Decision ID: ef14cd77-129d-4f3c-a644-7cac06fa12f2
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren
1975, war seit dem
1.
April 2011
im
vollzeitlichem
Umfang
als diplomierte Pflegefachfrau bei der Gemeinde
Y._
tätig
(
Urk. 10/17/1-4
), als
sie
sich am
1
1.
Dezember 2012
mit dem Hinweis auf
eine
psychische Erkrankung und auf Bluthochdruck
(Urk.
10
/
10
Ziff. 6.2)
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an
meldete
.
Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 2
5.
November 2013 (
Urk.
10/27-28) die
Zusprache
einer ganzen Rente ab
1.
Juli 2013 in Aussicht
. Nachdem die Pensionskasse der politischen Gemeinde
Y._
am 1
8.
Dezember 2013 dagegen Einw
ä
nd
e
erhoben hatte (
Urk.
10/36), wozu die Versicherte am 1
3.
März 2014 Stellung genommen hatte (
Urk.
10/43), liess die IV-Stelle die Versicherte psychiatrisch begutachten (
Gutachten vom
6.
Dezember 2014,
Urk.
10/56; Ergänzung vom 2
6.
Januar 2016;
Urk
10/79)
und anschliessend im Rahmen einer Verlaufsbegutachtung erneut psychiatrisch begutachten (Gutachte
n vom 2
3.
Mai 2016,
Urk.
10/89
; Ergänzung vom 2
3.
Januar 2017,
Urk.
10/127
)
.
1.2
Die Versicherte reichte in der Folge ein von einem Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebenes psychiatrisches Gutachten (Gutachten vom
3.
März 2017; Urk.
10/142)
ein, worauf die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 2
4.
März 2017 (Urk. 10/149)
ihren vorgängigen
Vorbescheid vom 2
5.
November 2013 wieder
er
wägungs
weise aufhob und der Versicherten die
Zusprache
einer befristeten gan
zen Rente für die Zeit vom
1.
Juli 2013 bis 3
1.
August 2016 in Aussicht stellte. Dagegen erhob die Versicherte am
4.
April 2017 Einwand (
Urk.
10/151) und reichte ein weiteres, von einem Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebenes,
polydisziplinäres Gutachten (Gutachten vom
8.
März 2017;
Urk.
10/152) ein.
1.3
Mit Vorbescheid vom 2
3.
Mai 2017 (
Urk.
10/163) hob die IV-Stelle den Vor
be
scheid vom 2
4.
März 2017 wiedererwägungsweise auf und stellte der Ver
sicher
ten die Verneinung
ihres Anspruchs auf eine Invalidenrente
in Aussicht.
Dazu nahm die Versicherte am
8.
Juni 2017 Stellung (
Urk.
10/170), worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
Juli 2017 (
Urk.
10/173 =
Urk.
2) einen Renten
anspruch der Versicherten verneinte.
2.
Gegen die Verfügung
vom 17.
Juli
2017 (Urk. 2) erhob
die
Versicherte am
1
8.
August
2017
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, diese sei aufzuheben,
und
es
seien ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente für die Zeit ab
1.
Juli 2013 zuzusprechen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2
0.
September
2017 (Urk.
9
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (S. 1), wovon
der Beschwerdeführerin am 1
3.
Dezember
2017 (Urk. 11) Kenntnis gegeben wurde.
Mit Eingaben vom
5.
Januar 2018 (
Urk.
12)
und vom
4.
April 2018 (
Urk.
16) reichte die Beschwerdeführerin weitere medizinische Unterlagen (
Urk.
13 und Urk. 17/1) ein, wozu die Beschwerdegegnerin am 2
7.
April 2018 Stellung nahm (
Urk.
19). Eine Kopie dieser Eingabe wurde der Beschwerdeführerin am
1.
Mai 2018 zugestellt (
Urk.
20).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob
ein psychischer Gesundheitsscha
den mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbsein
kommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diag
nose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.4
Gemäss
BGE
143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechts
frage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit
schliessen
lassen (
BGE
143 V 418 E. 7.1; vgl. zur Publikation in der Amtlichen
Sammlung bestimmtes Urteil des Bundesgerichts 8C_409/2017 vom 21. März 2018
E. 4.3).
Entscheidend
ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Ein
ord
nung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2
; vgl. zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmtes Urteil des Bundesgerichts 8C_409/2017 vom 21. März 2018 E. 4.3
).
Laut BGE 143 V 418 fallen Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht, wenn ihnen im kon
kre
ten Fall ressourcenhemmende Wirkung zukommt (E. 8.1, Präzisierung der
Recht
sprechung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018
E. 5.1 und E. 7.2 mit Hinweis).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich feh
len
der
invalidenversicherungsrechtlicher
Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund
heitsschaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun
desgerichts 9C_732/2017 vom
5.
März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis).
1.5
Aus Gründen der
Verhältnismässigkeit
kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und all
fälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer
bloss
leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als
chronifizert
gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundes
ge
richts 9C_580/2017 vom 1
6.
Januar 2018 E. 3.1).
1.6
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im
Regel
fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281
) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
so
ur
cen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich
entscheidend
ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz
(BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März
2018 E. 7.4).
1.7
Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein
abschliessendes
Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten
–
allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten
–
eine schlüssige Beurteilung anhand der
massgeblichen
Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine pun
ktuelle Ergänzung genügen (vgl.
Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März
2018 E.
5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).
1.8
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel
chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist ent
schei
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all
seitigen Untersuchun
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.9
Neben den durch den Rechtsanwender zu prüfenden allgemeinen beweisrecht
li
chen Vorgaben an ein Gutachten
(vorstehend E. 1.
8
)
ergibt sich aus BGE 141 V 281 Folgendes: Die ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung, zumindest ohne einläss
liche Befassung mit
den spezifischen normativen Vorgaben und ohne entspre
chende Begründung, ka
nn zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7
Abs.
2 ATSG) nicht erbringen, weil sie weitge
hend vom Ermessen des medizinisch-psychiatrischen Sachverständigen abhängt.
Die medizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist aber eine wichtige Grund
lage für die anschlies
sende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis
tung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E.
3.2). Dabei gilt, dass die versicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbs
tätigkeit nachgehen kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Hinsichtlich der Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizi
nischen Sachver
stän
digen als auch die Organe der Rechtsan
wendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orien
tieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Frage
stellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechts
anwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmen
bedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest
stellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob in
concreto
ausschliesslich funktio
nelle Ausfälle bei der medi
zi
nischen Ein
schätzung berück
sichtigt wurden und ob die Zumutbarkeits
beurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E. 5.2.2;
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Gelangt der Rechtsanwender nach dieser Beweiswürdigung zum Schluss, ein Gut
achten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungs
medizini
schen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisan
forderungen (
vorstehend E. 1.
8
), ist es beweiskräftig und die darin formulierten Stellung
nahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen.
Es soll keine losgelöste juristische Paral
lelüberprüfung nach Massgabe des strukturiert
en Beweisver
fahrens stattfinden (Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom
1.
Dezember 2017 E. 4.2.5; BGE 141 V 281 E.
5.2.3
)
, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen (BGE 141 V 281 E. 6; Urteil
des Bundes
gerichts
8C_260/2017 vom
1.
Dezember 2017 E. 4.2.4). Entscheidend bleibt letzt
lich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine
lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann
als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweis
the
men im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht
zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuun
gunsten der rentenansprechenden Person (BGE 143 V 418 E. 6
)
auswirkt
(BGE
144 V 50 E. 4.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
1
7.
Juli
2017 (Urk. 2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin
unter psychosozialen Faktoren leide, welche bei der Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigen seien (S. 1), dass sie die Therapiemöglichkeiten nicht ausgeschöpft habe, und dass davon aus
zugehen sei, dass
sie
mit einer adäquaten Therapie eine dauerhafte gesundheitli
che Beeinträchtigung hätte vermeiden können, weshalb ein Leistungsanspruch zu
verneinen
sei (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte
hiegegen
vor, dass
gestützt auf
das von der Beschwerdegegnerin eingeholte psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
Z._
für die Zeit vom
1.
Juli 2013 bis 3
1.
August 2016 ein Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen sei (
Urk.
1 S. 3), und dass
auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
A._
nicht abzustellen sei. Für die Zeit ab dem
1.
September
2016 sei auf die beiden von
Krankentaggeldversicherer
n
eingeholten Gutachten abzu
stellen, wonach auf eine einen Rentenanspruch begründende Arbeitsunfähigkeit zu schliessen sei (
Urk.
1 S. 9). Es könne sodann nicht von einer ungenügenden Therapie gesprochen werden, da sie ambulant psychothera
peutisch behandelt worden sei, und da sie sich ab 2
7.
Juni 2016 einer stationären psychiatrischen Therapie unterzogen habe (
Urk
1 S. 6 und S. 10).
3.
3.1
Im Folgenden gilt es vorerst die für Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medizinische Aktenlage zu prüfen.
3.2
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, stellte in ihr
em
Bericht vom 1
8.
Februar 2013 (
Urk.
10/18/1-4) die folgenden Diagnosen (
Ziff.
1.1):
-
s
chwere depressive Episode mit somatischen Symptomen
-
Angststörung
,
vorwiegend Agoraphobie
-
andauernde Persön
lichkeitsänderung
Sie erwähnte, dass die Beschwerdeführerin unter
Erschöpfun
g, Panikattacken, Atem
schwierigkeiten, Schlaf- und Konzentrati
onsstörungen, Angst
und
Wutaus
brüche
n leide, und dass eine
latente Suizidalität
bestehe (
Ziff.
1.4). Es bestehe seit
dem 1
0.
Juli 2012 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Pflegeassistentin (
Ziff.
1.6) und es sei m
ittelfristig mit keiner Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen
(
Ziff.
1.4).
3.3
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt
für Psychi
atrie und
Psychotherapie, stellte
in seinem Gutachten vom
6.
Dezember 2014 (
Urk.
10/56) die folgenden, sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden
Diagnosen
(S. 19):
-
r
ezidivierende depressive Episoden, gegenwärtig mittelgradig mit somati
schem Syndrom
-
k
ombinierte Persönlichkeitsstörung
-
g
eneralisierte Angststörung
(Differentialdiagnose: p
hobische Störung, nicht näher bezeichnet
)
Er erwähnte, dass die Beschwerdeführerin unter einer
ängstlichen Stimmung
, unter
diffuse
n
Ängste
n, unter einer
depressive
n
Stimmungslage mit Ein
schrän
kung der affektiven Schwingungsfähigkeit
, unter
Schuldgefühle
n
und Gefühle
n
von Selbstinsuffizienz
und unter Schlafstörungen leide (S.
21). Die Beschwerde
führerin habe
sexuelle Übergriffe durch einen
Verwandten sowie Vergewaltigun
gen
erlitten und habe unter einem gewalttätigen Ehegatten gelitten. Sie leide unter
einer rezidivierenden depressiven Störung,
gegenwärtig mittelgradige
Ep
isode, mit somatischem Syndrom und
verfüge über
gewisse
Ressourcen und Fähigkeiten
. Sie
versuche,
eine hohe Autonomie aufrecht
zu
erhalten
. Ihre Per
sönlichkeit weise indes
abhängige und ängstliche Züge
auf
. Die
se
Persönlich
keits
struktur bilde
den Nährboden für die Ausbildung depressiver Episoden.
Selbst ohne Berücksichtigung der bestehenden
psycho
sozialen Belastungen,
ins
besondere der
Schizophrenie des Bruders,
der
Behinderung
ihres
Sohnes und
der
Essstörung
ihrer
Tochter
, bestehe
ein deutliches psychisches Leiden mit Krank
heitswert
. Dieses Leiden sei gegenwärtig so
stark ausgeprägt
, dass in der ange
stammten Tätigkeit als Pflegeassistentin
eine vollständige Ar
beitsunfähigkeit
bestehe
(S. 22). Auf G
r
und der Persönlichkeits
struktur,
der Überidentifikat
ion
mit
helfenden
und
pflegerischen Funktionen, sowie angesichts der ei
ngeschränkten Fähigkeit sich ab
grenzen zu können,
sei der Beschwerde
führerin die Ausübung des Pfl
egeberuf
es nicht mehr zuzumuten (S. 23).
Die Ausübung nicht-pflegeri
scher, körperlich leichter Tätigkeiten, ohne Zeit- und Leistungsdruck, sei der Beschwerdeführerin im Umfang
von zwei bis drei Stunden pro Tag
zuzumuten (S. 22).
3.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD),
führte
in seiner Stellungnahme vom 1
1.
Dezember 2014 (
Urk.
10/147/3-4) zum Gutachten von
Dr.
Z._
vom
6.
Dezember 2014 aus, dass dieses umfassend sei, die gesamte Aktenlage und
sämtliche Beschwerden berücksichtige, auf eigenen Untersuchungen beruhe und nach
vollziehbar sei, weshalb darauf abgestellt werden könne. Es sei daher davon aus
zugehen, dass nach Abgrenzung der psychosozialen Faktoren ein stark aus
geprägtes psychisches Leiden mit Krankheitswert bestehe.
3.5
PD
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie,
stellte in seinem Gutachten vom 2
3.
Mai 2016 (
Urk.
10/89) die folgenden, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Diagnosen (S. 13):
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge
, vorwiegend abhängige Anteile
-
r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode
Er stellte fest, dass auf Grund der Berufsanamnese eine Persönlichkeitsstörung nicht zu diagnostizieren sei. Diesbezüglich gelte es zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin trotz diverser lebensgeschichtlicher
und
psychosozialer Belastungen, abgesehen von
kurzd
auernden
Ausnahmen
,
während langer
Zeit
im ersten Arbeitsmarkt
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums
tätig
gewe
sen sei
, ohne dass es dabei zu
übermässig vielen Stellenwechseln
gekommen wäre (S. 15). Die Beschwerdeführer
in
weise jedoch akzentuierte Persönlichkeits
züge auf, welche auf die emotionalen Deprivations- und Missbrauchserfahrungen ab dem frühen Lebensalter zurückzuführen seien (S. 16). Zudem leide
sie
unter einer rezidivierenden depressiv
en Störung, gegenwärtig leichte
Episode, welche eine
Folge
der
dieser
zu Grunde liegenden akzentuierten Persönlichkeitszüge darstelle und ihre Wurzeln in der frühen emotionalen Deprivation habe.
Da sich, abgese
hen von einer punktuell diskreten Affektverarmung, keine pathologisch ausge
lenkten Befunde gezeigt hätten, sei von einem aus objektiver Sicht nicht beein
trächtigten inneren Antrieb auszugehen. Da zudem lediglich eine leicht depressive Stimmung bestehe, und da keine Hinweise für eine mittelgradige oder schwere depressive Exazerbation bestünden, sei gegenwärtig von einer leichten depressiven Episode auszugehen
(S. 17)
. Die depressive Störung werde indes stark durch vielfältige psychosoziale Belastungsfaktoren
, wozu die engen Wohnver
hältnisse, das Zusammenleben mit einem arbeitslosen Ehemann, die angespannte finanzielle Situation und die gesundheitlichen Probleme zweier ihrer Kinder und des Bruders zu zählen seien, überlagert. Da die leichte depressive Störung durch die dieser zu Grunde liegenden akzentuierten Persönlichkeitszüge der Beschwer
de
führerin
unterhalten werde, resultier
ten
qualitative Funktionseinbussen im Umfang von 20
%
(S. 18).
Insgesamt seien in psychischer Hinsicht qualitative Funktionsfähigkeiten im Umfang von 80
%
ausgewiesen (S. 19) und es bestehe eine Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten in diesem Umfang (S. 20).
3.6
In seiner Stellungnahme vom 1
5.
Februar 2017 (
Urk.
3/6) nahm
Dr.
Z._
zu seinem
Gutachten vom
6.
Dezember 2014 sowie zum Gutachten von
PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016 ergänzend Stellung und hielt darin an den in seinem Gutachten gestellten Diagnosen sowie an der darin der Beschwerdeführerin attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit fest.
3.7
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in ihrem zuhanden
der
Swica
Gesundheitsorganisation
verfassten Kurzgut
achten vom
3.
März 2017 (
Urk.
3/5) die folgenden Diagnosen
(S. 6):
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige bis schwere Epi
sode
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ängstlich-vermeidend, abhängig)
-
fremdanamnestisch: komplexe posttraumatische Belastungsstörung
Die Ärztin erwähnte, dass die Beschwerdeführerin
seit Jahren ein depressives Zustandsbild auf
weise
. Dieses sei
inzwischen stark
chronifiziert
und
entspreche
einer rezi
divierenden depressiven Störung
.
G
egenwärtig
leide sie
unter
Inte
ressens
losigkeit, Lustlosigkeit, Energieverlust, Kraftlosigkeit und
Schlaf
störun
gen
. Das depressive Zustandsbild
sei mittelgradig bis schwer
ausgeprägt
. Das psychiatrische Zustandsbild
stelle sich
insgesamt als sehr komplex dar. Gemäss den Angaben
ihrer
b
ehandelnden Psychiaterin bestehe
auch
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-ve
rmeidenden und abhängigen Zügen
sowie
eine schwere
Traumafolgestörung
(S. 7).
In Bezug auf die bisher ausgeübte Tätigkeit als diplomierte Pflegefachfrau und in Bezug auf weitere Tätigkeiten bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
Die Beantwortung der Frage, o
b
die Beschwerdeführerin
in Zukunft
eine höhere
Arbeitsfähigkeit erreichen
könne,
hänge vor allem von den weiteren thera
peuti
schen Massnahmen ab (S. 8).
3.8
Die Ärzte der
E._
AG, Interdisziplinäre Medizin,
Dr.
med.
F._
, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
G._
, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin,
stellten
in
ihrem
im Auftrag der Helsana Versicherungen AG erstellten
Gutachten vom
8.
März 2017 (Urk.
10/152/1-37) die folgenden Diagnosen (S. 31):
Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
:
-
r
ezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradi
ge Episode mit somatischem Syndrom
Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
:
-
Zustand nach posttraumatischer Belastungsstörung im Sinne einer Typ II Traumatisierung
-
k
ombinierte Persönlichkeitsstörung mit asthenisch abhängigen sowie emotional instabilen Anteilen
-
v
egetative Dystonie
-
arterielle
Hypertonie
-
Eisenmangelsyndrom
-
Untergewi
cht
-
c
hronischer Nikotinkonsum
-
Pollinosis
Die Gutachter stellten fest, dass die psychiatrische Untersuchung eine
mittel
gra
dig
e depressive
Episode bei rezidivierender
depressiver
Störung
ergeben habe. Die Beschwerdeführerin leide unter einem
verminderten Antrieb,
Erschöpfung
,
Kon
zentrations
defi
zite
n
, innere
r
Unruhe, Nervosität
,
Anspannung
sowie unter einem
verminderten Appetit und Suizidgedanken. Zusätzlich
seien
auch die Kriterien
für
e
in somatisches Syndrom erfüllt. Es bestehe sodann ein
Zustand nach pos
ttrau
matischer Belastungsstörung, da die Beschwerdeführerin in der Kind
heit und im
Erwachsenenalter
wiederholt sexuell
missbraucht
worden
sei
. Als Folge der frühen Traumatisierungen
sei von einer Persönlichkeits
ent
wi
cklungsstörung aus
zugeben.
Die Beschwerdeführerin weise
insbesondere asthen
i
sch abhängige und emotional instabile Ante
ile auf. Diagnostisch imponierten
diese als kombi
nierte Persönlichkeitsstörung.
In
Bezug auf eine mögliche Angsterkrankung
sei
diese Symptomatik aktue
ll in den Hintergrund getreten, da die Beschwerdeführerin
,
seitdem sie ihren
dritte
n
Ehe
gatten verlassen
habe
,
unter
deutlich weniger Ängste
n leide (S. 33).
Gegenwärtig bestehe sowohl in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Pflege
fach
frau als auch in Bezug auf adaptierte Tätigkeiten eine Arbeitsf
ähigkeit von 50
%
(S. 25), wobei sich die
Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen vergleichbaren Lebens
bereichen aus
wirke
. Die
Beschwerdeführerin sei rasch erschöpfbar, sitze
am liebsten alleine in ihrer Wohnung
und ziehe sich zurück. Den
Haushalt in ihrer Einzimmerwohnung
könne sie jedoch
in Etappen selbständig führen
(S. 24)
.
3.9
RAD-Arzt
Dr.
C._
nahm in seiner Stellungnahme vom 1
2.
Juli 2016 (Urk. 10/147/7) zum Gutachten von
PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016 Stellung und führte dazu aus, dass dieses insgesamt schlüssig, nachvollziehbar und plausibel sei, weshalb darauf abgestellt werden könne
. Auf Grund der von
PD
Dr.
A._
gestellten Diagnosen
akzentuierter Persönlichkeitszüge
und einer rezidivierenden depressiven Episode, gegenwärtig leichte Episode, sei davon aus
zugehen, dass ein Gesundheitsschaden bestehe, welcher die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführer
in mittelfristig beeinträchtige. Gegenwärtig bestehe
eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
.
3.10
Die Ärzte der Klinik
H._
erwähnten im Austrittsbericht vom
5.
September 2017 (
Urk.
13), dass die Beschwerdeführerin vom
2
7.
Juni
bis 2
1.
August
2017
hospi
talisiert gewesen
sei
und stellten die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
-
posttraumatische Belastungsstörung
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung
-
arterielle Hypertonie,
schwergradig
-
chronische Schulter-/Nackenschmerzen
Sie erwähnten, dass auf Grund der
depressiven
Symptomatik
sowie
der posttrau
matischen
Belastungsstörung
eine deutliche Beeinträchtigung der Belastbarkeit und
der
Stresstoleranz
bestünden
.
Beeinträchtigungen bestünden insbesondere in der
Planung und Strukturierung von Aufgaben, der Flexibilität
, der
Umstellungs
fähigkeit, der Anwendung fachlicher Kompetenzen, der Entscheidungs-
,
Urteils
-,
Durchhalte
-,
Selbstbehauptungs
- und Kontakt- und
Gruppen
fähigkeiten sowie
der Fähigkeit zu familiären
und
intimen Beziehungen
,
zu ausserberuflichen Aktivitäten
und
zu
spontan
en
Aktivitäten.
Aus diesem Grunde
bestehe keine
Arbeitsfähigkeit.
Es sei eine
weiterführende spezifische stationäre Behandlung der
posttraumatischen Belastungsstörung angezeigt.
Eine Prognose
könne
erst nach der Durchführung dieser weiterführenden
,
spezifischen Behandlung
gestellt wer
den.
Für
die Zeit vom 2
7.
Juni bis 3
1.
August 2017
sei der Beschwerdeführerin
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (S.
3).
3.11
Dr.
F._
,
E._
AG, erwähnte in ihrem
zuhanden der Helsana Versiche
rungen AG erstellten
psychiatrischen Gutachten vom 1
0.
Januar 2018 (
Urk.
17/1), dass sich der Gesun
d
heitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten Begut
achtung durch die Ärzte der
E._
AG am
1.
Februar 2017 verschlechtert habe (S. 15)
,
und stellte die folgende Diagnosen (S. 16):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
komplexe posttraumatische Belastungsstörung
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, abhängigen, ängstlichen, misstrauischen und resignativen Anteilen (Differential
diagnose: Persönlichkeitsänderung nach Traumatisierungen)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
keine
Insgesamt
habe
sich der Gesundheitszustand im Vergleich zur Untersuchung
vom
1.
Februar
2017 trotz stationärer Behandlung in der
Klinik
H._
verschlechtert.
Infolge verschie
dener Belastungsfaktoren -
insbesondere der Ehescheidung und der
Krankheit der Tochter
-
sei
es zu einer Störung eines zuvor bereits fragilen seelischen Gleichgewichts mit depressiven Zuständen und
einer
Verstärkung
der
post
traumatischen
Anteile
gekommen, weshalb die Beschwerdeführerin seit dem
Juli 2016 nicht mehr als Pflegerin
habe
arbeiten
können (S. 17)
.
Gegenwärtig bestehe in der
angestammten Tätigkeit
der Beschwerdeführerin
als Pflegerin
eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
, wobei diese Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit
gestützt auf Angaben der Beschwerdeführerin erfolge
, um
ihren
Eingliederungsversuch nicht zu gefährden. Insgesamt
müsse
dieses Vorhaben jedoch eher kritisch gese
hen werden. Falls die Möglichkeit fü
r Integrationsmassnahmen bestehe
,
sei
bei
einem positiven
therapeutischen Verlauf
prognostisch
innerhalb von zwei
Jahren mit einer Eingliederungsfähigkeit
im Umfang von 50
%
in der freien Wirtschaft zu rechnen.
Auch in Bezug auf adaptierte Tätigkeiten bestehe
ab dem Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
(S. 18)
.
4.
4.1
In psychischer Hinsicht ist den erwähnten medizinischen Akten zu entnehmen,
dass
Dr.
B._
am 1
8.
Februar 2013 eine schwere depressive Episode mit somatischen Symptomen, eine Angststörung und eine andauernde Persönlich
keits
änderung diagnostizierte und der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Pflegeassistentin attestierte (vorstehend E.
3.2
). Damit übereinstimmend stellte
Dr.
Z._
in seinem Gutachten vom
6.
Dezember 2014 (vorstehend E.
3.3
) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit der Beschwerdeführerin als Pflegeassistentin fest. Er ging indes davon aus, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung angepasster, nicht-pflegerischer Tätigkeiten der Beschwerdeführerin im Umfang von zwei bis drei Stunden im Tag zuzumuten sei
,
und stellte eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom fest. Demgegenüber stellte PD
Dr.
A._
in seinem Gutachten vom 2
3.
Mai 2016 (vorstehend E.
3.5
) lediglich eine leichte depressive Episode sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge fest und ging
davon aus, das
s
die Beschwerde
führerin lediglich
im Umfang von 20
%
in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde.
In der Folge vertrat
Dr.
D._
in ihrem im Auftrag
des
Kranken
taggeldversicherers verfassten Gutachten
s
vom
3.
März 2017 (
vor
stehend E.
3.7
)
die Ansicht, dass die Beschwerdeführerin
an einer mittelgradigen bis schweren Episode im Rahmen einer
rezidivierende
n
depressive
n Störung sowie an einer
kombinierte
n
Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermeidenden und abhängi
gen Zügen und
an
eine
r
schwere
n
Trauma
folgestörung
leide
,
und attestierte der Beschwerdeführerin
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
in Bezug auf jede
Tätigkeit. Damit teilweise übereinstimmend gingen
Dr.
F._
und
Dr.
G._
in
ihrem
zuhanden
des
Krankentaggeldversicherers verfassten
Gutachten
s
vom
8.
März 2017 (
vorstehend E.
3.8
) davon aus, dass die Beschwerdeführerin gegen
wärtig unter einer mittelgradigen Episode im Rahmen einer
rezidivierende
n
depressive
n
Störung
sowie unter einer
kombinierte
n
Persönlichkeitsstörung mit asthenisch abhängigen sowie emotional instabilen Anteilen
leide
,
und attestierten
ihr
in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Pflegefachfrau
und
auf adaptierte Tätigkeiten
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Demgegenüber vertrat
Dr.
F._
in ihrem
zuhanden
des
Krankentaggeld
versicherers verfassten
psychiatrischen Gutachten vom 1
0.
Januar 2018 (
vor
stehend E.
3.11
)
die Ansicht
, dass sich der Gesun
d
heitszustand der Beschwer
de
führerin seit der letzten Begutachtung
(durch
Dr.
F._
und
Dr.
G._
)
verschlechtert habe
,
und attestierte
ihr
in Bezug auf die
angestammten Tätigkeit als Pflegerin
und
in Bezu
g
auf
adaptierte Tätig
keit
en eine Arbeitsfähigkeit von 20
%,
wobei
prognostisch bei einem positiven therapeutischen Verlauf innerhalb von zwei Jahren mit einer
Arbeitsfähigkeit
im Umfang von 50
%
zu rechnen sei
.
4.2
Obwohl das Gutachten von
Dr.
Z._
vom
6.
Dezember 2014 (vorstehend E. 3.3)
in Kenntnis der
Vorakten
erstellt
wurde und den praxisge
mässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (BGE 134 V 231
E. 5.1; vgl. vorstehend E. 1.8) grundsätzlich erfüllt, enthält es keine nachvollziehbare Beurteilung der Arbeits
fähigkeit in zumutbaren, behinderungsangepassten Tätigkeiten. Denn es vermag nicht zu überzeugen, wenn
Dr.
Z._
einerseits lediglich eine mittelgradige Episode im Rahmen einer rezidivierenden
depressiven Störung
feststellte und davon ausging, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung des angestammten Pfl
egeberuf
es nicht mehr zuzumuten sei, weil sie sich auf Grund ihrer Persön
lichkeitsstruktur mit
pflegerischen Funktionen
überidentifiziere und sich nicht abgrenzen könne, und wenn er andererseits der Beschwerdeführerin die Aus
übung nicht-pflegerischer, behinderungsangepasster Tätigkeiten lediglich in einem Umfang
von zwei bis drei Stunden pro Tag
zumuten wollte. Mangels einer nachvollziehbaren Beurteilung kann auf die Beurteilung durch
Dr.
Z._
vor
liegend daher nicht abgestellt werden.
4.3
4.3.1
Auch das Gutachten von PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016 (vorstehend E. 3.5) erfüllt grundsätzlich die praxisge
mässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (BGE 134 V 231
E. 5.1; vgl. vorstehend E. 1.8).
4.3.2
Das Gutachten von PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016 wurde noch vor der am 3
0.
November 2017
mit
BGE 143 V 409 und 143 V 418
erfolgten Änderung der Rechtsprechung, wonach grundsätzlich
sämtliche psychischen Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen
sind (vorstehend E. 1.4), verfasst. Des Gleichen wurde die angefochtene Verfügung vom 1
7.
Juli 2017 (Urk. 2) vor dieser Rechtsprechungsänderung erlassen. Indes galt gemäss dem
vom Bund
esamt für Sozialversicherungen (BSV) herausge
gebe
nen Kreisschreiben
über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invaliden
versi
cherung
in der ab März 2016 geltenden Fassung (
KSIH
)
bereits ab März 2016, dass in Bezug
auf alle Arten von Gesundheitsschädigungen
die F
eststellung einer invalidisierenden Gesundheits
beeinträchtigung nach Vorliegen einer ärztlichen Diagnosestellung anhand eines s
trukturierten Beweisverfahrens gemäss
BGE 141 V 281
zu erfolgen hatte (
Rz
. 1005), wobei im Rahmen des
strukturierten Beweis
verfahren
insbesondere
der Nachweis des funktionellen Schweregrades und der Konsistenz der Gesundheitsschädigung unter Verwendung
der Standardi
ndika
to
ren zu erbringen
war (
Rz
. 1006 in Verbindung mit
Anhang VI
zur KSIH).
4.3.3
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar
stellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).
4.3.4
Obwohl nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten, wie bereits erwähnt (vorstehend E. 1.7), nicht per se ihren Beweiswert verlieren (vgl. BGE 141 V 281 E. 8), lassen sich dem Gutachten von PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016 (vorstehend E. 3.5) keine hinreichenden Ausführungen zu den Standard
indikato
ren gemäss
BGE 141 V 281
und keine Auseinander
setzung mit diesen entnehmen.
4.4
4.
4
.1
Die Beurteilungen durch
Dr.
C._
vom 1
1.
Dezember 2014 (vorstehend E. 3.4) und vom 1
2.
Juli 2016 (vorstehend E. 3.9) vermögen inhaltlich nicht zu überzeu
gen
. Denn der RAD-Arzt führte in seiner Stellungnahme vom 1
1.
De
zember 2014 (vorstehend E. 3.4) aus, dass auf das Gutachten von
Dr.
Z._
vom
6.
Dezember 2014,
wonach der
Beschwerdeführerin die Ausübung einer behinderungs
ange
passten, nicht-pflegerischen Tätigkeiten im Umfang von zwei bis drei Stunden im Tag
zuzumuten sei
, abgestellt werden könne. Demgegenüber vertrat
Dr.
C._
in seiner Stellungnahme vom 1
2.
Juli 2016 (vorstehend E. 3.9) die Ansicht, dass auf das
Gutachten vo
n PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016,
worin
eine
Arbeitsfähigkeit
in zumutbaren, behinderungsangepassten Tätigkeiten von 80
%
festgestellt
wurde
, abzustellen sei. Die Beurteilungen durch
Dr.
C._
erscheinen in inhalt
licher Hinsicht daher als widersprüchlich, weshalb darauf vorliegend nicht abge
stellt werden kann.
4.4
.2
Des Weiteren
gilt es in Bezug auf die Stellungnahmen von
Dr.
C._
vom 1
1.
Dezember 2014 (vorstehend E. 3.4) und vom 1
2.
Juli 2016 (vorstehend E. 3.9) zu beachten, dass die
Berichte und Stellungnahmen
der RAD
Teil der medizi
ni
schen Sachverhaltsabklärung
darstellen
(Urteil des Bundesgerichts 9C_858/2014 vom
3.
September 2015 E. 3.3.2 f.
), und dass der Beweiswert von RAD-Berichten nach
Art.
49
Abs.
2 der Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung (IVV) gemäss der Rechtsprechung mit jenem externer medizinischer Sach
verständigen
gutach
ten vergleichbar ist, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztli
ches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1)
. Auf
das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören –
kann
indes
nicht abgestellt werden
, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225 E.
5.2 und 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom
3.
Oktober 2014 E. 4).
4.
4
.3
Vorliegend
kann auf
die
im
Verfahren nach Art.
44 ATSG
eingeholten Gutachten
von
Dr.
Z._
vom
6.
Dezember 2014 (vorstehend E. 3.3) und von
PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016 (vorstehend E. 3.5)
mangels einer nachvollziehbaren Beurtei
lung beziehungsweise mangels
hinreichenden Ausführ
ungen zu den Standard
in
dikatoren gemäss BGE 141 V 281
alleine zwar nicht abgestellt werden. Diese Gutachten
sind indes immerhin geeignet, geringe Zweifel an der Zuver
lässigkeit der Beurteilungen durch
den
RAD-Arzt
Dr.
C._
hervorzurufen, wes
halb auch aus diesem Grunde darauf nicht abgestellt werden kann.
4.5
4.5.1
Des Gleichen gilt es in Bezug auf die von Krankenggeldversicherern
beziehungs
weise Krankenzusatzversicherungen
eingeholten Gutachten von
Dr.
D._
vom
3.
März 2017 (vorstehend E.
3.7
)
,
von
Dr.
F._
und
Dr.
G._
vom
8.
März 2017 (vorstehend
E. 3.8
) und von
Dr.
F._
vom 1
0.
Januar 2018 (vorstehend E.
3.11
) zu beachten, dass
den
von
Krankentaggeld
versicherer
n
nicht im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholten Gutachten der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu
kommt
(Urteil
e des Bundesgerichts
8C_486/2015 vom 3
0.
November 2015 E. 4.1.3
und 8C_71/2016 vom
1.
Juli 2016 E. 5.3).
Aus diesem Grunde kommt den
nicht im Verfahr
en nach
Art.
44 ATSG eingeholten
Gutachten
von
Dr.
D._
,
Dr.
F._
und
Dr.
G._
sowie von
Dr.
F._
insofern lediglich
ein
ein
geschränkter Beweiswert
als Administrativgutachten
zu
, weshalb
darauf
nicht abgestellt werden
kann
, wenn auch nur geringe Zweifel an
ihrer
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen
.
4.5.2
Obwohl auf die Gutachten
von
Dr.
Z._
vom
6.
Dezember 2014 (vorstehend E. 3.3) und von
PD
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2016 (vorstehend E. 3.5)
, wie erwähnt (vorstehend E. 4.4.3), vorliegend alleine nicht abgestellt werden kann, sind diese Gutachten geeignet,
zumindest
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beur
teilungen
durch
Dr.
D._
vom
3.
März 2017 (vorstehend E. 3.7), durch
Dr.
F._
und
Dr.
G._
vom
8.
März 2017 (vorstehend E. 3.8) und durch
Dr.
F._
vom 1
0.
Januar 2018 (vorstehend E. 3.11)
hervorzurufen
, weshalb
auf diese Administrativgutachten
vorliegend nicht abgestellt werden kann.
4.6
Nach Gesagtem
steht fest, dass
sich den vorhandenen medizinischen Akten
hin
reichende
Ausführungen
zu den Standard
indikatoren gemäss
BGE 141 V 281
und
Auseinander
setzung
en
mit diesen
nicht
entnehmen
lassen
.
Mangels
genügender und nachvollziehbarer Angaben zu den gemäss der Rechtsprechung zu beachten
den Indikatoren erweist sich eine Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit beziehungsweise des tatsächlich noch erreichbaren restlichen Leistungs
vermö
gens der Beschwerdeführerin anhand der Indikatoren im Sinne der Rechtspre
chung vorliegend
daher
als unmöglich. Insofern erscheint der Sachverhalt nicht als rechtsgenügend abgeklärt.
5.
5.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
insbesondere
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der
notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet is
t, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung der medizinischen Akten beziehungsweise von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1 und 137 V 210 E. 4.4.1.4).
5
.2
Vorliegend erweist sich der medizinische Sachverhalt
insbesondere
in Bezug auf die syste
matisierten
Standardi
ndikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 als unge
nügend abge
klärt (vorstehend E.
4.5.4
), weshalb die vorhandenen medi
zini
schen Akten zu ergänzen sind. Die Sache ist deshalb an die Beschwerde
gegnerin zurückzu
wei
sen, damit sie - nach Vervollständigung der Akten sowie Einholung allfälli
ger weiterer wesentlicher
Entscheidgrundlagen
- über den Renten
anspruch
der Beschwerdeführerin neu verfüge. Sinnvollerweise wird die Beschwerdegegne
rin die Beschwerdeführerin erneut psychiatrisch begutachten lassen
beziehungs
weise ein
psychiatrisches Verlaufsgutachten einholen und dabei die begutach
tende Stelle mit der Bemessung des Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin anhand der einschlägigen Indikatoren beauftragen.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
6
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verwei
ge
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert unte
r Berücksichtigung des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 7
00.-- festzusetzen und aus
gangs
gemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7
.
7
.1
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
7
.2
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdeführerin
Anspruch auf
eine Pro
zessent
schä
di
gung, welche nach in Berücksichtigung
der Bedeutung der Streitsache
und
der Schwierigkeit des Prozesses
und eines gerichtsüblichen Stundenansat
zes von
Fr.
220
.-- (zuzügl
ich Mehr
wertsteuer) auf Fr. 2’
4
00
.-- (inklusive Baraus
lagen un
d Mehrwertsteuer) festzu
setzen ist.