Decision ID: ee585822-3e19-4dac-9265-73ca00c812a0
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958 geborene
X._
litt bereits unter chronischen Beschwerden der rechten Schulter bei Status nach einem Treppensturz am 3. Dezember 2006
und
arbeitete bei der
Y._
in der
Z._
in einem Teilzeitpensum von 25 %, als er am 17. April 2012 während einer Busfahrt infolge einer plötzlichen ruckartigen Bremsung nach vorne stürzte, sich mit dem rechten Arm an einer Stange auffing und sich erneut an der rechten Schulter verletzte (Urk.
9
/A1, Urk.
9
/M1, Urk.
9
/M13, Urk.
9
/M16). Die behandelnde Ärztin Dr. med.
A._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, hielt in ihrem Bericht vom 31. Mai 2012 als vorläufige Diagnose eine akute
PHS
(Periarthritis
humeroscapularis
)
traumatica
fest und bescheinigte dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 17. April 2012 (Urk.
9
/M1). Die AXA Versicherungen AG, bei welcher
X._
gegen Unfälle versichert war, erbrachte zunächst Leistungen. Aufgrund des schleppenden Heilungsverlaufs holte sie bei ihrem beratenden Arzt Dr. med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, die versicherungsmedizinische Stellungnahme vom 25. Juni 2013 zur Unfallkausalität der anhaltenden Beschwerden ein
. Nach Ansicht von
Dr.
B._
bewir
k
te das Ereignis vom 1
7.
April 2012 eine vorübergehende Verschlimmerung des Vorzustandes; der Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf auch ohne
den Unfall eingestellt hätte (
s
tatus
quo sine), sei
anlässlich der Untersuchung in der
E._
per
9.
Juli 2012
erreicht gewesen
(Urk.
9
/M8
). Gestützt
darauf stellte
die AXA
ihre Leistungen mit Schreiben vom 6. Dezember 2012 und Verfügung vom 9. Juli 2013 per 9. Juli 2012 ein (Urk.
9/A12
, Urk.
9
/A15, Urk.
9
/A17)
.
Sie
begründete dies damit, die fortbestehenden Schulterbeschwerden stünden nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 17. April 2012. Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache (Urk.
9
/A18) wies die AXA
-
nachdem sie die Akten noch dem beratenden Arzt der Generaldirektion, Dr. med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, zur Würdigung vorgelegt hatte (Urk.
9
/M14) - mit
Einspracheentscheid
vom 14. Februar 2014 ab (Urk.
9/A24
).
1.2
Nachdem der Versicherte dagegen am 1
8.
März
2014
beim Sozialversicherungs
gericht Beschwerde erhoben hatte,
holte
die AXA
bei ihrem beratenden Arzt Dr. med.
D._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, eine
versicherungsmedizinische
Stellungnahme zum Sachverhalt
ein (Urk. 9/M16) und legte diesen Bericht vom 22. Mai 2014 dem Gericht
vor. Mit dem Urteil UV.2014.00069
vom 2
3.
Mai 2017
hiess das Sozialver
sicherungs
gericht die Beschwerde in dem Sinne gut, dass es die Sache zur Einholung einer weiteren
fachärztlichen Stellungnahme zur Unfallkausalität der anhaltenden Beschwer
den unter Berücksichtigung des MRI-Befunds der
E._
vom 2
0.
August 2012 sowie allfälliger weiterer seither erstellter ärztlicher Befund
berichte an die AXA zurückwies (
Urk.
9/A30)
.
Hierauf holte d
ie AXA
den MRI-Befund
bericht
vom 2
0.
August 2012 des
F._
(
Urk.
9/M22,
Urk.
9/M
24) sowie weitere ärzt
liche Befundberichte (
Urk.
9/M19
-21
; vgl. auch
Urk.
9/A34-36
)
ein
schliesslich der entsprechenden digitalen radiologischen Aufnahmen (vgl.
Urk.
9/M17-18,
Urk.
9/M23)
ein un
d legte das Dossier erneut ihrem
beratenden
Arzt
Dr.
D._
vor. Gestützt auf
dessen
Beurteilungen vom 2
4.
März (
Urk.
9/M25)
ging sie davon aus, dass drei Monate nach dem Unfallereignis vom 1
7.
April 2012 keine unfallbedingten Beeinträchtigungen mehr bestanden
hätten
, und
verfügte am 1
5.
April 2016 die Einstellung ihrer Leistungen per 17. Juli 2012 (
Urk.
9/A40).
Die vom Ver
sicherten dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
9/A46)
wies die AXA, nachdem sie das von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten
der
G._
vom 2
6.
Oktober 2016
(vgl.
Urk.
3/3,
Urk.
9/A
51
,
Urk.
9/A54 S. 6)
sowie
das Aktengutachten von
Dr.
C._
vom 2
3.
Mai 2016 (
Urk.
9/M26) beigezogen hatte, mit
Einspracheentscheid
vom
8.
Juni 2017 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwalt David Husmann, mit Eingabe vom 1
0.
Juli 2017 Beschwerde mit dem Antrag, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm über den 1
7.
Juli 2012 hinaus Unfallversicherungsleistungen auszurichten, insbesondere eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung. Zudem sei die Sache an die AXA zurückzuweisen, damit diese ein verwaltungsexternes Gutachten zur Ermittlung seiner Leistungsansprüche einhole, und es sei ihm ein unentgeltlicher Rechtsvertreter in der Person von Rechtsanwalt David Husmann zu bestellen (
Urk.
1 S. 2 und 13)
. Mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Oktober 2017 beantragte die AXA die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Mit Verfügung vom 2
4.
Oktober 2017 bestellte das Gericht dem Beschwerdeführer in Gutheissung seines Gesuchs Rechtsanwalt David Husmann als unentgeltliche
n
Rechts
vertreter
(
Urk.
10)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgeblichen rechtlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung zum Gegenstand der Unfallversicherung und zum Leistungsanspruch (
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG]), zum erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Gesund
heits
schaden und Unfallereignis sowie
zum Wegfall der Leistungspflicht bei Bestehen eines
(
krankhaften
)
Vorzustands
,
zur Beweislast für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund
heitsschadens, zum erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit
sowie zum Beweiswert ärztlicher Berichte im Allgemeinen und von Berichten versicherungsinterner Ärzte und Aktengutachten im Besonderen wurden
im
Urteil des Soz
ialversicherungsgerichts UV.2014.00069 vom 1
7.
September 2015, teilweise unter Hinweis auf die Ausführungen im
Einspracheentscheid
der AXA vom 1
4.
Februar 2014
(Urk. 9/A24)
,
bereits
dargestellt
(
Urk.
9/A30 S. 3 f.). Darauf kann verwiesen werden.
1.2
Zu betonen ist nochmals, dass, i
st die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entfällt, wenn der Unfall nicht
mehr
die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (
status
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausal
zusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfall
bedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialver
sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungs
begründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil
des Bundesgerichts
8C_
715/2016 vom
6.
März 2017, E. 4.2
mit Hinweis
en).
Mit dem Erreichen des
s
tatus
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden
. Solange jedoch der
s
tatus
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG
fallen
(Urteil
des Bundesgerichts
8C_
715/2016 vom
6.
März 2017, E. 4.3
mit Hinweis
en
).
1.3
A
uch dem reinen Aktengutachten
kann
voller Beweiswert zukommen, sofern
der Untersuchungsb
efund
lückenlos vorliegt, namentlich ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergibt, und zudem nicht umstritten ist.
Weiter
sind unfallversicherungsintern eingeholte ärztliche Berichte nicht zu berücksichtigen, wenn an der Richtigkeit der Schluss
folgerungen auch nur geringe Zweifel bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_724/2013 vom 3
1.
März 2014, E. 4.2.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Dem
ersten
Ein
s
pracheentscheid
der
AXA
vom 14. Februar 2014, womit sie ihre Leistungen per
9.
Juli 2012 einstellte, lag in medizinischer Hinsicht das Aktengutachten ihres beratenden Arztes
Dr.
C._
vom
9.
Januar 2014 zu Grunde (
Urk.
9/A24 S. 5 f.). Darin hielt
Dr.
C._
fest, der Beschwerdeführer habe anlässlich des Unfalls vom 17. April 2012 eine Zerrung des rechten Schultergelenkes erlitten. Unter Berücksichtigung des Vorzustandes mit
Supraspinatussehnenruptur
und
Tendinose
der langen
Bizepssehne
sei es nachvollziehbar, dass es durch einen Zug an der rechten Schulter, wie er sich am 17. April 2012 ereignet habe, als sich der Beschwerdeführer an einer Stange festgehalten habe, zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des vorbestehenden schweren Schmerzzustandes gekommen sei. Aus biomecha
nischer Sicht sei es aber äusserst unwahrscheinlich, dass ein solches Ereignis eine strukturelle
artikuläre
Schädigung bewirke. Die von der Hausärztin und den Ärzten der
E._
erhobenen Befunde entsprächen weitgehend denjenigen, die bereits 2009 und 2011 festgestellt worden seien.
Einzig die Defektsituation an der
Supraspinatussehne
sei progredient verlaufen, wobei in einer solchen Situation auch ohne den Unfall vom 17. April 2012 mit einer weiteren Progredienz nach 2011 hätte gerechnet werden müssen.
Bei Fehlen neuer struktureller Schädigungen vermöge die am 17. April 2012 möglicherweise bis wahrscheinlich erlittene muskuläre Zerrung eine temporäre Schmerzzunahme gegenüber dem Vorzustand zu bewirken. Die subjektiv im Nachgang zum
Ereignis vom 17. April 2012 geklagten Beschwerden entsprächen weitgehend den bereits vor Jahren angegebenen Beein
trächtigungen. Es sei anzunehmen, dass
die seit dem 1
7.
April 2012 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit temporär und abnehmend bis etwa Mitte Juli 2012 durch das Ereignis vom 1
7.
April 2012 verursacht worden sei. E
twa drei Monate nach dem Unfall, also etwa Mitte Juli 2012,
sei
der
s
tatus
quo sine eingetreten.
Gemäss Beurteilung der
E._
(vom
9.
Juli 2012 [
Urk.
9/M6]) habe ab dann ein verselbständigtes Schmerzsyndrom, welches durch die objek
tivierbaren eher geringen strukturellen Veränderungen nicht hinreichend erklärt werden könne, im Vordergrund gestanden.
Der heutige Zustand mit stark eingeschränkter Funktion der rechten Schulter stehe vollumfänglich in Zusammenhang mit dem Vorzustand und einer überlagerungsbedingten Schmerz
erkrankung und habe mit dem Ereignis vom 17. April 2012 nichts mehr zu tun (Urk
. 9/M14
;
vgl. auch die früheren Stellungnahmen
des beratenden
Arztes
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
, vom 2
8.
November 2012 und vom 2
5.
Juni 2013
[
Urk.
9
/M7-8
]
).
2.2
Während
dem
laufende
n
Beschwerdeverfahren UV.2014.00069 holte die AXA zusätzlich die Stellungnahme ihres beratenden Arztes
Dr.
D._
vo
m 22. Mai 2014
ein.
Dr.
D._
diagnostizierte eine leichte Distorsion der rechten Schulter ohne nachweisbare
ossäre
,
kapsuläre
,
muskulotendinöse
oder anderweitige Veränderungen der Schulter als Folge des Traumas vom 17. April 2012. Vorbestehend seien rechtsseitige Schulterschmerzen bei einer
Tendino
pathie
der langen
Bizepssehne
und einer kleinen
transmuralen
Ruptur der
Supraspinatussehne
(10 mm) mit Progression der Ruptur sowie bei Status nach
Clavicularesektion
,
Akromioplastik
und
Supraspinatussehnennaht
am 8. Oktober 2007.
Durch verschiedene Ärzte seien im Vergleich zum Vorzustand keine neuen Befunde erhoben worden, auch
sonografisch
und computertomografisch am 1
7.
April 2012 sowie radiologisch am
4.
Juni 201
2.
Zudem
hätten die klinischen Befunde schon vor dem Ereignis vom 1
7.
April 2012 nicht zuver
lässig erhoben werden können und könnten deshalb für die aktuelle Beurteilung nicht massgebend sein. Die einzige Differenz im Vergleich zum Vorzustand stellten die dokumentierten Schmerzen als subjektives Korrelat dar. Sollte es tatsächlich durch den Unfall zu einer Verschlimmerung des Vorzustandes gekommen sein, so hätte es sich hierbei wegen fehlender traumatisch erklärbarer Strukturveränderungen um eine vorübergehende Verschlimmerung durch eine leichte Distorsion (Zerrung) der rechten Schulter gehandelt, welche zu einer zeitlich begrenzten Schmerzzunahme hätte führen können. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wäre eine solche leichte
Verletzung spätestens drei Monate nach dem 17. April 2012 vollständig ausgeheilt gewesen. Sofern die von verschiedenen Ärzten gestellte Diagnose einer
Frozen
Shoulder
überhaupt zutreffe, stünde diese unter Berücksichtigung des Vorzustandes und der Voranamnese nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang mit dem Unfall vom 17. April 2012. Wahrscheinlicher sei ein Zusammenhang mit dem Vorzustand (Urk. 14/M16).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht
erwog
in seinem Rückweisungsurteil UV.2014.00069 vom 1
7.
September 2015,
die
Beurteilung der Unfallkausalität der fortbestehenden Beschwerden durch Dr.
C._
und Dr.
D._
basiere auf der
Annahme, dass den vom Beschwerdeführer geklagten stärkeren Schmerzen nach dem Unfallereignis vom 17. April 2012 keine objektivierbare traumatisch bedingte organisch-strukturelle Schädigung zugrunde gelegen habe. B
ei der gegenwärtigen Aktenlage könne
aber
nicht ausgeschlossen werden, dass der Unfall vom 17. April 2012 entgegen der Annahme
dieser Ärzte
zu einer organisch-strukturellen Schädigung der rechten Schulter geführt habe.
Den
n
die
Hausärztin
Dr.
A._
habe
in ihrem Bericht vom 2
8.
September 2012
(
Urk.
9/M4)
ein am 2
0.
August 2012 in der
E._
durchgeführtes Verlaufs-
MRI
mit
MR-Arthrographie
erwähnt
, welches neu leichte Unregel
mässigkeiten im Bereich des vorderen
superioren
Labrums und möglicherweise eine kleine
SLAP-Läsion
gezeigt habe
. Dieser Befund liege nicht bei den Akten und sei von den
Dr
es
.
C._
und
D._
in ihren Beurteilungen nicht berücksichtigt worden.
E
ine solche organisch-strukturelle
Schädigung der rechten Schulter
sei möglicherweise
für die Zunahme der Beschwerden nach dem Unfall ursächlich
gewesen
und
vermöge unter Umständen
auch deren Persistieren nach der Leistungseinstellung durch die AXA zu erklären.
Die AXA habe deswegen
eine weitere fachärztliche Stellungnahme zur Unfallkausalität der anhaltenden Beschwerden unter Berücksichtigung des MRI-Befunds der
E._
vom 2
0.
August 2012
sowie der weiteren seither erstellten ärztlichen Befundberichte
einzuholen
.
N
ach allfälligen weiteren als notwendig erscheinenden Abklärungen
habe sie
erneut über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu verfügen. Da lediglich eine Ergänzung der Ausführungen
der beratenden Ärzte der AXA Dr.
C._
und Dr.
D._
vonnöten
sei, erübrige
sich die Einholung
eines
interdisziplinären Gutachtens
(
Urk.
9/A30
S. 11 ff.).
2.4
Nach Erhalt des Rückweisungsurteils holte die AXA insbesondere die folgenden medizinischen Berichte und Beurteilungen ein:
Im Rahmen einer Verlaufskontrolle wurden in der
E._
am 2
7.
Oktober 2011
Arthro
-
MRI
-Bilder der rechten Schulter angefertigt. Dem Befundbericht ist zu entnehmen, dass im Vergleich zu einer Voruntersuchung vom 2
5.
März 2009
eine
kleine, aber
progrediente Läsion der
Supraspinatus
sehne
mit kleinem
transmuralem
Dekekt
von
coronal
sow
ie sagittal jeweils
10 mm zur Darstellung gelangte. Ebenfalls zeigten sich eine
Tendino
pathie
der langen
Bizepssehne
, eine
leichte Degeneration des Labrums
ohne L
abrumeinriss sowie eine leichte
Verfettung des
Infraspinatus
,
welche im Vergleich
zur Voruntersuchung
stationär war
(
Urk.
9/M17
/1
).
Zur Klärung der Frage, ob der Unfall vom Mai (richtig: April) 2012 zu weiteren Läsionen in der rechten Schulter geführt habe, erfolgte im
F._
die
MR
Ar
thrographie
vom 2
0.
August 201
2.
Als Befund zeigte sich eine ansatznahe kleine
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
mit einem queren Durchmesser von rund 10 mm und einer Längsausdehnung von wenigen Mil
l
imetern. Die lange
Bizepssehne
war unauffällig. Weiter gelangten leichte Unregelmässigkeiten des vorderen
superioren
Labrums einschliesslich des Ansatzes
der langen
Bizepssehne
zur Dar
stellung. Laut Beurteilung des Radiologen
Dr.
med.
H._
erschien aufgrund dieses Befunds eine kleine SLAP L
äsion als möglich (
Urk.
9/M22).
Dr.
D._
legte in seiner erneuten Aktenbeurteilung vom 2
4.
März 2016 mit Blick auf die ihm neu vorgelegten MRI-Bilder der rechten Schulter
vom 2
0.
August 2012
dar,
auf jenen Bildern zeigten sich gemäss Beurteilung des Radiologen Unregelmässigkeiten im vorderen und oberen Anteil des Labrums und im Ansatz der langen
Bizepssehne
.
Sollte es sich hierbei um eine SLAP-Läsion handeln, könnte diese Folge eines Unfalls sein. Entscheidend sei aber, dass d
ieser Befund bereits
vor dem Ereignis vom 1
7.
April 2012 vorgelegen
habe
. Im Bericht über das
Arthro-MRI
vom 2
7.
Oktober 2011
werde er nämlich bereits festgehalten, indem eine leichte Degeneration des Labrums erwähnt werde. Damit sei die am 2
0.
August 2012 erneut beschriebene Veränderung des Labrums mit Sicherheit einem Vorzustand zuzuordnen. In einem anderen Bereich werde durch die jüngeren MRI-Bilder vom 2
0.
August 2012 zudem eine strukturelle Verbesserung dokumentiert
:
Während am 2
7.
Oktober 2011 noch eine
Tendinopathi
e
der langen
Bizepssehne
festgehalten worden sei, hätten sich auf den Bildern vom 2
0.
August 2012 im Bereich der langen
Bizepssehne
keine Auffälligkeiten gezeigt.
Aufgrund dieser Überlegungen halte er,
Dr.
D._
, an seiner früheren Stellungnahme vom 2
2.
Mai 2014 fest
(
Urk.
9/M25)
.
Im polydisziplinären
(orthopädisch-psychiatrisch-neurologisch-internistischen)
Gutachten der
G._
vom 2
6.
Oktober 2016
, welches von der Invalidenversicherung in Auftrag gegeben wurde,
werden
bei den Diagnosen
mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit unter der Überschrift „
u
nfallbedingt"
chronische Schulterschmerzen rechts mit ausgep
rägter Schonhaltung und nicht me
ssbarem Funktionsdefizit der rechten Schulter
bei Status nach
Frozen
Shoulder
rechts, erstmals
d
iagnostiziert am
6.
Juni 2012 in der
E._
, erwähnt
(
Urk.
3/3 S. 90)
.
Der Beschwerdeführer gab den Gutachtern an, seiner Ansicht nach seien die Schädigungen und Störungen im Bereich der rechten Schulter
Folge des Unfallereignisses
des
J
ahr
es
2006 (
Urk.
3/3
S. 63).
Im Gutachten wird auf den Befund einer
Arthro
-
MRI
-Untersuchung der rechten Schulter vom 1
9.
September 2016
hingewiesen
, wonach Zeichen einer
tra
ns
muralen
Ruptur der
Supraspina
t
u
ssehne
ansatznah ventral mit einer Risslücke unter 1 cm
, eine
Insertionstendiniti
s
der
Subscapularissehne
ohne wesentliche Knorpel- oder Labrumläsionen
sowie eine minderkapazitive Gelenkkapsel erkennbar
seien
(
Urk.
3/3 S. 65
,
S. 90
und S. 95 f.
)
.
In ihrer abschliessenden Beurteilung hielten die
Gutachter unter anderem fest, der durch den beratenden Arzt der AXA
,
Dr.
B._
,
am 2
5.
Juni 2016 festgelegte Zeitpunkt des
Erreichens des
status
quo sine
anlässlich der Konsultation in der
E._
am
9.
Juli 2012 sei zwar medizi
ni
sch-theoretisch denkbar, aber bei einem bereits
chronischen Schulter-Prozess
zu hinterfragen
(
Urk.
3/3 S. 94)
. D
ie
m
inder
kapazitive
Gelenkkapsel sei wohl Folge der
Frozen
Shoulder
mit Kapsel
schrumpfung und erkläre teilweise die Funktionsstörung der rechten Schulter. Die
Insertionstendopathie
der
Subscapularissehne
k
önne als weiteres
pathomorpholo
g
i
sches
Substrat die Funktionsstörung erklären.
Der
Supraspina
tus
sehnenriss
rechts sei hingegen von untergeordneter Bedeutung.
Aufgrund des langjährigen Verlaufs bestehe zusätzlich eine
Schmerzchronifizierung
.
Zum Unfallereignis mit Schulterdistorsion im März (richtig: April) 2012 habe den Gutachtern keine detaillierte Dokumentation vorgelegen. Die davon ausgehende Störung sei aber kurzfristiger Natur gewesen. Eine Unterscheidung zwischen unfallbedingten und den degenerativ bedingten Schädigungen der Schulter sei schwierig, da der Beschwerdeführer diverse Traumata erlitten habe. Die im
Arthro-MRI
der rechten Schulter vom September 2016 verifizierten Pathologien seien möglicherweise nicht unfallkausal.
D
ie
Subscapularis
-Sehnenreizung und minderkapazitive Gelenkkapsel seien Folgeerkrankungen des langjährigen
Impingementsyndroms
. Diese Störungen
stünden im Vordergrund. Sie würden durch die Schonfehlhaltung prolongiert, wobei wegen der fehlenden Schmer
z
therapie zwischenzeitlich eine
Chronifizierung
eingetreten sei (
Urk.
3/3 S. 95-97 und S.
102)
.
Die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers, für sämtliche
Tätigkeiten komplett arbeitsunfähig zu sein, sei aufgrund der erhobenen Befunde nur teilweise nachvollziehbar und wohl auch auf eine gewisse Selbstlimitierung zurückzuführen.
Seine
Arbeitsfähigkeit sei
allein
wegen der orthopädischen Befunde eingeschränkt. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Gipser könne er nicht mehr ausüben. In
einer leichten wechselbelastend
en Tätigkeit mit behinderungsangepasstem Leistungsprofil sei er zu 50
%
arbeitsfähig (
Urk.
3/3 S. 97-98).
Dr.
C._
nahm
im Auftrag
der
AXA am
2
3.
Mai 2017
unter Würdigung des polydisziplinären Gutachtens der
G._
sowie der MRI-Bilder vom 2
7.
Oktober 2011, 2
0.
August 2012 und
1
9.
September 2016 erneut zur Unfallkausalität der Schulterbeschwerden Stellung.
Er legte zunächst dar, die rechte Schulter sei anlässlich des Unfalls vom 1
7.
April 2012 bereits erheblich vorgeschädigt gewesen, und zwar als Folge des Unfalls vom
3.
Dezember 2006, der die operative Behandlung der Schulter am
8.
Oktober 2007 nötig gemacht habe. Seither seien dauernde Schulterschmerzen rechts aktenkundig. Die nach dem Unfall vom 1
7.
April 2012
auf den MRI-Bildern
vom
2
0.
August 2012
sichtbar gewordenen
strukturellen Veränderungen im rechte
n Schulterbereich, insbesondere die Signalalteration am Labrum im Bereich des
Bizepsankers
, welche möglicherweise einer SLAP-Läsion entspreche, seien
bei genauer Betrachtung
auch auf den MRI-Bildern vom 2
7.
Oktober 2011 ersichtlich. Als einzige wesentliche Veränderung gegenüber dem Vorbefund
könne
die offensichtliche Abheilung der
Tendinopathie
der
Bizepssehne
genannt werden
. Im Rahmen der Begutachtung durch die
G._
sei am 1
9.
September 2016 eine
Arthro
-
MRI
-Untersuchung durchgeführt worden.
Laut dem
in der Expertise enthaltenen Befundbericht
seien
damals im Bereich des
Labrum
s
und
des
Bizepsanker
s
im Gegensatz zu
den früheren Untersuchungen
keine Auf
fälligkeiten zur Darstellung gelangt. Damit
könne
die
bereits vorher nie gesicherte Diagnose einer SLAP-Läsion nicht weiter aufrechterhalten werden. Folglich sei die anfänglich vermutete und inzwischen widerlegte SLAP-Läsion unfallfremd, wobei die anlässlich der MRI-Untersuchung vom
2
0.
August 2012
festgestellten Pathologien nachweislich bereits vor dem Ereignis vom 1
7.
April 2012 bestanden hätten (
Urk.
9/M26).
3.
3.1
Die AXA führte zur Begründung der Einstellung der Versicherungsleistungen per 1
7.
Juli 2012 im angefochtenen
Einspracheentscheid
an,
Dr.
C._
und
Dr.
D._
hätten in ihren
Stellungnahmen
vom
2
3.
Mai 2017
und
vom 2
4.
März 2016 darauf hingewiesen, dass die im MRI-Befund vom 2
0.
August 2012 beschriebene Veränderung des Labrums bereits im MRI vom 2
7.
Oktober 2011 zur Dars
tellung gelangt sei.
Folglich handle es
sich
hierbei
mit Sicherheit um einen medizinischen Zustand, der bereits vor dem Ereignis vom 1
7.
April 2012 bestanden habe.
Das
Arthro-MRI
vom 1
9.
September 2016 habe
zudem
am Labrum und am
Bizepsanker
völlig normale Verhältnisse aufgezeigt. Deshalb lasse sich die
bereits früher lediglich vermutete
Diagnose einer
SLAP-Läsion nicht mehr
aufrecht
erhalten
.
Nebst den
Dres
.
C._
und
D._
habe auch die Hausärztin
Dr.
med.
I._
dargelegt
, dass die festgestellten strukturellen Veränderungen bereits vor dem Unfallereignis vom 1
7.
April 2012 nachge
wiesen worden seien und dass im Nachgang zu jenem Unfall keine objektivierbaren Verletzungen hätten
erhoben
werden können.
Die
Dres
.
D._
und
C._
seien übereinstimmend zur Beurteilung gelangt, dass das Ereignis vom 1
7.
April 2012 zwar zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des gesundheitlichen Vorzustandes geführt habe, dass die Verschlimmerung mangels struktureller Schädigung der Schulter aber nach rund drei Monaten wieder abgeheilt gewesen sei.
Damit sei
rechtsgenüglich
erstellt, dass zwischen den
nach dem 1
7.
Juli 2012
geklagten Schulterbeschwerden und dem Ereignis vom 1
7.
April 2012 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Kausalzusammenhang bestehe
(
Urk.
2 S. 4 ff.).
In der Beschwerdeantwort machte die AXA zusätzlich geltend,
d
as
Gutachten der Invalidenversicherung habe keine neuen Erkenntnisse bezüglich unfall
kausaler Verletzungen erbracht.
D
arin
enthaltene
Angaben zur Unfallkausalität der Beeinträchtigungen
seien
nicht begründet worden,
und eine Differenzierung zwischen den einzelnen
Unfällen sei nicht erfolgt
. Für die Beurteilung des strittigen Kausalzusammenhangs
zwischen den
Schulterbeschwerden
und
dem Unfall vom 1
7.
April 2012 müssten diese Angaben
als nicht schlüssig gelten.
Auch die Erwä
hn
ung einer
Frozen
Shoulder
in der Anamnese des Gutachtens vermöge keine Zweifel an der Beurteilung ihrer beratenden Ärzte zu wecken. Die Unfallkausalität einer
Frozen
Shoulder
liesse s
ich lediglich damit b
egründen, dass sie erst nach dem Unfall diagnostiziert worden sei. Zum einen würde eine solche Zuordnung aber auf der rechtsprechungsgemäss unzulässigen „
post
hoc ergo
propter
hoc"-Formel beruhen, bei
der
eine Schädigung bereits deshalb als durch den Unfall verursacht angesehen
werde
, weil sie nach diesem
aufgetreten
sei
.
Z
um anderen hätten
sich die
behandelnden
Ärzte
nie dahingehend geäussert, dass
diese Diagnose
in einem Kausalzusammenhang mit dem fraglichen Unfall stehe. Bei diesem Ergebnis erübrige sich die Einholung eines interdisziplinären Gutachtens, da von einer solchen rein retrospektiv möglichen Begutachtung keine neuen Erkenntnisse erwartet werden könnten
.
Zudem habe das Sozialversicherungsgericht bereits im Rückweisungsurteil UV.2014.00069 vom 1
7.
September 2015 festgehalten, das
s lediglich eine Ergänzung der A
usführungen der
Dres
.
C._
und
D._
nötig sei und sich die Einholung des verlangten interdisziplinären Gutachtens erübrige (
Urk.
8
S. 2
ff.).
3.2
Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt
, dem MRI-Bericht vom 2
0.
August 2012 lasse sich entgegen der Auffassung von
Dr.
D._
und
Dr.
C._
entnehmen, dass Unregelmässigkeiten nicht nur am Labrum, sondern neu auch an der
Bizepssehne
bestanden hätten
, im Gegensatz zum Vorbefund vom
2
7.
Oktober 201
1.
Damit sei
aber
eine
unfallkausale objektive
Verschlechterung
der
Situation in der rechten
Schulter aus
gewiesen
.
Zudem vermöge der Umstand, dass Veränderungen am Labrum allenfalls bereits vor dem Unfall vorgelegen hätten
, für
sich allein nicht eine Unfallkausalität der nach dem 1
7.
Juli 2012 fortbestehenden Beschwerden auszuschliessen.
B
ei der
ärztlichen
Behandlung n
ach dem Unfall habe
eine Zunahme der
Schmerz
symptomatik festgestellt werden können
.
Kurze Zeit nach dem Trauma vom 1
7.
April 2012 sei im Bericht der
E._
vom
6.
Juni 2012 erstmals eine
ausgeprägte
Frozen
Shoulder
diagnostiziert worden
, wobei diese Diagnose auch im Austrittsbericht der
J._
vom 1
8.
März 2014 erwähnt worden sei
.
Die diesbezügliche Erklärung von
Dr.
D._
in seinem Bericht vom 2
2.
Mai 2014
, es könne sein, dass die Diagnose irrtümlich gestellt worden sei, und sie sei ohnehin nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 1
7.
April 2012
zurückzuführen,
überzeuge nicht und zeige die Einseitigkeit seiner Beurteilung.
Auch gemäss dem von der IV-Stelle eingeholten polydisziplinären Gutachten der
G._
seien die Beschwerden in der rechten Schulter unfallbedingt. Die in diesem Gutachten aufgeführte Diagnose einer ausgeprägten Schonhaltung mit nicht messbarem Funktionsdefizit stelle eine mittelbare Unfallfolge
dar.
Das
Unfallereignis habe eine richtungsgebende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes bewirkt und sei, nebst den vorbestehenden Schädigungen, eine Teilursache für die derzeit bestehenden Schulterprobleme.
Die AXA habe den ihr obliegenden Beweis,
dass der Gesundheitszustand
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
bereits drei Monate nach dem Unfall dem
s
tatus
quo sine
entsprochen habe,
nicht erbracht
.
Sie habe
ausschliesslich auf die Stellungnahmen ihrer beratenden Ärzte abgestellt.
Im von der IV-Stelle eingeholten Gutachten werde die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden nicht mit der im Unfallversicherungsrecht nötigen Fokussierung beurteilt.
Bereits bei geringen Zweifeln an versicherungsinternen Beurteilungen wie denjenigen von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
müsse ein verwaltungsexternes Gutachten eingeholt werden.
Deshalb
müsse die Sache an die AXA zur Einholung eines
interdisziplinären
Gutachtens zur Frage der Unfallkausalität der Schulterbeschwerden
und
auch zur Bestimmung der genauen Höhe des Rentenanspruchs
sowie
der Integritätsentschädigung zurückgewiesen werden
(
Urk.
1 S. 5 ff
.)
.
4.
4.1
Aufgrund des Rückweisungsurteils UV.2014.00069 vom 1
7.
September 2015 hatte die AXA hauptsächlich zu prüfen, ob sich durch Vergleich der vor dem Unfall vom 1
7.
April 2012 angefertigten MRI-Bildern mit denjenigen
vom
2
0.
August 2012 eine unfallbedingte organisch-strukturelle Schädigung der Schulter objektivieren
lässt
. Dabei stand es ihr aufgrund der gerichtlichen Erwägungen frei,
zur Beantwortung der offenen Fragen
das mit den MRI-Bildern vom 2
0.
August 2012 und den weiteren seither erstellten ärztlichen Befundberichten ergänzte Dossier erneut ihren beratenden Ärzten
Dr.
C._
und
Dr.
D._
vorzulegen. In ihren entsprechenden Stellungnahmen vom
2
4.
März 2016 und vom 2
3.
Mai 2017
analysierten die
Dres
.
C._
und
D._
die MRI-Bilder
vom
2
7.
Oktober 2011 und vom 2
0.
August 2012
(vgl.
Urk.
9/M17-18,
Urk.
9/M23)
einschliesslich der jeweiligen Befundb
erichte
(
Urk.
M17/1,
Urk.
M22)
eingehend.
Sie zeigten in überzeugender Weise auf, dass die von
der Hausärztin
Dr.
A._
in ihrem Bericht vom 2
8.
September 2012 (
Urk.
9/M4)
als neu bezeichneten
leichte
n
Unregelmässigkeiten im Bereich des vorderen
superioren
Labrums
b
ereits auf den früheren MRI-Bildern vom 2
7.
Oktober 2011 sichtbar waren. Weiter legten sie dar,
dass
die Diagnose
einer SLAP-Läsion
aufgrund der auf diesen Bildern sichtbaren Signalalterationen nicht mit Sicherheit gestellt werden
konnte
. In Kenntnis des neusten MRI-Befunds vom
1
9.
September 2016
muss
diese Diagnose gemäss ihren Beurteilungen gar ganz
verworfen werden
(
Urk.
9/M25 S. 2,
Urk.
9/M26 S. 2)
.
Eine abweichende ärztliche Stellungnahme liegt
nicht bei den Akten, mit Ausnahme derjenigen von
Dr.
A._
vom 2
8.
September 2012, welcher aber die neusten MRI-Bilder vom
1
9.
September 2016
n
icht vorlagen
.
Auf diesen Bildern zeigte sich
wie dargelegt
ein im Wesentlichen intaktes Labrum (
Urk.
3/3 S. 67).
Die Behauptung
des Beschwerdeführers, dass sich Unregelmässigkeiten in den MRI-Bildern vom 2
0.
August 2012 neu auch am Ansatz der
Bizepssehne
zeigten (
Urk.
1 S. 10,
Urk.
9/M22)
,
verkennt
,
das
s
der berichtende Radiologe diese Unregelmässigkeiten nicht klar einordnen konnte und die von ihm vermutete SLAP-Läsion durch die diesbezüglich eindeutigeren MRI-Bilder vom 1
9.
September 2016 gemäss
Befundbericht vom
1
9.
September 2016
a
usgeschlossen werden konnte. Auf diesen Bildern zeigte sich zudem eine intakte lange
Bizepssehne
(
Urk.
3/3 S. 67).
Zwar ist im MRI-Befundbericht vom 2
7.
Oktober 2011 lediglich unspezifisch von einer Degeneration des Labrums die Rede (
Urk.
9/M17/1 S. 1).
Dr.
C._
erklärte in seiner Stellungnahme vom 2
3.
Mai 2017 aber, dass bei genauer Betrachtung bereits auf den MRI-Bildern vom 2
7.
Oktober 2011 Signalalterationen am Limbus im
Bizepsankerbereich
sichtbar
sind
, entsprechend den vom Beschwerdeführer erwähnten Unregel
mässigkeiten
(
Urk.
9/M26
S. 2).
Damit steht mit überwiegender Wahrscheinlich
keit fest, dass
der Unfall vom 1
7.
April 2012 zu keiner
organisch-strukturellen Schädigung der rechten Schulter führte.
4.2
4.2.1
Gestützt auf die Stellungnahmen der
Dres
.
C._
und
D._
ist mit der AXA davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am
17. April 2012 eine leichte muskuläre Zerrung
erlitt, welche zu einer
temporäre
n
Schmerzzunahme
und insofern
zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der bereits vorbe
stehenden Schulterbeschwerden führte. Zu prüfen bleibt, ab wann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder von einem
status
quo sine und damit dem Dahinfallen natürlich und adäquat kausaler Unfallfolgen ausgegangen werden kann
.
4.2.2
In einem ersten Schritt sind die nicht auf den Unfall vom 1
7.
April 2012 zurückzuführenden
Beeinträchtigungen im Bereich
der rechten Schulter beziehungsweise deren Entwicklung im zeitlichen Verlauf
von den Unfallfolgen
abzugrenzen
.
Im Rückweisungsurteil
UV.2014.00069
vom 1
7.
September 2015, E. 3.1
wurde dargelegt, dass
die
vom Beschwerdeführer nach dem Unfall vom
3.
Dezember 2006 trotz konservativer und operativer Ther
ap
ie geklagten
massiven Schmerzen in der rechten Schulter
mit Bewegungsunfähigkeit bis hin zur vollständigen Schultersteife
von den Ärzten nur unzureichend erklärt werden
konnten, da sie in Diskrepanz zu den morphologischen Veränderungen
(
Status nach einer lateralen
Clavicularesektion
,
Akromioplastik
,
Supraspinatussehnen
-Naht am
8. Oktober 2007 [Urk.
14/M4,
Urk.
14/M16
])
standen
.
D
er
damals
zuständige
Unfallversicherer
, die
Suva
,
verdächtigte den Beschwerdeführer der Symptomausweitung und Selbstlimitierung und
veranlasste im Jahr 2008 eine Observation. Dabei ergab sich, dass der Beschwerdeführer seine rechte Schulter uneingeschränkt mit einer Flexion
von über 90° und einer Extension von 60° gebrauchen konnte (
Urk. 9
/M16). Unter anderem gestützt auf die Observa
tionsergebnisse stellte die Suva ihre Leistungen rückwirkend per
3.
September 2008 ein mit der Begründung, spätestens ab diesem Zeitpunkt seien keine Unfallfolgen mehr nachweisbar. Das Vorgehen der Suva wurde mit den Urteilen des Sozialversicherungsgerichts UV.2009.00393 vom 3
0.
Juni 2011 sowie des Bundesgerichts 8C_723/2011 vom 1
2. Oktober 2011 geschützt
(
Urk.
9/A30).
Dass es
in der Folge
noch vor dem Unfall vom 1
7.
April 2012
zu einer weiteren Verschlechterung der objektiven Befundlage gekommen ist, folgt aus dem MRI-
Bericht
vom 2
7.
Oktober 2011, wo
nach
eine im Vergleich zur Voruntersuchung
vom 2
5.
März 2009
progrediente Läsion der
Supraspinatussehne
zur Darstellung gelangte
(
Urk.
9/M17/1)
. Zudem werden in
den Berichten
des
K._
vom 1
8.
April 2012 (
Urk.
9/M13),
der behandelnden
Orthopäden
der
E._
vom
6.
Juni 2012 (
Urk.
9/M12)
, der Hausärztin
Dr.
A._
vom
2
8.
September 2012 (
Urk.
9/M4)
und
in
d
er a
usführlichen Anamnese in der Stellungnahme von
Dr.
D._
vom 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
9/M16 S. 1 f.)
bereits vorbestehende chronische Schulterschmerzen erwähnt
.
Die im Bericht der
E._
vom
6.
Juni 2012
diagnostizierte ausgeprägte
Fro
zen
Shoulder
rechts wurde, entgegen der Ansicht
des Beschwerde
führers
und der
Anmerkung
im
G._
-Gutachten vom
2
6.
Oktober 2016 (
Urk.
3/3 S. 90)
, nicht erstmals in diesem Bericht erwäh
nt. Anamnestisch
hielten die Ärzte der
E._
am
6.
Juni 2012
fest
, dass s
ie den Beschwerdeführer d
a
s letzte Mal am
1.
Juli 2009 bei den gleichen Diagnosen gesehen hätten (
Urk.
9/M12 S. 1).
Dementsprechend
ist
bereit
s ihrem Bericht vom
2.
Juli 2009
zu entnehmen
,
dass damals
aufgrund der Unter
suchungsbefunde das Vorliegen einer
Frozen
Shoulder
nicht ausgeschlossen werden
konnte
(gemäss dem im
G._
-Gutachten aufgeführten Auszug [
Urk.
3/3 S. 25])
.
Deshalb ist die Beurteilung von
Dr.
D._
vom
2
2.
Mai 2014
, dass
die am
6.
Juni 2012 diagnostizierte
Frozen
Shoulder
unter
Berück
sichtigung
des bekannten Verlaufs einer solchen Problematik
und der konkreten Anamnese nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall vom 1
7.
April 2012 zusammenhänge
, nachvollziehbar
(
Urk.
9/M16 S. 5)
.
Im Übrigen fehlt eine
überzeugend und nachvollziehbar begründete abweichende fach
ärztliche Beurteilung
dieser Thematik
in den Akten
.
Eine weitere, vom Unfall vom 1
7.
April 2012 unabhängige Verschlechterung wird
im Befundbericht über die
Arthro
-
MRI
-Untersuchung vom 1
9.
September
2016
dokumentiert: Daraus ergibt sich nämlich, dass auf den
neusten
MRI-Bildern - mit Ausnahme der
intakten
Situation in der langen
Bizepssehne
– eine
weitere
organisch-strukturelle Schädigung der rechten Schulter
ersichtlich
wird
im Sinne einer
Insertionstendinitis
der
Subscapularissehne
und einer minder
kapazitiven Gelenkkapsel (
Urk.
3/3 S. 66 f.).
Auf
den
MRI-Bildern vom
2
7.
Oktober 2011 sowie 2
0.
August 2012 sind die
Subscapularissehne
und die Gelenkkapsel noch unauffällig (
Urk.
9/M17/1,
Urk.
9/M22)
.
V
on keinem Arzt wurde
e
in Zusammenhang dieser objektiven Verschlechterung mit dem Unfall
ereignis vom 1
7.
April 2012 hergestellt
.
Die Gutachter der
G._
gingen davon aus, dass
diese Befunde - die
Subscapularis
-Sehnenreizung und die minderkapazitive Gelenkkapsel
–
hauptsächlich
für die von ihnen a
ttestierte Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in leidensangepassten Tätigkeiten ursächlich waren
.
Die geklagte Beschwerdesymptomatik erklärten
sie
auch
mit der
im Verlauf
erfolgten
Schmerzchronifizierung
(
Urk.
3/3 S. 96 ff.).
Damit ist
a
ktenmässig belegt, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall vom 1
7.
April 2012 bereits an chronischen Schulterbeschwerden als Folge des früheren Unfalls vom 3. Dezember 2006 litt und dass sich der Zustand in der rechten Schulter gemessen an den organisch-strukturellen Befunden unab
hängig vom Unfall vom 1
7.
April 2012 konstant verschlechterte
.
4.2.3
D
ie
am 1
7.
April 2012
erlittene
muskuläre Zerrung in der rechten Schulter
war
gemäss den
Dres
.
C._
und
D._
nicht besonders schwer
(
Urk.
9/M1
4,
Urk.
9/M16 S.
3-
4)
. Dies leuchtet ein
,
da
die Ärzte des
K._
anlässlich der medizinischen Erstversorgung nach dem Unfall am 1
7.
April 2012 keine
sichtbaren Verletzungen feststellten
, die Schulterbeweglichkeit wie bereits vor dem Unfall schmerzbedingt nicht prüfbar war
(
Urk.
9/M13
) und die Verletzung in der Folge auch nicht bildgebend oder auf andere Weise objektiviert werden konnte
.
Vielmehr wurde
von den beratenden Ärzten der AXA indirekt
aufgrund der subjektiven Angaben des Beschwerdeführers zum Verletzungsmechanismus und zur Schmerzzunahme
auf eine stattgehabte Zerrung geschlossen.
Der Beschwerdeführer selbst scheint davon ausgegangen zu sein, dass die durch die Traumatisierung vom 1
7.
April 2012 hervorgerufene Schmerzzunahme in der rechten
Schulter nur vorübergehend war.
Darauf deuten seine
Angaben gegenüber
verschiedenen
Ärzten
hin:
Während im Bericht der Orthopäden der
E._
vom
6.
Juni 2012 erwähnt wird, der Beschwerdeführer habe anlässlich der Schultersprechstunde vom
4.
Juni 2012 über eine Zunahme seiner Schulterschmerzen seit dem Sturz im April 2012 geklagt (
Urk.
9/M12), wird der Unfall im Verlaufsbericht desselben Orthopäden der
E._
über die Untersuchung vom
9.
Juli 2012
gar nicht mehr aufgeführt.
Dies wäre wohl
anders gewesen, wenn der Beschwerdeführer die geschilderten Beschwerden auf diesen Unfall zurückgeführt hätte.
Die Orthopäden
gingen
aber
bereits damals davon aus, dass die Symptomatik wieder den seit dem Unfall im Jahr 2006 anhaltenden massiven chronischen Schulterschmerzen entsprach, welche durch die geringfügigen strukturellen Veränderungen nicht hinreichend erklärt werden könnten und am ehesten Folge eines verselbständigten Schmerzsyndroms seien (
Urk.
9/M10).
Damit übereinstimmend gab der Beschwerdeführer den
G._
-Gutachtern an, dass er die
anhaltenden
Beschwerden in der rechten Schulter auf das Unfallereignis im Jahr 20
06 zurückführe (
Urk.
3/3 S. 63).
D
ie Gutachter
ihrerseits
gingen davon aus, dass die im März (richtig: April) 2012 erlittene Schulterdistorsion nur kurzfristige Folgen zeitigte (
Urk.
3/3 S. 97).
Die
beratenden Ärzte der AXA
haben
zur
Bestimmung des Zeitpunkts, wann die durch den Unfall vom 1
7.
April 2012 verursachte vorübergehende Verschlim
merung der Schulterbeschwerden wieder vollständig zurückgegangen war, nicht auf medizinische Erfahrungssätze abgestellt (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts
Urteil
des Bundesgerichts
8C_
715/2016 vom
6.
März 2017,
E. 5.2.3 sowie
8C_724/2013 vom 3
1.
März 2014, E. 4.1-
2,
welche
sich ebenfalls mit dem Erreichen des
status
quo sine bei
vorgeschädigen
Schultern zu befassen hatten). Aus der Beurteilung von
Dr.
C._
vom
9.
Januar 2014 ergibt sich, dass
für ihn
, wie vor ihm bereits
für
Dr.
B._
am
2
8.
November 2012 (
Urk.
9/M7)
, die im Verlaufsbericht der
E._
vom
2
7.
August 2013 über die Untersuchung vom
9.
Juli 2012
beschriebenen Untersuchungsbefunde und die darin enthaltene Beurteilung, dass
ein verselbständigtes Schmerz
syndrom
im Vorde
rgrund stehe, entscheidend war
.
Mithin basierte die Ein
schätzung von
Dr.
C._
und gestützt darauf auch diejenige von
Dr.
D._
, dass der
status
quo sine spätestens Mitte Juli 2012 erreicht war (
Urk.
9/M14
S. 2,
Urk.
9/M16 S. 4), auf dem in den Akten dokumentierten konkreten Verlauf der Symptomatik.
Die
se
Beurteilung,
wonach
der
status
quo sine bereits rund drei Monate nach der Traumatisierung der vorgeschädigten Schulter am 1
7.
April 2012 erreicht war, überzeugt auch angesichts der geringen Schwere der erlittenen Verletzung.
Zwar warfen die
G._
-Gutachter die Frage auf, ob
der von
Dr.
B._
angenommene Zeitpunkt des Erreichens des
status
quo sine, also die Konsultation in der
E._
vom
9.
Juli 2012, nicht nur medizinisch-theoretisch, sondern auch unter Berücksichtigung der damals bereits chronischen Schulterbeschwerden korrekt sei. Zum einen haben die Gutachter die aufgeworfene Frage
selber
nicht beantwortet,
und es ist auch nicht ganz klar, auf welchen Unfall sie den
status
quo sine bezogen
(
Urk.
3/3 S. 94)
. Z
um
anderen lag ihnen, worauf sie in ihrer Expertise hinwiesen
(
Urk.
3/3 S. 97)
, nicht das vollständige Unfalldossier vor
.
Im Gutachten
fehlt
in diesem Zusammenhang
auch eine Auseinandersetzung mit den im fraglichen Bericht der
E._
erwähnten Befunden und Schlussfolgerungen
(
Urk.
3/3
S. 94)
.
Dies schmälert die Aussagekraft der gutachterlichen Stellungnahme, da die behandelnden Ärzte der
E._
den gesundheitlichen Verlauf aufgrund der bei ihnen erfolgten Konsultationen
unmittelbarer
einschätzen konnten als die Gutachter. Zudem lag
der Hauptfokus der im Auftrag der Invalidenversicherung durchgeführten Begutachtung nicht auf der Feststellung der Kausalität der erhobenen Beeinträchtigungen
. Aus diesen Gründen ist die genannte Textpassage im
G._
-Gutachten nicht geeignet,
Zweifel an der Richtigkeit der Beurteilung der
Dres
.
C._
und
D._
zu wecken.
Abschliessend ergibt sich
auch hinsichtlich der Frage nach dem Zeitpunkt des Dahinfallens natürlich und adäquat kausaler Unfallfolgen
, dass die Akten
beurteilungen der
Dres
.
C._
und
D._
auf einem lückenlosen Untersuchungsb
efund
basieren
, inhaltlich überzeugen
und nicht durch eine andere, aktenmässig gleich gut abgestützte ärztliche Beurteilung bestritten werden. Deshalb kann nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung darauf abgestellt werden
(vorstehende Erwägung 1.3)
. Aufgrund der Stellungnahmen von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
vom
9.
Januar und 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
9/M14 S.2,
Urk.
9/M16 S. 4) und ihre späteren darauf
zurück
verweisenden Beurteilungen vom 2
4.
März 2016 (
Urk.
9/M25 S. 2) sowie vom 2
3.
Mai 2017 (
Urk.
9/M26
S. 1) steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass der Unfall vom 1
7.
April 2012 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Schulterbeschwerden führte, wobei spätestens Mitte Juli 2012 der
status
quo sine erreicht war.
4.2.4
Aus dem Dargelegten folg
t
, dass die durch die AXA mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
bestätigte Einstellung ihrer Leistungen per 1
7.
Juli 2012 rechtens ist (
Urk.
2 S. 6). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Der
unentgeltliche
Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers
, Rechtsanwalt
David
Husmann, wurde am 2
4.
Oktober 2017
darauf hingewiesen
,
dass er die Möglich
keit habe, dem Gericht vor der Fällung des Endentscheids eine detaillierte
Honorarnote einzureichen (Urk. 1
0
). Davon machte er keinen Gebrauch, weswegen seine Entschädigung
ermessensweise
durch das Gericht festzusetzen ist. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (vgl. § 34 Abs. 3 des Geset
zes über das Sozialversicherungs
gericht;
GSVGer
) erweist sich eine Entschädigung von Fr.
2‘0
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.