Decision ID: bd64e3e9-4dcf-4a31-b0ce-b81bff0fa32f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969
, war
letztmals
vom
8. Februar bis
30.
September 2010 (
Urk.
6/7 Ziff. 2.1) als Revenue Analyst und Sach
-
bearbeiterin Fakturierung und Debitoren (
Urk.
6/13/3)
im Umfang eines
vollzeitlichen
Ar
beitspensums
(
Urk.
6/7 Ziff. 2.9)
bei der
Y._
,
Z._
, tätig
, als sie sich am
1. Februar
2011
(Urk. 6/
1
) bei der Inva
liden
versi
che
rung zum Bezug von Versi
cherungs
leistun
gen
(berufliche Eingliederung
, Rente; Urk.
6/3 S. 1
) anmeldete. Die
Sozial
ver
siche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte
bei der
Y._
einen Arbeitgeberbericht
(Urk.
6/7
) sowie bei be
handeln
den Ärzten der Ver
sicherten verschiedene Berichte (Urk.
6/14/5-6,
Urk.
6/15/6-7,
Urk.
6/21/1-4,
Urk.
6/21/7-8)
ein
und
zog einen Auszug aus dem indi
vidu
ellen Konto der Ver
sicherten (Urk. 6/
11
)
sowie
die Versicherte betreffende Unterlagen
bei
m
Kran
kentaggeldversicherer
der
Y._
, der Schweizerischen Mobiliar Versiche
rungsgesellschaft AG
(
Urk.
6/9/1-17)
,
bei
.
Mit Mitteilung vom
17. Mai 2011
(Urk.
6/22
) teilte die IV-Stelle der Versicher
ten mit, dass die Durchführung be
ruflicher Eingliederungsmassnahmen
gegen
wärtig
nicht
notwendig
sei.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/31-32,
Urk.
6/33) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Mai 2012 (
Urk.
6/36 =
Urk
2)
einen An
spruch der Versi
cherten auf
eine Invalidenrente
.
2.
Gegen die Verfügung vom
23. Mai 2012
(Urk. 2) erhob die Versicherte am
4. Juni
2012
(Poststempel;
Urk.
1 S. 1)
Beschwerde
und beantragte sinngemäss die
Zusprache
einer Rente
und
die
Einholung eines medizinischen Gutachtens (Urk. 1 S.
2).
Mit Beschwerdeantwort vom
11. Juli
2012 beantragte die IV
Stelle die Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 5).
Mit Eingabe vom 23. August 2012 (
Urk.
7) reichte die IV-Stelle einen weiteren Arztbericht ein (
Urk.
8). Dazu nahm die Versicherte am 6. September 2012 Stellung (
Urk.
10) und reichte gleichzeitig
einen weiteren Arztbericht (
Urk.
11) ein
. Mit Eingabe vom
8
. Oktober 2012 (
Urk.
14) verzichtete die IV-Stelle auf eine Stellungnahme dazu, worauf der Versicherten am 10. Ok
tober 2012 eine Kopie
dieses Schreibens (
Urk.
15) und am 10. Oktober 2013 eine Kopie der Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2012 zugestellt wurde (
Urk.
16).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder
her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8
ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei ei
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertel
srente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent An
spruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem
Invali
di
tätsgrad
von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
23. Mai
2012 (Urk. 2) davon aus, dass
der Beschwerdeführerin seit April 2011 und damit noch vor Ablauf der Wartefrist die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen mit dem linken Arm und ohne
Überkopfar
beiten
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten sei,
weshalb
ein
Anspruch auf eine In
vali
den
rente
nicht ausgewiesen sei
.
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
bringt
hiegegen
sinngemäss
vor, dass
ihr die Ausübung einer
Erwerbstätigkeit im Umfang eines Vollzeitpensums nicht zuzumuten sei, und dass ein Rentenanspruch zu bejahen sei (
Urk.
1).
3.
3.1
Im Hinblick auf einen Rentenanspruch gilt es im Folgenden vorerst die medizi
nisch beurteilte Arbeitsfähigkeit zu prüfen.
3.2
Die Ärzte des
A._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, diagnostizierten in ihrem Bericht vom 20. Oktober 2010 (
Urk.
6/15/6-7) eine
seropositive
rheumatische Arthritis und eine seit Dezember 2009 bestehende Hypovitaminose D. Bei der Beschwerdeführerin sei im adoleszenten Alter eine akute
Polysynovitis
diagnostiziert worden, welche innerhalb einer kurzen Zeit
spanne zu Destruktionen im Bereich der
peripheren Extremitäten geführt habe
. Gegenwärtig sei ein akuter Schub einer
Polysynovitis
objektivierbar. Aus die
sem Grund sei neben der Behandlung mit
Prednisolon
eine ergänzende
antiero
sive
immunsuppressive Medikation mit
Methotrexat
indiziert.
3.3
B._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
FMH, diagnosti
zierte am 2
2.
Oktober 2010 eine mittelschwere Depression und er
wähnte, dass die Beschwerdeführerin
wegen einer krankheitsbedingten Ab
nahme ihrer Leistungsfähigkeit Opfer einer Art Mobbing
an ihrem Arbeitsplatz
geworden sei, weshalb sie die Arbeitsstelle auf Ende September 2010 gekündigt habe.
Seit März 2010 habe sie unter einem depressiven Zustand ähnlich einem Burnout gelitten.
Nach der Kündigung der Arbeitsstelle
Ende September 2010 habe
die
reaktive Depression zugenommen (
Urk.
6/9/13).
3.4
Am 28. Dezember 2010 stellten die Ärzte der
C._
eine fortgeschrittene
Omarthrose
links mit/bei chronischer Polyarthritis fest und er
wähnten, dass
die noch junge
Beschwerdeführerin
an eine
m
,
schon deutlich
de
generativ veränderte
n
linken Schultergelenk
leide. Als Therapiea
lternative
verbleibe
der künstliche Gelenksersatz (
Urk.
6/21/7-8).
3.5
Mit Bericht vom 24. Februar 2011 (
Urk
6/14/5-6)
beziehungsweise vom 30. Mai 2012 (
Urk.
11)
stellte
D._
,
C._
, die Hauptdiagnose einer fortgeschrittenen
Omarthrose
links bei chronischer Poly
arthritis sowie die
Nebendiagnose eines Burnouts und erwähnte, dass die Be
schwerdeführerin seit 20 Jahren an einer
chronischen Polyarthritis leide, und dass sie
durch die schlechte Funktion des linken Schultergelenks zunehmend in ihrem Lebensalltag eingeschränkt
werde
. Auf Grund eines zusätzlich erlittenen Burnouts sei sie gegenwärtig als Büroangestellte im Umfang von 100
%
arbeits
unfähig (
Urk.
6/14/5
,
Urk.
11 S. 1
).
Seit der verordneten Physiotherapie seien die Schulterbeschwer
d
en deutlich zu
rückgegangen. Auf Grund der gegenwärtig relativ geringen Beschwerden im Bereich der linken Schulter bestehe noch keine Indikation zur prothetischen Versorgung der linken Schulter. Auf Grund des Schulterleidens sei der Be
schwerdeführerin die Ausübung einer sitzenden Tätigkeit ohne Heben von schweren Lasten im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
zuzumuten. Da die linke Schulter be
i einem durch Arthrose deutlich
destruierten Gelenk im
Bewegungsumfang eingeschränkt sei, könne die Beschwerdeführerin
jedoch
nur Arbeiten bis höchstens auf der Höhe des Brustbeins verrichten
. Bezüglich der rechten Schulter bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(
Urk.
6/14/6
, Urk. 11 S. 2
).
3.6
In seinem Bericht vom 11. Mai 2011 (
Urk.
6/21/1-4) stellte
B._
fest, dass die Beschwerdeführerin seit Juni 2009 infolge einer
seropositiven
rheu
matoiden Arthritis im Bereich des linken Schultergelenks unter einer schweren Gelenksdestruktion mit einer Bewegungseinschränkung um 2/3 leide. Vom Juli 2010 bis März 2011 habe sie unter einer mittelschweren und ab April 2011 noch unter einer leichten Depression gelitten (
Urk.
6/21/1). Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Sekretärin/Bürofachkraft sei der Beschwerdeführerin ab 1. April 2011 im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
zuzumuten (Urk. 6/21/3).
3.7
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 31. August 2011 (
Urk.
6/24) eine seit un
gefähr Juni 2010 bestehende mittelgradige depressive Episode und eine gegen
wärtig eher im Hintergrund stehende phobische Störung (Ziff. 1.1). Bezüglich der Depression sei eine sehr gute Prognose zu stellen. Die depressive Sympto
matik sei seit ungefähr März/April 2011 vollständig remittiert. Die Phobie ver
ursache gegenwärtig wenig Leidensdruck und habe nur einen geringen Einfluss auf das Alltag
sleben der Beschwerdeführerin (Ziff. 1.4). Eine Weiterführung der Psychotherapie zur Behandlung der Phobie sei angezeigt (Ziff. 1.5).
Ab ungefähr
März/April 2011 bestehe aus psychiatrische
r
Sicht keine Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit in der Tätigkeit als Sachbearbeiterin mehr (Ziff. 1.6 und Ziff. 1.9). Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten (Ziff. 1.7).
3.8
Die Ärzte der
C._
stellten in ihrem Bericht vom 6. Okto
ber 2011 (
Urk.
6/27/5-6) fest, dass die Beschwerdeführerin
auf Grund einer chronischen Polyarthritis
an einer for
t
geschrittenen
Omarthrose
links
leide, und dass auf
Grund des noch jungen Alters der Beschwerdeführerin so lang als möglich
mittels konservativer Therapie eine Prothesenversorgung vermieden werden sollte
(S. 2).
3.9
B._
erwähnte in seinem Bericht vom 31. Oktober 2011 (
Urk.
6/27/1-4), dass die psychische Seite des Gesundheitsschadens der Beschwerdeführerin gegenwärtig nicht im Vordergrund stehe und dass die Arbeitsfähigkeit dadurch nicht in relevanter Weise beeinträchtigt werde.
Die Beschwerdeführerin leide weiterhin unter einer starken Bewegungseinschränkung im Bereich der linken Schulter und es sei eine Langzeitphysiotherapie bis zur Implantation einer To
talprothese indiziert (Ziff. 1.4). In der bisherigen Tätigkeit als Sekretärin bestehe seit dem 1. April 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(Ziff. 1.6).
3.10
Mit Stellungnahme vom 23. April 2012 (
Urk.
6/38/22 =
Urk.
3/5) führten die Ärzte der
C._
aus, dass die Arbeitssituation der Be
schwerdeführerin laut ihren eigenen Aussagen als
optimal gelöst erscheine, und dass es richtig sei, dass die Beschwerdeführerin, welche arbeitswillig sei, weiter
hin unterstützt werde. Für genaue Angaben bezüglich des
Leistungsbe
gehrens
auf Rentenanspruch müsste ein medizinisches Gutachten eingeholt werden.
3.11
F._
,
C._
, stellte in seinem Bericht vom 5. Juli 2012 (
Urk.
8) fest, dass die Gelenksdestruktion im Bereich der linken Schulter und die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit im Vergleich zur letzten Kontrolle praktisch stabil geblieben sei
en,
und dass eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
nicht ausgewiesen sei
. Seine Beurteilung stehe in Widerspruch zu derje
nigen durch
D._
vom 24. Februar 2011, welche möglicherweise e
ine Fehlinterpretation enthalte. Denn
D._
habe
von der rechten anstatt der linken Schulter geschrieben. Zudem habe
D._
seinen Bericht auf Grund von Sprechstundenberichten erstellt, welche keine
Arbeitsfähigkeits
beur
teilun
gen
enthielten (S. 2).
4.
4.1
Den angeführten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerde
führerin seit ungefähr 20 Jahren an einer chronischen Polyarthritis
leidet
, wel
che im Bereich ihres rechten Schultergelenks eine fortgeschrittene
Omarthrose
verursachte.
In psychischer Hinsicht litt die Beschwerdeführerin gemäss der Be
urteilung durch
B._
seit März 2010 unter einem depressiven Zustand ähnlich einem Burnout
(
Urk.
6/9/13) beziehungsweise vom
Juli 2010 bis März 2011 unter einer mittelschweren und ab April 2011 unter einer leichten De
pression (
Urk.
6/21/1).
Am
31. Oktober 2011
stellte
B._
fest, dass das
psychische
Leiden
der Beschwerdeführerin gegenwärtig nicht
mehr
im Vorder
grund stehe und dass die Arbeitsfähigkeit dadurch nicht
mehr
beeinträchtigt werde
(
Urk.
6/27/1-4). Damit übereinstimmend ging
E._
in ihrem Be
richt vom 31. August 2011 (Urk.
6/24)
davon aus, dass die
seit ungefähr Juni 2010 bestehende
mittelgradige depressive Episode seit ungefähr März/Ap
ril 2011 vollständig remittiert sei, und dass die von ihr zusätzlich festgestellte
Phobie gegenwärtig wenig Leidensdruck
verursache
und nur
einen
geringen Einfluss auf das Alltagsleben der Beschwerdeführerin
habe
, weshalb ab
unge
fähr März/April 2011 aus
psychischen Gründen
keine Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit
mehr ausgewiesen sei.
4.2
In psychischer Hinsicht ist g
estützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch
E._
vom 31. August
2011 davon auszugehen, dass die Beschwerde
führerin auf Grund einer mittelgradigen depressiven Episode in der Zeit von Juni 2010 bis Februar/März 2011 in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt war, dass in der Zeit ab März/April 2011 bis zum Zeitpunkt des Erlasses der ange
fochtenen Verfügung vom 23. Mai 2012 (
Urk.
2)
jedoch
aus
psychischen Grün
den
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
mehr bestand.
4.3
Demgegenüber kann auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen durch
D._
nicht abgestellt werden. Denn
D._
, welcher in seinen Berichten
vom
24. Februar 2011 (
Urk
6/14/5-6)
und
vom 30. Mai 2012 (
Urk.
11)
der Beschwerdeführerin auf Grund eines Burnouts
eine Arbeitsunfä
hig
keit
aus
psychischen Gründen von 100
%
attestierte
, verfügt als Assistenz
arzt der
C._
nicht über eine für die Beurteilung des psy
chischen Gesundheitsschaden
s
angezeigt
e
fach
ärztliche
Spezialisierung
als Facharzt für Psychiatrie.
4.4
In somatischer Hinsicht
ging
D._
in seinen Berichten vom
24. Februar 2011 (
Urk
6/14/5-6)
und
vom 30. Mai 2012 (
Urk.
11) davon aus, dass die Be
schwerdeführerin auf Grund des Leidens im Bereich ihres linken Schultergelenks in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, dass ihr indes d
ie Ausübung einer
behinderungsangepassten,
sitzenden Tätigkeit ohne Heben von schweren Lasten
und ohne Arbeiten über der Höhe des
Brustbeins
im Umfang eines
vollzeitlichen
Arbeitspensums zuzumuten
sei
.
Demgegenüber vertrat
F._
in seinem Be
richt vom 5. Juli 2012 (
Urk.
8) die Meinung, dass eine Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin
von 100
%
nicht ausgewiesen sei
.
4.5
Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
D._
vom
24. Februar 2011 (
Urk.
6/14/5-6)
und
vom 30. Mai 2012 (
Urk.
11)
er
füllt die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräftige medizi
nische
Ent
scheidungs
grundlage
vor
aus
ge
setzten formellen und materiellen Kriterien (vgl. E.
1.3
). Denn
seine
Beurteilun
gen enthalten eine Anamnese und berücksichtigen die von der Beschwerdefüh
rerin geklagten Beschwerden in gebührender Weise.
Sodann begründete
D._
seine
Schlussfolgerung
en
, wonach
der Beschwerde
führerin die Aus
übung behinderungsang
epasster, sitzender Tätigkeiten
ohne Heben von schwe
ren Lasten und ohne Arbeiten mit dem linken Arm über der Höhe des Brust
beins im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten sei, in nach
vollziehbarer Weise.
In somatischer Hinsicht vermag die
nachvollziehbare Beurteilung durch
D._
auch inhalt
lich zu überzeugen, so dass darauf abgestellt werden kann. Insbesondere vermag zu überzeugen, dass
er
berücksichtigte, dass
die Beschwerdeführerin lediglich durch ihr Leiden im Bereich der linken Schulter in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war, nicht hingegen hinsichtlich ihrer rech
ten Schulter und
hinsichtlich
ihres rechten Arms.
4.6
Demgegenüber lässt sich
der
Beurteilung durch
F._
vom 5. Juli 2012 (
Urk.
8) keine
nachvoll
ziehbare Begründung für die von ihm
verneinte vollstän
dige Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepassten Tätigkeiten
entnehmen.
Insbesondere vermag nicht zu überzeugen, dass
F._
in seiner Beurteilung offensichtlich davon ausging, dass
die vorherige Beurteilung durch
D._
vom 24. Februar 2011 eine Fehlinterpretation enthalte,
weil
dieser
seinen Be
richt auf Grund von Sprechstundenberichten erstellt
habe
, welche keine
Ar
beitsfähigkeitsbeurteilungen
enthalten hätten, und
weil
er
von der rechten an
statt der li
nken Schulter geschrieben habe
(
Urk.
8
S. 2).
Denn obwohl
D._
in seinen Berichten vom
24. Februar 2011 (
Urk
6/14/5-6)
und
vom 30. Mai 2012 (
Urk.
11)
erwähnte, dass die Beschwerdeführerin b
ezüglich
ihrer
rechten Schulter in einer angepassten Tätigkeit
im Umfang
von 100
%
arbeits
fähig sei
(
Urk.
6/14/6, Urk. 11 S. 2
), kann daraus keineswegs der Schluss gezo
gen werden, dass
D._
ausschliesslich die rechte Schulter
beurteilt hätte, beziehungsweise
die
rechte mit der linken Schulter verwechselt hätte. Vielmehr ist
den
Beurteilungen
durch
D._
unmissverständlich zu entnehmen, dass er davon ausging, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer linken Schulter, welche
durch
die
Arthrose im Bewegungsumfang eingeschränkt
ist
, nur Arbeiten bis höchstens auf der Höhe des Brustbeins verrichten
k
ann
,
und
dass
der Be
schwerdeführerin
die Ausübung einer sitzenden Tätigkeit ohne Heben von
schweren Lasten im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
zuzumuten
ist
(
Urk.
6/14/6, Urk. 11 S. 2).
4.7
4.7.1
Die Frage,
ob der
Beschwerdeführer
in
im Rahmen einer zumutbaren,
behinde
rungsangepassten
Tätigkeit auf Grund des Leidens im Bereich ihrer linken Schulter
das Hantieren von Lasten mit
der linken
Hand zuzumuten oder ob
ihr
ein Einsatz
ihrer linken
Hand im Rahmen einer Arbeitstätigkeit aus ge
sund
heit
lichen Gründen nicht mehr zuzumuten ist und
sie
funktionell daher als Ein
hän
dige
zu gelten hätte, kann vorliegend
offen bleiben.
Zudem
kann von ergänzen
den Beweismassnahmen abgesehen werden,
d
enn ein Anspruch de
r Be
schwer
deführerin
auf eine
Rente wäre selbst dann zu ver
nei
nen
, wenn eine ergänzende Sachverhaltsabklärung eine funktionelle
Ein
armig
keit
beziehungsweise
Einhän
digkeit
ergeben sollte (anti
zipierte
Beweis
wür
digung
; BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d mit Hinweis).
4.7.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln. Ein solcher Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwi
schen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer ver
schiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des kör
per
lichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276). Dabei ist nicht von
realitäts
fremden
Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Ge
gebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. Anderseits sind an die Konkreti
sie
rung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen An
forderungen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1).
4.7.3
Gemäss der Rechtsprechung (Urteile des Bundesgerichts 8C_939/2011 vom 13. Februar 2012 E. 4.3, 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.3, 8C_819/2010 vom 7. April 2011 E. 6.4.1 und I 654/05 vom 22. November 2006 E. 7.2.2) be
gründet die faktische
Einhändigkeit
zwar praxisgemäss eine erheblich er
schwer
te Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit, doch hat die Rechtsprechung wie
derholt be
stätigt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realisti
sche
Be
tä
tigungsmöglichkeiten
für Personen zu finden sind, welche funktionell als Ein
armige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrich
ten kön
nen.
4.7.4
Unter diesen Umständen ist - selbst bei Annahme einer funktionellen
Einhändig
keit
- nicht zu beanstanden, dass
D._
der Beschwerdeführerin in der
Ausübung einer
behinderungsangepassten,
sitzenden Tätigkeit ohne He
ben von schweren Lasten
eine vollständi
ge Arbeitsfähigkeit attestierte.
Demge
genüber kann auf die Beurteilung durch
F._
, welcher
die
Arbeitsfähig
keitsbeurteilung
durch
D._
ohne eine nachvollziehbare Begründung in Zweifel zog, nicht abgestellt werden.
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen.
5
.2
Das
Valideneinkommen
ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person er
zie
len könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG, Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist
recht
sprechungs
ge
mäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
mögli
chen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 53 E. 5.1.2; Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2008, 9C_488/2008, E. 6.4). Dabei wird in der Regel am zuletzt er
zielten, nöti
g
en
falls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Ver
dienst angeknüpft, da erfahrungs
gemäss die bisherige Tätigkeit ohne
Gesund
heits
schaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 3.1).
5
.3
Der Beginn des Rentenanspruchs wird gestützt auf Art. 29
Abs.
1 IVG bestimmt
. Nach dieser Bestimmung kann
der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG entstehen.
Da sich die Beschwerdeführerin am 1. Februar 2011 für den Bezug von Versicherungsleistungen angemeldet hatte (
Urk.
6/3/9) sind beim Einkommensvergleich die erwerblichen Verhältnisse des Jahres 2011 massge
bend.
5
.4
Den
Akten ist zu entnehmen, dass die
Beschwerdeführer
in
vor Eintritt des
Ge
sund
heitsschadens
vom 8. Februar bis 30. September 2010 (
Urk.
6/7
Ziff.
2.1)
bei der
Y._
,
Z._
,
als Revenue Analyst und Sachbearbeiterin tätig war und dabei einen Monatslohn von Fr. 6‘716.65 (
Urk.
6/7
Ziff.
2.12), ohne 1
3.
Monatslohn, zuzüglich einer Lohnzulage im Umfang von 6
%
des
Grund
lohn
s
(
Urk
6/9/16) erzielte, was im Jahre 2010 einem Jahresverdienst von
rund
Fr.
85‘
436.--
(Fr. 6‘716.65 x 1.06 x 12 Monate) entspricht.
Die Beschwerdeführerin hat das Arbeitsverhältnis mit der
Y._
selbst gekün
digt (
Urk.
6/13/4). Gemäss der Beurteilung durch
B._
hat
die Be
schwerdeführerin, welche wegen einer krankheitsbedingten Abnahme ihrer Leistungsfähigkeit Opfer einer Art Mobbing
wurde
, die Arbeitsstelle
bei
der
Y._
aus gesundheitlichen Gründen gekündigt (
Urk.
6/9/13). Es ist daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Jahre 2012 ohne
Gesundheits
scha
den
weiterhin an ihrem bisherigen Arbeitsplatz bei der
Y._
oder an einem mit diesem vergleichbaren Arbeitsplatz im Umfang eines vollzeitlichen
Arbeits
pensums
tätig gewesen wäre.
Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die
Be
schwer
degegnerin
das
Valideneinkommen
anhand des von der Be
schwerdeführerin
im Jahre 2010
bei der
Y._
erzielten Verdienstes bemass
(vgl.
Urk.
6/29).
5
.5
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen
Nominallohn
ent
wicklung
i
m Jahre 2011
von
1.
0
%
(Die Volks
wirtschaft
9-2013
S. 95
Tabelle B10.2) resul
tiert im Jahre
2011
ein
Validen
einkommen
von
rund
Fr.
86‘290
.--
(Fr. 85‘436 x 1.01)
.
6
.
6
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so kön
nen nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hin
weis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenar
beits
zeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6
.2
Die Rechtsprechung wendet in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1, Zeile „Total Privater Sektor", an (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
; nicht in BGE 134 V 545 veröffentlichte E. 5 des Urteils 9C_237/2007 vom 2
4.
August 2007
). Bisweilen wu
rd
e
aber auch auf Löhne einzelner Sektoren oder gar einzelner Branchen abgestellt, wenn dies als sachgerecht erschien, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rech
nung zu tragen, namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in diesem Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt. Auch kann es sich nach den konkre
ten Umständen des Einzelfalls rechtfertigen, anstatt auf die Tabelle TA1 („Pri
vater Sektor") auf die Tabelle TA7 („Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des
Inva
lideneinkommens
erlaubt und der versicherten Person der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2008 vom 2
0.
August 2008 E. 4.2.3).
Auf den Wert
„
Total Privater Sektor" abzustellen rechtfertigt sich
nach der Recht
sprechung
namentlich dort, wo der versicherten Person die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie darauf angewiesen ist, ein neues Be
tätigungsfeld zu suchen, wobei grundsätzlich der ganze Bereich des Arbe
its
marktes zur Verfügung steht (nicht in BGE 134 V 545 veröffentlichte E. 5.2 des Urteils 9C_237/2007 vom 2
4.
August 2007).
6.3
Die
Beschwerdegegnerin ging in der angefochten
en Verfügung davon aus, dass die
Beschwerdeführerin bis anhin ausschliesslich als kaufmännische Mitarbeite
rin tätig gewesen sei, und dass ihr die Ausübung behinderungsangepasster kaufmännischer Tätigkeiten, insbesondere die Tätigkeiten als Telefonistin oder als Mitarbeiterin im Empfang
,
nach Eintritt des Gesundheitsschadens weiterhin zuzumuten sei, weshalb bei der Bemessung die Tabelle TA7, Tätigkeit 22
(Sek
retariats- und Kanzleiarbeiten)
,
Anforderungs
niveau
3
,
zu berücksichtigen sei (Urk. 6/29).
6.4
Dem sich bei den Akten befindenden Lebenslauf der Beschwerdeführerin
(
U
r
k.
6/13/1-2) ist zu entnehmen, dass diese nach Abschluss der kaufmänni
schen Lehre ausschliesslich als Sachbearbeiterin tätig war und dabei allgemeine Büroarbeiten verrichtete.
Eine zumutbare Verweistätigkeit
hat sie bis anhin nicht aufgenommen. Gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von
D._
(vgl.
E.
4.
5) ist der Beschwerdeführerin die Ausübung einer
behinderungs
angepassten
, sitzenden Tätigkeit
ohne Heben von schweren Lasten im Umfang eines
vollzeit
lichen
Arbeitspensums
zuzumuten. Dieses Zumutbarkeitsprofil umfasst grund
sätzlich auch Sekretariats- und Kanzleiarbeiten.
Die Frage nach der Bemessung des
Invalideneinkommens
anhand der Tabelle TA1 oder der Tabelle TA7 der LSE 2010 könnte
vorliegend indes offen gelassen werden, wenn selbst bei Anwendung der Tabelle
TA1 kein
Rentenanspruch re
sultierte.
6.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
bei
ten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprech
ung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und be
rufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hö
rigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht auto
matisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte da
für bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merk
male ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Ar
beitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Be
tracht fal
len
den Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des
Tabel
len
lohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beach
ten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mit
ver
antwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten
Leidens
abzuges
nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
6
.6
Die Beschwerdegegnerin hat keinen behinderungsbedingten Abzug vom
Ta
-
bellen
lohn
vorgenommen. Bei Annahme einer funktionellen
Einarmigkeit
ist indes davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen im Vergleich zu voll Einsatzfähigen mit geringeren Einkünften rech
nen müsste, weshalb ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 10
%
als gerechtfertigt
erscheint
. Weitere
einkommens
beeinflus
sende
Merkmale sind bei der Beschwerdeführerin nicht auszumachen.
7
.
Unter Berücksichtigung des Zentralwerts für Tätigkeiten
mit vor
-
ausgesetz
ten Berufs- und Fachkenntnissen
(Anforderungsniveau
3
) für
Frauen
im gesam
ten privaten Sektor der Tabelle T
A1 der LSE 2010 (
www.bfs.admin.ch
) von Fr.
5‘202.
--, einer durch
schnittlichen
be
triebs
übli
chen
wö
chent
l
ichen Arbeits
zeit im Jahre 2011 von 41.7
Stunden (Die Volkswirtschaft
a.a.O.
S. 94 Tabelle B9.2),
einer
durchschnittlichen
No
minallohn
ent
wicklung
i
m Jahre 2011
von
1.
0
%
(
v
gl.
E.
5.5),
ei
ner
Rest
arbeitsfähigkeit
in zu
mutbaren
behinde
rungs
angepassten
Tätigkeiten von 100 % und einem Abzug vom Tabellenlohn von
1
0 % (vgl. E.
6.6
) resul
tierte im Jahre
2011
ein
Inva
li
den
einkommen
von (gerundet) Fr.
59‘155
.--
(Fr.
5‘202
.
x 1.01
x 12 Monate ÷ 40 Stun
den x 41.
7
Stun
den x
0.
9
).
8
.
Der Vergleich des Invalideneinkommens von Fr.
59‘155
.-- mit dem
Validenein
kom
men
von Fr.
86‘290
.
ergäbe eine
Er
werbs
einbusse
von Fr.
27‘135
.--.
Dar
aus resultierte ein Invaliditätsgrad von (
gerundet) 31
%. Damit wäre selbst bei Anna
hme einer funktionelle
n
Einarmigkeit
und
eines Tabellenabzugs von 1
0
%
ein
für den Anspruch auf eine Invalidenrente mindestens vorausgesetzter
Inva
liditätsgrad
von 40
%
nicht erreicht.
9
.
Da ein für einen Anspruch auf eine Rente vorausgesetzter Invaliditätsgrad von mindestens
4
0 % selbst bei
Bemessung des Invalideneinkommens auf Basis der Tabelle TA1 der LSE 2010 nicht erreicht
worden wäre
, kann die Frage, ob das Invalideneinkommen vorliegend anhand der Tabelle
TA1 oder der Tabelle
TA7 zu bemessen
ist
,
offen bleiben.
Die
Be
schwerde
ist
abzuweisen.
10
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind
nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert
innerhalb des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 700.-- fest
zusetzen und der unterlie
genden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.