Decision ID: 2d777ea2-f1c8-49cb-b48c-19dc02149f25
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 198
0
, war als
Hilfsd
achdecker bei der
Y._
, Zürich, tätig, und über diese bei der Suva gemäss dem Bundes
gesetz über die Unfall
versicherung (UVG)
gegen Unfälle
, Berufskrankheiten
und unfallähn
liche Kör
perschä
digun
gen ver
sichert
, als er am
5.
Dezember 2018 an seinem Arbeits
platz
ausrutschte und stürzte
(
Urk.
12/1).
Nachdem die
Suva
vorerst
die vor
über
gehenden Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung)
erbracht hatte, stellte sie mit
Verfügung vom
1
1.
April 2019
(Urk.
12/42/1-3
) die Versicherungs
leistungen auf den 1
4.
April 2019
ein
und verneinte eine Leistungspflicht
des Versicherten
für die Zeit nach diesem Zeitpunkt wegen Erreichen des Status quo
sine
vel
ante
.
Die vom Versicherten am
7.
Mai 2019
dagegen erhobene Einsprache (Urk
12/60/1
) wies die Suva mit Entscheid vom
2
8.
Mai 2019
(Urk.
12/66
= Urk. 2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
2
8.
Mai 2019
(Urk. 2) erhob der Ver
si
cherte
am
2
4.
Juni
2019 Be
schwerde (
Urk.
1), welche er am 1
0.
Juli
2019 ergänzte (Urk. 5
)
,
und beantragte,
d
ies
er sei aufzuheben und es seien ihm über den 1
4.
April 2019
hinaus
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Taggeld, Heilbehandlung, eventuell eine Rente und eine Integritätsentschädigung, zuzusprechen; eventuell sei die Sache an die Suva zu ergänzender Sachve
rhaltsabklärung zurückzuweisen
(
Urk.
5 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
September 2019
(Urk.
10
) beantragte die Suva
die Abwei
sung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2
6.
November 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
16)
.
Am 1
1.
November 2019 zog der Beschwerde
führer sein Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung
(vgl.
Urk.
5 S. 2)
zurück (Urk. 15)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b
)
.
1.2
UV170060
Kausalzusammenhang natürlich, Vorzustand krankhaft, Beweiswürdigung
01.2015
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b; nicht publiziertes Urteil des Bun
desgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeu
tung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tat
frage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen
und sind für sämt
liche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1
UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
ver
gütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 1
0 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Eine
signifikante und damit dauernde Verschlimmerung einer vorbestandenen degenerativen Schädigung der Wirbelsäule
kann nach der Rechtsprechung
nur dann als durch einen Unfall hervorgerufen angesehen werden, wenn die
Radio
skopie
ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und Ver
schlimmern von Verletzungen auf Grund eines Traumas aufzeigt (Urteile
des Bundesgerichts
U 530/06 vom 2
5.
Oktober 2007 E. 4.2 und U 355/98 vom
9.
September
1999 E.
3a). Medizinisch ist lediglich von einer vorübergehenden Verschlimmerung auszugehen, wenn nach einer unfallbedingten Kontusion der
Wirbelsäule eine bisher stumme, vorbestehende
Spondylarthrose
, Spondylose o
der eine andere degenerative Wirbelsäulenerkrankung symptomatisch wird (
Urteil des Bundesgerichts 8C_217/2013 vom
4.
September 2013 E. 3.4
).
1.4
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine
vel
ante Leis
tungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerz
syndrom zu erbringen (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3; Urteil
des Bundesgerichts
8C_423/2012 vom 2
6.
Februar 2013 E. 5.4), und zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkur
rierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf
unfallfremden Ursachen beruht (Urteil des Bundesgerichts 8C_269/2016 vom 1
0.
August 2016 E. 2.4).
1.5
Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfall
ver
sicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen dege
ne
rativer
Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahms
weise
, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. So kann eine Diskushernie als weitgehend unfallbedingt betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und ge
eignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symp
tome der Diskushernie (vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unver
züglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sind (RKUV 2000 Nr. U 378 S.
190; Urteile
des Bundesgerichts
U 317/05 vom 1
3.
März 2006 E.
3 und U
163/05 vom
3.
Oktober
2005 E.
3.1). Ein Unfall ist somit nur in Ausnah
me
fällen geeignet, eine Bandscheibenverletzung hervorzurufen, zu
mal eine ge
sunde Bandscheibe derart widerstandsfähig ist, dass unter Ge
waltein
wir
kung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe
verletzt würde (zum Ganzen: Urteile des Bundesgerichts U 555/06 vom 10. Dezem
ber 2007 E. 4.2.2 und
U 163/05 vom
3.
Oktober 2005 E. 3.1).
Bezüglich der Ver
schlimmerung eines vorbestehenden Gesundheitsschadens gelten dieselben Krite
rien, was dazu führt, dass eine Unfallkausalität nur ausnahmsweise und insbe
son
dere nur dann in Frage kommt, wenn der Unfall auch geeignet gewesen wäre, eine gesunde Bandscheibe zu verletzen (Urteile des Bundesgerichts 8C_902/2011 vom 10. Februar 2012 E. 2.1; U 555/06 vom 10. Dezember 2007 E. 4.2.2; U 163/05 vom 3. Oktober 2005 E. 3.1 und U 441/04 vom 13. Juni 2005 E. 3.1).
1.6
Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischialgien
nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtung
gebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abge
schlossen zu betrachten (Urteil
e des Bundesgerichts
8C
_13/2018 vom
9.
Mai 2018 E. 3.3,
8C_571/2015 vom 1
4.
Oktober 2015 E. 2.
2.3, 8C_285/2016 vom 22. Juli 2016 E. 6.4.3 und
8C_237/2012 vom 2
5.
April 2012 E. 4.2.4).
1.7
UV170510
Beweiswert eines Arztberichts
08.2018
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
28.
Mai
2019
(Urk. 2) davon aus, dass
ein n
atürlicher Kausalzusammen
hang zwischen den
pathologischen Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule (L
WS)
im Sinne
einer Diskushernie L3/4 und einer Diskusvorwölbung L4/5
verursachten Beschwe
r
den und dem
versicherten
Unfallereignis zu verneinen sei
(S. 7),
das versicherte Unfallereignis nicht zu strukturellen Läsionen
,
sondern
lediglich
zu
eine
r
vor
übergehende
n
Verschlimmerung
eines degenerativen Vorzustandes geführt habe, und dass der Status quo sine nach sechs Wochen erreicht worden sei, weshalb d
ie Versicherungsleistungen zu Recht per
1
4.
April
2019
eingestellt worden seien
(S.
8)
.
2.2
Der Beschwerdeführer
brachte
hiegegen
vor, dass degenerative Vorzustände im Bereich seiner LWS nicht hinreichend erstellt seien, und dass er auf Grund des Unfalls vom
5.
Dezember 2018 weiterhin vollständig arbeitsunfähig sei.
Er werde sodann weiterhin regelmässig
chiropraktisch
und physiotherapeutisch behandelt, weshalb die Einstellung der Taggeldleistungen und der Heilbehandlung zu früh erfolgt sei (
Urk.
1 S. 4). Zur Frage des Vorzustandes und des Kausalzu
sam
men
hangs sei zudem
die ihn
behandelnde
Chiropraktorin
zu befragen (S. 6).
3.
3.1
Im Folgenden ist anhand des massgebenden medizinischen Sach
verhalts zu prü
fen, ob die Beschwerden, unter welchen
der Beschwerdeführer nach dem
14.
April 2019 litt, durch das versicherte
Un
fall
ereignis
vom
5.
Dezember 2018
verursacht wurden.
3
.2
Die Ärzt
e des
Z._
, Zürich,
führten
im MRI-Be
richt vom 1
3.
Dezember 2018 (
Urk.
12/18 =
Urk.
3/5)
aus
, dass
der Beschwerde
f
ührer gemäss seinen Angaben am
6.
(richtig: 5.)
Dezember 2018 ausgerutscht und mit
dem
Rücken auf Leiterstangen geprallt sei. Dabei habe er Schmerzen lokal tieflumbal mittig sowie am Fuss links
verspürt. Seither leide er unter an
haltenden Rückenschmerzen. Eine am
1
3.
Dezember 2018
durchgeführte Magnet
resonanztomographie (MRI) der LWS und des
thorakolumbalen
Übergangs
habe eine k
leine rechts
foraminal
/
extraforaminal
gelegene
Diskush
ernie L3
/4 mit Kon
takt zu L3
extrafora
minal
rechts
sowie eine
breitbasige
Disk
us
v
orwöl
bung L4/5 mit linksbetonter
rez
essaler
Einengung und möglicher Reizung von L5
rezessal
links, jedoch k
eine Frakturen
und kein Knochenmarksödem ergeben
.
Im Übrigen habe sich eine normale Lordose, ohne Skoliose, ein erhaltenes Alignement und ein anlagebedingt normal weiter
ossärer
Spinalkanal
gezeigt
. Die Segmente der kaudalen Anteile der BWS bis und mit L2/3
seien frei von d
egenerativen
und
diskopathischen
Veränderungen
sowie von
S
tenosen
gewesen
.
3.3
Dr.
med. A._
, Fachärztin für
Allgemeine
Innere Medizin,
B._
, stellte in ihrem Bericht vom 2
8.
Januar 2019
(
Urk.
12/17)
die folgenden Diagnosen:
-
Kontusion Rücken
-
Diskushernie L3/4
-
Diskusprotrusion
L4/5
Die Ärztin attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100
%
vom 1
6.
Dezember 2018 bis voraussichtlich 1
5.
Februar 201
9.
3.4
In ihrem Bericht vom 1
2.
Februar 2019 betreffend die Krankengeschichte des Be
schwerdeführers (
Urk.
12/58) führte
Dr.
A._
aus, dass die Erstkonsultation nach dem Unfall vom
5.
Dezember 2018 am
6.
Dezember 2018 stattgefunden habe. Dabei habe der Beschwerdeführer unter starken, in die Beine ausstrahlenden Schmerzen, ohne sensomotorische Ausfälle
,
gelitten. Da er Dachdecker sei,
habe sie
ihm eine grosszügige Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 1). Am 1
2.
Februar 2019
habe sie ihn
an die Rückensprechstunde der
C._
überwiesen. Eine Arbeitsunfähigkeit
habe sie
ihm noch bis Ende Februar 2019 attestiert. Eine wei
ter
gehende Arbeitsunfähigkeit könn
t
e höchstens noch durch
einen
(Rücken-)Spe
zia
listen attestiert werden (S. 3).
Mit Bericht vom 1
9.
Februar 2019 (
Urk.
12/26) attestierte
Dr.
A._
dem Be
schwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit bis Ende Februar 2019 und erwähnte, dass eine Arbeitsaufnahme am
1.
März 2019 vorgesehen sei,
3.5
Die Ärzte der
C._
,
Wirbelsäulenchirurgie,
stellten in ihrem Bericht vom 2
2.
Februar 2019 (
Urk.
12/60/5-6) die folgende Diagnose (S. 1):
-
Lumbalgien mit/bei:
-
Status nach Sturz auf den Rücken aus Standhöhe vom
6.
(richtig: 5.)
Dezember 2018
Die Ärzte führten aus, sie
hätten
den Beschwerdeführer bei deutlicher Verbesse
rungstendenz
,
aber weiterhin persistierenden Lumbalgien zur
chiropraktischen
Behandlung überw
i
esen (S. 2).
Mit Zeugnis vom 2
7.
Februar 2019 (
Urk.
12/31/2) attestierten
die Ärzte der
C._
, Wirbelsäulenchirurgie, dem Beschwerdeführer eine un
fallbedingte Arbeitsunfähigkeit vom 2
6.
Februar bis
8.
März 201
9.
3.6
Mit Verlaufsbericht vom 2
9.
März 2019 (
Urk.
1
2
/60/9) führten
D._
,
Chiropraktorin
, und
Dr. E._
,
Chiropraktor
, aus, dass die lumbalen Beschwerden
des Beschwerdeführers
rückläufig seien, und dass eine weitgehend uneingeschränkte Wirbelsäule bestehe. Sie erwähnten, dass sie
einen Arbeitsversuch im Umfang einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
per
1.
April 2019
veranlasst hätten.
3.7
Kreisarzt
Dr.
med.
F._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, stellte mit Bericht vom 1
1.
April 2019 (
Urk.
12/40) einen Vorzustand im Sinne ein
er kleinen rechts
fora
minal
/
ex
traforaminal
gelegenen Hernie L3/L4 mit Kontakt zu L3
extraforaminal
rechts sowie eine
breitbasige
Diskusvorwölbung L4/L5 mit linksbetonter
rezes
saler
Einengung und möglicher Reizung von L5
rezessal
fest, und erwähnte, dass der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu objektivierbaren, zu
sätzlichen strukturellen Läsionen geführt habe. Anlässlich des versicherten Un
fallereignisses habe sich der Beschwerdeführer eine Prellung zugezogen. Der Status quo sine sei nach dem gegenwärtigen medizinischen Wissenstand nach spätestens sechs Wochen erreicht worden. Danach hätten Unfallfolgen keine Rolle mehr gespielt. Die weiterbestehenden Beschwerden stellten Folgen von degene
rativen Veränderungen dar (S. 1).
3.8
PD
Dr.
med.
G._
,
H._
, Wirbelsäulenchirurgie und Neuro
chirurgie,
führte
in seinem Bericht vom 1
6.
Mai 2019
(
Urk.
12/
68
)
aus
, dass er den Beschwerdeführer nach Durchsicht der radiologischen Diagnostik telefonisch kontaktiert habe, und stellte die
folgenden Diagnosen (S. 1):
-
persi
stierende
Lumboischialgie
links mit/bei:
-
altersentsprechendem
Zustand der LWS mit erhaltener Höhe aller lum
balen Bandscheibenfächer mit einer Lendenlordose von 58° zwischen L1 und S1,
ohne
Traumafolgen
(Röntgen LWS
vom
11.
Dezember
2018)
-
b
eginnende
r
Diskusdegeneration L3/4 und L4/5 bei jedoch noch erhal
tener Höhe,
extraforaminale
Diskushernie L3/4 rechts mit
foraminalem
Kontakt
zur Nervenwurzel L3 rechts,
Diskusprotrusion
L4/5 links ohne
höhergradige
Neurokompression (MRI LWS
vom
13.
Dezember
2018)
-
Status nach
Leitersturz am
5.
Dezember
2018
Der Arzt
führte aus
, dass die
Röntgenbilder und MRI-Aufnahmen der LWS keine
Traumafolgen
ergeben hätten, und dass eine Fraktur ausgeschlossen werden könne
.
Die durchgeführte
MRI-Untersuchung
habe jedoch eine
beginnende Diskusde
ge
nerationen L3/4 und L4/5 bei noch erhaltener Höhe der Bandscheiben
bezieh
ungsweise
eine kleine
extraforaminale
Diskushernie rechtsseitig mit
foraminalem
Kontakt zur Nervenwurzel L3 rechts
im Bereich L3/4
und
eine
Diskusprotrusion
L4/5 links ohne
höhergradige
Neurokompression
im Bereich L4/5
ergeben
.
Die
fortbestehenden Beschwerden
des Beschwerdeführers könnten
nicht vollständig
nachvollzogen werden. Für die beschriebenen Beinschmerzen links f
inde
sich kein
eindeutiges bildmorphologisches Korrelat. Der Leitersturz
hätte
bei beginnenden degenerativen Veränderungen der Bandscheiben L3/4 und L4/5
indes
eine
Schmerzexazerbation
provoziert h
aben
können
.
Dem Beschwerdeführe
r
sei
das Fortsetzen
der
chiropraktischen
Behandlung
zur Lockerung und Kräftigung der paravertebralen Muskulatur und
Remobilisation
sowie
eine
epidurale
Steroidin
filtrat
ion mittels Sakralblock empfohlen
worden
(S.
2).
4
.
4
.1
Den
erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die am 1
3.
Dezember 2018 durchgeführte MRI der LWS des Beschwerdeführers eine kleine rechts
foraminal
/
extraforaminal
gelegene Diskushernie L3/4 mit Kontakt zu L3
extra
foraminal
rechts sowie eine
breitbasige
Diskusvorwölbung L4/5 mit linksbetonter
rezessaler
Einengung und möglicher Reizung von L5
rezessal
links, jedoch keine Frakturen und kein Knochenmarksödem ergeben hat (vorstehend E.
3.2
). Die erst
behandelnde
Dr.
A._
hat
neben der Diskushernie L3/4 und der
Diskus
protrusion
L4/5 eine Kontusion des Rückens
diagnostiziert
(vorstehend E.
3.3
). Während
Dr.
A._
in ihrer Krankengeschichte vom 1
2.
Februar 2019 (vor
stehend E.
3.4
) dem Beschwerdeführer
eine Arbeitsunfähigkeit
lediglich bis Ende Februar 2019 attestierte, stellten die Ärzte der
C._
, Wirbel
säulenchirurgie, in ihrem Bericht vom 2
2.
Februar 2019 (vorstehend E.
3.5
) eine deutliche Verbesserungstendenz jedoch weiterhin persistierende Lumbalgien bei einem Status nach Sturz auf den Rücken aus Standhöhe fest und attestierten dem
Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bis
8.
März 2019 (
Urk.
12/
31 S. 2). In der Folge stellten die den Beschwerdeführer
behandelnde
Chiropraktorin
Frau
D._
und der
Chiropraktor
Dr.
E._
in ihrem Bericht vom 2
9.
März 2019 (vorstehend E.
3.6
) rückläufige lumbale Beschwerden und eine weitgehend uneingeschränkte Wirbelsäule fest und attestierten dem Beschwerdeführer ab
1.
April 2019 eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50
%
.
Demgegenüber ging
Dr.
F._
in seiner Beurteilung vom 1
1.
April 2019 (vor
stehend E.
3.7
) davon aus, dass der Beschwerdeführer zum Unfallzeitpunkt unter einem Vorzustand im Sinne einer kleinen rechts
foraminal
/
extraforaminal
gele
genen Hernie L3/4 sowie einer
breitbasigen
Diskusvorwölbung L4/5 mit links
betonter
rezessaler
Einengung und möglicher Reizung von L5
rezessal
gelitten
habe, dass der Beschwerdeführer anlässlich des versicherten Unfallereignisses sich
indes
lediglich eine Prellung zugezogen habe, ohne dass es dabei zu zusätzlichen objektivierbaren, strukturellen Läsionen gekommen wäre, weshalb von einem Erreichen des Status quo sine nach spätestens sechs Wochen auszugehen sei. Damit
teilweise
übereinstimmend ging auch PD
Dr.
G._
in seinem Bericht vom 1
6.
Mai 2019 (vorstehend E.
3.8
) davon aus, dass im Bereich der LWS keine
Trau
mafolgen
zu objektivieren seien, und dass die mittels MRI festzustellende, begin
nende Diskusdegenerationen L3/4 und L4/5, bei noch erhaltener Höhe der Band
scheiben, im Sinne einer kleinen
extraforaminalen
Diskushernie L3/4 und einer
Diskusprotrusion
L4/5 die fortbestehenden Beschwerden nicht vollständig erklä
ren
könnten. In Übereinstimmung mit der Beurteilung durch
Dr.
F._
ging PD
Dr.
G._
sodann davon aus, dass das versicherte Unfallereignis bei den beginnen
den degenerativen Veränderungen der Bandscheiben L3/4 und L4/5 eine
Schmerz
exazerbation
provoziert haben könnte. Eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthält der Bericht von PD
Dr.
G._
vom 1
6.
Mai 2019 nicht.
4.2
Die Beurteilung durch Dr.
F._
vom 1
1.
April 2019 (vorstehend E.
3.7
) erfüllt
die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
nische Ent
schei
dung
s
grundlage vor
aus
ge
setzten Kri
terien (vgl. vor
steh
end E.
1.7
). Denn Dr.
F._
verfügt als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates über eine für die Beurtei
lung des streitigen Gesundheitsschadens im Bereich der LWS des Beschwerdeführers angezeigte medizinische Weiter
bil
dung. Sodann ist
seine
Beurteilung in Kenntnis der
Vorakten
und ins
besondere de
r Ergebnisse der durchgeführten MRI-Un
tersuchung der LWS vom 1
3.
Dezember 2018 (vorstehend E.
3.2
) ergangen und enthält nachvollziehbare und über
zeugen
de Schlussfolgerungen. Dabei schadet nicht, dass es sich um eine auf Grund der Akten verfasste Stellungnahme handelt, da auch reinen Ak
tengutachten voller Be
weiswert zukommen kann, sofern ein lückenloser Be
fund vorliegt und es im Wesent
li
chen nur um die
ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden me
dizini
schen Sachverhalts geht (Urteil des Bun
desge
richts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2). Dies ist vorliegend der Fall. Denn der Beschwer
de
führer wurde durch die behandeln
den Ärzte in genügender Weise klinisch, radio
logisch und mittels MRI abge
klärt. Einer Ak
tenbeurteilung stand daher nichts entgegen.
4.3
Die Beurteilung durch Dr.
F._
vermag sodann auch in inhaltlicher Hinsicht zu überzeugen. Denn einerseits steht auf Grund der MRI-Untersuchung der LWS
vom 1
3.
Dezember 2018 (vorstehend E.
3.2
) fest, dass keine traumatischen bezieh
ungsweise ty
pischen Befunde nach einem Unfall, wie Frakturen, Knochen
marks
öde
me, Bandläsionen oder Weichteil
läsionen festzustellen waren, wes
halb unfall
bedingte strukturelle Läsionen der Wirbelsäule zu verneinen sind. Sodann war das Unfall
ereignis vom
5.
Dezember 2018, bei welchem der Beschwerdeführer aus dem Stand auf den Rücken stürzte und sich dabei eine Kontusion des Rückens (vorstehend E.
3.3
) beziehungsweise Prellungen, jedoch keine offene
n
Wunde
n
, keinen Bluterguss und keine Hautschürfungen zuzog, nicht von ei
ner genügen
den Schwere, als dass dessen Eignung, eine Schädigung der Bandscheibe herbei
zuführen, zu bejahen wäre.
Die Frage, ob der Beurteilung durch
Dr.
F._
auch insoweit gefolgt werden kann, als er
in zeitlicher Hinsicht
davon ausging, dass der Status quo sine bereits spätestens nach sechs Wochen seit dem Unfa
llereignis erreicht worden sei,
kann vorliegend
indes
offenbleiben. Denn
die Beschwerdegegnerin
stellte
die Versiche
rungsleistungen
mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
erst auf den 1
4.
April
2019 ein
, weshalb
Beweisthema
des vorliegenden Verfahrens
das Erreichen des Status quo sine
vel
ante
am 1
4.
April 2019 beziehungsweise spätestens zu diesem Zeitpunkt darstellt
.
Die
Frage, ob der
Status quo sine
vorliegend allenfalls bereits
zu einem früheren
Zeitpunkt
erreicht wurde,
kann daher
offengelassen werden
. Insoweit
Dr.
F._
davon ausging, dass jedenfalls am
1
4.
April 2019
und mithin nach einem Zeitraum von mehr als vier Monaten nach dem Unfallereignis
der Status quo sine erreicht wurde,
vermag seine Beurteilung
jedenfalls
zu über
zeugen. Denn insoweit stimmt
sie
mit der erwähnten
Rechtsprechung (vorstehend E.
1.6
)
,
wonach
bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischialgien
nach dem aktuellen medizinischen Wissensstand
mit dem
Erreichen des Status quo
nach
einem Zeitraum von
drei bis vier Monaten seit dem Unfallereignis
gerechnet werden kann
, überein.
4.4
In Bezug auf die Beurteilung durch Dr.
F._
gilt es indes zu beachten, dass dieser Kreisarzt der Beschwerdegegnerin ist, und dass Berichten versiche
rungs
interner medizinischer Fachpersonen rechtspre
chungsgemäss zwar Be
weiswert zukommt, dass
diesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie einem ge
richtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom Versicherungsträ
ger in Auftrag gegebenen externen Gutachten zu
er
kannt wird, weshalb bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche
rungs
internen ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6).
4.5
Da PD
Dr.
G._
in seiner Beurteilung, wie bereits erwähnt (vorstehend E.
3.8
), in weiten Teilen im Vergleich zu
Dr.
F._
zu übereinstimmenden Ergebnissen kam, jedoch zur Arbeitsfähigkeit
und zur Kausalität nicht explizit
Stellung nahm, ist seine Beurteilung nicht geeignet
,
die Beurteilung durch
Dr.
F._
in Zweifel zu ziehen.
4.6
Die Beurteilung durch
Dr.
A._
steht
insofern nicht in Widerspruch mit der Beurteilung durch
Dr.
F._
, wonach jedenfalls spätestens am
1
4.
April 2019
mit einem Erreichen des
Status quo
auszugehen sei, als sie
in
ihrem Bericht vom
1
2.
Februar 2019 betreffend die Krankengeschichte des Beschwerdeführers (
vor
steh
end E.
3.4
)
ausdrücklich festhielt, dass sie dem Beschwerdeführer höchstens
noch bis Ende Februar 2019
eine Arbeitsunfähigkeit
attestier
en könne, und als sie in ihrem
Bericht vom 1
9.
Februar 2019 (
vorstehend E
3.4
.
)
davon ausging, dass dem Beschwerdeführer
eine Arbeitsaufnahme am
1.
März 2019
zuzum
u
ten
sei. Da sie zudem zur Kausalität nicht ausdrücklich Stellung genommen hat, vermögen
auch
ihre Beurteilungen diejenige
durch
Dr.
F._
vom 1
1.
April 2019 nicht in Zweifel zu ziehen.
4.7
Des Gleichen steht die Beurteilung durch die
Ärzte der
C._
, Wirbelsäulenchirurgie,
vom 2
2.
Februar 2019 (vorstehend E. 3.5)
insoweit nicht in einem Widerspruch zur Beurteilung durch
Dr.
F._
,
als sie darin
eine deut
liche Verbesserungstendenz bei weiterhin persistierenden Lumbalgien feststellten und als sie dem Beschwerdeführer mit Zeugnis vom 2
7.
Februar 2019 (vorstehend E.
3.5
) lediglich bis
8.
März 2019 eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit atte
stierten.
Da sich ihrer Beurteilung sodann keine Beurteilung der
Kausalität
ent
nehmen lässt
, vermögen
auch
sie
diejenige durch
Dr.
F._
nicht in Zweifel zu ziehen.
4.8
D
emgegenüber steht die Beurteilung der behandelnden
Chiropraktorin
Frau
D._
und des behandelnden
Chiropraktors
Dr.
E._
insoweit in Widerspruch zur
Beurteilung durch
Dr.
F._
, als
diese
in ihrem Bericht vom 2
9.
März 2019 (vo
r
stehend E.
3.6
) zwar rückläufige lumbale Beschwerden und eine weitgehend un
eingeschränkte Wirbelsäule feststellten,
dem Beschwerdeführer
indes
für die Zeit ab
1.
April 2019 lediglich die Ausübung einer Erwerbstätigkeit im Umfang eines
Arbeitspensums von 50
%
im
Rahmen eines Arbeitsversuchs zumuten wollten.
Den
Beurteilungen durch die
Chiropraktorin
Frau
D._
und
Chiropraktor
Dr.
E._
lässt sich
jedoch
keine nach
vollziehbar begründete Arbeitsfähig
keitsbeur
teilung
entnehmen.
Insbesondere vermag nicht zu überzeugen, dass sie einerseits r
ückläufige lumbale Beschwerden und eine weitgehend uneinge
schränkte Wirbel
säule feststellten
und andererseits dem Beschwerdeführer die Ausübung einer Erwerbstätigkeit für die Zeit ab
1.
April 2019 lediglich im Umfang eines Arbeits
pensums von 50
%
im Rahmen eines Arbeitsversuchs zumuten wollten.
In
Bezug auf die Beurteilungen durch Frau
D._
und
Dr.
E._
ist
zu be
achten, dass diese gemäss dem
Medizinalberuf
e
register
(www.medre
gom.ad
min.
ch
)
zwar über eine anerkannte Ausbildung in der Chiropraktik, einem universitären
Medizinalberuf
(vgl.
Art.
2
Abs.
1
lit
. c des
Bundesgesetz
es
über die universitären
Medizinalberufe
), nicht indes
über
eine
solche
als Arz
t beziehungsweise Ärztin verfüg
en.
Gemäss der Rechtsprechung ist es indes ä
rztliche Aufgabe, den Gesund
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versich
erte Person arbeitsunfähig ist
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_610/2018 vom 2
2.
März 2019 E. 2.2.1;
BGE 140 V 193 E.
3.2
und
134 V 231 E. 5.1 S. 232).
Den Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch
Frau
D._
und
Dr.
E._
, welche nicht über eine ärztliche Ausbildung ver
fügen,
kommt daher nicht der gleiche Beweiswert
zu wie ärztlichen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit.
Auch di
e
Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch
Frau
D._
und
Dr.
E._
sind
daher
nicht geeignet, die nachvollziehbare
ärztliche
Beurteilung durch Dr.
F._
in Zweifel zu ziehen
,
weshalb
darauf
vorliegend
nicht abgestellt werden
kann
.
5.
Nach Gesagtem ist g
estützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch Dr.
F._
vom
1
1.
April 2019 (vorstehend E.
3.7
)
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer zum Unfallzeit
punk
t vom
5.
Dezember 2018 unter einem Vorzustand im Sinne
beginnend
e degene
rativer
Veränderungen
im Bereich
der Bandscheiben L3/4 und L4/5
beziehungs
weise einer
kleine
n
Diskushernie L3/4 und
einer
breitbasige
n
Diskusvorwölbung L4/5
litt, und dass
diese degenerativen Veränderungen
weder
durch das versi
cherte Unfallereignis vom
5.
Dezember 2018 verursacht
noch
durch dieses Ereig
nis
erheblich und dauerhaft beziehungsweise richtunggebend verschlimmert w
ur
den.
Gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
F._
sowie in Berücksichtigung der erwähnten (vorstehend E.
1.6
) Rechtsprechung,
wonach bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischialgien
nach dem aktuellen
medizinischen Wissens
stand
ein Erreichen des Status quo sine
vel
ante nach einem Zeitraum von
drei bis vier Monaten seit dem Unfallereignis
erwartet werden kann, ist
mit über
wie
gender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass
der Status quo sine
vel
ante in Bezug auf das versicherte Unfallereignis spätestens
am
1
4.
April 2019
erreicht wurde. Damit entfällt zu diesem Zeitpunkt auch eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden im Bereich
des Rückens und der LWS des Be
schwerdeführers (vgl. vorstehend E.
1.3
).
6.
D
a ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergeb
nis nichts mehr ändern
wür
den, besteht - entgegen der
diesbezüglichen
Eventualvorbringen
des Be
schwer
d
e
führers (Urk. 5
S. 2) - für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist
von
einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durch
füh
rung
solcher
abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 124 V 90 E. 4b
, 1
22 V 157 E. 1d).
Des Gleichen ist
- entgegen der diesbezüglichen Eventualvorbringen des B
eschwerde
führers (
Urk.
5 S. 2) -
davon abzusehen, bei der ihn behandelnden
Chiropraktorin
,
Frau
D._
,
einen weiteren Bericht einzuholen
, da ein solcher Bericht am Ergebnis nichts ändern würde. Denn einem solchen Bericht wäre
auf Grund des Umstandes, dass Frau
D._
nicht über eine ärztliche Ausbildung
ver
fügt (vgl. vorstehend E.
4.8
), in
sbesondere hinsichtlich der
Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
im Vergleich zu ärztlichen Beurteilungen
ein geringerer Beweiswert
zuzumessen.
7
.
Nach Gesagtem ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit
dem angefochtenen
E
n
tscheid (
Urk.
2)
die
vorübergehenden Leistungen
(Taggeld und Heilungskosten) wegen Erreichen des
Status quo sine
vel
ante
in Bezug auf die
Folgen des versicherten Unfallereignisses vom
5.
Dezember 2018 auf den 14.
April
2019
einstellte sowie einen Anspruch
des Beschwerdeführers
auf Dauerleistungen (Invalidenrente und Integritätsentschädigung) für die Folgen des versicherten Unfallereignisses verneinte.
Mithin ist der angefochtene Entscheid zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.