Decision ID: 8cf3d211-6646-450b-808a-696a4a51760b
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, war über seine
Y._
bei der Suva
obli
ga
torisch
gegen Unfälle versichert, als er am 30. Dezember 2011 mit sei
nem Taxi einen Inselschutzpfosten anfuhr (Polizeirapport, Urk. 7/5) und sich dabei eine
Talusluxationsfraktur
Hawkins III am linken
Fuss zuzog (
Urk. 7
/10). Es folgten mehrere Operationen (Urk.
7/105/2
). Im Jahr 201
3 wurden zudem Verände
rung
en im rechten Knie
des Versicherten
fest
ge
stellt (MRI, Urk. 7/137).
1.2
Die Suva erbrachte nach dem Unfall zunächst die gesetzlichen Leistungen (Tag
geld und Heilkosten; Urk. 7/7).
M
it Verfügung vom
3.
Juni 2014
verneinte sie
mangels Kausalität einen Leistungsanspruch im Zusammenhang mit den Kniebe
schwerden
rechts
(Urk.
7
/187).
Daran hielt sie auch im
Einspracheentscheid
vom 4. September 2014
fest
(Urk.
7
/221)
, der unangefochten in Rechtskraft erwuchs
.
In der Folge kündigte
sie
dem Versicherten mit formlosem Schreiben vom 3. November 2014 an, die Heilungskosten- und Taggeldleistungen per 31. Januar 2015 einzustellen (Urk.
7
/227)
.
So
dann
sprach
sie
ihm m
it Verfügung vom 31. Dezember 2014
bei einer Integritätseinbusse von 15
%
eine Integritätsent
schä
digung von Fr. 18‘900.-- zu, verneinte
jedoch
einen Renten
anspruch
man
gels einer unfallbedingten Erwerbseinbusse
(Urk.
7
/254).
Die dagegen erhobene
Ein
sprache des Versicherten
(Urk.
7/
261)
wies sie am
28. Juli 2015 ab (Urk.
7
/283
).
A
m 31. August 2015 ersuchte der Versicherte die Suva
erneut
um Weiteraus
rich
tung der Tag
gelder und wies unter anderem erstmals auf psychische Beschwerden hin (Urk.
7
/287). Die Suva teilte ihm mit,
grundsätzlich a
n ihrem letzten Ent
scheid festzuhalten, aber
noch
ihre Leistungspflicht
i
m Zusammenhang mit den
psychischen Beschwerden zu prüfen (Urk.
7
/293). Eine solche ver
neinte sie
sch
liess
lich
mit Verfügung vom 28. Oktober 2015 mangels eines adäquaten Kau
salzusammenhangs zwischen Unfall und
psychischer Störung
(Urk.
7
/309;
ferner
Urk.
7
/311).
Daran hielt sie auch
im
Einspracheentscheid
vom 1
1. Dezember 2015
fest
(Urk.
7
/320).
Gegen die
Einspracheentscheid
e
vom 2
8.
Juli und 1
1.
Dezember 2015 erhob der Versicherte Beschwerde
(
Urk.
7
/295
und 7/328)
.
Das Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
vereinigte die Prozesse unter der Nr. UV.2015.00160 und schrieb den Prozess UV.2016.00031 als dadurch erledigt ab. Mit Urteil UV.2015
.
00160 vom 30.
Juni
2017 hiess es die Beschwerden gut und wies die Sache
an die Suva zurück,
damit diese den
medizinischen Sachverhalt
weiter abkläre und neu über den Rentenanspruch entscheide
(
Urk.
7
/394).
1.3
Inzwischen war der Versicherte
am 2
1.
März 2016
ein weiteres Mal
am
linken
oberen Sprunggelenk
operiert worden
(
Urk.
7/337). Infolgedessen richtete die Suva
von März
2016
bis Juli
2017 erneut Taggelder aus
(
Urk.
7/421/1
).
Zudem
nahm
sie das von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene
bidisziplinäre
Gut
ach
ten
zu den Akten
. Dieses war am
7.
Juli 2017 von Prof.
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, und
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, erstattet (
Urk.
7/409) und am 24. Augst 2017 (
Urk.
7/410/15-17)
von
Dr.
A._
ergänzt
w
orden
.
Anschliessend legte die Suva die Akten
ihren
versicherungsinternen Ärzten
zur Stellungnahme vor
. Die psychiatri
sche Beurteilung datiert vom 2.
Januar 2018 (
Urk.
7
/416), die orthopädische vom 7.
Februar 2018 (
Urk.
7/420).
Mit Verfügung vom
5.
März 2018 verneinte die Suva einen Rentenanspruch des Versicherten
sowohl für die Monate
Februar 2015 bis
Februar 201
6
wie
auch
für die Zeit
nach A
bschluss des Rückfalls
(
Urk.
7/421). Dagegen erhob
dieser
Ein
sprache und beantragte
neben der Zusprechung einer
Invalidenrente
ab Einstel
lung der Taggeldleistungen per Juli 2017
auch eine Überprüfung der
Integri
täts
entschädigung (
Urk.
7/427). Gestützt auf eine weitere
kreisärztliche
Stellung
nahme (
Urk.
7/433)
zog die Suva ihren Entscheid in Wiedererwägung
:
Mit Ver
fügung vom
1.
Februar 2019 verneinte sie wie zuvor
einen Rentenanspruch des Versicherten für die Zeit vor und nach Abschluss des Rückfalls
und neu zusätz
lich
einen Anspruch auf
eine höhere
Integritätsentschädigung (
Urk.
7/434).
Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom
6.
März 2019 (
Urk.
7/436) wies die Suva mit Entscheid vom 13. März 2019 ab (
Urk.
2
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
erhob der Versicherte mit Eingabe vom 25. April 2019 Beschwerde
(
Urk.
1)
. Darin beantragte er, ihm
rückwirkend
ab 1
.
August
2017 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad v
on 44
%
zuzusprechen. E
ven
tualiter sei die Sache zur
Neub
erechnung des Invaliditätsgrades an die Suva
zurückzuweisen; alles unter Entschädigungsfolgen zulasten der Suva
(
Urk.
1 S.
2). Diese schloss in der Beschwerdeantwort vom
4.
Juni 2019 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Verfügung vom
5.
Juni 2019 ordnete das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel an (
Urk.
8).
In der Replik vom
9.
September 2019 hielt der Versicherte an seinen
Anträgen fest (
Urk.
11). Die Suva
liess die Frist zur Erstattung
einer Duplik
unbenutzt verstreichen
. Davon wurde dem Ver
si
cher
ten mit Verfügung vom 2
2.
Oktober 2019 Kenntnis gegeben (
Urk.
14).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
11 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt.
Rückfälle und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (BGE 118 V 293 E. 2d S. 297).
Ändern sich die tatsächlichen Verhältnisse nach einem verfüg
ten Fallabschluss, entfällt die Möglichkeit einer Rentenrevision gemäss
Art.
17
Abs.
1 des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts (ATSG)
, weil sich diese Bestimmung auf die Revision laufender Renten bezieht. Eine Anpassung an geänderte unfallkausale Verhältnisse kann im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung aber dadurch bewirkt werden, dass ein Rückfall oder Spätfolgen des seinerzeit rechtskräftig beurteilten Unfallereignisses geltend gemacht werden. Dieses Vorgehen entspricht dem in der Invaliden
ver
sicherung bestehenden Institut der Neuanmeldung im Sinne von Art. 87
Abs.
3 der
Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
;
Urteil des Bundesgerichts 8C_643/2017 vom
4.
Dezember 2017
E. 2.2
).
1.2
Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische
Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können
. Rückfälle und Spätfolgen stellen wie dargelegt besondere revisions
recht
liche Tatbestände dar (BGE 127 V 456 E. 4b; BGE 118 V 293 E. 2d). Unter diesen Titeln kann daher nicht eine uneingeschränkte neuerliche Prüfung vorgenommen
werden. Vielmehr ist von der rechtskräftigen Beurteilung auszugehen, und die Ane
r
kennung eines Rückfalls oder von Spätfolgen setzt eine nachträgliche Ände
rung der anspruchsrelevanten Verhältnisse voraus (Urteil
des Bundesgerichts
U
55/07 vom 1
3.
November 2007 E. 4.1). Diesbezüglich ist anzumerken, dass ein
er ärztlichen Einschätzung, die sich nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern im Vergleich zur früheren Beurteilung eine effektive Veränderung des Gesund
heits
zustands eingetreten ist, für die Belange der Rentenrevision kein genügender Beweiswert zukommt (Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_137/2017 vom
8.
November
2017 E. 3.1
und
8C_643/2017 vom
4.
Dezember 2017 E. 2.3
sowie
BGE 14
4
V 245
).
1.3
Zusammen
fassend
fällt eine abweichende materielle Beurteilung nach rechtskräf
tigem Fallabschluss mit Verweigerung einer Invalidenrente – unter Vorbehalt der
Rückkommenstitel
der prozessualen Revision wegen neuer Tatsachen oder Be
weis
mittel (
Art.
53
Abs.
1 ATSG) respektive der Wiedererwägung einer zweifellos unrichtigen Verfügung (
Art.
53
Abs.
2 ATSG) – nur in Betracht, wenn entweder ein Rückfall oder eine Spätfolge aufgetreten ist. Wie das Bundesgericht
sodann
in BGE 140 V 65 e
rörterte
, finden
Art.
88a
Abs.
2 und
Art.
88
bis
Abs.
1 IVV in der Unfallversi
cherung keine analoge Anwendung
, weshalb e
ine Rentenerhöhung bei Rückfällen auf den Zeitpunkt des Abschlusses der ärztlichen Heilbehandlung zu erfolgen
hat
.
In
BGE 144 V 245 E. 6.4
schlussfolgerte das Bunde
sgericht
, nichts
A
nderes könne gelten für den Fall, dass beim Rückfall noch gar kein Renten
anspruch bestehe und der Rentenbeginn erstmals festzusetzen sei.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin machte
unter Hinweis auf
eine
analoge Anwendung von
Art. 17
Abs.
1 ATSG
im Wesentlichen
geltend, es könne offenbleiben, ob
sich die Fussbeschwerden verschlechtert hätten.
Wie die Kreisärztin dargelegt habe, fehle es an
einer damit verbundenen
Änderung des Zumut
barkeitsprofils.
Zudem be
trachte
selbst
der behandelnde Operateur eine leidensangepasste Tätigkeit als ganz
tags zumutbar.
Der Gutachter
Dr.
A._
habe bei seiner abweichenden Beurteilung unfallfremde
Leiden
mit
berücksichtigt
.
Zudem
sei die Einnahme von Analgetika im Rahmen der Schadenminderungspflicht zumutbar
(
Urk.
2
Ziff.
3.d und
4
;
Urk.
6
Ziff.
4.2
).
2.2
Demgegenüber hi
elt der Beschwerdeführer
–
eben
falls unter Hinweis auf
Art.
17
Abs.
1 ATSG
–
dafür, dass sich n
ach der letzten Operation eine
Pseudarthrose
ausgebildet
habe
.
Dr.
A._
habe ihm dementsprechend auf den Zeitpunkt der
letzten
fehlgeschlagenen
Arthrodese
eine volle Arbeitsunfähigkeit als Taxifahrer attestiert. Damit bringe dieser klar zum Aus
druck, dass für die eingeschränkte Restarbeitsfähigkeit
die Fussbeschwerden verantwortlich seien. Das Gutachten wecke
sodann
Zweifel an der Beurteilung der Kreisärztin,
di
e
überdies
selbst
ein
räume
,
dass sich die Arbeitsfähigkeit
von 60
%
«auch» auf die Fussbeschwerden b
eziehe (
Urk.
1
Ziff.
7).
2.3
Die Parteien sind sich demnach einig,
dass Gegenstand des
Einspracheentscheids
nur der Rentenanspruch ab
1.
August 2017 bildet und dieser eine gesundheitliche Verschlechterung im Zusammenhang mit der Operation vom 2
1.
März 2016 vor
aussetzt. Damit gehen sie implizit davon aus, der
Grundfall
sei bereits
abge
schlossen
.
D
ies ist im Rahmen einer ex-ante Betrachtung unter Berücks
ichtigung der konkreten Umstände (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_185
/
2008 vom 1
7.
Dezember 2008 E. 4.3)
nicht zu beanstand
en.
Einerseits
blieb
die
dem
angefochtenen
Einspracheentscheid
zugrundeliegende
Verfügung vom
1.
Februar 2019
(
Urk.
7/434) insoweit unangefochten, als darin ein
Rentenanspruch
für die Monate
Februar 2015
bis
Februar 2016
verneint wurde (vgl.
Antrag in
Urk.
6/436 in Verbindung mit
Urk.
6/427)
.
A
ndererseits hielt das
Gericht
bereits
im
Rückweisungsentscheid UV.2015.00160, damit vereinigt UV.2016.00031, vom 3
0.
Juni 2017 fest,
dass ein allfälliges noch behandlungsbedürftiges Leiden im Rahmen der Psycho-Praxis keinen Grund für einen Aufschub des Fallabschlusses darstelle (
Urk.
7/394/21, E
.
4.2).
Dement
sprechend
kam
es
damals zum Schluss,
d
er Fallabschluss per Ende Januar 2015 und das Abstellen aus somatischer Sicht auf eine 100%
ige
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gemäss
dem
von
Dr.
B._
definiertem Belastungs
profil
seien
nicht zu beanstanden
.
Nur weil
das Gericht
einen adäquaten Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und einer allfälligen psychischen Beein
träch
tigung bejahte, wies es die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurück, damit diese abkläre,
ob r
elevante psychische Beschwerden
bestünden
, und gegebenen
falls eine
Gesamtwürdigung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer und psychischer Sicht
veranlasse
(
vgl.
Urk.
7/394/32
,
E
.
6.4 und
7).
Psychische Beschwerden
stehen
aufgrund
der Begutachtung durch P
rof.
Dr.
Z._
(
Urk.
7/409/11 ff.,
ins
besondere S.
109 und 110)
nunmehr
zu Recht nicht mehr zur Diskussion
(
Urk.
1
Ziff.
5).
3
.
3
.1
Soweit die
medizinischen Einschätzungen von behandelnden respektive für eine Zweitmeinung konsultierten Fachärzten
bereits
bei Erlass
des
Rückweisungs
ent
scheid
es
UV.2015.00160, damit vereinigt UV.2016.00031, vom 3
0.
Juni 2017
vor
lagen, wurden sie
dort
zusammen
gefasst
(
Urk.
7
/394/8 ff., E.
3)
und
gewürdigt
(
Urk.
7
/394/20 ff., E. 4 und 5)
.
3
.2
3.2.1
Im Wesentlichen stellte
das Gericht damals
fest, der Kreisarzt
Dr.
med.
B._
, Fach
arzt für Chirurgie, habe in
seiner
Abschlussuntersuchung vom
6.
Februar 2014
als Einschränkungen einen Erguss im Bereich des Sprunggelenks, eine Be
we
gungseinschränkung und eine Umfangsvermehrung des linken Unterschenkels festgestellt. Aus medizinischer Sicht als sinnvoll erachtet habe er eine
Arthrodese
sowie
Künzli-Stabilschuhe
, wohingegen er sich von der Fortsetzung der Physio
therapie keine Verbesserung der Situation versprochen habe.
Er habe
dem Be
schwer
deführ
er eine Arbeitsfähigkeit von 50
% in der angestammten
und von
100
%
in einer körperlichen leichten und überwiegend
sitzenden Tätigkeit atte
stiert.
3.2.2
Weiter erwog das Gericht, d
amit im Einklang stünden die Beurteilungen
des Fuss
spezialisten Dr.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie. Dieser habe im September
beziehungsweise
Oktober 2013 ebenfalls eine ausgeprägte Schwellung des gesamten Rückfusses mit starker
Druckdolenz
über dem Sprunggelenk und deutlicher Einschränkung der Beweglichkeit festge
stellt. Ebenso habe er eine
Arthrodese
vorgeschlagen
unter Hinweis darauf,
dass die Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen
aber
nicht zu steigern sei. Die 50%
ige
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit habe
Dr.
C._
mit den täglichen Schmerzen im Zusammenhang mit den Schw
e
llungszuständen
sowie der klaren Einschränkung beim Gehen/Stehen
beziehungsweise
beim
Ein-/
Ausladen des Gepäcks begründet.
Indessen habe auch er
eine Arbeitsfähig
keit von 100
%
in einer stark angepassten Tätigkeit, mehrheitlich sitzen
d
mit nur kurzen Wechseln
zum Stehen und Gehen
als erreichbar
erachtet.
Ferner
habe i
m ersten Halbjahr 2014
auch
Dr.
med.
D._
vom
Regionale
n
Ärztliche
n
Dienst (RAD)
der IV-Stelle
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
die
Einschätzung
von
Dr.
B._
als schützenswert beurteilt und nachvollziehbar erläutert, dass die Tätigkeit als Taxifahrer im Vergleich zu anderen sitzenden Tätigkeiten keine Möglichkeit biete, bei Schmerzen oder Verkrampfungen sofort die Körperhaltung zu ändern, und auch die Handhabung von Gepäck beinhalte.
3.2.3
Ferner führte das Gericht aus, i
m
Januar 2015
habe
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie,
gestützt auf neue Bilddokumente wiederum berichtet, dass opera
tive Massnahmen vom Beschwerdeführer strikte abgelehnt würden. Nach Aus
schöp
fung mehrerer konservativer Versuche könne er
diesem
keine Therapie mehr anbieten
und d
er Arbeitsfähigkeitsscheinschätzung von
Dr.
C._
von 50
%
als Taxifahrer folgen.
Dr.
C._
selbst habe
alsdann
i
m Juli 2015 nochmals erklärt, es bestehe die bekannte
ausgeprägte Schwellung, wobei aus den letzten MRI-Bildern ein Kollaps des Talus mit entsprechender Gelenksarthrose ersichtlich sei.
Schliesslich sei d
er Einschätzung von
Dr.
med.
F._
, Oberarzt der Abteilung Fusschirurgie der
G._
,
vom August 2015 zu entnehmen, dass ein operatives Vorgehen mit einem erheblichen
Aufwand verbunden und damit zu rechnen wäre, dass die Wunde schlecht schliesse und eine fast dreimonatige Teil
belastung im Rollstuhl zu diskutieren wäre.
Gemäss Bericht von
Dr.
H._
,
Oberarzt der Abteilung Orthopädie Untere Extremitäten der
G._
, vo
m
September 2015
habe der Beschwerdeführer
dieses Risiko zunächst
nicht eingeh
en
wollen
. Erst im November 2015 – offensichtlich im Zusammenhang mit dem
dam
a
ligen
Einspracheverfahren
– habe
Dr.
H._
mitgeteilt, dass der Beschwer
deführer
nun
doch eine Operation wünsche
(
Urk.
7
/394/21-23, E. 4.3)
.
3
.
3
3.3.1
Das Gericht kam
im erwähnten Rückweisungsentscheid
zum Schluss, der Be
schwerdeführer
sei im Rahmen der
unfallka
usalen somatischen Beschwerden
seit mindestens Januar 2015 in einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil von
Dr.
B._
zu 100
%
arbeitsfähig. Diese Auffassung werde sowohl von
Dr.
C._
als auch
von
Dr.
D._
und
Dr.
E._
geteilt, obschon ihre Beurteilung
en
mehrere Monate bis Jahre auseinanderliegen und sich jeweils auf aktuelle Bilddokumente stützen würden. Obschon
zudem
alle Ärzte die Schwel
lungszustände dokumentiert und bei der angestammten Tätigkeit mit einer
Re
duk
tion des Arbeitspensums
berücksichtigt hätten, würden sie daraus für eine adaptierte Tätigkeit weder ein zeitlich reduziertes Arbeitspensum noch eine ver
minderte Leistungsfähigkeit im Rahmen der Präsenzzeit ableiten. Die diesbezüg
lichen Ausführungen zum Gepäck und zur Zwangshaltung, vorab v
on
Dr.
D._
, seien einleuchtend
(
Urk.
7
/394/23 f., E. 5.1 und 5.2
)
.
3.3.2
Nicht zuletzt trage das in den
Akten definierte Belastungsprofil
genau den Ein
schränkungen Rechnung, die der Beschwerdeführer selbst wiederholt geltend gemacht habe. So habe er gegenüber dem Suva-Mitarbeiter erklärt, er könne bei der Taxizentrale nicht bezüglich des Gepäcks zurückfragen
.
Später
habe er
diesem erläutert
, sobald er mehr als ein bis zwei Stunden gehen müsse, habe er starke Schmerzen und einen geschwollenen Fuss
; a
usserdem habe er nach längerem Sitzen vor allem Schmerze
n
im Knie und könne den Kunden auch nicht mit den Gepäckstücken helfen.
Gegenüber
dem
ersten
Kreisarzt
habe er
Probleme auf unebenem Boden, beim Treppensteigen und in sitzender Position im Auto bei
angezogenem linkem Bein angegeben
.
Später
habe er diesem
gegenüber
erklärt,
er h
abe beim Bewegen, insbesondere beim Beugen und Strecken, Schmerzen im Sprunggelenk und nach Belastung zeige sich eine Schwellung. Ebenso habe er gegenüber
Dr.
C._
belastungsabhängige Schmerzen geltend gemacht.
Bei
Dr.
B._
habe er ebenfalls
von «brutalem» Treppensteigen gesprochen und da
rauf hingewiesen, dass der Fuss anschwelle, sobald er etwas mache
; e
r hebe/trage nur noch selten Gepäck.
Es leuchte deshalb selbst aufgrund der eigenen Leidens
darstellung des Beschwerdeführers ein, dass seine Arbeitsfähigkeit uneinge
schränkt sei, wenn er keine schweren Lasten heben oder tragen, nicht lange gehen oder stehen und mit den unteren Extremitäten keine Zwangshaltung einnehmen müsse. Bei geringerer Belastung würden sich die Schwellungszustände vermin
dern. Dies führe zu weniger Schmerzen und lasse diese
als
überwindbar erschei
nen. So gebe der Beschwerdeführer selbst an, sein 50%-Arbeitspensum als Taxis
fahrer entspreche 5 bis 6 Arbeitsstunden pro Tag, was umgerechnet auf die übliche Wochenarbeitszeit von knapp 42 Stunden
schon
ein
P
ensum von 60
%
ergebe.
3.3.3
Es komme hinzu, dass Anzeichen für Aggravationstendenzen
bestünden
. So habe der erste Kreisarzt auf die betonte, demonstrative Darstellung der Beschwerden und groteske Verrenkungen hingewiesen. Die innere Einstellung des Beschwerde
führers widerspiegle sich zudem in der laufend wiederholten Aussage, er werde höchsten noch 50
%
arbeiten können, und zwar jeweils schon Wochen im Voraus, bevor er ein höheres Arbeitspensum hätte umsetzen müssen oder ein Eingriff durchgeführt
worden sei
(
Urk.
7
/394/25 f., E. 5.3).
4
.
4
.1
4.1.1
Im neuen Bericht vom 2
1.
Januar 2016
hielt
Dr.
F._
fest, dass sich das rechte Kniegelenk mittlerweile etwas verbessert habe. Bezüglich des Sprunggelenks be
stehe
nun
bei unverändertem Befund und persistierenden beziehungsweise zu
neh
menden Schmerzen sowie einer Belastungsintoleranz der Wunsch nach einer operativen Versorgung. Betonen müsse man
dabei
das erhöhte Risiko für eine
Pseudarthrose
und eine Wundheilstörung (
Urk.
7
/326).
4.1.2
Hierauf wurden im Februar 2016 neue Bilddokumente erstellt
(
Urk.
7
/332-333)
, aus welchen Dr.
C._
am
8.
März 2016
schlussfolgerte
, es handle sich um eine schmerzhafte isolierte Arthrose im oberen Sprunggelenk mit Defektbildung im
lateralen
Talusbereich
im Sinne einer wahrscheinlichen Nekrose (
Urk.
7
/331).
Infolgedessen führte er am
2
1.
März 2016 eine Schrauben-
Arthrodese
mit
Fresh
Frozen-Femurkopf-Allograft
durch
(
Urk.
7
/337
/1
).
4
.2
4.2.1
Beim Austritt aus dem
Spital
zeigte sich der Beschwerdeführer unter suffiziente
r
Analgesie stets schmerzkompensiert (
Urk.
7
/
337/4).
Zur K
ontrolle acht Wochen postoperativ notierte Dr.
C._
einen guten Verlauf mit wenig Beschwerden,
jedoch
persistierender Schwellung (
Urk.
7
/346).
4.2.2
Weiterhin
als gut
beurteilte
Dr.
C._
den Verlauf i
m Bericht vom
8.
Juni 201
6.
Die Beschwerden seien
regredient
, der Beschwerdeführer gebe
aber
noch
belastungsabhängig Restbeschwerden an. Aus radiologischer Sicht (
vgl.
Urk.
7
/348) bestünden erfreuliche Konsolidationszeichen mit stabilen Verhält
nissen
des
Osteosynthesematerials
.
Der Beschwerdeführer könne die Belastung nach Massgabe der Beschwerden z
unehmend
steigern
(
Urk.
7
/347).
4.2.3
Im Bericht vom
7.
Juli 2016 zuhanden der Invalidenversicherung beurteilte
Dr.
C._
eine rein sitzende Tätigkeit mit ganz kurzen Wechseln zum Stehen und Gehen ab sofort als ganztags zumutbar, eine wechselbelastende an 4 Stunden pro Tag. Die Tätigkeit als Taxifahrer könne der Beschwerdeführer wegen der stark eingeschränkten Gehfähigkeit
momentan
noch nicht ausüben. Längerfristig sollte
diesbezüglich
jedoch eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
gut wieder möglich sein (Urk. 7/410/280 f.).
4
.3
4.3.1
Als
die Restbeschwerde
n
n
icht besserten,
veranlasste
Dr.
C._
eine bildge
bende Abklärung (
Urk.
7
/354). Das
Spect
-CT vom 2
2.
August 2016 zeigte eine aktivierte
Pseudarthrose
mit
gelockerter
Arthrodeseschraube
sowie
Zeichen einer
Sinterung im
posterioren
Ante
il der
Talusrolle
(
Urk.
7
/359).
Dr.
C._
notier
t
e
dazu
, klinisch und radiologisch sei keine zunehmende Konsolidation ersichtlich. Entsprechend müss
t
e
n
eine verzögerte Knochenheilung und Tendenz zur
Pseudarth
rosebildung
postuliert werden.
Er habe dem Beschwerdeführer die Mög
lichkeiten
Abwarten
oder
Rearthrodese
erläutert.
Dieser wolle zuwarten, da er
gegenüber präoperativ doch eine Schmerzverbesserung von knapp 30
%
verspüre
(
Urk.
7
/370)
.
4.3.2
Am 3
1.
Oktober 2016 konstatierte
Dr.
C._
a
nhand eines neuen Bild
doku
ments
, dass im Vergleich zur Voruntersuchung
eine
Platte gebrochen
zu sein scheine
mit einer leichten Z
unahme
der Lockerung von einigen Schrauben. Die Stellung des oberen
Sprunggelenks sei unverändert gut
,
ohne sichere Konsolida
tionszeichen
.
Es handle
sich um eine symptomatische
Pseudarthrose
ohne Besse
rung gegenüber der letzten Kontrolle. Der Beschwerdeführer könne sich nicht für ein aktives Vorgehen entscheid
en
.
Bis zur Kontrolle im Januar 2017
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
(
Urk.
7
/370
).
4.3.3
Auf Nachfrage der
Beschwerdegegnerin
räumte
Dr.
C._
im
Schreiben vom 2
2.
November 2016
ein
, dass eine angepasste Tätigkeit
z
umutbar sei, wobei das Heben von Lasten bis 10 kg
jeweils
nur für wenige Sekunden zumutbar sei. Es sei nicht zu vergessen, dass der Beschwerdeführer nicht geheilt sei
respektive a
n einer symptomatischen
Pseudarthrose
leide. Entsprechend benütze er reg
elmässig einen Gehst
ock. Mit einer sitzen
den
Tätigkeit mit sehr kurzer Gehleistung von wenigen Metern
sei
er
(
Dr.
C._
)
ganztags einverstanden, sofern der Be
schwerdeführer nicht täglich Analgetika einnehmen müsse (
Urk.
7
/374).
4
.4
4.4.1
Am
9.
Januar 2017 berichtete
Dr.
C._
, der Beschwerdeführer
beklage
sub
jektiv
eine Beschwerdezunahme in den kalten Wintermonaten. Die Befunde seien unverändert mit Persistenz der Schwellung und klarer
Druckdolenz
rund um das obere Sprunggelenk bei ansonsten unverändert guter Stellung sowie intakter peri
pherer Durchblutung, Motorik und Sensorik
(DMS)
. Der Beschwerdeführer se
i
nun mit einer
Rearthrodese
einverstanden (
Urk.
7
/376).
4.4.2
Die Vorabklärung
tätige
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Orthopädische Chirur
gi
e und Traumatologie
.
I
m Bericht vom 26.
Januar 2017
konstatierte er
eine schwie
rige Situation
nach mindestens zweimaligem
Arthrodese
-Versuch, der letzte am 2
1.
März 2016 mit einer
Pseudarthros
e
. Eine Fraktur des Sprungbeins,
eine
zusätz
liche
Arthrose im unteren Sprunggelenk oder eine
Talonavikularthrose
bestünden
gemäss SPECT-CT vom August 2016
nicht
. Die Doppleruntersuchung zeige
sodann
eine einwandfreie Blutversorgung von
Tibialis
posterior
und
dorsali
pedis
Arterie.
Er
empfehle einen neuen
Arthrodeseversuch
(
Urk.
7
/379).
4.4.3
Wie dem Bericht von
Dr.
C._
vom 1
0.
April 2017
zu entnehmen ist,
k
onnte sich der Beschwerdeführer
n
icht für
einen
Eingriff
am
Rückfuss
links
entscheide
n
.
Im Übrigen
stellte
Dr.
C._
erneut
eine unveränderte Situation ohne Bes
serung mit etwa gleich gebliebener chronischer Schwellung des gesamten Rück
fusses bei unverändert guten Weichteilen ohne neue Hyper
ker
atosen und unver
änderten
Druckdolenzen
vor allem
hufeisenförmig um das obere Sprunggelenk
fest
. Die Stabilität sei weite
r
hin gut b
ei
unv
er
änderter Rückfus
s
stel
l
ung und
intakter
DMS
(
Urk.
7/384).
4.4.4
Im
Bericht vom 2. Februar 2017 zuhanden der Invalidenversicherung
hatte
Dr.
C._
kurz zuvor n
ochmals
festgehalten, dass der Beschwerdeführer
die Tätigkeit
als Taxifahrer rein theoretisch zu 100
%
ausführen könnte, jedoch beim Helfen mit dem Gepäck stark eingeschränkt sei und keine Gehstrecken von über 50 m ohne Schmerzen bewältigen könne. Eine ideal angepasste Tätigkeit hätte ent
sprechend mehrheitlich sitzend mit nur kurzen Wechseln zum Stehen und Gehen ohne Tragen von grösseren Lasten zu sein. Möglicherweise bestehe ein
e
leichte Minderung der Leistungsfähigkeit durch die chronischen Schmerzen und den regelmässigen Bedarf von Analgetika (
Urk.
7/410/221).
Nach
der Belast
bar
keit im Rahmen der Wiedereingliederung
gefragt
,
gab
er
an, in
mehr mehrheitlich sitzenden Tätigkeiten
könne der Beschwerdeführer
an 4
Stunden pro Tag einge
setzt werden (
Urk.
7/410/222)
.
4
.5
4.5.1
Im
bidisziplinären
Gutachten
von Prof.
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
vom
7.
Juli 2017
wurde
vorab
eine Bewegungs- und
Belastungseinschränkung bei radiolo
gisch knöchern nicht
durchbauter
linksseitiger
Arthrodese
des oberen Sprungge
lenks nach einer im Jahr 2011 erlittenen
Talusluxationsfraktur
Typ Hawkins III mit sekundärer
Talusnekrose
mit im Seitenvergleich deutlicher ödematöser Umfangsmehrung von 7 cm, Verkürzung des linken Beines postoperativ um 2,5 cm und
osteopener
Mineralsalzstruktur (ICD-10 T81.4)
diagnostiziert
. Als
weitere Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
wurden
eine rechtsseitig be
ginnende lateral betonte Gonarthrose (ICD-10 M17.1), ein chronisches
lumbo
spondylogenes
Schmerzsyndrom ohne Bewegungseinschränkung
oder
sensorisch-sen
sible
Radikulopathie
(ICD-10 M54.1) und ein chronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom ohne
Radikulopathie
(ICD-10 M35.0)
genannt
, jeweils unter Angabe der festgestellten degenerativen Veränderungen
(
Urk.
7
/409/6).
4.5.2
Dazu erläuterten die Gutachter
, a
us
orthopädischer Sicht sei der Beschwerde
führer in der biomechanischen Funktion seiner Hals- und Lendenwirbelsäule sowie seines rechten Knie
s
und linken Sprunggelenks limitiert mit einer hieraus unweigerlich erwachsenden Einschränkung der Geh- und Stehfähigkeit. Im Rahmen des negativen Leis
tungsbildes
definierten sie folgende Einschränkungen
:
-
Schwerst
-
und
Schwerarbeiten
sowie
ständige mittelschwere
Arbeiten
-
Arbeiten mit
Heben und Tragen von Lasten körperfern von über 5 kg
respek
tive körpernah von über 8 kg (soweit keine technischen Hilfsmittel)
-
Arbeiten mit
repetitive
n
stereotype
n
Bewegungsabläufe
n
-
Arbeiten
mit länger währender Einnahme nur einer Körperposition und mehr als gelegentliche Arbeiten
in Zwangshaltungen
-
Tätigkeiten mit repetitivem Bücken/Kauern/Hocken
, Tätigkeiten mit
vermehr
ter Vibrationsbelastung
und kniende Tätigkeiten
-
Arbeiten mit
Gehen auf unebenem Gelände
, mit regelmässigen Gehstrecken von über 50 m, mit
Besteigen von Leitern/Gerüsten/schrägen Ebenen
und
mit
mehr als gelegentliche
m
Treppensteigen
-
Tätigkeiten im Freien ohne Schutz vor Kälte/Zugluft/Nässe und solche a
uf regen-/eisglattem Untergrund
und
-
Einschränkungen
explizit
im Zusammenhang mit
der
Hyperlordosierung
der Hals- und Le
n
denwirbelsäule
Unter Wahrung dieser
qualitativen Schonkriterien bestehe für eine knie-,
sprung
gelenks
- und rückenadaptierte Tätigkeit mit überwiegend sitzender Körperpo
sition bezogen auf ein volles Pensum eine quantitativ verbliebene Arbeitsfähig
keit von 60
%
.
Die Einschränkung von 40
% ergebe sich aufgrund der reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit mit vermehrten Pausen und re
duzierter Arbeitsschnelligkeit.
Man gehe
also
mit der Einschätzung von
Dr.
C._
einig, der anlässlich der Kontrolle vom 2
5.
Januar 2017 angegeben habe, für eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit könne der Beschwerdeführer gar vier Stunden pro Tag eingesetzt werden.
Im Übrigen habe der Beschwerdeführer z
uletzt als Taxi
fahrer gearbeitet. Diese überwiegend sitzende Tätigkeit mit regelmässiger
Be
- und Entladetätigkeit sei
nicht adaptiert
, weshalb
der Beschwerdeführer diesbezüglich
seit der
Arthrodese
vom 21. März
2016 durchgehend arbeitsunfähig sei
(
Urk.
7
/409/8 f.).
4.5.3
Am
2
4.
August 2017
ergänzte
Dr.
A._
, die Einschränkung der Leistungs
fähig
keit des Beschwerdeführers sei massgeblich in der posttraumatischen Arthrose des oberen Sprunggelenks links mit sekundärer
Talusnekrose
begründet. Der nekro
tische Untergang des linken Talus mit Kollaps und mehrfacher Fragmentierung sei im MRI vom 2
6.
Januar 2015 dokumentiert und von
Dr.
C._
am 1
9.
Mai 2015 klinisch bestätigt worden. Eine massgebliche Verschlechterung der Fuss
be
schwerden mit einhergehender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei somit seit dem 2
6.
Januar 2015 gegeben.
Somit habe die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers v
om 3
1.
Mai 2014 bis
zum
MRI vom 2
6.
Januar 2015 in der angestam
m
ten Tätigkeit
50
% und in
einer adaptierten Tätigkeit 100
%
betragen
.
Ab dem 2
7.
Januar 2015 bis zur Operation vom 2
1.
März 2016 sei dieser in der ange
stammten Tätigkeit nicht und in einer adaptierten Tätigkeit noch zu 60
%
arbeits
fähig gewesen. Während der postoperativen Rekonvaleszenz vom 2
1.
März bis 30. September 2016 sei der Beschwerdeführer voll arbeitsunfähig gewesen. Seit
1.
Oktober 2016 bestehe aufgrund des fehlgeschlagenen
Arthrodese
-Versuchs weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe wieder eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
(
Urk.
7/410/15 f.).
4.6
4.6.1
In
ihrer
Aktenbeurteilung vom
7.
Februar 2018
kam die Kreisärztin
Dr.
med.
J._
, Fachärztin für Chirurgie,
zum Schluss, dass
in
der Begutachtung
vom
J
uni
2017 die gleichen klinischen Befunde wie in der kreisärztlichen Untersu
chung vom Februar 2014 erhoben worden seien: hinkender Gang und Gehstock links, keine Abrollphase des linken Fusses, Sprunggelenk und Unterschenkel links jeweils umfangvermehrt
,
jedoch kein wegdrückbares Odem, Zehenstand nur rechts möglich, Fers
enstand beidseits nicht möglich sowie
Hautfarbe und
–
t
em
pe
ratur
seitengleich unauffällig. Lediglich das Bewegungsausmass (
Plantar
flexion
,
Pro-
/
Supination) sei nach der
Arthrodese
geringer.
Bezüglich des kleins
ten Um
fang
s
des oberen Sprunggelenks seien von
Dr.
B._
links +
3 cm doku
mentiert worden, von
Dr.
A._
+ 2 cm. Bezüglich des Knöchelbereichs seien es 3,5 cm beziehungsweise 6 cm.
Somit sei
bis auf die aufgehobene Bewe
glichkeit im oberen Sprunggelenk
trotz der mittlerweile erfolgten
Arthrodese
und im Verlauf
Entwicklung einer
Pseudarthrose
klinisch objektiv keine Veränderung aufzu
zeigen
(
Urk.
7
/420/4 f.).
4.6.2
Dr.
B._
habe
eine
Arbeitsfähigkeit
von 100 %
in einer körperlich leichten, vor
wiegend sitzenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von Lasten, ohne längeres Stehen und Gehen, ohne häufiges Treppensteigen, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten und ohne Zwangshaltungen wie kniende Position oder im
Hocksitz
postuliert.
Im Vergleich dazu sei das
gutachterliche
Zumutbarkeitsprofil
wesent
lich einschränkender
.
Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40
%
ergebe sich indes nicht allein aus de
r
Einschränkung
des oberen Sprunggelenks, sondern bestehe auch wegen der Beschwerden beziehungsweise degenerativen Verände
rungen der Wirbelsäule und des Kniegelenks. Das negative Leistungsbild betreffe
ebenfalls
nicht ausschliesslich die Einschränkung
des
Sprunggelenk
s.
Als nicht möglich angegeben würden
repetitive stereotype Bewegungsabläufe, Tätigkeiten mit repetitivem Bücken
, Tätigkeiten
mit Pressen/Stemmen,
die
zu einer intra
sp
i
nalen Druckerhöhung führten,
mehr als gelegentliches Heben von Lasten über der Horizontalen, mehr als gelegentliche Überkopfarbeiten, vermehrte
Umwendbewe
gungen
der Halswirbelsäule, Tätigkeiten im Freien ohne Schutz vor Kälte, Zugluft, Nässe
und
Tätigkeiten auf regen- und eisglattem Untergrund. Diese Punkte würden nicht
für das Sprunggelenk
zutreffen, sondern seien vor allem bezüglich der Wirbelsäule postuliert worden. Die Veränderungen an der Wirbelsäule seien indes nicht unfallkausal, sondern krankhafter beziehung
s
weise degenerativer Natur.
Die
verbleibenden Punkte würden den Einschränkungen
entsprechen, die
Dr.
B._
in seinem Zumutbarkeitsprofil beschrieben habe. Dieses habe daher weiterhin volle Gültigkeit (
Urk.
7/420/5 f.).
4.6.3
An dieser Einschätzung h
ielt
Dr.
J._
i
n ihrer Stellungnahme vom 2
1.
Januar 2019 zur Einsprach
e
fest. Es sei
normal, dass durch die
Ar
t
hrodese
die
Plantar
flexion
/Dorsalextension links aufgehoben sei. Objektiv habe sich am Gangbild respektive der Stabilität indes nichts geändert (
Urk.
7/433/2).
4
.7
Gemäss dem
Bericht
der
K._
vom
7.
Januar 2019
stellte sich der
Beschwerdeführer
inzwischen
in der Fuss-Sprechstunde zur Beurteilung
der
Operationsindikation am linken oberen Sprunggelenk vor.
Er klagte
über
vor allem belastungsabhängige Schmerzen sowie Schmerzen beim Stehen ab einer Stunde und eine ausgeprägte Schwellungsneigung.
Zudem gab er an,
ca. 40 bis 50
%
als Taxifahrer
zu arbeiten
;
die Arbeitsunfähigkeit werde vom Hausarzt aus
ge
stellt. Als klinischer Befund wurde eine ausgesprochene Schwellung im Bereich des linken oberen Sprunggelenks
erhoben
.
Zu den Bilddokumenten
vom Dezem
ber 2018
wurde festgehalten, es zeige
sich
eine
Pseudarthrose
mit nur partiell
durchbauter
Arthrodese
und
einem Bruch
der Drittelrohrplatte lateral
.
Man empf
e
hl
e
eine
Revisionsoperation
(
Urk.
7/437)
.
5
.
5
.1
Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen
.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Entscheid vollumfänglich auf die
vorstehend dar
gelegte kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
J._
respek
tive
Dr.
B._
(vgl. E. 2.1)
, während sich der Beschwerdeführer auf
die gut
ach
terliche Einschätzung
von
Dr.
A._
berief
(vgl. E. 2.2)
.
5.2
5.2.1
Nach BGE 125 V 351 E. 3 ist bei der Beweiswürdigung mit Blick auf den Beweiswert eines Arztberichtes entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be
schwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben word
en ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folge
rungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis; Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_37/201
5 vom
7.
Dezember 2015 E. 5.1
und 8C_780/2016 vom 2
4.
März 2017 E. 6.1).
5.2.2
Den Berichten und Gutachten von beratenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_608/2015 vom 1
7.
Dezember 2015 E. 3.3.3 mit Hinweis) respektive versiche
rungsinternen Ärzten wird nach der Rechtsprechung Beweiswert zugemessen, so
fern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
mit Hinweis). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach
Art.
44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut
achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde
rungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergän
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016 vom
9.
Dezember 2016 E. 2.4; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_281/2018 vom 2
5.
Juni 2018 E. 3.2.2).
5
.
3
5.3.1
Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei
Dr.
J._
s Stellungnahme
mit Verweis auf
Dr.
B._
s Einschätzung der Arbeitsfähigkeit um
eine reine Aktenbeurteilung
handelt
.
Eine s
olche
kann
nach der Rechtsprechung
beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil
e des Bundesgerichts
8C_674/2015 vom
2.
Februar
2016 E. 2.2.1 mit Hinweisen
und
8C_780/2016 vom 2
4.
März 2017 E. 6.1).
5.3.2
Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt
.
Die objektiven Befunde wurden
im Rahmen zahlreicher
klinischer und bildgebender Untersuchungen
aktenkundig
dokumentiert.
Klinisch fand sich
gemäss den
vor und n
ach der Operation vom März 2016 verfassten Berichten bezüglich des oberen Sprunggelenks links
jeweils
e
ine
erhebliche
Schwellung
mit massgeblicher
Druckdolenz
und
(
n
ach
der er
wähn
ten
Operation verstärkter) Bewegungseinschränkung
bei
ansonsten regel
rech
ter Stellung respektive
stabilen Verhältnissen
(
insbesondere
E. 3.2, 4.1.1,
4.4.1, 4.4.3, 4.6.1 und 4.7).
Bildgebend
wurde
im Januar 2015 eine
schwergradige
, stark aktivierte, medial betonte Arthrose
festgestellt
.
Die Sprunggelenkrolle zeigte im mittleren und lateralen Anteil eine Fragmentierung und Infraktion (unvoll
ständiger
B
ruch), vereinbar mit einer
Osteonekrose
. Angrenzend a
n
Schien- und Wadenbeinknöchel wie auch ventral des oberen Sprunggele
nks fanden sich meh
rere kleine Knochenstücke
(
Urk.
7/298)
.
Infolgedessen wurde im März 2016 die von
Dr.
B._
bereits
i
m Februar 2014 favorisierte
(vgl. E.
3.2.1)
Arthrodese
durch
geführt
(
Urk.
7/337)
.
In den Bilddokumenten vom Dezember 2018
(
Urk.
7/437/2) zeigte sich –
wie
schon
im
Herbst 2016
(
Urk.
7/359 und 7/370/2)
–
eine aktivierte
Pseudarthrose
mit nur partiell
durchbauter
Arthrodese
und einem Plattenbruch.
Eine Fraktur des Sprungbeins, eine zusätzliche Arth
ros
e im unteren Sprunggelenk
und
eine
Talonavikularthrose
wurden nicht festgestellt
.
Da die Be
funde
und Diagnosen
übereinstimmen
,
bedurfte es zur Beurteilung der Arbeits
fähigkeit keiner eigenen Untersuchung durch die Kreisärztin.
5.3.3
Ergänzend zum vorstehend Ausg
eführten ist hervorzuheben, dass
Dr.
A._
ausdrücklich
das Fussleiden
als für seine Beurteilung der Leistungsfähigkeit mass
geblich bezeichnete.
Damit steht fest, dass die diskrepanten Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten
zwischen
Dr.
J._
und Dr.
A._
ihren Ursprung weder in abweichenden Befunden noch
in
massgeb
lichen diagnostischen Differen
zen
bezüglich des Sprunggelenks
oder in den unfall
fremden Leiden des Beschwerdeführers haben.
5.4
E
s stellt sich das
gängige Problem, dass zwischen ärztlicher Diagnose und atte
stierter Arbeitsunfähigkeit letztlich auch bei somatisch dominierten Leiden keine Korrelation besteht, weshalb die medizinische Folgenabschätzung notwendiger
weise eine hohe Variabilität aufweist und unausweichlich Ermessenzüge trägt (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1).
Es ist ferner daran zu erinnern,
dass nicht jede gesundheitliche Veränderung eine allseitige Neuprüfung des Rentenanspruchs erlaubt, sondern eine nachträgliche Änderung der anspruchsrelevanten Verhält
nisse vorausgesetzt wird (vgl. E. 1.2).
Es ist daher zu beachten, dass fü
r
die Bestimmung des Rentenanspruchs unabhängig von
der Diagnose und unbesehen der Ätiologie massgebend
ist
, ob und in welchem Ausmass eine Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit vorliegt (
Urteil des Bundesgerichts 8C_874/2017 vom 2
3.
Mai 2018 E. 5.2.2)
.
5.5
5.5.1
Es ist nicht von der Hand zu weisen
, dass sich die Bildbefunde mit Entwicklung einer
Osteonekrose
, Durchführung einer
Arthrodese
und Ausbildung einer
Pseu
darthrose
im Laufe der Zeit
ändert
en
.
Die
Kreisärztin
legte
anhand der klinischen Befunde und des im Gutachten definierten
negativen
Leistungsprofils
indessen
detailliert
dar, weshalb sich
mit Bezug auf das Fussleiden
an der Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten seit der
letzten
kreisärztlichen Beurteilung
durch
Dr.
B._
vom Februar 2014 nichts
geändert hat
(vgl. E. 4.6.1)
.
5.5.2
Ihre Einschätzung
überzeugt umso mehr, als auch
der behandelnde
Dr.
C._
dem Beschwerdeführer in seinen Berichten vom
7.
Juli 2016
(vgl. E. 4.2.3)
,
vom
2
2.
November 2016
(vgl. E. 4.3.3)
und
2.
Februar 2017
(vgl. E. 4.4.4)
jeweils eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit attestierte. Als solche be
zeichnete er sitzende Tätigkeiten mit nur kurzen Wechseln zum Stehen und Gehen und ohne Tragen von grösseren Lasten. Lediglich für wechselbelastende Tätig
keiten postulierte er ein
zeitlich beschränktes
Arbeitspensum von vier Stunden
pro Tag
. In diesem Sinne ist auch seine Antwort auf die Frage nach der Belast
barkeit im Rahmen der Wiedereingliederung zu verstehen.
Der Gutachter setzte sich mit diesen differenzierten Angaben des Behandlers
nur ungenügend
ausein
ander
(vgl. E. 4.5.2)
und
nahm
ferner Bezug auf e
ine Kontrolluntersuchung
vom
25.
Januar 2017, welche soweit ersichtlich nicht bei
Dr.
C._
, sondern bei
Dr.
I._
stattfand
(
Urk.
7/379)
.
5.5.3
Zu betonen
ist
ferner
,
dass der Beschwerdeführer nach der Operation
vom März 2016
wenig Beschwerden hatte
(vgl. E. 4.2.1)
und
trotz unsicherer
Konsolidation der
Arthrodese
im August 2016
eine Verbesserung der Schmerzen um 30
%
angab
(vgl. E. 4.3.1)
. Gemäss dem jüngsten Bericht vom
7.
Januar 2019
klagt
e
er
wie bereits vor der Operation vom März 2016 über belastungsabhängige Schmerzen sowie Schmerzen beim Stehen ab einer Stunde und eine ausgeprägte Schwell
ungsneigung. Darüber hinaus arbeitet er
offenbar
wieder
– wie von
Dr.
C._
einst
prognostiziert
(vgl. E. 4.2.3)
–
zu 40 bis 50
%
als Taxifahrer, also fast im gleichen Ausmass wie vor der letzten bekannten Operation
(vgl. E. 4.7)
. Eine
nennenswerte
Befundverbesserung
zwischen
August
2016
und Dezember 2018 wird
dabei
weder von den Ärzten noch
vom
Beschwerdeführer thematisiert.
5.5.4
Dr.
A._
erörterte
seinerseits
nicht
, ob beziehungsweise inwiefern die veränder
ten Bildbefunde die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinflussten
. Eine Änderung der
anspru
chsrelevanten Verhältnisse
ist
damit im
Gutachte
n
nicht
rechtsgenüglich
d
argetan.
Dies gilt
übrigens nicht nur für das Fuss-
, sondern
eben
falls
für
das
Knie
leid
en
(
vgl.
Urk.
7/409/175
f.
)
.
So ist nicht ohne weiteres ersichtlich
, inwiefern
das MRI
des rechten Knies vom
2
6.
Januar
2015 (
Urk.
7/266/2), welches dem gutachterlich erwähnten Bericht vom 2
3.
Juni 2015
(
Urk.
7/277)
zugrunde lag,
eine
anspruchsrelevante Veränderung
gegenüber der Voruntersuchung vom 2. September 2013 (
Urk.
7/137)
aufzeigt
.
Des Weiteren
erscheint die von
Dr.
A._
postulierte volle Arbeitsunfähigkeit als Taxifahrer mit Blick auf die tatsächliche Wiederaufnahme dieser Tätigkeit
im Umfang von bis zu 50
% eher fragwürdig.
In diesem Kontext wird auch
explizit an
die Erwägungen
im Rückweisungsentscheid zu
m
nachvollziehbar unterschied
lichen Grad der Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Taxifahrer und einer angepassten sitzenden Tätigkeit
erinnert (vgl. E. 3.3.1)
.
6.
Zusammenfassend
ist somit der Kreisärztin
Dr.
J._
beizupflichten, die im Ein
klang mit der Beurteilung
von
Dr.
C._
und der Leidensdarstellung des
Beschwerdeführers
nachvollziehbar von
weitestgehend unveränderten Auswir
kungen des Fussleidens auf die Arbeitsfähigkeit ausging.
Auch eine Steigerung derselben ist erwartungsgemäss (vgl. E. 3.2) nicht eingetreten.
Dr.
A._
s medi
zinische Schlussfolgerungen
erscheinen
in
verschiedener
Hinsicht
nicht
schlüssig und vermögen deshalb keine
Zweifel an
der versicherungsinternen Beurteilung
zu wecken.
Ist
folglich
mit ü
berwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass es sich
bei
der gutachterlichen
Arbeitsfähigkeitseinschätzung
bloss um eine abweichende Beurteilung
von im
Wesentlichen unveränderten
körperlichen
Ein
schränkungen handelt
,
so
besteht keine Grundlage für eine allseitige Neuprüfung des Rentenanspruchs bei Abschluss der
letzten
Heilbehandlung.
Die Beschwerde ist
deshalb
abzuweisen.