Decision ID: 3d6cfaa4-bc0a-4c43-af46-9e7fb6d0ba6e
Year: 2016
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
berge. Die Sachverhalte seien sehr verschieden. Bei gegebener
Ausgangslage würde eine Interessenabwägung eher zu Gunsten des
Bauvorhabens der Beschwerdegegner ausfallen, da im Gegensatz zum
Bauvorhaben des Beschwerdeführers nicht nur private, sondern auch
öffentliche Interessen im Spiel seien. Die Situation sei für beide Parteien
vorläufig und bis auf weiteres in gleicher Weise offen. Südlich der
Trafostation auf Parzelle 17 könne aufgrund des mittlerweile eingeführten
Verkehrsregimes von 2015 ohnehin nicht mehr parkiert werden, weil dort
kein Parkplatz markiert sei. Zudem sei die Fläche im Bereich südlich der
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Trafostation und des Garagengebäudes u.a. des Beschwerdeführers
(Parzelle 402) als geplanter Kehrplatz festgelegt. Somit sei in diesem
Bereich bis zum definitiven Projektentscheid über den Ausbau der
E._-strasse und die Schaffung des geplanten Kehrplatzes eine
dauerhafte Parkierungsmöglichkeit mit der Grundordnung nicht vereinbar.
Der Vorsteher des kommunalen Baudepartementes sei Vorsteher seines
Departements und der Baukommission und nicht bei der Gemeinde
angestellt. Gegen ihn sei im Baueinspracheverfahren kein
Ausstandsbegehren gestellt worden. Dieses wäre folglich nach Art. 6b
Abs. 3 VRG verspätet. Beruflicher Kontakt mit dem Architekten der
Beschwerdegegner sei kein Ausstandsgrund. Dass der Bauvorstand einer
Gemeinde ohne Bauamt bei Baubewilligungsverfahren die Entscheide
vorbereite und die Anträge der Baukommission dem Gemeindevorstand
als zuständige Baubehörde unterbreite, liege in seiner Funktion als
Bauvorsteher begründet und sei von Gemeindeverfassung und
Baugesetz vorgegeben. Die Beschwerdegegner hätten sich nicht
rechtsmissbräuchlich verhalten. Ihnen sei weder Land abgetreten noch
irgendwelche Dienstbarkeiten eingeräumt worden, schon gar nicht
kostenlos oder unentgeltlich. Die vom Beschwerdeführer geplante
Erweiterung der Garagierung scheitere nicht an der seit Jahrzehnten
bestehenden Einmündung der Zufahrtsstrasse der Beschwerdegegner in
die E._-strasse, sondern schon am fehlenden Grenzbaurecht
gegenüber der Strassenparzelle 34.
14. Am 18. März 2016 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
Anträgen fest.
Im Wesentlichen argumentierte er wie folgt: Die für Grundstückszufahrten
vorgeschriebene Mindestbreite von 3 m werde nicht eingehalten, da nur
eine Erweiterung auf 2.3 m vorgesehen sei. Somit eigne sich die Strasse
nicht als Zufahrt. Die Erstellung des Eigenheims auf Parzelle 1619 hätte
ohne vorherige oder gleichzeitige Errichtung zusätzlicher
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Parkierungsflächen in der ersten Bautiefe gar nicht genehmigt werden
dürfen. Der GEP sei hier missachtet worden. Der Fussweg sei erst in den
Achtzigerjahren errichtet worden und sei seit damals nur ausnahmsweise
befahren worden. Hier solle ein 1.2 m breiter Fussweg in eine 2.3 m breite
neue Zufahrtsstrasse umfunktioniert werden. Der Kaufpreis für Parzelle
1619 tue nichts zur Sache. 1981 sei von der Bürgergemeinde nur ein
Durchgangsrecht zur damals geplanten Garage in der ersten Bautiefe
eingeräumt worden. Die bestehende Parkierungsmöglichkeit des
Beschwerdeführers unterhalb der Trafostation auf Parzelle 17 werde
durch die neue Zufahrt klar eingeschränkt und er könnte vor der
Trafostation nicht mehr parkieren. Er könnte auch seine
Parkierungsmöglichkeit südlich der - recte u.a. - ihm gehörenden Parzelle
16 nicht mehr realisieren, obwohl er schon seit längerem ein Gesuch um
Abtretung von Gemeindeland eingereicht habe.
Es sei unklar, was die Beschwerdegegner anlässlich der Abtrennung von
Parzelle 1619 von Parzelle 7 vereinbart hätten. Aus einem privaten
Durchgangsrecht auf diesen Parzellen könnten die Beschwerdegegner
aber ohnehin keinen Anspruch auf die Durchsetzung eines
Durchgangsrechts auf Parzelle 34 ableiten.
Der Strassenkörper der E._-strasse und die Strassenparzelle 34
seien nicht identisch. Der von ihr wegführende Fussweg gehöre nicht zum
Strassenkörper. Der Status "auszubauend" beziehe sich nur auf die
Strasse und nicht auf die in sie einmündenden Fusswege. Es sei nicht
nachgewiesen, dass der Fussweg seit mehr als 30 Jahren bestehe. Er sei
erst später errichtet worden. Der von der Beschwerdegegnerin geltend
gemachte Gemeingebrauch beziehe sich auf den Strassenkörper. Die
Nutzung ausserhalb des Körpers bedürfe der formellen Errichtung eines
Durchgangsrechts. Die Terminologie "vorläufiges Nutzungsrecht" lasse
darauf schliessen, dass hier eine Dienstbarkeit eingeräumt habe werden
sollen. Deswegen kämen die Regeln über die Errichtung von
Dienstbarkeiten zum Tragen (Beschluss der Gemeindeversammlung, Art.
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29 Abs. 1 GV, öffentliche Beurkundung, Grundbucheintrag [Art. 732 Abs.
1 ZGB]). Ob und wenn ja zu welchem Zeitpunkt die E._-strasse
ausgebaut werden solle, sei nicht klar. Die VSS-Normen würden trotz
ihrer gesetzlich nicht verbindlichen Natur in der Schweiz als gültiger
Baustandard anerkannt. Privatstrassen müssten nicht nur bescheidene
Zufahrtswege sein. Hier fehle zudem eine Sicherung gegen das
Abrutschen der Fahrzeuge auf die darunter liegende Strasse. Ihm sei
bewusst, dass die Stelle unterhalb der Transformatorenstation nicht als
Parkplatz markiert sei. Dies sei der Grund, weswegen er bei der
Beschwerdegegnerin bereits mehrmals ein Interesse am Erwerb oder an
der Nutzung dieses Parzellenteilstücks angemeldet habe.
15. Am 11. April 2016 (Poststempel) hielten die Beschwerdegegner
duplicando an ihren Anträgen fest.
Im Wesentlichen argumentierten sie wie folgt: Aus der seit
Menschengedenken mit Pferdewagen und Traktor mit Mistanhänger
genutzten landwirtschaftlichen Zufahrt werde kein Fussweg. Sie hätten im
Einverständnis mit politischer und Bürgergemeinde beim Hausbau 1982
diese Zufahrt befestigt, mit Naturbelag versehen und regelmässig für
Transporte genutzt. Die heutige Situation mit Doppelgarage und
Zufahrtsweg über die Strassenparzelle sei integrierender Bestandteil der
Baubewilligung von 1981 und auf allen Plänen eingezeichnet. Sie sei für
normale PWs problemlos zu bewältigen gewesen. Im Herbst 2001 sei die
Zufahrt asphaltiert worden. Das Zweifamilienhaus auf Parzelle 7 werde
von zwei Familien bewohnt. Damit seien vier Pflichtparkplätze zu
erstellen. Einer liege im neuen Garagenannex auf Parzelle 1619, einer
westlich davor auf Parzelle 1619 und die weiteren zwei seien die
Carportplätze auf Parzelle 7. Ihnen sei zur Abgeltung der Mehrkosten
(zweimal Bauinstallationen) allenfalls eine Entschädigung zuzusprechen.
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16. Am 14. April 2016 hielt auch die Beschwerdegegnerin duplicando an ihren
Anträgen fest.
Im Wesentlichen argumentierte sie wie folgt: Den Beschwerdegegnern sei
die Zufahrt zu den Garagen auf der heutigen Parzelle 1619 im Jahr 1981
sowohl für diese als auch für die damaligen Parzellen 13-36 und 13-37
gewährt worden. Die Beschwerdegegner hätten am 17. Oktober 1981
eine Zufahrt von der Quartierstrasse gemäss Projekt zur Bewilligung
beantragt. Im zugehörigen Bauplan vom 16. Oktober 1981 sei der heute
strittige Durchgang auf Parzelle 34 als bestehender Zugang
eingezeichnet. Am 10. Dezember 1981 sei das Bauvorhaben bewilligt
worden. Am 7. April 1982 hätten die Beschwerdegegner eine
Projektänderung eingereicht. Der heute strittige Durchgangsweg auf
Parzelle 34 sei im revidierten Bauplan vom 7. April 1982 wiederum als
bestehender Zugang eingezeichnet. Für einen Teil der Projektänderung
habe die Baubehörde am 20. April 1982 ein neues Bewilligungsverfahren
angeordnet, welches am 23. April 1982 publiziert worden sei. Am 17. Mai
1982 habe der Gemeindevorstand die Projektänderung und damit auch
die entsprechenden Baupläne bewilligt, und zwar die Zufahrt zum Neubau
der früheren landwirtschaftlichen Zufahrt. Somit habe der Zugangsweg als
landwirtschaftliche Zufahrt schon vor 1982 bestanden. Zudem sei die
landwirtschaftliche Zufahrt als Hauszufahrt bewilligt worden. Damals sei
die Bürgergemeinde Eigentümerin von Parzelle 34 gewesen.
Der Beschwerdeführer monierte, es bestehe kein Recht für die Zufahrt
ausserhalb des Strassenkörpers der E._-strasse. Wäre dem so, träfe
dies auch für die auf Parzelle 402 gelegenen Garagen zu. Dort gehöre
dem Beschwerdeführer ein Garagenplatz. Das ausserhalb des
Strassenkörpers einer Quartierstrasse gelegene Land einer
Strassenparzelle gelte gemeinhin als Anpassungsbereich für die
Einmündungsbereiche der Anlagen der daran anzuschliessenden
Feinerschliessung und stehe aufgrund des Gemeingebrauches für die
Einmündung solcher Privaterschliessungsstrassen zur Verfügung, ohne
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dass besondere Durchgangsrechte vorausgesetzt würden. Dies sei auch
der Fall beim Zugang von Parzelle 7 und 1619 zur E._-strasse. Mit
der Vereinbarung vom 30. Juli 2014 sei es der Beschwerdegegnerin
darum gegangen, den Beschwerdegegnern und den neuen Eigentümern
von Parzelle 1619 die von diesen gewünschte Verbreiterung des
bestehenden Zugangswegs auf Parzelle 34 zu ermöglichen, ohne damit
ein negatives Präjudiz für den im GEP festgelegten Ausbau der E._-
strasse zu schaffen. Die Ausbaubefugnis sei nur vorläufiger Natur. Eine
Grunddienstbarkeit sei nicht beabsichtigt gewesen. Es stimme nicht, dass
das kommunale Baurecht nur Parkplätze in der ersten Bautiefe vorsehe.
Zudem dürften auch mehr Parkplätze als nur die Pflichtparkplätze erstellt
werden.
Das Orts- und Landschaftsbild werde nicht beeinträchtigt und die Anlage
füge sich gut ein. Es werde sich bei der Ausarbeitung des Projekts für den
anstehenden Ausbau der E._-strasse zeigen, ob eine Entflechtung
der divergierenden Interessen der Anstösser auf Parzelle 34 möglich sei.
Bis dahin sei die Beschwerdegegnerin verpflichtet, sämtliche
Vorkehrungen zu unterlassen, die diesen Ausbau negativ präjudizierten
könnten. Bei der Parkverbotszone handle es sich um eine solche für den
öffentlichen Grund. Die der Gemeinde gehörende Fläche vor der
Trafostation sei nicht markiert und signalisiert, weswegen dort ein
Parkverbot gelte. Ein Grenzbaurecht gegenüber Parzelle 34 stehe
solange nicht zur Disposition, bis ein genehmigtes Ausbauprojekt für die
E._-strasse mit dem vor der Garage auf Parzelle 402 festgelegten
Kehrplatz vorliege.
17. Am 28. April 2016 hielt der Beschwerdeführer in einer weiteren Eingabe
an seinen Begehren fest.
Er ergänzte u.a. noch Folgendes: Von der Bürgergemeinde sei 1982 die
Errichtung einer neuen verkehrstauglichen Zufahrtsstrasse über die
heutige Parzelle 1619 nicht bewilligt worden.
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18. Am 3. Mai 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen fest.
Sie ergänzte u.a. noch Folgendes: Am 1. Dezember 1982 habe die
Gemeinde die Bewilligung erteilt, die bestehende landwirtschaftliche
Zufahrt künftig als Zufahrt zum Neubau zu nutzen. Somit diene der auf
Strassenparzelle 34 der Gemeinde gelegene Strassenabschnitt bereits
seit Jahrzehnten als Hauszufahrt zum Haus der Beschwerdegegner.
Die allfällige Parteientschädigung des Beschwerdeführers sei zu kürzen
und nach Ermessen festzusetzen.
19. Am 11. Mai 2016 hielten auch die Beschwerdegegner an ihren Anträgen
fest.
Sie ergänzten u.a. noch Folgendes: Gemäss Auflagen der Gemeinde
müssten Parzelle 1619 und Parzelle 7 über je vier Parkiergelegenheiten
verfügen. Auf Parzelle 1619 habe Familie D._ noch einen
zusätzlichen Doppelcarport westlich der bestehenden Doppelgarage
erstellt. Sie stelle den Beschwerdegegnern darin einen Platz zur
Verfügung. Damit genügten die bestehenden Parkierungsflächen heute
nicht mehr; früher seien es vier gewesen, heute acht. Weil die Zufahrt
zum neuen Carport täglich auch im Winter benützt werde, müsse sie aus
Gründen der Verkehrssicherheit verbreitert werden.
20. Am 27. April 2016 reichten B._ und C._ noch eine Kostennote
ein, welche andere Kosten als diejenige der Rechtsvertretung umfassten.
21. Am 28. April 2016 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
eine Kostennote über Fr. 16'105.40 (inkl. MWST) ein. Diese enthält
allerdings auch Aufwendungen vor dem 30. November 2015 (Eingang
Einspracheentscheid und Baubewilligung) und der gerichtliche
Augenschein (inklusive Vorbereitung und Fahrspesen) ist darin bereits
eingerechnet.
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22. Am 11. Juli 2016 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen
Augenschein durch, an welchem der Beschwerdeführer persönlich in
Begleitung seines Sohnes und des Rechtsvertreters teilnahm. Die
Beschwerdegegnerin war durch den Gemeindepräsidenten, ein Mitglied
der Baukommission und deren Rechtsvertreter vertreten. Seitens der
Beschwerdegegner war B._ (Bauherr) persönlich in Begleitung des
Architekten und Projektverfassers anwesend. Weiter war als
Auskunftsperson betreffend Verkehrssicherheit sowie direkter Ein-/Zufahrt
ab Parzelle 7 auf die darunter verlaufende Sammelstrasse E._-
strasse ein Fachmann der Verkehrspolizei des Kantons Graubünden
eingeladen und vor Ort präsent. Allen Anwesenden wurde im Verlaufe der
Ortsbegehung an vier verschiedenen Standorten die Möglichkeit geboten,
sich zu den räumlichen Verhältnissen und den erschliessungstechnischen
Fragen beim bestehenden Fuss- und Fahrweg (derzeit 1.20 breit) sowie
zum geplanten Ausbau dieser Zufahrt (künftig mind. 2.30 breit), dem
Gefährdungspotential im Verzweigungsbereich sowie den bisherigen und
künftigen Parkierungsmöglichkeiten (Erstellung Carport auf Parzelle 7) zu
äussern. Von Seiten des Gerichts wurden zudem noch insgesamt 21
Fotos von der aktuellen Erschliessungs-, Überbauungs- und
Nutzungssituation erstellt und dem Protokoll des Augenscheins beigefügt.
In Berücksichtigung und Kenntnis der neuesten Rechtsprechung des
Bundesgerichts betreffend Protokollierungspflicht (s. Urteil 1C_457/2015
vom 3. Mai 2016 E.2.3 und 2.4) wurden die Parteien vom
Instruktionsrichter – zur Wahrung des rechtlichen Gehörs vor der
Urteilsfällung – angefragt, ob sie die Zustellung des
Augenscheinprotokolls wünschten oder ob sie darauf verzichten würden.
Der Beschwerdegegner und Bauherr ersuchte darauf um Zustellung des
Protokolls und damit der Möglichkeit zur Stellungnahme, was folgerichtig
rechtsgleich natürlich auch für die übrigen Parteien zu gelten hat.
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23. Am 22. August 2016 wurde das Augenscheinprotokoll vom 11. Juli 2016
noch entsprechend den Rückmeldungen der Parteien vom 22. Juli 2016
(Beschwerdegegnerin), vom 15. August 2016 (Beschwerdegegner) und
vom 16. August 2016 (Beschwerdeführer) angepasst, korrigiert und/oder
ergänzt. Auf eine erneute Zusendung der Fotos wurde jedoch verzichtet.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit für
die Entscheidung erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekte sind der Einspracheentscheid und die Baubewilligung
vom 6. Oktober 2015, mitgeteilt jeweils am 25. November 2015, worin die
Beschwerdegegnerin (Gemeinde) der Zufahrtsberechtigung ab der
Sammelstrasse E._-strasse über die Parzelle 1619 bis zur bergwärts
gelegenen Parzelle 7 der Beschwerdegegner (Bauherrschaft) und der
Erstellung eines Carports mit zwei Parkplätzen auf Parzelle 7 zustimmte
und damit gleichzeitig die dagegen erhobene Einsprache des Nachbarn
auf Parzellen 16 und 402 (Beschwerdeführer) abwies. Beschwerdethema
bildet die Frage, ob bereits früher eine Zufahrt bewilligt wurde und
deshalb der beantragte Ausbau (Verbreiterung von 1.2 m auf neu 2.3 m)
sowie die künftige Nutzung dieser Hauszufahrt bewilligungsfähig sind,
oder ob dies namentlich aus verkehrssicherheitstechnischen,
baupolizeilichen oder andern Gründen (unzumutbare Beeinträchtigung
des Orts- und Landschaftsbilds durch Zufahrtsstrasse/Carport;
Missachtung des Vertrauensschutzprinzips sowie
Gleichbehandlungsgebots durch Beschwerdegegnerin) nicht statthaft sein
kann und deshalb die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 11.
Januar 2016 zu Recht erhoben wurde und folgerichtig somit gutzuheissen
wäre. Auf die Beschwerde kann aber insofern zum vornherein nicht
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eingetreten werden, als der Beschwerdeführer noch völlig
entscheidfremde Rügen im Zusammenhang mit dem separat
eingereichten Kaufgesuch an die Beschwerdegegnerin vorbrachte.
2. a) In materieller Hinsicht gilt es zunächst die im konkreten Fall
massgebenden Bestimmungen auf kommunaler Ebene (Baugesetz [BG]),
auf kantonaler Stufe (Raumplanungsgesetz für den Kanton Graubünden
[KRG; BR 801.100]), auf bundesrechtlicher Gesetzesstufe (Bundesgesetz
über die Raumplanung [RPG; SR 700]) sowie auf übergeordneter und
allgemeinverbindlicher Verfassungsebene (Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) wortgetreu
wiederzugeben:
Art. 20 BG – Dorferweiterungszonen [Zugehörigkeit: Parzellen 1619/7] 1Die Dorferweiterungszonen umfassen neuere Quartiere angrenzend an die ursprünglichen Dorfgebiete. Zulässig sind Nutzungen mit ihren Auswirkungen wie in der Dorfzone und im maximalen Ausmass gemäss Zonenschema [Art. 17 BG]. 2Die Bauten und Anlagen sollen so gestaltet werden, dass sie die bestehenden Siedlungsteile von Charakter und Struktur her sinngemäss ergänzen.
Art. 23 BG – Zone für Kleinbauten u. Anlagen [Strassenparzelle 34] 1In der Zone für Kleinbauten und Anlagen dürfen nur Gebäude erstellt werden, die die Anforderungen für Klein- und Anbauten erfüllen. 2Zulässig ist die Erstellung von unterirdischen Bauten, Abstellplätzen und Zufahrten. 3[...] 4Oberirdische, geschlossene Parkierungseinrichtungen sind nur zu bewilligen, wenn den Belangen des Orts- und Landschaftsbildes angemessen Beachtung geschenkt wird. Art. 61 Abs. 1 u. 2 BG – Sicherheit [Verkehr, Ver- und Entsorgung/] 1Die Baubehörde sorgt dafür, dass die gemeindeeigenen Verkehrsanlagen, insbesondere die Anlagen für den Langsamverkehr, gefahrlos benützt werden können. 2Bauliche Anlagen wie Einmündungen, Ausfahrten und Ausgänge auf Strassen, Wege und Plätze dürfen die Benützerinnen und Benützer der Verkehrsanlagen nicht gefährden. Die Baubehörde kann die Anpassung
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oder Beseitigung gefährlicher Elemente und Anlagen auf Kosten des Eigentümers der Anlage verfügen. Bauten und Anlagen an Kantonsstrassen bedürfen einer Bewilligung des kantonalen Tiefbauamtes. Art. 62 Abs. 1, 2 u. 3 BG – Zu- und Ausfahrten 1Einstellhallen und Garagen mit direkter Ausfahrt auf öffentliche Gemeindestrassen, Wege und Plätze müssen einen Vorplatz von mindestens 5 m Länge und 3 m Breite aufweisen. Betreffend Sicherstellung genügender Sichtverhältnisse kann die Höhe und Situierung von Mauern und Einfriedungen gemäss Vorgaben der  SN 640.273 beschränkt werden. 2Rampen dürfen eine maximale Neigung von 15% aufweisen. Bei Rampen an verkehrsreichen Strassen muss zwischen der Strassengrenze und dem Beginn der Neigung ein Vorplatz mit einer Neigung von höchstens 5% und von mindestens 3 m Länge vorhanden sein. 3Bei Vorliegen besonderer Verhältnisse, insbesondere in der Dorfzone, kann die Baubehörde davon abweichende Masse gestatten. Art. 63 Abs. 1 u. 2 Satz 1 BG – Abstellplätze für Motorfahrzeuge 1Bei Neubauten sowie bei Umbauten und Erweiterungen, welche zusätzlichen Verkehr erwarten lassen, sind auf der Bauparzelle oder in nächster Nähe auf privatem Boden während des ganzen Jahres zugängliche Abstellplätze für Motorfahrzeuge zu erstellen und dauernd für die Parkierung offenzuhalten. Im ganzen Gemeindegebiet sind Abstellplätze bewilligungspflichtig. 2Es sind bereitzustellen bei - Wohnbauten: 1 Platz pro Wohnung mit bis zu 3 Zimmern, darüber 2; pro 3 Wohnungen 1 Besucherparkplatz (bei nachträglicher Abtrennung zusätzlicher Zimmer oder Wohnungen, muss die Bestimmung eingehalten sein).
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Art. 73 Abs. 1 KRG – Siedlung/Landschaft [Gestaltung; Ästhetik/] 1Siedlungen, Bauten und Anlagen sind nach den Regeln der Baukunst so zu gestalten und einzuordnen, dass mit der Umgebung und der Landschaft eine gute Gesamtwirkung entsteht. Art. 82 Abs. 1 u. 2 KRG – Ausnahmen [Erschliessung in Bauzonen] 1Liegen ausserordentliche Verhältnisse vor und bedeutet die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen eine unverhältnismässige Härte, so kann die kommunale Baubehörde Ausnahmen von einzelnen Bau- und Zonenvorschriften gewähren, wenn dadurch keine überwiegenden öffentlichen und privaten Interessen verletzt werden. 2Die Ausnahmebewilligung kann davon abhängig gemacht werden, dass sich die Grundeigentümer oder der Grundeigentümer in einem Revers verpflichten, auf Verlangen der zuständigen Behörde den gesetzlichen Zustand herzustellen. [...]. Art. 19 Abs. 1 RPG – Erschliessung 1Land ist erschlossen, wenn die für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht und die erforderlichen Wasser-, Energie- sowie Abwasserleitungen so nahe heranführen, dass ein Anschluss ohne erheblichen Aufwand möglich ist. Art. 22 Abs. 1 u. 2 lit. a/b RPG – Voraussetzungen für Baubewilligung 1Bauten und Anlagen dürfen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. 2Voraussetzung einer Bewilligung ist, dass: a) die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen;
und b) das Land erschlossen ist. Art. 5 Abs. 3 BV – Vertrauensprinzip [Grundsätze Rechtsstaat] 3Staatliche Organe und Private handeln nach Treu und Glauben. Art. 29 Abs. 1 u. 2 BV – Gleichbehandlungsgebot/Gehörsanspruch 1Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf die gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. 2Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör.
Im Lichte dieser Vorgaben ist auch der konkrete Streitfall zu entscheiden.
b) Zur angefochtenen Zufahrts- und Ausbauberechtigung der bestehenden
Weganlage auf den Parzellen 34 (Sammelstrasse E._-strasse), via
Parzelle 1619 bis zum Zweifamilienhaus hangaufwärts auf Parzelle 7 der
Beschwerdegegner gilt es vorweg klarzustellen, dass die betreffende
Grundstückserschliessung (nach Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 2 lit. b
RPG) – entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers – den
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Beschwerdegegnern in den Jahren 1981/1982 von der damaligen
Grundeigentümerin der Strassenparzelle 34 (Bürgergemeinde) nicht nur
bis zu den zwei im Jahre 1982 erstellten Garagen unmittelbar entlang der
Strassenparzelle 34 (E._-strasse) in der ersten Bautiefe gewährt
wurde, sondern in den dazu massgebenden Schreiben der
Bürgergemeinde vom 12. September 1981 (Beilage 2 der
Beschwerdegegnerin [Bg-act. 2]) und 2. April 1982 (Bg-act. 3) im Rubrum
jeweils die beiden damaligen Parzellen 13-36/13-37 des heutigen
Beschwerdegegners erwähnt wurden (die danach zur Parzelle 7 vereinigt
wurden) und damit bundesrechtskonform auch die unmittelbare
Hauserschliessung der Parzelle 7 (neu „in zweiter Bautiefe“) mitumfasste.
Selbst wenn damals aber lediglich ein Durchgangsrecht und kein
Zufahrtsrecht zu diesen beiden Parzellen 13-36 und 13-37, sondern nur
ein Zufahrtsrecht zu den Garagen gewährt worden wäre, stellen die drei
Baubewilligungen vom 10. Dezember 1981 (s. Bg-act. 16), 20. April 1982
(Bg-act. 20) sowie 24. Mai 1982 (Bg-act. 21) bzw. das Beschlussprotokoll
des Gemeindevorstands vom 1. Dezember 1982 unter dem Titel
Bauwesen unmissverständlich klar: „Die Zufahrt zum Neubau wird
gemäss der früheren landwirtschaftlichen Zufahrt bewilligt“ (Bg-act. 22).
Die Frage der blossen Einräumung eines Durchgangs- statt eines
Zufahrtsrechts kann letztlich aber offen gelassen werden, weil es hier
nicht darauf ankommt, ob die Zufahrt zum nördlichen Teil der heutigen
Parzelle 7 früher schon bestand oder nicht. Es spielt weiter auch keine
Rolle, wann der dortige Fussweg errichtet worden ist – wobei aufgrund
der Aktenlage davon auszugehen ist, dass dieser mindestens seit dem
Jahre 1982 besteht. Die in diesen Zusammenhang eingereichten
Beilagen 20 und 21 des Beschwerdeführers (Bf-act. 20 u. 21) beziehen
sich auf die Siebzigerjahre des vorherigen Jahrhunderts und sind daher
hier unerheblich, was der Beschwerdeführer im Übrigen auf S. 11 f. der
Replik [ad. Ziff. 5] noch selber zugibt. Die vom Beschwerdeführer dazu
weiter ins Recht gelegten Beilagen (Bf-act. 24 u. 25) beweisen ebenfalls
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nichts. Allerdings ist dem eingereichten Situationsplan vom 2. August
1984 (Bf-act. 25) der auf der Strassenparzelle 34 liegende Teil des
Weges zu Parzelle 7 zu entnehmen, mehr war auf diesem Plan nicht
einzuzeichnen, weil er für einen anderen Zweck – nämlich für den Bau
der Transformatorenstationen auf Parzelle 16 des Beschwerdeführers –
bestimmt war. Massgebend ist vorliegend vielmehr, was die politische
Gemeinde (Beschwerdegegnerin) den Beschwerdegegnern am 30. Juli
2014 (Dokument undatiert; s. Bg-act. 8 – „Vereinbarung eines vorläufigen
Bau- und Nutzungsrechtes“; in der Vernehmlassung vom 17. Februar
2016 [S. 3 unten] der Beschwerdegegnerin wurde die Datierung dieser
Vereinbarung genannt) an Rechten bereits einräumte. Den jeweiligen
Eigentümern von Parzellen 7 und 1619 wurde darin nämlich schon das
vorläufige, zeitlich limitierte und obligatorische Recht zugestanden, den
bestehenden Durchgang so auszubauen, dass die Zufahrt mit
Personenwagen möglich wird. Vorbehalten wurde seitens der
Beschwerdegegnerin aber ausdrücklich, dass gemäss Generellem
Erschliessungsplan (GEP) vor dem Durchgang ein Kehrplatz geplant sei
und der Ausbau der privaten Zufahrt dessen Erstellung sowie die dafür
beanspruchten Flächen der Strassenparzelle 34 (E._-strasse) nicht
nachteilig präjudizieren dürfe. Diese Flächen müssten im Rahmen eines
künftigen (vorgesehenen) Beitragsverfahrens für die Strassensanierung
gegebenenfalls angepasst und übernommen werden. Zudem wurden die
Eigentümer von Parzelle 7 (Beschwerdegegner) im in der Baubewilligung
enthaltenen Beseitigungsrevers verpflichtet, den auf Parzelle 34
gelegenen Teil der neuen Zufahrtsstrasse zu Parzelle 7 auf eigene
Kosten und ohne Entschädigung zu bestätigen, sofern eine Erneuerung
oder Erweiterung der E._-strasse (öffentliche Sammelstrasse) dies
erforderlich machen würde.
c) Diese Bau-/Nutzungsvereinbarung vom 30. Juli 2014 ist einerseits der
Rechtstitel der jeweiligen Eigentümer von Parzelle 7 und 1619 für die
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Zufahrt zu ihren Parzellen über die Strassenparzelle 34. Anderseits stellt
sie klar, dass der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegner von der
Beschwerdegegnerin betreffend Findung einer definitiven Lösung
bezüglich dieses Teils der Strassenparzelle 34 gleich behandelt worden
sind. Bei beiden wird von der Beschwerdegegnerin für diese definitive
Lösung das rechtskräftige Projekt eines Strassenausbaus der E._-
strasse vorbehalten. Die entsprechende Rüge des Beschwerdeführers
bezieht sich zudem nicht auf das vorliegend zu beurteilende
Baubewilligungs- und Baueinspracheverfahren, sondern auf seine eigene
Anfrage um käufliche Übernahme eines Teilstücks der Strassenparzelle
34 von der Beschwerdegegnerin. Diesbezüglich ist auf seine Beschwerde
nicht einzutreten, weil die behauptete Verletzung des rechtlichen Gehörs
(Art. 29 Abs. 2 BV) nicht mit dem hier zu beurteilenden Verfahren in
Zusammenhang bzw. dazu nicht in fallrelevanter Verbindung steht.
d) Es trifft auch nicht zu, dass die Gemeindeverfassung durch das Vorgehen
der Beschwerdegegnerin – sprich deren Rechtseinräumung durch den
Gemeindevorstand – verletzt worden wäre. Dem ist konkret bereits
deshalb so, weil es sich hier bloss um eine vorläufige, zeitlich limitierte
und obligatorische Rechtseinräumung handelt. Ferner liegt durchaus ein
öffentliches Interesse vor, dass das geplante Bauprojekt ausgeführt
werden kann, werden dadurch doch die Parzellen 1619 und 7 korrekt
erschlossen, was bereits von Bundesrechts wegen eine unerlässliche
Voraussetzung für deren Überbaubarkeit darstellte (Art. 19 Abs. 1 i.V.m.
Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG). Die Frage, ob dann – wenn die
Voraussetzungen für eine definitive Vereinbarung gegeben sind –
allenfalls die Gemeindeversammlung einer definitiven Rechtseinräumung
zustimmen muss, ist im konkreten Fall dannzumal und nicht heute auf
Vorrat zu entscheiden.
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e) Die Kritik des Beschwerdeführers am verfügten Revers betreffend Ausbau
und Verlängerung der Zufahrtsstrasse über den dafür geringfügig
beanspruchten Teil der Strassenparzelle 34 ist weder nachvollziehbar
noch gerechtfertigt. Der Inhalt des besagten Beseitigungsrevers
entspricht Art. 82 Abs. 2 KRG, kann die zuständige Baubehörde doch
auch nach dieser (Ausnahme-) Bestimmung nur dann die
Wiederherstellung des gesetzlichen Zustandes verlangen, wenn ein
Anlass dafür besteht, z.B. eben der, dass irgendwann einmal in Zukunft –
derzeit aber noch nicht zu einem genau bestimmbaren Zeitpunkt – der
Ausbau und die Neugestaltung einer Strasse mit Kehrplatz in Angriff
genommen wird.
f) Was die Parkierungsordnung und die Erstellung der Pflichtparkplätze laut
Art. 63 BG angeht, so trifft die Behauptung des Beschwerdeführers
ebenfalls nicht zu, wonach das Baugesetz der Beschwerdegegnerin die
Anordnung von Parkierungsflächen nur in der ersten Bautiefe vorsehe,
Autoabstellplätze und bauliche Vorkehrungen dafür (wie z.B. Carports) in
der zweiten Bautiefe aber verboten bzw. gesetzeswidrig seien. Diese
Sachdarstellung muss daher als reine Schutzbehauptung des
Beschwerdeführers bezeichnet werden, welche jeder rechtlichen
Grundlage im kommunalen Baugesetz entbehrt. Im Übrigen ist auch
unwesentlich bzw. ohne rechtliche Bedeutung, ob zu den umliegenden
Gebäuden in der zweiten Bautiefe ab der E._-strasse ebenfalls nur
Fusswege führen, weil die Verbindung zur Parzelle 7 damit nicht
vergleichbar ist.
g) Die bisherige Nutzung als landwirtschaftliche Zufahrt (vor 1981) oder als
Fuss- und Fahrweg (ab 1981/1982) zur heutigen Parzelle 7 spielt hier
ebenso wenig eine Rolle wie die Frage, ob die umstrittene (Haus-) Zufahrt
bis anhin zum Befahren mit Personenwagen geeignet war. Massgebend
ist vielmehr, dass dieser Verbindungsweg mittels Zustimmung der
- 28 -
Beschwerdegegnerin nicht bloss im Bereich der Parzellen 1619 und 7,
sondern aufgrund der entsprechenden Erlaubnis der
Beschwerdegegnerin in der Vereinbarung vom 30. Juli 2014 (s. E.2b,
hiervor) auch im Bereich der Strassenparzelle 34 so verbreitert werden
kann, dass er künftig für Fahrzeuge benützbar ist.
h) Nicht anwendbar sind vorliegend hingegen die VSS-Normen über die
Strassenbreite und die Neigung derselben, was der Beschwerdeführer auf
S. 14 [ad. 16] in der Replik noch selbst einräumte. Die kommunale
Bestimmung über die Zu- und Ausfahrten verweist lediglich in Bezug auf
die Gewährleistung genügender Sichtverhältnisse und die damit
zusammenhängende Höhe und Situierung von Mauern und Einfriedungen
auf die VSS-Normen (Art. 62 Abs. 1 BG). Im Weiteren stimmt es auch
nicht, dass die massgebende Verkehrsvorschrift lediglich eine maximale
Neigung von 15 % für Zu- und Ausfahrten bei verkehrsarmen Strassen
vorsieht. Eine Höchstneigung von 15 % ist einzig für Rampen
vorgeschrieben (Art. 62 Abs. 2 BG). Im konkreten Fall geht es aber
gerade nicht um die Bewilligung einer Rampensituation (d.h. keine direkte
Garagenausfahrt auf eine Strasse), sondern um die Genehmigung einer
grundstücksinternen Erschliessung nach den bundesrechtlichen
Vorgaben der Raumplanung.
i) Zur Vertretbarkeit der Steilheit der umstrittenen Zufahrt und des damit
verbundenen Gefahrenpotentials für die Wegbenützer selbst
(Beschwerdegegner), die jeweiligen Grundstücksnachbarn im Osten
(Beschwerdeführer; Eigentümer Parzellen 16 u. 402) und Westen
(Eigentümer Parzelle 1619) sowie insbesondere die übrigen
Verkehrsteilnehmer auf der direkt unterhalb davon verlaufenden
Strassenparzelle 34 (E._-strasse) gilt es sowohl anhand der
eingereichten Bau- und Situationspläne als auch des Resultats des
gerichtlichen Augenscheins vom 11. Juli 2016 festzuhalten, dass der
unterste, auf der Strassenparzelle 34 liegende Teil der Zufahrt ein
- 29 -
Niveaugefälle von 11.8 % aufweist, dafür aber etwa 10 m lang ist und
aufgrund der „parallelen Linienführung“ bis hinunter zur Einfahrt bzw.
Einmündung in die E._-strasse verkehrstechnisch sehr übersichtlich
ist (vgl. Gerichtsfotos am Standort 1: Fotos 1-4 sowie am Standort 2:
Fotos 10-11; Beilage 4 des Beschwerdeführers [Bf-act. 4], und
Fotodokumentation [Bf-act. 5, 8 und 9]; sowie im Detail insbesondere
Baueingabe Plan-Nr. 3412.02 „Neubau Doppelgarage und
Zufahrtsstrasse auf Parzelle 7“ vom 12. August 2015 [genehmigt am 24.
November 2015 durch Beschwerdegegnerin] inkl. Situationsplan 1:500
mit Gefälle samt Zufahrtsverbreiterung auf 2.30 m [alt 1.20 m]). Eine
Erhöhung der bestehenden Stützmauer im [unteren bzw. südlichen]
Kurvenbereich ist gemäss den soeben erwähnten Plänen nicht
vorgesehen, sondern eventuell eine Verlängerung der bestehenden
Stützmauer, wodurch die sehr gute Übersichtlichkeit im
Einmündungsbereich zur unterliegenden E._-strasse nach wie vor
erhalten bleibt. Es steht somit fest, dass die umstrittene Zufahrt in ihrem
unteren Teilabschnitt, wo sie eine Steigung von 11.8 % aufweist, zur
Erschliessung des Hauses auf Parzelle 1619 als auch der weiter
hangaufwärts gelegenen Parzelle 7 dienen soll (s. Gerichtsfotos am
Standort 3: Fotos 12-18). Wo die Zufahrt eine grössere Steigung von rund
18 % aufweist, erschliesst sie lediglich noch das Zweifamilienhaus auf
Parzelle 7 mit insgesamt drei Parkplätzen oben in der Südwestecke von
Parzelle 7 mit dem bestehenden Wohnhaus im Nordosten der Parzelle 7
(Situationsplan 1:500 vom 12. August 2015 [genehmigt 24. November
2015] mit Standort Carport [Fläche 39 m2] und Vorplatz; sowie
Gerichtsfotos am Standort 4: Fotos 19-21). Der vierte Pflichtparkplatz der
Beschwerdegegner auf Parzelle 7 befindet sich in der ersten Bautiefe
unterhalb entlang der E._-strasse auf Parzelle 1619, welche vor ihrer
Abparzellierung von Parzelle 7 zuvor gleichfalls den Beschwerdegegnern
gehörte (s. Gerichtsfotos am Standort 2: Fotos 7-9).
- 30 -
j) Zum Einwand der zu geringen Zufahrtsbreite für Personenwagen oder
andere motorisierte Fahrzeuge (z.B. Schneepflug, Krankenwagen,
Feuerwehr etc.) ist davon Kenntnis zu nehmen, dass eine Verbreitung
dieser Zufahrt um beinahe das Doppelte (von bisher 1.20 m auf neu 2.30
m) erfolgen wird und damit für den zu erwartenden (schwachen)
Mehrverkehr anhand nur dreier neuer Autoparkplätze in der zweiten
Bautiefe auf Parzelle 7 ohne weiteres genügen wird. Für die
Schneeräumung können (privat) entsprechend geeignete und
wintertaugliche Vehikel benutzt werden, wofür eine Zufahrtsbreite von
2.30 m längst ausreicht. Bei der Zufahrtsmöglichkeit für sog.
Blaulichtorganisationen (Polizei, Ambulanzen usw.) handelt es sich um
Notfallszenarien, welche hier im Einzelfall einer vernünftigen
grundstücksinternen Erschliessung der Parzelle 7 nicht entgegengehalten
werden können, sondern gleich zu bewerten sind, wie dies für die
Erreichbarkeit der Abfallentsorgungswagen ab der Sammelstrasse
E._-strasse zu gelten hat. Im Wesentlichen geht es nämlich bloss um
eine bundesrechtkonforme (vorwiegend) grundstücksinterne
Erschliessung nach Art. 19 und Art. 22 RPG.
k) Den vom Beschwerdeführer befürchteten Lärmimmissionen ist
entgegenzuhalten, dass der schwache Verkehr auf der
grundstücksinternen Zufahrtsstrasse entlang der gemeinsamen Grenze
von Parzelle 16 im Osten (Beschwerdeführer) und 1619 im Westen
(Drittpartei) mit Sicherheit keine nennenswerten Zusatzimmissionen (wie
nicht tolerierbare Lärm- oder Geruchsbelästigungen) für den
Beschwerdeführer zur Folge haben wird, weil die neu zur Verfügung
gestellten Parkplätze auf Parzelle 7 aufgrund ihrer geringen Anzahl (total
nur 3 Stück) objektiv vernachlässigbar sind. Jedenfalls werden dadurch
bestimmt noch keine gesetzlichen Lärm- oder
Geruchsimmissionsvorschriften überschritten. Zudem besteht kein
Rechtsanspruch auf völlige Immissionsfreiheit.
- 31 -
l) Der Beschwerdeführer hat in der Beschwerde zusätzlich versucht, die von
ihm selbst unternommenen Bemühungen - nämlich von der
Beschwerdegegnerin einen Teil der Strassenparzelle 34 zu erwerben
oder zumindest die Erlaubnis zur Benützung derselben zu erhalten - mit
dem jetzigen Baubewilligungsverfahren zu vermischen und aus dem
angeblichen Desinteresse der Beschwerdegegnerin an einer
Lösungsfindung eine Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art.
29 Abs. 2 BV abzuleiten. Tatsache ist aber, dass die
Beschwerdegegnerin – wie bereits unter E.2c hiervor dargestellt – beide
Parteien absolut gleich behandelt hat; indem sie nämlich die Findung
einer definitiven Lösung, welche dann auch grundbuchlich relevant wird,
auf die Zeit verschieben will, in der ein rechtskräftiges Projekt zum
Ausbau der E._-strasse vorliegt und sie dann auch die betreffenden
Anfragen des Beschwerdeführers zuverlässig beantworten kann.
Folgerichtig kann auch weder von einer Verletzung des
Gleichbehandlungsgebots nach Art. 29 Abs. 1 BV noch des allgemein
geschützten Vertrauensprinzips in staatliches Handeln nach Art. 5 Abs. 3
BV die Rede sein.
m) Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, die Erhöhung der Anzahl
Parkplätze und damit der Ausbau der Zufahrt seien überhaupt nicht nötig,
kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Er übersieht in diesem
Zusammenhang, dass hier lediglich die Anzahl Pflichtparkplätze nach Art.
63 Abs. 2 BG wiederherstellt wird und – selbst wenn dem anders wäre
und mehr Parkplätze als mindestens erforderlich erstellt würden – dies im
Belieben der Beschwerdegegner liegt. Es gibt keine Verpflichtung,
wonach nur die Anzahl der gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtparkplätze
erstellt werden darf. Somit ist auch bereits klargestellt, dass der
Beschwerdeführer aus dem angeblichen Verzicht auf die bestehenden
Parkplätze [unten auf Parzelle 1619 entlang der E._-strasse] nichts
- 32 -
für sich ableiten kann. Unbestrittenermassen mussten - aufgrund der
zulässigen und im Sinne der Verpflichtung zum haushälterischen Umgang
mit Boden erfolgten Überbauung von Parzelle 1619 - sowohl auf dieser
neu geschaffenen Parzelle 1619 als auch auf der ursprünglichen
Stammparzelle 7 die nötigen Pflichtparkplätze wiederum hergestellt
werden. Da keine Verpflichtung zur Errichtung der fehlenden Parkplätze
in der ersten Bautiefe existiert, stand es somit aber im Belieben der
Beschwerdegegner – die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften laut
Art. 61 ff. BG selbstverständlich vorbehalten -, wo sie konkret diese
Parkplätze auf ihrer Parzelle 7 (in zweiter Bautiefe) erstellen möchten.
n) Was der Beschwerdeführer mit seinen Bemerkungen zur Person des
Baufachchefs herleiten will (denkbarer Vorhalt: Unzulässige
Personalunion, da einerseits Mitglied des Gemeindevorstands und
andererseits zugleich Präsident der Baukommission), ist im Resultat
unklar. Feststeht, dass diese Person nicht bei der Beschwerdegegnerin
angestellt ist und lediglich als Behördenmitglied der Baukommission und
dem Gemeindevorstand angehört. Der Beschwerdeführer will damit wohl
am ehesten die vermeintliche Vorbefasstheit dieser Person im Sinne von
Art. 6a Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100) rügen (Verletzung behördlicher Ausstandspflicht). Der
Beschwerdeführer übersieht dazu indessen, dass der genannte
Ausstandsgrund nach Art. 6 Abs. 3 VRG auf die Gemeinden gerade keine
Anwendung findet. Berufliche Kontakte mit dem Architekten der
Beschwerdegegner stellen zudem keinen Ausstandsgrund dar. Im
Übrigen wäre dieses Ausstandsbegehren sowieso als „verspätet“ zu
taxieren, da dieser Einwand nachweislich erstmals vor Verwaltungsgericht
erhoben wurde und damit Art. 51 Abs. 2 VRG verletzt hätte, wonach eine
Ausdehnung der früher gestellten Rechtsbegehren vor Gericht explizit
verboten ist (Erweiterungsverbot, da „Umgehung des Instanzenzugs“).
- 33 -
o) Es trifft aufgrund der Akten zudem nicht zu, dass die geplante
Zufahrtsverbreitung den – im Übrigen auf Strassenparzelle 34 und damit
auf Gemeindeboden gelegenen – Parkplatz des Beschwerdeführers
unterhalb der Trafostation auf Parzelle 17 unbenützbar macht. Dessen
Zugänglichkeit wird überhaupt nicht tangiert (vgl. Bg-act. 7 –
Geodatendrehscheibe mit Strassenparzelle 34; sowie Gerichtsfotos am
Standort 1: Fotos 5 und 6). Ein Rechtstitel für die Benützung dieses
Bodenstreifens als Parkplatz zu Gunsten des Beschwerdeführers existiert
aufgrund der Akten zudem nicht (Bf-act. 18, 19 und 24). Vielmehr hat die
Beschwerdegegnerin diesbezüglich nachgewiesen (Bg-act. 11-13) und
anlässlich des gerichtlichen Augenscheins vom 11. Juli 2016 noch
ausdrücklich darauf insistiert, dass dort (vor der Trafostation auf Parzelle
17) aufgrund des neuen Parkregimes ohnehin in Zukunft nicht (mehr)
parkiert werden dürfe.
p) Im Weiteren ist es eine blosse Behauptung des Beschwerdeführers, dass
sich der Status „auszubauend“ im GEP allein auf den Strassenkörper und
nicht auch auf die in sie einmündenden und auf der Strassenparzelle 34
gelegenen Zufahrtsstrassen und –wege bezieht. Dieser Status kann im
Gegenteil ohne weiteres auch für die Zubringer zur Sammelstrasse
E._-strasse gelten, kann doch auch an ihnen ein öffentliches
Interesse an einer möglichst verkehrssicheren Ausgestaltung solcher
Einfahrten bestehen. In der Zone für Kleinbauten und Anbauten, in
welcher die besagte Teilfläche von Strassenparzelle 34 liegt, dürfen
zudem gemäss Art. 23 Abs. 2 BG ausdrücklich auch Zufahrten erstellt
werden. Die vorliegende, auszubauende (Haus-) Zufahrt ist daher auch
zonenkonform.
q) Schliesslich macht der Beschwerdeführer noch geltend, der
Gemeingebrauch der E._-strasse beziehe sich ausschliesslich und
nur auf den Strassenkörper. Er verkennt dabei, dass die Erstellung von
- 34 -
Zufahrten indessen ausdrücklich zulässig und somit auch zonenkonform
ist (Art. 23 Abs. 2 BG). Es würde wohl kaum einen Sinn machen, lediglich
die Erstellung von Zufahrten zu gestatten, deren Benützung aber
einzuschränken oder sogar generell zu verbieten.
r) Ein durch die Verbreiterung und Teerung der neuen Zufahrtsstrasse auf
den Parzellen 34, 1619 und 7 sowie ein durch den Neubau eines
Doppelcarports auf Parzelle 7 verursachter Verstoss gegen Art. 20 Abs. 2
BG und/oder Art. 73 Abs. 1 KRG muss anhand des gerichtlichen
Augenscheins und der dabei umfassend gewonnenen Eindrücke über das
bestehende Orts- und Landschaftsbild in der näheren Umgebung des
geplanten Bauprojekts als Ganzes klarerweise verneint werden (vgl.
nochmals selbsterklärend sämtliche Gerichtsfotos Standorte 1-4: Fotos 1-
21, woraus die Homogenität und Vielfältigkeit der bereits bestehenden
Gebäude und Infrastrukturanlagen hervorgeht). Im Übrigen sei noch auf
die gefestigte Rechtsprechung des streitberufenen Gerichts hingewiesen,
wonach den mit den lokalen Verhältnissen und den historischen
Gegebenheiten am besten vertrauten Gemeinden in Ästhetikfragen
grundsätzlich ein weites Ermessen eingeräumt wird, in den das Gericht
nicht ohne Not eingreift bzw. nur bei Ermessensmissbrauch oder
Ermessensüberschreitung einschreitet (vgl. Urteile des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 14 103 vom 30.
August 2016 E.4e, R 15 91/92 vom 21. Juni 2016 E.5c, R 15 76 vom 12.
April 2016 E.6a, R 15 12 vom 11. Juni 2015 E.3b, R 14 1 vom 20. Mai
2014 E.3a; PVG 1995 Nr. 25, 1991 Nr. 75, 1990 Nr. 18; ferner Urteile des
Bundesgerichts 1C_499/2014, 503/2014 vom 26. März 2015 E.4,
1C_434/2012 vom 28. März 2013 E.3.1-3.3 und 1C_115/2011 vom 17.
Mai 2011 E.3). Beides ist hier offensichtlich nicht der Fall, weshalb der
Beschwerdeführer auch mit seinen Vorbringen und Argumenten bezüglich
der Missachtung des bestehenden Orts- und Landschaftsbilds durch den
- 35 -
geplanten Neubau (Carport) inkl. eigener Hauszufahrt bis Parzelle 7 ins
Leere stösst.
s) Zur fallspezifischen Verkehrssicherheit (Art. 61 BG) und zum
Gefahrenpotential bezüglich der geplanten Zufahrt (Art. 62 BG) sei
aufgrund der Erkenntnisse am Augenschein noch zusammenfassend
resümiert: Die gerichtliche Ortsbegehung am 11. Juli 2016 hat das
Gericht in seiner zuvor anhand der Bau- und Situationspläne gewonnenen
Meinung noch bestärkt, dass das geplante Bauvorhaben insgesamt
durchaus bewilligungsfähig ist. Daran vermochten selbst die
Einschätzungen des Experten der Verkehrspolizei des Kantons
Graubünden nichts zu ändern. Dieser stützte sich am Augenschein im
Wesentlichen auf die VSS-Normen (hier nicht anwendbar; vgl. E.2h,
hiervor) sowie die Vorgaben im Musterbaugesetz des Kantons und
bemängelte deswegen die Zulässigkeit der Zufahrt, weil solche Zufahrten
in übergeordnete Strassen aus Verkehrssicherheitsgründen heutzutage
rechtwinklig und nicht mehr parallel zur bergseitigen Strasse
auszugestalten seien. Der geplante Anschluss sei im unteren
Kurvenbereich unübersichtlich und deshalb weniger gut als eine vertikale
Zufahrt. Die Einschätzungen des Verkehrsexperten mögen an anderen
Orten zutreffen, im konkreten Fall scheinen sie dem Gericht allerdings
eher theoretischer Natur zu sein. Der Augenschein hat vielmehr faktisch
gezeigt, dass die Übersichtlichkeit der Einfahrt in die E._-strasse
durch die Parallelführung der Erschliessung im Strassenbereich wegen
der damit – gegenüber einer rechtwinkligen Einmündung – zusätzlich
erreichten Strassenlänge von rund 10 m verbessert wird, umso mehr als
die Neigung der Strasse in diesem Bereich auf ein Gefälle von 11.8 %
beschränkt werden kann und dadurch die risikoreichere Variante einer
vertikalen Einfahrt mit einem deutlich steileren Gefälle vermieden werden
kann. Würde also rechtwinklig – wie vom Experten am Augenschein em-
pfohlen – ab der Zufahrt in die E._-strasse eingefahren, würde das
- 36 -
Gefälle dort mindestens 18 % (wie oben im Mittelabschnitt) oder sogar
noch mehr betragen. Eine solch steilere Zufahrt stellt die Gewährleistung
der Verkehrssicherheit aber bei Weitem mehr in Frage als die gewählte
Lösung mit der "parallelen Streckenführung". Ein Verstoss gegen Art. 61
und Art. 62 BG liegt daher ebenfalls nicht vor.
3. a) Der angefochtene Einspracheentscheid und die angefochtene
Baubewilligung vom 6. Oktober 2015, mitgeteilt am 25. November 2015,
sind damit in jeder Beziehung rechtmässig, was zur Abweisung der
Beschwerde vom 11. Januar 2016 führt.
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Aussergerichtlich steht dem nicht anwaltlich vertretenen
Beschwerdegegner nach Art. 78 Abs. 1 VRG (lediglich Ersatz der
Rechtsvertretungskosten vorgesehen) keine Entschädigung zu. Eine
Parteientschädigung an die anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin ist
nach Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu entrichten, da die Beschwerdegegnerin
bloss in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte.