Decision ID: bd21096a-993a-4491-8325-a33bdecb3c12
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
in Sachen
L._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert P. Gehring, Erchingerstrasse 2,
Postfach 317, 8501 Frauenfeld 1,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a L._ (Jahrgang 1972) meldete sich am 21. März 2003 wegen starken
Rückenschmerzen, intensiviert ab August 2000, zum Bezug von
Invalidenversicherungsleistungen an. Sie gab an, sie habe in Jugoslawien die Schule
besucht. Einen Beruf habe sie nicht erlernt. 1988 sei sie in die Schweiz eingereist und
habe von 1990 bis 2000 in einem Pensum von 80 % als Ausrüsterin in einer
Buchdruckerei gearbeitet. In den Jahren 1995 und 1997 habe sie ihre ersten beiden
Töchter zur Welt gebracht. In den Jahren 2000 und 2001 sei sie in einer Textilreinigung
und schliesslich im Jahr 2002 kurzzeitig [als Zwischenverdienst in der Arbeitslosigkeit]
als Raumpflegerin in einem Restaurant tätig gewesen. Im März 2003 habe sie das dritte
Kind geboren (IV-act. 1).
A.b Dr. med. A._, Allgemeine Medizin, berichtete der IV-Stelle des Kantons St. Gallen
am 8. April 2003, es liege bei der Versicherten ein chronisches LWS-Syndrom vor. Zur
Arbeitsfähigkeit verwies er auf einen beigelegten Bericht von Dr. med. B._, Innere
Medizin, speziell Rheumatologie FMH, vom 7. Januar 2003. Dieser hatte folgende
Diagnosen angegeben:
1.Generalisiertes, diffuses Schmerzsyndrom mit anamnestisch episodischen
Empfindungsstörungen
- Skoliose, lumbale Hyperlordose mit dorsalem Überhang bei Schwangerschaft
(7. SSM)
- Chondrose L1/2 mit medio-rechts-lateraler Diskushernie L1/2 ohne
Neurokompression, Osteochondrose L5/S1 mit diskretem Retroglissement von LWK 5
gegenüber S1
- Muskuläre Dysbalance und Deconditioning
- Tendenzielle generalisierte ligamentäre Hyperlaxizität
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- V. a. St. n. Morbus Scheuermann im thorakolumbalen Übergang.
2.Somatoforme Schmerzstörung.
Aus rheumatologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für
leichte, wechselbelastende körperliche Tätigkeiten unter Vermeidung des Hebens von
Lasten über 10 kg auf Grund der Schwangerschaft (IV-act. 9). Der Regionale Ärztliche
Dienst (RAD) empfahl in seiner Stellungnahme vom 30. September 2003 eine
psychiatrische Begutachtung auf Grund der diagnostizierten somatoformen
Schmerzstörung (IV-act. 11).
A.c Am 15. Oktober 2003 gingen bei der IV-Stelle die Akten der
Krankentaggeldversicherung der Versicherten ein. Aus dem beigelegten
Austrittsbericht der Klinik Valens vom 8. August 2003 ist ersichtlich, dass man die
Versicherte vom 7. bis 26. Juli 2003 stationär behandelt hatte. Die Ärzte hatten
angegeben, die Versicherte leide an einem chronischen unspezifischen
Panvertebralsyndrom rechtsbetont mit/bei Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule,
diskreten degenerativen Veränderungen der LWS, muskulärer Dysbalance und
generalisierter Hyperlaxizität. Ab 26. Juli 2003 bestehe vorerst für leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten (mit Heben von Boden zu Taillenhöhe bis maximal
vereinzelt 7.5 kg und Heben horizontal selten bis maximal 15 kg) eine Arbeitsfähigkeit
von 50%. Die weitere Steigerung werde durch den Hausarzt bestimmt (IV-act. 13-7/41).
A.d Am 24. Oktober 2003 beauftragte die IV-Stelle Dr. med. C._, Spezialarzt für
Psychiatrie und Psychotherapie mit der Begutachtung (IV-act. 15). Der Psychiater
erstattete am 24. Januar 2004 das Gutachten. Er gab an, er habe keine Diagnosen mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit feststellen können. Ohne Einfluss seien die
Persönlichkeit mit histrionischen Zügen, vermutlich konstitutionell, und die länger
dauernde depressive Reaktion mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung bei
Doppelbelastung und Trennung von Kleinkind. Die Leistungsfähigkeit sei deshalb um
20% vermindert. Die Versicherte habe ihr drittes Kind im August oder September 2003
zur Schwiegermutter in Serbien gegeben. Sie sehe es einmal im Monat. Der Ehemann
habe sich nach zweijähriger Stellenlosigkeit als Plattenleger selbständig gemacht (IV-
act. 17).
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A.e Gemäss dem Schlussbericht vom 25. März 2004 der Eingliederungsberaterin ist die
Versicherte seit Ende Februar 2004 ausgesteuert. Sie gab an, die Versicherte suche
eine Arbeit zu 50% bei einem verständnisvollen Arbeitgeber. Eine Einstufung als
Vollerwerbstätige sei nicht möglich, da die Kinderbetreuung nicht gewährleistet sei.
Vielmehr sei von einer Aufteilung in 50% Erwerb und 50% Haushalt auszugehen (IV-
act. 24).
A.f Am 14. Oktober 2004 wurde im Beisein des inzwischen bestellten Rechtsvertreters
der Versicherten eine Haushaltabklärung durchgeführt. Dem entsprechenden Bericht
ist zu entnehmen, dass die im Jahr 2003 geborene Tochter seit März 2004 wieder bei
den Eltern und Geschwistern lebe. Die Abklärungsperson ermittelte eine Einschränkung
im Haushalt von 28%. Die Abklärungsperson gab in ihrer Stellungnahme an, die
Qualifikation (Hausfrau/Erwerbstätige) müsse noch festgelegt werden. Eine hälftige
Aufteilung der beiden Tätigkeitsbereiche Erwerb und Haushalt sei realistisch (IV-act.
35).
A.g Mit Verfügung vom 4. Februar 2005 wies die IV-Stelle den Anspruch auf eine Rente
ab. Sie führte aus, auf Grund der persönlichen Situation der Versicherten gingen sie
davon aus, dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden zu 50% erwerbstätig wäre.
Das Valideneinkommen betrage Fr. 19'378.--. Dieses Einkommen könne sie auch mit
Behinderung noch erzielen, weshalb im Erwerb keine Einschränkung resultiere. Die
Einschränkung im Haushalt betrage 28%, was hälftig berücksichtigt werden könne. Der
Invaliditätsgrad betrage insgesamt 14%. Weil er unter 40% liege, habe sie keinen
Rentenanspruch (IV-act. 37). Die dagegen am 9. März 2005 erhobene Einsprache wies
die IV-Stelle mit Entscheid vom 29. März 2005 ab (IV-act. 38 und 42).
A.h Die Versicherte liess gegen diesen Entscheid am 4. Mai 2005 beim
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde führen (IV-act. 44). Mit
Entscheid vom 2. Februar 2006 hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
die Beschwerde teilweise gut und wies die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-
Stelle zurück. Im Kernspintomogramm vom April 2005 habe sich eine Diskushernie L5/
S1 gezeigt, die bisher noch nicht bekannt gewesen sei. Ob diese Diagnose eine
Veränderung der Arbeitsfähigkeitsschätzung bewirke, sei deshalb abzuklären (IV-act.
62).
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B.
B.a Die IV-Stelle holte darauf weitere Arztberichte ein. Das Ambulatorium für
Sozialpsychiatrie Wil berichtete der IV-Stelle am 18. April 2006, die Versicherte leide an
einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1), einer andauernden
Persönlichkeitsstörung bei chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10: F62.8), DD:
Histrionische Persönlichkeit (ICD-10: F60.4) sowie eine Diskushernie L5/S1 mit
chronischem Panvertebralsyndrom rechtsbetont. Die Arbeitsfähigkeit sei seit längerem
zu 50% eingeschränkt. Die Versicherte sei von August 2001 bis April 2002 zu 100%
arbeitsunfähig erklärt worden, seither gelte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bis auf
Weiteres. Im März 2005 sei sie zur Behandlung zugewiesen worden. Die bisherige
Tätigkeit im Gastronomiebereich sei ihr nicht mehr zumutbar. Eine erfolgreiche
antidepressive Therapie könnte die Arbeitsfähigkeit möglicherweise steigern. Die
Versicherte müsste die Möglichkeit haben, Arbeiten im eigenen Rhythmus ohne
äusseren Druck durchzuführen. Auf Grund der körperlichen Beeinträchtigungen sei eine
körperlich anstrengende Arbeit nicht zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit könne auf Grund
der Komplexität und des langjährigen Verlaufes wohl nur im Rahmen einer MEDAS-
Begutachtung genauer ermittelt werden (IV-act. 69). Dr. med. D._ von der
Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen gab in seinem Bericht vom 15. Mai 2006
an, er habe die Versicherte einmalig am 24. Mai 2005 untersucht. Dabei sei ein
chronisches Panvertebralsyndrom bei Schmerzausstrahlung in das ganze rechte Bein
sowie von der lumbalen Wirbelsäule bis in die Halswirbelsäule und in den Kopf
festgestellt worden. Sodann bestehe eine somatoforme Schmerzstörung bei
episodisch generalisierter Empfindungsstörung mit Depression. Das MRI vom 13. April
2005 habe eine Bandscheibenprotrusion rechts L5/S1 ohne Kompression neuraler
Strukturen gezeigt, weshalb kein neurochirurgisches Eingriff vorgenommen worden sei.
Der Versicherten sei eine leichte Tätigkeit vier Stunden am Tag zumutbar (IV-act. 72).
Der Hausarzt Dr. A._ berichtete am 10. Juni 2006, die Situation sei unverändert (IV-
act. 74). Der RAD empfahl der IV-Stelle am 8. September 2006 eine bidisziplinäre
Begutachtung (IV-act. 77).
B.b Am 26. September 2006 beauftragte die IV-Stelle das Medizinische
Begutachtungszentrum St. Gallen (MGSG) mit der Begutachtung (IV-act. 82). Die Klinik
Teufen bot die Versicherte am 11. Mai 2007 für den 30. Mai 2007 zur psychiatrischen
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Begutachtung auf (IV-act. 88). Am 9. August 2007 erstattete das MGSG das
bidisziplinäre Gutachten. Das orthopädische Teilgutachten wurde durch Dr. med.
E._, Spezialarzt Orthopädie FMH, am 28. März 2007 erstellt. Der Orthopäde hat am
13. und 15. März 2007 verschiedene bildgebende sowie klinischen Untersuchungen
durchgeführt. Die Versicherte habe über konstante drückende Nackenschmerzen, die
in das rechte Handgelenk ausstrahlen würden und häufig den Schlaf stören, berichtet.
Ebenso bestünden konstante drückende lumbale Schmerzen, die sich gelegentlich in
den rechten Fuss fortsetzten. Das lange Sitzen, Stehen und Gehen sei dadurch
eingeschränkt. Als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gab der Orthopäde an,
es liege eine mässige diskogene und spondylogene Ventralimpression des
Duralschlauchs bei dorsalem kleinem Spondylophyt linksseitig C3 mit eventueller
diskreter Einengung des linksforaminalen Eingangs C3/4 vor. Ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit bestehe eine kleine mediorechtsseitige Diskusprotrusion L1/2 und eine
kleine mediane Protrusion der Bandscheibe L5/S1 ohne neurale Kompression sowie
eine leichte Osteochondrose der Brustwirbelsäule. Zusätzlich liege eine Präadipositas
vor. Die geklagten Nackenschmerzen und abnormen objektiven Befunde der HWS
könnten zumindest teilweise auf die radiologisch sichtbaren Veränderungen
zurückgeführt werden. Das Ausmass der Beschwerden und die Ausstrahlung in das
rechte Handgelenk könnten allerdings nicht erklärt werden. Die lumbalen Schmerzen
und die pathologischen Untersuchungsbefunde der LWS kontrastierten mit den
geringen im MRI sichtbaren LWS-Veränderungen, die gemäss Studien auch bei
asymptomatischen Probanden häufig vorhanden seien. Insbesondere liege auch keine
Neurokompression vor. Zur Arbeitsfähigkeit gab der Orthopäde an, der Versicherten
seien körperlich schwere Arbeiten, die mit häufigen Inklinations- oder Reklinations-
sowie Rotationsstellungen des Kopfes verbunden seien und bei denen regelmässig
Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen werden müssten, nicht mehr
vollumfänglich zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit als Raumpflegerin oder Hausfrau betrage
80%. Bei einer körperlich leichten Tätigkeit ohne regelmässige Inklinations- und
Reklinations- sowie Rotationsstellungen des Kopfes und ohne Heben und Tragen von
Gewichten über 10 kg bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Das Ergebnis des
Haushaltsberichts sei etwas hoch, zumal die subjektiven Beschwerden nicht
objektiviert werden könnten.
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Die psychiatrische Untersuchung erfolgte durch Dr. med. F._, Psychiatrie/
Psychotherapie FMH, der die Versicherte gemäss Gutachten vom 9. August 2007 am
11. Mai 2007 (richtig 30. Mai 2007) beurteilte. Die Versicherte habe angegeben, neben
der Erziehung der drei Töchter und der Hausarbeit traue sie sich ausser etwas Nähen
keine weiteren Tätigkeiten mehr zu. Wenn sie gesund wäre, würde sie neben dem
Haushalt sicher zumindest einer Teilzeittätigkeit nachgehen. Der Psychiater gab an, die
Psychomotorik sei etwas theatralisch. Die testpsychologischen Befunde hätten
ergeben, dass die Versicherte unter einer allgemeinen psychischen Belastung leide, die
leicht über dem Durchschnitt liege. Die vorhandenen Belastungen würden dabei als
überdurchschnittlich stark belastend beurteilt. Im Aufmerksamkeits-Belastungs-Test
habe die Versicherte qualitativ und quantitativ unterdurchschnittlich abgeschlossen.
Aus psychiatrischer Sicht liege eine leichte depressive Episode einer rezidivierenden
depressiven Störung (ICD-10: F33.0) bei akzentuierter Persönlichkeit mit narzisstischen
und histrionischen Persönlichkeitszügen (ICD-10: F73.1) seit etwa 2001 vor. Sodann
bestehe seit etwa 2002 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4).
Zu den vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen führte der Psychiater aus, die zum
Zeitpunkt der Begutachtung festgestellten narzisstischen und histrionischen
Persönlichkeitszüge seien nicht derart ausgeprägt, dass sie einer
Persönlichkeitsstörung entsprächen. Auf Grund der langen Dauer der depressiven
Symptomatik sei auch die Diagnose einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver
Reaktion nicht mehr möglich. Da bereits vor Beginn der Schmerzstörung am
Arbeitsplatz kränkende Situationen stattgefunden hätten, sei auch die Diagnose einer
andauernden Persönlichkeitsveränderung bei chronischen Schmerzen
unwahrscheinlich. Da die subjektiv empfundenen Schmerzen und die entsprechenden
körperlichen Einschränkungen ihrer Leistungsfähigkeit nur im besten Fall teilweise
durch somatische Befunde erklärt werden könnten, sei von einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung auszugehen. Diese und die rezidivierende depressive
Störung würden sich gegenseitig verstärken. Diese psychische Komorbidität mit
chronischem Verlauf sei jedoch von leichter Schwere und Ausprägung. Ebenso
bestehe mit den orthopädisch rheumatologischen Krankheitsbildern zwar eine
chronische, jedoch leichte körperliche Begleiterkrankung. Es liege ein mehrjähriger
chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter Symptomatik ohne länger dauernde
Rückbildung vor, jedoch kein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens. Auch
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bestehe ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer, innerseelischer
Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlasteten Konfliktbewältigung im
Sinn eines primären Krankheitsgewinns, jedoch in leichtem und überwindbarem
Ausmass, was sich in der Fähigkeit der Versicherten zur Haushaltführung zeige. Die
konsequent durchgeführte und adäquate ambulante Behandlung des
Sozialpsychiatrischen Ambulatoriums Wil habe zu einer Stabilisierung der
somatoformen Schmerzstörung geführt. Insgesamt sei festzustellen, dass weder die
psychische Komorbidität noch die allenfalls bestehenden weiteren Faktoren auch in
ihrer Summe so ausgeprägt wären, dass sie die zumutbare Willensanstrengung die
durch die somatoforme Schmerzstörung verursachten Beschwerden zu überwinden,
respektive deren psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung zu akzeptieren,
verunmöglichten. Der Psychiater gab an, die Versicherte sei auf Grund ihrer
psychischen Störungen auf der psychisch-geistigen Ebene in ihrer Konzentrations- und
Aufmerksamkeitsfähigkeit und psychischen Belastbarkeit seit 2003 um 20% in ihrer
Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Teilweise sei auch eine höhere Arbeitsunfähigkeit
attestiert worden. Die durch die somatoforme Schmerzstörung verursachte
Symptomatik bewirke eine subjektiv deutliche körperliche Leistungseinschränkung.
Diese erkläre auch die höhere Leistungseinschränkung gemäss Abklärungsbericht im
Haushalt. Diese Einschätzung beruhe auf den subjektiven Angaben der Versicherten.
Auf Grund ihrer Persönlichkeitszüge sei die Versicherte in einem Arbeitsumfeld
eingeschränkt, jedoch bei entsprechenden Arbeitsbedingungen (wohlwollende
Arbeitsatmosphäre, gutes Arbeitsklima mit wenig Kundenkontakten, überschaubare
Tätigkeiten mit regelmässigen Pausen, keine Akkordarbeit und plötzlich ansteigenden
Arbeitsaufwand) durchaus zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit im Haushalt betrage 80%.
Die Gutachter führten aus, insgesamt könne aus orthopädischer und psychiatrischer
Sicht ab Mai 2007 von einer maximalen 20%igen Arbeitsunfähigkeit für leichte
körperliche Tätigkeiten und als Hausfrau ausgegangen werden (IV-act. 92). Der RAD
erachtete das bidisziplinäre Gutachten in seiner Stellungnahme vom 26. November
2007 als umfassend (IV-act. 100).
B.c Mit Vorbescheid vom 28. November 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten
erneut die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Sie ging davon aus, dass die
Versicherte zu 50% als Erwerbstätige und zu 50% als im Haushalt Tätige einzustufen
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sei. Eine leidensadaptierte Tätigkeit sei ihr aus medizinischer Sicht zu 80% zumutbar.
Das bisherige Einkommen von Fr. 24'018.-- könne sie somit auch mit Behinderung
erzielen, weshalb im Erwerb keine Invalidität bestehe. Im Haushalt bestehe eine
20%ige Einschränkung, die zu 50% berücksichtigt werden könne. Der
Gesamtinvaliditätsgrad betrage deshalb 10%. Da dieser unter 40% liege, bestehe kein
Anspruch auf eine Rente (IV-act. 108). Dagegen liess die Versicherte am 25. Januar
2008 einwenden, aus medizinischer Sicht sei eine Rente zwar nicht begründet,
hingegen betrage die Einschränkung sowohl im Erwerb wie im Haushalt 20%. Diese
Einschränkung beruhe auf einer Kombination von psychischen und orthopädischen
Behinderungen und führe zu einer zusätzlichen Lohneinbusse von mindestens 15%.
Damit liege ein Invaliditätsgrad von über 20% vor. Sodann sei das Valideneinkommen
von Fr. 24'018.-- nicht nachvollziehbar. Schliesslich sei zu prüfen, ob der Versicherten
nicht rückwirkend eine halbe Rente zuzusprechen sei, da bis Mai 2007 eine
Arbeitsfähigkeit von durchschnittlich 50% oder mehr attestiert worden sei (IV-act. 114).
B.d Die abweisende Rentenverfügung vom 1. Februar 2008 widerrief die IV-Stelle am
8. Februar (IV-act. 116 und 117). Der RAD erachtete mit Stellungnahme vom
28. Februar 2008, dass die 20%ige Arbeitsunfähigkeit erst ab März 2007 anzunehmen
sei. Bis dahin sei eine 50%igen Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Erst die Behandlung in
der SPD Wil habe zu einer Besserung des Gesundheitszustandes aus psychischer
Sicht geführt (IV-act. 119). Mit Verfügung vom 19. März 2008 wies die IV-Stelle das
Rentenbegehren gemäss Vorbescheid ab. Sie gab zum Einwand der Versicherten an,
nach nochmaliger Durchsicht der Akten von Seiten des IV-ärztlichen Dienstes könne
weiterhin auf die attestierte Arbeitsfähigkeit von 80% abgestellt werden. Aus dem
Gutachten der Klinik Teufen gehe hervor, dass sich der Gesundheitszustand durch die
"konsequent durchgeführte und adäquate Behandlung des SPD Wil" stabilisiert habe.
Demnach könne aus medizinischer Sicht eine Besserung des Gesundheitszustandes
infolge Besserung des psychischen Leidens angenommen werden. Es sei vom
Gutachter der Klinik Teufen nur noch eine leichte depressive Störung mit akzentuierten
Persönlichkeitszügen diagnostiziert worden. Deshalb würden sie an ihrer
Rentenabweisung festhalten (IV-act. 120).
C.
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C.a Gegen diese Verfügung lässt die Versicherte am 29. April 2008 Beschwerde führen.
Sie beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer
halben Rente ab spätestens März 2003 bis mindestens 31. Mai 2007. Sodann seien die
erforderlichen medizinischen und beruflichen Abklärungen zur Feststellung des
Invaliditätsgrades vorzunehmen. Die Beschwerdeführerin gibt an, die Verfügung sei in
ihrer Begründung mangelhaft, weil sich daraus nicht ergebe, wie das
Valideneinkommen von Fr. 24'018.-- ermittelt worden sei. Die Begutachtung habe seit
dem Auftrag vom 26. September 2006 sehr lange gedauert. Das Gutachten vom
9. August 2007 sei erst am 7. November 2007 bei der Beschwerdegegnerin
eingetroffen. Daher sei unklar, ob seit der Begutachtung nicht erhebliche
Veränderungen eingetreten seien. Sodann sei das Gutachten unvollständig. Gemäss
beiliegender Einladung vom 22. April 2007 sei die Beschwerdeführerin am 9. Mai 2007
durch Dr. med. G._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, im Auftrag der IV-Stelle
begutachtet worden. In den Akten fehle ein entsprechender Arztbericht. Sodann sei die
Arbeitsfähigkeitsschätzung widersprüchlich, weil sowohl aus orthopädischer wie
psychiatrischer Sicht eine Einschränkung von 20% angenommen werde, insgesamt die
Leistungsfähigkeit aber ebenfalls nur um 20% eingeschränkt sein solle. Die
Arbeitsunfähigkeit sei deshalb entsprechend höher anzusetzen. Schliesslich fehle es an
eindeutigen Feststellungen betreffend die Arbeitsfähigkeit für die Zeit vor Mai 2007.
Das Gutachten könne deshalb keinesfalls als Grundlage für die vollständige Abweisung
des Rentenbegehrens dienen, weshalb eine erneute Abklärung beantragt werde. Auf
Grund der bisherigen Arztberichte stehe fest, dass seit Krankheitsbeginn im Jahr 2001
bis zur Begutachtung in der Klinik Teufen im Mai 2007 eine maximale Arbeitsfähigkeit
von 50% bestanden habe, so dass der Beschwerdeführerin für diese Zeit eine halbe
Rente zustehe. Weil bei einer Teilerwerbstätigkeit mit einer Lohneinbusse von 15% zu
rechnen sei, erhöhe sich der Invaliditätsgrad im Erwerb entsprechend, was im Hinblick
auf die BVG-Rentenleistung bedeutsam sei. Schliesslich würden sich in diesem Fall
ergänzende Berufsabklärungen aufdrängen, weil die schwierig zu bestimmende
tatsächliche Arbeitsfähigkeit nicht der medizinisch-theoretischen Schätzung der Ärzten
überlassen werden könne (G act. 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2008
die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, die Beschwerdeführerin belege nicht,
dass sich ihr Gesundheitszustand seit der Begutachtung verändert habe. Es könne
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deshalb weiterhin auf das MGSG-Gutachten abgestellt werden. Es gebe keinen Grund,
die aus psychiatrischer und somatischer Sicht festgesetzten Arbeitsunfähigkeiten zu
addieren. Eine Begutachtung durch Dr. G._ sei ihnen unbekannt. Ein allfälliger
Bericht könne vorgelegt werden. Betreffend die rückwirkende Festsetzung der
Arbeitsunfähigkeit sei zu beachten, dass Grund der Rückweisung durch das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die divergierenden
Arbeitsfähigkeitsschätzungen sowie die Entdeckung einer weiteren Diskushernie
gewesen seien. Gemäss dem schlüssigen MGSG-Gutachten stehe nun fest, dass die
Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit 80% arbeitsfähig sei. Es gebe keine
Hinweise, dass sich seit ihrer IV-Anmeldung vom 27. März 2003 der körperliche
Gesundheitszustand wesentlich verändert habe. Demnach könne für den gesamten
relevanten Zeitraum von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Sodann
werde die Arbeitsfähigkeit nicht durch die Ergebnisse einer beruflichen Abklärung
festgelegt. Der Berufsberater unterstütze eine versicherte Person, die ärztlich
festgestellte Arbeitsfähigkeit in konkret zu bezeichnenden Berufen zu verwerten. Die
Beschwerdeführerin wäre als Gesunde 50% erwerbstätig und würde mit der
vorausgesetzten Arbeitsfähigkeit von 80% keine Erwerbseinbusse erleiden, weshalb
der Teilinvaliditätsgrad im Erwerb 0% betrage. Im Haushalt sei auf die Einschätzung
von Dr. E._ abzustellen, wonach die Beschwerdeführerin 20% eingeschränkt sei.
Entsprechend dem Teilinvaliditätsgrad von 10%, der auch den Gesamtinvaliditätsgrad
darstelle, habe die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Rente (G act. 4).
C.c In der Replik vom 22. September 2008 hält die Beschwerdeführerin an ihren
Anträgen sowie den Ausführungen in ihrer Beschwerde fest. Sie ergänzt unter
anderem, dass gemäss Reisekostenabrechnung vom 25. Januar 2008 der Betrag für
die Reise zu Dr. G._ vergütet worden seien (IV-act. 118). Betreffend die Ermittlung
des Invalideneinkommens sei bei der Verwendung der statistischen Durchschnittslöhne
ein zusätzlicher Abzug von 25% vorzunehmen. Sie leide an multiplen gesundheitlichen
Einschränkungen sowie unter einer massiv fortgeschrittener Dekonditionierung mit
starker Ermüdbarkeit. Die berufliche Integration ohne Ausbildung und ausländischer
Herkunft sei mit 46 Jahren (richtig 36 Jahren) erschwert. Sodann verfüge sie nur über
beschränkte Deutschkenntnisse und über eine bescheidene intellektuelle
Leistungsfähigkeit. Schliesslich könne sie nur noch teilzeitig tätig sein (G act. 8).
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C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 30. September 2008 auf eine Duplik
(G act. 11).
C.e Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Prozessverbeiständung vom
22. September 2008 zieht die Beschwerdeführerin am 31. Oktober 2008 zurück
(G act. 8 und 15).

Considerations:
Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
19. März 2008 ergangen. Dennoch ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher und auf Grund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung
betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006 [I 428/04] E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergibt
sich dadurch keine substanzielle Änderung. Neu normiert wurde hingegen der
Zeitpunkt des Rentenbeginns, der, sofern die entsprechenden
Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (Art. 28 Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1
IVG frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es fragt sich, ob und unter welchen Voraussetzungen bei
Verfügungen unter neuem Recht für den Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen
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Bestimmungen anzuwenden sind. Der Gesetzgeber hat keine diesbezügliche
Übergangsbestimmung erlassen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat im
Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007 vorgesehen, grundsätzlich auf den
Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls abzustellen, aber auch für Sachverhalte
mit Eintritt des Rentenfalls im Jahr 2008 altes Recht anzuwenden, wenn die Anmeldung
ebenfalls noch im Jahr 2008 erfolgt ist. Das Bundesgericht hat gestützt auf das
Rundschreiben, wenn der Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2008 entstanden wäre,
altes Recht angewendet (etwa Urteile des Bundesgerichts i/S S. vom 28. August 2008
[8C_373/2008] und i/S P. vom 9. März 2009 [8C_491/08]). Bezüglich des allfälligen
Rentenbeginns rechtfertigt es sich vorliegend, angesichts der IV-Anmeldung vom
21. März 2003 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im August 2001 die bis zum
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt)
anzuwenden.
2.
2.1 Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
beziehungsweise der Begründungspflicht geltend, indem die Ermittlung des
Valideneinkommens nicht nachvollziehbar sei. Diese Rüge ist vorab zu beurteilen. Die
Begründung einer Verfügung entspricht den Anforderungen an das rechtliche Gehör
(Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung; SR 101), wenn die betroffene Person dadurch in
die Lage versetzt wird, die Tragweite der Entscheidung zu beurteilen und sie in
Kenntnis der Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen. Die Behörde ist aber
nicht verpflichtet, sich zu allen Rechtsvorbringen der Parteien zu äussern. Es genügt,
wenn ersichtlich ist, von welchen Überlegungen sich die Behörde leiten liess (vgl. Ulrich
Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich
2006, Rz 1706). Obwohl die Beschwerdeführerin in ihrem Einwand vom 25. Januar
2008 bemängelt hat, die Ermittlung des Valideneinkommens sei nicht nachvollziehbar,
hat sich die Beschwerdegegnerin nicht veranlasst gesehen, diesbezüglich Erklärungen
anzufügen. Sie hat in der Verfügung vom 19. März 2008 lediglich zur medizinischen
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Stellung genommen. Diese Begründung ist zwar
knapp. In Anbetracht der rechtlichen Vertretung der Beschwerdeführerin rechtfertigt
sich jedoch keine Aufhebung aus formellen Gründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 17. Juni 2005 [I 3/05] zur Begründungspflicht). Die knappe Begründung der
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Beschwerdegegnerin reichte aus, um sich über eine Anfechtung oder Akzeptanz der
Verfügung schlüssig zu werden, wenn immer man die Invaliditätsbemessungspraxis der
Beschwerdegegnerin als bekannt voraussetzen darf. Daraus folgt, dass
rechtsprechungsgemäss keine Verletzung der Begründungspflicht vorliegt. Ergänzend
ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des Verfahrens vor
dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, das sowohl den Sachverhalt wie die
Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. BGE 126 V 132), Zugang zu allen Verfahrensakten
erhalten hat. Aus der internen Notiz zum Einkommensvergleich vom 27. November
2007 ist ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin das Validen- und
Invalideneinkommen an Hand der statistischen Durchschnittslöhne gemäss der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2007 ermittelt hat (IV-act. 106). Unter
diesen Umständen wäre auch eine allfällige Verletzung der Begründungspflicht im
vorliegenden Verfahren geheilt.
2.2 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots, indem
die Begutachtung seit dem Auftrag vom 26. September 2006 bis zur Erstellung im
August 2007 sehr lange gedauert habe. In Anbetracht dessen, dass die
Begutachtungsstellen oftmals mit einer grossen Nachfrage konfrontiert sind, entspricht
ein knappes Jahr bis zum Abschluss des Gutachtens dem gewöhnlichen
Verfahrensgang. Auch wenn aus den Akten nicht begründet werden kann, weshalb das
Gutachten erst im November 2007 bei der Beschwerdegegnerin eingetroffen ist, wird
damit das Beschleunigungsgebot nicht verletzt.
3.
3.1 Streitig ist ein allfälliger Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Nach aArt. 28
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht
der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens
zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente.
Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist die Invalidität grundsätzlich
durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen,
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das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung
der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Bei nicht
erwerbstätigen Versicherten im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG – so namentlich bei im
Haushalt tätigen Personen – wird hingegen für die Bemessung der Invalidität darauf
abgestellt, in welchem Mass eine Behinderung besteht, sich im bisherigen
Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 27 IVV). Als
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Personen gilt unter anderem die übliche
Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung der Kinder (Art. 27 IVV). Bei versicherten
Personen, die nur zum Teil erwerbstätig wären, wird die Invalidität diesbezüglich nach
Art. 16 ATSG festgelegt. Wären sie daneben in einem Aufgabenbereich tätig, so wird
die Invalidität für diese Tätigkeit nach aArt. 28 Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall
sind die Anteile der Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit im anderen Aufgabenbereich
festzustellen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden
Bereichen zu bemessen (aArt. 28 Abs. 2 Abs. 1 IVG). Diese Art der
Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss als gemischte Methode bezeichnet.Die
Beschwerdeführerin ist gemäss Haushaltsbericht sowie auf Grund ihrer aktuellen
Aussage im Gutachten vom 9. August 2007 als Teilerwerbstätige zu qualifizieren. Daran
zu zweifeln besteht bei weiterhin betreuungsbedüftigen Kindern kein Grund. Zur
Bemessung der Invalidität ist somit die gemischte Methode anzuwenden.
3.2 Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die
versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die
Beschwerdegegnerin stützt sich auf das MGSG-Gutachten vom 9. August 2007. Die
Beschwerdeführerin macht geltend, auf das MGSG-Gutachten könne nicht abgestellt
werden. Es sei unvollständig, werde doch der Bericht von Dr. G._ nicht
berücksichtigt. Sodann sei es widersprüchlich, weil trotz Einschränkungen von je 20%
aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht lediglich eine Gesamteinschränkung von
20% angenommen worden sei. Schliesslich sei unklar, ob nicht seit der Begutachtung
eine weitere Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten sei, weshalb eine
erneute Untersuchung unter Berücksichtigung einer konkreten Evaluation der
Arbeitsfähigkeit zu erfolgen habe.
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3.3 Die Beschwerdeführerin legt eine Einladung vom 22. April 2007 zu einer
psychiatrischen Begutachtung am 9. Mai 2007 im Auftrag der zuständigen IV-Stelle bei
Dr. G._ vor (G act. 1.3). Konsequenterweise hat sie zusammen mit den Spesen für
die Begutachtung bei Dr. E._ und Dr. F._ in der Klinik Teufen auch Reisespesen
nach H._ zu Dr. G._ geltend gemacht. Die Beschwerdegegnerin hat sich auf dieser
Reisekostenabrechnung betreffend Dr. G._ zwar ein Fragezeichen notiert, die Kosten
dennoch im Gesamtbetrag überwiesen, nachdem sie die übrigen drei Spesenposten
betreffend die Begutachtung bei Dr. E._ und Dr. F._ nach telefonischer
Rücksprache mit der Praxis von Dr. E._ als korrekt beurteilt hat (IV-act. 118). Aus den
Akten ergeben sich keine Hinweise, dass eine ärztliche Untersuchung durch Dr. G._
tatsächlich stattgefunden hat. Unbestrittenermassen befindet sich kein Arztbericht von
Dr. G._ in den Akten. Sodann ist die Beschwerdeführerin wenige Tage nach dieser
Einladung zu Dr. G._ am 11. Mai 2007 von der Klinik Teufen zur psychiatrischen
Begutachtung am 30. Mai 2007 aufgeboten worden (IV-act. 88). Bei dieser zeitlichen
Nähe ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die
psychiatrische Begutachtung statt bei Dr. G._ in der Klinik Teufen stattgefunden hat.
Wäre die psychiatrische Begutachtung tatsächlich durch Dr. G._ erfolgt, hätte dieser
auftragsgemäss das Gutachten samt Rechnung abgeliefert. Da diese in den IV-Akten
fehlen, ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin Akten zu Ungunsten
der Beschwerdeführerin verheimlicht hat.
3.4 Aus orthopädischer Sicht hat der Gutachter eine Einschränkung der
Leistungsfähigkeit von 20% in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Raumpflegerin
attestiert. Ab Mai 2007 seien der Beschwerdeführerin leichte körperliche Tätigkeiten,
die nicht mit regelmässigen In- und Reklinations- sowie Rotationshaltung des Kopfes
verbunden seien und bei denen nicht regelmässig Gegenstände über 10 kg gehoben
oder getragen werden müssten, uneingeschränkt zumutbar. Aus psychischer Sicht sei
die Arbeitsfähigkeit um 20% eingeschränkt. Unter Würdigung der psychiatrischen und
orthopädischen Einschätzung kamen die Gutachter zum Schluss, könne von einer
maximalen Arbeitsunfähigkeit für leichte körperliche Tätigkeiten von 20% ausgegangen
werden. Die Tätigkeit im Haushalt sei um 20% eingeschränkt (IV-act. 92-30/30). Die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht stimmt mit den
vorangegangenen ärztlichen Einschätzungen von Dr. B._ und des Kantonsspitals St.
Gallen überein. Auch Dr. B._ hat keine Kompressionen neuraler Strukturen
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nachweisen können. Bei einer Arbeitsfähigkeitsschätzung von 50% ist jedoch
zweifelhaft, ob diese allein auf die somatischen Befunde gründet, weil auch die
psychiatrischen Diagnosen aufgeführt worden sind (IV-act. 72). Sodann ist zu
berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin an degenerativen Veränderungen der
Wirbelsäule leidet, die eine gewisse Einschränkung der Leistungsfähigkeit begründen.
Auch wenn diese somatischen Beschwerden ernst zu nehmen sind, ist doch
vorauszusetzen, dass die Beschwerdeführerin durch die Einnahme eines vernünftigen
Masses an Medikamenten zur Schmerzbekämpfung in einer leidensangepassten
Tätigkeit aus somatischer Sicht weitgehendst leistungsfähig ist. Unter diesen
Umständen erweist sich die Einschätzung von Dr. E._ vom 28. März 2007 als
nachvollziehbar.
3.5 Das MGSG-Gutachten vom 9. August 2007 umfasst hauptsächlich die
psychiatrische Beurteilung der Beschwerdeführerin sowie eine bidisziplinäre
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Dr. F._ hat sich im psychiatrischen Gutachten
sorgfältig und nachvollziehbar mit den verschiedenen psychischen Beschwerden der
Beschwerdeführerin auseinander gesetzt und zu den vorangegangenen ärztlichen
Beurteilungen Stellung genommen. Auch hat er ausführlich erklärt, weshalb der
Beschwerdeführerin trotz Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung und einer
rezidivierenden depressiven Störung (gegenwärtig eine leichte Episode) die
Willensanstrengung zugemutet werden könne, ihre Schmerzen zu überwinden und
einer Teilzeittätigkeit von 80% nachzugehen (IV-act. 92). Die Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist demnach begründet. Insgesamt
erachteten die Ärzte eine 20%ige Leistungseinschränkung als gegeben. Das MGSG-
Gutachten stützt seine Beurteilung auf sämtliche Vorakten, auf die eigene persönliche
Befragung der Beschwerdeführerin und die eigenen orthopädischen und
psychiatrischen Untersuchungen. Das bidisziplinäre Gutachten erfüllt daher sämtliche
rechtsprechungsgemässen Kriterien der Beweistauglichkeit (vgl. zum Beweiswert von
Gutachten BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Auf das umfassende und schlüssige Gutachten
des MGSG und der darin festgehaltenen Arbeitsfähigkeitsschätzung von insgesamt
20% im Erwerb kann deshalb abgestellt werden.
3.6 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag den Beweiswert nicht zu
erschüttern. Weil die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Teilerwerbstätigkeit von
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80% sich mehr Pausen gönnen kann, ermöglicht dies eine Erholung sowohl in
psychischer wie somatischer Hinsicht. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen in den
einzelnen Fachgebieten kann man nicht einfach addieren, da sie in eine Gesamtschau
einzubeziehen sind, weshalb die Gutachter in der Gesamtbeurteilung die
Leistungseinschränkung mit 20% angegeben haben. Sodann liegen keine Hinweise für
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Mai 2007 vor. Schliesslich ist
festzuhalten, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit das Ergebnis einer konkreten
Evaluation der Arbeitsfähigkeit nicht verwertbar wäre. Die durch die somatoforme
Schmerzstörung verursachte Symptomatik bewirke gemäss der psychiatrischen
Einschätzung eine subjektiv deutliche körperliche Leistungseinschränkung, die nicht
mit der objektiv zumutbaren Leistungsfähigkeit übereinstimme. Und letztlich drängen
sich beim Vorliegen von somatischen und psychischen Beschwerden eine
interdisziplinäre Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit auf, wie das vorliegend
geschehen ist. Der Sachverhalt erweist sich damit als genügend abgeklärt.
4.
4.1 Bei der Bemessung des Invaliditätsgrads für den Bereich Erwerb wird das
gegenwärtig zumutbare Erwerbseinkommen mit jenem Erwerbseinkommen verglichen,
das bei voller Gesundheit erzielt werden könnte. Die Beschwerdeführerin hat
verschiedene Tätigkeiten als Hilfsarbeiterin ausgeübt. Da die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Raumpflegerin einen Zwischenverdienst während der Arbeitslosigkeit
betrifft, rechtfertigt sich, das Valideneinkommen anhand von statistischen Zahlen zu
bestimmen. Das Invalideneinkommen entspricht nach dem heute üblichen
methodischen Vorgehen der Praxis dem Verdienst, den die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Das
im Gesundheitsfall geleistete Arbeitspensum bildet somit eine zeitliche Schranke für die
Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts vom
14. August 2008 i/S. M [9C_213/2008] E.3.1). Weil die Beschwerdeführerin seit Eintritt
des Gesundheitsschadens keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat, ist auch für
die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne abzustellen. Damit ist -
im Ergebnis - ein Prozentvergleich zu tätigen. Bei der reinen
Einkommensvergleichsmethode entspricht der Invaliditätsgrad unter solchen
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Verhältnissen dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines
zuzüglichen "Leidensabzuges" vom Tabellenlohn (Urteile des Bundesgerichts i/S. M.
vom 8. Juni 2005 [I 552/04] E. 3.4 und i/S. Z. vom 19. November 2003 [I 479/03] E. 3.1).
Bei der gemischten Methode wird im Gegensatz zur reinen
Erwerbseinkommensvergleichsmethode lediglich der Leidensabzug berücksichtigt, die
verminderte Arbeitsfähigkeit jedoch nicht. Dies führt zu folgendem Ergebnis: Die
Beschwerdeführerin könnte im hier vorliegenden Fall im Rahmen eines erwerblichen
Pensums von 50% ihre Restarbeitsfähigkeit von 80% voll verwerten, weshalb die
Erwerbseinbusse lediglich auf Grund eines zusätzlichen Abzuges beruht und dieser
den Teilinvaliditätsgrad darstellt. Nach der Auffassung des Versicherungsgerichts wäre
allerdings auch der Faktor der Arbeitsfähigkeit (hier 20%) anteilsmässig beim
Teilzeitpensum zu berücksichtigen (vgl. dazu etwa Urteil vom 9. Mai 2006 [IV 2005/88].
Gegen eine Praxisänderung hat sich das Bundesgericht jedoch wiederholt
ausgesprochen (vgl. etwa oben genanntes Urteil 9C_213/2008). Es ist deshalb lediglich
zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin ein zusätzlicher Abzug zu gewähren ist.
4.2 Die Beschwerdegegnerin hat beim Einkommensvergleich keinen zusätzlichen
Abzug zugelassen. Die Beschwerdeführerin verlangt die Berücksichtigung eines
"Leidensabzugs" von 25%. Der oftmals als "Leidensabzug" bezeichnete Abzug hat
nichts mit dem Leiden zu tun. Vielmehr sollen damit jene Nachteile ausgeglichen
werden, welche die versicherte Person bei der Anwendung statistischer Daten für das
Invalideneinkommen erleidet. Die Invalidität bewirkt – neben der Arbeitsunfähigkeit –
auf den realen Arbeitsmarkt bezogen eine zusätzliche Lohneinbusse. Denn die
statistischen Tabellenlöhne werden auf der Grundlage von Daten gesunder
Arbeitnehmer erhoben. Solche Werte erreicht der invalide Arbeitnehmer im Allgemeinen
nicht. Vielmehr muss er in der Entwicklung des Invaliditätseinkommens
beziehungsweise der Invalidenkarriere mannigfaltige Nachteile gewärtigen (vgl.
BGE 126 V 75 neues Fenster zum Leidensabzug). Die Beschwerdeführerin ist
körperlichen und psychisch gegenüber einer gesunden Konkurrentin mit gleichem
Teilpensum klar benachteiligt, so dass sie eine Lohneinbusse wird in Kauf nehmen
müssen. Allerdings ist bei Frauen im tiefsten Anforderungsniveau die Teilzeitarbeit
hochgerechnet auf ein Vollpensum statistisch gesehen besser entlöhnt als
Vollzeitarbeit (vgl. Tabelle T2* der LSE 2006, S. 16). Sodann sind die körperlichen und
psychischen Beschwerden wie auch die fortgeschrittene Dekonditionierung und
https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75
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Ermüdbarkeit in der ärztlichen Schätzung der Arbeitsfähigkeit abschliessend
berücksichtigt worden. Die mangelnden Deutschkenntnisse sowie die fehlende Bildung
sind bei einfachen und repetitiven Arbeiten keine wirtschaftlichen Nachteile. Die
Nationalität kann angesichts der Tatsache, dass die statistischen Löhne auf Grund der
Einkommen der schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung erhoben
werden, ebenfalls vernachlässigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 2004
i/S. D. [I 39/04] E. 2.4). Ebensowenig kann das Alter der Beschwerdeführerin als
wirtschaftlicher Nachteil aufgeführt werden, da sie noch weit vom Pensionsalter
entfernt ist. Insgesamt erscheint deshalb ein Abzug von 10% als angemessen. Der
Teilinvaliditätsgrad im Erwerb beträgt nach dem rechtsprechungsgemässen
Einkommensvergleich gemäss der gemischten Methode somit 10%.
5.
5.1 Zu prüfen bleibt die Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushalt. Gemäss
Haushaltsbericht vom 14. Oktober 2004 beträgt diese Einschränkung 28% (IV-act. 35).
Die Ärzte haben im MGSG-Gutachten übereinstimmend angegeben, der
Haushaltsbericht sei zwar nachvollziehbar, die Leistungsfähigkeitsbeurteilung sei
jedoch zu tief ausgefallen, die Einschränkung im Haushalt betrage 20% (IV-act. 92). Der
Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des
Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten. Seine
grundsätzliche Massgeblichkeit erfährt daher praxisgemäss Einschränkungen, wenn
die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 13. Juni 2008 i/S. A. [8C_671/2007] E. 3.2.1. mit weiteren
Hinweisen). Die Beschwerdeführerin leidet an einer somatoformen Schmerzstörung
und einer rezidivierenden depressiven Störung. Diese psychischen Beschwerden
wirken sich auf die subjektive Leistungsfähigkeitsbeurteilung aus. Der Haushaltsbericht
beruht gerade auf diesen subjektiven Angaben. Diese subjektive Einschätzung ist
jedoch von den Gutachtern als in diesem Ausmass nicht objektivierbar beurteilt
worden. Der Psychiater hat dazu ausgeführt, die durch die somatoforme
Schmerzstörung verursachte Symptomatik bewirke eine subjektiv deutliche körperliche
Leistungseinschränkung. Die Ärzte schätzen die Leistungsunfähigkeit im Haushalt
deshalb auf 20% ein. Der Haushaltsbericht weicht zwar nur wenig von der ärztlichen
Leistungsfähigkeitsschätzung ab. Dieser liegt jedoch schon längere Zeit zurück.
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Sodann hat gemäss dem begutachtenden Psychiater die Behandlung am SPD Wil eine
Stabilisierung bewirkt, weshalb von einer leichten Besserung des
Gesundheitszustandes ausgegangen werden müsse. Unter diesen Umständen kann
man sich nicht mehr auf den Haushaltsbericht vom 14. Oktober 2004 stützen. Deshalb
rechtfertigt sich ein Abstellen auf die ärztliche Leistungsfähigkeitsschätzung im
Haushalt. Der Teilinvaliditätsgrad im Haushalt beträgt somit 20%.
5.2 Zusammenfassend beträgt der Invaliditätsgrad gemäss der gemischten Methode,
wie sie nach der Praxis des Bundesgerichts auszuführen ist, für beide Teilbereiche
zusammen 15% ([10% x 0.5] + [20% x 0.5]). Somit resultiert ein Invaliditätsgrad der
unter 40% liegt, weshalb die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine
Invalidenrente hat.
5.3 Ob die Beschwerdeführerin vor Mai 2007 nun durchschnittlich 50% oder nur 20%
arbeitsunfähig war und wann die durchschnittliche 40%ige Arbeitsunfähigkeit (aArt. 29
IVG) begonnen hat, kann bei diesem Ergebnis der gemischten Methode offen gelassen
werden. Selbst bei der Annahme einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit im Erwerb und
einem Leidensabzug von weiterhin 10% resultiert gemäss der bundesgerichtlichen
Anwendung der gemischten Methode im Erwerb ein Teilinvaliditätsgrad von 10%, weil
die Arbeitsunfähigkeit bei einem 50% Pensum nicht anteilsmässig berücksichtigt wird.
Die Beschwerdeführerin hätte deshalb auch unter Annahme einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit bis Mai 2007 keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Verfügung
der Beschwerdegegnerin ist im Ergebnis deshalb nicht zu beanstanden.
6.
Im Sinn der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das
Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die
Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP). Mit dem von ihr geleisteten
Kostenvorschuss im Verfahren IV 2008/211 in gleicher Höhe ist die geschuldete
Gerichtsgebühr getilgt. Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht.
bis
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG