Decision ID: 3c8ba774-6ba3-4dec-b77a-4891fc6536f4
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 15. Januar 2016 zu 50 % bei der
B._ AG als kaufmännischer Mitarbeiter angestellt und dadurch bei der
Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar)
unfallversichert, als er sich am 31. Oktober 2016 als Passagier in einem Bus bei einem
plötzlichen Stopp eine Verletzung an der rechten Schulter zuzog (act. G 3.1/3).
A.b Am 7. November 2016 suchte der Versicherte wegen persistierender Schmerzen in
der rechten Schulter seinen Hausarzt Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeinmedizin
FMH, auf. Gemäss Auszug aus der Krankengeschichte berichtete der Versicherte
anlässlich dieser Konsultation, dass er am 31. Oktober 2016 bei einer brüsken Bus-
Bremsung mit der rechten Schulter gegen eine Haltestange geschlagen sei oder es zu
einer Schulterzerrung rechts gekommen sei, weil er sich an der Haltestange habe
festhalten müssen. Einen genauen Unfallhergang könne er nicht beschreiben, da alles
zu schnell gegangen sei. Dr. C._ erhob als Befund keine Schwellung, kein Hämatom
und eine kaum eingeschränkte Schulterbeweglichkeit, jedoch Bewegungsschmerzen
über dem ventralen Anteil der rechten Gelenkkapsel bzw. der Rotatorenmanschette.
Dementsprechend stellte er die Diagnose einer leichteren bis mittelgradigen Zerrung
der ventralen Gelenkkapsel des rechten Schultergelenks bzw. eine Schulterprellung. Er
verschrieb dem Versicherten Schmerzmittel. Eine Bestätigung einer Arbeitsunfähigkeit
empfand der Versicherte als nicht notwendig. Am 18. November 2016 fand eine
Verlaufskontrolle bei Dr. C._ statt, anlässlich welcher sich keine Besserung des
Gesundheitszustandes und keine wesentliche Befundänderung zeigte. Der Versicherte
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beschrieb hauptsächlich in den Musculus deltoideus einstrahlende Schmerzen. Die
gleichentags angefertigten Röntgenbilder der rechten Schulter zeigten keine knöcherne
Veränderung. Zu einer zwei Wochen später vereinbarten Kontrolluntersuchung erschien
der Versicherte nicht. Am 28. November 2016 stellte Dr. C._ auf Wunsch des
Versicherten hin in dessen Abwesenheit eine Physiotherapieverordnung aus (act. G
3.1/2.1). Am 30. November 2016 meldete die Arbeitgeberin der Mobiliar das
Schadensereignis vom 31. Oktober 2016. Als Unfallhergang wurde in der
Schadensmeldung festgehalten, dass der plötzliche Stopp eines Busses wegen des
Tragens einer schweren Einkaufstasche eine starke Muskelzerrung verursacht habe
(act. G 3.1/3). In einem Fragebogen der Mobiliar nahm der Versicherte am 3. Dezember
2016 nochmals zum Unfallereignis Stellung (act. G 3.1/1.4). Nach der Durchführung
von etwa fünf oder sechs Physiotherapiesitzungen meldete sich der Versicherte am 3.
Januar 2017 erneut zur Konsultation bei Dr. C._ und beklagte vermehrte Schmerzen.
Als Befund erhob Dr. C._ eine diffuse Druckdolenz vor allem über den ventralen
Anteilen der Gelenkkapsel sowie eine stark schmerzhaft eingeschränkte
Schulterbeweglichkeit. Dr. C._ verschrieb dem Versicherten erneut Schmerzmittel
und schlug ihm die Bestätigung einer Arbeitsunfähigkeit vor, was dieser jedoch noch
immer als nicht notwendig empfand. Am 4. Januar 2017 berichtete der Versicherte Dr.
C._, es gehe ihm besser (act. G 3.1/2.1 und 2.2).
A.c Am 5. Januar 2017 wurde im Röntgeninstitut D._ eine MRT des rechten
Schultergelenks durchgeführt. PD Dr. med. E._, FMH Radiologie, hielt in seiner
Beurteilung eine glenohumeral betonte Omarthrose mit Chondropathie Grad III, eine
Tendinose der Supra- und Infraspinatussehne mit transmuraler Ruptur der Supra
spinatussehne im anterioren Anteil sowie eine leichtgradige Atrophie des Musculus
supraspinatus fest (act. G 3.1/2.3).
A.d Am 9. Januar 2017 fand auf Zuweisung von Dr. C._ eine Kontrolle durch Dr. med.
F._, Orthopädische Chirurgie FMH, Orthopädie Klinik G._, statt. In ihrem Bericht
vom 10. Januar 2017 hielt diese fest, dass der Versicherte am 31. Oktober 2016 beim
plötzlichen Bremsen eines Busses eine schwere Zerrung der rechten Schulter erlitten
habe, als es zum Traktionstrauma seines Armes gekommen sei. Seitdem bestünden
erhebliche Beschwerden im lateralen Oberarmbereich. Die aktive Elevation habe sich
deutlich verschlechtert. Als röntgenologischen Befund erhob sie keinen
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Humeruskopfhochstand, keine vermehrte acromiale Überdachung und keine
wesentlichen arthrotischen Veränderungen. Sie empfahl bei vorliegender traumatischer
Ruptur der Supraspinatussehe und deutlichem Schmerzbefund ein operatives
Vorgehen (act. G 3.1/2.4).
A.e Am 12. Januar 2017 ersuchte die Klinik G._ die Mobiliar um eine
Kostengutsprache für eine am 1. Februar 2017 geplante Schulterarthroskopie mit
Sehnennaht rechts mit einer Aufenthaltsdauer von ca. zwei Nächten (act. G 3.1/2.6),
worauf die Mobiliar von der Klinik G._ sämtliche Untersuchungs- und
Befundbereichte einforderte (act. G 3.1/1.5). Am 26. Januar 2017 erteilte die Mobiliar
Kostengutsprache gemäss dem Gesuch der Klinik G._ für die Unterbringung in der
privaten Abteilung (act. G 3.1/2.7; vgl. ferner act. G 3.1/1.8). Vom 26. bis 27. Januar
2017 war der Versicherte wegen einer kardiologischen Behandlung im Spital H._
hospitalisiert worden (act. G 3.1/2.5). Am 14. Februar 2017 stellte die Klinik G._ bei
der Mobiliar ein erneutes Kostengutsprachegesuch für die auf den 22. Februar 2017
verschobene Operation (act. G 3.1/2.7 und 1.8 f.).
A.f Am 22. Februar 2017 führte Dr. F._ beim Versicherten in der Klinik G._ eine
Schulterarthroskopie rechts mit komplexer Rekonstruktion der Supra- und
Infraspinatussehne in Doppelreihentechnik, eine Tenotomie der langen Bizepssehne
und eine Akromioplastik durch. Im Operationsbericht hielt Dr. F._ fest, dass sich der
Befund intraoperativ als weiter fortgeschritten als im MRT vom 5. Januar 2017
dargestellt habe. Glenohumeral habe sich der Knorpel an Glenoid und Humeruskopf als
weitgehend erhalten gezeigt mit einer leichten Aufrauung (Chondromalazie I bis II). Die
Subscapularissehne sei nur oberflächlich aufgeraut gewesen und habe nicht genäht
werden müssen. Von der Supraspinatussehne sei nur noch ventral ein Zügel vorhanden
gewesen, die übrige Sehne sei bis knapp vor das Glenoid retrahiert gewesen. Die lange
Bizepssehne sei nicht mehr stabil gewesen. Die Infraspinatussehne sei ebenfalls bis
knapp vor das Glenoid als retrahiert erschienen (act. G 3.1/2.8)
A.g Am 10. März 2017 führte der beratende Arzt der Mobiliar, Dr. med. I._, Facharzt
für Chirurgie FMH, Spez. Allgemeinchirurgie und Traumatologie FMH, zertifizierter
Gutachter SIM, aus, dass die Beschwerden und die Operation vom 22. Februar 2017
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang zum Unfall vom 31.
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Oktober 2016 stehen würden. Der Status quo sine sei spätestens vier Wochen nach
dem Unfall erreicht gewesen. Entscheidend für die Beschwerden und die Therapie
seien unfallfremde Faktoren, nämlich degenerative Veränderungen des rechten
Schultergelenks mit beginnender Omarthrose, Tendinose der Sehnen des Musculus
infraspinatus und supraspinatus sowie transmuraler Ruptur der Sehne des Musculus
supraspinatus ventral mit beginnender Atrophie. Gemäss dem ersten Arztzeugnis von
Dr. C._ habe beim Bremsen des Busses ein Anprall der rechten Schulter
stattgefunden. Entsprechend der Schilderung der versicherten Person in einem
Fragebogen sei es beim Abbremsen des Busses zu einer Zerrung am Arm,
hervorgerufen durch das Tragen einer schweren Tasche, gekommen. Beide
Mechanismen seien nicht geeignet, eine gesunde Sehne zum Reissen zu bringen. Im
MRT seien beim _-jährigen Versicherten bereits erhebliche degenerative
Veränderungen des rechten Schultergelenks ersichtlich (act. G 3.1/2.9).
A.h Am 30. März 2017 führte der beratende Arzt der Mobiliar, Dr. med. J._, Facharzt
für Chirurgie FMH, aus, dass die Körperschädigung des Versicherten eindeutig auf eine
Erkrankung oder Degeneration zurückzuführen sei (act. G 3.1/2.11).
A.i Mit Schreiben vom 5. April 2017 teilte die Mobiliar dem Versicherten mit, dass sie
gestützt auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes, wonach die Beschwerden vier
Wochen nach dem Unfall nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im
Zusammenhang zum Unfallereignis vom 31. Oktober 2016 stünden, einen Anspruch
auf Versicherungsleistungen ab dem 6. Januar 2017 ablehnen müsse (act. G 3.1/1.16).
A.j Am 12. April 2017 teilte der Versicherte der Mobiliar telefonisch mit, dass er mit der
Ablehnung des Leistungsfalls nicht einverstanden sei, da es sich um einen Unfall
gehandelt habe (act. G 3.1/1.29). In einem Bericht vom 13. April 2017 an die Mobiliar
erklärte Dr. F._, dass der vom Versicherten angegebene Unfallmechanismus, bei
dem es durch ein plötzliches Bremsen des Busses zu einem starken Zug auf den
rechten Arm gekommen sei, mit welchem er eine schwere Tasche getragen habe,
durchaus ein adäquates Trauma zur Entstehung der Sehnenrupturen darstelle. Weiter
erläuterte sie die Gründe, die aus ihrer Sicht für eine traumatische Entstehung der
Sehnenrupturen sprechen würden und kam zum Schluss, dass es aus orthopädischer
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Sicht keine Zweifel an einer traumatologisch bedingten Ruptur der Supra- und
Infraspinatussehne in der rechten Schulter des Versicherten gebe (act. G 3.1/2.12).
A.k In einem im Auftrag der Mobiliar (vgl. act. G 3.1/1.35) erstellten Aktengutachten
vom 1. Juni 2017 kam Dr. med. K._, Orthopädiche Chirurgie FMH, zertifizierter
medizinischer Gutachter SIM, beratender Arzt der Mobiliar (vgl. act. G 3.1/1.36 und
1.38), zum Schluss, dass es beim Ereignis vom 31. Oktober 2016 mit unklarem
Unfallmechanismus zu einer Schmerzhaftigkeit der Schulter gekommen sei, die mit
Mikroverletzungen begründbar sei, wobei der Status quo sine Ende 2016 eingetreten
sei. Weiter sei gesichert (Gegenteiliges lasse sich nicht erkennen oder hinreichend
begründen), dass ein somatischer, aber asymptomatischer Vorzustand bestanden
habe, eine richtunggebende Verschlimmerung sicher nicht eingetreten sein könne und
eine vorübergehende Verschlimmerung nur als möglich zu bezeichnen wäre, zumal
eine Zerrung einer bereits desinserierten Sehnen-Muskel-Struktur gar nicht erst
möglich sei (act. G 3.1/2.13).
A.l Mit Verfügung vom 8. Juni 2017 teilte die Mobiliar dem Versicherten mit, dass sie
einen Anspruch auf Versicherungsleistungen ab dem 1. Januar 2017 ablehnen müsse.
Aufgrund der Einschätzung ihres beratenden Arztes stünden die Beschwerden ab dem
1. Januar 2017 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang
mit dem Ereignis vom 31. Oktober 2016 (act. G 3.1/1.39 f.).
A.m Am 14. Juni 2017 berichtete Dr. F._ gegenüber Dr. C._, dass die Schulter
postoperativ sechs Wochen ruhiggestellt worden sei. Anfangs April 2017 habe der
Versicherte mit Hilfe von Physiotherapie mit aktiver Schultermobilisation begonnen.
Ende April habe der Versicherte von einer Schmerzzunahme berichtet und davon, dass
er zu dieser Zeit auch noch einen Sturz erlitten habe, bei dem er sich die rechte
Schulter ventral angeschlagen habe. Daher sei am 2. Mai 2017 eine Kontroll-MRT
durchgeführt worden, welches ausgedehnte Re-Rupturen der beiden genähten
Rotatorenmanschetten-Sehnen mit nun deutlicher Retraktion und Fortschreiten der
Atrophie gezeigt habe. Zudem habe sich eine beginnende Frozen shoulder entwickelt.
Aus ihrer Sicht hange jedoch der initiale Sehnenriss eindeutig mit dem Trauma
zusammen (act. G 3.1/5).
B.
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B.a Gegen die Verfügung der Mobiliar vom 8. Juni 2012 erhob der Versicherte am 29.
Juni 2017 Einsprache und bat um eine Fristverlängerung zur Einreichung einer
ärztlichen Einschätzung (act. G 3.1/1.49).
B.b Am 23. August 2017 reichte der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt M.
Ausfeld, Zürich, eine ergänzende Einsprachebegründung nach mit dem Antrag, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien die gesetzlichen Leistungen wie
einstweilen Taggeld und Behandlungskosten zu erbringen (act. G 3.1/1.60).
B.c Am 25. August 2017 reichte der Versicherte einen Bericht von Dr. F._ vom 29.
Juni 2017, in welchem diese sich mit dem Gutachten von Dr. K._ auseinandergesetzt
hatte (act. G 3.1/1.107 f.), sowie einen Bericht von Oberärztin Dr. med. L._ und Dr.
med. M._, Chefarzt Orthopädie, Klinik N._ vom 3. August 2017 (act. G 3.1/1.104 ff.)
ein (act. G 3.1/1.109). Dr. M._ und Dr. L._ hatten zur Frage der Unfallkausalität
Stellung genommen und waren zum Schluss gekommen, insgesamt sei ihrer
Einschätzung nach ganz klar von einem Trauma auszugehen, welches für die Ruptur
ursächlich gewesen sei (act. G 3.1/1.104 ff.).
B.d Mit Einspracheentscheid vom 9. Oktober 2017 wies die Mobiliar unter Verweis auf
das Aktengutachten von Dr. K._ und die Einschätzung von Dr. I._ die Einsprache
des Versicherten ab (act. G 3.1/1.130 ff.).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der anwaltlich vertretene Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 3. November 2017 Beschwerde (act. G 1). Darin
beantragte er, die Mobiliar (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei in Aufhebung des
Einspracheentscheids zu verpflichten, ihm die sich aus dem Unfallereignis vom 31.
Oktober 2016 ergebenden gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Entsprechend sei die
Sache zur neuen Festlegung der Leistungen (Taggeld, Rente, Integritätsentschädigung
sowie Therapiekosten) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei
eine gerichtliche Expertise zur Frage des Vorliegens von Unfallfolgen einzuholen; unter
gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin
(act. G 1 S. 2).
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C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. November 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
C.c In seiner Replik vom 7. Dezember 2017 hielt der Beschwerdeführer an den
gestellten Anträgen vollumfänglich fest (act. G 6).
C.d In ihrer Duplik vom 28. Dezember 2017 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem
bereits gestellten Antrag fest (act. G 8).

Considerations:
Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Strittig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
einen Anspruch des Beschwerdeführers auf über den 31. Dezember 2016
hinausgehende Versicherungsleistungen abgelehnt hat.
3.
3.1 Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im
Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche,
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors
auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen
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oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1
UVG hat der Unfallversicherer bei Vorliegen eines Unfalls im Sinne des Gesetzes für
einen Gesundheitsschaden jedoch nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis
steht (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein die
gesundheitliche Beeinträchtigung nicht oder nicht in gleicher Weise oder nicht zur
gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung verantwortlich, d.h.
zumindest teilkausal ist, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann,
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E.
3.1, 117 V 376 E. 3a; SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94, U 413/05, E. 4.1 mit Hinweisen;
Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53). Für die Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf
Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181
E. 3.1 und 112 V 32 f. E. 1; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 und 58 f.). Bei
physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der
sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung praktisch keine
selbständige Rolle (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 f. E. 3a und
117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im
Grundfall einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall
nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt,
wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht.
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich
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fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 6.
August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; Thomas Locher/Thomas Gächter, a.a.O., § 70 N. 58
f.).
3.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352, E. 3a mit
Hinweis). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann
rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden. Soll ein Versicherungsfall
jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E.
4.4 und 4.6; bestätigt etwa in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012,
8C_592/2012, E. 5.3). Die Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als
zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und
gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist
ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte bzw. die Expertin imstande
ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl.
PVG 1996 Nr. 89 S. 267 E. 3b).
3.3 Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz schliesst
eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
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dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Während bei der
Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, demzufolge die
versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten
Wegfall der Kausalität der Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des
Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 117 V 264 E. 3b;
Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Die Beweislast liegt jedoch nur bezüglich
derjenigen Verletzungen beim Unfallversicherer, welche thematisiert worden waren und
somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des Bundesgerichts vom 20.
August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
[EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.).
4.
4.1 Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2016 einen
Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. Die Beschwerdegegnerin hat ihre
Leistungspflicht für das Unfallereignis bis zum 31. Dezember 2016 anerkannt. Sie stellt
sich jedoch auf den Standpunkt, dass das Unfallereignis nur vorübergehende
schmerzhafte Mikroverletzungen verursacht habe, die spätestens am 31. Dezember
2016 geheilt gewesen seien. Die Sehnenrupturen des Beschwerdeführers, welche eine
über den 31. Dezember 2016 hinausgehende Behandlung, insbesondere die Operation
vom 22. Februar 2017, notwendig gemacht hätten, stünden hingegen in keinem
Kausalzusammenhang zum Unfall, sondern beruhten auf einer degenerativen
Erkrankung (vgl. act. G 1.1, 3 und 8). Demgegenüber erachtet der Beschwerdeführer
unter Verweis auf Berichte von behandelnden Ärzten das Unfallereignis vom 31.
Oktober 2016 für die Sehnenrupturen, die damit einhergehenden über den 31.
Dezember 2016 hinausdauernden medizinischen Behandlungen sowie die daraus
resultierte Arbeitsunfähigkeit als kausal (vgl. act. G 1 und 6). Zu prüfen ist somit, ob
zwischen dem Unfallereignis und den Sehnenrupturen ein natürlicher
Kausalzusammenhang überwiegend wahrscheinlich gegeben ist. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin für die ursprünglich auf den 1. Februar
2017 angesetzte und später auf den 22. Februar 2017 verschobene
Schulterarthroskopie mit Sehnennaht rechts gegenüber der Klinik G._ am 26. Januar
2017 eine Kostengutsprache erteilt hat (act. G 3.1/2.7). Zwar hat die
Beschwerdegegnerin vor der Gutheissung des Kostengutsprachegesuchs die
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medizinische Situation ärztlich möglicherweise nicht abklären lassen, jedoch hat sie bei
der Klinik G._ medizinische Berichte eingefordert (vgl. act. G 3.1/1.5). Demnach ist
davon auszugehen, dass sie bei ihrem Entscheid über die Kostengutsprache zumindest
grobe Kenntnis von der medizinischen Situation gehabt hat oder eine solche Kenntnis
als nicht notwendig erachtet hat, hätte sie im gegenteiligen Fall doch vor der Erteilung
der Kostengutsprache auf die Zustellung weiterer medizinischer Unterlagen gewartet.
Jedenfalls hat die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Gutheissung des
Kostengutsprachegesuchs zumindest um die Supraspinatussehnenruptur gewusst, da
diese Diagnose im Kostengutsprachegesuch vom 12. Januar 2017 aufgeführt gewesen
war (vgl. act. G 3.1/2.6). Indem sie ihre Leistungspflicht und somit auch die
Unfallkausalität für die Sehnenruptur der Supraspinatussehne bzw. für die
Schulterarthroskopie zunächst bejaht hat (vgl. act. G 3.1/2.7 S. 2 und 1.8 f.), liegt bei
Beweislosigkeit die Beweislast hinsichtlich der Frage, ob ein leistungsbegründender
Kausalzusammenhang in Bezug auf die Sehnenrupturen gegeben ist, bei ihr.
4.2 Für die Frage der Unfallkausalität beruft sich die Beschwerdegegnerin in erster
Linie auf das Aktengutachten von Dr. K._ vom 1. Juni 2017. Dieser hat die Kausalität
zwischen den Sehnenrupturen und dem Unfall insbesondere aufgrund des
Unfallhergangs, des Schmerzverlaufs sowie aufgrund der in den MRT-Untersuchungen
sichtbar gewordenen degenerativen Veränderungen in der rechten Schulter des
Beschwerdeführers verneint (vgl. act. G 3.1/2.13). Folglich sind diese laut Dr. K._
gegen eine Unfallkausalität sprechenden Punkte auf ihre Schlüssigkeit und
Stichhaltigkeit zu überprüfen.
4.3 Hinsichtlich des Unfallhergangs hat Dr. K._ ausgeführt, dass der
Beschwerdeführer gegenüber seinem Hausarzt Dr. C._ zunächst angegeben habe,
das Unfallereignis sei nicht mehr genau rekonstruierbar, in einem Fragebogen an die
Unfallversicherung jedoch plötzlich von einem Traktionstrauma gesprochen habe
(act. G 3.1/2.13 S. 7). Der Beschwerdeführer hat in der Unfallmeldung vom 30.
November 2016 angegeben, dass es bei einem plötzlichen Stopp des Busses, in
welchem er gestanden habe, zu einer starken Muskelzerrung wegen einer schweren
Einkaufstasche gekommen sei (act. G 3.1/3). Diese Version hat der Beschwerdeführer
am 3. Dezember 2016 im Fragebogen der Beschwerdegegnerin wiederholt (vgl. act. G
3.1/1.3 f.) und auch gegenüber Dr. F._, Dr. L._ und Dr. M._ im Wesentlichen
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konstant wiedergegeben (vgl. act. G 3.1/2.4 und 3.1/1.124 ff.). In dem von Dr. C._
eingereichten Auszug der Krankengeschichte hinsichtlich der Erstkonsultation vom 7.
November 2016 ist als Unfallmechanismus angemerkt worden, dass der
Beschwerdeführer bei einer brüsken Busbremsung mit der rechten Schulter gegen eine
Haltestange geschlagen habe oder es zu einer Schulterzerrung rechts gekommen sei,
weil sich der Beschwerdeführer an der Haltestange habe festhalten müssen. Ein
genauer Unfallhergang könne nicht beschrieben werden, da es zu schnell gegangen sei
(act. G 3.1/ 2.1). Dabei fällt auf, dass in der Krankengeschichte zusätzlich auf eine
Haltestange hingewiesen worden ist, während nichts von einer Einkaufstasche
vermerkt worden ist. Allerdings handelt es sich beim Auszug aus der
Krankengeschichte im Gegensatz zur Unfallmeldung lediglich um eine indirekte
Wiedergabe des vom Beschwerdeführer geschilderten Unfallhergangs, zum anderen ist
der Auszug aus der Krankengeschichte erst am 21. März 2017 (vgl. act. G 3.1/2.1) und
somit nach der Unfallmeldung (vgl. act. G 3.1/3) bzw. nach dem am 3. Dezember 2016
ausgefüllten Fragebogen der Beschwerdegegnerin (act. G 3.1/1.4) erstellt worden. Das
gleiche gilt für die im Arztzeugnis von Dr. C._ vom 5. Dezember 2016 enthaltene
Unfallschilderung, wonach der Beschwerdeführer bei einer brüsken Bremsung eines
Busses mit der rechten Schulter gegen eine Haltestange geschlagen habe (act. G
3.1/2.2). Folglich kann der Beschwerdeführer nicht ohne weiteres auf der Darstellung
im Auszug der Krankengeschichte als Aussage der ersten Stunde behaftet werden
(vgl. dazu Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O, S. 5), ist es doch gerichtsnotorisch, dass eine
Aussage bei der indirekten Wiedergabe schnell einmal abgekürzt oder leicht verändert
werden kann. Dazu kommt, dass gewisse Abweichungen in der Darstellung des
Unfallereignisses durchaus nachvollziehbar sind, zumal sich der Unfall sehr plötzlich
und unerwartet ereignet hat, weshalb der Beschwerdeführer laut Auszug aus der
Krankeneschichte den Unfall nur schwer hat rekonstruieren können (vgl. act. G 3.1/2.1).
Insbesondere kann vom Beschwerdeführ als medizinischem Laien auch nicht erwartet
werden, dass er die Begriffe "Kontusion" und "Zerrung" korrekt verwendet, da es sich
dabei um medizinische Interpretationen handelt. Zudem ist bereits im Auszug aus der
Krankengeschichte nicht nur die Option einer Kontusion, sondern auch diejenige einer
Zerrung aufgeführt worden (vgl. act. G 3.1/2.1). Jedenfalls widersprechen sich die
Unfallschilderungen des Beschwerdeführers nicht wesentlich, sondern weisen einen
roten Faden auf, indem der Beschwerdeführer konstant davon berichtet hat, dass es im
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Bus zu einem plötzlichen Stopp gekommen sei und er sich dabei eine Verletzung an
der Schulter zugezogen habe. Die Schilderungen, dass der Beschwerdeführer eine
Einkaufstasche getragen habe und sich an einer Haltestange angeschlagen habe bzw.
sich an der Haltestange habe festhalten wollen, widersprechen sich jedenfalls
gegenseitig nicht. Der genaue Unfallhergang lässt sich wohl nur schwer rekonstruieren.
Aus diesem Umstand kann die Beschwerdegegnerin aber gerade nichts zu ihren
Gunsten ableiten. Lässt sich der Unfallmechanismus nicht genau rekonstruieren, so
kann allein daraus nicht gefolgert werden, dass dieser nicht geeignet gewesen sei, die
Sehnenrupturen zu verursachen. Dazu kommt, dass die Ausführungen der beratenden
Ärzte der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Unfallmechanismus und dessen
Auswirkungen nicht schlüssig sind. Dr. I._ hat ausgeführt, dass sowohl der
Unfallmechanismus "Anprall an der rechten Schulter" als auch derjenige einer "Zerrung
am Arm durch das Tragen einer schweren Tasche" nicht geeignet seien, eine gesunde
Sehne zum Reissen zu bringen (vgl. act. G 3.1/2.9 S. 2). Dem widersprechen zum einen
die Ausführungen von Dr. F._, Dr. L._ und Dr. M._, die den vom
Beschwerdeführer beschriebenen Unfallmechanismus durchaus als adäquates Trauma
bezeichnet haben (vgl. act. G 3.1/2.4, 2.12 und 1.124 ff.). Zum anderen beziehen sich
die Aussagen von Dr. I._ nur auf eine gesunde Sehne, ohne dass er sich dazu
geäussert hat, inwiefern diese Mechanismen einen möglicherweise bestehenden
degenerativen Vorzustand strukturell verschlimmern könnten (vgl. act. G 3.1/2.9 S. 2).
Dr. F._ hat nämlich darauf hingewiesen, dass das Vorbestehen altersentsprechender
Veränderungen der Sehnen, die bei einem geringergradigen Trauma als bei einem
gesunden 20-Jährigen mit gut elastischer Rotatorenmanschette zur Ruptur führen
könnten, nicht ausgeschlossen sei (vgl. act. G 3.1/2.12). Der beratende Arzt Dr. K._
hat, wie bereits erwähnt, auf die aus seiner Sicht bestehende Diskrepanz hingewiesen,
dass der Beschwerdeführer zunächst angegeben habe, der Unfallmechanismus nicht
mehr genau rekonstruieren zu können, später jedoch von einem Traktionstrauma
gesprochen habe (act. G 3.1/2.13 S. 7). Einen nachvollziehbar begründeten Schluss hat
er aus dieser angeblichen Diskrepanz jedoch nicht gezogen (vgl. act. G 3.1/2.13 S. 7
ff.). Weiter hat er ausgeführt, dass, selbst wenn ein starker Zug auf den rechten Arm
eingewirkt hätte, die These eines adäquaten Traumas zur Entstehung der
ausgedehnten Rotatorenmanschettenläsion mit Omarthrose nicht begründet werden
könne (act. G 3.1/2.13 S. 9). Zum einen fehlt eine Begründung dieser Schlussfolgerung.
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Zum anderen haben die behandelnden Ärzte nicht behauptet, dass der Unfall sämtliche
im Schultergelenk vorhandenen arthrotischen Veränderungen bewirkt habe, sondern
dass der Unfall ursächlich für die Sehnenrupturen gewesen sei (vgl.
insbesondere act. G 3.1/2.12). Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die
Ausführungen zum Unfallmechanismus der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin
nicht besonders schlüssig erscheinen und der vom Beschwerdeführer beschriebene
bzw. nicht genau rekonstruierbare Unfallmechanismus jedenfalls nicht gegen eine
Unfallkausalität spricht.
4.4 Als für eine unfallkausale Problematik ebenfalls atypisch hat Dr. K._ den
Schmerzverlauf beschrieben. Für einen posttraumatischen Zustand sei es mit
somatischen Befunden nicht erklärbar, dass die Schmerzen zunächst nachlassen
würden, um dann wieder unfallkausal zu exazerbieren. Das Nachlassen der Schmerzen
würde der Normalität in einem Heilungsverlauf entsprechen. Dass die Schmerzen
zunächst nachgelassen hätten, leite er aus der Tatsache ab, dass der
Beschwerdeführer eine bei Dr. C._ vereinbarte Konsultation im November 2016 nicht
wahrgenommen habe (act. G 3.1/2.13 S. 7). Zwar könnte ein längeres Aussetzen
ärztlicher oder therapeutischer Behandlungen unter Umständen den Schluss
rechtfertigen, eine Besserung sei eingetreten. Aus einer einzigen nicht
wahrgenommenen Konsultation auf eine Schmerzverbesserung zu schliessen, ist
jedoch fragwürdig. Dies umso mehr, als dass der Beschwerdeführer am 18. November
2016, rund zwei Wochen vor dem ausgelassenen Kontrolltermin, noch bei Dr. C._
erschienen ist und Dr. C._ ihm am 28. November 2016 auf seinen Wunsch hin eine
Physiotherapieverordnung ausgestellt hat, der Beschwerdeführer die Physiotherapie
auch tatsächlich in Anspruch genommen hat, durch die Physiotherapie aber eine
Verschlechterung der Schmerzsituation eingetreten ist, woraufhin der
Beschwerdeführer wiederum Dr. C._ aufgesucht hat (vgl. act. G 3.1/2.1). Der
Beschwerdeführer stellt sich denn auch auf den Standpunkt, er habe den Termin bei
Dr. C._ im November 2016 nicht wegen einer Schmerzbesserung nicht
wahrgenommen, sondern weil er ihn vergessen habe (act. G 3.1/1.128). Dass sich der
Beschwerdeführer nach dem Unfall nicht sogleich arbeitsunfähig gefühlt hat, schliesst
eine Unfallkausalität ebenfalls nicht aus. Zum einen ist aus dem Auszug aus der
Krankengeschichte zu schliessen, dass Dr. C._ dem Beschwerdeführer auf dessen
Wunsch hin wohl bereits bei der ersten Konsultation ein Arbeitsunfähigkeitsattest
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ausgestellt hätte (act. G 3.1/2.1), was für eine gewisse Schwere der damaligen
Beschwerden spricht. Zum anderen ist es, wie der Beschwerdeführer zu Recht
vorbringt (vgl. act. G 1 S. 2 ff.), durchaus möglich, dass gerade auch die Physiotherapie
zu einer Verschlechterung der Situation beigetragen hat, möglicherweise sogar die
Ruptur der vorgeschädigten Supraspinatussehne erst verursacht hat. Dies würde
erklären, weshalb nach der Durchführung der Physiotherapie eine Verschlechterung der
Schmerzsituation und der Schulterbeweglichkeit eingetreten ist (vgl. act. G 3.1/2.1).
Eine fehlerhafte oder unglückliche Behandlung von Unfallfolgen würde eine
Unfallkausalität jedoch nicht unterbrechen. Dass der Beschwerdeführer zunächst
davon ausgegangen sein könnte, die Beschwerden liessen sich mit einer
Physiotherapie verbessern, zumal Dr. C._ ihm eine solche Verordnung ohne Weiteres
ausgestellt zu haben scheint (vgl. act. G 3.1/2.1), ist durchaus nachvollziehbar. Selbst
eine vorübergehende Schmerzreduktion bedeutet jedoch gemäss Dr. F._ nicht
automatisch eine Heilung. Dr. F._ hat ausgeführt, dass schmerzarme Intervalle
insbesondere bei unfallbedingten Rotatorenmanschettenläsionen häufig, wenn nicht
sogar normal seien (vgl. act. G 3.1/1.128). Dr. L._ und Dr. M._ haben den
Schmerzverlauf ebenfalls als für ein Unfallereignis typisch bezeichnet und zu Recht
darauf hingewiesen, dass die Beschwerden auch unter analgetischer Medikation
abnehmen können (vgl. act. G 3.1/1.125). Schliesslich ist anzumerken, dass die
Schulterschmerzen direkt nach dem Unfallereignis aufgetreten sind und vor dem Unfall
keine Schulterschmerzen bestanden haben, was, wie Dr. F._ zu Recht darauf
hinweist, ein weiteres Indiz für eine Unfallkausalität ist (vgl. act. G 3.1/5). Nach dem
Gesagten ist festzuhalten, dass der Schmerzverlauf im vorliegenden Fall nicht gegen
eine Kausalität des Unfalls für die Sehnenrupturen, sondern eher für eine
Unfallkausalität spricht.
4.5 Als weiteres Argument gegen eine Unfallkausalität hat Dr. K._ den mittels
Bildgebung nachgewiesenen Vorzustand der rechten Schulter aufgeführt, der seiner
Meinung nach nicht durch eine einmalige Traktion bewirkt worden sein könne (act. G
3.1/2.13 S. 7). Weiter hat er festgehalten, dass sich auch keine Hinweise auf eine
richtunggebende Verschlimmerung fänden. In der MRT fehle eine konkrete, lokale
Signalstörung an der Rotatorenmanschette. Eine solche bräuchte es, wenn zwei
Monate vor der Bilderstellung eine schädigende Kraft die nachgewiesene Veränderung
bewirkt haben sollte. Überdies bestünden subchondrale Zysten im Bereich der Ansätze
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der Supraspinatus- und Infraspinatussehne, was ebenfalls für eine alterskorrelierende
Degeneration der Rotatorenmanschette spreche (act. G 3.1/2.1 S. 8). Unbestritten ist,
dass schon vor dem Unfall degenerative Veränderungen im Bereich der
Rotatorenmanschette bestanden haben (vgl. act. G 3.1/1.124 ff. und 2.12). Dr. F._
schliesst sogar altersentsprechende Veränderungen an den Sehnen selber nicht
kategorisch aus (act. G 3.1/2.12 S. 2). Zu Recht hat sie jedoch darauf hingewiesen,
dass sich aus allenfalls bestehenden degenerativen Vorzuständen nicht ohne weiteres
ableiten lasse, der Unfall habe nicht zur Ruptur der Supraspinatus- und
Infraspinatussehne beigetragen. Sie hat einleuchtend dargelegt, allenfalls
vorbestehende altersentsprechende Veränderungen der Sehnen hätten vielleicht dazu
geführt, dass es bereits bei einem geringergradigeren Trauma wie bei einem 20-
Jährigen mit noch gut elastischer Rotatorenmanschette zu einer Sehnenruptur
gekommen sei, gleichwohl sei die Sehnenruptur diesfalls immer noch traumatologisch
bedingt (act. G 3.1/2.12 S. 2). Weiter hat Dr. F._ ausgeführt, dass es bei einer länger
vorliegenden degenerativen Schädigung der Rotatorenmanschette nicht innerhalb von
wenigen Monaten zur Sehnenretraktion komme. Intraoperativ habe sich anders als in
der MRT vom 5. Januar 2017 eine vollständige Ruptur der Infraspinatussehne mit
beginnender Retraktion gezeigt, weshalb hier bereits durch das Trauma eine Ruptur
vorgelegen haben dürfte. Die Interpretation der MRT vom 5. Januar 2017, wonach die
Infraspinatussehne aufgetrieben sei ohne höhergradige Partialruptur könne im
Nachhinein nicht als korrekt bezeichnet werden (act. G 3.1/2.12 S. 1). Bei genauer
Beurteilung der primären MRT-Bilder zeige sich durchaus bereits eine Zerrung der
Infraspinatussehne, die wohl im Verlauf dann ruptiert sei (act. G 3.1/5). Im Übrigen
würden sowohl die Infraspinatus- als auch die Supraspinatussehne Zeichen einer
frischen Ruptur mit einer leichten Einblutung aufweisen (act. G 3.1/2.12 S. 1). Dass ein
degenerativer Riss zu eingebluteten Sehnenenden führe könne, sei orthopädisch nicht
schlüssig (act. G 3.1/1.128). Übereinstimmend dazu haben Dr. M._ und Dr. L._
nachvollziehbar ausgeführt, dass die Ruptur eine deutliche Dynamik zeige, was für ein
Unfallereignis spreche. Die MRT vom 5. Januar 2017 sei leider erst ca. zweieinhalb
Monate nach dem Trauma angefertigt worden. Zwischen der MRT und der Operation
seien nochmals sechs Wochen verstrichen. In dieser Zeit habe sich die Ruptur
vergrössert und retrahiert. Eine degenerative Ruptur reisse nicht so schnell weiter und
würde nicht eine solch massive Zunahme an Retraktion in kurzer Zeit zeigen. Auch die
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Trophik der Muskulatur sei zum Zeitpunkt nach dem Unfall noch ordentlich und für ein
Trauma, welches zwei Monate davor stattgefunden habe, völlig adäquat gewesen. In
der MRT, welche sieben Monate nach dem Unfall angefertigt worden sei, zeige sich
eine Re-Ruptur der rekonstruierten Sehnen und eine Verfettung und Atrophie der
Supra- und Infraspinatusmuskulatur. Insgesamt könne somit ganz klar davon
ausgegangen werden, dass ein Trauma für die Ruptur ursächlich gewesen sei. Die
leichte Knorpelveränderung, die als Grund für die vorbestehende Degeneration erwähnt
werde, habe keinen Zusammenhang mit dem Krankheitsbild einer Sehnenruptur und
sei somit kein Argument gegen ein Trauma (act. G 3.1/1.124 f.). Dazu passt, dass Dr.
F._ der Auffassung gewesen ist, dass im MRT vom 5. Januar 2017 keine Atrophie der
Infraspinatus- und Supraspinatusmuskulatur vorgelegen habe, was sie als weiteres
Indiz gegen eine chronische Läsion gesehen hat (act. G 3.1/2.12 S. 1 f.). Zwar ist Dr.
E._ in seiner Beurteilung der MRT vom 5. Januar 2017 von einer leichtgradigen
Atrophie des Musculus supraspinatus ausgegangen, jedoch nicht von einer Atrophie
des Musculus infraspinatus, obwohl er eine solche als Befund ebenfalls erwähnt hat
(act. G 3.1/2.3). Dies könnte darauf hindeuten, dass er mindestens die Atrophie im
Musculus infraspinatus als vernachlässigbar eingestuft hat, womit erklärbar wäre, dass
Dr. F._ von einer fehlenden Atrophie ausgegangen ist. Aus den Ausführungen von Dr.
L._ und Dr. M._, Dr. F._ und Dr. E._ ist jedenfalls zu schliessen, dass im
Zeitpunkt der MRT vom 5. Januar 2017, wenn überhaupt, lediglich eine leichtgradige
Atrophie des Musculus supraspinatus und allenfalls des Musculus infraspinatus
vorgelegen hat (act. G 3.1/2.3, 2.12 und 1.124 ff.), weshalb nachvollziehbar ist, dass
die behandelnden Ärzte auch die fehlende Muskelatrophie als Indiz gegen eine
chronische Läsion der Sehnen gewertet haben (vgl. act. G 3.1/1.124 ff. und 2.12).
4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der schlüssigen und
übereinstimmenden Ausführungen dreier ausgewiesener Fachspezialisten mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass das Unfallereignis
mindestens teilkausal für die Sehnenrisse gewesen ist. Die drei gegenteiligen
Einschätzungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin vermögen
demgegenüber nicht darzutun, dass die Sehnenrisse überwiegend wahrscheinlich
unfallfremd gewesen sind, zumal Dr. J._ für seine Einschätzung gar keine
Begründung abgegeben hat (vgl. act. G 3.1/2.11), Dr. I._ als Begründung im
Wesentlichen lediglich den Unfallmechanismus angeführt hat (vgl. act. G 3.1/2.9) und
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die Ausführungen von Dr. K._ ebenfalls nicht überzeugen (vgl. act. G 3.1/2.13 und
E. 4.3 ff.). Dazu kommt, dass die Einschätzung von Dr. K._ lediglich auf einer
Aktenbeurteilung beruht, während die behandelnden Fachspezialisten den
Beschwerdeführer persönlich untersucht haben und Dr. F._ sogar die Operation
durchgeführt hat (vgl. act. G 3.1/2.8). Folglich hat die Beschwerdegegnerin eine über
den 31. Dezember 2016 hinausreichende Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls
vom 31. Oktober 2016 zu Unrecht abgelehnt.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 9. Oktober 2017 aufzuheben
und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer auch über den
31. Dezember 2016 hinaus die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom
31. Oktober 2016 zu erbringen. Die zusätzlich zur Unfallkausalität verlangten
Leistungsvoraussetzungen für die einzelnen Leistungsarten, insbesondere das
Vorliegen einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit, wird die Beschwerdegegnerin noch
zu prüfen haben.
5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise
festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand
Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g ATSG). Der Bedeutung und dem Aufwand der
Streitsache angemessen erscheint vorliegend eine Parteientschädigung von pauschal
Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).