Decision ID: 14dd29ce-8c99-4bc0-adf8-b67fd238bd97
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
meldete sich am 2
7.
Dezember 2018
(Ein
gangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/3). Diese tätigte me
dizinische (Urk.
7
/19, 7/23, 7/26, 7/37,
7/39, 7/41, 7/70
)
sowie erwerbliche (Urk.
7/2
,
7/
11
) Abklärungen und
zog die Akten des Krank
entaggeldversicherers bei (Urk.
7/30-34). Zudem
lud
sie
den Versicherten zu einem Stand
ortgespräch ein, welches am 18
.
Februar 2019 stattfand (
Urk.
7/14
).
Nachdem die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Schreiben vom 4. Oktober 2019
mitgeteilt hatte
,
ihn
beim Erhalt seines derzeitigen Arbeitsplatzes als Kundenassistent bei der
Y._
AG
zu unterstützen (Urk. 7/54),
schloss sie diese Massnahme
m
it
Mitteilung
vom 2. Dezember 2019
ab
(Urk.
7/67
).
Nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom
12.
Oktober 2020 eine halbe Rente der Invalidenversicherung
ab dem 1. Juli 2019 zu (
Urk.
2 [= 7/103
]).
2.
Dagegen erhob der
Versicherte mit Eingabe vom 6.
November 2020 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, die angefochtene Ver
fügung sei aufz
uheben und es sei ihm ab dem 1.
Juli 2019 eine ganze Rente auszurichten (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 11.
Dezember 2020 schloss die IV-Stelle auf
Abwei
sung der Beschwerde (Urk.
6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
7.
Deze
mber 2020 angezeigt wurde (Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner
das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De
zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
70 % auf eine ganze Rente (Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht d
arin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal
tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei
den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdi
gen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun
desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen
, der Versicherte sei seit Juli 2018 in seiner angestammten Tätigkeit nur noch eingeschränkt arbeitsfähig.
Die
medizi
nischen Abklärung
en
hätten gezeigt, dass
dem Versicherten eine angepasste Tätigkeit zu 65
% zumutbar
sei
. Jegliche Tätigkeiten ohne Gehen oder Laufen und Heben und Tragen von Lasten seien möglich. Der Vergleich zwischen dem Ein
kommen ohne gesundheitliche Einschränkung mit demjenigen mit gesundheitli
cher Einschränkung
ergebe
unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzu
ges
von 10 %
einen
Invaliditätsgrad von 56 %, womit ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente
ausgewiesen sei
(Urk.
2)
.
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend,
die Feststellungen des RAD
-Arztes
seien nur in der IV-internen Zusammenfassung vom 15. April 2020 ersichtlich.
D
er Hinweis des RAD
-Arztes
betreffend Restarbeitsfähigkeit
weiche
stark von der Beurteilung des behandelnden Arztes ab
.
Die Feststellung des RAD
-
Arztes
, wonach aus versicherungsmedizinischer Sicht im Hinblick auf die vor
lie
genden Diagnosen medizin
theoretisch überwiegend wahrscheinlich eine quanti
tative Einschränkung in Form einer Leistungsminderung von ca. 30-40 % durch die Notwendigkeit häufiger Arbeitsunterbrechungen und Ruhepausen, rückwir
kend seit mindestens April 2019 vorliegen würde, erstaune etwas.
Es sei
auch
speziell, dass der RAD
-Arzt
den Beschwerdeführer
nie persönlich untersucht habe. D
ie ganzheitliche gesundheitliche Situation sei unberücksichtigt geblieben. Die Voraussetzungen für einen Aktenbericht seien vorliegend nicht erfüllt.
Ohne detaillierte Abklärungen und persönliche Untersuchung könne
nicht ohne
W
eite
res medizin
theoretisch auf eine zumutbare Restarbeitsfähigkeit im Rahmen von einem Pensum von 65 % geschlossen werden
(Urk. 1 S.
4)
.
3.
3.
1
Im Bericht
des
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie
FMH
,
vom 23. Juni 2019 wurden folgende Diagnosen genannt (Urk. 7/39 S. 1):
-
Insertionstendinose
mit geringer Partialruptur
Gluteus
minimus
rechtssei
tig mit begleit
endem ausge
prägtem Knochenmark
ödem im Trochanter
-
l
eichte
Coxarthrose
-
Lumbospondylogenes
DD:
radikuläres
Schmerzsyndrom mit
Spondylarth
rosen
und mittelschwerer zentraler und rechtsseitig-
rezessaler
Spinalste
nose L4/5
-
Intermittierende
b
elastungsabhängige
(Gehen) Schmerzausstrahlung
zum rechten Bein in distal
er L5-dermatomaler Verteilung
-
Unauffällig
e
klinisch-neurologische und
elektroneuromyographische
Untersuchungsbefunde (April 2019)
-
DD Wurzelkompressionssy
n
drom L5 rechts mit frischer
Denervierung
in Kennmuskulatur L5 (leichter Ausprägung: März 2019)
-
Kniebeschwerden rechtsse
itig
-
Verdacht auf
Gonarthrose
-
Besserung auf
infiltrative
Intervention
-
Rückläufige
Epico
ndylopathie
humeroradialis
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, der Patient sei seit dem 25. Juli 2018 zu 100 % arbeitsunfähig. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. Das Festhalten einer Arbeitsfähigkeit resp. deren pro
zentuales Ausmass in einer angepassten Tätigkeit sei schwierig
. Einschränkungen bestünden vor allem
beim Laufen. Deshalb
bestehe
eine Arbeitsfähigkeit höchs
tens für eine sitzende/intermittierend stehende Tätigkeit
(Urk. 7/39 S. 2)
.
3.
2
Im Bericht
des
Dr.
Z._
vom 31. Januar 2020 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 7/70 S. 1):
-
Insertionstendinose
mit geringer Partialruptur
Gluteus
minimus
rech
tssei
tig mit begleitendem ausge
prägtem
Knochenmark
ödem im Trochanter
-
l
eichte
Coxarthrose
-
Chronisches
lumbospondylogenes
und belastungsabhängig verstärktes
lumboradikuläres
schmerzhaftes Reiz- und leichtes distales sensibles
radikuläres
Ausfallsyndrom L5/S1 rechts
-
Positions-/belastungsverstärkte Schulterschmerzen rechts, teils ausstrah
lend zum Arm
-
Karpalsyndrom rechts, klinisch noch im sog. dynamischen Stadium
-
Diabetes mellitus Typ II, ED 2013:
-
kein Hinweis auf eine – diabetische – Polyneuropathie
-
Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
-
nächt
liche CPAP-Maske
-
Kniebeschwerden rechtsse
itig
-
Verdacht
auf Gonarthrose
-
Besserung auf
infiltrative
Intervention
-
Rückläufige
Epico
ndylopathie
humeroradialis
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten,
aufgrund der vorliegenden Befundlage und den vom Patienten geschilderten Beschwerden sei die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit auch in Zukunft nicht zumutbar. Jegliche Tätigkeiten mit Gehen/Laufen und Heben und Tragen von Lasten seien nicht zumutbar
(Urk. 7/70 S. 2)
.
3.
3
Am 2
5.
Februar 2020 nahm
Dr.
med. A._
, Facharzt für
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
FMH
, für den
RAD Stel
lung
. Er führte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 7/75 S. 8):
-
Insertionstendinose
mit geringer Partialruptur
Gluteus
minimus
rechts mit begleitendem,
ausgesprägtem
Knochenmarködem im Trochanter
major
bei
-
l
eichter
Coxarthrose
rechts
-
Chronisches
lumbospondylogenes
und belastungsabhängig verstärktes
lumboradikuläres
, schmerzhaftes Reiz- und leichtes distales sensibles Aus
fallsyndrom L5/S1 rechts
-
Positions-/belastungsverstärkte Schulterschmerzen rechts, teils ausstrah
lend zum Arm
-
Karpaltunnelsyndrom rechts, klinisch noch im sog. dynamischen Stadium
-
Kniebeschwerden rechts, zuletzt wieder zunehmend, bei
-
Verdacht auf
Gonarthro
se
-
Besserung auf
Inf
iltrati
on
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, die bisherige Tätigkeit des Versicherten sei dauerhaft nicht mehr zumutbar. In Bezug auf eine angepasste Tätigkeit gebe es keine quantitative (prozentuale) Angabe, lediglich qualitative Angaben zum negativen Belastu
ngsprofil: J
egliche Tätigkeiten mit Gehen/Laufen und Heben/
Tragen von Lasten seien nicht zumutbar. Aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe im Hinblick auf die vorliegenden Diagnosen medizintheoretisch
über
-
wiegend
wahrscheinlich auch diesbezüglich eine quantitative
Einschränkung in Form einer Leistungsminderung von ca. 30-40 % durch die Notwendigkeit häufigerer Arbeitsunterbrechungen und Ruhepausen, retrospektiv seit zumindest April 201
9.
4.
Der Beschwerdeführer macht geltend,
es könne nicht auf die Einschätzung des RAD
-Arztes
abgestellt werden. Die RAD-Feststellungen seien nur in der IV-internen Zusammenfassung ersichtlich.
Die Feststellung des RAD
-
Arztes
, wonach
der Versicherte in angepasster Tätigkeit zu 65 % arbeitsfähig sei
, beruhe einzig auf
den Akten
.
Unberücksichtigt geblieben sei die ganzheitliche gesundheitliche Situation inklusive Rückenproblematik. Die Akten würden kein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der RAD
-Arzt
wäre daher gehalten gewesen, den Beschwerdeführer persönlich zu untersuchen (Urk. 1 S. 4).
Der RAD-Arzt
Dr.
A._
stützte sich bei seiner Beurteilung auf die Berichte des behandelnden Arztes. Übereinstimmend mit diesem kam er zum Schluss, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner somatischen Beschwerden
in seiner ange
stammten Tätigkeit als Kundenassistent vollständig arbeitsunfähig ist.
Weiter formulierte der RAD-Arzt ein negatives Belastungsprofil, wonach jegliche
Tätig
-
kei
ten
mit Gehen/Laufen und Heben und Tragen von Lasten für den Beschwerde
führer nicht zumutbar seien. Auch diese Einschätzung findet
ihre
Stütze in den medizinischen Berichten.
So
befand
der behandelnde Arzt
Tätigkeit
en
mit Gehen/Laufen und Heben und Tragen von Lasten
als
nicht zumutbar (
Urk. 7/70 S. 2
). In Bezug auf eine
sitzende
/intermittierend
stehende Tätigkeit
bejahte er die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/39 S. 2
)
.
Dieser Einschätzung folgte der RAD
-Arzt
voll
ständig
.
Auch die Beurteilung des RAD
-Arztes
,
wonach aufgrund der Notwendig
keit häufigerer Arbeitsunterbrüche und Ruhepausen
beim Beschwerdeführer
eine Leistungsminderung von ca. 30-40 % bestehe,
vermag zu überzeugen
.
D
er RAD-Arzt
hat
sich mit sämtlichen medizinischen A
kten genügend
auseinandergesetzt und
seine Schlüsse in nachvollziehbarer Weise begründet
.
A
ls Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
verfügt er
zudem über das notwendige Fachwissen, um die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers beurteilen zu können
.
Da die medizinischen Akten ein vollständiges Bild des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers zeichnen und Dr.
A._
der Beurteilung des behandelnden Arztes folgte, war keine persönliche Untersuchung angezeigt. Die
Stellungnahme vom 2
5.
Februar 2020
erfüllt somit
die nach der Rechtsprechung für eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage vorausgesetzten Kriterien (vgl. E. 1.4).
Weshalb es für den Beschwerdeführer nachteilig sein sollte, dass
sich die Stellungnahme
des RAD
-Arztes
nur im – dem Beschwerdeführer bekannten – internen Feststellungsblatt für den Beschluss
fin
det bzw. keine weiteren Feststellungen in den Akten ersichtlich sind
, erklärt der Beschwerdeführer nicht näher und ist auch nicht ersichtlich.
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle auf die Beurtei
lung des RAD-Arztes abstellte und von einer
Arbeitsfähigkeit von 65
% in ange
passter Tätigkeit ausging.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Gesamtsituation müsse berücksichtigt werden (Urk. 1 S. 4), womit er sinngemäss vorbringt, die Restarbeitsfähigkeit sei nicht verwertbar.
5.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgegliche
nen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar
ist
. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätig
keit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizi
nische Zumutbarkeit einer (Teil-
)
Erwerbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver
lässige Sachverhaltsfeststellung erlaube
n (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl.
BGE 138 V
457 E. 3.4).
5.3
Dem Beschwerdeführer verblieben ab feststehender Zumutbarkeit der Erwerbs
tä
tigkeit im
Februar 2020
(vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3) noch gut
drei
Jahre bis zum Erreichen des AHV-Alters.
5.4
Das Bundesgericht hat in neuerer Zeit die Verwertbarkeit der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit von über 60-jährigen Versicherten in folgenden Fällen bejaht:
-
Urteil 9C_797/2019 vom 6. Januar 2020 E. 5: 61 1/2-jähriger Versicherter, der leidensangepasste Erwerbstätigkeiten (in körperlicher Hinsicht leicht, ohne über
wiegendes Gehen) uneingeschränkt auszuüben vermochte.
-
Urteil 9C_693/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 4: 60-jähriger Versicherter, der sowohl über eine abgeschlossene Ausbildung als auch über Erfahrung in leichte(
re
)n Arbeiten verfügte, die er in einer ihm zumutbaren leidens
ange
passten Tätigkeit nutzen konnte; Aktivitätsdauer von vier Jahren und sieben Monaten.
-
Urteil 9C_574/2019 vom 16. Oktober 2019 E. 2.4: 60 3/4-jährige Beschwerde
führerin, die nach ihrem Unfall vom 1. April 2013 invaliditätsbedingt keiner Erwerbstätigkeit mehr nachging, aber in leidensangepassten Verweisungs
tä
tig
keiten nicht mehr eingeschränkt und zeitlich voll disponibel war, zudem schon in unterschiedlichsten Berufen gearbeitet hatte, weshalb von einer ge
wissen Um
stellungsfähigkeit der Versicherten im Erwerbsleben auszugehen war.
-
Urteil 8C_892/2017 vom 23. August 2018 (= SVR 2019 IV Nr. 7): gut 62-jäh
riger Barpianist ohne formelle Ausbildung, verbleibende Aktivitätsdauer i
m
Beurteilungszeitpunkt knapp 3
Jahre, Rest-Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit 80 %.
-
Urteil 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 4.1: Restaktivitätsdauer im Zeit
punkt des Gutachtens noch mindestens 3 1/4 Jahre.
Verneint wurde die Verwertbarkeit vom Bundesgericht in neuerer Zeit in folgen
den Fällen:
-
Urteil 9C_766/2019 vom 11. September 2020 E. 4.2 ff.: Versicherte war – selbst unter Berücksichtigung von Nischenarbeitsplätzen – nicht in der Lage, die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit von 20 % – längerfristig – wirtschaftlich zu ver
werten.
-
Urteil 9C_644/2019 vom 20. Januar 2020 E. 4.3: 59-jährige Versicherte mit ausgeprägter
arbeitsmarktlicher
Desintegration.
-
Urteil 9C_183/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 5.2.3 und E. 6: Die Versicherte wäre bei einer Rückweisung zwecks Anordnung von Eingliederungs
mass
nah
men deutlich über 62-jährig gewesen, mit klar weniger als zwei Jahren bis zum Erreichen des AHV-Pensionsalters.
-
Urteil 9C_416/2016 vom 14. Oktober 2016 E. 3.1 und E. 5: Alter 62.5 Jahre, Restaktivitätsdauer eineinhalb Jahre. Die 62
1/2-jährige Versicherte ohne erlernten Beruf, die seit 2005 als Montagemitarbeiterin am Fliessband arbei
tete, was ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zugemutet werden konnte;
a
lters
bedingt und aufgrund minimaler (Aus-) Bildung wurde von einer ge
ringen Anpassungsfähigkeit an eine neue Tätigkeit ausgegangen.
Insgesamt ist zu konstatieren, dass «die Nichtverwertbarkeit der Restarbeits
fähig
keit aufgrund fortgeschrittenen Alters in der Rechtsprechung in der Regel eine
Ausnahme bleibt» (Marco Weiss, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf
grund
vorgerückten Alters – Rechtsprechungstendenzen, SZS 2018, S. 630 ff., S. 640). Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der aus
geglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realisti
schem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausge
schlossen erscheint (Urteile des Bundesgerichts 9C_712/2017 vom 12. Januar 2018 E. 4.2.2 und 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 5.11).
5.5
Der Beschwerdeführer ist
in
einer ange
passten Tätigkeit 65 % arbeitsfähig und
stand
bis 2018
immer im Arbeitsprozess
.
Seit
1985
war er
als Kundenassistent bei der
Y._
AG tätig (
Urk.
7/2).
Zwar ist
der Beschwerdeführer
insofern einge
schränkt, als er nur noch
Tätigkeiten ohne Gehen/Laufen und Heben/Tragen von
Lasten ausüben kann.
Jedoch ist
er
in seinen kognitiven Funktionen nicht einge
schränkt.
Er
kann
insbesondere
auf
jahrzehntelange Erfahrung
en
im D
ienstleis
tungs
bereich
zurückgreifen
.
Bei seiner angestammten Tätigkeit gehörte
n
die individuelle Betreuung und Beratung von Reisenden mit eingeschränkter Mobili
tät, die kompetente Repräsentation seines Arbeitgebers, die Erledigung von Kun
denanfragen und der Aufbau einer hohen Kundenbindung
zu seinen Hauptauf
gaben
. Dies setzt
unter anderem gute Geographie- und Office-Kenntnisse
wie auch
ein
Int
e
resse und
die
Anwendung von neuen Medien (Apps etc.) voraus
.
Ausserdem
waren neben
der Beherrschung
der
Servicegebietssprache
(
Stufe
B2)
auch Kenntnisse einer zweiten Landessprache oder Englischkenntnisse
auf der Stufe A2
verlangt
(Urk. 7/2 S. 9-11).
D
a
s sind Erfahrungen und Kenntnisse,
die
vom Beschwerdeführer auch
in einer leidensangepassten Tätigkeit
genutzt wer
den können
.
Schliesslich
sprechen
die Art und Vielseitigkeit der beschriebenen Aufgaben für eine gewisse Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Beschwer
deführers, welche eine Umstellung in eine angepasste Tätigkeit als realistisch erscheinen
lassen
.
Im Lichte der rechtsprechungsgemäss relativ hohe
n Hürden betreffend die Unver
wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auch älterer Menschen sowie angesichts der Kasuistik in vergleichbaren Fällen
(
vgl. E.
5.4
)
ist dem Beschwerdeführer die Ver
wertung seiner Restarbeitsfähigkeit zumutbar.
6.
6
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
6
.2
Den Akten ist zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer
im
Jahr 2019
mutmass
lich ein
Valideneinkommen
von Fr. 83'232.95
erzielt
hätte (Urk. 7/72).
Dieses
ist dem Einkommensvergleich zugrunde zu legen.
6
.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BG
E
142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung, 3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf
die Lohnhöhe haben können (BGE
124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen ges
amthaft zu schätzen und darf 25
% nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsf
ähigkeit eingeschränkt ist (BGE
126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts füh
ren dürfen (
BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemä
ss
BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliege
nder erscheinen lassen (BGE 137 V
71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwer
deinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgericht
s
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist vorliegend ein statistischer
Tabellenlohn heranzuziehen.
Dabei ist auf den Lohn für männliche Arbeitnehmer abzustellen (Kompetenzniveau 1) und somit von einem standardisierten monatli
chen Einkommen von
Fr.
5‘
417
.--
auszugehen (LSE 2018, Tabelle TA1,
Total
, Kom
petenzniveau 1).
Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeits
zeit von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirtschaftsab
tei
lungen, G
-S) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräft
e von 2‘260 Punkten im Jahr 2018
auf 2‘279
Punkte im Jahr 2019
(vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter
«
Statistiken finden
»
unter der Rubrik
«
03 – Arbeit und Erwerb
»
und der Unter
rubrik
«
Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeits
kosten
»
publizierten Lohnentwick
lungsdaten) ergibt dies ein Bruttoeinkommen von rund Fr.
68‘336
.-- (Fr.
5‘
417
.--
/ 40 x 41,7 x 12 /
2‘260
x
2‘279
).
Unter Berücksichtigung des zumutbaren Pensums von 65
%
resultiert ein
jährliches
Bruttoeinkommen von rund
Fr.
44‘419
.--.
Angesichts der nur beschränkten Einsatzfähigkeit des Beschwerdeführers auf
grund seiner Beschwerden rechtfertigt sich ein Abzug vom errechneten Jahres
einkommen im Umfang von 10
%
. Weiter persönliche oder berufliche Merkmale, welche sich auf die Lohnhöhe im Kompetenzniveau 1 auswirken könnten, sind nicht ersichtlich. Es resultiert ein
Invalideneinkommen von rund Fr.
39‘977
.--.
6
.4
Bei der Gegenüberstellung
des
Valideneinkommens
von Fr.
83'232.95
und de
s Invalideneinkommens von
Fr.
39‘977
.--
be
trägt die Erwerbseinbusse rund
Fr.
43’256
.--
, w
omit ein Invaliditätsgrad von 5
2
%
resultiert.
Die IV-Stelle bejahte damit zu Recht
einen
Anspruc
h auf eine halbe Invalidenrente, dies nach Ablauf des Wartejahres und somit ab 1. Juli 2019 (Art. 28 Abs. 1
lit
. b
i.V.m
.
Art. 29 Abs. 1 IVG).
Die angefochtene Verfügung ist nicht zu beanstanden, wes
halb die Beschwerde abzuweisen ist.