Decision ID: 7339ff13-2da8-4fe8-b75a-64ddf9651ae2
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1961, meldete sich am 8. Februar 1999 bei der Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, übernahm am 14. April 2000 (Urk. 7/10), am 13. Januar 2004 (Urk. 7/17), am 1. und 2. Februar 2010 (Urk. 7/96-97) sowie am 3. März 2016 (Urk. 7/146) anfallende Kosten im Zusammenhang mit Hörge
räten (Urk. 7/10).
Am 15. Februar 2005 hatte sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 7/18), welche m
it Verfügung vom 5. Januar 2011 einen Rentenanspruch
verneinte
(Urk. 7/109). Die hiergegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 29. Juni 2012 im Verfahren IV.2011.00137
- soweit es auf sie eintrat -
in dem Sinne gut, dass die Verfügung vom 5. Januar 2011 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese nach weiteren Abklärungen über das Rentengesuch neu verfüge.
Die IV-Stelle holte im Folgenden ein polydisziplinäres Gutachten beim
Institut Y._
ein, welches am 13. August 2013 erstattet wurde (Urk. 7/135/2-3
2
), und verneinte mit Verfügung vom 13. Januar 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 26
%
einen Rentenanspruch (Urk. 7/142).
1.2
Am 22. Juni 2020 meldete si
ch der Beschwerdeführer
unter Hinweis auf eine gesundheitliche Verschlechterung erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/159). Diese klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und
ver
neinte n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
7/170
; Urk.
7/173; Urk. 7/181
) mit Verfügung vom
1. April 2021
eine
n
Rente
nanspruch
bei einem Invaliditätsgrad von weiterhin 26
%
(Urk. 7/189
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
10. Mai 2021
Beschwerde gegen die Verfügung vom
25. Februar 2021
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und
die vorlie
gende Streitsache sei zu weiteren Abklärungen, insbesondere zu einem polydis
ziplinären Gutachten, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
16. Juni 2021
(Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
17. Juni 2021
zur Kenntnis gebracht (Urk.
8
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen
wieder
herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts I 659/04 vom 9. Februar 2005 E. 1.1).
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.5
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkom
mensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.7
Gemäss
Art.
54a IVG stehen die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) den
IV-Stellen für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen
des Leistungsanspruchs zur Verfügung (
Abs.
2). Sie legen die für die Invalidenversicherung nach
Art.
6 ATSG massgebende funktionelle Leistungs
fähigkeit der versicherten Person für die Ausübung einer zumutbaren Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich fest (
Abs.
3). Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (
Abs.
4).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 3
1.
Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).
1.8
Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärun
gen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein.
(Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG).
Damit
wird die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen
(Untersuchungsgrundsatz)
statuiert.
Dabei liegt es im Ermessen des Versiche
rungsträgers – und im Beschwerdefall des Gerichts –, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im Rahmen der Verfahrensleitung hat er einen grossen Ermessensspielraum bezüglich der Notwendigkeit, des Umfangs und der Zweckmässigkeit von Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage (
Peter Forster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG,
Zürich 2021, N. 1 f. zu Art. 43 ATSG;
vgl.
Urteil des Bundesgerichts
9C_721/2019
vom 27. Mai 2020
E. 3 mit Hinweisen).
Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzu
nehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfas
sender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (
Peter Foster, a.a.O. N. 8,
vgl.
Urteile des Bundesgerichts
8C_831/2019
vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1 und
8C_520/2014
vom 29. Oktober 2014
E. 2.2 mit Hinweisen)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, gemäss dem
RAD
betreffe die Veränderung der gesundheitlichen Situation nur das Belastungsprofil: Körperlich nur noch leichte wechselbelastende Tätig
keiten ohne häufiges Bücken, langes Stehen in vornüber gebeugter oder ander
weitig fixierter Zwangshaltung des Rumpfes, ohne Arbeiten über Kopf und nur selten und kurz in Schulterhöhe, ohne häufiges Treppensteigen oder Gehen auf unebenem Boden. In einer solchen angepassten Tätigkeit
sei der
Beschwerde
führer
gemäss der RAD-Beurteilung weiterhin 100
%
arbeitsfähig. Die angestammte Tätigkeit auf dem Bau bleibe hingegen nicht zumutbar. Demnach betrage der Invaliditätsgrad weiterhin 26
%
(S. 1 f
.).
Der im
Vorbescheidverfahren
eingereichte Bericht von Dr. med.
Z._
beinhalte keine Stellungnahme zu einer Arbeitsfähigkeit und keine
relevanten
neuen Befunde oder Diagnosen
. Überwiegend wahrscheinlich dürften auch die Prostatauntersuchung vom Januar 2021 oder eine handchirurgische Unter
suchung der drei Finger, an denen der Beschwerdeführer Beschwerden beklage, keine neuen Befunde hervorbringen (S. 2 Mitte). Dieser habe nicht aufzeigen können, dass sich seine gesundheitliche Situation wesentlich verändert habe. Eine medizinische Untersuchung sei daher nicht angezeigt (S. 2 unten).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), er leide unter einem
multilokulären
muskuloskelettalen
Schmerzsyndrom mit unter anderem einem chronischen
lumbospondylogenen
Syndrom rechts. Die eingelei
teten Therapien hätten zumindest eine gewisse Beschwerdeverbesserung gebracht, doch persistierten Hüftbeschwerden. Zudem sei es zu einem Hörverlust von insgesamt 99.5
%
gekommen (S. 4 f. Ziff. 2). Die abschlägige Verfügung sei erlassen worden, ohne den Bericht des Handchirurgen einzuholen. Es könne und dürfe nicht angehen, dass die Beschwerdegegnerin nun nach der neuen gesetz
lichen Regelung per 2021 keine
Fristerstreckungen
mehr gewähren müsse, gleich
zeitig aber angekündigte neue Beschwerden beziehungsweise Untersuchungen ausser Acht lasse. Die Beschwerdegegnerin wäre verpflichtet gewesen, den Bericht des Handchirurgen einzuholen, ansonsten eine Verletzung
von
Art. 43 ATSG sowie von
Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund
freiheiten (EMRK) vorliege (S. 5 Ziff. 6).
Im Vergleich zum Gesundheitszustand von 2014 hätten sich neue Beschwerden beziehungsweise Diagnosen ergeben. So bestünden sowohl ein Karpaltunnel
syndrom als auch eine zusätzliche neurologische Störung, daneben habe sich ein
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom entwickelt und auch die Schwerhörigkeit habe sich nochmals verschlechtert (S. 6 Mitte Ziff. 8). Es fehle an einer objektiven Beurteilung. Der RAD habe seinen Gesundheitszustand weder vollständig noch schlüssig beurteilt, zumal ihm hätte bewusst sein müssen, dass Beschwerden an mehreren Fingern beziehungsweise an der Hand gewichtige Auswirkungen haben könnten. Zudem habe er verkannt, dass sich auch
eine der bisherigen Diagnosen – nämlich
hinsichtlich Schwerhörigkeit
-
massiv verschlechtert habe.
Die vorlie
gende Streitsache sei daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese
sei
zu verpflichten, ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben (S. 6 f. Ziff. 8
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist demnach
der Eintritt
eines Revisionsgrundes
seit der Verfügung vom 13. Januar 2014 (vgl. E. 1.4-5)
und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt genügend abgeklärt hat.
3.
3.
1
Die rentenabweisende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2014 (Urk. 7/142) basierte im Wesentlichen auf dem
polydisziplinären
Y._
-Gutachten vom 13. August 2013 (Urk. 7/135/2-32).
3.2.
Dr. med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte im internistischen Teilgutachten (S. 10-12) folgende Fachdiagnosen (S. 12 Ziff. 3.3):
-
Adipositas mit Body Mass Index (BMI) von 37.5 kg/m
2
(ICD-10 E66.0)
-
arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)
-
Refluxbeschwerden
anamnestisch (ICD-10 K21.9)
Aus allgemeininternistischer Sicht bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
(S. 12 Ziff. 3.4)
.
3.3
Dr. med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im psychiatrischen Teilgutachten (S. 12-16) keine
Fachdiagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 15 Ziff. 4.1.3). Als
Fachd
iagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Ziff. 4.1.5)
3.4
Dr. med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates, nannte im orthopädischen Teilgutachten
(S. 16-22) folgende F
achdiagnose
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 19 Ziff. 4.2.3):
-
chronische Kniebeschwerden unter linksseitiger Betonung (ICD-10 M17.0)
-
anamnestisch Status nach Traumatisierung im Rahmen eines Arbeits
unfalls am 25. April 2003
-
radiologisch Aussenmeniskusläsion und beginnende degenerative Veränderungen medial und
femoropatellär
links (Magnetresonanz
tomographie [MRI]
5. Mai 2009 und Röntgen 14. Mai 2013)
-
klinisch bis auf links vermehrte
femoropatelläre
Krepitation unauffäl
liger Befund
Als Fachdiagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er:
-
chronische Beschwerden an der dominanten rechten Schulter (ICD-10 M79.61)
-
belastungsabhängige, intermittierend auftretende Gesässschmerzen beid
seits mit Ausstrahlung bis in den plantaren Fersenbereich (ICD-10 M79.60)
-
klarer Verdacht auf Schmerzausweitung
Der Beschwerdeführer berichte, bis zu einem 2
003 erlittenen Arbeitsunfall bis
auf gelegentliche Lumbalgien beschwerdefrei gewesen zu sein. Nach Sturz aus mehreren Metern Höhe sei das linke Knie angeschwollen und am nächsten Tag habe der gesamte Körper geschmerzt (S. 19 Ziff. 4.2.4).
Die vom Beschwerdeführer
g
eklagten Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen Befunde kaum begründen. Nachvollziehbar sei ein gewisser Leidensdruck bezüglich des linken Kniegelenks, wobei zu betonen sei, dass auch die spontan beidseits kniend eingenommene Position offensichtlich zu keinen relevanten Beschwerden führe, was durch die vermehrte
Beschwielung
bestätigt werde.
Auch die rechtsseitige Schultersymptomatik mit Ausstrahlung bis in Vorderarm und Beckenbereich finde in der Untersuchung kein klares Korrelat, was zusätzlich durch die Beobachtung, dass der Beschwerdeführer im
Langsitz
den Oberkörper trotz seines Übergewichts spontan und zügig hochstemme, um auf der Unterlage rückwärts zu rutschen, bekräftigt werde. Diese deutlichen I
nkonsistenzen könnten als klare
Hinweis
e
für eine erhebliche nichtorganische Beschwerdekomponente angesehen werden (S. 20 Mitte Ziff. 4.2.4).
Seit zwei Jahren sei der Beschwerdeführer mit einem Pensum von 50 bis 80
%
als Taxichauffeur tätig. Wenn es seine Beschwerden
zuliessen
, arbeite er sechs Stunden oder auch länger, könne dies aber nicht präzisieren. Die Tätigkeit auf dem Bau könne als die angestammte angesehen werden. Für diese Tätigkeit bestehe ebenso wie für jede andere körperlich leichte bis schwere Tätigkeit eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Die Einnahme hockender Positionen sowie das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 35 kg sollten dabei vermieden werden (S. 20 f. Ziff. 4.2.5).
3.5
Dr. med.
D._
, Facharzt für Neurologie, nannte im neurologischen Teil
gutachten (S. 22-24) als Fachdiagnose ein chronisches
zervikothorakales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0; S. 23 Ziff. 4.3.3).
Im Vordergrund stünden nach Angabe des Beschwerdeführers chronische Rückenschmerzen, welche vorwiegend im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) und zervikal lokalisiert seien. Zeitweise komme es zur Schmerzausbreitung in die linke Schulter (S. 32 Ziff. 4.3.4). Aus neurologischer Sicht könnten keine Diag
nosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden (Ziff. 4.3.5).
3.6
Dr. med.
E._
, Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
, nannte im
otorhinolaryngologischen
Teilgutachten (S. 24-28) folgende Fachdiagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 26 f. Ziff. 4.4.3):
-
pantonale kombinierte Schwerhörigkeit beidseits (ICD-10 H90.6)
-
bei Differentialdiagnose (DD) Otosklerose
-
Tinnitus beidseits (ICD-10 H93.1)
-
aktuell mittelgradig kompensiert
-
intermittierende Schwindelsymptomatik (ICD-10 H82)
-
ohne Hinweis auf periphere vestibuläre Funktionsstörung
-
am ehesten
orthostatisch
bedingt
Im Rahmen der Untersuchung könne aktuell eine pantonale kombinierte Schwer
hörigkeit beidseits, mit Hörverlust nach CPT-AMA Tabelle von 79.2
%
rechts respektive 75.9
%
links, resultierend in einen Hörverlust nach
Social
Index von 60
%
rechts respektive 69
%
links objektiviert werden. Obwohl im Rahmen der
binauralen
Hörgeräteversorgung eine Reduktion des Hörverlustes nach
Social
Index auf 4
%
habe erreicht werden können, bestünden persistente auditive Ein
schränkungen im Rahmen von Gesprächen mit mehreren Personen sowie unter gesteigertem Umgebungsgeräuschpegel. Im Vergleich zu den vorgängigen audiologischen Untersuchungsergebnissen könne eine Progredienz der Hör
störung über die Jahre festgehalten werden (S. 27 Ziff. 4.4.4).
Auditiv qualifizierende Tätigkeiten oder solche, welche das Orten von Gefahren
quellen voraussetzten, seien nicht geeignet. Zusätzlich sollten im Rahmen des zurzeit noch mittelgradig kompensierten Tinnitus Tätigkeiten unter erhöhter Lärmexposition gemieden werden. Des Weiteren sollten in Anbetracht der kurz
zeitigen Schwindelepisoden sturzgefährdende Tätigkeiten gemieden werden. Diesbezüglich müsse die ehemalige Tätigkeit als Bauarbeiter als nicht mehr geeignet angesehen werden. Seitens der aktuellen Tätigkeit als Taxichauffeur sollten die Hörgeräte konsequent getragen werden. Unter Berücksichtigung der erwähnten qualitativen Einschränkungen bestehe aus
otoneurologischer
Sicht in einer angepassten Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 27 f. Ziff. 4.4.5).
3.7
In der i
nterdisziplinä
ren Gesamtbeurteilung (S. 28-32) kamen die
Y._
-Gutachter zusammenfassend zum Schluss, es bestehe beim Beschwerdeführer für die ange
stammte Tätigkeit als Bauarbeiter sowie für Tätigkeiten mit erhöhten Ansprüchen an das Hörvermögen, Tätigkeiten unter erhöhter Lärmexposition und sturzgefähr
dende Tätigkeiten keine zumutbare Arbeitsfähigkeit. Für andere, körperlich leichte bis mindestens mittelschwere Tätigkeiten bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
(S. 31 Ziff. 6.8).
4.
4.1
Dr. med.
F._
, Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
, hielt im
Vorfeld
der
am 3. März 2016 verfügten
Gutsprache für eine Hörgerätepauschale (vgl. Urk. 7/146) in seinem Bericht vom 25. Februar 2016 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/145) fest,
es bestehe ein Hörverlust Reintonaudio
gramm von 98.9
%
rechts und 99.1
%
links, sowie ein Hörverlust Sprachaudio
gramm von 100
%
rechts und 100
%
links (Ziff. 2).
4.2
Seit
der Neuanmeldung
des Beschwerdeführers vom 22. Juni 2020 (Urk. 7/159) gingen
im Wesentlichen
die nachfolgenden Berichte ein.
4.
3
Dr. med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheuma
tologie, Klinik
H._
, nannte in seinem Bericht vom 29. November 2018 (Urk. 7/158/1-3
= Urk. 7/166/10-12
) nebst einer arteriellen Hypertonie und einer Schwerhörigkeit beidseits, Erstmanifestation (EM) 2000, als Diagnose ein
multi
lokuläres
muskuloskelettales
Schmerzsyndrom mit/bei Auftreten der
Beschwer
den nach Baustellenunfall 2003
und
folgenden Unterdiagnosen
(S. 1 f.):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom rechts mit/bei
-
klinisch s
egmentale
r
Dysfunktion der unteren Lendenwirbelsäule (LWS) bei gereizten Facettengelenken lumbal rechtsbetont mit sekun
dären
myofaszialen
Befunden
-
Haltungsinsuffizienz
-
MRI-LWS vom 14. November 2018 (
Klinik H._
): Zwischen dem 1. zum 2. Lendenwirbel (L1 zu L2), L2 zu L3, L3 zu L4 sowie L4 zu L5 hypertrophe Facettengelenke mit
te
i
lweiser Flüssigkeit rechtsbetont; Höhe 5. Lendenwirbel/Kreuzbein (L5/S1)
erosive
Chondrose
und hyper
trophe Facettengelenke mit Flüssigkeit rechtsbetont; deutliche
epidurale
Lipomatose, der Spinalkanal wird jedoch nicht eingeengt.
-
Periarthropathia
humeroscapularis
rechts
-
Sonographie Schulter rechts vom 28. November 2018: Verdacht auf Partialruptur der
Subscapularis
(SSC)-Sehne rechts; Bursitis
subdelto
idea
rechts;
Tendinopathie
der
Supraspinatus
(
SSP
)-Sehne beidseits bei Ansatzmikroverkalkungen
-
Sinus
tarsi
Syndrom links
-
radiologisch unauffällig
-
Infiltration mit
Kenacort
20 und
Lidocain
1
%
, sehr gutes Ansprechen
-
Gonalgie
beidseits linksbetont unklarer
Ä
tiologie, radiologisch unauf
fällig
Beschwerdemässig im Vordergrund stehe das
lumbospondylogene
Syndrom rechts bei klinisch objektivierbarer segmentaler Dysfunktion der Facettengelenke tieflumbal rechts mit entsprechend sekundären
myofaszialen
Befunden. Passend dazu fänden sich in der Bildgebung mehrsegmental aktivierte Facettengelenks
arthrosen.
Therapeutisch habe Dr.
G._
eine antientzündliche Therapie mit Voltaren
retard
in Kombination mit
Rheumon
forte über 7 Tage rezeptiert.
Physiotherapeutische Massnahmen seien von zentraler Bedeutung (S. 3 oben).
Am 31. Januar 2019 (Urk. 7/158/8-9
= Urk. 7/166/14-15
) hielt Dr.
G._
fest, der Beschwerdeführer habe über eine weiterhin anhaltende Beschwerdearmut im Sinus
tarsi
links berichtet. Die Rückenbeschwerden hätten unter der Voltaren Therapie ebenfalls abgenommen. In die Physiotherapie
sei er bisher nicht gegan
gen.
Aktuell seien bewegungsabhängige Schmerzen im Hüftbereich lateral rechts im Vordergrund gestanden, welche sich beim Draufliegen jeweils verstärkten. Es seien keine weiteren Verlaufskontrollen mehr vorgesehen (S. 2).
Am 10. September 2020 (Urk. 7/166/1-6) berichtete Dr.
G._
zuhanden der Beschwerdegegnerin
, aktuell stehe seit dem 21. August 2019 di
e
Pe
riarthropathia
coxae
rechts im Vordergrund (Ziff. 2.1). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit bleibe abzuwarten (Ziff. 2.7), Angaben zur gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit oder
zur Arbeitsfähigkeit in bisheriger oder angepasster Tätigkeit
konnte
Dr.
G._
keine machen (Ziff. 3-4).
4.
4
Dr. med. univ.
Z._
führte in ihrem Bericht vom 16. Oktober 2020
zuhan
den der Beschwerdegegnerin
(Urk. 7/167/1-6) aus, sie behandle den Beschwerdeführer seit dem 10. August 2020 (Ziff. 1.1). Momentan übe
dieser
eine Tätigkeit als Taxifahrer aus (Ziff. 3.1). Funktionseinschränkungen bestünden insofern, als langes Sitzen/Gehen/Stehen schmerzhaft sei (Ziff. 3.4). Angaben zur Arbeitsfähigkeit in bisheriger oder angepasster Tätigkeit
konnte
Dr.
Z._
keine machen (Ziff. 4).
4.
5
Dr. med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates,
RAD,
führte in seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2020 (Urk. 7/169 S. 3-5) aus, von den von Dr.
G._
genannten Diagnosen sei lediglich diejenige eines chronischen
lumbospondylogenen
Syndroms rechts «neu» gegenüber dem Zeitpunkt der polydisziplinären
Y._
-Begutachtung im Jahr 201
3.
Da für die Beschwerden zumindest überwiegend degenerative Veränderungen ursächlich und seit der Begutachtung gut 7 Jahre vergangen seien, aber der Beschwerdeführer inzwischen eben auch 59 Jahre alt sei, handle es sich eindeutig um einen schicksalhaften Verlauf, aber
natürlich aus rein versicherungsmedizinischer Sicht um eine «Veränderung» gegenüber dem Zeitpunkt der damaligen RAD-Stellungnahme. Aus versicherungsmedizinischer Sicht
seien
angesichts des neu ausgewiesenen, die LWS betreffenden Gesund
heitsschadens zwar zusätzliche qualitative Einschränkungen des Belastungspro
fils, aber definitiv keine quantitative (prozentuale) Einschränkung der Arbeits
fähigkeit plausibel: Körperlich nur noch leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges Bücken, langes Stehen in vornüber gebeugter oder anderweitig fixierter Zwangshaltung des Rumpfes, ohne Arbeiten über Kopf und nur selten und kurz in Schulterhöhe, ohne häufiges Treppensteigen oder Gehen auf unebe
nem Boden
seien zumutbar
(S. 4 f.).
4.
6
Dr.
Z._
beantwortete mit Stellungnahme vom 10. Februar 2021 (Urk. 7/
178/1 = Urk. 7/179
) die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aufgeworfenen Fragen (Urk.
7/178/2 = Urk.
7/184). Der Beschwerdeführer
klage
über
ausgeprägte Beinschmerzen, rechts stärker als links, die sich bei längerem Sitzen verstärkten, dauerhafte Beinbewegungen im Bett und deswegen oft schlaf
lose N
ächte sowie degenerative Veränderungen der LWS und der Füsse (Ziff. 2).
Laut Beschwerdeführer bestehe zurzeit ein 60%iges Arbeitspensum als Taxifahrer
(Ziff. 2, Ziff. 3)
. Die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sei sehr schwer zu beurteilen
(Ziff. 4)
.
Über die weitere Prognose und eventuell das Arbeitspensum sei der arbeitsmedizinische Dienst anzugehen (Ziff. 6).
4.
7
Dr. med.
J._
, Facharzt für Neurologie, berichtete am 18. März 2021 (Urk. 3) über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom Vortag. Er nannte folgende Diagnosen (S.
1
):
-
rezidivierendes Einschlafen der linken Hand mit Schwerpunkt im
Media
nus-Versorgungsgebiet
und
-
Verdacht auf hauptsächliches Karpaltunnelsyndrom
-
Verdacht auf untergeordnetes zusätzliches neurogenes
Thoracic
-Outlet-Syndrom
-
unfallbedingte Beinschmerzen links (Arbeitsunfall 2003) mit:
-
wahrscheinlich dominierend
muskuloskelettalen
Beschwerden (Abklärungsstand diesbezüglich bei uns nicht dokumentiert)
-
angiologischer
Abklärung eines rezidivierenden Ödems am linken Bein pendent
-
klinisch möglicher leichter Druckneuropathie des
Nervus
peronaeus
links am
Fibulaköpfchen
(in Abklärung)
-
Verdacht auf Verschärfung der Beschwerden durch ein sekundäres
Restless
legs
-Syndrom
-
Verdacht auf
Restless
legs
-Syndrom
-
vaskuläre Risikofaktoren: Adipositas
permagna
, arterielle Hypertonie
-
gemäss Zuweisungsschreiben Polymorbidität (weitere Diagnosen somit wahrscheinlich)
Der Beschwerdeführer berichte, dass er sehr unruhige Nächte habe und wegen Beinschmerzen beidseits immer wieder aufstehen und herumgehen müsse, wodurch sich die Schmerzen sofort besserten. Auch beim Autofahren als Taxi
chauffeur müsse er immer wieder die Beine bewegen. Der Nachtschlaf sei zusätz
lich beeinträchtigt durch ein Einschlafen der linken Hand, was seit einigen Jahren beobachtet werde
.
Hauptsächlich seien die Finger I bis III links betroffen. In den letzten Jahren hätten diesen Beschwerden auch tagsüber immer mehr zugenom
men (S. 2 oben). Am 22. März 2021 finde eine ergänzende neurographische Untersuchung statt mit der Frage nach einem Karpaltunnelsyndrom links,
Thoracic
-Outlet Syndrom links,
Peronaeus
-Druckparese links loco
classico
und zusätzlich
Tibialis
-evozierte Potenziale (S. 2 unten).
Gerne werde im Anschluss an diese Untersuchung wieder berichtet (S. 3). Bezüglich des
Restless
legs
-Syndroms werde als Therapie mit dem Neupro-Pflaster begonnen (S. 2 unten).
5.
5.1
Die Einschätzung durch den RAD-Arzt Dr.
I._
vom 29. Oktober 2020 (E. 4.5), wonach das gegenüber dem Vergleichszustand von 2013
/2014
(vgl. E. 1.5) neu festgestellte chronische
lumbospondylogene
Syndrom rechts einer schicksalhaf
ten degenerativen Veränderung entspreche, welche zu keiner prozentualen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, sondern lediglich zu einer Anpassung des Belastungsprofils führe, ist schlüssig und nachvollziehbar. Die Wortwahl des Orthopäden zeugt dabei von fachlicher Sicherheit: «Definitiv» liege keine quanti
tative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor, so Dr.
I._
.
Da es sich bei ihm indes um einen versicherungsinternen Arzt handelt, genügen bereits geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit seiner Feststellungen, um die Notwendigkeit eines externen Gutachtens zu begründen (E. 1.7). Ob solche Zweifel vorliegen, ist daher nachfolgend zu prüfen.
5.2
Kein
en
Gegenpol zu
der
Beurteilung
von
Dr. I._
bilden
die Berichte des behandelnden Rheumatologen Dr.
G._
und der Hausärztin Dr.
Z._
, nachdem weder der eine noch
die andere Angaben
zur Arbeitsfähigkeit in bisheriger oder ange
passter Tätigkeit machen konnte
oder wollte
(E. 4.3-4). Vielmehr
bestätigt
dies
es zurückhaltende
Berichten eher
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit, nachdem behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifels
fall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit weiteren Hinweisen), sprich deren Arbeitsfähigk
eit tendenziell eher tiefer ein
schätzen als dies objektiv gerechtfertigt wäre.
Attestieren hingegen behandelnde Ärzte – wie vorliegend - selbst in standardisierten Berichten zuhanden der IV-Stelle keine Arbeitsunfähig
keit, spricht dies nicht für eine solche.
Funktionseinschränkungen bestehen gemäss Dr.
Z._
insofern, als langes Sitzen/Gehen/Stehen schmerzhaft sei (E. 4.4). Dem lässt sich mit einer wechselbelastenden angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil (E. 4.5) gut begegnen.
Die derzeit ausgeübte Tätigkeit als Taxifahrer widerspricht diesem Belastungs
profil, wird sie doch ganz überwiegend rein sitzend ausgeübt. Selbst wenn der Beschwerdeführer mit seinem derzeit ausgeübten Pensum von 60
%
objektiv an seine Grenzen stossen sollte – was nicht erstellt ist -, so entstünden daraus keine Zweifel an der vollständigen Arbeitsfähigkeit in wechselbelastender Tätigkeit.
5.3
Richtig ist sodann die regionalärztliche Feststellung, dass ein chronisches
lumbospondylogenes
Syndroms rechts die einzige neu hinzugetrete
ne Diagnose darstellt (E. 4.5), wobei gelegentliche Lumbalgien aber offenbar schon seit
der Zeit vor 2003
vorhanden waren (E. 3.4)
und chronische Rücke
nschmerzen bereits gegenüber den
Y._
-Gutachtern
im Jahr 2013
angegeben
wurden, wenn auch damals vorwiegend im Bereich der BWS und zervikal lokalisiert (
E. 3.5).
A
us den Berichten von Dr.
G._
um den Jahreswechsel 2018/2019
herum
(E. 4.3)
geht
hervor, dass dem Beschwerdeführer bereits eine einwöchige Therapie mit Voltaren und
Rheumon
zu einer derartigen Abnahme der Rückenbeschwerden verhalf, dass er
– obwohl vom Behandler für die Beschwerdelinderung als zentral erachtet -
keine Physiotherapie in Anspruch nehmen musste und
auch
keine weiteren Verlaufskontrollen mehr vorgesehen wurden. Dies spricht für einen doch sehr überschaubaren Leidensdruck hinsichtlich der
lumbalen
Rückenschmerzen.
Bezeichnenderweise räumte der Beschwerdeführer selber ein, die eingeleiteten Therapien betreffend den Rücken hätten eine gewisse Beschwerdeverbesserung gebracht, um sodann auf seine «persistierenden Hüftbeschwerden» zu verweisen (E. 2.2).
Es fällt denn auch auf, dass gemäss der Anamnese in den
Behandlerberichten
jeweils
wechselnde Körperregionen im Vordergrund der Beschwerden
gestanden
hatten
, nämlich das
lumbospondylogene
Syndrom im November 2018, die Hüfte im Januar 2019 un
d September 2020 (alles E. 4.3) oder
beide Beine im Februar/März
2021 (E. 4.6-7), ohne dass die Beschwerden
jedoch jemals
mit Attributen wie
«ausgeprägt» oder «massiv»
versehen
worden wären und ohne dass
dem
entsprechend einzusehen ist, weshalb sich aus ihnen eine relevante Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht ergeben sollte. In qualita
tiver Hinsicht berücksichtigte Dr.
I._
die neu aufgetretenen Beschwerden in seinem angepassten Belastungsprofil, welches vom Beschwerdeführer denn im Wesentlichen auch nicht substantiiert kritisiert wurde.
5.4
Zwar ist ihm darin zuzustimmen, dass Dr.
I._
zur Verschlechterung des Hörver
lustes keine Stellung nahm (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 4)
. Es bleibt indes unklar, was der Beschwerdeführer
daraus für seinen Standpunkt gewinnen
und auf welchen fachärztlichen Bericht er sich genau stützen möchte (vgl.
den Verweis auf den «IV-Bericht betreffend Hörverlust» [Urk. 1 S. 4])
.
Stellt man auf den Bericht des behandelnden Ohrenarztes Dr.
F._
vom Februar 2016
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(E. 4.1) ab, so
lag zu diesem Zeitpunkt
ein Hörverlust
im Reintonaudiogramm
von rund 99
%
und im Sprach
audiogramm von 100
%
vor, wobei diese Prozentzahl
en
allerdings aufgrund abweichender Berechnungsweise nicht
direkt mit den
vom betreffenden
Y._
-Teilgutachter
im Jahr
2013 festgestellten Werten gemäss der CPT-AMA Tabelle mit einem Hörverlust von 79.2
%
rechts respektive 75.9
%
links verglichen werden
können
(E. 3.6).
Immerhin hielt auch dieser jedoch eine Progredienz der Hörstörung über die Jahre fest.
Entscheidend ist vorliegend
aber
,
dass der Beschwerdeführer – von der Beschwer
degegnerin mit einem Hörgerät ausgestattet– offenbar seiner Tätigkeit als Taxichauffeur ohne Weiteres in einem Pensum von 60
%
nachgehen kann (E. 4.6), ohne dass die Schwerhörigkeit von einem der behandelnden Ärzte als besonders erwähnenswertes Problem erwähnt, geschweige denn ein aktueller Bericht des Ohrenarztes eingereicht worden wäre. Die Schwerhörigkeit war denn im Belastungsprofil von 2013 auch bereits berücksichtigt worden: Tätigkeiten mit erhöhten Ansprüchen an das Hörvermögen und solche unter erhöhter Lärmexpo
sition sowie sturzgefährdende Tätigkeiten
sind
nicht zumutbar (E. 3.7; vgl. auch E. 3.6).
Die – vermutlich progrediente – Schwerhörigkeit vermag somit weder das durch Dr.
I._
formulierte Belastungsprofil noch die von ihm attestierte
vollständige
Arbeitsfähigkeit in angepasste
r Tätigkeit in Frage zu stellen.
5.5
Ähnliches gilt es in neurologischer Hinsicht festzuhalten. Der entsprechende Bericht von Dr.
J._
vom 18. März 2021 (E. 4.7) wurde von der Beschwerde
gegnerin nicht abgewartet, was der Beschwerdeführer bemängelt (E. 2.2). Er erging somit erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung und konnte Dr.
I._
entsprechend nicht mehr vorgelegt werden. Auch ihm lässt sich jedoch nichts entnehmen, was die regionalärztliche Beurteilung in Frage zu stellen vermöchte.
Was das rezidivierende Einschlafen der linken Hand anbetrifft, so vermochte Dr.
J._
(übrigens entgegen dem Beschwerdeführer [E. 2.2] ein Neurologe und kein Handchirurg)
lediglich die Verdachtsdiagnose eines Karpaltunnelsyndroms beziehungsweise eines zusätzlichen untergeordneten
Thoracic
-Outlet-Syndroms zu stellen. Offenbar war für den 22. März 2021 eine ergänzende neurographische Untersuchung anberaumt zur Sicherung dieser Diagnosen, wobei der Neurologe hierüber eine erneute Berichterstattung in Aussicht stellte (E. 4.7). Der ent
sprechende Bericht wurde vom anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer nie eingereicht, was Zweifel daran nährt, dass die
gestellten
Verdachtsdiagnosen
einschliesslich des vom Beschwerdeführer selber ohnehin nicht in die Waagschale geworfenen
Restless
legs
-Syndroms
noch bestätigt werden konnten
.
So oder anders
ist ein Karpaltunnelsyndrom grundsätzlich gut behandelbar und es ist
weder
einzusehen
noch wurde dargetan
,
inwiefern der Beschwerdeführer durch das gelegentliche Einschlafen der linken Hand in seiner Arbeitsfähigkeit massgeblich beeinträchtigt sein sollte. Dies umso weniger, als dieses Phänomen gemäss Angaben des Beschwerdeführers ber
eits seit einigen Jahren besteht
, es aber dennoch keinen Eingang fand in irgendeinen anderen Bericht.
Dass aus der Untersuchung im März 2021 bei
Dr.
J._
keine wesentlichen neuen Erkenntnisse zutage treten würden, war somit bereits im Zeitpunkt des Verfügungserlasses im Februar 2021 überwiegend wahrscheinlich.
In antizipierter Beweiswürdigung musste d
ie Beschwerdegegnerin damit den
Berich
t von Dr.
J._
nicht abwarten, sondern durfte die Verfügung
bereits
erlassen.
Ein Verstoss gegen den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs. 1 ATSG (E. 1.8) liegt dem
nach nicht vor. Weshalb dennoch
ein Verstoss gegen Art. 6 EMRK vorliegen sollte, wurde nicht
dargetan
und ist nicht ersichtlich.
5.6
Nach dem Gesagten bestehen keinerlei Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzung einer
vollständigen
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit dem vom RAD-Arzt Dr.
I._
formulierten
orthopä
dischen
Belastungsprofil
.
Auf dessen Beurteilung vom 29. Oktober 2020 (E. 4.5) kann d
aher abgestellt werden (E. 1.7)
mit dem Hinweis, dass zusätzlich das von den
Y._
-Gutachtern formulierte
otorhinolaryngologische
Belastungsprofil weiterhin Gültigkeit beansprucht, zumindest insofern die betreffenden Einschrän
kungen mit der Schwerhörigkeit begründet wurden (E. 3.6-7)
Zumutbar sind somit körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges Bücken, langes Stehen in vornüber gebeugter oder anderweitig fixierter Zwangshaltung des Rumpfes, ohne Arbeiten über Kopf und nur selten und kurz in Schulterhöhe, ohne häufiges Treppensteigen oder Gehen auf unebenem Boden. Nicht zumutbar sind Tätigkeiten mit erhöhten Ansprüchen an das Hörvermögen sowie eventuell solche unter erhöhter Lärmexposition und sturzgefährdende Tätigkeiten.
5.7
Das Belastungsprofil ist somit in orthopädischer Hinsicht doch deutlich einschränkender als im Jahr 2013, nachdem damals noch sämtliche leichten bis mindestens mittelschweren Tätigkeiten zumutbar waren (E. 3.7).
Mit Dr.
I._
(E. 4.5) ist somit eine relevante Veränderung des Gesundheitszustands und entsprechend ein Revisionsgrund zu bejahen (E. 1.4).
Es bleiben die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.
6.
6.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
6.2
Für die Vornahme des
Einkommensvergleichs ist grund
sätzlich auf die Gegeben
heiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222). Ein Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruches. Die Neuanmeldung ging am 23. Juni 2020 bei der Beschwerdegegnerin
ein (Urk. 7/159 sowie Aktenver
zeichnis zu Urk. 7). Ein allfälliger Rentenanspruch bestünde somit frühestens ab dem 1. Dezember 2020.
6.3
Mit Einkommensvergleich vom 15. November 2013 (Urk. 7/136)
errechnete
die Beschwerdegegnerin ein
Valideneinkommen
für das Jahr 2004 von
rund
Fr.
69’481.--
, welches sie
der
rechtskräftige
n
Verfügung vom 13. Januar 2014 (Urk. 7/142)
zugrunde legte
. Mangels weiterer Tätigkeit im angestammten Beruf als Bauarbeiter ist auch heute von diesem Betrag auszugehen
und an die Nominallohnentwicklung bis zum 1. Dezember 2020 anzupassen. Bei einem Indexstand von 1975 Punkten im Jahr 2004 und von 2298 Punkten im Jahr 202
0 (Bundesamt für Statistik, Ent
wicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Real
löhne, 1976-2020, T 39,
Männer) beträgt das massgebliche
Validen
einkommen
demnach
rund Fr. 80'844.--
(Fr.
69'481.
--
:
1975 x 2298).
6.4
Zur Berechnung des Invalideneinkommens ist weiterhin
(vgl. schon Urk. 7/136)
auf statistische Werte abzustellen, und zwar auf den standardisierten Durch
schnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Arbeit in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors (LSE 2018, Tabellengruppe
TA1_tirage_skill_level
, Total, Niveau 1).
Das im Jahr 2018 von Männern im Durchschnitt aller einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art erzielte Einkommen betrug pro Monat Fr. 5‘417.--, mithin Fr. 65‘004.-- im Jahr (Fr. 5‘417.-- x 12). Der durch
schnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2018 von 41.7 Stunden
(Bundesamt für
Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T. 03.02.03.01.04
.01)
und der Nominallohnentwicklung von 2260 Indexpunkten im Jahr 2018 auf 2298 Indexpunkte im Jahr 2020
angepasst, ergibt dies
einen
Betra
g von rund Fr. 68‘906
.-- (Fr. 65‘004.
-- :
40.0 x 41.7 : 2260 x 2298).
6.5
Dass das Belastungsprofil einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn recht
fertigt, steht ausser Frage. Dieser beträgt indes maximal 25
%
(BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc).
Selbst bei Gewährung des höchstmöglichen Abzugs betrüge das Invalidenein
kommen somit noch immer rund Fr. 51'680.-- (Fr. 68'906.-- x 0.75), was bei einer Gegenüberstellung mit dem
Valideneinkommen
von Fr. 80'844.--
einen Invalidi
tätsgrad von rund 36
%
ergäbe.
So oder anders besteht demnach kein Rentenanspruch des Beschwerdeführers (E. 1.
3
)
, weshalb die genaue Festlegung des leidensbedingten Abzuges offenblei
ben kann.
6.6
Die angefochtene Verfügung erweist sich somit
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.