Decision ID: 1190f128-b3e1-58ae-bfe5-27d57da086e8
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführerin am 1. Juli 2021 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte (Akten des SEM [...] / N [...] [SEM-act.] 2),
dass das SEM mit Verfügung vom 27. Juli 2021 – eröffnet am gleichen Tag
– in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-
gesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Polen anord-
nete und die Beschwerdeführerin aufforderte, die Schweiz spätestens am
Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen (SEM-act. 30),
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Beschwer-
deführerin verfügte,
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. August 2021 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob (Akten
des BVGer [Rek-act.] 1),
dass sie in der Sache beantragte, der Entscheid sei aufzuheben und das
Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen, eventualiter sei die Angele-
genheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an das SEM zurückzuweisen,
dass sie in prozessualer Hinsicht um Erteilung der aufschiebenden Wir-
kung, ferner um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und insbe-
sondere um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 4. Au-
gust 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG),
dass der zuständige Instruktionsrichter am 4. August 2021 gestützt auf
Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung superprovisorisch aussetzte
(Rek-act. 2),

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
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dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass als staatsvertragliche Grundlage die Verordnung (EU) Nr. 604/2013
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fest-
legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der
für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen
in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-
ständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO, ABl. L 180/31 vom 29.6.2013), zur
Anwendung gelangt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird,
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
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dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge),
wie er in casu vorliegt, die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten
Kriterien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zu-
ständigkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind,
und dabei von der Situation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in
dem der Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat ge-
stellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO),
dass der nach der Dublin-III-VO zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist,
einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-
stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-
men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),
dass die Beschwerdeführerin im Besitz eines vom 17. Mai bis 14. August
2021 gültigen Schengen-Visums ist, das ihr am 13. April 2021 von der un-
garischen Vertretung in Minsk (Belarus) im Auftrag Polens gestützt auf eine
Vertretungsvereinbarung gemäss Art. 8 der Verordnung (EG) Nr. 810/2009
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen
Visakodex der Gemeinschaft (Visakodex, ABl. L 243/1 vom 15.9.2009) für
einen Aufenthalt von 30 Tagen erteilt wurde (vgl. Visumsmarke auf Seite
21 des Reisepasses der Beschwerdeführerin),
dass sie am 27. Juni 2021 mit diesem Schengen-Visum in das Hoheitsge-
biet der Dublin-Mitgliedstaaten eingereist war, bevor sie am 1. Juli 2021 in
der Schweiz um Asyl nachsuchte (vgl. Einreisestempel auf Seite 20 des
Reisepasses der Beschwerdeführerin),
dass sie zusätzlich zum Schengen-Visum ein nationales polnisches Visum
für einen längerfristigen Aufenthalt besitzt, das am 12. Mai 2021 durch die
polnische Vertretung in Kiew (Ukraine) ausgestellt wurde, vom 15. August
2021 bis 14. August 2022 gültig ist und sie berechtigt, sich 365 Tage in
Polen aufzuhalten (vgl. Visumsmarke auf Seite 10 des Reisepasses der
Beschwerdeführerin),
dass damit gestützt auf Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO die Zuständigkeit Po-
lens zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens begründet
wurde, da kein höherrangiges Zuständigkeitskriterium des Kapitels III der
Dublin-III-VO auf einen anderen Mitgliedstaat verweist,
dass die Vorinstanz somit am 12. Juli 2021 zu Recht die polnischen Behör-
den gestützt auf Art. 12 Abs. 2 bzw. Abs. 3 Dublin-III-VO um Aufnahme der
Beschwerdeführerin ersuchte (SEM-act. 24) und letztere am 16. Juli 2021
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ebenso zu Recht ihre Zustimmung erklärten und damit die Zuständigkeit
Polens anerkannten (SEM-act. 28),
dass die Beschwerdeführerin denn auch die grundsätzliche Zuständigkeit
Polens zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens nicht be-
streitet, sondern geltend macht, es lägen Gründe vor für eine Übernahme
der polnischen Zuständigkeit durch die Schweiz,
dass es nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keine
Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedin-
gungen in Polen wiesen systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3
Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf, weshalb gestützt auf diese Bestim-
mung ein Zuständigkeitsübergang auf die Schweiz nicht in Betracht fällt
(vgl. etwa Urteile des BVGer D-2409/2021 vom 1. Juni 2021; F-930/2021
vom 9. März 2021 E. 3.2; D-5834/2020 vom 26. November 2020;
F-4503/2020 vom 18. September 2020 E. 5),
dass sodann jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-
VO beschliessen kann, einen bei ihm gestellten Antrag auf internationalen
Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgeleg-
ten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dub-
lin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht),
dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1,
SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es
ins pflichtgemässe Ermessen des SEM legt, ein Gesuch aus humanitären
Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat, dass
ein anderer Staat dafür zuständig ist,
dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer
Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich
zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm
des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil
des BVGer E-2851/2021 vom 28.6.2021 E. 8.4.1; je m.H),
dass Polen Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-
zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist und seinen sich daraus ergebenden völkerrechtlichen
Verpflichtungen nachkommt,
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dass auch anzunehmen ist, dieser Staat anerkenne und schütze weiterhin
die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäi-
schen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-
meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-
tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni
2013) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen
für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen
(sog. Aufnahmerichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013), ergeben,
dass die Vermutung zugunsten der völkerrechtskonformen Behandlung
von Schutzsuchenden durch Polen zwar im Einzelfall widerlegt werden
kann, es hierfür aber konkreter und ernsthafter Hinweise bedarf, die gege-
benenfalls vom Betroffenen glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45
E. 7.4 f.; Urteil des BVGer D-5698/2017 vom 6.3.2018 E. 5.3.1),
dass die Beschwerdeführerin geltend macht, Polen sei auf Grund der ak-
tuellen Situation nicht in der Lage, ein Asylverfahren korrekt durchzuführen,
bei einer Überstellung dorthin würde sie mit grosser Wahrscheinlichkeit in-
haftiert und/oder in unzulänglichen Strukturen untergebracht werden und
das Recht auf ein korrektes Asylverfahren würde ihr verwehrt,
dass sie die Darstellung der Verhältnisse in Polen mit einem pauschalen,
nicht weiter differenzierten Verweis auf zwei ältere, im Rahmen des
"Asylum Information Database"-Projekts (AIDA) erstellte Länderberichte
des Europäischen Flüchtlingsrates ECRE (Country Report: Poland [nach-
folgend AIDA-Länderbericht Polen]: 2016 Update vom Februar 2017 und
2019 Update vom April 2020), zu belegen versucht,
dass ferner die behaupteten Mängel des Asylverfahrens und der Aufnah-
mebedingungen in Polen in wesentlichen Punkten keinerlei Bezug aufwei-
sen zur persönlichen Situation der Beschwerdeführerin als einer belarussi-
schen Staatsangehörigen, die über ein bis August 2022 gültiges nationales
Visum Polens für einen einjährigen Aufenthalt verfügt und im Übrigen – so-
weit bekannt – keiner vulnerablen Gruppe angehört,
dass gemäss dem aktuellen AIDA-Länderbericht Polen gerade belarussi-
sche Staatsangehörige eine bevorzugte Behandlung im Ausländer- und
Asylbereich erfahren, etwa durch Erleichterungen bei der Visavergabe und
der Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen sowie der Priorisierung der
Asylverfahren, und aus Belarus stammende Schutzsuchende eine ver-
gleichsweise hohe Anerkennungsquote aufweisen (vgl. dazu AIDA-Länder-
bericht Polen: 2020 Update vom April 2021, S. 7, 11, 22, 45),
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dass die Beschwerdeführerin mit dem mehrfach erwähnten nationalen Vi-
sum Polens, das sie dazu berechtigt, sich (vorerst) ein Jahr in diesem Land
aufzuhalten, eine solche Behandlung offensichtlich bereits erleben durfte,
dass sie ferner einwendet, die geographische Nähe Polens zu Belarus, die
Anwesenheit belarussischer Spione in Polen und das bekannte Verhalten
der dortigen Behörden begründe die Gefahr einer Verschleppung nach
Belarus, sollte sie nach Polen überstellt werden,
dass jedoch nicht ersichtlich ist, weshalb Belarus mit einer Verschleppung
gerade der Beschwerdeführerin über die gut kontrollierte Schengen-Aus-
sengrenze die Gefahr eines weiteren Konflikts mit Polen beziehungsweise
der Europäischen Union riskieren sollte, und Polen über schutzfähige und
–willige Justiz- und Polizeibehörden verfügt, an die sich die Beschwerde-
führerin im Bedarfsfall wenden kann,
dass die Beschwerdeführerin sodann befürchtet, in Polen aufgrund ihrer
Herkunft Opfer rassistischer Übergriffe zu werden, und ihre Befürchtung
mit dem dortigen ausländerfeindlichen Klima mit vermehrten Übergriffen
gegen Ausländer im Allgemeinen und dunkelhäutigen Menschen im Beson-
dern begründet, ferner mit der Diskriminierung von homosexuellen Men-
schen einerseits und dem fehlenden Schutz von «LGBTI-Menschen» ge-
gen Hassverbrechen durch das polnische Rechtssystem andererseits,
dass die Beschwerde die Darstellung der Gefahr, der die Beschwerdefüh-
rerin nach einer Überstellung ausgesetzt wäre, mit der Aussage schliesst,
«er» – gemeint ist die Beschwerdeführerin – riskiere in den Asylheimen
oder in Haft «wieder» Opfer von Misshandlungen zu werden,
dass diese Vorbringen in ihrer Allgemeinheit und ihrem (auch hier) fehlen-
den Bezug zur konkreten Situation der Beschwerdeführerin – teilweise er-
wecken ihre Ausführungen den Eindruck der versehentlichen Übernahme
aus einem anderen Beschwerdeverfahren –, keine rechtserhebliche Ge-
fahr für die Beschwerdeführerin zu begründen vermögen, sollte sie nach
Polen überstellt werden,
dass sie im Übrigen auch in diesem Zusammenhang auf die polnischen
Justiz- und Polizeiorgane verwiesen werden kann,
dass sie somit nichts vorbringt, was der Schweiz Anlass geben könnte oder
sie gar verpflichten würden, von ihrem Selbsteintrittsrecht nach Art. 17
Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO Gebrauch zu machen, wobei an dieser Stelle
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festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein
Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen
(vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist
und – weil sie nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlas-
sungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung
nach Polen angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das
Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.H.),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung
des SEM zu bestätigen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als
gegenstandslos erweist,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – aussichtslos waren, weshalb die
Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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