Decision ID: 5f42c475-6cb1-5fe6-934d-1845fe4377ea
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Mit
Nachtragsverfügungen vom 2
8.
April 2017
,
6.
Juni 2017 und
5.
Oktober 2018
setzte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, die persönlichen
Beiträge von
X._
(geboren 1948
)
aus selbständiger Erwerbstätig
keit für die
Beitragsjahr
e
2013
bis 2015
aufgrund der in diesen
Jahr
en
erzielten Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von
Fr.
228'091.--
(2013),
Fr.
181'858.-- (2014) und
Fr.
202'88
5.-- (2015) und eines im Betrieb investierten Eigenkapitals von jeweils
Fr.
0.-- auf
Fr.
24'107.40
(2013),
Fr.
17'028.-- (2014) und
Fr.
21'867.95 (2015) fest (
Urk.
9/149,
Urk.
9/162,
Urk.
9/206, vgl. auch
Urk.
3/3).
Mit
(
weiteren
)
Nachtragsverfügungen vom
2
8.
April 2017,
6.
Juni 2017 und
1
4.
März 2019
setzte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, die
persönlichen Beiträge von
Y._
(geboren 1950
) aus selbständiger Erwerbstätigkeit für die Beitragsjahre 2013
bis 2015 aufgrund der in
diesen
Jahr
en
erzielten Einkommen aus selbständiger
Erwerbstätigkeit von
Fr.
216'512.-
- (2013),
Fr.
149'361.--
(2014) und
Fr.
209'780.--
(2015) und eines im Betrieb investierten Eigenkapitals von je
weils
Fr.
0.-- auf
Fr.
24'202.2
0 (2013),
Fr.
16'173.-- (2014) und
Fr.
22'633.--
(2015) fest
(
Urk.
10/159,
Urk.
10/162,
Urk.
10/225
, vgl. auch
Urk.
3/3
).
Bei Erlass der Nachtragsverfügungen stützte sich die Ausgleichskasse auf die Steuermeldungen des Kantonalen Steueramts vom
2
4.
April 2017, 2
4.
Mai 2017
,
4.
Oktober 2018
und 1
2.
Dezember 2018
(
Urk.
9/146,
Urk.
9/160,
Urk.
9/204,
Urk.
10/202
). Die ge
gen die einzelnen Verfügungen von den Beitragspflichtigen erhobenen Einsprachen (
Urk.
9/151,
Urk.
9/
170
,
Urk.
9/208,
Urk.
10/229
) wies die Ausgleichskasse mit Entscheid vom
2.
November 2020 ab (
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entscheid erhoben
X._
(Beschwerdeführer 1)
und
Y._
(Beschwerdeführerin 2)
mit
Eingabe vom 3
0.
November 2020 Beschwerde
und beantragte
n
, d
ie Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für die Jahre 2013 bis 2015 sei
en
nur auf den Ergebnissen der Einzelfirma
Z._
(Beschwerdeführer 1
),
A._
(Beschwerdeführerin 2
) und
bis und mit 2014 der G
esellschaft
B._
festzulegen
. Gegebenenfalls seien nur die
Liegenschaftenerfolge
(Mieteinnahmen abzüglich
Liegenschaften
kosten
und Hypothekarzinsen) der erworbenen, aber nicht der geerbten Liegenschaften der selbständigen Erwerbstätigkeit zuzuweisen
(
Urk.
1). D
ie Beschwerdegegnerin schloss
mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Januar 2021
auf
die
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
Mit Replik vom
9.
März 2021, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt
lic
.
iur
.
Jürg
Bügler
, stellten die Beschwerdeführer
den Antrag, dass d
as beitragspflichtige
Einkommen
f
ür das Beitragsjahr
2013 auf
Fr.
19'481.-- (Beschwerdeführer 1
) bzw.
Fr.
16'2
2
3.--
(Beschwerdeführerin 2
)
, f
ür das Beitragsjahr
2014 auf
Fr.
35'146.-- (Beschwerdeführer 1) bzw.
Fr.
19'358.-- (Beschwerdeführerin 2
)
und f
ür das Beitragsjahr 2015 auf je
Fr.
0.--
festzusetzen sei (
Urk.
1
8.
S. 2). Die Beschwerdegegnerin hielt in der Duplik vom 1
2.
April 2021
unter Beilage einer Stellungnahme des kantonalen Steueramtes vom 2
9.
März 2021 (
Urk.
22)
an
ihrem gestellten Antrag fest (
Urk.
21), was den Beschwerdeführern zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
23).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 22
der
Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(AHVV)
werden die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Er
werbseinkommens und des am 31. Dezember im Betrieb investierten Eigenka
pi
tals.
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 17 AHVV gelten als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
Hinterlas
senenversicherung
(AHVG)
alle in selbständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bun
desgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteili
gungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG.
1.2.2
Nicht unter den Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
9
Abs.
1 AHVG und
Art.
17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des eigenen Ver
mö
gens; der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. An
derseits stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht buchführungspflichtigen (Einzel
-
)Betrieben, Einkommen aus selbstän
diger Erwerbstätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (BGE 134 V 250 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.2.3
Ausgangspunkt für die auf Grund der Gesamtheit der Umstände vorzunehmende Beurteilung der Frage, ob Einkünfte aus einer selbständigen Erwerbstätigkeit
im Sinne von Art. 4 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 17 AHVV herrühren, bildet die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur beitrags
rechtlichen Abgrenzung von blosser (privater) Vermögensverwaltung (oder Gewinnerzielung in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit [BGE 134 V 250 E. 3.1 S. 253]) und betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung von Liegen
schaften.
Indizien für eine beitragspflichtige Erwerbstätigkeit stellen etwa die (systema
tische oder planmässige) Art und Weise des Vorgehens (aktives, wert
ver
mehr
endes Tätigwerden durch Parzellierung, Überbauung, Werbung etc., Erwerb in der offenkundigen Absicht, die Liegenschaft möglichst rasch mit Gewinn wei
terzu
verkaufen, Ausnützung der Marktentwicklung), die Häufigkeit der Lie
gen
schafts
geschäfte, deren Finanzierung durch den Einsatz bedeutender fremder Mit
tel oder der Veräusserungserlöse, der enge Zusammenhang mit der (haupt-)be
ruflichen Tätigkeit des Pflichtigen, spezielle Fachkenntnisse und eine kurze
Be
sitzesdauer
dar.
Nicht erforderlich für die Annahme einer beitragspflich
tigen (selbständigen) Erwerbstätigkeit ist dagegen die nach aussen sichtbare Teil
nahme am Wirt
schafts
verkehr. Jedes der genannten Indizien kann zusammen mit ande
ren, im Einzelfall aber unter Umständen auch bereits allein zur Annahme einer Erwerbstätigkeit ausreichen (SVR 2003 AHV Nr. 15 E. 4 mit Hinweis auf BGE 125 II 118 E. 3.c). Keine se
lbständige Erwerbstätigkeit beziehungsweise
kein gewerbs
mässiger Im
mobilienhandel liegt demgegenüber vor, wenn lediglich das eigene Vermögen verwaltet wird, insbesondere etwa durch die Vermietung eigener Liegenschaften. Daran ändert nichts, wenn das Vermögen umfangreich ist, pro
fessionell verwaltet wird und kaufmännische Bücher geführt werden. Überdies liegt normalerweise private Vermögensverwaltung vor, wenn der Eigentümer seine Liegenschaft(en) mit Wohn- oder Geschäftsbauten überbaut, um aus deren Vermietung einen Er
trag zu erzielen. Dies gilt – ohne Hinzutreten
weiterer Umstände – selbst dann, wenn zur Werterhöhung und Erleichterung des Weiter
ver
kaufs Stockwerk
eigen
tumseinheiten begründet werden. Allerdings setzt dies vo
raus, dass das Geschäft nicht ausschliesslich mit fremden Mitteln finanziert wor
den ist (Urteil des Bun
des
gericht
s 9C_591/2016 vom 21. März 2017
E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).
1.2.4
Für die Abgrenzung zwischen selbständiger Erwerbstätigkeit und Vermögensver
waltung ist grundsätzlich von der steuerrechtlichen Praxis zur Unterscheidung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen auszugehen. Das Bundesgericht hat dazu festgehalten, die Vermietung eigener Liegenschaften gehöre ausgesprochen zur üblichen Verwaltung privaten (Anlage-)Vermögens und bei der Annahme, sie sei Gegenstand eines geschäftlichen Betriebs – mithin einer (selbständigen) Erwerbs
tätigkeit –, sei grösste Zurückhaltung geboten. Insbesondere seien in dieser Konstellation, also bei der Vermietung von Gebäuden und Räumlichkeiten ohne Tätigung von Käufen und Verkäufen, die zum Liegenschaftshandel ent
wickelten Kriterien nicht massgebend. Der Eigentümer, der seine Liegen
schaft(en) mit Wohn- oder Geschäftsbauten überbaut, um aus deren Vermietung einen Ertrag zu erzielen, verwaltet demnach normalerweise privates Vermögen, und das Ver
mieten von Wohnblöcken gilt als Vermögensverwaltung, auch wenn der Vermie
ter die Wohnungen
instandhalten
und nötigenfalls neue Mieter suchen muss. Diese Rechtsprechung ist mit Bezug auf die beitragsrechtliche Beurteilung zu übernehmen (Urteil des Bundesgerichts 9C
_591/2016 vom 21. März 2017
E.
3.3 mit weiteren Hinweisen).
Dagegen erhält die Vermietertätigkeit dann betrieblichen Charakter, wenn sie die blosse Gebäudeverwaltung übersteigt (BGE 110
V 83 E. 5a; ZAK 1987 S. 519 E.
3a). Für die beitragsrechtliche Abgrenzung von blosser (privater) Vermögens
verwaltung und betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung ist das in einer Liegen
schaft investierte Fremdkapital grundsätzlich nur massgebend, wenn der Versi
ch
erte eine Tätigkeit ausübt, die auch Kapitalinvestitionen verlangt, wie der Kauf und Verkauf von Grundstücken. Dagegen kommt diesem Kriterium keine ent
scheidende Bedeutung zu, wenn die Tätigkeit sich darauf beschränkt, aus einer eigenen Liegenschaft Mietzinseinnahmen zu erzielen. In einem solchen Fall ist die Herkunft der Mittel für den Erwerb des Vermögensobjektes – Darlehen oder eigene Gelder – von untergeordneter Bedeutung,
wenn auch der Umstand, dass jemand ohne anlagebedürftiges eigenes Vermögen beziehungsweise unter Inanspruch
nahme fremder Gelder Häuser besitzt und bedeutendes Einkommen aus Vermietungen erzielt, gelegentlich doch ein Indiz gegen blosse Vermögens
ver
waltung sein kann (BGE 111 V 81 E. 2b; ZAK 1987 S. 202 E. 4b). Dies ist
namentlich dann der Fall, wenn diese Einkommensquelle in einem wirt
schaftlichen Zusammenhang mit einer haupt- oder nebenberuflich ausgeübten erwerblichen Tätigkeit, wie beispielsweise Liegenschaftshandel, steht und dem Besitz von Lie
genschaften sowie deren Vermietung nicht eindeutig eine davon unabhängige Funktion zukommt. Unter solchen Umständen erscheint die Vermietertätigkeit als wirtschaftliche Folge der haupt- oder nebenberuflich gewerbsmässig ausgeübten Tätigkeit in der Bau- oder Immobilienbranche und nicht als blosse Kapitalanlage in Immobilien
(
Pra
. 1997 Nr. 80 S. 409 f. E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_803/2011 vom 2
3.
August 2012 E. 3.4).
1.2.5
Nach der Rechtsprechung gehören beim gewerbsmässigen
Liegenschaftenhandel
nicht nur die erzielten Grundstückgewinne, sondern notwendigerweise auch der während der
Besitzesdauer
anfallende Mietertrag zum Einkommen aus gewerbs
mässiger Tätigkeit. Denn es kann nicht allein die Kaufs- und Verkaufstätigkeit als gewerbsmässig, der Ertrag aus dem
Liegenschaftenbesitz
aber als Ergebnis blosser Vermögensverwaltung betrachtet werden (
Pra
. 1997 Nr. 80 S. 411 E. 5b). Dabei ist zu beachten, dass der Grundsatz der parallelen
Verabgabung
von Ver
mögensgewinn und Vermögensertrag bei Annahme von Geschäftsvermögen (BGE 125 V 383) zwingend ist und dem Grundsatz vorgeht, dass der Beitrags
pflichtige sich entgegenhalten lassen muss, was er steuerrechtlich vorgekehrt hat (vgl.
Pra
. 1997 Nr. 80 S. 409 E. 5b; ZAK 1989 S. 148 f. E. 2c und S. 304 f. E. 3c; Urteile des Bundesgerichts H 210/06 vom 22. Juni 2007 E. 6.3 und H 36/03 vom 7. Juni 2004 E. 6.5; Urteil des Bundesgerichts 9C_803/2011 vom 23. August 2012 E. 3.4).
1.3
1.3
.1.
Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Bemessung der Beiträge
Selbständigerwerbender
massgebende Erwerbsein
kommen aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechts
kräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der interkantonalen Repartitionswerte zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbehörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
Nach der Rechtsprechung begründet jede rechtskräftige Steuerveranlagung die nur mit Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit entspreche. Da die Ausgleichskassen an die Angaben der Steuerbehörden gebunden sind und das Sozialversicherungsgericht grundsätzlich nur die Kassenverfügung auf ihre Gesetzmässigkeit zu überprüfen hat, darf das Gericht von rechtskräftigen Steuertaxationen bloss dann abweichen, wenn diese klar ausgewiesene Irrtümer
enthalten, die ohne weiteres richtig gestellt werden können, oder wenn sachliche Umstände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich belanglos, sozialver
sicherungsrechtlich aber bedeutsam sind. Blosse Zweifel an der Richtigkeit einer Steuertaxation genügen
hiezu
nicht; denn die ordentliche Einkommensermittlung obliegt den Steuerbehörden, in deren Aufgabenkreis das Sozialversicherungs
gericht nicht mit eigenen Veranlagungsmassnahmen einzugreifen hat. Die
selbständigerwerbenden
Versicherten haben demnach ihre Rechte, auch im Hinblick auf die AHV-rechtliche Beitragspflicht, in erster Linie im Steuerjustiz
verfahren zu wahren (BGE 139 V 537 E. 5.5 mit Hinweis, 110 V 369 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts
9C_543/2019 vom 20.
Januar 2020 E. 3.2.1 mit Hinweisen
).
1.3.2
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichs
kassen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungs
gerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt. Diese Bindung betrifft mithin nicht die beitragsrechtliche Qualifikation des Einkommens beziehungsweise Einkommensbezügers und beschlägt daher die Frage nicht, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbständiger oder aus unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob der Einkom
mensbezüger beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE
147 V 114 E. 3.4.2, 1
45 V 326 E. 4.2, 121 V 80 E. 2c, Urteil des Bundesgerichts 9C_107/2013 vom 3
0.
Januar 2014 E. 1.4 mit Hinweis
). Indes ist die Parallelität zwischen sozialversicherungs- und steuerrechtlicher Qualifikation nicht leichthin preiszugeben (BGE 145 V 326 E. 4.2, 141 V 634 E. 2.5, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer 1 und die Beschwerdeführerin 2 mit den von ihnen aus ihren Einzelfirmen, der
Z._
(Beschwerdeführer 1) und der
A._
(Beschwerdeführer
in
2), sowie aus der einfachen Ges
ellschaft, der B._
, erzielten Einkünften beitrags
pflichtig sind (vgl.
Urk.
1 S. 2,
Urk.
18 S. 18 f.). Im Jahr 2013 resultierten daraus Einkommen von
Fr.
27'772.-- (Beschwerdeführer 1) respektive
Fr.
16'238.-- (Beschwerdeführerin 2; vgl. dazu Steuererklärung 2013 [=
Urk.
9/157], Einschätzungsentscheid Staats- und Gemeindesteuern vom
3.
Januar 2017
[=
Urk.
9/155], Jahresrechnungen 2013 der
Z._
, der
B._
sowie der
A._
[
Urk.
9/158], vgl. ferner
Urk.
3/4), im Jahr 2014 Einkommen von
Fr.
52'254.-- (Beschwerdeführer 1) respektive
Fr.
19'786.-- (Beschwerdeführer
in
2; vgl. dazu Steuererklärung 2014 [
Urk.
9/174]
,
Ein
schätzungsentscheid Staats- und Gemeindesteuern 2014 vom 2
0.
Februar 2017 [
Urk.
9/173], Jahresrechnungen 2014
der
Z._
, der
B._
sowie der
A._
[
Urk.
9/175
]
, vgl. ferner
Urk.
3/5
)
und im Jahr 2015 Einkommen von
Fr.
2'295.-- (Beschwerdeführer 1) respektive
Fr.
9'794.-- (Beschwerdeführerin 2
; vgl.
Steuererklärung 2015 [
Urk.
9/213], Ein
schätzungsentscheid
Staats- und Gemeindeste
uern vom 2
3.
Mai 2018 [
Urk.
9/211], Jahresrechnungen 2015
der
Z._
sowie der
A._
[
Urk.
9/213/14-29], vgl. ferner
Urk.
3/6). Ebenfalls unstrittig ist, dass
- zumindes
t in den vorliegend interessier
enden Beitragsperioden - die
Erträge der Beschwerdeführenden
1 und 2 aus der Liegenschaft
C._
4 in
D._
,
der Liegenschaft
E._
12/14 in
D._
, der sich in einer Landwirtschaftszone befindenden
Liegenschaft F._
in
D._
und
der Liegenschaft in G._
, einem Ferienhaus, nicht zu
m
Erwerbseinkommen
gehören
(
Urk.
9/155/4-6,
Urk.
9/157/9-11
; vgl. auch
Urk.
9/167/2-4
[=
Urk.
9/226
).
2.2
Strittig und zu prüfen ist, ob die Erträge aus den übrigen Liegenschaften für die Jahre 2013 bis 2015 als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren sind. Dabei handelt es sich um folgende Liegenschaften (vgl.
Urk.
9/155/4-6,
Urk.
9/157/9-11,
Urk.
9/173/6-8,
Urk.
9/211/5-7; sowie
ferner
Urk.
9/167/2-4
):
-
E._
11 und 17,
D._
(Mehrfamilienhä
us
er
)
-
H._
2 und
I._
4,
D._
(
Mehrfamilienhä
us
er
)
-
J._
3/5,
D._
(Parkplätze)
-
K._
9/11/27
in L._
(3 Reiheneinfamilienhäuser)
-
M._
11,
N._
(Eigentumswohnung)
- O._
,
G._
(Bauland)
-
C._
5/
6,
D._
(Scheune, Parkplätze)
- H._
6,
D._
(Wiese, Wald)
3.
3
.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
2.
November 2020 führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, die Steuermeldungen für die Jahre 2013 bis 2015 seien
für sie
grundsätzlich verbindli
ch. Das Steueramt habe alle nicht selber genutzten Liegenschaften neu als Geschäftsliegenschaften
umquali
fiziert
und so die Mieteinnahmen einer selbständigen Erwerbstätigkeit unterstellt.
Mit Schreiben vom 1
1.
Juli 2019 habe das Steueramt ihr, der Beschwerdegegne
rin, auf Anfrage mitgeteilt,
dass
die Beschwerdeführer 1 und 2 hinsichtlich der Steuerperiode 2010 einen Verlust von
Fr.
444'800.-- aus gewerbsmässigen
Liegenschaftenhandel
geltend gemacht hätten. Dieser Verlust sei dann in den folgenden Steuerperioden im Rahmen
d
er Verlustverrechnung berücksichtigt worden
. D
ie Beschwerdeführer 1 und 2
hätten
zwar
in der Folge
eine Bestätigung betreffend die Aufteilung von Liegenschaften in Geschäfts- und Privatvermögen nicht unterzeichnet, jedoch sei der deklarierte Verlust steuerlich berücksichtigt worden. Diese Möglichkeit stehe einzig einem gewerbsmässigen
Liegenschaften
händler
zu. Weiter hielt die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einsprache
entscheid
fest, dass die Beschwerdeführer 1 und 2
bis
2005 Inhaber der
P._
AG
gewesen seien. Der Beschwerdeführer 1 sei diplomierter Baumeister, die Beschwerdeführer
in
2 Immobilienverwalter
in
. Ein enger Zusammenhang der Liegenschaftsgeschäfte mit der beruflichen Tätigkeit sei vor diesem Hintergrund ausgewiesen.
In Prüfung weiterer Beurteilungsk
riterien kam die Beschwerdegeg
nerin zum Schluss, dass die Beschwerdeführer 1 und 2 als Liegenschaftshändler zu qualifizieren seien. Die in den Jahren 2013 bis 2015 erzielten Grundstück
gewinne
(richtig: Grundstückerträge)
unterlägen daher der AHV-Beitragspflicht (
Urk.
2).
3
.2
Die Beschwerdeführer 1 und 2 machten im Wesentlichen geltend (
Urk.
18), die Steuerbehörden hätten die streitbetroffenen Liegenschaften bis und mit Steuer
jahr 2012 dem Privatvermögen zugeordnet gehabt (S. 2).
Im Steuerjahr 2013 sei keine Änderung der Verhältnisse eingetreten. Demzufolge erweise sich bereits die Steuermeldung als unzulässig, soweit sie die umstrittenen Mitzinsen betreffe
(S. 3). Grundsätzlich sei auf die Steuermeldungen abzustellen. Dies treffe vorliegend auf den im Steuerjahr 2013 erfassten Gewinn aus der Veräusserung von Liegen
sc
haften an der Strasse Q._
(in
D._
) von
Fr.
254'784.-- zu. Diesbezüglich hätten sich die Beschwerdeführer 1 und 2 im steuerrechtlichen Veranlagungsverfahren zur Wehr setzen können und müssen (S. 4). Demgegen
über sei im AHV-Verfahren zu prüfen, ob die st
reitbetroffenen Mieterträgnisse
auf
dem
Geschäftsvermögen angefallen seien oder ob sie dem Privatvermögen angehörten. Dies müsse umso mehr gelten, als die Steuer
behörden den Beschwer
deführer
n
diesbezüglich den steuerrechtlichen Rechtsweg
mangels Beschwer explizit abgeschnitten hätten (S. 5). Hinsichtlich
der streitbetroffenen Liegen
schaften präsentiere sich der Sachverhalt wie folgt.
Zu den
Liegenschaft
en
E._
11 und
17 in
D._
: Der Beschwer
deführer 1
habe
1977 von sein
em Vater die (damals) nicht parzellierte Liegen
schaft von ca. 4000 m
2
im Rahmen
eines teilweisen unentgeltlichen Erbvorbezugs unter Hypothekenübernahme von ca.
Fr.
300'000.
--
übernommen. Darauf habe sich neben Wiesland und einem kleinen bäuerlichen Magazin ein Wohngebäude befunden, welches den
Beschwerdeführenden
auf zwei Etagen bis 1985 als Wohnung gedient habe. Na
ch dem Wegzug der Familie
an die heutige Adresse (
C._
4,
D._
) sei die Wohnun
g vermietet worden. In den weiter
en Räu
mlichkeiten seien Büros
und spät
er auch ein Fitness
raum eingerichtet gewesen
.
Die Hypothek sei aus den eigenen privaten Mitteln der Beschwerdeführer bedient worden.
Ca. 1978 seien zwei Zimme
r der Wohnung für ca.
Fr.
78'000.-- ausgebaut worden. In den Jahren 2006 bis 2008 seien die Büroräumlichkeiten renoviert worden (Einbau WC/Lavabo, Ausbau medizinische Massage/Fitnessraum), Kostenpunkt ca.
Fr.
130'000.--. Im Wohnungsbereich seien 2013 un
d 2018 Fenster und das
Cheminée
ersetzt sowie das Badezimmer renoviert worden. Die Kosten hierfür hätten
Fr.
145'000.-- betragen
und seien aus privaten Mitteln der Beschwerdeführer beglichen worden
. Auf der benachbarten Wiese sei in den Jahren ab 1991 ein Lagerhaus mit Büroräumlichkeiten im Dachgeschoss entstanden. Ab ca. 2006 seien die Büroräume als Wohnung
genutzt worden. Die Erstellungskosten für das Gebäude hätten sich auf
ca.
Fr.
1'200'000.-- belaufen. Die Umnutzung zu einer Wohnung habe
Fr.
170'000.-- gekostet
. Die totalen Aufwendungen von ca.
Fr.
1'400'000.-- seien im üblichen Rahmen fremd
finanziert worden. Der Schuldendienst sei aus privaten Mitteln erfolgt
(S. 6 f.).
Zu den
Liegenschaft
en
H._
2 und
I._
4 in
D._
:
Diese Liegenschaft von 2000 m
2
sei 1981 aus grossväterlicher Erbengemeinschaft übernommen worden und habe aus Wiesland bestanden. 1984/1985 seien darauf für ca.
Fr.
3'200'000.-- zwei Mehrfamilienhäuser entstanden.
Die Finanzierung sei im üblichen Rahmen über Hypotheken und im Weiteren aus privaten Mitteln erfolgt.
2011 seien in beiden Mehrfamilienhäusern grössere Investitionen (Ersatz Küchenabdeckungen, Schreiner, Sanitär, Maler, Elektriker, Plattenleger etc.) im Umfang von ca.
Fr.
270'000.
-- getätigt worden.
Fr.
200'000.--
(etwas mehr als 70
%
)
seien über Hypothekenerhöhung finanziert worden
(S. 8).
Zur
Liegenschaft
C._
5/6 in
D._
: Die Liegenschaft mit einer abbruchreifen Scheune habe der Beschwerdeführer 1 im Jahr 2005 für ca.
Fr.
350'000.--
erworben
. Die Finanzierung sei je zur Hälfte über Hypotheken und eigene privat
e
Mittel erfolgt.
In der Zeit der hier streitbetroffenen Beitragsjahren 2013 bis 2015 sei mit der Planung, Projektierung und Ausführung eines nach 2017 fertiggestellten und vermieteten Mehrfamilienhauses begonnen worden. Das Mehrfamilienhaus sei durch den Verkauf von drei Reihen
ein
familienhäusern an der
K._
in
L._
querfinanziert worden (S. 9).
Z
ur Liegenschaft
J._
5 in
D._
: Die vier Pa
r
kplätze resultierten aus der grossväterlichen Erbschaft im Jahr 1988 (S. 9).
Zu
r Liegenschaft
M._
11 in
N._
: Diese Liegenschaft mit einer Stock
werkeigentumswohnung auf drei Etagen und mit zwei Tiefgaragenplätzen sei 1995 für
Fr.
875'000.-- erworben und durch Aufnahme einer Hypothek von
Fr.
700'000.--
(80
%
)
und im Übrigen durch eigene private Mittel fin
anziert worden. Der Schuldendie
nst erfolge seit jeher aus eigenen privaten Mitteln (S. 9).
Zur Liegenschaft
K._
9/11/27 in
L._
: Das Land in
L._
habe der Beschwerdeführer 1 1987 erworben. Der Kaufpreis habe ca.
Fr.
2'700'000.-- betragen und sei im Ausmass von
Fr.
1'700'000.-- (etwas mehr als 60
%
) über Hypotheken und ansonsten aus privaten Mitteln finanziert worden. Die
in der Folge erstellten
mehrere
n
Reiheneinfamilienhäuser
seien vermietet, drei von ihnen dann zur Querfinanzierung ve
rkauft worden (S. 10).
Vor diesem Hintergrund erklärten die Beschwerdeführer 1 und 2 in der Replik weiter, dass in den Jahren 2010 und 2013, mithin klar nach dem Verkauf der Aktiengesellschaft im 2005, zwar einige wenige Liegenschaften veräussert worden seien. Dies sei jedoch aus einer finanziellen Notlage im Zusammenhang mit dem Umbau der Liegenschaft
C._
5/6 geschehen und habe sogar in Teilen zu Verlusten geführt. Von einer systematischen und planmässigen, auf Veräusserung ausgerichteten Vorgehensweise und damit von einem Liegen
schaftshandel könne daher nicht
gesprochen werden (S. 10). Es sei sodann unberücksichtigt geblieben, dass auf den von der Beschwerdegegnerin zugeord
neten Liegenschaften keine Abschreibungen erkennbar seien, was für den Bestand von Privatvermögen spreche. Auch tauchten die Liegenschaften nicht in den Jahresrechnungen auf. Die Beschwerdeführer 1 und 2 hätten immer zwischen Geschäft und Privat unterschieden. Weder die frühere
P._
AG noch die Einzelfirmen hätten Liegenschaften in ihrem Portefeuille gehabt. Das Erwerbs
motiv habe darin bestanden, private Kapitalanlagen für die Altersvorsorge zu beschaffen. Am Anlagecharakter ändere nichts, dass die Liegenschaft in
N._
gekauft worden sei, um einen Baumeisterauftrag für die AG zu beschaffen. Gleich verhalte es sich damit, dass die Liegenschaft
in
L._
aus wirtschaftlichen Gründen überbaut worden sei (S. 11). Sodann treffe es zu, dass die beiden
Beschwerdeführer nach Aufgabe der Aktiengesellschaft bis zum Pensionsalte
r
je eine Einzelfirma im Bauberatungs- und Immobilienverwaltungsbereich geführt hätten. Dabei habe es sich jedoch um kleine Geschäfte gehandelt, ohne eigent
liche Infrastruktur und ohne Personal sowie mit kleinen Gewinnen. Die entsprechenden Arbeiten hätten ohne Weiteres auch von den Beschwerdeführer
n
als Privatleute erledigt werden können
(S. 12)
.
Ferner sei insgesamt von einem Fremdkapital
einsatz höchstens im normalen Bereich von Privatleuten auszugehen (S. 13).
Gesamthaft gesehen
sei somit vom Vorliegen privater Kapitalanl
agel
iegenschaf
ten auszugehen. Ein Liegenschaftshandel sei zu verneinen. Dies gelte insbeson
dere für die ererbten Liegenschaften (S. 14).
Im Eventualstandpunkt
monierten die Beschwerdeführer darüber hinaus die Festsetzung des beitragspflichtigen Einkommens, wobei sie, für den Fall einer Annahme der Liegenschaften zum Geschäftsvermögen, gegen die hälftige Aufteilung der aufgerechneten Liegen
schaftserträge auf beide Beschwerdeführer nicht opponierten (S. 15 f.).
4.
4.1
Aus den Steuerakten ergibt sich zun
ächst, dass die Beschwerdeführenden
die erwähnten Liegenschaften in den Jahren 2013 bis 2015, wie übrigens in den Jahren zuvor
(
Urk.
3/8
[
=
Urk.
9/225
],
Urk.
18/1-4
)
, nicht als Teil der Buchhal
tung ihrer Einzelfirmen
Z._
respektive A._
,
deklariert haben (
Urk.
9/157,
Urk.
9
/174,
Urk.
9/213
).
4.2
In der Steuerperiode 2010 machten die Beschwerdeführer einen Verlust von
Fr.
448'000.-- aus gewerbsmässigen
Liegenschaftenhandel
geltend, dies resultie
rend aus dem Verkauf der Liegenschaft
R._ 119/121/123 in S._
(
Urk.
9/228/3-9).
Mit Schreiben vom 2
2.
November 2012 teilte die
Steuer
behörde den Beschwerdeführern mit, dass Verluste aus Liegenschaften nur dann steuerlich abzogen werden könnten, wenn es sich um Liegenschaften des Geschäfts
vermögens handle
, wie
dies bei einem
Liegenschaftenhändler
der Fall
sei
. Basierend auf den vorliegenden Informationen könne das Steueramt der Qualifikation der Beschwerdeführer als
Liegenschaftenhändler
zustimmen. Zwecks künftiger Abgrenzung zwischen Liegenschaften des Geschäftsvermögens und des Privat
vermögens bat die Steuerbehörde die Bes
chwerdeführer sodann darum,
unterschriftlich (auf einem vorformulierten Schreiben) die Qualifikation als
Liegenschaftenhändler
zu bestätigen
. Dazu erläuterte sie, dass nac
h aktueller Rechtsprechung
bei einem
Liegenschaftenhändler
die selbstgenutzte Liegenschaft sowie allfällige selbstgenutzte Ferienhäuser dem Privatvermögen zugeordnet würden, alle ander
en Liegenschaften stellten
grundsätzlich Geschäftsvermögen
dar. Falls die Beschwerdeführer damit nicht einverstanden seien, werde um eine substantielle Begründung gebeten (
Urk.
9/227).
Die beiliegende, vorbereitete
Bestätigung (vordatiert auf den
1
9.
Dezember 2012) unterschrieben die Beschwer
defüh
rer in der Folge
jedoch nicht (
Urk.
9/226). Allerdings
liessen
sie
sich, soweit aktenkundig, auch nicht verlauten (vgl.
Urk.
9/232). Mit Einschätzungsentscheid für Staats- und Gemeindesteuern 2010 vom 2
2.
Oktober 2013 wurde der deklarierte Verlust berücksichtigt (
Urk.
9/228).
In der Steuerperiode
2012 wurden Grundstückgewinne aus zwei Handänderungen von insgesamt
Fr.
178'034.-- besteuert
(
Urk.
9/225/4)
.
Dabei handelte es sich einerseits um einen Gewinn aus dem Verkauf von zwei Einfamilienhäuser an der
H._
7/9 und ein
em
Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage an der
H._
6 in
D._
(
Urk.
9/225/14), andererseits um einen Gewinn aus dem Verkauf eines Einfamilienhauses an der
K._
19 in
L._
(
Urk.
9/225/16-17).
Die vorliegend streitbetroffenen Liegenschaften wurden indessen nicht dem Geschäftsvermögen zugordnet und verblieben somit, wenn auch nicht explizit, im Privatvermögen (
Einschätzungsvorschlag vom 2
8.
Mai 2014
,
Urk.
9/225/2-14), was sich auch in der Steuermeldung
betreffend das Steuerjahr 2012
vom 2
6.
November 2014 widerspiegelt (
Urk.
9/107).
In der Steuerperiode 2013 kam es zu vier Handänderungen mit einem Gesamt
gewinn von insg
esamt
Fr.
254'784.-- (
Urk.
9/231
/5
[
=
Urk.
9/
155/4]
)
.
Im Einzelnen ergab sich
aus dem Verkauf eines Einfamilienhauses an der
K._
5
in
L._
ein Verlust von
Fr.
68'700.-- (
Urk.
9/231/20-21), während aus den Verkäufen
des Einfamilienhauses
an der
K._
7,
des Einfamilienhauses an der
K._
17 und eines Parkplatzes
an
der
K._
3 Grundstückgewinne von
Fr.
167'300.--
,
Fr.
140'300.--
und
Fr.
15'800
.-- resultierten (
Urk.
9/231/24-25
,
Urk.
9/231/26-27,
Urk.
9/231/28-30
). Laut Ausführungen der Beschwerdeführer erfolgten diese
Verkäufe zur
Finanzierung der Überbauung der im 2005 erworbenen Liegenscha
ft
C._
5/6 in
D._
(
Urk.
9/184/1,
Urk.
18 S. 9
).
Im Einschätzungs
entscheid vom
3.
Januar 2017 betreffend Staats- und Gemeinde
steuern 2013 wurde
n
die vorliegend streitbetroffenen Liegenschaften
nunmehr
dem Geschäfts
vermögen zugerechnet (
Urk.
9/23
1/4-5), wie dies
das Steueramt im Ein
schätzungsvorschlag respektive im Schreiben vom
9.
November 2016
bereits
in Aussicht gestellt
hatte
(
Urk.
9/167/4-5). Im Einschätzungsentscheid wurde sodann darauf hingewiesen,
dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Steuerpflichtigen durch die
Umqualifikation
der Erträge nicht beschwert seien, da sich die Steuerfaktoren dadurch nicht verändern würden. Welche Erträge als Basis für die Sozialabgabe
n
herangezogen würden, sei mit der zuständigen Ausgleichs
kasse in einem separaten Verfahren zu klären (
Urk.
9/231/6).
Mit Einschätzung
s
entscheid vom 2
0.
Februar 2017 betreffend die Steuerperiode 2014 und mit Einschätzungsentscheid vom 2
3.
Mai 2018
betreffend die Steuer
periode 2015
verfuhr die Steuerbehö
rde hinsichtlich der streitbetroffenen Liegenschaften gleich und rechnete sie dem Geschäftsvermögen der Beschwerde
führer zu. Handänderungen waren nicht zu verzeichnen (
Urk.
9/229
[=
Urk.
9/173]
,
Urk.
9/230
[
=
Urk.
9/211]
)
.
5.
5.1
Die Steuermeldung ist
mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkom
men aus Geschäftsvermögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermögensgewinn ist demgegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldung verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich ernst
hafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (
Bundesgerichts
urteil
e 9C_730/2020 vom 2
1.
April 2021 E. 3,
9C_897/2013 vom 2
7.
Juni 2014 E. 2.2
[
nicht
publ
. in: BGE 140 V 241 mit Hinweis auf BGE 134 V 250 E. 3.3
]
).
5.2
Der im 2013 erzielte Gewinn von
Fr.
254'784.-- aus dem Verkauf der Liegen
schaften an der
K._
in
L._
ist steuerrechtlich relevant.
Der Einschätzungsentscheid vom
3.
Januar 2017 ist in Rechtskraft erwachsen und
ist
zumindest in diesem Punkt
nicht
offensich
tlich unrichtig
, was auch die Beschwer
deführer einräumen (
Urk.
18 S. 4). Die Steuermeldung
2013 ist
somit insofern
verbindlich
und damit im Umfang von
Fr.
254'784.-- der insgesamt strittigen Einkommensanrechnung von
Fr.
400'547.-- (
Urk.
9/231/5) nicht näher zu überprüfen.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die jeweils gemeldeten Einkommen aus den Mieterträgen aus den streitbetroffenen Liegenschaften als selbstständige Erwerbs
einkommen der Beschwerdeführer zu qualifizieren sind. Hinsichtlich dieser Qualifikationsfrage wie auch der Zuordnung der Beitragspflicht auf die Beschwer
deführer besteht keine Bindung an die Steuermeldung.
5.3
5.3.1
Die Liegenschaft
K._
9/11/27 in
L._
erwarben die Beschwerde
führer
im Jahr
198
9
, die Liegenschaft
M._
11 in
N._
im Jahr
1995 und die Liegenschaft C._
5/6 in
D._
im Jahr
2005 (vgl. auch
Urk.
9/223/5). Die Beschwerdegegnerin führte zu diesen Liegenschaften aus, die Beschwerdeführer hätten bis 2005 die
P._
AG besessen.
Deren Zweck sei unter anderem der Erwerb, das Halten und
das
Veräussern von Grundstücken gewesen. Der Kauf der Liegenschaften in
L._
und in
N._
sei in die Zeit der
P._
AG gefallen. Die Überbauung
in
L._
sei erfolgt, weil die Auftragslage schlecht gewesen sei und die Gesellschaft ums Überleben gekämpft habe.
Die
Liegenschaft in
N._
sei gekauft worden, um einen Baumeisterauf
trag zu erhalten.
Diese Liegenschaften stellten deshalb Geschäftsvermögen dar. Da die flüssigen Mittel
zur Finanzierung
der
Mehrfamil
ienhäuser in
D._
nicht gereicht hätten,
hätten in
L._
einige Einfamilienhäuser verkauft werden müssen.
Insgesamt liege somit ein planmässiges und systematisches Vorgehen vor (
Urk.
2 S. 4).
5.3
.2
Laut Aussagen der Beschwerdeführer war die
Liegenschaft
K._
9/11/27 in
L._
zu 60
%
, die
Liegenschaft
M._
11 in
N._
zu
80
%
und die Liegenschaft
C._
5/6 in
D._
zu 50
%
fr
emd- und im Übrigen durch
private Mittel finanziert
(
Urk.
18 S.
8-
10; E. 3.2 hiervor).
Woher die Eigenmittel aus Privatvermögen stammen, ist nicht klar.
Ei
ne Finanzierung von Seiten der P._
AG ist nicht ausgewiesen. Laut Aussagen der Beschwerdeführer gründeten sie ihre im Bau- und Immobilienbereich tätigen Einzelfirmen, die
Z._
respektive die
A._
, nach Aufgabe der
P._
AG im 2005 (
Urk.
18 S. 12
). In den Geschäftsbücher
n
dieser Firmen, soweit aktenkundig
,
erscheinen diese
Liegenschaften nicht
(
Urk.
9/158,
Urk.
9/175,
Urk.
9/
213/14-29
).
Wie es sich damit verhält, kann indessen letztlich
offen bleiben
.
Denn auch bei der Nutzung von nicht ausdrücklich als Geschäftsvermögen bezeichneten Liegen
schaften kann Erwerbseinkommen vorliegen, wenn diese über den Rahmen blosser Vermögensverwaltung hinausgeht (Urteil des
Eidg
. Versicherungsgerichts H 36/03 vom
7.
Juni 2004 E. 6.5).
Hinsichtlich der Liegenschaft
K._
9/1
1/27 in
L._
ist entscheidend, dass die Überbauung
an der
K._
der Auftragsbeschaffung für die von den
Beschwerdeführern kontrollierte
P._
AG
(vgl. dazu
Urk.
25 [HR-Auszug
])
diente
. Zumindest der Beschwerdeführer 1 konnte als diplomierter Baumeister seine beruflichen Kenntnisse einbringen. Die Vermietung der im Rahmen der Überbauung erstellten Reiheneinfamilienhäuser erscheint damit als wirtschaftliche Folge der (damals) hauptberuflich ausgeübten Tätigkeit in der Baubranche und nicht mehr als blosse Kapitalanlage in Immobilien.
Für eine
betrieblich
e
, gewerbsmässige Nutzung spricht auch, dass von den sechs erstellten Einfamilienhäusern im 2012 drei verkauft wurden, um
den Erlös in die Erstellung des Mehrfamilienhauses
C._
zu investieren (
Urk.
9/225/16-17).
An dieser Beurteilung ändert
nichts, dass der Fremdfinanzierungsgrad für die Überbauung der Liegenschaft offenbar 60
%
betrug und damit nicht unüblich hoch einzustufen i
st. Davon wird bei nicht selbst
genutzten Liegenschaften
grundsätzlich
ausgegangen, wenn der Fremdfinanzierungsgrad mehr als zwei Drittel beträgt (Bundesgerichtsurteil 2C_1021/2019 vom 3
0.
Oktober 2020 E. 6.5.2).
Aus gleichen Gründen ist auch hinsichtlich der Liegenschaft
M._
11 in
N._
von Geschäftsvermögen auszugehen, da
der Erwerb dieser Liegenschaft dazu diente, einen Baumeisterauftrag zu erlangen. Dazu kommt, dass der Fremd
finanzierungsgrad 80
%
betrug, was einem für gewerbsmässigen
Liegenschaften
handel
sprechenden Fremdfinanzierungsgrad entspricht.
Die Finanzierung des Erwerbs der Liegenschaften
C._
5/6 in
D._
erfolgte zur einen Hälfte über Hypotheken und zur anderen Hälfte über
eigene
Mittel. Letztere wurden, wie erwähnt, durch den Verkauf von drei Reiheneinfamilienhäuser an der
K._
in
L._
und damit aus Geschäftsvermögen erhältlich gemacht.
Diese Querfinanzierung zeugt von einer systematischen und planmässigen Art und Weise des Vorgehens.
Indessen wurde das Mehrfamilienhaus auf der Liegenschaft erst im 2017 fertiggestellt. I
n den vorliegend massgebenden Beitragsperioden 2013 bis 2015
fielen
keine Miet
erträge aus der Liegenschaft
C._
5/6 an
(
Urk.
9/155,
Urk.
9/173,
Urk.
9/211). Insofern bleibt auch die Zuordnung der Liegenschaft
C._
5/6
zu Privat- oder Geschäftsvermögen soweit interessierend ohne Relevanz.
5.4
5.4.1
Die Liegenschaft
E._
11/17 in
D._
, die Liegenschaft
H._
2/
I._
4 in
D._
und die Liegenschaft
J._
3/5 in
D._
erbte der Beschwerdeführer
1
respektive über
nahm sie im Rahmen eines Erbvorbezugs
.
Die Beschwerdegegnerin
machte dazu geltend, da
sich bis 2005
die Büroräumlichkeiten der
P._
AG an der
E._
11/17 befunden hätten, stelle diese Liegenschaft Geschäftsver
mögen dar.
Zur Liegenschaft H._
sei festzuhalten, dass diese
durch die
Z._
als Generalunternehmer überbaut und anschliessend verkauft worden
sei
. Aus den Akten ergebe sich
zudem
, dass ein nicht unerheb
licher Anteil der Liegenschaften
H._
2 und
I._
4 per 3
1.
Dezember 2013 aus Fremdkapital bestanden habe. Die Anordnung der Liegenschaften lasse zudem auf eine gewisse Arrondierung schliessen. Insgesamt sei somit davon auszugehen, dass ein systematisches und planmässiges Aus
nützen der Entwicklung des Liegenschaftsmarktes
zur Gewinnerzielung vorliege (
Urk.
2 S. 5).
5
.4.2
Die Beschwerdeführer räumen ein
, dass
sich Büroräumlichkeiten der
P._
AG an der
E._
11 in
D._
befanden. Ebenfalls befand sich der Sitz der Gesellschaft an dieser Adresse (
Urk.
25). Das spricht zwar dafür, dass die Liegenschaft dem Geschäftsvermögen zuzuordnen ist (vgl.
BGE 112
Ib
E. 83
E. 3a,
Urteil des
Eidg
. Versicherungsgerichts H 175/03 vom
8.
Juni 2004 E. 3.1
), reicht aber für sich alleine für diese Annahme nicht aus, da diese Liegenschaft gleichzeitig als Familienhaus diente. Über die Raumaufteilung ist in den Akten nichts bekannt.
Damit ist auch nicht bekannt, ob die private oder geschäftliche Nutzung überwog
.
Zudem
besteht die
P._
AG seit 2005 nicht mehr und die in der Liegenschaft sich befindenden Büros wurden 2006 in Wohnungen umgewandelt (
Urk.
18 S. 6 f.; E. 3.2 hiervor).
Die Liegenschaften an der
E._
, I._
und
H._
grenzen an
einander und bilden insofern
ein
zusammenhängendes Gebilde. Auch
die
Liegenschaft
J._
(Parkplätze) liegt in unmittelbarer Nähe (
Urk.
19/6).
Ein auf Wertvermehrung gerichtetes Tätigwerden, etwa durch
Einzonung
, Parzellierung und Überbauung, sprengt zwar als solches den Rahmen einer blossen beziehungsweise gewöhnlichen Verwaltung eigenen, privaten Vermögens nicht (Bundesgerichtsurteil 9C_519/2016 vom 2
1.
März 2017
E. 6.1.6). Jedoch fällt auch hier massgebend in
s Gewicht,
dass
das Grundstück H._
in den Jahren 2005 bis 2007 mit der
Z._
als Generalunternehmung
überbaut wurde. Aus den Akten ist ersichtlich, dass
die Beschwerdeführer im 2005 in diesem Zusammenhang Land
dazu kauften (vgl.
Urk.
19
/1 [Einschätzungsvorschlag für Staats- und Gemeindesteuern 2005, Liegenschaftsaufstellung]). Gleichzeitig
verka
uften sie einige der auf der H._
parzellierten
Liegenschaften im
Jahre
2005 und 2012 (
Urk.
9/224/1-2,
Urk.
9/225/
14; vgl. auch
Urk.
4.2 hiervor).
Zudem wurden in den Liegenschaften
E._
11 und 17 sowie in d
en Liegenschaften H._
2
und
I._
4 in den Jahren 2006 bis 2008, 2011 und 2013 Umbau- respek
tive Erneuerungsarbeiten ausgeführt, bei denen die speziellen Fachkennt
nisse des Beschwerdeführers wiederum zu
m T
ragen kamen (E. 3.2 hiervor).
Wohl gehört
eine
Vermietertätigkeit grundsätzlich zur Verwaltung des eigenen Vermögens, aber
die vorliegend gewählte Vorgehensweise mit der Involvierung der Einzel
unternehmung des Beschwerdeführers bei der Erstellung der Liegenschaften und deren teilweisen Verkäufe
n
in der Folge sprengt diesen Rahmen und ist daher als selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren.
Daran ändert nichts
,
dass
einzelne Liegenschaften eine lange Haltedauer aufweisen respektive nicht verkauft wurden. Was das von der Beschwerdegegnerin
vorgebrachte
Argument anbelangt, wonach die
H._
2 und
I._
4 per 3
1.
Dezember 2013
einen hohen
Anteil an Fremdkapital aufgewiesen hätten,
ist festzuhalten, dass dem
Kriterium des Einsatzes erheblicher fremder Mittel in der Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerbsmässiger N
utzung von Liegenschaften
die Überlegung zugrunde
liegt
, dass, wer einen sehr hohen Fremd
kapitalanteil beansprucht, ein erhöhtes Risiko eingeht, was auf eine geschäftliche Transaktion hindeutet. Es versteht sich vor diesem Hintergrund von selbst, dass in einer Ko
nstellation
, bei welcher Bau
ten erst noch zu erstellen sind
, zur Ermitt
lung des Fremdfinanzierungsgrads die
Anlagekosten heranzuziehen sind
. Ein nach Fertigstellung der Baute zu erwartender Ertragswert kann demgegenüber keine Berücksichtigung finden, da bei einem Abstellen auf einen solchen Verkehrswert dem beim Bau eingegangenen Risiko nicht genügend Rechnung getragen würde (Urteil
e Bundesgerichts 9C_730/2020 vom 2
1.
April 2021 E. 6.2.2,
2C_1021/2019 vom 3
0.
Oktober 2020 E. 6.5.1 mit Hinweis).
Ein Abstellen auf die Verhältnisse per 3
1.
Dezember 2013 ist mithin insofern nicht korrekt, als damit dem beim Bau eingegangenen Risiko nicht genügend Rechnung getragen wird. Gleichwohl gibt es ein Bild ab, wie die Beschwerdeführer aufgestellt sind
beziehungsweise waren
. Per 3
1.
Dezember 2013 betrug der Fremdfinanzierungs
grad der Liegenschaft
en
H._
2 und
I._
4 rund 75
%
(vgl. 9/155/5-6
+8
[Verkehrswert
Fr.
3'733'000.--, Schulden:
Fr.
2'885'000.--). Dieses Verhältnis ist repräsentativ. Die Gesamtheit der als Geschäftsliegenschaften qualifizierten Liegenschaften wies im 2013 und
2014 und
so
weit ersichtlich auch
2015 insgesamt einen Fremdfinanzie
rungsgrad von 75
%
aus (
Urk.
9/1
55/6+11 [
2013:
Liegenschaften Geschäftsvermögen
Fr.
8'977'8
6
8.--, Schulden Geschäft
Fr.
6'680'000.--],
Urk.
9/173/5+9 [2014: Liegenschaften Geschäftsvermögen
Fr.
8'945'868.--, Schulden Geschäft
Fr.
6'452'500.
--],
Urk.
9/211/9
und
Urk.
19/16
[2015: Liegenschaft Geschäftsvermögen
Fr.
8'991'868.--
,
Privatschul
den gemäss separat eingereichtem Schuldenverzeichnis von
Fr.
6'402'500.--
]
).
Selbst wenn dieser Fremdfin
an
zierungsgrad vorliegend als nicht extrem
hoher Fremdkapitalanteil zu qualifizieren wäre
(
vgl. Bundesgerichtsurteil 2C_1021/2019 vom 3
0.
Oktober 2020 E. 6.5.2)
,
würde dies nichts an der Annahme eines gewerbsmässigen
Liegenschaftenhandels
ändern.
Für die Annahme von Geschäftsvermögen spricht sodann, dass die Beschwerde
führer in der Steuerperiode 2010 einen Verlust von
Fr.
449'000.-- aus gewerbs
mässigen
Liegenschaftenhandel
geltend machten (
Urk.
9/228/3-9). Dies ist nur zulässig bei Liegenschaften, die als Geschäftsvermögen zu qualifizieren sind. Gegen die in der Folge mit Schreiben vom 2
2.
November 2012 mitgeteilte Einschätzung der Steuerbehörden, dass sämtliche nicht selbstbewohnten Liegen
schaften Geschäftsvermögen darstellen würden (
Urk.
9/227)
,
opponierten die
Beschwerdeführer nicht, auch wenn sie das ihnen vorgelegte Bestätigungs
schreiben nicht unterzeichneten (
Urk.
9/226).
Ernsthafte Zweifel an der Richti
g
keit der von der Steuerbehörde
vorgenommen Qualifikation lassen sich nicht ausmachen und werden von den Beschwerdeführern denn auch nicht behauptet.
5.4.3
Bei Vorhandensein mehrerer Liegenschaften
, von denen zumindest eine bereits ein Einkommen aus selbständiger Tätigkeit generiert, ist bei der Qualifikation von Erträgen massgebend, ob eine oder mehrere andere Liegenschaften klar privat genutzt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_803/2011 vom 2
3.
August 2012 vom 4.3). Dies ist vorliegend einzig in Bezug auf die (nicht im Streit liegenden) selbstbewohnten Liegenschaften der Fall, nicht aber in Bezug auf die streit
betroffenen Liegenschaften. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Beschw
erdegegnerin die Erträge aus sämtlichen
streitbetroffenen Liegenschaften als beitragspflichtiges Einkommen qualifiziert hat.
6.
6.1
Im Eventualstandpunkt monieren die Beschwerdeführer die Festsetzung des beitragspflichti
gen Einkommens (
Urk.
18 S. 15). Sie machen geltend, in den Beitragsjahren 2013 und 2014 habe das ermittelte geschäftliche Mieteinkommen aus dem Differenzbetrag zwischen den eingenommenen Mietzinsen einerseits sowie den abzugsfähigen Unterhaltskosten und Schuldzinsen anderseits bestan
den. Demgegenüber fehle beim entsprechenden Einkommen 2015 der mindernde Schuldzinsenabzug im Umfang von
Fr.
96'824.-- (
Urk.
1
8.
S. 15). Sodann enthielten die Steuermeldungen 2013 bis 2015 und die definitiven AHV-Verfügungen keinen Abzug für investiertes Eigenkapital und gingen stattdessen von einem Eigenkapital von
Fr.
0.-- aus. Dies sei offensichtlich falsch.
Im Übrigen sei die Frage nach dem steuerbaren Eigenkapital steuerrechtlich im Ergebnis belanglos, da ohnehin alle Nettovermögenswerte der Vermögenssteuer unterworfen seien (
Urk.
18 S. 15-17).
Schliesslich seien die aufzurechnenden persön
lichen Beiträge nicht korrekt berechnet worden. Laut den Steuerein
schätzungs
entscheiden 2013 bis 2015 sei
en
weder auf dem Veräusserungsgewinn
2013 noch auf den Geschäftsmieterträgnissen AHV-Abzüge in Rechnung gestellt worden. Es könnten daher nur die effektiv für die Einzelfirmen abgezogenen AHV-
Be
treffnisse
von insgesamt
Fr.
7'0
51.-- (2013),
Fr.
1’829.-- (2014) beziehungs
weise
Fr.
762.-- (2015) aufgerechnet werden (
Urk.
18 S. 17-18).
Die Beschwerde
gegnerin äussert sich im vorliegenden Verfahren nicht dazu (
Urk.
7,
Urk.
21
).
6.2
In den Einschätzungsentscheiden für Staats- und Gemeindesteuern 2013 sowie 2014
bzw. den darauf basierenden, massgeblichen Veranlagungen für die Direkte Bundessteuer 2013 und 2014
wurde bei den Liegenschaften im Geschäftsver
mögen
jeweils gesondert der entsprechende
Abzug für
die darauf entfallenden
Schuldzinsen berücksichtigt (
Urk.
9/155/4-5,
Urk.
9/173/5
;
Urk.
9/156,
Urk.
9/173/12
). Im Einschätzungsentscheid für Staats- und Gemeindesteuern 2015
wurden die Schuldzinsen insgesamt über alle Liegenschaften von
Fr.
128'303.-- als Abzug zugelassen
(
Urk.
9/21
2
/
3,
Urk.
9/211/5 ff.; vgl. auch
Urk.
9/213/3
)
. Gemäss Schuldenverzeichnis zur
Steuererklärung 2015
entfallen Schuldzinsen
im Umfang von
Fr.
96'894.-- ([
Fr.
24'532.-- +
Fr.
51'232.-- +
Fr.
11'214.-- +
Fr.
9'916.--];
Urk.
1
9
/16)
auf Liegenschaften, welche zum Geschäftsvermögen zu zählen sind, weshalb diese von den Nettoerträgen abzu
ziehen sind
.
Dieser Umstand wurde in den
Steuermeldungen vom
4.
Oktober 2018 und 1
2.
Dezember 2018
der Periode 2015 (vgl.
Urk.
9/204,
Urk.
10/202) versehentlich ausser Acht gelassen, weshalb sie sich
in diesem Punkt als offen
sichtlich unrichtig
erweisen, was indes ohne Weiteres berichtigt werden kann
. Damit reduziert sich der für das Jahr 2015 ermittelte
und gemeldete
Ertrag aus den Geschäftsliegenschaften von
Fr.
401'336.-- (
Urk.
9/211/4) um
Fr.
96'894.--.
6.3
Zu Recht weisen die Beschwerdeführer daraufhin,
dass
in d
en Steuermeldungen 2013 bis 2015
(
Urk.
9/146,
Urk.
9/160,
Urk.
9/204,
Urk.
10/202)
und damit in den durch den
Einspracheentscheid
vom
2.
November 2020 bestätigten Verfügungen vom 2
8.
April 2017 (
Urk.
9/149,
Urk.
10/159),
6.
Juni 2017 (
Urk.
9/162,
Urk.
10/162),
5.
Oktober 2018 (
Urk.
9/206) und 1
4.
März 2019 (
Urk.
10/225) stets von einem
im Betrieb
investierten Eigenkapital von
Fr.
0.-- ausgegangen wurde.
Dies ist offensichtlich falsch.
Das im Betrieb investierte Eigenkapital wird aufgrund der entsprechenden rechts
kräftigen kantonalen Veranlagung ermittelt. Die für die Steuern massgebliche Bewertung gilt auch für die AHV. Bei Liegenschaften sind die interkantonalen Repartitionswerte zu berücksichtigen
(
Art.
23
Abs.
1 AHVV; Wegleitung über die Beiträge der
Selbständigerwerbenden
und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO [WSN]
Rz
. 1125, 1207). Aus den Einschätzun
gsentscheiden vom
3.
Januar 2017 respektive 2
0.
Februar 2017
ergeben sich ein im B
etrieb investiertes
Eigen
kapital von
Fr.
2'297'868.-- für das Jahr 2013 (Liegenschaften im Geschäfts
vermögen von
Fr.
8'977'868.-- abzüglich Schulden auf Geschäftsliegenschaften von
Fr.
6'680'000.--;
Urk.
9/155/6+11) und
von
Fr.
2'493’368.-- für das Jahr 2014
(Liegenschaften im Gesc
häftsvermögen von
Fr.
8'945’868
-- abzüglich Schulden auf Geschäfts
liegenschaften von
Fr.
6'452'500.--;
Urk.
9/173/5+9)
. Dem Einschätzungsentscheid vom 2
3.
Mai 2018 ist bloss
zu
entnehmen, dass im
2015
Liegenschaften im Ges
chäftsvermögen von
Fr.
8'991’868
--
vorhanden waren (
Urk.
9/211/9). Angaben zu den
Schulden auf
den
Geschäftsliegenschaften
fehlen. Indessen ist aus dem im Rahmen der Steuererklärung 2015 eingereichten Schuldenverzeichnis ersichtlich, dass diese
Fr.
6'402’500.--
betrugen (
Urk.
19
/16
)
.
Damit ergibt sich für das Jahr 2015 ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von
Fr.
2'589'368.--.
Bei den massgebenden
Sätzen für den Zinsab
zug auf dem investierten Eigenkapital
nach
Art.
18
Abs.
2 AHVV
von
1,5
%
für das Jahr 2013 (vgl. Mitteilung an die AHV-Ausgleichskassen und EL-Durchführungsstellen Nr. 343 vom 2
2.
Januar 2014)
,
von 1
%
für das Jahr 2014 (vgl. Mitteilung an die AHV-Ausgleichskassen und EL Durchführungsstellen Nr. 357 vom 2
1.
Januar 2015) und von 0,5
%
für das Jahr 2015 (vgl. Mitteilung an die AHV-Ausgleichskassen und EL-Durchführungsstellen Nr. 372 vom 2
2.
Januar 2016) resultiert ein abzuziehender Zins auf das in die Liegenschaften investierte Eigenkapital von
Fr.
34'468.-- (2013),
Fr.
24'933.-- (2014) und
Fr.
12'947.-- (2015).
Auf die Aufteilung dieser Beträge zwischen den beiden Beschwerdeführer ist nachfolgend in E. 6.5 einzugehen.
Zu beachten ist, dass gemäss Einschätzungsentscheiden (zusätzlich) ein Geschäfts- und Beteiligungsk
apital aus den Einzelfirmen
ausgewiesen ist. Für das Jahr 2013 ein solches von
Fr.
83'814.-- (
Urk.
9/155
/4;
Summe des
Eigenkapital
s
der
Z._
von
Fr.
71'708.97 [
Urk.
9/158/2] und des
Eigen
kapital
s
der
A._
von
Fr.
12'104.70 [
Urk.
9/158/7]), für das Jahr 2014 ein solches
von
Fr.
30'570.-- (
Urk.
9/173/4
;
Summe des
Eigenkapital
s
der
Z._
von
Fr.
23'669.57 [
Urk.
9/175/2] und des
Eigenkapital
s
der
A._
von
Fr.
6'899.61 [
Urk.
9/175/7]
)
und f
ür das Jahr 2015 ein solches von
Fr.
7'486.-- [
Urk.
9/211/4],
Summe des
Eigenkapital
s
der
Z._
von
Fr.
3'173.72 [
Urk.
9/213/18
] und des
Eigenkapital
s
der
A._
von
Fr.
4'311.50 [
Urk.
9/213/23]).
Bei den obgenannten Zins
sätzen ergibt sich ein (zusätzlich) abzuziehender Zins auf das investierte
Eigen
kapital für
das Jahr 2013 von
Fr.
1’076.-- (1,5
%
von
Fr.
71'708.--) beim Beschwerdeführer 1 respektive von
Fr.
182.-- (1,5
%
von
Fr.
12'104.--) bei der Beschwerdeführer
in
2, für das 2014 von
Fr.
237.-- (1
%
von
Fr.
23'669.--) beim Beschwerdeführer
1 respektive von
Fr.
69
.-- (1
%
von
Fr.
6'899.--)
bei
der Beschwerdeführerin 2
und für das Jahr 2015 von
Fr.
16.-- (0,5
%
von
Fr.
3'173.--) beim Beschwerdeführer 1 und
Fr.
22.-- (0,5
%
von
Fr.
4'311.--) bei der Beschwerdeführer
in
2.
Soweit die
Beschwerdeführer
nden
auch das Eigenkapital der
B._
zum massgebenden Eigenkapital zählen (
Urk.
18 S. 16), ist darauf hinzuweisen, dass die Steuerbehörde dem in den Einschätzungsentschei
den nicht gefolgt war. Dagegen hätten
sich
die Beschwerdeführer im steuerrecht
lichen Verfahren wehren müssen und dies kann
im vorliegenden Verfahren nicht nochmals aufgerollt werden. Bei der eigenen Berechnung der Beiträge (
Urk.
18 S. 18 f.) berücksichtigen die Beschwerdeführer
denn auch die Zahlen
der
B._
denn auch nicht weiter.
6.4
Was die Aufrechnung der AHV/IV/EO-Beiträge
anbelangt
, so handelt es sich bei den
vom Steueramt
gemeldeten Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit um Nettoeinkommen im Sinne von Art. 9 Abs. 4 AHVG, denn die Steuermeldung erfolgte unter Abzug der mit Steuererklärung deklarierten AHV/IV/EO-Beiträge. Trotzdem ist es vorliegend nicht sachgerecht, eine Aufrechnung der gemeldeten Einkommen nach Massgabe der geltenden Beitragssätze auf 100 % vorzunehmen (vgl. Art. 9 Abs. 4 AHVG; BGE 139 V 537, BGE 141 V 433;
WSN
Rz
. 1169 ff.
)
.
Die
Beschwerdeführ
er haben
in
ihren
Steuererklärung
en
2013, 2014 und 2015 zwar
A
HV/IV/EO-Beiträge
von den
Einkommen aus ihren Einzelfirmen
abgezo
gen (2013:
Fr.
7'051.
10
[
Fr.
6'784.20 +
Fr.
166.90 +
Fr.
100.--;
Urk.
9/158/3+8+12]; 2014:
Fr.
1’829.15 [
Fr.
166.40 +
Fr.
1'662.75;
Urk.
9/175/3+8, vgl. auch
Urk.
9/175/12]; 2015:
Fr.
761.95 [
Fr.
79.60 +
Fr.
682.35;
Urk.
9/213/19+27]).
Die im vorliegenden Verfahren zu beurteilenden (Haupt)Einkünfte wurden aber erst im Nachhinein als Einkommen aus selbstän
diger Tätigkeit als
Liegenschaftenhändler
qualifiziert und ein steuerlicher AHV/IV/EO-Beitragsabzug, welcher diesen, nunmehr ebenfalls zu den Einkünften de
r
Beschwerdeführenden
aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu zählenden Einkommen angemessen ge
wesen wäre, konnte von den
Beschwerdeführer
n
zuvor nicht
vorge
nommen werden. Daher sind für die Ermittlung der Beiträge aus selbständiger Erwerbstätigkeit nur die im Steuerverfahren effektiv abgezoge
nen AHV/IV/EO-Beiträge
, soweit die Einzelfirmen betreffend,
von
Fr.
6'784.20
.--
respektive
Fr.
166.90
im Jahr 2013,
Fr.
166.40 respektive
Fr.
1'662.75 im Jahr 2014 sowie
Fr.
79.60 respektive
Fr.
682.35
im Jahr 2015
wieder aufzurechnen.
6.5
Bei der Berechnung der beitragspflichtigen Einkommen erscheint eine
hälftige Aufteilung der Mieterträge auf die beiden Beschwerde
führer als sachgerecht
und
wird
von ihnen
denn auch nicht beanstandet
.
Dementsprechend rechtfertigt es sich auch, die
Zinsabzüge für
das in die Liegenschaften
investierte Ei
genkapital
hälftig zu berücksichtigen
.
Damit berechnen sich
- unter Berücksichtigung eines Abzugs von monatlich Fr.1'400.-- bei nach Vollendung des 6
4.
bzw. 6
5.
Alters
jahres erzielten Erwerbseinkünften (
Art.
6
quater
Abs.
2 AHVV) -
die beitragspflich
tigen Einkommen wie folgt:
Beitragsjahr 2013
Ehemann
Ehefrau
Reines
Ein
k
.
aus selbs
t. Erwerbstätigkeit
Fr.
228'091.-
-
Fr.
216'512.--
./. Altersabzug
(
Fr.
14’0
0
0.--)
./. Eigenkapitalzins
(
Fr.
18'310
.--)
(
Fr.
17'416.--)
(=17'234+1’076)
(
=17'234+182)
Aufrechnung persönliche Beiträge
Fr.
6'784.--
Fr.
167.--
Beitragspflichtiges Einkommen
(
abg
rundet
)
Fr.
202'500.--
Fr.
199'
200
.--
Beitragsjahr 2014
Ehemann
Ehefrau
Reines
Ein
k
.
aus selbs
t. Erwerbstätigkeit
Fr.
181’858.--
Fr.
149’361.--
./. Altersabzug
(
Fr.
16’800.--)
(
Fr.
1'400.--)
./. Eigenkapitalzins
(
Fr.
12'703.50)
(Fr.12'535.50
)
(=12'466.
5
0+
237)
(
=12'466.50
+69
)
Aufrechnung persönliche Beiträge
Fr.
166.--
Fr.
1'663
.--
Beitragspflichtiges Einkommen
(
abg
rundet
)
Fr.
152'500.--
Fr.
137'0
00.--
Beitragsjahr 2015
Ehemann
Ehefrau
Reines
Ein
k
.
aus selbs
t.
Erwerbstätigkeit
Fr.
154’438
.--
Fr.
161’333
.--
(=202’885
-[
96'894:2]) (=209’780-[96
’
894:2])
./. Altersabzug
(
Fr.
16’800.--)
(
Fr.
16'800.--)
./. Eigenkapitalzins
(
Fr.
6'489.50
)
(
Fr.
6'495.50)
(=6'473.50+16)
(
=6'473.50+22)
Aufrechnung pe
rsönliche Beiträge
Fr.
80
.--
Fr.
682.--
Beitragspflichtiges Einkommen
(
abg
rundet
)
Fr.
131’200.--
Fr.
138
’700.--
7.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist der
Einspracheentscheid
der Beschw
erdegegnerin vom
2.
November 2020
aufzuheben und festzustellen, dass das aus selbständiger Er
werbstätigkeit erzielte beitragspflichtige Einkom
men des Beschwerdeführers
1 für das Beitragsjahr 2013 Fr. 202
’500
.--, für d
as Beitrags
jahr 2014 Fr. 152’500
.--
und für
das Beitragsjahr 2015
Fr.
131’2
00.--
und dasje
nige der Beschwerdeführerin 2
für das Beitragsjahr 2013
Fr. 199’200
.--, für d
as Beitragsjahr 20
14 Fr. 137
’
0
00
.-- und für das Beitragsjahr 2015
Fr.
138’7
00.--
beträgt. Z
ur Neuberechnung der hierauf von den
Beschwerdeführer
n
zu
entrichtenden persönlichen Beiträge ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen. Die Neufestse
tzung der Beiträge
führt
im Übrigen
zwingend zu einer Neuberechnung von Verzugszinsen
(vgl.
etwa
Urk.
9/147).
8.
Die
vertretene
n Beschwerdeführer haben
Anspruch auf eine Prozessentschä
digung, welche nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und
aufgrund
des teilweisen
Obsiegens der Beschwerdeführer
auf Fr.
1’0
00.-- (inkl. Baraus
lagen und
MWSt
) festzusetzen ist.