Decision ID: 262dda37-c316-5d97-9017-83c0a010700f
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
E-3359/2006
A. Die Beschwerdeführer verliessen den Heimatstaat nach eigenen  am 13. März 2001 legal über den Flughafen E._ und gelangten gleichentags über F._ mit Visum in die Schweiz, wo sie am 14. März 2001 ein Asylgesuch stellten. Am 15. März 2001 () sowie am 19. März 2001 (Beschwerdeführerin) fand die summarische Befragung im Empfangszentrum (damals ) J._ statt. Am 10. April 2001 (Beschwerdeführer) sowie am 12. April 2001 (Beschwerdeführerin) wurden sie von der zuständigen kantonalen Behörde zu den Asylgründen angehört. Das Bundesamt hörte die Beschwerdeführer am 11. Dezember 2003 ergänzend an.
Die Beschwerdeführer gaben an, in E._ wohnhaft gewesen und beide russischer Abstammung zu sein, wobei die Mutter des  jüdischer Herkunft sei.
Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen geltend, er sei von 1992 bis im April 2000, als er entlassen worden sei, in einer  in E._ angestellt gewesen. Am 11. oder 12. Februar 2000 seien er sowie der Generaldirektor von Kunden zur Feier eines gelungenen Vertragsabschlusses in ein Restaurant eingeladen . Während des Gesprächs habe er realisiert, dass es sich bei den Kunden um Angehörige der Russischen Nationalen Einheit (RNE)  habe. Diese hätte in angetrunkenem Zustand begonnen, über Juden zu lästern. Darauf sei es fast zu einer Schlägerei mit dem in Wut geratenen Beschwerdeführer gekommen. Später sei dieser auf dem Weg nach Hause von zwei Unbekannten spitalreif geschlagen und  als Jude beschimpft worden. Eine Anzeige habe die Polizei nicht entgegennehmen wollen. Auch entsprechende Schritte bei der  E._ hätten nichts gefruchtet. Da die Familie weiterhin von der RNE beschimpft, beleidigt und bedroht worden sei, seien sie nach G._ zu den Eltern der Beschwerdeführerin gefahren. Von dort aus habe sich der Beschwerdeführer schriftlich wieder an die Staatsanwaltschaft E._ gewendet, ohne indessen eine Antwort zu erhalten. Nachdem die Beschwerdeführerin im August 2000 von Männern der RNE angegriffen worden sei, seien die Beschwerdeführer wieder nach E._ zurückgekehrt. Die  in H._, an die sich der  anschliessend gewendet habe, habe diesen  an die E._ Behörden verwiesen. Da niemand ihm
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habe helfen können, habe er schliesslich beschlossen, mit seiner Familie auszureisen.
Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie sei in die Schwierigkeiten ihres Mannes hineingezogen worden. So sei auch sie von der RNE  worden. Im August 2000 sei sie in G._ von drei Männern überfallen, beschimpft und vergewaltigt worden. Sie habe sich nach diesem Erlebnis zwar in E._ psychiatrisch behandeln lassen müssen, jedoch keine Anzeige gegen ihre Angreifer erstattet.
Für die übrigen Aussagen der Beschwerdeführer wird auf die Akten verwiesen.
Als Beweismittel gaben die Beschwerdeführer verschiedene , Schreiben der Polizei sowie der Staatsanwaltschaften, medizinische Bescheinigungen und zwei Zeitungsartikel zu den Akten.
B. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2003 - eröffnet am 19. Dezember 2003 - stellte das Bundesamt fest, die Vorbringen der  hielten weder den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) noch denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG stand, weshalb sie letztere nicht erfüllten, und lehnte die Asylgesuche ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung der Beschwerdeführer aus der Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an.
C. Mit Beschwerde vom 19. Januar 2004 an die damals zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) beantragten die  die Asylgewährung. Auf die Begründung der  im Einzelnen wird in den Erwägungen eingegangen.
Zur Stützung der Beschwerdevorbringen reichten die  mehrere Artikel zum Thema RNE, Faschismus, Nationalismus und extreme Rechte in Russland zu den Akten.
D. Mit Zwischenverfügung des damals zuständigen Instruktionsrichters vom 26. Januar 2004 wurden die Beschwerdeführer aufgefordert, bis zum 10. Februar 2004 einen Kostenvorschuss zur Deckung der  Verfahrenskosten einzuzahlen.
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E. Am 30. Januar 2004 leisteten die Beschwerdeführer den  fristgerecht.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den  nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des . Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und  in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt bei gegebener  am 1. Januar 2007 die bei der vormaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) hängigen Rechtsmittel. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde. Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die  sind legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  (Art. 111 Bst. e AsylG). Vorliegend handelt es sich, wie nachfol-
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gend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel, weshalb der  summarisch begründet und auf den  verzichtet werden kann (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).
3. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen  Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer  sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat,  Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie , die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
4. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5.
5.1 In der Rechtsmitteleingabe wird einleitend geltend gemacht, die Beschwerdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft, weil sie in Russland wegen ihrer Religionszugehörigkeit ernsthaften Nachteilen ausgesetzt gewesen und – insbesondere die Beschwerdeführerin – in ihrer körperlichen Integrität verletzt worden seien (vgl. Beschwerde S. 2). Weiter werden die vorinstanzlichen Ausführungen, wonach der Sachvortrag in Bezug auf die Vorkommnisse während des  nicht glaubhaft ausgefallen sei (vgl. angefochtene Verfügung S. 3), bestritten. Dass die RNE eine rechtsextreme und judenfeindliche Organisation sei, würden die mit der Beschwerde als Beweismittel  Artikel beweisen (vgl. Beschwerde S. 2). Dass die  der Kinder keinen Hinweis auf das Judentum des Vaters enthielten, sei nicht erstaunlich, da dies der Tradition in Russland ent-
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spreche. Die jüdische Herkunft werde wegen der Verfolgungsgefahr häufig verborgen, und daher pflege der Beschwerdeführer sein  innerlich und im Versteckten. Dass Polizei und Staatsanwaltschaft den Anzeigen des Beschwerdeführers nicht nachgegangen seien, sei nachvollziehbar, zumal Strafverfahren gegen faschistische Gewalttäter und antisemitische Hetzer selten und in Polizei sowie Justiz politische Ignoranz und Nationalismus verbreitet seien. Die Vergewaltigung der Beschwerdeführerin sei von ihr glaubhaft geschildert worden. Das Bundesamt analysiere die Situation der jüdischen Bevölkerung in der russischen Föderation offensichtlich ungenügend, ansonsten nicht  würde, Präsident Putin ginge gegen antijüdische oder  Handlungen vor (vgl. Beschwerde S. 2). Da der  belegen könne, dass er Anzeige erstattet habe, sei durchaus denkbar, dass die Behörden aus asylrelevanten Motiven auf die  der Beschwerdeführer nicht reagiert hätten. Schliesslich habe die Entdeckung der Beschwerdeführer durch Mitglieder der RNE in G._ demonstriert, dass sie über keine innerstaatliche  verfügten und ihnen in ganz Russland asylrelevante  drohen würden. Im Übrigen genüge ihre mehrjährige Abwesenheit aus Russland aufgrund der abgelaufenen Dauer ihrer Visa bereits, um sie im Falle einer Rückkehr verhaften zu können.
5.2 Nach Prüfung der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die angefochtene Verfügung einer Überprüfung standhält. Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung nachvollziehbar und überzeugend aufgezeigt, weshalb die Vorbringen der  sowohl als unglaubhaft als auch als asylrechtlich unerheblich zu beurteilen sind. Im Einzelnen ist zwecks Vermeidung unnötiger  vorab auf die einlässlichen Erwägungen in der  Verfügung verweisen. Die Ausführungen in der  sind nicht geeignet, die zutreffende Einschätzung der  zu entkräften und zu einer anderen Beurteilung der  zu führen.
5.3 Nach Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts sind  Tendenzen in Russland zwar nicht völlig unbekannt und  antisemitische Vorfälle zu registrieren; deren Ausmass ist  nicht wesentlich gravierender als bei ähnlich vorkommenden  in westeuropäischen Ländern oder in den USA. Solche  stellen keine Verfolgung im asylrechtlichen Sinne dar, da ihnen die nötige Intensität fehlt. Die Rechte der jüdischen Minder-
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heit werden im Vielvölkerstaat Russland respektiert, die freie  wird durch die russischen Verfassung gewährleistet (vgl. zum Ganzen bereits Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 1993 Nr. 7 E. 3b und c S. 42 f. sowie das im Internet veröffentlichte Urteil des  E-6712/2006 vom 28. Dezember 2007). Anzeichen für  auf behördlicher Ebene sind nicht auszumachen; Personen  Ethnie können in Russland politische, wirtschaftliche und  Führungspositionen erringen. Die religiöse Intoleranz oder religiös-rassistische Übergriffe durch rechtsradikale  werden vom Staat klar verurteilt und geahndet. Beispielsweise hat der russische Präsident mehrmals gewalttätige und gegen Juden  Übergriffe öffentlich verurteilt und die Behörden mit der  zu Massnahmen gegen den Rassismus ermahnt, diese  seien für Russland als multiethnisches Land inakzeptabel. Am 25. Juni 2002 wurde in Russland das Gesetz zur Bekämpfung von extremistischen Aktivitäten verabschiedet. Art. 1 dieses Gesetzes  als extremistische Aktivität explizit den Aufruf zum Hass gegen andere Rassen, Nationen und Religionen und nennt namentlich als Beispiel Propaganda und öffentliche Zurschaustellung von  Eigenheiten und Symbolen.
5.4 Soweit in der Beschwerde an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen der Beschwerdeführer festgehalten wird (vgl. Beschwerde S. 2 f.),  sich die Einwände gegen die vorinstanzlicher Argumentation bei genauerer Betrachtung nicht als stichhaltig. Der angebliche Streit, der anlässlich eines Geschäftsessens im Februar 2000 in einem E._ Restaurant zwischen dem Beschwerdeführer und wichtigen Kunden seiner Unternehmung ausgebrochen sei, ist nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts lebensfremd geschildert worden.  kommt, dass der Beschwerdeführer nicht Jude, sondern Russe ist, sich selber als Atheisten bezeichnet und in der Heimat offensichtlich keinen ernsthaften persönlichen Bezug zum Judentum hatte.  der in der Beschwerde betonten Gefährlichkeit der RNE ist unter diesen Umständen schwerlich nachvollziehbar, dass der  sich die angeblichen RNE-Mitglieder in der konkreten Situation eines Geschäftsessens mit Kunden tatsächlich ohne Not zu Feinden gemacht hätte. Auch in der Beschwerde wird im Übrigen darauf , er habe sein Judentum innerlich und im Versteckten gepflegt, um allfälligen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.
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Auch die weiteren Ausführungen in der Beschwerde hinsichtlich der unterstellten Duldung faschistischer Gewalttäter und antisemitischer Hetzer durch Polizei und Justiz respektive deren RNE-freundlicher , hinsichtlich der Situation der jüdischen Bevölkerung in der  Föderation sowie hinsichtlich des Fehlens einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative (vgl. Beschwerde S. 4) müssen als  – teilweise auch als spekulativ – qualifiziert werden und vermögen nicht von einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungssituation zu überzeugen. Das Vorbringen betreffend fehlender sicherer  Aufenthaltsalternative widerspricht den protokollierten Angaben der Beschwerdeführer, wonach diese bereits innerhalb der Stadt E._ über eine Möglichkeit verfügt hätten, um den angeblichen Behelligungen durch die RNE aus dem Weg zu gegen (vgl. kantonales Befragungsprotokoll des Beschwerdeführers S. 16 und BFM- der Beschwerdeführerin S. 9). Nach Durchsicht der Anhörungsprotokolle der Beschwerdeführerin ist schliesslich auch festzustellen, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung  der geltend gemachten Vergewaltigung zu Recht auf  klare Unglaubhaftigkeitzsindizien hingewiesen hat (vgl. BFM- S. 4); die Beschwerdeführer beschränken sich diesbezüglich auf die wenig behelflichen Feststellungen, dieser Übergriff sei  geschildert worden und die Beschwerdeführerin habe sich schliesslich wegen der Vergewaltigung in psychiatrische Behandlung begeben müssen (vgl. Beschwerde S. 3).
An den vorstehenden Feststellungen vermögen auch die von den  eingereichten Beweismittel nichts zu ändern. Bei den sieben Artikeln ("RNE-Neonazis", "Alexander Barkaschow", " Überfälle in Moskau", "Nationalismus und extreme Rechte in Russland", "Viel Sozialneid und wenig Antisemitismus", "Alle Macht dem neuen Zaren?" und "Russischer Faschismus des 21. ") handelt es sich nicht auf ihre Person bezogene Berichte,  um allgemein gehaltene Berichte über die RNE und  sowie antisemitische Tendenzen in Russland. Die Dokumente sind für den Nachweis einer Verfolgungssituation der  im Sinne von Art. 3 AsylG deshalb nicht geeignet.
5.5 Nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts wären im  die Angriffe auf die Beschwerdeführer selbst bei unterstellter Glaubhaftigkeit nicht als Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zu : Es wäre den Beschwerdeführern nach dem oben Gesagten
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möglich und zuzumuten gewesen, sich bei den zuständigen Behörden um Schutz vor solchen Behelligungen durch nichtstaatliche Organisationen zu bemühen, allenfalls mit Unterstützung einer der zahlreichen jüdischen Vereinigungen und Beratungsstellen. Auf die  Fluchtalternative innerhalb des riesigen Herkunftslands der  wurde ebenfalls bereits hingewiesen.
Schliesslich ist auch nicht davon auszugehen, dass den  bei einer Rückkehr in ihr Heimatland wegen ihrer abgelaufenen Visa erhebliche Nachteile erwachsen würden (vgl. Beschwerde, S. 4).
5.6 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerdeschrift einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können.
Zusammenfassend folgt, dass die Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnten. Die Vorinstanz hat ihre Asylgesuche demnach zu Recht abgelehnt.
6.
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der Grundsatz der Einheit der Familie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Ist der Vollzug der  nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländer und Ausländerinnen [AuG; SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht möglich, wenn der Ausländer weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht werden kann. Er ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in seinen Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen. Der Vollzug kann  nicht zumutbar sein, wenn er für den Ausländer eine  Gefährdung darstellt (Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG).
6.3 Niemand darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die
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Gefahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezwungen wird (Art. 5 Abs. 1 AsylG).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
7.
7.1 Die Beschwerdeführer verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch haben sie einen Anspruch auf  einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. auch EMARK 2001 Nr. 21).
7.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, Bern 1999, S. 89).
Da es den Beschwerdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführer in ihren Heimatstaat ist demnach  dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführer noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in ihren Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte sowie jener des UN-Anti- müssten die Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16, S. 122, m.w.H.). Die allgemeine Menschen-
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rechtssituation in ihrem Herkunftsstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.
Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
7.3
7.3.1 Aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schweiz, wird auf den Vollzug der Wegweisung auch , wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für den Betroffenen eine konkrete Gefährdung darstellt. Eine solche Gefährdung kann  der im Heimatland herrschenden allgemeinen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation  Gewalt kennzeichnet, oder aufgrund anderer , wie beispielsweise einer notwendigen medizinischen , angenommen werden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, Bbl 1990 II 668).
7.3.2 Der Wegweisungsvollzug erscheint mit Blick auf die allgemeine politische und wirtschaftliche Lage in Russland sowie unter  der persönlichen Situation der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG als zumutbar. Eine Situation, welche die  als "Gewalt- oder De-facto-Flüchtlinge" qualifizieren würde, liesse sich nach dem oben Gesagten in Russland auch unter Berücksichtigung einer allfälligen ethnischen beziehungsweise  Abstammung mütterlicherseits des Beschwerdeführers nicht .
Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer nach einer Rückkehr in ihr Heimatland keinen relevanten Behelligungen  sein werden. Sie verfügen über ein familiäres Beziehungsnetz in Russland und angesichts ihrer beruflichen Hintergründe sowie  auch über realistische Aussichten, sich im Heimatland  eine Existenz aufbauen zu können.
7.3.3 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung durch Rückführung der Beschwerdeführer nach Russland auch als zumutbar zu bezeichnen.
7.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführern, sich bei der  Vertretung ihres Heimatstaates die für eine Rückkehr not-
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wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),  der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist.
7.5 Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestätigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine  der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist abzuweisen.
9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem  vom 11. Dezember 2006 [VGKE]). Die  sind durch den am 30. Januar 2004 geleisteten  beglichen.
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