Decision ID: 00c028ac-34b4-556b-806e-a6c29c26cbe5
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Die am 28. Oktober 1975 geborene thailändische Staatsangehörige C._ (im Folgenden: Gesuchstellerin) beantragte am 20.  2005 bei der Schweizerischen Botschaft in Bangkok ein Visum für einen dreimonatigen Besuchsaufenthalt bei Frau S._ (im Folgenden: Gastgeberin) und deren Ehemann M._ (im : Gastgeber bzw. Beschwerdeführer) in Watt (ZH). Bereits zuvor (am 23. August 2005) hatte sich der Gastgeber mit einem  an die Schweizerische Botschaft in Bangkok gewandt. Darin hatte er im Wesentlichen dargelegt, bei der Eingeladenen handle es sich um eine Jugendfreundin seiner Ehefrau. Sie habe sich anerboten, zu ihnen zu kommen und ihnen � unter die Arme zu greifen� . Sie  diese Hilfe, weil ihre Tochter im Herbst eingeschult werde, die Ehefrau ihr Arbeitspensum auf 100% erhöhe und sie soeben in ein neues Haus eingezogen seien. Als Entgelt für die zu leistende Hilfe würden sie für Reise, Unterkunft und Versicherungen aufkommen und ein Taschengeld entrichten.
B. Die Schweizer Botschaft lehnte eine Visumserteilung in eigener  formlos ab und überwies das Gesuch im Folgenden der  zur Prüfung und zum Entscheid.
C. Das Migrationsamt des Kantons Zürich richtete einen Fragekatalog an den Gastgeber, den dieser mit einem Schreiben vom 17. November 2005 beantwortete. Dabei bestätigte er im Wesentlichen den  und die Aufenthaltsdauer. Bei der Gesuchstellerin handle es sich um eine entfernte Verwandte seiner Ehefrau. Ihre ganze  und auch ihr 11-jähriger Sohn wohnten im Dorf Chaiyaphum,  sie selbst als Näherin in einer Kleiderfabrik arbeite. Die  habe sich in der Vergangenheit schon fünfmal in der Schweiz aufgehalten. Sie sei jeweils bei ihrem Ex-Freund (einem ) zu Besuch gewesen. Sie kenne die hiesigen Verhältnisse und , was sie erwarte.
D. Die Vorinstanz verweigerte die Einreisebewilligung in einer Verfügung vom 5. Dezember 2005. Dem Begehren könne nicht entsprochen wer-
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den, weil die beabsichtigte Hilfestellung als Erwerbstätigkeit zu  sei und damit eine entsprechende arbeitsmarktliche Bewilligung voraussetzen würde.
E. Mit Beschwerde vom 18. Dezember 2005 beantragte der Gastgeber beim damals zuständigen Eidgenössischen Justiz- und  (EJPD) implizit, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und das Visum für den beabsichtigten Besuchsaufenthalt sei zu . Begründend brachte er im Wesentlichen vor, die Ausgangslage habe sich in der Zwischenzeit insofern geändert, als seine Ehefrau keine Vollzeitstelle gefunden habe. Entsprechend benötigten sie keine Hilfe bei der Kinderbetreuung; der Besuch solle wirklich nur der  und der Pflege gegenseitiger Kontakte dienen. Seine Ehefrau sei mit der Gesuchstellerin zusammen aufgewachsen, und sie hätten sich seit mehr als fünf Jahren nicht mehr gesehen. Die Gesuchstellerin habe sich zudem bereits früher besuchsweise in der Schweiz , und sie wolle ihre Deutschkenntnisse auffrischen. Eventuell werde sie einen Sprachkurs besuchen. Auf diese und weitere  wird, soweit entscheidserheblich, in den Erwägungen .
F. Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 10. Februar 2006 auf Abweisung der Beschwerde. Der geltend gemachte  Wechsel beim deklarierten Aufenthaltszweck überzeuge insofern nicht, als die Unterstützung nicht nur mit der beabsichtigten  bei der Ehefrau, sondern auch mit der Einschulung der Tochter und dem Umzug in ein neues Haus begründet worden sei. Im Übrigen mute es seltsam an, dass die Gesuchstellerin ihren elfjährigen Sohn während dreier Monate alleine zu Hause lassen würde, nur um im Ausland bei entfernten Verwandten Ferien zu machen.
G. In einer Replik vom 25. Februar 2006 hält der Beschwerdeführer an seinem Rechtsbegehren und dessen Begründung fest. Dabei führt er unter anderem aus, seine Ehefrau habe nach wie vor eine Teilzeitstelle (25%) bei der Gemeindeverwaltung Regensdorf. Der elfjährige Sohn der Gesuchstellerin wachse mehrheitlich bei den Grosseltern auf, da seine Mutter in Bangkok arbeite und der Vater gestorben sei. Die  eines dreimonatigen Auslandaufenthaltes wäre für die Ge-
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suchstellerin insofern nicht problematisch. Auf die weiteren  wird, soweit entscheidserheblich, in den Erwägungen .

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Verfügungen des BFM betr. Einreiseverweigerung unterliegen der  an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des  über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 [ANAG, SR 142.20], Art. 31 ff. des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).
1.1 Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verwaltungsgerichtsgesetzes bereits beim EJPD hängige Rechtsmittelverfahren werden vom  übernommen. Die Beurteilung erfolgt nach  Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Gemäss Artikel 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem  nach dem Bundesgesetz über das  vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern dieses Gesetz nichts anderes bestimmt. Das Urteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert; auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 20 Abs. 2 ANAG, Art. 48 ff. VwVG).
1.4 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die  von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie, wenn nicht eine kantonale  als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit  werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den  gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt seines Ent-
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scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publ. Urteils 2A. 451/2002 vom 28. März 2003).
2. Die schweizerische Rechtsordnung gewährt grundsätzlich keinen  auf Bewilligung der Einreise. Der Entscheid darüber ist �  nachfolgend zu erörternder Hinderungsgründe � von der  in pflichtgemässer Ausübung ihres Ermessens zu  (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 ANAG, Art. 9 Abs. 1 der Verordnung über Einreise und Anmeldung von Ausländerinnen und Ausländern vom 14. Januar 1998 [VEA, SR 142.211]; PETER UEBERSAX, Einreise und , in: PETER UEBERSAX / PETER MÜNCH / THOMAS GEISER / MARTIN ARNOLD (Hrsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im  Recht, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schweiz, Basel/Genf/München 2002, S. 143; URS BOLZ, Rechtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt a.M., 1990, S. 29 mit weiteren Hinweisen; PHILIP GRANT, La protection de la vie familiale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel usw. 2000, S. 24).
3. Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schweiz einen Pass und ein Visum, sofern sie nicht aufgrund besonderer Regelung von diesem Erfordernis ausgenommen sind (Art. 1 bis 5 VEA). Um ein Visum zu erhalten, müssen Ausländerinnen und  die in Artikel 1 Absatz 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen . Das Visum kann zudem verweigert werden, wenn begründete Zweifel am deklarierten Aufenthaltszweck bestehen (Art. 14 Abs. 2 Bst. c VEA).
4. Die Gesuchstellerin benötigt aufgrund ihrer Nationalität zur Einreise in die Schweiz nebst dem Pass ein Visum. Die Vorinstanz verweigerte die Erteilung des gewünschten Visums mit der Begründung, die  beabsichtige mit ihrem Besuchsaufenthalt die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, was speziell bewilligt werden müsste und von einem Besuchervisum nicht gedeckt wäre.
5. Es ist unbestritten, dass für den ursprünglich deklarierten  kein Besuchervisum ausgestellt werden konnte.
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5.1 Auf Beschwerdeebene wird geltend gemacht, die Gesuchstellerin werde nicht mehr zur Mithilfe im Haushalt und zur Kinderbetreuung . Vielmehr werde beabsichtigt, hier Ferien bei der  zu verbringen, soziale Kontakte zu pflegen und eventuell einen Sprachkurs besuchen zu können. Die Vorinstanz vertritt die , dass an dem solchermassen deklarierten Aufenthaltszweck ernsthaft zu zweifeln sei und beruft sich damit auf einen neuen,  Ablehnungsgrund (Art. 14 Abs. 2 Bst. c in fine VEA).
5.2 Die ursprünglichen Eingaben der Beteiligten bei den  erweckten den Anschein, als ob die Verhältnisse, gestützt auf die Hilfe aus dem Ausland in Anspruch genommen werden wollte, im Zeitpunkt der Antragstellung schon ganz konkrete Züge  hätten. So hatte der Beschwerdeführer in seinem  vom 23. August 2005 vorbehaltlos formuliert: � Diesen Herbst geht unsere Tochter in die erste Klasse und meine Frau arbeitet wieder 100%. Dazu sind wir gerade in ein neues Haus gezügelt. Wir  also Hilfe.� Rund drei Monate später, am 17. November 2005,  der Beschwerdeführer gegenüber dem kantonalen  auf die Frage nach den Gründen für den beabsichtigten , der Zweck liege in der Mithilfe bei der Kinderbetreuung und im Haushalt, da seine Frau wieder zu 100% arbeiten wolle. Daneben solle der Gast Ferien machen und sich erholen können. Nur gerade einen Monat danach - in der Zwischenzeit war das Einreisegesuch abgelehnt worden - wurde beschwerdeweise geltend gemacht, eine Mithilfe der Gesuchstellerin im Haushalt und bei der Kinderbetreuung sei nicht mehr aktuell, da die Ehefrau keine Vollzeitstelle gefunden habe. In  Hinsicht wurde aber an der Einladung festgehalten und es wurde behauptet, der Besuch solle der Erholung, evtl. der Auffrischung von Deutschkenntnissen bei der Gesuchstellerin und der Pflege  Kontakte dienen. Der plötzliche und abrupte Wechsel in den  für den angestrebten Aufenthalt kann solchermassen nicht . Zum einen erfolgte er unmittelbar auf die Ablehnung einer  gestützt auf die ursprüngliche Begründung. Zum anderen erscheint nicht plausibel, weshalb jegliche Mithilfe im  obsolet geworden sein soll, nur schon weil die Ehefrau des  bis dato kein volles Arbeitspensum antreten konnte. Immerhin arbeitet sie schon heute mit einem Teilpensum und der  äusserte sich nicht dazu, wie der Haushalt und die  bisher organisiert waren. Ebenso wenig äusserte er sich dazu, ob nicht nach wie vor eine Ausweitung bei der Berufstätigkeit der Ehe-
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frau geplant wird bzw. inzwischen sogar bevorsteht. Kommt hinzu, dass den nunmehr geltend gemachten Partikulärinteressen (, Auffrischen bereits vorhandener Deutschkenntnisse bei der Gesuchstellerin, Pflege des persönlichen Kontaktes zwischen der Gastgeberin und der Gesuchstellerin, Pflege der Thaikenntnisse der Tochter der Gastgeber) bei gleichzeitiger Beachtung der auf Seiten der Gesuchstellerin bestehenden beruflichen und familiären  schwerlich soviel Gewicht beigemessen werden kann, dass sie  dreimonatigen Aufenthalt zu rechtfertigen vermöchten. Immerhin soll die Gesuchstellerin Mutter eines elfjährigen Sohnes sein und in Bangkok einer festen Arbeit nachgehen. Selbst wenn das Kind bei den Grosseltern gut untergebracht sein und die Gesuchstellerin an ihrem Arbeitsplatz für eine so lange Zeit beurlaubt werden sollte, ohne die Stelle zu riskieren, ist nicht einzusehen, weshalb die nunmehr  Zwecke eine dreimonatige Ferienreise rechtfertigten sollten.
5.3 Nach dem bisher Gesagten bestehen im Sinne von Art. 14 Abs. 2 Bst. c VEA durchaus begründete Zweifel am Aufenthaltszweck,  dem Visumsgesuch nicht stattzugeben ist. Die angefochtene  ist auch unter spezieller Berücksichtigung der im  erhobenen Einwände im Resultat zu bestätigen. Die  hat damit weder Bundesrecht verletzt noch den  Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt bzw.  entschieden (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist folglich .
6. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die  sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 [VGKE, SR 173.320.2]).
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