Decision ID: 29cba775-2d3a-4ce9-8c0a-cceabf3260c2
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959, war seit Januar 1979 bei der
Firma Y._
angestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) obligatorisch gegen die Folge
n von Unfällen versichert (
Unfallmeldung
UVG vom 1
0.
November 2006, Urk.
10/
A
1). Zunächst arbeitete der Versicherte dabei als Koch.
Z
wischen 1998 und
2000
wurde er
von der Invalidenversicherung
umgeschult, da
ihm diese
Tätigkeit
a
ufgrund von Beschwerden
infolge
eines
Enchondroms
an der
Hüfte und
Beschwerden am Sprunggelenk
rechts nicht mehr zumutbar war
(vgl.
IV.2015.00065,
Bericht von
Dr.
med.
Z._
, FMH Chirurgie, vom
1
1.
August 1997,
Urk.
15/4)
.
Im Rahmen dieser Umschulung erlangte
d
er
Versi
cherte
am 2
8.
Februar 2000
ein kaufmännisches
Diplom, Fach
richtung Rechnungswesen
(
IV.2015.
00065,
Urk.
15/26
), und ab
Juli 2000 war
er
im technischen Rechnungs
wesen bei der
Firma Y._
tätig (
IV.2015.00065, Arbeitsvertrag vom 1
5.
Mai 2000,
Urk.
15/28).
1.2
Am 2
2.
September 2006 übertrat der Versicherte auf einer Wanderung den rech
ten Fuss und stürzte (Unfallmeldung UVG
vom 1
0.
November 2006, Urk.
10/
A
1
).
Dr.
med.
A._
, FMH Chirurgie, diagnostizierte (1) eine Kontusion
Humeruskopf
und
Rotatorenmanschette
links, (2) eine
subacromiale
Bursitis links und (3) ein Typ II
Acromion
mit engem
s
ubacromialem
Raum links. Am
1
1.
April 2007
nahm
Dr.
A._
eine
arthroskopische
Schulterope
ratio
n
vor (
Operationsbericht vom 1
1.
April 2007,
Urk.
10/M1). Die AXA erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen. Ab dem
6.
Mai 2007 war der Versic
herte wieder voll arbeitsfähig
(Bericht von
Dr.
A._
vom 9.
Mai 2007,
Urk.
10/M2).
1.3
Am 1
5.
Februar 2008 stürzte der Versicherte b
eim Skif
ahren mit ausgestrecktem rechtem
Arm
(Unfallmeldung UVG vom 2
8.
Februar 2008,
Urk.
9/
A
1). Der zuständige Arzt des Spitals
B._
diagnostizierte im ärztlichen Zeu
gnis vom 1
9.
Februar 2008 (1)
eine
Schulterluxation rechts und (2) eine Ab
rissfraktur des
Tuberculum
maius
(
Urk.
9/M1
). Am 2
7.
Februar 2008 führte
Dr.
A._
einen operativen Eingriff an der rechten Schulter
durch
(Osteosyn
these
Tuberculum
maius
;
Operationsbericht vom 2
7.
Februar 2008,
Urk.
9/M3).
Die AXA richtete dem Versicherten wiederum Heilbehandlungs- und
Taggeld
leistungen
aus.
Am 2
5.
Juni 2008 wurde das
Osteosy
nthesematerial
entfernt (Operationsbericht
von
Dr.
A._
vom 2
5.
Juni 2008,
Urk.
9/B-M5/2). Ab dem
1.
Januar 2009 war der Versicherte wieder voll arbeitsfähig (Bericht von
Dr.
A._
vom 2
0.
März 2009,
Urk.
9/B-M5/1).
1.4
Am 1
3.
April 2009 stürzte der Versicherte beim Fahrradfahren im Wald (
Unfall
meldung
UVG vom 2
1.
April
2009,
Urk.
11/
A
1).
Dr.
A._
diagnostizierte (1) eine Commotio cerebri und (2
) eine K
lavik
ula-Fraktur rechts
(Arztzeugnis
von
Dr.
A._
ohne Datum,
Urk.
11/
M1)
. Am
1
5.
April 2009
nahm
Dr.
A._
eine operative
Versorgung der Klavik
ula-Fraktur vor (
Osteosynthese;
Operati
onsbericht
vom 1
5.
April 2009,
Urk.
11/M4).
Die AXA erbrachte erneut
Heilbe
handlungs
- und Taggeldleistungen.
Am 2
4.
November 2009
erklärte
Dr.
med.
C._
, FMH Chirurgie, b
eratender Arzt der AXA,
dass
die
noch beste
hende Arbeitsunfähigkeit von 25
%
wahrscheinlich
nicht mehr durch den Unfall vom 1
3.
April 2009 bedingt sei. Er schätze, dass der Status
quo sine sechs Monate nach der K
lavi
k
ula-Fraktur, das heisse am 13.
Oktober 2009, erreicht worden sei (
Urk.
11/M10). Am 1
5.
April 2010 führte
PD
Dr.
med.
D._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
eine
weitere Operation
an der rechten Schulter durch,
im Rahmen derer auch das
Osteosynthesema
terial
an der rechten Klavik
ula entfernt wurde (Operationsb
ericht vom 1
5.
April 2010, Urk.
11/M14).
1.5
Per Ende August 2010 löste die
Firma Y._
das Arbeitsverhältnis mit dem Versi
cherten infolge v
on Umstrukturierungen auf (
Urk.
9/
A
7).
Am
1.
April 2011 gab die AXA bei der
Gutachterstelle
E._
eine polydisziplinäre Expertise in Auftrag, welche am 2
1.
September 2011 erstattet wurde (
Urk.
9/M28). Mit Verfügung vom 27.
Februar 2012 teilte die AXA dem Ver
sicherten mit, dass die Heil
behandlungsleistungen per 2
1.
September 2011 eingestellt würden
, da der medizinische Endzustand erreicht sei
. Im Weiteren würden die Taggeldleistungen per 3
1.
Oktober 2010 eingestellt bleiben. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente sei
sodann
nicht aus
gewiesen. Aufgrund
einer
Inte
gritätseinbusse
von 10 % habe der Versicherte
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung in der Hö
he von
Fr.
12‘600.-- (
Urk.
9/
A
91
). Dagegen erhob der Versicherte am 2
8.
März 2012 Beschwerde
(
Urk.
9/A98/B1
). Mit Beschluss vom
7.
Mai 2012 trat das
Soz
ialversicherungs
gericht
darauf
nicht ein und überwies die Sache zur Durchführung des Ein
sprachever
fahrens an die AXA (
Urk.
9/A98, vgl.
Proz
. Nr.
UV.2012.00076). Am 2
5.
März 2014 nahm
Dr.
med.
F._
, FMH Chirurgie,
beratender Arzt der AXA,
eine medizinisc
he Aktenbeurteilung vor (
Urk.
9/M30)
. Mit Ein
spracheentscheid vom 1
1.
April 2014 wies die AXA die Einsprache des Versi
cherten vom 2
8.
März 2012 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte
am 2
6.
Mai 2014
Beschwerde und beantragte, es sei in Aufhebung des angefochtene
n Entscheids eine Abklärung d
er funktio
nellen Leistungsfähigkeit anzuordnen und gestützt darauf sei sowohl über die Höhe der Integritätsentschädigung als auch über die Frage der Berentung neu zu entscheiden (
Urk.
1)
. Die Beschwerdegegnerin beantragte
mit Beschwerde
antwort vom 2
7.
Oktober 2014 die
Ab
weisung der Beschwerd
e (Urk.
8).
Mit
Eingabe vom 1
1.
November 2014 (
Urk.
13)
reicht
e
der Beschwerdeführer
den Operationsbericht von
Dr.
med.
G._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
vom 2
5.
September 2014
(
Urk.
14) nach, was
der Beschwerdegegnerin am 13.
November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) sind Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren.
1.2
Die Le
istungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge
tretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der
ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für
die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungs
kosten
nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Gemäss
Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die
zweck
mässige
Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so steht ihr nach Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu.
1.6
Wird der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8 ATSG) invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen
der Invalidenversicherung
(IV)
abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Tag
geldleistungen
dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.7
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten
Jahresver
dienstes
nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des
Integritäts
schadens
abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallver
sicherung (
UVV
)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
Die Medizinische Abteilung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen
Skala weitere
Bemes
sungsgrundlagen
in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des
Integ
ritätsschadens
für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29
E.
1c, 116 V 156 E. 3a).
1.8
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen beziehungsweise der
Ein
spracheentscheide
in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Ab
schlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sach
verhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).
1.9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die bis zur Begutachtung durch die Ärzte der
E._
aufliegenden wesentlichen Arztberichte wurden in deren Expertise vom 2
1.
Septem
ber 2011 zusammen
gefasst (Urk. 9/M28/2-19
), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wie
dergegeben werden.
2.2
Die Ärzte der
E._
stellten in ihrem
Gutachten folgende unf
allkausale Diagno
sen (
Urk.
9/M28
/57-58
):
(1)
chronische Schmerzen bei Zustand nach zweimaliger lateraler Bandersatzplastik
am r
echten oberen Sprunggelenk
nach mehrfachen Distorsionstraumata,
massgeblich am 1
3.
September 1996 mit fokaler sekundärer unterer
Spru
nggelenks-Arthrose
(2)
Zustand nach
Neurolyse
des
Nervus
tibialis
rechts bei
Tarsaltunnelsyndrom
(3)
Zustand nach Fraktur des
Metatarsale
V, links in leichter Fehlstellung verheilt
(4)
chronische Schmerzen und Funktionsstörung bei Zustand nach Schulterluxation
rechts mit Abriss des
Tuberculum
maius
a
m 1
5.
Februar 2008 und Zustand
nach
Reposition der Schulter und sekundärer
Refixation
des
Tuberculum
maius
(5)
Status nach Reposition der Schulter und sekundärer
Refixation
des
Tuberculum
maius
(6)
Zustand nach Klavik
ula-F
raktur rechts am 1
3.
April 2009;
Status nach
Osteosynthese und Entfernung des
Osteosynthesematerials
Unfallfremde Diagno
sen nannten sie folgende (
Urk.
9/M28/58
):
(1)
Zustand nach mehrmaliger Behandlung eines 1984 diagnostizierten
Osteoidosteoms
an der rechten Hüfte mit persistierenden, teilweise
belastung
sabhängigen Hüftschmerzen links; a
ktuell ohne Hinweise für ein
Rezidiv; Differentialdiagnose: funktionelle Beeinträchtigung des
Nervus
cutaneus
femoralis
lateralis
links
(2)
Zustand nach Operation einer degenerati
ven
Rotatorenmanschettenläsion
rechts
(Dezember 2000)
(3)
Zustand nach
„
low
grade
“-
Infekt im Operationsgebiet
an der rechten Schulter
(Folge
der Operation der
Rotatorenmanschette
im Dezember 2000)
(4)
Schmerzen am Rippenbogen rechts (Differentialdiagnose:
Intercostalneuralgie
)
(5)
ängstlich betontes depressives Syndrom (d
epressive Episode mittelschwer),
am
ehesten reaktiv bei diversen Belastungen vor dem Hintergrund der belasteten
emotionalen Entwicklung (Kindheit und Teil der Jugendzeit)
(6)
dringender
Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung
Die Ärzte der
E._
erklärten, dass in den letzten sechs Monaten durch die Heilbe
handlung keine entscheidende Änderung des Zustandsbildes
eingetreten
sei.
Im Wesentlichen empfahlen sie noch sporadische Arztkonsultationen, ins
besondere bei verstärkt empfundenen Schmerzen. Weiter gaben sie an, es wür
den sich aufgrund der aktuellen Befunde keine Hinweise ergeben, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers durch irgendwelche therapeutische
n
Massnahmen vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt werden könnte.
In der angestammten Tätigkeit als Sachbearbeiter bestehe aufgrund der
Unfallereig
nisse
vom 3
0.
Juli 1996, 2
2.
September 2006, 1
5.
Februar 2008 und 1
3.
April 2009 weder eine ganze noch eine teilweise Arbeitsunfähigkeit. Das klinische Zustandsbild an der rechten Schulter entspreche einer
mässiggradigen
Peri
arthrosis
humeroscapularis
, was gemäss der SUVA-Tabelle 1.2 einem
Integri
tätsschaden
vo
n 10
%
entspreche (
Urk.
9/M28/70
-74
).
2.3
Dr.
D._
gab im Bericht vom
7.
November 2011 an, dass im Bereich der rechten Schulter
des Beschwerdeführers
eine leichte bis mittlere
Druckdo
lenz
im vorderen
Acromionbereich
bestehe. Die Flexion sei bis 140°, die Abduktion bis 150°, die Aussenrotation bis 65° und auf der Gegenseite bis 75° möglich. Der Schürzengriff sei bei T6 und auf der Gegenseite bei T5 möglich. Die Aussen- und Innenrotationskraft seien gut. Der
Jobe
-Test sei ebenfalls gut, praktisch nicht schmerzhaft. Angesichts der komplexen Vorgeschichte sei der Verlauf positiv. Die ordentliche Beweglichkeit habe wiederhergestellt werden können, es bestünden aber immer noch belastungsabhängige
mässiggradige
Schmerzen. Therapeutisch sehe er im Moment ke
ine weiteren Optionen. Er würde
den weiteren Verlauf beobachten. In der Tätigkeit als Buchhalter sei der Beschwerd
eführer derzeit höchstens zu 50
% arbeitsfähig. Es sei schwer vor
stell
bar, dass er bei
dieser Tätigkeit
, im Rahmen welcher
er
mit der rechten Hand repetitiv die Computer-Tastatur mit einer akzeptablen Leistung bedienen müsse,
ganztags arbeitsfähig sei (Urk.
9/M29).
2.4
Dr.
F._
hielt
in der Aktenbeurteilung vom 2
5.
März 2014
fest
, dass er eine Schädigung in der körperlichen Integrität
bezüglich der rechten Schulter
des Beschwerdeführers
im Rahmen von 10
%
- unter Annahme einer c
hronischen Periarthritis
humero
scapularis
-
als gerechtfertigt erachte. Die Einwände des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers seien nicht nachvollziehbar. Insbeson
dere
im
letzte
n
Bericht von
Dr.
D._
vom
7.
November 2011
würden
bezüglich der rechten Schulter in etwa die gleichen Befunde
erwähnt
, wie sie
auch
anlässlich der gutachterlichen Untersuchung festgehalten worden seien.
Dr.
D._
habe die
attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit
sodann
nicht weiter begründet. In diesem Zusammenhang sei auch darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer linksdominant sei. Das heisse, dass er die alltäglichen manuellen Tätigkeiten weitestgehend linksseitig ausführe, was eine
dauernde
rechtsseitige Überlastung der Schulter ausschliesse. Seine eigene Beurteilung
nach Einsicht in die
gesamte
Akten
lage stimme
mit derjenigen der
Ärzte
der
E._
weitgehend überein, und er erachte das Gutachten
der
E._
als schlüssig (
Urk.
9/M30
).
2
.5
Dr
.
G._
führte im Operationsbericht vom 2
5.
September 2014 aus, dass er
tags zuvor
am rech
ten Fuss des Beschwerdeführers
eine
Exostose
am
Metatar
sale
V
entfernt
und
eine
subtalare
Schraubena
r
throdese
vorgenommen habe. Dies sei indiziert gewesen, weil der Beschwerdeführer seit Jahren an einer zunehmenden Art
hrose im
Subtalargelenk
bei Status nach multiplen
Distorsi
onstraumata
und zweimaliger Bandplastik bei l
eichter Hohlfussdeformität gelitten habe
. Klinisch habe er grösste Beschwerden um die
Fibulaspitze
und im Bereich des lateralen
Subtalargelenkes
gehabt
. Zusätzlich
habe
eine
vorbeste
hende
Exostose
dorsal über dem
Metatarsal
e
V bei Status nach Fraktur vor
gele
gen
. Radiologisch
sei
eine ausgeprägte Arthrose im lateralen
Subta
largelenk
mit
Ossikelbildung
festgestellt worden
(
Urk.
14).
3.
3.1
Die Einstellung der
Taggeld- und
der
Heilbehandlungsleistungen
per
3
1.
Oktober 2010
bzw.
per 21.
September 2011
wurde vom Beschwerdeführer beschwerdeweise nicht in Frage gestellt. Streitig und zu prüfen ist jedoch, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers sowie einen Anspruch auf ein
e höhere Integritätsentschädigung
(als eine solche von
10
%) zu Recht verneint hat.
3.2
3.2.1
Hinsichtlich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit
erklärten die Ärzte der
E._
im Gutachten vom 2
1.
September 2011, auf das sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer H
insicht im Wesentlichen stützte,
dass
sich der Beschwerdeführer
beim Unfallereignis vom 3
0.
Juli 1996 (
Misstritt
mit dem rechten Fuss über eine Türschwelle) eine Rückfussdistorsion rechts zugezogen habe. Danach seien mehrere orthopädisch-chirurgische Eingriffe durchgeführt w
orden. Im Zusam
menhang mit den
durchgeführten Operationen lasse sich aktuell keine weitere Operationsindikation stellen. Eine Arbeitsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf (reine administrative Tätigkeit) beste
he aufgrund des
Unfalls vom 3
0.
Juli 1996 nicht (
Urk.
9/M28/49 und
Urk.
9/M28/61).
3.2.2
Aufgrund
des Unfallereignisses vom 2
2.
September 2006 (Sturz wegen eines Feh
ltritt
s mit dem rechten Fuss)
bestehe
im Bereich der linken Schulter ein Zustand nach Kontusion und
arthrosk
opischer
Dekompression.
Der
Beschwer
deführer
sei
hi
er weitgehend beschwerdefrei
, ohne
eine signifikante
Bewe
gungse
inschränkung
. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit oder in anderen Berufen sei aufgrund der aktuellen Befunde an der linken Schulter nicht
gegeben (
Urk.
9/M28/53 und Urk.
9/M28/61).
3.2.3
Weiter erklärten die Ärzte der
E._
, dass der Beschwerdeführer beim
Unfallereig
nis
vom 1
5.
Februar 2008 (Sturz beim Skifahren) eine rechtsseitige Schulterverletzung erlitten habe. Aktuell bestehe ein Status nach traumatischer Schulterluxation rechts mit Abrissfraktur des
Tuberculum
maius
sowie ein Sta
tus nach Reposition und Osteosynthese des
Tuberculum
maius
. Gemäss der vor
liegenden Dokumentation habe - nach der
Osteosynthesemateria
le
ntfernung
im Juni 2008 - per
1.
Januar 2009 eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden kön
nen, ohne dass dabei funktionelle Einschränkungen dokumentiert worden wären. Die gute Funktionsfähigkeit habe sich auch darin widergespiegelt, dass der Beschwerdeführer in der Lage gewesen sei, belastende sportliche Aktivitäten zu praktizieren (Radfahren ausserhalb der geteerten Strassen). Aus diesem Grund
sei
aufgrund der Folgen des Unfallereignisses vom 1
5.
Februar 2008 in der angestammten Tätigkeit (administrative Arbeit) spätestens ab dem
1.
Januar 2009
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
mehr
zu postulieren
. Zum Zustand an der rechten Schulter sei noch zu bemerken, dass bereits im Jahr 2000 degenerativ bedingt eine offene Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
vorgenommen
worden sei (
Urk.
9/
M
28/53 und
Urk.
9/M28/61).
Der Zustand nach „Low-grade“ Infekt im Operationsgebiet an der rechten Schulter sei eine Folge dieser Operation (
Urk.
9/M58/58+60).
3.2.4
Betreffend das Unfallereignis vom 1
3.
April 2009 (Sturz mit dem Fahrrad)
sei ein
Zustand na
ch K
lav
ik
ula-Fraktur rechts gegeben
. Gleichzeitig habe auch eine Commotio cerebri ohne dokumentierte Hinweise auf ein lang anhaltendes
post
commotionelles
Syndrom vorgelegen. Wegen der orthopädischen Verletzung sei ein operativer Eingriff durchgeführt worden, und es bestehe ein
Status nach Osteosynthese der Klavik
ula-Fraktur rechts bzw. ein Status nach
Metallentfer
nung
und Revision des Schultergelenks rechts (April 2010). Aktuell
sei
ange
sichts der Befunde an der rechten Schulter im angestammten Beruf keine Ein
schränkung
der Arbeitsfähigkeit
gegeben
(
Urk.
9/M28/54-55 und Urk.
9/M28/61-62
).
3.2.5
Ferner ergänzten die Ärzte der
E._
, dass aufgrund der Unfallereignisse vom 1
5.
Februar 2008 und vom 1
3.
April 2009 bzw. der Pathologien am rechten Schultergele
nk (inkl. der Folgen der Klavik
ula-Fraktur) eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten über Kopf bestehe.
Das
Heben und Tragen von Lasten über 5 kg über der Horizontalen
sei dem Beschwerdeführer
nicht mehr zumutbar (
Urk.
9/M28/55 und
Urk.
9/M28/63).
3.2.6
Hinsichtlich allfälliger psychischer Unfallfolgen führten die Ärzte der
E._
aus, in den Akten und in der aktuellen Anamneseerhebung seien keine psychischen Folgen der erwähnten Unfälle nachzuweisen. Testpsychologisch müsse eine psychische Störung (depressive Episode mittelschwer) postuliert werden, doch dürfte diese primär aufgrund der psychosozialen Belastungen entstanden sein, die sich durch die Änderung der beruflichen Situation des Beschwerdeführer
s
im Frühjahr 2010 bemerkbar gemacht habe (
Urk.
9/M28/79). Aus der Anamnese und den Akten mache es sodann den Anschein, dass die Kündigung der Anstellung, die sich im Februar 2010 abgezeichnet habe, zu einer wesentlichen Störung der Verarbeitung der Beschwerden geführt habe, dies unter Berück
sichtigung, dass zuvor eher eine positive Entwicklung dokumentiert worden sei. Vor dem Hintergrund der aktuell nachweisbaren Befunde dränge sich die Annahme eines Verdachts auf eine Schmerzverarbeitungsstörung auf (
Urk.
9/M28/78). Es bestünden weder eine zeitliche noch eine leistungsmässige Einschränkung oder Limitierungen, welche aus psychiatrischer Sicht auf eines der diskutierten Unfallereignisse zurückzuführen wäre. In der zuletzt ausgeüb
ten Tätigkeit seien aus psychiatrischer Sicht keine unfallbedingten Einschrän
kungen zu postulieren (
Urk.
9/M28/81).
3.2.
7
Schliesslich
hielten die Ärzte der
E._
fest
, dass in den letzten sechs Monaten durch die Heilbehandlung keine entscheidende Änderung des Zustandsbildes
eingetreten
sei.
Im Wesentlichen empfahlen sie noch sporadische
Arztkonsulta
tionen
, insbesondere bei verstärkt empfundenen Schmerzen. Aufgrund der aktuellen Befunde würden sich keine Hinweise ergeben, dass der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers durch irgendwelche therapeutischen Massnah
men vor wesentlicher Beeinträchtig
ung bewahrt werden könnte (Urk.
9/M28/70-73).
3.
3
3.3.1
Diese Beurteilungen der Ärzte der
E._
, die den B
eschwerdeführer am 2
1.
Juni, 3
0.
Juni und 1
7.
August 2011 in chirurgischer, neurologischer, orthopädischer und neuropsychiatrischer Hinsicht – für die streitigen Belange umfassend - untersucht haben und die sie in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgaben, sind plausibel und einleuchtend.
Entgegen dem Vorbringen
des Beschwerdeführers haben die Ärzte der
E._
in ihrem sehr ausführlichen Gutachten
auch eine Gesamtwürdigung der Auswir
kungen der
verschiedenen
Unfälle vorgenommen, was etwa aus den
Darlegun
gen unter
Ziff.
5.2 der Expertise hervorgeht, wo
sie
die
diversen Beschwerden
nach deren Lokalisation beurteilt
haben (
Urk.
9/M28/52-57
)
.
Zudem
haben sie
im Wesentlichen
unter Hinweis auf die
vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzen an der rechten Schulter, die
aufgrund der vorhandenen
klinischen und radiologischen
Befunde
teilweise nicht erklärbar seien,
sowie auf die feh
lende Schmerzlinderung trotz entsprechender Medikation
(zum Beispiel
der
Kombination
Ketamin
und
Propofol
)
in nachvollziehbarer Weise begründet, weshalb sie von einem dringenden Verdacht auf eine
Schmerzverarbeitungs
störung
ausgehen
(
Urk.
9/M28/54
und
Urk.
9/M28/78
)
. Wie die Beschwerde
gegnerin zutreffend feststellte (
Urk.
2 S. 5), stammen die unterschiedlichen Sachverhaltsdarstellungen im Gutachten der
E._
(
Urk.
9/M28/24)
und im
Schadeninspektorenberi
cht
vom
9.
September 2009 (
Urk.
11/
A
10)
, wie sich der Sturz mit dem Fahrrad vom 1
3.
April 2009 genau ereignet hat,
sodann offenbar
vom Beschwerdeführer selbst. Die wesentlichen Punkte, nämlich dass es zu einem Sturz mit dem Fahrrad kam, bei dem
sich der Beschwerdeführer eine Klavik
ula-Fr
aktur rechts und eine Commotio c
erebri zugezogen hat, stimmen im Gutachten der
E._
und im betreffenden
Schadeninspektorenbericht
jedoch überein.
Im Weiteren
wies die Beschwerdegegnerin
auch
zu Recht darauf hin (
Urk.
2 S. 5), dass nach dem Unfall vom 1
3.
April 2009 in den medizinischen Akten nicht
festgehalten worden ist, dass der Beschwerdeführer
damals einen Schock erlitten hat
(vgl.
Urk.
11/M1-4)
. Erstmals erwähnt hat der Beschwerde
führer dies fünf Monate nach dem Unfall
(
Urk.
11/
A
10)
. Anhaltende Folgen der Commotio cerebri sind weder von ärztlicher Seite
her
festgestellt worden noch hat der Beschwerdeführer solche erwähnt. Weitergehende medizinische Abklä
rungen
waren
in diesem Zusammenhang
daher nicht angezeigt
, wobei noch darauf hinzuweisen bleibt
, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Begut
achtung
bei
der
E._
in der Folge
auch in neurologischer und
neuropsychiat
rische
r
Hinsicht
abgeklärt
wurde
(
Urk.
9/M28
/24 f.
)
.
Schliesslich
erweist sich vorliegend auch
die vom Beschwerdeführer beantragte
Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit, die bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer reinen Bürotätigkeit ohnehin wenig sinnvoll wäre,
nicht als erforderlich.
Gleiches gilt für die vom Beschwerdeführer (
Urk.
1 S. 6) postulierte vertiefte Abklärung des erhobenen dringenden Verdachts auf eine Schmerzverarbeitungsstörung, zumal die Ärzte der
E._
überzeugend dargelegt haben, dass diese nicht auf die in Frage stehenden Unfallereignisse zurückzuführen ist und dass sie sich überdies ohnehin nicht massgeblich auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auswirkt. Letzteres gilt aus rechtlicher Sicht umso mehr, als bislang keine psy
chiatrische Behandlung stattgefunden hat. Dies lässt nämlich nicht auf einen erheblichen psychischen Leidensdruck schliessen.
3.3.2
Der Bericht von
Dr.
D._
vom
7.
November 2011
(vgl. E. 2.3)
vermag das Gutachten
der Ärzte
der
E._
nicht in Zweifel zu ziehen.
Dr.
F._
bemerkte in der Aktenbeurteilung vom 2
5.
März 2014
(vgl. E. 2.4)
zu Recht, dass in diese
m Bericht von
Dr.
D._
bezüglich der rechten Schulter in etwa die gleichen Befunde
erwähnt
wurden
, wie sie
auch
anlässlich der gut
achterlichen Untersuchung festgehalten
worden waren
(
Urk.
9/M28)
. Zudem wies
Dr.
F._
zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführ
er
linksdomi
nant
ist, weshalb
er die alltäglichen manuellen Tätigkeiten we
itestgehend linksseitig ausführ
en dürfte
, was eine
dauernde
rechtsseitige Überl
astung der Schulter ausschliesst
(vgl.
dazu
auch
Urk.
9/M28/25 und
Urk.
9/M28/37). Im Übrigen kann der Beschwerdeführer auch aus dem Bericht von
Dr.
D._
vom
7.
Juni 2011 (
Urk.
9/M27),
der die Ergebnisse einer am 6.
Juni 2011 – also nur kurz vor den gutachterlichen Untersuchungen – erfolg
ten Konsultation festhielt, nich
ts zu seinen Gunsten ableiten.
3.3.3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, dass sich die Ärzte der
E._
nicht mit dem geschilderten Verlauf seit der Operation vom 1
5.
April 2010 aus
einandergesetzt hätten (
Urk.
1 S. 8 und 9), ist zu bemerken, dass laut deren Angaben der anlässlich der Operation der rechten Schulter im April 2010 fest
gestellte
low
-grade Infekt eine Folge der Operation einer degenerativen
Rotato
renmanschettenläsion
im Dezember 2000 ist (
Urk.
9/M58 + 60). Ausserdem konnte die von
Dr.
D._
wegen des Infektes etablierte Antibiotika-Therapie, deren Nebenfolgen laut seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
4.
September 2010 einen bedeutenden Anteil der von ihm damals attes
tierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit als kaufmännischer Mitarbeiter ausge
macht hatten (
Urk.
9/M17), gemäss seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 26. Oktober 2010 (Urk. 9/M18) nach sechs Monaten gestoppt werden, ebenso die Physiotherapie. Wohl hatte
Dr.
D._
anlässlich der
Ver
laufskontrolle
vom 2
6.
Oktober 2010 bezüglich der rechten Schulter einen aus
geprägten Reizzustand festgestellt. Die von
Dr.
D._
anlässlich dieser Kontrolle erhobenen
Befunde „Schulter rechts“ (
Urk.
9/M18/2) weisen jedoch im Vergleich zu denjenigen anlässlich der Voruntersuchung vom 1
6.
August 2010 (
Urk.
9/B17/1) eine Verbesserung der Schulterbeweglichkeit auf und erklären nicht, weshalb dem linkshändigen Beschwerdeführer Ende Oktober 2010 die Ausübung von Bürotätigkeiten nicht wieder vollumfänglich möglich gewesen sein soll. Gleiches gilt für die Angaben im Bericht von
Dr.
D._
vom 23. Dezember 2010 (
Urk.
9/M20) sowie in den Stellungnahmen des beratenden Arztes Dr.
C._
vom 1
3.
Juli und 1
6.
November 2010 (
Urk.
9/M14 und
Urk.
9/M19).
3.4
Nach dem Gesagten ist zumindest mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass nach Ende Oktober 2010 sowie in der Folgezeit bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheides vom 1
1.
April 2014 in der bisherigen sowie in (anderen) angepassten Tätigkeiten keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr bestand.
3.5
Die Beschwerdegegnerin hat begründet dargetan, dass und weshalb eine
unfallbe
dingte
Erwerbseinbusse nicht gegeben ist (
Urk.
2 S. 8 und 9). Unter diesen Umständen besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt
, ob die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer
zu Recht eine Integritätsentschädigung in der Höhe von
Fr.
12‘600.-- zugesprochen hat.
4.2
4.2.1
Hinsichtlich der Integritätsentschädigung erklärten d
ie Ärzte der
E._
in ihrem Gutachten vom 2
1.
September 2011
zum einen
, dass a
ls Folge der
Unfallereig
nisse
vom 1
5.
Februar 2008 und
vom
1
3.
April 2009 eine verminderte Belast
barkeit und eine eingeschränkte Funktion der rechten Schulter
vorliege,
vor allem bei Bewegungen über der Horizontalen. Das
klinische Zustandsbild
ent
spreche
einer
mässiggradigen
Periarthrosis
humeroscapularis
, was gemäss der SUVA-Tabelle 1.2 einem Integrit
ätsschaden von 10
%
entsprec
he (
Urk.
9/M28/74).
4.2.2
Zum anderen führten die Ärzte der
E._
aus, dass am oberen Sprungge
lenk/
Rückfuss
rechts
ein Zustand nach multiplen Voroperationen
gegeben sei
. Trotz dieser
O
perationen, welche teils sogar mit Komplikationen verbunden gewesen seien (nach einer
unfallbedingten
Operation im Jahr 1996 offenbar auch mit
einem
Hämatom und Hautnekrosen),
sei
festzuhalten
, dass bezüglich der Weichteile und der klinisch objektivierbaren Funktionalität/Beweglichkeit ein recht gutes bis gutes Resultat
nachgewiesen werde
.
Es persistier
t
e
n
höchs
tens eine diskrete endphasige Bewegungseinschränkung und glaubhaft geschil
derte leichte Schmerzen ohne objektivierbare Instabilität. Der Beschwerdeführer stehe weiterhin in Behandlu
ng bei einem Fuss-Spezialisten. Dieser habe ihm erläutert,
es
liege
eine Arthrose des Rückfusses
vor
, weshalb eine
Versteifungs
operation
notwendig sein werde. Im Jahr 2004 sei in einem MRI tatsächlich bereits e
ine fokale Arthrose im
talonavik
ularen
Gelenk fes
t
gestellt worden
,
und am 3
0.
August 2010 sei in einem
Röntgenbericht der Verdacht auf
subtalare
Degeneration
en
geäussert worden. Dafür, dass diese Arthrose nicht sehr star
k ausgeprägt sein könne,
würden
aber
die recht gute Beweglichkeit und insbe
sondere der Befund der 3-Phasen-Skelettszintigrafie v
om
6.
April 2011
spre
chen
, welche keine
auffällige
Anreich
erung im
Rückfuss
zeige. Dieser Befund deute nach
den
vielen Operationen darauf hin, dass keine sekundäre Arthrose aufgetreten sei.
Im Verlauf sei ferner b
emerkenswert, dass bei praktisch allen Verletzungen, welche der Beschwerdeführer am rechten oberen Sprunggelenk erlitten habe, nie eine konservative
Behandlung empfohlen worden sei. Zumin
dest sei eine solche
Empfehlung in den Akten nicht vermerkt worden und gemäss den Angaben des Beschwerdeführers auch nicht erinnerlich. Im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks liege aktuell aus chirurgisch-orthopädischer Sicht kein Handlungsbedarf vor.
Bei starken Schmerzen könnte allenfalls lokal infiltriert werden. Für weitere Operationen beste
he gegenwärtig
absolut keine Indikati
on
(
Urk.
9/M28/52
). Das Fortschreiten der bestehenden, eher noch
geringgradigen
Sprunggelenks
arthrose könne prognostisch
zumindest nicht ausgesch
lossen werden, was eine erneute
spätere Beurteilung des
Integritäts
schadens
bedingen würde (
Urk.
9
/
M28/74).
4.3
Auch d
iese
Einschätzung
en
der Ärzte der
E._
sind
nachvollziehbar
, und anders
lautende ärztliche Beurteilungen liegen nicht vor
.
Wie sich dem Operationsbericht von
Dr.
G._
vom 2
5.
September 2014
(
Urk.
14)
entnehmen lässt, wurde
tags zuvor
insbesondere
eine
subtalare
Arth
rodese
am
rechten Sprunggelenk
des Beschwerdeführers
vorgenommen.
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit des angefochtenen
Einspracheentscheids
ist für das Sozialversicherungsgericht jedoch derjenige Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes – das heisst
vor
liegend
am
1
1.
April
2014 – gegeben war. Die inzwischen erfolgte Versteifung des rechten Sprunggelenks ist im Rahmen des vorliegenden Verfahrens daher unbeachtlich. Selbstverständlich steht es dem Beschwerdeführer aber offen, bei der Beschwerdegegnerin
diesbezüglich
einen Rückfall
bzw. eine Spätfolge
zu melden,
sofern es sich bei ihr überhaupt um den hierfür zuständigen Unfallver
sicherer handelt (vgl.
Urk.
2 S. 7,
Urk.
9/A47-48 und
Urk.
9/A52).
Auch auf diese Beurteilungen der Ärzte der
E._
kann d
emzufolge
abgestellt werden.
4.4
Dass die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer
– einzig –
wegen der Schädi
gung an der rechten Schulter aufgrund einer
Integritätseinbusse
von 10 % eine Integritätsentschädigung
in der Höhe von
Fr.
12‘600.--
zusprach,
ist demnach
ebenfalls nicht zu beanstanden.
5.
Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.