Decision ID: 46614643-808c-42fb-a49e-46678915322b
Year: 2019
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law
Law Sub-area: Oeffentliches Bau-, Raumplanungs- und Umweltrecht
Label: dismissal

Facts:
I. Sachverhalt
1. Der Beschwerdeführer / Gesuchsteller (nachfolgend nur noch «Beschwerdeführer»
genannt) ist Eigentümer der Parzelle Pieterlen Grundbuchblatt Nr. C._. Die Parzelle
liegt in der Landwirtschaftszone LWZ. Am 6. August 2019 stellte die Gemeinde Pieterlen
fest, dass auf der Parzelle mehrere Sanddepots angelegt wurden bzw. werden und dafür
weder eine Baubewilligung noch ein Baugesuch vorliegt.
2. Noch gleichentags erliess die Gemeinde eine Baueinstellungsverfügung, mit welcher
sie die sofortige Einstellung sämtlicher Aktivitäten im Zusammenhang mit den Sanddepots
verlangte bzw. dem Beschwerdeführer, seinen Mitarbeitenden, Angehörigen und Dritten per
sofort die Vornahme weiterer Aktivitäten im Zusammenhang mit den auf der Parzelle
Nr. C._ angelegten Sanddepots verbot bis die bestehenden Mängel behoben sind
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und/oder ein rechtsgültiger Entscheid über ein nachträgliches Baugesuch vorliegt.
Gleichzeitig gab sie dem Beschwerdeführer Gelegenheit, bis am 9. September 2019 zur
Angelegenheit schriftlich Stellung zu nehmen und wies diesen auf die Möglichkeit hin, innert
der gleichen Frist ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Die Kosten der Verfügung
setzte die Gemeinde auf Fr. 220.– fest. Im Übrigen wies sie darauf hin, dass einer allfälligen
Beschwerde gegen die Baueinstellung von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung
entzogen ist und bei Nichtbefolgung der Verfügung eine Busse droht.
3. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 12. August 2019
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Er
beantragt sinngemäss deren Aufhebung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten
der Gemeinde. Gleichzeitig verlangt er, der Entzug der aufschiebenden Wirkung sei sofort
aufzuheben; dieser Antrag wurde vom Rechtsamt der BVE, das die Beschwerdeverfahren
für die BVE leitet,1 als sinngemässes Gesuch um Erlass einer superprovisorischen bzw.
vorsorglichen Massnahme betreffend die Gewährung der aufschiebenden Wirkung an die
Hand genommen. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen sinngemäss
aus, die von ihm mittels der Sanddepots beabsichtigte Bodenaufwertung sei
baubewilligungsfrei und die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.
Im Übrigen macht der Beschwerdeführer geltend, die Baueinstellungsverfügung verzögere
den Rekultivierungsprozess sowie den Anbau der Folgekultur, was wiederum zu
Mehraufwendungen an Arbeitszeit und Maschineneinsatz führe, für welche die Gemeinde
haft- bzw. entschädigungspflichtig sei.
4. Mit Verfügung vom 14. August 2019 hat das Rechtsamt das Gesuch um Erlass einer
superprovisorischen Massnahme abgewiesen. Gleichzeitig bat es die Gemeinde eine
Vernehmlassung zur Beschwerde sowie zum Gesuch um Erlass einer vorsorglichen
Massnahme einzureichen und edierte die Vorakten. Die Gemeinde beantragt, die
Beschwerde sowie die Kosten- und Entschädigungsforderungen des Beschwerdeführers
seien abzuweisen.
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191).
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5. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
II. Erwägungen
1. Eintretensvoraussetzungen
Angefochten ist eine Baueinstellungsverfügung im Sinne von Art. 46 Abs. 1 BauG2. Eine
solche Verfügung kann gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit
Beschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der
Beschwerde zuständig. Der Beschwerdeführer ist als Grundeigentümer und Adressat der
Verfügung ohne Weiteres zur Beschwerde befugt (Art. 65 Abs. 1 VRPG3). Auf seine form-
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.
2. Anfechtungsobjekt / Streitgegenstand
a) Anfechtungsobjekt in einem Beschwerdeverfahren ist die Verfügung der Vorinstanz.
Der Streitgegenstand braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber
auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien
den Streitgegenstand. Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlaufe des
Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.4
b) Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist die Verfügung der
Gemeinde Pieterlen vom 6. August 2019, mit welcher sie die sofortige Einstellung sämtlicher
Aktivitäten im Zusammenhang mit den auf Parzelle Nr. C._ angelegten Sanddepots
verlangte und dem Beschwerdeführer zugleich das rechtliche Gehör gewährte sowie ihn auf
die Möglichkeit hinwies, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Die vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Haftungs- bzw. Entschädigungspflichten seitens der
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0). 3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). 4 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8.
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Gemeinde infolge behaupteter Mehraufwendungen an Arbeitszeit und Maschineneinsatz
bilden hingegen nicht Inhalt der angefochtenen Verfügung und können daher auch nicht
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens sein. Insoweit ist nicht auf die Beschwerde
einzutreten. Gleiches gilt folglich auch für die damit zusammenhängenden Beweisanträge
des Beschwerdeführers (Einholung eines Gutachtens betreffend Ertragsausfall und
Mehraufwand).
3. Baueinstellung
a) Gemäss Art. 46 Abs. 1 BauG verfügt die zuständige Baupolizeibehörde die
Baueinstellung, sobald ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer
Baubewilligung ausgeführt wird. Nicht ausdrücklich genannte, aber selbstverständliche
Voraussetzung für eine Baueinstellungsverfügung ist zudem, dass die vorgenommenen
Bauarbeiten oder das in Ausführung stehende Bauvorhaben überhaupt der
Baubewilligungspflicht unterliegen. Sind diese beiden Voraussetzungen gegeben, so liegt
eine formelle Rechtswidrigkeit vor, die für den Erlass der Baueinstellungsverfügung genügt.
Ob das Bauvorhaben auch materiell rechtswidrig ist oder ob es den Bauvorschriften
entspricht, ist erst in einem allfälligen späteren Baubewilligungs- oder
Wiederherstellungsverfahren zu prüfen. Die materielle Rechtswidrigkeit ist somit für den
Erlass einer Baueinstellungsverfügung nicht Voraussetzung.5 Stellt die Baupolizeibehörde
eine formelle Rechtswidrigkeit fest, so ist sie verpflichtet, die illegale Bautätigkeit zu stoppen.
Sie geniesst dabei keinen Beurteilungsspielraum und hat keine Interessenabwägung
vorzunehmen.6 Da die Baueinstellungsverfügung in der Regel bloss eine vorsorgliche
Massnahme ist, genügt zu deren Erlass, dass aufgrund einer summarischen Prüfung die
(formelle) Rechtswidrigkeit der Bautätigkeit als wahrscheinlich erscheint.7
b) Der Beschwerdeführer verfügt unbestrittenermassen über keine Baubewilligung für
den auf seinem Grundstück deponierten Sand bzw. für die von ihm beabsichtigte
Bodenaufwertung. Er macht sinngemäss jedoch geltend, die von ihm beabsichtigte
Bodenaufwertung sei nicht baubewilligungspflichtig. So betrage der geplante Sandauftrag
5 BVR 2004 S. 424 E. 2. 6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 N. 6 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung. 7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 6b.
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maximal 200 m3 und die zu bearbeitende Bodenfläche insgesamt lediglich 1'600 bis
2'000 m2.
c) Bei der vom Beschwerdeführer beabsichtigten Bodenaufwertung handelt es sich um
eine Terrainveränderung. Gemäss Art. 1a Abs. 2 BauG sind wesentliche
Terrainveränderungen baubewilligungspflichtig. Von der Baubewilligungspflicht
ausgenommen sind nur Terrainveränderungen, die lediglich als Massnahme der
Umgebungsgestaltung dienen und höchstens 100 m3 umfassen (Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD8).
Diese Ausnahme gelangt vorliegend jedoch nicht zur Anwendung. Einerseits nimmt das
Baubewilligungsdekret nur jene Terrainveränderungen von der Baubewilligungspflicht aus,
die der Umgebungsgestaltung dienen. Dazu zählen lediglich Massnahmen in der Umgebung
eines Gebäudes, die einen funktionellen Zusammenhang zum Gebäude bzw. dessen
Nutzung haben (Gartenanlage etc.).9 Dies ist hier nicht der Fall. So soll der Sand zur
Bodenaufwertung eines Teils der Parzelle Nr. C._, mithin der Aufwertung von
Landwirtschaftsfläche und nicht der Umgebungsgestaltung einer Baute, dienen.
Andererseits beabsichtigt der Beschwerdeführer bis zu 200 m3 Material zu verarbeiten, was
dem Doppelten der gemäss Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD zulässigen Menge entspricht. Weiter
kommt vorliegend auch der Vorbehalt von Art. 7 Abs. 1 BewD zum Tragen, wonach selbst
Bauvorhaben nach Art. 6 BewD baubewilligungspflichtig sind, wenn diese ausserhalb der
Bauzone liegen und sie geeignet sind, die Nutzungsordnung zu beeinflussen, indem sie
beispielsweise den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder
die Umwelt beeinträchtigen. Wie soeben erwähnt, handelt es sich bei Parzelle
Nr. C._ um Landwirtschaftsfläche. Die vom Beschwerdeführer beabsichtigte
Terrainveränderung würde also ausserhalb der Bauzone erfolgen. Zudem kann nicht
ausgeschlossen werden, dass der Sand bzw. die Terrainveränderung zu einer negativen
Veränderung der Bodenstruktur oder des Bodenaufbaus führt, welche die
Bodenfruchtbarkeit und damit letztlich die Umwelt beeinträchtigen könnte. Soweit der
Beschwerdeführer geltend macht, gemäss «Richtlinien Terrainveränderungen zur
Bodenaufwertung ausserhalb Bauzonen»10 seien Terrainveränderungen bis zu 200 m3
bewilligungsfrei, verkennt er schliesslich, dass dies nur das Aufbringen von Oberboden
umfasst (sofern dadurch keine Naturschutzobjekte oder Grundwasserschutzzonen betroffen
8 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1). 9 BVR 1990 S. 210 E. 3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1b N. 8 Bst. i. 10 Herausgegeben vom Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) und Amt für Wasser und Abfall (AWA), in Kraft seit 1. April 2017; abrufbar unter: <https://www.bve.be.ch/bve/de/index/direktion/organisation/awa/formulare_bewilligungen/BodenSchiessanlage n.html#middlePar_tabelle_4d64>.
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sind). Bei Sand handelt es sich jedoch nicht um Oberboden, sondern um eine Fraktion von
Untergrund. Folglich kann der Beschwerdeführer aus den besagten Richtlinien von
vornherein nichts zu seinen Gunsten ableiten. Im Übrigen verweisen diese betreffend die
Frage der Baubewilligungspflicht von Terrainveränderungen ohnehin in erster Linie auf das
Baubewilligungsdekret.
d) Aufgrund einer summarischen Prüfung ist somit von der Baubewilligungspflicht der
vom Beschwerdeführer beabsichtigten Bodenaufwertung bzw. Terrainveränderung
auszugehen. Die Gemeinde Pieterlen hat daher zu Recht eine formelle Rechtswidrigkeit
angenommen und die Baueinstellung verfügt. Inwiefern dies – wie vom Beschwerdeführer
ebenfalls geltend gemacht – eine missbräuchliche Rechtsanwendung darstellen soll, ist nicht
ersichtlich. Vielmehr ist die zuständige Baupolizeibehörde von Gesetzes wegen verpflichtet,
illegale Bautätigkeiten zu stoppen (E. 3a). Die Anordnung der Baueinstellung war auch
verhältnismässig, da einerseits ein grosses öffentliches Interesse daran besteht, dass
baubewilligungspflichtige Bauten nicht ohne Baubewilligung erstellt werden.11 Andererseits
war die Anordnung erforderlich und geeignet, um weitere Arbeiten im Zusammenhang mit
den Sanddepots zu verhindern. Die vorläufige Baueinstellung ist für den Beschwerdeführer
auch zumutbar, da damit kein dauerhaftes Verbot ausgesprochen wurde. Zudem betrifft die
Baueinstellung lediglich Arbeiten im Zusammenhang mit den Sanddepots. Sonstige
Arbeiten, wie insbesondere die Aussaat von Zwischen- und Folgekulturen, sind hingegen
nach wie vor erlaubt und wurden vom Beschwerdeführer gemäss seiner Eingabe vom
29. August 2019 auch bereits vorgenommen. Nach dem Gesagten hat die Gemeinde
Pieterlen die angefochtene Baueinstellungsverfügung zu Recht erlassen. Folglich ist auch
nicht zu beanstanden, dass sie dem Beschwerdeführer die Kosten dafür auferlegt hat.
e) Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör
rügt, da ihn die Vorinstanz im Vorfeld des Erlasses der Baueinstellungsverfügung nicht
angehört habe, gilt schliesslich Folgendes: Gemäss Art. 21 Abs. 1 VRPG hört die Behörde
die Parteien grundsätzlich zwar an, bevor sie verfügt oder entscheidet. Sie kann unter
anderem aber darauf verzichten, wenn Gefahr in Verzug ist (Art. 21 Abs. 2 Bst. b VRPG).
Die Dringlichkeit einer Verfügung oder eines Entscheids lässt mit anderen Worten das
Interesse an der vorgängigen Anhörung zurücktreten. Eine Gefahr, die sofortiges Handeln
gebietet, darf jedoch nicht leichthin angenommen werden. Es müssen erhebliche Anliegen
11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a.
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gefährdet sein. Dies ist unter anderem der Fall beim Erstellen von baubewilligungspflichtigen
Bauten ohne Baubewilligung.12 Dies ist vorliegend der Fall, weshalb die Vorinstanz auf eine
vorgängige Anhörung des Beschwerdeführers verzichten durfte. Sein Anspruch auf
rechtliches Gehör wurde folglich nicht verletzt.
f) Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist, soweit darauf
eingetreten werden kann, abzuweisen. Die Baueinstellungsverfügung vom 6. August 2019
ist zu bestätigen. Mit dem vorliegenden Entscheid erübrigt sich zudem die Prüfung des
Gesuchs um Erlass einer vorsorglichen Massnahme (Gewährung der aufschiebenden
Wirkung). Es ist daher als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis
abzuschreiben (Art. 39 Abs. 1 VRPG). Da die massgeblichen Sachverhaltselemente anhand
der zur Verfügung stehenden Akten genügend überprüft bzw. festgestellt werden konnten,
kann schliesslich auch auf die vom Beschwerdeführer zusätzlich beantragten Beweismittel
(Augenschein, Zeugenaussagen und Akteneditionen) verzichtet werden; von diesen sind
keine neuen relevanten Erkenntnisse zu erwarten.
4. Kosten
Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
Pauschalgebühr von Fr. 500.– (Art. 103 Abs. 1 und 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV13).
Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).