Decision ID: 999c4717-1031-451f-a3a4-4ad7741e106f
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968
, meldete
sich
am
3.
März 2011 unter Hinweis auf einen seit 2009 bestehenden Muskelriss am rechten Bein und auf Rücken- und Halswirbelsäulen
beschwerden bei der Invalidenversicherun
g zum
Leistungs
bezug
an (Urk. 6/7
Ziff.
6.2-3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
verneinte mit Verfügung vom 1
8.
Oktober 2011 einen Anspruch
des Versicherten
auf eine Invalidenrente (
Urk.
6/43)
und mit Verfügung vom 1
9.
Oktober 2011 (
Urk.
6/44)
einen Anspruch auf
Arbeitsver
mittlung
.
1.2
Am 3
0.
März 20
13 meldete sich der Versicherte
erneut bei der Invaliden
versiche
rung zum Leistungsbezug an
und machte eine Verschlechte
rung seines Gesundheitszustandes geltend
(
Urk.
6/50
/2
).
Die IV
Stelle klärte den medizi
nischen Sachverhalt ab und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 2
7.
Mai 2014 (
Urk.
6/64) in Aussicht, dass kein Anspruch auf Leistungen bestehe.
Dageg
en erhob der Versicherte am 16., am 1
7.
und am 24.
Juni 2014 Einwände (
Urk.
6/66,
Urk.
6/68,
Urk.
6/72)
. A
m
7.
August 2014 stellte
die IV
Stelle eine polydisziplinäre Untersuchung des Versicherten in Aussicht und legte den vorgesehenen Fragenkatalog bei (
Urk.
6/83).
Am 31.
Oktober 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
die
medizinische Untersuchung
werde
durch d
as
Y._,
erfolgen
,
und gab die Namen der Gutachter bekannt (Urk.
6
/
94
). Dag
egen erhob der Versicherte am 1
3.
November 2014
Einwände
(
Urk.
6/97
)
. Mit
Zwischen
verfügung
vom 1
9.
Februar 2015
hielt die IV-Stelle an der Abklärungsstelle
Y._
und an den genannten Gutachtern fest
(
Urk.
6/104
=
Urk.
2)
.
2.
Der Versicherte erhob ge
gen die Zwischenverfügung vom 1
9.
Februar 2015 (
Urk.
2) am 2
5.
März 2015
Beschwerde und beantragte,
diese sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass keine polydisziplinäre Begutachtung notwendig
,
beziehungsweise eine solche verfrüht sei. Weiter habe die IV-Stelle die
Gut
achterwahl
mittels Zufallsgenerator unter sämtlichen verfügbaren
Gutachter
stellen
z
u treffen und die Gutachter
Dr.
Z._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
und
Dr.
A._
, Facharzt für Innere Medizin,
seien als befangen und unqualifiziert abzu
lehnen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
Mai 2015
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer
am 1
6.
Juni 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Am 2
4.
Juni 2015 ersuchte der Beschwer
deführer um Zustellung sämtlicher Akten und um Gewährung einer zehntägigen Frist zur allfälligen Erstattung einer Replik (
Urk.
8), welches ihm mit
Gerichts
verfügung
vom 2
5.
Juni 2015 (
Urk.
9) gewährt wurde. Der Beschwerdeführer reichte innert Frist keine Replik ein (
Urk.
11).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Bei d
er angefochtenen Verfügung vom 1
9.
Februar
2015
(
Urk.
2) handelt es sich um eine verfahrensleitende Verfügung, mit welcher die IV-Stelle an der von ihr gewählten Abklärungsstelle festhielt. Da sie das Administrativverfahren nicht abschliesst, handelt es sich um eine Zwischenverfügung.
1.2
Zwischenverfügungen können gemäss
Art.
55
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit
Art.
5
Abs.
2 und
Art.
46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (
VwVG
) bei Bejahung eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils (
Art.
46
Abs.
1
lit
. a
VwVG
) unter Erhebung aller gesetzlich vorgesehenen Rügen recht
licher und tatsächlicher Natur angefochten werden. Bei der Beurteilung des Merkmals des nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Kontext der
Gut
achtenanordnung
fällt gemäss der Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E.
3.4.2.7) ins Gewicht, dass das Sachverständigengutachten im
Rechtsmittel
verfahren
mit Blick auf die fachfremde Materie faktisch nur beschränkt überprüfbar ist. Mithin kommt es entscheidend darauf an, dass
qualitäts
bezogene
Rahmenbedingungen durchgesetzt werden können. Greifen die Mit
wirkungsrechte erst nachträglich - bei der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren -, so kann hieraus ein nicht wieder gutzumachender Nachteil entstehen, zumal im Anfechtungsstreitverfahren kein Anspruch auf Einholung von
Gerichtsgut
achten
besteht. Hinzu kommt, dass die mit medi
zinischen Untersuchungen ein
hergehenden Belastungen zuweilen einen erhebli
chen Eingriff in die physische oder psychische Integrität bedeuten. Aus diesen Gründen ist gemäss der Recht
sprechung die
Eintretensvoraussetzung
des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren zu bejahen, zumal die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken wird. Beschwerdeweise geltend gemacht werden können materielle Einwendungen beispielsweise des Inhalts, die in Aussicht genommene Begutachtung sei nicht notwendig, weil sie - mit Blick auf einen bereits umfassend abgeklärten Sachverhalt - bloss einer Zweitmeinung
entspreche (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 mit Hinweisen; noch anders: BGE 136 V 156). Sodann können personenbezogene
Ausstandsgründe
gerügt werden.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Zwischenverfügung (
Urk.
2) an
der Abklä
rung durch das
Y._
sowie an den gewählten Gutachtern fest
mit der Begründung, es seien keine schützenswerten Ausstands- oder
Ablehnungs
gründe
geltend gemacht worden (S. 2 f.).
Beschwerdeantwortweise führte sie aus, das Zufallsprinzip sei bei der Vergabe der Begutachtung angewandt worden
,
und es liege im Rahmen der
Verfahrens
leitung
in ihrem Ermessen, welche Fragen aus medizinischer Sicht notwendig seien (
Urk.
5 S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seine
r Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
es
sei
derzeit
von einer
polydisziplinären
Begutachtung abzusehen
und
deren Erforderlichkeit sei
nach Erreichen des Endzustandes
betreffend der
Scaphoid
polfraktur
an der rechten Hand
erneut zu beurteilen
. Zur Beurteilung der orthopädisch-rheumatologischen Beschwerden bedürfe es ei
nzig eines
Ergän
zungs
gutachtens
. Die Beschwerdegegnerin habe aus
Verhältnis
mässig
keits
grund
sätzen
in finanzieller Hinsicht, aber auch zur Vermeidung unnötiger Belastung der Versicherten ein polydisziplinäres Gutachten nur dann
einzu
verlange
n
, sofern dies erforderlich sei
(S. 3
Ziff.
4-9)
.
Der Nachweis,
dass die Vergabe des
Gut
achtensauftrags
mittels
Zufallsprinzips
erfolgt sei
, sei nicht erbracht worden
(S.
4
Ziff.
10).
Zudem sei ihm die Möglichkeit
verwehrt worden, Ergänzungsfragen
an die Gut
achter zu stellen, was erneut eine Verletzung der Waffengleichheit und damit einen Verstoss gegen verfassungs- und EMRK-rechtliche Grundsätze begründe (S. 4
Ziff.
11).
Da
das
Y._
einzig Gutachten für Versicherungen veranlasse, sei es von diesen
finanziell abhängig
,
und
der angestellte Gutachter sei nicht frei in seiner Beur
teilung, wenn er bei fairer und neutraler Begutachtung seine Arbeitsstelle und Verdienstmöglichkeit gefährde (S. 4
Ziff.
12).
Gegen das
Y._
sei aus
Quali
tätsgründen
e
ine Aufsichtsbeschwerde beim Bundesamt für Sozialversicherun
gen (BSV)
erhoben worden, eine Qualitätskontrolle sei jedoch nicht erfolgt (S. 5 f.
Ziff.
16-19).
Infolge Befangenheit und man
gelnder Qualifikation
seien die beiden Gutachter
Dres
.
Z._
und
A._
abzulehnen (
S. 5
Ziff.
14-15,
S. 6
Ziff.
20-
22
).
3
.
3
.1
Der Beschwerdeführer machte vorab geltend, eine polydisziplinäre Begutach
tung habe mangels Behandlungsabs
chluss noch nicht stattzufinden und es sei einzig ein Ergänzungsgutachten einzuholen (vorstehend E. 2.2).
Art.
43
Abs.
1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei die zuständige Behörde nicht an Anträge der versicherten Person gebun
den ist (BGE 132 V 93 E. 5.2.8). Entsprechend dem Untersuchungsgrundsatz
ist es in erster Linie Sache der zuständigen Behörde, die materielle Wahrheit zu ermitteln
(SVR 2007 IV Nr. 22,
Urteil des Bundesgerichts
I 478/04
vom
5.
Dezember 2006, E. 2.2.4.3
).
Unter dem
Gesichtspunkt
, dass der Beschwerdegegnerin mithin die
Ver
fahrens
lei
tung
obliegt
, ist
es
nicht am Beschwerdeführer zu entscheiden, ob,
wann
und bei welchem Gutachter
er sich einer Begutachtung zu unterziehen hat
, zumal er selbst weitere Abklärungen beantragte (vgl.
Urk.
6/72) und sich mit Schreiben vom 2
2.
August 2014 mit der Begutachtung einverstanden erklärte (
Urk.
6/85)
.
Im Übrigen sind den Akten keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer eine polydisziplinäre Begutachtung aus gesundheitlichen
oder anderen
Gründen nicht zumutbar wäre.
3
.2
Der Beschwerdeführer machte weiter geltend
(vorstehend E. 2.2)
, es sei ihm von der Beschwerdegegnerin verwehrt worden, Ergänzungsfragen zu stellen
,
respek
tive seien diese nicht berücksichtigt worden. Dies ist
aktenwidrig
. So wurde ihm Gelegenheit gegeben, Ergänzungsfragen zu stellen
(
Urk.
6/83)
, welche
r
er mittels dem mit Schreiben vom 2
2.
August 2014 (
Urk.
6
/85) eingereichten Fragekatalog
(
Urk.
6/86)
nachkam
.
Mit Schreiben vom 1
5.
September 2014 (
Urk.
9/87) führte die
Beschwerde
gegne
rin
bezugnehmend auf die vom Beschwerdeführer gestellten Ergänzungs
f
ragen aus, dass diese entweder b
ereits berücksichtigt worden
seien
, da sie
ohnehin
zu
m MEDAS Gutachtensinhalt gehörten,
oder für das vor
liegen
de Ver
fahren nicht relevant seien
.
Dies wurde vom Beschwerdeführer
so auch teilweise anerkannt (vgl.
Urk.
6/89).
Am 2
4.
September 2014
teilte die
Beschwerde
gegnerin
dem Beschwerdeführer
nach erneut eingereichtem
Frage
katalog
(
Urk.
6/88
)
mit, dass seine gestellten Fragen bereits zum MEDAS-Inhalt gehör
ten,
diese
aber dennoc
h dem Auftrag beigelegt würden
(
Urk.
6/90).
Es trifft demnach nicht zu, dass die Ergänzungsfragen des Beschwerdeführers ni
cht berücksichtigt worden sind.
3
.3
Weiter machte der Beschwerdeführer geltend, es sei nicht erwiesen, dass die Vergabe des Gutachtensauftrages
via Zufallsprinzip
erfolgt sei.
D
er den Akten beiliegenden
E
-M
ail der
Su
isseMED@P
vom 2
1.
Oktober 2014 ist
jedoch
zu entnehmen, dass
der Gutachtensauftrag im Falle des Beschwerde
führers
dem
Y._
zugeteilt wurde (
Urk.
6/92).
Demnach ist erstellt, dass die Beschwerdegegnerin
die
Vergabe des
Gutach
tens
auftrages
korrekt über das
Zuweisungssystem
SuisseMED@P
vorgenommen hat
,
und das diesbezügliche Vorbringen des Beschwerdeführers geht ins Leere.
4
.
4
.1
Zu prüfen
ist
weiter, ob allfällige Ausstands- oder Ablehnungsgründe vorliegen, die einer Begutachtung
des Beschwerdeführers
am
Y._
und
durch
die dort beschäftigten Gutachter im Wege stehen würde
n
.
4
.2
Gemäss
Art.
44 ATSG kann die versicherte Person einen Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen. Zum einen werden von den triftigen Gründen die eigentlichen gesetzlichen
Ausstandsgründe
(vgl.
Art.
10
VwVG
und
Art.
36
Abs.
1 ATSG) erfasst; zum andern zählen auch weitere Aspekte - etwa die
fehlende Sachkenntnis
- zu den triftigen Gründen (
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Auflage, Zürich 2009,
Rz
17 zu
Art.
44; vgl. auch BGE 132 V 93 E. 6.4-5).
Mit Blick auf einen vom Sozialversicherungsträger im Sinne von
Art.
44 ATSG vorgesehenen oder beauftragten medizinischen Gutachter können nur formelle Ausschliessungs- oder Ablehnungsgründe Thema eines Ablehnungsgesuches bilden, wie sie beispielsweise in
Art.
10
VwVG
und
Art.
36 ATSG festgehalten sind. Die
Ausstandsgründe
nach
Art.
36 ATSG stimmen mit denjenigen nach
Art.
10
VwVG
überein (SVR 2007 IV Nr. 22 E. 2.2.3, I 478/04). Dazu gehören ein persönliches Interesse an der zu beurteilenden Sache, aber auch die enge verwandtschaftliche oder freundschaftliche Verbundenheit mit einer Partei oder andere Gründe von ähnlichem Gewicht (Urteil des Bundesgerichts U 31/07 vom
7.
Dezember 2007 E. 6.1). Bedenken materieller Natur können nicht Inhalt eines
Ausstandsbegehrens
sein, sondern sind allenfalls im Rahmen der Würdigung des Gutachtens vorzubringen (BGE 132 V 93 E. 6.5).
4
.3
Vorab machte der Beschwerdeführer
geltend, das
Y._
sei aufgrund seiner finan
ziellen Abhängigkeit von den Versicherungen für eine Begutachtung unge
eignet. Aufgrund der finanziellen Abhängigkeit von den Versicherungen sei es
auch
den
dort beschäftigten Gutachter
n verwehrt, eine
unabhängige Beur
teilung vor
zu
nehmen (vorstehend E. 2.2).
Das Bundesgericht hielt in diesem Zusammenhang in BGE 137 V 210 E. 1.3.3
in Bestätigung seiner bisherigen Rechtsprechung
in Bezug auf die Invalidenversi
cherung zunächst fest, dass die Anzahl der beim selben Arzt in Auftrag gegebe
nen Gutachten sowie das daraus resultierende Honorarvolumen für sich allein genommen nicht zum Ausstand führ
t
e
n
. Zudem gelte hinsichtlich der MEDAS als Institution ohnehin, dass sich ein
Ausstandsbegehren
stets nur gegen Perso
nen und nicht gegen Behörden richten könne; nur die für eine Behörde tätigen Personen, nicht die Behörde als solche, könnten befangen sein. Der vom Bun
desgericht aber doch erkannten latenten Gefährdung der Verfahrensfairness, die sich unter anderem aus dem Ertragspotential der Tätigkeit der MEDAS zuhan
den der Invalidenversicherung ergibt, trug es im gleichen Entscheid (E. 3.4) sodann insbesondere mit einer Stärkung der Partizipationsrechte der Versicher
ten Rechnung.
Dass das
Y._
als Institution
und die dort beschäftigten Gutachter
aufgrund einer finanziellen Abhängigkeit von der Beschwerdegegnerin im vornherein keine Gewähr für eine objektive und unvoreingenommene Begutachtung bieten w
ürde
n
, ist folglich zu verneinen
.
4
.4
Sodann machte der Beschwerdeführer geltend, das
Y._
weise generell Mängel
bei der Qualitätskontrolle auf
,
was sich einerseits anhand einer an das
BSV
gerichteten Aufsichtsbeschwerde gezeigt habe, andererseits er gerade wegen dieser Beschwerde
Retorsionen des
Y._
ausgesetzt werden könnte
(vgl.
Urk.
6/97 S. 2,
Urk.
1 S. 5
Ziff.
16
-19
,
Urk.
6/96/9-12)
.
Auch diese Vorbringen stellen keine gültigen Ausstands- oder
Ablehnungs
gründe
im Sinne des Gesetzes dar.
Diesem Vorbringen kann auch darum kein Gehör gegeben werden, da eine Kanzlei ansonsten verleitet wäre, mittels
Beschwer
de
erhebung
ans BSV gezielt
Begutachtungsinstitute
für sämtliche ihrer Mandanten aus
zuschalten.
Sofern im zu erstellenden Gutachten, wie der Beschwerdeführer
in seinem Ein
wand
vom
1
3.
November 2014 (
Urk.
6/97)
befürchtete, mit Urteilen des Bundes
gerichts anstatt anhand medizinischer Kriterien
seine
Ar
beitsun
fähigkeit ver
neint werden würde
, steht es ihm immer noch offen
,
diese Gesichtspunkte im Rahmen
einer
materiellen Prüfung des Gutachtens vorzubringen.
4
.5
4
.5
.1
Zu prüfen ist sodann das Vorliegen von
konkreten
Ausstands- und
Ablehnungs
gründe
n
gegen
die Gutachter
Dres
.
A._
und
Z._
.
Betreffend
Dr.
Z._
machte der Beschwerdeführer geltend, die Kombina
tion einer reinen Gutachtertätigkeit mit jener ausschliesslichen Tätigkeit für Versicherungen begründe mindestens
den Anschein der Befangenheit
.
Zudem habe
dieser seine ganze Ausbildung in Deutschland absolviert und sei weder als Spezialarzt noch in einer Praxis tätig
,
sondern mache ausschliesslich Gutachten für Versicherungen (
Urk.
1
S. 5
Ziff.
14-15).
Gegen den Gutachter
Dr.
A._
wurde indes vorgebracht, es fehle ihm an den notwendigen fachlichen Voraussetzungen. Er sei kein Mitglied der FMH und habe seine Praxis in Deutschland. Auch seine Ausbildung
sei in Deutschland erfolgt
,
und
seine Titel seien ihm dort verliehen worden. Er verfüge über keine Ausbildung oder Qualifikation als Gutachter und sei in seiner ärztlichen Tätig
keit auch nicht gutachterlich tätig. Er mache einzig Gutachten für Versicherun
gen (S. 6
Ziff.
20-21).
4
.5
.2
Vorab ist betreffend
Dr.
Z._
auszuführen, dass d
as Bundesgericht bi
sher
das freie Praktizieren
nicht als Voraussetzung eine
r
Tätigkeit als
Gutachter genannt
hat
.
Dies wurde lediglich als positiv für die Unabhängigkeit gewertet (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.5). Massgebend ist vielmehr, dass der Gutachter über die
notwendigen
fachlichen Voraussetzungen verfügt
, wobei g
emäss
bundesge
richtlicher
Rechtsprechung für eine Gutachtertätigkeit eine Fachausbildung verlangt
wird
, die auch im Ausland erworben werden kann (BGE 137 V 210 E.
3.3.2;
Urteil des Bundesgerichts
9C_270/2008 vom 12.
August 2008 E. 3.3).
Die fachlichen Voraussetzungen sind
vorliegend
bei beiden Gutachtern erfüllt. So
verfügt
Dr.
Z._
über eine Fachausbildung in orthopädischer Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und ist sowohl im FMH-Ärzteindex (www.
doctor
fmh.ch
) als
auch im
Medizinalberuferegister
des Bundesamtes für Gesundheit (BAG, www.medregom.admin.ch) eingetragen. Letzterem Register ist zu entnehmen, dass seine Fachausbildung im Jahre 2007 in der Schweiz aner
kannt wurde und er im Jahre 2012 eine Berufsausübungsbewilligung für den Kanton
B._
erhalten hat.
Dr.
A._
verfügt über einen Facharzttitel in
Allgemeiner Innerer Medizin
, den er gemäss Eintrag im
Medizinalberuferegister
des Bundesamtes für Gesundheit
(BAG, www.medregom.admin.ch) im Jahr 1997
in Deutschland erworben hat. Dem
Medizinalberuferegister
ist weiter zu entnehmen,
dass seine Fachausbil
dung am
2.
September 2014
in der Schweiz anerkannt wurde.
Dass
Dr.
A._
in
Deutschland praktiziert
,
lässt keine Rückschlüsse auf seine Kompetenz zu.
Es besteht
insgesamt
kein Anlass, an der Kompetenz dieser
beiden
vorgeschlage
nen Ärzte zu zweifeln.
Die Einwendung,
Dr.
A._
mangle es an der Ausbildung und
der
Qualifikation als Gutachter (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
20)
,
betrifft die Sorge darum, dass das zu erstel
lende Gutachten mangelhaft ausfallen könnte
,
und
ist im Rahmen der mate
riellen
Würdigung
des
zu erstellenden
Gutachtens zu behandeln.
Weiter vermag der Beschwerdeführer denn auch nicht konkret darzulegen,
wie die
suggerierten
ungenügenden versicherungsmedizinischen Kenntnisse des schwei
ze
rischen Sozialversicherungsrechts die Einschätzung des Gesundheits
zustandes beziehun
gsweise
seiner
Arbeitsfähigkeit
in unsachli
cher Weise beein
flussen könnten
(vgl.
Urk.
1 S. 6
Ziff.
19)
.
Zusammenfassend liegen gegen
Dr.
Z._
und
gegen
Dr.
A._
weder Aus
stands- noch Ausschlussgründe vor
.
5
.
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit der angef
ochtenen Zwischenverfügung vom 1
9.
Februar 2015
(
Urk.
2) an der Abklärung durch das
Y._
und durch die dort bes
chäftigten Gutachter fest
hielt.
Vielmehr entbehrt die Beschwerde jeglicher Grundlage und
mutet
angesichts des Umstands, dass sich der Beschwerdeführer am 1
9.
November 2014 der vorgese
henen Begutachtung unterziehen
wollte
(vgl.
Urk.
6/99), geradezu querulato
risch an. D
ie Beschwerde
ist
abzuweisen
.