Decision ID: cc872cb4-54da-59e6-9079-f2ce97bff280
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Die Beschwerdeführenden, ein Ehepaar mit zwei minderjährigen Kindern
afghanischer Staatsangehörigkeit, verliessen ihr Heimatland eigenen An-
gaben zufolge im Alter von 10 oder 11 Jahren (Ehemann) beziehungsweise
vor 14 Jahren (Ehefrau) und begaben sich nach Griechenland. Am 2. Juli
2018 reisten sie mit ihren beiden Kindern in die Schweiz, wo sie gleichen-
tags die Asylgesuche stellten. Mit Verfügung vom 4. Juli 2018 wurden sie
dem Testbetrieb zugewiesen, wo am 6. Juli 2018 die Befragungen stattfan-
den. Am 12. Juli 2018 wurden vom SEM persönliche Gespräche durchge-
führt. Dabei wurde den Beschwerdeführenden auch das rechtliche Gehör
zu einer allfälligen Wegweisung nach Griechenland gewährt. Am 17. Juli
2018 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um Rückübernahme
der Beschwerdeführenden. Mit Schreiben vom 27. Juli 2018 teilten die grie-
chischen Behörden den schweizerischen Asylbehörden mit, dass die Be-
schwerdeführenden in Griechenland als Flüchtlinge anerkannt seien, eine
dauerhafte Aufenthaltsbewilligung hätten und rückübernommen würden.
Am 8. August 2018 wurde der Rechtsvertretung ein Entscheidentwurf vor-
gelegt, zu welchem sie mit Eingabe vom 10. August 2018 Stellung nahm.
Mit Entscheid vom 15. November 2018 wurden die Beschwerdeführenden
dem Verfahren ausserhalb der Testphasen und dem für sie zuständigen
Kanton zugewiesen. Am 19. November 2018 wurde das bisher bestehende
Mandatsverhältnis beendet.
Die Beschwerdeführenden machten anlässlich der Kurzbefragungen vom
6. Juli 2018 geltend, sie seien ethnische Hazara und würden keine Identi-
tätsdokumente besitzen.
Anlässlich des persönlichen Gesprächs vom 12. Juli 2018 legte der Be-
schwerdeführer dar, in Griechenland habe man ihm gesagt, dass er an ei-
nen Ort im Zentrum geschickt werde. Stattdessen sei er jedoch auf eine
Insel gekommen, auf welcher mehrheitlich alleinstehende Personen, die
jede Nacht Alkohol getrunken hätten, gewesen seien. Nacht für Nacht sei
es zu Problemen und Streitereien gekommen. Zudem seien er und die Kin-
der geschlagen worden. Der Sohn sei am Auge und die Tochter am Rücken
von Arabern verletzt worden. Die Araber hätten auch Steine an ihre Fenster
geworfen. Die Tochter habe jeden Tag geweint, während sie in der Schweiz
gerne den Unterricht besuche. In Griechenland hätten sie auch während
einer Woche in E._ auf der Strasse gelebt. Ferner gebe es dort
kaum Schulen, und wenn doch, dann würden dort Ausländer unterrichten.
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Er wolle jedoch, dass seine Kinder die Schule richtig besuchen könnten. In
Bezug auf den Gesundheitszustand brachte er vor, dass er im F._
eine (...)verletzung erlitten und wegen der Arbeit deformierte Hände habe.
Auch sei er wegen einer Streiterei mit einem Messer verletzt worden. Seit
vier Jahren habe er eine (...) und müsse manchmal (...). Trotz einer Blut-
abnahme in Griechenland habe nichts gefunden werden können. Die Be-
treuung der Flüchtlinge sei dort schlecht. Gestützt auf den Arztbericht vom
30. Juli 2018 wurden (...), ein Status nach berufsbedingter langjähriger (...)
und eine latente (...) festgestellt.
Die Beschwerdeführerin sagte anlässlich des persönlichen Gesprächs vom
12. Juli 2018 aus, sie habe in Griechenland viele Probleme gehabt. Ihre
Kinder seien belästigt worden, insbesondere von Kindern aus arabischen
Familien. Es sei zu Verständigungsschwierigkeiten gekommen, als sie
habe mit den Eltern dieser Kinder sprechen wollen, und sie sei beschimpft
worden. Sie habe mit ihrem Sohn allein in die Schweiz reisen wollen, sei
dann aber vom Schlepper, der ihr einen (...) Pass beschafft habe, in des-
sen Zimmer sexuell belästigt worden. Er habe versucht, sie zu vergewalti-
gen, was ihm nur deshalb nicht gelungen sei, weil eine andere Familie ge-
klingelt habe. Später habe sie von dort mit ihrem Sohn fliehen können. Im
Viktoria-Park seien zwei Angehörige der Hazara getötet worden, und die
Polizei habe nichts unternommen. Die Afghanen hätten untereinander we-
gen des Glaubens zwischen Schiiten und Sunniten Probleme. Auch die
Griechen hätten Probleme. Es gebe viele Drogensüchtige auf den Stras-
sen Griechenlands und keine Sicherheit. Zudem seien ihre Kinder von Aus-
ländern und nicht von Griechen unterrichtet worden. Ihre Kinder hätten dort
keine Zukunft. Sie wolle auf keinen Fall nach Griechenland zurückkehren,
weil die Zustände dort denjenigen im F._ oder in Afghanistan ähn-
lich seien. Bezüglich des Gesundheitszustandes machte die Beschwerde-
führerin geltend, dass ihre Tochter in Griechenland trotz (...)problemen
nicht behandelt worden sei. Auch sie selber habe (...) und in der Schweiz
Schmerzmittel erhalten. Überdies könne sie nicht gut schlafen und habe
Albträume, weil sie drei Mal sexuell belästigt worden sei. Den ärztlichen
Berichten vom 20. und 30. Juli 2018 kann entnommen werden, dass eine
(...) sowie ein Verdacht auf eine (...) mit Status nach sexuellem Missbrauch
durch den Vater und ein (...) vorliegt.
Der Beschwerdeführenden reichten keine rechtsgenüglichen Identitätsdo-
kumente zu den Akten.
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B.
Mit Verfügung vom 7. Januar 2018 stellte das SEM fest, dass auf die Asyl-
gesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten werde. Die Be-
schwerdeführenden würden aus der Schweiz weggewiesen und müssten
diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der angefochtenen Verfügung
verlassen. Es händigte die editionspflichtigen Akten aus.
C.
Gegen diese Verfügung reichten die Beschwerdeführenden mit Eingabe
vom 21. Januar 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein und
beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Anweisung
der Vorinstanz, auf die Asylgesuche einzutreten, die Rückweisung der Sa-
che an die Vorinstanz zur Ergänzung des Sachverhalts und zur Neubeur-
teilung. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Erteilung der
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, um Anweisung der Vollzugsbe-
hörden, von einer Überstellung der Beschwerdeführenden nach Griechen-
land abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über den Suspensivef-
fekt der eingereichten Beschwerde entschieden habe, um vollständige Ein-
sicht in die Akten, insbesondere in die eingereichten Beweismittel, sowie
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Einschluss des
Verzichts auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
Der Beschwerde lagen Kopien der angefochtenen Verfügung, eine Voll-
macht und eine Fürsorgebestätigung bei.
D.
Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Januar
2018 wurde den Beschwerdeführenden mitgeteilt, dass sie den Ausgang
des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten könnten. Auf den An-
trag um Herstellung der aufschiebenden Wirkung wurde nicht eingetreten.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wurde ab-
gewiesen und die Beschwerdeführenden aufgefordert, innert der ihnen an-
gesetzten Frist einen Kostenvorschuss zu bezahlen. Andernfalls werde auf
die Beschwerde nicht eingetreten.
E.
Mit Eingabe vom 25. Januar 2019 wurden Beweismittel aus öffentlich zu-
gänglichen Quellen zu den Akten gegeben.
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F.
Mit Eingabe vom 11. Februar 2019 wurde um wiedererwägungsweise Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege, um Verzicht auf einen Kosten-
vorschuss und um Anordnung der aufschiebenden Wirkung ersucht.
G.
Mit Zwischenverfügung vom 14. Februar 2019 wurde das Gesuch um Wie-
dererwägung der Zwischenverfügung vom 25. Januar 2019 abgewiesen
und den Beschwerdeführenden eine Notfrist zur Begleichung des bereits
verlangen Kostenvorschusses eingeräumt, verbunden mit der Androhung,
im Unterlassungsfall werde auf die Beschwerde nicht eingetreten.
H.
Mit Eingabe vom 20. Februar 2019 wurde um Gutheissung der Be-
schwerde ersucht. Der Eingabe lag die Kopie eines Einzahlungsabschnit-
tes über die Bezahlung des Kostenvorschusses am 19. Februar 2019 bei.
I.
Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt.
J.
Mit Eingabe vom 6. März 2019 wurden in Bezug auf die Auslegung von
Art. 12 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 20. Novem-
ber 1989 (KRK; SR 0.107) weitere Beweismittelkopien zu den Akten gege-
ben.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision (AS 2016 3101) des Asylgesetzes
vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorlie-
gende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015).
1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
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det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht
vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die
Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105
und aArt. Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
2.1
Auf das Gesuch um Herstellung der aufschiebenden Wirkung ist nicht ein-
zutreten, zumal der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-
kung zukommen (Art. 55 Abs. 1 VwVG).
3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, ein Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen,
ist die Beurteilungskompetenz des Bundesverwaltungsgerichts grundsätz-
lich auf die Frage beschränkt, ob das SEM zu Recht auf das Gesuch nicht
eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5). Sofern das Gericht den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet, enthält es sich einer selb-
ständigen materiellen Prüfung, hebt die angefochtene Verfügung auf und
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weist die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück (vgl.
BVGE 2007/8 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen).
4.2 Bezüglich der Frage der ausländerrechtlichen Wegweisung und des
Wegweisungsvollzugs hat das SEM eine materielle Prüfung vorgenom-
men, weshalb dem Gericht diesbezüglich volle Kognition zukommt.
4.3 Das SEM stellte in der angefochtenen Verfügung Folgendes fest:
4.3.1 Der Bundesrat habe Griechenland als sicheren Drittstaat bezeichnet.
Die Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführenden in Grie-
chenland als Flüchtlinge anerkannt seien, und dieser Staat sich bereit er-
klärt habe, sie zurückzunehmen. Gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG könne ei-
nem Begehren um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft nur entspro-
chen werden, wenn ein schutzwürdiges Interesse nachgewiesen werde,
was vorliegend nicht der Fall sei, da die Beschwerdeführenden bereits in
einem Drittstatt als Flüchtlinge Schutz vor Verfolgung und keine Rückschie-
bung in Verletzung des non-Refoulements-Gebots zu befürchten hätten.
Deshalb werde auf ihre Asylgesuche nicht eingetreten.
4.3.2 In Bezug auf den Vollzug der Wegweisung würden weder die in Grie-
chenland herrschende Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbar-
keit des Wegeweisungsvollzug dorthin sprechen. Griechenland sei ein
Rechtsstaat und verfüge über ein funktionierendes Justizsystem sowie
eine funktionierende Polizeibehörde, die schutzwillig und schutzfähig sei.
Im Fall von Übergriffen durch Privatpersonen könnten sich die Beschwer-
deführenden an die zuständigen staatlichen Stellen wenden sowie – sollten
sie sich ungerecht oder rechtswidrig behandelt fühlen – Beschwerde erhe-
ben. Zudem sei Griechenland an die Qualifikationsrichtlinie (2011/95/EU)
gebunden. Danach würden Personen mit Schutzstatus in Bezug auf die
medizinische Versorgung, den Zugang zum Arbeitsmarkt und die Sozial-
versicherungen die gleichen Rechte besitzen wie griechische Staatsbür-
ger. Die allgemein schwierigen ökonomischen Lebensbedingungen und die
Wohnungsnot in Griechenland würden die ganze Bevölkerung treffen, wes-
halb sie die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nicht widerlegen
könnten. Es sei nicht Aufgabe der schweizerischen Behörden, dafür zu sor-
gen, dass Personen mit Schutzstatus in Griechenland über ausreichende
Lebensgrundlagen verfügten. Allfällige Versäumnisse der griechischen Be-
hörden im Zusammenhang mit Fürsorgeleistungen könnten bei den grie-
chischen Behörden gerichtlich geltend gemacht werden. Auch bezüglich
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der Schulbildung müssten die Ansprüche der Beschwerdeführenden bei
den zuständigen Behörden in Griechenland geltend gemacht werden.
4.3.3 Die ausgewiesene (...) des Beschwerdeführers sei während der
empfohlenen vier Monate in der Schweiz therapiert worden. Weitere Be-
handlungs- und Kontrolltermine seien nicht nötig. Darüber hinaus sei bei
ihm der Verdacht auf eine (...) erhoben worden; diese sei ambulant behan-
delt worden. Weiter sei eine (...) diagnostiziert worden. Bei der Beschwer-
deführerin bestünden ein Verdacht auf eine (...) und ein (...), was medika-
mentös behandelt worden sei. Auch diesbezüglich sei auf die Qualifikati-
onsrichtlinie (2004/83/EG) verwiesen. Griechenland habe diese Richtlinie,
welche unter anderem die medizinische Versorgung anerkannter Flücht-
linge regle, umgesetzt, weshalb davon ausgegangen werden könne, dass
die Grundversorgung sichergestellt sei. Die Beschwerdeführenden könn-
ten sich somit an eine Institution in Griechenland wenden. Dem Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführenden trage das SEM Rechnung, indem
es die griechischen Behörden vor der Überstellung über allfällige notwen-
dige medizinische Behandlungen informiere. Somit sei der Vollzug der
Wegweisung technisch möglich und praktisch durchführbar.
4.4 In der Beschwerde vom 21. Januar 2019 wurde geltend gemacht, dass
das Kind G._ der Beschwerdeführenden nie befragt und über seine
Verfahrensrechte informiert worden sei. Ohne Begründung seien ihm keine
Parteirechte eingeräumt worden. Die angefochtene Verfügung äussere
sich ferner nicht über die Kindesinteressen in Bezug auf den Wegwei-
sungsvollzug. Es sei nur erwähnt, dass es in Griechenland keine Beschu-
lung der schulpflichtigen Kinder gebe, beziehungsweise dass die Kinder
von ausländischen Lehrkräften unterrichtet würden. Dabei sei anzuneh-
men, dass diese nicht gleichwertig mit einheimischen Lehrkräften seien.
Die Kinder der Beschwerdeführenden seien zudem von ausländischen o-
der arabisch-stämmigen Kindern belästigt worden. Das Kind G._
sei weder zu seinen Erfahrungen in der Schule noch zu Rassismus-Erfah-
rungen befragt worden. In rechtlicher Hinsicht habe sich die angefochtene
Verfügung nicht mit den elterlichen Tatsachenvorbringen auseinanderge-
setzt. Mehrere ausländische Organisationen würden in Bezug auf Grie-
chenland Mängel bezüglich der Unterbringung von Kindern, Diskriminie-
rung und Kinderrechtsverletzungen feststellen. Überdies sei der angefoch-
tenen Verfügung nicht zu entnehmen, ob der Beschwerdeführer als behin-
dert im Sinne des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit
Behinderungen vom 13. Dezember 2006 (SR 0.109) gelte. Die diagnosti-
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zierte (...) des Beschwerdeführers sei nicht auf ihre Relevanz oder Zuläs-
sigkeit des Nichteintretensentscheides in Bezug auf das Kindeswohl über-
prüft worden. Auch die bei der Beschwerdeführerin wahrscheinlich beste-
hende (...) als Folge der erlittenen Vergewaltigung in Griechenland, was
nicht bestritten werde, habe das SEM bei der Prüfung des Kindeswohls
nicht berücksichtigt, zumal auch diesbezüglich die Wahrscheinlichkeit einer
dauerhaften Behinderung bestehe. Gestützt auf Art. 12 Abs. 2 KRK müsse
einem Kind in allen Gerichts- und Verwaltungsverfahren die Gelegenheit
gewährt werden, entweder unmittelbar, durch einen gewillkürten Vertreter
oder durch eine geeignete Stelle gehört zu werden. Gemäss Art. 3 Abs. 1
KRK hätten die Interessen des Kindes einen vorrangigen Stellenwert, und
Entscheide müssten in Berücksichtigung des Wohls des Kindes getroffen
werden. Die Interessen des Kindes würden sich kategorial von denjenigen
der Eltern unterscheiden, was sich nur schon aus dem Generationenunter-
schied ergebe. Zudem bestehe aufgrund von Art. 2 Abs. 1 KRK dem Kind
gegenüber ein Diskriminierungsverbot, und es habe ein Recht auf Entwick-
lung (Art. 6 Abs. 2 KRK). Das völker- und vor allem europapolitische Ge-
meinwohl sei auch im Asylrecht und insbesondere im Dublin-Verfahren an-
zuwenden. Die fehlende Information des Kindes G._ über seine
Rechte und die fehlende Anhörung würden die Menschenwürde und das
Recht, seinen individuellen Beitrag zur Sachverhaltsermittlung verletzen.
Zudem seien die Kinder in den rechtlichen Erwägungen des SEM vollkom-
men übergangen worden. Damit werde das rechtliche Gehör nach Art. 29
AsylG verweigert. Da dieser Mangel nicht heilbar sei, müsse die angefoch-
tene Verfügung aufgehoben werden. In Bezug auf die Strafverfolgung in
Griechenland im Zusammenhang mit den sexuellen Nötigungsversuchen
durch den Schlepper verkenne die Vorinstanz mit ihrer Argumentation,
dass in Griechenland bei den Strafverfolgungsbehörden kriminalpolitische
Engpässe bestünden. Das geschlechtsspezifische Wegweisungshindernis
sei nicht beachtet worden, weil das Wohlbefinden der Mutter für die Kinder
von Bedeutung sei. Auch dem (...) der Beschwerdeführerin sei nicht Rech-
nung getragen worden. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
müsse näher abgeklärt werden, und die Berücksichtigung des Kindeswohls
verlange, dass die Schweiz einen Selbsteintritt anordne und die Asylver-
fahren in der Schweiz durchführe. Darüber hinaus sei die Beschwerdefüh-
rerin trotz massiver geschlechtsspezifischer Übergriffe nicht von einem
gleichgeschlechtlichen Team angehört worden, womit das SEM gegen Art.
6 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen (AsylV1; SR 142.311)
verstossen habe. Insgesamt habe die Vorinstanz den Sachverhalt nur un-
zulänglich ermittelt, weshalb die angefochtene Verfügung an einem unheil-
baren Mangel leide. Die Sache müsse zur Ergänzung des Sachverhalts
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und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen werden. Zudem
habe das SEM keine vollständige Akteneinsicht gewährt, weshalb keine
vollständige Beschwerde habe erhoben werden können. Nach der Gewäh-
rung der vollständigen Akteneinsicht müsse den Beschwerdeführenden die
Möglichkeit einer Beschwerdeergänzung eingeräumt werden. Zwingend
sei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung nötig.
Der Eingabe lagen nebst einer Kopie der angefochtenen Verfügung eine
Vollmacht und eine Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit vom 21. Januar
2019 bei.
4.5 In der Eingabe vom 11. Februar 2019 wurde in Ergänzung zum bishe-
rigen Sachverhalt geltend gemacht, dass Kinder im Alter von G._
über einen eigenen persönlichkeitsgeprägten Fundus von Erfahrungen,
welchen die Eltern höchstens vom Hörensagen her kennen würden, verfü-
gen. Der Interessensstandpunkt der Kinder weiche wegen des Generatio-
nenunterschieds von demjenigen der Eltern ab. Dass in der griechischen
Bevölkerung auch Kinder unter dem schlechten wirtschaftlichen Fortkom-
men des Landes leiden würden, sage nichts Erhebliches darüber aus, ob
der angefochtene Nichteintretensentscheid die KRK verletze oder nicht.
4.6 Mit Eingabe vom 20. Februar 2019 wurde darüber hinaus vorgebracht,
dass Bundesverwaltungsgericht wesentliche Verfahrensrechte materiell
verweigere.
5.
5.1 Vorab ist festzuhalten, dass die im Zusammenhang mit dem Dublin-
Verfahren gerügten Mängel nicht zu prüfen sind, weil das vorliegende Ver-
fahren kein Dublin-Verfahren, sondern ein Nichteintretensverfahren in Be-
zug auf einen sicheren Drittstaat nach Art. 31a Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 6a
Abs. 2 Bst. b AsylG ist.
5.2 In der Beschwerde werden verschiedene formelle Rügen erhoben, wel-
che die vorinstanzliche Verfügung als Ganzes betreffen und die deswegen
vorab zu beurteilen sind, da sie allenfalls geeignet sind, eine Kassation der
vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. Die Beschwerdeführenden rügen
zur Hauptsache eine angebliche Nichtbeachtung der KRK, eine Verletzung
des rechtlichen Gehörs sowie der Pflicht zur vollständigen und richtigen
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes.
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5.3 Der in Art. 29 Abs. 2 BV garantierte und in den Art. 26–33 VwVG kon-
kretisierte Grundsatz des rechtlichen Gehörs umfasst das Recht, mit eige-
nen Begehren gehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu
den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu kön-
nen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der Sachaufklä-
rung und stellt andererseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungs-
recht der Parteien dar. Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs beinhaltet
die Pflicht der Behörden, die Vorbringen des vom Entscheid in seiner
Rechtsstellung Betroffenen sorgfältig und ernsthaft zu prüfen und in der
Entscheidfindung zu berücksichtigen (Art. 32 Abs. 1 VwVG). Daraus folgt
die grundsätzliche Pflicht der Behörden, sich mit den wesentlichen Vorbrin-
gen des Rechtssuchenden zu befassen und Entscheide zu begründen
(Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Begründung des Entscheides muss so abge-
fasst sein, dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann. Deshalb
müssen die für den Entscheid bedeutsamen Überlegungen zumindest kurz
genannt werden (vgl. BVGE 2011/37 E. 5.4.1 m.w.H.).
5.4 Das SEM hat andererseits auch die Pflicht, den rechtserheblichen
Sachverhalt richtig und vollständig abzuklären (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6
AsylG) und hierzu alle für das Verfahren rechtlich relevanten Umstände zu
ermitteln und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen. Dabei hat es
alle sach- und entscheidwesentlichen Tatsachen und Ergebnisse in den
Akten festzuhalten (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1 m.w.H.). Die Sachverhalts-
feststellung ist unrichtig, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidri-
ger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt wor-
den sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswe-
sentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERT-
SCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes,
3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1043).
5.5 Art. 29 Abs. 1 BV garantiert den Anspruch auf gleiche und gerechte
Behandlung sowohl in verwaltungsinternen als auch in gerichtlichen Ver-
fahren (vgl. BGE 131 II 169 E. 2.2.3). Die Rechtsprechung hat verschie-
dene spezifische Teilgehalte des Anspruchs auf gleiche und gerechte Be-
handlung entwickelt. Als Auffangtatbestand bildet Art. 29 Abs. 1 BV darüber
hinaus ein offenes Grundprinzip zur Sicherung rechtsstaatlicher Verfahren
und ist damit Ausdruck des prozessualen Fairnessgrundsatzes (vgl. STEIN-
MANN, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die schwei-
zerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 2. Aufl. 2014,
Ziff. 39 ff. zu Art. 29 BV).
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5.6 Nach Durchsicht der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum
Schluss, dass die formellen Rügen der Beschwerdeführenden unbegrün-
det sind.
5.6.1 Die Beschwerdeführenden rügen zunächst eine Nichtbeachtung der
KRK, da es die Vorinstanz unterlassen habe, das Kind G._ anzu-
hören.
Gemäss Art. 12 Abs. 1 KRK haben Kinder, die fähig sind, sich eine Meinung
zu bilden, das Recht auf Respektierung ihrer Meinung. Abs. 2 desselben
Artikels bestimmt, dass zu diesem Zweck dem Kind insbesondere Gele-
genheit zu geben ist, in allen das Kind berührenden Gerichts- oder Verwal-
tungsverfahren entweder unmittelbar oder durch einen Vertreter oder eine
geeignete Stelle im Einklang mit den innerstaatlichen Verfahrensvorschrif-
ten gehört zu werden. Eine gesetzliche Bestimmung zum Anhörungsrecht
des Kindes im Verwaltungsverfahren findet sich im Schweizer Recht nicht.
Das Bundesgericht hat aber anerkannt, dass Art. 12 KRK im fremdenpoli-
zeilichen Verfahren unmittelbar anwendbar ist. Die Garantie beinhaltet je-
doch nicht zwingend eine persönliche mündliche Anhörung des Kindes,
sondern lediglich eine Anhörung in angemessener Weise, weshalb der
Standpunkt des Kindes auch schriftlich zum Ausdruck gebracht werden
kann. Ferner ermöglicht Art. 12 Abs. 2 KRK die Anhörung eines Vertreters
des Kindes. Dabei handelt es sich um einen gewillkürten (von den Eltern
oder dem Kind beauftragten) oder einen behördlichen Vertreter (in Anleh-
nung an Art. 146 ZGB) des Kindes, nicht aber um die Eltern selber. Soweit
sich die Interessenlage des Kindes indessen mit derjenigen seiner (beiden)
Eltern deckt, kann auf eine gesonderte Anhörung des Kindes (bzw. dessen
Vertreters) verzichtet werden. Das gilt nach Ansicht des Bundesgerichts
gemäss seinem Entscheid vom 26. Juli 2001 in fremdenpolizeilichen Fällen
generell, sofern es sich nicht um Sachverhalte wie zum Beispiel eine Schei-
dung handelt, wo die Interessen der Beteiligten nicht gleichläufig sind
(vgl. BGer 2P.117/2001 E. 3d). Nach Bundesgericht genügt auch, dass die
Interessen des Kindes über die Aussagen der Eltern ins Verfahren einge-
bracht werden können (vgl. BGer 2C_372/2008 E. 2). Es geht davon aus,
dass eine persönliche Anhörung des Kindes angezeigt ist, wenn dessen
persönlichkeitsrelevanten eigenen Interessen unmittelbar auf dem Spiel
stehen und sich namentlich nicht mit den Interessen der Eltern oder eines
Elternteils decken, so bei Kindesschutzmassnahmen mit der damit verbun-
denen Trennung von einem Elternteil, beim Entscheid über das Sorgerecht
in Scheidungsverfahren oder bei Entscheiden, die eine Unterbrechung
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oder Erschwerung der Kontaktmöglichkeit zum nicht betreuungsberechtig-
ten Elternteil bedeuten (vgl. Urteil des BVGer E-3296/2012 vom 18. Sep-
tember 2012 m.w.H.).
Vorliegend gelangte der Standpunkt der beiden Kinder im Rahmen der vo-
rangegangenen Verfahren durch die Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers und der Beschwerdeführerin sowie im Rahmen des vorliegenden Ver-
fahrens durch die Ausführungen des Rechtsvertreters und der eingereich-
ten Beweismittel genügend zum Ausdruck. Im Sinne der gemeinsamen Be-
schwerdeanträge verfolgen die Beschwerdeführenden alle dasselbe Ziel,
nämlich die Anweisung der Vorinstanz, auf die Asylgesuche einzutreten
und diese in der Schweiz zu prüfen. Es ist somit davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer und die Beschwerdeführerin anlässlich der Befra-
gungen auch den Standpunkt ihrer Kinder vertraten, was auch darin zum
Ausdruck kommt, dass beide Beschwerdeführenden die Umstände, wes-
halb sie von Griechenland in die Schweiz gekommen sind, auch mit Bezug
auf ihre Kinder dargelegt haben (vgl. A31/3 S. 1 und A32/3 S. 1). Es ist
somit nicht davon auszugehen, dass durch eine zusätzliche Befragung der
Kinder ergänzend Aufschluss über wesentliche Tatsachen zu erwarten
wäre.
Folglich gelangt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit
der bundesgerichtlichen Praxis zum Schluss, dass auf eine zusätzliche An-
hörung des heute knapp 8-jährigen Kindes G._ der Beschwerde-
führenden verzichtet werden konnte, und keine Verletzung von Art. 12 KRK
vorliegt.
5.6.2 Der in der Beschwerde erhobene Vorwurf, die knapp 8 und 4-jährigen
Kinder seien in den rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz völlig übergan-
gen worden, kann nicht zugestimmt werden, zumal das SEM sowohl im
Sachverhalts- als auch im Erwägungsteil seiner Verfügung auf die Kinder
der Beschwerdeführenden Bezug genommen hat. Eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs aus diesem Grund liegt somit nicht vor.
5.6.3 Weiter wurde von den Beschwerdeführenden bemängelt, dass der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführenden nicht genügend abgeklärt
und bei der Beurteilung des Kindeswohls nicht berücksichtigt worden sei.
Auch diese Rüge erweist sich als unbegründet, wie die zahlreichen medi-
zinischen Unterlagen im Dossier belegen: Die Beschwerdeführenden wur-
den in der Schweiz eingehend ärztlich behandelt. Ausserdem wartete das
SEM mit der Eröffnung des Entscheides, bis die viermonatige Behandlung
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der (...) des Beschwerdeführers abgeschlossen war und er diesbezüglich
keine weitere ärztliche Unterstützung mehr benötigte. Allein aus der Ein-
schätzung des SEM, wonach die Beschwerdeführenden in Griechenland
weiter ärztlich behandelt werden können, ist nicht auf eine Verletzung des
Untersuchungsgrundsatzes oder der Abklärungspflicht zu schliessen.
Ebenso wenig ist in der Einschätzung des SEM eine Nichtbeachtung des
Kindeswohls zu erblicken. Dies ist umso mehr der Fall, als im Beschwer-
deverfahren nicht konkret und detailliert aufgezeigt wurde, inwiefern das
SEM mit Bezug auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführenden
auf das Kindeswohl keine Rücksicht genommen haben soll.
5.6.4 Insofern in der Beschwerde geltend gemacht wird, die Verfügung
müsse aufgehoben werden, weil die Beschwerdeführerin nicht in einem
geschlechtsspezifischen Team angehört worden sei, ist festzuhalten, dass
im Fall eines Nichteintretens auf die Asylgesuche gestützt auf Art. 31a
Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG keine Anhörungen durchzu-
führen sind (Art. 36 Abs. 1 und e contrario Abs. 2 AsylG). Die Rüge ist folg-
lich unbegründet.
5.6.5 Der Argumentation in der Beschwerde, wonach die Beschwerdefüh-
renden wegen ihrer gesundheitlichen Probleme als behindert zu betrach-
ten seien und das Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit
Behinderungen vom 13. Dezember 2006 anwendbar sei, kann aufgrund
des Gesundheitszustandes nicht zugestimmt werden.
5.6.6 In Bezug auf die von den Beschwerdeführenden ebenfalls gerügte
Verletzung des Akteneinsichtsrechts ist auf die Zwischenverfügung vom
25. Januar 2019 zu verweisen. Auch diese Rüge ist abzuweisen, zumal
von den Beschwerdeführenden nicht im Detail dargelegt wurde, in welche
Akten ihnen keine oder nur ungenügend Einsicht gewährt worden ist. Folg-
lich ist auch der in diesem Zusammenhang gestellte Antrag auf Beschwer-
deergänzung abzuweisen.
5.6.7 Soweit die Beschwerdeführenden schliesslich in pauschaler Weise
eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, der Begründungspflicht
und der Verletzung des rechtlichen Gehörs rügen, erweisen sich diese Rü-
gen als unbegründet. Die Vorinstanz würdigte im angefochtenen Entscheid
die Vorbringen der Beschwerdeführenden in rechtsgenüglicher Weise. An-
gesichts des Nichteintretensentscheides respektive der Aktenlage konnte
darauf verzichtet werden, weitere Abklärungen vorzunehmen. Auch hat die
Vorinstanz in ihrer Verfügung die wesentlichen Überlegungen genannt, von
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denen sie sich hat leiten lassen, und diese somit ausreichend beziehungs-
weise so begründet, dass eine sachgerechte Anfechtung möglich war, wie
die vorliegende Beschwerde zeigt. Mit den formellen Rügen wird vielmehr
die Richtigkeit der materiellen Würdigung in Frage gestellt, welche jedoch
mit vorliegendem Urteil bestätigt wird. Der Umstand, dass die Vorinstanz
nach einer gesamtheitlichen Würdigung der aktenkundigen Parteivorbrin-
gen und Beweismittel zu einem anderen Schluss als die Beschwerdefüh-
renden gelangt ist, ist jedoch nicht als Verletzung des rechtlichen Gehörs
beziehungsweise der Begründungspflicht zu werten.
5.7 Insgesamt haben sich die formellen Rügen der Beschwerdeführenden,
soweit sie die Verfügung als Ganzes beschlagen, als unbegründet erwie-
sen. Eine Kassation fällt ausser Betracht.
6.
6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG tritt das SEM in der Regel auf ein
Asylgesuch nicht ein, wenn die Asylsuchenden in einen sicheren Drittstaat
nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich
vorher aufgehalten haben.
6.2 Die Vorinstanz gelangt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss,
auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden sei gemäss Art. 31a Abs. 1
Bst. a AsylG nicht einzutreten. Der Bundesrat habe Griechenland als si-
cheren Drittstaat bezeichnet. Ferner würden zwar Anzeichen dafür beste-
hen, dass die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3
AsylG erfüllten, da sie in Griechenland als Flüchtlinge anerkannt worden
seien. In diesem Zusammenhang sei aber auf Art. 25 Abs. 2 VwVG zu ver-
weisen. Gemäss dieser Bestimmung sei einem Begehren um Feststellung
der Flüchtlingseigenschaft in der Schweiz nur dann zu entsprechen, wenn
ein schutzwürdiges Interesse nachgewiesen werde. Dieser Nachweis
könne den Beschwerdeführenden nicht gelingen, weil bereits ein Drittstaat
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt und ihnen Schutz vor Verfolgung ge-
währt habe. Die Beschwerdeführenden könnten nach Griechenland zu-
rückkehren, ohne eine Rückschiebung in Verletzung des non-Refoule-
ment-Prinzips zu befürchten.
6.3 Die Beschwerdeführenden hingegen bringen vor, sie wollten nicht nach
Griechenland zurückkehren, weil dort die ökonomische und soziale Situa-
tion für sie unerträglich sei. Sie würden als Ausländer diskriminiert, und die
Kinder könnten nicht in die Schule gehen oder würden nur von ausländi-
schen Lehrern unterrichtet. Es sei auch gefährlich, und die Polizei biete
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keinen Schutz. Ausserdem hätten sie gesundheitliche Probleme, welche
dort nicht oder nur ungenügend behandelt worden seien.
6.4 Die Vorinstanz stellte in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest,
dass es sich bei Griechenland als Mitglied der Europäischen Union (EU)
um einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b
AsylG handelt. Den Akten ist zu entnehmen, dass die griechischen Behör-
den die Beschwerdeführenden am 18. Januar 2017 als Flüchtlinge aner-
kannten und ihrer Rückübernahme am 27. Juli 2018 ausdrücklich zustimm-
ten. Demnach sind die Voraussetzungen für einen Nichteintretensent-
scheid vorliegend erfüllt, weshalb das SEM auf die Asylgesuche der Be-
schwerdeführenden zu Recht nicht eingetreten ist.
7.
7.1 Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung
aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es die Asylgesuche ab-
lehnt oder darauf nicht eintritt. Die Beschwerdeführenden verfügen weder
über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-
spruch auf Erteilung einer solchen (BVGE 2013/37 E. 44; 2009/50 E. 9, je
m.w.H.). Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet.
7.2 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Auslände-
rinnen und Ausländern (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). Bei
der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstan-
dard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, andernfalls wenigstens glaubhaft zu
machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2).
7.3 Unzulässig ist der Vollzug der Wegweisung, wenn völkerrechtliche Ver-
pflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Aus-
länders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen
(Art. 83 Abs. 3 AIG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise
in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5
Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss
Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984
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gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende
Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK
darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe
oder Behandlung unterworfen werden.
7.4 Unzumutbar kann der Vollzug der Wegweisung für Ausländerinnen und
Ausländer gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG dann sein, wenn sie im Heimat- oder
Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemei-
ner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine
konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7
AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.
7.5 Gemäss Art. 6a AsylG besteht zugunsten sicherer Drittstaaten – wie
Griechenland einer ist – die Vermutung, dass diese ihre völkerrechtlichen
Verpflichtungen, darunter im Wesentlichen das Refoulement-Verbot und
grundlegende menschenrechtliche Garantien, einhalten. Gestützt auf
Art. 83 Abs. 5 AuG besteht ferner die Vermutung, dass eine Wegweisung
in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist. Es obliegt der
betroffenen Person, diese beiden Vermutungen umzustossen. Dazu hat sie
ernsthafte Anhaltpunkte dafür vorzubringen, dass die Behörden des in
Frage stehenden Staates im konkreten Fall das Völkerrecht verletzen, ihr
nicht den notwendigen Schutz gewähren oder sie menschenunwürdigen
Lebensumständen aussetzen würden respektive dass sie im in Frage ste-
henden Staat aufgrund von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftli-
cher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde
(vgl. dazu beispielsweise das Urteil des BVGer D-4904/2017 vom 7. Sep-
tember 2017 E. 5.3, mit weiteren Hinweisen).
7.6 Zwar steht das griechische Fürsorgesystem nicht nur für Asylsu-
chende, sondern auch für Personen mit Schutzstatus in der Kritik. So
wurde davon berichtet, dass die Unterstützung von Personen, denen in
Griechenland internationaler Schutz zuerkannt worden sei, häufig unzu-
länglich sei. Da das Land nicht über ein Sozialwohnungssystem verfüge,
sei es für Personen mit Schutzstatus aus wirtschaftlichen Gründen oft
schwierig, eine Unterkunft zu finden. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit,
die neben der Wirtschaftskrise unter anderem auf den Mangel einer natio-
nalen Strategie zurückgeführt wird, die Beschäftigung – insbesondere auch
von Personen mit anerkanntem Schutzstatus – zu fördern, seien die Be-
troffenen dabei im Wesentlichen auf die beschränkten Fürsorgeleistungen
des Staates angewiesen. Mit Bezug zu den staatlichen Unterstützungsleis-
tungen komme es in der Praxis ferner immer wieder zu Diskriminierungen
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von Personen mit Schutzstatus gegenüber griechischen Staatsangehöri-
gen, wobei dies auch damit zusammenhänge, dass die betroffenen Aus-
länderinnen und Ausländer nicht an die kompetenten Behörden verwiesen
würden (vgl. UNHCR, Greece as a country of asylum, UNHCR observati-
ons on the current situation of asylum in Greece, Dezember 2014, S. 31 ff.;
vgl. auch Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte [EGMR], Saidoun
gegen Griechenland [Beschwerdenr. 40083/07] und Fawsie gegen Grie-
chenland [Beschwerdenr. 40080/07], beide vom 28. Oktober 2010).
7.7 Es ist aber nicht bekannt, dass Griechenland das Non-Refoulement-
Gebot gemäss Art. 33 Abs. 1 FK missachtet. Auch wurde dies von den Be-
schwerdeführenden bezüglich ihres konkreten Falls nicht geltend gemacht.
In Bezug auf die Schilderung der Lebensbedingungen in Griechenland
durch die Beschwerdeführenden sind einige Vorbehalte anzubringen. So
ist nicht glaubhaft, dass sie als Familie mit zwei Kindern von den griechi-
schen Behörden in E._ auf die Strasse gestellt wurden und dort le-
ben mussten. Zudem wirken ihre Schilderungen teilweise übertrieben und
damit nicht glaubhaft. Ihre Aussage, die griechischen Behörden hätten
ihnen und ihren Kindern keinen Schutz vor Diskriminierungen seitens Dritt-
personen gewährt, ist letztlich eine reine Parteibehauptung, zumal nicht
detailliert vorgebracht wurde, wie, wo, wie oft und unter welchen Umstän-
den sie sich bei den griechischen Behörden dagegen zur Wehr gesetzt und
wie die Letzteren konkret reagiert hätten. Auch die Tatsache, dass die Be-
schwerdeführenden und ihre beiden Kinder zwischen dem 18. Januar 2017
und dem 2. Juli 2018 in Griechenland gelebt haben, lässt im Ergebnis da-
rauf schliessen, dass sie dort Hilfe und Beistand, sei es von Seiten des
griechischen Staates, sei es durch Drittpersonen beziehungsweise karita-
tive Einrichtungen, erfahren haben müssen. Wiewohl anzunehmen ist,
dass sie in Griechenland aufgrund der angespannten finanziellen Situation
des Staates sowie der misslichen wirtschaftlichen Verhältnisse eines
Grossteils der griechischen Bevölkerung keine einfachen Lebensbedin-
gungen vorgefunden haben, ist diesbezüglich noch nicht von einer un-
menschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK
respektive einer existenziellen Notlage auszugehen. Im Übrigen sind sie
gehalten, die ihnen zustehenden Unterstützungsleistungen und weitere
Rechte direkt bei den zuständigen Behörden einzufordern, notfalls auch
auf dem Rechtsweg. So stehen den Beschwerdeführenden und ihren Kin-
dern als anerkannten Flüchtlingen in Griechenland alle Rechte aus der
Flüchtlingskonvention zu. Dazu gehört die Gleichbehandlung mit griechi-
schen Bürgerinnen und Bürgern beispielsweise in Bezug auf die Fürsorge,
den Zugang zu Gerichten und den öffentlichen Schulunterricht respektive
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die Gleichbehandlung mit anderen Ausländerinnen und Ausländern bei-
spielsweise mit Bezug zur Erwerbstätigkeit oder zur Gewährung einer Un-
terkunft (vgl. Art. 16-24 FK). Im Falle einer Verletzung der Garantien der
EMRK können sich die Beschwerdeführenden und ihre Kinder gestützt auf
Art. 34 EMRK ferner letztinstanzlich an den EGMR wenden. Schliesslich
können sie sich auch auf die Garantien in der Qualifikationsrichtlinie beru-
fen, auf die sich Griechenland als EU-Mitgliedstaat behaften lassen muss.
Von Interesse dürften vorliegend insbesondere die Regeln betreffend den
Zugang von Personen mit Schutzstatus zu Beschäftigung (Art. 26), zu Bil-
dung (Art. 27), zu Sozialhilfeleistungen (Art. 29), zu Wohnraum (Art. 32)
und zu medizinischer Versorgung (Art. 30) sein. Im Übrigen ist auf die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen (vgl.
Akte A63/9 S. 5 Ziff. III/2.).
7.8 Die Beschwerdeführenden reichten zahlreiche Arztberichte ein. In Be-
zug auf die beim Beschwerdeführer diagnostizierte (...) ist festzuhalten,
dass diese in der Schweiz behandelt wurde und keine weiteren Kontrollter-
mine mehr nötig sind. Bezüglich der ebenfalls diagnostizierten (...) beim
Beschwerdeführer, des (...) und des Verdachts auf (...) bei der Beschwer-
deführerin ist festzuhalten, dass die medizinische Versorgung in Griechen-
land entgegen den Behauptungen im Beschwerdeverfahren gewährleistet
ist, weshalb die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführenden
auch in Griechenland behandelt werden können, da Flüchtlinge in Grie-
chenland ein Anrecht auf medizinische Versorgung haben. Die Beschwer-
deführenden legen zwar dar, sie seien in Griechenland nur ungenügend
oder gar nicht medizinisch behandelt worden, was indessen übertrieben
erscheint. Folglich bestehen im vorliegenden Fall keine konkreten Hin-
weise dafür, dass ihnen in Griechenland eine offensichtlich benötigte me-
dizinische Behandlung verweigert wurde.
7.9 Hinsichtlich des Schulbesuches ihrer Kinder haben sich die Beschwer-
deführenden an die griechischen Behörden zu wenden, sollten Ungereimt-
heiten oder Unstimmigkeiten auftreten, zumal anerkannten Flüchtlingen in
Griechenland gestützt auf Art. 27 der Qualifikationsrichtlinie auch das
Recht auf Bildung zusteht.
7.10 Was die Argumentation im Beschwerdeverfahren bezüglich der
Rechte aus dem Dublin-Verfahren betrifft, ist – wie bereits erwähnt – fest-
zuhalten, dass vorliegend kein Dublin-Verfahren zur Prüfung vorliegt. Folg-
lich sind die mit dem Dublin-Verfahren entwickelten Grundsätze nicht auf
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das vorliegende Verfahren übertragbar, weshalb darauf nicht näher einzu-
gehen ist.
7.11 Nach dem Gesagten ist es den Beschwerdeführenden und ihren Kin-
dern in Bezug auf ihren konkreten Fall nicht gelungen, die Vermutung, wo-
nach Griechenland seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt
und ein Wegweisungsvollzug in diesen EU-Mitgliedstaat auch zumutbar ist,
umzustossen. Da die griechischen Behörden einer Rückübernahme der
Beschwerdeführenden und ihrer Kinder zugestimmt haben, ist der Vollzug
der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen. Das SEM ist somit zu
Recht von der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegwei-
sungsvollzugs ausgegangen. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme
fällt ausser Betracht (vgl. Art. 83 Abs. 1-4 AsylG).
8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwer-
deführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt
Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher
Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet.
(Dispositiv nächste Seite)
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