Decision ID: f6487916-992b-4f66-9451-fba56be8c0cf
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die
1973
geborene
X._
,
verheiratet und
Mutter
zweier in den Jahren 1998 und 1999 geborener Kinder,
reiste
am 29. Juni 2002 in die Schweiz ein, wo
sie als Hausfrau tätig war
(Urk. 14/6).
Am
17. September 2013 wurde die Ehe
der Versicherten
geschieden (Urk. 14/2).
Am 23. Juli 2014 meldete
sie
sich
unter Hinweis auf chronische Schmerzen und eine Depression
bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 14/6).
Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, wobei sie
inbesondere
Berichte bei den behandelnden Ärzten einholte (Urk. 14/8, 14/11). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
30. Juni 2015
einen Leistungsanspruch
(Urk. 2 [= 14/25]).
2.
Dagegen
erhob
X._
am
31
.
August 2015
(Poststempel)
Beschwerde (Urk. 1)
.
Da sowohl ein klares Rechtsbegehren als auch eine sich darauf beziehende Begründung fehlte
n
, wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. September 2015 eine
Nachfrist
angesetzt, um genau anzugeben, welche Ent
scheidung anstelle des angefochtenen Entscheids beantragt wird, und um dar
zulegen, aus welchen Gründen diese andere Entscheidung verlangt wird (Urk. 4).
Mit Eingabe vom 18. September 2015
liess
die Beschwerdeführerin beantragen, dass ihr mit Wirkung ab Januar 2015 eine angemessene Invaliden
rente zuzusprechen sei; eventualiter sei die Sache zur ergänzenden medizini
schen Abklärung an die Verwaltung zurückzuweisen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte
sie
um
Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung
sowie um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels
(Urk. 8 S. 2).
Mit
Beschwerdeant
wort
vom
20. Oktober 2015
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
13
)
. Mit Verfügung vom 21. Oktober 2015 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht und mitge
teilt, dass das Gericht die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte (Urk. 15).
Am 1. Dezember 2015 reichte die Beschwerde
führerin einen weiteren Arztbericht ein (Urk. 16, Urk. 17/1-2), was der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 3. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 18).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit
Krank
heitswert
besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist in jedem Fall ein medizini
sches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie bei
spielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich fest
gestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, son
dern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit ver
gleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte
psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinrei
chende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisieren
der psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
2.
Die IV-Stelle erwog im angefochtenen Entscheid,
die Abklärungen hätten erge
ben, dass kein Gesundheitsschaden vorliege, welcher eine langandauernde beziehungsweise dauerhafte Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit begründen würde (Urk. 2). Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor,
aus den Berichten ihrer behandelnden Ärzte
sei ersichtlich
, dass ihre Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, weshalb ihr eine angemessene Rente auszu
richten sei. Auf die Stellungnahmen des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
, wonach keine langandauernde Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei, könne nicht abgestellt werden
(Urk. 8)
.
3.
3.1
Im Bericht der
Klinik Y._
vom 27. August 2014 (Urk. 14/8), wo die Beschwerdeführerin vom 31. Januar bis 9. Juli 2014 in ambulanter Behandlung gestanden hatte, wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit aufgeführt (Urk. 14/8/6):
Chronische
Epicon
dylitis
humeri
radialis
rechts
;
c
hronische
leichtgradige
Tendinitis der
Ti
bialis
posterior
-Sehne rechts
;
MRI OSG rechts 07/2013: minime
Peritendinitis
der
Tibialis
posterior
-Sehne, diskrete
Fasciitis
plantaris
;
Labor: Entzündungswerte nicht erhöht,
Rf
und anti-CPP-AK neg., HLA-B27 neg
.;
c
hronisches
thorakospondylogen
es
Schmerzsyndrom rechts
;
MRI BWS 07/2013: keine Myelopathie, Diskushernie oder neurogene Kompression;
Po
lyarthralgien der Fingergelenke
;
s
onographisch
(28. Februar 2014) keine
höhergradigen
Synovitiden
oder
Tenosynovitiden
;
Entzündungszeichen normwertig, Rheumafaktoren und anti-CPP-Antikörper negativ.
Die Beschwerdeführerin
habe
über
Schmerzen am rechten Ellbogen, am rechten Daumengrundgelenk,
n
ächtliche
Krib
belparästhesien
beider Hände,
Schmerzen
in den PIP-Gelenken b
eidseits mit Kraftlosigkeit der Hände, Morgensteifigkeit der Hände, r
echtsseitige Fussschmerz
en im Bereich des Innenknöchels sowie
eine
gelegentliche
Schwellung
im Bereich des Innenknöchels
geklagt
(
Urk. 14/8/7)
.
Zur Frage nach der Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, es sei am 28. Februar 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten sowie eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit für leichte
wechselbelastende Tätigkeiten ohne längeres Stehen, Gehen oder repeti
tive manuelle Tätigkeiten
attestiert worden
.
E
s bes
tehe
eine verminderte Belast
barkeit der Wirbelsäule
und der Arme sowie
aufgrund der Tendinitis der
Tibia
lissehne
eine verminderte Belastbarkeit für stehende und gehende Tätigkeiten.
E
in konsequentes muskuläres Aufbautraining, insbesondere des
Schultergürtel
bereiches
und der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur inklusive
Rumpf
muskulatur
sowie eine allgemeine
Rekonditionierung
würden die Einschrän
kungen vermindern. Dadurch sei zumindest für leichte körperliche Tätigkeiten eine schrittweise Zunahme der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Bezüglich gehen
den und stehenden Tätigkeiten müsse der Verlauf abhängig von der Tendinitis d
er
Tibi
alissehne
gemacht werden (Urk.
14/8/7-8).
3.2
Dr. med.
Z._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
bei
welche
r
die Beschwerdeführerin seit dem 15. Mai 2014
in Behandlung stand
,
führte in ihrem
Bericht vom 11. November 2014
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradig
e Episode
(ICD-1
0 F33.1)
sowie
einen
Verdacht auf eine posttrau
matische Be
lastungsstörung (ICD-10 F43.1)
auf (Urk. 14/11/1)
.
Dr.
Z._
teilte mit
, die Beschwerdeführerin sei
affektiv
niedergestimmt, gedanklich eingeengt auf die
Schmerzen und habe
Insuffizienzgefühle
. Anhaltspunkte für Wahn oder
Denkstörungen
ergäben sich keine
.
Zur Frage nach der
Prognose
hielt die Ärztin fest
, es bestehe anamnestisch ein
chronifiziertes
somatisches
Leiden. Es liege ein
e
psychosoziale
Belastungssituation
(
familiär
)
vor. Trotz antidepressiver Medikation und Psychotherapie sei die Prognose eher ungünstig. Die Beschwerdeführerin sei nicht erwerbsfähig. Im Haus
halt sei sie sehr einge
schränkt,
zirka
über 50 %
.
E
s bestehe eine verminderte psychische Belastbarkeit. Mit einer Aufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden, da die psychische B
elastbarkeit nicht gegeben sei (Urk. 14/11/2-3).
4.
4.1
Wie RAD-Arzt
pract
. med.
A._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, in seiner Stellungnahme vom 16. Dezember 2014 zutreffend ausführt
(Urk. 14/18/3)
,
nannte die behandelnde Psychiaterin
Dr.
Z._
keine Befunde, aufgrund welcher eine posttraumatische Belastungsstörun
g diagnostiziert werden könnte
. So fehlt es bereits an der Nennung eines entsprechenden traumatisierenden Ereignisses.
Soweit Dr.
Z._
somit als Verdachtsdiagnose eine posttraumatische Belastungsstörung aufführt (E. 3.2), kann d
ies nicht nachvollzogen werden.
Dr.
Z._
diagnostizierte
des Weiteren
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode.
Nach der Rechtsprechung des Bundes
gerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krank
heiten in Betracht, wenn sie
erwiesenermassen
therapieresistent sind (statt vie
ler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeu
tisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2). Vorliegend steht die Beschwerdeführe
rin
erst
seit Mai 2014
bei Dr.
Z._
in psychiatrischer Behandlung
(E. 3.2).
Einer (teil-)st
ationären Therapie hat sich die Beschwerdeführerin
gemäss
Aktenlage noch nie unterzogen.
Unter diesen Umständen
kann nicht von einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Therapieresistenz
gesprochen wer
den.
A
usserdem
entsteht der Eindruck
, dass die depressive Symptomatik vor
wiegend durch psychosoziale Belastungsfaktoren unterhalten wird
. So wies
Dr.
Z._
bezüglich Prognose einzig auf das somatische Leiden sowie
eine
familiäre psychosoziale Belastungssituation hin
(E. 3.2; vgl. auch
den im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht vom 10. September 2015, wonach aufgrund der komplexen
Belastungssituation
mit chronischen somatischen Schmerzen keine Remission zu erwarten sei [
Urk. 7/1
]
)
. Von einem
psychischen Leiden mit invalidisierender Wirkung kann somit nicht ausgegangen werden. Angesichts dessen erübrigt sich auch eine zusätzliche fachärztliche Abklärung (
vgl.
Urk. 8 S. 7).
4.2
D
ie IV-Stelle
verneinte
sodann
zu Recht
auch
ein
en langandauernden invalidisierenden somatischen Gesundheitsschaden
.
Im Bericht der
Klinik Y._
vom 27. August 2014 wurde bezüglich der Frage nach einer Arbeitsunfähigkeit einzig darauf verwiesen, dass im Februar 2014 eine
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
attestiert worden sei
,
und
es wurde
im Übrigen dafürgehalten, dass
ein
muskuläres Aufbautraining und eine allgemeine
Rekonditionierung
zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit führen würde (E. 3.1). Wenn
RAD-Arzt med.
pract
.
A._
in Beurteilung der Aktenlage am
16. Dezember 2014
daraufhin
zum Schluss kam
, dass nicht von einer langandauern
-
den/dauerhaften Einschränkung auszugehen sei
,
wobei er darauf hinwies, dass sich die Beschwerdeführerin nicht mehr in fachärztlich rheumatologischer Behandlung befinde,
ist dies nicht zu beanstanden
(Urk. 14/18/3).
Entgegen den Ausführung
en der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk. 16) vermag der Umstand, dass sie
seit
dem 23. März 2015
neu
bei
Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Anästhesiologie und
Interventionelle
Schmerzmedizin, in Behandlung steht (vgl. Urk. 17/1), diese Beurteilung nicht in Frage zu stellen, zumal Dr.
B._
selber
keine Arbeitsunfähigkeit attestierte
(Urk. 17/1 S. 2).
An
der
Beurteilung
von med.
pract
.
A._
vermag
auch
das
im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
zusätzlich
eingereichte
Schreiben
von Dr. med.
C._
,
Facharzt Anästhesiologie,
D._
,
vom 20. Januar 2015 (Urk. 14/21/7)
nichts zu ändern.
In diesem Schreiben wurde
als Diagnose ein
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
genannt und
dafürgehalten
, aufgrund dieses aktuell behandelten Schmerzsyndroms sei die Arbeitsfähigkeit um 40 % eingeschränkt
.
RAD-Arzt
med.
pract
.
A._
nahm
zu dieser neuen Diagnose
am 31. März 2015
eingehend Stellung (Urk. 14/24/2). Er wies darauf hin, dass die MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule vom 8. August 2014 (vgl.
hierzu
Urk.
14/21/1) bei ansonsten unauffälligem Befund einzig eine leichte Einengung des linken
Neuroforamens
C4/5 mit einer möglichen
Kompromittierung
der Nervenwurzel C5 gezeigt habe, was möglicherweise zu einer Beeinträchtigung des linken Armes führen könnte (eventuell Schmerzen im Bereich der linken Schulter, Probleme beim Bewegen der linken Schulter). Solche Beschwerden seien jedoch in keinem der vorliegenden Arztberichte erwähnt worden. Somit könne an seiner Stellungnahme vom 16. Dezember 2014 festgehalten werden und es
sei
weiterhin keine dauerhafte/langandauernde Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen.
Inwiefern seine Ausführungen bezüglich beklagter Beschwerden
aktenwidrig
sein sollten
(vgl. Vorbringen der Beschwerdeführerin, Urk. 16), ist
nicht ersichtlich
und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht näher
begründet
.
Gestützt auf die
vorliegende
medizinische Aktenlage hat die
Beschwerdegegne
rin
somit
einen invalidisierenden somatischen Gesundheitsschaden zu Recht verne
int. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin erübrigt sich
des
halb
auch eine arbeitsmedizinische Untersuchung zur Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit (vgl. Urk. 16 unter Hinweis auf den Bericht von Dr.
B._
vom 25. November 2015, Urk. 17/1).
4.3
Was
den
im Beschwerdeverfahren eingereichte
n
Bericht
von Dr.
C._
vom 16. Juli
2015 betrifft (Urk. 3/3), in welchem
zervikogene
Kopfschmerzen
sowie
ein
Verdacht auf
Occipitialsneuralgie
erwähnt werden
, so ist darauf hinzuwei
sen, dass der Erlass der angefochtenen Verfügung die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen), und bloss diejenigen tatsächlichen Umstände zu berücksichtigen sind, die sich bis zu jenem Zeitpunkt ereignet haben, wes
halb dieser Bericht im vorliegenden Verfahren von vornherein unbeachtlich ist.
4.4
Der Vollständigkeit halber ist schliesslich
festzuhalten
, dass die Berichte der Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. med.
E._
, Innere Medizin FMH (Schreiben vom 21. Januar 2015 [Urk. 14/20], vom 18. August 2015 [Urk. 3/4] sowie vom 11. September 2015 [Urk. 7/2]) bereits deshalb zu keiner anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
Anlass geben
, da in diesen Berichten keine Befunde aufgeführt werden.
4.5
Die Beschwerdegegnerin hat
einen invalidisierenden Gesundheitsschaden mit Verfügung vom 30. Juni 2015
somit
zu Recht verneint, weshalb die dagegen gerichtete Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1
Da vorliegend die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss § 16 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind (Urk.
10/1
), ist der Beschwerdeführerin – antragsgemäss (Urk.
8
S.
2
) – die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren.
5.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.3
Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.