Decision ID: 5a48a64f-8a03-53f5-980f-0325503b601f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1960,
absolvierte von 1976 bis 1978 eine
Anlehre
als Gärtner (
Urk.
7/6/6).
Er war zuletzt in
den
Jahr
en
2008
und 2009
aushilfsweise
für die
Y._
,
Z._
, als
Chauffeur
tätig
(
Urk.
7/5/1,
Urk.
7/6/7
,
Urk.
7/
9-
10
)
und ist seither arbeitslos (
Urk.
7/10)
.
Zur Beurteilung seiner Ar
beits
fähigkeit bei
der
Arbeitsintegration
A._
liess die
Fürsorgebe
hörde
B._
X._
am 5. April 2011 von Bezirksarzt Dr.
med.
C._
,
Fach
arzt FMH Chirurgie/Neurochirurgie
,
untersuchen (Urk.
7/1/3-5).
Am
1
.
Juni 2011
meldete
d
ie Fürsorgebehörde
B._
X._
unter Hinweis auf einen starken Diabetes und Probleme mit den Beinen
bei
der
Sozial
versiche
rungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung an (Urk.
7/
2
).
Nach
durchgeführter Evaluation (vgl. Urk. 7/
3
) erfolgte auf Auf
forde
rung der IV-Stelle
vom 2
3
.
Juni 2011 (Urk. 7/4
) am
7.
Juli 2011
die An
meldung zum
Leis
tungs
bezug
(Urk. 7/6
). Die IV-Stelle tätig
t
e Ab
klärungen in er
werblich-berufli
cher
(
Urk.
7/9-10
,
Urk.
7/15
)
und medizinischer
(Urk.
7/17)
Hinsicht
.
A
m 21. Oktober 2011
auferlegte die IV-Stelle dem Ver
sicherten eine Schadenminderungspflicht,
in
dem sie ihn dazu an
hielt,
regel
mässig
diabetesge
recht
zu essen, die
Blutzu
cker
werte
zu dokumen
tieren und
Insulin zu spritzen (
Urk.
7/19).
Gleichentags erging der Vorbescheid, mit welchem sie
X._
die Abweisung seines Be
gehrens um berufliche Massnahmen und
Ausrichtung einer
Invali
denrente an
kündigte (
Urk.
7/21). Da
gegen
erhob
dieser am 11. November 2011
unter Beilage
eines
Arztzeugnisses seines Hausarztes Dr. med.
D._
, Facharzt FMH All
gemeine Medizin, Manuelle Medizin SAMM, vom 9. Novem
ber 2011 (
Urk.
7/22
)
Einwand (
Urk.
7/23). Die IV-Stelle holte
daraufhin
bei Dr.
D._
und
Dr.
med.
E._
, Augenarzt FMH, die
Arzt
berichte
vom 1. Dezember 2011
(
Urk.
7/26) resp. 17. Januar 2012 (
Urk.
7/29) ein.
Hernach verfügte sie am 27.
März
2012 wie vorbeschieden die Ab
weisung des Leistungsbegehrens
von
X._
(
Urk.
2).
2.
Hiergegen
führte
X._
am
2.
Mai 2012 Beschwerde und beantragte
sinngemäss, die angefochtene Verfügung vom 27. März 2012 sei aufzuheben und
es sei ihm
eine Invalidenrente
zuzusprechen
(
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort
vom 30. Mai 2012
beantragte
die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwer
de (
Urk.
6, unter Beilage ihrer Akte
n,
Urk.
7/1-31)
, was dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 4. Juni 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
In
va
liden
rente
.
1.2
In der angefochtenen Verfügung vom
27. März 2012
führte die
Beschwerde
gegnerin
zusammengefasst
aus
, dass
der Beschwerdeführer
seit Januar 2012 für alle A
rbeiten ausser das Führen eines Lastw
agens zu 100
%
arbeitsfähig sei
, weshalb sein
Begehren um Leistungen der Invalidenversicherungen ab
gewiesen werde
(
Urk.
2 S. 2).
1.3
Der Be
schwerdeführer macht geltend,
dem neuen
ä
rztlichen Zeugnis von Dr.
D._
vom 24. April 2012 (
Urk.
3)
sei zu entnehmen, dass er
nicht nur an Blut
zucker
,
sondern auch an
einer
chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (
chronic
obstructive
pulmonary
disease
, COPD), Asthma bronchiale und dadurch
an Hustensynkopen leide.
Auch habe sich sein
e
gesundheitliche Situation
„
zwi
schen
zeit
lich
“
verschlechtert. Er leide täglich an Schmerzen in den Beinen und im Rücken (
Urk.
1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundes
gesetz
es
über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Er
werbsun
fähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2
ATSG).
2.2
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufga
benbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
2.3
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem
In
validitätsgrad
von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertels
rente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
2.4
2.
4
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit be
i ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kom
men
), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Er
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkom
mensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
4
.2
Bei der Ermittlung des ohne Invalidität von der versicherten Person erzielbaren Einkommens
(
Valideneinkommen
)
ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeit
punkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Ge
sunde tatsächlich ver
dienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konk
ret wie möglich zu er
folgen
. Es ist in der Regel vom letzten Lohn, welchen die ver
sicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, aus
zuge
hen. Fehlen aus
sage
kräftige konkrete Anhaltspunkte, ist auf
Er
fahrungs
- und Durch
schnittswerte zurückzugreife
n (Urteil des Bundesgerichts U 243/99 vom 23. Mai 2000, E. 2b).
2.
4
.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so
können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
S
tatistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezo
gen
werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Brutto
löhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wo
bei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der An
wendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der
mass
gebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenarbeits
zeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
s
chnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ve
r
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnitt
liche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich
nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch
schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimm
ung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall ge
samthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass all
fällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverant
wort
liche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
2.
5
Nach ständi
ger Rechtsprechung beurteilt das Sozial
versicherungsgericht die Ge
setzmässig
keit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sach
ver
halt,
der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsach
en, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegen
stand ei
ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243; 121 V 362 E. 1b S. 366).
3.
3.1
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich wie folgt:
3.2
In seine
m
Bericht vom 5. April 2011 bezeichnete
Bezirksarzt
Dr.
C._
den
Be
schwerdeführer als schwer
insulinabhän
gigen
Diabetiker mit Insuli
nresistenz und sicheren Spätschä
den, z. B. einer Polyneuropathie
. Mittel- bis längerfristig bestünden Probleme mit der
Fahr
eignung
als Lastwagenfahrer
(
Urk.
7/1/5).
3.3
Wegen Krankheit schrieb
Dr.
D._
den Beschwerdeführer vom 5. bis 18. Juli 2010
als
zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
7
/15/4-5)
.
Gemäss dem Zeugnis des
F._
war der Beschwerdeführer vom 2
2.
Juli bis 7.
August 2010
zu 100
%
arbeits
un
fähig (
Urk.
7
/15/3).
Dr.
D._
attestierte
ihm
vom 8.
bis 31. März 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
7
/1).
In seinem
Arzt
bericht
an die Beschwerdegegnerin
vom 8. September 2011
diagnostizierte
Dr.
D._
ein
m
eta
bolisches Syndrom mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus
Typ 2b, Adipositas,
Hyperlipidämie
,
a
rterielle
r
Hypertonie, Asthma bronchiale und
COPD (Urk.
7
/
17/5). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fä
higkeit be
zeichnete er einen
Nikotinabusus
sowie eine leichtes Schlafapnoe-Syndrom seit 1999 (
Urk.
7/17/5). Laut
Dr.
D._
haben beim Beschwerdeführer mehrmals kurzfristig Arbeitsunfähigkeiten bestanden, letztmals
zu
100
%
vom
11. bis 20.
August
2011
,
v
om 25. Juli bis 5. August 2011 sowie vom 4
. bis 15.
Jul
i 2011 und vom 2
2.
bis 31. März 2011. Momentan sei der Beschwerde
füh
rer wieder arbeitsfähig
. Die bisherige Tätigkeit als Chauffeur sei zukünftig wahr
scheinlich nicht mehr zumutbar. Es bestehe eine verminderte Leistungs
f
ä
higkeit körperlich. Zukünftig, bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes, werde
sich die Arbeitsfähigkeit einschränken, bzw. der Beschwerdeführer könnte
arbeitsunfähig werden
(
Urk.
7/17/6).
Dr.
med.
G._
, Endo
kri
nologie/
Dia
betologie
FMH,
an welchen der Beschwerdeführer von
Dr.
D._
zur
diabeto
lo
gi
schen
Beratung
überwiesen wurde,
berichtete
am
2.
August 2011
, dass beim Beschwerdeführer ein Problem bezüglich Blutzuckermessungen und deren Do
ku
mentation wie auch der regelmässigen Insulininjektionen
bestehe. Auch halte
sich
dieser
nicht an die diabetesgerechte Ernährung (Urk.
7/17/7).
Dr.
D._
attestierte dem Beschwer
deführer vom 1. bis 30. November 2011 wie
der
eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
7/22).
In seinem Arztbericht vom 1.
Dezember 2011 nannte
er
neben den bereits erwähn
ten Diagnosen „anam
nes
tisch“
Hustensyn
kope
n
,
„
bestehend seit Jahren
“
(Urk.
7/26/5). Die bisherige Tä
tig
keit
als Chauffeur
sei
dem Beschwerdeführer
aus medizinischer Sicht noch knapp
zu
mutbar. Es besteh
e
eine verminderte Leistungsfähigkeit (
Urk.
7/26/6).
3.4
Der Augenarzt
Dr.
E._
untersuchte den Besc
hwerdeführer am 16. Januar 201
2.
Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hielt er
in seinem Bericht vom 17. Ja
nuar 2012
fest, dass dieser die Bedingungen zum Führen eines Last
wa
gens
zur Zeit
nicht erfülle. Allgemein andere Arbeiten seien sicherlich möglich. Der
Visus
des Beschwerdeführers werde sicher nicht besser (Urk.
7/29/5). Aus oph
thalmologischen Gründen sei der Beschwerdeführer arbeitsfähig, als einzige Einschränkung gelte der ver
minderte
Visus
von recht
s
0.
6 und links 0.5 (Urk.
7/29/6).
3.5
Dr.
D._
führt
in seinem ärztlichen Zeugnis von 24. April 2012
aus
, dass
beim Beschwerdeführer
ein
metabolisches
Syndrom mit arterieller Hypertonie, Adi
po
sitas, insulinpflichtigem Diabetes mellitus und Hyper- und
Dyslipidämie
im Vor
dergrund stehe. Zusätzliche bestehe eine COPD und ein Asthma bron
chiale. Zwischenzeitlich habe sich die gesundheitliche Situation beim Be
schwerdeführer verschlechtert
. E
ine Arbeitsfähigkeit als Chauffeur sei nicht mehr gegeben. Im Verlauf sei es nun auch zu Beschwerd
en im Rahmen einer dia
be
tischen
Poly
neuropathie
gekommen und im Zusammenhang mit der COPD und der Adipo
sitas bestünden vermehrt Hustensynkopen. We
ithin bestehe ein
Nikotin
abusus
.
Der Beschwerdeführer sei nur noch in einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit arbeitsfähig (
Urk.
3).
4.
4.1
Auf
grund des Arztberichtes
von
Dr.
E._
vom 17. Januar 2012
(E. 3.4)
ist die
Fahr
untauglichkeit
des Beschwerdeführers
als Lastwagenchauffeur wegen
des
eingeschränkten
Visus
ausgewiesen
.
Nach Lage der Akten
ist der Beschwerde
führer als
Lastwagen
chauffeur
zu 100
%
arbeitsunfähig.
4.2
4.2.1
Aus Sicht des Augenarztes
Dr.
E._
besteht ausser für die nicht mehr mög
liche Tätigkeit als Lastwagenchauffeur für andere
T
ätigkeiten
aber
keine Ar
beits
un
fähigkeit (E.
3.3).
Dem Proto
koll
vom 2
2.
Juni 2011
zum Gespräch über die
Früh
erfassung
ist
namentlich
zu entnehmen, dass die Hustensynkope
n
, an wel
cher
der Beschwerdeführer gelitten habe, wied
er abgeklungen sei
en
(Urk.
7/3/3).
Dr.
D._
und die Ärzte des
F._
attestierten dem Beschwerde
führer
verschie
dene, zeitlich begrenzte Perioden von 100%iger
Arbeitsun
fähig
keit
, wo
rauf
der Beschwerdeführer aber wieder arbeitsfähig war (E. 3.3). Im Vordergrund der ärztlichen Beurteilungen stand stets die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
in seiner langjährigen Arbeitstätigkeit als
Lastwagen
chauf
feur
.
Zwar ist der Be
schwerde
führer – wie von
Dr.
D._
prognostiziert (E.
3.3) – nunmehr als
Last
wagenchauffeur
arbeitsunfähig.
Der Hausarzt des Be
schwer
deführers
geht
indes noch in seinem ärztlichen Zeu
gnis vom
24.
April
2012
da
von aus, dass
der Be
schwerdeführer
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
nach wie vor
arbeits
fähig sei (
Urk.
3).
4.2.2
Der Beschwerdeführer macht
eine
Verschlechterung des Gesund
heitszustandes geltend, welche „zwischenzeitlich“ eingetreten sei (E. 1.3).
Nach
Verfügungs
er
lass
neu aufgetretene gesund
heitliche Beschwerden (
wie etwa
vermehrt auftre
tende Hustensynkope
n
, Polyneuropathie) sind
an und für sich
nicht mehr Ge
gen
stand des im vorliegenden Verfahren zu überprüfenden Sachverhalts (E.
2.3).
Wie es sich damit verhält, kann letztlich aber offen b
leiben,
schliesslich
ist der Be
schwerdeführer auch gemäss dem ärztlichen Zeugnis von
Dr.
D._
vom 24.
April 2012
i
n einer
be
h
inderungsangepassten
Tätigkeit zu 100
%
arbeits
fähig
, womit sich diesbezüglich im Vergleich zum Sach
ver
halt, welcher mit der ange
fochtenen Verfügung vom 27. März 2012 beurteilt wurde,
insofern
keine Ver
änderung ergeben hat
, als die allenfalls neu aufgetretenen Beschwer
den die Ar
beitsfähigkeit des Beschwerdeführer (noch) nicht weiter einschränken
.
In einer behinderungsangepassten Tätigkeit ist der Beschwerdeführer somit zu 100
%
arbeitsfähig.
5.
5.1
Zu p
rüfen
bleibt, wie sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerb
licher Hinsicht auswirkt.
5.2
Seiner
Erwerbsbiographie ist z
u entnehmen, dass
der Beschwerdeführer
seit dem Jahr
1984
für verschiedene Arbeitgeber
als
(Lastwagen
-
)
Chauffeur
tätig war (Urk.
7/5/1,
Urk.
7/10).
Die
Arbeitsunfähigkeit als Chauffeur
wurde letztlich
erst
am
16. Januar 2012
durch
den
Augenarzt
Dr.
E._
festgestellt
(E. 3.4)
. Im da
maligen Zeitpunkt war der Beschwerdeführer schon
längere Zeit
nicht mehr in die
sem Beruf tätig.
Eingedenk dessen
und in Anwendung der angeführten Grund
sätze (E. 2.4.2)
, rechtfertigt es sich be
züglich des
Validenein
kommens
von dem in der LSE 2010 (S.
31
, Tabelle T
7S
) für Arbeitnehmer des Anforderungs
ni
veaus
3
(
Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt
) im Sektor 3
(
Dienst
leistun
gen
)
Ziff. 3
1 (
Transport von Personen, Waren und Nachrichten
) angege
benen
Bruttomonats
lohn
(Zentralwert)
für Männer von Fr.
5‘634
.-- aus
zugehen
(
unter
anteilsmässiger
Berück
sichtigung des 13. Monats
lohnes und standardisiert auf
40 Wochenstun
den). Unter Berücksichtigung der im Jahr 2010 im Sektor 3
Dienst
leistun
gen
geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeits
zeit
2010
von
41.7
Stunden (Die Volkswirtschaft
6
-2013, Tabelle B9.2, S. 90
) sowie der
Nomi
nal
lohnent
wicklung
für Männerlöhne
(
2011:
1
.
0;
2012: 0.
8
[Bundesamt für Statistik, Tabelle T
39
]
)
resultiert
ein
hypothetisches
Validen
einkommen
2012
von
Fr.
71
‘
755
.
60
.
5.3
Bezüglich des hypothetischen Invalideneinkommen
s
ist auf das Total (
Ziff.
1-94
)
gemäss
Tabelle T
A1 der
LSE 2010 (S.
26
)
für Arbeitnehmer des
An
forde
rungs
niveaus
4
(
einfache und repetitive Tätigkeiten), mithin auf einen
Brutto
monats
lohn
von
Fr.
4‘901.--, abzustellen.
Bei einer betriebsüblichen wöchentli
chen Arbeitszeit
2010
von 41.6 Stunden
(Die Volkswirtschaft 6-2013, Tabelle B9.2, S. 90
) sowie unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung
für
Männer
löhne
(
2011:
1.0; 2012: 0.8
[Bundesamt für Statistik, Tabelle T
39
]
)
ergibt sich ein
hypo
thetisches Invalideneinkommen 2012 von
Fr.
62‘270.3
0.
Es ist kein
behin
der
ungsbedingter
Abzug aufgrund des Alters des 1960 geborenen Beschwerde
füh
rers vorzuneh
men (Urteil des Bundesgerichts I 39/04 vom 2
0.
Juli 2004, E.
2.4),
zumal sich das Alter bei Beschäftigungen mit niedrigem
Anforderungs
profil
lohnmässig weit weniger stark auswirkt
,
als bei der Gruppe der an
spruchs
vollen und schwierigen Arbeiten (Urteil des Bundesgerichts 9C_733/2008 vom 1
5.
Januar 2009, E. 4.3
,
mit Hinweis).
Die
übrigen Kriterien, welche zu einem
behinde
rungsbedingten
Abzug
führen können,
sind beim Be
schwerdeführer
eher
nicht
einschlägig
(vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75
, insbes. E. 5 b/
bb
)
.
5.4
Beim Vergleich von
Valideneinkommen
(
Fr.
71
‘
755
.
60) und
Invalideneinkom
men
(
Fr.
62‘270.30)
resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
9‘485.30 bzw. ein
In
validitätsgrad
von 13
%
(13.22
%
), bei welchem kein Anspruch auf eine Inva
lidenrente besteht (E. 2.3).
Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von Leistungen der Invaliden
ver
siche
rung vor dem kantonalen
Versiche
rungsgericht
in Abweichung von Art. 61
lit
. a
ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensauf
wand
und unabhängig vom Streitwert im Rah
men von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- fest
ge
legt.
Ausgangsgemäss
sind d
ie Kosten von Fr.
4
00.-- dem unterlegenen Be
schwer
deführer aufzuerlegen.