Decision ID: 49fbe79f-5498-4821-a7df-ac30ce7d1527
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1980, meldete sich am 14. November 2005 unter Hinweis auf Schulter- und Nackenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (Urk. 13/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung
en
vom
2.
und 20. November 2007 (Urk. 13/46; Urk. 13/53)
b
ei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze
R
ente ab Januar 2006 zu (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 13/43).
1.2
Im Rahmen einer im September 2008 eingeleiteten Rentenrevision (vgl. Urk. 13/57) holte die IV-Stelle unter anderem ein rheumatologisch-psychiatri
sches Gutachten ein, das am 1. September 2009 erstattet wurde (Urk. 13/68/19-
54). Mit Verfügung vom 5. Februar 2010 (Urk. 13/86
= Urk. 3/1
) hob die IV-Stelle die bisher ausgerichtete ganze Rente auf.
1.3
Der Versicherte meldete sich am 4. November 2015 unter Hinweis auf Rückbe
schwerden und eine Diskushernie erneut bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (Urk. 13/119).
Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbli
che Situation ab und zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 13/144). Am 17. Oktober 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, aufgrund seines Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen möglich (Urk. 13/141
= Urk. 13/144/7-8
). Nach
durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
13/162-163
; Urk.
13/183
)
verneinte
die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. Januar 2018 (Urk. 13/189 = Urk. 2)
einen Rentenan
spruch.
2.
Der
Versicherte erhob am 2.
März 2018
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
30. Januar 2018
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm eine Rente zuzusprechen (Urk.
1 S.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
17. April 2018
(Urk.
12)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerde
führer
am
30. April 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 14
).
Mit Verfü
gung vom 19. Juli 2018 (Urk. 19)
wurde
antragsgemäss (vgl. Urk.
1
S. 1
) die un
entgeltliche Prozessführung bewilligt.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen
Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch
tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte
Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest,
bei der
A
ufhebung der ganzen Rente im Jahr 2010 hätten die medizinischen Abklä
rungen
– insbesondere das umfassende Gutachten -
ergeben, dass der Beschwer
deführer für alle Tätigkeit
en
zu 100 % arbeitsfähig sei.
Aufgrund de
r
Neuanmel
dung
sei abgeklärt worden, ob sich der Gesundheitszustand seit Erlass der letzten Verf
ügung erheblich verändert habe
. Sämtlich
e
durchgeführten medizinischen Abklärungen seit der Aufhebung der Rente im Jahr 2010 hätten nach Beurteilung durch den Ärztlichen Dienst keine neue längerdauernde Erkrankung
ergeben
.
Da seit dem Gutachten, das die Grundlage für die Rentenaufhebung dargestellt habe, demzufolge keine Verschlechterung eingetreten sei, werde an der vollen Arbeits
fähigkeit weiterhin
festgehalten. Aus den
eingereichten
medizinischen Unterla
gen würden keine neuen Aspekte hervorgehen, es würden zum Teil bereits wider
legte Diagnosen nochmals aufgeführt. Bei unverändertem medizinischen Sach
verhalt handle es sich um eine andere Bewertung der Arbeitsfähigkeit (S. 1 f.).
2.2
Der
Beschwerdeführer
machte demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) geltend, sein gesundheitlicher Zustand habe sich seit der Rentenaufhebung erheblich ver
schlechtert. Gemäss den behandelnden Ärzten sei er aus psychiatrischer Sicht nicht arbeitsfähig und aus rheumatologischer Sicht könne er in der angestamm
ten Tätigkeit nicht mehr eingesetzt werden. Schliesslich sei er aufgrund von neu
rologischen Beschwerden zu 50 % arbeitsunfähig (S. 1 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist,
ob sich
der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit der Rentenaufhebung im Jahr 2010 wesentlich verändert hat
und nunmehr ein
Rentenanspruch
besteht
.
3.
3.1
Die
Zusprache
einer ganzen Rente ab Januar 2006 mit Verfügungen vom
2.
und 20. November 2007 (Urk. 13/46; Urk. 13/53) bei einem Invaliditätsgrad von 100 % erfolgte aufgrund de
r
Diagnosen einer schweren depressiven Episode (ICD-10 F32.2), einer Agoraphobie mit Panikstörung und sozialer Phobie (ICD-10 F40.01), einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und einem
cervico-thorakospondyl
ogenen
Syndrom rechts sowie
lumbospondyloge
nen
Syndrom rechts bei Fehlhaltung und degenerativen Veränderungen mit Sta
tus nach Diskushernie L4/L
5.
Der Beschwerdeführer wurde
seit dem Jahr 2005
als zu 100 % arbeitsunfähig
sowohl in der angestammten als auch in einer ange
passten Tätigkeit
erachtet (vgl. Urk. 13/36
; Urk. 13/43).
3.2
3.2.1
Der mit
Verf
ügung vom
5.
Februar 2010 (Urk.
13/86
= Urk. 3/1
)
erfolgten Auf
hebung der bisher ausgerichteten ganzen Rente lag im Wesentlichen das rheu
matologisch-psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
med. Y._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, und von
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1.
September 2009 (Urk.
13/68/19-54)
zugrunde
(vgl. Urk. 13/71 S. 4; Urk. 13/85 S. 4)
.
Die Gutachter
nannten keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 29 Ziff. 5.1). Zudem nannten sie die folgenden Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 29 Ziff. 5.2):
-
Verdacht auf Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)
-
Angaben von thorakalen und lumbalen Schmerzen mit/bei
-
Rundrücken mit entsprechender leichter Einschränkung der Beweglich
keit, aber sonst fehlenden klinischen Befunden
-
r
adiomorphologisch Dehydratation der untersten zwei Bandscheiben im Sinne einer
Protrusion
L4/5 und L5/S1
-
sicheren Zeichen für Ausgestaltung
Aus somatischer Sicht würden Beschwerden thorakal und lumbal geschildert, dies bestehend seit Jahren (S. 29 Ziff. 6.1.2).
Der rheumatologische Gutachter führte in seinem Teilgutachten diesbezüglich aus, dass es zusammenfassend möglich sei, die Beschwerden als
thorako
- und
lumbovertebrales
Syndrom zu bezeichnen, wie vom Hausarzt getätigt. Viel treffender sei jedoch die Bezeichnung «Angaben von Beschwerden thorakal und lumbal bei klinisch normalen Befunden», das heiss
e
, es bestünden keine wesentlichen Bewegungseinschränkungen mit auch deutli
chen Hinweisen für eine psychogene Ausgestaltung. Erwähnenswert sei, dass ein MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 31. August 2007 vorliege, das leichte De
generationen zweier Bandscheibenräume zeige, hingegen keine wesentliche Dis
kushernie, sondern
Diskopathien
im Sinne von
Protrusionen
, was einem alters
entsprechend normalen Befund entspreche.
Protrusionen
seien etwas Alltägliches und komme bei 30 % bis 50 % der gesunden Normalbevölkerung auch in diesem Alter vor. Es sei nicht von einem Krankheitswert dieser Befunde auszugehen. Deutlich auffällig sei ein sogenanntes
«
pain
behaviour
»
, der Beschwerdeführer manifestiere hier und heute seine Beschwerden in erheblichem Ausmass, dies klar diskrepant zu den Befunden. Auch wirke er uninteressiert, die Untersuchung scheine ihn hier doch erheblich zu langweilen. Er präsentiere sich hier zum Teil
erheblichst
bedeckt (S. 14 f. Ziff. 3.5).
Der Beschwerdeführer sei Betriebsmitarbei
ter und Lagerist sowie im Kundenservice tätig gewesen. Für diese Tätigkeiten be
stehe aus rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit
(S. 15 Ziff. 3.6
). Er sei in jeglicher Männerarbeit voll arbeitsfähig, auch körperliche Schwerar
beiten seien ihm zumutbar (S. 15 Ziff. 3.7
). Die heutige Beurteilung habe seit Jahren Gültigkei
t (S. 15 Ziff. 3.8
).
In psychiatrischer Hinsicht könne lediglich eine Verdachtsdiagnose gestellt wer
den (S. 30 Ziff. 6.1.2). Der psychiatrische Gutachter führte in seinem Teilgutach
ten diesbezüglich aus,
dass die objektive Beurteilung nicht erlaube, eine psychi
atrische
Diagnose zu stellen. Weder gebe es genügend objektive Hinweise für eine Angststörung, womit auch die phobischen Störungen impliziert seien, noch gebe es genügend objektive Hinweise für eine depressive Störung. Vor dem Hinter
grund des auffälligen Verhaltens des Beschwerdeführers in der hiesigen Untersu
chung könne auch keine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert werden, da eine solche vollumfänglich bewusstseinsfernen Mechanismen unterworfen sein müsse, was beim Beschwerdeführer nicht der Fall sei. Die Verdachtsdiagnose ei
ner Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) ergebe sich einzig aus den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und müsse daher als Verdachtsdi
agnose aufgeführt werden (S. 27 Ziff. 4.5).
Zu den Funktionsfähigkeiten aus psy
chiatrischer Sicht sei zu sagen, dass diese nicht beeinträchtigt seien. Es
sei
noch
mals darauf hin
zuweisen
, dass der Beschwerdeführer sich durchwegs von einer höchst dysfunktionalen Seite beschrieben habe. Das äussere Erscheinungsbild des Beschwerdeführers aber zeige keinerlei dieser zu erwartenden Beeinträchtigun
gen. Auch sämtliche anderen objektiven Parameter, die sehr gut herangezogen werden könnten, um die innerpsychische Vitalität aus objektiver Sicht zu vali
dieren, zeigten vollständige Normalbefunde: Psychomotorik, Aspekte der Sprach
motorik, formales Denken, kognitive Leistungen und Affektivität seien in der Bandbreite der Norm ausgefallen. So ergebe sich auch betreffend die Funktions
fähigkeiten ein höchst diskrepantes Bild zwischen den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und den objektiven Untersuchungsbefunden (S. 28 Ziff. 4.5). Aus psychiatrischer Sicht bestehe in der bisherigen Tätigkeit
sowie
in einer Ver
weistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 28 Ziff. 4.6-4.7).
Die Gutachter kamen daher zum Schluss, dass aus gesamtmedizinischer Sicht in der angestammten Tätigkeit
sowie
in einer Verweistätigkeit eine volle Arbeitsfä
higkeit bestehe (S. 30 Ziff. 6.2.3, S. 31 Ziff. 6.3.3).
Zudem führten
sie
aus, dass sich aus rheumatologischer Sicht erhebliche Diskrepanzen zwischen den subjek
tiven Angaben und den diskreten Befunden fänden. Es finde eine klare Verdeut
lichung durch den Beschwerdeführer statt, die auf somatischer Basis nicht zu se
hen sei. Auch aus psychiatrischer Sicht bestünden ganz erhebliche Diskrepanzen
(S. 35 f. Ziff.6.8).
3.2
.2
In der
rechtskräftigen
Verfügung vom 5. Februar 2010 (Urk. 13/86
= Urk. 3/1
) ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass keine Diagnosen vorlägen, welche die Arbeitsfähigkeit einschränkten. Der Beschwerdeführer sei sowohl in der an
gestammten Tätigkeit als Betriebsangestellter als auch in jeder anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Nach durchgeführte
m Einkommensvergleich resultier
e ein
Invali
ditätsgrad von 0 %, weshalb
die bisher ausgerichtete ganze Rente aufhob
en werde
(S. 2 f.).
4.
4.1
Dr.
A._
,
Chiropraktor
, führte in seinem Bericht vom 25. Februar 2016 (Urk. 13/134/1-5) aus, dass er den Beschwerdeführer seit Mai 2015 behandle (Ziff. 1.2) und na
nnte eine
Lumboischialgie
links bei Diskushernie L4/5 und L5/S1
mit Wurzelreizung L
5
links
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1). In der angestammten Tätigkeit als Portier bestehe seit Mai 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Momentan sei ihm kaum eine andere Tä
tigkeit zumutbar (Ziff. 1.7).
4.2
Med.
pract
. B._
, führte in seinem Bericht vom 5. März 2016 (Urk. 13/
135/
1-5) aus, dass er den Beschwerdeführer seit November 2006 be
handle (Ziff. 1.2) und nannte ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 links mehr als rechts mit Diskushernie L4/5 mit Tangierung der Nervenwurzel L5
re
zessal
links als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1).
Ak
tuell finde keine Behandlung statt (Ziff. 1.5) und
die
Arbeitsfähigkeit könne er nicht beurteilen (Ziff. 1.7).
4.3
Die Ä
rzt
e
des
C._
,
D._
,
nannten in ihrem Bericht vom 5. Juli 2016 (Urk. 13/136/11-14)
folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom, intermittierend
lumboradikuläres
Reiz- und sensibles Ausfallsyndrom L5 links, Erstdiagnose April 2015
-
MRI
der
LWS
vom
2
0.
April 2016:
Diskusprotrusion
L4/5 medial mehr nach links mit Reizung L5 links möglich,
Diskusprotrusion
L5/S1 pa
ramedian rechts mit Kontakt zu S1 beidseits, keine
K
ompression, keine zentrale Spinalkanalstenose
-
MRI
der
LWS
vom
1
6.
Juni 2015: mediane, nach paramedian links aus
laufende Diskushernie mit Tangierung der Nervenwurzel L5
rezessal
links, mittelgradige Spinalkanalstenose
durch die Diskushernie
Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Paketbote sei von ihnen bislang nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, obwohl diese gegeben sei (Ziff. 1.6). Ein
schränkungen am Arbeitsplatz beträfen die körperliche Belastungsfähigkeit auf
grund der Diskushernie. Bis zur Genesung der Grunderkrankung bestehe eine Ein
schränkung der Traglast auf 5 kg. Weiter sollte die ausgeübte Tätigkeit eine wech
selseitige Belastung erlauben und Zwangshaltungen sollten vermieden werden. Längeres Sitzes
sei ausgeschlossen. Nach nun längerer Arbeitsabstinenz sei es sinnvoll, initial ein reduziertes Pensum von 50 % anzustreben, das im Verlauf nach Massgabe der Beschwerden gesteigert werden sollte (Ziff. 1.7). Ein Wieder
einstieg ins Arbeitsleben müsse
entsprechend der
Beschwerden in einer nächsten
Konsultation beurteilt werden (Ziff. 1.9).
4.4
Die Ärzte des
C._
,
D._
, berichteten in ihrem Austrittsbe
richt vom 30. September 2016 (Urk. 13/150/7-11
= Urk. 13/155/2-6
) über den stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 2
1.
bis am 29. September 2016 in der
Klinik und
nannten folgende
– hier verkürzt aufgeführte -
Diagnosen (S. 1):
-
lumboradikuläre
s
Rei
z-/sensible
s
Ausfallsyndrom L5 links
-
neu
Elektroneuromyographie
(
ENMG
)
vom
September 2016: in der Zu
sammenschau seien die neurografischen Befunde formal vereinbar mit einer L5-Läsion links, Untersuchung vorzeitig auf Wunsch des Be
schwerdeführers abgebrochen
-
Verdacht auf eine entzündliche ZNS-Erkrankung (Erstmanifestation
Au
gust
2016)
Der Beschwerdeführer sei zur stationären Aufnahme aus dem Ambulatorium zur stationären Schmerztherapie bei persistierendem Reizsyndrom L5 links und se
kundärer Ausdehnung der Schmerzen zugewiesen worden. Zudem sei seit August 2016 eine unklare, entzündliche ZNS-Erkrankung beschrieben worden, welche in neurologischer Abklärung sei (S. 2 oben). Ein psychiatrisches
Konsil
habe am 22. September 2016 stattgefunden. Bei Agoraphobie mit Panikstörung und re
zidivierenden depressiven Störungen sei vom Beschwerdeführer eine ambulante Nachbehandlung oder eine medikamentöse Einstellung abgelehnt worden. Im Verlauf der
Hospitalisation
habe der Beschwerdeführer jedoch die schlaffördernde und schmerzdistanzierende Therapie mit
Trittico
akzeptiert, die am 2
8.
September 2016 begonnen worden sei (S. 2 unten).
Bis zur neurologischen Verlaufskontrolle am 25. Oktober 2016 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3 Mitte).
4.5
Dr.
med. E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, berichtete am 2. November 2016 über die am 28. Oktober 2016 durch
geführte vertrauensärztliche Untersuchung (Urk. 13/148/6-9)
und führte aus, dass ein komplexes neurologisches Ausfallmuster und Schmerzsyndrom bestehe, dass vorläufig nicht geklärt sei, mit konstanten und reproduzierbaren Befunden. Es seien weitere Abklärungen notwendig. Vorläufig sei eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit für die belastende Tätigkeit in der Paketpostzustellung ausgewiesen (S. 3 f.).
4.6
Ein Arzt des
C._
,
F._
, diagnostizierte in seinem Bericht vom 24. November 2016
(Urk. 13/150/5-6)
chronische zervikale und
lumboradi
kuläre
«
Schmerzen Reiz
»
(Erstmanifestation 2015) sowie einen Verdacht auf eine entzündliche ZNS-Erkrankung (Erstmanifestation August 2016
; S. 1
).
Aus neuro
chirurgischer Sicht bestehe aufgrund der fehlenden Dynamik der Symptomatik und aktuell im Vordergrund stehenden lumbalen Schmerzen keine Operationsin
dikation für die Diskushernie LWK4/
5.
Aus neurochirurgischer Sicht seien keine weiteren routinemä
ssigen Kontrollen mehr geplant (S. 2 unten).
4.7
In seinem Verlaufsbericht vom 8. Dezember 2016 (Urk. 13/150/1-3)
nannte med.
pract
.
B._
chronische zervikale und
lumboradikuläre
«
Schmerzen Reiz
»
(Erst
manifestation 2015) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2) und nannte neu einen Verdacht auf
eine
entzündliche ZNS
-
Erkrankung (Erstmanifestation August 2016; Ziff. 1.3).
4.8
Die Ärzte des
C._
,
G._
, berichteten am 19. Januar 2017 über die
N
euroimmunologie-Sprechstunde
(
Urk. 13/156
) und
nannten folgende
– hier verkürzt aufgeführten -
Hauptdiagnosen (S. 1):
-
multiple T2-hyperintense Marklagerläsionen
(
Erstmanifestation August 2016
)
-
Ätiologie: offen,
di
fferentialdiagnostisch vaskulär
-
MRT
des
Schädel
s
vom
3
0.
Dezember 2016: Verdacht auf eine chroni
sche entzündliche ZNS-Erkrankung, differentialdiagnostisch auch
Va
skulitis
, Kollagenose
-
lumboradikuläres
Reiz-/sensibles Ausfallsyndrom L5 Links
Das am 30. Dezember 2016 durchgeführte MRI des Schädels habe mehrere
peri
ventrikuläre
Marklagerläsionen gezeigt. Die Progredienz sei jedoch bei einge
schränkter Vergleichbarkeit als fraglich bewertet worden. In Zusammenschau der vorliegenden Untersuchungen könne ak
tuell eine chronische ZNS-Erkrankung ausgeschlossen werden, sodass von weiteren diagnostischen und therapeutischen Massnahmen abgesehen worden sei
. Differentialdiagnostisch komme eine vasku
läre Genese der vorhandenen Läsionen in Frage. Weitere Kontrollen im Rahmen der neuroimmunologischen Sprechstunde seien derzeit nicht geplant
(S. 4 Mitte).
4.9
Eine Ärztin des
C._
,
G._
, nannte in ihrem Bericht vom 15. Feb
ruar 2017 (Urk. 13/153/1-5) multiple T2-hyperintense Marklagerläsionen (unkla
rer Genese, differentialdiagnostisch vaskulär) sowie ein
lumboradikuläres
Reiz-/
sensibles Ausfallsyndrom L5 Links als Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit (Ziff. 1.1).
Die Arbeitsfähigkeit könne sie nicht beurteilen (Ziff. 1.6-1.7).
4
.10
In ihrem Bericht vom 3. März 2017 (Urk. 13/155/9-10) berichteten die Ärzte des
C._
,
D._
, über die ambulanten Verlaufskontrollen und nannten
folgende
– verkürzt aufgeführten -
Diagnosen (S. 1 f.):
-
lumboradikuläres
Reiz-/sensibles Ausfallsyndrom L5 links
-
neu
MRI
der
ganze
n
Wirbelsäule
vom
Dezember 2016: regelhafter Be
fund des
Myelon
, geringe degenerative Veränderungen an HWS und LWS, bei Nachweis einer medio-links-lateralen
Bandscheibenprotru
sion
in Höhe LWK4/5 sei eine
Kompromittierung
der linksseitigen L5-Wurzel möglich
-
multiple T2-hyperintense Marklagerläsionen (Erstmanifestation August 2016)
-
Agoraphobie mit Panikstörung und rezidivierende depressive Störungen (Erstdiagnose September 2016)
Im Dezember 2016 sei ein MRI der spinalen Achse erfolgt, wo sich keine neuen Aspekte gezeigt hätten, insbesondere keine entzündliche
n
Veränderungen,
eine
andere neuronale Reizung
oder
dem
y
e
linisierende
Läsionen.
Im Dezember 2016 sei ein MRI des Schädels erfolgt. Die multiplen T2-hyperintensen Marklagerläsi
onen seien in der Neuroimmunologie-Sprechstunde am 20. Januar 2017 mit dem Beschwerdeführer besprochen und als nicht verdächtig für eine entzündli
che/immunologische Ätiologie beurteilt worden (vgl. vorstehend E. 4.
8
). Aus rheumatologischer Sicht seien diesbezüglich weitere laborchemische Abklärun
gen durchgeführt worden, wo sich weiterhin keine Entzündungsaktivität und ne
gative Antik
örper sowie kein
Komplementverbrauch gezeigt habe. Zusammenge
fasst sei aktuell eine rheumatologische Ursache im Sinne einer Kollagenose oder
Vaskulitis
ausgeschlossen
(S. 2 Mitte).
Es seien keine weiteren rheumatologischen Verlaufskontrollen vorgesehen. Die Möglichkeit einer
epiduralen
Infiltration L5/S1 sei mehrmals mit dem
Beschwer
deführer
besprochen und bisher immer abgelehnt worden. Zudem bestehe der Verdacht auf eine Somatisierungsstörung. Der
Beschwerdeführer
zeige für diesen Erklärungsansatz der Problematik wenig Einsicht, die schmerzdistanzierende Be
handlung mit
Trittico
sei selbständig gestoppt worden und es bestehe aktuell keine Bereitschaft für eine weitere schmerzdistanzierende Behandlung (S. 2 un
ten).
4.11
Ein Arzt des
C._
,
H._
, führte in seinem undatierten, bei der Beschwerdegegnerin am 22. Mai 2017 eingegangenen Bericht (Urk. 13/159) aus, dass er den Beschwerdeführer seit Februar 2017 behandle (Ziff. 1.2) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
lumboradikul
äres
Reiz-/sensibles Ausfallsyndrom L5 links
-
Kribbelparästhesien links Arm und Bein (Erstmanifestation August 2016), differentialdiagnostisch chronisch entzündliche ZNS-Erkrankung
-
chronische Kopfschmerzen, differentialdiagnostisch Medikamentenüber
gebrauchskopfschmerzen, differentialdiagnostisch Migräne mit Aura
Zudem nannte er eine Agoraphobie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1).
Die Arbeitsfähigkeit
sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in einer angepassten Tätigkeit
könne er nicht beurteilen (Ziff. 1.
6-1.9).
4.12
Dr.
med. I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2017 (Urk. 13/161/5-6)
aus,
dass sämtliche aufgrund der Klagen seit
dem Jahr
2010 durchgeführten elaborierten medizinischen Ab
klärungen keine neue längerdauernde Erkrankung habe zutage fördern können. Es sei die lumbale Bandscheibenproblematik mit sensibler L5-Symptomatik be
stätigt worden (MRI April 2016, ENMG September 2016). Im
Rahmen einer transienten
f
aciobrachiocruralen
Hemisymptomatik
seien
hypertensive
Markla
geläsionen im Hirn gefunden worden (August 2016), ein länger dauerndes klini
sches Korrelat sei nicht gesehen worden. Auch eine entzündliche ZNS-Erkrankung sei ausgeschlossen worden. Zudem sei die psychische Situation seit dem Jahr 2010 unverändert. Somit liege keine längerdauernde Änderung des Ge
sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit seit dem Jahr 2010 vor.
4.13
Ein Arzt des
J._
führte in seinem Bericht vom 19. Oktober 2017 (Urk. 13/177) aus, dass der Beschwerdeführer für zwei Vor
gespräche am 23. September und am 19. Oktober 2017 bei ihnen gewesen sei und dass er aufgrund de
r
Informationen des Beschwerdeführers berichte. Dabei nannte er
folgende Diagnosen (S. 1):
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
spezifische isolierte Phobie (ICD-10 F40.2)
-
Verdacht auf
Zwangsstörung, differentialdiagn
ostisch zwanghafte Anteile
-
chronische Kopfschmerzen
-
Status nach Panikstörung 2008-2010
-
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
multiple T2-hyperintense Marklagerläsionen (Erstmanifestation August 2016)
Der Beschwerdeführer beklage, seit 2015 unter LWS-Schmerzen ausstrahlend ins linke Bein zu leiden (S. 2 oben).
Als Behandlungsziel form
ul
iere der Beschwerde
führer, die
Depression zu reduzieren. Seit dem 1. April 2015 bestehe e
ine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 4).
4.14
Die Ärzte des
K._
berichteten am 20. November 2017 über die interdisziplinäre Schmerzbehandlung des
Beschwer
deführer
s (Urk. 13/184
= Urk. 3/3
) und nannte
n
dabei folgende
– hier verkürzt aufgeführten -
Diagnosen (S. 1):
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
spezifische isolierte Phobie (ICD-10 F40.2)
-
Panikstörung (ICD-10 F41.0)
-
Verdacht auf Status nach Schädel-Hirntrauma
bei Motorradunfall
vom
18. September 2004
-
Verdacht auf entzündliche ZNS-Erkrankung (Erstmanifestation August 2016)
-
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
Der Beschwerdeführer sei seit 2005 aufgrund von zunehmenden LWS-Schmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein und
einer
Panikstörung infolge eines Motorrad
unfalls eingeschränkt und seit April 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. Aufgrund der körperlichen Beschwerden seien ihm körperlich schwere Tätigkeiten oder Tätig
keiten mit Zwangshaltungen (auch rein sitzend) nicht mehr zuzumuten. Des Wei
teren leide der Beschwerdeführer seit dem Motor
r
adunfall unter Panikattacken sowie einer depressiven Störung. Aufgrund der chronischen Schmerzen, der de
pressiven Störung und Angststörungen sei der Beschwerdeführer auch in einer leichten, angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (S. 7 unten
f.
).
4.15
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Neurologie, führte in seinem Schreiben vom 18. Dezember 2017 (Urk. 13/186
= Urk. 3/2
) aus, dass der Beschwerdeführer seit April 2015 an Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlungen ins linke Bein leide. Diese Beschwerden hätten eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit zur Folge, da die Rückenschmerzen und auch die Schmerzausstrahlungen ins linke Bein unter Be
lastung zunehmen würden. Es seien somit nur leichtere Arbeiten möglich und unter diesen Bedingungen sei
die vorhandene
Arbeitsfähigkeit auf 50 % zu schät
zen.
4.16
RAD-Arzt
Dr.
I._
führte in seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2018 (Urk. 13/188) aus,
in den Berichten des
J._
vom 19. Oktober 2017 (vgl. vorste
hend E. 4.13) und des
K._
vom 20. November 2017 (vgl. vorstehend E. 4.14) seien keine neuen Aspekte dargelegt worden. Es würden seit über einem Jahr widerlegte Diagnosen (z.B. entzündliche ZNS-Erkrankung) nochmals aufgeführt. Somit seien die Schlussfolgerungen nicht haltbar.
Dr.
L._
habe am 18. De
zember 2017 (vgl.
vorstehend E. 4.15) die lange bekannte Rückenproblematik be
stätigt und dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Bei un
verändertem medizinischen Sachverhalt handle es sich hier um eine differente Bewertung der Arbeitsfähigkeit. Insgesamt lägen keine wesentlichen neuen me
dizinischen Sachverhalte vor, die eine Änderung seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2017 erforderlich machen würden (vgl. vorstehend
E. 4.12
).
5.
5.1
Im rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten von
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
vom September 2009
(vorstehend E. 3.2.1
) diagnostizierten
die Gutachter in somati
scher Hinsicht Angaben von thorakalen und lumbalen Schmerzen mit/bei Rund
rücken mit entsprechender leichter Einschränkung der Beweglichkeit, aber sonst fehlenden klinischen Befunden, radiomorphologischer Dehydratation der unters
ten zwei Bandscheiben im Sinne einer
Protrusion
L4/5 und L5/S1 und sicheren Zeichen für die A
usgestaltung
und attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit.
Die medizinischen Abklärungen, die seit der erneuten Anmeldung des Beschwer
deführers zum Leistungsbezug im November 2015 (vgl. Urk. 13/119) erfolgt sind, haben die lumbale Bandscheibenproblematik mit sen
sibler L5-Symptomatik be
stätigt. So zeigte das MRI der LWS im April 2016 eine
Diskusprotrusion
L4/5 medial mehr nach links mit Reizung L5 links möglich und eine
Diskusprotrusion
L5/S1 paramedian rechts mit Kontakt zu S1 beidseits, hingegen keine Kompres
sion oder zentrale Spinalkanalstenose (vorstehend E. 4.3). Die ENMG im Septem
ber 2016 ergab, dass die neurografischen Befunde formal mit einer L5-Läsion links vereinbar sind (vorstehend E. 4.4). Das MRI der ganzen Wirbelsäule im De
zember 2016 zeigte schliesslich keine neuen Aspekte, insbesondere keine ent
zündlichen Veränderungen, eine andere neuronale Reizung oder
demyelinisie
rende
Läsionen (vorstehend E. 4.10).
In der Folge
hielten
die Ärzte der
D._
des
C._
in ihrem Bericht vom März 2017 fest, dass
keine weiteren rheumatologischen Verlaufskontrollen mehr vor
gesehen seien
.
Zudem hielten sie fest, dass der Beschwerdeführer die Möglichkeit einer
epiduralen
Inf
iltration mehrmals abgelehnt habe
und aktuell für eine weitere schmerzdistanzierende Be
handlung nicht bereit sei. Schliesslich nahmen sie keine Beurteilung der Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers vor (vorstehend E. 4.10).
Nach dem Gesagten ist seit der Rentenaufhebung im Jahr 2010 in Bezug auf die Rückenproblematik keine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausge
wiesen.
Im Rahmen eines im Dezember 2016 durchgeführten MRI des Schädels wurden zudem mehrere
periventrikuläre
Marklagerläsionen gefunden, jedoch konnte eine chronische ZNS-Erkrankung ausgeschlossen werden, so dass in der Folge die Ärzte der
G._
des
C._
von weiteren diagnostischen und thera
peutischen Massnahmen abgesehen und keine weiteren Kontrollen im Rahmen der neuroimmunologischen Sprechstunde mehr geplant haben (vorstehend E. 4.8). Eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit
haben sie
nicht attestiert (vorste
hend E.
4.8-
4.9).
Demnach ist auch in neurologischer Hinsicht keine Verschlech
terung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgewiesen.
Schliesslich legte ein Arzt der
F._
des
C._
im November 2016 in nachvollziehbarer Weise dar, dass aus neurochirurgischer Sicht aufgrund der fehlenden Dynamik der Symptomatik und aktuell im Vordergrund stehenden lumbalen Schmerzen keine Operationsindikation bestehe und dass keine weiteren routinemässigen Kontrollen mehr geplant seien (vorstehend E. 4.6).
In Bezug auf die
Bericht
e
der Ärzte
des
J._
vom Oktober 2017 (vorstehend E. 4.13) und der Ärzte
des
K._
vom November 2017
(vorstehend E. 4.14)
,
die in somatischer Hinsicht ein
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom sowie multiple T2-hyperintense Marklagerläsionen bzw.
einen Verdacht auf eine entzündliche ZNS-Erkrankung und ein
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom diagnostizierten und dem Beschwerdeführer
eine seit April 2015 bestehende
100%ige Arbeitsunfähig
keit attestierten (vorstehend E.
4.13-
4.14),
ist auf die Erfahrungstatsache hinzu
weisen, dass Hausärztinnen und Hausärzte wie überhaupt behandelnde Arztper
sonen beziehungsweise Therapiekräfte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pa
tienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Der Arzt des
J._
legte lediglich dar, dass der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2015 unter LWS-Schmerzen ausstrahlend ins linke Bein leide (vorstehend E. 4.13). Inwiefern sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenaufhebung im Jahr 2010 verschlechtert haben soll, legte er weder dar, noch ist ein solcher ersichtlich. Demgegenüber führten
die Ärzte
des
K._
aus, der Be
schwerdeführer sei seit dem Jahr 2005 aufgrund von zunehmenden LWS-Schmerzen mit Ausstrahlung ins linke Bein eingeschränkt. Eine Verschlechterung
der Rückenbeschwerden
machten die Ärzte des
K._
weder geltend, noch ist ein
e
solche ausgewiesen.
In Bezug auf die Verdachtsdiagnose einer entzündlichen ZNS-Erkrankung ist festzuhalten, dass eine solche ausgeschlossen werden konnte.
Bei der
Beurteilung
der Ärzte des
J._
und des
K._
handelt es sich demnach um eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheits
zustands.
Das Gleiche gilt
für den Bericht
des behandelnden Arztes
Dr.
L._
vom De
zember 2017, der dem Beschwerdeführer
aufgrund von
Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung ins linke Bein eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tä
tigkeiten attestierte (vorstehend E. 4.15).
Ausserdem legte er nicht dar, inwiefern sich der Ges
undheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Jahr 2010 ver
schlechtert haben soll. Schliesslich attestierte der
behandeln
de
Chiropraktor
Dr.
A._
dem Beschwerdeführer im
Februar 2016
aufgrund einer
Lumbo
ischialgie
links eine seit Mai 2015 bestehende 100%ig
e Arbeitsunfähigkeit
(vor
stehend E. 4.1)
. Auch er begründete die Arbeitsunfähigkeit nicht. Zudem ist
Dr.
A._
Chiropraktor
und kein Arzt, weshalb ohnehin nicht auf seine Be
urteilung abgestellt werden kann.
Schliesslich vermag auch der Untersuchungsbericht von
Dr.
E._
vom Novem
ber 2016, wonach ein komplexes neurologisches Ausfallmuster
und Schmerzsyn
drom bestehe, das
vorläufig nicht geklärt sei, weshalb weitere Abklärungen not
wendig seien und der Beschwerdeführer
vorläufig für die belastende Tätigkeit in der Paketzustellung zu 100 % arbeitsunfähig sei (vorstehend E. 4.5),
insbesondere aufgrund der Untersuchungsergebnisse des
C._
keine Verschlechterung des so
matischen Gesundheitszustands auszuweisen.
In somatischer Hinsicht hat sich demnach der Gesundheitszustand des Beschwer
deführers seit der Rentenaufhebung im Jahr 2010 nicht wesentlich verändert.
Der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers (vorstehend E. 2.2) erweist sich
somit
als unbegründet.
5.2
Im rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten von
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
vom September 2009
(vorstehend E. 3.2.1) nannten die Gutachter in psychiatrischer Hinsicht einen Verdacht auf eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) und attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in ange
stammter und angepasster Tätigkeit.
Die Ärzte des
K._
nannten im November 2017 eine mittelgradige depressive Epi
sode (ICD-10 F32.1), eine spezifische isolierte Phobie (ICD-10 F40.2) und eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) als psychiatrische Diagnosen (vorstehend E. 4.14).
Dabei führten sie aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Motorradunfall
unter Panikattacken sowie einer depressiven Störung leide
. Basierend auf der depressi
ven Störung weise der Beschwerdeführer
«
Konzentrationsfähigkeit, eine erhöhte Ermüdbarkeit und Antriebsverlust
»
auf. Bei Stress reagiere er gehäuft mit Pani
kattacken, was darauf hindeute, dass die Stresstoleranz des Beschwerdeführers deutlich erniedrigt sei
(Urk.
13/184 = Urk. 3/3 S. 7
f.
unten). Aufgrund der chronischen Schmerzen, der depressiven Störung und Angststörungen beurteilten die Ärzte des
K._
den Beschwerdeführer seit April 2015 als zu 100 % arbeitsun
fähig (vorstehend E. 4.14).
Der Beschwerdeführer
machte
bereits im Rahmen der rheumatologisch-psychiat
rischen Begutachtung durch
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
im August 2009 (vgl. Urk. 13/68/19-54 S. 1)
vor allem seine psychischen Beschwerden geltend, wobei er über Angstzustände und über eine Depression berichtete. Er berichtete darüber, Schwierigkeiten zu haben, unter Menschen zu gehen oder nach draussen spazie
ren zu gehen, er berichtete über ein häufiges, einschnürendes Gefühl im Hals, über Atemnot, auch über Ängste umzufallen, und er berichtete, dass diese Be
schwerden in der Rekrutenschule 2002 regelmässiger geworden s
eien
. Der psy
chiatrische Gutachter hielt diesbezüglich fest, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, auf sogenannte offene Fragen hin konkretere Angaben zu diesen Störungen zu machen. Es sei ihm jeweils reichlich Zeit gelassen worden, Stellung nehmen zu können. Erst auf nachfolgende sogenannte geschlossene Fragen sei
nerseits habe der Beschwerdeführer die
vom Gutachter
«
angebotenen
»
Beschwer
debilder bestätigt. Es habe sich also eine erhebliche Diskrepanz zwischen seinen Antworten zu den offenen Fragen im Vergleich zu seinen Antworten zu d
en ge
schlossenen Fragen ergeben, wobei auszuschliessen sei, dass kognitive Defizite für diese Diskrepanz verantwortlich gewesen seien, da der Versicherte während der gesamten Untersuchung keinerlei kognitiven oder intellektuellen Defizite ge
zeigt habe. Die Angaben seien immer wieder sehr vage gewesen, es seien keine detaillierten Angaben zu den Beschwerden gemacht worden. Im objektiven Psy
chostatus habe der Versicherte erhebliche Diskrepanzen und Inkonsistenzen ge
zeigt. Sämtliche Dimensionen des objektiven Psychostatus hätten
blande
Befunde gezeigt.
Es resultiere also eine ganz erhebliche Diskrepanz zwischen den subjek
tiven Angaben des Beschwerdeführers zu den erwähnten geschlossenen Fragen und den objektiven Untersuchungsbefunden. Es resultiere gleichzeitig sodann auch eine erhebliche Diskrepanz zwischen seiner objektiven Beurteilung und den ihm zur Verfügung stehenden psychiatrischen
Vorakten
(Urk. 13/68/19-54 S. 25 f. Ziff. 4.5).
Der psychiatrische Gutachter hielt fest, dass zwar davon ausge
gangen werden könne, dass gewisse Symptome einer Angst-
beziehungsweise
Panikstörung einmal vorgelegen
hätten
oder vielleicht diskret noch vorliegen könnten, auch wenn sie heute weder objektivierbar noch vom Beschwerdeführer subjektiv auf offene Fragen hin klar beschrieben werden könnten, die Untersu
chungsergebnisse aber würden Symptome dieser Störung nicht nachweisen las
sen (Urk. 13/68/19-54 S. 27 f. Ziff. 4.5). Er
kam deshalb zum Schluss,
dass die objektive Beurteilung nicht erlaube, eine psychiatrische Diagnose zu stellen. We
der gebe es genügend objektive Hinweise für eine Angststörung, womit auch die phobischen Störungen impliziert seien, noch gebe es genügend objektive Hin
weise für eine depressive Störung
(vorstehend E. 3.2.1).
Die von den Ärzten des
K._
genannten psychischen Beeinträchtigungen, die seit dem Motorradunfall
, mithin seit
September 2004
bestanden hätten
, wie soeben dargelegt, bereits zum Zeitpunkt der rheumatologisch-psychiatrischen Be
gutach
tung vorgelegen und wurde
n
von den Gutachtern gewürdigt.
Eine Verschlechte
rung des psychischen Gesundheitszustands des
Beschwerdeführer
s seit der Ren
tenaufhebung im Jahr 2010 wird
von den
Ärzte
n
des
K._
weder geltend ge
macht, noch ist eine solche ersichtlich. Zudem ist hinsichtlich der Beurteilung der Ärzte des
K._
auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass Hausärztinnen und Hausärzte wie überhaupt behandelnde Arztpersonen beziehungsweise Therapie
kräfte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfäl
len eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Ein Arzt
des
J._
nannte
sodann
im Oktober 2017 eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), eine spezifische isolierte Phobie (ICD-10 F40.2) so
wie einen
Verdacht auf eine Zwangsstörung, differentialdiagnostisch zwanghafte An
teile, als psychiatrische Diagnosen und attestierte dem Beschwerdeführer eine seit April 2015 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit
.
Dabei stützte er sich jedoch vorwiegend auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers
(vorstehend E. 4.13).
Auch er legte nicht dar, inwiefern sich der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers seit der Rentenaufhebung im Jahr 2010 verschlechtert haben soll.
Die Ärzte der
D._
des
C._
legten in ihrem Bericht im Sep
tember 2016 dar, dass ein psychiatri
sches
Konsil
stattgefunden habe und
der
Be
schwerdeführer
bei Vorliegen einer Agoraphobie mit Panikstörung und rezidivie
renden depressiven Störungen eine Nachbehandlung oder eine medikamentöse Einstellung abgelehnt habe (vorstehend
E. 4.4
). Ein Bericht bezüglich des
psychi
atrischen
Konsil
s
sowie
eine Begründung der psychiatrischen Diagnosen fehlen hingegen, weshalb
der genannte Bericht nicht geeignet ist, eine Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustands zu begründe
n
. Dasselbe gilt für die Be
richte der Ärzte der
D._
des
C._
vom März 2017
(vorste
hend E. 4.10)
und eines Arztes des
H._
des
C._
vom Mai 2017
(vorstehend E. 4.11)
, wonach der
Beschwerdeführer
an einer Agoraphobie mit Panikstörung und einer rezidivierenden depressiven Störung
beziehungsweise
an einer Agoraphobie leide, fehlt doch eine Begründung der psychiatrischen Di
agnosen. Ausserdem handelt es sich bei den Ärzten des
C._
um keine Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, weshalb in Bezug auf den psychiatrischen Gesundheitszustand ohnehin nicht auf ihre Beurteilung abgestellt werden kann.
Nach dem Gesagten ist seit der Rentenaufhebung im Jahr 2010 in psychiatrischer Hinsicht keine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ausgewiesen. Der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers
(vorstehend E. 2.2)
erweist sich
somit
als unbegründet.
5.3
Zusammenfassend hat sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s seit der Rentenaufhebung im Jahr 2010 nicht wesentlich verändert, weshalb weiterhin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten auszugehen ist. Dem
entsprechend erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens, was zur Ab
weisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
I
VG) und ermes
sensweise auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Di
e Kosten sind ausgangsgemäss dem
un
terliege
nden Beschwerdeführer
aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung jedoch einstweilen auf d
ie Gerichtskasse zu nehmen. Der
Be
schwerdeführer
wird au
f die Nachzahlungspflicht von §
16 Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hingewiesen.