Decision ID: 84c3d1b6-beb4-4560-90f6-b0c5abe44c4d
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_008
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten:
1. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg führt gegen den  eine Strafuntersuchung, weil er anlässlich einer  vor dem Bezirksgericht B. am 18. August 2022 Drohungen gegen Leib und Leben ausgestossen habe. Der Beschuldigte wurde gestützt auf Art. 217 Abs. 2 StPO gleichentags vorläufig festgenommen.
2. 2.1. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg beantragte am 19. August 2022 beim Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau die  von Untersuchungshaft (wegen Ausführungsgefahr) einstweilen bis zum 18. November 2022. Der Beschuldigte beantragte anlässlich der  vom 20. August 2022 die Abweisung des Haftantrags und seine unverzügliche Haftentlassung, unter Kosten- und .
2.2. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau wies mit Verfügung vom 20. August 2022 den Haftantrag der Staatsanwaltschaft  ab und ordnete die unverzügliche Haftentlassung des  an.
3. 3.1. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg erhob gegen diese  mit Eingabe vom 20. August 2022 (vorab per Fax) Beschwerde mit folgenden Anträgen:
" 1. Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 20. August 2022 im Verfahren HA.2022.393 sei aufzuheben und es sei die beantragte Untersuchungshaft bis zum 18. November 2022 zu bewilligen.
2. Es sei der vorliegend summarisch begründeten Beschwerde gestützt auf Art. 387 StPO sowie Art. 388 lit. b StPO superprovisorisch sofort die  Wirkung zu erteilen und die Untersuchungshaft sei bis zum definitiven Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen aufrecht zu erhalten.
3. Es seien die Akten des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau im Verfahren HA.2022.393 beizuziehen.
4. Unter der üblichen Kostenfolge."
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3.2. Die Verfahrensleiterin der Beschwerdekammer in Strafsachen des  verfügte am 22. August 2022 Folgendes:
" 1. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg hat ihre Beschwerde bis heute Nachmittag, 14.00 Uhr, vollständig begründet per E-Mail bei der  in Strafsachen des Obergerichts einzureichen.
2. Nach Eingang der begründeten Beschwerde wird über den Antrag  aufschiebende Wirkung der Beschwerde entschieden. Bis dahin  der Beschwerdegegner einstweilen in Haft."
3.3. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg reichte mit Eingabe vom 22. August 2022 (vorab per E-Mail) eine Ergänzung ihrer Beschwerde ein, mit welcher sie an den Beschwerdeanträgen festhielt.
3.4. Die Verfahrensleiterin der Beschwerdekammer in Strafsachen des  verfügte am 22. August 2022 Folgendes:
" 1. Der Antrag der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg vom 20.  2022 um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde vom 20. August 2022 wird einstweilen gutgeheissen und der  verbleibt für die Dauer des Beschwerdeverfahrens in Haft.
2. Zustellung der Beschwerde vom 20. August 2022 sowie der Ergänzung der Beschwerde vom 22. August 2022 an den Beschwerdegegner ( Verteidiger), einstweilen lediglich zur Kenntnisnahme.
3. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort wird derzeit verzichtet."
3.5. Der Beschuldigte beantragte mit Stellungnahme vom 22. August 2022, auf die Beschwerde sei mangels Beschwerdelegitimation der  Rheinfelden-Laufenburg nicht einzutreten.

Considerations:
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts zur  Strafprozessordnung (de lege lata) ist die Staatsanwaltschaft befugt, Haftentscheide des Zwangsmassnahmengerichts innerkantonal  (BGE 137 IV 87 Regeste; BGE 147 IV 123 Regeste). Zwar ist inskünftig
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(gemäss den von der Bundesversammlung am 17. Juni 2022  Änderungen der Schweizerischen Strafprozessordnung, gegen welche allerdings die Referendumsfrist erst am 6. Oktober 2022 abläuft, vgl. hierzu < https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2022/1560/de >) voraussichtlich  noch die verhaftete Person gestützt auf Art. 222 StPO zur StPO- gegen Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung und die Aufhebung der Untersuchungs- oder Sicherheitshaft berechtigt. Warum deshalb (wie vom Beschuldigten mit Eingabe vom 22. August 2022 geltend gemacht) bereits jetzt die höchstrichterliche Rechtsprechung zu Art. 222 StPO (de lege lata) nicht mehr beachtlich sein soll, ist hingegen selbst dann nicht einsichtig, wenn man die Gesetzesänderung mit dem Beschuldigten als Korrektur der höchstrichterlichen Rechtsprechung betrachtet. Neue Vorschriften gelten erst ab Inkraftsetzung und entfalten grundsätzlich keine Vorwirkungen (vgl. hierzu etwa Urteil des Bundesgerichts 2A.647/2005 vom 7. Juni 2007 E. 3.3). Weshalb es in Bezug auf Art. 222 StPO anders sein soll, ist nicht einsichtig. Von daher ist auf die Beschwerde der  Rheinfelden-Laufenburg ohne Weiteres einzutreten.
2. 2.1. Haft wegen Ausführungsgefahr i.S.v. Art. 221 Abs. 2 StPO ist zulässig, wenn ernsthaft zu befürchten ist, eine Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen auszuführen, wahrmachen. Was die theoretischen Grundlagen anbelangt, nach welchen das Vorliegen von  zu prüfen ist, kann auf die zutreffenden Ausführungen des  des Kantons Aargau in seiner E. 3.2 verwiesen  (Art. 82 Abs. 4 StPO).
2.2. 2.2.1. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg begründete ihren  damit, dass die Präsidentin des Bezirksgerichts B. am 18. August 2022 der Notrufzentrale gemeldet habe, dass sich der Beschuldigte anlässlich der Urteilseröffnung in einem Strafverfahren dahingehend geäussert habe, dass er C. "abschlachten und in den Kopf schiessen" werde, dass er zum Monster werde und dass die Angehörigen des Gerichts (konkret die  und die Gerichtsschreiberin des Bezirksgerichts B.) dies erleben würden, zumal er nichts zu verlieren habe, weil er Krebs habe und sowieso bald sterbe. Der Beschuldigte sei grundsätzlich geständig. Bei einer "" Haftentlassung bestünde die ernsthafte und akute Gefahr, dass der Beschuldigte diese Drohungen ausführen könnte. Dies umso mehr, als er angegeben habe, an Krebs zu leiden und sowieso zu sterben, weshalb er nichts zu verlieren habe.
Weiter habe der Beschuldigte nach der besagten Verhandlung telefonisch Kontakt zur Kantonspolizei Aargau gesucht und sich dabei erneut "massiv
https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2022/1560/de
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drohend" geäussert. Anlässlich der Eröffnung seiner Inhaftierung durch die Polizei habe der Beschuldigte "analoge" Äusserungen getätigt. Zur  seiner Gefährlichkeit werde nach der Anordnung von  zu prüfen sein, ob ein psychiatrisches Kurzgutachten in Auftrag zu  sei.
Die beantragte Haft sei erforderlich, um der Ausführungsgefahr zu . Mildere Ersatzmassnahmen seien keine ersichtlich. Überhaft drohe keine.
2.2.2. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau begründete seinen Entscheid damit, dass der Beschuldigte anlässlich der Haftverhandlung  gewesen sei. Er habe angegeben,
- sein Fehlverhalten einzusehen und sich hierfür zu schämen, - damals sehr aufgewühlt gewesen zu sein und sich nicht richtig verstan-
den gefühlt zu haben, - dass es für ihn eine Extremsituation gewesen sei, - dass er seine Drohungen nie habe ausführen wollen, ansonsten er im
Anschluss sicher nicht die Polizei angerufen hätte, um sich nach den Modalitäten einer Anzeige zu erkundigen,
- dass er in der Zwischenzeit auch keinen Groll mehr gegen die , die Gerichtsschreiberin oder C. hege,
- dass die bei ihm gefundenen Waffen (Luftgewehr; Pistole SIG) seinem (Gross-)Vater gehört hätten und er von der Pistole SIG gar nichts  habe,
- dass er nur drei Tage in der Rekrutenschule gewesen sei und den Dienst quittiert habe, als es darum gegangen sei, eine persönliche Waffe zu erhalten,
- dass er die Äusserung mit der Krebserkrankung "in der Aufregung"  habe,
- dass er zwar seit 2016 ein Brennen auf der Lunge habe, eine  in der Schweiz jedoch nicht diagnostiziert worden sei und
- dass die Diagnose von einem Naturheilpraktiker aus dem Ausland stamme, ohne dass er wirklich daran glaube.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau erachtete diese Aussagen als glaubhaft. Deswegen und weil der Beschuldigte in der  nie wegen Gewaltdelikten verzeigt worden sei, sei  zu verneinen.
2.2.3. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg führte mit Beschwerde vom 20. August 2022 aus, dass sie vom Zwangsmassnahmengericht des
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Kantons Aargau telefonisch dahingehend über den angefochtenen  informiert worden sei, dass der dringende Tatverdacht fraglos , dass es sich aber vom Beschuldigten habe überzeugen lassen, dass er die von ihm in Aussicht gestellten Taten nicht begehen werde. Sie (die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg) gehe aber nach wie vor  aus, dass Ausführungsgefahr i.S.v. Art. 221 Abs. 2 StPO gegeben sei. Zur summarischen Begründung verweise sie auf ihre Ausführungen in  Haftantrag. Eine vollständige Begründung werde sie nach Vorliegen des begründeten Entscheids nachreichen.
Mit Beschwerdeergänzung vom 22. August 2022 führte die  Rheinfelden-Laufenburg aus, dass angesichts der auf dem Spiel  hochwertigen Rechtsgüter an die Ernsthaftigkeit der Drohung kein allzu strenger Massstab zu legen sei. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau habe Ausführungsgefahr hingegen verneint, weil es fälschlicherweise zu hohe Anforderungen an diese gestellt habe. Auch habe das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau einseitig allein auf seinen Eindruck vom Beschuldigten anlässlich der Haftverhandlung . Es habe gänzlich unberücksichtigt gelassen, dass die  Drohungen inhaltlich sehr konkret gewesen seien, habe der  doch gedroht, C. in den Kopf zu schiessen. Ebenso sei  geblieben, dass der Beschuldigte mit den bei der  aufgefundenen Waffen (insbesondere mit der Pistole SIG) in der Lage wäre, solch eine Tat auszuführen. Ebenso sei unberücksichtigt , dass sich der Beschuldigte nicht nur gegenüber dem  B. drohend geäussert habe, sondern auch während seines Telefonats mit der Kantonspolizei Aargau und – rund zwei Stunden nach der  vor dem Bezirksgericht B. – im Rahmen seiner Inhaftierung. Diese Drohungen seien nicht an irgendjemanden adressiert gewesen, sondern an Angehörige des Gerichts sowie der Kantonspolizei Aargau.  sei von sehr massiven und konkreten Drohungen auszugehen. Die Ausführungen des Beschuldigten, wonach man keine Angst haben müsse und er seine Fehler eingesehen habe, seien blosse Schutzbehauptungen zur Vermeidung von Haft.
2.3. Nach der gesetzlichen Konzeption hat das Zwangsmassnahmengericht nach Durchführung einer nicht öffentlichen Verhandlung über eine von der Staatsanwaltschaft beantragte Haft zu befinden, soweit die beschuldigte Person nicht ausdrücklich auf eine (mündliche) Verhandlung verzichtet (vgl. hierzu Art. 225 Abs. 1 und 5 StPO), was den besonderen Stellenwert der richterlichen Befragung bei der Beurteilung der Haftvoraussetzungen . Dementsprechend kann sich der Haftrichter im Falle einer  mündlichen Verhandlung nicht damit begnügen, seinen  einzig mit dem Gehalt von ihm vorgelegten Akten zu begründen, sondern hat er die durchgeführte Haftverhandlung bzw. die von ihm daraus
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gewonnenen Erkenntnisse stets angemessen mitzuberücksichtigen. Dies wirkt sich dahingehend auch auf ein allfälliges Beschwerdeverfahren aus, dass es bei einer stattgefundenen Haftverhandlung grundsätzlich nicht , mit Beschwerde einzig den eigenen, vor dem  bereits geltend gemachten Standpunkt zu wiederholen. Vielmehr ist in einem solchen Fall auch darzutun, dass die Erkenntnisse der  vom Zwangsmassnahmengericht nicht angemessen  wurden. Dass dies gerade für eine Staatsanwaltschaft, die bei der mündlichen Haftverhandlung nicht zugegen war, zuweilen schwierig sein kann, ändert hieran nichts.
2.4. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau befragte den  anlässlich der in Abwesenheit der Staatsanwaltschaft -Laufenburg durchgeführten und rund fünfzig Minuten dauernden  ausführlich. Dabei konfrontierte es ihn nicht nur mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen, sondern befragte ihn auch zu seiner damaligen Gemütslage im Speziellen und seinem Umgang mit Aggressionen im . Auf alle Fragen, die etwa auch sein Verhalten gegenüber der Kantonspolizei Aargau und die bei ihm aufgefundenen Waffen betrafen, gab der Beschuldigte bereitwillig in einer Art und Weise Auskunft, welche vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau als glaubhaft  wurde.
2.5. Konkrete Gründe, weshalb das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau auf diese Aussagen nicht hätte abstellen dürfen, ergeben sich  aus dem Protokoll der Haftverhandlung, noch aus den Akten, noch aus den Vorbringen der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg im . Insbesondere verhielt es sich nicht so, dass das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau für die Beurteilung der Ausführungsgefahr wesentliche Aspekte (Konkretheit der Drohungen; am Wohnort des Beschuldigten aufgefundene Pistole SIG; Wiederholung der Drohungen gegenüber der Kantonspolizei Aargau; konkrete Adressaten der Drohungen) in dem Sinne "gänzlich unberücksichtigt" gelassen hätte, als dass ihm diese (von ihm auch in der Befragung thematisierten)  gar nicht bekannt gewesen wären. Richtig ist einzig, dass das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau diese Umstände in  der vom Beschuldigten hierzu gemachten Ausführungen als nicht gewichtig genug betrachtete, um deswegen Ausführungsgefahr bejahen zu können, d.h. es gewichtete diese Umstände anders als die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg.
2.6. Zwar ist es richtig, dass die fraglichen Drohungen gegen Leib und Leben gerichtet waren und deshalb an die Ernsthaftigkeit der Drohungen kein
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allzu strenger Massstab anzulegen ist. Auch bei Todesdrohungen ist  aber nicht sozusagen automatisch zumindest bis zum  eines psychiatrischen Kurzgutachtens zu bejahen. Vielmehr ist auch in einem solchen Fall das Ausführungsrisiko vom Haftrichter gestützt auf die konkreten Umstände des Einzelfalles abzuschätzen, wie sie  auch bei einer mündlichen Haftverhandlung thematisiert werden  und vorliegend auch wurden. Dabei hätte die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg auch die Möglichkeit gehabt, die detaillierten  des Beschuldigten durch Ergänzungsfragen zu relativieren und so ihre nunmehrige Behauptung, dass es sich im Wesentlichen um  handle, substantiiert zu begründen. Wenn sie dies aber  und nunmehr einzig mit der allgemeinen (weil auf jedes Haftverfahren anwendbaren) Begründung, dass es dem Beschuldigten mit seinen  einzig darum gegangen sei, Haft zu vermeiden, die detaillierten  des Beschuldigten anlässlich der Haftverhandlung als nicht  hinzustellen versucht, vermag dies nicht zu überzeugen, liefe dies  doch darauf hinaus, die Erwägungen des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau einzig danach zu beurteilen, ob sie dem eigenen Standpunkt entsprechen. Allein damit lässt sich eine Beschwerde aber nicht überzeugend begründen. Selbst der Umstand, dass mit Beschwerde auch die Unangemessenheit eines angefochtenen Entscheids gerügt  kann (Art. 393 Abs. 2 lit. c StPO), ändert nämlich nichts daran, dass es auch mehrere angemessene Lösungen geben kann und dass bei Vorliegen spezieller Sachkenntnisse der Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht (wie sie gerade etwa aus einer persönlichen Befragung resultieren können) nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz abzuweichen und das eigene Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz zu setzen ist (vgl. hierzu etwa PATRICK GUIDON, in: Basler Kommentar, Schweizerische , 2. Aufl. 2014, N 18 zu Art. 393 StPO).
2.7. Aus welchen konkreten Gründen das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau nicht auf die Aussagen des Beschuldigten bei der  hätte abstellen dürfen, ist nicht ersichtlich. Zwar ist es richtig, dass es sich um massive und wiederholte Todesdrohungen handelte und dass der Beschuldigte offenbar auch konkret davon sprach, C. erschiessen zu wollen. Dem ist aber gegenüberzustellen, dass der Beschuldigte es bei den verbalen Drohungen beliess und zu keinem Zeitpunkt gewalttätig wurde, wie er auch zuvor offenbar nie gewalttätig geworden war:
- So gab C. bei seiner polizeilichen Einvernahme vom 18. August 2022 zu Protokoll, wegen eines an den Beschuldigten verkauften  mit diesem in Streit gekommen zu sein, dass der Beschuldigte deswegen ausfällig geworden sei und dass er dem Beschuldigten "nach langem Hin und Her" als Schlussstrich die Rücknahme des  gegen Erstattung des Kaufpreises anerboten habe (Frage 16).
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Weiter attestierte er dem Beschuldigten (sinngemäss) eine  und Hartnäckigkeit, welche er offenbar als bedrohlich empfand (Fragen 27 f., 30).
- Was den Vorfall vor dem Bezirksgericht B. anbelangt, verhielt es sich (auch in Mitberücksichtigung des entsprechenden Protokolls sowie der Aussagen der Präsidentin des Bezirksgerichts B. vom 19. August 2022) offenbar so, dass sich der Beschuldigte durch seine Verurteilung  behandelt fühlte und in einer daraus resultierenden emotionalen Aufgewühltheit insoweit die Kontrolle über sich verlor, als dass er laut wurde und wüste Drohungen ausstiess. Es verhielt sich aber nicht so, dass er auch nur ansatzweise gewalttätig geworden wäre. Vielmehr liess er sich – wenngleich erst nach mehrmaliger Aufforderung – von der Präsidentin des Bezirksgerichts B. aus dem Raum befördern. Dass das Verhalten des Beschuldigten von der Präsidentin und der  des Bezirksgerichts B. als bedrohlich empfunden wurde, ist zwar ohne Weiteres nachvollziehbar, weist vorliegend aber nicht darauf hin, dass es damals auch tatsächlich beinahe zu Gewalttätigkeiten  wäre, bzw. dass es nur glücklichen Umständen zu verdanken wäre, dass es nicht zu solchen kam. Vielmehr scheint die Präsidentin des Bezirksgerichts B. stets Herrin der Lage gewesen zu sein.
- Ähnlich verhielt sich der Beschuldigte auch nach der Verhandlung vor dem Bezirksgericht B.. Er wurde nicht gewalttätig, sondern wollte als Reaktion auf seine Verurteilung offenbar telefonisch bei der  Aargau Strafanzeige gegen C. erheben. Gemäss Rapport der Kantonspolizei Aargau vom 18. August 2022 war er dabei anfänglich offenbar noch aufgebracht über seine Verurteilung und wiederholte seine Drohungen, wurde aber während des Gesprächs immer ruhiger. Auch bei seiner anschliessenden vorläufigen Festnahme verhielt sich der Beschuldigte offenbar nicht gewalttätig.
Bei all diesen Vorfällen scheint es dem Beschuldigten mit seinen  offensichtlich nicht darum gegangen zu sein, jemanden (etwa aus Hass) in Angst und Schrecken zu versetzen oder jemandem tatsächlich Gewalt anzutun (zumal C., gegen welchen die Drohungen eigentlich  waren, gar nicht anwesend war), als vielmehr einzig darum, sich (wenn auch auf höchst bedenkliche Weise) durch Aufbau einer bedrohlich wirkenden Situation Gehör zu verschaffen, ohne es aber zu  kommen zu lassen oder solche auch nur zu riskieren. Jedenfalls ist auch in Mitberücksichtigung der Vorbringen der Staatsanwaltschaft -Laufenburg mit Beschwerde nicht einsichtig, weshalb das  des Kantons Aargau in Berücksichtigung der  Fallumstände, der persönlichen Befragung des Beschuldigten sowie auch seines persönlichen Eindrucks vom Beschuldigten nicht zu einer  (Ausführungsgefahr ausschliessenden) Beurteilung hätte kommen dürfen bzw. weshalb diese Beurteilung unangemessen oder sonstwie zu beanstanden sein soll. Von daher besteht für die Beschwerdekammer in
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Strafsachen des Obergerichts keine begründete Veranlassung, von der  des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau  bzw. dessen Entscheid im Sinne der Staatsanwaltschaft  zu korrigieren. Die Beschwerde erweist sich damit als , weshalb sie abzuweisen ist.
3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss auf die Staatskasse zu nehmen. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers des Beschuldigten ist am Ende des Strafverfahrens von der dannzumal  Instanz festzulegen.