Decision ID: 1286d503-7729-52c8-b73f-a5b9df1f4a75
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Dem am 25. Februar 1951 geborenen, in seiner Heimat Serbien wohnhaf-
ten Serben A._ (im Folgenden: Gesuchsteller oder Beschwerdefüh-
rer) wurde am 30. April 1986 eine bis zum 15. Oktober 1986 gültig gewe-
sene Saisonbewilligung zu Arbeitszwecken in der Schweiz ausgestellt; am
13. Oktober 1986 wurde diese Bewilligung bis zum 13. Dezember 1986
verlängert. Mit Datum vom 8. April 2016 meldete er sich beim ausländi-
schen Sozialversicherungsträger für eine schweizerische Altersrente an
(Akten [im Folgenden: act.] der Schweizerischen Ausgleichskasse [im Fol-
genden: SAK oder Vorinstanz] 1 bis 7). Nach Vorliegen des Auszugs aus
dem individuellen Konto (im Folgenden: IK) vom 23. Juni 2016 (act. 9) und
des Formulars E 205 CH (Bescheinigung des Versicherungslaufes in der
Schweiz) vom 30. Juni 2016 (act. 11; vgl. auch act. 10) erliess die SAK am
30. Juni 2016 eine Verfügung, mit welcher sie das Leistungsgesuch des
Gesuchstellers zufolge Nichterfüllens der Bedingung der einjährigen Min-
destbeitragsdauer abwies (act. 12).
B.
Nachdem am 3. bzw. 4. August 2016 weitere Dokumente des Gesuchstel-
lers bei der SAK eingegangen waren (act. 13 und 14), teilte diese dem
Gesuchsteller mit Schreiben vom 16. September 2016 mit, er habe weder
Anspruch auf eine Rente noch auf eine einmalige Abfindung, da er weniger
als ein Jahr Beiträge in der Schweiz geleistet habe (act. 15). Anlässlich
seines Anrufs vom 3. November 2016 wies die SAK den Gesuchsteller in
der Folge darauf hin, dass alles im Schreiben vom 16. September 2016
erklärt worden sei (act. 16). Mit Schreiben vom 2. März 2017 (Posteingang:
7. März 2017) gelangte der Gesuchsteller an die SAK. Er machte geltend,
betreffend seinen „Widerspruch“ noch keine Antwort erhalten zu haben,
weshalb er diesbezüglich um eine Antwort ersuche (act. 17). In der Folge
erliess die SAK mit Datum vom 31. Mai 2017 einen Einspracheentscheid
(act. 18).
C.
Mit Schreiben vom 26. Juni 2017 übermittelte die SAK zuständigkeitshal-
ber dem Bundesverwaltungsgericht die Eingabe des Gesuchstellers vom
9. Juni 2017 (Posteingang bei der SAK: 12. Juni 2017) sowie eine Kopie
des Einspracheentscheids vom 31. Mai 2017 zur weiteren Veranlassung
(act. im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1). Im Rahmen dieser
Eingabe beantragte der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des
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Einspracheentscheids vom 31. Mai 2017. Er machte geltend, er habe wäh-
rend zweier Saisons bei seinem Arbeitgeber gearbeitet und bitte um noch-
malige Überprüfung des Versicherungsverlaufs, da er keine anderen Un-
terlagen habe. Er sehe ein, dass eine Auszahlung momentan nicht möglich
sei.
D.
Mit Schreiben vom 3. Juli 2017 wurde der Beschwerdeführer unter Hinweis
auf die massgebliche gesetzliche Grundlage aufgefordert, dem Bundesver-
waltungsgericht eine schweizerische Korrespondenzadresse bekannt zu
geben, damit zukünftige Korrespondenz an diese Adresse geschickt wer-
den könne (B-act. 2); dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer nach
(B-act. 4).
E.
In ihrer Vernehmlassung vom 10. August 2017 beantragte die Vorinstanz
die Abweisung der Beschwerde (B-act. 5).
F.
Mit Schreiben vom 20. September 2017 übermittelte die SAK dem Bundes-
verwaltungsgericht die Eingabe des Beschwerdeführers vom 12. Septem-
ber 2017. Darin hielt dieser sinngemäss an seinem Rechtsbegehren fest
und beantragte die Ausrichtung einer einmaligen Abfindung (act. 7).
G.
Mit prozessleitender Verfügung vom 27. September 2017 wurde der Schrif-
tenwechsel unter dem Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen abge-
schlossen (B-act. 8).
H.
In Beantwortung der Eingabe des Beschwerdeführers vom 10. Oktober
2017 (act. 9) teilte die Instruktionsrichterin diesem mit Schreiben vom
18. Januar 2018 mit, dass Beschwerden vor dem Bundesverwaltungsge-
richt grundsätzlich in der Reihenfolge ihres Eingangs behandelt würden
und keine verbindlichen Aussagen dazu gemacht werden könnten, wann
mit einem Entscheid zu rechnen sei (B-act. 11).
I.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Beweis-
mittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwä-
gungen einzugehen.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundesver-
waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-
gen der SAK. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, ist
das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.
1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das
VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das
Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1
Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil ge-
regelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das
AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 31. Mai 2017 besonders berührt und hat ein schutzwürdiges
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von
Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. Da die Beschwerde im Übrigen
frist- und formgerecht eingereicht wurde (vgl. Art. 60 Abs. 1 ATSG in Ver-
bindung mit Art. 50 Abs. 1 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), ist darauf ein-
zutreten.
1.4 Anfechtungsobjekt bildet der – die ursprüngliche Verfügung vom
30. Juni 2016 (act. 12) ersetzende (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1) – Ein-
spracheentscheid vom 31. Mai 2017 (act. 18), mit welchem das Altersren-
tengesuch und das Gesuch um Ausrichtung einer einmaligen Abfindung
des Beschwerdeführers wegen Nichterfüllens der einjährigen Mindestbei-
tragsdauer abgewiesen worden ist.
1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die
unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
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1.6 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-
anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der
Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch
aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-
gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die
von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-
rechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 212).
2.
Nachfolgend sind vorab weitere, im vorliegenden Verfahren ebenfalls
massgebliche Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.
2.1 Der Beschwerdeführer ist serbischer Staatsangehöriger und wohnt in
seinem Heimatstaat. Das zwischen der Republik Serbien und der Schweiz
ausgehandelte Sozialversicherungsabkommen ist noch nicht in Kraft ge-
treten (vgl. http://www.bsv.admin.ch > Sozialversicherungen > Internatio-
nale Sozialversicherung > Grundlagen & Abkommen > Sozialversiche-
rungsabkommen > Liste der Sozialversicherungsabkommen, zuletzt be-
sucht am 5. Dezember 2018; Zur Botschaft betreffend das neue Sozialver-
sicherungsabkommen mit Serbien und Montenegro https://www.ad-
min.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-69724.htm
l). Bis zum Inkrafttreten dieses neuen Abkommens ist weiterhin das bishe-
rige Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und
der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung vom
8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1; im Folgenden: Abkommen) anwendbar
(vgl. BGE 139 V 263 E. 5.4, BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1
mit Hinweisen). Demnach bestimmt sich die Frage, ob und gegebenenfalls
ab wann Anspruch auf Leistungen der schweizerischen AHV besteht, so-
weit dieser Staatsvertrag keine abweichende Regelung enthält, allein auf-
grund der schweizerischen Rechtsvorschriften (vgl. Art. 1, 2 und 4 des Ab-
kommens). Hat ein jugoslawischer Staatsangehöriger, der sich nicht in der
Schweiz aufhält, Anspruch auf eine ordentliche Teilrente der AHV, die
höchstens ein Zehntel der entsprechenden ordentlichen Vollrente beträgt,
so wird ihm an Stelle der Teilrente eine Abfindung in der Höhe des Barwer-
tes der geschuldeten Rente gewährt. Nach Auszahlung der Abfindung
durch die schweizerische Versicherung können weder der Berechtigte
noch seine Hinterlassenen gegenüber dieser Versicherung irgendwelche
Ansprüche aus den durch die Abfindung abgegoltenen Beiträgen mehr gel-
tend machen. Beträgt die ordentliche Teilrente mehr als ein Zehntel, aber
höchstens ein Fünftel der entsprechenden ordentlichen Vollrente, so kann
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der Staatsangehörige der Sozialistischen Föderativen Republik Jugosla-
wien, der sich nicht in der Schweiz aufhält oder diese endgültig verlässt,
zwischen der Ausrichtung der Rente oder einer Abfindung wählen (vgl. zum
Ganzen Art. 7 Bst. a des Abkommens; vgl. auch Ziffer 8 des Schlussproto-
kolls). Im Übrigen sind im Abkommen und in der Verwaltungsvereinbarung
keine Vorschriften auszumachen, die nachfolgend zu beachten wären. Die
Ausgestaltung des Verfahrens und die Prüfung des Barwerts der geschul-
deten Altersrente bestimmen sich deshalb nach den schweizerischen
Rechtsvorschriften, insbesondere nach dem AHVG und der AHVV (SR
831.101).
2.2 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfah-
rensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im
Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2),
unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen.
2.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen materiellen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 445; BGE 127 V 467 E. 1;
BGE 126 V 136 E. 4b). Der Beschwerdeführer vollendete sein 65. Alters-
jahr am 25. Februar 2016. Sein Anspruch auf eine ordentliche Altersrente
bzw. eine einmalige Abfindung ohne Vorbezug wäre demnach im Monat
nach Vollendung des 65. Altersjahrs und somit am 1. März 2016 entstan-
den (vgl. Art. 21 Abs. 2 AHVG). Massgebend sind somit diejenigen Nor-
men, welche zu diesem Zeitpunkt in Kraft standen, namentlich die entspre-
chenden Bestimmungen des AHVG und der Verordnung vom 31. Oktober
1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR
831.101).
2.4 Nach Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG sind nur natürliche Personen
mit Wohnsitz in der Schweiz oder natürliche Personen, die in der Schweiz
eine Erwerbstätigkeit ausüben, obligatorisch bei der AHV versichert. Bei-
tragspflichtig sind sie insbesondere dann, wenn sie einer Erwerbstätigkeit
nachgehen (Art. 3 Abs. 1 AHVG). Von der Beitragspflicht befreit sind die
erwerbstätigen Kinder bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie
das 17. Altersjahr zurückgelegt haben (Art. 3 Abs. 2 Bst. a AHVG).
2.5 Anspruch auf eine ordentliche Alters- und Hinterlassenenrente haben
nur Versicherte, denen für mindestens ein volles Jahr Einkommen, Erzie-
hungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können (Art. 29
Abs. 1 AHVG). Ein volles Beitragsjahr liegt gemäss Art. 50 AHVV vor, wenn
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eine Person insgesamt länger als elf Monate im Sinne von Art. 1a oder 2
AHVG versichert war und während dieser Zeit den Mindestbeitrag bezahlt
hat oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29ter Abs. 2 Bst. b und c AHVG
aufweist.
2.6 Damit ein Jahr als volles Beitragsjahr angerechnet wird, muss eine Ver-
sicherungsdauer von mehr als elf Monaten vorliegen; dies ist nicht der Fall,
wenn nur eine Dauer von elf Monaten ohne einen zusätzlichen Bruchteil
eines weiteren Monates besteht (vgl. UELI KIESER, Rechtsprechung zur Al-
ters- und Hinterlassenenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf,
2012, Rz. 3 [S. 257] mit Hinweis auf ZAK 1971 S. 323 E. 3 zu Art. 29ter
AHVG). Ausserdem müssen die geschuldeten Beiträge zumindest in der
Höhe des Mindestbeitrags geleistet sein oder noch entrichtet werden kön-
nen (Art. 16 Abs. 1 und 2 AHVG), damit ein bestimmter Zeitabschnitt als
Beitragsdauer zählen kann (vgl. Wegleitung des Bundesamts für Sozial-
versicherungen über die Renten in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlas-
senen- und Invalidenversicherung [im Folgenden: RWL; gültig ab 1. Januar
2003; Stand: 1. Januar 2016], Rz. 5006). Wurden Beiträge mangels Erfas-
sung oder wegen Uneinbringlichkeit nicht geleistet und ist die Beitrags-
schuld bei der Entstehung des Rentenanspruchs verjährt, ist die entspre-
chende Beitragsperiode in der Regel nicht anzurechnen (RWL Rz. 5009).
2.7 Hinsichtlich der Dauer der Beitragsleistungen und der Höhe der Bei-
träge wird grundsätzlich auf die Individuellen Konten (IK) abgestellt, welche
für jeden beitragspflichtigen Versicherten geführt und in welche die ent-
sprechenden Daten eingetragen werden (vgl. Art. 30ter AHVG; Art. 137 ff.
AHVV).
3.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Anspruchsberechtigung
des Beschwerdeführers zu Recht wegen ungenügender Beitragsdauer ver-
neint hat. Wie bereits vorstehend erwähnt (vgl. E. 2.3 hiervor), vollendete
der am 25. Februar 1951 geborene Beschwerdeführer sein 65. Altersjahr
am 25. Februar 2016, so dass er ab 1. März 2016 Anspruch auf eine or-
dentliche Altersrente oder eine Abfindung (vgl. Art. 7 Bst. a des Abkom-
mens [E. 2.1 hiervor]) der AHV hat, sofern ihm (mindestens) für ein volles
Jahr Einkommen angerechnet werden kann, er also während mehr als elf
Monaten versichert und beitragspflichtig war sowie während dieser Zeit
den Mindestbeitrag bezahlt hat (Art. 29 Abs. 1 AHVG).
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3.1 Der Beschwerdeführer machte beschwerdeweise insbesondere gel-
tend, er sei während zweier Saisons in der Schweiz erwerbstätig gewesen,
wobei er bezüglich dieser Angaben keine Belege habe.
3.2 Die Vorinstanz gab in ihrer Vernehmlassung vom 10. August 2017 die
massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen sowie bundesgerichtliche
Rechtsprechung wieder und führte zur Begründung zusammengefasst
aus, im IK seien nur neun Beitragsmonate im Jahr 1986 verzeichnet. Der
Beschwerdeführer habe weder im Einsprache- noch im Beschwerdever-
fahren belegt, dass die Eintragungen in seinem IK nicht korrekt seien. Auch
die von ihm eingereichten Unterlagen enthielten keinen Hinweis darauf,
dass die Eintragungen unrichtig oder unvollständig sein könnten. Auf dem
Versicherungsausweis AHV-IV sei ausschliesslich die Ausgleichskasse
C._ erfasst. Die vorgelegten Saisonbewilligungen vom 30. April und
13. Oktober 1986 wiesen lediglich aus, dass der Beschwerdeführer über
eine Saisonbewilligung bis 15. Oktober resp. 13. Dezember 1986 verfügt
habe. Auch im Rentenantrag habe der Beschwerdeführer angegeben, nur
im Jahr 1986 in der Schweiz erwerbstätig gewesen zu sein. In der Be-
schwerde habe er zum ersten Mal erklärt, er habe während zweier Saisons
in der Schweiz gearbeitet, allerdings verfüge er über keinerlei Belege mehr.
Die SAK habe daraufhin am 13. Juli 2017 bei der Ausgleichskasse
C._ nachgefragt, ob der Beschwerdeführer im Jahr 1985 und/oder
im Jahr 1987 nicht auch auf den Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin auf-
geführt sei. Die Ausgleichskasse C._ habe der SAK mit Schreiben
vom 4. August 2017 mitgeteilt, der Beschwerdeführer sei auf den Lohnbe-
scheinigungen der Arbeitgeberin nicht aufgeführt. Somit seien keine weite-
ren Beitragszeiten als diejenigen gemäss IK-Auszug belegt. Die Mindest-
beitragsdauer von einem vollen Jahr sei damit nicht erfüllt. Der Beschwer-
deführer habe somit weder Anspruch auf eine monatlich ausbezahlte Al-
tersrente noch auf eine einmalige Abfindung.
3.3 Vorab ist festzuhalten, dass es sich bei den Bewilligungen vom 30. Ap-
ril und 13. Oktober 1986 um Kurzaufenthaltsbewilligungen (Saisonbewilli-
gungen A) gehandelt hatte und diese lediglich beweisen, dass der Be-
schwerdeführer über eine Saisonbewilligung bis zum 15. Oktober resp. 13.
Dezember 1986 verfügte. Sie beweisen jedoch nicht, dass er während
zweier Saisons in der Schweiz erwerbstätig war. Da mit Blick auf diese
Kurzaufenthaltsbewilligungen und die gesamten weiteren Akten für die An-
rechnung von Beitragszeiten auch nicht auf die Gültigkeitsdauer einer B-
oder C-Bewilligung geschlossen werden könnte (vgl. hierzu Urteil des
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BVGer C-5782/2012 vom 1. Oktober 2013 E. 4.2.1 bis 4.2.3), ist im Fol-
genden betreffend die geleisteten Beiträge auf den IK-Auszug abzustellen.
3.4
3.4.1 Der Versicherte hat das Recht, bei jeder Ausgleichskasse, die für ihn
ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin gemachten Ein-
tragungen unter Angabe allfälliger Arbeitgeber zu verlangen (Art. 141
Abs. 1 AHVV). Wird kein Kontenauszug oder keine Berichtigung verlangt,
oder wird das Berichtigungsbegehren abgelehnt, so kann bei Eintritt des
Versicherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen im Individuellen
Konto nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder
dafür der volle Beweis erbracht wird (Art. 141 Abs. 3 AHVV). Art. 141 Abs. 3
AHVV führt eine Beweisverschärfung gegenüber dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
ein, indem der volle Beweis verlangt wird. Allerdings soll dies nicht heissen,
dass die Untersuchungsmaxime nicht gilt und der Versicherte selbst diesen
Beweis zu erbringen hat. Vielmehr bedeutet dies, dass der Versicherte in-
sofern erhöhte Mitwirkungspflichten hat, als dass er alles ihm Zumutbare
unternehmen muss, um die Verwaltung oder den Richter bei der Beschaf-
fung des Beweismaterials zu unterstützten (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b und
3d). Gemäss Definition gilt eine Tatsache als bewiesen und der volle Be-
weis als erbracht, wenn die Behörde von deren Vorhandensein derart über-
zeugt ist, dass das Gegenteil als unwahrscheinlich erscheint (vgl. ALFRED
KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf, 2013, Rz.
482 [S. 169 f.]). Wie dieser Beweis erbracht werden muss, ist jedoch nicht
vorgeschrieben.
3.4.2 Der Beschwerdeführer verlangte weder einen Auszug aus dem IK
noch eine Berichtigung dieses Kontos. Unter diesen Umständen kann er
eine allfällige Berichtigung des IK nur verlangen, wenn entweder die Ein-
tragungen im IK-Auszug vom 23. Juni 2016 offenkundig falsch sind oder er
für deren Unrichtigkeit den vollen Beweis zu erbringen vermag (vgl. E. 3.4.1
hiervor).
3.5
3.5.1 Gemäss dem IK-Auszug vom 23. Juni 2016 war der Beschwerdefüh-
rer von April bis Dezember 1986 bei der D._ AG in E._ er-
werbstätig und bezog für diese Zeitspanne ein Einkommen in der Höhe von
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insgesamt Fr. 21‘313.- (act. 9). Für die vor oder nach dem Jahr 1986 lie-
genden Zeiten fehlen jedoch die entsprechenden Eintragungen im IK. In
den Akten finden sich zudem keine Hinweise darauf, dass nebst im Jahr
1986 in irgendwelchen anderen Jahren Beitragszahlungen geleistet wor-
den wären. Trotz Nachforschungen der Vorinstanz bei der als einzige im
Versicherungsausweis AHV-IV erfassten Ausgleichskasse C._ (act.
2) konnten betreffend die Jahre 1985 und 1987 – somit die Jahre vor und
nach 1986 – keine Belege für derartige Zahlungen gefunden werden (B-
act. 5 Beilagen 1 und 2). Der Beschwerdeführer selber reichte diesbezüg-
lich weder für die Jahre 1985 bis 1987 noch für irgendwelche andere Jahre
– auch nicht für die Monate Januar bis und mit März 1986 – Lohnabrech-
nungen oder andere Beweismittel ein, die beweisen würden, dass seiner-
zeit – nebst dem Jahr 1986 (April bis Dezember) – von der D._ AG
in E._ oder einer anderen Arbeitgeberin bzw. eines anderen Arbeit-
gebers Beiträge vom Lohn abgezogen worden oder solche Beiträge an die
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet worden wä-
ren. Vielmehr gab der Beschwerdeführer in der Anmeldung vom 8. April
2016 (vgl. Bst. A. hiervor) explizit an, von „1986 – 1986“ – somit nur im Jahr
1986 – bei der D._ AG in E._ erwerbtätig gewesen zu sein
(act. 7 S. 2).
3.5.2 Zusammenfassend und im Lichte der erhöhten Anforderungen an
den Beweisgrad nach Art. 141 Abs. 3 AHVV (siehe E. 3.4.1 hiervor) sind
somit die Angaben des Beschwerdeführers bezüglich seiner (weiteren) Er-
werbstätigkeit in der Schweiz über die im IK registrierte Zeitspanne im Jahr
1986 hinaus weder überzeugend noch bewiesen. Da weder die entspre-
chenden Eintragungen im IK-Auszug offenkundig falsch sind noch der Be-
schwerdeführer für deren Unrichtigkeit den vollen Beweis zu erbringen ver-
mochte, ist einzig auf die Angaben gemäss IK-Auszug vom 23. Juni 2016
(act. 9) abzustellen. Da weitere Beweismassnahmen an diesem Ergebnis
nichts mehr zu ändern vermögen, ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu
verzichten (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 122 V 157 E. 1d).
4.
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-
ten, dass der Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug vom 23. Juni 2016 in
der Schweiz nur neun Beitragsmonate im Jahr 1986 aufweist. Er erfüllt da-
mit die erforderliche einjährige Mindestbeitragsdauer gemäss Art. 29
Abs. 1 AHVG nicht und hat folglich keinen Anspruch auf eine Altersrente
oder eine einmalige Abfindung (vgl. Art. 7 Bst. a des Abkommens) der AHV.
Die Beschwerde vom 9. Juni 2017 erweist sich deshalb als offensichtlich
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Seite 11
unbegründet, weshalb sie im einzelrichterlichen Verfahren (Art. 85bis Abs. 3
AHVG i.V.m. Art. 23 Abs. 2 VGG) vollumfänglich abzuweisen ist.
5.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-
schädigung.
5.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),
so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
5.2 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Als Bun-
desbehörde hat die obsiegende Vorinstanz ebenfalls keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG [e contrario] und Art. 7 Abs.
1 [e contrario] und Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 73.320.2]).