Decision ID: 47a16ef0-dd99-40a7-ba8f-7d99bf12beb2
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, war als Maler bei der
Y._
AG,
Z._
,
angestellt und damit obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen Unfälle versichert, als er am
1.
März 201
3 auf einer Treppe ausrutschte und sich beim Sturz mit der linken
Hand abstützte (vgl. Schadenmeldung vom
4.
März 2013;
Urk.
9/
1
).
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
,
diagnostizierte anlässlich der Erstkonsul
t
ation vom
1.
März 2013 eine Radiusfraktur
loco
classico
links sowie eine
Iliosakralgelenk
-Kontusion links und attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
9/
7
).
Aufgrund von persistierenden Rückenschmerzen wurde
am 1
7.
Mai 2013 ein MRI der Brustwirbelsäule (BWS) und Lendenwirbelsäule (
LWS
)
angefertigt, wel
ches einen Status nach
ventraler Deckplattenimpressionsfraktur Th12 links sowie
degenerative Veränderungen auf der Höhe L5/S1 ergab (
Urk.
9/
26
). Ein MRI der
Halswirbelsäule (
HWS
)
vom 1
3.
September 2013
zeigte
multisegmen
tale
degenerative Veränderungen (
Urk.
9/
29
).
In der Folge fand am
4.
Dezember 2013 und am 1
7.
Februar 2015 eine kreisärztliche Untersuchung des Beschwerdeführers bei
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie, statt (vgl.
Urk.
9/35 und
Urk.
9/72).
Nach im März 2015 erfolgter neurologischer Abklärung (
Urk.
9/77) erachtete Kreisarzt
Dr.
B._
in seiner Beurteilung vom März 2015 (
Urk.
9/78) unfallbedingt eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Maler für gegeben.
Mit Schreiben vom 2
7.
März 2015
(
Urk.
9/82)
stellte die Suva die
Tag
geld
leistungen
per
1.
April 2015
ein.
Am
7.
April 2015 ersuchte der Versicherte um Erlass einer anfechtbaren Verfügung (
Urk.
9/83).
Mit Verfügung vom 1
3.
April
2015 (
Urk.
9/84) stellt die Suva
die
Taggeld
l
eistungen
per
1.
April 2015 ein. Die dagegen vom Versicherten am 1
2.
Mai 2015 erhobene Eins
prache (
Urk.
9/89) wies die Suva
nach kreisärztlicher Stellungnahme von
Dr.
B._
vom 1
3.
August 2015 (
Urk.
9/94)
mit
Einsprache
entscheid
vom 1
7.
August 2015 ab (
Urk.
9/95 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
4.
September 2015 gegen
den
Einspracheentscheid
der Suva
vom 1
7.
August 2015 (
Urk.
2) Beschwerde und beantragte,
dieser sei vollumfänglich aufzuheben und es seien ihm die ordentlichen, im Unfallereignis vom
1.
März 2013 begründeten Unfall-Taggeldleistungen zuzusprechen und zwar ab
Entscheiddatum
beziehungsweise bei Nichtgewährung der aufschieben
den Wirkung der Beschwerde rückwirkend ab
1.
April 201
5.
Es seien weitere medizinische Abklärungen bei einer geeigneten Drittstelle anzuordnen zur Überprüfung und Feststellung des aktuellen Zustandes des Rückens sowie einer
weiteren Therapierbarkeit des Beschwerdebildes und des Grades der
unfallbe
dingten
Arbeitsunfähigkeit beziehungsweise Invalidität. In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1.
Dezember 2015 (
Urk.
8) beantragte d
ie Suva
die Abweisung der Beschwerde und in prozessualer Hinsicht die Abweisung des Gesuches um Gewährung der aufschiebenden Wir
kung. Mit Gerichtsverfügung vom 2
0.
Januar 2016 (
Urk.
10) wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen sowie die Beschwerdeantwort vom
1.
Dezember 2015 (
Urk.
8) zur Kenntnis zugestellt.
Am
1.
Februar 2016 (
Urk.
12
) ersuchte
der Beschwerdeführer
um Gewährung einer Frist zur Einreichung einer Replik/Stellungnahme bis
am 1
5.
Februar 201
6.
A
m
2.
Februar 2016
reichte
er
ein Schreiben hinsichtlich
einer zu g
ewährenden Frist bis am 1
5.
Februar 2016 ein (
Urk.
13). Am 1
5.
Februar 2016 reichte
er
ein weiteres Fristerstreckungsgesuch ein (
Urk.
14).
Am 1
8.
Februar 2016 reichte
der Beschwerdeführer unaufgefordert eine
Replik (
Urk.
15) ein
und stellte die gleichen Rechtsbegehren wie bereits in der Beschwerdeschrift vom 2
4.
September 2015 (vgl.
Urk.
1) sowie erneut - trotz bereits erfolgter Abweisung des Gesuches (vgl. Urk.10) - den Antrag um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde
.
D
ie
Beschwerdegeg
nerin
verzichtet am
2.
März
2016 auf das Einreichen einer einlässlichen Duplik und hielt an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (
Urk.
19), was dem Beschwerdeführer am
3.
März 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
20). Am 1
3.
April 2016 (
Urk.
21) und am
7.
Juli 2016
(
Urk.
24
) reichte der Beschwerdeführer weitere Beilagen (
Urk.
22 und
Urk.
25/1-2
) ein, welche der Beschwerdegegnerin jeweils zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (
Urk.
23 und
Urk.
26).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
; ATSG
), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag.
Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mithin im Zeit
punkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten
(Art.
16 Abs.
1 und 2 UVG
i.V.m
. Art.
6 ATSG; BGE
137 V 199 E.
2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2.
Dezember 2014 E.
3),
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Das Taggeld der Unfallversicherung wird nicht gewährt, solange Anspruch auf ein Taggeld der Invalidenversiche
rung besteht (Art. 16 Abs. 3 UVG).
Die Überwindbarkeitspraxis
gemäss
BGE
136 V 279 und 130 V 352 findet insbesondere auf den Taggeldanspruch, und damit auch auf den Zeitpunkt des Fallabschlusses, keine Anwendung (vgl. BGE 137 V 199 E. 2.2.4).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang
besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele
(BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat.
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges
zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge
und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeiz
uführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die per
1.
April 2015 verfügte
Leistungs
einstellung
in ihrem
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) damit,
diese sei gestützt auf die
schlüssige
kreisärztliche Beurteilung vom 2
4.
März 2015 erfolgt
, worin dem Beschwerdeführer
aufgrund der reinen Unfallfolgen eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigk
eit als Maler attestiert
worden sei
. Die Radiusfraktur links sei ohne Residuen abgeheilt. Insoweit ergäben sich keine Einschränkungen der Arbeitsfähigke
it. Hinsichtlich der in leichter
Keilwirbelbildung verheilten
Brustwirbelkörper (
BWK
)
12-Fraktur habe der Kreisarzt ein Zumutbarkeitsp
r
ofil formuliert, in dessen Rahmen er die
Ausübung des Malerberufes als möglich erachtet habe. Der behandelnde Arzt habe den Nachweis einer objektivierbaren strukturellen Läsion im Bereich der HWS und LWS, ohne welchen nicht von einer richtungsgebenden Verschlimmerung ausgegangen werden könne, nicht erbracht
(S. 4 f.
Ziff.
3)
. Weitere Abklärungen seien weder nötig noch sinnvoll (S. 5
Ziff.
4).
Die fortbestehenden
syndromalen
Beschwerden würden im eingereichten Privatgutachten als Folgen von degenerativen Veränderungen qualifiziert (Urk. 8 S. 6
Ziff.
9.3). Es habe lediglich eine natürliche Kausalität zwischen dem Unfall und der BWK-12 Fraktur nachgewiesen werden können. Die Fraktur sei aber verheilt, weshalb sich keine Einschränkungen mehr darauf zurückführen liessen. Nichts anderes ergebe sich aus den Ergebnissen der neurologischen Abklärung (
Urk.
8 S. 6
Ziff.
10.1).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
e
s sei unzutreffend, dass zwischen dem Unfallereignis vom
1.
März 2013 und den gemeldeten H
WS
- sowie Handgelenksschmerzen rechts kein Kausalzusammen
hang bestehe. Aus den
vorliegenden Arztberichten gehe
einheitlich hervor, dass die unfallbedingten Verletzungen aus einer Fraktur am linken Handgelenk,
objektivierbare
n
Veränderungen in sämtlichen Wirbelsäulenabschnitten sowie einer Brustwirbelkörperfraktur bestünden (S.
10
Ziff.
2.2)
.
Auf die kreisärztliche Beurteilung könne nicht abgestellt werden. Vielmehr sei der Einschätzung des behandelnden Arztes zu folgen, wonach durch
das Unfallereignis
vorbestandene degenerative Veränderungen verstärkt worden seien
und im angestammten Beruf als Maler
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit resultier
e
(S. 10 f.).
Hinzu komme, dass die seitens der Kreisärzte genannten
zu beachtenden
Einschrän
kungen dem Malerberuf gerade eigen
seien
und
nicht vermiede
n werden könn
ten
(S. 12
lit
. C).
Weiter gehe aus dem beim
C._
eingeholten
privaten
Aktengutachten klar hervor, dass die vorliegende
n
Sachverhaltsfeststellungen für eine definitive Beurteilung und Wertung des Beschwerdebildes und damit der Frage des Grades seiner Arbeitsunfähigkeit aus medizi
nischer Sicht nicht ausreichten
. So werde auch darauf hingewiesen, dass die Wirbelsäulensituation im Einzelnen weiter abzuklären sei
,
und geringe Verä
nderungen in einem Seg
ment der Wirbelsäule Auswirkungen auf andere Segmente haben könnten (S. 13 Mitte). Auch die Invalidenversicherung habe nach
Be
i
zug
der Suva-Akten weitere Abklär
ungen angeordnet
.
D
er Grad seiner Arbeitsunfähigkeit stehe nicht fest und sei nicht mit dem
Beweisg
rad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erreicht (S. 13 unten). Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom
1.
März 2013 und den dadurch eingetretenen Verletzungen des Handgelenks links sowie der Veränderungen in sämtlichen Wirbelsäulenabschnitten, insbesondere der Brust- und Lendenwir
belsäule mit einer BWK
12
Deck
plattenimpressionsfraktur und den damit im Zusammenhang stehenden Beschwerden und Einschränkungen sei durch die vorliegenden Arztberichte
im Sinne des massgebenden Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt (S. 14)
.
Für die Frage der
Adäquanz fehle
es jedoch aufgrund der man
gelhaften Sachverhaltsabklärung an einer
Entscheidgrundlage
(S. 15 oben
; vgl. auch
Urk.
15
).
Weiter habe ihm die Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 60
%
ab
1.
November 2015 eine
Dreiviertelsrente
zugesprochen. Damit könne nicht mehr von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden; die Arbeitsunfä
higkeit sei mit dem Unfallereignis vom
1.
März 2013 eingetreten (
Urk.
24 S. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
für die Folgen des Unfalles vom
1.
März 2013
über den
1.
April 2015 hinaus
Taggeldleistungen zu erbringen hat.
3.
3.1
PD
Dr.
med.
D._
, Fa
char
zt für Radiologie,
E._
, führte nach am 1
7.
Mai 2013 durchgeführtem MRI der BWS und der LWS in seinem gleichentags verfassen Bericht (
Urk.
9/
26
) aus, es bestehe
ein Status nach ventraler Deckplattenimpressionsfraktur Th
12 links mit leichter Höhenminderung der ventralen Wirbelkörperkante gegenüber dorsal (4
mm). Die Fraktur gehe nicht in die dorsale Wirbelkörperkante beziehungsweise in die Bogenwurzeln hinein. Es bestünden nur noch leichte Ödeme im Wirbelkörper Th12 deckenplattennahe. Es bestehe weiter eine bilaterale
Spondylolyse
der intraartikulären Portion L5 und eine
Osteochondrose
L5/S1 mit einer
Modic
II Veränderung. Weiter liege eine konsekutive Einengung des
Neuroforamens
rechts ausgeprägter als links m
it Kompression der Nervenwurzel
L5 rechts ausgeprägter als links vor (S. 1).
3.
2
Dr.
med.
F._
, Fachar
zt für Radiologie,
E._
, führte nach durchgeführtem MRI der HWS nativ vom
1
3.
September 2013
in seinem gleichentags verfass
t
en Bericht (
Urk.
9/
29
) aus, es zeigten sich mässige degenerative Veränderungen der HWS insbesondere in der Höhe
Halswirkbelkörper (
HWK
)
5/6 mit leichter
Retrolisthesis
von HWK
4 gegen 5 mit 2
mm,
Osteochondrosen
sowie
Unkarthrosen
mit
foraminaler
Enge und Kompression der Wurzel C6 rechts
foraminal
. Des Weiteren bestehe eine mögliche Irritation der Wurzel C6 links
foraminal
. Eine weniger ausgeprägte
foraminale
Enge bestehe in der Höhe von HWK
6/7 rechts und minim auch HWK 3/4
links mit möglicher Irritation der Wurzel C7 rechts und C4 links. Eine Myelopathie zeige sich nicht.
3.
3
PD
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Physikalische
Med
izin und Rehabilitation und für Rheumatologie
,
führte in seinem Bericht vom
4.
Oktober 2013 (
Urk.
9/
25
)
aus, der Patient
habe ein
Panvertebralsyndrom
bei einem Status
nach einem Sturz sowie eine BWK
12-Fraktur.
Vorbestehend sei ein
cerviko-spondylogenes
Syndrom
. Er verweise auf die Korrespondenz von 200
2.
Zur Arbeitsfähigkeit führte PD
Dr.
G._
aus, der Patient habe bis zum Unfall vom März dieses Jahres voll gearbeitet und sei
seither
zu 100
%
ar
beitsunfähig (S. 2). Er
sei wegen des Unfalls erstmals am
2.
Mai 2013 zu ihm gekommen. Er habe von einem Treppensturz am
1.
März 2013 erzählt, wobei er sich eine Fraktur der linken Hand und eine BWK-Fraktur zugezogen habe. Jetzt klage er über Schmerzen i
m Bereich der LWS un
ter
der
BWS. Es bestünden HWS
Schmerzen und eine Ausstrahlung in den rechten Arm. Bei Inklination schmerz
t
e
n
der rech
t
e Arm und die LWS. PD
Dr.
G._
führte aus, die ganze Wirbelsäule sei schmerzbedingt kaum be
weglich. Der Patient zeige eine schnelle Ermüdung, wenn er länger stehe oder gehe
(S. 1).
3.
4
Kreisarzt
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für Chirurgie
,
stellte nach seiner
Unter
suchung
des Beschwerdeführers
vom
4.
Dezember 2013
in seinem gleichentags
erstellten Bericht
(
Urk.
9/
35
)
die Diagnose eines Sturzes am
1.
März 2013 mit Radiusfraktur linksseitig und ventraler Deckplattenimpressionsfraktur Th12 (S. 4
Ziff.
5).
Dr.
B._
führte aus
,
subjektiv persistierten Dauerschmerzen der gesamten Wirbelsäule und in der Schulter-/Nackenregion rechtsseitig. Objektiv finde sich ein prononciertes Schmerzverhalten mit Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit der HWS, BWS und LWS und muskulären Verspan
nungen im Bereich der
Paravertebralmuskulatur
lumbal beidseits und im Bereich des oberen
Trapezius
rechts. Das
zervikovertebrale
Syndrom sei bereits vorbekannt und beruhe auf degenerativen Veränderungen, eine Unfallkausalität sei hier nicht ersichtlich. Bezüglich der BWK 12-Deckplattenimpression werde der Hausarzt gebeten, die Röntgenaufnahmen des
thorakolumbalen
Überganges zur Verfügung zu stellen. Sollte der
thorakolumbale
Übergang nicht beurteilbar sei
n
, sei diese Aufnahme durchzuführen
,
ebenso ein Kontrollröntgen des linken Handgelenkes.
Nach Erhalt der Röntgenbilder könne zu den Fragen der Suva Stellung genommen werden
(S.
5)
.
3.5
Kreisarzt
Dr.
B._
nannte
nach seiner
Untersuchung
des Beschwerdeführers
vom
1
7.
Februar 2015
in seinem gleichentags verfassten Bericht (
Urk.
9/72)
als Diagnose eine
n
Sturz am
1.
März 2013 mit Radiusfraktur linksseitig (konserva
tiv therapiert) und eine
r
ventrale
n
Deckplattenimpressionsfraktur Th12 (ventrale Höhenminderung um 4 mm). Subjektiv persistierten Schmerzen in der gesamten rechten Rückenseite, im Schulter-/Nackenbe
reich rechts und im rechten Arm.
Objektiv fänden sich deutliche Zeichen einer Selbstlimitation und einer vermin
derten Compliance, mit demonstrierter Zunahme der
Bewegungseinschränkun
gen
im gesamten Wirb
els
äulenbereich (gegenüber der letzten kreisärztlichen Untersuchung)
,
zusätzlich auch der rechten Schulter und muskuläre Verspan
nungen paravertebral beidseits und im Bereich des ob
eren
Trapezius
rechts.
Bildgebend habe sich kein weiteres Zusammensintern des BWK
12 gefunden, so dass weiterhin nur eine diskrete Keilwirbelbildung resultiere. Wie bereits an
lässlich der letzten kreisärztlichen Untersuchung festgestellt, sei das
zerviko
vertebrale
Syndrom bereits vorbekannt und beruhe auf degenerativen Verände
rungen ohne ersichtliche Unfallkausalität
.
Die Radius
fraktur links sei ohne Residuen abgeheilt. Eine diesbezügliche Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe nicht. Eine allfällige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf das
zervikovertebrale
Syndrom und Beschwerden der rechten oberen Extremität
gehe
, falls vorhanden, nicht zulasten
des Unfall
versicherungsträgers
. Da bisher noch keine neurologische Untersuchung durch
geführt worden sei, sollte dies
vor
Abschluss noch erfolgen (S. 5).
3.6
Am 2
0.
Februar 2015 (
Urk.
9/
75
) führte PD
Dr.
G._
aus, dass sich beim Patienten in den letzten Monaten leider keine relevante Veränderung gezeigt habe. Er sei in seinem Beruf
als Maurer
kaum belastbar
. Er habe einen Status nach BWK
12-Fraktur. Zudem habe er vorbestehende
lumbovertebrale
und
cer
vicovertebrale
Beschwerden mit
spondylogenen
Komponenten
. Im Sinne der
Kettentendinose
sei
e
n auch die Beschwerden im rechten Ellbogen mit der
Epikondylopathie
zu interpretieren. PD
Dr.
G._
führte aus, er sehe kaum eine Möglichkeit, den Beschwerdeführer wieder in seinen gelernten Beruf zu integrieren.
3
.
7
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Neurologie, stellte nach neurologischer Untersuchung des Beschwerdeführers am 1
3.
März 2015 in ihrem gleichent
ags verfassen Bericht (
Urk.
9/77
) folgende Diagnosen (S. 1):
Sturz aufs Gesäss am
1.
März 2013 mit
konservativ behandelter Radiusfraktur loco
classico
links
invalid
i
si
erendem
thorako
lumbalen
und -
vertebrogenem
Schmerzsyn
drom
bei im MRI
vom
Mai 2013 ventraler
Deckplattenimpressions
fraktur
Th12 links und degenerativen Veränderungen an der LWS
invalidisierendem
Zervi
ko
-Brachialsyndrom rechts mit mögliche
r
radikulärer
sensibler Reizsym
p
t
omatik C6 rechts bei im MRI vom September 2013 degenerativen Veränderungen an der HWS mit
fora
minaler
Enge C5/6 und möglicher Kompression der Wurzel C6 beid
seits rechtsbetont
anamnestisch etwa 2002 nach Auffahrunfall vorübergehend
zer
viko
zephales
Schmerzsyndrom,
vollständig abgeklungen
Nikotin als einziger vaskulärer Risikofaktor
Hypakusis rechts anamnestisch seit vielen Jahren bestehend
Dr.
H._
führte aus,
die
klinisch-neurologische Untersuchung sei durch
vom Beschwerdeführer deutlich gez
eigte
Schmerzen eingeschränkt gewesen.
In
Zusammenschau der Befunde
interpretiere sie
die Beschwerden im Sinne eines rechtsbetonten
zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms bei degenerati
ven Veränderungen an der Halswirbelsäule sowie eines e
benfalls rechtsbetonten
thorako
lumbalen
vor allem
vertebrogenen
Schmerzsyndroms mit zum Teil
spondylogener
Ausstrahlung, ebenda bestehe zur Zeit kein Hinweis für eine lumbale
Radikulopathie
. Anamnestisch seien alle diese Beschwerden durch den Sturz aufs Gesäss am
1.
März 2013 ausgelöst worden. I
n wie weit frühere Beschwerden und vor allem degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule vorhanden gewesen seien und
mit eine Rolle gespielt hätten, k
önne ohne Kenntnisse der offenbar im Jahr 2002 dokumentierten Befunde von ärztlicher Seite und auch im MRI
der HWS nicht beurteilt werden
(S. 3).
3.8
Kreisarzt
Dr.
B._
führte
in seiner Beurteilung vom
2
4.
März 2015
(
Urk.
9/78)
nach
Eingang de
s
n
eurologischen
Untersuchung
berichts
aus,
die Radiusfraktur links sei
folgenlos abgeheilt. Im Bereich
des Th12 finde sich nur eine l
e
ichte Höhenminderung der ventralen Wirbelkörperkante gegenüber dorsal von 4 mm. Weiterhin
fänden sich degenerative Veränderungen lumbal und an
d
er HWS.
Wie bereits anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung festgestellt,
sei das
zer
vikovertebrale
Syndrom vorbekannt und beruhe auf degenerativen Veränderun
gen ohne Unfallkausalität
. Auch die Radiusfraktur links sei ohne Residuen abgeheilt
,
und es ergebe sich hierdurch keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit.
Bezüglich der Fraktur des 1
2.
Brustwirbelkörpers mit leichter Keilwirbelbil
dung und somit leichter statischer Veränderung der Wirbelsäule
ergebe sich in Bezug auf ein Zumutbarkeitsprofil, dass aus medizinischer Sicht leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten möglich wären, ohne Heben und Tragen von Lasten körperfern, ohne Tätigkeiten in dauernden
Zwan
g
s
positionen
, wie vornübergebeugtes Arbeiten oder Tätigkeiten mit repetit
i
ven Rotationsbewegungen des Oberkörpers. Zu vermeiden seien auch unerwartete asymmetrische Lasteinwirkungen.
Unter Beachtung der oben genannten Einschränkungen sei jedoch eine 100%ige Arbeitstätigkeit möglich. Rein unfallbedingt sei die bisher durchgeführte Tätig
keit als Maler im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils möglich (S. 2 unten).
3.9
PD
Dr.
G._
führte in seinem Be
richt vom 2
4.
April 2015 (
Urk.
9/89/34-35
)
auf Anfrage des Beschwerdeführers
aus, der Patient habe eine eindeutige
Kompres
sion der Wurzeln L5 beidseits, eine Kompression der Wurzel C6 rechts eventuell auch C6 links, C4
links
und C7 rechts
.
Im MRI vom Mai 2013 werde die Fraktur Th12 klar beschrieben.
Festzuhalten sei, dass der Patient durch den Sturz 2013 auch eine Radiusfraktur erlitten habe.
Er habe bis zum Unfall zu 100
% gear
beitet.
Er habe vorbestehende degenerative Veränderungen im Bereich von HWS und LWS. Durch den Unfall sei aber eine neue Situation
aufgetreten. Es
sei
eine richtungsgebende Verschlimmerung aufgetreten
,
und er leide seit dem Unfall kontinuierlich an einem
Panvert
ebralsyndrom
mit
zervikobrachialen
Beschwer
den rechts.
Neu sei die BWK-Fraktur aufgetreten mit persis
t
ierenden Schmerzen.
Aufgrund der objektivierbaren Veränderungen in allen Wirbelsäulenabschnitten sei der Patient glaubhaft als Maler zu 100
%
arbeitsunfähig.
Sicher sei auch, dass
die BWS-Veränderung
en durch den Durchtrennungsfall
aufgetreten seien
,
und die Folgen davon nicht abgeheilt seien. Der Beschwerdeführer habe chro
nische Schmerzen.
Sicher sei, dass er objektivierbare Veränderungen in HWS und LWS aufweise
,
und diese verminderte Belastbarkeit durch den Unfall eine richtungsgebende Verschlechterung erfahren habe. Einzig die BWS-Verände
rungen und Folgen seien zu 100
%
auf den Unfall zurückzuführen. Schon dies
könnte reichen, um den Patienten in seiner Arbeitsfähigkeit als Maurer wesent
lich einzuschränken
(S. 1 f.).
3.10
Kreisarzt
Dr.
B._
führte in seiner
Stellungnahme vom 1
3.
August 2015 (Urk.
9/
94) nach erneuter Vorlage aus, er halte an seiner Stellungnahme vom 2
4.
März 2015 fest. Es lägen keine neuen medizinischen Erkenntnisse vor
.
Im Bericht von
PD
Dr.
G._
werde eine richtunggebende Verschlimmerung der rein degenerativen HWS- und LWS-Beschwerden durch das Unfallereignis vom 1.
März 2013 konstatiert. In diesen Bereichen seien jedoch keine
unfallbeding
ten
struktur
ellen Veränderungen aufgetreten. S
omit könne nicht von einer richtunggebenden Verschlimmerung ausgegangen werden. Dass diese aus rein subjektiven Gründen für den Patienten und
PD
Dr.
G._
aufgetreten sein mögen
, könne für
PD
Dr.
G._
am ehesten durch seine Stellung als behan
delnder Arzt und somit in gewisser Form als „Anwalt“ seines Patienten erklärt werden. Den Nachweis einer objektivierbaren Veränderung in diesen Bereichen bleibe er schuldig.
3.
11
Prof.
Dr.
med.
I._
, Klinikdirektor
,
und
Dr.
med.
J._
, Oberarzt, Klinik für Unfallchirurgie,
C._
,
stellten in ihrer
vom Beschwerdeführer veranlassten
gutachterlichen Aktenbeurteilung v
o
m 15.
September 2015 (
Urk.
9/103
) folgende
orthopädisch-unfallchirurgisch
relevan
ten Diagnosen (S.
10
Ziff.
III):
verheilte Deckplattenimpressionsfraktur Typ A1.1 nach Magerl vom 1.
März 2013
symptomatische, konservative Therapie
klinisch-fachneurologisch ohne
myelopathische
oder
radikuläre
Aus
fallserscheinungen (1
3.
März 2015)
chronisches
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom mit sensibler,
radikulä
rer
Reizsymptomatik C6 rechts bei degenerativer
foraminaler
Enge HWK 5/6
komplett ausgeheiltes
zervikozephales
Schmerzsyndrom etwa 2002
chronisches lokales lumbales Schmerzsyndrom
bilaterale degenerative
Spondylolyse
L5 und
Osteochondrose
L5/S1 mit
Modic
II-Veränderungen und konsekutiver Einengung des
Neu
roforamens
rechts
konsekutive Nervenwurzelkompression L5 rechts mehr als links
Prof.
I._
und
Dr.
J._
führten aus, aufgrund der gutachterlichen
Akten
beurteilung
vom 1
3.
September 2015 liege beim Beschwerdeführer ein sich im Verlauf symptomausweitendes chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom vor.
Hierbei seien degenerative Ve
ränderungen im Bereich der HW
S und der unteren LWS unstrittig vorbestehend (Diagnose 2 und 3
)
, wohingegen im Bereich von BWK
12 ein posttraumatischer Ausheilungszustand nach Fraktur vom
1.
März 2013 vorliege.
Eine während des gleichen Unfalls erlittene Radiusfraktur links sei aktenkundig folgenlos ausgeheilt. Nachdem etwa 2002 ein
zervikozephales
Syndrom vorge
legen habe, sei es im Verlauf zu einer kompletten Ausheilung gekommen, sodass der Patient vor dem Unfall zu
100
%
arbeitsfähig gewesen sei. Seit dem Unfall vom
1.
März 2013 beste
he eine anhaltende Arbeitsunfäh
igkeit in dem Beruf als Maler von 100
%
. Von PD
Dr.
G._
werde im letzten Schreiben vom 1
4.
April 2015 diese anhaltende Arbeitsunfähigkeit als richtungsgebende Ver
schlimmerung nach
Auftreten der genannten BWK 12-
Fraktur gewertet. Seitens der involvierten Ärzte
Dr.
B._
von
der
Suva als auch im Rahmen eines
Unter
gutachtens
von Frau
Dr.
H._
werde die Unfallkausalität hingegen angezweifelt
(S. 10
Ziff.
IV).
Prof.
I._
und
Dr.
J._
führten aus, d
ie Einschätzung des Beschwerdebild
e
s unterscheide
sich in der Wertung der versicherungsinternen Arztberichte und jener des behandelnden Arztes.
Die Argumentation der versicherungsinternen Arztberichte sei in diesem Sinne nachzuvollziehen, da es sich bei der nachweislich verheilten
Deckplatten
impressionsfraktur
des BWK 12 um eine
gerin
ggradige
Impression von etwa 16
bis maximal 24
%
des Wirbelkörpers handle. Dies habe in den nach
folgenden
Röntgenuntersuchungen zu keiner relevanten
Kyphosierung
und damit auch zu keiner relevanten Veränderung der sagittalen Balance geführt
. Somit sei die Argumentation der versicherungsinternen Berichte dahingehend zu bestätigen, dass es sich bei dieser Verletzung um eine rein
ossäre
Verletzung handle und
diskoligamentär
sich in den wiederholten MRI-Untersuchungen auf dem Level der Verletzung kein
e Unfall- oder Folgeschäden hätten
nachweisen lassen können.
Die Verle
tzung für sich alle
i
n stehend sei
daher zugegebenermassen nicht in der Lage
, ein derartiges Symptombild zu generieren. Hiermit müsse der lokale Befund im Bereich von BWK 12 als folgenlos ausgeheilt angesehen werden. Ebenso sei von beiden Seiten unstrittig, dass die Befunde
im Bereich der HWS und tiefen LW
S vorbestehend seien
(S. 11
Ziff.
V Mitte)
.
Auf der anderen Seite seien auch die Ausf
ührungen von PD
Dr.
G._
nach
voll
ziehbar
. Er kenne diesen Patienten seit 2002 und könne daher beurteilen, ob vor dem Unfall keine vorbestehenden Beschwerden von Seiten der Wirbelsäule bestanden hätten. Hier interessiere allerdings, ob seit 2002 bis 2013 die Behandlungen durch PD
G._
stattgefunden hätten, welche eben diese nicht unwichtige Aussage zulassen würden.
Allenfalls wäre der Hausarzt zu kontak
tieren. Sollten sich die beklagten Beschwerden wirklich erstmalig und anhaltend seit dem Unfall manifestiert haben, so bleibe festzustellen, dass die Beschwerden
in Einklang mit den beschrieben Befunden, sowohl von Se
iten
der Klinik als auch der vorliegenden Bildgebung stünden (S. 11
Ziff.
V unten).
D
as gemäss
Dr.
B._
am 2
4.
März 2015 festgelegte Zumutbarkeitsprofil sei rein von
Seiten der eigentlichen BWK 12-
Fraktur mehr als grosszügig, unter Beach
tung des aktuell ausgeweiteten Symptomkomplexes jedoch klar angezeigt. Dass dieses eingeschränkte Tätigkeitsprofil jedoch zu einer 100%ige
n
Arbeitstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt als Maler führen könne, sähen sie nicht so (S. 12
Ziff.
2).
Weiter
hielten Prof.
I._
und
Dr.
J._
fest,
dass die
Wirbelsäulenverände
rungen
im Bereich der BWS unstrittig dem Unfall zuzuordnen sei, das Ausmass dieser Verletzung auf das gesamte Beschwerdebild bleibe hingegen unklar.
Im Hinblick auf die beklagten HWS
-
und LWS
-
Beschwerden seien die BWS
-
Beschwerden jedoch nachrangig
. Letztendlich sei die Wirbelsäule als gesamtes Organ zu sehen
,
und bereits geringe Veränderungen in einem Segment könnten Auswirkungen auf andere Segmente haben. Es sei durchaus denkbar, dass dies zum Beispiel eine wegweisende Verschlechterung der lumbalen Beschwer
d
en nach s
ich ziehen könnte, in geringerem
Ausmass allerdings nur im Bereich der b
iomechanisch weniger belasteten
HWS.
Die beschriebenen Veränderu
ngen im Bereich der HWS und LWS
seien, soweit den Befundberichten zu entnehmen, allerdings eher geringeren Ausmasses.
Zusammen mit den dokumentierten Befunden, das
s
willentlich und teilweise auch unwillentlich eine weitestgehend uneingeschränkte
Wirbelsäulenbeweg
lichkeit
möglich sei
,
und auch trotz langer Krankengeschichte keine relevante Hypotrophien oder Funktionseinschränkungen hätten gefunden werden können, entstehe aber eine Diskrepanz zwischen der Ausprägung des Beschwerdebildes und den Befunden (S. 12
Ziff.
3).
Abschliessend hielten Prof.
I._
und
Dr.
J._
fest, dass auch in ihren Augen die beklagten Beschwerden der HWS und LWS bei nur unwesentlichen posttraumatischen Veränderungen im Bereich des BWK 12 eher nicht
als
unfall
kausal
zu werten
seien
, so dass gesamthaft durch den Unfall keine weiteren Limitierungen über das bereits von
Dr.
B._
festgelegte Zumutbarkeitsprofil vorlägen. Dennoch sei mit
der Verletzung des
thorako
lumbalen
Übergangs eine entscheidende Stelle in der Wirbelsäule verletzt gewesen
,
und die beklagten Beschwerden stünden in Einklang, wenn auch in der Ausprägung, bei einge
schränkter Beurteilbarkeit im Rahmen des reinen Akten-Gutachtens, so nur schwer nachvollziehba
r, mit den berichteten Befunden, so dass hier nicht mit letzter Sicherheit die Unfallkausalität ausgeschlossen werden könne.
D
ies werde unterstützt durch die
allerdings nur unzureichend abgestützte Tatsache, dass der
Beschwerdeführer vor dem Unfall über kei
nerlei Wirbelsäulenb
eschwerden
nebst der mehrere Jahre zurückliegenden ausgeheilten
zervikozephalen
Symptomatik geklagt h
abe
(S. 14
Ziff.
IV).
3.12
Dr.
med.
K._
,
Facharzt für
Chirurgie
, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD)
,
stellte in seinem
im Rahmen der invalidenversicherungsrechtlichen Abklärungen erstatteten
Bericht vom 28.
Oktober 2015 (
Urk.
16/22
)
nach orthopädischer Untersuchung des Beschwerdeführers vom 2
3.
Oktober 2015 fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (S. 7
Ziff.
7):
verheilte Deckplattenimpressionsfraktur Typ A1.1 n
ach Magerl vom 1.
März 2013
mit/
bei:
klinisch n
eurologisch ohne
myelopathische
oder
radikuläre
Ausfaller
scheinungen (1
3.
März 2015)
chronisches
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom mit sensibler,
radikulä
rer
Reizsymptomatik C6 rechts bei degenerativer
foraminaler
Enge HWK 5/6
chronisches loka
les lumbales Schmerzsyndrom mit/
bei
:
bilateraler degenerativer
Spondy
lolyse
L5 und
Osteochondrose
L5/
S1 und konsekutiver Einengung des
Neuroforamens
rechts mit/bei kon
sekutiver Nervenwurzelkompression L5 rechts mehr als links
Epicondylopathie
radial rechts
beginnendes
Impingement
-Syndrom rechts
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine
Radius
fraktur
links (S. 7
Ziff.
7)
.
Dr.
K.
_
führte in seiner
versicherungsmedizi
nischen
Beurteilung aus, bei dem 56-jährigen Maler sei anhand der vorliegen
den medizinischen Berichterstattung und der körperlichen Untersuchung vom 2
3.
Oktober 2015 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. In seiner bisherigen Tätigkeit als Maler bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0
%
seit dem
1.
März 201
3.
Aus
versicherungsmedizi
nischer
Sicht bestehe bei Schädigung der HWS, BWS und LWS eine verminderte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten über Kopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und Gerüsten, mit Schlag- und Vibrationsbelastungen des Schultergür
tels, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen.
Aus medizinischer Sicht sollten bei vorgeschädigter Schulter
Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und
Vibrations
einwirkungen
auf die rechte Schulter sowie Überkopfarbeiten und Arbeiten in ständiger Armvorhalteposition, insbesondere repetitive Tä
ti
g
k
eiten mit Belas
tung des rechten Armes
,
nicht mehr zugemutet werden. Das Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5 bis 8 kg
(unter ungünstigen Hebeln)
, in
günstiger Belastungsposition (körpernah, bis Lendenhöhe) über 20
kg sollte vermieden werden
.
In angepasster Tätigkeit mit körperlich leichter wechselbe
lastender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulenbelastend
e
und
ohne rechtsseitige Arbeiten in
Armvorhal
tepositionen
und Überkopfarbeiten sei
seit dem 2
4.
März 2015
eine Arbeitsfä
higk
eit von 60
%
gegeben
(S. 7 f.
Ziff.
10)
.
3.13
PD
Dr.
G._
führte in seinem Bericht vom
9.
Februar 2016 (
Urk.
16/23/2) aus, er könne die Schlussfolgerungen im Gutachten nicht nachvollziehen. Mit Bezug auf den
MRI-Befund von 2013 wäre es schö
n, wenn sich die Gutachter einmal die Frage stellten, wieso Schmerzen nach Wirbelkörperfrakturen entstehen.
Die Argumentation
en
betreffend Schmerzen seien im Gutachten nicht nachvollzieh
bar und entsprächen einer veralteten Vorstellung zur Schmerzursache. Es wäre schön, wenn sich die Gutachter einmal bewusst wären, was Malerarbeit bedeute. Die Beurteilung des Patienten und der Arbeitsfähigkeit seien schlichtweg falsch.
3.14
PD
Dr.
G._
führte
in seinem Bericht vom
1
8.
Februar 2016 (
Urk.
16/23/1
)
aus, er behandle den Patienten wegen der jetzigen Symptomatik seit Mai 201
3.
Das Beschwerdebild habe sich seit seinen Ausführungen
vom April letzten Jahres nicht verändert
,
und er sei nach wie vor in seiner Arbeit als Maler zu 100
%
arbeitsunfähig.
So
sei festzuhalten, dass der Patient sehr wohl in den letzten zwei Jahren ein konstantes Beschwerdebild präsentiere. Die o
rthopädische Vor
stellung, dass
eine stabile Wirbelkörperfraktur, welche nicht habe operiert wer
den müssen, keine Schmerzen mache
,
sei schlichtweg falsch. Ob der Patient in einer leichten körperlichen Arbeit mit wechselnder Stellung arbeitsfähig sei, müsste durch eine längere Abklärung im
L._
beurteilt werden.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Einschätzung des Kreisarztes
Dr.
B._
vom März 2015 (vorstehend E. 3
.8
)
davon aus, dass
beim Beschwer
deführer
keine unfallkausalen Beschwerde
n mehr
vorlagen,
welche einer vollen Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als Maler entgegenst
a
nden (vgl. vorstehend E.
2.1).
Hinsichtlich
der am
1.
März 2013
erlittenen
Radiusfraktur
links führte Kreisarzt
Dr.
B._
aus, diese sei ohne Residuen abgeheilt und es resultier
e
dar
aus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr.
Auch die
Brustwirbelkör
perfraktur
erachtete er für ausgeheilt und a
llfällige Einschränkung
en
der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf
das
lumbale und
das
zervikovertebrale
Syndrom
als nicht
unfallkausal
und verwies auf die bereits vorbestehend
en degenerativen Veränderungen.
Strittig und zu prüfen ist
im vorliegenden Verfahren, ob aufgrund der
Folgen des Unfalles vom
1.
März 2013 noch eine
Leistungspflicht der
Beschwerde
gegnerin
besteht.
Nicht ausschlaggebend ist
, dass
infolge
der Gesamtheit der Befunde, zu denen auch unfallfremde gehören,
in der Zwischenzeit
im Ver
fahren bei der Invalidenversicherung
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im Malerberuf festgestellt wurde (vgl. vorstehend E. 3
.12
).
Denn die Unfallversi
cherung ist nicht an die
Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung
gebunden (BGE 131 V 362 E. 2.2; BGE 133 V 549 E. 6.2).
4.2
D
er Beschwerdeführer
erlitt
aufgrund des
Unfalles vom
1.
März 2013
eine
Deck
plattenimpressionsfraktur
Th12
sowie eine Radiusfraktur links
.
Während die Radiusfraktur gemäss Aktenlage folgenlos abheilte, bleibt umstritten,
ob die Deckplattenimpressionsfraktur Th12 noch Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit zeitig
t
.
Auf die diesbezügliche
Einschätzung des Kreisarztes
Dr.
B._
vom März 2015
(vorstehend E. 3.
8
)
kann jedoch abgestellt werden. So
berücksichtigt
sie
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Sie wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgege
ben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Sie erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E. 1.5).
Soweit
der Beschwerdeführer geltend macht, die objektivierbaren Veränderun
gen in sämtlichen Wirbelsäulenabschnitten seien unfallbedingt, was so den vorliegenden Arztberichten zu entnehmen sei
(vgl. vorstehend E. 2.2)
, ist dies unzutreffend
und
geht aus den Akten nicht hervor
.
So wies er einerseits selbst in seiner Beschwerde auf im Zusammenhang mit medizinischen Abklärungen aufgrund eines Treppensturz-Unfalles im Dezember 2001 sowie eines Auffahrunfall
s
im August 2002 entdeckte degenerative Ver
änderungen der HWS hin, namentlich eine nachgewiesene
Discushernie
C5/6 und C6/7, eine degenerative
foraminale
Stenose C5/6 rechts
sowie
eine
breitba
sige
Diskushernie C6/7
mediolateral
links mit Nervenwurz
elkompression links und verwies
unter anderem
auf den Bericht von PD
Dr.
G._
vom Juni 2002 (vgl.
Urk.
1 S. 5 unten
, vgl. auch
Urk.
9/99 und
Urk.
9/102
/12-15
).
Dieser
lang
jährig behande
lnde Arzt
bestätigte
in seinen
Bericht
en
vom Februar
und April
2015 ausdrücklich
das Vorliegen v
on vorbestehenden degenerativen
Verände
rungen
respektive Beschwerden
im Bereich der HWS und der LWS
(vgl. vorste
hend E. 3.6 und E. 3.9
)
.
Erstmals i
n seinem nach leistungseinstellender Verfügung vom 1
3.
April 2015 (
Urk.
9/84) auf Anfrage des Beschwerdeführers eingereichten Bericht vom
2
4.
April 2015 führte PD
Dr.
G._
dann im Unterschied zu seinen Vorberichten aus,
durch den Unfall sei eine richtungsgebende Verschlimmerung der
vorbeste
henden
degenerativen
Veränderungen
im Sinne eines
Panvertebralsyndromes
mit
zervikobrachialen
Beschwerden rechts aufgetreten
(vgl. vorstehend E. 3.9)
.
Wie Kreisarzt
Dr.
B._
in seiner Stellungnahme vom
August 2015 (vorstehend E. 3
.10
)
bemerkte,
hat das Gericht
hinsichtlich der
Einschätzung von PD
Dr.
G._
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, das langjährig behandelnde Ärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten au
ssagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Im Übrigen stehen den
Ausführungen von PD
Dr.
G._
,
dass
es
durch
den Unfall
zu
eine
r
richtungsgebende
n
Verschlimmerung der vorbestehenden dege
nerativen Veränderungen an LWS und
HWS
gekommen
sei
,
insbesondere
die Ausführungen der
vom Beschwerdeführer
beauftragten
Gutachter
Prof.
I._
und
Dr.
J._
,
C._
, vom September 2015 (vorstehend E. 3.
11
) entgegen.
So hielten
diese
ausdrücklich fest
, bei der nachweislich verheilten
Deckplatten
impressionsfraktur
des BWK 12 handle es sich um eine
geringgradige
Impres
sion des Wirbelkörpers, welche in den nachfolgenden
Röntgenuntersuchungen zu keiner relevanten
Kyphosierung
und damit auch zu keiner relevanten Verän
derung der sagittalen Balance geführt
habe. Weiter bestätigten die Gutachter des
C._
, dass es sich um eine
rein
ossäre
Verletzung gehandelt habe und
diskoligamentär
sich in den wiederholten MRI-Untersuchungen auf dem Level der Verletzung kein
e Unfall- oder Folgeschäden hätten
nachweisen lassen können
.
Weiter
führten die Gutachter
des
C._
einhergehend mit
Kreisarzt
Dr.
B._
aus, dass d
ie Verletzung
des BWK 12
für sich alle
in stehend
nicht in der Lage
sei
, ein derar
tiges Symptombild zu generieren und
der lokale Befund im Bereich von BWK 12 als folgenlos ausgeheilt angesehen wer
de
. Ebenso sei unstrittig, dass die Befunde
im Bereich der HWS und tiefen LW
S vorbestehend seien
.
Die Argumentation der Gutachter des
C._
, dass auch die Ausführungen von PD
Dr.
G._
nachzuvollziehen seien, da er den Beschwerdeführer seit 2002 kenne und daher beurteilen könne, ob vor dem Unfall keine vorbestehenden Beschwerden von Seiten der Wirbelsäule bestanden hätten,
fallen demgegen
über nicht ins Gewicht
:
Die Argumentation nach der Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausal
zusammenhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
., Urteil des Bun
desgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Weiter erachteten die Gutachter des
C._
das gemäss
Dr.
B._
am 2
4.
März 2015 festgelegte Zumutbarkeitsprofil rein von Seiten der eigentlichen BWK 12
Fraktur
her
als
mehr als grosszügig
.
Dies vermag zu überzeugen, war doch diese Fraktur, welche als einzige der Beeinträchtigungen der Wirbelsäule des Beschwerdeführers klar auf das Unfallereignis zurückzuführen ist, nicht geeig
net, länger andauernde Beschwerden zu verursachen.
Die Argumentation des Beschwerdeführers, dass e
s du
rch die Veränderung des BWK 12-
Wirbelk
örpers zu einer wegweisenden Verschlechterung der lumbalen Besch
werden gekommen sei, hielten die Gutachter des
C._
lediglich
für denk
bar,
was nicht dem
im Sozialversicherungsrecht
gefordertem Grad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit
(vgl. vorstehend E. 1.3)
entspricht.
Deutlich geht dies auch daraus hervor, dass die Gutachter des
C._
abschliessend festhielten, dass die beklagten Beschwerden der HWS und LWS bei nur unwesentlichen posttraumatischen Veränderungen des BWK 12 eher nicht als unfallkausal zu werden seien
,
auch wenn sie eine Unfallkausalität
nicht mit letzter Sicherheit
ausschliessen konnten
.
Da die
blosse
Möglichkeit der unfallbedingten Verursa
chung
der Beschwerden
nicht genügt
(vgl. vorstehend E. 1.5)
, und der erforder
liche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht g
e
geben ist,
besteht
damit
keine rechtliche Grundlage für eine
weitere
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.
4.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass gestützt auf die kreisärz
tliche Beurtei
lung von
Dr.
B._
vom März 2015
davon au
sgegangen werden kann, dass die weiter
bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallkausal sind, sondern dem degenerativen krankhaften Vorzustand
von LWS und HWS
und
damit
unfall
fremden
Ursachen zuzuschreiben sind, und
damit
hierfür keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin mehr besteht. Die Einstellung de
r Versicherungsleis
tungen per
1.
April 2015
erfolgte
demgemäss
korrekterweise, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
5
.1
Der Beschwerd
eführer beantragte
schliesslich
, dass die
Kosten
für das
C._
-
Gut
achten
vom
1
5.
September 2015
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen seien
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
4)
.
5
.2
Gemäss
Art.
45
Abs.
1 ATSG übernimmt der Versicherungsträger die
Kosten
der Abklärung, soweit er die
Massnahmen
angeordnet hat. Hat er keine
Mass
nahmen
angeordnet, so übernimmt er deren
Kosten
dennoch, wenn die
Mass
nahmen
für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil der nachträglich zugesprochenen Leistungen bilden (
Art.
45
Abs.
2 ATSG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts rechtfertigt es sich, die von der versi
cherten Person veranlasste Untersuchung einer vom Versicherer angeordneten Begutachtung gleichzustellen und diesem die entsprechenden
Kosten
aufzuerle
gen, wenn sich der medizinische Sachverhalt erst aufgrund der von der versi
cherten Person beigebrachten Untersuchungsergebnissen schlüssig feststellen lässt (
Urteil des
Bundesgerichts
U 143/04 vom 2
2.
Dezember 2004, E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei der Würdigung des medizinischen Sachverhalts
ist das Gutachten des
C._
vom 1
5.
September 2015
zwar mitberücksichtigt worden, es kann aber nicht gesagt werden, dass der medizinische Sachverhalt erst nach Beibringung dieser Expertise hätte schlü
ssig festgestellt werden können, zumal das Privatgutachten die Einschätzung der Beschwerdegegnerin bestätigte
. Demnach können die
Kosten
für das
Privatgutachten vom 1
5.
September 2015
nicht der
Besc
hwerde
gegnerin
auferlegt werden und sind vom Beschwerdeführer zu tragen.