Decision ID: 18a9fc9c-4100-4702-8b47-f6388932cf8b
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Am 11. Mai 2016 richtete die französische Steuerbehörde, die Direc-
tion Générale des Finances Publiques (DGFP; nachfolgend auch: ersu-
chende Behörde), gestützt auf Art. 28 des Abkommens vom 9. September
1966 zwischen der Schweiz und Frankreich zur Vermeidung der Doppel-
besteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Ver-
mögen und zur Vermeidung von Steuerbetrug und Steuerflucht
(SR 0.672.934.91, DBA CH-FR) ein Amtshilfeersuchen an die Eidgenössi-
sche Steuerverwaltung (ESTV; nachfolgend: Vorinstanz).
Als vom Ersuchen betroffene Personen nannte die DGFP mutmasslich in
Frankreich steuerpflichtige Personen, die anhand einer dem Ersuchen bei-
gelegten Liste identifizierbar seien. Als Informationsinhaberin in der
Schweiz wurde die UBS AG (heute: UBS Switzerland AG; nachfolgend:
UBS) genannt. Die Informationen würden für die Erhebung der französi-
schen Einkommenssteuer («impôt sur le revenu») für die Steuerjahre 2010
bis 2014 und die Solidaritätssteuer auf Vermögen («impôt de solidarité sur
la fortune») für die Steuerjahre 2010 bis 2015 benötigt.
A.b Grundlage des Ersuchens bildeten drei Listen, die aus einer in
Deutschland gegen die UBS geführten Strafuntersuchung stammen und
Angaben zu über 45'000 UBS-Konten enthalten. Anhand der in den Listen
erfassten Domizil-Codes vermutete die DGFP, dass die ihr mehrheitlich na-
mentlich nicht bekannten Kontoinhaber beziehungsweise wirtschaftlich Be-
rechtigten einer Steuerpflicht in Frankreich unterliegen. Aufgrund zahlrei-
cher Hinweise, wonach französische Steuerpflichtige ihren Steuerpflichten
nicht nachgekommen waren und mit Blick darauf, dass gegen die UBS in
Frankreich ein Strafverfahren wegen des Aufbaus eines umfassenden
Steuerfluchtsystems eingeleitet worden war, nahm die DGFP an, dass die
in den Listen aufgeführten Kontodaten beziehungsweise die damit verbun-
denen Vermögenswerte in Frankreich pflicht- und rechtswidrig weder de-
klariert noch versteuert worden waren. Die DGFP schätzte die dadurch für
den französischen Fiskus entstandenen Mindereinnahmen auf bis zu meh-
rere Milliarden Euro.
A.c Konkret ersuchte die DGFP die ESTV für jedes in der Beilage des Er-
suchens aufgeführte Konto um die Übermittlung der folgenden Informatio-
nen für den Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2015:
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a) Name(n)/Vorname(n), Geburtsdaten und letzte bekannte Adresse ge-
mäss den Bankunterlagen
(i) des/der Kontoinhaber(s)
(ii) der wirtschaftlich berechtigten Person(en) gemäss Formular A
(iii) jeder anderen Person, die in die Rechte und Pflichten der beiden
letztgenannten Personen tritt.
b) die Kontostände jeweils per 1. Januar der Jahre 2010 bis 2015.
B.
B.a Mit Editionsverfügung vom 10. Juni 2016 forderte die Vorinstanz die
UBS auf, die ersuchten Informationen einzureichen. Zudem bat sie diese,
die betroffenen Personen mit noch aktiven Geschäftsbeziehungen über
das Amtshilfeverfahren zu informieren.
B.b Darüber hinaus informierte die ESTV die betroffenen Personen mittels
Publikation im Bundesblatt vom 26. Juli 2016 über das laufende Amtshilfe-
verfahren und den wesentlichen Inhalt des Amtshilfeersuchens.
C.
Die UBS erteilte der ESTV die ersuchten Informationen mit Teillieferungen
im Zeitraum vom 24. Juni 2016 bis 28. Juli 2017.
D.
Die ESTV und die DGFP einigten sich im Briefwechsel vom 11. Juli 2017
auf eine Verständigungslösung betreffend Einhaltung des Spezialitätsprin-
zips. Zudem teilte die DGFP der ESTV am 11. Juli 2017 mit, allfällige von
den schweizerischen Behörden im Zusammenhang mit UBS-Konten erhal-
tene Informationen würden im Strafverfahren gegen die Bank nicht verwen-
det werden.
E.
E.a Am 9. Februar 2018 erliess die ESTV acht Schlussverfügungen gegen
gewisse betroffene Personen – darunter die UBS, die mit Urteil des Bun-
desverwaltungsgerichts A-4974/2016 vom 25. Oktober 2016 als Partei an-
erkannt worden war –, in denen sie das Amtshilfeersuchen Frankreichs als
zulässig qualifizierte und die Amtshilfeleistungen im von der DGFP erfrag-
ten Umfang anordnete.
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E.b Am 9. März 2018 erhob die UBS beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde. Sie beantragte, die Schlussverfügungen vom 9. Februar 2018
sowie die Editionsverfügung vom 10. Juni 2016 (vgl. B.a.) seien aufzuhe-
ben. Mit Urteil A-1488/2018 vom 30. Juli 2018 hiess das Bundesverwal-
tungsgericht die Beschwerde gut, soweit es darauf eintrat, und hob die
Schlussverfügungen vom 9. Februar 2018 und die Editionsverfügung vom
10. Juni 2016 auf.
E.c Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde der ESTV hiess das
Bundesgericht mit Urteil 2C_653/2018 vom 26. Juli 2019, auszugsweise
publiziert als BGE 146 II 150, gut und bestätigte die Editionsverfügung der
ESTV vom 10. Juni 2016 und die Schlussverfügungen vom 9. Februar
2018. Das Gericht qualifizierte das Listenersuchen Frankreichs vom 11.
Mai 2016 als zulässig und die verlangten Informationen als voraussichtlich
erheblich. Weiter erkannte es keine konkreten Anhaltspunkte für eine Ver-
letzung des Spezialitätsprinzips oder der Geheimhaltungspflicht durch
Frankreich.
F.
Im Anschluss an das höchstrichterliche Urteil vom 26. Juli 2019 und die
erst später öffentlich zugänglich gewordene schriftliche Urteilsbegründung
nahm die ESTV die Bearbeitung der sistierten Verfahren, deren Ausgang
von der Beurteilung des Ersuchens der DGFP vom 11. Mai 2016 abhängig
war, wieder auf. Die ESTV gewährte der Beschwerdeführerin das rechtli-
che Gehör zur beabsichtigten Datenübermittlung an Frankreich.
G.
G.a Die Beschwerdeführerin beantragte daraufhin innert erstreckter Frist
mit Stellungnahme vom 31. August 2020, das zur Herausgabe vorgese-
hene Dokument (Annex A) sei so zu korrigieren, dass keine Informationen
betreffend die darin als wirtschaftlich Berechtigte geführte A._
(nachfolgend A._) an die DGFP übermittelt werden.
H.
Mit Schlussverfügung vom 8. Januar 2021 ordnete die ESTV die Leistung
der Amtshilfe in Bezug auf die von der DGFP erfragten Bankinformationen
betreffend die Beschwerdeführerin und 7 weitere betroffene Personen, da-
runter A._, an.
I.
Am 10. Februar 2021 erhob die Beschwerdeführerin dagegen Beschwerde
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beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte, die Schlussverfügung
vom 8. Januar 2021 sei aufzuheben. Die Vorinstanz sei anzuweisen, die
gemäss Dispositiv Ziffer 2 der Schlussverfügung an die DGFP zu liefern-
den, sich in den 7 XML-out (Beilagen) befindlichen Informationen betref-
fend A._ zu berichtigen beziehungsweise zu löschen und sämtliche
sie betreffende Akten zu vernichten. Eventualiter seien die genannten In-
formationen zu schwärzen. Ferner seien sämtliche Namen, Adressanga-
ben, Kontoinformationen und sämtliche weiteren mit ihr – der Beschwerde-
führerin – und weiteren betroffenen Personen zusammenhängenden Infor-
mationen zu anonymisieren, insbesondere in jeglichen Veröffentlichungen
des Entscheids über die vorliegende Beschwerde.
J.
In ihrer Vernehmlassung vom 2. Juni 2021 beantragte die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde.
K.
Mit Replik vom 16. Juni 2021 liess die Beschwerdeführerin an ihren bishe-
rigen Anträgen und deren Begründung festhalten.
L.
Am 26. August 2021 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien mit,
dass nunmehr die Abteilung VI für die Bearbeitung des von der Beschwer-
deführerin eingeleiteten Verfahrens A-627/2021 zuständig sei und dieses
neu unter der Verfahrensnummer F-627/2021 geführt werde. Ferner wurde
die Zusammensetzung des Spruchkörpers sowie der Name der eingesetz-
ten Gerichtsschreiberin bekannt gegeben und eine Frist zur Einreichung
eines allfälligen Ausstandsbegehrens angesetzt. Die Beschwerdeführerin
liess sich innert Frist nicht dazu vernehmen.
M.
Am 8. Juni 2022 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien mit,
dass aus organisatorischen Gründen anstelle des bisher zuständigen Rich-
ters Susanne Genner als vorsitzende Richterin eingesetzt werde. Die Be-
schwerdeführerin liess sich dazu innert angesetzter Frist nicht vernehmen.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Schlussverfügungen der ESTV im Bereich der internationalen Amts-
hilfe in Steuersachen zuständig (Art. 19 Abs. 1 und 5 des Bundesgesetzes
vom 28. September 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersa-
chen [StAhiG, SR 651.1] i.V.m. Art. 31 ff. VGG).
1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet
sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37
VGG).
1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfü-
gung, welche ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Auf-
hebung besitzt, zur Erhebung der Beschwerde in eigener Sache legitimiert
(Art. 19 Abs. 2 StAhiG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht
eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt von E. 1.3.1 f. nachstehend
– einzutreten (Art. 50 Abs. 1 VwVG; Art. 52 Abs. 1 VwVG).
1.3.1 In diesem Kontext ist in der gebotenen Kürze auf die von der ESTV
in der Vernehmlassung vom 2. Juni 2021 aufgeworfene «Vorbemerkung»
einzugehen, inwieweit die Beschwerdeführerin zu Gunsten von A._
intervenieren könne. Die ESTV bringt vor, es sei nicht ersichtlich, inwieweit
die Beschwerdeführerin von einer Weitergabe der Daten betreffend
A._ an die DGFP in ihren eigenen Interessen betroffen wäre. Es
stelle sich die Frage, ob die Argumentation der Beschwerdeführerin zuläs-
sig sei und darauf überhaupt näher einzugehen sei.
1.3.2 Im vorliegenden Fall sind sowohl die Beschwerdeführerin als auch
A._ im Rubrum der Schlussverfügung vom 8. Januar 2021 genannt.
A._ verzichtete allerdings darauf, dagegen in eigenem Namen Be-
schwerde zu erheben. Eine Drittbeschwerde pro Adressat bzw. entspre-
chende (einzelne) Rechtsbegehren seitens der Beschwerdeführerin wür-
den voraussetzen, dass ihr durch den streitigen Verwaltungsakt ein unmit-
telbarer Nachteil erwächst (BGE 146 I 172 E. 7.1.2; 137 III 67 E. 3.5). So-
weit die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen ausschliesslich die Inte-
ressen von A._ geltend macht, ist auf die entsprechenden Anträge
daher nicht einzutreten (vgl. BGE 139 II 404 E. 11.1; 137 IV 134 E.5.2.2;
Urteil des BGer 2C_1037/2019 vom 27. August 2020 E. 6.2 [nicht publ. in
BGE 147 II 116]; Urteile des BVGer A-1171/2021 vom 6. Juli 2022 E. 5.2.3;
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A-660/2010 vom 12. August 2011 E. 1.1.3 f.). Darauf ist im Folgenden an
entsprechender Stelle hinzuweisen.
2.
2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49
VwVG).
2.2 Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren das
Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG
nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-
sen oder abweisen.
2.3 Die streitige Schlussverfügung bezieht sich auf das Listenersuchen der
DGFP, welches durch das Bundesgericht mit Leitentscheid vom 26. Juli
2019 – gefällt in öffentlicher Beratung und auszugsweise amtlich publiziert
in BGE 146 II 150 – als zulässig qualifiziert wurde mit der Folge, dass die
entsprechende Amtshilfe zu gewähren war. Das Bundesverwaltungsgericht
ist an dieses Präjudiz gebunden; es darf in Bezug auf Fragen, welche das
Bundesgericht in diesem Zusammenhang beantwortet hat, nicht von des-
sen Erwägungen abweichen. Ein Beurteilungsspielraum verbleibt ihm le-
diglich in Bezug auf Fragen, welche das Bundesgericht offen gelassen hat
(vgl. Urteile des BVGer A-3045/2020, A-3047/2020 und A-3048/2020, je-
weils vom 29. März 2021 E. 1.4.3).
3.
3.1 Landesrechtlich ist die internationale Amtshilfe in Steuersachen im
Steueramtshilfegesetz geregelt, welches am 1. Februar 2013 in Kraft ge-
treten ist. Abweichende Bestimmungen des im Einzelfall anwendbaren Ab-
kommens bleiben vorbehalten (Art. 1 Abs. 2 StAhiG).
3.2 Das Amtshilfeersuchen der DGFP stützt sich auf Art. 28 DBA CH-FR
(in der hier anwendbaren Fassung gemäss Art. 7 des Zusatzabkommens
vom 27. August 2009 [AS 2010 5683; nachfolgend: Zusatzabkommen
2009]) und auf Ziff. XI des im DBA CH-FR integrierten Zusatzprotokolls (SR
0.672.934.91) in der Fassung gemäss Art. 1 der Vereinbarung vom 25. Juni
2014 über die Änderung des Zusatzprotokolls zum revidierten Abkommen
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zwischen der Schweiz und Frankreich vom 9. September 1966 zur Vermei-
dung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen
und vom Vermögen und zur Vermeidung von Steuerbetrug und Steuer-
flucht (AS 2016 1195; nachfolgend: Vereinbarung 2014).
3.2.1 Gemäss Art. 11 Abs. 3 des Zusatzabkommens 2009 findet das Zu-
satzabkommen auf Informationsbegehren betreffend Kalender- oder Ge-
schäftsjahre Anwendung, die ab dem 1. Januar nach der Unterzeichnung
dieses Zusatzabkommens beginnen. Die zitierte Fassung von Art. 28 DBA
CH-FR ist somit anwendbar auf Amtshilfeersuchen, welche die Kalender-
oder Geschäftsjahre ab 1. Januar 2010 betreffen.
3.2.2 In den Übergangsbestimmungen sieht die Vereinbarung 2014 ihre
Anwendung auf Informationsbegehren betreffend Kalender- oder Ge-
schäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2010 beginnen, vor (Art. 2 Abs. 2 der
Vereinbarung 2014). Im Sinne einer Ausnahme findet Art. 1 Abs. 1 der Ver-
einbarung 2014 Anwendung auf Informationsbegehren über Sachverhalte,
welche Zeiträume ab dem 1. Februar 2013 betreffen (Art. 2 Abs. 3 der Ver-
einbarung 2014). Gemäss dem Leiturteil des Bundesgerichts beschränkt
Art. 2 Abs. 3 der Vereinbarung 2014 jedoch die Anwendung von Ziff. XI
Abs. 3 Bst. a des Zusatzprotokolls nur für Gruppenersuchen auf Informati-
onen betreffend Zeiträume ab dem 1. Februar 2013. Demgegenüber kann
die Amtshilfe für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2010 gewährt werden,
wenn es sich – wie im vorliegenden Fall – um ein Listenersuchen handelt,
bei welchem die betroffenen Personen nicht namentlich genannt, sondern
anhand bekannter Banknummern identifiziert werden (BGE 146 II 150
E. 5.6).
4.
4.1 Gemäss Ziff. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls muss das Amtshilfegesuch
folgende Informationen enthalten: die Identität der in eine Prüfung oder Un-
tersuchung einbezogenen Person, wobei diese Information mittels Angabe
des Namens der betreffenden Person oder weiterer Informationen, welche
ihre Identifikation ermöglichen, geliefert werden kann (Bst. a), die Zeitperi-
ode, für welche die Informationen verlangt werden (Bst. b), die Beschrei-
bung der verlangten Informationen sowie Angaben hinsichtlich der Form,
in der der ersuchende Staat diese Informationen vom ersuchten Staat zu
erhalten wünscht (Bst. c), den Steuerzweck, für den die Informationen ver-
langt werden (Bst. d) und soweit bekannt, den Namen und die Adresse des
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mutmasslichen Inhabers der verlangten Informationen (Bst. e). Die Buch-
staben a) – e) sind so auszulegen, dass sie einen wirksamen Informations-
austausch für die Anwendung von Artikel 28 DBA CH-FR nicht behindern.
4.2 Das Bundesgericht hat in BGE 146 II 150 das Amtshilfeersuchen
Frankreichs vom 11. Mai 2016 für zulässig erklärt, womit es implizit auch
die Voraussetzungen von Ziff. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls als erfüllt er-
achtete. Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten.
5.
5.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 erster Satz DBA CH-FR tauschen die zuständi-
gen Behörden der Vertragsstaaten die Informationen aus, die zur Durch-
führung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des
innerstaatlichen Rechts betreffend Steuern jeder Art und Bezeichnung, die
für Rechnung der Vertragsstaaten oder ihrer politischen Unterabteilungen
oder lokalen Körperschaften erhoben werden, voraussichtlich erheblich
sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Ab-
kommen widerspricht.
Der Verweis auf «voraussichtlich erhebliche» Informationen in Art. 28
Abs. 1 DBA CH-FR soll einen möglichst breiten Informationsaustausch in
Steuersachen gewährleisten, ohne dass die Vertragsstaaten eine «fishing
expedition» durchführen oder Informationen verlangen können, deren Er-
heblichkeit für die Aufklärung der Steuerangelegenheiten bestimmter Steu-
erpflichtiger wenig wahrscheinlich ist (Ziff. XI 2. Abs. des Zusatzprotokolls).
Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit der beantragten In-
formationen gilt als erfüllt, wenn zum Zeitpunkt der Einreichung des Amts-
hilfegesuchs bei vernünftiger Betrachtung die Möglichkeit besteht, dass
sich die Informationen als erheblich erweisen. Keine Rolle spielt, ob sich
die Informationen nach ihrer Übermittelung als unerheblich herausstellen.
Die Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit obliegt in erster Linie
dem ersuchenden Staat. Der ersuchte Staat beschränkt sich auf die Prü-
fung, ob die verlangten Informationen mit dem im Ersuchen dargelegten
Sachverhalt zusammenhängen und sich möglicherweise für die Verwen-
dung im ausländischen Verfahren eignen (sog. Plausibilitätsprüfung); er
kann die Übermittlung von Informationen nur verweigern, wenn er sicher
ist, dass sie für den ersuchenden Staat nicht sachdienlich sind (BGE 144
II 206 E. 4.3; 142 II 161 E. 2.1.1). Einem Amtshilfeersuchen fehlt es dem-
nach an der voraussichtlichen Erheblichkeit, wenn es zur Beschaffung von
Beweismitteln aufs Geratewohl und ohne konkreten Zusammenhang zum
laufenden Steuerverfahren gestellt wird («fishing expedition»; BGE 146 II
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150 E. 6.1.2). Das Verbot der «fishing expedition» entspricht dem Grund-
satz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV), der zwingend einzuhalten
ist (Urteil des BVGer A-1562/2018 vom 3. August 2020 E. 2.4.2).
5.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 DBA CH-FR sind alle Informationen, die ein Ver-
tragsstaat nach Absatz 1 erhalten hat, ebenso geheim zu halten wie die
aufgrund des innerstaatlichen Rechts dieses Staates beschafften Informa-
tionen und dürfen nur den Personen oder Behörden (einschliesslich der
Gerichte und der Verwaltungsbehörden) zugänglich gemacht werden, die
mit der Veranlagung oder der Erhebung, mit der Vollstreckung oder der
Strafverfolgung oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich
der in Absatz 1 genannten Steuern oder mit der Aufsicht darüber befasst
sind. Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für diese
Zwecke verwenden (sog. Spezialitätsprinzip, vgl. BGE 147 II 13 E. 3.4).
Sie dürfen die Informationen in einem öffentlichen Gerichtsverfahren oder
in einer Gerichtsentscheidung offenlegen. Ungeachtet der vorstehenden
Bestimmungen kann ein Vertragsstaat die erhaltenen Informationen für an-
dere Zwecke verwenden, wenn solche Informationen nach dem Recht bei-
der Staaten für solche andere Zwecke verwendet werden dürfen und die
zuständige Behörde des ersuchten Staates dieser anderen Verwendung
zustimmt.
5.3 Der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 26 des Wiener Übereinkom-
mens vom 23. Mai 1969 über das Recht der Verträge [VRK, SR 0.111])
führt im Rahmen der Amtshilfe in Steuersachen dazu, dass der ersuchte
Staat grundsätzlich an die Angaben des ersuchenden Staates gebunden
ist, soweit diese nicht aufgrund von Fehlern, Lücken oder offensichtlichen
Widersprüchen sofort entkräftet werden können (BGE 144 II 206 E. 4.4;
142 II 218 E. 3.3; Urteil des BVGer A-1562/2018 vom 3. August 2020
E. 2.5). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das ganze Amtshilfeverfah-
ren (vgl. statt vieler Urteil des BVGer A-4192/2020, A-4194/2020, A-
4196/2020 vom 25. März 2021 E. 2.5.1).
6.
Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie sei eine Stiftung mit Sitz in
Y._, Z._. In den zu übermittelnden Bankinformationen
werde sie als Kontoinhaberin aufgeführt. Weiter werde darin A._
(betroffene Person 2 der Schlussverfügung vom 8. Januar 2021) – neben
sechs weiteren betroffenen Personen mit Domizil in Frankreich – als «be-
neficial owner» aufgelistet. Deren Erfassung als wirtschaftlich Berechtigte
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Seite 11
an den Konten für den massgeblichen Zeitraum sei jedoch falsch bezie-
hungsweise beruhe auf einem bankinternen Dokumentationsmangel.
A._ habe mit handschriftlichem und unterzeichnetem Schreiben
vom 20. November 2009 an ihren (Beschwerdeführerin) Stiftungsrat, und
somit vor dem ersuchten Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember
2015, mit sofortiger Wirkung und endgültig auf ihre jährliche Rente von
Fr. (...) verzichtet (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.], Be-
schwerdebeilage 53 zu BVGer-act. 1). Die Verzichtserklärung sei seitens
der UBS visiert und mit einem Stempel versehen worden, was belege, dass
diese effektiv von A._ stamme. Die an den Stiftungsrat adressierte
Verzichtserklärung sei somit der UBS beziehungsweise deren Konzernge-
sellschaft B._, welche selbst bis Ende 2011 Mitglied ihres Stiftungs-
rates gewesen sei, noch im Jahr 2009 zugegangen, zumal die Verzichtser-
klärung eineinhalb Monate vor Jahresende in W._, wo die UBS da-
mals über eine Zweigniederlassung verfügt habe, unterzeichnet worden
sei. Ferner habe die UBS die zum formellen Nachvollzug der Verzichtser-
klärung erforderlichen Stiftungsdokumente (Stiftungsratsbeschluss und In-
struktion an die UBS, den Dauerauftrag zur Auszahlung der Rente zu an-
nullieren) vorbereitet.
Mit Beschluss des Stiftungsrates vom 18. Januar 2010 sei sodann bestätigt
worden, dass die A._ vormals zustehende jährliche Rente ab Ende
2009 nicht mehr ausbezahlt werde (Beschwerdebeilage 58 zu BVGer-
act. 1). Zusammen mit der unterzeichneten Annullierungsinstruktion betref-
fend den Dauerauftrag sei dieser am 18. Januar 2010 an die UBS retour-
niert worden (Beschwerdebeilagen 59 und 60 zu BVGer-act. 1). Mit Schrei-
ben vom 28. Juni 2010 habe die UBS schliesslich der C._, der (...)
Treuhänderin der Beschwerdeführerin, das Formular A zur Unterschrift
übermittelt. Das angepasste Formular A, welches A._ nicht mehr
als Begünstigte aufführe, sei der UBS am 5. Juli 2010 unterzeichnet retour-
niert worden (Beschwerdebeilagen 61 und 62 zu BVGer-act. 1). Die
A._ betreffenden Informationen seien daher weder vom Amtshil-
feersuchen der DGFP noch vom zeitlichen Anwendungsbereich der Amts-
hilfe gemäss Art. 28 Abs. 1 DBA CH-FR erfasst. Dem vorliegenden Amts-
hilfeersuchen fehle es damit sowohl an einem formellen Ersuchen als auch
einer Rechtsgrundlage für die Amtshilfe, weshalb die Schlussverfügung der
ESTV aufzuheben sei. Würden die Informationen dennoch übermittelt, liefe
dies auf eine rechtlich unzulässige rückwirkende Anwendung der Amtshilfe
für Steuerjahre vor 2010 hinaus. Da A._ mangels wirtschaftlicher
Berechtigung an den vorliegenden Konten auch keine französischen Steu-
erfolgen resultieren könnten, seien die sie betreffenden Informationen auch
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Seite 12
nicht voraussichtlich erheblich. Schliesslich seien diese unrechtmässig be-
arbeiteten Personendaten gemäss Bundesgesetz über den Datenschutz
(DSG, SR 235.1) zu berichtigen beziehungsweise zu vernichten.
7.
7.1 Gestützt auf Art. 11 Abs. 3 des Zusatzabkommens kann die Amtshilfe
für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2010 gewährt werden (vgl. E. 3). Zwar
ist aufgrund der eingereichten Unterlagen nicht auszuschliessen, dass
A._ im Jahr 2010 beziehungsweise im von der DGFP im Amtshil-
feersuchen erwähnten Besteuerungszeitraum von 2010 bis 2015 möglich-
erweise nicht mehr wirtschaftlich an den fraglichen Konten berechtigt war.
Die Beschwerdeführerin vermag daraus jedoch nichts zu ihren Gunsten
abzuleiten: Aus den Bankunterlagen geht A._ im ersuchten Zeit-
raum unbestrittenermassen als wirtschaftlich Berechtigte hervor bezie-
hungsweise befindet sich auf den UBS-Listen. Entgegen ihrer Ansicht ist
nicht ersichtlich, dass die Bank ihre Daten früher hätte aktualisieren müs-
sen und A._ nur aufgrund eines bankinternen Dokumentationsman-
gels als wirtschaftlich Berechtigte erscheint. Wie die Beschwerdeführerin
selbst darlegt, wurde das Formular A, welches A._ erstmals nicht
mehr als wirtschaftlich Berechtigte aufführt, erst am 5. Juli 2010 angepasst.
Auch der Stiftungsratsbeschluss sowie die Instruktion betreffend Annullie-
rung des Dauerauftrags wurden der UBS erst am 18. Januar 2010 zuge-
stellt. Der Auffassung der Beschwerdeführerin, wonach die Bank den Ver-
zicht aufgrund von ihr in diesem Zusammenhang erbrachten Dienstleistun-
gen und der Mitgliedschaft einer ihrer Konzerngesellschaften im Stiftungs-
rat bereits im Jahr 2009 zur Kenntnis genommen haben musste, kann nicht
gefolgt werden. Sie hat sich damit den Inhalt der Bankunterlagen zurech-
nen zu lassen.
7.2 Es bleibt dabei, dass die zum Nachvollzug der erloschenen Begünstig-
tenstellung von A._ erforderlichen Unterlagen anfangs Jahr 2010
bei der UBS noch nicht vorlagen. Demnach hat die Bank die vorliegend
strittigen Informationen zu Recht gemeldet; sie fallen in den zeitlichen An-
wendungsbereich des DBA CH-FR und sind entsprechend vom Ersuchen
der DGFP erfasst. Von einer unzulässigen Rückwirkung kann nach dem
Gesagten nicht gesprochen werden.
8.
Die voraussichtliche Erheblichkeit der verlangten Informationen hat das
Bundesgericht im Rahmen von BGE 146 II 150 bejaht, in welchem es das
Amtshilfeersuchen Frankreichs vom 11. Mai 2016 beurteilt und für zulässig
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Seite 13
erachtete (vgl. Sachverhalt Bst. E.c). Aufgrund der höchstrichterlichen Klä-
rung der Frage der Zulässigkeit des Amtshilfeersuchens und deren präju-
diziellen Bedeutung für das vorliegende Verfahren bleibt für das Bundes-
verwaltungsgericht grundsätzlich kein Raum, die Amtshilfe in Abweichung
zu den Erwägungen des Bundesgerichts zu verweigern. Nachdem bereits
geklärt wurde, dass A._ im massgeblichen Zeitraum an den be-
troffenen Konten zu Recht als wirtschaftlich Berechtigte dokumentiert war
(E. 7) und die Beschwerdeführerin darüber hinaus keine individuellen Vor-
bringen für eine Amtshilfeverweigerung macht, ist von der voraussichtli-
chen Erheblichkeit der vorliegend zur Übermittlung vorgesehenen Informa-
tionen auszugehen.
9.
Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, die Datenbearbeitung
verstosse aufgrund der unzutreffenden Erfassung von A._ als wirt-
schaftlich Berechtigte gegen Art. 4 Abs. 1 und Art. 5 Abs. 1 DSG.
9.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 DSG muss die Bearbeitung von Personendaten
rechtmässig sein. Organe des Bundes dürfen laut dem DSG Personenda-
ten bearbeiten und bekanntgeben, wenn dafür eine gesetzliche Grundlage
besteht; besonders schützenswerte Personendaten dürfen sie nur dann
bearbeiten, wenn ein Gesetz im formellen Sinn dies ausdrücklich vorsieht.
(BVGE 2015/13 E. 3.3.2). Unrechtmässig bearbeitete Personendaten sind
gestützt auf Art. 4, Art. 5 Abs. 1 und Art. 25 Abs. 3 Bst. a DSG zu vernich-
ten.
9.2 Es kann vorliegend offen bleiben, ob das DSG mit dessen Art. 4 und 5
(neben dem StAhiG) überhaupt anwendbar ist (vgl. dazu BVGE 2015/13
E. 3.2). Die Beschwerdeführerin würde nämlich mit dem hier genannten
Vorbringen auch dann ins Leere stossen, wenn dies der Fall wäre: Dass im
vorliegenden Fall grundsätzlich eine genügende gesetzliche Grundlage für
die Erhebung von Daten im Amtshilfeverfahren besteht (vgl. Art. 28 DBA
CH-FR, Art. 8 ff. StAhiG), wird von der Beschwerdeführerin nicht in Frage
gestellt. Die Datenbearbeitung würde sich sodann auch im konkreten Fall
als rechtmässig erweisen, da nach den vorstehenden Erwägungen die Vo-
raussetzungen des Amtshilfeersuchens (auch) hinsichtlich der A._
betreffenden Daten erfüllt sind (A._ hat die sie betreffende Schluss-
verfügung der ESTV nicht angefochten). Der Antrag auf Berichtigung be-
ziehungsweise Löschung und Vernichtung der Informationen betreffend
A._ ist damit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl.
E. 1.3.1 f.).
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10.
In ihrem Eventualantrag ersucht die Beschwerdeführerin schliesslich da-
rum, die zu übermittelnden Informationen betreffend A._ seien zu
schwärzen. Dies wiederum mit der Begründung, die ersuchten Informatio-
nen seien nicht vom Amtshilfeersuchen erfasst, entbehrten einer Rechts-
grundlage und seien auch nicht voraussichtlich erheblich. Unter Verweis
auf die Erwägungen 1.3.1 f. sowie 7 und 8 ist der Eventualantrag abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten ist.
11.
Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen für die in der Schlussver-
fügung vorgesehene Amtshilfeleistung erfüllt. Die Beschwerde ist abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten ist.
12.
Zu befinden bleibt damit über den Verfahrensantrag der Beschwerdeführe-
rin, wonach in jeglichen Veröffentlichungen des vorliegenden Urteils sämt-
liche Namen, Adressangaben, Kontoinformationen und sämtliche weitere
mit der Beschwerdeführerin und weiteren betroffenen Person zusammen-
hängenden Informationen zu anonymisieren seien.
12.1 Die Anonymisierung von Urteilen im Bereich der internationalen Amts-
hilfe in Steuersachen entspricht der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts
(vgl. Art. 8 Abs. 1 des Informationsreglements für das Bundesverwaltungs-
gericht vom 21. Februar 2008 [SR 173.320.4]). Dem entsprechenden An-
trag der Beschwerdeführerin ist pro forma stattzugeben und im Übrigen
dahingehend Rechnung zu tragen, als auch die öffentliche Auflage des vor-
liegenden Urteils in anonymisierter Form zu erfolgen hat (Art. 4 Abs. 1 und
2 Informationsreglement; vgl. Urteile des BVGer A-1275/2018 vom 23. Mai
2019 E. 7.4; A-197/2018 vom 2. Mai 2018 E. 7 m.w.H.).
13.
13.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die
auf Fr. 5'000.– festzusetzenden Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1
VwVG und Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe einbe-
zahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-
wenden.
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13.2 Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist keine Parteientschädi-
gung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1
VGKE e contrario).
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