Decision ID: 83ae5873-fb9b-4e96-b3b0-79ef8e492a1c
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A. Die Gebrüder A. und C. wurden während eines gegen sie eingeleiteten Strafver-
fahrens wegen Verdachts der Beteiligung an, eventualiter Unterstützung einer kri-
minellen Organisation etc. in Untersuchungshaft genommen und noch vor dessen
Abschluss wieder entlassen. Als Ersatzmassnahmen wurde eine Schriftensperre
verfügt und wurden sie verpflichtet, sich regelmässig auf einem Posten der Kan-
tonspolizei Basel-Stadt zu melden. Die bei ihnen sichergestellten Identitäts- und
Ausländerausweise wurden beschlagnahmt.
B. Die Strafkammer verurteilte die Beschuldigten am 2. Mai 2014 (cl. 156
pag. 156.970.1 ff.) wegen Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie Ur-
kundenfälschung und verurteilte A. zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und
drei Monaten, C. zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von zwei Jahren, je
unter Anrechnung der Untersuchungshaft. In Bezug auf die Ersatzmassnahmen
entschied das Gericht:
"Die wöchentliche Meldepflicht und die Schriftensperre werden auf den
Zeitpunkt des Antritts der Strafe aufgehoben. Der beschlagnahmte Auslän-
derausweis wird A., alias B., sofort zurückgegeben." (Ziff. I.6 des Urteils-
dispositivs)
"Die wöchentliche Meldepflicht und die Schriftensperre werden aufgeho-
ben; der beschlagnahmte Ausländerausweis wird C., alias D., zurückgege-
ben – alles unter sofortiger Wirkung." (Ziff. II.4 des Urteilsdispositivs)
Das Urteil wurde am 2. Mai 2014 in der Hauptverhandlung eröffnet und mündlich
begründet. Gleichzeitig erhielten die Parteien das Urteilsdispositiv in Schriftform
(cl. 156 pag. 156.920.11-15). Entsprechend dem Zustellvermerk auf dem Disposi-
tiv (cl. 156 pag. 156.970.6) übermittelte die Kanzlei am 5. Mai 2014 eine Kopie
desselben an den Dienst für Urteilsvollzug der Bundesanwaltschaft (cl. 156
pag. 156.992.1).
C. Am 11. Juni 2014 teilte die Leitende Staatsanwältin der Strafkammer mit, dass C.
am 6. Juni 2014 der Meldepflicht nicht nachgekommen sei – dies "zur entspre-
chenden Folgegebung" (cl. 156 pag. 156.882.1). Die telefonische Anfrage des Ge-
richts, ob die Schriftensperre hinsichtlich dieser Person aufgehoben worden sei,
verneinte die Staatsanwältin (cl. 156 pag. 156.882.2). Der Dienst für Urteilsvollzug
der Bundesanwaltschaft liess das Gericht am 26. Juni 2014 mit einer Mailnachricht
wissen, dass er den Vollzug von Ziff. I.6 und II.4 des Urteils vom 2. Mai 2014, nach
Rücksprache mit der federführenden Leitenden Staatsanwältin, nicht angeordnet
habe, weil keine Teilrechtskraftbescheinigung vorliege. Diese Mitteilung enthielt
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auch eine Liste der einzelnen Ausweispapiere, die von der Schriftensperre umfasst
seien und für welche die Bundesanwaltschaft die Einziehung beantragt habe
(cl. 156 pag. 156.992.2 f.).
D. Es wurden keine Stellungnahmen der Verteidigung eingeholt.

Considerations:
Die Strafkammer erwägt:
1. Ein Entscheid wird unter anderem dann berichtigt, wenn das Dispositiv unklar oder
widersprüchlich ist, und zwar auf Antrag oder von Amtes wegen (Art. 83 Abs. 1
StPO).
2.
2.1 Die Bundesanwaltschaft beantragte am 7. Dezember 2009 dem Eidgenössischen
Untersuchungsrichter, A. seien als Ersatzmassnahmen für eine ins Auge gefasste
Haftentlassung eine Pass- und Schriftensperre und eine Meldepflicht aufzuerlegen
(pag. 6.1.0.402–411). Nach Meinungsaustausch zwischen diesen Stellen verfügte
die Bundesanwaltschaft am 10. Dezember 2009 (pag. 6.1.0.414 f.) die Haftentlas-
sung von A., verpflichtete ihn zu regelmässiger persönlicher Meldung bei der Be-
zirkswache E. in Basel-Stadt und stellte in Ziff. 5 der Verfügung fest,
"dass die folgenden Identitätspapiere von B.: 1 Ausländerausweis C, Nr. 1,
ltd. auf B., ausgestellt durch die Bevölkerungsdienste und Migration Basel-
Stadt am 14.09.2006, gültig bis 17.11.2009/1 internationaler Reiseausweis
Nr. 2, ltd. auf B., ausgestellt am 24.03.2006 durch das EJPD Bern, gültig bis
23.03.2011/lrakische Identitätskarte Nr. 3, ltd. auf "F.", ausgestellt durch die
Republik Irak, Innenministerium aufgrund dieser Verfügung und gemäss des
Schreibens des Eidgenössischen Untersuchungsrichteramtes vom
09.12.2009 im Sinne einer Pass- und Schriftensperre beschlagnahmt sind."
Am 27. Oktober 2010 ersetzte die Bundesanwaltschaft die vorgenannte Verfügung
(pag. 6.1.0.438 f.), wobei sie hinsichtlich Ersatzmassnahmen in Ziff. 3 feststellte,
"dass die folgenden Identitätspapiere von B.: 1 Ausländerausweis C, Nr. 1,
ltd. auf B., ausgestellt durch die Bevölkerungsdienste und Migration Basel-
Stadt am 14.09.2006, gültig bis 17.11.2009/1 internationaler Reiseausweis
Nr. 2, ltd. auf B., ausgestellt am 24.03.2006 durch das EJPD Bern, gültig bis
23.03.2011/lrakische Identitätskarte Nr. 3, ltd. auf "F.", ausgestellt durch die
Republik Irak, Innenministerium/1 irakische Identitätskarte Nr. 4, ltd. auf G.,
ausgestellt durch die Generaldirektion für Nationalität- und Zivilstandswesen
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Z., gemäss dem Schreiben des Eidgenössischen Untersuchungsrichteram-
tes vom 09.12.2009 und aufgrund dieser Verfügung im Sinne einer Pass-
und Schriftensperre beschlagnahmt sind."
In einem an "die zuständigen Behörden" gerichteten Schreiben gleichen Datums
wies die Bundesanwaltschaft darauf hin, dass die ursprüngliche Schriftensperre
um die irakische Identitätskarte Nr. 4 erweitert worden sei (pag. 6.1.0.440).
2.2 Hinsichtlich C. verfügte der Eidgenössische Untersuchungsrichter am 31. März
2009 eine Pass- und Schriftensperre, die Beschlagnahme diverser Ausweise und
eine wöchentliche Meldepflicht als Ersatzmassnahmen "zwecks Haftentlassung"
(pag. 6.2.0.479–481). Die Haftentlassung ordnete die Bundesanwaltschaft mit Ver-
fügung vom 28. September 2009 an (pag. 6.2.0.529 f.); sie verpflichtete C. zu re-
gelmässiger persönlicher Meldung bei der gleichen Polizeistelle und stellte in
Ziff. 5 fest,
"dass die folgenden Identitätspapiere von D.: Internationaler Reiseausweis
Nr. 5, ausgestellt am 13.7.2006 DFJP Bern, gültig bis 12.7.2011, lautend auf
D./Ausländerausweis B: Nr. 6/Ausweis Nr. 7, ausgestellt am 22.9.2009 durch
Migrationsamt Basel-Stadt, gültig bis 31.10.2009, lautend auf D./Irakische
Identitätskarte Nr. 8 lautend auf D. aufgrund rechtskräftiger Verfügung des
Eidgenössischen Untersuchungsrichteramtes vom 31.3.2009 im Sinne einer
Pass- und Schriftensperre beschlagnahmt sind."
2.3 Die Pass- und Schriftensperre stellt eine Ersatzmassnahme für Haft dar, welche
Art. 237 Abs. 2 lit. b StPO ausdrücklich vorsieht, die aber schon unter der Herr-
schaft des BStP angeordnet werden konnte (BGE 130 I 234 E. 2.2; vgl. HAU-
SER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Ba-
sel/Genf/München 2005, S. 339 N. 45). Sie wirkt sich in doppelter Hinsicht aus: Ei-
nerseits werden die vorhandenen Ausweisschriften beschlagnahmt, und anderer-
seits wird es den zuständigen Amtsstellen verboten, neue auszustellen (HÄRRI,
Basler Kommentar, Basel 2011, Art. 237 StPO N. 9; FISNAR, Ersatzanordnungen
für Untersuchungshaft und Sicherheitshaft im zürcherischen Strafprozess: unter
besonderer Berücksichtigung vom EMRK und IPBPR, Diss. Zürich 1997, S. 56).
Nach Art. 69 Abs. 1 StGB zieht das Gericht Gegenstände ein, die zur Begehung
einer Straftat dienten, wenn dieselben die öffentliche Ordnung gefährden. Art. 263
Abs. 1 lit. d StPO gestattet die Beschlagnahme solcher Objekte im Vorverfahren
im Hinblick auf eine Einziehung; Gleiches ermöglichte Art. 65 Abs. 1 Satz 3 BStP.
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2.4
2.4.1 Die Strafkammer bestrafte A. mit einer unbedingten und C. mit einer bedingten
Gefängnisstrafe. Bei Jenem dauert also die Fluchtgefahr fort, welche bei der Haft-
entlassung gegeben war und Anlass für fluchthindernde Ersatzmassnahmen gab.
Dementsprechend verfügte das Gericht, dass Meldepflicht und Schriftensperre bis
zum Strafantritt beibehalten und in diesem Moment aufgehoben würden, weil sie
ihren Zweck dannzumal erfüllt haben werden. In Bezug auf C. besteht jedoch kei-
ne Notwendigkeit mehr, ihn zum Zweck des Strafvollzugs an der Ausreise zu hin-
dern, was zur Aufhebung dieser Massnahmen im Zeitpunkt des Urteils führte.
Andererseits hat die Strafkammer sich in Ziff. VI des Urteils vom 2. Mai 2014 den
Entscheid über die Einziehung vorbehalten, was nicht nur die grosse Menge an
elektronischen Geräten respektive Datenträgern, sondern auch an Propaganda-
sowie weiterem Bild- und Textmaterial betrifft. Die falschen, d.h. auf den Alias-
Namen B. bzw. D. lautenden Ausweise gehören mit dazu, waren sie doch im Zu-
sammenhang mit den Straftaten verwendet worden, derer beide Brüder für schul-
dig befunden wurden. Der Einziehung entgehen nur echte, also auf den wirklichen
Familiennamen A. bzw. C. lautende Ausweise. Solche befinden sich, soweit er-
sichtlich, weder bei den im Zusammenhang mit der Pass- und Schriftensperre
noch bei den zum Zweck der Einziehung beschlagnahmten Dokumenten. Es be-
steht folglich ein Widerspruch zwischen Ziff. I.6 Satz 2 respektive Ziff. II.4 – soweit
die Rückgabe von Dokumenten betreffend – und Ziff. VI des Urteils vom 2. Mai
2014. Das Dispositiv ist deshalb zu berichtigen, um den Entscheid über die Einzie-
hung uneingeschränkt offen zu halten bzw. dessen Vollzug sicherzustellen.
2.4.2 Dies gibt Anlass, den Entscheid über die Schriftensperre in Bezug auf A. zu präzi-
sieren: Weil er bloss bezweckt, die Ausreise zu verhindern, nicht aber den Aufent-
halt im Inland, namentlich die Arbeitstätigkeit, zu behindern, müssen von der Sper-
re nur die Reisepapiere weiterhin erfasst bleiben.
2.4.3 Die Neufassung von Ziff. II.4 des Urteils vom 2. Mai 2014 betrifft die sofortige Auf-
hebung von Meldepflicht und Schriftensperre (dazu E. 3) nicht. Indessen ist die
Beschlagnahme des sichergestellten Ausländerausweises aufrecht zu erhalten.
3. Art. 437 StPO regelt die Rechtskraft von strafrechtlichen Entscheiden je nachdem,
ob sie das Gesetz einem Rechtsmittel unterwirft oder nicht. Im ersten Fall tritt die
Rechtskraft nur, aber rückwirkend auf das Entscheiddatum, ein, wenn die legiti-
mierte Person ausdrücklich oder stillschweigend auf das Rechtsmittel verzichtet
oder es zurück zieht oder wenn die Rechtsmittelinstanz den angefochtenen Ent-
scheid nicht aufhebt. Im andern Fall wird der Entscheid sofort rechtskräftig. Ge-
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mäss Art. 438 Abs. 3 StPO entscheidet in strittigen Fällen die Behörde, welche ei-
nen Entscheid gefällt hat, darüber, ob derselbe in Rechtskraft getreten sei.
3.1 Im Urteil vom 2. Mai 2014 wurden die Ersatzmassnahmen in Bezug auf C. mit so-
fortiger Wirkung aufgehoben, weil es im Hinblick auf die bedingte Freiheitsstrafe
nicht mehr nötig war, ihn an der Ausreise ins Ausland zu hindern (E. 2.4.1). Hätte
sich der Beschuldigte im Urteilszeitpunkt noch in Sicherheitshaft befunden, so hät-
te das Gericht die Freilassung verfügt. Gegen einen solchen Entscheid kann die
Staatsanwaltschaft bei der Verfahrensleitung den Antrag auf Fortsetzung der Haft
stellen. Das Gesetz sieht dies explizit zwar nur im Falle der Haftentlassung nach
Freispruch vor (Art. 231 Abs. 2 StPO); diese Regel hat gleichermassen aber auch
im Falle einer Verurteilung zu gelten (BGE 139 IV 314 E. 2.2.2). Offen bleiben
kann, wer in einem bundesstrafrechtlichen Verfahren über einen solchen Antrag zu
entscheiden hätte, nachdem es auf Bundesebene an dem im Gesetz genannten
Berufungsgericht fehlt; orientiert man sich an der allgemeinen Regel von Art. 222
StPO, so wird es wohl die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts sein.
Während Art. 231 Abs. 2 Satz 3 StPO zu einem Entscheid innerhalb von fünf Ta-
gen nach Antragstellung verpflichtet, äussert sich das Gesetz nicht ausdrücklich
zur Frage, wie lange sich die Staatsanwaltschaft Zeit für den Antrag nehmen kön-
ne. Das Bundesgericht billigt der Staatsanwaltschaft, über den Wortlaut von
Art. 222 StPO hinaus, ein Beschwerderecht zu, wenn das Zwangsmassnahmenge-
richt eine Haftentlassung verfügt (BGE 137 IV 22). Damit dessen Entscheid nicht
faktisch vorweggenommen werde, sei auch Art. 226 Abs. 5 StPO einschränkend
anzuwenden, indem auf den Vollzug des Entlassungsentscheids solange zu ver-
zichten sei, bis die Beschwerdeinstanz mindestens eine aufschiebende Wirkung
superprovisorisch anordnen könne (BGE 138 IV 92 E. 3.2). Immerhin sei dieser
Aufschub der Entlassung an die Voraussetzung geknüpft, dass die Staatsanwalt-
schaft unmittelbar nach dem Moment, in welchem ihr ein solcher Entscheid des
Zwangsmassnahmengerichts eröffnet worden sei, erkläre, die Entlassung anfech-
ten zu wollen (BGE 138 IV 92 E. 3.3). Damit übereinstimmend sieht das Bundes-
gericht die Rechtsbehelfe der Staatsanwaltschaft bei Freilassung durch das erstin-
stanzliche Sachgericht nach dessen Urteil und erklärt dazu in einem obiter dictum,
die Staatsanwaltschaft müsse an der Urteilseröffnung teilnehmen und gegen Haft-
entlassung ihren Widerspruch unverzüglich erklären (BGE 139 IV 314 E. 2.2.2).
Was für die Sicherheitshaft nach höchstrichterlicher Praxis gilt, kann für den Ent-
scheid über Ersatzmassnahmen nicht anders sein. Das folgt schon daraus, dass
die Rechtsbehelfe gegen Haftentscheide nach Art. 222 StPO auch die Entscheide
über Ersatzmassnahmen erfassen (Art. 237 Abs. 4 StPO; SCHMID, Schweizerische
Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Art. 222
StPO N. 2; FORSTER, Basler Kommentar, Basel 2011, Art. 222 StPO Fn. 4).
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3.2 Nach dem Gesagten hätte die Bundesanwaltschaft unmittelbar nach Verkündung
des Urteils am 2. Mai 2014 gegen die Aufhebung der Schriftensperre bezüglich C.
Beschwerde ankündigen müssen. Darauf, dass das Dispositiv später der Dienst-
stelle für Urteilsvollzug zugestellt wurde, kommt es nicht an. Die Bundesanwalt-
schaft hat übrigens auch nicht sofort nach dieser Zustellung eine Beschwerde an-
gekündigt. Eine andere Anfechtungsmöglichkeit sieht das Gesetz nicht vor. Ent-
sprechend Art. 437 Abs. 1 lit. a StPO ist daher Ziff. II.4 des Urteils vom 2. Mai
2014 rechtskräftig, soweit es die Aufhebung der Schriftensperre und der Melde-
pflicht betrifft. Deshalb war der Mitteilung der Bundesanwaltschaft über die ver-
meintliche Verletzung der Meldepflicht keine Folge zu geben.
3.3 Die Bundesanwaltschaft, welche für den Vollzug dieses Urteilspunktes zuständig
ist (Art. 75 Abs. 1 i.V.m. Art. 74 Abs. 1 StBOG), hat das Nötige vorzukehren, damit
die zuständigen schweizerischen Behörden dem Beschuldigten die zum Ausweis
über seine Identität nötigen amtlichen Dokumente ausstellen können. Es versteht
sich von selbst, dass dies für ausländische Behörden nicht gilt und dass die Aus-
weise nur auf die effektive Person, nicht auf einen Alias-Namen lauten dürfen.
4. Die Kosten dieses Beschlusses trägt der Bund (Art. 423 StPO).
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