Decision ID: fc1c912a-ecad-55db-96d1-27b7c6552992
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1985, ist
Y._
Staatsbürger und hält sich seit
Au
gust
2012 zu Studienzwecken in der Schweiz auf
(
Urk.
3/1)
. Am 19. Dezember 2012 ersuchte die Gemeinde
Z._
die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich (nachfolgend: Gesundheitsdirektion) um Prüfung einer Befreiung des Gesuchstellers von der Krankenversicherungspflicht (vgl.
Urk.
6/1 S. 1
lit
. A). Mit Verfügung vom 28. Februar 2013 wies die Gesundheitsdirektion das Gesuch ab (
Urk.
6/5).
Dagegen erhob
X._
am 27. März 2013 Einsprache (
Urk.
6/4)
. Nachdem er am 10. September 2013 von
Z._
nach
A._
gezogen war, ersuchte auch die Gemeinde
A._
am 17. Oktober 2013 na
mens des Gesuchstellers um Befreiung von der Versicherungspflicht (vgl.
Urk.
2 S. 1
lit
. F). Die
Gesundheitsdirektion
wies die Einsprache
mit Entscheid vom
3. Dezember 2013 ab
und verpflichtete den Gesuchsteller, bis zum 28. Februar 2014 bei einer anerkannten Schweizer Krankenversicherung eine
Krankenpfle
geversicherung
(Grundversicherung) abzuschliessen und der Wohngemeinde ei
nen Versicherungsnachweis zukommen zu lassen
(
Urk.
6/1 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 3. Dezember 2013 (
Urk.
2) erhob
X._
am 19. Dezember 2013 Beschwerde
und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Befreiung von der Versicherungspflicht (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 5. Februar 2014 (
Urk.
5) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde
führer am 6. Februar 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
7). Mit Gerichtsverfügung vom 17. Februar 2014 (
Urk.
8) wurde die Beschwerdegegnerin aufgefordert, ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde zu begründen. Dem kam
diese
mit Ein
gabe vom 27. Februar 2014 nach und beantragte
nunmehr
die Gutheissung der Beschwerde (
Urk.
9), was dem Beschwerdeführer am 3. März 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Der Antrag der Beschwerdegegnerin
auf Gutheissung der Beschwerde und
Befrei
ung des Beschwerdeführers
vom
Versicherungsobligatorium
stimmt nun
mehr mit dem Antrag des Beschwerdeführers überein. Er steht sodann auch im Einklang mit der Rechtslage (Art. 2
Abs.
4 der Verordnung üb
er die Kranken
versicherung; KVV
) und de
r Aktenlage.
Der angefochtene Entscheid ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, und es ist festzustellen, dass der Be
schwerdeführer
für die Dauer der Aus- und Weiterbildung
von der schweizeri
schen Krankenversicherungspflicht befreit ist. Es
ist Sache der
Beschwerdegeg
nerin
, in geeigneter Form periodisch zu überprüfen, ob die Befreiungsvorausset
zungen noch gegeben sind.
2.
2.1
Das Verfahren vor dem zürcherischen Sozialversicherungsgericht ist in der Re
gel kostenlos (§ 33
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, können je
doch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt werden (§ 33
Abs.
2
GSVGer
).
Unnötige Prozesskosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht hat (Art. 108 der Zivilprozessordnung, ZPO, in Verbindung mit § 28
GSVGer
).
2.2
Die Beschwerdegegnerin forderte den Beschwerdeführer am 15. Oktober 2013 auf, innert 30 Tagen eine
Studienbescheinigung
seiner Lehranstalt einzureichen (
Urk.
6/3). Da der Beschwerdeführer dieser Aufforderung nicht fristgemäss nachgekommen war, entschied die
Beschwerdegegnerin
aufgrund der Akten und
wies das Befreiungsgesuch in ihrem
Einspracheentscheid
vom 3. Dezember 2013
aufgrund der fehlenden
gültige
n
Studienbescheinigung
ab
(
Urk.
2 S. 3
Ziff.
3 b;
Urk.
5).
Die
Studienbescheinigung vom
1
9.
Dezember 2013
(
Urk.
3/1)
reichte
der Beschwerdeführer erst im Rahmen der Beschwerdeerhebung
dem Gericht ein
.
Dabei ist nicht ersichtlich, weshalb er die Bescheinigung - bei einem
Studienbe
ginn
am
1.
August 2012 - erst nach Ablauf der von der Beschwerdegegnerin angesetzten Frist
und nach Erlass des
Einspracheentscheides
einholte.
Er hat damit in
leichtsinniger und
unnötiger Weise einen Gerichtsprozess verursacht. Dass er nach eigenen Angaben über ungenügende Deutschkenntnisse verfügt
(vgl.
Urk.
1)
, vermag ihn nicht zu entlasten.
2.3
Die Beschwerdegegnerin hat ebenfalls unnötige Prozesskosten verursacht, wäre es ihr doch möglich gewesen, nach Erhalt der Studienbescheinigung im Rahmen der Aufforderung zur Beschwerdeantwort ihren
Einspracheentscheid
vom
3.
Dezember 2013 in Wiedererwägung zu ziehen, was zur Abschreibung des Beschwerdeverfahrens geführt hätte.
Die gestützt auf
§
2 der
Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi
gungen vor dem Sozialversicherungsgericht
ermessensweise auf
Fr.
500.-- fest
zusetzenden Gerichtskosten werden deshalb den Parteien je zur Hälfte auferlegt.