Decision ID: 4fec7a04-da20-5507-8542-afe3fa0fa9d6
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den  als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen  Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass indessen bei Nichteintretensentscheiden, die gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen werden, das BFM im Rahmen einer  Prüfung das offenkundige Nichterfüllen der  im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat (vgl. Entscheide
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des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2007/8 E. 2.1),
dass nach dem Gesagten auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,  darin die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die  von Asyl beantragt werden,
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter- licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  zu verzichten ist,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren  nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der  sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht wurden und das BFM in der angefochtenen Verfügung in rechtsgenüglicher Weise  hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder  keine entschuldbaren Gründe vorliegen,
dass aufgrund der realitätsfremden Ausführungen des , er habe nie irgendwelche Identitäts- oder Reisepapiere besessen und sei daher ohne solche und ohne etwas bezahlen zu müssen an
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Bord eines Schiffes aus Algerien ausgereist, davon auszugehen ist, er habe für seine Reise authentische Reise- und Identitätspapiere , welche er jedoch in Verletzung seiner gesetzlichen  (vgl. Art. 8 Abs. 1 AsylG) den schweizerischen  vorenthält,
dass an dieser Beurteilung auch die nachträgliche Einreichung von gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde, weil es bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,
dass somit die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht  und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in Frage gestellt ist,
dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten  (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der  oder eines Wegweisungshindernisses noch zur direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 lit. b und c AsylG),
dass die Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zur mangelnden Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers und der fehlenden Asylrelevanz bezüglich der geltend gemachten Verfolgung durch Terroristen vollumfänglich zu schützen sind,
dass die Aussagen zur polizeilichen Suche, wie von der Vorinstanz festgestellt, vage und substanzarm sowie teilweise widersprüchlich ausgefallen sind,
dass der Beschwerdeführer beispielsweise nicht mit Sicherheit  konnte, ob die Polizei zwei- oder dreimal bei seinen Grosseltern nach ihm gefragt hatte und im Gegensatz zur Erstbefragung bei der Bundesanhörung angab, die Polizei hätte nur zur Zeit, als er noch in D._ gewohnt habe, nach ihm gefragt,
dass der geltend gemachten Verfolgung durch Terroristen die  abgesprochen werden muss, weil die algerischen Behörden  Schutz gewährleisten,
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dass sich überhaupt die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen darauf beschränken, seine  Vorbringen zu bekräftigen, ohne indessen in überzeugender und stichhaltiger Weise zu den Erwägungen der Vorinstanz in der  Verfügung Stellung zu nehmen,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 lit. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf die Erteilung einer solchen hat, weshalb auch die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, vgl. auch EMARK 2001 Nr. 21),
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der  nicht zur Ausreise in ein Land gezwungen wird, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden und zudem keine  für eine drohende menschenrechtswidrige Behandlung im  von Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
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dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des  noch individuelle Gründe – der junge und offenbar gesunde  verfügt eigenen Angaben zufolge in Algerien mit  Grosseltern über ein familiäres Beziehungsnetz – auf eine  Gefährdung im Falle seiner Rückkehr schliessen lassen,
dass mit der Vorinstanz einig zu gehen ist, dass der Beschwerdeführer die behauptete Minderjährigkeit nicht glaubhaft machen kann, zumal er sogar selbst einräumte, bereits vor Einreichung des Asylgesuches bei den italienischen, französischen und schweizerischen Behörden bewusst ein falsches Geburtsdatum angegeben zu haben,
dass seine Aussage, keinen Kontakt mit seinen Grosseltern herstellen zu können, in diesem Zusammenhang als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren ist,
dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung auch zu Recht darauf hinweist, dass die Untersuchungspflicht der Behörden nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der  Person findet (vgl. Art. 8 AsylG) und diese die Folgen der  in Bezug auf die unter dem Aspekt des Kindeswohls  zu berücksichtigenden Tatsachen zu tragen hat, wenn sie pflichtwidrig ihre zumutbare Mitwirkung unterlässt,
dass es dem Beschwerdeführer, welcher nach eigener Angabe das (...) Altersjahr bereits erreicht hat, ohne Weiteres zumutbar gewesen wäre, bei der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes aktiv mitzuwirken und seine Identität offenzulegen,
dass der Vollzug der Wegweisung unter den genannten Umständen - auch in Beachtung der behaupteten Minderjährigkeit - zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in seinen Heimatstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine Vollzugshindernisse bestehen und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den
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rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist, soweit darauf einzutreten war,
dass mit dem Entscheid in der Hauptsache die Verfahrensanträge  geworden sind, das Gesuch um unentgeltliche  (Art. 65 Abs. 1 VwVG) unbesehen der nachgewiesenen  infolge Aussichtslosigkeit abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: