Decision ID: 63e9d15f-e7fb-4bbc-accb-97ce73a79cd9
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1966, war von Februar 2000 bis November 2007 bei der
Y._
GmbH und von August 2008 bis Januar 2009 bei der
Z._
GmbH als Autolackierer tätig (
Urk.
10/11/9-14,
Urk.
10/6,
Urk.
10/10)
.
Unter Hinweis auf
B
eschwerden
im Bereich des Kopfes und Halses meldete sich
der Versicherte
am 1
8.
November 2010 bei der Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/1). Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
, zog die Akten des Unfallversicherers des Beschwerdeführers bei (
Urk.
10/12)
und holte beim
A._
ein
polydis
ziplinäres
Gutachten ein, das am 2
2.
August 2011 erstattet wurde (
Urk.
10/20).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
10/
48-57
) sprach die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Verfügung vom
9.
Januar 2014
bei einem
Invalidi
tätsgrad
von
40
%
eine
Viertelsr
ente
ab
dem
1.
Mai 2011
zu (
Urk.
10/58
=
Urk.
2).
2.
Der
Versicherte erhob am
1
0.
Februar 2014 mit Ergänzung vom 2
7.
Februar 2014
Beschwerde (
Urk.
1
,
Urk.
7
)
gegen die Verfügung vom
9.
Januar 2014
(
Urk.
2) und bea
ntragte, diese sei aufzuheben
und es sei
ihm
eine ganze Invali
denrente
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 1
Ziff.
2
), eventuell sei
das Verfahren an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese eine interdisziplinäre Begut
achtung veranlasse beziehungsweise damit diese, nach erfolgter Abklärung
,
neu verfüge
(S. 2
Ziff.
3
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
4.
April 2014
(
Urk.
9
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
1
6.
Juli 2014
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Ver
bindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon
aus, dass
d
er Beschwerdeführer
seit
dem
1.
Januar
200
9
in
seiner Arbeitsfähigkeit
e
rheblich eingeschränkt sei
(Verfügungsteil 2 S. 1)
.
Gestützt auf die Einkommen beim letzten Arbei
tgeber ermittelte
sie einen Invaliditätsgrad von 40
%
(Verfü
gungsteil 2 S. 1 f.).
2.2
D
er
Beschwerdeführer stellte sich dagegen auf den Standpunkt,
dass mit Blick auf die im Rahmen
der Eingliederung festgestellte 30%ige
Erwerbsfähigkeit bezüglich der Einschätzung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nicht auf das
A._
-Gut
achten abgestellt werden könne (
Urk.
7 S. 4 f.). Weiter sei das
Invalideneinkom
men
nicht im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeit zu berechnen, sondern es sei ihm vielmehr das konkret erzielte Einkommen von
Fr.
2‘000.
--
anzurechnen
(S.
5)
.
2.3
Streitig und zu prüfen ist, wie es s
ich mit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers
verhält,
sowie
mit
ein
em allfälligen
Anspruch auf
höhere
Leistu
ngen der Invali
denversicherung
.
3.
3.1
M
ed.
pract
.
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 1
1.
Februar 2011 (
Urk.
10/13/1-5) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
Status nach
Contusio
cerebri im Januar 2008 mit kognitiven Defiziten / leichter Wesensänderung nach Hockeyschlägerverletzung
mit Rissquetschwunde auf Nasenrücken gegen med. Augenwinkel links und
Contusio
bulbi
links
Status nach Polytrauma bei Autounfall 1989 mit
Rippenserienfraktur
,
Hämatothorax
, Beckenringf
raktur
, Leberriss, Pankreastrauma, Radiusf
raktur
rechts
Status nach Alkoholüberkonsum
Gedächtnis-, Konzentrations- und Antriebsstörung unklarer Ätiologie
Affektstörung
Stimmungsschwankungen, Affektlabilität nach psychosozialer Belas
tungssituation (Stellenverlust) 2008
bereits 2008 Einwärtsdrehung bei Positionsversuch
1991 von
Dr.
C._
verplumpte
Feinmotorik beschrieben
Sie führte aus, sie behandle den Beschwerdeführer seit September 2010 als
Haus
ärztin
(S. 1
Ziff.
1.2).
Die Prognose sei ungünstig. Eine psyc
hologische B
e
handlung wäre indiziert, bisher jedoch trotz Empfehlungen noch nicht umsetz
bar gewesen
(S. 3
Ziff.
1.4)
.
Die Arbeitsfähigkeit könne aufgrund de
r kurzen Behandlungsdauer und d
e
r
schwierig einschätzbare
n
Situation nicht bestimmt werden (S. 3
Ziff.
1.6).
Es bestünden Einschränkungen der Konzentrat
ion, der Flexibilität,
der Aufmerksamkeit
sowie leichte kognitive Defizite (S. 4
Ziff.
1.7).
3.2
Die Ärzte des
A._
erstatteten ihr
polydiszip
linäres
Gutachten am 2
2.
August 2011 (
Urk.
10/20) gestützt auf
die Akten sowie die Untersuchungen des Beschwerdeführers. Sie nannten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 46):
Neurasthenie (ICD-10 F48.0)
nicht näher bezeichnete organische Persönlichkeits- und Verhaltensstö
rungen mit leichter bis mittelschwerer Hirnleistungsstörung
nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten (ICD-10 F81.9)
Sie nannten folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
46):
soziale Phobie (ICD-10 F40.1)
Status nach Störung durch Alkohol, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.25) mit
residual affektiven Zustandsbild (ICD-10 F10.72) möglich
unspezifische
zephale
Dysästhesien
und
unsystematisierte
Schwindel
beschwerden
Status nach Polytrauma im Dezember 1989
Status nach Trauma des Gesichtsschädels mit Rissquetschwunde und
Monokelhämatom
links am
6.
Januar 2008
anamnestisch Migräne
Status nach mehreren Verletzungen des rechten Unterschenkels zirka 1980, 1994, 2001
Status nach Laparotomie wegen
Bridenileus
2002
Status nach Fräsunfall der Weichteile am linken Vorderarm 1985
Sie führten aus,
anlässlich der aktuell durchgeführten neurologischen Abklä
rung zeige sich somatisch-neurologisch ein unauffälliger Befund.
Ganz im Vor
dergrund stünden verhaltensneurologische Auffälligkeiten. Es hätten sich deut
liche Leistungseinbussen vor allem in den Bereichen der Konzentration und der Aufmerksamkeit sowie der verbalen Gedächtnisfunktionen gezeigt.
Überdies sei
das kognitive Tempo verlangsamt gewesen. Die Befunde seien vereinbar mit einer leichten bis mittelschweren Hirnfunktionsstörung, welche schwerpunkt
mässig frontale und links temporale
Funktionen
betreffe (S. 34). Zu vermerken sei, dass sich die neuropsychologischen Funktionsstörungen bereits im
Gesprächs
kontakt
mit dem Beschwerdeführer deutlich manifestierten, wobei auch der schriftliche Ausdruck auffällig sei. Diese Aspekte limitierten die Mög
lichkeiten des Beschwerdeführers bei einer Stellenbewerbung (S. 35 oben).
Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einem ver
ständnisvollen Arbeitsumfeld, bei klar strukturiertem Arbeitsplatzprofil, mit Zuweisung langjährig vertrauter, einfacher und repetitiver Arbeitsabläufe, nach wie vor arbeitsfähig sei, wobei aufgrund der Befunde und
Funktionseinschrän
kungen
eine Leistungsminderung von 40
%
einzuräumen sei (S. 36 oben).
Aus psychiatrischer Sicht sei auffallend, dass der Beschwerdeführer klinisch nicht depressiv wirke und nicht abwesend sei. Er wirke zeitweilig pseudodement beeinträchtigt, wisse dann die eine oder andere Begebenheit doch wieder exakt
(S. 40 unten)
.
Der Beschwerdeführer zeige ursächlich unklare organisch beding
te Entwicklungsdefizite mit Planungsschwierigkeiten, neurokognitiver Beein
trächtigung und schulischen Defiziten. Es falle ihm dementsprechend schwer, sich
Copingstrategien
im Umgang mit seinen Beschwerden anzueignen
(S. 43 Mitte)
.
Anzeichen einer sozialen Phobie lägen immer noch
subsyndromal
vor, hätten jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Auch mit der Neurasthe
nie könne nur geringfügig ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit begründet wer
den. Gesamthaft könne rein psychiatrisch keine schwerwiegende Arbeits
unfähigkeit ausgemacht werden
. Der Beschwerdeführer sei in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit mindestens 60
%
arbeitsfähig. Fünf Stunden täglich könnte der Beschwerdeführer ohne Verminderung
des Rendements einer solchen Arbeit nachgehen
(S. 45).
Gesamtmedizinisch sei dem Beschwerdeführer seine ursprüngliche Tätigkeit zu 60
%
zumutbar. Er benötige dazu ein verständnisvolles Arbeitsumfeld bei klar strukturiertem Arbeitsplatzprofil mit Zuweisung langjährig vertrauter, einfacher oder repetitiver Arbeitsabläufe. Diese Angaben würden seit der Kündigung Ende 2007 gelten (S. 50 f.).
3.3
Med
.
pract
.
B._
berichtete am
8.
Juni 2013 (
Urk.
10/37/1-5), nannte die bekannten Diagnosen und führte aus,
dass der Beschwerdeführer im Gespräch sehr zurückhaltend, nahezu ängstlich und leicht verlangsamt sei. Objektiv seien deutliche Verspannungen der Schulter-Nackenmuskulatur zu ertasten und es bestehe eine deutliche Haltungsinsuffizienz. Die Konzentrationsfähigkeit bezie
hungsweise Aufmerksamkeit sei im Gespräch leicht eingeschränkt. Ausserdem
bestehe im Gespräch eine Einengung auf die Schmerzen und die Erschöpfung (S. 2
Ziff.
1.4).
Wie bereits angesprochen, wäre eine intensive psychologische Begleitung sinnvoll.
Für den ersten Arbeitsmarkt scheine der Beschwerdeführer nicht mehr geeignet zu sein. Die regelmässige Verpflichtung gebe ihm ausrei
chend Tagesstruktur, um trotz seiner Einschränkungen einen stabilisierten Zustand zu erreichen. Eventuell sei zu versuchen, die prozentuale Arbeitsfähig
keit zu erhöhen (S. 2
Ziff.
1.5).
Die Arbeitsfähigkeit könne von ihr jedoch nicht ein
geschätzt werden (S. 2
Ziff.
1.6).
Es sei vorstellbar, dass durch eine psycholo
gi
sche Begleitung der Umgang mit den Schmerzen und die verminderte Motiva
tion positiv beeinflusst werden könnten. Auch wäre eine begleitende aktivie
rende Physiotherapie wünschenswert (S. 3
Ziff.
1.8).
3.4
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Regiona
ler Ärztlicher Dienst (RAD)
,
der Beschwerdegegnerin, nahm am 2
3.
Juli 2013 Stellung (
Urk.
10/43/8)
und führte aus, dass bei gewöhnlichem Verlauf nicht mit einer Besserung des genannten rein medizinischen Gesundheitszustandes zu rechnen sei. Allfällige
Neubeurteilungen wie in einer beruflichen
Abklärungs
stelle
seien dabei durchaus möglich.
4.
4.1
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin insbesondere auf das
A._
-Gutachten vom 22. August 2011 (Urk. 10/20) ab, wonach dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit fünf Stunden pro Tag (60 %) zumutbar sei (vgl. vorstehend E. 3.2).
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
A._
-Gutachten (vgl. vorstehend E. 3.
2
) die vo
m
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt, in Kenntnis der und in Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizinischen Situa
tion Rech
nung trägt. So zeigten die
A._
-Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf, dass
sich die beim Beschwerdeführer festgestellten neuropsychologischen Funktionsstörungen bereits im Gesprächskontakt deutlich manifestieren würden und auch der schriftliche Ausdruck auffällig sei, weshalb diese Aspekte die Möglichkeiten bei der Stellenbewerbung limitieren würden (
Urk.
10/20 S. 47 Mitte).
Sie
machten sodann darauf aufmerksam, dass die Ätiologie der
Hirn
funktionsstörung
aufgrund der Anamnese und der Aktenlage nicht eindeutig geklärt werden könne, wobei ein beim Unfall vom
6.
Januar 2008 erlittenes Schädel-Hirn-Trauma im Sinne einer traumatischen Hirnverletzung jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit postuliert werden könne
. Die
A._
-Gutachter legten plausibel dar, dass anamnestisch Hinweise für eine bereits im
Kindesalter vorhandene kognitive Beeinträchtigung bestünden
und auch eine mögliche spätere Schädigung infolge des übermässigen Alkoholkonsums zur Diskussion stehe (S. 47 f.
).
Weiter setzten sich die
A._
-Gutachter
differen
ziert mit
dem psychischen Befundstatus des Beschwerdeführers auseinander und
nahmen ausdrücklich Stellung zu
den qua
li
ta
tiven und quantitativen Beein
trächtigungen aufgrund der festgestellten Stö
run
gen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S.
48
f
f.).
Die
Beurteilung durch die
A._
-Gutachter
leuchte
t
in der Darlegung der medi
zi
nischen Zusammen
hän
ge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerun
gen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigten die
A._
-Gut
ach
ter in nachvollziehbarer Weise auf, dass
die unspezifischen Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Kraftlosig
keit, der sturme Kopf, Erbrechen nach Anstrengung sowie die rasche Ermüdbar
keit nur teilweise überwindbar seien und Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (S. 50). Weiter
hielten
die
A._
-Gutachter
fest
, da
ss dem
Be
schwer
deführer
die ursprüngliche Arbeitstätigkeit
in einem Umfang von
fünf
Stunden pro Tag
(60
%
) zugemutet werden könne, wobei er ein verständnisvolles Arbeitsumfeld bei klar strukturiertem Arbeitsplatzprofil und mit Zuweisung langjährig ver
trauter, einfacher oder repetitiver Arbeitsabläufe benötige (S. 50 f.).
Die Beurteilung
durch die
A._
-Gutachter ist nach dem Gesagten für die Beant
wortung der gestellten Frage
n
umfassend.
Das Gutachten erfüllt damit die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfäng
lich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt werden kann.
4.
3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen, insbe
sondere auch in Bezug auf die Diskrepanz zu der im Rahmen der beruflichen Eingliederung festgestellten Erwerbsfähigkeit von 30
%
zu treffen, ist festzuhal
ten, dass sowohl der psy
chi
sche als auch der physische Gesundheitszustand sowie die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführer in den Beurteilungen des
A._
-Gutachtens gebührend be
rücksichtigt wurden. Der Beschwerdeführer ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig
sein soll
.
Nach
dem
der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische Einschät
zungen aus ver
schiedenen Fachrich
tungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten al
s ausrei
chend. Ausserdem la
ss
en
auch d
ie
Bericht
e
der Hausärztin des Beschwerdeführers
med.
pract
.
B._
(vgl. vor
stehend E.
3.1 und E.
3.
3
) nicht darauf schliessen, dass eine neue
interdiszipli
näre
Begutachtung zu einem anderen Re
sul
tat führen würde.
Vielmehr bringt d
ie Hausärztin
wiederholt
zum Ausdruck,
dass die Arbeitsfähigkeit von ihr
zwar
nicht eingeschätzt werden könne,
jedoch eventuell zu versuchen sei, die pro
zentuale Arbeitsfähigkeit zu erhöhen und
eine psychologische Begleitung
den Umgang mit den Schmerzen und die verminderte Motivation positiv beeinflus
sen könnte
.
De
n
Bericht
en
ist
somit
nichts Anderes beziehungsweise Neues zu entnehmen, das geeignet wäre, das
A._
-Gutachten in Zweifel zu ziehen.
4.4
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Ab
klä
run
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte er nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die
A._
-Gutachter umzustossen ver
möchten. Auf weitere Abklärungen kann deshalb verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
4.5
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist zusammenfassend festzuhal
ten, dass auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführ
lich begründete Einschätzung der
A._
-Gutachter abzustellen und somit von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem
Zumut
barkeitsprofil
auszugehen ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich auswirkt.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche
Wo
chenarbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E.
3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5.2
Aufgrund der Angaben der
Y._
GmbH steht fest, dass die Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Beschwerdeführer aus wirt
schaftlichen Gründen erfolgte (vgl.
Urk.
10/11/9
Ziff.
2.2,
Urk.
10/11/8). D
em
nach
würde der Beschwerdeführer auch ohne Gesundheitsschaden
mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit
nicht mehr bei der
Y._
GmbH arbeiten, weshalb bei der Bestimmung des
Valideneinkommens
nicht vom Lohn bei besagter Firma ausgegangen werden kann
(vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_5/2009 vom 1
6.
Juli 2009 E. 2.3)
. F
ür die Ermittlung des
Vali
deneinkommens
sind vielmehr
Tabellen
löhne
bei
zu
ziehen
,
wobei
vom mittleren Lohn für Männer, die Hilfsarbeiten aus
führ
en (
Zentral
wert
), auszugehen
ist
.
Auch das Invalideneinkommen wurde von der IV-Stelle zu Unrech
t gestützt auf das im Rahmen des
letzten A
rbeitsverhältnisses
vor Eintritt des
Gesundheits
schadens
erzielte Einkommen festgesetzt, obwohl der Beschwerdeführer schon längst nicht mehr
im betreffenden Betrieb
arbeitet.
Entgegen der Auf
f
ass
ung des Beschwerdeführers kann b
etref
fend das
Invaliden
einkommen
aber
auch
nicht
einfach
auf das beim aktuellen Arbeitgeber
erzielte Ein
kommen
von
Fr.
2‘000.-- pro Monat (vgl.
Urk.
10/41/7
8)
abgestellt werden.
Einerseits kann
nach so kurzer Zeit
nicht
von einem besonders stabilen Arbe
its
verhältnis
gesprochen werden, andererseits ist mit Blick auf das
A._
-Gut
achten nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit einem 60%igen Pensum und 30%iger Leistungsfähigkeit die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft. Das Invalideneinkommen ist demnach ebenfalls anhand der Tabellenlöhne
der
LSE
– und wiederum unter Einstufung des Beschwerde
führers als Hilfsarbeiter –
zu bestimmen.
Da
sowohl das
Valideneinkommen
wie
auch das Invalideneinkommen in ange
passter Tätigkeit anhand der
Tabellen
löhne
der
LSE
unter Einstufung des Beschw
erde
führers als Hilfsarbeiter
zu ermitteln
sind
, kann rechnerisch ein
Pro
zent
vergleich
vorge
nom
men werden. Eine möglichst genaue Bezifferung und
Gegen
überstellung der beiden hypothetischen Erwerbseinkommen, um aus der Einkommensdifferenz den Invaliditätsgrad bestimmen zu können, erübrigt sich somit. Der
Invalidi
täts
grad
entsprä
ch
e
– ohne Berücksichtigung eines allfälligen leidensbedingten Ab
zugs – mithin der
attestierten Arbeitsunfähig
keit von
40
%.
5.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punk
te dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
wer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rah
men des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Der Beschwerdeführer ist aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen lediglich noch in
leichten
und wechselbelastenden Tätigkeiten
in verständnis
voller Arbeitsumgebung
einsatzfähig. Weiter ist der Beschwerdeführer,
da ihm
die Ausübung von behinderungsangepassten Tätigkeiten
lediglich noch
im Umfang eines Beschäftigungsgrades von 60
%
zuzumuten ist, auf Teilzeitarbeit angewiesen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass teilzeitbeschäftigte Männer im Vergleich zu Vollzeitangestellten
erfahrungsgemäss
überproportional tiefer
ent
löhnt
werden (BGE 126 V 472 E. 4.2.3). Dabei handelt es sich um einen
ein
kom
mensmindernden
Umstand, welcher zu berücksichtigen ist.
In Würdigung sämtlicher Um
stände erscheint
vorliegend
ein Abzug von 1
0
%
im Lichte der Rechtsprechung als angemessen.
Selbst
bei Gewährung
dieses
Tabellenlohn
abzuges von 10 %
resultiert
jedoch
lediglich ein Invaliditätsgrad
von 46 %
(0.6 x 0.9)
,
womit weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
besteht.
Die
Be
schwerde
geg
nerin
hat demnach ei
nen
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
höhere
Rente der Invaliden
ver
si
cherung
im Ergebnis
zu Recht vernein
t
, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- anzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.