Decision ID: 0340fe2c-9ae0-49dd-8aa8-1ce2543eafd4
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der
1976
geborene
X._
war
seit
dem 1. April
2017 als
Maschinenoperateur
bei der
Y._
AG,
Z._
,
angestel
lt (vgl. Urk.
8/
1, Urk. 8/
9/1
)
un
d damit bei der
Suva
gegen die Folgen von
Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie
Berufskrankheiten versichert. Am
11. Februar 2019
machte der Versicherte
e
inen beru
fsbedingten G
ehörsschaden aktenkundig (Urk. 8
/1
).
Nach getätigten
hörigkeit
(in Form eines
binauralen Gesamtgehörsverlust
es
von 55 %)
mit Schrei
ben vom
12. März 2019
als Berufskrankheit
und
teilte mit, dass sie die Kosten des Hörgeräts binaural und der damit verbundenen ärztlichen Abklärungen über
nehme
(
Urk. 8
/17/2
,
Urk. 8/51/2;
vgl. auch Urk.
8/47
)
. Zudem
erliess
sie
eine
bedingte Eignungsverfügung für Tätigkeiten im gehörschädigenden Lärm unter Verwendung von elektronisch gesteuerten Aktiv-Gehörschutzkapseln (
Verfügung
vom 11. April 2019,
Urk. 8/15).
Am 14. November 2019 beantragte der Versi
cherte
eine
Integritätsentschädigung
auf Basis eine
r
Integritätseinbusse
von 38 %
(Urk.
8
/47).
Gestützt auf die
krei
särztliche Beurteilung von
Dr. med.
A._
, Fachärztin FMH für
Oto
-Rhino-Laryngologie und Arbeitsmedizin
,
vo
m
18.
Novem
ber 2019
(Urk. 8
/49
, vgl. auch Urk. 8/14
) verneinte
die Suva
m
it
Verfügung vom 21.
November 2019
einen
Anspruch
des Versicherten
auf Integritätsentschädi
gung
(Urk. 7/
50
).
Die
von diesem
dagegen erhobene
Einsprache vom 7. Januar 2020
(Urk. 8
/58)
wies sie
nach weiteren Abklärungen
(
vgl. die krei
särztlichen Beurteilungen
von Dr.
A._
vom 9.
und 21. April
2020 sowie
die
technische Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung vom 21.
April
2020,
Urk.
8
/66, Urk.
8
/
69
ff.
, Urk.
8
/72)
mit Einspracheentscheid vom 28. Juli 2020 ab (Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob
X._
am 15. September 2020 (Datum Poststempel) Be
schwerde und beantragte, es sei ihm in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom 28. Juli 2020 eine Integritätsentschädigung auf Basis einer zumindest 38%igen
Integritätseinbusse
zuzusprechen; e
ventualiter sei die Sache zur
Begut
achtung an die Suva zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
16. November 2020 schloss die Beschwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwer
de
. Zudem
legte
sie
das
Schallmessprotokoll
im Betrieb der
B._
AG vom 21.
August 2002
und
die
kreisärztliche
Be
urteilung von Dr.
A._
vom 11.
November 2020
auf
(
Urk. 6,
Urk. 7/
1-
2). Am 26.
November 2020 ordnete
das Gericht einen zw
eiten Schriftenwechsel an (Urk.
9).
Mit Replik vom 15.
Febru
ar 2021 hielt der Beschwerdeführer an
seinen
bish
e
rigen Anträgen fest (Urk. 12); d
ie Beschwerdegegnerin verzichtete
mit Eingabe vom 9.
April 2021 auf eine Duplik (Urk. 15), was dem Beschwerdeführer am 15. April 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 16).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1.
Januar
2017 sind die am 25.
September
2015 beziehungsweise am 9.
Novem
ber
2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (
BGE 130 V 447
E. 1.2.1, 127 V 467 E
. 1).
Die
als Anspruchsgrundlage infrage kommende
Berufskrankheit ist
2019
ausge
brochen
(
ärztliche Abklärung und Abgabe eines Hilfsmittels
in Form einer
binau
rale
n
Hörgeräteversorgung, Art. 11
UVG
i.
V.
m.
Art. 19 UVV; Art. 9 Abs. 3 UVG
)
, weshalb
die
ab dem 1.
Januar 2017
gültig gewesenen Normen auf den vorlie
gen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden
.
1.2
1.2.1
Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG).
UV170260
Gegenstand der Unfallversicherung, Berufskrankheit, Gesetzestext
02.2021
Nach Art.
9 Abs.
1 UVG gelten
als Berufskrankheiten Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich
oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art.
14 UVV hat er im Anhang
I zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der
arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine «vor
wie
gende» Verursachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder be
stimmte Arbeiten gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle anderen mitbetei
ligten Ursa
chen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50
% aus
machen (Urteil des Bundesgerichts 8C_22/2019 vom 24.
September 2019 E.
8.2.2.1 mit Hinweis). «Ausschliessliche» Verursachung hingegen meint praktisch 100
% des ursächli
chen Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimmten Arbeiten an der Berufs
krankheit (BGE
119 V 200 E.
2a mit Hinweis).
Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind
gemäss
Art.
9 Abs.
3 UVG Berufskrank
heiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Behandlung be
darf oder arbeitsunfähig ist.
1.2.2
Nach der vom Bundesrat in Anhang I zur UVV erstellten Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen gelten als arbeitsbedingte Erkran
kungen unter anderem auch Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen. Ausdrücklich genannt werden dabei erhebliche Schädigungen des Gehörs bei Arbeiten im Lärm
(vgl. Ziff. 2 lit. a
Anhang 1 UVV)
.
Die Schwere der Beein
trächtigung ist dabei aus praktischen Gründen in Prozenten des Hörverlusts zu umschreiben, wobei die Frage, ab welcher prozentualen Grenze ein Hörverlus
t als erheblich im Sinne der ge
nannten Bestimmung zu qualifizieren ist, sich
nicht nach abstrakten medizini
schen Kriterien beantworten lässt; vielmehr kommt es darauf an, ob sich der Gehörschaden praktisch in erheblicher Weise auswirkt,
indem er zu einer anspruchsbegründenden Erwerbs- oder Integritätseinbusse führt
(Urteile des Bundesgerichts U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 3.2 und U 371/04 vom 2.
März 2005).
1.3
1.3.1
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall
(resp. Berufskrankheit)
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art.
24 Abs.
1 UVG).
Die Frage, ab wann eine Gehörschädigung erheblich ist, beurteilt sich nach den Grenzwerten gemäss der Schweizerischen
Gesellschaft für
O
to
-Rhino-
L
aryngologie
(
ORL-Gesellschaft,
vgl.
Rumo
-Jung/Holzer, Rechtspre
chung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Auflage, 2012, S
.
164 zu Art. 24).
Gestützt auf die entsprechenden Richtwerte
liegt die
Erhebli
chkeitsgrenze
bei
binauralem Gehörs
chaden bei 70% Hörverlust (das intakte Gesamtgehör mit 200% veran
schlagt), monaural bei Verlust der halben Hörfähigkeit; beides entsprechend eine
m Integritätsschaden von 5% (vgl. Suva-Tabelle 12: Integritätsschaden bei Schädi
gung des Gehörs)
.
1.3.2
UV170450
Integritätsentschädigung, Integritätsschäden, Skala im Anhang 3 zur UVV
02.2021
Im Anhang
3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Inte
gritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schlies
senden Skala (BGE
124 V 29 E.
1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integritäts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff.
1 Abs.
1). Die Entschädi
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff.
1 Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5
% nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff.
1 Abs.
3).
Das Gehör betreffend wurden folgende Integritätseinbussen
fest
gesetzt: einseitige
Taubheit 15%, doppelseitige 85%.
1.3.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff.
1 Abs.
1 von Anhang
3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versi
cher
ten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang
3 zur UVV vereinbar (BGE
124 V 29 E.
1c, 116 V 156 E.
3a).
1.4
UV170530
Beweiswert von versicherungsinternen ärztlichen Einschätzungen
01.2021
Nach der Rechtsprechung kommt den Berichten und Gutachten versicherungsin
terner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE
125 V 351 E.
3b/
ee
). Das Anstel
lungs
verhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE
137 V 210 E.
1.4, 135 V 465 E.
4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE
142 V 58 E.
5.1, 139 V 225 E.
5.2, 135 V 465 E.
4.4 und E.
4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die ver
t
r
auensärztliche
n
Beurteilung
en
von Dr.
A._
hätten sich
anlässlich der gehör
prophylaktischen Untersuchung im Audiomobil 1999
beim Beschwerdeführer Auffälligkeiten im Hochtonbereich gezeigt. Von
1998 bis
2016
sei der Be
schwer
deführer als Laserschneider keiner
berufliche
n Lärme
xposition im gehörschädi
genden Bereich
ausgesetzt gewesen;
e
rst seit
2017
bestehe
während
der Hälfte
seiner Arbeitszeit
ein gehörschädigender
Schalldruckpegel
von
95
dB(A)
. Gleich
zeitig habe sich
der Ge
hörverlust
bis 2017
von 3 % auf knapp 67
% (rechts) sowie von 6 % auf 64 % (links) erhöht. Mangels beruflicher Lärmexposition in diesem Zeitraum sei die Verschlechterung nicht über
wiegend wahrscheinlich auf
beruf
liche, sondern auf degenerative Ursachen zurückzuführen.
Insbesondere zeige sich
nicht nur eine Absenkung im lärmvulnerablen Hochtonbereich, sondern auch im Tief- und Mitteltonfrequenzbereich, was auf eine gesamthaft endogene Dis
position
schliessen lasse. Mithin
bestehe
keine berufslärmbedingte, entschädi
gungs
pflichtige Integritätseinbusse
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
monierte, Dr.
A._
habe ihre Beurteilungen ohne eigene
Untersuchungen abgegeben
.
Zudem sei er sowohl in seiner Tätigkeit als Glas
bläser
von 1994 bis 1998 als
auch als Maschinenoperateur
bei der
B._
AG
von
2000
bis 2016
einer berufsbedingten, chronischen Lärm
be
lastung ausge
setzt gewesen.
Bei der
B._
AG habe
er abwech
selnd an Laser
schneid-
, Flad
er-
, Scheren- und Rutschmaschinen gearbeitet; mithin an
/mit
den
selben Maschinen
/
Metallen wie auch im Rahmen seiner seit 2017 ausgeführten Tätigkeit bei der
Firma
Y._
.
Entgegen seiner Selbstdekla
ration
im Formular
vom
18.
Februar 2019
sei die Beschwerdegegnerin davon aus
gegangen, er habe
von
2000 bis 2016 als Zuschneider
an ILT-Laserschneidma
schinen gearbeitet.
Woher die Suva auf diese Erkenntnis zur Berufsanamnese komme, sei unklar. Unklar sei auch
, ob der Beschwerdeführer von 1998 bis 2000 wirklich keinem Berufslärm ausgesetzt
gewesen sei
. Dagegen spreche jedenfalls der Umstand, dass er offenbar von 1998-99 häufig Pfropfen mi
t Klemmbügel getragen und
am 3.
Mai 1999 eine Untersuchung im Audiomobil stattgefunden habe.
Ferner
sei
die technische Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung vom 21. April 2020
zu beanstanden
.
Die
Messdaten der Beschwerdege
gnerin
seien
intransparent;
die
an
geb
lich
durchgeführten Schallmessprotokolle im Zeitraum von 2000-2016 sowie das Schallmessprotokoll vom 21. August 2002
seien
von der Beschwerdegegnerin
zu editieren.
Demgegenüber seien d
ie
Schallpe
geltabelle
von v
ornherein unge
eignet, Auskunft über die Situation zu geben, weil es sich dabei nur um Erfah
rungswerte handle. Davon abgesehen figuriere der Schallpegelwert bei Maschi
nen
fabriken gestützt
auf die besagte Tabelle
im Bereich zwischen 80 dB(A) und 95dB(A). Mithin sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdefüh
rer von 2000-2016 keiner Lärmbelastung von über
75 dB(A) ausgesetzt
gewesen sei
.
Selbst wenn die Messdaten der Beschwerdegegnerin zutreffen sollten, was bestritten werde, sei nicht nachvollziehbar, weshalb die siebenjährige Lärmbe
lastung über dem Grenzwert nicht zumindest teilweise kausal für die berufslärm
bedingte Integritätseinbusse sein soll. Mit dieser Frage habe sich Dr.
A._
nicht auseinandergesetzt. Vielmehr
habe
letztere die Einbusse
ohne differenzierte Be
gründung auf eine
ins
gesamt endogene Disposition zurückgeführt.
Es sei deshalb
gutachterlich festzustellen, welchen Anteil die berufslärmbedingte Lärmexposi
tion über dem Grenzwert an der erlittenen Integritätseinbusse im Umfang von zumindest 38 % habe; gegebenen
falls könne
die Entsc
hädigung
gestützt auf Art.
36 Abs. 2 UVG
infolge Disposition gekürzt werden (Urk. 1).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin
unter Hinweis auf das
beiliegende
Schallmessungsprotokoll vom 21. August 2002
(Urk. 7/1)
ergänzend aus
,
es seien
lediglich
am Arbeitsplatz
der Schweisser gehörschädigende Lärm
be
lastungen gemessen worden; nicht jedoch am Arbeitsplatz des Beschwerde
füh
rers.
Zudem verfüge die
Y._
AG
gestützt auf das
Messprotokoll vom 21. Augus
t 200
2
nicht über dieselben Arbeitsplätze
wie die
B._
AG. Dies sei nicht weiter verwunderlich, da es sich um zwei verschiedene Branchen handle; einerseits um
Metallbau-
und
anderseits um
Maschinenbau
.
Bei
der angezweifelten Schallpe
gel
tabelle
handle es sich
um e
ine anerkannte Grundlage zur
Beurteilung von
Lärmexpositionen. Ausserdem seien vorliegend konkrete Messungen vorgenom
men
worden, womit das Vorgehen nicht zu beanstanden sei. In den Jahren 1998-200
0
habe der Beschwerdeführer eine Lärmexposition selbst verneint. Gestützt auf die ergänzenden Ausführungen von Dr.
A._
vom 11. November 2020 sei der Geh
örsverlust anno 1999 zudem bei W
eitem nicht
erheblich gewesen. Viel
mehr habe sich der Gehörsschaden
innert
16 bis 18 Jahren ohne gehörschädi
genden Berufslärm langsam entwickelt. Der
hohe Gesamtgehörsverlust erkläre sich durch die Absenkung der Hörschwellen bereits ab 250-1000 Hz, einem nicht lärmvulnerablen Frequenzbereich. Das Ausmass des Gehörverlustes korreliere nicht mit
der vergleichsweise niedrigen Überschreitung des Arbeitslärmpegels während der beruflichen Tätigkeit in sieben Expositionsjahren (Urk. 6).
2.4
Replicando
führ
te der Beschwerdeführer aus, die
Schallmessprotokoll
e der Jahre 2000-2016 lägen
noch immer nicht vor, weshalb davon auszugehen sei, dass
solche nicht
existier
t
e
n
. Dass die Suva nach 2002 erneut Messungen bei der
B._
AG durchgeführt habe, sei jedenfalls nicht aktenkundig und werde bestritten. Auch sei davon auszugehen, dass der Maschinenpark der
B._
AG zwischen 2002 und 2016 nich
t konstant gleichgeblieben sei. Vielmehr
könnten in der Zeit nach 2002 Maschinen angeschafft worden sein, die allenfalls andere Lärmwerte aufweisen, als jene der 2002 gemessenen. Die Beschwerdegegnerin gehe zudem zu Unrecht davon aus, dass der Beschwerdeführer einzig an der Laserschneid
maschine gearbeitet habe.
Zudem klage der Beschwerdeführer seit 2014 über eine Hörverminderung. Der Metallbau sei ein Teilbereich einer Maschinenfabrik, weshalb sich die Arbeitsplätze des Beschwerdeführers bei der
B._
AG und
Firma
Y._
nicht unterscheiden würden. Dr.
A._
geh
e von der falschen Annahme eines
19-jährigen Intervalls
von 1998 bis 2017
ohne beruflic
he Lärmbelastung
aus, womit
«
ihre Schlussfolgerungen von Vornherein nicht ü
berwiegend wahr
schein
lich seien
». Da damit begründete Zweifel an der Zuverlässigkeit ihrer Berichte bestünden, seien ergänzende Abklärungen vorzunehmen
(Urk. 12).
3.
3
.1
Im
Formular «Hörschädigung Berufskrankheit» vom 18. Februar 2019
deklarierte der Beschwerdeführer folgende Tätigkeiten
:
-
19
96-1998:
Hilfsarbeiter in einer Glasfabrik (Lärmquelle: Glaswäsche)
-
2000-2016:
CNC-Maschinenbediener
bei der
B._
AG
(Lärmquelle: Laserschneid-, Flader-, Schere- und Rutschmaschine)
-
S
eit 2017:
CNC-Laserbediener bei der Firma
Y._
(Lärmquelle: Laserschneid-, Flad
er
-
, Schere- und Rutschmaschine)
Zudem gab er an, s
eit 2014
bestehe eine Hörverminderung sowie Ohrensausen
(Urk. 8/9).
3.2
Am 22. Februar 2019 diagnostizierte
Dr. med.
C._
, Facharzt FMH
für Hals- und Ohrenkrankheiten,
eine
lärmtraumatische Innenohrschwerhörigkeit beidseits mit T
innitus.
Der
binau
rale Gesamthörverlust
betrage
55 % (
Tonh
örverlust: 66
%
[
rechts
]
und 63 %
[
links
],
Sprachhörverlust
:
37 %
[
rechts
]
und 50 %
[
links
]
)
und
die Indikation
für eine binaurale
Hörgeräteversorgung sei gegeben
(Urk. 8/7;
vgl. auch das
Audiogramm vom 23.
Januar 2019, Urk. 8/7/4, Urk. 8/12).
3.4
Mit
kreis
ärztlicher Beurteilung vom 8. März 2019 hielt
Dr.
A._
fest, gestützt auf die
technische
Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung
[
vgl.
Ausdrucke Grobübersicht vom 5. und 6. März 2019,
Urk. 8/11, Urk. 8/13
]
sei der Beschwer
deführer als Glasbläser und Zuschneider für Aluminium- und Stahlteile während
sechs Jahren [gemeint: von 1994-1998 sowie von 2017-2019,; vgl. demgegen
über
Urk. 8/9/2, wonach der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben von 1996-1998 als Glasbläser arbeitete,
vgl.
E. 3.1]
einem durchschnittlichen Berufslärm
pegel von
89 dB(A)
ausgesetzt gewesen. Die gehörprophylaktische Untersuchung im Audiomobil
vom 3. Mai
1999 [vgl. Urk. 8/12] habe einen lärmtypischen Innen
ohrschaden im Hochtonbereich gezeigt. Das aktuelle, von D
r. C._
durchge
führte Audiogramm [Urk. 8/12
, E. 3.2
] zeige zusätzlich einen ausgeprägten Abfall der Hörleistung über alle Frequenzen hinaus. Dabei spielten berufsfremde Gründe eine nicht unerhebliche Rolle. Die
festgestellte Schwerhörigkeit
erreiche beim binauralen Gesamthörverlust von 55 % das für die Anerkennung als Berufs
krankheit erforderliche Ausmass der Erheblichkeit
.
Eine berufslärmbedingte, ent
schädigungspfli
chtige Integritätseinbusse bestehe
demgegenüber
nicht
(Urk.
8/1
4)
.
3.5
Im Zusammenhang mit der am 14. November 2019
inzwischen
vom Beschwer
deführer beantragten Integritätsentschädigung (vgl. Urk. 8/47) führte Dr.
A._
a
m 18.
November 2019
ergänzend
aus,
von 1998-2000 sowie von 2000-2016 sei
der Beschwerdeführer keiner Berufslärmbelastung im gehörschädigenden Aus
ma
ss ausgesetzt gewesen. Ein
e
gehörschädige
nde
Beruflärmexposition
von 95 dB(A)
[entsprechend einem äquivalenten
Dauerdruck
pegel von 92 dB(A)
, vgl. Urk. 8/69
]
bestehe erst wieder seit 2017
zur Hälfte der Arbeitszeit; in der übrigen Arbeitszeit bestehe ein nicht gehörschädigender Lärm in Höhe von 83 dB(A)
. Gleichwohl habe
sich
die Hörstörung
z
wischen
1999 und
2019
von 3 %
auf knapp 67 % (rechts)
resp.
von 6 % auf 64
% (links) verstärkt. Mangels beruflicher Lärmexpo
sition
bis 2017
sei die Zunahme des Hörverlustes im genannten Zeitraum nicht überwiegend
auf
beruflich
e
, sondern
auf
degenerativ
e Ursachen zurückzuführen
.
Insbesondere zeige sich der Hörverlust nicht nur im lärmvulnerablen Hochton
bereich, sond
ern
massgeblich auch
im Tief- und Mitteltonbereich. Die für den 43-jährigen Beschwerdeführer
erhebliche Schwerhörigkeit sei
damit insgesamt auf eine endogene
Disposition zurückzuführen
(Urk. 8/49).
3.6
A
m 9. April 2020
veranlasste Dr.
A._
eine
erneu
t
e Evaluation der Berufslärm
anamnese durch die Abteilung Arbeitssicherheit/Gesundheitsschutz
, insbesondere der Jahre 2000 bis 2016
(Urk. 8/66
)
. Der
Suva
-Bericht zur
technische
n
Beurtei
lung der beruflichen
Lärmbelastung
vom 21.
April 2019
hält fest,
ge
stützt auf die Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der Besprechung vom 10. April 2019, das Schallmessprotokoll vom 21.
August 2002, die Werte aus der Lärmquellen
datenbank der Suva, die allgemeine Lärmtabelle 86 242 (sog. Schallpegeltabelle, vgl. Urk. 8/75) sowie die Berufsanamnese vom 18. Februar 2019 (
Urk. 8/9,
vgl. E.
3.1)
sei
der
Arb
eitsplatzgrenzwert für Lärm
während
sieben
von
insgesamt
26
Berufsjahren
[gemeint: 1994-2000]
überschritten wo
rde
n
und zwar mit einer
durchschnittliche
n
Lärmbelastung entspreche
nd
einem Lärmexpositionspegel
L
EX
90 d B(A). Während der übrigen Berufstätigkeit habe die Lärmbelastung
L
EX
unter 8
5 dB(A) gelegen.
Dabei ergebe sich der
L
EX
aus den jeweiligen äquivalenten Mittelungspegeln
L
eq
und den jeweiligen zeitlichen Expositionen einzelner Tätig
keiten
(Urk.
8/69
ff.
).
Gestützt darauf hielt Dr.
A._
mit Beurteilung vom 21. April 2020 daran fest, dass eine berufslärmbedingte Integritätse
inbusse
gemäss Suva-Tabelle 12 nicht
bestehe
(Urk. 8/
72).
3.7
Im v
orliegenden Beschwerdeverfahren
nahm
Dr.
A._
am 11.
November 2
0
20 abermals zur Sache Stellung und
h
ielt ergänzend
fest
,
der Gehörschaden könne nicht vorwiegend auf die Berufsjahre seit 2017 zurückgeführt werden. Hätte
die
seit 2017 durchschnittlich bestehende berufliche Lärmbelastung von 92 dB(A)
aus
schlaggebend oder überwiegend zum Ausmass des zuletzt gemessenen Gehör
schadens beigetragen, so wäre
zu erwarten
, dass der lärmvulnera
ble Hochton
bereich deutlich ausgeprägter
betroffen
wäre
als anno 1999
; zumindest
würden die Hörschwellen im nicht lärmvulnerablen Tief- und Mittel
ton
bereich weiterhin im Bereich
der Altersnormalkurve liegen.
Dass der Beschwerdeführer während der 16-jährigen Tätigkeit bei der
B._
AG nie ohrenärztlich untersucht worden sei,
spreche
gegen eine Zunahme der Hörschwäche
in diesem
Zeitraum
.
Alsdann
könne
der
2019 festgestellte binaurale Gesam
thör
verlust von 55
%
auch
nicht
unmittel
bar auf die Tätigkeit von 1994-1998 als Glasbläser
zurückgeführt werden.
Ins
besondere
sei
die Ausprägung
anno
1999
noch
nicht erheblich gewesen
.
Zudem habe der Beschwerdeführer im Hörschadenfragebogen angegeben, seit etwa
2014 schlecht zu hören.
Schliesslich sei e
ine insgesamt siebenjährige berufliche Lärm
exposition bei einem durchschnittlichen Belastungspegel von
90 dB(A)
kaum geeignet, einen Hörverlust vo
n 55 % bei einem heute erst 44-J
ährigen zu gene
rieren.
Damit
falle
auch eine
beruflich bedingte
Teilkausalität
ausser Betracht
(Urk. 7/2).
4.
4.1
Unter den Parteien
ist unbestritten
,
dass beim Beschwerdeführer ein
binauraler Gesamtgehörverlust von 55 %
vorliegt und die
se
r
im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG
vorwi
egend
infolge Berufslärm zustande gekommen ist
. Strittig und zu prü
fen ist
, ob
der Beschwerdeführer aufgrund der festgestellten
Gehö
rschädigung Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung hat
.
Letzteres hat die Beschwer
de
geg
nerin g
estützt auf die Ausführungen
von Kreisärztin Dr.
A._
verneint
.
4
.2
Konkrete Indizien, die gegen die Beweiswertigkeit der Beurteilung
en
von Dr.
A._
sprechen, sind nicht gegeben.
Allem voran
deckt sich
ihre Schlussfolgerung
mit
den
Richtwerten der Schweizerischen ORL-Gesellschaft, wonach die
Erheblich
keit
s
schwelle
bei
einem binauralen
Schaden
bei
70
%
Hörverlust
liegt
(vgl. vor
stehen
d
E. 1.3.1)
; der vorliegende binaurale Gesamtgehörverlust von 55 % erreicht die Erheblichkeitsschwelle
für die Zusprache einer Integritätsentschädi
gung damit
nicht.
Bei dieser Sachlage
erübrigten sich
Weiterungen zur
K
ausali
tätsfrage
und gehen die
beschwerdeweise
n
Hinweise auf eine allfällige
Teilkausalität resp. Leis
tungskürzung gestützt auf Art. 36
Abs. 2 UVG
ins Leere
.
Nichtsdesto
trotz ist der V
ollständigkeit halber
diesbezüglich
zunächst
festzuhalten
,
dass
der Beschwerde
führer
unbestrittenermassen
von 1994
-1998
einem äquivalenten Dauerschall
pegel von 86 dB(A)
und
von 2017 bis 2019
während der Hälfte
seiner Arbeitszeit
einem
äquivalenten Dauerschallpegel
von
92 d
B(A)
ausgesetzt war
(vgl.
Urk. 8/69, vgl. auch
Urk. 8/
11,
Urk. 8/13,
U
rk.
8/
6
7
)
.
Alsdann hat der Beschwerdeführer i
m Zeitraum von
1998-2000
keine berufliche Lärmexposition deklariert
(Art. 8/9, vgl.
vorstehend
E. 3.1)
; e
ntsprechendes hat er auch beschwerdeweise nicht
kon
kret
behauptet
(Urk. 1)
.
Daran
vermag auch der Hin
weis
darauf, dass
er
1998/1999
anamnestisch
häufig Pfropfen mit Klem
mbügel oder Kapseln
getragen
habe
(Urk.
1
, vgl.
dazu
auch Urk. 8/13)
,
per se nichts
zu ändern
.
B
etreffend den
umstrittenen
Zeitraum
von 2000 bis 2016 anlässlich der Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der
B._
AG liegt das
Schallmess
protokoll vom 21.
August 2002 bei den Akten (Urk. 7/1).
Dass die Suva nach 2002 erneut Messungen bei der
B._
AG durch
geführt habe,
wurde von derselben nicht
behauptet
und
lässt sich auch den übri
ge
n Akten nicht entnehmen
.
Sowe
it der Beschwerdeführer
in diesem Zusammen
hang ausserdem vorbringt
, es sei davon auszugehen, dass
die
B._
AG
nach
2002
Maschinen angeschafft habe
,
die allenfalls andere Lärmwerte aufweisen
(vgl. E.
2.4
), ist
dem entgegenzuhalten
, dass
d
ie blosse Möglichkeit eines be
stimmten Sachverhalts den Beweisanforderungen nicht
genügt
. Mithin tragen die Parteien insofern eine Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un
guns
ten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt
Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a).
Gestützt auf d
as Schallpegel
pro
to
koll vom 21.
August 2002 wurde a
m Arbeitsp
latz des Laser-Zuschneiders
ein äquiva
lenter Dauerschallpegel in Höhe von
75 dB(A)
gemessen
(vgl. Urk. 7/1 S.
4)
.
Grundsätzlich gilt eine Schallbelastung von 88 Dezibel und mehr als gehörge
fährdend, während 85 - 87 Dezibel im Grenzbereich der Gehörgefährdung liegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 245/05 vom 1.
Dezember 2005 E.
3.3
;
vgl. auch Urk.
7/1 S. 2
)
.
Mithin liegt der gemessene Wert von
75
dB(A)
sowohl
unterhalb
des
gehörschädigenden als auch
grenzwertigen
Bereich
s.
Letzteres
gilt selbst unter Berücksichtigung der Vergleic
hsstandart
abwei
ch
ung von +/- 3 dB
(vgl. Urk.
7/1
S.
1
)
.
Eine grenzwertige Lärmbelastung von
86
dB(A)
wurde
bei der
B._
AG
lediglich am Arbeitsplatz der Schweisser festgestellt
.
Davon
betroffen
waren 30 Mitarbeiter; lärmexponierte Personen im gehörgefährdenden Bereich von 88 dB(A) oder mehr gab es nicht (Urk. 7/1).
Dass der Beschwerdeführer bei der
B._
AG jedenfalls nicht als Schweisser gearbeitet hat, ist
unbestritten. Damit kann
mangels Relevanz
auch
offengelassen werden, ob
er
bei
derselben
als CNC-Maschinenbediener
abwechselnd an der Laserschneide-, Flader-, Schere- und Rutschmaschine gearbeitet hat (Urk. 1; vgl. auch Formular v
om 18. Februar 2019, Urk. 8/9).
Immerhin bleibt
darauf hinzuweisen, dass
in
den
CNC-Bearbei
tungszentren der
B._
AG
(Halle 60)
ein Mittelungspegel von 81
dB(A)
gemessen
wurde
(vgl. Urk. 7/1, S. 6)
;
auch dieser Wert liegt unterhalb des grenzwertigen und
gehörschädigenden Bereich
s
.
Weiter
machte
D
r.
A._
darauf aufmerksam
, dass sich
im Jahre
1999 im Wesentlichen eine leichte, hochtonbetonte
und damit durchaus lärmtypische
Innenohrschwerhörigkeit beidseits gezeigt habe;
im
Zeit
raum zwischen 1999 und 2019
habe sich
zusätzlich
vorwiegend
im Tief- und Mitteltonbereich eine erhebliche Absenkung der Hörschwellen
entwickelt
.
Mithin erkläre sich der
Gesamthörverlust von 55 % überwiegend durch
die
Absenkung der Hörs
chwellen im Frequenzbereich zwischen 250-1000 Hz.
Bei der Abnahme des Gehörs
im
tiefen und mittleren Frequenzbereich handle
es sich
indes
um ein unfall- und berufsfremdes Geschehen.
Eine
insgesamt
siebenjährige
[resp. bis zur Feststellung des 55% binauralen Gehörschadens anno 2019 sechsjährige]
beruf
liche Lärmexposition bei einem durchschnittlichen Belastungspegel von 90 dB(A) sei kaum geeignet, einen Hörverlust von 55 % bei einem heute erst 44-Jährigen zu generieren
.
Damit entfalle auch eine Teilkausalität.
Zwar stehe d
ie Sc
hwer
hörigkeit im hohen Frequenz
bereich durchaus
im Zusammenhang
mit der frühe
ren
Berufstätigkeit des Beschwerde
führers
;
dieser Anteil
erreiche
das Ausmass der
Erheblichkeit
indessen
nicht
.
Diese
Da
rlegung
der medizinischen Zusammenhänge
erweist sich als
einleuchtend und die vorgenommenen Schlussfolgerungen
als
schlüssig und
nachvollziehbar begründet
.
Zudem war e
ine
persönliche
Untersuchung
durch Dr.
A._
–
entge
gen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers -
bei der hinreichend aufschluss
reichen medizinischen Aktenlage sowie unbestritten gebliebenen Audiogrammen bzw. Untersuchungsergebnisse
weder notwendig noch angezeigt.
Mithin
erfüllt die
kreisärztliche Beurteilung von Dr.
A._
die
praxisgemässen
K
riterien (vgl. vorstehend E. 1.4
)
.
Nach dem Gesagten ist bei der hinreichend aufschlussreichen Aktenlage
erstellt,
dass
der Beschwerdeführer
infolge
der Schwerhörigkeit
kein Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung
hat.
Bei diesem Beweisergebnis besteht
auch
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_468/2007 vom 6.
Dezember 2006 E. 2.2 mit Hinweisen).
Der ange
fochtene
Einspracheentscheid
vom 31.
Oktober 2018 (Urk.
2) erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.