Decision ID: 4f0f4a0c-1289-4c5b-bb93-f2007d1f5a31
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1974 geborene
X._
war
–
ohne
berufliche Ausbildung
–
v
on 2007 bis 2008 temporär als Gipser tätig (Urk. 6/14). In der Folge
war er
als arbeitslos angemeldet (Urk. 6/11). Am
3. September 2009 (Eingangsdatum)
meldete er sich
aufgrund lumbaler Rückenschmerzen bei Wirbelsäulenfehlform
erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/7
und Urk. 6/18
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, veran
lasste eine
rheumatologische
Begutachtung mit Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit des Versicherten (
Gutachten vom
5. Juli 2010
,
Urk. 6/39).
Mit V
erfügung vom 11.
November 2010 verneinte sie einen Ren
ten
anspruch des Versicherten (Urk. 6/46).
Diese Verfügung erwuchs unan
gefochten in Rechtskraft.
1.2
Der Versicherte
ist
nunmehr
Inhaber und Geschäftsführer der am 10. April 2017 ins Handelsregister eingetragenen
Y._
GmbH.
Ab
dem 1. Mai 2017 war er bei seiner Firma als Gipser/Maler in einem 100%-Pensum angestellt.
Gemäss Unfallmeldung vom
28. September 2018
verspürte er am
8.
September 2018
bei der Arbeit nach dem
Anheben einer
Glättkelle
Schmerzen im rechten Oberarm
(Urk. 6/51/122)
. Das
Arthro
-MRI der rechten Schulter vom 13. September 2018 ergab eine Subtotalruptur der
Supraspinatussehne
sowie eines Anteils der kranialen
Infraspinatussehne
mit leichtgradiger Sehnenretrak
tion
(Urk.
6/51/103
)
. A
m 19.
Dezember 2018 wurde eine Schulterarthroskopie im
Spital Z._
durchgeführt
(Urk.
6/51/67
)
. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
1.3
A
m 2.
Mai 2019 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte
erneut
bei der
IV
Stelle
zum Leistungsbezug an (Urk.
6/50
).
Diese zog die Akten der Suva bei und tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen.
Am 19. Juli 2019 wurde der Versicherte
im Auftrag der Suva
kreisärztlich untersucht (Urk.
6/
61/12 ff.
).
A
m 23.
Juli 2019 teilte die Suva dem Versiche
r
ten mit, dass die Heilkosten- und T
ag
geldleistungen per 30.
September 2019 eingestellt würden (Urk.
6/
61/3 f.
).
Am 19. August 2019 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass keine Einglie
derungsmassnahmen möglich seien (Urk. 6/63).
Mit Verfügung vom 7. November 2019 verneinte
die Suva
einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung und sprach ihm eine auf einer I
ntegritätseinbusse von 10
% beruhende Integritätsentschädigung zu (Urk.
6/
71
)
, woran sie mit
Ein
spracheentscheid
vom 18. September 2020
festhielt
(Urk. 6/74)
. Die dagegen
erho
bene Beschwerde,
welche Gegenstand des Verfahrens UV.2020.000242 bildet,
wurde mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich heutigen
Datums abgewiesen.
Die IV-Stelle verneinte nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
mit Verfügung vom 27. Januar 2021 einen Leistungsanspruch des Ver
sicherten (Urk. 6/89
= Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
1. März 2021
Beschwerde und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, um einen Rentenanspruch von mindestens 50 % festzulegen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewil
ligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1. April 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. Juli 2021 mitgeteilt wurde (Urk. 13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzu
gehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in
Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.4
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis
).
Der Begriff des ausgegli
chenen Arbeitsmarktes
gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt und dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeits
losen
versicherung abzugrenzen (BGE 134 V 64 E. 4.2.1, BGE 110 V 273 E. 4b; vgl. auch BGE 141 V 351 E. 5.2, 141 V 343 E. 5.2). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1 und 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die versicherte Person die Mög
lichkeit hat, ihre restliche Erwerbs
fähigkeit zu verwerten, und ob sie ein renten
aus
schliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; Meyer/
Reichmuth
, Bundes
gesetz über die Invalidenver
sicherung, 3. Auf
l
age
2014,
R
n
131 zu Art. 28a).
Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatz
mög
lichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berück
sichtigung der gesamten objek
tiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anfor
derungen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9
C_910/2011 vom 30. März 2012 E.
3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeits
markt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeits
angebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter
Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als aus
geschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesge
richtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung, 3. Auflage
2014,
R
n
132 zu Art. 28a
).
1.5
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art.
87 Abs.
3
der Verordnung über die
Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraussetzungen gemäss Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblich
en Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE
117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die fest
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Inva
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auc
h dem Gericht (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E.
2b
).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle,
gemäss den Abklärungen sei dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Maler/Gipser nicht mehr zumut
bar. Eine angepasste Tätigkeit sei ihm jedoch zu 100
% zumutbar.
Bei einem Invaliditätsgrad von 4 % bestehe kein Rentenanspruch.
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend,
aus dem äusserst einschränkenden Belastungsprofil ergebe sich, dass ihm offensich
t
lich keinerlei Tätigkeiten im Baubereich, in welchem er als 47-jähriger seit Jahrzehn
ten ausschliesslich tätig sei, konkret möglich seien. Er habe aufgrund seiner Aus
bildung und beruflichen Erfahrung angesichts des erwähnten gesundheitsbedingt erheblich eingeschränkten Belastungsprofils auch auf dem sogenannt ausge
glichenen Arbeitsmarkt keine Chance, eine Anstellung zu finden. In Verletzung des Gehörsanspruchs werde nicht konkret aufgezeigt, welche beruflichen Tätig
keiten in welchen Bereichen überhaupt in Frage kämen (U
rk.
1 S
. 3
f.).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom
2. Mai 2019
(
Urk. 6/50
) eingetreten. Es gilt somit zu prüfen, ob sich die tatsäch
lichen Verhältnisse im massgebenden Zeitraum zwischen der Verfügung vom
11. November 2010
, mit welcher ein Anspruch auf eine Invalidenrente verneint wurde (Urk. 6/
46
), und der angefochtenen Verfügung vom
27. Januar 2021
(Urk. 2), insofern verändert haben, dass nunmehr ein Anspruch auf eine Invali
denrente besteht.
3.2
Die rentenabweisende Verfügung vom 11. November 2010 basierte in medizi
nischer Hinsicht insbesondere auf dem von der Beschwerdegegnerin eingeholten rheumatologischen Gutachten vom
5. Juli 2010
(Urk. 6/
39
).
Darin wurden die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt
(Urk. 6/39 S. 5)
:
-
Lumbovertebralsyndrom
mit/bei
-
Wirbelsäulenfehlform (
thorakolumbale
Skoliose, thorakale Hyperlor
dose
-
Muskulärer
Dysbalance
thorakolumbal
-
MRI 07/2009: Status nach Deckplattenimpressionsfraktur LWK1,
erosive
Osteochondrose
L1/L2,
Diskopathien
L1/L2, L4/L5
-
Symptomausweitung
-
Verkürzung der
ischiocruralen
und
Quadricepsmuskulatur
bds
.
-
Vitamin D3-Mangel, substituiert
Es wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer leide unter einem multifaktoriell bedingten
Lumbovertebralsyndrom
. Es bestehe einerseits eine statische Wirbel
säulenproblematik mit nur knapp kompensierter Torsionsskoliose, überwiegend fixierter thorakaler Hyperkyphose und lumbaler Hyperlordose sowie konsekutiver muskulärer
Dysbalance
paravertebral und zudem in der Bildgebung dargestellten degenerativen Wirbelsäulenveränderungen. Neben der strukturellen Problematik bestünden aber auch Anzeichen für ein vorliegendes maladaptives Krankheits
verhalten
mit Beschwerdeausweitung, sowohl in der klinischen Untersuchung als auch in der EFL besonders deutlich,
und
die Entwicklung eines Schmerz- und Schonverhaltens mit Selbstlimitierung. Es liege aber ganz klar ein somatischer Kern vor, für welchen auch das gute Ansprechen auf eine
intrathekale
Steroid
gabe (Sakralblock) spreche. Gesamthaft könnten die vorliegenden objektiven Befunde das gezeigte Verhalten aber nur teilweise erklären, führten aber sicher zu einer verminderten Wirbelsäulenbelastbarkeit. Hinw
ei
se für eine
radikuläre
S
ymptomatik bestünden we
de
r
anamnestisch noch klinisch. Aufgrund einer Selbst
limitierung hätten in der EFL nicht in allen getesteten
Funktionbereichen
funktionelle
Leistungslimiten
eruiert werden können. Die gezeigte Belastbarkeit sei im knapp mittelschweren Gewichtsbereich gel
e
gen. Es hätten sich die folgen
den funktionellen
Limiten
objektivieren lassen: Arbeit über S
chulterhöhe maxi
mal manchmal, vorgeneigt
Stehen maximal manchmal, längeres Knien und Stehen an Ort sollte unterbrochen werden können. Aus rheumatologischer Sicht sollte aufgrund der Beobachtungen der EFL sowie der objektiven Befunde auf
grund der strukturellen Wirbelsäulenproblematik der knapp mittelschwere Gewichts
bereich nicht überschritten werden. Bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als angelernter Gipser in einem 100%-Pensum handle es ich um eine körperlich schwere Arbeit. Diese sei dem Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht nicht mehr zumutbar. Es werde eine berufliche Umstellung in eine adaptierte Tätigkeit empfohlen. Medizinisch-theoretisch sei dem Versicherten eine körper
lich knapp mittelschwere wechselbelastende Arbeit unter Berücksichtigung der oben aufgeführten
Belastungslimiten
ganztags zumutbar (Urk. 6/39 S. 6 f.).
3.3
Die angefochtene Verfügung vom
27. Januar 2021
stützte sich im Wesentlichen auf die kreisärztliche Beurteilung der Suva vom
22. Juli 2019
(
Urk. 6/61/12 ff.
) sowie auf die RAD-Stellungnahme vom
6. November 2020
(U
rk.
6/79/5 f.
).
3.3.1
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nannte in seiner Stellungnahme vom 22. Juli 2019 betreffend die kreisärztliche Untersuchung vom 19. Juli 2019 die folgenden Diagnosen (Urk. 6/61/17):
Ereignis vom 8. September 2018: Nach Anheben einer
Glättkelle
ein Geräusch in der rechten Schulter gehört und
-
Status nach Schulterarthroskopie rechts mit
Bizepstenodese
, zweireihiger Naht der
Supraspinatussehne
und
Akromioplastik
-
Funktionseinschränkung, Kraftminderung und Schmerzhaftigkeit Schul
tergelenk rechts
Dr.
A._
führte aus, erstmalig aktenmässig dokumentiert seien erhebliche Beschwerden im Bereich des rechten Arms 201
5.
Es sei eine umfangreiche Abklärung der Beschwerden im Bereich der Nacken-/Schultergürtelregion rechts und des Arms rechts erfolgt. Am 8. September 2018 habe der Beschwerdeführer starke Schmerzen im rechten Schultergelenk verspürt. Am 9. September 2018 sei er im
Spital Z._
gesehen und der Verdacht auf eine
Rotatorenmanschet
tenläsion
attestiert worden. Fünf Tage nach dem Ereignis sei eine
MR-Arthro
graphie
des Schultergelenks rechts erfolgt. Es habe sich eine subtotale
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
am Ansatz mit leichtgradiger Seh
nenretraktion gezeigt. Bei fehlender Besserung sei der Beschwerdeführer am 19. Dezember 2018 chirurgisch behandelt worden. Es sei eine
Akromioplastik
,
Bizepssehnentenodese
,
Bursektomie
und Naht der
Supraspinatussehne
rechts erfolgt. Der postoperative Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet. Im Ver
lauf habe der Beschwerdeführer wiederholt über Bewegungseinschränkungen und Schmerzen im rechten Arm und in der Nackenregion geklagt. Seit der Operation seien acht Monate vergangen. Es seien kontinuierlich physiotherapeutische Mass
nahmen erfolgt. Während des stationären Aufenthaltes 2015 in der Rehabilitati
onsklinik
B._
sei eine Umfangmessung im Armbereich erfolgt. Gegenüber dieser Untersuchung fänden sich aktuell keine relevanten Differenzen in der Muskulatur als Zeichen einer allfälligen
Dekonditionierung
im Bereich der Arme. Die zum heutigen Zeitpunkt geklagten Beschwerden und objektivierbaren Befunde entsprächen dem üblichen
läsional
bedingten Schmerz als Begleitsymp
tom der Gewebsschädigung. Die gezeigten Einschränkungen der Leistungsfähig
keit entsprächen dem Status nach
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
bei vor
bestehender
Omarthrose
. In Anbetracht der Unfallfolgen sei die angestammte Tätig
keit dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Die Tätigkeit sei zu schwer. Unfallkausal seien ihm bis mittelschwere Tätigkeiten bis Schulterhöhe ohne Arbeiten an Maschinen, welche rütteln, schlagen oder vibrieren und mit dem rechten Arm bedient werden müssen, vollschichtig zumutbar. Eindrücklich sei der Quervergleich der Beschwerdeschilderung bei der Rehabilitation 2015 und der kreisärztlichen Untersuchung 201
6.
Damals und aktuell würden Nacken
schmerzen, Schulter-Armschmerzen rechts, Schwächegefühl und Gefühlsstö
rungen der Hand rechts geklagt. Überwiegend wahrscheinlich handle es sich um ein zusätzliches degeneratives Verschleissleiden im Nacken- und Schultergürtel
bereich, welches vorbestehend sei (Urk.
6/61/
17 f
).
%1.2.%3
RAD-Arzt
Dr.
med. C._
, Facharzt Chirurgie,
nannte
in seiner Stel
lungna
hme vom 6.
November 2020
die folgenden Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Zustand nach subtotaler
transmuraler
Ruptur der
Supraspinatussehne
am Ansatz sowie der kranialen Anteile der
Infraspinatussehne
mit
-
leichtgradiger Sehnenretraktion (Patte Grad I)
-
leichtgrad
i
ger
Tendinose
der kranialen Anteile der
Subscapularissehne
-
Bursitis
subacromialis
et
subdeltoidea
-
Zustand nach Schulterarthroskopie rechts mit
Bizepstenodese
, zwei
reihiger Naht der
Supraspinatussehne
,
Acromioplastik
vorbekannte
Omarthrose
rechts mit
-
posttraumatischer Funktionseinschränkung, Kraftminderung und Schmerzhaftigkeit
Dr.
C._
führte aus, die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Diese Tätigkeit sei zu schwer. Unfallbedingt seien ihm vollzeitig leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bis Schulterhöhte zumutbar, dies ohne Arbeiten an Maschinen, welche rütteln, schlagen oder vibrieren und mit dem rechten Arm bedient werden müssten
. Die vorliegenden Arztberichte seien schlüs
sig, die angeführten medizinischen Fakten seien nachvollziehbar und es könne auf diese abgestellt werden
(U
rk.
6/79/
5
f.)
.
4.
4.1
Die in Kenntnis der
Vorakten
und gestützt
auf
die den Verlauf seit dem Ereignis vom 8. September 2019 lückenlos dokumentierenden Berichte der behandelnden Ärzte sowie gestützt auf die Untersuchung vom 19. Juli 2019 vorgenommene kreisärztliche Beurteilung erfüllt
die von der Rechtsprechung verlangten Anfor
derungen an eine beweiskräftige
Entscheidungsgrundlage (vgl. vorne E. 1
.8
) und vermag in ihren ausführlich begründeten Schlussfolgerungen zu überzeugen. Medizinische Berichte, die diese Beurteilung in Frage zu stellen vermöchten, liegen nicht vor.
Aus den Akten geht hervor, dass dem Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt der Verfügung vom
11. November 2010
eine körperlich schwere Arbeit
medizinisch-theoretisch
nicht mehr zumutbar war und ihm eine berufliche Umstellung
in
eine mittelschwere
wechselbelastende
Tätigkeit empfohlen wurde.
In der Folge
war er
dennoch
bis zum Ereignis vom
28. November 2018
weiterhin als Gipser/Maler tätig.
Die infolge des Ereignisses vom 28. November 2018
bestehenden Befunde sowie
Einschränkungen der Leistungsfähigkeit entsprechen dem
Zustand
nach
Rota
torenmanschettenrekonstruktion
bei vorbestehender
Omarthrose
und begrün
den eine Arbeitsunfähigkeit für körperliche schwere Arbeiten
.
Gestützt auf die medizinische Ak
t
enlage
ist dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätig
keit als Gipser/Maler
somit
spätestens seit dem Ereignis vom 28. November 2018
nicht mehr zumutbar
. In einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit bis Schulter
höhe ohne Arbeiten an Maschinen, welche rütteln, schlagen oder vibrieren und mit dem rechten Arm bedient werden müssen
, ist er zu 100 % arbeitsfähig.
Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwer
deführers im
massge
benden
Zeitraum (vgl. E.
3.1) zwar
leicht
verändert
hat.
Es ist jedoch
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt
, dass die Arbeitsfähigkeit in einer den
neu
hinzugetretenen Beschwerden Rechnung tragenden Tätigkeit weiterhin 100 % beträgt. Da die objektive medizi
nische Sachlage rechtsgenügend erstellt ist, besteht kein Anlass für weitere Abklärungen.
4.2
Der Beschwerdeführer macht geltend, das ihm zumutbare Belastungsprofil ent
spreche keiner Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt (Urk. 1 S.
3
). Bei der Inva
liditätsbemessung ist nicht auf die effektiven Marktverhältnisse und die konkre
ten Chancen des Beschwerdeführers auf dem aktuellen Stellenmarkt abzustellen. Seine Kritik verkennt den rein hypothetischen Charakter des ausge
glichenen Arbeits
marktes, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invali
denversiche
rung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. So geht es beim als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt nicht um reale, geschweige denn offene Stellen, sondern um (gesundheitlich zumutbare) Arbeitsmöglich
keiten, welche der Arbeitsmarkt von seiner Struktur, jedoch abstrahiert von den konjunkturellen Verhältnissen,
umfasst (
vgl.
BGE 110 V 273 E. 4b).
Die beim Beschwerdeführer aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen resultierenden Einschränkungen erweisen sich nicht als derart erheblich, dass angenommen werden müsste, er sei in der freien Wirtschaft nicht mehr einsetz
bar.
Es ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf dem ausge
gli
chenen Arbeitsmarkt seine Restarbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit verwerten kann
.
Zu denken ist etwa an
Kontroll-,
Überwachungs
, Sort
ier- und Verpackungstätigkeiten sowie
leichte Montagearbeite
n
, die auf Tischhöhe ausgeführt werden können
.
Die
Beschwerdeg
eg
nerin hat das medizinisch festgelegte Belastbarkeitsprofil in der angefochtenen Verfügung wiedergegeben.
Damit ist
sie
ihrer Pflicht, eine angepasste Tätigkeit zu umschreiben, nachgekommen. Der Nachweis einer konkreten Arbeitsstelle, wie es der Beschwerdeführer fordert
(Urk.
1 S.
4)
, ist hin
gegen nicht notwendig. Mit diesem Einwand lässt er ausser Acht, dass die Anfor
derungen an die Umschreibung der noch zumutbaren Tätigkeiten rechtsp
re
chungsgemäss nicht gross sind
und
die
Verwaltung
im Rahmen des Einkommens
vergleichs keine konkreten Arbeitsstellen nachzuweisen
hat
, sondern vielmehr von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausgegangen wird.
Die IV-Stelle hat
deshalb nicht zu prüfen, ob der Versicherte tatsächlich eine entsprechende Arbeits
stelle erhält oder erhalten kann. Es reicht aus, dass solche auf dem Arbeitsmarkt vorhanden und nicht bloss theoretischer Natur sind (
vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_547/2019 vom 8.
Oktober 2019 E.
5.2
;
9C_286/2018
vom 25.
Juni 2018 E.
5;
8C_293/2016 vom 11.
Juli 2016 E.
4.2 mit
weiteren
Hinwei
s
en
).
Schliesslich sprechen weder
das
Alter des
Beschwerdeführer
s
(
knapp 47
Jahre bei Erlass der Verfügung vom
27. Januar 2021
) noch die Abwesenheit vom Arbeitsmarkt (
etwas mehr als
zwei
Jahre) gegen die objektive Zumutbarkeit einer Verweisungstätigkeit (
Art.
7 Abs.
2 ATSG
).
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
im Verfügungszeitpunkt von einer zumu
tbaren Arbeitsfähigkeit von 100
% in einer angepas
sten Tätigkeit ausgegangen ist.
Da der
Beschwerdeführer
keine
konkreten
Einwände gegen den Einkommens
vergleich erhebt und keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, wonach dieser unzu
treffend wäre, hat es bei der vorinstanzlichen Verneinung des Anspruchs auf ein
e Invalidenrente sein Bewenden
.
Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
5.2
Der Beschwerdeführer ersuchte um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1)
.
Nach Gesetz und Prax
is sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anw
altliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Als bedürftig gilt eine Person dann, wenn sie die Kosten eines Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie erfor
derlich sind. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirt
schaft
lichen Situation
der gesuchstellenden Person
im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs
(
vgl.
BGE 141 III 369 E. 4.1
;
135 I 221 E. 5
;
128 I 225 E.
2.5.1
).
Die gesuchstellende Person
trifft im Verfahren betreffend die unentgeltliche Rechts
pflege eine umfassende Mitwirkungsobliegenheit
.
Sie
hat
ihre
Einkom
mens- und Vermögensverhältnisse darzulegen und zu belegen
(vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 4A_2
64/2014 vom 17. Oktober 2014 E.
3.2 und 4A_403/2013 vom 1
1. Oktober 2013 E.
3.2.2). An die klare un
d gründliche Darstellung der fi
nanziellen Situation durch die gesuchstellen
de Person dürfen umso höhere An
forderungen gestellt werden, je komplexer die Verhältnisse sind
(BGE 120
Ia
179 E.
3a
; Urteil des Bundesgerichts 4A_2
64/2014 vom 17. Oktober 2014 E.
3.2
).
Das Gesuch kann mangels ausreichender Substantiierung oder mangels Bedürf
tigkeitsnachweises abgewiesen werden, wenn
die gesuchstellende Person ihren
Obliegenheiten nicht (genügend) nachkommt
(
vgl.
BGE 125 IV 161 E.
4a
;
120
Ia
179 E.
3a
; Urteile
des Bundesgerichts
5A_142/2015 vom 5
.
Januar 2
016 E. 3.7; 2C_683/2014 vom 24. Oktober 2014 E.
3.1.1)
.
Der Beschwerdeführer ist Inhaber und Geschäftsführer der
Y._
GmbH.
Bezüglich seiner Firma reichte er keinerlei Unterlagen
, nament
lich keine Geschäftsbuchhaltung,
ein.
Die Frage nach dem Einkommen wurde im Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit mit
Fr.
0.-- angegeben
(Urk. 11 S.
5)
, d
ie Frage nach dem Vermögen
mit Fr. 200.-- (Urk. 11 S. 7
f.)
, ohne dies zu belegen
. Gemäss Formular bezieht er keine
wirtschaftliche Hilfe (Urk. 11 S.
4)
. E
r
legte
auch
keine Steuererklärung bei,
welcher
Anhaltspunkte über die
Einkommen
s-
und Vermögens
situation
zu
entnehmen
sind
.
Der durch seinen Rechtsvertreter fachkundig vertretene Beschwerdeführer wurde im Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er alle Fragen vollständig und wahrheitsgetreu zu beantworten habe, und dass
sämtliche Einkünfte und
Vermögenspositionen zu belegen seien
und die letzte Steuererklärung einzu
reichen sei (Urk. 11 S. 8
f.). D
ennoch hat er davon abgesehen,
seine Einkommens- und Vermögenssituation zu belegen
sowie seine Steuererklärung einzureichen.
Im Übrigen hat er auf dem Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit zwar unterschriftlich bestätigt, dass seine Rechtsschutzversicherung die Kosten der Rechtsvertretung im vorliegenden Verfahren nicht übernehme, da hie
r
für kein Versiche
rungsschutz beste
he (Urk. 11 S.
4
). Entsprechende Belege reichte er
jedoch
nicht ein.
Er ist daher seiner Mit
wirkungsobliegenheit unzureichend nachgekommen
(vgl. auch Urteil des Bun
desgerichts 8C_173/2016 vom 1
7.
Mai 2016 E.
5)
.
Hiermit erübrigen sich Aus
führungen zu den Prozessaussichten.
Unter diesen Umständen kann dem Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege
mangels hinreichender Substantiierung nicht stattgegeben werden.