Decision ID: 32afd7e7-c1f5-41da-844c-5f8242547a2c
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1967
, war bei der
Y._
als
Teamleiter
Logistik/Produktion
tätig und über diese bei der
SWICA Versicherungen AG
(
Swica
) gemäss dem Bundesgesetz über die Unfall
versicherung (UVG) gegen Unfälle, unfallähnliche
Körperschä
digun
gen
und Berufs
krankheiten ver
sichert, als er
sich am
9.
Februar 2010 beim Ziehen eines schweren Hubwagens
das linke Knie verdrehte (
Urk.
9/1,
Urk.
9/5) und sich dabei eine Distorsion des linken Kniegelenks zuzog (
Urk.
9/7).
Die
Swica
liess den Versicherten
medizinisch
begutachten (Gutachten vom 2
3.
August 2011;
Urk.
9/67/1) und stellte
mit Verfügung vom
8.
September 2011
(Urk.
9/
68
) die Versicherungs
leistungen infolge Erreichens des Status quo sine
auf den 3
1.
August 2011
ein.
Dagegen erhob der Krankenversicherer des Versicherten, die
Avanex
Versicherungen AG, am 1
4.
September 2011 (Urk. 9/70) und der Versicherte am
6.
Oktober 2011 (
Urk.
9/75/1) Einsprache. Am 3
0.
September 2011 zog die
Avanex
Versicherungen AG ihr
e
am 1
4.
September 2011 erhobene Einsprache zurück (
Urk.
9/74). Mit Entscheid vom
5.
September 2012 (
Urk.
9/102 =
Urk.
2) wies die
Swica
die Einsprache des Versicherten vom
6.
Oktober 2011 ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
5.
September 2012 (
Urk.
2) erhob der Ver
si
cherte am
3.
Oktober 2012 Be
schwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben, und es sei
en
ihm ab
1.
September 2011 weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu gewähren.
Gleichzeitig ersuchte der Versicherte um Gewährung der unentgeltli
chen Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
6.
November 2012 beantragte die
Swica
die Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
8 S. 2).
Mit Verfügung vom 3
1.
Januar 2013
(
Urk.
10) wurde
dem Beschwerdeführer
eine Kopie dieser Eingabe
zugestellt
und es wurde ihm Rechtsanwalt Marcel
Zirngast
, Zürich, als unentgeltlicher Rechts
vertreter für das Verfahren bestellt.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem Bundesgesetz
über die Unfallversicherung
(UVG) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfall
ereig
nis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natür
li
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen
Kausal
zusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetre
tene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
sal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittel
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Inte
grität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitli
che Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine
anspruchs
aufhebende
Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Im Folgenden ist der für die Beurteilung der Frage nach der Rechtmässigkeit
der Einstellung der Versicherungsleistungen per
3
1.
August
2011
massgebende medizinische Sachverhalt zu prüfen.
2.2
Mit Bericht vom 2
5.
September 2008 (
Urk.
3/12/3 =
Urk.
3/10
=
Urk.
9/28/1
) stellten die Ärzte der
Z._
einen Verdacht auf eine mediale
Menis
kusläsion
links fest und erwähnten, dass der Beschwerdeführer anlässlich eines Staplerunfalls bei der Arbeit ein Kontusions- und Distorsionstrauma erlitten habe und seither unter persistierenden Schmerzen im Bereich des linken Knies leide.
2.3
Die Ärzte des MR-Instituts
der
Z._
erwähnten im MRI-Bericht vom 1
0.
November 2008 (
Urk.
3/11), dass eine gleichentags durchgeführte MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers
auf Grund eines Status nach Kontusions- und Distorsionstrauma am linken Knie mit Verdacht auf einen Meniskusriss indiziert gewesen sei, und dass die MRI-Untersuchung
ein kleines Meniskusganglion sowie assoziierte, leichte
mukoide
Veränderungen im medialen
Meniskushinterhorn
, ohne einen eindeutigen Rissausläufer zur Ober
fläche sowie eine kleine
Bakerzyste
ergeben
habe
.
2.4
Im
Bericht vom 1
8.
November 2008 (
Urk.
9/28/2) führten
die Ärzte
der
Z._
aus
, dass eine MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks vom 1
0.
November 2008 ein kleines Meniskusganglion sowie assoziierte, leichte
mukoide
Veränderungen im medialen
Meniskushinterhorn
, ohne einen eindeu
tigen Rissausläufer zur Oberfläche
,
sowie eine kleine
Bakerzyste
ergeben habe und erwähnten, dass ein operativer Eingriff bei diesen degenerativen Verände
rungen im medialen Meniskus gegenwärtig nicht angezeigt sei, da ansonsten ein Grossteil des degenerativ veränderten
Meniskushinterhorns
entfernt werden müsste.
2.5
Am 2
0.
Dezember 2008 (
Urk.
3/13) diagnostizierten die Ärzte des
A._
, Notfallstation, ein
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom und er
wähn
ten, dass der Beschwerdeführer am 1
9.
Dezember 2008 an seinem Arbeits
platz beim Heben eines schweren Rollwagens einen leichten Zwick im Rücken verspürt habe.
Die Ärzte
des
A._
, Notfallstation, diagnostizierten mit Bericht vom
8.
Oktober 2009
(
Urk.
3/14
=
Urk.
9/40/3
)
eine Kniedistorsion links beziehungs
weise (differenzial
diagnostisch) eine Kniebinnenläsion (lateraler Meniskus und laterales Seitenband). Der Beschwerdeführer habe
am
8.
Oktober 2009 an sei
nem Arbeitsplatz bei der
Y._
während der Nachtschicht einen Unfall erlitten, als sich die Rampe eines Lastwagens
gelöst und auf
den
Gabelstapler, auf wel
chem er gesessen sei, gefallen sei. Dabei habe er sich das linke Knie verdreht. Bereits vor einem Jahr sei es beim Beschwerdeführer zu einer Distorsion des linken Knies gekommen
. Dabei habe man
ihm gemäss seinen Angaben eine Meniskusoperation empfohlen,
was
er abgelehnt habe. Eine MRI-Untersuchung des linken Knies vom
8.
Oktober 2009 habe eine
Ödembildung
ohne Riss im lateralen Kollateralband sowie einen alten Befund mit Narbenbildung im Be
reich des medialen
Meniskushinterhornes
mit wenig Erguss sowie eine Kontu
sion der hinteren
Tibiagelenksfläche
ohne
subchondrale
Fraktur bei intakten Kreuzbändern ergeben.
2.6
Mit Bericht vom 1
6.
April 2010
(
Urk.
9/10)
diagnostizierten die Ärzte
des
A._
,
Orthopädie
,
ein
femoropatelläres
Schmerzsyndrom links und erwähnten, dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben ein dreima
liges Anpralltrauma des linken Kniegelenks, letztmals im Februar 2010, erlitten habe.
Seither leide der Beschwerdeführer
an
Schmerzen im Bereich des linken Knies. Seit dem Unfallereignis vom Februar 2010 bestehe eine Arbeitsunfähig
keit von 100
%
.
2.7
Mit Operationsbericht vom 1
1.
Mai 2010
(
Urk.
9/
13/2) stellten die Ärzte des
A._
, Orthopädie
, fest, dass der Beschwerdeführer am 1
0.
Mai 2010 an seinem linken Kniegelenk operiert, und dass eine
arthroskopi
sche
Meniskusnaht am
medialen
Hinterhorn
durchgeführt worden sei.
Der mediale Meniskus habe kapselnah einen Horizontalriss im Sinne eines nicht luxierten Kopfhenkels aufgewiesen.
Am 1
2.
Mai 2010 führten die Ärzte
des
A._
, Orthopädie
, aus, dass sich
d
er postoperative Verlauf komplikationslos gestaltet, und dass der Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand und bei reizlosen Wundverhältnisse
n
nach Hause entlassen worden sei (
Urk.
9/14).
Am 1
0.
September 2010 erwähnten die Ärzte
des
A._
,
Orthopädie, dass der Beschwerdeführer weiterhin unter belastungsabhängigen Knieschmerzen leide, und dass die
physiotherapeutischen Massnahmen keine wesentliche Verbesserung gebracht hätten (
Urk.
9/23
/1
).
2.8
Die Ärzte des MRI-Zentrums
B._
erwähnten im MRI-Bericht vom
3.
November 2010 (
Urk.
9/23/2), dass eine am
2.
November 2010 durchgeführte MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks eine unveränderte Meniskusläsion am medialen
Hinterhorn
mit schräg von der Ba
sis zur Unterfläche verlaufendem
Einriss
sowie einen Verdacht auf eine Insuffizienz des vorderen Kreuzbandes beziehungsweise auf eine partielle Ruptur bei ansonsten stationärem Befund ergeben habe.
Mit Bericht vom
5.
November 2010 (
Urk.
9/29) stellten die
Ärzte des
A._
,
Orthopädie
, fest, dass eine MRI-Untersuchung vom
2.
November 2010 eine alte
Ruptur des vorderen Kreuzbandes und
eine unver
änderte Meniskusläsion am medialen
Hinterhorn
mit schräg von der Basis z
ur Unterfläche verlaufendem
Einriss bei ansonsten stationärem Befund ergeben habe. Bei persistierender Beschwerdesymptomatik sei eine erneute Arthroskopie mit gegebenenfalls
einer
Teilmeniskektomie
medial angezeigt.
2.9
Die Ärzte
der
Z._
,
Untere Extremitäten,
führten in ihrem Bericht vom
8.
Dezember 2010 (
Urk.
9/32) aus, dass der Beschwerdeführer an einer medialen Meniskusläsion im
Hinterhorn
sowie an einem Meniskusganglion leide. Es sei eine diagnostisch/therapeutische Kniegelenksinfiltration vorgese
hen.
Am 1
8.
Januar 2011 erwähnten die Ärzte
der
Z._
, Untere Extremi
täten, dass die diagnostische Kniegelenksinfiltration vom 1
3.
Dezember 2010 ein negatives Ergebnis gebracht habe. Aus kniechirurgischer Sicht bestehe bei negativem Infiltrationsergebnis keine Behandlungsmöglichkeit. Höchstwahr
scheinlich bestehe beim Beschwerdeführer eine
lumboradikuläre
Schmerzsymp
tomatik
(
Urk.
9/34).
In ihrem Bericht vom 2
7.
Juli 2011
(
Urk.
9/64)
stellten die Ärzte
der
Z._
,
Untere Extremitäten, fest, dass der Beschwerdeführer durch die
Menis
kusläsion
und das Meniskusganglion beim Heben und Tragen von Lasten über ein Gewicht von 15 Kilogram
m sowie bei langdauerndem Knien,
beim in die Hocke Gehen
und bei der Einnahme von Zwangshaltungen während einer Zeit von über 15 Minuten Dauer
in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei.
Die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit ohne Tragen von Lasten und ohne vermehrtes Treppensteigen beziehungsweise ein Hinuntergehen sei dem Beschwerdeführer im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzu
muten.
2.10
Die Ärzte der
C._
, Prof.
Dr.
med
.
D._
,
Facharzt für Neuro
logie FMH, und
Dr.
med
.
E._
, Facharzt
für
Physikali
sche Medizin und Rehabilitation FMH, stellten in ihrem Gutachten vom 2
3.
August 2011 (
Urk.
9/67/1) keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Unter den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter eine muskuläre Fehlbelastung mit Muskelreiz der
glutealen
Muskulatur rechts, der Hüfte und des
Adductor
magnus
links bei Status nach medialer
Meniskus
läsion
, nach
arthroskopischer
Meniskusnaht am 1
0.
Mai
2010 bei weiterhin nachweisbarem
Ganglion des medialen Meniskus links sowie ein mässiges Übergewicht auf (S. 19)
. Anlässlich der Untersuchung vom 2
6.
Juli 2011 (vgl. S.
1) habe eine leichte muskuläre Symptomatik der
glutealen
Hüftstabilisation rechts sowie eine im Bereich der Einstrahlung des
Musculus
adductor
magnus
am
Epicondylus
medialis
projizierte Schmerzsymptomatik am linken Knie be
standen. Eine Reizbildung des linken Knies im Sinne eines Ergusses oder einer Beschwerdesymptomatik von Seiten des Meniskus oder eines lokalen Druckes im Gelenkraum bestehe nicht. Es bestehe sodann eine leichte Instabilität des vorderen Kreuzbandes mit jedoch festem Endanschlag, weshalb von einem Erhalt des vorderen Kreuzbandes bei etwas vermehrter
Laxizität
auszugehen sei. Für den medialen Meniskus könne daher kein behindernder Störungsbefund mehr erhoben werden. Es zeigten sich lediglich
leichtgradige
Folgesymptomati
ken
der Fehlbelastung. Die Rückenbeschwerden seien vollständig überwunden und die radiologisch nachgewiesene Offset-
Störung der linken Hüfte sei
asymp
to
matisch. In der Alltagsbelastung sei der Beschwerdeführer somit
nicht massgeblich eingeschränkt (S. 20).
Der Beschwerdeführer werde durch die erlittene Traumatisierung am linken Knie
gelenk weder in Bezug auf die bisher ausgeübte Tätigkeit noch in Bezug auf weitere Tätigkeiten im allgemeinen Arbeitsmarkt in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Es bestehe auch hinsichtlich der lumbalen
Wirbelsäulen
proble
matik
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr. In Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lagerist sowie bezüglich weiterer Tätigkeiten im allge
meinen Arbeitsmarkt bestehe eine
uneingeschränkte
Arbeitsfähigkeit von 100
%
(S. 21).
Bereits am 1
8.
November 2008 sei ein Ganglion des medialen
Meniskushinter
horns
beschrieben worden und es sei bereits zu diesem Zeitpunkt eine degene
rative Ursache in Betracht gezogen worden. Es sei zwar möglich, dass das Knietrauma vom 2
3.
September 2008 im Sinne einer Teilkausalität die
Kniebe
schwerden
verursacht habe. Eine solche Schlussfolgerung lasse sich auf Grund der Akten indes nicht beweisen. Es sei sodann möglich, dass die nachfolgenden Traumata vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 zu weiteren Schädi
gungen des
Menisk
ushinterhorns
medial geführt hätt
en. Eine solche Schluss
folgerung lasse sich auf Grund der Akten indes nicht belegen, weshalb eine teilkausale Verursachung der Kniebeschwerden durch die Ereignisse vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 nicht wahrscheinlich sei. Insbe
son
dere fehl
t
e
n
bildmorphologische Belege einer auf den Unfall vom
9.
Februar 2010 beziehbaren frischen Läsion.
Entscheidend sei der sichere Beleg einer Vorschädigung, welche für sich alleine ausreiche, das gegenwärtige
leichtgra
dige
Störungsbild ausreichen
d
zu erklären. Zudem lasse sich auch die Teilläsion des vorderen Kreuzbandes zeitlich nicht ausreichend einem einzelnen
Unfaller
eignis
zuordnen. Zu einer noch heute wirkenden Verschlimmerung des
Vorzu
standes
am linken Kniegelenk sei es durch den Unfall vom
9.
Februar 2010 nicht gekommen (S. 23).
2.11
Mit Bericht vom
1.
September 2011 (
Urk.
9/89/3) führten die Ärzte
der
Z._
,
Untere Extremitäten, aus, dass eine MRI-Untersuchung des linken Knies vom 1
1.
August 2011 eine kleine Unterflächenläsion des medialen Meniskus ohne Nachweis eines wesentlichen Knorpelschadens ergeben habe. Bei einem weitgehend reizlosen Gelenk habe sich eine diffuse Signalanhebung des vorderen Kreuzbandes ohne sichere Diskontinuität in der Bandstruktur gezeigt. Allenfalls handle es sich dabei um einen Status nach älterer Bandzerrung (S. 1). Es sei die Durchführung einer
Contrex
Testung bei Verdacht auf eine Insuffizi
enz des vorderen Kreuzbandes indiziert. Dabei gelte es muskuläre Defizite zu verifizieren und diese im Anschluss darauf
aufzutrainieren
(S. 2).
2.12
In ihrem Bericht vom
4.
Oktober 2011
(
Urk.
3/4)
erwähnten die Ärzte
der
Z._
,
Untere Extremitäten, dass die MRI-Untersuchung eine
Unter
flächenläsion
des medialen Meniskus ergeben habe, und dass sich in der klini
schen Untersuchung noch immer ein positives mediales Meniskuszeichen im
Hinterhorn
gezeigt habe
. Sodann bestehe der Verdacht auf eine Insuffizienz beziehungsweise Ruptur des vorderen Kreuzbandes, weshalb die Durchführung einer
Contrex
Testung vorgesehen sei. Gegenwärtig bestehe keine uneinge
schränkte
Arbeitsfähigkeit. Allenfalls könnte eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
unter angepassten Arbeitsverhältnissen erreicht werden.
Die Meniskusläsion medial
sei
mit grosser Wahrscheinlichkeit auf das Trauma vom
9.
Februar 2010 zurückzuführen. Zumindest habe vor diesem Trauma anamnestisch keine
Knie
symptomatik
bestanden (S. 1).
2.13
Mit Bericht vom 1
0.
November 2011 (
Urk.
9/84/1)
stellten die Ärzte der
Z._
, Untere Extremitäten, fest, dass die
Contrex
-Testung ohne Probleme, bei gutem
Einsatz und ohne Schmerzangabe verlaufen sei. Die Tes
tung habe allge
mein schwache Kräfteverhältnisse in beiden Beinen ergeben. Insbesondere bestünden im Seitenvergleich zu schwache Flexoren. Es sei eine allgemeine Kräftigung der Beinkraft angezeigt. Grundsätzlich hätten sich am betroffenen linken Bein
jedoch
gute muskuläre Verhältnisse gezeigt.
2.14
Mit Operationsbericht vom 2
4.
Februar 2012 (
Urk.
9/84/2) erwähnten die Ärzte
der
Z._
, Untere
Extremitäten, dass gleichentags eine diagnostische Arthroskopie des linken Knies des Beschwerdeführers durchgeführt worden sei. Im medialen
tibiofemoralen
Kompartiment habe sich
im
Hinterhorn
des Menis
kus ein Status nach Meniskusnaht mit noch sichtbarer Nahtstelle gezeigt. Die Unterfläche
basisnah
sei unverheilt, wobei sich bei einem stabilen
Hinterhorn
der Meniskus nicht in das Gelenk
dislozieren
lasse (S. 1). Die
arthroskopische
Untersuchung habe sodann eine Partialläsion des vorderen Kreuzbandes mi
t
Auffaserung
und insuffizientem
anteromedialem
Restbündel sowie eine ver
mehr
te
ap
-Translation mit insuffizienter Anspannung des verbleibenden
ante
ro
medialen
Bündels ergeben (S. 2).
2.15
PD
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie FMH, führte in seinem auf Grund der Akten erstellten Gutachten
vom 1
1.
April 2012 (
Urk.
9/96) aus, dass erstmals am 1
8.
November 2008 ein Ganglion des medialen
Meniskus
hinterhorns
festgestellt worden sei, und dass ein Meniskusganglion in der Regel durch eine Rissbildung im Meniskus entstehe. Infolge eines Meniskusrisses werde die Gelenksflüssigkeit durch die Meniskussubstanz in den Bereich der Ansatzgegend des Meniskus gepresst
lasse sich
dort
als
ein kleines,
flüssigkeits
gefülltes
Gebilde dar
stellen
. Es sei daher durchaus denkbar, dass am 2
3.
September 2008 diese Meniskusrissbildung erfolgt sei. Am
2
0.
Dezember 2008 sei es erneut zu einem
Verdrehtrauma
des linken Kniegelenks gekommen
. Ein weiteres markantes Ereignis mit einem
Verdrehtrauma
des linken Kniege
lenks habe sich am
9.
Februar 2010 ereignet.
In Anbetracht der Umstände,
dass bereits im Jahre 2008 ein
Meniskusganglion festgestellt worden sei, und dass sich
seit
dem 2
3.
September 2008 mehrere Knietraumata ereignet
hätten, welche gee
ignet gewesen wären, die bestehenden
Knieschädigungen herbeizuführen, sei in
Übereinstimmung mit der Beurteilung durch die Ärzte
der
C._
vom 2
3.
August 2011 ein Kausalzusammenhang zwischen der operierten Läsion am linken Kniegelenk und
dem Unfallereignis vom
9.
Februar 2010 zu vernei
nen (S. 1). Die anlässlich der letzten Arthroskopie vom 2
4.
Februar 2012 fest
gestellten Schädigungen des linken Kniegelenks im Sinne einer
Meniskus
hinterhornläsion
medial, einer Kreuzbandpar
t
ia
lläsion und einer entsprechenden Insuffizienz des vorderen Kreuzbandes entsprächen dem Zustand des linken Kniegelenks vor der Operation vom 1
9.
April 2010 (S. 2).
In Ergänzung zu seinem Aktengutachten vom 1
1.
April 2012
führte
PD
Dr
.
F._
in seiner Stellungnahme vom 3
0.
Mai 2012 (
Urk.
9/100)
aus
,
es sei möglich, dass
sich der Meniskusriss
am 2
3.
September 2008
gebildet habe
,
und dass dieser
anschliessend am
8.
Oktober 2009 kernspintomographisch nachgewiesen worden sei
(S. 1)
.
Das Unfallereignis vom
9.
Februar 2010 habe ein vorgeschädigtes Kniegelenk mit nachgewiesenem Meniskusriss medial betroffen und sei nicht Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung. Die Unfälle vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 hätten möglicherweise die vorbestehenden gesundheitlichen Schäden am linken Kniegelenk etwas ak
zentuiert. Ausgelöst worden seien diese gesundheitlichen Schäden indes durch das Unfallereignis vom 2
3.
September 2008 (S. 2).
3.
3.1
Den obenerwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwer
deführer bereits
im Anschluss an ein
en
nicht bei der Beschwe
rdegegnerin versi
cherten Unfall
vom
1
7.
Juli 2008 (
Urk.
3/12/2)
unter Schmerzen im Bereich seines
linken
Kniegelenks litt, worauf die Ärzte
der
Z._
am
2
5.
September 2008 (
vorstehende E. 2.2
)
wegen des Verdachts auf eine
Menis
kus
läsion
eine MRI-Untersuchung veranlassten. Anlässlich der MRI-Unter
su
chung des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers vom 1
0.
November 2008 (vor
ste
hende E. 2.3) wurde
n
ein kleines Meniskusganglion sowie assozi
ierte, leichte
mukoide
Veränderungen im medialen
Meniskushinterhorn
, ohne einen eindeutigen Rissausläufer zur Oberfläche
festgestellt.
Ein operativer Ein
griff wur
de von den Ärzten
der
Z._
am
1
8.
November 2008 (
vorste
hen
de E. 2.4
)
als nicht angezeigt erachtet
, da ansonsten ein Grossteil des degene
ra
tiv veränderten
Meniskushinterhorns
hätte entfernt werden müssen
.
3.2
Am
8.
Oktober 2009 erlitt der Beschwerdeführer im Rahmen eines bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfalls ein Kniedistorsionstrauma. Anlässlich einer gleichentags durchgeführten MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks wurde im Bereich des lateralen Kollateralbandes eine
Ödembildung
ohne Riss
und im Bereich des medialen
Meniskushinterhornes
ein alter Befund mit Nar
ben
bildung festgestellt (vorstehende E. 2.5).
3.3
Am
9.
Februar 2010 erlitt der Beschwerdeführer anlässlich eines bei der
Be
schwerdegegnerin
versicherten Unfalls erneut ein Kniedistorsionstrauma (vgl.
Urk.
9/1), worauf am 1
0.
Mai 2010
arthroskopisch
ein kapselnaher
Horizontal
riss
des medialen Meniskus festgestellt und
dieser mittels einer
Meniskusnaht am medialen
Hinterhorn
behandelt
wurde (vorstehende E. 2.7). Eine erneute MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks vom
2.
November 2010 hat eine unveränderte Meniskusläsion am medialen
Hinterhorn
sowie einen Verdacht auf eine
Insuffizienz des vorderen Kreuzbandes beziehungsweise auf eine partielle Ruptur ergebe
n
(vorstehende E. 2.8). Am 1
8.
Januar 2011 stellten die
Ärzte der
Z._
fest, dass a
us kniechirurgischer Sicht keine
Behandlungsmög
lichkeit
mehr bestehe
(vorstehende E. 2.9). Eine am 1
1.
August 2011 erneut durchgeführte MRI-Untersuchung des linken Knies des Beschwerdeführers ergab
eine kleine Unterflächenläsion des medialen Meniskus ohne wesentlichen
Knor
pel
schaden
sowie eine mögliche Insuffizienz beziehungsweise Ruptur des
vor
de
ren Kreuzbandes
(vorstehende E. 2.11 und E. 2.12). Eine diagnostische Arth
roskopie des linken Knies
vom 2
4.
Februar 2012
hat eine Meniskusläsion am medialen
Hinterhorn
bei einem
Status nach Meniskusnaht
sowie
eine
Partial
läsion
des vorderen Kreuzbandes
ergeben (vorstehende E. 2.14).
3.4
In Bezug auf die Frage nach der
U
rs
a
che des Gesundheitsschadens im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers kamen die beteiligten Ärzte in ihren Beurteilungen teilweise zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während
die Ärzte
der
Z._
in ihrem Bericht vom
4.
Oktober 2011 (vorstehende E. 2.12) die Meinung vertraten, dass die mediale Meniskusläsion im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers mit grosser Wahrscheinlichkeit auf das Trauma vom
9.
Februar 2010 zurückzuführen sei,
gingen Prof
Dr.
D._
und
Dr.
E._
in ihrem Gutachten
vom 2
3.
August 2011 (
vorstehende E. 2.10
)
davon aus, dass es zwar möglich
sei, dass das Unfallereignis vom 2
3.
September 2008 im Sinne einer Teilkausalität die Kniebeschwerden verursacht habe, und dass die nachfolgenden Unfälle vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 zu weiteren Schädigungen des
Meniskushinterhorns
geführt hätt
en. Eine
teil
kausale
Verursachung des Gesundheitsschadens im Bereich des linken Kniege
lenks des Beschwerdeführers durch die Unfälle vom 2
3.
September 2008, vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 lasse sich indes
nicht belegen und sei nicht wahrscheinlich. Damit übereinstimmend
schloss
PD
Dr.
F._
in sei
nem Aktengutachten
vom 1
1.
April 2012
und in dessen Ergänzung vom 3
0
.
Mai 2012
(
vorstehende E. 2.15
) ein
en
Kausalzusammenhang zwischen
dem
Gesund
heitsschaden
am linken Kniegelenk
des Beschwerdeführers
und
den
Unfallereig
nis
sen
vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010
aus. Im Gegensatz zu Prof.
Dr
.
D._
und
Dr.
E._
, welche davon ausgingen, dass eine Verursa
chung der Kniebeschwerden durch das Unfallereignis vom 2
3.
September 2008 im Sinne einer Teilkausalität möglich
aber
nicht wahrscheinlich
sei
und dabei implizit
die Möglichkeit
eine
r
ausschliesslich
degenerativen und krankhaften
Verursachung
nicht ausschlossen, vertrat PD
Dr.
F._
die Meinung, dass der Gesundheitsschaden im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdefüh
rers durch das Unfallereignis vom 2
3.
September 2008 ausgelöst worden sei und dass
das vorbestehende Knieleiden
durch
die
Unfälle vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 höchstens möglicherweise etwas akzentuiert worden sei.
3.5
In Bezu
g auf die Beurteilungen durch Prof.
D._
und
Dr.
E._
in
ihrem Gut
achten vom 2
3.
August 2011 (vorstehende E. 2.10) gilt es zu berücksichtigen, dass diese als Fachärzte für Neurologie und für
Physikali
sche Medizin und Rehabilitation über eine für die vorliegend in Frage kommende
Gesundheits
beeinträchtigung
im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers an
gezeigte fachärztliche Spe
ziali
sierung verfügen. Die Gutachter haben in ihrer Beur
teilung sodann neben den Ergebnisse
n
ihrer eigenen fach
ärztlichen Unter
suchungen die vom Beschwerdeführer geklag
ten Beschwerden sowie sämtliche medizinischen
Vorakten
angemessen berücksichtigt. Ihre Schluss
folgerungen, wonach ein natür
licher Kausal
zusammen
hang zwischen der aktuellen Patho
logie im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers und den bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfällen vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 zu verneinen sei, begründeten sie in nachvoll
ziehbarer Weise, sodass darauf abgestellt werden kann.
Die Beurteilung durch
Prof.
D._
und
Dr.
E._
vermag insbesondere
inso
weit
zu überzeugen,
als diese davon ausgingen,
dass
der Beschwerdeführer weder durch den Gesundheitsschaden im Bereich seines linken Kniegelenks noch durch eine lumbale Wirbelsäulenproblematik in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als Lagerist und in
der Ausübung weiterer zumutbarer
Er
werbs
tätigkeiten beeinträchtigt werde, und dass eine teilkausale Verursachung des Gesundheitsschadens im Bereich des linken Kniegelenks durch die bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfälle vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 nicht zu belegen sei, weshalb eine solche zwar möglich aber nicht wahrscheinlich sei.
Insofern
stimmt die Beurteilung durch Prof.
Dr.
D._
und
Dr.
E._
mit derjenigen durch PD
Dr.
F._
überein.
3.6
Zu überzeugen vermag grundsätzlich auch die Beurteilung durch PD
Dr.
F._
,
insbesondere insoweit dieser
in seinem Gutachten vom 1
1.
April 2012 (vorstehende E. 2.15) seine Schlussfolgerung, wonach durch die Unfälle vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 höchstens möglicherweise ein
vor
bestehender
Gesundheitszustand etwas akzentuiert worden sei, und wonach
ein Kausalzusammenhang zwischen dem Gesundheitsschaden im Bereich des linken Kniegelenk und den Unfallereignissen vom
8.
Oktober 2009
und
vom
9.
Februar 2010
zu verneinen sei, in
nachvollziehbarer Weise
damit begründete,
dass bereits am 1
8.
November 2008
ein
Meniskusganglion bestanden habe, und
dass gemäss einer
medizinischen Erfahrungstatsache ein Meniskusganglion in der Regel durch eine Rissbildung im Meniskus entstehe, wenn Gelenksflüssigkeit durch die Meniskussubstanz in den Bereich der Ansatzgegend des Meniskus gepresst werde
.
Auf die Beurteilung
durch PD
Dr.
F._
kann vorliegend indes insofern nicht abgestellt werden, als dieser die Meinung vertrat, dass
der
Gesundheits
schaden
im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers durch das Unfallereignis vom 2
3.
September 2008 verursacht worden sei. Diesbezüglich erscheint vielmehr die davon abweichende Beurteilung durch Prof.
D._
und
Dr.
E._
, wonach ein Kausalzusammenhang im Sinne einer Teilkausalität zwischen dem Unfallereignis vom 2
3.
September 2008 und dem Leiden im Bereich des linken Kniegelenks nicht zu belegen sei, als überzeugender.
3.7
Nicht abgestellt werden kann vorliegen
d
sodann auf die Kausalitätsbeurteilung durch die Ärzte der
Z._
. Denn insofern diese Ärzte in ihrem Be
richt vom
4.
Oktober 2011 (vorstehende E. 2.12) i
hr
e
Beurteilung, wonach die mediale Meniskusläsion im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdefüh
rers mit grosser Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom
9.
Februar 2010 zurück
zuführen sei, damit begründeten, dass vor dem Trauma vom
9.
Februar 2010 anamnestisch keine Kniesymptomatik bestanden habe, widerspricht ihre Beur
teilung den Tatsachen. Denn dem MRI-Bericht vom 1
0.
November 2008 (vorste
hende E. 2/3) ist
vielmehr
zu entnehmen, dass schon zu diesem Zeitpunkt ein kleines Meniskusganglion sowie assoziierte, leichte
mukoide
Veränderungen im medialen
Meniskushinterhorn
festgestellt wurden. Mangels einer nachvollzieh
baren Begründung kann in Bezug auf die Frage nach der Unfallkausalität der Kniebeschwerden auf die Beurteilung durch die Ärzte
der
Z._
daher nicht abgestellt werden.
3.8
Des Weiteren vermag nicht zu überzeugen, dass
die Ärzte der
Z._
in ihrem Bericht vom
4.
Oktober 2011 (vorstehende E. 2.12) feststellten, dass gegenwärtig
keine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe, und dass eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
allenfalls unter angepassten Arbeitsverhältnissen zu erreichen sei, und sie in ihrem Bericht vom 2
7.
Juli 2011 (vorstehende E. 2.9) feststellten, dass de
m
Beschwerdeführer auf Grund seines Knieleidens die Aus
übung von
Tätigkeiten, welche ein Heben und Tragen von Lasten über ein Gewicht von 15 Kilogramm sowie ein langdauerndes Knien, in die Hocke Gehen und die Einnahme von Zwangshaltungen während einer Zeit von über 15 Minu
ten Dauer erforderten, nicht mehr zuzumuten sei.
Denn
einerseits gingen
diese Ärzte in ihrem Bericht vom 1
8.
Januar 2011 (vorstehende E. 2.9)
selbst
davon aus, dass aus kniechirurgischer Sicht keine Behandlungsmöglichkeit bestehe, und dass die Beschwerden höchstwahrscheinlich durch eine
lumboradikuläre
Schmerzsymptomatik verursachte würden.
Andererseits stellten
sie
in ihrem Bericht vom
1.
September 2011 (vorstehende E. 2.11) fest, dass eine MRI-Unter
suchung des linken Knies vom 1
1.
August 2011 unverändert eine kleine
Unter
flächenläsion
des medialen Meniskus ohne Nachweis eines wesentlichen
Knor
pelschadens
und eine diffuse Signalanhebung des vorderen Kreuzbandes ohne sichere Diskontinuität in der Bandstruktur
ergeben habe
. Des Weiteren stellten sie im
Arthroskopiebericht
vom 2
4.
Februar 2012 (vorstehende E.
2.14
) unver
ändert einen Status nach Meniskusnaht im Bereich des medialen
Hinter
horns
bei stabilem, nicht disloziertem
Hinterhorn
sowie eine Partialläsion des vor
deren Kreuzbandes fest.
Schliesslich gingen die Ärzte
der
Z._
in ihrem Bericht vom 1
0.
November 2011 (vorstehende E. 2.13) davon aus, dass bei guten muskulären Verhältnissen, jedoch schwachen Kräfteverhältnissen in beiden Beinen eine allgemeine Kräftigung der Beinkraft angezeigt sei. Die
Be
urteilung des Gesundheitszustandes im Bereich des linken Knies durch die
Ärzte der
Z._
stimmt
somit
grundsätzlich mit derjenigen
durch
Prof.
D._
und
Dr.
E._
überein. Den
n
diese Ärzte verneinten
in ihrem Gutachten vom 2
3
.
August 2011 (vorstehende E. 2.10) eine Reizbildung des linken Knies im Sinne eines Ergusses oder einer Beschwerdesymptomatik von Seiten des Meniskus oder eines lokalen Druckes im Gelenkraum
und stellten
eine leichte Instabilität des vorderen Kreuzbandes
bei
ansonsten lediglich
leichtgradige
n
Folge
symptomatiken
e
iner m
u
s
kulären Fehlbelastung
fest. Dass die Ärzte der
Z._
auf Grund dieses Befundes im Gegensatz zu
Prof.
Dr.
D._
und
Dr.
E._
dem Beschwerdeführer weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als Lagerist attestierten
,
vermag
daher
nicht zu über
zeugen
. Zudem
gilt es in Bezug auf die Ärzte der
Z._
die Erfah
rungstatsache zu berücksichtigen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen dürften (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Aus diesem Grunde sowie
mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann auf die
Beurteilung durch die Ärzte der
Z._
daher nicht abgestellt werden.
3.9
Die Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern.
Dem Beschwerdeführer ist insofern nicht zu folgen,
als
er
geltend macht
(
Urk.
1 S. 5)
, dass auf das Gutachten von
Prof.
D._
und
Dr.
E._
vom
2
3.
August 2011 nicht abzustellen sei,
weil
die Beschwerdegegnerin in ih
rem Schreiben vom 1
8.
November 2011 an die Gutachter (
Urk.
9/78) gegenüber diesen unter anderem die Meinung vertreten habe, dass das Gutachten nicht verwertbar sei, weil der das
Gutachten mitverfassende
Dr.
E._
als
Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation
nicht über eine dafür erforderliche fachmedizinische Spezialisierung verfüge
.
Denn die
im Schreiben der
Beschwer
de
gegnerin
vom 1
8.
November 2011 enthaltene pauschale Kritik an der
fach
medizinischen
Weiterbildung von
Dr.
E._
vermag nicht zu überzeugen.
Gemäss der massgebenden schweizerischen Weiterbildungsordnung für den Erwerb eines Facharzttitels in Physikalischer Medizin und Rehabilitation (
Ver
fügung des Vorstehers des Eidgenöss
ischen Departements
des Innern, EDI,
vom
5.
Juli 2011
in Sachen Schweizerisches
Institut für ärztliche Weiter- und Fort
bildung der FMH betreffend Akkreditierung des Weiterbildungsgangs in Physi
kalischer Medizin und Rehabilitation
;
www.bag.admin.ch) dauert die
Weiterbil
dung in Physikalischer Medizin und Rehabilitation fünf Jahre
, wobei z
wei Jahre stationäre
muskuloske
le
ttale
Rehabilitation, ein Jahr Neurorehabilitation, ein Jahr in einem oder zwei weiteren
Fachgebieten zu absolvieren sind.
Danach folgt ein Jahr in Allgemeiner Innerer Medizin.
Die
Physikalische Medizin und Rehabilitation
befasst sich gemäss der Weiterbildungsordnung
mit der Förde
rung der kö
r
perlichen
und kognitiven Funktionen, der Aktivitä
t, der Partizi
pation und Verbes
serung von
persönlichen Faktoren und Umweltfaktoren. Sie umfasst Prävention, Diagnostik, Behandlung
und Rehabilitationsmanagement von Menschen jeden Alters mit behindernden
Gesundheits
schädigungen und
Komorbiditäten
, wobei d
ie Fachärzte einen
ga
nzheitlichen Behandlungsansatz
verfolgen
.
Auf Grund der erwähnten Voraussetzungen
für
den Erwerb eines Facharzttitels in
Physikalischer Medizin und Rehabilitation ist vorliegend
nicht daran zu zweifeln, dass
Dr.
E._
als Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation als
mitverfassender
Gutachter
über eine für die Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung des Beschwerdeführers im Bereich seines linken Knies
genügende und angezeigte
fachärztliche Spe
ziali
sierung verfügt
e
.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt, ob ein Fallabschluss per 31. August 2011 gerechtfertigt war. Voraussetzung dafür ist, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes zu erwarten war (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.3 und 133 V 57 E. 6.6.2, je mit Hinweisen).
Was unter einer nam
haften Besseru
ng des Gesundheitszustandes
zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit
Blick da
rauf, dass die soziale Unfall
versicherung auf die erwerbstätigen Perso
nen aus
gerichtet ist, bestimmt sich dies gemäss der Rechtsprechung nach Mass
gabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähig
keit, wobei die durch weitere Heilbe
handlung zu erwartende Be
sserung ins Gewicht fallen muss;
unbedeu
tende Verbesserungen genügen
nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen).
4.2
Prof
.
D._
und
Dr.
E._
stellten in ihrem Gutachten vom 2
3.
August 2011 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers als Lagerist fest. Unter diesen Umständen ist nicht zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin davon ausging, dass
eine namhafte Bes
serung des
unfallbedingten
Gesund
heitszustandes
nach dem 3
1.
August 2011 nicht mehr zu erwarten war und die vorübergehenden Leistungen der Heilbe
handlung und des Taggeldes auf diesen Zeitpunkt hin einstellte. Denn der
Fall
abschluss
setzt lediglich voraus, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine erheb
liche Verbesserung mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Be
handlung nicht
länger erforderlich ist (Urteile des Bundesgericht
8C_727/2012 vom 2
1.
Dezember 2012 E. 3.2.2 und 8C_
792/2012 vom 4. April 2013 E. 5
).
4.3
Gestützt auf die überzeugenden Beurteilungen durch
Prof.
D._
und
Dr.
E._
vom 2
3.
August 2011 hat demnach als erstellt zu gelten, dass es infolge der Unfallereignisse vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 zwar
während einer gewissen Zeit zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des
gesund
heitlichen
Vorzu
standes
im Bereich
des linken Kniegelenks des Beschwerdefüh
rers
gekommen ist, dass dies
bezüglich indes spätestens
zum Zeit
punkt der gutachterlichen Untersuchung vom 2
6.
Juli 2011
der Status quo sine erreicht wurde
, ohne dass es durch die Unfallereignisse vom
8.
Oktober 2009 und vom
9.
Februar 2010 zu
einer richtunggebenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekommen
wäre.
Zudem steht
fest,
dass spätestens zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung vom 2
6.
Juli 2011 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Lagerist bestanden hat.
5.
Nach Gesagtem ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfü
gung vom
8.
September 2011
(Urk.
9/68
) beziehungsweise mit dem diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom
5.
September 2012
(Urk. 2) einen natürli
chen Kausalzusammenhang zwischen der nach dem 31.
August
2011 weiterbe
stehenden gesun
dheitlichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers
und dem versicherten
Unfall vom
9.
Februar 2010
verneinte und die Versiche
rungs
leistungen per 31.
August
2011 einstellte.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
6.1
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine
Partei
ent
schä
digung
(§ 8 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Ent
schä
digungen vor dem Sozialversicherungsgericht,
GebV
SVGer
) be
ziehungs
weise keine Entschä
digung für die unentgeltliche Rechtsvertretung (§ 9
GebV
SVGer
) zugesprochen.
6
.2
Der
sich bei de
n Akten befindenden Kostennote
von
Rechtsanwalt Marcel
Zirn
gast
, Zürich,
vom
1
7.
März 2014
(
Urk.
14
) ist zu entnehmen, dass dieser für
das Verfassen, das Korrigieren und das Überarbeiten der Beschwerde einen Aufwand von insgesamt 11 Stunden geltend machte.
In Anbetracht
der gesamten Um
stände
und mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle
erscheint
der geltend gemachte
Aufwand
überhöh
t und vielmehr
ein solcher
von
höchstens
8
Stun
den als gerecht
fertigt. Die geltend gemachten Barauslagen von insgesamt Fr.
70.50
sind
indes
nicht zu beanstanden.
6
.3
Ausgangsgemäss
ist der unentgeltliche Rechts
vertreter
des Beschwerdeführers
, Rechtsanwalt
Marcel
Zirngast
, Zürich,
demnach
bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwert
steuer) und Barauslagen von
Fr.
70.50
(zuzüglich Mehrwert
steuer) mit Fr.
2‘900.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.