Decision ID: ebc68584-24cd-4831-8a82-a4c8cee081b2
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960, meldete sich aufgrund von seit einem Unfall vom 2
6.
Oktober 2001 bestehenden Nackenschmerzen am 2
2.
April 2003 bei der Inva
lidenversicherung an (
Urk.
7/1).
Seit dem 18. August 2003 arbeitete sie mit
einem Teilzeitpensum in ein
er Wäscherei (Urk.
7
/15/8-9).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Unfallversicherung Suva bei.
Mit Verfügung vom 30. Dezember 2005 sprach die Suva der Versicherten für die Folgen des Unfalles eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 45 %
und eine Integritätsentschädigung zu (Urk. 7/22). Mit Verfügungen vom 18.
Mai
2006 (Urk.
7
/30, Urk.
7
/25) sprach die
IV-Stelle
der Versicherten ab dem 1. Okto
ber 2002 eine ganze, ab dem 1. Dezember 2003 eine halbe, ab dem 1. Januar 2004 eine
Dreiviertelsrente
und ab dem 1. Februar 2006 eine
Viertelsrente
zu.
Eine im Februar 2009 eingeleitete Revision (Urk.
7
/41) ergab unverändert einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
, was die IV-Stelle der Versicherten am 1. März 2010 mitteilte (Urk.
7
/54).
1.2
Anlässlich einer im Februar 2013 im Rahmen der
6.
IVG-Revision einge
lei
teten Überprüfung der Rente (Urk.
7
/63) gab die Beschwerdegegnerin bei der
Medas
Y._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auf
trag, das am 11. Oktober 2013 (Urk.
7
/72)
erstattet
wurde.
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
hob die IV-Stelle
m
it Verfügung vom 12. Juli 2016 die
bisherige
Viertelsr
ente
für die
Zukunft auf (Urk. 7/111).
Die dagegen am 1
3.
September 2016
(
Urk.
7/113
in Ver
bindung mit
Urk.
7/118)
erhobene
und am
4.
Dezember 201
6
(
Urk.
7/120/8-10) ergänzte
Beschwerde
hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom
1.
Juni 2017 in dem Sinne gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückwies (Prozess Nr. IV.2016.01258;
Urk.
7/123
/1-17
=
Urk.
7/127
).
1.3
In Umsetzung dieses Urteils holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten an der
Medas
Z._
, deren Gutachten am 2
6.
März 2018 erstattet wurde (
Urk.
7/148-149).
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(
Urk.
7/154;
Urk.
7/159) hob die IV-Stelle am 2
4.
September 2020 die mit Verfügung vom
18. Mai 2006
ausgerichtete
Viertelsrente
wiederer
wägungsweise rückwirkend per 3
1.
August 2016 auf (
Urk.
7/163 =
Urk.
2).
2.
Am 2
2.
Oktober 2020 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
4.
September 2020 (
Urk.
2) und beantragte deren Aufhebung (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
2.
Dezem
ber 2020 (
Urk.
6) beantragte die
Beschwer
degegner
in
die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am
4.
Dezember 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Nach
lit
. a
Abs.
1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbe
stim
mungen der Änderung vom 1
8.
März 2011 des IVG (
6.
IV-Revision, erstes Mass
nahmenpaket;
kurz:
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
) werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne
nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Ja
h
ren
nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufge
hoben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).
Die in
lit
. a
Abs.
1
SchlB
6.
IV-Revision
vorgesehene Rentenherabsetzung bezie
hungsweise -aufhebung ist nicht auf vor dem
1.
Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt. Erging die fragliche
Rentenzusprache
aber bereits in Beach
tung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu pathogenetisch-ätiologisch unkla
ren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der Schlussbestimmung (BGE 140 V 8 E. 2).
Laufende Renten sind vom Anwendungsbereich von
lit
. a
Abs.
1
SchlB
zur
6.
IV-Revision nur ausgenommen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Beschwerden, das heisst auf einer nachweisbaren objektivierbaren Grundlage beruhen. Lassen sich unklare von erklärbaren Beschwerden trennen, können die Schlussbe
stim
mungen der
6.
IV-Revision auf erstere Anwendung finden (BGE 140 V 197 E. 6.2, in Präzisierung u.a. von
BGE 139 V 547
E. 10.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2013 vom
8.
April 2014 E. 3.1.2.1 mit Hinweis). Demnach ist die Schluss
bestimmung bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die «erklärbaren» Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen – auseinandergehalten werden können. Ein organisch be
grün
deter
Teil
der Arbeitsfähigkeit kann bei Anwendbarkeit der Schlussbe
stim
mung nur neu beurteilt werden, sofern eine Veränderung im Sinne von
Art.
17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwendungsbereich der Schlussbe
stim
mung vom Grundsatz abgewichen, dass die Verwaltung im Rahmen einer mate
riellen Revision – um eine solche handelt es sich auch hier – den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend prüft (Urteil des Bundes
gerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).
Ist ein «
Mischsachverhalt
»
gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der Rentenzu
spre
chung war, wäre ein Abstellen auf die aktuelle gutachtliche Einschätzung nicht zu vereinbaren mit der Rechtsprechung, wonach der auf erklärbaren Beschwerden beruhende Teil der Invalidität unter dem Rechtstitel der Schlussbestimmung nicht überprüft werden kann. In einem solchen Fall bestimmt sich die (zu einer
inte
gralen
Neuprüfung führende) Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nach fol
gen
dem Grundsatz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und/oder
–
über
prüfung
) neben dem
syndromalen
Zustand eine davon unabhängige organische
oder psychische Gesundheitsschädigung, so hängt die Anwendbarkeit der Schlu
ss
bestimmung davon ab, dass die weitere («
nichtsyndromale
») Gesundheits
schädi
gung die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetragen hat.
Wenn sie die Auswirkungen des unklaren Beschwerdebildes bloss verstärkte, bleibt
eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel möglich (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.6 mit Hinweisen).
Da der Bestand laufender Renten wesentlich von medizinischen Aspekten ab
hängt, sind an die entsprechenden Abklärungen besonders hohe Anforderungen zu stellen. Namentlich muss verlangt werden, dass die Untersuchungen im Zeit
punkt der Revision aktuell sind und sich mit der massgeblichen Fragestellung auseinandersetzen. Soweit die versicherte Person sich – auch mit Bezug auf die Chancen, welche die Wiedereingliederungsmassnahmen bieten – der Beurteilung durch die Verwaltung und deren regionalen ärztlichen Dienst nicht anschliessen kann, dürfte sich in der Regel eine neue, polydisziplinäre Begutachtung als unum
gänglich erweisen (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.2).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin
weisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
acht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) wie folgt: Gemäss Gutachten der
Medas
Z._
seien der Beschwerdeführerin jeg
liche Tätigkeiten zu 64
%
möglich. Dem könne jedoch aus versicherungs
recht
licher Sicht nicht gefolgt werden. Denn die somatische Beeinträchtigung werde mit den persönlichen Schmerzangaben begründet, was aufgrund von Beweis
schwierigkeiten nicht für eine Erwerbsunfähigkeit genüge. Die neuropsy
cholo
gische Testung habe zwar eine deutliche kognitive Einschränkung ergeben, die jedoch aufgrund einer Leistungsverzerrung und einer ausgesprochenen Verdeut
lichung nicht berücksichtigt werden könne.
Weiter seien die psychiatrischen Befunde absolut unauffällig, weshalb auch die psychiatrisch begründete Arbeits
un
fähigkeit nicht berücksichtig
t
werden könne. Zum heutigen Zeitpunkt liege des
h
alb keine erhebliche und langandauernde gesundheitliche Beeinträchtigung meh
r vor, welche sich auf die Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin auswirke, wes
halb kein Rentenanspruch mehr bestehe. Selbst wenn auf die attestierte Arbeits
unfähigkeit von 36
%
abgestellt würde, bestünde kein rentenbegrün
den
der Inva
liditätsgrad mehr (S. 2). Zudem sei die Rente wiedererwägungsweise aufzuheben, denn in der Rentenverfügung vom 1
8.
Mai 2006 sei als
Validenein
kommen
dasjenige berücksichtigt und hochgerechnet worden, das die Beschwer
deführerin seit 2003 in der Wäscherei erzielt habe. Dabei habe es sich jedoch nicht um die im Gesundheitsfall ausgeübte Tätigkeit gehandelt. Die Verfügung
vom 1
8.
Mai 2006 sei somit bezüglich der Zusprache einer
Viertelsrente
ab Febru
ar
2006 zweifellos unrichtig
(S. 3)
.
Als weitere Begründung führte die Beschwerdegegnerin an (S. 3 unten), die körperlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin seien gemäss Gutachten seit dem Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache
etwa gleich geblieben. Neu seien jedoch psychische Beeinträchtigungen mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit diagnostiziert worden
, was einen Revisionsgrund darstelle. Auch aus diesem Grund sei die Rente per August 2016 aufzuheben (S. 4 Mitte). Da die Beschwerdeführerin seit März 2003 in einem Pensum von 24
%
tätig sei, schöpfe sie ihre Restarbeitsfähigkeit, obwohl zumutbar, invaliditätsfremd nicht aus. Ein Anspruch auf Eingliederung bestehe nicht. Im Übrigen würde selbst dann kein Rentenanspruch mehr resultieren, wenn auf die Arbeitsunfähigkeit von 36
%
abgestellt würde (S. 4-5).
2.2
Die Beschwerde
führerin
machte geltend (
Urk.
1), die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung seien nicht erfüllt, denn die Höhe der Erwerbsunfähigkeit sei von der Suva zusammen mit dem damaligen Rechtsvertreter vereinbart worden, wobei
die aktuelle Arbeitssituation berücksichtigt
und der im
Teilpensum
erzielte Lohn
auf 100
%
hochgerechnet worden sei
. Davon habe die Beschwerdegegnerin Kenntnis gehabt und sei von einer Arbeitsfähigkeit von 5 Stunden täglich aus
gegangen (S. 4
Ziff.
3). Es sei nicht ersichtlich, inwiefern das angenommene
Valideneinkommen
wesentlich tiefer hätte sein sollen (S. 5
Ziff.
4). Ebenso liege
kein Revisionsgrund vor, denn die Schlussbestimmungen der
6.
IV-Revision fän
den keine Anwendung, und die Zusprache der Rente sei auch aus somatischen Gründen erfolgt (S. 6
lit
. B
Ziff.
1). Der somatische Gesundheitszustand sei seit der Rentenprüfung gleich geblieben, und die psychischen Einschränkungen seien bereits vorhanden gewesen (S.
6
lit
. B
Ziff.
3). Es treffe entgegen dem Gutachten nicht zu, dass der Hydrocephalus keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe, es seien deshalb mehrfache Spitalbehandlungen nötig
gewesen
mit je
weiliger vorheriger Zustandsverschlechterung. Diesbezüglich seien weitere Ab
klä
rungen zu treffen (S. 7
Ziff.
4.2). Aus näher dargelegten Gründen könne auf das neurologische Teilgutachten nicht abgestellt werden (S. 8
Ziff.
4.3).
Weshalb die aus somatischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 36
%
nicht ver
sicherungsrelevant sein solle, sei nicht nachvollziehbar, ebenso wenig wie die
fehlende Addition der Arbeitsunfähigkeit von 30
%
aus psychischen Gründen (S. 8
Ziff.
5.1-2). Weiter seien Eingliederungsmassnahmen geschuldet (S. 9
lit
. C).
2.3
Streitig und zu prüfen ist die Aufhebung der
Viertelsrente
per
3
1.
August 2016
.
3.
3.1
Vor Erlass der Rentenverfügung
vom 1
8.
Mai 2006 (
Urk.
7/30;
Urk.
7/25)
lagen die folgenden medizinischen Akten vor:
3.2
Die Beschwerdeführerin erlitt bei einem Auffahrunfall vom 26. Oktober 2001 ein HWS-Distorsionstrauma (Urk. 7/7/
37 Ziff. 2 und 4-6, Urk. 7/7/8) ohne Kopfan
prall (vgl.
Urk.
7/7/34 S. 1).
Der erstbehandelnde Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte am Unfalltag ein Schleu
dertrauma (Bericht vom 2
8.
November 2011;
Urk.
7/7/36).
3.3
Dr.
med.
B._
, Leiter Wirbelsäulenchirurgie an der Orthopädischen Univer
si
tätsklinik
C._
, hielt mit Bericht vom
6.
März 2002 (
Urk.
7/7/32) fest, bild
gebend liessen sich keine Hinweise auf eine Instabilität oder pathologische Be
wegungen finden. Die Bandscheiben seien von normaler Höhe und es seien keine posttraumatischen ossären Veränderungen
und keine
degenerativen
Verände
run
gen
erkennbar (S. 1). Radikuläre Schmerzen oder Ausfälle seien nicht vor
handen. Zur Zeit bestehe keine Indikation für eine MR-Untersuchung der Halswirbel
säule. Er
empfahl eine Physiotherapie zur Kräftigung der Nackenmuskulatur und bei Persistenz der Symptomatik eine Vorstellung beim Neurochirurgen für die Nach
kontrolle des Hydrocephalus und zur
Shuntkontrolle
(S. 2).
3.4
Ein MRI des Schädels vom
7.
Mai 2002 (
Urk.
7/7/28) ergab ein schmales, mittel
ständiges
Ventrikelsystem
und eine kleine zystische Läsion im Bereich des
Splenum
corporis
callosi
. Dazu hielten die Ärzte der Neurologischen Klinik am Universitätsspital
D._
am 2
6.
August 2002 (
Urk.
7/7/18) fest, diese Läsion stehe nicht in Zusammenhang mit der Kopfschmerzproblematik. Diese sei mit Magnesium sowie einer schmerzmodulierenden und schlaffördernden medi
ka
mentösen Therapie anzugehen.
3.5
Dr.
A._
stellte mit Bericht vom 1
1.
März 2003 (
Urk.
7/7/8-9) folgende Dia
gno
sen (S. 1):
-
zerviko-zephales
Schmerzsyndrom bei
crano
-zervikalem Beschleuni
gungs
trauma am 2
6.
Oktober 2001 bei Commotio cerebri und HWS-Distorsion
-
Status nach
ventrikulo
-peritonealer Drainage am 2
0.
September 1996 bei akuter Hirndrucksymptomatik mit
Occlusions
-Hydrocephalus
-
kleine zystische Läsion im Bereich des
Splenium
corporis
callosum, asymptomatisch
Da die Patientin jetzt schon am Limit ihrer Belastbarkeit angelangt sei, sei es nicht zu verantworten, die Arbeitsleistung zu steigern. Ein Fehlen solcher Arbeit würde sie aber in eine tiefe Depression führen (S. 2).
3.6
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, hielt mit Bericht vom 1
7.
April 2003 (
Urk.
7/7/3-4) zu den klinischen Befunden fest, die Wirbelsäule sei statisch unauffällig. Die Kopf
gelenke blockierten nach rechts, die übrige Halswirbelsäule sei frei beweglich, ebenso wie die Brust- und Lendenwirbelsäule. Es fänden sich Irritationszonen bei C2/3 rechts, thorakal 4 links und thorakal 8 links sowie eine minimale Ver
spannung der Trapezmuskulatur. Die vordere Halsmuskulatur sei weich, die
Scaleni
seien trotz des gut palpablen und auch sichtbaren Shunts rechts indolent. Im Übrigen finde sich eine indolente und weiche dorsale Nackenhaltemuskulatur (S. 1 unten f.). Bei der klinischen Untersuchung fänden sich eigentlich erstaunlich wenig Befunde, welche auf eine unbehandelbare oder aber inadäquat behandelte Störung hinweisen würden. Der Verlauf sei erwartungsgemäss als gut zu beur
teilen (S. 2).
3.7
Suva-Kreisarzt Dr. med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in einem nicht datier
ten Be
richt (Urk. 7/20/52-55) nach der Untersuchung der Beschwer
deführerin vom 25. Mai 2004 aus, es finde sich eine etwas eingeschränkte Funktion der Hals
wirbel
säule
(HWS) und eine leichte Verspannung der
Nu
chal
muskulatur
rechts
betont. Zudem bestehe eine ängstliche Grundhal
tung der Patientin.
Auf rein medizinischer Ebene liessen sich die geklagten Beschwerden und auch die stark reduzierte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht be
frie
digend erklären. Die erhobenen Befunde seien mit einer
vollen Arbeits
fähigkeit in einer leichten oder gar mittelschweren Tätigkeit zu vereinbaren
(S. 3 unten).
3.8
Prof. Dr. med.
G._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Reha
bili
tation, erstattete am 21. April 2005 ein Gutachten (Urk.
7
/20/26-36)
.
Prof.
G._
stellte folgende Diagnosen (S. 5 f.):
1.
schwerstes kombiniert
ligamentär
-muskuläres Irritations- und Überlas
tungs
syndrom des
cervikothorakalen
Überganges, der gesamten HWS, zusätzlich des
occipitocervikalen
Überganges und der oberen Hälfte der Brust
wirbel
säule, teils subjektiv rechts schmerzhafter
2.
befundmässig ausgeprägte, klinisch praktisch nur im Schultergürtel-Nacken-Bereich manifest gewordene generalisierte
Myotendinose
3.
Status nach
ventrikuloperitonealem
Shunt-Einbau nach akut aufge
tre
tener Hirndrucksteigerung aufgrund einer komplexen kongenitalen Miss
bildung des
Aquäductus
Sylvi
Der Gutachter führte in seiner Beurteilung aus, im Mittelpunkt und Vorder
grund stehe ein gegenseitig sich verstärkendes beziehungsweise sich negativ beein
flussendes Nebeneinander einerseits eines eindrücklich schweren und zusätzlich irritierbaren Irritations- und Überlastungssyndroms des
cerviko
thorakalen
Über
ganges einschliesslich der oberen Hälfte der Brustwirbelsäule (BWS) und der gesamten HWS und andererseits eines vertebralen Dysfunk
tionszustandes des
cervikothorakalen
Überganges (S. 8 oben). Soweit erkenn
bar habe die Beschwer
deführerin während des Heckauffahrunfalles keine milde traumatische Hirnläsion erlitten. Die Vergesslichkeit und die einge
schränkte Fähigkeit zum Lesen seien überwiegend wahrscheinlich fast nur schmerzbedingt. Zur Chronifizierung und zur bisherigen Therapieresistenz habe mit Sicherheit die vorbestehende ausge
prägte kurze Kyphose
cervico
thorakal
beigetragen. Dabei handle es sich um eine Form des Überganges von
der Brust- in die Halswirbelsäule, die in der Gesamt
bevölkerung relativ häufig
vorkomme (S. 8 unten).
Weder eine 1996 aufgetretene Hirndrucksymptomatik noch der Heckauf
fahr
un
fall vom Oktober 2001 hätten erfassbare spezifische neuropsy
cho
logische Störun
gen hinterlassen.
Die Vergesslichkeit sowie die Konzentra
tions
störung
en der Beschwerdeführerin seien minimal und mit überwiegen
der Wahr
schein
lichkeit Folge der Schmerzzustände (S. 9 Mitte). Die Beschwerdefüh
rerin arbeite seit dem
1. Januar 2003 im Umfang von drei Stunden pro Tag in einer körperlich leichten Tätigkeit. Die Tätigkeit schöpfe die Belastbarkeit aus. Das Arbeitspensum habe
bisher trotz therapeutischer Bemühungen nicht erhöht werden können (S.
10 Ziff
. 7).
3.9
Dr. med.
H._
, Facharzt für Neurologie, und Dr. med.
I._
, Facharzt für Neurochirurgie, führten in einer Aktenbeurteilung vom 3. Oktober 2005 (Urk.
7
/20/7-14) aus, die Beschwerdeführerin habe im Oktober 2001 bei guter Gesundheit eine heftige Auffahrkollision erlitten, die eine HWS-Distorsion mässiger Schwere verursacht habe. Nach der Klassi
fi
kation der Quebec Task Force handle es sich um eine Verletzung nach Grad 2 (S. 6 unten).
Aus der klinischen oder labortechnischen Untersuchung hätten während des ganzen Verlaufs nach dem Unfall keine organischen Ursachen für die Beschwerden ent
deckt werden können. Die von Prof.
G._
genannten pathologische
n
Erklärungen stellten aus neurologischer Sicht Hypothesen und keine faktisch nachgewiesenen medizinischen Prozesse dar (S. 6 Mitte).
Der Beschwerdeführerin sei eine leichte, wechselbelastende Arbeit
während drei Stunden pro Tag zumutbar.
In Frage komme eine Tätig
keit, die an das Erlernen von Neuem keine hohen zeitlichen und inhaltlichen Ansprüche stelle. Von einer
Erhöhung der gegenwärtigen Arbeits
leistung von 35 % könne ausgegangen
werden. Falls die Beschwerdeführerin neben einer adaptierten Arbeit keine wesentlichen häuslichen Arbeiten leisten müsse, könne sie eine Arbeitsfähigkeit von wahrscheinlich fünf S
tunden pro Tag erzielen (S. 8).
3.10
Mit Verfügung vom 30. Dezember 2005 sprach die Suva der Beschwer
de
führerin bei einem Invaliditätsgrad von 45 % eine Rente sowie eine Inte
gri
tätsent
schä
digung zu (Urk.
7
/22). Die Beschwerdegegnerin schloss sich der Invaliditätsbe
messung der Suva an und sprach der Beschwerdeführerin mit
Verfügungen vom 18. Mai 2006 (Urk.
7
/30) ab dem 1. Oktober 2002 zunächst
eine ganze, ab dem 1. Dezember 2003 eine halbe, ab dem 1. Januar 2004 eine
Dreiviertelsrente
und ab dem 1. Februar 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 42 % eine
Viertelsrente
zu.
3.11
Im Rahmen der Rentenrevision vom Februar 20
09 (
Urk.
7/41) stellte
Dr.
A._
im Bericht vom 1
1.
November 2009 (
Urk.
7/49)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
zervikozephales
Schmerzsyndrom
-
Schleudertrauma
Die folgenden Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
VP-Shunt-Anlage wegen Hydrocephalus
occlusivus
-
Shunt-Dysfunktion mit Obstruktion des Katheters
-
Arterielle Hypertonie
In der angestammten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin vom 2
6.
Oktober 2001 bis zum
7.
August 2003 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Seither bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 65
%
(
Ziff.
1.6). Sie arbeite in der Wäscherei und einer Cafeteria, dies gehe gut. Das Arbeitspensum könne nicht gesteigert werden. Die Schmerzen nähmen zu und sie arbeite unter Schmerzen (
Ziff.
1.7).
4.
Die Beschwerdegegnerin holte zur Klärung der Frage, ob
die Voraussetzungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG erfüllt waren
, bei der
Medas
Y._
ein polydiszi
plinäres Gutachten ein, welches am 1
1.
Oktober 2013 erstattet wurde (
Urk.
7/72). In der Folge ergingen weitere neuropsychologische und neurologische Berichte (
Urk.
7/87;
Urk.
7/91;
Urk.
7/104), eine
Stellungnahme der Gutachter der
Medas
Y._
(
Urk.
7/93/6-7) und ein rheumatologischer Bericht (
Urk.
7/108) ein.
Zu dieser Aktenlage hielt das Sozialversicherungsgericht in seinem Urteil vom
1.
Juni
2017
Folgendes fest (E. 5.3-4):
5.3
Das am 11. Oktober 2013 versandte Gutachten der
Medas
Y._
beruht auf Untersuchungen in den Fachgebieten Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie und Psy
chotherapie sowie Allgemeine Innere Medizin. Die Gutachter nannten als Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit eine chronische
Zervi
kozephalgie
,
tendo
myo
gen
, eine Facettenarthrose bei HWK 2/3, eine HWS-Distorsion Grad 2, ein rezidi
vie
rendes
lumbospondylogenes
und -radikuläres Schmerzsyndrom und chronische Kopf
schmerzen nach HWS-Beschleuni
gungs
trauma. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie unter anderem eine Neurasthenie und einen Hydro
ce
phalus occlusus
.
In der Folge wurden bei einer neuropsychologischen Untersuchung der Beschwerde
führerin in der Klinik für Neurologie,
D._
, vom 30. April 2014 mittelschwere bis schwere Minderleistungen festgestellt.
5.4
Die Gutachter der
Medas
Y._
nahmen am 29. Oktober 2014 kurz zu den Arztberichten der Klinik für Neurologie,
D._
, vom 30. April und vom 29. August 2014 Stellung. Sie konnten jedoch nicht sicher beurteilen, ob die im
D._
festgestellten Minderleistungen organisch durch einen Hydroce
pha
lus erklärt werden könnten. Mit der Stellungnahme der Gut
achter vom 29. Oktober 2014 lässt sich nicht abschliessend beurteilen, ob es sich hierbei um einen neuen Befund handelt, der zum Zeitpunkt der Begut
achtung in der
Medas
Y._
noch nicht vorlag und ob die Minderleis
tungen eine organische Ursache haben. Ebenso ist unklar, ob und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin dadurch in ihrer Arbeitsfähigkeit einge
schränkt ist. Nach dem Bericht von Dr.
J._
vom 29. August 2014 ist die
Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Die Be
schwerdegegnerin hätte daher die Auswirkungen der Minderleistungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin weiter abklären lassen müssen.
Sodann äusserten sich die Gutachter uneinheitlich zur zumutbaren Arbeits
fähigkeit. Einerseits attestierten sie für die derzeitige Tätigkeit der Beschwer
deführerin in einer Wäscherei eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Andererseits gaben sie an einer anderen Stelle des Gutachtens für eine angepasste Tätigkeit eine zumutbare Belastbarkeit von 5-8 Stunden täglich an. Die zweite Angabe erweist sich als äusserst unbestimmt und es bleibt unklar, ob daraus auf einen Mittelwert von 6.5 Stunden zu schliessen wäre. Zu beachten ist sodann, dass Dr.
H._
und Dr.
I._
bereits im Oktober 2005 für eine adaptierte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von fünf Stunden pro Tag attestiert hatten. Wollte man auf eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von fünf oder mehr Stunden pro Tag gemäss den Angaben im Gutachten der
Medas
Y._
abstellen, ist fraglich, ob sich in organischer Hinsicht der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verglichen mit 2005 tatsächlich verbessert hat.
Gegen das Gutachten spricht sodann, dass es zum Zeitpunkt der ange
foch
tenen Ver
fügung bereits knapp drei Jahre alt war. Dies ist mit dem Anspruch der besonders hohen Anforderungen im Zusammenhang mit der Renten
über
prüfung nach
lit
. a
Abs.
1
SchIB
6.
IV-Revision nicht vereinbar. Aufgrund des 2014 nach der Erstellung des Gutachtens erhobenen neuropsychologischen Befundes kann nicht unbesehen auf das Gutachten der
Medas
Y._
abgestellt werden. Nachdem der Befund möglicherweise eine organische Ursache hat, kann auch der Einschätzung der Gutachter, wonach die anhal
tenden Beschwerden wesentlich durch eine Neurasthenie zu erklären sind, nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Insbesondere ist fraglich, ob die Rentenüberprüfung ge
samthaft auf unklare Beschwerden gestützt werden kann, denn eine genaue Trennung von erklärbaren und unklaren Beschwerden ist bislang zu wenig sorgfältig erfolgt. Die Beschwerdegegnerin hat den medizinischen Sachverhalt daher ergänzend abklären zu lassen.
Auf eine erneute Wiedergabe der genannten medizinischen Berichte ist deshalb zu verzichten.
5.
5.1
5.1.1
Das
nach dem Rückweisungsurteil des hiesigen Gerichts eingeholte
Gutachten der
Medas
Z._
vom 2
6.
März 2018 (
Urk.
7/148-149) erging nach Berücksich
tigung der Akten,
Erhebung der Anamnese und Durchführung einer internis
tischen, psychiatrischen, rheumatologischen, neurologischen und neuropsycholo
gischen Untersuchung. Es wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S.
37 unten f.):
-
Dysthymia
(ICD-10 F34.1)
-
Schmerzverarbeitungsstörung (psychische und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten; ICD-10 F54)
-
Adipositas mit BMI von 27 kg/m
2
-
chronisches
zervikozephales
und
tendinotisches
Beschwerdebild
-
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom mit muskulärer Insuffizienz der Stütz- und Haltemuskulatur
-
in ihrer Ausprägung nicht-authentische kognitive Minderleistungen in de
n Bereichen Aufmerksamkeit, Neugedächtnis, Exekutivfunktionen, Sprache und
Visuokonstruktion
mit und bei Aggravation (bewusste Leistungs
ver
zerrung)
-
möglicherweise bewusstseinsf
ernen
Anteilen (= Verdeutlichungs
ten
denzen im Rahmen der psychiatrischen Diagnose)
Die folgenden Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 38):
-
arterielle Hypertonie unter Therapie
-
Hydrocephalus
occlusivus
bei chronischem
Aquäduktverschluss
, Status nach Anlage eines VP-Shunts und Status nach Revision,
Rekonnektion
, Explantation und verschiedenen Ventilumstellungen
-
Status nach Hysterektomie 2008
-
Status nach Exzision eines
hypermelanotischen
melanozytären Naevus am Nasenrücken 2014
Unter Berücksichtigung der rheumatologischen und psychiatrischen Funktions
störungen
bestehe in der angestammten Tätigkeit als Aushilfe in der Lingerie eines Altersheims eine Arbeitsfähigkeit von 64
%
. Es sei eine 80%ige zeitliche Präsenz mit einer verminderten qualitativen Leistungsfähigkeit von 20
%
begrün
det durch die vermehrten Pausen
und das verlangsamte Arbeitstempo aufgrund der Einhaltung von ergonomischen Positionen zu attestieren. Da diese Einschät
zung schon durch die Funktionseinschränkungen im Bereich des Bewegungs
apparates begründet sei und sich die somatischen Gesundheitsschädigungen seit der Revision 2010 nicht wesentlich verbessert oder verschlechtert hätten, gelte diese Einschätzung seit
diesem Zeitpunkt. Die seit diesem Zeitpunkt aufgetretenen
psychiatrischen Gesundheitsstörungen hätten keine höhergradige Arbeitsun
fähig
keit zur Folge
,
da die Arbeitsunfähigkeiten der verschiedenen Fachgutachten nicht zu kumulieren seien (S. 40 unten f.).
Im interdisziplinären Konsens erachteten die Gutachter die bisherige Tätigkeit in der Lingerie eines Altersheims als angepasste Tätigkeit. Die Beschwerdeführerin könne individuelle Wechselpositionen einnehmen und ihre Arbeitspausen indivi
duell gestalten. Repetitives Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sei zudem nicht nötig
(S. 41)
.
5.1.2
Der rheumatologische Teilgutachter hielt fest, die Beschwerdeschilderung sei insgesamt plausibel und konsistent (
S. 3 unten des rheumatologischen Teilgut
achtens;
Urk.
7/148/60-64). Die aktuelle Bildgebung zeige eine weitgehend un
auffällige Abbildung des Skeletts, es fänden sich altersentsprechende leicht
gradige degenerative Veränderungen, welche die Beschwerden nicht zu erklären vermöchten. Die klinische Untersuchung zeige eine leichte bis mässige Ein
schrän
kung der Bewegung der Halswirbelsäule (HWS), zudem ein mässig ausgeprägtes
tendomyotisches
Beschwerdebild mit Dominanz der rechten Seite und auslösbare Beschwerden im Bereich der
Glutealmuskulatur
sowie der unteren Lendenwirbel
säule (LWS) bei insgesamt recht guter Beweglichkeit. Auffallend sei zudem ein ausgeprägtes Stabilisierungsdefizit der Wirbelsäule (S. 4 oben).
Inkonsistenzen
fänden sich nicht, ebenfalls fehlten Hinweise für eine Aggra
vation. Möglicherweise liege eine leichtgradige Selbstlimitierung vor. Insgesamt
erscheine die aktuelle Tätigkeit als ideal. Die von Prof.
G._
gesehene mögliche Steigerung sei trotz intensiver therapeutischer Bemühungen nicht gelungen. Aus heutiger Sicht bestehe eine gewisse Diskrepanz zwischen dem Beschwerdeaus
mass der Explorandin und der hierdurch verursachten Limitierungen und der erhobenen nur eher leicht bis mässigen Einschränkungen. Ohne Zweifel bestehe ein chronifizierter Schmerz, welcher therapeutisch wahrscheinlich nicht mehr verbessert werden könne. Eine Schmerzverarbeitungsstörung sei aufgrund der Diskrepanz der nur leichten Befunde in der Untersuchung und Bildgebung zu den ausgeprägten Limitierungen in Beruf und Alltag offensichtlich.
Die Beschwerde
führerin habe sich immer bemüht, die Beschwerden weiter zu verbessern und die Therapien zu befolgen. Unter Berücksichtigung der fehlenden therapeutischen Optionen, der fehlenden Inkonsistenzen und den Limitierungen im Beruf und Haushalt sei eine Tätigkeit im aktuellen Rahmen zu maximal 80
%
zumutbar. Diese Einschätzung einer höheren Arbeitsfähigkeit zu dem ausgeübten Pensum begründe sich einerseits mit der Selbstlimitierung und andererseits mit der
rheu
matologischerseits
nicht
begründbaren Schmerzverarbeitungsstörung, siehe psy
chia
trisches Gutachten. Es bestehe hierbei eine zusätzliche Leistungsminderung von 20
%
infolge des vermehrten Pausenbedarfs (S. 4
f.
).
Auch in den Haus
halt
tätigkeiten sei es plausibel, dass die Beschwerdeführerin in ähnlichem Umfang eingeschränkt sei. Diese Angaben gälten seit 200
3.
Hinweise für zwischen
zeitlich wesentlich verbesserte oder verschlechterte Phasen seien aus der Aktenlage nicht erkennbar (S. 5).
5.1.3
Die neurologische Teilbegutachtung (
Urk.
7/148/65-68) ergab, dass die Beschwer
deführerin seit mehr als 16 Jahren an einem chronischen täglichen Schmerz
syndrom mit hauptsächlich Nacken- und Kopfschmerzen und fast täglichen
Thorakalgien
, Lumbalgien und bilateralen Knieschmerzen, ohne neurologische Ausfälle und ohne
Zervikovertebral
- und
Lumbovertebralsyndrom
leide. Eine Dysfunktion des VP-Shunts bei chronischem
Aquäduktusverschluss
könnte bei den Kopfschmerzen eine Rolle spielen, aber dagegen sprächen der Umstand, dass die bildgebenden Kontrollen im Jahr 2017 eine normale Shunt-Funktion gezeigt hätten, die Beschwerdeführerin im Falle einer Shunt-Dysfunktion
nicht an täglichen, sondern an intermittierenden Kopfschmerzen leiden würde und dass die verschiedenen Ventilumstellungen zu keiner Verbesserung der Kopf
schmer
zen geführt hätten. Weiter wären, falls die Kopfschmerzen die Konsequenz einer Shunt-Dysfunktion wären, auch andere Beschwerden wie Urin-Inkontinenz oder Gangstörungen vorhanden. Aufgrund der Semiologie der Schmerzen und des normalen Neurostatus bestünden zur Zeit keine Anhaltspunkte für eine Krankheit oder Läsion des zentralen oder peripheren Nervensystems als mögliche Ätiologie des Schmerzsyndroms (S. 3 unten f.). Aus rein neurologischer Sicht bestehe kein Grund für eine Arbeitsunfähigkeit, eine solche müsse durch den Hauptbegut
ach
ter und den psychiatrischen und rheumatologischen Teilgutachter beurteilt werden (S. 4 oben). Allgemein sei die Arbeitsfähigkeit auf ca. 40
%
zu schätzen. Es sei nicht möglich, den Verlauf seit 2006 zu beurteilen (S. 4 Mitte).
5.1.4
Im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung (
Urk.
7/148/79-91) führte der Teil
gutachter aus, die Beschwerdeführerin erlebe sich in ihrer Reisefähigkeit als
leicht
eingeschränkt, da sie selbst nicht mehr Auto fahre. Es fänden sich in der klini
schen Untersuchung deutliche kognitive Einschränkungen. Insbesondere betreffe dies die Merkfähigkeit, die Aufmerksamkeit, Wachheit, das Durchhaltevermögen und das Sprachverhalten (S. 4 Mitte). Die Prüfung der depressiven Items habe keine bis eine lediglich leichte Ausprägung ergeben, ausser einer bedeutsamen Ausprägung der Konzentrationsstörungen, welche neuropsychologisch zu unter
suchen sei (S. 4 ff.).
Sich selbst erlebe die Beschwerdeführerin nicht als psychisch krank oder beein
trächtigt. In Zusammenhang mit den beklagten diversen Schmerzen sei, vor allem
die Kopfschmerzen betreffend, ein ausgesprochenes Verdeutlichen der Beschwer
den, eine Selbstlimitierung und eine Symptomausweitung erkennbar (S. 8).
Die aktuelle Untersuchung habe keine Hinweise auf das Vorliegen einer psychia
trischen Erkrankung oder einer psychischen Störung mit Krankheitswert und Relevanz für die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ergeben. Die Befundlage sei eindeutig. Eine leichtgradig ausgeprägte depressive Symptomatik sei jedoch unübersehbar. Diese erreiche aber nicht den Grad einer depressiven Störung mit Krankheitswertigkeit. Die Symptome liessen sich unter der Diagnose einer
Dysthymia
subsumieren. Die aussergewöhnliche Belastung als auslösendes reaktives Geschehen liege in Form der therapieresistenten Schmerzproblematik vor, für die bisher keine, respektive nicht genügend ausreichende organische Korrelate gefunden worden seien und die diagnostisch letztlich in der Diagnose einer Schmerzverarbeitungsstörung geendet hätten (S. 9 unten f.).
Im Gutachten der
Medas
Y._
würden keine psychiatrisch auffälligen Be
funde beschrieben. Eine Erklärung dafür könne aus dem Gutachten nicht abge
leitet werden. Es sei denkbar, dass die heutigen Befunde zur damaligen Zeit nicht entsprechend ausgebildet gewesen oder vom Untersucher nicht erfasst worden seien
(S. 10 Mitte). Aus rein psychiatrischer Sicht sei von einer gegenwärtigen Arbeitsunfähigkeit von maximal 30
%
auszugehen. Dies betreffe alle beruflichen Tätigkeiten, da nicht die Arbeitsplatzbedingungen, sondern die psychiatrischen Befunde für die Einschränkungen verantwortlich seien.
Ab wann die festgestellte Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin rück
wirkend betrachtet bestehe, könne aus den Akten nicht abgeleitet werden, da entsprechende Beschreibungen fehlten
(S. 12)
.
5.1.5
Die neuropsychol
ogische Teilgutachterin hielt fest
(
Urk.
7/148/69/78
),
es hätten keine validen Resultate
erzielt
werden können. Mit überwiegender Wahrschein
lichkeit entsprächen die gezeigten Leistungen nicht der tatsächlichen Leistungs
fähigkeit. Denn die erhaltenen Ergebnisse seien erheblich schlechter gewesen
,
als sie zum Beispiel bei Personen mit mittelgradiger bis schwerer Hirnverletzung
vor
kämen. Die Leistungen seien auch erheblich schlechter, als sie bei Patienten mit chronischen Schmerzen aufträten. Weiter zeigten sich ausgeprägte Inkonsisten
zen, die einer Plausibilitätsprüfung nicht standhalten könnten (beispielsweise keine wesentliche Verlangsamung im Gespräch oder einfachen Alltagshand
lun
gen gegenüber schweren Verlangsamungen in Tests, ausreichend differenziert Aus
kunft gebend, innerhalb der Untersuchung auf zu Beginn gegebene Informa
tionen Bezug nehmend gegenüber schweren Gedächtnisdefiziten, dem Anam
nese
gespräch ohne Schwierigkeiten folgen können gegenüber
schwerst
defizitärer
Merkspanne). Die
Testergebnisse und die geschilderten Beschwerden seien zudem mit Autofahrten nicht vereinbar. Könnte die Beschwerdeführerin sich tatsächlich so schlecht konzentrieren und wäre sie so verlangsamt wie teilweise präsentiert, so wäre sie aus rein kognitiv
er Sicht fahrungeeignet (S. 7).
Es sei insgesamt von einer Leistungsverzerrung auszugehen, welche vorwiegend als bewusst zu werten sei (Aggravation). Verdeutlichungstendenzen im Rahmen der psychiatrischen Diagnosen seien
nach Rück
sprache mit dem psychiatrischen Gutachter
allerdings nicht auszuschliessen (S. 8).
N
egative und bewusste Antwort- und Leistungsverzerrungen seien belegbar, so dass kein gültiges Testprofil habe erhalten werden können und das tatsächliche Leistungsniveau und -profil unklar blieben. Auch wenn tatsächlich geringfügige echte kognitive Einschränkungen bestehen würden, könnten sie weder die Auf
fälligkeiten im
Performanzvalidierungsverfahren
noch die Diskrepanzen erklären. Weder die Hirndrucksymptomatik noch das Schleudertrauma bildeten eine hin
reichende Erklärung für das gezeigte Leistungsprofil. Kognitive Einschränkungen seien im Rahmen der
Dysthymia
und der Schmerzverarbeitungsstörung möglich
,
allerdings würden sie ein leichtes Ausmass nicht überschreiten (S. 9).
Es könne kein differenzierter Verlauf allfälliger kognitiver Einschränkungen beschrieben werden, da die neuropsychologischen Vorbefunde nicht bezüglich ihrer
Validität
geprüft worden seien und deshalb nicht darauf abgestützt werden könne. Wären aber die damaligen wie auch die aktuellen Befunde valide, so hätte sich die kognitive Leistungsfähigkeit seit 2014 erheblich verschlechtert. Damals durchschnittliche Leistungen fielen nun weit unterdurchschnittlich aus. Es gebe jedoch keine hinreichende ätiologische Erklärung dafür
(S. 9).
5.1.6
In der Konsensbeurteilung (S. 34 ff. des Hauptgutachtens) wurde festgehalten, dass eine Wechselwirkung zwischen den psychiatrischen und den somatischen Diagnosen bestehe. Die funktionellen Einschränkungen seien in allen Lebensbe
reichen in ungefähr gleichem Mass vorhanden (S. 38 Mitte).
Im Vergleich zum Gutachten der
Medas
Y._
sei es in dem Sinne zu einer Verschlechterung gekommen
,
als auch psychiatrische Gesundheitsstörungen zu diagnostizieren seien, welche die Arbeitsfähigkeit beeinflussten. Bezüglich der somatischen Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit sei das Gutachten der
Medas
Y._
inkonsistent. Berücksichtige man jedoch die dort genannte mögliche Belastung von 5 bis 8
Stunden täglich, so entspreche dies
ziemlich genau
den genannten fünf Stun
den. In den Akten finde sich ansonsten keine Herleitung einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund von beschriebenen Funktionsstörungen. Aus rheumatologischer Sicht sei anhand der Akten von einem mehr oder weniger konstanten Gesundheits
zustand am Bewegungsapparat seit
2010 auszugehen (S. 41). Der somatische Zustand seit 2008 sei ungefähr gleich geblieben; neu sei aus psychiatrischer Sicht eine Gesundheitsstörung feststellbar (S. 42).
5.2
Die Ärzte des Universitätsspitals
D._
, Klinik für Neurochirurgie, diagnos
tizierten mit Bericht vom
2
2.
November 201
9 (
Urk.
7/158) unter anderem einen Status nach Hydrocephalus occlusus bei chronischem
Aquäduktverschluss
mit aktuell Verdacht auf eine Unterdrainage (S. 1).
Die Beschwerdeführerin habe sich notfallmässig selbst vorgestellt bei seit etwa vier Tagen progredienter Sympto
matik mit Verschwommensehen, Kopfschmerzen und Schwindel einhergehend mit Gangunsicherheit. In der klinischen Untersuchung habe sich bis auf eine Unsicherheit im Gang und in den Standprüfungen kein fokal-neurologisches Defizit gezeigt. Die Beschwerden seien im Rahmen einer Unterdrainage zu werten und es sei eine Ventilkorrektur erfolgt. Bei bereits klinischer Besserung am Folge
tag sei eine
Shuntdysfunktion
eher unwahrscheinlich, weshalb die Patientin in deutlich besserem Allgemeinzustand und mit sicherem Gangbild wieder in ihr häusliches Umfeld entlassen worden sei (S. 3).
6.
6.1
Es ist zunächst die Anwendbarkeit von
lit
. a
Abs.
1
SchlB
6.
IVG-Revision und mithin die Frage zu prüfen, ob die
Rentenzusprache
vom
1
8.
Mai 2006
aufgrund eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage erfolgte.
6.2
Am 2
6.
Oktober 2001 erlitt die Beschwerdeführerin bei einem Auffahrunfall ein
HWS-Distorsionstrauma (vgl. vorstehend E. 3.2). Die Anmeldung bei der Beschw
er
degegnerin erfolgte aufgrund von unfallbedingten Nackenschmerzen (vgl.
Urk.
7/1
Ziff.
7.1-3).
Strukturelle Verletzungen wurden nicht festgestellt (vgl. vorstehend E. 3.3) und entgegen den Angaben von
Dr.
A._
(vorstehend E.
3.5) erlitt die Beschwerde
führerin beim Unfall keinen Kopfanprall und damit auch keine Commotio cerebri. Der Hydrocephalus, bei dem 1996 eine Drainage vorgenommen worden war, wurde von allen beteiligten Ärzten als nicht beeinträchtigend gewertet. Die kleine zystische Läsion im Gehirn verursachte gemäss neurologischer Beurteilung keine Kopfschmerzen (vgl. vorstehend E. 3.4).
Dr.
A._
diagnostizierte ein Schmerz
syn
drom (vgl. vorstehend E. 3.5) -
was angesichts der von ihm genannten Hirner
schütterung fraglich begründet ist - und
Dr.
E._
stellte im Wesentlichen unauffällige organische Befunde fest (vgl. vorstehend E. 3.6). Aus dieser Akten
lage
erhellt, dass für die geklagten Beschwerden keine organische Ursache fest
stellbar war. Dies erkannte
auch
Suva-Kreisarzt
Dr.
F._
, indem er nach genauer Funktionsprüfung festhielt, dass sich die geklagten Beschwerden und auch die stark reduzierte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf rein medizinischer Ebene nicht befriedigend erklären liessen und die erhobenen Be
funde vielmehr mit einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leichten oder sogar mittelschweren Tätigkeit zu vereinbaren seien (vgl. vorstehend E.
3.7).
Dr.
G._
veranlasste
keine bildgebende Abklärung für die Überprüfung des von ihm fest
gestellten Irritations- und Überlastungssyndroms und die generalisierte
Myo
ten
dinose
. E
in objektiv ausgewiesenes somatisches Korrelat ist
somit
auch durch ihn
nicht belegt. Die von ihm als minimal beurteilte Vergesslichkeit und Kon
zen
tra
tionsstörung der Beschwerdeführerin führte er auf die Schmerzen zurück
, denn
weder die 1996 aufgetretene Hirndrucksymptomatik noch der Unfall hätten erfass
bare spezifische neuropsychologische Störungen hinterlassen (vgl. vorste
hend E.
3.8)
. Dass kein organisches Korrelat vorhanden war, bestätigten
Dr.
H._
und
Dr.
I._
explizit (vgl. vorstehend E. 3.9):
Aus der klinischen oder labortechnischen Untersuchung hätten während des ganzen Verlaufs nach dem Unfall keine organischen Ursachen für die Beschwerden entdeckt werden können. Die von Prof.
G._
genannten pathologische Erklärungen stellten
ihrer Ansicht nach
aus neurologischer Sicht Hypothesen und keine faktisch nachgewiesenen medizinischen Prozesse dar
.
6.3
Somit steh
t
fest, dass die
Rentenzusprache
vom 1
8.
Mai 2006 aufgrund eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildes ohne nach
weisbare organische Grundlage erfolgte.
Nachdem anlässlich der
Rentenzu
sprach
e
unbestrittenermassen
keine Zumutbarkeits- beziehungsweise Überwind
bar
keits
prü
fung durchgeführt wurde und die Einleitung der Überprüfung recht
zeitig er
folgte,
war
eine
Überprüfung nach
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision zulässig
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
Sodann bezog die Beschwerdeführerin am 1. Januar 2012 die Invalidenrente noch nicht seit mehr als 15 Jahren und war auch noch nicht 55-jährig, weshalb sie nicht unter die für solche Rentenbezüger geltende Schutz
bestimmung nach
lit
. a Abs. 4 der Schlussbestimmung zur 6. IV-Revision fällt.
Festzuhalten ist,
dass nach Lage der Akten keine verlässliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vorgenommen worden war, denn die dies
bezüglichen Angaben der Ärzte ergingen soweit ersichtlich einzig aufgrund der anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin und des tatsächlich ausge
übten
(kleinen)
Pensums. Ebenfalls ist festzuhalten, dass die im Feststellungsblatt vom
1.
Februar 2006 erwähnten Diagnosen (vgl.
Urk.
7/23) unvollständig sind, handelt es sich dabei doch lediglich um die von
Dr.
A._
in seinem
Bericht vom 1
1.
März 2003
(vgl. vorstehend E. 3.5)
genannten
.
Entgegen den
Vorbringen der
Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 6
lit
. B
Ziff.
1) erfolgte die
Rentenzusprache
nach dem Gesagten
somit
nicht aus somatischen Gründen.
7.
7.1
Zu prüfen ist im Folgenden, ob im Zeitpunkt der Revision im Jahr 2016 die Voraussetzungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG er
füllt waren, mithin, ob - unabhängig von Revisionsgründen nach
Art.
17 ATSG - eine Erwerbsunfähigkeit vorliegt, die aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (vorstehend E. 1.3).
Die Beschwer
de
gegnerin stützte sich zur Klärung dieser Frage zunächst auf das Gutachten der
Medas
Y._
vom 1
1.
Oktober 2013 (
Urk.
7/72), welches jedoch vom Sozial
versicherungsgericht in seinem Urteil vom
1.
Juni 2017 als nicht genügend be
urteilt wurde
.
Zud
em war unklar, ob und inwieweit neuropsychologische Beein
trächtigungen bestehen und ob diese eine organische Ursache hab
en
.
7.2
Vorauszuschicken ist, was folgt:
G
emäss der mit
BGE 130 V 352
begründeten und seither stetig weiter entwickelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden (
BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3, 142 V 342
) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzu
mutbar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte «Foerster-Kriterien», vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 49 E. 1.2, je wiedergegeben BGE 139 V 547 E. 5 mit weiteren Hinweisen).
Die Rechtsprechung hat zu den «vergleichbaren psychosomatischen Leiden» aus
drücklich jene gezählt, die im Nachgang zu BGE 130 V 352 über die Jahre als sogenannte «pathogenetisch-ätiologisch unklare
syndromale
Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage» in invalidenversicherungsrechtlicher
Hinsicht den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen (Regel-/Aus
nahme-Modell mit «Überwindbarkeitsvermutung») unterstellt wurden (BGE 142 V 342 E. 5.2.1; BGE 141 V 281 E. 4.2; BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3), so auch spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen (Schleudertrauma) ohne organisch nach
weisbare Funktionsausfälle (BGE 136 V 279; Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2009 vom 30. August 2010).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung auf
gegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten normativen Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tat
sächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird (BG
E 141 V 574 E. 4.1
; Urteil des Bundes
gerichts 9C_5
34/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2
).
An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG - ausschliessliche Berück
sich
ti
gung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumut
barkeitsprüfung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden Person - hat sich dadurch nichts geändert. Im Grunde konkretisieren die in BGE 141 V 281 E. 4 und E. 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invalidi
tätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnun
gen
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG.
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
lidi
tätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 142 V 106 E. 4.5; Urteil des Bun
desgerichts 8C_676/2017 vom 28.
Februar 2018 E. 6.3).
Gemäss BGE 143 V 418 (E.
7) sind neu sämtliche psychischen Leid
en, laut BGE 143 V 409 (E.
4.5.2) namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (Ände
rung der Rechtsprechung).
Gleiches gilt gemäss BGE 145 V 215 bezüglich fach
ärztlich einwandfrei diagnostizierter Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsumstörungen (E. 5.1 und E. 5.3.3).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Stand
ardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
7.3
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts
anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge
gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträch
tigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E.
5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür
digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch an
hand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine
lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann
als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweis
themen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach
den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3
).
7.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Das Gutachten der
Medas
Z._
vermag diesen Voraussetzungen zu genügen, weshalb grundsätzlich darauf abgestellt werden kann. Die Gutachter kamen darin zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin als Aushilfe in der Lingerie eines Alters
heims im Umfang von 64
%
arbeitsfähig sei. Dabei handle es sich gleichz
eitig um eine behinderungsangepasste Tätigkeit. Seit 2010 seien psychische Ge
sundheitsstörungen aufgetreten, die jedoch keine höhergradige Arbeitsunfähig
keit
zur Folge hätten. Dies vermag zu überzeugen, da die Gutachter einen erhöhten Pausenbedarf und eine verminderte Leistungsfähigkeit in ihrer Einschätzung
bereits
berücksichtigten. Die Beschwerdeführerin selbst erachtete sich nicht als psychisch krank oder beeinträchtigt, und die Untersuchung ergab bis auf eine Dysthymie
und eine Schmerzverarbeitungsstörung
keine Hinweise auf eine psy
chiatrische Erkrankung oder eine psychische Störung mit Krankheitswert (vgl. vorstehend E. 5.1.4).
Dass die Gutachter eine
Addition der Arbeitsunfähigkeiten
verneinten, ist damit nicht zu beanstanden
.
In rheumatologischer Hinsicht wurde bildgebend eine weitgehend unauffällige Abbildung des Skeletts mit leichten degenerativen Veränderungen
festgestellt
, welche die Beschwerden nicht erklären konnten. Der Gutachter verneinte zwar Inkonsistenzen, wies jedoch darauf hin, dass eine gewisse Diskrepanz zwischen dem Beschwerdeausmass und der dadurch verursachten Limitierungen und der zu erhebenden Einschränkungen bestehe. Eine Schmerzverarbeitungsstörung sei offensichtlich
. Der Gutachter ging von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
aus und führte dabei die Selbstlimitierung und die rheumatologisch nicht begründbare Schmerzverarbeitungsstörung ins Feld
(vorstehend E.
5.1.2). Bei objektiver Be
trachtungsweise und angesichts der geringen Ausprägung der somatischen Be
funde
erscheint eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
aufgrund von Selbstlimitierung (zur Schmerzverarbeitungsstörung nachfolgend
E. 7.5
)
jedoch
nicht
als
schlüssig.
Aus neurologischer Sicht wurde nachvollziehbar begründet, weshalb der Shunt bei den Kopfschmerzen eine untergeordnete
Rolle spielt
. Aufgrund der Semiologie der
Schmerzen und des normalen Neurostatus bestünden keine Anhaltspunkte für eine Krankheit oder eine Läsion des zentralen oder peripheren Nervensystems als mögliche Ursache des Schmerzsyndroms; aus rein neurologischer Sicht bestehe kein Grund für eine Arbeitsunfähigkeit (vgl. vorstehend E. 5.1.3).
Die neuropsychologische Begutachtung ergab deutliche Inkonsistenzen und es waren keine validen Resultate erzielbar. Die Leistungen seien
sogar
erheblich schlechter als bei Patienten mit mittelgradiger bis schwerer Hirnverletzung oder mit chronischen Schmerzen
gewesen
. Weder die Hirndrucksymptomatik noch das
Schleudertrauma bildeten eine hinreichende Erklärung für das gezeigte Leis
tung
s
profil. Die Neuropsychologin ging deshalb nach Rücksprache mit dem psy
chia
tri
schen Teilgutachter (vgl.
Urk.
7/148/31 oben) von bewusster Leistungs
ver
zerrung aus. Die in den Akten abgebildeten neuropsychologische
n
Vorbefunde seien nicht bezüglich ihrer Validität geprüft worden, weshalb nicht darauf abge
stützt werden könne (vgl. vorstehend E. 5.1.5).
Die funktionellen Einschränkungen seien in allen Lebensbereichen in ungefähr gleichem Mass vorhanden; es sei zu einer Verschlechterung gekommen, da nun auch psychiatrische Gesundheitsstörungen bestünden, die die Arbeitsfähigkeit beeinflussten
. Aus somatischer Sicht sei von einem konstanten Gesundheits
zu
stand seit 2008 auszugehen (vorstehend E. 5.1.6).
7.5
Die Gutachter nahmen ausführlich zu den Standardindikatoren Stellung (vgl. S.
35 ff. des Haupt
gutachtens;
Urk.
7/148/35 ff.) und attestierten der
Beschwerde
führerin
eine Arbeitsfähigkeit von 64
%
. Die funktionellen Auswirkungen der Störung sind jedoch aufgrund der objektiv ausgewiesenen Befunde als gering zu werten. Es stellen sich erhebliche Fragezeichen bei der Konsistenz. Zu Recht wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass entgegen der Angaben der Gutachter keine gleichmässige Einschränkung der Aktivitäten in all
en Lebensbereichen vorliegt (vgl.
Urk.
7/151 S. 3). Eine psychiatrische Behandlung findet nicht
(und fand nie)
statt.
Insbesondere fällt
aber
entscheidend ins Gewicht, dass
hinsichtlich der neuropsychologischen Funktionen eine eindeutige Aggravation (vgl.
Urk.
7/148/36
Ziff.
4) festgestellt wurde, welche nicht auf eine blosse Verdeut
lichung oder eine psychische Beeinträchtigung zurückzuf
ühren
ist
. Damit erhält das s
trukturierte Beweisverfahren eine untergeordnete Bedeutung. Denn
r
echt
sprechungsgemäss liegt regelmässig kein versicherter Gesundheitsschaden vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Kon
stellation beruht. Dies trifft namentlich zu, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen oder Einschränkungen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren
Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und
Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf de
n Sachverständigen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschrän
kungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin (BGE 141
V 281 E. 2.2.1, BGE 131 V 49 E.
1.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9
C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E.
4.1).
Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstellationen beruhende Leistungs
einschränkung vermag einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne dass das
aggra
va
torische
Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zurückzufüh
ren wäre (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.2
; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8
C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 6.1 und 9C_899/2014 vom 29.
Juni 2015 E. 4.2).
Steht fest, dass eine anspruchsausschliessende Aggravation oder ähnliche Konstellation im Sinne der Rechtsprechung gegeben ist, erübrigt sich die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_899/2014 vom 2
9.
Juni 2015 E. 4.4).
Eine Aggravation wurde von den Gutachtern ausdrücklich bejaht.
7.6
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist
den Vorgaben des
Art.
7
Abs.
2 ATSG folgend
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen
(vgl. vorstehend E. 7.2).
Insgesamt vermag das Gutachten der
Medas
Z._
nach dem Gesagten nicht zu belegen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus objektiver Sicht unüberwindbar erwerbsunfähig im Sinne von
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist.
Bei diesem Resultat kann
offen gelassen werden, ob die Rentenverfügung wiedererwägungsweise aufzuheben gewesen wäre.
Fehlt es dementsprechend an Invalidität, so sind auch keine
Eingliederungs
mass
nahmen
geschuldet. Ebenso entfällt die Durchführung eines Einkommensver
gleiches.
7.7
Der angefochtene Entscheid ist rechtens. Dies führt zur Abweisung der Be
schwerde
.
8.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.