Decision ID: 19b01ec4-8389-4269-892a-1e4f64218bdc
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1970,
absolvierte die Realschule
.
In der Folge
war
er
vom 31. August 1987 bis 1. November 2009 für die
Y._
AG
tätig
,
wo
er zuerst eine Lehre als uniformierter Postbeamter abschloss und nach internen Weiterbildungen
zuletzt im Bereich Briefpostsortierung
arbeitete
(Urk.
9/1/5
,
9/8
, 9/34/1
und 9/40/3
). Hernach bezog
er
Taggeldleistungen der Arbeitslosen
versicherung
(
Urk.
9/1/4
und
9/10-12
)
.
Am
15. Januar 2011
meldete sich
der Versicherte
wegen Beschwer
den am lin
ken Knie und an beiden Händen bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, an und
ersuchte um
Zusprechung von Massnahmen
für die berufliche Eingliederung (
Urk.
9/1)
. Daraufhin klärte die IV-Stelle die medizini
schen
(Urk.
9/7
, 9/14 und
9/15
)
und erwerblichen
(
Urk.
9/6
und
9/8)
Verhält
nisse ab
und zog die Akten des
Unfallversi
cherers
bei (Urk.
9
/13). Danach liess sie
den Versicherten
durch ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
bidiszipli
när
untersuchen (Urk.
9
/17-19).
D
iagnostiziert und im Hinblick auf die Arbeits
fähigkeit als relevant angesehen wurden einzig eine Gonarthrose im rechten und linken Knie. I
n der angestammten Tätigkeit als Briefsortierer
sei er
zu 100 % als arbeitsunfähig, hin
gegen in einer leichten, wechselbelastenden vor
wiegend im Sitzen auszuüben
den Tätigkeit
sei er
zu 100 % arbeitsfähig
(
Urk.
9/19/5)
. Die IV-Stelle ermittelte einen Invaliditätsgrad von 23 %
(
Urk.
9/21)
.
Mit Vorbescheid vom 1
6.
August 2011 stellte sie die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht und hielt fest, dass der Versicherte gemäss ihren Unterlagen zurzeit beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemel
det und zu 100
%
vermittelbar sei. Falls er Unterstützung bei der Stellensuche benötige,
so
habe er ein kurzes schriftliches Gesuch zu stellen
(
Urk.
9/24)
.
Mit Schreiben vom 1
7.
August 2011 erhob der Versicherte sinngemäss Einwand und beantragte, es sei ihm eine Umschulung
zu gewähren
, namentlich
sei ihm eine KV-Lehre zu ermöglichen
(
Urk.
9/26).
Nach Prüfung der Voraussetzungen erteil
te die IV-Stelle am 23. November 2011 Kostengutsprache für eine Umschulung an den
Z._
Schulen
vom 27.
Februar 2012 bis 3
1.
Januar 2014
zum
Erwerb des Handelsdiploms VSH
(
Urk.
9
/38).
Überdies wurden ihm für die Zeit zwischen dem 1
0.
November 2011 und dem
2.
Februar 2014 Invalidentaggeld
zahlungen zugesprochen (vgl. Urk. 9/42 und 9/43).
1.2
Am 1
4.
Mai 2012 ersuchte d
er Versicherte die IV-Stelle
um eine
weitere Ausbil
dung zum Sachbearbeiter Finanz- und Rechnungswesen
(Urk.
9/55
und 9/56
) und
a
m 1
3.
Dezember 2012 beantragte
er
, es sei ihm eine Ausbildung zum technischen Kaufmann zu gewähren (
Urk.
9/67 und 9/68).
Mit Vorbescheid vom 1
5.
August 2013 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Begehrens um weitere berufliche
Massnahmen in Aussicht (
Urk.
9/90). Dagegen erhob der Versicherte Einwand (
Urk.
9/93)
, worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
6.
September 2013 einen Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen verneinte (
Urk.
9/95).
1.3
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Diplomprüfung wurde dem Versicherten am 1
3.
Februar 2014 das Handelsdiplom VSH erteilt (
vgl.
Urk.
17/5/119
und 17/5/122
).
Die IV-Stelle kündigte darauf mit Vorbescheid vom
8.
April 2014 den erfolgreichen Abschluss der beruflichen Massnahmen an (
Urk.
17/5/129), wogegen der Versicherte Einwand erhob (
Urk.
17/5/31).
Mit Verfügung vom 2
5
.
Juni 2014 erklärte die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen als erfolgre
ich abgeschlossen und verneinte
einen Anspruch auf weitere berufliche Massnah
men (
Urk.
17/2
= 17/5/136
).
2.
2.1
Der Versicherte erhob m
it Eingabe vom
3.
Oktober 2013 (
Urk.
1/1 = 9/96) Be
schwerde gegen die Verfügung vom 2
6.
September 2013
betreffend Abweisung des Begehrens um weitere berufliche Massnahmen
. Überdies ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren (
Urk.
1/2
).
Am 1
4.
Oktober 2013 reichte er das Formular zur Abklärung der pro
zessualen Bedürftigkeit und diverse Unterlagen zu seinen finanziellen Verhält
nissen ein (
Urk.
5 und 6/1-8). Die IV-Stelle schloss
am 12.
November 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Mit Zuschrift vom
7.
Mai 2014 reichte der Versicherte weitere Dokumente zum Beleg seiner monatlichen Auslagen und Einkünfte ein (vgl.
Urk.
12 und 13/1-4)
, worauf sein Gesuch vom
3.
Oktober 2013 um unentgeltliche
Prozessführung
mit Verfügung vom
7.
August 2014 abgewiesen wurde (
Urk.
15)
.
2.2
A
m 2
8.
Juni 2014
hatte
der Versicherte
auch
Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
5.
Juni 2014
erhoben
, mit welcher die beruflichen Massnahmen als erfolg
reich abgeschlossen erklärt worden waren, und
hatte
wiederum um Ge
währung der unentgeltlichen Rechtspflege
für das Beschwerdeverfahren
ersucht
(Urk.
17/1).
Am
8.
September 2014 schloss die IV-Stelle
auf
Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
17/4).
2.3
Mit Verfügung vom
2
3.
Oktober
2014
(
Urk.
18)
wurden die beiden
Beschwerde
verfahren
vereinigt
und es wurde
dem Beschwerdeführer eine Frist von 20 Ta
gen angesetzt, um dem Gericht noch nicht bekannte Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen am 2
8.
Juni 2014 einzureichen, ansonsten über sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vom 28. Juli 2014 auf
grund der vorhandenen Unterlagen entschieden werde
.
Zusammen mit dieser Verfügung
wurde dem Beschwerdeführer auch die Beschwerdeantwort vom
8.
September 2014 (
Urk.
17/4) zur Kenntnisnahme zugestellt
(
Urk.
18 S. 3
)
.
In der Folge trafen hier keine weiteren Unterlagen mehr ein.
Auf die Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfol
genden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer hatte sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vom 2
8.
Juni 2014
(
Urk.
17/1)
gestellt, bevor er Kenntnis von der Verfügung vom
7.
August 2014 (
Urk.
15)
erlangte
.
In derselben wurden die Voraussetzungen für die Gutheissung eines solchen Gesuches dargelegt und es wurde eingehend begründet,
weshalb
d
er
Beschwerdeführer
nicht
wie gefordert
als bedürftig zu qualifizieren
sei
.
Es ist deshalb vorab auf die Erwägungen in der betreffenden Verfügung zu verweisen (vgl.
Urk.
15
S. 1 f.).
Obwohl
d
er
Be
schwerdeführer
mit
einer weiteren
Verfügung vom 23. Oktober
2014
ausdrück
lich dazu aufgefordert
worden war
(vgl.
Urk.
18),
versäumt
e er es
, neue
Unterla
gen bezüglich seiner finanziellen Verhältnisse ein
zureichen
,
die belegen
, dass er nicht über die erforderlichen Mittel
verfügt, um die Pro
zesskosten zu bestreiten.
Es ist ihm folglich unverändert keine finanzielle Bedürftigkeit zu attestieren. Damit
mangelt
es
an einer wesentlichen Voraussetzung für die Gutheissung sei
nes Gesuches um unen
tgeltliche Rechtspflege vom 28.
Juni 201
4.
Dieses ist folglich abzuweisen.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Gemäss
Art.
17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (
Abs.
2). Als Um
schu
lung gelten gemäss
Art.
6
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversi
che
rung (
IVV
)
Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erst
maligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
Als
Umschulungsmassnah
men
gelten auch Ausbildungsmassnahmen, die zu einer höherwertigen als die vorhandene Ausbildung führen, sofern sie zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit notwendig sind (
Art.
6
Abs.
1
bis
IVV, in Kraft seit
1.
Januar 2012).
2.3
Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung
im Sinne von
Art.
6 Abs.1 IVV
grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annä
hernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der "annähernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das
Ausbil
dungsniveau
als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu er
wartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausge
übten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehen
den zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20
%
erleidet, wobei es sich um einen blossen Richt
wert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3).
Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtspre
chung ist zwar in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbs
möglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der versi
cherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen - gleichsam im Sinne einer Moment
aufnahme - ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitativen Ausbil
dungsstand
einerseits und die damit zusammenhängende künftige Entwicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksich
tigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmög
lichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu berücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesge
richts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in
fine
und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum
Verhältnismässig
keits
grundsatz
im staatlichen Leistungsrecht,
Diss
. Bern 1985, S. 186).
3.
In den angefochtenen Verfügungen zog die Beschwerdegegnerin in Betracht, dass der Beschwerdeführer gemäss den getroffenen Abklärungen mit der
ge
währ
ten und
inzwischen erfolgreich abgeschlossenen
Ausbildung zum
Handels
diplom
VSH angemessen eingegliedert sei, so dass
keine
weitere
n
berufliche
n
Massnahmen
mehr
notwendig seien (vgl.
Urk.
2 und 17/2
).
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, dass er ohne eine weitere Ausbildung keine Anstellung im Bürobereich finden könne, mit der er einen ähnlichen Lohn wie seinen bisherigen zu erzielen vermöchte.
Die
Beschwerde
gegnerin
habe daher
die
Kosten der vom Beschwerdeführer zusätzlich gewünschten Ausbildung zum
technischen
Kaufmann
oder zum Sachbearbeiter Finanz- und Rechnungswesen
mit eidgenössischem Fachausweis
zu überneh
men
(vgl.
Urk.
1/1 und
17/1
)
.
4.
4
.1
Der Beschwerdeführer erhielt
in seiner letzten Anstellung
als Mitarbeiter der
Y._
AG
bei der Briefsortierung
zuletzt ein jährliches
Brutto
e
inkommen von
rund
Fr.
80
‘
000
.-- (
vgl.
Urk.
9/1/6
, 9/6/1
und
9/8/10 ff.
).
Ge
mäss dem Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 2
3.
November 2011 hätten die Abklärungen der Berufsberatung ergeben, dass dem Beschwerdeführer für eine Eingliederung im angestrebten Bürobereich eine qualifizierte anerkannte Aus
bildung im Bürobereich fehle.
Gleichwertig, einfach und zweckmässig sowie eingliederungswirksam sei ein Handelsdiplom, das vom VSH
(Verband Schwei
zerischer Handelsschulen)
anerkannt sei (Urk. 9/40/1).
Mit dieser Ausbildung
könne er
e
in monatliches Einkommen von
Fr.
6‘401.--
erhalten
(
Urk.
9/40/5
mit Hinweis auf LSE 2008 TA7
Ziff.
22 [Sekretariats- und Kanzleiarbeiten]
)
.
4.2
Zu Recht hat der Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt, dass
er als
Inhaber des Handelsdiploms
VS
H
ein jährliches Einkommen von rund
Fr.
7
7
‘000.--
er
zielen könnte, wenn er
für
Bürotätigkeiten wie Sekretariats- oder
Kanzleiarbei
ten
angestellt würde (vgl.
Urk.
1/1).
Ebenso
wenig hat er die Tatsache bestritten
, dass
eine Person mit
der erwähnten Ausbildung
–
gemäss
dem Resultat der Abklä
rungen der Berufsberatung – grundsätzlich über eine hinreichende fachli
che Qualifikation verfügt, um ein entsprechendes Arbeitsverhältnis einzugehen.
Sodann kann aufgrund der Tatsache, dass der Versicherte hinsichtlich seiner Grundausbildung einzig eine einjährige Lehre bei der Post aufweist und sein hohes Einkommen bei der Post vor allem auch durch die jahrelange Betriebszu
gehörigkeit erreicht hat, nicht gesagt werden, dass er Anspruch auf mehr als ein Handelsdiplom VSH hat, ansonsten er als nicht gleichwertig eingegliedert angesehen werden kann. Sodann leidet der Versicherte nur an geringen
invali
denversicherungsrechtlich
relevanten Gesundheitsbeschwerden. Ein
einzelfall
mässiger
Anspruch auf eine höhere Ausbildung im Sinne von
Art.
6
Abs.
1
bis
IVV, die eine anspruchsvollere Tätigkeit erlaubt, besteht deshalb ebenfalls nicht, ist ein solcher doch rechtsprechungsgemäss nur dann gegeben,
wenn Art und Ausmass der Invalidität und deren berufliche Auswirkungen so schwerwiegend sind, dass die Arbeitsleistung nur auf dieser höheren Berufsstufe optimal
ver
wertet werden kann (Urteil des Bundesgerichts
9C_122/2012
vom
5.
Juni 2013,
ZAK 1988 S. 467
).
Der Beschwerdeführer
macht einzig sinngemäss geltend,
dass Bewerbungen von Personen mit einer qualifizierteren Ausbildung, namentlich mit einer mindes
tens vierjährigen Ausbildung, in der Regel bevorzugt würden (vgl.
Urk.
1/1 S.
1). Dies ändert jedoch nichts daran, dass
d
er
Beschwerdeführer
bereits mit der g
enossenen und erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Erhalt
des
Han
delsdiploms
VS
H
die Möglichkeit erlangt hat,
auf dem Arbeitsmarkt ein Ein
kommen zu erzielen, welches annähernd demjenigen in der angestammten Tätigkeit entspricht
.
Dass er diese
Erwerbsmöglichkeit
bisher
offenbar
nicht aus
zuschöpfen vermochte,
ist nicht auf invaliditäts
bezogene
Gründe zurückzu
führen
.
B
ereits die vom Beschwerdeführer angeführten Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Praktikumsstelle (Urk. 1/1 S. 1)
waren
zu einem erheblichen Teil auf invaliditätsfremde Faktoren wie zum Beispiel das Alter oder mangeln
des Engagement beim Vorstellungsgespräch zurückzuführen
(vgl. Urk.
9/62
,
9/63
und 9/89/3
).
Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt festzuhalten, dass die Behauptung des Beschwerdeführers, der vormals zuständige Berufsberater, Herr
A._
, habe ihm eine Ausbildung zum technischen Kaufmann empfohlen (
Urk.
1/1 S. 2), in den Akten keine Stütze findet (vgl. insbesondere
Urk.
9/40
und 9/89
)
. Ungeachtet dessen vermöchte
d
er
Beschwerdeführer
daraus auch nichts
zu sein
en Gunsten abzuleiten.
4.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
der
Beschwerdeführer nach der
gewähr
ten Umschulung gleichwertig eingegliedert
ist
, weshalb er keinen Anspruch auf die von ihm gewünschte Weiterbildung
hat
.
Eine solche hätte wie auch bei gesunden Personen auf
eigene Kosten zu geschehen.
Demgemäss
sind
die Be
schwerde
n
abzuweisen
.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.