Decision ID: f9b898fc-47f4-4301-aecf-5eb2488259f0
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, ist Mutter von zwei 1976 respektive 1979 ge
borenen Kindern. 1989 reiste sie in die Schweiz ein und arbeitete ab 10. Dezem
ber 1990 bis zu ihrer Entlassung per 31. März 1998 vollzeitlich im Haus
dienst des
Y._
(Urk. 7/1 und Urk. 7
/12). Am 11. Septem
ber 1996 hatte sie sich bei einem Sturz im Treppenhaus ihres Wohn
hauses eine R
ückenkontusion zugezogen (Urk. 7
/11). Wegen der Rücken
schmer
zen wurde sie ab 24. März 1997 in unterschiedlichem
Umfang krank
geschrieben (Urk. 7
/14). Seit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes ging sie keiner Erwerbstätig
keit mehr nach.
Am 9. Juni 1998 meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend „IV-Stelle“), an und ersuchte um
Zusprechung einer Rente (Urk. 7
/1). Dieses Begehren wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. Januar 2000 mangels rentenbegründendem Invaliditätsgrad ab (Urk.
7
/56). Die dag
egen erhobene Beschwerde (Urk. 7
/59) wies das Gericht mit Ur
teil vom 30. Januar 2001 (Urk. 7
/62; Prozess IV.2000.00110) ab.
1.2
Am 24. Oktober 2001 meldete sich die Versicherte e
rneut zum Rentenbezug an (Urk. 7
/65). Die IV-Stelle liess deren
Ges
undheitszustand abklären
(Urk. 7
/71-73) und sprach ihr daraufhin mit Verfü
gungen vom 12. Juli 2002 (Urk. 7
/100-101) ab 1. September bis 30. November 2001 eine halbe Här
tefall
rente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 40 %, ab 1. Dezember 2001 eine halbe Rente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 50 % zu.
Im Rahmen eines von Amtes wegen angeordneten Revisionsverfahren
s (Urk. 7
/116) liess die Versicherte um Gewährung einer ganzen Rente ersuchen (Eingabe des Sozialdienstes des
Z._
vom 12. April 2005, Urk.
7
/118). Die IV-Stelle holte bei Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädie, vom Spine Care,
Z._
, die Verlaufsberichte vom 9. Juni 2005 (Urk.
7
/121) und vom 21. Juli 2005 (Urk.
7
/122) ein. Daraus schloss Dr.
B._
vom Regi
onalen Ärztlichen Dienst (nachfolgend „RAD“), es sei von einem stationären Gesundheits
zustand respektive einer weiterhin andauernden 50%igen Arbeits- und Erwerbs
unfähigkeit auszugehen (Urk.
7
/123 S. 2). Mit Verfügung vom 19. Oktober 2005 (Urk.
7
/124) und entsprechendem Einspracheentscheid vom 29. Mai 2006 (Urk.
7
/136) wurde das Begehren um Rentenerhöhung abgewiesen. Auf ein Wiedererwägungsbegehren der Versicherten (Urk.
7
/141
)
trat die IV-Stelle mit der Mit
teilung vom 22. Juni 2006 (Urk. 7/142) nicht ein. Am 28. Juni 2006 liess die Versicherte gegen den Einspracheentscheid Beschwerde (Urk.
7
/143) erheben, worauf das Gericht mit Urteil vom 30. August 2008 (Ver
fahren
IV.2006.00582, Urk.
7
/149) die Sache an die IV-Stelle zu weiterer Ab
klärung zurückwies.
1.3
In der Folge liess die IV-Stelle die Versicherte in orthopädischer, psychiatrischer und
internistisch-allgemeinmedizinischer
Hinsicht durch das
C._
,
D._
begutachten (Gutachten vom 29. Juni 2009, Urk.
7
/155, in der Folge „
C._
-Gutachten“ genannt). Mit Vorbe
scheid vom 22. Dezember 2009 (Urk.
7
/162) teilte sie der Versicherten mit, dass kein Ren
tenanspruch mehr bestehe, da sie nur noch zu 29 % invalid sei, wes
halb die Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats aufgeho
ben werde. Die Versicherte liess dagegen am 11. Jan
uar 2010 Einwand erheben (Urk. 7
/164 samt Arztberichten als Urk.
7
/163), worauf die IV-Stelle beim
C._
eine Stellungnahme (Urk.
7
/168) einholte. Mit Verfügung vom 30. Juli 2010 (Urk.
7/170
) bestätigte die IV-Stelle den Vorbescheid und hob die Invali
denrente auf.
Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 7/173 S. 2 ff.) wies das Gericht mit rechtskräftig
gewordenem
Ur
teil vom 30. November 201
1 (Urk. 7/
178
; Prozess IV.20
10
.00
781
) ab.
1.4
Mit Eingabe vom
9
.
Juli
201
2 (Urk. 7
/
183
) und unter Beilage
von Arztbe
richte
n
von
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie, datiert vom 21. Mai 2012 (Urk. 7/182 S. 3 ff.),
von
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Innere Medizin, datiert vom 11. Juni 2012 (
Urk.
7/182 S. 1), und
von
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, datiert vom 25.
Juni
2012 (
Urk.
7/182 S. 2),
liess die Versicherte, vertreten durch
Milosav Milovanovic
(Urk.
7
/
180
), wiede
rum die Zusprechung einer Rente beantragen
(
Urk.
7/183)
. Nach durch
geführ
tem Vorbescheidverfahren (Urk.
7
/
185
ff.), in dessen Rahmen die Versich
erte
ei
nen
Bericht
von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, datiert vom 9. Januar 2012
(Urk.
7/187
S. 1-2
)
,
einreichen liess
(Urk. 7/188)
, trat die IV-Stelle mit Verfü
gung vom 1
2
.
September
201
2
(Urk. 2) auf das erneute Rentenbegehren nicht ein, da die Versi
cherte nicht glaubhaft dargelegt habe, dass sich die tatsächli
chen Verhält
nisse nach dem Erlass der
rentenaufhebenden
Verfügung vom 30. Juli 2010 (Urk. 7/170)
in einer für den Anspruch erheblichen Weise verän
dert hätten (Urk. 2 S. 1).
2.
Gegen die Nichteintretensverfügung liess die Versicherte, weiterhin vertreten
durch Milosav Milovanovic (Urk. 4)
, mit Eingabe vom
12
.
Oktober 2012
(Urk. 1)
sowie unter Beilage verschiedener
Arztberichte (Urk. 3/1
-6) Beschwerde erheben und den Antrag stellen, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf das Gesuch vom 10. Juli 2012 einzu
treten und über die Rente zu entscheiden
. In der Beschwerdeantwort vom
13
.
November 2012
(Urk.
6
) schloss die IV-Stel
le auf Abweisung der Beschwerde.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87
Abs.
3
der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie u.a. zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 ff. E. 5.2, 72
E. 2.2 mit Hin
weisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Ge
richt grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintre
ten streitig ist, d.h. wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87
Abs.
3 IVV Nicht
eintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108
E. 2b).
Die versicherte Person hat mit der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenän
derung glaubhaft zu machen. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Ge
richt von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts
erheb
lichen Sachverhaltes zu sorgen hat (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen), spielt insoweit nicht. Ergeht eine Nichteintretensverfügung im Rahmen des Verwaltungsverfahrens, die den formellen Anforderungen ge
nügt,
legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot (BGE 130 V 64 E. 5.2.5
)
.
1.2
Mit Art. 87
Abs.
3 i.V.m.
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwal
tung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung im
mer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d. h. keine Ver
änderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese Eintretensvorschrift nicht dahinge
hend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechts
kräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem ge
samten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbe
gehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in recht
licher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und 200 E. 4b;
vgl. auch BGE 130 V 64 ff. E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Da praxisgemäss selbst dann ein erneut ablehnender Sachentscheid vorliegen kann, wenn die Verwaltung ein Gesuch formell durch Nichteintreten erle
digt hat (vgl. BGE 109 V 263 E. 2a, 117 V 13 ff. E
. 2b), ist vorab zu prü
fen, welchem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt der Wortlaut der an
ge
fochtenen Verfügung ent
spricht (vgl. BGE 120 V 496 E
. 1a).
2.2
Die Beschwerdegegnerin holte vor Erlass der angefochtenen Verfügung eine Stellungnahme des Regionalärztlichen Dienstes (RAD)
zu den
mit
der Neuan
meldung bzw. mit
dem Einwand gegen den Vorbescheid eingereichten
Arztbe
richten
(Urk.
7/187
; Stellungnahme des RAD vom
12
.
September
201
2, Urk. 7
/
190
) ein zur Frage, ob aus den Berichten
neue Tatsachen hervorgingen, welche eine erneute Überprüfung des Rentenanspruchs rechtfertigen
würden.
Der RAD führte aus, ohne da
bei eigene Untersuchungen vorzunehmen,
die ein
gereichten Berichte
enthie
lte
n
keine Befunde, die ni
cht schon in früheren Berichte
n erwähnt worden seien
. Es
handle sich lediglich um eine andere Beur
teilung des Zustandes, der zur Verfügung vom
30. Juli 2010 (Urk. 7/170)
geführt habe,
womit
eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes der Versi
cherten nicht glaubhaft gemacht
worden sei
(Urk.
7/190
S.
3
).
2.3
Zur Begründung ihres
Entscheides übernahm die Beschwerdegegnerin die Aus
führungen des RAD ohne Weiterungen (Urk. 2
,
Urk.
7/190
).
Damit beurteilte
sie
den Anspruch der Beschwerdeführerin
auf eine Invaliden
rente nicht neu, da sie die Neu
anmeldung weder materiell behandelte noc
h er
neut einen ablehnenden Sach
entscheid fällte. Sie nahm lediglich eine summa
rische Prüfung vor,
die zur Be
antwortung der Frage, ob die versicherte Person eine er
hebliche Veränderung des Invaliditätsgr
ades im Sinne von Art. 87 Abs.
3
IVV glaubhaft gemacht habe und deshalb auf die Neuanmeldung einzutreten sei, stets vorzunehmen ist. Dass sie dabei die Dienste des RAD, welcher gemäss
Art. 49 Abs. 3 IVV auch
bera
tende Funktion ausüben kann, in Anspruch nahm, ändert am summarischen Charakter der Prüfung nichts.
2.4
Gegenstand
des vorliegenden Verfahrens ist somit allein die Frage, ob die Vor
aussetzungen für das Eintreten auf die Neuanmeldung
vom 9. Juli 2012 (Urk. 7/183)
erfüllt sind.
3.
3.1
Zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdeführerin in rechtsgenügender Weise eine für den Rentenanspruch erhebliche Ver
änderung des Invaliditätsgrades glaub
haft ge
macht
hat
und zwar verglichen mit den Verhältnissen im Zeit
punkt
des renten
aufhebenden
Entscheides vom
30. Juli 2010 (Urk. 7/170
; zum
zeitli
chen Referenzpunkt vgl. BGE 130 V 77 E. 3.2).
3.2
Nach dem in Erwägung 1.1 Gesagten sind der Beurteilung einzig
die
Arztbe
richte von
Dr.
A._
vom 9. Januar 2012 (Urk. 7/187 S. 1-2)
, von
Dr.
E._
vom 21. Mai 2012 (Urk. 7/182 S. 3 ff.), von
Dr.
G._
vom 25.
Jun
i 2012 (
Urk.
7/182 S. 2) und von
Dr.
F._
vom 1
1. Juni 2012 (Urk.
7/182 S. 1) zugrunde zu legen
, nicht hingegen
die
im Rahmen des
Beschwerde
verfahrens
(Urk. 1) eingereichte
n
Bericht
e
von
Dr.
F._
vom
8. Januar 2010 und 2
2.
Dezember 2011 (Urk. 3/1-2
)
sowie vom
H._
, datiert vom 28. April 2011 (
Urk.
3/5)
, welche im Rahmen dieses Prozesses nicht zu berücksichtigen
sind
.
4.
4.1
Die rentena
ufheb
ende Verfügung vom
30. Juli 2010 (Urk. 7/170)
, die mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom
30. November 2011 (Urk. 7/178; Prozess IV.2010.00781)
bestätigt wurde, basierte im Wesentlichen auf dem Gutachten des
C._
vom
29. Juni 2009
(
Urk. 7
/155
).
Die Gut
achter
hatten
aufgrund ihrer Abklärungen sowie Untersuchungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit die Diagnosen einer leichten depressiven Episode (ICD-10: F32.0), eines chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms ohne sichere radikuläre Ausfälle (ICD-10: M54.5) und eines chronischen zervikovertebralen Schmerzsyndroms ohne radi
kuläre Ausfälle (ICD-10: M54.2)
gestellt
. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit w
ar
en eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54), Adipositas (ICD-10: E66.0), eine arteriell
e Hypertonie (ICD-10: I10), ein
Status nach laparoskopi
scher Cholezystektomie bei symptomatischer Cholezystolithia
sis (10/2007) und eine Medikamenten-Malcompliance (ICD-10
: Z91.1) diagnos
tiziert
worden
(Urk. 7
/155 S. 25).
4.2
Im Rahmen der
Neuanmeldung
liess die Beschwerdeführerin Arztberichte von
Dr.
A._
(Urk. 7/187 S. 1-2)
, von
Dr.
E._
(Urk. 7/182 S. 3 ff.), von
Dr.
G._
(Urk. 7/182 S. 2) und von
Dr.
F._
(Urk.
7/182 S. 1)
einreichen.
Im Arztbericht
vom 9. Januar 2012
wies
Dr.
A._
auf die nach den in den Jahren 2000 und 2004 erfolgten Operationen
weiterhin
bestehenden
Beschwerden
hin
. Aufgrund der Wirbelsäulenproblematik sei die Versicherte hinsichtlich der Belastbarkeit auch in Zukunft deutlich eingeschränkt. Das monotone Stehen und Sitzen sowie das Tragen von Gewichten über 5 kg seien zu meiden, womit die Versicherte als Raumpflegerin voll arbeitsunfähig und in einer leidensangepassten Tätigkeit maximal zu 50
%
arbeitsfähig sei
(Urk. 7/187
S.
1-2)
.
Dr.
E._
stellte im Arztbericht
vom 21. Mai 2012 (Urk. 7/182 S. 3 ff.)
die Diag
nose eines
ausgeprägten Zervikalsyndroms mit Zervikobrachialgie rechts, eines Lumbovertebralsyndroms mit Lumboischialgie rechts und Beinparese rechts
,
sowie
einer chronische
n
Depression. Es liege ein erhebliches Krankheits
bild vor und die Versicherte sei in der angestammten Tätigkeit als Raumpf
lege
rin zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
7/182 S. 5).
Über die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit äusserte sich
Dr.
E._
nicht.
Dr.
G._
diagnostizierte in ihrem Arztbericht
vom 25.
Jun
i 2012 (Urk. 7/182 S. 2)
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.1) und Merkmale einer Persönlich
keitsstörung Clustergruppe B (ICD-10: F60.4).
Die Versicherte habe sich wegen massiver Schlafstörungen und einer erneuten Verschlechterung der Antriebs- und Stimmungslage für eine psychiatrische Behandlung bei ihr gemeldet. Sie habe von einer massiven Kränkung bei der letzten orthopädischen Untersu
chung im
C._
berichtet und klage über zunehmende kognitive Defizite, die sie auf ihre zweite, im Jahr 2004 erfolgte
Halswirbelsäulenoperation zurückführe.
Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe sowohl in der bisherigen als auch in ei
ner leidensangepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit.
Dr.
F._
hielt in seinem Arztbericht
vom 1
1. Juni 2012 (Urk.
7/182 S. 1)
fest, dass
die Versicherte weiterhin und bleibend nicht arbeitsfähig sei, wobei der
Grad der Arbeitsunfähigkeit, welcher sicher mindestens 50 und mehr Prozent betrage, nicht genauer definiert werden könne.
5.
5.1
Was die somatische Situation angeht, wurden die im Zusammenhang mit der Neuanmeldung eingereichten Berichte
aufgrund der bereits im Zeitpunkt der
rentenaufhebende
n
Verfügung vom 30. Juli 2010 (Urk. 7/170)
bestehenden
und
im
C._
-Gutachten vom 29. Juni 2009 (
Urk. 7/155
) gewürdigten
Diagnosen und Beschwerden
verfasst.
So wurden die
unter dem aufgeführten zervik
al
en und lumbovertebralen Syndrom aufgezählten Beeinträchti
gungen, worunter auch die in der Beschwerde erwähnte (Urk. 1 S. 5 Ziff. 3 Abs. 3)
Beinparese
zu zählen ist, bereits im
C._
-Gutachten (Urk.
7
/
15
5
S
.
19 Ziff. 4.2.2.2 und S. 20 f.
Ziff.
4.2.4
)
berücksichtigt.
Somit
beruhen
auch
die neuen
Ausführungen und die entsprechenden Beurteilun
gen zur reduzierten Arbeitsfähigkeit der Versicherten
nicht auf
neuen objektivierbaren Erkenntnissen, sondern lediglich auf den von der Versi
ch
erten subjektiv geklagten Leiden. Insofern handelt es sich dabei nicht um neu aufge
tretene Beschwerden,
gestützt auf welche eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes g
laub
haft gemacht werden könnte,
sondern vielmehr um die ab
weichende Be
urteilung eines
im Zeitpunkt der
rentenaufhebende
n
Verfügung vom 30. Juli 2010 (Urk. 7/170)
bereits bestehenden Sachverhalts.
In diesem Zusammenhang ist zudem zu berücksichtigen, dass weder
Dr.
E._
noch
Dr.
F._
genaue Angaben über die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer
leidens
angepassten Tätigkeit machten.
5.2
Auch i
n Bez
ug auf die psychische Situation
ist dem mit der Neuanmeldung einge
reichten Bericht
von
Dr.
G._
vom 25.
Jun
i 2012 (Urk. 7/182 S. 2)
keine
nach Erlass der
rentenaufhebende
n
Verfügung vom 30. Juli 2010 (Urk. 7/170)
eingetretene
Verschlechte
rung des gesundheitlichen Zustandes zu entnehmen
.
Dr.
G._
weist vielmehr im Wesentlichen auf die bereits früher gestellten Diagnosen, die
be
reits damals nicht nur
vom
C._
(
Urk.
7/155 S. 15
Ziff.
4.1.7) und
von der IV-Stelle (
7/170 S. 2
Abs.
4
), sondern auch vom Sozial
versicherungsgericht (Urk.
7/178 S. 9
Ziff.
4.1.4
Abs.
3
) als nicht mass
ge
blich er
achtet
wurden
, und die Lage gestal
tet sich auch heute nicht anders. Die Beur
tei
lung
von
Dr.
G._
stellt
somit
lediglich eine an
de
re Beurteilung desselben Sachverhaltes dar und vermag keine Verschlech
terung des Gesundheitszustan
des der Versi
cherten zu belegen.
5.3
Weder aus de
n
mit der Neuanmeldung eingereichten
Arztberichten
von Dr.
E._
(Urk. 7/182 S.
3 ff.),
Dr.
G._
(
Urk.
7/182 S. 2) und
Dr.
F._
(
Urk.
7/182 S. 1)
noch aus dem mit dem Einwand gegen den Vorbe
scheid ein
gereichten Bericht
von
Dr.
A._
(Urk. 7/187 S. 1-2)
konnte somit eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Versicher
ten glaubhaft gemacht werden. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin, auf die Neuanmeldung nicht einzutreten, ist daher nicht zu beanstanden und die Be
schwerde ist abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweige
rung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG), ermessensweise auf Fr. 600.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Be
schwerde
führerin aufzuerlegen.