Decision ID: 8b7072c9-75b8-4bb5-9b1c-9ab0946d83b5
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1976,
ist Inhaber
eines
Einzelunternehmens, welches TRX
-, Fitness-, Handball- und Personal-
T
raining sowie
Pilates und Events anbie
tet (
Urk.
9/1
,
Urk.
9/3/2
).
Er ist seit dem
1.
Januar 2016 bei der Sozialver
siche
rungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse,
in der Branche Personal
trainer als
Selbständigerwerbender
angeschlossen (
Urk.
9/11/3).
Am 1
0.
November 2016 verfügte die Aus
gleichskasse, dass die von
X._
in den Räumlich
keiten des Einzel
unter
nehmens seiner Ehefrau
,
Y._
,
aus
geübte Tätigkeit (Unterrichten von Kunden in klas
sischem Pilates,
Urk.
9/22/4) eine unselbstän
dige Tätigkeit sei (
Urk.
9/23/3).
Diese Verfügung blieb unange
fochten.
Seit dem 15. Februar 2018 sind
Y._
und
X._
zudem als Gesell
schafterin und Geschäftsführerin sowie Gesell
schafter und Geschäftsführer der
Z._
GmbH
im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Die Gesellschaft be
zweckt die Führung eines klassischen
Pilatesstudios
mit Geräten und Aus
bildung in klassischem Pilates, Personal
training, Beratung, Reisen, Gesund
heit und Fit
ness (Urk. 3/2
). Die
Z._
GmbH ist seit dem 1. März 2018 bei der Ausgleichskasse ange
schlossen
, anfänglich als Kontrollbetrieb
(Urk. 8/4).
1.2
Am 29
.
März
2020 (Eingangs
da
tum) mel
dete sich
X._
mit dem Anmeldeformular für Selbständige - Betriebsschliessung
bei der
Aus
gleichskasse
für den Bezug einer Erwerbsausfallentschädigung gestützt auf
die Verordnung über Mass
nah
men bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit
dem
Coronavirus
(Covid-19; Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall) an (Urk.
9
/
75
). Im Anmelde
formular gab er an, dass
sein Betrieb aufgrund der Bundesrats
mass
nah
men seit dem 16. März 2020
geschlossen sei
(Urk. 9
/
75
/2).
Nach der Prüfung des An
spru
ches richtete die Ausgleichskasse ihm für die Zeitperiode vom 1
7.
März bis 1
6.
September 2020 eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung aus (Urk.
9/78, Urk.
9/80-81, Urk.
9/83-
85
,
Urk.
9/87).
Nach
dem
sich
der Versicherte
am 17. No
vember 2020
und
1
2.
Januar 2021
für den Bezug einer Erwerbsersatz
entschä
digung bei Erwerbsausfällen ab 17.
September 2020 (Härtefalle) angemeldet hatte (Urk. 9/88),
erhielt er rückwirkend für die Zeitperiode
n
17. September 2020 bis 31. Oktober 2020
und
1.
bis 31. Dezember 2020
eine Corona-Erwerbsausfall
ent
schädigung unter diesem Titel aus
bezahlt
(
Urk.
9/94
,
Urk.
9/101
). Am
6.
und 2
9.
Januar 2021
beantragte er
je
weils
unter Hinweis darauf, dass seine selbstän
dige Tätigkeit von de
r
vom Bundes
rat als Massnahmen gegen das
Coronavirus
mit Wirkung ab dem 22.
Dezember 2020 angeordneten Schliessung von Sport
betrieben und -anlagen betroffen sei, erneut eine Corona-Erwerbs
ausfall
ent
schädigung wegen Bet
r
iebs
schliessung (
Urk.
9/93
,
Urk.
9/99
)
, woraufhin die Aus
gleichskasse seinen Entschä
digungsanspruch wegen Betriebsschliessung für
Selb
ständigerwerbende
vom 1.
bis 3
1.
Januar 2021 bejahte (
Urk.
9/110). In der Folge
verwies
der Ver
sicherte in den Anmeldeformularen für Selbständige - Betriebs
schliessung
darauf
,
dass das «Pilates S
tudio
»
vom
1.
März
bis 1
8.
April 2021 aufgrund einer Anord
nung der Behörden geschlossen sei (
Urk.
9/112/2,
Urk.
9/122/2
).
Auch f
ür diesen Zeit
raum richtete die Ausgleichskasse
in der Folge
unter dem Titel Betriebs
schlies
sung für
Selbständigerwerbende
eine Entschä
di
gung aus (Urk.
9/114
, Urk.
9/126
).
In der Zeitperiode
1.
Mai
bis 3
1.
Juli 2021 wurde dem Versicherten
wiederum eine
Corona-Erwerbsausfallentschädigung auf
grund der Härtefall
regelung aus
bezahlt (
Urk.
9/130,
Urk.
9/132,
Urk.
9/134).
1.3
Y._
und
X._
meldeten sich am 17. November 2020 zudem als Personen mit arbeitgeberähnlicher Funktion bei der
Z._
GmbH zum Bezug einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung an. In ihrer Anmeldung wiesen sie auf eine in der Zeitperiode vom 17. September bis 31. Oktober 2020 er
littene Umsatzeinbusse hin (Urk. 8/16, Urk. 8/69/1). Das Gesuch wurde von der Ausgleichskasse abge
wie
sen, weil keine Umsatzeinbusse von 55 Prozent und damit keine erhebliche Einschränkung der Erwerbstätigkeit im Sinne der in jener Zeitperiode gültig gewesenen
Covid-19-Verordnung Erwerbs
ausfall
erstellt war (Verfügung vom 11. Februar 2021, Urk. 8/69). Die Verfügung der Ausgleichskasse blieb unange
fochten. In der Folge ging bei der
Aus
gleichskasse am 6. Januar 2021 das An
meldeformular AG und GmbH - Betriebs
schliessung ein
,
mit welchem
Y._
und
X._
als Gesell
schafterin beziehungsweise Gesell
schafter der
Z._
GmbH (Urk. 8/27/3-4) wegen einer Betriebs
schlies
sung vom 22. Dezem
ber 2020 bis 22. Januar 2021 (Urk. 8/27/2) eine Corona-Er
werbs
aus
fallentschädigung bean
trag
ten (Urk. 8/27, Aktenverzeichnis zu Urk. 8/1-133). Mit den am 4. Februar 2021 ver
sandten Online-Formularen bean
tragten sie sodann die Ausrich
tung einer Entschädigung für den Zeit
raum vom 22. De
zember
2020
bis 31. Januar 2021 und gaben als nähere Beschreibung für den Betrieb der
Z._
GmbH «Pilates Studio» an (Urk. 8/33/2, Urk. 8/34/2, Akten
verzeichnis zu Urk. 8/1-133). Am 5. März 2021 beantrag
ten sie eine Ent
schä
digung für die Betriebsschliessung vom 1. Februar bis 28. Februar 2021 (Urk. 8/75-76). Mit Ver
fügungen vom 8. März 2021 lehnte die Ausgleichskasse die Anträge von
Y._
und
X._
vom 6. Januar, 4. Februar und 5. März 2021 für die Ausrichtung einer Corona-Erwerbs
aus
fallentschädigung wegen Betriebs
schlies
sung für die Monate Dezem
ber 2020, Januar 2021 und Februar 2021 ab (Urk. 8/83-84). Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die Antrag
stellerin und der Antragsteller im Jahr 2019 mit ihr kein Einkom
men abgerechnet hätten, weshalb sie die
Anspruchsvoraussetzungen nicht erfül
len würden (Urk. 8/83/1, Urk. 8/84/1). Mit E-Mail-Nachricht vom 10. März 2021 bat
X._
die Ausgleichkasse darum, «nochmals alles anzu
schauen». Dazu hielt er unter anderem fest, dass er (in den Anmeldeformularen) für die Monate Januar und Februar 2021 angegeben habe, dass er einen Lohn ausbezahlt habe. Dies sei aber leider nicht der Fall gewesen. Es habe sich lediglich um eine Dar
lehens
aus
zahlung gehandelt.
Y._
und er hätten sich erst ab dem 1. Januar 2020 bei ihrer Firma anstellen lassen können, weil sie davor schon selbständig erwerbs
tätig gewesen seien und eine Übertragung auf die Firma erst
auf
diese
s
Datum
hin
möglich gewesen sei (Urk. 8/86/1). Darauf antwortete die Ausgleich
kasse nicht. Alsdann beantragten
Y._
und
X._
am 6. April 2021, dass ihnen für den Monat März 2021 eine Corona-Erwerbs
aus
fallent
schä
digung auszu
rich
ten sei (Urk. 8/87-88). Diese Anträge lehnte die Ausgleichs
kasse mit Verfügungen vom 7. April 2021 ab (Urk. 8/93, Urk. 8/94). Sie begrün
dete dies
im Wesentlichen damit, dass die Antrag
stellerin und der Antragsteller gemäss ihren Angaben in der An
mel
dung im Monat März 2021 keinen Lohn
aus
fall erlitten hätten (Urk. 8/93/1, Urk. 8/94/1). Dagegen erhoben
Y._
und
X._
am 12. April 2021 Einsprache. Darin hielten sie fest, dass ihnen beim Ausfüllen der Online-Formulare für die Monate Januar, Februar und März 2021 ein Fehler unterlaufen sei.
Sie hätten
sich nicht Lohn, sondern vielmehr ein Dar
lehen der GmbH an sie als Privatpersonen
ausgerichtet
. Diese Darlehens
aus
zahlung hätten sie tätigen müssen, um Rechnungen, Hypotheken etc. zu bezah
len. Die Darleh
e
nsauszahlung sei in den Online-Formularen fälschlicherweise als Lohn angegeben worden. Die Darleh
e
ns
auszahlung sei im Wissen darum vorge
nommen worden, dass sie - wie vom Bund verkündet - eine Lohnentschädigung bekommen würden und sie so das Geld an die GmbH zurücküberweisen könnten (Urk. 8/95-96). In seiner E-Mail-Nachricht vom 20. Mai 2021 erkundigte sich
X._
bei der Ausgleichskasse nach dem Stand der Bearbeitung seiner E-Mail-Nachricht vom 10. März 2021 und seiner Einsprache. Er führte unter anderem aus, dass er auf die Auszahlung der Entschädigung hoffe.
Y._
und er hätten ihr Studio für 118 Tage schliessen müssen. In dieser Zeit hätten sie keine Einnahmen erzielt, weshalb er das Geld für die Bezahlung der privaten Rechnungen von ihrem Ersparten
habe nehmen müssen
(Urk. 9/105). Die Ausgleichskasse wies die Einsprachen vom 12. April 2021
mit ihren an
Y._
und
X._
adressierten
Einsprachee
ntscheid
en
vom 20. Mai 2021 (Urk. 2, Urk.
8/130
f.
) ab.
2.
2.1
Gegen den an ihn gerichteten
Einspracheentscheid
vom 20. Mai 2021 erhob
X._
am 18. Juni 2021 Beschwerde (
Urk.
1). Er
liess beantrag
e
n
(
Urk.
1 S. 2):
«
1.
Es sei der
Einspracheentscheid
vom 2
0.
Mai 2021 vollumfänglich aufzu
heben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.
2.
Eventualiter sei der
Einspracheentscheid
vom 2
0.
Mai 2021 vollumfänglich aufzuheben und die Angelegenheit zur erneuten Beurteilung an die Vor
instanz zurückzuweisen.
3.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer bzw. der Unterzeichnenden unverzüglich sämtliche Akten zuzustellen und nach Zustellung der Akten sei dem Beschwerdeführer im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels eine angemessene Frist zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zu gewähren.
4.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie zusätzlich Mehrwert
steuer zulasten der
Beschwerdegegnerin.»
2.2
Die Beschwerdegegne
rin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
25
.
August
2021 A
bweisung der Beschwerde (Urk. 7
, unter Beilage der Kassenakten
der
Z._
GmbH sowie der Kassenakten des
Beschwerdeführers als
Selb
ständigerwer
benden
, Urk.
8
/1-1
33,
Urk.
9/1-135).
2.3
Mit Gerichtsverfügung vom 3
0.
August 2021 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
10). Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 2
7.
September 2021 an seinen Rechtsbegehren
1, 2 und 4
fest. Weiter beantragte er, dass das Rechts
begeh
ren der Beschwerdegegnerin abgewiesen werde (
Urk.
12
S. 2).
Die Beschwerde
gegnerin teilte dem Gericht am 2
8.
Oktober 2021 mit, dass sie auf das Einreichen einer
Duplik verzichte (
Urk.
16). Dies
wurde
dem
Beschwerde
füh
rer
am 1
.
November
2
021 zur Kennt
nis gebracht
(Urk.
17
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Zunächst stellt sich die Frage, was Anfechtungs- und Streitgegenstand (vgl. dazu:
BGE 144 I 11 E. 4.3, 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1b)
des vorliegenden Ver
fahrens ist. Mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 20. Mai 2021 ent
schied die Beschwerdegegnerin, dass die Einsprache gegen ihre Verfügung vom 7. April 2021 betreffend Corona-Erwerbsausfallentschädigung für den Monat März 2021 (Urk. 8/9
4
) abzuweisen sei (Urk. 2 S. 2). Im selben Entscheid hielt sie fest,
der
Beschwer
de
führer
müsse beachten, dass für die ganze Zeitperiode vom 22. Dezember 2020 bis 31. März 2021 kein Anspruch auf eine Corona-Erwerbs
aus
fall
ent
schä
digung bestehe (Urk. 2 S. 2).
Der Beschwerdeführer
beantragte, dass ih
m
in Aufhebung des angefochtenen
Ein
sprache
entscheids
vom 20. Mai 2021 die gesetzlichen Leistungen zu
zu
spre
chen seien (Urk. 1 S. 2).
1.2
Nach Lage der Akten hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch de
s
Beschwer
de
führer
s
als Person mit arbeitgeberähnlicher Funktion bei der
Z._
GmbH auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung wegen Betriebsschliessung für den Zeitraum
vom 22. bis 31. Dezember 2020
mit Verfügung vom 8. März 2021 abgewiesen (Urk. 8/8
3
). Weil der Beschwerdeführer dagegen keine Ein
spra
che erhoben hat, ist die Leistungsablehnung für den Zeitraum
vom 22. bis 31. Dezember 2020
in formelle Rechtskraft erwachsen (vgl. Urteil des Bundes
gerichts
9C_266/2020
vom 24. November 2020 E. 2.1). Die Leistungs
ab
leh
nung für den Monat Dezember 202
0
kann im vor
liegenden Verfahren somit nicht mehr überprüft werden.
1.3
Bezüglich der ebenfalls mit Verfügung vom 8. März 2021 abgewiesenen Corona-Erwerbsausfallent
schä
digung für die Monate Januar und Februar 2021 ist den Kassen
akten zu ent
nehmen, dass
der Beschwerdeführer
mit E-Mail-Nachricht vom 10. März 2021 um eine Überprüfung der Leistungsablehnung für die Monate Januar und Februar 2021 ersucht hat (Urk. 8/86/1).
Aus seiner Eingabe lässt sich ableiten, dass er seinen
Einsprachewillen
recht
zeitigt bekun
det hat. Die E-Mail-Nachricht vom 10. März 2021 genügt den for
mellen Anfor
derungen an eine
rechts
genügliche
Einsprache aber nicht, weil sie
vom Beschwerdeführer
nicht eigenhändig unterzeichnet wurde (Art. 10 Abs. 4 der Verordnung über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSV, anwendbar im Bereich der Corona-Erwerbsausfallentschädigung gestützt auf Art. 15 Abs. 5 des
Bundes
gesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für
Ver
ordnungen
des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie, Covid-19-Gesetz, und
Art. 1 der
Covid-19-
Verordnung Erwerbsausfall
sowie Art. 2 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Auf die E-Mail-Nachricht vom 10. März 2021 antwortete die Beschwerdegegnerin
zwar
nicht
,
d
er Beschwerde
führer
brachte
mit der Einsprache vom 12. April 2021
aber
erneut
Einwände betreffend
die Monate Januar und Februar 2021
vor
(Urk. 8/95-96)
und
der angefochtene
Einspracheentscheid
bezieht sich gemäss seinem Wortlaut
auch auf die Monate Januar und Februar 2021 (Urk. 2 S. 2
; vgl. auch die Antwort der
Beschwerde
geg
nerin
vom 2
2.
Juni 2021 auf die Anfrage
des Beschwerdeführers
vom 20. Mai 2021, mit welcher
sich
dieser nach dem Stand der Bearbeitung seiner E-Mail-Nachricht vom 10. März 2021 und seiner Einsprache vom 1
2.
April 2021
erkundigte,
Urk. 9/105). Das heisst, die Leistungsablehnung für die Monate Januar bis Februar 2021 ist
- entgegen dem Rubrum, worin lediglich auf die Ver
fügung vom
7.
April 2021, nicht jedoch auf die Verfügungen vom
8.
März 2021 Bezug genommen wird -
eben
falls Gegenstand des angefochten
en
Ein
spracheent
scheids
vom 20. Mai 2021 (Urk. 2).
1.4
Nachfo
lgend ist somit zu prüfen, ob d
e
r
Beschwerde
füh
rer als Person mit arbeit
geberähnlicher Stellung bei der
Z._
GmbH in den Monaten Januar bis März 2021 Anspruch auf eine Corona-Erwerbsaus
fallentschädigung hat. Soweit sich
ihre Beschwerde vom 20. Mai 2021 (Urk. 1) aber auch auf die Ent
schä
digung für den Zeitraum vom 22. bis 31. Dezember 2020 bezieht, ist darauf nicht einzutreten.
2.
2.1.1
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). Weiter stellt das Sozialversicherungs
gericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
2.1.2
Demnach ist die rechtliche Beurteilung des angefochtenen
Einspracheentscheids
(Urk. 2) anhand der bis
20. Mai 2021
gültig gewesenen Rechtsvorschriften vor
zunehmen.
Ausschlaggebend ist sodann, dass sich der Beschwerdeführer als Person mit arbeit
geberähnlicher Stellung bei der
Z._
GmbH
am 4. Februar, 5. März und 6. April 2021 für die Ausrichtung einer Corona-
Erwerbsaus
fallent
schä
digung an
gemeldet hat (Urk. 8/33/2, Urk. 8/34/2, Urk. 8/75-76, Urk. 8/84/1, Urk. 8/8
8
, Urk. 8/93/1) und der
Einspracheentscheid
die Erwerbsausfall
ent
schä
digung für
die Monate Januar bis März 2021 betrifft (Urk. 2, E. 1.3 vor
stehend). Vorliegend
sind somit
das Covid-19-Gesetz
und die
vom Bundesrat
am 4. Novem
ber 2020 rück
wirkend per 17. Septem
ber 2020 in Kraft gesetzten Art. 2 Abs. 3 der
Covid-19-Verordnung Erwerbs
ausfall
anwend
bar
, und zwar nach den in den Monaten Januar bis März 2021 gültig gewesenen Vor
schriften. Soweit nicht anders vermerkt, werden sie nach
folgend in dieser Fas
sung zitiert.
2
.
2
Gemäss
Art.
15
Abs.
1
Covid-19-Gesetz
kann
der Bundesrat
die Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls bei Personen vorsehen, die ihre Erwerbs
tätigkeit aufgrund von Massnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epidemie unterbrechen oder massgeblich einschränken müssen. Nur Personen mit einem Erwerbs- oder Lohnausfall, die i
n ihrer Unternehmung eine Umsat
zeinbusse von mindestens
40
Prozent
(in der vorliegend anwendbaren,
vom
19. Dezember
2020 bis 31.
März 2021 gültig gewesenen Fassung; bis
18. Dezem
ber 2020
waren
es 55 Prozent und ab 1. April 2021 sind es 30 Prozent)
im Ver
gleich zum durchschnittlichen Umsatz in den Jahren 2015
-
2019 haben, gelten in ihrer Erwerbst
ätig
keit als massgeblich einge
schränkt.
Zu den Anspruchsberechtigten gehören insbesondere auch Selbständige nach
Art.
12
ATSG
sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung
(Art.
15
Abs. 2
Covid-19-Gesetz
)
.
Gemäss Art.
15
Abs. 3
Covid-19-Gesetz
kann der Bundesrat Bestimmungen erlassen über:
a.
die anspruchsberechtigten Personen und insbesondere den Taggeldanspruch von besonders gefährdeten Personen;
b.
den Beginn und das Ende des Anspruchs auf Entschädigung;
c.
die Höchstmenge an Taggeldern;
d.
die Höhe und die Bemessung der Entschädigung;
e.
das Verfahren.
Der Bundesrat stellt sicher, dass Entschädigungen auf der Grundlage des selbst
deklarierten Erwerbsausfalls ausgerichtet werden. Die Richtigkeit der An
gaben wird insbesondere mittels Stichproben überprüft
(Art.
15
Abs. 4
Covid-19-Gesetz
)
.
Der Bundesrat kann die Bestimmungen des ATSG anwendbar erklären. Er kann Abweichungen von Artikel 24
Abs.
1 ATSG betreffend das Erlöschen des An
spruchs und Artikel 49
Abs.
1 ATSG betreffend die Anwendbarkeit des formlosen Verfahrens vorsehen
(Art.
15
Abs. 5
Covid-19-Gesetz
)
.
2.3
Gemäss
Art.
2
Abs. 3
der
Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall
sind
Selbstän
dig
erwerbende
im Sinne von Art. 12 ATSG und Personen nach Art. 31 Abs. 3
lit
. b und
lit
. c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver
siche
rung und die Insolvenzentschädigung (
AVIG
), welche im Sinne des Bundes
ge
setzes über die Alters- und
Hinterlassenen
ver
sicherung
(AHVG) obli
gatorisch ver
sichert sind, anspruchs
berechtigt, wenn:
a.
sie
ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass
nah
men zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen;
und
b.
s
ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden
.
2.4
2.4.1
Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Verord
nun
gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohen
den schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusse
ren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2
lit
. a des Regierungs- und Ver
wal
tungsorganisationsgesetzes, RVOG).
2.4.2
Gestützt auf
Art.
7 des
Epidemiengesetzes
erliess der Bundesrat unter anderem die
Covid-19-Verordnung
2, welche vom 13. März bis 22. Juni 2020 in Kraft war. Sie ordnete Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisa
tionen und Insti
tu
tionen sowie den Kantonen zur Verminderung des Über
tra
gungsrisikos und zur Bekämpfung des
Coronavirus
(Covid-19
) an (
Art. 1 Abs. 1 die
ser Verordnung). Gemäss Art. 6 Abs. 2
lit
. d der
Covid-19-Verordnung
2 in der ab 17. März 2020 gültig gewesenen Version waren Fitnesscenter sowie auch andere öffentlich zugängliche und Unterhaltungs- und Freizeitbetrieb
e
für das Publikum geschlos
sen. In der Folge beschloss der Bundesrat am 27. Mai 2020 - nach den ersten beiden Lockerungsschritten per 27. April 2020 (u.a. Öffnung von
Coiffeursalons
mit Schutzkonzepten) und per 11. Mai 2020 (u.a. Öffnung von Restaurants mit Schutzkonzepten) eine weitgehende Lockung der noch geltenden Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
per 6. Juni 202
0.
Unter der Bedingung, dass für alle Einrichtungen und Veranstaltungen Schutzkonzepte vorhanden sind (Art. 6a Abs. 1
Covid-19-Verordnung
2 in der ab 6. Juni 2020 gültig gewesenen Version) und die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können, konnten Frei
zeitbetriebe - mithin auch Fitnesscenter - wieder öffnen (vgl. die
Medien
mittei
lung des Bundesrates vom 27. Mai 2020).
2.4.3
Nach einer Zunahme der Ansteckungen mit dem
Coronavirus
im Herbst und Winter 2020 wurden weitere Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
beschlossen. Mit der Änderung der Verordnung über Massnahmen in der beson
deren Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage) vom 18. Dezember 2020
(aufgehoben mit Art. 30 Covid-19-Verordnung besondere Lage vom 23. Juni 2021)
wurden mit Art. 5d Abs. 2
lit
. b dieser Verordnung mit Wirkung ab dem 22. Dezember 2020 namentlich Sport- und Fitnesscenter wieder für das Publikum geschlossen. Alsdann beschloss der Bundesrat in seiner Sitzung vom 14. April 2021, dass unter anderen Fitnesscenter per 19. April 2021 wieder öffnen dürfen. Auch Sport in Innenräumen war wieder erlaubt (vgl.
die Medienmitteilung vom selben Tag).
Der Bundesrat passte Art. 5d der Covid-19-Verordnung besondere Lage entsprechend an.
3.
3.1
3.1.1
Zunächst ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer
als Geschäftsführer
der
Z._
GmbH
seine
Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeord
neten Mass
nah
men zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie hat unterbrechen müssen (Art.
2
Abs. 3
lit
. a
der
Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall).
Laut dem Handelsregistereintrag bezweckt die
Z._
GmbH die Füh
rung eines klassischen
Pilatesstudios
mit Geräten und Ausbildung in klassischem Pilates (Urk. 3/2). Unter der Pilates-Methode nach Joseph Hubertus Pilates (1883-1967) versteht man ein systematisches Ganzkörper
training zur Kräftigung der Muskulatur, primär von Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Das
Pilates
training
kann auf der Matte und an speziell entwickelten Geräten
statt
finden (https://de.wikipedia.org/wiki/Pilates, besucht am 8. Dezember 2021). Auf der Homepage der
Z._
sind Räumlichkeiten in
A._ und B._
für ein
Pilates
training
mit Dusche und Aufenthaltsraum abgebildet. Mit dem Link zum Stunden
plan können Interessierte auf der Homepage direkt Kurse buchen. Die Kurse werden gemäss diesem Stundenplan von
Y._
sowie von anderen Trainerinnen und
vom Beschwerdeführer
geleitet. Das
Pilatesstudio
ist mit einem Fitnesscenter vergleichbar. Es gehörte somit zu den öffentlichen, für das Publi
kum zugänglichen Einrichtungen, welche gemäss den vom Bundesrat verord
neten Massnahmen vom 22. Dezember 2020 bis 19. April 2021 geschlossen bleiben mussten (E. 2.4.3 vorstehend). Aufgrund dieser behördlich angeordneten Massnahme hat der Beschwerdeführer
seine Tätigkeit als Geschäftsführer sowie Trainer
bei der
Z._
GmbH im hier zu prüfenden Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2021 unterbrechen müssen, weshalb die Voraussetzung von Art.
2
Abs. 3
lit
. a
der
Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall erfüllt ist.
3.1.2
Die Beschwerdegegnerin hält dafür, dass diesbezüglich weiter
e
Abklärungen ange
zeigt seien. Sie bringt vor, dass der Beschwerdeführer neben
seiner Tätigkeit für die
Z._
GmbH auch noch als
Selbständigerwerbende
r
gemeldet sei.
Er sei Inhaber des Einzelunterne
hmens «C._
».
Beide
Unter
nehmen
seien an der Strasse D._
in
A._
gemeldet und hätten einen ähn
lichen Zweck.
Auch für seine
Tätigkeit
als
Selbständig
erwerbende
r
habe
der Beschwerdeführer
monatliche Anmeldungen für eine Corona-Erwerbsaus
fallentschädigung einge
reicht.
Er habe fast durchgehend Corona-Erwerbsaus
fallentschädigung
bis Ende Juli 2021 erhalten.
Es stelle sich des
halb die Frage, wie weit die Einbussen des Beschwerdeführers nicht bereits durch diese Entschädigung abgedeckt seien (Urk. 7 S. 3).
Aufgrund der vorliegenden Akten steht fest, dass de
r Beschwerdeführer
im vor
liegend zu prüfenden Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2021
in den Monaten Januar und März 2021
bereits eine Entschädigung für
Selbstän
digerwerbende
wegen Betriebsschliessung erhalten hat (Urk. 9/
110
,
Urk. 9/
114
). Der Besuch der
Homepage vom 8. Dezember 2021
ergab sodann, dass das
Pilates
studio
der Eheleute X._ und Y._
je ein Lokal in
A._ und B._
hat. Es liegt - soweit er
sichtlich - aber nur ein Betrieb vor. Gemäss dem Impressum dieser Homepage wird das
Pilatesstudio
von der
Z._
GmbH betrieben
. Es ste
llt sich mithin die Frage, ob d
e
r
Beschwerde
führer
ab Januar 2020 weiterhin selb
ständig erwerbstätig gewesen ist und ihm
für die Zeitperioden
vom
17. März bis
16. September 2020
,
vom 1.
bis
31.
Januar
2021 und vom
1.
März
bis 18. April 2021 zu Recht für
eine
Tätig
keit als
Selbständiger
werbende
r
eine Corona-
Erwerbs
ausfallentschädigung
wegen Betriebsschliessung ausbezahlt wurde
(Urk.
9/78,
Urk.
9/80-81, Urk.
9/83-85, Urk. 9/87, Urk. 9/
110,
Urk. 9/
114
,
Urk. 9/126
)
, was
aber nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist (E.
1 vor
stehend).
In der Tat wäre es mindestens rechtsmissbräuchlich, würde er für ein und dieselbe Tätigkeit sowohl als
Selbständigerwerbender
wie als Geschäftsführer einer GmbH Erwerbsausfallentschädigungen geltend machen.
3.2
3.2.1
Im vorliegenden Verfahren ist weiter zu prüfen, ob der Beschwerdeführer
als Geschäftsführer
der
Z._
GmbH aufgrund der vom Bundesrat ange
ord
neten Betriebs
schliessung (E. 3.1.1 vorstehend) im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2021
einen Erwerbs- oder Lohnausfall
erlitten hat (Art.
2
Abs. 3
lit
. b
der
Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall).
In den Lohnblättern der
Z._
GmbH für die Zeitperiode Januar bis Dezember 2020 (Urk. 8/
53
-
64
) wurde ein Bruttolohn des Beschwerdeführers in der Höhe von Fr. 3'274.20 festgehalten. Die GmbH hat de
m
Beschwerdeführer jeweils einen Nettolohn in der Höhe von Fr. 3'000.-- überwiesen
(Urk. 8/53-64)
. Für die monatliche Über
weisung dieses Betrages wurde bei der Zürcher Kanto
nal
bank
offenbar
ein Dauer
auf
trag eingerichtet (Urk. 13/1-2). Mit der Lohn
meldung für das Jahr 2020 vom 9. Februar 202
1
wurde gegenüber der Beschwer
degegnerin so
dann ein AHV/IV/EO-Lohn in der Höhe von Fr.
40'472.40
deklariert (Urk. 8/68
/3
).
Dies entspricht beinahe einem Bruttomonatslohn in der Höhe von
Fr. 3'274.2
0.
Es
besteht kein Zweifel daran, dass es sich bei den Zahlungen
der GmbH an d
e
n
Beschwerdeführer im Jahr 2020 in der Höhe von monatlich Fr. 3'000.-- um Lohnzahlungen gehandelt hat. Alsdann wurde in den Anmelde
formularen für den Bezug einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung wegen Betriebs
schliessung angegeben, dass der Lohn de
s
Beschwerde
führer
s
in den Antragsmonaten Januar bis März 2021 jeweils Fr. 3'274.-- betragen habe (Urk. 8/33/
3
, Urk. 8/75/
3
, Urk. 8/8
8
/4). Weil dieser Betrag (beinahe) dem Brutto
lohn gemäss den Lohnblättern für das Jahr 2020 (
Urk. 8/53-64
) entspricht, ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer
als Gesellschafter und Geschäftsführer
der GmbH sich den bisherigen Lohn im vorliegend zu prüfenden Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2021 weiter ausgerichtet hat.
Er
hat somit keine Lohnein
busse erlitten (Urteil des Sozialversicherungsgerichts EE.2021.00024 vom 18. August 2021 E. 3.4). Die Voraussetzung gemäss Art.
2
Abs. 3
lit
. b
der
Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall ist nicht erfüllt.
3.2.2
Nachdem die Beschwerdegegnerin den Antrag des Beschwerdeführers auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung für die Monate Januar und Februar 2021
mit der Verfügung
vom 8. März 20
21 abgewiesen hatte (Urk. 8/83
), führte
der Beschwerdeführer
in seiner E-Mail-Nachricht vom 10. März 2021 aus, dass es sich bei den Zahlungen der GmbH im Januar und Februar 2021 um Darlehen gehandelt habe (Urk. 8/86/1).
Dem widersprechend gab er
im
am 6. April 2021 versand
t
en Online-Antragsformular für den Monat
März
erneut
an
, dass
er
im Antragsmonat einen Lohn in der Höhe von je Fr.
3'274.-- erhalten habe
(
Urk. 8/88/4
, Aktenverzeichnis zu
Urk.
8/1-133
).
Seine
Erklärung in der Einspra
che vom 12.
April 2021, wonach ihm
beim Ausfüllen des Formulars für den März 2021 - erneut - ein
«
Fehler
»
unterlaufen sein soll (Urk. 8/95), überzeugt
daher
nicht.
Wenn
sich
Y._
und der Beschwerdeführer
im Jahr 2020 eine
n
Lohn von monatlich je netto Fr. 3'000.--
ausbezahlt
haben (Urk. 8/41
-64
, Urk. 13/1-2), ab Januar 2021 für die Bezahlung von Rechnungen, Hypotheken etc. (vgl. die Einsprache vom 12. April 2021, Urk. 8/95) dann aber
je
ein
«
Darle
hen
»
in der Höhe von Fr. 3'274.-- pro Monat
(Urk. 8/33/3-4, Urk. 8/75/3-4, Urk. 8/87/4, Urk. 8/88/4)
- mithin einem Betrag, welcher fast exakt dem bishe
rigen Bruttolohn (
Urk. 8/41-64
) entspricht - benötigt haben sollen
, so liegt auf der Hand,
dass es sich hierbei um Lohnzahlungen
(
im Hinblick auf die erwartete Entschädigung
)
handelte, und nicht um ein «Darlehen»
.
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts sodann in der Regel auf die sogenannten spontanen «Aussagen der ersten Stunde» ab, denen in beweismässi
ger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a, je mit Hinweisen).
Auf d
ie
ersten
Angaben
des Beschwerdeführers
in den Antrags
formularen, wonach der Lohn auch in der Zeitperiode vom
1.
Januar bis 3
1.
März 2021 (unverändert) ausbezahlt worden
sei (Urk. 8/33/4, Urk. 8/75/4,
Urk. 8/88/4
;
vgl. auch Vermerk unter Lohnausfall: «Keine Einbusse»
),
ist daher abzustellen
. Gemäss
den Vorbringen
des Beschwerde
führers im vorliegenden Verfahren gibt es auch keine schriftlichen Belege für die
Darlehen (Urk. 12 S. 4). D
e
r
Beschwer
de
führer
vermag daraus mithin nichts zu
seinen
Gunsten abzuleiten.
3
.3
Da der Beschwerdeführer in den Monaten Januar bis März 2021 keinen Erwerbs- oder Lohn
ausfall erlitten hat (Art.
2
Abs.
3
lit
. b der
Covid-19-Verord
nun
g Erwerbsaus
fall), hat die Beschwerde
gegnerin
ein
en
Anspruch als Person mit arbeitgeberähnlicher Stellung bei der
Z._
GmbH auf eine Corona-Erwerbs
aus
fallentschädigung für diese Monate
im Ergebnis
zu Recht verneint.
Damit braucht nicht geprüft zu werden, ob - im Sinne einer Lückenfüllung der Verordnung - für die Bemessung der Entschädigung entgegen dem Wortlaut von
Art.
5
Abs.
2
ter
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall auf die Lohnzahlungen 2020 abzustellen wäre, weil sich der Beschwerdeführer im Jahre 2019 keinen Lohn auszahlen liess.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einzutreten ist.