Decision ID: 876c7a01-82af-4e6d-baf2-70b1b04da9cd
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974,
ist Mutter eines 1996 geborenen Kindes. Sie
war
letztmals
vom
1.
November 2010 bis 3
1.
Januar 2011 im
Gastgewerbe
arbeits
tätig
(
Urk.
7/15). Am 2
0.
Juni 2011 meldete sie sich
wegen paranoider Schizo
phrenie bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
7/3).
Die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen.
Mit Mitteilung vom 1
0.
August 2012 (Urk.
7/31) erteilte sie
der Versicherten
Kostengutsprache für ein Arbeitstraining und sprach
ihr
ein ent
sprechendes Taggeld zu (
Urk.
7/32). Die Versicherte
begann
das Arbeitstraining am 1
4.
August 2012 (vgl.
Urk.
7/28),
brach
es jedoch
im November 2012
aus gesundheitlichen Gründen
vorzeitig
ab (
vgl.
Urk.
7/36).
Die IV-Stelle veranlasste eine Haushaltabklärung (Bericht vom
5.
März 2012;
Urk.
7/
37) und eine psychiatrische Begutachtung (Gutachten vom 2
2.
Oktober 2013;
Urk.
7/49). Mit Vorbescheid vom 1
8.
November 2013 (
Urk.
7/54) wurde der Versicherten die Ausrichtung einer halben Rente ab
1.
Dezember 2012 in Aussicht gestellt, wogegen sie am 1
3.
Dezember 2013 Einwände erhob (
Urk.
7/58).
Mit Verfügung vom
8.
Mai 2014 wurde der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 55
%
eine halbe Rente ab
1.
Dezember 2012 sowie eine Kinderrente zugesprochen (
Urk.
7/67;
Urk.
7/95 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom
8.
Mai 2014 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am
4.
Juni 2014 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entschei
des und
Zusprache
einer
höheren
Rente
, welche zusätzlich
bereits
vom
1.
Dezemb
er 2011 bis 1
3.
August 2011 auszurichten sei (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Juli 2014 (
Urk.
6) beantragte die
Beschwerdegeg
nerin
die Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung. Dies wurde der Beschwerdeführerin im Rahmen des mit Gerichtsverfügung vom 2
2.
Juli 2014 angeordneten zweiten Schriftenwechsels zur Kenntnis gebracht. Gleichzeitig wurde
ihr antragsgemäss (
Urk.
1 S. 2) die unentgeltliche
Rechtspflege bewilligt (
Urk.
8).
Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 1
0.
Oktober 2014 an ihren Anträgen fest (
Urk.
11)
und reichte wei
tere Unterlagen ein (
Urk.
12/1-4)
. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf Dup
lik (
Urk.
14), was der Beschwerdeführerin am 1
2.
November 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
15).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt.
Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar
(BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente
(
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin. Damit steht die Frage nach dem Rentenbeginn
, der Rentenhöhe
und der Qualif
ikation der Beschwerdeführerin als
Teil- oder Vollerwerbstät
ige
in Zusammenhang.
2.2
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte die Beschwerdeführerin in der angefochte
nen Verfügung (
Urk.
2) als zu je 50
%
Erwerbs- und Haushalttätige. Seit Dezember 2010, dem Beginn der einjährigen Wartezeit, sei sie in ihrer Arbeits
fähigkeit erheblich eingeschränkt.
Es sei weder die bisherige noch eine ange
passte Tätigkeit mehr zumutbar
. Die Einschränkung im Haushaltbereich betrage 9
%
. Vom 1
4.
August bis Ende November 2012 seien Integrationsmassnahmen durchgeführt worden, weshalb der Rentenanspruch erst per
1.
Dezember 2012 entstehen könne (
Urk.
2 Verfügungsteil 2).
Die Erwerbsfähigkeit könne erst nach Durchführung einer zumutbaren psychi
atrischen Behandlung und Eingliederung
beurteilt werden
, weshalb der Ent
scheid über einen Rentenanspruch zu früh gefallen sei. Die Beschwerdeführerin verfüge über gute Ressourcen und habe einen Arbeitsvertrag eingereicht, wonach sie eine Lehre im ersten Arbeitsmarkt absolviere (
Urk.
6 S. 2). Anspruch auf ein Wartezeittaggeld bestehe nicht, da es sich nicht um eine erstmalige berufliche Ausbildung oder eine Umschulung handle. Vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen dürfe nur eine vorübergehende Rente gewährt werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes noch nicht eingliederungsfähig sei. Ein Rentenbeginn sei frühestens ab Dezember 2011 möglich gewesen, jedoch sei zu diesem Zeitpunkt eine
volle Arbeitsfähig
keit attestiert
worden und kein Rentenanspruch gegeben gewesen. Es sei zudem davon auszugehen, dass im Haushalt keine Einschränkung bestehe (S. 3).
2.3
Dem hielt die Beschwerdeführerin entgegen, sie habe auch für den Zeitraum vom
1.
Dezember 2011 bis 1
4.
August 2014 (richtig wohl: 2012) Anspruch auf IV-Leistungen. Sie habe bereits anlässlich der Haushaltabklärung mitgeteilt, dass sie im Gesundheitsfall zu 100
%
erwerbstätig sein würde. Dies auch, weil es Voraussetzung für die Obhut über ihre seit 2007 fremdp
latzierte Tochter gewesen wäre (
Urk.
1 S. 4 ff.). Beim fraglichen Lehrvertrag handle es sich um denjenigen der Tochter. Der Arbeitsversuch sei aus Krankheitsgründen geschei
tert; über die von der Beschwerdegegnerin angenommenen guten Ressourcen verfüge sie nicht. So sei auch das Unterbrechen der medikamentösen und psy
chiatrischen Therapie auf Krankheitsgründe zurückzuführen. Ein
Wartezeitta
g
geld
sei zu prüfen, und bei Festhalten an einer Qualifikation als
Teilerwerbstä
tige
sei auch an der festgestellten Einschränkung von 9
%
festzuhalten (
Urk.
11 S. 2 ff.).
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnosti
zierte mit Bericht vom 1
7.
Juli 2011 (
Urk.
7/13) eine
schizoaffektive
Psychose und eine bipolare Störung, beides mindestens seit Beginn der Behandlung am
8.
März 2011 bestehend (
Ziff.
1). Vom 1
0.
März bis 1
1.
April 2011 habe sich die Beschwerdeführerin stationär im
Z._
aufgehalten. Ihr Zustand sei besserungsfähig und langfristig
psychiatrisch-psychotherapeutisch und medikamentös
therapiebedürftig. Es bestehe Unsicherheit betreffend die weitere Entwicklung. Vom
8.
März bis
9.
Mai 2011 sei die Beschwerdeführerin in der angestammten ungelernten Tätigkeit voll arbeitsunfähig
gewesen
.
Ihre
Leis
tungsfähigkeit sei stark schwankend und betrage zwischen 20 und 100
%
je nach aktuellem Stadium. Strukturgebende Massnahmen wie
eine betreuende
Umgebung wirkten sich verbessernd aus (S.
2). Nach Abschluss einer
Arbeitser
probung
und Aufbau einer Routine könne
mit einer Arbeitsfähigkeit von bei
spielsweise 50
%
gerechnet werden
(S. 2-3)
.
Die Arbeitsfähigkeit sei seit
8.
März 2011 vollständig aufgehoben.
Eine Vor
hersage, wann und für welche Zeit die Einschränkung in welcher Höhe auftrete, sei absolut ausgeschlossen. Ausschlaggebend sei vor allem das Ansprechen auf die Behandlung, die Compliance und äussere positive oder negative Einflüsse, wobei eine gute Strukturierung wesentlich sei (S. 3).
3.2
Die Ärzte des
Z._
stellten mit Bericht vom
1.
September 2011 (Urk.7/14) folgende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
schizoaffektive
Störung, gegenwärtig manische Episode mit psychoti
schen Symptomen (ICD-10 F25.00)
Differentialdiagnose: bipolare affektive Störung
Die stationäre Behandlung sei auf einer geschlossene
n Akutstation erfolgt. Unter d
er
neuroleptischen
Behandlung sei es zu einer deutlichen
Zustandsbes
serung
gekommen. Dabei habe sich die Beschwerdeführerin zusehends
krank
heits
- und behandlungseinsichtig und infolgedessen gewillt gezeigt, an ihrer psychosozialen Situation Veränderungen vorzunehmen. Während ihres Aufent
halts habe sie sich mehrmals aus der Klinik entfernt, um in alkoholisiertem Zustand mit massiver Verspätung wieder zurückzukehren. Auf die
Ausgangs
einschränkung
habe sie sich nicht einlassen wollen, weshalb in gegenseitigem Einvernehmen der Austritt erfolgt sei (S. 2).
Ihr Zustand sei bei konsequenter psychopharmakologischer Behandlung und regelmässiger ärztlicher Kontrolle besserungsfähig. Es ergäben sich bei der Arbeit deutliche Einschränkungen aufgrund der psychotischen Symptomatik mit Wahnideen und Sinnestäuschungen sowie der affektiven Beteiligung im Sinne eines gesteigerten Antriebs. Die bisherige Tätigkeit sei vermutlich nicht mehr zumutbar; abschliessende Aussagen hinsichtlich der weiteren Arbeitsfähigkeit bedürften jedoch einer engeren Verlaufsbeobachtung (S.
2). Es könne mit einer Wiederaufnahme der Tätigkeit gerechnet werden (S. 3). Eine schrittweise Stei
gerung der Arbeitsfähigkeit sowie ein ruhiger Arbeitsplatz seien zu empfehlen und es sei darauf zu achten, dass nicht zu viele unterschiedliche Stressfaktoren oder Reize aufträten (S. 5).
3.3
Mit Bericht
vom 2
5.
Mai 2012 (
Urk.
7/21)
wiederholte
Dr.
Y._
im Wesentlichen seine früheren Ausführungen (vgl. vorstehend E. 3.1) und hielt fest, die Beschwerdeführerin sei vom
8.
März bis
9.
Mai 2011 und vom
3.
Oktober 2011 bis
9.
Februar 2012 in der angestammten Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig
gewesen
(
Ziff.
1.6). Aktuell bestehe eine akute Exazerbation der geschilderten Symptomatik im Sinne einer manischen Dekompensation seit dem 1
1.
Mai 2012, womit die Arbeitsfähigkeit aufgehoben sei (
Ziff.
1.11).
3.4
Am
1
4.
August 2012 begann die Beschwerdeführerin ein Aufbautraining. Mit Bericht vom 2
3.
November 2012 (
Urk.
7/33) führten die Verantwortlichen aus, es sei sehr schwierig, einen ausführlichen und aussagekräftigen Bericht über die Beschwerdeführerin abzugeben,
da sie insgesamt nur an 15 Arbeitstagen anwesend gewesen sei. Sie habe seit Beginn des Aufbautrainings bereits 29
Krankheitstage verbucht. Die Arztzeugnisse seien vom Hausarzt, von
Not
fallärzten
und von ihrem Psychiater ausgestellt worden; die Beschwerdeführerin kämpfe nicht nur mit psychischen Problemen (S. 8). Sie habe sich entschieden, die Mas
snahme abzubrechen
(S. 9).
3.5
Dr.
Y._
diagnostizierte mit Bericht vom
7.
April 2013 eine
schizoaffektive
Psy
chose gegenwärtig manisch mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F25.0), differentialdiagnostisch eine bipolare Störung (
Urk.
7/41
Ziff.
1.1). Die Beschwerdeführerin sei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für ungelernte Tätig
keiten zu 70
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6). In einem strukturierenden Rahmen sei eine behinderungsangepasste Tätigkeit während sechs bis acht Stunden pro Tag zumutbar. Bei Belastung sei darauf zu achten, dass Pausen gemacht und Zeit- oder Leistungsdruck vermieden werden könnten (
Ziff.
1.7). Nach Abschluss einer Arbeitserprobung, Aufbau einer Routine und
einer
strukturierten berufli
chen Situation könne mit einer Wiederaufnahme der Tätigkeit im Umfang von 30
%
gerechnet werden (
Ziff.
1.8).
Die Arbeitsfähigkeit sei bis heute einge
schränkt, aktuell bei zeitlich 60
%
mit einer Leistungsminderung von 50
%
. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit auf längere Sicht könnten keine Angaben gemacht werden, da dabei mehrere Faktoren eine Rolle spielten, die aus heutiger Sicht nicht abschätzbar seien (
Ziff.
3).
3.6
Dr.
med.
A._
, Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in sei
nem am 2
2.
Oktober 2013 erstatteten Gutachten (
Urk.
7/49) eine
schizoaffektive
Störung, gegenwärtig submanisch (ICD-10 F25.0), welche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe (S. 10). Zu ihrem aktuellen Befinden meine die Beschwer
deführerin, sie erhalte
seit ihrem im Jahr 2007 begonnenen Gefängnisaufenthalt
Botschaften und glaube, dass es eine Geheimgesellschaft gebe. Oft gehe das Denken zu schnell, so auch jetzt, es gehe ihr alles Mögliche durch den Kopf. Sie sei unglücklich und schlecht gelaunt. Der Kopf habe keinen
Stop
mehr und sie werde auch nicht müde. Sie wolle von der Invalidenversicherung eine Milliarde Schadenersatz für das, was man ihr angetan habe. Sie vermute, dass „die“ sie ohnehin bei der Begutachtung hörten und beobachteten.
Dr.
A._
hielt fest, dass die Beschwerdeführerin bei dieser Bemerkung
laut
„hallo miteinander“
in den Raum
rufe
und winke. Sie
habe mitgeteilt,
sich für
keinen
Psychiater
zu inte
ressieren
und sich selbst
zu heilen. S
ie nehme auch keine Medikamente mehr, diese würden ihr nicht gut tun (S. 4).
Zu ihrem typischen Tagesablauf befragt,
halte sie fest, zwischen sechs und acht, manchmal auch erst um zehn oder zwölf aufzustehen. Sie habe keine Tages
struktur mehr. Am Morgen trinke sie Kaffee, esse etwas, mache den Haus
halt und surfe dann im Internet. Mitta
gs esse sie meist Fertiggerichte
. Nach
mittags sei sie wieder am Computer, zu Abend esse sie eher selten. Den Haus
halt könne sie allein besorgen. Andere Tätigkeiten habe sie nicht, soziale Kontakte habe sie wenig. Mit der Tochter telefoniere sie öfter, sehe sie wen
ig. Sie sei eine Ein
zelgängerin und
möge die Leute nicht (S. 4 unten f.).
Dr.
A._
führte aus, das Denken der Beschwerdeführerin sei teils sprunghaft, assoziativ gelockert, sie beschreibe beschleunigtes Denken, inhaltlich fielen Beziehungswahnideen und eine Wahnstimmung auf, ein Wahnsystem sei anzu
nehmen. Denkstörungen im Sinne von Gedankeneingebung oder -entzug wür
den verneint. Sie sei leicht ablenkbar. Dies wechsle mit Phasen konzentrier
t
en Gesprächs und kohärenten Denkens ab. Misstrauen klinge immer wieder an
. Sinnestäuschungen würden nicht klar beschrieben, Stimmenhören sei nicht sicher feststellbar. In der Grundstimmung sei die Beschwerdeführerin teils leicht
dysphorisch
, teils leicht gehoben wirkend, stark schwankend. Affektiv sei sie schwingungsfähig, teils adäquat. Teils sei sie inadäquat euphorisch, teils uner
wartet ablehnend und ärgerlich und wirke insgesamt
affektiv instabil
. Ihre Angaben zur aktuellen Stimmung seien höchst widersprüchlich (S. 9).
Insgesamt entstehe das Bild eines hypomanischen Zustandes. Es scheine ein
Misch
bild
manischer und
depressiver
Symptome nebeneinander zu bestehen, weshalb mit Blick auf den mehrjährigen Verlauf und die Angaben in den Akten insgesamt von einer bipolaren Störung auszugehen sei. Es sei auch an eine schizophrene Störung zu denken. Die schizophrenen und affektiven Anteile würden jeweils zu eigenständig und kräftig ausgebildet erscheinen, weshalb die Diagnose einer
schizoaffektiven
Störung das Gesamtbild
am besten beschreibe (S. 10).
Es sei unklar, was eigentlich als bisherige Tätigkeit anzusehen sei. Die Beschwer
deführerin selbst gebe „Tänzerin“ an, was sie am längsten gemacht habe. Weiter sei von Verkauf und Servicetätigkeit die Rede. Sicher sei, dass sie als Tänzerin nicht arbeitsfähig sei, da sie mit ihrer Störung in dem in Frage kommenden Milieu Sch
aden nehmen würde. Aktuell bestehe
für eine Verkaufs- oder Servicetätigkeit ebenfalls keine Arbeitsfähigkeit, dies sei durch das aktuelle hypomanische Zustandsbild begründet. Dadurch sei auch keine angepasste Tätigkeit möglich (S. 11).
Der zeitliche Verlauf sei unklar. Für einen Beginn im Jahr 1995, wie
die Beschwerdeführerin
einmal schildere, seien keine weiteren Daten vorhanden und ihre Angaben widersprüchlich. Weiter berichte die Beschwerdeführerin, dass im Gefängnis die Botschaften begonnen hätten und somit der
Krankheits
beginn
in diese Zeit zu legen wäre, was zwar glaubhaft sei, aber sich nicht sicher
in dem in Frage kommenden Zeitraum zwischen 2007 und 2010 festlegen lasse. Im Bericht des
Z._
werde von einem Beginn im Dezember 2010 geschrieben. Aufgrund der unsicheren Datenlage erscheine ein Erkrankungsbeginn rückblickend
spätestens im Dezember 2010
als realistisch (S. 11).
Ebenfalls schwierig einzuschätzen sei der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit. Allein die Angaben von
Dr.
Y._
zeigten die Schwierigkeit der Festlegung, wenn er Angaben zwischen 0 und 80
%
treffe. Dies wiederum hänge offenbar mit dem Zustandsbild und den Phasen der Beschwerdeführerin zusammen. In guten, behandelten Phasen vermittle sie offenbar ein gutes Bild, so dass man ihr eine entsprechende Arbeitsfähigkeit zutraue. In schlechten Phasen sinke diese gegen 0
%
wie aktuell. Das Problem liege in der Instabilität.
Auf dem freien Arbeits
markt könne die Beschwerdeführerin nicht bestehen
, auch wenn sie in guten Phasen eine ausreichende Arbeitsleistung zeige, dann jedoch nach wenigen Wochen oder bestenfalls Monaten ihre Arbeitstätigkeit wieder unterbreche und eventuell nicht mehr arbeitsfähig sei. Zudem scheine sie deutliche Probleme im sozialen Umgang zu haben. Unklar bleibe, ob dies der
schizo
-affektiven Insta
bilität und einer geringen zwischenmenschlichen Belastbarkeit zuzuordnen sei oder hier zusätzlich eine Persönlichkeitsstörung zugrunde liege. Jedenfalls scheine die Beschwerdeführerin insgesamt zu instabil und unstrukturiert zu sein, um einer geregelten Arbeit nachzugehen (S. 11 f.).
Zusammengefasst sei sie seit Dezember 2010 auf dem freien Arbeitsmarkt
arbeits
unfähig, gleichgültig für welche Tätigkeit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gelte dies auch für angepasste Tätigkeiten. Bezüglich des Haushalts gebe sie an, dass sie diesen allein führen könne, was vom Beistand bestätigt werde. Somit sei nicht von einer relevanten Einschränkung auszugehen (S. 12).
Zur Verbesserung des Zustandes und damit zur Wiederherstellung einer Arbeitsfähigkeit sei eine konsequente und konstante psychiatrisch-psychothera
peutische Behandlung notwendig und müsse auch eine
psychopharmakologi
sche
Behandlung beinhalten, da sich der Zustand der Beschwerdeführerin unter
Abilify
offenbar deutlich gebessert habe. Eine solche Behandlung finde derzeit nicht statt, da die Beschwerdeführerin ihre behandelnde Ärztin nicht mehr auf
suche und zuvor vom länger behandelnden Arzt zu dieser gewechselt habe. Die Wahrnehmung dieser Behandlung sei im Sinne einer Schadenminderungspflicht zumutbar. So lang
e
keine ärztliche Behandlung erfolge, seien
Integrationsmass
nahmen
nicht aussichtsreich (S. 12).
3.7
Dr.
Y._
hielt mit einem undatierten, der Rechtsvertreterin der Beschwer
deführe
rin im September 2014 eingereichten Bericht (
Urk.
12/3) fest, die Beschwerdeführerin zuletzt am
8.
September 2014 behandelt zu haben. Auch aktuell sei ihre Arbeitsfähigkeit und Belastbarkeit deutlich eingeschränkt und sehr stark schwankend. Er gehe auch weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit zwischen 20 und 100
%
aus. Dass der Arbeitsversuch wegen Problemen mit der sozialen Umgebung gescheitert sei, sei Ausdruck der Erkrankung. Gerade die
Versuche einer Wiedereingliederung zeigten diese Schwierigkeiten sehr deutlich, da die Beschwerdeführerin im sozialen Kontakt das Umfeld schnell in ihre Problematik involviere, Strukturen auf die Probe stelle und dabei direkte Ein
flussnahme und Führung sehr erschwere.
Auch im privaten Bereich falle die
Unstrukturiertheit
und Desorganisation deutlich auf, im Bereich Haushalt wie auch Kontaktpflege oder bei der Wahrung eigener Interessen und Obliegenhei
ten. Sie könne dies recht gut überspielen, indem sie die
ihr
eigenen Fähigkeiten, andere von sich zu überzeugen und zu gewinnen, mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit einsetzen könne (S. 1).
Erschwerend bei der Behandlung wirke sich die Sprunghaftigkeit und reduzierte Führbarkeit der Beschwerdeführerin aus. Dabei komme es vor, dass sie Medika
mente absetze oder Behandlungssitzungen nicht wahrnehme. Dieses Verhalten unterliege nicht dem freien Willen, sondern sei zumindest zum überwiegenden Teil Ausdruck der Erkrankung und damit nicht von der Beschwerdeführerin selbst
ausreichend steuerbar. Das Ziel
ein
es tragfähigen
Therapiebündnis
ses
und
einer
regelmässige
n
Behandlung
habe in der Vergangenheit über einen gewissen Zeitraum recht gut erreicht werden können, bis die Beschwerdeführerin in der Meinung, nunmehr gesund zu sein, die eigene Stabilität und psychische Belast
barkeit offenbar überschätzt und damit ihren Aktionsradius
so weit
ausgedehnt habe, bis schadenstiftende Ereignisse eingetroffen seien (S. 2).
4.
4.1
Aufgrund der medizinischen Akten ist davon auszugehen, dass die Beschwerde
führerin
infolge
der psychischen Erkrankung in jeglicher Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig ist:
Dr.
Y._
legte unter schlüssiger Begründung dar, dass ihre Leistungsfähigkeit in einem
Ausmass schwankt, das
eine konstante und verläss
lich einschätzbare Arbeitsfähigkeit verunmöglicht. Zwar wäre ihr Zustand wohl bei konsequenter Therapie und Medikation verbesserbar. Dass sie diese Mög
lichkeiten nicht wahrnimmt, ist jedoch auf Krankheitsgründe zurückzuführen. So ist sie überzeugt, über Selbstheilungskräfte zu verfügen,
verzichtet auf die regelmässige Einnahme ihrer Medikamente und wähnt sich gesund
. In aller Deutlichkeit zeigte der psychiatrische Gutachter
Dr.
A._
auf, dass die Beschwerdeführerin auf dem freien Arbeitsmarkt nicht bestehen kann und
ihr Zustand
zu instabil ist, um einer geregelten Arbeit nachgehen zu können.
Somit besteht gestützt auf das Gutachten von
Dr.
A._
seit Dezember 2010 volle Arbeitsunfähigkeit; die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgegliche
nen Arbeitsmarkt ist mit ihrer psychischen Beeinträchtigung nicht vereinbar
und die Verwertung der Arbeitsfähigkeit ist ihr
- und auch potentiellen Arbeit
gebern - sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (vgl. vorstehend E. 1.2).
Im Übrigen ist unzutreffend, dass die Beschwerdeführerin über gute Ressourcen verfügt: Der Lehrvertrag, auf den sich die Beschwerdegegnerin zur Begründung dieser Auffassung stützt, betrifft die Tochter der Beschwerdeführerin. Ebenfalls unzutreffend ist die Annahme der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin sei im Dezember 2011 voll arbeitsfähig gewesen (
Urk.
6 S. 3), diesbezüglich kann auf das Gutachten von
Dr.
A._
verwiesen werden. Damit ist bereits im Dezember 2011 eine rentenbegründende Invalidität ausgewiesen.
4.2
Angesichts der Diagnose, des Ausmasses der Beeinträchtigung, des unstruk
turier
ten Tagesablaufs, der affektiven Instabilität und der unberechen
baren Leistungs
fähigkeit der Beschwerdeführerin wie auch ihrer Schwierigkeiten im sozialen Umgang und im Einhalten von
Terminen und
Strukturen hatte das Arbeitstraining keinerlei Aussicht auf Erfolg
,
zumal bereits aufgrund der Beur
teilung durch
Dr.
Y._
vor Antritt des Arbeitstrainings aufgrund einer mani
schen Dekompensation im Mai 2012 von voller Arbeitsunfähigkeit auszugehen war (vgl. vorstehend E. 3.3).
Es erscheint deshalb als stossend, dass die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin erst auf das Datum des Abbruchs der Eingliederungsmassnahme
im November 2012
legen will
. Rechtsprechungsgemäss steht der versicherten Person eine Rente zu, wenn sie nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (vorliegend im Dezember 2011) nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist, selbst wenn in Zukunft Eingliede
rungs
massnahmen beabsichtigt
sind (BGE 121 V 190
;
vgl.
auch
Meyer/
Reich
muth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG),
3.
Auflage 2014, S.
412
Rz
14).
Dies muss
vorliegend
,
wo der Grundsatz „Ein
gliederung vor Rente“
aus medizinischen Gründen
gar nicht umgesetzt
und keine Ein
gliederung vollzogen
werden konnte
,
umso mehr gelten
.
Die aus medi
zinischen Gründen abge
brochene Eingliederung mit Taggeldbezug steht deshalb
einen
Renten
beginn
ab Dezember 2011 nicht entgegen.
5.
5.1
Es stellt sich die Frage nach der Qualifikation der Beschwerdeführerin und damit der Rentenhöhe.
O
b eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des
Invalidi
tätsgrades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönli
chen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
5.2
Während ihres Gefängnisaufenthaltes von 2007 bis 2010 verlor die Beschwer
deführerin das Sorgerecht für ihre 1996 geborene Tochter. Nach der Entlassung
war
das Ausüben einer Vollzeitstelle
Voraussetzung
, um die Obhut wieder zu bekommen (vgl.
Urk.
7/37
Ziff.
2.3,
Ziff.
2.5). Dies allein ist ein star
kes Indiz für die Ausübung einer vollen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall, zumal ihre Tochter 2010 vierzehn Jahre alt war und dies ein Vollpensum nicht verun
möglicht hätte.
Nachdem
die Beschwerdeführerin der Abklärungsperson ver
schiedene Bewerbungsschreiben vor
legte
,
die belegen, dass
sie sich nach der Entlassung aus dem Gefängnis mit wenigen Ausnahmen auf Vollzeitstellen bewor
ben hatte (vgl.
Urk.
7/37 S. 3), ist in
sgesamt mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit von einer vollen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall auszugehen. Damit erübrigen sich Ausführungen zum Haushaltabklärungsbericht (
Urk.
7/37).
5.3
Bei einer Qualifikation als Vollerwerbstätige und voller Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit beträgt der Invaliditätsgrad 100
%
. Das Wartejahr lief
im Dezember 2011
ab. Die
Anmeldung der Beschwerdeführerin
erfolgte
im Juni 201
1.
Damit hat die Beschwerdeführerin ab
1.
Dezember 2011
Anspruch auf eine ganze Rente, abzüglich der
von August bis November 2012
bezogenen Taggelder
(
Art.
20
ter
IVV
)
und zuzüglich der entsprechenden Kinderrente.
Der angefochtene Entscheid ist mit dieser Feststellung
abzuändern
. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.
6.
6.1
Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
sind auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen und entsprechen
d dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden
Beschwer
degegnerin
aufzuerlegen.
6.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person
Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
) und sind beim
praxisgemässen
Stundenansatz von Fr. 200.-- (ohne
MWSt
)
auf Fr.
2‘150
.-- (inkl.
MWSt
und Auslagenersatz) fest
zusetzen und
ausgangsgemäss
von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen.
Damit erweist sich die gewährte unentgeltliche Rechtspflege als gegenstandslos.