Decision ID: 77d0202c-2f8d-4457-b50c-49f12511e73e
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1955, geht seit 1995 keiner
bezahlten
regelmässi
gen Erwerbstätigkeit
mehr
nach (
Urk.
5/9) und bezieht wirtschaftliche Hilfe der Stadt Zürich (
Urk.
5/3/2-3).
Am 16. November 2011 meldete er sich wegen einem Alkoholproblem sowie wegen Knie- und Schulterbeschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/4).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte den Bericht des behandelnden Arztes
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Innere Medizin, vom
19. Dezember 2011 ein (
Urk.
5/13) und teilte dem Versicherten am 5. Januar 2012 mit, es seien keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (
Urk.
5/14). Mit dem Vorbescheid vom 9. Februar 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicher
ten unter Annahme eines Invaliditätsgrads von 36
%
die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht (
Urk.
5/24). Hiergegen liess der Versicherte am 29. Februar 2012 Einwand erheben (
Urk.
5/25). Mit der Verfügung vom
31. Mai 2012 entschied die IV-Stelle im Sinne des Vorbescheids (
Urk.
5/31).
Daraufhin
erhob der Versicherte am 31. Juni 2012 Beschwerde
beim
Sozialversicherungs
gericht
(
Urk.
5
/32).
Am 24. August 2012 hob die IV-Stelle die Verfügung vom 31. Mai 2012 mit der Begründung auf, dass noch weitere medizinische Abklä
rungen erforderlich seien (
Urk.
5/33). In der Folge schrieb das
Sozialversiche
rungsgericht
den Prozess mit Verfügung vom 29. August 2012 als gegen
standslos geworden ab (
Urk.
5/36).
1.2
Der Versicherte wurde mit Mitteilung vom 18. März 2013 zur polydisziplinären Begutachtung bei der
Z._
GmbH eingeladen (
Urk.
5/46). Wegen Nichterschei
nens des Versicherten
zu einem Teil der Untersuchung
en
wurde dieser Gutach
tensauftrag storniert (
Urk.
5/49,
Urk.
5/51
,
Urk.
5/52
,
Urk.
5/56
) und konnte lediglich
ein
Teilgutachten durch den Gutachter für Allgemeine Innere Medizin erstellt werden (
Urk.
5/53/12-15). Die IV-Stelle gab daraufhin ein
polydiszipli
näres
Gutachten
bei der
A._
AG,
Polydisziplinäre Medizinische Abklärun
gen
,
in Auftrag, welches am 5. November 2013 erstattet wurde (
Urk.
5/68).
Mit Vorbescheid vom 27. November 2013 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
5/71) und verfügte am 2
2.
Januar 2014 in diesem Sinne (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 2
2.
Februar 2014 Beschwerde und machte insbesondere geltend, es sei mindestens im orthopädischen Bereich eine neue neutrale medizinische Untersuchung nötig (
Urk.
1). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 28. März 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
4).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
-
werbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindes
tens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min
destens 60 % auf eine Dreiviertels
-
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
1.2
Alkoholismus (wie auch Drogensucht und Medikamentenabhängigkeit) begrün
det für sich allein keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird er invalidenversicherungsrechtlich erst relevant, wenn er eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden ein
getreten ist, oder wenn er selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 2
).
Was die
krankheitsbe
dingten
Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die
invalidenversicherungs
rechtliche
Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer
Sucht
krankheit
geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt (Urteil des Bundesgerichts
I 192/02 vom 23. Oktober 2002 E. 1.2.2 mit Hinweis
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1
IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist insbesondere ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwer
den berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zu
stände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizi
nischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser,
Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in
H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Aus dem Bericht über die ambulante Notfallbehandlung vom
2.
Juni 2007 der Notfallstation des Gesundheitszentrums
B._
ergibt sich, dass der
Versi
cherte sich
zu diesem Zeitpunkt beim Fussballspielen verletzt
hatte
. Als Diag
nose wurde eine Schulterluxation links mit
Tuberculum
majus
Abriss festge
halten (
Urk.
5/3/5). Der behandelnde Arzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allge
mein
e M
edizin, hielt am 25. April 2008
S
chmerzen
am rechten Knie,
eine schwere
fortgeschrittene aktivierte
Var
usgonarthrose
am linken Knie
und
S
chmerzen
der
recht
en Schul
t
er
fest
. Die Beschwerden des rechten Knies hätten sich durch einen Sturz im Februar 2007 verschlechtert und die Beschwerden der rechten
Schulter seien aufgrund dieses Sturzes aufgetreten, wobei sich die Schulterbeschwerden vor ungefähr einem Monat aufgrund einer ruckartigen Bewegung verschlechtert hätten.
Dr.
C._
erwähnte auch einen Status nach Schulterluxation mit
Tuberculum
Major Fraktur
auf der linken Seite
und führte aus, diese bereite dem Versicherten zur Zeit trotz
ossärer
Läsion keine Beschwerden (
Urk.
5/3/4).
2.2
Dr.
med.
D._
von der Universitätsklinik
E._
führte am
18. August 2008 die Diagnose
Beschwerden der rechten Schulter
sowie die Nebendiagnosen beidseitige
Varusgonarthrose
mit medialer degenerativer Meniskusläsion, Status nach Kniearthroskopie und
Teilmeniskektomie
am rechten Knie
sowie Status nach vorderer Kreuzbandläsion links
seitig
auf
. Dem Versicherten gehe es nach Infiltrationen der rechten
Schulter viel besser, wobei er
die Schulter frei und voller Kraft bewegen könne. Die Schulterproblematik führe zu keiner Arbeits
unfähigkeit, aber der Versicherte sei wegen der Knieproblematik seit dem
1. August 2008 zu 50
%
arbeitsunfähig (
Urk.
5/8/5).
2.3
Der behandelnde Arzt
Dr.
Y._
führte am 19. Dezember 2011 gegenüber der IV-Stelle die Diagnosen beidseitige chronische Schulterschmerzen, beidseitige
chronische Knieschmerzen bei
Varusgonarthrose
, chronische
r
Alkoholabusus
, chronische Bronchitis bei
Nikotinabusus
, beidseitige
r
Tinnitus mit extremer Lärmempfindlichkeit, beidseitige Sehnenverkürzung
Dig
. V der Hand sowie Depressionen auf.
Die Beweglichkeit von Schultern und Knien
sei
schmerzbe
dingt
deutlich eingeschränkt und es bestehe eine depressive Grundstimmung. Eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit sei anamnestisch seit Jahren vorhanden, aktuell seien maximal halbtä
g
ige Einsätze möglich.
Dem Versicherten sei es nicht zumutbar zu kauern, zu knien, auf Leitern und Gerüste zu steigen und Treppen zu steigen. Das Konzentrations- und Auffassungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit seien aufgrund von
Alkoholabusus
und Depressionen eingeschränkt (
Urk.
5/13). Im Bericht vom 3. Januar 2013 bestätigte
Dr.
Y._
diese Angaben (
Urk.
5/41).
2.4
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Handchirurgie und
für
Allgemeine Chirurgie,
führte im Bericht vom 20. März 2013 über eine
Xiapex
Infiltration die Diagnose einer
Dupuytren’schen
Flexionskontraktur des fünften St
r
ahl
s
links im Stadium III nach
Tubiana
auf (
Urk.
5/53/6-7).
Das allgemeininternistische Teilgutachten von
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Medizin
der
Z._
,
vom 2
2.
Mai 2013
wurde aufgrund des Abbruchs des Gutachtensauftrags
Urk.
5/49,
Urk.
5/51,
Urk.
5/52,
Urk.
5/56) offenbar
nicht abgeschlossen und
enthält
weder
Diagnosen
noch
äussert
es
sich zur Arbeitsfähigkeit (
Urk.
5/53/12-15).
2.5
Die IV-Stelle beauftragte das
A._
mit einem polydisziplinären Gutachten in den Bereichen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie und Psychiatrie, welches am 5. November 2013 erstattet wurde. Die Gutachter verfügten über die medizi
nischen Akten und untersuchten den Versicherten am 30. September und
7. Oktober 2013 (
Urk.
5/68/1-3).
Der Versicherte erklärte
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
, er halte sich für alkoholabhängig, was er aber nicht als Krankheit betrachte. Er habe bereits im Alter von 12
oder
13 Jahren mit regelmässigem Alkoholkonsum, überwiegend mit Bier, begonnen. Dabei habe er kontinuierlich steigende Mengen von zunächst einem bis später drei bis vier Litern Bier pro Tag konsumiert. Wegen wiederholten Alkoholabstürzen habe er immer wieder
seinen Arbeitsplatz verloren und er habe
zahlreiche Frakturen unter Alkohol
einfluss erlitten. Von Februar 2003 bis 2007 sei er alkoholabstinent gewesen, habe dann aber nach einem Sportunfall wieder zu trinken begonnen. Während es im Juni 2013 noch zu sieben „Abstürzen“ mit Trinkexzessen gekommen sei, sei er im letzten Monat nicht „abgestürzt“. Er habe den Alkoholkonsum mit durch Wasser verdünntes Bier auf einen Liter
Bier
pro Tag reduziert. Vor 16 Uhr beginne er kaum zu trinken. Er sei motiviert
,
seinen Alkoholkonsum zu redu
zieren und
zu
kontrollieren, nicht aber diesen gänzlich zu sistieren
. Medika
mente nehme er nicht regelmässig ein (
Urk.
5/68/4-6)
.
Dr.
H._
führte aus, beim Versicherten lägen keine gravierenden
,
durch die Alkoholkrankheit verursachte Organschäden wie zum Beispiel eine Leberzirrhose, eine
portale
Hypertension oder eine hepatische
Encephalopathie
vor. Die alkoholassoziierte
Hypertonie, die Polyneuropathie und die Kontrakturen im Bereich der Hände seien behandelbar und allenfalls
geringgradig
einschränkend beziehungsweise unter einer Alkoholkarenz gut
stabilis
i
erbar
(
Urk.
5/68/11)
.
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, hielt fest, der Versi
cherte klage im orthopädischen Bereich vorrangig über Schmerzen im Bereich der beiden Kniegelenke
, welche bei längerem Sitzen und nach 45 bis 60 Minu
ten Laufen aufträten
. Weiter klage er auch über gelegentliche Beschwerden im Bereich der be
iden Schultern, welche überwiegend bei schwerer körperliche
r
Arbeit aufträten. Für einen Morbus
Dupuytren
im Bereich der rechten Hand sei
für den 9. Oktober 2013
eine Operation geplant
. Der Versicherte
habe angege
ben
, es finde keine spezifische medikamentöse oder physiotherapeutische Behandlung statt. Am Untersuchungstag habe er eine Tablette
Mefenacid
und eine Tablette
Dafalgan
eingenommen (
Urk.
5/68/13)
.
Der Gutachter untersuchte den Versicherten klinisch (
Urk.
5/68/14-16) und berücksichtigte die
bildgeben
den
Untersuchungen der Universitätsklinik
E._
vom 9. April 2008 (
Urk.
5/68/16).
Im Rahmen der Beurteilung führte der Gutachter aus, der Versi
cherte könne nur noch körperlich leichte, wechselbelastende oder überwiegend sitzende Tätigkeiten ausüben, dies jedoch mit einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Gut geeignet seien zum Beispiel Arbeiten an Pforten, Auskunftstresen, in Tele
fondiensten, an Kassen oder im Detailhandel und auch die erlernte
Bürot
ätig
keit. Die derzeit ausgeübte Tätigkeit als Waldarbeiter sei aufgrund der hohen Stehbelastung und
Schwere
ungünstig, weshalb sie eher zu vermeiden sei
(
Urk.
5/68/17)
.
Gegenüber dem psychiatrischen Gutachter
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherap
i
e
, erklärte der Versicherte, seine Stimmung sei
durchaus
gut und er könne sich freuen. Er habe einen „Weltschmerz“,
was
bereits als Kind so gewesen
sei
, aber lebensmüde Gedanken habe er nie gehabt.
Der Antrieb sei gut und schwanke lediglich manchmal. Ängste habe er keine, hin und wieder bemerke er eine innere Unruhe. Konzentration und Gedächtnis funktionierten sehr gut. In psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behand
lung habe er sich nie befunden. Zu seinem 1983 geborenen Sohn habe er keinen Kontakt mehr. Der Kontakt zum Freundeskreis sei gering, da er in sozialen Situationen Alkohol konsumiere
(
Urk.
5/68/18-22)
. Der Gutachter hielt fest, der Versicherte wirke im Gespräch unruhig und teilweise etwas angespannt.
Der Rapport sei weitschweifig und ausgreifend, insgesamt aber noch ausreichend geordnet. Im Gespräch halte er guten Augenkontakt, im weiteren Kontakt sei er freundlich und offen
(
Urk.
5/68/22)
. Als psychiatrische Beurteilung hielt der Gutachter fest, es
liege
eine
bereits
jahrzehnt
e
lang bestehende
Alkoholabhän
gigkeit
vom Gamma-Typ, namentlich ein Kontrollverlusttrinken,
vo
r. Der Versi
cherte schildere einen täglichen Konsum, unterbrochen von Kontrollverlusten mit exzessivem Alkoholkonsum. Es beständen keine Hinweise für eine psychi
atrische
Komorbidität
mit einer Depression oder Psychose
(
Urk.
5/68/24)
.
Die Gutachter hielten
zusammenfassend
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
5/68/26):
Varusgonarthrose
(ICD-10 M17.9) beidseits mit deutlicher Funktionsstö
rung, wahrscheinlich seit mehr als drei Jahren bestehend
Morbus
Dupuytren
(ICD-10 M72.0), fünfter Strahl rechts und 4. Strahl rechts sowie fünfter Strahl links, wahrscheinlich seit mehr als drei Jahren bestehend
Alkoholabhängigkeit vom gamma-Typ (nach
Jellinek
), in der
fortge
-
schrit
tenen
chronischen Phase (ICD-10 F10.2), seit mehr als zehn Jahren bestehend
.
Zudem wurden als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufge
führt
(
Urk.
5/68/26)
:
Alkoholtoxische Polyneuropathie
Hypertensive
Blutdruckwerte, Differentialdiagnose alkoholassoziiert
Chronische Bronchitis bei
Nikotinabusus
Varicosis
mit postthrombotischem Ödem, linksbetont
Kaffeeüberkonsum
Status nach Drogenkonsum (Haschisch, LSD) vor Jahrzehnten sistiert
Status nach
multiplen Knochenbrüchen (Fuss, Schienbein, Wadenbein, Schulter, Rippen, Schlüsselbein, Nase)
Tinnitus
Zehennagelmykose
.
In der zusammenfassenden Konsensbeurteilung führten die Gutachter aus, der Versicherte sei in der erlernten
sowie in einer angepassten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Die orthopädischen Gesundheitsstörungen (
Gonarthrose
beidseits,
Dupuytren’sche
Kontrakturen beidseits) schlössen körperlich schwere und über
wiegend stehend ausgeübte Tätigkeiten auf Dauer aus. Auch die derzeit im Rahmen eines
Beschäftigungs
programms ausgeübte Tätigkeit als Waldarbeiter sei ungeeignet. In einer Bürotätigkeit (erlernter Beruf) sei jedoch von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der Alkoholsucht seien Tätigkeiten in Überwachungs- und Steuerungs
funktionen
sowie
in
sicher
heitssensible
n
Arbeitsbereiche
n
mit
Eigenverantwortung inklusive Umgang mit gefährdenden Maschinen zumindest bis zur Etablierung einer kontrollierten Abstinenz ungeeignet. Der schädliche Alkoholkonsum sei mittels einer Entgif
tung und Entwöhnung in eine Abstinenz überführbar, wobei die Mitarbeit des Versicherten gut zumutbar sei, da s
ie
seinem Gesundheitsinteresse entspreche und im Sinne der Schadenminderung erwartet werden dürfe (
Urk.
5/68/25
-27
). In Beantwortung der Zusatzfragen, erklärten die Gutachter, ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gelte auc
h retrospektiv ab
November 2010 und es handle sich um eine primäre Alkoholsucht
(
Urk.
5/68/27)
.
2.6
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) hielt in seiner Stellungnahme vom 1
2.
November 2013 fest, das umfangreiche Gutachten de
s
A._
sei unter vollständiger Würdigung der vorhandenen medizinischen Akten, nach ausrei
chender Anamneseerhebung, genauem Eingehen auf die geschilderten Beschwerden und umfassender Untersuchung erstellt worden. Die Gutachter seien nach ausführlicher fachspezifischer Diskussion in einer interdisziplinären Zusammenfassung zu plausiblen Diagnosen und nachvollziehbaren Schlussfol
gerungen hinsichtlich der versicherten Person gelangt, weshalb auf dieses Gut
achten abzustellen sei (
Urk.
5/69/4).
3.
3.1
Die im
A._
-Gutachten gestellten Diagnosen sind überzeugend begründet und decken sich mit den vorhandenen Akten. Insbesondere ergeben sich aus den Akten keine Hinweise auf eine versicherungsrelevante psychische
Störung
. Der Hausarzt des Versicherten,
Dr.
Y._
, erwähnte zwar
in seinen Berichten vom 19. Dezember 2011 und vom 3. Januar 2013
Depressionen
(
Urk.
5/13,
Urk.
5/41). Doch er ist
keine psychiatrische Fachperson
und begründete diese Diagnose nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Der Versicherte befand sich
gemäss den Akten
nie in psychiatrischer Behandlung und nimmt keine entsprechenden Medikamente ein.
Für ihn
selbst stehen
denn auch
die Kniebeschwerden im Vordergrund (
Urk.
1). Es ist somit festzuhalten, dass beim Versicherten keine
versicherungsrelevanten
psychischen Beschwerden vorliegen und es somit auch an einer psychischen
Komorbidität
zur Alkoholsucht fehlt
(vgl.
Urk.
5/68/24)
.
Weiter
fehlt
es
auch an gravierenden durch die
Alkohol
krankheit
verursachten Organschäden (
Urk.
5/68/11).
Der Alkoholismus alleine begründet keine Invalidität
(vgl. E. 1.2)
.
3.2
Soweit der Versicherte in seiner Beschwerde kritisiert, dass keine weitere
neut
rale
orthopädische Untersuchung angeordnet worden sei
,
und eine solche
ver
langt (
Urk.
1), ist anzumerken, dass der orthopädische Gutachter
Dr.
I._
den Versicherten umfassend
klinisch
untersucht
, entsprechendes Bildmaterial beigezogen
und die geklagten Beschwerden berücksichtigt hatte
(
Urk.
5/68/13-17)
.
Eine
Vorbefasstheit
des Gutachters kann nicht festgestellt werden und es bleibt unklar
, welche
orthopädischen
Beschwerden gemäss dem Versicherten nicht genügend abgeklärt sein sollten, da solche nicht ersichtlich sind.
3.3
Festzuhalten ist
indessen
, dass
Dr.
I._
objektivierbare Gelenkbeschwerden
feststellte
, welche
gemäss den Gutachtern die
qualitative Arbeitsfähigkeit
inso
fern einschränk
en
, als sie
dem Versicherten körperlich schwere
und überwie
gend stehend ausgeübte
Arbeiten verunmöglich
en
(
Urk.
5/68/17,
Urk.
5/68/25)
. Den Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 2
2.
Januar 2014, welche die
gesundheitlichen
Beschwerden als
lediglich
subjektiv einschränkend und überwindbar qualifizier
te
(
Urk.
2), kann
in dieser Hinsicht
nicht gefolgt werden.
Die Gutachter führten aus, die orthopädischen Gesundheitsstörungen schlössen körperlich schwere und überwiegend stehend ausgeübte Tätigkeiten auf Dauer aus. Auch die derzeit im Rahmen eines
Beschäftigung
sprogramms ausgeübte Tätigkeit als Waldarbeiter sei ungeeignet
(
Urk.
5/68/17,
Urk.
5/68/25)
. Dies erscheint aufgrund der erhobenen Beschwerden, insbesondere der
beidseitigen
Gonarthrose
und der beidseitigen
Dupuytren’sche
n
Kontrakturen,
nachvollzieh
bar. Der Beschwerdeführer brachte in der Beschwerde sinngemäss vor, bei der Ausübung seiner Tätigkeit unter Schmerzen zu leiden und diese lediglich
in einem
Teilzeit
pensum
ausüben zu können (
Urk.
1). Allerdings ist der Beschwer
deführer
zur Zeit
in einem Beschäftigungsprogramm
als
Waldarbeiter tätig und wird von den Gutachtern ausgeführt, dass diese Tätigkeit angesichts der vor
handenen Beschwerden nicht zumutbar
sei
(
Urk.
5/68/25)
, so dass gesundheitli
che
Beschwerden
bei der Ausübung dieser Tätigkeit das Gutachten nicht in Frage stellen.
Soweit
Dr.
med.
D._
im Bericht vom
18. August 2008
(
Urk.
5/8/5) sowie
Dr.
Y._
in den Berichten vom 19. Dezember 2011 (
Urk.
5/13) und 3. Januar 2013 (
Urk.
5/41)
dem Versicherten
eine bloss 50%ige Arbeitsfähigkeit zugestan
den
haben
, ist unklar, ob sich diese Arbeitsfähigkeit auf die konkrete Tätigkeit als Waldarbeiter im Beschäftigungsprogramm oder auf alle Tätigkeiten
beziehen
sollte. Was die Tätigkeit als Waldarbeiter betrifft, ist unbestritten, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten diesbezüglich eingeschränkt ist. Sollten die beiden behandelnden Ärzte die Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten als eingeschränkt beurteilt haben, so fehlt es in ihren Berichten an nachvollzieh
baren Begründungen dafür, weshalb die Arbeitsfähigkeit
auch
in einer
leidens
angepassten
Tätigkeit reduziert sein sollte
. Demgegenüber begründe
te
n die
A._
-
Gutachter überzeugend, dass die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
,
körperlich leichten und überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit nicht einge
schränkt
sei
(
Urk.
5/68/25). Die vom orthopädischen Gutachter als Beispiele aufgezählten Tätigkeiten - das Arbeiten an Pforten, Auskunftstresen, in Tele
fondiensten, an Kassen oder im Detailhandel (
Urk.
5/68/17) - erscheinen, so
lange sie nicht mit körperlichen schweren Tätigkeiten verbunden sind oder überwiegend im Stehen ausgeführt werden müssen, als zumutbar.
Im Übrigen unterlässt es
auch
der Versicherte
selbst
zu begründen, weshalb ihm eine kör
perlich leichte Tätigkeit nicht zu 100
%
möglich sein sollte. Auch aus den Akten ist nicht ersichtlich, weshalb diesbezüglich eine Einschränkung bestehen sollte.
So konnte der Versicherte anlässlich der Begutachtung mühelos und ohne Unterbrechung über vier Etagen Treppen
steigen und bestand lediglich beim Hinunterlaufen ein Schonhinken (
Urk.
5/68/8)
, was für eine Arbeitsfähigkeit für körperliche leichte Tätigkeiten spricht
.
3.4
Zwar führten die Gutachter aus, der schädliche Alkoholkonsum sei mittels einer Entgiftung und Entwöhnung in eine Abstinenz überführbar, wobei die Mitarbeit des Versicherten medizinisch gut zumutbar sei, seinem Gesundheitsinteresse entspreche und im Sinne der Schadenminderung erwartet werden dürfe. Doch sie schätzten ihn auch vor Erreichen einer solchen Abstinenz als arbeitsfähig
ein
, ausser für Tätigkeiten in Überwachungs- und Steuerungs
funktione
n sowie
in
sicherheitssensiblen Arbeitsbereichen
mit
Eigenverantwortung inklusive Um
gang mit gefährdenden Maschinen (
Urk.
5/68/25).
Da die Arbeitsfähigkeit somit bereits vor Erreichen der A
lkohola
bstinenz besteht, eine solche Entwöhnung und Entgiftung vom Versicherten in der Vergangenheit im Jahr 2003 bereits mit ambulanter Entzugsbehandlung erreicht worden war (
Urk.
5/68/4), was ihm erneut zumutbar wäre und die Alkoholsucht des Versicherten
invalidenversi
cherungsrechtlich
nicht relevant ist (vgl. E
3.1
), ändert diese empfohlene Ent
giftung und Entwöhnung nichts an einer bestehenden Arbeitsfähigkeit.
Diese
Entgiftung und Entwöhnung
wurde von de
n
Gutachtern als
dem Versicherten
„medizinisch gut zumutbar“
für die Zukunft empfohlen (
Urk.
5/68/12),
stehe in seinen unmittelbaren Gesundheitsinteresse und dürfe im Sinne der
Schaden
minderung
erwartet werden
.
3.5
Es kann folglich auf das im
A._
-Gutachten aufgestellte Tätigkeitsprofil für eine zumutbare angepasste Tätigkeit abgestellt werden
. Aufgrund des Gutach
tens und der Akten ist davon auszugehen
, dass der Versicherte seit November 2010
jedenfalls für keine erhebliche Zeitspanne in
höherem
Umfang
in seiner
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
gewesen ist.
3.
6
Es stellt sich die Frage, ob die verbleibende Restarbeitsfähigkeit des Versicherten verwertbar ist. Die Rechtsprechung hat das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor (AHI 1999 S. 240, Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 29. August 2002 in Sachen S., O 97/00, E. 1.4 mit Hinweisen), als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit den weiteren per
sönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die der versi
cherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr gefragt ist, und dass ihr deren Ver
wertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist.
Für die Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorge
rücktem Alter ist auf den Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumut
barkeit der Erwerbsfähigkeit abzustellen (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3-4). Massgeblich für diese medizinische Beurteilung ist das
Gutachten vom
5. November 2013.
Zu diesem Zeitpunkt war der Versicherte
58 Jahre alt und daher nicht leicht vermittelbar. Die verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter betrug aber immer noch rund sechs Jahre. Nicht
berücksichtigt werden kann in diesem Zusammenhang der invaliden
-
versicherungsrechtlich irrelevante
Alkoholabusus
sowie dessen Auswirkungen auf die bisherige Erwerbsbiographie des Versicherten. Es bestehen für den Beschwerdeführer mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt vor diesem Hintergrund noch genügend Möglichkeiten
,
eine Stelle zu finden.
Zum einen sind Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 28
Abs.
2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig gefragt (Urteil des Eidgenössischen
Versiche
rungsgerichts
vom 20. Juli 2004 in Sachen D.,
I 39/04 E. 2.4) und zum
anderen ist der Versicherte nach wie vor im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig, wobei die ihm zumutbaren körperlich leichten Tätigkeiten nicht derart vielen Einschränkungen unterlie
g
en, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre (vgl. demgegenüber die Situation eines knapp 64-jährigen Versicherten mit multiplen, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Beschwerden und einer 50%igen, durch verschiedenste Auflagen zusätzlich limitierten Arbeitsfähigkeit im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 4. April 2002 in Sachen W.,
I 401/01). Den Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist im Rahmen der Gewährung einer Reduktion auf dem hypothetischen
Invaliden
einkommen
Rechnung zu tragen (vgl. E. 3.
7
).
3.
7
Der Versicherte
war
nach der Lehre
nie
in
seinem erlernten Beruf
als Spediteur tätig
und
arbeitete
in
diversen Hilfstätigkeiten. Da die letzte regelmässige bezahlte
Erwerbst
ätigkeit des Beschwerdeführers weit zurückliegt,
ist
das
Vali
deneinkommen
mittels Tabellenwerten für eine Hilfstätigkeit gemäss der
Lohn
strukturerhebung
zu ermitteln
, was die IV-Stelle ursprünglich in ihrer ersten Verfügung vom 31. Mai 2012
(
Urk.
5/22,
Urk.
5/31)
so gehandhabt hatte
.
Zur Bestimmung des
Invalideneinkommen
s
ist
auf denselben Tabellenwert abzu
stellen, da der Versicherte
auch mit seinen gesundheitlichen Einschränkungen
weiterhin einer Hilfstätigkeit nach
gehen könnte
.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der ent
sprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. M
ittels eines
sogenannten
Lei
densabzuges
kann
der Tatsache
Rechnung getragen werden
, dass der Versi
cherte behinderungsbedingt nicht mehr alle Tätigkeiten ausüben kann und sich in fortgeschrittenem Alter befindet
. Ein solcher Abzug
ist insgesamt auf höchs
tens
2
5
%
des Tabellenlohns zu begrenzen
(
vgl. BGE 126 V 75
E. 5.b.cc
)
, wes
halb
beim Versicherten
ein Invaliditätsgrad von maximal 25
%
resultiert. Da
der Invaliditätsgrad
somit
jedenfalls tiefer ausfällt
als
40
%
, besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Beschwerde ist
daher
abzuweisen.
4.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(Art. 69
Abs.
1
bis
IVG)
.
Die Beschwerde wird mit andere
r Begründung
abgewiesen, als sie die
Beschwerde
gegnerin
in der angefochtenen Verfügung
vom 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
2)
anführte. Insbesondere führte die IV-
Stelle
aus, die gesundheitlichen Einschränkungen würden die Arbeitsfähigkeit lediglich in subjektiver Hinsicht einschränken und seien überwindbar (
Urk.
2), obwohl im
A._
-Gutachten vom
5.
November 2013 klar ausgeführt wird, dass der Versicherte nicht mehr allen Tätigkeiten nachgehen kann (
Urk.
5/68/17,
Urk.
5/68/
25)
, weshalb seine Arbeitsfähigkeit qualitativ eingeschränkt ist
. Es ist nachvollziehbar, dass
der
unvertretene
und rechtsunkundige Versicherte
gegen eine Verfügung Beschwerde erhob
, welche
objektivierbare
gesundheitliche Beschwerden, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, zu Unrecht verneinte
.
Es sind dem Ver
sicherten daher
tiefstmögliche
Kosten in der Höhe von
Fr.
200.--
aufzuerlegen.