Decision ID: cf8c7445-6921-4eda-856b-4be62438ce8c
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1957 geborene
X._
arbeitet seit 1992 bei der
Y._
als
ausgebildeter
Metallbauer bei einem 100%-Pensum
(Urk. 8/1)
. Am 24. Juni 2013 erlitt er einen Arbeitsunfall und zog sich dabei eine
Schulter
verletzung
zu. Die S
uva
trat auf den Schaden ein und gewährte Heilbehand
lung sowie Taggeld
(Urk. 8/24/90-91)
.
Am 25. September 2013 (Eingangs
datum) meldete sich der Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Diese traf medi
zinische und erwerbliche Abklärungen und zog die Akten der Unfallversi
cherung bei.
Die S
uva
liess
X._
am 6. Oktober 2014 durch ihren Kreisarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie FMH, untersuchen (kreisärztliche Abschlussuntersuchung, Urk. 8/18)
. Mit Mitteilung vom 25. November 2014 (Urk. 8/32) schloss die IV-Stelle die berufliche Mass
nahme der Arbeitsplatzerhaltung erfolgreich ab, da der Versicherte weiterhin einer angepassten Tätigkeit bei einem Pensum von 75 % bei seinem bisheri
gen Arbeitgeber nachgehen könne. M
it Verfügung vom 20. Mai 2015 (Urk. 8/37)
sprach die S
uva
X._
mit Wirkung ab 1. Januar 2015 eine auf einem 25%igen Invaliditätsgrad basierende Invalidenrente und
bei einer Integritätseinbusse von 9.25 %
eine Integritätsentschädigung von Fr. 11‘655.-- zu.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/39-40 und Urk. 8/49)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. November 2015 einen Rentenanspruch von
X._
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 11. Januar 2016 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 23. November 2015 eine
(temporäre)
Invalidenrente zuzusprechen; unter Kosten- und
Entschädi
gungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1
S. 2 und S. 6
).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-56), was dem Beschwerdeführer am 4. Februar 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
gen.
Der Einzelrichter

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin begründet die Verneinung des Rentenanspruchs damit,
dass dem Beschwerdeführer die bisherige
körperlich schwere Tätigkeit als Metallbauer nicht mehr vollständig möglich sei, ihm hingegen eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei
, wobei es unerheb
lich sei, ob er die ihm zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübe
. Die Invaliditätsbemessung
nach Ablauf des Wartejahres
für den Zeitraum von Juni bis Dezember 2014
ergebe - unter Berücksichtigung eines
leidensbe
dingten
Abzuges von 20 % - einen Invaliditätsgrad von 37 %
. Für den Zeit
raum ab Januar 2015 sei aufgrund der rein
unfallbedingten Einschränkungen
auf die SUVA-Verfügung vom 20. Mai 2015, wonach ab 1. Januar 2015 ein Invaliditätsgrad von 25 % vorliege,
abzustützen
(Urk. 2).
1.2
Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht,
es sei ihm auf Grund
lage der damals bestehenden 50%igen Arbeitsunfähigkeit ab 1. Juni 2014 eine (temporäre) Invalidenrente
auszurichten.
2.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt
(verlangt wird eine Invaliden
rente vom 1. Juni bis 31. Dezember 2014)
, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11 Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
3.
3
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
3
.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
3
.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
3
.4
Die Rechtsprechung, wonach das Gericht „nicht ohne zwingende Gründe“ von der Einschätzung der medizinischen Experten abweicht, hat den Beweiswert von Gerichtsgutachten zum Gegenstand und findet auf
versi
cherungsinterne
ärztliche Beurteilungen nicht Anwendung. Berichte und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Im Übrigen ist richtig, dass an die Unparteilichkeit auch der versicherungsinternen Gutachterinnen und Gut
achter ein strenger Massstab anzulegen ist.
Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann aller
dings nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. etwa Urteil des Bundesge
richts 9C_535/2015 vom 2
1.
März 2016 E. 2 mit Hinweisen auf BGE 139
V
225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom
3.
Oktober 2014 E. 4).
4
.
4.1
Da im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 6. Oktober 2014 die Berichte von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom
B._
zusammengefasst wurden (Urk. 8/18 S. 1-2), werden sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben.
4.2
Am
6. Oktober 2014
berichtete der Kreisarzt Dr
.
Z._
nach einer gleichen
tags erfolgten
Untersuchung
(Urk. 8/
18
).
Er schilderte zunächst den bisheri
gen
aktenmässigen
Verlauf, die Angaben de
s
Versicherten sowie die von ihm erhobenen Befunde. In seiner Beurteilung gab er
als Diagnose
eine
n
Status nach Distorsions-/Kontusionstrauma der rechten Schulter am 24. Juni 2013 mit
langstreckiger
Inferior betonter Labrumläsion des Schultergelenkes und Distorsion
des medialen
Sternoklavikulargelenkes
mit Kapselverdickung und Erguss (und wahrscheinlich Subluxation) und
arthroskopischer
Tenotomie des Bizeps und Limbus-
Refixation
am 14. Oktober 201
3
an
.
Subjektiv persistierten belastung
s
abhängige und zum T
eil positions- und lageabhängige Schmerzen im Bereich der rechten Schulter und des rechten Schlüsselbeines
, ein leichtes Hervorstehen des rechten Schulterblattes und intermittierend Sensibilitätsstörungen im
Dig
. V rechtsseitig und eine Ein
schränkung der Schulterbeweglichkeit. Objektiv finde sich eine Einschrän
kung in Bezug auf Abduktion/Adduktion, Anteversion/Retr
o
version der rechten Schulter gegenüber links, ein distaler Muskelbauch des Bizeps nach Tenotomie, ein deutlich prominentes
Sternoklavikulargelenk
rechts und eine im Seitenvergleich minimale
Scapula
alata
rechtsseitig.
Nebenbefundlich
liege ein Status nach Amputation des
Dig
. V links im proximalen Grundglied und leichte Rotationsfehlstellung des
Dig
. V links und Streckdefizit des
Dig
. III im PIP (Fingermittelgelenk) links von 20°
vor
.
Mit dem Beschwerde
führer sei besprochen worden, dass eine neurologische Untersuchung statt
finden solle, da die intermittierenden Sensibilitätsstörungen an der rechten oberen Extremität erst seit dem Unfall aufgetreten seien. Unabhängig davon
sei die körperlich schwere Tätigkeit als Metallbauer in Zukunft nicht mehr vollständig möglich, da hierbei schwere Gewichte nicht nur körpernah, son
dern auch körperfern bewegt werden müssten und bei Montagearbeiten auch Überkopfarbeiten durchgeführt werden müssten. Eine genaue Taxation sei bei Fehlen eines detaillierten Job-Profils nicht möglich, was aber nach Ein
gang eines solchen Profils anhand der formulierten
Zumutbarkeitsbeurtei
lung
administrativ erfolgen könne. Aus medizinischer Sicht wären körperlich höchstens mittelschwere Tätigkeiten ohne Tätigkeiten über Schulterniveau, mit Heben und Tragen von Gewichten lediglich körpernah bis Lendenhöhe bis 25 Kilogramm, ab Lendenhöhe bis Schulterniveau von höchstens 15 Kilogramm
, ohne repetitive Schläge oder andauernde Vibrationen auf die rechte obere Extremität zumutbar. Unter Beachtung genannter Einschrän
kungen wäre eine 100%ige Tätigkeit möglich. Die durch den Unfall vom 24.
Juni 2013 aufgetretene Schädigung sei dauerhaft und erheblich und bedinge eine Integritätsentschädigung.
5.
5.1
Zu beurteilen sind die gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 24.
Juni 2013 an der rechten Schulter.
Zwischen den P
art
eien ist nicht strittig und gestützt auf die medizinischen Akten ausgewiesen, dass der Beschwerdefüh
rer in seiner angestammten
,
körperlich schweren
Tätigkeit als
Metallbauer
zu 100 % arbeitsunfähig ist
. Fraglich ist, wie es sich mit der
Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in einer angepassten Tätigkeit
ab dem Zeitpunkt
des
all
fälligen Rentenbeginn im Juni 2014 (nach Ablauf des Wartejahres, Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG, und sechs Monate n
ach Anmeldung, Art. 29 IVG)
verhält.
Es ist sodann unbestritten, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
im weiteren Verlauf
insoweit verbessert hat, dass ab 1. Januar 2015 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert (vgl.
rechtskräftige
SUVA-Verfügung vom 20.
Mai 2015, Urk. 8/37).
5.2
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten
Betreuungsauf
wandes
oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und
voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
5.3
Kreisarzt
Dr.
Z._
erhob anlässlich der Untersuchung vom 6. Oktober 2014 Befunde (Urk. 8/18 S. 3), berücksichtigte sowohl den
aktenmässigen
Verlauf (S. 1-2) als auch die Angaben des Beschwerdeführers zu seinen Beschwerden und zur Arbeitsfähigkeit (S. 3).
Dr.
Z._
kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit mit dem besonderen Zumutbarkeitsprofil zu 100 % arbeitsfähig sei. Diese Einschätzung vermag in jeder Hinsicht zu überzeugen. Doch kann diese erst ab dem
Untersuchungs
zeitpunkt
(6. Oktober 2014) gelten, da
Dr.
Z._
keine retrospektiven Anga
ben zum Verlauf
der Arbeitsfähigkeit
macht.
Dr.
A._
als behandelnder Orthopäde
hingegen
stellte am 10.
Februar 2014 einen zögerlichen Verlauf nach
der
Schulter-Operation rechts fest und
attestierte dem Beschwerdeführer noch am 15. April 2014 eine 50%ige Arbeitsunfähi
gkeit und hielt
zudem
fest, dass ab 2
. Juni 2014 ein teilweiser Einstieg
zu 50 %
in eine angepasste Tätigkeit erfolgen könne
(Urk. 8/24/44)
.
Dass sich der somatische Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers nach der Schulter-Operation im Oktober 2013
nur
sukzessive verbessert hat und deshalb im Juni 2014 erst ein teil
weiser Arbeitseinstieg bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit erfolgte, erscheint nachvollziehbar
(vgl. auch Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung, Urk. 8/33)
.
Zusammenfassend kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahr
-
schein
lichkeit
davon ausgegangen werden, dass dem Beschwerdeführer ab Juni 2014 eine behinderungsangepasste Tätigkeit (
körperlich höchstens mittelschwere Tätigkeiten ohne Tätigkeiten über Schulterniveau, mit Heben und Tragen von Gewichten lediglich körpernah bis Lendenhöhe bis 25 Kilogramm, ab Lendenhöhe bis Schulterniveau von höchstens 15 Kilogramm, ohne repetitive Schläge oder andauernde Vibrationen auf die rechte obere Extremität
) zu 50 % und seit Oktober 2014 zu 100 % zumutbar ist.
Da angesichts dieser Umstände ab
dem
6. Oktober 2014
eine Verbesse
-
rung
des Gesundheitszustandes des Be
schwerdeführers ausgewiesen
, ist
diese –
gemäss
Art
. 88a
Abs. 1
IVV
nach drei Monaten – ab
1. Februar 2015
zu berücksichtigen.
Nach dem Ausgeführten ist für den Zeitraum vom 1. Juni 2014 bis 31. Januar 2015 ein Rentenanspruch zu prüfen.
6.
6.1
Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gege
benheiten des (hypothetischen) Rentenbeginns abzustellen, das
heisst
ab 1. Juni 2014 (vgl. E. 5.1).
6.2
6.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Ein
kommensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein (BG
E 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis
).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
glichenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Festsetzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizeri
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bun
desgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
6.2.2
Als
Validenlohn
ist dem Einkommensvergleich der Jahreslohn, welchen der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall im Jahr 2014 bei der
Y._
erzielt hätte, zugrunde zu legen.
Gemäss
Arbeitgeberauskunft vom 27.
November 2013 (Urk. 8/9)
verdiente der Beschwerdeführer
im Jahr 2013
Fr. 83‘720.--. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung resultiert für das Jahr 2014 ein
Validenlohn
von Fr. 84‘328.-- (Fr. 83‘720.
-- :
2204 x 2220
, vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, Tabelle T 39
).
6.3
6.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens
ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutb
are neue Erwerbstätigkeit auf
ge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
turerhe
bungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Es macht aber auch keinen Sinn, statisti
sche Werte beizuziehen, wenn die versicherte Person in der Lage ist, trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigungen die bisher ausgeübte Erwerbstätigkeit (allenfalls mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit) weiterzuführen (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2011 vom 13.
Januar 2012 E. 4.1 mit Hinweisen).
6.3.2
Aus medizinischer Sicht war der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 1. Juni 2014 bis 31. Januar 2015 (Besserung ab Oktober 2014 zuzüglich 3 Monate
gemäss
Art. 88a Abs. 1 IVV, vgl. E. 5.2-3) in einer Verweistätigkeit unter Einhaltung des Anforderungsprofils zu 50 % arbeitsfähig.
Fest steht, dass der Arbeitsplatz des Beschwerdeführers
, wo er seit 1992 angestellt ist,
erhalten
werden konnte (vgl. Urk. 8/32)
und
er
seit Juni 2014
(gerade 57-Jährig)
in einer dem Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätigkeit
wieder dort
arbeits
tätig
ist.
Indem die
bisherige
Tätigkeit optimal
angepasst werden konnte
, kann zur Bestimmung des Invaliden- und des
Valideneinkommens
auf denselben Lohn abgestellt werden. Damit erübrigt sich ein
ziffernmässiger
Einkommensver
gleich
und es kann eine Gegenüberstellung
blosser
Prozentzahlen vorge
nommen werden. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische
Erwerbsein
kommen
ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das
Invalideneinkom
men
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sogenannter
Pro
zentvergleich
; BGE 114 V 310 E. 3a S. 313; Urteil I 921/05 vom 24. November 2006 E. 5.2).
Da nur LSE-Tabellenlöhne herabsetzbar sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2011 E. 3.2), kann der vorliegende effektiv im Rahmen einer teil
weisen Erwerbsfähigkeit erzielte Lohn nicht gekürzt werden.
6.
3.3
Für den Zeitraum ab
1.
Februar 2015 ist
unbestrittenermassen
und
in
grund
sätzlicher
Übereinstimmung mit der Verfügung der SUVA vom 20. Mai 2015 (Urk. 8/37)
sowie
wiederum
in Anwendung des Prozentvergleichs
- bei Aus
übung einer angepassten Tätigkeit im bisherigen Betrieb
vollschichtig bei einer Leistungsfähigkeit von
75 % -
von einem
rentenausschliessenden
Inva
liditätsgrad
von 25 % auszugehen.
6.3.4
Davon abgeleitet ergibt sich für den fraglichen Zeitraum vom 1. Juni 2014 bis zum 31. Januar 2015 aufgrund des Prozentvergleichs ein Invaliditätsgrad von 62,5 % bzw. 63 %, da der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt ange
passt nur zu 50 % arbeitsfähig war (100 % - 75 % : 2), woraus ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
resultiert.
6.
4
Die Beschwerde ist folglich
gutzuheissen
und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer vom 1.
Juni 2014 bis 3
1.
Januar 2015 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
hat.
6.5
Zwecks Abschö
pfung einer allfälligen Überentschädigung nach Art. 68 ATSG ist das Urteil auch der Suva zuzustellen.
7.
7.1
Gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ist dem Beschwerde
führer eine Prozessentschädigung zuzusprech
en, wobei ein Betrag von Fr. 1‘4
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen erscheint.
7.2
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzusetzen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), sind auf Fr. 600.-- anzu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegen
den Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.