Decision ID: 5ab1c296-976f-5b0c-bbb9-22eb035f6b03
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Die Vorsorgeeinrichtung X._ ist eine seit dem (Datum) im Handels-
register eingetragene Stiftung mit dem Zweck der Durchführung der beruf-
lichen Vorsorge im Rahmen des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über
die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG,
SR 831.40) und seiner Ausführungsbestimmungen für die Arbeitnehmer
des Vereins Y._ in (Ort) und der mit diesem wirtschaftlich oder fi-
nanziell eng verbundener Institutionen, sowie für deren Angehörige und
Hinterlassenen gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und
Tod. (Weiteres zum Zweck). Sie ist als Vorsorgeeinrichtung im Register für
die berufliche Vorsorge bei der BVG- und Stiftungsaufsicht beider Basel
(BSABB) eingetragen.
B.
B.a Mit Beschluss vom 23. Oktober 2018 – welcher mit Schreiben vom
25. Oktober 2018 der BSABB eigereicht wurde – entschied der Stiftungs-
rat, die Vorsorgeeinrichtung X._ voraussichtlich per 31. Dezember
2018 zu liquidieren (Vernehmlassungsbeilage [VB] 6, inkl. Beilagen). Zur
Begründung führte der Stiftungsrat aus, die Anschlussvereinbarungen des
Vereins Y._ und der A._ AG mit der Vorsorgeeinrichtung
X._ seien im Einverständnis mit der gewählten Arbeitnehmervertre-
tung aufgehoben und die Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmer seien be-
rücksichtigt worden. Die beiden angeschlossenen Unternehmen hätten
sich [mit Anschlussvertrag vom 23. Oktober 2018 (Wirkung ab 1. Januar
2019)] der Sammelstiftung B._ in (Ort) angeschlossen. Ab Januar
2019 würden somit keine Versicherten mehr in der Vorsorgeeinrichtung
X._ geführt.
B.b Mit Verfügung vom 5. November 2018 stellte die BSABB fest, dass
sich die Vorsorgeeinrichtung X._ im Stadium der Liquidation be-
finde (Ziff. 1), dass als Liquidatoren die derzeit amtierenden Stiftungsräte
bestimmt würden (Ziff. 2), wobei Letztere angewiesen würden, der BSABB
den rechtsgültig unterzeichneten Vermögensübertragungsvertrag zwi-
schen der Vorsorgeeinrichtung X._ und der Sammelstiftung
B._ zur Genehmigung einzureichen, sobald dieser vorliege, jedoch
spätestens bis am 30. Juni 2019 (Ziff. 3). Sodann würden die Liquidatoren
angewiesen, die Liquidation ordnungsgemäss durchzuführen und der
BSABB die vollständigen Aufhebungsunterlagen inkl. Aufhebungsantrag
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einzureichen. Nach Abschluss der Liquidation werde die Vorsorgeeinrich-
tung X._ mit Verfügung aufgehoben werden, wobei sie während der
gesamten Dauer des Liquidationsverfahrens bis zur Aufhebung rechnungs-
legungspflichtig sei (Ziff. 4). Schliesslich werde das Handelsregisteramt
des Kantons (Kanton) angewiesen, nach Eintritt der Rechtskraft der vorlie-
genden Verfügung die erforderlichen Eintragungen gemäss Ziffer 1 und 2
hiervor vorzunehmen (Ziff. 5). Die Gebühr für die Verfügung betrage
Fr. 1'250.-- (Ziff. 6). Als Begründung führte die BSABB im Wesentlichen
aus, mit dem rechtsgenügenden Beschluss die Vorsorgeeinrichtung zu li-
quidieren, habe der Stiftungsrat eine seiner rechtmässigen Kompetenzen
wahrgenommen. Damit die Aufhebung festgestellt werden könne, müsse
die Vorsorgeeinrichtung vollständig vermögens- und verpflichtungslos sein.
Vorliegend seien sämtliche Aktiven und Passiven mittels eines genehmi-
gungspflichtigen Vermögensübertragungsvertrages auf den neuen Vorsor-
geträger zu übertragen, soweit diese nicht liquidiert würden. Ein solcher
Entwurf sei bereits zur Überprüfung eingereicht worden. Der definitive Ver-
mögensübertragungsvertrag sei zu erstellen und ihr zur formellen Geneh-
migung einzureichen. Nach dessen Vollzug sei die Vermögenslosigkeit
festzustellen und der formelle Aufhebungsantrag einzureichen. Sie habe
den Liquidationsantrag zur Kenntnis genommen, geprüft und sich über
dessen Richtigkeit vergewissert. Diesem könne stattgegeben werden. An-
gesichts der Totalliquidation sei ein formelles Liquidationsverfahren durch-
zuführen. Die formelle Aufhebung der Vorsorgeeinrichtung und die Strei-
chung im Register würden nach Vorliegen sämtlicher Unterlagen und nach
Abschluss der Liquidation mit zwei separaten Verfügungen folgen.
C.
Mit Eingabe vom 22. November 2018, welche am 7. bzw. 15. Januar 2019
verbessert wurde, erhoben C._ und weitere zwölf Destinatäre
(nachfolgend auch: Beschwerdeführende) gegen die Verfügung vom
5. November 2018 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Sie be-
antragen im Wesentlichen, die Verfügung vom 5. November 2018 sei auf-
zuheben; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zur Begründung führen sie insbesondere aus, die Beschwerdeführenden
seien als ausgewiesene Destinatäre der zu liquidierenden Vorsorgeeinrich-
tung X._ zur Beschwerde legitimiert. Eine Vorsorgeeinrichtung
müsse vollständig vermögens- und verpflichtungslos sein, damit die Aufhe-
bung festgestellt werden könne; dies sei im vorliegenden Fall aufgrund
noch umstrittener Krankenkassen- und Wohnkostenbeiträgen nicht erfüllt.
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D.
Mit Vernehmlassung vom 4. Februar 2019 beantragt die BSABB (nachfol-
gend: Vorinstanz), die Beschwerde sei, soweit darauf eingetreten werden
könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwer-
deführenden abzuweisen. Die Beschwerde vermische zwei unabhängige
rechtliche Fragestellungen, wie jene zur Liquidation der Vorsorgeeinrich-
tung und jene der Ausrichtung von reglementarisch nicht vorgesehenen,
vorsorgefremden Leistungen. Die Vorsorgeeinrichtung X._ könne
ab dem 1. Januar 2019 ihren Zweck nicht mehr erreichen und sei aufzuhe-
ben. Die Beschwerdeführenden würden die einzelnen Schritte des Verfah-
rens der Aufhebung einer Vorsorgeeinrichtung missverstehen. Zudem
macht die Vorinstanz der guten Ordnung halber Ausführungen zu den
Krankenkassen- und Wohnkostenbeiträgen.
E.
Mit Zwischenverfügung vom 20. März 2019 wurde festgestellt, dass die an-
gefochtene Verfügung die Liquidation der Vorsorgeeinrichtung zum Gegen-
stand habe, namentlich die Feststellung, dass sich die Vorsorgeeinrichtung
im Stadium der Liquidation befinde. Nur diese Verfügung könne Streitge-
genstand bilden und nur in diese Akten könne Einsicht verlangt werden.
Bei den von der Vorinstanz eingereichten Akten «Krankenkassen- und
Wohnkostenbeiträge» handle es sich nicht um verfahrensbezogene Akten
und in diese sei keine Einsicht zu gewähren. Die entsprechenden Akten
wurden aus den Akten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens gewiesen
und an die Vorinstanz retourniert.
F.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. April 2019 beantragt die Vorsorgeein-
richtung X._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), die Beschwerde
sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwertsteuern) zu
Lasten der Beschwerdeführenden abzuweisen, soweit darauf einzutreten
sei. Als Begründung hält die Beschwerdegegnerin insbesondere dafür, die
ausserreglementarischen Sonderleistungen könnten nicht Gegenstand
des vorliegenden Verfahrens bilden. Hierzu nehme sie auch keine Stellung.
Was die Aufhebung der angefochtenen Verfügung betreffe, beanstandet
sie, den Beschwerdeführenden gehe es nicht um den Wechsel der Vorsor-
geeinrichtung oder die eigentliche Liquidation. Vorliegend sei der Zweck
der Beschwerdegegnerin unerreichbar geworden, da sie mangels versi-
cherter Personen und Rentner keine Vorsorge mehr betreiben könne. Die
angefochtene Verfügung sei rechtskonform ergangen.
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G.
Mit Replik vom 8. Juli 2019 halten die Beschwerdeführenden an ihrem An-
trag auf Aufhebung der Liquidationsverfügung fest und beantragen even-
tualiter, es sei die Vorinstanz anzuweisen, die Liquidationsverfügung mit
der Auflage zu versehen, im genehmigungspflichtigen Übernahmevertrag
Rückstellungen für die weitere Ausrichtung der bis Juni 2018 erbrachten
Zusatzrentenleistungen auszuweisen bzw. es sei die Vorinstanz anzuwei-
sen, einem Übernahmevertrag, der diese Vorgabe nicht erfülle, die Geneh-
migung zu versagen; dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Hinsichtlich Legitimation führen sie aus, sie seien Destinatäre der Be-
schwerdegegnerin und würden sich gegen die Liquidation aus grundsätzli-
chen und ideellen Gründen wehren. Im Weiteren würden sie aufgrund der
Unsicherheit über das Bestehen/die Durchsetzung ihrer Ansprüche auf
Krankenkassen- und Wohnkostenbeiträge opponieren. Beim Kantonsge-
richt, Abteilung Sozialversicherungsrecht, sei eine diesbezügliche Klage
eingereicht worden. Es hätte im aufsichtsrechtlichen Verfahren geklärt wer-
den müssen, ob Verpflichtungen bestehen würden, die einer Liquidation
allenfalls im Wege stünden. Das Liquidationsverfahren sei zudem nicht
richtig geführt worden. Der Grundsatz des fairen Verfahrens – so insbeson-
dere der Anspruch auf rechtliches Gehör – sei verletzt worden, weshalb die
Liquidationsverfügung ohne Weiteres aufzuheben sei.
H.
Mit Stellungnahme vom 7. August 2019 lässt die Vorinstanz verlauten, wei-
ter an ihren gestellten Anträgen in der Vernehmlassung festzuhalten und
nimmt Stellung zur Replik.
I.
In ihrer Duplik vom 11. September 2019 hält die Beschwerdegegnerin an
ihren gestellten Anträgen und Ausführungen fest und beantragt, den repli-
cando gestellten Antrag der Beschwerdeführenden abzuweisen. Zudem
nimmt sie Stellung zur Replik und legt unter anderem dar, die bestehenden
Anschlussverträge seien im Einverständnis mit der Arbeitnehmervertretung
aufgelöst worden. Die neue Vorsorgeeinrichtung habe den gesamten Ver-
sichertenbestand übernommen, weshalb sie ihren Zweck nicht mehr ver-
folgen könne. Auch das Informationsrecht sei gewahrt und das rechtliche
Gehör sei nicht verletzt worden.
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J.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-
terlagen wird – soweit entscheidwesentlich – im Rahmen der nachfolgen-
den Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern – wie vorliegend
– keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Die Beschwerdegegne-
rin untersteht als mit der Durchführung der beruflichen Vorsorge betraute
Stiftung i.S.v. Art. 80 ff. ZGB gemäss Art. 61 BVG i.V.m. § 1 Abs. 1 der Ord-
nung vom 23. Januar 2012 über die berufliche Vorsorge (SG 833.110) der
Aufsicht der Vorinstanz. Die Verfügungen der kantonalen Aufsichtsbehör-
den im Rahmen der beruflichen Vorsorge können gemäss Art. 33 Bst. i
VGG i.V.m. Art. 74 Abs. 1 BVG beim Bundesverwaltungsgericht angefoch-
ten werden. Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben.
1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach
dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Die
Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1), insbeson-
dere dessen 2. Abschnitt des 4. Kapitels über das Sozialversicherungsver-
fahren, sind für den Bereich des BVG mangels eines entsprechenden Ver-
weises nicht anwendbar (Art. 2 ATSG e contrario).
1.3
1.3.1 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde legitimiert, wer vor
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat (Bst. a), durch die ange-
fochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c). Laut Art. 53d
Abs. 6 BVG sind Versicherte und Rentenbezüger ausdrücklich berechtigt,
an die Aufsichtsbehörde zu gelangen, um die Voraussetzungen, das Ver-
fahren und den Verteilungsplan überprüfen zu lassen. Art. 53d BVG be-
zieht sich laut Titel dieser Bestimmung sowohl auf die Teil- als auch auf die
Gesamtliquidation. Auch aus dem Wortlaut von dessen Absatz 1 und 5
ergibt sich, dass Art. 53d BVG gleichermassen im Falle einer Teil- und einer
Gesamtliquidation anwendbar ist (vgl. Urteile des BVGer A-1855/2017 vom
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19. April 2018 E. 4.3 2. Absatz und C-5003/2010 vom 8. Februar 2012
E. 4.2.2; ausführlich: Zwischenverfügung des BVGer A-4071/2019 vom
30. Januar 2020 E. 1.6).
1.3.2 Die dreizehn Beschwerdeführenden sind als Destinatäre bereits auf-
grund von Art. 53d Abs. 6 BVG und somit von Gesetzes wegen zur Be-
schwerde berechtigt.
Die Einwände der Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei motiviert
durch die versuchte Sicherung angeblicher Ansprüche auf ausserregle-
mentarische Sonderleistungen, wobei es den Beschwerdeführenden nicht
um den Wechsel der Vorsorgeeinrichtung oder die eigentliche Liquidation
ginge und diese ihre Beschwerdelegitimation sowie ihr Beschwerderecht
für verfahrensfremde Ziele missbrauchen würden (vgl. Sachverhalt Bst. E),
vermögen die Legitimation der Beschwerdeführenden nicht in Frage zu
stellen. Die Bedenken der Beschwerdegegnerin sind im Übrigen insofern
unbegründet, als – wie sogleich gezeigt wird (E. 1.5.3) – auf die Ausfüh-
rungen der Beschwerdeführenden zu den fraglichen – nicht Streitgegen-
stand bildenden – «Sonderleistungen» nicht einzutreten ist.
1.4 Die Beschwerdeführenden haben die (nachgebesserte) Beschwerde
frist- und formgerecht erhoben (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
1.5 Als Nächstes ist der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens zu
umgrenzen.
1.5.1 Die Beschwerdeführenden legen im Rahmen ihrer Beschwerde dar,
die Beschwerdegegnerin stehe mit ihren Destinatären im Streit um die Aus-
richtung von Krankenkassen- bzw. Wohnkostenbeiträgen. Die Beschwer-
degegnerin könne aber nicht liquidiert werden, solange nicht feststehe, ob
diese Leistungen als wohlerworbene Rechte zu qualifizieren seien.
Im Rahmen ihrer Replik stellen sie zudem einen neuen Antrag: Und zwar
sei die Vorinstanz anzuweisen, die Liquidationsverfügung mit der Auflage
zu versehen, im genehmigungspflichtigen Übernahmevertrag Rückstellun-
gen für die weitere Ausrichtung der bis Juni 2018 erbrachten Zusatzrenten-
leistungen auszuweisen bzw. es sei die Vorinstanz anzuweisen, einem
Übernahmevertrag, der diese Vorgabe nicht erfülle, die Genehmigung zu
versagen. Als Begründung führen sie auf, im Entwurf zum Vermögensüber-
tragungsvertrag sei unter anderem das Vorsorgekapital Renten erwähnt,
wobei nicht ersichtlich sei, ob mittels dieses Kapitals auch die Krankenkas-
sen- und Wohnkostenbeiträge gedeckt würden. Insgesamt sei aber davon
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auszugehen, dass diese nicht berücksichtigt worden seien. Ob jedoch Ver-
pflichtungen bestehen würden, die einer Liquidation im Wege stünden, sei
im aufsichtsrechtlichen Verfahren zu klären. Der Hinweis auf die Bestäti-
gung der wohlerworbenen Rechte durch den Experten der beruflichen Vor-
sorge helfe nur bedingt, wenn erst im Laufe des Liquidationsverfahrens
Verbindlichkeiten zu Tage treten würden.
Die Vorinstanz lässt in der Stellungnahme vom 7. August 2019 verlauten,
sie könne nicht erkennen, welchen Einfluss das allfällige Ergebnis der be-
rufsvorsorgerechtlichen Klage auf die Liquidation haben soll, da allenfalls
lediglich Auswirkungen auf die Bemessung der Aktiven und Passiven der
Beschwerdegegnerin und damit auf die Ausgestaltung des Vermögens-
übertragungsvertrags zu erwarten seien. Es fehle den Beschwerdeführen-
den an einem Interesse an diesem Antrag in der Replik. Die Beschwerde-
gegnerin stellt sich auf den Standpunkt, die Befürchtung der Beschwerde-
führenden, dass angebliche Ansprüche auf ausserreglementarische Son-
derleistungen nicht mehr durchgesetzt werden könnten, sei unbegründet.
Solange das Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht nicht rechts-
kräftig beurteilt worden sei, könne die Liquidation der Beschwerdegegnerin
nicht abgeschlossen werden. Beide beantragen die Abweisung dieses An-
trags.
1.5.2 Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was Gegen-
stand des vorinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzes-
auslegung hätte sein sollen. Was Streitgegenstand ist, bestimmt sich nach
dem angefochtenen Entscheid und den Parteibegehren (BGE 142 I 155
E. 4.4.2, BGE 136 II 457 E. 4.2 und BGE 133 II 35 E. 2; statt vieler: Urteil
des BVGer A-3533/2017 vom 24. Mai 2018 E. 1.2.1 in fine). Das Anfech-
tungsobjekt bildet den Rahmen, welcher den möglichen Umfang des Streit-
gegenstandes begrenzt (BGE 133 II 35 E. 2). Letzterer darf im Laufe des
Beschwerdeverfahrens eingeschränkt, jedoch nicht erweitert oder qualita-
tiv verändert werden (vgl. BGE 131 II 200 E. 3.2; vgl. zum Ganzen auch:
ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht,
2. Aufl. 2013, Rz. 2.8).
1.5.3 Vorliegend bildet die Liquidationsverfügung vom 5. November 2018
Anfechtungsgegenstand. In Ziffer 1 wurde festgestellt, dass sich die Be-
schwerdegegnerin im Stadium der Liquidation befinde und in Ziffer 2 wur-
den die Liquidatoren bestimmt. Letztere wurden sodann in Ziffer 3 ange-
wiesen, den Vermögensübertragungsvertrag zwischen der übergebenden
und übernehmenden Vorsorgeeinrichtung zur Genehmigung einzureichen,
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sobald dieser vorliege bzw. bis am 30. Juni 2019. Schliesslich wurden die
Liquidatoren aufgefordert, die Liquidation ordnungsgemäss durchzufüh-
ren, die Aufhebungsunterlagen einzureichen, wobei erst nach Abschluss
der Liquidation die Beschwerdegegnerin mit Verfügung aufgehoben werde
(Ziffer 4). Erst nach Rechtskraft der Liquidationsverfügung werde das Han-
delsregisteramt angewiesen, die erforderlichen Eintragungen vorzuneh-
men (Ziffer 5). Durch die angefochtene Verfügung wurde also erst die Li-
quidation angeordnet (vgl. zum Streitgegenstand bereits Zwischenverfü-
gung des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. März 2019 Ziff. 9). Die
Durchführung der Liquidation (also namentlich auch die Erstellung und Ge-
nehmigung des Übernahmevertrags) sowie die Aufhebung der Beschwer-
degegnerin hingegen erfolgen in weiteren Schritten.
Somit bilden die von den Beschwerdeführenden thematisierten Kranken-
kassen- bzw. Wohnkostenbeiträge und namentlich die Frage, ob darauf ein
Anspruch besteht und inwiefern diese in der (erst noch vorzunehmenden)
Liquidation zu berücksichtigen sind, nicht Streitgegenstand und auf die ent-
sprechenden Ausführungen ist nicht einzutreten.
Der mittels Replik gestellte Antrag der Beschwerdeführenden, die Liquida-
tionsverfügung mit der Auflage zu versehen, im genehmigungspflichtigen
Übernahmevertrag Rückstellungen für die Zusatzrentenleistungen auszu-
weisen, wirft desgleichen neue, in der Liquidationsverfügung (noch) nicht
geregelte Fragen bzgl. des Vermögensübertragungsvertrages auf. In Zif-
fer 3 wurden die Liquidatoren erst angewiesen, den Vermögensübertra-
gungsvertrag – über dessen Einzelheiten gemäss Parteien wohl noch beim
Berufsvorsorgegericht entschieden werden muss – einzureichen. Ob die
Vorinstanz diesen letztlich genehmigt oder nicht, wird Gegenstand einer
separaten Verfügung bilden (vgl. hierzu auch nachfolgend: E. 2.4). Der An-
trag überschreitet somit den Streitgegenstand des vorliegenden Verfah-
rens und auf diesen sowie die entsprechenden Ausführungen in der Replik
(Rz. 14 ff.) ist somit nicht einzutreten.
1.6 Auf die Beschwerde ist im Übrigen – unter Vorbehalt des in Erwä-
gung 1.5 Dargelegten – einzutreten.
1.7 Im Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von
Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht ist verpflichtet, auf den unter
Mitwirkung der Verfahrensbeteiligen festgestellten Sachverhalt die richti-
gen Rechtsnormen und damit jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als
den zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der es
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überzeugt ist (BGE 119 V 347 E. 1a; MOSER et al., a.a.O., Rz. 1.54). Aus
der Rechtsanwendung von Amtes wegen folgt, dass das Bundesverwal-
tungsgericht als Beschwerdeinstanz nicht an die rechtliche Begründung
der Begehren gebunden ist (Art. 62 Abs. 4 VwVG) und eine Beschwerde
auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen (teilweise) gutheis-
sen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer von der Vo-
rinstanz abweichenden Begründung bestätigen kann (sog. Motivsubstitu-
tion; vgl. BGE 139 V 127 E. 1.2 und BGE 131 II 200 E. 4.2; MOSER et al.,
a.a.O., Rz. 1.54).
1.8 Das Bundesverwaltungsgericht prüft gemäss Art. 49 VwVG die Verlet-
zung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Miss-
brauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung
des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn
nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat.
Da sich die Kognition in oberer Instanz nur verengen, nicht aber erweitern
kann, gilt es jedoch zu beachten, dass die Aufsichtstätigkeit im Bereich der
beruflichen Vorsorge in gewissen Bereichen (z.B. bei Reglementsprüfun-
gen nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a BVG) als Rechtskontrolle ausgestaltet ist, in
welchen Fällen sich auch das überprüfende Gericht – in Abweichung von
Art. 49 Bst. c VwVG – auf eine Rechtskontrolle zu beschränken hat
(BGE 135 V 382 E. 4.2, Urteil des BGer 9C_756/2009 vom 8. Februar 2010
E. 5; Urteil des BVGer C-7479/2008 vom 18. Februar 2011 E. 3.2).
Auch im Verfahren nach Art. 53d Abs. 6 BVG beschränkt sich die Prüfungs-
befugnis der Aufsichtsbehörde (sowie aufgrund des soeben Gesagten des
Bundesverwaltungsgerichts) auf eine reine Rechtskontrolle (bezogen auf
Teilliquidationen: BGE 141 V 589 E. 3.1, in Bestätigung des Urteils des
BVGer C-2883/2012 vom 12. November 2014 E. 5.6.1, mit weiteren Hin-
weisen; Urteil des BGer 9C_756/2009 vom 8. Februar 2010 E. 5 [bezogen
auf den Verteilungsplan]; Urteil des BVGer A-1427/2019 vom 15. Januar
2020 E. 1.8; SABINA WILSON, Die Erstellung des Teilliquidationsreglements
einer Vorsorgeeinrichtung und weitere Einzelfragen zur Durchführung einer
Teilliquidation, 2016, Rz. 485; vgl. aber: Urteil des BVGer A-1855/2017
vom 19. April 2018 E. 2.2.1).
2.
2.1 Bei welchen Voraussetzungen und zu welchem Zeitpunkt die Gesamt-
liquidation einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge vorzunehmen ist, ist
weder dem BVG noch den dazugehörigen Verordnungen zu entnehmen.
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Dort finden sich jedoch Bestimmungen über die Durchführung einer Ge-
samtliquidation einer Einrichtung für berufliche Vorsorge (Art. 53c ff. BVG).
Wurde die Einrichtung der beruflichen Vorsorge – wie dies hier der Fall ist
(Sachverhalt Bst. A) – in Form einer Stiftung errichtet, ist sie gemäss
Art. 88 Abs. 1 ZGB aufzuheben, wenn entweder ihr Zweck unerreichbar
geworden ist und auch durch eine Änderung der Stiftungsurkunde nicht
aufrechterhalten werden kann (Ziff. 1) oder wenn ihr Zweck widerrechtlich
oder unsittlich geworden ist (Ziff. 2; auf Letzteres ist vorliegend nicht ein-
zugehen). Die Aufhebung erfolgt durch die zuständige Behörde auf Antrag
oder von Amtes wegen (Art. 88 Abs. 1 ZGB), im Bereich der beruflichen
Vorsorge also durch die Aufsichtsbehörde (vgl. Art. 53c BVG; HANS-ULRICH
STAUFFER, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, Rz. 1596). In Anwendung
von Ziff. 1 soll demnach die Aufhebung einer Stiftung letztes Mittel sein.
Wenn möglich, ist die Stiftung allenfalls durch eine Änderung der Stiftungs-
urkunde aufrechtzuerhalten. Die nachträgliche Unerreichbarkeit des Stif-
tungszweckes muss einen endgültigen, nicht heilbaren Charakter haben.
Fusionen und Vermögensübertragungen führen regelmässig zu einer Auf-
hebung von Stiftungen (HAROLD GRÜNINGER, in: Geiser/Fountoulakis
[Hrsg.], Basler Kommentar zum ZGB, Bd. I, 6. Aufl. 2018, Art. 88/89 Rz. 4).
Den Antrag auf Aufhebung kann jede Person stellen, die ein Interesse da-
ran hat (Art. 89 Abs. 1 ZGB).
2.2 Eine Aufhebung der Vorsorgeeinrichtung infolge Unerreichbarkeit des
Zwecks im Sinne einer Gesamtliquidation ist beispielsweise dann ange-
zeigt, wenn sich bei der Arbeitgeberin oder beim Arbeitgeber eine massge-
bende strukturelle Änderung eingestellt hat, bei Veränderungen auf Seiten
der Stifterfirma, welche zur Folge haben, dass keine Destinatäre mehr vor-
handen sind oder bei einer Unterdeckung ohne Aussicht auf Sanierung
(zum Ganzen: UELI KIESER, in: Schneider/Geiser/Gächter [Hrsg.], Kom-
mentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, BVG und FZG,
2. Aufl. 2019 [nachfolgend: Kommentar BVG und FZG], Art. 53c BVG Rz. 4
f. und Rz. 15; VETTER-SCHREIBER, a.a.O., Art. 53c BVG Rz. 1 und STAUF-
FER, a.a.O., Rz. 1827 ff.).
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Seite 12
2.3
2.3.1 Gemäss Art. 53c BVG entscheidet die Aufsichtsbehörde, ob bei der
Aufhebung von Vorsorgeeinrichtungen im Sinne einer Gesamtliquidation
die Voraussetzungen und das Verfahren erfüllt sind. Mit «Verfahren» sind
die Verfahrensbestimmungen im konkreten Fall gemeint. Die Aufsichtsbe-
hörde hat zu klären, ob die Unerreichbarkeit des Zwecks feststeht (KIESER,
Kommentar BVG und FZG, a.a.O., Art. 53c BVG Rz. 13 ff.).
2.3.2 Nach einer in der Doktrin vertretenen Auffassung bedarf es, damit die
Aufsichtsbehörde eine Gesamtliquidation einer Vorsorgeeinrichtung anord-
nen kann, eines mit einer Begründung versehenen Antrages des obersten
Organes der Vorsorgeeinrichtung, diese Einrichtung in Liquidation zu set-
zen bzw. aufzuheben. Die Liquidation kann daraufhin von der Aufsichtsbe-
hörde verfügt werden, wenn neben dem erwähnten Antrag auch die Be-
gründung für die geplante Aufhebung genannt wird. Ein typischer Grund
liegt beispielsweise vor, wenn der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin sich
an eine andere Vorsorgeeinrichtung anschliesst; so insbesondere an eine
Sammel- oder Gemeinschaftseinrichtung unter Aufgabe der bisher eigen-
ständigen Vorsorgeeinrichtung. Hierbei muss neben dem entsprechenden
Stiftungsratsbeschluss allenfalls auch eine Kopie des neuen Anschlussver-
trages eingereicht werden. Je nach Konstellation ist nach ergangener Li-
quidationsverfügung eine Vermögensverteilung und/oder eine Vermögens-
übertragung (vgl. E. 2.4) vorzunehmen (CHRISTINA RUGGLI, Aufsichtsbe-
hördliche Tätigkeit bei der Teil- und Gesamtliquidation in der Praxis, in: GE-
WOS AG [Hrsg.], Gesamt- und Teilliquidation von Pensionskassen, 2013,
S. 33 ff., S. 49).
2.3.3 Was die weiteren Verfahrensvorschriften betrifft, ist auf die in Art. 53d
BVG genannten Regeln abzustellen. Soweit vorliegend interessierend sta-
tuiert Art. 53d Abs. 5 BVG, dass die Vorsorgeeinrichtung die Versicherten
und die Rentnerinnen sowie Rentner rechtzeitig und vollständig über die
Teil- oder Gesamtliquidation informieren und ihnen insbesondere Einsicht
in die Verteilungspläne gewähren muss. Diese Informationspflicht ist – trotz
des unterschiedlichen Verfahrens bei Teil- und Gesamtliquidationen –
grundsätzlich auch im Rahmen einer Gesamtliquidation zu beachten (Ur-
teile des BVGer A-1855/2017 vom 19. April 2018 E. 4.3 und C-5003/2010
vom 8. Februar 2012 E. 4.2.2; KIESER, Kommentar BVG und FZG, a.a.O.,
Art. 53c BVG Rz. 18).
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Die Vorsorgeeinrichtung muss die Versicherten und Rentner/innen nach
dieser Vorschrift unaufgefordert insbesondere über die Erfüllung der Liqui-
dationsvoraussetzungen, die Höhe und Berechnung der freien Mittel bzw.
des Fehlbetrages sowie über die Kriterien des Verteilungsplanes unterrich-
ten (KIESER, Kommentar BVG und FZG, a.a.O., Art. 53d BVG Rz. 70). Eine
eigentliche Anhörung der einzelnen Destinatäre vor Erlass eines Vertei-
lungsplanes wird nicht als zwingend betrachtet (Urteile des BVGer
A-1855/2017 vom 19. April 2018 E. 4.3 und C-5003/2010 vom 8. Februar
2012 E. 4.2.1; siehe auch: VETTER-SCHREIBER, a.a.O., Art. 53d BVG
Rz. 25).
Wie das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-1855/2017 vom 19. April
2018 festgehalten hat, bedeutet «rechtzeitig» im Kontext von Art. 53d
Abs. 5 BVG nicht, dass die Destinatäre bereits vor Erlass der Verfügung
der Aufsichtsbehörde, mit welcher diese eine Gesamtliquidation der Vor-
sorgeeinrichtung anordnet, zu informieren wären. Die im Gesetz vorgese-
hene Pflicht zur Information der Versicherten soll nach der Botschaft vom
1. März 2000 zur Revision des Bundesgesetzes über die berufliche
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) (1. BVG-Revision,
BBl 2000 2637 ff.) «eine wichtige Voraussetzung zum Liquidationsverfah-
ren und [...] die Grundlage dafür [bilden], dass die Betroffenen ihre Rechte
wahrnehmen können» (vgl. BBl 2000 2697). Aus der Botschaft geht aber
hervor, dass der Bundesrat die Informationspflicht (zumindest in erster Li-
nie) im Zusammenhang mit Beschlüssen betreffend den Abzug versiche-
rungstechnischer Fehlbeträge (vgl. den Hinweis auf Art. 53d Abs. 3 BVG in
der Botschaft) und auf den Verteilungsplan als wichtig erachtete (BBl 2000
2697). Daraus kann geschlossen werden, dass die Informationspflicht
hauptsächlich im Rahmen der Durchführung einer beschlossenen bzw. an-
geordneten Teil- oder Gesamtliquidation relevant sei. Auch die im Gesetz
genannte Pflicht zur Gewährung der Einsicht in die Verteilungspläne
(Art. 53d Abs. 5 Satz 2 BVG) kann selbstredend erst in der Phase der Mit-
telüberführung bzw. -verteilung und nicht schon vor der Anordnung einer
Gesamtliquidation greifen. Eine darüber hinausgehende Pflicht des obers-
ten Organes der Vorsorgeeinrichtung, in Hinblick auf eine allenfalls bevor-
stehende aufsichtsrechtliche Anordnung einer Gesamtliquidation Versi-
cherten und Rentner/innen unaufgefordert Einsicht in Unterlagen zu ge-
währen, ist somit nicht vorgesehen (zum Ganzen ausführlich: Urteil des
BVGer A-1855/2017 vom 19. April 2018 E. 5.2).
2.3.4 Zu berücksichtigen sind hinsichtlich des Verfahrens ferner Art. 27g
und Art. 27h der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche
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Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1; vgl.
hierzu ausführlich: Urteil des BVGer A-1427/2019 vom 15. Januar 2020
E. 2.4).
2.4 Beendet eine Vorsorgeeinrichtung ihre Tätigkeit und erfolgt eine Über-
nahme des Versichertenbestandes und der Anlagen durch eine andere
Vorsorgeeinrichtung, kann dies im Rahmen eines Vermögensübernahme-
vertrags oder durch Fusion geschehen. Im Verfahren mit Übernahme der
Aktiven und Passiven erfolgt eine Übertragung von Rechten und Pflichten
auf vertraglicher Basis. Erfolgt eine Liquidation im Sinne einer Absorptions-
fusion, finden die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 3. Oktober
2003 über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
(Fusionsgesetz, FusG, SR 221.301) Anwendung (STAUFFER, a.a.O.,
Rz. 1832). Letzteres ist vorliegend jedoch nicht relevant. Im Vermögens-
übernahmevertrag ist detailliert zu regeln, auf welchen Stichtag hin welche
Vermögenswerte der versicherten Personen übertragen werden und wel-
che wohlerworbenen Rechte der überführten Destinatäre zu wahren sind.
Die Vermögensübertragung kann jedoch rechtlich erst vollzogen werden,
wenn die Aufsichtsbehörde den oder die Vermögensübernahmeverträge
mittels einer Verfügung genehmigt und die entsprechende Verfügung in
Rechtskraft erwachsen ist (RUGGLI, a.a.O., S. 51 f.; vgl. auch: STAUFFER,
a.a.O., Rz. 1833).
3.
Nachdem – wie dargelegt – die Frage des Anspruchs auf Krankenkassen-
und Wohnkostenbeiträge nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens
bildet (E. 1.5.3), bleibt auf die (weiteren) unter den Parteien strittigen
Punkte einzugehen. Nicht einig sind sie sich darüber, ob das Liquidations-
verfahren richtig geführt worden ist (E. 3.1) und ob die Vorinstanz zu Recht
die Liquidation der Beschwerdegegnerin festgestellt hat (E. 3.2).
3.1
3.1.1 Die Beschwerdeführenden beanstanden in der Replik, der Grundsatz
des fairen Verfahrens – so insbesondere der Anspruch auf rechtliches Ge-
hör – sei vorliegend verletzt worden. Die Liquidationsverfügung vom 5. No-
vember 2018 sei ihnen nämlich nicht (sogleich) zugestellt worden. Mit
Schreiben vom 29. Oktober 2018 sei ihnen zwar durch die Beschwerde-
gegnerin mitgeteilt worden, dass der Stiftungsrat beschlossen habe, die
Vorsorgeeinrichtung zu liquidieren, wobei ihnen gleichzeitig ein Einsichts-
und Einspracherecht bis zum 19. November 2018 gewährt worden sei. Die
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Informationsveranstaltung sei auf den 15. Dezember 2018 [recte: 20. De-
zember 2018] festgelegt worden. Lediglich weil eine der Beschwerdefüh-
renden sich am 15. November 2018 an die Vorinstanz wandte, sei ihnen
die Verfügung vom 5. November 2018 zur Kenntnis gebracht worden. We-
der die Beschwerdegegnerin noch die Vorinstanz hätte ihre Einsprache be-
handelt; Letztere habe lediglich auf den Beschwerdeweg vor Bundesver-
waltungsgericht verwiesen. Folglich sei das Einspracheverfahren mit dem
Beschwerdeverfahren vermischt worden. Ein rechtsstaatlich korrektes Ver-
fahren würde so aussehen, dass der Stiftungsrat die Einsprachen prüft und
erst danach entscheidet; Einsprachen, die nicht einvernehmlich erledigt
werden können, wären vom Stiftungsrat an die Aufsichtsbehörde weiterzu-
leiten. Auch die reglementarischen Vorgaben, wie die Mitwirkungs- und Be-
teiligungsrechte und die Informationspflicht, gemäss Teilliquidationsregle-
ment – welche trotz Totalliquidation zur Anwendung gelangen würden –
seien verletzt worden. Gemäss Ziffer 8.5 des Teilliquidationsreglements
seien Einsprachen nach Anhörung der Einsprechenden zu behandeln und
schriftlich zu beantworten. Selbst wenn das Teilliquidationsreglement vor-
liegend nicht anwendbar sein sollte, habe die Beschwerdegegnerin ein
Verfahren mit Einsprachemöglichkeit eröffnet und sei – gerade mit Blick auf
das Vertrauensprinzip – daran gebunden. Die Liquidationsverfügung sei
aufgrund dieser schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtli-
ches Gehör ohne Weiteres aufzuheben.
Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Duplik zunächst aus, dass nur das
Personal, nicht aber die Rentner bzgl. der Frage des Wechsels der Vorsor-
geeinrichtung ein Mitspracherecht hätten. Es sei somit korrekt, dass die
Rentner dazu nicht vorgängig befragt sowie in das Verfahren einbezogen
worden seien. Diesen würde ein Informationsrecht gemäss Art. 53d Abs. 5
BVG zur Verfügung stehen, welches vorliegend aber umfassend gewährt
worden sei. Das Teilliquidationsreglement sei auf die Gesamtliquidation
weder direkt noch analog anwendbar, da sich diese beiden Verfahren hin-
sichtlich Voraussetzungen und Auswirkungen unterscheiden würden. Ins-
gesamt sei das rechtliche Gehör nicht verletzt worden; und selbst wenn,
wären die angeblichen Verfahrensfehler nachträglich geheilt worden (vgl.
Sachverhalt Bst. H).
3.1.2 Das vorliegende Verfahren befindet sich noch nicht in der Phase der
Durchführung der beschlossenen bzw. angeordneten Gesamtliquidation.
Mit der angefochtenen Verfügung vom 5. November 2018 wurde zunächst
erst festgestellt, dass sich die Vorsorgeeinrichtung X._ im Stadium
der Liquidation befinde (vgl. Sachverhalt Bst. B.b). Wie bereits gezeigt
A-6693/2018
Seite 16
(E. 2.3.3), muss die Vorsorgeeinrichtung die Versicherten und Rentner/in-
nen gemäss Art. 53d Abs. 5 BVG «rechtzeitig» unter anderem über die Er-
füllung der Voraussetzungen einer Gesamtliquidation informieren. Dies be-
deutet nach der Rechtsprechung jedoch nicht, dass die Destinatäre bereits
vor Erlass der Verfügung der Aufsichtsbehörde, mit welcher diese eine Ge-
samtliquidation der Vorsorgeeinrichtung anordnet, zu informieren wären
(E. 2.3.3). Erst recht nicht kann daraus geschlossen werden, dass betref-
fend die Anordnung der Liquidation ein Einspracheverfahren durchzufüh-
ren ist.
Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführenden aller-
dings (was nach der Rechtsprechung nicht zwingend nötig gewesen wäre)
noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung über die beabsichtigte Liqui-
dation und die Gründe hierfür informiert. So wurden die Beschwerdefüh-
renden mit Orientierungsschreiben der Beschwerdegegnerin vom 29. Ok-
tober 2018 – somit noch vor Erlass der Verfügung vom 5. November 2018
– über die beschlossene Liquidation informiert und es wurde ihnen Gele-
genheit gegeben, bis zum 19. November 2018 Einsicht in die Unterlagen
zu nehmen und Einsprache beim Stiftungsrat zu erheben. Zudem wurden
die Betroffenen auf den 20. Dezember 2018 zu einer Informationsveran-
staltung eingeladen (vgl. Beilage 1 zur Beschwerde). Das Recht auf Infor-
mation wurde somit gewährt und zwar in einer noch über die Rechtspre-
chung hinausgehenden Weise.
Mit Schreiben vom 19. November 2018 wurde eine der vorliegenden Be-
schwerdeführenden, welche sich an die Vorinstanz gewandt hatte, durch
Letztere über die Verfügung vom 5. November 2018 unterrichtet (VB 13,
Schreiben vom 19. November 2018). Dagegen haben die Beschwerdefüh-
renden fristgemäss Beschwerde erhoben und im Verfahren vor Bundesver-
waltungsgericht Akteneinsicht genommen sowie zu den Eingaben der Vo-
rinstanz und der Beschwerdegegnerin Stellung genommen. Dadurch hat-
ten die Beschwerdeführenden hinreichend Gelegenheit, ihre Rechte in Be-
zug auf die Anordnung der Liquidation wahrzunehmen, dies namentlich im
Rahmen des vorliegenden Verfahrens. Der Informationsanspruch gemäss
Art. 53d Abs. 5 BVG sowie das rechtliche Gehör der Beschwerdeführen-
den wurden somit genügend gewahrt.
3.1.3 Die Beschwerdeführenden beanstanden sodann, dass das Ein-
spracheverfahren nicht richtig durchgeführt worden sei. Sie berufen sich
namentlich auf eine analoge Anwendung des Teilliquidationsreglements
der Beschwerdegegnerin, haben dieses dem Bundesverwaltungsgericht
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Seite 17
aber nicht eingereicht (und auch keine entsprechende Beweisofferte ge-
stellt). Auf eine Edition des Teilliquidationsreglements kann in antizipierter
Beweiswürdigung (vgl. statt vieler: BGE 131 I 153 E. 3, BGE 122 V 157
E. 1d) verzichtet werden, weil sich die Einwände der Beschwerdeführen-
den auch ohne Einsicht in dasselbe als nicht erheblich erweisen.
Die Beschwerdeführenden führen aus, gemäss Ziffer 8.5 des Teilliquidati-
onsreglements seien Einsprachen nach Anhörung der Einsprechenden zu
behandeln und schriftlich zu beantworten (Replik Ziff. 8). Vorliegend hat die
Beschwerdegegnerin – wie beschrieben – mit dem Orientierungsschreiben
vom 29. Oktober 2019 eine Einsprachemöglichkeit eröffnet, wovon eine
der Beschwerdeführenden Gebrauch gemacht hat. Mit Schreiben vom
3. Dezember 2018 ist die Beschwerdegegnerin schriftlich auf die Einspra-
che vom 9. November 2018 eingegangen (Beilage 4 zur Replik). Aus dem
Schreiben ist auch ersichtlich, dass zuvor, am 23. November 2018, eine
Informationsveranstaltung durchgeführt worden war, an welcher die Be-
weggründe dargelegt wurden. Somit wurden die von den Beschwerdefüh-
renden aus dem Teilliquidationsreglement abgeleiteten Rechte in Bezug
auf das Einspracheverfahren (Behandlung der Einsprachen nach Anhö-
rung der Einsprechenden und in schriftlicher Form) gewahrt.
Dass sich aus dem Teilliquidationsreglement weitere Vorschriften ergeben
würden, die verletzt worden wären, wird von den Beschwerdeführenden
nicht geltend gemacht. Wenn diese darlegen, es sei «der für das Wesen
eines Einspracheverfahrens typische Grundsatz missachtet [worden], dass
die Stellungnahmen und Einwände der Betroffenen in den Entscheidungs-
prozess der Behörde einzufliessen haben», so berufen sie sich offenkundig
nicht auf eine explizite Vorgabe im Teilliquidationsreglement, sondern auf
einen «allgemeinen Grundsatz». Aufgrund des bereits Gesagten wurde
das in Art. 53d Abs. 5 BVG statuierte Informationsrecht vorliegend jedoch
gewahrt und ein Einspracheverfahren ist nach dieser Bestimmung nicht
vorgesehen (soeben: E. 3.1.2 Absatz 1). Weitere Verfahrensrechte – na-
mentlich ein Anspruch auf die Berücksichtigung der Einsprachen durch den
Stiftungsrat und die Aufsichtsbehörde noch vor Erlass der vorliegenden Li-
quidationsverfügung vom 5. November 2018 – ergeben sich weder aus
dem Gesetz noch aus dem Gehörsanspruch oder dem Grundsatz des fai-
ren Verfahrens. Ebenso wenig rühren weitergehende Ansprüche an das
Einspracheverfahren aus dem Vertrauensschutz: Aus der Tatsache, dass
die Beschwerdegegnerin (soweit ersichtlich ohne dazu verpflichtet zu sein)
ein Einspracheverfahren gewährt und durchgeführt hat, ergibt sich kein An-
spruch auf eine bestimmte Art und Weise der Behandlung der Einsprache.
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Seite 18
Unter diesen Umständen kann die Frage offen gelassen werden, ob eine
(direkte oder analoge) Anwendung der fraglichen Bestimmungen zur Ein-
sprache im Teilliquidationsreglement im Rahmen einer Gesamtliquidation
– und zwar konkret in Bezug auf die Phase der Anordnung einer solchen –
überhaupt gerechtfertigt wäre.
3.1.4 Insgesamt stossen die Beschwerdeführenden mit ihren verfahrens-
rechtlichen Rügen somit ins Leere.
3.2
3.2.1 Weiter ist in materieller Hinsicht zu klären, ob die Vorinstanz zu Recht
die Liquidation festgestellt hat. Da die Beschwerdegegnerin in Form einer
Stiftung errichtet worden ist, wäre dies zu bejahen, wenn der Stiftungs-
zweck unerreichbar geworden wäre und die Stiftung durch eine Änderung
der Stiftungsurkunde nicht aufrechterhalten werden könnte (vgl. E. 2.1,
E. 2.2 und E. 2.3.2). Massstab ist dabei der Stiftungszweck, d.h. vorliegend
der Zweck der Durchführung der beruflichen Vorsorge für die Arbeitnehmer
des Vereins Y._ in (Ort) und der mit diesem wirtschaftlich oder fi-
nanziell eng verbundenen Institutionen, sowie für deren Angehörige und
Hinterlassenen (vgl. Sachverhalt Bst. A).
3.2.2 Die Beschwerdeführenden sind der Auffassung, eine Vorsorgeein-
richtung müsse vollständig vermögens- und verpflichtungslos sein, damit
die Aufhebung festgestellt werden könne; dies sei im vorliegenden Fall
nicht erfüllt. Die Vorsorgeeinrichtung X._ stehe mit ihren Destinatä-
ren im Streit um die weitere Ausrichtung von Rentenleistungen (sog. Kran-
kenkassenbeiträge und/oder Wohnkostenbeiträge), auf welche ein Rechts-
anspruch bestehe. Solange nicht feststehe, ob diese Leistungen als wohl-
erworbene Rechte zu qualifizieren seien, könne die Vorsorgeeinrichtung
X._ nicht liquidiert werden. Es sei somit im aufsichtsrechtlichen Ver-
fahren zu klären, ob Verpflichtungen bestehen würden, die einer Liquida-
tion allenfalls im Wege stünden (Beschwerde S. 3 und Replik, S. 2 und
7 ff.).
Wie gezeigt (E. 1.5.3), bildet die Frage des Bestehens eines Anspruchs auf
Zusatzrentenleistungen wie Krankenkassen- und Wohnkostenbeiträge
nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Die Auffassung der Be-
schwerdeführenden, dass bereits im Rahmen der Liquidationsverfügung
hätte geprüft werden müssen, ob die Vorsorgeeinrichtung vollständig ver-
mögens- und verpflichtungslos sei und ob ein Anspruch auf die (noch strit-
tigen) Leistungen (Krankenkassenbeiträge und/oder Wohnkostenbeiträge)
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Seite 19
bestehe, ist unzutreffend. Diese Fragen können allenfalls Gegenstand spä-
terer Verfahrensschritte bilden, namentlich der Genehmigung des Übertra-
gungsvertrags (E. 2.4).
3.2.3 Weitere Gründe, weswegen die Liquidationsverfügung in materieller
Hinsicht zu Unrecht ergangen worden wäre, bringen die Beschwerdefüh-
renden nicht vor. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin begründen
die (beabsichtigte) Liquidation der Vorsorgestiftung wie folgt:
Die Vorinstanz stellt im Wesentlichen fest, mit Anschlussvertrag vom
23. Oktober 2018 habe sich der Verein Y._ und die A._ AG
der Sammelstiftung B._ angeschlossen, wobei der Wechsel im Ein-
verständnis mit dem Personal erfolgt sei. Somit könne die Vorsorgeeinrich-
tung X._ ab dem 1. Januar 2019 ihren Zweck nicht mehr erreichen
und sei aufzuheben. Da sie keine stillen Liquidationen dulde, habe sie ge-
stützt auf den Antrag des Stiftungsrates mit Verfügung vom 5. November
2018 die Liquidation verfügt.
Die Beschwerdegegnerin fügt an, die angefochtene Verfügung sei rechts-
konform ergangen und nicht zu beanstanden. Seien die Voraussetzungen
für eine Gesamtliquidation nämlich erfüllt und die Verfahrensbestimmun-
gen eingehalten worden, erlasse die Aufsichtsbehörde eine Aufhebungs-
verfügung, womit die Vorsorgeeinrichtung in Liquidation trete. Vorliegend
sei der Zweck der Beschwerdegegnerin unerreichbar geworden, da sie
mangels versicherter Personen und Rentner keine Vorsorge mehr betrei-
ben könne. In ihrer Duplik führt die Beschwerdegegnerin aus, ihr Stiftungs-
rat habe aufgrund des sehr hohen Rentnerbestandes, des Missverhältnis-
ses zwischen Rentner und Aktivversicherten und der relativ hohen Verwal-
tungskosten beschlossen, die berufliche Vorsorge an eine Sammeleinrich-
tung zu übertragen, um die finanzielle Sicherheit bzw. die vorsorgerechtli-
chen Verpflichtungen weiterhin gewährleisten zu können. Die bestehenden
Anschlussverträge seien im Einverständnis mit der Arbeitnehmervertretung
aufgelöst worden. Die neue Vorsorgeeinrichtung habe den gesamten Ver-
sichertenbestand übernommen, weshalb die Beschwerdegegnerin ihren
Zweck nicht mehr verfolgen könne und zwecklos werde; daher habe die
Vorinstanz festgestellt, dass sie liquidiert werden müsse. Weder die Auflö-
sung der Anschlussverträge und der Neuanschluss noch ihre vollständige
Liquidation bildeten Gegenstand des Verfahrens. Da sich die Beschwerde
einzig gegen den «Liquidationsbeschluss» der Vorinstanz richte, welcher
die einzig richtige Folge der Auflösung der Anschlussverträge darstelle, sei
die Beschwerde abzuweisen.
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3.2.4 Es liegt nicht im Streit, dass vorliegend die beiden (einzigen) beste-
henden Anschlussverträge der Beschwerdegegnerin mit dem Verein
Y._ und der A._ AG – und zwar im Einverständnis mit der
Arbeitnehmervertretung – aufgelöst worden sind (VB 6, Beilage 1, Liquida-
tionsbeschluss vom 23. Oktober 2018). Sodann haben sich der Verein
Y._ und die A._ AG mit Anschlussvertrag vom 23. Oktober
2018 der Sammelstiftung B._ angeschlossen (VB 6, Beilage 2, An-
schlussvertrag vom 23. Oktober 2018), wobei Letztere den gesamten Ver-
sichertenbestand – Aktivversicherte und Rentner – übernommen hat bzw.
übernehmen wird (VB 6, Beilage 1, 2 und 3, Liquidationsbeschluss vom
23. Oktober 2018, Anschlussvertrag vom 23. Oktober 2018, Ziff. 5 und Ent-
wurf Übertragungsvertrag, Ziff. 6, 7 und 9). Beide Arbeitgeberfirmen sind
vorliegend als angeschlossene Firmen weggefallen. Folglich verbleiben in
der Beschwerdegegnerin keine Aktivversicherte und Rentner mehr, für wel-
che die Durchführung der beruflichen Vorsorge besorgt werden müsste;
auch eine reine Rentnereinrichtung kommt somit vorliegend nicht in Be-
tracht. Ohne Aktivversicherte/Rentner und deren Angehörige sowie Hinter-
lassene macht auch eine Änderung der Stiftungsurkunde keinen vorsorge-
rechtlichen Sinn. In einer solchen Situation kann der Zweck der Beschwer-
degegnerin nicht mehr erfüllt werden (E. 2.1, E. 2.2 und E. 2.3.2), weshalb
die Vorinstanz zu Recht die Liquidation festgestellt hat.
3.3 Insgesamt ist die Beschwerde somit, soweit darauf einzutreten ist, ab-
zuweisen.
4.
4.1 Ausgangsgemäss sind den unterliegenden Beschwerdeführenden die
auf Fr. 2’000.-- festzusetzenden Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]). Der von diesen einbezahlte Kostenvorschuss in
gleicher Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.
Der obsiegenden Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz sind keine Ver-
fahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario).
4.2 Die Beschwerdeführenden haben dem Verfahrensausgang entspre-
chend keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1
VwVG i.V.m. Art. 7 VGKE Abs. 1 e contrario).
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Träger der beruflichen Vorsorge haben praxisgemäss keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung zulasten der Versicherten, damit nicht der im So-
zialversicherungsprozess geltende Grundsatz der Kostenfreiheit zuun-
gunsten der oft sozial schwachen Partei seines Gehalts entleert wird
(vgl. BGE 126 V 143 E. 4; Urteile des BVGer A-141/2017 und A-331/2017
vom 20. November 2018 E. 13.1.2 und A-5797/2015 vom 9. August 2017
E. 4.2, mit weiteren Hinweisen). Der Vorinstanz als «anderer Behörde» ge-
mäss Art. 7 Abs. 3 VGKE steht in der Regel keine Parteientschädigung zu.