Decision ID: 37becb6a-9a27-4c38-b431-b82f9e4f695d
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975,
zuletzt
als
Gipser/Geschäftsführer der
im Handelsre
gister
gelöschten
Y._
tätig
gewesen
und seit dem
3
.
September
2013
Bezüger von Krankentaggeldern
(
Urk.
9/10
/4
)
, meldete sich am 17. Februar 2014 unter Hinweis auf zwei Bandscheibenvorfälle zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
9/4). Die
Sozialversiche
-
rungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog die Akten des Krankentag
-
geldversiche
rers
Allianz
Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (Allianz)
bei (
Urk.
9/10
und
Urk.
9/26
;
s
amt Bericht über die
F
unktionsorientierte
M
edizinische Abklärung
des
Z._
vom 18.
August 2014
Urk.
9/28)
und
holte einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten
(IK
-Auszug
Urk.
9/11) sowie Arztberichte ein (Urk.
8/16). Zudem führte die IV-Stelle am 16. April 2014 (
Urk.
9/14) und am 8.
Oktober 2014 (
Urk.
9/30
und
Urk.
9/36
) ein Standortgespräch mit dem Versi
cherten durch und teilte ihm
nach dem zweiten Gespräch
mit, dass keine beruf
lichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
9/35). Am 18.
November 2014 fand eine Abklärung für
Selbständigerwerbende
– mangels
Geschäfts
räumlichkeiten
-
beim Versicherten zu Hause statt (
vgl. Abklärungsbericht vom 26. November 2014
Urk.
9/48).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/51 ff.) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom 9. März 2015 (Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am 23. April 2015 Beschwerde (
Urk.
1) mit den Anträgen, die Verfügung vom 9. März 2015 sei aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Rentenfestlegung gestützt auf eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zurückzuweisen. Eventuell sei eine Be
gutachtung anzuordnen. In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerde
führer
,
das Verfahren sei bis zum Vorliegen eines Berichts über einen erneuten Untersuch und eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch das
A._
zu sistieren. Eventuell sei ein zwei
ter Schriftenwechsel anzu
ordnen
. Zudem ersuchte der Beschwerdeführer um Bewilligung der unentgeltli
chen Rechtspflege und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertreterin in der Person von Rechtsanwältin
Dr.
iur
. Gehrig
Arbenz
, Winter
thu
r. Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
2.
Juni 2015 (
Urk.
8) auf Abweisung der Beschwerde und des Sistierungsantrags. Am 17. August 2015 teilte Rechts
anwältin Gehrig
Arbenz
mit, dass sie den Beschwerdeführer ab sofort nicht mehr vertrete (
Urk.
11). Mit Verfügung vom 16. September 2015 (
Urk.
12) wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort vom
2.
Juni 2015 zur Kenntnis gebracht und das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung abgewiesen. Mit nämlicher Verfügung wies das Gericht auch das Sistierungsbegehren ab. Dies unter dem Hinweis, dass es dem Beschwerdeführer auch ohne formelle Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels unbenommen bleibe, sich während des laufenden Verfahrens weiter vernehmen zu lassen und jederzeit weitere Beweismittel ein
zureichen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens in der Verfügung vom
9.
März 2015 (
Urk.
2) damit, dass der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit seit dem 2
0.
August 2013 erheblich eingeschränkt und ihm die angestammte Tätigkeit als selbständiger Gipser nicht mehr zumutbar sei. Eine adaptierte Tätigkeit sei ihm indessen gestützt auf die medizinischen Abklärungen zu 100
% zumutbar. Die IV-Stelle nahm einen
Einkommensver
gleich
vor und errechnete einen Invaliditätsgrad von 18
%
.
2.2
Der Beschwerdeführer
wandte dagegen in seiner
Beschwerde vom 2
3.
April 2015 (
Urk.
1)
ein
, er sei
– wie von der
Hausärztin
Dr.
med.
B._
,
Allge
meine Medizin FMH
, bescheinigt –
auch in einer angepassten Tätigkeit nur zu 50
%
arbeitsfähig.
Mit den Berichten von
Dr.
B._
habe sich der Regionale
Ä
rztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle inhaltlich gar nicht auseinandergesetzt. Die im Gutachten der
Z._
angegebene mangelnde Leistungsbereitschaft und Selbstlimitierung werde bestritten und stehe in klarem Widerspruch zum Bericht der
C._
vom 2
5.
März und 1
0.
April 201
4.
Im Weiteren stellte der Versicherte eine neue Beurteilung durch das
A._
in Aussicht.
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom
2.
Juni 2015 (
Urk.
8) hielt die
Beschwerdegegne
rin
daran fest, dass bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer an
gepassten Tätigkeit auf das Gutachten der
Z._
vom 1
8.
August 2014 und nicht auf den Bericht der behandelnden Ärztin abzustellen sei.
3.
3.
1
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Radiologie FMH, Radiologie am Graben, gab in seiner Beurteilung des MRI-Befundes der Lendenwirbelsäule vom 2
2.
August 2013 an (
Urk.
9/15/1), es bestünden
rezessal
rechts nach kaudal geschlagene Diskushernien L4/L5 und L5/S1 mit Kompression der Nervenwurzel L5 (etwas weniger) S
1.
Ansonsten liege kein Nachweis
einer
lumbale
n
Nervenwurzelbe
einträchtigung
vor.
3.
2
Nach einer Untersuchung
in der Klinik für Neurochirurgie des
A._
vom 23.
Oktober 2013 berichteten
der Assistenzarzt
Dr.
med.
E._
und
der Oberarzt
Dr.
med.
F._
der Hausärztin
Dr.
B._
(
Urk.
9/10/7-8)
. Sie nannten
als
Diagnose
ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 und S1 rechts bei Diskushernie
n im Bereich LWK
4/5 rechts und LWK5/SWK
1
rechts.
Dr.
E._
und
Dr.
F._
berichteten von einem schmerzgeplagten Pati
enten mit leicht hinkendem Gangbild. Es bestehe ein
Lasègue
rechts bei 40 Grad und links bei
70 Grad. Zudem liege eine Hyposensibilität am lateralen rechten
Fussrand
vor, die von
Dig
5 bis
Dig
2 reiche. Die Ärzte attestierten
dem Be
schwerdeführer vom 2
1.
Oktober bis zum 2
6.
November 2013
ei
ne Arbeitsunfä
higkeit von 100
%
.
Am 2
7.
November 2013 berichteten die Ärzte des
A._
von einer Konsultation in der neurochirurgischen Sprechstunde vom Vortag
(
Urk.
9/15
/6
-7
)
. Sie gaben an, der Beschwerd
eführer habe sich erneut bei i
hnen vorgestellt, nachdem er auf eigene Initiative hin in Bulgarien eine Rehabilitation durchgeführt habe, die je
doch nur fünf Tage gedauert habe. Die Beschwerden seien nachher leicht zu
rückgegangen. Insgesamt seien die
lumboradikulären
Schmerzen deutlich zu
rückgegangen, Paresen oder neurogene Blasen- oder Mastdarmstörungen seien weiterhin nicht aufgetreten.
Die Schmerzen seien aktuell noch
gluteal
rechts und im lateralen rechten Unterschenkel lokalisiert.
Der Beschwerdeführer habe ein unauffälliges Gangbild gezeigt. Nach erneuter Besprechung der Therapie-Optionen (PRT und Operation) wünsche der Beschwerdeführer ein Weiterführen der konservativen Therapiemassnahmen. Weitere Kontrollen seien nicht geplant. Die Mediziner attestierten keine über das Datum der Untersuchung hinausge
hende Arbeitsunfähigkeit.
3.3
Im Austrittsbericht
zuhanden der Hausärztin
Dr.
B._
zum Aufenthalt in der
C._
vom 27. Februar bis 2
6.
März 2014
(
Urk.
9/15/2-3
vgl. auch
Urk.
9/16/5
-
9
) nannte
Dr.
med.
G._
, Spitalfacharzt, die Diagnose Diskushernie L4/5 und L5/S1 mit
lumboradikulärem
Schmerzsyndrom L5/S1
rechts
.
Dr.
G._
gab an, der Beschwerdeführer sei in ein multimodales leistungsabgestimmtes Physiotherapieprogram eingegliedert und die Mobilisa
tion
sei
fortgesetzt worden. Der Beschwerdeführer habe vollumfänglich an allen angebotenen Therapien teilgenommen und sei sehr konzentriert und engagiert gewesen. Es sei zu einer verbesserten muskulären Konditionierung und damit zu einer Verbesserung von Beweglichkeit und Belastbarkeit gekommen. Die Schmerzsymptomatik habe sich im Verlauf nicht gebessert. Der Beschwerde
führer habe über zunehmende Schmerzen während und nach der Therapie ge
klagt.
Nach einem insgesamt im Ergebnis unbefriedigenden
Rehabilitationsver
lauf
sei der Beschwerdeführer am 2
5.
März 2014 aus der stationären Rehabilita
tion entlassen worden.
3.4
Im undatierten
,
bei der IV-Stelle am 2
0.
Mai 2014 eingegangen
en
IV-Bericht nannte die Hausärztin
Dr.
B._
die bekannte Diagnose (
Urk.
9/16
/1-4
). Sie gab an, es bestehe seit dem 2
0.
August 2013 eine
Lumboischialgie
auf der rechten Seite mit Sensibilitätsstörungen und Kraftverlust des rechten Beines. Der
Lasègue
sei bei 30 Grad positiv. Es bestehe ein
e
eingeschränkt
e
Wirbelsäu
lenbelastbarkeit
. Längeres Stehen, Sitzen, Heben von Gewichten und Arbeiten in gebückter Haltung seien nicht möglich. In der bisherigen Tätigkeit als Gipser bestehe seit dem 2
0.
August 2013 bis auf
w
eiteres eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit.
3.
5
Dr.
med.
H._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation,
Physiothera
peutin
I._
und PD
Dr.
med.
J._
, FMH Physikalische Medi
zin und Rehabilitation/Rheumatologie berichteten dem
Krankentaggeldversi
cherer
Allianz am 1
8.
August 2014 von den Ergebnissen einer
am 3. und
4.
Juli 2014
in der
Z._
durchgeführten
Funktionsorientierten Medizinischen Ab
klärung (Urk. 9/28). Diese umfasste ein strukturiertes Interview, eine klinische Untersuchung, eine auf zwei Tage verteilte angepasste Form der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) sowie die Beurteilung der vorhandenen bildgebenden Untersuchungen und Akten (S.
2). Die Gutachter nannten die Diagnose
lumboradikuläres
Reiz- und fragliches Ausfallsyndrom L5/S1 rechts bei kernspintomographisch Diskushernie L4/5, L5/S1 rechts (MRI vom 2
2.
August 2013, S. 2)
.
Sie
führten aus, klinisch finde sich aktuell ein Versicherter in gutem Allgemein- und Ernährungszustand, mit einer deutlichen Einschränkung der
Lendenwir
belsäulenflexion
und einer geringen Einschränkung der
Ledenwirbelsäulenex
tension
. Die Lendenwirbelsäulenlateralflexion sei wenig eingeschränkt. Dies gelte auch für die Oberkörperrotation. Fersen- und Zehengang seien objektiv-klinisch-neurologisch möglich, würden jedoch Schmerzen bereiten. Es finde sich rechts ein fraglich positiver
Lasègue
im Liegen b
e
i zirka 60
Grad
, ein fraglich positiver
Slump
und ein fraglich positives
Bragardzeichen
. Sichere neurologi
sche motorische Ausfälle
fänden sich nicht
. Bei der Prüfung des Fusshebers und des Grosszehenhebers rechts sei eine leichte Kraftminderung gegenüber links feststellbar. Die Untersucherin habe aber den Eindruck, dass der Versicherte die Testanweisung bei der motorischen Kraftprüfung nicht klar verstanden habe. Eine geringfügige motorische Schwäche sei daher als fraglich zu werten. Sons
tige Auffälligkeiten im Bereich des Bewegungsapparates hätten sich nicht ge
funden.
Im Vergleich zur Untersuchung vom 2
4.
Oktober 2013 im
A._
f
i
nde sich somit ein fraglicher
Lasuègue
rechts bei erst 60
Grad
gegenüber damals 40
Grad
. Eine Hyposensibilität werde derzeit nicht mehr angegeben. Neurologisch
habe
der Versicherte auch über keine Blasen- oder Mastdarmstörungen
berichtet
. Objek
tiv-klinisch scheine im Vergleich zu früher
eine gewisse
Besserung eingetreten zu sein. Subjektiv sei der Versicherte weiterhin sehr schmerzgeplagt.
Angesichts dessen, dass der
Beschwerdeführer
sehr vorsichtig gehe,
angebe, die Ehefrau würde t
äglich die Sensibilität prüfen und
er sich auch ein
en persönli
chen
Reflexhammer zur täglichen Testung der Reflexe gekauft
habe
, sei davon auszugehen, dass
er
durch seine Ängstlichkeit mitbedingt, weiterhin an einer Schmerzproblematik leide, die mit entspreche
nder
Angehensweise
(Instruktion und
Erlernen von
Copingstrategien
)
doch
deutlich
vermindert werden könnte (angesichts dessen, dass der
Beschwerdeführer
keine
infiltrative
Therapie wün
sche).
Da
der
zeit keine sicher nachgewiesene
n
(also nur fragliche
) und wenn nur geringfügigste motorische
Ausfälle vorliegen würden, sei eine
Operationsindi
kation
derzeit sicher nicht zwingend gegeben. Eine Operationsindikation mit dem Ziel einer Schmerzverminderung (bei möglicher Schmerzfehlverarbeitung) sei keine variable Operationsindikation.
Bei der EFL habe der
Beschwerdeführer
eine nicht zuverlässige
Leistungsbereit
schaft
gezeigt und auch die Konsistenz sei schlecht gewesen. Es sei insbeson
dere anzufügen, dass der Versicherte im Kontext der klinisch-ärztlichen Unter
suchung und bei den EFL-Testuntersuchungen, also in beobachteten Momenten
,
einen beeinträchtigten Gang gezeigt habe
.
Unbeobachtet sowie
knapp aus
serhalb der AEH beobachtet (zufälligerweise durch den Physiotherapeuten, der eine p
arallele EFL durchgeführt habe), habe der Beschwerdeführer
ohne jegliche Einschränkungen zügigen Schrittes gehen können. Ob dies im Rahmen einer Verdeutlichungstendenz bei den Untersuchungen zu werten sei oder ob hier eine bewusstseinsnahe Problematik vorliege, könne nicht abschliessend beurteilt werden. Zumindest sei dies als Inkonsistenz zu vermerken (S. 3).
Der
Beschwerdeführer
limitiere sich selber, so dass die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und angepassten Tätigkeit medizinisch-theoretisch beurteilt wer
den müsse. Angesichts der aktuellen
klinischen Befundung, bei der k
eine als si
cher zu bezeichnende, motorische Ausfälle sowie keine sicheren
Nervenwurzel
reizzeichen
vorliegen würden, sei von einer deutlichen Besserung gegenüber dem Zeitpunkt vor zirka acht Monaten auszugehen (trotz beklagten, unverän
derten Schmerzen). Nervenreizzeichen,
Lasègue
und gekreuzter
Lasègue
seien ja auch schon in der Rehaklinik im März 2014 unauffällig gewesen.
Zudem
hätten sich
auch
dort k
eine motorischen Ausfälle gefunden. Somit sei zusammenfas
send weder jetzt noch im März von einer klinisch sicher verifizierbaren
radiku
lären
Reizung mehr auszugehen (auch wenn im Diagnoseabschnitt der Reha-Klinik von einem
lumboradikulären
Schmerzsyndrom gesprochen werde).
Die Gutachter gaben an, es liege ihrer
Ansicht nach ein Schmerzsyndrom vor, das nicht mehr (oder höchstens noch
minim)
radikulärer
Genese sei.
Es sei nicht nachvollziehbar, dass der
Beschwerdeführer
nicht zumindest einen Versuch
unternehmen
wolle, die Beschwerden mit Infiltrationen anzugehen. Eine gewisse Ängstlichkeit vor
Spritzen
könne
ihm jedoch
nicht ganz abgespro
chen werden. Vielleicht brauche es hier noch
malige eingehende Informationen (S. 4).
Die Experten gaben schliesslich an, aufgrund des oben
Dargelegten, der Anam
n
ese, der aktuellen Klinik im Vergleich zu Voruntersuchungen und den derzeiti
gen Resultaten der EFL (bei der sich der Versicherte nicht
bis an seinen
funktio
nellen Grenzen habe belasten lassen) könne
derzeit
davon ausgegangen werden, dass dem Beschwerdeführer zumindest eine leichte
bis leicht-mittelschwere
, wechselbelastende körperliche
Tätigkeit
ganztags möglich sein sollte
(S. 4
-
6
).
Die vom
Beschwerdeführer
bisher durchgeführte
Gipsertätigkeit
sei als schwere Tätigkeit einzustufen. Bei einer Zweietagen-
Diskushernienproblematik
mit ini
tial in der Bildgebun
g
radikulärer
Wurzelkompression und
-reizung, die klinisch
im Sinne einer
Wurzelreizung
als
nicht mehr sicher vorhanden erachtet werden könne, sei der Versicherte
in der Tätigkeit als Gipser
infolge medizinisch plausi
bel nachvollziehbarer verminderter Rückenb
elastbarkeit
(sollte sich der Zustand mit adäquaten Therapien, Infiltrationen und MTT nicht mehr bessern) als derzeit nicht arbeitsfähig
zu betrachten. Prognostisch sei
in Bezug auf die angestammte Tätigkeit eine eindeutige Aussage im jetzigen Zeitpunkt angesichts der noch nicht ausgeschöpften Therapien kaum sicher machbar (S.
5-
6).
3.6
Im Bericht vom 3
1.
Oktober 2014 gab
Dr.
B._
mit Bezug auf eine redu
zierte Belastbarkeit der Wirbelsäule und des rechten Beines an, der Beschwer
deführer sei lediglich für leichte Arbeiten im Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen in einem Umfang von zwei bis drei Stunden im Tag belastbar (
Urk.
9/46/1-4).
Im an die damalige Anwältin des Beschwerdeführers adressierten Berich
t
vom 2
7.
Januar 2015 (
Urk.
9/56) nannte
Dr.
B._
die Diagnose persistierendes Wurzelsyndrom S1 un
d L5 rechts mit sensomotorischem Defizit
bei
rezessalen
, teil
kaudal geschlossenen Diskushernien L4-L5 und L5-S1 rechts. Sie gab an, die Bandscheibenerkrankung mit ausgeprägten Beschwerden (Sensibili
tätsstörung und Kraftverlust des
rechten Beines
)
und Gangstörung habe vor über eineinhalb Jahren begonnen. Aktuell habe der Beschwerdeführer noch anhaltende Be
schwerden mit einem Funktionsdefizit von zirka 50
%
. Die regelmässigen
Be
handlungsmassnahmen
(Analgetika, Antiphlogistika, lumbale Bandage, Reha-Behandlung und dauernde Physiotherapie)
hätten nur einen mässigen Erfolg gebracht. Der Be
schwerdeführer könne nicht lang
Gehen (maximal 30 Minuten), Ste
hen (maximal 20 bis 30 Minuten) und
Sitzen
.
Bücken sowie Strec
ken
seien
weiterhin mässig eingeschränkt. Kälte und Nässe seien weiter zu vermeiden. Das Tragen und Heben von mehr als 5 Kilogramm sei untersagt. Im Beruf als Plat
tenleger bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für eine angepasste Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt habe der Beschwerdeführer eine
Leistungs
einschränkung
von 50
%
.
4.
4.1
Die
Expertise der
Z._
vom 1
8.
August 2014 zur
Funktionsorientierten Medizi
nischen Abklärung
vom 3. und
4.
Juli 2014 (Urk. 9/28) erfüllt sämtliche von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine beweiskräftige medi
zinische Entscheidungsgrundlage (
E. 1.3
): Sie beruht auf einer
klinischen fach
ärztlichen
Untersuchung
sowie
einer
EFL an zwei Tagen
, ist in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden
, berücksichtigt die geklagten Be
schwerden
und die gezeigten Defizite
, setzt sich mit diesen, den früheren ärztli
chen Stellungnahmen und den erhobenen Befunden auseinander und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge sowie in Bezug auf die gezogenen Schlussfolgerungen ein.
So
schilderten
die Fachpersonen der
Z._
die
durch eine
Zweietagen-Dis
kushernienproblematik
mit initial in der Bildgebung
radikulärer
Wurzelkom
pression
und -reizung
begründeten
Defizite des Beschwerdeführers
,
legten
plausibel
dar, dass
von einer
i
nzwischen eingetretener Verbess
erung
auszugehen sei,
und schlossen
nachvollziehbar auf die entsprechenden Einschrän
kungen in der Arbeitsfähigkeit.
Eine Verbesserung gegenüber der
(
Schmerz
-)S
ituation im Oktober wurde bereits im Bericht des
A._
im November 2013 beschrieben (vgl. E. 3.2).
4.2
Entgegen den Vorhalten in der Beschwerde
liegen keine Indizien vor, die gegen die Zuverlässigkeit dieser Expertise sprechen.
Die angegebene erhebliche Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz begründeten
die Gut
achter
mit zahlreichen Wahrnehmungen. Der Umstand, dass der Beschwerde
führer beim Aufenthalt in der
C._
kein solches Verhalten zeigte,
ist nicht geeignet,
die Beobachtungen durch die Begutachter der
Z._
in Zweifel zu ziehen
.
Anzumerken bleibt, dass der berichtende Arzt der
C._
zu Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit keine Stellung bezog.
4.3
Weiter vermag die Einschätzung einer
(zuletzt)
50%igen Arbeitsfähigkeit in
lei
densangepasster
Tätigkeit durch die Hausärztin Dr.
B._
die Beweiskraft der Expertise der
Z._
nicht zu erschüttern
(vgl. E. 3.6)
. Insbesondere fehlt ihrem Attest eine hinreichende Begründung für die bloss eingeschränkte Ar
beitsfähigkeit in einer Tätigkeit, welche gerade Rücksicht auf die vorhandenen
rückenbedingten
Defizite
nimmt und wechselbelastend ausgestaltet
ist
.
N
eue, bisher unberücksichtigt gebliebene
Einschränkungen
nannte sie keine
(vgl. auch die Stellungnahme des
RAD-Arzt
es
pract
.
med.
K._
, FA für Arbeitsmedi
zin,
vom
7.
März 2015
;
Urk.
9/61 S. 2).
Eine seit der Untersuchung in der
Z._
eingetretene Verschlechterung ist
den
Bericht
en
der behandelnden Ärztin ebenfalls nicht zu entnehmen. Auch wenn die Behandlungsmassnahmen nur ei
nen mässigen Erfolg gebracht h
a
tten, scheint
Dr.
B._
insgesamt eher von einer – wenn auch nicht besonders gewichtigen – Verbesserung seit Beginn der Bandscheibenerkrankung im August 2013 auszugehen.
Eine Auseinanderset
zung mit der Einschätzung
der Fachärztin und der Physiotherapeutin der
Z._
findet
im Bericht der Hausärztin nicht statt
.
Den
mit
der
Beschwerde vom 2
3.
April 2015 in
A
ussicht gestellte
n
Bericht
betreffend eine erneute
Untersu
chung im
A._
mit Beurteilung der Arbeitsfähigkeit reichte der Beschwerde
führer nicht ein.
4.
4
Dass dem Beschwerdeführer eine körperlich schwere Tätigkeit wie die
ange
stammte Tätigkeit
als Gipser
nicht mehr zumutbar ist, ist unter sämtlichen sich dazu äussernden Ärzten unbestritten
(vgl. auch die Stellungnahme des RAD-Arztes
pract
. med.
K._
vom 1
3.
Oktober 2014
;
Urk.
9/50 S. 4)
.
Spätestens seit der
Funktionsorientierten Medizinischen Abklärung in der
Z._
im
Juli
2014 ist dem
Beschwerdeführer indes mindestens eine leichte bis leicht-mittelschwere, wechselbelastende körperliche Tätigkeit ganztags zumut
bar.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Im Zeitpunkt
des Eintritts der
Arbeits
un
fähigkeit
im August 2013
führte der Beschwerdeführer zusammen mit seinem Cousin
ein
Gipsergeschäft
(
die
Y._
), das er aber im Zeitpunkt der Anspruchsprüfung
gesundheitsbe
dingt
aufgegeben hatte (Urk. 9/48 S. 4 und S. 6).
Für die
Bestimmung des
Vali
deneinkommens
im Juli 2014 (die
s
entspricht auch dem Zeitpunkt der Begut
achtung durch die
Z._
)
beziehungsweise nach Ablauf des Wartejahres
stellte die IV-Stelle
dem
entsprechend auf die
Angabe im Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
vom 2
6.
November 2014
ab
, wonach für das Jahr 2014 von einem
Valideneinkommen
von zirka
Fr.
80‘
712.-- auszugehen ist
, was un
bestritten blieb und zu keinen
weiteren
Bemerkungen Anlass gibt
.
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens stellte
die IV-Stelle zutreffend (vgl. BGE 142 V 178) auf die vom Bundesamt für Statistik
(
BFS
)
herausgege
bene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 ab
. Auch das derart er
mittelte Invalideneinkommen im Betrag von
Fr.
66‘224.-- blieb unbestritten und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass.
Es resultiert ein unter der rentenbegründenden Schwelle von 40
%
liegender Invaliditätsgrad von gerundet 18
%
.
Die Beschwerdegegnerin hat den Anspruch auf eine Invalidenrente demnach zu Recht verneint. Dies führt zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
5
00.
--
festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).