Decision ID: 1c4f5c2e-a8c3-51e5-ac60-3516d704be48
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A.
Am 8. Dezember 2019 reichte A._, afghanische Staatsbürgerin, in
der Schweiz ein Asylgesuch ein und wurde daraufhin dem Bundesasylzent-
rum (BAZ) der Region Zürich zugewiesen. Beim Eintritt in das BAZ füllte
sie auf dem Personalienblatt des Staatssekretariats für Migration (SEM)
handschriftlich als Geburtsdatum aus, im Juni 2003 geboren zu sein.
B.
Am 18. Dezember 2019 wurde A._ vom SEM zur Erstbefragung
eingeladen und zu ihren persönlichen Umständen sowie summarisch zu
den Asylgründen befragt. Auch dabei gab sie an, im Juni 2003 geboren
worden zu sein, aber den genauen Tag nicht zu wissen. Sie sei 16.5 Jahre
alt. Dies wisse sie aufgrund der Tazkira, die am (...) (umgerechnet: (...))
gemäss persischem Kalender ausgestellt worden sei und gemäss der sie
damals 5-jährig gewesen sei. Sie reichte eine Kopie (Handyfoto) der
Tazkira ein, da das Original bei der Überfahrt nach Griechenland ins Meer
gefallen sei. In Griechenland sei ihr Geburtsdatum sowie das ihrer Fami-
lienangehörigen falsch erfasst worden.
C.
Am 10. Januar 2020 erfolgte eine medizinische Altersabklärung, bei der
A._ einer zahnärztlichen Altersschätzung, einer radiologischen Al-
tersschätzung des linken Handskeletts und einer radiologischen Alters-
schätzung der Brustbein-Schlüsselbein-Gelenke unterzogen wurde. Das
Gutachten vom 15. Januar 2020 (nachfolgend: Altersgutachten) ergab in
Bezug auf die Zahnanalyse ein Durchschnittsalter von 16 Jahren, in Bezug
auf die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse ein Durchschnittsal-
ter von 22 Jahren bei einem Mindestalter von 19.4 Jahren. Zusammenfas-
send kam das Gutachten zum Schluss, dass A._ im Zeitpunkt der
Untersuchung das 19. Lebensjahr sicher vollendet hatte und das von ihr
angegebene Geburtsdatum somit aufgrund der Ergebnisse nicht zutreffe.
D.
Mit Antwortschreiben vom 10. Januar 2020 führten die griechischen Behör-
den auf ein Informationsersuchen des SEM vom 13. Dezember 2019 na-
mentlich aus, dass A._ in ihrem System mit einem Geburtsdatum
vom 4. Mai 2001 erfasst sei.
E.
Am 24. Januar 2020 gewährte das SEM A._ das rechtliche Gehör
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zum Resultat des medizinischen Altersgutachtens. Aufgrund der dortigen
Erkenntnisse beabsichtigte das SEM ihr Geburtsdatum im Zentralen Mig-
rationsinformationssystem (nachfolgend: ZEMIS) von Amtes wegen auf
den 1. Januar 2001 anzupassen und den Eintrag mit einem Bestreitungs-
vermerk gemäss Art. 25 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Datenschutz
vom 19. Juni 1992 (DSG, SR 235.1) zu versehen.
F.
Am 31. Januar 2020 nahm A._ Stellung zur Änderung ihres Ge-
burtsdatums, mit der sie nicht einverstanden sei.
G.
Am 28. Februar 2020 nahm A._ zum Entwurf des Asylentscheids
des SEM Stellung und bestritt das geänderte Geburtsdatum.
H.
Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 3. März 2020 lehnte das SEM
das Asylgesuch von A._ ab und wies sie aus der Schweiz weg. Da
der Vollzug der Wegweisung zurzeit nicht zumutbar sei, wurde sie vorläufig
aufgenommen (Dispositiv-Ziffern 1-6). Das Geburtsdatum von A._
wurde im ZEMIS mit dem Datum 1. Januar 2001 erfasst (Dispositiv-Zif-
fer 7).
I.
Gegen diese Verfügung lässt A._ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rerin) am 12. März 2020 durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde beim
Bundesverwaltungsgericht erheben und beantragt, die Dispositiv-Ziffer 7
der Verfügung des SEM (nachfolgend: Vorinstanz) vom 3. März 2020 sei
aufzuheben. Als ihr Geburtsdatum sei im ZEMIS der 1. Juni 2003 einzuset-
zen. Zudem sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten
und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung und ein unentgeltlicher
Rechtsbeistand in der Person von lic. iur. Dominik Löhrer zu gewähren.
J.
Mit Zwischenverfügung vom 18. März 2020 wurde der Beschwerdeführerin
die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt.
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K.
In ihrer Vernehmlassung vom 27. März 2020 bringt die Vorinstanz vor, dass
die Beschwerdeschrift keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweis-
mittel enthalte, die eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen könnte.
Diese Stellungnahme wurde der Beschwerdeführerin am 9. April 2020 zur
Kenntnis gebracht.
L.
Mit Eingabe vom 2. September 2020 bittet die Beschwerdeführerin um
möglichst raschen Abschluss des Verfahrens. Gleichzeitig reicht sie zwei
medizinische Berichte des Kantonsspitals Aarau vom 1. September 2020
und vom 20. Juni 2020 ein.
M.
Auf die weiteren Vorbringen und die sich bei den Akten befindenden Unter-
lagen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im
Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 (VwVG, SR 172.021), die von einer Vorinstanz gemäss Art. 33
Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR
173.32) erlassen wurde. Da keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, ist
das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig
(Art. 31 VGG).
Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem
VwVG, sofern das VGG nichts anderes vorsieht (Art. 37 VGG).
1.2 Die Beschwerdeführerin hat sich am vorinstanzlichen Verfahren betei-
ligt und ist als Adressatin des angefochtenen Entscheides, mit welchem ihr
Asylgesuch abgewiesen und ihr Geburtsdatum festgelegt wurde, sowohl
formell als auch materiell beschwert, weshalb sie zur Beschwerde legiti-
miert ist (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG).
1.3 Die Beschwerdeführerin hat die Rechtsmitteleingabe formgerecht (Art.
52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und die vom SEM angesetzte 7-tägige Frist
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zur Beschwerdeerhebung eingehalten. Auf die Frage, ob diese Frist in Be-
zug auf die Berichtigung des ZEMIS-Eintrags (Dispositiv-Ziffer 7 der Verfü-
gung) korrekt angesetzt wurde, ist angesichts der frist- und formgerechten
Beschwerdeeinreichung sowie des Verfahrensausgangs nicht näher einzu-
gehen.
1.4 Auf die Beschwerde ist nach dem Gesagten einzutreten.
2.
Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-
schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf
Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-
messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Es
wendet das Recht von Amtes wegen an und ist nicht an die Anträge oder
die rechtlichen Begründungen der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4
VwVG).
3.
3.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das
ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer-
und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes
über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom
20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-
rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-
nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-
nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-
kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informa-
tionen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten,
nach den Bestimmungen des DSG und des VwVG.
3.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-
gewissern (Art. 5 Abs. 1 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-
nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass
unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Art. 25
Abs. 3 Bst. a DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem solchen Fall ein
absoluter und uneingeschränkter Anspruch (statt vieler Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts [BVGer] A‐7615/2016 vom 30. Januar 2018 E. 3.2,
m.w.H.; vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_224/2014 vom
25. September 2014 E. 3.1). Die ZEMIS-Verordnung sieht im Übrigen in
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Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor, dass unrichtige Daten von Amtes wegen zu
berichtigen sind.
3.3 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die
Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-
streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-
daten zu beweisen (Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012
E. 3.1; BVGE 2013/30 E. 4.1; Urteil des BVGer A‐3051/2018 vom 12. März
2019 E. 5.3). Nach den massgeblichen Beweisregeln des VwVG gilt eine
Tatsache als bewiesen, wenn sie in Würdigung sämtlicher Erkenntnisse so
wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen Zweifel bleiben; unumstössli-
che Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich. Die mit dem Berichtigungs-
begehren konfrontierte Behörde hat zwar nach dem Untersuchungsgrund-
satz den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen abzuklären (Art. 12
VwVG); die gesuchstellende Person ist jedoch gemäss Art. 13 Abs. 1
Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Feststellung mitzuwirken (zum Gan-
zen Urteile des BVGer A‐7588/2015 vom 26. Februar 2016 E. 3.3 und
A‐7822/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.3, je m.w.H.).
3.4 Kann bei einer verlangten beziehungsweise von Amtes wegen beab-
sichtigten Berichtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenige
der neuen Personendaten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich weder
die einen noch die anderen Daten bearbeitet werden (Art. 5 Abs. 1 DSG).
Dies ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch bestimmte Personenda-
ten zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben notwendigerweise bear-
beitet werden, was namentlich auch für im ZEMIS erfasste Namen und Ge-
burtsdaten gilt. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche Interesse an der
Bearbeitung möglicherweise unzutreffender Daten das Interesse an deren
Richtigkeit. Unter diesen Umständen sieht Art. 25 Abs. 2 DSG deshalb die
Anbringung eines Vermerks vor, in dem darauf hingewiesen wird, dass die
Richtigkeit der bearbeiteten Personendaten bestritten ist. Spricht dabei
mehr für die Richtigkeit der neuen Daten, sind die bisherigen Angaben zu-
nächst zu berichtigen und die neuen Daten anschliessend mit einem der-
artigen Vermerk zu versehen. Ob die vormals eingetragenen Angaben (als
Neben- bzw. Aliasidentität) weiterhin abrufbar bleiben sollen oder ganz zu
löschen sind, bleibt grundsätzlich der Vorinstanz überlassen. Verhält es
sich umgekehrt, erscheint also die Richtigkeit der bisher eingetragenen Da-
ten als wahrscheinlicher oder zumindest nicht als unwahrscheinlicher, sind
diese zu belassen und mit einem Bestreitungsvermerk zu versehen. Über
dessen Anbringung ist jeweils von Amtes wegen und unabhängig davon zu
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entscheiden, ob ein entsprechender Antrag gestellt worden ist (zum Gan-
zen BVGE 2018 VI/3 E.3 sowie Urteile des BVGer A‐3051/2018 vom
12. März 2019 E. 5.4 und A‐7615/2016 vom 30. Januar 2018 E. 3.5, je
m.w.H.; vgl. ferner Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012
E. 3.2).
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, dass das SEM gar
nicht befugt gewesen sei, ein medizinisches Altersgutachten einzuholen,
da keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür vorgelegen hätten, dass das
von ihr angegebene Alter nicht korrekt sei. So habe sie von Anfang an kon-
sistente Angaben zu ihrem Geburtsdatum gemacht sowie das Original der
Tazkira eingereicht, welches ihr Alter belege. Den Ausschlag für die Anord-
nung des Gutachtens habe offenbar einzig der Eindruck der SEM-Mitarbei-
terin gegeben, wonach sie ein reifes Auftreten habe und ihr Erscheinungs-
bild nicht einer Minderjährigen entspreche. Sinngemäss reiche dies nicht
aus, um den mit der Durchführung des Altersgutachtens einhergehenden
Eingriff in die Persönlichkeitsrechte zu rechtfertigen.
4.2 Im Asylverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 12 VwVG
i.V.m. Art. 6 AsylG) sowie die Pflicht zur vollständigen und richtigen Abklä-
rung des rechtserheblichen Sachverhalts, wovon auch behördliche Nach-
forschungen zur Identität und mithin zum Geburtsdatum einer asylsuchen-
den Person erfasst sind (JOËL OLIVIER MÜLLER, "Nichts Genaues" weiss
man nicht: Altersbestimmung im schweizerischen Asylverfahren, Jusletter
vom 20. März 2017, Rz. 21). Bestehen Hinweise, dass eine angeblich min-
derjährige, asylsuchende Person das Mündigkeitsalter bereits erreicht hat,
so kann das SEM ein Altersgutachten veranlassen (Art. 17 Abs. 3bis AsylG).
Entsprechend hat das SEM gestützt auf seine Untersuchungspflicht bei
Zweifeln an einem vorgetragenen Alter jegliche sachdienlichen Abklärun-
gen durchzuführen, wobei diese schliesslich zugunsten oder zulasten der
asylsuchenden Person ausfallen können. Fehlen rechtsgenügliche Identi-
tätsausweise, kann im Rahmen der Feststellung des Sachverhalts mit Un-
terstützung wissenschaftlicher Methoden abgeklärt werden, ob die Alters-
angabe der asylsuchenden Person dem tatsächlichen Alter entspricht (Ur-
teile des BVGer D-6448/2016 vom 31. März 2017 E. 6.1 und D-2307/2015
vom 12. August 2016 E. 4). Folglich kommt der Behörde diesbezüglich ein
grosses Ermessen zu.
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4.3 Die Beschwerdeführerin führte bereits in der Erstbefragung aus, ihr Ge-
burtsdatum nicht genau zu kennen. In Griechenland, wo sie am 3. Okto-
ber 2018 von den Behörden registriert worden ist, sei ihr Alter fälschlicher-
weise mit 17 Jahren erfasst worden. Anders als in der Rechtsmitteleingabe
vorgebracht, reichte sie die Tazkira zudem nicht im Original, sondern ledig-
lich über ein Handyfoto in Kopie ein. Bereits deshalb – sowie aufgrund des
generell reduzierten Beweiswerts der Tazkira (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 6.2)
– kommt dem Beweismittel nur eine geringe Aussagekraft zu. Unter diesen
Umständen sowie aufgrund des persönlichen Eindrucks der befassten
SEM-Mitarbeiterin, welcher in das Gesamtbild miteinfliessen darf, ist es
nachvollziehbar, dass das SEM am angegebenen Alter der Beschwerde-
führerin zweifelte. Somit ist der Auftrag zur Durchführung eines rechtsme-
dizinischen Gutachtens über die forensische Lebensaltersschätzung unter
Berücksichtigung des dem SEM zustehenden Ermessens vorliegend nicht
zu beanstanden, zumal das Gutachten ohne Weiteres auch zugunsten der
Beschwerdeführerin hätte ausfallen können. Die Rüge der Beschwerdefüh-
rerin erweist sich als unbegründet.
5.
5.1 Gemäss den in E. 3 dargelegten Beweisregeln obliegt es vorliegend
grundsätzlich der Vorinstanz zu beweisen, dass das mit Dispositivziffer 7
der angefochtenen Verfügung auf den 1. Januar 2001 geänderte Geburts-
datum korrekt ist. Die Beschwerdeführerin hat wiederum nachzuweisen,
dass das von ihr geltend gemachte Geburtsdatum (1. Juni 2003) richtig ist.
Gelingt keiner Partei der sichere Nachweis des Geburtsdatums, ist dasje-
nige im ZEMIS zu belassen oder einzutragen, dessen Richtigkeit wahr-
scheinlicher ist.
5.2 Die Vorinstanz ordnete wie erwähnt aufgrund von Zweifeln an der Al-
tersangabe der Beschwerdeführerin ein medizinisches Gutachten zur Al-
tersabklärung an, welches am 15. Januar 2020 zum Schluss kam, dass sie
das 19. Lebensjahr sicher vollendet habe. Aufgrund dieser Erkenntnis so-
wie den Angaben der Beschwerdeführerin hat das SEM ihren Geburtstag
auf den 1. Januar 2001 gesetzt. Zur Begründung dieses Entscheids führte
die Vorinstanz insbesondere aus, es sei der Beschwerdeführerin nicht ge-
lungen, die von Anfang an bestehenden Zweifel an ihrem Alter auszuräu-
men und die Ergebnisse des Altersgutachtens in Frage zu stellen. Alters-
gutachten in der Art des Vorliegenden seien bei der Beurteilung des Alters
als starkes Indiz zu gewichten, da diese einerseits auf den Empfehlungen
der Arbeitsgemeinschaft für Forensische Altersdiagnostik der Deutschen
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Gesellschaft für Rechtsmedizin (AGFAD) basieren würden und anderer-
seits mehrere Einzeluntersuchungen zum Gegenstand hätten. Demgegen-
über eigne sich die von der Beschwerdeführerin eingereichte Tazkira als
Beleg des Alters nicht, da das Dokument aufgrund fehlender Sicherheits-
merkmale nicht auf seine Echtheit überprüfbar sei. Auch sonst habe die
Beschwerdeführerin nicht darlegen können, dass das von ihr vorgebrachte
Alter respektive Geburtsdatum wahrscheinlicher sei, als jenes, das vom
SEM im ZEMIS erfasst worden sei.
5.3 Die Beschwerdeführerin hielt dem im Wesentlichen entgegen, dass das
SEM sich bei der Beurteilung ihres Alters allein auf das Altersgutachten
abgestützt habe, obwohl dessen Schlussfolgerungen nicht nachvollziehbar
seien. Die für die Minderjährigkeit sprechenden Elemente habe es bei sei-
nem Entscheid nicht berücksichtigt beziehungsweise eine einseitige Wür-
digung vorgenommen. Sie habe sowohl in Griechenland als auch in der
Schweiz angegeben, am 1. Juni 2003 geboren worden zu sein, was mit der
Tazkira übereinstimme. Die Tazkira sei vom SEM nicht geprüft und zu Un-
recht aus dem Recht gewiesen worden. Auch der Umstand, dass die be-
handelnden Ärzte bei ihr eine traumaspezifische Psychotherapie bei einem
Kinder- und Jugendpsychotherapeuten für indiziert hielten, weise auf ihre
Minderjährigkeit hin. Auch dieser Umstand sei vom SEM unberücksichtigt
geblieben. Bei einer Gesamtabwägung sei klar davon auszugehen, dass
das von ihr angegebene Alter wahrscheinlicher sei, als jenes, das von der
Vorinstanz im ZEMIS eingetragen worden sei.
6.
6.1
6.1.1 Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stellen die
in der Schweiz angewendeten Methoden der medizinischen Altersabklä-
rungen je nach Ergebnis unterschiedlich zu gewichtende Indizien für das
Vorliegen der Minder- respektive der Volljährigkeit einer Person dar. Die
Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztliche Un-
tersuchung sind dabei grundsätzlich, anders als die Handknochenanalyse
und die ärztliche Untersuchung, zum Beweis der Minder- respektive Voll-
jährigkeit einer Person geeignet.
Ein sehr starkes Indiz für die Volljährigkeit liegt vor, wenn das Mindestalter
sowohl bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und der
zahnärztlichen Untersuchung über 18 Jahren liegt. Liegt das Mindestalter
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bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse oder der zahnärztli-
chen Untersuchung über 18 Jahren und überlappen sich die anhand der
beiden Analysen ergebenden Altersspannen ist dies ein starkes Indiz für
die Volljährigkeit. Lediglich ein schwaches Indiz für die Volljährigkeit liegt
vor, wenn das Mindestalter bei der Schlüsselbein- respektive Skelettalters-
analyse oder der zahnärztlichen Untersuchung über 18 Jahren und die sich
anhand der beiden Analysen ergebenden Altersspannen nicht überlappen,
wobei es dafür eine plausible medizinische Erklärung gibt. Ein sehr schwa-
ches oder gar fragliches Indiz für Volljährigkeit ist gegeben, wenn das Min-
destalter bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse oder der
zahnärztlichen Untersuchung unter 18 Jahren liegt und die sich anhand der
beiden Analysen ergebenden Altersspannen nicht überlappen, ohne dass
es dafür eine plausible medizinische Erklärung gibt. Wenn das Mindestalter
bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und der zahnärztli-
chen Untersuchung unter 18 Jahren liegt, lässt sich – ähnlich wie bei der
Handknochenaltersanalyse – anhand der medizinischen Altersabklärung
keine Aussage zur Minder- respektive Volljährigkeit einer Person machen
(selbst wenn das Maximalalter bei beiden oder einer Methode darüber
liegt). Die radiographische Untersuchung des Handknochens kann zum
Nachweis des Alters im Übrigen nur dann herangezogen werden, wenn die
Abweichung zwischen dem festgestellten Knochenalter und dem behaup-
teten Alter drei Jahre übersteigt.
Insgesamt kommt es umso weniger auf die Gesamtwürdigung der Beweise
an, je stärker die medizinischen Abklärungen ein Indiz für das Vorliegen
der Volljährigkeit darstellen respektive bleibt bei eindeutigen Ergebnissen
der Altersabklärung nur wenig Raum für die Beweiswürdigung (vgl. BVGE
2018 VI/3 E. 4.2.2 f. m.w.H.; ebenso BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.).
6.1.2 Vorliegend folgert das Altersgutachten in Bezug auf den Handkno-
chen der Beschwerdeführerin, dass der radiologische Befund gemäss den
Untersuchungen von THIEMANN, NITZ UND SCHMELING einem mittleren ske-
lettalen Alter von 18 Jahren (18.1 +/- 0.6) entspreche. Gemäss GREULICH
UND PYLE sei dieser Befund einem mittleren skelettalen Alter von 18 Jahren
zuzuordnen, das heisst die knöcherne Handentwicklung sei abgeschlos-
sen. Nach aktuellen Ergebnissen von TISÈ entspreche dies einem Mindest-
alter von 16.2 Jahren. In Bezug auf die Schlüsselbein- respektive Skelettal-
tersanalyse wurde gefolgert, dass die Wachstumsfugen der inneren
Schlüsselbeinanteile der Beschwerdeführerin anhand der durchgeführten
computertomographischen Untersuchung gemäss WITTSCHIEBER einem
durchschnittlichen Lebensalter von 22 Jahren (22.0 +/- 2.2) sowie einem
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Mindestalter von 19.4 Jahren entspreche. Aufgrund der zahnärztlichen Un-
tersuchung sei ein vollständiger Abschluss des Wurzelwachstums festzu-
stellen, welcher nach DEMIRJIAN auf ein Durchschnittsalter von 16 Jahren
schliessen lasse. Aufgrund fehlender Weisheitszahnanlagen in allen vier
Quadranten hätten die Weisheitszähne nicht zur Beurteilung herangezo-
gen werden können. Aus rechtsmedizinischer Sicht seien im Übrigen keine
Hinweise auf eine relevante Entwicklungsstörung ersichtlich. Aufgrund der
Ergebnisse der forensischen Altersschätzung habe die Beschwerdeführe-
rin das 19. Lebensjahr sicher vollendet. Das von ihr angegebene Geburts-
datum (chronologisches Lebensalter von 16 Jahren und 7 Monaten) könne
nicht zutreffen.
6.1.3 An den Ausführungen des Gutachtens fällt zunächst auf, dass sich
das Ergebnis zur zahnärztlichen Untersuchung lediglich zum Durch-
schnittsalter äussert und weder eine Altersspanne noch ein Mindestalter
oder das statistisch wahrscheinlichste Alter angibt. Weshalb diese Anga-
ben fehlen, wird im Gutachten nicht erklärt. Auch der Schlüsselbein- res-
pektive Skelettaltersanalyse ist nicht zu entnehmen, welches aufgrund der
Untersuchung das statistisch gesehen wahrscheinlichste Alter ist. Ob sich
die Alterspannen aufgrund der Einzelergebnisse überlappen und wie sich
die divergierenden Ergebnisse der Zahnarzt- und der Schlüsselbein- res-
pektive Skelettaltersanalyse begründen lassen, ergibt sich aus dem Alters-
gutachten ebenfalls nicht.
Unabhängig von den erwähnten Unvollständigkeiten lassen sich die fol-
genden Schlüsse ziehen: Aufgrund des Ergebnisses der zahnärztlichen
Untersuchung, welche auf ein durchschnittliches Alter von 16 Jahren hin-
weist, erscheint das von der Beschwerdeführerin angegebene Alter im Be-
reich des Möglichen zu liegen. Die Schlüsselbein- respektive Skelettalters-
analyse kommt hingegen zu einem Mindestalter von 19.4 und einem
Durchschnittsalter von 22 Jahren (+/- 2.2), was für das im ZEMIS eingetra-
gene Geburtsdatum spricht. Da vorliegend lediglich ein Ergebnis auf ein
Mindestalter von über 18 Jahren hinweist und aufgrund der fehlenden Al-
tersspannen nicht überprüft werden kann, ob sich die Befunde der zahn-
ärztlichen Untersuchung und der Schlüsselbein- respektive Skelettalters-
analyse überlappen, kann das Ergebnis des Gutachtens mangels weiter-
führenden medizinischen Erklärungen gemäss den zuvor dargelegten Be-
weisregeln des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. E. 6.1.1) nicht als starkes
Indiz gewertet werden, das für ein Alter der Beschwerdeführerin von über
19 Jahren und damit für das aktuell im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum
spricht. Vielmehr handelt es sich um ein lediglich schwaches Indiz für die
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Seite 12
Volljährigkeit der Beschwerdeführerin. Aus dem Ergebnis der Handkno-
chenanalyse lassen sich sodann keine darüber hinausgehenden Erkennt-
nisse gewinnen.
6.2 Anhand der Würdigung des Aussageverhaltens erscheint das von der
Beschwerdeführerin angegebene Geburtsdatum zutreffend. Vergleicht
man ihre Aussagen in der Erstbefragung und der Anhörung zur Schule, zu
ihrem Aufenthalt im Herkunftsland und dem Iran sowie zum Ausreiseweg,
so sind diese mit einem Alter von 16.5 Jahren bei Ankunft in der Schweiz
ohne Weiteres vereinbar. So gab sie an, mit sieben Jahren im Iran einge-
schult worden zu sein und die Schule bis zur 8. Klasse besucht zu haben.
Diese habe sie rund ein halbes bis ein Jahr vor ihrer Ausreise aus dem Iran
abgeschlossen. In Griechenland sei sie rund ein Jahr gewesen, bevor sie
in die Schweiz gelangt sei. In einem anderen Kontext führte sie aus, Afgha-
nistan etwa als sie viereinhalb- oder fünfjährig gewesen sei, verlassen und
im Iran rund zehn Jahre gelebt zu haben. Zumal des aktenkundig schlech-
ten psychischen Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, sprechen
die von Beginn weg konsistenten und widerspruchsfreien Ausführungen zu
ihrem Alter für die Richtigkeit ihrer Angaben. Dass sie dabei nur ihr unge-
fähres Alter, nicht aber ihr genaues Geburtsdatum angeben konnte, ist an-
gesichts des kulturellen Hintergrunds nicht aussergewöhnlich und es
spricht eher für als gegen sie, dass sie bei ihrer Ankunft auf dem Persona-
lienblatt lediglich den Monat und das Jahr, nicht aber den Tag angegeben
hat.
Die Altersangaben stimmen im Übrigen mit den Informationen aus der
Tazkira überein. Obwohl dem lediglich in Kopie eingereichten Dokument
kein hoher Beweiswert zuzusprechen ist, ist immerhin festzustellen, dass
das Beweismittel vor der Ausreise der Beschwerdeführerin aus Afghanis-
tan erstellt worden ist beziehungsweise fällt es vom Datum her, ungefähr
mit der Ausreise nach Iran zusammen, was ein naheliegender Ausstel-
lungszeitpunkt wäre. In das stimmige Gesamtbild fügt sich schliesslich ein,
dass die zu Beginn des Asylverfahrens die Beschwerdeführerin behandeln-
den Ärzte ihr ein jugendliches Alter attestieren und sie auch nach Bekannt-
werden des Altersgutachtens für eine Behandlung an die Kinder- und Ju-
gendpsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Zürich überwiesen.
Weshalb als Geburtsdatum in Griechenland der 5. April 2001 registriert
wurde, lässt sich nicht abschliessend klären. Die Sachverhaltsdarstellung
der Beschwerdeführerin, wonach die Behörden ihren Geburtstag sowie der
aller Familienangehörigen, nachdem sie aus dem Meer gerettet worden
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seien, falsch erfasst hätten, ist angesichts der anhaltenden anerkannten
systemischen Mängeln im griechischen Asylsystem zumindest nicht aus-
zuschliessen (vgl. Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, EGMR in
der Sache M.S.S. gegen Belgien und Griechenland, Beschwerde Nr.
30696/09 sowie BVGE 2011/35). Immerhin fällt auf, dass ihre Angaben
zum Alter ihrer Geschwister mit den Informationen aus der zu einem spä-
teren Zeitpunkt in Kopie eingereichten Tazkiras ihrer Familienangehörigen
übereinstimmen. Dass sie das Geburtsjahr im persischen Kalender nicht
anzugeben vermochte, sondern angab, in ihrem Kulturkreis werde anders
gezählt, spricht insgesamt nicht wesentlich gegen die ansonsten konsis-
tenten Ausführungen der Beschwerdeführerin.
6.3 Zusammengefasst vermag weder die Vorinstanz noch die Beschwer-
deführerin die Richtigkeit des jeweils behaupteten Geburtsdatums der
Letzteren rechtsgenüglich darzulegen. Wie aufgezeigt stellt das Resultat
des Altersgutachtens vorliegend nur ein schwaches Indiz für das vom SEM
eingetragene Geburtsdatum dar. Aufgrund der von Anfang an wider-
spruchsfreien Angaben der Beschwerdeführerin sowie der darüber hinaus
zu berücksichtigenden Indizien erscheint das von ihr angegebene Geburts-
datum zumindest als wahrscheinlicher als das von der Vorinstanz festge-
legte. Der ZEMIS-Eintrag ist daher auf den 1. Juni 2003 zu berichtigen,
jedoch mit einem Bestreitungsvermerk zu versehen.
7.
Die vorliegende Beschwerde ist demnach im Sinne der Erwägungen gut-
zuheissen und die Dispositivziffer 7 der angefochtenen Verfügung aufzu-
heben. Die Vorinstanz ist anzuweisen, das im ZEMIS eingetragene Ge-
burtsdatum der Beschwerdeführerin auf den 1. Juni 2003 zu ändern und
mit einem Bestreitungsvermerk zu versehen.
8.
8.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der
Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrens-
kosten trägt die Vorinstanz (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die Beschwerdeführerin
ist mit ihrem Begehren auf Berichtigung des Geburtsdatums im Ergebnis
durchgedrungen. Sie gilt demnach als obsiegend. Schon aus diesem
Grund sind ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen, weshalb sie das ihr
gewährte Recht auf unentgeltliche Rechtspflege nicht zu beanspruchen
braucht.
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8.2 Ganz oder teilweise obsiegende Parteien haben für ihnen erwachsene
notwendige und verhältnismässig hohe Kosten Anspruch auf eine Partei-
entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Entschädigung umfasst die not-
wendigen Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Par-
tei (vgl. Art. 8 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]). In seiner Kostennote vom 20. März 2020 weist der Rechtsver-
treter einen Betrag von insgesamt Fr. 1'740.– bei einem Stundenansatz
von Fr. 200.– aus. Die dort aufgeführten Spesenpauschalen von gesamt-
haft Fr. 40.– sind nicht zu entschädigen, zumal keine besonderen Verhält-
nisse vorliegen (Art. 11 Abs. 1 und 3 VGKE). Ansonsten erscheint der gel-
tend gemachte Vertretungsaufwand jedoch als angemessen und der Be-
schwerdeführerin ist von der Vorinstanz entsprechend ein Betrag von
Fr. 1700.– auszurichten.
9.
Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Daten-
schutzes sind gemäss Art. 35 Abs. 2 der Verordnung vom 14. Juni 1993
zum Bundesgesetz über den Datenschutz (VDSG, SR 235.11) dem Eidge-
nössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) bekannt
zu geben.
(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)
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