Decision ID: a179acaf-5797-44dd-a845-656a6cb9152c
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958, war
zuletzt
über eine
Temporärfirma
vermittelt
ab
7. März 2018
bei der
Y._
AG
als
Trocken
bauer/
Schreiner
in einem 100%-Pensum
beschäftigt
(
Urk.
7/
22/4
, Urk. 7/22/55
).
Bei
einem
Sturz in eine Baugrube
am
2
9.
Juni
2018 zog sich der Versicherte
eine Prellung des linken Handgelenks
zu (
vgl. Schadenmeldung UVG vom 1
2.
Juli 2018,
Urk.
7/
22/3
).
Nachdem
sich
der Versicherte am 2
6.
Oktober 2018 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung ge
meldet
hat
te
(
Urk.
7/2),
meldete
er
sich am
2
6.
November 2018
(Eingangsdatum) unter Hinweis auf
Beschwerden im linken Handgelenk
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
7
/
1
7).
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen un
d medizinischen Verhältnisse ab,
zog die Akten der zuständigen Unfall
versicherung, der Suva, (
Urk.
7/22) sowie der K
rankentaggeldversicherung (Urk.
7/29
)
,
darunter das Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 1
9.
Juni 2019 (
Urk.
7/33)
,
bei
und holte
einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten (IK
-
Auszug,
Urk.
7/24) ein.
Ausgehend von einem Invali
di
täts
grad von 9
%
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
6.
August 2019 die Ab
weisung des Leistungs
begehrens in Aussicht (
Urk.
7/36). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 2
2.
August 2019 (
Urk.
7/37) sowie ergänzend am 23. September 2019 (
Urk.
7/42) Einwand und legte diverse Arztberichte ins Recht (
Urk.
7/46,
Urk.
7/48). In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine aktenbasierte Einschätzung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD).
Dr.
med. A._
, Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, nahm am 15. November 2019 Stellung (vgl. Feststellungsblatt,
Urk.
7/51). Mit Verfügung vom 1
1.
März 2020 verneinte die IV-Stelle wie vorbeschieden einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
7/52 =
Urk.
2
).
2.
Die S
uva
ihrerseits stellte mit Verfügung vom 1
5.
November 2019
die Ver
si
che
rungs
leistungen (Taggeld und Heilkosten) per 3
1.
Oktober 2018 ein (Urk. 7/49
).
3.
Gegen die Verfügung vom 1
1.
März 2020
erhob der
Versicherte mit Eingabe vom 21.
April 2020 (Urk. 1) Be
schwer
de und beantragte, die angefochtene Verfügung sei auf
zu
heben und die Beschwerdegegnerin sei
zu verpflichten, ihm ab dem
1.
Juni 2019 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei ein neutra
les handchirurgisches Gutachten in Auftrag zu geben.
Die IV-Stelle schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
Mai 2020 auf Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer m
it Verfügung vom
28. Mai 2020
zur
Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
4
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar
ist
. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das ver
bliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeits
struktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die ver
bliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleich
gewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsicht
lich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1). Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vor
kehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss
keine übermässigen Anforderungen
zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als aus
geschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
132 zu Art. 28a).
1.5
Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine voll
stän
dige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invali
den
rente begründet (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom
9.
Juli 2015
E. 2.1 und 8C_645/2017 vom 23.
Ja
nuar 2018 E. 3.1, je mit weiteren Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2020 (Urk. 2) hielt die Be
schwer
degegnerin fest, medizinische Abklärungen
hätten ergeben, dass dem Be
schwer
de
führer ab Zeitpunkt der Begutachtung (1
8.
Juni 2019) eine angepasste, kör
per
lich leichte Tätigkeit
in einem 75%-Pensum (vollzeitig mit einer Leistungs
minde
rung von 25 %) zumutbar sei. Der durchgeführte Einkommensvergleich ergebe ein
en
Invaliditätsgrad von 32 %. Da dieser unter 40 % liege, sei kein Renten
an
spruch entstanden.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 21. April 2020 (Urk. 1)
zusammenfassend
geltend,
es sei ihm vier Jahre vor der ordent
li
chen Pensionierung nicht mehr möglich, einen behindertengerechten Beruf durch Selbsteingliederung zu finden, weshalb er auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt nicht mehr vermittelbar sei (S. 7, S. 11). Ferner sei ihm ein leidensbedingter Ab
zug von mindestens 20
%
zu gewähren, was einen Invaliditätsgrad von 45 % ergebe. Unter Annahme, dass ihm der ausgeglichen
e Arbeitsmarkt noch
offen stehe
, hätte er entsprechend Anspru
ch auf mindestens eine
Viertels
rente
(S. 13)
.
Eventuell sei ein handchirurgisches Gutachten in Auftrag zu geben (S. 14).
3.
3.1
Während der Verrichtung seiner beruflichen Tätigkeit fiel der Beschwerdeführer am 2
9.
Juni 2018 in eine Baugrube und zog sich dabei eine Kontusion des linken Handgelenkes zu.
In der Folge war er aufgrund persistierender Schmerzen, einer eingeschränkten Beweglichkeit der linken Hand sowie Schmerzausstrahlung in die Finger zu 100
%
arbeitsunfähig (vgl.
Urk.
7/22/30).
Am 2
3.
Au
gust 201
8 wurde der Beschwerdeführer neurologisch untersucht. Der unter
suchen
de Neuro
lo
ge hielt fest,
weichteilsonographisch
würden keine Hinweise für ein Carpal
tunnel
syndrom beidseits bestehen. Klinisch zeige sich linksbetont eine
mögliche
leichte
Medianus
-Reizsymptomatik sowie eine radialseitige Oberarmverletzung aus der Kindheit (vgl.
Urk.
7/22/42). Im Rahmen einer klinischen Verlaufs
kontrolle in der Klinik
B._
am 2
7.
August 2018
wurde festgehalten, seitens der Radio
carpal
arthrose sowie Arthrose des
distalen
Radioulnargelenks
(
DRUG
)
links sei es
nach
statt
ge
hab
ter Infiltration zwar zu einer deutlichen
Schmerz
regredienz
gekommen,
eine gute Symptomkontrolle, sodass der Beschwerdeführer das Handgelenk wie
der voll belasten könnte, habe aber nicht erreicht werden können, weshalb ihm die Aus
übung der beruflichen Tätigkeit nicht möglich sei
(vgl.
Urk.
7/22/49-51)
.
Bildge
ben
de Befunde bestätigten die fortgeschrittenen Arthrosen vo
r
allem im distalen
Radioulnargelenk
links. CT-graphisch würden sich zusätzlich degene
ra
tive Ver
än
de
rungen
ulnocarpal
sowie
pisotriquetral
und im Bereich des STT- und CMC I-Gelenkes zeigen. Bis zum Kontusionstrauma des linken Handgelenkes habe dies
be
züglich im Alltag und vor allem auch in der beruflichen Tätigkeit eine gute Symptomkontrolle bestanden. Erst durch das neuerliche Trauma sei es anamnes
tisch zu einer derartigen Aggravation der Befunde gekommen, dass der Beschwer
de
führer seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachkommen könne.
Die Fach
ärzte erachteten vorerst eine zusätzliche Infiltration des DRUG als indiziert. Allen
falls sei im weiteren Verlauf die Implantation einer
Ulnakopfprothese
links ins
besondere zur Behandlung der symptomatischen Arthrose des DRUG möglich
(vgl.
Urk.
7/22/58,
Urk.
7/22/62).
3.2
Aufgrund persistierender Beschwerden unter konservativen Therapiemassnahmen unterzog sich der Beschwerdeführer am 1
0.
Januar 2019 in der Klinik
B._
einem operativen Eingriff (Implanta
tion einer
Ulnarkopf
prothese
links; vgl. Ope
ra
tions
be
richt,
Urk.
7/46/1). Im Rahmen von Verlaufskontrollen sechs und zwölf Wochen resp. sechs Monate postoperativ wurde ein zeitgerechter Heilungsverlauf festgehalten. Der Bewegungsumfang sei noch eingeschränkt und im Seiten
ver
gleich bestehe eine deutlich verminderte Belastbarkeit. Diesbezüglich würde sich jedoch unter der an
haltenden Ergotherapie eine sukzessive Befundbesserung zeigen (vgl. Arzt
be
richte vom 2
1.
Februar 2019 [
Urk.
7/46/6],
3.
April 2019 [Urk. 7/46/9], 1
2.
Juli 2019 [
Urk.
7/46/12]).
3.3
Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers wurde der Beschwerdeführer am 18. Juni 2019 von
Dr.
med.
Z._
medizinisch begutachtet (vgl.
Urk.
7/33). Sie hielt folgende Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
fest:
-
Verminderte Belastbarkeit der linken oberen Extremität bei Links
händig
keit bei Status nach
Ulnakopfprothese
im Januar 2019 bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen, auch mit Vor-OP und Status nach Distor
sion/Kontusion im Juni 2018.
-
Verminderte Belastbarkeit der rechten oberen Extremität bei Status nach Verletzung im dritten Lebensjahr mit operativer Versorgung.
-
Verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule bei deutlichen Funktions
ein
schränkun
gen in allen drei Abschnitten.
-
Fehlstatik, Haltungsinsuffizienz, muskulärer Hartspann und
ver
schmäch
tigte
Rumpfmuskulatur.
-
Kein nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit.
-
Beidseits verkürzte
Ischiokruralmuskulatur
ohne Dehnungsschmerzen.
Dr.
Z._
konstatierte, die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Trockenbauer/Bau-Schreiner könne auf Dauer nicht mehr verrichtet werden. Bezogen auf den allge
meinen Arbeitsmarkt ergebe sich jedoch ab sofort eine volle Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten, die bevorzugt aus wechselnder Ausgangslage ver
richtet werden können, unter Vermeidung von häufigem Bücken, ständigen Zwangs
haltungen und auch Tätigkeiten über Kopf. Für körperlich leichte Tätig
keiten seien die Funktionen der linken Hand ausreichend gegeben, auch in der Kraftentfaltung.
Dr.
Z._
fügte an, in Anbetracht von Alter und vorliegender Funktionseinschränkungen sei die Prognose sich ständig verschlechternd.
3.4
Neun Monate postoperativ hielten die Ärzte der Klinik
B._
fest, klinisch und konventionell radiologisch zeige sich angesichts der präoperativ bestehenden Befunde mit Arthrose des Radio
car
pal
gelenkes sowie DRUG-Arthrose und statt
ge
habter Implantation einer
Uln
akopf
prothese
ein regelrechter Verlauf. Die prä
operativ bestehende Schmerz
symptomatik habe durch den Eingriff positiv beein
flusst werden können. Die Ein
schränkungen in der Beweglichkeit sowie auch der Belastbarkeit seien erwar
tungs
gemäss. Diesbezüglich würde durch weitere opera
ti
ve Eingriffe kein Opti
mierungspotenzial bestehen. Die Ärzte attestierten dem Beschwerdeführer in der angestammten handwerklichen und manuell belas
ten
den Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte Tätigkeiten mit maximaler Belastung von etwa 2 kg Hand/Handgelenk links bestehe aus rein hand
chirurgischer Sicht allen
falls eine Teilarbeitsfähigkeit (Sprechstundenbericht vom
7.
Oktober 2019, Urk. 7/48).
3.5
In seiner Stellungnahme vom 1
5.
November 2019 (vgl.
Urk.
7/51 S. 5) erachtete
RAD-Arzt
Dr.
A._
die verminderte Belastbarkeit der linken oberen Extremität bei Linkshändigkeit und Zustand nach Implantation einer
Ulnakopf
prothese
links (1
0.
Januar 2019) bei Arthrose des DRUG und Radio
carpalarthrose des linken Handgelenk
e
s mit persistierenden Beschwerden nach Traumatisierung des Hand
gelenk
e
s im Zusammenhang mit dem Sturzereignis vom 2
9.
Juni 2018 sowie die verminderte Belastbarkeit der rechten oberen Extremität bei Zustand nach Ver
letzung im
3.
Lebensjahr mit operativer Versorgung als ausgewiesen.
Die voll
ständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei plausibel. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äusserte
Dr.
A._
, die im Bericht der Klinik
B._
etwas vage
angegebene
«Teilarbeits
fähigkeit» als zeitliche Einschränkung sei aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht nach
voll
ziehbar. Hingegen sei angesichts einer zweifellos verminderten Belastbarkeit beider Arme medizintheoretisch überwiegend wahrscheinlich eine gewisse Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit ausgewiesen. Daraus resultiere letztlich eine vollzeitige Präsenz mit einer Leistungsminderung von 25 % (gültig ab dem Tag der vertrauensärztlichen Untersuchung am 1
8.
Juni 2019).
Dr.
A._
formu
lier
te folgendes Belastungsprofil: körperlich leichte Tätigkeiten mit maximaler Belas
tung von etwa 2 kg für die Hand/Handgelenk links und maximal 5-6 kg für den rechten Arm, ohne häufige Arbeiten körperfern, in Schulterhöhe oder über Kopf.
4.
4.1
Die Rentenabweisung
vom 1
1.
März 2020 (
Urk.
2)
erfolgte gestützt auf die Beur
tei
lung
des RAD
. Demnach
sei von einer verminderten Belastbarkeit beider oberen Extremitäten auszugehen und dem Beschwerdeführer sei seine angestammte Tätig
keit als Trockenbauer/Bau-Schreiner nicht mehr zumutbar. In einer ange
passten leichten körperlichen Tätigkeit sei jedoch
ab dem 1
8.
Juni 2019
eine Leis
tungs
fähigkeit von 75 % bei vollzeitiger Präsenz möglich (E. 3.5 hiervor).
Die Schlussfolgerung des RAD-Arztes Dr.
A._
beruhen auf der Würdigung sämt
licher vorangegangener Arzt- und bildgebender Untersuchungsberichte. Hier
bei ist festzuhalten, dass seine Beurteilung der Diagnostik sowie der medi
zinisch aus
gewiesenen Einschränkungen von derjenigen der behandelnden Ärzte nicht ab
weicht. Die Schilderung des zumutbaren Belastungsprofils deckt sich weitest
gehend mit der Beurteilung von
Dr.
Z._
(E. 3.3) sowie den Ärzten der Klinik
B._
(E. 3.4).
In Anbetracht der ausgewiesenen und unstrittigen medizinischen Verhältnisse ist nicht zu be
anstanden, dass Dr.
A._
auf eine per
sönliche Untersuchung des Beschwerde
führers ver
zichtete. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind mangels wider
sprechen
der Beurteilungen auch keine neuen Erkenntnisse zu erwarten (zur anti
zipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d).
Die Ärzte der Klinik
B._
attestierten dem Beschwerdeführer in einer ange
passten kör
per
lich leichten Tätigkeit aufgrund der Einschränkungen eine Teil
arbeitsfähigkeit, bezifferten diese jedoch nicht genauer.
Dr.
A._
schätzte die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der verminderten Belast
bar
keit beider Arme letztlich auf 75
%
, worauf abzustellen ist.
4.2
Für die Beantwortung der Frage, ob
dem Beschwerdeführer die ärztlich attestierte 75%ige
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten, körperlich leichten Tätigkeiten zumutbar
ist
, sind unter anderem das Alter des Beschwerdeführers und die voraussichtlich verbleibende Dauer seiner Erwerbstätigkeit von Bedeutung
.
Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen. Gemäss BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbs
tätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Dies war vorliegend mit der vertrauensärztlichen Untersuchung im Juni 2019 der Fall (vorstehend E. 3.3). Der im Mai 1958 geborene Beschwerdeführer war zu diesem Zeitpunkt 61 Jahre alt, womit noch eine Erwerbstätigkeit während
knapp
vier Jahren bis zum Erreichen des AHV-Pensionsalters in Aussicht stand.
4.3
Das Bundesgericht hat in neuerer Zeit die Verwertbarkeit der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit von über 60-jährigen Versicherten in folgenden Fällen bejaht:
-
Urteil 9C_797/2019 vom
6.
Januar 2020 E. 5: 61 1⁄2-jähriger Versicherter, der leidensangepasste Erwerbstätigkeiten (in körperlicher Hinsicht leicht, ohne über
wiegendes Gehen) uneingeschränkt auszuüben
vermochte
.
-
Urteil 9C_693/2019 vom 1
8.
Dezember 2019 E. 4: 60-jähriger Versicherter,
der
sowohl über eine abgeschlossene Ausbildung als auch über Erfahrung in leichte(
re
)n Arbeiten
verfügte
, die er in einer ihm zumutbaren leidens
angepassten Tätigkeit nutzen
konnte;
Aktivitätsdauer von vier Jahren und sieben Monaten
.
-
Urteil 9C_574/2019 vom 1
6.
Oktober 2019 E. 2.4: 60 3/4-jährige Beschwerde
führerin,
die
nach ihrem Unfall vom
1.
April 2013 invaliditätsbedingt keiner Erwerbstätigkeit mehr nach
ging
, aber in leidensangepassten Verweisungs
tätig
keiten nicht mehr eingeschränkt und zeitlich voll disponibel
war,
z
udem schon in unterschiedlichsten Berufen
gearbeitet hatte, weshalb
von einer gewissen Um
stellungsfähigkeit der Versicherten im Erwerbsleben
auszugehen war
.
-
Urteil 8C_892/2017 vom 2
3.
August 2018 (= SVR 2019 IV Nr. 7): gut 62-jähriger Barpianist ohne formelle Ausbildung, verbleibende Aktivitätsdauer im Beurteilungszeitpunkt knapp 3 Jahre, Rest-Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit 80
%
.
-
Urteil 9C_580/2017 vom 1
6.
Januar 2018 E. 4.1: Restaktivitätsdauer im Zeit
punkt des Gutachtens noch mindestens 3 1⁄4 Jahre.
Verneint wurde die Verwertbarkeit vom Bundesgericht in neuerer Zeit in folgenden Fällen:
-
Urteil 9C_766/2019 vom 1
1.
September 2020 E. 4.2 ff.: Versicherte
war
- selbst unter Berücksichtigung von Nischenarbeitsplätzen - nicht in der Lage, die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit von 20
%
- längerfristig - wirtschaftlich zu ver
werten.
-
Urteil 9C_644/2019 vom 2
0.
Januar 2020 E. 4.3: 59-jährige Versicherte mit ausgeprägter
arbeitsmarktlicher
Desintegration.
-
Urteil 9C_183/2017 vom 3
0.
Oktober 2017 E. 5.2.3 und E. 6: Die Versicherte wäre bei einer Rückweisung zwecks Anordnung von Eingliederungs
mass
nahmen deutlich über 62-jährig gewesen, mit klar weniger als zwei Jahren bis zum Erreichen des AHV-Pensionsalters.
-
Urteil 9C_416/2016 vom 1
4.
Oktober 2016 E. 3.1 und E. 5: Alter 62.5 Jahre, Restaktivitätsdauer eineinhalb Jahre. Die
62
1
/
2
-jährige
Versicherte
ohne erlernte
n
Beruf
,
die
seit 2005 als Montagemitarbeiterin am Fliessband
arbeitete
, was ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zugemutet werden konnte
;
Alters
bedingt und aufgrund minimaler (Aus-) Bildung wurde von einer ge
ringen Anpassungsfähigkeit an eine neue Tätigkeit ausgegangen.
Insgesamt ist zu konstatieren, dass «die Nichtverwertbarkeit der Restarbeits
fähig
keit aufgrund fortgeschrittenen Alters in der Rechtsprechung in der Regel eine Ausnahme bleibt» (Marco Weiss, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf
grund vorgerückten Alters - Rechtsprechungstendenzen, SZS 2018, S. 630 ff., S. 640).
4.4
Der Beschwerdeführer war im massgebenden Zeitpunkt 61 Jahre alt (E. 4.2).
Er ist gelernter Bau
-S
chreiner und
hat zuletzt als Trockenbauer
gearbeitet (vgl. Urk.
7/14,
Urk.
7/22/4).
Seinem Lebenslauf (
Urk.
7/14/2-3) ist zu entnehmen, dass er in
C._
und der Schweiz, aber auch in
D._
, als Ober
monteur/Vorarbeiter im Trocken- und Innenausbau gearbeitet hat, teilweise auch als Bauleiter eingesetzt wurde (vgl.
Urk.
7/14/4).
Aufgrund der Bewegungs- und vor allem Be
lastungs
ein
schränkungen ist dem Beschwerde
führer die an
gestammte Tätigkeit als
Trocken
bauer/Bau-Schreiner
nicht mehr zumutbar. Er kann nur noch kör
per
lich le
ichte
Tätigkeiten
mit einer maximalen Belastung von 2 kg für den linken resp. 5-6
kg für den rechten Arm
ausüben (vorstehend E.
3.5
).
Auch wenn sich seine berufliche Erfahrung im Wesentlichen in der langjährigen Tätigkeit im
Trockenbau und als Bau-Schreiner
erschöpft (
Urk.
7/14
), bringt er damit nicht nur einen Berufs
ab
schluss, sondern auch jahr
zehntelange
, internationale
Berufs
erfahrung in wechselnden Anstel
lun
gen sowie
auch in leitenden Funktionen und
zwischen
zeit
lich als
Selbständigerwerbender
mit. Solche Qualifika
tionen sind in vielen Be
rufen gefragt. Angesichts dessen und der
wenig
einge
schränk
ten Restarbeits
fähig
keit von
75
%
sind die Chancen des Be
schwer
de
führers auf dem mass
geblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt als intakt zu be
zeichnen
(E. 1.4)
. Schliess
lich hat das Bundesgericht wiederholt darauf hin
ge
wie
sen, dass körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeiten auf dem aus
ge
gli
che
nen Arbeitsmarkt durch
aus vorhanden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 2
2.
Dezember 201
6
E. 3.2 und 6.3 mit Hinweisen).
Der Be
schwerdeführer ist in der Lage - unter Berücksichtigung der verminderten Belast
barkeit insbesondere seines linken Armes -, jeder
körperlich nicht belasten
den stehenden oder sitzenden Hilfs
arbei
ter
tätigkeit nac
h
zugehen. Entgegen den Ein
wendungen in der Beschwerde ist nach dem Gesagten davon auszu
gehen, dass der Beschwerdeführer trotz dieser verminderten Belastbarkeit der oberen Extremi
tä
ten ein Erwerbs
ein
kommen erzielen könnte. Gründe, die zu einer anderen Be
trachtungsweise Anlass geben würden, werden keine vor
gebracht, weshalb die vorinstanzliche Schluss
folgerung zu bestätigen ist, wonach der Beschwerde
füh
rer die ver
bliebene Arbeits
kraft bei ausgeglichener Arbeits
marktlage wirtschaft
lich ver
werten könn
te.
Was das vom Beschwerdeführer angeführte, fortgeschrittene Alter anbelangt, lässt ein solches aufgrund der dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E.
4.3
) für sich alleine nicht auf Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit schliessen. Soweit sich der Beschwerdeführer auf das Urteil 9C_
304/2018
vom
5. November 2018 beruft (
Urk.
1 S. 10
),
war
dort
insbesondere die
Tatsache, dass die Versicherte
über keine Berufsausbildung verfügte und immer nur einfache Hilfsarbeitertätigkeiten ausgeübt hat
te
, ausschlaggebend dafür, dass es
nach kurzer Rentenbezugsdauer
einer
Kon
kretisierung der noch
zumutbaren
beruf
lichen Tätig
keiten
bei faktischer
Ein
armig
keit
bedurfte
.
Dagegen kann der Beschwerde
führer
auf jahrelange
Berufserfahrung, auch in vorgesetzter Stellung und im Ausland, zurückgreifen und ist deutscher Muttersprache, was eine Um
stellung auf einen angepassten Arbeitsplatz erleichtert
. Ferner beurteilte
Dr.
Z._
die feinmanuellen Fähigkeiten und die Kraftent
faltung der linken Hand als ausreichend für körperlich leichte Tätigkeiten (E. 3.3)
und auch die Ärzte der Klinik
B._
erachteten den linken Arm des Beschwerdeführers bis zu einer maximalen Belastung von 2 kg als einsatzfähig (E. 3.4)
.
Eine faktische
Ein
armigkeit
ist damit nicht ausgewiesen.
Die beiden Kon
stella
tio
nen sind somit nicht vergleichbar.
Überdies sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt selbst für Personen, die funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können,
körperlich leichte und wechselbelastende Tätig
keiten vorhanden.
Längst nicht alle im Arbeitsprozess im weitesten Sinne not
wendigen Aufgaben und Funk
tionen im Rahmen der Über
wachung und Prüfung werden durch Computer und automa
tische Maschinen ausgeführt. Abgesehen davon müssen solche Geräte auch be
dient und ihr Einsatz ebenfalls überwacht und kontrolliert werden.
Zu denken ist etwa an einfache
Über
wachungs
-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Über
wachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Pro
duk
tions
einheiten sowie die Arbeit als Museums- oder Parkplatzwärter (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_31/2017 vom 30. März 2017 E. 6.2 mit Verweis auf
Urteile 8C_622/2016 vom 2
1.
Dezember 201
6 E. 5.2.2, 8C_477/2016 vom 23.
No
vember 2016 E. 4.3, 8C_345/2016 vom
1.
September 2016 E. 5, 8C_37/2016 vom
8.
Juli 2016 E. 5.1.2
, 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E. 3.4
).
Da Hilfsarbeiter auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grund
sätz
lich altersunabhängig nachgefragt werden und angesichts der relativ hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (vgl. Urteil 8C_803/2018 vom
6.
Juni 2019 E. 5.3 mit Hinweisen; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage 2014.,
Art.
28 N 13f.), ist ein invalidenversicherungsrechtlich erheblicher fehlender Zugang zum Arbeitsmarkt zu verneinen.
5.
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist ein konkreter Lohn nicht
eruierbar
, war die versicherte Person zur Zeit des Unfalls arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige Stelle auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, so können die Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) herangezogen werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_382/2017 vom 2
5.
August 2017 E. 2.3.1, 9C_501/2013 vom 2
8.
November 2013 E. 4.2).
Vor dem Hintergrund, dass dem Beschwerdeführer die vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit bei der
Y._
AG durch eine
Temporärfirma
vermittelt wurde und auf
maximal
drei Monate befristet war (vgl.
Urk.
7/22/4), bemass d
ie B
eschwerdegegnerin das
V
alideneinkommen
(
Fr.
74’447
.--)
zu Recht
gestützt auf die
LSE
2016
unter Zugrundelegung des Lohnes im Baugewerbe, Kompetenz
niveau 2
(vgl.
Urk.
7/
34
)
, was
im Übrigen auch
nicht strittig ist.
5.2
Hinsichtlich der Festsetzung des Einkommens, das die versicherte Person trotz ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
noch zu erzielen ver
möchte (Invalideneinkommen), ist rechtsprechungsgemäss primär von der beruf
lich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher sie konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare Erwerbs
tätigkeit mehr aus, so können Tabellenlöhne
des
Bundesamt
s
für Statistik heran
ge
zo
gen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Das Invalideneinkommen bemass die Beschwerdegegnerin ebenfalls gestützt auf die LSE 2016
und zog den Zentralwert für Hilfsarbeiten heran; hierbei berück
sichtigte sie
, dass dem Beschwerdeführer nur noch körperlich leichte Hilfs
arbeitertätigkeiten
in einem
vollzeitlichen
Pensum
mit einer Leistungsfähigkeit von 75
%
zumutbar sind
(vgl.
Urk.
7/50
). Dies ist nicht strittig. D
er Beschwerde
führer rügte
vielmehr
, es sei
angesichts dessen, dass er die linke, dominante Hand nur noch als
Zudienhand
einsetzen könne
,
nicht rechtens, dass
kein lei
d
ens
bedingte
r
Abzug gewähr
t worden sei
(
Urk.
1 S. 12).
5.3
Das Invalideneinkommen ist rechtsprechungsgemäss zu kürzen, wenn persön
liche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebens
alter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall An
halts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem all
gemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Der Abzug ist unter Würdigung der Um
stände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 134 V 322 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).
Den Leistungseinschränkungen des Beschwerdeführers
aufgrund der verminder
ten Belastbarkeit beider
oberen Extremitäten
und der damit zusam
men
hängenden Eingrenzung des Spektrums der erwerblichen Tätigkeiten, die noch in Frage kommen, hat
der RAD mit der Leistungsminderung von 25
%
bei voll
zeiti
ger Präsenz
Rechnung getragen.
B
ereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit ent
hal
tene gesundheitliche Einschränkungen
dürfen
nicht zu
sätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 2
2.
Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 E. 3.1 mit Hin
weisen).
Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen Leidens
abzug vom Tabellenlohn vornahm.
5.4
Beim Vergleich des hypothetischen
Valideneinkommens
in der Höhe von Fr. 74'447.--
mit dem hypothetischen Invalideneinkommen
im Betrag von Fr. 50'807.25
resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
23'639.75 beziehungsweise ein
rentenausschliessender
Invaliditätsgrad von
aufgerundet
32
%
.
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt
.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie de
m
Be
sc
hwer
deführer aufzuerlegen.