Decision ID: 9febd6bb-09a0-47b2-9c09-7a723f12d685
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1962 geborene
X._
war zuletzt ab dem
1.
Oktober 2004 als Pflegeassistentin
beziehungsweise
ab April 2011 als Aktivierungstherapeutin
im
Pflegezentrum
Y._
tätig
(
Urk.
7/3
und 7/88 S. 8
)
.
Am
2.
April
2008 stü
rzte sie auf der Treppe und zog sich dabei eine
Ruptur der
Supraspinatus
sehne
zu. Bei einem Unfall beim Armbrustschiessen am
8.
April 2009 erlitt sie zudem eine Trümmerfraktur am Daumen
rechts
(
Urk.
7/10/2 f. und 9 f
.).
Am 2
3.
November 2009 meldete
sich die Versicherte
unter Hinweis
auf Schul
ter- und Daumenbeschwerden
bei der Invalidenversicherung zum
Leistungsbe
zug
an (Urk. 7/
2 und
Urk.
7/
3).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und
liess
die Versicherte
bei der
Z._
bidisziplinär
(rheumatolo
gisc
h/
psychiatrisch) begutachten (
Expertise vom
6.
April 2011; Urk.
7/38).
Am 2
3.
Mai
2011 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Umschulung
vom 20. Juni 2011 bis 1
6.
April 2013
zur Fachperson für Aktivierung und
Alltags
gestaltung
in Geriatrie und Psychogeriatrie (
Urk.
7/42).
Mit Mitteilung vom
5.
Februar 2013
unterbrach sie diese aufgrund des Gesundheitszustandes der Versicherten
(Me
ni
n
gitis seit November 2012; Urk.
7/58/1)
per 31. Dezember 2012
(Urk.
7/59).
Die IV-Stelle liess die Ver
sicherte bei der A._
GmbH polydisziplinär (Allgemeine Innere
Medi
zin/Neurologie/Orthopädi
e/
Psy
chia
trie/
Neuropsycholo
-
gie
)
begutachten (
Exper
tise
vom 2
0.
Oktober
2014;
Urk.
7/88
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Urk.
7/93
) wies sie das Rentenbegehren mit Verfügung
vom 2
6.
Januar 2015 (Urk. 2) ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
5.
Februar 2015 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, die Verfügung vom 2
6.
Januar 2015 sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
Eventuell
sei die Vorinstanz zu ver
pflichten,
ihr
berufliche Massnahmen in Form einer Umschulung zuzusprechen. Zudem sei ihr die unentgeltliche Prozessführung unter Bestellung einer unent
geltlichen Rechtsvertretung zu bewilligen. Am 14. April 2015
(Urk.
6) bean
tragte die IV-Stelle unter Hinweis auf die beigelegte Mitteilung an die Be
schwerdeführerin betreffend berufliche Abklärung vom 7. April 2015 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 17. April
2015 (Urk.
9) zog die Beschwerdeführerin das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück. Mit
Replik
vom 19. August
2015 (
Urk.
11) stellte die Be
schwerdeführerin den zu
sä
tzlichen Antrag, die Angelegenheit sei zur weiteren Abklärung an die
Be
schwer
degegnerin
zurückzuweisen
, dies unter Beilage
ver
schiedene
r
Unterlagen (
Urk.
12/1-5). Mit Eingabe vom 1
7.
September
2015 (
Urk.
15) reichte die
Be
schwer
degegnerin
ihre Mitteilung an die Beschwerde
führerin betreffend beruf
liche Massnahmen vom 1
7.
September 2015 (Urk. 16) ein
und hielt mit Duplik vom 2
3.
September 2015 (
Urk.
17)
an ihrem Antrag fest.
Mit
Eingabe vom
1.
April 2016 (Urk.
20) hielt die Beschwerdeführerin
ebenfalls
an ihren Anträgen fest und reichte weitere Unterlagen ein (
Urk.
21/6-7). Dies wurde der
Be
schwer
degegnerin
mit Mitteilung vom 2
7.
April 2016 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
22).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1
.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen
oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
de
s
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nic
ht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander geg
en
übergestellt werden, wo
rauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom 2
6.
Januar 2015 (Urk. 2) damit, dass sich aus psychischer Sicht keine zu berücksichtigende Arbeitsunfähigkeit ergebe. Aus somatischer Sicht sei der Beschwerdeführerin eine leichte körperliche Tätigkeit vollumfänglich zu
mutbar. Es bestehe ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 25
%
.
Im Verfahren ergänzte sie,
b
e
rufliche Massnahmen seien nicht
Anfechtungs
gegen
stand
und würden im Übri
gen bereits durchgeführt (
Urk.
6). Sollte sich der Ge
sundheitszustand der Be
schwerdeführerin seit Erlass der Verfügung verschlech
tert haben, stehe es ihr frei, ein neues Gesuch einzureichen (
Urk.
17).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(Urk. 1),
ihr sei nach zwei Unfällen Kostengutsprache für eine Umschulung erteilt wor
den. Aufgrund einer akuten Meningitis habe sie die Umschulungsmassnahme unterbrechen und
schliesslich
wegen einer damit einhergehenden Verschlech
te
rung des Gesundheitszustandes die Umschulung nicht beenden können (S. 3-6).
Indem die Beschwerdegegnerin erst nach Einleitung des
Beschwerdeverfah
rens
berufliche Massnahmen durchgeführt habe, habe sie anerkannt, dass
sei
tens der
Beschwerdeführerin
ein
Anspruch darauf
bestehe
. Die Beschwerde sei bereits a
us diesem Grund teilweise gutzuheissen (
Urk.
11 S.
3).
Die
pneumolo
gischen
Ein
schränkungen der Beschwerdeführerin seien zudem bislang zu wenig berück
sichtigt worden. Aus diesem Grund und da ihre Arbeitsfähigkeit erst nach Been
digung der beruflichen Massnahmen abschliessend beurteilt werden könne, sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Bes
chwerdegegnerin zu
rück
zuweisen (S. 4).
3.
Zum Antrag der
Beschwerdeführerin, eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr berufliche Massnahmen in Form einer Umschulung zuzuspre
chen
, ist festzustellen, dass di
e Beschwerdegegnerin darüber in ihrer Verfügung
vom 26. Januar
2015
(
Urk.
2)
(noch)
gar nicht entschieden
hat (vgl.
aber
Urk.
16
)
. Es war damit entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht notwen
dig, gegen die Verfügung Beschwerde zu erheben, um berufliche Mass
nahmen zugesprochen zu erhalten. Eine diesbezügliche teilweise Gutheissung der Beschwer
de aufgrund der
erst nach Einleitung des Beschwerdeverfahrens durch
ge
führten be
rufliche
n
Massnahmen
(vgl. Urk. 12/1-3)
kommt
dam
it
nicht in Frage
.
Vielmehr ist m
angels Anfechtungsgegenstand
s
diesbezüglich nicht
auf die Beschwerde einzutreten.
4
.
4
.1
Dr.
med.
B._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation,
Dipl. Psych.
C._
, Psychologie und Neuropsychologie,
Dr.
med.
D._
, Psychiatrie und Psychotherapie, und Prof.
Dr.
med.
E._
, Neurologie FMH,
von
der
Z._
hielten in ihrem
Gutachten vom
6.
April 2011
(
Urk.
7/38
)
folgende Diagnosen mit Auswirkung au
f die Arbeitsfähigkeit fest (S.
32
und 57
):
-
Funktionsdefizit des rechten Daumens mit/bei
-
Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese einer
erstgradig
offenen, mehrfragmentären,
extraartikulären
Fraktur der Grundphalanx
Dig
I rechts am
9.
April 2009
-
Status nach
Osteosynthesemater
i
al
e
ntfernung
, IP-Gelenk-
Arthrolyse
, dorsaler
Ka
p
sulektomie
und
Tenolyse
des
Extensorenapparates
(Zone I - II) am
2.
Dezember 2009 wegen störenden Implantates und
Flexions
kontraktur
des IP-Gelenkes I rechts
-
Status nach CRPS Typ I Stadium II
-
Minderbelastbarkeit des linken Schultergelenkes mit/bei
-
Status nach Arthroskopie, Bizeps-
longus
-
Tenodese
,
Supraspinatusrekon
struktion
in simple-
knot
-Technik und
Acromioplastik
am 2
1.
September 2009 wegen kompletter,
transmural
leicht
retrahierter
Supraspinatusruptur
mit instabiler Bizeps-
longus
-Sehne links bei ausserdem bestehendem Bu
ford-Komplex
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie auf
(S. 33 und
57
)
:
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei
-
Fehlhaltung und Fehlstatik
-
m
uskulärer
Dysbalance
/
myostatischer
Insuffizienz
-
Osteochondrose
LWK2 bis SWK1 mit initialer
Spondylarthrose
LWK4/5 und LWK5/SWK1, sehr diskret auch LWK
3/4
, nicht wesentlich über das altersentsprechende Mass hinausgehend
-
Chronische
Epicondylopathia
humeri
radialis
rechts mit/bei
-
m
ultiplen
myofascialen
Triggerpunkten
bei muskulärer
Dysbalance
-
Subjektiv seit ca. 2009 langsam zunehmende Ungeschicklichkeit beider Hände und Füsse mit Gangunsicherheit mit/bei
-
w
eder klinisch-neurologisch noch elektrophysiologisch nachweisbarer Af
fektion des zentralen oder peripheren Nervensystems
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig allenfalls leichte Episode
(ICD-10: F33.0)
-
Akzentuierte (
dependente
) Persönlichkeitszüge
(ICD-10: Z73.1)
-
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
(ICD-10: F43.21)
Ergänzend führten sie aus, dass
die Beschwerdeführerin seit dem
5.
Lebensjahr
an einer COPD bzw. einem Asthma bronchiale leide. Sie sei auf Gräser-, Blu
men
- und Baumpollen, Hausstaubmilben und Katzenspeichel allergisch
und
rauche täglich 10 bis 20 Zigaretten (S. 23-25).
Im Alter von 12 Jahren habe sie z
u
sammen mit ihrem Vater ihre Mutter bis zu deren Tod gepflegt. Auch den Vater habe sie wenige Jahre später bis zu dessen Tod gepflegt. Mit 17 Jahre
n
sei sie
ungewollt
schwanger geworden, der Vater des Kindes sei 14 Jahre älter als sie und ihr gegenüber abwertend und jähzornig gewesen.
Ihr zweiter Ehemann sei aus dem
F._
gewesen, die kulturellen Unterschiede hätten die Ehe sehr belastet
(S. 49 f.)
. Ihr älterer Sohn sei arbeitslos und die letzten zwei Jahre ob
dachlos gewesen. Er habe Drogen- und Alkoholprobleme und lebe seit kurzem mit seiner schwangeren Freundin in einem Wohnmobil. Der jüngere Sohn leide seit seiner Kindheit unter einer starken Depression, sei stark suizidal und zu 100
%
invalidisiert. Die Beschwerdeführerin empfinde die Lebenssituation ihres älteren Sohnes als stark belastend. Auch
ihre
berufliche Ungewissheit belaste sie und verstärke ihre Existenzangst (S. 5
1 und 5
3).
Die
Gutachter folgerten zu
sammengefasst, die
Beschwerdeführerin
sei
in der angestammten Tätigkeit nur noch eingeschränkt arbeitsfähig. In einer optimal dem Leiden angepassten leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
- welche noch näher beschrieben wird -
sei sie hingegen ab dem 1.
Juni 2011 voll arbeitsfähig
,
so auch in der aktuell durchgeführten
, als bereits behinderungsangepasst zu beurteilenden
Tätigkeit al
s Aktivierungsmitarbeiterin (S.
39 f. und 58).
4
.2
Im Bericht des
G._
, Klinik für Neurologie, vom 21. Oktober 2013 (
Urk.
7/77) h
ie
lten
Oberarzt
Dr.
med.
H._
und
Dr.
phil.
I._
, Neuropsychologin,
fest, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Meningitis über grosse Gedächtnisprobleme klage, ebenso über deutliche
Wortfindungs
probleme
, eine erhöhte Ablenkbarkeit und Lärmempfindlichkeit
, Schwierigkei
ten
beim Denken und Kopfschmerzen (S. 1). Die neuropsychologische Untersu
chung ergebe leichte bis vereinzelt mittelschwere kognitive Minderleistungen in allen geprüften Aufmerksamkeitsbereichen
(tonische
Alertness
, selektive und geteilte
Aufmerksamkeit, zum Teil kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit)
so
wie mittel
gradige Minderleistungen in einer exekutiven Teilfunktion
(erhöhte Fehlerzahl bei der Interferenzunterdrückung)
sowie in der
Visuokonstruktion
(Abzeichnen einer komplexen geometrischen Figur)
. Alle ansonsten
testdiag
nostisch
unter
suchten Leistungen lägen im alterskorrigierten Normbereich (S. 3).
Die
Ärzte interpretierten die
Minderleistungen am ehesten im Sinne einer se
kundären Leistungsminderung im Rahmen einer Erschöpfungs- und
Depressi
onssympto
matik
.
Angesichts der
neuropsychologischen Befunde
schätzten
sie
d
ie Arbeits
un
fähigkeit auf 20-35
%
, hielten a
ufgrund der in der Anamnese be
richteten Beschwerden
sowie der psychomotorischen Verlangsamung und Er
müdbarkeit jedoch gegenwärtig
eine Tätigkeit als Aktivierungstherapeutin
für
nicht zumut
bar
(S. 3).
4.3
Dr.
med.
J._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
Dr.
med.
K._
, FMH Psy
chiatrie und Psychotherapie,
Dr.
med.
L._
, FMH Orthopädische Chirurgie,
Dr.
med.
M._
, FMH Neurologie, und
lic
. phil.
N._
, Psycho
loge/Neuro
psy
chologe,
vom
A._
stellten in ihrem Gutachten vom 20.
Oktober 2014
(
Urk.
7/88
) folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 30):
-
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
r
adiologisch deutliche
Osteochondrose
des
thorakolumbalen
Überganges (Röntgen 2
4.
Juni 2014)
-
k
linisch Hohlrücken und deutlich eingeschränkte Beweglichkeit
thorako
lumbal
-
k
eine Anhaltspunkte für
Radikulopathie
-
Chronische Beschwerden im Bereich des dominanten rechten Daumens
(ICD-1
0: T92.2/Z98.8)
-
Status nach
erst
g
radig
offener, mehrfragmentärer
extraartikulärer
Fraktur der Grundphalanx am
9.
April
2
009
-
Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese am
9.
April 2009
-
Status nach Entfernung des
Osteosynthesematerials
,
Arthrolyse
des
Inter
phalangealgelenkes
, dorsaler
Kapsulektomie
und
Tenolyse
des
Exten
sorenapparates
am
2.
Dezember 2009 bei Flexionskontraktur des
Inter
phalangealgelenkes
i
m Verlauf Auftreten eines CRPS
-
r
adiologisch beginnende
Rhizarthrose
(Röntgen 2
4.
Juni 2014)
-
Asthma bronchiale
(ICD-10: J45.9)
-
i
n der Lungenfunktion
mässiggradige
Obstruktion
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode
(ICD-10: F33.0)
Zusätzlich führten sie folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 30 f.):
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit asthenischen-abhängigen Anteilen
(ICD-10: Z73.1)
-
Adipositas (BMI 35
kg/m
2
; ICD-10: E66.0)
-
Status nach Schulterarthroskopie, Bizeps
longus-Tenodese
, Rekonstruktion der
Supraspinatussehne
und
Akromioplastik
links am 2
1.
September 2009 (
O._
-Kl
i
nik; ICD-10: Z98.8)
-
a
namnestisch weitgehende Beschwerdefreiheit
-
k
linisch unauffälliger Befund
-
Chronische Vorfussbeschwerden unter rechtsseitiger Betonung
(ICD-10: M21.07/M21.87)
-
Senk-Spreizfuss und
Hallux
valgus
beidseits
-
Sta
t
u
s nach
Epicondylopathia
humeri
radialis
rechts
(ICD-10: M77.1)
-
k
linisch unauffälliger Befund
-
Status nach
Varizella
zoster
-Meningitis bei kutanem Zoster
Dermatome
Th2/3 und C7 rechts 11/12
(ICD-10: B01.0)
-
Chronisches Spannungstyp-Kopfweh
(ICD-10: G44.2)
-
s
ubjektiv diverse funktionelle Beschwerden ohne hirnorganisches Korrelat
-
n
europsychologisch minime kognitive Störungen bei Schmerzen
-
Hypothyr
e
ose
(ICD-10: E05.9)
-
u
nter medikamentöser Substitu
t
ion kompensiert
-
Fortgesetzter Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch, zirka 40
py
(ICD-10: F17.1)
Ergänzend führten sie aus, dass
neben diversen unspezifischen Beschwerden wie allgemeine Leistungsminderung, Ate
mprobleme
und Lärmempfindlichkeit sub
jek
tiv von der Beschwerdeführerin angegebene Schmerzen im Rücken und in den Schultern im Vordergrund gestanden
hätt
en. Bei der orthopädischen Unter
suchung sei ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom bei radiologisch deutlicher
Osteochondrose
am
thorakolumbalen
Übergang diagnostiziert wor
den. Nach der operierten Daumenfraktur rechts bestünden immer noch chroni
sche Beschwerden mit radiologisch beginnender
Rhizarthrose
. Von den Schul
tern her seien weitgehend unauffällige Befunde erhoben worden. Aus orthopä
discher Sicht seien der Beschwerdeführerin körperlich schwere und mittel
schwere Tätigkeiten, wie diejenige als Pflegerin, nicht mehr zumutbar. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt. Bei der neurologischen Untersuchung sei keine Läsion am peripheren Nervensystem festgestellt worden. Eine fortbestehende
hirnorgani
sche
Läsion nach der Zoster-Meningitis bestehe nicht. Auch bei der neuropsy
chologischen Untersuchung seien ausser einer minimen kognitiven Störung,
welche durc
h
die Schmerzen veru
r
sacht sei, keine Einschränkungen gefunden worden. Aus neurologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe
rin nicht eingeschränkt. Bei der allgemeininternistischen Untersuchung sei ein Asthma bronchiale im Vordergrund gestanden. Die Lungenfunktion habe eine
mässiggradige
obstruktive Komponente gezeigt. Die klinischen Befunde seien mit der bestehenden Inhalationsbehandlung kompensiert. Aus
allgemeininter
nistischer
Sicht seien der Beschwerdeführerin körperlich schwere und andau
ernd mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Bei einer körperlich leichten,
inhalativ
adaptierten Tätigkeit bestehe keine Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit. Bei der psychiatrischen Untersuchung sei eine rezidivierende de
pressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, diagnostiziert worden. Weiter bestünden akzentuierte Persönlichkeitszüge mit asthenisch-abhängigen Antei
len. Durch die
leichtgradige
depressive Symptomat
i
k sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht um 15
%
eingeschränkt (S. 31 f.).
Die Gutachter gingen davon aus, dass die Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten mindestens seit April 2011 bestehe. Be
reits früher hätten Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit durch die Daumenfraktur und die Schulter- und Rückenbeschwerden bestanden. Eine ge
naue Quantifizierung sei retrospektiv aufgrund der Akten nicht möglich. Die Verminderung der Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten aus psychiatri
scher Sicht um 15
%
bestehe seit November 201
2.
Über die Dauer und Höhe der Arbeitsunfähigkeit, welche durch die Hirnhautentzündung verursacht worden sei, könne mangels Akten keine Angaben gemacht werden. Gemäss der neuro
logischen Beurteilung sei arbiträr von rund einer einmonatigen Arbeitsunfähig
keit im Dezember 2012 auszugehen (S. 32). Zusammengefasst sei die Beschwer
deführerin i
n einer
körperlich
leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
zu 85
%
arbeits
- und leistungs
fähig, dies ganztä
g
ig
verwertbar
mit vermehrten Pausen
.
Körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten wie auch diejenige als Pflegeassistentin seien ihr nicht mehr zumutbar (S. 33).
4
.
4
Im durch die Beschwerdeführerin dem Gericht eingereichten
Bericht des
G._
, Klinik für Pneumologie, vom
2.
Juli 2015 (
Urk.
12/4) stellten
Oberarzt PD
Dr.
med.
P._
und Assistenzarzt
Dr.
med.
Q._
folgende Diagnosen:
-
Asthma/COPD-
Overlap
-Syndrom
-
Exazerbation mit Nachweis von
Bocavirus
schwach positiv 02/2015
-
s
istierter
Nikotinabusus
(40
py
), frühkindliches Asthma bronchiale
-
Rhinokonjunktivitis
allergica
-
Sensibilisierung auf
Spätblüter
und Gräser
-
Adipositas
, WHO Grad 2, 38.2 kg/m
2
-
Primäre Hypothyreose
-
u
nter Substitutionstherapie
euthyreot
02/2015
-
Depressive Symptomatik
-
n
ach
Varizella
Zoster Meningitis 2012
-
Mögliche Kontrastmittelallergie
-
CT vom 2
6.
Juni 2016 (
Urt
i
caria
am Hals)
Ergänzend
führten sie aus
, dass die Beschwerdeführerin angebe,
Geradeauslau
fen
sei gut möglich
, d
as Atmen sei hingegen erschwert, wenn sie durch Reden aus ihrem Atemrhyt
h
mus komme. In Ruhe bestünden keine Atemsymptome
(S.
1)
.
Die Beschwerdeführerin bitte
sie
um eine Stellungnahme bezüglich der me
di
zi
nisch-theoretischen Ateminvalidität. Zurzeit bestehe über circa vier Monate ein optimal behandeltes Asthma/COPD
-
Overlap
-Syndrom. Eine provisorische Beur
teilung könne erfolgen.
Gemäss den American
Thoracic
Society-Guidelines bestehe zurzeit eine Beeinträchtigung von circa 33.3
%
bei mittelschwer einge
schränkten dynamischen Lungenvolumina und einer hoch dosierten täglichen
inhalativen
Therapie mit
Kortikosteroiden
. Eine definitive Beurteilung könne nach einem Verlauf über circa zwei Jahre mit optimaler Therapie durchgeführt werden. Es könne möglicherweise noch zu einer weiteren Verbesserung kom
men aufgrund des Asthma/COPD
-
Overlap
-Syndroms (S. 2).
Im weiteren aufgelegten
Bericht des
G._
, Klinik für Pneumologie, vom 1
9.
Janu
ar
2016 (
Urk.
21/7) wurden die
selben Diagnosen wie im Bericht vom
2.
Juli 2015 aufgeführt (S.
1). Zusätzlich wurd
en eine mittelgradige, fixierte
obstruk
tive Ventilationsstörung, normale statische Lungenvolumina und eine
leichtgra
dig
gestörte CO-Diffusionskapazität erwähnt (S. 2).
4.5
Dr.
H._
,
Dr.
phil.
I._
und Psychologie-Praktikantin Voigt h
ie
lten im
eben
falls von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichten
Bericht vom
9.
Dezember 2015
des
G._
,
Klinik für Neurologie (
Urk.
21/6)
,
fest, dass die neuropsychologische Untersuchung
im Vergleich zur letzten Untersu
chung vom 2
1.
Oktober 2013
eine leicht verschlechterte Gedächtnisleistung in der verbalen Modalität
(bei normgerechter Lernfähigkeit)
sowie eine Abnahme der basalen kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit ergeben habe. Bezüglich der
Aufmerksamkeitsfunktionen
seien
teilweise Verbesserungen
(selektive Auf
merksamkeit)
zu verzeichnen
, jedoch sei die geteilte Aufmerksamkeit nach wie vor leicht beeinträchtigt. Eine deutliche Leistungssteigerung zeige sich in der
Visuokonstruktion
sowie in der Interferenzkontrolle. Alle übrigen
testdiagnos
tisch
untersuchten Leistungen lägen im alterskorrigierten Normbereich. Die aktu
elle Arbeitsfähigkeit, speziell
auch
in der Tätigkeit als
Aktivierungsthera
peu
tin
, sei durch die glaubhaft geschilderten Beschwerden deutlich einge
schränkt. Bezüglich einer möglichen beruflichen Wiedereingliederung seien leichte Auf
gaben, in welchen
die Beschwerdeführerin
keiner grösseren körper
lichen Belas
tung ausgesetzt sei, geeignet (S. 3).
5
.
Das polydisziplinäre Gutachten des
A._
vom 2
0.
Oktober 2014 (E.
4
.
3
hiervor) beruht auf den erforderlichen allgemeininternistischen, neurologischen, neu
ro
psychologischen, orthopädischen und psychiatrischen Untersuchungen und wurde
in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den fallrelevanten
Vor
ak
ten
erstellt. Die Gutachter legten die medizinischen Zusammenhänge ein
leuchtend dar und setzten sich mit den geklagten Beschwerden und dem
Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander.
Sie
gelangten sodann
zum
aus
führ
lich begründeten und für das Gericht nachvollziehbaren
Schluss
, dass die Beschwerdeführerin in einer
körperlich leichten, wechselbelastenden,
inhalativ
adaptierten Tätigkeit zu 85
%
arbeitsfähig
ist, wobei das
wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 5 kg
zu
verme
i
den
ist.
Die Gutachter legten dar, dass die retrospektive Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit
nicht eindeutig möglich ist
. Di
e Einschränkung
aus psychiatrischer Sicht
besteht
seit Ausbruch der Menin
gitis im November 2012
, wobei über die Dauer und Höhe der Arbeits
un
fä
higkeit, welche durch die Meningitis verursacht wurde, mangels Akten keine Angabe gemacht werden
kann
.
D
iesbezüglich
wird
von einer
vollen
Arbeits
un
fähigkei
t im
November und
Dezember
2012 ausgegangen (
Urk.
7/88 S.
26 und
32).
Die Gutachter sind sich einig, dass der Beschwerdeführerin die ange
stammte
Tätigkeit als Pflegerin nicht me
hr zumutbar ist. Ebenso sind sie sich einig über das Belastungsprofil in einer angepassten Tätigkeit.
Die Beschwer
de
führerin
weist
jedoch zu Recht darauf hin, dass widersprüchliche Angaben
be
stehen, ob ihr die Tätigkeit als Aktivierungstherapeutin
weiterhin
zumutbar ist.
So wird dies in der Gesamtbeurteilung bestätigt (S. 32), vom orthopädischen Gut
achter hingegen verneint (S. 19).
Dazu ist zu bemerken, dass im
Gutachten der
Z._
die Tätigkeit
als Aktivierungstherapeutin
von der Beschwerdeführerin als leicht und wechselbelastend beschrieben
wurde
(
mit den Gästen spazieren gehen, spielen, Gedächtnistrainings durchführen, tanzen, sin
gen, das Menu besprechen, ihnen den Salat richten, die Suppe aufwärmen und das Essen und
am Morgen den Kaffee servieren;
Urk.
7/
38 S.
22). Gegenüber dem orthopädischen Gutachter des
A._
gab
sie hingegen an, dass die Tätigkeit auch beinhalte
t
habe
, mit Rollstuhlpatienten zu spazieren und zu turnen (
Urk.
7/88 S.
19).
Dies scheint bei der polydisziplinären Gesamtbeurteilung
aber
nicht berücksichtigt worden zu sein.
Da d
ie Beschwerdeführerin die Umschu
lung zur Aktivierungstherapeutin jedoch nicht abgeschlossen
hat
(vgl. Urk. 7/59)
, kann offengelassen werden, o
b ihr die Arbeitstätigkeit als
Aktivie
rungsthe
rapeutin
grundsätzlich zumutbar wäre
. Und da
unter den Gutachtern Einigkeit besteht über das Belastungsprofil in einer angepassten Tätigkeit, ver
mögen die
vorgenannten
unterschiedlichen Angaben
jedenfalls
nichts daran zu ändern, dass das Gutachten den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine bewe
is
kräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (vgl. E. 1.4 hiervor)
entspricht
.
6
.
6
.1
Die Beschwerdeführerin leidet unter chronischen Schmerzen im Rücken und rechten
Daumen und ist deshalb in ihrer angestammten Tätigkeit als
Pflege
assistentin
nicht mehr arbeitsfähig. Gemäss de
n
Gutachte
r
n des
A._
(E.
4
.
3
hier
vor
)
hindern
diese
Beschwerden sie jedoch
aus somatischer Sicht
nicht an einer 100%igen angepassten
beziehungsweise
körperlich leichten
und
wechselbe
las
tenden
Arbeitstätigkeit.
Dies blieb unbestritten und gibt zu keinen
weiteren
Bemerkungen Anlass.
6
.2
6.2.1
Die Gutachter des
A._
diagnostizierten ein Asthma bronchia
le
- und in der Lungenfunktion
eine
mässiggradige
Obstruktion -
und führten aus, dass der Be
schwer
deführerin körperlich schwere und andauernd mittelschwere Tätigkei
ten nicht mehr zumutbar s
eien
. In einer körperlich leichten,
inhalativ
angepassten Tätig
keit
werde
sie durch das Asthma jedoch in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht
beein
trächtigt
(E.
4.
3
hiervor
).
Die Beschwerdeführerin machte hingegen geltend
, dass sie gemäss
den
Bericht
en
de
r Klinik für Pneumologie des
G._
vom
2.
Juli 2015
und 1
9.
Januar 2016
(E. 4.
4
hiervor
) an einem As
thma/COPD-
Overlap
-Syndrom leide
und dadurch in ihrer Arbeitstätigkeit zu
ungefähr
33.3
%
ein
geschränkt
s
ei
.
6.2.2
Gemäss
Dr.
J._
vom
A._
waren
die klinischen Befunde
bezüglich der Lunge
unauffällig
. Er
stützte sich anlässlich der Begutachtung
auf einen Untersuch der Lungenfunktion vom 2
3.
Juni 2014 (
Urk.
7/
88 S. 9), gemäss wel
chem eine mässige Obstruktion mit normale
n
Lungenvolum
ina
besteht. Im Un
tersuch wurde
unter anderem ein FEV1-Wert (
forced
expiratory
volume
at 1s; wichtigster Lungenfunktionswert bei Lungenerkrankungen, die mit verengten Bronchien einhergehen
) von 1.67 l (61
%
Sollwert) gemessen.
Im von der Beschwerdeführerin eingereichten Bericht de
r
Klinik für Pneumologie des
G._
vom 2. Juli 2015 (
Urk.
12/4) wird
ein
FEV1
-Wert
von 1.79 l (69
%
Sollwert
; vor Dilatation
) beziehungsweise 1.93 l (74
%
Sollwert
; nach Dilatation
)
festgehalten
. Der FEV1-Wert habe seit März 2015 um 210 ml zugenommen
(
S. 2
)
.
Im Bericht der Klinik für Pneumologie des
G._
vom 19. Januar 2016 (
Urk.
21/7) wird ein FEV1-Wert von 1.48 l (56
%
Sollwert; vor Dilatation) beziehungsweise von 1.5 l (57
%
Sollwert; nach Dilatation) aufgeführt. Der FEV1-Wert habe im letzten Jahr um circa 200-300
ml abgenommen
(S. 2)
.
In Kenntnis der Atemprobleme und Lungenwerte der Beschwerdeführerin befan
den die
A._
-Gutachter sie als zu 100
%
arbeitsfähig, dies jedoch nur in einer ihren Lungenbeschwerden angepassten Tätigkeit.
Hinweise darauf, dass sich die Lungenwerte bis zum Erlass der Verfügung vom 2
6.
Januar 2015 erheblich verschlechtert hätten, sin
d den Akten nicht zu entnehmen.
PD Dr.
P._
und
Dr.
Q._
der Klinik für Pneumologie des
G._
führten in ihrem Bericht vom
2.
Juli 2015 (
Urk.
12/4) aus, dass
die Lungenbeschwerden die Beschwer
deführerin in ihrer Arbeitstätigkeit zu 33.3
%
beeinträchtigen
.
Eine Differen
zierung nach Art der Arbeitstätigkeit
mach
t
en sie dabei nicht
. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin sowohl in einer schweren als auch in einer leichten
Tätigkeit
gleichermassen eingeschränkt ist
. Ihr ist Geradeauslaufen gut möglich, in Ruhe bestehen ebenfalls keine Atemsymptome.
Anlässlich der Begutachtung durch das
A._
gab die Beschwerdeführerin gar an, vor kurzem im Gebirge im flachen Gelände eine Stunde ohne Pause gewandert zu sein (
Urk.
7/88 S.
15).
Dabei auf
ge
tretene Atembeschwerden sind keine doku
mentiert.
Eine 33.3%ige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei jeglicher, da
s heisst auch
bei
einer
körperlich leichte
n
und
inhalativ
angepasste
n
Tätig
keit, ist damit nicht nachvollziehbar
.
Die Beschwerdeführerin ist zudem
beim
G._
in Behandlung
, womit
sich die Anwendung der einschlägigen Recht
sprechung auf
drängt
, wonach
behandelnde Spezialisten sich in erster Linie auf die Be
handlung zu konzentrieren haben und bei ihren Berichten die Erfah
rungstatsa
che, wonach diese aufgrund des Vertrauensverhältnisses zu ihren Patienten im Zweifelsfall eher zu deren Gunsten aussagen, zu berücksichtigen ist (
BGE 135 V 465
E. 4.5). Ob
PD
Dr.
P._
und Dr.
Q._
die
Vorakten
bekannt waren, wird zudem aus ihrem Bericht nicht ersichtlich, jedenfalls setzten sie sich mit diesen, insbesondere dem Gutachten des
A._
und den darin aufgeführten Diag
nosen und Einschätzungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin, nicht auseinander.
Die Berichte der Klinik für Pneu
mologie des
G._
vermögen
damit keine Zweifel an der Beweiskraft des
A._
-Gut
achtens zu be
gründen
.
6.2.3
Eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Verfügungserlass wäre
praxis- und rechtsprechungsgemäss jedenfalls
im Rahmen einer Neuan
meldung geltend zu machen.
6.3
6.3.1
Die Beschwerdeführerin beklagt seit ihrer Hirnhautentzündung eine Vielzahl von
Beschwerden, so Probleme mit der Kognition, Konzentration und dem Ge
dächt
nis, eine vermehrte Ermüdbarkeit und erhöhte Erschöpfbarkeit sowie
eine Un
ver
träg
lichkeit von Hektik und Stress (
Urk.
7/88 S. 25).
Gemäss den Gutach
tern des
A._
bestehen jedoch keine Hinweise darauf, dass die beklagten Be
schwerden eine hirnorganische Grundlage im Zusammenhang mit der Meningi
tis hätten.
Vielmehr handelt es sich
ihrer Meinung nach
dabei um eine psycho
somatische Symptomatik, die in der Diagnose einer depressiven Episode zu
sammengefasst werden kann (S.
25 und 13).
Auch a
us dem Austrittsbericht der
R._
vom
4.
Januar 2013 (
Urk.
7/69/12-15), bei welcher die Beschwer
de
führerin nach ihrer
Hospitalisation
im Spital
S._
vom 28. November bis 2
1.
Dezember 2012 in Rehabilitation war, ergeben sich keine Hinweise auf durch die Meningitis veru
rsachte organische Beschwerden.
Im
anlässlich der Begutachtung durchgeführten
neuropsychologischen Test zeig
ten
sich im Bereich der geteilten Aufmerksamkeit eine Tendenz zu
Reakti
ons
instabilitäten
sowie ein leicht erhöhter Zeitbedarf im Bereich der kognitiven Interferenzstabilität
. Die
bei
der neuropsychologischen Untersuchung vom 2
1.
Oktober 2013 in der Klin
ik für Neurologie des
G._
(E.
4.2
hiervor
) festge
stellte leichte bis mittelschwere Beeinträchtigung der Kognition, der
Visuokon
struktion
und
der exekutiven Teilfunktionen fand sich nicht mehr
(
Urk.
7/88
S.
29).
Die Beschwerdeführerin war
gemäss den
A._
-Gutachtern
aufgrund der Meningitis lediglich im November und Dezember 2012 zu 100 % arbeitsunfähig (S. 26). Seither besteht a
us neurologischer und neuropsychologischer Sicht
k
eine Einschr
änkung der Arbeitsfähigkeit mehr (S.
26 und 29).
6.3.2
Die Beschwerdeführerin
machte
in ihrer Eingabe vom
1.
April 2016
geltend,
sie sei gemäss beiden Berichten der Klinik für Neurologie
des
G._
(E.
4.2 und 4.5
hiervor
) neuropsychologisch eingeschränkt. Die diesbezüglich
gegenteilig
en Fest
stellungen des
A._
-Gutachtens seien demnach erwiesenermassen falsch (
Urk.
20 S.
5).
Bei
m
Vergleich der beiden Berichte ist jedoch festzustellen, dass die leichte bis vereinzelt mittelschwere kognitive Minderleistung in den
Auf
merk
samkeitsbereichen
tonische
Alertness
, selektive Aufmerksamkeit und kog
nitive Verarbeitungsgeschwindigkeit
im Bericht vom
9.
Dezember 2015 nicht mehr aufgeführt werden, ebenso
wenig die mittelgradige
n
Minderleistungen in einer exekutiven Teilfunktion und in der
Visuokonstruktion
. Auch bezüglich der geteilten Aufmerksamkeit wurde eine Verbesserung festgestellt,
war
diese doch nur noch leicht beeinträchtigt
(vgl.
Urk.
7/77 S.
3 und
Urk.
21/6 S.
3)
. Nichts anderes wurde im Gutachten des
A._
festgehalten
,
konnte
doch
gemäss jenem
eine Beeinträchtigung der Kognition, der
Visuokonstruktion
sowie der exeku
tiven Teilfunktionen nicht mehr festgestellt werden
. E
inzig im Bereich der geteil
ten Aufmerksamkeit fand sich eine Tendenz zu Reaktionsinstabilitäten
(
Urk.
7/8
8 S.
29).
Im Bericht vom
9.
Dezember 2015
des
G._
wurden zudem eine leicht verschlechterte Gedächtnisleistung in der verbalen Modalität sowie eine Abnahme der basalen kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit
festge
halten, wohingegen die Gutachter des
A._
einen leicht erhöhten Zeitbedarf im Be
reich der kognitiven Interferenzstabilität feststellten
(vgl.
Urk.
21/6 S. 3 und
Urk.
7/88 S. 29)
.
Die Untersuchungsergebnisse unterscheiden sich damit nur gering
fügig
.
6.3.3
Gemäss Bericht vom
9. Dezember 2015
des
G._
ist
die
Beschwerdeführerin bei der Tätigkeit als Aktivierungstherapeutin deutlich eingeschränkt, leichte Auf
gaben ohne grössere körperliche Belastun
g
wären
hingegen geeignet (
Urk.
21/6 S.
3).
Wie bereits dargelegt, hat die Beschwerdeführerin die Umschulung zur
Akti
vierungstherapeutin
jedoch
nicht abgeschlossen, weshalb offengelassen werden
kann, ob ihr eine solche Arbeitstätigkeit
überhaupt
zumutbar wäre. In einer angepassten, körper
lich leichten Tätigkeit befanden d
ie Gutachter des
A._
die Beschwerde
führerin
als zu 85
% arbeitsfähig
(Urk. 7/88 S.
32
)
.
Dass
ihre
diesbezüglichen Feststellungen erwiesenermassen falsch sein sollten, ist damit nicht nachvollziehbar.
Aus dem Bericht vom 9.
Dezember 2015 wird
zu
dem
nicht ersichtlich, ob den Ärzten der Klinik für Neurologie des
G._
die
Vorakten
bekannt waren
, jedenfalls nahmen sie zu diesen, insbesondere den
neuropsy
chologischen
Untersuchungsergebnissen im
A._
-Gutachten und den daraus ge
zogenen Schlüssen,
nicht St
ellung
.
Auch die Berichte der Klinik für Neurologie des
G._
vermögen damit keine Zweifel an der Beweiskraft des
A._
-Gutachtens zu begründen, weshalb weiterhin davon auszugehen ist, dass
aus neurologischer und neuropsychologischer Sicht keine Einschränkung in der Ar
beitsfähigkeit besteht.
6.3.4
Wie bereits dargelegt, handelt es sich bei den geklagten Beschwerden um eine psychosomatische Symptomatik, welche in der Di
agnose einer depressiven Epi
sode zusammengefasst werden kann
. Nachfolgend ist deshalb
die
Auswirkung
der
depressiven Episode
auf die Arbeitsfähigkeit zu prüfen.
7
.
7.1
D
ie Gutachter
des
A._
diagnostizierten
eine leichte
rezidivierende depressive Störung, welche die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit zu 15
%
ein
schränk
t
(E.
4
.
3
hiervor
).
7.2
Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind leichte bis höchstens mittel
schwe
re
Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar
und füh
ren invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Ar
beits
fähig
keit (vgl. BGE 140 V 193 E.
3.3; Urteile des Bundesgerichts 9C_836/2014
vom 23. März
2015 E.
3.1; 9C_667/2013 vom 29. April
2013 E.
4.3.2; 9C_917/
2012 vom 14. August
2012 E.
3.2 und 9C_736/2011 vom 7. Februar
2012 E.
4.2.2.1; vgl. auch Rahel Sager, Die bun
desgerichtliche Rechtsprechung betreffend De
pressionen, in: SZS 2015 S. 308
ff., 317
f. Ziff. 5.2). Daran hat auch BGE 141 V 281 nichts geändert (Urteil des Bundesge
richts 9C_892/2015 vom 22. Januar 2016 E. 2).
Die invalidisierende Wirkung einer
– von keinem der befassten Ärzte diag
nos
tizierten -
mittelschweren depressiven Störung ist aller
dings nicht schlechthin
auszuschliessen; deren Annahme bedingt nach den höchstrichterlichen Vorga
be
n jedoch, dass es sich nicht bloss um die Begleiter
scheinung einer
Schmerz
krankheit
, sondern um ein selbständiges, vom psycho
genen Schmerzsyndrom losgelöstes depressives Leiden handelt (Urteile des Bun
desgerichts 9C_917/2012 vom 14. August
2013 E.
3.2 und 9C_210/2012 vom 9. Juli
2012 E.
3.1). Im Weiteren ist vorausgesetzt, dass eine konsequente
De
pressionstherapie
befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent aus
weist. Fehlt es daran, ist nach der Rechtsprechung in der Regel keine invalidi
sierende Wirkung des Gesund
heitszustandes anzunehmen (Urteil des Bundesge
richts 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E.
4.1). Dabei stellt das Bundesgericht so
wohl an die
Lang
jäh
rig
keit
(verneint im vorgenannten Urteil 9C_892/2015 bei einer
Therapie
dauer
von weniger als anderthalb Jahren) als auch an die Inten
sität der
Therapie
be
mühungen
(vgl. etwa das vorgenannte Urteil 9C_454/2013 E. 4.1) hohe Anfor
de
rungen.
Nach der Rechtsprechung ist es in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beein
trächtigungen, somit auch bei psychischen Störungen, keineswegs allein Sache der mit dem
konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) ver
bind
lich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu
einer (an
dauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe
und Ausprägung) führt. Aufgrund dieser tatsächlichen und rechtlichen Gegebenhei
ten hat die Rechtsprechung seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache
des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beur
teilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diag
nose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind. Bei der
Fol
genabschätzung
der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende
Beurtei
lungskompetenz
zu (BGE 140 V 193 E. 3.1 und 3.2). Es kann damit von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit aus rechtlicher Sicht abge
wichen werden, ohne dass ein
wie vorliegend grundsätzlich beweiskräftiges
Gutachten dadurch seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichts 9C_106/2015 vom 1. April 2015 E. 6.3).
7.3
Nach Angaben der Beschwerdeführerin konsultiert sie seit Januar 2013 alle zwei Wochen ihre Psychologin (
Urk.
7/88 S. 10
), obwohl bereits 2011 eine depressive Störung diagnostiziert wurde (E.
4
.1
hiervor
).
Eine solche Behandlung
sfrequenz
deutet
– im Einklang mit der
bloss
als leicht gefassten Diagnose -
nicht auf einen allzu
grossen
Leidensdruck hin.
Im Zeitpunkt der Begut
achtung durch das
A._
nahm sie zudem keine Psychopharmaka mehr ein (
Urk.
7/88 S.
10).
Bei dieser Sachlage kann
nicht
von einer konsequenten
Depressi
onstherapie
, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist,
gesprochen werden,
jedenfalls
nicht
im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfü
gung.
Bei der
Beschwerdeführer
in
bestehen zudem deutlich ausgeprägte psychosoziale
und emotionale Belastungsfaktoren (kranke und früh verstorbene Eltern, schwi
e
rige Lebenssituation des älteren Sohnes, stark depressiver jüngerer Sohn, zwei gescheiterte Ehen, Existenzängste
, Kündigung
;
Urk.
7/8 S.
8
ff.
)
.
Solche Fak
to
ren vermögen medizinisch die Diagnose einer leichten bis mittelschweren De
pression, aber rechtlich keine Invalidität zu begründen.
Je stärker psychoso
ziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich fest
ge
stellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (vgl. zum Ganzen BGE 127 V 294 E.
5a sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2), was vorliegend
gerade
nicht der Fall ist.
7
.4
Obwohl also eine
depressive Symptomatik
vorliegt
, kann dem Leiden de
r
Be
schwerdeführer
in
- entgegen der Ansicht der
A._
-Gutachter - aufgrund der lediglich leichten Störung und einer fehlenden konsequenten
Depressions
the
rapie
keine invalidisierende Wirkung zuerkannt werden.
8.
Zusammenfassend
ist die Beschwerdeführerin in einer angepassten, körperlich leichten Tätigkeit voll arbeitsfähig.
Daran vermag ihr Vorbringen
, dass sie
g
emäss Schlussbericht zur Potenzialerhebung vom 1
1.
Juni 2015 (
Urk.
12/5) nicht
ar
beits
- und
leistungsfähig
sei
,
nichts zu ändern
,
äusserte
sie
doch
bereits anlässlich der Begutach
tung, dass sie sich nicht in der Lage fühle z
u arbeiten (
Urk.
7/88 S. 14).
9.
9.1
Die
Beschwerdeführer
in
hätte
gemäss Arbeitgeberfragebogen vom
1
2.
Januar 2010
(
Urk.
7/
13
S.
3
) im Jahre 2010
als Pflegeassistentin
ein Einkommen von
Fr.
74‘635.80 erzielt
.
9.2
Die Beschwerdeführerin ist in einer angepassten, körperlich leichten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Zur Berechnung des Invalideneinkommens stützte sich die
Be
schwerdegegnerin
auf die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik
(LSE 2010
) und
ging vom Durchschnitt über alle Branchen (Niveau 4) aus (Urk. 7/91). Dies
ist nicht zu beanstanden, steht der Beschwerdeführerin doch im Rahmen der Zu
mutbarkeit der gesamte Stellenmarkt offen. Ausgehend von ei
nem statis
ti
schen Lohn von Fr. 4‘225.-- und aufgerechnet auf die durchschnitt
liche wöch
entliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden (
Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirt
schaftsab
teilungen
[NOGA 2008] in Stunden pro Woche 1990-2015,
Betriebs
übliche
Wochenarbeitszeit der vollzeiterwerbstätigen
Arbeitnehmenden
, Total 2010: 41.6; www.bfs.admin.ch,
Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit, detaillierte Daten, Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit [BUA])
ergibt sich ein mögliches Einkom
men von Fr. 52‘728.-- per 201
0.
Anhaltspunkte für die Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges ergeben sich keine
und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht
.
Die Aufrechnung der beiden Einkommen per 2013 kann - da proportional - unter
bleiben.
9.3
Der Vergleich des
Valideneinkommens
mit dem Invalideneinkommen ergibt einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von
29
%
.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
1
0
.
Die Kosten des Verfahrens (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) sind auf
Fr.
8
00.--
festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.