Decision ID: 102e10df-9be0-44d3-8395-8ab28661b928
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1959,
ist seit 1980 a
ls selbständiger Landwirt tätig (
Urk.
8/2)
,
Am 10. August 2010 meldete
er
sich
unter Hinweis auf eine Achsel
fraktur
bei der Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung (Urk.
8/2, Aktenverzeichnis zu Urk. 8/1-103).
Nach durch
ge
führ
ter Evaluation (vgl. Urk. 8/3
) erfolgte auf Auf
forderung der IV-Stelle vom 17. August 2010 (Urk. 8/4) am
24
.
September
20
10
die An
meldung zum Leistungsbezug (Urk.
8/6,
Urk.
8/9
).
Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in medizini
scher (
Urk.
8/11
,
Urk.
8/17-18
,
Urk.
8/20,
Urk.
8/22
,
Urk.
8/32
,
Urk.
8/41
,
Urk.
8/45
,
Urk.
8/53,
Urk.
8/59-60,
Urk.
8/65
,
Urk.
8/67
) und beruflich-erwerbli
cher (
Urk.
8/19
,
Urk.
8/38-39,
Urk.
8/43-44
)
Hinsicht und holte die Akten der
Kranken
taggeldversicherung
,
der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, ein (
Urk.
8/16).
Am 2
1.
Juni 2011 untersuchte
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für orthopädische Chir
urgie und Traumatologie FMH, Vertrauensarzt SGV, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) den Versicherten (
Urk.
8/30
-31
).
Die IV-Stelle veranlas
ste das Gutacht
en des
Institut
s Z
._
vom 1
3.
Juli 2012 (
nachfolgend:
Z
._
-Gutachten vom 1
3.
Juli 2012, Urk.
8/69).
Mit Vorbescheid vom 1
3.
August 2012 stellte
s
ie
X._
die
Ausrichtung einer ganzen Rente mit Wirkung ab
1.
Mai 2012
in Aussicht
(
Urk.
8/74)
. Dagegen
liess
der Versicherte am
13
.
September
2012
Ein
wand erheben (
Urk.
8/81)
,
welchen er mit Eingabe vom 1
7.
Oktober 2012 ergänzend begründen
liess
(
Urk.
8/82).
Nach Prüfung des Einwandes verfügte die IV-Stelle am 2
9.
November 2012 wie vorbeschieden die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente mit Wirkung ab
1.
Mai 2012 (
Urk.
2).
2.
Hiergegen führte
X._
am 1
8.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 2
9.
November 2012 sei teilweise aufzuheben und ihm sei spätestens ab
1.
März 2011 eine ganze In
validenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 25. Februar 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwer
de (
Urk.
7, unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-103), was dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 2
6.
Februar 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer schon vor dem
1.
Mai 2012 Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
1.2
In der angefochtenen Verfügung vom 29. November 2012 führt
e
die Beschwerdegegnerin aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 26. Oktober 2009 in seiner Arbeitsfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als Landwirt erheblich ein
ge
schränkt. Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass ihm die bishe
rige Tätigkeit zu 20 % und eine angepasste Tätigkeit zu 50 % zumutbar gewe
sen sei (
Urk.
2, Verfügungsteil 2, S. 1). Beim Einkommensvergleich bis 30. April 2012
resultiere
ein Invaliditätsgrad von 7 %. Ab dem 15. Mai 2012 habe
sich
der
Gesundheitszustand verschlechtert. Aus medizinischer Sicht sei
en
dem Beschwerdeführer
sowohl die bisherige wie auch eine angepasste Tätigkeit nicht mehr zu
mutbar. Es bestehe ein Invaliditätsgrad von 100 % und ab dem 1. Mai
2012
Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 2, Verfügungsteil 2, S. 2).
1.3
Demgegenüber macht
der
Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, d
ie Behauptung der Beschwerdegegnerin, dass die rheumatoide Arthritis vor Mai 2012 weniger stark ausgeprägt gewesen sei, sei willkürlich und durch nichts belegt. Aus den medizinischen Berichten gehe hervor, dass diese Erkrankung und die damit verbundene
n
Einschränkungen im gleichen Ausmass wie heute schon vorher vorhanden gewesen seien
(Urk. 1 S. 8)
.
Dr.
med.
A._
führe
in seinem Schreiben vom
8.
Januar 2013
aus
,
dass im Mai 2012 lediglich die Diagnose der
seronegativen
Arthritis gestellt worden sei. Diese habe aber schon im Jahr 2009 im Vollbild bestanden. Im Mai 2012 sei es nicht zu einer Verschlechterung oder zu einem Schub gekommen (Urk. 1 S. 9).
Damit bestehe schon für die Zeit vor Mai 2012 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (
Urk.
1 S. 8).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesge
setz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsun
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu be
rücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
Die bis zur Begutachtung i
m
Institut
Z
._
vom 2
3.
bis 2
5.
April 2012
aufgeleg
t
en medizinischen Akten und die den Gu
t
achtern
nachträglich zugegangen
en
Arztberichte werden im
Z
._
-Gutachten vom 1
3.
Juli 2012
(Urk.
8/69)
ausführlich zusammengefasst (
Urk.
8/69/2-8), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal im Einzelnen wiedergeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgen Erwägungen jedoch auf diese medizinischen Akten Bezug genommen.
3.2
3.2.1
Am
Z._
-Gutachten vom 1
3.
Juli 201
2
(
Urk.
8/69)
waren die
Dres
. med. B._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin,
C._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin,
D._
, Facharzt FMH für Neurologie,
E._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und
F._
, Facharzt FMH für Rheumatologie
,
beteiligt (
Urk.
8/69/28-31). Gestützt auf die von der Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellten Akten
(
Urk.
8/69/2-8)
und die interdisziplinäre
Untersuchung
des Beschwerdeführers vom 2
3.
bis 2
5.
April 2012
(
Urk.
8/69/1) stellten die Gutachter
des Instituts Z._
die folgen
den Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
8/69/19-20)
:
Seronegative
rheumatoide Arthritis (Erstdia
g
nose Mai 2012) mit/bei:
Anerosiv
Aktuell (Mai 2012)
Synovitiden
MCP II-IV beidseits, rechts mehr als links. PIP II beidseits, rechts mehr als links (Klinik vom 1
6.
Mai 2012 und Sonographie vom 2
1.
Mai 2012)
Polyartikuläre
Synovitis
der grossen und kleinen Gelenke mit media
ler und
retropatellärer
Gonarthrose
bilateral,
Fibroostitis
kalkanear
plantar rechts mehr als links am
Aponeurosenansatz
(Skelettszintigraphie vom 1
6.
Mai 2012)
Signifikante Morgensteifheit über mehrere Stunden Dauer (ca. 3-4 Stunden)
Chronisch rezidivierende
s
lumbovertebrales
Syndrom bei:
Wirbelsäulenfehlhaltung/-
fehlform
(Flachrücken mit rechtskonvexer oberer Brustwirbelsäule
n
[BWS]
-
Skoliose)
Haltungsinsuffizienz
Periarthropathia
humeroscapularis
links mit positivem
Impingement
-Zei
chen
Periarthropathia
humeroscapularis
pseudoparalytica
rechts bei:
Status nach
Rot
at
orenmanschetten
-Rekonstruktion der rechten Schulter am 2
6.
März 2010
Bekannte vollständige
Reruptur
der beiden rekonstruierten Sehnen (
Arthro
-MRI vom 2
5.
August 2010)
Fettige Degeneration und
Artrophie
der
Rotatorenmanschetten
-Muskulatur
Fingerpolyarthrosen
Varusgonarthrose
beidseits
Heustaub
induziertes Asthma bronchiale
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bezeichneten sie (
Urk.
8/69/20-21):
Migräne mit visueller Aura
Verdacht auf leichte Polyneuropathie an den unteren Extremitäten, we
nig symptomatisch
Anfälle mi
t motorischer Symptomatik (Muske
lverspannung und grobes Zittern ohne Bewusstseinsstörung) unklaren Ursprungs, Epilepsie weit
gehend ausgeschlossen
Status nach Meningitis in der Kindheit
Status nach
Varikosenoperation
1989
Status nach rezidivierenden Hodenbeschwerden in der Kindheit
Status nach Borreliose anamnestisch
Status nach Verschluss der distalen
Arteria
ulnaris
und Raynaud-Sympto
matik
Dig
. II-IV, aktuell asymptomatisch
Status nach Os
metatarsale
V Fraktur linksseitig
Status nach
Gastrointeritis
am 2
1.
Dezember 2011
Status nach Herpes Zoster am 2
3.
Juli 2011 (abdominal links)
l
atrogenes
Cushing Syndrom, bekannt seit Dezember 2011
Steroidkatarakt, Erstdiagnose Dezember 2011
Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, bekannt seit Oktober 2011 und CPAP-Beatmung seit Dezember 2011
Vitamin D-Mangel seit Oktober 2011
3.2
.2
Gemäss den Gutachtern
des Instituts Z._
können aus psychiatrischer
und
aus
neurologi
scher Sicht
keine Diagnosen, die eine Arbeitsunfähigkeit verursachen würden, gestellt werden (
Urk.
8/69/22,
Urk.
8/69/24).
Gutachter Dr.
F._
untersuchte den Beschwerdeführer am 24. April 201
2
(Urk. 8/69/32).
Nachdem ihm der Austrittsbericht der
K
linik
für Rheumatologie
des
S
pitals
G._
vom 2
4.
Mai 2012
(
Urk.
8/69/1-2)
zugegangen war, nahm Gutachter
Dr.
F._
am 2
5.
Juni 2012 noch einmal Stellung. Er schrieb, dass beim Beschwerdeführer am
2
4.
April 2012 noch keine eindeutigen
synovitischen
Veränderungen an den Gelenken aus
zu
machen
gewesen seien. Gleichzei
tig sei die
Blutsenkungs
geschwindigkeit
mit 6mm/Std. normal gewesen. Deswegen sei
hinsichtlich der
rheumato
logischen Diag
nosen mit Einfluss auf
die
Arbeits
fähigkeit
von einer „anamnestisch nicht näher klassifizierten
,
ent
zündlichen rheumatischen Erkrankung“ gesprochen worden
(Urk. 8/69/42).
Aus dem Bericht des
Spitals G._
vom 2
4.
Mai 2012
(
Urk.
8/69/1-2)
gehe nun die Dia
gnose
seronegative
rheumatoide Arthritis hervor. Die Diagnose sei leider erst im Mai gestellt worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die Erkrankung
anerosiv
mit
Synovitiden
MCP II – IV beidseits rechts mehr als links (Klinik vom 1
6.
Mai 2012 und Sono
gra
phie vom 2
1.
Mai 2012) mit
polyartikulärer
Synovitis
der grossen und kleinen Gelenke mit Morgensteifheit über mehrere Stunden Dauer (ca. 3-4 Stunden)
gewesen
. Gegenüber der gutachterlichen Untersuchung vom 2
4.
April 2012 sei
es
somit gemäss
diesem
Bericht zu einer Reak
tivierung der entzündlichen
Erkran
kungen
gekommen
. Im Zeit
punkt des Gutachtens sei die Di
agnose noch nicht festgestanden und aufgrund d
es klinischen Befundes habe keine entzünd
liche Aktivität
bestanden. Die Arbeits
unfähigkeit
des Beschwer
deführers habe sich
vergrössert
, weil nun ein klinisch wie auch ultraschalltechnisch nachzu
weisender entzü
ndlicher
poly
artikulärer
Befall der grossen wie kleinen Gelenke an den oberen wie unteren Extremitäten vorliege, der derzeit ein repetitives Bewegen und Belasten der betroffenen Gelenke ver
un
mögliche (Urk. 8/69/43).
3.
2.3
D
ie Gutachter
des Instituts Z._
hielten
zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
fest,
dieser
sei aus medizinisch-theoretischer Sicht in seinem angestammten Beruf als Landwirt ab dem Unfall vom 2
6.
Oktober 2009 zu 80
%
arbeitsun
fähig. Ab dem 1
5.
Mai 2012 sei der Beschwerdeführer für jegliche Tätigkeit zu 100
%
arbeits
unfähig (
Urk.
8/69/24).
M
it der nun gestellten Diagnose
ser
onegative
rheumatoide Arthritis,
sei
davon auszugehen,
dass die rheumatoide Arthritis (die durch die
Hydro
k
ortison-Thera
pie, welche der Bes
chwerdeführer wegen einer Neben
nierenrindeninsuffizienz erhalten habe,
teiltherapiert gewesen sei) schon früher auch in adaptierten Tätigkeiten arbeitslimitierend
gewesen sei. Ausserdem sei davon auszugehen, dass ein Zusammenhang zwischen den Heilungsprobleme
n
nach der Schulteroperation und der entzündlichen Grunderkrankung, die damals noch nicht diagnostiziert war,
bestanden habe
.
Aus diesem Grund sei der Beschwer
deführer ab 2
6.
Juni 20
10 – drei Monate nach erfolgter Rekonstruktion der
Rotatorenmanschetten
-Ruptur rechts – in einer adaptierten Tätigkeit nur zu 50
%
einsetz
bar gewesen. Da retrospektiv schwierig abzu
schätzen sei, wann der Beschwer
deführer was für Schübe seiner Arthritis gehabt habe, gelte die 50%ige
Arbeitsunfähigkeit ab 2
6.
Juni 2010 in einer adaptierten Tätigkeit durchgehend
(
Urk.
8/69/26)
.
3.
3
Dem Bericht von
Dr.
med.
A._
, Facharzt
für Innere Medizin FMH, vo
m 1
8.
Dezember 2012
(
Urk.
3/3)
ist zu entnehmen
,
dass sich der
Beschwerdefüher
seit 1
8.
Mai 2009 in seiner Behandlung befinde. Damals hätten seit einigen Monaten zunehmende un
d
stark schmerzende
Tendinopathien
im Bereich der Schulter-, Ellbogen- und Handgelenke sowie der Hüft-, Knie-, und Sprung
ge
lenke
,
dazu Arthralgien, Schwellungen an den Sprunggelenken, ein post
trau
matischer Zustand an der rechten Schulter und ein hinkender Gang bestanden. Die Beschwerden seien stark belastungsabhängig gewesen, so dass der
Beschwer
deführer
nur noch sehr beschränkt habe arbeiten können, de facto aber 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. B
ei zunehmenden Arthritiden zahl
rei
cher Gelenke und bei zunehmend reduziertem Allgemeinzustand mit Ent
wick
lung eines sekund
ären Cushing-Syndroms sei der Be
schwerdeführer Ende 2011 auf der medizinischen Klinik, später auf der rheu
matologischen Klinik des
Spitals G._
hospitalisiert worden, wo die Diagnose einer
seronegativen
rheumatoiden Poly
arthritis ge
stellt worden sei. Unter medikamentöser Behandlung habe sich der Allgemeinzustand des Beschwerde
führers etwas gebessert, nicht jedoch die Gelenksschmerzen
(Urk. 3/3)
.
Am 8. Januar 2013 führte Dr.
A._
aus, der Beschwerde
führer
sei
schon seit er in seine Be
handlung gekommen sei, also sogar schon früher als 15. August 2009
, zu 100 % arbeitsunfähig. Dies
auch für leichte körperliche Arbeiten, respektive auch in angepasster Tätigkeit. Im Mai 2012 sei lediglich die Diagnose der
seronegativen
Polyarthritis gestellt worden. Der Gesundheits
zustand habe sich damals ver
schlechtert, weil zusätzlich noch Komplikationen der
Kortisontherapie
auf
getreten seien, die aber im Spital
hätten behoben werden können. Der Grund für die Invalidisierung, nämlich die
seronegative
Polyarthritis
,
habe in diesem Ausmass im Vollbild schon 2009 bestanden und habe sich im Mai 2012 nicht verschlechtert (
Urk.
3/4).
4.
4.1
Das
Z._
-Gutachten vom 13. Juli
2012 (Urk. 8/69)
wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Urk. 8/69/2-8) erstellt. Die Gutachter
des Instituts Z._
stützten sich auf ihre internisti
sche
n
, rheumatologische
n
, neurologischen und psychiatrischen Unter
suchungen des Be
schwerdeführer
s
und nahmen
in ihrer Expertise
insbeso
ndere auch ein
läss
lich Bezug auf die
Vorakten
und die geklagten Beschwerden (
Urk.
8/69/11-16,
Urk.
8/
69/
21-24).
Zwar hat der rheumatologische Gutachter
Dr.
F._
bei der Erarbeitung des Gutachtens zur
genauen Definition der möglichen entzünd
li
chen rheumatischen Erkran
kung noch
ein
en
statio
nären
Aufent
halt in einer rheumatologischen Klinik empfohlen (Urk. 8/69/40, Urk. 8/69/42). Den Gut
achtern
des Instituts Z._
ist vor der Fertigstellung ihres Gutachtens jedoch der
B
ericht
der Klinik für Rheumatologie
des
Spitals G._
zur
Hospitalisation
des Beschwerdeführers ab 1
5.
Mai 2012 (
Urk.
8/67/1-2) zuge
gangen.
Aufgrund dieses
Berichts
hat Dr.
F._
seine
rheumatologische Beurteilung ergänzt
(
Urk.
8/69/42-43). Unter Einbezug dessen gelangten die Gutachter
des Instituts Z._
mit einer sorgfältigen
und nachvollziehbaren
Be
grün
dung zu einer schlüssigen Beurteilung und
Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführer
s. Das
Z._
-Gutachten vom
13. Juli 2012 (Urk. 8/69)
erweist sich für die zu klärenden Fragen als umfassend.
4.
2
Der Beschwerdeführer bringt vor, die rheumatoide Arthritis und die damit ver
bundene
n
Einschränkungen seien im gleichen Ausmass schon vor Mai 2012 vorhanden gewesen (E. 1.3).
Dem Vor
bringen des Beschwerdeführers
ist entge
genzuhalten
, dass
es
g
emäss den
Z._
-Gutachter
n
nach
ihrer Untersuchung
zu einer Zustandsverschlimmerung durch Auftreten von
Synovitiden
gekommen
ist
. Dies sei vereinbar
mit einem Schub einer rheumatoi
den Arthritis
(
Urk.
8/69/25). Dr.
F._
hielt in seiner rheu
matologischen Beurteilung vom 3
0.
April 2012
noch fest, dass die Handgelenke des Beschwerdeführers eine normale passive Beweglichkeit aufwiesen, welche endphasig in Hyperextension schmerzhaft, ohne
synovitische
Veränderung, sei. Die Finger
gelenke seien nicht
synovitisch
geschwollen.
Beide Sprunggelenke seien
druckdolent
, geschwollen. Diesbe
züglich könne nicht mit Sicherheit auf ein
e
Synovitis
beidseits ge
schlos
sen werden
(
Urk.
8/69/
39).
Dem
gegenüber wurden im Spital G._
bei der klinischen Untersuchung vom 1
6.
Mai 2012 u
nd
der
Sonographie vom 2
1.
Mai 2012
Synovitiden
erhoben (
Urk.
8/67/1).
Die Schlussfolgerung
en
der
Z._
-Gutachter
sind
mit objektiven Befunden be
gründet und sind
überzeugend
.
Darauf weist auch der Untersuchungsbericht von
Dr.
Y._
(RAD), wonach im Juni
2011 aufgrund der objektiven Befunde gar eine volle Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit zumutbar war (
Urk.
8/30/5-6).
Auch aus den Stellungnahmen von
Dr.
A._
vom
1
8.
Dezember 2012 (
Urk.
3/3)
und
8.
Januar 2013
(
Urk.
3/4)
kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten
.
Dr.
A._
hält im Bericht
vom
1
8.
Dezember 2012
fest
, dass
schon Ende 2011 im
Spital G._
die Diagnose einer
seronegativen
rheumatoiden Poly
arthritis ge
stellt worden sei
(
Urk.
3/3)
.
Im Kurzaustrittsbericht des
Spitals G._
zur
Hospitalisation
vom
8.
bis 2
4.
Dezember 2011
, welcher bereits vom 23. Dezem
ber 2011 datiert,
wird jedoch keine solche Diagnose aufgeführt (
Urk.
8/41).
Zudem
schrieben
die
Ärzte des
Spitals G._
in diesem
Bericht
,
eine allfällige entzünd
liche bzw. rheumatologisch
e
Erkrankung
sei
bei diesbe
züglich unauf
f
älligem MRI und Ganzkörperskelettszintigraphie sowie wie
derholt unauffälliger Sero
logie als unwa
h
r
scheinlich zu taxieren (
Urk.
8/41
/
2
).
Darauf weist auch
Z._
-Gutachter Dr.
F._
in
seinem
rheumatologischen Teilgutachten vom 30. April 2012 hin (Urk. 8/69/34).
Zu berücksichtigen ist ferner, dass der Beschwerdeführer
vor der besagten
Hospitalisation
im
Spital G._
zur Ab
klärung einer ent
zündlich-rheumatolo
gischen Grunderkrankung am 19. Oktober und 8. No
vem
ber 2011 von Dr. med.
H._
, Rheumatolo
gie und Innere Medizin FMH, K
linik
I._
, untersucht
worden war
(
Urk.
8/67/5)
.
Gemäss
dem
Bericht von
Dr.
H._
vom
8.
November 2011
war d
as klinische
Bild
unter der hoch
dosierten Steroidtherapie nicht konklusiv
beurteilbar. Sie hielt fest, dass die Gelenksbeschwerden des Beschwerde
führers aktuell (allerdings unter hoch
dosierter Steroidtherapie) eher degenerativ bedingt zu sein sch
i
enen (
Urk.
8/67/8).
Schliesslich
sind
die Stel
lungnahmen von
Dr.
A._
aufgrund des Umstandes, dass er den Beschwerde
führer behandelt, mit Zurückhaltung zu gewichten (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_787/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E.
3.3.2 mit Hin
weisen).
4.
3
Die Vorbringen des Beschwerdeführers
wie auch die aufgelegten Stellung
nahmen von
Dr.
A._
vom 1
8.
Dezember 2012
(
Urk.
3/3)
und
8.
Januar 2013
(
Urk.
3/4)
vermögen somit keine Zweifel am
Z._
-Gutachten vom 1
3.
Juli 2012 (
Urk.
8/69) zu begründen.
Mit den Gutachtern
des Instituts Z._
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ab 26. Juni 2010 in einer adaptierten Tätigkeit
noch
zu 50 % arbeitsfähig
war
und ab dem 15.
Mai 2012
für jegliche Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig
ist
(E. 3.2.3).
5.
Der von der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Verhältnisse bis 30. April 2012 vorgenommene Einkommensvergleich als solcher (Urk. 2, Verfügungsteil 2, S. 2, Urk. 8/72, Urk. 8/76) ist vom Beschwerdeführer nicht gerügt worden und gibt zu keinen Beanstandungen Anlass. Für den Zeitraum bis 3
0.
April 2012 ermittelte die Beschwerdegegnerin einen rentenausschliessenden In
validitäts
grad von 7
%
(Urk. 2, Verfügungsteil 2, S. 2). Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei bereits sein ganzes Erwerbsleben lang als selbständiger Landwirt mit einem eigenen Betri
eb tätig
. Es
wäre
ihm nicht zumutbar gewesen, eine andere Tätigkeit auszuüben
(
Urk.
1 S. 7)
.
Damit wirft der Beschwerdeführer die Frage der Zumutbarkeit eines Berufswechsels auf, welche hier allerdings nur bis zur ausgewiesenen Verschlechterung und Eintreten einer gänzlichen Arbeitsunfä
higkeit retrospektiv zu prüfen ist. Auf Grund der einem Versicherten obliegen
den Schadenminderungspflicht kann die Aufnahme einer
unselbständigen (Haupt-)Erwerbstätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn hiervon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der
gesamten Umstände (Alter, Akti
vitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensum
stände) als zumutbar erscheint (ZAK 1983 S. 256). Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels, auch von der selbständigen in eine unselb
ständige Tätigkeit, ist die Gerichtspraxis sehr streng, was auch für Landwirte gilt (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 640/05 vom 18. Mai 2006 E. 3.1 mit Hin
weisen). Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht sind dort stren
ger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft insbesondere zu, wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (BGE 113 V 32; Urteil des Bundes
gerichts I 708/03 vom 3. Januar 2005 E. 4.3.1
). Nebst der noch längeren Akti
vitätsdauer des 1959 geborenen Beschwerdeführers fällt ins Gewicht, dass er bereits im Nebenberuf unselbständig
erwerbs
tätig gewesen ist und auf dem Hof Ange
stellte beschäftigte, wenn auch nur saisonal (vgl. Urk. 8/38/1-4). Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin bei der Invaliditäts
be
messung (bis Mai 2012) darauf abstellte, dass der Beschwerdeführer in einer anderweitigen, seinen Behinderungen angepassten Erwe
rbstätigkeit selbst teil
zeitlich in der Lage gewesen wäre, ein rentenausschliessendes Einkommen zu er
zielen. Dies muss er sich im Rahmen d
er ihm obliegenden Schadenminde
rungspflicht anrechnen lassen.
6.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Sie sind dem unterlegenen Beschwerdeführer
aufzuerlegen.