Decision ID: 8f43adbd-7dfc-4de1-8e20-4563d64ecc6b
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1986,
Mutter dreier Töchter (geboren 2008, 2011 und 2016), absolvierte von 2002 bis 2004 eine Lehre als Hotelfachassistentin (
Urk.
7/28/5).
Seit dem
1.
Oktober 2005 arbeitete die Versicherte
in einem
50%- bis 100%-
Pensum
als Verkäuferin bei der
Y._
AG (
Urk.
7/8
; vgl. auch
Urk.
7/53/10
). Am
6.
April 2006 erlit
t sie einen Autounfall (
Urk.
7/9/96
). Per
3
1.
Januar 2010
kündigte die
Y._
AG das Arbeitsverhältnis
(
Urk.
7/8).
Am
9.
März 2010
(Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf die Folgen
des
am
6.
April 2006 erlittenen Autounfalls bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/3). Am 2
9.
Oktober 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien
(
Urk.
7/19).
In der Folge
beauftragte
sie
ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit
in Be
ruf und Haushalt (
Bericht vom 1
4.
Juli 2011
,
Urk. 7/21
).
Am
5.
September 2011 trat die Versicherte eine
Stelle als Verkäuferin in einem
40%-
Pensum bei der
Z._
AG
an (
Urk.
7/36
; vgl. auch
Urk.
7/53/10
).
Mit Verfügung vom
2
3.
Sep
tember 2011 verneinte die IV-Stelle
einen Anspruch
auf eine Invalidenrente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 19
%
(
Urk.
7/26).
1.2
Am
7.
Juni 2017 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte wegen Rücken
problemen, Hüftbeschwerden und
einer
Migräne erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/28). Die IV-Stelle
holte den Bericht von
Dr.
med.
A._
, FMH Physikalische Medizin, vom 1
2.
August 2017 (
Urk.
7/39) ein und versuchte mehrfach vergeblich, einen Bericht von
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, erhältlich zu machen (
Urk.
7/40). Im Weiteren nahm sie das von der Krankentaggeldversicherung
Swica
Gesundheitsorganisation
(nachfolgend:
Swica
)
veranlasste Gutachten von Dr.
med.
C._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
0.
Mai 2018
zu den Akten (
Urk.
7/53)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
8.
Juni 2018,
Urk.
7/56, und Einwand
der Versicherten
vom 2
4.
Juli respektive 3
1.
August 2018,
Urk.
7/60 und
Urk.
7/63
; vgl. auch Verlaufs
attest von
Dr.
B._
vom 1
7.
Juli 2018,
Urk.
7/62
) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 2
6.
September 2018 (
Urk.
2)
einen Anspruch
auf berufliche Mass
nahmen und auf eine Invalidenrente.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
6.
Oktober 2018 Beschwerde und beantragte, es sei
en
die angefochtene Verfügung aufzuheben und berufliche Eingliederungs
massnahmen zuzusprechen; eventualiter sei ein neutrales, umfassendes, polydis
ziplinäres Gutachten unter Beachtung der neuen Schmerzrechtsprechung gemäss BGE 141 V 281
in Auftrag zu geben (
Urk.
1 S.
2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Dezember 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), wa
s der Beschwerdeführerin am 12.
Dezember 2018 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkom
men zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo
raus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhän
gig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitge
hend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V
281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander ge
genübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi
tätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 der Verordnung über die Invalidenversiche
rung (IVV) per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbstätigen Versicherten nach der ge
mischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teiler
werbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. a IVV) und die pro
zentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads,
den
die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Be
tätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird an
hand der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Absatz 3
lit
. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (
Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
1.5
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben ge
mäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.6
Gemäss
Art.
15 IVG haben
Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen
Tätigkeit behindert sind,
Anspruch auf Berufsberatung.
1.7
Gemäss
Art.
17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Inva
lidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstä
tigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (
Abs.
2). Als Umschulung gelten gemäss
Art.
6
Abs.
1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benöti
gen.
Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutba
ren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein
busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 E. 4.2; AHI 2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E. 1 je mit Hinweisen).
1.8
Nach
Art.
18
Abs.
1 IVG haben
a
rbeitsunfähige (
Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederung
sfähig sind, Anspruch auf
aktive Unterstützung bei der Suche
eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und
begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrech
terhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b).
1.9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass die
Beschwerdeführerin gemäss der
behandelnde
n
Dr.
A._
in der Tätigkeit als Verkäuferin nicht mehr arbeitsfähig sei.
Die
von der
Krankentaggeldversicher
ung
beauftragte
Gutachterin
Dr.
C._
sei zum Sc
hluss gekommen,
dass ihr die
bisher ausgeübte Tätigkeit
aus psychiatrischer Sicht
weiterhin möglich
sei
.
In einer den gesundheitlichen Einschränkungen optimal angepassten Tätigkeit be
stehe körperlich und psychiatrisch eine volle Arbeitsfähigkeit. Entsprechend sei das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum für die Unterstützung bei der Suche nach einer angepassten Tätigkeit zuständig. Eine allfällige Erwerbseinbusse von mehr als 20
%
verglichen mit der bisherigen Tätigkeit resultiere nicht. Ein An
spruch auf Umschulungsmassnahmen sei damit ebenfalls nicht gege
ben (
Urk.
2
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass
sie die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin allein aufgrund des somatischen Leidens unbestritte
nermassen nicht mehr verrichten könne. D
er im
Vorbescheid vom 14.
Juli 2011 nach der alten gemischten Methode
berechnete Invaliditätsgrad
habe
19
%
be
tragen
. Nach der neuen gemischten Methode ergebe sich ein Invaliditätsgrad
von 32
%
. Da sich ihr
somatische
r
Gesundheitszustand seither
weiter
verschlechtert habe, müsse davon ausgegangen werden, dass die
für eine Umschulung erforder
liche
20%-Hürde
klar überschritten werde.
Ein Anspruch auf Eingliederungs
mass
nahmen sei deshalb zu bejahen. Eventualiter sei ein neutrales, umfassendes
,
polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben.
Die
Beschwerdegegnerin habe bis heute keine eigenen medizinischen Untersuchungen durchgeführt. Das von der Krankentaggeldversicherung
Swica
bei
Dr.
C._
in Auftrag geg
e
bene
psychiatrische
Gutachten sei wertlos. Zudem sei das somatische Leiden bis
her nicht abgeklärt worden
(
Urk.
1 S. 9 f.
).
3.
3.1
3.1.1
Der Mitteilung vom 2
9.
Oktober 2010
(
Urk.
7/19
)
und
der Verfügung vom 23.
September 2011 (
Urk.
7/26
)
, mit welchen
die Beschwerdegegnerin
ein
en
An
spruch der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen respektive auf eine Rente
verneinte
,
lagen
im Wesentlichen folgende Beurteilungen
zugrunde:
3.1.2
Dr.
med.
D._
, FMH Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, führte
im Bericht zur vertrauensärztlichen Untersuchung vom
1.
Februar 2010
zuhanden der Krankentaggeldversicherung
Generali
Allgemeine Versicherungen AG
(nachfolgend:
Generali
)
als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Auffahrunfall am
6.
April 2006 an.
Dr.
D._
erklärte, dass der Personenwagen der Beschwerdeführerin
bereits stillstehend durch
einen
spur
wechselnden Personenwagen
von rechts vorne seitlich touchiert worden
sei
. Nach
der Suva-
Abklärung
habe das einwirkende Delta-V 10 bis
15 km pro Stunde
betragen, was für eine Schädigung der Halswirbelsäule
(HWS)
angegurtet mit Kopfstütze nicht ausreichend
sei
.
Die Kausalität
der
seither geklagten
Cervik
al
b
eschwerden
sei
von der
Suva mit Verfügung
vom
1
9.
August 2009
verneint worden
. Gemäss Abklärung
der Universitätsklinik
E._
vom 27.
November 2009 sei eine
fraglich
e
leichte Instabilität
im
Segment
Halswirbelkörper (HWK)
4/5 bei geringer
Anterolisthesis
HWK 4
gegeben
. Bei unauffälligem HWS-MRI
vom 2
4.
Juli 2009 bestehe nach Angaben der Beschwerdeführerin seit dem Ereignis vom
6.
April 2006
ein
cervikal
muskuläres Verspannungssyndrom,
das sich störend auf die
bis zur Kündigung Ende Januar 2010
ausgeübte Kassen-/
Verkaufstätigkeit
ausgewirkt habe.
Im Weiteren liege ein
Verdacht auf Span
nungskopfschmerzen
vor, der von der Beschwerdeführerin ebenfalls auf den Auf
fahrunfall vom
6.
April 2006
zurückgeführt werde.
Als Diagnose
n
ohne Einfluss auf die Arbeitsf
ähigkeit nannte
Dr.
D._
(1)
einen
Status nach
Nephrolithiasis
beidseits mit links 5 mm grossem Nierenbeckenstein und
(2)
eine vegetativ stig
matisierte leptosome Persönlichkeitsstruktur. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin für eine nicht monotone, in wechsel
nder Körperhaltung
ver
richtbare
,
leichte Tätigkeit
mit Lasthebegrenze 4 bis 5 kg repetitiv und einmalig 10 bis 12 kg voll arbeitsfähig.
Vorbehalten bleibe die
Beurteilung durch die N
eu
rologische Klinik des
F._
(
F._
;
Urk.
7/7/10-11).
3.1.3
Die Ärzte der Klinik für Neurologie des
F._
nannten im Bericht v
om 1
1.
Mai 2010 keine Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten sie (1) chronische Span
nungstypkopfschmerzen mit
perikrani
eller
Druckempfindlichkeit, (2)
Medika
mentenübergebrauchskopfschmerzen und (3) Status nach Distorsionstrauma.
A
us neurologischer Sicht
bestehe
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/11/1).
3.1.4
Dr.
D._
ergänzte
in der an die
Generali
ge
richteten Stellungnahme vom 22.
Juni 2010, dass unter Berücksichtigung der neurologischen Beurteilung
des
F._
von einer zeitlich vollen Arbeitsfähigkeit in einer leichteren als den bisher ausgeübten Tätigkeiten auszugehen sei.
Der Arbeitsplatz soll
e
ergonomische A
rbeitsabläufe ermöglichen. Zudem sei eine ständig vorgebeugte oder gebückte Arbeitshaltung zu vermeiden.
Damit wäre auch eine stundenweise
sitzende
Ver
kaufskassentätigkeit, abwechselnd mit anderen leichten
Verkaufstätigkeiten zu
mutbar. Sollten die eingestreuten Arbeitswechsel nicht möglich sein
, sei allenfalls von einer um maximal
10
%
reduzierte
n
Arbeitszeit
auszugehen
, um vermehrte Kurzpausen zu
ermöglichen (
Urk.
7/16/6).
3.1.5
Der Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin hielt im Bericht vom 1
4.
Juli 2011 fest, dass die Beschwerdeführerin als zu 80
%
im E
rwerbs- und zu 20
%
im Haus
halt
bereich zu qualifizieren sei
. Die Einschränkung im Haushalt
bereich betrage
insgesamt 20,85
%
(
Urk.
7/21/1-6
).
3.2
3.2.1
Im
Rahmen der Neuanmeldung vom
7.
Juni 2017
(Eingangsdatum,
Urk.
7/28
) sind im Wesentlichen folgende Beurteilungen aktenkundig:
3.2.2
Dr.
A._
stellte im Bericht vom 1
2.
August 2017 folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/39/1):
(1)
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom bei
Osteochondrose
L4-5
-
mediane Diskushernie L4/5 und L5/S1
(2)
chronisches
Cervicovertebralsyndrom
bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der
Wirbelsäule
(3)
depressive Entwicklung
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
A._
keine. Sie erklärte, dass
die Beschwerdeführerin für die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der
Z._
AG
seit dem 2
4.
Februar 2017 zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Rücken
belastende Tätigkeiten, auch langes Stehen oder Sitzen sowie Heben und Tragen
schwerer
Lasten sei
en
zu vermeiden. Eine behin
derungsangepasste Tätigkeit sei
in einem Umfang von 100
%
möglich (
Urk.
7/39/2-3).
3.2.3
Dr.
C._
stellte im
für
die Krankentaggeldversicherung
Swica
verfassten
Gutachten
vom 2
0.
Mai 2018 keine Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte sie eine
chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.4) an
(
Urk.
7/53/17)
.
Dr.
C._
gab an,
dass der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht praktisch alle Tätigkeiten zumutbar seien (
Urk.
7/53/
24).
3.2.4
Dr.
B._
erklärte
im Verl
aufsattest vom 1
7.
Juli 2018
, dass die Beschwerde
führerin im Rahmen einer situativen Überforderung (operational als protrahierte Verlaufsform einer heute subklinischen F4-Anpassungsstörung) bei richtungs
weisender Rückenschmerzproblematik in seiner niederfrequenten stützend-
supportiven
Betreuung stehe. Gemäss Auskünften der behandelnden
R
heumatologin sei die Tätigkeit als Verkäuferin
aus
körperlicher Sicht nicht mehr zumutbar (
Urk.
7/62).
4.
4.1
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der
vorliegend
streitige Anspruch der Be
schwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen im
Rahmen der Erstanmel
dung vom
9.
März 2010 (Eingangsdatum
,
Urk.
7/3
)
nicht
materiell beurteilt
wurde
.
Am 2
9.
Oktober 2010 hatte die Beschwerdegegneri
n der Beschwerdefüh
rerin
lediglich
mitgeteilt, dass
zurzeit
keine beruflichen Eingliederungsmassnah
men möglich seien, da die medizinische Aktenlage noch nicht schlüssig sei (
Urk.
7/19).
4.2
4.2.1
Was den
aktuellen
Gesundheitszustand
aus somatischer Sicht
betrifft,
ist dem Bericht der
behandelnden
Dr.
A._
vom 1
2.
August 2017 (
Urk.
7/39)
im We
sentlichen zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
unter einem chronischen
lumbospondylogenen
Syndrom bei
Osteochondrose
L4-5 und
unter
einem
chro
nischen
Cervicovertebralsyndrom
bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der
Wirbel
säule leide. Aufgrund dieser
Nacken- und
Rückenbeschwerden erachtete
Dr.
A._
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin bei der
Z._
AG
, welche auch da
s Heben und Tragen von
mittelschweren und zuweilen
schweren Lasten umfasste (
Urk.
7/36/5),
als nicht mehr zumutbar. Wechselbelastende Tä
tigkeiten
ohne Bücken, Über-Kopf-Arbeiten und auf Leitern/Gerüste steigen
sind de
r Beschwerdeführerin gemäss Dr.
A._
jedoch nach wie vo
r zu 100
%
zu
mutbar.
4.2.2
Diese
Einschätzung von
Dr.
A._
ist einleuchtend und plausibel
. Ärztliche
Be
urteilungen
, die
dem
wid
ersprechen würden, liegen
nicht vor.
Insbesondere sind
keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass sich die bereits im Mai 2010 in der Klinik für Neurologie des
F._
abgeklärten Kopfschmerzen, die damals keine Arbeitsunfähigkeit begründeten (
Urk.
7/11/1
), erhebli
ch verschlechtert hätten.
Gegenüber
Dr.
C._
gab die Beschwerdeführerin
am 1
3.
April 2018
an, dass die Migränebeschwerden durch die Osteopathie-Behandlung zwischenzeit
lich gebessert hätten (
Urk.
7/53/6).
Demgemäss kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführerin eine an die
Nacken- und
Rückenbeschwerden angepasste Tätigkeit
aus somatischer Sicht
zu 100
%
zumutbar ist.
4
.3
4.3
.1
Was den Gesundheitszustand
in
psychischer Hinsicht anbelangt,
legte
Dr.
C._
im Ans
chluss an die Begutachtung vom 1
3.
April 2018
dar, dass die Stim
mung der Beschwerdeführerin in einer Mittellage angesiedelt sei und im Wesent
lichen ausgeglichen wirke, da im Gesprächsverlauf verschiedene Aspekte (Freude, Ärger) auftauchen und wieder verschwinden würden. Insofern bestehe aktuell keine depressive Störung. Die Kardinalsymptome einer Depression (depressive Stimmung und erhöhte Ermüdbarkeit) seien im Rahmen der psychiatrischen Un
tersuchung
ebensowenig
feststellbar gewesen wie ein echter Interessenverlust. Der Antrieb, die Konzentration und die Aufmerksamkeit seien unauffällig und das Selbstvertrauen nicht beeinträchtigt gewesen.
Die Beschwerdeführerin weise derzeit ein Schmerzsyndrom auf, das mit einem somatischen Korrelat nicht gänz
lich zu erklären sei. In diesem Zusammenhang bestehe eine bedrückte Stim
mungslage. Die Beschwerdeführerin habe wenig Coping-Strategien, um mit dem Schmerzsyndrom zurechtzukommen. Medikamentöse Massnahmen seien bis an
hin nur wenige durchgeführt worden, wobei sie teilweise auch nicht vertragen worden seien. Unter Würdigung der Versicherungsakte sowie der aktuellen Ex
ploration und der psychiatrischen Untersuchung sei diagnostisch gemäss den ICD-10-Kriterien von einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren auszugehen.
Die Ausprägung der Störung sei bei der Be
schwerdeführerin im Vergleich zu ähnlichen Störungsbildern als ob
jektiv leicht einzustufen (Urk.
7/53/19).
Dr.
C._
kam zum Schluss, dass aus psy
chiatrischer Sicht
unabhängig von der beruflichen Tätigkeit
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe
(
Urk.
7/53/24
).
4.3
.2
Diese
Einschätzung
von
Dr.
C._
ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazuge
hörigen Erläuterungen
ebenfalls
nachvollziehbar.
Sie deckt sich insbesondere
mit der
Beurteilung
des behandelnden Psychia
ters
Dr.
B._
, mit welchem
Dr.
C._
im Rahm
en der
Begutachtung telefonisch Rück
sprache genommen hatte.
So ging a
uch
Dr.
B._
von eine
r chronischen Schmerzstörung (mit einer affektiven Desintegration und einer erhöhten körper
lichen Wahrnehmung bei einem somatischen Grundkonzept und einer eher naiven
Persönlichkeit) aus
und
war
der Auffassung
, dass die Beschwerdeführerin zumindest aus psy
c
hiatrischer
Perspektive voll arbeitsfähig sei (
Urk.
7/53/5).
4.3
.3
Die Einwände der Beschwerdeführerin
(
Urk.
1
S. 7 f.
)
gegen
das Gutachten
von
Dr.
C._
sind
nicht stichhaltig.
Wird wie vorliegend im Rahmen eines beweisw
ertigen fachärztlichen Gutachtens
eine Arbeitsunfähigkeit in nachvoll
ziehbar begründeter Weise verneint und überdies auch vom behandelnden Psy
chiater keine gegenteilige Einschätzung geäussert, ist ein strukturiertes Beweis
verfahren entbehrlich (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1).
Im Weiteren beruht
die Expertise
auf einer ausführlichen Anamneseerhebung
(U
rk.
7/53/4-11
),
und es kann
ausgegangen werden, dass
Dr.
C._
– w
ie sie in ihrem Gutachten
versi
cherte
(
Urk.
7/53/4)
– sämtliche von der
Swica
zur Verfügung gestellten
Un
ter
lagen
sorgfältig geprüft hat, auch wenn sie auf eine vollständige Erwähnung
aller in der Akte vorhandenen Berichte verzichtete.
U
nzutreffend
ist schliesslich
, dass sich
Dr.
C._
zur Frage der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht ge
äussert hätte.
Die Antworten zu den Fragen 8b und 8c des Fragenkatalogs der
Swica
können nur dahingehend verstanden werden, dass der Beschwerdeführerin nach Ansicht von
Dr.
C._
aus rein psychiatrischer Sicht grundsätzlich sämtliche (das heisst auch körperlich schwerere) Tätigkeiten zumutbar wären (
Urk.
7/53/23-24).
Demgemäss kann als erstellt gelten, dass
aus psychiatrischer Sicht keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit besteht.
Weitergehende medizinische Abklärungen sind nicht erforderlich.
5.
5.1
Nachdem die Beschwerdegegnerin in der rent
enablehnenden Verfügung vom 23.
September 2011 davon ausgegangen war, dass die Beschwerdeführerin als zu 80
%
im Haushalt- und zu 20
%
im Erwerbsber
eich zu qualifizieren sei (Urk.
7/26), stufte sie die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung vom 2
6.
September 2018 nunmehr als ganztägig erwerbstätig ein (
Urk.
2 und
Urk.
7/58/4).
5.2
Gemäss
Angaben
der
Y._
AG erzielte die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens bzw. der Arbeitsunfähigkeit per 1
1.
April 2009
im Jahr 2009
als Verkäuferin
für ein
50%-Pensum
ein Einkommen von brutto Fr.
2'375.20 (
Urk.
7/8/3 und
Urk.
7/8/10).
Hochgerechnet auf ein 100%-Pensum und angepasst an die Nominall
oh
nentwicklung bis ins Jahr 2017
(Bundesamt für Statistik, T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und
der
Reallöhne, 1976 bis 2009
, Frauen
)
ergibt dies ei
n hypothetisches jährliches
Va
li
d
eneinkommen
von
Fr.
65'796.40
(
Fr.
2'375.20 x 2 x
13 :
2'552 x 2'719).
Nach
Eintritt des Gesundheitsschadens
hat die Beschwerdeführerin keine ihr
an sich zu
mutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen.
Somit
sind
für die Bestim
mung des Invalideneinkommens
die Tabellenlöhne
gemäss
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
heranzu
ziehen. Der
Medianlohn von Frauen, Kom
petenzniveau 1,
belief sich
gemäss
LSE 2016
auf
Fr.
4‘363.
-- pro Monat
(
Tabelle TA1, Total
).
Umgerechnet auf die betriebs
übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Bundesamt für Statistik,
betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen, T03.02.03.01.04.01) und
angepasst an die Nominall
ohnent
wicklung bis ins Jahr 2017
(
Bundesamt für Statistik, T39 Entwicklung der Nomi
nallöhne, der Konsumentenpreise und
der
Reallöhne, 1976 bis 2009, Frauen)
resultiert
damit
ein hypothetischer Jahreslohn von Fr.
54‘782.60
(Fr.
4‘363
.
-- :
40 x 41,7 x 12 :
2‘709 x 2‘719
).
Angesichts des von
Dr.
A._
umschrieb
enen Belastungsprofils (Urk. 7/39/5
) steht der Beschwerdeführerin grundsätzlich noch ein weites Spektrum an mögli
chen
angepassten
Tätigkeiten offen. Im Weite
ren wirk
en sich auch das Alter, die Dauer der Betriebszugehörigkeit, die Nationalität sowie der Beschäftigungsgrad nicht lohnmindernd aus (vgl. dazu Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bun
desgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, N 102 ff. zu Art. 28a). Ein Leidensabzug ist daher nicht zu gewähren.
5.3
Bei einem
Va
lideneinkommen
von Fr.
65'796.40
und einem Invalideneinkommen von
Fr.
54‘782.60
resultiert eine
E
rwerbseinbusse
von Fr. 11‘013.80
und
damit
– bei einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als voll erwerbstätig -
ein Invali
ditätsgrad von
rund 17
% (Fr. 11‘
013.80 :
Fr. 65‘796.40
).
Bereits die
Voraussetzung
einer
Erwerbseinbusse
von ca. 20
%
für eine allfällige Umschulung
gemäss
Art.
17
IVG ist somit nicht erfüllt. E
in Anspruch auf eine Umschulung
ist
daher
zu verneinen. Unter diese
n Umständen erübrigen
sich so
dann
Erörterungen zur
Frage der
Zumutbarkeit der ursprünglich gelernten Tätig
keit als Hotelfachassistentin.
5.4
Der
Anspruch auf Leistungen nach Art. 15 IVG (Berufsberatung) setzt voraus, dass der Versicherte an sich zur Berufswahl (oder zur beruflichen Neuorientie
rung) fähig, infolge seines Gesundheitsschadens aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht aus
reichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können (Meyer
/
Reichmuth
, a.a.O., S. 184 mit Hinweis
).
Mit Blick darauf
, dass die Beschwerdeführerin
erfolgreich
eine Lehre als Hotel
fachassistentin absolviert hat
und danach jahrelang als Verkäuferin
(teilweise auch als stellvertretende Filialleiterin)
bei der
Y._
AG und der
Z._
AG tätig
war (
Urk.
7/28/5,
Urk.
7/8,
Urk.
7/36
und
Urk.
7/53/10
), sind keine Gründe ersichtlich, die eine Berufsberatung erforderlich machen würden.
5.5
Die der Beschwerdeführerin noch zumutbaren w
echselbelastende
n
Tätigkeiten
sind auf
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
sodann
in genüg
ender Zahl gegeben
.
Gründe, die
dafür sprechen
würden
, dass
sie
durch ihre
gesundheitlichen Probleme bei der Stellensuche eingeschränkt sein könnte, sind
ebenfalls
nicht ersicht
lich und wurden von ärztlicher Seite auch nicht dargetan (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_416/2009 vom 1. März 2010 E. 5.2)
.
Auch ein
Anspruch auf Arbeitsvermittlung ist deshalb zu verneinen.
5.6
Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen
demnach zu Recht verneint.
Unbestrittenermassen
sind überdies
auch die
Voraussetzungen für einen Renten
anspruch
(vgl.
Art.
28 IVG
)
nach wie vor nicht erfüllt.
6.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demzufolge als rechtens, was zur Ab
weisung der Beschwerde führt.
7.
Die Kosten d
es Verfahrens sind auf Fr. 700
.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).