Decision ID: 4933e4c0-7ff1-455a-a38c-9e32b40c8df3
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1967 geborene
X._
, Mutter zweier Söhne (geboren 1986 und 1989), arbeitet seit Dezember 2001 als Mitarbeiterin Hauswirtschaft in einem Altersheim (Urk. 7/3
,
Urk.
7/10
). Ab 23. Februar 2004 wurde ihr vom Hausarzt auf
grund eines Morbus Basedow, einer depressiven Stimmungslage, chroni
scher Spannungskopfschmerzen sowie einer symptomatischen
Helico
-
bacter
Pylori
Gastritis vorübergehend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 7/13
/5
). Gestützt auf ein Attest des Vertrauens
arztes der Pen
sionskasse (Urk. 7/7
) wurde das Arbeitspensum der Versicherten aus gesund
heitlichen Gründen per 1. August 2005 von einem vollzeitlichen auf ein 50%iges Pensum reduziert (Urk. 8/10
/1
). Die Pensionskasse erbrachte
Vor
schussleistungen
"für die fehlende IV-Rente" (Urk.
7
/11).
Am 26. August 2005 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenversicheru
ng zum Leistungsbezug an (Urk. 7
/3). Nach Abklärungen und Durchführung d
es
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 7
/25-29) verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), mit Verfügung vom 27. September 2006 das Besteh
en eines Rentenanspruchs (Urk. 7
/34). Das
Sozi
alversicherungsgericht
hiess die von der Versicherten dagegen gerichtete Be
schwerde mit Urteil vom 30. November 2007 im Verfahren IV.2006.00941 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung des medizinischen
Sachverhalts zurück-wies (Urk. 7
/42).
1.2
In Nachachtung des Gerichtsurteils ordnete die IV-Stelle eine
interdiziplinäre
Begutachtung der Versicherten im
Y._
an (Urk. 7
/46). Gestützt auf das
Y._
-Gutach
ten vom 4. Dezember 2008 (Urk. 7
/52) wies sie das Rentengesuch der Versicherten
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/64-66)
mit Verfügung vom 4. Februar 2010 erneut ab.
Dies begründete sie damit
, gemäss
dem
Y._
-Gutachten könne die Versicherte in der angestammten Tätigkeit zu 80 % arbei
ten, was zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 20 % führe (
Urk.
7/78
).
Das
Sozi
alversicherungsgericht
hiess die von der Versicherten dagegen erhobene Be
schwerde mit dem Urteil IV.2010.00231 vom 29. Januar 2011
erneut
in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung des medizinischen
Sachverhalts zurück
wies (Urk. 7
/87
).
1.3
In der Folge holte die IV-Stelle
zunächst
das
neurologisch-psychiatrisch-neuro
psychologische
Gutachten
der Klinik
Z._
vom 28. September 2011 ein (
Urk.
7/95).
Gestützt auf die in der Expertise attestierte vollständige Arbeitsfä
higkeit in de
r bisherigen Tätigkeit stellte s
ie der Versicherten mit Vorbescheid
vom 11. Oktober 2011 erneut die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aus
sicht (
Urk.
7/99).
Wegen der von der Versicherten dagegen erhobenen Einwände (
Urk.
7/100,
Urk.
7/103-104) unter Hinweis auf den Bericht vom 9. Januar 2012 des behandelnden Psychiaters
Dr.
med.
A._
(
Urk.
7/105
; vgl. auch
Urk.
7/106) holte die IV-Stelle eine zusätzliche Stellungnahme der Gutachter der Klinik
Z._
ein (
Urk.
7/109-111)
. In der Folge liess die Versicherte den Bericht vom 21. Januar 2014 des
B._
zu den Akten reichen (
Urk.
7/119). Am 5. März 2014 ordnete die IV-Stelle eine weitere polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten an (
Urk.
7/122; vgl. auch
Urk.
7/125
,
Urk.
7/127
).
Nach Erhalt des
interdisziplinäre
n
neurologische
n
, internistische
n
, psychiatrische
n
, orthopädische
n
und neuropsychologische
n
Gutachten
s
der
MEDAS
C._
vom 15. September 2014
(
Urk.
7/129)
stellte die IV-Stelle den Gutachtern ergänzende Frage
n
, welche mit Stellungnahme vom 5. November 2014 beantwortet wurden (
Urk.
7/133).
Die Versicherte
liess
die Beweiskraft dieser Beurteilung
bestreiten
(
Urk.
7/140,
Urk.
7/142)
und reichte Bericht
e
von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Chirurgie und orthopädische Traumatologie
, vom 19. Dezember 2014 (
Urk.
7/139) sowie des
B._
vom 27. Januar 2015 (
Urk.
7/141) ein.
Nachdem med.
pract
.
E._
, Facharzt für Neurologie vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) diese Berichte versicherungsmedizinisch gewürdigt und zum Schluss gelangt war, dass dadurch keine neuen medizinischen Tatsachen belegt würden, hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Februar 2015 an ihrer Haltung, dass kein Rentenanspruch bestehe, fest (
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Milosav Milovanovic, Beratungs
stelle für Ausländer, mit Eingabe vom 17. März 2015 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer halben Invalidenrente (
Urk.
1). Mit
Beschwer
deantwort
vom 14. April 2015 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2008 und am 1. Januar 2012 sind die im Zuge der Revisionen 5 und 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten.
In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist
am
1
7.
Februar 2015
– und somit nach Inkrafttre
ten der IV-Revision
en 5 und 6a
– ergangen, wobei
aber
ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestim
mungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und auf
grund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch
nicht rechts
kräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen
intertem
poralrecht
lichen
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals gel
tenden Bestimmungen
,
ab
1. Januar 2008
auf die neuen Normen der 5. IV-Revision
sowie ab 1. Januar 2012 auf die revidierten Bestimmungen der Revision 6a
abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision:
BGE 130 V 445
.; Urteil des Bundesgerichts I 428
/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
Da die 5. IV-Revision hinsichtlich Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, so dass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2), werden die massgeblichen Gesetzesbestimmungen – soweit nichts anderes vermerkt ist – im Folgenden in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden und mit der Revision 6a unverändert gebliebenen Fassung zitiert.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsun
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invaliden
-
ver
sicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustel
len ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein
trächtigung verein
bar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-prak
tisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
Zur
A
nnahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankun
gen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztli
cherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbs
-
fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und sozio
kulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhan
den sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungs
zuständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleich
-
baren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294
E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigent
lichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig
-
keit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2
.
2.1.
Im Rückweisungsurteil IV.2010.00231 vom 2
9.
Januar 2011
, E. 2 und 4,
erwog das hiesige Gericht
, die IV-Stelle sei
bei Erlass der
einen Rentenanspruch ver
neinenden
Verfügung vom
4.
Februar 2010
gestützt auf das grundsätzlich beweiskräftige
Y._
-Gutachten vom
4.
Dezember 2008
davon ausgegangen,
dass eine zumutbare
Restarbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit von 80
%
bestehe
. Wegen der nach Erstellung des
Y._
-Gutachtens von den behandelnden Ärzten erhobenen
neuen
somatischen und psychischen Befunde – dokumentiert in MRI-Bildern der Halswirbelsäule vom 1
5.
September 2009 sowie Berichten der psychiatrischen Poliklinik des
F._
vom 1
8.
Novem
-
ber
2009 und der
G._
vom
9.
Dezember 2009 – könnten die Schlüsse der
Y._
-Gutachter aber nicht ohne ergänzende neurolo
gische und psychiatrische Abklärungen zur Frage, ob in der Zwischenzeit eine gesundheitliche Verschlechterung eingetreten sei, aufrechterhalten werden
(
Urk.
7/87 S. 5 und 9 f.).
Diese Erwägungen sind sowohl für die Verwaltung wie auch für das Gericht verbindlich (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2010 vom 1
5.
Februar 2011
).
2.2
Die IV-Stelle begründete die
erneute
Verneinung eines Rentenanspruchs in der angefochtenen Verfügung und in der Beschwerdeantwort damit
, gestützt auf das Gutachten der MEDAS
C._
vom 1
5.
September 2014
könne davon ausge
gangen werden, dass
es zwischenzeitlich zu einer gesundheitlichen Besserung gekommen und
die Beschwerdeführerin in der bisherigen
Tätigkeit
und
auch
in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei.
Das Gutachten würdige die Beschwerden umfassend und die gutachterlichen Schlussfolge
rungen seien nachvollziehbar. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten ohne schwere Arbeiten
, ohne das
Heben
von mehr als
15 kg, ohne Überkopfarbeiten, ohne kniende und gebückte Arbeiten in Zwangshaltungen, ohne ständiges Treppensteigen sowie ohne manuelle vibrie
rende, stossende und schlagende Arbeiten. Aus psychiatrischer Sicht sei zwar eine leichtgradige psychische Störung objektiviert worden, diese habe aber keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Für die Nachvollziehbarkeit neuropsychologisch bedingter Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bedürfte es eines neurologischen oder psychiatrischen Leidens mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit, was bei der Beschwerdeführerin fehle. Bei der Invaliditätsbemessung könnten daher nur die orthopädisch bedingten Einschränkungen gemäss dem
im Gutachten
definierten Belastungsprofil berücksichtigt werden
. Die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiterin Hauswirtschaft in der Cafeteria eines Altersheims
habe gemäss dem Arbeitgeberfragebogen keine Arbeiten umfasst, welche nicht zumutbar seien. Mit den von der Beschwerdeführerin nachträglich eingereichten medizinischen Berichten würden keine neuen Tatsachen dokumentiert, welche die Beweiskraft des Gutachtens in Frage zu stellen vermöchten. Ferner hätten die im Gutachten enthaltenen falschen Angaben betreffend Einreisedatum in die Schweiz, Arbeitsaufnahme etc. keinen Einfluss auf die Beurteilung der Arbeits
fähigkeit gehabt. Da kein Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
ausgewiesen sei, bestehe kein Rentenanspruch (
Urk.
2,
Urk.
6; vgl. auch
Urk.
7/143).
2.3
Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, sie sei im Jahr 2004 erkrankt und sei seither zu mindestens 50
%
arbeitsunfähig, weshalb ihr eine halbe Rente zustehe.
Die IV-Stellen hätten in letzter Zeit ständig
versicherungs
freundliche
Berichte von Gutachterstellen erhalten, welche in einem schnellen routinemässigen Verfahren mit Untersuchungszeiten pro Fachdisziplin von maximal einer Stunde erstattet worden seien. Das Verhalten der
Gutachter
stellen
rühre daher, dass diese von Aufträgen der IV-Stellen abhängig seien. Auf das Gutachten der MEDAS
C._
könne nicht abgestellt werden. Ihre Krank
heiten dauerten bereits seit 11 Jahren und hätten sich trotz der langjährigen Behandlung
chronifiziert
. Sie arbeite mit letzter Kraft zu 50
%
und sei nach der Arbeit total erschöpft. Der
Orthopäde
Dr.
D._
habe in seinem Bericht vom 1
9.
Februar 2014 festgehalten, dass sie an neun verschiedenen Krankheiten leide und für leichte körperliche Arbeiten zu maximal 50
%
arbeitsfähig sei. Der Psychiater
Dr.
H._
habe bereits im Bericht vom 1
3.
Juni 2008 festgestellt, dass sie wegen psychischer Beschwerden höchstens mit einem
Beschäftigungs
pensum
von 50
%
arbeiten könne. Der Psychiater
Dr.
I._
(richtig:
A._
)
habe im Bericht vom
9.
Januar 2012 eine mittelgradige bis schwere depressive Episode diagnostiziert und die 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt. Die Ärzte des
B._
hätten in ihrem Bericht vom 2
1.
Januar 2014 festgehalten, dass sie psychisch und somatisch schwer erkrankt sei, deswegen täglich neun verschiedene Medikamente einnehmen
müsse
und in angepasster Tätigkeit maximal 50%ig arbeitsfähig sei. Schliesslich
hätten
auch der Psychiater
Dr.
med.
J._
und der Psychologe
Dr.
K._
festgestellt, dass die Ärzte der MEDAS
C._
viele Beschwerden (Schlafprobleme, Rückenbeschwerden, Konzentrationsprobleme, Lust- und Kraftlosigkeit, Müdig
keit, Schmerzen, Parästhesien, sozialer Rückzug, Verlust von Selbstvertrauen etc.) nur oberflächlich aufgenommen hätten. Angesichts der divergierenden Meinung der Fachärzte habe sie gegen eine neutrale Begutachtung nichts ein
zuwenden (
Urk.
1).
3.
3.1
Laut dem
internistisch-allgemein-me
dizinischen, neurologischen und psychiat
rischen
Y._
-Gutachten vom 4. Dezember 2008
, welches
auf Untersu
chungen vom 12. November 2008 basiert, litt
die Beschwerdeführerin seit vielen Jahren unter Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Rückenschmerzen und Schulterschmerzen rechts, Ma
genschmerzen, Blähungen und Verstopfung. Bei der Schilddrüse
sei
im Ap
ril/Mai 2008 wieder eine Überfunktion auf
getreten
, welche medikamentös behandelt
werde
. Die inter
nistische Untersuchung mit Laborabklärung ergab weitgehend unauffällige Be
funde, insbesondere war die Schilddrüse nicht ver
grössert und die
Schilddrü
senfunktion
im Normberei
ch (Urk. 7
/52 S. 5 ff.).
Der psychiatrische Teilgutachter erhob eine leichte depressive Störung im Sinne einer leichten depressiven Episode (ICD-10: F32.0). Die Tatsache, dass die Be
schwerdeführerin seit vielen Jahren die Stimme ihres verstorbenen Vaters hört
e
, wurde von ihm nicht als Symptom einer Schizophrenie interpretiert. Es sei durchaus verbreitet, dass Menschen aus dem Kulturkreis der Beschwerdeführerin mit den Verstorbenen in Gedanken kommunizieren und deren Stimmen hören würden. Wesentlich sei zudem, dass keine anderen Symptome einer
Schizo
phrenie vorhanden seien
(Urk. 7
/52 S. 7 ff.).
Der neurologische Teilgutachter hielt aufgrund seiner Untersuchungsbefunde fest, die von der Beschwerdefüh
rerin geklagte Tagesmüdigkeit, Lust- und Kraft
losigkeit sei in erster Linie mit einer Antriebsstörung aufgrund der bekannten depressiven Störung zu erklären. Zusätzlich bestehe eine Medikation mit sedie
renden Substanzen. Zudem bestün
den geringe Anhaltspunkte für das Vorliegen eines - von der Ausprägung her eher im Hintergrund stehenden - obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms. Die beklagten chronischen Nacken- und Kopfschmerzen mit Schmerzausstrahlung in den rechten Oberarm seien mit Blick auf die am 1. Februar 2007 konventio
nell-radiologisch erhobenen altersentsprechenden, leichten degenerativen Ver
änderungen als leichtes
tendomyopathisches
Zervikalsyndrom
zu interpre
tieren
.
Die anlässlich der klinischen Untersuchung gezeigte mittelgradige Einschrän
kung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule habe sich bei Ablenkung nicht mehr beobachten lassen.
Zudem habe die Beschwerdeführerin chronische lum
bale Rückenschmer
zen
sowie eine leichte Sensibilitätsstörung
ventrolateral
am rechten Oberschen
kel beklagt. Es bestünden keine Anhaltspunkte für eine
radi
kuläre
Reiz- bezie
hung
sweise sensomotorische Ausfalls
ymptomatik im Bereich der unteren Ex
tremitäten, die konventionelle Bildgebung der Lendenwirbelsäule lasse kaum degen
erative Veränderungen erkennen
(Urk. 7
/52 S. 11 ff.).
In der abschliessenden interdisziplinären Gesamtbeurteilung hielten die Gutach
ter fest, im Vordergrund stehe die allgemeine Müdigkeit verbunden mit Rücken- und Nackenschmerzen. Aufgrund der leichten depressiven Episode sei die Ar
beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht zu 20 % einge
schränkt. Die erhöhte Tagesmüdigkeit hänge vor allem auch mit der sedierenden Medikation zusammen. Die Serumspiegeluntersuchung habe eine erhebliche Überdosierung von
Seroquel
ergeben. In therapeutischer Hinsicht sei deshalb die starke Reduktion der Medikation zu empfehlen. Das auf
geringgradige
, radiolo
gisch nachgewiesene degenerative Veränderungen zurückzuführende
zerviko
ze
phale
und lumbale Schmerzsyndrom habe aus neurologischer Sicht keinen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer anderen, körper
lich leichten bis intermittierend mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit. Durch die subjektive
Krank
heitsempfindung
und die Doppelbelastung in Haushalt und Beruf werde es für die Beschwerdeführerin wohl schwierig sein, die nötige Motivation aufzubrin
gen, um ihr Arbeitspensum zu steigern. Rein medizinisch-theoretisch sei es ihr aber zumutbar, die nötige Willensanstrengung aufzubrin
gen, um in der bisheri
gen oder einer anderen körperlich leichten bis mittel
schweren
wechselbelasten
den
Tätig
keit zu 80 % zu arbeiten
. Über die Zeit gemittelt sei auch retrospektiv mindestens seit dem 1
3.
Januar 2005 von einer derartigen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 7
/52 S. 15 ff.).
3.2
Die Ärzte der psychiatrischen Poliklinik des
F._
, welche bereits im Jahr 2005 bei der
Beschwerdeführerin eine leichte depressive Störung festgestellt hatten,
behandel
ten
sie
vom 14. April
bis 11. September 2009 ambulant
. Zu Beginn bestand
gemäss dem Abschlussbericht
vom 1
8.
November 2009
ein schwer depressives Zustandsbild mit Stimmenhören, wobei dieses im Zusam
menhang mit der schweren depressiven Störung als psychotisches Symptom gewertet wurde.
Im Verlauf der Behandlung
kam bei
den Ärzten
wegen der
festgestellten
regelmässig
en Einnahme von
Temesta
der dringende Verdacht auf, dass die Beschwerdeführerin von Sedativa abhängig war. Zur Reduktion von
Temesta
und Optimierung der antidepressiven Behandlung orga
nisierten sie deshalb einen stationären Aufenthalt in der
G._
(
Urk.
7/74/5).
MRI-Bilder der Halswirbelsäule vom 15. September 2009 zeigten eine mässige bis starke Spondylose und
Osteochondrose
mit rechtsbetont grossen
Retrospon
dylophyten
im Segment C5/6, welche nach Beurteilung des Radiologen eine Ir
ritation der austretenden Nervenwurzeln C6 rechts möglich erscheinen liess. Im Segment C6/7 wurde eine mittelgrosse bis grosse Diskushernie medio-lateral links mit Kompression der austretenden Nervenwur
zel C7 links ersichtlich (Urk. 7
/71).
Vom 5. Oktober bis 13. November 2009 war die Be
schwerdeführerin
in
der
G._
hospitalisiert. Dem Austrittsbericht vom
9.
Dezember 2009 ist zu entnehmen, dass
sie
weiterhin zu 50 % als Haus
wirtschafterin arbei
te
te, sich
aufgrund der neu aufgetretenen Diskushernie und der dadurch bedingten Verschlimmerung der vorbestehenden Schmerzen ihrer Ar
beit kaum gewachsen fühlte und
dekompensierte
. In somatischer Hinsicht wird im Bericht erwähnt, die Beschwerdeführerin habe aufgrund der
Diskusher
nie
ausstrahlende Schmerzen im linken Arm, besonders bei Elevation. Ein EEG vom 19. Oktober 2009 habe Hinweise auf eine eingelagerte Theta-Aktivität ergeben.
Im Verlauf habe sich die depressive Symptomatik gebessert
. Zudem habe die Einnahme der Benzodiazepine schrittweise reduziert werden können.
Als psychiatrische Diagnosen führten die Ärzte eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (F32.11) sowie eine Störung durch Sedativa un
d Hypnotika (F13.10) auf (Urk. 7
/75 S. 3 ff.).
Aufgrund der Symptomatik bei Abschluss der Behandlung diagnostizierten die Ärzte der psychiatrischen Poliklinik des
F._
i
m
Abschlussbericht vom 18. November 2009
eine leichte bis mittelgradige depres
sive Episode bei rezidivierender depressiver Störung (ICD-10: F33.19) sowie eine Störung durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig a
bstinent (ICD-10: F13.20; Urk. 7
/74).
3.3
Am 1
6.
Juni 2011 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der IV-Stelle in der Klinik
Z._
neurologisch, psychiatrisch und neuropsychologisch begutachtet
. Das Gutachten wurde am 2
8.
September 2011 fertiggestellt
.
Der neurologische Teilgutachter konnte keine
ausreichenden Anhaltspunkte für
behindernde
Gesundheitsstörungen
im zentralen und peripheren Nervensystem, der Wirb
el
säule sowie der
paravertebralen Strukturen feststellen.
Für die von der Beschwerdeführerin vorgetragenen Beschwerden habe sich in der körperlichen Untersuchung kein ausreichendes Korrelat finden lassen.
Angesichts der bei der Befundaufnahme beobachteten groben Diskrepanz zwischen den anamnesti
schen Angaben zur Schmerzstärke und dem unbeeinträchtigten Eindruck, den die Beschwerdeführerin während der klinischen Untersuchung gemacht habe, sowie der starken Diskrepanz zwischen der in der formalen Prüfung demons
trierten Bewegungseinschränkung und der freien Beweglichkeit ausserhalb der formalen Untersuchungssituation seien die Kriterien für
eine bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von Beschwerden
als erfüllt anzusehen
.
Dies müsse bei der Bewertung der von der Beschwerdeführerin vorgetragenen Beschwerden berücksichtigt werden. Insgesamt bestünden auch retrospektiv keine Anhalts
punkte für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer leidensangepassten Tätigkeit
aus neurologischer Sicht
(
Urk.
7/95/11-13).
Die
eingehende
psychiatrische und neuropsychologische Begutachtung ergab die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0).
Dem Teilgutachten ist z
u entnehmen, dass
die
Beschwerdeführerin angab, nach einer Radio-Jodtherapie etwa im Jahr 2004
seien Depressionen aufgetreten
. Aktuell werde sie mit
Venlafaxin
antidepressiv medikamentös behandelt, worunter es angesichts des aktuellen psychischen Befunds einer nicht mehr krankheitswertigen subdepressiven Stimmung offen
sichtlich zu einer Besserung
des Störungsbilds im Vergleich zu den Vorberich
ten
gekommen sei. Aktuell seien insbesondere keine psychotischen Symptome erhoben worden, weshalb eine aktive/krankheitswertige Psychose nicht wahr
scheinlich sei. In der neuropsychologischen Untersuchung habe sich kein aus
reichender Hinweis für eine kognitive Störung ergeben,
hingegen sei
anlässlich der Testung der Eindruck einer bewusstseinsnahen Aggravatio
n entstanden
. Insgesamt hätten keine die Arbeitsfähigkeit mindernden Befunde erhoben wer
den können, vielmehr sei
von einer vollen
Arbeits
fähigkeit in der angestamm
ten Tätigkeit auszugehen.
Mit Blick auf die Vorberichte, in welchen teils eine mittelgradige Depression diagnostiziert worden sei, könne im Sinne einer prag
matischen Schätzung davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin wahrscheinlich in den Jahren 2008, 2009 und 2010 zumindest zeitweise
mehr als zu 20
%
a
rbeitsunfähig gewesen sei
.
Gemäss dem
Bericht
des Vertrauens
arztes der Pensionskasse
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 1
3.
Januar 2011
(
Urk.
7/85), habe damals nur noch
eine leichte depressive Stimmung erhoben werden können. Deshalb könne davon ausgegangen werden, dass ab dem Jahr 2011 nur noch eine leichtgradige Depression und damit auch keine relevante Minderung der Arbeitsfähigkeit
mehr bestanden habe (
Urk.
7/95/30-
34
; vgl. auch
Urk.
7/109-111
).
3.4
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie, behandelte die Beschwerdeführerin ab dem 1
4.
September 201
1.
Er hielt fest, in den letzten Monaten
sei es trotz regelmässiger
pychotherapeutischer
Gespräche und psychopharmakologischer Behandlung zu einer starken Exazerbation der depressiven Symptomatik mit Schlafstörungen, Antriebs- und Energielosigkeit, eingeengtem Denken rund um die aktuell schwierige Lebenssituation, verstärkten Gefühlen der Ohnmacht und Hilflosigkeit sowie latent vorhandener Suizidalität gekommen. Im Beck
Depres
sions
Inventar (BDI) habe die Beschwerdeführerin einen Summenwert von 46 erreicht, was für eine starke depressive Reaktion spreche. Diagnostisch sei von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig b
i
s schwere Episode (ICD-10: F33.1/F33.2) auszugehen. Vor diesem Hintergrund bestehe aktuell und prognostisch nur eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit ent
sprechend einem 50%-Pensum, welchem die Beschwerdeführerin aktuell nur mit Mühe und grossem Engagement
sowie
Pflichtbewusstsein nachzukommen ver
möge (
Urk.
7/105; vgl. auch
Urk.
7/106).
3.5
In einem Bericht vom 2
1.
Januar 2014 beurteilten
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie,
Dr.
med.
M._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie,
Dr.
med.
N._
, Facharzt für Anästhesiologie,
Dr.
med.
O._
, Facharzt für Rheumatologie, med.
pract
.
J._
, Facharzt für Psych
iatrie und
Dr.
phil.
K._
vom
B._
die
Behandlungsmöglich
keiten
und Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus interdisziplinärer Sicht.
Sie diagnostizierten
zunächst
ein
zervikozephales
Schmerzsyndrom mit einer leichten
Chondrose
und rechtsseitig kleinen
Retrospondylophyten
im Segment C4/5,
mit
einer mässigen bis starken Spondylose und
Osteochondrose
mit rechtsbetont grossen
Retrospondylophyten
im Segment C5/6, wobei eine Irrita
tion der austretenden Nervenwurzeln bei C6 rechts möglich sei,
mit
eine
r
star
ke
n
Osteochondrose
, kleine
n
Retrospondylophyten
, einer mittelgrossen bis grossen Diskushernie medio-lateral links, einem vorwiegend
diskogen
bedingt eingeengten
Neuroforamen
im Segment C6/7 sowie einer Kompression der aus
tretenden Nervenwurzel C7 links und mit links betont leichten
Spondylarthro
sen
im Segment C7/Th
1.
Als weitere Diagnosen erwähnten die Ärzte ein
lum
bovertebrales
Schmerzsyndrom, Schmerzen in den Schultern beidseits bei einer Periar
thritis
humeruscapularis
rechts und
einem
Impingementsyndrom
der Schulter rechts
, einen Status nach
Supinationstrauma
OSG rechts mit Läsion des lateralen Band-/Kapselapparates am 2
8.
April 2010, ein Karpaltunnelsyndrom rechts mittelgradiger Ausprägung, einen Morbus Basedow (Erstdiagnose im Februar 2002), eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4).
Während der Chirurg
Dr.
D._
und der Orthopäde
Dr.
M._
in der klinischen Untersuchung
einen
paravertebralen
Muskelhartspann
erhoben, ergab die Untersuchung durch den Rheumatologen
Dr.
O._
eine nicht verspannte paravertebrale Muskula
tur. Der Rheumatologe wies sodann darauf hin, bei der Untersuchung der Rota
tion der Halswirbelsäule und der Abduktion der Schultergelenke habe die Beschwerdeführerin jeweils ab 20° respektive ab
100° muskulär gegengespannt, bei Ablenkung habe aber jeweils eine deutlich bessere Beweglichkeit festgestellt werden können.
Die Ärzte hielten fest, aus somatischer Sicht sei eine deutliche klinische Verschlechterung der Symptomatik im Bereich der Wirbelsäule mit seit einem Jahr deutlicher Verschlimmerung der Schmerzen eingetreten. Aus psychosomatischer und psychiatrischer Sicht seien eine belastungsabhängige Zunahme der Schmerzen und der Depression zu vermerken.
Die Beschwerde
führerin erklärte den Ärzten, sie könne noch leichte Haushaltarbeiten ausführen und daneben zu 50
%
arbeiten.
Der abschliessenden Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit ist zu entnehmen, dass der Rheumatologe aus seiner Fachwarte keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestieren konnte, hingegen in Überein
stimmung mit der Position des Anästhesiologen festhielt, die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung aller Facetten ihrer Persön
lichkeit aus schmerztherapeutischer Sicht n
icht mehr zumutbar. Da sowohl der Chirurg als auch der Orthopäde eine optimistischere Einschätzung vertraten, einigten sich die Ärzte in ihrer Konsens-Beurteilung unter Berücksichtigung
der Depression sowie der restlichen Diagnosen, des positiven und negativen
Leis
tungsbildes
der Beschwerdeführerin sowie der beim Ehemann erhobenen Fremdanamnese auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer und somatischer Sicht sowohl für die bisherige als auch für eine leidensangepasste Tätigkeit (
Urk.
7/119).
3.6
Im Auftrag der IV-Stelle erstellten
Dr.
med.
P._
, Facharzt für Neurolo
gie,
Dr.
med.
Q._
, Facharzt für Allgemein
e Innere M
edizin,
Dr.
med.
R._
, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie
,
Dr.
med.
S._
, Fach
ärztin für o
rthopädi
sch
e
Chirurgie
sowie
lic
. phil.
T._
, Neuropsychologe,
von der MEDAS
C._
gestützt auf das Studium der zur Verfügung gestellten Akten sowie die persönliche Befragung und klinische Untersuchung
der Beschwerde
führerin
in den einzelnen Fachbereichen am 6., 16., 1
7.
und 2
3.
Juni sowie am
4.
Juli 2014
das interdisziplinäre Gutachten vom 1
5.
September 201
4.
Die Gut
achter hielten zunächst fest, die Beschwerdeführerin arbeite seit Jahren als Mit
arbeiterin in einem Altenzentrum im Schichtdienst und sei in den Bereichen Service, Reinigung und auch in der Wäscherei tätig. Seit 2003 arbeite sie nur noch in einem 50%igen Arbeitspensum, was sie mit einer reduzierten Kraft und Energie infolge einer Morbus Basedow-Erkrankung
und der deswegen nötigen Radiojodtherapie
erkläre
. Damals seien die Schilddrüsenwerte im Gegensatz zu heute nicht stabil gewesen. In der Folge seien noch Nackenschmerzen,
Schul
terschmerzen
und Rückenschmerzen aufgetreten, letztere vor allem in den letz
ten drei Jahren. Zusätzlich klage die Beschwerdeführerin über Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Schmerzen, welche sich im Verlauf nicht wesentlich gebessert hätten (
Urk.
7/129/3,
Urk.
7/129/30).
Dem Gutachten ist sodann zu entnehmen, dass aus
inter
n
medizinischer
Sicht keine Befunde erhoben werden konnten, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen können. Insbesondere bestand bezüglich der frühe
ren Diagnose eines Morbus Basedow eine
euthyreote
Stoffwechsellage.
Hin
sichtlich der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten chronischen Rücken
beschwerden lumbal und zervikal mit Ausstrahlungen in beide Arme, zum rechten Bein und Schulterbeschwerden mit einer Stärke von 7-8 auf der 10-teiligen visuellen Analogskala hielten die Gutachter fest
, objektivierbar seien aus orthopädischer Sicht zwar gewisse Segmentdegenerationen lumbal und zer
vikal sowie im
Zervikalbereich
auch Diskuspathologien. In neurologischer Hin
sicht
verursachten diese Befunde jedoch keine klinisch-
zervikoradikuläre
oder
lumboradikuläre
Reizsymptomatik respektive sensomotorische Defizite. Zusätz
lich bestehe eine beginnende
Coxarthrose
rechts und eine beginnende mediale Gonarthrose rechts. Aus neurologischer Sicht sei überdies ein
Karpaltunnelsyn
drom
zu diagnostizieren, welches
rechtsseitig nachgewiesen
und linksseitig zu vermuten sei. Da es sich hierbei um ein in aller Regel gut behandelbares Krank
heitsbild handle, resultiere daraus keine längerfristige Arbeitsunfähigkeit.
Inkonsistent sei, dass die Beschwerdeführerin wegen der angegebenen starken Schmerzen angeblich täglich 3000-4000 mg
Dafalgan
einnehme, die aktuelle Serumspiegelkontrolle aber keinen Wirkspiegel innerhalb der Schmerzgrenze des Labortests nachzuweisen vermocht
hab
e. Deshalb sei die angegebene Schmerzintensität zu relativieren.
Es hätten aber auch zahlreiche andere
Befun
dinkonsistenzen
festgestellt werden können, insbesondere im Rahmen der neu
rologischen Begutachtung
. Insgesamt hätten sowohl eine bewusste negative Antwortverzerrung in anamnestischer Hinsicht als auch
mehrfache Hinweise auf eine Aggravation und eine teilweise nicht authentische
Symptompräsenta
tion
festgestellt werden können
(
Urk.
7/129/31
).
Die psychiatrische Begutachtung ergab gute psychische Funktionen.
Zwar zeig
ten sich im Rahmen des Untersuchungsgesprächs lei
chte Störungen der
Vital
gefühle
,
eine diskrete Antriebsminderung
und streckenweise eine leichte Unsi
cherheit
.
D
er Gutachter wies aber darauf hin, d
ie Beschwerdeführerin
habe zu keinem Zeitpunkt weinerlich oder depressiv herabgestimmt gewirkt
und sei stets selbstbewusst gewesen
. Sie
sei kommunikationsfähi
g und flexibel, was durch die la
ngjährige Arbeit im Schichtdiens
t
belegt werde. Sie könne auch vielfältige Aufgaben zugleich verrichten. Ferner habe sie den Eindruck vermittelt,
bei guter Motivation
durchsetzungsfähig und zielstrebig zu sein
. Die beobachtete Müdig
keit sei allenfalls medikamentös bedingt und wahrscheinlich auch motivational beeinflusst. Während der psychiatrischen Begutachtung hätten Hinweise für ein demonstratives Verhalten beobachtet werden können, beispielsweise hinsicht
lich des gezeigten Aufmerksamkeitsniveaus, welches je nach Gesprächsthema und Interessenlage variiert habe.
Deshalb müssten die rein subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin mit Vorsicht gewertet werden
(
Urk.
7/129/25-30)
.
Auch die neuropsychologische Untersuchung habe nur eine leichte kognitive Beein
trächtigung der Aufmerksamkeit, Gedächtnis- und Exekutivfunktionen ergeben, welche aus Sicht des neuropsychologischen Gutachters
eine geringe Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
im Sinne
eine
r
Minderung der Leistungsfähigkeit um 10
%
sowie eine
r
Reduktion der Präsenzzeit bei der Ar
beit um 10
%
zur Folge habe.
Die im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung durchgeführte psychodiagnostische Testung mit dem BDI habe einen Wert von 51 Punkten
ergeben. Bei einem Cut-off Wert von 29 von total 63 Punkten für eine schwere Depression spreche dies für subjektiv als schwerwiegend erlebte depressive Symptome (
Urk.
7/129/65-67).
Insgesamt sprächen d
iese Befunde nicht für das Vorliegen einer mittelgradigen oder gar schweren depressiven
Störung
. Retro
spektiv ergäben sich angesichts der Schwierigkeit, die anamnestischen Angaben verlässlich zu werten, Zweifel am Vorliegen einer rezidivierenden depressiven Störung, aufgrund der langen Dauer und eher geringen Schwankungsbreite der versicherungsmedizinisch objektiv feststellbaren leichtgradigen Symptomatik könne eine
Dysthymie
in Erwägung gezogen werden. Offensichtlich bestünden sodann leichte Störungen der Schmerzverarbeitung
beziehungsweise der Beschwerdeverarbe
itung mit verändertem Verhalten
. Dabei handle es sich um vorwiegend psychosoziale Faktoren, welche bei
d
er Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit berücksichtigt werden müssten
.
In d
iagnostischer Hinsicht
sei
bei gesamthafter Betrachtung am ehesten von der Diagnose einer Verhaltensstörung bei körperlichen Störungen (ICD-10: F59) auszugehen
. Zu d
iskutieren sei auch die unterschiedliche Beurteilung der psychischen Befunde durch die Gutachter des
Y._
und der Klinik
Z._
auf der einen Seite und
durch
die behandelnden Psychiater auf der anderen Seite. Die Beurteilung von
Dr.
H._
aus dem Jahr 2008, welcher eine chronische psychotische Erkrankung diagnostiziert
habe
, sei nicht nachvollziehbar, zumal
diese Diagnose später nie mehr erwähnt worden sei und auch
die Beschwerdeführerin selbst die Diagnose nicht nachvollziehen könne.
Die Angaben von
Dr.
H._
wirkten eher einseitig und sehr wohlwol
lend.
Auch die Beurteilung von
Dr.
A._
, welcher am
9.
Januar 2012 eine mittelschwere oder schwere depressive Episode diagnostiziert habe, sei nicht nachvollziehbar.
Dr.
A._
habe sehr stark auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt und habe unter anderem auf den hohen im BDI-Test erzielten Wert hingewiesen.
Hierbei handle es sich jedoch um eine rein subjektiv
e
Selbstbeurteilungsskala. Angesichts des bereits im Rahmen der neu
ropsychologischen Testung in der Klinik
Z._
gewonnenen Eindrucks einer bewusstseinsnahen Aggravation müssten rein subjektive anamnestische Anga
ben der Beschwerdeführerin mit Vorsicht gewertet werden. Dies erkläre mög
licherweise die unterschiedliche Bewertung des Gesundheitszustands in der ver
sicherungsmedizinisch neutralen und in der Wertung unabhängigen
Begutach
tungssituation
gegenüber derjenigen der
behandelnden Psychiater
, welche
im therapeutischen Bündnis der Beschwerdeführerin zugewandt
seien
.
Da sowohl in der Vergangenheit als auch gegenwärtig aus versicherungsmedizinischer Sicht nur leichte Beeinträchtigungen hätten objektiviert werden können,
erscheine
auch die zuletzt erfolgte
interdisziplinäre
Beurteilung des
B._
, wonach die Beschwerdeführerin nur zu 50
%
arbeitsfähig sei, als wenig substantiell und zu stark auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abstellend. Dies gelte insbesondere für die psychiat
rische Beurteilung (
Urk.
7/129/31-33).
In der abschliessenden interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, von den körperlichen Beschwerden
hätten l
ed
iglich die degenerativen
Wirbel
säulenveränderungen
mit
lumbo
- sowie
zervikospondylogenem
Syndrom jeweils ohne
radikuläre
Zeichen eine mässig reduzierte Rückenbelastbarkeit zur Folge. Weiter resultiere aus der beginnenden
Coxarthrose
rechtsbetont und der beginnenden medialen Gonarthrose rechts
eine leicht verminderte Belastbarkeit des rechten Beines. Schliesslich sei eine leichte Minderung der anhaltenden grobmotorischen Belastbarkeit der Hände, insbesondere rechts,
aufgrund des diagnostizierten Karpaltunnelsyndroms begründet. Daraus leite sich folgendes somatisches Zumutbarkeitsprofil ab:
Das Heben und Tragen von schweren Las
ten über 15 kg sei nicht zumutbar, ebenso ständiges Arbeiten über Kopfhöhe und das Hantieren mit schlagenden, stossenden und vibrierenden Maschinen. Ferner seien Arbeiten in kniender, gebückter und in monotoner Zwangshaltung des Rückens nicht zumutbar wie auch Arbeiten mit ständigem Treppensteigen oder mit einer Zwangshaltung der Beine. Anhaltende grobmotorische belastende manuelle Tätigkeiten seien derzeit und bis zur Behandlung des rechtsbetonten Karpaltunnel-Syndroms ungünstig. Bezüglich der angestammten Tätigkeit als Mitarbeiterin im Hausdienst eines Seniorenheims
, welche gegenwärtig mit einem Beschäftigungspensum von 50
%
ausgeübt werde,
seien die Tätigkeiten, welche
schwerer seien als die gemäss dem Zumutbarkeitsprofil geeigneten Arbeiten, nicht mehr zumutbar. Die innerhalb der Belastungsgrenzen liegenden Arbeiten könne sie aus somatischer Sicht ohne Einschränkungen ausüben. Lediglich aufgrund der psychiatrischen Diagnose mit der leichten neuropsy
chologisch aus
gewiesenen kognitiven Störung sei
die Arbeitsfähigkeit um 20
%
eingeschränkt. Für eine dem Gesundheitsschaden adaptierte Tätigkeit bestehe ebenfalls eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Diese Beurteilung gelte retrospektiv mindestens seit der Begutachtung im September 2011, wahrscheinlich bereits seit November
200
8.
In somatischer Hinsicht gelte das bisherige
Belastbarkeits
profil
wahrscheinlich retrospektiv für die letzten fünf Jahre. Bei dieser Beurtei
lung seien Kontextfaktoren wie motivationale Gründe und persönliche Über
zeugungen
und das Krankheitsrollenverhalten nicht berücksichtigt worden. Diese Faktoren erklärten
aber die Diskrepanz zwischen der subjektiv zu niedri
gen Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit und der versicherungsmedizinisch deutlich höheren Bewertung (
Urk.
7/129/33-35).
In
seiner
Stellungnahme zu Ergänzungsfragen der IV-Stelle (vgl.
Urk.
7/132)
führte der psychiatrische Gutachter der MEDAS
C._
aus
, in der fast vierstündi
gen neuropsychologischen Untersuchung mit zwei Symptomvalidierungstests hätten keine Anhaltspunkte für eine deutliche Aggravation gefunden werden können. Deshalb seien die Untersuchungsresultate konsistent. Die erhobenen neuropsychologischen Funktionsstörungen könnten vor dem Hintergrund der
von ihm
diagnostizierten psych
ischen Störung erklärt werden. B
ei den nicht näher bezeichneten Verhaltensauffälligkeiten bei körperlichen Störungen und Faktoren (ICD-10: F59)
handle es sich um eine Restkategorie
, über welche kaum geforscht werde. Einen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg für einen Zusam
menhang zwischen der gestellten Diagnose und den kognitiven Einschränkun
gen gebe es nicht.
Zu beachten sei aber, dass
psychische Störungen oftmals kognitive Einschränkungen mit sich brächten und b
ereits in der Vergangenheit psychische Einschränkungen der Beschwerdeführerin
wie eine depressive
Stim
mungslage
und eine extreme Müdigkeit
beschrieben worden
seien
,
welche in der Regel
kognitive und mentale Einschränkungen
zur Folge hätten
.
Dement
sprechend
sei davon auszugehen, dass die
im Rahmen der Begutachtung durch neuropsychologische Tests
erhobenen
leichte
n
kognitive
n
Defizite eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten (
Urk.
7/133).
3.7
In seinem Verlaufsbericht vom 1
9.
Dezember 2014 stellte der behandelnde Chirurg
Dr.
D._
vom
B._
verglichen mit dem Vorbericht des
B._
vom 2
1.
Januar 2014 (
Urk.
7/119
/1
) im Wesentlichen identische Diagnosen
, mit Ausnahme des Ver
dachts auf eine
Rotatorenmanschettenruptur
in der rechten Schulter mit/bei der bereits bekannten Periarthritis
humeruscapularis
und dem
Impingementsyn
drom
. Eine Befundverschlechterung bei den bereits bekannten Diagnosen erwähnte er nicht. Ferner attestierte er der Beschwerdeführerin unverändert eine 50%ige Arbeitsfähigkeit im Rahmen des von ihm bereits im Bericht vom 2
1.
Januar 2014 definierten Belastbarkeitsprofils (
Urk.
7/119/6,
Urk.
7/139)
.
Am 2
7.
Januar 2015 nahm
Dr.
J._
vom
B._
Stellung zum
Gutachten der MEDAS
C._
. Er hielt fest, das psychiatrische Teilgutachten sei dermassen mangelhaft, dass darauf nicht abge
stellt werden könne. Zunächst seien diverse biographische Daten in der Anam
nese
(genaue Einreise in die Schweiz, Nationalität, Arbeitsaufnahme)
falsch auf
genommen worden.
Sodann seien die Beschwerden oberflächlich aufgenommen worden. Psychische Symptome wie sozialer Rückzug (keine Kontakte mit Arbeitskollegen ausserhalb der Arbeit), Antriebslosigkeit, Gedankenkreisen, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Verlust von Selbstvertrauen, Traurig
keit und Schuldgefühle seien unberücksichtigt
geblieben. Eine Fremdanamnese f
ehle. Der Ehemann meine, die Beschwerdeführerin sei nach der Arbeit derart müde, dass sie nur noch liege. Der Haushalt werde grösstenteils vom Ehemann
und vom Sohn besorgt
.
Die Fremdbeurteilung im
B._
mit der Hamilton-Depressions-Skala (HAMD) habe im Jahr 2013 eine mittelgradige Depression ergebe
n
, was mit dem klinischen Eindruck über
einstimme. Zudem bestehe eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung.
Der Beurteilung im Gutachten, dass entgegen der Beurteilung von
Dr.
H._
keine Schizophrenie vorliege, könne gefolgt werden. Die psychiatrischen
Diagnosen hätten zusammen mit den somatischen Diagnosen zur Folge, dass die Beschwerdeführerin auch in leidensangepassten Tätigkeiten zu 50
%
arbeitsun
fähig sei (
Urk.
3/2).
4.
4.1
Das Gutachten der MEDAS
C._
vom 1
5.
September 2014 beruht auf allseitigen medizinisch-somatischen und –psychiatrischen Untersuchungen, erging unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden und der
Vorakten
. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhängte und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält nachvollziehbar begründete Schlussfol
gerungen. Das Gutachten ist damit nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung grundsätzlich voll beweiskräftig (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
4.2
Zu beachten ist sodann Folgendes:
Soweit die Beschwerdeführerin
sinngemäss
geltend macht
, auf das
Gutachten der MEDAS
C._
könne nicht abgestellt werden, weil diese
von der IV-Stelle regelmässig Gutachtensaufträge erhalte und des
halb nicht mehr als unabhängig
gelten könne
,
ist auf BGE 137 V 210 hinzuweisen; in diesem Entscheid vom 2
8.
Juni 2011 hat das Bundesgericht die Medizinischen Abklärungsstellen
der Invalidenversicherung als verfassungskonform und der Europäischen
Men
schenrechtskonvention
entsprechend qualifiziert.
Konkrete Hinweise auf eine Befangenheit der Gutachter werden von der Beschwerdeführerin weder genannt, noch ergeben sich solche aus den Akten.
Der von der Beschwerdeführerin erho
bene Vorwurf, die Begutachtung habe knapp eine Stunde gedauert, wird bereits durch den Umstand widerlegt, dass die neurologische Untersuchung 90 Minuten dauerte (
Urk.
7/129/41).
Es fällt auf, dass in sämtlichen von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Gutach
ten - sowohl
im
Y._
-Gutachten vom
4.
Dezember 2008
(
Urk.
7/52/14)
,
in
der Expertise der Klinik
Z._
vom 2
8.
September 2011
(
Urk.
7/52/11-12)
sowie
im
Gutachten der MEDAS
C._
vom 1
5.
September 2014
(
Urk.
7/129/31
-32
)
-
inkonsistentes Verhalten der Beschwerdeführerin im Sinne von Aggravation
beziehungsweise einer bewusstseinsnahen demonstrativen Darbietung von Beschwerden
, einer nicht authentischen
Symptompräsentation sowie
einer bewussten negativen Antwortverzerrung
in anamnestischer Hinsicht
erwähnt
wird
.
Damit einher ging eine subjektiv zu geringe
Selbsteinschätzung hinsicht
lich des noch zumutbaren Arbeitspensums (
Urk.
7/52/17,
Urk.
7/95/4,
Urk.
7/95/12,
Urk.
7/129/34).
Diese
wiederholt
aus der
versicherungsmedizini
schen
Optik gemachten Beobachtungen erscheinen glaubwürdig, zumal auch der behandelnde Rheumatologe
Dr.
O._
vom
B._
beobachtete, dass die Beweglichkeit der Halswirbelsäule und der Schultergelenke bei Ablenkung
der Beschwerdeführerin
de
utlich besser war
und dass die Einnahme der verordneten Schmerzmedikamente im
Medikamenten
spiegel
teilweise nicht nachweisbar war
(
Urk.
7/119/
2,
Urk.
7/119/
5
). Demge
genüber fällt auf, dass die behandelnden Ärzte, mit Ausnahme von
Dr.
O._
,
dieses Verhalten
in ihren Berichten weder erwähnten noch
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigten. Bereits aus diesem Grund kann
zur Bestimmung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht
auf ihre Stellungnahmen abgestellt werden
, zumal invalidenversicherungsrechtlich nur dann eine rele
vante Arbeitsunfähigkeit angenommen werden darf,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist
(vorstehend E. 1.2)
.
Zwar
wurde
im MEDAS-
Gutachten
hinsichtlich der rechten Schulter k
eine Diag
nose gestellt, während
Dr.
D._
im Verlaufsbericht vom 1
9.
Dezember 2014 den Verdacht auf eine
Rotatorenmanschettenruptur
in der rechten Schulter mit/bei der bereits bekannten Periarthritis
humeruscapularis
und dem
Impinge
mentsyndrom
erwähnte
.
Zu beachten ist aber, dass
Dr.
D._
der Beschwer
deführerin im Vergleich zu seinem Vorbericht vom 2
1.
Januar 2014 eine unver
änderte 50%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten attestierte (
Urk.
7/139), weshalb
bezüglich der Schulter
nicht von einer wesentlichen gesundheitlichen Verschlechterung auszugeh
en ist. Zudem wurden d
ie
von der Beschwerdeführerin geklagten
Schulterbeschwerden
im MEDAS-Gutachten durchaus mitberücksichtigt (
Urk.
7/129/31,
Urk.
7/129/42
,
Urk.
7/129/48-49,
Urk.
7/129/53). Die klinische Untersuchung des orthopädischen Teilgutachters ergab indessen keine schweren Einschränkungen (
Urk.
7/129/53)
.
D
er Gutachter
wies
darauf hin, die demonstrierte Einschränkung der Schulterbeweglichkeit sei inkonsistent, da sich bei passiver Bewegung der Schultern eine normale Beweg
lichkeit gezeigt habe (
Urk.
7/129/58)
.
Unter diesen Umständen erscheint es nachvollziehbar, dass die MEDAS-Gutachter hinsichtlich der Schultern keine Diagnose stellten. Im Übrigen anerkannten sie
bei der Festsetzung des
Zumut
barkeitsprofil
s
, dass die Beschwerdeführerin keine ständigen Überkopfarbeiten mehr ausüben könne
(
Urk.
7/129/33)
.
Von den MEDAS-Gutachtern wurde
sodann auch
das beginnende
Karpaltunnel
syndrom
berücksichtigt, allerdings unter Hinweis darauf, dass diese Diagnose
lediglich zu einer leichten Minderung der grobmotorischen Belastbarkeit der Hände führe
(
Urk.
7/129/33,
Urk.
7/12
9/46
). Auch die Ärzte des
B._
gingen nicht davon aus, dass diese Problematik die Arbeitsfähigkeit
wesentlich
beeinträchtigt (
Urk.
7/119/1-2,
Urk.
7/119/6-7).
Die
orthopädischen und neurologischen
Gutachter
der MEDAS
C._
beurteilten die von der Wirbelsäule ausgehenden Beeinträchtigungen unter B
erücksichti
g
ung
sämtlicher,
bereits von den Ärzten des
B._
erwähnten (vgl.
Urk.
7/119/1), auf Röntgen- und MRI-Bildern objektivierten Befunde (
Urk.
7/129/54-59). Bei der Einschätzung der davon aus
gehenden funktionellen Beeinträchtigungen berücksichtigten sie zusätzlich
aber auch
ihre klinischen Untersuchungsbefunde, insbesondere den Umstand, dass aus neurologischer Sicht
weder eine
zervi
koradikuläre
oder
lumboradikuläre
Reizsymptomatik
noch
sensomotorische Defizite
erhoben werden konnten, sowie die beobachteten Befundinkonsistenzen
(
Urk.
7/129/31)
. Dadurch lässt sich ihre im Vergleich zur Beurteilung der Ärzte des
B._
optimistischere Einschätzung der verbleibenden körperlichen Leistungsfähigkeit erklären.
Bei der vom psychiatrischen MEDAS-Gutachter diagnostizierten Verhalte
nsstö
rung bei körperlichen Störungen (ICD-10: F59) handelt es sich nicht um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2009 vom 1
7.
September 2009, E. 5) oder eine andere, der Gruppe der somatoformen Störungen (ICD-10: F45) zuzuordnende Erkrankung.
Dr.
J._
vom
B._
begründete
seine Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) nicht
(
Urk.
3/2,
Urk.
7/119)
, weshalb seine Diagnosestellung diejenige der MEDAS-Gutachter nicht zu erschüttern vermag.
Dem
auf einer Untersuchung der Beschwerdefüh
rerin vom 1
7.
Juni 2014 basierenden
psychiatrischen Teilgutachten
der MEDAS
C._
ist zu entnehmen, dass im
bisherigen
Verlauf
von
höchstens leichtgradige
n
depressive
n
Symptome
n mit geringer Schwankungsbreite
im Sinne einer
Dys
thymie
auszugehen sei
.
Dies wird vom psychiatrischen MEDAS-Gutachter damit begründet, dass die bisherigen versicherung
sp
s
ychiatrischen
Begutachtungen im
Y._
am 1
2.
November 2008
(
Urk.
7/52/7-11)
sowie in der Klinik
Z._
am 1
6.
Juni 2011 (
Urk.
7/95/15-34)
lediglich eine leichtgradige Symptomatik (im Sinne einer leichten depressiven Episode
beziehungsweise einer subdepressiven Stimmung
) ergeben hätten, und die subjektiven Angaben der Beschwerdeführe
rin
nicht verlässlich seien.
Angesichts der immer wieder festgestellten Inkonsis
tenzen im Verhalten der Beschwerdeführerin
ist diese Beurteilung nachvollzieh
bar
. D
ie zu stark auf subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin basierenden Beurteilungen der behandelnden Psychiater sind demgegenüber nicht geeignet, etwas anderes zu belegen.
Zu beachten ist auch, dass die Ärzte des
F._
, Psychiatrische Polyklinik
,
in ihrem Bericht vom 1
0.
April 2006 (
Urk.
7/20/1) sowie der Vertrauensarzt der Pensionskasse
Dr.
L._
in seiner Untersuchung vom
7.
Januar 2011 ebenfalls nur eine leicht depressive Stimmung feststellten (
Urk.
7/85/3). Zudem fällt auf, dass die Ärzte des
F._
, Psychiatrische Polyklinik
, der Beschwerdeführerin am 2
4.
Juli 2009, also unmittelbar n
achdem sie den
negativen Vorbescheid der IV-Stelle vom 1
6.
Juni 2009
erhalten hatte
, eine
Verschlimmerung der Depression
im Sinne einer mittelgradigen depressiven Episode attestierten (
Urk.
7/69)
.
Dies spricht dafür, dass die Schwankungen der Depression zumindest teilweise psy
chosozialer Natur waren
(vgl. vorstehende E.
1.3
)
und
insofern
invalidenversi
cherungsrechtlich
nicht von Belang sind.
Der psychiatrische
Gutachte
r der Klinik
Z._
stellte bei seiner retrospektiven Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, wonach die Beschwerdeführerin in den Jahren 2008 bis 2010
wegen mittelgra
diger depressiver Episoden
zeitweise
eine 20
%
übersteigende Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen habe, auf die Berichte der behandelnden Ärzte ab, was nach dem Gesagten nicht zulässig ist.
Schliesslich überzeugt auch die
in der Stellung
nahme vom 2
7.
Januar 2015 geäusserte Kritik am MEDAS-Gutachten durch
Dr.
J._
nicht. Es ist nicht einzusehen und wurde von
Dr.
J._
nicht weiter erläutert, inwiefern die Annahme teilweise falscher Daten hinsichtlich der Einreise der Beschwerdeführerin in die Schweiz und der Arbeitsaufnahme einen Einfluss auf die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS-Gutachter gehabt haben könnte. Auch erweckt das Gutachten mitnichten den Eindruck einer nur oberflächlichen Befunderhebung.
Praktisch sämtliche von
Dr.
J._
erwähnten Symptome werden im MEDAS-Gutachten ebenfalls beschrieben, allerdings - unter Berücksichtigung der bereits erwähnten Inkon
sistenzen – mit einer gewissen objektiven Distanz. Die Einschätzung von
Dr.
J._
, bei der Beschwerdeführerin liege ein (
pathologischer
sozialer) Rück
zug vor, ist nicht nachvollziehbar. Den MEDAS-Gutachtern gab die Beschwer
deführerin nämlich an, sich in der Schweiz wohl zu fühlen, gut integriert zu sein und gute Kontakte in der Familie zu haben; zudem bestünden spärliche Kontakte zu Arbeitskollegen, wobei sie schon immer wenige Kontakte nach aussen gehabt habe (
Urk.
7/129/22,
Urk.
7/129/47,
Urk.
7/129/52).
Hinsichtlich des von
Dr.
J._
erwähnten Ergebnisses der Fremdbeurteilung der Beschwer
deführerin mittels der Hamilton-Depressions-Skala (HAMD), welche das Vorlie
gen einer mittelgradigen Depression nahe lege, ist zu beachten, dass auch diese
s
Diagnosewerkzeug
teilweise auf subjektiven Angaben der Explorandin
-
etwa
zum Bestehen von Schlafstörungen
-
beruht
(vgl. dazu etwa https://de.wikipedia.org
). Schliesslich hat der psychiatrische MEDAS-Gutachter in seiner ergänzenden Stellungnahme vom
5.
November 2014 überzeugend dar
gelegt, dass die erhobenen neuropsychologischen Funktionsstörungen, welche zu einer 20%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, vor dem Hinter
grund der diagnostizierten Verhaltensauffälligkeiten bei körperlichen Störungen und Faktoren (ICD-10: F59) erklärt werden können.
Zu dieser Einschätzung gelangte auch med.
pract
.
E._
vom RAD in seiner Stellungnahme vom 1
0.
November 2014 (
Urk.
7/143/10-11).
Insgesamt besteht folglich kein Grund, nicht auf die psychiatrische Beurteilung im Gutachten der MEDAS
C._
abzu
stellen.
Als Indiz für die verbleibende Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist nicht zuletzt auch der Umstand zu beachten, dass sie nebst ihrer Arbeit im Rahmen eines 50%-Pensums im Seniorenheim laut ihren eigenen Angaben anlässlich der MEDAS-Begutachtung immer noch in wesentlichem Ausmass Haushaltarbeiten versieht (
Urk.
7/129/52). Darauf wiesen bereits die Gutachter des
Y._
zu Recht hin (
Urk.
7/52/17).
4.3
Abschliessend ergibt sich
, dass vollumfänglich auf die im Gutachten der MEDAS
C._
vom 1
5.
September 2014 attesti
erte zumutbare
Resta
rbeitsfähig
keit
von 80
%
abgestellt werden kann
. Diese gilt
für die
vom Gutachten
abge
deckte Zeit ab November 200
8.
Aus
dem
Gutachten
der MEDAS
C._
ergibt sich ferner, dass die Arbeitsfähigkeit für die Zeit
vor November 2008
gestützt auf das
Y._
-Gutachten vom
4.
Dezember 2008 bestimmt werden kann (
Urk.
7/129/
34
;
vgl. auch vorstehend E. 2.1)
.
Demnach ist bereits ab dem 1
3.
Januar 2005 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
7/
52/16-17).
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus medizinisch-theoretischer Sicht.
5.2
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe
tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend
.
Da die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit Februar 2004 eingeschränkt ist
(vgl.
Urk.
7/13/5)
,
fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung der
einjährige
n
Wartezeit
auf den
Februar 2005
(vorstehend E. 1.4)
, zumal gemäss der bis 3
1.
Dezember 2007 in Kraft gestandenen Version von Art. 48 IVG Leistungen für die zwölf der Anmeldung vorausgehenden Monate nachgezahlt werden
.
Gemäss den Feststellungen der Berufsberatung der IV-Stelle vom 1
6.
Juni 2009 hätte die Beschwerdeführerin an ihrem bisherigen Arbeitsplatz im Jahr 2005 in einem Vollzeitpensum ein Jahreseinkommen von
Fr.
51‘
824.10
verdient (
Urk.
7/63
/1
). Dieses Einkommen ist als
Valideneinkommen
einzusetzen.
5.3
Die Beschwerdeführerin hat in der Schweiz keine berufliche Ausbildung absol
viert (
Urk.
7/3/3).
Laut der Beurteilung der MEDAS
C._
ist
ihr die bisherige Tätigkeit als Mitarbeiterin Hausdienst in einem Seniorenheim nur mit gewissen
Einschränkungen zumutbar.
A
uch gemäss
den Angaben der Arbeitgeberin in dem
am
1
9.
September 2005
zu
Handen
der IV-
Stelle ausgefüllten Fragebogen vermochte sie bei einzelnen Verrichtungen (Reinigung, Arbeit in der Küche) den Anforderungen nicht
mehr
zu genügen (
Urk.
7/10/4-5). Deshalb rechtfertigt es sich, zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004 abzustellen.
Der standardi
sierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für einfa
che und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) für
Frauen
betrug
gemäss der
Tabelle TA 1
der LSE 2004
im Jahr 2004 Fr. 3
'
893
.--.
Dieser Betrag ist auf die im Jahr 20
05
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden hochzurechnen (vgl. Bundesamt für Statistik [BFS],
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche
; im Internet abrufbar) sowie an die
Nominallohnentwick
lung
anzupa
s
sen (
BFS
, Schweizeri
scher Lohnindex nach Branche [1993
= 100; im Internet abrufbar], Nominallohnindex
Frauen
[T1.
2
.
93_I
], Total; 20
04: 116
.
6
; 20
05: 117
.
9
). Daraus resultiert ein jährliches Bruttoeinkommen von
Fr.
49
‘
244
.
40
(
Fr.
3‘893.-- x
12 :
40 x 41,7 : 116.6
x 117
.
9
)
im Vollzeitpensum sowie
Fr.
39‘
395.55
im noch zumutbaren 80%-Pensum
.
Selbst wenn bei grosszügiger Betrachtung zusätzlich ein leidensbedingter Abzug (vgl. BGE 126 V 75) von 15
%
berücksichtigt wird, resultiert, wird das
Valideneinkommen
von
Fr.
51‘824.10
mit dem auf diese Weise ermittelten und auf das noch zumutbar
e
80%-Pensum umgerechnete
n
Invalideneinkommen von
Fr.
33‘486.20 ver
glichen, bei einem invaliditätsbedingten Minderverdienst von
Fr.
18‘337.90 ein Invaliditätsgrad von 35
%
. Da damit die für die Entstehung eines Renten
anspruchs relevante Schwelle von 40
%
nicht erreicht wird
(vorstehend E. 1.4)
, hat die IV-Stelle einen solchen zu Recht verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert (
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) auf Fr. 800.--
festzulegen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der unterliegenden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.