Decision ID: c47e6d95-4aa0-43d0-8510-f32dd916a092
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1949 geborene
X._
machte in der
Y._
eine Ausbildung als De
korateur. Seit seiner Einreise am 1
6.
Dezember 2005 hält er sich in der Schweiz als
anerkannter Flüchtling
auf, ohne hier einer Erwerbstätigkeit nachgegangen zu sein
(
vgl.
Urk.
8/6
Ziff.
6.3.1). Am
5.
November
2007 meldete
er
sich
bei
der
da
mals
zuständigen
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons
Z._
, IV-Stelle
,
zum Leistungsbezug
an (
Urk.
8/6)
, welches Begehren mit Verfügung vom
1
4.
April 2008
abgewiesen wurde
(
Urk.
8/2
3
), weil die versicherungsmässigen Vo
r
aussetzungen nicht erfüllt waren.
Der Mitteilung vom 22. November 2011 (Urk. 8/42) sowie der weiteren Akten
lage ist zu entnehmen, dass dem Versicherten - nach fünf Jahren Wohnsitz in der Schweiz und weiterhin fehlenden versicherungsmässigen Voraussetzungen - bei einem Invaliditätsgrad von 100 % sogenannte rentenlose
Ergänzungsleis
tung
en
im Sinne von Art. 4 Abs. 1
lit
. d des Bundesgesetzes über
Ergänzungs
leistungen
zur Alters-, Hinterlassenen-, und Invalidenversicherung (ELG) zuge
sprochen wurden (vgl. Urk.
8/46/2 Ziff.
2.2.1, Bemerkung auf Urk. 8/73/1, Urk.
8/75-76
, Urk. 8/77/3, Urk. 8/80).
Am 28. Dezember 2011 stellte der Versicherte Antrag auf
Zusprache
einer
Hilf
losenentschädigung
(Urk. 8/46 Ziff. 5.4). Die Sozialversicherungsanstalt des
Kan
tons
Z._
, IV-Stelle, wies das Gesuch mit Verfügung vom 27. April 2012 ab (Urk. 8/62).
Das vom zwischenzeitlich im Kanton Zürich wohnhaften Versicherten am 5. Juni 2013 gestellte Gesuch um
Zusprache
eines Hörgerätes (Urk. 8/68) hiess
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, am 29. Juli 2013 gut
(Urk. 8/72).
1.2
Am 1
6.
Januar 2014 meldete sich der Versicherte
erneut
zum
B
ezug
einer
Hilf
losenentschädigung
an (
Urk.
8/73
-74
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfah
ren
(
Urk.
8/79-81) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
5.
März 2014 auf das Leistungsbegehren nicht ein
(
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte
mit Unterstützung
seines Hausarztes,
Dr.
med.
A._
,
FMH
Allgemeine Innere Medizin
am 1
5.
April 2014 Beschwerde und
be
an
tragte sinngemäss
,
die
Angelegenheit
sei an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese die neue Anmeldung prüfe und medizinische Abklärungen vor
nehme (
Urk.
1
, Urk. 5
).
Mit
Beschwerdeantwort vom
2
7.
Mai 2014 beantragte die
IV-Stelle
die
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
)
.
Innert
gerichtlich angesetzter
Frist
(
Ge
richtsverfügung
vom
2.
Juni 2014 [
Urk.
9
]
)
teilte der Beschwerdeführer
–
unter Beilage des Aufhebungsbeschlusses der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde
B._
vom 2
8.
Mai 2014 (
Urk.
12
)
–
am 1
7.
Juni 2014 (
Urk.
11) mit,
dass die Beistandschaft aufgeho
ben worden,
er voll handlungsfähig und zur Prozessführung berechtigt sei.
Mit Zu
schrift vom 1
3.
Juni 2014 (
Urk.
13) teilte
Dr.
A._
mit,
dass er
den Beschwer
de
führer im vorliegenden Verfahren nicht
vertrete
, sondern ihm lediglich
aus
sprachlichen Gründen helfe
.
Die
Be
schwerdegegnerin
erhielt am
2
5.
Juni 2014
Kenntnis
der Eingaben
des Be
schwerdeführers
(
Urk.
15
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Vorab ist festzustellen, dass die
durch die Vormundschaftsbehörde
C
._
errich
tete Beistandschaft über den Beschwerdeführer mit Beschluss durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde
B
._
vom 2
8.
Mai 2014 (
Urk.
12) auf
ge
hoben wurde
. Der
Beschwerdeführer ist
demnach
in
seiner Handlungs
fähig
keit nicht
mehr
eingeschränkt und zur Prozessführung berechtigt.
A
uf
seine
Beschwerde
ist
ohne
Weiteres
einzutreten.
Angesichts der Mitteilung von Dr.
A._
, dass er fälschlicherweise als Vertreter des Beschwerdeführers erfasst wurde (Urk. 13), ist das Rubrum entsprechend an
zupassen.
1.2
Wurde eine Rente, eine
Hilflosenentschädigung
oder ein Assistenzbeitrag wegen
eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil auf
grund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen
Assistenzbei
trag
entsteht, verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Inva
li
denversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vo
raus
setzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im
Revi
sionsgesuch
glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der
Hilflosigkeit
oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes
oder
Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise
geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sach
e materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cher
ten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades oder der Hilf
losigkeit auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise
wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Allgemeinen Teils des
Sozi
al
versicherungsrechts
(
ATSG
)
vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84
E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen
).
1.3
Mit dem
Beweis
mass
des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3
IVV
sind herab
gesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tat
sachen
änderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen
Be
weisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtser
heb
lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn
durch
aus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 ff. E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen
).
1.4
Die versicherte Person muss die massgebliche Tatsachenänderung mit der
Neu
an
meldung
glaubhaft machen. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach von Amtes
wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts
erheblichen Sach
ver
halts zu sorgen
is
t, spielt insoweit nicht. Wird im
Revisi
onsgesuch
oder in de
r Neuanmeldung kein
Eintretenstatbestand
glaubhaft ge
macht, sondern bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, hingewiesen, die noch bei
ge
bracht würden oder von der Verwaltung beizuzie
hen seien, ist der versi
cher
ten Person eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen. Diese Massnahme setzt voraus, dass die ergänzen
den Beweisvorkehren geeignet sind, den entsprechenden Beweis zu erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten gegebenenfalls auf
Nichteintreten zu erkennen sei
(BGE 130 V 6
4
E. 5.2.5
mit Hinweisen
).
1.5
Die
Eintretensvoraussetzung
gemäss
Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher be
gründeten Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1
mit Hin
wei
sen
)
.
2.
2.1
Mit dem angefochtenen Entscheid vom 2
5.
März 2014 trat die
Beschwerde
geg
nerin
auf das Leistungsbegehren nicht ein. Sie hielt dafür, dass der Be
schwer
de
führer nicht glaubhaft dargelegt habe, dass sich die tatsächlichen Ver
hältnisse
seit Erlass
der Verfügung der IV-Stelle
Z._
vom 2
7.
April 2012
in einer für
den Anspruch erheblichen Weise verändert h
ab
en (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor, dass er infolge
der
erlittenen Folter an einer ausgeprägten Angsterkrankung mit Phobien leide und daher nicht ohne Begleitung in die Öffentlichkeit gehen könne. Ohne Begleitung
sei er nicht in der Lage
,
wichtige Aufgaben (wie etwa
ein
en
Hausarzt
besuch
oder
die
Kreislauf-Trainingstherapie)
wahrnehmen zu können
.
Die Angsterkrankung habe sich seit dem Umzug nach
D._
verschlimmert
(
Urk.
1).
2.3
Strittig ist
, ob die
Beschwerdegegnerin
zu Recht nicht auf die Neuanmeldung ein
getreten ist. Zu prüfen ist demnach, ob
der Beschwerdeführer
in
rechtsgenü
gender
Weise eine für den Anspruch erhebliche Veränderung seines Gesund
heit
s
zustandes glaubhaft zu machen vermochte
,
wobei in zeitlicher Hinsicht der Zeit
raum zwischen Erlass der Verfügung der
Sozialversicherungsanstalt des
Kan
tons
Z._
,
IV-Stelle
,
vom
2
7.
April 2012
(Urk. 8/62)
und der
Nichtein
tre
tens
ver
fügung
der Beschwerdegegnerin vom 2
5.
März 2014
(Urk.
2)
mass
geb
lich
ist
.
3.
3
.1
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, nannte im Bericht vom
4.
Dezember 2011 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit
(
Urk.
8/51
Ziff.
1.1)
:
Koronare Herzkrankheit
Dyspnoe NYHA III, Herzinsuffizienz
schwer eingeschränkte
Auswurffraktion (EF)
des dilatierten linken Ventrikels bei Status nach Vorderwandinfarkt am
5.
Dezember 2005
Status nach
Ramus
interventricularis
anterior
p
ercutaneous
coronary
intervention
(RIVA-PCI) als Akutintervention in Istanbul
Status nach
Defibrillator
(ICD)-Implantation am 2
2.
Au
gust 2006 (
F._
) aus prophylaktischen Gründen
Status nach Batteriewechsel am 1
4.
Mai 20
10
COPD Typ chronisch-obstruktive Bronchitis mit beginnende
m
Lungen
emphysem
schwere Diffusionsstörung
langjähriger
Nikotinabusus
mit Stopp seit einigen Wochen
rezidivierende
Infektexazerbationen
und
Pneumonitiden
oder
bronchiti
sche
Infekte
unter Langzeit-
Bactrim
-Gabe gebessert
Der behandelnde Arzt
bescheinigte eine seit Juli 2006 bestehende 100%ige Ar
beits
un
fähigkeit
und wies auf die „
deutlich limitierte
“
Leistungsfähigkeit
des Be
schwerdeführers
bei körperlicher Arbeit hin (
Ziff.
1.6-1.7).
Zur Hilfsbedürftigkeit äusserte sich Dr.
E._
nicht, weil er dazu auch nicht befragt wurde.
3
.2
Anlässlich der telefonischen Abklärung
durch die
IV-Stelle
Z._
vom
1
9.
Januar 2012 (
Urk.
8/5
3
) betreffend die Hilflosigkeit des Beschwerdeführers
teilte der Beistand mit, dass der Beschwerdeführer allein lebe, kein Deutsch
spreche und isoliert sei. Mangels Deutschkenntnisse
n
sei es
dem Beschwerde
füh
rer
nicht möglich
,
den Haushalt und administrative Arbeiten selber zu orga
ni
sieren. Die fe
hlenden Deutschkenntnisse und eine posttraumatische
Belastungs
störung
seien die Gründe
, weshalb er Angst habe, alleine aus dem Haus zu gehen.
Er
habe bis vor
K
urzem
in psychologischer Behandlung
gestanden
.
Der Beistand
verneinte
am 1. Februar 2012
ein
en
Bedarf
des Beschwerdeführers an einer
regelmässi
gen erheblichen Hilfe beim An- und Auskleiden, Aufstehen, Absitzen und –lie
gen, Essen, in der Körperpflege, beim Verrichten der Notdurft, in der Fortbewe
gung sowie bei der Pflege gesellschaftlicher Kontakte.
Zudem
gab
er
an, der Beschwerdeführer
bedürfe
keine
r
ständige
n
persönliche
n
Über
wachung und Pflege.
3
.3
Die Psychotherapeutin
G._
hielt im Bericht vom 1
6.
Februar 2012 (
Urk.
8/
55-
5
6
) fest, dass der Beschwerdeführer jeweils mit den öffentlichen Ver
kehrsmittel
n
zu den Therapiestunden
angereist
sei
.
Kognitive
Einschränkungen,
welche
dies verunmöglicht hätten,
hätten
keine
vor
gelegen
.
Weiter führte sie aus, der Beschwerdeführer könne sehr wohl
die
Notwendigkeit von
Haushalt
tätig
keiten
erkennen,
doch
sei er
je nach psychi
schem Zustand nicht in der Lage,
diese
zu bewältigen.
3.4
Dr.
med.
H._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom Regionalen
Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle
Z._
nahm am
8.
März 2012
(
Urk.
8/57/2
) Stellung zu den medizinischen Unterlagen
.
Sie
führte aus, der Be
schwerdeführer sei in allen Alltagsverrichtungen weitestgehend selbständig. Es seien keine Diagnosen oder Befunde erwähnt, die eine psychische oder kogni
tive Beeinträchtigung belegen würden; auch liessen sich keine Hinweise für eine relevante psychische Störung finden. Die Unterstützung durch den Beistand sei offensichtlich begründet
durch die
fehlenden Deutschkenntnisse
und die Iso
la
tion; dabei
handle es
sich
aber
nicht um gesundheitsbedingte Einschränkungen, sondern um psychosoziale Faktoren, die keine
Hilflosenentschädigung
begrün
de
te
n.
3
.
5
Mit
unangefochten in Rechtskraft erwachsener
Verfügung vom 2
7.
April 2012 (
Urk.
8/62) wies die IV-Stelle
Z._
das Begehren um
Hilflosenent
schädi
gung
mit der Be
gründung ab, dass
der Beschwerdeführer
den medizinischen Unterlagen zufolge
keine kognitiven Einschränkungen habe. Es liege keine
Hilf
losigkeit vor.
Der Beschwerdeführer sei in sämtlichen Alltagsverrichtungen im Sinne der Invali
denversicherung selbständig und
in der Lage, die Notwendigkeit von
Haushalts
arbeiten
zu erkennen, was bezüglich einer lebenspraktischen Be
gleitung mass
gebend sei.
Vorliegend seien psychosoziale Faktoren (wie etwa mang
elnde Deutschkenntnisse) für
seine
soziale Isolation verantwort
lich.
4
.
4
.
1
In
seinem
neuen
Begehren um
Hilflosenentschädigung
vom 1
6.
Januar 2014 (
Urk.
8/73) gab der Beschwerdeführer an, aufgrund der erlittenen Folter und des
langen Gefängnisaufenthaltes an Herz- und Lungenproblemen zu leiden. Er habe
Mühe mit Leuten in Kontakt zu kommen und sei isoliert.
Daher benötige er Be
gleitung und
sei
auf einen Übersetzer angewiesen (
Ziff.
5.2-
5.3
).
Weiter führte er aus, dass er aufgrund der Herzprobleme seit Mai 2011 dreimal wö
chentlich auf die Hilfe Dritter
in
der Körperpflege angewiesen sei. Ebenso be
dürfe er
der
Dritthilfe
für Familien- und Kultur
krei
sbesuche (
Ziff.
4).
Am
5.
Februar 2014 teilte
er
der Beschwerdegegnerin mit, dass er
wegen
seiner
chronischen Erkrankung im Winter sehr Mühe habe und daher nach
I._
in die Ferien gehen wolle. Dort würde er von einer Kollegin betreut werden
(
Urk.
8/74).
4.
2
Anlässlich des
Vorbescheidverfahrens
wiederholte der Beschwerdeführer im We
sentlichen das bereits Ausgeführte (siehe
Urk.
8/80/1-2).
So
teilte
er a
m
1.
März 2014 (
Urk.
8/80/1)
mit
, dass
er
nach wie vor an einer posttraumatischen
Belas
tungsstörung
leide und aufgrund der körperlichen Beschwerden nicht in der Lage sei, seine lebenspraktischen Angelegenheiten zu besorgen. Die fehlenden Deutschkenntnisse und seine Erkrankung würden ihn isolieren. Er finde sich im gesellschaftlichen Leben nicht zu Recht
und benötige Hilfe
.
Am 1
0.
März 2014 (
Urk.
8/80/2) berichtete er
wiederum
von seiner Vergangen
heit
und be
tonte
er
neut
, dass er jemanden brauche, der seine Muttersprache spreche.
5.
5.1
Vorliegend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer weder anlässlich der Neu
anmeldung
vom 1
6.
Januar 2014 (
Urk.
8/73)
noch
im Zuge
des
Einwand
ver
fahrens
(
Urk.
8/80/1-2)
eine erhebliche Veränderung seines Gesundheitszu
stan
des glaubhaft
machte
und dies auch nicht behauptete
.
Er
nahm
einzig
Bezug auf gesundheitliche Beschwerden, die bereits in der
En
t
scheidfindung
der IV-Stelle
Z._
berücksichtigt wurden
.
So ist mit Blick auf die
ge
klagten
Herz-
und Lungenbeschwerden zu erwähnen, dass be
reits
Dr.
E._
am
4.
Dezem
ber
2011 eine koronare Herzkrankheit und eine
chronisch-obstruktive Bronchitis mit beginnendem Lungenemphysem
des
COPD Typ
us
diagnostiziert hatte
(siehe
Urk.
8/51, E.
3.1
hievor
).
Vorlie
gend
geht
ausserdem
aus keinem
aktenkundigen
aktuellen
Arztbericht hervor, dass sich der psychische Zustand des Beschwerde
führers – wie er
geltend machte
(
vgl.
Urk.
1
S.
2
) –
seit dem Umzug nach
D._
verschlechtert hat.
Dass die
vom Beschwerdeführer
geklagten
Einschränkungen
bereits von der IV-Stelle
Z._
berücksichtigt wurden, wird
zudem
daraus ersichtlich,
dass
er
an
gab, seit Januar 2011 beziehungswiese Mai 2011 die Hilfe Dritter zu benöti
gen
(vgl.
Urk.
8/73
Ziff.
4)
.
Denn damit
bezog
er
den
geltend gemachte
n
Hilfe
bedarf
auf einen Zeitraum vor Erlass der leistungsabweisenden Verfügung der IV-Stelle
Z._
vom 2
7.
April 2012
zurück
.
Ebenso ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer weder der Neuanmeldung noc
h seinem
Einwandschreiben
Beweismittel (insbesondere aktuelle
Arztbe
richte
) beilegte, die geeignet gewesen wären
zu belegen
, dass sich sein Gesund
heitszustand verschlechtert hat.
Bei dieser Ausgangslage
ist
es
daher nicht zu beanstanden, dass die
Beschwer
de
gegnerin
mit der angefochtenen Verfügung vom 2
5.
März 2014 auf das neue Leistungsbegehren
mangels Glaubhaftmachung einer Veränderung der tatsäch
lichen Verhältnisse nicht eingetreten ist.
5.2
Auch war
die Beschwerdegegnerin nicht gehalten, dem Beschwerdeführer unter An
drohung
von
Säumnisfolgen
eine angemessene Frist zur Einreichu
ng von Be
weismitteln anzusetzen.
Die Rechtsprechung verlangt
hiefür
, dass die vom An
sprecher angerufenen, aber nicht beigebrachten Beweismittel geeignet sind, den
Eintretenstatbestand
glaub
haft nachzuweisen (BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Der Be
schwer
deführer hat in seinem neuen Leistungsgesuch ebenso wie im Vorbe
scheid-
und Beschwerdeverfahren in Bezug auf die erforderliche
Tatsachenän
de
rung
nichts ausgeführt und eine solche nicht einmal behauptet. Er hat weder Be
weismittel aufgelegt noch auf
Be
richte verwiesen, die Anhaltspunkte für seit Erlass der Verfügung vom 27.
Apri
l 2012 eingetretene Veränderungen geben könnten. Damit ist er seiner
Obliegenheit, massgebliche Revisionsgründe glaub
haft zu machen, in keiner Weise
nachgekommen. Unter diesen Umständen durfte die Beschwerdegegnerin davon absehen, ihm vor Erlass der angefochtenen Ver
fügung nochmals Gele
gen
heit zur Einreichung von Beweismitteln einzuräumen.
Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.
6.
Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
600.-- festzusetzen und
aus
gangsgemäss
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.