Decision ID: ce34e3de-5b8f-4afc-9bb1-81d00a4f071a
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1969, meldete sich am 12. Januar 2018 beim
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
Y._
zur Arbeits
vermittlung und beantragte ab dem 24. Januar 2018 Arbeitslosenentschä
digung. In der Folge teilte sie dem RAV mit, dass sie um
gezogen sei. Daraufhin wurde sie aufgefordert, sich innert 14 Tagen beim zustän
digen RAV
Z._
anzumelden. Weil sie dieser Aufforderung nicht nach
kam und seit 5. Februar 2018 von der Beratung beim RAV
Y._
fern
ge
blieben war, wurde sie vom RAV
Y._
per 20. April 2018 von der Stellenvermittlung abgemeldet (
Urk.
11/A/38
).
Am 20. Juli 2018
meldete sich
X._
wieder beim RAV zur Stellenvermittlung an (Urk.
11
/
A/232
) und beantragte am 25. Juli 2018, ihr sei rückwirkend ab dem 11. Januar 2018 Arbeitslosentschä
digung auszurichten (
Urk. 11/A/218-221
).
1.2
Mit Verfügung vom 3
0.
Oktober 2018 verneinte die Arbeitslosenkasse des
Kan
tons Zürich einen Anspruch von
X._
auf Arbeits
losenent
schädigung ab 2
0.
Juli 2018 mit der Begründung, dass die erforderliche Beitrags
zeit nicht erfüllt sei (Urk. 11/A/171-172). Dagegen liess
X._
am 3
0.
November 2018 Einsprache erheben (Urk. 11/A/149-154
, mit
Einsprache
ergänzung
vom 2
5.
Januar 2019, Urk. 11/A/142
). Alsdann ver
fügte die Arbeits
losen
kasse a
m 6. Februar 2019, dass
ein allfälliger
Anspruch auf Arbeits
losenent
schädigung von
X._
für den Zeitraum vom 24. Januar bis 20. April 2018 erloschen sei, weil sie
innert dreier Monate keinen Auftrag
einge
reicht habe (
Urk. 11/A/138-139
).
Am 1
1.
Februar 2019
sistierte die Arbeits
losen
kasse das
Ein
sprache
verfahren
betreffend Verfügung vom 3
0.
Oktober
2018 (Urk. 11/A/171-172) bis zur Rechtskraft ihre Verfügung vom
6. Februar
2019 (Urk. 11/A/138-139;
Urk.
11/11/137).
X._
liess sodann
am 8. März 2019 Einsprache
gegen die Verfügung vom 6. Februar 2019
erheben
(Urk.
11
/
A/102
-
104
). Mit
Einspracheentscheid
vom 14. Mai 2019 wies die Arbeits
losenkasse des Kantons Zürich die
se
Einsprache ab. Sie stellte fest, dass ein all
fälliger Anspruch der
Ein
sprecherin
auf Arbeitslosenentschädigung für die Zeit vom 24. Januar 2018 bis zur Abmeldung per 20. April 2018 erloschen sei. Zudem stellte sie fest, dass die
Einsprecherin
ab 20. April 2018 mangels An
mel
dung zur Arbeitsvermittlung kei
nen Anspruch auf Arbeitslosenent
schä
digung habe (
Urk.
11/A/80-88
).
Die von
X._
gegen diesen
Ein
spra
che
entscheid
am
1
4.
Juni 2019
erhobene Beschwerde
(
Urk.
11/A/59-66)
wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil
AL.2019.00152
vom
1
0.
Dezember 2019
ab
(
Urk.
11/A/37-47)
. Dieses Urteil blieb unangefochten.
1.3
In der Folge teilte
X._
der Arbeitslosenkasse am 2
2.
Mai 2020 mit, dass sie an ihrer Einsprache vom 3
0.
November 2018 gegen die Verfügung vom 3
0.
Oktober 2018 festhalte (
Urk.
11/A/30-31).
Nach weiteren Abklärungen (
vgl.
Urk.
11/A/26,
Urk.
11/A/28), wies die Arbeitslosenkasse diese Einsprache mit
Einspracheentscheid
vom 7. Juli 2020
ab
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom
9. September 2020
Be
schwerde
(Urk. 1
).
Am selben Tag schrieb sie dem Sozialversicherungsgericht über
dies eine Nachricht im Kontakt
formular auf der Internetseite des Gerichts (Urk. 3).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Oktober 2020 beantragte die Beschwerde
geg
ne
rin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 11/1-63), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2
9.
Oktober 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
9
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi
cherung und die In
solvenzentschädigung (
AVIG
)
gelten - soweit das Gesetz nichts
anderes
vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten
Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG
), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (
Art.
9
Abs.
3 AVIG).
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeits
losenent
schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1
lit
. e AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während min
destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG).
1.2
Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss
Art.
14
Abs.
1 AVIG Per
sonen, die innerhalb der Rahmenfrist (
Art.
9
Abs.
3
AVIG
) während insgesamt
mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen:
a.
einer Schulausbildung,
einer
Umschulung oder
einer Aus- und
Weiter
bil
dung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohn
sitz hatten;
b.
Krankheit (
Art.
3
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts,
ATSG), Unfall (
Art.
4 ATSG) oder Mutterschaft (
Art.
5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten;
c.
eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitser
ziehungs
anstalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung.
Nach dem klaren Wortlaut von
Art.
14
Abs.
1 AVIG muss die versicherte Person durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der Ausübung einer
beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. Zwischen dem Befrei
ungs
grund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kausal
zusammen
hang bestehen. Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf Mona
ten bestanden haben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist (
Art.
11
Abs.
4 Satz 1 AVIV), liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in
Art.
14
Abs.
1
lit
. a bis c AVIG genann
ten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teil
zeit
arbeits
verhältnis einzugehen (BGE 139 V 37 E. 5.1 mit Hinweisen).
Ebenfalls von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind Personen, die wegen Trennung oder Scheidung der Ehe, wegen Invalidität (
Art.
8 ATSG) oder Todes des Ehegatten oder aus ähnlichen Gründen oder wegen Wegfalls einer Invaliden
rente gezwungen sind, eine unselbständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder zu erweitern. Diese Regel gilt nur dann, wenn das betreffende Ereignis nicht mehr als ein Jahr zurückliegt und die betroffene Person beim Eintritt dieses Ereignisses ihren Wohnsitz in der Schweiz hatte (
Art.
14
Abs.
2 AVIG).
Schweizer, die nach einem Auslandaufenthalt von über einem Jahr in einem Staat, der sowohl ausserhalb der Europäischen Gemeinschaft als auch der Euro
päischen Freihandelsassoziation (EFTA) liegt, in die Schweiz zurückkehren, sind während eines Jahres von der Erfüllung der Beitragszeit befreit, sofern sie sich über eine entsprechende Beschäftigung als Arbeitnehmer im Ausland ausweisen können und während mindestens sechs Monaten in der Schweiz eine beitrags
pflichtige Beschäftigung ausgeübt haben (seit dem
1.
Juli 2018 gültige Fassung). Unter den gleichen Voraussetzungen sind Angehörige von Staaten der Europäi
schen Gemeinschaft und der EFTA, deren Niederlassungsbewilligung nicht erlo
schen ist, von der Erfüllung der Beitragszeit befreit. Der Bundesrat bestimmt zu
dem, unter welchen Voraussetzungen Ausländer, die nicht Angehörige eines Staates der Europäischen Gemeinschaft oder der EFTA sind, und deren Nieder
lassungsbewilligung nicht erloschen ist, nach einem Auslandaufenthalt von über einem Jahr von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind (
Art.
14
Abs.
3 AVIG).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
7.
Juli 2020 führte die Beschwerde
gegnerin aus, dass die Beschwerdeführerin während der massgebenden Rahmen
frist für die Beitragszeit vom 2
0.
Juli 2016 bis 1
9.
Juli 2018 6.540 Monate an beitragspflichtigen Beschäftigungen ausweise. Die Beschwerdeführerin habe dies nicht bestritten. Sie habe in ihrer Eingabe vom 13. März 2019 jedoch ausgeführt, dass noch ein arbeitsrechtliches Verfahren gegen ihre ehemalige Arbeitgeberin laufen würde. Tage, an denen die versicherte Person zwar nicht mehr gearbeitet hat, die aber vom Arbeitgeber im Falle der ungerechtfertigten Entlassung bis zum Ablauf der massgebenden Kündigungsfrist noch zu
ent
löhnen
sind, würden als Beitragszeit gelten, sofern die strittigen Lohn- und Entschädigungsansprüche mit
rechtskräftigem Urteil zugesprochen worden seien.
Gemäss dem von der Be
schwer
deführerin mit
der
ehemaligen Arbeitgeberin am 2
5.
März 2019 bei der Schlich
tungsverhandlung vor dem Vermittleramt
A._
, Gemeinde
B._
, geschlosse
nen Vergleich habe die ehemalige Arbeitgeberin der Beschwerde
füh
rerin unter anderem anerkannt, dieser
Fr.
40’000.-- (als Entschädigung) zu schul
den. Weder die ehemalige Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin noch diese selbst hätten aber ausführen können, wie sich die Entschädigung in der Höhe von
Fr.
40’000.
--
zu
sam
mensetzen würde. Die im Schlichtungsgesuch von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Forderungen würden weit unter der an
lässlich der Schlich
tungsverhandlung vom
2
5.
März 2019 vereinbarten Ver
gleichszahlung
liegen
(
Urk.
2 S.
5). Wenn davon ausgegangen werde, dass die Ent
schä
digung von
Fr.
40'000.--
primär
der
D
eckung dieser Forderungen dient
e, würde höchstens ein Betrag von
Fr.
28'909.10 verbleiben, welcher Lohn- und Ent
schä
digungsan
sprü
chen der Beschwerdeführerin aufgrund der ungerecht
fertigten fristlosen Kündi
gung der ehemaligen Arbeitgeberin zugerechnet werden könnten (
Urk.
2 S. 6).
Wie festgehalten, könnte die Beschwerdeführerin ohne die An
rech
nung dieser (möglichen) Lohn- und Entschädigungsansprüche nur eine Beitragszeit von 6.540 Monate nachweisen. Damit würden ihr noch 5.46 Monaten zur Mindestbei
trags
zeit von 12 Monaten fehlen. Auch wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin die
Fr.
28'909.10 als strittigen Lohn- und Entschädigungs
ansprüche betrachtet
würden
, würde deren Anrechnung für die fehlenden 5.46 Monat
e nicht genügend, weil die Beschwerdeführerin
einen Monatslohn in der Höhe von
Fr.
10'388.50
geltend gemacht habe
(vgl.
Ziff.
1.7 der Beilage 4 ihres Schlichtungsgesuches).
Die Beschwerdeführerin könne die gemäss
Art.
8
Abs.
1
lit
. e in Verbindung mit
Art.
13
Abs.
1 AVIG erforderlichen 12 Monate an beitragspflichtiger Beschäfti
gung somit nicht nachweisen. Ein Grund für die Befreiung von der Erfüllung von der Beitragspflicht ergebe sich aus den Akten nicht und werde von der Beschwer
deführerin auch nicht geltend gemacht. Die Beschwerdeführerin habe demnach keinen Anspruch auf Arbeitslosenent
schädigung ab 2
0.
Juli 2018 (
Urk.
2 S. 6).
2.
2
Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass als massgebende Rahmen
frist für die Beitragszeit der Zeitraum
vom 11
. J
anuar
2016 bis 1
1
.
Januar
2018
zu berücksichtigen sei
(
Urk.
1 S. 1,
Urk.
3)
. Dies entspreche einem
Zeitraum von 2 Jahren vor ihrer ersten Anmeldung beim RAV. (Ihr da
maliger Berater)
C._
sei darüber informiert gewesen, dass er sie nicht beim RAV abmelden solle. Er
habe ebenfalls gewusst
, dass sie sich eine neue Postadresse suche. Ferner
habe er Kenntnis davon gehabt
, dass sie aktiv nach einer neuen Arbeitsstelle suche und für Beratungsgespräche beim RAV zur Ver
fügung stehe
(
Urk.
1 S. 1)
.
Während dieser ganzen Zeit sei offenbar nur ein Brief
umschlag an
C._
retourniert worden. Zudem habe sie mit ihm eine Vereinbarung getroffen, dass sie ihre Dokumente persönlich auf dem RAV abhole. Des Weiteren habe sie ihn auf ihr Postfach
bei der Postfiliale
«
D._
» (in Zürich)
hingewiesen
(Urk.
1 S. 2).
Die Arbeitslosenkasse behaupte dennoch, dass mehrere Briefe an sie versendet worden seien, auf welche sei nicht geant
wortet habe. Dies entspreche schlicht nicht der Wahrheit. Vom April 2018 an
habe sie bei der Postfiliale «
D._
» über ein Postfach verfügt (
Urk.
1 S.
3)
.
Sie habe ab April 2018 in diesem Postfach jedoch keine Post gehabt (
Urk.
3).
Anscheinend sei die An
meldung beim RAV (
Z._
), wo
E._
arbeite, am 2
0.
Juli 2018 erfolgt (
Urk.
1 S. 1). Sie habe bei jeder Gelegenheit den Anforde
rungen entsprochen
(
Urk.
1 S. 2,
Urk.
3)
. Sie habe sogar in der Zeit vom 2
0.
April bis 2
0.
Juli 2018 die Formulare eingereicht. Wie dem Sozialversiche
rungsgericht wohl bewusst sei, sei es nicht so einfach, sich in der Schweiz einen festen Wohnsitz zu sichern. Sie habe ihr Bestes getan, um das RAV über ihren Wohnort und ihre Kontaktdaten auf dem Laufenden zu halten. Zudem habe sie Herrn
F._
und Frau
G._
von der Arbeitslosenkasse mehrfach telefo
nisch mitgeteilt, dass sie bereits über alle notwendigen Dokumente verfügen würden
. Es sei nicht gerecht, dass ihr als Fachfrau in einem modernen, kulti
vierten und demokratischen Land wie der Schweiz das elementare Menschenrecht zum Bezug von Arbeitslosenent
schä
di
gung verweigert werde
(
Urk.
1 S. 2)
.
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin begründet ihre Auffassung, wonach vorliegend eine Rah
menfrist für die Beitragszeit vom 11.
(richtig: 1
2.
)
Januar 2016 bis 11. Januar 2018 geltend soll, im Wesentlichen damit, dass sie sich nach der Anmeldung vom 1
2.
Januar 2018 gar nie
beim RAV abgemeldet habe (E. 2.2
)
.
Mit rechtskräftigen Urteil AL.2019.00152 vom 1
0.
Dezember 2019 erwog das Sozialversicherungs
gericht, dass die Beschwerdeführerin nach der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung per 12. Januar 2018 den Anspruch auf Arbeitslosenent
schä
digung nicht mit den dafür erforderlichen
Unterlagen geltend gemacht habe
. Sie k
önne
sich ferner nicht darauf berufen, dass die Beschwerdegegnerin sie nicht da
rauf hingewiesen habe
, dass eine Verwirkung des Anspruches auf Arbeitslosenent
schädigung ein
trete
, wenn diese Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht w
ü
rden. Der Versuch einer entsprechenden Mitteilung durch die Beschwerdegegnerin
sei daran ge
scheitert, dass die Zustellung ihres Briefes an die von der Beschwerde
füh
rerin angegebene Adresse nicht möglich
gewesen
sei
. Zudem
habe
die Beschwer
de
führerin ihre der Arbeitslosenversicherung gegenüber bestehenden Pflichten in jenem Zeitraum völlig
missachtet
, womit der Hinweis auf die Verwirkungsfolgen an sich entbehr
lich
gewesen wäre. Schliesslich liege
auch kein Fristwiederherstel
lungs
grund vor.
Ein allfälliger Anspruch der Beschwerde
führerin auf Arbeits
losen
ent
schädigung
im Zeitraum vom
12. Januar bis 20. April
2018
sei
damit
infolge Ver
wirkung
zu verneinen (
Urk.
11/A/46)
.
3.2
Nach Lage der Akten meldete sich die Beschwerdeführerin erst am 20. Juli 2018 wieder beim RAV zur Stellenvermittlung an (Urk. 11/A/232).
Im Januar 2018 wurde keine Rahmenfrist eröffnet (vgl. Sachverhalt E. 1.2)
.
Dies führt zu einer massgebenden Rahmen
frist für die Beitragszeit vom 20. Juli 2016 bis 19. Juli 2018 (E. 1.1). Bezüglich der angerechneten Beitragszeit und dem Fehlen von Befreiungsgründen blieb der angefochtenen
Einspracheentscheid
unangefochten. Aufgrund der vorliegenden Akten (insbes.
die Arbeitgeberbescheinigungen, Urk.
11/A/207-210, und die Unterlagen im Zusammenhang mit dem Vergleich mit der ehemaligen Arbeitgeberin vom 2
5.
März 2019,
Urk.
11/A/12-18,
Urk.
11/A/26,
Urk.
11/A/28,
Urk.
11/A/32-33,
Urk.
11/A/127-131)
sind die Fest
stellungen der Beschwerde
geg
nerin nicht zu beanstande
n.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 7. Juli 2020 (
Urk.
2)
erweist sich demnach als
rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.