Decision ID: 2b678768-51b7-5fcf-be13-a5737da74e04
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, Mutter von drei Kindern (1987, 1996 und 2000) und ohne berufliche Ausbildung, arbeitete seit 2001 als Mitarbeiterin Reinigung bei der
Y._
, zuletzt ab 2010 in einem Pensum von 75
%
(
Urk.
11/2,
Urk.
11/46). Am
9.
April 2016 (
Urk.
11/2) meldete sie sich unter Hinweis auf Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich und im rechten Bein
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog die Akten des Kranken
taggeldversicherers bei, tätigte erwerbliche und medizinische Abklä
rungen und veranlasste unter anderem die Begutachtung der Versicherten an der
Z._
(
Expertise vom
4.
April
2019,
Urk.
11/92). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
11/101), in dessen Verlauf weitere Arztberichte aufgelegt worden waren, verneinte sie mit Verfügung vom 2
1.
Oktober 2019 (
Urk.
2) den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente.
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 2
0.
November 2019 (
Urk.
1) Beschwerde mit dem folgenden Rechtsbegehren (S. 2):
1.
Die angefochtene Verfügung vom 2
1.
Oktober 2019 sei aufzuheben und der
Beschwerdeführerin
seien vorerst berufliche Massnahmen zu gewähren, wo
raufhin neu zu entscheiden sei.
2.
Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei nach Durchführung der beruflichen Massnahmen eine Neubegutachtung in Auf
trag zu geben. Ebenso sei eine Abklärung im Haushalt durchzuführen, bevor über den Fall neu entschieden wird.
3.
Für das vorliegende Verfahren sei die unentgeltliche Rechtspflege und
Ver
bei
ständung
zu gewähren.
4.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7
%
Mehrwertsteuer zu Lasten der
Beschwerdegegnerin
.
Die IV-Stelle ersuchte am 1
0.
Januar 2020 (
Urk.
10) um Abweisung der Beschwer
de. Am 2
8.
Januar 2020 (
Urk.
13) äusserte sich die
Beschwerdeführerin
erneut. Am 1
3.
März 2020 (
Urk.
15) reichte die
A._
und am 1
9.
März 2020 (
Urk.
18) die
Beschwerdeführerin
den Austrittsbericht vom
9.
März 2020 (
Urk.
16)
sowie weitere Unterlagen ein, was der Beschwerdegegnerin am
8.
Juni
2020 (
Urk
.
20) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung aus (
Urk.
2), die
Beschwerdegegnerin
könne seit 2
2.
Oktober 2015 ihre bisherige Tätigkeit als Raumpflegerin nicht mehr ausüben, ab
1.
Mai 2016 bestehe indes für angepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. Ab Januar 2018 sei infolge einer leichten Verschlechterung
nurmehr
eine Arbeitsfähigkeit von 90
%
in angepassten Tätigkeiten gegeben. Ausgehend von einer Qualifikation als zu 75
%
im Erwerbsbereich und zu 25
%
im Haushaltbereich Tätige errechnete die
Be
schwerdegegnerin
einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad.
2.2
Die
Beschwerdeführerin
hielt dagegen (
Urk.
1), sie sei als Vollerwerbstätige zu qualifizieren, lebe sie doch in drückenden Verhältnissen, sei auf einen vollen Ver
dienst angewiesen und seien ihre Kinder gross geworden (S. 2). Werde von einer teilweisen Qualifikation als im Haushalt Tätige ausgegangen, sei eine Haushaltab
klärung durchzuführen, was bisher nicht geschehen sei. Im Rahmen der bean
tragten beruflichen Massnahmen habe sie die
Beschwerdegegnerin
aufgefordert, einen Arbeitgeber zu präsentieren, der trotz medizinischer Folgen bereit sei, sie aufzunehmen und in der Pensionskasse versichern zu lassen. Mit dem Hinweg
setzen über diesen Antrag habe die
Beschwerdegegnerin
das rechtliche Gehör verletzt (S. 3). Sie sei mehrfach angeschlagen und
die verschiedenen Gesundheits
schädigungen
verursachten eine nachhaltige Müdigkeit und Niedergeschlagen
heit. Wenn die Gutachter davon ausgegangen seien, dass sie ihre bisherige Tätig
keit nicht mehr ausüben könne, erscheine es als unschlüssig und widersprüchlich, wenn
sie
in irgendeinem anderen Beruf eine volle Arbeitsfähigkeit attestierten. Durch die fehlende Auseinandersetzung mit diesen im
Einwandverfahren
vorge
tragenen Vorbringen habe die
Beschwerdegegnerin
die Begründungspflicht ver
letzt (S. 4). In der Zwischenzeit habe sie wegen Panikattacken eine Schlafla
borabklärung durchgeführt, wobei die zu berücksichtigenden Ergebnisse noch ausstünden (S. 5).
Am 1
9.
März 2020 (
Urk.
18) ergänzte sie, aufgrund schlechter Schlafqualität könne
sie sich regelmässig nicht erholen, um ihren Alltag und ihre Aufgaben zu meis
tern. Die mangelnde Schlafqualität resultiere aus der Schmerzsituation (Rücken
leiden, Magen-Darm-Probleme).
3.
3.1
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, führte am 1
0.
März 2016 (
Urk.
11/16/2) bei der Diagnose einer L5-Radikulopathie rechts bei
rezessaler
Stenose L4/5 rechts eine mi
krochirurgische
Rezessotomie
L4/5 rechts durch.
Am
1.
November 2016 (
Urk.
11/23/1) stellte er die Diagnose einer unklaren Ischialgie rechts bei Status nach Dekompression. Er berichtete über eine geklagte Ver
schlech
terung der Beschwerden durch die aktive Physiotherapie. Die geklagten
Lumboischialgie
-Beschwerden fasste er als unspezifisch und regte Abklärungen zum Ausschluss eines psychosomatischen Hintergrunds an.
3.
2
Dr.
med.
C._
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
D._
, Fachärztin Neurologie, hielten in ihrem Gutachten vom 2
2.
Oktober
2016 (
Urk.
11/61/40-49
, Untersuchung am 1
9.
August 2016
) zu Händen des Kran
kentaggeldversicherers fest, es könnten
objektiv-psychopathologisch keine Ver
än
derungen festgehalten werden, welche deutlich über das von der Beschwerde
führerin beschriebene «Schmerzsyndrom» hinausgingen. Die für die nach versi
cherungsmedizinischen Kriterien geforderte klinisch-objektive Schweregradbeur
teilung
impliziere
heute (medizinisch-psychiatrisch) aus psychiatrisch-patholo
gischer und verhaltensneurologisch-leistungspsychologischer Sicht für die ange
stammte und jede andere bildungsadäquate Tätigkeit eine 100%ige Arbeits
fähig
keit. Zu den Auswirkungen der körperlichen Beschwerden müsse aus rheumatolo
gisch-orthopädischer Sicht Stellung genommen werden (S. 8).
3.
3
Die Ärzte der E._
führten in ihrem Bericht vom 2
9.
November 2016 (
Urk.
11/61/54-70) über die funktionsorientierte medizinische Abklärung (samt Evaluation der arbeitsbe
zoge
nen funktionellen Leistungsfähigkeit) aus, es lägen degenerative Veränderungen im LWS-Bereich vor, die radiologisch und klinisch bestätigt seien, die Stärke und Ausprägung der gezeigten Symptomatik aber nicht erklären könnten (S. 2). Unter Bezugnahme auf die Expertise der
Dres
.
C._
und
D._
(E.
3.2
) hielten sie fest, das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in einer ve
rmi
n
d
erten Be
lastungstoleranz des Rumpfes aufgrund von ausgeprägten
muskulären Defiziten. Die Leistungsbereitschaft beurteilten sie als im Wesentlichen zuverlässig. Die Beobachtungen bei den Tests wiesen jedo
c
h nach län
g
er dauernder Belastung auf eine Selbstlimitierung und ein ausgepr
ägtes Schmerzverhalten hin. Die Belast
barkeit liege allgemein im Bereich einer leichten Arbeit. Eine Tätigkeit müsse wechselpositionierend sein; Einschränkungen bestünden bei Arbeiten über Schul
ter
höhe, in vorgeneigter und/oder verdrehter Position des Rumpfes, wiederholte Kniebeugen oder
Trep
pen steigen sollte nur manchmal ausgeführt werden (S. 3). In einer solchen Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Auch die ange
stammte Tätigkeit als Reinigungskraft sei aus rein orthopädisch-rheumatolo
gi
scher Sicht ganztags zumutbar. Aufgrund der
Dekonditionierung
bestehe für drei Monate eine Einschränkung von 25
%
(S. 4).
3.4
Di
e Ärzte der F._
diagnostizierten in ihrem Bericht vom 2
5.
Februar 2017 (
Urk.
11/61/103-104) über die stationäre Rehabilitation vom 3
1.
Januar bis 2
5.
Februar 2017 ein anhaltendes
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts bei Dekompressions-Operation, eine Nierenzyste links, eine Migräne, ein
Fibro
adenom
rechte Brust sowie anamnestisch eine Hepatitis B.
Sie empfahlen ein Fortführen der ambulanten Physiotherapie bei erlaubter Vollbelastung und atte
stierten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit vom 3
1.
Januar bis 2
6.
Februar 201
7.
3.
5
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Rheumatologie,
welcher die Beschwerdeführerin seit November 2015 betreut
, diagnostizierte in seinem Bericht vom
8.
Dezember 2017 (
Urk.
11/70) ein chronisches
lumboradikuläres
Schmerz- und sensibles Reizsyndrom S1 rechts bei Status nach Dekompression und
Laminektomie
L4/5 am 1
0.
März 2016, bei
Osteochondrosen
und
Spondylarthrosen
L4/5 sowie einen Verdacht auf Schmerzausweitung/Aggravation. Er führte aus, die Beschwerde
führerin könne nicht mehr längere Zeit stehen, das Tragen von Lasten sei nicht möglich und sie könne sich nicht mehr bücken. Die Tätigkeit als Reinigungskraft sei nicht mehr möglich. Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äusserte er sich nicht.
3.
6
Hausarzt
Dr.
med.
H._
, Facharzt Allgemeine Medizin FMH, diagnos
tizierte im Bericht vom
3.
Januar 2018 (
Urk.
11/71/6-11) eine persistierende Lum
balgie und eine Ischialgie bei Status nach Dekompression L4/5 rechts im März 201
6.
Daneben erwähnte er – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – eine chronische Migräne, eine
gastroösophageale
Refluxkrankheit
sowie ein chroni
sches
zerviko
- und
thorakovertebrales
Schmerzsyndrom seit Jahren (
Ziff.
1.1). Er attestierte eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Raumpflegerin (
Ziff.
1.6) und befand mittelfristig eine leichte manu
elle Tätigkeit mit Wechselposition ca. 4 Stunden pro Tag als möglich (
Ziff.
1.7).
Er empfahl weiter die Durchführung einer medizinischen Trainingstherapie sowie eine psychiatrische Abklärung und Therapie (
Ziff.
1.8).
3.7
3.
7
.1
Im Gutachten der
Z._
vom
4.
April 2019 (
Urk.
11/92), welches die Disziplinen Orthopädie/Traumatologie, Innere Medizin, Neurologie sowie Psychiatrie umfasst, stellten die Experten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9):
1.
Pseudoradikuläres
Lumbalsyndrom rechts bei
Osteochondrosen
und
Spondyl
arthrosen
in Höhe LWK4/5, Status nach mikrochirurgischer
Rezessotomie
L4/5 rechts am 1
0.
März 2016
2.
Leichte depressive Episode, Differenzialdiagnose
Dysthymia
Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen sie folgenden Diagnosen bei:
1.
Undifferenzierte Somatisierungsstörung, Differenzialdiagnose chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
2.
Inkomplettes
sensibles L5-Syndrom
rechts
3.
Inkomplettes
sensibles S1-Syndrom
rechts
4.
Benigner
paroxysmaler
Lagerungsschwindel
5.
Chronische
unklare
Kopfschmerzen
6.
Zervikobrachialsyndrom
rechts ohne
radikuläre
Reizung
7.
Beginnendes
Upper
-
Airway
-Resistance-Syndrom
8.
Senk-Spreizfuss beidseits
9.
Zustand nach Hepatitis B
10.
Zustand nach Borreliose
3.7
.2
Die Ärzte führten aus, die
Beschwerdeführerin
habe seitens des Stütz- und Bewe
gungsapparates Blockierungen und Schmerzen im rechten Bein, im Lenden- und Sakralbereich, in den rechten Rippen, zwischen Schultern und in der rechten Schulter angegeben. Bei der orthopädisch-
traumatologischen
Untersuchung sei
die LWS mit harmonischer Lordose zwar gering eingeschränkt demonstriert worden
, spontan jedoch frei beweglich gewesen. Klopf- und Druckschmerz
an
gaben seien nicht erfolgt. Hinweise auf eine akute Reizung lumbaler Nerven
wurzeln hätten nicht bestanden.
Im MRI der LWS vom 1
7.
August 2018 hätten sich keine eindeutige Neu
rokom
pression, ein stationärer
Anulus
fibrosus
-Riss im Diskus LWK4/5, ein neu ab
grenz
barer
Anulus
fibrosus
-Riss im Diskus L5/S1 sowie ein stationärer minimer Reizzustand der Endplatten L5/S1 dargestellt. Für die von der
Beschwerdeführerin
angegebenen Schmerzen im kompletten rechten Fuss und Unterschenkel bestün
den von orthopädisch-
traumatologischer
Seite keine objektivierbaren Korrelate. Es habe eine gering eingeschränkt beweglich demonstrierte HWS in Bezug auf die Rückneigung sowie die Seitneigung des Kopfes nach beiden Seiten bestanden. Die spontanen Kopfbewegungen seien ohne Einschränkungen gewesen. Hinweise auf eine Reizung zervikaler Nervenwurzeln hätten nicht bestanden.
Im MRI der BWS vom 1
8.
Oktober 2018 habe sich
nebenbefundlich
eine Reizung des Facettengelenkes C5/6 rechts gezeigt, die die Bewegungseinschränkungen des Kopfes jedoch nur teilweise nachvollziehen liessen. Für die von der
Beschwerde
führerin
angegebene nächtliche Taubheit der Handaussenseiten beidseits finde sich weder klinisch noch radiologisch ein entsprechendes pathologisches Korrelat. Während das linke Schultergelenk frei beweglich gewesen sei, sei das rechte Schultergelenk in Bezug auf die Vorwärts- und Seitwärtsneigung aktiv und passiv eingeschränkt beweglich vorgeführt worden. Druckschmerzangaben seien nicht erfolgt. Hinweise für eine relevante
Rotatorenmanschettenläsion
bestünden bei seitengleich demonstrierten isometrischen Spannungstests und beidseits negati
vem Zeichen nach
Jobe
nicht. Es fänden sich bei negativen Zeichen nach Neer und fehlendem
painful
arc
auch keine Hinweise für ein
Impingementsyndrom
. Bei fehlender Druckschmerzangabe und nicht schmerzhafter horizontaler Abduk
tion beidseits bestehe auch keine Reizung der
Akromioklavikulargelenke
. Auch die seitengleich normal entwickelte Ober- und Unterarmmuskulatur ohne mess
bare Seitendifferenz schliesse eine namhafte Schonung des rechten Armes aus. Obwohl die
Beschwerdeführerin
angegeben habe, seit sieben Jahren Schmerzen im Bereich der rechten Schulter zu haben, fänden sich in den Akten dazu keine
Angaben. Lediglich im Austrittsbereich der stationären Rehabilitation in der
F._
vom 2
5.
Februar 2017 (E.
3.4
) werde eine «verspannte Mus
kulatur im Schulter- und Nackenbereich», jedoch keine Erkrankung der rechten Schulter erwähnt. Die BWS mit harmonischer Kyphose sei frei beweglich ge
wesen. Klopf- und Druckschmerzangaben seien über den Dornfortsätzen des
6.
bis
8.
Brustwirbelkörpers und den
Costotransversalgelenken
beidseits von BWK8
erfolgt. Hinweise auf eine akute Reizung thorakaler Nervenwurzeln oder eine Blockierung der
Costotransversalgelenke
hätten nicht bestanden. Auch das MRI der BWS vom 1
8.
Oktober 2018 sei vollkommen regelrecht gewesen. Ein ent
spre
chendes pathologisches Korrelat für die von der
Beschwerdeführerin
angege
benen Beschwerden im Bereich der mittleren BWS bestehe somit weder anhand der klinischen noch der radiologischen Untersuchung (S. 6).
3.7
.3
Die Experten hielten weiter fest, zum Zeitpunkt der psychiatrischen Untersuchung seien bei der
Beschwerdeführerin
die Kriterien für eine leichte depressive Episode
erfüllt gewesen. Die geforderten zwei Zentralkriterien (leichte depressive Stim
mung und ein leicht verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit) wie auch drei Zusatzsymptome (Verlust des Selbstvertrauens oder des Selbstwertge
fühls, Klagen über oder Nachweis eines verminderten Denk- oder Konzentrations
vermögens, Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit, Schlafstörungen jeder Art) seien bei der
Beschwerdeführerin
erfüllt. Dass die
Beschwerdeführerin
mi
t Aus
nahme von niedrig dosiertem
und somit nicht antidepressiv wi
rkendem
Surmontil
und nicht mit einem Antidepressivum behandelt werde, stütze die diagnostische Einschätzung einer nur leichten depressiven Episode. Differenzialdiagnostisch sei auch eine
Dysthymia
möglich.
Hinsichtlich der von der
Beschwerdeführerin
angegebenen Schmerzen ergebe sich unter Einbezug der Akten und auch der aktuellen orthopädischen Untersuchung, dass diese nicht vollständig organmedizinisch erklärbar seien. Die prinzipiell in
Frage kommende Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung liege
nicht vor, insbesondere sei das für diese Diagnose geforderte Kriterium, dass psy
chosoziale Probleme oder emotionale Konflikte sowohl hinsichtlich der Entste
hung als auch des Verlaufs der Störung die Hauptursache darstellten, nicht erfüllt. Vielmehr sei von einer undifferenzierten Somatisierungsstörung auszugehen. Diese Diagnose sei dann zu stellen, wenn, wie bei der
Beschwerdeführerin
, zahlreiche, unterschiedliche und hartnäckige körperliche Beschwerden vorlägen, das vollständige und typische Bild der Somatisierungsstörung aber nicht erfüllt sei. Auch müsse bei der undifferenzierten Somatisierungsstörung eine psycholo
gische Verursachung nicht zwingend vorliegen. Differenzialdiagnostisch sei auch eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakten zu diskutieren. Dies begründe jedoch aus versicherungsmedizinischer Sicht keinen wesentlichen Unterschied. Die von der
Beschwerdeführerin
beschriebene Sympto
matik mit Kurzatmigkeit und subjektiv empfundener Atemnot ohne begleitende Angstsymptomatik oder körperliche und vegetative Symptomatik sei am ehesten im Rahmen der Somatisierungsstörung zu erklären. Die Schmerzstörung sei bei der
Beschwerdeführerin
leicht ausgeprägt. Sie habe teilweise leicht hypochon
drisch a
nmutende Ängste angegeben, ohne
dass
aber
die Kriterien für eine hypo
chondrische Störung erfüllt gewesen wären. Dies insbesondere deshalb, da die geforderten Kriterien nicht erfüllt seien,
nämlich,
dass die ständige Sorge um diese Überzeugung und um die Symptome ein andauerndes Leiden oder eine Störung des alltäglichen Lebens verursachen und die Patienten veranlassen, um medizinische Untersuchungen nachzusuchen und eine hartnäckige Weigerung, die medizinischen Feststellungen zu akzeptieren, dass keine ausreichende körper
liche Ursache für die körperlichen Symptome vorliegt (S. 7).
3.7
.4
Die Gutachter befanden die von der
Beschwerdeführerin
anamnestisch und auch bei der neurologischen Untersuchung angegebene Hypästhesie beide
r
Füsse kom
plett als nicht plausibel. Die Zuordnung zu einem
Dermatom
oder einem peri
pheren Nerv sei nicht möglich, für eine derart ausgeprägte allfällige Polyneu
ropathie fehlten andere passende Befunde (z.B.
Areflexie
,
Pallhypästhesie
). Dass eine entsprechende Hypästhesie auch in einem Streifen im Aussenbereich des Unterschenkels rechts angegeben werde, erscheine hingegen vor dem Hintergrund der Vorgeschichte plausibel, da es sich hierbei um ein unvollständiges sensibles L5-Syndrom handeln würde (Status nach mikrochirurgischer
Rezessotomie
L4/5 rechts 2016). Entsprechend würde die umschriebene Hypästhesie in der Nähe der Achillessehne links einem unvollständigen S1-Syndrom entsprechen.
Die angegebene Sensibilitätsstörung in der linken Gesichtshälfte bleibe unver
standen, vergleichbare Angaben fänden sich in den vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht. Vor elf Jahren sei allerdings von neuropathischen Gesichts
schmerzen lediglich im Versorgungsgebiet V II links berichtet worden. Diese Beschwerden besässen ohnehin keine Alltagsrelevanz.
Die
Beschwerdeführerin
beschreibe ausserdem plausibel Symptome eines benig
nen paroxysmalen Lagerungsschwindels, der aber keine Alltagsrelevanz habe (intermittierendes Auftreten abends im Bett).
Die beschriebenen nächtlichen Taubheitsgefühle in beiden Kleinfingern ent
sprä
chen einer
Neurapraxie
eines sensiblen
Radialis
-Astes, was für die aktuelle Fragestellung ebenfalls keine Relevanz besitze. Nicht einmal die Erwähnung als neurologische Diagnose erscheine angebracht.
Die von der
Beschwerdeführerin
beschriebenen Kopfschmerzen seien neuro
anatomisch und neurophysiologisch nicht spezifizierbar. Dass sich die Diagnose Migräne innerhalb der letzten Jahre durch die Akte ziehe, überrasche nach der aktuellen Exploration. Denn die von der
Beschwerdeführerin
beschriebene Symp
tomatologie und Dynamik erfüllten nicht ausreichend die Kriterien für eine Migräne. So beschreibe sie umschriebene Stellen am Kopf, die schmerzen würden. Ausserdem sei die strenge Einseitigkeit eher untypisch. Eine typische Aura sei nicht zu erfragen. Unabhängig von ihrer Entität besässen die Kopfschmerzen für die Frage der Arbeitsfähigkeit keine Relevanz, denn den Angaben der
Beschwer
deführerin
zufolge bestünden sie ebenfalls sei
t
vielen Jahren und offenbar habe sie damit ohne häufige Absenzen arbeiten können (jedenfalls so nicht beschrieben und von ihr auch nicht angegeben). Hinweise für einen Medikamenten-Überge
brauch-Kopfschmerz lägen nicht vor, die diagnostischen Kriterien seien nicht
erfüllt. Ausserdem schienen die Schmerzmittel zumindest zu einer Linderung der Kopfschmerzen zu führen, könnten also nicht gleichzeitig Ursache dafür sein.
Zusammenfassend lägen auf neurologischem Gebiet keine Erkrankungen vor, die für die Frage der Arbeitsfähigkeit relevant seien (S. 7 f.).
3.7
.5
Aus internistischer Sicht verwiesen die
Z._
-Ärzte auf einen Zustand nach einer Hepatitis-B-Erkrankung, die per Zufall vor zirka acht Jahren diagnostiziert worden sei. Aufgrund der Abheilung sei keine weitere medikamentöse Interven
tion erfolgt. Regelmässige Kontrollen seien über den Hausarzt erfolgt. Ebenfalls bestehe ein Zustand nach einer
Borrelioseerkrankung
, die antibiotisch im Vorfeld behandelt worden sei; im weiteren Verlauf sei durch laborchemische Kontrollen keine Aktivität mehr nachweisbar gewesen. Bezüglich der immer wieder auftre
tenden fraglichen Dyspnoe-Attacken sei bereits eine mehrfache lungenfachärzt
liche Abklärung ohne relevantes entsprechendes organisches Korrelat erfolgt (S. 8).
3.7
.6
Zu den funktionellen Auswirkungen der Befunde und Diagnosen hielten die Gut
achter fest, aufgrund der vorhandenen degenerativen Veränderungen im Bereich der unteren LWS bestünden Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit der
Beschwerdeführerin
für körperlich mittelschwere Tätigkeiten mit Zwangshal
tun
gen der LWS. Ausserdem bestünden aufgrund der leichten depressiven Epi
sode Einschränkungen für unstrukturierte Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, an die emotionale und körperliche Belastbarkeit und mit Gefährdungspotential (S. 9).
Entsprechend attestierten sie in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit – im Sinne einer körperlich leichten bis selten leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der LWS, gut strukturiert ohne zu hohe Anfor
derungen an die Konzentrationsfähigkeit, ohne hohe Anforderungen an die emo
tionale und körperliche Belastbarkeit und ohne Gefährdungspotential (S. 10) – erachteten sie als zu 90
%
zumutbar. Retrospektiv gingen sie aufgrund der ange
gebenen L5-Radikulopathie rechts bis sieben Wochen nach der mikrochirur
gi
schen
Rezessotomie
L4/5 rechts, also bis Ende April 2016, von einer vollum
fänglichen Arbeitsunfähigkeit aus. Ab Mai 2016 werde vom Erreichen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Lediglich für die Dauer der stationären Aufenthalte habe eine vorübergehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Eine rückwirkende Beurteilung aus psychiatrischer Si
c
ht sei erst mit der ersten versicherungspsychiatrischen Begutachtung (E.
3.2
) ab August 2016 möglich. Vorher lägen keine psychiatrischen Berichte vor. Es sei seit dieser letzten Begut
achtung ab August 2016, als keine Hinweise für eine depressive Episode be
standen hätten, von einer leichten Verschlechterung des psychischen Zustands
bildes auszugehen, sodass in der aktuellen gutachterlichen Untersuchung eine leichte depressive Episode, differenzialdiagnostisch auch eine
Dysthymia
, diag
nostiziert worden sei (S. 11).
Die Experten ergänzten, die
Beschwerdeführerin
sehe sich aufgrund ihrer Schmer
zen zu keiner Tätigkeit in der Lage. Anhand des aktuell erhobenen klinischen und radiologischen Untersuchungsbefundes seien jedoch keine Einschränkungen des
Aktivitätenniveaus
in vergleichbaren Lebensbereichen nachvollziehbar. Es be
stünden Diskrepanzen zwischen Art und Schwere der von der
Beschwerdeführerin
angegebenen Beschwerden und Einschränkungen zu den objektivierbaren klini
schen und radiologischen Befunden. Die
Beschwerdeführerin
sei körperlich in der Lage, zum grössten Teil ihren Haushalt selbst zu versorgen, regelmässig spazieren zu gehen, Auto zu fahren, sogar bis in den Urlaub na
c
h Bosnien (S. 10).
3.8
Dr.
med.
I._
, Kaderarzt Pneumologie am
J._
, diagnostizierte in seinem Bericht vom
4.
Dezember 2019 über die ambulante Behandlung wegen Atem- und Schlafproblemen vom 2
1.
November 2019 eine psychophysiologische Insomnie mit Durchschlafstörung und Nicht-erholt-Sein am Tage, ein leicht
gra
diges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, eine depressive Verstimmung, chroni
sche Rückenschmerzen, nächtliche Atemnot-Attacken und Dyspnoe verbunden mit thorakalem Engegefühl tagsüber (Differenzialdiagnose psychosomatisch), anamnestisch Migräne sowie saisonale
Rhinokonjunktivitis
. Er hielt fest, für eine Einschränkung der Lungenfunktion habe er keinen Hinweis erhalten. Bei der Belastungsprüfung am meisten auffällig sei die Atemtechnik mit stark wechseln
den Atemzügen und Atemmittellage. Für eine Einschränkung des kardio-pulmo
nalen Systems habe er bis zum Ende der Belastung keinen Hinweis erhalten.
In der
Polysomnographie
vom 2
1.
Oktober 2019
zeige sich das Bild einer Inso
mnie, passend zu
r
Anamnese. Für ein nächtliches relevantes PLMS (
Periodic
Limb
Movement) habe er keinen Hinweis erhalten. Es finde sich wie beim Vorbefund ein leichtgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom. Für eine CPAP-Therapie sehe er aktuell diesbezüglich keine Indikation, auch nicht für die sporadisch auftretenden (3-4 x jährlich) nächtlichen Atemnotattacken. Nach seiner Beur
tei
lung im Vordergrund sollte eine psychosomatische, möglichst stationäre Therapie mit Fokus auf der Insomnie erfolgen.
3.9
Die Ärzte der
A._
, wo die
Beschwerdeführerin
vom 1
6.
Januar bis
5.
März 2020 stationär behandelt wurde, diagnostizierten mit Austrittsbericht
vom
9.
März 2020 (
Urk.
19/1) eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig
mittelgradige
Episode, eine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst), eine
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, eine nicht
organische Insomnie sowie ein leichtes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (S. 2). Sie führten aus, die chronische Schmerzstörung halte die Hyperfokussie
rung auf körperliche Symptome sowie die Angstsymptomatik aufrecht. Die Akti
vität und Teilhabe am Alltag sowie an einer potenziellen beruflichen Arbeitsstelle seien aufgrund der körperlichen Einschränkungen (Rückenschmerzen, Magen-Darm-Probleme) schwer betroffen. Das mittelgradig depressive Zustandsbild habe im Rahmen der therapeutischen Behandlung aufgefangen und deutlich verbessert werden können, sodass von einer Teilremission ausgegangen werden könne. Die Angstsymptome sowie die körperlichen Beschwerden bestünden weiterhin (S. 5).
Im Rahmen der durchgeführten
Aktigraphie
habe sich im Durchschnitt eine Gesamtschlafzeit von 7 Stunden 9 Minuten bei einer Schlafeffizienz von 79
%
gezeigt. Der Schlaf habe sich durch die psychiatrisch-psychotherapeutische sowie schlafmedizinische Behandlung teilweise verbessert. Die
Beschwerdeführerin
berichte jedoch von zunehmenden belastenden Träumen. Es sei auch teilweise vorgekommen, dass sie nachts aufgeschreckt sei und Atemnot beschrieben habe (S. 5 f.).
Die Ärzte attestierten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bis zum 1
8.
März 2020 und boten eine ambulante schlafmedizinische Behandlung im Falle der Persistenz der Schlafstörungen an (S. 6).
4.
4.1
4.1.1
Vorwegzuschicken ist, dass das
Gutachten der
Z._
vom
4.
April 2019 (
E. 3.7) den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise ent
spricht. So ist es für
die streitigen Belange umfassend
, beantwortet es doch die Fragen nach den vorliegenden Befunden, den zu stellenden Diagnosen und der
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Das Gutachten beruht sodann auf den not
wendigen Untersuchungen in den Disziplinen Orthopädie/Traumatologie, Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie, was angesichts der geklagten Pathologien nicht zu beanstanden ist. Die Experten berücksichtigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander. Ihnen waren weiter die Vor
akten bekannt. Sie legten die
medizinischen Zusammenhänge einleuchte
nd dar
und die Schlussfolgerungen der Experten
erscheinen als begründet.
4.1.2
In diesem Sinne zeigten sie auf, dass die hauptsächliche Pathologie im Bereich der unteren LWS liegt, an welcher Stelle die Dekompressionsoperation stattge
funden und aufgrund welcher Beschwerden sich die Beschwerdeführerin bei der Beschwerdegegnerin angemeldet hatte.
Unter Bezugnahme auf die bild
g
e
b
enden Untersuchungsresultate konstatierten sie eine
ausgewiesene
Pathologie, zeigten indes auf, dass das geklagte Schmerzniveau damit
nicht
in Übereinstimmung zu bringen ist. So legten sie dar, dass
die
Bilder vom August 2018 keine eindeutige Neurokomp
r
ession zeigte
n
,
sondern
le
d
i
g
lich zwei
Anulus
fibrosus
-Risse sowie ein
minimer Reizzustand der Endplatten L5/S1
(E. 3.7.2)
.
Dass die Ärzte bei dieser Ausgangslage die Tätigkeit in der Raumpflege mit ihren teilweise anspruchsvollen körperlichen Anteilen als nicht mehr zumutbar erachteten, ist ebenso nachvoll
ziehbar wie die Annahme einer - au
s
körperlicher Sicht - vollständigen Arbeits
fähigkeit in einer Tätigkeit,
welche
auf
die
LWS-Problematik Rücksicht nimmt.
Mangels ausgewiesener
Nervenreizung ist nicht erkennbar, aus welchen Gründen eine in optimaler Haltung zu verrichtende Tätigkeit nicht
vollumfänglich
möglich sein sollte.
4.1.3
Nachvollziehbar schilderten die
Gutachter
, dass auch die übrigen Pathologien keinen respektive nur einen geringen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit haben.
Bezüglich Nacken/Armausstrahlung
zeigten sie auf, dass sich in den Bildern vom Oktober 2018 wohl eine
Reizung des Facetten
ge
lenkes C5/6 rechts gezeigt
hatte
, die
se allerdings nicht für die geklagte
nächtliche Taubheit der Handaussenseiten
verantwortlich sein kann. In Bezug auf geklagte Schulterbeschwerden konnten klinisch keine relevanten Befunde erhoben werden und auch in der Vergangenheit fanden sich nur nebensächliche Klagen respektive Befunde (verspannte Muskulatur). Die BWS betreffend zeigten die bildgebenden Untersuchungen keine Pathologie (E. 3.7.2).
In schlüssiger Weise legten die Experten auch dar, dass in psychiatrischer Hin
sicht bei der Diagnose einer leichten depressiven Episode nur eine marginale
Ein
schränkung
der Arbeitsfähigkeit von 10
%
gegeben ist. Hierzu zeigten sie anhand der Diagnos
e
richtlinien auf, dass es mit der gestellten Diagnose sein Bewenden hat. Weiter sind die geschilderten Befunde
(
Urk.
11/92/84-83)
zwanglos mit der gestell
t
en Diagnose vereinbar und legen nicht den Schluss nahe, dass die Arbeitsfähigkeit massiv eingeschränkt wäre.
Sodann schlossen die Ärzte begrün
det die Diagnose einer
somatoformen Schmerzstörung
aus und gingen stattdessen von einer
undifferenzierten Somatisierungsstörung
aus, wobei sie darlegten, dass nicht sämtliche Kriterien gegeben sind
und nur eine leichte Ausprägung vorliegt (E. 3.7.3)
.
4.1.4
Bei dieser Ausgangslage erscheint die Schlussfolgerung einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10
%
als nachvollziehbar, sind doch leichte Schwierigkeiten bei der Arbeitsausübung
nachvollziehbar
und aufgrund der diskreten
objek
ti
vier
baren
Befunde ebenso, dass
d
ie
Beschwerdeführerin
grundsätzlich in der Lage ist, einer angepassten Tätigkeit nachzugehen.
Ebenso schlüssig erscheint, dass sieben Wochen nach der Rückenoperation die Rekonvaleszenz soweit fortgeschritten war, dass die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zurückgewonnen war.
4.2
Im gleichen Sinn waren schon die Fachleute des
E._
im November 2016 davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten
Tätigkeit voll
zeitlich l
eistungsfähig ist. Damals zeigten sich noch keine depressiven Symptome, weshalb dieser Bericht (E. 3.3) vollständig mit dem
Z._
-Gutachten in Übereinstimmung steht.
4.3
Eine abweichende Meinung vertrat in der Periode vor der Erstellung de
s
Z._
-Gutachtens
vorweg
Hausarzt
Dr.
H._
,
welcher im
Januar 2018
(mittel
fristig) von einer etwa 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten aus
ging (E. 3.6). Diese Einschätzung wurde indes nicht begründet, sondern fusste zur Hauptsache auf den subjektiven Schmerzklagen der Beschwerdeführerin. Dies
vermag
die detaillierten Darlegungen der
Z._
-Gutachter nicht in Frage zu stellen
, zumal eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit
auch in angepassten Tätig
keiten, wie sie der Hausarzt implizit attestierte, nicht
nachvollziehbar
ist.
Auf die Einschätzung einer vorläufig lediglich 50%igen Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit (
vorwiegend
sitzend) durch
Dr.
med.
K._
, FMH orthopädi
sche Chirurgie, welcher am 2
6.
Januar 2017 (
Urk.
11/32
S. 5
) zu Händen der BVK
ein vertrauensärztliches Gutachten
erstellte, kann nicht abgestellt werden. So stützte er sich dabei hauptsächlich auf die Schmerzklagen der Beschwerdeführerin und konnte keine einschlägigen morphologischen Befunde nennen.
Weiter war ihm das Gutachten der
E._
nicht bekannt, weshalb seine Einschätzung nicht in Kenntnis der
Vorakten
erfolgte und
das
Gutachten den bundesgerichtlichen Be
weiskriterien von vornherein nicht entspricht.
Operateur
Dr.
B._
attestierte nach
dem Eingriff
wohl vollständige Arbeits
unfähigkeiten (
Urk.
11/19-20,
Urk.
11/22), bezog sich dabei
aber
jeweils offen
kundig auf die bisherige Tätigkeit und nicht auf eine angepasste. Zuletzt teil
te
er den Abschluss der Behandlung mit und äusserte sich nicht mehr zur Arbeits
fähigkeit (
Urk.
11/23/1). Der behandelnde Rheumatologe
Dr.
G._
äusserte sich ebenfalls nicht zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (
Urk.
11/31/3,
Urk.
11/70/3).
Demgemäss kann den Berichten der behandelnden Spezialisten
nichts Abweichendes entnommen werden und stellen sie auch nicht die Wieder
er
langung der Arbeitsfähigkeit in
angepasster
Tätigkeit sieben Wochen nach dem operativen Eingriff
- mithin ab Mai 2016 -
in Frage.
4.4
4.4.1
Die Beschwerdeführerin
monierte die gutachterliche Einschätzung nicht substan
ti
iert. Soweit sie einen Widerspruch im Attest einer vollumfänglichen Arbeits
unfähigkeit im bisherigen und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit sieht (
Urk.
1 S. 4), kann ihr angesichts der detaillierten Begrün
dung der Gutachter nicht gefolgt werden. Dass sie angesichts des lädierten Rückens die körperlich zuweilen anstrengende und in nicht ergonomischer Hal
tung auszuführende Tätigkeit in der Reinigung nicht mehr ausüben kann, leuchtet jedenfalls ein. Dass sie deswegen aber auch in einer hierauf Rücksicht nehmenden Tätigkeit eingeschränkt sein soll, ist nicht erkennbar.
Zu Hauptsache verwies die Beschwerdeführerin auf weitere Leiden, namentlich Kopfschmerzen, Borreliose, Schlafapnoe (
Urk.
1 S. 4) sowie die neu eingeleiteten Abklärungsmassnahmen aufgrund von Panikattacken (S. 5).
4.4.2
Hierzu ist festzuhalten, dass sich die Gutachter eingehend
mit den Kopfschmerzen auseinandergesetzt und dargelegt habe
n, dass diese nicht als Migräne zu fassen und
neuroanatomisch und neurophysiologisch nicht spezifizierbar
sind
(E. 3.7.4)
. Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin deswegen nie in der Arbeits
fähig
keit eingeschränkt war, jedenfalls sind keine entsprechenden Arztberichte greif
bar.
Dass sich diesbezüglich eine Verschlechterung eingestellt hätte, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit führte, ist nicht erkennbar und wurde von der Beschwer
deführerin auch nicht geltend gemacht.
Dass der Status nach
Borrelioseerkrankung
einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätte, ist den Akten ebenfalls nicht zu entnehmen. Die
Z._
-Gutachter legten dar, dass die
Borrelioseerkrankung
antibiotisch
b
ehandelt w
u
rde
und
laborche
mische Kontrollen keine Aktivität mehr
auswiesen (E. 3.7.5). Dies wurde von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt.
Zur vorgebrachten Schlafapnoe ergibt sich, dass
die
Gutachter
auf diesbezügliche lungenfachärztliche Abklärungen verwiesen, welche kein organische
s
Korrelat zu Tage förderten (
Urk.
11/92/5 unten).
In
die
Schlafabklärung begab sich die Be
schwerdeführerin kurz vor Zugang der angefochtenen Verfügung (
Urk.
1 S. 5). Eine Arbeitsunfähigkeit wurde durch die abklärenden Ärzte indes nicht attestiert. Im Gegenteil lassen die Resultate nicht auf eine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit schliessen. Es zeigte sich lediglich ein
leichtgradiges obstruktives Schlaf
apnoe-Syndrom
, für eine CPAP-Therapie wurde keine
Indikation gesehen, auch
nicht wegen den selten auftretenden nächtlichen Atemnotattacken. Eine Ein
schränkung der Lungenfunktion wurde nicht
festgestellt
(E. 3.8). Die weiterfüh
renden Abklärungen in der
A._
ergaben Schlafzeiten von über sieben Stunden. Dass aus der Diagnose
eine
r
nichtorganische
n
Insomnie
und dem
leichte
n
obstruktive
n
Schlafapnoe-Syndrom
eine andauernde Arbeitsunfähigkeit resultieren sollte, wurde nicht bestätigt. Die beteiligten Ärzte äusserten sich jedenfalls nicht in dieser Hinsicht, sondern attestierten eine Arbeitsunfähigkeit nur während der
Hospitalisation
respektive für einen weiteren Tag. Gleiches gilt für die neu geltend gemachten Panikattacken (E. 3.9), welche erstmals nach Ver
fügungserlass therapiert wurden, von den
Z._
-Gutachtern noch nicht festge
stellt worden waren und demgemäss im vorli
e
genden Kontext grundsätzlich un
beachtlich zu bleiben haben.
Die zuletzt - nach Erlass der angefochtenen
Ver
fügung
- intensiver geschilderte psychische Symptomatik (
Urk.
16 S. 5) konnte im Rahmen der
Hospitalisation
in der
A._
merklich verbessert werden und die dortigen Erhebungen (massiver sozialer Rückzug, fehlende Tages
struktur, belastetes Familiensystem) stimmen nicht mit den von den
Z._
-Gutachtern erhobenen Befunden überein (regelmässiger Kontakt zu zwei Schwes
tern und
–
telefonisch
- zur Mutter
, kein Hinweis für einen ausgewiesenen sozia
len Rückzug, Interaktion mit der Tochter, Tätigkeiten im Haushalt, Abendessen
mit der Familie, Spaziergänge, lustige TV-Sendungen schauen,
Urk.
11/92/82-83
). Aus den neusten Angaben ergeben sich damit keine Hinweise, dass die psychische Symptomatik bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung schlechter war als von den
Z._
-Gutachtern beschrieben.
4.5
Der medizinische Sachverhalt ist damit als in dem Sinne erstellt zu erachten, dass die Beschwerdeführerin
in der
angestammten
Tätigkeit im R
e
inigungsdienst nicht mehr arbeitsfähig ist, sieben Wochen nach der Rückenoperation - mithin ab
Mai
2016 - in einer angepassten Tätigkeit
die Arbeitsfähigkeit
zu 100
%
zurücker
langte und sich diese ab
1.
Januar
2018 auf
90
%
reduzierte.
5.
5.1
Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich
wurde von der Beschwerdeführerin in Bezug auf die verwendeten Grössen nicht bean
standet.
In Bezug auf das
Valideneinkommen
ergibt sich a
usgehend vom letzten ge
mel
deten Lohn von
(13 x)
Fr.
3'167.40 für das innegehabte 75%-Pensum (
Urk.
11/46/2)
ein Ansatz von Fr
.
4'223.23 (
Urk.
11/46/8). Hochgerechnet auf ein Vollzeitpensum ergäbe sich ein Wert von
Fr.
54'902.--
. Die Beschwerdegegnerin stützte sich
dagegen
auf das zuletzt im individuellen Konto verbuchte Ein
kommen von
Fr.
41'976.-- (2015,
Urk.
11/11/4) und rechnete dieses per 2016 auf
Fr.
42'311.81 hoch (
Urk.
11/100/1), was einem Wert pro 100
%
von
Fr.
56'516.--
entspricht. Wollte man der Beschwerdeführerin folgen und sie als vollzeitlich Erwerbstätige qualifizieren, ergäbe
sich
unter der nicht nachgewiesenen Prämisse, dass sie im Gesundheitsfall ihr Pensum auf ein vollzeitliches hätte steigern können, das genannte
Validen
ein
kommen
von
Fr.
56'516.--.
Das Invalideneinkommen bemisst sich
nach
den Tabellenlöhnen des Bundesamtes für Statistik (LSE 2016), wobei die Beschwerdeführerin einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art zu verrichten im Stande ist. Dabei könnte sie ein
Einkommen
von
Fr.
4'429.-- erzielen (LSE 2016, korrigierte Fassung vom
8.
November 2018,
T1_tirage_skill_level). Angepasst an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden
(Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftszweigen
2004-2018
, Bundesamt für
Statistik
, T 03.02.03.01.04.01)
ergibt sich beim zumutbaren Pensum von 90
%
ein mögliches Jahreseinkommen von
Fr.
49'866.--.
Wollte man davon noch einen - diskutablen - Abzug vom Tabellenlohn
v
on 10
%
gewähren,
resultiert
ein Invalideneinkommen von
Fr.
44'879.-- und ein Invaliditätsgrad von 21
%
.
5.2
Bei diesem Ergebnis kann die Qualifikation der Beschwerdeführerin offen ge
las
sen werden. Bei der - von ihr bestrittenen - Qualifikation von 25
%
Haushalts
an
teil müsste sie darin praktisch vollständig eingeschränkt sein, um den not
wen
digen Mindes
t
invalidi
t
ätsgrad von 40
%
zu erreichen
(15.75
%
im Erwerbs
an
teil + 25
%
im Haushaltanteil = 40.75
%
nach der seit
1.
Januar
2018 anwen
d
ba
ren Berechnungsmethode). Solches ist indes ausgeschlossen. Die
zuständige Ortho
pä
din
Dr.
med.
L._
von der
Z._
erkannte in keinem Haushaltsbereich eine Einschränkung (
Urk.
11/92/42). Dass eine Haushaltsabk
l
ärung
gänzlich
andere Resultate zeigen würde, ist nicht anzunehmen.
5.3
Zusammenfassend
resultiert
bei der Beschwerdeführerin nach jeglicher Berech
nungsmethode kein Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
, weshalb sie keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde in diesem Punkt.
5.4
Soweit die Beschwerdeführerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen thema
tisieren will (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1 und 2), ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde
gegnerin in der angefochtenen Verfügung hierüber nicht geäussert hat. Gegen
stand bildete einzig der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Indes verlangt die Be
schwerdeführerin unter dem Titel der beruflichen Massnahmen keine solchen, sondern lediglich die Angabe eines konkreten Arbeitgebers, welcher
sie
einstellen würde (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
5). Hierzu ist auf die einschlägige Rechtsprechung zu ver
weisen, wonach
an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienst
aus
sichten praxisgemäss
keine übermässigen Anforderungen
zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_293/2016 vom 11. Juli 2017 E. 4.2 mit Hinweisen).
Ein fehlendes Nennen eines möglichen Arbeitgebers kann demgemäss auch nicht als Verletzung des rechtlichen Gehörs gefasst werden.
6.
Da die Voraussetzungen erfüllt sind, ist der Beschwerdeführerin
antrags
gemäss (
Urk.
1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und es ist ihr Rechts
anwalt
Dr.
Kreso
Glavas
als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen.
Die Kosten des Verfahrens (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) sind auf
Fr.
8
00.-- festzulegen
,
ausgangsgemäss de
r
Beschwerdeführer
in aufzuerlegen, indessen einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt
Dr.
Kreso
Glavas
ist ermessensweise mit
Fr.
2'200.--
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial
ver
sicherungsgeric
ht (
GSVGer
) aufmerksam gemacht, wonach sie
zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an den unentgeltlichen Rechtsvertreter verpflichtet ist, sobald
sie
dazu in der Lage ist.