Decision ID: d4e7d153-ba9d-4b1e-bbe6-a88f698f49ec
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
betreffend betrügerischer Konkurs
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht in Strafsachen, vom 17. Dezember 2019 (GG190025)
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Nach Einsicht in die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
vom 15. Juli 2019 gegen den Beschuldigten, mit welcher beim Einzelgericht Diet-
ikon wegen betrügerischen Konkurses im Sinne von Art. 163 Ziff. 1 StGB eine be-
dingte Freiheitsstrafe von 11 Monaten, unter Anrechnung von 25 Tagen entstan-
dener Haft, beantragt wurde (Urk. 28),
da das Einzelgericht in Strafsachen des Bezirksgerichtes Dietikon den Be-
schuldigten mit Urteil vom 17. Dezember 2019 mit einer bedingten Freiheitsstrafe
von 14 Monaten, wovon 26 Tage durch Haft erstanden sind, bestrafte (Urk. 47),
unter Hinweis auf Art. 19 StPO und insbesondere § 27 GOG, wonach im
Kanton Zürich die sachliche Zuständigkeit der Einzelgerichte nur bis zu einer
Freiheitsstrafe von einem Jahr gegeben ist, wobei das Einzelgericht die Akten
entsprechend Art. 334 StPO ans Kollegialgericht zu überweisen hat, wenn es der
Ansicht ist, es sei eine Strafe von mehr als einem Jahr angezeigt,
nachdem somit ein sachlich unzuständiges Gericht die Freiheitsstrafe von
14 Monaten ausgefällt hat, was einen derart wesentlicher Verfahrensfehler dar-
stellt, dass nur die Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils und die Rückweisung
an die Vorinstanz zur Durchführung eines ordnungsgemässen Verfahrens und zur
Fällung eines neuen Urteils mit sachlich zuständiger Gerichtsbesetzung übrig
bleibt (vgl. Schmid/Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskom-
mentar, 3. Aufl., N 2 zu Art. 409),
nachdem sich die Staatsanwaltschaft in ihrer Berufungserklärung zu einer
allfälligen Rückweisung äusserte (Urk. 48) und die amtliche Verteidigung auf Ver-
nehmlassung zur Frage der Rückweisung verzichtete (Urk. 52),
unter Hinweis auf Art. 409 StPO,
da die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche auf Fr. 1'003.20 (inkl.
MWST) festzusetzen sind (Urk. 53), ausgangsgemäss auf die Gerichtskasse zu
nehmen sind und im Übrigen die Kosten des Berufungsverfahren ausser Ansatz
fallen,
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Considerations: