Decision ID: daf4c05b-abcf-4bb3-a6e0-3f46bd733cde
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1972 geborene
X._
war
bis End
e August 2003 als Küchenmitarbeiter
bei der
Y._
AG
angestellt
(
Urk.
9/5/5
,
Urk.
9/11/1
).
Am
2
.
De
zember 2005 meldete
er sich
bei der Sozialversicherungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle),
wegen Ganzkörper
schmerze
n
nament
lich
i
m
Rücken,
i
n den
Beine
n
und i
m Kopf
zum Le
istungs
bezug an (Urk. 9
/
5
).
Die IV-Stelle
klärte die medizinischen und erwerblichen Ver
hältnisse ab und holte unter anderem
das Gutachten des
Z._
vom 29.
August
2008 ein (
Urk.
9/32). Gestützt darauf
sprach die IV-Stelle dem Ver
sicherten nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk.
9/
35
)
mit Verfü
gung vom
1
2.
Februar 2009
eine ganze Invalidenrente ab dem 1.
Dezember 2004
zu (Urk.
9/41, Urk.
9/48
), welche im Revisionsverfahren
Ende 2009 / Anfang 2010
mit Mitteilung vom
12. April 2010
bestätigt wurde (Urk. 9
/73).
1.2
Mitte 2015 eröffnete
die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren (Urk.
9/75-79). Mit Vorbescheid vom 2
8.
Oktober 2015 kündigte die IV-Stelle die Einstellung der bisherigen ganzen Rente wegen Verletzung der Mitwirkungspflichten an, nach
dem der Versicherte den Fragebogen zur Revision nicht eingereicht hatte (Urk. 9/79-80). Mit Schreiben vom
1.
Dezember 2015
sandte
der Beschwerde
füh
rer den ausgefüllten Revisionsfragebogen
an die IV-Stelle (
Urk.
9/81), worauf
hin die IV-Stelle das Revisionsverfahren wieder aufnahm (
Urk.
9/82). Unter anderem holte sie das
bi
disziplinäre
orthopädisch-psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates, und von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie, vom 3. März 2015 (Urk. 9/93) sowie die ergänzende Stel
lung
nahme vom 1
2.
Juli 2016 (
Urk.
9/97) ein.
Mit neuem
Vorbescheid vom
29.
August
2016
kün
digte die IV-Stelle die Aufhebung der bi
sherigen ganzen Rente mit der Begründung an, der
Gesundheitszustand habe sich gebessert (Urk. 9
/
99
). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom
5. September 2016
(Urk.
9/101)
, ergänzt mit Schreiben vom 12.
Oktober 2016 (
Urk.
9/104), Ein
wände.
Mit Ver
fügung vom
1
5.
Dezember 2016
stellte die IV-Stelle die bisherige ganze Rente wie ange
kün
digt auf Ende des der Zustellung der Verfügung fol
genden Monats ein und entzog einer allfälligen Beschwerde dagegen die auf
schiebende Wirkung (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Beschwerdeführer
m
it Eingabe vom 31. Januar 2017
Be
schwerde
und
beantragte, die Verfügung vom 1
5.
Dezember 2016 sei aufzuheben und es seien ihm die g
e
setzlichen Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) zuzusprechen; eventualiter sei der Streitgegenstand
mit der Anweisung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, es sei die Ver
wertung der Restarbeitsfähigkeit abzuklären, ein rechtskonformer Einkom
mens
vergleich vorzunehmen und anschliessend sei erneut ein Leistungsentscheid zu verfügen; (
sub
)eventualiter seien berufliche Massnahmen durchzuführen und an
schliessend sei ein neuer Entscheid zu erlassen.
In prozessualer Hinsicht
bean
tragte der Beschwerdeführer
, es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren
und
Rechtsanwalt
Christoph
Erdös
, Zürich, sei als sein unent
gelt
licher Rechtsvertreter zu ernennen
sowie es sei die aufschiebende Wirkung der Be
schwerde wieder
herzustellen
(Urk. 1 S. 2 und S. 9). Die Beschwerde
geg
nerin schloss in der Beschwerde
antwort vom 9. März 2017 auf Ab
weisung der Be
schwerde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 1
4.
März 2017 wurde
das Gesuch des Be
schwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Be
schwerde abgewiesen
und ihm die unentgeltliche Prozessführung gewährt sowie
Rechtsanwalt Christoph
Erdös
, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das
vorliegende Verfahren be
stellt
(Urk.
10
S.
5
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den Allge
m
ei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Er
werbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kom
men
den ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Er
werbs
einkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit un
ab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie aus
gewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Per
son zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2.2
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso
ma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tat
säch
liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person in einem struk
turierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen
Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 4
18
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
ver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpas
sungen hinsicht
lich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklä
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärzt
lichen Fest
stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechts
erheblichen Indika
toren auf Arbeitsun
fähigkeit schliessen lassen (E. 7).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Drei
viertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch
führung der medizi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Ein
kommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad be
stimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
5
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheits
zustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Um
ständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methoden
wahl
massgeblichen
(hypothetischen) Sachver
halts bestehen
(
BGE
144 I 28 E.
2.2,
130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sach
verhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
achtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hin
weisen).
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invali
ditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Ver
fügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskon
former Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun
gen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht pub
liziert in: BGE 143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete den angefochtenen rentenaufhebenden Ent
scheid damit, dass
sich
der
Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
gemäss der durchgeführten medizinischen Begutachtung
wesentlich verbessert habe.
E
ine psychische Erkrankung, die seine Arbeitsfähigkeit ein
schränke, sei angesichts der guten Aktivität im Privatleben aus versicherungs
medizinischer
Sicht nicht mehr vorhanden.
Aus soma
tischer Sicht bestehe weiterhin keine Einschränkung mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Die diversen Faktoren wie wirt
schaftliche Situation, mangelnde Sprachkenntnisse, niedriges Bildungsniveau
wür
den, auch wenn sie die Eingliederung erschweren würden, aus invaliden
versiche
rungsrecht
licher Sicht keinen Leistungsanspruch begründen
(Urk. 2 S. 1 f.).
2.2
Der
Beschwerdeführer
wendet dagegen ein
,
dem
Gutachten
sei zu ent
nehmen, dass seit 2003 respektive
ab
2008 keine
relevanten Veränderungen des Ge
sund
heitszustandes eingetreten seien und sich auch die Arbeitsfähigkeit nicht verän
dert habe.
Damit seien die Voraussetzungen für eine Revision nac
h
Art.
17 ATSG nicht gegeben. Die davon abweichende
Einschätzung des beratenden Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD)
sei nicht nachvollziehbar und beruhe
weder auf den Akten noch auf einer Untersuchung, sondern
vor allem auf der Tatsache, dass er erneut geheiratet habe, ein Kind gezeugt und einmal pro Woche den Hindutempel besuche, mithin sozial bestens integriert sei.
Eine Aus
einander
setzung mit den Einschätzungen der Gutachter, der Diagnose
kriterien einer post
traumatischen Belastungsstörung,
Art.
17 ATSG und der aktuellen Recht
sprechung zur
Schmerzstörung sei
nicht erfolgt.
Insbesondere habe
die Beschwer
degegnerin
die Vorgaben des Bundesgerichtsentscheides betreffend d
i
e Praxisän
derung zur somatoformen Schmerzstörung nicht berücksichtigt.
Bezüglich des Even
tual
antrags sei zu
bemängeln, dass die
Beschwerde
gegnerin nicht geprüft
habe
,
inwieweit er seine Restarbeitsfähigkeit in einer (leidens-)angepassten Ver
weis
tätigkeit und unter Berücksichtigung seiner persönlichen Ressourcen verwer
ten könnte. Sie habe damit gegen
Art.
16 und Art. 43 ATSG verstossen
(Urk.
1 S. 2
ff.).
2.3
Strittig und
zu prüfe
n ist, ob die Beschwe
rdegegnerin die mit Ver
fügung
vom
12. Februar 2009
(Urk.
9/
41, Urk. 9/48
) ab
1. Dezember 2004
zugesprochene ganze Rente zu Recht per Ende
Januar
2017 aufgehoben hat.
Hierzu ist
zu klären, ob und inwiefern s
ich der Invaliditätsgrad seit
der Ver
fügung vom
12. Februar 2009
bis zum Erlass
der ange
fochtenen Ver
fü
gung vom
15.
Dezember
2016 (Urk. 2) in rentener
heb
lichem
Ausmass ver
ändert hat. Die an
gefoch
tene Ver
fügung bildet da
bei recht
sp
re
chungsgemäss die zeit
liche Grenze der richter
lichen Über
prüfungs
be
fugnis (BGE 132 V 220 E. 3.1.1,
122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundes
ge
richts
8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hin
weis).
3.
3.1
Bei
Zusprache
der ganzen Rente ab
Dezember 2004
stützte sich die Beschwerde
gegnerin gemäss dem Feststellungsblatt vom
10. November 2008
auf die Stel
lung
nahme von Dr. med.
C._
,
Facharzt für Allgemeine Medizin
, des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom
30. Oktober 2008
(Urk.
9/33/5
)
zum
Z._
-Gutachten vom 2
9.
August
2008 (
Urk.
9/32).
Danach bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Beeinträchtigungen durch die diagnostizierte post
traumatische Belastungsst
örung mit gequältem, ängstlich
übererregtem und depressivem Beschwerdebild
.
Dieses stehe in direktem Zusammenhang mit den Foltererlebnissen in seiner Heimat während einer dreimonatigen Gefangenschaft im Jahr 1990, in der er unter anderem regelmässig Stockschläge auf den Rücken erhalten habe.
Allein aufgrund der erhobenen somatischen Be
funde
an der Len
denwirbelsäule (LWS) auf Höhe L5 bestehe
indes
eine 100%ige Arbeits
fähigkeit in der angestammten und einer leidensangepassten Tätigkeit (Urk. 9/33/5, Urk. 9/32/23
-28
).
Hiervon ist als Vergleichsbasis auszugehen.
3.
2
Gemäss
dem
im Rahmen des Mitte 2015 eröffneten Revisionsverfahrens (Urk. 9/75) eingeholten
bidisziplinären
Gutachten von
Dr.
A._
und Dr.
B._
vom 7.
Juni 2016
klagte der
Beschwerdeführer
im Wesentlichen über Schmerzen im unteren Rücken links mit Au
sstrahlung in den oberen Rücken,
in das linke
Gesäss
sowie in den oberen hinteren Oberschenkel (
Urk.
9/93/5).
Die Gutachter
kamen zum Schluss, dass
die
geschilderten Beschwerden
bei seiten
identischer Beinmuskulatur, klinischer Testung und
alter
s
gemässer
Bildge
bung der LWS
organmedizinisch in keiner Weise nachvollzogen werden könnten
. Dem
entsprechend sei aus orthopädischer Sicht keine Einschränkung der Arbeits
fähig
keit gegeben. Die
verwendete
Unterarmgehstütze sei nicht erforderlich (Urk. 9/93/11, Urk. 9/93/32). Aus psychiatrischer Sicht sei die Diagnose einer
s
omatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) zu stellen,
dies aufgrund des kon
tinuierlichen, belastenden Schmerzes in einem Körperteil, der nicht adäquat durch den Nachweis einer körperlichen Störung erklärt werden könne und anhaltend der Hauptfokus für die Aufmerksamkeit des
Beschwerdeführer
s sei. Hinzu komme eine Depressivität über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren im Sinne einer
Dyst
h
ymia
(ICD-10 F
34.1)
mit zeitweisen Schlafstörungen, Konzen
trations
schwierig
keiten, sozialem
Rückzug und verminderter Aktivität. Ein Alkoholabusus sei seit der Heirat im Jahr 2012 nicht mehr anzunehmen. Es würden sich sodann Aggravationshinweise in Form einer demonstrativen
Wirkung des Vor
bringens der Klagen und Hinweise auf eine geringe Behandlungsaktivität sowie Selbstlimitierung finden.
Aufgrund der somato
formen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sei eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Küchengehilfe und eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten leichten Tätigkeit gegeben
(Urk. 9/93/26,
Urk. 9/93/30
-32)
.
3.3
3.3.1
Vor dem Hintergrund dieser Aktenlage sind sich die Parteien zu Recht darin einig, dass
der somatische
Gesundheitszustand
weiterhin keine objektivierbare Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit begründet und
diesbezüglich
seit der
Renten
zu
sprache
im Februar 2009 keine Veränderung eingetreten ist.
Aufgrund der Feststellungen von
Dr.
A._
und Dr.
B._
im Gutachten vom 7. Juni 2016 ist mit der
Beschwerdegegnerin
jedoch dennoch
insgesamt
von einer
Bes
serung des Gesundheitszustandes
und der Leistungsfähigkeit
auszu
ge
hen.
Dies ergibt sich
zunächst
aus der von den Gutachtern attestierten
, nach
voll
ziehbar begründeten
Arbeits
un
fähigkeit
von 50
% in der angestammten und von
3
0
%
in einer leidens
ange
passten Tätigkeit
(
Urk.
9/93/30-31)
, während die
Z._
-Gutachtern
im August 2008
noch eine
100%ige
Arbeitsun
fähigkeit
attestiert hat
ten
(Urk.
9/32/
22
).
Zwar
hielten die Gutachter
Dr.
A._
und Dr.
B._
fest,
die Diagnose der
Z._
-Gutachter einer posttraumatischen Belastungsstörung
sei
retrospektiv nicht
nachvollziehbar und im
psychopathologischen Befund
sei
kein schwer depressiv ver
stimmter
Beschwerdeführer
beschrieben worden
(
Urk.
9/93/
30-
31
)
.
Jedoch
ist letztlich nicht erheblich,
welcher psychiatrischen Diagnose - einer post
trauma
tischen Belastungsstörung oder einer anhaltenden somato
formen Schmerz
stö
rung - die geklagte Symptomatik zugeordnet wurde.
Denn der
Ver
gleich der gut
achterlichen Ausführungen
zeigt
jedenfalls
eine deutliche Besserung des Befin
dens und des Soziallebens
seit 2008
,
was
eine Verbesserung der Leistungs
fä
hig
keit selbst bei grundsätzlich unveränderter Grundproblematik (psycho
soma
tisch bedingte Schmerzempfindungen
vor allem
im
unter
e
n
Rücken
mit Aus
strah
lung)
ent
sprechend der
aktuellen
Einschätzung von
Dr.
B._
aus
weist
.
3.3.2
So
war
dem
Z._
-Gutachten von 2008 zu entnehmen,
es liege ein schweres psy
chisches Leiden vor. D
er
Be
schwerdeführer
habe
schwer depressiv, hoff
nungs
los, resigniert, perspektivlos, ratlos, sehr angespannt, ängstlich und dis
simu
lierend gewirkt mit leicht
kaltschweissigen
Händen, weiten Pupillen,
hochalert,
mit
ver
min
dertem Antrieb und herabgesetzter affektiver Schwing
ungs
fähigkeit
(Urk. 9/32/27
).
Ausserdem
war damals ein zunehmender Alkoholabusus und eine
beginnende
äthylische
Hepatopathie festgehalten worden, weswegen schon meh
rere
Hospitalisationen
auf der Notfallstation des Stadtspitals
D._
erfolgt seien (
Urk.
9/32/25-26). Auch sei er im September 2006 wegen einer massiven Exazer
bation seiner Rücken- und Beinschmerzen wiederum
notfallmässig
hospi
talisiert worden (
Urk.
9/32/25).
In sozialer Hinsicht
habe
der
von seiner ersten Ehefrau (im Jahr 2005) geschiedene
Be
schwerdeführer
allein und
gänzlich
zurück
gezogen
in einer 1-Zimmer
wohnung
gelebt
und die Zeit
mit
F
ernsehen
sowie
mit einem Kollegen
verbracht
, der sich teilweise um ihn gekümmert habe (Urk. 9/32/10,
Urk. 9/32/20,
Urk. 9/32/24, Urk. 9/93/25).
Wie dem
bidisziplinären
Gutachten vom 7. Juni 2016
nunmehr
zu entnehmen ist, erfolgte (n
ach der
Zusprache
eine
r ganzen Rente im Februar 2009;
Urk.
9/41, Urk. 9/48) im Jahr 2012 eine zweite Heirat
und der
Beschwerdeführer
lebte fortan mit seiner Ehefrau und dem
im Januar 2014 geborenen Sohn
zusammen. Den Alkohol
kon
sum habe der
Beschwerdeführer
weitgehend eingeschränkt.
Nach sei
nen
Angaben
sei er eher passiv in seiner Lebensgestaltung, aber
er helfe der Ehe
frau beim Haushalt und Einkaufen, sehe fern, gehe spazieren, sitze öfters im Park zusammen mit einem Bekannten oder der Ehefrau und einmal in der Woche besuche er den Hindutempel
(
Urk.
9/93/18-19,
Urk.
9/93/25
-26
).
Gemäss
dem Schreiben der Sozialberatung AOZ vom
1.
Dezember 2015 war der
Be
schwerde
führer
gegen
Ende 2015
ausserdem
allein in seine Heimat gereist, um seinen schwer kranken Vater zu besuchen. Auf der Rückreise sei er von den dortigen Behörden 14 Tage inhaftiert worden, bevor er habe ausreisen können (Urk. 9/81/4).
Gemäss
der Einschätzung von
Dr.
B._
war dadurch bei feh
l
enden Befunden einer Trau
matisierung keine
Retraumatisierung
erfolgt (Urk. 9/93/31). Dem psycho
patho
logischen Bef
und ist
sodann
zu entnehmen, es sei ein guter affektiver Rapport ohne relevante kognitive Schwierigkeiten zustande gekommen, zeitweise sei die Konzentration etwas gestört
gewesen
, das formale Denken
sei aber
durchgehend ungestör
t gewesen
und es hätten sich keine Hinweise auf mnestische Störungen gezeigt
. Der
Beschwerdeführer
sei in
dysthy
mer
Mittellage und ver
mindert schwingungsfähig, die affektive Modula
tions
fähigkeit sei
somit
reduziert gewe
sen.
Auch psychomotorisch habe eine reduzierte Mimik und Gestik bei normalem Sprachfluss bestanden
(
Urk.
9/93/21-24
).
Dabei seien die
Wegfähigkeit,
die
Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routine, zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, zum Kontakt zu Dritten und zur Selbst
behaupt
ung
sowie
zu
ausserberuflichen
Freizeit- und Haushalts
aktivitäten
nicht beeinträchtigt.
Di
e Flexibilität und Umstellungsf
ähigkeit seien lediglich leichtgradig und
die Durchhaltefähigkeit
mittelgradig beeinträchtigt (
Urk.
9/93/25).
3.3
Somit
verbesserten sich nicht nur die Lebensumstände des
Beschwerdeführer
s seit 2008 erheblich
;
auch sein schwer depressiver, resignierter und ängst
licher Zu
stand wich einer
nur noch
dysthymen
Mittellage
bei
nur gering einge
schränk
ten Fähigkeiten
in
der Alltagsbewältigung.
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines Revisionsgrundes im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG bejahte.
Im Übrigen liegt mit dem
bidisziplinären
Gutachten von
Dr.
A._
und Dr.
B._
vom 7. Juni 2016
(
Urk.
9/93)
eine
medizinische Einschätzung
vor, die
alle
recht
sprechungsgemäss
erforderlichen Kriterien für beweis
kräftige ärztliche Ent
schei
dungs
grundlagen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c) erfüllt, w
eshalb
grundsätzlich
darauf abzustellen ist
.
4.
4.1
Zu beurteilen bleibt im Folgenden die Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen der Gutachter anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG
schliessen
lassen (Urteil des Bundesgerichts 8C_130/2017 vom 30. November 2017 E. 7). Dabei obliegt es den Rechtsanwendern, mithin hier dem Gericht, im Rahmen der Beweiswürdigung zu überprüfen, ob
ausschliesslich
funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141
V 281 E. 5.2.2;
Art.
7
Abs.
2 ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Auswirkungen medi
zinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den ver
sicherungsmedizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde (BGE 141 V 281 E. 6
; Urteil des Bundesgerichts 9C_194/2017 vom 29.
Januar 2018
E. 6.2
).
4.2
4.2.1
Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem Prüfungs
ras
ter
gemäss
BGE 141 V 218
erübrigt sich
rechtsprechungsgemäss
, wenn Aus
schlussgründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erschei
nung beruht, welche die Annahme einer gesund
heitlichen Beeinträchtigung von vornherein
ausschliessen
(BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1).
Dies ist hier trotz der festgestellten Aggravation
(in Form einer demonstrativen Wirkung des Vorbringens der Klagen, Urk. 9/93/26)
nicht der Fall. Denn nach
der gutachterlich nachvollziehbar begründeten
Einschätzung liegt beim
Beschwerde
führer
trotz der
Anzeichen für eine
(teilweise unbewusste)
Aggravation
der Beschwerden
eine ver
selb
ständige Gesundheitsschädigung vor.
Im Gutachten vom 7. Juni 2016 wurden
die Aus
wir
kungen der verbleibenden Gesundheits
schä
digung im Umfang der Aggra
vation bereits korrekt im Sinne von BGE 141 V 281 E. 2.2.2 bereinigt, indem
d
ie Arbeitsfähigkeit unter
Auslassung
der
selben
festge
legt wurde
(Urk.
9/93/30-31
).
4.2.2
Der Prüfungsraster gemäss der präzisierten Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 141 V 281) beinhaltet die folgenden zu prüfenden Standardindikatoren: Unter die Kategorie
„funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
fällt zunächst der K
om
plex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
mit der Frage nach der
Ausprä
gung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
, nach dem B
ehandlungs- und Eingliede
rungserfolg oder
der Behand
lungs
resistenz (E. 4.3.1.2)
und mit der Frage nach den
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
. Weiter sind der K
omplex „Per
sönlichkeit" (Per
sönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
und der K
omplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
zu erfassen. Unter der Kategorie
„Konsistenz" (Ge
sichtspunkte des Ver
haltens; E. 4.4)
sind die g
leich
mässige Ein
schränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen
ver
gleich
baren Lebens
bereichen (E. 4.4.1)
und der b
ehandlungs- und eingliederungsanam
nestisch ausgewiesene Leidens
druck (E. 4.4.2)
relevant.
5.
5.1
5.1.1
Bezüglich des Indikators der Ausprägung der
diagnoserelevanten Befunde
und Symptome
im Sinne der Schwere des Krankheits
geschehens
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1)
führte das Bundesgericht im
BGE 143 V 418
präzisierend aus, dass eine Diagnose i
n grundsätzlicher Hinsicht
selbst bereits ein Schweregradindikator sein
könne,
soweit darin ein Bezug zum Sc
hweregrad der Erkrankung bestehe;
insbe
sondere dann, wenn die Begründung der Diagnose einen ausreichenden Bezug zur funktionserheblichen Befundlage aufweis
e
.
Fehle
in der Diagnose aber die
se Schweregradbezogenheit, zeige
sich die Schwere der Störung in ihrer rechtlichen Relevanz erst bei deren funk
tionellen Auswirkungen
.
Ein Leiden als leicht einzu
stufen, weil diagnostisch kein Bezug zum Schweregrad desselben gefordert
sei
und ihm bereits deshalb eine ver
sicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arb
eitsfähigkeit abzu
sprechen, gehe
daher fehl
(E. 5.2.2). Entscheidend bleibe
letztlich vielmehr die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung
(E. 6)
.
Hier ist von den vom psychiatrischen Gutachter Dr.
B._
gestellten Diag
no
sen
einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
und einer
Dysthymia
(ICD-10 F34.1) auszugehen. Bei beiden Diagnosen handelt es sich um solche, welche einen Bezug zum Schweregrad aufweisen.
Die
Dysthymia
ist
keine schwere psychische
Störung
und
wird
in der Primär
ver
sorgung sowie in der all
gemeinen medizinischen Versorgung häufig gesehen (
Dilling
,
Mombour
, Schmidt [Hrsg.], ICD-10,
Internationale
Klassifikation psychi
scher Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diag
nostische Leitlinien, 10. Auf
lage, S.
171). Für die
Dysthymia
gilt bezüglich der diagnostischen ICD-10-Leitlinie, dass es sich dabei um eine chro
nische Verstimmung handelt, bei der sich die Patienten meistens
oft monate
lang müde und depressiv fühlen, alles ist für sie eine Anstrengung und nichts wird genossen, sie grübeln und beklagen sich, schlafen schlecht und fühlen sich unzulänglich, sind aber in der Regel fähig mit den wesentlichen Anforderungen des täglichen Lebens fertig zu werden (ICD-10,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S. 183). Dies
weist
an sich schon auf einen tiefen funktionellen Schweregrad der Störung hin.
Die Diagnose einer anhaltenden somato
formen Schmerzstörung
dagegen
bedingt einen
Mindestschweregrad
im Sinne eines anhaltenden schweren und quälenden Schmerzes in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Prob
lemen (ICD-10,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen, a.a.O., S.
233
).
Die hier beachtlichen Diagnosen weisen somit
teilweise auf eine
schwere psychi
sche Störung hin
, welche g
rundsätzlich invali
disierend sein
kann
(
BGE 143 V 418
E. 5.2.2). Entscheidend aber ist rechtsprechungsgemäss und daher im Folgenden zusätzlich zu prüfen, ob nach den übrigen Standardin
dikatoren auf einen
funk
tionelle
n
Schweregrad
der psychischen Stö
rungen zu schliessen ist,
der sich nach deren konkreten funk
tionellen Auswir
kungen und insbesondere danach beurteilt, wie stark die ver
sicherte Person in sozialen, be
ruf
lichen oder anderen wichtigen Funktions
be
reichen schmerzbe
dingt beein
trächtigt ist
(Urteil des Bundesgerichts 8C_130/2017 vom 30. November 2017 E. 5.2.3).
5.
1.
2
Hinsichtlich
des Indikators des Behandlungserfolges oder der Behandlungsre
sis
tenz (Verlauf und Ausgang von Therapien; BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2) geht aus den Akten hervor, dass
bisher
überhaupt noch
keine
psychiatrisch-psycho
thera
peutische Behandlung
durchgeführt wurde (
Urk.
9/32/28, Urk. 9/93/27
). Dies, obschon bereits im Sep
tember 2006 im Stadtspital
D._
in einem psycho
logi
schen Konsilium der Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung und diffe
rentialdiagnostisch die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung fest
gehalten
worden waren
.
Dem Bericht ist zwar zu entnehmen, dass der Be
schwer
deführer
ausschliesslich auf eine somatische Genese seiner Beschwerden fixiert sei und kein Deutsch spreche. E
s wurde aber eine auf psychosomatische Leiden spezialisierte stationäre Behandlung empfohlen (Bericht vom 3. Oktober 2006;
Urk.
9/23/15)
, die - soweit aktenkundig - nicht in Anspruch genommen wurde
. Auch die
Z._
-Gutachter hielten fest, dass zumindest ein medikamentöser Behand
lungsver
such mit einem Antidepressivum wünschens
wert sei (
Urk.
9/32/28).
Dr.
A._
und
Dr.
B._
führten
im Gutachten vom 7. Juni 2016
desgleichen
aus,
eine psychiatrische-psychotherapeutische Behand
lung in der Muttersprache sei erfolgsversprechend und medizinisch zumutbar. D
ie Behand
lungsmöglichkeiten seien aufgrund der sprachlichen Barriere mög
licher
weise eingeschränkt, wenn kein mutter
sprach
licher Therapeut zur Ver
fügung stehe. Es bestehe
beim Beschwerdeführer zudem keine Einsicht in mögliche psy
chische Mitverursachung, er sei völlig auf eine somatische Genese seiner Be
schwerden fixiert. Diese Probleme bei der Therapie
adhärenz seien aber nicht als krank
heitsbedingt anzusehen, da eine solche Fehleinschätzung nicht zur Kern
symp
tomatik einer somatoformen Schmerz
störung gehöre (
Urk.
9/93/27
; vgl. auch ergänzende Stellungnahme vom 1
2.
Juli 2016, Urk. 9/97
).
Die erschwerte Be
handlungs
zugänglichkeit des Beschwerdeführers ist somit nicht gesundheits
bedingt und daher nicht beachtlich.
Vor diesem Hinter
grund kann trotz des chronifizierten, andauernden Krank
heits
geschehens nicht auf ein defi
nitives Scheitern der Behandlung und einer Behandlungs
resistenz ge
schlos
sen werden. Aus der
unvollständigen
Be
hand
lung kann für den Schwere
grad der Stö
rung somit nichts zugunsten des Beschwerdeführers abge
leitet werden.
5.
1.
3
Zum Indikator der Komorbiditäten (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3) führte das Bun
des
gericht im
BGE 143 V 418
präzisierend aus, d
as strukturierte Beweisverfahren
stehe
einer Aufteilung von Einbussen auf einzelne Leiden entgegen, da es auf einer ergebnisoffenen Gesamtbetrachtung in Be
rücksichtig
ung der Wechselwir
kungen basiere
. Fortan
sei
E. 4.3.1.3 von BGE 141 V 281 so zu verstehen, dass Störungen unabhängig von ihrer Diagnose be
reits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcen
hem
mende Wirkung beizumessen
sei
.
So werde
beispielsweise eine Dysthymie für sich allein betrachtet keine Invalidität be
wirken. Eine
dysthyme
Störung
könne
die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall jedoch erheblich beeinträchtigen, wenn sie zusam
men mit anderen Befunden - wie etwa einer ernsthaften Persönlichkeits
störung -
auftrete (E. 8; vgl. auch: Urteil des Bundesgerichts 9C_194/2017 vom 29.
Januar 2018
E. 6.2.3).
Hier
ist
somit
die festgestellte depres
sive Symptomatik in der Ausprägung
einer
Dysthymie
als
ressourcenhemmender Faktor
beachtlich.
Zwar stuften d
ie Gutach
ter Dr.
A._
und
Dr.
B._
die Diagnose der
Dysthymie
als solche ohne Auswirku
ng auf die Arbeitsfähigkeit ein (Urk.
9/
93/25
).
Jedoch be
gründeten sie die attestierte Ar
beits
unfähigkeit von 50 % respektive 30
%
mit dem mittelgradig eingeschränkten Durchhalte
ver
mögen und der leichtgradig einge
schränkten Fle
xibili
tät/Um
stellungsfähigkeit (Urk. 9/93/30-31). Ausserdem wur
den im Zusam
menhang mit dieser Diagnose zeitweise Schlafstörungen, Kon
zen
tra
tionsschwie
rigkeiten, sozialer Rückzug und verminderte Aktivität fest
ge
halten. Es ist daher davon auszu
gehen, dass die depressive Symptomatik dem Be
schwerdeführer zumindest geringfügig Ressourcen raubt.
5.
1.
4
In Bezug auf die
im
Komplex Persönlichkeit (
BGE 141 V 281
E. 4.3.2) zu prüfen
den Merkmale
(Persönlichkeitsentwicklung und
-s
truktur, grundlegende psychi
sche Funktionen) ist dem Gutachten von
Dr.
A._
und
Dr.
B._
zu ent
nehmen, dass eine eigentliche
Persönlichkeitsstörung nicht besteht und beim Beschwerde
führer auch sonst keine auffälligen Persönlichkeitsaspekte vorliegen, die bei diesem Indikator
,
etwa im Sinne einer persönlichkeits
bedingten Ein
schränkung der Antriebs-, Reaktions- und Anpassungsfähigkeit
,
ins Gewicht fallen könnten.
5.
1.
5
D
er soziale Lebenskontext (
BGE 141 V 281
E. 4.3.3
)
mit Einbettung in die Fami
lie enthält sodann
be
stätigende, sich potenziell günstig auf die Ressourcen aus
wir
kende Faktoren
.
Der Beschwerdeführer hat im Jahr 2012 eine neue Familie gegründet und
er
wurde Anfang 2014
Vater
ein
es
Kind
es
(
Urk.
9/93/25), was als positive soziale Entwicklung mit mobilisierbarer Ressource durch den Familien
anschluss zu beurteilen ist.
Allfällige direkt negative funktionelle Folgen durch soziale Belastungen, wie etwa die örtliche Trennung von
seiner Herkunftsfamilie
, sind dabei rechtsprechungsgemäss auszuklammern.
5.
1.
6
Es zeigt sich somit, dass der funktionelle Schweregrad
leicht bis maximal mittelmässig
eingeschränkt ist durch die
Erkrankung der somatoformen Schmerz
störung an sich und durch die
ressourcenhemmende Wechselwirkung der
depres
siven Symptomatik
, wobei der so
ziale Lebenskontext andererseits als eine die Leistungsfähigkeit begünstigende Ressource in Gewicht fällt.
Die von Dr.
B._
attestierte
7
0%ige Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten
, wechsel
belastenden
Tätigkeit
ohne längeres Sitzen oder Stehen mit Hilfsmitteln
ist vor diesem Hintergrund nach
vollziehbar.
5.2
5.2.1
Beweisrechtlich entscheidend ist
hier
schliesslich
der Aspekt
der Kon
sis
tenz mit den verhaltensbezogenen Kategorien
(BGE 141 V 281
E. 4.4)
im Sinne einer Kon
sistenzprüfung der Folgenabschätzung aus dem festge
stellten funktio
nellen Schweregrad der psychischen Störungen (BGE 141 281 E. 4.3).
5.2.2
In Bezug auf den Indikator einer
gleichmässigen
Einschränkung des
Akti
vitäten
niveaus
in allen ver
gleich
baren Lebens
berei
chen
(BGE 141 V 281 E. 4.4.1) ist den Akten
zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer
im Jahr 2012
eine neue Familie
gründete
, am Familienleben und an der Haushaltsführung teilnimmt,
Spazier
gänge macht,
sich
öfters
mit einem Bekannten
im Park
trifft, mit dem wöchent
lichen Tempelbesuch kulturelle Handlungen vornimmt und alleine ins Ausland reis
t
e (
Urk.
9/93/18-19,
Urk
-
.
9/93/25-26).
Dies ist
grösstenteils
vereinbar mit
der von
Dr.
B._
70%igen
wechselbelastenden Tätigkeit ohne längeres Sitzen oder Stehen mit Hilfsmitteln
.
5.2.3
Allerdings
lässt
die
Inanspruchnahme von therapeutischen Op
tionen (BGE 141 V 281 E. 4.4.2) beim
Beschwerdeführer
angesichts der - wie hiervor ausgeführt (E.
5.1.2)
- nicht ausgeschöpften Behandlungsoptionen nicht auf einen be
son
de
ren Leidensdruck
schliessen
.
5.3
Die
Indikatorenprüfung
ergibt, dass der festgestellte insgesamt leichte
bis maxi
mal mittelgradige
funktio
nelle Schweregrad der Gesund
heitsbeein
träch
tigung der Kon
sistenz
prüfung
nicht gänzlich
standhält,
weshalb die ärztlich be
urteilte
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
aus rechtlicher Sicht nicht zu be
stätigen ist.
Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass
ab Mitte 2016 keine invaliden
versicherungsrechtlich relevante Gesundheitsbeeinträchtigung mehr
vorlag
. Die Aufhebung der bisherigen ganzen Rente erfolgte daher zu Recht.
6
.
6
.1
Zu keinem anderen Ergebnis würde es im Übrigen führen, wenn die Kon
sistenz
prüfung zugunsten des
Beschwerdeführer
s beurteilt würde und auf die
bidis
zip
linäre
Einschätzung von Dr.
A._
und Dr.
B._
einer
50%igen Arbeits
un
fähig
keit in der angestammten Tätigkeit
und einer
70%igen Arbeits
fähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
abgestellt würde
. Denn der Ein
kom
mens
vergleich würde jedenfalls einen Invaliditätsgrad von unter 40
%
erge
ben,
wie die folgenden Ausführungen zeigen.
6.2
6.2.1
Der Invaliditätsgrad ist mittels eines Einkommensvergleichs von
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben (vgl. BGE 129 V 223 f. E. 4.2 in
fine
, 128 V 174). Massgeblich ist das Jahr der Revision 2016.
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigen
falls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver
dienst angeknüpft, weil es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätig
keit ohne Gesundheits
schaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müs
sen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis; Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2011 vom 21. Juli 2011 E. 4.1).
Das letzte Erwerbseinkommen erzielte der Beschwerdeführer
bis Ende August 2003
als Küchen
mitar
beiter
bei der
Y._
AG und lag bei
Fr.
3'100.-- pro Monat respektive Fr.
40'300.-- pro Jahr (inklusive 1
3.
Monatslohn;
Urk.
9/11/2, Urk. 9/17/8).
Unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung
(NLE)
von 200
3
bis 201
6
(Bundes
amt für Statistik [BFS]
, Schweizerischer Lohnindex nach Wirt
schaftszweigen, Nominal
lohnindex
(NLE
)
Männer
2002-2010
[
1993
= 100, Tabelle T1.1.
93_I
],
Handel, Reparatur,
Gast
gewerbe, 2003:
112.7
; 2010
:
123.1
,
und
NLI
Männer, 2011-2016,
[2010 = 100, Tabelle T1.1.10],
Gast
gewerbe, 2010: 100, 201
6
:
104.7
)
resultiert ein
Validenein
kommen
im Jahr
201
6
von Fr.
46'087.80
(Fr.
40'300
.-- :
112.7
x
123.1
= Fr.
44'018.90 [2010]
; Fr. 44'018.90
: 100 x
104.7
[2016]
).
Dieses
Einkommen
liegt
im Vergleich zum statistischen Durchschnittseinkommen im Gastgewerbe gemäss
der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS)
deutlich unter den branchenüblichen Ansätzen
bei Mitarbeitern im Gastgewerbe
.
Und zwar lag das durchschnittliche Einkommen bei Männern
im Jahr 2014
gemäss der LSE 2014
, Tabelle TA1_tirage_skill_level,
in der Branche
Gastgewerbe/Beherbergung u
nd
Gastronomie
, Kompetenzniveau
1, bei Fr.
4'035.-- pro Monat respektive Fr. 48'420.-- pro Jahr.
Angepasst an eine bran
chenübliche wöchentliche Arbeits
zeit im Jahr 2014 von
42,4
Stunden
(
Betriebs
übliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen in Stun
den pro Woche, Tabelle T 03.02.03.01.04.01, Abteilung 55-56,
Gastgewerbe/Beherbergung u
nd
Gastro
no
mie
)
ergibt dies ein Ein
kommen von
Fr.
51'325.20
(2014)
. Unter Berück
sichtigung der NLE bis im Jahr 2016 (
NLI
Männer, 2011-2016, [2010 = 100, Tabelle T1.1.10], Gast
gewerbe, 2014: 103.4, 2016: 104.7
) resultiert ein stati
stisches Durch
schnitts
ein
kommen
von Fr.
51'970.50 (
Fr.
51'325.20 : 103.4, x 104.7)
.
Das
hiervor ermittelte
Valideneinkommen
von
Fr. 46'087.80
liegt damit
um
Fr.
5'882.70
,
mithin um
11,32
%
, unter dieser
branchenüblichen Entlöhnung
.
Es ist
daher
beim Einkommensvergleich eine Parallelisierung der Ver
gleichs
ein
kom
men
(vgl. dazu
BGE 141 V 1, 140 V 41, 139 V 592,
135 V 297, 134 V 322)
vorzunehmen.
Das
Valideneinkommen
von
Fr. 46'087.80
ist daher recht
spre
chungs
gemäss
um den 5
%
übersteigenden Prozentsat
z der Unter
durch
schnitt
lichkeit, also um
6,32
% (
11,32 % - 5
%) zu
parallelisieren.
Das
Va
liden
ein
kom
men
für das
Jahr 2016 ist damit auf
Fr.
4
9'
197.05 zu erhöhen
, wobei der Betrag von
Fr. 46'087.80
dem Prozentsatz von
93,68
% [100 % -
6,32
%]
gleich
zusetzen ist
und dies auf 100
% hochzurechnen ist (
Fr. 46'087.80
:
93,68
x 100;
vgl.
zur
Berechnung:
Urteil
des Bundesgerichts
8C_2/2017 vom 1
6.
August 2017
E.
2
).
6.2.2
Das Invalideneinkommen
ist
a
usgehend vom Tabellenlohn gemäss
der LSE 2014,
Tabelle TA1
(
Kompetenz
niveau 1,
Männer, Total),
von Fr.
5'312.--
pro Monat respektive Fr.
63'744.--
pro Jahr zu ermitteln.
Unter Berücksichtigung einer durch
schnitt
lichen (vom BFS erhobenen) wöchent
lichen Ar
beitsze
it von 41,7 Stunden im Jahr 2014
(
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abtei
lungen in Stun
den pro Woche, Tabelle T 03.02.03.01.04.01, Abschnitt A-S, To
tal) und der allge
meinen
NLE
von
2014 bis 2016
(
BFS
, Schweizerischer Lohnindex nach Wirt
schaftszweigen,
NLI
Männer [2010 = 100, Tabelle T1.1.10], Total, 201
4
:
103.2
, 201
6
:
104.1
)
be
trug das massgebliche Durc
h
schnittseinkom
men im Jahr 2016
Fr.
67'032.65
(
Fr. 63'744.--
: 40 x 41,7; :
103.2
x
104.1
), was bei einem Pensum von
7
0 % den Betrag von Fr.
46'922.85
ergibt.
6.2.3
Dieser Betrag ist recht
sprechungsgemäss zu kürzen, wenn persönliche und be
ruf
liche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Der Abzug ist unter Würdi
gung der Um
stände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermes
sen ge
samthaft zu schätzen und darf 25 % nicht über
steigen (BGE 134 V 322 E. 5.2; Urteil des Bun
desgerichts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).
Hier
würde selbst unter Berücksichtigung eines Abzuges
in maximaler Höhe von
25
%
ein Invaliditätsgrad von unter 40
%
resultieren.
Denn
damit wäre maximal eine
Erwerbseinbusse von Fr.
14'004.90
gegeben
(
Fr. 49'
197.05
- [Fr. 46'922.85 x 0.75%]),
was einem Invaliditätsgrad von (gerundet) höchstens 28
%
ent
sprechen würde
([Fr. 14'004.90 x 100]
: Fr. 49'197.05)
.
Somit wäre selbst ausge
hend von
einer
70%igen Arbeits
fähigkeit in einer leidensbedingten Tätigkeit
gemäss der
gutachterlich-medizinischen
Einschätzung
(
Urk.
9/93/
30-31
)
kein Rentenan
spruch (mehr) begründet
(
Art.
28
Abs.
2 IVG)
.
6.3
Nach dem Gesagten bleibt es somit dabei, dass die am 1
5.
Dezember 2016 ver
fügte Aufhebung der bisherigen ganzen Rente
auf Ende des der Zustellung fol
genden Monats, mithin
per Ende Januar 2017
(
Urk.
2)
zu Recht erfolgte. Sämt
liche weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers führen zu keiner anderen Betrachtungsweise.
Auch sind von weiteren Beweismassnahmen keine an
deren
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist
(
anti
zipierte
Beweis
würdigung
;
BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d
,
136 I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_320/2014 vom 1
4.
August 2014 E. 11).
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
7
.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung
von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Ge
richtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge der ge
währten unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Staatskasse zu neh
men.
Der
unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers,
R
echtsanwalt Christoph
Erdös
,
ist
für das vorliegende Verfahren nach
Massgabe
von
Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der
Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen mit Fr.
2'500
.–- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen)
aus der Ge
richts
kasse zu ent
schädigen.