Decision ID: b111b5d9-97de-5f84-b656-7f729f0e387e
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1962, hat keinen Beruf erlernt und war ab 1990 als Schneider tätig. Von 1997 bis 2004 arbeitete er für die
Y._
(nachfolgend:
Z._
; vgl.
Urk.
6
/6/1 und
Urk.
6/12). Im Oktober 2004 gründete er die
A._
GmbH, für welche er vollzeitlich tätig war. 2006 nahm er einen neuen Partner auf.
Nachdem der Versicherte ab 2
4.
Oktober 2011 zu 50
%
arbeitsunfähig geschrieben war,
trat er
per End
e Dezember 2011 au
s der Firma aus
(
Urk.
6/6/3 unt
en,
Urk.
6/7
Ziff.
5.4,
Urk.
6/18
Ziff.
2.1-2 und
Ziff.
2.7-9,
Urk.
6/39/8-10).
Unter Hinweis auf Rücken- und Schulterschmerzen meldete sich der Versicherte am
2
6.
Januar
2012
(vgl.
Urk.
6/11)
zum Bezug von Leistungen der
Invaliden
versicherung an (
Urk.
6/7).
Am
5.
Juni 2012 teilte
d
ie Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
dem Versichert
en mit, dass berufliche Ein
glie
derungsmassnahmen
zurzeit
nicht nötig seien, da für angepasste Tätigkeiten eine 10
0%ige Arbeitsfähigkeit bestehe
(
Urk.
6/30).
Mit Verfügung vom 2
6.
September
2013 (
Urk.
6/58
)
verneinte sie
alsdann
einen
Rentena
nspruch
. Die dagegen erhobene Beschwerde
(
Urk.
6/60/3-10)
hiess das
Sozialversiche
rungsgericht des Kantons
Zürich
mit Urteil vom 2
8.
März
2014 teilweise gut und wies die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurück (
Urk.
6/62; Prozess Nr. IV.2013.00975).
1.2
In der Folge holte die IV-Stelle aktuelle Arztberichte sowie ein
polydisziplinäres
Gutachten beim
B._
ein, das am 2
3.
Juni
2015 erstattet wurde (
Urk.
6/98
/1-60
)
. Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(
Urk.
6/109-110)
verneinte
sie
mit Verfügung vom
2
8.
April 2017
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/116
=
Urk.
2)
.
2.
Der Versicherte erhob
am 2
3.
Mai 2017
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 2
8.
April 2017 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
vom
1.
November 2012 bis 3
1.
August
2014 eine halbe Rente, vom
1.
September bis 3
1.
Dezember
2014 eine
Dreiviertelsrente
und ab
1.
Juli
2015 eine halbe Rente
zuzusprechen. Eventuell sei
die Sache zwecks Aktualisierung der medizinischen Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen
(
Urk.
1 S. 2
oben
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
8.
Juni 2017
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am
7.
August 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die ver
sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerde
gegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass
der
B
eschwerdeführer
in seiner angestammten Tätigkeit als Schneider
seit November
2011
nicht mehr
, in einer leidensangepassten Tätigkeit - abwei
chend von der Beurteilung im
B._
-Gutachten - jedoch voll arbeitsfähig sei, da die gutachterlich festgestellten psychischen Leiden aus invalidenversiche
rungsrechtlicher Sicht nicht berücksichtigt werden könnten.
Davon ausgehend resultiere
- aus näher dargelegten Gründen - kein rentenbegründender Invali
ditätsgrad.
Die vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustands auf
grund des im Juni
2014 erlittenen Herzinfarkts
könne
ebenfalls nicht berück
sichtig
t werd
en, da für dieses neue Leiden erneut eine einjährige Wartezeit hätte absolviert werden müssen, d
as Herzleiden den
Beschwerdeführer aber bereits vor Ablauf der Wartezeit nicht mehr in der Arbeitsfähigkeit ein
geschränkt habe (
Urk.
2 S. 2 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer
rügte
in seiner Beschwerde (
Urk.
1)
vorab die schleppende Verfahrensführung der Beschwerdegegnerin, welche dazu führe, dass der Ren
tenentscheid sich auf ein zwischenzeitlich zwei Jahre altes und damit nicht
mehr aktuelles Gutachten stütz
e. Sodann
beanstandete er
,
dass sich die Be
schwerdegegnerin über
das schlüssige (psychiatrische)
B._
-
Gutachten und die darin festgestellte
Restarbeitsfähigkeit von 70
%
beziehungsweise unter Be
rücksichtigung der Herzbeschwerden von 50
%
(von Juni 2014 bis Oktober 2014)
hinwegsetze (S.
6 ff.
Ziff.
2).
Weiter
wandte er sich gegen das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Valideneinkommen
(S. 10
Ziff.
3)
. Schliesslich
machte er geltend, dass die Verschlechterung aufgrund des erlittenen Herzin
farkts zu berücksichtigen und hierfür nicht eine neue Wartefrist zu bestehen sei
(S. 10 f.
Ziff.
4
; vgl. S. 5 unten
).
Bei Durchführung eines - näher dargelegten - Einkommensvergleichs resultiere ein Rentenanspruch wie beantragt (S. 11 f.
Ziff.
5-6)
.
Wenn nicht auf das Ergebnis der Begutachtung abgestellt werde, müsse eine solche angesichts des Alters des Gutachtens zwingend wiederholt werden (S. 12 f.
Ziff.
7).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Inva
li
den
rente hat
und in diesem
Zusammenhang
insbesondere die Frage,
ob
zur
Beurteilung
seiner
Restarbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auf das
B._
-Gutachten abzustellen ist
und wie sich die gesundheitlichen Einschrän
kun
gen
in erwerblicher Hin
s
i
cht auswirken.
3.
3.1
In se
inem Urteil vom 2
8.
März
2014 (
Urk.
6/62)
erwog
das hiesige Geric
ht, der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
liessen sich
gestützt auf die medizinische
Aktenlage
- insbesondere die Berichte der behan
delnden
Hausärztin und des behandelnden Psychiaters
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie -
nicht
abschliessend beurteilen
. Es sei un
klar, inwieweit der Beschwerdeführer
aufgrund seiner physischen und psychi
schen Leiden in seiner angestammte
n Tätigkeit als Schneider sowie
in einer lei
dens
angepassten Tätigkeit - in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise - in
seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Das Gericht wies die Beschwerde
geg
ne
rin an,
zur Klärung dieser Frage
eine
bidisziplinäre
(orthopädisch-psychi
atri
sche) Begutachtung zu veranlassen, wobei es ins Ermessen der Gutachter
stellte,
ob zusätzlich eine neurologische
Teilbegutachtung
- wie vom Beschwer
deführer beantragt -
angezeigt sei
(vgl.
Urk.
6/62
E. 4.6
).
3.2
Mit Schreiben vom 2
9.
Juli
2014 (
Urk.
6/67) teilte die Rechtsvertreterin des Be
schwerdeführers der Beschwerdegegnerin aufforderungsgemäss (vgl.
Urk.
6/66) die
Namen der
den Beschwerdeführer behandelnden Ärzte mit und informierte gleichzeitig darüber, dass der Beschwerdeführer im Juni 2014 einen Herzinfarkt erlitten habe. Nach Einholung aktueller Berichte bei den behandelnden Ärzten (
Urk.
6/71,
Urk.
6/76,
Urk.
6/83) veranlasste die Beschwerdegegnerin eine poly
disziplinäre Begutachtung beim
B._
.
3.
3
Am 2
3.
Juni 2015 erstatteten die Ärzte des
B._
ihr
Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/98
/1-60). Sie stützten sich
auf die ihnen überlasse
nen und zusätzlich beigebrachten Akten (S.
3
ff.)
sowie die von ihnen im April
und
Juni 2015
durchgeführten
internistischen (S. 28 ff.
),
orthopädisch-trauma
tologischen
(S. 3
9.
ff.)
und
psychiatrischen
(S. 51 ff.
) Untersuchungen
(vgl. S. 1 unten).
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähig
keit (S. 17
oben
):
-
koronare Herzkrankheit mit
-
Status nach akutem inferiorem Myokardinfarkt am 2
8.
Juni 2014 mit PCI/Stent RCA
-
Status nach PCI/Stent mittlere RCX am 1
7.
Juli 2014
-
aktuell normaler Pumpfunktion des linken Ventrikels. Keine
Vitien
-
aktuell Angina
pectoris
II möglich
-
zervikales Schmerzsyndrom mit Spinalkanal-Einengung durch Instabili
tät C3/4 ohne aktuelle Kompression von Nervenwurzeln
-
geringgradiges
thorakales Schmerzsyndrom bei Rundrücken
-
lumbales
pseudoradikuläres
Schmerzsyndrom bei links-rechts-konvexer
thorakolumbaler
Skoliose ohne aktuell relevante Nervenwurzelirritation
-
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
-
Agoraphob
ie (ICD-10 F40.00) ohne Angabe einer Panikstörung
Weiter nannten die Gutachter diverse Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit, darunter eine kardiovaskuläre Risikokonstellation mit Status nach Nikotinabus
us bis Juni 2014, anamnestisch
Dyslipidämie
und anamnes
tisch arterieller, sehr gut eingest
ellter
Hypertonie
(S. 17 f.).
A
ufgrund der degenerativen Veränderungen der Hals- und Lendenwirbelsäule attestierten die Gutachter dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit für die angestammte
, vorwiegend im Sitzen und in Zwangshaltungen ausgeübte
Tätigkeit als Schneider
(S. 19 Mitte, S. 22 oben)
.
In einer adaptierten Tätigkeit attestierten die Gutachter dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 70
%
(maximal sechs Stunden pro Tag). Sie führten aus, bestimmend sei die psychiatrische Sicht, wonach von einer (bloss) entspre
chenden Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Aus orthopädischer und internisti
scher Sicht sei der Beschwerdeführer für Tätigkeiten, welche dem von ihnen formulierten Belastungsprofil entsprächen, mit voller Arbeitszeit und Leistung
arbeitsfähig (S. 22 Mitte).
In der
konsensualen
Beurteilung des Belastungs- und Ressourcenprofils
führten die Gutachter aus, d
ie Anamnese erinnere aus internistisch-kardiologischer
Sicht derzeit an eine stabile Angina
pectoris
II.
Diese verhindere berufliche Tä
tigkeiten, welche mit raschen, mittelschweren bis schweren körperlichen Tätig
keiten verbunden seien. Namentlich seien zügige oder auch plötzliche körperli
che
Handhabungen, rasches Gehen und zügiges Herumtragen von Gegenstän
den über fünf bis zehn Kilogramm nicht zumutbar. Dagegen seien ruhige Tätig
keiten in vornehmlich sitzender
oder auch stehender und leicht gehender Posi
tion aus rein kardialer Sicht auch heute ganztägig möglich. Sollte es gelingen, der eventuell noch vorhandenen
residuellen
Belastungsischämie Herr zu wer
den
, wären aus kardialer Sicht auch wieder wechselnd belastende berufliche Tä
tigkeiten mit sicher bis zu mittelschweren Belastun
gen denkbar. Aus orthopä
discher
Sicht sei der Beschwerdeführer
für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
ohne Zwangshaltungen,
mit regelmässigem Wechsel von Stehen, Sitzen und Gehen, mit regelmässigem Heben und Tragen von Lasten von fünf bis zehn Ki
lo
gramm, ohne häufiges Knien oder Bücken, Treppensteigen und ohne Klettern auf Leitern und Gerüsten mit
voller Arbeitszeit und Leistung arbeitsfähig. Die zumutbare Gehstrecke sei aufgrund der erhobenen Befunde nicht limitiert. Aus psychiatrischer Sicht sollte die Tätigkeit viele Pausen
ermöglichen, keinen ho
hen Zeit-
und Leistungsdruck aufweisen, keinen übermässigen Kundenkontakt oder
keine
Teamarbeit erfordern, kein Multitasking
beinhalten
sowie Rückzugs
möglichkeiten erlauben (S. 21
unten
).
Zum
retrospektiven
Verlauf der Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus,
betref
fend die
bisherige Tätigkeit
als Schneider
bestimme die
orthopädische
Einschätzung das Bild. Demnach habe entsprechend der Akten etwa ab dem
1.
November
2011 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden. Bezüglich der Ar
beitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit falle es
aus
psychiatrischer Sicht
schwer, den
Grad der Arbeitsfähigkeit festzulegen, da in den Akten und Berichten biographische Angaben, eine persönliche Anamnese und eine Famili
en
anamnese fehlten. Auch werde bei den Schmerzen nicht diskutiert, ob even
tuell psychische Ursachen eine Rolle spielten, sodass die Arbeitsunfähigkeitsbe
ur
teilung aus dieser Zeit ohne objektivierbaren Psychostatus schwierig nach
voll
ziehbar sei.
Mithin müsse
aus
polydisziplinärer Sicht
auf die internistische und orthopädische Beurteilung abgestellt werden, wonach der Beschwerdeführer für leidensadaptierte Tätigkeiten mit voller Arbeitszeit und Leistung arbeitsfähig gewesen sei, mit Ausnahme der
(etwas arbiträr postulierten)
vollständigen Ar
beitsunfähigk
e
it
während eines Monat
s
nach dem
e
rlittenen
Herzinfar
kt
und einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit für zwei weitere Monate
(S. 23 Mitte
und
S.
23 oben, vgl. auch S. 58 f.
).
3.
4
Die Ärzte des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegegnerin sprachen sich in ihrer versicherungsmedizinischen Beurteilung vom
1.
Juli 2015 für ein Abstellen auf das
B._
-Gutachten aus.
Sie führten unter anderem aus, d
ie Gutachter kämen nach ausführlicher fachspezifischer Diskussion in einer interdisziplinären Zusammenfassung zu plausiblen Diagnosen und nachvoll
ziehbaren Schlussfolgerungen hinsichtlich der bestehenden Leistungsfähigkeit (
Urk.
6/108 S. 7 Mitte).
4.
4.1
Das
B._
-
Gutachten
(vorstehend E. 3.3)
basiert auf allseitigen Untersuchungen und
beleuchtet
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
sowie
die Aus
wirkungen seiner
gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit umfassend
. Es
berücksichtigt die geklagten Beschwerden
und wurde in Kenntnis der
sowie
in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
, insbesondere auch den nach Ergehen des Gerichtsurteils vom
2
8.
März
2014
eingeholten (vgl. vorste
hend E. 3.2
),
abgegeben.
Die
medizinische Situation, namentlich die
gestellten Diagnosen
,
wurde
n
nachvollziehbar dargel
e
g
t und die Schlussfolgerungen be
gründet.
Der am Gutachten beteiligte Psychiater
erläuterte insbesondere
auch
,
weshalb seine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von derjenigen des behandelnden Psychiaters
C._
abweicht
(
Urk.
6/98 S. 58 unten)
,
wobei der
Be
schwerdeführer
die
diesbezüglichen
Ausführungen als grundsätzlich nachvoll
ziehbar und schlüssig bezeichnete (
Urk.
1 S. 6 unten).
Insgesamt steht damit fest, dass das
B._
-Gutachten die vom Bundesgericht
aufgestellten
Anforde
rungen an den Beweiswert einer medizinischen Expertise
(vorstehend E. 1.5
)
erfüllt,
sodass - wie auch von den RAD-Ärzten empfohlen (vorstehend E. 3.4) -
grundsätzlich
dara
uf
abzustellen
ist
.
4.2
Zwischen den Parteien unbestritten
und gestützt auf das
B._
-
Gutachten
aus
ge
wi
e
sen
ist, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Schneider seit November
2
011 nicht mehr arbeitsfähig ist
.
Strittig und zu prü
fen ist hingegen, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer leidensange
passten Tätigkeit verhält.
Während sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellte, der Be
schwer
deführer sei in einer
den körperlichen L
eiden
angepassten Tätigkeit un
ein
geschränkt arbeitsfähig, machte der Beschwerdeführer geltend, gestützt auf das
B._
-Gutachten sei von einer 70%igen R
estarbeitsfähigkeit
auszuge
hen.
Diese sei primär aufgrund der psychiatrischen Befunde begründet; bei der
kon
sensualen
Festlegung dieser Arbeitsfähigkeit dürften aber auch die erhebli
chen orthopädischen Befunde und anderen Krankheiten sowie insbesondere der erlit
te
ne Herzinfarkt keine unwesentliche Rolle gespielt haben
(
Urk.
1 S. 7 Mitte)
.
4.3
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anhand der normativ vorgegebenen Krite
rien ist sowohl Aufgabe der begutachtenden Ärzte als auch der Organe der Rechtsanwendung. Beide prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Zunächst
erfolgt eine Folgenabschätzung aus medizinischer Sicht. Diese bildet
anschlies
send
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1). Die Rechtsanwender prüfen dabei die medizinischen Angaben frei, insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die
massgebenden
normativen Rahmenbedin
gun
gen gehalten haben. Das
heisst
, ob sie
ausschliesslich
funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (
Art.
7
Abs.
2 ATSG), und ob die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbe
urteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG). Auf diese Weise wird eine einheitliche und rechtsgleiche Einschätzung der Arbeitsfähig
keit gesichert (BGE 141 V 281 E. 5.2.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_222/2017 vom
6.
Juli
2017 E. 5.1).
Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweiswert verliert (
Urteil des Bundesgerichts 8C_154/2017 vom 2
0.
J
uni
2017 E. 3.3.2 mit Hinweisen).
4.4
Im
B._
-Gutachten wurde die Minderung der Arbeitsfähigkeit um 30
%
- entge
gen der Auffassung des Beschwerdeführer
s
(vorstehend E. 4.2)
-
rein
mit den aus psychiatrischer Sicht festgestellten
Einschränkungen begründet
(
Urk.
6/98 S. 21 oben, S. 22 Mitte
, S. 57 unten
). Den erhobenen internistischen und orthopädischen Befunde
n
trugen die Gutachter im Rahmen des Belastungs- und Ressourcenprofils Rechnung (
Urk.
6/98 S. 21 unten).
Gestützt auf das
B._
-Gutachten
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus soma
t
ischer
Sicht in einer den körperlichen Leiden angepassten Tätigkeit voll
ar
beits
fähig
ist.
Zu prüfen ist, ob
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
aus psychischen Gründen
eingeschränkt ist beziehungsweise ob die im
B._
-Gut
ach
ten aus psychischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30
%
invali
denversicherungsrechtlich relevant ist.
4.5
Der am
B._
-
Gutachten beteiligte Psychiater
begründete die attestierte Arbeits
unfähigkeit mit den sich aus der
diagnostizierte
n
leichte
n
depressive
n
Episode (ICD-10 F32.0)
und der
Agoraphobie (ICD-10 F40.00)
ergebenden Ein
schränkungen
.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine leichte depressive Episode grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April
2016 E. 4.4.1 mit weiteren Hinweisen).
Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis gelten zudem als therapeutisch
angehbar
(Urteil 9C_302/2012 vom 1
3.
August
2012 E. 4.3.2, nicht
publ
. in: BGE 138 V 339; SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 5.3.4; Urteil 8C_759/2013 vom
4.
März
2014 E. 3.6.1).
G
emäss
bundesgerichtlicher
Rechtsprechung fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivie
rend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiesenermassen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychi
atrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konse
quent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumut
baren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E.
3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
Anlässlich der Begutachtung im
B._
gab der Beschwerdeführer an, seit 2012 bei
C._
in
psychiatrischer
Behandlung zu stehen und aktuell alle zwei bis vier Wochen eine Einzelsitzung
zu
besuche
n
(
Urk.
6/98 S. 53 oben).
Gemäss dem am
B._
-
Gutachten beteiligte
n
Psychiater
habe
die
psychiatrische Be
g
l
e
itung inklusive Psychopharmakotherapie (
Escitalopram
) offenbar einen guten Effekt
auf den
Beschwerdeführer
. Dies wird bestätigt durch den
Bericht von
C._
vom 2
8.
Ja
nuar
2013
(
Urk.
6/52)
,
in wel
ch
em dieser ausführte,
durch die
(anfänglich zweiwöchentliche, vgl.
Ziff.
1.5)
therapeutische Interven
tion hätten sich die depressiven
Symptome verbessert (
Ziff.
1.6-7).
Damit steht fest, dass das depressive Leiden des Beschwerdeführers auf therapeutische Massnahmen anspricht, wie dies nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung im Allgemeinen auch zu erwarten
ist, sodass insofern nicht von einer Therapiere
sistenz gesprochen werden kann. Zwar stellte der psychiatrische Gutachter eine eher schlechte Prognose, dies mit der Begründung, dass trotz Besserung der Symptomatik von einem langjährigen depressiven Geschehen auszugehen sei (S. 59 oben).
Allerding
s
leuchtet nicht ein, weshalb
der
nurmehr
leichten depres
si
ven Sympto
matik nicht
durch
Intensivierung der therapeutischen Massnahmen wie beispielsweise einer Erhöhung der Sitzungsfrequenz
oder Anpassung der Pharmakotherapie
begegne
t werden können sollte. Im Übrigen muss
darauf hingewiesen
werden, dass der Gutachter einen Teil der depressiven Symptoma
tik und der Ängste des Beschwerdeführers
im Rahmen von invaliditätsfremden sozialen Bel
a
s
tungsfaktoren wie der langen Arbeitslosigkeit,
den
schl
e
chten beruflichen Entwicklungs
chan
c
en,
der
Krankh
e
it der
Ehef
rau sowie
der sozialen
Desintegration sah (
Urk.
6/98 S. 57
). Zwar h
i
e
lt er fest, diese
Faktoren
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausgeklammert zu haben (
Urk.
6/98 S. 58 un
ten).
Angesichts der
nur dezenten
psychiatrischen
Befunde
mit etwa maximal leicht gedrückter Stimmungslage, unauffälliger Aufmerksamkeit in der zwei Stunden daue
rnden gutachterlichen Befragung,
mit nur leichten Erschöpfungs
zeichen in der Konzentration gegen Ende der Stunde und beim Lösen mathe
matischer Aufgaben (
Urk.
6/98 S. 55)
ist
mit Blick auf die nicht unerheblichen Belastungsfaktoren
aber
davon aus
zugehen
, dass diese das Beschwerdebild massgeblich mitbestimmen. Insbesondere
liegt es auf der Hand, dass
die lange Arbeitslosigkeit
und die schlechten beruflichen Entwicklungschancen
den Be
schwerdeführer
, für welchen das Arbeiten gemäss den
gutachterlichen
Ausfüh
rungen elementares Selbstverständnis und ein Teil seiner Identität war (
Urk.
6/98 S. 57 unten), erheblich belasten. Eine von der psychosozialen
Belas
tu
ngssituation zu unterscheidenden
de, genügend ausgeprägte
und damit
invali
denversicherungsrechtlich relevante depressive Störung (vgl. BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März
2009
E. 2
) ist gestützt auf das
B._
-Gutachten
jedenfalls
nicht ausgewiesen.
Die Diagnose einer Agoraphobie begründete der psychiatrische Gutachter mit den vom Beschwerdeführer beschriebenen Angstsymptomen in Menschenmen
gen und bei Reisen mit weiter Entfernung von zu Hause oder bei Reisen alleine
(vgl. dazu
Urk.
9/98 S. 52 oben)
.
Weiter f
ührte
er
aus, dass es dem Beschwer
deführer aber trotz dieser Ängste möglich gewesen sei, alleine zur Begutachtung anzureisen, womit die Vermeidung phobischer Situationen nicht vollständig sei und zu einem gewissen Te
il auch überwunden werden könne (
Urk.
6/98 S. 56 unten
)
.
Die Angstsymptomatik seit dem Herzinfarkt habe bis heute auch ein bisschen gebessert, sodass (auch) in diesem Bereich nur noch von leichten Ein
schränkungen ausgegangen werden müsse (
Urk.
6/98 S. 57 oben).
Wie stark
die im Gutachten beschriebene Angstsymptomatik
nebst den depressiven Sympto
men bei der vom Gutachter attestierten Arbeitsunfähigkeit von 30
%
ins Ge
wicht fiel
,
ist unklar. Nachdem der Beschwerdeführer im Rahmen einer Arbeits
tätigkeit aber kaum grossen Menschenmengen ausgesetzt sein dürfte
, h
insicht
lich der Ängste beim Reisen wie etwa im Rahmen des Arbeitswegs
gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen
davon ausgegangen we
rden kann, dass diese überwindbar sind und der Gutachter zudem auch bezüglich der Ängste davon ausging, dass diese zum Teil im Rahmen der sozialen Belastungsfaktoren zu verstehen seien (
Urk.
6/98 S. 57 unten)
,
kann nicht von einer invalidenversi
cherungsrechtlich relevanten
,
aus der Agoraphobie resultierenden Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.
4.6
Nach dem Gesagten
hat
die im
B._
-Gutachten aus psychiatrischer
(und ge
samt
medizinischer)
Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30
%
aus invaliden
versicherungsrechtlicher
Sicht unberücksichtigt zu bleiben
, wie die Beschwerde
gegnerin
zutreffend erkannt hat
. Es bleibt somit bei der aus somatischer Sicht attestierten vollen Arbeitsfähigkeit in einer den körperlichen Leiden angepass
ten Tätigkeit
gemäss dem im Gutachten formulierten Belastungsprofil (
Urk.
6/98 S. 21 unten)
.
Soweit das Belastungsprofil auch aus dem depressiven
Leiden fliessende qualitative Einschränkungen beinhaltet, können diese aus den
vorste
hend
genannten Gründen
n
icht berücksichtigt werden. Auf die Agoraphobie zurückzuführende qualitative Einschränkungen sind im Belastungsprofil schliess
lich nicht auszumachen.
Gestützt auf das
B._
-Gutachte
n ohne Weiteres ausgewiesen ist
- wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht - eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom Zeitpunkt des Herzinfarkts bis Ende Juli 2014 und eine 50%ige Arbeitsunfähig
keit bis Ende September
2014
(vgl.
Urk.
6/98 S. 36 unten).
4.7
Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
April 2017 war das
B._
-
Gutachten vom 2
3.
Juni
2015 bereits rund zwei Jahre alt
, was in der Tat
unbe
friedigend ist
.
Dennoch drängt sich vorliegend keine Rückweisung zwecks Ak
tualisierung der medizinischen Abklärungen auf, wie dies der Beschwerdeführer eventualiter beantragte.
Der
Beschwerdeführer
machte zwar geltend, zwische
n
zeitlich hätten sich zahlreiche weitere gesundheitliche Einschränkungen mit und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zum
bestehenden
Gesundheitsschaden gesellt
(
Urk.
1 S. 13
Mitte
). Mit Ausnahme des Austrittsberichts der
D._
vom 2
9.
Mai
2015 (
Urk.
6/100), dessen Inhalt den
B._
-Gut
achtern bekannt war (vgl.
Urk.
6/97/7-14
und
Urk.
6/98 S. 11 oben
), reichte er aber weder im vorinstanzlichen noch im vorliegenden Verfahren ärztliche Be
richte ein,
welche
Entsprechendes bestätigen würden.
Soweit der Beschwerde
führer schliesslich auf die
im
B._
-Gutachten
empfohlene erneute Beurteilung der Leistungs- und Arbeitsfähigke
i
t aus internistisch-kardiologischer Sicht ein
halbes
Jahr nach der Begutachtung
(
Urk.
6/98 S. 37 Mitte)
hinwies
(
Urk.
1 S. 13 oben), vermag dies ebenfalls kei
ne Rückweisung zu rechtfertigen. Denn der
am Gutachten beteiligte Kardiologe
ging davon aus, dass sich die
Belastungsischä
mie, sollte sie tatsächlich nachgewiesen werden und den Alltag des Beschwer
deführers weiterhin beeinträchtigen, mit einer neuerlichen invasiven Therapie zumindest verbessern wenn nicht sogar eliminieren lasse
, womit seine Empfeh
lung einer erneuten Beurteilung im Hinblick auf eine allfällige Verbesserung der Situation zu sehen ist
. Dafür, dass bezüglich der kardialen Situation wider
die
Erwartungen des
begutachtenden
Kardiologen zwischenzeitlich eine (abklä
rungsbedürftige) Verschlechterung eingetreten ist, liefern die Akten keine An
haltspunkte.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die
(grundsätzlich, vgl. vorstehend E. 4.6)
volle Arbeits
fähigkeit in einer den körperlichen Leiden angepassten Tätigkeit in er
werblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Die Beschwerdegegnerin zog als
Valideneinkommen
das vom Beschwerdeführer im Jahr
2011
als
(selbständiger) Schneider
erzielte Einkommen von
Fr.
50‘400.-
-
(vgl.
Urk.
6/68/3) heran.
Das Invalideneinkommen ermittelte sie gestützt
auf die Tabelle TA1
der
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohn
strukturerhebungen (LSE)
,
legte dieses
für eine dem Beschwerdeführer zu
mut
bare vollzeitliche Tätigkeit
auf
Fr.
58‘659.-- (Wert 2012) fest und verneinte dem
ent
sprechend das Vorliegen einer
Einkommenseinbusse
(
Urk.
2 S. 2 oben,
Urk.
6/107 S. 1 f.).
5.3
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, zur Ermittlung des
Vali
den
einkommens
sei an das zuletzt beim
Z._
erzielte Einkommen anzu
knüpfen, da
sein (orthopädischer) Gesundheitsschaden spätestens 2004 zu einer
Einkommenseinbusse
geführt habe. Die Stelle beim
Z._
habe er
im Jahr 2004
denn auch aus gesundheitlichen Gründen gekündigt.
Werde
sein
im Jahr 2003 erzielte
r
Lohn von
Fr.
65‘400.--
(vgl.
Urk.
6/68/2)
an die Nominallohn
entwicklung bis ins Jahr 2014
angepasst,
resultiere ein
massgebliches
Validen
einkommen
von
Fr.
74‘378.3
0.
Vom gestützt auf die LSE ermittelten
Invaliden
einkommen
sei
sodann
ein Leidensabzug von 20
%
vorzunehmen, womit für das Jahr
2014 und ausgehend von einer (wie dargelegt nicht
massgeblichen
; vgl. vorstehend E. 4.6
) 70%igen Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen von
Fr.
37‘218.15 und damit eine
Erwerbseinbusse
von
Fr.
37‘160.15 beziehungs
weise ein Invaliditätsgrad von rund 50
%
resultiere.
5.4
Nachdem der Beschwerdeführer
wie dargelegt
(vorstehend E. 4.6) in einer lei
dens
angepassten
Tätigkeit
als
zu 100
%
arbeitsfähig
zu erachten
ist, resultiert
bei Durchführung eines Einkommensvergleichs
auch
dann kein rentenbegrün
dender Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
(
Art.
28
Abs.
2 IVG in Verbin
dung mit
Art.
16 ATSG), wenn als
Valideneinkommen
das vom Beschwerde
führer geltend gemachte Einkommen von
Fr.
74‘378.30 und als Invalidenein
kommen das geltend gem
achte
, allerdings
auf ein 100
%-Pensum auf
ger
echnete Ein
kommen von
Fr.
53‘169.--
(
Fr.
37‘
21
8.15
: 70 x 100)
herangezogen würde
(Invaliditätsgrad
29
%
)
. Darauf hat die Beschwerdegegnerin zutreffend
hinge
wiesen (
Urk.
2 S. 2 oben).
Daran änderte sich selbst dann nichts, wenn das In
valideneinkommen um den maximal möglichen Abzug von 25
%
(BGE
126 V 75
) gekürzt würde.
Damit ergibt sich, dass der Beschwerdeführer nicht rentenrelevant in seiner Er
werbsfähigkeit eingeschränkt ist.
5.5
Zu prüfen bleibt, ob
im Zusammenhang mit dem am 2
8.
Juni
2014 erlittenen Herzinfarkt
eine
anspruchsbegründende Invalidität vorliegt.
Die vom Beschwer
deführer angerufene
(
Urk.
1 S. 10 f.
Ziff.
4.2)
Bestimmung von
Art.
88a
Abs.
2 Satz 1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
,
gemäss
welcher
bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen
ist
, sobald sie ohne wesentliche Unterbre
chung drei Monate gedauert hat,
setzt voraus, dass bei Eintritt der anspruchsbeein
flussenden Änderung bereits eine rentenbegründende Invalidität vorgelegen hat, mithin ein Rentenanspruch entstanden war (
Urteil des Bundesgerichts
8C_777/2014 vom 2
8.
Januar
2015 E. 4.1
mit Hinweisen). Dies ist nach dem Gesagten
(vorstehend E. 5.4)
nicht der Fall, da der Beschwerdeführer
nach Ab
lauf der Wartezeit im Oktober
2012 mit
einer
ihm
vollzeitlich
zumutbaren
lei
dens
angepassten
Tätigkeit
ein
rentenausschliessendes
Einkommen
hätte
erzielen können
. Dies hat - wie die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_942/2015 vom 1
8.
Februar
2016 E. 3.3.2-3 zutreffend aus
führte (
Urk.
2 S. 3) - zur Folge, dass
die gesundheitliche Verschlechterung
in
folge des erlittenen Herzinfarkts
als neuer Versicherungsfall zu be
trachten ist,
sod
ass die Wartezeit erneut zu bestehen war, da
Art.
29
bis
IVV (Anrechnung früher bestandener Wartezeiten bei Wiederaufleben der Invalidität infolge des gleichen Leidens) in dieser Konstellati
on nicht zur Anwendung gelangt. Da
der Beschwerdeführer vier Monate nach dem Herzinfarkt seine vorherige volle Ar
beitsfähigkeit
für angepasste Tätigkeiten und damit einen
rentenausschliessen
den
Invaliditätsgrad wieder erlangte
, kann ihm im Zusammenhang mit der vo
rübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustands infolge des erlittenen Herzinfarkts keine Invalidenrente zugesprochen werden.
5.6
Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens. Die dagegen erhobene Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
I
VG sind ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerle
gen.