Decision ID: 2be73e15-a3e4-4b05-b784-e231300cc357
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1975 geborene
X._
meldete sich am 29. Dezember 2001 zum Bezug von Leistungen (Rente) der Eidgenössischen Invali
denversiche
rung (IV) an (Urk. 11
/5). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, IV-Stelle, führte daraufhin medizinische, berufliche sowie erwerb
liche Abklärungen durch und liess den Versicherten am 25. September 2002 von den Ärzten der
Y._
psy
chiatrisch begutachten (Urk.
11
/23). Mit Verfügungen vom 18. Februar 2004 (Urk.
11
/38) sprach sie dem Versicherten mit Wirkung ab dem 1. November 2001 eine auf einem Invaliditätsgrad von 55 % beru
hende halbe Rente zu. Die
hieg
egen
erho
bene Einsprache (Urk. 11/41, Urk. 11/48, Urk. 11
/49 S. 6 f.) hiess sie am 8. De
zember 2004 in dem Sinne teilweise gut, dass sie dem Versicherten zusätzlich berufliche Massnahmen (Arbe
itsvermittlung) zusprach (Urk. 11
/50). Seine gegen diesen
Einsprache
entscheid
am Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen er
hobene Be
schwerde (
Urk. 11
/53 S. 4 ff.) zog der Versicherte am 27. September 2005 vor
behaltlos zurück; das entsprechende Verfahren wurde in der Folge mit Urtei
l vom 28. September 2005 (Urk. 11
/62) abgeschrieben.
1.2
Nachdem sie am 8. Februar 2006 - unter Hinweis darauf, dass der Versicherte angegeben habe, sich nicht arbeitsfähig zu fühlen - den Abschluss der Ar
beits
v
ermittlung verfügt hatte (Urk. 11
/75), traf die IV-Stelle St. Gallen wiederum be
rufliche, erwerbliche und medizinische Abklärungen und liess den Versicherten im Mai 2007 von den Ärzten des
Z._
pol
ydisziplinär begutachten (Urk. 11
/91). Daraufhin schrieb sie dem Versicherten mit Mitteilung vom 7. September 2007, dass er mangels einer rentenrelevanten Veränderung weiterhin Anspruch auf eine auf einem Inva
liditätsgrad von 55 % bas
ierende halbe Rente habe (Urk. 11
/93).
1.3
Unter Hinweis auf eine erhebliche Verschlechterung seines Gesundheitszustan
des ersuchte der Versicherte die IV-Stelle St. Gallen am 22. April 2008 um Ausrich
tung einer ganzen Invalidenrente beziehungsweise - eventualiter - um Durchfüh
rung von
Eingliederungsmassnahmen (Urk. 11
/98). Mit Vorbesc
heid vom 14. Au
gust 2008 (Urk. 11
/109) verneinte die
aufgrund eines
Umzugs des Versicherten (Urk. 11
/86) neu zuständige - IV-Stelle Zürich
den Anspruch auf eine höhere Rente. Auf
Einwand des Versicherten (Urk. 11
/110) hin und nach Einholung eines o
rthopädischen Gutachtens (Urk. 11
/116) verfügte sie am 12. Februar 2009 - nunmehr (unter Gewährung eines leidensbedingten Abzugs beim Invalidenein
kommen von 15 statt bis dahin 10 %) ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 57 % - die Abweisung de
s Rentenerhöhungsgesuchs (Urk. 11
/122). Das hiesige
Gericht wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 1
9.
Juli 2010 (Pro
zess-Nr. IV.2009
.00272; Urk. 11
/130) ab. Auf die dagegen erhobene Be
schwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 9C_671/
2010 vom 3
1.
August 2010 (
Urk.
11
/133) nicht ein.
1.4
Im Juni 2012 leitete die IV-Stelle wiederum ei
n Revisionsverfahren ein (Urk. 11
/138) und liess den Versicherten erneut polydisziplinär begutachten (Ex
pertise der
A._
vom 1
5.
Januar 2014,
Urk.
11
/174). Im September 2014 nahm der Versicherte an einem Belastbarkeitstraining teil, welches nach drei Tagen krankheitsbedingt abgebrochen werden muss
te (Urk. 11
/187).
In der Folge hob
die IV-Stelle die Invalidenrente mit Verfügung vom
8.
Juli 2015 auf Ende des folgenden Monats nach Zust
ellung der Verfügung auf (Urk. 11/204
).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 14. März 2017 (Prozess-Nr. IV.2015.00875
; Urk. 11/217
) ab.
1.5
A
m 13. September 2017 (Urk. 11/219) meldete sich der Versicherte
zum wieder
holten Male
bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an.
Mit Vorbe
scheid vom 29. September 2017
(Urk. 11/222)
stellte die IV-Stelle dem Versicher
ten in Aussicht, nicht auf sein Begehren einzutreten. Nach erhobenem Einwand vom 3. Oktober 2017 (Urk. 11/
225)
beziehungsweise eingereichter Stellung
nahme vom 1. November 2017
(Urk. 11/228)
,
verfügte die IV-Stelle am 27. Februar 2018 (Urk. 2) im angekündigten Sinne.
2
.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. März 2018 (Urk. 1) Be
schwerde und beantragte,
es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben (1.), die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, auf das Leistungsbegehren einzutreten (2.), es sei die unentgeltliche Prozessführung sowie der unentgeltliche Rechtsbeistand in der Person des Unterzeichnenden zu bewilligen (3.); Kosten und Entschädi
gungsfolgen zu Lasten der SVA (4.; S. 2).
Die IV-Stelle schloss am 8. Mai 2018 (Urk. 10) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 14. Mai 2018 (Urk. 12)
wurde
das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung sowie einen unentgeltlichen
Rechtsbeistand
ab
gewiesen
und
de
r
Beschwerdeführer zu
r
Leistung
einer Kaution
verpflichtet
. Nach Eingang der Kau
tionszahlung (Urk. 15) wurde dem Beschwerdeführer am 13. Juni 2018 (Urk. 16) die Beschwerdeantwort zur Kenntnis
gebracht. Mit Replik vom 27. Juli 2018
(Urk. 17)
hielt
dieser
an seinen Anträgen fest. Am 20. August 2018
(Urk. 20)
teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte, woraufhin der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 18. Januar 2019
(Urk. 22)
einen
weiteren
Arztbericht nachreichte, was der Beschwerdegegnerin am 21. Januar 2019 (Urk. 24) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmel
dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invalidi
tätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen,
ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.
4
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweige
rung immer wieder mit
gleich lautenden
und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen mu
ss (BGE 109 V 108 E. 2a, 262 E.
3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht da
hingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwür
dig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungs
begehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allsei
tig zu prüfen (BGE 117 V 198 E.
3a und E
. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E.
5.2, 7
1 E.
2.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 27. Feb
ruar 2018 (Urk. 2) zur Hauptsache, die Invalidenrente sei mit Verfügung vom 8. Juli 2015 eingestellt worden (S. 1). Insgesamt würden keine neuen medizini
schen Fakten/Tatsachen genannt. Es handle sich um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhaltes (S. 2).
2.2
Dagegen wendet der Beschwerdeführer (Urk. 1) im Wesentlichen ein, der Einfluss der neuen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit müsste in einem ordentlichen Verfahren abgeklärt werden. Er habe glaubhaft gemacht, dass sich seine gesund
heitliche Situation verschlechtert habe (S. 5).
2.3
Vergleichszeitpunkt für eine revisionsrechtlich relevante Veränderung des Ge
sundheitszustandes des Beschwerdeführers
bildet vorliegend die mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 14. März 2017 bestätigte Verfügung der Beschwerdegeg
nerin vom 8. Juli 2015 (Urk. 11/204), mit welcher sie die Rente
auf Ende des fol
genden Monats nach Zust
ellung der Verfügung aufhob.
3.
Der am 8. Juli 2015 verfügten und mit Urteil vom 14. März 2017 durch das hie
sige Gericht bestätigten Rentenaufhebung lag vornehmlich das polydisziplinäre Gutachten der
A._
vom 15. Januar 2014 (Urk. 11/174)
zugrunde. In ihrem Gutachten hielten
Dr.
med.
B._
, Facharzt Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates FMH,
Dr.
med.
C._
M.H.A., Facharzt Psychiatrie und Psy
c
hotherapie FMH, und
lic
. phil. D._
, Psychologe,
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 3):
-
Intermittierendes
Lumbovertebralsyndrom
-
Periarthropathie
der rechten Hüfte bei leichter Konfigurationsstörung des
Femurkopfes
rechts
Zudem stellten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit:
-
Asthma bronchiale
-
Status nach inkompletter Exzision eines
xanthomatösen
fibrösen
Histiozy
toms
am Unterschenkel links
-
Thrombozytenfunktionsstörung
-
Dysthymie
(ICD-10 F34.1)
Hinsichtlich des somatischen Geschehens hielten die Experten fest
, dass sich die vom Beschwerdeführer beklagten subjekti
ven Beschwerden durch die Befunde nur teilweise hätten erklären lassen.
Jetzt zeige der Bewegungsapparat des Be
schwerdeführers gute Funktionen, gewisse degenerative Veränderungen an der Lendenwirbelsäule (LWS) seien vorhanden.
Auf orthopädischer Ebene sei die Situation unverändert, wobei aufgrund neuer Forschungsergebnisse bezüglich rechter Hüfte eine günstigere Prognose gestellt werden dürfe. Es sei nicht zwingend, dass sich dort eine progrediente
Coxarthrose
entwickle. An einer Belastbarkeit für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit dürfe festgehalten werden. Gesamthaft zeige sich eine Verbesserung des Gesundheits
zustandes auf psychischer Ebene, gleich bleibend im Bereich des Bewegungsap
parates.
Nach adäquater Re-Konditionierung seien Belastungen mit Gewichten bis
10 kg gut tolerierbar. Lange Gehstrecken über 500 m ohne Unterbruch und ins
beson
dere eine vornüber geneigte Haltung während mehr als zehn Minuten ohne
Un
terbruch seien zu vermeiden, eine wechselbelastende Tätigkeit sei zu fordern. In diesem Rahmen sei aus somatischer Sicht von einem Ganztages
einsatz auszuge
hen. Für die frühere Tätigkeit als Bodenleger bestehe keine Arbeitsfähigkeit (S. 4 f.).
4.
4.1
Im Rahmen der Neuanmeldung vom 13. September 2017 (Urk. 11/219) legte der Beschwerdeführer folgende medizinische Unterlagen ins Recht:
4.
2
Prof. Dr. med.
E._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
von
der
F._
stellte
am 15. August 2017 (Urk. 11/227/3-4) folgende Diagnosen:
-
D2 Gelenke / Bänder /
Bursa exkl
usiv
D3
-
Funktioneller Verlust der sagittalen Balance um 8 cm nach
anterior
-
Früh
Coxarthrose
recht
s
bei
Impingement
-Konfiguration
-
Mehrsegmentale lumbale Veränderungen L3-S1 Diskushernie L4/5 und
rezessaler
Kompression der Wurzel L
5.
Mehrsegm
entale
Fazettengelenks
arthrose
.
Prof. Dr.
E._
führte aus, das
MRI der LWS zeige mehrsegmentale
Osteo
chondrosen
L3-S1,
Modic
-Veränderungen und eine rechtsbetonte
Diskusprotru
sion
L3 zu L4 ohne neurale Kompression. Es zeige sich eine flache Diskushernie rechts ausladend
mediolateral
L4/L5 mit Kontakt zur Wurzel L5 im
Rezessus
rechts. Es bestehe eine mediale Diskushernie L5/S1 ohne neurale Kompression. Es bestünden keine Anhaltspunkte für eine Spinalkanalstenose.
Nach erfolgter In
filtration bestätigte Prof. Dr.
E._
die vorgenannten Diagnosen mit Bericht vom 6. Oktober 2017 (Urk. 11/227/5).
4.3
Dr. med.
G._
, Neurologie FMH, diagnostizierte am 20. Oktober 2017 (Urk. 11/227/6-7)
in
Kenntnis vorgenannter Berichte und gestützt auf eigene Be
funde
zusätzlich
ein Wurzelreizsyndrom L5 rechts und S1 rechts
, wobei sich kli
nisch keine sensiblen oder motorischen Ausfälle zeigten (Urk. 11/227/6-7 S. 2).
4.
4
Laut Bericht von Prof. Dr.
E._
vom 14. Nov
ember 2017 (Urk. 11/232) fand am
selbigen Datum eine erneute Infiltration statt. Dem nachfolgenden Bericht vom 29. November 2017 (Urk. 11/
2
33) kann bei gleichlautender Diagnosestel
lung entnommen werden, dass keinerlei Einnahme von Analgetika mehr erfolg
t
e. Bezüglich der Beine habe der Beschwerdeführer zum Teil noch ein brennendes Gefühl, jedoch sei es deutlich besser als vor den Infiltrationen der Nervenwurzel.
4.
5
Der Arzt des regionalen ärztlichen Dienstes
(RAD) der Beschwerdegegnerin ge
langte am 27. Dezember 2017 (Urk. 11/238) in Würdigung der medizinischen Ak
ten zum Schluss, die Hüftveränderungen seien im Gutachten der
A._
vom 15. Januar 2014 und im Gutachten von
Dr.
H._
, Fachärztin ortho
pädische Chirurgie FMH, vom 17. Dezember 2008 schon ähnlich gesehen worden. Die Rückenproblematik sei im Gutachten von Dr.
H._
schon auffällig
gewesen
.
Wirbelsäulenfehlform und
Chondrosen
seien schon im Arztbericht der
I._
am 12. Februar 2002 angeführt
worden
. Seit 2005 seien Diskushernien L3/4, L4/5 und L5/S1 mit Wurzelirritation rechts bekannt
(MRI Lendenwirbelsäule
M._
, 4. März 2005). Es sei den neu vorgelegten medizinischen Unterlagen keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitsschadens zu entnehmen (S. 3).
5.
5.1
Vorab ist in Bezug auf die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte fest
zuhalten,
dass es in erster Linie Sache der versicherten Person ist, substantielle
Anhalts
punkte aufzuzeigen, die ein
e
neue Prüfung des Leistungsanspruches allenfalls rechtfertigen.
Sind die die Neuanmeldung begleitenden ärztlichen Be
richte so wenig substantiiert, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls begründen lässt, ist es der Verwaltung unbenommen, ent
sprechende Erhebungen von sich aus selbst anzustellen oder bei der versicherten Person Belege nachzufordern
.
Eine Verpflichtung der IV-Stelle zur Nachforde
rung weiterer Angaben (analog zu BGE
130
V 64) besteht indessen nur, wenn den - für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden - Arztberichten konkrete Hinweise darauf entnommen werden können, dass möglicherweise eine mittels weiterer Erhebungen erstellbare rec
htserhebliche Änderung vorliegt.
Ergeht eine
Nichteintretensverfügung
im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das den soeben umschriebenen Erfordernissen genügt, bleibt im anschliessenden Gerichtsverfahren kein Raum mehr für das Beibringen neuer Beweismittel
(
zum Ganzen Urteil des Bundesgerichtes 8C_531
/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.1.4
, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichtes 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.1 f.
).
In diesem Sinne ist den nachfolgenden Erwägungen jener Sachverhalt zu Grunde zu legen, wie er sich im Verwaltungsverfahren darbot. Die vom Beschwerdeführer erst im Verlauf des Beschwerdeverfahren
s
nachgereichten Berichte der
J._
vom 11. April 2018 (Urk. 9), des behandelnden Psychiaters Dr. med.
K._,
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. Juli 2018 (Urk. 18) und der
L._
vom 17. Januar 2019 (Urk. 23) haben demnach unbe
rücksichtigt zu bleiben.
5.2
5.2.1
In Bezug auf die Neuanmeldung beruft sich der Beschwerdeführer (Urk. 1) aus
schliesslich auf eine anspruchserhebliche Veränderung in somatischer Hinsicht (S. 4 f.).
5.2.2
Der Vergleich der neu aufgelegten Arztberichte mit der bisherigen Aktenlage ergibt in Bezug auf die Wirbelsäule,
dass
bereits im Austrittsbericht der
I._
vom
12. Februar 2002 (Urk. 11/8/5-10) eine minime
Chondrose
L5/S1 so
wie eine beginnende
Coxarthrose
mit
Osteophyt
am lateralen
Femurhals
festge
stellt wurde
(S. 1)
.
Im Weiteren zeigten
die vertieften Abklärungen
in der
M._
im
März 2005 (Bericht vom 4. April 2005; Urk. 11/78/5-6)
Dis
kushernien auf Niveau L4/5
breitbasig
mit möglichem Kontakt zur L5-Wurzel rechts, L3/4 ohne wesentliche Einengung der Nervenwurzel,
L5/S1
ohne Kontakt der Nerven sowie eine deutliche
Osteochondrose
; Ausfälle bestanden keine
(S. 2)
. Auch die Gutachter des
Z._
(Gutachten vom 13. Juli 2007; Urk. 11/91)
hielten eine multisegmentale Diskushernie L3 bis S1 sowie degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule fest (S. 15).
Die neu erhobenen Befunde unterscheiden sich hiervon nicht wesentlich. Als pa
thologisch beschrieben wurden die identischen Wirbelsegmente (L3-S1), wobei sich neu
Osteochondrosen
zeigten,
währenddem
bisher auf verschiedenen Etagen Diskushernien vorlagen und lediglich auf der Etage L5/S1 eine
Osteochondrose
. Daneben liegt unverändert eine Wurzelbeteiligung bei L4/5 vor. In klinischer Hin
sicht bestehen unverändert keine sensiblen oder motorischen Ausfälle. Die von
Dr.
E._
geschilderten Hüftbeschwerden (E. 4.1.2) lagen schon im Vergleichs
zeitpunkt vor (E. 3). Die von
Dr.
E._
durchgeführten Infiltrationen lassen nicht auf eine relevante Verschlechterung schliessen, zumal sich jeweils eine deutliche Besserung einstellte (4.1.4).
Bei dieser Aktenlage ist eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse nicht zu ersehen und eine solche nicht glaubhaft gemacht.
5.
2.3
Schliesslich äussern sich die
untersuchenden Ärzte
in Bezug auf die veränderte Diagnosestellung weder zu
r
Arbeitsfähigkeit de
s
Beschwerdeführers in
ange
stammter noch in einer angepassten Tätigkeit
beziehungsweise einer hier statt
gehabten Veränderung
. Demnach
ist
auch diesbezüglich
eine Veränderung nicht glaubhaft gemacht
.
5.
3
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass
für den Zeitraum
zwischen dem Erlass des
Einspracheentscheides
vom 8. Juli 2015 und der angefochtenen Verfügung vom 27. Februar 2018
nicht auf eine anhaltende erhebliche Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes mit Auswirkungen auf die erwerbliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers
geschlossen werden kann. Damit
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mangels glaubhaft gemachter erheblicher und dau
erhafter Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht auf die Neuanmeldung eingetreten ist.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt. Vorliegend sind die
Kosten des Verfahrens auf Fr. 7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss
unter Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.--
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.