Decision ID: 89aeced9-cd91-4666-9569-0129dbc20883
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972, war seit Dezember 1991 bei der
Y._
AG, als Betriebsmitarbeiterin angestellt und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 1
0.
April 2014 aus
rutschte und auf die rechte Hand stürzte (
Urk.
7/1). Die gleichentags (
Urk.
7/26) erfolgte Untersuchung im Spital
Z._
zeigte eine Radiusfraktur, welche am 1
5.
April 2014
erstmals
operativ versorgt wurde (
Urk.
7/13).
Mit Verfügung vom 2
8.
September 2016 (
Urk.
7/129) stellte die Suva die Tag
geldleistungen per Ende Oktober 2016 ein, verneinte einen Rentenanspruch und sprach der Versicherten eine Integritätsentschädigung von 10
%
zu. Die dage
gen am
3.
Oktober 2016
(
Urk.
7/132)
erhobene
und am 2
8.
Oktober 2016 ergänzte (
Urk.
7/136)
Einsprache
wies die Suva mit Entscheid vom 2
3.
März 2017 ab (
Urk.
7/139 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
3.
März 2017 (
Urk.
2) erhob die Versi
cherte am
5.
Mai 2017 Beschwerde mit dem Antrag auf dessen Aufhebung und auf
Zusprache
einer Rente von mindestens 10
%
(
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerde
gegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3
1.
Mai 2017 die Abw
eisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am 1
3.
Juni 2017 mitge
teilt wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep
tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor
diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 1
0.
April 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in
dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6
UVG
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) wie folgt: Gemäss kreisärztlicher Beurteilung sei der Beschwerdeführerin bei beid
händigem Einsatz eine leichte Tätigkeit mit maximal zu hantierenden Lasten von 5-10 kg ganztags zumutbar.
Tätigkeiten mit repetitiven Bewegungen der rechten Hand in sämtlichen Bewegungsrichtungen seien nur noch beschränkt zumutbar, ebenso Tätigkeiten mit Impulswirkungen (S. 7). Das Invalidenein
kommen sei mittels Lohnangaben aus fünf Dokumentationen über Arbeit
splätze (DAP) ermittelt worden (S. 8). Es ergebe sich keine unfallbedingte Erwerbsein
busse (S. 9;
Urk.
6).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend (
Urk.
1),
die kreisärztliche Beurteilung sei unzutreffend, da die
Gewichtslimite
unterschiedlich beurteilt worden sei. Die Berechnung des Invalideneinkommens sei zu beanstanden, da die DAP unzu
mut
bare Bedingungen hinsichtlich des Arbeitswegs enthielten und fein
motorische
beidhändige Tätigkeiten ganztags zu verrichten seien
und teilweise Handrotationen verlangt würden.
Das Invalideneinkommen
sei aufgrund der
statistischen Lohnstrukturerhebungen (
LSE
)
und mit einem Abzug von 15
%
zu berechnen, womit sie Anspruch auf eine Rente habe (S. 4 ff.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente hat.
Zu beurteilen sind das Belastungsprofil und der Einkommens
vergleich.
3.
3.1
Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie, hielt am 1
7.
Mai 2016 nach Konsultation des Aussendienstberichtes (
Urk.
7/103) hinsichtlich der noch bei der
Y._
AG verrichteten angepassten Arbeit fest, dass die Beschwerdeführerin an einem Förderband arbeite und dabei Schalenreste von gekochten Eiern entferne. Diese Arbeit müsse beidhändig, schnell und flink erledigt werden. Die Tätigkeit sei auch mit repetitiven Drehbewegungen im Handgelenk verbunden. Der Arbeitsplatz sei nass und kühl. Ausser der regulä
ren Pause von 15 Minuten könne der Arbeitsprozess nicht unterbrochen wer
den. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, diese Arbeit während eines
halben Tages durchführen. Aufgrund der klinischen und
objektivierbaren Befunde sei es nachvollziehbar, dass di
e Beschwerdeführerin bei halbtäg
iger Präsenz
und
voller Leistung das Limit erreicht habe. Eine Steigerung werde nicht mehr mög
lich sein.
3.2
Dr.
A._
führte am
7.
Juni 2016 (
Urk.
7/109) aus, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei der Beschwerdeführerin eine sehr leichte bis leichte Tätigkeit (2.5 -10 kg) ganztags zumutbar. Für die ausgeübte angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
.
3.3
Am 1
8.
August 2016 (
Urk.
7/124) ergänzte
Dr.
A._
das Belastungsprofil wie folgt: Bei beidhändigem Einsatz sei eine leichte Tätigkeit mit maximal zu hantierenden Lasten von 5-10 kg
den ganzen Tag zumutbar. Tätigkeiten mit repetitiven Bewegungen der rechten Hand (sämtliche Bewegungsrichtungen: Flexion/Extension, Pro-/Supination,
Ulnar
-/
Radialduktion
) seien nur noch beschränkt zumutbar. Ebenso seien Tätigkeiten, welche mit Impulswirkung ver
bunden seien, wie Arbeiten mit stossenden oder vibrierenden Geräten, ungeeig
net. Sowohl eine Umstellungsosteotomie als auch eine
Teilarthrodese
hätten keine Änderung des Zumutbarkeitsprofils bezüglich des allgemeinen Arbeits
markts zur Folge.
4.
4.1
Dr.
A._
nahm seine Beurteilung
im Vergleich zu den
b
ei der letzten Tätigkeit erforderlich
en Fähigkeiten der Beschwerdeführerin vor und erfasste so ein sehr genaues Profil. Er wies darauf hin
, dass der
Beschwerdeführerin die bereits als angepasst geltende Tätigkeit, bei der sie
an einem nassen und kühlen Ort beid
händig, flink und schnell sowie mit repetitiven
Drehbewegungen arbeiten muss
te, nur noch zu 60
%
- entsprechend dem tatsächlich ausgeübten Pensum
(vgl.
Urk.
7/80 und
Urk.
7/100 S. 3)
- zumutbar sei. Daraus ergibt sich, dass in einer Tätigkeit, die den Einschränkungen der Beschwerdeführerin
noch
besser
ange
passt ist, eine höhere Arbeitsfähigkeit besteht. Es handelt sich dabei um Tätig
keiten, bei denen weniger Schnelligkeit gefordert ist und keine dauernden
Dreh
bewegungen notwendig sind, und die nicht an einem nassen und kühlen Ort stehend ausgeführt werden. Dass
Dr.
A._
dementsprechend
beidhändig aus
zuübende leichte
Tätigkeiten
mit Lasten von
maximal
5-10 kg und beschränk
ten
- im Gegensatz zu den bisher dauernd ausgeführten -
repetitiven Bewegun
gen der rechten Hand als ganztägig zumutbar erachtete, ist über
zeugend und nachvollziehbar.
Von diesem
Belastungsprofil ist auszugehen, zumal die Beschwerdeführerin diesbezüglich
keine substantiierten Rügen
vor
bringt.
4.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art.
8 ATSG), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invali
den
rente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
4.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein
kommens
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Die Beschwerdegegnerin ermittelte ausgehend von den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin (
Urk.
7/117 S. 2) und einem Pensum von 100
%
ein hypo
thetisches
Valideneinkommen
von
Fr.
49'823.-- (vgl.
Urk.
7/129 S. 2; Urk.
2 S.
9). Dies ist nicht z
u beanstanden und unbestritten.
4.4
Für die Fest
setzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der
–
kumulativ
–
besonders stabile Arbeitsverhältnisse
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP
Zahlen herangezoge
n werden (BGE 139 V 592 E. 2.3
mit Hinweisen).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik
regelmässig
erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stellen
inhaberinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungs
kriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die
Suva
ent
schloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalidenein
kommen ent
sprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kennt
nis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil ent
sprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnitts
lohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der
Suva
verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die
Suva
die für die Invaliditäts
bemessung im konkre
ten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu
äussern
. Allfäl
lige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die
Suva
im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die
Suva
nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die
Suva
hat
diesfalls
im
Einspracheent
scheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdever
fahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP
Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Ver
sicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP
Lohn
vergleichs einen Tabellen
lohnver
gleich gestützt auf die LSE
vorzunehmen (BGE
139 V 592 E. 6.3, 129 V 472 E.
4.7.2).
4.5
Die Beschwerdegegnerin zog zur Ermittlung des hypothetischen Invaliden
einkommens fünf DAP-Profile heran
und machte die vorgeschriebenen
Anga
ben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefst
lohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinde
ru
ngsprofil entsprechenden Gruppe (vgl.
Urk.
7/125). Diese Grundlagen wurden der Beschwerdeführerin im
Einspracheverfahren
zur Kenntnis gebracht (vgl.
Urk.
7/134).
Gemäss Belastungsprofil (vgl. vorstehend E. 4.1) sind der Beschwerdeführerin
beidhändig auszuübende leichte Tätigkeiten mit Lasten von maximal 5-10 kg und beschränkten repetitiven Bewegungen der rechten Hand ganztägig zumut
bar
.
4.6
Bei DAP-Profil Nr. 1143 (
Urk.
7/125/4-8) handelt es sich um eine Tätigkeit als Kontrolleurin, wo Einzelteile von Kaffeemaschinen auf Qualität und Masse kon
trolliert werden. Das Messen erfolgt mit Schablonen und Höhenmessern. Die Gewichte erreichen 1 kg
nicht
. Sehr leichtes
Heben und
Tragen (bis 5 kg)
bis Lendenhöhe
ist oft nötig, leichtes/feinmotorisches Hantieren mit Geräten manchmal und Handrotation ist nie notwendig. Beidhändigkeit ist bedingt not
wendig. Dieses DAP-Profil entspricht den Fähigkeiten der Beschwerde
führerin.
DAP-Profil Nr. 7188 (
Urk.
7/125/9-12) beschreibt die Tätigkeit einer
Bestücke
rin
: Es werden Elektronikbauteile mittels Werkzeugen auf Printplatten ange
bracht und Lötstellen und Bauteile unter der Lupe kontrolliert. Sehr leichtes Heben
und Tragen bis Lendenhöhe
ist selten notwendig. Leichtes/fein
moto
risches Hantieren mit Gegenständen ist sehr oft notwendig
; Handrotation nie. Beidhändigkeit ist bedingt notwendig.
Dass leichtes und feinmotorisches Han
tieren mit Gegenständen sehr oft erforderlich ist, steht dem Belastungsprofil grundsätzlich nicht entgegen, da
Dr.
A._
einzig
repetitive Bewegungen in verschiedene Richtungen (
Flexion/Extension, Pro-/Supination,
Ulnar
-/
Radial
duktion
) als eingeschränkt erachtete
. Dem steht das
feinmotorische
Bestücken
von Bauteilen auf Platten
mit Werkzeugen nicht entgegen. Damit genügt auch dieses DAP-Profil dem Belastungsprofil.
Bei DAP-Profil Nr. 3912
(
Urk.
7/125/
13-
16)
werden Rotor-Rundlaufmessungen durchgeführt
. Es werden Teile in die Prüfmaschine gelegt, entnommen und auf einem Tisch deponiert. Sehr leichtes Heben und Tragen bis Lendenhöhe ist oft erforderlich, leichtes und feinmotorisches Hantieren mit Gegenständen wie auch Handrotation sind manchmal notwendig.
Beidhändigkeit ist bedingt notwendig. Das Belastungsprofil wird eingehalten.
DAP-Profil Nr. 5556 (
Urk.
7/125/17-20) beschreibt eine Tätigkeit, bei der Arti
kel-Nummern
gelasert
werden. Es ist eine Sauglamelle von ca. 1 kg auf den Tisch zu legen
und von Hand auf Beschädigungen zu kontrollieren. Anschlies
send erfolgt ein Schieben bis zum Anschlag und die Auslösung des Laservor
gangs mittels Print-Taste am PC.
Sehr leichtes Heben und Tragen (bis 5 kg) bis Lendenhöhe ist oft, leichtes/feinmotorisches Hantieren mit Geräten
ist selten
nötig
. Handrotation kommt nie vor.
Beidhändigkeit ist bedingt notwendig. Auch dieses DAP-Profil genügt dem Belastungsprofil.
Sodann beschreibt DAP-Profil Nr. 9982
(
Urk.
7/125/21-24)
eine Tätigkeit, bei der kontrolliert wird, ob Teig von einer Maschine richtig gerollt wurde
, und
ansonsten
die Teigrolle entfernt wird.
Sehr leichtes Heben und Tragen (bis 5 kg) bis Lendenhöhe
sowie
leichtes/feinmotorisches Hantieren mit Geräten
sind manchmal nötig, ebenso Handrotation. Beidhändigkeit ist nicht nötig, womit die Arbeit
grundsätzlich allein
mit der unversehrten link
en Hand ausgeübt wer
den kö
nn
te
. Das Belastungsprofil wird eingehalten.
4.7
Zusammenfassend
zog die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des hypo
thetischen Invalideneinkommens
fünf zumutbare Arbeitsplätze
bei und ging mit der Annahme
eines Wertes
von
Fr.
52'
334.-- zugunsten der Beschwerdeführerin vom Minimallohn aus (vgl.
Urk.
7/126 S. 2). Dieses Vorgehen ist nicht zu bean
standen, womit das Invalideneinkommen korrekt ermittelt wurde.
Eine Berech
nung anhand der LSE-Daten ist somit nicht erforderlich.
Soweit die Beschwer
de
führerin geltend macht, die verwendeten DAP-Profile enthielten unzumutbare Arbeitswege, so kann dem nicht gefolgt werden. Es handelt sich bei sämtlichen Profilen um
lediglich hypothetisch
ausübbare
Tätigkeiten
, welche zur Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogen wurden
,
und nicht
um
kon
krete Stellenangebote. Der Arbeitsweg ist damit in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung.
4.8
Der Vergleich des hypothetischen
Valideneinkommens
von
Fr.
49'823.-- mit dem hypothetischen Invalideneinkommen von
Fr.
52'334.-- ergibt keine Erwerbseinbusse und damit keinen Rentenanspruch.
Der angefochtene Entscheid ist rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.