Decision ID: f3382d6b-eeb0-46ab-9206-604d0b3610fd
Year: 2017
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_001
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Vergabebehörde vom unrichtigen Sachverhalt aus, dass die
Zuschlagsempfängerin mit den von ihr eingesetzten Chauffeuren dem
Aufgebot für den Winterdienst innert der vorgegebenen halben Stunde
einhalten könne. Schliesslich habe die Zuschlagsempfängerin hinsichtlich
des Wohnortes des einzusetzenden Chauffeurs E._ in der Offerte
anstatt dessen richtigen Wohnortes O.1._ den Wohnort O.2._
angegeben und somit falsche Angaben gemacht. Am 28. März 2017
reichte die Beschwerdeführerin ein Korrigendum betreffend ein paar
Schreibfehler und vertauschte Parteibezeichnungen ein.
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5. Mit Schreiben des Instruktionsrichters vom 28. März 2017 wurde die
Zuschlagsempfängerin (nachfolgend Beschwerdegegnerin) in Anwendung
von Art. 40 VRG dem Verfahren beigeladen.
6. Mit Vernehmlassung vom 7. April 2017 beantragte die Vergabebehörde
(nachfolgend Beschwerdegegner) kostenfällig die Abweisung der
Beschwerde. Begründend führte der Beschwerdegegner an, dass die
Garagierung der Einsatzfahrzeuge auf dem betreffenden
Streckenabschnitt nicht fest vorgeschrieben sei. Zudem habe eine
Plausibilitätsprüfung ergeben, dass die eingesetzten Chauffeure die
geforderte Einsatzbereitschaft innert einer halben Stunden einhalten
könnten. Bei dem in O.1._ wohnhaften Chauffeur E._ gehe er
davon aus, dass dieser für die notwendigen Piketteinsätze als
Ersatzchauffeur in O.2._ übernachten werde. Es sei somit keine
Rechtsverletzung ausgewiesen, welche die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung rechtfertigen würde.
7. Gleichentags beantragte die Beschwerdegegnerin in ihrer
Vernehmlassung, die Beschwerde sei kostenfällig abzuweisen. Betreffend
den Garagierungsort habe der Beschwerdegegner mit der gewählten
Formulierung bewusst Spielraum gelassen. Die Beschwerdegegnerin
biete Gewähr dafür, dass die Pikett- und Einsatzvorschriften jederzeit und
unter allen Umständen eingehalten würden. Zudem würde der Wohnort
der Chauffeure nicht als Eignungskriterium genannt, was angesichts der
Organisationsfreiheit des Unternehmers und der langen Laufzeit des
Vertrages auch sachgerecht sei. Eine missverständliche Angabe zum
Wohnort von E._ sei nicht eine falsche Angabe, welche zum
Ausschluss aus dem Vergabeverfahren berechtigen würde. Denn die
E._ Gruppe, zu der die Beschwerdegegnerin gehöre, verfüge über
eine grössere Anzahl von Chauffeuren, welche in O.2._ oder
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Umgebung wohnten, und auf welche im Notfall zurückgegriffen werden
könne.
8. Die Beschwerdeführerin vertiefte mit Replik vom 13. April 2017 ihre
Argumentation. Aufgrund der von der Beschwerdegegnerin ins Recht
gelegten Adressliste bestehe neu der Verdacht, dass die E._ Gruppe
teils dieselben Fahrer und Ersatzfahrer auf anderen Strecken im Kanton
einsetze. Entsprechend verlange sie vom Beschwerdegegner die Edition
sämtlicher Submissionsverfahren für den Winterdienst betreffend die
Beschwerdegegnerin und eine F._ AG bzw. sämtliche
Submissionsakten betreffend Winterdienst, in welchen E._ als
Chauffeur oder Ersatzchauffeur aufgeführt sei.
9. Mit Schreiben vom 20. April 2017 verzichtete der Beschwerdegegner auf
eine Duplik. Die Beschwerdegegnerin wies in ihrer Duplik vom 21. April
2017 darauf hin, dass der Wohnort der Chauffeure in den
Submissionsbedingungen nicht vorgeschrieben und für die
Einsatzbereitschaft der Räumungsfahrzeuge auch nicht relevant sei. Da
die zur Edition anbegehrten Unterlagen kaum etwas zur Rechtsfindung
beitragen würden, sei der beschwerdeführerische Editionsantrag
abzuweisen.
10. Am 28. April 2017 bzw. 2. Mai 2017 reichten die Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin bzw. der Beschwerdegegnerin ihre Honorarnoten
ein.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie
im angefochtenen Vergabeentscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
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Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Vergabebeschluss des
Beschwerdegegners vom 14. März 2017, worin er den Zuschlag für die
Winterdienstarbeiten von 2017/2018 bis 2026/2027, Bezirk 1, Auftrag 8,
Abschnitt O.2._ zum Preis von Fr. 66'830.40 (inkl. MWST) an die
Beschwerdegegnerin erteilte.
2. Auf das vorliegende Verfahren gelangen die interkantonale Vereinbarung
über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB; BR 803.510), das
kantonale Submissionsgesetz (SubG; BR 803.300) sowie die kantonale
Submissionsverordnung (SubV; BR 803.310) zur Anwendung. Die
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden zur
Behandlung der Beschwerde ist unbestritten; sie ergibt sich aus Art. 15
IVöB i.V.m. Art. 25 SubG. Als durch Beschwerde selbständig anfechtbare
Verfügung gelten unter anderem der Zuschlag (Art. 15 Abs. 1bis lit. e IVöB,
Art. 25 Abs. 2 lit. c SubG). Nach Art. 26 Abs. 1 SubG sind Beschwerden
schriftlich und begründet innert zehn Tagen seit Eröffnung der Verfügung
einzureichen. Diesbezüglich ist erstellt, dass der angefochtene
Vergabeentscheid vom 14. März 2017, mitgeteilt am 17. März 2017, der
Beschwerdeführerin am 18. März 2017 zugestellt und die
Beschwerdeschrift vom 27. März 2017 daher korrekt innert der
zehntägigen Anfechtungsfrist beim dafür örtlich, sachlich sowie auch
funktionell zuständigen Verwaltungsgericht erhoben wurde. Nachdem
vorliegend neben der Beschwerdeführerin nur noch die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdegegner ein Angebot unterbreitete,
hat die Beschwerdeführerin reelle Chancen auf den Zuschlag bei
Aufhebung der Vergabeverfügung (zu dieser Voraussetzung vgl. BGE
141 II 14 E.4.6-4.8). Da der Zuschlag nicht an sie selber, sondern an die
Beschwerdegegnerin erfolgte, ist die Beschwerdeführerin nachteilig
betroffen, weshalb sie im Sinne von Art. 50 des Gesetzes über die
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Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) zur Erhebung der
Beschwerde legitimiert ist. Auf die im Übrigen formgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten.
3. a) In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist vorab auf den Editionsantrag der
Beschwerdeführerin einzugehen. Sie verlangt vom Beschwerdegegner
die Edition sämtlicher Akten "Submissionsverfahren Winterdienst"
betreffend die Beschwerdegegnerin und eine F._ AG sowie
sämtliche Akten "Submissionsverfahren Winterdienst" der "E._
Gruppe", in denen E._ als Chauffeur oder Ersatzchaffeur aufgeführt
ist (vgl. Replik Rz. 12). Sie hege den Verdacht, dass die
Beschwerdegegnerin die auf ihrer Liste angeführten Chauffeure auch auf
anderen Strecken für den Winterdienst im Kanton einsetze (z.B. O.2._
– O.3._) und folglich für den Pikettdienst in vorliegender Sache nicht
zur Verfügung stehe (Replik Rz. 12). Die Beschwerdegegnerin hält dem
entgegen, dass dieser Verdacht weitgehend unberechtigt sei. Richtig sei
einzig, dass der auf der Liste angeführte G._, O.2._, für den
Winterdiensteinsatz auf der Strecke O.2._-O.3._ vorgesehen sei.
Zudem seien die Editionsbegehren völlig unverhältnismässig (Duplik
Rz. 9 f.). Es ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass nicht
ersichtlich ist, inwiefern die zur Edition beantragten Unterlagen neue
Erkenntnisse bringen könnten oder für die Beurteilung der vorliegenden
Angelegenheit relevant wären. Entscheidend ist einzig, dass die
Beschwerdegegnerin in der Lage ist, den Pikettdienst mit ihren
Chauffeuren innert 30 Minuten seit Aufgebot sicherzustellen (vgl.
Ziff. 4.13 der Offertunterlagen), was sie – wie nachfolgend aufzuzeigen
sein wird (vgl. nachstehend Erwägung 6) – auch überzeugend nachweist.
Weitere Beweismittel sind dazu nicht erforderlich. Folglich sind die beiden
Editionsanträge der Beschwerdeführerin abzulehnen.
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b) Weiter ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht festzuhalten, dass mit dem
vorliegenden Entscheid in der Sache selber die Beurteilung des
prozessualen Antrags der Beschwerdeführerin um Gewährung der
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde obsolet wird.
4. a) Gemäss Art. 1 Abs. 2 SubG bezweckt das öffentliche Beschaffungswesen
und Submissionsrecht insbesondere den wirksamen Wettbewerb unter
den Anbietern zu fördern (lit. a), die Gleichbehandlung aller Anbieter und
eine unparteiische Vergabe zu gewährleisten (lit. b), den wirtschaftlichen
Einsatz öffentlicher Mittel zu fördern (lit. c) sowie die Transparenz und
den Rechtsschutz bei Vergabeverfahren sicherzustellen (lit. d). In
Übereinstimmung mit dieser Zweckbestimmung erhält nach Art. 21 Abs. 1
SubG das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag. Kriterien zur
Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots sind insbesondere
Qualität, Preis, Erfahrung, Zweckmässigkeit, Termine, technischer Wert,
Ästhetik, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, Kreativität, Kundendienst,
Infrastruktur und Lehrlingsausbildung (vgl. die nicht abschliessende
Aufzählung in Art. 21 Abs. 2 SubG). Dem Preiskriterium kommt nach der
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden bei
der Mehrzahl der öffentlichen Arbeitsvergaben eine vorrangige Bedeutung
zu. Als allgemeine Faustregel gilt, dass dem Preis ein umso höheres
Gewicht zuzuerkennen ist, je einfacher der Schwierigkeitsgrad der
Auftragserfüllung ist. Als Richtschnur gilt, dass bei einfacheren Aufgaben
das Gewicht des Preises in der Regel nicht weniger als 50 % betragen
sollte. Umgekehrt darf der Preis bei hochkomplexen Aufträgen eine
untergeordnete Rolle spielen (so bereits PVG 2002 Nr. 36). Der
Auftraggeber gibt in der Ausschreibung oder in den
Ausschreibungsunterlagen die zur Anwendung gelangenden
Zuschlagskriterien mit ihrer Gewichtung oder der Reihenfolge ihrer
Bedeutung bekannt (Art. 21 Abs. 3 SubG). Vorliegend wurden die
massgebenden Zuschlagskriterien unbestrittenermassen im Voraus
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bekannt gegeben und gewichtet: Preis 50 %, Ökologische Aspekte –
Abgasnormkategorie 20 %, Erfahrung und Referenzen 15 %, Qualität der
Garagierung für Fahrzeuge und Geräte 15 % (vgl. Offertunterlagen in
beschwerdegegnerischer Beilage [Bg-act.] 7 S. 5). Zudem wurden die
Angebote anhand einer zulässigen Bewertungsskala bewertet, welche im
Übrigen von der Beschwerdeführerin auch nicht bemängelt wird.
b) Art. 22 SubG statuiert Gründe, nach welchen ein Angebot von der
Berücksichtigung ausgeschlossen wird. Nach Art. 22 lit. d SubG wird ein
Anbieter von der Berücksichtigung ausgeschlossen, wenn er die
geforderten Eignungskriterien nicht oder nicht mehr erfüllt. Die
Eignungskriterien, welche der Ausschreiber in seinen
Ausschreibungsunterlagen festlegt, sollen sicherstellen, dass nur
geeignete Anbieter mit der erforderlichen fachlichen, wirtschaftlichen,
finanziellen und organisatorischen Leistungsfähigkeit für den konkreten
Auftrag berücksichtigt werden. Eignungskriterien sind in der Regel
Ausschlusskriterien, die entweder erfüllt sind oder nicht. Das Vorliegen
der verlangten Eignung führt zur Zulassung, deren Fehlen zum
Ausschluss vom Submissionsverfahren. Eignungskriterien sind
abzugrenzen von den Zuschlagskriterien, anhand derer unter den
geeigneten Anbietern das wirtschaftlich günstigste Angebot ermittelt wird
(vgl. Handbuch des öffentlichen Beschaffungswesens im Kanton
Graubünden, hrsg. vom Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement
Graubünden, Stand 1. Januar 2014, Ziff. 8.9). Im offenen Verfahren ist die
Eignung von der Vergabebehörde und der Beschwerdeinstanz
grundsätzlich aufgrund der Verhältnisse bei der Einreichung der Offerte
und aufgrund der zu diesem Zeitpunkt eingelegten Unterlagen zu prüfen
(vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des öffentlichen
Beschaffungsrechts, 3. Aufl., Zürich 2013, N 573).
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c) Zudem wird laut Art. 22 lit. e SubG ein Angebot auch dann von der
Berücksichtigung ausgeschlossen, wenn der Anbieter dem Auftraggeber
falsche Auskünfte erteilt oder das Selbstdeklarationsblatt nicht
wahrheitsgetreu ausgefüllt hat (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O.,
N 484-485). Nach der geltenden Rechtsprechung wird ein strenger
Massstab an das Erfordernis der Übereinstimmung zwischen den
Grundlagen in der Bauausschreibung und den eingereichten Offerten
gelegt, wollen besagte Bestimmungen doch sicherstellen, dass nur ein
solches Angebot berücksichtigt werden kann, das vollständig und den
Anforderungen genügend eingereicht wurde. Den Anbietern soll damit
gewährleistet werden, dass keiner der Wettbewerbsteilnehmer bevorteilt
wird bzw. alle mit gleich langen Spiessen kämpfen, während für die
Vergabebehörden andererseits damit eine klare, übersichtliche und zu
keinen Diskussionen Anlass gebende Ausgangslage geschaffen wird
(statt vieler: VGU U 07 44 vom 6. Juli 2007 E.1; PVG 2005 Nr. 33, 1999
Nr. 61 und 1997 Nr. 60). Diese Strenge findet ihre Grenzen allerdings im
Verbot des überspitzten Formalismus (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O.,
N 446-448; Urteile des Bundesgerichts 2C_782/2012 vom 10. Januar
2013 E.3.3 und 2D_50/2009 vom 25. Februar 2010 E.2.4).
d) Die Überprüfung von Vergabeentscheiden nach Art. 27 SubG beschränkt
sich auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder
Missbrauch des Ermessens sowie auf unvollständige oder unrichtige
Sachverhaltsfeststellungen (Abs. 1). Die Rüge der Unangemessenheit ist
ausgeschlossen (Abs. 2). Dagegen kann das Verwaltungsgericht nicht
sein Ermessen an die Stelle jenes der Vorinstanz setzen, sondern hat
Lösungen der Verwaltung zu akzeptieren, die mit sachlichen Gründen
vertretbar sind, auch wenn eine andere Lösung als zweckmässiger
erschiene. Bei Fragen technischer, technologischer, (bau)physikalischer
und methodologischer Art oder bei Angebotsbewertungen ist die
Kognition – wie bei Examina – praktisch auf Willkür begrenzt. Den
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Vergabebehörden kommt insbesondere bei der Bewertung der einzelnen
Angebote aufgrund der ausgewählten Zuschlagskriterien ein weiter
Ermessensspielraum zu. Ein verwendetes Bewertungs- und
Benotungssystem muss sachlich haltbar sein und auf alle Anbietenden in
gleicher Weise und nach gleichen Massstäben angewendet werden (vgl.
VGU U 06 140 vom 23. Januar 2007 m.w.H.).
e) Zu prüfen ist im Lichte der aufgeführten Rechts- und Sachlage
nachfolgend, ob die Vergabe im Sinne der eben gemachten
Ausführungen an das wirtschaftlich günstigste Angebot nach Art. 21
Abs. 1 SubG erteilt worden ist, mithin ob das Angebot der
Beschwerdegegnerin zu Recht nicht ausgeschlossen wurde und ob die
Vorinstanz diesbezüglich einen haltbaren Entscheid getroffen hat. Im
Zusammenhang mit dem Ausschluss des Angebots der
Beschwerdegegnerin bringt die Beschwerdeführerin drei Rügen vor.
Erstens habe sich der Standort der Fahrzeuge nach den Vorgaben der
Ausschreibung innerhalb der Einsatzstrecke zu befinden (vgl. dazu
nachstehend Erwägung 5). Zweitens könne die Beschwerdegegnerin den
Pikettdienst und das Aufgebot für den Winterdienst nicht innert der
vorgesehenen 30-minütigen Frist beginnen (vgl. dazu nachstehend
Erwägung 6). Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin betreffend den
Wohnort ihres Ersatzchauffeurs E._ falsche Angaben gemacht,
indem sie anstelle seines tatsächlichen Wohnsitzes (O.1._) O.2._
angegeben habe (vgl. dazu nachstehend Erwägung 7).
5. a) Die Beschwerdeführerin argumentiert bezüglich des Standortes der
Fahrzeuge, dass die Fahrzeuge gemäss Ziff. 4.24 der Offertunterlagen
(vgl. Bg-act. 7) in der Regel innerhalb der Einsatzstrecke, d.h. zwischen
O.2._ und O.4._, zu garagieren seien. Die Beschwerdegegnerin
garagiere ihre Fahrzeuge an der Pulvermühlenstrasse 64 in O.2._ und
damit – im Gegensatz zu der Beschwerdeführerin – nicht innerhalb der
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Einsatzstrecke. Es sei nicht einzusehen, weshalb vorliegend von dieser
Regel abgewichen werden müsse. Da die Beschwerdegegnerin die im
Voraus, d.h. in der Ausschreibung bzw. in den Vergabeunterlagen
verlangten Eignungskriterien nicht erfüllen würde, sei ihr Angebot gemäss
Art. 22 lit. d SubG von der Berücksichtigung auszuschliessen (vgl.
Beschwerde Rz. 13 f.). Dem hält der Beschwerdegegner entgegen, dass
eine Garagierung innerhalb der Einsatzstrecke grundsätzlich erwartet
werde, weil dadurch am besten Gewähr für die Einhaltung der
Einsatzzeiten bestehe. Aufgrund der offenen Formulierung ("in der
Regel") und der fehlenden Nennung zulässiger Abweichungen könne die
Vorgabe aber nicht als zwingend angesehen werden. Eine enge
Auslegung würde zudem unnötigerweise den durchaus erwünschten
Wettbewerb einschränken (vgl. Vernehmlassung des Beschwerdegegners
vom 7. April 2017 Rz. 4). Die Beschwerdegegnerin argumentiert
ergänzend, dass der Beschwerdegegner explizit darauf verzichtet habe,
einen Garagierungsort zu bezeichnen. Damit habe er implizit kundgetan,
auch Offerten mit Garagierungsort in O.2._ oder sogar ausserhalb von
O.2._ zu akzeptieren (vgl. Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin
vom 7. April 2017 Rz. 2).
b) Die massgebliche Bestimmung in den Offertunterlagen lautet wie folgt
(vgl. Ziff. 4.24 der Offertunterlagen [Bg-act. 7 S. 19]):
"4.24 Ort der Garagierung Das Fahrzeug ist in der Regel innerhalb der Einsatzstrecke zu garagieren. [...]"
(Unterstreichung hinzugefügt)
Der Wortlaut der betreffenden Bestimmung ("in der Regel") bringt zum
Ausdruck, dass vom Grundsatz, wonach sich der Standort der Fahrzeuge
innerhalb der Einsatzstrecke zu befinden hat, nach Ermessen des
Beschwerdegegners abgewichen werden kann. Die Offertunterlagen
sehen nämlich nicht vor, dass vom Grundsatz nur unter besonderen
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Voraussetzungen abgewichen werden dürfte. Vielmehr steht es im
Ermessen des Beschwerdegegners, welchen Standort der Fahrzeuge er
als zulässig und opportun erachtet. Da die Beschwerdegegnerin das
Eignungskriterium betreffend Garagierungsort entgegen der
beschwerdeführerischen Ansicht erfüllt, ist auch ein Ausschluss aufgrund
von Art. 22 lit. d SubG (vgl. dazu vorstehend Erwägung 4b) nicht weiter zu
prüfen bzw. zu verneinen. Die entsprechende Rüge der
Beschwerdeführerin erweist sich damit als unbegründet.
6. a) Mit Bezug auf die Vorgabe, dass die Abfahrt vom Streckenbeginn
O.2._ spätestens 30 Minuten nach erfolgten Aufgebot zu erfolgen hat
(vgl. Ziff. 4.13 der Offertunterlagen [Bg-act. 7 S. 17]) stellt sich die
Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass ihr anlässlich der
Besprechung zur Akteneinsicht mitgeteilt worden sei, dass es sich dabei
um eine der wichtigsten Eignungsvoraussetzungen handle. Der
Beschwerdegegner gehe vom unrichtigen Sachverhalt aus, dass die
Beschwerdegegnerin diese Vorgabe erfüllen könne. Der Chauffeur
H._ brauche von seinem Wohnort in insgesamt 46-55 Minuten, und
auch der Ersatzchauffeur E._, welcher in O.1._ wohne, könne die
Zeitvorgabe von 30 Minuten nicht einhalten. Da die Beschwerdegegnerin
die im Voraus, d.h. in der Ausschreibung bzw. in den Vergabeunterlagen
verlangten Eignungskriterien nicht erfüllen würde, sei ihr Angebot gemäss
Art. 22 lit. d SubG von der Berücksichtigung auszuschliessen (vgl.
Beschwerde Rz. 10 ff.). Der Beschwerdegegner sieht die Vorgaben als
eingehalten. Chauffeur H._ würde gemäss Twixroute-
Routenberechnung rund 21 Minuten von sich Zuhause zum Einsatzort
(O.2._) benötigen; die restlichen rund 10 Minuten würden dem
Chauffeur für die Bereitstellung, Vorbereitung etc. zur Verfügung stellen.
Beim Ersatzchauffeur E._ gehe er davon aus, dass dieser für die
notwendigen Piketteinsätze in O.2._ übernachten würde (vgl.
Vernehmlassung vom 7. April 2017 Rz. 4). Die Beschwerdegegnerin ist
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der Ansicht, dass es nirgends vorgeschrieben sei, dass die Chauffeure
innerhalb der vorgegebenen 30 Minuten von ihrem Wohnort aus zum
Fahrzeug und mit diesem zur Einsatzstrecke gelangen müssten; vielmehr
müsste lediglich gewährleistet sein, dass der Piketteinsatz spätestens 30
Minuten nach erfolgtem Aufgebot zu beginnen habe. Wie sich die
Anbieter hierfür organisierten, sei ihnen freigestellt. Sie organisiere sich
so, dass bei einem zu erwartenden Piketteinsatz die Chauffeure mit
Arbeiten im Werkhof betraut würden und für Nachteinsätze in O.2._
übernachten würden. Deshalb biete sie ihren Chauffeuren zum Beispiel
einen komplett ausgestatteten und beheizten Aufenthaltsraum mit
Schlafgelegenheit an, wo sie bei unsicheren Wetterlagen auf ihren
Einsatz warten könnten. Zudem arbeiteten für die Zuschlagsempfängerin
zahlreiche andere Chauffeure, welche in O.2._ wohnten und notfalls
aufgeboten werden könnten (Vernehmlassung vom 7. April 2017 Rz. 3).
b) Die massgebliche Bestimmung lautet wie folgt (vgl. Ziff. 4.13 der
Offertunterlagen [Bg-act. 7 S. 17]):
"4.13 Pikettdienst und Aufgebot [...] Die Abfahrt vom definierten Streckenbeginn gemäss Ziffer 4.25 [O.2._–
O.4._] hat spätestens 30 Minuten nach erfolgtem Aufgebot zu erfolgen. [...]"
Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass die Offertunterlagen
lediglich vorschreiben, dass die fraglichen Chauffeure im Falle der
Auslösung eines Piketteinsatzes diesen spätestens 30 Minuten nach
erfolgtem Aufgebot beginnen müssen. Wie sich die Anbieterin mit den
einzusetzenden Chauffeuren im Hinblick auf die Piketteinsätze
organisiert, ist jedoch ihr überlassen; eine Pflicht, dass die Chauffeure
den Einsatzort O.2._ innerhalb von 30 Minuten von ihrem Wohnort
aus erreichen müssen, lässt sich der zitierten Bestimmung nicht
entnehmen. Die Beschwerdegegnerin führt aus, dass sie in Zeiten, in
welchen infolge Schneefalls ein Pikettaufgebot zu erwarten ist, zumindest
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einem der Chauffeure Arbeiten in der Nähe des Garagierungsortes des
Einsatzfahrzeuges zuweist, z.B. Unterhaltsarbeiten im Werkhof, oder den
Chauffeur im firmeneigenen Aufenthaltsraum inkl. Schlafgelegenheit (vgl.
dazu Fotos in Beilage 4 der Beschwerdegegnerin) übernachten lässt.
Somit kommt es tatsächlich nicht mehr auf den Wohnort oder
zivilrechtlichen Wohnsitz des Chauffeurs an und es spielt auch keine
Rolle mehr, ob der Chauffeur während der Dauer des Auftrages seinen
Wohnsitz bzw. -ort wechselt oder nicht. Dass es nicht auf den Wohnort
der Chauffeure ankommen kann, ergibt sich auch daraus, dass der
Auftrag auf zehn Jahre vergeben wird und Fluktuation der Mitarbeiter
bzw. Wohnortwechsel der Chauffeure durchaus denkbar sind und nicht
dazu führen können, dass die Zuschlagsempfängerin den Auftrag verliert.
Indem die Beschwerdegegnerin aufzeigt, dass sie in der Lage ist, die
Chauffeure entsprechend einzusetzen und notfalls am Firmensitz
unterzubringen, erbringt sie den Nachweis, dass die Einsatzzeit gemäss
Art. 4.13 Offertunterlagen in jedem Fall gewährleistet ist. Da die
Beschwerdegegnerin dieses Eignungskriterium erfüllt, ist ein Ausschluss
aufgrund von Art. 22 lit. d SubG nicht weiter zu prüfen bzw. zu verneinen.
Entsprechend erweist sich auch die zweite Rüge der Beschwerdeführerin
als unbegründet.
7. a) Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, dass die Beschwerdegegnerin
eine falsche Auskunft betreffend den Wohnort von E._ erteilt habe,
indem sie als Wohnort O.2._ und nicht O.1._ angegeben habe.
Erst aufgrund dieser Falschangabe erscheine die Beschwerdegegnerin
für die Winterdienstarbeiten zwischen O.2._ und O.4._ geeignet.
Aufgrund dieser falschen Auskunft sei die Beschwerdegegnerin gestützt
auf Art. 22 lit. e SubG vom Vergabeverfahren auszuschliessen
(Beschwerde Rz. 16). Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, dass
die falsche Auskunft keinen Ausschlussgrund darstelle. Es sei zwar
richtig, dass E._ seinen zivilrechtlichen Wohnsitz in O.1._ habe;
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tatsächlich verbringe er aber einen Grossteil seiner Arbeitszeit in
O.2._ und Umgebung, wo er auch die Möglichkeit habe, bei seiner
Mutter oder im Notfall auf einer Pritsche im Werkhof zu übernachten
(Vernehmlassung vom 7. April 2017 Rz. 6).
b) Gemäss Art. 22 lit. e SubG wird ein Angebot von der Berücksichtigung
ausgeschlossen, wenn der Anbieter dem Auftraggeber falsche Auskünfte
erteilt oder das Selbstdeklarationsblatt nicht wahrheitsgetreu ausgefüllt
hat (vgl. dazu vorstehend Erwägung 4c). Die Beschwerdegegnerin gab in
den Offertunterlagen betreffend E._ unter "Wohnort" "O.2._" an
(vgl. Bg-act. 7 S. 6/13). Bezüglich der von der Beschwerdeführerin
behaupteten Falschangabe (O.2._ anstatt O.1._) ist vorab
festzuhalten, dass der Begriff "Wohnort" missverständlich ist. So kann
darunter nicht nur, wie die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend
macht, der zivilrechtliche Wohnsitz gemeint sein, sondern ebenfalls der
Ort, an welchem sich der Chauffeur tatsächlich überwiegend aufhält.
Dieser muss nicht zwingend mit dem zivilrechtlichen Wohnsitz
übereinstimmen; Wochenaufenthalter beispielsweise halten sich nebst
dem Ort ihres zivil- bzw. steuerrechtlichen Wohnsitzes ebenfalls an einem
anderen Ort, oft dem Arbeits- oder Studienort, auf. Auch dieser Ort, an
welchem der Wochenaufenthalter meist unter der Woche wohnt, kann als
"Wohnort" verstanden werden. Aus Gesagtem folgt, dass es der
Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen werden kann, wenn sie die
Angabe betreffend "Wohnort" missverstanden haben sollte und mit
"O.2._" nicht den zivilrechtlichen Wohnsitz, sondern den Ort angeben
wollte, an welchem sich E._ tatsächlich überwiegend aufhält und im
Falle eines Piketteinsatzes übernachten könnte. Damit ist die von der
Beschwerdegegnerin gemachte Angabe nicht falsch, wenn E._ die
Möglichkeit hat, vor einem Einsatz in O.2._ entweder bei seiner Mutter
oder am Firmensitz zu übernachten. Zudem würde die blosse Angabe
"O.2._" anstatt "O.1._" für sich alleine nicht für einen Ausschluss
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des Angebots gemäss Art. 22 lit. e SubG reichen, da keine Hinweise im
Recht liegen, welche darauf schliessen liessen, dass die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdegegner täuschen und sich so
Vorteile sichern wollte. Zudem ist der zivilrechtliche Wohnsitz für die
Frage, ob die Voraussetzungen für den Pikettdienst nach Ziff. 4.13 erfüllt
sind, ohnehin nicht entscheidrelevant. Wie vorstehend bereits ausgeführt
(vgl. Erwägung 6), verlangt Ziff. 4.13 der Offertunterlagen lediglich, dass
die Abfahrt vom definierten Streckenbeginn spätestens 30 Minuten nach
erfolgtem Aufgebot zu erfolgen hat. Wie die Anbieterin dies sicherstellt, ist
ihr überlassen und damit eine innerbetriebliche Frage und hat nichts mit
dem Wohnsitz oder –ort der einzusetzenden Chauffeure zu tun. Ein
Ausschluss des Angebots der Beschwerdegegnerin wäre vor dem
Hintergrund, dass das öffentliche Beschaffungswesen und
Submissionsrecht insbesondere die Förderung des wirksamen
Wettbewerbes unter den Anbietern bezweckt (Art. 1 Abs. 2 SubG) und ein
Ausschluss der Beschwerdegegnerin den Wettbewerb unnötig
verunmöglichen würde (vgl. vorstehend Erwägung 4a),
unverhältnismässig und wäre als überspitzt formalistisch zu qualifizieren
(vgl. vorstehend Erwägung 4c). Dies gilt umso mehr, als dass – wie
soeben aufgezeigt wurde – der vom Beschwerdegegner in den
Offertunterlagen verwendete Begriff "Wohnort" missverstanden werden
kann und die Angabe "O.2._" der Beschwerdegegnerin aus diesem
Grund nicht zum Nachteil gereichen darf. Damit dringt die
Beschwerdeführerin auch mit ihrer dritten Rüge nicht durch.
8. a) Aus den genannten Gründen sind die Voraussetzungen gemäss Art. 22
SubG, welche einen Ausschluss der Offerte der berücksichtigten
Beschwerdegegnerin erfordert hätten, nicht gegeben. Insbesondere
liegen weder Gründe gemäss Art. 22 lit. d SubG (Nichterfüllung der
geforderten Eignungskriterien) noch Art. 22 lit. e SubG (falsche
Auskünfte) vor, welche einen Ausschluss des Angebots der
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Beschwerdegegnerin rechtfertigen würden. Sie erfüllt unter anderem
sowohl die Eignungskriterien gemäss Ziff. 4.24 (Garagierungsort) als
auch Ziff. 4.13 (Pikettdienst) der Offertunterlagen. Die Angabe des
Wohnortes O.2._ (anstatt O.1._) betreffend E._ ist nach dem
Gesagten unbeachtlich. Entsprechend hat der Beschwerdegegner die
Beschwerdegegnerin zu Recht nicht vom Verfahren ausgeschlossen und
hat deren Offerte zu Recht einer materiellen Bewertung unterzogen. Die
Beschwerde ist folglich abzuweisen.
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten in Anwendung von
Art. 73 Abs. 1 VRG zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die
Beschwerdeführerin beantragte in ihrer Beschwerde, es sei ihr der
Zuschlag für die Winterdienstarbeiten zum Preis von jährlich Fr. 83'596.30
zu erteilen. Angesichts der zehnjährigen Laufzeit des Vertrages ergibt
sich damit ein Zuschlagswert von insgesamt über Fr. 800'000.--. Aufgrund
der Höhe des Beschaffungswertes erscheint eine Staatsgebühr von
Fr. 4'000.-- als angemessen (vgl. etwa VGU U 07 40, U 07 41, U 07 44
sowie U 07 48-52, in welchen für die Schneeräumungsvergaben 2007-
2017 Staatsgebühren im Bereich von Fr. 3'000.-- bis Fr. 6'000.--
gesprochen wurden). Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende
Partei in der Regel überdies verpflichtet, der obsiegenden Partei alle
durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hat dem Verwaltungsgericht
am 2. Mai 2017 eine Honorarnote über Fr. 4'004.65.-- (gerundet),
bestehend aus einem Honorar nach Zeitaufwand von Fr. 3'600.-- (13.33 h
à Fr. 270.--; gerundet), Barauslagen von Fr. 108.-- sowie 8 %
Mehrwertsteuer von Fr. 296.65, eingereicht. Dieser Aufwand sowie die
geltend gemachten Barauslagen erscheinen dem Gericht als
angemessen. Da die Beschwerdegegnerin indes selber
mehrwertsteuerpflichtig und damit vorsteuerabzugsberechtigt ist, ist die
vorliegende Parteientschädigung ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen
- 19 -
(vgl. hierzu PVG 2015 Nr. 19 E.4). Dementsprechend ist die von der
Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zu leistende
aussergerichtliche Entschädigung auf Fr. 3'708.-- festzusetzen. Da der
Beschwerdegegner im Rahmen seines amtlichen Wirkungskreises
obsiegt hat, ist er nicht zu entschädigen (Art. 78 Abs. 2 VRG).
http://links.weblaw.ch/de/GR:%20PVG-2015-19
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