Decision ID: e35eaa9b-66ed-404d-a38f-7045d2b3a508
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1953, war seit
dem
1.
Oktober
1977
als Konstrukteur
bei der heutigen
Y._
beschäftigt (
Urk.
7/9
), als er sich am
6.
April 2000 wegen der gesundheitlichen Folgen
eines im Juni
1987 erlittenen Ver
kehrsu
nfalls bei der Invalidenversicherung zu
m
Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
7/4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische u
nd erwerblich
e Situation (
Urk.
7/6-
9
) ab
und
zog die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsgesellschaft (SUVA
;
Urk.
7/12,
Urk.
7/18
-19
)
bei
.
Die
se
richtet dem Versicherten seit dem
1.
September 2001
ausgehend von
eine
r
Erwerbsunfähigkeit von 30
%
eine Rente aus (
Urk.
7/78,
Urk.
7/106,
Urk.
7/141,
Urk.
7/147,
Urk.
7/160).
Mit Verfügung vom 1
3.
September 2000 (
Urk.
7/29) wies
die IV-Stelle
das Begeh
ren
des Versicherten
um medizinische Massnahmen ab. Sodann verneinte sie mit Verfügung vom
6.
November 2000 (
Urk.
7/40) einen
Anspruch auf berufliche Massnahmen sowie auf eine Invalidenrente. Die
dagegen
vom Versi
cherten erhobene Beschwerde wurde vom hiesigen Gericht mit
Urteil vom 2
7.
März 2002 (
Urk.
7/83
; Verfahren Nr. IV.2000.00753)
abgewiesen, wogegen der Versicherte Beschwerde ans
Bundesgericht
erhob. Zudem reichte
d
er
Versi
cherte
am 2
6.
April 2002
vorsorglich
ein neues Leistungsbegehren ein
(
Urk.
7/84)
, welches
die IV-Stelle mit Verfügung vom
2.
August 2002 (
Urk.
7/96) ab
wies
,
da
das Verfahren zurzeit noch
hängig
und das Urteil des
Bundesgerichts
abzuwarten
sei
. Mit Urteil vom
8.
Januar 2003 (
Urk.
7/97, Ver
fahren Nr. I 280/02) wies das
Bundesgericht
die Beschwerde
des Versicherten
schliesslich
ab.
1.2
Am
6.
März 2003 beantragte der Versicherte
sodann
, es sei
– nachdem das Urteil des
Bundesgerichts
nun vorliege -
die R
entenfrage neu zu prüfen (
Urk.
7/100
). Mit Verfügung vom 1
5.
Juli 2003 (
Urk.
7/109
) trat die IV-Stelle
auf das neue Leistungsbegehren
nicht ein, wogegen der Versicherte am 2
9.
August 2003
Einsprache
erhob (
Urk.
7/114
). Die gegen den darauf erlasse
nen
Einspracheentscheid
vom
5.
Januar 2004 (
Urk.
7/123
) erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Ur
teil vom 1
2.
Januar 2005 (
Urk.
7/146
; V
erfahren Nr. IV.2004.00087) ab.
1.3
Am
8.
Oktober 2012 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/155). Mit Schreiben vom 1
7.
Oktober 2012 (
Urk.
7/159) teilte die IV
Stelle dem Versicherten mit, dass für ein Eintreten auf die Neuanmeldung eine Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen
Verhält
nisse seit Erlass der letzten Verfügung vorausgesetzt werde, und forderte ihn auf, diesbezügliche Beweismittel
einzureichen.
M
it Vorbescheid vom 1
1.
März 2013 (
Urk.
7/174)
stellte die IV-Stelle dem Versicherten
in Aussicht, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten
.
Nach
dem am
3.
April 2013
zwischen den Parteien
ein
Standortgespräch
stattgefunden hat
te
(
Urk.
7/180)
,
erklärte die IV-Stelle den erlassenen Vorbescheid als hinfällig (
Urk.
7/182)
, leitete die materielle Prüfung des Gesuchs ein
und klärte
in der Folge
die medizinische Situation
(
Urk.
7/191,
Urk.
7/209
,
Urk.
7/217
)
ab
, wobei sie insbesondere
ein
polydiszipli
näres
Gutachten
veranlasste
, welches
von den Ärzten der
Z._
am 2
0.
Mai 2014 erstattet wurde (
Urk.
7/210).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/216,
7/
219,
Urk.
7/
223,
Urk.
7/225,
Urk.
7/232) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
5.
September 2014 (
Urk.
7/235 =
Urk.
2)
einen Rentenanspruch
des Versicher
ten
.
2.
Der Versicherte erhob am 1
7.
Oktober 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
5.
September 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei auf das Leistungsbegehren
einzutreten und
ihm sodann auf der Basis einer vollen Arbeitsunfähigkeit eine ganze Invalidenrente zuzusprechen
. Eventuell sei die Sache zur Einholung weiterer medizinischer Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen
(
Urk.
1 S. 2
,
S. 11
). Die IV-Stelle beantragte mit
Beschwerde
antwort
vom 1
8.
November 2014 (
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Eingabe
n
vom
4.
Dezember 2014 (
Urk.
9)
sowie
4.
November 2015 (
Urk.
12)
reichte der Beschwerdeführer
weitere
Bericht
e
(
Urk.
10
,
Urk.
13/1-6
) ein, welche
der Beschwerdegegnerin am
8.
Dezember 2014
respektive
5.
November 2015
zur Kenntnisnahme zugestellt wurde
n
(
Urk.
11
,
Urk.
14
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit k
önnen in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie
zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Was die zeitliche Vergleichsbasis bei wiederholten Neuanmeldungen betrifft, so reicht die analoge Anwendbarkeit der in BGE 109 V 262 E. 4a dargelegten Rechtsprechung auf das Neuanmeldungsverfahren nur so weit, als auch hier von Amtes wegen zu prüfen ist, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischen
zeitlich eine erneute materielle Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ers
ten Ablehnungsverfügung abzustellen; wie im Revisionsverfahren bleiben all
fällige, vorangehende
Nichteintretensverfügungen
aufgrund des fehlenden Abklärungs- und bloss summarischen Begründungsaufwandes der Verwaltung unbeachtlich. Erfolgte dagegen nach einer ersten Leistungsv
erweigerung eine
erneute materielle Prüfung des geltend gemachten
Rentenanspruchs und wurde dieser nach rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) aber
mals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungsansprechende Person dieses Ergebnis vorbehältlich der Rechtsprechung zur Wiedererwägung oder prozessu
alen Revision (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c) bei einer weiteren Neuanmeldung ent
gegen halten lassen (BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass keine Diagnosen oder Ein
schränkungen
vorlägen
, welche die Arbeitsfähigkeit
in
der angestammten Tätigkeit oder
in
einer anderen körperlich leichten, wechselbelastenden oder überwiegend sitzend ausgeübten Täti
gkeit einschränken würden
.
Eine
Ver
schlechterung de
s Gesundheitszustandes sei nicht ausgewiesen
(S. 1 f.
).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwe
rdeführer den Standpunkt (
Urk.
1
),
seine
gesundheitliche Situation habe sich in den letzten Jahren verschlechtert. Der Bericht des behandelnden Hausarztes zeige, dass unter Berücksichtigung von körperlichen und psychischen Beschwerden seit Jahren eine Arbeitsunfähigkeit von 10
0
%
vorliege
.
Aufgrund der
psychische
n
Komponente
, welche
sich in den letzten Jahren verstärkt
habe
,
sei er rund fünf Monate in
stationärer Behand
lung
gewe
sen
. Er sei in deutlich gebessertem, aber nicht geheiltem Zustand entlassen worden (S. 4).
Der Krankheitsverlauf zeige, dass eine psychische Beeinträchtigung mit Krankheitswert vorhanden sei, welche auch die Arbeitsfä
higkeit beeinträchtige.
Zudem
lägen weitere Arztberichte betreffend die multip
len gesundheitlichen Beschwerden vor (S. 5 f.). Auf das Gutachten der
Z._
könne
hingegen
nicht abgestellt werden
. Sowohl in der internistischen als auch in der neurologischen Untersuchung sei keine Auseinandersetzung mit den vorliegenden Arztberichten erfolgt und in der neurologischen Untersuchung sei es zudem zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Auch in der psy
chiatrischen Untersuchung
habe
k
eine
genügende
Auseinandersetzung mit den
Vorakten
sta
t
t
gefunden
(S. 6 ff.). Das Gutachten der
Z._
habe
pauschal
allen
anderen
Berichten und Gutachten die notwendig
e
fachliche medizinische Qualität abgesprochen. Das G
utachten
der
Z._
sei nicht objektiv.
Ausserdem
sei bloss eine summarische oberflächliche Abklärung erfolgt. Es sei allgemein bekannt, dass bei der
Gutachten
serstellung
die notwendige Zeit für die entspre
chenden Abklärungen fehle. Es sei ihm deshalb eine ganze Invalidenrente auf der Basis einer vollen Arbeitsunfähigkeit zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zur Einholung weiterer medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 10 f.).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom
8.
Oktober 2012 (
Urk.
7/155) eingetreten
,
weshalb sich das diesbezügliche
Rechtsbegehren
des
Beschwerdeführer
s
(
vgl.
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1
)
als hinfällig erweist
.
Demnach ist zu prüfen, ob seit der letzten materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten ist und, ob
dem Beschwerdeführer
infolgedessen ein Anspruch auf eine Invalidenrente zukommt
.
3.
3.1
Das hiesige Gericht hielt
im Urteil
vom 2
7.
März 2002 (
Urk.
7/83; Verfahren Nr. IV.2000.00753) fest, dass die erhobenen Befunde in somatischer Hinsicht aktenkundig und im Wesentlichen unbestritten seien. In psychischer Hinsicht sei gestützt auf das Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Psy
chiatrie und Psychotherapie, kein psychisches Leiden mit Krankheitswert aus
gewiesen (S. 10). Das Gericht erachtete somit folgende Diagnosen als gegeben (S. 7 ff.):
geringe langgezogene linkskonvexe Brustwirbelsäulen- und
Lendenwir
belsäulen-Skoliosierung
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom des ersten Lendenwirbelkörpers
chronische
Rhino
-Sinusitis
endoskopische Eröffnung des vorderen und mittleren
Etmoids
links
radikuläres
, zervikales Reizsyndrom C7/8 rechts bei leichter Spondylose und
Spondylarthrose
C5-7
arterielle Hypertonie
Quecksilberbelastung
leichtgradige
degenerative Veränderung der unteren Halswirbelsäule und
Parästhesien
Das Gericht ging weiter davon aus, dass in der ursprünglichen Tätigkeit als Kon
strukteur mit primärer Bildschirmarbeit ab zirka Anfang Mai 1999 eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Da
d
er
Beschwerdeführer
die verbliebene Restarbeitsfähigkeit in einem anderen Tätigkeitsbereich besser verwerten könne, sei ein Berufswechsel angezeigt. In einer optimal angepassten Tätigkeit sei eine vollständige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen (S. 10). Die Frage, ob sich der Gesundheitszustand seit Sommer 2000 dahingehend verschlechtert habe, dass in einer behinderungsangepasste
n
Tätigkeit
nur noch eine 75%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar sei
, liess das Gericht offen, da auch
in diesem Fall
kein Rentenan
spruch bestünde. Es ergebe sich maximal ein Invaliditätsgrad von 37.9
%
(S. 11, S. 14).
3.2
Die letzte materielle Überprüfung des Rentenanspruchs erfolgte im Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
2.
Januar 2005 (
Urk.
7/146; Verfahren Nr. IV.2004.00087). Zwar ist die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 1
5.
Juli 2003 (
Urk.
7/109) und anschliessendem
Einspracheentscheid
vom
5.
Januar 2004 (
Urk.
7/123) auf das neue Leistungsbegehren des Beschwerdeführers v
om
6.
März 2003 (
Urk.
7/100
)
nicht
e
ingetreten
,
doch hielt das Gericht im besagten Urteil fest,
dass entgegen dem Wortlaut der Verfügung mittlerweile auch die materielle Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs strittig sei. Es rechtfertige sich deshalb, vorab die Frage zu prüfen, ob eine allfällige Änderung
anspruchs
erheblich
s
ei (
Urk.
7/146 S. 4
Ziff.
2.2).
Zur Beurteilung des
damals
aktuellen Gesundheitszustandes
lagen dem
Gericht
ein psychiatrisches Gutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom 2
2.
Februar 2002
sowie ein Bericht der
Ärzte der
Augenklinik des
C._
vom
5.
März 2002
vor
. Das Gericht kam zum Schluss, dass die gutachterliche Beurteilung von
Dr.
B._
, wonach der Beschwerdeführer an einer chronischen depressiven Verstimmung im Sinne einer
Dysthymie
(ICD-10 F34.1) leide und daher in sei
ner Arbeitsfähigkeit zu 25
%
eingeschränkt sei (S. 7 f.), nicht zu überzeugen vermöge, soweit sie als lediglich unterschiedliche Würdigung des gleichen Sachverhalts nicht ohnehin unbeachtlich bleiben müsse (S. 10).
Weiter kam das Gericht zur Ansicht, dass vollumfänglich auf die zutreffenden
ophtalmologi
schen
Abklärungen abgestellt werden könne, wo
nach
eine
Trochlearisparese
rechts bei einer Läsion des
Nervus
trochlearis
sowie eine chronische Blepharitis mit
Sicca
-Symptomatik beidseits diagnostiziert worden sei
en
. Die
Trochlearis
parese
ergebe
lediglich eine Einschränk
ung beim perspektivischen Sehen
, was die – insbesondere gelegentliche – Arbeit am Bildschirm in keiner Weise aus
schlies
se. Der Blepharitis könne mit Lidrandhygiene und geeigneter Behandlung begegnet werden. Auch daraus lasse sich keine Beeinträchtigung der Arbeits
fähig
keit ableiten. Zusammenfassend kam das Gericht zum Schluss, dass keine
anspruchserhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes vorl
a
g (S. 8, S. 10 f.).
4.
4.1
Seit der letztmaligen materiellen Prüfung sind
die
folgende
n, wesentlichen
Berichte zu den Akten genommen worden:
4.2
Mit Bericht vom
8.
März 2007 (
Urk.
7/191/21-25) führten die Ärzte der
D._
als Diagnosen einen Verdacht auf ein zentrales
Schlafapno
e
syndrom
, einen Bruxismus, eine chronische Lumbalgie seit einem Unfall im Jahr
e
1987 sowie eine arterielle Hypertonie auf. Die Einleitung einer nasalen
continuous
positive
airway
pressure
(
CPAP
)
-Therapie sei vom Beschwerdeführer schlecht toleriert worden. Diese habe ihn gestört un
d er habe kaum schlafen können, weshalb von einer solchen Therapie
abgesehen
werde
(S. 1).
4.3
Die Ärzte der
E._
informierten im Austrittsbericht vom 2
8.
April 2008 (
Urk.
7/191/7-10) über die stationäre
Hospitalisation
des Beschwerdefüh
rers vom 2
1.
Januar bis 3
0.
April 200
8.
Der Beschwerdeführer habe sich bereits vom
3.
Dezember 2007 bis 1
6.
Januar 2008 in stationärer Behandlung befunden und
sei
nun freiwillig zur Weiterbehandlung einer schweren depressiven Epi
sode
zugewiesen worden
.
Als Diagnosen
führten
die Ärzte F
olgendes a
uf
(S. 1):
schwere depressive Episode mit psychotischer Symptomatik (ICD-10 F32.3)
Differentialdiagnose (DD): organische depressiv-psychotische Störung (ICD-10 F06.32)
HIV-Infektion (E
rstdiagnose, E
D
,
Dezember 2007) mit sch
werer zellulärer Immunschwäche
Verdacht auf HIV-assoziierte
Enzephalopathie
(ICD-10 B22.0 bezie
hungsweise F02.4)
primärer
Hyperparathyreoidismus
(ED 1
8.
Januar 2008)
kompletter Rechtsschenkelblock
fungale
Sinusitis
maxillaris
Anämie
Nachdem der Beschwerdeführer der psychiatrischen Behandlung anfangs sehr ablehnend gegenüb
ergestanden sei, habe sich mit der V
e
rbe
sserung der Sympto
matik auch eine zunehmende Krankheitseinsicht und Compliance gezeigt (S. 3). Der Beschwerdeführer sei in deutlich gebessertem Zustand ent
lassen worden. Vor dem Austritt sei eine Betreuung
durch die Spitex
organisiert worden. Eine ambulante psychiatrische Weiterbehandlung sei angezeigt (S. 4).
4.4
Die Ärzte des Spitals
F._
informierten mit Austrittsbericht vom 2
4.
März 2010 (
Urk.
7/191/31-34) über die stationäre
Hospitalisation
des Beschwerdefüh
rers vom 1
5.
bis 1
8.
März 201
0.
D
ieser
habe sich
wegen Bauchschmerzen und
einer
Bauchumfangszunahme notfallmässig vor
gestellt
. Die Ärzte diagnostizierten eine
Helicobacter
pylori
-Gastritis (ED 2010), eine HIV-Infektion (ED 2007), eine mittelschwere Depression mit psychotischer Symptomatik (ED 2007) sowie eine arterielle Hypertonie (S. 1 f.).
Der Beschwerdeführer sei in leicht gebessertem Zustand entlassen worden (S. 3).
4.5
Die Ärzte des
C._
, Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene, stellten mit Bericht vom 2
5.
März 2013 (
Urk.
7/191/40-47) die nachfolgend gekürzt angeführten Diagnosen (S. 1):
HIV-
Infektion C/A
3, ED Dezember 2007
a
rterielle Hypertonie
Niereninsuffizienz
Diabetes mellitus
Status nach Kataraktoperation beidseits (anamnestisch)
Status nach Lendenwirbelkörper-Fraktur 1987 (Velounfall)
Adipositas
Zur Behandlung und Kontrolle der HIV-Infektion
werde
eine
vierteljährliche Kontrolle
empfohlen
(S. 2).
4.6
Dr.
med. G._
, Fachärztin für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psycho
therapie,
diagnostizierte mit Schreiben vom 2
8.
März 2013 (
Urk.
7/191/11-13) ein Karpaltunnelsyndrom rechts, eine leichte Schädigung des
Nervus
ulnaris
rechts am
Sulcus
, eine Arthrose des Daumengru
ndgelenks rechts sowie eine
Epik
ondylopathie
am rechten Ellenbogen, radial stärker als
ulnar
(S.
1). Für eine
radikuläre
Störung der Wurzel C7 rechts lägen aktuell weder anam
nestische noch klinische Hinweise vor (S. 3).
4.7
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Ophthalmologie, führte mit Schreiben vom 1
1.
April 2013 (
Urk.
7/191/17-18) eine
Trochlearisparese
am rechten Auge auf, wel
che die Sehfähigkeit im Alltag einschränke. Die Sehwinkel würden in Abhängigkeit der verschiedenen Blickrichtungen stark abweichen. Dies könne zu Doppelbildern und damit starker Beeinträchtigung im Alltag füh
ren. Ferner bestehe eine
Keratoconjunc
tivitis
sicca
beidseits,
links schlechter als rechts (S.
1).
4.8
In einem Bericht der Praxis von
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Allge
meine Innere Medizin und für Rheumatologie,
signiert von
Dr.
med.
J._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie,
vom
8.
Mai 2013 (
Urk.
7/191/14-16)
wurden folgende Diagnosen aufgeführt (S. 1):
schnellender Finger Daumen rechts
beginnende
Dupuytren-
Konktratur
Dig
. III und IV rechts sowie
Dig
. IV und V links
Epicondylitis
radialis
humeri
beidseits
Bursitis
trochanterica
links
atypisches
Karpaltunnelsyndrom (
CTS
)
rechts mit diskreter
Sensibilitäts
störung
Panvertebralsyndrom
HIV-Infektion, ED Dezember 2007
insulinpfl
ichtiger Diabetes Mellitus Typ II
Adipositas Grad I
Dr.
J._
führte aus, dass aus rheumatologischer Sicht aktuell keine Hinweise für eine entzündlich
e
rheumatische Grundkrankheit
vorlägen
. Weiter
äusserte
er
sich zur
Behandelbarkeit d
er einzelnen Diagnosen
. Eine Arbeitsfähigkeit sei aus rheumatologischer Sicht schwer einzuschätzen, da der Beschwerdeführer an diversen behandelbaren Beschwerden leide. In der Summe bestehe trotzdem eine deutliche Einschränkung in der Belastung, so dass die Arbeitsfähigkeit interdis
ziplinär zu würdigen sei (S. 2).
4.9
Der behandelnde Hausarzt
Dr.
med.
K._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
mit Weiterbildung in delegierter Psychotherapie
,
führte mit Bericht vom 1
2.
August 2013 (
Urk.
7/191/1-4) die nachfolgend gekürzt ange
führten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1 f.):
d
epressive Störungen
teilweise reaktiv wegen den diversen organischen Problemen, in die
sem Zusammenhang auch rezidivierende Anpassungsstörungen mit depressiver Stimmung
bereits 2002 als chronisch-depressive Verstimmung im Sinne einer
Dysthymie
(ICD-10 F34.1) „mit ernster Prognose“ beurteilt
Status nach mittelschwerer Depressionsepisode mit psychotischer Symptomatik,
ED
2007
teilweise auch submanische, agitierte Zustandsbilder
m
öglicherweise besteht im Rahmen eines leichten organischen
Psychosyn
droms
eine erhöhte Reiz- beziehungsweise Kränkbarkeit im Sinne einer nicht näher bezeichneten Persönlichkeitsstörung
(DMS
301.9
/
F60.9)
mit einer Tendenz zu
r
polternde
n
Klagsamkeit
, Agitiert
heit und
Logorrhoe
Verdacht auf HIV-
Enzephalopathie
, ED 2008
c
hronisches CTS rechts mit diskreter Sensibilitätsstörung
l
eichte
Ulnarisschädigung
rechts mit Störungen der Feinmotorik
Schlafapnoesyndrom vom zentralen Typ
mit resultierender
Tagesmüdig
keit
, eventuell tei
lweise mitbedingt durch eine Lak
tatazidose
-T
endenz
beginnende Polyneuropathie der Extremitäten
, ED 2013
unklare Ataxie vor allem
der
rechte
n
obere
n
Extremität
diverse entzündliche und degenerativ bedingte Weichteilveränderungen, teilweise rezidivierend beziehungsweise chronisch
schnellender Daumen rechts, ED 2013
leichte
Dupuytren
-Kontraktur
Dig
. III und IV rechts,
Dig
. IV und V links, ED 2013
Epicondylitis
radialis
humeri
beidseits, ED 2013
Bursitis
trochanterica
links, ED 2013
Daumengrundgelenksarthrose vor allem rechts, ED 2013
fragliche C7 Wurzel-Kompression bei degenerativen
Disci
inte
r
verteb
ralia
mit
Diskusprotrusion
, ED 2013
chronische posttraumatische Lumbago
HIV-
Infekt
, insgesamt gut eingestellt mit geringer Viruslast
vermehrte Infektionsneigung
chronische Sinusitis
maxillaris
links
chronische
eosinophile
Rhinosinusitis
mit
Vocal
Cord
D
ysfunction
latente
Troch
l
earisparese
rechts
, ED 2002
Exophorie
, ED 1985
chronische Blepharitis
sicca
beidseits
leicht reduziertes Hörvermögen
Zudem gab
Dr.
K._
metabolische Störungen als
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
an (S. 2). Eine Verb
esserung sei nicht zu erwarten (S. 3).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe seit m
indestens 2007 bis auf weite
res eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 4).
4.10
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
, für Allergo
lo
gie und klinische Immunologie sowie für Pneumologie,
führte
im Schreiben vom
2
8.
Oktober 2013 (
Urk.
7/209/4-7)
folgende Diagnosen
auf
(S. 1):
Asthma bronchiale (
Intrinsic
Typ)
chronische
eosinophile
Rhinosinusitis
(
Intrinsic
Typ) mit:
Vocal
Cord
Dysfunction
Status nach dreimaliger Nasenoperation, DD:
Polyposis
nasi
Schlafapnoesyndrom (anamnestisch)
CPAP-Intoleranz bei chronischer Rhinitis
HIV-Infektion, antivirale Kombinationstherapie
arterielle Hypertonie
Diabetes mellitus Typ II
, insulinpflichtig (ED 2011)
4.11
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Chirurgie und für
Handchirur
gie
, informierte mit Schreiben vom 1
8.
Dezember 2013 (
Urk.
7/209/1)
darüber
, dass
d
er Beschwerdeführer an einem schmerzhaften Spicken des rechten Dau
mens leide und zusätzlich Sensibilitätsstörungen
vorlägen
, wobei
elektrogra
phisch
ein CTS
diagnostiziert worden sei.
D
ie Indikation zur Dekompression der Nerven
sei
gegeben. Dies auch wegen des insulinpflichtigen Diabetes mellitus, der die Nerven vulnerabler machen könne. Am Daumen könne
eine
Ring
band
spaltung
durchgeführt werden.
4.12
Die Ärzte des
C._
, Augenklinik,
gaben
mit Bericht vom
7.
Januar 2014 (
Urk.
7/209/2-3) nebst diversen allgemeinen Diagnosen die folgenden
, gekürzt aufgeführten
ophthalmologischen Diagnosen a
n
(S. 1):
d
iskrete, schwer fassbare Störung der
Okulomotorik
Pseudophakie
(rechts 2012, links 2011)
Keratoconjunctivitis
sicca
In der Untersuchung habe sich weder ein manifestes Schielen noch ein Anhalt für eine
Trochlearisparese
gezeigt, sondern höchstens eine diskrete und schwer fassbare Störung der
Okulomotorik
im Sinne von minimaler Adduktions-,
Sen
kungs
- und Hebungseinschränkung rechts anhand der subjektiven Angaben im Hess-Test. In der Video-
Okulographie
vom 1
5.
Juli 2013 (objektive
Messme
thode
) habe sich kein Hinweis für eine zuvor anhand des Hess-Tests postulierte
internukleäre
Ophthalmoplegie
gezeigt. Aus rein ophthalmologischer Sicht bestehe bis auf die
Sicca
-Symptomatik keine feststellbare beziehungsweise rele
vante Behinderung. Es werde eine intensive Befeuchtungstherapie mit
Tränen
ersatzmittel
empfohlen (S. 2).
4.13
Dr.
med. N._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kardiolo
gie, informierte mit Schreiben vom
4.
März 201
4 (
Urk.
7/217
) über die erfolgte 24-
Stunden Blutdruckmessung, welche eine knapp genügend eingestellte arteri
elle Hypertonie dokumentiert habe. Aufgrund der Kurzatmigkeit sei eine
puls
oxymetrische
Sauerstoffsättigung erfolgt, welche eine auffallend niedrige
,
aber noch im Grenzbereich liegende Sauerstoffsättigung von 94
%
gezeigt habe. Die nur kursorisch durchgeführte Echokardiographie habe eine trotz verordneter Betablockade auffallende
hyperdyname
, homogene Kontraktilität des linken Ventrikels mit entsprechender, überdurchschnittlicher Auswurffraktion gezeigt. Relevante Klappenveränderungen hätten nicht vorgelegen (S. 2).
4.14
Im März 2014 erfolgte
die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers durch die
Ärzte der
Z._
in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie. Die Gutachter erstatteten ihr Gutacht
en am 2
0.
Mai 2014 (
Urk.
7/210) und kamen dabei zum Schluss, dass aufgrund einer arteriellen Hypertonie (unzureichend therapiert),
einer
hypertensiven
Herzkrankheit mit Zeichen der Rechtsherzinsuffizienz sowie einer Adipositas körperlich schwere Arbeiten nicht mehr zumutbar seien. In der angestammten sowie jedweder ver
gleichbaren Tätigkeit ergebe sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie Folgendes auf (S. 45
f.
Ziff.
3):
Diabetes mellitus Typ II
, aktenkundig keine Retinopathie
chronische
leichtgradige
Niereninsuffizienz
HIV-Positivität,
ED
2007, unter antiretroviraler Therapie, kein Anhalt für AIDS
Asthma bronchiale
Die qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne als seit der
Wirbelkör
perfraktur
(1987) auf Dauer bestehend angesehen werden. Die derzeit schwere körperliche Arbeiten zusätzlich limitierenden Diagnosen seien retrospektiv nicht zeitlich oder quantifizierend eingrenzbar. Durch eine Gewichtsreduktion sei eine langfristige Stabilisierung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten oder auch in einer anderen, körperlich leichten Tätigkeit zu erwarten (S. 46 f.
Ziff.
6.2-6.3).
In der internistischen Untersuchung habe d
er Beschwerdeführer vorrangig über diffuse Ganzkörperbeschwerden, bei Nachfrage mit spinaler Betonung, geklagt. Im klinischen Eindruck habe der Beschwerdeführer nicht namhaft
schmerzbe
einträchtigt
gewirkt.
Die Adipositas stelle sowohl im Rahmen des metabolischen Syndroms als auch für den Bewegungsapparat
einen Risikofaktor
dar und sollte mittels Ernährungsberatung und Steigerung der körperlichen Aktivität reduziert werden. Der Diabetes mellitus scheine unter aktueller Therapie gut eingestellt zu sein.
Der unzureichend eingestellte Blutdruck sowie die Zeichen der
rechtsfüh
renden
Herzinsuffizienz würden aus internistischer Sicht eine qualitative Minde
rung der Arbeitsfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten begründen. Der
aktuelle
Befund, die Anamnese sowie die Aktendaten würden darüber hin
aus keine Anhaltspunkte ergeben,
die
gegen eine Arbeitsunfähigkeit (richtig: Arbeitsfähigkeit) für körperlich leichte Arbeiten
in einem Pensum und Rende
ment von 100
%
sprechen
würden
(S. 25 f.
Ziff.
2.1.4).
In der neurologischen Untersuchung habe der Beschwerdeführer
chronische Nackenschmerzen beschrieben, die entlang des gesamten Rückens bis zur linken Hüfte sowie dem linken lateralen Ober- und Unterschenkel ausstrahlen würden. Des Weiteren habe er nächtliche Muskelkrämpfe im Bereich der Zehen, Gelenk
schmerzen
sowie
ein Schnappen de
r Fingergelenke
II bis IV
rechts und
ein Asthma bronchiale
beklagt
(S. 26 f.
Ziff.
2.2.1). Nach der neurologischen Befundaufnahme (S. 28 ff.
Ziff.
2.2.2) hielt der Gutachter fest, dass kein ausrei
chender Anhalt für eine behindernde Läsion am zentralen oder peripheren Ner
vensystem, der Wirbelsäule sowie der paravertebralen Strukturen bestehe (S.
31
Ziff.
2.2.3). Im klinischen Befund habe sich kein hinreichendes Korrelat für die genannten Beschwerden gefunden. Insbesondere sei
en
die spontane Beweglich
keit und Mobilität des Kopfes beziehungsweise der Halswirbelsäule sowie der übrigen spinalen Abschnitte frei und ungehindert gewesen. Ein namhaftes
Ver
tebralsyndrom
habe sich nicht objektivieren lassen. Auch der weitere Befund spreche gegen eine Läsion
nervaler
Strukturen. Für eine diabetische
Polyneuro
pathie
oder ein namhaftes Engpasssyndrom von Einzelnerven fänden sich ebenfalls keine Hinweise. Auffällig sei eine grobe Diskrepanz zwischen der angegebenen Schmerzintensität
und
Bewegungseinschränkung einerseits
gegenüber
der in der klinischen Beobachtung zu erhebenden freien und unge
hinderten Mobilität sowie dem fehlenden klinischen Eindruck einer wesentli
chen Schmerzbeeinträchtigung andererseits gewesen. Auf neurologischem Gebiet sei keine Gesundheitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu objektivieren gewesen. Dementsprechend sei
per sofort
von einer
100%igen
Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 31 f.
Ziff.
2.2.4).
In der psychiatrischen Untersuchung
hätten keine Anhaltspunkte für qualitative oder quantitative Bewusstseinsstörungen
gefunden werden können
. Der Beschwerdeführer sei voll orientiert
und das Lang-
sowie
Kurzzeitgedächtnis seien intakt
gewesen.
D
ie Konzentration und Aufmerksamkeit sei unauffällig gewesen. Das formale Denken sei geordnet, auf das Wesentliche beschränkt und in angemessener Geschwindigkeit
gewesen
. Der Beschwerdeführer habe Befürchtungen bezüglich seiner Gesundheitssituation geschildert. Klinische Ängste, phobisches Verhalten oder Panikattacken hätten sich nicht explorieren lassen. Es werde ein Vermeidungsverhalten im Sinne eines sozialen Rückzugs geschildert. Zwangsgedanken, -impulse oder –
handlungen
bestünden nicht. Es lägen auch keine Hinweise für inhaltliche Denkstörungen oder für Halluzinatio
nen vor. Die Stimmung wirke
dysphorisch
, missmutig bis moros, aber nicht depressiv. Die affektive Schwingungsfähigkeit sei nicht wesentlich einge
schränkt. Der Antrieb wirke
leichtgradig
gesteigert. Es lägen keine Anhalts
punkte für Suizidgedanken vor (S. 36 f.
Ziff.
2.3.2).
Der Beschwerdeführer habe
vorrangig somatische Beschwerden beklagt. Eigenständige psychische Beein
trächtigungen seien nicht vorgetragen worden. Er sei
in den Jahren
2008 und 2011 phasenweise depressiv und in der Folge auch in stationärer psychiatrischer Behandlung gewesen. Ein überdauerndes psychiatrisches Leiden sei weder aktenkundig noch anhand des hiesigen Befunds hinreichend wahrscheinlich. Der aktuelle Befund weise keine wesentliche Depressivität aus. Eine eigenstän
dige Erkrankung aus dem bipolaren Formenkreis sei a
ls allenfalls möglich anzusehen,
angesichts des aktuellen Befunds
allerdings
nicht evident. Es liege kein hinreichender Anhalt für eine aktuelle psychiatrische Erkrankung mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit vor. Aktenkundig sei eine mögliche rezidivierende depressive Störung, derzeit
remittiert (ICD-10 F33), DD
bipolare Störung
,
derzeit remittiert. Es liege auch keine
somatoforme
Schmerzstörung vor, da eine nam
hafte Schmerzbeeinträchtigung nicht evident und ein ungelöster seelischer Konflikt anamnestisch nicht zu erkennen gewesen sei (S. 38 f.
Ziff.
2.3.3 und
Ziff.
2.3.4).
4.15
Der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht der Ärzte der
O._
vom 1
7.
November 2014 (
Urk.
10) führte folgende Diagnosen auf (S. 1):
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
Haltungszerfall, muskuläre
Dekonditionierung
funktionelle Instabilität
DD:
fibromyalgieformes
Geschehen
Diabetes mellitus Typ II
, insulinbedürftig, beginnende Polyneuropathie an den oberen und unteren Extremitäten
Adipositas per magna
anamnestisch koronare und
hypertensive
Herzkrankheit, aktuell knapp kompensiert
anamnestisch Asthma bronchiale, DD:
Chronic
Obstructive
Pulmonary
Disease
(
COPD
)
Infektion mit HIV
Aufgrund der Polymorbidität des Beschwerdeführers sei das Durchführen von Sport limitiert. Klinisch finde sich ein muskulär stark
dekonditionierter
Beschwerdeführer, der aufgrund des grossen
Pannus
in deutlich
er Rücklage stehen müsse. Dies führe zu einer Überbelastung der lumbalen Strukturen (S. 3).
4.16
Am 1
5.
August 2015 erfolgte eine neuropsychologische Untersuchung des Beschwerdeführers durch den behandelnden Hausarzt
Dr.
K._
(
Urk.
3/3/3-4). Es liege ein starker Hinweis auf das
Bestehen
einer hirnorganischen Problematik vor, allenfalls passend zum Vorliegen einer HIV-
Enzephalopathie
(S. 2).
Mit Bericht vom 1
7.
August 2015 (
Urk.
13/2) führte
Dr.
K._
sodann
seine
Gründe für die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit gegenüber der
Beurteilung durch die
Z._
auf und hielt schlussfolgernd fest, dass aus seiner Sicht zusammenfassend eine 100%ige
Rente unumgänglich sei (S. 18).
4.17
Dr.
med.
P._
, Facharzt für Pneumologie,
Spital Q._
, diagnos
tizierte mit Bericht vom 1
9.
Oktober 2015 (
Urk.
13/4) ein Adipositas-Hypoventilations-Syndrom, ein schweres gemischtes Schlafapnoe-/
Hypopnoe
-
Syndrom, eine nicht
organische Insomnie aufgrund
Schmerztriggerung
sowie ein mittelschweres
Restless
-
Legs
-Syndrom. Aufgrund der atemassoziierten Schlaf
störung
werde regelmässig eine APAP-Gerätetherapie angewandt, wodurch sich
der Apnoe-/
Hypopnoe
-Index
habe
normalisieren können.
Zudem erfolge eine Heimtherapie mit Sauerstoff
, welche ebenfalls gut angewandt werde. Unter dieser Therapie zeige sich eine adäquate Sauerstoffsättigung. Eine Arbeitsfähig
keit aus
pneumologischer
Sicht sei sicherlich deutlich eingeschränkt. Das Aus
mass der Einschränkung könne mittels Spiroergometrie quantifiziert werden.
4.18
Prof.
Dr.
med.
R._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kardi
ologie,
S._
,
informierte mit Bericht vom 2
6.
Oktober 2015 (
Urk.
13/6)
darüber
, dass
zu Hause zirka 70
%
der
Blutdruck
werte
im
normotenen
Bereich gemessen worden seien, nachdem Anfang Okto
ber die
antihypertensive
Behandlung modifiziert
worden sei.
Die am 2
2.
Oktober 2015 durchgeführte Langzeitblutdruckmessung habe allerdings ein nach wie vor
hypertensives
Blutdruckprofil dokumentiert (S. 1 f.).
5.
5.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das Gutachten der
Z._
(
vorstehend E. 4.10
) die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizinischen Situation Rechnung trägt. Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor
genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vorstehend E.
1.6) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
Auch die Ärztin
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD),
Dr.
med.
T._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellte in ihrer Stel
lungnahme vom 2
6.
Mai 2014 darauf ab (vgl.
Urk.
7/218 S. 6).
Der Beschwer
deführer ist demnach in einer körperlich leichten,
wechsel
be
las
ten
den
oder überwiegend sitzenden Tätigkeit weiterhin zu 100
%
arbeitsfähig
.
Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist seit jeher aus
gewie
sen. Das hiesige Gericht liess im Jahr 2002
lediglich
offen, ob aufgrund einer Verschlechterung nur noch eine
75%ige Arbeitsfähigkeit bestehe
.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
mit pri
märer Bildschirmar
beit
hielt das hiesige Gericht indessen bereits
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
fest
(vgl. vorstehend E. 3.1
). Da dem Gutachten der
Z._
keine diesbezügli
che gesundheitliche Verbesserung zu entnehmen ist, handelt es sich bei der gut
achterlichen Einschätzung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit lediglich um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts, wel
che vorliegend unbeachtlich ist
(vorstehend E. 1.4)
.
Eine anspruchserhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes
liegt jedenfalls nicht vor.
5.2
Seit der letztmaligen materiellen Beurteilung sind in somatischer Hinsicht einige Beschwerden beziehungsweise Diagnosen hinzugekommen. Es ergeben sich allerdings keine Hinweise darauf,
dass sich diese Diagnosen auf die Arbeitsfä
higkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auswirken.
Insbesondere finden sich aus rheumatologischer Sicht aktuell keine Hinweise für eine entzündliche rheumatische Grundkrankheit und es handelt sich
ferner
um behandelbare Beschwerden (
Urk.
7/191/14-16 S. 2
,
Urk.
7/209/2-3 S. 2
).
A
us ophthalmologi
scher Sicht
wurde
keine relevante Behinderung fest
gestellt
(
Urk.
7/209/2-3 S. 2).
Für eine Polyneuropathie fanden sich bei der neurologischen Begutachtung keine Hinweise (
Urk.
7/210 S. 31).
Die diagnostizierte HIV-Infektion
ohne Hin
weise auf AIDS
ist gut eingestellt und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit (
Urk.
7/210 S. 46
).
Für eine beginnende dementielle Erkrankung fanden sich
bei
der Begutachtung keine objektiven Hinweise. Sowohl in der neurologischen als auch in der psychiatrischen Teilbegutachtung wurde bei der
Befundauf
nahme
festgehalten, dass die Merkfähigkeit sowie das Lang- und Kurzzeitge
dächtnis intakt seien. Die Konzentration sei unauffällig. Der Beschwerdeführer könne Lebensdaten mühelos wiedergeben. Eine HIV-Manifestation am Hirn sei weder jemals nachgewiesen
noch
wahrscheinlich gemacht worden (
Urk.
7/210 S. 30, S. 36 f., S. 43). Der von
den Ärzten
der
E._
geäusserte Verdacht auf eine HIV-assoziierte
Enzephalopathie
(
Urk.
7/191/7-10 S. 1) konnte demnach nicht erhärtet werden; zumal die
se
selber
festhielt
en
, dass die von ih
nen
erhobenen Befunde sich grenzwertig noch als leichte kog
nitive Stö
rung interpretieren lie
ssen (S. 3).
Aus psychiatrischer Sicht ist zwar eine vorübergehende Verschlechterung mit stationärer
Hospitalisation
aktenkundig. Aufgrund der erhobenen Befunde (vgl.
Urk.
7/210 S. 36 f.) wird im psychiatrischen Teilgutachten der
Z._
indessen
nachvollziehbar und plausibel ausgeführt, dass aktuell kein ausreichender Anhalt für eine psychiatrische Erkrankung mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit vorliegt
(
Urk.
7/210 S. 38 f.).
Die
früher
durch
Dr.
B._
diagnostizierte
Dysthymie
wurde vom hiesigen Gericht
bereits
mit Urteil
vom 1
2.
Januar 2005
als nicht nachvollziehbar erachtet
(vgl.
Urk.
7/146 S. 10)
.
Nachdem der Beschwerdeführer aus der stationären
Hospitalisation
entlassen worden ist, erfolgte bis April 2013
eine Betreuung durch die Spitex (
Urk.
7/230). Für die Zeit danach ist den Akten kein Hinweis für eine psychiatrische Therapie zu ent
nehmen.
Eine ambulante psychiatrische Behandlung fand auch vor der statio
nären
Hospitalisation
noch nie statt, obwohl der Beschwerdeführer bereits seit Jahren psychische Beschwerden beklagt. Ebenfalls
nimmt
der Beschwerdeführer
keine antidepressiven
Medikamente
mehr
zu sich, da diese nach eigenen Anga
ben eine „chemische Kastration“
bewirken würden
. Die Antidepressiva seien ihm durch den Hausarzt verschrieben worden
(
Urk.
7/210 S. 33 f.). Der Umstand, dass eine psychiatrische Behandlung und Medikation gänzlich unter
bleibt, lässt den
geltend gemachten
andauernden Leidensdruck des Beschwer
deführers
als
fraglich erscheinen.
Der Beschwerdeführer gab a
uch
an, dass er
noch einen kleinen Bekanntenkreis
unterhalte
, familiäre Kontakte
hingegen
selten
seien
. Er schaue fern und gehe spazieren. Auch fahre er mit dem
Elektro
velo
zum See hinunter und gehe dort etwas spazieren. Ferien habe er zuletzt Anfang des Jahres in
U._
gemacht (S. 36).
Ein
vollständiger
sozialer Rück
zug lässt sich daraus nicht ableiten.
Das hiesige Gericht
wies
den Beschwerdeführer
sodann
bereits
im Urteil vom
1
2.
Januar 2005 darauf hin, dass er gehalten wäre, in Nachachtung der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht zuerst seinen Beitrag dazu zu leisten, das Problem therapeutisch anzugehen, bevor er darauf verfalle, daraus zusätzli
che Leistungsansprüche ableiten zu wollen (
Urk.
7/146 S. 10
Ziff.
5.2). Hierauf ist
erneut
zu verweisen. Mit Blick auf die
im Gutachten
erhobene
Befundauf
nahme
sowie den Umstand, dass weder eine Therapie noch eine antidepressive Medikation erfolgt,
erscheint die g
utachterliche Einschätzung als plausibel und nachvollziehbar, weshalb keine psychiatrische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist.
5.
3
Die dem Gutachten der
Z._
entgegenstehenden Arztberichte des behandeln
den Hausarztes
Dr.
K._
(vorstehend E. 4.9, E. 4.16)
vermögen
sodann
keine Zweifel an der schlüssigen und nachvollziehbaren gutachterlichen
Beurteilung aufkommen zu lassen. Dabei gilt es zu berücksichtigen,
dass das Gericht nach der Rechtsprechung Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versiche
rungsträgern im Verfahren nach
Art.
44 ATSG eingeholt wurden und den ein
schlägigen Anforderungen entsprechen, vollen Beweiswert zuerkennt, solange keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen.
Demgegenüber stehen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem
auf
trags
rechtlichen
Verhältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungs
ansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfah
rungstatsache, dass Hausärzte – beziehungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zwei
felsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
Die
Tatsache, dass
Dr.
K._
in de
m
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht eine vollständige Berentung empfahl und erwähnte, dass dem Beschwerdeführer minderqualifizierte Tätigkeiten nicht zumutbar und nicht zu finden seien (
vgl.
Urk.
13/2
S. 18)
,
lässt zudem fraglich erscheinen, ob die zur Objektivität der Beurteilung erforderliche gewisse Distanz gegeben ist; zumal es sich dabei um Rechtsfragen handelt, welche bei der ärztlichen Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit ausser Acht zu lassen sind.
5.4
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt,
d
ie
Begutachtung durch die
Z._
sei nicht objektiv
erfolgt
und es habe keine genügende Auseinandersetzung mit den
Vorakten
stattgefunden
(
Urk.
1 S.
6 ff.
), so
ergeben sich hierfür
keine Hin
weise
,
insbesondere auch nicht auf
eine verbale Auseinandersetzung, welche eine objektive Begutachtung allenfalls erschwert hätte
.
Im Gutachten sind die
wesentlichen Vorb
erichte kursorisch aufgeführt und waren demnach den Gutachtern bekannt (
Urk.
7/210 S. 2-S.21).
Des Weiteren lässt die
vom Beschwerdeführer sinngemäss gerügte kurze Untersuchungsdauer der psychiat
rischen Begutachtung von nur einer Stunde (
Urk.
1 S. 8)
ebenfalls keine Zweifel am Gutachten aufkommen. Der zeitliche Aufwand muss zwar der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein. Zuvorderst hängt der Aussagegehalt einer Expertise aber davon ab, ob sie inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Trifft dies – wie hier – zu, ist die
Untersuchungs
dauer
grundsätzlich nicht entscheidend (Urteil des Bundesgerichts 9C_3
52/2013 vom
3.
Juli 2013 E. 4).
5.
5
Da das Sozialversicherungsgericht nach ständiger Rechtsprechung die Gesetzmäs
sigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachver
halt beurteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses – hier also am 2
5.
September 2014 – gegeben
war (BGE 121 V 366 E. 1b), sind die im Beschwerdeverfahren nachgereichte
n
Berichte (
vorstehend E. 4.15-4.18)
für das vorliegende Verfahren unbeachtlich
und grundsätzlich Gegenstand einer
allfälligen
neuen Verfügung
. Von den eventuell beantragten weiteren Abklärungen (
Urk.
1 S. 11) kann im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d) abgesehen werden.
5.
6
Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers im massgeblichen Zeitraum nicht
anspruchserheblich verän
dert hat.
Mithin ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
körper
lich leichten, wechselbelastenden oder überwiegend sitzenden Tätigkeit weiter
hin 100
%
beträgt. Bereits im Jahr 2002
hielt das hiesige Gericht fest, dass der Beschwerdeführer die verbliebene Restarbeitsfähigkeit in einer
behinderungsan
gepassten
Tätigkeit besser verwerten könne
als in der bisherigen Tätigkeit
(
Urk.
7/83 S. 10). Sodann ist nicht ersichtlich und wurde vom Beschwerdeführe
r auch nicht geltend gemacht, dass sich die erwerblichen Auswirkungen
massge
blich
verändert hätten.
Dem Beschwerdeführer ist es
demnach
weiterhin zuzu
muten, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzu
erlegen.