Decision ID: a75ef81a-86a7-4326-a17f-cf69aea90651
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die
X._
AG
(vormals
Y._
GmbH) ist für die obligatorische Unfallversicherung bei der Suva angeschlossen (U
rk.
9/8/1).
Im Rahmen
einer Betriebsrevision
für die Periode 2014 bis 2016 (Urk. 9/168-170)
wurden
von der Suva
zusätzliche
, bisher
nicht oder nicht korrekt deklariert
e Löhne
als prämien
pflichtiger Verdienst erkannt und
nacherfasst
(Urk. 9/170/1)
. Infolgedessen
stellte die Suva
der
Y._
GmbH die Prämienrechnung Nr.
«1»
vom 3.
Mai 2018
in der Höhe von insgesamt Fr. 11'476.55
zu
(Urk. 9/171).
Dagegen
erhob die
Y._
GmbH mit Schreiben vom 3
0.
Mai 2018 Einsprache und beantragte, dass die Aufrechnung betreffend das Jahr 2016 (Urk. 9/170/1) «
Barbezug
31.12.2016 auf Konto 1000 geg.
Kt
. Leistungen Dritter (kein Beleg
vorhanden)»
von Fr. 106'638.-
(in der Buchhaltung netto Fr. 92'592.59 ohne Mehrwertsteuer) nicht vorzu
nehmen sei (
Urk.
9/172/1).
Mit
Einspracheentscheid
vom 31. Juli 2020 wies die Suva die Einsprache ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
die
X._
AG
mit Eingabe vom 14. September 2020 Beschwerde und beantragte, der
Einspracheentscheid
vom 31. Juli 2020 und die Prämienrechnung der
Beschwerdegegner
in vom 3. Mai 2018 seien aufzu
heben und entsprechend sei keine Aufrechnung von angeblichen Lohnzahlungen für das Jahr 2016 vorzunehmen; eventualiter sei die vorliegende Streitsache zu weiteren Abklärungen an die
Beschwerdegegner
in zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Die
Beschwerdegegnerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom 23. November 2020 auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 8 S. 2), was der
Beschwerdeführerin
am 2.
Dezember 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
Mit V
erfügung vom 8.
April 2022
wurde der
Beschwerdegegnerin
Gelegenheit gegeben, Stellung
dazu
zu nehmen,
ob und gegebenenfalls wann sowie in welchem Umfang die
Z._
GmbH unfallversicherungsrechtliche Prämienzahlungen für das Jahr 2016 geleistet hat
(Urk. 13 S. 3 f.)
.
Diese Stellungnahme erfolgte mit Eingabe der
Beschwerdegegnerin
vom 1
0.
Mai 2022 samt Beilagen (Urk. 15, Urk. 16/1-2). Die
Beschwerdeführerin
liess sich dazu nicht verlauten (Urk. 17).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung
über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung stan
den, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechts
erhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b).
Die hier zu beurteilende Prämienrechnung bezieht sich auf die Jahre 2014 bis 2016 (Urk. 9/171), weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
1.2.1
Nach
Art. 66 Abs. 1
UVG fallen
unter anderem
Betriebe des Bau- und Installationsgewerbes
(
lit
. b)
in den Tätigkeitsbereich der Suva und die Arbeit
nehmer solcher Betriebe sind obligatorisch bei ihr versichert.
Gemäss Art. 91 Abs. 1 UVG trägt der Arbeitgeber die Prämien für die obli
gatorische Versicheru
ng der Berufsunfälle und Berufs
krankheiten
(Abs. 1)
.
Die Prämien für die obligatorische Versicherung der Nichtberufsunfälle gehen zu Lasten des Arbeitnehmers. Abweichende Abreden zugunsten des Arbeitnehmers bleiben vorbehalten
(Abs. 2)
.
Der Arbeitgeber schuldet den gesamten Prämien
betrag. Er zieht den Anteil des Arbeitnehmers vom Lohn ab
(Abs. 3)
.
1.2.2
Die Arbeitgeber haben laufend Aufzeichnunge
n zu machen, die über Beschäfti
gungsart und Lohn sowie über Zahl und Daten der
Arbeitstage eines jeden Arbeit
nehmers genaue Auskunft geben. Auf Verlangen
geben sie dem Ver
sicherer weite
re Auskünfte über alle die Versicherung betreffenden Verhältnisse sowie Einsicht in die Aufzeichnungen und die zu deren Kontrolle dienenden Unterlagen
(Art. 93 Abs. 1 UVG)
.
Der Versicherer schätzt die Prämienbeträge für ein ganzes Rechnungsjahr zum Voraus und gibt sie den Arbeitgebern bekannt. Bei erheblichen Änderungen können die Prämien im Laufe des Jahres angepasst werden (Art. 93 Abs. 2 UVG).
Die Prämien werden für das Rechnungsjahr jeweils im Voraus entrichtet (Art. 93 Abs.
3 Satz 1 UVG).
Nach Ablauf des Rechnungs
jahres berechnet der Versicherer die endgültigen Prämienbeträge aufgrund der wirklichen Lohnsummen. Wenn die Lohnaufzeichnungen keine sichere Auskunft geben, so werden der Prämienberechnung andere Erhebungen zugrunde gelegt, und der Arbeitgeber verliert das Recht, die festgesetzten Prämien zu beanstanden (Art. 93 Abs. 4 UVG).
Der Arbeitgeber muss dem Versicherer nach Ablauf des Rechnungsjahres innert einer von
diesem
bestimmten Frist
die zur Berechnung der endgültigen Prämien
beträge
massgebenden
Löhne melden (Art. 120 Abs.
2
UVV). Hat der Arbeitgeber die für die Festsetzung der Prämien erforderlichen Angaben nicht gemacht, so setzt der Versicherer die geschuldeten Beträge durch Verfügung fest (Art. 120 Abs. 3 UVV).
1.2.3
Nach Art. 92 Abs.
1 UVG werden die Prämien von den Versicherern in
Promillen
des versicherten Verdienstes festgesetzt.
Dieser ist laut Art. 115 Abs.
1 UVV - abgesehen von einzelnen Ausnahmen - mit dem
jenigen nach Art. 22 Abs.
1 und
Abs.
2 UVV identisch.
Nach dieser Bestimmung gilt als
versicherter Verdienst
- mit Ausnahme der in
lit
. a bis
lit
. d genannten Abweichungen -
der nach der Bundesgesetzgebung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHV)
massgebende
Lohn (Art. 22 Abs. 2
Teilsatz
1
UVV).
1.3
1.3.1
Der in diesem Sinne massgebende Lohn besteht aus dem Einkommen aus un
selbständiger Tätigkeit
(vgl. Art.
5 Abs. 1 AHVG)
;
und zwar sieht
Art. 5 Abs. 2 AHVG
vor
, dass als massgebender Lohn
jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit
gilt.
Die Höhe der vom Arbeitgeber zu entrichtenden Prämie für die obligatorische
Unfall
v
ersicherung hängt
damit
vom Umfang
des Einkommens
aus unselbständiger Erwerbstätigkeit für den betreffenden Arbeitgeber
ab
.
Ein Arbeitgeber kann dieselbe Arbeit durch eigene von ihm
entlöhnte
Angestellte ausführen lassen oder damit einen
selbständigerwerbenden
Dritten oder eine juristische Person beauftragen, welche
hiefür
allenfalls eigene Arbeitnehmer ein
setzt. Im zweiten Fall stellt die an den Dritten geleistete Entschädigung für diese Tätigkeit nicht massgebenden Lohn, sondern Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit beziehungsweise, im Falle einer juristischen Person, überhaupt kein beitragspflichtiges Einkommen dar (BGE 133 V 498 E. 5.1). Mit einer juristischen Person kann demnach kein Arbeitsverhältnis eingegangen werden, woraus massgeblicher Lohn aus unselbständiger Erwerbstätigkeit entrichtet wird. Wurde Arbeit an eine juristische Person vergeben, ist grundsätzlich nicht die Ent
schädigung hieraus der Beitragspflicht unterworfen, sondern der Lohn, den die juristische Person an die (natürliche) Person ausrichtet, welchen diese als Arbeit
nehmer aus unselbständiger Erwerbstätigkeit erhält (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_218/2019 vom 15. Oktober 2019 E. 4.1.1).
1.3.2
Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbständige oder unselbständige
Erwerbstätigkeit vorliegt
, nicht auf Grund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen da
bei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einer oder einem
Arbeitgebenden
in be
triebswirtschaftlicher beziehungsweise arbeitsorganisatorischer Hinsicht
ab
hängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt. Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im
konkreten Fall überwiegen (BGE 146 V 139 E.
3.1 mit Hinweis).
1.3.
3
Selbständige Erwerbstätigkeit liegt im Regelfall dann vor, wenn die beitrags
pflichtige Person durch Einsatz von Arbeit und Kapital in frei bestimmter Selbst
organisation und nach
aussen
sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt mit dem Ziel, Dienstleistungen zu erbringen oder Produkte zu schaffen, deren Inanspruchnahme oder Erwerb durch finanzielle oder geldwerte Gegenleistungen abgegolten wird (BGE 115 V 161 E. 9a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind die Tätigung erheblicher Investitionen, die Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten sowie die Beschäftigung von eigenem Personal charakteristische Merkmale einer selbständigen Erwerbstätigkeit. Das spezifische Unternehmerrisiko besteht dabei darin, dass unabhängig vom Arbeitserfolg Kosten anfallen, die der Versicherte selber zu tragen hat. Für die Annahme selbständiger Erwerbstätigkeit spricht sodann die gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Gesellschaften in eigenem Namen, ohne indessen von diesen abhängig zu sein.
Massgebend
ist dabei nicht die rechtliche Möglichkeit, Arbeiten von mehreren Auftraggebern anzunehmen, sondern die tatsächliche
Auftragslage (BGE 122 V 169 E.
3c mit Hinweisen).
Von unselbständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die für den Arbeits
vertrag typischen Merkmale vorliegen, das
heisst
wenn die versicherte Person Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich von der oder dem «
Arbeitgebenden
» abhängig ist und während der Arbeitszeit auch im Betrieb der oder des
Arbeit
gebenden
eingeordnet ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit ausüben kann. Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die Not
wendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das
An
gewiesensein
auf die Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche Risiko der versicherten Person erschöpft sich
diesfalls
in der (alleinigen) Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer
regelmässig
ausgeübten Tätigkeit, da
rin, dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust von
Arbeitnehmenden
der Fall ist
(BGE 122 V 169 E.
3c mit Hinweisen). Die Abhängigkeit der eigenen Existenz vom persönlichen Arbeitserfolg ist
praxisgemäss
nur dann als Risiko einer
selbständigerwerbenden
Person zu werten, wenn beträchtliche Investitionen zu tätigen oder Angestellten
löhne zu bezahlen sind
(BGE
119 V 161 E. 3b). Hervorzuheben ist, dass sich die Frage nach der Arbeitnehmereigenschaft
regelmässig
nach der
äusseren
Erscheinungsform wirtschaftlicher Sachverhalte und nicht nach allfällig davon abweichenden internen Vereinbarungen der Beteiligten beurteilt, was jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalls zu geschehen hat. Ent
scheidend ist dabei, ob geleistete Arbeit, ein Unterordnungsverhältnis und die Vereinbarung eines Lohnanspruchs in irgendeiner Form vorliegen (Urteil des Bundesgerichts
8C_790/2018 vom 8. Mai 2019 E.
3.2 mit Hinweis).
1.3.4
Gemäss der vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen Weg
leitung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO (WML;
Version 11, gültig ab 1. Januar
2008
,
Stand 1. Januar 2016
; zur Bedeutung von Verwaltungs
weisungen
vgl. BGE
133 V
587 E. 6.1) sind
Merkmale für das Bestehen eines Unternehmerrisikos
im Allgemeinen das Tätigen erheblicher Investitionen, die Verlusttragung, das Tragen des Inkasso- und Delkredererisikos, die Unkosten
tragung, das Handeln in eigenem Namen und auf eigene Rechnung, das Beschaffen von Aufträgen, die Beschäftigung von Personal sowie eigene Geschäftsräumli
chkeiten (
Rz
101
4
).
Das wirtschaftliche beziehungsweise arbeits
organisatorische Abhängigkeitsverhältnis kommt demgegenüber in der Regel beim Vorhandensein der
folgenden Gegebenheiten
zum Aus
druck: Weisungs
recht, Unterordnungsverhältnis, Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung, Konku
rrenzverbot, Präsenzpflicht (
Rz
10
15
).
1.4
Akkordanten
sind Personen, welchen ein Unternehmer oder Betriebsinhaber Arbeiten als Unterlieferanten anvertraut.
Im Regelfall üben sie
eine unselbständige Erwerbstätigkeit aus und
werden
nur dann als
Selbständigerwerbende
qualifiziert
,
wenn sie Inhaber eines eigenen Betriebs sind und so als
gleichberechtigte Geschäftspartner
mit
eigenem Unternehmerrisiko
für den
Akkordvergeber
arbeiten
(ZAK 1989 S. 24 E. 3a, H
179/87
; Urteil des Bundesgerichts
8C_218/2019
vom 15.
Oktober 2019
mit Hinweisen).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung des angefochtenen Entscheid
es
(Urk. 2)
aus,
die
Beschwerdeführerin
habe als Belege zur
Buchung vom 31. Dezember 2016 über Fr.
100'000.
--
eine Rechnung der
Z._
GmbH
(Urk. 9/172/2)
und sieben Rechnungen der
A._
GmbH
(Urk. 9/172/3-9)
vorgelegt. Die Rechnung der
Z._
GmbH vom 1
6.
Dezember 2016 sei für Regiearbeiten auf diversen Baustellen im November
und Dezember
2016
im Betrag von Fr.
45'084.60 ausgestellt worden und der Erhalt
des Betrages in bar sei am 19.
Dezember 2016 handschriftlich vermerkt worden. Gemäss der Buchung Konto 5009 «Leistungen Dritter» habe die (damalige)
Y._
GmbH (
heute
X._
AG)
am 18.
November 2016 Fr. 41'635.-- vom Konto 1000 «Kasse» an die
Z._
GmbH bezahlt.
Bei Regiearbeiten handle es sich indes nicht um Werke im Sinne des Werkvertragsrechts, sondern um Stundenabrechnungen, hier von Fr. 55.-- pro Stunde. Baumaterialien seien keine verrechnet worden. Die bestehende Aktenlage belege keine Vergütung für ein Werk, sondern Akkord
arbeiten. Zudem verfüge die
Z._
GmbH über keine Betriebsmittel und sei nicht aktiv gewesen. Auch sei die
Z._
GmbH im November und Dezember 2016 gegenüber der (damaligen)
Y._
GmbH weder mit Werkvertrag noch mit Rahmenvertrag verpflichtet gewesen, so dass allein die
Y._
GmbH gegenüber dem Auftraggeber für Arbeiten hafte. Die Bezahlung der aufgewendeten Arbeits
zeit ohne Verrechnung von Arbeitsmaterial und der Beschrieb als Regiearbeit würden darauf hindeuten, dass die entsprechenden Arbeitnehmer in arbeits
organisatorischer Hinsicht von der
Y._
GmbH abhängig gewesen seien und weder die
Z._
GmbH noch die Arbeitnehmer selber ein spezifisches Unter
nehmerrisiko zu tragen gehabt hätten. Von einem gleichgeordneten Geschäfts
partner, der gegenüber der Bauherrschaft auch
für schlecht ausgeführte Arbeiten hafte, könne damit keine Rede sein.
Ohne Betriebsmittel und ohne Werkvertrag sei die
Z._
GmbH bei Ausführung von Regiearbeiten im Stundenlohn nicht unternehmerisch aktiv gegenüber dem Auftraggeber gewesen. Daher müsse da
von ausgegangen werden, dass die Rechtsform der juristischen Person nur aus versicherungsrechtlichen Motiven gewählt worden sei, um Beiträge und Prämien einzusparen. Es bestünden keine Unterlagen, welche Zahlungen an eine juristische Person mit rechtlicher Selbständigke
it aus sozialversicherungs
recht
licher Sicht belegen könnten. Daher seien die genannten Zahlungen von Fr. 41'635.-- und von Fr. 45'084.
60, insgesamt von Fr. 86'719.60,
als Lohn
zahlungen an natürliche Personen zu berücksichtigen.
Des Weiter
e
n gebe es für Auszahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 40'740.70, welche gemäss
den vorgelegten Kontoauszügen zum
K
onto
1000 und
Konto
5009 ohne Bezeichnungen verbucht worden seien, keine Belege.
Es handle sich um die A
uszahlungen
vom 1
2.
Februar 2016 über
Fr.
6'120.
--, vom 1.
März 2016 über
Fr.
3’00
0
.--, vom 13. April 2016 über Fr. 2'120.
-- und vom 6.
Juli 2016 über Fr. 11'942.
60, insgesamt von F
r.
23'222.60 bezüglich des Kontos 1000 «Kasse», sowie um die Auszahlung über F
r.
17'518.01
betreffend das Konto 500
9.
Die vor
gelegten Rechnungen mit Namen der
A._
GmbH würden andere Rechnungs- und Zahlungsdaten sowie andere Zahlungsbeträge enthalten.
Der Bruttobetrag von
Fr.
8'043.84 gemäss der Rechnung der
A._
GmbH vom 18. April 2016 sei weder auf dem Konto 100 «Kasse» noch auf dem Konto 5009 als Auszahlung verbucht. Stattdessen enthalte die Rechnung die hand
schriftliche Notiz «privat bez.». Damit fehle der Nachweis einer Buchführung. Ähnliches gelte für den Bruttobetrag Fr.
10'711.44 gemäss der Rechnung der
A._
GmbH vom 1
0.
Mai 2016 und den Bruttobetrag
von Fr. 17'154.72 gemäss der Rechnung vom 12. Dezember 201
6.
Gesamthaft
fehle die Buchung von Barzahlungen im Betrag von insgesamt Fr. 35'910.-- in der Finanz
buchhaltung der (damaligen)
Y._
GmbH
.
Die Pflicht zur sorgfältigen Geschäftserledigung und Aufzeichnung sei damit offensichtlich verletzt worden.
Zusammenfassend sei festzuhalten, dass Barauszahlungen im Namen der
Y._
GmbH von mehr als Fr. 100'000.-- für unselbständige Akkordarbeiten aus
gerichtet worden seien. Die mit der Einsprache aufgelegten Belege stünden der Lohnsummenbetrachtung gemäss Prämienrechnung nicht entgegen
(
Urk. 2 S. 3 ff.).
2.2
Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein,
die mit der Einsprache vorgelegten Rechnungen würden belegen, dass die Barzahlungen von mehr als
F
r.
100'000.-- für selbständige Akkordarb
eiten ausgerichtet worden seien;
daher sei auch die Prämienrechnung nicht korrekt.
Richtig sei bezüglich der Argumentation der Beschwerdegegnerin
zwar
, dass sie, die
Beschwerdeführerin,
den Unterakkordanten - wie dies auch üblich sei - normalerweise das Arbeits
material zur Verfügung stelle und gemäss der bundesgerichtlichen Recht
sprechung Akkordanten in der Regel unselbständig seien. Jedoch würden sie als
Selbständigerwerbende
qualifiziert, wenn die Merkmale für die freien Unter
nehmertätigkeiten klar überwiegen würden und nach den Umständen anzu
nehmen sei, dass sie dem
Akkordvergeber
als gleichgeordnete Geschäftspartner gegenüberstünden
(Urk. 1 S. 3)
.
Sowohl die Barzahlung von Fr. 44'965.80 am 18. November 2016
als auch die Rechnung über Fr. 45'084.60 vom 16. Dezember 2016 seien für Regiearbeiten der
Z._
GmbH bezahlt worden. Dabei
habe
die
Z._
GmbH ein eigenes Geschäftsrisiko
gehabt
, indem sie den Auftrag für den offerierten Preis zum Wohlwollen des Auftraggebers
habe
erledigen müssen.
Sie habe selbst bestimmen können, wie viele Arbeitnehmer den Auftrag auf der Bau
stelle ausführen, und sie sei organisatorisch insofern frei gewesen, als bloss ein Enddatum für die Auftragserledigung festgesetzt worden sei. Sie, die Beschwerdeführerin, hätte zudem bei mangelhafter Ausführung Regress auf die
Z._
GmbH nehmen können. Insofern könne von einem gleichgeordneten Gesch
äftspartner ausgegangen werden. Es handle sich um
einen
gewöhnlichen Auftrag an Akkordanten und nicht um eine Umgehung von Sozialversicherungs
beiträgen
(
Urk.
1 S. 5
)
.
Sie habe stets geprüft, ob es sich um eine aktive
Unternehmung
handle, bevor sie der
Z._
GmbH, welche am 20. Januar 2000 im Handelsregister eingetragen worden und bis ins Jahr 2018 aktiv gewesen sei, habe Aufträge zukommen lassen. In Liquidation sei die
Z._
GmbH erst seit dem 16. Januar 2018, weshalb erst im Jahr 2018 keine Betriebsmittel und keine Aktivität mehr bestanden hätten, wogegen es sich hier um Aufträge handle, welche die
Z._
GmbH im Jahr 2016 ausgeübt habe. Sie, die Beschwerdeführerin, habe keine Zweifel daran gehabt, dass diese
Gesellschaft
, welche bereits seit geraumer Zeit bestanden habe, korrekt geführt werde und auch die Löhne an die Arbeitnehmer korrekt ab
geliefert würden. Dieses Unternehmen sei gemäss Handelsregistereintrag ab 2015 auf Akkordarbeiten spezialisiert, weshalb es die Aufträge erhalten habe. Dass die
Z._
GmbH es unterlassen habe, die Prämien für die Unfallversicherung zu bezahlen, könne ihr, der Beschwerdeführerin, nicht angelastet werden. Sie habe nicht nur die
Z._
GmbH, sondern auch weitere mit ihr zusammenarbeitende Subunternehmer - soweit möglich - kontrolliert und bei der Auftragsvergabe geprüft, ob die jeweilige
Unternehmung
gemäss Handelsregister - soweit registrierungspflichtig - aktiv gewesen sei. Sicherlich hätten diese Sub
unternehmer auch Aufträge an Subunternehmen weitervergeben. Es sei ihr jedoch stets wichtig gewesen, dass die Mindestvorgaben eingehalten würden, was die Subunternehmer zugesagt hätten. Die Barzahlungen seien an die
Unternehmen
geflossen. Wenn sie Sozialversicherungsbeiträge hätte umgehen wollen, hätte sie in der Buchhaltung gar nichts erwähnt. Die Führung einer sauberen Buchhaltung sei ihr aber gerade wichtig, wobei einzugestehen sei, dass der ehemalige Treu
händer nicht sämtliche Zahlungen sauber aufgeführt habe. Er sei daher gewechselt worden. Die Buchhaltung stimme aber im Grossen und Ganzen, wes
halb auch
darauf abgestellt werden könne
(
Urk.
1 S. 4 f.).
Bezüglich der unter «Kasse 1000» aufgeführten Beträge
(Urk. 9/172/10-15)
sei teilweise
vergessen worden
zu erwähnen, dass die Auszahlungen an die
A._
GmbH erfolgt seien.
Allerdings erg
äben
sich durch den Vergleich mit den Rechnungen (Urk. 6/172/3-9) auch Übereinstimmungen, wie diejenige bei der Rechnung vom 7. April 201
6.
Die Buchhaltung sei tatsächlich nicht äusserst sorgfältig geführt worden, doch bestünden die Rechnungen der
A._
GmbH. Diese seien vom Treuhänder in
der Buchhaltung unter den Konten
«1000 Kasse»
(Urk. 9/172/10-15)
und «5009 Leistungen Dritter»
(Urk. 9/172/16-19) nicht aufgeführt worden. Daher sei mit Eintrag vom 31. Dezember 2016 der Betrag von Fr. 100'000.-- als Drittauszahlung
verbucht worden, womit versucht worden sei, die Buchhaltung zu bereinigen, und wodurch die Barzahlungen in der Buchha
ltung nicht fehlen würden (Urk.
1 S. 5 f.).
In formeller Hinsicht werde beanstandet, dass die Beschwerdegegnerin die Auf
träge an die (Sub-)Akkordanten als unselbständige Erwerbstätige auffasse und entsprechend die Prämien als Lohnzahlungen erheben möchte. Sie
wäre zumindest gehalten gewesen, die vorhandenen Zahlungen und Rechnungen mit der Buchhaltung der
A._
GmbH zu vergleichen, welche ihr ebenfalls unterstellt sei
und bei welcher es sich um eine aktive
Gesellschaft
handle, zumal sie als einzige die Plausibilität der Zahlungen mittels beider Buchhaltungen über
prüfen könne.
Diese Abklärung wäre im Sinne des Untersuchungsgrundsa
tzes
zwingend
notwendig gewesen, weshalb die Streitsache an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen sei, wenn sie noch immer daran festhalten möchte, dass die Zahlungen an die
A._
GmbH nicht s
chlüssig seien (Urk. 1 S. 2 und S. 5).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin
in Bezug auf das Jahr 2016
zu Recht
den Betrag von Fr. 106'638.-- («
Barbezug
31.12.2016 auf K
onto 1000 geg.
K
t
.
Leistungen Dritter [kein Beleg vorhanden] Aufrechnung Inhaberin»; Urk. 9/168/2) als prämienpflichtigen Verdienst nacherfasst hat und infolgedessen die
Prämiennachzahlung
für die Rechnungsperiode 2014 bis 2016 korrekt
auf
insgesamt
Fr. 11'476.55
(Urk. 9/171/1)
festgesetzt hat.
Zu klären ist in diesem Zusammenhang
insbesondere
, ob die Beschwerdegegnerin
im angefochtenen
Einspracheentscheid
zu Recht davon ausging, dass von der Beschwerdeführerin (zusätzlich
zu den deklarierten L
ohnaus
gaben) Baraus
zahlungen von mehr als Fr. 100'000.-- für unselbständige Akko
rdarbeiten
aus
gerichtet wurden
, welche als prämienpflichtige Lohnzahlungen zu berücksichtigen sind
(Urk. 2 S. 5)
.
3.
3.1
3.1.1
Es ist u
nstrittig, dass die
Beschwerdeführerin
am 31. Dezember 2016 einerseits
unter dem Buchungstext «Dritt»
den Betrag von Fr. 92'592.59 auf dem Konto «5009 Leistungen Dritter» (Urk. 9/172/18) und andererseits auf dem
(Gegen-)Konto «1000 Kasse»
mit demselben Buchungstext
den Betrag von Fr. 100'000.-- (Urk. 9/172/15) für Barzahlungen an Dritte im Zusammenhang mit Arbeiten von Akkordanten verbucht hat.
3.1.2
Hierzu wurde
mit Einsprache vom 30.
Mai 2018 (Urk
.
9/17
2/1)
unter anderem die
Rechnung
der
Z._
GmbH
vom 16. Dezember 2016 in der Höhe von Fr. 45'084.60
(Fr. 41'745.-- zuzüglich 8 %
MwSt
respektive Fr. 3'339.60)
vor
gelegt (Urk. 9/172/2). Diese
weist Regiearbeit von 759 Stunden à
Fr. 55.-- im Zeitraum «November/Dezember» (2016) auf «diversen Baustellen» aus
.
Der Empfang dieses Betrages i
n Bar wurde mit Stempel der
Z._
GmbH und hand
schriftlicher Unterschrift am 19. Dezember 2016 auf der Rechnung quittiert
(Urk. 9/172/2)
.
In
der Buchhaltung der Beschwerdeführerin
wurde e
ine Zahlung in dieser Höhe mit Datum vom 19. Dezember 2016 im Konto «1000 Kasse» unter dem Buchungstext
«Auszahlung», Gegenkonto 1
020, Soll
(Urk. 9/172/15
)
,
erfasst.
Es
ist unstrittig, dass die Barzahlung von Fr. 45'084.60 von der
Beschwerde
führerin
an die
Z._
GmbH tatsächlich geleistet wurde. Davon ist auszugehen.
Am
18. November 2016
hatte
die
Beschwerdeführerin
auf dem Konto «5009 Leistungen Dritter» (Gegenkonto 1000)
ferner
die weitere
Zahlung von Fr. 41'635.--
(Soll
seite
)
an die
Z._
GmbH
erfasst
(Urk. 9/172/18).
Im
(Gegen-)
K
onto
«1000 Kasse» wurde am 18. November 2016
ein ähnlicher Betrag von Fr. 44'965.80 (Haben
seite
) unter dem Buchungstext «
Z._
GmbH» ver
bucht (Urk. 9/172/14).
3.1.3
Gemäss dem Handelsregisterauszug zur
Z._
GmbH
(UID [
Unternehmens-Identifikationsnummer
] Nr.
«...»
; abrufbar unter
www.zefix.ch
) bestand diese Gesellschaft nach der Änderung von Firma und Zweck am 2. November 2015 (von der
B._
GmbH
[Zweck u.a. Lebensmittelhandel und Gastronomie] in die
Z._
GmbH [Zweck im Bereich des Baugewerbes]) bis zur Auflösung von Amtes wegen am 19. Januar 201
8.
Ab dem 10. November 2015, und damit auch im hier interessierenden Jahr 2016, war
C._
als alleiniger
Gesellschafter
der
Z._
GmbH eingetragen. Im November 2019 wurde sie im Handelsregister von Amtes wegen gelöscht, da sie
keine Geschäfts
tätigkeit mehr
aufwies
und keine verwertbaren Aktiven mehr hat
te
sowie
kein Interesse an der Aufrechterhaltung der Eintragung innert angesetzter Frist geltend gemacht wurde.
Den Akten ist
zur
Z._
GmbH
zu entnehmen
(Betriebsdossier, Urk. 10/1-71)
, dass
sich die
se
am
5
. Januar 2016 bei der
Beschwerdegegnerin
angemeldet
und darin
(Urk. 10/1/2)
sowie in der Betriebsbeschreibung
vom 13.
Januar 2016
(Urk. 10/3/1)
die Beschäftigung von zwei Personen mit einer Gesamtlohnsumme von Fr. 120’000.--
pro Jahr
angegeben hat.
Als Tätigkeiten des Unternehmens wurden allgemeine Bautätigkeiten angegeben (Urk. 10/3/1).
Die
Beschwerde
gegnerin
stellte
der
Z._
GmbH
in der Folge
-
nebst de
n
Prämie
n
für die Monate Oktober bis Dezember 2015
(Urk. 10/7, Urk. 10/11)
und
das Jahr 2017 (Urk. 10/40) -
quartalsweise
für das Jahr 2016
die provisorischen Prämien
in Rechnung
(Urk. 10/8, Urk. 10/10, Urk. 10/15, Urk. 10/30)
.
Nach
diversen
Mahnungen (Urk. 10/12-14
, Urk. 10/17-18, Urk. 10/21, Urk. 10/23, Urk. 10/29
, Urk. 10/41
, Urk. 10/46
) und
Fortsetzung
en
der
Betreibungen (Urk. 10/
16
, Urk. 10/20, Urk. 10/24-28, Urk. 10/31-32, Urk. 10/36
, Urk. 10/42-43
, Urk. 10/49
, Urk. 10/54-55
) resultierte
n
am 29. September
2016,
2. Dezember 2016
und am 5. April 2017
Verlustscheine
(Urk. 10/
33-35
, Urk. 10/47
, Urk. 10/61
)
.
Auf diesen wurde zum Pfändungsvollzug
jeweils
vermerkt, die
Z._
GmbH verfüge nach Angaben des Geschäftsführers und Gesellschafters
C._
über keinerlei pfändbare
A
ktiven
oder Forderungen gegenüber Dritten (Urk. 10/33/2, Urk. 10/47/2
, Urk. 10/61/2
).
Mit Schreiben vom 12. D
ezember 2016,
7.
und 20.
Februar 2017
forderte die
Beschwerdegegnerin
die
Z._
GmbH auf,
ihr
zwecks Bestimmung der definitiven Prämie für das Jahr 2016
Angaben zu den Lohnsummen des Betriebes zuzustellen (Urk. 10/45/1, Urk. 10/51
,
Urk. 10/53
).
Hierauf
erfolgte
keine Antwort. Die Rechnung für die definitive Prämie (Differenz) für das Jahr 2016 wurde
schliesslich - mangels Angaben
der GmbH
– am
1.
März 2017
verfügungsweise (Art. 120 Abs. 3 UVV)
a
ufgrund einer Lohnsumme von Fr.
161'000.--
festgesetzt (Urk. 10/56).
In ihrem
Schreiben
an die
Z._
GmbH
vom 10. März 2017
hatte
die Beschwerdegegnerin
festgehalten,
die bis 30. September 2016 fälligen Prämien
seien bezahlt
(Urk. 10/58).
Im
Schreiben der Beschwerdegegnerin an die
Z._
GmbH vom 11. August 2017 wurde - nach Betreibung der definitive
n
Prämie 2016 (Urk. 10/67, Urk. 10/70) -
ausserdem
ausgeführt
, die Hauptforderung der Rechnung (ohne Betreibungskosten) für die definitive Prämie (Differenz)
sei
beglichen (Urk. 10/71).
Die
Beschwerdegegnerin
erklärte in der Stellungnahme vom 10. Mai 2022 zu diesen beiden Schreiben, es handle sich hierbei um auto
matisiert erstellte Schreiben, mit welchen fälschlicherweise eine Prämienzahlung bestätigt worden sei, weil ihr Verwaltungssystem die erfolgten Abschreibungen der Prämien wie Prämienzahlungen berücksichtigt habe und gewisse Positionen damit ausgeglichen gewesen seien. Die Prämienausstände seien aber nicht von der
Z._
GmbH beglichen, sondern von ihr, der Beschwerdegegnerin, ab
geschrieben worden. Die
Z._
GmbH habe ihr zu keinem Zeitpunkt Prämien
zahlungen für die Unfallversicherung geleistet (Urk. 15 S. 1).
Diese Erklärung der
Beschwerdegegnerin
(Urk. 15) blieb unbestritten (Urk. 17) und wurde ausserdem mit dem
Kontoauszug des Rechnungswesens der
Beschwerdegegnerin
betreffend die
Z._
GmbH (Zeitraum Januar 2016 bis 13. Juli 2017; Urk. 16/1)
und dem Ausdruck zur Prämienzusammenstellung für das Jahr 2016 (Urk. 16/2) belegt.
Damit steht unstrittig fest, dass die
Z._
GmbH während der ganzen Zeit ihres Bestehens und insbesondere auch für das Jahr 2016 keine Prämien an die
Beschwerdegegnerin
für die Unfallversicherung bezahlt hat.
3.1.4
Hinzu kommt, dass die
Z._
GmbH nach deren Angaben gegenüber der Beschwerdegegnerin Lohnausgaben lediglich für den alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer
C._
und einen weiteren Mitarbeiter vorsah (Urk. 10/3/1). In der Lohndeklaration vom 15. September 2016 gegenüber der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, wurde eine «voraussichtliche Lohnsumme» (Urk. 10/38/2) für
C._
, Beschäftigungsdauer November 2015 bis Dezember 2016, von Fr. 63'000.-- und für eine Mitarbeiterin von Fr. 7'000.-- mit einer Beschäftigungsdauer lediglich von Januar bis Februar 2016 angegeben (Urk. 10/38/2-4).
Somit arbeitete haupt
sächlich
C._
für die
von ihm beherrschte
Z._
GmbH respektive beschränkte sich deren Arbeitskraft wirtschaftlich im Wesentlichen auf jene einer natürlichen Person.
Dies, die ausbleibende Antwort zur Anfrage der Beschwerde
gegnerin nach der (prämienrelevanten) Lohnsumme des Betriebes für das Jahr 2016 (Urk. 10/45/1, Urk. 10/51, Urk. 10/53) und - nur wenige Monate nach der Geschäftseröffnung im November 2015 - die wiederholte Erklärung des Geschäftsführers und Gesellschafters
C._
im Pfändungsvollzug vom 24. August und 2. November 2016 sowie vom 28. Februar 2017, dass die Gesell
schaft über keinerlei pfändbare Aktiven oder Forderungen gegenüber Dritten ver
füge (Urk. 10/33/2, Urk. 10/47/2, Urk. 10/61/2), lässt darauf schliessen, dass die Geschäftsaktivität der
Z._
GmbH im Jahr 2016 sehr gering war und sich insbesondere gegen Ende 2016 auf die Akkordarbeiten
im Stundenlohn
bei der Beschwerdeführerin
durch
C._
beschränkte
(vgl. dazu auch E. 3.2 hernach)
.
Die
Beschwerdegegnerin
(Urk. 2 S. 4, Urk. 8 S. 3)
schloss
vor diesem Hintergrund
zu Recht
auf fehlende unternehmerische
Aktivität
und fehlende Betriebsmittel
.
3.1.5
Bei dieser Sachlage ist mit der
Beschwerdegegnerin
(Urk. 2 S. 4) davon auszu
gehen, dass
insgesamt Umstände vorliegen, die darauf schliessen lassen, dass die Rechtsform der GmbH
bei der
Z._
GmbH
rechtsmissbräuchlich
nur aus ver
sicherungsrechtlichen Motiven
gewählt wurde und
die Gesellschaft
- zumindest im Verhältnis zur Beschwerdeführerin - keine eigentliche unternehmerische Tätigkeit entfaltete
. Die rechtliche Selbständigkeit der
Z._
GmbH kommt aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht daher hier nicht zum Tragen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_218/2019 vom 15. Oktober 2019 E.
4.2.1-
4.2.2
).
3.
2
3.2.1
Insgesamt überwiegen ferner
bezüglich der Barzahlungen der
Beschwerdeführerin
an die
Z._
GmbH
die Merkmale unselbständiger Erwerbstätigkeit, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
Wie die
Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt hat (Urk. 2 S. 4), handelt es sich bei der von der
Beschwerdegegnerin
der
Z._
GmbH vergütete
n
Regiearbeit
um stundenweise abgerechnete Leistungen
mit einem Stundenansatz von Fr. 55.-- (Urk. 9/172/2)
.
Unter
Regieleistungen sind
im Rahmen eines Werkvertrages
Arbeiten
zu verstehen
, die
nach Massgabe des Wertes der Arbeit und der Aufwendungen
bezahlt werden
, ohne dass zum Voraus ein Preis für das zu erbringende Werk genau bestimmt wurde (Art. 374 in Ver
bindung mit Art. 373 Abs. 1 des Obligationenrechts, OR
;
vgl.
Urteil des Bundes
gerichts 4C.385/2005 vom 31. Januar 2006 E. 5
).
Regiearbeit
, mithin Arbeit
nach dem erforderlichen Aufwand
,
pro Zeiteinheit
,
kann auch im Rahmen eines Arbeitsvertrages vorgesehen sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4C.464/1999 13.
Juni 2000
E. 3)
. Die
Leistung
«
Arbeit auf Zeit
»
ist
typisches Merkmal des Arbeitsvertrages (
BGE 122 V 169 E. 3c
)
.
3.2.2
Unabhängig von der
-
hier
nicht
ausschlaggebenden
(vgl.
BGE 146 V 139 E. 3.1
) -
zivilrechtlichen Einordnung des Ve
rtragsverhältnisses zwischen der
Beschwerdeführerin
und der
Z._
GmbH
respektive
C._
ist
ent
scheidend, dass mit der Entschädigung der
verrichteten
A
rbeiten
mit einem fixen Stundenlohn
in Regiearbeit
kein Inkassorisiko
für die
Z._
GmbH
respektive
C._
bestand; denn
diese
hatte
nicht
mit der Möglichkeit
eines Inkassoverlustes
von
(
den
Kunden gegenüber fakturierten
)
Forderungen zu
rechnen
(vgl.
Urte
il des Bundesgerichts 8C_222/2014 vom 1. Mai 2014 E. 4.2)
.
Auch sonst
war
in Bezug auf die für die
Beschwerdeführerin
stundenweise zu erledigenden Bauarbeiten insgesamt weder die Notwendigkeit für beträchtliche Investitionen, noch das Risiko für eine Verlust- oder Unkostentragung
gegeben
. So wurde
n
weder für Baumaterial noch für andere Sachauslagen Ent
sc
hädigungen in Rechnung gestellt. D
as für die Arbeitserledigung nötige A
r
beits
material wurde unstrittig von der
Beschwerdeführerin
zur Verfügung gestellt.
Zur Arbeitserledigung bestand
zudem
keine Notwendigkeit
eigener Betriebs
räumlichkeiten
, da die Arbeit auf diversen
vorgegebenen
Baustellen
(Urk. 9/172/2)
zu verrichten war.
Es
ist
damit von
eine
r
Einbindung in die
Arbeitsorganisation
nach Vorgabe der
Beschwerdeführerin
auszugehen
, zumal
-
w
ie bei Tätigkeiten von Akkordanten
üblich
-
die
Z._
GmbH
respektive
der
Akkordant
für die Tätigkeiten auf den Baustellen nur beigezogen
wurde
. Dass
sie
selbst die diesbe
züglichen Bauaufträge beschafft
, die Bauprojekte
und
Arbeits
stellen ausgesucht
habe
und
gegenüber den
Kunden in eigenem
Namen
auf
getreten
sei
sowie
auf eigene Rechnung
gehandelt habe
, wurde von der
Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S. 5)
denn auch nicht behauptet.
Ferner war die
Z._
GmbH respektive der
Akkordant
C._
- wie
in
Erwägung
3.4.1
ausgeführt
-
in hohem Masse von der Beschwerdeführerin wirtschaftlich ab
hängig
und
die gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Gesellschaften in eigenem Namen
ist nach
ihrer
tatsächlichen Auftrags
- und Finanz
lage auszuschliessen.
Unter diesen Umständen ist bei der
Z._
GmbH
respektive
C._
nicht von einem gleichgeordneten Geschäftspartner mit eigenem spezifischen Unternehmerrisiko auszugehen
.
3.
3
3.3.1
Daran ändert nichts, dass die
Beschwerdeführerin
, wie sie geltend macht (Urk. 1 S. 4), vor der Arbeitsübergabe angeblich geprüft hat, dass es sich bei der
Z._
GmbH um eine im Handelsregister eingetragene, aktive Gesellschaft handelt, und dass s
i
e keine Zweifel daran hatte, dass diese korrekt geführt werde.
Nachweise zur Selbständigkeit der hinzugezogenen Arbeitskräfte
wurden keine benannt oder vorgelegt und
es fehlen
- wie ausgeführt - auch überwiegende Hinweise auf eine solche.
Was
die
Beschwerdeführerin
des Weiteren
vorbringt, rechtfertigt
ebenfalls
keine andere Betrachtungsweise.
Namentlich wurden die Behauptungen der
Beschwerdeführerin
, dass die
Z._
GmbH «
für den offerierten Preis
den Auf
trag
zum
Wohlwollen
des Auftraggebers
»
habe
erledigen müssen
und sie, die
Beschwerdeführerin
,
bei mangelhafter Ausführung auf die
Z._
GmbH hätte
Regress
nehmen können (Urk. 1 S. 5), nicht belegt und ergeben sich auch nicht aus den Akten. Insbesondere aber weist die ausgewiesene stundenweise Ab
rechnung der Regiearbeiten gerade nicht auf einen offerierten, zum Voraus ver
einbarten Preis hin. Auch würde
eine allfällig
e
(vertraglich vorgesehene) Mög
lichkeit der
Beschwerdeführerin
, im Fall ihrer Haftung gegenüber dem Bauherrn
Regress auf ihren Akkordanten nehmen zu können,
gerade k
ein Hinweis
dar
stellen
auf gleichberechtigte Geschäftspartner mit je eigenem Unternehmerrisiko, indem unabhängig vom Arbeitserfolg Kosten anfallen, die jeder Geschäftspartner (Beschwerdeführerin und
Z._
GmbH) selber zu tragen
hätte
(
vgl.
BGE 122 V 169 E. 3c).
Selbst wenn zudem von einer vertraglichen Vereinbarung einer Mängelhaftung der
Z._
GmbH gegenüber der
Akkordvergeberin
aus
gegangen würde und die vertragliche Vereinbarung damit ein Element aufweisen würde, das
(auch) bei einer selbstän
digen Erwerbstätigkeit vorkommt
,
wäre diese nicht massgeblich. Denn für die
sozialversicherungsrechtliche Qualifikation
ist
nicht die selbst ausgewählte, sondern die tatsächliche Ausgestaltung der gegen
seitigen (vertraglichen) Rechtsbeziehungen entscheidend
(vgl. BGE 144 V
111
E.
4.2
; Urteil des Bundesgerichts 8C_218/2019 vom 15.
Oktober 2019
E. 4.3.2). Zudem kann schon unter Berücksichtigung der übrigen, hiervor (E. 3.2) genannten Umstände jedenfalls nicht von überwiegenden Hinweisen auf ein nennenswertes Unternehmerrisiko
der
Z._
GmbH
gesprochen werden.
Auch die Einwendung der
Beschwerdeführerin
,
die
Z._
GmbH sei organisatorisch insofern frei gewesen, als bloss ein Enddatum für die Auftrags
erledigung festgesetzt worden sei (Urk. 1 S. 5)
, dringt nicht durch
. Denn
eine
(hier
nicht belegte
)
Frist
an
s
etzung
zur Arbeitserledigung ist auch gegenüber Arbeit
nehmern
nicht ungewöhnlich
und als Kriterium für die Qualifizierung, ins
besondere
bei
einer Akkordarbeit im Baugewerbe mit strikten Bau- und Zeit
plänen, als selbständige Erwerbstätigkeit ungeeignet.
Dass die
Z._
GmbH
selbst habe bestimmen können
, wie viele Arbeitnehmer den Auftrag auf der (jeweiligen) Baustelle ausführen würden, wie die
Beschwerdeführerin
weiter geltend macht (Urk. 1 S. 5),
ist ebenfalls nicht aktenkundig
. Aber selbst wenn feststehen würde, dass eine gewisse Selbständigkeit hinsichtlich Personal
entscheidungen bestand,
würden
insgesamt
jedenfalls
die Merkmale unselbständiger Erwerbstätigkeit
überwiegen
.
Denn
die
Vorbringen
de
r
Beschwerdeführer
in
ändern insbesondere
nichts daran, dass
sie
der
Z._
GmbH
respektive
C._
unter Bereitstellung der Materialien
im vorbestimmten Bauprojekt
ausführende Bauakkordarbeiten über
trug und diese
(r)
lediglich den Arbeitsaufwand in Rechnung stellte.
Die
Z._
GmbH
respektive
C._
war - ungeachtet der Frage nach weiteren hin
zugezogenen Unterakkordanten - in der Arbeitsorganisation der Beschwerde
führerin eingebunden und trug kein spezifisches Unternehmerrisiko.
3.
3.2
Nach dem Gesagten
ist
hier
vom Regelfall
auszugehen,
wonach Akkordanten
nach der Rechtsprechung zu Art. 5 Abs.
2 AHVG eine unselbständige Erwerbs
tätigkeit ausüben
(vgl. E. 1.4 hiervor; Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_218/2019
vom 15.
Oktober 2019
E. 4.3.1
und 8C_222/2014 vom 1.
Mai 2014
E. 4.3, je
mit Hinweisen).
Es
ist
somit
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
(Urk. 2 S. 4, Urk. 8 S. 3)
in Bezug auf das Verhältnis zwischen der
Beschwerdeführerin
und der
Z._
GmbH respektive
C._
auf unselbständige Erwerbs
tätigkeit
schloss
und
die Barzahlungen
an die
Z._
GmbH
vom 19.
Dezember 2016
für Akkord- respektive Re
giearbeit
gemäss der Rechnung
der
Z._
GmbH
vom
16.
De
zember 2016 in der Höhe von Fr.
45'084.60
(Urk. 9/172/2) und vom 18.
November 2016
gemäss der
Buchung
auf dem Konto «5009 Leistungen Dritter»
in der Höhe von
Fr.
41'635.--
(
Urk.
9/172/18)
, insgesamt Fr. 86'719.60,
als
prämienpflichtigen Lohn an eine natürliche Person
für das Jahr 2016
qualifizierte.
4.
4.1
Zu prüfen ist
des Weiteren
, ob auch der restliche
als prämienpflichtiger Lohn aus unselbständiger Tätigkeit angerechnete
Betrag von Fr.
19'918.40
(Differenz zum strittigen Betrag von Fr. 106'638.--
; Urk. 9/168/2) als
solcher
zu qualifizieren ist.
Die
Beschwerdegegnerin
begründet diese Qualifizierung damit, dass es gemäss den
vorgelegten
Kontoauszügen zu den Konten «1000 Kasse» und «5009 Leistungen Dritter»
für Auszahlungen ohne Bezeichnungen von insgesamt Fr. 40'740.70 keine Belege gebe und
in Verletzung der P
flicht zur sorgfältigen Geschäftserledigung
sowie
Aufzeichnung
die Buchung von Barzahlun
gen im Betrag von insgesamt Fr.
35'910.-- in der Finanzbuchhaltung der
Beschwerde
führerin
unterlassen worden sei
(Urk. 2 S. 5, Urk. 8 S.
3
f.
).
Nicht bestritten ist, dass es sich um Zahlungen an Akkordanten für Arbeitsleistungen handelt.
4.2
4.2.1
Es trifft zu, dass in den mit der Einsprache vorgelegten Kontoauszügen
des Jahres 2016
zu den Konten «1000 Kasse» und «5009 Leistungen Dritter» (Urk.
9/172/10-18
)
Auszahlungen im
B
etrag von
rund
Fr. 40'700.--
(rechnerisch genau Fr. 40'700.61, nicht Fr.
40'740.70
)
ohne weitere Bezeichnung verbucht wurden, und zwar
auf dem Konto «1000 Kasse»
(je Gegenkonto 1020)
am
12.
Februar 2016
Fr.
6'120.--
,
am
1. März 2016 Fr.
3’000.--,
am
13. April 2016
Fr. 2'120.-- und
am
6. Juli 2016 Fr. 11'942.60
(total Fr. 23'182.60)
sowie
auf dem Konto
«5009 Leistungen Dritter» am
17. Juni 2016
Fr. 17'518.01
(Gegenkonto 1020
)
.
Richtig ist auch, dass
für diese Buchungen keine Belege
vorhanden sind
. D
ie mit der Einsprache beigebrachten Rechnungen der
A._
GmbH
betreffen
andere bar geleistete
Zahlungen
(Rechnung
und Barzahlung
vom 7.
April 2016 Fr.
5'616.--; vom
18. April 2016
Fr. 8'043.84
;
Rechnung vom 10. Mai 2016, Bar
zahlung vom 12. Mai 2016 Fr. 10'711.44; Rechnung
en
vom
7. September 2016 Fr. 10'919.88 und vom 9. September 2016 Fr. 4'760.64, je Barzahlungen vom 12. September 2016; Rechnung vom 12. Dezember 2016, Barzahlung vom 15. Dezember 2016 Fr. 17'154.72; Rechnung vom
15. November 2016,
B
ar
zahlung vom 18
. Dezember 2016 Fr.
14'281.92
;
Urk. 9/172/3-9
)
.
4.2.2
Die
Beschwerdeführerin
hat
im Einzelnen
k
eine Erklärung
zu diesen ohne
Bezeichnung verbuchten Auszahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 40'700.61
vor
gebracht
.
Nähere Angaben ergeben
sich auch nicht aus den Akten und ins
besondere nicht aus den vorgelegten Rechnungen.
Was die
Beschwerdeführerin
vorbringt, ändert daran nichts. So ist nicht erheblich
, dass
die
Beschwerdeführerin
- wie sie geltend macht (Urk. 9/172/1; Urk. 1 S. 5 f.) -
versucht hat, die Buchhaltung zu bereinigen, indem sie am 31. Dezember 2016 eine zusätzliche
Buchung von Fr. 92'592.59 auf dem Konto «5009 Leistungen Dritter» (Urk. 9/172/18)
respektive
von
Fr. 100'000.--
auf dem Konto «1000 Kasse
»
(Urk. 9/172/15)
vornahm. Denn diese und die hierzu vorgelegten Rechnungen der
Z._
GmbH und der
A._
GmbH (Urk. 6/172/
2
-9)
weisen
nicht die
bereits
zuvor
verbuchten
, ebenfalls nicht näher bezeichneten
Auszahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 40'700.61
aus
.
Diesbezüglich ohne Belang
ist auch die Einwendung der
Beschwerdeführerin
, dass
der
Vergleich
der
tatsächlich nicht sehr sauber geführten
Buchhaltung
mit den Rechnungen der
A._
GmbH (Urk. 6/172/3-9)
immerhin
auch Über
einstimmungen
ergebe
, wie diejenige
bezüglich
der Rechnung vom 7. April 2016
(Urk. 1 S. 5). Denn
dieser
am 13.
April 2016 im Konto «1000 Kasse» (Gegenkonto 1020; Sollseite) verbuchte Betrag von Fr. 5'616.-- (Urk. 9/172/11) ist im Gesamt
betrag von Fr. 40'700.61 nicht enthalten.
Dasselbe gilt für
den
unter dem Buchungstext «Auszahlung Dritte» am 8. Dezember 2016 verbuchte Betrag von
Fr.
14'282.--
(Gegenkonto 1020), welche
r
(gerundet)
der Barzahlung
gemäss der Rechnung
der
A._
GmbH
vom 15. November 2016 von
Fr.
14'281.92
entspricht, auf der handschriftlich
«p Bank 08.12.16»
vermerkt worden war (Urk. 9/172/9
).
Die am 12. September 2016 quittierten Barzahlungen gemäss den Rechnungen
vom 7. September 2016 (Fr. 10'919.88
; Urk. 9/172/6) und
vom 9. September 2016 (Fr. 4'760.64
; Urk. 9/172/7) entsprechen zumindest in ihrer Summe von Fr. 15'680.50 dem Buchungseintrag «Auszahlung» vom 7. September 2016 auf dem Konto «1000 Kasse» (Gegenkonto 1020; Urk. 9/
172/13
).
Auch diese mit quittierter Rechnung belegte
Barzahlung
en
haben
mit den nicht näher bezeichneten und unbelegten Auszahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 40'700.
61 nichts
zu tun
und
betreffen
zusätzliche Zahlung
en
der
Beschwerdeführerin
.
Im Übrigen weis
en
diese
«
Übereinstimmung
en
»
darauf hin, dass nicht alle der vor
gelegten Rechnungen
(Urk. 9/172/2-9)
wie behauptet die zusätzliche Buchung von Fr. 92'592.59 auf dem Konto «5009 Leistungen Dritter» (Urk. 9/172/18) ab
decken, sondern
teilweise
andernorts bereits verbucht worden waren.
4.2.3
Dass die Buchhaltung der
Beschwerdeführerin
im Jahr 2016 unvollständig und nicht
sorgfältig geführt wurde, wurde
zu Recht nicht in Abrede gestellt. Die
Beschwerdegegnerin
hat
zutreffend
erkannt
,
dass - soweit aktenkundig - Bar
zah
lun
gen
an die
A._
GmbH
im Betrag von insgesamt Fr.
35'910.--
in der Finanzbuchhaltung der
Beschwerdeführerin
im Einzelnen nicht verbucht wurden. Dies betrifft die
restlichen drei
vorgelegten Rechnungen der
A._
GmbH
, nämlich
vom 18. April 2016 (Fr. 8'043.84; Urk.
9/172/4
),
vom 10. Mai 2016 (Fr. 10'711.44; Urk. 9/172/5) und vom 12. Dezember 2016 (Fr. 17'154.72; Urk. 9/172/8)
. Dass die fehlenden Buchungen mit der Abschluss
buchung vom 31. Dezember 2016 (Fr. 92'592.59; Urk. 9/172/18) bereinigt werden sollten, ist rechnerisch
zumindest
im Einzelnen nicht nachvollziehbar, letztlich aber unerheblich.
Wie es
sich
damit
verhält
, kann
offen bleiben
. Denn in Bezug auf die nicht näher bezeichneten und unbelegten Auszahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 40'700.
61
ändert sich damit nichts. Die
Beschwerdegegnerin
hat dazu in der Beschwerde
antwort (Urk. 8 S. 4) richtig festgestellt, dass die Aufrechnung eines prämien
pflichtigen Verdienstes in der Höhe von Fr. 106'638.-- allein schon mit den Bar
zahlungen an die
Z._
GmbH von rund Fr. 86'720.-- und den unbelegten Auszahlungen ohne Bezeichnung von rund Fr. 40'700.-- klar übertroffen wird.
Von den beantragten weiteren Abklärungen zu den Barzahlungen an die
A._
GmbH, insbesondere
von einem
Einblick in
deren Buchhaltung
,
ist
vor diesem Hintergrund
abzusehen, da davon keine
entscheidrelevanten
Ergebnisse zu erwarten
sind
(antizipierte Beweiswürdigung; BG
E
136 I
229 E.
5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_4
61/2018 vom 31. Oktober 2018 E.
7
).
4.3
Somit vermögen sämtliche Vorbringen der
Beschwerdeführerin
die
Schluss
folgerung der
Beschwerdegegnerin
, dass
zusammen mit den Zahlungen an die
Z._
GmbH
von Fr. 86'719.60
Barzahlungen von mehr als Fr. 100'000.--
(
respektive
mindestens Fr. 106'638.--; Urk. 9/168/2)
für unselbständige Akkord
arbeiten ausgerichtet worden seien (Urk. 2 S. 5),
nicht
in Zweifel zu ziehen
.
Die P
rämienrechnung vom 3. Mai 2018
in der Höhe von
insgesamt Fr. 11'476.55 (2014-2016; Urk. 9/171/1)
erweist sich damit als rechtens.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.