Decision ID: 1db885d3-af19-4a68-8d65-4c6afd729eeb
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963, bezog wegen Kniebeschwerden vom 1. März 1989 bis 31. März 1990 eine ganze Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung (Urk. 5/3, Urk. 5/27).
Ein
erneute
s
Leistungsbegehren der Versicherten vom 21. März 1991 (
Urk.
5/29) wurde mit Verfügung vom 2
9.
August 1991 ab
ge
wie
sen (
Urk.
5/39).
1.2
Am
4.
April 2009 meldete sich
X._
unter Hinweis auf Beschwerden im linken Knie, Verwachsungen im Bauchraum
sowie
Burn-out
und
Erschöpfung wieder bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/42,
Urk.
5/45).
Die IV-Stelle holte im Zuge ihrer medi
zinischen Abklärungen unter anderem Berichte des Y._ (Urk. 5/47/1-8) und des Z._, wo die Versicherte vom 22. Juli bis 21. August 2009 in stationärer Behandlung war (Urk. 5/47/9-12), ein. Zudem liess sie das psychiatrisch-rheumatologische Gut
achten von Dr. med. A._, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und B._, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, vom 8. Okto
ber/2. November 2010 (Urk. 5/59-60) erstellen. Darüber hinaus veran
lasste sie die
Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haus
halt
vom
9. Februar 2011 (
Urk.
5/64).
Danach
wies die IV-Stelle das Leistungs
be
gehren
der Versicherten
mit Verfügung vom 1
5.
September 2011 ab (
Urk.
5/70). Diese Ver
fügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft
.
1.3
X._
stellte am 2
6.
Juli 2017 ein neues Leistungsbegehren (
Urk.
5/76,
Urk.
5/79).
Auf Aufforderung der IV-Stelle hin (Urk. 5/79), reichte sie zwei vom 14. und 24. Juli 2017 datierende Berichte der C._ ein (Urk. 5/84).
Mit Vorbescheid vom 1
5.
September 2017 kündigte die IV-Stelle ihr an, dass sie auf ihre Neuanmeldung nicht ein
tre
ten werde (
Urk.
5/85). Dagegen erhob
die Versicherte
am
5.
Oktober 2017 Ein
wand (
Urk.
5/87
). Am
2
4.
Januar
2018
liess sie eine
ergänzende Einwandbegrün
dung
(Urk. 5/103
)
und weitere Berichte und Stellungnahmen der C._ einreichen (Urk. 5/99/4-9, Urk. 5/100)
.
D
ie IV-Stelle verfügte
am
7.
Februar 2018 wie vor
beschieden, dass auf das neue Leistungs
be
gehren
der Versicherten
nicht einge
treten werde (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 21. Februar 2018 Beschwerde. Sie liess folgende Anträge stellen (Urk. 1 S. 2):
“
1.
Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Februar 2018 aufzu
he
ben.
2.
Es sei auf das Lei
s
tungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 23. Juli 2017 einzutreten.
3.
Es seien demnach mit der Beschwerdeführerin umgehend Integrations
mass
nahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, eventualiter be
rufliche Massnahmen in Form von Arbeitsvermittlung und Arbeitsversuch durchzuführen.
4.
Es sei die Angelegenheit ferner zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und die Versicherte psychiatrisch und neuropsychologisch begutachten zu lassen.
5.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“
Mit Beschwerdeantwort vom 16. April 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 4, unter Beilage der IV-Akten [Urk. 5/1-110]), was der Beschwerdeführerin
a
m 17. April 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf das neue Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom
26. Juli 2017
eingetreten ist.
1.2
In der angefochtenen Verfügung vom
7.
Februar 2018 führte die Beschwerde
geg
nerin
im Wesentlichen
aus, dass im Bericht der
C._
vom 2
4.
Juli 2017 von eine
r
vorüber
ge
hen
den depressiven Episode bei psychosozialen Belastungen (Auszug der Tochter, Sorge um den Arbeitsplatz und die Zukunft) die Rede sei. Die Thera
pie habe aus Einzelgesprächen zu diesen Themen bestanden. Im Ver
lauf sei es zu einer deut
lichen Besserung der Symptome gekommen. Es sei eben
falls von einer Per
sön
lichkeitsstörung berichtet worden. Dass die Beschwerde
führerin an einer Persön
lichkeitsstörung leide, sei
indes
bereits aufgrund der Vorakten bekannt gewesen.
Sodann seien g
emäss Bericht vom
6.
Dezember 2017
die
bei der neuro
psychologischen Untersuchung
gefundenen
Einschränkungen mit der bestehen
den depressiven Episo
de gut
erklärbar
und
sollten
nach Besserung der depres
siven Symptome ver
schwinden
. Die depressive Episode sei durch persönliche Sorgen (psycho
soziale Belastungen) ausgelöst worden. Diese stün
den im Vordergrund. Eine dauerhafte Veränderung des Gesundheits
zustan
des sei nicht ausgewiesen. Es sei daher weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
auszugehen. Damit würde selbst bei einer Qualifikation der Beschwerde
führerin als Vollerwerbs
tätige kein Anspruch auf eine Invaliden
rente resultieren (
Urk. 2 S.
2).
1.3
Die Beschwerdeführerin lässt demgegenüber im Wesentlichen vorbringen, ihr sozialversicherungsrechtlicher Status habe sich geändert. Ihre Ehe sei Ende 2011, mithin nach Erlass der letzten Verfügung
(
vom 1
5.
September 2011
)
, ge
schieden worden. Gemäss der Scheidungsvereinbarung erhalte sie zurzeit noch monatlich Fr. 1‘000.-- als nachehelichen Unterhalt. In der Zukunft werde der Unter
halts
bei
trag schrittweise reduziert. Ihre beiden Töchter mit den Jahrgängen 1991 und 1993 seien mittler
weile erwachsen und finanziell selbständig. Sie würden auch nicht mehr bei ihr zu Hause leben. Wenn sie gesund wäre, würde sie daher zu 100 % einer Erwerbs
tätigkeit nachgehen. Ausgehend von einer 100%igen Erwerbstätigkeit im Ge
sundheitsfall und einer bereits mit Gutachten vom 8. Oktober 2010 festgestellten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % auf
grund einer Persönlichkeits
störung, erfülle sie den notwendigen Invali
ditäts
grad für die Durchführung von Integrations- oder beruflichen Mass
nahmen. Hinzu komme, dass sich ihr Gesund
heitszustand verschlechtert habe. Die Ärzte der
C._
hätten in ihren Berichten vom 25. Oktober und 6. Dezember 2017 die Diagnosen rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig, kom
binierte und andere Persön
lich
keits
störung und Somati
sie
rungsstörung gestellt. Zudem seien eine leichte bis mittel
gradige Beeinträch
tigung der Aufmerksamkeit und einige
r exekutiver
Funk
tionen festgestellt worden (Urk. 1 S. 8). Bereits im Austrittsbericht der
C._
vom 24. Juli 2017 hätten die behandelnden Ärzte festgehalten, dass auch längerfristig mit einer Teilarbeitsfähigkeit von höchstens 60 % zu rechnen sei. Die Beschwerde
gegnerin hätte daher auf ihr neues Leistungsbegehren eintreten müssen (Urk. 1 S. 9).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundes
gesetz
es
über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebre
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
,
IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglich
keiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
2.2.1
Zur Annahme einer Invalidität braucht es in jedem Fall ein medizinisches Sub
strat, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachge
wiesener
massen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Ein
zelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich fest
ge
stellte psy
chische Störung von Krank
heitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokultu
rellen Fak
toren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unter
scheidende Befunde zu umfassen hat, zum Bei
spiel eine von depressiven Ver
stimmungszu
ständen klar unterscheidbare andauernde De
pression im fachmedi
zinischen Sinne oder einen damit ver
gleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähig
keit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidi
tät gesprochen werden kann (BGE 127 V 294 E. 5a; vgl. statt vieler
:
Urteil des Bundesgerichts 8C_746/2015 vom
3.
Februar 2016 E. 5.3 mit weite
rem Hin
weis).
2.2.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
resultiert
aus
einer
Diagnose
- mit oder ohne diagnoseinhärenten Bezug zum Schwere
grad - keine verlässliche Aus
sage über das Ausmass der mit dem Gesundheitsschaden korrelierenden
funk
tio
nellen Leistungseinbusse
bei psychischen Störungen. Auch wenn die diag
nos
ti
sche Einordnung medizinisch notwendig ist, bleibt aus juristischer Sicht die Frage der
funktionellen Auswirkungen
einer Störung
entscheidend
. Bei dieser Folgen
abschätzung steht die Diagnose nicht mehr im Zentrum, sondern sie ist Aus
gangspunkt zur Beurteilung der Frage, ob ein Gesundheitsschaden im Sinne der klassifizieren
den Merkmale überhaupt vorliegt (BGE 143 V 418 E. 6).
2.3
2.3.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invali
ditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraus
setzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revi
sionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der ver
sicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
2.3.2
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung ver
pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Ab
klärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungs
spielraum zu, den das Gericht grund
sätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintre
tensfrage durch die Verwaltung nur zu über
prüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die ver
sicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richter
liche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwal
tung auf die Neuan
meldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
2.4
2.4.1
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invali
ditätsbe
messung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 117 V 198 E. 3b; vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_429/2017 vom 2
0. Dezember 2017 E.
2.2).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig ein
zustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Um
stän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Ent
schei
dend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der ver
sicher
ten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pen
sum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Ver
sicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Ver
hältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs
aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Aus
bildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück
sichtigen. Mass
gebend sind die Ver
hältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Ver
waltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische An
nahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten
(Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrschein
lichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E.
2c, 117 V 194 E. 3b
,
144 I 28
E. 2.3).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der ver
sicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. statt vieler:
BGE 144 I 28
E. 2.4).
2.4.2
Gemäss BGE 131 V 51 E. 5.1.2 bemisst sich die Invalidität bei einer hypothe
tisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicherten Person ohne Auf
ga
benbereich im Sinne von Art. 27 der Verordnung über die Invali
den
ver
sicherung (IVV) nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs oder einer Untervariante davon (Schätzungs- oder Prozentvergleich, ausserordent
liches Bemessungsverfahren). Dabei ist das Valideneinkommen nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen, wo
bei entschei
dend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkom
men erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesund
heitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspen
sum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invaliden
versicherung ein
zustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das - ärztlich festzulegende - Arbeitspensum unter Umständen grös
ser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete.
Mit BGE 142 V 290 präzisierte das Bundesgericht diese Rechtsprechung dahin
ge
hend, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgaben
bereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) zu er
mittelnde Ein
schrän
kung im allein versicherten erwerblichen Bereich pro
por
tional - im Um
fang der hypo
thetischen Teilerwerbstätigkeit - zu berück
sichtigen ist. Der Inva
liditätsgrad ent
spricht der proportionalen Einsch
ränkung im erwerblichen Bereich
und kann damit den versicherten Bereich, welcher durch das hypo
thetische Teil
zeitpensum defi
niert wird, nicht übersteigen. Denn andernfalls könnte ein das hypothetische erwerbliche Pensum übersteigender Invaliditäts
grad resul
tieren, womit indirekt unzulässigerweise eine Einschrän
kung in den weder Erwerbs- noch Aufgabenbe
reich darstellenden, nicht ver
sicherten Freizeitaktivi
täten mitabgegolten würde (BGE 142 V 290 E. 7.3; vgl. für einen Anwen
dungs
fall: Urteil des Bundesgerichts 9C_286/2017 vom 14. Juni 2017 E. 5.2-5.4
; vgl. auch Urteil 9C_897/2017 vom 4. Mai 2018 E. 3.2.1.2 zum ab 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Berechnungs
modell
).
2.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei
dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerde berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
3.
3.1
3.1.1
Im der Beschwerdegegnerin am 11. Dezember 2009 zugegangenen Bericht hielten Oberärztin Dr. med. D._ und dipl. Psych. E._, Y._, fest, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2009 nach der Ankündigung des Ehemannes, dass er sich trenne und ausziehen werden, eine Anpassungsstörung mit depressiven und ängstlichen Anteilen ent
wickelt habe. Eine Woche später sei sie von der Notfallärztin ins Z._ ein
gewiesen worden. Vom 22. Juli bis 21. August 2009 habe sich die Beschwerde
führerin dort zum zweiten Mal in stationärer Behand
lung begeben (Urk. 5/47/3). Seit 10. September 2009 befinde sich die Beschwerdeführerin in ambulanter Be
handlung. Von Juli bis Oktober 2009 habe die Beschwerde
füh
rerin an einer Anpassungsstörung, Angst und depressiver Störung (ICD-10: F43.22) bei psycho
sozialer Belastung gelitten (Urk. 5/47/2). Aus psychiatrischer Sicht sei sie theore
tisch zu 100 % arbeits
fähig (Urk. 5/47/5).
3.1.2
Dr. med. A._, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psycho
the
rapie, führte in seinem Gutachten vom 8. Dezember 2010 als Diagnosen mit Aus
wir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit eine “rezidivierende depressive Störung, ak
tuell remittiert (ICD-10 F 33.4) seit etwa 2001“ sowie eine “ausgeprägte abhängige Persönlichkeitsstörung, seit dem Erwachsenenalter (F 60.7)“ auf (Urk. 5/59/7).
Dr. A._ hielt in seinem Gutachten ferner fest, dass die Persönlich
keits
störung der Beschwerdeführerin hauptsächlich konstitutioneller Natur sei. Schwierige Lebensumstände (absorbierte Mutter, früher Tod des Vaters, also rea
ler Verlust von nahen Bezugspersonen) hätten sicher bei der Entwicklung wesentlich mitgespielt. Persönlichkeitsstörungen würden immer dann dekompen
sieren, wenn die spezifischen Behinderungen, die dadurch gegeben sind, stark berührt würden. Bei der Beschwerdeführerin seien immer eheliche Spannungen (drohen
der Verlust der Geborgenheit in der Ehe) Anlass zur depressiven De
kom
pensation gewesen. Aber auch in Phasen, in denen sie nicht depressiv sei, bestehe eine im Vergleich zum Durchschnitt deutliche verminderte Belastbarkeit. Diese sei ge
geben durch Unterordnung eigener Bedürfnisse unter die anderen Personen, dadurch die Neigung, sich zu überfordern, die Unfähigkeit sich zu wehren, die verminderte Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und die ständige Angst vor dem Verlassen werden oder allein sein. Die ver
minderte Belastbarkeit unter Druck habe sich eindrücklich schon in einer ein
fachen Testung bemerkbar gemacht (im Testergebnis in den schlechtesten 5 % der Vergleichsgruppe), so dass der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeits
fä
higkeit von 20 % zugestanden werden müsse. Diese Einschätzung treffe seit Jah
ren zu, spätestens seit Juni 2009. Einen genauen Beginn festzulegen sei nicht möglich. Diese leicht verminderte Belastbarkeit sei dauerhafter Natur und einer Behandlung kaum zugänglich (Urk. 5/59/9).
3.2
3.2.1
Nach dem stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin im C._ vom 9. bis 29. März 2017 stellte ein Oberarzt des C._ die Diagnosen rezidivierende depres
sive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome sowie Schilddrüsenunterfunktion, substituiert (Urk. 5/84/5). Er attestierte der Beschwer
deführerin vom 9. März bis 10. April 2017 eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit (Urk. 5/84/6).
3.2.2
Dem Austrittsbericht der C._ vom 24. Juli 2017 zum stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 11. Mai bis 11. Juli 2017 sind die Diagnosen rezidi
vie
rende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), kombinierte Persönlichkeitsstörung mit vermeidenden selbstunsicheren, abhän
gigen und zwanghaften An
teilen (ICD-10: F61.0) und Hypothyreose zu ent
neh
men (Urk. 5/84/1). Dazu wurde im Wesentlichen festgehalten, dass bei der Beschwerdeführerin von einer depressiven Dekompensation bei zugrunde
liegen
der struktureller Beeinträch
tigung im Sinne einer vermeidend selbstunsicheren und abhängigen Persönlich
keit mit einer zwanghaften Bewältigungsstrategie auszugehen sei. Als Auslöser sei der geplante Auszug ihrer Tochter bei mangeln
der Selbständigkeit und der zunehmende Druck am Arbeitsplatz anzusehen. Die Beschwerdeführerin sei eine einfache Frau mit einer kognitiven Einschränkung im Sinne einer verminderten Flexibilität im Denken. Prognostisch gesehen sei längerfristig von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen. Jedoch sei mit einer deut
li
chen Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit mit einer Teil
arbeitsfähigkeit von höchstens 60 % zu rechnen (Urk. 5/84/2).
4.
4.1
4.1.1
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betä
ti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage
kann erheblichen Einfluss auf den In
validitätsgrad haben. Die Beschwerdeführerin macht geltend
,
dass sie nunmehr im Gesundheitsfall
zu 100
% erwerbstätig wäre
(
Urk.
1 S. 8)
. B
ereits
deswegen läge eine erhebliche Veränderung seit
der leistungsablehnenden Verfügung vom 15. September 2011 (
Urk.
5/70)
vor, womit die Beschwerdegegnerin auf ihr Leis
tungsbegehren hätte eintreten müssen.
4.1.2
Mit der Verfügung vom 1
5.
September 2011 erwog die Beschwerdegegnerin, dass die Beschwerdeführerin
einer
Tätigkeit als Raumpflegerin in einem Pensum von 8
%
nachgehen würde. Die restlichen 92
%
würden in den Aufgabenbereich Haushalt entfallen (
Urk.
5/70/1).
Sie
stützte sich dabei auf den Bericht zur Ab
klä
rung der beeinträch
tigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Haushaltab
klä
rungs
bericht) vom 1
5.
Mai 2011 (
Urk.
5/64).
Die Abklärungen fanden
am 9. Feb
ruar 2011 (bei der Beschwerdeführerin zu Hause) und am 1
5.
Februar 2011
(tele
fonische Rückfragen der Abklärungsperson) statt
(
Urk.
5/64/1). Damals bewohnte die Beschwerde
führerin eine 4.5-Zimmer
wohnung (
Urk.
5/64). Im selben Haus
halt wohnte ihre 1993 geborene Tochter, welche sich noch in Aus
bildung befand (
Urk.
5/64/4,
Urk.
5/76/2).
Die Beschwer
deführerin und ihre Tochter erklärten, dass diese im Haushalt für ihre eigenen Angelegenheiten zu
ständig sei (Urk. 5/64/7).
Die ältere Tochter mit Jahrgang 1991 war bereits aus
gezogen (
Urk.
5/59/5,
Urk.
5/76/2). Wohl war die Beschwer
deführerin damals noch ver
heiratet, sie lebte jedoch seit
1.
September 2009 ge
trennt von ihrem Ehe
mann (Urk. 5/64/5).
S
ie hielt fest, dass ihr zukünftiges Erwerbspensum vom jeweiligen Unter
haltsbeitrag ihres Ehemannes abhängen würde. Gegenwärtig komme sie gerade
“
über die
Runden“ und habe “keinen Rappen“ für etwas Überflüssiges übrig. Um “einigermassen“ zufrieden leben zu können, möchte sie dagegen
auf keinen Fall mit einem vollen Pensum arbeiten. Mit einem Betrag von Fr. 4‘300.-- könne sie ihr Leben so finanzieren, dass sie keine erheblichen Sorgen im Alltag habe (Urk.
5/64/5). Danach führte die Abklä
rungsperson in ihrem Be
richt vom 15. März 2011 zur sozialversicherungsrecht
lichen Qualifikation der Beschwerde
führerin aus, dass diese nach der Ehe
schei
dung ihr Erwerbspensum von derzeit 7,7
% auf 60
% erhöhen würde. Momentan würde der von ihr getrennt lebende Ehemann noch einen Unterhalts
beitrag von Fr.
3‘300.-- pro Monat leisten. Nach der Scheidung sei jedoch nur noch mit einem Unterhalts
beitrag von Fr.
1‘500.-- pro Monat zu rechnen. Die Beschwerdeführerin gehe jedoch davon aus, dass sie mit einem Erwerbspensum von 60 % “durch
käme“ (Urk. 5/64/5). Der späteren Scheidungs
vereinbarung zwischen der Beschwerde
führerin und ihrem ehe
mali
gen Ehemann ist sodann zu entnehmen, dass der von ihm zu leistende monatliche nacheheliche Unterhaltsbeitrag ab Rechtskraft des Schei
dungsurteils bis zum 31. August 2013 Fr.
2‘230.--, vom 1. September 2013 bis zum 31. Dezember 2015 Fr. 2‘000.--, vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2019 Fr. 1‘000.--, vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2022 Fr. 750.-- und danach bis zur Errei
chung des ordentlichen AHV-Alters des Ehe
mannes Fr. 350.-- beträgt (Urk. 5/104/2). Nach der Ehescheidung arbeitete die Beschwerdeführerin ab 2012 in einem Pensum zwischen 50 und 60 % als Kassiererin in einem F._. Ab dem Jahr 2013 war sie zusätzlich für ein Jahr stundenweise als Klassen
assistenz in einem Kindergarten tätig (Urk. 5/99/5). Im Jahr 2017 arbeitete sie wegen somatischen und psych
ischen Problemen (vgl. den Bericht zur neuro
psy
chologischen Abklärung in der C._ vom 6. Dezember 2017 [Urk. 5/99/5]) nur noch zwischen 3 bis 20 Stunden pro Wochen bei F._, wo sie unter anderem Regale mit Waren auffüllte (Urk. 5/99/5). Ihr Arbeitgeber löste das Arbeitsver
hältnis schliesslich per 31.
Dezember 2017 auf (Urk. 5/102). In der Folge meldete sich die Beschwerde
führerin beim RAV zum Bezug von Arbeitslosen
entschädi
gung an und bewarb sich auf Teilzeit
stel
len im ange
stammten Bereich (Urk. 5/99/3).
Die Ehe der Beschwerdeführerin ist geschieden (Urk. 5/104) und ihre Töchter sind ausgezogen
(
Urk. 1 S. 8, Urk.
5/59/5
, Urk. 5/84/1
)
. Ein Aufgabenbereich im Sinne von Art. 27 Abs. 1
IVV
besteht mithin nicht mehr. Nach dem Vorgenannten ist aber davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheits
fall aus freien Stücken höchstens in einem 60%-Pensum erwerbs
tätig wäre. Ob sie ihr Erwerbspensum in Zukunft erhöhen müsste, wenn sich der monatliche Unter
haltsbeitrag ihres ehemaligen Ehe
gatten ab 1. Dezember 2020 verringern wird, ist für das vorliegenden Verfahren nicht relevant, weil
derjenige Sachverhalt zu beurteilen ist, der zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 7. Feb
ruar 2018 gegeben war (BGE 130 V 138 E.
2.1 mit Hinweis).
4.2
4.2.1
Zur geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustands der Be
schwer
deführerin in psychischer Hinsicht (Urk. 1 S. 8) ist in den Akten sodann im Wesentlichen folgendes aufgeführt: Vor der Neuanmeldung zum Leistungs
be
zug begab sich die Beschwerde
führerin im Jahr 2017 nach einigen Wochen mit zunehmendem sozialen Rückzug und Energielosigkeit vom 9.
bis 29.
März in sta
tionäre Behandlung in die C._ (Urk.
5/84/5). Deren Ärzte diag
nostizierten eine schwere depressive Episode und attestierten der Beschwer
deführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 9.
März bis 10. April 2017 (Urk. 5/84/5-6). Von einer 100%igen Arbeits
un
fähig
keit ist zudem für die Zeit während des zweiten stationären Aufenthalts der Beschwerdeführerin in der C._ vom 11. Mai bis 11. Juli 2017 (Urk. 5/84/1) aus
zugehen. Dieser zweite stationäre Aufenthalt erfolgte wegen einer depressiven Dekompensation, wobei im Austrittsbericht der C._ unter anderem auch psycho
soziale Belastungen in Form von höherem Druck am Arbeitsplatz und bal
digem Auszug der Tochter genannt wurden (Urk. 5/84/1). Den Vorakten ist zu ent
nehmen, dass die Beschwerdeführerin vom 22. Juli bis 21. August 2009 im Z._ hospitalisiert war (Urk. 5/47/9). Der Klinikeintritt erfolgte per fürsorgerische Unterbringung (Urk. 5/47/9). Die Ärzte des Z._ diagnostizierten eine Anpassungsstörung bei psychosozialer Belas
tung (ICD-10: F43.2), wobei letztere im Wesentlichen aufgrund der Trennung der Beschwerdeführerin von ihrem Ehemann bestanden (Urk. 5/47/10-11). Wie im Aus
trittsbericht des Z._ weiter festgehalten wurde, zeigte die Beschwerdeführerin bei Eintritt in die Klinik Anteile einer depressiven Reaktion auf die Trennungssituation, aber auch Anteile einer psychotischen Symptomatik mit Gedankenausbreitung und Beobachtungs
ideen. Familiengespräche mit dem Ehemann und der älteren Tochter der Beschwerdeführerin hätten jedoch keine weiteren Hinweise auf eine bereits seit längerem bestehende psychotische Sympto
matik ergeben, lediglich die bereits seit längerem schwierige Ehe sei ein Problem gewesen. Im Verlauf sei es denn auch rasch zu einer deutlichen Stabilisierung des Zustandsbildes mit vollständigem Rückgang der fraglich psychotischen Sympto
matik gekommen, so dass auch die antipsychotische Medikation habe abgesetzt werden können (Urk. 5/47/10). Nach dem Aufenthalt im Z._ befand sich die Beschwerdeführerin ab 10. September 2009 in ambulanter Behandlung im Y._ (Urk. 5/47/2). Die Behandlung bestand aus psycho
therapeutischen Gesprächen im ein- bis drei
wöchigen Abstand und medi
kamen
töser Behandlung. Im Bericht des Y._
wurde dazu festgehalten, bei der Beschwerdeführerin habe für eine gewisse Zeit - nämlich von Juli bis Oktober 2009 - eine Anpas
sungsstörung, Angst und depressive Störung (ICD-10: F43.22) bei psychosozialer Belastung bestanden (Urk. 5/47/2). Aus psychia
trischer Sicht sei die Beschwerde
führerin theoretisch zu 100 % arbeits
fähig (Urk. 5/47/5). Dies spricht dafür, dass die depressiven Beschwerden der Beschwer
deführerin Folge ihrer psychosozialen Probleme und damit auch vorübergehend waren
. Nach seinen Untersu
chungen der Beschwerde
führerin vom 30. September und 5. Oktober 2010 (Urk. 5/59/1) hielt Dr. A._ denn auch fest, dass die rezidivierende depressive Störung der Beschwerdeführerin aktuell remittiert sei (Urk. 5/59/7).
Er schrieb dazu, dass psycho
soziale Faktoren jeweils zur depres
siven Dekompensa
tion geführt
hätten, diese seien bisher vorüber
gehender Natur gewesen (Urk. 5/59/10).
4.2.2
Gestützt auf
die Lebensgeschichte der Beschwerdeführerin und die von ihm erho
benen Befunde diagnostizierte Dr. A._ ausserdem eine abhängige Per
sön
lichkeitsstörung (Urk. 5/59/6, 9). Laut Dr. A._ “dekompensiere“ die Persönlichkeitsstörung immer dann, wenn die spezifischen Behinderungen, die da
durch gegeben seien, stark berührt würden. Zudem bestehe im Durchschnitt eine deutlich verminderte Belastbarkeit. Aufgrund dieser verminderten Belast
bar
keit ging Dr. A._ von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % aus (Urk. 5/59/9).
4.2.3
Gemäss dem Austrittsbericht der C._ vom 24. April 2017 erfolgte der stationäre Aufenthalt vom 11. Mai bis 11. Juli 2017 aufgrund depressiver Dekompensation bei zugrundeliegender struktureller Beeinträchtigung im Sinne einer vermeidend selbstunsicheren und abhängigen Persönlichkeit mit hohem Leistungsanspruch an sich selbst bei zunehmender psychosozialer Belastung in Form von höherem Druck am Arbeitsplatz und baldigem Auszug der Tochter (Urk. 5/84/1). Die Ärzte der C._ gingen von einer depressiven Dekompensation bei zugrundeliegender struktureller Beeinträchtigung im Sinne einer vermeidend selbstunsicheren und abhängigen Persönlichkeit mit einer zwanghaften Bewältigungsstrategie aus. Sie hielten fest, dass die Beschwerdeführerin zwar längerfristig arbeitsfähig sei, jedoch nur in einer Teilarbeitsfähigkeit von höchstens 60 % (Urk. 5/84/2). Anders als Dr. A._ unterscheiden die Ärzte der C._ dabei jedoch nicht zwischen grundsätzlich iv-fremden psychosozialen Be
las
tungsfaktoren und den Aus
wir
kungen der Persönlichkeitsstörung. Ihrem Bericht vom 24. April 2017 (Urk. 5/84/1-3) kann insbesondere nicht entnommen werden, inwie
fern sich die psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin seit der Unter
suchung durch Dr. A._ grundlegend verschlimmert haben sollten.
Nichts anderes ergibt sich aufgrund der übrigen Berichte der C._: Der diagnos
tischen Beurteilung zu den neuropsychologischen Untersuchungen vom 16. und 22. November 2017 ist zu entnehmen, dass bei der Beschwerde
füh
rerin derzeit leichte bis mittelgradige Beeinträchtigungen in den Domänen Auf
merk
samkeit und einigen der exekutiven Funktion vorhanden seien. Das Aus
fallprofil sei pas
send zur derzeit bestehenden depressiven Episode. Die beschrie
benen Beeinträch
tigungen, vor allem im Bereich Auf
merksamkeit und in der kognitiven Flexibili
tät, hätten erhebliche Alltagsrelevanz und würden eine mög
liche Erklärung für die Überforderung, welche die Beschwerdeführerin in ihrer letzten beruflichen Tätigkeit erlebt habe, liefern. Die Arbeitsfähigkeit in einer Tätig
keit unter Zeit
druck dürfte aktuell deutlich reduziert sein (Urk. 5/99/6). Nach Remis
sion der depressiven Episode sei, gegebenen
falls mit einer Latenz von einigen Wochen, eine Besserung der kog
ni
tiven Funk
tionen zu erwarten (Urk. 5/99/7). Damit wird davon ausgegangen, die Einschränkungen stünden im Zusammen
hang mit der depressiven Episode und seien besserungsfähig. Die depressive Episode wiederum stand im Zusammenhang mit den iv-fremden psychosozialen Belasungsfaktoren. Dem von zwei Psychologen der C._ verfassten erläuternden Bericht zu Handen der IV vom 25. Oktober 2017 (Urk. 5/100/1) sind sodann keine konkreten Anga
ben zur Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin zu ent
nehmen. In einem von diesen Psychologen und einer Oberärztin des C._ unterzeichneten Schreiben vom 11. Januar 2018 wurde schliesslich festgehalten, dass die Be
schwerdeführerin weiterhin regelmässig zu ambulanten Gesprächsterminen komme und Medi
ka
mente erhalte. Aufgrund der zurzeit noch bestehenden Symptome sei die Be
schwerdeführerin zu 50 % arbeitsfähig
(Urk. 5/99/3). Weil sie den Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin allerdings ausdrücklich als besserungsfähig be
zeich
nen (Urk. 5/99/3), steht auf
grund dieses Schreibens aber nicht fest, dass eine andauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin vorlie
gen würde.
4.2.4
Mit den Berichten der C._ kann die Beschwerdeführerin somit eine dauernde Ver
schlechterung ihres psychischen Gesundheitszustandes nicht glaubhaft machen.
5.
Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass sich die erwerblichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin seit der leistungsablehnenden Verfügung vom
1
5.
Sep
tember 2011
(Urk. 5/70) zwar verändert haben. Es ist nämlich davon aus
zu
gehen, dass sie im Gesundheitsfall in einem 60%-Pensum erwerbstätig
wäre. Ein Aufga
ben
bereich besteht indes nicht mehr. Selbst unter Berücksichtigung der von Dr. A._ attestierten dauernden Arbeitsunfähigkeit wegen einer Persön
lichkeitsstörung von 20 % würde jedoch kein Anspruch auf Invaliden
leistungen resultieren. Mit den aufgelegten Berichten der C._ hat die Beschwer
deführerin schliesslich nicht glaubhaft machen können, dass ihre Arbeitsfähigkeit in einem grösseren Ausmass andauernd eingeschränkt wäre.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
b
is
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.