Decision ID: 2523d9ed-581f-436a-a6d0-cbb33b0cf649
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966,
gebar im November 2007
einen Sohn (Urk. 7/2/3-4)
.
Nach Bezug des Mutterschaftsurlaubes kündigte
sie
ihre
Arbeits
stelle bei der
Y._
AG -
wo sie seit April 2006 als Sachbearbeiterin
in einem 100%-Pen
sum
tätig gewesen war - per Ende März 2008 (Urk. 7/1/5, Urk. 7/9
/9
). Am 13. Mai 2008
meldete sie sich unter Hinweis auf eine seit 1996 bestehende Po
lyarthritis bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Rente
nbe
zug
an (Urk. 7/1).
Nach erwerblichen
und
medizinischen
Abklärungen
(
IK-Auszug
[Urk. 7/8];
Schreiben
der
Y._
AG
vom 23. Mai 2008
[Urk. 7/9];
Bericht von
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt Rheumatologie und Innere Medi
zin,
vom
24. Ma
i
2008 [Urk. 7/10]
) teilte die IV-Stelle der Versicherten am 5. Juni 2008
mit,
dass die Anspruchsvoraussetzungen erst nach Ablauf der
ein
jährige
n
Warte
zeit im November 2008
geprüft würden
(Urk. 7/11).
Nach Ablauf der Wartezeit holte d
ie IV-Stelle zwei Verlaufsberichte bei Dr.
Z._
ein (Berichte vom
14. November 2008 [Urk. 7/12] und 27. Januar 2009 [Urk. 7/14]) und erstellte am
31. März 2009
einen Abklärungsbericht hin
sichtlich der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigk
eit in Beruf und Haushalt (Urk.
7/
16).
1.2
Mit Vorbescheid vom 27. Juli 2009 (Urk. 7/19) stellte
die IV-Stelle
der Versi
cher
ten die Ausrichtung einer
Dreiviertel
s
rente
ab 1. November 2008 in Au
ssicht. Dagegen erhob die Swiss
Life AG
Einwände
(Urk. 7/23). Die IV-Stelle holte
da
raufhin
weitere
Bericht
e
bei Dr.
Z._
hinsichtlich des Verlauf
s
der Arbeits
un
fähigkeit ein (Bericht
e
vom 30. November 2009
[Urk. 7/26] und 20. März 201
0 [Urk. 7/28]
),
liess
am
27./2
8.
Januar 2011
in
der
A._
eine Eva
luation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) vornehmen (Bericht
vom 17. Februar 2011
, Urk
. 7/36
)
und veranlasste eine psychiatrische Untersuchung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Invalidenversicherung (
Un
tersuchung vom 12. April 2011;
Bericht vom 12. April 2011, Urk. 7/38)
.
1.3
Gestützt auf die weiteren Abklärungen stellte sie der Versicherten m
it neuem Vorbescheid vom 22. September 2011 (Urk. 7/47) die Ausrichtung einer vom 1. Oktober 2008 bis am 31. März 2010 befristeten
Dreiviertel
s
rente
in Aussicht.
Dagegen erhob die Versicherte Einwände (Urk. 7/49, Urk. 7/53) und reichte ei
nen
weiteren Bericht von Dr.
Z._
zu den Akten (Bericht vom 23. November 2011,
Urk. 7/52). Nachdem die IV-Stelle selber erneut einen Verlaufsbericht bei Dr.
Z._
eingeholt hatte
(
Bericht vom 8. Juli 2012,
Urk. 7/58
),
verfügte sie am 22. Januar 2013
im angekündigten Sinne (Urk. 2).
2.
Gegen d
ie
se
Verfügung
erhob
X._
am 22. Februar 2013 Beschwerde
und beantragte, die angefochtene Verfügung sei insoweit aufzuheben, als die In
validenrente bis zum 31. März 2010 befristet zugesprochen worden sei und die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ihr
auch nach diesem Zeitpunkt eine In
validenrente auszurichten (Urk. 1 S.
2). Mit Beschwerdeantwort vom 4. April 2013
(Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-70) schloss die
Be
schwerde
geg
nerin
auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Schrei
ben
vom 5. April 2013 (Urk. 8)
zur Kenntnis gebracht wurde
. Am 30. Mai 2013 reich
te
die Beschwerdeführerin einen weiteren Bericht von Dr.
Z._
zu den Akten (U
rk. 9, Urk. 10
), welcher der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zu
gestellt wurde (Urk. 11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin kam zum Schluss, dass es nach Absetzen der
Basis
the
rapie
während der Schwangerschaft im Jahr 2007 zu einer Verschlechterung der bei der Beschwerdeführerin vorliegenden rheumatoiden Arthritis gekommen sei und die Beschwerdeführerin infolgedessen ab Oktober 2007 vollständig ar
beits
unfähig gewesen sei. Ab Januar 2010 habe sich ihr Gesundheitszustand je
doch wieder derart verbessert, dass sie ab diesem Zeitpunkt in ihrer bisherigen Tätig
keit als Sachbearbeiterin nicht mehr eingeschränkt gewesen sei. Die
Be
schwer
de
gegnerin
ging
weiter
davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne
Gesund
heitsschaden
zu 60 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde und zu 40 % im Haus
halt tätig wäre. Da die Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich aufgrund
ihrer gesundheitlichen Beschwerden zu 11 % e
ingeschränkt sei – was
einen
Teil
in
validitätsgrad
von 4
% ergebe (11 % von 40 %)
-
, resultiere nach Ablauf des Wartejahres im Oktober 2008 insgesamt ein Invaliditätsgrad von 64 % sowie ab 1. Januar 2010 einer von 4 %. Die Beschwerdegegnerin sprach der Beschwer
de
führerin infolgedessen eine
befristete
Dreiviertel
s
rente
vom
1. Oktober 200
8
(Ab
lauf des Wartejahres) bis
am 31.
März
2010
(3 Monate nach Eintritt der gesund
heitlichen Verbesserung) zu.
Die Beschwerdegegnerin
hielt im Übrigen dafür,
v
orübergehend
sei es im Juni und
Juli 2011 nach erneuter Sistierung der medikamentösen Behandlung noch
mals zu einer
Arbeitsunfähigkeit
gekommen. D
a
jedoch bereits
ab
August 2011 wieder
eine
Besserung
eingetreten sei, führe diese kurzzeitige Verschlechterung
der Ar
beitsfähigkeit
zu
k
einem
erneuten
Rentenanspruch (Urk. 2).
1.2
Demgegenüber machte
die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
geltend,
ihr Ge
sundheitszustand habe sich
weder im Januar 2010 noch
im August
2011
dauerhaft verbessert
. Die Rente sei deshalb nicht zu befristen (Urk. 1).
2.
2.1
2.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetztes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf
eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Ver
bindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E.
3.4.2 mit Hinweisen).
2.1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die
Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
ben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; ge
mischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per
son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht
auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die In
va
lidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgaben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamtin
validität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E.
3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
2.1.5
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, son
dern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode be
zweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des
Invaliditäts
grades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich
bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner
im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
che
rungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
der
lich
(
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hin
weisen)
.
2
.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabset
zung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wo
bei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch
erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades einge
treten und damit der für die Be
fristung oder Abstufung erforderliche
Revisions
grund
gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herab
setzung der Rente (BGE 125 V 413 E.
2d am Ende, 369 E.
2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E.
4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Ver
wal
tung der versicherten Person eine befris
tete Rente zu und wird
beschwer
de
weise
einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Ein
schränkung des Gegenstandes des
Rechts
mittelverfahrens
in dem Sinne zur Folge,
dass die unbestritten gebliebenen
Be
zugszeiten
von der Beurteilung ausgeklam
mert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zu
sprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesge
richts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E.
2.3 mit Hinweisen).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn
sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Ge
sund
heits
zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hin
weisen). Eine
Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener
Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Aus
wir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3).
Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kung
en eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
2.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
3.
3.1
Dr.
Z._
berichtete am 24
. Mai 2008,
die Beschwerdeführerin leide
seit 1994
unter einer rheumatoiden Arthritis mit
erosiv
-des
t
ruktiven Veränderungen, be
tont
an den unteren Extremitäten. Z
uletzt
sei die rheumatoide Arthritis
unter
Arava
gut supprimiert gewesen. Nach Sistierung der Basistherapie infolge der Schwangerschaft und Stillzeit sei es jedoch zu einer erhöhten
artikulären
Ent
zün
dungsaktivität
gekommen, weshalb aktuell eine vollständige Arbeitsunfä
hig
keit bestehe.
Durch eine erneute Basistherapie könne der Gesundheitszustand
sowie die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin jedoch wieder verbessert wer
den.
Dr.
Z._
teilte mit,
n
ach der Stillzeit
sei
w
ieder eine Therapie vor
ge
sehen
und hielt dafür,
dass
aufgrund dieser geplanten Therapie
längerfristig keine
Invalidität bes
tehen
sollte
, da mit einer Suppression der
Entzündungsakti
vität
zu rechnen sei
(Urk. 7/10)
.
3.2
Am 27. Januar 2009 berichtete Dr.
Z._
, man habe wieder mit der Therapie
begonnen
.
E
ine Therapie mit
den Medikamenten
Enbrel
und
Humi
r
a
habe je
doch
keine Besserung seitens der
artikuläre
n
Entzündungsaktivität gebracht
,
weshalb
man
aktuell eine Therapie mit dem Medikament
Arava
begonnen habe
.
Dr.
Z._
hielt dafür, a
ngesichts der deutlichen
artikulären
Entzündungsakti
vität
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von
70-100 %, wobei er anfügte, eine be
ruf
liche Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt scheine ihm angesichts der
Entzün
dungs
aktivität
als nicht umsetzbar. Er hielt
weiter
fest,
dass sich
Einschränkun
gen
durch einen Wechsel sowie einen Ausbau der Basistherapie – bei bisher un
ge
nü
gendem Ansprechen – vermindern
liessen. W
ann jedoch mit einer Wieder
auf
nahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden könne, sei unklar
(Urk. 7/14)
.
3.3
Am 23. März 2009 fand eine Haushaltsabklärung statt (Bericht vom 31. März 2009, Urk. 7/16).
Die Abklärungsperson
kam zum Schluss
, dass die Beschwer
de
führerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu 60 % erwerbstätig und zu
40 % im Haushalt tätig wäre (Urk. 7/16/4). Sie
ermittelte e
ine Einschränkung von
gewichtet
4.95
%
für den Bereich Ernährung,
0.9
% für die
Wohnungs
pflege
,
0.4
%
für den Einkauf und weitere Besorgungen, 2.7 %
für die Wäsc
he und Kleiderpflege sowie von 2
% für die Betreuung des Kindes
und errechnete ins
ge
samt eine Einschränkung von
11
% beziehungsweise bei einem Anteil der Haus
ha
l
t
s
tätigkeit von 40 % von
4.4
% (Urk.
7/16
).
3.4
Nachdem
die Swiss
Life AG gegen den
Vorbescheid vom 27. Juli 2009
, mit wel
chem
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 64 % eine
Dreiviertel
s
rente
ab No
vember 2008 in Aussicht gestellt worden war
(Urk. 7/19),
Einwände erhoben
und
geltend
ge
macht
hatte
, die Arbeitsunfähigkeit sei erst nach Beendi
gung der Still
zeit eingetreten
(Urk. 7/23)
,
und sich die Beschwerdegegnerin infolgedessen noch
mals bei Dr.
Z._
über den
Beginn der Arbeitsunfähigkeit
aufgrund
der
rheumatoiden Arthritis sowie deren
weiteren Verlauf erkundigt hatte
(Urk. 7/26/1
), teilte
Dr.
Z._
mit Ber
icht vom 3
0
.
November 2009
(Urk.
7/26)
mit,
die Entzündungsaktivität sei rückläufig. Der Mutterschaftsurlaub habe bis Ende
Februar
2008
gedauert, und seit März 2008 bestehe eine Arbeitsunfähig
keit von (50 %)-100 %.
Ab September 2009 sei jedoch u
nter
der
Behandlung
mit
Actemra
und
Arava
eine
gesundheitliche Besserung
eingetreten. Aktuell bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, jedoch sei in drei Mona
ten e
ine Neubeurteilung vorzunehmen.
3.5
Auf nochmalige Rückfrage
der Beschwerdegegnerin
hin, den Verlauf der Ar
beits
unfähigkeit seit 2007 bis zum aktuellen Zeitpunkt möglichst genau zu be
schrei
ben (Urk. 7/27)
,
attestierte
Dr.
Z._
mit Bericht vom
20. März 2010
(Urk. 7/28)
von April bis August 2007 tageweise Arbeitsunfähigkeiten sowie
vom
8. Ok
to
ber
2007 bis am 23. November 2007
eine vollständige Arbeitsunfä
higkeit
. Danach habe die Beschwerdeführerin
bis am 20. Februar 2008
Mutter
schaftsurlaub
be
zogen. Weiter attestierte er ab
diesem Zeitpunkt
bis Ende De
zember 2009
eine 100
%
ige Arbeitsunfähigkeit.
Dr.
Z._
hielt fest, s
eit Januar 2010
seien
keine
Gelenkschwellungen mehr
aufgetreten
, weiterhin bestünden jedoch
belastungs
abhängige
Schmerzen an den Füssen und Handgelenken auf
grund von
Sekun
där
arthrosen
, sowie eine vermehrte Müdigkeit und Antriebslo
sigkeit. Die Beschwer
de
führerin selber erachte sich seit Januar 2010 als an drei Wochentagen für jeweils 2-3 Stunden arbeitsfähig
.
3.6
Im Januar 2011 wurde in der
A._
eine Untersuchung der
ar
beits
bezogenen
körperlichen Leistungsfähigkeit (EFL)
durchgeführt (Bericht vom 17. Februar 2011
, Urk. 7/36). Die Ärzte
der
A._
berichteten, im Rahmen der rheumatoiden
Arthritis
sei es zu radiologisch nachweisbaren Ver
änderungen gekommen.
Sie führten weiter aus, u
n
ter der aktuellen Medikation sei
es zu einer guten Remission der Krank
heitssymptome gekommen und e
s sei zu hoffen, dass eine weitgehende Remission der rheumatoiden Arthritis erreicht
werde (Urk. 7/36/2)
.
Die Beschwerdeführerin habe mitgeteilt,
dass
es
ihr aktuell
ziemlich
gut
gehe
, während Schüben sei sie jedoch
beinahe
hilflos und auf die Hilfe ihres Partners und ihrer Eltern angewiesen, vor allem auch wegen
ihres
noch sehr
jungen
Sohnes (Urk. 7/36/6). Als
arbeitsrelevante Probleme
führten
die Ärzte
belastungsabhängige Schmerzen in den Sprunggelenken, Zehen, Hand
gelenken und Fingern, Steifigkeitsgefühl in den Fingern, Morgensteifigkeit vor
allem in den Füssen und Händen, sowie
schubweise
Schmerzen in Knien, Hüften
, Schulter, Ellbogen, Kiefergelenken und im Kreuz
auf
, wobei
sie fest
hielten, dass
aktuell kein solcher Schub vorliege (Urk. 7/36/3)
.
Die Ärzte kamen zum Schluss, dass die angestammte Tätigkeit als Sachbearbeiterin ganztags zu
mutbar, jedoch
bei Rheumaschüben mit Einschränkungen vor allem der Hände und Füsse
und infolgedessen
mit Arbeitsausfällen von 3-4 Tagen zu rechnen
sei
. Sodann seien auch alle anderen sehr leichten und vorwiegend sitzenden Tätigkeiten ganztags zumutbar, wobei ausnahmsweise auch mit Gewichten bis 10 kg hantiert werden könne; bei
die
Hände und Füsse einschränkenden Rheumaschüben sei ebenfalls mit Arbeitsausfällen von 3-4 Tagen zu rechnen (Urk. 7/3
6
/3).
3.7
Da die Ärzte der
A._
den Verdacht geäussert hatten, es würden allenfalls auch noch psychische Beschwerden vorliegen (Urk. 7/36/3), fand am 12. April 2011 eine psychiatrische Untersuchung beim RAD statt (Bericht vom 12. April 2011, Urk. 7/38).
Abgesehen von Anpassungsproblemen bei Verände
rungen der Lebensumstände und
der gesundheitlichen Situation
sowie in Ver
bin
dung mit den Wohnbedingungen und der Beziehung zum Lebenspartner (ICD-10
Z60.0, Z59, Z63.0)
,
wurden keine psychiatrischen Diagnosen gestellt (Urk. 7/38/5)
und die RAD-Ärztin
kam zum Schluss
,
dass
aus psychiatrischer Sicht keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit vor
liege
(Urk. 7/38/6).
3.8
Aus
dem Bericht von Dr.
Z._
vom 23. November 2011 (Urk. 7/52)
ergibt
sich,
dass die Beschwerdeführerin die medikamentöse Behandlung
im
April 2011
wegen Schwangerschaftswunsch
erneut
sistiert hatte. Dr.
Z._
hielt fest
, nach
der Sistierung habe sich eine rasche Zunahme der Entzündungsaktivität ge
zeigt.
Dieses rasche Wiederauftreten der Entzündungsaktivität wie auch die be
reits be
kannten Destruktionen an den Gelenken
würden
auf
eine aggressive Form der rheumatoiden Arthritis
hin
weisen
. Die medikamentöse
Basisbehand
lung
sei des
halb wieder aufgenommen worden, wobei der
Schwanger
schaftswunsch
in An
be
tracht der Entzündungsaktivität in den Hintergrund ge
treten sei. Zum Zeitpunkt der zuletzt manifesten Entzündung im Juni/Juli 2011 sei die Beschwerde
füh
rer
in für jegliche berufliche Tätigkeit
en
zu 100 % arbeits
unfähig gewesen.
De
r
Arzt
hielt weiter fest, die zukünftige Arbeitsfähigkeit werde ei
nerseits von der
Ent
zündungsaktivität
seitens der rheumatoiden Arthritis und andererseits von den
Folgeschäden mit destruktiven Veränderungen (
Sekundär
arthrosen
) bestimmt. Wie
der weitere Verlauf sein werde, könne nicht voraus
gesagt werden, weder in
Be
zug auf die zukünftigen Entzündungsschübe noch auf den weiteren
Be
schwer
deverlauf
in Bezug auf die schon destruierten Ge
lenke. Er
hielt
ausserdem
dafür
, seiner Meinung nach seien die bereits vorhan
denen Gelenkdestruktionen anlässlich der Begutachtung zu wenig berücksichtig worden.
3.9
Im Verlaufsberic
ht vom 8. Juli 2012 (Urk. 7/57)
brachte
Dr.
Z._
zur Kennt
nis
, es sei
nur
partiell eine Besserung der Gesamtsituation eingetreten. Die
Ent
zün
dungsaktivität
hätte zum
Teil supprimiert werden kön
nen, wobei weiterhin
Synovitiden
vorhanden seien und sich im Verlauf auch eine Sekundärarthrose entwickelt habe.
Zwischenzeitlich
habe man deshalb
mit einer ergänzenden
Im
munmodulation
m
it
Arava
begonnen
.
Zur
Frage
der
Be
urteilung der Arbeits
fähig
keit führte
Dr.
Z._
aus, Einschränkung
en bestün
den beim Gehen, Stehen, beim
Laufen in unebenem Gelände, sowie auch bei re
petitiven manu
ellen
Arbeiten. Ausserdem beklage die Beschwerdeführerin eine allgemeine Müdig
keit.
Diese
lasse sich wenig objektivieren, jedoch bestehe eine
leichtgradige
Erhöh
ung
der Entzündungsparameter, was mit Müdigkeit einher
gehen könne.
Hin
sicht
lich Prognose gab er an, der Effekt
der
zusätzliche
n
Im
munmodulation
mit
Arava
müsse in Bezug auf die Entzündungsaktivität abge
wartet werden
(Urk. 7/58)
.
3.10
Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte
die Beschwerde
führerin
einen weiteren Bericht von Dr.
Z._
zu den Akten
, aus welchem hervorgeht, dass
neben der Aktivierung von Sekundärarthrosen
weiterhin
Ent
zünd
ungsaktivitäten
zu finden seien
(
Bericht vom 24. März 2013,
Urk. 10).
4.
4.1
Dass
ab
Oktober
2007 eine
erste
Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist, ist im vorlie
genden Verfahren unbestritten und
er
gibt
sich
aufgrund der Aktenlage
. So be
richtete Dr.
Z._
,
bereits während der Schwangerschaft sei es infolge der Sis
tierung der Basistherapie zu Exazerbatio
nen
der rheumatoiden Arthritis
gekom
men
und
aufgrund dessen
im Mai,
August und September 2007
je
weils zu ein
zelnen Tagen der
Arbeitsunfähigkeit
(
E. 3.1,
E. 3.5
)
.
Ab dem 8. Oktober 2007 sei es
sodann wegen
Komplikationen in der Schwangerschaft zu einer
Hospita
li
sa
tion
mit entsprechender Arbeitsunfähigkeit bis am 23. Novemb
er 2007 gekom
men
und nach dem
Mutter
schaftsurlaub
(20. Februar 2008) sei die Beschwer
de
führerin
wegen der rheu
matoiden Arthritis
dauerhaft bis Ende Dezember 2009
zu 100 %
arbeitsunfähig gewesen (
E. 3.5
)
.
4.2
Umstritten ist jedoch, ob ab Januar 2010 eine gesundheitliche Verbesserung eingetreten ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist eine solche
überwiegend
wahrscheinlich
.
Dr.
Z._
berichtete bereits im
November
2009
von einer Verbesserung
aufgrund der
wiederaufgenommenen Therapie
, attes
tier
te jedoch
noch
eine
Arbeitsunfähigkeit von
100 %,
wobei
er
eine
nochmalige B
e
urteilung in drei Monaten
empfahl
(E. 3.4)
, was
die
Beschwerdegegnerin
da
rauf
hin
im
Februar 2010
veranlasste
,
bei Dr.
Z._
erneut
einen Bericht ein
zu
holen
(E. 3.5)
.
Dr.
Z._
– gefragt nach dem Verlauf der
Arbeits
unfähigkeit
–
berichtete von einer weiteren Verbesserung ab Januar 2010, wies lediglich noch
auf belastungsabhängige Schmerzen hin, und attestierte
nur noch bis En
de 2009
eine Arbeitsunfähigkeit
(E. 3.5)
. Auch die Ärzte
der
A._
nannten
im Frühjahr 2011
belastungsab
hängige
Schmerzen
und
attestierten
in Anbe
tracht
dessen
eine
Arbeitsfähigkeit
bloss
für sehr leichte
Tätigkeiten
, wobei
sie
die
angestammte Tätigkeit
als Sachbearbeiterin als eine solche erachteten
(E. 3.6)
.
Die gesundheitliche Verbesserung bestätigt sich im Übrigen a
uch mit Blick auf
die
Aktivitäten
d
er Beschwerdeführerin
. Während
sie
im Jahr 2009 anlässlich der Haushaltsabklärung
beispielsweise noch be
richtete, sie könne nur noch an guten Tagen kochen, effektiv sei es so, dass ihre Eltern oder die Spitex vor
kochen würde
n
(Urk. 7/16/6)
,
gab sie
im
Januar
2011
anlässlich der Abklärung in
A._
an, gerne und viel zu kochen
(Urk. 7/36/6) sowie
im April 2011
an
lässlich der psychiatrischen Untersuchung, sie bereite sowohl das Frühstück, das Mittagessen als auch das Nachtessen zu (Urk. 7/38/2).
Schliesslich erklärte
die
Beschwerdeführerin
anlässlich d
er psychiatrischen Un
tersuchung
, a
ktuell sehe sie
sich an ungefähr zwei Halbta
gen pro Woche arbeitsfähig, daneben kümmere sie sich um den Haushalt und ihren Sohn
.
O
hne Kinderbetreuung würde sie
wahr
schein
lich
wie vor der Schwangerschaft zu 100 % arbeiten
.
S
ie
habe jedoch Angst
,
sich zu überfordern, die Leistung nicht erbringen zu können und die so
matischen Be
schwerden so wieder aufflammen zu lassen, weshalb ein
Arbeits
einstieg
all
mählich erfolgen
müss
te
(Urk. 7/38/4)
. Aus diesen Angaben der Be
schwerdeführerin erhellt
,
dass
sie
sich selber als grundsätzlich wieder voll
stän
di
g
arbeitsfähig erachtete, und zur Begründung ei
ner eingeschränkten Arbeits
fähig
keit lediglich die Kinderbetreuung sowie Ängste um eine erneute Ver
schlech
te
rung vorbrachte.
Wenn die Beschwerdeführerin
in der Beschwerdeschrift nun
einwendet, die Ärzte
der
A._
hätten ausser Acht gelassen, dass bei ihr aufgrund der
erosiven
Erkrankung bereits Sekundärarthrosen vorlägen, die irreversibel seien (Urk.
1 S. 6), so ist darauf hinzuweisen, dass
im Bericht der
A._
ausdrücklich
ausgeführt wurde
, es sei zu radiologisch nachweisbaren
Gelenk
ver
än
derungen
gekommen (Urk. 7/36/2) und lediglich
für sehr leichte Arbeiten
eine
Arbeitsfähigkeit
attestiert wurde
(E. 3.6). Auch ihr
Einwand,
die
von den
Ärzte
n
der
A._
erwähnten Schübe dauerten nicht
nur wenige
Tage
,
sondern einige Wochen oder Monate (Urk. 1 S. 6), vermag mit Blick da
rauf,
dass der RAD den Bericht der
A._
als nachvollziehbar erachtete (Urk. 7/45/5) und sich auch sonst nichts Gegenteiliges aus den Akten ergibt, den Bericht der
A._
nicht in Frage zu stellen.
Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der psychiatrischen Untersuchung im April 2011 angab, sich aktuell deutlich besser als im Zeitpunkt der
EFL zu fühl
en (Urk.
7/38/2)
.
Dass die Beschwerdeführerin ab Januar 2010 in
bisheriger sowie in
leidens
an
gepasster
Tätigkeit wieder vollständig arbeitsfähig war, ist demnach aufgrund der in den Akten lie
genden Arztberic
hte überwiegend wahrscheinlich.
4.3
Es stellt sich
weiter
die Frage, ob
sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
füh
rerin
wieder
verschlechterte
, nachdem die
medikamentöse
Behandlung auf
grund
ihres
Schwangerschaftswunsch
es
im April 2011
erneut sistiert worden war
.
Dr.
Z._
attestierte im November 2011 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Monate Juni und Juli 2011
, teilte jedoch gleichzeitig mit
, man habe
un
terdessen aufgrund der gesundheitlichen Verschlechterung
die Therapie bereits wieder aufgenommen (E.
3.8). Es ist demnach fraglich, ob
es
damit
längerfristig zu ei
ner derart starken gesundheitlichen Verschlechterung gekommen ist, dass er
neut eine andauernde Arbeitsunfähigkeit eingetreten wäre.
Dies ist zu vernei
nen.
Dr.
Z._
attestierte explizit lediglich für Juni/Juli 2011
eine Arbeitsun
fähigkeit und auch auf
nochmaliges Fragen
der Beschwerdegegnerin
wies
er le
diglich
auf
Einschränkungen im Profil
hin
(Einschränkungen beim Gehen, Lau
fen sowie bei repetitiven
manuelle
n
Tätigkeiten
, E. 3.9
).
Der
Einschätzung
des RAD vom 4. Oktober 2012, wonach eine massgebliche dauerhafte Verschlech
te
rung bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten, sehr leichten, vor
wie
gend sitzenden Tätigkeit nicht ausgewiesen ist (Urk. 7/64/3),
kann somit
ge
folgt werden.
5
.
5
.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Erwerbs
-
und
Haushaltsbereich auswirken. Hierzu ist einleitend zu klären, in welchem Ausmass die
Beschwerdeführerin
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung er
werbs
tätig respektive im Haushalt tätig wäre (
sog.
Statusfrage, siehe
E.
2.1.4 und
E. 2.1.5). D
ie Einschätzung der Abklärungsperson, wonach die Beschwer
defüh
rerin ohne gesundheitliche Einschränkungen zu 60 % erwerbstätig und zu 40 % im Haushalt tätig wäre (E. 3.3
vgl. auch Urk. 7/16/3
),
wurde nicht beanstandet
und
erscheint mit Blick auf die ge
tätigten
Abklärungen
als plausibel
, weshalb
ihr
gefolgt werden kann
.
5
.2
Die Bestimmung des Invaliditätsgrades erfolgt im Erwerbsbereich durch einen Einkommensvergleich (E.
2.1.3
)
.
Von Oktober 2007 bis Ende Dezember 2010 bestand eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (E. 4.1), weshalb in dieser Periode kein Invalideneinkommen erzielt werden konnte.
Bei
Annahme einer erwerbli
chen Tätigkeit von 60 % im Gesundheitsfall (E. 5.1)
ergibt sich infolgedessen
für diese Zeitperiode
im Erwerbsbereich ein Teilinvaliditätsgrad
von 60 %
.
A
b
1. Januar 2010
war die Beschwerdeführerin sodann
in der angestammten Tätig
keit als Sachbearbeiterin w
ieder vollständig arbeitsfähig
(E. 4.2, E. 4.3),
wes
halb
ab diesem Ze
itpunkt im Erwerbsbereich
ein Teilinvaliditätsgrad von 0 %
resultiert
.
5
.3
Was die Einschränkung
en
im Haus
haltsbereich betreffen
, so ist ein
Betätigungs
vergleich
vorzunehmen (E.
2.1.4
)
. Hierzu wurde am 23. März 2009 eine
Haus
haltsabklärung
durchgeführt
(E. 3.3).
U
nter Berücksichtigung der von der Be
schwerdeführerin geklagten Leiden, der Wohnverhältnisse sowie der
Mitwir
kungs
pflicht
der Familienmitglieder
ergab diese Abklärung
eine Einschränkung
von
11
% beziehungsweise bei einem Anteil der Haushaltstätigkeit von 40 % ein
en
Teilinvaliditätsgrad von 4.4 %. Der Bericht befasst sich einlässlich mit den einzelnen Haushaltsbereichen und deren prozentualen Gewichtung und um
schreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort und Stelle festge
stell
ten Einschränkungen in diesen Bereichen
; er ist
ausreichend begründet und er
scheint plausibel, weshalb darauf abgestellt werden kann. Einzig anzufügen bleibt,
dass aufgrund der im Januar 2010 eingetretenen gesundheitlichen Ver
besserung (E. 4.2) grundsätzlich auch eine Veränderung der Einschränkungen im
Haushaltsbereich zu
prüfen wäre
-
insbesondere auch mit Blick auf die An
gaben
zur Tagesgestaltung anlässlich der Abklärung
in
A._
und
der Un
tersuchung beim
RAD (E. 4.2)
.
Vorliegend kann jedoch offenbleiben, ob auch im
Haushalts
be
reich
eine
Verbesserung
eingetreten ist, denn selbst wenn man wei
terhin von
einer Einschränkung von 11 % ausgeht, resultiert ab 1. Januar 2010 kein
ren
ten
begründender
Invaliditätsgrad mehr
(E.
5.4
, E.
6
).
5.4
Der Gesamtinvaliditätsgrad ergibt sich aus der Addierung der in beiden Berei
chen ermittelten und gewichteten Teilinvalidität (E. 2.1.4). Von Oktober 2007 bis
Ende Dezember 2010 resultiert damit eine Gesamtinvalidität von gerundet 64 %
(Erwerb: 60 %, Haushalt: 4.4
%), sowie ab 1. Januar 2010
von
4 % (Er
werb: 0 %,
Haushalt: 4.4 %).
6.
Zusammengefasst hat damit die Beschwerdegegnerin zu Recht vom 1. Oktober
2008 (Ablauf der Wartefrist, E. 2.1.2) bis am 31. März 2010 (drei Monate nach der
Verbesserung, vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) eine befristete Dreiviertelrente zu
ge
sprochen und mit Wirkung ab dem 1. April 2010 einen Rentenanspruch ver
neint,
was zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600
.
-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
.