Decision ID: 905ee450-8d0f-5f46-8e20-691cecac25b0
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1966,
ist im Rahmen seiner Tätigkeit bei seiner
Firma
Y._
bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) unfallversichert. Gemäss
Unfallmeldung
vom 2.
April
2014 sei es am 19.
Februar 2014 in seinem Tonstudio zu einem Crash des Audio
computers gekommen, worauf das System während wenigen Sekunden weisses Rauschen bei vollem Pegel generiert habe
. Danach habe der Versicherte ein
Pfeifen in beiden Ohren gehabt (vgl. Urk.
11/K23 S. 1 Ziff.
1.1). Mit Verfügung vom 19.
Januar 2016 lehnte die Mobiliar ihre Leistungspflicht für das genannte Ereignis ab (Urk.
11/K23). Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
(vgl. Urk.
11/K26
-27) veranlasste die Mobiliar weitere Abklärungen und holte unter anderem bei der Suva Arbeitsmedizin (vgl. Sc
hreiben vom 24. Juli 2017, Urk.
11/K44) eine technische Beur
teilung der Lärmbelastung (Urk.
11/K50) sowie ein medizinisches Akt
engutachten ein, welches am 14.
Dezember 2017 durch Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
,
erstattet wurde (Urk.
11/K72).
Nachdem
die Mobiliar
dem Versicherten das rechtliche Gehör zum Aktengutachten gewährt
hatte
(Urk.
11/K73),
nahm dieser am 3.
Januar 2018 dazu Stellung. Dabei beantragte er die Entfern
ung des Aktengutachtens vom 14.
Dezember 2017 aus den Akten, die Durchführung diverser Untersuchungen sowie die Neubegutachtung dur
ch einen anderen Facharzt (Urk.
11/K75). Mit Schreiben vom 5. März 2018 veranlasste die Mobiliar bei Dr.
Z._
einen Ergän
zungsauftrag (Urk.
11/K77).
Mit E-Mail vom 7. März 2018 beantragte der Versi
cherte, Dr.
Z._
seien sämtliche von ihm gestellten Ergänzungsfragen zu unter
breiten (Urk. 11/K81 S. 1 f.), was
die Mobiliar
ablehnte (E-Mail vom 12. März 2018, Urk. 11/K81 S. 1 oben). Mit Schreiben vom 29. März 2018 (Urk. 11/K85) und 11. April 2018 (Urk. 11/90) machte der Versicherte geltend, er sei mit der Einholung eines ergänzenden Gutachtens bei Dr.
Z._
nicht einverstanden und ersuchte um eine anfechtbare Zwischenverfügung.
Die Mobiliar
hielt mit Verfü
gung vom 27. April 2018 daran fest, Dr.
Z._
die ergänzenden Fragen gemäss Schreiben vom 5. März 2018 zu unterbreiten (Urk. 11/K93 = Urk. 2).
2.
Gegen die Zwischenverfügung vom 27. April 2018 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 28. Mai 2018 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit den Anweisungen, dass Dr.
Z._
wegen Befangenheit in den Ausstand zu treten habe, das Aktengutach
ten vom 14. Dezember 2017 von Dr.
Z._
aus den Akten zu entfernen sei und dass unter Wahrung der Gehörsrechte ein neuer,
unabhäniger
und unparteilicher ohrenärztlicher Gutachter zu beauf
tragen sei (Urk. 1 S. 2 Mitte).
Mit Beschwerdeantwort vom 14. September 2018 beantragte die Mobiliar die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (Urk. 10). Die
s
wurde dem Beschwerdeführer am 18. September 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 12).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Zwischenverfügungen können gemäss Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (
VwVG
) bei Bejahung eines nicht
wieder gutzumachenden
Nachteils (Art. 46 Abs. 1
lit
. a
VwVG
) unter Erhebung aller gesetzlich vorgesehenen Rügen recht
li
cher und tatsächlicher Natur angefochten werden.
Bei der Beurteilung des Merk
mals des nicht
wieder gutzumachenden
Nachteils im Kontext der Gutach
ten
anordnung ist gemäss der Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7) die
Eintretensvoraussetzung
des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren zu bejahen, zumal die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken wird.
Diese zur Invalidenversicherung ergangene Rechtsprechung findet, soweit sie vorliegend zitiert wurde, auch im Bereich der Unfallversicherung Anwendung (BGE 138 V 318 E. 6.1 und 6.2).
1.2
Beschwerdeweise geltend gemacht werden können materielle Einwendungen beispielsweise des Inhalts, die in Aussicht genommene Begutachtung sei nicht notwendig, weil sie – mit Blick auf einen bereits umfassend abgeklärten Sach
verhalt – bloss einer Zweitmeinung entspreche (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 mit Hinweisen; noch anders: BGE 136 V 156). Sodann können personenbezogene
Ausstandsgründe
gerügt werden.
Im Verwaltungsverfahren müssen Personen, die Entscheidungen über Rechte und Pflichten treffen oder vorzubereiten haben, darunter auch Sachverständige, in den Ausstand treten, wenn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben oder aus andere Gründen in der Sache befangen sein könnten (
Art.
10
VwVG
und
Art.
36 Abs. 1
ATSG
sowie statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_599/2014 vom 18. Dezember 2015
E. 6.2
mit zahlreichen Hinweisen).
Gemäss Art. 44 ATSG kann die versicherte Person einen Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen. Zum einen werden von den
triftigen Gründen die eigentlichen gesetzlichen
Ausstandsgründe
(vgl. Art. 10
VwVG
und Art. 36 Abs. 1 ATSG) erfasst; zum andern zählen auch weitere Aspekte - etwa die fehlende Sachkenntnis - zu den triftigen Gründen (
Kieser
, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2015,
Rz
38 zu Art. 44; vgl. auch BGE 132 V 93 E. 6.4 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verf
ügung vom 27. April 2018
fest, es mache Sinn, dass Dr.
Z._
den Fall abschliessend beurteile, weshalb sie daran festhalte, die ergänzenden Fragen durch diesen beantworten zu lassen. Es würden keine Ablehnungs- und
Ausstandsgründe
gegen Dr.
Z._
vorliegen (Urk. 2).
Daran hielt die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort (Urk. 10) fest.
Vor
liegend habe einzig eine Fachspezialistin der Beschwerdegegnerin das Sekretar
i
at des Gutachters vorgängig telefonisch informiert, dass noch Nachfragen zum Aktengutachten gesendet würden. Dies genüge objektiv betrachtet keineswegs, um den Anschein der Befangenheit von Dr.
Z._
zu begründen (S. 12 f. Ziff. 33)
Es habe keine mündliche Fallbesprechung mit dem Gutachter Dr.
Z._
stattge
funden. Daher gebe es auch keine Details, die hätten protokolliert werden müssen
. Eine Verletzung der Aktenführungspflicht nach Art. 46 ATSG werde bestritten. Sodann bestehe kein weiterer Rechtsmangel, der geeignet wäre, berechtigte Zwei
fel an der Unvoreingenommenheit und Unparteilichkeit des Gutachters Dr.
Z._
zu begründen (S. 14 Ziff. 36)
.
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, da sie ihm die Möglichkeit nicht eingeräumt ha
be
, bei der zwischen
ihr und dem Gut
achter Dr.
Z._
geführten telefonischen Besprechung des Aktengutachtens vom 14. Dezember 2017 anwesend zu sein. Diese Gehörsverletzung begründe den Anschein der Befangenheit
des Gutachters
(S. 5 Ziff. 14.1).
Der Anschein der Befangenheit sei allein aufgrund des Führen
s
der mündlichen Fallbesprechung zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Gutachter objektiv begründet, weil die Details dieser Besprechung unklar seien (S. 11 Ziff. 16).
Indem die Beschwerdegegnerin mit dem Gutachter Dr.
Z._
dessen Aktengut
achten in Abwesenheit des Beschwerdeführers inhaltlich mündlich besprochen habe, habe sie den Anspruch auf einen unparteilichen und unvoreingenommenen medizinischen Gutachter verletzt (S. 8 Ziff. 15.1).
Unter diesen Umständen bestünden
berechtigte Zweifel an der Unabhängigkeit des Gutachters Dr.
Z._
,
weshalb
dieser in den Ausstand zu treten
habe
. Das Aktengutachten vom 14. Dezember 2017 sei aus den Akten zu entfernen und es sei unter Wahrung der Gehörsrechte ein neuer, unabhängiger und unparteilicher ohrenärztlicher Gutachter mit der Untersuchung des Beschwerdeführers und Beurteilung sämtlicher rechtserheblicher Fragen zu beauftragen (S. 11 Ziff. 15.4
, S. 12 unten
).
3.
Die Beschwerde vom 28. Mai 2018 (Urk. 1) richtet sich gegen die Zwischenverfü
gung vom 27. April 2018, mit welcher daran festgehalten wurde, Dr.
Z._
ergänzende medizinische Fragen zu unterbreiten (Urk. 2). Gegenstand dieser Ver
fügung bildet demnach einzig die Frage, ob Ausstands- oder Ablehnungsgründe gegen Dr.
Z._
vorliegen. Nicht einzutreten ist daher auf das Begehren, das bereits durch Dr.
Z._
erstattete Gutachten vom 14. Dezember 2017
sei
aus den Akten zu entfernen (vgl. vorstehend E. 2.2). Allfällige Einwendungen gegen das besagte Gutachten vom 14. Dezember 2017 wären im Rahmen der materiellen
Beurteilung
der vorliegenden Sache zu
berücksichtigen
.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt das Vorliegen konkreter Ausstands- und Ablehnungsgründe gegen
den
vorgeschlagenen Gutachter.
Der Beschwerdeführer bemängelte, die Beschwerdegegnerin habe vor der schrift
lichen Zustellung der Ergänzungsfragen an Dr.
Z._
telefonisch mit diesem das Aktengutachten vom 14. Dezember 2017 besprochen. Daher sei die Unabhängig
keit des Gutachters anzuzweifeln (vorstehend E. 2.2).
4.2
4.2.1
Mit Schreiben vom 13. November 2017 holte die Beschwerdegegnerin bei der Suva Arbeitsmedizin eine medizinische Stellungnahme ein (Urk. 11/K64), welche am 14. Dezember 2017 von Dr.
Z._
erstattet wurde (Urk. 11/K72).
Der Beschwerdeführer beanstandete m
it Schreiben vom 3.
Januar 2018
(Urk.
11/K75)
das Aktengutachten vom 14.
Dezember 2017 von Dr.
Z._
und führte unter anderem aus, Dr.
Z._
habe keine eigenen Untersuchungen durch
geführt und die Akten hätten kein vollständiges und aktuelles Bild über Anam
nese, Verlauf und
den
geg
enwärtigen Status abgegeben (S.
3 Ziff.
2.2 ff.). Daher beantragte er, es sei das Aktenkurzgutachten vom 14. Dezember 2017 von Dr.
Z._
aus den Akten zu entfernen
,
diverse Untersuchungen durch einen
anderen Gutachter durchzuführen und die Gutachterfragen anschliessend gestützt auf diese Untersuchungen begründet zu beantworten. Der Beschwerdeführer fügte diverse Fragen an, welche er im Rahmen einer medizinischen Untersuchung beantwortet haben wollte (S.
6 f. Ziff.
7).
4.2.2
Daraufhin gelangte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 5. März 2018 (Urk. 11/K77) an Dr.
Z._
und führte unter anderem Folgendes aus
(S. 1 Mitte)
:
„(...) Am 13. November 2017 haben wir die SUVA Arbeitsmedizin mit einer technischen und einer medizinischen Beurteilung beauftragt. Die technische Beurteilung haben wir am 11. September 2017 erhalten und Ihre medizinische Aktenbeurteilung am 14. Dezember 2017. Wie telefonisch besprochen, beurteilen wir Ihr Aktengutachten vom 14. Dezember 2017 als nicht nachvollziehbar und schlüssig. Deshalb bitten wir Sie nochmals zum beiliegenden Fragekatalog vom 25. Oktober 2017 Stellung zu nehmen und uns zusätzlich die untenstehenden Fragen, welche Sie mit der Aktenbeurteilung bereits beantwortet haben, ausführ
licher zu begründen: (...)”
Sodann fügte die Beschwerdegegnerin
vom Beschwerdeführer gestellte
Ergänzungs
fragen zur Beantwortung an (S. 2 unten).
4.2.3
Mit E-Mail vom
7
. März 2018 stellte der Beschwerdeführer fest, die Beschwerde
gegnerin habe Dr.
Z._
mit der Erstattung eines Erläuterungs- und Ergänzungs
gutachtens beauftragt, ohne ihm vorgängig das rechtliche Gehör zu gewähren. Sodann habe sie dem Gutachter nicht sämtliche Ergänzungsfragen vom 3. Januar 2018 zur Beantwortung unterbreitet. Der Beschwerdeführer beantragte daher, Dr.
Z._
das Schreiben vom 3. Januar 2018 mit integriertem Fragekatalog nachzu
reichen und Dr.
Z._
zu
den Vorbringen
in diesem Schreiben sowie zu den Fragen des Beschwerdeführers Stellung zu nehmen (Urk. 11/K81 S. 1 f.).
4.2.4
Die Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführer am 12. März 2018 mit, sie lehne weitere Änderungen oder Ergänzungen ab (Urk. 11/K81 S. 1 oben).
4.2.5
Nachdem Dr.
Z._
um Veranlassung einer Reintonaudiogramm-Kontrolle beim Beschwerdeführer ersuchte, damit er die Fragen vom 5. März 2018 dezidiert beantworten könne (Schreiben vom 20. März 2018, Urk. 11/K82), leitete die Beschwerdegegnerin eine solche in die Wege (Schreiben vom 26. März 2018, Urk.
11/K83).
4.2.6
Der Beschwerdeführer beantragte am 29. März 2018 unter anderem den Entzug des Gutachtensauftrages bei Dr.
Z._
und die Durchführung einer Begutachtung bei einem neuen Gutachter, da Dr.
Z._
aufgrund der telefonischen Besprechung mit der Beschwerdegegnerin befangen sei. Sofern dem nicht gefolgt werde, sei eine beschwerdefähige Zwischenverfügung zu erlassen (Urk. 11/K85).
4.2.7
Die Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. April 2018 mit, sie habe nicht mit Dr.
Z._
persönlich telefoniert, sondern mit der Sekretärin gesprochen. Dabei sei die Sekretärin ausschliesslich darüber informiert worden, dass Dr.
Z._
Nachfragen zum Aktengutachten vom 14. Dezember 2017 zugesandt würden (Urk. 11/K87).
4.2.8
Mit Schreiben vom 11. April 2018 hielt der Beschwerdeführer an der geltend gemachten Befangenheit von Dr.
Z._
fest und ersuchte erneut um Erlass einer Zwischenverfügung (Urk. 11/K90).
4.2.9
Auch die Beschwerdegegnerin hielt m
it Verfügung vom 27. April 2018 (Urk. 2) daran fest, Dr.
Z._
die ergänzenden Fragen gemäss Schreiben vom 5. März 2018 zu unterbreiten.
4.3
Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Miss
trauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sach
verständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreinge
nommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss viel
mehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE
132 V 93 E. 7.1, 120 V 357 E. 3).
4.4
4.4.1
Das Schreiben vom 5. März 2018 der Beschwerdegegnerin an die Suva Arbeits
medizin zu
Handen
von Dr.
Z._
könnte tatsächlich darauf schliessen lassen, dass zwischen der Beschwerdegegnerin und Dr.
Z._
ein Telefongespräch statt
fand (vgl. vorst
ehend E. 4.2.2
).
Die Beschwerdegegnerin stellte jedoch im Schrei
ben vom 5. April 2018 richtig, dass sie nicht mit Dr.
Z._
persönlich gesprochen habe, sondern lediglich mit dessen Sekretärin
. Dabei sei
es lediglich um d
ie Vor
abinformation gegangen
, dass zum
Aktengutachten vom 14.
De
zember 2017 noch Ergänzungsfragen gestellt
werden würden
(vorstehend E. 4.2.7
). Es besteht weder aufgrund der Akten noch
den Vorbringen
des Beschwerdeführers Anlass, an diesem Sachverhalt zu zweifeln. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin mit Dr.
Z._
persönlich telefoniert hätte, wäre aufgrund des Umstandes, dass es im
Telefonat ausschliesslich um die
besagte
Vorabinformation ging, ein objektiv begründeter Anschein der Befangenheit oder eine begründete Gefahr der Vorein
genommenheit von Dr.
Z._
zu verneinen.
Aus demselben Grund liegt auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.
4.4.2
Entscheidend ist vorliegend, dass das Ergebnis der ergänzenden Stellungnahme durch Dr.
Z._
nach wie vor als offen und nicht vorbestimmt erscheint. Dies ist nach der Rechtsprechung zu bejahen, wenn der Sachverständige andere Fragen zu beantworten oder sein erstes Gutachten lediglich zu erläutern oder zu ergänzen hat, nicht aber, wenn er die Schlüssigkeit seiner früheren Expertise überprüfen sollte (
Urteil des Bundesgerichts 8C_89/2007 vom 20. August 2008 E. 6.2
,
SVR
2009 IV Nr. 16 S. 41 E. 6.2
).
Auch wenn die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 5. März 2018 schrieb, das Aktengutac
hten vom 14. Dezember 2017 sei „
nicht nachvollziehbar und schlüssig
”
, geht
aus dem besagten Schreiben
deutlich hervor, dass Dr.
Z._
beauftragt wird, sich mit konkret genannten Fragen vertieft auseinanderzusetzen und seine bisherigen Ausführungen zu erläu
tern und zu ergänzen (vgl.
Urk.
11/K77
lit
. a-c).
In allen drei gestellten Ergänzungsfragen der Beschwerde
gegnerin wird Dr.
Z._
konkret aufgefordert, seine Ausführungen ausführlicher zu begründen. Es wird damit allerdings nicht verlangt, seine eige
nen Erhebungen und Folgerungen einer (selbst-) kritischen Neubeurteilung zu unterziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9
C_441/2014 vom 18. Juni 2014 E.
2.2.3).
Sodann werden Dr.
Z._
vom Beschwerdeführer verfasste Ergänzungs
fragen zur Beantwortung vorgelegt. Es geht folglich
darum, eine vervollständi
gende sowie vertiefte Ergänzung einzuholen und dadurch
offen
gebliebene Fragen
zu klären
. Das Ergebnis der ergänzenden Stellungnahme erscheint dem
nach immer noch als offen.
4.4.3
Im
Übrigen
zielte der Beschwerdeführer bereits mit Schreiben vom 3. Januar 2018 darauf ab, mittels Kritik am Aktengutachten vom 14. Dezember 2017 Dr.
Z._
für noch zu beantwortende Ergänzungsfragen als b
efangen darzustellen (vgl.
Urk.
11/K75 S. 6 Ziff. 6).
Eine unzulässige Vorbefassung liegt
jedoch
auch dann nicht vor, wenn der Sachverständige zu (für eine Partei) ungünstigen Schlussfolgerungen gelangt. Dies schliesst eine spätere erneute Verlaufskontrolle oder auch ein - wie vorliegend - Ergänzungsgutachten nicht aus (vgl. BGE 132 V 93 E. 7.2.2).
4.4.4
Nach dem Gesagten ist die Einholung einer ergänzenden Stellungnahme durch Dr.
Z._
nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde, soweit darauf ein
zutreten ist.