Decision ID: ed8e343c-a741-48ff-8d8b-0aeb017db3fc
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1975 geborene
X._
war zuletzt ab Juli 2010 als
Fassadenisoleur
Hilfsarbeiter tätig (Urk. 7/1 Ziff. 3.1). Am 23. Juni 2011 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Bezug eines Hilfsmittels an (Urk. 7/1). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische Abklärun
gen und erteilte am 14. März
2012 Kostengutsprache für zwei Hörgeräte (Urk. 7/8).
1.2
Ab Januar 2017 war der Versicherte als Gipser und
Fassad
enisoleur
bei
m
Gipser
geschäft
Y._
AG
tätig (
Urk. 7/27). Am 30.
Oktober 2018 meldete er sich unter Hinweis auf
eine
Myelofibr
ose
zum Leistungsbezug an (Urk.
7/10). Die IV-Stelle tätigte medizinische und erwerbliche
Abklärungen
und auf
erlegte dem Versi
cherten am 22.
August
2019 eine
Schadenminderungspflicht (Urk.
7/36). Nach Zustellung des Vorbescheids vom 21.
Dezember
2020 (Urk.
7/83) sprach die IV
Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 16.
März
2021 (Urk.
7/93) eine ganze Rente ab Juni 2019 zu (Begründung Urk. 7/91).
1.3
Mit Schreiben vom 25.
März 2021
(Urk. 7/97)
reichte der Versicherte Unterlagen zu seiner erwerblichen Situation
(Urk. 7/96)
ein. Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 7/107, Urk. 7/113)
hob die IV-Stelle
aufgrund einer Verlet
zung der Meldepflicht
die Rente
rückwirkend per Oktober 2020
mit Verfügung vom 29. Juni 2021 (Urk. 7/120 = Urk. 2) auf
und entzog einer allfälligen gegen diese Verfügung erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung
.
2.
Der Versicherte erhob am 22. August 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. Juni 2021 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und ihm seien auch weiterhin gesetzliche Leistungen
,
namentlich eine Rente oder berufliche Wieder
eingliederungsmassnahmen
,
zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zur Vornahme einer unabhängigen medizinischen Begutachtung zwecks Klärung des medizini
schen Sachverhalts zurückzuweisen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte er
um Wie
derherstellung der
aufschiebende
n
Wirkung
(Urk. 1 S. 2).
Am 6. Oktober 2021 (Urk. 6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be
schwerde.
Mit Verfügung vom
4. November 2021 (Urk. 8) wies das Sozialversi
cherungs
gericht das Gesuch um Wiederherstellung de
r aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab.
Mit Eingabe vom 12. Dezember 2021 (Urk. 10) reichte der Beschwerdeführer einen Arztbericht (Urk. 11) ein, was der Beschwerdegegnerin am 16. Dezember 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12).
Mit Eingabe vom
29. Dezember 2021 (Urk. 13) reichte der Beschwerdeführer Arbeitsunfähigkeits
zeugnisse (Urk. 14/1-5) ein, was der Beschwerdegegnerin am 4. Januar 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversich
erungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung
der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine un
terschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszu
stand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine ver
änderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun
desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cher
te Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits
leis
tungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochte
ne rentenaufhebende Verfü
gung vom
29. Juni 2021
(
Urk.
2) damit, dass
vom
15.
September 2020
bis zum 16. April 2021
ein befristetes A
rbeitsverhältnis
bestanden habe. Der Beschwerde
führer habe in einem Pensum von 100 %
in
einer
angepasste
n
Tätigkeit
gearbeitet mit einem monatlichen Einkommen von Fr. 5'060.-- plus Überstunden.
Er habe
genügend
Ressourcen, sich anschliessend eine angepasste Tätigkeit in einem Pensum von 100 % zu suchen und ein rentenausschliessende
s
Erwerb
sein
kom
men
zu erzielen.
Der Einkommensvergleich zeige einen Invaliditätsgrad unter 40 %.
Somit habe der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 2)
Für die Zeit vo
n
Oktober 2020 bis April 2021 liege eine Verletzung der Melde
pflicht vor
(S. 1)
. Die
Rente werde deshalb rückwirkend ab Oktober 2020 aufge
hoben (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk.
1),
dass
er vorübergehend eine von einem Kollegen vermittelte Tätigkeit aufgenom
men habe, weil er dringend auf Geld angewiesen gewesen sei und auch nicht gewusst habe, wie lange es gehe, bis ein Entscheid
der Beschwerdegegnerin
er
gehe. Die vorwiegend sitzende Tätigkeit habe darin bestanden Geschäftsleute, die die Büroräumlichkeiten betraten, auf das
Coronavirus
zu kontrollieren. Dieser Arbeitsplatz existiere nicht mehr (S. 6
Rz
3).
Die Tatsache, dass er einige Monate eine anspruchslose, vorwiegend sitzende Portier-Tätigkeit durchgeführt habe, sei kein genügender Beweis dafür, dass sich sein Gesundheitszustand und damit auch
die Möglichkeit
,
ein Erwerbseinkommen auf Dauer zu erzielen, sich wesentlich und auf Dauer verbessert habe (S. 7
Rz
5).
Arbeit habe ihm zu einer Tagesstruktur verholfen und ihm unter Umständen auch geholfen, sein Alkoholproblem zu sis
tieren, da er nicht die ganze Zeit alleine zu Hause verbracht habe. Daher würde es auch in seinem Sinn sein, in einem Teilzeitpensum einer einfachen meist sit
zenden Tätigkeit nachzugehen. Aus diesen Gründen stelle er sich auch für Wie
dereingliederungsmassnahmen zur Verfügung
(S. 8 f.
Rz
6).
2.3
Strittig ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten ganzen Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers derart verbessert hat, dass nunmehr in einer
angepassten
Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit besteht.
3.
Der Verfügung vom
16.
März 2021 (Urk.
7/93)
, mit welcher die Beschwerdegeg
nerin dem Beschwerdeführer ab
Juni 2019
eine ganze Rente zusprach, lagen unter anderem folgende medizinischen Unterlagen zu Grunde:
3.1
Med.
pract
.
Z._
,
Assistenzärztin im Spital
A._
,
nannte
mit Kurzaustrittsbericht vom 2.
August 2018 (Urk. 7/16/1-3) folgende, hier gekürzt aufgeführte Diagnosen (S. 1 f.):
-
Verdacht auf
aethyltoxische
Myositis bei Alkoholabhängigkeit mit episo
dischem Alkoholüberkonsum
-
Myeloproliferative
Neoplasie
(MPN) vom Typ Primäre
Myelofibrose
(PMF)
-
Verdacht auf
aethyltoxische
Leberzirrhose, Erstdiagnose (ED) Juli 2018
-
Dyselektrolytämie
-
n
ormochrome
,
normozytäre
Anämie
-
arterielle Hypertonie, ED Juli 2018
Zum weiteren Procedere wurde
unter anderem
ausgeführt, es werde
eine ambu
lante Physiotherapie zur Gangverbesserung und dringlich eine Alkoholkarenz bei Leberschaden und
aethyltoxischer
Myositis empfohlen (S. 2).
3.2
Dr. med.
B._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
, und med.
pract
Z._
(vorstehend E. 3.1),
Spital
A._
,
berichteten am 10. August 2018 über eine
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom 18. Juli bis 2. August
2018 (Urk. 7/17/7-9)
,
und nannten folgende, hier gekürzt aufgeführte Diagnosen (S. 1):
-
Myopathie
, Differentialdiagnose (DD) im Rahmen (i.R.) Alkoholüberkon
sum
-
MPN vom Typ
PMF
-
Verdacht auf Alkoholabhängigkeit mit episodischem Alkoholüberkonsum
-
alkohol
ische
Steatohepatitis
, ED Juli 2018
-
Dyselektrolytämie
, bei Substratmangel
-
arterielle Hypertonie, ED Juli 2018
Es sei eine notfallmässige Zuweisung des Beschwerdeführers durch die Neurolo
gin
Dr.
C._
zum Ausschluss eines
Guillain-Barré
Syndroms erfolgt. Nach Untersuchung sei ein solches unwahrscheinlich. Weitere Abklärungen zeigten keine degenerative Ursache
,
jedoch ein pathologisches Knochenmarksignal, am ehesten auf eine hämatologische Erkrankung hinweisend
(S. 2)
.
3.3
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für
Hämatologie
, Spital
A._
, nannte mit Bericht vom
30.
Oktober 20
18
(Urk. 7/16/6-9)
folgende, hier gekürzt aufge
führte Diagnosen (S. 1 f.):
-
MPN vom
Typ
PMF
-
chronischer Alkoholüberkonsum seit Ju
gend
-
Verdacht auf
aethyltoxische
M
yositis bei Alkoholabhängigkeit mit episo
dischem Alkoholüberkonsum
-
Verdacht auf
aethyltoxische
Leberzirrhose, ED Juli 2018
-
arterielle Hypertonie, ED Juli 2018
Der einzige potentiell kurative Therapieansatz einer
allogenen
Stammzelltrans
pla
nta
tion werde nur bei Patienten mit höheren
Risikoscores
empfohlen. Unab
hängig davon würde der Beschwerdeführer aufgrund der Alkoholkrankheit zur
zeit nicht in der Lage sein,
sich
eine
r
derartige
n
Therapie zu unter
zieh
en. Zum Procedere hielt
Dr.
D._
fest
: «
v
orerst
watch
and
wait
mit dreimonatlichen Verlaufskontrollen. Je nach Patientenpräferenz Evaluation Suchtberatung und stationärer Alkoholentzug im weiteren Verlauf
»
(S. 3)
.
3.4
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
, Ärz
tezentrum
F._
, führte mit B
ericht vom 16.
Januar 2019 (Urk. 7/26/1-6) aus, sie behandle den Beschwerdeführer seit 2016 (Ziff. 1.1)
,
und attestierte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit
3.
Juni 2018 als Bauarbeiter (Ziff. 1.3).
3.
5
Dr.
D._
nannte
mit undatiertem Bericht (Eingang bei der Beschwerdegeg
nerin am 1
3.
Juni 2019, vgl. Aktenverzeichnis; Urk. 7/34)
als Diagnose eine
MPN
vom Typ PMF
und führte aus, diese habe jedoch
zurzeit
keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2). S
ie könne die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh
rers in der bisherigen und einer angepassten Tätigkeit nicht genügend beurteilen als Hämatologin. Die hausärztlichen Angaben seien ausschlaggebend (Ziff. 2.1).
3.6
Eine Fachperson
des Ärztezentrum
F._
(Name unleserlic
h) führte mit Bericht vom 20.
Juni 2019 (Urk. 7/35) aus, die Arbeitsfähigkeit sei nicht beurteil
bar (Ziff. 2.1).
3.7
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, Regionaler Ärztlicher Dienst (
RAD
), führte mit Stellungnahme vom 11. Juli
2019 (Urk. 7/80/4-5) aus, der Gesundheitssch
ad
en sei durch eine Suchterkrankung in
stabil. Es sei klar, dass s
eit 3.
Juni 2018
eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestehe
.
Es liege eine
Abhängigkeitserkrankung
vor, die als solche IV-fremd sei. In der auferlegten Schadenminderungspflicht sei neben einer Entwöhnung (über den blossen Entzug hinausgehend) eine sechsmonatige Abstinenz zu
sichern
. Diese unter stationären Bedingungen durchführbare Entwöhnungsbehandlung sei me
dizinisch indiziert.
Zudem müsse eine Physiotherapie zur Gangverbesserung wahrgenommen werden.
3.8
Dr.
D._
nannte
mit Bericht vom
1
4.
Mai 2020 (Urk.
7/64
) folgende, hier gekürzt aufgeführte Diagnosen (S. 1 f.):
-
MPN vom Typ PMF
-
chronischer Alkoholüberkonsum seit Jugend
-
Refluxoesophagitis
Los Angeles B Oktober 2019
-
Antrum
betonte ulzeröse Gastritis bei
Helicobacter
(
H.
)
pylori
Oktober 2019
-
Verdacht auf
aethyltoxische
Myositis bei Alkoholabhängigkeit mit episo
dischem Alkoholüberkonsum
-
Verdacht auf
aethyltoxische
Leberzirrhose, ED Juli 2018
-
arterielle Hypertonie, ED Juli 2018
-
Reflux-
Ösophagitis
Los Angeles B sowie ulzeröse Gastritis bei H.
Pylori
,
ED Oktober 2019
Es fände dreimonatlich eine klinische und hämatologische Verlaufskontrolle statt.
Seit über einem Jahr
könne
unter
Antabus
mehrheitlich eine Alkoholabstinenz erreicht
werden (S. 3)
.
Seit mindestens 2018 sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitstätig, wobei aus hämatologischer Sicht diesbezüglich keine Einschränkung festzustellen sei (S. 4 oben). Zusammenfassend zeige sich ein stabiler Verlauf der PMF, es bestehe somit weiterhin keine Indikation für eine kausale Behandlung. Zum Procedere wurde unter anderem festgehalten, es sei bezüglich PMF w
eiterhin
«
watch
and
wait
»
mit dreimonatlichen Verlaufskontrollen
vorgesehen (S. 4 Mitte)
.
3.9
Dr.
med.
H._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, Ärzte
zentrum
F._
, führte mit Bericht vom 1
0.
August 2020 (Urk.
7/67/1-6
) aus, er behandle den Beschwerdeführer ein bis zwei Mal pro Monat (Ziff. 1.2)
,
und nannte als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Aethylabusus
, Beinschwäche, Schwindel und Unsicherheit (Ziff. 2.5). Es bestehe eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter seit dem 20.
Januar 2016
(Ziff. 1.3)
.
Unter Funktionseinschränkungen wurde festgehalten, es bestehe ein unsicherer Gang und die kognitive Leistungsfähigkeit sei eingeschränkt (Ziff. 3.4). Unter Ressour
cen für eine Eingliederung wurde festgehalten, alle Bemühungen seien zwecklos (Ziff. 3.5). Es sei k
eine angepasste Tätigkeit zumutbar
(Ziff. 4.2)
.
3.10
Med.
pract
.
I._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Prävention und
Public
Health
,
RAD
, f
ührte mit Stellungnahme vom 17.
Oktober 2020 (Urk. 7/80/8-9) aus, der
Gesundheitsschaden wirke sich längerfristig auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus.
Die bisherige Tätigkeit als Gipser könne der Beschwerdeführer aufgrund einer Gangunsicherheit mit Sturz- und Verletzungsgefahr nicht mehr ausüben.
Aufgrund von kognitiven Defiziten sei auch die Integration in eine angepasste T
ätigkeit erschwert/aufgehoben. Die e
rneute Auferlegung einer SMP sei
aus näher genannten Gründen
nicht sinnvoll.
4.
4.1
Im Zeitpunkt des
Erlass
es
der
Verfügung vom 29. Juni 2021
(Ur
k. 2), mit welcher die Beschwer
degegnerin die ganze Rente des Beschwerdeführers
auf
hob,
lag ein
zig folgender medizinischer Bericht vor:
Eine Fachperson
des Ärztezentrum
F._
(Name unleserlich)
führte mit einem Bericht zuhanden der Verwaltungskommission für soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer vom
6.
April 2021 (Urk. 7/100/1-9) aus, es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
in der
angestammt
en
und
einer
angepasst
en Tätig
keit (Ziff. 11).
4.2
Im Beschwerdeverfahren
wurde
folgende
r, noch vor Verfügungserlass datierender
Bericht eingereicht:
Die
Ärztinnen des Spital
s
A._
führten mit Bericht vom 5. Februar
2021
(Urk. 3/2)
aus,
insgesamt zeige sich ein s
tabiler Verlauf der primären
Myelo
fibrose
.
Es bestehe w
eiterhin keine Indikation für eine kausale Behandlung.
Dem Beschwerdeführer sei eine regelmässige Blutdruckmessung unter neu begonnener
antihypertensive
r
Therapie sowie eine Kontrolle in der hausärztlichen Sprech
stunde in einem Monat zur Anpassung der
antihypertensiven
Therapie empfohlen worden (S. 3).
4.3
Nach Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom
29. Juni 2021
ergin
gen weitere Arztberichte
.
Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grund
sätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungs
verfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzu
sammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Ent
scheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).
Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich der im Rahmen des Beschwerdeverfah
rens eingereichten Berichte erfüllt, weshalb diese vorliegend berücksichtigt wer
den können.
Dr.
H._
(vorstehend E. 3.9) attestierte mit Zeugnis vom
2.
August
2021 (Urk. 3/3) eine
70%ige
Arbeitsunfähigkeit vom
1.
Juli bis 3
1.
August 2021
.
4
.4
Dr.
med.
J._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin und für Hämatologie
, Leitende Ärztin, Spital
A._
, nahm
am 1. Dezember
2021 (Urk. 11) zu
Fragen
der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ausführlich Stel
lung. Daraus geht hervor, dass dem Beschwerdeführer seit Juli 2021 mehrere Ter
mine zu Verlaufskontrollen vorgeschlagen worden seien, diese Verlaufskontrolle aber immer noch ausstehend sei (S. 2
Ziff.
1). Sie könne keine genauen Angabe
n
zur Arbeitsfähigkeit machen (S. 3
Ziff.
9 und 10).
Sollte die Situation vom Juli gleichgeblieben sein und keine Arbeitsunfähigkeit aufgrund anderer Diagnosen bestehen, würde sie ein
en
Arbeitsversuch mit vier bis sechs Stunden täglich vor
schlagen, idealerweise mit Pausen nach 2 Stunden (S. 3 Ziff. 10).
4.5
Das Ärztezentrum
F._
attestierte mit diversen Arbeitsunfähigkeits
zeugnissen eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit vom
1.
bis 30.
Juni 2021 (Urk. 14/1) und eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit vom
1.
Juli
2021 bis 3
1.
Januar
2022 (Urk. 14/2-5).
5.
5.1
Dem Beschwerdeführer wurde
mit Verfügung vom 16. März
2021 (Urk.
7/93)
rückwirkend
ab Juni
2019 eine ganze Rente zu
gesprochen
. Die
Renten
zu
sprache
erfolgte in erster Linie gestützt
auf die
RAD-
Stellungnahme
von
med.
pract
.
I._
(vorstehend E.
3.10)
,
wonach
auch in einer angepassten Tä
tigkeit
eine
vollständig
e
Arbeitsunfähigkeit bestehe
.
5.2
Noch bevor die Beschwerdegegnerin den Vorbescheid vom 21. Dezember 2020 (Urk. 7/83) betreffend vorgesehene
Rentenzusprache
erlassen hat
te
, nahm der Beschwerdeführer am 17. September 2020 eine bis 16. April 2021 befristete Tä
tig
keit (vgl. Urk. 7/105) bei der
K._
AG auf (vgl. Urk. 7/96/7). Er teilte dies erst nach erfolgter
Rentenzusprache
vom 16. März 2021 (Urk. 7/93) und am 25. März 2021 schriftlich mit (Urk. 7/97).
Spätestens nach Erhalt des Vorbescheids vom 2
1.
Dezember 2020 (
Urk.
7/83) wäre er jedoch gehalten gewesen, die Beschwerdegegnerin über die Aufnahme der Erwerbstätig
keit zu informieren
, wurde er doch darin ausdrücklich auf die Meldepflicht be
treffend Aufnahme einer Erwerbstätigkeit hingewiesen (vgl. S. 2). Eine Verletzung der Meldepflicht ist daher zu bejahen.
5.3
Mit der aufgenommenen Erwerbstätigkeit
ist ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG ausgewiesen
(vorstehend E. 1.3)
. Der Rentenanspruch ist da
her in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht
.
Aufgrund der Verletzung der Melde
pflicht hat die Prüfung rückwirkend per Aufnahme der Erwerbstätigkeit im Sep
tember 2020 zu erfolgen (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. b der Verordnung über die Invali
denversicherung, IVV).
5.
4
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch rea
li
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
si
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tat
sächlich erzielte Verdienst als Invalide
nlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V 297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Der Beschwerdeführer machte geltend, er habe
vorübergehend eine von einem Kollegen vermittelte Tätigkeit aufgenommen, weil er dringend auf Geld angewie
sen gewesen sei und auch nicht gewusst habe, wie lange es gehe, bis ein Entscheid
der Beschwerdegegnerin
ergehe. Die vorwiegend sitzende Tätigkeit habe darin bestanden Geschäftsleute, die die Büroräumlichkeiten betraten, auf das
Corona
virus
zu kontrollieren. Dieser Arbeitsplatz existiere nicht mehr
(vorstehend E. 2.2).
Die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers
war
demnach
auf wenige Monate be
fristet, weshalb kein
besonders stabile
s
Arbeitsverhältnis
vorlag
. Die Beschwer
degegnerin stellte beim Invalideneinkommen somit zu Unrecht auf das
nur
kurz
zeitig erzielte Einkommen ab.
5.
5
Angesichts dieser aufgenommenen Erwerbstätigkeit liegen aber Hinweise vor
,
dass in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit besteht. Der Beschwer
deführer spricht sich auch selber dafür aus,
in einem Teilzeitpensum einer einfa
chen Tätigkeit nachgehen zu wollen
(vgl.
Urk.
1 S. 9 Ziff.
6)
.
Auch mit Blick auf die
aktuelle
medizinische Aktenlage zeigt sich, dass die
Fachärztin D
r.
J._
des Spital
s
A._
eine Arbeitsfähigkeit nicht per se
verneint
(vgl.
vorstehend E. 4.4
).
Die Ärzte
des Ärztezentrum
F._
attestierten
zeitweise noch
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und einer angepassten Tätig
keit
(vorstehend E. 4.1
, E. 4.5
)
, ab
1.
Juli 2021 noch eine 70%ige Arbeitsunfähig
keit (Ziff. 4.5).
Die
aktenkundigen Arztberichte erlauben
indes
keine abschlies
sende Beurteilung des Rentenanspruchs
. Im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung lag
keine nachvollziehbar begründete und durch Befunde untermau
erte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
vor
.
Wie erwähnt, erfolgte d
ie
Rentenzusprache
in erster Linie gestützt
auf die RAD-Stellungnahme von
med.
pract
.
I._
(vorstehend E. 5.1).
M
ed
.
pract
.
I._
bezog sich bei ihrer Beurteilung im Wesentlichen auf die Einschätzung des Haus
arztes
des Beschwerdeführers
(vorstehend E. 3.9). Eine umfassende medizinische Abklärung fand
damit im letzten
Verfahren
nicht
statt.
Nach dem Gesagten
lässt sich aufgrund der vorhandenen Akten nicht abschlies
send beurteilen,
ob
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers derart verbessert hat, dass nunmehr in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit besteht. Vielmehr
drängt sich
zunächst
eine Begutachtung des Be
schwerdeführers auf.
5.
6
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
5.
7
Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für eine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt als unzulänglich, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach erneuter Abklä
rung der medizinischen und erwerblichen Situation eine neue Beurteilung vor
nehme und über den Leistungsanspruch
des
Beschwerdeführer
s
neu verfüge.
Gemäss
dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente»
sind
bei Eingliederungs
fä
higkeit auch Eingliederungsmassnahmen zu prüfen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.8
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass n
ach der Rechtsprechung des Bundesgerichts im Bereich der Rentenrevision - unter Vorbehalt einer allfällig missbräuchlichen Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes durch die Verwaltung - der mit der revisionsweise verfügten Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente verbundene Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung auch noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neu
en Verwaltungsver
fügung an
dauert (BGE 129 V 370). Der bei einer Rentenherabsetzung oder -auf
hebung verfügte Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde hat im Rahmen der Interessenabwägung normalerweise Bestand (vgl. Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage,
Art.
30-31
Rz
129 unter Hinweis auf BGE 105 V 266).
Somit
dauert der am
4.
November 2021
bestätigte
(
Urk.
8)
Entzug der aufschiebenden Wirkung
der
Beschwerde
vorliegend
für den Zeitraum der weiteren Abklärungen (vgl. vorstehend E. 5.7)
weiterhin an.
6
.
6
.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermes
sensweise auf
Fr.
700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegeg
nerin aufzuerlegen.
6
.2
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien und gerichtsüb
lichen Stundenansatz von Fr.
220.-- (zuzüglich
MWSt
) ist die Prozesse
ntschädi
gung vorliegend auf Fr.
2’400
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.