Decision ID: 745be508-a83d-49fc-80c1-9dca13bef26a
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964,
absolvierte eine KV-Lehre, die Zollschule und eine Buchhalterausbildung (Urk. 9/3/5). Er arbeitete
längere Zeit beim
Zoll,
dann als Buchhalter und
als
Leiter Finanzen, anschliessend mehrere Jahre als
O._
und
zuletzt
eine Saison als Bergbahnen-Angestellter
(Urk.
9/3/5-6
, 9/9,
9/11
und 9/19-20
).
Die
Arbeitsverhältnisse wurden
zumeist
wegen
der
Alkohol
abhängigkeit
des Versicherten
beendet (
Urk.
9/9/2, 9/19/2 und 9/20/2
; vgl. auch
Urk.
9/12/29 und 9/12/35
).
1.2
Am
2
0.
November 2008
wurde dem Versicherten
ein Amtsbeirat gemäss
Art.
395
Abs.
1 und 2 des Zivilgesetzbuches
(ZGB)
mit Einkommensverwaltung bestellt (Urk. 9/5). Dieser meldete den Versicherten a
m
2.
September 2009 erstmals bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Graubünden, IV-Stelle Graubünden, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/3).
Sie
tätigte medizinische (
Urk.
9/12
, 9/14, 9/21, 9/26-27
und
9/39
) und erwerbli
che (
Urk.
9/9, 9/11 und
9/19-20
)
Abklärungen
.
Unter anderem gab
die IV-Stelle Graubünden
ein psychiatrisches
Gutachten in Auftrag (Urk.
9/29), welches
Dr.
med. Z._
, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie, am 1
7.
Mai 2010
erstattete (
Urk.
9/45
).
Die IV-Stelle
Graubünden
führte
darauf
das
Vorbescheid
verfahren
durch (Urk.
9/47-48 und 9/51
). Mit Verfügung vom
2
4.
August 2010
verneinte
sie
einen Leistungsan
spruch, da kein invaliditätsrelevanter Gesundheitsschaden vorliege (
Urk.
9/54).
Diese Verfügung blieb unangefochten.
1.3
Der Versicherte meldete sich am 2
6.
Juni 2012 erneut bei der IV-Stelle Grau
bünden zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/55). Diese forderte ihn dazu auf, eine Än
de
rung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen (
Urk.
9/58). Er liess darauf einen Bericht der
A._
vom 1
6.
Juli 2012 einreichen,
in
welchem neu auch eine rezidivierende depressive
Stö
rung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1)
,
als Diagnose er
wähnt
wurde
(
Urk.
9/60). Wie mit Vorbescheid vom 2
7.
Juni 2012 in Aussicht gestellt (
Urk.
9/61), trat die IV-Stelle Graubünden mit Verfügung vom 27. September 2012 auf das Leistungsbegehren nicht ein (
Urk.
9/66).
1.4
Mit Entscheid vom 3
0.
Mai 2017 ordnete die Kindes- und Erwachsenen
schutz
behörde (KESB) der Bezirke
B._
und
C._
für den Versicherten
eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögens
verwaltung nach
Art.
394 in Verbindung mit
Art.
395 und
Art.
393 ZGB an und ernannte
Y._
zur
Beiständin
(
Urk.
9/75).
Am 13.
Dezember 2017 regte
prac
t
. med.
D._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, eine neue Beurtei
lung
des
Invalidenrentenanspruches
des
Versicherten
an, da die bisherigen Ab
klä
rungen im Kanton Gr
aub
ünden
im Falle einer
Alkoholabstinenz eine normale Arbeitsfähigkeit ergeben hätten. Aufgrund der willensschwachen Persönlichkeit und der chronischen Depression sei eine Alkoholabstinenz indessen nicht möglich, was bisher zu wenig berücksichtigt worden sei (Urk. 9/84).
Unter Beilage des Schreibens von
Dr.
D._
meldete die
Beiständin
Y._
den Versicherten am 26. Januar 2018 bei der
nunmehr zuständigen
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an. Sie machte geltend, der Alkoholkonsum sei
die
Folge einer chronischen Depression (
Urk.
9/85). Die IV-Stelle kündigte mit Vorbescheid vom 2
0.
Februar 2
018 ein Nichteintreten
auf das Leistungsbegehren
an (Urk.
9/95). Dagegen erhob die
Beiständin
Y._
Einwand (
Urk.
9/98).
Die IV-Stelle forderte
sie
dazu auf,
spätestens bis am 3
0.
Juni 2018 weitere Unterlagen einzureichen, um
eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen (
Urk.
9
/
99
).
Diese Frist wurde antragsgemäss bis zum 1
4.
August 2018 erstreckt (
Urk.
9/100-103). Mit Zuschrift vom
7.
August 2018 (
Urk.
9/104)
gab die
Bei
stän
din
Y._
ein
en
Berich
t der Behandler in der E._
vom 2
5.
Juli 2018 zu den Akten (
Urk.
9/103).
Die
IV-Stelle
trat
mi
t Verfügung vom 24.
September 2018 auf das Leistungsbegehren nicht ein
(
Urk.
2 = 9/106)
.
2.
Gegen die Verfügung vom 2
4.
September 2018
erhob der
Versicherte
, vertreten durch
die
Beiständin
Y._
, mit Eingabe vom
1
9.
Oktober 2018 (Urk.
1) Beschwerde
mit dem Antrag, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
umfassende Abklärungen zu veranlassen und
ihm
gestützt darauf eine Invalidenrente zuzusprechen
; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Überdies wurde um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersucht (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle schloss am
2
3.
November 2018
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
8
). Davon wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
2
9.
November 2018
Kenntnis gegeben
, mit welcher ihm auch die unentgeltliche
Prozessführung bewilligt wurde
(
Urk.
7).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
träch
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Be
stimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die fest
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchsbegründende Invalidi
tät zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Be
weis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtser
heb
lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sach
verhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2).
2.
Die Beschwerde richtet sich gegen den vorinstanzlichen
Nichteintretensentscheid
. Das Sozialversicherungsgericht hat daher zu prüfen, ob die V
erwaltung
zu Recht auf die bei ihr
eingereichte Neuanmeldung
nicht eingetreten ist. Dagegen kann auf den in der Beschwerde gestellten materiellen Antrag mangels eines An
fech
tungsobjektes nicht eingetreten werden
.
Auf die Beschwerde ist folglich nicht einzutreten, soweit mit ihr die Zusprechung einer Invalidenrente
verlangt
wurde (
Urk.
1 S. 2).
3.
Es ist strittig und zu prüfen, ob der Beschwerdeführer mit den bei der Beschwerde
gegnerin neu eingereichten medizinischen Unterlagen (Urk.
9/84 und 9/103
) eine wesentliche Veränderung der tatsä
chlichen Verhältnisse seit der
Verfügung vom
2
4.
August
2010
, mit welcher ein
Leistungsanspruch
verneint worden war (Urk.
9/54
), glaubhaft gemacht hat (vgl. Urk. 1, 2 und
8
).
4.
4.1
Die Verfügung vom
2
4.
August 2010
beruhte im Wesentlichen auf dem
psychia
trischen Gutachten von
Dr.
Z._
vom 1
7.
Mai 2010 (
Urk.
9/45
; vgl.
den Case Report,
Urk.
9/53
).
Dieser
hatte
psychische Verhaltensstörungen, Störungen durch
Alko
hol,
ein
Abhängigkeitssyndrom,
einen episodischen
Substan
z
gebrauch
(ICD-10
: F10.26), und eine seit der Jugend bestehende kombinierte Persönlich
keitsstörung (ICD-10: F60.1)
diagnostiziert
, welche keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
hätten (Urk.
9/45/23-25).
Die immer wieder gezeigten depres
siven Zustandsbilder mit teilweise theatralisch wirkender Suizidalität wertete
Dr.
Z._
am ehesten
als
Dekompensation der Persönlichkeitsstörung in Verbin
dung mit Scham- und Schuldgefühlen aufgrund
des erneuten Alkoholkonsums und nicht als eige
nständige Erkrankungen (Urk.
9/45/25).
4.2
Dem Schreiben von
prac
t
. med.
D._
vom 1
3.
Dezember 2017 sind keine neuen Befunde zu entnehmen. Es ist einzig von einer willensschwachen Persönlichkeit des Versicherten mit chronischer Depression und mangelnder Möglichkeit einer Alkoholabstinenz die Rede (
Urk.
9/84).
4.3
Die Behandler in der
E._
führten in ihrem Bericht vom 2
5.
Juli
2018 (Urk. 9/103) eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ (ICD-10: F60.30), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelg
ra
dige Episode (ICD-10: F33.10)
,
sowie
psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol,
ein
Abhängigkeitssyndrom
und einen gegenwärtigen
Substanzgebrauch (ICD-10: F10.24) als Diagnosen auf (
Urk.
9/103/1).
Die Such
t
erkrankung sei als sekundär der zugrundeliegenden Persönlichkeits
störung mit emotional-
instabilen Zügen zu sehen
. Sie
sei als dysfunktionale Bewältigungsstrategie im Sinne der Selbstmedikation zur Regulation von Hyper
ak
tivität, Stimmungslabilität und intensiven Gefühlen eingesetzt worden (
Urk.
9/103/1).
Im Gegensatz zum psychiatrischen Gutachten vom 1
7.
Mai 2010 gehe man davon aus, dass ein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. Man be
zweif
le stark, dass die Arbeitsunfähigkeit allein durch die seit rund 30 Jahren bestehende Such
t
erkrankung zu begründen sei. Vielmehr gehe man davon aus, dass die der Alkoholabhängigkeit zugrundeliegende chronische und
sch
wergradig
ausgeprägte emotional-
instabile Persönlichkeitsstörung einen relevanten Einfluss beziehungsweise drastische Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versi
cher
ten habe. Dabei sei von einer deutlich reduzierten psychischen Belastbarkeit mit
ausgeprägten Stimmungsschwankungen und dysfunktionaler Emotionsregula
tion
auszugehen. Der Versicherte, der zu den psychisch schwer kranken Patienten gehöre, leide unter
emotionaler Labilität, niedrigem
Selbstwertgefühl
und stark ausge
prägten
Schlafstörungen. Die Unsicherheit des Selbst habe grosse Auswir
kungen auf die Arbeitsleistungsfähigkeit und vor allem auf den Umgang mit Mitarbeitenden/Vorgesetz
t
en. Dies führe auf dem Boden chronisch latenter Sui
zidali
tät wiederkehrend zu psychischen Krisen. Ausserdem zeigten sich rasche Über
forderungsgefühle und Ängste mit schweren Spannungszuständen und dis
so
zia
tiv anmutenden Symptomen (
Urk.
9/103/3).
Der Versicherte sei aufgrund der Persönlichkeitsstörun
g nicht vollumfänglich arbeits
fähig und invalid im Sinne des Bundesgesetzes über die Invaliden
ver
si
cherung. Aufgrund wiederkehrender, äusserst ungünstiger Misserfolgserfah
rungen
in Therapien, in der Arbeitswelt und auch in Beziehungen sei es im Verlauf wie
derholt zu Alkoholrückfällen gekommen, wobei sich aus einer Sekundärerkran
kung im Sinne der Selbstmedikation eine chronische Alkoholabhängigkeit ent
wickelt habe (
Urk.
9/103/3).
Seit der Abweisung des Leistungsbegehrens bes
t
ehe eine länger dauernde Erwerbs
unfähigkeit. Grundsätzlich werde die Arbeitsfähigkeit des Versicherten durch die Erkrankungen nicht verunmöglicht. Allerdings sei es in der Vergangenheit wie
der
holt zu krisenhaften Zuspitzungen gekommen. Aufgrund der Symptomatik sei das Konzentrationsvermögen beeinträchtigt. Der Versicherte sei längerfristig be
trächtlich in seiner Aufnahme- und Leistungsfähigkeit sowie in seiner Dauer
belastbarkeit eingeschränkt. Stets müsse davon ausgegangen werden, dass es bei erhöhten Anforderungen oder unter Stress zu selbstverletzendem Verhalten und zu Impulsivität (zum Beispiel Selbstmedikat
ion im Sinne des Alkoholkonsums)
kommen werde. Dadurch bedingt
seien
bei Überforderung zu erwartende de
pres
sive Verstimmungen, Fehlzeiten bei der Arbeit und Rückfälle beziehungsweise Krankheitsausfälle (
Urk.
9/103/3).
5
.
Die Beschwerdegegnerin hat richtig erkannt, dass sich den neu eingereichten medi
zinischen Unterlagen (
Urk.
9/84 und 9/103) keine Anhaltspunkte für eine mögliche relevante Änderung, n
amentlich eine Verschlechterung
des Gesund
heits
zustands des Beschwerdeführers entnehmen lassen. Vielmehr handelt es sich bei denselben um anderslautende Beurteilungen
eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts
.
Insbesondere lässt der Bericht der
E._
vom 25. Juli 2018 keinen anderen Schluss zu, da die dortigen Fachleute keine gesundheit
li
chen Veränderungen beschrieben, sondern ausdrücklich festhielten, der - in diag
nostischer Hinsicht im Wesentlichen
übereinstimmend zu Dr.
Z._
gefasste - Gesundheitsschaden sei abweichend zum Gutachten vom 17. Mai 2010 als inva
lidisierend zu beurteilen.
Eine
anspruchs
relevante Tatsachenänderung erscheint somit nicht überwiegend wahrscheinlich.
Zwar wurde mit dem zur Publikation vorgesehenen Urteil des Bundesgerichts 9C_724/2018 vom 1
1.
Juli 2019 die langjährige Rechtsprechung, gemäss welcher Suchterkrankungen als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes führen
konnten
,
aufgegeben. Neu fallen – nachvollziehbar diagnostizierte – Ab
hängigkeits
syndrome beziehungsweise
Su
b
stanzkonsumstörungen grundsätz
lich als invalidenversicherungsrechtlich beachtliche (psychische) Gesund
heits
schäden in Betracht (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_724/2018 vom 1
1.
Juli 2019 E.
6 und 7).
Da die Neubeurteilung des Leistungsanspruchs
aber
stets eine an
spruchsrelevante Änderung der tatsächlichen Verhältnisse voraussetzt (
BGE
141 V 9 E. 2.3), spielt es keine Rolle, ob ein rechtskräftig beurteilter, unveränderter Sachverhalt nach einer neuen Rechtsprechung anders eingeordnet würde. Die Rechtsprechungsänderung stell
t
für sich allein keinen Neuanmeldungs- oder Revisionsgrund dar (BGE 141 V 585 E. 5.3 und das Urteil des Bundesgerichts 8C_495/2018 vom 2
4.
Januar 2019 E. 5.5, je mit Hinweisen).
Die
Beschwerdegegnerin ist
somit
zu Recht
auf das neu
e Leistungsbegehren
vom 26. Januar 2018
nicht
eingetreten. Dementsprechend war sie auch nicht zu wei
teren Sachverhaltsabklärungen verpflichtet. Die Beschwerde ist folglich abzuwei
sen, soweit darauf einzutreten ist.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens-aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
5
00.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwer
de
führer aufzuerlegen, zufolge gewährter unentgeltlicher Prozess
führung
(
Urk.
10)
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der
Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hinzuweisen, wonach
er
zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, so
bald
er
dazu in der Lage ist.