Decision ID: a588d6bc-0923-40ee-91f9-5682cb714f34
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 14. Oktober 2022 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte,
dass er am 25. Oktober 2022 der im Bundesasylzentrum (BAZ) B._
tätigen Rechtsvertretungsorganisation Vollmacht erteilte,
dass am 4. November 2022 seine Personalien aufgenommen wurden und
ihm anlässlich des Dublin-Gesprächs vom 17. November 2022 das rechtli-
che Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit Kroatiens und zu seinem Ge-
sundheitszustand gewährt wurde,
dass der Beschwerdeführer gemäss der Fingerabdruck-Datenbank (Zent-
raleinheit Eurodac) am (...) in Kroatien ein Asylgesuch eingereicht hat und
das SEM gestützt hierauf am 17. November 2022 die kroatischen Behör-
den um seine Wiederaufnahme ersuchte, die das Ersuchen am 1. Dezem-
ber 2022 guthiessen,
dass das SEM mit Verfügung vom 2. Dezember 2022 (eröffnet am 5. De-
zember 2022) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat,
dessen Wegweisung aus der Schweiz nach Kroatien anordnete, eine Aus-
reisefrist ansetzte, den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegwei-
sung beauftragte, die editionspflichtigen Akten aushändigte und feststellte,
der Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,
dass die Rechtsvertretung ihr Mandat am 5. Dezember 2022 niederlegte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. Dezember 2022 unter Bei-
lage zweier Berichte (Polizeigewalt in Bulgarien und Kroatien: Konsequen-
zen für Dublin-Überstellungen, Schweizerische Flüchtlingshilfe vom
13. September 2022 und Dublin-Rückführungen nach Kroatien müssen per
sofort gestoppt werden, Solidarité sans fronières vom 5. Dezember 2022)
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte,
dass er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und
das SEM anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten sowie das Asylver-
fahren in der Schweiz durchzuführen,
dass er evantualiter beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzu-
heben und die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an das
SEM zurückzuweisen,
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dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung zu erteilen und es seien die Vollzugsbehörden an-
zuweisen, von einer Überstellung nach Kroatien abzusehen, bis das Bun-
desverwaltungsgericht über die Beschwerde entschieden habe,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht weiter beantragte, es sei die un-
entgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses zu verzichten,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel
– und so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen des SEM entscheidet (vgl. dazu Art. 105 des Asylgesetzes [AsylG,
SR 142.31] i.V.m. Art. 31‒33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass sich die Kognition des Gerichts beziehungsweise die zulässigen Rü-
gen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,
dass der Beschwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist
(Art. 48 Abs. 1 VwVG), seine Eingabe nach dem Gesagten den formellen
Anforderungen an eine Beschwerde genügt (Art. 52 Abs. 1 VwVG) und er
seine Beschwerde fristgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 3 AsylG), wo-
mit auf diese einzutreten ist,
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die
Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be-
schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vor-
instanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017
VI/5 E. 3.1, 2012/4 E. 2.2),
dass sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich
unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständig-
keit mit Zustimmung einer zweiten Richterin oder eines zweiten Richters
zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
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dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass der Beschwerdeführer eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung
und Rückweisung der Sache beantragt, weil sein Fall nicht individuell ge-
prüft und der Sachverhalt in Bezug auf systemische Schwachstellen in Kro-
atien nicht ausreichend abgeklärt worden sei, womit die Vorinstanz den
Sachverhalt unvollständig festgestellt und das rechtliche Gehör verletzt
habe,
dass jedoch weder eine Gehörsverletzung noch eine unvollständige oder
fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung aus den Akten hervorgeht,
dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die Erkenntnisse aus
den umfangreichen Abklärungen der Schweizerischen Botschaft in Kroa-
tien zu den Push-backs und zu Dublin-Rückkehrenden in zusammenge-
fasster Form wiedergegeben und nachvollziehbar aufgezeigt hat, gestützt
auf welcher Grundlage sie zu ihren Sachverhaltsfeststellungen gelangte,
wobei sie auch die konkreten Vorbringen des Beschwerdeführers hat ein-
fliessen lassen,
dass sich die Vorinstanz folglich in der angefochtenen Verfügung mit der
individuellen Situation des Beschwerdeführers hinreichen auseinanderge-
setzt hat (vgl. hierzu insb. angefochtene Verfügung S. 2 f.),
dass sie sich hierbei aufgrund der Aktenlage auf eine summarische Würdi-
gung der individuellen Situation unter dem Aspekt der Souveränitätsklausel
(vgl. Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1,
SR 142.311] i.V.m. Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO) beschränken durfte, da es
sich beim Beschwerdeführer nicht um eine besonders verletzliche Person
handelt,
dass die Würdigung der individuellen Situation im Übrigen materieller Natur
ist beziehungsweise der blosse Umstand, dass der Beschwerdeführer die
Schlussfolgerung der Vorinstanz nicht teilt, keine Verletzung der Pflicht zur
vollständigen und richtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts
darstellt,
dass überdies nicht ersichtlich ist, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt
in Bezug auf allfällige systemische Schwachstellen unvollständig abgeklärt
haben sollte, stützte sie ihre Erwägungen doch insbesondere auf die fun-
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dierten Abklärungen der zuständigen Schweizerischen Botschaft, was vor-
liegend nicht zu beanstanden ist (vgl. hierzu angefochtene Verfügung
S. 4 f.),
dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang schliesslich auch
aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts F-5675/2021 vom 6. Ja-
nuar 2022 nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, zumal in dem an-
gerufenen Verfahren weitere Abklärungen notwendig waren und der Sach-
verhalt anders gelagert war, hat der Beschwerdeführer vorliegend doch na-
mentlich in Kroatien ein Asylgesuch eigereicht, haben die kroatischen Be-
hörden dies beziehungsweise seine Wiederaufnahme bestätigt und ist
auch sein Gesundheitszustand nicht mit demjenigen des Beschwerdefüh-
rers im genannten Verfahren vergleichbar (vgl. a.a.O. E. 4.4),
dass die formellen Rügen folglich unbegründet sind, weshalb eine Rück-
weisung an die Vorinstanz ausser Betracht fällt und das Eventualbegehren
abzuweisen ist,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass das SEM zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen Staates
die Zuständigkeitskriterien nach der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-
gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der
für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen
in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-
ständig ist (Dublin-III-VO) prüft,
dass, wenn diese Prüfung zur Feststellung führt, dass ein anderer Mitglied-
staat für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist, das SEM, nachdem
der betreffende Mitgliedstaat einer Überstellung oder Wiederaufnahme ex-
plizit oder implizit zugestimmt hat, auf das Asylgesuch grundsätzlich nicht
eintritt (vgl. BVGE 2015/41 E. 3.1),
dass jeder Mitgliedstaat beschliessen kann, einen bei ihm von einem Dritt-
staatsangehörigen oder Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen
Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgeleg-
ten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dub-
lin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht),
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dass die Vorinstanz anhand der Zentraleinheit Eurodac zu Recht die Zu-
ständigkeit Kroatiens erkannte und die kroatischen Behörden – gestützt auf
Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO – um Wiederaufnahme des Beschwer-
deführers (take back Verfahren) ersuchte,
dass die kroatischen Behörden diesem Gesuch am 1. Dezember 2022 ex-
plizit zustimmten,
dass damit von der grundsätzlichen Zuständigkeit Kroatiens zur Rücküber-
nahme im Sinne von Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO auszugehen ist,
dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des rechtlichen Gehörs vom
17. November 2022 mit der Begründung gegen eine Überstellung nach
Kroatien aussprach, er habe dort kein Asylgesuch eingereicht, man habe
ihn Papiere unterzeichnen lassen und ihm zwangsweise die Fingerabdrü-
cke abgenommen, er habe bei der Polizei weder Essen noch Trinken er-
halten und sei von einem Polizisten mit der Faust geschlagen worden,
dass er weiter ausführte, er leide an Schlafstörungen, ansonsten sei er ge-
sund,
dass er in der Beschwerde ergänzte, er habe zweimal versucht nach Kro-
atien einzureisen, beim ersten Mal sei er von der Polizei vor der Grenze
gestoppt und zurückgeschoben worden,
dass aufgrund der Aktenlage indessen keine Sachverhaltsumstände er-
sichtlich sind, die in rechtserheblicher Weise gegen eine Wegweisung in
den für ihn zuständigen Dublin-Vertragsstaat sprechen würden,
dass es namentlich nicht von Belang ist, wenn sich der Beschwerdeführer
in Kroatien nicht hat registrieren lassen wollen, zumal die Dublin-III-VO den
Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den Antrag prüfenden Staat aus-
zuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass selbst wenn zutreffen würde, dass der Beschwerdeführer seine Fin-
gerabdrücke in Kroatien nicht freiwillig, sondern unter Zwang abgegeben
habe, eine Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt
wäre, da sich aus einem solchen Vorkommnis nicht ableiten lässt, dass
systemische Schwachstellen bestehen, welche nahelegen, dass der Be-
schwerdeführer bei einer Rückkehr nach Kroatien mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit einer Art. 3 EMRK widersprechenden Behandlung aus-
gesetzt wäre,
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dass in dieser Hinsicht festzuhalten ist, dass Kroatien Signatarstaat der
EMRK (SR 0.101), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen
Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-
lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zu-
satzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist, wobei
Kroatien nach Auffassung der Schweiz seinen diesbezüglichen völker-
rechtlichen Verpflichtungen nachkommt,
dass entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht gemäss Praxis
des Bundesverwaltungsgerichts im Bereich der Wiederaufnahmeverfahren
(take back Verfahren) im heutigen Zeitpunkt keine Gründe für die Annahme
vorliegen, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für Antrag-
stellende in Kroatien würden systemische Schwachstellen im Sinne von
Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufweisen (vgl. Urteile des BVGer
F-4542/2022 vom 11. November 2022 E. 6.2 m.w.H, D-4160/2022 vom
28. September 2022 E. 7.3, D-735/2022 vom 28. Februar 2022 E. 6.5.2, F-
1275/2021 vom 19. Mai 2021 E. 7.1.2),
dass die Vorinstanz in Beachtung der aktuellen Rechtsprechung des Bun-
desverwaltungsgerichts eine Einzelfallprüfung vorgenommen hat und unter
Verweis auf Abklärungen durch die Schweizerische Botschaft in Kroatien
zum Schluss gekommen ist, dass Personen, welche im Rahmen eines
Dublin-Verfahrens (take back Verfahren) nach Kroatien zurückgeführt wer-
den, nicht von der problematischen Push-back-Praxis betroffen sind (vgl.
Urteile des BVGer D-4160/2022 vom 28. September 2022 E. 7.3.1, D-
735/2022 vom 28. Februar 2022 E. 6.5.2),
dass auch unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer geschilder-
ten Erlebnisse nicht davon auszugehen ist, Kroatien verstosse systema-
tisch gegen seine vertraglichen Verpflichtungen, weshalb die Anwendung
von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist,
dass weder die Beschwerdeausführungen zur allgemeinen Lage mit Ver-
weisen auf die deutsche erstinstanzliche Rechtsprechung und die beiden
der Beschwerde beigelegten Berichte hieran etwas zu ändern vermögen
und ebenfalls keinen Anlass zur Annahme geben, der Beschwerdeführer
wäre in Kroatien persönlich ernsthaft gefährdet,
dass der Beschwerdeführer zwar die Entlassung aus dem kroatischen Po-
lizeigewahrsam schilderte, jedoch im Verlauf seines Verfahrens in der
Schweiz weder eine Wegweisungsverfügung der kroatischen Behörden
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vorlegen konnte noch ein konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan hat,
wonach sich die kroatischen Behörden weigern würden, ihn wieder aufzu-
nehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der
Regeln der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates
2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuer-
kennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrens-
richtlinie) zu prüfen,
dass den Akten auch keine Gründe für die konkrete Annahme zu entneh-
men sind, Kroatien werde im Fall des Beschwerdeführers den Grundsatz
des Non-Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwin-
gen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund
nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden,
dass sich der Beschwerdeführer schliesslich im Verlauf seines Verfahrens
in der Schweiz einmalig beim Gesundheitspersonal aufgrund von Erkäl-
tungssymptomen gemeldet hat (vgl. SEM-eAkten 19/1),
dass im Übrigen auch die von ihm behaupteten Schlafstörungen kein Hin-
dernis für seine Überstellung nach Kroatien darstellen, zumal Kroatien
grundsätzlich über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt
(auch für psychische Leiden) und es keinen Grund zur Annahme gibt, dem
Beschwerdeführer werde dort notwendige medizinische Behandlung verwei-
gert, was er sodann auch nicht geltend macht (zur medizinischen Versor-
gung in Kroatien vgl. Urteil des BVGer D-735/2022 vom 28. Februar 2022
E. 6.7.3),
dass sich der Beschwerdeführer im Übrigen bei Bedarf an die kroatischen
Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf
dem Rechtsweg einfordern kann (vgl. insb. Art. 26 der Richtlinie des Euro-
päischen Parlaments und des Rates 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur
Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationa-
len Schutz beantragen, sog. Aufnahmerichtlinie),
dass demgemäss kein Grund für einen Selbsteintritt auf das Asylgesuch
respektive für eine Anwendung der Ermessensklausel nach Art. 17 Abs. 1
Dublin-III-VO in Verbindung mit Art. 29a Abs. 3 AsylV1 ersichtlich ist,
dass nach dem Gesagten der Nichteintretensentscheid in Anwendung von
Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG in keinem Punkt zu bemängeln ist,
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dass gleichzeitig die Anordnung der Wegweisung nach Kroatien der Sys-
tematik des Dublin-Verfahrens entspricht und im Einklang mit der Bestim-
mung von Art. 44 (erster Satz) AsylG steht,
dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-
stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet
abzuweisen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb die Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit ent-
sprechender Anweisung an die zuständigen Behörden und auf Erlass des
Kostenvorschusses gegenstandslos geworden sind,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt
sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten von
Fr. 750.– (Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1
VwVG).
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