Decision ID: f852206f-0e19-49e2-a589-bd0df74e352b
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, 1969 geboren und
als
Ofenbauer
tätig
(
Urk.
7/2/4)
, wurde mit
Ver
fügung
der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
vom 23. Juli
2003 Kostengutsprache für
berufliche Massnahmen
erteilt (
Urk.
7/19/3). Nach Abbruch des Vorkurses für die Aufnahmeprüfung an die
Hochschule Z._
durch den Versicherten hob die IV-Stelle die Kostengutsprache mittels Verfügung vom
9.
Mai 2005 auf (
Urk.
7/25).
1.2
Am 2
0.
Mai 2014 ersuchte der Versicherte unter Hinweis auf H
and
-, Knie-, Sprunggelenk- und Rückenbeschwerden die IV-Stelle um Ausrichtung von Ver
siche
rungsleistungen (
Urk.
7/37).
Nach Abklärungen in erwerblicher und medizi
ni
scher Hinsicht verneinte
diese
mit Verfügung vom 1
7.
Dezember 2014 einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (
Urk.
7/71).
1.3
Unter Hinweis insbesondere auf kognitive Einschränkungen meldete sich
X._
mit Neuanmeldungsgesuch vom 1
7.
Juli 2017 bei der IV-Stelle zum Leis
tungsbezug an (
Urk.
7/73)
und liess aufforderungsgemäss (
Urk.
7/75) ärztliche Berichte einreichen (
Urk.
7/89-90). Nach
Beizug
eines IK-Auszuges (
Urk.
7/93) und der Akten des Unfallversicherers von
X._
hinsichtlich eines sich am
6.
April 2011 zugetragenen Unfallereignisses (
Urk.
7/107) sowie der Aktua
lisierung der medizinischen Aktenlage
gewährte die IV-Stelle Kostengutsprache für eine Potenzialabklärung vom 3
0.
April bis zum 2
5.
Mai 2018 (
Urk.
7/125
,
Schlussbericht vom 2
4.
Mai 2018,
Urk.
7/127
)
. Die beruflichen Massnahmen schloss
sie mit Mitteilung vom 2
9.
Mai 2018 ab (
Urk.
7/128
) und liess den Versi
cherten im Rahmen der Rentenprüfung begutachten.
Gestützt auf das von der
A._
erstattete polydisziplinäre Gutachten (internistisch, neurologisch, ortho
pä
disch, psychiatrisch, neuropsychologisch) vom 1
4.
März 2019 (
Urk.
7/153) verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
4.
April 2019,
Urk.
7/159, Einwand vom 2
8.
August 2019,
Urk.
7/180 und
Urk.
7/189 zur gutachterlichen Stellungnahme vom 21. November
2019,
Urk.
7/184)
mit Verfügung vom
5.
Mai 2020 einen Anspruch von
X._
auf eine Rente der Invalidenversicherung (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am
4.
Juni 2020 Beschwerde erheben und bean
tragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien weitere Ab
klärungen vorzunehmen sowie hernach über mögliche Eingliederungsmass
nahme
n oder
einen Rentenanspruch zu entscheiden. Eventualiter seien
ihm
Eingliede
rungsmassnahmen und mindestens eine
Viertelsrente
bis zum Begutachtungs
zeitpunkt auszurichten. In prozessualer Hinsicht liess der Versicherte um Gewäh
rung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchen (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeant
wort vom 1
3.
Juli 2020 (
Urk.
6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
4.
Juli 2020 angezeigt wurde. Gleichzeitig wurde ihm die unentgeltliche Prozessführung ge
währt (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
li
di
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
1.5
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV
,
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver
sicherten Person glaubhaft gemachte Ver
änderung des Invaliditätsgrades
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist
sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die fest
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invali
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (
Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.6
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfe
n sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest, dem Beschwer
deführer sei die angestammte Tätigkeit als Ofenbauer seit dem Jahr 2012 nicht mehr zumutbar. Demgegenüber bestehe für angepasste, körperlich leichte Tätig
keiten eine vollständige Arbeitsfähigkeit, was einen rentenausschliessenden Inva
liditätsgrad von 26
%
ergebe. Die
vor dem Zeitpunkt der
Begutachtung aus neu
ropsychologischer Sicht
aktenkundige
Einschränkung von 10 bis 20
%
sei nicht
rententangierend
und betreffe im Übrigen die angestammte Tätigkeit. Gestützt auf die aktuelle neuropsychologische Einschätzung lasse sich keine dauerhafte kognitive Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit begründen (
Urk.
1).
2.2
Dem hielt der Beschwerde
führer
insbesondere
entgegen,
das von der Beschwer
degegnerin eingeholte Gutachten erscheine bloss auf den ersten Blick als umfas
send; in Wirklichkeit leide es an diversen Mängeln. So fehlten zum einen bei sämtlichen Diagnosen eine Kodifizie
rung und verfüge zum andern Dr.
med.
B._
nicht über die notwendige Voraussetzung zur Erstellung eines neuropsycholo
gischen Gutachtens, wofür eine fachspezifische Aus- oder Weiterbildung von Nöten sei. Sodann habe der Arztbericht von
Dr.
med.
C._
bloss auszugs
weise Eingang ins Gutachten gefunden, weshalb im Gutachten nicht sämtliche medizinischen Berichte gewürdigt worden seien.
Schliesslich sei eine Indikator
prüfung nicht vorgenommen worden, mangle es an einem Belastungsprofil und
sei der Potentialabklärung keinerlei Einfluss auf die Arbeitsfähigkeitsein
schät
zung
zugekommen. Mithin liege weder eine nachvollziehbare, noch eine begründete oder vollständige medizinische Einschätzung vor. Hinzu komme, dass der Ein
kommensvergleich mangels offen gelegter Berechnungsgrundlagen nicht nach
voll
ziehbar sei und dem Beschwerdeführer auch unter Berücksichtigung der aktu
ellen gesundheitlichen Einschätzung zumindest eine befristete Rente zuzuspre
chen sei (
Urk.
1).
3.
3.1
Der Verfügung vom 1
7.
Dezember 2014 (
Urk.
7/71) lag die Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) zugrunde, wonach beim Beschwerdeführer gestützt auf die Aktenlage Einschränkungen bezüglich der Belastbarkeit der rechten Hand sowie der rechten unteren Extremität
und
des Rückens bestünden, womit
in der angestammten
Tätigkeit als Ofenbauer seit Oktober 2012 eine Arbeitsfähigkeit nicht mehr gegeben sei. In leichten T
ätigkeiten, sitze
nd oder wechselbelastend, nicht dauerhaft stehend und ohne weite Gehstrecken sowie mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 10 kg bestehe seit jeher eine vollständige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/64/3).
Gestützt auf diese medizinische Beurteilung ermit
telte die Beschwerdegegnerin einen Invaliditätsgrad von 26
%
(
Urk.
7/53).
3.2
Am 5.,
7.
und 1
2.
Dezember 2018 wurde der Beschwerdeführer polydisziplinär in der
A._
abgeklärt (Expertise vom 1
4.
März 2019,
Urk.
7/153).
3.2.1
Der internistische Gutachter hielt fest, anamnestisch habe der Beschwerdeführer vorrangig eine eingeschränkte Gehfähigkeit, einen Kopfschmerz, einen Schmerz
der
cervicalen
und lumbalen Wirbelsäule, der Kniegelenke, des rechten Fusses und
linken Ellenbogens sowie eine Kraftlosigkeit des rechten H
andgelenks be
klagt
. Daneben habe er Konzentrationsmangel, linksseitige Ohrgeräusche und Atem
not bei Staubbelastung reklamiert. Das Treppenlaufen während der Belastungsphase sei ohne jegliche Beschwerdereklamation flüssig, dynamisch und zügig erfolgt.
Übereinstimmend mit der aktenevident dokumentierten mittelschweren bronchia
len Hyperreagibilität hätten sich während der pulmonalen Befunderhebung in Ruhe und nach der Belastungsphase vesikuläre Atemgeräusche
erheben lassen
.
Im klinischen Befund
seien
erhöhte Blutdruckwerte und eine
Präadipositas
zu T
age getreten, wobei die deutlich hypertonen Blu
t
druckwerte einer Abklärung und Be
handlung bedürften
. Zusammenfassend bestehe aus internistischer Sicht auf
grund bronchialer Hyperreagibilität dauerhaft eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit für Tätigkeiten mit Staubbelastung. Eine Reduktion des Körpergewichts (102 kg)
sei zu empfehlen
(
Urk.
7/153/44-
46
).
In bisheriger Tätigkeit als Ofen
bauer bestehe keine Arbeitsfähigkeit, während für angepasste Arbeiten keine zeitliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
zu attestieren sei
(
Urk.
7/153/50).
3.2.2
In der neurologischen Untersuchung fand sich kein objektivierbares fokal-neu
rologisches Defizit. HWS und LWS waren gut beweglich und zeigten den An
gaben des Gutachters zufolge keinen relevanten paravertebralen Hartspann.
Radi
kuläre
Reizphänomene oder ein namhaftes andersartiges spinales Syndrom lag
en
nicht vor.
Das MRI des Gehirns war unauffällig, der klinische Befund ohne Anhalt für ein kognitives Defizit. Der Gutachter notierte, das nachgereichte MRI vom 1
9.
November 2018 der HWS habe eine
neuroforaminal
e
Enge mit «starker C6-Wurzelkom
pression links»
visualisiert
; in der Untersuchung habe sich indessen weder ein C6-Reizsyndrom noch ein permanentes neurologisches Ausfallsyndrom mit Bezug zur linksseitigen C6-Nervenwurzel
finden lassen
.
D
as im Rahmen der Begutachtung angefertigte MRI der LWS
habe
radiologische Befunde mit
fora
minalen
Einengungen der Nervenwurzel L5 links und L4 rechts ergeben, in der Untersuchung hätten sich aber keine namhaften Affektionen der lumbalen Nervenwurzeln
präsentiert
.
Insgesamt habe sich ein grossgewachsener, athleti
scher Versicherter gezeigt. Die vom Beschwerdeführer reklamierten
Cephalgien
würden an einen Spannungskopfschmerz und - angesichts der Medikamenten-Anamnese - auch an eine Analgetika-
Cephalgie
denken lassen. Die fehlende Doku
mentation und die polypragmatische Medikation ohne ausreichend erkenn
bare Fokussierung auf eine leitliniennahe Therapieführ
ung
würden
aber
eine inva
lidisierende
Cephalgie
nicht
für ausreichend belegt erscheinen
lassen
.
Insge
samt
bestehe
unter Berücksichtigung der Anamnese,
der
Aktendaten und aktu
ellen neuro
lo
gischen Untersuchungen kein Anhalt
,
um
eine neurologisch begrün
dete Gesund
heitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu attestieren (
Urk.
7/153/87).
3.2.3
Gegenüber dem orthopädischen
Gutachter
klagte der Beschwerdeführer
insbeson
-
dere
über ständige Beschwerden im rechten oberen Sprunggelenk mit beein
trächtigtem Abrollvorgang des rechten Fusses und häufigem Humpeln.
Sodann leide er
an regelmässigem Nachtschmerz und schlafe meist in einer Gipslage
rungsschiene gegen die Spitzfussstellung. Spazieren könne er maximal während einer Stunde; danach müsse er häufig eine Schmerztablette einnehmen. Daneben
habe
er Rückenschmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich,
ständige
Nacken
prob
-
leme
, Knieschmerzen rechts
sowie Handgelenksbeschwerden, so dass er kein schweres Buch mehr festhalten könne - im Alltag komme er jedoch ganz gut zurecht. Schliesslich sei
en
nach einem Unfall im Jahr 2014 mit Verrenkung des Ellengelenks eine Bewegungseinschränkung und Schmerzen verblieben und es käme daselbst immer wieder zu heftigen B
lockaden (
Urk.
7/153/114-116).
Anlässlich der orthopädischen Untersuchung
präsentierte
sich gemäss den Aus
führungen des Gutachters ein Proband von athletischem Konstitutionstyp. Der Beschwerdeführer habe nach problemloser Bewältigung von zwei Etagen
treppen das Untersuchungszimmer mit raumgreifendem flüssigem Gangbild be
treten. Im Barfussstand und -gang habe sich ein beeinträchtigter Abrollvorgang des rechten Fusses mit
leichgradigem
Anlaufhumpeln gezeigt.
Die Prüfung des
Finger-Boden-A
bstand
es
sei mühelos durch
führbar gewesen (30 cm).
Die Funk
tionsprüfung der Hals-
,
Brust- und Lendenwirbelsäule sei alters- und konstitu
tions
gerecht normal ausgefallen. Anzeichen für Nervenwurzelreiz- oder Nerven
wurzelkompressionser
scheinungen bei der klinisch-neurologischen Untersuchung
der oberen und unte
ren Extremitäten hätten sich nicht finden lassen und es habe sich eine freie stabile Schulter-Arm-Beweglichkeit beidseits gezeigt.
Der Gut
achter erhob am linken Ellen
gelenk eine Beugekontraktur von 15? und eine um
20? eingeschränkte Ellen
gelenkflexion. Die Kapsel-Band-Führung am linken Ellen
gelenk war stabil, Schmerz-
oder Reizerscheinungen ergaben sich nicht. Die Unter
armdrehbe
weg
lichkeit war seitengleich frei. Klinisch ergaben sich keine Zeichen
einer Instabilität und keine
inspektorisch
oder
palpatorisch
nachweisbare
n
Schmerz
- und Reiz
erscheinungen. Die
Ho
h
lhandbeschwielung
präsentierte sich seitengleich normal. Schliesslich erhob der Gutachter eine seitengleich normale
Kniegelenk
beweg
lichkeit sowie eine stabile Kapsel-Band-Führung,
und es waren
weder Men
is
kuszeichen noch eine Kniegelenkschwellung oder ein Kniegelenker
guss zu
finden. Indessen liessen sich bei der aktiven und passiven Bewe
gungs
prüfung
Arth
r
ose
reibegeräusche
erhe
ben.
Der Gutachter
hielt fest
, klinisch und radio
lo
gisch bestehe eine rechts führende Kniegelenksarthro
se
ohne aktuell nach
weis
bare Schmerz- und Reizerscheinungen.
Sodann sei die rechte obere Sprungge
len
k
region massiv
verplumpt
mit eingeschränkter unterer Sprunggelenk
beweg
lich
keit
. Es bestehe jedoch eine seit
engleiche ausgeprägte
Fussbeschwielung
mit
aus
ge
präg
ten seitengleichen Hyperkeratosen an beiden Fersen als Hinweis auf eine
normale Alltagsbeanspruch
ung
der Beine ohne S
eitendifferenz (
Urk.
7/153/125-134).
Zusammengefasst stünden die Veränderungen und Funktionseinbussen im Be
reich des rechten oberen
Sprunggelenks im Vordergrund, woraus Leistungsein
bussen für Dauersteh- und Gehtätigkeiten resultierten.
Leichtergradige
Funk
tions
einbussen bestünden am rechten Handgelenk und am linken Ellengelenk. Hieraus ergäben sich Leistung
s
einbussen für schwere Hebe- und Tragearbeiten und Tätig
keiten mit besonderer Beanspruchung von Hand und Handgelenken sowie linkem Ellengelenk.
Wegen der in der Bildgebung nachgewiesen
en
degenerativen Verän
de
rungen seien Arbeiten in längeren wirbelsäulenbelastenden Haltungen sowie repetitive Hebe- und Tragebelastungen von mehr als 20 kg nicht leidensgerecht.
Zumutbar und leidensgerecht sei eine leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit im Wechselrhythmus zwischen Stehen, Gehen und Sitzen mit überwie
gender Sitztätigkeit wegen der Gelenkveränderungen an den unteren E
xtremitä
ten (
Urk.
7/153/135).
Weder s
chweres Greifen und Halten noch repetitiv
e Greif- und Haltearbeiten seien
zumutbar (
Urk.
7/153/140).
Die zuletzt ausgeübte Tätig
keit als Hilfskraft in einer Buchhandlung sei als leidensgerecht zu betrachten und
dem Beschwerdeführer damit vollumfänglich ganztags zumutbar (
Urk.
7/153/139
)
.
3.2.4
Der psychiatrische Gutachter führte aus, im aktuellen AMDP-konform erhobenen psychiatrischen Befund liessen sich keine Auffälligkeiten, insbesondere keine Hinweise auf die Achsenkriterien einer depressiven Episode, finden. Die Angaben des Beschwerdeführers zur strukturierten Alltagsaktivität (stundenlanges Zahlen
rätsel, Abonnement in einem Programmkino), die guten sozialen Einbindungen, die Selbsteinschätzung und die Verhaltensbeobachtung stützten den diagnosti
schen Eindruck.
Die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen im Bewegungs
apparat und im Kopf würden sich sodann aus Sicht des Gutachte
r
s nicht einer anhaltend somatoformen Schmerzstörung zuordnen lassen: im klinischen Ein
druck finde sich kein andauernder starker und quälender Schmerz und es fehle auch ein chronischer, emotionaler und psychosozialer Konflikt, vor dessen Hin
ter
grund sich der Schmerz entwickelt haben könnte. Sodann seien die akten
kundig vorbeschriebenen und vom Versicherten angegeben
en
kognitiven Defizite im Verlauf der aktuellen Untersuchung nicht nachvollziehbar. Der Beschwerde
führer sei während der Exploration wach und
attent
gewesen und habe auch bei
den orientierenden Kurztests zur Konzentration und dem Kurzzeitgedächtnis keine
krankheitswertigen Auffälligkeiten gezeigt. Schliesslich habe sich die orientie
rend
e
Testung zur Beschwerdevalidierung unauffällig gezeigt (
Urk.
7/153/176).
Ferner hielt der Gutachter fest, dass die Medikamentenanamnese für einen mona
te
langen Fehlgebrauch von potenziell suchtinduzierenden Opioiden (Trama
dol) spreche, welche geeignet seien, affektive Störungen, eine vermehrte Schläfrigkei
t und kognitiv-mne
stische Defizite zu verursachen. Auch angesichts der fehlenden Schmerzdokumentation sei die Überprüfung der analgetischen Medikation anzu
raten.
Zusammenfassend ergäben sich somit keine ausreichen
den Hinweise für eine psychiatrisch begründete Einschränkung der Arbeitsfähig
keit. Eine Arbeits
aufnahme sei aus therapeutischer Sicht zur Stabilisierung von Tagesstruktur, Se
lbstwirksamkeits- und Selbstwert
erleben, sozialer Teilhabe und zum Abbau von Vermeidungsverhalten zu befürworten (
Urk.
7/153/177).
3.2.5
Die neuropsychologische Untersuchung erbrachte unterdurchschnittliche Ergeb
nisse im Bereich der verbalen Lernleistung,
in
Teilbereichen des mittelfristigen Gedächtnisses und einem Teilbereich der Verarbeitungsgeschwindigkeit bei an
sonsten überwiegend durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Testergeb
nissen. Das Beschwerdevalidierungsverfahren zeigte keine Hinweise auf eine einge
schränkte Leistungsmotivation (
Urk.
7/153/220). Der Gutachter hielt hierzu fest, die aktuelle Exploration habe lediglich die Defizite im Gedächtnisbereich bestätigt bei mehrheitlich durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Ergebnissen im
attentionalen
u
nd exekutiven Funktionsbereich
. Das aktuelle MRI des Kopfes sei unauffällig. Eine biologisch verstandene Genese der formal auffälligen Test
be
funde im Sinne einer hirnorganischen Schädigung sei demnach nicht zu erkenne
n.
Eine Genese im Rahmen der berichteten Schädelverletzung sei nicht wahrschein
lich, eine Läsion des Hirnparenchyms aktenkundig und aus
weislich der rezenten Bildgebung
nicht zu erkennen. Anamnestisch
bestünden
eine Selb
ständigkeit, Selbstversorgung, soziale Integration sowie Aktivität und der Versi
cherte benutze die öffentlichen Verkehrsmittel. Mithin weise sich der klinische Befund als unauf
fällig aus. Die vom Beschwerdeführer geklagten subjektiven Beschwerden hätten im klinischen Eindruck und im Rahmen der testpsycholo
gi
schen Untersuchung zum Grossteil nicht bestätigt werden können. Die erhobe
nen kognitiven Minder
leistungen seien zudem auch im Kontext mit den verab
reichten Medikamenten zu verstehen, welche geeignet seien, kognitive Minder
leis
tungen
(Schläfrigkeit, Einschränkungen im Reaktionsvermögen, Benommen
heit, Somno
lenz
, Müdigkeit) auszulösen. Eine Revision der Medikation sei hier demnach zu erwägen.
Zusammenfassen
d
lasse sich aus neuropsychologischer Sicht eine dauerhaft inva
lidisierende kognitive Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mit der hierfür gebotenen Wahrscheinlichkeit nicht attestieren (
Urk.
7/153/221).
3.2.6
Im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung
nannten
die Gutachter fol
gen
de Diagnosen
als mit Auswirkung auf die
Ar
beitsfähigkeit
(
Urk.
7/153/10
)
:
-
bronchiale Hyperreagibilität
-
leichtgradige Funktionsstörung und Belastungsbeschwerden des rechten Handgelenks nach TFCC-
Komplexrefixation
und
Ulnaverkürzungs
osteo
tomie
(2014)
-
endgradige
Bewegungseinschränkung des linken Ellengelenks nach
ope
ra
tiver Behandlung einer offenen Luxationsfraktur mit Kapsel-Band-Ver
letzung (2014)
-
K
niegelenk
arthrose rechts ausgeprägter als links, ohne Funktionsein
bussen und ohne Schmerz- und Reizerscheinungen
-
fortgeschrittene obere Sprunggelenkarthrose rechts mit Funktionsein
bussen und Schmerzen und Reizerscheinungen
Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen sie folgenden Diagnosen zu (
Urk.
7/153/11):
-
arterielle Hypertonie
-
Präadipositas
-
möglicher intermittierender Spannungskopfschmerz, DD: Analgetika-
Cephalgie
-
Fehlgebrauch von Opioiden
Aus interdisziplinärer Sicht ersahen die Gutachter in der angestammten Tätigkeit als Ofenbauer keine Arbeitsfähigkeit mehr, während sie eine dem Leiden ange
passte Beschäftigung für vollumfänglich zumutbar erachteten (
Urk.
7/153/12).
4.
4.1
Entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers erfüllt das Gutachten der
A._
die vom Bundesgericht postulierten, allgemeinen beweisrechtlichen An
forderungen (E. 1.6): Es beruht auf den relevan
ten
Vorakten
(
Urk.
7/153/17-32)
sowie
auf
umfassenden
und sorgfältigen
Untersuchungen (
Urk.
7/153/44, 82 ff., 125 ff.
, 173 f.
, 208 f.
) und setzt sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden (
Urk.
7/153/45, 79, 114 f.,
169 f.
, 211 ff.
) sowie mit den bedeut
sa
men
Berichten auseinander (
Urk.
7/153/6 ff.,
90
,
220
). Die medizinischen Überle
gun
gen sowie die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und detailliert begründet.
4.2
Hinweise dafür, dass die Gutachter, wie der Beschwerdeführer vorbringt (
Urk.
1 S.
10), die medizinischen Akten ungenügend berücksichtigt hätten, sind nicht auszumachen. Es versteht sich von selbst, dass ein Gutachten eine Übersicht der verwendeten Quellen zu enthalten hat; sodann wird im Rahmen der Gutachtens
erstellung auch die Aufführung eines Aktenauszuges verlangt (vgl. Kreisschreiben
über das Verfahren in der Invalidenversicherung, KSVI, Anhang VII,
Ziff.
1.3 und
2
).
Diesen Vorgaben
ist die Gutachten
stelle unstreitig nachgekommen
. Wie ausführlich die Gutachter die ihnen im Rahmen der Begutachtung überlassenen Aktenstücke zitieren, muss ihnen
abhängig von
der
en
Relevanz
indessen
anheim
gestellt
bleiben
.
Dass die Gutachter vom Bericht von
Dr.
C._
vom 1
3.
Dezember 2017 hinreichend Kenntnis hatten, ergibt sich nicht nur aus der
Konsensbeurteilung (
Urk.
7/153/4), sondern auch aus dem Hinweis auf eine gründ
liche Prüfung des Aktendossiers und
die
Wiedergabe von wesentlichen Dokumen
ten (
Urk.
7/153/99).
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen
,
dass
Dr.
C._
den Beschwerdeführer einzig hinsichtlich der LWS-Problematik behandelte, da
rüber hinaus
aber
auf die (jahrelange) Behandlung in der Uniklinik
D._
und
bei
Dr.
E._
verwies. Im Übrigen hatte
Dr.
C._
an den unteren Extremi
täten aktuell keine eindeutigen Nervendehnungszeichen
und
keinen
Lasègue
dokumentiert
(
Urk.
7/110/3)
, was sich mit den in der Begutachtung erhobenen Befunden deckt (E. 3.2.2).
Ebenso wenig haben es die Gutachter versäumt, sich mit den Akten den Eingliederungsversuch des Beschwerdeführers betreffend aus
einanderzusetzen. Sie erklärten denn auch, weshalb sie der Beurteilung der Ein
gliederungsfachleute - mangels
objektiv ausgewiesener
namhafter und dauer
haf
ter kognitiver Defizite mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/153/9) - nicht Folge leisteten.
Die Rüge, das Gutachten fusse auf einer unvollständigen
medizi
nischen
Aktenlage,
ist unbegründet
.
4.3
Was das Vorbringen des
Beschwerdeführer
s anbelangt, wonach er
das Gutachten infolge fehlender Kodierung der erhobenen Diagnosen
als
mangelhaft
erachtet
,
dringt er ebenso wenig durch, setzt doch einzig die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens
im Sinne des Gesetzes
eine auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützt
e
Diagnose voraus (vgl. E.
1.3). Eine psychiatrisch begründete Pathologie
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
wurde vom Gutachter indessen nachvollziehbar verneint (E.
3.2.4)
. Die aus somatischer Sicht erhobenen Diagnosen lassen sich denn - wie die Gutachter
plausibel
erklärten (
Urk.
7/184/2) - eindeutig zuordnen
.
Fehlt es an einer psychischen
Erkrankung mit Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit, so erübrigt sich
ferner
die
Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens ohne Weiteres.
Ergän
zend ist auf den weitgehend unauffälligen psychiatrischen Befund (
Urk.
7/153/173
f.),
das
derzeit stabile soziale
Umfeld
des Beschwerdeführers sowie sein
Aktivitäten
niveau
(
Urk.
7/153/171)
hinzuweisen.
Aus interdiszi
plinä
rer Sicht erklärten die Gut
achter sodann zusammenfassend, die
multilokuläre
n
Gelenkschädigungen be
gründeten eine nicht mehr gegebene Belastbarkeit in körperlich schweren Tätig
keiten und aufgrund der bronchialen Hyperreagibilität würden Arbeiten mit höheren Staubexpositionen ausscheiden
(
Urk.
7/153/11)
.
Damit ist das Belas
tungsprofil sowohl in negativer als auch positiver Hinsicht hinreichend klar for
mu
liert.
Schliesslich
legt der Beschwerdeführer
nicht begründet dar, weshalb der
Gut
achter
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie
und
P
s
y
ch
otherapie
,
spezia
lisiert auf N
europsychologie, nicht über das nötige Fachwissen zur Erstellung eines neuropsychologischen Gutachtens verfügen
soll
(vgl.
dazu auch
Stel
lung
nahme des Bundesrates vom 2
6.
Februar 2020 zur Erstellung von neuropsycho
logischen Teilgutachten durch einen Arzt der
A._
AG, wonach das BSV bis heute keine fachlichen Ver
fehlungen festgestellt hat
:
https://www.parla
ment.ch/
de/ratsbetrieb/suche-
curia
-vista/
geschaeft?AffairId
=20194623
, besucht am 2.
Sep
tem
ber 2021).
Im Übrigen ist
der Beschwerdeführer daran zu erinnern, dass
eine neuropsychologische Abklärung lediglich eine Zusatzuntersuchung darstellt, welche bei begründeter Indikation in Erwägung zu ziehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_752/2018 vom 1
2.
April 2019 E. 5.3 mit Hinweisen), und es grundsätzlich Aufgabe des psy
chiatrischen - oder allenfalls des neurologischen - Facharztes bleibt, die Arbeits
fähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger neuro
psychologischer Defizite einzu
schätzen (9C_299/2019 vom 2
7.
Juni 2019 E. 4 mit Hinweis).
I
n der psychia
trischen Untersuchung
liessen sich
die Klagen des Be
schwerdeführers über ko
g
nitive Defizite nicht erhärten. Der
Gutachter
wies
vielmehr darauf hin, dass der Beschwerdeführer wach und
attent
gewesen
sei, die strukturierten
Alltags
akti
vi
täten - mit insbesondere stunde
n
langem Sudoku lösen (
Urk.
7/153/42)
-
den dia
gnost
ischen Eindruck stützten (E. 3.2.4) und der monate
lange Opioid-Fehlge
brauch geeignet sei, kognitiv
-
mnestische Defizite zu verur
sachen, weshalb insge
samt ausreichende Hinweise für eine relevante psychia
trische
Pathologie nicht
bestünden (E. 3.2.4). Mithin hat
der psychiatrische Gut
achter
die im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung gewonnen
en
Erkenntnisse, wonach der klini
sche Befund unauffällig und die verabreichten Medikamente geeignet seien, kognitive Minderleistungen auszulösen (E. 3.2.5), vollumfänglich bestätigt.
Eben
so wenig ergab sich aus neurologischer Sicht
ein
Anhalt für ein kognitives Defizit, weder hin
sichtlich de
s als unauffällig gewertete
n
MRI des Gehirns noch be
treffend den erhobenen klinischen Befund (E. 3.2.2).
4.4
Endlich vermag der Beschwerdeführer auch nichts für sich zu gewinnen, als er eine Einschränkung seiner Leistungsfähigkeit und einen Rentenanspruch zumin
dest bis vor der Begutachtung reklamiert.
Die Gutachter haben ausführlich darge
legt, dass ein zerebrales Schädigungsereignis nicht dokumentiert ist und nament
lich
pharmakogene
Störeinflüsse bei den Behandlern nicht in die Diskussion Ein
gang gefunden haben (
Urk.
7/153/6 ff.). Gestützt hierauf kann nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf eine invalidenversicherungsrechtlich relevante kognitive Einschränkung geschlossen werden. Ohnehin war eine Einschränkung
von «ca. 20
%
» bloss im angestammten Beruf als Ofenbauer attestiert (
Urk.
7/115
/5), was einer
uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer
intellektuell nich
t anspruchsvollen Tätigkeit im Kompetenzn
iveau
1 nicht entgegensteht
(vgl. nachfolgend E
. 5.3
).
4.5
Zusammenfassend
vermögen die Vorbringen des
Beschwerdeführer
s keine be
rech
tigten Zweifel am Beweiswert des Gutachtens zu begründen.
Damit drängen sich entgegen
dessen
Dafürhalten weitere Abklärungen nicht auf.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die auf angepasste Tätigkeiten eingeschränkte Leis
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher H
insicht auswirkt.
5.2
Der Einkommensvergleich
gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen (Validen- und Invalideneinkommen) ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Ein
kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabel
lenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung.
Diesfalls
entspricht der Invaliditätsgrad nämlich dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück
sich
tigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn, der höchstens 25
%
betragen darf
(BGE 135 V 297 E 5.2). Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).
5.3
Wie schon im Rahmen der letztmaligen Rentenprüfung festgestellt (E. 3.1), sind dem
Beschwerdeführer dem Belastungsprofil angepasste Tätigkeiten ganztags und vollschichtig zumutbar
, womit
eine neuerliche Festsetzung
von Validen- und Invalideneinkommen - zu Gunsten des Beschwerdeführers -
unterbleiben
kann
,
findet
das von der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 1
7.
Dezember 2014 festgelegte
Valideneinkommen
in den Akten
doch
keinerlei Stütze:
Seinen Anga
ben
zufolge
absolvierte der Beschwerdeführer in den Jahren 1996 bis 1999 eine Lehre als Ofenbauer (Hafner) und war anschliessend auf diesem Beruf bis zum Oktober 2001 tätig (IV-Anmeldung vom 1
9.
Februar 2001,
Urk.
7/2/4).
Doku
mente über einen Lehrabschluss sind nicht aktenkundig.
Im Rahmen der Begut
achtung gab der Beschwerdeführer
sodann
an, nach der dreijährigen Lehre zum Ofensetze
r
(ab 1995) 10 Jahre auf dem Lehrberuf tätig gewesen zu sein, zuletzt in einem 100
%
-Pensum bis 2012, wobei er die Arbeit aufgrund der geringen Auftragslage habe beenden müssen (
Urk.
7/153/41).
Mit dieser Tätigkeit erzielte der Beschwerdeführer indessen gemäss IK-Auszug Jahressaläre, die nicht ansatz
weise dem von der Beschwerdegegnerin errechneten
Valideneinkommen
entspra
chen. Das
1987 bis 2016 maximal erzielte Jahreseinkommen
belief sich
auf rund Fr. 43'000.-- (Jahr 2000; vgl. IK-Auszug,
Urk.
7/93).
Unter diesen Umständen auf den Tabellenlohn für verarbeitendes Gewerbe, Niveau 3 abzustellen, was zu einem Jahreslohn für das Jahr 2014 von
Fr.
79'421.-- führte (
Urk.
7/53
und 7/158/13
), ist offenkundig nicht sachgerecht. Vielmehr hätte sich
hierfür
das Abstellen auf das (heutige)
Kompetenzn
iveau 1 für Hilfsarbeiten aufgedrängt. Solche sind dem Beschwerdeführer auch heute noch
unverändert
mit einem Pensum von 100
%
zumutbar (E. 3.2.6). Mithin
wäre sowohl für
das
Validen- als auch für
das
Inva
lideneinkommen auf denselben Tabellenwert für Hilfsarbeiten abzustellen und
erübrigte sich
damit
ein ordentlicher Einkommensvergleich (vgl.
vorstehende E.
5
.2
). S
elbst
unter
Berücksichtigung des höchstmöglichen Abzuges vom Invali
den
einkommen
von 25
%
(BGE 126 V 75)
führte dies
nicht zu
einem renten
begründenden Invaliditätsgrad
(
Valideneinkommen
= 100; Invalideneinkommen = 75; Invaliditätsgrad = 25
%
).
Ergänzend ist an dieser Stelle noch einmal darauf hinzuweisen, dass sich eine Leistungseinschränkung für angepasste Tätigkeiten vor der Begutachtung auch aus kognitiver Sic
ht nicht begründen lässt (E. 4.4
).
5.4
Anhaltspunkte
, welche gegen die Zumutbarkeit
einer
Selbsteingliederung sprächen
, sind nicht ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer bereits in einer angepassten Tätigkeit beschäftigt ist (
Urk.
7/153/42, 139
; vgl.
Urk.
7/153/223, wonach die Indikatoren für intakte Ressourcen zur Integration in den Arbeitsmarkt sprächen
).
5.5
Die Beschwer
de erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.
6.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 7
00.-- festzusetzen (Art. 61
lit
.
f
bis
ATSG und
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
)
und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzu
erlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstwei
len auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der Beschwerdeführer
ist
auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialver
siche
rungsgericht
hinzuweisen
, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten ver
pflich
tet ist, sobald er dazu in der Lage ist.