Decision ID: 752cea00-4fd7-57c9-8154-8a9ae701363a
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y. ist Eigentümer der Parzelle Nr. 0000W (vormals: 0000), Grundbuch X. Nach
dem rechtskräftigen Zonenplan der Politischen Gemeinde X. ist dieses Grundstück,
soweit es nicht Flächen beschlägt, die zum rechtlich geschützten Waldareal zählen, der
Landwirtschaftszone zugewiesen. Über das Grundstück führt unter anderem der nicht
selbständig ausgemarkte Gemeindeweg dritter Klasse Z., Strassennummer 0.001. Am
29. September 1998 bewilligte der Gemeinderat X. mit Zustimmung des Amtes für
Raumentwicklung und Geoinformation (AREG, vormals: Planungsamt) vom
7. September 1998 ein Baugesuch von A.Y. vom 26. Juni 1998 (ergänzt am 9. Juli
1998, revidiert am 25. September 1998) für den Neubau einer Jauchegrube mit
Terrainveränderung und einer darüber liegenden Liegehalle als Erweiterung des
bestehenden Laufstalls Assek.-Nr. 0002W (vormals: 0002) auf Parzelle Nr. 0000W unter
Auflagen (act. 7/6/BG 4572/ Beilage zu 112, 149-159, act. 7/11, Vorakten AREG [fortan:
VA] 10, 14 f., 37, 55-63, B 2007/23 act. 20, www.geoportal.ch).
B. In der Folge stellten Gemeindevertreter fest, dass sich A.Y. nicht an die
Baubewilligung hielt. Statt die Terrainveränderung im Bereich der Jauchegrube im
bewilligten Rahmen vorzunehmen, hatte er begonnen, den abhumusierten Hang
zwischen Laufstall und unterhalb gelegenem Waldareal aufzuschütten. Am 23. Mai
2000 bewilligte der Gemeinderat X., ohne die erforderliche Zustimmung des AREG
einzuholen, ein nachträgliches Baugesuch von A.Y. vom 19. April 2000 für diese
Terrainaufschüttung unter Auflagen. Anlässlich eines Augenscheins am 18. September
2000 stellten Vertreter des Gemeinderates und der Bauverwaltung X. fest, dass das
Terrain in Abweichung der kommunalen Bewilligung vom 23. Mai 2000 gestaltet
worden war. A.Y. hatte zum einen die Senke nördlich des Laufstalles zum Waldareal
hin wesentlich stärker als von der Gemeinde bewilligt aufgefüllt und zum anderen
begonnen, westlich der Feldscheune Assek.-Nr. 003W (auch: 003) eine weitere
Geländemulde im Bereich der Bacheindolung aufzufüllen bzw. einen Damm zu
erstellen. Der Gemeinderat X. ordnete daraufhin am 20. September 2000 die
Einstellung der Auffüllungsarbeiten auf Parzelle Nr. 0000W an. Eine Kopie dieser
Verfügung stellte er der Q. AG zu, welche das für die Aufschüttungen erforderliche
Material auf das Grundstück Nr. 0000W angeliefert hatte. Mit Verfügung vom
9. November 2000 büsste das Untersuchungsamt K. A.Y. wegen mehrfacher
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Widerhandlung gegen baurechtliche Vorschriften mit CHF 1‘200 (act. 7/6/BG 4572/138,
142-147, VA 48-50, zefix.ch).
C. Am 3./4. resp. 17. Oktober 2000 reichte A.Y. ein weiteres nachträgliches Baugesuch
für die Aufschüttungen sowie für eine Verlegung und den Ausbau des Gemeindeweges,
Strassennummer 0.001, auf Parzelle Nr. 0000W ein. Zur Vervollständigung des
Baugesuchs übermittelte die Bauverwaltung X. dem AREG am 28. März 2001 unter
anderem ein Schreiben der Q. AG vom 27. März 2001. Darin räumte diese ein, dass sie
insgesamt 9‘820 m loses Aushubmaterial für die Terrainveränderungen auf Parzelle Nr.
0000W angeliefert habe. Mittels Augenscheinen vom 4. Juni 2003 und 30. Oktober
2003 stellte die Baukommission X. fest, dass A.Y. darüber hinaus und erneut ohne
Bewilligung weiteres Erdmaterial zugeführt und aufgeschüttet hatte. Mit Verfügung vom
27. November 2003 ordnete sie die sofortige Einstellung der Bauarbeiten an.
Gleichzeitig forderte sie A.Y. unter Androhung der Ersatzvornahme auf, bis
30. Januar 2004 nachträglich ein Baugesuch einzureichen oder den rechtmässigen
Zustand wiederherzustellen (act. 7/6/BG 4572/127 f., 134, 138 f., VA 40 f., 48-50).
D. Am 19. Juli 2004 reichte A.Y. nachträglich ein Baugesuch ein, welches unter
anderem die grossflächigen Geländeauffüllungen nordöstlich des Laufstalls bis zum
Waldareal sowie zwischen dem Laufstall und der Feldscheune mitsamt Korrektion und
Ausbau des Gemeindeweges, Strassennummer 0.001, auf Parzelle Nr. 0000W
umfasste. Mit Verfügung vom 24. August 2005 verweigerte das AREG die dafür
erforderliche Zustimmung. Auch verweigerte es die Erteilung einer
Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des gesetzlichen Waldabstandes. Ferner
forderte es den Gemeinderat X. auf, die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands anzuordnen. Mit Verfügung vom 29. September 2005 verweigerte die
Baukommission X. weisungsgemäss sowohl die nachträgliche Baubewilligung für die
Geländeauffüllungen als auch für die Korrektion und den Ausbau des Gemeindeweges,
Strassennummer 0.001, auf Parzelle Nr. 0000W. Gleichzeitig ordnete sie unter
Androhung der Ersatzvornahme an, dass A.Y. die bereits erstellten
Geländeauffüllungen und den verlegten und ausgebauten Gemeindeweg innert eines
Jahres ab Rechtskraft der Verfügung vollständig zu entfernen habe (VA 70, 78-87, act.
7/6/BG 4572/124, 160).
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E. Dagegen rekurrierte A.Y. am 21. Oktober 2005 an die Regierung. Mit Schreiben vom
13. Februar 2006 räumte die vom verfahrensleitenden Baudepartement am
20. Januar 2006 beigezogene Q. AG ein, dass sie im Sommer 2005 auf Parzelle Nr.
0000W zusätzlich 100 m sauberes, kiesiges Aushubmaterial angeliefert habe, ohne
A.Y. dafür zu bezahlen. Mit Entscheid vom 9. Januar 2007 wies die Regierung den
Rekurs ab und wies die Sache im Sinn der Erwägungen zur allfälligen Ergänzung des
Entscheids an den Gemeinderat X. zurück. In Erwägung 8g wies sie den Gemeinderat
X. an, die Verantwortlichkeit und subjektive Wiederherstellungspflicht der Q. AG
abzuklären (act. 7/6/BG 4572/123, 109, VA Beilagen zu 110 f.).
F. Dagegen erhob A.Y. am 1. Februar 2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht
(B 2007/23 act. 1). Mit Entscheid B 2007/23 vom 12. September 2007 /
15. Oktober 2007 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde teilweise gut. Es hob
den Entscheid der Regierung insofern auf, als er die Pflicht zur Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands den Bereich des rund 4‘200 m grossen Geländeabschnitts,
der beim Laufstall Assek.-Nr. 0002W von Südosten nach Nordwesten zum Wald abfällt,
betraf. Im Übrigen verpflichtete es A.Y., innert sechs Monaten nach Rechtskraft des
Entscheids ein Projekt für den Rückbau der Wegverbindung zwischen Laufstall und
Feldscheune Assek.-Nr. 003W einzureichen (act. 7/6/BG 4572/96). Gegen diesen
Entscheid erhoben die Regierung am 15. November 2007 und das Bundesamt für
Raumentwicklung ARE am 29. November 2007 Beschwerde beim Bundesgericht. Mit
Urteil vom 27. Mai 2008 hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut. Es verpflichtete
A.Y., der Gemeinde X. spätestens bis zum 30. November 2008 auch noch ein Projekt
für den Rückbau der Auffüllung des rund 4‘200 m grossen Geländeabschnitts
einzureichen (act. 7/6/BG 4572/Beilage zu 95 und Beilage zu 92, 83).
G. Mit Verfügung vom 29. April 2009 forderte die Bauverwaltung X. A.Y. unter anderem
auf, bis spätestens Ende Juni 2009 das für die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustandes erforderliche Rückbauprojekt einzureichen. Am 9. August 2010 ergänzte die
Baukommission X. die Verfügung vom 29. September 2005. Neben A.Y. verpflichtete
sie die Q. AG, die widerrechtlich erstellten Geländeauffüllungen mitsamt dem verlegten
und ausgebauten Gemeindeweg, Strassennummer 0.001, auf Grundstück Nr. 0000W
zu beseitigen. Überdies ordnete sie unter Androhung der Ersatzvornahme an, dass A.Y.
und die Q. AG bis 30. September 2010 ein Konzept zur Wiederherstellung des
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rechtmässigen Zustands einzureichen hätten; dass bis 31. Oktober 2010 mit den
Wiederherstellungsarbeiten begonnen und diese Arbeiten bis 31. Mai 2011
abgeschlossen werden müssten (act. 7/6/BG 4572/60, 81). Einen dagegen von der Q.
AG am 30. August 2010 erhobenen Rekurs schrieb das Baudepartement zufolge
Rückzugs am 9. August 2011 ab, nachdem die Bauverwaltung X. einem
Wiederherstellungskonzept der Q. AG vom 9. Februar 2011 (revidiert am 5./7. April
2011) unter Auflagen zugestimmt hatte. Dieses Konzept umfasste den Rückbau von
insgesamt 5‘380 m Festmaterial (act. 7/6/BG 4572/4, 8 f., 25-29, 31, 57, 60, 81, 181).
H. Am 14. Mai 2012 forderte das AREG den Gemeinderat X. auf, bis Ende Juni 2012
über die getroffenen oder beabsichtigten Wiederherstellungsmassnahmen samt
Zeitplan der Durchführung Bericht zu erstatten. Am 23./24. Oktober 2012 stellte der
Gemeinderat X. gestützt auf die Beurteilung der Baukommission X. gegenüber dem
AREG fest, dass der Rückbau im Bereich des rund 4‘200 m grossen
Geländeabschnitts nur teilweise dem Wiederherstellungskonzept vom 9. Februar 2011
resp. 5./7. April 2011 entspreche. In der Gesamtbetrachtung erachtete er den
vollzogenen Rückbau im Umfang von 2‘100 m losem Material (1‘615 m Festmaterial)
indessen als akzeptabel. Darüber orientierte die Baukommission X. A.Y. mit Schreiben
vom 16. November 2016. Eine Kopie dieses Schreibens wurde der Q. AG und deren
Rechtsvertreter zugestellt (act. 7/6/BG 4572/2 f., 10, 22, act. 7/11, S. 4 lit. A4).
I. Mit Verfügung vom 27. August 2013 lehnte der Gemeinderat X. den Antrag der
Stiftung B.O., vertreten durch den Verein B.P., Sektion B.O., vom 17. Juni 2013 ab, ihr
sei die Verfügung betreffend Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands auf
Grundstück Nr. 0000W ordentlich zu eröffnen. Am 16. September 2013 reichte die
Stiftung B.O. eine aufsichtsrechtliche Anzeige beim Baudepartement ein. Am 27.
August 2014 führte das Baudepartement eine Besprechung mit Vertretern der
Politischen Gemeinde X. durch. Daraufhin beschloss der Gemeinderat X. am 23.
September 2014, die nötigen Schritte für eine vollständige Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands innert nützlicher Frist in die Wege zu leiten (act. 7/6/21 f.,
Beilage zu 29, 41, 45, act. 7/6/BG 4572/1, www.wwfost.ch).
J. Mit Stellungnahme vom 20. April 2015 zum Verfügungsentwurf der Baukommission
X. vom 9. März 2015 beantragte die Q. AG, sie sei aus der Wiederherstellungspflicht zu
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entlassen. Mit Verfügung vom 27. April 2015 verpflichtete die Baukommission X. die Q.
AG zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands insgesamt 2‘758 m weiteres
Festmaterial der rechtswidrigen Geländeauffüllungen auf Parzelle Nr. 0000W zu
entfernen und dies mittels Rapporten der jeweiligen Deponien zu dokumentieren,
wobei sich die neue Geländegestaltung gut in die Landschaft einzufügen habe. Für den
Beginn der Wiederherstellungsarbeiten setzte sie der Firma unter Androhung der
Ersatzvornahme eine Frist bis 1. Juli 2015 und für die Beendigung der
Wiederherstellung eine solche bis 1. Dezember 2015 an. Auf den als
Wiedererwägungsgesuch entgegen genommenen Antrag der Q. AG vom 20. April 2015
um Entlassung aus der Wiederherstellungspflicht trat sie nicht ein (act. 7/6/1-5).
K. Dagegen rekurrierte die Q. AG am 18. Mai 2015 an das Baudepartement. Am 24.
September 2015 führte das Baudepartement einen Augenschein durch. Am 11.
November 2015 reichte A.Y. eine nachträgliche Bauanfrage für den Ausbau des
Gemeindeweges, Strassennummer 0.001, nördlich entlang des Laufstalls Assek.-
Nr. 0002W sowie zwischen dem Laufstall und der Feldscheune auf Parzelle Nr. 0000W
ein. Mit Vorbescheid vom 5. Januar 2016 teilte das AREG A.Y. mit, dass es dafür keine
Zustimmung in Aussicht stellen könne. Mit Zwischenverfügung vom 7. Januar 2016
wies das Baudepartement ein Sistierungsbegehren der Q. AG vom 20. November 2015
ab (act. 7/1, 11, 17-19). Mit Entscheid vom 25. Januar 2016 wies das Departement den
Rekurs ab und hob die Verfügung vom 27. April 2015 auf. Es wies die Politische
Gemeinde X. an, innert zwei Monaten nach Rechtskraft des Entscheids den Vollzug der
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands und somit den Rückbau von insgesamt
noch rund 7‘700 m Aushubmaterial (lose) auf Grundstück Nr. 0000W im Sinn der
Erwägungen zu verfügen. In Erwägung 4.5 hielt es fest, dass zur Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands zusätzlich noch rund 7‘700 m Aushubmaterial (lose)
abzutragen seien. Weiter wies es die Politische Gemeinde X. in Erwägung 5.2 an, zu
klären, welche der beiden Verhaltensstörer (A.Y. sowie die Q. AG) zu welchem Rückbau
verpflichtet werden solle. Dabei sei zu berücksichtigen, dass A.Y. durch die
rechtskräftigen Entscheide des Verwaltungs- und des Bundesgerichts zur Entfernung
von insgesamt 9‘820 m Aushubmaterial (lose) verpflichtet worden sei. Ihm gegenüber
könne der Rückbau der gesamten noch rechtswidrigen Menge von 7‘700 m verfügt
werden. Bei der Ausarbeitung der neuen Vollzugsverfügung werde die Gemeinde zu
beachten haben, dass sie sich mit der Q. AG im Rahmen des
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Wiederherstellungskonzepts bereits auf einen Rückbau von 5‘380 m Festmaterial
verständigt habe (act. 2/1, S. 22-25).
L. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 25. Januar 2016 erhob
die Q. AG (Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter am 9. Februar 2016
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der
angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben (Ziff. 1
und 3). Es sei die Verfügung der Politischen Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin) vom
27. April 2015 aufzuheben, soweit sie damit als Verhaltensstörerin ins Recht gefasst
werde (Ziff. 2). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie, es sei das
Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids betreffend
das Baugesuch von A.Y. (Beschwerdebeteiligter 1) für den Bewirtschaftungsweg zu
sistieren (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 1. März 2016 schloss die Vorinstanz auf
Abweisung der Beschwerde und des Sistierungsgesuchs (act. 6). Am 17. März 2016
liess sich das ARE (Beschwerdebeteiligte 2) vernehmen. Es beantragte die Abweisung
der Beschwerde und des Sistierungsantrags (act. 9). Die Beschwerdegegnerin
beantragte mit Stellungnahme vom 18. April 2016, es seien die Anträge Ziff. 2 und 3
der Beschwerde abzuweisen, Antrag 1 gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen
(act. 14). Der Beschwerdebeteiligte 1 verzichtete stillschweigend auf eine
Vernehmlassung (act. 16). Am 30./31. Mai 2016 liess sich die Beschwerdeführerin
abschliessend vernehmen (act. 21 f.).
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge
und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 9. Februar 2016 (act.
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1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen
(vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die
Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf das Begehren
der Beschwerdeführerin, es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. April
2015 aufzuheben, soweit sie als Verhaltensstörerin ins Recht gefasst werde (act. 1 Ziff.
2). Diese ist durch den angefochtenen Rekursentscheid ersetzt worden
(Devolutiveffekt) und gilt als inhaltlich mitangefochten (vgl. BGer 1C_475/2016 vom
7. April 2017 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 134 II 142 E. 1.4). Ebenfalls nicht einzutreten
ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom
30. Mai 2016 (act. 21, S. 7 Ziff. II/14) beantragt, es sei festzustellen, dass sie generell
aus der Wiederherstellungspflicht zu entlassen sei. Ihre Interessen werden dadurch
gewahrt, dass nachfolgend – im Rahmen eines gestaltenden
Verwaltungsgerichtsentscheides – auf ihre Wiederherstellungspflicht eingegangen wird.
Damit fehlt es ihr an dem für einen Feststellungsentscheid notwendigen
schutzwürdigen Interesse (vgl. zur Subsidiarität des Feststellungsanspruchs VerwGE B
2015/37 vom 27. September 2016 E. 1 mit Hinweisen auf VerwGE B 2014/41-45 vom
25. August 2015 E. 1.3 mit Hinweisen und VerwGE B 2011/177 vom 29. August 2012
E. 2.5.1, www.gerichte.sg.ch).
2. Die Beschwerdeführerin beantragt, das vorliegende Verfahren zu sistieren, bis über
das Baugesuch des Beschwerdebeteiligten 1 betreffend Bewirtschaftungsweg
rechtskräftig entschieden sei (act. 1, S. 2-4, Verfahrensantrag und Ziff. I/5, S. 12 f. Ziff.
II/B/2, S. 14 Ziff. II/B/4).
2.1. Da die Sistierung des Beschwerdeverfahrens (vgl. Art. 6 Abs. 2 des Reglements
über die Organisation und den Geschäftsgang des Verwaltungsgerichts, sGS 941.22,
Reglement) grundsätzlich im Widerspruch zum Beschleunigungsgebot im Sinne von
Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101,
BV) steht, soll sie die Ausnahme bleiben, die das Vorliegen triftiger Gründe voraussetzt.
Sie muss unter den gegebenen Umständen als insgesamt verfahrensökonomischer
erscheinen als eine unmittelbare Fortführung des Verfahrens. Die instruierende
Behörde, welche über die Sistierung entscheidet, verfügt über ein erhebliches
Ermessen (vgl. Bertschi/Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Zürich 2014, Vorbemerkungen zu
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§§ 4-31 N 38 f. und 43). Die Sistierung kann insbesondere gerechtfertigt sein, wenn ein
anderes Verfahren anhängig ist, dessen Ausgang von präjudizieller Bedeutung ist (vgl.
VerwGE B 2012/102 vom 21. August 2013 E. 5.2.5 mit Hinweis auf Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 1093 mit Hinweis
auf BGE 123 II 1 E. 2b, www.gerichte.sg.ch, siehe auch Art. 126 Abs. 1 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, und Art. 6
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess, SR 273, BZP). Der Entscheid
über das Begehren fällt in die Zuständigkeit des Abteilungspräsidenten (vgl. Art. 6
Reglement).
2.2. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin handelt es sich bei der Eingabe
des Beschwerdebeteiligten 1 vom 10. November 2015 (Beilage zu act. 7/17) nicht um
ein nachträgliches Baugesuch, sondern um eine blosse Bauanfrage (vgl. hierzu den
Vorbescheid des AREG vom 5. Januar 2016, act. 7/18, vgl. zum Vorverfahren auch B.
Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 1020 ff.) im Rahmen eines
Vorverfahrens nach Art. 91 f. des bis am 30. September 2017 geltenden, vorliegend
noch massgebenden Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht
vom 6. Juni 1972 (Fassung vom 1. Juni 2000, nGS 35-49, BauG, vgl. Art. 173 des
Planungs- und Baugesetzes vom 5. Juli 2016, nGS 731.1, PBG, in Kraft seit 1. Oktober
2017). Abgesehen davon, entspricht der in diesem Vorverfahren projektierte Verlauf
und Ausbau des „Bewirtschaftungswegs“ – mit Ausnahme des Bereichs bei der Senke
mit Bacheindolung westlich der Feldscheune Assek.-Nr. 003W – demjenigen der im
Baugesuch vom 19. Juli 2004 projektierten Verlegung des Gemeindeweges dritter
Klasse Z., Strassennummer 0.001 (vgl. act. 7/11, S. 2 lit. A1, Situationspläne vom
10. November 2015 und 10. Juni 2004, act. 7/6/BG 4572/160). Zudem umfasst die
Bauanfrage die bereits erstellten Terrainaufschüttungen entlang des
„Bewirtschaftungswegs“ (vgl. hierzu Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom
18. April 2016, act. 14, S. 7 Ziff. II/3.2d). Ungeachtet dessen, dass die Verlegung und
der Ausbau dieses öffentlichen Weges, Strassennummer 0.001, einem Planverfahren
nach Art. 39 ff. des Strassengesetzes (sGS 732.1, StrG) zu unterziehen wäre (vgl. hierzu
Art. 1 Abs. 2, Art. 9 Abs. 2 und 3 lit. b, Art. 31 Abs. 1 sowie Art. 38 Abs. 1 und 3 StrG,
und VerwGE B 2015/268 vom 23. Februar 2017 E. 11.2 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch), wurde das Baugesuch vom 19. Juli 2004 und damit insbesondere
die Verlegung und der Ausbau des Gemeindewegs mitsamt den zugehörigen
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Geländeaufschüttungen zwischen dem Laufstall und der Feldscheune Assek.-Nr. 003W
auf Parzelle Nr. 0000W, welchen die Eingabe des Beschwerdebeteiligten 1 vom 10.
November 2015 im Wesentlichen entspricht, vom Verwaltungsgericht gegenüber dem
Beschwerdebeteiligten 1 bereits als formell und materiell rechtswidrig beurteilt (vgl.
BGer 1C_397/2007; 1C_427/2007 vom 27. Mai 2008 E. 2 mit Hinweis auf die
entsprechenden, im bundesgerichtlichen Verfahren unbestritten Ausführungen im
Entscheid VerwGE B 2007/23 vom 12. September 2007 / 15. Oktober 2007 E. 3-5, S.
15-27). Demnach kann für die Bauanfrage vom 10. November 2015 keine
Baubewilligung in Aussicht gestellt werden, selbst wenn die Beschwerdeführerin
nordwestlich des Gemeindewegs im Bereich der Bacheindolung resp. des Damms
zwischenzeitlich Aushubmaterial beseitigt hat (vgl. act. 7/11, S. 4 lit. A4). Daran ändert
nichts (vgl. hierzu Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 18. April 2016,
act. 14, S. 5-7 Ziff. II/3.2a-d), dass der Gemeindeweg entlang des erweiterten Laufstall
Assek.-Nr. 0002W betriebsnotwendig ist und für sich allein betrachtet allenfalls
bewilligungsfähig wäre und die dafür erforderlichen Terrainveränderungen von der
Beschwerdegegnerin mit Entscheid vom 29. September 1998 zu einem beträchtlichen
Teil mit der auflageweise verfügten Anböschung der Jauchegrube bereits bewilligt
worden sind (vgl. hierzu Situationsplan vom 12. August 1998, Auffüllung
Aushubmaterial, VA 61). Im Übrigen hat es der Beschwerdebeteiligte 1 unterlassen, die
unbewilligte Wendeplatte und die unbewilligte Mistplatte in seine nachträgliche
Bauanfrage vom 10. November 2015 miteinzubeziehen (vgl. Stellungnahme der
Beschwerdeführerin vom 30. Mai 2016, act. 21, S. 5 Ziff. II/5-8). Wie die Vorinstanz in
ihrer Vernehmlassung vom 1. März 2016 (act. 6 Ziff. II/1) überzeugend dargetan hat,
rechtfertigt es sich unter diesen Umständen mit Blick auf das Beschleunigungsgebot
nicht, das Beschwerdeverfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid über ein allfälliges
nachträgliches Baugesuch des Beschwerdebeteiligten 1 auszusetzen, zumal der
Beschwerdebeteiligte 1 seine Bauanfrage nach der abschlägigen Beurteilung des
AREG vom 5. Januar 2016 offenbar nicht entsprechend überarbeitet resp. ergänzt hat.
Das Sistierungsbegehren der Beschwerdeführerin ist abzuweisen.
3. Die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin stellen die Beweisanträge, es
sei ein Augenschein durchzuführen resp. ein Amtsbericht der Beschwerdegegnerin
einzuholen (act. 1, S. 3 f. Ziff. I/4 f., S. 13 Ziff. II/B/3, act. 2, act. 14 Ziff. I/2 und S. 7 Ziff.
II/3.2e). Darauf kann verzichtet werden, da sich die vorliegend entscheidenden
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tatsächlichen Verhältnisse aus den Verfahrensakten, insbesondere aus dem
Augenscheinprotokoll vom 29. September 2015 (act. 7/11), ergeben (vgl. zur
antizipierten Beweiswürdigung BGE 141 I 60 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 136 I 229
E. 5.3 und Waldmann/Bickel, Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz,
2. Aufl. 2016, Art. 29 N 88, sowie G. Steinmann, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/
Vallender, Die schweizerische Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N 48).
4. Die Beschwerdeführerin stellt sich weiter auf den Standpunkt (act. 1, S. 9-11 Ziff. II/
A/4-6, act. 21, S. 3 Ziff. II/2a und 2b), die Beschwerdegegnerin sei nicht berechtigt
gewesen, die Bauabnahme vom 16. November 2012 zu widerrufen. Durch diese
Bauabnahme sei sie aus der Wiederherstellungspflicht entlassen worden.
4.1. Es entspricht der Eigenart des öffentlichen Rechts und der Natur der öffentlichen
Interessen, dass ein Verwaltungsakt, der dem Gesetz nicht oder nicht mehr entspricht,
nicht unabänderlich ist. Andererseits kann es das Gebot der Rechtssicherheit
verlangen, dass ein Verwaltungsakt, der eine Rechtslage festgestellt oder begründet
hat, nicht nachträglich wieder in Frage gestellt wird (vgl. BGE 94 I 336 E. 4). Nach Art.
28 Abs. 1 VRP können Verfügungen durch die erlassende Behörde oder durch die
Aufsichtsbehörde geändert oder aufgehoben werden, wenn der Widerruf die
Betroffenen nicht belastet oder wenn er aus wichtigen öffentlichen Interessen geboten
ist. Mit dem Erfordernis des öffentlichen Interesses verlangt das Gesetz eine
Wertabwägung. Dabei sind die Interessen an der richtigen Durchsetzung der
Rechtsordnung, der Schutz allfälliger Drittbetroffener und das Interesse der Betroffenen
zu gewichten und gegeneinander abzuwägen. Sodann muss berücksichtigt werden,
dass ein belastender Widerruf stets eine Hintanstellung des Grundsatzes von Treu und
Glauben (Art. 9 BV) sowie der Rechtssicherheit mit sich bringt (vgl. VerwGE B 2010/293
vom 31. Mai 2011 E. 2.2 mit Hinweisen auf GVP 2007 Nr. 68, VerwGE B 2010/106 vom
26. Januar 2011 E. 2.2, VerwGE B 2008/68 vom 14. Mai 2009 E. 5.1 mit Hinweisen, und
A. Guckelberger, Der Widerruf von Verfügungen im schweizerischen Verwaltungsrecht,
in: ZBl 2007, S. 293 ff., S. 299, www.gerichte.sg.ch).
4.2. Mit Verfügung vom 9. August 2010 verpflichtete die Beschwerdegegnerin die
Beschwerdeführerin, die widerrechtlich erstellten Geländeauffüllungen mitsamt dem
verlegten Gemeindeweg, Strassennummer 0.001, auf Grundstück Nr. 0000W zu
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beseitigen (act. 7/6/BG 4572/60). Am 2. Mai 2011 stimmte sie dem
Wiederherstellungskonzept der Beschwerdeführerin vom 9. Februar 2011 resp.
5./7. April 2011 zu, welches den Rückbau von insgesamt nur 5‘380 m Festmaterial
vorsah (act. 7/6/BG 4572/4). Am 23./24. Oktober 2012 stellte der Gemeinderat X.
gestützt auf die Beurteilung der Baukommission X. gegenüber dem AREG fest, dass
der Rückbau im Bereich des rund 4‘200 m grossen Geländeabschnitts, der beim
Laufstall von Südosten nach Nordosten zum Wald abfällt, nur teilweise dem
Wiederherstellungskonzept vom 9. Februar 2011 resp. 5./7. April 2011 entspreche. In
der Gesamtbetrachtung sei der vollzogene Rückbau im Umfang von 2‘100 m losem
Material indessen akzeptabel. Darüber orientierte die Baukommission X. A.Y. mit
Schreiben vom 16. November 2016. Eine Kopie dieses Schreibens wurde der Q. AG
und deren Rechtsvertreter zugestellt (act. 7/6/BG 4572/2 f., 10, 22, act. 7/11, S. 4 lit.
A4). Ein Rückbau von 2‘100 m (lose) entspricht einem Volumen von 1‘615 m
Festmaterial. Danach wurde lediglich rund 30 % der im Wiederherstellungskonzept
vorgesehenen Menge an Aushubmaterial entfernt (act. 7/11, S. 4 lit. A4). Soweit die
Mitteilung der Beschwerdegegnerin (Gemeinderat) an das AREG vom 23. Oktober 2012
und diejenige der Beschwerdegegnerin (Baukommission) an den
Beschwerdebeteiligten 1 vom 16. November 2012 überhaupt als vorbehaltlose
Bauabnahme gegenüber der Beschwerdeführerin angesehen werden können (vgl.
hierzu Art. 37 des Baureglements der Politischen Gemeinde X., www. ... .ch, und Art.
150 des vorliegend noch nicht massgebenden PBG), war die Beschwerdegegnerin
berechtigt, diese offensichtlich fehlerhafte Bauabnahme – Wiederherstellungskonzept
zu 70 % nicht ausgeführt – zu widerrufen, um das drohende aufsichtsrechtliche
Einschreiten durch die Vorinstanz (vgl. act. 7/6/18 und 21, S. 2) abzuwenden. Die
gewichtigen öffentlichen Interessen an der Trennung des Baugebietes vom
Nichtbaugebiet und der Beachtung des Grundsatzes, wonach nicht verwertbare Abfälle
nur auf dafür vorgesehenen Deponien abgelagert werden dürfen (vgl. BGer
1C_397/2007; 1C_427/2007 vom 27. Mai 2008 E. 3.4 mit Hinweisen), überwogen die
rein wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdeführerin klar. Wie die Vorinstanz in
Erwägung 3.3.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2/1, S. 15-17) zudem mit Recht
ausgeführt hat, kann die Beschwerdeführerin aus dem in Art. 9 BV verankerten
Grundsatz von Treu und Glauben nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. hierzu VerwGE
B 2016/42 vom 29. Juni 2017 E. 6.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Die
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Beschwerdeführerin konnte nicht in guten Treuen davon ausgehen, dass mit dem
vorgenommenen minimalen Rückbau der rechtmässige Zustand wiederhergestellt resp.
sie deswegen aus der subjektiven Wiederherstellungspflicht entlassen worden wäre,
zumal sie damit von ihrem eigenen Wiederherstellungskonzept abwicht, in welchem sie
angab, 5380 m Festmaterial zurückzubauen.
5. Die Beschwerdeführerin wehrt sich sodann gegen die ihr mit Verfügung vom
9. August 2010 auferlegte subjektive Wiederherstellungspflicht (act. 1, S. 4-9 Ziff. I/6 f.
und Ziff. II/A/1-3, act. 21, S. 2 f. Ziff. II/1 f., S. 6 f. Ziff. II/11-13).
5.1. Zieht eine Partei ein Rechtsmittel zurück, so bringt sie damit das Verfahren zum
Abschluss. Dies gilt auch im Verwaltungsrechtspflegeverfahren; gestützt auf eine
Rückzugs- bzw. Abstandserklärung erklärt die zuständige Behörde das Verfahren für
erledigt bzw. schreibt es (vom Protokoll) ab (vgl. Art. 57 Abs. 1 VRP). Der –
ausdrücklich und vorbehaltlos bzw. bedingungslos erklärte – Rückzug des
Rechtsmittels bedeutet Verzicht auf die Überprüfung des Rechtsbegehrens mit der
Folge, dass die Gegenstand des Rechtsmittels bildende Verfügung rechtskräftig wird.
Es verhält sich nach dem Rückzug und nach der Abschreibung des Rechtsmittels so,
als wäre es nicht erhoben worden (vgl. BGer 1C_19/2010 vom 17. September 2010 E.
3.1 mit Hinweisen).
Mit Verfügung vom 9. August 2010 hat die Beschwerdegegnerin die
Beschwerdeführerin zusammen mit dem Beschwerdebeteiligten 1 zur Beseitigung der
widerrechtlich erstellten Geländeauffüllungen mitsamt dem verlegten und ausgebauten
Gemeindeweg auf Grundstück Nr. 0000W verpflichtet (act. 7/6/BG 4572/60). Den
dagegen am 30. August 2010 erhobenen Rekurs zog die Beschwerdeführerin am 8.
August 2011 zurück, worauf die Vorinstanz den Rekurs am 9. August 2011 abschrieb
(act. 7/6/BG 4572/8 und 25). Wenngleich die Beschwerdeführerin in der
Rückzugserklärung darauf hinwies, dass sie sich mit der Beschwerdegegnerin auf ein
Rückbaukonzept geeinigt habe, kann nicht gesagt werden, ihr Rückzug sei bedingt
erfolgt und unbeachtlich (vgl. hierzu BGE 141 IV 269 E. 2.1 und BGer 5A_708/2009
vom 15. Januar 2010 je mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 119 V 36 E. 1b).
überdies kann keine Rede davon sein, dass die Zustimmung der Beschwerdegegnerin
vom 2. Mai 2011 zum Wiederherstellungskonzept der Beschwerdeführerin vom
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9. Februar 2011 resp. 5./7. April 2011 (act. 7/6/BG 4572/4) allein – ohne eine
entsprechende rechtliche Überprüfung durch die Vorinstanz – die Verfügung vom 9.
August 2010 zu ersetzen vermocht hätte resp. diese Verfügung dadurch inhaltlich
hinfällig geworden wäre. Es handelte sich hierbei fraglos nicht um eine von der
Rekursinstanz vorgeschlagene gütliche Verständigung im Sinne von Art. 54 VRP, d.h.
um einen prozessualen oder gerichtlichen Vergleich (vgl. hierzu auch den
Verfahrensantrag der Beschwerdeführerin im Rekurs vom 30. August 2010, act. 7/6/BG
4572/57, S. 2). Die Verfügung vom 9. August 2010 blieb nach dem Rekursrückzug vom
8. August 2011 bestehen (vgl. hierzu Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1117 ff., U. Cavelti,
Gütliche Verständigung vor Instanzen der Verwaltungsrechtspflege, in: AJP 2/95,
S. 175 ff., Ziff. II/2 und IV, sowie A. Griffel, Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Zürich 2014, § 28 N 27 ff.).
Demzufolge hat die Beschwerdeführerin die Rechtswidrigkeit des Baugesuchs des
Beschwerdebeteiligten vom 19. Juli 2004 und ihre Pflicht zur Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands als Verhaltensstörerin (vgl. hierzu BGE 107 IA 19 E. 2 mit
Hinweisen, BVR 2008 S. 261 ff., S. 263 f., GVP 2006 Nr. 126, A. Baumann, Kommentar
zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 159 N 11, und M. Ruoss Fierz,
Massnahmen gegen illegales Bauen, Zürich 1999, S. 82 f.) anerkannt, auch wenn sie
von der Beschwerdegegnerin im Gegensatz zum Beschwerdebeteiligten 1 nicht zur
Einreichung eines nachträglichen Baugesuchs für die Geländeauffüllungen und die
Verlegung des Gemeindewegs auf Parzelle Nr. 0000W aufgefordert worden war und im
Rechtsmittelverfahren in den Jahren 2005-2008 nicht Partei war.
5.2. Auf die einmal erfolgte Rückzugserklärung kann nicht zurückgekommen werden,
es sei denn, es liege ein Willensmangel vor. Willensmängel (vgl. Art. 23 ff. des
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches,
Fünfter Teil: Obligationenrecht; SR 220, OR, analog) sind von demjenigen, der sich
darauf beruht, nachzuweisen (vgl. BGer 2C_714/2016 vom 31. August 2016 E. 3.1 mit
Hinweis auf BGer 1C_470/2014 vom 10. Dezember 2014 E. 2, BGer 2C_292/2014 vom
18. August 2014 E. 2.1 mit Hinweisen und Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1043). Nach
Zustellung des Abschreibungsbeschlusses ist ein Widerruf des Rückzugs allerdings
auch in solchen Fällen nicht mehr möglich. Diesfalls ist der Abschreibungsbeschluss
auf dem Rechtsmittelweg anzufechten, d.h. mittels Beschwerde bzw. – nach Ablauf der
Beschwerdefrist – durch ein Revisionsgesuch (vgl. A. Griffel, a.a.O., § 28 N 22, Merkli/
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Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im
Kanton Bern, Bern 1997, Art. 39 N 17 und 19, Kölz/Häner/Bertschi,
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz.
1147, sowie BGE 141 IV 269 E. 2.2.1 und 2.2.3, allerdings in Bezug auf Art. 386 Abs. 3
der Schweizerischen Strafprozessordnung, Strafprozessordnung; SR 312.0, StPO).
Rekursentscheide sowie Verfügungen und Entscheide von Verwaltungsbehörden
können sowohl in Wiedererwägung (Art. 27 VRP) gezogen, widerrufen (Art. 28 VRP) als
auch einem Wiederaufnahmeverfahren unterzogen werden (Art. 81 ff. VRP). Ein
Rechtsanspruch besteht allerdings nur bei der Revision. Wiedererwägungsgesuche
begründen demgegenüber keinen Anspruch auf eine Stellungnahme der Behörde in der
Sache. Ebenso verschafft Art. 28 VRP keinen Rechtsanspruch auf Widerruf einer
Verfügung durch die erlassende Behörde (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1180).
Die Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang geltend, die Genehmigung
ihres Wiederherstellungskonzepts durch die Vorinstanz sei conditio sine qua non für
den Rekursrückzug gewesen. Wie die Vorinstanz in Erwägung 3.3.1 des angefochtenen
Entscheids (act. 2/1, S. 15) zutreffend ausgeführt hat, übersieht die
Beschwerdeführerin in dieser Hinsicht, dass sie das von ihr am 9. Februar 2011 resp.
5./7. April 2011 erarbeitete und von der Beschwerdegegnerin am 2. Mai 2011
genehmigte Wiederherstellungskonzept (act. 7/6/BG 4572/4), wie unter Erwägung 4.2
hiervor bereits festgestellt wurde, bei Weitem – zu 70 % – nicht umgesetzt hat. Damit
gelingt es ihr nicht, einen Willensmangel darzutun, welcher einen Rechtsanspruch auf
Wiederaufnahme des Rekursverfahrens aus dem Jahr 2010/2011 begründen würde.
Inwiefern darüber hinaus Revisionsgründe (vgl. hierzu Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 1188 ff.) vorliegen sollten, wird von der Beschwerdeführerin nicht dargetan und ist
auch nicht erkennbar. Folglich ist vorliegend die von der Beschwerdeführerin bereits in
ihrer Rekurseingabe vom 30. August 2010 (act. 7/6/ BG 4572/57) vorgebrachte und in
ihrer Beschwerdeeingabe vom 9. Februar 2016 nochmals wiedergegebene
Argumentation in Bezug auf ihre Wiederherstellungspflicht nicht mehr zu hören (vgl.
hierzu zutreffend E. 3.2.2 des angefochtenen Entscheids, act. 2/1, S. 14 f.). Anlass, die
Beschwerdeführerin von der ihr mit Verfügung vom 9. August 2010 (act. 7/6/BG
4572/60) auferlegten Wiederherstellungspflicht zu befreien, besteht nicht.
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6. Zu klären bleibt, welche Menge Aushubmaterial zur Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands zu entfernen ist (act. 1, S. 11-14, Ziff. II/B/1-4, act. 21, S. 4-7
Ziff. 3-14).
6.1. Die Behörde, an welche zurückgewiesen wird, ist an die rechtlichen Erwägungen
im Rückweisungsentscheid gebunden. Aufgrund dieser Bindungswirkung wird ein
Rückweisungsentscheid insoweit als Endentscheid betrachtet, als er die im Verfahren
aufgeworfenen Streitfragen entscheidet und verbindliche Weisungen für die
Neubeurteilung erlässt. Der Rückweisungsentscheid beendet somit das Verfahren für
die in den Erwägungen abschliessend behandelten Fragen. Eine fehlende Bindung
würde letztlich dazu führen, dass der im ersten Rechtsgang unterliegenden Partei eine
doppelte Beschwerdemöglichkeit bzw. ein Recht auf Wiedererwägung eingeräumt
würde (vgl. VerwGE B 2012/108 vom 24. März 2015 E. 4.1.2 mit Hinweisen auf Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 1036 mit Hinweis u.a. auf GVP 2002 Nr. 69; Meyer/Dormann, in:
Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Bundesgerichtsgesetz, 2.
Aufl., Basel 2011, Art. 107 BGG N 18, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des
Bundesgerichts; M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., § 64 VRG N 19 ff.,
www.gerichte.sg.ch).
6.2. Verfahrensgegenstand des Rechtsmittelverfahrens in den Jahren 2005 bis 2008
bildeten die dem nachträglichen Baugesuch des Beschwerdebeteiligten 1 vom 19. Juli
2004 zugrunde liegenden Geländeauffüllungen nordöstlich des Laufstalls Assek.-Nr.
0002W bis zum Wald sowie zwischen dem Laufstall und der Feldscheune Assek.-Nr.
003W mitsamt dem verlegten und ausgebauten Gemeindeweg, Strassennummer
0.001, auf Parzelle Nr. 0000W (VA 79, act. 7/6/BG 4572/160). Selbst wenn die von der
Beschwerdegegnerin am 29. September 2005 (act. 7/6/BG 4572/124) angeordnete
Wiederherstellungspflicht des Beschwerdebeteiligten 1 offen formuliert gewesen war,
ergibt sich aus den Entscheiden der der Regierung vom 9. Januar 2007 (act. 7/6/BG
4572/109, S. 13 E. 7b), des Verwaltungsgerichts vom 12. September 2007 /
15. Oktober 2007 (S. 31, E. 6.4.1) und des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008 (S. 7 f. E.
1.2) eindeutig, dass zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (Art. 130 Abs.
2 BauG, vgl. BGer 1C_179/2013 vom 15. August 2013 E. 5.3, VerwGE B 2013/97 vom
23. Januar 2015 E. 2, VerwGE B 2013/29 vom 27. August 2013 E. 6, VerwGE B
2007/112 vom 12. Februar 2008 E. 3.5 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch)
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insgesamt rund 10‘000 m Aushubmaterial (lose) von Grundstück Nr. 0000W zu
entfernen sind (vgl. zutreffend E. 4.3 des angefochtenen Entscheids, act. 2/1, S. 20 f.).
An diese Erwägungen der Regierung sowie des Verwaltungs- und des Bundesgerichts
ist die Beschwerdegegnerin gebunden, zumal die Beschwerdeführerin dieses Volumen
(9‘820 m + 100 m ) mit Schreiben vom 27. März 2001 und 13. Februar 2006 (Beilage
zu act. 7/6/ BG 4572/134 und VA 110) bestätigte, welche Bestandteil der
nachträglichen Baugesuche vom 3./4. resp. 17. Oktober 2000 und 19. Juli 2004 – nicht
demjenigen vom 26. Juni 1998 – bildeten. Die Baubewilligung vom 23. Mai 2000 ist
mangels Zustimmung des AREG im Übrigen nichtig (vgl. hierzu VerwGE B 2015/131
vom 30. Mai 2017 E. 4.2.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Die
Beschwerdeführerin hat zwischenzeitlich 2‘100 m loses Aushubmaterial von Parzelle
Nr. 0000W entfernt. Damit sind zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands
nach den unbestrittenen Berechnungen der Vorinstanz rund 7‘700 m Aushubmaterial
(lose) zu beseitigen. Daraus folgt, dass die Vorinstanz die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 27. April 2015 zu Recht aufhob und die Sache zur
Anordnung des Vollzugs der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, d.h. zum
Rückbau von rund 7‘700 m Aushubmaterial (lose), innert zwei Monaten an die
Beschwerdegegnerin zurückwies. Inwiefern die Beschwerdegegnerin die
Beschwerdeführerin neben dem Beschwerdebeteiligten 1 als Verhaltensstörerin über
die mit ihr im Rahmen des Wiederherstellungskonzepts vom 9. Februar 2011 resp. 5./7.
April 2011 (act. 7/6/BG 4572/4, 26-31, 181) vereinbarte Menge von insgesamt 5‘380 m
Festmaterial hinaus zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verpflichten
hat, liess die Vorinstanz dabei offen, weshalb vorliegend nicht darüber zu befinden ist
(vgl. zur Aufhebung resp. zum Widerruf eines öffentlichen-rechtlichen Vertrags BGer
1C_450/2009 vom 25. Januar 2010 E. 2.4.1 f. mit Hinweisen, Tschannen/Zimmerli/
Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 35 N 9, Wiederkehr/Richli, Praxis
des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, Band I, N 2022, sowie F. Klein, Die
Rechtsfolgen des fehlerhaften verwaltungsrechtlichen Vertrags, Zürich 2003, S. 156 ff.).
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens kann nur bilden, was bereits im
vorinstanzlichen Verfahren behandelt wurde.
7. Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen
ist, soweit darauf einzutreten ist. Ebenfalls abzuweisen ist der – nicht als unzulässige
Anschlussbeschwerde (vgl. hierzu VerwGE B 2016/179 vom 7. April 2017 E. 1.2,
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VerwGE B 2015/14 vom 20. Januar 2017 E. 1 sowie VerwGE B 2014/99 vom 28. Juni
2016 E. 3.2 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch) formulierte – Antrag der
Beschwerdegegnerin, in teilweiser Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene
Entscheid aufzuheben. Dem Ausgang der Verfahren entsprechend gehen die amtlichen
Kosten des Beschwerdeverfahrens je zur Hälfte zulasten der Beschwerdeführerin und
der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 4‘500 ist
angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenanteil der Beschwerdeführerin von CHF 2‘250 wird mit dem von ihr geleisteten
Kostenvorschuss von CHF 4‘500 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 2‘250 wird
zurückerstattet. Auf die Erhebung des Kostenanteils der Beschwerdegegnerin wird
verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Nachdem die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen ist, hat sie
keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 VRP).
I. Demnach verfügt der Abteilungspräsident:
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Sistierung des Verfahrens wird abgewiesen.