Decision ID: a8aeecda-5919-5927-ba09-d68972f41043
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Die Beschwerdeführerin wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsge-
richts E-2918/2018 vom 12. August 2019 als Flüchtling anerkannt und das
SEM angewiesen, ihr Asyl zu gewähren. Am 23. August 2019 erteilte ihr
die Vorinstanz Asyl.
A.b Mit Eingabe vom 10. September 2019 ersuchte die Beschwerdeführe-
rin bei der Vorinstanz für ihre Tochter, B._, geboren am (...), Afgha-
nistan, sinngemäss um Erteilung einer Einreisebewilligung und Gewährung
des Familienasyls (vgl. Art. 51 AsylG [SR 142.31]).
Im Gesuch machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, wie
bereits in ihrem Asylverfahren festgestellt worden sei, sei sie von ihrem Ex-
Ehemann und dessen Familie psychisch sowie physisch misshandelt wor-
den. Er und seine Familie hätten nur widerwillig in die Scheidung – welche
im C._ ausgesprochen worden sei – eingewilligt und sie sei ge-
zwungen gewesen, ihm die Tochter zu überlassen. Während sie nach der
Scheidung im C._ geblieben sei, habe ihr Ex-Ehemann die Tochter
nach Afghanistan mitgenommen. Er und seine Familie hätten ihr gedroht,
sie werde für die Scheidung bestraft, falls sie sich nach Afghanistan bege-
ben würde. Sie habe die Tochter seit der Scheidung im Jahre 20(...) nicht
mehr gesehen und leide sehr unter der Trennung. Die inzwischen knapp
(...)-jährige Tochter soll in Kürze zwangsverheiratet werden, was eine Fa-
milienzusammenführung zusätzlich erschweren beziehungsweise verun-
möglichen würde. Es werde deshalb um prioritäre Behandlung ersucht.
Als Beweismittel reichte die Beschwerdeführerin eine Kopie der Tazkera
der Tochter, zwei Fotografien sowie einen USB-Stick mit Videoaufnahmen
zu den Akten.
B.
Mit Verfügung der Vorinstanz vom 15. Oktober 2019 wurde der Tochter die
Einreise in die Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt.
C.
Die Beschwerdeführerin erhob gegen den Entscheid der Vorinstanz am
25. Oktober 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie bean-
tragt, die Verfügung sei aufzuheben und das Familiennachzugsgesuch für
die Tochter gutzuheissen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung auf-
E-5603/2019
Seite 3
zuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. Ferner sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege, inklusive Verzicht
auf einen Kostenvorschuss, zu gewähren.
Zusammen mit der Beschwerde gab die Beschwerdeführerin unter ande-
rem eine Kopie der Tazkera der Tochter (mit Übersetzung) sowie diverse
Fotografien als Beweismittel zu den Akten.
D.
Mit Zwischenverfügung vom 11. November 2019 hiess die Instruktionsrich-
terin das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut,
verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, wies das Gesuch
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung ab und forderte die
Beschwerdeführerin dazu auf, innert Frist eine Fürsorgebestätigung nach-
zureichen. Ferner lud sie die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehm-
lassung ein.
E.
Die Vorinstanz beantragt in der Vernehmlassung vom 26. November 2019
sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. Im Einzelnen äusserte sie
sich zu den Voraussetzungen des Familiennachzuges beziehungsweise
des Familienasyls.
F.
Am 29. November 2019 reichte die Beschwerdeführerin beim Gericht die
Fürsorgebestätigung des Kantons D._ ein.
G.
Mit Zwischenverfügung vom 29. November 2019 räumte die Instruktions-
richterin der Beschwerdeführerin Gelegenheit ein, innert Frist eine Replik
und entsprechende Beweismittel einzureichen.
H.
Mit Eingabe vom 16. Dezember 2019 ging beim Gericht die Replik der Be-
schwerdeführerin ein.
I.
Am 17. Dezember 2019 gab die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin
ihre Kostennote zu den Akten.
E-5603/2019
Seite 4
J.
Mit Schreiben vom 27. August 2020 erkundigte sich die Beschwerdeführe-
rin nach dem Verfahrensstand und teilte mit, die Heirat der Tochter werde
im Herbst vollzogen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung
von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und
entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend
– endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Die Beschwerde-
führerin ist als Verfügungsadressatin zur Beschwerdeführung legitimiert
(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
2.
In der angefochtenen Verfügung führt die Vorinstanz aus, die Beschwerde-
führerin und ihr damaliger Ehemann hätten sich im Jahre 200(...) im
C._ scheiden lassen, wobei Letzterem das Sorgerecht für die ge-
meinsame Tochter zugesprochen worden sei. Er und die Tochter würden
seither in Afghanistan leben. Die Beschwerdeführerin sei dagegen bis zur
ihrer Ausreise im Jahre 20(...) noch (...) Jahre im C._ geblieben.
Ihre Tochter habe sie zuletzt am Tag der Scheidung gesehen. Aufgrund der
Akten sei davon auszugehen, dass sie seither keinen Kontakt mehr zur ihr
hatte beziehungsweise diesen abgebrochen habe. Insofern könne nicht
festgestellt werden, sie sei von ihrer Tochter durch Flucht getrennt worden
beziehungsweise könne nicht davon gesprochen werden, dass es um die
Wiederherstellung einer vorbestandenen Familiengemeinschaft gehe.
3.
In der Rechtsmitteleingabe macht die Beschwerdeführerin im Wesentli-
chen geltend, die Vorinstanz verkenne, dass sie das Zusammenleben mit
ihrer Tochter nicht freiwillig aufgegeben, sondern dies vielmehr aus Zwang
getan habe, damit der Ex-Ehemann und seine Familie der Scheidung zu-
gestimmt hätten. Nach der Scheidung hätten ihr Ex-Ehemann und seine
Familie es nicht zugelassen, dass sie ihre Tochter kontaktiere. Da ihr in
Afghanistan wegen der Scheidung zudem frauenspezifische Verfolgung
drohe, sei es ihr auch nicht möglich gewesen, dorthin zurückzukehren. Seit
dem Jahre 20(...) könne sie dank heimlicher Vermittlung einer Verwandten
E-5603/2019
Seite 5
des Ex-Ehemannes mit der Tochter wieder ab und zu Kontakt aufnehmen.
Die Tochter sei bereits verlobt worden und solle in Kürze zwangsverheiratet
werden, weshalb unter anderem auch Fragen des Kindeswohls tangiert
seien.
4.
In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, die Beschwerdeführerin
sei nicht durch Flucht, sondern aufgrund des (...) Scheidungsurteils aus
dem Jahre 20(...) von ihrer Tochter getrennt worden. Es sei ihr nicht gelun-
gen glaubhaft zu machen, dass nach der Scheidung eine hinreichend enge
Eltern-Kind-Beziehung in emotionaler beziehungsweise affektiver und fi-
nanzieller beziehungsweise wirtschaftlicher Hinsicht bestanden habe. So-
dann habe sie erst wieder im Jahre 20(...) Kontakt zu ihrer Tochter aufge-
nommen. Ausserdem liege das Sorgerecht nach wie vor beim Vater des
Kindes. Die Erteilung eines Einreisevisums käme im Ergebnis einer Verlet-
zung des Übereinkommens vom 25. Oktober 1980 über die zivilrechtlichen
Aspekte internationaler Kindsentführung (HKÜ, SR 0.211.230.02) gleich.
5.
In der Replik macht die Beschwerdeführerin geltend, der Kontakt zu ihrer
Tochter sei ihr lange Zeit verunmöglicht worden. Der seit dem Jahre 20(...)
bestehende Kontakt über eine Mittelsperson sei sehr riskant und müsse
vor dem Ex-Ehemann sowie dem Ex-Schwiegervater geheim gehalten
werden. Die Tochter habe der Beschwerdeführerin gegenüber mehrmals
den Wunsch geäussert, mit ihr zusammen zu leben. Sodann wirke die Ar-
gumentation der Vorinstanz im Zusammenhang mit dem HKÜ als nachge-
schoben und die (...)-jährige Tochter sei darüber hinaus alt genug, um sel-
ber zu entscheiden, bei welchem Elternteil sie leben möchte. Die Zuteilung
des Sorgerechts an den Vater habe schon damals in offensichtlicher Weise
dem Kindeswohl widersprochen, sei die Tochter doch vom Vater sowie dem
Grossvater misshandelt und in lebensgefährdender Weise vernachlässigt
worden. Der Vater sei darüber hinaus drogenabhängig und komme seinem
Sorgerecht nicht nach. Die Tochter wohne aktuell nur mit dem Grossvater
zusammen, welcher darum bemüht sei, die Zwangsheirat so schnell wie
möglich durchzuführen. Nach Schweizer Recht wäre dem Vater das Sor-
gerecht niemals zugesprochen beziehungsweise längst entzogen worden
und es sei nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführerin Asyl erteilt
werde, während die selben Umstände in Bezug auf die minderjährige Toch-
ter, bei welcher zusätzlich auch Kindeswohlaspekte zu berücksichtigen
seien, als tragbar beurteilt würden.
E-5603/2019
Seite 6
6.
6.1 Es ist nachfolgend zu prüfen, ob die Tochter im Sinne von Art. 51 Abs. 4
AsylG sowie der in diesem Zusammenhang zu beachtenden Rechtspre-
chung von der Beschwerdeführerin durch Flucht getrennt wurde.
6.2 Weder die Vorinstanz noch das Bundesverwaltungsgericht haben im
Asylverfahren der Beschwerdeführerin Zweifel an der Glaubhaftigkeit ihrer
Fluchtvorbringen geäussert (vgl. Urteil des BVGer E-2918/2018 vom
12. August 2019 E. 6.1). Die Beschwerdeführerin brachte damals vor, sie
sei im Jahre 20(...) oder 20(...) mit ihrer Tochter vor ihrem damaligen Ehe-
mann und dessen Familie wegen Misshandlungen aus Afghanistan in den
C._ geflohen. Der ehemalige Ehemann sei ihr dorthin gefolgt und
sie habe daraufhin noch einige Zeit – immer noch unter problematischen
Bedingungen – dort mit ihm zusammenleben müssen. Im Jahre 20(...)
habe sie sich im C._ von ihm scheiden lassen. Bedingung für sein
Einverständnis und das seiner Familie sei gewesen, dass sie ihm die ge-
meinsame Tochter überlasse. Er habe diese kurz darauf nach Afghanistan
mitgenommen. Die Beschwerdeführerin und ihr jetziger Ehemann seien
vom Ex-Ehemann weiterhin im C._ aufgesucht, bedroht und tätlich
angegriffen worden, weshalb sie im Jahre 20(...) den C._ in Rich-
tung Schweiz verliessen. Das Bundesverwaltungsgericht kam im erwähn-
ten Urteil zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin – in Ermangelung der
erforderlichen Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit der staatlichen Behör-
den – durch den Ex-Ehemann und dessen Familie in Afghanistan in flücht-
lingsrechtlich relevanter Weise gefährdet sei, anerkannte sie als Flüchtling
und wies die Vorinstanz an, ihr Asyl zu gewähren (vgl. a.a.O. E. 6.5 ff.).
6.3 Gemäss geltender Praxis und Rechtsprechung des Bundesverwal-
tungsgerichts ist für die Bewilligung der Einreise nach Art. 51 Abs. 4 AsylG
Bedingung, dass bereits vor der Flucht eine Familiengemeinschaft bestan-
den hat. Die Bewilligung der Einreise zwecks Gewährung von Familienasyl
dient der Wiederherstellung von Familiengemeinschaften, die durch die
Flucht getrennt wurden, hingegen nicht der Aufnahme von neuen oder der
Wiederaufnahme von beendeten Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32
E. 5.4.2; 2017 VI/4 E. 3.1 und 4.4.2). Das Bundesverwaltungsgericht geht
bei Familien, die bereits vor der Flucht getrennt wurden, dennoch von einer
vorbestandenen Familiengemeinschaft aus, wenn zwingende Gründe für
das Getrenntleben vorliegen (vgl. Urteile des BVGer D-3664/2016 vom
14. Dezember 2018 E. 5.2 sowie D-982/2016 vom 10. September 2018
E. 5.2.1).
E-5603/2019
Seite 7
6.4 Die Vorinstanz erblickt im Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin
im Jahre 2008 scheiden liess und über rund (...) Jahre keinen Kontakt
mehr zu ihrer Tochter hatte, einen willentlichen Abbruch der familiären Be-
ziehung.
Aufgrund der Akten – insbesondere mit Blick auf die bereits als glaubhaft
beurteilte Fluchtgeschichte – ist für das Gericht erstellt, dass die damalige
Zuteilung des Sorgerechts beziehungsweise der Obhut an den Kindsvater
nicht vom freien Willen der Beschwerdeführerin mitgetragen war. Den Ak-
ten sowie dem vorangegangenen Urteil kann sodann entnommen werden,
dass es für sie bereits nach der Scheidung im Jahr 20(...) äusserst gefähr-
lich beziehungsweise nicht zumutbar gewesen wäre, sich nach Afghanis-
tan – wo sich die Tochter nun aufhielt – zu begeben. Insbesondere erach-
tete das Gericht die subjektive Furcht vor weiterer Verfolgung bereits auf-
grund der während der Ehe erlittenen Misshandlungen als objektiv begrün-
det (vgl. SEM-Akte A17/15 F28 und F32 sowie Urteil des BVGer
E-2918/2018 vom 12. August 2019 E. 6.4 und E. 6.6). Insofern ist nachvoll-
ziehbar, dass es ihr nach der Scheidung nicht möglich beziehungsweise
zumutbar war, ein Familienleben mit der Tochter zu führen oder aufrecht
zu erhalten. Dass sie sich nicht bereits früher um eine "heimliche Kontakt-
aufnahme" bemühte, kann ihr nicht vorgehalten werden, hätte sie dadurch
unter anderem die Tochter in Gefahr bringen können. Mithin bestanden für
den Umstand, dass sie zum Zeitpunkt der Ausreise aus dem C._
seit mehreren Jahren von der Tochter getrennt lebte, zwingende Gründe
im Sinne der zitierten Rechtsprechung. Zum selben Ergebnis führt, falls
nicht in der Ausreise aus dem C._, sondern in der gemeinsamen
Ausreise mit der Tochter aus Afghanistan im Jahre 20(...) oder 20(...) die
für die vorliegende Konstellation relevante Fluchthandlung erblickt wird, da
die Trennung der Angehörigen in einem Drittstaat der Anwendung von Art.
51 Abs. 4 AsylG nicht entgegensteht (vgl. Urteil des BVGer E-273/2018
vom 22. Juli 2020 E. 8.3.3. f.).
Auf die von der Vorinstanz geäusserten Bedenken im Zusammenhang mit
dem HKÜ ist bereits deshalb nicht vertieft einzugehen, weil die Tochter auf-
grund ihres Alters nicht mehr in dessen persönlichen Anwendungsbereich
fällt (vgl. Art. 4 HKÜ). Dass mit der Erteilung einer Einreisebewilligung in
eine ausländische Sorgerechtsregelung eingegriffen werden könnte, lässt
sich zwar nicht ausschliessen, erscheint aber vor dem Hintergrund, dass
das Kindeswohl als vorrangiger Gesichtspunkt zu beachten ist (vgl. u.a.
Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die
Rechte des Kindes [SR 0.107]) und dem Umstand, dass es der Tochter
E-5603/2019
Seite 8
freisteht, ob sie von dem Einreiserecht überhaupt Gebrauch machen will,
als gerechtfertigt.
6.5 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist festzuhalten, dass die Vo-
raussetzungen für die Erteilung einer Einreisebewilligung, den Einbezug in
die Flüchtlingseigenschaft sowie die Asylgewährung zugunsten von
B._ erfüllt sind.
7.
Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung
ist aufzuheben und die Vorinstanz ist anzuweisen, B._, geboren am
(...), Afghanistan, die Einreise in die Schweiz zu bewilligen und in die
Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin miteinzubeziehen, sofern
B._ die Flüchtlingseigenschaft nicht selbständig nach Art. 3 AsylG
erfüllt (Art. 37 Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR
142.311]).
Die Vorinstanz wird angehalten, soweit möglich auf die im Gesuch um Fa-
miliennachzug vom 10. September 2019 geäusserten Wünsche im Zusam-
menhang mit den Einreisemodalitäten (vgl. S. 3 der Eingabe) Rücksicht zu
nehmen.
8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu auferlegen
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Damit ist die mit Zwischenverfügung vom
11. November 2019 gewährte unentgeltliche Prozessführung gegen-
standslos geworden.
8.2 Der vertretenen Beschwerdeführerin ist angesichts ihres Obsiegens in
Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihr
notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Der in der mit
Schreiben vom 17. Dezember 2019 eingereichten Kostennote ausgewie-
sene Arbeitsaufwand von vier Stunden und 40 Minuten sowie die ausge-
wiesenen Auslagen erscheinen dem vorliegenden Verfahren als angemes-
sen. Die von der Vorinstanz auszurichtende Parteientschädigung beträgt
somit Fr. 1'212.– (inkl. Auslagen, ohne MWST).
(Dispositiv nächste Seite)
E-5603/2019
Seite 9