Decision ID: ef01628b-1bea-578a-b78d-ab07f9f22eb3
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Sri Lanka tamili-
scher Ethnie aus B._ (Ostprovinz) – am 24. Mai 2016 zum ersten
Mal um die Gewährung von Asyl in der Schweiz nachsuchte,
dass er damals vorbrachte, er habe seine Heimat aus Furcht vor ihm mut-
masslich zukünftig drohenden Nachstellungen der heimatlichen Behörden
und einer ihm mutmasslich zukünftig drohenden langen Haftstrafe verlas-
sen, nachdem kurz vor seiner Ausreise (... [ein Kader]) der LTTE (Libera-
tion Tigers of Tamil Eelam) (...) festgenommen worden sei, welchen er un-
ter seinem Nom de Guerre "C._" kenne,
dass diesem Mann nämlich bekannt gewesen sei, dass er (der Beschwer-
deführer) ab 2002 (...) für die LTTE nicht nur im Bereich des Nachrichten-
dienstes und von Waffentransporten tätig gewesen sei, sondern er darüber
hinaus (...) 2007 (...) zweimal Bomben platziert habe,
dass er zwar nach 2008 nie mehr Kontakt zu C._ und den LTTE
gehabt habe, er aber nach der Verhaftung von C._ befürchtet habe,
dieser werde den Behörden unter Folter über ihn berichten,
dass der Beschwerdeführer zudem geltend machte, er habe in der Schweiz
an einer exilpolitischen Demonstration teilgenommen,
dass das SEM mit Verfügung vom 31. Oktober 2019 feststellte, der Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und sein Asylge-
such ablehnte, verbunden mit der Anordnung der Wegweisung aus der
Schweiz und des Wegweisungsvollzuges nach Sri Lanka,
dass es dabei die Vorbringen des Beschwerdeführers als in keinem Punkt
überzeugend erklärte, da dessen Ausführungen über sein angebliches
LTTE-Engagement in den Jahren 2002 bis 2007 aufgrund von erheblichen
Widersprüchen und unlogischen Elementen im Sachverhaltsvortrag als
insgesamt unglaubhaft zu erkennen seien und er im Übrigen auch keine
relevante exilpolitische Exposition erkennen lasse,
dass dieser Entscheid auf Beschwerde hin vom Bundesverwaltungsgericht
mit Urteil D-6434/2019 vom 15. April 2021 bestätigt wurde,
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dass dabei die vorinstanzlichen Feststellungen betreffend die Unglaubhaf-
tigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers vollumfänglich bestätigt wur-
den und im Weiteren festgestellt wurde, er lasse auch unter keinem ande-
ren Gesichtspunkt ein relevantes Gefährdungsprofil erkennen (vgl. E. 5),
dass dazu anzumerken bleibt, dass der Beschwerdeführer im Beschwer-
deverfahren einerseits weitere Demonstrationsteilnahmen in der Schweiz
vorgebracht hatte und andererseits, dass seine Ehefrau angeblich zweimal
Ende 2019 und nochmals zu Anfang 2020 an ihren wechselnden Wohnor-
ten von Unbekannten respektive von Beamten bedroht worden sei, welche
ausdrücklich nach ihm (dem Beschwerdeführer) gesucht und zudem Aus-
kunft über den Verbleib von Waffen verlangt hätten,
dass dem Beschwerdeführer am 30. April 2021 vom SEM eine neue Aus-
reisefrist angesetzt wurde und das zuständige kantonale Migrationsamt ge-
mäss Aktenlage am 21. Mai 2021 mit ihm ein Ausreisegespräch führte,
dass er gemäss Aktenlage am 11. August 2021 vom Migrationsamt davon
in Kenntnis gesetzt wurde, dass der Wegweisungsvollzug anstehe, worauf
er sich gegen eine Rückkehr in die Heimat aussprach und das Einreichen
eines ausländerrechtlichen Härtefallgesuches in Aussicht stellte,
dass der Beschwerdeführer am 2. November 2021 – handelnd durch den
rubrizierten Rechtsvertreter und unter dem Titel "Demande d'asile multip-
le" – ans SEM gelangte,
dass er in dieser Eingabe auf seine bekannten Gesuchsvorbringen über
seine angebliche LTTE-Vergangenheit respektive Verbindung zu
C._ Bezug nahm, welche er in der Folge um neue Elemente erwei-
terte,
dass er neu geltend machte, er habe (...) vor seiner Ausreise (...) gemein-
sam mit C._ die Verübung eines Selbstmordanschlags geplant und
vorbereitet, respektive er sei von diesem gezwungen worden, die dafür not-
wendigen Bomben-Westen zusammenzubauen,
dass er zudem anführte, seine Ehefrau sei auch noch im November 2020,
im Januar 2021 und im Mai 2021 von Beamten behelligt worden, welche
konkret nach ihm gesucht hätten,
dass er zur Stützung des Vorbringens über eine angeblich weiterhin lau-
fende Suche nach ihm eine WhatsApp-Videodatei mit Datum vom 19. Sep-
tember 2021 vorlegte,
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dass er ferner ein undatiertes Foto einreichte, welches einen behördlichen
Aushang an seinem Wohnort zeige, und ein undatiertes Foto, welches ihn
in Uniform zeige,
dass er unter Verweis auf das Schreiben eines Arztes vom 9. Juni 2021
und einen fachärztlichen Abklärungsbericht vom 22. Juli 2021 das Vorlie-
gen einer angeblich rechtserheblichen psychischen Erkrankungslage gel-
tend machte,
dass er weiter unter Vorlage verschiedener Unterlagen über seine Teil-
nahme an einer Demonstration in D._ vom (... [Sommer]) 2021 be-
richtete,
dass er mit seiner Eingabe schliesslich neben Länder- und Presseberich-
ten zu Sri Lanka auch mehrere Referenz- und Bestätigungsschreiben ein-
reichte, in welchen über seine Integrationsbemühungen in der Schweiz be-
richtet wird,
dass diese Eingabe vom SEM als Mehrfachgesuch im Sinne von Art. 111c
AsylG (SR 142.31) entgegengenommen wurde, soweit darin über Ereig-
nisse berichtet wird, die sich laut dem Beschwerdeführer erst nach Ab-
schluss des ordentlichen Verfahrens ereignet haben sollen,
dass das SEM mit Verfügung vom 6. Dezember 2021 (eröffnet am 15. De-
zember 2021) feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingsei-
genschaft nicht, und das Mehrfachgesuch – soweit es darauf eintrat – ab-
wies, verbunden mit der erneuten Anordnung der Wegweisung aus der
Schweiz und des Wegweisungsvollzuges nach Sri Lanka,
dass für die vorinstanzliche Entscheidbegründung – soweit nicht nachfol-
gend darauf eingegangen wird – auf die Akten zu verweisen ist,
dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid am 6. Januar 2022
durch seinen Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde
erheben liess,
dass er in seiner Eingabe zur Hauptsache die Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Ge-
währung von Asyl beantragte, eventualiter die Anordnung einer vorläufigen
Aufnahme in der Schweiz, und er in prozessualer Hinsicht namentlich um
Befreiung von der Kostenvorschusspflicht und um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege ersuchte,
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dass er in seiner Eingabe an den am 2. November 2021 eingebrachten
Gesuchsgründen festhielt, indem er vorab wesentliche Teile seiner Ge-
suchseingabe rekapitulierte (vgl. Beschwerde S. 2-7),
dass er im Anschluss daran die vorinstanzlichen Schlüsse als unzutreffend
erklärte, worauf – soweit wesentlich – nachfolgend eingegangen wird,
dass er mit seiner Beschwerde sowie mit Eingaben vom 12. und 13. Januar
2022 ein Bestätigungsschreiben eines sri-lankischen Politikers, die Kopie
eines undatierten Fotos, ein Zustellcouvert aus Sri Lanka sowie ein per-
sönliches Bestätigungsschreiben eines in der Schweiz lebenden Lands-
mannes und eine zugehörige Übersetzung einreichte,
dass mit Zwischenverfügung vom 18. Januar 2022 das Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Befreiung von der Kos-
tenvorschusspflicht wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen
wurde (vgl. dazu im Einzelnen die Akten),
dass der Beschwerdeführer gleichzeitig aufgefordert wurde, innert Frist ei-
nen Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.– einzuzahlen, unter Androhung des
Nichteintretens im Unterlassungsfall (Art. 63 Abs. 4 VwVG),
dass der Beschwerdeführer am 2. Februar 2022 – und damit innert der
angesetzten Zahlungsfrist – über seinen Rechtsvertreter ein Gesuch um
wiedererwägungsweise Gutheissung seines Gesuches um Befreiung von
der Kostenvorschusspflicht einreichte,
dass er mit dieser Eingabe als neues Beweismittel ein undatiertes Bestäti-
gungsschreiben eines sri-lankischen Politikers vorlegte, zusammen mit ei-
ner Kopie des Zustellcouverts einer Postsendung aus Sri Lanka,
dass mit Zwischenverfügung vom 4. Februar 2022 das erneute Gesuch um
Befreiung von der Kostenvorschusspflicht abgewiesen und am einverlang-
ten Kostenvorschuss festgehalten wurde,
dass dem Beschwerdeführer gleichzeitig – im Sinne einer Notfrist – zur
Bezahlung des einverlangten Kostenvorschusses einmalig eine Nachfrist
von 3 Tagen ab Erhalt dieser Verfügung angesetzt wurde,
dass dem Beschwerdeführer diese Zwischenverfügung am 15. Februar
2021 über seinen Rechtsvertreter eröffnet wurde, worauf der einverlangte
Kostenvorschuss schon am nächsten Tag – und damit innert der angesetz-
ten Nach- respektive Notfrist – eingezahlt wurde,
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dass der Beschwerdeführer am 18. Februar 2022 über seinen Rechtsver-
treter kommentarlos ein zweites persönliches Bestätigungsschreiben eines
weiteren in der Schweiz lebenden Landmannes und eine zugehörige Über-
setzung nachreichte,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel
– und so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen des SEM entscheidet (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG und
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und er
seine Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 6
AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde einzutreten ist,
dass die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich un-
begründet zu erkennen ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zustän-
digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin
zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimat- oder Her-
kunftsstaat wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-
gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben,
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss, wobei diese glaubhaft gemacht ist, wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-
ben hält (Art. 7 Abs. 1 und 2 AsylG),
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 3 AsylG),
dass das SEM in der angefochtene Verfügung respektive in seinen Erwä-
gungen zur Sache – auf welche anstelle einer Wiederholung zu verweisen
ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) – zum Schluss gelangt, das Mehrfachgesuch
sei abzuweisen, da weder die Vorbringen über die angeblich andauernde
Suche der heimatlichen Behörden nach dem Beschwerdeführer, zu wel-
cher eine Video-Datei vorgelegt worden sei, noch die Vorbringen über sein
angeblich andauerndes exilpolitisches Engagement, zu welchem er ver-
schiedene Fotos vorgelegt habe, überzeugten,
dass das SEM daneben festhält, mit seinen Vorbringen über sein angeblich
viel weitergehendes LTTE-Engagement in den Jahren vor seiner Ausreise
und namentlich, als im ordentlichen Verfahren geltend gemacht, habe der
Beschwerdeführer tatsächlich Revisionsgründe eingebracht, für deren Be-
handlung es nicht zuständig sei, weshalb es auf diese Vorbringen mangels
funktioneller Zuständigkeit nicht einzutreten habe,
dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nach einer Wiederho-
lung seiner aus der Eingabe vom 2. November 2021 bekannten Vorbringen
anführt, seine Furcht vor einer Rückkehr in die Heimat sei objektiv begrün-
det, hätten die heimatlichen Behörden doch seinen, ein grosses Grund-
stück umfassenden Hof konfisziert, wobei kein Zweifel daran bestehe, dass
es zu dieser Unerbittlichkeit alleine wegen seiner Ethnie gekommen sei
(vgl. Beschwerde, S. 8),
dass er im Anschluss daran unter Bezugnahme auf die mit der Beschwerde
vorgelegten Beweismittel geltend macht, damit würden nicht nur seine Vor-
bringen von einem wichtigen Parlamentarier bestätigt, sondern es liege da-
mit auch ein Foto vor, welches ihn als LTTE-Kämpfer zeige,
dass er zudem vorbringt, die vorinstanzlichen Erwägungen könnten auch
deshalb nicht überzeugen, weil das SEM die von ihm eingereichten Video-
Aufzeichnung ungenügend geprüft habe,
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dass er im Weiteren anführt, das SEM habe sich schliesslich zu Unrecht
einer Prüfung seiner Ausführungen über sein vormals viel weitergehendes
LTTE-Engagement enthalten, da es doch nicht Sache des Bundesverwal-
tungsgerichts sein könne, diesen Sachverhalt, welcher noch vor seiner
Ausreise entstanden sei, quasi als Erstinstanz zu prüfen, sondern zweifels-
ohne zuerst das SEM eine diesbezügliche Prüfung vorzunehmen habe,
dass mit diesen Vorbringen nichts ersichtlich gemacht wird, was geeignet
wäre, die angefochtene Verfügung im Resultat zu entkräften,
dass dem Beschwerdeführer in dieser Hinsicht zunächst entgegenzuhalten
ist, dass sein Vorbringen über die angebliche behördliche Landnahme auf-
grund der Aktenlage jeder Grundlage entbehrt,
dass sodann festzustellen ist, dass das SEM zu Recht davon Abstand ge-
nommen hat, sich auf seine Vorbringen über seine angeblich vormals viel
weitergehenden LTTE-Aktivitäten einzulassen,
dass der Beschwerdeführer dieses Sachverhaltselement – den einschlägi-
gen Bestimmungen zum Revisionsverfahren folgend – beim Bundesver-
waltungsgericht einzubringen hat, wenn er daran festhalten will, da dieses
Element nicht als neu gelten kann, sondern – wie vom SEM erwogen – als
vorbestehende Tatsache zu gelten hat, da es sich noch vor seiner ersten
Gesucheinreichung verwirklicht haben soll, womit es den Gegenstand des
BVGer-Urteils D-6434/2019 vom 15. April 2021 beschlägt (BVGer-Urteil
E- 4607/2019 vom 16. November 2021 zur Publikation vorgesehen),
dass das SEM sodann in seinen Erwägungen zur Sache in einer hinrei-
chend ausführlichen und insgesamt auch schlüssigen Weise aufgezeigt
hat, aus welchen Gründen die Gesuchsvorbringen über eine angeblich an-
dauernde Verfolgungssituation nicht zu überzeugen vermögen,
dass das SEM in diesem Zusammenhang zu Recht der am 2. November
2021 vorgelegten Video-Aufnahme einer angeblichen Behördenvorspra-
che jede Beweiskraft abgesprochen hat, nachdem die Grundvorbringen
des Beschwerdeführers über eine angeblich andauernde behördliche Su-
che nach ihm schon im Vorverfahren als unglaubhaft erkannt worden sind
(vgl. oben) und die von ihm angerufene Video-Aufnahme – wie vom SEM
erwogen – keinen nachvollziehbaren Gehalt aufweist,
dass an diesem Schluss auch die auf Beschwerdeebene vorgelegten Be-
weismittel nichts zu ändern vermögen,
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dass die zwei Bestätigungsschreiben von sri-lankischen Politikern (betref-
fend dessen angebliche aktuellen Probleme in der Heimat; vgl. dazu im
Einzelnen nachfolgend) und die zwei persönlichen Bestätigungsschreiben
aus der Schweiz vom 13. Januar 2022 (betreffend eine angebliche Begeg-
nung mit dem Beschwerdeführer im Jahre 2005 in einem Spital der LTTE)
und vom 7. Februar 2022 (betreffend eine angebliche Sichtung des Be-
schwerdeführers in einem LTTE-Lager von C._ [ohne Datumsan-
gabe]) aufgrund der Aktenlage als blosse Gefälligkeitsschreiben zu erken-
nen sind, welchen keine Beweiskraft zuzumessen ist,
dass das Schreiben von E._ vom 19. September 2021 gerade auch
deshalb nicht überzeugen kann, weil darin über ein angebliches Engage-
ment des Beschwerdeführers für die F._ berichtet wird, also über
ein Engagement für eine Partei, welche im sri-lankischen Parlament über
(... [mehrere]) Sitze verfügt, vom Beschwerdeführer ein entsprechendes
Engagement aber noch gar nie erwähnt worden ist,
dass in gleicher Weise auch das undatierte Schreiben von G._ nicht
überzeugen kann, weil darin von dem Politiker über ein angeblich langjäh-
riges Engagement des Beschwerdeführers für die H._ berichtet
wird, vom Beschwerdeführer aber auch ein solches Engagement noch gar
nie erwähnt worden ist,
dass dieses Schreiben dem Beschwerdeführer darüber hinaus unter Nen-
nung seiner angeblichen aktuellen Wohnadresse in B._ ein angeb-
lich bis heute andauerndes aktives Engagement attestiert wird, sich der
Beschwerdeführer aber schon seit fast sechs Jahren in der Schweiz auf-
hält,
dass im Übrigen dem mit der Beschwerde vorgelegten Foto mangels er-
kennbarem Bezug zum vorliegenden Prozessgegenstand bereits die Be-
weiseignung abzusprechen ist,
dass schliesslich mit dem SEM darin einig zu gehen ist, dass der Be-
schwerdeführer auch im Lichte der am 2. November 2021 vorgelegten Un-
terlagen zu einer Demonstrationsteilnahme vom Sommer 2021 keinen
nennenswerten exilpolitischen Exponierungsgrad erkennen lässt,
dass sich der Beschwerdeführer aufgrund der Aktenlage einzig dahinge-
hend auszeichnet, dass er seine Heimat vor mittlerweile fast sechs Jahren
verlassen hat, jedoch alleine dieser Punkt als nicht relevant zu erkennen
ist,
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dass nach dem Gesagten auch im vorliegenden Verfahren nichts für das
Vorliegen eines relevanten Gefährdungsprofils im Sinne der massgebli-
chen Praxis (gemäss Referenzurteil E-1866/2015) spricht,
dass es dem Beschwerdeführer diesen Erwägungen gemäss nicht gelingt,
die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-
chen, womit das SEM das Mehrfachgesuch zu Recht abgewiesen hat,
dass die erneute Anordnung der Wegweisung durch das SEM im Einklang
mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Be-
schwerdeführer weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch
über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44
[erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),
dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-
weisung entgegenstehen, da das SEM eine vorläufige Aufnahme von Aus-
ländern anzuordnen hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als unzu-
lässig, unzumutbar oder unmöglich erweist (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG
i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]),
dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen nach ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flücht-
lingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Vollzugshindernisse sind zu be-
weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker-
und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig zu erkennen ist (Art. 83
Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen weder Hinweise auf eine
flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG;
Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) noch konkrete Anhaltspunkte für eine in
der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im Sinne von
Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,
dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist
(Art. 83 Abs. 4 AIG), da weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des
Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,
dass es sich beim Beschwerdeführer um einen (...)-jährigen Mann handelt,
welcher stets in (...) B._ (Ostprovinz) respektive einem Vorort ge-
lebt hat, wo er auch während Jahren (... [in handwerklichen Berufen]) tätig
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gewesen sei, und welcher zu seiner dort lebenden Ehefrau zurückkehren
kann, mit der er gemäss Aktenlage bis heute in ständigem Kontakt steht,
dass vor diesem Hintergrund kein Vollzugshindernis zu erkennen ist,
dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass sich auch aus
den am 2. November 2021 vorgelegten Berichten betreffend das Vorliegen
gewisser psychischer Probleme kein Vollzugshindernis ergibt,
dass in dieser Hinsicht vollumfänglich auf die hinreichend ausführlichen
und insgesamt schlüssigen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden
kann (vgl. angefochtene Verfügung, Ziff. V.2), welchen der Beschwerdefüh-
rer nichts entgegengesetzt hat,
dass der Wegweisungsvollzug schliesslich auch als möglich zu erkennen
ist (Art. 83 Abs. 2 AIG), da der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich über
die dafür zuständige Vertretung seines Heimatstaates die für seine Rück-
kehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG;
BVGE 2008/34 E. 12),
dass in diesem Zusammenhang der Ordnung halber festzuhalten bleibt,
dass die aktuell teilweise noch herrschenden Beschränkungen im interna-
tionalen Reiseverkehr nicht gegen die grundsätzliche Möglichkeit des Weg-
weisungsvollzuges sprechen, da mit hinreichender Sicherheit davon aus-
gegangen werden darf, dass diese nicht auf Dauer angelegt sind,
dass nach dem Gesagten auch der vom SEM angeordnete Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
dass die Beschwerde diesen Erwägungen gemäss als offensichtlich unbe-
gründet abzuweisen ist,
dass dem Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens und vor-
liegender Verfahrenskonstellation praxisgemäss Kosten von Fr. 1'500.–
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass der am 16. Februar 2022 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss
zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist.
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