Decision ID: a61c8632-fd90-47f7-a9c6-6c56aeaf5fde
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_008
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Die Vizepräsidentin entnimmt den Akten:
1. Der Beschwerdeführer stellte am 11. Oktober 2021 einen Strafantrag  den Beschuldigten, weil dieser ihm am 12. August 2021 an seinem Wohnort zweimal gegen die Schulter geschlagen habe. Gleichzeitig  er, sich als Straf- und Zivilkläger am Strafverfahren gegen den  beteiligen zu wollen.
2. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau verfügte am 8. März 2022 die Nichtanhandnahme der von ihr unter dem Aspekt der Tätlichkeit beurteilten Strafsache. Sie stellte fest, dass keine Verfahrenskosten entstanden seien, und sprach keine Parteientschädigungen zu.
Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau genehmigte diese  am 9. März 2022.
3. 3.1. Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 16. März 2022 (überbracht am 17. März 2022) Beschwerde gegen die ihm am 12. März 2022  Nichtanhandnahmeverfügung. Sinngemäss beantragte er deren  und den Erlass einer Anweisung an die Staatsanwaltschaft -Aarau, gegen den Beschuldigten eine Strafuntersuchung wegen  i.S.v. Art. 126 StGB zu eröffnen. Weiter erwähnte er zum Nachweis, dass der Beschuldigte sich ständig gewalttätig verhalte, einen Vorfall vom 15. Januar 2021, bei welchem der Beschuldigte versucht habe, ihn mit der Schaufel zu schlagen. Der Beschuldigte verhalte sich fremdenfeindlich und antisemitisch.
3.2. Die Verfahrensleiterin der Beschwerdekammer in Strafsachen des  forderte den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. März 2022 auf, der Obergerichtskasse innert 10 Tagen ab (am 29. März 2022 ) Zustellung dieser Verfügung für allfällige Kosten eine Sicherheit von Fr. 800.00 zu leisten, was dieser am 30. März 2022 tat.
3.3. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau beantragte mit  vom 13. April 2022 (unter Kostenfolgen) die Abweisung der , soweit darauf einzutreten sei.
3.4. Der Beschuldigte teilte mit Eingabe vom 19. April 2022 mit, auf eine  bzw. Beschwerdeantwort zu verzichten.
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3.5. Der Beschwerdeführer erstattete am 19. Mai 2022 eine weitere Eingabe.

Considerations:
Die Vizepräsidentin zieht in Erwägung:
1. 1.1. Der Beschwerdeführer als Partei ist berechtigt und hat ein rechtlich  Interesse, die Nichtanhandnahmeverfügung der  Lenzburg-Aarau mit Beschwerde anzufechten und die Eröffnung  Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten wegen Tätlichkeiten zu beantragen (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO; Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO; Art. 382 Abs. 1 StPO).
Gegenstand der angefochtenen Nichtanhandnahmeverfügung und damit dieses Beschwerdeverfahrens ist einzig die Frage, ob der Beschuldigte  dem Beschwerdeführer am 12. August 2021 womöglich eine  i.S.v. Art. 126 StGB begangen hat. Zwar erwähnt der  mit Beschwerde auch andere (frühere und womöglich anders ) Vorwürfe gegen den Beschuldigten, stellt aber keine darauf  Anträge (auf welche nicht einzutreten wäre), sondern will damit einzig (in an sich zulässiger Weise) seinen Standpunkt begründen, dass sich der Beschuldigte am 12. August 2021 einer Tätlichkeit schuldig gemacht habe. Von daher ist auf seine frist- und formgerecht erhobene Beschwerde (Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 385 Abs. 1 StPO) vollumfänglich einzutreten.
1.2. Tätlichkeiten i.S.v. Art. 126 StGB sind einzig mit Busse bedroht und daher Übertretungen (Art. 103 StGB), weshalb die Beurteilung der Beschwerde nicht der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts als  obliegt, sondern allein deren (verfahrensleitenden)  (Art. 395 lit. a StPO).
2. Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Ob die Behörde ein Strafverfahren durch Nichtanhandnahme erledigen kann, beurteilt sich nach dem aus dem  Legalitätsprinzip abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro ". Danach darf die Nichtanhandnahme nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen (Urteil 6B_1039/2020 vom 20. April 2021 E. 1.3). Die Strafverfolgungsbehörde und die Beschwerdeinstanz verfügen in
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dieser Frage über einen gewissen Ermessensspielraum (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 6B_472/2020 vom 13. Juli 2021 E. 2.2.3).
3. 3.1. Wer gegen jemanden Tätlichkeiten verübt, die keine Schädigung des  oder der Gesundheit zur Folge haben, wird, auf Antrag, mit Busse  (Art. 126 Abs. 1 StGB).
Eine Tätlichkeit liegt vor bei einer das allgemein übliche und  geduldete Mass überschreitenden physischen Einwirkung auf einen Menschen, die keine Schädigung des Körpers oder der Gesundheit zur Folge hat. Körperliche Schmerzen werden für eine Tätlichkeit nicht . Eine Tätlichkeit muss gleichwohl von einer gewissen Intensität sein, wobei das Verursachen eines deutlichen Missbehagens genügt. Massgebend sind die konkreten Umstände des Einzelfalls (vgl. hierzu etwa Urteil des Bundesgerichts 6B_227/2019 vom 13. September 2019 E. 1.2).
3.2. 3.2.1. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau nahm in ihrer  Bezug auf die Behauptung des Beschwerdeführers bei dessen Einvernahme vom 11. Oktober 2021, vom Beschuldigten zweimal so stark gegen die rechte Schulter geschlagen worden zu sein, dass er zwar nicht verletzt worden sei, sich aber rückwärts bewegt habe. Weiter nahm sie  auf die Aussage des Beschuldigten vom 14. Januar 2022, wonach er den Beschwerdeführer nur leicht weggeschubst habe, damit dieser , ihn zu filmen. Der Beschwerdeführer habe danach gegrinst, sei aber nicht nach hinten getaumelt. Beschwerdeführer und Beschuldigter hätten zudem übereinstimmend ausgesagt, dass der Beschwerdeführer nach dem Einwirken des Beschuldigten nicht hingefallen sei.
Weiter kam die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau zum Schluss, dass der Tatbestand der Tätlichkeit selbst dann nicht erfüllt sei, wenn man auf die Sachverhaltsschilderung des Beschwerdeführers abstelle, weil das vom Beschwerdeführer geschilderte Verhalten des Beschuldigten von der  her den Anforderungen an eine Tätlichkeit nicht genüge.
3.2.2. Der Beschwerdeführer brachte hiergegen mit Beschwerde vor, dass der Beschuldigte am 14. Januar 2022 gelogen habe. Der Beschuldigte habe ihn nicht sanft berührt, sondern stark geschlagen. Der Umstand, dass er nicht gefallen sei, ändere hieran nichts, zumal er 93 kg wiege und sehr stark und gut trainiert sei. Vor den Schlägen habe es keinen verbalen Austausch gegeben. Der Vorfall sei dokumentiert. Er habe gegenüber der  Lenzburg-Aarau zum Nachweis, dass sich der Beschuldigte ihm
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gegenüber ständig gewalttätig verhalte, auch auf einen Vorfall vom 15.  2021 verwiesen, bei welchem der Beschuldigte ihn mit einer Schaufel habe schlagen wollen. In beiden Fällen habe er ein starkes Missbehagen ("strong discomfort") und eine Störung seines Wohlbefindens ("disturbance of well-being") empfunden. Der Tatbestand der Tätlichkeit (Art. 126 StGB) sei erfüllt. Weiter verwies der Beschwerdeführer auf die ihm gegenüber feindliche, xenophobe und antisemitische Äusserungsweise des  bei dessen Einvernahme.
3.2.3. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau führte mit Beschwerdeantwort aus, bei Erlass der Nichtanhandnahmeverfügung keine konkreten  gehabt zu haben, an den Aussagen des Beschuldigten zu zweifeln, zumal diese im Wesentliche mit denjenigen des Beschwerdeführers , der ausgesagt habe, sich nicht verletzt, sondern (lediglich) rückwärts bewegt zu haben. Der Beschwerdeführer habe am 29. März 2022 auf eigene Initiative eine den Vorfall vom 12. August 2021 angeblich dokumentierende Videodatei eingereicht, die belegen solle, dass die Schläge des Beschuldigten "significantly strong" gewesen seien. Sie könne diese Einschätzung nicht teilen, sondern sehe sich durch das Video in ihren rechtlichen Ausführungen gemäss Nichtanhandnahmeverfügung vom 8. März 2022 bestätigt. Die angezeigten tätlichen Einwirkungen wiesen keine den objektiven Tatbestand von Art. 126 StGB erfüllende Intensität auf. Inwiefern das Einwirken des Beschuldigten beim Beschwerdeführer ein deutliches Missbehagen ausgelöst haben könnte, sei nicht ersichtlich,  der Beschwerdeführer die Videoaufnahme nach dem Einwirken  fortgesetzt habe und dem Beschuldigten weiter gefolgt sei. Der Vorfall vom 15. Januar 2021 sei für den hier zu beurteilenden Vorfall vom 12.  2021 zudem ohne Belang.
3.3. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau reichte mit Beschwerdeantwort eine rund 20-sekündige Videosequenz ein, die den betreffenden Vorfall  soll und die der Beschwerdeführer am 29. März 2022 bei ihr eingereicht habe.
Die Videosequenz zeigt, wie der Beschuldigte mit einem grösseren ( getragenen) grünen Gartensack unterwegs ist und dabei  vom Beschwerdeführer gefilmt wird. Dabei passiert der Beschuldigte zunächst den rechts vor ihm stehenden Filmenden. Daraufhin folgt der  dem Beschuldigten während einigen Metern sozusagen auf Schritt und Tritt.
Der Beschuldigte deponiert den Gartensack nahe einer Ecke, dreht sich links um, stoppt und spricht den Filmenden wie folgt an:
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" Das blibt da, i säg ders, ja..."
Unmittelbar im Anschluss an diese Worte ist die Aufnahme kurz (zweimal) verwackelt, was mit einer körperlichen Intervention des Beschuldigten (mutmasslich mit seiner linken Hand) gegen den Beschwerdeführer ohne Weiteres zu vereinbaren ist.
Daraufhin sagt der Beschuldigte zum Filmenden:
" Mit dem huere Schisnatel, hau ab."
Weiter ist zu sehen, wie sich der Beschuldigte daraufhin in Richtung  bewegt und dabei vom Filmenden, der ihm über einige Meter  folgt, weiterhin gefilmt wird.
3.4. In ihren Aussagen beschreiben der Beschwerdeführer und der  den fraglichen Vorfall nicht gleich:
- Der Beschwerdeführer sprach bei seiner Einvernahme vom 11. Oktober 2021 (act. 12 ff.) davon, dass der Beschuldigte "seinen Müll" neben  Schopf gestellt habe und diesen trotz entsprechender Bitte nicht entfernt habe. Er habe daraufhin den Müll zum Eingang der Garage des Beschuldigten gebracht, weil es nicht schön sei, stinkenden Abfall  dem Schopf zu haben. Der Beschuldigte sei daraufhin sehr  herausgekommen, habe den Sack an die Ecke zum Schopf gestellt, auf Deutsch geflucht und ihn dann zweimal gegen die Schulter . Er selbst habe kein Wort gesagt und sich dem Beschuldigten  zu entziehen versucht. Er habe den Beschuldigten nicht geschlagen. Er sei nicht verletzt worden. Weil er dunkelhäutig sei, könne man Flecken auf seiner Haut aber nicht sehen. Es habe ihn . Es sei stark genug gewesen, dass er es umgehend gemeldet habe (Fragen 18 ff.).
- Der Beschuldigte sprach bei seiner Einvernahme vom 14. Januar 2022 davon, dass er das Gärtlein vor dem Hauseingang unterhalten habe. Dabei sei er an eine dortige Lampe geraten. Die Glaskugel sei  und es habe viele Scherben gehabt. Der Beschwerdeführer habe gelacht, was ihm aber egal gewesen sei. Dann sei der  etwa bis auf einen halben Meter an ihn herangetreten, habe sein Handy hervorgenommen und habe ihn einfach so gefilmt. Er habe ihm gesagt, er solle aufhören, das sei nicht erlaubt. Er habe ihn nur leicht weggeschupst, dass er aufhöre (Frage 13). Die vom  geschilderte "Müllproblematik" habe mit dem Vorfall vom 12. August 2021 nichts zu tun gehabt. Das "mit dem Sack" sei später gewesen. Sie hätten in Aarau "blaue Säcke". Weil sie weggegangen seien, hätten seine Nachbarn den Sack an die Strasse gestellt. Er habe ihn bei seinem Grundstück deponiert gehabt. Als sie zurückgekommen
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seien, sei er – mit Sesamöl beschmiert – vor seiner Garage gestanden (Fragen 23 f.).
3.5. Sofern (wovon auszugehen ist) die Videosequenz, wie vom  behauptet, den fraglichen Vorfall vom 12. August 2021 zeigt, spricht dies für die Sachverhaltsvariante des Beschuldigten. Der Beschuldigte trug darauf nämlich nicht einen Müllsack herum, sondern einen grünen . Gleicht man zudem die Wohnadressen der Parteien mit der Karte "Amtliche Vermessung" der online-Karten das Kantons Aargau ab (< https://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/agisviewer.html >), aus welcher sich auch die Grundstückgrenzen ergeben, scheint sich der Vorfall auf dem vom Beschuldigten bewohnten Grundstück abgespielt zu haben. Ob das (sich auf dem vom Beschuldigten bewohnten Grundstück befindliche) Gebäude, neben welchem der Beschuldigte den grünen Gartensack deponierte, der vom Beschwerdeführer erwähnte "Schopf" ist oder nicht, bleibt unklar. So oder anders ist aber nicht ersichtlich, warum der Beschuldigte den grünen Sack nicht in der besagten Weise hätte deponieren dürfen, zumal der  nichts Entsprechendes behauptete, sondern einzig (und wahrscheinlich mit Bezug auf einen anderen Vorfall) vorbrachte, sich daran gestört zu haben.
3.6. Weiter ist in Berücksichtigung der Videosequenz offensichtlich, dass sich der Beschuldigte dadurch provoziert fühlte, dass ihn der Beschwerdeführer mit dem Mobiltelefon aus kürzester Distanz bei seinem Tun filmte.
3.7. Angesichts der konkreten Umstände durfte sich der Beschuldigte durch  Filmen aus nächster Nähe nach Treu und Glauben auch provoziert bzw. herausgefordert fühlen, zumal nach dem in E. 3.5 Gesagten nicht  ist, dass sich der Beschuldigte damals selbst zunächst  verhalten hätte:
- Die Videosequenz zeigt, wie der Beschwerdeführer den Beschuldigten passieren liess und ihm daraufhin mit laufender Kamera in kurzem  folgte. Der Beschuldige deponierte den grünen Gartensack an der von ihm geplanten Stelle und wandte sich (durch eine ) um, offensichtlich um wieder zum Haus zu gelangen. Dabei hielt er kurz an, sprach den Beschwerdeführer an und es kam zu den  Gewalteinwirkungen. Weder bewegte sich dabei der Beschuldigte auf den Beschwerdeführer zu, noch bewegte sich der  vom Beschuldigten (rückwärts) weg. Von daher muss der Abstand zwischen Beschuldigtem und Beschwerdeführer deutlich weniger als eine Armeslänge betragen haben, ansonsten das auf der Videose-
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quenz dokumentierte Wegstossen gar nicht möglich gewesen wäre.  suchte nicht der Beschuldigte die Nähe des Beschwerdeführers, sondern verhielt es sich vielmehr umgekehrt.
- Weiter ist der Videosequenz ohne Weiteres zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer den ihm gerade nicht wohlgesonnenen  aus allernächster Nähe ohne dessen Einverständnis filmte. Selbst wenn der Beschwerdeführer sachliche Gründe gehabt hätte, das Tun des Beschuldigten filmisch festzuhalten, gab es jedenfalls keinen  Grund, dem Beschuldigten dabei derart nahe zu kommen bzw. ihn mit der Kamera geradezu zu verfolgen. Die damalige  des Beschwerdeführers ist ohne Weiteres als eine () Provokation bzw. Herausforderung zu verstehen, auf welche der Beschuldigte angemessen (sozialadäquat) reagieren durfte (vgl. hierzu etwa anschaulich Urteil des Bundesgerichts 6B_1083/2009 vom 15. April 2010 E. 2, in welchem Fall das Bundesgericht (es ging um  Körperverletzung) rechtfertigende Notwehr [Art. 15 StGB] u.a.  bejahte, weil sich das Opfer dem mit ihm nachbarschaftlich  Täter derart genähert hatte, dass dieser ihn wegstossen konnte, weshalb "im Lichte des seit Jahren andauernden " das Zurückstossen als angemessene  zu beurteilen sei).
3.8. Unter den gegebenen Umständen (wie dargelegt) stellte das womöglich auch heftige Wegstossen des körperlich offensichtlich eindeutig  Beschwerdeführers (vgl. hierzu vorstehende E. 3.2.2) durch den , welches den Beschwerdeführer weder verletzte noch in einer Art und Weise beeindruckte, dass dieser in der Folge sein provokatives und sozialinadäquates Verhalten (Filmen des Beschuldigten aus nächster Nähe gegen dessen Willen) auch nur kurz unterbrochen hätte, eine  Reaktion dar. Damit ist aber auch gesagt, dass die physische  des Beschuldigten auf den Beschwerdeführer das in der damaligen Situation "allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass" nicht überschritt, weshalb es nicht als Tätlichkeit qualifiziert werden kann oder aber zumindest i.S.v. Art. 15 StGB gerechtfertigt war, weshalb die  so oder anders im Ergebnis nicht zu beanstanden ist.
3.9. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, überzeugt nicht. Zwar ist es richtig, dass allein der Umstand, dass er nicht fiel, eine Tätlichkeit nicht ausschliesst. Das Nichthinfallen kann aber durchaus ein Indiz für die () Schwere der Gewalteinwirkung sein, gerade wenn die einzigen  Folgen der fraglichen Gewalteinwirkung (wie hier) kurzzeitige Bildverwackelungen sind. Unter solchen Umständen ist nicht davon , dass der Beschwerdeführer (sozusagen trotz eines schweren
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Schlags) mutmasslich allein deswegen nicht fiel, weil er 93 kg schwer, sehr stark und "well trained in not falling or losing ground" (gewesen) sei,  ist vielmehr davon auszugehen, dass die fragliche Gewalteinwirkung eben nicht allzu schwer war. Auch die vom Beschwerdeführer genannten früheren Vorfälle sind nicht geeignet, die fragliche Gewalteinwirkung des Beschuldigten als Tätlichkeit erscheinen zu lassen. Selbst wenn die  Vorfälle wie vom Beschwerdeführer geschildert stattgefunden hätten, würde dies nichts daran ändern, dass die hier zu beurteilende  des Beschuldigten gegen den Beschwerdeführer das unter den damaligen Umständen zulässige Mass eben (wie dargelegt) nicht . Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Gewalteinwirkung  der damaligen Umstände selbst dann noch sozialadäquat  wäre, wenn der Beschwerdeführer dadurch gewisse Schmerzen  oder auch blaue Flecken davongetragen hätte, was er aber noch nicht einmal behauptete. Bei seiner Einvernahme vom 11. Oktober 2021 sprach der Beschwerdeführer nicht davon, dass er Hämatome erlitten habe,  wies einzig darauf hin, dass man Hämatome auf seiner dunklen Haut nicht erkennen könne. Er gab auch nicht an, Schmerzen erlitten zu haben, sondern sagte einzig, dass es ihn "gestört" habe (Frage 24). Auch mit  führte er einzig unter direkter Bezugnahme auf einen  aus, dass er "strong discomfort, a disturbance of well-being"  habe, ohne aber auch nur ansatzweise darzulegen, worin dieses "starke Unbehagen" bzw. diese "Störung des Wohlbefindens" konkret  habe.
An dieser Beurteilung ändert auch die Eingabe vom 19. Mai 2022 nichts, in welcher der Beschwerdeführer im Wesentlichen bisher Ausgeführtes .
3.10. Damit ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem mit  Beschwerde unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Entschädigungen sind keine auszurichten, was auch für den Beschuldigten gilt, der sich nicht mit Anträgen am Beschwerdeverfahren beteiligt hat.
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