Decision ID: 18110bbd-78db-4f49-a18b-d6ed5606c003
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1960, meldete sich am 2
0.
Juni 2002
unter Hinweis auf
erlittene Kopfverletzungen bei der Invalidenversicherung zum
Leistungsbe
zug
an (
Urk.
7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm ihr mit Verfügung vom
6.
Mai 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Rente ab Juni 2002 zu (Urk. 7/33).
A
m 1
4.
Mai 2004 (
Urk.
7/50) und
a
m 2
3.
Juli 2009 (
Urk.
7/72) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unverändert.
1.2
Nach Eingang eines am
3
1.
März 2011
ausgefüll
ten Revisionsfragebogens (Urk. 7/79
) holte die IV-Stelle unter anderem bei
der MEDAS
Y._
ein
interd
isziplinäres Gutachten ein, das am
6.
November 2012 erstattet wurde (Urk. 7/108
). Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/110-116
)
hob
die IV-Stelle mit Verfügung vom
1
4.
März 2013
die bisher
ausgerichtete Rente auf (Urk. 7/117
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
9.
April 2013
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Ver
fügung vom
1
4.
März 2013
(
Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuheben (S. 2
Ziff.
1
) und es sei
ihm weiterhin die bisherige Invalidenrente auszurichten (S. 2
Ziff.
2
).
Es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine angemes
sene Rente, zuzusprechen (S. 2
Ziff.
3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
4.
Juni 2013 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 1
9.
Juni 2013
wu
rde
n
antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S.
2
Ziff.
4
) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bew
illigt und dem Beschwerdeführer
die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
12
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades
bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die
an
spruchs
beeinflussende
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu not
wendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2013 (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen von einem verbes
serten Gesundheitszustand des Beschwerdeführers insofern aus, als dass spätes
tens seit dem Untersuchungsdatum vom
5.
Juli 2012 für sämtliche leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe.
Die angestammte Tätigkeit als Betriebsmitarbeiter sei bei Einhaltung
dieses Leistungsprofils in vollem Umfang zumutbar, wobei keine
Erwerbsein
busse
entstehe.
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend (Urk. 1),
im vorliegend strittigen Gutachten würden die einzelnen Diagnosen mit fragwürdigen Argu
menten ohne Angabe der durchgeführten Testungen und ohne weitere Begrün
dung einfach weggelassen. Das Gutachten sei deshalb nicht zu verwerten. Aus
serdem habe sich sein Gesundheitszustand seit Jahren nicht verändert,
es liege lediglich eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unveränder
ten Sachverhaltes vor
(S. 7 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Einstellung der bisherigen ganzen Rente rech
tens ist. Dabei bildet die Verfügung vom
6.
Mai 2003 (
Urk.
7/33) den zeitlichen Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Veränderung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
1
4.
März 2013 (
Urk.
2), zumal in den Jahren 2004 und 2009 keine substantiierte
materielle
Prüfung
des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung stattfand
en
(vgl. vorstehend E. 1.3).
3.
3.1
Der erstmaligen
Leistungszusprache
lagen die folgenden medizinischen Berichte zu Grunde:
3.2
Die Ärzte der
Z._
berichteten am 2
0.
Februar 2002 (
Urk.
7/5/7-1
2
) über
die
stationäre Rehabilitation
des Beschwerdeführers vom 1
6.
Januar bis 1
3.
Februar 200
2.
Sie nannten folgende Diagnosen (S. 1):
Unfall vom 1
2.
Juni 2001: Faustschlag auf linkes Auge mit
Blow-out Fraktur medial und inferior Orbita links
milde traumatische Hirnverletzung
Herpes Zoster C6 rechts (November 2001)
Sie führten aus,
die neuropsychologische Untersuchung habe inkonsistente
Test
ergebnisse
bei ausgeprägter Schmerz- und Schwindelproblematik mit zeit
weiser Leistungsblockierung ergeben. Die Testergebnisse seien daher nur be
grenzt verwertbar. Beim Test sei auffällig, dass der Beschwerdeführer viele knapp falsche Angaben mache, so dass die neuropsychologische Störung nicht transparent gemacht wer
den könne (S. 2 oben). Objektiv sei der Beschwerde
führer bei seinem Austritt in einem psychisch sowie physisch besseren Zustand als bei seinem Eintritt gewesen. Er sei jedoch nach wie vor zu 100
%
arbeits
unfähig, wobei dies im Verlaufe der Zeit
von den be
handelnden Ärzten
ange
passt werden könne. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit könne in den kom
menden Wochen und Monaten erwartet werden (S. 3 Mitte).
3.3
Dr.
med.
A._
,
FMH für Allgemeinmedizin, bericht
ete am 2
8.
Juni 2002 (
Urk.
7/5/1
-6) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
lit
. A):
Unfall am 1
2.
Juni 2001 mit
Blow-o
ut
F
ra
k
tur Orbita links, Status nach Reposition mit PDF-Schale 2
0.
Juni 2001, persistierender
Enophtalmus
milde traumatische Hirnverletzung mit persistierender (leichter)
Mund
astschwäche
Nervus
facialis
links
posttraumatische Belastungsstörung (Angststörung und depressive Ver
stimmung)
Schmerzchronifizierung
(vor allem Kopf- und Nackensc
h
merzen)
Er führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 1
2.
Juni 2001 zu 100
%
arbeits
unfähig
(S. 1
lit
. B)
.
Sein Gesundheitszustand sei eventuell besserungs
fähig (S. 1
lit
. C).
3.4
Med.
pract
.
B._
,
Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie, berichtete am 3
0.
August 2002 (
Urk.
7/19) und nannte folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
lit
. A):
chronische posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), beste
hend seit Juni 2001, mit Bezug auf die erlittene Gewalt am 1
2.
Juni 2001
Status nach Blow-out Fraktur medial inferior Orbita links am 1
2.
Juni 2001
Status nach milder traumatischer Hirnverletzung am 1
2.
Juni 2001
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), bestehend seit Juni 2001
Verdacht auf anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.0) be
stehend seit mindestens Januar 2002 sowie beginnende
Somatisie
rungsstörung
Er führte aus,
seit dem 1
3.
März 2002 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
lit
.
B).
Es sei auch auf längere Sicht mit keiner Besserung zu rechnen. Auch unter intensiven stationären und multidisziplinären
Massnahmen
habe sich das Beschwerdebild nicht verändert, desgleichen unter der bislang erfolgten ambu
lanten Therapie. Insgesamt erscheine die Prognose ungünstig und
im Verlauf
zeige sich
eine Tendenz zu
Chronifizierung
(
lit
. D
.
7).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2013 (Urk. 2) auf folgende Berichte:
4.2
Die Ärzte der MEDAS
C._
erstatteten ihr polydisziplinäres Gutachten zuhanden der Unfallversicherung des Beschwerdeführers am 1
6.
April 2003 (
Urk.
7/38) gestützt auf die Unfallakten sowie die Untersuchungen des Be
schwerdeführers. Sie nannten folgende Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 18
Ziff.
3.1):
Zustand nach Blow-out Fraktur medial inferior orbital links vom 1
2.
Juni 2001, operativ versorgt am 2
0.
Juni 2001, als Folge einer tätli
chen Auseinandersetzung
posttraumatische Anpassungs- oder Belastungsstörung nach Blow-out Fraktur am 1
2.
Juni 2001 als Folge einer tätlichen Auseinandersetzung, verbunden mit einer Vielfalt teils ängstlich-depressiver, teils somati
scher, teils
somatoformer
Symptome bei passiv-verweigerndem
Interak
tionsmodus
auf dem Boden einer narzisstischen Dynamik (ICD-10 F43.2 oder ICD-10 F43.1/F45.1)
kognitive Leistungsschwankungen/-einschränkungen unklaren Ausmas
ses bei starker Überlagerung der Befunde durch andere Fakto
ren
Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nannten sie eine grosse Narbe im Wangenbereich links nach Schnittverletzung Dezember 1998,
Myokymien
der
fazialisversorgten
Muskulatur linksseitig, ein
zerviko-cephales
zerviko
-brachial linksbetontes Schmerzsyndrom sowie eine
Lumbo
ischialgie
links (S. 18
Ziff.
3.2).
Sie führten aus,
insgesamt wirke der Beschwerdeführer in der
Untersuchungs
situation
deutlich niedergeschlagen.
Neurologischerseits
sei eine
Gesichtsasym
metrie
augenscheinlich mit linksseitig tiefer liegendem
Orbitaboden
infolge der benannten Blow-out Fraktur. In diesem Zusammenhang stehe auch die
neural
giforme
Trigeminus-Schmerzsymptomatik im Ausbreitungsgebiet V1 und V2
(S.
19 f.)
.
Orthopädischerseits
bestätige sich die Gesichtsasymmetrie mit
Enophthalmus
links, supra- und
infraorbital
ausgeprägter
Druckschmerzhaf
tigkeit
,
sowie eine
endgradig
schmerzhaft eingeschränkte HWS-Beweglichkeit mit Angabe von Druckschmerzhaftigkeit im Bereich des
Musculus
trapezius
linksseitig (S. 20 oben).
Radiologisch, im
Kernspintomogramm
der LWS, be
stünden Zeichen einer
Diskopathie
in sämtlichen Abschnitten mit mässigen degenerativen Veränderungen. Die HWS-Untersuchung sei allseits entsprechend unauffällig ausgefallen (S. 20 Mitte). Von psychiatrischer Seite falle eine ängst
lich-depressive Symptomatik in leicht bis mittelschwerer Ausprägung auf mit Fokussierung auf die Sorge um die eigene Gesundheit.
Neuropsychologisch hätten kognitive Leistungsschwankungen und Einschränkungen unklaren Aus
masses bei starker Überlagerung der Befunde durch externe Faktoren dokumen
tiert werden können (S. 20 unten).
4.3
Med.
pract
.
B._
(vorstehend E. 3.4)
berichtete am
2.
April 2004 (
Urk.
7/45) und führte aus,
es sei zu einer auch den weiteren Verlauf prägenden
Chroni
fizie
rung
der Symptome gekommen.
Weder medikamentöse
noch psychothe
rapeu
tische Interventionen hätten auf die
somatoformen
Symptome einen positiven Effekt gezeigt. Hingegen habe sich die depressive und ängstliche Symptomatik leicht gebessert.
Es bestehe weiterhin eine mindestens 80%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1 unten).
4.4
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Neurologie, Allgemeine Medizin FMH, Psychiat
rie und Psychotherapie FMH, und
Dr.
med.
E._
,
Spezialarzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, erstatten ihr interdisziplinäres Gutachten
zuhanden der Unfallversicherung des Beschwerdeführers
am
6.
Januar 2006 (
Urk.
7/82/3-25) gestützt auf
die Unfallakten, ein psychiatrisches sowie ein neurologisches
Konsiliargutachten
sowie die Befragung und Untersuchung des Beschwerdeführers. Sie nannten folgende Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 13
Ziff.
3.1):
persistierende Kopf- und Gesichtsschädelschmerzen links bei/mit:
Status nach Blow-out Fraktur medial inferior orbital links 1
2.
Juni 2001, operativ versorgt 2
0.
Juni 2001
Zervikalsyndrom
mit Funktionseinschränkung der HWS und deutli
chen
Osteochondrosen
sowie
Unkovertebralarthrosen
mittelzervikal
sekundär reaktiven
Tendomoysen
linker Schultergürtel mit klassischer
referred
-
pain
-Symptomatik
Schädigung des
N.
trigeminus
links zweiter Ast mit
Deafferenzie
rungsschmerz
im ersten bis dritten Ast
o
phthalmologisch Hebungseinschränkung links,
dekompensierte
Exo
- und
Hyperphorie
links und Verdacht auf V-Schielform (Juni 2005)
chronifizierte
posttraumatische Belastungsstörung nach Blow-out Frak
tur am 1
2.
Juni 2001 als Folge einer tätlichen Auseinandersetzung, ver
bunden mit einer Vielfalt teils ängstlich-depressiver, teils somatischer, teils
somatoformer
Symptome bei passiv-verweigerndem
Interaktions
modus
auf dem Boden einer narzisstischen Dynamik (ICD-10 F43.1/45.1)
gegenüber der Voruntersuchung vom Oktober 2002 stärker ausgeprägte depressive Symptomatik schweren (bis mittelschweren)
Ausprägungs
grades
(ICD-10 F38.8), hingegen weniger ausgeprägte Intrusionen
periphere
N.
fazialis
-Läsion links vorwiegend den zweiten Ast betreffend bei/mit:
Status nach Schnittverletzung linke Wange Dezember 1998
Reinnervation
mit Fehlaussprossung und klinisch
Myokymien
und
peri
okulären
N.
fazialis
-Spasmen
Sie führten aus,
bei der jetzigen Untersuchung des Beschwerdeführers zeigten sich im Wesentlichen gegenüber der Voruntersuchung keine neuen relevanten Aspekte. Neurologisch unter Miteinbezug der fachärztlich-neurologischen
Untersuchung bestünden eine
Hyp
- und Dysästhesie in der linken Gesichtshälfte sowie
periokuläre
Kontraktionen links bei intaktem Augenschluss. In der psy
chiatrischen Exploration zeige sich gegenüber der Voruntersuchung eine eher depressivere Stimmungslage mit verstärkter Klage über die Beschwerden mit Angabe ängstlich-depressiver Symptome (S. 16).
Das wegen der Beschwerden und Funktionseinschränkung zervikal angefertigte Röntgenbild der HWS ergebe unter Berücksichtigung des Alters fortgeschrittene
Osteochondrosen
und mäs
sige bis deutliche
Unkovertebralarthrosen
mittelzervikal.
Die vom Beschwerde
führer geklagten Beschwerden, welche im grossen und ganzen mit kleinen quantitativen Abweichungen denjenigen vor drei Jahren entsprächen, seien durch die beschriebenen neurologischen und rheumaorthopädischen Befunde der Art und Lokalisation nach nachvollziehbar
und für die typischen
referred
-
pain
-pattern auch
provozierbar
. Als Ursache der persistierenden Kopf- und Gesichtsschmerzen links liege eine Mischung aus einer Funktionsstörung der HWS bei deutlich degenerativen Veränderungen, einem deutlichen
myofaszialen
Schmerzsyndrom des ganzen linken Schultergürtels und den neurologisch veri
fizierten persistierenden Störungen nach der Blow-out Fraktur links mit Trige
minus-Schädigung
vor (S. 17).
Gemessen an einem 100%igen Pensum würden die unfallkausalen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit polydisziplinär zusammengefasst 50
%
betragen
,
zusätzlich die erwähnten qualitativen Ein
schränkungen (S. 22).
4
.5
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.3)
berichtete am 1
3.
Juli 2009 (
Urk.
7/69) und führte aus, im Vordergrund stehe unverändert die chronische
Schmerzsympto
matik
. Die Situation sei in den letzten Jahren unverändert geblieben. Es sei auch nicht mit einer Veränderung (Verbesserung) zu rechnen (S. 3
Ziff.
1.4). Der Beschwerdeführer sei nicht mehr arbeitsfähig (S. 3
Ziff.
1.7).
A
m 1
2.
April 2011 (
Urk.
7/81)
berichtete
Dr.
A._
und führte aus,
die Situa
tion habe sich nicht verändert. Im Vordergrund stünden nach wie vor die chro
nischen Schmerzen. Es sei auch nicht mit einer Veränderung beziehungsweise Verbesserung
zu rechnen
.
Der Beschwerdeführer sei unverändert zu 100
%
ar
beitsunfähig.
Dies gelte für alle Tätigkeiten.
Es sei nicht damit zu rechnen, dass er wieder erwerbsfähig werde (S. 2
Ziff.
1.4
und
Ziff.
1.11
).
4.6
Die Ärzte der MEDAS
Y._
erstatteten ihr interdisziplinäres Gutachten
zuhanden der Beschwerdegegnerin
am
6.
November 2012 (
Urk.
7/108)
gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen des Beschwerdeführers. Sie nannten folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 42):
vertebrale bis linksbetonte
spondylogene
Beschwerden
zerviko
-thorakal und lumbal mit/bei:
leichter Wirbelsäulenfehlstatik, muskulärer
Dysbalance
, beginnenden degenerativen Wirbelsäulenveränderungen zervikal und lumbal
Status nach Blow-out Fraktur links Juni 2001 mit/bei:
Enophthalmus
links
Status nach Schnittverletzung links Wange 1998 mit/bei:
residuell
leichter, mundastbetonter
Fazialisparese
links mit
Myoky
mien
der
fazialisversorgten
Muskulatur
sensibles
Hemisyndrom
links, keinem organischem Korrelat zuzuordnen
Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom links
Adipositas
Nikotinabusus
Sie führten aus,
seitens der am Gutachten beteiligten Fachgebiete seien keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vergeben worden (S. 42 oben).
Im Rahmen der
psychiatrischen
Exploration
sei aktuell beim Beschwerdeführer ein unauffälliger psychischer Befundstatus festgestellt worden.
Insbesondere hätten sich keine Hinweise für das Vorliegen einer depressiven Störung mit eigenständigem Krankheitswert oder einer anhaltenden
somatoformen
Schmerz
störung
ergeben (S. 52 unten). Eine schwerwiegende
behandlungs
bedürftige
psychiatrische Störung werde zumindest in den letzten Jahren für eher unwahr
scheinlich gehalten (S. 53 oben).
Vordergründig habe beim Beschwer
deführer teilweise eine
klagsame
, defizit- und beschwerdeorientierte
Schilde
rungsweise
, welche sehr auf das stattgehabte Überfallgeschehen und auf die Schmerzen fixiert gewesen sei, bestanden.
Der Beschwerdeführer sei auch mit sehr
selbstli
mitativen
Äusserungen und Gebaren aufgetreten. Weiter sei bei ihm eine regressiv passive Forderungshaltung aufgefallen. Er sei zu einer ge
wissen Be
drücktheit geneigt, ohne dass eine anhaltende schwere depressive Affektivität auszumachen gewesen sei.
Er habe sich mitunter auch nicht mehr über
eine eigenständige depressive Symptomatologie beklagt, sondern habe sich mehr
heitlich undifferenziert über diverse Schmerzen
geäussert
und
sei
thema
tisch auf das Überfallgeschehen vom Juni 2001 verhaftet
gewesen
(S. 42 unten).
Der Beschwerdeführer habe angegeben, seit zirka 2003 nicht mehr in psychiat
rischer Behandlung zu sein, da kein Behandlungsbedarf mehr bestanden habe.
Zusam
mengefasst werde aus gutachterlicher Sicht und auf Basis der Ergebnisse aktuell sowie gemäss Angaben des Beschwerdeführers
eine anhaltende psychi
atrische
Störung gemäss ICD-10 nicht diagnostiziert. Auf psychiatrischem Gebiet sei der Beschwerdeführer aktuell als voll arbeits- und leistungs
fähig ein
zustufen (S. 47 Mitte).
In der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung hätten sich inkonsistente Ergebnisse unterschiedlichen Ausmasses gezeigt, welche vor dem Hintergrund
der Aktenlage, de
r
Angaben des Beschwerdeführers, der Verhaltensb
eobachtung sowie der Ergebnisse aufgrund
einer
nicht vorhandenen Leistungsbereitschaft im Sinne einer Aggravation zu interpretieren seien (S. 49 unten
, S. 52 Mitte
).
Die aus Sicht der Rheumatologie objektivierbaren Probleme
, eine leichte
Wirbel
säulenfehlstatik
, eine muskuläre
Dysbalance
mit insbesondere
druckdolenten
Weichteilen, hingegen keine relevanten funktionellen Defizite, sowie radiolo
gisch beginnende degenerative Veränderungen der zervikalen und lumbalen Wirbelsäule,
würden keine Einschränkung der Arbeitsfähigke
it beinhalten. D
ies sei auch in früheren Beurteilungen und Gutachten festgehalten worden. Diesbe
züglich seien keine neuen Aspekte anzufügen
(S. 50 oben
, S. 52 oben
).
Aus neurologischer Sicht könne als Residuum beziehungsweise als
Defekthei
lung
der Schnittverletzung an der linken Wange eine leichte, mundastbetonte
Fazialisparese
links mit
Myokymien
der
fazialisversorgten
Muskulatur links festgehalten werden. Diese sei jedoch nicht in einem funktionell relevanten Ausmass vorhanden (S. 51 Mitte).
Die im interdisziplinären Gutachten von 2006 postulierte Läsion des
N.
trigeminus
links habe sich aktuell nicht bestätigen lassen und die angegebene Sensibilitätsminderung und Schmerzhaftigkeit der linken Körperhälfte liessen sich aus neurologischer Sicht keinem organischen Korrelat zuordnen (S. 52 Mitte).
Die Ar
b
e
its- und Leistungsfähigkeit sei aus neurologischer Sicht nicht eingeschränkt (S. 51 oben).
Aus interdisziplinärer Sicht seien dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit und sämtliche leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeiten ohne Einschränkungen in einem zeitlichen Rahmen von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche ohne verminderte Leistungsfähigkeit zumutbar. Körperlich schwere Arbeiten könnten eine Exazerbation der vertebralen bis
spondylogenen
Schmerzen zur Folge haben und seien da
her eher nicht geeignet (S. 53). Aus psychiatrischer Sicht sei aufgrund der etwas unklar vorliegenden Aktenlage die Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit seit zirka 2003/2004 nicht exakt
eruierbar
. Man könne allerdings davon ausgehen, dass der Grad der Arbeitsunfähigkeit zumindest in der näheren Vergangenheit bei 0
%
anzusiedeln sei (S. 54 unten). Aus rheumatologischer Sicht seien die zurzeit zu objektivierenden
muskuloske
lettalen
Beschwerden im Sinne einer vertebralen bis
spondylogenen
Symptoma
tik
initial
. Erste Rapporte mit Auflistung derartiger Probleme gingen auf das Jahr 2002 zurück. In nachfolgenden interdisziplinären Beurteilungen sei dem Beschwerdeführer wegen Problemen seitens des Bewegungsapparates keine Ar
beitsunfähigkeit attestiert worden (S. 54 f.). Aus neurologischer Sicht bestehe
keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 20
%
oder mehr (S. 55 oben). Somit sei aus interdisziplinärer Sicht festzuhalten, dass keine anhaltende Arbeitsun
fähigkeit von 20
%
oder mehr bestehe und eine solche auch retrospektiv nicht bestätigt werden könne (S. 55 oben).
Aus interdisziplinärer Sicht sei eine Beein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit in den letzten Jahren nicht vorgelegen. Auf
grund der fehlenden medizinischen Daten könne insbesondere ein allfälliger Zeitpunkt bezüglich der Verbesserung des psychischen Zustandes nicht genau datiert werden, wobei die gutachterlichen Schlussfolgerungen von 2005 aktuell nicht zu bestätigen seien (S. 55 Mitte).
4.7
Dr.
A._
berichtete am 2
6.
Januar 2013 (
Urk.
7/114/1-5)
und führte aus, die Situation habe sich nicht verändert. Im Vordergrund stünden nach wie vor die chronischen Schmerzen. Der Beschwerdeführer sei unverändert zu 100
%
ar
beitsunfähig. Es sei nicht damit zu rechnen, dass er wieder erwerbsfähig werde (S. 2
Ziff.
1.4).
4.8
Die Ärzte der
F._
berichteten am 2
3.
April 2014 (
Urk.
15/1) und führten aus, der Beschwerdeführer sei im ver
gangenen Jahr für insgesamt zwei Monate in der Tagesklinik behandelt worden. Dieser berichte erneut, dass die Zeit in der Tagesklinik keine Verbesserung sei
ner Symptome gebracht habe. Er klage nach wie vor über ausgeprägte
Kon
zentrationsstörungen
. Er habe auch immer noch am ganzen Körper für ihn unerträgliche Schmerzen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe zurzeit keine Indi
kation für eine tagesklinische Behandlung, zumal der Beschwerdeführer diese beim letzten Mal als eher belastend und wenig hilfreich erlebt habe. Insgesamt sei davon auszugehen, dass sich das Zustandsbild, das mehr oder weniger seit 2001 bestehe, insoweit verfestigt habe, dass nicht unbedingt mit einer Verbes
serung zu rechnen sei.
4.9
Dr.
med.
G._
,
Facharzt FMH für Neurologie, berichtete am 2
5.
April 2014 (
Urk.
15/2) und nannte folgende Diagnosen:
chronische
Zervikalgie
und Lumbalgie, mit
radikulären
Reizerscheinun
gen
in den linken Extremitäten; keine Hinweise für eine relevante Läsion einer zervikalen, lumbalen oder sakralen Wurzel
Status nach traumatisch bedingter Blow-out Fraktur links am 1
2.
Juni 2001, mit Schädigung des
N.
trigeminus
links
residuelle
periphere
Facialisparese
links, bei Status nach
Schnittverlet
zung
im Wangenbereich links im Dezember 1998
Er führte aus,
die zervikalen und lumbalen Beschwerden, welche auf den Sturz vom Juni 2001 zurückzuführen seien, hätten keine Folgen bezüglich einer Läsion einer zervikalen, lumbalen oder sakralen Wurzel. Neurologisch seien die Befunde unauffällig und ohne Hinweise auf für segmentäre oder periphere
Ausfälle. Auch die durchgeführten EMG-Untersuchungen hätten normale Befunde ergeben. Therapeutisch sollten bei den zervikalen und lumbalen Be
schwerden konservative Behandlungsmassnahmen weiterhin ausreichen
(S. 3)
.
5.
5.1
Die
Rentenzusprache
im Jahr
2003 erfolgte gemäss Feststellungsblatt vom 2
8.
November 2002 (
Urk.
7/26) gestützt auf die Berichte von
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E. 3.3), med.
pract
.
B._
(vgl. vorstehend E. 3.4) sowie de
r
Ärzte der
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.1). Damals standen die Blow-out Fraktur der linken Orbita,
eine milde traumatische Hirnverletzung mit persistie
render Mundastschwäche,
eine posttraumatische Belastungsstörung, eine rezidi
vierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode sowie ein Verdacht auf eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung im Vordergrund,
und gestützt darauf wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert.
Gestützt auf das Gutachten der Ärzte der MEDAS
Y._
vom
6.
November 2012 (vgl. vorstehend E. 4.7) ging die Bes
chwerdegegnerin davon aus, dass
beim Beschwerdeführer
insbesondere durch die Rückbildung der psychi
schen
Leiden
nunmehr keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr fe
stgestellt werden könnten, womit eine Verbesserung
des Gesundheitszu
standes ausgewiesen sei
und der Beschwerdeführer
in
einer leichten bis mittelschweren wechselbelastenden
Tä
tigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei.
Der Beschwerdeführer machte jedoch geltend, es würden keine Anhaltspunkte für eine Verbesserung seines Gesundheitszustandes bestehen. Zudem bemän
gelte er das MEDAS-Gutachten
(
Urk. 1.
S. 7 f.).
5.2
Das MEDAS-Gutachten vom
6.
November 2012 (
Urk.
7/108)
beruht auf den für die stritti
gen Belange umfassenden und allseitigen Untersuchungen und be
rück
sichtigt die vom
Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden in ange
messe
ner
Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
So machte Teilgutachter
in
Dr.
med.
H._
,
Fachärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH
,
darauf aufmerksam
(
Urk.
7/108/90-134),
dass
beim
Beschwerdeführer vordergründig eine
klagsame
, defizit- und beschwerdeorientierte Schilderungswiese bestanden habe
,
welche sehr auf das stattgehabte Überfallgeschehen und au
f die Schmerzen fixiert gewesen sei
, und er
auch
mit sehr selbstlimitativen Äusserungen und Gebaren aufgefallen sei
(S. 35 oben).
Weiter bezog
Dr.
H._
ausdrücklich Stellung zu früheren
psychischen
Befunden
und den in der Vergangenheit beim Beschwer
deführer diagnostizierten
Störungen (S. 36 oben).
Teilgutachter
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Neurologie FMH, zeigte zudem auf (
Urk.
7/108/59-89), dass aus neurologischer Sicht als Residuum beziehungsweise als Defektheilung der Schnittverletzung an der linken Wange von 1998 eine leichte, mundastbetonte
Fazialisparese
links mit
Myokymien
der
fazialisversorgten
Muskulatur links festgehalten werden könne, diese jedoch nicht in einem funktionell relevanten Ausmass vorhanden sei (S. 27 Mitte).
Teilgutachter
Dr.
med.
J._
,
FMH Rheumatologie, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, legte ausserdem dar (
Urk.
7/108/135-166), dass
sich im Bereich der hauptsächlich geklagten Schmerzlokalisation zervikal und am
zerviko
-thorakalen Übergang sowie lumbal keine relevanten funktionell
en Defizite eruieren liessen,
keine
Radikulopathie
vorliege
und auch keine anderweitigen Hinweise auf eine
Sys
tem
erkrankung
fassbar seien
(S. 28 oben).
Das
MEDAS-Gutachten
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusam
men
hänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheits
zustand und Ar
beitsfähigkeit werden ausführlich begründet.
Es ist somit für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend.
So zeigten die Gutachter in nachvoll
ziehbarer Weise auf,
dass sich beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Begutachtung weder aus rheumatologischer Sicht, noch aus neurologischer und
neuropsychologischer beziehungsweise
psychiatrischer
Sicht Hinweise für eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Gesundheitsstörung ergeben haben. Überdies begründeten sie einlässlich und sorgfältig, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Verbesserung seines Gesundheitszustandes die bisherige Tätigkeit und sämtliche leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeiten ohne Einschränkungen in einem zeitlichen Rahmen von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche ohne verminderte L
eistungsfähigkeit zumutbar sei
en
, körper
lich schwere Arbeiten hingegen eine Exazerbation der vertebralen bis
spondylo
genen
Schmerzen
zur Folge haben könnten
und daher nicht geeignet seien
.
Das Gutachten erfüllt dam
it entgegen den Ausführungen des
Beschwerdeführe
r
s
die praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
5.3
Auf die Beurteilung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
durch
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E. 4.5, 4.6, 4.8)
, wonach der Beschwerdeführer nach wie vor zu 100
%
arbeitsunfähig sei,
kann demgegenüber nicht abgestellt werden.
So nannte er in seinen Berichten einzig die Diagnosen und legte weder die erhobe
nen Befunde dar, noch
nahm
er eine nachvollziehbar begründete und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
vor
.
Die von
Dr.
A._
genannte Arbeitsunfähigkeit von 100
%
kann vor die
sem Hintergrund nicht nachvollzogen werden, zumal er seine Einschätzung weder näher begründete noch Angaben zu funktionellen Einschränkungen machte, sondern
lediglich
von einer schlechten Prognose berichtete und sich
allgemein
auf den
unveränderten Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers bezog.
Zudem stützte er sich bei seinen Ausführungen auch
auf die subjektiven Angaben des
Beschwerdeführer
s
, welche für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht
massgebend
sind. Auch seine Ausführungen,
wonach nicht damit zu rechnen sei, dass
d
er
Beschwerdeführer
je wieder erwerbsfähig werde
, vermögen die ausführliche und eingehend
begründete Beurteilung durch die MEDAS-Gut
achter
nicht zu entkräften.
Auch der
Bericht von m
ed.
pract
.
B._
(vgl. vorstehend E. 4.3), wonach es zu einer
Chronifizierung
der Symptome gekommen sei,
vermag die Einschätzung der MEDAS-Gutachter nicht zu entkräften.
So
entbehren die
von ihm
gestellten Diagnosen einerseits einer Grundlage im beschriebenen Befund, andererseits
äusserte
er sich
in seiner Beurteilung nicht konkret zum Zustandekommen der gestellten Diagnosen und machte auch keine Angaben zu Einsch
ränkungen der Arbeitsfähigkeit. D
ie MEDAS-Gutachter
konnten
mit Blick auf den Verlauf der psychischen Beeinträchtigung die im Bericht von
pract
. med.
B._
genannten Diagnosen einer chronischen posttraumatischen Belastungsstörung sowie einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Epi
sode im Oktober 2012 nicht mehr bestätigen.
Sofern in der Vergangenheit beim Beschwerdeführer gewisse Tendenzen oder eine bedrückte Stimmung punktuell vorgelegen haben sollten, seien diese
gemäss
MEDAS-Gutachter aktuell als vollständig remittiert zu werten und allenfalls im Zusammenhang mit der be
ric
hteten Schmerzkomponente und den
selbstlimitativen Darstellungsweisen des Beschwerdeführers zu sehen (
Urk.
7/108/90-134 S. 37 oben)
.
Diesbezüglich fällt ferner
ins Gewicht,
dass
sich der Beschwerdeführer seit 2003 nicht mehr in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung befindet und auch keine Psychopharmaka einnimmt
. Unter diesen Umständen
schien es trotz feh
lender antidepressiver beziehungsweise intensiver psychopharmakologischer Behand
lung zu keiner weiteren Entwicklung der psychiatrischen Symptomatik gekom
men zu sein, was ebenfalls für die Remission des im Jahre 2002 noch beschrie
benen depressiven Zu
standes spricht. Ausserdem berichtete der Be
schwer
deführer in der gutachterli
chen Untersuchung von zielgerichteten Akti
vitäten (vgl. Urk.
7
/
108/90-134
S.
29 Mitte),
was e
benfalls mit der Diagnose einer
depressiven Störung nicht verein
bar ist.
Das Gesagte
lässt den Schluss zu, dass der Leidensdruck des Beschwerdeführers nicht allzu hoch ist und
psychiat
rischerseits
keine leistung
sbeei
n
t
rächtigende Stö
r
ung
mehr vorliegt.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die ausführlich begründete Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits
fähigkeit im MEDAS-Gutachten von 2012 umzustossen ver
möchten.
5.4
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen in die Wege zu leiten, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Sowohl der physische als auch der psychische Gesundheitszustand des
Be-schwer
deführers
wurden in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Der Beschwerdeführer vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Ak
tenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig wäre. Da ein anhaltender Gesundheitsschaden nach dem Gesagten nicht ausgewiesen ist, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten als ausreichend, weshalb auf weitere Ab
klärungen verzichtet werden kann.
Anzufügen bleibt, dass es im Übrigen unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem Behandlungs- und
Abklärungs
auftrag
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; 124 I 170 E.
4.
S. 175; Urteil des Bundesgerichts 9C_906/2011 vom
8.
August 2012 E. 4.4) nicht angeht, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die behan
deln
den Ärzte nachher zu abweichenden Einschätzungen gelangen oder an vor
gängig
geäusserten
divergierenden Auffassungen festhalten (Urteile des Bun
desgerichts 8C_567/2010 vom 1
9.
November 2010 E. 3.2.2 sowie 9C_710/2011 vom 2
0.
März 2012 E. 4.5).
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Einwände brachte er nicht vor.
An dieser Beurteilung ändern auch die erst nach Erlass der angefochtenen Verfü
gung verfassten Berichte der Ärzte der
F._
(vgl.
vorstehend E. 4.
9
) sowie von Dr.
G._
(vgl. vorstehend E. 4
.
10
) nichts, da das Gericht der
beschwerde
weisen
Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde legt, wie er sich der Verwal
tung bot (BGE 130 V 64 E. 5.2.5).
5.5
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist aufgrund des interdiszipli
nären MEDAS-Gutachtens mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit eine Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ausgewiesen. So bestehen im Vergleich zur
Rentenzusprache
im Jahr 2003 keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit mehr. Insbesondere konnte ein unauffälliger psychischer Befundstatus festgestellt werden und der erhobene klinische rheumatologische Befund bot keine Hin
weise für relevante funktionelle Defizite. Diese Beurteilung stimmt ausserdem
mit den Resultaten der neuropsychologischen Testung überein, zumal sich inkonsistente Ergebnisse unterschiedlichen Ausmasses gezeigt hatten, welche im Sinne einer Aggravation zu interpretieren sind. Auch die deutliche Diskrepanz zwischen den angegebenen Beschwerden und dem unbeeinträchtigten klini
schen Eindruck spricht für die komplette Abheilung der im Jahre 2002 doku
mentierten Diagnosen und somit für eine Verbesserung des Gesundheits
zu
stan
des des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 4.7).
Somit ist gestützt auf das MEDAS-Gutachten von Oktober 2012 davon auszu
gehen, dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen und der Beschwerdeführer nunmehr in der bisherigen und einer leichten bis mittel
schweren wechselbelastenden Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist
.
5.6
Die Invaliditätsbemessung im engeren Sinn wurde vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. Es bestehen weder Anhaltspunkte, die auf eine Fehlerhaftigkeit der Invaliditätsbemessung
schliessen
lassen würden, noch gibt sie aufgrund der Akten (
Urk.
7/109) zu Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführun
gen erübrigen.
5.7
Der Einwand des Beschwerdeführers betreffend Selbsteingliederung (
Urk.
1 S. 8
Ziff.
38-41) kann ebenfalls nicht gehört werden.
Das Bundesgericht geht in ständiger Rechtsprechung vom Regelfall aus, dass eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist (Ulrich Meyer, Rechtsprechung zum IVG,
2.
Auflage, Zürich 2010, S. 383). Praktisch bedeutet dies, dass aus einer medizinisch attestierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit ein entsprechen
der Einkommensvergleich (mit dem Ergebnis eines tieferen Invaliditätsgrades) vorgenommen werden kann.
In ganz besonderen Ausnahmefällen hat die Rechtsprechung dennoch nach lang
jährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungs
fähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe von medizinisch-rehabilitativen und/oder beruflich-erwerblichen
Massnahmen
das theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden kann. Es können im Ein
zelfall Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vor
handenen Leistungsfähigkeit und medizinisch zumutbaren Leistungsentfaltung entgegen stehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Ver
wertung eines bestimmten Leistungspotentials ohne vorgängige Durchführung befähigender
Massnahmen
allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 E. 4.2.2, vom 1
0.
September 2010, E. 4.2.2, SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86).
Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht im Urteil 9C_228/2010 E. 3.3 vom 2
6.
April 2011 dahin gehend präzisiert, dass die revisions- oder
wiederer
wägungs
weise
Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente bei versicher
ten Personen, die das 5
5.
Alter
s
jahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen haben, nur zulässig ist, wenn die Beschwerdegegnerin zuvor
Eingliederungsmassnahmen
durchgeführt hat.
Damit wird dem Umstand Rech
nung getragen, dass solche versicherte Personen aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder der langen Rentendauer und der daraus folgenden langjährigen Arbeitsabstinenz in der Regel nicht selber in der Lage sind, sich dem Arbeits
markt zu stellen und sich dort selber wieder einzugliedern.
Der am 1
0.
August 1960 geborene Beschwerdeführer (vgl.
Urk.
7/3) war im Zeit
punkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 1
4.
März 2013 (
Urk.
2) erst 52 Jahre alt und bezog seit
Juni 2002 (Urk. 7/33), mithin seit rund 11 Jahren, eine ganze Rente. Mit keinem der beiden Kriterien (Alter, Dauer Rentenbezug) fällt der Beschwerdeführer unter den vom Bundesgericht besonders geschützten Personenkreis, bei welchem die Beschwerdegegnerin vor der Renteneinstellung die Frage der
Zumutbarkeit der Selbsteingliederung zu prüfen beziehungsweise diesbezüglich Hilfeleistungen anzubieten hat
.
Dem Beschwerdeführer ist die Verwertung seines Leistungspotentials demnach ohne vorgängige Durchführung befähigender
Massnahmen
allein vermittels Eigenanstrengung zuzumuten und
er sollte in der Lage sein,
sich im Arbeitsmarkt selber wieder einzugliedern.
Der Beschwerdeführer wurde von der Beschwerdegegnerin
ausserdem
bereits im März 2010 auf ein Angebot für den beruflichen Wiedereinstieg aufmerksam gemacht (vgl.
Urk.
7/74).
5.8
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht eine revisionsrelevante Sachverhaltsänderung angenommen und beim neu b
e
stimmten Invaliditätsgrad von 0
%
eine Renteneinstellung verfügt hat. Die
Beschwer
degegnerin
hat in Übereinstimmung mit
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a IVV die Rentenaufhebung auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der angefoch
tenen Verfügung vom
1
4.
März
201
3
folgenden Monats verfügt.
Die angefochtene Verfügung vom
1
4.
März 2013
(
Urk.
2) erweist sich deshalb als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und
auf
Fr.
900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6.2
Nach
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der seit
1.
Juli 2011 in Kraft stehenden Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
6.3
Der von Rechtsanwalt Thomas Wyss
mit Eingabe vom
2
0.
Mai 2014
geltend gemachte Aufwand von
18
Stunden
40 Minuten
und
Fr.
140.-- Barauslagen (
Urk.
16
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen
.
Insbesondere erscheint
ein Aufwand von 12 Stunden für
das Aktenstudium sowie
die
Beschwerde
schrift als überhöht, zumal
diese aus rund sieben Seiten Text besteht, wovon gut vier Seiten
zusammenfassende Wiederga
ben der Akten sind und rund zwei Seiten aus rechtlichen Erwägungen bestehen.
Für das Abfassen der Beschwerdeschrift erscheint deshalb ein Aufwand
von vier Stunden als angemessen, womit sich eine Kürzung um 8 Stunden ergibt und dementsprechend ein Aufwand von 10 Stunden 40 Minuten zu entschädigen ist.
B
ei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer)
ist die Entschädigung somit auf Fr. 2‘455.20
(inklusive
Bar
auslagen
und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
6
.4
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.