Decision ID: eb5911d5-86e8-42c6-a3ed-f0162a1e21d8
Year: 2015
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Die Behauptungen des Ehemannes zu den Liegenschaftskosten würden bestritten. Bereits bei Abschluss der Vereinbarung vom 25.08.2014 sei klar gewesen, dass der Berufungskläger ab Oktober 2014 die Liegenschaftskosten selber tragen müsse. Seither habe sich der Sachverhalt nicht wesentlich verändert. Er habe seit 2014 gewusst, dass die Ehefrau im September 2014 ausziehen werde, und er habe seit langem zwar einen Makler engagiert, aber weder  unternommen noch einen realistischen Verkaufspreis für die Liegenschaft . Er habe bei Vergleichsabschluss gewusst, dass er die Liegenschaft nicht sofort verkaufen könne oder wolle und künftig die Kosten der Liegenschaft zu bezahlen habe. Seit dem Auszug der Ehefrau habe der Ehemann auch nichts Konkretes oder Erfolgversprechendes , um die Liegenschaft zu verkaufen. Dass sie bis heute nicht verkauft sei, müsse sich daher der Ehemann anrechnen lassen. Er hätte die Liegenschaft auch vermieten können. Er habe bereits bei Vergleichsabschluss die Bezahlung von Hypothekarzinsen behauptet und von den Unterhaltsbeiträgen der Ehefrau in Abzug gebracht, die er in dieser Höhe seit November 2013 gar nicht mehr habe bezahlen müssen. Die Unterstellungen an die Ehefrau, dass sie in  Form allfällige Verkaufsbemühungen behindert habe, würden bestritten.
Die vom Berufungskläger behauptete Steuerbelastung für das Jahr 2015 berücksichtige weder die anzurechnenden Quellensteuern noch die Unterhaltspflichten an die Kinder und sei daher nicht verbindlich und definitiv, sondern es handle sich dabei um einen provisorischen Vorbezug. Er habe bis heute nicht nachgewiesen, dass er alles unternommen habe, die Steuerlast in E._ zu vermindern. Zudem seien angesichts der engen finanziellen Verhältnisse  die unnötigerweise durch den Wegzug zusätzlich verursachten Steuerbelastungen in E._ praxisgemäss nicht zu berücksichtigen, soweit damit die Unterhaltspflicht gegenüber der Ehefrau und den Kindern beeinträchtigt werde. Bei den geltend gemachten Steuern handle es sich lediglich um einen provisorischen Vorbezug, welcher keinen Grund für eine Abänderung der Unterhaltspflicht darstelle.
Der Ehefrau würden seit der Verfügung vom 03.05.2013 Fahrkosten von CHF 150.00 . Ihr heutiger Wohnort F._ sei mit dem öffentlichen Verkehr nicht besser erschlossen als G._ Der Ehemann habe der Ehefrau Fahrkosten für Arztbesuche etc. namentlich die Benutzung eines Autos zugestanden, auch wenn sie nicht erwerbstätig sei. Diesbezüglich habe sich seit Abschluss des Vergleichs vom 25.08.2014 nichts geändert. Die Fahrkosten von D._ seien belegt.
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Der Berufungskläger habe nie bestritten, dass C._ noch in Ausbildung sei. Das Vorbringen erfolge wider besseres Wissen und sei im Berufungsverfahren unzulässig.
E. Mit Verfügung vom 15.09.2015 wurde der Schriftenwechsel geschlossen und den  mitgeteilt, dass der Entscheid aufgrund der Akten ergehe und über die Gesuche der Parteien um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege zusammen mit der Hauptsache entschieden werde. Mit Eingabe vom 21.09.2015 reichte der Berufungskläger als Novum den  des Finanzamts E._ vom 11.09.2015 für das Jahr 2016 ins Recht, wonach der Ehemann EUR 33‘900.00 bezahlen müsse. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid sei sinnlos, da der Bescheid aufgrund der Steuererklärung des Ehemannes ausgefertigt worden sei.

Considerations:
Erwägungen
1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO sind erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen mit Berufung anfechtbar, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten die Berufung nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO) beträgt. Der Streitwert beträgt im  Fall CHF 844‘320.00 (CHF 3‘518.00 Differenz pro Monat x 12 x 20) und übertrifft damit die Streitwertgrenze gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO. Die Berufung ist gemäss Art. 311 Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO innert 10 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides bzw. seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet einzureichen. Die angefochtene Verfügung wurde dem Ehemann am 18.08.2015 zugestellt. Die Berufung ist mit Eingabe vom 28.08.2015 rechtzeitig erklärt worden. Da auch die übrigen Formalien erfüllt sind, ist auf die Berufung einzutreten. Zuständig für die Beurteilung der Berufung ist gemäss § 5 Abs. 1 lit. a EG ZPO die Präsidentin der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts.
2. Neue Tatsachen und Beweismittel können im Berufungsverfahren nur noch in den Schranken von Art. 317 Abs. 1 ZPO vorgebracht werden. Das Bundesgericht hat die analoge Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO im Berufungsverfahren abgelehnt und festgehalten, dass einzig Art. 317 Abs. 1 ZPO massgeblich sei (vgl. BGE 138 III 625 E. 2.2). Auch in den , die der Untersuchungsmaxime unterstehen, ist deshalb Art. 317 Abs. 1 ZPO zu beachten. Neue Tatsachen und Beweismittel, welche die Parteien in den Prozess einbringen wollen,  die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO erfüllen. Dies trifft für die Beilagen 2-4 zur Berufungsbegründung und für die Noveneingabe des Berufungsklägers vom 21.09.2015 zu, weshalb sie im Berufungsverfahren zu berücksichtigen sind.
3. Gemäss Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 179 Abs. 1 ZGB passt das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die Massnahmen für die Dauer des Getrenntlebens resp. des  an oder hebt sie auf, wenn sich die Verhältnisse ändern. Grund zur Abänderung  vor allem dann, wenn sich die tatsächliche Situation inzwischen wesentlich und dauerhaft verändert hat. Bloss unbedeutende Schwankungen in Einkommen und Bedarf der einen oder anderen Seite sollen noch nicht zur Korrektur des Unterhalts führen. Eine Abänderung ist , wenn ein Ehegatte die Sachlage durch eigenmächtiges oder geradezu miss-
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bräuchliches Verhalten herbeiführt, namentlich dann, wenn er unbegründet neue Ausgaben tätigt, beispielsweise eine luxuriösere Wohnung mietet (FamKomm Scheidung/Vetterli Art. 179 ZGB N 2, mit weiteren Hinweisen; FamKomm Scheidung/Leuenberger Anh. ZPO Art. 276 N 8; Zürcher Kommentar ZGB-Bräm Art. 179 N 12; Berner Kommentar ZGB-Fankhauser/Guillod Art. 179 N 3). Erheblich ist die Änderung, wenn die Fortdauer der bisherigen Massnahme Treu und Glauben widerspräche (BSK ZGB I-Isenring/ Kessler, Art. 179 N 3). Anwendbar ist das summarische Verfahren, weshalb auf die rasch greifbaren Beweismittel abzustellen ist,  Beweismassnahmen und - abnahmen unterbleiben sollen und das Beweismass bei freier Beweiswürdigung auf das Glaubhaftmachen zu beschränken ist (FamKomm /Leuenberger Anh. ZPO Art. 276 N 17).
4. Gemäss unbestrittener Feststellung des Vorderrichters war den Parteien bereits im  2014 der Auszug der Ehefrau per 30.09.2014 aus der ehelichen Liegenschaft in G._ bekannt. Die Vereinbarung vom 25.08.2014 erlaubte dem Ehemann, bis und mit September 2014 die direkt bezahlten Hypothekarzinsen für die eheliche Liegenschaft mit dem  an die Ehefrau zu verrechnen. Nach diesem Zeitpunkt entfiel diese Möglichkeit, was nichts anderes heissen konnte, als dass der Ehemann ab Oktober 2014 die anfallenden Kosten der in seinem Eigentum stehenden Liegenschaft bis zum Verkauf derselben zu tragen hatte. Bis heute ist die Liegenschaft nicht verkauft worden, wobei die Gründe dafür umstritten sind. Eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse in dem Sinne, dass die Schwierigkeiten beim  auf die starke Verkehrswertminderung durch übermässige Abnützung  der Ehefrau und der Kinder oder auf die Behinderungen der Verkaufsbemühungen durch die Ehefrau zurückzuführen wären, hat der Beschwerdeführer nicht genügend glaubhaft  können. Der Mäklervertrag datiert vom 24.06.2013, jedoch fehlt der Nachweis konkreter Verkaufsbemühungen durch den Immobilienmäkler H._ für den Zeitraum ab Frühling 2014 bis heute. Die Bewertung der Liegenschaft per 22.11.2014 belegt keine Verkaufsbemühungen und stellt eine reine Parteibehauptung dar, die von der rund 2 Jahre zuvor vom gleichen  erstellten Schätzung wesentlich abweicht, ohne dass dafür überzeugende Gründe  werden. Auch wenn die Liegenschaft gemäss Ansicht des Schätzers nur langfristig  und eine Vermietung nicht zu einem kostendeckenden Mietzins möglich sein sollte, so wäre der Ehemann gehalten, sich um die Vermietung der Liegenschaft zu kümmern. Die Erzielung eines Mietzinses, der wenigstens die laufende Hypothekarzinsbelastung, die Kosten für den nötigsten Unterhalt und die nicht auf den Mieter separat überwälzbaren Nebenkosten deckt, erscheint möglich. Hinsichtlich der Vermietung der Liegenschaft hat der Beschwerdeführer  seinerseits weder behauptet noch glaubhaft gemacht. Soweit der Beschwerdeführer zusätzlich die in letzter Zeit konservative Geschäftspolitik der Banken im Zusammenhang mit der Gewährung von Hypotheken zur Begründung der schlechten Verkäuflichkeit der  anführt, ist er nicht zu hören, besteht diese Geschäftspolitik doch schon länger als seit August 2014, weshalb sie bereits bei der letztmaligen Vereinbarung der Unterhaltsregelung als bekannt zu gelten hat. Die Vorinstanz hat somit zu Recht das Vorliegen einer wesentlichen Veränderung hinsichtlich der Liegenschaftskosten verneint und die Erhöhung des Grundbedarfs des Beschwerdeführers aus diesem Grund abgelehnt.
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5. In der Vereinbarung der Parteien vom 25.08.2014 wurde dem Ehemann ein Betrag für die laufenden Steuern von monatlich CHF 1‘230.00 (CHF 690.00 schweizerische Quellensteuer und CHF 540.00 Steuer in E._) zugestanden. Die für das Jahr 2014 vorliegenden  der schweizerischen Steuerbehörden und der Steuerbehörden in E._ bestätigen die Höhe dieses Betrags. Diese Vereinbarung sagt aber nichts darüber aus, ob die Ehefrau jede beliebige steuerrechtliche Folge der Domizilverlegung des Ehemannes nach E._ zu  gedenkt. Der Ehemann macht ab 2015 deutlich höhere Steuern in E._ geltend. Die Ehefrau bestreitet ausdrücklich die Zulässigkeit der Berücksichtigung der vom Ehemann ab 2015 geltend gemachten höheren Steuern in E._. Alle im Beschwerdeverfahren als  Beweismittel neu eingereichten Urkunden des Finanzamts E._ sind  für die Jahre 2015 resp. 2016, insbesondere auch derjenige vom 13.08.2015. Folglich liegt noch keine Beurteilung der Beschwerde des Ehemannes vom 08.08.2015 an das  E._ vor. Solange erst Vorauszahlungsbescheide aus E._ vorliegen und der  nach der Regelung des Steuergesetzes von E._ bis zur Erledigung einer Beschwerde gegen den Vorauszahlungsbescheid eine Stundungsmöglichkeit hat, ist eine dauerhafte und wesentliche Veränderung hinsichtlich der Steuerlast nicht genügend glaubhaft gemacht. Hinzu kommt, dass selbst bei hinreichender Glaubhaftmachung einer Erhöhung der Steuerlast des Ehemannes in E._ von monatlich CHF 540.00 auf CHF 2‘625.00 diese Veränderung aus den nachfolgenden Gründen nicht zu berücksichtigen wäre. Die zu einer deutlich höheren Steuerlast führende Wohnsitzverlegung des Ehemannes nach E._ ist eigenmächtig und ohne begründeten Anlass erfolgt, zumal er weiterhin im Kanton Basel-Landschaft arbeitstätig ist. Eine derartige Kostensteigerung ist im Verhältnis zur Unterhaltspflicht gegenüber Kindern und der Ehefrau nachrangig, weshalb sie den Unterhaltsberechtigten nicht entgegengehalten werden kann. Der Berufungskläger hat die Folgen seines einseitig getroffenen Entscheids, den er ohne Weiteres rückgängig machen kann, vielmehr selbst zu tragen. Mithin hat die Vorinstanz die Berücksichtigung einer veränderten Steuerlast im Bedarf des Ehemannes zu Recht .
6. In der Vereinbarung vom 25.08.2014 wurde der Ehefrau unter dem Titel „Berufsauslagen“ ein Betrag von CHF 150.00 zugestanden. Es blieb der Ehefrau freigestellt, diesen Betrag für Autokosten oder für ein A-Welle-Monatsabonnement einzusetzen. Die Ehefrau war damals wie heute nicht berufstätig. Weiter wurde unter dem Titel „Schulung der Kinder (U-Abo: CHF 45.00, Schulmaterial usw.)“ ein Betrag von CHF 50.00 eingesetzt. Inwiefern sich diesbezüglich die Verhältnisse mit dem Umzug von G._ nach F._ wesentlich und dauerhaft verändert  sollen, hat der Ehemann nicht genügend glaubhaft gemacht. Ohnehin werden  im familienrechtlichen Grundbedarf auch bei nicht erwerbstätigen Personen und bei in Ausbildung begriffenen Kindern die Kosten für ein Abonnement des öffentlichen Nahverkehrs zur Erledigung der nötigen Besorgungen resp. zur Bewältigung des Wegs bis zur  berücksichtigt. In F._ (wie auch schon in G._) sind diese Kosten höher als im  des Tarifverbundes Nordwestschweiz und betragen für einen Erwachsenen für 3 Zonen (inkl. Olten und Aarau) monatlich CHF 114.00 und für einen Junior bis zum 25. Altersjahr CHF 84.00 (vgl. www.a-welle.ch). Ein Rabatt für IV-Bezüger ist beim Tarifverbund der A-Welle nicht bekannt. Der Gesamtbetrag von CHF 198.00 für die Ehefrau und für C._ entspricht ziemlich genau dem Total der in der Vereinbarung dafür eingesetzten Beträge von CHF 150.00
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bei der Ehefrau und CHF 50.00 für Schulungskosten der Kinder. Dass die Schulwegkosten von D._ – wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht – von der Gemeinde F._ getragen werden, vermag daher keine dauerhafte und wesentliche Veränderung der Verhältnisse zu . Somit erweist sich die Berufung auch in diesem Punkt als unbegründet.
7. Gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB haben die Eltern für den Unterhalt des volljährigen Kindes, das noch keine angemessene Ausbildung hat, aufzukommen, soweit es ihnen nach den  Umständen zugemutet werden darf, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann. Die Aktivlegitimation zur Geltendmachung von  steht nach Erreichen des Mündigkeitsalters dem Kind zu. Im Scheidungsverfahren kann ein Elternteil Unterhaltsbeiträge nur mit dessen zumindest stillschweigender Vollmacht geltend machen (FamKomm Scheidung/Wullschleger, Allg. Bem. zu Art. 276-293 ZGB, N 13). Die  haben in der Vereinbarung vom 25.08.2014 die Frage, ob der vereinbarte  für C._ nach Erreichen der Volljährigkeit weiter Geltung hat, nicht beantwortet. Im  Begehren des Ehemannes um Herabsetzung des Unterhaltsbeitrags im Rahmen der  vom 12.02.2015 war der Sohn C._ noch nicht mündig, weshalb der Ehemann die Unterhaltspflicht ihm gegenüber noch berücksichtigte. C._ ist am 15.02.2015 mündig geworden. Anlässlich der Gerichtsverhandlung vor dem Vorderrichter vom 22.06.2015 wurde das Ausbleiben des Unterhalts für den inzwischen volljährig gewordenen Sohn C._ seitens der Ehefrau bemängelt. Der Ehemann bestritt dabei weder seine Unterhaltspflicht C._  noch, dass C._ weiterhin in Ausbildung sei, sondern erkundigte sich nur nach  für den unmündigen Sohn D._ (vgl. Protokoll der Audienz vom 22.06.2015 S. 2/3). Mit Eingabe vom 24.07.2015 beantragte der Ehemann sodann implizit, für C._ keinen Unterhaltsbeitrag festzusetzen, ohne geltend zu machen, dessen Ausbildung sei abgeschlossen oder die Leistung von Mündigenunterhalt sei ihm nicht zumutbar. Eine  Sachverhaltserforschung durch die Vorinstanz erübrigte sich daher, weshalb der vom Berufungskläger vorgetragene Vorwurf der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung durch die  fehl geht. Da im Übrigen eine Vollmacht von C._ vom 29.06.2015 aktenkundig ist, wonach er seine Mutter zur Vertretung seiner Interessen betreffend Geltendmachung von  gegenüber seinem Vater bevollmächtigt, hat die Vorinstanz die  des Berufungsklägers gegenüber C._ für die weitere Dauer des  zu Recht bejaht.
8. Aufgrund der von der Vorinstanz bestätigten Unterhaltsregelung erzielen die Parteien  monatlichen Überschuss von CHF 2‘363.00 resp. nach Vornahme der Zuschläge von 15% zu den Grundbeträgen einen solchen von CHF 1‘825.00. Damit liesse sich grundsätzlich das vorliegende Rechtsmittelverfahren finanzieren. Hingegen ist die aktuelle Liquidität der Parteien fraglich. Aus diesem Grund ist ihnen die unentgeltliche Rechtspflege nochmals zu bewilligen unter ausdrücklichem Hinweis auf die Nachzahlungspflicht und unter ausdrücklicher  des Berufungsklägers, das Kantonsgericht unaufgefordert über den Verkauf oder die  der Liegenschaft in F._ schriftlich zu dokumentieren.
9. Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass die Berufung abzuweisen ist.  diesem Ausgang des Verfahrens ist die Gerichtsgebühr, welche in Anwendung von § 9
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Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. a GebT auf CHF 1‘000.00 festzusetzen ist, dem Berufungskläger aufzuerlegen. Aufgrund der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für den  gehen diese Gerichtskosten zu Lasten des Staates. Der obsiegenden Berufungsbeklagten ist für das Rechtsmittelverfahren zulasten des Berufungsklägers eine angemessene  zuzusprechen. Da auch der Berufungsbeklagten die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde und die Parteientschädigung voraussichtlich zur Zeit nicht einbringlich ist, wird ihre Rechtsbeiständin vom Kanton angemessen entschädigt (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Die  des Honorars hat nach dem Zeitaufwand zu erfolgen (§ 2 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003, TO, SGS 178.112) und beträgt bei  Verbeiständung CHF 200.00 pro Stunde. Die Rechtsbeiständin der  hat keine Honorarnote für das Berufungsverfahren eingereicht, so dass das  die Parteientschädigung in Anwendung von § 18 Abs. 1 TO von Amtes wegen nach  festzusetzen hat. Der Aufwand für die Erstellung der Berufungsantwort wird auf rund 9 Stunden geschätzt. Mangels Einreichung einer Honorarnote wurden Auslagen weder geltend gemacht noch beziffert. Das Honorar ist folglich pauschal inklusive Auslagen auf CHF 1‘820.00 festzulegen. Zuzüglich Mehrwertsteuer von 8% resultiert sodann eine Parteientschädigung von CHF 1‘965.60.
Da dem Berufungskläger die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde, ist in Anwendung von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO der unentgeltliche Rechtsbeistand des unterliegenden  vom Kanton angemessen zu entschädigen. Die vom Rechtsbeistand des Berufungsklägers eingereichte Honorarnote geht von einem Zeitaufwand von 9 1⁄2 Stunden und Auslagen von CHF 54.00 aus, was angemessen erscheint. Die geltend gemachten Stunden sind zum Ansatz von CHF 200.00 zu vergüten. Daraus resultiert ein aus der Gerichtskasse zu vergütendes  von CHF 2‘110.30 inkl. Auslagen und inkl. MWST von CHF 156.30.