Decision ID: f15954fc-f068-4c68-bcfe-79f301cf5cbe
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1985, war
vom 24. Oktober bis 12. Dezember 2016
bei der
Y._
als Assistent
Bereichsleiter angestellt gewesen
und
bei der ÖKK
Kranken- und Unfallversicherung AG (nachfolgend: ÖKK) obligatorisch unfallversichert, als er am
1
4.
Dezember 2016
auf dem Weg in die Waschküche mit dem Wäschekorb auf der Treppe ausrutschte, nach hinten
stürzte und sich dabei verletzte (Bagatellunfall-Meldung vom 19. Dezember 2016
; Urk. 10/1).
Mit Verfügung vom 28. Februar 2017 (Urk. 10/12)
stellte die
ÖKK die
von ihr bis d
ahin erbrachten Leistungen per 31. Januar 2017 ein
.
Die vom Versicherten am 2
.
März 2017
erhobene Eins
prache (Urk. 10/15
) wies die
ÖKK mit
Einspra
che
entscheid
vom 8. März 2017 ab (
Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 6. April 2017 Beschwerde gegen den
Einsprache
ent
scheid
vom 8. März 2017 (Urk. 2) und beantragte, dieser und die Verfügung vom 28. Februar 2017 seien aufzuheben und es seien ihm über den 1. Februar 2017 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2017 beantragte die ÖKK die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Am 15. November 2017 reichte der Beschwerdeführer seine Replik (Urk. 16) ein, und die Beschwerdegegnerin erstattete am 11. Dezem
ber 2017 ihre Duplik (20), welche dem Beschwerdeführer am 12. Dezember 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten
geänderten Bestimmungen des
Bundesge
setz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt
ver
-
wirklicht
hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
14. Dezember 2016
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in
dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit
eingetreten gedacht werden kann
. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu befinden hat.
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht
(BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht.
Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen
, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialver
siche
rungs
recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrem
Einspracheentscheid
(Urk. 2) die Einstellung der Leistungen
für das Ereignis vom 1
4.
Dezember 2016 per
1.
Februar 2017 ges
tützt auf die Beurteilungen ihres Vertrauensarztes Dr. med. Z._, wonach der S
tatus
quo sine vier Wochen nach dem Unfall zu bestätigen sei.
Die bildgebenden Untersuchungen hätten keine unfallbedingte Schädigung, sondern lediglich eine Fehlhaltung der Wirbelsäule ergeben, was unfallfremd sei. Nebst der Kontusion der Hand seien keine ossären Läsionen, keine Wunde und kein Hämatom sowie keine Kontusionszeichen festgestellt worden. Die «
post
hoc ergo
propter
hoc»-Argumentation genüge indessen den Anforderungen an einen
rechtsgenüglichen
Beweis nicht (S. 1 f. Ziff. 1.3., 2 f. Ziff. 2.4.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, die Einschätzung von Dr. Z._
sei nicht evident, was auch
der Neurochirurg Dr. med.
A._
in seinem neurochirurgischen
Konsilium
vom April 2017 festgehalten habe (S. 4 Ziff. 3-4, S. 5 f. Ziff. 9-10). Am 27. Februar 2017 sei
eine Läsion des
Nervus
ulnaris
mit begleitenden
cervikalen
Muskelver
spannungen und einer Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule (HWS) festgestellt worden (S. 4 f. Ziff. 5-6),
welche Befunde
Dr. Z._
im Zeitpunkt seiner Beurteilung vom 2
1.
Februar 2017
noch nicht bekannt gewesen seien (S. 5 Ziff. 7). Die Beschwerden und der Verlauf seien erklärbar unter Berück
sichtigung der zusätzlich erlittenen
Nervus
ulnaris
Läsion und der sich daraus ergebenden HWS-Beschwerden. Es sei der Beschwerdegegnerin nicht gelungen, überwiegend wahrscheinlich nachzuweisen, dass per 1. Februar 2017 keine Unfall
folgen mehr vorgelegen hätten (S. 5 f. Ziff. 10).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 9) machte die Beschwerdegegnerin geltend, die Verletzung des
Nervus
ulnaris
sei lediglich als Verdachtsdiagnose gestellt worden, und der Verdacht habe sich nicht bestätigt. Die darauf basierende Beur
teilung von Dr. A._ gehe deshalb von falschen Annahmen aus. Zudem könne gemäss Dr. Z._ ein
Sulcus
ulnaris
-Syndrom nicht automatisch einem Unfallereignis zugeschrieben werden (S. 6 Ziff. 3).
2.4
In seiner Replik (Urk. 16) machte der Beschwerdeführer geltend, die Be
schwerdegegnerin habe nach Erlass ihres Entscheides noch weitere Berichte eingeholt und diese Dr. Z._ vorgelegt, was unzulässig sei. Sie habe
lite
pendente Handlungen nachgeholt (S. 5 f. Ziff. 5-6, S. 6 Ziff. 1-2). Massgeblich sei die medizinische Abklärungssituation im Zeitpunkt der Einstellungsan
kün
digung, mithin der 21. Januar 2017, gewesen. Damals sei aber gar noch nicht bekannt gewesen, ob der
Nervus
ulnaris
effektiv verletzt worden oder lediglich
irritiert gewesen sei. Dieser Abklärungsmangel dürfe
lite
pendente nicht geheilt werden (S. 7 Ziff. 4-5). Zudem sei auch der
rechtsgenügliche
Nachweis des Erreichens des Status quo ante misslungen (S. 7 Ziff. 1).
2.5
In ihrer Duplik (Urk. 20) brachte die Beschwerdegegnerin vor, bei den Ausführungen von Dr. A._ handle es sich um
Mutmassungen
zum Unfall
hergang. Er stelle Hypothesen auf, welche von keinem der beteiligten Ärzte als vermutet oder suggeriert verstanden werden könnten (S. 2 Ziff. 1-2). Der nach
dem
Einspracheentscheid
datierte medizinische Bericht von Prof. Dr. med.
B._
, Chefarzt und Direktor Zentrum für Paraplegie, C._, vom 9. März 2017 habe sachlogisch nicht vor Erlass des
Einspracheentscheides
am 8. März 2017 eingeholt werden können. Zudem seien gemäss Rechtspre
chung im Beschwerdeverfahren weiterhin punktuelle Abklärungen zulässig und die Vervollständigung der Akten sei auch nach Erlass des
Einspracheentscheides
zweckmässig und geboten (S. 3 Ziff. 1). Dieser Bericht bestätige die voraus
gehende Beurteilung des beratenden Arztes Dr. Z._, indem klinisch-neuro
logisch und neurophysiologisch ein unauffälliger Untersuchungsbefund bestä
tigt worden sei (S. 3 Ziff. 2-3).
2.6
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für das Ereignis vom 14. Dezember 2016 über den 1. Februar 2017 hinaus leistungspflichtig ist.
3.
3.1
In der
Bagatellunfallmeldung
vom 1
9.
Dezember 2016
(Urk. 10/1) wurde zum Un
fallhergang ausgeführt, dass der Beschwerdeführer am 14. Dezember 2016
mit dem Wäschekorb
in die Waschküche
unterwegs gewesen
und auf der Treppe
ausgerutscht und nach hinten gestürzt sei, wobei er sich verletzt habe (Ziff. 4-6
)
.
Zu den Verletzungen wurde angegeben, der Beschwerdeführer habe am linken
Handgelenk, an der linken Schulter sowie am Rücken jeweils eine Prellung erlitten (Ziff. 9).
3.2
Die am 16. Dezember 2016 erstbehandelnde Ärztin
dipl.
med. D._, Praktische Ärztin, nannte in ihrem Bericht vom 28. Dezember 2016 (Urk. 10/3) als Diagnosen eine Rückenprellung und eine Handkontusion links (Ziff. 9). Zum Unfallhergang führte sie aus, der Beschwerdeführer habe am Abend des 14. Dezember 2016 gegen 18.30 Uhr einen
Treppensturz über 6 bis 7 Stufen
erlitten, sei rückwärts auf den Rücken gefallen und habe sich mit dem linken Arm abgestützt (Ziff. 6). Das Röntgen der linken Hand zeige keinen Fraktur
nachweis (Ziff. 8). Es seien Analgesie, Schonung,
Muskelrelaxion
und Physio
therapie veranlasst worden (Ziff. 11). Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit, und die Arbeitsaufnahme sei noch nicht absehbar. Die Wiedervorstellung erfolge am 4. Januar 2017 (Ziff. 12-14).
3.3
Dr. med. E._, Facharzt für Radiologie, F._, führte in seinem Bericht vom 13. Januar 2017 (Urk. 10/5) nach gleichentags durchgeführtem Röntgen der HWS, BWS, LWS sowie eines MRI der HWS aus, es finde sich eine leichte
skoliotische
Fehlhaltung der Wirbelsäule mit flacher linkskonvexer Komponente
thorakolumbal
und rechtskonvexer Kompo
nente
zervikothorakal
sowie eine etwas betonte BWS-Kyphose sowie LWS-Lordose. Abgesehen hiervon fänden sich ein altersentsprechender, unauffälliger knöcherner Untersuchungsbefund,
keine
Traumafolgen
und keine relevanten degenerativen Veränderungen.
Es zeigten sich ein regelrechter Weichteilbefund im Bereich der HWS, keine Diskushernie, ein unauffälliger Plexus und kein Korrelat für eine radikuläre Beschwerdesymptomatik (S. 1 f.).
3.4
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 17. Januar 2017 (Urk. 10/6) als Diagnose einen Status nach Rückenprellung und Handkontusion links (S. 1 Ad 2). Dr. G._ führte aus, er habe den Patienten einmalig am 5. Januar 2017 untersucht. Dieser schildere persistierende Schmerzen
der Wirbelsäule (HWS, BWS und LWS) und verspüre eine Schmerzausstrahlung in den linken Arm mit zum Teil Kribbeldysästhesie. Beim Sitzen habe er Schmerzen an der LWS. Es bestehe keine radikuläre Symp
tomatik der LWS (S. 1 Ad 1). Der Beschwerdeverlauf sei protrahiert, und auch unter Physiotherapie und oraler Analgesie werde eine Beschwerde
persi
stenz geschildert (S. 2 Ad 4). Es fänden wöchentliche Physiotherapie, orale Analgesie nach Bedarf und bei Beschwerdepersistenz gegebenenfalls eine ortho
pädische Mitbeurteilung statt (S. 2 Ad 5). Die voraussichtliche Dauer der Behandlung sei unklar, und eine Kontrolle sei am 23. Januar 2017 vorgesehen (S. 2 Ad 6). Die aktuelle Arbeitsunfähigkeit betrage 100 % (S. 2 Ad 7). Es bestünden Schmerzen beim Sitzen sowie Konzentrationsprobleme durch die Schmerzen und die Analgetika (S. 2 Ad 8). Dr. G._ führte abschliessend aus, die
Prognose
sei günstig, und es werde
von einem vollständigen Beschwerderückgang ausge
gangen
(S. 2 Ad 9)
.
3.5
Dr. Z._ führte in seiner Stellungnahme vom 27. Januar 2017 (Urk. 10/7) aus, es seien keine objektivierbaren Unfallfolgen ersichtlich. So habe das Rönt
gen keine ossäre Läsion gezeigt, und klinisch hätten sich weder eine Wunde, noch ein Hämatom noch Kontusionszeichen gezeigt. Die aktuellen Beschwerden stünden nur noch in einem möglichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall
ereignis vom 14. Dezember 2016 (S. 1). Als unfallfremde Faktoren lägen eine
skoliotische
Haltung der Wirbelsäule sowie eine BWS-Kyphose und eine LWS-Lordose und damit eine
Fehlform
der Wirbelsäule vor. Der Status quo sine sei demnach vier Wochen nach dem Unfall erreicht (S. 2).
3.6
Dr. Z._ führte in seiner Stellungnahme vom
2
1.
Februar 2017 (
Urk.
10/11)
aus, gemäss Erstbericht und Erstkonsultation bestünden keine Zweifel an der unfallbedingten Problematik respektive Kausalität. De facto sei dies auch als Bagatell-Unfall dargestellt. Nun stelle sich die Frage, ob die andauernde Wirbelsäulen-Problematik eine natürliche Kausalität zum
Unfallereignis vom 14. Dezember 2016 aufweise. Hier sei festzuhalten, dass abgesehen von der Kontusion, wie im Erstbericht beschrieben, keine weiteren Läsionen hätten objek
tiviert werden können. Sehr auffallend und zu einem Unfallereignis abso
lut nicht passend sei die Schmerzhaftigkeit der gesamten Wirbelsäule auf allen drei Ebenen.
Was im Januar 2017 habe nachgewiesen werden können, sei eine
skoliotische
Fehlhaltung der Wirbelsäule, welche mit Sicherheit nicht auf ein Unfallereignis zurückführbar sei. Ob diese Fehlhaltung der Wirbelsäule nun strukturiert fixiert respektive als redressierbar zu bezeichnen sei, lasse sich anhand der Unterlagen nicht sicher beurteilen (S. 1 unten). Die Beschwerden im Januar 2017 und die damit verbundenen Befunde seien nicht mehr als unfallkausal zu betrachten, da die natürliche Kausalität höchstens als möglich geschätzt werden könne. Sinngemäss könne ein Status quo sine spätestens vier Wochen nach Ereignis angenommen werden (S. 2).
3.7
Dr. med.
H._
, Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie, und med.
pract
.
I._
, C._, nannten in ihrem Sprechstundenbericht vom 28. Februar 2017 (Urk. 3/4) als Diagnose einen
Verdacht auf eine
trau
ma
-
tische Läsion des
Nervus
ulnaris
im Bereich des
Sulcus
Nervus
ulnaris
links mit/bei Status nach mehrsegmentaler Rückenkontusion vom 14. Dezember 2016 mit/bei Treppensturz von
etwa 10 Stufen beim Heruntergehen
(S. 1).
Zum Befund führten die Ärzte aus, die Sensomotorik der oberen und unteren Extremität sei vollständig intakt. Es bestehe eine freie HWS-Beweglichkeit mit leichter endständiger Schmerzprovokation der
Zervikalgie
bei vol
lständig möglicher
Reklination
(S. 1 unten). Die bildgebenden Untersuchungen vom 13. Janu
ar sowie vom 28. Februar 2017 hätten keine entzündlichen und keine wesentlichen degenerativen Veränderungen der gesamten Wirbelsäule aber eine leichte
skoliotische
Fehlhaltung
der BWS und LWS von weniger als 10° gezeigt, am ehesten analgetisch bedingt
, mit regelrechtem Alignement (S. 2 oben).
Die Ärzte führten aus, der Patient leide seit dem Sturz,
traumabedingt
, an einer ausstrahlenden Beschwerdesymptomatik, welche am ehesten dem Dermatom C8 entspreche. In der HWS-Aufnahme sei diesbezüglich jedoch keine Nervenkom
pression abzugrenzen. Eindrücklich sei jedoch ein
provozierbares
Tinelphä
no
men
über dem
Sulcus
Nervus
ulnaris
links, welches die besagten Beschwerden im
Digitus
IV und V sowie dem ulnaren Unterarm sehr gut reproduzieren könne. Der Patient werde an die Kollegen der Neurologie zur neurophysischen Untersuchung überwiesen. Er
scheine aufgrund des ausgeprägten Kribbelns und den damit einhergehenden Verspannungen der gesamten Nackenregion aktuell nicht arbeitsfähig zu sein
. Die weiteren Abklärungen und der Verlauf seien abzuwarten (S. 2 Mitte)
3.8
Prof. B._ nannte in seinem Bericht vom 9.
März 2017
(Urk. 10/18) nach gleichentags durchgeführter neurologischer und neurophysiologischer Untersu
chung des Beschwerdeführers als Diagnose einen unauffälligen
Untersuchungs
befund ohne Hinweis für eine
Sulcus
ulnaris
- oder zervikale Störung
. Der Patient sei zum Ausschluss einer
Sulcus
-Neuropathie zugewiesen worden (S. 1).
3.9
Dr. A._ erstattete am 4. April 2017 seine vom Beschwerdeführer veranlasste beratende konsiliarische Stellungnahme (Urk. 3/3). Dr. A._ führte aus, der Beschwerdeführer habe als Rechtshänder beim Sturz mit der dominanten Hand den Wäschekorb festgehalten und sich mit der nicht domi
nanten linken oberen Extremität abgestützt. Dies erkläre die stärkere Prellung des Ellbogens links und die traumatische Läsion des
Nervus
ulnaris
gut (S. 3 oben).
Aufgrund der Störung habe der Beschwerdeführer ein Problem, normal beid
händig zu agieren, was zu
Kompensationsbewegungen und damit zu stärkeren Verspannungen führe, und die
skoliotische
Fehlhaltung der Wirbelsäule gut erkläre (S. 3 Mitte).
Bei der Frage, ob es sich tatsächlich um einen Bagatellunfall handle, müsse erwähnt werden, dass Dr. Z._ keine Kenntnis von der peripheren Nerven
läsion an der linken oberen Extremität gehabt habe. Mit der zusätzlichen Verletzung eines peripheren Nervs sei das Unfallereignis nicht mehr so banal, wie es suggeriert werde, und es ergebe sich eine Erklärung für die muskulären Probleme an der HWS (S. 4 oben).
Dr. A._ hielt fest, es sollte im Konsens festgestellt werden, dass es beim Unfallereignis vom 14. Dezember 2016 zusätzlich zu einer peripheren Nerven
läsion gekommen sei (
Nervus
ulnaris
). Die Beschwerden der HWS stammten damit nicht direkt vom Treppensturz, sondern bestünden begleitend zur
Nervus
ulnaris
Läsion und seien damit indirekte Unfallfolge.
Was die Prellung im unteren BWS-/LWS-Bereich angehe, so entspreche die Auffassung von Dr. Z._ nicht der Auffassung der Mehrheit der Schweizer Unfallversicherungen. Die Annahme, dass nach spätestens vier Wochen alle Beschwerden nach einer Prellung der Wirbelsäule abgeklungen seien, sei nicht begründet und nicht durch die Literatur gestützt (S. 4 unten).
Folge man dem Eindruck der klinischen Untersuchung durch Dr. H._, so bestünden noch für einige Zeit Nackenbeschwerden, welche indirekt unfall
kausal seien. Massgeblich hierfür sei die Ausheilung der traumatischen
Nervus
ulnaris
Läsion. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage sollte prognostisch von einer Beschwerde- und Verlaufsdauer von etwa einem halben Jahr ausgegangen werden. Getrennt davon sei mit dem Eintritt einer zumindest teilweisen Arbeits
fähigkeit zu einem früheren Zeitpunkt zu rechnen. Für die sachgerechte Beurtei
lung der aktuellen Arbeitsfähigkeit sei jedoch eine
persönlich vorgenommene körperliche Untersuchung die Voraussetzung (S. 5 oben).
3.10
Am 5. Mai 2017 nahm Dr. Z._ zum Bericht der C._ vom 28. Februar 2017 und zum von Dr. A._ erstellten Parteigutachten vom 4. April 2017 Stellung (Urk. 10/16). Dr. Z._ führte aus, die von Dr. A._ vorgenommene Interpretation des Berichtes von Dr. H._ sei nicht nachvollziehbar (S. 2 Mitte).
Von den Fachkollegen der C._ werde keinerlei akute Wirbelsäulen-Pathologie gesehen und auch keine Hinweise auf eine unfallbe
dingte Wirbelsäulen-Problematik diskutiert. Dies bestätige de facto die
versiche-
rungsmedizinische
Beurteilung seinerseits vom 21. Februar 2017 vollumfäng
lich
. Jedoch müsse die neurologische Abklärung versicherungsmedizinisch mitbe
rücksichtigt werden, auch dann, wenn vom Unfallhergang eine solche Läsion im Rahmen des Sturzes am 14. Dezember 2016 als eher unwahrscheinlich erscheine (S. 2 unten). Dr. Z._ führte aus, er empfehle aufgrund dieser neuen Ent
wicklung die Vervollständigung der Akten, um eine abschliessende versiche
rungsmedizinische Beurteilung vornehmen zu können (S. 3 oben).
3.11
In seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2017 (Urk. 10/17) führte Dr. Z._ aus, der Patient sei nebst der klinischen Untersuchung auch neurophysiologisch abgeklärt worden, und Prof. Dr. B._ sei anhand seiner Befunde zum Schluss gekommen, dass sich klinisch-neurologisch und auch neurophysiologisch ein unauffälliger Untersuchungsbefund gezeigt habe und damit keine Hinweise für ein
Sulcus
ulnaris
-Syndrom vorlägen. Ebenso hätten keine Hinweise für eine radikuläre oder
cervikale
Impulsleitstörung gefunden werden können.
Zusammenfassend lasse sich damit sagen, dass für die vom Patienten geltend gemachten Beschwerden weder durch die Wirbelsäulen-Chirurgen noch durch den Neurologen eine fassbare Erklärung habe geliefert werden können, welche
auf irgendeine Art auf das Unfallereignis vom 14. Dezember 2016 zurück
führ
bar wäre.
3.12
Dr. A._ führte nach erneuter Vorlage der Akten in seiner beratenden konsiliarischen Stellungnahme vom 24. September 2017 (Urk. 17) aus, die von Dr. H._ veranlasste fachneurologische Beurteilung habe keine Anhaltspunkte für eine fassbare traumatische
Nervus
ulnaris
Läsion ergeben. Damit müsse man von einer passageren Irritation des
Nervus
ulnaris
links ausgehen, welche im Rahmen des Treppensturzes aufgetreten sei (S. 3 Mitte). Dr. A._ führte weiter aus, es sei die Situation der BWS und LWS einerseits und jene der HWS andererseits separat und detailliert zu analysieren, was Dr. Z._ nicht getan habe (S. 4 oben).
Im vorliegenden Fall dürfe die Prellung der BWS und der LWS nach zwei
ein
halb Monaten, also am 28. Februar 2017, als ausgeheilt gelten. Damit liege ein völlig normaler Heilverlauf vor. Der von Dr. Z._ vertretenen Auffassung, dass nach Prellungen der BWS und LWS die Beschwerden stets und obligat in weniger als vier Wochen abklängen, könne nicht gefolgt werden (S. 4 unten). Der Beschwerdeführer habe bei seinem Treppensturz eine Verletzung der HWS erlitten, jedoch ohne nachweisbare strukturelle Verletzungen, was Knochen- und Bänderstrukturen angehe. Im Prinzip sei die Verletzung der HWS vom Beschwerdeführer damit analog einem HWS-Schleudertrauma zu beurteilen.
Grundsätzlich sei bei Beschwerden seitens der HWS wie im Fall des Be
schwerdeführers, von einer Ausheilung auszugehen, jedoch in einem Zeitraum von maximal sechs bis zwölf Monaten, da keine erschwerenden Faktoren ersichtlich seien. Die Einschätzung von Dr. Z._, dass auch Beschwerden seitens der HWS innerhalb von spätestens vier Wochen abklängen, vermöge sich nicht auf beste wissenschaftliche Erkenntnis abzustützen (S. 5 Mitte).
Dr. A._ führte aus, in gesamtheitlicher Würdigung dieser Umstände halte er an seiner Einschätzung fest und folge der Beurteilung der behandelnden Ärzte der C._. Dass eine temporäre Irritation des
Nervus
ulnaris
mit entsprechender Symptomatik bestanden habe, sei nicht ausge
schlossen. Die initiale klinische Diagnostik bei positiven
Tinel
-Zeichen bleibe bestehen. Dr. Z._ könne nicht gefolgt werden (S. 5 unten).
3.13
In seiner Stellungnahme vom 24. November 2017 (Urk. 21) führte Dr. Z._ zur Beurteilung von Dr. A._ vom 24. September 2017 aus, er sehe darin keine neuen Elemente, die irgendwie auf objektiven Befunden beruhten. Es handle sich um Hypothesen, welche von keinem der beteiligten Ärzten vermutet oder eventuell suggeriert verstanden werden könnten. Sinngemäss hätten die vorausgehenden drei versicherungsmedizinischen Beurteilungen, wie eingangs erwähnt, weiterhin ihre Gültigkeit und bedürften keiner
Reevaluation
respektive Nachkorrektur (S. 4 oben).
4.
4.1
Gestützt auf die Einschätzungen ihres Vertrauensarztes Dr. Z._ vom Januar, vom Februar, vom Mai sowie vom November 2017 (vgl. vorstehend E. 3.5-6, E. 3.10-11, E. 3.13) ging die Beschwerdegegnerin von einem Erreichen des Status quo sine vier Wochen nach dem Unfallereignis vom 14. Dezember 2016 aus und stellte die Leistungen per 1. Februar 2017 ein (vgl. vorstehend E. 2.1, E. 2.3, E. 2.5). Der Beschwerdeführer machte insbesondere gestützt auf die von ihm veranlassten Stellungnahmen von Dr. A._ vom April 2017 und
vom September 2017 (vgl. vorstehend E. 3.9 und E. 3.12) geltend, der Status q
uo sine sei noch nicht erreicht, und es lägen über den 1. Februar 2017 hinaus noch Unfallfolgen vor, für welche die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig sei (vgl. vorstehend E. 2.2, E. 2.4).
4.2
Aus den medizinischen Akten ergibt sich
, dass der Beschwerdeführer aufgrund des Ereignisses vom 14. Dezember 2016 eine Prellung von Rücken und Schulter sowie eine Kontusion der linken Hand erlitt. Weder das von der erstbe
han
delnden Ärztin Dipl. med.
D._
veranlasste Röntgen der linken Hand noch die umfassende bildgebende Abklärung der gesamten Wirbelsäule ergaben Frak
turnachweise
oder Hinweise auf Unfallfolgen.
K
linisch
wurden
weder eine Wunde, noch ein Hämatom noch Kontusionszeichen
festgestellt (vgl. vorstehend E. 3.1-3).
Ausdrücklich verneinte Dr. E._ in seinem Bericht vom Januar 2017 das Vorliegen von
Traumafolgen
und beschrieb auch einen regelrechten Weichteilbefund im Bereich der HWS. Die leichte
skoliotische
Fehlhaltung der Wirbelsäule erachtete er in Übereinstimmung mit Dr. Z._ nicht als Folge des Unfalles (vgl. vorstehend E. 3.3).
Die von den Ärzten der C._
nach Untersuchung des Beschwerdeführers in der Sprechstunde
im Februar 2017
geäuss
erte
Verdachts-diagnose einer traumatischen Läsion des
Nervus
ulnaris
im Bereich des
Sulcus
Nervus
ulnaris
(vgl. vorstehend E. 3.7)
konnte anlässlich der veranlassten neu
rologischen Abklärung
durch Prof. Dr. B._
nicht bestätig
t werden (vgl. vor
stehend E. 3.8
).
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt
demnach
, dass die Beurteilung von Dr.
Z._
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in ange
messener Weise berücksichtigt, in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizinischen Situation Rechnung trägt. Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zum Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers werden hinreichend begründet. Zusammen
-
fassend erfüllen seine Berichte damit die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vor
steh
end E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abge
stellt werden kann.
Daran vermögen die Ausführungen des Parteigutachters Dr. A._ vom April und vom September 2017 (vgl. vorstehend 3.9 und E. 3.12) auch keine geringen Zweifel zu wecken. In seiner ersten beratenden Stellungnahme vom April 2017 stützte er die gesamte Begründung der Unfallkausalität auf die von den Ärzten der C._
geäusserte
Verdachtsdiagnose, welche sich im Nachhinein nicht bestätigt hatte. Die infolgedessen von Dr. A._ in seiner Stellungnahme vom September 2017 befürwortete Gleichbehandlung der Sache mit HWS-Distorsionen,
erscheint sehr gesucht, zumal eine HWS-Distorsion weder diagnostiziert wurde, noch vom Unfallhergang wahrscheinlich erscheint. Was die Kritik von Dr. A._ anbelangt, dass nicht einfach sämtliche Prellungen der Wirbelsäule nach vier Wochen als abgeklungen an
ge
sehen werden können, ist zu beachten, dass, wie ausgeführt, weder bildgebend noch klinisch allfällige Verletzungszeichen (Hämatom, Wunde, Kontusions
zei
chen)
haben festgestellt werden können (vgl. vorstehend E. 3.1-3).
4.3
Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Berichte der
C._
geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe während laufendem Beschwerdeverfahren noch Abklärungen getätigt, welche klarerweise im
Ein
spracheverfahren
hätten geschehen sollen, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Einerseits legte der Beschwerdeführer selbst den Bericht betreffend die Abklärungen an der
C._
im Beschwerdeverfahren vor, weshalb die Beschwerdegegnerin korrekt gehan
delt hat, indem sie diesen ihrem
Vertrauensarzt vorgelegt hat. Zudem ging aus dem Bericht von
Dr. H._
und med.
pract
. I._ vom Februar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.7)
klar hervor, dass es sich lediglich um eine Verdachtsdiagnose handelte
,
weswegen
eine neurolo
gische Abklärung veranlasst
wurde. Dass in der Folge ergänzend der Bericht vom Neurologen Prof. Dr. B._ vom März 2017 (vgl. vorstehend E. 3.8) einge
holt wurde, dessen
Ergebnis
im Übrigen dem Beschwerdeführer
zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung
im April 2017
bereits bekannt
gewesen sein dürfte, ist nicht zu beanstanden.
4.4
Aufgrund des Gesagten erweist sich der
Einspracheentscheid
vom
8
.
März 2017
(Urk. 2) und damit die Leistungseinstellung
per 1. Februar 2017
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Hinsichtlich der von der Beschwerdegegnerin beantragten Prozessentschädigung (vgl. Urk. 9 S. 2) hat d
er Grundsatz des kostenlosen Verfahrens zur Folge, dass
ihr, beziehungsweise
dem jeweiligen Versicherungsträger, keine Parteientschä
digung zusteht (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015,
N 58 zu Art. 61).