Decision ID: 846ad49b-77f9-446c-8c8d-5e2c0fdad601
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1954 geborene
X._
war ab dem 1. April 2008 als Sekretärin mit einem Teilzeitpensum von 50 % beim
Y._
angestellt
und
bei der
Allianz Suisse
Versi
cherungs
-Gesellschaft AG (nachstehend: Allianz)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
. Mit
Unfallmeldung
vom
20. August 2010
(Urk. 7/2)
meldete
der Sozialdienst des
Z._
der Allianz
,
die
Versi
cherte
habe am 18. August 2010 beim Apfelpflücken das Gleichgewicht verloren und sei vom Garagendach c
i
rca 3 Meter in die Tiefe gestützt. Dabei habe sie sich eine Fraktur des
linken
Oberschenkel
knochens
sowie eine Schwellung des Auges
(
Riss
quetschwunde
orbital links)
zugezogen
.
Am 22. August 2010 erstattete auch die Arbeitgeberin eine Unfallmeldung (Urk. 7/4).
Die
Allianz
bestätigte mit Schreiben vom
24. August 2010 (Urk. 7/5
)
,
für die Folgen dieses Schadenfalles aufzukommen.
Nach am 18. August 2010 durchgeführter Operation
am Ober
schenkel
im
Z._
(Urk. 7/1) mit Aufenthalt bis am 30. August 2010 (Urk. 7/9) begab sich die Versicherte
selben Tags
in die
Reha
bilitations
klinik
A._
. Am
18. September 2010
wurde sie in die ambulante Nachbehandlung entlassen
(
Urk. 7/141;
vgl.
auch
Urk. 7/46
).
Zur Überprüfung der persistierenden teilweisen Arbeitsunfähigkeit (seit
6.
Dezember 2010 zu 50
%
und seit 31. Januar 2011 zu 25
%
des Teilpensums, vgl.
Urk.
7/43;
Urk.
7/31), erfolgte am
28. Februar 2011 eine konsiliarische Untersu
chung durch Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, welcher
mit
Bericht
vo
m 2. März 2011
spätestens ab Mitte März wiederum eine volle Arbeitsfähigkeit für das angestammte Pensum als gegeben erachtete (
Urk.
7/44). In der Folge terminierte die Allianz ihre Taggeldleistungen per 1
4.
März 2011 (Schreiben vom
9.
März 2011,
Urk.
7/46).
Am
16. Januar 2012 fand die konsiliarische Abschlussuntersuchung
durch
Dr.
B._
statt
(
Konsiliarbericht vom
17. Januar 2012
,
Urk. 7/67).
Mit Schreiben vom 20. April 2012 orientierte die Allianz die Versicherte darüber, dass sie die Kos
ten für die Physiotherapie
im Zusammenhang mit der Beinverletzung
noch bis am 30. Juni 2012 übernehmen werde und der medizinische Endzustand per 1. Juli 2012 definitiv erreicht sei, weshalb per diesem Datum kein
Leistungsan
spruch
mehr bestehe (Urk. 7/72).
Ab dem 9. März 2012
liess
die Versicherte linksseitige Schulter
schmerzen
medi
zinisch abklären und behandeln
(vgl. Urk. 7/68-69
und Urk. 7/77; vgl. auch den Operationsbericht des
Z._
vom 11. Juli 2012 über den am 10. Juli 2012 durchgeführten
Eingriff an der linken Schulter
[Urk. 7/84] sowie die
„
Rückfallmeldung
“
vom 18. Juli 2012 [
Urk. 7/90
]
)
.
Mit Sc
hreiben vom 3. Juli 2012 kündigte
die Allianz der Versicherten
an, die Versicherungsleistungen bezüglich der linken
Femurfraktur
, wie bereits in Aussicht gestellt,
per 30. Juni
2012
einzustellen und Leistung
en
bezüglich der rechtsseitigen (gemeint wohl: linksseitigen) Schulterbeschwerden vollumfänglich abzulehnen (Urk. 7/81).
Mit Schreiben vom 4. Juli 2012 stellte
Dr.
med.
C._
, Leitender Arzt Traumatologie des
Z._
, im Namen der Versicherten ein
Wiederer
wägungsgesuch
(Urk. 7/82).
Nachdem die Allianz das Wiedererwägungsgesuch
Dr.
B._
unterbreitet hatte (Urk. 7/89), anerkannte sie m
it Schreiben vom 26. Juli 2012 ihre Leistungspflicht
im Zusammenhang mit den
linksseitigen
Schulterbeschwerden
(Urk. 7/93)
. Nach Differenzen der Parteien über die Berechnung der Taggeldansätze
für die erneute Arbeitsunfähigkeit ab
9.
Juli 2012
verfügte die Allianz am 8. November 2012 die Ausrichtung eines Tag
geldes von Fr. 99.35 (Urk. 7/124). Dagegen erhob die Versicherte am 21. No
vember 2012 Einsprache (Urk. 7/134). Die Allianz v
eranlasste eine
Aktenbegut
achtung
durch Dr. med.
D._
, Facharzt FMH für Orthopädi
sche Chirurgie (Urk. 7/139), welcher sein Gutachten am 25. Januar 2013 er
stattete (Urk. 7/
142). Mit Verfügung vom 8. Februar 2013
verneinte
die Allianz einen Anspruch auf
Versicherungsleistungen betreffend die
Schulterbeschwer
den
links und stellte
die Versicherungsleistungen
für den Unfall vom 1
8.
August 2010
per 25. Januar 2013 ein.
Sie wies darauf hin, dass die geltend gemachten
Schulter
beschwerden
unter dem Aspekt des Grundfalles zu prüfen seien, da dieser zum Zeitpunkt der
M
eldung vom 18. Juli 2012 noch nicht rechtskräftig abge
schlossen gewesen sei.
Auf eine Rückforderung der bislang zu Unrecht erbrachten Leistungen verzichte
sie (Urk. 7/144).
Dagegen erhob die Versicherte am 7. März 2013 Einsprache (Urk. 7/151). Am 11. März 20
13 vereinigte die Allianz beide
Einspracheverfahren
(Urk. 7/152). In der Folge
veranlasste sie die Begutachtung der
Versicherte
n bei der
E._
. Diese
erstattete das Gutachten
am 30. De
zember 2013 nach einer Untersuchung durch
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Orthopädie
,
vom 4. September 2013
(Urk. 7/177).
Nachdem sich die Versicherte und
auf ihre Veranlassung auch ihr behandelnder Arzt
Dr.
C._
zum Gutachten geäussert hatten (Urk. 7/180),
liess
die Allianz
deren
Eingaben
Dr.
F._
zukommen (Urk. 7/181),
der
dazu
am
2
5.
März 2014
Stellung nahm
(Urk. 7/18
2).
Mit Entscheid vom 26. Mai 2014 wies
die Allianz die
Einsprachen
gegen die Verfügungen vom 8. November 2012
(Taggeldhöhe)
und vom 8. Februar 2013
(
Leistungsein
stellung
)
ab
(Urk. 2 [=
Urk. 7/187]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
23. Juni 2014
Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
die gesetzlichen Leistungen zu erbringen
(Urk. 1
S. 1
). Mit Beschwerdeantwort vom
21. Juli 2014
schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung d
er Beschwerde (Urk. 6
), was
der Beschwerdeführerin
am
23. Juli 2014
angezeigt wurde
(Urk. 8
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hat die massgebliche Rechtsprechung zu den Voraus
setzungen eines Leistungsanspruchs, insbesondere zum
erforderli
chen natürli
chen und adä
quaten Kausalzusammenhang zwischen Unfall und
Gesundheits
schaden
(Urk. 2 S. 5-6),
sowie zum Beweiswert eines ärztlichen Berichtes und zur freien Beweiswürdigung
(Urk. 2 S. 10)
im angefochtenen Entscheid zutref
fend wiedergege
ben
.
Darauf kann verwiesen werden.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin machte
im angefochtenen
Einsprachee
ntscheid
vom 26. Mai 2014
zusammengefasst geltend,
sowohl
Dr.
D._
als auch Dr.
F._
hätten eine Kausalität zwischen dem Unfall und den linksseitigen
Schulterbe
schwerden
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vernei
nt (Urk. 2 S. 8ff.). Auf deren Beurteilung sei abzustellen, womit sich aus den zu Unrecht erfolgten
Tag
geldleistungen
im Hinblick auf die linksseitigen Schulterbeschwerden keine Wei
terungen
aufdrängten (Urk. 2 S.
12).
Die Beschwerdegegnerin wies zudem darauf hin, hinsichtlich der
Femurfraktur
sei aufgrund der gutachterlichen Beurteilung davon auszugehen, dass der medizinische Endzustand spätestens am 4. Sep
tember 2013 erreicht sei und der Fallabschluss auf diesen Zeitpunkt hin erfolge. Eine unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit bestehe nicht, weshalb auch kein Anspruch auf ei
ne Invalidenrente bestehe. Ebenso bestehe kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
(Urk. 2 S. 12).
2.2
Dem hielt die Beschwerdeführerin am 23. Juni 2014 beschwerdeweise im
We-sentlichen
entgegen, die Beschwerdegegnerin habe ihre Leistungspflicht
für die linke Schulter
zunä
chst anerkannt und
diese
erst nach der von ihr geforderten Neuberechnung
des Taggeldsatzes abgelehnt. In dieser Widersprüchlichkeit erweise sich die Ablehnung als willkürlich und unangemessen. Sie verweise auf das beigelegte Schreiben von
Dr.
C._
vom 26. Februar 201
4.
Bei der Bemessung des Taggelds sei zudem nicht auf den unmittelbar vor dem Rückfall erzielten Verdienst, sondern auf den Verdienst zum Unfallzeitpunkt abzustellen (Urk. 1).
2.3
St
rittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die linksseitigen
Schulter
beschwerden
der Beschwerdeführerin eine Leistungspflicht trifft. Ist dies zu verneinen, erweist sich eine Überprüfung der Taggeldansätze
für die infolge des Eingriffes an der linken Schulter eingetretene Arbeitsunfähigkeit ab
9.
Juli 2012
als obsolet
.
3.
3.1
Im Gutachten
der
E._
vom 30. Dezember 2013
wurden
die folgenden Diagno
sen auf
geführt
(Urk. 7/177 S. 21):
Status nach Osteosynthese einer proximalen
Femurfraktur
links 18.08.2010
Status nach Schulterarthroskopie links 11.07.2012 wegen
Subscapularis
lä
sion
, SLAP II-Läsion und
subakromialem
Impingement
Status nach Schulterarthroskopie rechts 2004 mit protrahiertem
Heilver
lauf
Chronisch rezidivierendes, generalisiertes
Fibromyalgiesyndrom
Status nach Metacarpale V-Fraktur rechts 1989 mit nachfolgender
Neu
roalgodystrophie
Status nach Halswirbelsäulen-Kontusion 1991 mit protrahiertem
Cer
vical
syndrom
Dr.
F._
führte aus, e
in
natürlicher
Kausalzusammenhang zwischen den linksseitigen Schulterbeschwerden und dem Unfall vom 18. August 2010
sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben
(vgl. Urk. 7/177 S. 19 f. und S. 23).
D
ie Beschwerdeführerin
habe
gemäss
den Akten erstmals am 8. März 2012 über linksseitig
e Schulterschmerzen geklagt
. Dies sei im Konsiliarbericht der behandelnden Chirurgin
Dr.
G._
an den Hausarzt festge
halten worden. Die weiteren Abklärungen mittels Röntgen und insbesondere MRI hätten eine partielle Ruptur der
Subscapularissehne
und Subluxation der
Bizepssehne
gezeigt. Bei genauer Durchsicht aller Akten vor diesem Zeitpunkt ergäben sich keine Hinweise dafür, dass nach dem Unfall vom 18. August 2010 an der linken Schulter irgendwelche Beschwerden aufgetreten seien. Insbeson
dere werde im Austrittsbericht von
A._
vom 17. September 2010 explizit im Status darauf hingewiesen, dass die oberen Extremitäten seitengleich und offenbar schmer
zfrei beweglich seien. Auch Dr.
B._
halte in seinem Bericht vom 2. März 2011 fest, dass beide Schultern bezüglich Beweglichkeit, Stabilität und Schmerz unauffällig seien. Die anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin, wonach die Beschwerden in der linken Schulter bereits nach der Operation vorhanden gewesen seien, stünden im Widerspruch mit den
Aktenangaben (Urk. 7/177 S. 18 f.). Prinzipiell
wäre es
durchaus
möglich gewesen
, dass sich die Beschwerdeführerin beim Sturz vom 18. August 2010 auch
an der linken Schulter verletzt
haben könnte
.
Wie
Dr.
C._
in seinem Schreiben vom 4. Juli 201
2 an die Beschwerdegegnerin
zutreffend ausführe, gebe
es Schädigun
gen der
Rotatorenmanschette
, welche erst nach einem gewissen stummen Intervall Beschwerden verursachten
, insbesondere wenn andere schmerzhaftere Pathologien im Vordergrund stünden, wie
dies
bei der Beschwerdeführerin
der Fall gewesen sei
.
Es gebe aber einige Faktoren, die klar dagegen sprächen, dass die Pathologie der linken Schulter einen direkten Zusammenhang mit dem Unfall vom 18. August 2010 habe. Anlässlich der
Hospitaliation
nach dem Unfall sei keine Rönt
g
enaufnahme der linken Schulter durchgeführt worden, so dass davon auszugehen sei, dass die behandelnden Ärzte bezüglich Prellmarken oder Beweglichkeitsprüfung keine Hinweise für eine Schädigung der linken Schulter gefunden hätten. Auch wenn eine trauma
tische Schädigung der
Subscapularissehne
und des
Bizepssehnensystems
(SLAP-Läsion,
Bizepssubluxation
) klinisch initial symptomlos verlaufen sein könne,
so hätten zumindest in dieser symptomlosen Zeit die Provokationstests positiv ausfallen müssen. Es sei davon auszugehen, dass die behandelnden Ärzte in
A._
, aber auch
Dr.
B._
, entsprechende Beobachtungen hätten machen müssen. Beide Berichte würden aber keine entsprechenden Hinweise enthalten (Urk. 7/177 S. 19 f.).
Dr.
F._
führte in seiner Stellungnahme vom 25. März 2014 sodann aus, Dr.
C._
halte
(in seinem Schreiben vom 26. Februar 2014)
fest, dass die in Frage stehenden Läsionen häufig verspätet diagnostiziert würden. Dies sei tatsächlich der Fall, was
er
(
Dr.
F._
) aus seiner orthopädischen Praxis her kenne. Gerade bei Patientinnen und Patienten über 50 Jahre seien die klini
schen Zeichen solcher Läsionen häufig nicht mehr typisch. Es gelte aber klar zu unterscheiden zwischen der verspäteten Diagnosestellung und dem Auftreten von Symptomen. Die verspätete Diagnosestellung bei einer
Subscapularisläsion
b
asiere auf den häufig atypischen Symptomen dieser Läsion im Vergleich zu den Symptomen bei einer
Supraspinatussehnenläsion
. Was aber nicht auftrete
,
sei ein verzögertes Einsetzen von Beschwerden. Bei einer traumatischen Genese einer
Subscapularisläsion
müsse klar gefordert werden, dass Schultersymptome unmittelbar nach Auftreten des Unfalls vorhanden seien. Bei der Beschwerde
führerin würden aber in den Akten keinerlei Angaben über irgendwelche, wenn auch atypische, Schultersymptome gemacht. Insbesondere müsse nochmals unterstrichen werden, dass am 2. März 2011 die Beschwerdeführerin von einem orthopädischen Chirurgen (
Dr.
B._
) untersucht worden sei, welchem keine Schulterpathologien aufgefallen seien. Zufolge Fehlens gesicherter
Schulter
schmerzen
in unmittelbarer Nähe zum Unfall und einer unauffälligen
Schulter
untersuchung
durch
Dr.
B._
seien eine posttraumatische Genese der SLAP II-Läsion und der
Subscapularisläsion
äusserst
unwahrscheinlich. Die auch von
Dr.
C._
nicht bestrittene degenerative Veränderung der
Supraspinatus
sehne
(degeneratives
Impingement
) sowie das Auftreten einer
AC-Gelenks
arthrose
seien ein klares Indiz dafür, dass auch die
Subscapularis
- und SLAP II-Läsion mit
grösster
Wahrscheinlichkeit degenerativer Natur seien (Urk. 7/182 S. 2).
3.2
Aus dem
Gutachten, welches den in der Rechtsprechung des Bundesgerichts entwickelten Anforderungen in allen Teil
en
genügend als beweiskräftig anzuse
hen und auf welches daher abzustellen ist,
ergibt sich, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom
18. August 2010 sowie den linksseitigen Schulterbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen ist.
Den Ausführungen von
Dr.
F._
i
st in ihrer Vollständigkeit
nicht
s
beizufügen.
Es kann bestätigt werden, dass in den Akten
vor dem
9. März 2012
keine Schulterbeschwerden dokumentiert sind
; es lässt sich nicht nur den medizinischen Unterlagen kein entsprechender Hinweis entnehmen, sondern auch der Korrespondenz zwischen den Parteien
(vgl. Urk.
7/12, Urk. 7/19, Urk. 7/25, Urk. 7/27, Urk. 7/29, Urk. 7/36, Urk. 7/38, Urk. 7/41-42
, Urk. 7/53, Urk. 7/58-59, Urk. 7/61
). Aus juristischer Sicht ist sodann darauf hinzuweisen, dass
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit darüber zu befinden hat, ob ein
natürlicher Kausalzusammenhang
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung gegeben ist.
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für
die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118
V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
3.3
Die beschwerdeweise vorgetragenen Ar
gumente der Beschwerdeführerin
(Urk. 1)
vermögen das Gutachten
zudem
nicht zu entkräften.
Die Anerkennung der Leistungspflicht durch die
Beschwerdegegnerin
am
26. Juli 2012 (Urk. 7/93)
entfaltete
keine Bindungswirkung
mit Blick auf die Verfügung vom 8. Februar 2013; immerhin verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen
, weshalb keine eigentliche Wiedererwägung vor
liegt
(Urk. 7/144).
Ausserdem
ist der von der Beschwerdeführerin hergestellte Zusammenhang zwischen der Geltendmachung eines höheren Taggeldsatzes und der Leistungsverweigerung durch die Beschwerdegegnerin nicht
ersichtlich.
Zur Beurteilung
von Dr.
B._
vom 18. Juli 2012 (Urk. 7/89), aufgrund dere
r
die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zunächst anerkannte, ist zu bemerken, dass
sich
diese
ohne
nähere Untersuchungen darin erschöpft,
die Argumentation von
Dr.
C._
vom 4. Juli 2012 sei einwandfrei nicht
widerlegbar.
Dr.
C._
hatte in seinem „Wiedererwägungsgesuch“ vom 4. Juli 2012 darauf hingewiesen, dass eine
Subscapularisläsion
sowie eine SLAP-Läsion traumatisch bedingt sein könn
t
en (Urk. 7/82).
Wie sowohl vom Gutachter
Dr.
F._
als auch von
Dr.
D._
aufgrund einer sorgfältigen Aktenbeurteilung (
Urk.
7/139) mit eingehender Begründung dargelegt, ist im vorliegenden Fall der theoretisch mögliche Zusammenhang – wie von Dr.
C._
aufgeworfen - zwischen der Schulterläsionen links und dem Ereignis vom 1
8.
August 2010 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben. Diese Ausführungen vermögen zu überzeugen, wohingegen die
vor
läufige
Anerkennung der Leistungspflicht
durch die Beschwerdegegnerin
nicht
auf einer überzeugenden Grundlage
beruhte
.
Inwiefern es somit
willkürlich und unangemessen
ist, auf das Gutachten abzustellen, ist deshalb nicht ersichtlich
.
3.4
Nach dem
Gesagten ist der natürliche Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall vom 18. August 2010 sowie den linksseitigen Schulterbeschwerden zu verneinen. Damit erweist sich die
Überprüfung der Taggeldansätze mangels
Rechtsgrundlage für deren Ausrichtung
als obsolet
. D
ie Beschwerde ist
demzu
folge
vollumfänglich abzuweisen.