Decision ID: ed961601-b296-4a0d-a6fb-412afd016758
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1943
, bezieht eine Altersrente
der Alters- und Hinterlassenenversicherung
. Nachdem bisher ein Anspruch auf
Zusatz
leistungen verneint worden war (vgl.
Urk.
7/V2;
Urk.
7/V4
), meldete sich der Versicherte
am
9.
November 2018
erneut bei der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (Durchführungsstelle), zum Bezug von Zusatzleistungen an (
vgl.
Urk.
7/39
).
Mit Verfügung vom
2
6.
November 2018
(
Urk.
7/V5
)
stellte
die Durchführungs
stelle
die Bearbeitung des Gesuchs
infolge eines
deutlichen
Einnahmeüber
schusses
ein. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache (
Urk.
7/55) wies die Durchführungsstelle mit
Einspracheentscheid
vom
7.
August 2019 (
Urk.
7/V6 =
Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte
und seine Ehefrau
erhob
en
am
1
2.
August 2019
Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom
7.
August 2019 (
Urk.
2
) und beantragte
n
, dieser sei aufzuheben und es sei von einem Vermögensverz
ehr
abzusehen
(
Urk.
1 S. 1).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
3.
September 2019 (
Urk.
6
) die A
bweisung der Beschwerde, was den Beschwerdeführenden
am
3
0.
September 2019
zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8
).
In der Folge reichten die Beschwerdeführenden wiederholt Akten (
Urk.
9-10/1-2
;
Urk.
12-14
;
Urk.
16-23
) ein, welche am
7.
und am 2
3.
Oktober 2019
(
Urk.
11
,
Urk.
15
)
d
er Beschwerdegegnerin zugestellt
wurden. Je eine Kopie von
Urk.
16-23 wird der Beschwerdegegnerin mit diesem Urteil zugestellt.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Voraus
setzungen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen, Zusatzleistun
gen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 Abs. 1 des Zusatzleistungsgesetzes des Kantons Zürich, ZLG).
1.2
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die aner
kannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG
).
Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt. Als Einnah
men anzurechnen sind nach Art. 11 Abs. 1 ELG unter anderem ein Zehntel des Reinvermögens bei Altersrentnern, soweit es bei
Ehepaaren
Fr.
60’000
.-- über
steigt (
lit
. c), sowie auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf die die ansprechende Person verzichtet hat (
lit
. g). Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht oder ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2).
1.3
Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt die leistungsansprechende Person die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer
rechtlichen Verpflichtung oder gegen adäquate Gegenleistung hingegeben worde
n ist, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (BGE 121 V 204 E. 6a;
zur Publikation vorgesehenes
Urteil des Bundesgerichts
9C_688/2019 vom 3
0.
Juni 2020
E. 2
.3.2
). Derjenige, der nicht darzutun vermag, dass seine Geldhingabe im
Austausch gegen eine adäquate Gegenleistung erfolgt ist, kann sich mithin nicht
auf den gegebenen Vermögensstand berufen, sondern muss sich die Frage nach den Gründen für den Vermögensrückgang gefallen und mangels entsprechender Beweise hypothetisches Vermögen entgegenhalten lassen. Aller
dings bietet das Ergänzungsleistungssystem keine gesetzliche Handhabe dafür, eine wie auch immer geartete „Lebensführungskontrolle“ vorzunehmen und danach zu fragen,
ob ein Gesuchsteller in der Vergangenheit im Rahmen einer „Normalitätsgrenze
“ gelebt hat, die im Übrigen erst noch näher umschrieben werden müsste. Vielmehr haben die Ergänzungsleistungsbehörden von den tatsächlichen Verhältnissen auszugehen, dass ein Gesuchsteller nicht über die notwendigen Mittel zur angemessenen Deckung des Existenzbedarfs verfügt, und nicht danach zu fragen, warum dem so ist (BGE 121 V 204 E. 4b).
1.4
Für die Annahme einer Verzichtshandlung im Sinne von
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG ist nicht erforderlich, dass beim Verzicht der Gedanke an Ergänzungsleistungen tatsächlich eine Rolle gespielt hat (BGE 131 V 329 E. 4.4). Es ist also nicht wesentlich, dass sich der Versicherte über die sozialversicherungsrechtlichen Konsequenzen seines Tuns im Klaren war. Eine Verzichtshandlung setzt aber schon begrifflich – Verzicht – voraus, dass die Vermögenshandlung mit Wissen und Wollen des Versicherten geschehen ist. Dabei ist nur, aber immerhin erfor
derlich, dass der Versicherte hinsichtlich der Vermögensverminderung an sich urteilsfähig war, nicht aber, dass er von der möglichen ergänzungsleistungsrecht
lichen Qualifikation als
Verzichtshandlung wusste und eine solche in Kauf nahm (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_934/2009 vom 2
8.
April 2010 E. 5.1).
Urteilsfähig im Sinne des Gesetzes ist ein jeder, dem nicht wegen seines Kindes
alters oder infolge geistiger Behinderung, psychischer Störung, Rausch oder ähnlichen Zuständen die Fähigkeit mangelt, vernunftgemäss zu handeln (
Art.
16 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, ZGB). Der Begriff der Urteilsfähigkeit
ent
hält zwei Elemente: einerseits eine intellektuelle Komponente, nämlich die Fähig
keit, Sinn, Zweckmässigkeit und Wirkungen einer bestimmten Handlung zu erkennen, andererseits ein Willens- beziehungsweise Charakterelement, nämlich die Fähigkeit, gemäss der vernünftigen Erkenntnis nach seinem freien Willen zu handeln und allfälliger fremder Willensbeeinflussung in normaler Weise Wider
stand zu leisten. Die Urteilsfähigkeit ist aber auch relativ zu verstehen; sie ist nicht abstrakt festzustellen, sondern in Bezug auf eine bestimmte Handlung je nach deren Schwierigkeit und Tragweite zu beurteilen. Es ist daher denkbar, dass eine Person trotz allgemeiner Beeinträchtigung der Urteilsfähigkeit zwar gewisse Alltagsgeschäfte noch zu besorgen vermag und diesbezüglich urteilsfähig ist, während ihr für anspruchsvollere Geschäfte die Urteilsfähigkeit abzusprechen ist (BGE 124 III 5 E. 1a, 122 I 6 E. 7b/
aa
; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_934/2009 vom 2
8.
April 2010 E. 5.3).
Die Urteilsfähigkeit ist die Regel und wird nach der Lebenserfahrung vermutet, solange keine Anzeichen dafür bestehen, dass die betroffene Person aufgrund ihrer allgemeinen Verfassung – etwa bei bestimmten Geisteskrankheiten oder Altersschwäche – im Normalfall mit grosser Wahrscheinlichkeit als urteilsunfähig gelten muss (BGE 129 I 173 E. 3.1, 127 V 237 E. 2c, 124 III 5 E. 1b; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_934/2009 vom 2
8.
April 2010 E. 5.3).
1
.5
Art. 17a der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) bestimmt, dass der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10‘000.-- zu vermindern ist (Abs. 1), dass der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des Verzichtes unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu über
tragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern ist (Abs. 2), und dass für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung der verminderte Betrag am 1. Januar des Bezugsjahres massgebend ist (Abs. 3).
Nach Art. 23 Abs. 1 ELV sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleis
tung in zeitlicher Hinsicht in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahrs vorhandene Vermögen massgebend.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
im Wesentlichen
fest
, dass im Jahr 2013 zugunsten des Beschwerdeführers Kapital
auszahlungen in der Höhe von insgesamt
Fr.
401'700.-- erfolgt seien. Einzige vorhandene Belege über den Vermögensverbrauch seien zusammengeschnittene Kontoauszüge, wonach Überweisungen an
Z._
in Rumänien in der Höhe von insgesamt
Fr.
176'663.
10 erfolgt seien.
Zusammenhängende Kontoaus
züge seien bisher nicht eingereicht worden. Der effektive Geldfluss beziehungs
weise der Rückgang des Vermögensstandes sei deshalb – abgesehen von den Zahlungen nach Rumänien – nicht nachvollziehbar. Da trotz Aufforderung bisher kein Vertrag oder ein anderer Rechtsgrund für diese Zahlungen eingereicht worden sei, seien
auch
diese allesamt rechtsgrundlos erfolgt und
damit
als Verzichtsha
ndlungen zu werten. Die geltend
gemachte Straftat und die damit verbundene posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) vermöchten
daran nichts zu ändern
, da
ohne Kontoauszüge nicht nachvollziehbar
sei
, wo
hin welche Be
träge
geflossen
seien. Doch selbst wenn diese Zahlungen nachgewiesen werden könnten, müssten sie – ohne Rechtsgrund – ebenfalls als Verzichtsvermögen bewerten werden
. Es sei demnach von einem Verzichtsvermögen in der Höhe von
Fr.
370'000.-- auszugehen (S. 2 f.
).
2.2
Demgegenüber stellten sich die Beschwerdeführenden im Wesentlichen auf den Standpunkt,
der Verlust aus einer Immobilieninvestition im Ausland von insge
samt
Fr.
240'000.-- sei genügend nachgewiesen worden. Der Beschwerdeführer habe im Jahr 20
13 durch eine Attacke mittels K.o.
-Tropfen eine
PTBS
erlitten.
Dadurch sei auch eine
zuvor
nicht
erkannte
bipolare Erkrankung ausgebrochen. Im Anschluss an die Attacke habe
er
mit dem
Pensionskasse
ngeld
die riskante Immobilieninvestition im Rahmen eines manischen Schubes gutgläubig getätigt (vgl.
Urk.
1 S. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob bei der Berechnung des Anspruchs auf Zusatzleis
tungen ein Verzichtsvermögen in der Höhe von
Fr.
370’000
.
-- (Stand 2013
)
zu berücksichtigen ist.
3.
3.1
Aus den Akten ergibt sich
,
dass der
Beschwerdeführer im Juli 2013 zufolge Pensionierung das ihm zustehende Freizügigkeitsguthaben der PKG
Pensions
kasse
in der Höhe von
Fr.
324'735.-- sowie da
sjenige der Sammelstiftung
Pens
Flex
von
Fr.
77
'006.-- bezogen hat (vgl.
Urk.
7/4.1
;
Urk.
7/78
S. 1 f.
).
Somit erhielt der Beschwerdeführer
im Jahr 2013
Kapitalauszahlungen in der Höhe von insgesamt
Fr.
401'741.-- (
Fr.
324'735.-- +
Fr.
77'006.--).
Auf welches Konto diese
s
Geld überwiesen wurde
, kann mangels
Vorliegen
entsprechender Konto
auszüge nicht nachvollzogen werden
(vgl. hierzu auch
Urk.
7/64 S. 1 f.)
.
Von den ausbezahlten Kapitalleistungen ist – wie von der Beschwerdegegnerin korrekt vorgenommen (vgl.
Urk.
7/24b
-c
) - zunächst die geschuldete Steuer abzuziehen, da jeweils nur der Nettoerlös anzurechnen ist (vgl. BGE 140 V 201 E. 4.3). Die Staats- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer au
f diesen Kapitalleistungen betru
gen insgesamt aufgerundet
Fr.
30'000.-- (vgl. Berechnungen in
Urk.
7/24c). Dieser Betrag ist von den ausbezahlten Kapitalleis
tungen vorweg abzuziehen, womit sich ein Nettovermögen im Jahr 2013 aus Kapitalauszahlungen von
rund
Fr.
370'000.-- ergibt.
Da dieses
Vermögen
nicht mehr vorhanden ist,
rechnete
die Beschwerdegegnerin
dieses
vollumfänglich als Verzicht
svermögen an (vgl.
Urk.
7/37-39
).
3.2
Der Beschwerdeführer
begründet den Vermögensrückgang hauptsächlich mit einer
geschäftliche
n
Investition
in eine Immobilie
am Schwarzen Meer
, um dort eine
Bed
& Breakfast
-Pension
zu betreiben. Die Vermittlerin der Immobilie sei
zwischenzeitlich
abgetaucht und
habe ihn
offensichtlich betrogen
(vgl.
Urk.
1
S. 1;
Urk.
7/64 S. 2
).
Als Beleg hierfür reichte er einzig Belastungsanzeigen respektive Postenauszüge seines Privatkontos bei der
Credit
Suisse ein, wonach er zwischen Juli und Sep
tember 2013 insgesamt
rund
Fr.
176'663.-- an
Z._
in
A._
(Rumänien) überwiesen hat (vgl.
Urk.
7/24a). Soweit der Beschwerdeführer angab, er habe
Fr.
240'000.-- investiert (vgl.
Urk.
1 S. 1), l
iegen
für den Mehr
betrag
keine Belege vor.
Der Grund für die getätigten
Überweisungen
blieb bisher
zudem
unbelegt und basiert auf reinen Behauptungen
des Beschwerdeführers
. Ein Investitions
- oder Kauf
vertrag oder ähnliches liegt nicht vor.
Dem eingereichten
fremd
sprachigen Dokument («Carte
Funciarä
Nr.
...
»,
Urk.
7/47-50) läss
t sich ebenfalls nichts über ein
angebliche
s
Rechtsgeschäft zwischen dem Beschwerdeführer und
Z._
entnehmen, wird insbesondere der Name des Beschwerdeführers im gesamten Dokument nicht aufgeführt. Aus welchem Grund er diese hohe Gesamtsumme an
Z._
überwies,
bleibt demnach unklar
.
Auch liegen keine Hinweise dafür vor, dass
der Beschwer
deführer im Zusammenhang mit diesen Beträgen eine adäquate Gegenleistung erhalten hätte.
Weitere Belege
für den
hohen
Vermögensrückgang wurden
– trotz von der Beschwerdegegnerin angesetzter Mahn- und
Bedenkfrist
(vgl. Schreiben vom 1
3.
Februar 2019,
Urk.
7/63)
–
bisher
nicht eingereicht.
Insbesondere liegen für das Jahr 2013 keine
rlei
Kontoauszüge vor, welche den effektiven Geldfluss beziehungsweise den Rückgang des Vermögensstandes – abgesehen von den Zahlungen nach Rumänien – zu belegen vermöchten. Die einzigen aktenkundigen Kontoauszüge
(
Urk.
7/8;
Urk.
7/19-22)
betreffen das Jahr 2016, wobei sich diesen keine erheblichen Ausgaben entnehmen lassen.
Hinweise auf die Privatsphäre des Beschwerdeführers beziehungsweise auf die persönliche Diskretion (vgl.
Urk.
7/64 S. 1) vermögen keinen Grund darzustellen, um von aussagekräftigen und lücken
losen Belegen
(Kontoauszügen)
abzusehen.
Da der Beschwerdeführer für
den im Jahr 2013 erfolgten Vermögensrückgang
demnach
keine genügenden Belege beibringen konnte und somit nicht darzutun vermochte, dass seine Geldhingabe im
Austausch gegen eine adäquate Gegenleis
tung erfolgt ist,
muss er sich mangels entsprechender Beweise grundsätzlich hypothetisches Vermögen entgegenhalten lassen (vorstehend E. 1.3).
3.3
Soweit der Beschwerdeführer weiter geltend macht, er habe im Juni 2013
durch eine Attacke mittels K.o.
-Tropfen eine PTBS erlitten
,
wodurch
auch
eine früher nicht bemerkte bipolare Erkrankung ausgebrochen sei und er im Anschluss an die
se
Attacke die riskante Immobilieninvestition im Rahmen eines manischen Schubes gutgläubig getätigt habe (vgl.
Urk.
1 S. 1), kann er
hieraus
nichts zu seinen Gunsten ableiten.
E
ine Urteilsunfähigkeit
(vorstehend E. 1.4)
in Bezug auf die getätigten Überweisungen zugunsten von
Z._
lässt sich damit
nicht begründen. So lässt sich den Akten
lediglich
entnehmen, dass
der Beschwer
deführer Anzeige aufgrund des mutmasslichen Verabreichens einer sedierenden Substanz in der
B._
in der
Nacht
vom
1
4.
auf den 1
5.
Juni 2013
erstattet hat
(
Urk.
7/4
5)
. Sein behandelnder Arzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychot
herapie, bestätigte aufgrund der
Haar
analyse
zwar
die Intoxikation und
erklärte, dass
der Beschwerdeführer durch den Vorfall eine PTBS
sowie
eine Erschöpfungsdepression entwickelt habe
(
vgl.
Urk.
7/
44
)
. Dass der Beschwerdeführer bei den in der Zeit zwischen Juli und September 2013
und somit erst Wochen und Monate später
getätigten Überweisungen an
Z._
urteilsunfähig war, lässt sich dadurch
jedoch
nicht belegen, dauert die Wirkung von K
.o.
-Tropfen und eine damit möglicherweise zusammen
hängende Urteilsunfähigkeit
erfahrungsgemäss
lediglich einige Stunden
an
.
Das Vor
handensein
einer psychiatrischen Diagnose
geht
ebenfalls
nicht mit einer
generellen Urteilsunfähigkeit einher.
Konkrete
Anhaltspunkte für eine Urteils
unfähigkeit im Zusammenhang mit dem Vermögensrückgang lassen sich den
vorhandenen
Akten
jedenfalls nicht entnehmen.
Auch der
im Rahmen des Be
schwerdeverfahrens eingereichte
Auszug
eines
Gerichtsu
rteils
(
Urk.
10/
2) änd
ert
daran nichts.
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass sich
diesem
die Namen von Kläger und Beklagtem
gar
nicht
entnehmen
l
assen
und daher nicht abschliessend festgestellt werden kann,
ob
der
Beschwer
deführer
überhaupt
Partei des Verfahrens war
. Angesichts eines ebenfalls eingereichten Anwaltsschreiben
s
vom
2.
Oktober 2019 (
Urk.
10/1)
kann ange
nommen werden
, dass es sich beim Beklagten
um den Beschwerdeführer
gehandelt
hat
. Aus dem Urteil
selbst
ergibt sich allerdings lediglich, dass der
Beklagte
im Zeitpunkt der Unterzeichnung einer Schuldanerkennung im Betrag von rund 27'000.-- unter dem Einfluss von K.o.-Tropfen oder einer anderen sedierenden Substanz gestanden habe und somit nicht urteilsfähig gewesen sei
(vgl.
Urk.
10/2 S. 1)
. Bei
besagter
Schuldanerkennung handelt es sich
nach Lage der Akten
höchstwahrscheinlich
um
eine in der Nacht vom 1
4.
auf den 1
5.
Juni 2013 angeblich getätigte
Konsum
a
tion in der
B._
(vgl. Anzeige
bestätigung der Stadtpolizei Zürich in
Urk.
7/45
;
vgl. auch
Urk.
10/1
). Diese
nun
gerichtlich
festgestellte
Urteilsunfähigkeit betrifft
jedoch einzig die Unterzeich
nung dieser
Schuldanerkennung und vermag eine solche im Zusammenhang mit den erst Wochen
und
sogar
Monaten
später erfolgten Überweisungen an
Z._
nicht zu belegen.
3.4
Nach dem Gesagten
ist somit festzuhalten, dass der von der Beschwerdegegnerin angerechnete Vermögensverzicht in der Höhe von
Fr.
370'000.--
im Jahr 2013
beziehungsweise – unter Berücksichtigung von
Art.
17a ELV (vorstehen
d E. 1.5
) – von
Fr.
320'000.-- im Jahr 2019
zu Recht erfolgte. Dasselbe gilt für den
gestützt auf
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG (vorstehend E. 1.2)
berechneten
jährlichen
Vermö
g
ensverzehr in der Höhe von
Fr.
26'000.
-- (
Fr.
320'000.-- -
Fr.
60'000.--
: 10)
.
Somit ergibt sich ein deutlicher Einnahmeüberschuss
(
vgl. Berechnung
in
Urk.
7/37-38
).
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.