Decision ID: 2b28376b-69eb-558e-a599-14cd2bd9b4a8
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter) stürzte am 4. Oktober 1989 bei der Arbeit als
Bauarbeiter ca. 8 bis 10 Meter zu Boden und erlitt dabei Rippenserienfrakturen 2 bis 5
links mit epipleuralem Hämatom, eine Lungenkontusion sowie eine BWK 7-
Luxationsfraktur, welche zu einer Paraplegie ab Th 7 führte (Suva-act. 244). Die Suva
anerkannte ihre Leistungspflicht und sprach dem Versicherten aufgrund der
verbliebenen Beeinträchtigungen ab 1. Oktober 1993 eine Invalidenrente gestützt auf
einen Invaliditätsgrad von 66.66 %, eine Hilflosenentschädigung sowie eine
Integritätsentschädigung, basierend auf einer Integritätseinbusse von 90 %, zu (Suva-
act. 247-1 ff., 248-10 ff.).
A.a.
Im April 2015 verletzte sich der Versicherte gemäss eigenen Angaben beim
Autofahren an der rechten Schulter. Am 4. Februar 2019 wurde diesbezüglich eine
grosse Rotatorenmanschettenruptur (Supraspinatus komplett, Infraspinatus partiell
transmural, Subscapularis partial) diagnostiziert und die Schulter am 14. Februar 2019
operiert (Suva-act. 206, 209, 217). Mit Schreiben vom 7. Februar 2019 hatte die Suva
eine Leistungspflicht abgelehnt, da der Versicherte für diesen Unfall nicht bei der Suva
versichert gewesen sei (Suva-act. 207).
A.b.
Am 9. Juli 2019 meldete der Versicherte der Suva, dass er am 8. Juli 2019 beim
Rückwärtsfahren mit dem Rollstuhl an der Bettkante hängengeblieben und mit der
linken Schulter auf den Boden gestürzt sei (Suva-act. 222). Die am 16. Juli 2019
durchgeführte indirekte MR-Arthrographie des linken Schultergelenks zeigte eine akute
A.c.
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B.
Gegen die Verfügung vom 13. Dezember 2019 liess der Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwältin Géraldine Hert von der Schweizer Paraplegiker Vereinigung, am 23.
Januar 2020 Einsprache erheben. Die Verfügung sei aufzuheben und dem Versicherten
seien die gesetzlichen Leistungen aus UVG infolge Unfalls vom 8. Juli 2019 zu
erbringen. Eventualiter seien weitere Abklärungen vorzunehmen (Suva-act. 279). Mit
Entscheid vom 14. Mai 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 297).
C.
traumatische Rotatorenmanschettenruptur (Supraspinatus/Infraspinatus) Schulter links
nach Sturz, weshalb die Indikation zur Rekonstruktion gestellt wurde (Suva-act. 225,
230-5 f.). Der operative Eingriff erfolgte am 31. Juli 2019 (Schulterarthroskopie links,
subakromiale Dekompression, Bizepstenodese, Rotatorenmanschetten-
Rekonstruktion; Suva-act. 282-23). Die Suva verneinte eine Leistungspflicht (Suva-act.
227, 236) und verfügte entsprechend am 13. Dezember 2019. Bei den
Schulterbeschwerden links handle es sich nicht um Folgen eines bei der Suva
versicherten Unfalls. Auch bestehe keine Haftung aus Adäquanz aus dem Schaden
vom 4. Oktober 1989, da aufgrund der Unfallfolgen mit neuen Unfällen nicht konkret zu
rechnen gewesen sei (Suva-act. 273).
Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Mai 2020 liess der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer), mittlerweile vertreten durch Rechtsanwalt Michael
Büttikofer, Biel, am 15. Juni 2020 Beschwerde erheben. Der Einspracheentscheid sei
aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, dem
Beschwerdeführer die ihm im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 8. Juli 2019
zustehenden Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) seit wann rechtens auszurichten. Eventualiter sei der Einspracheentscheid
aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen verbunden mit der Anordnung, eine neue
Verfügung im Sinne der Beschwerde zu erlassen. Unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (act. G 1).
C.a.
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Considerations:
Erwägungen
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der
Gesundheitsschäden in der linken Schulter leistungspflichtig ist.
In der Beschwerdeantwort vom 26. August 2020 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des
Einspracheentscheids (act. G 3).
C.b.
Mit Replik vom 2. September 2020 hielt Rechtsanwalt Büttikofer unverändert an
den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 5) und reichte eine
Honorarnote über Fr. 3'240.50 ein (act. G 5.2).
C.c.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und hielt mit
Eingabe vom 8. Oktober 2020 am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G
7).
C.d.
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in
den (medizinischen) Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
C.e.
Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Eine Haftung besteht auch für indirekte bzw. mittelbare
Unfallfolgen (vgl. dazu unter anderem Urteil des Bundegerichts vom 17. November
2009, 8C_595/2009, E. 2.2). Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold,
N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018
[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-
Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler
Kommentar, 2019; Alexandra Rumo-Jungo/ André Pierre Holzer, Bundesgesetz über
die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer (Hrsg.), Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).
1.1.
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2.
Unbestritten ist, dass im Zeitpunkt des Unfalls vom 8. Juli 2019 keine Versicherungs
deckung mehr bei der Beschwerdegegnerin bestand. Weiter ist medizinisch
überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass der Sturz aus dem Rollstuhl ursächlich war
für die Rotatorenmanschettenruptur an der linken Schulter, welche am 31. Juli 2019
einen operativen Eingriff notwendig machte (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.c).
Diesbezüglich diagnostizierte Dr. med. B._, Oberarzt Orthopädie der
Universitätsklinik C._, mit Bericht vom 23. Juli 2019 eine akute traumatische
Rotatorenmanschettenruptur (Supraspinatus, Infraspinatus) Schulter links nach Sturz
vom 8. Juli 2019 und führte bezüglich Ursache unmissverständlich aus, dass sich der
Beschwerdeführer anlässlich des Sturzes eine grosse Supra- und
Infraspinatussehnenruptur zugezogen habe, weshalb eine Indikation für eine frühzeitige
Rekonstruktion bestehe (Suva-act. 230-5 f.). An der Beurteilung der traumatischen
Genese ändert nichts, dass der Beschwerdeführer, wie es sein Rechtsvertreter richtig
ausführt (act. G 1 S. 5 f.), bereits vor dem Unfall vom 8. Juli 2019 auch aufgrund der
Paraplegie bzw. der daraus resultierenden Belastungen durch die Rollstuhlmobilität an
degenerativ bedingten Beschwerden an den Schultern litt (act. G 1.5). Diese führten
Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art.
61 lit. des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es
abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem
Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche
Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 f. E. 4a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Die Verwaltung resp. das Gericht dürfen eine Tatsache nur
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen).
1.2.
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jedenfalls weder zu konkreten Behandlungen noch zu zusätzlichen Arbeitsunfähigkeiten
und stehen vorliegend nicht zur Beurteilung. Damit ist auch gesagt, dass allfällige
leistungsbegründende Spätfolgen an der linken Schulter (vgl. dazu Art. 11 der
Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202] und Art. 21 UVG),
herrührend vom Unfall vom 4. Oktober 1989, nicht zur Diskussion stehen.
3.
Zu prüfen ist, ob der Sturz aus dem Rollstuhl vom 8. Juli 2019 und damit die dabei
erlittenen Gesundheitsschäden in der linken Schulter, welche am 31. Juli 2019 eine
Operation notwendig machten, in einem natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhang mit dem versicherten Unfall vom 4. Oktober 1989 und der dabei
unter anderem erlittenen Paraplegie ab Th 7 stehen. Ist dies der Fall, hat die
Beschwerdegegnerin die dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem
Unfallereignis vom 8. Juli 2019 zustehenden Leistungen zu erbringen.
Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 4. Oktober 1989
und dem Sturz aus dem Rollstuhl am 8. Juli 2017 ist ohne weiteres zu bejahen. Der
Beschwerdeführer ist als Folge des versicherten Unfalls vom 4. Oktober 1989 bzw. der
dabei erlittenen Paraplegie ab Th 7 auf einen Rollstuhl angewiesen. Wäre dies nicht der
Fall, hätte es nicht zu einem Sturz aus demselben kommen können (conditio sine qua
non; vgl. KOSS UVG-Nabold, N 58 zu Art. 6).
3.1.
Zu prüfen bleibt, ob auch ein adäquater Kausalzusammenhang besteht.
Rechtspolitischer Zweck der Adäquanz bildet die Begrenzung der Haftung. Es soll
aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall entschieden werden, ob ein
Gesundheitsschaden billigerweise noch dem Haftpflichtigen zugerechnet werden kann
(Urteil des Bundegerichts vom 30. November 2016, 8C_298/2016, E. 5.2 mit Hinweis).
3.2.
Neuere unfallversicherungsrechtliche Urteile zur Frage der Adäquanz in Fällen
wie dem vorliegenden, in denen die verunfallte Person einen zweiten, nicht versicherten
Unfall erleidet, wobei dieser erneute Unfall natürlich kausale Folge des ersten Unfalls
ist, fehlen (KOSS UVG-Nabold, N 64 zu Art. 6). Es wurden in einem höchstrichterlichen
Entscheid aus dem Jahr 1919 zwar Voraussetzungen genannt, bei deren Erfüllung eine
Leistungspflicht des Unfallversicherers mit grosser Wahrscheinlichkeit bestehe (wenn
der zweite Unfall sich während der Heilungsdauer des ersten ereigne, wenn der
Versicherte infolge des ersten Unfalls noch seinen bisherigen Lebensgewohnheiten und
seinem Wirkungskreis entrissen sei oder wenn infolge der ersten Unfallfolgen erhöhtes
Unfallrisiko bestehe; EVGE Biel, publ. in ZUB 1919 S. 59). Später wurde indes
3.2.1.
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festgehalten, dass diese Bedingungen zwar wichtige Entscheidkriterien seien, die
Adäquanz jedoch nur unter Würdigung aller sozialversicherungsrechtlich erheblicher
Umstände bejaht oder verneint werden könne (vgl. EVGE 1960 S. 158 ff., S. 164; vgl.
ferner Entscheid des Kantonsgerichts Wallis vom 11. November 1977 [KVGE Steiner c/
Suva] in: Zeitschrift für Walliser Rechtsprechung 1978, S. 326-333). In Beachtung
sämtlicher relevanter Umstände ist damit in Anwendung der allgemeinen
Adäquanzformel im vorliegenden Fall zu beurteilen, ob nach dem gewöhnlichen Lauf
der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung das Ereignis (der Unfall vom 4.
Oktober 1989 mit erlittener Paraplegie und Fortbewegung im Rollstuhl) an sich
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen (Sturz aus dem Rollstuhl auf die
linke Schulter) herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis
allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 461 E. 5a). Bei der Beantwortung dieser
Frage handelt es sich um ein Werturteil, das das Gericht nach Recht und Billigkeit (im
Sinne von Art. 4 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]) zu treffen hat
(vgl. BGE 123 III 112 ff. E. 3.a und 3.b).
Der Beschwerdeführer führte am 9. Juli 2019 gegenüber der
Beschwerdegegnerin aus, dass er am 8. Juli 2019 mit dem Rollstuhl rückwärtsgefahren
sei. Dabei sei er irgendwie mit dem Rollstuhl an der Bettkante hängengeblieben und
mit der linken Schulter auf den Boden gestürzt. Er habe instinktiv versucht, die
operierte rechte Schulter zu schonen, weshalb er auf die linke Schulter gestürzt sei
(Suva-act. 222; vgl. auch act. G 1 S. 2). Im Folgenden ist von dieser unbestrittenen
Hergangsschilderung auszugehen. Ob der Beschwerdeführer beim Drehen (vgl. dazu
Suva-act. 239-2) oder beim Rückwärtsfahren an einem Tisch (vgl. wiederum Suva-act.
239-2) oder an der Bettkante hängengeblieben ist, ist für die nachfolgende
Kausalitätsbeurteilung irrelevant.
3.2.2.
Der Beschwerdeführer ist seit dem Unfall im Jahr 1989 auf einen Rollstuhl
angewiesen. Er hat sich über die vielen Jahre bis zum Sturz am 8. Juli 2019 ohne
Zweifel an den Rollstuhl gewöhnt und ist diesbezüglich geübt. Damit sind aber die
Kriterien, welche für eine Adäquanz sprechen würden (vgl. vorstehende E. 3.2.1), nicht
erfüllt. Weder ereignete sich der Unfall während der Heilungsdauer des ersten Unfalls
noch kann gesagt werden, dass der Beschwerdeführer nach dieser langen Zeit
weiterhin seinen Lebensgewohnheiten und seinem Wirkungskreis entrissen war. Denn
nach 30 Jahren im Rollstuhl ist ohne weiteres von den neuen Lebensgewohnheiten und
vom neuen Wirkungskreis als Rollstuhlfahrer auszugehen. Auch bestand bei vieljähriger
Rollstuhlabhängigkeit und Gewöhnung an die körperlichen Defizite (insbesondere
Nichtgebrauch der unteren Extremitäten, verminderte Rumpfkraft und -stabilität [vgl.
3.2.3.
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4.
Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Mai 2020 nicht
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für
das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung).
Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).