Decision ID: 4c924cf2-90a2-4134-922e-7193e8771004
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969, ist Mutter dreier Kinder mit den Jahrgängen 1993,
1994 und 1995 (vergleiche zum Sachverhalt im Folgenden das Urteil des Sozi
alversicherungsgerichts IV.2015.00027 vom 28. März 2015, Urk. 7/31). Sie war von 1990 bis Januar 1999 in einem Voll
zeitpensum als Betriebs
mitarbeiterin im Krankenheim
Y._
tätig. Danach be
zog sie Arbeitslosenentschädigung und seit dem Jahr 2001 ist sie Haus
frau. Am
10. November 2013 meldete sie sich wegen seit dem Jahr 2001 beste
hender Rücken-
, Fuss-, Knie- und Schulter
beschwerden bei der Eidgenössi
schen Inva
li
denversicherung zur beruflichen Integration und zum Rentenbezug an
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor; am 14. Juli 2014 fand eine Haushaltsabklärung statt. Gestützt darauf quali
fizierte die IV-Stelle die Versicherte als vollumfänglich im Haushalt tätig und verneinte mit Verfügung vom 26. Novem
ber 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 21 % einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. In Gutheis
sung der dagegen erhobenen Beschwerde qualifizierte das Sozialversicherungs
gericht die Versicherte mit dem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Urteil IV.2015.00027 vom 28. März 2015 (Urk. 7/31) als zu 100 % Erwerbstäti
ge; in medizinischer Hinsicht wies das Sozialversicherungsgericht die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese nach weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.
In Nachachtung des Rückweisungsentscheids nahm die IV-Stelle in medizi
nischer Hinsicht weitere Abklärungen vor. Gestützt darauf verneinte sie nach vorangegangenem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/50, Urk. 7/53) mit Verfügung vom 16. August 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 3 % einen Rentenanspruch (Urk. 2).
2.
Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Bischoff, Beschwerde erheben (Urk. 1) mit dem Antrag, in Aufhebung der ange
fochtenen Ver
fügung sei die Sache zur Neubeurteilung des Invaliditätsgrads an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht stellte sie
ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und um Bestellung eines unent
gelt
lichen Rechts
vertreters
.
In der Beschwerdeantwort vom 2. November 2016 schloss die IV-Stelle auf Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk. 6). Gestützt auf die Verfügung des hiesigen Gerichts vom 30. November 2016 (Urk. 8) substantiierte die Versicherte mit Eingabe vom 20. Januar 2017 (Urk. 12) ihr
Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechts
vertretung in wirtschaftlicher Hinsicht. Mit Verfügung vom 21. Februar 2017 wies das Sozialversicherungsgericht das Gesuch um
unentgeltliche Prozessführung und
unentgeltliche
Rechts
vertretung ab (Urk. 13).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5
; vgl. Urteile des Bun
desgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
1.1.3
Rechtsprechungsgemäss
bewirkt eine Adipositas grundsätzlich keine zu Renten
leistungen berechtigende Invalidität, wenn sie nicht körperliche oder geistige Schäden verursacht und nicht die Folge von solchen Schäden ist. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, muss sie unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des Einzelfalles dennoch als invalidisierend betrachtet werden, wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch durch zumutbare Gewichts
abnahme auf ein
Mass
reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden keine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Beeinträchtigung der
Erwerbsfähigkeit bzw. der Betäti
gung im bisherigen Aufgabenbereich zur Folge hat (
Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2017 vom 12. Dezember 2017 E. 3.2 mit Hinweisen).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die
Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Sachverhalt durch die Beschwerdegegnerin ausreichend abgeklärt worden ist. Dem Rückweisungsurteil des Sozialversiche
rungsgerichts vom 28. März 2015 (Urk. 7/31) lag zusammengefasst folgende medizinische Aktenlage zugrunde:
Die Beschwerdeführerin leidet seit längerer Zeit an Adipositas mit einem Bodymassindex [BMI] von zeitweise 40 kg/m
2
sowie an verschiedenen multiplen Beschwerden, unter anderem an den Händen und den Knien, welche sowohl therapeutisch als auch operativ angegangen wurden. So wurde ein Carpaltun
nelsyndrom (CTS) an der linken Hand im März 1998 und an der rechten Hand am 3. Februar 2014 operiert; am rechten Knie erfolgte am 23. Februar 2012 eine Arthroskopie mit einer medialen
Teilmeniskektomie
(Arztberichte des Uni
versitätsspitals Z._, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medi
zin, vom 7. April 1999 [Urk. 7/10/16-17], des Stadtspitals A._, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, vom 27. März 2007 [Urk. 7/10/14-15], von Dr. med. B._, Facharzt für Chirurgie, Wirbelsäulenleiden, Schleudertrauma und orthopädische Traumatologie, vom 1. Februar 2012 [Urk. 7/10/9], des Seespitals C._ vom 23. Februar 2013 betreffend die Operation am rechten Knie [Urk. 7/10/10-11], des Medizinischen Radiologischen Instituts MRI Bethanien betreffend eine
Magnetresonanztomographie
[MRI] der Halswirbelsäule vom 23. Oktober 2013 [Urk. 7/10/8], des Stadtspitals D._ vom 18. März 2014 [Urk. 7/10/6-7], von Dr. med. E._, Fachärztin für All
gemeine Medizin sowie Hausärztin der Versicherten, vom 26. März 2014 [Urk. 7/10/1-4]). Ausserdem stellten die Ärzte des Medizinischen Radiologischen Instituts MRI Bethanien bei einem Ultraschall des Schultergelenks links vom 19. März 2014 als Befunde eine
Ansatztendinopathie
der
Supraspinatussehne sowie
eine
deutliche
Arthrose des
Acromi
oclavicular
-(AC-)Gelenkes fest (Urk. 7/10/5).
Aufgrund dieser medizinischen Aktenlage kam das Sozialversicherungsgericht im Rückweisungsurteil vom 28. März 2015 zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit sei nicht hinreichend geklärt, da nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich die Arthrosen im rechten Knie und im linken Schultergelenk auch in einer leidensangepassten Tätigkeit auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten (Urk. 7/31 E. 2.4 und E. 3.3). Die Sache sei daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in medizinischer Hinsicht näher abkläre (Urk. 7/13 E. 3.4).
2.2
Gestützt auf das Rückweisungsurteil vom 28. März 2015 holte die Beschwerdegegnerin je einen Bericht des Z._, Klinik für Rheumatologie, vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/40), dem ein Bericht der selben Klinik vom 8. Mai 2015 (Urk. 7/41) beilag, und von Dr. E._ vom 13. Oktober 2015 (Urk. 7/43/1-10) ein.
Im Bericht vom 8. Mai 2015 (Urk. 7/41) diagnostizierten die Ärzte des Z._ Gonarthrosen beidseits mit einer
Periarthropathie
medial und lateral, ein
cervico-thoraco
und
lumbovertebrales
Syndrom bei einer segmentalen Dysfunk
tion, einer Haltungsschwäche bei einer Wirbelsäulenfehlstatik durch Adipositas und einer Tendenz zu einer axialen Hypermobilität. Angaben zur Arbeitsfähig
keit der Versicherten machten sie nicht.
In ihrem Bericht vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/40) bestätigten sie diese Diagnosen. Aus rheumatologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für eine wechselbelastende - teils sitzende, teils stehende und gehende – Tätigkeit ohne Tragen von Lasten über zehn kg nicht eingeschränkt.
Dr. E._ verwies auf den Bericht des Z._ vom 8. Mai 2015 mit der Ergän
zung, die Beschwerdeführerin leide zunehmend an einer depressiven Verstim
mung, weshalb sie sich in psychiatrische Behandlung begeben habe (Urk. 7/43/6).
Der die Versicherte seit dem 12. Januar 2016 behandelnde Psychiater Dr. med. F._ diagnostizierte in seinem Bericht vom 29. März 2016 (Urk. 7/46) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10; F32.1), bestehend seit circa einem Jahr. Weiter führte der Arzt aus, in der angestammten Tätigkeit sei die Versicherte vier Stunden pro Tag arbeitsfähig. Wegen der depressiven Sympto
matik sei die Leistungsfähigkeit aktuell um 50 % vermindert. Eine behinde
rungsangepasste Tätigkeit sei in zwei bis vier Monaten bis zu sechs Stunden am Tag möglich.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) im Wesentlichen auf den Standpunkt, gemäss dem Bericht des Z._ vom 28. Juli 2015, welcher die somatischen Leiden der Versicherten berücksichtige, sei diese in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Die Einschränkung der Versicherten in der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei lediglich vorübergehend und könne daher nicht berücksichtigt werden.
3.2
Dagegen brachte die Beschwerdeführerin hauptsächlich vor, der Bericht des Z._ vom 28. Juli 2015, auf welchen sich die Beschwerdegegnerin stütze, sei zu rudimentär ausgefallen und hinsichtlich der angegebenen Arbeitsfähigkeit nicht begründet.
4.
4.1
Die in den Akten liegenden medizinischen Unterlagen lassen für den gesamten vom angefochtenen Entscheid erfassten Zeitraum vom Mai 2013 (12 Monate vor dem potentiellen Rentenbeginn) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 16. August 2016 keine abschliessende Beurteilung des Gesund
heitszustandes und von dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu:
Der Kurzbericht des Z._ vom 28. Juli 2015 (Urk. 7/40) – auf welchen sich die Beschwerdegegnerin in somatischer Hinsicht abstützt – ist in diagnos
tischer und anamnestischer Hinsicht unvollständig, werden doch darin weder die beiden Carpaltunneloperationen und daraus resultierende allfällige Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit, noch die
Teilmeniskektomie
am rechten Knie erwähnt. Anderseits werden mit der Diagnose eines
cervico-thorako
und
lumbo
vertebralen
Syndroms bei diversen Wirbelsäulenproblemen neue somatische Beschwerden erwähnt, die im Rückweisungsurteil vom 28. März 2015 noch kei
ne Beachtung fanden. Abgesehen von der Diagnosestellung besteht der Bericht im Wesentlichen noch aus einem einzigen Satz, in welchem ohne Begründung auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit geschlossen wurde. Er erfüllt daher die rechtsprechungsgemässen Anforderun
gen an einen schlüssigen Arztbericht (E. 1.4) nicht, weshalb darauf nicht abge
stellt werden kann. Die IV-Stelle hätte daher nicht allein
gestützt auf diesen Bericht eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vornehmen und auf eine uneinge
schränkte Leistungsfähigkeit aus somatischer Sicht in einer angepassten Tätig
keit schliessen dürfen. Die Sache ist deshalb erneut an die IV-Stelle zurückzu
weisen, damit sie die somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit der Beschwerde
führerin medizinisch abklären lasse.
Was die geltend gemachte psychische Einschränkung der Beschwerdeführerin betrifft, so entspricht die Auffassung der IV-Stelle, dass eine behandelbare depressive Störung keinen Rentenanspruch zu bewirken vermag, nicht mehr der mit den Urteilen 8C_130/2017 und 8C-841/2016 vom 30. November 2017 geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts. Nach dieser neusten Recht
sprechung muss bei psychischen Erkrankungen nach den für die Beurteilung somatoformer Schmerzstörungen entwickelten Indikatoren geprüft werden, ob und in welchem Umfang sich die Störung auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Die IV-Stelle wird daher auch zu prüfen lassen haben, wie es sich unter dem Gesichtspunkt der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit einer allfälligen psychisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin verhält.
4.2
Die Sache ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zur Veranlassung einer interdisziplinären, sowohl die somatischen als auch die psychischen Aspekte umfassenden Begutachtung zurückzuweisen. Diese wird sich für den gesamten mass
gebenden Zeitraum zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer ange
stammten und einer leidensangepassten Tätigkeit zu äussern haben. Hernach wird die Beschwerdegegnerin über den allfälligen Rentenanspruch neu zu ver
fügen haben.
Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen.
5.
5.1
Ausgangsgemäss gehen die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- zulasten der
IV-Stelle (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
5.2
Der obsiegenden Beschwerdeführerin steht eine Prozessentschädigung zu. Diese ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf
wand und den Barauslagen festzusetzen. Unter Berücksichtigung dieser Grunds
ätze ist der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1’400.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) zuzusprechen.