Decision ID: 082024d5-21db-4202-a6ee-464130fb7a87
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962,
verfügt über keine Berufsausbildung
(
Urk.
11/4/6)
und arbeitete ab April 2007
in einem 80%-Pen
sum
als
Raumpflegerin
in einem Spital
(
Urk.
11/4/7
und 11/16/2
).
Im März 2017
meldete
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin für Handchirurgie,
die Versicherte
zur Früher
fassung bei der
Sozialversicherungsanstal
t des Kantons Zürich, IV-Stelle,
an
(
Urk.
11/1)
.
Im Folgemonat reichte
diese
eine Anmeldung zum Leistungsbezug ein (
Urk.
11/4).
Im
Mai (
Urk.
11/20) und Oktober 2017
(
Urk.
11/37/14)
wurde die Versicherte
an der linken Hand operiert.
Die IV-Stelle
klärte
derweilen
ihre
erwerblichen Ver
hältnisse
ab
(
Urk.
11/11
und
11/16)
und
nahm
laufend
Berichte der
behandelnden Handchirurgin
zu den Akten
(
etwa
Urk.
11/17
,
11/27
,
11/30/3
-6
und 11/37/7 ff.
)
.
Zudem
liess
sie sich von der
BVK, Personalvorsorge des Kantons Zürich,
die
vertrauensärztliche
n
Beurteilungen
vom 2
8.
Juni (
Urk.
11/34/13 ff.) und
6.
Dezember 2017 (
Urk.
11/34/1 ff.) zustellen, welche diese bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Innere Medizin mit Spezialgebiet Kardiologie,
in Auftrag gegeben hatte
.
Die Unterlagen legte
die IV-Stelle
Dr.
med.
A._
vom Regionalen Ärzt
lichen Dienst (RAD), Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, zur Prüfung
vor (
Urk.
11/39/5-8).
Bereits am 1
5.
September 2017 hatte
die IV-Stelle
der Versicherten formlos
mit
geteilt, dass
aufgrund ihrer Gesundheit
keine Eingliederungsmassnahmen mög
lich seien (
Urk.
11/29/1)
.
Mit
Vorbe
scheid vom 5.
Februar 2018
stellte sie ihr
die Verneinung eines Rentenanspruchs
in Aussicht
(
Urk.
11/41).
Dagegen erhob die Versicherte Einwand (
Urk.
11/48)
unter Beilage
eine
r
Stellungnahme der Hand
chirurgin,
eines
ergotherapeutischen und eines ohrenärztlichen
B
ericht
s
sowie des
Renten
bescheids
der
BVK
betreffend Berufsinvalidität
(
Urk.
11/52
und
11/46).
Nach Rücksprache mit dem RAD (
Urk.
11/53/3) verfügte die IV-Stelle
am 1
9.
März 2018 wie angekündigt und verneinte einen Rentenanspruch (
Urk.
11/54). Indes leistete sie auf entsprechenden Antrag
(
Urk.
11/61) am 1
0.
Juli 2018 Kostgutsprache für eine beidseitige Hörgeräteversorgung (
Urk.
19/2).
2.
Gegen
die Verfügung vom 1
9.
März 2018
erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2
0.
April 2018 Beschwerde
mit dem Antrag, ihr
eine Invalidenrente zuzu
sprechen. Ferner ersuchte sie um Gewährung der unentgeltli
chen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2) und reichte innert
Frist gemäss
Verfügung vom 2
4.
April 2018
(
Urk.
5)
das ausgefüllte
Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (
Urk.
7
) samt
Belegen zu ihren finanziellen Verhältnisse (
Urk.
8/1-18)
nach
.
Die IV-Stelle
schloss
in der Bes
chwerdeantwort vom 2
4.
Mai 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10). Mit Verfügung vom 3
0.
Mai 2018 bewilligte das Sozialver
sicherungsgericht der Versicherten die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihr in der Person von Rechtsanwältin Sigg eine un
entgeltliche Rechts
vertreterin
(
Urk.
12).
In der
Replik vom 5. Oktober 2018
beantragte
die Ver
sicherte zusätzlich
berufliche Eingliederungsmassnahmen; eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen durchzuführen (
Urk.
16 S. 2).
Die IV-Stelle verzichtete
unter Beilage neuer Akten (
Urk.
19/1-2) auf eine Duplik (
Urk.
18).
Davon wurde der Versicherten mit Verfügung vom 2
3.
Oktober 2018 Kenntnis gegeben (
Urk.
20).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog
im angefochtenen Entscheid,
dass die Schmerzen an der linken Hand
nach den Operationen
erheblich
ge
bessert
hätten.
Gleiches sei nach der Operation an der rechten Hand zu erwarten.
In angepassten Tätigkeiten sei d
ie Beschwerdeführerin daher
zu mindestens 80
%
arbeitsfähig (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
hielt indes dafür, die
Aktenbeurteilung des RAD
finde
in den vo
rhandenen medizinischen Berichte
n
keine hinreichende Grundlage
.
Zudem
bestünden
zusätzlich eine Hörbehinderung sowie
Beschwerden am Arm
,
Ellbogen
und
infolge der Mehrbelastung an der rechten Hand
.
Die Beschwerdegegnerin habe die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung aller Leiden zu prüfen und sie
aufgrund der
massgeblichen
Einschränkungen
gegebe
nenfalls
bei der berufliche
n
Eingliederung zu unterstützen
.
Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass sie
ihr Arbeitspensum
nur wegen der Handbeschwerden auf 80
%
reduziert habe
(
Urk.
1
und
16)
.
3.
3.1
Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1).
Nach der Rechtsprechung ist es zulässig, im Wesentlichen oder einzig auf ver
sicherungsinterne medizinische Unterlagen abzustellen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärzt
lichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 142
V 58 E. 5.1; 122 V 157 E. 1d).
Selbst nicht auf eigenen Untersuchungen beruhende Berichte und Stellungnahmen regionaler ärztlicher Dienste können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte fachärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hinter
grund rückt (Urteile des Bundesgerichts 9C_822/2017 vom 1
9.
Februar 2018
E. 4.1.1-2 und 9C_25/2015 vom
1.
Mai 2015 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 9C_730/
2018 vom 2
7.
März 2019 E. 5.1).
3.2
3.2.1
Der RAD-Arzt
Dr.
A._
erläuterte
a
m 1
0.
Januar
2018, d
ie
Beschwerdeführerin
leide
seit 20 Jahren an Beschwerden im Daumensattelgelenk
und nehme
gele
gentlich Schmerzmitt
el ein. Es seien
Rhizarthrosen
beidseits
diagnostiziert worden (
Urk.
11/39/5).
Dr.
Y._
beschreibe
die Beschwerdeführerin
als wenig kooperativ und mit der Neigung
zur Verdeutlichung. Gemäss
ihren
Berichten sei
eine konservative Infilt
rationsbehandlung erfolgt
. Am
1.
März 2017
sei
ein Weichteiltumor in Höhe des Daumen-Grundgelenks rechts
reseziert, am 3
1.
Mai 2017 eine
Trapezium-Resek
tionsarthroplastik
durchgeführt worden.
Im weiteren Verlauf beschreibe
Dr.
Y._
die
Schmerzen am Sattelgelenk
als
regredient
,
aber neue
Beschwerden über den A1-Ringbändern des Zeige-, Mittel- und Ringfingers. Durch eine Mehrbelastung rechts seien
zudem
die Beschwerden dort zunehmend.
Am
27. September 2017 habe
sie schliesslich
eine Beschwerdefreiheit über dem Daumensattelgelenk und anhaltende
Beschwerden übe
r den Ringbändern festgestellt. Ferner habe sie darauf hingewiesen, e
s
sei eine Ringbandspaltung am führenden Mittelfinger geplant (
Urk.
11/39/5 f.).
Dr.
Z._
habe
in seinem
Gutachten vom
6.
Dezember 2017 mitgeteilt, dass die
Resektionsarthroplastik
des rechten Daumensattelgelenks am 1
3.
Dezember 2017 geplant sei.
Weiter
habe er festgestellt, dass die angestammte Tätigkeit im Reini
gungsdienst aufgrund der starken Belastungsschmerzen, Kraftlosigkeit und
Fein
motorikstörungen
der linken Hand nicht mehr zumutbar sei (
Urk.
11/39/6).
3.2
.2
In Würdigung der
medizinischen Akten
konstatierte der RAD-Arzt
, bei der Beschwerdeführerin
bestehe
nach den Handoperationen im März, Oktober und Dezember 2017 ein instabiler, besserungsfähiger Gesundheitszustand.
Das ver
trauensärztliche Gutachten von
Dr.
Z._
sei nicht verwertbar. Der fachfremde Gutachter erkenne nicht, dass die
Resektionsarthroplastik
vom März 2017 erfolg
reich gewesen sei und zu einer lokalen Beschwerdebesserung geführt habe. Die Ringbandstenose des Mittelfingers, die im Oktober 2017 eine erneute Operation
erfordert
habe, sei eine vom Ersteingriff unabhängige Pathologie. Zudem handle es sich bei einer Ringbandspaltung nicht um eine
Arthroplastik
. Aussagen zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ohne Belastung der Hände, insbe
sondere
einer
Greifbelastung des Daumens, fänden sich
im Gutachten
keine. Die Beurteilung der
P
rognose in Unkenntnis des Ergebnisses der noch ausste
henden Operation sei
zudem spekulativ (
Urk.
11/39/6)
3.2
.3
Dr.
A._
schlussfolgerte, a
us versicherungsmedizinischer Sicht nachvollziehbar sei die Einschätzung,
dass
die
manuell belastende Tätigkeit im Reinigungsdienst dauerhaft nicht zumutbar
sei
. In einer angepassten, nicht-manuellen Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin
indes
nach Ab
schluss der Rehabilitation nach
Resek
tionsarthroplastik
rechts medizinisch-theoretisch arbeitsfähig.
Es werde empfoh
len
, einen aktuellen
B
ericht
bei der Handchirurgin
einzuholen,
wobei diese
auch zu den Funktionseinschränkungen, zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit und zum
Belastungsprofil Stellung nehmen solle
(
Urk.
11/39/6).
Das Belastungsprofil definierte
Dr.
A._
folgendermassen: Zu vermeiden seien Tätigkeiten, die ständigen oder häufigen Gebrauch, repetitive Tätigkeiten, grob
motorische Belastung oder Vibrationsbelastung der Hände erfordern würden. Leichte und mittelschwere (angepasste) Tätigkeiten in Wechselbelastung, die den Einsatz der Hände nicht oder nur gelegentlich ohne Belastung erfordern würden,
seien
der Beschwerdeführerin medizinisch-theoretisch zumutbar (
Urk.
11/39/5).
3.3
3.3.1
In
der
Stellungnahme vom 3
0.
Januar 2018 erörterte
Dr.
A._
vorab
die neuen Berichte
.
Dr.
Y._
habe am 1
3.
Dezember 2017 über einen günstigen Verlauf berichtet. Die Beschwer
den seien deutlich
rückläufig, es bestehe jedoch ein Kraft
mangel. Die Beschwerden der
Rhizarthrose
rechts würden persistieren.
Sie habe
eine handbelastende Tätigkeit
für
nicht zumutbar
erachtet
. Am 1
2.
Januar 2018 habe
Dr.
Y._
angegeben, dass in den nächsten Monaten eine
Resektionsarthro
plastik
des Daumensattelgelenks rechts geplant sei. Ferner
sei sie
von einem andauernden Kraftmangel beider Hände aus
ge
g
ang
en. Die Tätigkeit in der Reini
gung sei deshalb nicht mehr zumutbar. Für handbelastende Tätigkeiten bestehe keine Arbeitsfähigkeit. Eine Tätigkeit mit geringer Belastung der Hände sei wegen sprachlicher Einschränkungen nur mässig günstig (
Urk.
11/39/8).
3.3.2
Dies führte
Dr.
A._
zu Einschätzung
, die Schmerzsymptomatik der linken Hand habe durch die Operationen erheblich gebessert werden können. Eine Kraftlosig
keit erschwere man
uelle Tätigkeiten. Eine Verbesserung rechts sei nach der geplanten
Resektionsarthroplastik
ebenfalls zu erwarten. Die angestammte Tätig
keit sei ebenso wie andere handbelastende Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. In einer manuell gering belastenden Tätigkeit bestehe medizinisch-theore
ti
sch eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80
%
. Die Einschränkung durch fehlende Sprachkenntnisse sei
unbeachtlich
(
Urk.
11/39/8).
Dabei berücksichtigte er bei den Diagnosen sowohl eine mögliche
Epicondylitis
humeri
medialis
links als
auch einen Gehörverlust links, denen er jedoch ke
ine dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
beimass
(
Urk.
11/39/7).
3.4
3.4.1
Zu
erst
nahm
Dr.
Y._
m
it Schreiben vom 7.
Februar 2
018
Stellung
zum
ihr mit
geteilte
n
Abklärungsergebnis, wonach die Beschwerdeführerin in leichten und mittelschweren Tätigkeiten in Wechselbelastung medizinisch-theoretisch mindes
tens zu 80
%
arbeitsfähig sei.
Sie
erklärte, nach wie v
or der Auffassung
zu sein
, die Beschwerdeführerin
sei
für jegliche manuelle Tätigkeit mit moderater
Belas
tung, auch wenn die Operationen erfolgreich verlaufen sollten, nicht mehr einsetzbar (
Urk.
11/52/5).
Im Bericht vom 1
7.
Januar 2018 hatte sie zudem fest
gehalten, aktuell sei keine angepasste Tätigkeit zumutbar (
Urk.
11/37/11).
3.4.2
Die
Ergotherapeutin FH,
B._
,
berichtete am
1.
März 2018, die Beschwerdeführerin
leide
seit der Operation
an
wiederkehrenden entzündlichen Prozessen am medialen
Ellbogen und Tendovaginitiden von Zeige-
bis Ringfin
ger
. Vor allem der Mittelfinger und
der
Epicondylus
medial
i
s
würden immer wieder eine Schwellung aufweisen.
Ein Kraftaufbau sei w
egen der Beschwerden nicht möglich gewesen.
Die Beschwerdeführerin
klage
über stärker werdende Schmerzen bei jeglicher H
ausarbeit und der Körperpflege.
Sie sei eingeschränkt beim Putzen, Abwaschen
, Anziehen und Schminken.
Hinsichtlich der linken
oberen
Extremität seien die
Beschwerden am
Thenar
nach dem Eingriff weniger geworden, jedoch nicht abgeklungen.
Das Hauptproblem
seien die wiederkehrenden Schmerzen mit paraästhetischen und
dysästhetischen
Ausprägungen von
Epicondylus
links nach distal und proximal ausstrahlend.
Die Beschwerdeführerin
beschreibe
diese
als elektrisierend, einschiessend bei Bewe
gungen oder bei Krafteinsatz. Zudem klage sie über einen ständig müden und kalten Arm und reagiere mit Schmerzen am dorsalen Handgelenk und in der
palmaren
Handfläche bei jeglicher Berührung und Druck.
Sodann kompensiere sie seit der Operation bei täglichen Verrichtungen mit ihrer rechten oberen Extremität. Es sei auffällig, dass sie sich ein maladaptives Schonverhalten antrai
niert habe. Seit Oktober 2017 klage sie zunehmend über Schmerzen im Daumen
sattelgelenk rechts und seit Anfang des Jahres in der rechten Schulter bei Bewe
gungen und Tragen bzw. Halten von Gegenständen. Diese seien auf eine mögliche Überbelastung der rechten Seite zurückzuführen.
Die Beschwerdeführerin nehme regelmässig Analgetika ein, die ihr aber nur wenig helfen würden
. Zudem zeige sie
eine ausgeprägte Ängstlichkeit bezüglich ihrer Schmerzen und Zukunft. Sie äussere, dass sie Angst habe, durch Bewegun
gen und Tätigkeiten ihr Schmerzen zu verschlimmern. Seit Januar 2018 würden wieder Panikattacken
wie in
ihrer Kindheit auftreten. Sie habe deshalb im Moment Angst, auf die Strasse zu gehe
n
.
Zusammenfassend bestünden somit folgend
e
Hauptprobleme: zunehmender Ver
lust der Selbständigkeit,
Sensitivierung
des Nervensystems bei möglicher Neuro
pathie, maladaptives Verhalten, erhöhtes Angsterleben bei möglicher depressive Verstimmung (
Urk.
11/52/3 f.).
3.4.3
Schliesslich diagnostizierte
d
er Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten,
Dr.
med.
C._
,
im Bericht vom 1
3.
April 2018
eine ausgeprägte Innenohrhoch
tonschwerhörigkeit beidseits, vermutlich degenerativer Natur.
B
ei einem Zustand nach wiederholten Otitiden in der Kindheit
bestehe
zusätzlich
ein Schallleitungs
anteil links, vermutlich
ausgelöst
durch narbige Prozesse
.
Dr.
C._
schlussfol
gerte, d
erzeit bringe
ein operatives Vorgehen nur eine minimale Teilverbesserung, da vor allem eine Innenohrhörstörung
vorliege (
Urk.
3).
Im Formularbericht vom
8.
Juni 2018
notierte
er einen Gesamthörverlust von 64
%
bei einem Hörverlust im Sprachaudiogramm
von
beidseits
je 70
%
. Bei unauffälligen Gehörgängen und Trommelfellen diagnostizierte er eine linksbe
tonte
sensorineurale
Schwerhörigkeit beidseits und befürwortete eine
binaurale
Hörgeräteversorgung (
Urk.
19/1), für welche die Beschwerdegeg
nerin inzwischen Kostengutsprache geleistet hat
(
Urk.
19/2).
3.4.4
Bei den Akten liegen ferner
ein
Rentenbescheid
und
eine
Rentenabrechnung der BVK, beide datiert vom
6.
Februar 201
8.
Daraus ist ersichtlich, dass
der Beschwerdeführerin
eine
Berufsinvalidenrente bei einem Invaliditätsg
rad von 100
%
mit Wirkung ab 1.
Februar 2018 zugesprochen wurde (
Urk.
11/42-43).
3.5
3.5.1
Entgegen der Auffassung der Beschwerde
führerin
besteht zw
ischen den fachärzt
lichen Beurteilung
en
der Handbeschwerden kein Widerspruch.
So
hielt
Dr.
A._
ausdrücklich fest, angepasst sei eine Tätigkeit, die «den
Einsatz der Hände
nicht
oder
nur
gelegentlich
ohne Belastung erfordere». Dies deckt sich mit
der
zuletzt abgegebenen
Feststellung
von
Dr.
Y._
, die Beschwerdeführerin
sei für
«
jegliche
manuelle Tätigkeit mit
[auch nur]
moderater Belastung»
arbeitsunfähig.
Auch die
vom RAD postulierte
Einschränkung auf leic
hte
und
mittelschwere Tätigkeiten
ist daher dahingehend zu verstehen, dass
ein
Gewichtslimit von mehreren Kilo
gramm
für die Hände
nicht zumutbar ist
.
Dr.
Z._
ist, w
ie
der
RAD zutreffend bemerkt
e
,
ein
auf Kardiologie spezialisierter
Facharzt für Innere Medizin
und äusserte sich nicht zur Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten
(
Urk.
11/34/1 und 11/34/11).
3.5.2
Einig sind sich die Fachä
rzte
und die Parteien
, dass die
von der Beschwerdefüh
rerin
langjährig ausgeübte Tätigkeit in der Reinigung handbelastend und
ihr
infolgedessen
dauerhaft
nicht mehr zumutbar ist
. Es bleibt anzumerken, dass
die BVK
ihr allein aufgrund der vollen Arbeitsunfähigkeit im
aktuellen
Beruf (
Berufs
invalidität) eine ganze Rente zu
sprach, ohne die verbliebenen Verdienstmöglich
keiten weiter abzuklären
. Da sich der Invaliditätsgrad von erwerbstätigen
Ver
sicherten in der Invaliden
versicherung indes nach
Art.
16
ATSG richtet, kann
die Beschwerdeführerin
daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten.
3.5.3
Trotz des
somit
weitgehend unstrittigen medizinischen Sachverhalts drängen sich ergänzende Abklärungen
bezüglich der konkreten Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit
auf. Grund hierfür ist,
dass
sowohl
Dr.
A._
als auch
Dr.
Y._
ihrer Arbeitsfähigkeitseinschätzung die Annahme zugrunde legten, dass
auch
die rechte Hand erfolgreich operiert und die
(zeitlich nicht näher bestimmte, vgl. aber
Urk.
11/17/3
oben
)
Rehabilitation abgeschlossen
ist.
Eine Handoperation rechts ist indessen nicht aktenkundig
und
-
wie
Dr.
A._
selbst darlegte
-
eine Prognose in Unkenntnis des Ergebnisses einer noch ausstehenden Operation spekulativ
(vgl.
Urk.
11/39/6)
und vermag nichts über die Verhältnisse bei Erlass des ange
foch
tenen Entscheids auszusagen
.
Wie es sich
mit der Arbeitsfähi
gkeit
vor dem rechts
seitigen Eingriff
verhält
, ob
die Operation
zumutbar ist und weshalb sie
bei
Ablauf des Wartejahres
im März 2018
noch nicht erfolgt war
(z.B. verzögert
e Rehabili
tation der linken Hand
), ist unklar.
Weiter
ist
das vom RAD definierte Belastungs
profil
insgesamt
nur
bedingt nachvollziehbar
. So fehlt es
vor allem
an einer
Erläute
rung der
L
eistungseinbusse von 20
%
in einer nicht-manuellen Tätigkeit oder
der
Beschränkung auf wechselbelastende Tätigkeiten
.
Nachdem der RAD
die Beschwerdeführerin nicht selbst untersuchte,
um
etwa
die von der Ergotherapeu
tin beschriebenen e
ntzündlichen Prozesse
mit Schwellungs
zuständen
zu beurtei
len,
sich
Dr.
Y._
jeweils
nur zurückhaltend
zu
den
Befunden
(z.B.
Urk.
11/25/5)
und zur
Arbeitsfähigkeit äusserte und
der Einschätzung
von
Dr.
Z._
aus den
vom RAD dargelegten Gründe
n
von vor
n
herein kein Beweiswert zukommt,
ist die RAD-Beurteilung zu wenig fundiert.
Es kommt hinzu, dass
d
ie
Beschwerdegegnerin
inzwischen
Kostengutsprache für eine
binaurale
Hörgeräteversorgung
leistete
.
Da Ursache
für den Hörverlust k
ein plötzliches Ereignis
(z.B.
Hörsturz
)
, sondern
überwiegend wahrscheinlich
eine degenerative Entwicklung ist, dürfte die im April 2018 festgestellte Schwerhörig
keit bereits bei Erlass der angefochtenen Verfügung bestanden haben.
Zu den konkreten zusätzlichen Auswirkungen auf das Belastun
g
sprofil
– in Verlauf unter Berücksichtigung der erfolgten Hörgeräteversorgung -
äussern sich
die vorhan
denen Berichte nicht. Zu prüfen wären
z.B. Einschränkungen bei der
Kommuni
kation,
bezüglich der
Lärm
belastung
am Arbeitsplatz
, bei der
Wahrnehmung
akustische
r
Reize
oder beim
Richtungshören
.
4.
4.1
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist alsdann bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln
(BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis).
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt und dazu dient, den Leistungsbereich der Invaliden- von jenem der Arbeitslosenversicherung abzu
grenzen (BGE 134 V 64 E. 4.2.1, BGE 110 V 273 E. 4b; vgl. auch BGE 141 V 351 E. 5.2, 141 V 343 E. 5.2). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeich
net er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschieden
artiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten
beruf
lichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körper
lichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1 und 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen).
Es
ist
allerdings
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss
keine übermässigen Anforderungen
zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 5.11 mit Hinweisen). Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2
.1, je mit weiteren Hinweisen).
4.2
Die Beschwerdegegnerin erwog
in der angefochtenen Verfügung
,
die Beschwer
deführerin
könne
in einem 80%-Pensum in einer angepassten Tätigkeit ein Einkommen von
Fr.
44'295.90 erzielen. Als Beispiel nannte sie Telefonistin oder
eine Tätigkeit am Empfang
(
Urk.
11/
54/2)
. Aus dem internen Einkommensver
gleich vom
5.
Februar 2018 ist ersichtlich, dass sie für die Bestimmung des Invalideneinkommens
auf den Zentralwert für Hilfsarbeiten gemäss
der Schwei
zerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
2014, Tabelle TA1[_
tirage_skill_level
], abstellte.
Dazu merkte sie an, e
in leidensbedingter Abzug sei nicht erforderlich. Angepassten Tätigkeiten seien auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu finden (
Urk.
11/38/1).
4.3
Wie das Bundesgericht in seinem Urteil 9C_399/2010 vom 1
3.
Juli 2010 E. 2.2
festhielt
, darf eine
r
versicherten Person
, welche in einer Weise limitiert ist, dass manuelle Arbeiten kaum noch in den Anforderungen eines durchschnittlichen Betriebs genügender Weise geleistet werden können, nicht einfach
ein Invaliden
einkommen basierend auf dem Zentralwert für Hilfsarbeiten
gemäss
LSE
ange
rechnet werden. Vielmehr
ist
in einem solchen Fall eine
arbeitsmarktliche
Kon
kretisierung der angepassten Tätigkeiten durch die Fachleute der Berufsberatung
erforderlich
. Deren Ergebnissen
ist
bei der Wahl des Tabellenlohnes
respektive beim leidensbedingten Ab
zug Rechnung zu tragen
.
Dies gilt
vorliegend
umso mehr, als bei der Beschwerdeführerin
zusätzlich
Hörbeschwerden bestehen
.
E
s
bedarf
folglich
einer näheren Prüfung der Frage, inwiefern
ihr
vielfältig medizi
nisch eingeschränkte
s
Leistungsvermögen
arbeitsmarktlich
verwertbar ist.
In diesem Zusammenhang wird auch die Frage zu klären sein, inwiefern
sie
nach dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente»
Anspruch auf eine berufliche Einglie
derung hat
respektive
für die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf
die
Unterstützung der Invalidenversicherung angewiesen ist.
4.4
Die
Methode der Invaliditätsbemessung
bzw. die Statusfrage braucht bei dieser Ausgangslage nicht abzuschliessend geklärt zu werden. Der Vollständigkeit halber sei jedoch erwähnt
, dass die Beschwerdeführerin offen
bar
seit vielen Jahren in einem Teilzeitpensum arbeitet (
vgl.
Urk.
11/16/2 und 11/11
)
und
keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen
, dass die Reduktion dannzumal
wie behauptet aufgrund der Handbeschwerden
erfolgte.
5.
Die Sache ist deshalb zur Durchführung der notwendigen ergänzenden
medizi
nischen
,
beruflichen
und erwerblichen
Abklärungen sowie
allfälligen
Eingliede
rungsmassnahmen
an die Vorinstanz zurückzuweisen (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
; vgl. Urteil des Bundesgerichts
U 209/02 vom 1
0.
September 2003 E. 5.2). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben.
Die Beschwerdeführerin
ist
aufgrund
der Hinweise auf
ein maladaptives Schon
verhalten und eine
Tendenz zur Verdeutlichung und Ausweitung ihrer Beschwer
den
(
vgl.
Urk.
11/17/2 und
11/52/3 f.)
d
arauf aufmerksam zu machen, dass recht
sprechungsgemäss kein versicherter Gesundheitsschaden vorliegt, wenn die Leis
tungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht (z.B. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 6.1). Sollte also eine übertriebene Darstellung
der Beschwerden
Grund dafür sein
,
dass sich
die tatsächlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
nicht
mit genügender Sicherheit
erstellen
lassen oder dass eine allfällige berufliche Eingliederung schei
tert
,
besteht
in der Folge
weder Anspruch auf eine Rente noch
auf
Unterstützung bei der beruflichen Integration.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand unabhängig vom Streitwert i
m Rahmen von
Fr.
200.-- bis Fr.
1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als Obsiegen (BGE 137 V 57 E.2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
6.2
Nach
Art.
61
lit
. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen.
Rechtsanwältin Sigg machte in ihrer Honorarnote vom 2
7.
November 2018 einen Aufwand von knapp 12
1⁄2 Stunden à
Fr.
220.
--
zuzüglich Barauslagen von Fr. 81.95 (Pauschale von 3
%
) und 7.7
%
Mehrwertsteuer geltend (
Urk.
21). Dies erscheint u
nter Berücksichtigung der vorstehenden Grundsätze
noch als knapp angemessen. D
ie Beschwerdegegnerin
ist daher
zu verpflichten,
der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Beschwerde
führerin eine Prozessentschädigung von
Fr.
3
'030.25
(inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen.