Decision ID: 7df113c1-bf9e-4531-b1fa-b420907f7f23
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976,
war
vom
1.
Mai 2007
bis zum 3
1.
März 2019
in einem unregelmässigen Teilzeitpensum
als Barmitarbeiterin
beim
Y._
angestellt (
Urk.
7/9)
.
Am
1
2.
März 2019 (Eingangsdatum)
meldete
sich
die Versicherte
wegen
psychische
r
Beschwerden
bei der Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2). Die IV-Stelle lud die Versicherte zu einem Standortgespräch ein, welches am
3.
April 2019 stattfand (
Urk.
7/7).
In der Folge
holte die IV-Stelle den
Arbeitgeberbericht
des
Y._
vom 1
2.
April 2019
(
Urk.
7/9) und
den Bericht von
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1
1.
April 2019 (
Urk.
7/10)
ein. Zudem zog sie
die Akten der Krankentaggeldversicherung Zürich Versicherungs-Gesellscha
ft (
Urk.
7/11 und
Urk.
7/22) bei,
welche bei
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
ein psychiatrisches Konsilium in Auftrag gegeben hatte
(
vgl.
Konsilium vom 7.
Juni 2019,
Urk.
7/22/16-29)
.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 2
8.
Oktober 2019
,
Urk.
7/25,
und Einwand vom 2
8.
November bzw.
6.
Dezember 2019,
Urk.
7/29
und
Urk.
7/33) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
2.
Januar 2020 (
Urk.
2)
einen Anspruch der Versicherten auf IV-Leistungen.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
0.
Februar 2020 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr ab September 2019 eine ganze und ab Januar 2020 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzu
spre
chen; eventualiter sei ein psychiatrisches Gerichtsgutachten einzuholen. In pro
zessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unent
gelt
lichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
5.
März 2020 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am
9.
März 2020 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
tu
rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281
E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medi
zinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
1.2.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.2.4
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts
anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge
gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchti
gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür
digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch an
han
d der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und so
mit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rah
men des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andau
ernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als gelei
s
tet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein
schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits
unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3
).
1.3
1.3
.1
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbe
messung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Um
ständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entschei
dend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pen
sum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter
, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für
die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Be
urteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2021 vom 5. März 2021 E. 3.3 mit Hinweisen).
1.3.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.3.3
Bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versi
cher
ten Person
ohne
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27 IVV
bemisst sich die Invalidität rechtsprechungsgemäss nach der allgemeinen Methode des Einkom
mens
vergleichs oder einer Untervariante (Schätzungs- oder Prozentvergleich, ausserordentliches Bemessungsverfahren) davon. Dabei ist das Validenein
kom
men nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätig
keit festzulegen, wobei entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls ver
dienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich
entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmass
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte. Dabei kann das
–
ärztlich festzulegende
–
Arbeitspensum unter Umstän
den grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (BGE
131 V 51 E. 5.1.2; wiedergegeben in BGE 142 V 290 E. 5).
In Präzisierung dieser Rechtsprechung hat das Bundesgericht in BGE 142 V 290 entschieden, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im (allein versicherten) erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypo
the
tischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist (E. 7.3).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.6
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit,
dass d
ie Beschwerdeführerin
gemäss den medizinischen Akten
über einen geregelten Tagesabl
auf ohne Einschränkungen verfüge
. Sie absolviere eine Ausbildung zur
Craniosacral
-Therapeutin und arbeite an Kochevents
.
Die Beziehungsfähigkeit sei
ebenfalls
nicht eingeschränkt. Es bestünden
ein guter
Kontakt zur Lebens
partnerin,
Mutt
er und auch zu den Geschwistern. A
usserhalb der Partn
erschaft und der Familie bestünden
eine Reihe von weiteren tragfähigen Beziehungen. Bei der Erledigung der Haushalt
s
arbeiten
sei
keine Einschränkung
gegeben
. Bezogen
auf die Persönlichkeitsdiagnostik hätten keine
Faktoren objektiviert werden können
, welche
die
Ressourcen
der Beschwerdeführerin
wesentlich hemmen würden. Ängste
oder Befürchtungen, an einer er
n
sten Erkrankung zu leiden, könnten
nicht als
invalidisierender Gesundheitsschaden
anerkannt werden
. Das Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin sei nicht in allen Lebensbereichen gleichermassen eingeschränkt (
Urk.
2
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend,
dass die Abweisung
des Leistungsbegehrens allein
auf der Einschätzung einer Kundenberaterin der Be
schwerdegegnerin beruhe, welche über keine me
dizinische Fachkenntnis verfüge. Deren
Einschätzung stehe in offensichtlichem Widerspruch zu den
Berichten
der behandelnden
Dr.
Z._
und
zum p
sychiatrischen Gutachten von
A._
.
Die
Haupttätigkeit an der Bar im
Y._
habe die Beschwer
deführerin
aufgeben müssen
. Aktuell könne sie
nur noch
in einem 10%-Pensum
im Backstage-Bereich
kochen.
Von einem Tagesablauf ohne Einschränkungen könne nicht die Rede sein, zumal sie oft Mühe habe
, die Wohnung zu verlassen. Gemä
ss
Stell
ungnahme von
Dr.
Z._
vom 2.
November 2019
würden zahlreiche
Faktoren vorliegen,
welche
ihre
Ressourcen hemmen
würden. Im Weiteren basiere
die
Einschätzung der Arbeitsfähigke
it
durch
A._
auf der falschen Annahme, dass
sie
die
Ausbildung zur
Craniosacral
-T
herapeutin nach
der
Ver
schlechterung des
Gesundheitszustands im September 2018 unverändert habe fortführen können.
Dies sei
nicht
korrekt
. Gemäss
Dr.
Z._
sei von September 2018 bis September 2019 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und ab Oktober 2019 nach übereinstimmender Ein
schätzung von
Dr.
Z._
und
A._
von einer Arbeitsfähigkeit von 40
%
auszugehen.
Nach Ablauf des
im September 2018 zu eröffnenden
Wartejahres habe die Beschwerdeführerin ab September 2019
somit
Anspruch auf eine ganze Rente. Ab Oktober 2019 hätte sie ohne gesundheitliche Einschränkung ein Einkommen von
Fr.
55'945.-- und mit
ge
sundheitlicher Einschränkung
ein solches von
Fr.
20'140.-- erzielen können.
Da sie im Gesundheitsfall in einem 80%-Pensum erwerbstätig wäre,
betrage
der Invaliditätsgrad 51
%
. Demnach
habe sie ab Januar 2020 (drei Monate nach der Verbesserung des Gesundheitszustands) Anspruch auf eine halbe Rente
(
Urk.
1 S.
9
ff.
).
2.3
Die Beschwerdegegnerin machte in der Beschwerdeantwort geltend, dass
im Gesundheitsfall
höchstens von einer
Erwerbstätigkeit
der Beschwerdeführerin
in einem 70%-Pensum
auszugehen sei
.
Wie
sich aus den Einkommenszahlen im
individuellen Konto
(IK)
ergebe, habe
sie
seit jeher ein Teilze
itpensum ausgeübt
und dabei tiefere Einkommen erzielt
(
Urk.
6).
2.4
Streitig und zu prüfen ist
in erster Linie
der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente.
3.
3.1
Hinsichtlich der
Statusfrage ist darauf hinzuweisen, dass d
ie Beschwerdeführerin
anlässlich
des Standortgesprächs vom
3.
April 2019 an
gab,
dass sie
je nach Ein
teilung
insgesamt
ca.
in einem 65
%
-Pensum
gearbeitet habe. Bei voller Ge
sundheit würde sie mindestens in einem 60%-
Pensum
arbeiten, eventuell auch in einem 80%-Pensum. In
einem 100%-Pensum würde sie jedoch
nicht arbeiten. Sie habe immer teilzeitlich gearbeit
et, mal mehr, mal weniger (Urk.
7/7/2).
Aus dem p
sychiatrischen Konsilium von
A._
vom
7.
Juni 2019 geht hervor, dass
die Beschwerdeführerin eine einj
ährige Ausbildung zur
Briefträgeri
n
absolviert
, aber nur kurz auf
diesem Beruf gearbeitet habe. Danach sei sie
an verschiedenen Stellen und unterschiedlich lang
in der Gastronomie tätig gewesen und habe die Winter oft in Asien
verbracht.
Mit der Ausbildung zur
Craniosa
cral
-Therapeutin habe sie vor zwei Jahren begonnen
. Die Ausbildung bestehe aus einer Woche Schule und drei Ausbildungsblöcken im Jahr. Am Mittwochabend gehe sie für drei Stunden in die Schule. Die Aufgaben, d
ie sie zu Hause erledigen müsse,
könne sie frei einteilen (
Urk.
7/22/18-19).
Dem IK-Auszug ist zu entnehmen
, dass die Beschwerdeführerin
in den
fünf
Jahren vor der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin
folgend
e
E
inkommen erzielte (
Urk.
7/6/2-3
):
2014:
Fr.
42'634.
--
2015:
Fr.
32'201.
--
2016:
Fr.
18'791.
--
2017:
Fr.
26'168.--
2018:
Fr.
18'168.
--
Total:
Fr.
137'962.--
3.2
In
den Jahren 2014 bis 2018
erzielte
die Beschwerdeführerin demnach
ein durch
schnittliches jäh
rliches Einkommen von
Fr.
27'592.40
(
Fr.
137'962.
-- :
5).
In einem hypothetischen 100%-Pensum hätte sie beim
Y._
im Jahr 2019
ein
Einkommen von
Fr.
55'173.30
(
Fr.
27.95 x 1'974 [47 x 42 Stunden]
) erwirtschaftet (
Urk.
7/9/4
).
Das
Erwerbspensum
in den fünf Jahren
vor der An
meldung bei der Beschwerdegegnerin
entsprach somit
ca. 50
%
(ca. 21 Wochen
stunden)
.
Da die Beschwerdeführerin
seit 2017
nebenbei
eine Ausbildung zur
Craniosacral
-Therapeutin absolvier
t, welche gemäss Angaben von
A._
(inkl. Hausaufgaben)
ca. 13 Stunden pro Woche in Anspruch
nimmt (
Urk.
7/22/27),
kann davon ausgegangen werden, dass sie im Gesundheitsfall zu 80
%
erwerbs
tätig wäre. Das Vorliegen eines Aufgabenbereichs
im Sinne von Art.
27 IVV
ist dabei zu verneinen.
Im Feststellungsblatt der Beschwerdegegnerin vom 2
2.
Janu
ar 2020 wurde die Beschwerdeführerin im Übrigen auch e
ntsprechend
qualifiziert
(
Urk.
7/34/2)
.
4.
4.1
In medizinischer Hinsicht sind im Wesentlichen folgende Beurteilungen akten
kundig:
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
führte
im an die Krankentaggeldversicherung
Zürich
gerichteten Bericht vom
3.
Dezember 2018 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine leichte bis mittel
gradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und (2) eine Panikstörung (ICD-10 F41.0)
an
.
Diagnosen ohne Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit nannte Dr.
B._
nicht.
Sie gab an,
dass die erstmalige
Behandlung im August
/September
2017 wegen einer
Panikstörung mit Depression und
schweren Schlafstörungen und infolgedessen schädlichem Gebrauch von Alkohol erfolgt sei. Die Beschwerde
füh
rerin
sei vom 2
5.
September bis zum
8.
Oktober 2018 zu 100
%
und vom
9.
Oktober bis zum
8.
Dezember 2018 zu 90
%
arbeitsunfähig
(gewesen)
. Die Arbeitsaufnahme sei ab dem
9.
Dezember
2018
oder spätestens ab Ende Dezem
ber 2018 geplant. Die Beschwerdeführerin werde nicht an ihren bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren können (
Urk.
7/11/21-22).
4
.2
Dr.
Z._
stellte im Bericht vom 1
1.
April 2019
als Diagnosen
mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
(1) eine
somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10 F45.3), am ehesten als Folge durchgemachter Kindheitstraumata
,
und
(2)
eine
Panikstörung (ICD-10 F41
.0
)
.
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit nannte
Dr.
Z._
nicht
.
Sie
erklärte, dass
die Beschwerdeführerin
seit dem 1
2.
Oktober 2018
bei ihr
in Behandlung sei. Gegenwärtig komme sie einmal
wöchentlich für jeweils 50 Minuten. Seit dem
9.
Dezember 2018 sei
sie
zu 90
%
arbeitsunfähig
, wobei noch nicht absehbar sei bis wann
.
Die berufliche Tätigkeit in der Bar stelle keine langfristige Perspektive dar, da das teils übergriff
i
ge Verhalten der Gäste die Gefahr einer Reaktivierung durchlebter Kindheitstrau
mata (Übergriffe durch Jugendliche, Vernachlässigung durch die Eltern) berge.
Langfristig betrachtet sei von einer maximal 50%- bis 60%igen beruflichen Tätig
keit
auszugehen
,
dies
jedoch in einem anderen beruflichen Sektor (
Urk.
7/10/
2-
5).
4.3
A._
diagnostizierte im psychiatrischen Konsilium vom
7.
Juni 2019
zuhanden der Krankentaggeldversicherung
Zürich
(1) eine Agoraphobie mit Panik
störung (ICD-10 F40.01) und (2) eine undifferenzierte Somatisierungs
st
ö
rung (ICD-10 F45.1). Er führte aus
, dass
somatoforme Schmerzstörungen allein
rechtsprechungsgemäss
keine Arbeitsunfähigkeit
begründen würden. Die
Be
schwer
de
führerin
erledige
neben ihrer 10%igen beruflichen
Tätigkeit
täglich ca. zwei Stunden Hausaufgaben für die Ausbildu
ng
. Ausserdem gehe sie drei Stun
den pro Woche in die Schule. Addiere man diese Stunden ([5 x 2] + 3 = 13)
mit den vier Stunden Arbeit, ergebe
sich eine Arbeitsfähigkeit von 17 Stunden pro
Woche. Zusammenfassend sei
davon auszugehen, dass zumindest für eine Ver
weistätigkeit eine mindestens 40%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Dies würde bezogen auf das 40%-Pensum de
r Beschwerdeführerin (beim
Y._
) einer 100%igen Arbeitsfähigkeit entspr
echen. Die Frequenz der aktuellen Thera
pie sei lege artis. In Bezug auf die Art der durchgeführten Psychotherapie sei anzumerken, dass bei Angststörungen primär kognitiv verhaltenstherapeutische Therapieformen
(KVT)
wirksam seien und eine psychodynamische Therapie ge
mäss den deutschen S
3
Leitlinien erst als zweite Wah
l bei Nichtwirksamkeit einer
KVT
angeboten werden sollte. In Bezug auf die Pharmakotherapie wäre gemäss den S
3
Leitlinien eine Behandlung mit
SSRIs
,
Venlafaxin
oder
Clomipramin
indiziert. Die Beschwerdeführerin
werde jedoch lediglich mit
Phyt
otherapeutika
und nicht mit s
chulmedizinischen Antidepressiva
behandelt. Da die Erkrankung bereits seit September 2018 bestehe, wäre aufgrund der fehlenden Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
auch
eine stationäre psychiatrische oder psychosomatische Behandlung angezeigt
(
Urk.
7/22/26-28
).
4
.
4
Die Beschwerdegegnerin erwog im Rahme
n der Ressourcenprüfung vom 28.
Okto
ber 2019, dass sich die Einschränkungen der Beschwerdeführerin nicht konstant durchziehen würden. Sie würden vor allem bei der Arbeit an der Bar bestehen. Ansonsten scheine die Beschwerdeführerin keine erheblichen Einschränkungen zu haben. Sie habe auch ein sehr stabiles Umfeld, das unterstützend wirke. Hinzu komme, dass weder eine ideale Therapie noch eine adäquate medikamentöse Behandlung durchgeführt werde. Es könne davon ausgegangen werden, dass die
Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Ressourcen in einer optimal angepassten Tätigkeit nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei (
Urk.
7/24/2).
4.5
Dr.
Z._
erklärte in der
an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ge
rich
teten
Stellungnahme vom
2.
November 2019, dass es sich bei den Sympto
men
der Beschwerdeführerin überwiegend um Symptome der autonomen (ve
ge
ta
tiven
) Erregung handle, w
ie subjektiv vernommene Sc
hluckstörungen, Brust
schmer
zen/ein brennendes Gefühl im Brustkorb und ein
Gefühl der Überblähung.
Wes
halb
A._
das Vorliegen einer somatoformen autonomen Funk
tions
störung ausschliesse, erschliesse sich ihr nicht.
Die Symptome, die im Rahmen der Panikstörung auftreten könn
ten, führe sie auf die zugrunde
liegende somato
forme autonome Funktionsstörung zurück. Eine Agoraphobi
e halte sie für
nicht z
utreffend
. Seit dem
1.
Oktober 2019 sei
wieder eine 10%ige Arbeitstätigkeit
in der Küche des
Y._
möglich. Zuvor habe vom
4.
Juni bis zum 3
0.
September 2019 in Bezug auf die angestammte Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Während
des Auftretens
der
Körperbeschwerden unt
erschiedlicher Schmerzintensität komme es zu
Beeinträchtigungen der Kon
zentration, ausgeprägten Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, einer er
höh
ten Ermüdbarkeit und sozialem Rückzug.
Die Ausbildung zur
Craniosacral
-Therapeutin
sei
während jener Zeit nicht immer mit einem Pensum von 30
%
möglich gewesen.
Som
it habe vom
4.
Juni bis zum 30.
September 2019 keine durchgängige 4
0%ige Arbeitsfähigkeit
bestanden. Ab dem
1.
Oktober 2019 sei im Hinblick auf die psychischen Symptome eine Stabilisierung eingetreten, so dass die 10%ige Arbeitstätigkeit im
Y._
zusammen mit der Ausbil
dung zur
C
raniosacral
-Therapeutin
etwa einer
40%i
gen
Arbeitsfähigkeit
ent
spreche. Die Aussage von
A._
, wonach
somatoforme Schmerzstö
run
gen allein rechtsprechungsgemäss
keine Arbeitsunfähigkeit
begründe
n würden, sei unzutreffend
(
Urk.
7/31).
5
.
5
.1
Wie aufgrund der dargelegten medi
zinischen Akten erhellt, kam
A._
im p
sychiatrischen Konsilium vom
7.
Juni 2019
zum Schluss, dass der Be
schwerdeführerin ab dem
Zeitpunkt der Untersuchung
eine - nicht näher um
schriebene -
Verweistätigkeit wieder im bisherigen
40%-Pensum möglich sei.
Zur Frage, in welchem Umfang
ihr
die angestammte Tätigkeit im Gastronomiebereich und eine allfällige angepasste Tätigkeit
in
ein
em
80%-Pensum zumutbar wä
re, nahm er keine Stellung
bzw. musste sich diesbezüglich gegenüber der Kranken
taggeldversicherung Zürich
auch
nicht äussern
(Urk.
7/22/16-29
)
. Gemäss
Dr.
B._
und
Dr.
Z._
war die Beschwerdeführerin vom 2
5.
September 2018 bis zum 3
0.
September 2019
in sämtlichen Tätigkeiten zu 90
%
bis 100
%
arbeits
unfähig (
Urk.
7/10/2-5 und
Urk.
7/
11/22
). Seit
dem 1.
Oktober 2019
ist gemäss
Dr.
Z._
in einer angepassten Tätigkeit (wieder) eine 40%ige
Arbeitsfähigkeit gegeben
(
Urk.
7/31)
.
Auch
Dr.
Z._
erörterte dabei
jedoch
nicht, welche ange
passten Tätigkeiten der Besch
w
erdeführerin noch möglich
sind
.
Zudem fehlt in i
hren
Bericht
en
eine eingehende Begründung
der quantitativen Eins
chränkung der Arbeitsfähigkeit.
Gestützt
auf diese medizi
nischen Akten, in welchen
in diagnostischer Hinsicht Unklarheiten bestehen und
nicht sämtliche rentenrelevanten Fragen abgehandelt
wurden,
nahm die Beschwerdegegnerin eine su
mmarische Ressourcenprüfung vor
(
Urk.
7/24)
. Ohne
Rü
cksprache mit
einer Psychiaterin
/einem Psychiater
des
Regionalen Ärztlichen Dienstes
kam sie
zum Schluss, dass kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorliege. Die Beschwerdegegnerin wich damit
insbesondere erheblich von der Arbeits
fähigkeitsbeurteilung von
Dr.
Z._
ab. Dies vermag nicht zu überzeugen.
5.2
Der medizinische Sachverhalt erweist sich als ungenügend abgeklärt, worin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu erblicken ist. Dem Antrag der Beschwerdeführerin, das Gericht habe selbst ein Gutachten anzu
ordnen (Urk. 1 S. 2), kann angesichts der aufgezeigten Lücken im rechtserheb
lichen Sachverhalt nicht gefolgt werden, würde damit doch das Abklärungsver
fahren von der Verwaltungs- auf die Gerichtsebene verlagert.
6.
Die Sache ist deshalb in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizinischen Sachverhalt
in psychiatrischer Hinsicht
selber abklärt oder gutachterlich abklären lässt
und
danach
über einen möglichen Leistungsanspruc
h
der Bes
chwerdeführerin neu entscheide.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 7
00.-- anzusetzen.
7.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentg
eltlichen Prozess
führung (
Urk.
1 S. 2) erweist sich als gegenstandslos.