Decision ID: cae05bd5-0d04-53cc-a4e4-254a2e4f1b7d
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, meldete sich am 2
2.
September 1999 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/9). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte unter anderem ein Gutachten ein, das am 10. Oktober 2000 erstattet wurde (
Urk.
7/28 =
Urk.
3/5)
. Mit Verfü
gung vom 11. Mai 2001 sprach sie dem Versicherten eine halbe Rente ab No
vember 1999 zu (
Urk.
7/56 =
Urk.
7/57). Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
7/65/4-6) wurde am 30. August 2001 zurückgezogen (vgl.
Urk.
7/68); auf eine weitere Eingabe trat das Bundesgericht am 15. Februar
2
002 nicht ein (
Urk.
7/71).
1.2
Am 5. März 2002 stellte der Versicherte ein
Revisionsgesuch (
Urk.
7/73)
. Die IV-Stelle holte unter anderem ein
Gutachten
ein, das am 5. Mai 2003 erstattet wurde
(
Urk.
7/100)
. Mit
Verfügung
vom
18.
Juli 20
03 (
Urk.
7/104)
und
Ein
spracheentscheid
vom
14.
November 20
03 (
Urk.
7/123) wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch ab. Dies wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 9. Au
gust 2004 im Verfahren Nr.
IV.
20
03.
00
531
bestätigt
(
Urk.
7/132)
.
1.3
Nach
erneute
r
Anmeldung
vom
21.
Januar 20
05 (
Urk.
7/137) holte die IV-Stelle
Arztberichte (
Urk.
7/136,
Urk.
7/140,
Urk.
7/142)
und eine Stellungnahme ihres regionalen ärztlichen Dienstes (
RAD
;
Urk.
7/143/2)
ein und sprach dem Versi
cherten mit
Verfügung
vom
1
2.
Mai 20
05
eine ganze Rente ab Januar 2005 zu
(
Urk.
7/149
=
Urk.
3/4 =
Urk.
3/7
).
Am
23.
Juni 20
09
teilte sie dem Versicherten mit, sein Anspruch sei unverän
dert
(
Urk.
7/178).
1.4
Im Juli 2010 eröffnete die IV-Stelle ein
Revision
sverfahren
(vgl.
Urk.
7/186
/4 oben
)
und holte unter anderem ein
Gutachten
ein, das am
11.
Januar 20
12
er
stattet wurde
(
Urk.
7/210 =
Urk.
3/8)
.
Mit
Vorbescheid
vom
9.
Februar 20
12 (
Urk.
7/216)
und
Verfügung
vom
4.
Mai 20
12 (
Urk.
7/222 =
Urk.
2)
stellte die IV-Stelle die bis dahin ausgerichtete Rente ein.
2.
Gegen die Verfügung vom 4. Mai 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 7. Juni 2012
Beschwerde (
Urk.
1)
und beantragte, es sei festzustellen, dass ihm gestützt auf die Verfügung vom 19. April 2005 eine ganze Rente zustehe (S. 2
Ziff.
1) oder es sei die angefochtene Verfügung mit der Feststellung aufzuheben, dass ihm eine ganze Rente zustehe (S. 2
Ziff.
2).
Die IV-Stelle verzichtete am 5. Juli 2012 auf eine
Stellungnahme
(
Urk.
6).
Am 27. Juli 2012 (
Urk.
8) reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen (
Urk.
9/1-2) ein. Mit Beschluss vom 17. August 2012 wies das Gericht seinen Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung seiner Beschwerde (vgl.
Urk.
1 S. 2
Ziff.
3,
Urk.
8 S. 3
Ziff.
4) ab (
Urk.
10). Am 13. Februar 2013 gingen per Fax - offenbar vom Beschwerdeführer versandt - weitere Arztbe
richte ein (
Urk.
12/1-4)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar
beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den
wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheent
scheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
bemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Der Revisionsordnung gemäss Art. 17 ATSG geht der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechtskräf
tige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Be
richtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a; Art. 53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfü
gung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprüng
lichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf Art. 17
Abs.
1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwaltung mit dieser Begrün
dung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige betragliche
Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung nicht festlegen. Massgebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. Bei periodischen Leistungen ist die Erheb
lichkeit der Berichtigung zu bejahen (BGE 119 V 475 E. 1c; Urteil des Bundes
gerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hinweisen.
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berück
sichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sach
zusammenhang ste
hen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366; 99 V 98 S. 102).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dem Beschwerdeführer sei seit 2001 eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar. Der ursprüngliche Rentenentscheid müsse deshalb „als me
dizinisch nicht korrekt beurteilt“ werden, deshalb werde die Verfügung vom
9. März 2001 gestützt auf Art. 53
Abs.
2 ATSG wiedererwägungsweise aufgehoben (S. 2 oben). Beim - neu ermittelten - Invaliditätsgrad von 19
%
bestehe kein Rentenanspruch mehr (S. 2 Mitte).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber in seiner Beschwerde (
Urk.
1) auf den Standpunkt,
die Beschwerdegegnerin habe nur die Verfügung vom
9. März 2001 wiedererwägungsweise aufgehoben, nicht aber jene vom 1
2.
Mai 2005, mit dem ihm eine ganze Rente zugesprochen wurde (S. 3 f.
Ziff.
4). Ge
mäss den Angaben im 2012 erstatteten Gutachten habe sich am Sachverhalt seit 2000 nichts geändert, geändert habe einzig die Beurteilung durch die Beschwer
degegnerin (S. 5 f.). Auf das 2012 erstattete Gutachten könne, aus näher darge
legten Gründen, nicht abgestellt werden (S. 8).
2.3
Strittig ist, ob d
ie
erfolgte Rentenaufhebung rechtens ist, sei es revisionsweise infolge einer entsprechenden Sachverhaltsänderung (vorstehend E. 1.3), sei es infolge zweifelloser Unrichtigkeit der früheren Rentenzusprache (vorstehend
E. 1.4).
3.
3.1
Am 10. Oktober 2000 erstatteten die Ärzte der medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) der Universitätskliniken
Y._
ein Gutachten im Auftrag der Be
schwerdegegnerin
(
Urk.
7/28
=
Urk.
3/5
).
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 10
Ziff.
5.1)
:
generalisiertes Schmerzsyndrom
bei / mit
chronischem lumbospondylogenen Syndrom rechts
degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS)
anamnestisch erektiler Dysfunktion
anamnestisch chronischem zervikospondylogenem Syndrom mit rezi
-
di
vierenden Kopfschmerzen vom Spannungstyp
anamnestisch Periarthropathia humeroscapularis calcarea rechts, ten
-
do
pathica links
aktuell: klinisch unauffällige Schultern beidseits
anhaltende somatoforme Schmerzstörung
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, die seit März 1999 aus
orthopädi
scher Sicht
mögliche Arbeitsfähigkeit von
50
%
sei nie er
reicht
wor
den
(S. 11
Ziff.
6.1.1)
.
Interdisziplinär beurteilt sei der Explorand in einer körperlich schweren Tätig
keit wie der eines Maurers nicht mehr arbeitsfähig (S. 11
Ziff.
6.1.2).
In einer rückenadaptierten, körperlich leichten bis mittelschweren, wechsel
-
belas
tenden Tätigkeit ohne schweres Heben oder Tragen, ohne Arbeiten in Zwangspositionen vornübergeneigt oder überkopf und ohne repetitive Stereo
typien bestehe dagegen ein
e
Arbeitsfähigkeit
von zumindest
50
%
,
wel
che im Verlauf nach erfolgter Reintegration auf
ein Pensum von
70-100
%
stei
gerbar sein sollte
. Erschwerend dürften sich
allerdings
die
Persönlichkeitsstruk
turen
des Exploranden auswirken
, der in seiner Situation und durch psychoso
ziale Faktoren gekränkt, sich nicht mehr in
der Lage sehe
, eine alternative Tä
tigkeit zu verrichten (S. 12
Ziff.
6.1.4)
.
Eine
rasche Steigerung
von 50
%
auf 70-100
%
erachteten die Gutachter als
zumutbar (S. 12
Ziff.
6.1.8)
.
3.2
Am 5. Mai 2003 wurde von der MEDAS
Y._
ein weiteres Gutachten erstattet (
Urk.
7/100).
Darin nannte der Gutachter folgende
Diagnosen mit Einfluss auf
die
Arbeits
-
fähig
keit (S. 9 f.
Ziff.
5.1):
generalisiertes Schmerzsyndrom bei / mit
chronischem lumbospondylogenen Syndrom
degenerativen Veränderungen der LWS (im Verlauf ohne rich
-
tungs
gebende Veränderung)
Spannungskopfschmerz, DD: zervikospondylogener Beschwerdege
nese
anamnestisch Periarthropathia humeroscapularis tendopathica / cal
carea rechts
funktionell geringer Limitierung
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus
, auch bei der heutigen interdiszipli
nären Untersuchung könne bestätigt werden, dass der Explorand in seinem Beruf als Maurer seit September 2000 nicht mehr arbeitsfähig sei. Eine rückenadaptierte, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit
in Wechselbe
lastung, ohne schweres Heben oder Tragen, sollte ihm aber zu
50
%
möglich sein, wobei
die
Arbeitsfähigkeit auf 70-100
%
gesteigert werden könnte
. A
ls Reintegrationshindernis
müsse
weiterhin
die nicht ganz einfache
Persönlich
keitsstruktur mit fixierten Verhaltensweisen
betrachtet werden
, was
eine
Ein
sicht in
die
eigene Problematik und
eine
aktive Mitarbeit massiv erschwer
e, weshalb nicht einmal an ein Arbeitstraining gedacht werden könne. Es bestehe eine grosse Chronifizierungsgefahr und möglicherweise eine Tendenz zu einer Persönlichkeitsänderung, was prognostisch sehr ungünstig sein könne
(S. 11
Ziff.
6.1.8)
.
3.3
Am 11. Februar 2004 erstattete
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt FMH für Rheu
matologie und Rehabilitation, ein Gutachten im Auftrag des Beschwerdeführers (
Urk.
7/129/3-14 =
Urk.
7/136/2-13 =
Urk.
7/140/2-13 =
Urk.
7/142/4-8). Er nannte folgende Diagnose
(S. 7 Mitte)
:
psychosomatisches Krankheitsbild mit
generalisiertem Schmerzsyndrom bei /
mit
lumbal betontem Panvertebralsyndrom bei degenerativen Verän
-
derun
gen der LWS (Spondylarthrosen, Diskusprotrusionen, kleine Dis
-
kushernien)
Impingementproblematik beider Schultern bei Tendinitis calcarea
Kopfschmerz-Problematik
anhaltender somatoformer Schmerzstörung (Diagnose
Dr.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, MEDAS-Gutachten)
kombinierter Persönlichkeitsstörung (Diagnose
Dr.
A._
, FMH Psy
chiatrie und Psychotherapie, MEDAS-Gutachten)
Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, obwohl sich aus
rheumatologisch
er Sicht keine A
rbeitsunfähigkeit
von 100
%
b
egründen
lasse, halte er den Patienten
aufgrund der Gesamtsituation im Sinne eines psychosomatischen Krankseins
für 100
%
arbeitsunfähig, dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bleibend
(S. 9 unten)
.
In seinem Bericht vom 14. März 2005 (
Urk.
7/142/1-3) machte
Dr.
Z._
ver
gleichbare Angaben.
3.4
Dr.
med.
B
._
,
RAD, führte a
m 1
2.
April 2005
(
Urk.
7/143 S. 2) aus, das Gericht habe (2004
)
auf das 2003 erstattete Gutachten abgestellt und habe
eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50
%
in angepasster Tätigkeit bestätigt.
Es liege eine weitere, diesmal rheumatologische Beurteilung (durch
Dr.
Z._
)
vor. „Darin wird
zwar fachfremd, jedoch nachvollziehbar und trefflich,
ein
psy
chisch schwer kranke
r
Mann
“
, der 100
%
arbeits- und erwerbsunfähig ist
, be
schrieben. Er schliesse sich
dieser Beurteilung an
. Das Problem sei, dass der Rheumatologe entgegen dem rechtskräftigen Gerichtsurteil davon ausgehe, dass die schwere psychische Störung bereits vor der letzten Verfügung (von 2003) bestanden habe. Ein medizinisches Verschlechterungsdatum sei nicht klar eru
ierbar, er nehme jedoch das Untersuchungsdatum des Rheumatologen, Januar 2004.
3.5
Am 9. Januar 2012 erstatteten die Ärzte des
C._
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/210/2-25
=
Urk.
3/8/2
-
25
). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 3 ff.), die Angaben des Beschwerdeführers (S. 8 f.) und die von ihnen am
2.
November 2011 (vgl. S. 1) erhobenen internistischen (S. 9 f.)
, psychiatrischen (S. 10 ff.) und rheumatologischen (S. 13 ff.) Befunde.
Zu den aktuellen Beschwerden führten
die Gutachter aus, der Beschwerdeführer gebe an, er habe seit mehr
als
11, 12 Jahren psychische und körperlich
e
Prob
leme. Es gehe jedes Jahr schlechter. Er habe Schmerzen im Rücken und in der Lendenwirbelsäule, auch viele Kopfschmerzen, Schmerzen in den Schultern und Ausstrahlungen ins rechte Bein. Nach der Rückenoperation 2008 sei es etwas besser
gegangen, nach zwei bis drei Monaten habe er aber wieder starke Schmerzen bekommen, schlimmer als vorher (S. 8
Ziff.
3.2.1).
Über den Alltag berichtete der Beschwerdeführer unter anderem, er unternehme tagsüber Spaziergänge, gelegentlich auch mit der Enkelin. Diese werde zirka 1 bis 2 Stunden pro Tag von ihm und seiner Ehefrau betreut. Er habe viele Kolle
gen, die ihn besuchten, mit denen er einen Spaziergang unternehme, einen Kaffee trinken gehe (S. 11 oben).
Die Gutachter nannten folgende
Diagnose mit Einfluss auf
die
Arbeits
fähigkeit (S. 20 f.
Ziff.
5.1):
ch
ronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne fassbare radikuläre Symptomatik
Status nach Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) 2006
Status nach int
ra
laminärer Fensterung Lendenwirbelkörper (LWK) 3/4/5 mit Sequesterektomie und Dekompression der Nervenwurzeln L4 beidseits sowie L3 und L5 links am 17. Januar 2008 bei Diskusher
nie und Stenose LWK 3/4/5 (
D._
,
Zürich)
radiologisch mässige degenerative Veränderungen der (Brustwirbel
säule) BWS und HWS (Röntgen 16. September 2006)
radiologisch deutliche Osteochondrose L5/S1 (Röntgen 20. Mai 2010)
Als
Diagnosen ohne Einfluss auf Arbeitsfähigkeit
nannten sie
(S. 21
Ziff.
5.2):
anhaltende somatoforme Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4)
narzisstische und histrionische Persönlichkeitszüge
(ICD-10 Z73.1)
Status nach Metallentfernung nach Plattenosteosynthese einer Metakar
pale II-Fraktur 20 Jahre zuvor sowie eine
s
3 Jahre alten Eisensplitters nahe beim Metakarpale I rechts am 24. Februar 1999
Status nach Verletzung im Bereich des linken Ringfingers
chronisch venöse Insuffizienz Stadium I
Status nach Splenektomie bei Milzruptur nach Autounfall 2004
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, aus orthopädischer Sicht sei der Explorand für die früher ausgeübte Tätigkeit als Maurer wie auch für andere körperlich schwere Tätigkeiten nicht mehr arbeitsfähig. Für körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten bestehe weder zeitlich noch leistungsmässig eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(S. 21
Ziff.
6.2). Bei der psychiatrischen Untersuchung sei eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden. Zudem bestünden narzisstische und histrionische Per
sönlichkeitszüge. Eine eigentliche Persönlichkeitsstörung bestehe nicht, ebenso sei keine Komorbidität wie eine Depression vorhanden. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit des Exploranden nicht eingeschränkt. Zusammen
gefasst sei der Explorand aus polydisziplinärer Sicht für eine körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit zu 100
%
arbeits- und leis
tungsfähig (S. 22 oben).
Gemäss dem
MEDAS-Gutachten
vom Oktober 200
0 habe damals für körperlich angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
bestanden, mit der Op
tion der raschen Steigerung auf 70
%
bis 100
%
. Die festgestellte Arbeitsfähig
keit bestehe (deshalb)
spätestens 3 Monate
später
, also ab Februar 2001
. Sie sei im Jahr 2004 nach dem Autounfall und 2008 nach der Rückenoperation jeweils für mehrere Wochen bis wenige Monate unterbrochen gewesen
(S. 22
Ziff.
6.3)
.
3.6
Dr.
med.
E._
, Oberarzt Wirbelsäulensprechstunde,
D._
, nannte i
m Bericht vom 9. Mai 2012 über die
am Vortag erfolgte
Untersuchung
(
Urk.
7/223 =
Urk.
3/12)
folgende Diagnose (S. 1):
chronische Lumboischialgie links bei multisegmentaler Segment
-
degenera
tion lumbal mit Spondylolist
h
ese L3/4
Status nach intralaminärer Fensterung L3/4 links und L4/5 mit Seques
terektomie und Dekompression der Nervenwurzel (NW) L4 beidseits, L3 und L5 links am 17. Januar 2008
chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom
Er führte unter anderem aus, d
er Patient berichte, seit zirka 2010 hätten sich die residualen belastungs- und bewegungsabhängigen Kreuzschmerzen deutlich in
-
tensiviert (S. 1).
Am 4. Juni 2012 nahm
Dr.
E._
eine
Diskographie
vor, die ergab, dass ein diskogener Schmerz am ehesten vom Segment L3/4 ausgehe (
Urk.
9/1)
.
In der Folge wurde dem Beschwerdeführer eine Operation (Spondylodese L3/4) vorgeschlagen (
Urk.
12/4
S. 2
)
.
3.7
Dr.
med.
F._
,
Allgemeine Medizin FMH, führte in seinem Bericht vom 1
2.
Mai 2012 (
Urk.
7/224) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit No
vember 1994 (
Ziff.
1.2). Er nannte folgende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
chronisches rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom mit Aus
-
strah
lung / Muskelatrophie links mehr als rechts
Status nach intralaminärer Fensterung L3/4 links und L4/5 links mit Sequ
esterektomie und Dekompression der NW L4 beidseits, L3 und L5 links, Januar 2008
Status nach Autoselbstunfall mit Milzruptur / Splenektomie in Jugosla
wien 2004
Status nach rezidivierenden Hämorrhoiden mit zweimaliger Ligatur No
vember 1999
Status nach Beckenvenenthrombose links posttraumatisch 2004
Status nach Verkehrsunfall / Auffahrunfall September 2006 mit HWS-Dis
torsion, Kontusion und PHS der Schultergelenke beidseits
massive Anpassungsstörung, massive Schmerzverarbeitungsstörung
Depression bei Arbeitsplatzverlust / Existenzängsten und finanziellen Problemen
Dr.
F._
führte aus, der Patient komme 2-3
M
al
wöchentlich in die Praxis und verlange wegen Rückenschmerzen eine „Spritze“ (
Ziff.
1.4). Art und Um
fang der Behandlung umschrieb er mit „ambulant mit Analgetika“ und er
wähnte, es finde
zurzeit
eine Reevaluation einer allfälligen LWS-Operation / Spondylodese in der
D._
statt (
Ziff.
1.5).
Er
attestierte
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
als Bauarbeiter seit 1996 (
Ziff.
1.6) und führte aus, keine Arbeit sei realistisch möglich (
Ziff.
1.7).
3.8
Am 25. Januar 2013 berichtete
Dr.
F._
,
der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers habe sich seit seinem Bericht im Mai 2012
(vorstehend E. 3.7)
wesentlich verschlechtert. Zu den bereits erwähnten Diagnosen seien ein
Pros
tatakarzinom (
vgl.
Urk.
12/2)
und eine deutliche Progression der degenerative
n
Veränderungen der LWS dazu gekommen (
Urk.
12/1).
4.
4.1
Ausgangspunkt für die Klärung der vorliegend strittigen Fragen ist die letzte rechtskräftige Beurteilung der Sachlage. Im Urteil des hiesigen Gerichts
vom
9. August 2004
- dem das von
Dr.
Z._
im Februar 2004 erstattete Gutachten bereits vorlag - wurde die Aktenlage wie folgt gewürdigt (
Urk.
7/13
2
S.
9
E. 4.4):
Nach dem Gesagten ist gestützt auf die im Gesamtkontext des Gutachtens nachvollziehbare und schlüssige Beurteilung im MEDAS-Gutachten
[von 2003]
abzustellen, welches bezüglich der rheumatologischen Befunde und Diagnosen mit
den Feststellungen von
Dr.
Z._
übereinstimmt, dass der Beschwerde
führer trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung bei gutem Willen in der Lage wäre, eine körperlich leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätig
keit ohne Heben und Tragen von schweren Lasten im Umfang von mindestens 50
%
auszuüben. Diese funktionelle Leistungsfähigkeit entspricht derjenigen im Zeitpunkt der Rentenzusprechung im Jahre 2001. Eine wesentliche gesund
heitliche Verschlech
t
erung, wie sie der Beschwerdeführer geltend macht, ist somit in der Zwischenzeit nicht eingetreten.
Aus diesen Ausführungen im früheren Urteil ergeben sich
dr
ei Schlussfolgerun
gen:
Erstens ist die Bemerkung im
C._
-Gutachten, die 2012 attestierte Arbeitsfähig
keit bestehe seit Februar 2001, unbeachtlich. Sie basierte auf der Überlegung, die im Oktober 2001 attestierte Arbeitsfähigkeit von 50
%
hätte auf 70-100
%
gesteigert werden können und hätte somit nach drei Monaten 100
%
betragen. Das Gericht hat das Gutachten nicht in dieser - denkbaren - Weise als Entschei
dungsgrundlage verwendet, sondern - zurückhaltender - eine jedenfalls 50
%
betragende Arbeitsfähigkeit in dem Rückenleiden angepassten Tätigkeiten an
genommen. Wenn nun 2012 aus somatischer Sicht und bezogen auf leidensan
gepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit postuliert wurde, so
deckt sich dies keineswegs mit den bis und mit 2004 verbindlich getroffenen Feststellun
gen und
ist
dies
ein erheblicher Unterschied zu
m
2001 und 2003 massgebenden Sachverhalt.
Zweitens
erweist sich die im Mai 2005 erfolgte Zusprache einer ganzen Rente als
zweifellos
unrichtig. Sie erfolgte ausdrücklich unter Übernahme der von
Dr.
Z._
postulierten Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 3.4) und steht damit in eklatantem Widerspruch zum Stellenwert, den das Gericht dem Gutachten
Z._
beigemessen hat. Es ist denn auch zweifellos unrichtig,
auf die von
ei
n
em
Rheumatologe
n
mit der Begründung „psychosomatisches Kranksein“
- mithin fachfremd - postulierte gä
nzliche Arbeitsunfähigkeit
einfach
ab
zu
stellen
,
ohne diesbezüglich über eine aktuelle fachmedizinisch-psychiatrische Beurtei
lung zu verfügen, wobei sodann zusätzlich die damals in den Grundzügen be
reits vorliegende Überwindbarkeitsrechtsprechung eine Rolle gespielt haben könnte.
Drittens sind somit für den revisionsrechtlich relevanten Vergleich die
(
2004
gerichtlich
beurteilten
)
Verhältnisse im Jahr 2003 massgebend, und da diese als im Vergleich zu 2001 unverändert erachtet wurden, letztlich diejenigen im Jahr 2001, also der im Gutachten von 2000 erfasste Sachverhalt.
4.2
Der Beschwerdeführer wandte gegen das
C._
-Gutachten ein, aufgrund der aktuel
len medizinischen Untersuchungen
in der
D._
be
stehe der begründete Verdacht, dass dieses medizinisch nicht haltbar sei. Ferner sei nicht feststellbar, nach welchen Kriterien der Gutachtensauftrag erteilt wor
den sei. Aufgrund der neusten Bundesgerichtspraxis seien derartige Gutachten nach einem Zufallsmodus zu vergeben, um zu vermeiden, dass die Gutachter aus wirtschaftlichen Gründen der Erwartungshaltung der Beschwerdegegnerin entsprächen (
Urk.
1 S. 8
Ziff.
8).
Inwiefern die Vermutung eines vom Segment L3/4 ausgehenden diskogenen Schmerzes und die darauf folgende Operationsempfehlung durch die Ärzte der
D._
(vgl. vorstehend E. 3.6) die Haltbarkeit des
C._
-
Gut
achtens inhaltlich beeinträchtigen sollte, ist nicht ersichtlich, wurde doch im Gutachten eine panvertebrale Schmerzproblematik sowohl diagnostiziert als auch bei der Umschreibung möglicher leidensangepasster Tätigkeiten berück
sichtigt.
Die Bestimmung, wonach Aufträge für polydisziplinäre Gutachten nach dem Zufallsprinzip zu vergeben sind (Art. 72
bis
der Verordnung über die Invaliden
versicherung, IVV) ist seit dem 1. März 2012 in Kraft und dürfte deshalb auf ein
im Januar 2012 erstattetes Gutachten kaum anwendbar gewesen sein.
Was
schliesslich
d
i
e
sinngemässe Vermutung
der wirtschaftlichen Abhängigkeit be
trifft, so ist der rechtskundig vertretene Beschwerdeführer auf die einschlägige, im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung amtlich publizierte Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 1.3.3) zu verweisen.
Die gegen das Gutachten erhobenen Einwände erweisen sich somit als nicht stichhaltig. Es erfüllt die praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.5) vollum
fänglich, so dass darauf abzustellen ist.
4.3
Revisionsrelevant ist die Frage, ob sich im Vergleich der Verhältnisse in den Jahren 2000/2003 einerseits und den im Gutachten von 2012 beurteilten Ver
hältnissen andererseits der medizinische Sachverhalt verändert hat.
In somatischer Hinsicht wurde 2000 ein generalisiertes Schmerzsyndrom bei / mit chronischem lumbospondylogenen Syndrom rechts und unter anderem anamnestisch rezidivierenden Kopfschmerzen diagnostiziert (vorstehend E. 3.1). Gleiches gilt für das 2003 erstattete Gutachten, ausser dass nun die Kopf
schmerzdiagnose nicht mit dem Zusatz „anamnestisch“ versehen wurde (vorste
hend E. 3.2).
Im 2012 erstatteten Gutachten wurde
n
als Hau
p
tdiagnose ein chronisches panver
tebrales Schmerzsyndrom
sowie
darunter ein Status nach HWS-Distor
sion 2006, ein Status nach int
ral
aminärer Fensterung L3/4/5 2008, radiologisch 2006 mässige degenerative Veränderungen von BWS und HSW sowie 2010 eine deutliche Osteochondrose L5/S1 angeführt (vorstehend E. 3.5).
Schon der Vergleich der gestellten Diagnosen macht deutlich, dass 2012 nicht der gleiche Gesundheitszustand vorlag wie 2000/2003. In der dazwischen lie
genden Zeit zog sich der Beschwerdeführer eine HWS-Distorsion zu und es er
folgte 2008 eine Operation der LWS-Segmente L3/4/5, was
für
die Rückenprob
lematik von erheblicher anamnestischer Bedeutung ist. Bezeichnenderweise ist denn auch die 2012 gestellte Diagnose hinsichtlich der lumbalen Problematik weit differenzierter als die 2000/2003 gestellte. Umgekehrt wurde 2012
(
im Un
terschied zu 2000/2003
)
keine Kopfschmerzdiagnose mehr gestellt.
Zusammenfassen
d
ist damit, die somatische Seite betreffend, der medizinische Sachverhalt soweit erstellt, dass eine revisionsrelevante Sachverhaltsänderung ausgewiesen ist.
4.4
Aus psychiatrischer Sicht wurde eine
anhaltende
somatoforme Schmerzstörung di
agnostiziert, 2000 und 2003 mit, und
2012 ohne Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit.
Damit kann es an sich sein Bewenden haben, denn wenn im be
weistauglichen Gutachten von 2012 (vorstehend E. 4.1) aus der somatoformen Schmerzstörung keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet wurde, besteht kein Anlass, dies im Rahmen der Rechts
an
wendung weiter zu qualifi
zieren.
Wollte man dennoch zusätzlich die Überwindbarkeitsrechtsprechung
(
vgl.
BGE 130 V 352)
zur Anwendung bringen, so sähe dies wie folgt aus: Eine psychische Komorbidität ist mit der Z-Diagnose narzisstischer und histrionischer Persön
lichkeitszüge offensichtlich nicht gegeben. Von den alternativ in Frage kom
menden Kriterien
könnte
allenfalls, wegen der Rückenproblematik
, dasjenige der chronischen körperlichen Begleiterkrankungen bejaht werden, nicht jedoch - angesichts der nunmehr vollen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätig
keit - dasjenige des
chronifizierte
n
Krankheitsverlauf
s
mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung
.
Klar zu verneinen wäre sodann
ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Le
bens
: Dies legt schon die
im Gutachten geschilderte
Alltagsgestaltung (vorste
hen
d
E. 3.6)
nahe.
Und für ein
sogar
erhebliches soziales Aktivitätsniveau spricht, dass der
Beschwerdeführer am 9. Januar 2012 als Autolenker in einen Auffahrunfall verwickelt war, als er im Begriff war, das betreffende Auto, das mit einem Händlerkennzeichen (U) - einer „Garagenummer“ - versehen war, um 08.00 Uhr auf dem Strassenverkehrsamt vorzuführen (
Urk.
7/212 S. 1 und 6).
Ebenso könnte angesichts der niederfrequenten hausärztlichen Abgabe von Anal
getika nicht von einem
Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeuti
sche
m
Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person
gesprochen werden
.
Damit wäre, auch ohne die Frage eine
s
möglichen sekundären Krankheitsge
winns geprüft zu haben, die Überwindbarkeit klar zu bejahen.
4.5
Zusammenfassend steht der medizinische Sachverhalt somit dahingehend fest, dass für leidensangepasste Tätigkeit
en
eine volle Arbeitsfähigkeit besteht.
Damit erweist sich auch die auf dieser Grundlage erfolgte - vom Beschwer
-
defüh
rer nicht in Frage gestellte - Invaliditätsbemessung in der ange
fochtenen Verfügung als zutreffend.
Dies führt zum Schluss, dass die ang
efochtene Verfügung im Ergebnis
(mithin bezüglich Ziffer 2 des Dispositivs)
zu bestätigen ist.
Ziff.
1 ergibt, wie vom Be
schwerdeführer zu Recht sinngemäss angeführt, angesichts der später ergange
nen Verfügung
en
gar keinen Sinn.
Somit ist die Beschwerde abzuweisen.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IV
G) sind ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.