im Fragebogen keine krankheitsbedingten Absenzen aufführte (
Urk.
7/110/6) und ankreuzte, der angegebene Lohn
korrespondiere mit
der
Arbeitsleistung (Urk.
7/110/4).
5.2.3
Eine vergleichbare
Leistungsfähigkeit muss sodann rückblickend betrachtet bereits
ab
März 2012 bestanden haben, a
b welchem Zeitpunkt die Verfass
er des zweiten Gutachtens des
H._
den Beschwerdeführer
wieder als arbeitsfähig beurteilten, nachdem sie ihm in den ersten Monaten
nach
d
er Operation vom August 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatten
(
Urk.
7/67/73). Denn
in medizinischer Hinsicht
ist nicht ersichtlich, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in der Zeit
danach bis
zum Antritt der festen Stelle im
November
2015 massgeblich verbessert
hätte, sondern der Orthopäde
Dr.
AI._
des
AG._
ging im Gutachten des Jahres 2019 von gleichgebliebenen Einschränkungen seitens der Beschwerden der Halswirbelsäule aus (
Urk.
7/178/57), und der
Neurologe
Dr.
AK._
führte ebenfalls keine veränderten, auf eine Verminderung der Einschränkungen hinweisenden Befunde von Seiten der Halswirbelsäule an (vgl.
Urk.
7/178/63-64).
Und in Bezug auf die tatsächliche Leistungsfäh
i
gkeit ist darauf hinzuweisen, dass
der Beschwerdeführer die temporären Anstellungen in den Theatern in
AD._
und
AC._
nach dem Verlust der Stelle beim
Z._
bereits im N
ovember und Dezember 2011
angetreten hatte
(vgl. Urk.
7/97/1 und
Urk.
7/95/1
) und
dass schon diese Stellen, wie auch die etwas später hinzugekommene Stelle im Theater in
AB._
, in ihren Anforderungsprofilen vergleichbar mit der früheren Stelle im Opernhaus und der späteren Stelle im
AE._
waren (vgl.
Urk.
7/97/3 und
Urk.
7/95/3 sowie
Urk.
7/98/3). Insbesondere
kann den Profilen in den Fragebogen nicht entnommen werden, dass der Beschwerdeführer, wie er dies im Herbst 2013 gegenüber den Gutachtern des
H._
darstellte (vgl.
Urk.
7/67/22), überwiegend im Vorstellungsdienst und kaum in der Werkstatt eingesetzt worden wäre, sondern alle drei Arbeitgeber führten Werkstattarbeiten unter den oft zu verrichtenden Tätigkeiten auf.
5.2.4
Damit steht für den Zeitraum zwischen Januar/Februar 2011, als die Abklärungen im Rahmen der ersten Begutachtung im
H._
stattfanden, und Anfang September 2017, als das
AE._
den Fragebogen für Arbeitgebende ausfüllte,
auch ohne Durchführung einer EFL mit der erforderlichen Zuverlässigkeit fest, dass der Beschwerdeführer
-
abgesehen von den Monaten der Rekonvaleszenz nach der Operation vom August 2011
-
grundsätzlich
trotz gewisser
Beeinträchtigungen
voll arbeitsfähig war für die Tätigkeit als Maskenbildner, wie er sie bis 2011 im
Z._
und danach an verschiedenen anderen Theatern ausgeübt hatte. Das Wartejahr nach
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG war somit bis dahin nach wie vor nicht abgelaufen.
5.3
5.3.1
Im Oktober 2017 zeichnete sich allerdings
in Form der Diagnose eines rechtsseitigen
Vestibularisschwannoms
mit einer Schwindelsymptomatik eine gesundheitliche Veränderung ab, die den Beschwerde
führer in der Arbeitsfähigke
it beeinträchtigte
und
die
gemäss dessen Angaben gegenüber den Gutachtern des
AG._
zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ab November 2017 und zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab September 2018 führte (vgl. Urk
.
7/178/29).
Das
Vestibularisschwannom
ist in den
Berichten des Universitätsspitals
U._
vom 2
2.
Januar und vom
2
6.
März 2018 erstmals dokumentiert
(
Urk.
7/144/13
16 und
Urk.
7/144/11-12
) und war
in der Folge Gegenstand der
otorhinolaryngologischen
Tei
l
begutachtung im
AG._
durch
Dr.
AJ._
_
. Dieser liess sich vom Beschwerdeführer über die Gamma-
Knife
-Therapie vom September 2018 berichten, seit der die Gleichgewichtsprobleme noch zugenommen hätten, und stellte die Diagnosen eines nach der Operation verbliebenen Reizzustands in Form einer peripheren vestibulären Funktionsstörung rechts mit Falltendenz nach rechts und einer beidseitigen, rechts akzentuierten Schallempfindungsstörung (Schwerhörigkeit) sowie eines mittelgradig kompensierten Tinnitus rechts (
Urk.
7/178/36-38). Was die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit betrifft, so legte
Dr.
AJ._
dar, in Anbetracht der intermittierenden Schwindelsymptomatik sowie der auditiven Situation mit schnellerer Ermüdbarkeit bestehe eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20
%
in dem Sinne, als von einem langsameren Arbeitstempo ausgegangen werden müsse und dem Beschwerdeführer vermehrte Ruhepausen zuzugestehen seien; ferner erachtete der Gutachter es dem Beschwerdeführer als
zumutbar
, während sieben Stunden
pro
Tag am Arbeitsplatz anwesend zu sein, und schätzte die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie auch in einer anderen angepassten Tätigkeit insgesamt auf 70
%
(
Urk.
7/178/38-39).
5.3.2
Ausgehend von
d
er neuen Diagnose
des
Vestibularisschwannoms
und
von
den damit verbundenen Veränderungen im
Beschwerdebild
hielten die Gutachter des
AG._
in ihrer Gesamtbeurteilung fest, eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit seit November 2017
sei
nachvollziehbar, n
ach der Resektion des Tumors im September 2018 habe für einige Wochen eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit bes
tanden
und ab der gutachterlichen Untersuchung vom November 2018 bestehe nun wieder eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 60
%
für die angestammte Tätigkeit
und im Umfang von 70
%
für
eine angepasste Tätigkeit
(
Urk.
7/178/11).
Diese Beurteilung erscheint al
s plausibel.
Zum einen weist sie darauf hin,
dass es primär d
ie Folgen
Vestibularisschwannoms
sind, welche sich beeinträchtigend auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten, was damit übereinstimmt, dass der Beschwerdeführer nach dem Gesagten in der Zeit vor der entsprechenden Diagnose in der Tätigkeit als Maskenbildner über weite Strecken ein Vollzeitpensum zu leisten in der Lage gewesen war. Zum andern bezogen die Gutachter aber
auch in einleuchtender Weise
die Auswirkungen der vorbestandenen weiteren Diagnosen ein
, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
5.3.3
5.3.3.1
Zunächst hatte der
Beschwerdeführer
am 3
1.
Juli 2017 einen generalisierten epileptischen Anfall erlitten, und ein Elektroenzephalogramm zeigte gemäss dem Bericht der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals
U._
vom 2
6.
April 2018 einen intermittierenden leichten Herdbefund (
Urk.
7/152/9).
Die sporadis
chen epileptischen Anfälle traten
zwar schon seit der Juge
nd des Beschwerdeführers auf
(vgl.
Urk.
7/152/9), und
Dr.
AK._
_
brachte
sie
im neurologischen Teilgutachten des
AG._
mit dem Zustand nach einer leichten frühkindlichen Hirnschädigung mit Störung der
Okulomotorik
und sensibler Halbseitenstörung
rechts in Zusammenhang
(
Urk.
7/178/62). Obgleich das Gericht diesem Zustandsbild im Urteil vom 1
9.
Dezember 2011 noch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt hatte (vgl.
Urk.
7/35/8 E. 2.3.3)
, ist es
aber
nachvollziehbar, dass
Dr.
AK._
_
die Epilepsie nach dem Bekanntwerden der Diagnose des
Verstibularisschwannoms
unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die A
rbeitsfähigkeit auf
führte
(
Urk.
7/178/62)
und damit v
on einer gewissen wechselseitigen Beeinflussung
der beiden Beschwerdekomplexe
ausging. In Bezug auf die
ebenfalls in diese Diagnosen eingereihte
Gangataxie nannte der Neurologe denn auch ausdrücklich sowohl die
Hirnschädigung als auch
den Zustand nach der Resekt
ion des
Verstibularisschwannoms
(
Urk.
7/178/62).
Ebenfalls nachvollziehbar ist die Nennung der
bekannten, von
der Halswirbels
äule ausgehenden Beschwerden
als Diagnose mit Auswirkung a
uf die Arbeitsunfähigkeit (Urk.
7/178/62). Diese Be
s
chwerden, die der
Beschwerdeführer
gegenüber Dr.
AK._
_
als unverändert schilderte
(vgl.
Urk.
7/178/59)
, hatten den Beschwerdeführer schon früher zeitweise eingeschränkt, wenn daraus nach dem Ausgeführten auch keine durchgehende massgebliche Arbeitsunfähigkeit von einjähriger Dauer resultiert hatte.
Weitere neurologische Befunde, welche die Arbeitsfähigkeit beeinflussten, konnte
Dr.
AK._
hingegen nicht feststellen; insbesondere wies er unter Bezugnahme auf die Berichte der Universitätsklinik
O._
vom 2
7.
Juni und vom 5.
September 2018
(
Urk.
7/158/7-13 und
Urk.
7/178/106-108)
darauf hin, dass
sich der Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems nicht habe bestätigen lassen und
d
ie Universitätsklinik
O._
eine Vielzahl von (neurologischen) Normalbefunden aufgeführt habe (
Urk.
7/178/62+63).
Aufgrund
der als relevant erachteten Diagnosen hielt
Dr.
AK._
_
in qualitativer Hinsicht Tätigkeiten mit besonderen Anforderungen an das Sehvermögen
für
nicht möglich,
ebenso
wenig
Tätigkeiten mit Anforderunge
n an das Gleichgewichtsvermögen oder
mit ständigem Stehen oder Gehen
. Abgesehen von diesen Einschränkungen
beurteilte er die motorischen und kognitiven Fähigkeiten als erhalten und
formulierte in Bezug auf sitzende Verrichtungen keine
Limiten
. Unter der Annahme, dass die Tätigkeit als Maskenbildner einen Anteil an ungeeigneten Arbeiten umfasse, schätzte er die Arbeitsfähigkeit in diesem Beruf auf 70
%
; für angepasste Tätigkeiten ging er demgegenüber aus neurologischer Sicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
aus (
Urk.
7/178/64-
65).
5.3.3.2
Dr.
AI._
_
als orthopädischer Gutachter des
AG._
erhob rein aus der Sicht seines Fachgebietes keine zusätzlichen Einschränkungen und
erachtete den Beschwerdeführer dementsprechend seitens des Bewegungsapparates als uneingeschränkt einsetzbar für körperlich leichte Verrichtungen. Dies leuchtet ein angesichts dessen, dass
Dr.
AI._
im Vergleich zu den Untersuchungsergebnissen in der Zeit bis zum Jahr 2017 (vgl.
Urk.
7/178/54-55) keine wesentlich andersartigen Befunde in den Bereichen der Wirbelsäule und den oberen Extremitäten erheben konnte
(vgl.
Urk.
7/178/56),
dass
der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit bis dahin unter Beweis gestellt hatte und
dass
er anlässli
ch der Untersuchungen durch Dr.
AI._
gewisse Zeichen von Inkonsistenzen
zeigte
(
vgl.
Urk.
7/178/55-56).
Nicht umstritten ist des Weiteren die Beurteilung der
Infektiologin
Dr.
AL._
, dass von Seiten der HIV-Infektion keine Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit bestehen oder bestanden haben (vgl.
Urk.
7/178/68-70).
Ebenso ist
nicht in Frage gestellt
, dass
Dr.
AH._
_
dem Beschwerdeführer auch aus allgemeininternistischer Sicht keine Beeinträchtigung in der Arbeitsf
ähigkeit attestierte (vgl. Urk.
7/178/31-32).
5.3.3.3
Der psychiatrische Gutachter
Dr.
AM._
schliesslich stellte die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichter Episode (F33.0
der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen d
er
Weltgesundheitsorganisation, ICD-10) und leitete die Diagnose gut verständlich aus der erkennbaren leicht depressiven Stimmung
mit etwas verminderter Freude und verminderten Interessen, einer erhöhten Ermüdbarkeit und einem etwas reduzierten Selbstwert mit Insuffizienzgedanken her (
Urk.
7/178/44-45).
Aufgrund der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
leuchtet
es
ein, dass Dr.
AM._
dem Leiden
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zuschrieb
(
Urk.
7/178/45)
, anders als noch
Dr.
T._
des
H._
, der die Depression anlässlich der Exploration vom Septem
ber 2013
als remittiert befunden und dementsprechend aus psychiatrischer Sicht
- damals
unbestrittenermassen (vgl. Urk.
7/87/12 E. 2.3.5) - keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit festgestellt hatte
(
vgl.
Urk.
7/67/62).
Ebenso einleuchtend ist die Bemessung der einschränkenden Auswirkungen
der Depression auf 20
%
und damit die Attestierung einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
(7-8 Stunden Anwesenheit mit leicht eingeschränkter Leistung
aufgrund einer erhöhten Ermüdbarkeit
) für alle körperlich angepassten Tätigkeiten (
Urk.
7/178/47).
Eine spezifische psychiatrische Behandlung war anlässlich der Begutachtung nicht etabliert, weswegen nicht von einer Behandlungsresistenz ausgegangen werden kann.
Von einer Ei
n
gliederungsresistenz ist
ebenfalls
nicht auszugehen. Bis im Herbst 2018 arbeitete der Beschwerdeführer, wenn auch
reduziert
im Umfang von 50
%
,
im angestammten Beruf als Maskenbildner und überlegt sich nunmehr einen Berufswechsel (
Urk.
7/87/29).
Das Arbeitsverhältnis beim
AE._
ist sodann, soweit aktenkundig, nach wie vor ungekündigt (vgl. Urk. 7/110/1).
Dr.
AM._
wies
sodann
überzeugend auf
die
persönlichen und sozialen
Ressourcen
mit
einer intakten Partnerschaft,
erhaltenen sozialen Beziehungen,
einige
n
Aktivitäten im Haushalt und einer erhaltenen Konzentration und Merkfähigkeit
hin. A
uf der
anderen
Seite
b
estehen auch
Belastungsfaktoren
im Sinne
ein
es gewissen
Rückzug
s
vom
früheren
sozialen Leben und
den seinerzeitigen
Freizeitaktivitäten
, insbesondere das Spielen von Musikinstrumenten
(
Urk.
7/178/43
ff.
).
Ein gewisser Leidensdruck ist somit
gegeben
. D
er zusätzlich gestellten
Diagnose einer
Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)
mass
Dr.
AM._
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähi
gkeit
bei
(
Urk.
7/178/45)
, was nachvollziehbar ist.
E
s is
t hierfür auf die Ausführungen
des Orthopäden Dr.
AI._
_
hinzuweisen,
der anlässlich der körperlichen Untersuchungen gewisse inkonsistente, das Ausmass der Beschwerden übertreibende Verhaltensweisen beobachtet
e
(vgl.
Urk.
7/178/55-56).
Solche Übertreibungen sprechen gegen Einschränkungen durch die psychische Seite des Schmerzbildes.
Eine erhebliche psychische Komorbi
d
ität liegt
somit
nicht vor. Der
derzeit fehlenden
Berufstätigkeit steht kein gleichermassen eingeschränktes
persönliches
Aktivitätsniveau gegenüber.
Auch diesbezüglich kann mit Blick auf eine berufliche Eingliederung von einer
nutzbaren Ressource ausgegangen werden.
Vor dem Hintergrund der bei Vorliegen eines psychischen Lei
d
ens beachtlichen Standardindikatoren (vgl. BGE
141 V 281 E. 4.1.3) erweist sich die
Beurteilung durch
Dr.
AM._
als überzeugend.
5.3.4
Zusammengefasst
bestanden
somit
seit der neuen Diagnose des
Vestibularisschwannoms
neben den davon herrührenden Auswirkungen
gewisse zusätzliche neurologisch bedingte Einschränkungen
in der Arbeitsfähigkeit
, die in Wechselwirkung mit den
otorhinolaryngologisch
begründeten Einschränkungen stehen, sich teilweise aber auch mit ihnen überschneide
n.
Ausserdem sind
leichtergradige
zusätzliche Einschränkungen aufgrund der psychischen Symptomatik vorhanden.
Bei dieser Sachlage überzeugt, dass die Gutachter in der Gesamtbeurteilung die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf mit nur 60
%
bemassen statt mit 70
%
, wie von Seiten der Otorhinolaryngologie begründet, dass sie
hingegen die Arbeitsfähigkeit für eine optimal angepasste Tätigkeit bei 70
%
beliessen, wie sie
Dr.
AJ._
_
allein unter Berücksichtigung der
otorhinolaryngologischen
Befunde festgelegt hatte. Die Gutachter erklärten dies verständlich damit, dass sich bei denjenigen Verrichtungen im angestammten Beruf als Maskenbildner, die ungünstig seien, die Einschränkungen seitens der verschiedenen medizinischen Fachgebiete eher kumulierten,
währenddem
dies bei angepassten Tätigkeit nicht der Fall sei (
Urk.
7/178/12)
.
Zur Begründung dafür, dass auf die Durch
führung einer EFL verzichtet worden war,
wiesen
Dr.
AH._
_
und
Dr.
AN._
in der Stellungnahme vom
9.
April 2019 auf die Diagnose der Somatisierungsstörung und das beobachtete selbstlimitierende Verhalten des Beschwerdeführers hin (
Urk.
7/181).
Allerdings kann eine EFL, die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt als die Exploration im Rahmen einer Begutachtung, auch dazu beitragen, Inkonsistenzen zu bestätigen oder auszuschliessen. Hingegen ist eine EFL dort nicht geeignet, wo es um die Beurteilung der Auswirkungen psychischer Beeinträchtigungen geht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_846/2010 vom 1
0.
Dezember 2010 E. 3), und
vorliegendenfalls
war
die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers anders als noch in der Zeit, die im Urteil vom
3
0.
November 2016 zur Diskussion gestanden hatte (vgl.
Urk.
7/87/12 E. 2.3.5)
,
zusätzlich durch die depressive Symptomatik eingeschränkt.
Ausserdem bestanden auch die Einschränkungen von Seiten des
Vestibularisschwannoms
teilweise in einem verlangsamten Arbeitstempo und im Bedarf an zusätzlichen Ruhepausen und waren somit einer funktionsbezogenen Erprobung nicht ohne Weiteres zugänglich.
Unter diesen Umständen ist
entgegen den Rügen in der Beschwerdeschrift
nicht zu bean
s
tanden, dass
die Gutachter des
AG._
von einer EFL absahen.
Auch für
die Zeit ab Oktober 2017 kann somit ohne Weiterungen auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im Guta
chten des
AG._
abgestellt werden, wie dies die Beschwerdegegnerin getan hat.
6.
6.1
G
estützt auf die Angaben des Beschwerdeführers, wonach er ab November 2017 zunächst
zu
50
%
und ab September 2018 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei, und gestützt auf die Beurteilung der Gutachter des
AG._
, die dies für nachvollziehbar hielten (
Urk.
7/178/11 und
Urk.
7/178/29),
begann das Wartejahr nach Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG damit
Anfang November 2017 zu laufen und war Ende Oktober 2018 abgelaufen.
Die Beschwerdegegnerin legte den Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs daher richtigerweise auf den
1.
November 2018 (vgl.
Urk.
7/184/12). Nachfolgend ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Sinne der weiteren Voraussetzung nach
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG ab dann eine Erwerbseinbusse v
on mindestens 40
%
erleidet.
6.2
6.2.1
D
er Umstand, dass die Gutachter den Beschwerdeführer als etwas leistungsfähiger in einer angepassten als in der angestammten Tätigkeit beurteilten, bewog die Beschwerdegegnerin, ihm den Wechsel in eine solchermassen angepasste Tätigkeit zuzumuten und das Einkommen aus einer derartigen Tätigkeit als Invalideneinkommen einzusetzen
.
Sie
bemass daher das Invalideneinkommen anhand der Verhältnisse auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und zog hierfür die statistischen Löhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) in der aktuellsten damals
veröffentlicht gewesenen Ausgabe
des Jahres 2016 heran.
Sie legte ihrer Berechnung die Löhne des
Kompetenzniveaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) der massgebenden Tabelle
TA1_tirage_skill_level
(Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlec
ht im Privaten Sektor; vgl. BGE
142 V 178 E 2.5.3.1 und E. 2.5.7)
zugrunde und ging hierbei vom Wert von
Fr.
4'
967
.-- aus (Bruttolohn definiert als
Lohn, über dem beziehungsweise unter dem sich 50
%
aller Lohnangaben befinden [sogenannter Zentralwert], unter anteilsmä
ssiger Berücksichtigung des 13.
Monatsl
ohnes und standardisiert auf 40
Wochenstunden)
, der für den gesamten Dienstleistungssektor (Ziffern 45-96) gilt
(
Urk.
7/183/1)
. Für das massgebende
Jahr 2018
resultiert bei diesem Ausgangswert
umgerechnet auf die
durchschnittliche
wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden
des Jahres 2018
(Bundesamt für Statistik, Tabelle T
03.02.03.01.04.01
)
und unter
Berücksichtigung der Teuerung (Bunde
samt für Statistik, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer
2011
2018, Veränderung
im Dienstleistungsbereich
nach den Ziffern 45-96
um 0,4
%
von 2016 auf 2017 und um 0,6
%
von 2017 auf 2018) ein Monatslohn von
Fr.
5'230.
-- beziehungsweise ein Jahreslohn von
Fr.
62'760.--.
Dieser Jahreslohn ist leicht höher als der
von der Beschwerdegegnerin berechnete
Jahreslohn von
Fr.
62'635.25
(
Urk.
7/183/1), und die Reduktion um 30
%
aufgrund der ärztlich attestierten 30%igen Einschränkung, wie sie die Beschwerdegegnerin vorgenommen hat, ergibt dementsprechend ebenfalls den leicht höheren Betrag von
Fr.
43'932.-- im Vergleich zum Betrag von
Fr.
43'844.70, den die Beschwerdegegnerin errechnete.
6.2.2
Bei der Bemessung des Valideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin vom Lohn aus, den der Beschwerdeführer im aktuellsten Arbeitsverhältnis mit dem
AE._
erzielte und
der
sich gemäss den
Lohnkonti
des
AE
._
ab Juli 2017 auf monatlich
Fr.
4'800.-- bei 13 Monatslöhnen belief (
Urk.
7/110/1
0 f.
),
was einen
Jahreslohn von
Fr.
62'400.
-- ergibt
. Die Beschwerdegegnerin erwog sodann
, dass dieses Einkommen unter dem Durchschnitt der Branche liege, und nahm eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen vor (vgl.
BGE 135 V 297 E. 6.1.3
), indem sie das Invalideneinkommen entsprechend herabsetzte und mit
Fr.
40'957.65 anstelle der errechneten
Fr.
43'844.70
bemass (
Urk.
7/183/1).
Der Beschwerdeführer liess indessen zutreffend auf die R
echtsprechung hinweisen, wonach das hypothetische Valideneinkommen in der Regel anhand desjenigen Einkommens zu bemessen ist,
das
die versicherte Person tatsächlich erzielt hat, bevor der Gesundheitsschaden eingetreten ist. Dies muss grundsätzlich auch dort gelten, wo
das Wartejahr erst nach dem Stellenverlust zu laufen beginnt, sofern der Stellenverlust gesundheitlich bedingt war (vgl. als Beispiel das Urteil des Bundesgerichts I 763/01 vom 2
7.
No
vember 2002 E. 2.2 und E. 2.3).
Dass der Beschwerdeführer die Stelle im
Z._
aus gesundheitlichen Gründen verloren hat, ist durch die Angaben des Arbeitgebers vom
7.
März 2017 dokumentiert, wonach das Arbeitsverhältnis aufgelöst worden sei, nachdem der Beschwerdeführer während zwei Jahren krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen sei (
Urk.
7/91/1). An diesem Grund des Stellenverlust
s
ändert nichts, dass der Beschwerdeführer damals nach plausibler gutachterlicher Beurteilung noch nicht in
demjenigen M
ass eingeschränkt
gewesen
war, wie es ihm für den Taggeldbezug ursprünglich attestiert worden war (vgl.
Urk.
7/91/3).
Denn es ist
unbestritten, dass der Beschwerdeführer schon zu jener Zeit an gewissen gesund
heitlichen Einschränkungen litt, w
enn diese auch nicht das spätere Ausmass und die spätere
Dauer erreichten und wenn
zudem
die später hinzugetretene
Diagnos
e des
Vestibularisschwannoms
massgeblich zur stärker beeinträchtigten Arbeitsunfähigkeit führte
. D
amit ist nach der zutreffenden Auffass
ung des Beschwerdeführers (Urk.
1 S. 12 f.) und entgegen
der Argumentation
der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2 S.
3)
für das Valideneinkommen grundsätzlich das Einkommen massgebend, das der Beschwerdeführer im
Z._
erzielt hätte, wenn er diese Stelle im Zeitpunkt des Rentenbeginns noch innegehabt hätte.
6.2.3
Gemäss den Angaben des
Z._
vom
7.
März 2017 hätte der Beschwerdeführer im Rahmen dieser Anstellung im Jahr 2017 ein Jahreseinkommen von
Fr.
93'649.50 erzielt (
Urk.
7/91/6).
Würde dieses Einkommen für das Jahr 2018 entsprechend der negativen Lohnentwicklung von minus 0,9
%
in der Branche «Kunst, Unterhaltung und Erholung, sonstige Dienstleistungen» (Ziffern 90-96 der zitierten Ta
belle T1.1.10) auf Fr. 92'806.70
herabgesetzt, so ergäbe die Gegenüberstellung mit dem
Invalideneinkommen von
Fr.
43'932.-- einen Invalid
itätsgrad von
gerundet 53
%
.
W
enn
demgegenüber
bei der Bemessung des Invalideneinkommens nicht nur die Löhne des Dienstleistungssektors, sondern das Total der Löhne einschliesslich des Sektors Produktion berücksichtigt würde und demnach vom höheren Wert von
Fr.
5'340.-- ausgegangen würde, so betrüge das Invalideneinkommen nach der dargelegten Berechnungsweise
Fr.
47'184
.--
(
[
Fr.
5'340.-- : 40 x 41,7 + 0,4
%
+
0,
5
%
; Ziffern 05-96 der zitierten Tabelle T1.1.10
] x
12 x 0,7
)
, woraus ein Invaliditätsgrad von gerundet 49
%
resultierte.
In beiden Fällen wäre ausserdem zu überlegen, ob bei der Festlegung des Invalideneinkommens zusätzlich zur Verminderung des Tabellenwerts um 30
%
ein sogenannter leidensbedingter Abzug (vgl.
BGE 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweisen
) vorzunehmen wäre.
6.3.4
Es gilt allerdings zu beachten,
dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Maskenbildner nach gutachterlicher Beurteilung
nur wenig stärker eingeschränkt ist als
in einer optimal angepassten Tätigkeit
,
im angestammten Berufszweig
jedoch über eine spezifische Ausbildung und über eine langjährige Berufserfahrung verfügt. Er ist denn offenbar auch bis in die Gegenwart weiterhin als Maskenbildner tätig (vgl. die im Jahr 2020 aktualisierte Webseite
www.
X._
.com
sowie
www.
AE._
.ch
).
Es muss daher angenommen werden,
dass er
ab November 2018
mit der Weiterausübung
der angestammten Tätigkeit
im Sinne eines Prozentvergleichs zumutbarerweise noch 60
%
des Einkommens zu erzielen in der Lage war,
das
er bei guter Gesundheit hätte
erzielen können.
Daraus resultiert mit 40
%
ein Invaliditätsgrad, der niedriger ist als derjenige, der sich aus dem Wechsel in eine angepasste einfache Tätigkeit des Kompetenzniveaus 1 der LSE ergäbe.
Unter diesen Umständen erscheint e
in
invaliditätsbedingter Berufswechsel
invalidenversicherungsrechtlich
nicht
als angezeigt
.
Denn da
der
Beschwerdeführer auch in einer b
esser angepassten Tätigkeit immerhin
zu 30
%
eingeschränkt ist, ist es als ungewiss zu beurteilen, ob er nach dem Durchlaufen entsprechender beruflicher Massnahmen ein Einkommen zu erzielen in der Lage wäre,
das
einen Invaliditätsgrad von unter 40
%
zur Folge hätte.
6.3
Damit hat der Beschwerdeführer ab dem
1.
November 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente.
Die Verfügung vom 1
3.
Januar 2020 ist demnach aufzuheben, und es ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab dem
1.
November 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.
7.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die
unterliegende Be
schwerdegegnerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des g
esetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 800.--
festzusetzen.
8.
Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person An
spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere Bemes
sungskrite
rien nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer] sowie § 8 der Verordnung über die Ge
büh
ren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [GebV
SVGer]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer eine
Prozessentschädigung von
Fr.
2'600.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.