Decision ID: 8a980fe0-8ba9-416d-b249-1b74124c2a28
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1952, war
seit Dezember 2000
bei der
Y._
AG als Marketingmanagerin angestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG
unfallversichert. Am 1
6.
August 2003 stürzte sie beim Ten
nis spielen
(
Urk.
9/A1)
.
Dabei erlitt sie einen Zahnschaden sowie einen
Kno
chenriss
der linken Hand
. Durch die Ruhigstellung
der lädierten
Hand mittels Gips entwickelte sich ein Morbus
Sudeck
und
eine
Frozen
S
houlder
. Beides bil
dete sich im weiteren Verlauf wieder zurück
. Hingegen trat ein Bruxismus auf
(
Urk.
9/
M6, 9/M11
).
Ab 1
1.
März 2004 betrug die Arbeitsfähigkeit wieder
100
%
, nachd
em sie zuvor zwischen 25 bis 75
%
variiert hatte
(
Urk.
9/A31)
. Damit entfiel der Anspruch auf Taggeld. Für die Heilbehandlung kam die AXA Versi
cherungen AG nach wie vor auf
(vgl.
Urk.
2 S. 7,
Urk.
9/A31).
1.2
Am 2
9.
August 2008 erlitt
X._
einen weiteren Unfall, als sie bei einem Ausweichmanöver mit dem Fahrrad in Tramschienen geriet und stürzte. Dabei zog sie sich eine
bikondyläre
mehrfragmentäre
Tibiakopfluxati
onsfraktur
links zu
(
Urk.
10/M
1
-3). Ab 1
5.
März
2009
bestand eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
, ab 1
5.
Juni 20
09 eine solche
von 80
%
und
ab
1.
August 2009
eine solche
von 100
%
.
Nach der Entfernung des
Osteosynthesematerials
(
Urk.
1
0
/M25-26) war
X._
v
om
5.
bis 1
2.
März
2010
vorübergehend arbeitsunfähig
und
ab 1
3.
März 2010
bestand
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
10/A70).
1.3
Nach Einholung eines interd
isziplinären Gutachtens bei der
Z._
(
Z._
-Gutachten vom
9.
März 2012,
Urk.
9/M23) stellte die AXA Versicherungen AG mit Verfügung vom
5.
September 2012
ihre Leistun
gen
für die beiden Unfälle
rückwirkend per 1
3.
Mä
rz 2010 (
Taggelder) bzw.
per
1.
September
2011 (Heilbehandlung)
ein
. Einen Anspruch auf eine Invaliden
rente oder Integritätsentschädigung verneinte sie
(
Urk.
9/A62). Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom 2
2.
Juli 2013 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
1.
September 2013 Beschwerde und beantragte, die AXA Versicherungen AG sei zu verpflichten, weiterhin für die Heilbehandlung für die Folgen der Unfälle vom 1
6.
August 2003 und 2
9.
August 2008 aufzukommen. Weiter sei die Sache an die AXA Versicherun
gen AG zur Einholung eines zahnmedizinischen Gutachtens zurückzuweisen (
Urk.
1). Die AXA Versicherungen AG schloss in der
Beschwerdeantwort vom
6.
Januar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8), wovon
der Versicherten am
8.
Januar 2014
Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
11).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungs
leistun
gen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.
Die
Leistungs
pflicht
des Unfallversicherers bedingt im Weiteren, dass zwischen dem
Unfaller
eignis
und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E.
2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3
Kann von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitsz
ustandes der versicherten Person
mehr erwartet werden, so hat der Versicherungsträger den Fall grundsätzlich gestützt auf
Art.
19
Abs.
1 UVG unter Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld sowie Prüfung des An
spruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzu
schlies
sen.
Die namhafte Verbesserung bezieht sich hierbei in erster Linie auf die Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3). Ist die versicherte Person wieder in der Lage, in ihrer angestammten Tätigkeit vollzeitlich er
werbs
tätig zu sein, so dürfte der Fall in der Regel abzuschliessen und der Ren
tenan
spruch zu prüfen (Art. 19 UVG) sein, selbst wenn
weitere ärztliche Be
handlungen erfor
derlich sind
(vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 8C_432/2009 vom 2. November 2009 E.
3.2 und E.
5.1).
1.4
Erleidet die versicherte Person
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen od
er geistigen Integrität, so hat sie nach
Art.
24
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung
.
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (
BGE 134 V 231 E. 5.1,
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungen für die Unfälle vom 1
6.
August 2003 und 2
9.
August 2008 zu Recht per
1
3.
März 2010 bzw.
1.
September 201
1
eingestellt hat.
Die Beschwerdegegnerin geht
gestützt auf das
Z._
-Gutachten vom
9.
März 2012
davon aus, dass der medizinische
Endzustand hinsichtlich der soma
tischen Beschwerden, soweit
überhaupt unf
allkausal
, eingetreten sei
. Damit sei der Fall abzuschliessen, womit ein weiterer Anspruch auf Heilbehandlung entfalle. Sodann sei in Bezug auf den Bruxismus, bei dem es sich
um
ein psychisches Leiden handle,
die Adäquanz zu verneinen
(
Urk.
2, vgl. auch
Urk.
8
).
Die Beschwerdeführerin bemängelt in der Beschwerde einige im
Z._
-Gutachten resp.
im
Einspracheentscheid
ge
troffene
Feststellungen als unrichtig. Sie hält
im Wesentlichen
dafür, dass ihr aufgrund des
Zervikalsyndroms
und des Bruxismus weiterhin Leistungen auszurichten seien (
Urk.
1).
3.
Im
Z._
-Gutachten vom
9.
März 2012
(
Urk.
9/M23)
wurde ein Status nach
Radi
usfraktur
links nach Sturz am 1
6.
August 20
03,
ein Verdacht auf einen Status nach Läsion des
Fibrocartilagotriangularis
-Komplexes links,
ein
Status nach
bikondylärer
mehrfragmentärer
Tibialuxationsfraktur
links am 2
9.
August 2008 sowie ein
Zervikalsyndrom
diagnostiziert
. Letzteres wurde als unfallfremd beurteilt
(
S. 1
4
)
.
In der angestammten Tätigkeit sowie für entsprechende
Ver
weis
tätigkeiten
wurde der Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsfähigkeit attes
tiert
(
S. 1
8
)
.
Eine weitere Heilbehandlung zur namhaften Verbesserung des Gesund
heits
zustandes wurde
als
nicht
notwendig erachtet.
Eine weitere Verbesserung der geringen Knie- und Handg
elenksbeschwerden sei nicht
zu erwarten. Bezüg
lich des unfallfremden
Zervikalsyndroms
, welches sich durch gelegentliche Schulter-Nacken-Schmerzen manifestiere,
sei eine Physiotherapie insofern sinnvoll, als der jetzige gute Zustand stabil gehalten werden könne
(
S. 1
9
)
.
Nach den beiden Unfällen habe die Beschwerdeführerin jeweils eine
Anpassungs
störung
entwickelt, die sich aber zurückgebildet h
ab
e. Eine
kodierbare
psychi
atrische Störung bestehe nicht
(
S. 2
3
)
.
Einen relevanten Integritätsschaden ver
neinten die Gutachter
(
S. 25
f
.
)
.
4.
4.1
Da
s
Z._
-
Gutachten erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaugliche und beweiskräftige medizinische Entsc
heidungsgrundlage (BGE
134 V 231 E. 5.1,
125 V 352 E. 3a; vgl. E. 1.5
hievor
)
.
Daraus geht hervor, dass der medizinische Endzustand eingetreten und von einer weiteren Heilbe
handlung keine namhafte Verbesserung mehr erwartet werden kann. Mit dieser Beurte
ilung korrespondiert die Tatsache
, dass die Beschwerdeführerin - abgese
hen von einem siebentägigen Unterbruch -
bereits
seit
1.
August 2009 in der angestammten Tätigkeit wieder
voll arbeitsfähig ist, weshalb der Fall abzu
schliessen und der Rentenanspruch zu prüfen ist.
Dass die Befindlichkeit der Beschwerdeführer
in
durch Heilbehandlungen, etwa durch Physiotherapie, stabil
isiert
oder gar noch etwas verbessert werden kann, steht dem Fallabschluss nicht entgegen
(E. 1.3
hievor
)
. Denn eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes lässt sich dadurch nicht erreichen. Dies scheint die Beschwerdefüh
rerin
zu verkennen.
4.2
Ein Anspruch auf eine UVG-Invalidenrente besteht angesichts der fehlenden Erwerbseinbusse nicht
, was auch die Beschwerdeführerin nicht in Abrede stellte
. Mit dem Fallabschluss fällt der Anspruch auf Heilbehandlung dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
Art.
21 UVG sieht zwar vor, dass ausnahmsweise nach
Fallab
schluss
Heilbehandlungskosten übernommen werden können. Voraussetzung hierfür ist aber u.a. die Ausrichtung einer Rente (Bundesgerichtsurteil 8C_191/2011 vom 16. September 2011 E. 5.3), was bei
der
Beschwerdeführerin nicht der Fall ist.
4.3
Vor diesem Hintergrund ist die Frage, ob das
Zervikalsyndrom
unfallkausal oder unfallfremd
ist
,
ohne Relevanz.
Angesichts ihrer Ausführungen in der Beschwer
de ist die Beschwerdeführerin jedoch darauf hinzuweisen, dass
d
ie
Z._
-Gut
achter
das
Zervikalsyndrom
als unfallfremd beurteilten, weil dieses bei ansons
ten normaler Beweglichkeit der Halswirbelsäule klinisch diffus ist (
Urk.
9/M23 S. 11). Eine davon abweichende ärztliche Einschätzung besteht nicht. Die Beschwerdeführerin schliesst aus dem Umstand, dass das
Zervikalsyndrom
erst nach dem Unfall auftrat
,
auf eine Unfallkausalität. Allein dieser Umstand ist jedoch zum Nachweis des natürlichen
Kausalzusammenhan
gs praxisgemäss unzureichend
(vgl. BGE 119 V 341 f. E
. 2b/
bb
).
Ebenso ohne Belang ist die Frage, ob die Flexion resp. Extension des linken Knies uneingeschränkt ist, wie die
Z._
-Gutachter feststellten (
Urk.
9/M23 S. 11), oder diesbezüglich eine Ein
schränkung besteht (
Urk.
1 S. 4). Denn eine Verminderung
der Arbeitsfähigkeit ist damit nicht verbunden.
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass die Zahnbehandlungen noch nicht
abgeschlossen seien. Dabei nimmt
sie insbesondere Bezug auf die
Zahn
schäden
als Folge des Bruxismus (
Urk.
1 S. 3 f.). In diesem Zusammenhang weist sie zu Recht darauf hin, dass
die
Beschwerdegegnerin ursprünglich beab
sichtigt
e
(
Urk.
3/2,
Urk.
9/M23 S. 1)
, ein zahnmedizinisches Gutachten in Auf
trag zu geben.
Auf d
ie Einholung eines zahnmedizinischen Gutachtens kann jedoch verzichtet werden. Den Angaben des behandelnden Zahnarztes,
Dr.
med.
dent
.
A._
, vom 2
6.
September 2011, ist zu entnehmen, dass keine unbehandelten defekten oder
parodontal
geschädigten Zähne bestehen
und dass er keine unfallbedingte Befunde erhob
(
Urk.
9/M22). Offenbar fand denn auch seit geraumer Zeit keine aktive ärztlic
he Behandlung mehr statt (vgl.
Urk.
9/A52).
5.2
O
b der Bruxismus
eine Folge des Unfalls vom 1
6.
August 2003
darstellt, kann offen bleiben. Denn
ein allfälliger natürlicher Kausalzusammenhang wäre nicht adäquat
und damit nicht
rechtsgenüglich
(BGE 135 V 465 E. 4.3)
. Da es sich beim Bruxismus um ein psychisches Geschehen handelt
(
Dilling
/
Mom
bou
r
/Schmidt, Hr
sg. Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD
10,
9.
Auflage, Bern 2014, S. 235)
,
beurteilt sich die Adäquanz nach der für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall geltenden Rechtsprechung
(BGE 115 V 133).
Die Rechtsprechung hat für diese Prüfung die Unfälle in drei Gruppen eingeteilt sowie die adäquate Kausalität für banale bzw. leichte Unfälle verneint und für schwere Unfälle in der Regel bejaht.
Ist ein Unfall als mittel
schwer einzustufen, lässt sich die Frage der Adäquanz nicht aufgrund des Un
falls allein schlüssig zu beantworten.
Es
sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmit
telbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bezie
hungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine
Gesamt
würdigung
ein
zubeziehen. Als wichtigste Kriterien nennt die Rechtsprechung be
sonders dra
matische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen,
insbeson
dere ihre
er
fahrungs
gemässe
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulö
sen,
unge
wöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche
Dauer
schmer
zen
, ärztliche Fehlbehandlung,
welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, Grad und Dauer der physisch bedingten Arbei
tsunfähigkeit (BGE 115 V 140 E
. 6c/
aa
).
5.3
Ein Sturz beim Tennis spielen ist aufgrund
des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U
2/07
] als leicht zu qualifizieren
(BGE 115 V 133 E. 6a)
. Dass die Beschwerde
führerin
bei diesem Sturz
Unter- und Oberkiefer aufeinander gesch
lagen hatte,
was zum
Zahnsch
aden führte
, ändert an dieser Qualifikation nichts (vgl.
Bun
desgerichtsurteil 8C_887/2009 vom 2
1.
Januar 2010 E. 5.2, Urteil
des
Eidge
nössische
n
Versicherungsgericht
s
U 145/02
vom
2.
Dezember 2002 E. 3.2).
So
fern die Beschwerdeführerin aus den aus dem Unfall resultierenden Folgen auf einen schweren Unfall schliesst (
Urk.
1), übersieht sie, dass
sich
die Einteilung der Unfälle anhand des augenfälligen Geschehensablaufs und nicht anhand der Unfallfolgen bestimmt.
Angesichts dessen, dass es sich beim dem von der Beschwerdeführerin
am 1
6.
August 2003
erlittenen
Sturz
um einen leichten Unfall handelt,
ist die Adä
quanz
der psychischen Leiden zum Unfallereignis
ohne
Weiteres zu verneinen.
5.4
Selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin von einem mittleren Unfall im Grenzbereich zu den leichten auszugehen wäre, wäre die Adäquanz zu ver
neinen.
Diesfalls
wäre zu
der
e
n
Bejahung notwendig, dass eines der nach der Rechtsprechung für die Adäquanzbeurteilung als massgebend bezeichneten Kri
te
rien in besonders ausgeprägter Weise oder die zu berücksichtigenden Kri
terien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise
erfüllt sind (BGE 115 V 141 E
.
6b/
bb
).
Die
Prüfung der einzelnen Kriterien
hat
nur bezüglich des ersten Unfalls erfolgen, da der Bruxismus, wenn überhaupt, mit diesem im Zusam
menhang steht.
D
er Unfall
ereignete sich weder u
nter dramatischen Umstän
den, noch war er
besonders eindrücklich. Die Be
schwerdeführerin erlitt keine schweren Verlet
zungen und auch nicht solche, die erfahrungsgemäss geeignet sind, eine psy
chische Fehlentwicklu
ng auszulösen. V
on einer ärztlichen Fehlb
ehandlung, wel
che die Unfallfolgen erheblich verschlim
merte,
kann keine Rede sein.
Ab
2.
Dezember 2003 war die Beschwerdeführerin wieder
zu 25
%
arbeitsfähig. A
b 1
1.
März 2004, also rund sieben Monate nach dem Unfall
,
bestand
bereits
wie
der eine volle Arbeitsfähigkeit. Eine erhebliche Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit liegt somit nicht vor.
Ebens
owenig
kann von einer unge
wöhn
lich langen Dauer der ärztlichen Behandlung gespr
ochen werden. Zwar wurden nach dem Erreichen der vollen Arbeitsfähigkeit
physiotherapeutische
Massnahmen
weitergeführt
(vgl.
Urk.
9/A31 S. 2)
, was a
ber vorliegend
unerheb
lich ist, weil dadurch keine wesentliche Verbesserung des Ges
undheitszustands bzw.
der Arbei
tsfähigkeit mehr bewirkt wurde.
Aus der blossen Dauer der ärztli
chen Behandlung und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen geschlossen wer
den. Es bedarf hie
r
zu besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum
Fall
abschluss
beeinträchtigt oder verzögert haben (SVR 2007 UV N
r. 25 S. 81 E. 8.5 [U 479/05]).
Zwar traten aufgrund der Ruhigstellung des linken Arms mittels
Gips ein Morbus
Sudeck
und eine
Frozen
Shoulder
auf.
Jedoch klangen diese Leiden innert eines Jahres wieder ab und
spielten in der Folge keine Rolle mehr, so dass dieses Kriterium nicht erfüllt ist (vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_729/2012 vom
4.
April 2013 E. 8.6). Aus diesem Grund vermögen sie auch nicht das Kri
terium der körperlichen Dauerschmerzen zu begründen. In diesem Zusammen
hang hat sodann das diffuse, muskulär bedingte
Zervikalsyndrom
, sofern über
haupt unfallkausal, ausser Acht zu bleiben
(
vgl.
Bundesge
richturteil 8C_396/09 vom 2
3.
September 2009 E. 4.5.3). Damit ergibt sich, dass kein
massgebendes Kriterium erfüllt ist.
Im Übrigen kann die Beschwerdeführerin
daraus,
dass die Beschwerdegegnerin bis zum
4.
Oktober 2011 Leistungen für Zahnbehandlun
gen erbrachte
,
nichts zu ihren Gunsten ableiten
(
Urk.
1 S. 4). Eine Bindungs
wirkung
insofern
,
als die Beschwerdegegnerin deswegen auch künftig Leistun
gen zu übernehmen hätte, folgt daraus keineswegs.
5.5
Ein relevanter Integritätsschaden
besteht nicht und mithin auch kein
Anspruch auf eine Integr
itätsentschädigung
, was insoweit unbestritten ist.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.