Decision ID: e5e0a418-b45b-41e8-b6cd-4f39b906e33f
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter), geboren am (...) 1961, ist ös-
terreichischer Staatsangehöriger und wohnt in (...)/AT. Er ist seit dem (...)
2002 geschieden und Vater einer am (...) 1996 geborenen Tochter. Seit
dem 1. Mai 2008 arbeitet er als Grenzgänger bei der B._ AG in
(...)/CH als Lagerist in Vollzeit und entrichtet Beiträge an die schweizeri-
sche Alters-, Hinterlassenen- und die Invalidenversicherung
(IV-C._-act. 1/1-16; Auszug aus dem Individuellen Konto vom
28. August 2019, IV-C._-act. 5).
A.b Am 16. Januar 2019 erlitt er bei einem Skiunfall am linken Oberarm
eine Fraktur (IV-C._-act. 1/4.16 und 1/6.16), die operativ behandelt
werden musste (IV-C._-act. 8/3.3). Anschliessend war der Versi-
cherte unfallbedingt zu 100 % arbeitsunfähig (IV-C._-act. 6/14.14).
B.
B.a Am 20. August 2019 (Eingang bei der SVA C._; IV-C._-
act. 1/1-16 bis 3) meldete sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung an wegen eingeschränkter Bewegungsfreiheit
und Schmerzen aufgrund der unfallbedingten Oberarmfraktur. Die SVA
C._ zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(nachfolgend: SUVA) bei (vgl. IV-C._-act. 11).
B.b Gemäss Mitteilung der SUVA vom 19. November 2019 arbeitete der
Versicherte ab dem 17. Juni 2019 wieder zu 50 % (IV-C._-act. 12/1-
2.2). Nach der operativen Metallentfernung am 23. Oktober 2019 war der
Versicherte vorübergehend wieder zu 100 % arbeitsunfähig (IV-
C._-act. 14/1.2 und 15/1.2). Seit dem 2. Dezember 2019 arbeitete
er wieder zu 50 % (IV-C._-act. 14/1.2 und 15/1.2). Am 6. Januar
2020 nahm der Versicherte seine bisherige Tätigkeit wieder zu 100 % auf
(IV-C._-act. 17/1.2, 20/1.2, 21/2.4).
B.c Mit Schreiben vom 11. September 2020 (IV-C._-act. 18/1.5)
teilte die SVA C._ dem Versicherten mit, dass sie den Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen geprüft habe und das Leistungsbegehren um
berufliche Massnahmen abweise, und wies ihn darauf hin, dass er hierzu
eine beschwerdefähige Verfügung verlangen könne.
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B.d Mit Vorbescheid vom 2. Dezember 2020 (IV-C._-act. 21/1-4)
teilte die SVA C._ dem Versicherten des Weiteren mit, dass ein
möglicher Anspruch auf eine Invalidenrente frühestens sechs Monate nach
der Anmeldung sowie einer einjährigen Wartezeit seit Eintritt des Gesund-
heitsschadens entstehe. Der Unfall sei am 16. Januar 2019 erfolgt. Seit
dem 6. Januar 2020 arbeite er wieder in einem 100 %-Pensum für seine
bisherige Arbeitgeberin. Ein Einkommensvergleich zwischen dem Validen-
und dem Invalideneinkommen zeige keine Einkommenseinbusse, weshalb
keine Invalidität vorliege. Das Leistungsbegehren werde voraussichtlich
abgewiesen.
B.e Am 22. Januar 2021 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter
gegen den Vorbescheid einwenden, dass aufgrund der erlittenen
Oberarmfraktur eine Invalidität vorliege. Es sei keinesfalls eine
Arbeitsfähigkeit von 100 % gegeben. Zum Nachweis beantragte er die
Einholung eines unfallchirurgischen-orthopädischen Sachverständigen-
gutachtens (IV-C._- act. 23 und 25).
B.f Die SVA C._ forderte den Beschwerdeführer daraufhin zur Ein-
reichung aktueller medizinischer Berichte auf und gelangte mehrfach an
seine Arbeitgeberin (IV-C._-act. 24, 29 bis 38). Mit Antwort-E-Mail
vom 31. Mai 2021 teilte Letztere mit, dass der Versicherte im Jahre 2020
unfallbedingt vom 28. Juli 2020 bis 7. August 2020 und vom 17. August
2020 bis 26. August 2020 arbeitsabwesend gewesen sei. Hierfür seien Un-
falltaggelder ausgerichtet worden. Zwischenzeitlich vom 10. August 2020
bis 14. August 2020 sei der Versicherte fünf Tage krankheitsbedingt abwe-
send gewesen (IV-C._-act. 37 und 38).
Auf entsprechende Nachfrage verneinte die Arbeitgeberin mit E-Mail vom
1. Juni 2021 (IV-C._-act. 37 und 38) die Fragen der SVA
C._, ob aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine in-
terne Umplatzierung des Versicherten erfolgt sei, ob eine Einschränkung
der Leistungsfähigkeit bestehe und ob seit dem Unfall aufgrund von Ein-
schränkungen ein geringerer Lohn entrichtet werde (vgl. insbesondere IV-
C._-act. 38/2.3).
B.g Am 15. Juni 2021 übersandte die SVA C._ die Unterlagen an
die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) zum Entscheid über den Be-
zug einer IV-Rente, da es sich beim Versicherten um einen Grenzgänger
handle (IV-C._-act. 39).
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B.h Mit Verfügung vom 16. Juli 2021 lehnte die IV-Stelle für Versicherte im
Ausland (nachfolgend auch: IVSTA) das Leistungsbegehren des Versicher-
ten vom 20. August 2019 ab und verneinte sowohl einen Anspruch auf eine
unbefristete sowie auch auf eine rückwirkende, befristete Invalidenrente
(IV-C._-act. 42; BVGer-act. 1 Beilage 1).
C.
C.a Mit Eingabe vom 4. August 2021 (Datum der Postaufgabe in Öster-
reich: 6. August 2021, Datum des Eingangs: 10. August 2021; BVGer-
act. 1) lässt der Versicherte (nachfolgend auch: Beschwerdeführer) durch
seinen Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhe-
ben mit folgendem Antrag: Das Bundesverwaltungsgericht wolle der Be-
schwerde Folge geben, die beantragten Beweise aufnehmen und dem Be-
schwerdeführer eine Invalidenrente im gesetzlichen Ausmass zusprechen
bzw. [...] gewähren. Zum Beweis dafür, dass er invalid sei, verlangt der
Beschwerdeführer die Einholung eines unfallchirurgisch-orthopädischen
Sachverständigengutachtens. Zudem beantragt er zum Nachweis, dass er
aufgrund der erlittenen Verletzungen und seiner körperlichen Beeinträchti-
gung nur noch in der Lage sei, 50% seiner Arbeitsleistung zu erbringen,
dass ein berufskundliches Sachverständigengutachten einzuholen sei.
C.b Die mit Zwischenverfügung vom 12. August 2021 (BVGer-act. 2) ein-
geforderte Vollmacht und der Kostenvorschuss von Fr. 800.- werden in der
Folge fristgerecht geleistet (BVGer act. 3 bis 6).
C.c Mit Vernehmlassung vom 10. November 2021 (BVGer-act. 10) bean-
tragt die IVSTA (nachfolgend auch: Vorinstanz) unter Verweis auf die Stel-
lungnahme der SVA C._ vom 3. November 2021 die Abweisung der
Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung.
C.d Mit Replik vom 4. Januar 2022 (BVGer-act. 13 bis 15) wiederholt der
Beschwerdeführer seine bisherigen Anträge und Begründungen.
C.e Mit Duplik vom 25. Februar 2022 (BVGer-act. 17) hält die Vorinstanz
ihrerseits an ihrem Antrag fest.
C.f Die Instruktionsrichterin schliesst am 3. März 2022 den Schriftenwech-
sel ab (BVGer-act. 18).
D.
Auf die einzelnen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Akten ist
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nachfolgend unter den Erwägungen insoweit einzugehen, als sie für den
vorliegend zu treffenden Entscheid wesentlich sind.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden
Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG, [SR 173.32]; Art. 69
Abs. 1 Bst. b IVG, [SR 831.20]). Das Verfahren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht richtet sich grundsätzlich nach dem VwVG ([SR 172.021];
Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die be-
sonderen Bestimmungen des ATSG [SR 830.1].
1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung
durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an
deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch: Art. 59 ATSG).
Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde (Art. 63
Abs. 4 VwVG), ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; siehe auch: Art. 60
ATSG).
2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
2.2 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-
grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im
Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und
vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser
Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet auch im sozialver-
sicherungsrechtlichen Verfahren sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten
der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; Urteil des BVGer C-2993/2020 vom 20. Juni
2022 E. 3.2 m.w.H.).
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2.3 Gestützt auf das Rügeprinzip, welches im Beschwerdeverfahren vor
dem Bundesverwaltungsgericht in abgeschwächter Form zur Anwendung
gelangt, ist dieses Gericht nicht gehalten, nach allen möglichen Rechtsfeh-
lern zu suchen; für entsprechende Fehler müssen sich mindestens An-
haltspunkte aus den Vorbringen der Verfahrensbeteiligten oder den Akten
ergeben (vgl. anstelle vieler: Urteil des BVGer A-1336/2020 vom 12. Okto-
ber 2021 E. 1.6).
2.4 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-
fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit ei-
nes bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt
(BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2; zum Indizienbeweis und den Folgen
der Beweislosigkeit siehe: BGE 139 V 547 E. 7.2).
2.5 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3, 139 V 335 E. 6.2, 138 V 475 E. 3.1).
Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streitsache
in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwal-
tungsverfügung (hier: 16. Juli 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE
132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert
haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfü-
gung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).
Am 1. Januar 2022 trat das revidierte IVG in Kraft (Weiterentwicklung der
IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535).
Die angefochtene Verfügung erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den
zuvor erwähnten allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts sind daher die Bestimmun-
gen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung (IVV; [SR 831.201]) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen
Fassung anwendbar (BGE 148 V 174 E. 4.1).
2.6 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger, wohnt in
Österreich und ist seit Mai 2008 (vgl. Sachverhalt A.a) in der Schweiz er-
werbstätig. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni
1999 (FZA, [SR 0.142.112.681]) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des
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FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen
Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 [SR 0.831.109.268.1] und Nr. 987/2009
[SR 0.831.109.268.11], zur Anwendung (vgl. Art. 80a Abs. 1 IVG). Seit dem
1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010
(AS 2015 343), Nr. 465/2012 (AS 2015 345) und Nr. 1224/2012 (AS 2015
353) erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der Schweiz und
den EU-Mitgliedstaaten anwendbar.
Das Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes
auch im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften
nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer
9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4; Art. 46 Abs. 3 und Anhang VII der
Verordnung [EG] Nr. 883/2004; Urteil des BVGer C-7544/2014 vom 13. Ok-
tober 2016 E. 2).
3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder
teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit
in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6
ATSG).
3.2 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die invalid im
Sinne des Gesetzes sind (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und bei Eintritt der Inva-
lidität während mindestens dreier Jahre Beiträge geleistet haben (Art. 36
Abs. 1 IVG). Für die Erfüllung der dreijährigen Mindestbeitragsdauer kön-
nen Beitragszeiten, die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt worden sind,
mitberücksichtigt werden (Art. 6 und Art. 45 VO [EG] 883/2004; vgl. auch
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BGE 131 V 390). Allerdings ist für die Ausrichtung einer ordentlichen IV-
Rente dennoch eine Beitragszeit von mindestens einem Jahr in der
Schweiz zu erfüllen (vgl. Rz. 3005 des Kreisschreibens über das Verfahren
zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV/EL vom 4. April 2016 [KSBIL;
Stand am 1. Januar 2020]; vgl. auch Rz. 3004.3 der Wegleitung über die
Renten Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche-
rung vom 1. Januar 2003 [RWL; Stand am 1. Januar 2020]). Die Voraus-
setzungen müssen kumulativ erfüllt sein; fehlt eine, so entsteht kein Ren-
tenanspruch, auch wenn die andere Voraussetzung erfüllt ist.
3.3 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG
Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliede-
rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können
(Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (i.S.v. Art. 6 ATSG) gewesen
sind (Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid
(i.S.v. Art. 8 ATSG) sind (Bst. c).
3.4 Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindes-
tens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV;
Urteil des BGer 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4 m.w.H.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts vermag eine Arbeitsunfä-
higkeit von mindestens 40 % während eines Jahres allein keinen Renten-
anspruch zu begründen, sondern nur, wenn sich daran eine Erwerbsunfä-
higkeit in gleicher Höhe anschliesst. Die beiden Voraussetzungen müssen
kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen
Mindesthöhe gegeben sein (Urteil des BGer 8C_618/2021 vom 14. Dezem-
ber 2021 E. 4.2 m.w.H.).
Liegt nach Ablauf der Wartezeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad
von 40 % vor und ist folglich kein Rentenanspruch entstanden, ist eine
nachfolgende gesundheitliche Verschlechterung als neuer Versicherungs-
fall zu bezeichnen und ist die Wartezeit neu zu bestehen. Art. 29bis IVV, der
die Anrechnung früherer bestandener Wartezeiten beim Wiederaufleben
der Invalidität infolge des gleichen Leidens betrifft, gelangt bei dieser Kons-
tellation nicht zur Anwendung (Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 18. Feb-
ruar 2016 E. 3.3.3).
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Seite 9
3.5 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung
und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen
und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen
sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-
tigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-
wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson
muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des
BGer 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 m.H.).
3.6 Der Rentenanspruch entsteht ferner gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühes-
tens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat,
der auf die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (zum Verhältnis zwischen
Art. 28 Abs. 1 Bst. b und Art. 29 Abs. 1 IVG vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2;
Urteil des BGer 8C_633/2017 vom 16. Februar 2018 E. 3.2 m.H.). Der An-
spruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach
Art. 22 IVG beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).
3.7 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16
ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommens-
vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me-
dizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-
deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern-
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden,
worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen
lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343
E. 3.4.2; Urteil des BGer 8C_536/2017 vom 5. März 2018 E. 5.1; Urteil des
BVGer C-1820/2019 vom 8. April 2022 E. 7.2.1 m.w.H.).
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3.8 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf
eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindes-
tens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine
ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG, in der bis 31. Dezember 2021 gültig ge-
wesenen Fassung). Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem
Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte aus-
gerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG)
in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine
abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem
1. Juni 2002 für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der
Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7
VO [EG] 883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1).
3.9 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-
tenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge-
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho-
ben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; vgl. auch: Art. 31 Abs. 1 IVG in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung).
3.10 Bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befriste-
ten Rente sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a
Abs. 1 IVV) analog anwendbar, weil noch vor Erlass der ersten Rentenver-
fügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der
Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird
(BGE 145 V 209 E. 5.3; Urteil des BGer 8C_87/2009 vom 16. Juni 2009
E. 2.2; Urteil des BVGer C-4828/2017 vom 16. Mai 2018 E. 5.4).
4.
4.1 Im vorliegenden Fall ist strittig und zu prüfen, ob die Vorinstanz dem
Beschwerdeführer am 16. Juli 2021 zu Recht keine Invalidenrente zuge-
sprochen hat, und auch den Anspruch auf eine befristete Invalidenrente zu
Recht verneint hat.
4.2 Die Vorinstanz begründet den angefochtenen Entscheid im Wesentli-
chen damit, dass der Versicherte nach seinem Skiunfall vom 16. Januar
2019 vorerst vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Seit dem 17. Juni
2019 habe er wieder zu 50 % arbeiten können. Am 23. Oktober 2019 sei
ihm die eingesetzte Metallplatte entfernt worden. Ab dem 6. Januar 2020
sei er wieder in einem 100 %-Pensum für seine bisherige Arbeitgeberin tä-
tig gewesen. Sinngemäss führt die Vorinstanz weiter aus, dass sowohl die
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einjährige Wartezeit seit Eintritt des Gesundheitsschadens als auch die
sechsmonatige Frist seit der Anmeldung erst nach der Wiederaufnahme
der vollen Erwerbstätigkeit abgelaufen sei. Gemäss ihren Abklärungen bei
der Arbeitgeberin sei der Versicherte im Jahr 2020 einzig vom 28. Juli 2020
bis 7. August 2020 und vom 17. August 2020 bis 26. August 2020 unfallbe-
dingt abwesend gewesen. Er sei in seiner Arbeitsfähigkeit nicht einge-
schränkt und erhalte weiterhin den vollen Lohn. Die Vorinstanz ermittelt
sodann einen Invaliditätsgrad von 0 %, indem sie das Einkommen ohne
und mit gesundheitlicher Einschränkung gleich hoch ansetzt.
4.3 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass die Vo-
rinstanz das von ihm mit seinem Schreiben vom 22. Januar 2021 (vgl.
Sachverhalt B.e) beantragte Gutachten nicht eingeholt habe, weshalb das
Verfahren grob mangelhaft sei. Er (der Beschwerdeführer) sei aufgrund der
erlittenen Verletzungen und seiner körperlichen Beeinträchtigung nur noch
in der Lage, 50 % seiner Arbeitsleistung zu erbringen, was mittels eines
berufskundlichen Sachverständigengutachtens nachweisbar sei.
4.4
4.4.1 Soweit der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, es liege ein
grober Verfahrensmangel vor, eine Verletzung des Untersuchungsgrund-
satzes geltend machen wollte, weil die Vorinstanz auf die Einholung eines
unfallchirurgischen-orthopädischen Sachverständigengutachten verzichtet
habe, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie sich nachfolgend (vgl.
E. 4.5.3 ff.) ergibt, ist sein Anspruch auf eine unbefristete wie auch auf eine
befristete Rente zu verneinen. Infolgedessen erweist sich die Einholung
eines unfallchirurgischen-orthopädischen Gutachtens als nicht rechtser-
heblich und durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung (BGE
146 V 240 E. 8.2, 144 V 361 E. 6.5, 122 V 157 E. 1d; Sozialversicherungs-
recht Rechtsprechung [SVR] 2005 IV Nr. 8 S. 37 E. 6.2, 2003 AHV Nr. 4 S.
11 E. 4.2.1) darauf verzichten. Auch im Beschwerdeverfahren vor Bundes-
verwaltungsgericht erübrigt sich die Einholung eines solchen Gutachtens,
da die Beschwerde schon aus anderen Gründen abzuweisen ist wie sich
nachfolgend ergibt. Ebenso erübrigt sich die Einholung eines berufskund-
lichen Sachverständigengutachtens.
4.4.2 Soweit der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, es liege ein
grober Verfahrensmangel vor, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
(Art. 29 Abs. 2 BV [SR 101]) geltend machen wollte, weil die Vorinstanz auf
seinen Antrag auf Einholung eines unfallchirurgischen-orthopädischen
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Gutachtens (IV C._-act. 23/1.1) nicht eingegangen sei, ist eine sol-
che ebenfalls zu verneinen.
Zum verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör, gehört das
Recht, sich vor Erlass einer Verfügung zu allen rechtserheblichen Punkten
äussern zu können (Art. 30 VwVG), sowie der Anspruch, dass sich die Be-
hörden mit den rechtserheblichen Parteivorbringen einlässlich auseinan-
dersetzen (Art. 32 Abs. 1 VwVG; vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1, 112 Ia 109;
zum Recht auf Prüfung vgl. ferner: BERNHARD WALDMANN, in: Wald-
mann/Belser/Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015
[nachfolgend BSK BV], Art. 29 N 45 m.H.; zum Recht auf Beweisabnahme
siehe: SVR 2003 AHV Nr. 4 S. 11 E. 4.2.1, 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b;
WALDMANN, BSK BV, Art. 29 N 50 m.H.; zum Recht auf Begründung siehe:
BGE 142 III 433 E. 4.3.2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller
Natur und dessen Verletzung führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der
Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheids. Nach der Rechtsprechung kann eine solche Verlet-
zung jedoch ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die daran interes-
sierte Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz,
welche über volle Kognition verfügt, zu äussern. Dies gilt selbst bei einer
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn und soweit die
Rückweisung der Sache zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu
unnötigen Verzögerungen führen würde (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1).
Obwohl die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2021
nicht ausdrücklich auf den Antrag auf Einholung eines unfallchirurgischen-
orthopädischen Gutachtens eingeht, ergibt sich aus der Begründung der-
selben, wonach der Beschwerdeführer vor Ablauf des Wartejahrs nach
Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG wieder vollumfänglich arbeitsfähig war, dass sich
aus ihrer Sicht weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht erübrigen
(IV-C._-act. 42; BVGer-act. 1 Beilage 1). Selbst wenn die Vo-
rinstanz das rechtliche Gehör verletzt hätte, so wäre eine solche Verletzung
leichter Natur gewesen und im vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt
worden (vgl. BGE 148 IV 22 E. 5.5.2 m.H.).
4.5 Voraussetzung für die Gewährung einer Invalidenrente ist das Vorlie-
gen einer Arbeitsunfähigkeit (E. 3.1) in einem bestimmten Mindestumfang
und während einer bestimmten Mindestdauer (E. 3.3) sowie kumulativ
(E. 3.4) einer daran anschliessenden Invalidität (E. 3.1) in einem bestimm-
ten Mindestumfang (E. 3.3).
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4.5.1 Die Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 3.1) ist ein juristischer Begriff. Dieser
Begriff hat aber insofern auch eine tatsächliche Komponente (und ist inso-
weit für das Gericht eine Tatfrage), als es um die medizinische Feststellung
des Gesundheitsschadens, seiner Ursache, der Diagnose, der Prognose
und der aufgrund des Leidens noch vorhandenen Ressourcen geht (vgl.
GABRIELA RIEMER-KAFKA, Versicherungsmedizinische Gutachten, 3. Aufl.
2017, S. 73 m.H. auf BGE 132 V 393 E. 3.2). Gegenstand der an den Gut-
achter gerichteten Fragen sind Tat-, nicht aber Rechtsfragen (RIEMER-
KAFKA, a.a.O., S. 53). Der Arzt muss die als Folge eines bestimmten krank-
haften Befundes verbliebenen Leistungsmöglichkeiten und deren Ein-
schränkungen abschätzen. Es geht dabei im Sinne einer Tatsachenfest-
stellung um die Beschreibung vorhandener Defizite und funktionaler Res-
sourcen (RIEMER-KAFKA, a.a.O., S. 74). Die Ärzte machen Aussagen zum
Gesundheitszustand und schätzen die Leistungsfähigkeit des Exploranden
ein (vgl. RIEMER-KAFKA, a.a.O. S. 77). Beides sind Grundlagen für die Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit.
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG ergibt sich alsdann aus
einer Gegenüberstellung der durch den Arzt festgestellten gesundheitsbe-
dingten funktionellen Einschränkungen einerseits und des Ressourcenpro-
fils andererseits sowie der konkret zumutbaren Einsatzmöglichkeiten in der
angestammten oder einer anderen Tätigkeit bzw. im Aufgabenbereich (RIE-
MER-KAFKA, a.a.O., S. 76).
4.5.2 Im Versicherungsbericht von Prim. Dr. D._ und
FA Dr. E._, beide Krankenhaus F._, Abteilung für interdis-
ziplinäre orthopädische und unfallchirurgische Versorgung, vom 28. Au-
gust 2019 über die Behandlung vom 16. Januar 2019 nach dem Skiunfall
des Versicherten (IV-C._-act. 8/3.3), diagnostizieren die beiden
Ärzte eine Vierfragment Oberarmkopffraktur links; diese Verletzung sei auf
den Skiunfall des Versicherten zurückzuführen. Sie schliessen allfällige
Unfallfolgen nicht aus und überlassen die Beurteilung der Frage nach einer
bleibenden Invalidität der gutachterlichen Abklärung.
Die SUVA sprach sodann mit Verfügung vom 28. Januar 2021 (SUVA-
act. 148/1.3) dem Versicherten aus dem Unfallereignis vom 16. Januar
2019 eine Integritätsentschädigung von Fr. 29'640.- entsprechend einer In-
tegritätseinbusse von 20 % zu.
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4.5.3 Selbst wenn der Beschwerdeführer aufgrund des Unfallereignisses
vom 16. Januar 2019 (Sachverhalt A.b) eine bleibende körperliche Ein-
busse erlitten hat (vgl. E. 4.5.2), ist in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass
er am 6. Januar 2020 (Sachverhalt B.b) seine bisherige Tätigkeit wieder zu
100 % aufgenommen hat und den bisherigen Lohn ausgerichtet erhält
(Sachverhalt B.f).
4.5.4 Infolgedessen ist er seit dem 6. Januar 2020 wieder voll arbeitsfähig
(E. 3.1).
Zwischen dem Unfallereignis vom 16. Januar 2019 und der vollständigen
Wiederaufnahme der bisherigen Erwerbstätigkeit am 6. Januar 2020 ist so-
mit weniger als ein Jahr vergangen. Die sog. Wartezeit (vgl. E. 3.3) für die
Zusprechung einer Invalidenrente ist damit nicht erfüllt. Die unfall- und
krankheitsbedingte Abwesenheit im Sommer 2020 vermag daran nichts zu
ändern, war doch der Beschwerdeführer zwischen Januar 2020 und Juli
bzw. August 2020 während mehr als 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll
arbeitsfähig und wurde die frühere Arbeitsunfähigkeit bzw. Wartezeit damit
unterbrochen (E. 3.4).
Des Weiteren sind zwischen dem Zeitpunkt der Rentenanmeldung am
20. August 2019 (Sachverhalt B.a) und der Wiederaufnahme der 100 %-
Tätigkeit im angestammten Gebiet weniger als sechs Monate vergangen,
weshalb die weitere Voraussetzung, mithin die sog. formelle Karenzfrist
(vgl. E. 3.6), ebenfalls nicht erfüllt ist.
4.5.5 Unter diesen Umständen erübrigt es sich, in medizinischer Hinsicht
weitere Abklärungen vorzunehmen, insbesondere die medizinisch-theore-
tische Arbeitsunfähigkeit für die Zeit zwischen dem Unfallereignis vom
16. Januar 2019 und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom
16. Juli 2021 durch ein unfallchirurgisches-orthopädisches Sachverständi-
gengutachten näher abklären zu lassen.
Schliesslich liegen keinerlei Hinweise dafür vor, dass der vom Beschwer-
deführer seit Wiederaufnahme der Arbeit erzielte Lohn nicht seiner er-
brachten Arbeitsleistung entsprechen würde, mithin von der Arbeitgeberin
ein Soziallohn ausgerichtet würde. Weder macht der Beschwerdeführer
solches geltend, noch ergeben sich diesbezüglich irgendwelche Hinweise
aus den Ausführungen der Arbeitgeberin, nachdem diese die Fragen der
SVA C._, ob aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen
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eine interne Umplatzierung erfolgt sei, ob eine Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit bestehe und ob aufgrund einer solchen unfallbedingten Ein-
schränkung ein geringerer Lohn entrichtet werde, allesamt verneint hat.
Auch den restlichen Akten können keine konkreten Hinweise dafür entnom-
men werden, dass der ausgerichtete Lohn nicht das Äquivalent der vom
Beschwerdeführer erbrachten Arbeitsleistung darstellt, zumal er weder im
vorinstanzlichen Verfahren noch auf Beschwerdeebene irgendwelche me-
dizinischen Unterlagen eingereicht hat, die seine Behauptung, er sei nur
noch in der Lage, 50 % seiner Arbeitsleistung zu erbringen, stützen würden
(vgl. zum Soziallohn Rz. 3058 ff. des Kreisschreibens über die Invalidität
und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung vom 1. Januar 2015 [KSIH;
Stand am 1. Januar 2021]; auch Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung
[IVG], Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], 3. Aufl. 2014, Art. 28a N 20 ff.).
Die Vorinstanz hat daher zu Recht die Erwerbsunfähigkeit (E. 3.1 ff., ins-
besondere E. 3.7) und infolgedessen den Rentenanspruch (E. 3.8) ver-
neint.
4.6 Die Wartezeiten sind auch einzuhalten bei der rückwirkenden Gewäh-
rung einer befristeten, erstmaligen Rente, denn in materieller Hinsicht liegt
ein einziges Rechtsverhältnis vor (BGE 131 V 164 E. 2.3; vgl. auch oben
E. 3.10). Da diese Wartezeiten vorliegend ohnehin nicht gewahrt sind,
muss auch die Zusprechung einer befristeten Rente unterbleiben.
4.7 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im Zeit-
punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2021 weder
einen Anspruch auf eine unbefristete noch rückwirkend auf eine befristete
Rente hat. Die angefochtene Verfügung vom 16. Juli 2021 erging damit zu
Recht und ist zu bestätigen. Infolgedessen ist die Beschwerde vollumfäng-
lich abzuweisen.
5.
5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ist
kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Entsprechend dem Aus-
gang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu
tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 800.- festzusetzen. Der
einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zur Bezahlung der Ver-
fahrenskosten zu verwenden.
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5.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vo-
rinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1
VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).