Decision ID: f7b0d8a6-c7ff-4bd1-b97e-c9ffef2125db
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1991,
war
seit dem
1.
Oktober 2012
als Mitarbeiterin
im Empfang
Thermalbäder
bei der
Y._
AG in
Z._
tätig und damit bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
(Schweizerische Mobiliar)
für Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, als sie am
5.
Oktober 2013 in einen Auffahrunfall verwickelt war (vgl.
Unfallmeldung
vom
7.
Oktober 2013,
Urk.
10/1). Die Erstbehandlung erfolgte gleichentags im
A._
(
Urk.
7/3/1-
4
).
Die
Schweizerische Mobiliar
erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Schreiben vom 2
0.
März 2014 (
Urk.
7/1/18) informierte sie die Versicherte darüber, dass spätestens ab dem
2.
Dezember 2013 keine Unfallfolgen mehr vorlägen, weshalb rückwirkend ab dem
3.
Dezember 2013 keine weiteren Leistungen erbracht würden. Auf die Rückforderung der zu viel bezahlten Rechnungen für Heilungskosten verzichte sie. Die vom
3.
bis zum 10. Dezember 2013 erbrachten Taggeldleistungen im Betrag von
Fr.
1‘048.40 forderte die Schweizerische Mobiliar jedoch mit Schreiben ebenfalls vom 20. März 2014 zurück (
Urk.
7/1/19). Nachdem die Versicherte mit Schreiben vom 1
1.
April 2014 eine
einsprachefähige
Verfügung verlangt hatte, erliess die Schweizerische Mobiliar die Verfügung vom
8.
Mai 2014 (
Urk.
7/1/32-33), mit welcher sie die Leistungen per
2.
Dezember 2013 einstellte,
da die darüber hinaus gehenden Behandlungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr dem Unfallereignis vom
5.
Oktober 2013 zuzuordnen seien.
Die dagegen von der Versicherten erhobene Einsprache
(
Urk.
7/1/38-39,
Urk.
7/1/50-53)
wies die
Schweizerische Mobiliar
mit
Einspracheentscheid
vom
2
7.
März 2015
(Urk.
7/1/
125-
135
= Urk. 2) ab.
2.
Die Versicherte erhob am 1
2.
Mai 2015 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 2
7.
März 2015 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen
weiterhin und ununterbrochen zu erbrin
gen, namentlich sei ihr das Taggeld von 100
%
vom 3. Dezember 2013 bis 1
2.
Januar 2014, von 50
%
vom 1
3.
Januar bis 3
1.
Januar 2014 und von 70
%
ab dem
1.
Februar 2014
bis auf weiteres zuzusprechen und die Behandlungs
kosten
seien
weiterhin vollumfänglich zu übernehmen. Eventuell sei der ange
fochtene
Einspracheentscheid
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten, eine neutrale Begutachtung in Auftrag zu geben
und hernach neu zu entscheiden
(
Urk.
1 S. 2). Die Schweizerische Mobiliar beantragte mit
Beschwer
deantwort
vom 1
0.
Juni 2015 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde
, was der Beschwerdeführerin am 1
2.
Oktober 2015 (
Urk.
13) zur Kenntnis gebracht wurde
. Am 1
2.
Juni 2015
(
Urk.
9)
reichte die Beschwerdegegnerin den
Unfall
schein
und die Unfallmeldung
(
Urk.
10/1-3)
und
a
m
3.
Juli 2015 (
Urk.
11) einen Arztbericht (
Urk.
12) nach.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Tag
geldleistungen
dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Beurteilung
von zwei beratenden Ärzten
davon aus, dass de
r
Unfall weder
zu
einer Aktivierung noch
zu
einer temporären Verschlimmerung der seit drei Jahren bekannten Hüftbeschwerden
geführt habe. D
ie Bildgebung
habe
keine frischen Veränderungen
gezeigt
. Es sei unbestritten und aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin bereits seit mehre
ren Jahren Hüftgelenksbeschwerden habe, die auf eine angeborene Fehlstellung der Hüftgelenkpfanne zurückzuführen sei (
Urk.
2
S. 8
Ziff.
5.3
, vgl. auch
Urk.
6
). Zur Unfalldynamik sei festzuhalten, dass gemäss
Dr.
B._
bei einer
Angurtung
mit entsprechender Stabilisierung des Beckens eine bedeutsame Hüftgelenkstraumatisierung nicht erfolgen könne. Die radiologische Abklärung im
A._
habe die bereits bekannte
azetabuläre
Retroversion beidseits gezeigt, so dass eine
periazetabuläre
Osteotomie für indiziert gehalten worden sei, dies unfallunabhängig.
A
uch
Dr.
C._
gelange
zum Schluss, dass es unmöglich sei, aufgrund des Unfal
lherganges eine richtungs
gebende Verschlimmerung einer vorbestehenden Hüftdysplasie zu bewirken (S. 9
Ziff.
5.5).
Gestützt auf die medizinisch fundierten Stellungnahmen von
Dr.
B._
vom 5.
März 2014 sowie von
Dr.
C._
vom 1
9.
März 2015 könne
somit
festgehalten werden, dass es durch das Unfallereignis vom
5.
Oktober 2013 zu keiner
richtungsweisenden Verschlimmerung der vorbestehenden Hüftproblematik gekommen sei (S. 9
Ziff.
5.6). Aktenkundig sei
zudem
, dass die seit dem Unfall
g
eklagten Nacken- und Schulterbeschwerden weitgehend abgeklungen seien. Unfallunabhängig würde die Hüftgelenkspathologie zunehmend im Vor
dergrund stehen. Wie
Dr.
B._
nachvollziehbar und gestützt auf die medizini
schen Akten
festhalte
,
hätten anlässlich der Hüft-
Sprechstunde vom
2.
Dezember
2013 deutliche klinische Zeichen eines Hüft-
lmpingements
bestan
den
, so dass die orthopädische Korrektur der vorbestehenden Beckenfehlstellung erneut vorgeschlagen
worden sei
. Folgerichtig
würden
daher sowohl
Dr.
B._
als auch
Dr.
C._
den Status quo sine auf den
2.
Dezember
2013
terminieren
, da zu diesem Zeitpunkt von einem unfallunabhängig bestehenden Schmerzbild auszugeben
sei
(S. 9
Ziff.
5.7)
.
Die Beschwerdegegnerin lehnte daher einen weiteren Leistungsanspruch ab dem 3.
Dezember 2013 ab.
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass die von der Beschwerdegegnerin beigezogenen Versicherungsmediziner den Unfall weder vollumfassend noch in Kenntnis sämtlicher Akten erstellt hätten (
Urk.
1
S. 2
Ziff.
3 unten
f.
).
Dr.
D._
, welcher sie echtzeitlich und engmaschig behandelt habe, habe stets eine Hüftkontusion diagnostiziert und habe dabei festgehalten, dass die Beschwerden aufgrund der erhobenen Befunde erklärbar seien.
Dr.
B._
habe die Unfalldynamik verkannt. Es sei davon auszugehen, dass der Versicherungsmediziner den Polizeirapport nicht gelesen habe, weshalb er
den
mit hoher Geschwindigkeit verursachten Unfall lediglich als Auffahrun
fall abgetan
habe
. Vielmehr
sei sie
mit voller Wucht in das gegnerische Fahr
zeug geprallt und sodann in die Leitplanke und wieder in das Fahrzeug des Unfallgegners geschleudert
worden
. Es
sei
somit nicht lediglich von einem Auffahrunfall, sondern einer mehrfachen Kollision mit gewaltiger
Krafteinwir
kung
auszuge
h
en. Dass nun bei einem solchen gravierenden Verkehrsunfall keine Kräfte auf die Hüfte einwirken sollen, obwohl der Beckengurt gerade über der Hüfte
verlaufe
,
sei
unerklärlich
.
Umso unverständlicher
sei
, dass sogar der zweite Versicherungsmediziner keine Verschlimmerung der Hüftbeschwerden sehen wolle. Dieser Umstand verdeutlich
e
umso mehr, dass der Unfallhergang weder von den Medizinern noch von der Beschw
erdegegnerin selbst studiert beziehungsweise
erfasst worden
sei (S. 4
Ziff.
4 unten f.).
Dr.
D._
habe
von Anfang an und nachvollziehbar eine Hüftkontusion diagnostiziert und ausge
führt, dass diese nach
dem
3.
Dezember 2013 noch für die Beschwerden mitver
antwortlich
gewesen seien
. Zudem
sei
er auch der einzige Mediziner
gewesen
, welcher sämtliche unfallbedingten Beschwerden echtzeitlich untersucht und auch zur Frage der Kausalität Stellung genommen
habe (S. 5
Ziff.
5)
.
Damit
sei
auf den Bericht von
Dr.
D._
abzustellen, welcher die Teilursächlichkeit der
Unfallbeschwerden auf die Arbeitsunfähigkeit auch ab dem
3.
Dezember 2013 bescheinig
e (S. 6 oben)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob eine über den Zeitpunkt der erfolgten
Leistungs
einstellung
per
2.
Dezember 2013 hinausgehende Leistungspflicht der
Beschwer
degegnerin
besteht und dabei insbesondere das Vorliegen
eines
natürliche
n
Kausalzusammenhanges
zwischen dem Unfallereignis vom 5. Oktober 2013 und den nach dem
2.
Dezember 2013 noch
bestehenden Hüftbeschwerden.
3.
3.1
Am
5.
Oktober 2013
war die Beschwerdeführerin in einen Auffahrunfall
mit Kollision der Leitplanke verwickelt
(vgl.
Unfallmeldung
vom
7.
Oktober 2013,
Urk.
10/1
, sowie den Polizeirapport vom 1
9.
November 2013,
Urk.
7/4/2-8, ins
besondere S. 4 und S. 7
)
.
Die Erstbehandlung
erfolgte gleichentags im
A._
(
Urk.
7/3/1-
4
).
Mit Austrittsbericht vom
6.
Oktober 2013 (
Urk.
7/3/3-4)
berich
teten die Ärzte von der
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin
vom
5.
bis
6.
Oktober 2013 und nannten als Diagnose eine
C
ommotio cerebri sowie eine Schulterkontusion links. Als Nebendiagnose nannten sie eine beginnende
Coxarthorse
links bei Retroversion
der
Hüfte beidseits. Dazu hielten sie fest, dass die initiale Diagnostik bis auf eine Retroversion der Hüfte beidseits keine Auffälligkeiten gezeigt habe. Die neurologische Überwachung auf der Station sei unauffällig gewesen. Die Beschwerdeführerin habe einmalig erbrechen müssen, habe den darauffolgenden Kostaufbau dann aber gut toleriert
(S. 1)
.
3.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie und für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Oberarzt
Klinik für Orthopädie und Traumatologie des
A._
, nannte im Sprechstundenbericht vom 3
0.
Oktober 2013
(
Urk.
7/3/5-6)
als Diagnosen eine
a
zetabuläre
Retroversion beidseits, links mehr als rechts mit/bei
I
mpingement
-Symptomatik
sowie
beginnender
Coxarthrose
beidseits
, einen
Status nach
Autounfall am
5.
Oktober
2013 mit/bei
Rippenkontusion/-fraktur links basal
,
Schulterkontusion links
sowie
Commotio cerebri
sowie eine v
orbestehende Lumbalgie mit/bei
anamnestisch Morbus Scheuermann
.
Die Beschwerdeführerin habe sich erneut in der Sprechstunde zur Beurteilung der Hüftbefunde vorgestellt. Bezüglich des Autounfalls beklage sie noch persistierende Rippenschmerzen links basal, insbesondere beim Husten. Bezüglich der Hüften
bestünden
n
ach wie vor inguinale Schmerzen
, insbeson
dere linksseitig mit Ausstrahlung in den linken Oberschenkel
,
t
eilweise auch von
posterior
her ziehend.
Die Hüftbeschwerden
bestünden a
namnestisch seit drei Jahren
und seien
durch den aktuellen Autounfall
akzentuiert worden
(S. 1)
.
M
it der Beschwerdeführerin
seien
die Hüftbefunde
nochmals
besprochen
wor
den
. In dieser Konfiguration sei eine
Reversed
PAO (
periazetabuläre
Osteotomie) klar indiziert, da die Beschwerdeführerin bereits seit drei Jahren anamnestische Beschwerden aufweise und sich bereits konventionell-radiologisch eine leichte
Mehrsklerosierung
im Sinne einer beginnenden
Coxarthrose
zeige
(S. 2)
.
3.3
Im Arztzeugnis zuhanden der Schweizerischen Mobiliar vom
8.
November 2013 (
Urk.
7/3/8) nannten die
Ärzte des
A._
als vorläufige Diagnosen eine
Commotio cerebri
sowie eine Schulterkontusion links (
Ziff.
5). Die beginnende
Coxarthrose
wurde als Nebenbefund aufgeführt (
Ziff.
4).
3.4
Die Ärzte der
Klinik F._
nannten im Bericht vom 2
0.
Dezember 2013 (
Urk.
7/3/10-11
=
Urk.
12
)
neben den bereits bekannten
(Neben-)
Diagnosen als Diagnose eine Hüftdysplasie beidseits mit
femoroacetabulärem
Impingement
bei
femoraler
Torsion von 0°.
Dazu führten sie aus, die Beschwerdeführerin habe stärkste Schmerzen im Stehen rechts mehr als links seit zirka drei Jahren,
zunehmend
. Nun habe sie auch Schmerzen im Sitzen und in Ruhe, hingegen keinen Nach
t
schmerz jedoch diffuse Muskelkrämpfe in beiden Beinen (S. 1 unten).
Bei der Patientin
könne
man nur mittels PAO versuchen, die
beschriebenen
Beschwerden zu verbessern. Eine PAO
sei
ein grösserer Eingriff, welcher bei Übergewicht
noch deutlich mehr Risiken berge
.
Daher
solle
primär
ein
Gewichtsverlust
bis
zu einem BMI von 25 erfolgen.
Sportliche
Tätigkeiten sollten sich auf Sc
hwimmen und Fahrradfahren,
welche die Hüfte nicht
zu sehr belasten
würden
, beschränken
(S. 2)
.
3.5
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
führte
im Arztzeugnis vom 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
7/3/12-13)
die Diagnosen
eine
r
Kontusion der Hüften bei Hüftdysplasie beidseits
, eine
r
Rippenfraktur links basal sowie eine
r
commotio
cerebri (
Ziff.
1)
auf
.
Er behandle die Versicherte seit dem
9.
Oktober 201
3.
Die Versicherte klage über
Schmerzen in der linken Hüfte/im linken Bein bei längerem Sitzen und schon nach kurzer Zeit beim Stehen. Er attestierte der Beschwerdeführerin vom
5.
Oktober 2013 bis 1
2.
Januar 2014 eine 100%ige, vom 1
3.
bis 3
1.
Januar 2014 eine 50%ige und ab
1.
Februar bis auf weiteres eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.6
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie, führte in der
Aktenbeurteilung
vom
5.
März 2014 (
Urk.
7/3/14-15)
aus,
nach der Entlassung aus dem
A._
sei es zum Abklingen der initialen Beschwerden, aber zur Zunahme bereits seit 3 Jahren bekannter Hüftgelenksbeschwerden, die auf eine beidseitige angeborene Fehlstellung der Hüftgelenkspfanne zu beziehen seien, gekommen. Die Beschwerdeführerin sei deshalb bereits in der
Klinik F._
abgeklärt worden. Es sei nicht davon auszugehen, dass bei einer
Angurtung
mit entsprechender
Stabilisierung des Beckens eine bedeutsame Hüftgelenkstraumatisierung erfolgen könne. Die Beschwerdeführerin habe aber trotz der
Beckenangurtung
Hüftgelenksbeschwerden beklagt. Die radiologische Abklärung im
A._
habe die bereits bekannte
azetabuläre
Retroversion beidseits gezeigt, so dass eine
periazetabuläre
Osteotomie für indiziert gehalten worden sei, dies aber unfallunabhängig. Aufgrund des Unfalles könne weder von einer Aktivierung, noch von einer temporären Verschlimmerung der seit 3 Jahren bekannten
Hüft
beschwerden
ausgegangen werden.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hätten unfallbedingt seit dem 5. Oktober 2013 Nacken- und Schulterbeschwerden bestanden. Diese seien weitgehend abge
klungen und die unfallunabhängig bestehende Hüftgelenkspathologie habe zunehmend im Vordergrund gestanden. Diese habe sich kontinuierlich
unfall
unabhängig
verschlimmert. Es sei davon auszugehen, dass zum Zeitpunkt der Konsultation in der Hüftsprechstunde der
Klinik F._
von einem
unfall
unabhängig
bestehenden Schmerzbild, insbesondere der Hüfte links, auszuge
hen sei, da die Hüftgelenke beim angegurteten Becken keine Verschlimmerung hätten erfahren können
(S. 1)
.
Insofern sei die bestehende Arbeitsunfähigkeit unfallbedingt bis zum
2.
Dezember 2013 zu begründen. Die weitere Arbeitsun
fähigkeit ab dem
3.
Dezember 2013 sei nicht mehr mit dem Ereignis vom
5.
Oktober 2013 erklärbar, sondern bestehe aufgrund der vorbestehenden
krank
heitsbedingten
Besc
hwerden
(S. 2)
.
3.7
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, führte in seiner Beurteilung vom 1
9.
März 2015 (
Urk.
7/3/18) aus,
es sei zu keiner richtungsweisenden Verschlimmerung durch das Unfallereignis vom
5.
Oktober 2013 gekommen. Aufgrund des Unfallherganges sei es nicht m
öglich, dass es zu einer richtungweisenden
Verschlimmerung einer vorbestehenden Hüftdysplasie gekommen sei.
Der Status quo sine sei spätestens am
2.
Dezember 2013 erreicht worden.
3.8
Dr.
D._
(vorstehend E. 3.5) führte am 1
9.
Juni 2014 (
Urk.
7/1/
48-49) aus, g
estützt auf die Anamnese der
Beschwerdeführerin
mit beschriebenem Schlag auf die Hüfte anlässlich des Unfallereignisses, der klinischen Untersuchung mit schmerzhafter Bewegung der Hüfte, Druckschmerzhaftigkeit am Trochanter und fehlender Fraktur im Röntgenbild im Spital
A._
könne
seines Erachtens die Diagnose einer Hüft
kontusion gestellt werden
(S. 1
Ziff.
1)
.
Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerden auch zum jetzigen Zeitpunkt noch wesentlich stärker vorhanden
seien
, als vor dem Unfall, gehe
er
davon aus,
dass
die
Hüft
kontusion
für die Beschwerden zumindest noch mitverantwortlich
sei
.
Tatsache
sei
, dass die Patientin seit dem Unfallereignis deutlich mehr Hüftschmerzen
habe
als zuvor. Dies
spreche
seines
Erachtens für eine Traumatisierung des Hüftgelenks
(S. 2
Ziff.
6)
.
4.
4.1
Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 5.
Okto
ber 2013 als Unfall anerkannte und bis zum
2.
Dezember 2013 Leistungen erbrachte.
Dabei ist in Bezug auf die unmittelbar nach dem Unfallereignis vom
5.
Oktober 2013 diagnostizierte Commotio cerebri und Schulterkontusion (vgl. E. 3.1) sowie in Bezug auf die im Sprechstundenbericht vom 3
0.
Oktober 2013 erwähnte Rippenkontusion/-fraktur (vgl. E. 3.2) gestützt auf die diesbezüglich unbestritten (vgl.
Urk.
1) gebliebenen medizinischen Akten (E. 3.6-3.7; vgl.
Urk.
7/1/48-49) davon auszugehen, dass sie bis zur Leistungseinstellung per
3.
Dezember 2013 folgenlos abheilten. Zu prüfen bleibt damit, ob die über den
3.
Dezember 2013 hinaus geklagten Hüftbeschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom
5.
Oktober 2013 stehen.
4.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hierbei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
4.3
Unbestritten und gemäss medizinischer Aktenlage steht fest, dass d
ie Beschwer
deführerin
bereits seit mehreren Jahren Hüftgelenksbeschwerden hat, die auf eine angeborene Fehlstellung der Hüftgelenkpfanne
(sog. Hüftdysplasie)
zurück
zuführen sind
.
Die Pfannendysplasie ist eine angeborene Fehlstellung des Hüft
gelenkes
und
ist eine Ursache einer sekundären, meist früh auftretenden
Hüftarthrose
(vgl.https://www.hirslanden.ch/global/de/startseite/kliniken_zentren
/
zentren_institute/zuerich/endoclinic_zuerich/kompetenzen/huefte/hueftdysplasie
.html
)
.
Im Rahmen der Erstbehandlung nach dem Unfallereignis vom
5.
Oktober 2013 nannten die Ärzte des
A._
im Austrittsbericht vom
6.
Oktober 2013
neben der
Diagnose eine
r
Commotio cerebri und eine
r
Schulterkontusion links
,
als
Neben
befund
eine beginnende
Coxarthrose
links bei Re
tro
version der Hüften beidseits. Die initiale Diagnostik zeigte
keine weiteren Auffälligkeiten (vorstehend E. 3.1).
Der
darauf folgende
Bericht der orthopädischen Sprechstunde im
A._
vom 3
0.
Oktober 2013 stützt
e
sich auf die radiologischen Befunde des Beckens vom
5.
Oktober 2013 und führte als Diagnose eine
azetabuläre
Retroversion beid
seits, links mehr als rechts mit/bei
Impingement
-Symptomatik und beginnender
Coxarthrose
beidseits auf
.
Aufgrund
der bereits seit drei Jahren bestehenden Beschwerden und der konventionell-radiologisch festgestellten leichten
Mehrsklerosierung
im Sinne einer beginnenden
Coxarthrose
erachtete
Dr.
E._
eine
Reversed
PAO als klar indiziert
(vgl. vorstehend E. 3.2)
.
Im Bericht der
Klinik F._
vom 2
0.
Dezember 2013 berichteten die Ärzte von einer weiteren radiologischen Untersuchung des Beckens am
2.
Dezember 2013
und diagnosti
zierten eine Hüftdysplasie beidseits mit
femoroacetabulärem
Impingement
(vgl.
vorstehend E. 3.4)
.
Auch in diesem Bericht werden die Hüftschmerzen nicht dem Unfall, sondern der Hüftdysplasie zugeordnet. Der Unfall
wird in der Anamnese nicht einmal erwähnt.
4.4
Vorliegend kann auf die Beurteilung
en
der beratenden Ärzte der
Beschwer
degegnerin
(vorstehend E. 3.6-7) abgestellt werden. Diese sind nachvollziehbar und erfolgten entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
1 S. 2 unten
Ziff.
3) in Kenntnis des massgeblichen Sachverhalts. Die beratenden Ärzte
kamen im Wesentlichen zum Schluss, dass es durch das Unfallereignis zu keiner richtungsweisenden Verschlimmerung respektive zu keiner
Hüftgelenkstrauma
tisierung
gek
ommen und eine richtungweisende
Verschlimmerung der
vorbe
stehenden
Hüftdysplasie aufgrund de
s
Unfallherganges nicht möglich sei (vor
stehend E. 3.6-7).
Angesichts der diagnostizierten Hüftdysplasie beidseits mit
femoroacetabulärem
Impingement
und der beginnenden
C
oxarthrose
beidseits, kann festgehalten werden, dass bereits im Zeitpunkt des Unfallereignisses von einer fortge
schrittenen degenerativen Schädigung der Hüftgelenke ausgegangen werden kann, da ein
Impingement
über längere Zeit bestehen muss, bevor sich ein
gesundes Gelenk in Richtung Arthrose verändert
(vgl.
https://www.schul
thess
klinik.ch/de/fachbereiche/medizinischezentren/hueftchirurgiekniechirurgie/fachinformationen/hueftimpingement-femoroacetabulaeres-impingement-fai/
)
.
Angesichts der unauffälligen radiologischen Abklärung im
A._
am Tag des Unfallereignisses und der vorbestehenden degenerativen Schädigung der Hüf
t
en, erscheint die Beurteilung der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin
, wonach es zu keiner richtungsweisenden Verschlimmerung gekommen sei,
als plausibel und nachvollziehbar.
Es ist wohl möglich, dass die Hüftschmerzen durch den Unfall
temporär
verschlimmert wurden, dass diese aber die PAO nötig machen
,
ist
hingegen
unwahrscheinlich
.
V
iel
mehr
ist sie notwendig auf
grund der vorbestehenden beginnenden
Coxarthrose
, die
bereits
vor dem Unfall zu Schmerzen geführt hat.
4.
5
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte
,
dass
die beratenden Ärzte
der Beschwerdegegnerin
bei ihrer Beurteilung nicht über sämtliche Akten verfügt
und folglich die Unfalldynamik verkannt
hätten
(vgl.
Urk.
1 S. 4
Ziff.
4)
,
ver
mag dies nicht zu überzeugen.
So führt der Umstand, dass bei der Fragestellung an
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.7) beim Unfallhergang nur von einer Auffahrkollision und nicht auch von einer Kollision mit der Leitplanke die Rede ist, wie dies die Beschwerdeführerin richtigerweise festhält (vgl.
Urk.
1 S. 4
Ziff.
4
f.
), bei den dargelegten medizinischen Befunden zu keinem anderen Schluss. Dass beiden beratenden Ärzten nicht sämtliche Akten zur Verfügung gestanden sind, lässt sich daraus
nicht ableiten.
Diesbezügliche
Anhaltspunkte
ergeben sich keine
aus den Akten
und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht vorgebracht
.
Schliesslich ist fraglich, inwiefern von einem gravierenden Verkehrsunfall ausgegangen werden kann, wie dies die Beschwerdeführerin vorbringt (vgl.
Urk.
1 S. 4
Ziff.
4 f.), nachdem gemäss Unterlagen der Polizei, die Beifahrerin der Beschwerdeführerin sowie die übrigen beteiligten Personen unverletzt geblieben sind
(vgl.
Urk.
7/4/2-3).
Sodann i
st auch das Absehen von eigenen Untersuchungen nicht an sich
ein Grund, um eine
versicherungsinterne
Beurteilung
in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines
an sich
fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person
- wie vorliegend -
in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts
Urteil 8C_641/2011 vom 2
2.
Dezember 2011 E.
3.2.2 mit Hinweisen
,
I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1; vgl. auch BGE 127 I 54 E. 2e und f).
Dies ist vorliegend der Fall. Die Beschwerdeführerin wurde einge
hend abgeklärt und die ärztlichen Berichte weichen lediglich in der Ein
schätzung der Unfallkausalität des an sich unbestrittenen medizinischen Sach
verhalts voneinander ab, sodass einer Aktenbeurteilung nichts entgegenstand.
4.
6
Die Beschwerdeführerin berief sich im Wesentlichen auf den behandelnden Hausarzt
Dr.
D._
(vgl.
Urk.
1 S. 5
Ziff.
5). Dieser hielt
unter anderem fest
,
g
estützt auf die Anamnese der
Beschwerdeführerin
mit beschriebenem Schlag auf die Hüfte anlässlich des Unfallereignisses, der klinischen Untersuchung mit schmerzhafter Bewegung der Hüfte, Druckschmerzhaftigkeit am Trochanter und fehlender Fraktur im Röntgenbild im Spital
A._
könne
seines Erachtens die Diagnose einer Hüft
kontusion gestellt werden
.
Zur Begründung der
Unfall
kausalität
führte
Dr.
D._
schliesslich
aus, dass
a
ngesichts der Tatsache, dass die Beschwerden wesentlich stärker vorhanden
seien
, als vor dem Unfall, die Hüftkontusion für die Beschwerden zumindest noch mitverantwortlich
seien
.
Dass
die Patientin seit dem Unfallereignis deutlich mehr Hüftschmerzen
habe
als zuvor,
spreche
für eine Traumatisierung des Hüftgelenks
(
vgl.
vorstehend E.
3.8)
.
Vor dem Hintergrund der
vorliegenden
orthopädischen Berichte, welche alle
samt weder eine Hüftkontusion diagnostizierten noch eine Traumatisierung feststellten, ist
die
Einschätzung von
Dr.
D._
-
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer
in (vgl.
Urk.
1 S. 5
Ziff.
5)
-
nicht nachvollziehbar und vermag nicht zu überzeugen.
Insbesondere erscheint nicht nachvollziehbar, dass
Dr.
D._
vier Tage nach dem Unfallereignis (Erstbehandlung am
9.
Oktober 2013,
Urk.
7/3/13) eine Hüftkontusion feststellen konnte, nachdem von den Ärzten des
A._
eine solche trotz stationärem Aufenthalt nicht diagnostiziert worden war, obwohl die Hüftbeschwerden Beachtung fanden (
Urk.
7/3/2, Urk. 7/3/4).
Dr.
D._
leitete seine Einschätzung einer Hüftkontusion/
Hüft
traumatisierung
einzig davon ab, dass die Versicherte nach dem Unfall mehr Schmerzen habe, obwohl sich
bildgebend
keine frischen Veränderungen haben objektivieren lassen.
Zur Annahme einer richtungsgebenden Verschlimmerung der vorbestehenden degenerativen Schädigung genügt dies nicht.
Die Beur
teilung durch
Dr.
D._
relativiert sich
schliesslich
auch durch seine eigene
Aussage, wonach eine Traumatisierung des Hüftgelenks ohne bildgebende frische Veränderungen schwer zu beweisen sei
(vgl.
Urk.
7/1/48
Ziff.
6)
.
Ohne bildgebende objektivierbare Unfallfolgen ist seine
Beurteilung weder nachvoll
ziehbar noch plausibel und
daher als
blosse
Mutmassung
anzusehen. E
s ist weiter nicht
auszuschliessen
, dass sich Dr.
D._
bei seiner Beurteilung auf die subjektiven Aussagen der Beschwerdeführerin abstützt
e
und sich dabei von seiner hausärztlichen Verantwortung leiten
liess
.
Diesbezüglich gilt, dass in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Schliesslich
ist zu beachten
,
dass
die Beweisregel "
post
hoc ergo
propter
hoc" im Sinne der natürlichen Vermutung, Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall schmerzfrei war,
unfall
medizinisch
nicht haltbar und beweisrechtlich nicht zulässig ist
(BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
S. 341)
, sofern der Unfall - wie hier - keine
frischen Veränderungen
verursacht hat.
Nach dem Gesagten ist folglich festzuhalten, dass die Einschätzung von Dr.
D._
die Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin nicht in Frage zu stellen vermag.
4.7
Angesichts der beweiskräftigen versicherungsinternen Beurteilungen durch
Dr.
B._
und
Dr.
C._
kann vom eventuell beantragten Gerichts
gutachten zur Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges (vgl.
Urk.
1 S. 2
Ziff.
2) im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d) abgesehen werden.
4.8
Zusammenfassend ergibt sich, dass die jetzigen Beschwerden der Beschwerde
führerin nicht überwiegend wahrscheinlich kausal auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. Der Vorzustand
der Hüften
wurde durch das
Unfallereig
nis
vom
5.
Oktober
201
3
nicht richtungsweisend
verschlechtert
. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per
2.
Dezember 2013
einstellte.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.