Decision ID: 8f9a572e-59e9-41ba-9154-2803468fbde6
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1948 geborene
X._
war seit dem
1.
Juni 1989 in
einer
Anwalts
kanzlei als Anwaltssekretärin angestellt und dadurch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
.
Ab dem Jahr 2004
wurde
n
d
er
Unfallversiche
rung
verschiedene Unfalle
reignisse
gemeldet
:
-
A
m 2
2.
Januar
2004
wurde
mitgeteilt
, dass die Versicherte am 1
5.
Januar 2004 auf frisch gepflügter Strasse ausgerutscht und auf die rechte Sc
hulter
und
den rechten Arm gestürzt sei.
Den rechten Arm habe sie daraufhin nicht mehr bewegen können, da er vollständig blockiert gewesen
sei
und sehr stark ge
schmerzt habe
(Urk.
8/1/0001
)
.
-
Gemäss Unfallmeldung vom 1
1.
Dezember 2006 sei die Versicherte
am 3
0.
Mai 2005
auf nassem Boden ausgerutsch
t
und
auf die linke Schulter gestürzt.
Seit
her habe sie starke Schmerzen und
mittels
MRI habe festgestellt
werden können
, dass eine Sehne gerissen sei (Urk. 8/1/1003
).
-
Am
3.
Februar 2009
wurde
gemeldet
, dass die Versicherte am 2
5.
Januar 2009 über einen Stein gestolpert und bäuchlings auf dem eis-/schneebedeckten Weg hingefalle
n sei. Sie habe sich da
bei
an
beide
n
Knie
n
eine Kontusion zugezogen
und
die rechte
Schulter ausgerenkt
, mit ansch
liessender spontaner Reposition
(
Urk.
8/1/2001
).
-
Am 2
9.
Oktober 2011 habe die Versicherte über abgeholzte Bäume und Äste s
teigen müssen, habe sich im Geä
st verfangen und sei kopfvoran auf beide Knie und Arme gefallen. Dadurch habe sie sich an beiden Armen, den Schultern und dem
Nacken verletzt
(Unfallmel
dung vom
2.
November 2011, Urk. 8/1/3001
).
-
Mit Unfallmeldung vom 2
0.
September 2012
liess
die Versicherte mit
teilen
, dass sie in der Badewann
e
ausgerutscht, über den Badewannenrand gekippt
und mit dem Kopf und der linken Schulter aufgeschlagen sei, wobei
sie sich am Kopf, am Nacken,
im Schulterbereich
und am Rücken
Verletzungen zuge
zogen habe
(Urk.
8/1/4001
).
-
Am 2
6.
Dezember 2012
wurde die Unfallversicherung schliesslich über
einen Bagatell-Unfall
der Versicherten
vom selben Tag
in Kenntnis gesetzt
. Sie sei auf
einem
feuchten Pflast
erstein
ausgerutsch
t
und aufs Gesäss gefallen, wobei sie sich das
rec
hte Knie verdreht habe (Urk. 8/2
/5002
).
Die Allianz
Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG
erbrachte
im Anschluss an diese Ereignisse
die gesetzlichen Leistungen nach UV
G
. Im Hinblick auf eine
gesamthafte Fallerledigung nahm sie Abklärungen vor und
veranlasste
schliesslich
eine
bidisziplinäre
Begutachtung der Versicherten bei der
Y._
. Diese erstattete
am 2
9.
Juni 2016 ein orthopädisches und ein neurologisches Gutachten (
Urk.
8/
2/
5046
). Mit Verfügung vom 1
5.
Mai
2017 (Urk.
8/2/5063
)
lehnte
der Unfallversicherer
daraufhin
den Anspruch auf Versicherungsleistungen im Zu
sammenhang mit dem Ereignis vom 3
0.
Mai 2005
ab
und stellte die Versiche
rungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 2
6.
Dezember 2012 per 3
0.
September 2013 und im Zusammenhang mit den übrigen Ereignissen per 31. Dezember 2015 ein. Des Weiteren verneinte die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach der Versicherten für die
verblei
benden Beeinträchtigungen an der
rechte
n
und
der
linke
n
Schulter je eine Integri
tätsentschädigung von
Fr.
18'900.-- (je 15
%
) zu. Nach erhobener Einsprache durch die Versicherte (
Urk.
8/2/5066
) holte
der Unfallversicherer
bei der
Y._
eine ergänzende gutach
t
erliche Stellungnahme
ein, welche am 1
0.
April 2018 erfolgte
(Urk.
8/2/5073)
.
Gestützt darauf wies die
Allianz
die Einsprache der Ver
sicherten mit
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Juni 2018 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
2.
Juli 2018 Beschwerde und beantragte, es sei der
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Juni 2018 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1). Mit Beschwerde
ant
wort vom
3.
September 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), wovon die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
5.
Septem
ber 2018 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Die hier zu beurteilenden Unfälle haben sich zwischen den Jahren 2004 und 2012 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
kr
ank
heiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG
).
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
geh
enden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähig
keit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be
griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender gering
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
1.5
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des In
validitätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Ein
tritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.6
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog im angefochtenen Entscheid
vom 1
1.
Juni 2018 (
Urk.
2)
unter Bezugnahme auf das Gutachten
der
Y._
vom 2
9.
Juni 2016
im Wesentlichen
, dass
die subjektiven Beschwerden der
Beschwerdeführerin
grund
sätzlich objektiviert werden könnten, nicht jedoch hinsichtlich der Ausprägung der resultierenden Schmerzen und Einschränkungen. Die objektiven Befund
zeichen sprächen nicht für eine Beeinträchtigung, die über eine qualitative Min
derung der Arbeitsfähigkeit hinausgehe.
Die Diskrepanz zwischen reklamierter Schmerzausprägung und klinischem Eindruck (keine namhafte Schmerzbeein
trächtigung in der spontanen Mobilität) sowie die Diskrepanz zwischen den beklagten Einschränkungen und den objektiven Zeichen einer nicht namhaften Limitation (keine gravierende Inaktivitätshypotrophie, gute Spontanmobilität, anamnestisch aufscheinende Aktivität im Alltag) sprächen für eine Aggravation
(S. 8)
.
Zudem sei
aufgrund der Schmerzmittel
anamnese von einem erheblichen Fehlgebrauch von Dafalgan mit toxischen Tagesdosen auszugehen, was geeignet sei, das
zervikozephale
Schmerzsyndrom im Sinne eines Analgeti
ka-Kopf
schmer
zes zu erklären (
S. 10). Die Versicherte sei in ihrer Ar
beitsfähigkeit durch die Gelenk
befunde qualitativ limitiert. Leistbar seien nur noch leichte körperliche Arbeiten, überwiegend in sitzender Position und ohne Tätigkeiten in häufiger Armvorhalteposition oder mit häufiger Armposition über der Horizontalen. Mit diesem Profil sei eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
in leidensangepasster Tätigkeit gegeben, was auch für die letzte Tätigkeit als Anwaltssekretärin gelte.
Damit fehle es an einer leistungsbegründenden Invalidität für einen Rentenanspruch
(S. 13
f.)
.
2.2
Demgegenüber machte
die
Beschwerdeführer
in
geltend
(
Urk.
1)
, das
s eine weitere Operation am linken Schultergelenk vorgesehen sei und dies
e
zeitlich
per
Ende 2018 beim Nachfolger
von
Dr.
Z._
stattfinden werde.
Eine abschliessende Beur
teilung sei daher erst anschliessend möglich.
Sodann
bestritt
sie den im Gutachten angegebenen hohen Dafalgan-Konsum. Im Zeitpunkt der Untersuchung
habe
sie dieses Medikament längst völlig abgesetzt und auch früher nie in die
sem Umfang
eingenommen. Bei den offenkundig vorliegenden Schmerzen hätte
-
da eben ge
rade kein Me
dikamentenfehlgebrauch vorliege -
geklärt werden müssen, ob diese Schmerzen orthopädisch oder psychologisch/psychiatrisch bedingt seien.
Die be
an
tragte psychologisch-psychiatrische Abklärung sei in Verletzung des Gehörs
anspruchs jedoch verweigert worden
. Des Weiteren sei die vom Gutachter
vorge
nommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit als Anwaltssekretärin nicht nach
voll
ziehbar.
Eine unerlässliche Arbeitsplatzbeurteilung hätte ergeben, dass nach wie vor die meisten gerichtlichen und anwaltlichen Akten ein erhebliches Ge
wicht
hätten
. Regelmässig müssten ganze Kartons mit Akte
n mit einem Gewicht von etwa 20
kg und mehr abgeholt, eingeordnet und zurückgebracht werden. Ähnliches gelte für Literatur. Zudem müsse auch die Anwaltsbibliothek mit Gesetzen, Judikatur und Literatur nachgeführt werden. Hinzu komme, dass
eine
Anwaltssekretärin täglich vier bis sechs Stunden äusserst anstrengende Schrei
b
arbeiten, selbstredend in Armvorhalteposition am Computer
,
verrichten müsse, was nicht nur mit einer hohen Konzentrationsleistung, sondern auch mit einer physischen Anspannung verbunden sei, welche auch den Bewegungsapparat ins
besondere um den Schulter- und Nackenbereich stark beanspruche
(S. 11 ff.).
3.
3.1
Die Beschwerdegegner
in stützte ihren Entscheid insbes
ondere auf das von ihr
ver
anlasste
bidisziplinäre
Gutachten der
Y._
vom 2
9.
Juni
2016
(Urk. 8/2/5046
)
.
Dr.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und
Dr.
B._
, Fach
arzt für Neurologie,
stellten dar
in die folgenden Diagnosen (S. 32
des
ortho
p
ä
dischen Gutachtens
und
S.
29
des
neurol
ogischen Gutachtens
):
-
Schulter-Totalendoprothese rechts mit resultierender Funktionsstörung
-
Leichtgradiges
Impingement
-Syndrom des linken Schultergelenks mit/bei
Rotatorenmanschetten-Rezidivläsion
-
Knie-Totalendoprothese rechts mit
residuellem
femuropatellarem
Schme
rz
syndrom
-
Leichtgradiges
femuropatellares
Schmerzsyndrom des linken Kniegelenks mit beginnender Gonarthrose
-
Status nach Tumorrevision mit Plattenosteosynthese des distalen linken Femurs
-
Analgetika-Fehlgebrauch mit Analgetika-Kopfschmerz
-
Läsion des
Nervus
axillaris bei Implantation einer Schultergelenks
pro
these rechts
3.2
In orthopädischer Hinsicht wurde bezüglich des rechten Schultergelenkes eine Funktionseinbusse nach TP-Implantation und ein entzündungsfreier postopera
tiver Status
festgehalten. Für das Ausmass der reklamierten hohen Schmerzin
tensität bestehe jed
och kein ausreichendes Korrelat. D
ie seitengleiche Muskulatur der Ober- und Unterarme bei auf die rechte Schulterregion begrenzter Hypo
trophie spreche eher für einen nicht gravierend reduzierten Einsatz des rechten Arms im Alltag. Auch die Hoh
l
handweichteile s
eien seitengleich konfiguriert. Anamnestisch würden mehrere Unfallereignisse geltend gemacht, unter anderem der Sturz
im
Januar
2004 mit anschliessender arthroskopischer Operation, die Stürze
im
Januar
2009 und
Oktober
2011 sowie
die arthroskopische Revision
im Januar
2013 mit gleichzeitigem Einbau einer Schultergelenk-Invers-Endopro
these nach zuvor erfolgtem MRI-Nachweis einer grossen
Rotatorenman
schetten
rezidivläsion
. Wegen akzentuierter Beschwerden der rechten Schulter, ausgelöst durch vermehrten Gehstöcke-Einsatz infolge Kniegelenkserkrankung, sei im
Mai
2015 nach vorlaufender Diagnostik ein weiterer Revisionseingriff mit Arthro
plastik des rechten Schultereckgelenks
erfolgt
(Revision des AC-Gelenkes und Entfernung der Exostose
acromial
I und AC-Gelenks-Resektion rechts)
. Insgesamt sei hier eine sich aus mehreren Traumata aufsummierende unfallbedingte Genese überwiegend wah
r
scheinlich, wobei
eine anteilige quantifizierende Z
uordnung zu den einzelnen Ereignissen retrospektiv nicht möglich
sei
(
orthopädisches Gut
ach
ten
S. 33). Eine nicht unfallkausale namhafte Vorschä
digung sei nicht wahr
schein
lich. Die im Jahr
2004 berichteten bildmorphologischen degenerativen Alterationen seien als alterstypisch und nicht eigenständig krankheitswertig ein
zuordnen (
orthopädisches Gutachten
S. 39).
Das linke Schultergelenk betreffend habe die Versicherte
leichtgradigere
Schmer
zen und Einschränkungen im Vergleich zu rechts
beklagt
. Die körperliche Unter
suchung habe ein positives
Impingementzeichen
sowie einen schwach positiven
Rotatorenmanschettentest
bei im
Wesentlichen freier Funktionalität objektiviert. Muskuläre Hypotrophien seien nicht evident. Anamnestisch sei ein Sturz mit aus Sicht des Gutachters möglicher stattgehab
ter Sehnen-/Kapselverletzung im Mai
2005 durch die Versicherte
berichtet
worden
. Jedoch seien erst im Dezember
2005 der sonographische Nachweis einer
Supraspin
atussehnenruptur
links sowie im Oktober
2006 eine Bestätigung des sehnenpathologischen Befunds durch ein
e
Arthro
-MRI erfolgt.
Therapeutisch sei
en
daraufhin im Februar
200
7 die arthros
kopische Abklärung der linken Schulter und
die
Naht der
Rotatoren
man
schetten
läsion
durchgeführt worden
. Im September 2012 sei dann ein Sturz mit Verren
kung der linken Schulter, im Oktober 2012 der Nachweis einer
Rotatorenman
schetten-Rezidivläsion
durch
Arthro
-MRI
erfolgt
. Spätestens seit September 2012 liege hier also wahrscheinlich eine zumindest anteilig wesentliche traumatische Läsion vor, dies jedoch mit insgesamt geringer resultierender objektiver Beein
trächtigung
(
orthopädisches Gutachten
S. 33 f.)
.
Der Unfall vom 3
0.
Mai 2005 sei
somit
lediglich als mögliches Unfallereignis mit Läsion der
Rotatorenmanschette
des linken Schultergelenks zu bewerten. Die mit erheblicher zeitlicher Laten
z erfolgte Unfallmeldung
sowie differenzialdiagnostische bildgebende Abklärung würden keine überwiegend wahrscheinliche Unfallzuordnung zulassen, zumal auch degenerative Vorschäden vorgelegen hätten
. Demgegenüber
habe
der Unfall vom 2
0.
September 2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
des linken Schultergelenks verursacht und sei somit als wese
n
tliche Ursache der daraus resultierenden Erkrankungsfolge des linken Schultergelenks zu sehen
(
orthopädisches Gutachten S.
41
f.
).
Die oben diskutierten Gelenkspathologien seien
– mit Ausnahme der Ausprägung der resultierenden Schmerzen und Einschränkungen -
objektiviert und zweifels
frei gegeben
. Der k
linische Eindruck und die objektiven Befundzeichen würden
jedoch
nicht für eine Beeinträchtigung sprechen, die über eine qualitative Min
derung der Arbeitsfähigkeit hinausgehe: Die Diskrepanz zwischen reklamierter Schmerzausprägung und klinischem Eindruck (ohne namhafte Schmerzbeein
trä
ch
tigung in der spontanen Mobilität) sowie die Diskrepanz zwischen rekla
mierten Einschränkungen und den objektiven Zeichen einer nicht namhaften Limitation (keine gravierende Inaktivitätshypotrophie, gute Spontanmobilität, anamnestisch aufscheinende Aktivität im Alltag) würde
n
vielmehr
für eine Aggravation spre
chen
(
orthopädisches Gutachten
S. 36)
. Qualitativ leistbar seien nur noch leichte körperliche Arbeiten, überwiegend in sitzender Position und ohne Tätigkeiten in häufiger Armvorhalteposition oder mit häufiger Armposition über der Horizon
talen. Die leidensangepasste Arbeitsfähigkeit sei so mit 100 % zu bewerten (Pen
sum und Rendement 100 %), dies
gelte
auch für die letzte Tätigkeit als Anwalts
sekretärin (orthopädisches Gutachten S. 35).
Die Therapie sei weitgehend ausgeschöpft und allenfalls noch Status erh
altend anzusehen. D
ie medizinisch-theoretische qualitative Minderung der Arbeitsfähig
keit sei nicht mehr besserbar, da eine eingeschränkte Belastbarkeit der be
troffenen Gelenke persistieren werde (Ausschluss von körperlich schwerer und mittelschwerer Arbeit sowie von überwiegend gehend und stehend oder kniend oder über der Horizontalen ausgeübten Tätigkeiten).
Bei der rechten Schulter sei der Endzustand spätestens Ende 2015, bei der linken etwa Mitte 2013
erreicht gewesen
(orthopädisches Gutachten S. 48 f.).
Eine Revisionsoperation bei
Rotato
renmanschetten-Reruptur
des linken Schultergelenks sei gegebenenfalls verlaufs
abhängig zu erwägen
, aktuell aber nicht absehbar
(orthopädisches Gutachten S.
35
und 52
)
.
3.3
In neurologischer Hinsicht wurde ausgeführt,
dass
die Versicherte Schmerzen im Bereich aller Finger mit linksseitiger Betonung sowie ein ausgedehntes weiteres Schmerzsyndrom entlang der gesamten Wirbelsäule sowie der Kniegelenke und auch ein Kopfschmerzsyndrom vorgetragen habe. D
er erhobene neurologisch
e
Befund
habe aber
keinen
Anhalt für eine behinderungsrelevante nervale Störung ergeben. Ohne Behinderungsrelevanz lasse sich eine sensible Störung über der rechten Schulter sowie eine
Vibrationsempfindungsstörung im Bereich des linken Fusses erheben.
Die Läsion des
Nervus
axillaris bei Implantation einer Schulter
gelenksprothese rechts sei als mittelbare Unfallfolge anzusehen, jedoch ohne namhafte Relevanz für die Funktion der Schulter (rein sensible Störung
[neuro
logisches Gutachten S. 31]).
Ein namhaft schmerzgeplagter klinische
r Eindruck habe nicht bestanden:
E
s habe sich vielmehr eine deutliche Diskrepanz zwischen der anamnestisch reklamierten, nahezu maximalen Schmerzintensität und dem nicht entsprechenden klinischen
Eindruck gezeigt.
Die Schmerzmittelanamnese spreche für einen e
r
heblichen Fehl
gebrauch von Dafalgan mit toxischen Tagesdosen, was geeignet sei, das
zervi
ko
zephale
Schmerzsyndrom im Sinne
e
ines Analgetika-Kopfschmerzes zu erklä
ren. Hier bedürfe es einer Entgiftung unter leitliniengerechter Führung eines Schmerz
kalenders. Für die übrige beklagte Symptomatik ergebe sich keine neurogene Erklärung. Die Schmerzsymptomatik im Bereich der rechten Schulter sowie des rechten Kniegelenk
s sei am ehesten
orthopädisch
und nicht neurogen
zu diskutieren
(neurologisches Gutachten S. 31
f.
)
.
Auf neurologischem Gebiet ergebe sich
mangels namhafter nervaler Störung mit behinderungsrelevantem Effekt
keine Mi
nderung der Arbeitsfähigkeit
(
neurolo
gisches Gutachten,
S. 36).
4.
4.1
Die Parteien gehen
in Bezug auf die vorliegend
zu beurteilenden Unfälle
– mit Ausnahme des Ereignisses vom 3
0.
Mai 2005 -
übereinstimmend davon aus, dass der gesetzliche Unfall
begriff gemäss Art. 4
ATSG
erfüllt und
der Kausalzu
sam
menhang
gegeben
ist
(Urk.
2 S. 5
und 15,
Urk.
1 S. 3 f.
). Dies ist aufgrund der vorliegenden Akten ausgewiesen
. Ebenso unbestritten ist die Höhe der zuge
spro
chenen Integritätsentschädigungen sowie der Entscheid bezüglich des Ereignisses vom 2
6.
Dezember 2012 das rechte Knie betreffend
(
Urk.
1 S. 3 f.)
. Auch diese Beurteilung
en stehen
mit der Rechts- und Aktenlage in Einklang.
4.2
Das Gutachten
der
Y._
vom
2
9.
Juni 2016
(Urk. 8/2/5046)
vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E.
1.7
). So tätigte
n die
Gutachter sorgfältige, umfassende Abklärungen, berücksichtigte
n
die geklagten Beschwerden und begründete
n ihre
Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
.
Sie
legte
n
u
nter Hinweis auf diverse Diskrepanzen
zwischen beklagten Schmerzen und Einschränkungen einerseits und klinischem Eindruck beziehungsweise feh
len
den objektiven Zeichen einer namhaften Limitation andererseits
(
gute Spon
tanmobilität ohne
nam
hafte Schmerzbeeinträchtigung
, keine gravierende Inakti
vi
t
ätshypotrophie,
verschiedene Aktivitäten im Alltag)
schlüssig dar
, dass
die
persistierende eingeschränkte Belastbarkeit der betroffenen Gelenke nicht über eine qualitative Minderung der Arbeitsfähigkeit hinausgehe
(S. 36)
. Mithin erach
teten sie die Einschränkungen als mit der Arbeitstätigkeit einer Anwaltssekretärin vereinbar
(S. 35)
.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die Beschwerdegegnerin
zur Beurteilung der gesundheitlichen Einschränkungen
zusätzlich
ein psychiatrisches Gutachten hätte veranlassen müsse
n, ist ihr nicht zu folgen.
Gemäss bundes
gerichtlicher Rechtsprechung kommt Gutachtern bei der Wahl der Fachrich
tungen ein weiter Ermessensspielraum zu. Es liegt demnach
grundsätzlich
in ihrem Ermessen, ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist (Urteil des Bun
desge
richts 8C_780/2014 vom 25. März 2015 E. 5.1).
Entsprechend wurde die
Y._
m
it Schreiben vom
4. April
201
6
von
der
Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/2/5042
)
a
uf die Möglichkeit
aufmerksam gemacht, weitere Spezialisten f
ür die Begutachtung beizuziehen
.
Dr.
A._
und
Dr.
B._
verneinten
in ihrer ergänzenden Stellungnahme zum
Gutachten
vom 1
0.
April 2018
(
Urk.
8/2/5073)
die Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung mit der Begründung,
dass
sich eine
solche
angesichts der anamnestischen, aktenkundigen und klinischen Befund-Daten nicht aufgedrängt habe.
In den Akten finden sich
denn auch
keine
rlei
Anhaltspunkte, wonach die Beschwerdeführerin je in psychologischer oder psychiatrischer Behandlung gewesen
oder in psychiatrischer Hinsicht auf
fällig erschienen
wäre
.
Die Beschwerdeführerin
führte
die in
ih
r
er Einsprache
(Urk.
8/2
/5066 S.
5)
vorgebrachten
«gravierenden seelischen Beschwerden»
auch nicht näher
aus
.
Ebensowenig
ergeben sich aus der im Gutachten erhobenen (Sozial-)
Anamnese mit strukturiertem Tagesablauf, diversen Freizeitbeschäfti
gung
en, guten sozialen Kontakten und guter Stimmungslage (Urk. 8/2/5046
ortho
pädisches Gutachten S.
4 f.
; vgl. auch neurologisches Gutachten, Urk. 8/2/5046 S.
28 f.
)
irgendwelche
Hinweise auf
psychi
sch gelagerte Beschwerden.
Soweit die Beschwerdeführerin vortragen lässt, das Gutachten vermöge hinsicht
lich Erläuterungen der von ihr geklagten Schmerzen nicht zu überzeugen und die Gutachter hätten es versäumt zu klären, ob die Schmerzen orthopädisch oder psychologisch/psychiatrisch bedingt seien (Urk. 1 S. 11 ff.), dringt sie nicht durch. So lagen der gutachterlichen Einschätzung, wonach die Beeinträchtigung durch die erhobenen Gelenkspathologien nicht über eine qualitative Minderung der Arbeitsfähigkeit hinausgehe, insbesondere die Diskrepanzen zwischen reklamier
ter Schmerzausprägung und klinischem Eindruck sowie zwischen reklamierten Einschränkungen und objektiven Zeichen zu Grunde (E. 3.2 am Schluss). Ob die betreffend Schmerzmitteleinnahme anamnestisch gegenüber den Gutachtern ge
machten Angaben der Beschwerdeführerin (vgl. E. 3.3. und Urk. 8/2/5073) - eine Rückfrage bei der Patientin, wie von ihr gefordert (Urk. 1 S. 13), drängte sich bei dieser Konstellation selbstredend nicht auf - zutreffend waren oder nicht, ist mithin ohne Belang. Vielmehr würde, folgte man der Darstellung der Beschwer
deführerin, wonach sie Dafalgan im Zeitpunkt der Untersuchung längst abgesetzt hatte und
Xefo
bloss in sehr begrenztem Umfang einnahm (Urk. 1 S. 13), die Einschätzung der Gutachter, der klinische Eindruck (keine namhafte Schmerzbe
einträchtigung in der spontanen Mobilität) und die objektiven Befundzeichen sprächen nur für eine qualitative Einschränkung, nachgerade bestätigt.
Angesichts dieser Aktenlage besteht - auch aus psychiatrischer Sicht - kein
weiterer Abklärungsbedarf betreffend die geltend gemachten Schmerzen
.
Folglich ist
auch
nicht zu beanstanden, dass
die Begutachtung auf die
Disziplinen Orthopädie und Neurologie beschränkt
wurde.
4.4
Alsdann vermögen d
ie
Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die Arbeits
tätigkeit einer Anwaltssekretärin mit dem erhobenen Belastungsprofil nich
t vereinbar sein soll,
nicht zu
überzeugen
. Wie die Gutach
ter
nachvollziehbar dargelegt haben
, umfasst
das Tätigkeitsmuster einer Sekretärin in der Regel körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten, wobei auch ein anfallendes Bewe
gen von Aktenordnern sowie deren gelegentliches Einordnen oberhalb der Hori
zon
talen keine erhebliche
Belastung
der vorgeschädigten Schultergelenke
impli
ziert
. Die im Rahmen der Begutachtung erhobenen Befunde s
ind
damit gut ver
einbar (
Urk.
8/2/5073
).
Zudem kann
die Tätigkeit als Anwaltssekretärin durch entsprechende
Einrichtung
des Arbeitsplatzes sowie
mit
einfachen Hilfsmitteln an die Beschwerden angepasst werden, wie beispielsweise
T
ragen der
Akten und
Ordner mit beiden Armen und in mehreren Etappen,
Beizug
eines Aktenwagens, Anordnung der Ordner auf Griffhöhe oder Zuhilfenahme von Aufstiegshilfen
, ergo
nomische
Anpassung des Arbeitsplatzes
in B
ezug auf die Schreibarbeit
, höhenverstellbare
r
Bürotisch
.
Wie die Beschwerdegegnerin
in der Verfügung vom 1
5.
Mai 2017
sodann
zu Recht ausführt
e
,
sind
bei der Schreibarbeit am
C
omputer
keine Armvorhalteposi
tion (gestreckt nach vorne)
oder eine Armposition über
oder in der h
orizontalen
Höhe
notwendig. Bei einem ergonomisch korrekt einge
stellten PC-Arbeitsplatz
sind
die Arme
vielmehr
angewi
nkelt und
es liegt
ein 90
Grad Winkel zwischen O
ber- und Unterarm
en
vor
(
Urk.
3/3 S.
8)
.
Insofern
Dr.
Z._
, Facharzt für Chirurgie
,
in seiner
Stellungnahme
vom
14.
März 2017
(
Urk.
8/2/5062)
eine Einschränkung der Beweglichkeit in den Schultergelenken über der Horizontalen beschreibt und diese für die Tätigkeit als Sekretärin erheblich limitierend einschätzt, ist ihm mit
Dr.
A._
und
Dr.
B._
entgegenzuhalten,
dass der von
Dr.
Z._
geschilderte Befund unvollständig
ist
. Namentlich w
u
rden von
Dr.
Z._
die fehlenden Zeichen einer namhaften Inakti
vi
tätshypotrophie nicht erkennbar herausgearbeitet und
berücksichtigt
(
Urk.
8/2/507
3 S. 2)
. Zudem
lassen sich die Arbeiten über der Horizontalen wie oben erwähnt weitgehend vermeiden
und
un
terhalb der Horizontalen verfügt
die Versicherte
gemäss
Dr.
Z._
über
eine gute Beweglichkeit und Kraft
(Urk. 8/2/5062)
.
Inwieweit die Versichert
e
bei dieser Tätigkeit in quantitativer Hin
sicht eingeschränkt sein sollte, ist nicht ersichtlich
, zumal sich die beklagten Ein
schränkungen im Alltag offensichtlich nicht allzu stark störend auswirken (Urk.
8/2/5062 S. 3
)
.
4.5
Bezüglich des Vorfalles
vom 3
0.
Mai 2005
stellten die Gutachter fest, dass dieser
lediglich als mögliches Unfallereignis mit
Läsion der
Rotatorenmanschette
des linken Schultergelenks zu werten
sei, da
keine
zeitnah
e
n
Dokumentationen von Unfallfolgen
vorlägen. Die
mit erheblicher zeitlicher Latenz
am 2
0.
Oktober 2006
erfolgte differentialdiagnostische bildgebend
e
Abklärung
(
Urk.
8/1/1002)
lasse keine
überwiegend wahrscheinliche Unfallzuordnung zu, zumal auch degene
ra
tive Vorschäden vorgelegen hätten
(
Urk.
8/2/5046 orthopädisches Gutachten S.
41)
.
Diese Darlegung erscheint schlüssig
und nachvollziehbar und auch die Beschwerdeführerin vermag
hiegegen
kein stichhaltiges Argument vorzubringen. Da
die
blosse
Möglichkeit einer
unfallkausalen Ursache einer Gesundheits
schä
digung
nicht
genügt,
ist
die Leistungsverweigerung der Beschwerdegegnerin in Bezug auf dieses Ereignis
nicht zu beanstanden
.
4.6
Zusammenfassend vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Argumenten nicht
durchzudringen und erweist sich ihre Kritik am Gutachten als unbegründet. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin erfüllt das Gutachten die von der Rechtsprechung
statuierten Anfo
rderungen (E. 1.7
), womit ihm voller Beweiswert zuzuerkennen ist.
Für weitere medizinische Abklärungen besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
Demnach ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass
der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als Anwaltssekretärin nach wie vor vollschichtig zumutbar ist. Mithin
wurde
der
Anspruch auf eine Invalidenrente
mangels Erwerbseinbusse
zu Recht
verneint
.
4.7
Ebensowenig
ist gestützt auf das Gutachten der Fallabschluss bezüglich der linken Schulte
r per
3
0.
September
2013
und bezüglich der rechten Schul
ter per
3
1.
Dezem
b
er
2015
zu bemängeln:
Massgebend für den Fallabschluss und damit auch für die Einstellung der Tag
geld- und Heilbehandlungsleistungen ist zunächst, ob zum Zeitpunkt des Fallab
schluss
es
noch mit einer relevanten Besserung der
Beschwerden zu rechnen ist (E. 1.4
). Gemä
ss dem Gutachten der
Y._
vom 2
9.
Juni 2016 (Urk.
8/2/5046)
, auf welches vollumfänglich abgestellt werden kann
(E. 4.6)
,
war von
einer Fort
setzung der ärztlichen Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes der
Beschwerdeführerin mehr zu erreichen
. D
ie Therapieoptionen
wurd
en
als
weitgehend ausgeschöpft
bezeich
net
.
Die medizinisch-theoretische qualitative Minderung der Arbeitsfähigkeit sei nicht mehr besserbar, da eine eingeschränkte Belastbarkeit der betroffenen Ge
lenke persistieren werde (Ausschluss von körperlich schwerer und mittelschwerer Arbeit sowie von überwiegend gehend und stehend oder kniend oder über der Horizontalen ausgeübten Tätigkeiten).
Bezüglich der rechten Schulter
war
spätes
tens
Ende 2015 und damit ein gutes halbes Jahr nach dem l
etzten, am 26.
Mai 2015 erfolgten Revisionseingriff mit Arthroplastik des rechten Schultereckge
lenks der Endzustand erreicht.
Bezüglich dem linken Schultergelenk kamen die Gutachter zum Schluss, dass
spätestens seit September 2012 (Sturz mit Verren
kung der linken Schulter und Nachweis einer
Rotatorenmanschetten-Rezidi
v
läsion
durch
Arthro
-MRI
im Oktober 2012
) eine zumindest anteilig wesentliche traumatische Läsion vorliege, allerdings mit insgesamt geringer resultierender objektiver Beeinträchtigung. Entsprechend legten sie den Endzustand
ein knappes Jahr
später
auf etwa
Mitte
des Jahres
2013 fest
(orthopädisches Gutachten
S.
48
f.
).
Zwar könne – so die
Gutach
t
er
-
bezüglich dem linken Schultergelenk zukünftig eine weiter
e
O
perationsi
ndikation
bestehen
(
Rotatorenmanschetten
-Naht oder Implantation Kunstgelenk). Diese sei aber aktuel
l nicht absehbar (
orthop
ädisches Gutachten
S. 52
).
Hierzu
lässt sich der Aktenlage
entnehmen, d
ass die Beschwerdeführerin die
se
Operation
in der Vergangenheit immer wieder in Aussicht gestellt hat, ohne sie jedoch – zumindest bis Sommer 2018
–
durch
zuführen. Mit der Beschwerdeerhebung wurde schliesslich geltend gemacht, dass
die Operation nun auf Ende 2018 bei Dr.
C._
, dem Nachfolger von
Dr.
Z._
, geplant sei (
Urk.
1 S. 11).
E
i
ne Bestätigung beziehungsweise
ein Bericht
über die erfolgte Operation wurde in der Folge nicht aufgelegt. Damit fehlt es aber am notwendigen Nachweis, dass ein operativer Eingriff erforderlich ist.
Die
blosse
Möglichkeit eines operativen Vorgehens in der Zukunft genügt
nämlich
nicht, den von den Gutachtern
bezüglich der linken Schulter
per
Mitte des Jahres 2013
fest
gelegten Fa
llabschluss in Frage zu stellen beziehungsweise
hinauszuzögern
,
zu
mal hierfür die Möglichkeit einer namhaften Steigerung der Arbeitsfähigkeit vorausgesetzt wäre (vgl. E. 1.4), was vorliegend offensichtlich nicht gegeben ist.
4.8
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin d
i
e
Versicherungsfä
ll
e
zu Recht abgeschlossen und einen Rentenanspruch verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.