Decision ID: 002abba6-56e8-4b44-895b-f7135b73e7c3
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend „ESTV“) führt gegen A. und deren Ehemann B. eine besondere Untersuchung gemäss Art. 190 ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte  (DBG; SR 642.11) wegen des Verdachts schwerer  bzw. hierzu geleisteter Gehilfenschaft. Im Rahmen dieser  erhob A. am 14. Dezember 2010 Beschwerde beim Direktor der ESTV und beantragte, das gegen sie gerichtete Untersuchungsverfahren sei umgehend einzustellen (act. 5.1). Mit Entscheid vom 29.  2010 wies der Direktor der ESTV diese Beschwerde ab und auferlegte der Beschwerdeführerin eine Spruchgebühr von Fr. 1'000.-- (act. 1.1).
B. Hiergegen gelangte A. mit Beschwerde vom 3. Januar 2011 an die
I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und beantragt erneut die umgehende Einstellung des gegen sie angeordneten  unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ESTV (act. 1). In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Januar 2011 schliesst die ESTV auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 5). A. hält in ihrer Replik vom 28. Februar 2011 vollumfänglich an ihren Beschwerdeanträgen fest (act. 8). Die Replik wurde der ESTV am 1. März 2011 zur Kenntnis  (act. 9).
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.

Considerations:
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 191 Abs. 1 DBG richtet sich das Verfahren wegen des Ver-
dachts schwerer Steuerwiderhandlungen gegenüber dem Täter, dem  und dem Anstifter nach den Artikeln 19 – 50 VStrR.
1.2 Gegen einen Beschwerdeentscheid im Sinne von Art. 27 Abs. 2 VStrR
kann bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden (Art. 27 Abs. 3 VStrR i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. b StBOG und Art. 19 Abs. 1 des Organisationsreglements vom 31. August 2010 für das
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Bundesstrafgericht [Organisationsreglement BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]). Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch den  berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Art. 28 Abs. 1 VStrR). Die Beschwerde  einen Beschwerdeentscheid ist innert drei Tagen, nachdem dieser dem Beschwerdeführer eröffnet worden ist, schriftlich mit Antrag und kurzer  einzureichen (Art. 28 Abs. 3 VStrR). Währenddem mit der  gegen Zwangsmassnahmen auch die unrichtige oder  Feststellung des Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 28 Abs. 2 VStrR), ist die Beschwerde gegen gestützt auf Art. 27 VStrR ergangene Beschwerdeentscheide nur wegen Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des  zulässig (Art. 27 Abs. 3 VStrR).
1.3 Die Beschwerdeführerin ist im Beschwerdeverfahren vor dem Direktor der
Beschwerdegegnerin mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen und durch diesen Entscheid auch in materieller Hinsicht beschwert. Der angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am Donnerstag, 30.  2010, eröffnet. Ihre am Montag, 3. Januar 2011, eingereichte  erweist sich als fristgerecht, auch wenn sie sich diesbezüglich nicht auf den von ihr angeführten Art. 31 VStrR i.V.m. Art. 22a Abs. 1 lit. c VwVG stützen kann (vgl. hierzu das Urteil des Bundesgerichts 1B_63/2009 vom 1. September 2009, E. 2.3, bzw. Art. 31 Abs. 2 VStrR in seiner seit 1. Januar 2011 gültigen Fassung). Auf ihre im Übrigen formgerecht  Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Gemäss Art. 190 Abs. 1 DBG kann der Vorsteher des Eidgenössischen Fi-
nanzdepartements bei begründetem Verdacht, dass schwere  begangen wurden oder zu solchen Beihilfe geleistet oder  wurde, die ESTV ermächtigen, eine Untersuchung durchzuführen. Laut Art. 190 Abs. 2 DBG gilt sowohl die vollendete (Art. 175 DBG), als auch die versuchte (Art. 176 DBG) Steuerhinterziehung grosser  als schwere Steuerwiderhandlung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 DBG. Von einem begründeten Verdacht kann gesprochen werden, wenn sich  der gesamten Umstände des Einzelfalles das Verhalten einer oder mehrerer Personen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit unter den  der Steuerhinterziehung oder des Steuervergehens subsumieren lässt. Die Anforderungen für das Vorliegen eines Tatverdachts dürfen nicht derart hoch sein, dass sie mit dem für die Anklageerhebung erforderlichen Verdachtsgrad gleichzusetzen sind, vielmehr kann es sich lediglich um  Anfangsverdacht handeln. Somit müssen Beweise oder Indizien nicht
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bereits für eine erhebliche oder hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung sprechen (vgl. DONATSCH/MAEDER, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], Art. 83-222, Basel 2000, Art. 190 DBG N. 21 ff.). Zu beachten ist schliesslich, dass auch mit Bezug auf den begründeten Verdacht die vom Bundesgericht zum dringenden Tatverdacht entwickelte Rechtsprechung sachgemäss gelten muss, wonach sich dieser im Verlaufe des Verfahrens konkretisieren und dergestalt verdichten muss, dass eine Verurteilung  wahrscheinlicher wird oder aber das Verfahren einzustellen ist. Die Verdachtslage unterliegt mit anderen Worten einer umso strengeren , „je weiter das Verfahren fortgeschritten ist“. Allerdings ist , dass die diesbezüglichen Anforderungen nicht überspannt werden dürfen (vgl. zum Ganzen den Entscheid des Bundesstrafgerichts BE.2006.7 vom 20. Februar 2007, E. 3.1, mit Hinweisen). Diese  gelten gleichermassen auch für das Verwaltungsstrafverfahren, gibt es doch diesbezüglich keinen sachlichen Grund für eine  Rechtsanwendung. Führt die Untersuchung zum Ergebnis, dass sich der Verdacht auf schwere Steuerwiderhandlungen nicht erhärtet oder sogar entkräftet hat, ist die Untersuchung einzustellen (Art. 193 Abs. 2 DBG; /MAEDER, a.a.O., Art. 193 DBG N. 10).
3. 3.1 Art. 9 DBG sieht für Ehegatten ausdrücklich die Gemeinschaftsbesteuerung
vor. Dahingegen werden sie bei Scheidung und bei rechtlicher oder  Trennung für die ganze Steuerperiode getrennt veranlagt (Art. 5 Abs. 2 der Verordnung vom 16. September 1992 über die zeitliche  der direkten Bundessteuer bei natürlichen Personen; SR 642.117.1). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht auch beim Vorliegen zweier verschiedener Wohnsitze beider Ehegatten kein Anlass zu einer  Veranlagung, solange diese an der Fortführung der ehelichen Gemeinschaft festhalten und diesen Willen auch zum Ausdruck bringen. Werden von beiden Seiten über übliche Gelegenheitsgeschenke  Mittel für die gemeinsame Lebenshaltung eingesetzt, wobei  oder freiwillig vereinbarte Alimentenleistungen nicht in Betracht fallen, sind die Ehegatten trotz eigener Wohnung und gegebenenfalls auch  zivilrechtlichem Wohnsitz zusammen zu veranlagen. Des Weiteren sind bei Ehegatten, von welchen der eine im Inland, der andere im , jedoch in ungetrennter Ehe lebend, die Einkünfte des im Ausland wohnhaften Ehegatten zur Satzbestimmung des Einkommens des "" Ehegatten heranzuziehen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 2C_523/2007 vom 5. Februar 2008, E. 2.1 – 2.3; GREMINGER, Kommentar
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zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, Bundesgesetz über die  Bundessteuer [DBG], Art. 1-82, Basel 2000, Art. 9 DBG N. 1 f., 5 ff.; Kreisschreiben Nr. 30 der ESTV vom 21. Dezember 2010, Ehepaar- und Familienbesteuerung nach dem Bundesgesetz über die direkte  [DBG], Ziff. 1.1 ff. und 2.1).
3.2 Die Beschwerdeführerin rügt vorliegend, dass gegen sie kein begründeter
Verdacht bestehe, wonach sie schwere Steuerwiderhandlungen begangen oder Beilhilfe zu schweren Steuerwiderhandlungen ihres Ehemannes  haben soll. Sie lebe seit dem Jahr 2000 von B. getrennt und sei von diesem mit regelmässigen Unterhaltszahlungen alimentiert worden. Zudem habe sie mit B. weder einen gemeinsamen steuerlichen Wohnsitz, noch seien sie dafür gemeinsam veranlagt worden. Somit bestehe kein objektiv zu rechtfertigender Grund, das gegen sie laufende  aufrechtzuerhalten, weshalb die verweigerte Einstellung der gegen sie laufenden Untersuchung eine Ermessensüberschreitung bzw. -missbrauch der Beschwerdegegnerin darstelle (act. 1, S. 3 f.).
3.3 Die Beschwerdegegnerin verdächtigt die Beschwerdeführerin wegen  Steuerhinterziehung gemäss Art. 176 DBG hinsichtlich den  2005 bis und mit 2008, begangen durch die Verschleierung der  Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie durch den Versuch, eine von B. getrennte und damit zu tiefe Veranlagung zu erwirken (act. 1.1, Ziff. 3.3).
Es wird von den Parteien nicht bestritten, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 2000 – 2004 ihren steuerrechtlichen Wohnsitz im Ausland . Jedoch besteht gemäss der Beschwerdegegnerin der Verdacht, die Gemeinschaftlichkeit der Mittelverwendung habe unabhängig von den  Wohnsitzen auch in dieser Zeitspanne bestanden. Im Einzelnen ergibt sich, was folgt:
3.3.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass die von der Beschwerdeführerin  Unterhaltszahlungen auf ihr Konto Nr. 1 bei der Bank C. flossen, an welchem B. einzelzeichnungsberechtigt ist (vgl.  [nachfolgend „BAB“] 3). So hat dieser auch in den Jahren 2003 – 2007 insgesamt zwanzig Vergütungsaufträge ab dem besagten Konto der Beschwerdeführerin in Auftrag gegeben (vgl. BAB 4). Des Weiteren sind in den Jahren 2005 – 2007 elf Zahlungen im Gesamtbetrag von USD 44'100.--- und Fr. 7'000.-- ab dem besagten Konto auf das Konto Nr. 2 bei der Bank D., lautend auf die Beschwerdeführerin und B.,  worden (BAB 4). Laut einem Schreiben vom 6. März 2008 von
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Rechtsanwalt E. im Namen der Beschwerdeführerin an das  des Kantons Luzern sollen diese Zahlungen von B. lediglich zur Weiterleitung bzw. zur Deckung von dessen Verpflichtungen betreffend den damals ihm gehörenden Liegenschaften in den USA gedient haben. Diese Zahlungen seien von B. nur über deren Konto getätigt worden, weil dies über die Bank C. am speditivsten und günstigsten gewesen sei (BAB 5, pag. 122.100.103 f.). Da laut der Beschwerdegegnerin B. mindestens seit 2001 über ein eigenes Konto bei der Bank C. verfügen soll, ist der  beizupflichten, dass die vorgebrachten Kosten- und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen nicht zu überzeugen vermögen. Zudem ist fraglich, ob es sich bei den monatlichen Zahlungen von B. an die  im Betrag von Fr. 2'500.-- wirklich um  handelt, denn gemäss dem obgenannten Schreiben von Rechtsanwalt E. an das Finanzdepartement des Kantons Luzern soll es sich dabei um Akontozahlungen für Bilderkäufe handeln (BAB 5, pag. 122.100.103).
Des Weiteren hat die Beschwerdeführerin am 8. Oktober 2004 ein Konto bei der G. eröffnet, an welchem B. seit dessen Eröffnung über  verfügt (BAB 6, pag. 21.106.010). Schliesslich gab B. in einer  vom 23. November 2010 durch die Beschwerdegegnerin zu , das Haus in den USA, in welchem die Beschwerdeführerin mit den gemeinsamen Kindern lebte, stände in seinem Eigentum (BAB 7, pag. 130.100.008).
3.3.2 Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, die Steuerbehörden hätten sie bis
anhin nicht gemeinsam mit B. veranlagt, verkennt sie, dass sie aufgrund des aktuellen Ermittlungsstandes in den Steuerperioden 2000 – 2004 gar nicht in der Schweiz steuerpflichtig war. Ferner sei die getrennt erfolgte Veranlagung für das Steuerjahr 2005 auf das mutmasslich irreführende Verhalten der Beschwerdeführerin und B. zurückzuführen. Darüber hinaus seien gemäss der Beschwerdegegnerin die Steuern ab der Steuerperiode 2005 bis heute noch nicht rechtskräftig veranlagt (vgl. act. 5, S. 3).
3.3.3 Die Beschwerdeführerin will auch nach ihrem Zuzug aus den USA in die
Schweiz im Jahr 2005 einen von B. getrennten Wohnsitz gehabt haben (act. 1, S. 4). Dahingegen hat die Beschwerdegegnerin aufgrund der  Beispiele den Verdacht, dass die Beschwerdeführerin und B. auch ab dem Jahr 2005 die Gemeinschaftlichkeit der Mittel aufrecht  und wieder einen gemeinsamen Wohnsitz begründet haben. Im  ergibt sich, was folgt:
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Die Beschwerdeführerin eröffnete am 26. September 2005 bei der Bank G. ein Konto, für welchen seit dessen Eröffnung unter anderem B.  hat (BAB 8). Des Weiteren hat die  zusammen mit B. in den Jahren 2005 – 2007 drei Gesellschaften gegründet, wobei sie für zwei Gründungen eine Kapitaleinlage von Fr. 10'000.-- geleistet hat (BAB 9 und 10). Ferner soll die angebliche  von B. laut der Beschwerdegegnerin sowohl einen unbewohnten  erwecken als sich auch in einem sozialen Umfeld befinden, das dem Lebensstandard und der beruflichen Stellung von B. nicht entspräche (act. 5, S. 4). Dahingegen will die Beschwerdeführerin in einer Villa in Z., deren Eigentümerin eine von B. beherrschte Gesellschaft ist, lediglich ein Zimmer bewohnen, mit dem Recht, ausserhalb der Bürozeiten den „“ sowie den Empfangsraum zu benutzen. Jedoch seien weder die besagte Gesellschaft, noch andere Personen als die Beschwerdeführerin an dieser Adresse behördlich verzeichnet. Hinzu komme, dass vor der Villa regelmässig Fahrzeuge stehen würden, die auf B. zuzurechnende  eingetragen seien. Darüber hinaus soll B. anlässlich einer durch die Beschwerdegegnerin durchgeführten Hausdurchsuchung am 18. August 2010 um 6.10 Uhr in dieser Villa angetroffen worden sein, wobei die Beschwerdegegnerin aufgrund seiner Kleider darauf geschlossen habe, dass er nicht erst am frühen Morgen dort eingetroffen sei (act. 5, S. 4).
3.3.4 Nach dem Gesagten kann der Beschwerdegegnerin darin gefolgt werden, dass eine klare Trennung der Mittel von Beschwerdeführerin und B.  weder angestrebt noch umgesetzt wurde. Vielmehr besteht der  Verdacht, dass die Eheleute über gemeinsame Vermögenswerte verfügen können und der getrennte Wohnsitz nur vorgeschoben ist.
3.4 Ferner bringt die Beschwerdegegnerin den Verdacht vor, die Steuererklä-
rungen der Beschwerdeführerin seit 2005 seien unabhängig von der Frage nach dem gemeinsamen Wohnsitz bzw. der Gemeinschaftlichkeit der Mittel unvollständig (act. 5, S. 4). Dieser Verdacht wird durch folgende Umstände erhärtet: Wie bereits ausgeführt gründete die Beschwerdeführerin  mit B. drei Gesellschaften. Für diese Gesellschaften soll die  Aktien liberiert haben, obwohl dies auf der Grundlage  deklarierten Vermögensstandes gar nicht möglich war. Ein Hinweis auf die Aufnahme eines Darlehens liege gemäss der Beschwerdegegnerin nicht vor. Zudem habe die Beschwerdeführerin diese Beteiligungen nie  (vgl. BAB 2 sowie BAB 9 und 10). Des Weiteren haben die  der Beschwerdegegnerin ergeben, dass die Beschwerdeführerin über Konti bei der Bank G., der F., der H. sowie bei der Bank C. verfüge, die sie jedoch nie deklariert habe (BAB 2 sowie BAB 3, 6, 8 und 11).
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Schliesslich hätte die Beschwerdeführerin auch die Unterhaltszahlungen von B. als Einkommen deklarieren müssen, was sie jedoch unterlassen  (BAB 2). In Berücksichtigung all dessen ergibt sich, dass sich auch der Verdacht der Verschleierung der tatsächlichen Einkommens- und  gegen die Beschwerdeführerin selbst erhärtet hat.
3.5 Im Lichte der obigen Ausführungen erweist sich der begründete Verdacht
der gemeinsamen Mittelverwendung sowie der Verschleierung der  Einkommens- und Vermögensverhältnisse auch angesichts des  Verfahrensstadiums sowie des komplexen Sachverhaltes und der  verbundenen Notwendigkeit weiterer Abklärungen, als objektiv . Eine Rechtsverletzung bzw. eine Ermessensüberschreitung durch die Weigerung, die gegen die Beschwerdeführerin gerichtete Untersuchung zum jetzigen Zeitpunkt einzustellen, kann der Beschwerdegegnerin nicht zum Vorwurf gemacht werden. Die Beschwerde erweist sich diesbezüglich als unbegründet.
4. 4.1 Gemäss Art. 120 Abs. 1 DBG verjährt das Recht, eine Steuer zu veranla-
gen, fünf Jahre nach Ablauf der betreffenden Steuerperiode. Dabei handelt es sich um eine relative Verjährungsfrist, die unter bestimmten in Art. 120 Abs. 2 und 3 DBG aufgezählten Voraussetzungen gehemmt oder  werden kann. So wird die Veranlagungsverjährung mit jeder auf  oder Geltendmachung der Steuerforderungen gerichteten  unterbrochen, mithin mit jeder Veranlagungs- oder , die dem Steuerpflichtigen oder Mithaftenden zur Kenntnis gebracht wird (Art. 120 Abs. 3 lit. a DBG). Dabei muss es sich um eine individuelle, bestimmte Amtshandlung handeln, die der Durchsetzung des in Frage , konkreten Steueranspruchs dient (GREMINGER, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], Art. 83-222, Basel 2000, Art. 120 DBG N. 7). Gemäss der Praxis des Bundesgerichts zählen beispielsweise die Zustellung des Steuererklärungsformulars, die Mahnung zur Einreichung einer , die Ankündigung und Vornahme von Bücherdurchsuchungen, die Eröffnung einer definitiven oder provisorischen Steuerveranlagung, die  oder auch die Mahnung zur Zahlung als solche  (BGE 126 II 1 E. 2c, jedoch noch zu Art. 128 des  vom 9. Dezember 1940 über die Erhebung einer direkten Bundessteuer; BdBSt). Schliesslich sieht Art. 120 Abs. 3 lit. d DBG vor, dass die Veranlagungsverjährung mit der Einleitung einer Strafverfolgung wegen vollendeter Steuerhinterziehung neu beginnt. Dies hingegen er-
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scheint kaum sinnvoll, denn auch eine vollendete Steuerhinterziehung setzt regelmässig entweder eine rechtskräftige Veranlagung oder aber den  der Veranlagungsverjährung voraus (GREMINGER, a. a. O., Art. 120 DBG N. 9).
4.2 Gegen die Beschwerdeführerin besteht insbesondere auch der Verdacht
der Gehilfenschaft zur vollendeten Steuerhinterziehung von B. gemäss Art. 177 DBG hinsichtlich der Steuerperiode 2005, indem sie durch  des Getrenntlebens dazu beigetragen haben soll, den  Wohnsitz ihres Ehegatten zu verschleiern (act. 5, S. 5).
Die Beschwerdeführerin rügt, die Veranlagung für das Steuerjahr 2005 sei noch nicht verjährt, weswegen die Steuerveranlagung von B. auch noch nachträglich im offenen Verfahren vorgenommen werden könne. Somit könne B. hinsichtlich der Steuerperiode 2005 keine vollendete  vorgehalten werden, weswegen sie auch unmöglich dazu  geleistet haben könne (act. 1, S. 4 f.). Dahingegen soll laut der Beschwerdegegnerin die Veranlagungsverjährung für die besagte  2005 am 31. Dezember 2010 eingetreten sein, weswegen der Steuerausfall nicht mehr im ordentlichen Verfahren abgewendet werden könne und somit eine vollendete Steuerhinterziehung vorliege. Zudem sei eine Unterbrechung der Veranlagungsverjährung bis zum heutigen  nicht möglich gewesen (act. 5, S. 5).
Die Frage, ob die Veranlagungsverjährung eingetreten ist oder nicht bzw. ob eine vollendete oder versuchte Steuerhinterziehung Gegenstand der Untersuchung bildet, kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren offen bleiben, da auch Gehilfenschaft zu einer bloss versuchten  strafbar ist (Art. 177 DBG; SIEBER, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], Art. 83-222, Basel 2000, Art. 177 DBG N. 10). Die von der  diesbezüglich angeführte Argumentation ergibt demnach keinen Grund, weshalb die gegen sie geführte Untersuchung zum jetzigen Zeitpunkt einzustellen sei; sie ist mithin für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens nicht relevant.
5. Schliesslich ist auch die Rüge der Beschwerdeführerin, das  für die Steuerjahre 2006 – 2008 betreffe nicht sie,  nur B., weshalb sie aus dem Untersuchungsverfahren zu entlassen sei (act. 1, S. 5), unbehelflich. Es ist nicht ersichtlich und wird von der  auch nicht dargetan, weshalb sich die Untersuchungen
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gegen sie nicht auch auf die Steuerperiode 2006 – 2008 beziehen sollen. Vielmehr ist bereits dem Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 29.  2010 (act. 1.1) der begründete Verdacht zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin eventuell der versuchten Steuerhinterziehung  der Steuerperioden 2006 – 2008 schuldig gemacht habe. Die  erweist sich auch diesbezüglich als unbegründet.
6. Letztendlich vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzu-
leiten, wenn sie vorbringt, sie sei bis zum heutigen Tag noch nicht einmal einvernommen worden (act. 1, S. 5). Diese Rüge betrifft die , wozu auch die Durchführung von Einvernahmen gehört. Diese liegt im alleinigen Ermessen der Beschwerdegegnerin als  Behörde.
Generell beschränkt sich die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Replik auf Bestreitungen der ihr gegenüber von der Beschwerdegegnerin  Vorwürfe bzw. bringt demgegenüber abweichende Darstellungen des Sachverhalts vor. Letztendlich ist die Klärung solch offener Fragen jedoch genau Sinn und Gegenstand der gegen die Beschwerdeführerin eröffneten Untersuchung. Sollten sich die nunmehr bestehenden Verdachtsmomente im Laufe dieser Untersuchung nicht erhärten bzw. nicht bestätigen lassen, so wird die Beschwerdegegnerin zu gegebenem Zeitpunkt die  einzustellen haben. Die Verweigerung der Einstellung der  zum jetzigen Zeitpunkt stellt nach dem Gesagten keine  dar. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde demnach als unbegründet und ist abzuweisen.
7. Gemäss Art. 25 Abs. 4 VStrR richtet sich die Kostenpflicht im  vor der I. Beschwerdekammer nach Art. 73 StBOG, wobei dieser seinerseits auf das Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31.  2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in  verweist (BStKR; SR 173.713.162). Da dem BStKR jedoch keine Regelung über die Verteilung der Gerichtskosten zu entnehmen ist, ist ergänzend die Regelung des BGG anzuwenden, was auch der  gesetzlichen Regelung entspricht (siehe dazu beispielsweise den  des Bundesstrafgerichts BV.2010.79 vom 10. Dezember 2010). Als unterliegende Partei hat somit die Beschwerdeführerin die Kosten zu  (Art. 66 Abs. 1 BGG analog). Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'500.-- festgesetzt (Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR), unter Anrechung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.
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