Decision ID: e63067bc-faec-550f-8c6a-95c277425efe
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1974 geborene
X._
war seit
1.
Februar 1996 als
Auto
mechani
ker
und Chauffeur bei der Dreieck-Transfer angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (Urk. 7/1).
1.2
Am 1
5.
Juni 1997 erlitt er, als er als Lenker seines Personenwagens nach rechts abbiegen wollte und durch ein nachfolgendes Fahrzeug gerammt wurde, ein Kontusionstrauma der Hals- (HWS) und Brustwirbelsäule (BWS
;
Urk.
11/1
). Die im Anschluss geklagten Nacken- und Kopfschmerzen klangen in der Folge zusehends ab, so
dass ab 1
8.
August 1997 wieder eine Arbeitsaufnahme mög
lich war und die medizinische Behandlung (Halskragen, Analgetika, Physio
therapie) zu Beginn des Jahres 1998 beendet werden konnte
(
Urk.
11/13)
.
1.3
Auf Grund einer Kollision vom 2
4.
Januar 2002, anlässlich welcher ein Sattel
schlepper im Kreiselverkehr das Auto von
X._
hinten links ange
fahren hatte, kam es erneut zu Beschwerden im Nackenbereich sowie zu Kreuz
schmerzen
(
Urk.
8/3
,
Urk.
8/8
)
. Die anfänglich vollständige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
8/11)
konnte sukzessive behoben (ab 2
9.
April 2002: 50
%
; ab
3.
Juni 2
002: 30
%
; ab
1.
Juli 2002: 0
%
;
Urk.
8/16-17)
und der Abschluss der Behandlungsmassnahmen auf Anfang 2003 terminiert werden (
Urk.
8/21)
.
1.4
Am 1
7.
Februar 2003 befand sich
X._
in seinem Fahrzeug am Ende eines Staus, als er sich durch einen von hinten auffahrenden Wagen abermals eine HWS-Distorsion und eine BWS-/
Lendenwirbel
säule
(LWS)
Kon
tu
sion zuzog
(Urk. 10/3)
. Da sich der Heilungsprozess nur zögerlich entwickelte (Physiotherapie, medikamentöse Analgesie), wurde vom
1.
bis 2
2.
Mai 2003 ein Rehabilitationsaufenthalt in der
Klinik Y._
durchgeführt. Das erwerbli
che Leistungsvermögen konnte ab
2.
Juni 2003 lediglich im Umfang von 50
%
wiederhergestellt werden
(
Urk.
10/25,
Urk.
10/28)
.
1.5
Nachdem er am 1
9.
Oktober 2003 in einen neuerlichen Heck-Auffahrunfall verwi
ckelt worden war, bei dem ein Fahrzeug anlässlich einer Staubildung von hinten mit ihm zusammenstiess (
Urk.
7/1
,
Urk.
7/8
), verstärkten sich die Schmerzen in der Rücken- und Nackenregion wiederum. Es erfolgte vom
7.
bis 2
8.
Januar 2004 eine weitere stationäre Behandlung in der
Klinik Y._
(
Urk.
7/19)
, welche eine Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit ab
1.
März 2004 im Umfang von 20
%
beziehungsweise eine Erhöhung derselben ab
1.
April 2004 auf 40
%
zu bewirken vermochte
(
Urk.
7/21-22,
Urk.
7/29-30
,
Urk.
7/36
S. 2 oben
)
. Trotz verschiedenster Therapien (physiotherapeutische Vorkehren, Rückenmuskelaufbautraining, Akupunktur, Medikation) konnten die anhalten
den rechtsseitigen Nacken- und Schulterschmerzen nicht in
einem erheblichen
Ausmass gemildert werden.
1.6
A
ls Lenker seines Personenwagens vor einem Rotlicht anhaltend wurde
X._
am
9.
November 2005 durch einen sich von hinten nähernden Last
wagen schliesslich abermals Opfer eines Auffahrunfalles
(
Urk.
7/3
)
. Hinsichtlich des bereits tangierten Nacken-, Schulter- und Rückenbereichs stellte sich nach zwei bis drei Wochen eine erneute Verstärkung der Beschwerden ein
(Urk.
7/119
120
)
.
1.7
Mit Verfügung vom 1
3.
Februar 2006 und diese bestätigendem
Einspracheent
scheid
vom 1
0.
Mai 2006 stellte d
ie SUVA
sämtliche Leistungen auf Ende Februar 2006 ein
mit der Begründung, der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden und den Unfallereignissen sei zu verneinen
(Urk.
7/122
,
Urk. 7/149
).
Das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
wies die dagegen erhobene Beschwerde
am
3
0.
April 2008 ab (
Urk.
7/18
6
; Prozess UV.2006.00280
)
, welches Urteil
das Bundesgericht mit
Entscheid
vom 1
9.
Dezember 2008 auf
hob
und
unter Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen den
anhalten
den gesundheitlichen Beeinträchtigungen
und den Unfallereignissen
feststellte
, dass der Versicherte auch nach dem 2
8.
Februar 2006 Anspruch auf Versiche
rungsleistungen habe (
Urk.
7/194).
2.
2.1
Mit Verfügung
en
vom
6.
Mai
und 1
8.
Juni
2009 sprach die
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV
Stelle, dem Versicherten im Wesentlichen gestützt auf das Gutachten des
Z._
vom 2
8.
August 2008 (
Urk.
7/225
/15-49
)
vom
1.
Feb
r
uar bi
s 30.
Juni 2004 eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
, vom 1.
Juli 2004 bis am 3
0.
November 2008
eine
Dreiviertelsrente
bei einem
Invali
ditätsgrad
von 60
%
und ab
1.
Dezember 200
8
wiederum
eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
zu (
Urk.
7/189
,
Urk.
7/230
, Urk. 7/257
).
2.2
In
Absprache mit dem Versicherten
betreffend die Gutachte
r
stelle (Urk.
7/302
303, vgl. auch
Urk.
7/308,
Urk.
7/327 S. 3,
Urk.
7/339) veranlasste die
SUVA
eine polydisziplinäre Begutachtung
durch
die
A._
, welche am 2
0.
Oktober 2010 die Expertise erstattete
(
Urk.
7/381
,
Urk.
7/
382
[Fortsetzung]
, Urk.
7/408
)
. Nach
Beizug
w
eitere
r
Arzt
berichte
(Urk.
7/207, Urk.
7/214
,
Urk.
7/258
,
Urk.
7/360,
Urk.
7/383, Urk.
7/390, Urk.
7/406,
Urk.
7/420
,
Urk.
7/446
,
Urk.
7/460-451
)
unterbreitete die SUVA dem
A._
a
m
9.
Februar 2012
Zusatzfragen (
Urk.
7/428,
Urk.
7/453
), welche die psy
chiatrischen
Fachärzte
am
4.
September 2012 beantworteten (
Urk.
7/496). Am 1
2.
Dezember 2012 nahm
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom Versicherungspsychiatrischen Dienst der SUVA, eine
Aktenbeur
teilung
vor (
Urk.
7/498).
Der Versicherte
nahm
am 15. Januar 2013
zu diesen Beweisvorkehren Stellung (
Urk.
7/504).
Daraufhin verfügte d
ie SUVA
a
m 2
5.
Januar 2013
die Einstellung der Taggeld- und Heilbehandlungskosten
nunmehr
auf den 2
8.
Februar 2012
- welchen Zeit
punkt sie am 6.
Februar 2013
wiedererwägungs
weise
auf
den
2
8.
Februar 2013 korrigierte (Urk.
7/508) -
und verneinte einen Anspruch auf weitere Geldleis
tungen (Rente, Integritätsentschädigung;
Urk.
7/505). Die Ein
sprache des Versi
cherten vom 4.
April 2013 (
Urk.
7/514) wies die SUVA mit Entscheid vom 1
9.
April 2013 ab (
Urk.
7/518 =
Urk.
2).
3
.
Hiegegen
erhob
X._
mit Eingabe vom 2
1.
Mai 2013 Beschwerde und beantragte die
Zusprache
von Taggeld über den 2
8.
Januar
(richtig wohl: Februar)
2013
hinaus
und
die Rückweisung der Sache an die SUVA zur
Zuspra
che
einer Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung
; eventualiter ersuchte er um Rückweisung der Sache an die SUVA
für eine
Ober
beg
utacht
ung
(
Urk.
1 S. 2). Die SUVA schloss am 2
8.
August 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am
2.
September 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Der Anspruch auf die vorübergehenden UV-Leistungen Heilbehandlung (Art. 10 UVG) und Taggeld (Art. 16 f. UVG) setzt nach Gesetz und Praxis voraus, dass von einer Fort
setzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des
unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheitszustandes erwartet werden kann oder dass noch Eingliederungsmassnahmen der IV laufen. Trifft beides
nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen (Art. 19 Ab
s. 1 UVG; BGE
137 V 199 E.
2.1,
134 V 109 E. 4
).
Namhaft im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG ist eine noch zu erwartende Besse
rung des Gesundheitszustandes dann, wenn sie zur Wiederherstellung oder zumindest zu einer substanziellen Steigerung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit führt (BGE 134 V 109 E. 4.3).
1.2
Die
rechtlichen Bestimmungen
wie auch die
Rechtsprechung
zu
dem für die Leistungspflicht der Unfallversicherung vorausgesetzten natürlichen
und adä
quaten Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden wurden im Urteil des hiesigen Gerichts
und des Bundesgerichts
umfassend dargestellt (Urk. 7/186 E. 2.1-3
,
Urk.
7/194 E. 2.1-2
). Darauf wird verwiesen.
1.3
1.3.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG)
, so hat sie gemäss Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invali
denrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG).
Aufgrund der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs (Art. 8 ATSG) in der Invali
den- und Unfallversicherung hat die Schätzung der Invalidität mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden in beiden Bereichen prinzipiell denselben Invaliditätsgrad zu ergeben, soweit nicht die unterschiedliche gesetzliche Rege
lung oder Rechtspraxis in den einzelnen Versicherungszweigen zu einer abwei
chenden Invaliditätsbemessung führen. Bereits abgeschlossene
Invaliditätsfest
legungen
sind
mitzuberücksichtigen
. Es besteht jedoch keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozial
versicherungszweig (Urteil
des Bundesgerichts
8C_543/2011 vom 2
5.
August 2011 E. 3 mit Hinweisen auf
BGE
133 V 549
E. 6,
119 V 468
E. 2b).
1.3.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3.
3
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
;
„
Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungs
er
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2,
BGE 139 V 547 E. 3 ff.
).
Die im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha
rakters einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsfälle (BGE 136 V 279) analog angewendet
.
1.3.
4
Für den Bereich der Unfallversicherung hat das Bundesgericht i
n
BGE
137 V 199 E. 2.2.4
im Zusammenhang mit der Überwindbarkeitsrechtsprechung
zudem
erwogen,
dass die
Rechtsprechung gemäss
BGE 136 V 279 und
BGE
130 V 352 auf den unfallversicherungsrechtlichen Heilbehandlungs- und Taggeldanspruch, und damit auch auf den Zeitpunkt des Fallabschlusses
bei
HWS
Distorsions
traumen
ohne organisch objektiv ausgewiesene
Funktionsaus
fälle
keine Anwendung findet.
Die Überwindbarkeitspraxis beschlägt
allein
die Frage der invalidisierenden Wirkung einer Gesundheitsschädigung, mithin deren Aus
wirkung auf die Erwerbsfähigkeit (
Art.
7
Abs.
2 zweiter Satz ATSG),
womit
sie im unfallversicherungsrechtlichen Bereich
auf den UV-
Heilbehand
lungs
- und Taggeldanspruch, und damit auch auf den Zeitpunkt des
Fallab
schlusses
, keine Anwendung findet.
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Das Bundesgericht
beurteilte im Entscheid vom 1
9.
Dezember 2008 (
Urk.
7/194) die Frage, ob die über den 2
8.
Februar 2006 hinaus geklagten Beschwerden im Zeitpunkt des Erlasses des damals angefochten
en
Einspracheentscheids
vom 10.
Mai 2006 (
Urk.
7/
149
) in einem
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhang zu den Unfallereignissen vom 1
5.
Juni 1997, 2
4.
J
anuar 2002, 1
7.
Februar und 19.
Oktober 2003 sowie
9.
November 2005
standen
(E. 3.1).
Da
zu hielt es
verbindlich fest,
dass die fünf Auffahrunfälle weder zu organi
schen im Sinne von strukturellen, bildgebend nachweisbaren Verletzungen geführt haben, noch dadurch neurologisch objektivierbare Ausfallserscheinun
gen bewirkt wurden
(E. 3.2)
.
Es sah
als erstellt an, dass die beiden ersten Auf
fahrunfälle nicht verantwortlich zeichnen für die über Februar 2006 hinaus anhaltenden Beschwerden
(E. 4.2)
.
Weiter ging das
höchste
Gericht davon aus, dass der Beschwerdeführer
jedenfalls
anlässlich der Unfälle vom 17.
Februar und 1
9.
Oktober 2003 eine HWS-Verletzung erlitten hat, welche für die danach - insbesondere nach dem 2
8.
Februar 2006 - aufgetretenen Beschwerden zumindest teilweise natürlich kausal ist
, was
die Anwendung der
Schleuder
trauma-Praxis
bei der Adäquanzprüfung indiziert
e (E. 5.3
).
Die
adäquanzrechtli
che
Beurteilung
nach den
in
BGE 134 V 109 präzisierten Grundsätzen führte das Bundesgericht zum Schluss,
dass fünf
der relevanten Kriterien gegeben
und damit die
Adäquanz des Kausalzusammenhangs
und folglich
die
Leistungs
pflicht
der Beschwerdegegnerin für die als unfallbedingt zu qualifizierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen über Ende Februar 2006 hinaus zu beja
hen seien (E. 6.4).
2.2
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) verwies die Beschwerdegegnerin auf die in BGE 136 V 279 aufgestellte Vermutung bezüglich der willentlichen Leidensüberwindung (S. 5 unten). Gestützt auf das beweiskräftige
A._
-Gut
achten sei davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die willentliche Leidensüberwindung zumutbar sei. Die Arbeitsunfähigkeit sei weder in der angestammten Tätigkeit als Chauffeur noch in einer leidensangepassten Tätig
keit eingeschränkt. Damit sei der Rentenanspruch zu verneinen (S. 13 oben). Mit der Rentenprüfung seien die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen dahin
gefallen, sei doch von der Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten (S. 13 Mitte).
In der Vernehmlassung (
Urk.
6) legte sie weiter dar, dass die vom Beschwerde
führer
aufgeführten
Ungereimtheiten das
A._
-Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen verm
öchten
, da der Sinn der Aussagen im Gutachten ohne
Weiteres
erkennbar sei; es sei nicht realistisch, dass ein ausführliches Gutachten ohne Ungereimtheiten entstehe (S. 5). Zwar seien die zum typischen Beschwerdebild gehörenden Beschwerden teilweise gegeben, aber nicht organisch nachweisbar. Infolge der Begutachtung habe sie
davon
ausgehen können, dass die Beschwer
den überwindbar und ohne invalidisierende Wirkung seien (S. 6 unten).
Für sämtliche UV-Leistungen sei
daher
der Leistungsanspruch zu verneine
n
(S. 7).
2.3
Dagegen vertrat der Beschwerdeführer
die Auffassung
(
Urk.
1)
, das
A._
Gut
achten enthalte verschiedene und erhebliche - im Einzelnen
beschriebene
- M
ä
ngel, weshalb auf dessen Schlussfolgerunge
n weder bezüglich angeblich fehlender Unf
allkausalität noch hinsichtlich Arbeits- und Erwerbsfä
higkeit abgestellt werden könne
(
S. 11 und S. 18
)
. Ferner rügte er eine unzuläs
sige Vermischung oder Verwechslung der vom Bundesgericht bejahten Adä
quanz zwischen dem vorliegenden Beschwerdebild und den drei
Unfallereig
nissen
einerseits und der davon zu unterscheidenden Frage der Zumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung (S. 15). Das Bundesgericht habe die Adäquanz verbindlich bejaht, weshalb kein Regelfall vorliege und die
Schmerz
überwindbarkeit
nicht
vermutet werden könne (S. 20).
D
as Beschwerdebild
weise
eine derartige Schwere auf, dass
ihm, dem Beschwerdeführer,
eine höhere Verwertung der gegenwärtigen Arbeitsfähigkeit von 30
%
nicht möglich sei respektive ein Ausnahmefall
in Sinne von
BGE 130 V 352 E. 2.2.3 vorliege (S.
21).
2.4
Nachdem die Invalidenversicherung
im Jahr 2009 zuletzt und bis auf
Weiteres
eine ganze Invalidenrente zugesprochen hat
(
Urk.
7/189)
, stehen Eingliede
rungsmassnahmen
im Zeitpunkt des Erlasses des hier angefochtenen
Ein
spracheentscheids
offensichtlich
nicht zur Diskussion. Daher ist
zunächst
die Frage zu stellen
, ob
die Beschwerdegegnerin
eine namhafte Verbesserung durch die Fortsetzung der ärztlichen Behandlung zu Recht verneint, die vorüberge
henden Leistungen
eingestellt
und den
Anspruch auf Invalidenrente und
Integ
ritätsentschädigung
geprüft hat
(vgl.
vorstehende E. 1.1).
3.
3.1
Die umfangreiche medizinische Aktenlage, wie sie sich im Zeitpunkt des Erlasses des
Einspracheentscheids
vom 1
0.
Mai 2006 präsentierte, wurde im Urteil des hiesigen Gerichts vom 3
0.
April 2008 (
Urk.
7/18
6
E. 4) ausführlich darge
stellt
und auch im bundesgerichtlichen Urteil vom 1
9.
Dezember 2008 wiedergegeben (
Urk.
7/194)
. Darauf
wird
verwiesen.
Seither
sind
im Wesentlichen die folgenden
medizinischen Unterlagen
hinzuge
kommen
:
3.2
In der Expertise vom 2
8.
August 2008 stellten d
ie
Z._
-Gutachter
(Urk. 7/225/15-49)
zu
Handen
der Invalidenversicherung
gestützt auf die zur Verfügung gestellten Akten und ihre eigenen internistischen (S. 14 f.), rheuma
tologischen (S. 18 f.), neurologischen (S. 23 f.) und psychiatrischen (S. 28 f.) Untersuchungen folgende Diagnosen (S. 31):
chronisches
cervico-cephales
Schmerzsyndrom
Cervicobrachialgie
beidseits
chronisches
Thorakolumbovertebralsyndrom
gemäss Akten sechs Autounfälle
rezidivierende depressive Störung gegenwärtig leichte Episode
Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine
Symptom
ausweitung
mit Selbstlimitierung und Behindertenüberzeugung
.
Die Gutachter führten aus, der Beschwerdeführer habe im Jahr 2006 eine Psycho
therapie bei
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie FMH,
aufgenommen (S. 32), die er einmal monatlich
(respektive zwei
mal monatlich; vgl.
Urk.
7/390/4 oben)
konsultiere, ebenso wie seinen Hausarzt
Dr.
D._
. Behandlungen mit Spritzen, Facettengelenksblockaden und eine
Stoss
wellentherapie
hätten zur Verstärkung
der
Schmerzen geführt
und der Aufent
halt in der Rehaklinik
habe
keine Besserung der Beschwerden
gebracht (S.
16
17).
Die Gutachter
erhoben
in der klinischen Untersuchung eine leichte
Depres
sivität bei
zusätzlicher
psychogener
Somatisierungsneigung
mit Aus
weitung des Beschwerdeerlebens in diversen Körperkompartimenten, ohne dass
sie
eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
zu
diagnostizieren
ver
mochten
(S. 33).
Die Experten bestätigten die
von
Dr.
C._
bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 60
%
(vgl. dazu Bericht vom 1
3.
März 2009,
Urk.
7/207/3)
infolge e
iner Besserung des Zustandsbildes nicht.
Sie attestierten
eine volle Arbeitsunfähig
keit
für
schwere Arbeiten (S. 34)
; i
n - näher beschriebenen - angepassten Tätig
keiten
erachteten sie den
Beschwerdeführer
für
ganztags
arbeitsfähig
mit einer Verminderung des Rendements um 30
%
oder in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten während sechs Stunden täglich (S. 35).
Die Gutachter empfahlen die Weiterführung der psychiatrischen Therapie, während sie bezüglich der somatischen Rehabilitation keine neuen Vorschläge
abgaben
(S. 34).
3.3
Am 2
7.
Oktober 2008 wurde der Beschwerdeführer von med.
pract
.
E._
, Fach
arzt für Psychiatrie und
Psychotherapie,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD)
der Invalidenversicherung
untersucht. Im Bericht vom 12. November 2008 diagnostizierte er aus psychiatrischer Sicht eine mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) und einen Verdacht auf
Schmerzverarbei
tungsstörung
. Er schloss sich
der von Dr.
C._
offenbar
zu Beginn
attes
tierten Arbeitsunfähigkeit von 60
%
an, die er angesichts der von ihr berichte
ten Verschlechterung im September 2008
(respektive Oktober 2007; vgl. Bericht von
Dr.
C._
vom 1
0.
September 2008,
Urk.
7/216) auf 70
%
erhöhte (Urk. 7/204/4).
Gestützt auf diese
medizinischen Unterlagen
sprach die Invalidenversicherung
im Mai/Juni 2009
die Invalidenrenten zu (vgl.
Urk.
7/
230,
Urk.
7/257
).
3.4
Das
A._
-Gutachten vom 2
0.
Oktober 2010 (
Urk.
7/381-382) stützte sich seiner
seits auf eine internistische, rheumatologische, neurologische und psychiatri
sche Untersuchung und
auf
eine interdisziplinäre Konsensbesprechung (
Urk.
7/381
/
2).
Es wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung au
f die Arbeits
fähigkeit gestellt (
Urk.
7/381/
44):
Verdacht auf leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
chronisches
ce
rvi
c
o
c
ephales
und -
vertebrales Schmerzsyndrom
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
Als o
hne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
erachteten die Gutachter den
Ver
dacht auf eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.42
[richtig
: F45.41; vgl. auch
Urk.
7/390/3
])
und de
n
Ver
dacht auf
Analgetikamissbrauch
(ICD-10 F55.2) sowie ein
en
kontrollbedürftigen
erniedrigte
n
Schilddrüsenwert (TSH).
In der Gesamtbeurteilung
wiesen die Gutachter auf die hochgradige Diskrepanz zwischen den beklagten Beschwerden und den klinisch fassbaren Ein
schränkungen hin, wobei sie festhielten, dass in der HWS und in der LWS die degenerativen Veränderungen strukturell fassbar seien (
Urk.
7/381/50 unten). Es bestehe ein
zervikozephales
bis brachiales Schmerzsyndrom ohne Hinweise für eine neurologische, sensomotorische Reiz- oder Ausfallsymptomatik.
Die psychische Fehlverarbeitung stehe gegenüber den geringen somatischen Befun
den klar im Vordergrund. Diese seien nicht geeignet, eine
höhergradige
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen, ebenso wenig wie die neurolo
gischen Befunde.
Aus rheumatologischer Sicht sei eine nicht unfallkausale, mithin degenerativ bedingte (
Urk.
7/381/
50 unten) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründbar durch die wegen jahrelanger Schonhaltung eingetretene
Dekonditionierung
. Schwere und anhaltend mittelschwere Tätigkeiten seien ungeeignet, wohinge
gen leichte und intermittierend mittelschwere Tätigkeiten in einem
Pensum von
70
%
zumutbar seien
(
Urk.
7/381/
49
,
Urk.
7/382/7
)
.
In Auseinandersetzung mit den abweichenden ärztlichen Einschätzungen hiel
ten die Gutachter aus psychiatrischer Sicht dafür, die subjektiven Klagen des Beschwerdeführers seien überbewertet und die objektivierbaren klinischen Befunde ungenügend berücksichtigt worden. Aus psychiatrischer Sicht attestierten sie nur eine
geringgradige
Einschränkung
, mithin
eine zumutbare Arbeits- und Leistungsfäh
igkeit von 80
%
(
Urk.
7/381/
50
), wobei sie d
ie psy
chische Störung als nicht unfallkausal
erachteten (
Urk.
7/381/
51
,
Urk.
7/382/1 unten).
Es liege ein verselbständigtes psychisches Leiden vor, wobei mit Sicher
heit nicht von einer spezifischen Störung nach HWS-Distorsion gesprochen werden könne (
Urk.
7/382/2 oben).
Die Gutachter erachteten aus unfallkausaler Sicht eine weitere medizinische Behandlung nicht für indiziert.
Es seien
iatrogene Schäden durch zunehmend invasive Diagnostik und Therapie
zu vermeiden, wohingegen sie
eine Steige
rung der allgemeinen Aktivität, eine Reduktion des Schmerzmittelkonsums und die Weiterführung der psychotherapeutischen Behandlung und
der
antidepressi
ven
Medikation
empfahlen
(
Urk.
7/382/3
, Urk.
7/382/5
).
3.
5
Von der behandelnden
Dr.
C._
liegen Berichte vom 1
0.
September 2008 (
Urk.
7/216)
, vo
m 1
3.
März
2009
(
Urk.
7/207/3)
, vom 2
6.
April 2010 (Urk. 7/360)
sowie vom
7.
Februar 2011
(Urk.
7/390)
i
m Recht
. Während sie am 1
0.
September 2008 das
Z._
-Gutachten be
mängelte, kritisierte sie am
7.
Februar 2011
das
A._
-Gutachten in verschiedener Hinsicht,
insbesondere
in Bezug auf die psychiatrische Teilbegutachtung durch med.
pract
.
F._
, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie (vgl.
Urk.
7/381/44 unten).
Zusam
mengefasst
beanstandete
sie
, die psychiatrische Teilgutachter
in
habe den Beschwerdeführer ungenügend exploriert und sich nicht wertfrei mit diesem auseinandergesetzt, sondern
vor allem
die
Vorakten
wiedergegeben (S. 1-2). Der erhobene Psychostatus sei karg und unpräzis und es se
i unverständlich, womit sie die
Annahme verknüpfe, der Beschwerdeführer
aggraviere
psychische Symptome (S. 2). Die
von med.
pract
.
F._
geäusserten
Verdachtsdiagno
sen
zeigten, dass sich die Gutachterin weder für das Vorliegen noch das
Nicht
vorliegen
eines Krankheitsbildes habe entscheiden können, weshalb auch die attestierte Arbeitsfähigkeit nicht zu überzeugen vermöge (S. 3 oben).
Aus psychiatrischer Sicht war
n
te
Dr.
C._
- insoweit in Übereinstimmung mit den
A._
-Gutachtern -
vor
weiteren
, auch nur
minimalen invasiven Ein
griffen (S. 3 unten). Sie
legte jedoch dar
,
dass
der Beschwerdeführer
ihre
Psy
chotherapiestunden
konstruktiv
nutze
, um über sein psychi
sches Leiden zu sprechen (S. 4); dies
obwohl sie bereits
im Bericht vom 2
6.
April 2010
darauf hingewiesen hatte
, dass angesichts des therapieresistenten Grundleidens eine Remission des depressiven Leidens oder
eine
wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne des Wiedererlangens einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
als wenig realistisch
erscheine
(
Urk.
7/417/5).
Sie
beschrieb
zudem einen mittelschweren bis schweren sozialen Rückzug. Der Beschwerdeführer habe nur Bezug zur eigenen Familie, raffe sich aber auf, um gelegentlich ehemalige Arbeitskollegen am Arbeitsplatz zu besuchen (S. 5 oben).
In den
Berichten vom 1
0.
September 2008 (
Urk.
7/216)
und vom
1
3.
März 2009 (
Urk.
7/207)
bescheinigte
Dr.
C._
bei diagnostizierte
r
schwere
r
depressive
r
Störung
(ICD-10 F32.2)
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Am
2
6.
April 2010 (
Urk.
7/360)
und damit übereinstimmend
am 7. Februar 2011
diagnostizierte sie
ab April 2010
eine anhaltende,
chronifizierte
, fluktuierende mittelgradige bis knapp schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
, während
für die
Zeit davor eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) habe diagnostiziert werden müssen. Mit diesem Beschwerdekomplex könne der Beschwerdeführer in seiner ange
stammten Tätigkeit als Chauffeur
nunmehr
zu
maximal 20
30
% eingesetzt werden (S. 6 und S. 8). Sie äusserte sich
zudem
zu den Foerster-Kriterien und hielt diese für
eindeutig
erfüllt (S. 7 f.).
3.6
Im Bericht des
G._
vom
6.
Juli 2011, wo der Beschwerdeführer seit Anfang 2011 in Behandlung stand (
Urk.
7/420/9), wurde - bei
allein
aus „fachärztlicher
physikalisch rehabilitativer Sicht“ 100%iger Arbeitsfähigkeit -
unter Berücksichtigung aller Krankheitsbilder und
Per
sönlichkeitsfacetten
eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit
bestätigt (Urk.
7/420/10), obwohl keine psychiatrische Diagnose Eingang in die
Diagno
seliste
fand
(
Urk.
7/420/6). Letztere wurde in den
Bericht
en
des
G._
vom 5. August 2011
vom 1
4.
Februar 2012 um die Diagnosen mittelgradige depres
sive Episode und anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung erweitert (Urk.
7/460/2
,
Urk.
7/420/5
) und gleichzeitig wurde unverändert eine vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (
Urk.
7/460/6).
Im Bericht des
G._
vom
5.
August 2011
setzten sich
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und
Dr.
phil.
klin
. psych.
I._
, Klinischer Psychologe,
mit dem
A._
Gutachten
auseinander
und sprachen dem psychiatrischen Teilgutachten
den
Beweiswert ab (Urk.
7/420
/2-5
).
Die
G._
Fachärzte
kritisierten ihrerseits die gestellte Verdachtsdiagnose und die unkorrekte Wiedergabe der Anzahl Schleudertraumen und eines Unfalldatums und
rügten
, dass die Testungen nicht durch die
hiefür
zuständigen Fachleute ausgewertet, der Tagesablauf unvollständig erfasst und keine Fremdanamnese erh
oben worden sei (S. 2 f.). Sie legten dar
, dass objektiv immer noch eine mit
telgradige Depression vorliege, wobei sie
aus psychiatrischer Sicht
eine mittel
gradige depressive Episode und eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung diagnostizierten. Sie attestierten eine neuropsychologische Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 100
%
auch in angepassten Tätigkeiten (S. 5).
Die
in der Klinik
J._
am 2
3.
Februar 2012 durchgeführte
Dekompressi
onsoperation
an der linken oberen Extremität
(
Urk.
7/461) verlief erfolgreich (
Urk.
7/472,
Urk.
7/481)
, so dass sie
ohne Einfluss
bleibt
auf d
en vorliegenden Streitgegenstand.
3.
7
Auf
grund seiner Aktenbeurteilung regte
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, von der
Abteilung Versicherungsmedizin
der SUVA
am
28.
September 2011
an, die Berichte
der behandelnden Ärzte den
A._
Gut
achtern vorzulegen und
ihnen
Frage
n
zur
Überwindbarkeit
zu unter
breiten
(
Urk.
7/425)
, welche
Fragen
die
Parteien
daraufhin formulierten
(
Urk.
7/
427-
428, Urk.
7/447/8,
Urk.
7/453)
.
Die mit dem psychiatrischen Teilgutachten befassten Experten des
A._
führten dazu am
4.
September 2012
(
Urk.
7/496)
aus, dass sie die Beschwerden - wie im Gutachten beschrieben - medizinisch nur für überwindbar erachteten, wenn
es sich um eine
gut strukturierte, überschaubare
, leidensangepasste
Tätigkeit
ohne Zeitdruck und ohne hohe Anforderung an Konzentration und Durchhaltevermö
gen, aber mit der Möglichkeit von regelmässigen Pausen
handle (S. 1). In einer solchen Tätigkeit sei die zeitliche Einschränkung (etwa 7
Stunden) dringend zu beachten (S. 2
oben
).
Dazu nahm
Dr.
B._
am 1
2.
Dezember 2012 dahingehend Stellung,
dass das
A._
-Gutachten begründet und schlüssig erscheine. Eine Häufung von
Bagatel
l
unfällen
ohne organische Folgen führe nicht ohne
Weiteres
zu einer
unfallab
hängigen
psychischen Störung, die im psychischen Befund auch nicht habe festgestellt werden können (S. 2 unten). D
ie
A._
-
Gutachte
r hätten
einen Zusammenhang zwischen der psychischen Störung und den Unfällen verneint, was aussagekräftig sei, zumal der Beschwerdeführer nicht nur isoliert gra
vierende Symptomausweitungen und Selbstlimitierungen gezeigt habe. Mit de
n
A._
-Gutachtern
sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit mit qualitativer Ein
schränkung auszugehen
; unter diesen Bedingungen seien die geklagten Beschwerden überwindbar (S. 3).
4.
4.1
A
us der dargelegten Aktenlage erhellt,
dass
die befassten Mediziner überein
stimmend
ausschliessen
,
dass
eine
f
ort
ge
setz
te
ärztliche Behandlung noch
e
ine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne einer erheblichen Stei
gerung der
unfallbedingt eingeschränkten
Arbeitsfähigkeit
zu
bewirken ver
möge
. Von (weiteren) invasiven Eingriffen rieten sowohl
die
behandelnde
Dr.
C._
als auch
die
begutachtende
Ärzte ab; sie erachteten
einhellig
die
Fortführung
der
psychotherapeutische
n
und -pharmakologische
n
Behandlung für
indiziert
,
ohne
davon
jedoch
eine massgebliche
Steigerung der Arbeitsfähig
keit
, sondern
nur
die Erhaltung des aktuellen Gesundheitszustandes
zu erwar
ten.
Den
medizinischen Unterlagen
sind
diesbezüglich
keine abweichenden Anhaltspunkte zu entnehmen und solche wurden auch nicht dargetan
. Es ist daher
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fall auf den 28.
Februar 2013
(
Urk.
7/508)
hin abgeschlossen hat.
4.2
Mit dem
rechtmässig
erfolgten Fallabschluss
fällt der Taggeldanspruch dahin
(vgl. vorstehende E. 1.1)
, was zur Abweisung des entsprechenden
Rechtsbe
gehren
s
des Beschwerdeführers führt.
Es
stellt sich
im Weiteren
die
Frage,
wie es sich mit dem
Rentenanspruch
ver
hält
. Nachdem das Bundesgericht die Adäquanz
der Restbeschwerden
bejaht hat
(Urk. 7/194)
, bleibt
nunmehr
die Prüfung des Rentenanspruchs unter dem Gesichtsp
unkt der Überwindbarkeitspraxis
;
dabei ist
sinngemäss nach der Rechtsprechung zu den anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörungen
zu prü
fen,
ob
die HWS-Distorsionstraumen
ohne organisch nachweisbare
Funktions
ausfälle
ausnahmsweise invalidisierend wirken
(vgl. vorstehende E.
1.3.
3
).
Zu bemerken
bleibt
, dass sich das Bundesgericht im Urteil vom 1
9.
Dezember 2008
mit
der Adäquanz der Beschwerden zum Unfall befasst und diese bejaht hat. Dies genügt jedoch für die Annahme einer unüberwindbaren Arbeitsfähig
keit nicht, weshalb der Beschwerdeführer aus dem Hinweis auf eine unzulässige Vermischung oder Verwechslung der Frage der Adäquanz einerseits und der Zumutbarkeit der willentlichen Schmerzüberwindung
andererseits
(Urk.
1 S. 15) nichts zu seinen Gunsten ab
zu
leiten
vermag
.
4.
3
Die Invalidenversicherung hat dem Beschwerdeführer
verfügungsweise ab
Februar 2004 verschieden
e
abgestufte Invalidenrenten
zugesprochen
(
Urk.
7/230, Urk.
7/257).
Aus dem
aufliegenden Verfügungsteil 2
geht nicht hervor,
dass
die IV-Stelle
die Frage der Überwindbarkeit geprüft
hätte
(
Urk.
7/257/3-4
).
Nach
Art.
7
Abs.
2 ATSG wäre dies
e Abklärung
b
ei
pathogene
tisch-ätiologisch
unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische
Grund
lage, worunter
wie gesagt
auch HWS-Ver
letzungen zu begreifen sind
(vgl. vorstehende E. 1.3.3)
,
für die Begründung
einer Erwerbsunfähigkeit
unab
dingbar
gewesen
b
eziehungsweise
laut
lit
. a
Abs.
1 der
Schlussbe
stimmungen
der Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 1
8.
März 2011 (
6.
IV-Revision)
nachzuholen.
Mangels entsprechenden
invalidenversicherungsrechtlichen
Erhebungen
steht die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs einer eigenen Prüfung des
Invalidi
tätsgrades
durch den Unfallversicherer
daher
nicht
entgegen.
5.
5.
1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung in Bezug auf
psychogene
Schmerz
zustände
und der damit verbundenen Beweisschwierigkeiten
setzt
die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens grundsätzlich eine fachärztliche, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abge
stützte Diagnose voraus. Die ärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotential bilden unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und gegebenenfalls inwieweit einer versicherten Person unter Aufbietung allen guten Willens die Überwindung ihrer Schmerzen und die Ver
wertung der verbliebenen Arbeitskraft zumutbar ist (BGE 130 V 352 E. 2.2.5).
Diese beweisrechtlichen Grundsätze gelten auch, wenn zu klären ist, ob eine spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne orga
nisch nachweisbare Funktionsausfälle invalidisierende Wirkung haben soll (BGE 136 V 279 E. 3.2.3).
Mithin ist bei organisch objektiv nicht ausgewiesenen Beschwerden, die natürlich- und
adäquatkausal
auf einen Schleudertrauma-Mechanismus zurückzuführen sind, abzuklären, ob eine psychische
Komorbidi
tät
von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer und die von der Praxis alternativ umschriebenen Kriterien vorliegen, welche die
Schmerzbewäl
tigung
objektiv konstant und intensiv behindern können (vgl
. Urteil des Bun
desgerichts 8C_79/2013 vom 2
5.
Juli 2013
E. 4.2.2 mit Hinweisen).
5.
2
Das Bundesgericht hat im Urteil vom 1
9.
Dezember 2008 verbindlich festgehal
ten, dass im Lichte der fachärztlichen Beurteilungen die fünf Auffahrunfälle weder zu organischen im Sinne von strukturellen, bildgebend nachweisbaren Verletzungen geführt haben, noch dadurch neurologisch objektivierbare Aus
fallerscheinungen bewirkt wurden (
Urk.
7/194
E. 3.2).
Das Vorliegen von a
nspruchsbegründende
n
unfallkausale
n
somatische
n
Einschränkungen
ist daher von vornherein zu verneinen
.
Davon ausgehend
überzeugt
d
ie Einschätzung der
A._
-Gutachter, aus somati
scher Sicht sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Chauffeur nicht eingeschränkt,
in jeder Hinsicht.
Die abweichende Einschätzung der Fachärzte
des
G._
vermag daran keine Zweifel zu erwecken, denn die von ihnen
bereits
aus somatischer Sicht attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
7/460/
6
) stützt sich offensichtlich
auf -
in der Diagnoseliste beschriebene
-
degenerative, auf den bildgebenden Untersuchungen erkennbare Veränderungen des Rückens
, welche
als unfallfremd ausser Acht zu bleiben
haben
.
Darüber hinaus
ist nicht ersichtlich, wie die in somatischer Hinsicht attestierte vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
7/420/10 unten) in Einklang zu bringen ist mit
der
Feststellung
der
G._
-Fachärzte,
die
Lumboischialgien
und das
c
ervi
c
o
c
ephale
Syndrom seien bildgebe
nd nur ungenügend erklärt (Urk.
7/420/9).
Ebenso wenig
entkräftet
das
Z._
-Guta
chten die Einschätzung der
A._
Gut
achter
.
Denn
die
zurückhaltendere
Einschätzung der
Z._
-Gutachte
r
, welche
die Arbeitsfähigkeit
in leidensangepassten Tätigkeiten - worunter auch die angestammte Tätigkeit als Chauffeur zu begreifen ist -
auf 70 % veran
schlagten, t
rug auch den
von ihnen
erhobenen
,
bildgebend ersichtlichen
, aber hier nicht massgeblichen
Krankheitsbilder
n
(
Osteochondrose
, Diskushernie,
Spondyl
arthrose
)
Rechnung
(
Urk.
7/225/32-35).
Es
bleibt
daher
im Folgenden
zu prüfen,
ob die über den 2
8.
Februar 2013 hin
aus fortbestehenden, nach HWS-Verletzungen spezifischen Störungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle mit dem typischen, komplexen und vielschichtigen Beschwerdebild die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
zu
beein
trächtigen
vermögen. Denn allein a
us dem Fehlen organisch nachweisbarer Befunde lässt sich nicht direkt auf uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit schliessen. Vielmehr
stellt sich die Frage der
invalidisierende
n
Wirkung
dieser
Leiden (BGE 136 V 279 f.
E. 3.1).
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers
ändert
daran
der
Umstand
nichts
, dass das Bundesgericht
am 1
9.
Dezember 2008
das
Adäquanzkriterium der dauernden erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausge
wiesener Anstrengungen
bejaht hat
(
Urk.
7/194 E.
6.3.4.2)
. Denn
daraus
kann
nicht
ohne weiteres
geschlossen werden
, die angenommene Arbeitsunfähigkeit sei im Sinne der mehrfach erwähnten Rechtsprechung objekt
iv betrachtet nicht überwindbar (Urteil des Bundes
gerichts 8C_79/2013 vom 2
5.
Juli 2013 E. 5).
5.3
Die ärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotential bilden unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und gegebe
nenfalls inwieweit einer versicherten Person unter Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihres Leidens und die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist.
In BGE 140 V 193 E. 3.1-2 hat das Bundesgericht in beweisrechtlicher Hinsicht zur Bedeutung von Sachverständigengutachten erwogen, dass es in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigungen keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall (gutachtlich) befass
ten Arztpersonen ist, selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festge
stellte Leiden zu einer (andauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägung) führt. Vielmehr hat die Rechtsprechung seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der
Invali
ditätsbemessung
wie folgt verteilt: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwick
lung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende
Beurtei
lungskompetenz
zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können.
Die gilt
namentlich dann, wenn die begutachtende Fachperson allein aufgrund
ihrer
Diagnose eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Die
rechtsan
wendenden
Behörden haben
diesfalls
mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die
ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichts
punkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt, welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind, und ob die von den Ärzten anerkannte (Teil-)Arbeitsunfähig
keit auch im Lichte der für eine Unüberwindlichkeit der Schmerzsymptomatik massgebenden rechtlichen Kriterien
(vgl. dazu vorstehende E. 1.3.3)
standhält (BGE 136 V 284
Erw
. 3.3 mit zahlreichen Hinweisen).
Hiefür
ist zunächst auf das
Kriterium einer psychischen
Komorbidität
von erhebli
cher Schwere, Intensität, Ausprägun
g und Dauer einzugehen.
5.4
Während
im
A._
-Gutachte
n - ähnlich wie schon im
Z._
-Gutachten -
diagnostisch
von einem Verdacht auf eine
leichte depressive Episode
die Rede war
,
sprach
en
der Psychiater des
G._
- soweit überhaupt eine psychiatrische Diagnose gestellt wurde -
von einer mittelgradigen und
Dr.
C._
und
im Wesentlichen
übereinstimmend mit ihr
auch der RAD-Arzt
zunächst von einer chronischen Schmerzstörung und
für die Zeit ab April 2010 von einer mittel
gradigen bis knapp schwere
n depressiven Episode, wobei
die von Dr.
C._
verwendete
ICD-10-Kodierung (F32.11) einer mittelgradigen Episode entspricht.
Wenn selbst die behandelnde Fachärztin nicht von einer - richtig kodierten - schweren depressiven Episode
ausgeht
, kann die entsprechende Diagnose nicht als
mit hinreichend Sicherheit a
usgewiesen angesehen werden. Vielmehr ist angesichts der von F32.2 auf F32.11 gewechselten Kodierung
(vgl. vorstehende E. 3.5)
anzunehmen, dass
Dr.
C._
eine gesundheitliche Verbesserung aus
gemacht hat, ohne dies
jedoch
in der
Wort-
Diagnose
zu veranschaulichen
, woraufhin auch die Aufnahme der Erwerbstätigkeit und die daraufhin von Dr.
C._
im Jahr 2010 von 0
%
auf 20
%
verbesserte Arbeitsfähigkeit hin
deutet
(Urk.
7/417/5)
.
Allerdings
liessen
d
ie behandelnde Fachärzti
n
wie a
u
ch der
RAD-Arzt
bei ihren
Beurteilungen
die von den
Z._
und
A._
Gutachtern übereinstimmend erhobene Symptomausweitung beziehungs
weise Diskrepanz zwischen den geklagten Beschwerden und den Befunden
vollständig
ausser Acht.
Daher kann
auf die von ihnen gestellte Diagnose einer schweren depressiven Störung
nicht
abgestellt
werden
.
Z
war
ist
eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Stö
rung nicht schlechthin auszuschliessen, indessen bedingt deren Annahme, dass es sich nicht bloss um eine Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit, sondern um ein selbständiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelöstes depressi
ves Leiden handelt und im Weiteren, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (Urteil des Bun
desgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
In Bezug auf
die depressive Störung ist -
entsprechend BGE 130 V 358 E.
3.3.1 - davon aus
zugehen, dass es sich dabei um Begleiterscheinungen der
erlittenen HWS-Distorsionen
und nicht um ein selbständiges, vo
m übrigen Beschwerdebild
losge
löstes depressives Leiden im Sinne einer psychischen
Komorbidität
handelt.
D
ie depressive Verstimmung
hat sich
im Zusammenhang mit der
Schmerzprob
lematik
herausgebildet
und wird massgeblich von dieser unterhalten
. Die
aus
gewiesene, höchstens mittelgradige
d
epressi
ve Episode
kann
jedenfalls
nicht als eigenständiges Krankheitsgeschehen im Sinne einer massgebenden
Komorbidi
tät
betrachtet werden.
Soweit die
A._
-Gutachter von einem verselbständigten Leiden sprachen (Urk. 7/382/2 oben), kann ihnen nicht gefolgt werden, ergingen doch ihre Ausführungen hauptsächlich unter dem Gesichtswinkel der - vom Bundesgericht bereits beurteilten - Unfallkausalität. Zudem legten
sie
selbst dar, dass wenigstens der Ursprung de
r
psychischen Störung in den körperlichen Beschwerden zu erblicken sei (
Urk.
7/382/2 oben).
Im Weiteren kann keine Rede davon sei
n
, der Beschwerdeführer habe sich einer konsequenten
Depressionsthe
rapie
unterzogen, erschöpften sich doch seine diesbezüglichen Bemühungen gemäss Aussagen der
seit 2006 behandelnden Dr.
C._
(vgl.
Urk.
7/194 E.
6.3.3.1)
in
der medikamentösen Behandlung und
den
(zuletzt)
zweiwöchentli
chen Therapiesitzung
en, wo der Beschwerdeführer behandlungsmotiviert über sein psychisches Leiden spricht
(vgl.
Urk.
7/390 S. 4 oben).
Anhaltspunkte dafür, dass er die bereits von den
Z._
-Gutachtern nahe gelegte Steigerung der Berufskompetenzen und sozialen Aktivitäten (
Urk.
7/225 S. 48 unten) umgesetzt hätte, sind hingegen nicht ersichtlich und entsprechende Anstrengungen wur
den auch nicht geltend gemacht. Vielmehr erhoben die
A._
-Gutachter eine wegen der Schonhaltung eingetretene
Dekonditionierung
(vgl. vorstehende E.
3.4).
Es fehlt somit an einer konsequenten Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweisen würde (Urteil 9C_667/2013 vom 2
9.
April 2013 E. 4.3.2).
Das von
Dr.
C._
und vom RAD-Arzt
ab April 2010
als
anhaltend
und
chro
nisch
beschriebene
Krankheitsgeschehen
ändert an dieser Beurteilung nichts,
können daraus doch allein Schlüsse bezüglich der Dauer, nicht aber hinsichtlich der Schwere der Störung gezogen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_917/2012 vom 14. August 2013 E.
3.2).
D
aher
bleiben
im Folgenden die
a
lternativen Kriterien zu würdigen.
5.5
Die
A._
-Gutachter erwähnten
unfallfremde
Rückenbeschwerden, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen und als chronische körperliche
Begleiterkran
kung
grundsätzlich in Betracht fallen könnten. Allerdings
wurden die
degene
rativen
Veränderungen als diskret beschrieben und es wurde auf die Diskrepanz
der klinischen Befunde zu den Schmerzklagen und die
vor allem auf die
Dekon
diti
oni
erung
zurückzuführende
Arbeitsunfähigkeit
hingewiesen
, so dass nicht von einer
relevanten
Begleiterkrankung gesprochen werden kann.
Der Verdacht auf
Analgetikamissbrauch
wie auch der niedere Schilddrüsenwert beeinträchti
gen die Arbeitsfähigkeit gemäss den
A._
-Gutachtern nicht beziehungsweise sind asymptomatisch und werden nach Lage der Akten auch nicht behandelt.
Unter diesen Umständen ist
dieses
Kriterium nicht erfüllt
.
Das Kriterium eines mehrjährigen,
chronifizierten
Krankheitsverlaufes mit unver
änderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbil
dung ist als erfüllt zu betrachten, klagt d
er
Beschwerdeführer doch seit
Jahren
über
praktisch
unverändert vorhandene, therapieresistente Beschwerden.
Aufgrund der Aktenlage bestehen hingegen keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen sozialen Rückzug in allen Belang
en des Lebens
.
Zwar bejahte Dr.
C._
einen deutlichen sozialen Rückzug
(
Urk.
7/390/7)
und beschrieb daneben vielfältige Störungen wie
Insuffizienzgefühle, Gedankenkreisen, Gefühl
losigkeit, Störung der Vitalgefühle, Adynamie, Erschöpfungsgefühl
e
, Schlafstörung, verminderten Appetit.
Im Widerspruch dazu
schilderte sie, dass der Beschwerdeführer gelegentlich Arbeitskollegen besuch
e
(
Urk.
7/419/17) und täglich ausser H
a
u
s gehe, um dem Rückzug entgegen zu wirken
(
Urk.
7/419/18)
. Z
udem gelang
es
ihm
,
im Bekanntenkreis
selbst
eine Chauffeurtätigkeit
zu
orga
nisier
en
(
Urk.
7/390/6
,
Urk.
7/417/4
)
.
Den Akten ist
überdies
zu entnehmen,
dass
der
Beschwerdeführer mit
der Mutter, der Ehefrau
und
den zwei
Söhnen unstreitig ohne nennenswerte Schwierigkeiten im gleichen Haushalt lebt
und von ihnen unterstützt wird
(Urk.
7/
381/42)
und dass er
die Ehefrau mit dem Auto
gelegentlich
zum Einkaufen begleitet
(
Urk.
7/204/2)
.
Von
einem sozialen Rückzug
im Sinne der Rechtsprechung
kann daher nicht
gesprochen werden.
Das Bundesgericht hat ausführlich dargelegt, welchen Behandlungen sich der Beschwerdeführer
i
m Zusammenhang mit seinen
körperlichen Leiden unterzo
gen hat (Urk.
7/194 E. 6.3.3.1).
Diesbezüglich hat er die Therapiebemühungen ausgeschöpft, zumal aus ärztlicher Sicht von weiteren invasiven Behandlungen abgeraten
wurde. Die
psychischen Leiden
behandelt er
anscheinend
se
it 2006
medikamentös und
lediglich
i
n
relativ loser, vierzehntäglicher
psychotherapeu
tischer B
ehandlung bei
Dr.
C._
, so dass nicht vom Scheitern von konse
quent durchgeführten Behandlungen (auch mit unterschiedlichem
therapeutischem
Ansatz)
trotz kooperativer Haltung die Rede sein kann.
Wie bereits dar
gelegt, ist d
en A
kten nicht zu entnehmen, dass er
bis zum hier fraglichen Zeit
punkt der Leistungseinstellung
die Empfehlungen der
Gutachter, nämlich die Steigerung der Aktivität oder die Reduktion des Schmerzmittelkonsums
,
umge
setzt hätte.
Es
kann somit nicht davon ausgegangen werden, dass der
Krank
heitsverlauf
therapeutisch nicht mehr beeinflussbar ist und unterschiedliche Behandlungen gescheitert sind.
Schliesslich sind den Akten keine Anzeichen für einen primären
Krankheitsge
winn
zu entnehmen.
5.
6
Die Gesamtwürdigung führt zum Schluss, dass
nur
ein
Kriterium erfüllt
ist
, w
as nicht genügt, um die willentliche Schmerzüberwindung ausnahmsweise als unzumutbar erscheinen zu lassen.
A
uf die
ärztlicherseits in unterschiedliche
m
Ausmass
bescheinigte Arbeits
unfähig
keit kann daher nicht abgestellt werden
und es braucht auch nicht näher darauf eingegangen zu werden
,
ob auf das
A._
-Gutachten oder aber auf die Berichte der übrigen befassten Ärzte abzustellen ist
.
Denn selbst wenn eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und/oder in einer
leidens
angepassten
Tätigkeit aus medizinischer Sicht als erstellt zu erachten wäre,
ist
mit der Beschwerdegegnerin
zu schliessen, dass die Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerde
führer
s
mangels
unfallkausalen objektivierbaren
Befunde aus soma
tischer Sicht nicht eingeschränkt ist und die Beschwerden im Übrigen nicht invalidisierend sind.
Hiezu
sind von weiteren Abklärungen keine wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb
auf die beantragte Einholung eines
Obergut
achtens
verzichtet werden
kann
(antizipierte Beweiswürdigung
:
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde
auch
hinsichtlich der Verneinung des Rentenanspruches abzuweisen.
6.
Nachdem sich ergeben hat, dass im Zeitpunkt des vorinstanzlichen
Fallab
schlusses
keine nachweisbaren organischen Folgen der erlittenen Unfälle mehr vorlagen und auch keine im Sinne von BGE 136 V 279 unüberwindbare - und damit invalidisierende - Restbeschwerden nachzuweisen sind, liegt auch keine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität im Sinne von
Art.
24 UVG
in Verbindung mit
Art.
36
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
vor. Damit hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung zu Recht verneint.
Im Ergebnis
erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
in jeder Hinsicht als
rechtens und ist demzufolge die Beschwerde abzuweisen.