Decision ID: d0aa2c91-b1a7-4cd1-adcc-785a42b3f19d
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1967, war vom 1. Juli 1990 bis im Februar 2001 als Mit
arbeiter Warenlogistik bei der
Y._
tätig (Urk.
6
/1/4, Urk.
6
/10/1). Am 13. Mai 2002 meldete er sich unter Hinweis auf eine Herz
rhythmusstörung, Angst sowie psychosomatische Schmerzen bei der Eidge
nössischen Invalidenversicherung zum Bezug einer Rente an (Urk.
6
/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm ausge
hend von einem Invaliditätsgrad von 70 % mit Verfügung vom 3. November 2004 mit Wirkung ab 1. Februar 2002 eine ganze Invalidenrente zu (
vgl.
Urk.
6
/
25
).
Dies insbesondere gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med.
Z._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 30. Juli 2004 (Urk.
6
/23), in welchem eine Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) diagnos
tiziert wurde (Urk.
6
/23/4).
1.2
Nach Einholung des Revisionsfragebogens (Urk.
6
/
28
), eines Auszugs aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug, Urk.
6
/
29
) sowie des Berichtes von Dr. med.
A._
, Neurologie / EEG (Urk.
6
/3
1
), bestätigte die IV-Stelle die bisherige ganze Rente bei unverändertem Invaliditätsgrad mit Mit
teilung vom 3. Dezember 2008 (Urk.
6
/3
3
).
1.3
Anlässlich eines im Novembe
r 2012 eingeleiteten Rev
isionsverfahrens (Urk.
6
/3
5
ff.) holte die
IV-Stelle bei Dr.
A._
den Bericht vom 4. Januar 2013 (Urk.
6
/3
5
) sowie den Bericht vom
1.
März 2013 inklusive Austrittsbericht des
B._
vom 26. Februar 2013 (Urk.
6
/4
0
) und
einen IK-Auszug
(Urk.
6
/3
7
)
ein. Hernach erfolgten eine Stellungnahme des
Regionalen Ärztli
chen Dienstes (RAD;
Urk.
6
/4
4
/3) sowie ein Informationsgespräch mit dem Versicherten (Urk.
6
/4
4
/6). Daraufhin stellte die IV-Stelle dem Versicher
ten mit Vorbescheid vom 19. September 2013 die Einstellung der In
validenrente in Aussicht (Urk. 6
/4
6
).
Unter Einreichung der Berichte von Dr.
A._
vom 17. September 2013 samt Beilagen (Urk.
6
/4
2
-4
3
, Urk.
6
/
48
, Urk.
6
/5
0
) erhob der Versicherte hiergegen Einwand. Nach Einholung weiterer RAD-Stel
lungnahmen (Urk.
6
/5
2
/3-4) hob die IV-Stelle die Rente
gestützt auf die Schlussbestimmung a. der Änderung des
Bundesgesetzes über die Invalidenver
sicherung (IVG)
vom 1
8.
März 2011
(
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision)
auf (Verfügung vom
22. April 2014
,
Urk.
6
/5
3
).
Gegen diese Verfügung e
rhob der
Versicherte am 23. Mai
2014 Beschwerde. Diese wurde vom Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich m
it Urteil IV.2014.00543 vom 23.
Dezember 2014 in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 22.
April 2014 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zur weiteren Abklä
rung und neuen Verfügung zurückgewiesen wurde (Urk. 6/67).
1.
4
In Nachachtung dieses Urteils vom 2
3.
Dezember 2014 holte die
IV-Stelle das polydisziplinäre Gutachten der
C._
vom
8.
Oktober 2015 ein (Urk. 6/
91) und liess ihren RAD am
4.
September 2015 dazu Stellung nehmen (Urk. 6/95/3-4).
Mit Vorbescheid vom
2
3.
März 2016
stellte sie de
m
Versicherten die
Einstell
ung
seiner
Invalidenrente
per erstem Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung
in Aussicht (Urk.
6
/
97
). Hiergegen erhob
der
Versicherte am
3.
Mai 2016
(Urk.
6/103
)
unter Beilage von Arztberichten
und weiterer Unterlagen
(Urk. 6/101-102)
Einwand.
Daraufhin ergänzte die
C._
AG ihr Gutachten am 21. Juni 2016 (Urk. 6/109).
Dazu nahm der Versicherte am 2
2.
August 2016 Stellung (Urk. 6/112).
Mit Ein
gabe vom 29.
August 2016 reichte er weitere medizinische Berichte ein
(Urk. 6/115-116). Daraufhin holte die IV-Stelle den Bericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt
für Neurochirurgie, vom 16.
Dezember 2016 ein (Urk. 6/120), wozu
sich
der Versicherte am
24. Januar 2017
äusserte (Urk. 6/
123
).
Am
8.
März 2017
verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinn (Urk.
6/126
= Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
der Versicherte
am
2
6.
April 2017
Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Weiterausrichtung der
ganzen
Rente
. Eventualiter sei ein unabhängiges polydisziplinäres gerichtliches Gutachten in den Disziplinen der Neurologie, Psychiatrie, Neuropsychologie
und Orthopädie zu seinem Gesundheitszustand einzuholen, um gestützt darauf einen Leistungsentscheid zu fällen.
In prozessualer Hinsicht
beantragte er, es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung zu gewähren (Urk. 1 S. 2
).
In der
Beschwerdeantwort vom
2. Juni 2017
schloss
die IV-Stelle
auf
Ab
weisung der Beschwerde (Urk.
5), was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsver
fügung vom
7. Juni 2017 mitgeteilt wurde
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im
Entscheid IV.2014.00543 vom 2
3.
Dezember 2014 wurden die rechtlichen Grundlagen zum Invaliditätsbegriff sowie zu den Voraussetzungen für eine Rentenanpassung nach
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)
bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchti
gungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob
die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122
V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die
IV-Stelle
stellte sich in der angefochtenen Verfügung
namentlich gestützt auf das
polydisziplinäre Gutachten der
C._
AG vom 8. Oktober 2015 sowie unter Vornahme einer Konsistenzprüfung
auf den Standpunkt,
der Beschwerde
führer sei in einer leidensangepassten Tätigkeit
, wozu auch die bisher ausgeüb
ten Tätigkeiten gehörten,
zu 85
%
arbeitsfähig
.
D
ie Arbeitsfähigkeit
sei
voll
schichtig umsetzbar
und die Verminderung der Leistungsfähigkeit ergebe sich aufgrund von
einem erhöhten Pausenbedarf (Urk. 2 S. 2-3).
Sie errechnete einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 24
%
(Urk. 2 S. 4). Ferner hielt sie
- mit
näherer Begründung
-
fest,
Nebenwirkungen durch die Einnahme von
Fycompa
seien beim Beschwerdeführer unwahrscheinlich
.
Eine allfällige zusätz
liche Müdigkeit im Rahmen des Morbus
Meulengracht
beeinträchtige die Ar
beitsfähigkeit nicht wesentlich (Urk. 2 S. 5).
Die Angaben von
Dr.
D._
seien nicht nachvollziehbar und würden keine Neuevaluation der Arbeitsfähigkeit aus orthopädisch-
traumatologischer
Sicht notwendig machen (Urk. 2 S. 5-6). Ein
Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt, zumal die Einschränkung um 15
%
den vermehrten Pausenbedarf bereits abdecke und dem Beschwerdeführer lediglich Arbeiten
an
laufenden
Maschinen, mit Fahrzeugen sowie gefährliche Arbeiten nicht zumutbar seien (Urk. 2 S. 6).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte hiergegen ein,
Dr.
D._
halte ihn allein schon aufgrund der Befunde an der Halswirbelsäule mit Nervenwurzeltangierungen für vollumfänglich arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 4).
Ferner verstosse die Anwendung der IV-Revision 6a gegen den verwaltungsrechtlichen Grundsatz von Treu und Glauben, da die mit BGE 130 V 352 eingeführte Rechtsprechung im Zeitpunkt
der ursprünglichen
Rentenzusprache
vom
3.
November 2004 bereits sei
t
acht Monaten in Kraft gewesen sei (Urk. 1 S. 4-5).
Weiter machte er geltend, durch das Abstellen auf das
C._
-Gutachten habe die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Dieses vermöge die besonders hohen Anforde
rungen an die medizinische Abklärung nicht zu erfüllen. Namentlich fehle es mangels neuropsychologischer Abklärung an allseitigen Untersuchun
gen (Urk. 1 S. 5-7).
Die Gutachter hätten die neuropsychologischen Beschwer
den, nament
lich die Konzentrationsstörung, fälschlicherweise mit dem Hinweis auf Aggra
vation abgetan. Dass der Beschwerdeführer kurze Strecken Auto fahre, sei aber nicht inkonsistent und lasse auch nicht auf das Fehlen neuropsychologischer Beschwerden schliessen. Ferner habe das Gericht ausdrücklich angeordnet, der Stellenwert von Epilepsie und Medikamenten
einnahme sei zu prüfen. Auch der Ausschluss eines organischen Psycho
syndroms spreche nicht gegen das Vorlie
gen von neuropsychologischen Beschwerden. Mithin sei eine neuropsycholo
gische Abklärung erforderlich (Urk. 1 S. 7-8).
Die 70-minütige psychiatrische Untersuchung sei nicht geeignet gewesen, um Konzentrationsschwächen und Müdigkeit festzustellen. Solche Einschränkungen seien mittels besonderer Tests zu evaluieren (Urk. 1 S. 9).
Sodann habe die Beschwerdegegnerin die Prüfun
g der Wechselwirkung der
Antiep
ileptika
mit den Psychopharmaka unterlassen, wobei ihre Behauptung, er habe nicht über Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit berichtet, aktenwidrig sei (Urk. 1 S. 9-10 in Verbindung mit Urk. 1 S. 6-7).
Zudem beanstandete er, die vom psychiatrischen
C._
-Gutachter angegebene Verbesserung sei nicht rechtsgenügend nachgewiesen (Urk. 1 S. 10).
Weshalb nur noch eine
Dysthymia
und keine Depression vorlie
gen solle, werde im Gutachten nicht nachvollziehbar begründet und die erfor
derliche Längsschnittbeurteilung fehle (Urk. 1 S. 11). Ebenso wenig überzeuge die vom Psychiater vorgenommene
Indikatorenprüfung
(Urk. 1 S. 11-12). Bei den vorhandenen Befunden sei es ferner nicht nachvollziehbar, dass im neuro
logischen und im orthopädischen Teilgutachten keine Diagnosen mit Ausw
ir
kung auf die Arbeitsfähigkeit - und nicht einmal solche ohne -
genannt worden seien (Urk. 1 S. 12).
Die nachweisbaren erheblichen Befunde, namentlich in Form einer Wurzeltangierung, an der oberen und unteren Wirbelsäule hätten keine Aufnahme ins neurologische und orthopädische
C._
-Gutachten gefun
den. Nicht nur die Frage
der Restarbeitsfähigkeit
sei ungeklärt
, sondern auch die Frage, ob allein ein unklares Beschwerdebild im Sinne der Recht
sprechung bestehe und damit eine Revision gestützt auf die
Schlussbestimmung a. der Änderung des IVG vom 1
8.
März 2011
überhaupt zulässig
sei
. Zu den er
forderlichen Abklärungen gehöre auch eine aktuelle radiologische
sowie eine Zeugeneinvernahme von
Dr.
D._
(Urk. 1 S. 13).
Bisher habe die Beschwer
degegnerin das Vorliegen eines reinen unklaren Beschwerdebildes nicht nach
zuweisen vermögen, weshalb kein Anwendungsfall für eine 6a-Revision vorlie
ge (Urk. 1 S. 13). Ferner scheitere eine Restarbeitsfähigkeit von 85
%
auch an der sozialpraktischen Zumutbarkeit (Urk. 1 S. 14).
Sodann beanstandete er den von der IV-Stelle durchgeführten Einkommensvergleich und stellte sich auf den Standpunkt, eine allfällige Restarbeitsfähigkeit sei nicht verwertbar (Urk. 1 S. 14-15). Eventualiter sei ein Leidensabzug von 25
%
vorzunehmen (Urk. 1 S. 15-16).
3.
3.1
Die Anwendbarkeit von
lit
. a
Abs.
1 der Schlussbestimmungen der
6.
IV-Revision ergibt sich in materieller Hinsicht au
s
sch
liesslich
aus der Natur des Gesundheitsschadens, auf dem die Rentenzusprechung beruhte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_379/2013 vom 1
3.
November 2013 E. 3.2.3) und wurde im Urteil IV.2014.00543 vom 23. Dezember 2014 bejaht
, da die
Rentenzusprache
wegen einer Somatisierungsstörung erfolgt war
(vgl. Urk. 6/67/5 E. 3.3).
Der Beschwerdeführer wendet bezüglich der Anwendbarkeit dieser Bestimmung ein,
diese sei nicht gegeben, da die mit BGE 130 V 352 am 12. März 2004 er
folgte Rechtsprechungsänderung im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
vom 3. November 2004 bereits seit rund acht Monaten in Kraft gewesen sei (Urk. 1 S. 4-5). D
ie Überprüfung nach
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
ist indes
nicht auf vor dem
1.
Januar 2008 zugesprochene Renten
– und folglich auch nicht auf vor dem März 2004 zugesprochene Renten -
beschränkt.
Nur wenn
die fragliche
Rentenzusprache
schon in Beachtung der jeweils relevanten Recht
sprechung zu
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerde
bildern ohne nachweisbare organische Grundlage
erging
, bleibt kein Raum mehr für ein Rückkommen unter dem Titel der Schlussbestimmung
(BGE 140
V 8 E. 2.2.2
und Regeste
).
Weder im Feststellungsblatt (Urk. 6/24) noch im damals als massgebend erach
teten psychiatrischen Gutachten von
Dr.
Z._
vom 3
0.
Juli 2004 (Urk. 6/2
3
) er
folgte eine Überprüfung der Auswirkungen der diagnostizierten Somatisierungs
störung im Lichte von BGE 130 V 352
beziehungsweise der Foerster-Kriterien
.
Mithin wurde die laufende Rente zu Recht unter dem Titel der Schlussbe
stimmung a. der Änderung des IVG vom 1
8.
März 2011 einer Neubeurteilung unterzogen.
Dementsprechend ist aus heutiger Sicht zu beurteilen, ob die Voraussetzungen für einen Rentenbezug im Zeitpunkt der Überprüfung gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_519/2013 vom 26. Februar 2014 E. 2).
3.2
Diese Frage, ob die Voraussetzungen für einen Rentenbezug im Zeitpunkt der Überprüfung gegeben waren, erwies sich im Rückweisungsentscheid
IV.2014.00543 vom 2
3.
Dezember 2014
als nicht beurteilbar.
Es blieb offen, ob neben der Somatisierungsstörung w
eitere
psychische Störungen mit Krank
heitswert vorlagen und es fehlte eine fachärztliche Stellungnahme zur Frage der Überwindbarkeit, weshalb eine psychiatrische Begutachtung für erforderlich ge
halten wurde (Urk. 6/67/9 E. 4.3.2).
Sodann war nicht ausreichend abgeklärt, ob die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht eingeschränkt war, namentlich wegen Epilepsie, kardiologischen Problemen und/oder degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (Urk. 6/67/9-10 E. 4.3.3).
3.3
In Nachachtung dieses Rückweisungsurteils wurde der Beschwerdeführer im August 2015 durch Ärzte der
C._
AG
polydisziplinär (in den Fachgebieten Neurologie, Psychiatrie, Orthopädie/Traumatologie sowie Innere Medizin) unter
sucht (Gutachten vom
8.
Oktober 2015, Urk. 6/91). In ihrer Gesamtbeurteilung
gelangten sie zum Schluss, der Beschwerdeführer leide unter multiplen, häufig wechselnden körperlichen Beschwerden (Druck auf der Brust, Schweissaus
brüche, Schulterschmerzen, Rückenschmerzen, kalte Füsse), für die es keine aus
reichende organmedizinische Erklärung gebe. Das Ausmass der Symptomatik sei eher gering und der Beschwerdeführer habe erst auf Nachfrage körperliche Beschwerden geschildert. Die Somatisierungsstörung sei mässig ausgeprägt. Ganz in den Vordergrund seiner Beschwerden habe der Beschwerdeführer Kon
zentrationsstörungen gestellt, welche sich aber während der Untersuchung nicht gezeigt hätten. Diesbezüglich sei Aggravation anzunehmen (Urk. 6/91/13).
Ins
gesamt massen
die Gutachter
einzig der Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit
zu
(Urk. 6/
91/13). Bezüglich der
Oligoepilepsie
hielten sie fest, dass seit 2006 Anfallsfreiheit bestehe. Dennoch sei
die Epilepsie
bei der Wahl des Arbeitsplatzes insoweit zu berücksichtigen, als Arbeiten
an laufenden
Maschinen
oder mit Fahrzeugen, gefährliche Arbeiten
sowie
solche in
Wechselschicht ungünstig seien. In der bisherigen Tätigkeit als Kommissionierer bei der
Y._
sei er aber auf neurologischem Gebiet nicht eingeschränkt.
Psy
chiatrischerseits
resultiere aus der
Dysthymia
an sich keine
Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit, diese Störung reduziere aber die Fähigkeit, die körperlichen Beschwerden im Rahmen der Somatisierungsstörung zu überwinden. Es bestün
den Fähigkeitsstörungen in den Ber
e
ichen Durchhaltefähigkeit, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie emotionale Belastbarkeit. Es sei ein zeitlich volles Pensum möglich, aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs bestehe aber eine Leistungsminderung um 15
%
, mithin eine Arbeitsfähigkeit von 85
%
sowohl in der bisherigen als auch in einer Verweistätigkeit. Aus orthopädischer sowie aus
internistischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Nament
lich sei der Morbus
Meulengracht
harmlos (Urk. 6/91/14).
3.4
RAD-Arzt med.
pract
.
E._
, Facharzt für Neurologie, hielt das
C._
-Gutachten für umfassend und nachvollziehbar und
schloss sich der darin vor
genommenen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit an
(
Stellungnahme vom
4. September 2015,
Urk. 6/95/3-4)
.
3.5
Die am Zentrum für medizi
nische Radiologie durchgeführte
MRI-Unters
uchung des Schädels ergab
einen vorbestehenden lakunären
Parenchymdefekt
zerebellär
links im PICA-Stromgebiet, differentialdiagnostisch älter postischämisch (Bericht vom
5.
April 2016, Urk. 6/101/
3). Dem Bericht vom 1. März 2016 über die MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule und der
Iliosakralgelenke
sind
diskoligamentäre
Stenosierungen
der lateralen
Recessus
L4-S1 beidseits zu ent
nehmen, verstärkt durch Aktivierung in den Facettengelenken rechtsbetont, wodurch bilaterale L4-, L5- und S1-Irritationen gut zu erklären wären. Sodann sei der Spinalkanal zwischen L4 und S1 leicht eingeengt (Urk. 6/101/4). Die Untersuchung der Halswirbelsäule zeigte eine mehrsegmentale Bandscheiben
degeneration mit Hauptbefunden in den Segmenten C4/5, C5/6 und C6/7, mit
Protrusionen
,
foraminalen
Engen und
Osteochondrosen
, jedoch ohne zervikale Myelopathie (
Bericht vom 1
0.
März 2016,
Urk. 6/101/5).
Dr.
D._
attestierte dem Beschwerdeführer gestützt auf diese Befunde respektive bei einem komple
xen multiplen Krankheitsbild und Schmerzen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Bericht vom 7. April 2016,
Urk. 6/101
/1
)
.
3.6
Am 2
1.
Juni 2016 nahmen die
C._
-Gutachter ergänzend Stellung. Dabei führten sie bezüglich Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit als Nebenwirkungen des Medikaments
Fycompa
aus, der Beschwerdeführer habe auf die eingangs gestellte Frage nach seinen Beschwerden diverse aufgezählt, jedoch weder über Müdigkeit noch über Konzentrationsstörungen oder Vergess
lichkeit berichtet. Ein neurologisches Problem habe er nicht angesprochen. Auch habe er vom klinischen Aspekt her weder einen müden noch ei
nen un
konzentrierten
oder
einen
vergesslichen Eindruck gemacht
(Urk. 6/109
/1
)
.
Die bei der Schilderung des Tagesablaufs angegebene Erschöpfung sei
psychiatri
scherseits
im Rahmen der Somatisierungsstörung mit einem erhöhten Pausen
bedarf gewürdigt worden. Ferner habe der Beschwerdeführer ausgeführt, die Müdigkeit und Energielosigkeit habe im Jahre 2000 begonnen und in den letz
ten Jahren habe sich nichts an seiner Situation verändert. Dass es sich bei
den geklagten Symptomen
um Nebenwirkungen durch die Einnahme von
Fycompa
handle sei sehr unwahrscheinlich, zumal er dieses
seit dem Jahr 2012 zuge
lassene
Medikament im Jahr 2000 noch nicht eingenommen habe
. Hinzu
komme, dass der Beschwerdeführer das bereits für Kinder ab 12 Jahren geeigne
te Medikament in der geringsten Dosis von vier Milligramm täglich einnehme und die in der vom Beschwerdeführer eingereichten Studie (vgl. Urk. 6/102) beobachteten Nebenwirkungen von
Fycompa
jeweils in Kombination mit einem zusätzlichen
Antiepileptikum
(sowie insbesondere bei einer höheren Dosis) auf
getreten seien. Entscheidend sei, dass der Beschwerdeführer
über einen im Ver
gleich zur vor der Medikamenteneinnahme unveränderten Gesundheitszustand berichtet habe
(Urk. 6/109/2).
Selbst als
„sehr häufig“ bezeichnete Neben
wirkungen träten bei der ganz überwiegenden Mehrzahl der Patienten nicht auf. Sodann habe der Beschwerdeführer sehr ausgeprägte Konzentrationsstörungen geschildert, was seinem Alltagsverhalten widerspreche und klar auf eine Aggra
vation
hinweise
(Urk. 6/
109/3)
. Die psychiatrische Beurteilung der Kon
zentration sei leitlinienkonform im Rahmen der Erhebung des psychischen Befundes erfolgt und testpsychologische Zusatzuntersuchungen seien im vorlie
genden Fall nicht erforderlich
(Urk. 6/
109/3-4).
Betreffend den Morbus
Meulengracht
merkten sie an, die meisten Betroffenen hätten ausser Episoden von passagerem Ikterus (Gelbverfärbung insbesondere auch der Skleren) keine Krankheitssymptome. Selten würden von den Betroffenen im Rahmen der Epi
soden mit Ikterus Müdigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen sowie allenfalls Nausea angegeben. Wie die Episoden von passagerem Ikterus könnten diese Symptome durch Infektionen, Fasten, Äthylkonsum, Rauchen und ver
mehrten Stress ausgelöst werden. Der Beschwerdeführer habe seine Müdigkeit aber nicht in diesen Kontext gestellt. Falls die vom Beschwerdeführer darge
stellte Müdigkeit während Episoden mit passagerem Ikterus dennoch vermehrt auftrete, dann sicher nicht in einem die im Gutachten aus internistisch
er
Sicht definierte Arbeitsfähigkeit beeinflussenden Ausmass. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer es teilweise selber in der Hand habe, Episoden von Ikterus zu minimieren
(Urk. 6/
109/5).
Bezüglich der Resultate der am Zentrum für medizi
nische Radiologie erfolgten MRI-Untersuchungen (vgl. E. 3.5 vorstehend) hielt der orthopädische
C._
-Gutachter fest, eine Verschlechterung des radio
logischen Befundes sei bei nahezu gleicher Beschreibung im MRI vom 30. September 2011 nicht ausgewiesen. Ferner handle es sich nicht um patholo
gische Veränderungen, welche das altersentsprechende Ausmass überschreiten würden.
Die von
Dr.
D._
attestierte
Arbeitsunfähigkeit
sei schon aus rein formalen Gründen nicht nachvollziehbar, zumal er
Facharzt
für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie sei
(Urk. 6/
109/6).
Auch sei die von ihm diagnosti
zierte Nervenwurzelreizung im Bereich der oberen und unteren Extremitäten bei dem in seinem Bericht vom
7.
April 2016 geschilderten Befund mit normalen Reflexen an den oberen und unteren Extremitäten nicht nachvollziehbar. Eben
so seien Paresen an Hand, Faust und Bizeps bei einem Kraftgrad von 4/5
a
n sich nicht plausibel. Der Befund sei unvollständig und reiche bei fehlenden Funktionswerten nicht aus, die im orthopädischen Teilgutachten vom 2
4.
August 2015 dargestellten Befunde mit altersentsprechender Beweglichkeit
der Halswirbelsäule und weitgehendem Funktionserhalt der gesamten Wirbel
säule sowie sämtlicher Gelenke an den oberen und unteren Extremitäten zu widerlegen. Funktionseinschränkende Befunde der Extremitäten sowie der Wir
belsäule
seien dem Bericht von Dr.
D._
nicht zu entnehmen. Diese seien aber Grundbestandteil zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Eine zeitnahe radio
logische Bildgebung sei nicht indiziert gewesen. Zusammenfassend hielten die Gutachter an der von ihnen vorgenommenen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers fest
(Urk. 6/
109/6-7).
3.7
Am 2
9.
August 2016 teilte der Beschwerdeführer mit, er müsse sich im September 2016 einer Operation unterziehen. Er ersuche um Kontaktaufnahme mit
Dr.
D._
(Urk. 6/116)
.
Dr.
D._
berichtete am 1
6.
Dezember 2016, der Beschwerdeführer habe bei der letzten Untersuchung vom 2
4.
November 2016
über zunehmende
Schmerzen im Nacken mit Ausstrahlung in beide Schultern linksbetont bis in Daumen und Zeigefinger links gekla
gt (Urk. 6/120/7).
Er attestierte dem Beschwerdeführer weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und gab an, es sei ihm überhaupt keine Tätigkeit zumutbar (Urk. 6/120/2-3, Urk. 6/120/5, Urk. 6/120/8). Zudem
führte er aus
, der Beschwerdeführer werde vorläufig mit Physiotherapie und Analgetika behandelt sowie bei fehlender Besserung mit einer Operation von Lenden- und Halswirbelsäule (Urk. 6/120/2).
3.8
RAD-Arzt med.
pract
.
E._
hielt am 3. Januar 2017 gestützt auf die neu zu den Akten genommenen Berichte fest, es habe sich keine Veränderung im medi
zinischen Sachverhalt ergeben. Er empfehle den Fallabschluss (Urk. 6/125/5).
4.
4.1
Die IV-Stelle stellte bei ihrem Entscheid auf
das
C._
-
Gutachten vom
8. Oktober
2015
sowie dessen Ergänzung vom
21. Juni
2016
ab (Urk. 2).
Das genannte Gutachten basiert auf fachärztlichen Untersuchungen sowie auf den anlässlich dieser Untersuchungen erhobenen Befunden, auf den
Vorakten
, den Angaben des Beschwerdeführers sowie der erhobenen Anamnese.
Ferner beant
wortet es – namentlich zusammen mit der Ergänzung vom 2
1.
Juni 2016 - d
ie gestellten
Fra
ge
n umfassend und setzt sich mit anderslau
tenden Beurteilungen
auseinander. Somit
erfüllt
es
die von der Recht
sprechung gestellten formellen Voraussetzungen an ein beweiskräftiges Gutachten (vgl. vorstehende E. 1.3).
4.2
Der internistische Gutachter fand klinisch keine pathologischen Befunde in seinem Fachgebiet vor. Dass die supraventrikulären
Tachykardien im Jahre 2001 mittel
s
Herzkatheterablation
erfolgreich behandelt wurde
n
, ist plausibel (Urk. 6/91/49). Dass die geklagten stechenden Herz- und Brustschmer
zen nicht kardial bedingt sind
, überzeugt bei fehlenden
pathologischen Befunden
, ohne Hinweise für Rhythmusstörungen oder
orthostatische
Symptome (Urk. 6/91/49)
und da namentlich keine
für Angina
pectoris
typischen Beschwerden erfragt werden konnten (Urk. 6/91/45).
Auch bezüglich der im Jahr 2013 erfolgreich therapierten
Cholezystolithiasis
litt der Beschwerdeführer nunmehr weder sub
jektiv noch objektiv an Beschwerden (Urk. 6/91/49).
Betreffend allfällige grund
sätzlich nicht ausgeschlossene Auswirkungen des Morbus
Meulengracht
legte der internistische Gutachter schlüssig dar, dass solche beim Beschwerdeführer zu verneinen sind, da er nicht über spezielle Beschwerden während der Episo
den von passagerem Ikterus berichtete, sondern die angegebene Müdigkeit in einen anderen Zusammenhang stellte (Urk. 6/109/5). Dies trifft zu, klagte der Beschwerdeführer doch beim internistischen Gutachter über eine grosse Müdig
keit, welche bei vermehrter Nervosität und beim Grübeln über seine missliche Situation auftrete (Urk. 6/91/45).
Ferner ist plausibel, dass sich eine allfällige während der Episoden von passagerem Ikterus vermehrte Müdigkeit nicht in relevanter Weise und
nicht
dauerhaft einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit aus
zuwirken vermöchte (Urk. 6/
109/5
).
Dass aus internistischer Sicht keine Invali
dität angenommen wurde, ist
vor diesem Hintergrund
nachvoll
ziehbar.
Relevan
te Auswirkungen waren keine auszumachen.
4
.3
Dass
aus
orthopäd
isch
-
traumatologisch
er
Sicht
nicht von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen wurde, ist angesichts
dessen
schlüssig
, dass der Beschwerdeführer zwar über Ganzkörperbeschwerden, jedoch nicht über spezifische Beschwerden oder Einschränkungen von Seiten des Bewegungs
apparates klagte. Die vorgetragenen subjektiven allgemeinen Gelenkbeschwer
den liessen sich durch den erhobenen Untersuchungsbefund nicht objektivieren. Funktionseinschränkungen konnten weder im Bereich der oberen noch der unteren Extremitäten festgestellt werden und es bestand eine allseits freie Gelenk
funktion. Auch im Bereich der Wirbelsäule konnten keine krankhaften funk
tionseinschränkenden Befunde nachgewiesen werden (Urk. 6/91/41). Der Be
schwerdeführer zeigte sich denn auch allgemein mobil und wies in allen Berei
chen passiv sowie aktiv eine freie Beweglichkeit auf (Urk. 6/91/39-40).
Vor die
sem Hintergrund mit fehlenden Funktions
einschränkungen überzeugt die Beur
teilung des Gutachters, dass trotz im MRI ersichtlicher multisegmentaler
Chondrose
,
foraminaler
Einengung und Tangierung von Nervenwurzeln, flachen Diskushernien und begleitenden
Unkarthrosen
keine Diagnose mit Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit vorliegt (Urk. 6/91/41). Ebenso ist
– entgegen dem be
schwerdeweisen Einwand (vgl. Urk. 1 S. 13) -
schlüssig, dass bei dieser Befund
erhebung und gestützt auf die Schilderungen des Beschwerdeführers eine zeit
nahe radiologische Untersuchung nicht für erforderlich erachtet wurde (Urk. 6/109/7)
, zumal
invalidenversicherungsrechtlich
nicht die gestellten Diagnosen
entscheidend sind
, sondern
es darauf ankommt,
welche Auswir
k
ungen eine Krankheit auf die Ar
beitsfähigkeit hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_270/2011 vom 2
4.
August 2011
E. 4.2 mit Hinweis)
.
Der Beschwerdeführer macht geltend,
entsprechend
der Beurteilung von Dr.
D._
sei er schon allein wegen der Befunde an der Halswirbelsäule mit Nervenwurzeltangierungen vollumfänglich arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 4).
Die Beurteilung des Gutachters, wonach
durch die im Jahr 2016 erfolgten MRI-Untersuchungen
keine Verschlechterung ausgew
i
esen
ist,
leuchtet ein, zumal sowohl 2011 als auch 2016 Nervenwurzeln tangiert und
foraminal
eingeengt waren und
Chondrosen
beziehungsweise degenerative Veränderungen vorlagen. Das Vor
handensein
einer zervikalen Myelopathie wurde beide Male verneint
(Urk. 6/
43/11
, Urk. 6/101/
4-5
, Urk. 6/109/6)
.
Dem Einwand des Beschwerde
führers, die Nervenwurzeltangierung sei im Gutachten unberücksichtigt geblie
ben
(Urk. 1 S. 13), ist nach dem Gesagten nicht zu folgen.
Vielmehr hatte der Gutachter davon Kenntnis genommen, der Wurzeltangierung indes mangels funktioneller Auswirkungen keine Relevanz beigemessen (Urk. 6/91/41), was überzeugt.
Auch erläuterte der Gutachter in nachvollziehbarer Weise, dass der durch
Dr.
D._
erfolgten Beurteilung beim in seinem Bericht vom
7.
April 2016 geschilderten Befund mit normalen Reflexen an den oberen und unteren Extremitäten sowie bei einem Kraftgrad von 4/5 nicht gefolgt werden kann (Urk. 6/109/6-7).
4
.4
Dass der neurologische Gutachter der Epilepsie keinen dauerhaften Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass, ist bei der Anfallsfreiheit seit 2006 und den insge
samt nur vier gesicherten Anfällen überzeugend. Ebenso ist aber nachvollzieh
bar, dass er aus Sicherheitsgründen von Arbeiten an laufenden Maschinen oder mit Fahrzeugen sowie von anderen gefährlichen Arbeiten und von einer Schichttätigkeit mit Wechselschicht abriet (Urk. 6/91/23
-24
).
Angesichts dessen, dass sich während der
Erhebung der
Anamnese und der neu
rologischen Untersuchung keine Hinweise für ein organisches Psychosyndrom mit Vergesslichkeit,
Umstellungs- und
/oder
Auffassungs
erschwertheit
ergaben (Urk. 6/91/22)
und der Beschwerdeführer weder einen müden noch einen un
konzentrierten oder vergesslichen Eindruck machte (Urk. 6/109/1)
, ist nicht zu
beanstanden, dass aus neurologischer Sicht keine weiteren Diagnosen gestellt wurden (Urk. 6/91/22).
Dass im Rückweisungsentscheid ausdrücklich angeordnet worden sei, der Stel
lenwert von Epilepsie und Medikamenteneinnahme sei zu prüfen (vgl. den Ein
wand des Beschwerdeführers in Urk. 1 S. 7), trifft nicht zu. Es wurde lediglich festgehalten, dass bezüglich der
fachärztlich noch nicht i
m Detail abgeklärten Epilepsie weitere Abklärungen angezeigt seien (Urk. 6/67/
9
E. 4.3.3).
Sodann können relevante Nebenwirkungen gestützt auf die überzeugenden Ausfüh
rungen der Gutachter, wonach sich die fraglichen Symptome mit Beginn der Medikamenteneinnahme nicht verstärkten
(Urk. 6/109/
2
)
respektive in den letz
ten Jahren auch laut dem Beschwerdeführer nicht
zunahm
en (Urk. 6/91/20)
, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.
Zudem ist der Hin
weis des psychiatrischen Gutachters zu
beachten
, dass gar keine Kon
zentrationsstörungen festgestellt werden konnten (Urk. 6/109/3).
4.5
4.5
.1
Dass der psychiatrische Gutachter nebst der Somatisierungsstörung lediglich eine
Dysthymia
(ICD-10: F34.1) diagnostizierte und dieser keinen eigenstän
digen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass (Urk. 6/91/31), ist
nachvollzieh
bar
b
ei den erhobenen Befunden mit
während der gesamten Untersuchung erhaltener Konzentration, im klinisch-psychopathologischen Befund unbe
einträchtigtem Gedächtnis
,
bedrückter und auch etwas gleichgültiger Stimmung, wobei ein tragfähiger Kontakt rasch herstellbar war und durchgehend aufrecht erhalten werden konnte, mit ausreichend strukturierten und regelrechten Wil
lenskräften und ausreichender Antriebslage, ohne Interesselosigkeit, namentlich mit Interesse an sozialen Kontakten, mit überwiegend ruhiger Gestik und Mimik sowie
synthymer
Unterstreichung von Stimmung und Affekt, bei einer Durch
schlafstörung, jedoch mit normalem Appetit und problemloser Sexualität
(Urk. 6/91/29-31)
sowie beim geschilderten Tagesablauf, welcher
regelmässige soziale Kontakte zu verschiedenen Verwandten (Urk. 6/91/27-29) sowie
Aktivi
täten
wie Besuche des
Y._
-Restaurants, gelegentliche Einkäufe, Urlaubs
reisen, Spaziergänge und Fussballschauen im Fernsehen
enthält (Urk. 6/91/27-28).
Bei diesen auch ausserhäuslichen Aktivitäten ist sodann auch die Selbstein
schätzung des Beschwerdeführers
nicht plausibel
, wonach er wegen grosser Ängste, wenn er unter Menschen sei, nich
t arbeiten könne (Urk. 6/91/21)
.
Der Beschwerdeführer wandte diesbezüglich ein, die erforderliche Längsschnitt
beurteilung fehle (Urk. 1 S. 11). Der Gutachter würdigte indes die im Verlauf er
stellten Berichte der behandelnden Ärzte
(Urk. 6/
91/34
), weshalb dieser Einwand nicht verfängt.
4.5.2
Da die geklagten Konzentrationsstörungen während der 70-minütigen Begut
achtung nicht auftraten (Urk. 6/91/30 und Urk. 6/91/32), ist nicht zu beanstan
den, dass diesbezüglich weder eine Diagnose gestellt noch weitere – namentlich
testpsychologische - Abklärungen in die Wege geleitet wurden.
Der Beschwer
deführer beanstandete, daraus, dass er kurze Strecken Auto fahre, könne nicht auf das Fehlen neuropsychologischer Beschwerden geschlossen werden (Urk. 1 S. 8).
Dies trifft grundsätzlich zu, doch drängten sich beim Fehlen von Kon
zentrationsstörungen während der gesamten Begutachtung dennoch keine
neuro
psychologischen Abklärungen auf. Sodann ist nachvollziehbar, dass die Gutachter bezüglich der Konzentrationsstörungen von einer Aggravation aus
gingen, zumal inkonsistent ist, dass dem Beschwerdeführer nach seinen Anga
ben die Konzentration fehlt, um
Fr.
4.80 abzuzählen, er sich hingegen bei Auto
fahrten während 15 Minuten konzentrieren kann (Urk. 6/91/27
-28
, Urk. 6/109/3).
Zudem fiel dem internistischen Gutachter auf, dass der Be
schwerdeführer immer wieder auf seine Vergesslichkeit hinwies, wenn er kon
krete Angaben hätte machen
müssen, diese aber namentlich beim psychiatri
schen Gutachter
spontan machen konnte (Urk. 6/91/47).
Vor diesem Hi
n
ter
grund
gaben
di
e Klagen
des Beschwerdeführers
über Konzentrationsstörungen
und Vergesslichkeit
keinen Anlass zu weiteren Abklärungen
respektive sind v
on weiteren medizinischen Abklärungen
, namentlich von
eine
r neuropsycholo
gischen Begutach
tung
,
keine anderen
entsche
idrelevanten
Erkenntnisse zu er
warten, weshalb davon abzus
ehen ist (antizipierte Beweis
würdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136
I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_320/2014 vom 14. August 2014 E. 11).
Dem Einwand des Beschwerdeführers, die 70-minütige psychiatrische Untersu
chung sei nicht geeignet gewesen, um Konzentrationsschwächen und Müdigkeit festzustellen (Urk. 1 S. 9), ist entgegenzuhalten, dass wichtigste Grundlage gut
achterlicher Schlussfolgerungen – gegebenenfalls nebst standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung bildet (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Es gehört zur Aufgabe der Gutachter, den Befund anhand der Klinik zu überprüfen und dessen Auswirkungen bei der Un
tersuchung und im Alltag substantiiert darzulegen. Dazu gehören insbesondere
auch Angaben zum beo
bachteten Verhalten, Feststellungen über die Konsistenz der gemachten Anga
ben, wie auch Hinweise, welche zur Annahme von Aggra
vation führen (vgl. Ur
teil des Bundesgerichts 8C_282/2012 vom 11. Mai 2012 E. 5).
4.5.3
Aufgrund der
multiplen körperlichen Beschwerden ohne ausreichende organ
medizinische Erklärung diagnostizierte der Gut
achter eine
Somatisierungs
störung
(ICD-10: F4
5
.0; Urk.
6/91/31-32
).
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma
toformen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomatischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundes
gericht wie folgt systematisiert hat
(
BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
-
Komplex „Gesundheitsschädigung"
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
-
Komorbiditäten
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
-
Komplex „Sozialer Kontext"
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei
dens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).
Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):
Der Indikator einer
gleichmässigen
Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufga
benbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestal
tung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschrän
kungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheits
bedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit
erheb
bar
, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Per
son ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).
Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das
heisst
das
Ausmass
, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -
resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tatsächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf
feh
lenden Leidensdruck zu
schliessen
ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarer
weise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzu
führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versi
cherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsisten
tes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung
(BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).
Bezüglich des Komplexes „Gesundheitsschädigung“ ist festzuhalten,
dass die
diagnoserelevanten Befunde gutachterlich als
eher gering beziehungsweise mässig
ausgeprägt eingestuft wurden
(Urk.
6/91/32
)
.
Dies wurde nachvollziehbar damit begründet, dass
der Beschwerdeführer während der Untersuchung nicht schmerzgeplagt oder durch körperliche Beschwerden gequält wirkte (Urk. 6/
91/32) sowie
damit, dass der Beschwerdeführer die betreffenden Beschwerden erst auf Nachfrage hin angab und
sie
weder als erstes noch später auf die initiale Frage nach den vorliegenden Beschwerden hin
nannte
(Urk. 6/91/32, Urk. 6/109/4).
Der Beschwerdeführer leidet an einer
Dysthymia
, welche seine Fähigkeit verringert, Ressourcen zu mobilisieren und sein Schmerzerleben beziehungsweise die Beeint
rächtigungen durch verschiedene
körperliche Beschwerden zu überwinden. Inwiefern sich die somatischen Be
schwerden ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. vorstehende E. 4.2-4.4)
auswirken könnten, ist nicht ersichtlich. Namentlich ist die Epilepsie erfolgreich behandelt und Nebenwirkungen der Medikamente sind mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen (vgl. den Einwand in Urk. 1 S. 11).
Der Be
schwerdeführer befand sich nur in den Jahren 2001 und 2002 während circa
eines Jahres in ambulanter psychiatrischer Behandlung und nimmt niedrig dosiert Antidepressiva ein, wodurch er die bestehenden Therapieoptionen bei Wei
tem nicht ausschöpft (Urk. 6/9/28, Urk. 6/91/31, Urk. 6/91/33).
Eine psychiatri
sche oder psychotherapeutische Therapie findet seither nicht mehr statt.
Betreffend den Komplex „Persönlichkeit“
liegen zwar Hinweise für leicht sensi
tive Persönlichkeitszüge vor, die aber mässig ausgeprägt sind und den Schwere
grad einer Persönlichkeitsakzentuierung oder gar Persönlichkeitsstörung nicht erreichen
.
Der Beschwerdeführer
ist verträglich, an sozialen Kontakten inte
ressiert und weist eine gute Kontakt- und Beziehungsfähigkeit auf
(Urk. 6/91/29-30,
Urk. 6/91/33).
Ferner
lebt er in
ein
em stabilen, unterstützenden familiären
Umfeld
(Urk. 6/
91/21,
Urk. 6/
91/27-29,
Urk. 6/
91/33).
Zur Kategorie „Konsistenz“ ist zu bemerken, dass
sich im Freizeitbereich keine wesentlichen Einschränkungen zeigen,
währenddem
der Beschwerdeführer im Haushalt weitgehend inaktiv ist und
er
sich eine berufliche Tätigkeit in keiner Weise zutraut (Urk. 6/91/33).
Bezüglich Konzentrationsstörungen und Vergess
lichkeit verhielt sich der Beschwerdeführer nicht konsistent (vgl. vorstehende
E.
4.5.2).
Darüber hinaus
nimmt
er
keine psychiatrische oder psychothera
peutische Therapie wahr (Urk. 6/91/28), was gegen einen stark ausgeprägten Leidensdruck spricht (Urk. 6/91/34). Ebenso
war anlässlich der Begutachtung kein Leidens
druck im engeren Sinne spürbar (Urk.
6/91/32
).
Seine Angabe, d
ass er sich kei
nerlei berufliche Tätigkeit vorstellen könne, weil er unter Menschen sehr grosse Ängste bekomme
(Urk. 6/
91/21), überzeugt
zudem
nicht angesichts der
zum Bei
spiel
regelmässigen Besuche des
Y._
-Restaurants
(Urk. 6/
91/27).
Unter Berücksichtigung der hier relevanten Indikatoren erscheint es als nach
vollziehbar, dass die
C._
-Gutachter
zu einer 85%igen Arbeitsfähigkeit für eine überwiegend sachorientierte Tätigkeit ohne besonderen Zeitdruck und ohne erhöhte Anforderungen an die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie an die emotionale Belastbarkeit gelangten (Urk. 6/91/14)
.
4.6
Die interdisziplinäre
C._
-Beurteilung steht sodann in Übereinstimmung mit den einzelnen Teilgutachten und ist daher e
benfalls schlüssig und nach
voll
zieh
bar.
Zusammenfassend wurde nichts vorgetragen, was das polydiszi
plinäre Gut
achten der
C._
als nicht schlüssig er
scheinen liesse oder sonst in Zweifel zu ziehen vermöchte. Ebenso wenig ist etwa
s Derartiges aus den Akten ersichtlich. Vielmehr erfüllt das Gutachten sämtliche von der Rechtsprechung statuierten Anforderungen an ein medizinisches Gutachten (vgl. auch BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Be
schwerdegegnerin darauf abgestellt
hat
.
Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liegt nach dem Gesagten einzig ein
syndromales
Krankheitsbild vor, weshalb der Anwendung von
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision nichts entgegensteht.
4.7
Der Beschwerdeführer macht insgesamt geltend, der Begriff der Arbeitsunfähig
keit könne vom Rechtsanwender konkretisiert werden und es fehle vorliegend an der sozialpraktischen Zumutbarkeit. Bei den multiplen Befunden werde
ihn
kein Arbeitgeber zu einer bezahlten Quote von 85
%
einstellen (Urk. 1 S. 14
Ziff.
43).
Zutreffend ist, dass es n
ach der Rechtsprechung in sämtlichen Fällen gesund
heitlicher Beeinträchtigungen keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen ist, selber
abschliessend
und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) ver
bindlich zu entschei
den, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (an
dauernden oder vo
rübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägung) führt. Aufgrund dieser tatsächlichen und rechtlichen Gegebenhei
ten hat die Recht
sprechung seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache des (begutachten
den) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das
heisst
mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diag
nose zu stel
len. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wo
für Verwal
tung und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgen
abschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Ar
beitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine
abschliessende
Beurtei
lungskompetenz zu (BGE 140 V 193 E. 3.1 und 3.2).
Die
C._
-Gutachter haben sich vorliegend am
1.
Oktober 2015 konsiliarisch beraten (Urk. 6/91/13) und dabei die Ergebnisse der Untersuchungen in sämtli
chen Fachgebieten berücksichtigt. Es besteht kein Anlass, um von der von ihnen attestierten Restarbeitsfähigkeit abzuweichen beziehungsweise diese tiefer anzu
setzen. Demnach verfängt dieser Einwand nicht. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, nicht zu einer bezahlten Quote von 85
%
angestellt werden zu kön
nen, bleibt
dies gegebenenfalls
unter dem Titel des leidensbedingten Abzuges
zu prüfen
.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutba
re Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invali
den
-
einkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Der Invaliditätsgrad ist mittels eines Einkommensvergleichs von
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage - hier im Jahr der verfügten Rentenaufhebung (201
7
) - zu erheben (vgl. BGE 129 V 223 f. E. 4.2 in
fine
, 128 V 174).
D
abei kommt es bezüglich der Nominallohnentwicklung einzig auf die Zeitidentität an, sodass diese der Einfachheit halber sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen nur bis zum Jahr 2014 vorgenommen werden kann, ohne dass dies etwas am Invaliditätsgrad (respektive am Verhältnis der beiden Zahlen zu einander) ändern würde.
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns
respektive der Rentenrevision
nach dem Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich ver
dient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst ange
knüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.2.2
Da der Beschwerdeführer mehr als ein Jahrzehnt bei der
Y._
gearbeitet hatte (Urk. 6/5) und das Arbeitsverhältnis wegen Krankheit aufgelöst wurde (Urk. 6/15/4), ist eine solche Ausnahme nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt. Demnach ist
entsprechend dem Einwand des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 14) am zuletzt erzielten Verdienst anzuknüpfen.
Der Beschwerdeführer führte die Berechnung dann aber zu sehr zu seinen Gunsten durch, indem er das höchste je erzielte Einkommen (vgl. den IK-Aus
zug, Urk. 6/5), welches im Übrigen eine nicht jährlich erfolgte Überzeit
auszahlung von Fr. 3'226.50 beinhaltete (Urk. 6/10/4), herauspickte und dieses bereits ab 1991 dem Nominallohnindex anpasste (Urk. 1 S. 14).
Da das Einkommen des Beschwerdeführers – unter anderem wegen der nicht jedes Jahr erfolgten Auszahlung von Überzeit (Urk. 6/10/4) – schwankte (Urk. 6/5), ist auf den Durchschnitt der letzten fünf Jahre vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2001 (Urk. 6/1/5, Urk. 6/10/2), mithin auf die Jahre 1996 bis 2000, abzustellen
(Urteile des Bundesgerichts
8C_508/2011 vom
6.
Oktober
2011
E. 3.3
und
8C_744/2012 vom 2
0.
Dezember
2012
E. 2, je
mit Hinweisen)
.
Dies ergibt Fr. 72'028.-- (Urk. 6/5), wobei diese Zahl im Durch
schnitt auf dem Lohnniveau des Jahres 1998 basiert.
Angepasst an die Nomi
nallohnentwicklung (
Bundesamt fü
r Sta
tistik [BFS],
T39 Entwicklung der Nomi
nallöhne
[
1939
= 100; im Internet abrufbar]
,
Männer,
1998
:
1832
; 20
14
:
2220
)
resultiert
für das Jahr 2014
ein
Validen
einkommen
von Fr.
87'283.--.
5.3
5.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
-
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139
V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Da
ten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invaliden
einkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.3.2
Da der Beschwerdeführer keine ihm zumutbare Tätigkeit ausübt, ist ein statisti
scher Tabellenlohn heranzuziehen, wobei
nach dem Gesagten
die am 1
5.
April 2016 veröffentlichten ersten Ergebnisse der LSE 2014 anzuwenden sind.
Ange
sichts der fehlenden Ausbildung des Beschwerdeführers ist auf den branchen
unabhängigen Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert), Kompetenzniveau 1, abzu
stellen und somit von einem standardisierten monatlichen Einkommen
(Voll
zeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden)
von Fr. 5‘312.-
- auszugehen (LSE 2014, Tabelle TA1,
Total
, Kompetenzniveau 1). Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche im Jahr 2016 (
Daten zum Jahr 2017
sind
noch nicht vorhanden,
vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilun
gen,
Total
) ergibt dies
im Jahr 2014 ein Bruttoeinkommen von Fr. 66‘
453.-- (Fr. 5‘312.--
x
12 :
40 x 41,7).
Bezogen auf die vorliegende Arbeitsfähigkeit von 85
%
resultiert
ein Einkommen von Fr. 56'485.-- (0,85 x
Fr. 66‘453.--).
5.3.3
Der Beschwerdeführer postuliert, das Invalideneinkommen sei auf Fr. 0.-- anzu
setzen, weil ihm mit seinen über 50 Jahren auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Stelle in Aussicht stehe (Urk. 1 S. 15).
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoretischer und abstrak
ter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struk
tur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen
offen hält
, und zwar sowohl be
züglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991
S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2). An die Kon
kretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind praxis
gemäss nicht übermässige Anforderungen zu stellen; diese hat vielmehr nur so weit zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditäts
grades gewährleistet ist. Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzu
stellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeits
plätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts I 273/04 vom 29. März 2005, I 591/02 vom 5. Mai 2004, I 285/99 vom 1
3.
März 2000 und U 176/98 vom 1
7.
April 2000). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteile des Bundesgerichts 9C_95/2007 vom 2
9.
August 2007 E. 4.3 und 9C_98/2014 vom 2
2.
April 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen).
Angesichts dessen, dass dem Beschwerdeführer lediglich gefährliche Tätigkeiten, Tätigkeiten an laufenden Maschinen oder mit laufenden Fahrzeugen, Tätig
keiten in Wechselschicht, solche mit besonderem Zeitdruck oder mit erhöhten Anforderungen an Flexibilität, Umstellungsfähigkeit und emotionale Belastbar
keit nicht zumutbar sind (Urk. 6/91/14)
, sind
seine Möglichkeiten nicht derart
beschränkt
, dass der mass
gebliche
ausgeglichene
Arbeitsmarkt die entsprechen
de
n Stellen prak
tisch nicht kennen würde
oder eine Beschäftigung nur unter
un
realistischem Entge
genkommen eines Arbeitgebers möglich wäre.
Sodann ist
dem Einwand des Beschwerdeführers auch
vor dem Hintergrund der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Rest
arbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (
vgl. zum Beispiel
Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom
9.
Juli 2015 E. 4.4
mit Hinweis
), nicht zu fol
gen.
5.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können
(BGE 124 V 321 E.
3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
(BGE 126 V 75 E.
5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.
2; 134 V 322 E.
5.2 und
126 V 75 E.
5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungs
fähigkeit eingeschränkt ist
(BGE 126 V 75 E.
5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit ent
haltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des
leidensbedingten Abzugs
einfliessen
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges
gemäss
BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche
seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V
71 E.
5.2 und 126 V 75 E.
6).
Dass die IV-Stelle das verminderte Rendement nicht beim Leidensabzug ein zweites Mal berücksichtigt hat, ist nach dem
vorstehend
Gesagten korrekt (vgl. den Einwand in Urk. 1 S. 15 f.). Sodann ist der Beschwerdeführer vollschichtig einsetzbar.
D
er Umstand, dass die versicherte Person zwar ganztags arbeitsfähig, hierbei aber nur reduziert leistungsfähig ist,
rechtfertigt
grundsätzlich keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts
9C_581/2016 vom 24.
J
anuar 2017 E.
3 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_421/2017 vom 19.
September 2017 E.
2.1.1).
Ferner steht
dem Beschwerdeführer
beim vorstehend
geschilderten Belastungs
profil
(vgl. E. 5.3.3 oder
Urk.
6/91/14)
ein
genügend breite
s
Spektrum an zu
mutbaren Verweisungstätigkeiten offen. Eine psychisch bedingt verstärkte Rück
sichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen kann nach der Ge
richtspraxis in der Regel nicht als eigenständiger Abzugsgrund anerkannt wer
den (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen), ebenso
wenig etwa das Risiko von vermehrten gesundheitlichen Absenzen, ein
grösse
rer
Betreuungsaufwand oder weniger Flexibilität, was das Leisten von Über
stunden
etwa bei Verhinderung eines Mitarbeiters anbetrifft (Urteile des Bun
desgerichts 9C_437/2015 vom 30. November 2015 E.
2.4; 8C_712/2012 vom 30. November 2012
E.
4.2.1 und 9C_708/2009 vom 19.
November 2009 E.
2.3.2; vgl. Urteil des
Bundesgerichts
8C_146/2017 vom 7. Juli 2017 E.
5.2.2
).
Hilfsar
beiten werden auf dem
massgebenden
ausgeglichenen Stellenmarkt altersunab
hängig nachge
fragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8
C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3) und d
ass das Alter die
Stellen
suche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditäts
fremder Faktor un
berücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_312/2017 vom 22. November 2017 E. 3.3.2 unter Hinweis auf 8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.3).
Die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt betrifft das Kriterium der Dienstjahre, dessen Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungs
profil ist. Mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 kommt diesem Aspekt keine ins Gewicht fallende Bedeutung zu (vgl. Urteile des Bundesgerichts
9C_808/2015 vom 29.
Februar 2016 E
. 3.4.2 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E.
3.3 unter Hinweis auf 8C_
351/2014 vom 14. August 2014 E.
5.2.4.2).
Soweit der Beschwerdeführer es trotz der Korrektur des
Valideneinkommens
als bedeutsam erachten sollte, dass ihm keine Tätigkeiten in Wechselschicht mehr zumutbar sind (vgl. Urk. 1 S. 14), bleibt anzumerken, dass ihm normale Schicht
tätigkeit (ohne wechselnde Schichtzeiten), wie er sie bei der
Y._
in Nacht
schicht ausübte
(Urk. 6/91/37-38), weiterhin zumutbar ist (Urk. 6/91/23). Mithin könnte er
auch aktuell
ein aufgrund von Schichtarbeit erhöhtes Einkommen er
zielen, sodass nicht ausgeschlossen ist, dass er ein der LSE 2014 entsprechendes Einkommen erwirtschaften
könnte
.
Zusammenfassend
ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle keinen Lei
densabzug vorgenommen hat. Vergleicht man das Invalideneinkommen von
Fr. 56'485.--
mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
87'283.--
ergibt sich ein invaliditätsbedingter Minderverdienst von Fr.
30'798.--
und somit ein
nicht renten
begründender
Invaliditätsgrad von
gerundet 35
%.
Folglich hat die Beschwerde
gegnerin
die bisherige ganze Rente zu Recht aufgehoben und die dagegen erho
bene Beschwerde ist abzuweisen.
6.
6.1
Bei diesem Verfahrensausgang bleibt das Gesuch um unentgeltliche Prozess
führung und Rechtsvertretung zu beurteilen.
Mit Gerichtsverfügung vom
7.
Juni 2017 wurde
d
er
Beschwerdeführer
aufgefordert, seine Bedürftigkeit innert Frist nachzuweisen (Urk. 7). Mit Eingabe vom 1
7.
Oktober 2017 reichte der Be
schwerdeführer
das ausgefüllte Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 14) sowie Belege zu seinen finanziellen Verhältnissen
ein (Urk. 13/1-15) und gab an, er werde dem Gericht im Fortverlauf des Verfahrens über die Rechtsschutzdeckung Bescheid geben (Urk. 12). Mit Gerichtsverfügung vom 3. Januar 2018 wurde dem Beschwer
deführer Frist angesetzt, um dem
Gericht mitzuteilen, ob Rechtsschutzdeckung besteht, sowie um ein allfälliges Ablehnungsschreiben der Rechtsschutzversicherung einzureichen (oder gegebe
nenfalls um zu dokumentieren, dass trotz entsprechendem Gesuch um Kosten
gutsprache noch kein Entscheid der Rechtsschutzversicherung erlangt werden konnte). Dies unter der Androhung, dass bei (ganzer oder teilweiser) Säumnis davon ausgegangen werde, dass keine prozessuale Bedürftigkeit bestehe (Urk. 16). Diese Frist ist unbenutzt abgelaufen (vgl. Urk. 17).
Entsprechend ist
das Gesuch
des Be
schwer
deführers um unentgeltliche Rechtspflege androhungs
gemäss abzu
weisen.
6.2
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr. 8
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
dem Beschwer
deführer
aufzuerlegen.