Decision ID: 8d4a0f6d-4c40-4d4b-8e6b-89bd218adc6e
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1956 geborene
X._
war nach einer Ausbildung zum Hoch
bauzeichner und zum Maurer ab 1980 bei verschiedenen Arbeitgebern als Polier tätig
.
Am
2
7.
Dezember 2012
meldete er sich unter Hinweis auf
eine
am 1
5.
Juni 2012 erlittene
Handverletzung
bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an
(Urk. 6/6)
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und
zog insbeson
dere die Akten der Unfallversicherung bei.
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk.
6/78 und
Urk.
6/87
)
sprach sie dem Versicherten
mit Verfügung vom
7.
Juli 2016
eine vom
1.
Juli 2013 bis 3
1.
Dezemb
er 2014 befristete ganze Rente
zu
.
Ab dem
1. Januar
201
5
verneinte sie den Anspruch auf eine Invali
denrente
(Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
1
0.
August 2016
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die
angefochtene
Verfügung sei aufzuheben und es sei
ihm ab 1. Januar 2015 eine angemessene Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei
en ein handchirurgisches sowie ein arbeitsmedizinisches Gutachten durch die Vorinstanz zu veranlassen.
Zudem seien die vollständigen Unfallakten bei der Suva beizuziehen. Am
6.
September 2016
(Urk.
5
) beantragte die IV-Stel
le die Abweisung der Beschwerde
, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
12. September 2016
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
7
).
3.
Die Suva sprach dem Versicherten mit
Einspracheentscheid
vom
3.
August 2016
(
Urk.
6/110
)
eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 15
%
und
ab dem 1. Januar 2015 eine Invalidenrente auf der Basis einer Er
werbsunfähigkeit von 2
5
%
u
nd eines versich
erten Jahresverdienstes von Fr.
85‘176.-- zu
.
Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des hiesi
gen Gerichts vom heutigen Datum
abgewiesen
(Prozess Nr.
UV.201
6
.00
191
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Die Suva stellte der
Beschwerdegegnerin die relevanten Unfallversicherungsak
ten wiederholt
zu
(vgl. etwa
Urk.
6/13 und
Urk.
6/70). Soweit ersichtlich sind die massgeblichen Unfallakten in den invalidenversicherungsrechtlichen Unter
lagen bereits enthalten
– was vom Beschwerdeführer nicht substantiiert bestrit
ten wurde -
, weshalb sich der
nochmalige
Beizug
der Unfallversicherungsakten erübrigt. Der entsprechende Antrag des Beschwerdeführers ist abzuweisen.
2
.
2.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze o
der teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2
.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des ana
log anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Verord
nung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstu
fung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Ren
te (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versi
cherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die un
bestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfas
sen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hin
weisen).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom
7.
Juli 2016
(Urk. 2) damit, dass
der Beschwerdeführer ab 1
5.
Juni 2012 in seiner Ar
beitsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei
,
weshalb ihm nach Ablauf des Wartejahres eine ganze Rente zustehe. Nachdem sich sein Gesundheitszu
stand verbessert habe, sei ihm jedoch
laut der kreisärztlichen Beurteilung
seit dem
1.
Oktober 2014 eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar.
Daraus er
gebe sich ab
1.
Januar 2015 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 24
%
(S. 3 f.).
3
.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
die Beschwerdegegnerin sei bezüglich des Zumutbarkeitsprofils sowie der Be
rechnung des Invaliditätsgrades vollumfänglich den Ausführungen der Suva ge
folgt. Die Beurteilung des Suva-Kreisarztes berge jedoch etliche Widersprüche und sei angesichts der effektiven Möglichkeiten des Beschwerdeführers völlig realitätsfremd. Eine neutrale fachärztliche Abklärung der handchirurgischen Einschränkungen fehle, weshalb sich ein medizinisches Gutachten aufdränge (S. 6-8).
Bei nur noch leichten Hilfsfunktionen der linken Hand sei ihm keine geeignete Tätigkeit teilzeitlich möglich, schon gar nicht vollzeitlich. Sowohl das Zumutbarkeitsprofil als auch der Einkommensvergleich seien zurückzuweisen (S. 9 f.).
4
.
4
.1
Die erstbehandelnden
Dr.
med.
Y._
, Chefarzt Chirurgie,
Dr.
med.
Z._
, leitender Arzt Chirurgie, und
pract
. med.
A._
, Assistenzärztin Chirurgie, vom
B._
, hielten in ihrem Bericht vom 1
8.
Juni 2012
(
Urk.
6/13/69 f.) folgende Diagnosen fest:
-
II.
gradig
offene Trümmerfraktur im distalen Bereich der Metacarpale III Hand links mit komplexer Weichteilverletzung
dorso-radialseits
Metacar
pophalangealgelenk
Dig
. III links
-
Komplexe polyfragmentäre Fraktur Grundphalanx
Dig
. II links mit po
lyfragmentärer intrafragmentärer Fraktur Metacarpale II am
Metacarpopha
langealgelenk
mit begleitender schwerer Weichteilverletzung
dorso-radialseits
entlang des zweiten Fingers und Metacarpale II
4
.2
Dr.
med.
C._
, FA für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regio
nalen Ärztlichen Dienst (RAD) hielt in seiner Stellungnahme vom 27. Dezember 2013 (
Urk.
6/76/5) fest, da es sich um einen rein unfallbedingten Gesundheits
schaden handle, sei bezüglich der Arbeitsunfähigkeitsbewertung mit der Suva zu koordinieren. Eine Fortsetzung der bisherigen Tätigkeit als Baupolier sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dauerhaft nicht mehr möglich. Für eine an
gepasste Tätigkeit liege kein konkretes Zumutbarkeitsprofil vor.
4
.
3
Nach einer Plattenentfernung am 2
0.
August 2013 (
Urk.
6/29/11 f.)
und einer weiterhin bestehenden Einschränkung der Fingerbewegung der linken Hand führte Prof.
Dr.
med.
D._
, Teamleiter Handchirurgie, von der
E._
am 1
8.
März 2014 erneut eine Operation durch. Im Austrittsbericht vom 24. März 2014
(
Urk.
6/
67/11 f.
) wurden folgende Diagnosen gestellt:
-
Störende Rotationsfehlstellung
Dig
. II und
Dig
. III links sowie schmerzhafte MP-Arthrose
Dig
. II bei
-
Status nach kombinierter
Fräsenverletzung
Dig
.
II und III links vom 15
.
Juni 2012
-
Status nach geschlossener Mobilisation, Beweglichkeitsprüfung
Dig
.
II - V links am 1
9.
August 2013
-
Status nach Plattenentfernung Grundphalanx
Dig
.
II, Plattenentfernung Metakarpale III,
Tendokapsulolyse
Dig
.
II und III dorsal, Beugesehnen
exploration linke Hand am 2
0.
August 2013 bei
:
-
Status nach offener Fraktur Grundglied II, Metakarpale II und III links vom 1
5.
Juni 2012
-
Status nach Plattenosteosynthese Grundphalanx
Dig
.
II, Plattenosteo
synthese Metakarpale III, Anlage Fixateur extern Metakarpale II Mittel
phalanx II Hand links (
adominant
) am 1
5.
Juni 2012 (
fecit
Dr.
Rodrigues,
B._
) mit/bei:
-
Zweitgradig
offener Trümmerfraktur im distalen Bereich Metakarpale II mit komplexer Weichteilverletzung
dorsoradialseits
Metakarpopha
langealgelenk
Dig
.
III Hand links
-
Komplexe polyfragmentä
re Fraktur Grundphalanx
Dig
.
II mit po
lyfragmentärer intrafragmentärer Fraktur Metakarpale II am
Metakar
pophalangealgelenk
mit begleitender, schwerer Weichteilverletzung
dorsoradialseits
entlang des
2.
Fingers und Metakarpale II Hand links
-
Status nach Morbus
Sudeck
(konservativ behandelt im
B._
)
4
.
4
Prof.
Dr.
D._
und
Dr.
med.
F._
, Assistenzarzt Orthopädie, von der
E._
hielten in ihrem Bericht vom 1
1.
Juli 2014
(
Urk.
6/
67
/
3
f.)
fest, der Verlauf zeige sich zunehmend verbessert vier Monate postoperativ mit verbes
serter Beweglichkeit des dritten Strahles. Der zweite Strahl zeige insbesondere hinsichtlich der aktiven Streckung nur eine geringe Besserungstendenz. In zwei Monaten sei eine Abschlusskontrolle geplant, wobei intensiv die ergotherapeuti
schen Massnahmen sowie die
Heimbeübung
weiterzuführen seien. Eine Arbeits
unfähigkeit zu 100
%
sei bis zum
6.
Oktober 2014 ausgestellt worden. Die linke Hand sei mit hoher Wahrscheinlichkeit im angestammten Beruf als Polier nicht mehr einsatzfähig (S. 2).
4
.
5
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, hielt in seinem Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 1
8.
August 2014
(
Urk.
6/33) folgende Diagnosen fest (S. 6):
-
Status nach komplexer Handverletzung links Strahlen II und III mit im Ver
lauf abgeheiltem CRPS
-
zuletzt am 1
8.
März 2014 Swanson-Prothese MP II und mittlerweile konsoli
dierter
Derationsosteotomie
(richtig wohl:
Derotationsosteotomie
)
MC II links
-
Funktionseinschränkung
adominante
linke Hand bei
Einsteifung
aller Lang
finger, am
ausgeprägtesten
MP-Gelenk II mit hier E/F nur 0-20-30°
-
deutlich rechtsbetonter M.
Dupuytren
, nur beginnender Befall der linken
Hohlhand
Dazu führte er aus, dass er die Funktion der Hand als mittlerweile stabil beurtei
le. Dem Beschwerdeführer sei ein Intensivtraining ambulant in
H._
angebo
ten worden, er kenne die dortigen Trainingsmöglichkeiten von einem Besuch und erachte ein solches als nutz- und damit sinnlos. Er, der Kreisarzt, könne sich dem anschliessen,
insbesondere
weil beim Training auch die insgesamt schlechte Koordinationsgabe des Beschwerdeführers hinderlich sein würde. Ein Zumutbarkeitsprofil, das ab
1.
Oktober 2014 gelte, könne bereits heute zuverläs
sig angegeben werden: Die linke Hand sei nur für leichte Hilfsfunktionen ohne Grob- und Feingriff einsetzbar. Tätigkeiten mit Erschütterungen und Schlägen auf die linke Hand seien nicht zumutbar. Eine solche angepasste Tätigkeit sei vollzeitig möglich. Der Fall könne per Ende 2014 versicherungstechnisch abge
schlossen werden, weitere Kontrollen und eine allfällige spätere Metallentfer
nung seien weiterhin zu übernehmen, ebenso allfällige Kontrollen im Abstand von 4-6 Monaten durch den Hausarzt bei bestehendem Schmerzmittelkonsum (S. 7 f.).
4
.6
RAD-Arzt
Dr.
C._
führte am 1
4.
September 2015 (
Urk.
6/76/7 f.) aus, seit der letzten Stellungnahme und auf Dauer bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit. Ab
1.
Oktober 2014 sei eine angepasste Tätigkeit mit folgendem Zumutbarkeitsprofil zu 100
%
möglich: Die linke Hand sei nur für leichte Hilfsfunktionen ohne Grob- und Feingriff einsetzbar, ohne Tätigkeiten mit Erschütterungen und Schlägen auf die linke Hand.
4
.
7
Prof.
Dr.
D._
und
Dr.
med.
I._
, Assistenzärztin Orthopädie, von der
E._
führten in ihrem Bericht vom 2
4.
September 2015
(Urk. 6/
86
)
aus, gut ein Jahr seit der letzten Verlaufskontrolle zeige sich ein stationäres Be
schwerdebild mit tagesabhängig minimalen Schwankungen. Der Beschwerde
führer sei weiterhin nicht arbeitsfähig in seinem angestammten Beruf als Polier. Eine Umschulung sei nicht sinnvoll, da er kurz vor der Rente stehe. Bei weitest
gehend stationärem Befund werde die Behandlung heute abgeschlossen (S. 2).
4
.8
RAD-Arzt
Dr.
C._
hielt
am
1
0.
März 2016
an seinen bisherigen Stellungnah
men fest (
Urk.
6/106/2 f.).
5
.
5.1
Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Polier ist ausgewiesen und unbestritten. Dasselbe gilt für die 100%ige Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bis Ende September 2014, nachdem sich der Be
schwerdeführer bis zu jenem Zeitpunkt mehreren Operationen unterziehen
musste
.
Suva-Kreisarzt
Dr.
G._
erachtete die Situation spätestens ab Okto
ber
2014 als stabil
, weshalb er das formulierte Zumutbarkeitsprofil ab diesem Zeitpunkt als gültig erachtete
(vgl.
E. 4
.5
hievor
). Zu prüfen ist deshalb die Ar
beitsfähigkeit in einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit ab dem 1. Oktober 2014.
5.2
5
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
diesbezüglich
auf die
vorerwähnte
n
Stel
lungnahme
n
ihres RAD-Arztes
Dr.
C._
(E.
4
.
2, E. 4
.6 und E.
4
.8
hievor
)
.
5
.
2
.2
Die
RAD
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Vorausset
zungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invaliden
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben
bereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüf
methoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden ha
ben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere An
sicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem ex
terner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverläs
sigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom
3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
5.2.3
Dr.
C._
koordinierte sich bezüglich der Arbeitsunfähigkeitsbewertung mit der Suva und stellte dabei insbesondere auf den Kreisarztbericht von
Dr.
G._
(E. 4.5
hievor
) ab. Dieser hielt anlässlich seiner Untersuchung vom 1
8.
August 2014 fest,
der Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit, in welcher die linke Hand nur für leichte Hilfsfunktionen ohne Grob- und Feingriff einge
setzt und weder Erschütterungen noch S
chlägen ausgesetzt werde, ab 1.
Oktober 2014 zu 100
%
arbeitsfähig
.
5.2.4
Die kreisärztliche Untersuchung fand
knapp zwei Jahre vor Erlass der angefoch
tenen Verfügung statt.
Knapp
zehn
sowie knapp
vier
Monate vor
Verfügungse
r
lass nahm jedoch zusät
zlich
RAD-Arzt
Dr.
C._
Stellung zum Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers (E. 4.6 und E. 4.8
hievor
). Zudem führte der be
handelnde Prof.
Dr.
D._
knapp
zehn
Monate vor Erlass der Verfügung
eine Verlaufskontrolle durch (E. 4.7
hievor
), anlässlich welcher er von einem statio
nären Beschwerdebild berichtete. Weder ist ersichtlich noch wurde geltend ge
macht, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in diesem Zeit
raum verändert hätte.
Es ist damit nicht zu beanstanden, dass sich die Be
schwerdegegnerin
für ihren Entscheid
auf den Kreisarztbericht sowie die RAD-Stellungnahmen gestützt
und keinen (erneuten) Untersuch des Beschwerdefüh
rers veranlasst hatte.
5.
2.5
Der Beschwerdeführer sieht sich als nicht mehr arbeitsfähig, da er seine linke Hand nicht mehr einsetzen könne.
Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellen zwar die faktische
Einhändigkeit
oder die Beschränkung der dominanten Hand als
Zudienhand
Tatbestände einer erheblich erschwerten Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auch in Bezug auf den zu unterstellenden, ausgeglichenen Arbeitsmarkt dar. Dennoch bestätigte das Bundesgericht wiederholt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realistische Betätigungsmöglich
keiten für Personen, die funktionell als Einarmige zu betrachten sind und über
dies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, zu finden sind. Längst nicht alle im Arbeitsprozess im weitesten Sinne notwendigen Aufgaben und Funktio
nen im Rahmen der Überwachung und Prüfung werden durch Computer und automatisierte Maschinen ausgeführt. Abgesehen davon müssen solche Geräte auch bedient und ihr Einsatz ebenfalls überwacht und kontrolliert werden. Zu denken ist an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die keinen Einsatz des nicht mehr funktionstüchtigen Armes oder der nicht
mehr einsetzbaren Hand voraussetzen (Urteil des Bundesgerichts 8C_217/2015 vom 2
8.
August 2015 E. 2.2.1).
Der Beschwerdeführer kann seine
adominante
linke Hand noch als Hilfshand einsetzen (E.
4
.5
hievor
). Nachdem selbst funktionell Einarmige ihre Arbeitsfä
higkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten können, hat dies für den Beschwerdeführer umso mehr zu gelten.
Er vermag die seiner Ansicht nach bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit denn auch nicht durch einen fachärztlichen Bericht zu stützen. Der behandelnde Prof.
Dr.
D._
äusserte sich lediglich zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Polier, nicht jedoch zu einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit. Eine Um
schulung erachtete Prof.
Dr.
D._
lediglich aufgrund des Alters des Beschwer
deführers nicht als sinnvoll, nicht jedoch wegen seines
Gesundheitszustandes
(
E.
4
.
7
hievor
).
Die Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers stehen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit damit nicht entgegen. Der Tatsache, dass er aufgrund seiner Beschwerden
das durchschnittliche Lohn
niveau gesunder Hilfsarbeiter nicht mehr erreichen dürfte, wird jedoch
im Rah
men der Ermittlung des Invalideneinkommens
(vgl. dazu
nachfolgende
E. 6.2) Rechnung zu tragen sein.
5.2.6
In Bezug auf den Verweis des Beschwerdeführers auf im unfallversicherungs
rechtlichen Verfahren zusätzlich vorgebrachte Kritiken am Kreisarztbericht ist darauf hinzuweisen, dass Rügen und ihre qualifizierte Begründung in der Be
schwerdeschrift selber enthalten sein müssen. Der blosse Verweis auf Ausfüh
rungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten genügt nicht (BGE 143 V 19 E. 2.2), weshalb auf allfällig in den Unfallakten enthaltene weitere diesbe
zügliche Vorbringen nicht einzugehen ist.
5.
3
Es bestehen somit
keine
Zweifel an der
Zuverlässigkeit
oder Schlüssigkeit
des Berichts von
Suva-
Kreisarzt
Dr.
G._
und es kommt diesem voller Beweis
wert zu.
Dasselbe gilt für die
Stellungnahmen
von
RAD-Arzt
Dr.
C._
,
welcher sich dafür auf den Kreisarztbericht gestützt hatte.
Von einer Rückweisung der Sache zur weiteren medizinischen Abklärung - wie vom Beschwerdeführer be
antragt - sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen)
ver
zichtet wird.
5.
4
An einer Verwertbarkeit der (100%igen) Restarbeitsfähigkeit ändert auch das schon fortgeschrittene Alter nichts. So wies der Beschwerdeführer im diesbe
züglich
massgebenden
(vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3) Zeitpunkt der Arbeitsfähig
keitseinschätzung durch
den Suva-Kreisarzt
noch eine Resterwerbszeit von
mehr als sieben
Jahren auf. Der Beschwerdeführer verfügt über eine Berufsaus
bildung als
Hochbauzeichner und Maurer und war während mehr als 30 Jahren als Polier tätig.
In den zehn Jahren vor seinem Unfall war er zur Zufriedenheit der jeweiligen Arbeitgeber für verschiedene Bauunternehmungen tätig (vgl. Urk. 6/3 und
Urk.
6/27/6-11) und vermochte sich damit
mehrfach auf neue be
rufliche Situationen einzustellen.
Unter diesen Umständen ist nicht davon aus
zuge
hen, dass die verbleibende Akti
vitätsdauer von
mehr als sieben
Jahren ei
nen
durchschnittlichen Arbeitgeber davon abhalten würde, die mit einer Be
schäftigung des Beschwerdeführers verbundenen Risiken (wie mögliche krank
heitsbeding
te Ausfälle, allfällige berufli
che Unerfahrenheit und altersbedingt geringere Anpassungs- und Aufnahmefähigkeit) einzugehen. Da zudem Hilfsar
beiter auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich alters
unabhängig nachgefragt werden und angesichts der relativ hohen Hürden, die das Bun
desgericht für die Unverwertbar
keit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, ist ein invalidenversicherungsrechtlich erheblich
er
fehlender Zugang zum Arbeitsmarkt zu verneinen (vgl.
hiezu
Urteil des Bundes
gerichts 8C_657/2010 vom 19. November 2010 E. 5.2.3 in
fine
mit Hinweisen).
6.
Zu prüfen bleibt, wie sich das Leistungsvermögen des Beschwerdeführers
ab dem
1.
Januar 2015
(Zeitpunkt der Verbesserung des
Gesundheitszustand
es plus drei Monate;
vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV
)
in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
6.1
Der für die Invaliditätsbemessung und damit den Rentenanspruch massge
bende Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt
werden, worauf sich aus der Ein
kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 130 V 34
3
E. 3.4.2). Für die Ermitt
lung des
Valideneinkommens
, also des Einkommens, welches die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesun
de tatsächlich verdient hätte, wird in der Regel am zuletzt erzielten Verdienst angeknüpft.
Im Zeitpunkt des Unfalls war das Arbeitsverhältnis des
arbeitslosen
Beschwer
deführers bereits aus unfallfremden Gründen aufgelöst worden, so dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass er bei
Ren
tenbeginn weiterhin für seine ehemalige Arbeitgeberin tätig gewesen wäre. Das
Valideneinkommen
ist
deshalb gestützt auf die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik (LSE) festzustellen und
beträgt
per 201
5
Fr. 7
3
‘
8
20
.
3
0
(LSE 2014, TA1,
Ziff.
41-43 Baugewerbe, Kompetenzniveau 2, Männer:
Fr.
5‘
885
.--, aufge
rechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.
7
Stunden im Hoch- und Tiefbau 201
5
[Betriebsübliche Arbeitszeit, Bundesamt für Statistik, T 03.02.03.01.04.01]
sowie auf das Jahr 201
5
[von Index 2220 auf Index 2226, Entwicklung der Nominallöhne, Bundesamt für Statistik, T39, Männer]
)
. Die Be
schwerdegegnerin
übernahm das von der Suva berechnete
Valideneinkommen
von Fr. 80‘191.95
per 2015 (Urk.
6/75), welches sich wiederum auf die
Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin
stützte
,
was nach dem Gesagten nicht zulässig ist
.
6.2
6.2.1
Dem Beschwerdeführer ist seine angestammte Tätigkeit als Polier nicht mehr zumutbar. Mit Blick auf seine gesundheitlichen Beschwerden kommt auch eine andere Fachtätigkeit im Baugewerbe
realistischerweise
nicht mehr in Frage. In anderen Berufszweigen verfügt er über keine Fachkenntnisse, weshalb nicht das Kompetenzniveau 2 heranzuziehen, sondern auf den Zentralwert der Löhne von Männern mit einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kom
petenzniveau 1) über alle Wirtschaftssektoren abzustellen ist. Dass der Be
schwerdeführer eine Lehre als Zeichner und Maurer absolvierte und als Polier eine nicht unerhebliche Verantwortung hatte, ändert nichts daran, da er in die
sen Tätigkeiten nicht mehr arbeitsfähig ist.
Nach der LSE 2014 betrug dieser Lohn Fr. 5‘312.--, was aufgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (T 03.02.03.01.04.01, Total) per 2015 (von Index 2220 auf Index 2226, T39
, Männer
) einen Jahreslohn von Fr. 66‘632.70 ergibt.
6.2.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) al
lenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können
(BGE 124 V 321 E.
3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
(BGE 126 V 75 E.
5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.
2; 134 V 322 E.
5.2 und
126 V 75 E.
5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person
selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfä
higkeit eingeschränkt ist
(BGE 126 V 75 E.
5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalte
ne gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des lei
densbedingten Abzugs
einfliessen
und so zu einer doppelten Anrechnung des
selben Gesichtspunkts führen dür
fen (Urteil
e des Bundesgerichts
9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E.
4.1.1 mit Hinweisen;
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E.
3.1).
Der Beschwerdeführer kann seine linke Hand nur noch für leichte Hilfsfunktio
nen ohne Grob- und Feingriff einsetzen und dürfte deshalb das durchschnittli
che Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht mehr erreichen. Nachdem selbst bei - anders als dem Beschwerdeführer - funktionell einarmigen Versicherten nicht zwingend ein leidensbedingter Abzug von 25
%
zu gewähren ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_94/2012 vom 2
9.
März 2012 E. 3.2) und keine zusätzlichen Merkmale ersichtlich sind, welche einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen wür
den,
ist vorliegend ein Leidensabzug von 15
%
angemessen
.
6.3
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr.
73
‘
820
.
30
mit dem Invalidenein
kommen von Fr. 56‘637.80 (Fr. 66‘632.70 x 0.85) ergibt einen rentenausschlies
senden Invaliditätsgrad von 2
3
%.
Nachdem eine Verbesserung des Gesund
heitszustandes erst nach dreimonatiger Dauer zu berücksichtigen ist, wurde die Rente von der Beschwerdegegnerin zu Recht
bis am 3
1.
Dezember 2014 befristet
(vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV).
Die Beschwerde ist damit abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.