Decision ID: 3793806a-0dd4-475a-8168-e0e8f867b769
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1955, erhielt bis Juni 2020 von der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (AZL), ergänzend zu
s
einer Rente der Inva
lidenversicherung Zusatzleistungen in Form von Ergänzungsleistungen, kantona
ler Beihilfe und Gemeindezuschüssen; ab Juli 2020 wurden ihm diese
Leistungen in Ergänzung zu
r Rente der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
ausgerichtet (vgl. die Verfügung des AZL vom 2
9.
Mai 2020,
Urk.
9/V40, und die vorangegan
genen Verfügungen des AZL in
Urk.
9/V
37-V39).
1.2
Mit Verfügung vom 1
5.
Dezember 2020 legte das AZL den Zusatzleistungs
an
spruch von
X._
für die Zeit ab Januar 2021 neu fest und stellte da
bei die übergangsrechtlich vorgeschriebene V
ergleichsrechnung an, um zu ermitteln, ob
die
per Anfang 2021 revidierten
Bestimmungen
des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi
che
rung (ELG)
anzuwenden seien
oder die Bestimmungen des ELG
,
wie sie bis End
e 2020 in Kraft gewesen
waren
. Dabei gelangte sie zur Anwendbarkeit der revi
dierten Bestimmungen und zu e
inem Zusatzleistungsanspruch des Bezügers von jä
hrlich insgesamt
Fr.
28'860.--
(
zuzüglich des Krankenkassenprämienbetrags von
Fr.
3'604.80
)
,
bestehend aus
Ergänzungsleistungen in der Höhe von
Fr.
20'976.--
(
zuzüglich des Krankenkassenprämienbetrags von
Fr.
3'604.80
)
, kantonaler Beihilfe in der Höhe von
Fr.
2'424.-- und einem Gemeindezuschuss in
der Höhe von
Fr.
5'460.-- (Urk.
9/V41 S. 4)
.
X._
erhob gegen die
Verfügung
vom 1
5.
Dezember 2020
mit Ein
gabe vom 2
6.
Januar 2021 Einsprache und machte geltend,
er fahre mit der An
wendung des revid
ierten Rechts schlechter und
seine Ansprüche seien daher im Jahr 2021 nach dem bisherigen Recht festzulegen (
Urk.
9/144). Mit Entscheid vom
1
8.
Februar 20
21 wies das AZL die Einsprache ab (
Urk.
2 =
Urk.
9/V42).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
1
8.
Februar 2021 erhob
X._
mit Eingabe vom 1
8.
März 2021 Beschwerde (
Urk.
1) und stellte erneut den An
trag, für die Festlegung seiner Ansprüche im Jahr 2021 sei das bisherige Recht
anzuwenden (
Urk.
1 S. 1). Das AZL schloss i
n der Beschwerdeantwort vom 10.
M
ai 2021
auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
8). Mit Verfügung vom 14.
Mai 2021 wurde die Beschwerdeantwort dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht (
Urk.
10)
.
Mit Eingabe vom 2
1.
November 2021 (
Urk.
11) liess der Beschwerdeführer dem Gericht die Verfügung des AZL vom
8.
Oktober 2021 zukommen, mit der seine
Ansprüche ab Oktober 2021 - wiederum unter A
n
wendung des neuen Rechts - neu festgelegt worden waren (
Urk.
12/1)
,
und informierte über seine identisch begründete Einsprache dagegen vom 1
0.
November 2021 (
Urk.
12/2) sowie da
rüber, dass die Beschwerdegegnerin das
Einspracheverfahren
bis zum Vorliegen des Gerichtsentscheids im vorliegenden Verfahren sistiert hatt
e (Urk.
12/3).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) und die Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) sind per 1. Januar 2021 einer umfassenden Revision unterzogen worden (EL-Reform; Änderungen des ELG vom 22. März 2019 und Änderungen der ELV vom 29. Januar 2020). Mit der EL-Reform einhergehend wurden per 1. Januar 2021 auch Änderungen im Zusatzleistungsgesetz (ZLG) und in der Zusatzleistungsverordnung (ZLV) des
Kantons Zürich vorgenommen
(Änderungen vom 1
4.
September 2020
beziehungs
weise
vom 3
0.
September 2020
)
. Ebenso wurd
en per 1. Januar 2021 die stadtzür
cherische Verordnung über den Vollzug des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und die Gewährung von Gemeindezuschüssen (Zusatzleistungsverordnung
,
ZVO
) und die stadtzürcherischen Ausführungsbestimmungen zur Verordnung über den Vollzug des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinter
lasse
nen- und Invalidenversicherung und die Gewährung von Gemeindezuschüssen
(Ausführungsbestimmungen zur Zusatzleistungsvero
rdnung,
AZVO) partiell geä
n
dert (Änderungen vom 2
1.
Oktober 2020
beziehungsweise vom
6.
Januar 2021).
2.
2.1
Nach
Art.
9
Abs.
1
Ingress
ELG (
alt
Art
.
9
Abs.
1 ELG) entspricht die
jäh
rliche Er
gänzungsleistung
dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechen
baren Einnahmen übersteigen
.
Die anerkannten Ausgaben sind in
Art.
10 ELG, die anrechenbaren Einnahmen in
Art.
11 ELG aufgelistet.
2.2
Zu den anerkannten Ausgaben gehören unter anderem
ein nach oben begrenzter jährlicher Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf (
Art.
10
Abs.
1
lit
. a ELG), der ebenfalls auf einen jährlichen Höchstbetrag begrenzt
e Mietzins (
Art.
10
Abs.
1
lit
.
b ELG) und
ein
B
etrag für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung (Art.
10
Abs.
3
lit
. d ELG)
.
Die Beträge für den allgemeinen Lebensbedarf wurden im revidierten
Art.
10
Abs.
1
lit
. a ELG in Bezug auf
Waisen und
Kinder im Vergleich zur Regelung in
alt
Art
.
10
Abs.
1
lit
. a ELG feiner abgestuft (Ziffern 3 und 4); demgegenüber hat sich für Erwachsene nichts Wesentliches geändert (Ziffern 1 und 2).
Der anerkannte Höchstbetrag
für den
M
ietzins belief sich
nach
alt
Art
.
10
Abs.
1
lit
.
b Ziffer 1 ELG für
allein lebende
Personen auf
Fr.
13‘200.--. Im revidierten ELG wurden die Höchstbeträge
für den Mietzins
erhöht und unter Festlegung von Mietzinsregionen differenzierter ausgestaltet; in der Stadt Zürich, dem Wohnort des Beschwerdeführers
,
ist für
allein lebende
Personen nunmehr ein Höchstbetrag von
Fr.
16‘440.--
anerkannt (
Art.
10
Abs.
1
lit
. b Ziffer 1 ELG in Verbindung mit der Verordnung über die Zuteilung
der
Gemeinden zu den
drei Mietzinsregionen nach dem ELG und
mit
dem Anhang 1 dieser Verordnung).
Der Betrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung war nach
alt
Art
.
10
Abs.
3
lit
. d ELG als jährlicher Pauschalbetrag bemessen, welcher
der kantonalen beziehungsweise regionalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Kranken
pflegeversicherung (inklusive Unfalldeckung) zu entsprechen hatte.
Gemäss dem
revidierten
Art.
10
Abs.
3
lit
. d ELG
entspricht der Betrag für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung der tatsächlichen Prämie und der Pauschalbetrag stellt
dabei nur noch die obere Grenze dar.
Als tatsächliche Prämie in diesem Sinne gilt gemäss dem neu eingefügten
Art.
16d ELV die Prämie, die die Auf
sichtsbehörde nach Artikel 16 des Krankenversicherungsaufsichtsgesetzes (KVAG) genehmigt hat für den Krankenversicherer, den Kanton und die Prämien
region in den Be
reichen a.
Altersgruppe, b. Franchise, c. bes
ondere Versicherungsform und d.
Un
fall
deckung der Bezügerin oder des Bezügers.
2.3
Nach der Regelung in
alt
Art
.
26 ELV
hatten
Bezügerinnen und Bezüger von jähr
lichen Erg
änzungsleistungen Anspruch auf einen Gesamtbetrag, bestehend
aus
der Ergänzungsleistung und dem Differenzbetrag zur
Prämienverbilligung
, der
mindestens der Höhe der Prämienverbilligung
entsprach, auf die sie Anspruch hatten.
Im neuen Recht
ist der Mindestanspruch in
Art.
9
Abs.
1 ELG festgelegt und ent
spricht dem höheren der folgenden Beträge:
a.
der höchsten Prämienverbilligung, die der Kanton für Personen festgelegt hat, die weder Ergänzungsleistungen noch Sozialhilfe beziehen;
b.
60
%
des Pauschalbetrages für die obligatorische Krankenpflegeversicherung nach
Art.
10
Abs.
3
lit
. d
ELG
.
2.4
Übergangsrechtlich ist sodann in
Abs.
1 der Ü
bergangsbestimmungen
zur Ände
rung des ELG vom 2
2.
März 2019 vorgesehen, dass f
ür Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen, für die die EL-Reform insgesamt einen tieferen Betrag der jährlichen Ergänzungsleistungen oder einen Verlust des Anspruchs auf eine jährliche Ergänzungsleistung zur Folge hat, während dreier Jahren ab Inkraft
treten
der Änderung das bisherige Recht gilt.
3.
3.1
In
Art.
2
Abs.
2 ELG werden die Kantone dazu ermächtigt, über den Rahmen des ELG hinausgehende Leistungen zu gewähren und dafür besondere Vorausset
zun
gen festzulegen.
Der Kanton Zürich hat von dieser Kompetenz
mit der Statuierung eines Anspruchs auf eine kantonale Beihilfe nach §
§
13 ff. ZLG Gebrauch ge
macht.
Nach § 17 ZLG wird für die Berechnung der Beihilfe auf die Bedarfsrechnung für die jährliche Ergänzungsleistung abgestellt, wobei die tatsächlich ausge
richteten Ergänzungsleistungen als anrechenbare Einnahmen behandelt werden (Abs. 1
lit
. a) und der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf bei zu Hause wohnenden Personen um den Höchstbetrag der Beihilfe (für
Alleinstehende
Fr.
2'420.--
; vgl. § 16 ZLG) erhöht wird (Abs. 1
lit
. b).
An dieser Regelung hat sich per
1.
Januar 2021 nichts geändert.
Generell finden nach
§
15 ZLG die Vorschriften, die für die jährliche Ergän
zungs
leistung nach
Art.
9 ff. ELG gelten, entsprechende Anwendung, soweit für die Beihilfe nichts Abweichendes bestimmt ist.
3.2
In der
Ü
bergangsbestimmung
zu
r
Änderung des ZLG
vo
m 1
4.
September 2020
wird
festgehalten, dass der Mindestanspruch auf Ergänzungsleistungen von
Be
-
zügerinnen
und Bezügern, für die
während der dreijährigen Übergangsfrist
im ELG das bisherige Bundesrecht gi
lt,
dem Betrag gemäss
alt
Art
.
10
Abs.
3
lit
. d ELG entspricht (
Pauschalbetrag
, welcher der kantonalen beziehungsweise regio
nalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung ent
spricht), und die Durchführungsstellen sind angewiesen, der Sozialversicherungs
an
stalt des Kantons Zürich
für diese Personen
den monatlichen Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpfleg
eversicherung
zu melden.
4.
4.1
Gemäss
§
20
Abs.
1
ZLG können die Gemeinden Gemeindezuschüsse zu den Bei
hilfen gewähren, die nicht als Einkommen anzurechnen sind.
Nach
Art.
4
Abs.
1 der s
tadtzürcherischen
ZVO
wird für die Berechnung des jähr
lichen Gemeindezuschusses auf die Bedarfsrechnung für die gesetzliche Beihilfe abgestellt, wobei die tatsächlich ausgerichtete Beihilfe als Einnahme angerechnet wird. Dabei wird bei zu Hause wohnenden Personen der Betrag für den allge
meinen Lebensbedarf um die Beträge in Art. 3 Abs. 1
ZVO
erhöht (für Allein
stehende
Fr.
3’900
.--), und der so ermittelte Bedarf wird
nach
Art.
4
Abs.
2
ZVO
um den Mietzinsanteil erhöht, der nach Abzug
des im Einzelfall möglichen ge
setzli
chen Mietzinsabzuges verbleibt. Der
Erhöhungsbetrag war
bis Ende 2020 auf
maximal
Fr. 3‘300.--
begrenzt
(
Art.
4
Abs.
2
altlit
. b
ZVO
), per Anfang 2021 wurde
der maximale Erhöhungsbetrag
für Alleinstehende auf
Fr.
1
’
560.–
- redu
ziert (
Art.
4
Abs.
2
lit
. b
ZVO
).
Im Übrigen erklärt
Art.
12
Abs.
1
ZVO
die Bestimmungen des ZLG sinngemäss auch für die Gemeindezuschüsse als anwendbar.
4.2
Übergangsrechtlich gilt nach
Abs.
1 der
Übergangsbestimmung
zur Teilrevision der ZVO
vom 2
1.
Oktober 2020
für zu Hause wohnende Personen, der
en
Ergän
zungsleistungen nach dem ELG gestützt auf die dortige Übergangsregelung
nach dem bisherigen Recht berechnet werden,
während der Übergangsfrist
die bis
he
rige
Regelung nach
Art.
4
Abs.
2
alt
lit
. b
ZVO
zum Mietzins.
Des
W
eiteren kann nach
Abs.
2 dieser Übergangsbestimmung f
ür zu Hause woh
nende
Personen, deren Anspruch auf Zu
satzleistungen während der Übergangs
frist insgesamt tiefer als bisher ausfällt oder ganz wegfällt,
in
Einzelfällen zur Abwendung von Notlagen ein ausserordentlicher Gemeindezuschuss ausgerichtet werden.
Der Anspruch auf ausserordentliche Gemeindezuschüsse
bei Notlagen ist in Art. 11 ZVO
statuiert. Eine Notlage im Sinne dieser Bestimmung liegt nach
Art. 10 AZVO
vor, wenn keine Behebung durch Anpassung der jährlichen Zusatz
leistungen oder Vergütung von Krankheitskosten behoben werden kann (
lit
. a) und das verfügbare Vermögen
Fr.
8’000.-- nicht übersteigt (
lit
. b).
5.
Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Zusatzleistungsanspruchs, der dem Be
schwerdeführer für die Zeit ab Januar 2021 zusteht.
6.
6.1
Zur Ermittlung des bundesrechtlichen Anspruchs auf E
rgänzungsleistungen ver
glich die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die Übergangsregelung zur Änderung des ELG vom 2
2.
März 2019 den Anspruch, der aus der Anwendung des neuen, per
Anfang
Januar 2021 revidierten ELG
resultiert
(
Urk.
9/V41 S. 4)
, mit dem Ansp
ruch, der sich bei Anwendung der
bisherigen, bis Ende Dezember 2020 in Kraft gewesenen Bestimmungen des ELG ergibt
(
Urk.
9/V41 Anhang S.
2).
Bei der Berechnung nach
dem bisherigen Recht
(
Urk.
9/V41 Anhang S. 2)
setzte die Beschwerdegegnerin
angesichts des
tatsächlichen
Mietzinses des Beschwerde
führers von
Fr.
1'750.-- im Monat beziehungsweise
Fr.
21'000.-- im Jahr (Miet
vertrag in
Urk.
9/141)
in Anwendung von
alt
Art
.
10
Abs.
1
lit
. b Ziffer
1 ELG
den Höchstbetrag für
allein lebende
Personen von
Fr.
13‘200.--
ein, den Betrag
für die obligatorische Krankenpflegeversicherung
bemass
sie gestützt auf
alt
Art
.
10
Abs.
3
lit
. d ELG nach der Durchschnittsprämie der Prämienregion 1 des Kantons Zürich von
Fr.
6‘252.-- (
Art.
3 der Verordnung über die Durchschnittsprämien 2021 der Krankenpflegeversicherung für die B
e
rechnung der Ergänzungsleis
tun
gen), und der Betrag von
Fr.
19‘610.-- für den allgemeinen Lebensbedarf im Sinne von
alt
Art
.
10
Abs.
1
lit
. a ELG
gründet auf
Art.
1
lit
. a der Verordnung 21 über Anpassungen bei den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV.
Im Rahmen der Berechnung nach dem revidierten Recht
(
Urk.
9/V41 S. 4)
be
rücksichtigte die Beschwerdegegnerin für den allgemeinen Lebensbedarf wiede
rum den Betrag von
Fr.
19‘610.-- nach dem
in dieser Hinsicht
unverändert ge
bliebenen
Art.
10
Abs.
1
lit
. a ELG. Des Weiteren gelangte sie
in Anwendung von
Art.
10
Abs.
1
lit
. b Ziffer 1 ELG (in Verbindung mit der einschlägigen Verord
nung) zum Einbezug des neuen Höchstbetrages von
Fr.
16‘440.--
für den Miet
zins.
Den Betrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung
schliesslich
bemass
sie
gestützt auf die revidierte Regelung in
Art.
10
Abs.
3
lit
.
d ELG
und
Art.
16d ELV
anhand der
Prämie von monatlich
Fr.
300.40 beziehungsweise jährlich
Fr.
3'604.80, welche der Beschwerdeführer der
Assura
Basis
SA
(
Assura
)
im Jahr 2021
für die obligatorische Krankenpflegeversicherung
im Versiche
rungs
modell
PharMed
bei einer Franchise von
Fr.
2'500.-- schuldete (vgl. die Übersicht im Anhang zu
Urk.
9/144)
.
Auf diese Weise resultierten nach bisherigem Re
cht anerkannte Ausgaben von
Fr.
39'062.-- und nach neuem Recht anerkannte Ausgaben von
Fr.
39‘654
.8
0.
Nach Abzug der anrechenbaren Einnahme
n in Form der AHV-Rente von Fr.
15‘084.-- (
Art.
11
Abs.
1
lit
. d ELG) ergab sich nach bisherigem Recht ein
Ausgabenüberschuss von
Fr.
23‘978.-- und nach neuem Recht ein solcher von
Fr. 24‘570.80 (
Urk.
9/V41 S. 4 und Anhang S. 2).
6.2
Der höhere Ausgabenüberschuss von
Fr.
24‘570.80 führte die Beschwerdegeg
nerin
in Anwendung d
er dargelegten Übergangsregelung
zur Berechnung des Ergänzungsleistungsanspruchs des Beschwerdeführers nach dem revidierten, An
fang Januar 2021 in Kraft getretenen Recht.
Diese Berechnung ergab einen Ge
samtbetrag an bundesrechtlichen Ergänzungsleistungen inklusive Kranken
kassen
prä
mien in der Höhe von
Fr.
2‘
048.40
im M
onat
(
Urk.
9/V41 S. 4)
, wovon
der Betrag von
Fr.
300.40 auf die Krankenkassenprämien fiel und direkt
der
A
ssura
zu überweisen war (vgl.
Art.
21a ELG
).
Zum Anspruch auf bundesrechtliche Ergänzungsleistungen kamen die kantonale Beihilfe und der Gemeindezuschuss hinzu.
Die Beihilfe belief sich
sowohl 2020 als auch 2021 nach der gleich gebliebenen Regelung in §
§
16 und 17 ZLG
auf den Höchstbetrag für Alleinstehende von
jährlich
Fr.
2‘42
4
.--
beziehungsweise monatlich
Fr.
202.--
(
Urk.
9/V41 S. 4)
. Demgegenüber wandte die B
eschwerde
gegnerin bei der
Festsetzung des Gemeindezuschusses
die auf Anfang 2021 in Kraft gesetzte Änderung von
Art.
4
Abs.
2
lit
. b
VZO an,
mit welcher der
Betrag für den Mietzins, soweit er den anerkannten Betrag nach ELG überstieg,
für Alleinstehende
von
Fr.
3'300.-- auf
Fr.
1'560.-- herabgesetzt worden war
.
Damit leiste
te sie an die Differenz von Fr.
4'560.-- zwischen dem tatsächlichen jähr
lichen Mietzins von
Fr.
21'000.-- und dem anerkannten
Höchstbetrag von
Fr.
16‘4
40.-- nach dem revidierten Art.
10
Abs.
1
lit
. b Ziffer 1 ELG nur den neuen gemeinderechtlichen Höchstbetrag von
Fr.
1‘560.-- anstelle des bis Ende 2020 vorgesehenen Höchstbetrag
es von Fr.
3‘300.--. Zusammen mit dem unverändert gebliebenen Betrag von
Fr. 3‘900.
(für Alleinstehende) nach
Art.
3
Abs.
1 ZVO
re
sultierte daraus ein
Gemeindezuschuss von
Fr.
5'460.--
im Jahr
beziehungs
weise
Fr.
455.-- im Monat
(
Urk.
9/V41 S. 4).
Der Gesamtanspruch an Zusatzleistungen, den die Beschwerdegegnerin
in An
we
n
dung des per Anfang Januar 2021 revidierten Rechts
ermittelte, belief sich somit
einschliesslich Krankenkassenprämie
auf
monatlich
Fr.
2'705.40
(Fr.
2‘048.40 +
Fr.
202.-- +
Fr.
455.--
;
Urk.
9/V41 S. 1 und S. 4).
7.
7.1
Der Beschwerdeführer
anerkannte die Berechnungen der Beschwerdegegnerin ausdrücklich als zutreffend (
Urk.
1 S. 1; vgl. auch
Urk.
9/144 S. 2)
, und sie halten zudem
der gerichtlichen Prüfung von Amtes wegen S
tand.
Feststehend und unbestritten ist damit auch, dass
die
bundesrechtlichen Ergän
zungsleistungen
für sich allein
um den jährlichen Betrag von
Fr.
592.80
(Fr. 24‘570.80 abzüglich von
Fr.
23‘978.--)
beziehungsweise um den monatlichen Betrag von
Fr.
49.40 höher ausfallen, wenn sie nach neuem statt nach bisherigem Recht berechnet werden.
Ebenso
steht aber
fest, dass
der Einbezug der kantonalen Beihilfe und des Gemeindezuschusses in die Vergleichsrechnung bei Anwendung des bisherigen Rechts zu einem höheren Gesamtanspruch an Zusatzleistungen führt als bei Anwendung des neuen Rechts.
Dies ergibt sich aus der Verminderung des Gemeindezuschusses um
Fr.
1‘740.--
im Jahr beziehungsweise
um
Fr.
145.-- im Monat aufgrund der Reduktion des Höchstbetrages des Mietzinszuschusses von
Fr.
3‘300.-- auf
Fr.
1‘560.--, wie es der Beschwerdeführer zutreffend dar
stellte
(
Urk.
9/144 S. 2
).
Bei der Berechnung nach neuem Recht
steht somit der Erhöhung der Ergänzungsleistungen um monatlich
Fr.
49.40 eine Herabsetzung des G
emeindezuschusses um
monatlich
Fr.
145.-- gegenüber, woraus der vom Beschwerdeführer errechnete Minusbetrag von
Fr.
95.60 resultiert.
Auf diesen Minusbetrag von
Fr.
95.60 bezog sich der Beschwerdeführer für seine Auffassung, sein Zusatzleistungsanspruch sei nach bisherigem Recht festzulegen.
7.2
Für den Einbezug der kantonalen Beihilfe und des Gemeindezuschusses in d
ie Ver
gleichsrechnung berief
sich
der Beschwerdeführer
auf den Wortlaut
der Über
gangsregelung im ELG, wonach die befristete Weiteranwendung des bisherigen Rechts dort erfolgt, wo die EL-Reform
insgesamt
einen tieferen Betrag der jähr
lichen Ergänzungsleistungen oder einen Verlust des Anspruchs auf eine jährliche Ergänzungsleistung zur Folge hat
(
Urk.
1 S. 2
,
Urk.
9/144 S. 1
).
Es gilt indessen zu beachten, dass sich das Wort
insgesamt
explizit auf die jährliche
Ergän
zungs
leistung
, also auf den bundesrechtlichen Zusatzleistungsanspruch nach dem ELG bezieht
.
Insgesamt
kann somit nur bedeuten
,
dass in die Vergleichsrechnung
sämtliche Berechnungspositionen des ELG
einzubeziehen sind
,
dass
es
also nicht
auf die Besser- oder Schlechterstellung in einzelnen Positionen - beispielweise Mietzins (Besserstellung
des Beschwerdeführers
nach neuem Recht) und Kranken
kassenprämie (Besserstellung
des Beschwerdeführers
nach bisherigem Recht) - an
kommt, sondern
dass
eine Gesamtrechnung vorzunehmen ist
(vgl. das von der Beschwerdegegnerin zitierte
Kreisschreiben
des Bundesamtes für Sozialversiche
rungen
zum Überga
ngsrecht der EL-Reform [KS
R EL],
Rz
2211)
.
Hingegen kann
aus der Wendung
insgesamt
schon de
swegen nicht auf eine Anweisung ge
schlossen
werden, in die Vergleichsrechnung auch die kantonale Beihilfe und den Gemeindezuschuss einzubeziehen
, weil die Kantone nach
Art.
2
Abs.
2 ELG
zur eigenständigen Festlegung des Anspruchs auf kantonale
Zusatzleistungen befugt
sind und
die zusätzlichen Gemeindezuschüsse sogar ausschliesslich kantonal ge
regelt sind und im Kanton Zürich aufgrund der Kompetenzübertragung in
§
20
Abs.
1
ZLG auf einer eigenständigen Regelung auf Gemeindeebene basieren.
Es liegt somit in der alleinigen Kompetenz des Kantons Zürich und der Stadt Zürich, den Anspruch auf kantonale Beihilfe beziehungsweise auf einen Gemein
de
zuschuss für die Zeit ab dem Inkrafttreten der Änderungen des revidierten ELG
Anfang 2021 festzulegen und allfällige übergangsrechtliche Regelungen zu treffen
.
7.3
Damit ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin korrekt,
in die Vergleichs
rech
nung
, die in der Übergangsregelung
des ELG vorgesehen ist, nur den Anspruch auf die bundesrechtlichen Ergänzungsleistungen einzubeziehen, und ebenfalls korrekt ist die Anwendung des revidierten Rechts aufgrund des Ergebnisses dieser Vergleichsrechnung.
Dabei
schliesst
die vorgeschriebene Gesamtrechnung insbesondere auch
die Mög
lichkeit
aus, der Schlechterstellung im Bereich der Krankenkassenprämie geson
dert Rechnung zu tragen
. Es trifft zwar
entsprechend dem Hinweis des Be
schwerdeführers
zu
(vgl.
Urk.
1 S. 2,
Urk.
9/144 S. 1)
, dass die neue Regelung in
Art.
10
Abs.
3
lit
. d ELG
es
den Bezügern nicht mehr erlaubt, durch die Wahl einer Krankenkasse, die besonders günstige Prämien anbietet, oder durch die Wahl eines Versicherungsmodells mit Prämienermässigung (
Art.
62
des Bundes
gesetzes üb
er die Krankenversicherung, KVG)
über die Ergänzungsleistungen eine Prämienpauschale zu erhalten, die höher ist als die tatsächlichen Prämienkosten (vgl.
Carigiet
/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV
,
3.
Auflage, Zürich 2021, S. 197 N 497
).
Von der Beschränkung der Leistungen auf die tatsächlich geschul
deten Prämien kann jedoch
nach dem revidierten Recht
nur dort abgewichen werden, wo der Mindestanspruch im Sinne von
Art.
9
Abs.
1 ELG
tangiert
wird, was vorliegend nicht der F
all ist. Auch die Übergangsbestimmung zur Änderung des ZLG vom 1
4.
September 2020 führt zu keinem anderen Ergebnis, da es darin nur um diejenigen Bezüger geht, für die
während der dreijährigen Übergangsfrist
das bisherige
ELG
gilt.
8.
8.1
Gesondert zu prüfen ist nach dem vorstehend Ausgeführten
der Anspruch des Be
schwerdeführers auf kantonale Beihilfe und auf den Gemeindezuschuss ab Januar 2021.
8.2
Die Beschwerdegegnerin
hielt hierzu fest, dass kantonales und kommunales Recht dem Bundesrecht folgten und somit die Beihilfe und der Gemeindezuschuss eben
falls nach dem ab 2021 geltenden Recht zu berechnen seien, wenn sich der Ergänzungsleistungsanspr
uch nach dem neuen Recht richte (
Urk.
2 S. 2,
Urk.
8 S. 2).
Auf diese generelle Art f
ormuliert, ist d
er Hinweis
der Beschwerdegegnerin
miss
verständlich. Denn die
von der Beschwerdegegnerin
zitierten allgemeinen Be
stim
mungen über den Charakter der Beihilfe und des Gemeindezuschusses als Leistungen, die zu den Ergänzungsleistungen hinzutreten, und über die ergän
zen
de Anwendbarkeit des übergeordneten Rechts (
§
1 ZLG sowie
Art.
1 und
Art.
12 ZVO; vgl.
Urk.
8 S. 2) lassen für sich allein noch nicht den Schluss
zu, dass das neue
Kantons- und G
emeinderecht immer dann anwendbar ist, wenn auf Bunde
seben
e da
s neue Bundesrecht zur Anwendung kommt
, und dass um
gekehrt das bisherige Kantons- und Gemeinderecht anwendbar ist, wenn die bun
desrechtlichen Ergänzungsleistungen nach dem bisherigen Recht zu berechnen sind.
Ohne e
ine spezifische Übergangsregelung im kantonalen und kommunalen Recht
gilt nämlich vielmehr
der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, wonach
der Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen
sind
, die in Kraft gestanden sind, als sich der Sachverhalt verwirklicht hat, der zu den materiellen Rechtsfolgen geführt hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
8.3
Was die kantonale Beihilfe betrifft, so sind allerdings
d
ie Bestimmungen zur An
spruchsberechnung
nach §
§
13 ff. ZLG im Jahr 2021 unverändert
gegenüber der bisherigen Rechtslage
geblieben
. Für diese Leistungsart
stellt sich
daher
die Frage nach de
m anwendbaren Recht nicht
.
8.4
Demgegenüber ist für die Gemeindezuschüsse in
Abs.
1 der
Übergangsregelung
der
ZVO
vorgesehen, dass der Mietzinszuschuss bei zu Hause wohnenden Per
sonen, deren Ergänzungsleistungsanspruch nach dem bisherige
n
Recht des ELG zu berechnen ist, nach der bisherigen Regelung in
Art.
4
Abs.
2
alt
lit
. b
ZVO
(
die Anspruch
auf einen höheren Zuschuss verleiht)
zu bemessen
ist.
Der Anspruch auf den Mietzinszuschuss wird auf diese Weise koordiniert mit dem anerkannten Mietzins nach
Art.
10
Abs.
1
lit
. b Ziffer 1 ELG:
W
eil der anerkannte Mietzins unter der bisherigen Regelung tiefer ist als unter der neuen Regelung, soll dafür umgekehrt der Zuschuss der Gemeinde entsprechend höher sein.
D
ie Ergänzungsleistungen des Beschwerdeführers
sind
indessen
nach dem neuen Recht
des ELG
zu berechnen
,
und die
dargele
gte Übergangsregelung in der ZVO
gelangt daher
nicht zur Anwendung. D
er Anspruch des Beschwerdeführers
auf den
Mietzinszuschuss richtet sich
daher
nach dem neu gefassten
Art.
4
Abs.
2
lit
.
b
ZVO
und beträgt somit gemäss der zutreffenden Berechnung der Beschwerde
gegnerin nur noch
Fr.
1'560.-- anstelle des bisherigen Betrag
e
s von
Fr.
3'300.--.
9.
Damit hat die Beschwerdegegnerin die Ansprüche des Beschwerdeführers auf bundesrechtliche Ergänzungsleistungen, auf kantonale Beihilfe und auf den Ge
meinde
zuschuss für die Zeit ab Anfang 2021 rechtskonform festgelegt.
Ob die Voraussetzungen für einen Anspruch auf einen
ausserordentlichen
Ge
meindezuschuss nach
Abs.
2 der Übergangsbestimmung der VZO in Verbindung mit
Art.
11 ZVO und
Art.
10 AZVO
erfüllt sind, ist nicht Gegenstand des vor
liegenden Verfahrens, sondern die Beschwerdegegnerin
hat den Beschwerde
füh
rer hierfür auf einen separaten Antrag verwiesen (vgl.
Urk.
2 S. 2).
Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.