Decision ID: 7819b8ac-20dc-44bb-a9a8-74949f7d1a6d
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1971 geborene
X._
arbeitete seit dem
7.
Oktober 2013
in einem Teilzeitpensum
im Stundenlohn
als Reinigungsmitarbeiterin beim Hauswart
personal der
Y._
und war in dieser Eigenschaft bei der Unfall
versiche
rung Stadt Zürich
(nachstehen
d
Unfallversicherung)
obligatorisch gegen die Fol
gen von Unfällen versichert (Urk. 9/G001
, 9/G005
). Mit
Unfall
meldung vom 9. Januar 2015
zeigte
die Versicherte an, dass sie am 7. Januar 2015 nach dem Reinigen des Hortes
auf einer vereisten Treppe
vor dem Schulhaus
aus
gerutscht
und gestürzt sei. Dabei habe sie sich am Handgelenk rechts verletzt (Urk. 9/G001).
Radiologisch wurde eine Fra
ktur ausgeschlossen, mittels MR
Arthrographie
indes eine gelenkseitige Partialläsion und Zerrung des TFCC ohne kompletten Riss diagnostiziert (Urk. 9/M001). In der Folge war die
Versicherte vom 8. Januar bis 8. Februar 2015 sowie vom
1.
März bis 9. Mai 2015 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/T008). Am 8. Januar 2016 teilte die Versicherte mit, dass sie seit Novem
ber 2015 wieder zu 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 9/G022; vgl. auch Urk. 9/T011-T013).
Am 25. Februar 2016 wurde bei der Versicherten in der
Z._
eine
Ulnaverkürzungsosteotomie
und eine TFCC
Reinsertion
rechts durchgeführt (Urk. 9/M016).
X._
wurde am 1
3.
Dezember 2016
(Urk. 9/M029)
durch Dr. med. A._
, Facharzt Innere Medizin,
a
m 21. August 2017
(Urk. 9/M040)
durch
Dr.
med. B._
, Facharzt Neurologie,
sowie am 23. August 2017 (Ur
k. 9/M041) durch Dr. med.
C._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie,
untersucht
.
Das Arbeits
ver
hältnis wurde mit Verfügung vom 12. Juni 2017 per 31. Juli 2017 seitens der Arbeitgeberin aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst (Urk. 9/T039).
Die Unfall
versicherung liess die Versicherte
sodann
am
5.
und
7.
März 2018
durch die
D._
poly
disziplinär
(ortho
pä
disch/
neuro
logisch
/psychiatrisch
) b
egutachten, wobei das
D._
-Gutachten am 17. April 2018 erstattet wurde (Urk. 9/M042).
Danach
stellte
die Unfall
versiche
rung
mit Verfügung vom 28. Juni 2018
die Taggeldleistungen und Heilbehand
lungskosten per 7. März 2018 ein
und
verneinte
sowohl einen
Rentenanspruch
als auch einen solchen
auf Integritäts
entschädigung (Urk. 9/G082).
Dagegen liess d
ie Versicherte am 22. August 2018
(Urk. 9/J001)
Einsprache
erheben
(ergänzt mit Eingaben vom 31. Oktober 2018 [Urk. 9/J005], 7. Nov
ember 2018 [Urk. 9/J007] und 4.
Februar 2019 [Urk.
9/J011]). Mit Entscheid vom 28. Mai 2019 wies die Unfallversicherung die Einsprache ab (Urk. 9/J012 [= Urk. 2]).
2.
Dagegen liess die Versicherte am 27. Juni 2019
Beschwerde erheben und bean
trag
e
n
,
es sei der
Einspracheentscheid
vom 28. Mai 2019 aufzuheben und es sei ein
bidisziplinäres
Gutachten (Handchirurgie/Neurologie) in Auftrag zu geben.
Gestützt auf das
bidisziplinäre
Gutachten sei über den Anspruch auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung neu zu entscheiden. Eventualiter sei ihr
eine Integritätsentschädigung
gestützt auf einen
Integritätsschaden von 15 % auszu
richten und bei einem Invaliditätsgrad von 38 % eine Rente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 24. Septem
ber 2019 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), worüber die Beschwerde
führerin mit Verfügung vom 27. September 2019 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 10).
Mit Eingabe vom
7.
Oktober 2019 (Urk. 11) reichte die Beschwerde
führerin einen weiteren Arztbericht (Urk. 12) zu den Akten.
Mit Verfügung vom
9.
Oktober 2019 wurden die eingereichten Unterlagen irrtümlicherweise i
m Ver
fahren Nr. IV.2019.00592 (i
n Sachen der Beschwerdeführerin gegen die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle) der Gegenpartei zugestellt. Am 3
1.
Januar 2020 (Urk. 14) reichte die Beschwerdeführerin erneut einen Arzt
bericht (Urk. 15) ein.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass die Sozialversicherung
sanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, das Begehren der Beschwerdeführerin um Ausrichtung einer Invaliden
rente mit Verfügung vom 1. Juli 2019 abgewiesen hat. Die von der Beschwerde
führerin dagegen beim Sozialversicherungsgericht erhobene Beschwerde ist Gegenstand des Prozesses Nr. IV.2019.00592 und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den
materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 7. Januar 2015 ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vor
übergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.6
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditäts
grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
1.7
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integri
tätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht über
steigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent
schädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er
voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beein
trächtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsent
schädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt
im angefochtenen Entscheid (Urk. 2)
dafür,
dem Gutachten der
D._
sei
volle
Beweiskraft zuzuerkennen. Das
D._
-Gutachten sei in Kenntnis der
Vorakten
erstellt worden und es setze sich mit früheren ärztlichen Beurteilungen auseinander. Zudem ver
möge das Parteigutachten
der Beschwerdeführerin
die Auffassung und Schluss
folgerung der
D._
-Gutachter nicht
in Zweifel zu ziehen
. Gestützt auf das
D._
Gut
achten sei davon auszugehen, dass den von der Versicherten geklagten Beschwerden (Schmerzen im Handgelenk dorsal) kein unfallbedingtes Substrat
gegenübersteh
e
. Die Symptomatik lasse sich weder auf orthopädische
r
noch auf
neurologische
r
oder
psychiatrischer Ebene erklären. Da die Beschwerden nicht objektiv ausgewiesen seien, sei die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusa
mmen
hangs zwischen dem Unfallereignis und d
en Beschwerden speziell zu prüfen
, gestützt auf die Akten jedoch zu verneinen. Mithin sei
weder ein Anspruch auf eine Invalidenrente noch
ein solcher
auf eine Integritätsentschädigung
ausge
wiesen
(Urk. 2 S. 6-9).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend,
Dr.
med.
E._
, Facharzt Handchirurgie, habe in seinem Bericht vom 19. November 2018 festge
stellt
, es handle sich eindeutig um eine Läsion des dorsal aufsteigenden
Ulnarisastes
. Diese Schädigung führe zu einem neuropathischen Schmerz und einer entsprechenden Anästhesie im
Metacarpus
ulnarseits
betont, von der
ulnaren
Kante des Metacarpale V bis III sowie zu einer Hypästhesie über dem Metacarpale II
dorsalseits
. Da die Schmerzen auf objektiv unfallbedingten Ursachen beruhen
würden, seien diese Schmerzen nicht nur natürlich, sondern auch adäquat kausal
. Insofern könne nicht von einer Schmerzverarbeitungsstörung oder einer somato
formen Schmerzstörung gesprochen werden.
Des Weiteren sei die orthopädische Begutachtung mangelhaft, da sie nicht durch einen Handspezialisten durchge
führt worden sei. Der Handstatus sei ungenügend, zudem sei
en
weder die Kraft geprüft noch andere handspezifische Tests durchgeführt worden. Auf die gut
achterliche Beurteilung könne daher nicht abgestellt werden, da
der Gutachter
die wesentlichen Funktionseinschränkungen nicht gesehen, erfasst oder getestet habe. Die Funktionseinschränkungen würden zu unfallbedingten
chronifizierten
Schmerzen
im
U
lnokarpal
- und
R
adioulnargelenk
führen
, einhergehend mit einem Kraft- und Fu
nktionsverlust der rechten Hand
. Es sei daher eine Neube
gutachtung durchzuführen, welche zur Frage der Funktions- und Leistungsfähig
keit sowie zur Höhe des Integritätsschadens Stellung
nehme
(Urk. 1 S. 6-8).
3.
3.1
Im Zusammenhang mit dem gemeldeten Ereignis vom 7. Januar 2015 wurde mit Bericht
vom 14. Januar 2015 über die gleichentags angefertigte MR
Arthographie
berichtet, wonach
am
Handgelenk rechts bei Status nach Sturz auf den rechten Unterarm und Kontusion rechts
ulnar
nach eine
r
Woche eine deutliche Schwellung ohne radiologische Fraktur festgestellt
wurde
.
Es zeigten sich diskrete T2-hyperintense
Signalinhomogenitäten
im Os
lunatum
mit einer kleinen 1,5 mm messenden
intraossären
Ganglionzyste
. Ein Kontrastmittelaustritt aus dem Radio
karpalgelenk sei nicht aufgetreten und die Sehnen seien intakt. Es
bestehe
eine gelenkseitige Partialläsi
o
n und Zerrung vom TFCC ohne kompletten Riss; die übrigen
ossären
Strukturen hätten keine Fraktur oder Ödeme gezeigt (Urk. 9/M001).
3.2
Am 25. Februar 2016 wurde bei der Beschwerdeführerin
in der
Z._
eine
Ulnaverkürzungsosteotomie
und eine TFCC
-
Reinsertion
rechts durchgeführt. Gemäss Austrittsbericht vom 29. Februar 2016
zeigte sich
der post
operative Verlauf problemlos und die Wundverhältnisse
reizfrei
(Urk. 9/M016)
.
Zwei Wochen postoperativ
waren
die Schmerzen der Beschwerdeführerin gemäss Sprechstundenbericht vom 9. März 2016
regredient
,
die Sensibilität vollumfäng
lich normal erhalten und die Fingerbeweglichkeit frei.
Es wurde festgehalten, dass d
ie Beschwerdeführerin
bis am 22. Mai 2016 ar
beitsunfähig
sei
(Urk. 9/M017).
Die Ärzte notierten, im w
eiteren Behandlungsverlauf habe die Beschwerde
führerin
beim Testen
vasovagale
Reaktionen gezeigt, ohne das
s
wirklich massive
Schmerzen bestehen würden. Bei
lei
chter Biegebelastung auf die
Ulna
seien keine
Schmerzen auslösbar gewesen. Über dem
ulnokarpalen
Gelenkspalt bestehe hin
gegen
eine
Druckdolenz
. Eine Kraftbelastung über zwei Kilogramm sei noch nicht möglich und die Beschwerdeführerin sei bis am 29. Mai 201
6
100 % arbeitsun
fähig (Urk. 9/M018).
Gemäss Bericht vom 1. Juni 2016 beklag
t
e die Beschwerde
führer
in
d
rei Monate postoperativ
noch immer über keine Kraft zu verfügen;
seit der letzten Konsultation
habe sich
keine wesentli
che Veränderung ergeben. I
hren eigenen Angaben
zufolge
sei lediglich eine Kraftbelastung von maximal einem Kilogramm möglich. Der Oberflächensensibilitätstest habe eine verminderte Sen
sibilität über der ersten Kommissur bis zum Metakarpale IV gezeigt. Über der Metakarpale V sei die Sensibilität hingegen wieder normal.
Palpatorisch
bestehe eine diffuse
Druckdolenz
über der
ulna
-
snuff
-box, dem streckseitigen TFCC, zentral radiokarpal sowie über dem
Radiusstyloid
. Die Durchbewegung im Hand
gelenk sei widerstandsfrei und ohne wesentliche Schmerzen bis an die
Bewe
gungslimite
möglich
. Der Operateur notierte, trotz Rauchstopps sei die Konso
lidation im
Osteotomiebereich
verzögert, eine Belastbarkeit bis 5 kg scheine aber dennoch möglich zu sein. Aktuell schone die Beschwerdeführerin den Arm noch zu stark. Die von der Beschwerdeführerin beklagte Sensibilitätsstörung sei nicht zuordenbar
(Urk. 9/M019). Mit Bericht vom 13. Juli 2016 erklärten die behan
delnden Ärzte der
Z._
sodann,
die Osteotomie sei konsoli
diert und auch klinisch sei ein schöner Fortschritt zu verzeichnen. Inzwischen sei die Beschwerdeführerin beschwerdefrei.
Auch bei Kraftbelastungen und dem Kraftaufbau seien se
it zehn Tagen keine vermehrten S
chmerzen oder Schwellungen aufgetreten.
Die Beschwerdeführerin belaste
den Arm im Alltag bereits weitgehend normal. Die Ärzte erachteten eine Arbeitsfähigkeit grundsätz
lich als gegeben (Urk. 9/M020).
Eine weitere Untersuchung wurde in der
Z._
nicht durchgeführt (vgl. Urk. 9/M027).
3.3
Dr.
A._
untersuchte die Beschwerdeführerin am 1
3.
Dezember 201
6.
Mit
Konsiliarbericht
vom 19. Dezember 2016 (Urk. 9/M29) berichtete der Arzt davon
, dass keine Hinweise für eine CRPS-Komplikation bestehen würden. Die Ober
flächensensibilität über dem Handrücken sei praktisch aufgehoben. Es
bestehe
eine
ulnarbetont
e
, limitierende Schmerzsymptomatik bei Palpat
ion im
U
lnokarpal
gelenk
und
ulnar
am Handgelenk mit Endphasenschmerz. Es sei ein auffallen
des Schonverhalten betreffend die
rechte Hand ersichtlich
(S. 3)
.
Dr.
A._
attestierte eine 100 %
ige
Arbeitsunfähigkeit und wies darauf hin, dass
- beim Ausstehen
weitere
r
Abklärungen
– der
Endzustand noch nicht erreicht
sei
(
S.
4-
5
).
3.4
Gemäss Bericht vom 29. März 2017 wurde die Beschwerdeführerin am 27. März 2017 in der Sprechstunde der
F._
vorstellig
. Der radiologische Befund zeigte
sich unauffällig. Nach Auffassung von
Dr.
med.
G._
, Facharzt Handchirurgie,
blieben
die beklagten Beschwerden, insbesondere der während der Untersuchung demonstrierte Krampfzustand, weiterhin unklar.
Er empfahl daher eine neurologische Untersuchung, um ein diesbezügliches Korrelat finden zu können. Zudem sollte eine
Arthro
-MRI-Untersuchung durchgeführt werden, um den
ulnocarpalen
Zustand darzustellen (Urk. 9/M034). Am 31. Mai 2017 berichteten die Ärzte
, die
neuro
logische Untersuchung vom 29. Mai 2017 habe k
linisch eine Hypästhesie über das Versorgungsgebiet des
Ramus
dorsalis
des
N.
ulnaris
rechts hinausgehend
gezeigt
. Elektrophysiologisch seien die Neu
rographien des
N.
ulnaris
und des N.
medianus
beidseits unauffällig ausgefallen.
Die Neurograph
i
e des R.
dorsalis
des
N.
ulnaris
rechts sei nicht ableitbar gewesen, wobei dies auch methodisch bedingt sein könne. In der Zusammenschau der Befunde sei daher am ehesten von einem neuropathischen Schmerz im Bereich des
Ramus
dorsalis
des
N.
ulnaris
rechts auszugehen. Die von der Beschwerde
führerin im Vordergrund stehende Symptomatik mit starken krampfartigen Beschwerden der ganzen Hand sei
dadurch
jedoch nicht erklärbar (Urk. 9/M035).
Das zum Ausschluss einer zentralen Ursache durchgeführte MRI des Schädels vom 1
2.
Juni 2017 lieferte keinen Hinweis auf eine pathologische Veränderung, wel
che die Beschwerdesymptomatik begründen könnte (Urk. 9/M036), weshalb die Ärzte der
F._
die Verdachtsdiagnose eines neuropathischen Schmerzsyndroms im Bereich des
Ramus
dorsalis
des
N.
ulnaris
nannten
(Urk.
9/M037).
3.5
Am
23. August 2017
(Urk. 9/M040)
erstattete Dr.
B._
den Konsiliarbericht über die am 21. August 2017 durchgeführte
Untersuchung
der Beschwerdeführerin
und hielt f
est, es seien keine neurologischen Diagnosen zu stellen.
Der Neuro
status sowie die Motorik
hätten
sich als unauffällig
gezeigt
, weshalb der Verdacht auf einen neuropathischen Schmerz nicht zu bestätigen sei
. Betreffend die Koordi
nation hielt Dr.
B._
fest, dass die rechte Hand wechselnd ausgeprägt in einer Schonhaltung verharrt
sei
, die bei gezielter Willkürmotorik
jedoch
aufge
geben
worden sei
(S. 10). Bei der Untersuchung der Sensibilität an der rechten Hand habe die Beschwerdeführerin wechselnde Angaben gemacht. Teilweise sei eine völlige Gefühllosigkeit für Berührungen der gesamten rechten Hand ange
geben worden, teils lediglich eine Hypästhesie an der
ulnaren
Handkante. Auf Schmerzreize habe jedoch eine adäquate Reaktion stattgefunden. Bei jeglicher Berührung seien massive Schmerzen angegeben worden
(S. 11). In der klinisch-neurologischen Untersuchung seien keine reproduzierbaren sensiblen oder moto
rischen Ausfälle nachweisbar gewesen. Die Angaben der Beschwerdeführerin seien vielmehr wechselhaft und teilweise widersprüchlich gewesen.
Bei normalem
lokalbefundlichem
Aspekt der rechten Hand schloss Dr.
B._
,
es bestehe
kein
begründeter Verdacht auf ein CRPS Typ I. Aufgrund der fehlenden Atrophie der Unterarm- und Handmuskulatur im Vergleich zur linken Seite erachtete er sodann einen Mindergebrauch der dominanten Hand infolge der Schmerzen als nicht gegeben
. Des Weiteren sei die Medikamentenspiegelkontrolle betreffend des regelmässig dreimal täglich eingenommenen Analgetikum
Dafalgan
(Paraceta
mol) negativ ausgefallen, weshalb davon auszugehen sei, dass das Schmerzmittel nicht wie angegeben eingenommen
wurde
, was nach Auffassung von
Dr.
B._
gegen einen authentischen Leidensdruck spreche. Die Exploration habe daher ergeben, dass kein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausaler Gesund
heitsschaden vorliege
(S.
12-13). Aus neurologischer Sicht attestierte
Dr.
B._
eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungs
mitarbeiterin. Es seien keine Unfallfolgen ausgewiese
n, welche die Arbeitsfähig
keit e
inschränken würden
(
S. 15)
.
Sodann verneinte
Dr.
B._
einen Anspruch auf Integritätsentschädigung aus neurologischer Sicht (S. 16).
3.6
Am 2
3.
August 2017 nahm
Dr.
C._
eine orthopädische Exploration der Beschwerdeführerin vor. Im
Bericht
vom 24. August 2017
(Urk. 9/M041)
führte
Dr.
C._
aus, er habe wissend über die gesamte Problematik des rechten Hand
gelenks das Gespräch
anders strukturiert und die Bes
c
h
werdeführerin versucht abzulenken. Dabei habe er festgestellt, dass auch bei einer völlig abgelenkten
Beschwerdeführerin
der Arm plötzlich zu zittern
begonnen habe
, weshalb er nicht
von einer Simulation ausgehe (
S. 1). Die Flexion-Extension sowie die Pro-Supination seien massiv beziehungsweise deutlich eingeschränkt. Er erachtete die erhobenen Befunde als nahezu sicher auf das Unfallereignis vom 7. Januar 2015 zurück
zu
führend
(S. 2)
und
attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in
angestammter
Tätigkeit. Die Hand sei sehr schmerzempfindlich, was einer voll
ständigen Gebrauchsunfähigkeit
gleichkomme
.
Dr.
C._
führte weiter aus, er könne sich keine Tätigkeit ohne Gebrauch des rechten Armes oder des Handge
lenks vorstellen
, weshalb er keine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
attestieren könne; e
r erachtete den Endzustand hingegen als erreicht
(
S
. 3
-4
).
In Bezug auf den Integritätsschaden hielt
Dr.
C._
fest, durch
das
Unfall
ereignis
vom 7. Januar 2015 habe die Beschwerdeführerin eine dauernde und erhebliche Schädigung der körperlichen und geistigen Integrität entsprechend der Inte
gritätsentschädigungstabelle der Suva e
rlitten. Unter Berücksichtigung
der ortho
pädischen Zahlen sowie der Zahlen der psychischen Dekompensation
erachtete
Dr.
C._
eine Integritätsentschädigung im Umfang von 20-25 % als gerecht
fertigt (S. 5).
3.7
Die
Gutachter
des
D._
,
Dr.
med.
H._
, Facharzt Psychiatrie und Psycho
therapie, Dr. m
ed. I._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie sowie
Dr.
med.
J._
,
Facharzt Neurologie
,
nannten im interdisziplinären Gut
achten vom 17. April 2018
(Urk. 9/M042)
als Diagnose
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
chronische
ulnar
betonte Handgelenksschmerzen rechts (ICD-10 M79.64).
Daneben bestehe eine
Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54)
, welcher aber
kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
zukomme
(S.
24).
Der psychiatrische Gutachter notierte,
anlässlich
der psychiatrischen Unter
su
chung
habe
die Beschwerdeführerin über Schmerzen
geklagt, während
dessen er
in der Untersuchung jedoch kaum ein
en
Leidensdruck
habe
feststell
en
könne
n
(S. 10)
.
Sie habe ihre Hand ohne sichtbare Einschränkungen bewegt, ihren Kopf auf die Hand gestützt und die rechte mit der linken Hand berührt, ohne dass irgendwelche Schmerzwahrnehmungen erkennbar gewesen wären (S. 13).
Die Stimmung
sei ausgeglichen gewesen, die Psychomotorik lebhaft und die Beschwerdeführerin habe einen wachen Eindruck hinterlassen. Psycho
patholo
gi
sche Befunde hätten sich nicht erheben lassen.
Hinweise auf psycho
soziale Belastungen würden keine vorliegen. Es sei aus psychiatrischer Sicht nicht erklärbar, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beschwerden,
die kaum objektiviert werden kö
nnten,
derart eingeschränkt fühle.
Nachdem eine psychiatrische Störung, welche die Arbeitsfähigkeit beein
trächtigen würde, nicht vorliege, bestehe in der bisherigen Tätigkeit
als Reinigungsmitarbeiterin
sowie als
Hausfrau aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(
S. 10-
11).
Der orthopädische Gutachter
berichtete von reizlosen Narben über dem
Ulnaschaft
. Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks und aller Fingergelenke sei leicht verlangsamt, vom Umfang her zuletzt jedoch frei. Der Händedruck sei im Vergleich zur Gegenseite abgeschwächt. Die Zirkulation sei bis in die Periphe
rie erhalten, eine Schwellung der Handfläche
sei nicht fassbar und der maximale Unterarmumfang sei symmetrisch (S. 16). Der Gutachter
erachtete aufgrund des erhöhten Anspruchs
an
die Krafteinsetzung sowie
an
eine gute Mobilität des Handgelenks eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
nicht
gege
ben. Körperlich leichte Aktivitäten, wo mit dem rechten Arm eine Hebe- und
Traglimite
von fünf Kilogramm n
icht überschritten werde und darüber hinaus keine übermässigen Ansprüche an die Belastungsfähigkeit des rechten Handge
lenks gestellt würden, könnten hingegen zeitlich und leistungsmässig
uneinge
schränkt
ausgeübt werden. Für eine entsprechende Tätigkeit sei die Beschwerde
führerin 100 %
arbeits- und leistungsfähig (
S. 19).
Die neurologische Untersuchung ergab des Weiteren, dass die Beschwerde
führerin angab, es bestehe ein stark ausgeprägtes Defizit für B
e
rührungen, Schmerzen und Temperatur
im Bereich des Handrück
ens sowie dorsal am distalen Unterarm rechts. Es bestehe auch eine leichtgradige Sensibilitätsverminderung im Bereich
der Handinnenfläche. Ansonsten erwies sich der neurologische Befund
als
unauf
fällig (S. 21-22).
Der neurolo
gische Gutachter erklärte diesbezüglich
, die angege
benen hochgradigen sensiblen Defizite
würden
weder dem Versorgu
ngsgebiet eines peripheren Nerv
s entsprechen, noch seien diese auf eine
Plexusläsion
beziehungsweise eine
Radikulopathie
zurückzuführe
n
. Der bestehende
muskulos
keletta
l
e
Schmerz im Bereich des rechten Handgelenkes habe daher keinen neuropathischen Charakter.
Unter Berücksichtigung des aktuell vorliegenden Beschwerdeb
ildes und der erhobenen Befunde
sei die Feststellung von
Dr.
B._
, wonach keine relevante neurologische Diagnose vorliege, zu bestätigen. Mithin bestehe aus neurologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(S. 23).
In der interdisziplinären
Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, es bestehe nach wie vor eine symmetrische Muskulatur an beiden Armen, weshalb eine wesentliche Schonung der rechten Seite im Alltag nicht plausibel sei. Zudem bestehe ein deutlicher Kontrast zwischen den anamnestischen Beschwerde
schilderungen und den effektiv objektivierbaren Befunden.
Neurologisch lasse sich kein pathologischer Befund zuordnen.
Insgesamt könne jedoch aus orthopä
discher und neurologischer Sicht eine verminderte Belastbarkeit des rechten Handgelenkes bestätigt werden, weshalb eine Reinigungsarbeit ungeeignet sei. In einer leichten, adaptierten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin vollständig arbeitsfähig.
Aus psychiatrischer Sicht sei hingegen kein wesentlicher Befund erhoben worden. Die somatisch nicht ausreichend erklärbaren Befunde für die subjektiv angegebenen Beschwerden und
Limitierungen
, seien einer Schmerzver
arbeitungsstörung zuzuordnen. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht könne nicht abgeleitet werden. Die Beschwerdeführerin sei seit Januar 2015 in ihrer angestammten Tätigkeit vollständig und bleibend arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit sei sie hingegen arbeitsfähig, wobei die Arbeitsfähigkeit von Januar bis April 2015 und von Februar bis Juni 2016 aufgehoben gewesen sei. Eine Integritätseinbusse liege nicht vor, weil der Schaden zu gering sei
(S. 24
25).
3.8
Im Privatgutachten vom 19. November 2018
(Urk. 9/M043)
hielt Dr. med.
E._
, Facharzt Chirurgie mit Spezialisierung Handchirurgie, fest,
die Beschwerdeführerin
klage
über Schmerzen im Bereich des
ulnocarpalen
und
radioulnaren
distalen Handgelenks rechts. In der Ergotherapie habe sie aufgrund der starken Schmerzen
vasovagale
Zustände erlitten. Er gehe davon aus, die Beschwerden hätten sich verstärkt, da die objektivierbaren
S
chmerzen und Sensibilitätsstörungen von den Ärzten bagatellisiert worden seien (S. 3). Objekti
vierbar seien massive Schmerzen im Bereich der
radioulnaren
und
ulnocarpalen
Gelenke, welche nicht simuliert seien. Nach seiner Auffassung handle es sich um ein Mischbild von Schmerzen, mässig eingeschränkter Beweglichkeit, schmerz
bedingter Einschränkung der Beweglichkeit sowie eines Sensibilitätsschadens,
was
als Integritätsschaden nicht in eine bestimmte Tabelle falle (S. 4).
Über dem Handrücken im metacarpalen Bereich von Metacarpale V
III bestehe eine Anästhesie, über dem Metacarpale III-II gehe es über in eine Hypästhesie. Ansonsten bestehe eine normale Sensibilität.
Die medizinisch theoretische Inva
lidität betrage 48 bis 51 % und der Integritätsschaden rund 15 %. Der Zustand entspreche funktionell am ehesten einer mässigen bis schweren Handgelenks
arthrose oder einer proximalen Handwurzelresektion mit mässigem Erfolg (S. 5).
4.
4.1
Durch die medizinischen Akten ausgewiesen und unbestritten
ist
, dass sich die
Beschwerdeführerin anlässlich des Sturzes vom 7. Januar 2015 eine
Kontusion und/oder
Distorsion des rechten Handgelenks
zuzog
, welche opera
tiv mit einer
Ulnav
erkürzungsosteotomie
und
einer
TFCC-
Reinsertio
n
rechts behandelt wurde (
E. 3.2
)
. Die Beschwerdegegnerin anerkannte hinsichtlich des Ereignisses vom 7. Januar 2015 ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 9/G002, 9/T040).
Nach Lage der Akten
war
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwart
en (vgl. Urk. 9
/M041 S. 4;
9
/M042 S. 27; Urk.
9
/M043 S. 5), weshalb der Fallabschluss zu Recht erfolgte
(E. 1.3)
, was auch nicht beanstandet wurde
. Strittig und zu prüfen ist, ob auf den Unfall vom 7. Januar 2015 zurückzuführende Beeinträchtigungen bestehen, die einen Anspruch auf eine Rente und
/oder
auf
eine Integritäts
ent
schädigung begründen, und
dabei insbesondere,
ob die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt
rechtsgenüglich
abgeklärt beziehungsweise ob sie
den
geklagten Beschwerden
hinreichend
Rechnung getragen hat.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf die Beurteilung der
D._
-Gutachter (Urk. 9
/M042). Diese erging unter Berücksichtigung der
Vorakten
(S. 4-7), der Anamnese sowie den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden (S. 7-9, S. 13-15, S. 20-21). Die Gutachter erhoben sowohl den psychiatrischen Befund nach AMDP (S. 9) wie auch den orthopädischen Körper
status (S. 15-16) und
den neurologischen Status (S. 21-22). Dabei würdigten die Gutachter bei ihrer Beurteilung auch die Aktenlage (S. 19-20, S. 23)
und begrün
deten ihre Einschätzung nachvollziehbar
.
Im Vordergrund steht, dass die Gutachter die von der Beschwerdeführerin
geklag
ten Einschränkungen aufgrund des sorgfältig erhoben Befundes nicht im geltend gemachten Ausmass nachvollziehen konnten (Urk. 9/M042 S. 24-25; vgl. auch Urk.
9/M042 S. 18-19
und Urk.
9/M042 S. 23
). Im Bereich des rechten Unter
armes und Handgelenk
s
konnte in orthopädischer Hinsicht eine leicht verlang
samte, vom Umfang her letztlich aber freie Beweglichkeit des Handgelenks und aller Fingergelenke festgestellt werden. Zwar
war
im Vergleich zur Gegenseite ein abgeschwächter Händedruck gegeben und die Beschwerdeführerin
gab
vor allem
ulnar
betont einen Bewegungsschmerz am Handgelenk an. Der maximale Unter
armumfang zeigte sich jedoch symmetrisch
. Sodann
wurde
die rechte Hand beim An- und Auskleiden, beim Hantieren an den mitgebrachten Unterlagen und vor allem beim Abstützen im Rahmen von Transfers auf dem Untersuchungstisch spontan
eingesetzt
(
Urk. 9/M042 S. 16
). Des Weiteren
ergab die
neurologische Untersuchung, dass die Beschwerdeführerin bei im Wesentlichen normalem neu
rologischen Befund (
Urk. 9/M042 S. 21-22
) und fehlender muskulärer Atrophie über eine hochgradige Funktionseinschränkung klagte. Während dem Gespräch
fiel
jedoch ein lebhaftes Gestikulieren mit der rechten Hand auf
und es zeigte sich bei unauffälliger Beobachtung eine flüssige Bewegung der Finger, ein Schonver
halten
war
hingegen nich
t sichtbar
(Urk. 9/M042 S. 21
).
Angesichts dessen, dass die Gutachter ihre Beurteilung u
nter Berücksic
htigung der
bildgebenden und
klinischen Befunde
sowie
dem deutlichen Kontrast zwischen den anamnestischen Beschwerdeschilderungen und den effektiv objektivierbaren Befunden
abgaben, überzeugt ihre
Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin in einer angepass
ten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig
ist
.
Damit genügt das Gutachten den an eine beweiskräftigte Beurteilungsgrundlage gestellten Anforderungen (E. 1.6) vollumfänglich.
4.
3
Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbrachte, vermag
das Gutachten
nicht
in Frage
zu
stellen
.
Ihr
Einwand, wonach der neurologische Gutachter keine eigenen neurologischen Abklärungen getätigt
und fälschlicherweise eine Diagnose aus neurologischer Sicht verneint habe
(
Urk.
1 S. 7), läuft ins Leere. Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamnese
erhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesge
richts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremd
anamnestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3,
8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Dr.
J._
untersuchte die Beschwerdeführerin eingehend
,
erhob
die neuro
logische Anamnese und
den neurologischen
Status
(Urk.
9/M042 S. 21
f.)
und
begründete
gestützt
hierauf seine Einschätzung. Dabei fanden die von den behandelnden Ärzten bereits zuvor aus der Neurographie gewonnenen Erkennt
nisse, wonach die Parameter im Bereich des
Nervus
medianus
und
ulnaris
normal ausfielen, demgegenüber der
Ramus
dorsalis
Nervus
ulnaris
rechts nicht abge
leitet werden konnte, Eingang ins neurologische Gutachten. Hierzu erläuterte
Dr.
J._
im Einklang mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte der
F._
, dass es sich um einen technisch schwierig untersuchbaren Nervenast handle, weshalb das Untersuchungsresultat mit Vorsicht zu inter
pretieren sei (Urk. 9/M042 S. 22 f.).
Die Beschwerdeführerin vertritt zwar
unter Hinweis auf Dr.
E._
die Ansicht, dass aufgrund der fehlenden Ableitbarkeit des
Ramus
cutaneus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
rechts eine Schädigung dieses
Nerves
bestehe
, dieser objektive Befund für einen neuropathischen Schmerz
spreche und auch die
geklagte
Sensibilitätsstörung auf die Schädigung des
Ramus
dorsalis
nervi
ulnaris
rechts zurückzuführen sei
(E. 2.2)
. Dieser Ansicht kann
jedoch
nicht gefolgt werden. Zum einen ist
Dr.
E._
in Bezug auf die neurologischen Befund
erhebungen fachfremd
.
Zum anderen führten selbst die behandelnden Ärzte der
F._
aus, dass die fehlende Ableitung der Neurographie des
Ramus
dorsalis
des
Nervus
ulnaris
auch methodisch bedingt sein könne. Die Ärzte erachteten
dennoch
die bestehende Symptomatik
–
auch
unter der Annahme
neu
ropathische
r
Schmerz
en
im Bereich des
Ramus
dorsalis
des
Nervus
uln
aris
–
als nicht erklärbar (E. 3.4
).
Die
von ihnen
gestellte Verdachtsdiagnose eine
s
neuro
pathischen Schmerzsyndroms
wurde
ferner
durch Dr.
B._
nicht bestätigt (E. 3.5)
. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die
Sensibilität
an der rechten Hand
nach der Operation vollumfänglich normal erhalten
war
(E. 3.2)
, was eben
falls gegen eine Nervenschädigung spricht
.
Eine
– wie von der Beschwerde
führerin geklagte –
höhergradige
Funktionseinschränkung liess sich damit
nicht objektivieren. Auf das
schlüssige
neurologische Teilgutachten
ist
damit ab
zu
stellen
.
In Bezug auf die orthopädische Begutachtung machte die Beschwerdeführerin
sodann
gelten
d
, diese sei nicht durch einen Handspezialisten durchgeführt und der Handstatus sei ungenügend
erhoben
worden
.
Die Behauptung
,
Dr.
I._
habe
im Wesentlichen nur die Narbenlänge gemessen (
Urk.
1 S. 7),
ist indes unbegründet:
Die orthopädische Untersuchung beruhte auf der Befunderhebung der Beweglichkeit und Kraft der Hand und Finger sowie der geklagten Beschwer
den während der Untersuchung. Des Weiteren
erhob
Dr.
I._
den gesamten
Körperstatus (Urk. 9/M042 S. 15 f.). Die daraus gezogene
n
Schlussfolgerung
en
sind
insbesondere unter Berücksichtigung
der genannten Inkonsistenzen (E. 4.
2
) nachvollziehbar.
Im Übrigen ist
darauf hinzuweisen
, dass
Dr.
B._
mittels Medikamentenspiegelkontrolle eine regelmässige dreimal tägliche Einnahme des Analgetikum
s
Dafalgan
(Paracetamol) nicht
hatte bestätigen können,
was gegen einen
authentische
n
Leidensdruck
spreche
(Urk. 9/M040 S. 13). Am Tag der gut
achterlichen Untersuchung verzichtete die Beschwerdeführerin
ihren Angaben zufolge ebenfalls auf die Einnahme des Schmerzmittels (Urk. 9/M042 S. 18).
Bezüglich der Qualifikation von
Dr.
I._
ist festzuhalten, dass er
über einen Facharzttitel im Bereich orthopädische Chirurgie
verfügt
.
Weshalb der Gutachter, welcher mithin umfassende Kenntnisse des
Bewegungsapparates
besitzt, nicht in der Lage sein sollte, die Handgelenksproblematik der Beschwerdeführerin zu beurteilen, ist nicht
einsichtig
, zumal er die
Einschätzung
der
behandelnden
Fach
ärzte der
Z._
, der Handchirurgie des
K._
sowie der
F._
berücksichtigte
und deren Einschätzungen bestätigte (vgl.
Urk. 9/M042 S. 17 und S. 19).
Dr.
I._
setzte sich folglich auch hin
reichend mit den
Vorakten
auseinander
und zeigte sodann nachvollziehbar auf, dass auf die Beurteilung von
Dr.
C._
nicht abgestellt werden könne, da dieser keine konkreten Angaben gemacht habe, weshalb das postoperative Resul
tat «erschreckend» sei. Die von
Dr.
C._
festgehaltenen klinischen Befunde würden sich bloss auf eine marginale Bewegungsprüfung des Unterarms und des Handgelenkes stützen; so habe er denn auch angegeben, diese seien hinreichend bekannt. Abschliessend hielt
Dr.
I._
hierzu
fest, dass die Beurteilung eher eine Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin darstelle und daher keine plausiblen Schlüsse gezogen werden könnten (Urk. 9/M042 S. 20).
Des Weiteren
kommt auch
Dr.
I._
in Bezug auf die Wahl der Untersuchungsmethoden ein weiter Ermessensspielraum zu (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3).
Welche handspezifischen Tests
zusätzlich
durchzuführen wären (Urk. 1 S. 7),
die
nicht den
Vorakten
entnommen werden könnten, geht aus dem Einwand der Beschwerdeführerin hingegen nicht hervor
. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sind mithin keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche das orthopädische
Gutachten
in Frage stellen könnten.
Zusammenfassend ist
die
Einschätzung der
D._
-Gutachter, wonach insgesamt aus orthopädischer und neurologischer Sicht eine verminderte Belastbarkeit des rechten Handgelenks zwar bestätigt wurde, in einer angepassten Tätigkeit quan
titativ jedoch eine uneingeschränkte Arbeits
- und Leistungsfähigkeit besteht
(Urk. 9/M042 S. 24), nicht zu beanstanden.
Hieran vermögen schliesslich auf
die im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht
e
von Dr. med.
L._
(Urk. 12), Facharzt Neuro
logie, sowie von Dr. med.
M._
(Urk. 15), Facharzt Chirurgie und Hand
chirurgie,
nichts zu ändern
. Zum einen bildet der angefochtene
Einspracheent
scheid
in zeitlicher Hinsicht die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 130 V 445 E. 1.2), weshalb die Berichte vom 22. August 2019 sowie vom 16. Januar 2020 ohnehin nicht zu berücksichtigen wären. Zum anderen setzten sich weder Dr.
L._
noch Dr.
M._
in ihren Berichten mit den von den
D._
-Gutachtern erhobenen Befunden und deren Einschätzung zur medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit auseinander.
4.
4
Der medizinische Sachverhalt erweist sich
mithin
als hinreichend abgeklärt. Von der beschwerdeweise beantragten Einholung eines
b
idisziplinären
Gutachtens
(Handchirurgie/Neurologie) sind daher
keine massgeblichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 134 I 140 E. 5.3) von weiteren Abklärungen abgesehen werden kann. Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 28. Juni 2018 (Urk. 9/G082) von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gemäss dem von den
D._
-Gutachtern formulierten Zumutbarkeitsprofil aus und legte dieses der Invaliditätsbemessung zugrunde.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin in ihrem
Einspracheentscheid
vom 28. Mai 2019 ist von einem organischen Korrelat auszugehen,
durch das
die Beschwerdeführerin in
ihrer angestammten Tätigkeit in
der
Leistungsfähigkeit beeinträchtigt
ist
. Zwar vermögen Schmerzen sowie klinisch feststellbare Bewe
gungseinschränkungen für sich allein kein klar fassbares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts U
9/05 vom 3. August 2005 E. 4, U 354/06 vom 4. Juli 2007 E. 7.
2, U 3288/06 vom 25. Juli 2007 E
. 5.2 sowie 8C_369/2007 vom
6.
Mai 2008 E. 3). Die Gutachter führten jedoch nachvollziehbar aus,
dass eine konkrete Ursache für die von der Explorandin angegeben Beschwerden nicht zu erkennen sei. Demgegen
über bestehe am rechten Vorderarm und Handgelenk ein pathologischer Befund in Form eines postoperativen Zustands, welcher aber objektiv zumindest auf Ebene der
muskuloskelettalen
Strukturen als korrekt zu bezeichnen sei (
Urk.
9/M042 S. 18).
Ein organischer Kern der angegebenen Beschwerden
sei
damit
gegeben, dessen Auswirkungen
seien
jedoch gering
(Urk. 9/M042 S. 18
19).
M
ithin ist von
einem ausgewiesenen
organischen
Gesundheitsschaden auszugehen
(vgl. Urk. 9/M042 S. 27)
, der gemäss Gutachter
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (teil-)kausal zum Unfallere
ignis ist (Urk. 9/M042 S. 25-26).
4.
5
Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt
, als
der Endzustand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt der kreisärztli
chen Untersuchung am
7. März 2018
erreicht war. Abgestützt auf die beweis
kräftige Beurteilung des Gesundheitszustandes im
D._
-Gutachten ist davon aus
zugehen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der objektiv begründeten gesundheitlichen Einschränkungen im rechten Handgelenk in ihrer bis zum Unfallzeitpunkt ausgeübten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin nicht mehr arbeitsfähig ist. Dagegen ist ihr eine körperlich adaptierte leichte Tätigkeit ohne besondere Ansprüche an die Belastungsfähigkeit des rechten Handgelenks ent
sprechend dem Leistung
sprofil im
D._
-Gutachten (Urk. 9
/M042 S. 27) im Zeit
punkt des Fallabschlusses und der damit einhergehenden Rentenprüfung seit längerem vollumfänglich zumutbar.
Bei diesem Ergebnis kann auf die Prüfung der Adäquanz verzichtet werden (E. 1.4 und 1.5).
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der
Beschwerde
führerin erwerblich auswirkt.
5.2
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Ein
kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 135 E. 2a und b, vgl. auch BGE
114 V 310 E. 3a).
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die Angaben der
früheren Arbeitgeberin der Beschwerde
führerin (Ur
k. 9
/G081
S. 1
).
Hinweise dafür, dass die
se
Angaben fehlerhaft sein könnten
,
sind
nicht aktenkundig und
wurde
n auch
nicht substan
tiiert vorgebracht.
Gemäss Auskunft der Arbeitgeberin hätte die
Beschwerde
führerin im Jahr 2018
bei einer Beschäftigung im
Umfang
von 38.10 % ein Jahreseinkommen inklusive 13. Monatslohn von Fr.
20'701.25
erzielt (Urk. 9
/G080).
Aufgerechnet auf ein 100 % Pensum ergibt dies ein
V
alidenein
kommen
von
gerundet
Fr. 5
4
'
334.--
, welches der Berechnung zugrunde zu legen ist.
5.3
5.3.1
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 1
39 V 592 E. 2.3 mit Hinweisen).
Hinsichtlich
des unbestrittenermassen
(vgl. Urk. 1 S. 9)
anhand von Tabellen
löhnen zu ermittelnden Invalideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin auf den monatlichen Totalwert im Kompetenzniveau 1
für Frauen
gemäss
LSE ab (Urk. 9
/G081 S. 2), was nicht zu beanstanden ist. Strittig ist hingegen der Umfang des leidensbedingten Abzugs.
5.3.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll
aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
5.3.3
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie könne auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ihre dominante rechte Hand aufgrund der unfallbedingten Schmer
zen und der Beweglichkeitseinschränkung lediglich als
Zudienhand
gebrauchen, weshalb ihr ein Abzug von 25 % zu gewähren sei
(Urk. 1 S. 9)
.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erfolgt ein leidensbedingter Abzug nicht automatisch, sondern er wird unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt.
Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Die Beschwerde
gegnerin berücksichtigte einen leidensbedingten Abzug von 5 % (Urk.
9
/G081 S. 2). Dass die rechte Hand der Beschwerdeführerin lediglich als
Zudienhand
ein
gesetzt
werden k
ö
nn
te
, geht aus der medizinischen Beurteilung
der
D._
Gutachter
nicht hervor, weshalb nicht von einer funktionellen
Einhändigkeit
– wie von der Beschwerdeführerin vorgebracht (Urk. 1 S. 9) – ausgegangen werden kann.
Andere Gründe, die einen höheren Abzug rechtfertigen würden, sind nicht ersicht
lich
.
Ein triftiger Grund, weshalb der leidensbedingte Abzug von 5 % zu erh
öhen ist, liegt damit nicht vor.
Gestützt
auf das standardisierte Monatsein
kommen im Kompetenzniveau 1 der LSE 2016 im Total für Frauen von Fr. 4'363.--, aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S) und unter Berücksichtigung der Entwicklung der Nominallöhne für weibliche Arbeitskräfte von 2’709 Punkten im Jahr 2016 auf 2'732
Punkte
im Jahr 2018 (vgl. Statistik T
39, Entwicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2018) ergibt dies bei einem leidensbedingten Abzug von 5 % ein Invalideneinkommen von
gerundet
Fr.
52'292.--
(Fr. 4'363.-- : 40 x 41,7 : 2'709 x 2
'
732
x 12 x 0.95).
5.4
Die aus dem
E
inkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt Fr.
2’042
-- (
Valideneinkommen
von Fr.
54'334.--
abzügli
ch Invalidenein
kommen von Fr.
52'292
.--
), was einem Invaliditätsgr
ad von gerundet 4
% ent
spricht, weshalb die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat
(E. 1.4)
.
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte
sodann
einen Anspruch der Beschwerde
führerin auf eine Integritätsentschädigung. Dagegen macht
e
die Besc
hwerde
führerin gestützt auf das Privatgutachten von Dr.
E._
geltend, es sei von einem kombinierten Schaden der Hand mit massiv eingeschränkter Kraft, einge
schränkter Beweglichkeit, einem unfallbedingten Schmerzsyndrom und einem Sensibilitätsverlust auszugehen. Der Zustand entspreche am ehesten einer mässigen bis schweren Handgelenksarthrose oder einer proximalen Handwurzel
resektion mit mässigem Erfolg. Gestützt auf die Beurteilung von Dr.
E._
und Dr.
C._
sei der festgestellte Integritätsschaden von 15 % sicherlich gerechtfer
tigt
(Urk. 1 S. 10)
.
6.2
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet (E.
1.5).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teil
weiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rätlichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angege
bene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Ein
zelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicher
ten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.3
Die
D._
-Gutachter führten in nachvollziehbarer Weise aus, dass die objektivier
baren leichtgradigen Einschränkungen am rechten Handgelenk nicht das Aus
mass eines entschädigungsberechtigten Integ
ritätsschadens nach den gesetzli
chen Bestimmungen sowie den Suva-Tabellen erreichen würden.
Sie erachteten die Beurteilung von
Dr.
C._
als nicht nachvollziehbar, da dieser sich aus
schliesslich auf die anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin gestützt habe (Urk.
9
/M042 S. 28). Dies
e Einschätzung ist nicht zu beanstanden, zumal
Dr.
C._
o
ffensichtlich noch psychische Be
schwer
de
n berücksichtigte
(vgl.
Urk. 9/M041 S. 5)
; solche sind indes nicht ausgewiesen (E. 3.7)
.
Soweit die Beschwerdeführerin gestützt auf die Einschätzung von
Dr.
E._
eine Integritäts
entschädigung geltend macht,
vermag sie damit
ebenso wenig
durchzudringen
.
Das
D._
-Gutachten ist beweiskräftig und die Beurteilung von
Dr.
E._
vermag an deren Einschätzung keine Zweifel zu erwecken (E. 4.
3
), weshalb gestützt auf die
nachvollziehbare
Begründung der Gutachter
kein entschädigungsbedürftiger Integritätsschaden ausgewiesen ist und damit kein Anspruch auf eine
Integritäts
entschädigung
besteht
.
7.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht
vom Errei
chen des
Endzustand
es
per März
2018
ausging
. Bei fehlender
anspruchsrelevanter
unfallbedingter Erwerbseinbusse resultiert kein Anspruch auf eine Invalidenrente und es ist auch keine Integritätsentschädigung geschuldet. Weitere Beweis
massnahmen sind nicht erforderlich. Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.