Decision ID: c902560d-3065-544a-9bec-8c35eddfc8e5
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerden  zum Hauptverfahren sind, weshalb sich die  nach der diesbezüglichen Legitimation richtet,
dass demnach eine Person zur Beschwerde berechtigt ist, die vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen (respektive teilzunehmen ) hat, durch eine ordnungsgemäss ergangene Verfügung  berührt wäre und ein schutzwürdiges Interesse an deren  oder Änderung hätte, mithin im Hauptverfahren Parteistellung  könnte (Art. 6 i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass diese rechtssuchende Person nicht nur ein Begehren auf Erlass einer Verfügung gestellt haben muss, sondern auch ein Anspruch auf Erlass einer solchen bestehen muss, mithin die Behörde nach den massgebenden Bestimmungen verpflichtet sein muss, in  zu handeln (vgl. Entscheide des Schweizerischen  [BVGE] 2008/15 E. 3.2),
dass deshalb vorliegend der Beschwerdeführer zur Einreichung einer derartigen Beschwerde legitimiert ist und auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und Art. 52 VwVG),
dass über offensichtlich begründete oder unbegründete Beschwerden im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung eines zweiten  beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend um eine teilweise  unbegründete und teilweise offensichtlich begründet Beschwerde handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu  ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass das Bundesverwaltungsgericht an die Bezeichnungen einer Rechtsmitteleingabe durch eine Partei oder eines Schriftstücks durch das BFM nicht gebunden ist,
dass die Verfügung des BFM vom 26. September 2008 eine  der beim BFM am 11. September 2008 gestellten und der in den
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Schreiben vom 15. und 22. September 2008 gestellten Anträge auf Wiedererwägung bezüglich des Wegweisungsvollzugs darstellt,
dass das in Briefform erfolgte Schreiben des BFM vom 9. Oktober 2008 - bestätigt durch das Schreiben vom 16. Oktober 2008 und durch das Schreiben des (...) vom 29. Oktober 2008 - ein Nichteintreten in Sachen Wiedererwägung des Wegweisungsvollzugs darstellt und grundsätzlich einer beschwerdeweise Überprüfung zugänglich ist (vgl. die nach wie vor gültige Praxis in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 7),
dass zudem die Schreiben des BFM vom 16. Oktober und 29. Oktober 2008 Abweisungen der Ausstandsbegehren darstellen,
dass damit sämtliche Anträge durch das BFM (zumindest formell)  sind und gegen diese Entscheide fristgerecht Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen sind,
dass aufgrund der Praxis (vgl. EMARK 2003 Nr. 7) für einen mit dem Asylrecht vertrauten Vertreter keine Rechtsunsicherheit bestanden  kann,
dass das BFM somit den rechtlichen Gehörsanspruch des  nicht verletzt hat und zudem seinen Verfügungen klar zu  ist, dass es die nach dem Zeitpunkt des letzten  erfolgten Eingaben nicht als qualifizierte  entgegenzunehmen bereit ist,
dass die Rechtsverweigerungsbeschwerde somit nicht stichhaltig und abzuweisen ist,
dass sich die Beschwerdeinstanz, sofern sie den  als unrechtmässig erachtet, in der Regel einer selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1), und dem Bundesverwaltungsgericht im Wegweisungspunkt volle Kognition zukommt,
dass der Beschwerdeführer in Bezug auf die Frage des Vollzugs der Wegweisung (namentlich Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs) eine grundlegende Neubeurteilung fordert, mithin zu untersuchen ist,
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ob eine wesentliche Veränderung gegenüber der Situation zur Zeit des Bundesverwaltungsgerichtsurteils vom 10. Juli 2008 besteht,
dass sich die nachfolgende Prüfung somit auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf die Begehren um Wiedererwägung in Sachen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nicht eingetreten ist,
dass namentlich ein Anspruch auf Wiedererwägung besteht, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechtsmittelinstanz (vgl. EMARK 1995 Nr. 21 E. 1c) in wesentlicher Weise verändert hat und die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1),
dass eine Wiedererwägung nicht in Betracht fällt, wenn nur eine neue Würdigung der beim früheren Entscheid bereits bekannten Tatsachen herbeigeführt werden soll oder Gründe angeführt werden, die bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren gegen die frühere Verfügung  geltend gemacht werden können (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2b),
dass der Beschwerdeführer seine Eingaben hauptsächlich damit , die gesundheitliche Verfassung seines Mandanten habe sich nachweislich derart zum Schlechteren verändert, dass sie in  Hinsicht eine markante Veränderung zur früheren gesundheitlichen Situationen darstelle, weshalb die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs neu zu beurteilen sei,
dass sich das BFM in den angefochtenen Nichteintretensverfügungen sinngemäss auf den Standpunkt stellte, bei den neu eingereichten  Hinweisen handle es sich um Sachverhalte, die bereits einer ordentlichen Überprüfung unterzogen worden seien,
dass letztere Einschätzung unzutreffend ist,
dass nämlich mit dem Attest des (...) vom (...) - untermauert durch das mit der Beschwerde vom 10. November 2008 eingereichte Attest vom (...) - von ärztlicher Seite bestätigt wird, dass der Beschwerdeführer dringend einer medikamentösen Therapie des depressiven Syndroms bedürfe, dieses sich nur begrenzt medizinisch behandeln lasse und wegen wiederholt aufgetretener suizidaler Einstellung weitere Massnahmen erforderlich seien,
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dass sich demnach zumindest der psychische und allenfalls der  Zustand des Beschwerdeführers seit der letzten materiellen Einschätzung durch das Bundesverwaltungsgericht markant  haben dürfte, weshalb das Faktum einer nachträglich  veränderten Sachlage aufgrund der eingereichten  Atteste im Gesundheitszustand zutreffend erscheint, welcher  in Bezug auf eine Neubeurteilung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges grundsätzlich Relevanz zukommt,
dass an dieser Stelle die konkrete materielle Beurteilung der  des Wegweisungsvollzugs in erster Linie in die Zuständigkeit des BFM fällt,
dass nach schweizerischer Praxis eine schwere Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes und eine bestehende Suizidalität Gründe für eine vorläufige Aufnahme des Patienten darstellen können (vgl. bspw. EMARK 2003 Nr. 17 E. 4-6, Nr. 18 E. 8, Nr. 24 E. 5, 2005 Nr. 23 E. 5) und dass in besonderen Konstellationen sogar die zu erwartenden Umstände der Ausschaffung als solche die Unzumutbarkeit des  zu schaffen vermögen, nämlich dann, wenn es den Vollzugsbehörden nicht gelingen sollte, die Ausschaffung ohne  von Leib und Leben des Auszuschaffenden vorzunehmen (vgl. bspw. BVGE E-4200/2006 vom 18. August 2007, E. 7.1.4 und 7.6),
dass das BFM bei der Prüfung, ob der heutige Gesundheitszustand  Wegweisungsvollzug zumutbar erscheinen lasse, den anderen  ebenfalls Rechnung zu tragen haben wird,
dass das BFM mithin auf den wiederholten Antrag des  um wiedererwägungsweise Aufhebung der  hätte eintreten müssen, die angefochtenen Verfügungen mithin Bundesrecht verletzen (Art. 106 AsylG) und die Beschwerde daher  des Nichteintretens auf die Eingaben gutzuheissen ist,
dass somit die Nichteintretensentscheide aufzuheben sind und die  an das BFM zum materiellen Entscheid über das  in Sachen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu überweisen sind,
dass bei dieser Sachlage auf die übrigen Hinweise in der Beschwerde nicht eingegangen werden muss,
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dass dem Beschwerdeführer zufolge seines Teilobsiegens die Hälfte der Verfahrenskosten, nämlich Fr. 300.–, zu auferlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass dem vertretenen Beschwerdeführer angesichts seines hälftigen Obsiegens eine dem Obsiegensgrad entsprechende Entschädigung für die ihm notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen ist, und der Rechtsvertreter in seiner Kostennote einen zeitlichen  von 5,75 Stunden und Barauslagen von Fr. 18.– ausweist,
dass der zeitliche Aufwand sowie die geltend gemachten Barauslagen als angemessen erscheinen und in Anwendung von Art. 8, 9 und 11 VGKE und unter Berücksichtigung des Stundenansatzes von Fr. 230.– die dem hälftigen Obsiegen entsprechende Parteientschädigung auf Fr. 721.– (inkl. Auslagen und MWSt) festzusetzen ist.
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