Decision ID: 619cf506-2731-48f7-abcc-33dc76b5d7d3
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1957 geborene X._ war zuletzt als Reinigungs
mit
arbeiter bei der A._ im Pensum von 50 % angestellt und in dieser Funktion bei der Suva gegen die Folgen von Berufsunfällen, Nicht
berufsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Schadenmeldung vom 20. April 2011 (Urk. 8/1) hatte er am 2. März 2011 während der Arbeit beim Transport eines Gegenstandes eine Verletzung an mehreren Bereichen der oberen (richtig: unteren) Extremitäten links erlitten. Gemäss Bericht seines Hausarztes vom 13. April 2011 (Urk. 8/5 S. 2) hatte sich der Versicherte am Rücken, am linken Kniegelenk sowie am linken Fuss verletzt. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht (Urk. 8/46) und tätigte Abklärungen erwerblicher sowie medizi
nischer Art. Nach zwei Operationen am linken Knie fanden zwei stationäre Auf
enthalte in der Rehaklinik B._ statt. Während des ersten Aufenthaltes erlitt der Versicherte eine Skrotumkontusion (Urk. 8/112/1-2). Auch diesbezüg
lich erfolgten medizinische Abklärungen. Per 30. November 2012 wurde dem Versicherten gekündigt (Urk. 8/164). Am 6. Juni 2013 (Urk. 8/208) teilte ihm die Suva mit, dass es sich bei den geklagten Fussbeschwerden gemäss ihren Unterla
gen nicht mindestens wahrscheinlich um Unfallfolgen zum Ereignis vom 2. März 2011 handle. Vielmehr handle es sich um Folgen zu einem Ereignis in Ecuador etwa 2008. Hiergegen erhob der Versicherte am 19. Juni 2013 Einwände (Urk. 8/219/1
2). Es folgten weitere Abklärungen. Zwischenzeitlich hatte die Suva am 10. Juni 2013 auch eine weitere Leistungspflicht hinsichtlich der geklagten Rückenbeschwerden abgelehnt (Urk. 8/214).
1.2
Am 19. März 2014 erstattete die MEDAS C._, im Auftrag der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ein polydisziplinäres Gutachten (Urk. 8/295). Daraufhin nahm die Suva erneut Abklärun
gen
insbesondere hinsichtlich der linksseitigen Fussbeschwerden - vor. Mit chi
rurgischer Beurteilung vom 4. November 2014 (Urk. 8/321) nahm Dr. D._, Facharzt für Chirurgie sowie Arbeitsmedizin, von der Abteilung Versicherungs
medizin zum Sachverhalt am linken Fuss Stellung. Am 27. November 2014 fand eine kreisärztliche Untersuchung des Versicherten durch Dr. E._, Facharzt für Chirurgie, statt (Urk. 8/329). Nach weiteren Abklärungen erstattete Dr. E._ am 12. Januar 2015 eine ergänzende kreisärztliche Stellungnahme, einschliess
lich Beurteilung des Integritätsschadens (Urk. 8/346 f.).
Im Verlauf hatten sich auch Schulterbeschwerden manifestiert. Diesbezüglich hatte die Suva am 3. März 2014 ihre Leistungspflicht abgelehnt (Urk. 8/291).
1.3
Am 14. Januar 2015 orientierte die Suva den Versicherten über dem Fallabschluss mit Einstellung von Heilkosten- sowie Taggeldleistungen per 1. Mai 2015 (Urk. 8/348). Mit Verfügung vom 5. Februar 2015 (Urk. 8/353) verneinte die Suva den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente und sprach ihm eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10 % zu. Die hiergegen erhobene Einsprache (Urk. 8/357) wurde nach dem Eingang weiterer Unterlagen (Urk. 8/364) mit Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2016 (Urk. 2) abgewiesen.
2.
2.1
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 28. November 2016 (Urk. 1) Beschwerde und stellte folgende Anträge (S. 2):
«1. In Gutheissung der Beschwerde seien die Verfügung der Beschwerde
gegnerin vom 5. Februar 2015 sowie der Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2016 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu ver
pflichten, dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2015 eine Teil-Invaliden
rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 25 % sowie eine Integritäts
entschädigung von 20 % zu gewähren;
2. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen und danach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu befinden;
alles unter Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin.»
In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die Bewilli
gung der unentgeltlichen Rechtsvertretung.
2.2
In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2017 (Urk. 7) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (S. 2), was dem Beschwerde
führer mit Verfügung vom 10. Januar 2017 (Urk. 12) zur Kenntnis gebracht wurde. Am 4. April 2018 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ihre Honorarnote ein (Urk. 13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2. März 2011
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/aa).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfall
e
s genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungs
begründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbe
ginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE
125 V 351 E.
3b/ee). Das
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen
(BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4
)
.
Soll ein Versiche
rungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vor
zu
nehmen (BGE
142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in ihrem Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2016 (Urk. 2) den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali
denrente. Dabei berücksichtigte sie einzig die geklagten Kniebeschwerden und ging - der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. E._ vom 12. Januar 2015 fol
gend
davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit ganz
tags zumutbar sei. Gestützt hierauf ermittelte sie keine Einkommenseinbusse (S. 6 ff.). Hinsichtlich des Anspruchs auf eine Integritäts
entschädigung folgte die Beschwerdegegnerin ebenfalls der Beurteilung von Dr. E._ vom 12. Januar 2015 und schloss auf einen Integritätsschaden von 10 % (S. 8 f.).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2017 (Urk. 7) ergänzte die Beschwer
degegnerin, dass die geklagten Fussbeschwerden links gemäss beweiswertiger Würdigung von Dr. D._ vom 4. November 2014 nicht zu berücksichtigen seien, weil keine (frische) Schädigung des linken Fusses habe festgestellt werden können; hinsichtlich der Beurteilung der Knieproblematik sei Dr. E._ zu folgen, der regelrechte, intakte Verhältnisse am Knie aufgezeigt habe (S. 4 ff.). Weiter bestätigte sie die durchgeführte Invaliditätsbemessung (S. 6 f.) und die Integri
tätsentschädigung in der Höhe von 10 % (S. 7).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend (Urk. 1), es sei dem MEDAS-Gutachten folgend auf eine 30%ige Leistungsminderung aufgrund der Kniebe
schwerden links (Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigungen) zu schliessen und auch die Beschwerden am linken Fuss seien als Unfallfolge mitzuberücksichtigen. Die versicherungsinternen Ärzte hätten sich nicht mit dem Gutachten auseinan
dergesetzt (S. 5 ff.). Das Valideneinkommen sei weiter gestützt auf den Verdienst im Bereich Garten- und Landschaftsbau zu ermitteln, was zu einem Einkommen
von Fr. 53'037.-- führe (S. 8 f.). Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 39'805.--
resultiere ein Invaliditätsgrad von 25 %, eventualiter sei von einem Invalidi
tätsgrad von 17 % auszugehen (S. 9). Der Integritätsschaden betrage sodann 20 % (S. 10).
3.
Vorweg ist festzuhalten, dass betreffend die psychischen Beschwerden sowie die Rückenbeschwerden und die Skrotumkontusion im Zeitpunkt des Fallabschlusses im Januar 2015 (Urk. 8/348) unbestrittenermassen keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin (mehr) bestand. Diese sind somit bei der Beurteilung des Anspruchs auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung ausser Acht zu lassen. Bestritten und damit zu prüfen ist, ob hinsichtlich der linksseiti
gen Knie- sowie Fussbeschwerden ein Rentenanspruch sowie ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung besteht und - falls ja - wie dieser konkret ausfällt. In diesem Zusammenhang ist vorab hinsichtlich der linksseitigen Fussbeschwer
den zu prüfen, ob diese im Zeitpunkt des Fallabschlusses im Januar 2015 als natürlich kausal zum Unfallereignis vom 2. März 2011 angesehen werden können.
4.
4.1
Den medizinischen Akten ist im Zusammenhang mit den linksseitigen Fuss
be
schwerden im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:
4.1.1
Der Beschwerdeführer hatte im August 2005 in den USA einen Unfall erlitten, bei welchem ihm ein Motorrad von einer Rampe auf den linken Fuss gefallen war (Urk. 8/304 S. 1). Dies führte zu einer Metatarsalfraktur sowie einer Würfelbein
fraktur am linken Fuss. Es fanden zwei Operationen statt (Pinning der Meta
tarsalfraktur, offene Reposition und interne Fixation der Würfelbeinfraktur). Anlässlich einer Bildgebung vom 29. September 2005 waren die Pins intakt und die Frakturen waren ordnungsgemäss ausgerichtet und heilten gut. Es wurde fest
gehalten, dass keine Pins mehr nötig seien, die Fäden würden entfernt. Röntgen
aufnahmen vom 28. Oktober 2005 zeigten eine intakte Cuboidplatte sowie intakte Metallimplantate. Die Frakturlinie über dem zweiten Mittel
fuss
köpfchen sei immer noch sichtbar, aber die Ausrichtungen seien sowohl beim zweiten als auch beim dritten Metatarsalknochen akzeptabel. Am 13. Dezember 2005 waren die Inzisionen am linken Fuss gut verheilt. Es wurde eine gering
fügige Schwellung festgestellt. Eine abschliessende Untersuchung wurde für in sechs Wochen vor
gesehen (zum Ganzen: Urk. 8/304 f., 8/312).
4.1.2
Nach dem Unfallereignis vom 2. März 2011 wurde der linke Fuss bildgebend untersucht. Dem Bericht betreffend Magnetresonanztomographie (MRI/MRT) des Rückfusses links vom 20. April 2011 (Urk. 8/7) ist folgende Beurteilung zu ent
nehmen: «Unauffällige Darstellung des OSG und des USG sowie des medialen und lateralen Bandapparates. Deutlich eingeschränkte Beurteilbarkeit bei Osteosyn
thesematerial im Bereich des Mittelfusses».
4.1.3
Nach kreisärztlicher Untersuchung des Beschwerdeführers vom 5. März 2012 (Urk. 8/89) führte Dr. E._ aus, im beigelegten Befundbericht (E. 4.1.2) würden keine frischen posttraumatischen Veränderungen, die sich auf das neue Ereignis zurückführen liessen, beschrieben. Insgesamt sei aufgrund der Berichte eher nicht davon auszugehen, dass eine strukturelle Unfallfolge beziehungsweise eine richtungsweisende Verschlimmerung nachweisbar sei. Falls weiterhin Beschwer
den im oberen Sprunggelenk (OSG) beklagt würden, sei die Kausalitätsbeurteilung zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen (S. 6 f.).
4.1.4
Im Rahmen einer 3-Phasen-Skelettszintigraphie vom 12. März 2012 (Urk. 8/98) wurden Überlastungszeichen tarsometatarsal IV bis V festgestellt.
4.1.5
Anlässlich eines ersten stationären Aufenthaltes des Beschwerdeführers in der B._ vom 21. März 2012 bis 26. April 2012 (Urk. 8/112 S. 1) wurde eine Bildge
bung der Füsse beidseits angefertigt. Dem Röntgenbild vom 22. März 2012 ist folgender Befund zu entnehmen (Urk. 8/112 S. 8): «Im linken Fuss im lateralen Mittelfussbereich Plattenosteosynthese mit vermutlich Arthrodese Os cuboid mit Os cuneiforme lateral und teilweise auch Os naviculare. Ausserdem zeigt sich am linken Fuss eine deutliche Hallux valgus-Stellung der Grosszehe. Das USG erscheint bds. unauffällig. Das OSG rechts ist unauffällig, links knöcherne Aus
ziehungen der ventralen Tibiakante. Am rechten Fuss knöcherne Ausziehung am Oberrand des Os naviculare. Das Fussgewölbe erscheint bds. intakt».
Seitens der Orthopäden wurden die geklagten Beschwerden im Rahmen eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) gesehen. Die Röntgen
auf
nahmen des linken Fusses würden regelrechte Knochenstrukturen bei Platten
osteo
synthese einer älteren Mittelfussfraktur zeigen (Urk. 8/110 S. 2). Im Aus
trittsbericht vom 8. Mai 2012 (Urk. 8/112) wurde festgehalten, das Ausmass der physischen Einschränkung lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärungen sowie Diagnosen aus somatischer Sicht zumindest teilweise erklären (S. 4). Im Rahmen einer zweiten stationären Behandlung des Beschwerdeführers in der B._ vom 6. September bis 14. September 2012 (Urk. 8/169 S. 1) wurde hinsichtlich des linken Beines wiederum eine CRPS-Therapie empfohlen (S. 3). Die Bildgebung des linken Fusses zeigte dabei beginnende degenerative Veränderungen im Lisfranc bei Status nach Arthrodese Cuboid/Cuneiforme laterale mit intaktem Osteo
syn
these
material ohne
Lockerungszeichen (
Urk.
8/169 S. 9).
4.1.6
Anlässlich eines MRT des linken Fusses vom 18. Oktober 2012 (Urk. 8/186) wurde eine eingeschränkte Beurteilbarkeit bei Osteosynthesematerial im Bereich des Mittelfusses festgehalten. Es liege kein Knochenmarködem/keine Stressfraktur vor. Sodann bestünde keine ostoechondrale Läsion oder Knochennekrose im Mit
telfuss. Hinweise auf eine Arthritis oder Tendovaginitis bestünden nicht. Arthro
sezeichen lägen metatarsophalangeal auf der Höhe der Digestus I bis III vor. Es bestehe kein Gelenkserguss. Am 16. November 2012 (Urk. 8/174) zeigte sich bild
gebend eine beginnende Arthrose Digitus I, ein beginnender Hallux mit Arthrose auch in Digitus II und III, bei sonst korrektem Fussskelett (S. 3).
4.1.7
Am 4. Dezember 2012 wurde der linke Fuss in der Universitätsklinik F._ erneut geröntgt. Es zeigte sich folgender Befund (Urk. 8/185 S. 3): «Platten
osteo
synthese des Cuboids, keine Zeichen der Materiallockerung oder des Material
bru
ches. Hallux valgus sowie geringe MTP-I-Arthrose. Strähnige Osteo
penie. Kleiner plantarer Fersensporn».
4.1.8
Dr. E._ beurteilte die ganze Problematik in seiner Stellungnahme vom 1. Februar 2013 (Urk. 8/187) bei unauffälligem MRI und nicht mehr nachge
wiesenem CRPS als erheblich psychiatrisch überlagert.
4.1.9
Dr. G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte in seinem Bericht vom 22. April 2013 (Urk. 8/204) einen Status nach Osteosynthese Cuboidfraktur (Ecuador etwa 2008) sowie nach dislozierter Fraktur mit Pseudarthrose Os cuneiforme laterale. Das Röntgenbild des linken Fusses vom 4. April 2013 hatte dabei folgenden Befund gezeigt: «Das Chopart-Gelenk und das Intertarsalgelenk sind glatt begrenzt und nicht verschmälert. Am Cuboid gibt es eine komplexe Osteosynthese mit mehre
ren Platten ohne Stufe zum Chopart oder Lisfrancgelenk. Auffallend ist die unscharfe Begrenzung des Kuneiforme laterale mit einem dislozierten keilförmi
gen Knochenfragment, welches wie ein Keil zwischen die Basis des Metatarsale IV und Metatarsale III ragt. Die Köpfchen der Metatarsalia II und III zeigen nach Lateral, wahrscheinlich nach retrokapitaler Fraktur. Die Metatarsalia sind sonst unauffällig mit ordentlich kräftig ausgeprägter Kortikalis».
4.1.10
Am 26. Juni 2013 hielt Dr. E._ fest, in den echtzeitlichen Akten fänden sich keine Hinweise auf eine namhafte Traumatisierung des Fusses, so dass eine richtungsweisende Verschlimmerung höchstens möglicherweise vorliege (Urk. 8/222).
4.1.11
Im Bericht der Universitätsklinik F._ vom 9. Juli 2013 (Urk. 8/228) wurden eine fortgeschrittene, posttraumatische Chopart- und Lisfranc-Arthrose bei Status nach operativ-versorgter Cuboid-Fraktur (2. März 2011) sowie ein Hallux valgus links diagnostiziert. Das Röntgen des Fusses vom 4. Juli 2013 hatte eine Mittel
fussarthrose bei Status nach operativ-versorgter Cuboid-Fraktur gezeigt. Deutli
che Gelenksspaltverschmälerung Lisfranc. Im Chopart-Gelenk Hinweis auf beginnende Arthrose. Hallux valgus linksseitig. Es wurde festgehalten, dass ein erheblicher Leidensdruck schon seit zwei Jahren bestehe. Die Beschwerden seien eindeutig Unfallfolgen. Es sei eine erhebliche, posttraumatische Arthrose vor
han
den. Nach durchgeführter Computertomographie (
CT
)
entschied man sich bei voll
ständig konsolidierter Cuboid-Fraktur für die Entfernung des Osteosynthese
ma
terials. Die entsprechende Operation wurde am 1
4.
Oktober 2013 durchgeführt (
Urk.
8/262,
8/
272).
4.1.12
Am 12. Juli 2013 sprachen die Fachärzte der B._ hinsichtlich des bildgebend festgestellten Knochenfragments von einer unfallfremden Fussverletzung (Urk. 8/233).
4.1.13
Am 31. Juli 2013 berichtigte Dr. E._ den Bericht der Universitätsklinik F._ vom 9. Juli 2013 (E. 4.1.11) dahingehend, dass am 2. März 2011 keine Cuboid-Fraktur osteosynthetisiert worden sei. Weiter wiederholte er, dass sich in den echtzeitlichen Akten keine Hinweise auf eine namhafte Traumatisierung des Fusses fänden (Urk. 8/234).
4.1.14
Im MEDAS-Gutachten vom 19. März 2014 (Urk. 8/295) wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem eine fortgeschrittene post
traumatische Chopart- und Lisfranc-Arthrose links bei Status nach Fussdistorsion am 2. März 2011 sowie nach Os Cuboid-Fraktur links 2005 mit Plattenosteosyn
these versorgt, bei komplexer Fussverletzung, festgehalten (S. 51). Die Gutachter führten aus, dass das radiologisch festgestellte dreieckige Knochenfragment am linken Mittelfuss in der Höhe der Basis Metatarsalia 3/4 dorsal nach Osteosyn
thesematerialentfernung oder als Traumafolge ent
standen sein könne, es habe keinen Bezug zu einem Gelenk beziehungsweise einer direkt sichtbaren knöcher
nen Struktur und sei wahrscheinlich intraoperativ mit der Metallentfernung zu klären und gegebenenfalls zu entfernen (S. 55). Die zuletzt angefertigten Röntgenaufnahmen des linken Fusses (28. Januar 2014) zeigten fortgeschrittene degenerative Veränderungen im Bereich Calcaneocuboid und Tarsometatarsalge
lenk IV und V mit einer deutlichen Gelenk
spalt
ver
schmälerung. Sie würden als posttraumatische Arthrose nach komplexer Fussver
letzung 2005 gewertet. Das Trauma am 2. März 2011 mit Fussdistorsion links habe vermutlich eine Akti
vierung bei der vorbestehenden Arthrose aus
gelöst. Die Druckdolenz über dem Os cuboid als maximaler Schmerzpunkt weise auf einen Reizzustand des calcaneocuboidalen Gelenkabschnitts hin (S. 56). Im Rahmen der Beantwortung der Zusatzfragen wurde die aktivierte Mittel
fuss
arthrose links als unfallfremd beurteilt (S. 60).
4.1.1
5
Am 28. Juli 2014 hielt Dr. G._ fest, da das Knochenfragment im Bereich der Osteosynthese des Cuboids nicht im Zusammenhang mit einem bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfall stehe, sondern mit einem früher in Ecuador behandelten Unfall könne er wohl auch nicht zu Lasten der Beschwer
degegnerin weitere Behandlungen durchführen (Urk. 8/310 S. 1).
4.1.16
Mit SPECT-CT vom 8. Juli 2014 wurde in der Universitätsklinik F._ eine schwere aktivierte tarsometatarsale Arthrose V. mehr als IV. Strahl festgestellt. Es wurde die Indikation zur Arthrodese TMT-IV und V des linken Fusses gestellt, gegebenenfalls calcaneocuboidal (Urk. 8/317 S. 2).
4.1.17
Am 4. November 2014 nahm Dr. D._ eine chirurgische Beurteilung hinsichtlich der Beschwerden am linken Fuss vor (Urk. 8/321). Darin hielt er fest, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit, und zwar vor dem hier zu diskutierenden Ereignis vom 2. März 2011, eine schwere Fussverletzung erlitten habe, sei nach der ersten Röntgenuntersuchung des Fusses evident gewesen. Diese in der B._ am 22. März 2012 angefertigten Bilder würden - ein Jahr nach dem Unfall
ereig
nis
eine Osteosynthese an der linken Fusswurzel zeigen. Einzelheiten zu dieser Verletzung und der operativen Behandlung seien erst im Juli 2014 bekannt geworden, insbesondere der Operationsbericht vom 15. September 2005. Ein singu
lärer Bericht aus der Kardiologischen Abteilung eines Spitals in Ecuador aus dem Jahre 2007 gebe keine weiteren Hinweise auf zusätzliche Verletzungen des linken Fusses. Originale Röntgenaufnahmen betreffend die Fuss-Verletzung im Jahre 2005 hätten nicht mehr beschafft werden können. Den Berichten sei zu entnehmen, dass dem Beschwerdeführer ein Motorrad auf den linken Fuss gefallen sei und hierdurch Brüche des Würfelbeins und des zweiten und des dritten Mittelfussknochens links verursacht worden seien. Alle drei Frakturen seien osteosynthetisch versorgt worden; das Osteosynthesematerial aus den Mit
tel
fussknochen sei noch in den USA wieder entfernt worden, das Material am Würfelbein sei belassen und erst am 14. Oktober 2013 in der Universitätsklinik F._ entfernt worden. Ein detaillierter Operationsbericht über diesen Eingriff und allfällige bei der Operation sonst noch durchgeführten therapeutischen Ein
griffe liege nicht vor. Mittlerweile sei die Diagnose einer fortgeschrittenen Arthrose im Chopart- und im Lisfranc-Gelenk des linken Fusses objektiviert. Die in der Universitätsklinik F._ initial explizit vorgenommene kausale Attribu
tion dieser Arthrosen zum Ereignis vom 2. März 2011 sei mit Sicherheit unzu
treffend. Weder die Cuboidfraktur noch die Arthrosen der Fusswurzelgelenke noch der Hallux valgus links stellten eine Folge des Ereignisses vom 2. März 2011 dar (S. 4).
Im Rahmen der Stellungnahme zum MEDAS-Gutachten vom 19. März 2014 führte der Facharzt abschliessend aus, die erste Bildgebung des linken Fusses sei in der B._ ein Jahr nach dem Unfallereignis erfolgt und habe keine Hinweise auf tatsächliche strukturelle Läsionen ergeben, die eindeutig dem Ereignis vom 2. März 2011 hätten kausal zugeordnet werden können. Insofern könne kein zum Unfall vom 2. März 2011 eindeutig kausales, somatisches Korrelat für die geklag
ten Beschwerden objektiviert werden. Mittlerweile habe durch neu beschaffte medizinische Unterlagen objektiviert werden können, dass eine schwerwiegende Fusswurzelverletzung links im September 2005 operativ behandelt worden sei.
Die jetzt diagnostizierten Arthrosen in diesem Bereich seien natürlich kausal zu dieser Verletzung im Jahr 200
5.
Dass eine richtungsgebende Verschlimmerung dieser Arthrosen durch das Ereignis vom 2. März 2011 verursacht worden sei, sei in Anbetracht der Tatsache, dass tatsächliche, strukturelle Läsionen am linken Fuss ausweislich der vorliegenden Dokumentation nicht verursacht worden seien, unwahrscheinlich. Auch eine Beschleunigung der arthrotischen Veränderungen, welche als indirekter Hinweis auf eine richtungsgebende Verschlimmerung zu interpretieren wäre, sei bildgebend nicht ausgewiesen (S.
6
).
4.2
4.2.1
Dr. D._
nahm seine
Beurteilung vom 4. November 2014 (E. 4.1.17) in Kenntnis der Aktenlage vor. Nachdem es sich um die Beurteilung der natürlichen Kausalität handelte, erübrigte sich eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers. Den dargelegten Akten (E. 4.1) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Jahre 2005 eine Metatarsalfraktur sowie eine Würfelbeinfraktur am linken Fuss erlitten hatte, die beide operativ behandelt wurden. Im Nachgang zum Unfaller
eignis vom 2. März 2011 konnten bildgebend keine strukturellen Folgen festge
stellt werden, dafür zeigten sich im Verlauf degenerative Veränderungen. Es wurde auf einen Status nach (dislozierter) Fraktur geschlossen. Das im April 2013 entdeckte Knochenfragment und auch die Arthrose wurden in Zusammenhang mit der erlittenen (Cuboid)-Fraktur gebracht, wobei die Ärzte der Universitätskli
nik F._ fälschlicherweise von einer im Jahre 2011 erlittene Fraktur ausgin
gen, weshalb nicht auf ihre Kausalitätsbeurteilung abgestellt werden kann.
4.2.2
In Übereinstimmung mit Dr. D._ führten auch die MEDAS-Gutachter die post
traumatische Arthrose auf die Fussverletzung aus dem Jahre 2005 zurück. Sie schlossen im Zusammenhang mit dem Trauma vom 2. März 2011 jedoch auf eine vermutliche Aktivierung der vorbestehenden Arthrose. Diese Schlussfolgerung rechtfertigt sich - wie Dr. D._ ausführte - mit Blick auf die fehlenden struktu
rellen Folgen des Unfalls vom 2. März 2011 am linken Fuss nicht. Im Übrigen hielten die MEDAS-Gutachter - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 6) - eine Aktivierung der Arthrose lediglich für möglich. Bei dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit genügt dies nicht für die Annahme einer natürlichen Kausalität. Schliess
lich erachteten die Gutachter die aktivierte Mittelfussarthrose abschliessend als unfallfremd, was widersprüchlich zu ihrer vorangehenden Beurteilung erscheint, wonach das Trauma vom 2. März 2011 zu einer Aktivierung der Arthrose geführt habe. Aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht bestehen damit Zweifel an der gutachterlichen Würdigung der Sachlage betreffend die Kausalitätsfrage. Zur Frage der Aktivierung respektive richtungsgebenden Verschlimmerung der Arthrose durch das Unfallereignis vom 2. März 2011 nahm Dr. D._ ausdrücklich Stellung und führte aus, dass hierzu aufgrund der fehlenden strukturellen Läsio
nen nicht auszugehen sei. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 7) leuchtet diese Beurteilung ein, da es beim Unfallereignis zu keinen frischen traumatischen Läsionen gekommen ist, welche die unbestrittenermassen vorbe
stehende Arthrose wesentlich ver
schlimmert haben könnten.
4.2.3
Insgesamt ist damit festzuhalten, dass die Verneinung der natürlichen Kausalität zwischen den am linken Fuss geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 2. März 2011 im Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht zu beanstanden ist.
5.
5.1
Die
linksseitigen Kniebeschwerden
sind
unbestrittenermassen auf das Unfaller
eignis vom 2. März 20
11 zurückzuführen. Inwiefern
diesbezüglich auf Einschrän
kungen zu schliessen ist, ist nachfolgend zu prüfen. De
n
Akten ist hierzu Folgen
des zu entnehmen:
Am 17. Mai 2011 wurde das linke Knie ein erstes Mal operiert. Im Operations
be
richt (
Urk.
8/6) wurden die Diagnosen einer Kniegelenksverletzung links vom 12. Mai
(richtig wohl März)
2011 mit Hinterhornläsion
des
mediale
n
Meniskus sowie vordere
r
Kreuzbandruptur gestellt. Es wurde eine Arthroskopie des linken Knies, eine Teilmeniskektomie dorso-medial und lateral sowie eine Teilsynevek
tomie durchgeführt.
Eine zweite Operation des linken Knies fand am 7. September 2011 statt. Dem Operationsbericht (
Urk.
8/26) sind die Diagnosen einer Kniegelenksverletzung links vom 12. Mai
(richtig wohl März)
2011 mit Hinterhornläsion
des
mediale
n
Meniskus sowie vorderer Kreuzbandruptur
mit
persistierender vorderer Instabili
tät und
ein Status nach Arthroskopie des Knies links und Teilmeniskektomie am 17. Mai 2011 zu entnehmen. Es wurde eine Kniegelenksarthroskopie links mit Ersatzplastik des vorderen Kreuzbandes mit Semitendinosussehne 4-fach durch
geführt. Postoperativ zeigte sich nach kurzzeitiger Besserung ein protrahierter Verlauf
bei
unklare
r Schmerzproblematik
(
Urk.
8/36, 8/44, 8/65, 8/68, 8/74).
5.1.
2
Nach kreisärztlicher Untersuchung des Beschwerdeführers am 5. März 2012 (
Urk.
8/89) diagnostizierte
Dr. E._ unter anderem
eine chronische medialbetonte Gonalgie links mit/bei Status nach medialer und lateraler Teilmeniskektomie sowie Syn
o
vektomie am 17. Mai 2011
und
nach vorderer Kreuzband
ersatz
plastik am 7. September 2011, klinisch keine Hinweise auf eine CRPS
(
S. 5). Klinisch finde sich eine medialbetonte Druckdolenz. Lateral sei das Kniegelenk weitgehend
schmerzarm. Retropatelläre Bes
c
h
werden könnten provoziert werden. Die Beweg
lichkeit sei eingeschränkt, wobei im Sitzen bei locker hängendem Bein eine bessere, passive Flexion als im Liegen möglich sei. Klinische Hinweise auf ein CRPS fänden sich im aktuellen Untersuch und in den vorliegenden Akten nicht. Seiner Ansicht nach sei die Ausprägung der Beschwerden aufgrund der klinischen Befunde sowie der vorliegenden MRI-Berichte nicht vollumfänglich organisch erklärbar. Die Muskulatur sei ordentlich aufgebaut und vor allem im Sitzen sei die Beweglichkeit des Kniegelenks besser. Teilweise sei das Knie aufgrund der Palpationsschmerzen kaum untersuchbar gewesen. Er werde den Beschwerde
führer zur weiteren Abklärung noch für eine 3-Phasen-Skelettszintigraphie
(vgl. dazu Urk. 8/98-99)
anmelden. Zur Optimierung der Therapie werde er ihn zudem für ei
ne stationäre Rehabilitation
anmelden. Seines Erachtens sollte es aufgrund der klinischen Befunde rasch möglich sein, die Stöcke weglegen zu können (S. 6).
5.1.
3
Es folgten weitere Abklärungen, insbesondere zwecks Eruierung der Ursache der Schmerzproblematik am linken Knie
,
wobei das Vorliegen eines CRPS aufgrund der unauffälligen Klinik nicht restlos bestätigt werden konnte.
Dr. E._
schloss
am 1. Februar 2013 auf eine psychische Überlagerung (
Urk.
8/110, 8/112, 8/118 ff., 8/124, 8/159, 8/169, 8/174, 8/185, 8/187).
5.1
.4
Im
MEDAS-Gutachten
vom 6. Februar 2014 (
Urk.
8/295) wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem eine chronische Gonalgie links bei starkem Beugedefizit und geringem Streckdefizit sowie eine mässige medial betonte und femoropatellare Gonarthrose links bei Status nach medialer und lateraler Teilmeniskektomie und Synovektomie (17. Mai 2011), Status nach vorderer Kreuzbandplastik mittels 4-facher Semitendinosussehne (7. September 2011) sowie Verdacht auf Arthrofibrose, Briden Kniegelenk links
und
Muskelatro
phie des Oberschenkels links (- 3cm)
festgehalten (S. 51 f.).
Die
Gutachter führten aus, im radiologischen Befund lasse sich eine diskrete Degeneration femoropatellar mit osteophytärer Randausziehung am Patellarand kranial nachweisen. Das mediale femorotibiale Gelenkkompartiment sei leicht verschmälert gewesen. Diese leichten degenerativen Veränderungen seien nicht für
die
objektiv vorliegende Beugehemmung des linken Kniegelenks ursächlich. Während der Exploration werde das linke Bein mit zwei Unterarmgehstöcken entlastet. Das Gangbild sei mühsam. Es bestehe eine deutliche Muskelatrophie des linken Oberschenkels bei einer Umfangsdifferenz von -3 cm. Die Beweglichkeit der Kniegelenke betrage in Extension/Flexion rechts 0-0-130°, links 0-10-30°, die ausgeprägte Funktionseinschränkung mit Schmerzangabe bei Flexion und Exten
sion des linken
Kniegelenks schränke
den Beschwerdeführer erheblich ein. Hin
weise für eine akute Gelenkentzündung, CRPS-Symptomatik mit vermehrter Schweisssekretion hätten sich nicht gefunden. Die subjektiv beklagten Beschwer
den des Beschwerdeführers seien objektivierbar. Aus orthopädischer Sicht sei es durch die relativ kurz hintereinander folgenden Eingriffe zu Vernarbungen und muskulofascialen und tendinogenen Reaktionen gekommen. Fraglich sei, ob es zu einer Arthrofibrose des linken Kniegelenkes gekommen sei. Die therapeuti
schen Möglichkeiten seien hier begrenzt. Es könne durch eine erneute arthrosko
pische Operation die intraartikuläre und die Kreuzbandsituation überprüft wer
den.
(S. 55).
Die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit beurteilten die Gutachter als nicht mehr gegeben. Bei einer voll adaptierten Tätigkeit werde nach abgeschlossenem Heilungsverlauf von Seiten des linken Kniegelenkes von einer mindestens 30%igen Leistungsminderung auszugehen sein aufgrund der Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigungen bei anzunehmend
er
Verlangsamung und
vermehr
tem
Pausenbedarf (S. 58 f.).
5.1.
5
Nach kreisärztlicher Untersuchung des Beschwerdeführers vom 27. November 2014 (
Urk.
8/329) diagnostizierte
Dr. E._
eine erhebliche Funktionseinschrän
kung
am
Knie links mit/bei Status nach arthroskopischer Teilmeniskektomie medial sowie nach vorderer Kreuzbandersatzplastik (S. 7). Die erhebliche Bewe
gungseinschränkung sei seiner Ansicht nach aufgrund der Akten nicht vollum
fänglich nachvollziehbar. Vor allem könne er sich schwer vorstellen, wie sich über mehrere Monate langsam eine so ausgeprägte Arthrofibrose ausbilden könne. Ebenfalls stelle er die Diagnose eines CRPS in Frage. Trotz der Beurteilung der
B._
habe durch die Rheumatologen der
Universitätsklinik F._
kein florides CRPS festgestellt werden können. Seines Erachtens sollten aufgrund der chronischen Schmerzsymptomatik weitere operative Eingriffe nur mit äusserster Zurückhaltung
durchgeführt
werden. Da aber im Jahr 2012 die Szintigraphie pathologisch gewesen sei, werde er den Beschwerdeführer nochmals für eine Ver
laufsszintigraphie anmelden. Zudem werde er eine Arthro-MRI-Untersuchung veranlassen.
Nach durchgeführter
3-Phasen-Skelett-Szintigraphie
und SPECT-CT des linken Knies
vom 9. Dezember 2014 (
Urk.
8/335)
sowie
MR des linken Knies (
Urk.
8/338) nahm
Dr. E._
a
m 12. Januar 2015
(Urk. 8/346) erneut
zum medizinischen Sach
verhalt hinsichtlich der linksseitigen Knieproblematik Stellung und führte aus, die aktuell durchgeführte Bildgebung weise bezüglich der vorderen Kreuzband
ersatzplastik einen weitgehend unauffälligen Befund auf. Vor allem habe keine relevante Hyperaktivität als Hinweis auf ein florides CRPS nachgewiesen werden können. Passend zur klinisch festgestellten Quadricepsatrophie fänden sich Hin
weise auf eine generelle Minderbelastung des linken Beines. Der MRI-Befund zeige ebenfalls unauffällige postoperative Verhältnisse auf. Insgesamt sei die erheblich eingeschränkte aktive Kniefunktion aufgrund der Bildgebung nicht konklusiv erklärbar. Der Beschwerdeführer
wolle
eine Kniemobilisation in Narkose nicht durchführen lassen
,
weshalb
er
sich für die Beurteilung der Unfall
folgen an die Bildgebung
halte
. Es fänden sich keine Hinweise auf eine relevante Arthrofibrose. Auch seien die arthrotischen Veränderungen als leicht bis mässiggradig zu beurteilen. Entsprechend könne aufgrund der radiologischen Untersuchung die erhebliche Funktionseinschränkung nicht erklärt werden. Auch sei das Ausmass der Beschwerden nicht vollumfänglich organisch erklärbar. Auf
grund der weitgehend unauffälligen Bildgebung sei eine deutlich bessere Knie
funktion zu erwarten und die Belastbarkeit sollte ebenfalls namhaft gesteigert werden können. Entsprechend werde er aufgrund dieser Befunde bei nur partiell erklärbaren Beschwerden das Zumutbarkei
tsprofil theoretisch herleiten.
Dem Beschwerdeführer sollte ganztags eine leichte bis mittelschwere, wechselbe
lastende Arbeit zugemutet werden können. Aufgrund einer zu erwartenden pro
gr
e
dienten Gonarthrose sollte das Begehen von unebenem Gelände, das wieder
holte Besteigen von Treppen und Leitern und auch
das Einnehmen von Zwangs
haltung
en wie Knien und Kauern gemieden werden (S. 2).
5.2
5.2.1
Dr. E._
nahm seine
abschliessende
Beurteilung vom 12. Januar 2015 (E. 5.1.11) nach persönlicher Untersuchung des Beschwerdeführers sowie zusätzlich durch
geführter Bildgebung vor.
Die geklagten Funktionseinschränkungen wur
den
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 7) - in die Beur
teilung einbezogen, weshalb zusätzlich zur klinischen Untersuchung des Beschwerde
führers Bildgebungen veranlasst wurden. In der Folge
konnte sowohl das Vor
liegen einer CRPS-Symptomatik als auch einer Arthrofibrose, welche die geklag
ten Funktionsstörungen im Sinne einer eingeschränkten Beweglichkeit des linken Knies
sowie die Schmerzen
erklären könnten, ausgeschlossen werden. Wie auch die MEDAS-Gutachter ausführten, können die leichten degenerativen Verände
rungen
sodann
nicht für
die geklagte
Beugehemmung des linken Kniegelenks ursächlich angesehen werden (E. 5.1.
4
). Nachdem somit weder die degenerativen Veränderungen noch andere Aspekte die geltend gemachte
n
Beschwerden
am linken Knie plausibilisieren können, sind diese - entgegen der Ansicht der MEDAS-Gutachter (E. 5.1.
4
) - nicht
vollumfänglich
objektivierbar.
5.2.2
Das MEDAS-Gutachten aus dem Jahre 2014, auf welches sich der Beschwerde
führer in seiner Beschwerdeschrift vom
28. Oktober 2016
beruft (Urk.
1), war dagegen in einem Zeitpunkt erstattet worden, als der medizinische Endzustand und damit der Zeitpunkt für die Beurteilung einer Invalidenrente sowie einer Integritätsentschädigung noch nicht erreicht war. Die
Einschätzung
, wonach nach abgeschlossenem Heilungsverlauf von Seiten des linken Kniegelenkes von einer mindestens 30%igen Leistungsminderung
auszugehen sei
, war prognosti
scher Natur.
Im Rahmen der
aktuelle
n
kreisärztliche
n
Beurteilung
von
Dr. E._
konnte diese Prognose nicht bestätigt werden.
Zudem fällt auf, dass die Gutachter darauf verzichteten, eine aktuelle Bildgebung zu veranlassen
(Urk. 8/295 S. 32)
.
Damit wurden die geklagten Beschwerden durch die Gutachter keiner Objektivierung unterzogen, was Dr. E._ am 27. November 2014 zu Recht kritisierte (Urk. 8/329 S. 8).
Die hernach durch Dr. E._ in Auftrag gegebenen
Bildgebung
en
zeigten dagegen auf, dass die Beschwerden nicht vollumfänglich erklärbar sind. Die
Beurteilung der MEDAS-Gut
achter vermag damit
insbesondere aufgrund der Unvollständigkeit der ihr zugrundeliegenden Abklärungen keine
Zweifel am Beweiswert der kreisärztlichen Beurteilung von
Dr. E._
zu erwecken. Mit
Letzterem
ist auf eine ganztägige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit zu schliessen (E. 5.1.
4
).
Eine weitere kreisärztliche Auseinandersetzung mit dem Gutachten kann - aufgrund des infolge Unkenntnis der genannten Aktenlage fehlenden Beweiswerts - als entbehrlich erachtet werden (Urk. 1 S. 7).
6.
Zusammenfassend ist
aufgrund des Dargelegten
festzuhalten, dass die geklagten linksseitigen Fussbeschwerden im Zeitpunkt des Fallabschlusses mangels natür
licher Kausalität zum Unfallereignis vom 2. März 2011 zu Recht nicht in die Beurteilung des Anspruchs auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschä
digung eingeflossen sind. Im Zusammenhang mit den Knieb
eschwerden links ist sodann
der Zumutbarkeitsbeurteilung
von Dr. E._ zu folgen, wonach
dem Beschwerdeführer eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Arbeit
ganz
tags
zugemutet werden
kann
. Aufgrund einer zu erwartenden progr
e
dienten Gonarthrose sollte das Begehen von unebenem Gelände, das wiederholte Bestei
gen von Treppen und Leitern und auch
das Einnehmen von Zwangshaltung
en wie Knien und Kauern gemieden werden
(E. 5.1.4)
. Gestützt hierauf ist nachfol
gend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung zu beurteilen.
7.
7.1
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) das Erwerbs
ein
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
7.2
7.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
Bei der Festsetzung des Valideneinkommens ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berücksich
tigen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist aller
dings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen beruflichen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksichtigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29; AHI 1998 S. 166 E. 5a, I 287/95; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97 E. 3b, U 110/92; Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2010 vom 24. November 2010 E. 4.2 mit Hinweisen).
7.2.2
Gemäss Mitteilung des ehemaligen Arbeitgebers des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin vom 26. Juni 2013, war der Beschwerdeführer für Reini
gungsarbeiten nicht geeignet und hätte im Jahre 2011 daher mit der Kündigung rechnen müssen, auch ohne Unfall (Urk. 8/224). Damit ist nicht mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Zeit
punkt der Prüfung des Rentenanspruchs im Jahre 2015 noch bei der A._ gearbeitet hätte. Zwecks Ermittlung des Valideneinkommens sind somit die Tabellenwerte gemäss (LSE) des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen.
In diesem Zusammenhang ist auf das Vorbringen einzugehen, die Tätigkeit im Reinigungsdienst sei lediglich ein Übergangsjob gewesen und der Beschwerde
führer sei aufgrund seiner Ausbildung als Agronom auf der Suche nach einer Stelle in diesem oder einem verwandten Bereich gewesen. Ihm sei daher als Valideneinkommen der Verdienst einer im Garten- und Landschaftsbau tätigen Person anzurechnen (Urk. 1 S. 8 f.). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass den Akten keine Hinweise darauf zu entnehmen sind, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich in eine Tätigkeit im Bereich Garten- und/oder Landschaftsbau gewechselt hätte: Der Beschwerdeführer reiste gemäss eigenen Angaben am 23. Juli 2010 in die Schweiz ein. Aufgrund fehlender Sprachkenntnisse vermochte er keine Anstellung als Agrar-Ingenieur zu finden. Per 1. Oktober 2010 gelang es ihm schliesslich, eine Teilzeitstelle bei der A._ anzutreten (Urk. 8/16 S. 2). Dort arbeitete er bis zum in Frage stehenden Unfallereignis vom 2. März 2011 (Urk. 8/1). Hinweise auf einen bevor
stehenden Berufswechsel fehlen in den Akten, weshalb rechtsprechungsgemäss eine berufliche Entwicklung ausser Acht zu bleiben hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_368/2017 vom 3. August 2017 E. 4.1).
Zur Bemessung des Valideneinkommens ist daher auf Tabellenwerte der Branche Reinigung abzustellen. Im Jahre 2014 verdienten Männer in dieser Branche Fr. 4'443.-- (LSE 2014, TA1, Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Position 77, 79-82, Kompe
tenzniveau 1, Männer). Dies entspricht einem Jahreseinkommen von Fr. 53'316.
- (Fr. 4'443.-- x 12). Aufindexiert auf das vorliegend massgebliche Jahr 2015 (Tabelle T 1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011-2016, Position 77
82) sowie angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit von 42.1 Wochenstunden im Jahre 2015 (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilungen T 03.02.03.01.04.01, Position 77+79-82) resultiert hieraus ein Vali
deneinkommen von Fr. 56'006.55 (Fr. 53'316.-- x 103.2/103.4 x 42.1/40).
7.3
7.3.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/aa).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen
LSE
herangezogen werden (BGE 139 V 592
E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1,
126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeit
punkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (
BGE 143 V 295 E. 4.1.3
; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevi
sionen vgl.
BGE 143 V 295 E. 4.2.2,
142 V 178 E. 2.5.8.1
,
133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug der
Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalidenein
kommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (v
gl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3,
135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
7.3.2
Der Beschwerdeführer hat seit dem Unfallereignis vom 2. März 2011 keine beruf
liche Tätigkeit mehr ausgeübt. Zur Ermittlung des Invalideneinkommens ist daher auf Tabellenlöhne abzustellen. In angepasster Tätigkeit hätte der Beschwerde
führer im Jahre 2014 ein Einkommen von Fr. 5'312.-- pro Monat verdienen können (LSE 2014, TA1, Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompe
tenz
niveau und Geschlecht, Privater Sektor, Total, Kompetenzniveau 1, Männer). Dies ent
spricht einem Jahreseinkommen von Fr. 63'744.-- (Fr. 5'312.-- x 12). Auf
inde
xiert auf das Jahr 2015 (Tabelle T 1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011
2016, Total) und angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Wochen
stunden im Jahr 2015 (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen T 03.02.03.01.04.01, Total) resultiert hieraus ein Invalidenein
kommen von Fr. 66'646.30 (Fr. 63'744.-- x 103.5/103.2 x 41.7/40). Unter Berück
sichtigung des durch die Beschwerdegegnerin gewährten, unbestritten gebliebe
nen (Urk. 1 S. 9) leidensbedingten Abzuges von 10 % (Urk. 2 S. 7) ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 59'981.65 (Fr. 66'646.30 x 0.9).
7.4
Da das Invalideneinkommen höher ist als das Valideneinkommen, erfolgte die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente durch die Beschwerdegegne
rin zu Recht.
8.
8.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschä
digung.
8.2
Zur Beurteilung dieser Frage ist von der durch Dr. E._ gestellten unfallkausalen Diagnose einer teilweise objektivierbaren Funktionseinschränkung des linken Knies mit/bei Status nach arthroskopischer Teilmeniskektomie medial sowie nach vorderer Kreuzbandersatzplastik auszugehen (E. 5.1.5, Urk. 8/347 S. 1). Nach durchgeführter Bildgebung (3-Phasen-Skelett-Szintigraphie vom 9. Dezember 2014 sowie MRI des Knies links vom 11. Dezember 2014, E. 5.1.5) hielt der Kreis
arzt in seiner Beurteilung vom 12. Januar 2015 (Urk. 8/347) fest, in der Bildge
bung werde eine
leichte, femorotibial betonte Gonarthrose aufgezeigt.
Es sei auf
grund der medialen Teilmeniskektomie und des dargestellten Knorpelschadens eine Zunahme der Arthrose in Zukunft zu erwarten, weshalb mindestens eine mässige Gonarthrose im unteren Referenzbereich der Fein
rastertabelle 5 erreicht werde. Die Referenzwerte der mässigen Pangon
arthrose lägen zwischen 10 und 30 %. Bei nur partiell organisch erklärbaren Beschwerden und femorotibial betonten Degenerationen könne der untere Referenz
wert von 10 % gutgeheissen werden (S. 1).
8.3
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3).
Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar
war (Abs. 4
)
.
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen)
häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet
. Für die darin genannten Integritäts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädi
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3).
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätli
chen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicher
ten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
8.4
Der Schluss von Dr. E._ auf eine leichte Gonarthrose ist nicht zu beanstanden, stimmt sie doch mit der Beurteilung der MEDAS-Gutachter überein, welche auf
grund der radiologischen Befunde auf «diskrete Degenerationen» schlossen (Urk. 8/295 S. 55). Die geltend gemachten Funktionseinschränkungen konnten weiter mittels der Bildgebung nicht plausibilisiert werden (E. 5.2.1). Da diese so
mit nicht objektivierbar sind, können sie bei der Beurteilung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung nicht mitberücksichtigt werden. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei zur Festlegung des Integritätsschadens die Tabelle 2 «Funktionsstörungen untere Extremitäten» heranzuziehen (Urk. 1 S. 10), zielt daher ins Leere. Bei einer mässigen Pangonarthrose wird gemäss Suva Tabelle 5 ein Integritätsschaden von 10 bis 30 % festgelegt. Beim Beschwerdeführer wurde zu Recht unter Berücksichtigung des weiteren voraussehbaren Verlaufs eine mässiggradige Gonarthrose anerkannt. Die Einschätzung des Schadens auf 10 % infolge nicht vollumfänglicher Nachvollziehbarkeit der geklagten Beschwerden ist nicht zu beanstanden und der Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädi
gung nicht gerechtfertigt.
9.
Aufgrund der beweiswertigen kreisärztlichen respektive versicherungsmedizi
ni
schen Beurteilungen kann auf weitere Abklärungen, insbesondere die Einholung eines Gerichtsgutachtens (Urk. 1 S. 2, 11), verzichtet werden (antizipierte Beweis
würdigung, BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
10.
10.1
Der Beschwerdeführer beantragte schliesslich die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung im Beschwerdeverfahren (Urk. 1 S. 2, S. 11 f., Urk. 9 ff.).
10.2
10.2.1
Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) wird einer Partei auf ihr Gesuch hin eine unentgeltliche Rechtsvertretung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, den Prozess selber zu führen, ihr die nötigen Mittel fehlen und der Prozess nicht als aussichtslos erscheint.
Mittellosigkeit im Sinne des prozessualen Armenrechts setzt voraus, dass die Gesuch stellende Person sämtliche eigenen Hilfsmittel zur Finanzierung des Pro
zesses erschöpft hat.
10.2.2
Den Beschwerdeführer trifft im Verfahren betreffend die
unentgeltliche
Rechts
pflege eine umfassende Mitwirkungsobliegenheit (vgl. etwa Urteile des Bundes
gerichts 4A_264/2014 vom 17. Oktober 2014 E. 3.2 und 4A_403/2013 vom 11. Oktober 2013 E. 3.2.2). An die klare und gründliche Darstellung der finan
ziellen Situation durch die gesuchstellende Person dürfen umso höhere Anforde
rungen gestellt werden, je komplexer die Verhältnisse sind (BGE 120 Ia 179 E. 3a). Das Gericht hat weder den Sachverhalt von sich aus nach jeder Richtung hin abzuklären, noch unbesehen alles, was behauptet wird, von Amtes wegen zu überprüfen (Urteil des Bundesgerichts 4A_114/2013 vom 20. Juni 2013 E. 4.3.1). Schliesslich steht es dem Gericht frei, für die Abklärung der finanziellen Voraus
setzungen einen Fragebogen einzuverlangen (Urteil des Bundesgerichts 9C_606/2013 vom 7. März 2014 E. 2.1.3).
10.3
Mit Verfügung vom
5. Dezember 2016
(Urk.
4
) wurde der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer aufgefordert, das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit vollständig auszufüllen und dieses dem Gericht unter Beilage sämt
licher Belege zur finanziellen Situation einzureichen. Damit verbunden war die Androhung, dass bei ungenügender Substantiierung oder fehlenden respektive ungenügenden Belegen zur finanziellen Situation davon ausgegangen
werde
, dass keine prozessuale Bedürftigkeit besteht.
Am
5. Januar 2017
übermittelte der Beschwerdeführer das ausgefüllte Formular (Urk. 10).
Diesem sind keinerlei Angaben zu seiner finanziellen Situation zu ent
nehmen. Dem Formular beigelegt wurde allein ein Schreiben des Sohnes des Beschwerdeführers, wonach Letzterer seit Mai 2015 bei ihm lebe und er finanziell für ihn sorge, soweit dies möglich sei (Urk. 11).
Aufgrund
dieser Unte
rlage kann nicht rechtsgenügend auf Bedürftigkeit geschlossen werden
. Zudem behauptete er, kein Konto zu haben, obwohl er selbst gegenüber der Invalidenversicherung ein solches angegeben hat (Urk. 8/77/6).
Zusammengefasst hat der Beschwerdeführer in Missachtung seiner Mitwirkungs
obliegenheiten
seine
finanziellen Verhältnisse
überhaupt
nicht belegt. Bei dieser Sachlage ist – wie mit Verfügung vom
5. Dezember 2016
(Urk.
4
) angedroht – davon auszugehen, dass keine prozessuale Bedürftigkeit besteht. Unter diesen Umständen kann dem Gesuch um
unentgeltliche
Rechts
pflege nicht stattge
geben werden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_173/2016 vom 17. Mai 2016 E.
5).