Decision ID: 95f99911-96b3-47c2-be25-0cfe179fa1e0
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968, verheiratet und Mutter einer 2006 geborenen Tochter, war in den Jahren 1998 bis 2000 und
wiederum ab
2007
bis 2011
erwerbstätig. Zuletzt arbei
tete sie als Reinigu
ngsmitarbeiterin bei der
Y._
AG. Am 3. März 2008
meldete sie sich wegen gesundheitlicher Beschwerden bei der I
nvaliden
versicherung zum
Leistungsbezug (Rente) an (vgl.
Urk. 7/3-6
,
Urk.
7/52,
Urk.
7/54). Die Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, holte einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/6), einen Auszug aus dem individu
ellen Konto (IK-Auszug; Urk. 7/5), einen Arztbericht (Urk. 7/7) und ein medizini
sches Gutachten bei der MEDAS-
Z._
(Urk. 7/16) ein. Zum Ergebnis der ärztlichen Abklärungen nahm der Regionale Ärztliche Dienst der
V-Stelle (RAD) am 8. Mai 2009 Stellung (Urk. 7/18/3 f.). Zusätzlich liess die
IV-Stelle anlässlich eines Hausbesuches bei der teilerwerbstätigen Versicherten den Anteil Erwerbstätigkeit und den Anteil ihrer Betätigung im Haushalt sowie die gesund
heitsbedingte Beeinträchtigung im H
aushalt feststellen (Urk. 7/17) und
sie
führte einen Einkommensvergleich durch
(
Urk.
7/19)
.
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(vgl. Urk. 7/21 ff.) erliess die IV-Stelle am 18. Januar 2010 die Verfügung, mit welcher sie den Anspruch der Versicherten auf eine Rente ver
neinte (Urk. 7/42). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.2
Am 12. Juli 2011 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/49). Die IV-Stelle holte einen aktuellen IK-Auszug ein (Urk. 7/52), ebenso einen aktuellen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/54) und weitere Arztberichte (Urk. 7/53, Urk. 7/55). Gestützt auf
eine
Stellungnahme des RAD und einen erneuten Einkommensvergleich (Urk. 7/68, Urk. 7/69/3 f.) sowie nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/71 ff.) erliess die IV-Stelle am 25. Novem
ber 2013 die Verfügung, mit welcher sie den Anspruch auf eine Invalidenrente
erneut
verneinte (Urk. 7/98). Die von der Versicherten dagegen erhobene Beschwerde vom 1
0.
Januar 2014 (
Urk.
7/101/3-9) hiess das Sozialversicherungs
gericht mit Urteil IV.2014.00029 vom 2
8.
August 2015 gut und es wies die Sache zwecks Vornahme weiterer Abklärungen und zu neuem Entscheid über den Leis
tungsanspruch an die IV-Stelle zurück (
Urk.
7/107).
1.3
Die IV-Stelle nahm in der Folge weitere Arztberichte zu den Akten (
Urk.
7/113 f.,
Urk.
7/119,
Urk.
7/122,
Urk.
7/126-129,
Urk.
7/141) und holte das polyd
iszipli
näre Gutachten der MEDAS-
A._
vom 2
4.
März 2017 ein (
Urk.
7/145/1-92). Am
6.
September 2017 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid, mit dem sie die
Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht stellte (
Urk.
7/150). Gegen den vorgesehenen Entscheid erhob die Versicherte Einwände (
Urk.
7/151,
Urk.
7/153). Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
führte die IV-Stelle eine wei
tere
Erhebung der Beeinträchtigung im Aufgabenbereich
durch (
Urk.
7/157). Zum Ergebnis dieser Abklärung nahm die Versicherte am
2.
Mai 2018 Stellung (
Urk.
7/155). Am 2
7.
Februar 2019 erliess die IV-Ste
lle einen weiteren Vorbe
scheid, mit dem sie
der Versicherten wiederum die Abweisung des Leistungsge
suchs in Aussicht
stellte
(
Urk.
7/160). Auch gegen diesen Vorbescheid erhob
d
ie Versicherte Einwände (
Urk.
7/162,
Urk.
7/166). Am 1
4.
Mai 2019 erliess die
IV-Stelle die Verfügung, mit der sie
entschied
, die Versicherte habe keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 =
Urk.
7/169).
2.
Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 1
4.
Mai 2019 erhob die Versicherte am 1
3.
Juni 2019 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Ver
fügung aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr ab dem
1.
Juli 2012 eine halbe Invalidenrente auszurichten. Eventualiter beantragte die Versi
cherte, es sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, zwecks Einholung eines weiteren Gutachtens respektive eines Berichts über den aktuellen Gesundheitszu
stand der Hände und die aktuelle Auswirkung dieser Beeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit. In formeller Hinsicht beantragte die Versicherte die Durchfüh
rung eines zweiten Schriftenwechsels und die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2
9.
Juli 2019 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit gerichtlicher Verfügung vom 1
9.
August 2019 wurde die Beschwerdeantwort der Beschwerdeführerin zuge
stellt. Der Antrag auf Anordnung eines förmlichen zweiten Schriftenwechsels wurde abgewiesen. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh
rung indessen wurde gutgeheissen und der Vertreter der Beschwerdeführerin
, Rechtsanwalt
Dr.
Felix Frey, Zürich,
wurde als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt (Urk. 8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge
und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
; vgl.
Art.
16 ATSG
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt.
War d
ie
versicherte Person
daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invalidi
tätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3081 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar.
Hinsichtlich des Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der
versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plau
sibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschrän
kungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen.
Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massge
bend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versi
cherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2
).
2.
Die
Beschwerdegegnerin
ist
auf di
e Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom 12. Juli 2011 (Urk. 7/49) eingetreten und hat den Anspruch auf eine Rente inhaltlich geprüft und einen solchen mit der
angefochtenen Verfügung vom 14.
Mai 2019 verneint. Die Rechtmässigkeit dieses Entscheides ist in diesem Beschwerdeverfahren zu überprüfen.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung aus, unter Berücksichtigung der durchgeführten Abklärungen und der im
Vorbescheidver
fahren
erhobenen Einwände sei die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige zu qualifizieren.
Die Anwendung der gemischten Methode sei durch das Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2014.00029 vom 2
8.
August 2015 bestätigt wor
den und die jüngste Abklärung im März 2018 habe ergeben, dass sich diesbezüg
lich die Verhältnisse nicht verändert hätten.
Ohne die gesundheitliche Beeinträch
tigung wäre die Beschwerdeführerin im Umfang von 50
%
erwerbstätig. Die rest
lichen 50
%
entfielen auf den Haushalt. Die jüngste Erhebung im Haushalt habe ergeben, dass von einer gesundheitsbedingten Beeinträchtigung von 37,6
%
aus
zugehen sei. Im Erwerbsbereich sei der Beschwerdeführerin sodann eine ange
passte,
körperliche leichte Tätigkeit
im Umfang von 75
%
zumutbar.
Da die Beschwerdeführerin über keine berufliche Ausbildung verfüge
,
kämen für sie wei
terhin ungelernte Tätigkeiten in Frage. Solche Tätigkeiten stünden auf dem freien Arbeitsmarkt auch unter Berücksichtigung der bestehenden Einschränkungen in genügender Anzahl zur Verfügung.
Sowohl das Validen- als auch das Invaliden
einkommen seien anhand der statistischen Werte der Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik (LSE)
zu
berechnen
. Ab Juli 2012 ergebe die Invalidi
tätsbemessung einen nicht relevanten
Gesamti
nvaliditätsgrad von 18,8
%
. Unter Berücksichtigung der ab Januar 2018 beachtlichen neuen Berechnungsmethode für Teilerwerbstätige
betrage der Gesamti
nvaliditätsgrad 26,3
%
. Auch dieser berechtigte nicht zum Bezug einer Rente. Das
von den Gutachtern
evaluierte Zumutbarkeitsprofil trage den seit Jahren stabilen Han
dbefunden hinreichend Rechnung
(
Urk.
2 S. 1-3).
3.2
Die Beschwerdeführerin führte in der Beschwerdeschrift aus, der angefochtene Entscheid beruhe auf einer nicht aktuellen Abklärung der gesundheitlichen Ein
schränkung. Beim massgeblichen Leiden, der
Heberden
-Arthrose, handle es sich um ein progredientes Leiden. Das polydiszipl
inäre Gutachten der MEDAS-
A._
datiere vom 11.
(richtig: 24.)
März 201
7.
Die medizinischen Feststellungen seien somit mehr als zwei Jahre alt. Das Leiden
habe
sich seit der Begutachtung
ver
schlimmert, weswegen weitere Abklärungen nötig seien
(Urk. 1 S. 3
f
.
Rz
1-4). Neu beurteilt werden müssten auch die Auswirkungen des Leidens auf den Auf
gabenbereich. Die von der Beschwerdegegner
in im Abklärungsbericht vom 31.
März 2018 festgestellte Besserung sei nicht nachvollziehbar.
Effektiv durch
geführt worden sei
die Abklärung bereits im Juni 201
7.
Die Ergebnisse der Abklärung seien überholt.
Durch eigene gesundheitlich
e Probleme sei zwischen
zeitlich
die Mithilfe des Ehemannes im Haushalt in Frage gestellt. I
m Vordergrund stünden
bei ihm
eine Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit (Verdacht auf eine andauernde Persönlichkeitsänderung, akzentuierte Persönlichkeitszüge, anhaltende somatoforme Schmerzstörung) und die Folgen eines intermittierenden idiopathischen systemischen
capillary
leak
syndrome
.
Der Ehemann habe seiner
seits um Leistungen der Invalidenversicherung ersucht.
Es sei somit davon aus
zugehen, dass die Beeinträchtigung im Haushaltbereich zwischenzeitlich tatsäch
lich erheblicher sei (
Urk.
1 S. 5-9
Rz
5-13).
Nicht in Frage zu stellen sei die Bemessung des
Valideneinkommen
s
durch die Beschwerdegegnerin.
Das Invali
deneinkommen habe die Beschwerdegegnerin jedoch zu Unrecht basierend auf dem Durchschnittswert aller Hilfstätigkeiten sowohl in der Produktion als auch in der Dienstleistungsbranche ermittelt. Massgebend seien die Verdienstmöglich
keiten in einer
konkret
in Frage kommenden Verweistätigkeit. Die Beschwerde
gegnerin habe
die
in Betracht fallenden T
ätigkeiten konkret zu benennen
(
Urk.
1 S. 10 ff.
Rz
14-18). Den wesentlichen beruflichen Merkmalen sei bei der Evalua
tion einer Verweistätigkeit rechtsprec
hungsgemäss Rechnung zu tragen.
Hin
dernd
seien
vorliegend
unzureichende Deutschkenntnisse und eine äusserst geringe Schulbildung.
Fehle es an der Möglichkeit, die Restarbeitsfähigkeit auf
dem Arbeitsmarkt tatsächlich zu verwerten, so liege eine vollständige Arbeitsun
fähigkeit vor (
Urk.
1 S. 12 ff.
Rz
19-23 u.
Rz
31). Bei der Invaliditätsbemessung sei sodann zu berücksichtigen, dass vor Eintritt des Gesundheitsschadens nicht freiwillig auf ein höheres Einkommen verzichtet worden sei. Vor der gesundheit
lichen Verschlechterung ab dem Jahr 2000 jedenfalls habe sie
(die Beschwerde
führerin)
in vollem Umfang gearbeitet und ein entsprechendes Einkommen reali
siert. Dies müsse bei der Bemessung des
Valideneinkommens
beachtet werden. Beim Invali
deneinkommen
sodann rechtfertige sich ein leidensbedingter Abzug. Die Restarbeitsfähigkeit lasse sich nur noch unterdurchschnittlich verwerten. Würden die Vergleichseinkommen auf diese Weise ermittelt, resultiere ein Inva
liditätsgrad von 51,2
%
, weswegen Anspruch auf eine halbe Rente bestehe (
Urk.
1 S. 15 ff.
Rz
24 ff.).
3.3
In der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus,
es sei nicht in Abrede zu stelle
n
,
dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 1998 bis 2000 als Reinigerin ein volle
s Arbeitspensum geleistet habe.
Zwischen Juli 2007 und Dezember 2011
habe
sie sodann
während
zehn
Stunden pro Woche als Unter
haltsreinigerin gearbeitet. In Nachachtung der gesamten Umstände sei das
Vali
deneinkommen
gestützt auf den Tabellenwert für sonstige persönliche Dienstleis
tungen
gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
zu ermitteln. Grundlage für die Berechnung des Invalideneinkommens sei der LSE-Tabellen
-
wert
für allgemeine Hilfsarbeiten. Diese Kategorie umfasse alle Hilfstä
tigkeiten, auch solche, die keine vorgängige Ausbildung oder besondere Fähig
keiten erforderten. Die Anforderungen an die Umschreibung der in Frage kom
menden Tätigkeiten sei praxisgemäss nicht sehr hoch. Insbesondere müssten keine konkreten Arbeitsstellen nachgewiesen werden. Die auf dieser Basis zu
ermitteln
-
den
Vergleichseinkommen ergäben auch dann keinen relevanten Inva
liditätsgrad, wenn von einer Voll- anstatt von einer Teilerwerbstätigkeit ausge
gangen werde und zudem vom Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug
erfolge
(
Urk.
6 S.
1-3).
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der Rüge des im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen V
erfügung
nicht mehr aktuellen und damit den tatsächlichen Gesundheitszustand nur unzureichend wiedergebenden G
utachtens der MEDAS-
A._
vom 24.
März 2017
(Urk.
7/145) machte die Beschwerdeführerin geltend, das Sozialversiche
rungsgericht habe im Rückweisungsentscheid IV.2014.
00029 vom 28. August
2015 (Urk.
7/107) festgehalten, die eineinhalb Jahre vor Erlass der
damals
ange
fochtenen Verfügung
erfolgte medizinische
Abklärung sei nicht
mehr
genügend aktuell
. Insbesondere mit Blick auf die
Heberden
-Arthrose, bei der es sich um ein progredientes Leiden handle, sei der zeitliche Abstand zwischen der medizini
schen Abklärung und dem Entscheid über die beantragte Leistung ein massg
ebli
ches Kriterium (
Urk.
1 S. 3 f.
Rz
. 1
f.).
4.2
Gemä
ss Urteil
des Sozialversicherungsgerichts
IV.2014.00029 vom 28.
August 2015 (E.
5) war der Zeitablauf von rund eineinhalb Jahren zwischen ärztlicher Beurteilung und Verfügungserlass bei gleichzeitig vorliegendem progredientem Leiden nur
ein Aspekt, der Eingang in die Erwägungen fand.
In erster Linie e
nt
scheidend für die Rückweisung
aber
war
, dass
keine den Anforderungen genü
gende Beurteilung
der
in Frage kommenden Verweistätigkeiten vor
lag
und es
die Beschwerdegegnerin vor Erlass der Verfügung vom 2
5.
November 2013 unterlas
sen
hatte
, die Beeinträchtigung im A
ufgabenbereich abzuklären (Urk. 7/107/7
f.).
4.3
Vorliegend verstrichen zwischen der
Erstattung des Gutachtens der MEDAS-
A._
vom 2
4.
März 2017 und dem Erlass
der Verfügung vom 1
4.
Mai 2019 etwas mehr als
zwei Jahre.
Auf diese Zeit entfielen zunächst
die
Abklärung der Beeinträchti
gung der Arbeitsfähigkeit in Beruf un
d Haushalt Ende Juni 2017 (Urk.
7/147)
,
der Erlass des Vorbesch
eids am
6.
September 2017 (Urk.
7/150) und die Erhebung von Einwänden durch die Beschwerdeführerin im Se
ptember und November 2017 (Urk. 7/151, Urk.
7/153). Als Folge der Einwände ergänzte die Beschwerdegegne
rin
sodann
Ende März 2018
ihre
Abklärung
en
der beeinträchtigten Arbeitsfähig
k
eit in Beruf und Haushalt (Urk.
7/157), wozu die Beschwerdeführerin
im Mai 2018 Stellung nahm (Urk. 7/155). Am 27.
Februar 2019 erliess die Beschwerde
gegnerin e
inen weiteren Vorbescheid (Urk.
7/160).
Mit Eingaben vom 2
8.
März 2019 und 25.
April
2019 legte
die Beschwerdeführerin
ihre Einwände gegen
die
sen
dar (Urk. 7/162, Urk.
7/166), bevo
r die Beschwerdegegnerin am 14.
Mai 2019 die angef
ochtene Verfügung erliess (Urk.
2).
Damit entfielen auf die Zeit zwischen der Erstattung des Gutachtens der MEDAS-
A._
und dem Verfügungserlass weitere Sachverhaltsabklärungen und die Wah
rung des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör. Sodann ist trotz grundsätzlicher Progredienz der
Heberden
-Arthrose
(vgl. Urk.
7/145/
70)
nicht davon auszugehen, dass sich der Sachverhalt derart verändert hat, dass sich vor Verfügungserlass eine weitere Sachverhaltsabklärung aufgedrängt hätte. Eine Verschlimmerung des Leidens behauptete die Beschwerdeführerin im
Vorbe
scheidverfahren
zwar (Urk.
7/166/3), ohne dies
e
aber zu
substantiieren. Auch im Beschwerdeverfahren
unterblieb eine
Substantiierung
(Urk. 1 S. 4
Rz
4).
Somit
besteht kein Anlass, dem Gutachten der MEDAS-
A._
allein aufgrund der bis zum Verfügungserlass verstrichenen Zeit seine Beweiskraft abzuerkennen.
5.
B
ei Erlass der Verfügung vom 18.
Januar 2010 war die Beschwerdegegnerin von einer gesundheitsbedingten Beeinträchtig
ung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
in
der angestammten Tätigkeit a
ls Reinigerin ausgegangen (Urk. 7/42; vgl. auch Urk.
7/41). Eine Veränderung in
dem Sinne, dass seit diesem Entscheid zusätzlich zu den bereits bestehenden gesundheitlichen Beschwerden (chronische Lu
mbal
gien und
Zervikalgien
; Urk.
7/16/16) eine
Heberden
-Arthrose an beiden Händen aufgetreten ist, wurde bereits im Urteil vom
28. August 2015 festgestellt (E. 5.1; Urk. 7/107/7
f.). Aufgrund der im Urteil dokumenti
erten ärztlichen Unterlagen (E. 4; Urk. 7/107/6
f.) und der diesbezüglich unbestrittenen und auch nachvoll
ziehbar begründeten Erken
ntnisse der Gutachter der MEDAS-
A._
ist davon aus
zugehen, dass die vormals noch im Umfang von 50
%
zumutbare bisherige Tätigkeit der Beschwerdefüh
rerin als Reinigerin (vgl. Urk. 7/16/17, Urk.
7/42/2) aufgrund der Fingerarthrose
n
nun
mehr
gänzlic
h
un
geeignet ist (Urk. 7/145/50
ff.).
Die Gu
tachter der MEDAS-
A._
kamen
indessen
zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei unter Berücksichtigung aller bestehender Leiden in der Lage, eine angepasste
,
körperlich leichte und insbesondere die Arme nicht belastende Tätigke
it im Umfang von 75
% auszuüben (Ur
k. 7/145/50, Urk.
7/145/60
)
. Bei Erlass der Verfügung vom 1
8.
Januar 2010 war eine ange
passte Tätigkeit noch im Umfang von 100
%
als
zumutbar
beurteilt
worden
(Urk. 7/42/2; vgl. auch Urk.
7/16/17). Damit liegt eine gesundheitliche Verände
rung vor, die geeignet ist, den Anspruch auf Leistungen en
tscheidend im Sinne von
Art.
17
ATSG zu beeinflussen
, was eine Neubeurteilung der Anspruchsbe
rechtigung ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zur Folge hat
(BGE 141 V 9).
6.
D
ie Neuanmeldung datiert vom 12. Juli 2011 (Urk.
7/49). Unter Berücks
ichtigung der Frist gemäss Art. 29 Abs. 1
IVG besteht frühestens ab Januar 2012 Anspruch auf eine Rente. Zu diesem Zeitpunkt war
auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. c
I
VG abgelaufen. Gemäss den in E. 4.2
f. des Rückweisungsurteils IV.2014.00029 vom 2
8.
August 2015 erwähnten Berichten von Dr. med.
B._
, Leitende Ärztin Handchirurgie, Stadtspital
C._
, vom 2
2.
Juli 2011 und 2
8.
März 2012 klagte die Beschwerdeführerin erstmals im Mai 2011 über Beschwerden an den Händen
,
was
wiederholt
e
ärztlich
e
Abklärungen
und
Behandlungen nach sich zog
. Für die bisherige Tätigkeit wurde als Folge der diagnostizierten
Heberden
-
Arthrose ab Juli 2011 eine vollständige Arbe
itsunfä
higkeit attestiert (Urk. 7/53/5 f., Urk.
7
/76/1). Die Gutachter der MEDAS-
A._
kamen ebenfalls zum Schluss, als Reinigerin bestehe
wegen
der Fingerarthrose keine verwertb
are Arbeitsfähigkeit mehr (Urk. 7/145/52, Urk.
7/145/77). Auch die
im
Gutachte
n der MEDAS-
A._
aufgeführten ärztlichen
Vorakten
legen nahe, dass von einer seit Juli 2011 andauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft auszugehen
ist (vgl. Urk. 7/145/21
ff.).
Dies korreliert mit den
Angaben im Arbeitgeberbericht der
Y._
AG vom 1
4.
September 201
1.
Im Juni und Juli 2011 leistete sie nur no
ch einzelne Arbeitseinsätze
,
während die Arbeitgeberin
Lohnfortzahlung
erbrachte. A
b August 2011
bezog die Beschwerdeführerin
Krankentaggelder
(Urk.
7/54
/1
5
). S
odann
bestand
gemäss
der
Verfügung
der Beschwerdegegnerin
vom 18.
Januar 2010
als Folge der
seinerzeit festgestellten
gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die im Zeitpunkt der Neuanmeldung
andauerten
,
eine
Arbeitsunfähigkeit von 50
% in der angestammten Tätigkeit als Reinigerin
(Urk. 7/42; vgl. Urk.
7/18/3). Diese Teilarbeitsunfähigkeit
war von den Experten der MEDAS-
Z._
im Gutachten vom 1.
April 2009
attestiert
worden und galt
seit diesem Zeitpunkt (Urk.
7/16/17).
Da seit mindestens April 2009
und somit auch ab Januar 2011
eine Arbeitsunfähigkeit
von 50
%
und ab Juli 2011 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat
,
war
d
as Wartejahr
gemäss Art. 28
Abs. 1
lit
. c IVG
bei Abla
uf der Frist gemäss Art. 29 Abs. 1
IVG
im Januar
2012
bestanden
.
7.
7.1
D
ie von den
Experten
der MEDAS-
A._
im Gutachten vom 2
4.
März 2017
attes
tierte Beeinträchtig
ung der Arbeitsfähigkeit von 25
% auch in einer angepassten Tätigkeit
ist
o
rthopädisch
begründet
(Urk. 7/145/53, Urk.
7/145/60).
Unter Hin
weis auf eine
Progredienz
des Leidens
in der Zeit nach der Begutachtung
macht die Beschwerdeführerin eine weitergehende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geltend (Urk. 1 S. 4
Rz
4). Eine Verlaufsbeurteilung holte die Beschwerdegegnerin nicht ein, obschon sie ihre Leistungsverfügung erst zwei Jahre nach Erstattung des Gutachtens erliess. Zwar ist das Leiden grundsätzlich progredient, doch stell
ten die Gutachter 2017 im Vergleich zum Jahr 2014 kein ins Gewicht fallendes Fortschreiten fest und sie wiesen darauf hin, das Risiko einer Verschlechterung lasse sich
durch die Vermeidung
ungünstiger Belastungen und unter Beachtung der angezeigten, aber bislang
unzureichend
erfolgten
medikamentösen Behand
lung und der ebenfalls bis zur Begutachtung nicht befolgten Ni
kotinabstine
nz minimieren (Urk. 7/145/75,
Urk. 7/145/76
f.). Ungeeigneten Belastungen setzt
sich die Beschwerdeführerin, die
seit dem Sommer 2011
nicht mehr arbeitet und auch im Haushalt nur leichte A
rbeiten
erledigt
(Urk. 7/145/44 f., Urk. 7/145/68, Urk. 7/157/2
ff.), nicht mehr aus. Inwiefern
trotz Vermeidung ungünstiger Belas
tungen und
Befolgung der zumutbaren weiteren Massnahmen seit der Begutach
tung im Jahr 2017
gleichwohl eine Verschlechterung
eingetreten ist,
legte
die Beschwerdeführerin nicht
dar (vgl. auch vorstehende E.
4.3).
7.2
Die Beschwerdeführerin wandte ferner ein, auf die gutachterliche Festlegung
der Restarbeitsfähigkeit auf 75
% könne nicht abgestellt werden, weil dieser eine
fal
sche Annahme
zu Grunde liege. Bei der
Beurteilung
der Restarbeitsfähigkeit
im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung seien die Darlegungen zur Arbeitsfä
higkeit
im
handc
hirurgischen Teilgutachten
übernommen worden, jedoch sei nicht beacht
et worden, dass dort von einer Resta
rbeitsfähigkeit vo
n 100
% aus
gegangen worden sei (Urk. 1 S. 11 f.
Rz
18). Die betreffende hand
chirurgische Einschätzung (Urk.
7/145/77) st
eht der Gesamtbeurteilung
der MEDAS-Gutachter
(Urk.
7/145/61) nicht entgegen, denn die Limitierung
von 25
%
ergibt sich aus orthopädischer
und nicht aus handchirurgischer
Sicht (Urk. 7/145/49
f.)
.
Die orthopädisch bedingte Einschränkung überlagert die aus handchirurgischer Sicht an sich nicht beeinträchtigte Restarbeitsfähigkeit. Die Schlussfolgerungen im Gutachten sind
demnach
schlüssig. Es drängen sich daher, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S.
2)
, keine weiteren Abklärungen auf
.
8.
8.1
Die Abklärung der beeinträchtigen Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom 2
8.
Juni 2017 und insbesondere die hierbei im Sinne der Schadenminderung berücksichtigte Mithilfe des Ehemannes bemängelte die Beschwerdeführerin dahingehend, dass sich das Mass der Mithilfe von Familienangehörigen recht
sprechungsgemäss danach zu richten habe, wie sich eine vernünftige Familien
gemeinschaft einrichten würde. Es gehe nicht an, unter dem Titel
der
Schaden
minderungspflicht
einzelne
Aufgaben
im Haushalt oder die Haushalttätigkeit ins
gesamt auf die übrigen Familie
nmitglieder zu überwälzen (Urk. 1 S. 7
Rz
9
).
Die Angaben der Beschwerdeführerin im Rahmen d
er Begutachtung durch die MEDAS-
A._
(
Urk.
7/145/44 f.)
lassen darauf schliessen,
dass eine erhebliche Mit
hilfe des
Ehemann
es
bei
der Bewältigung der Haushaltsarbeiten
nicht nur tat
sächlich gelebt wurde, sondern dieser,
da er seit längerem selber zeitlich nur in beschränktem
Umfang von 50
%
erwerbstätig war
(
Urk.
7/67/6, Urk. 7/147/3; vgl. auch nachstehende E. 8.2 f.), auch entsprechend dazu in der Lage war. Aus diesen Gründen erweist sich
die Beurteilung im Abklärungsbericht vom 3
1.
März
2018 insofern nic
ht
als
unangemessen (Urk.
7/157/2-5). Allerdings wendet die Beschwerdeführerin auch ein, in der Zeit nach der Erhebung vom
8.
Juni 2017 habe sich der gesundheitliche Zustand ihres Ehemannes
ungünstig
entwickelt,
so dass es ihm aus diesem Grund nicht mehr zumutbar gewesen sei,
sich
in grösse
rem
Umfang
an der
Haushalt
tätigkeit zu beteiligen
(
Urk.
1 S. 5 f.
Rz
7).
8.2
Art und Ausmass der gesundheitlichen Beeinträchtigung des Ehemannes stehen nicht fest, sondern sind ihrerseits Gegens
tand eines Verfahrens
am hiesigen Gericht
(
vgl.
Prozess Nr. IV.2020.00399
i
n Sachen
D._
gegen
Sozialver
sicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle
)
. Anlässlich der Erhebung vom 2
8.
Juni 2017 war die gesundheitliche Situation des Ehemannes in dem Sinne ei
n Thema, als festgehalten wurde
, der Ehemann habe mit gesundheitlichen Proble
men zu kämpfen. Im
Mai
2017 habe er eine Lungenembolie erlitten und einmal jährlich habe er eine Blockade in den Beinen. Er könne dann
während rund 10 Tagen nicht geh
en. Es wach
se ihm auch alles über den Kopf und er sei
psy
chisch belaste
t
.
Des Weiteren gab der
Ehemann
bei der Abklärung an, einer
Arbeitstätigkeit im Rahmen von 50
%
nachzugehen
.
Er
habe diese Stelle angetre
ten, weil es für ihn keine andere Möglichkeit gegeben habe. Er erziele derzeit ein
monatliches
Einkommen von
Fr.
2'400.--
,
wozu noch
Fr.
200.-- für die Kinder
zulage kämen
. Für die nicht durch dieses Einkommen gedeckten Bedürfnisse komme die Sozialhilfe auf
(Urk. 7/147/3).
Die
Beschwerdeführerin
gab
anlässlich der Erhebung vom 2
8.
Juni 2017
zwar an
, es sei schwierig abzuschätzen, in wel
chem Umfang sie im Gesundheitsfalle erwerbstätig wäre,
äusserte
aber
schliess
lich
die Ansicht, sie würde aufgrund der Umstände wohl vollzeitlich arbeiten. Sie führte dazu die finanzielle Notwendigkeit an und verwies auf ausserhäusliche Betreuungsmöglichkeiten für die Tochter (
Urk.
7/147/3 f.).
A
ufgrund
dieser Angaben anlässlich der Erhebung, aber auch unter Berücksichtigung dessen, dass die am
6.
Januar 2006 geborene Tochter der Beschwerdeführerin bei der Abklä
rung bereits das 1
1.
Altersjahr zurückgelegt hatte, (vgl. Urk. 7/50/4), gelangte die Beschwerdegegnerin zum Schluss, die Beschwerdeführerin
würde im Gesund
heitsfalle vollzeitlich arbeiten
(
Urk.
7/147/3
f.).
Im
ergänzenden Erhebungsbe
richt vom 3
1.
März
2018 kam die Beschwerdegegnerin auf diese Beurteilung
mit der Begründung
zurück,
im Rückweisungsurteil vom 28.
August 2015 sei ver
bindlich festgestellt worden, es sei die gemischte Methode anzuwenden (
Urk.
7/157/5,
Urk.
7/159/2). Dies trifft indessen nicht zu. Im Rückweisungsurteil
IV.2014.00029 vom 28. August 2015
wurde
die Statusfrage keiner
inhaltlichen
Prüfung unterzogen, sondern
vielmehr
nur
festgehalten, es seien im Zusammen
hang mit der veränderten gesundheitlichen Situation auch die Verhältnisse im Au
fgabenbereich zu überprüfen (E. 5.3; Urk.
7/107/8).
8.3
Sind die Verhältnisse im Aufgabenbereich neu zu beurteilen,
kommt
bei entspre
chender Veränderung der Ausgangslage auch eine Neubeurteilung der Status
frage
in Frage
.
Im Beschwerdeverfahren
rügte
die Beschwerdeführerin die Quali
fikation
als Teilerwerbstätige
zwar
nicht
grundsätzlich
,
betonte aber
, bis zum Auftreten der gesundheitlichen Probleme sei sie vollzeitlich erwerbstätig gewesen und es sei davon auszugehen, dass sie
nicht aus freien Stücken auf ei
n höheres Einkommen verzichtet
hätte
, wenn es die gesundheitlich
e Situation erlaubt hätte (Urk. 1 S. 16 f.
Rz
27 ff.
).
Bereits anlässlich der ersten Haushaltabklärung im Juli 2008
hatte sie
geltend gemacht, die teilzeitliche Erwerbstätigkeit habe vor allem gesundheitliche Gründe. Die Abklärungsbeauftragte
war
indessen seinerzeit zum
Ergebnis gelangt
, es sprächen in erster Linie familiäre Gründe für eine
teilzeitliche Erwerbstätigkeit
der Beschwerdeführerin
, was zur Qualifikation als Teilerwerbs
tätige
mit Aufgabenbereich
führte
(
Urk.
7/17/3). Diese
der Verfügung vom 1
8.
Januar 2010 zu Grunde gelegte Beurteilung blieb in der Folge unangefochten (
Urk.
7/42).
Vor
Erlass der Verfügung vom 2
5.
November 2013
verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine
weitere
Abklärung der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt, liess aber durch die Eingliederungsbera
tung Erhebungen vornehmen. Diese ergaben unter anderem, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin bereits damals
lediglich
im
Umfang der erwähnten 50
%
arbeitete
und im
Übrigen zusammen mit der Beschwerdeführerin den Haushalt
besorgte
(
Urk.
7/67/6).
Die Gründe, weswegen der Ehemann
damals
nur einer Teilzeittätigkeit nachging
,
wurden nicht geklärt. Hinweise auf gesundheitliche Gründe finden sich
für die damalige Zeit
keine. Solche wurden
konkret erstmals anlässlich der Abklärung im Juni 2017 geltend gemacht. Der Einwand sodann, an der auf das Jahr 2008 zurückgehenden
Statusbeurteilung
sei
mit Blick auf das Alter der Tochter nicht länger
festzuhalten
, erfolgte erstmals im
Einwandverfah
ren
nach
dem zweiten Vorbescheid vom 27.
Februar 2019 (
Urk.
7/166/6 ff.) und wiederum im
vorliegenden
Beschwerdeverfahren (
Urk.
1 S. 7 f.
Rz
10).
Die
anlässlich der Erhebung
im
Juni 2017 festgestellte familiäre Situation,
das heisst das
anhaltend
tiefe Familieneinkommen und die zwischenzeitlich
zunehmende Selbständigkeit der
2006 geborenen
Tochter, sprechen dafür, dass
die Beschwer
deführerin
bei guter Gesundheit jedenfalls
ab dem Zeitpunkt der Abklärung, das heisst
ab Juli 2017
,
ihre Erwerbstätigkeit ausgedehnt und in der Folge
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
fortan
eine
Vollerwerbstätigkeit
ausgeübt hätte
.
Für die Zeit davor hat die Qualifikation
als Teilerwerbstätige
mit Aufgabenbereich
Bestand.
9
.
9
.1
Sowohl anlässlich der Abklärung der beeinträchtigen Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt am 2
2.
Juli 2008
als auch anlässlich der Erhebung
vom 2
8.
Juni 2017 war
en
der Anteil Erwerbstätigkeit und der Anteil Haushalttätigkeit mit je 50
%
bemessen worden (
Urk.
7/17/3,
Urk.
7/157/5). Die Einschränkung
im Auf
gabenbereich
bezifferte die Beschwerdegegnerin anlässlich der Abklärung im Jahr 2008
mit
24,85
%
und anlässlich der Abklärung im 2017
mit
18,8
%
(Urk.
7/17/7,
Urk.
7/175/5).
Für die
Beschwerdeführerin
ist es
nicht nachvollziehbar,
dass
2017
trotz
gesundheitlicher Verschlechterung
eine geringere Beeinträchtigung ermittelt wurde
als anlässlich der früheren Erhebung
(
Urk.
1 S.
5
Rz
6).
Die
Beschwerde
führerin kritisiert
nebst dem
Umfang der
als zumutbar eingestuften
Mithilfe des Ehemannes (
Urk.
1 S. 5 ff.
Rz
7 ff.) die von der früheren Erhebung abweichende Gewichtung einzelner Aufgabenbereiche (
Urk.
1 S. 7 ff.
Rz
. 10 ff.). Insbesondere macht sie geltend, die zeitlich nicht mehr so umfangreich gewichtete Kinderbe
treuung könne nicht durch eine Erhöhung der Bereiche der Haushaltführung und Wohnungspflege kompensiert werden. Verringere sich der zeitliche Umfang in einem Bereich, müsse geprüft werden, inwiefern der frei gewordenen Kapazität
mittels einer
Neubeurteilung des Gesamtverhältnisses zwischen Aufgabenbereich und Erwerbsbereich Rechnung zu tragen sei. Werde an der 2008 festgelegten Auf
teilung von je 50
%
Erwerbstätigkeit und Tätigkeit im Aufgabenbereich festge
halten, so müsse dies jedenfalls begründet werden (
Urk.
1 S. 9
Rz
13).
9.2
Bei Einsicht in die beiden Abklärungsberichte fällt auf, dass den jeweiligen
Erhe
bungen
, wie dies die Beschwerdeführerin festhielt,
eine unterschiedliche Gewich
tung der einzelnen Aufgabenbereiche
zu Grunde liegt
und
in massgeblicher Weise die
Mithilfe des Ehemannes
im Haushalt berücksichtigt wurde
(
Urk.
7/17/5-6,
Urk.
7/157/2-5).
Zum
Mass
der Mithilfe des Eheman
nes wurde
bereits
erwogen
, dass diese aufgrund der beruflichen Auslastung des Ehemannes im Umfang von 50
%
(vgl.
Urk.
7/67/6,
Urk.
7/147/3)
gerechtfertigt ist, wobei für die Zeit nach der Erhebung vom 2
8.
Juni 2017 von einem Statuswechsel der Beschwerdefüh
rerin im Sinne einer Vollerwerbstätigkeit auszugehen ist
(vgl. vorstehende E. 8
.3
)
. Für
die Zeit davor
bleibt
es ohne Einfluss auf
den Leistungsanspruch
, wenn
statt auf die bemängelte
neue weiterhin
auf die
bisherige
Gewichtung der Aufgaben
bereiche
gemäss der Erhebung von 2008 abgestellt würde
(vgl.
7/
17/5 f.
).
Denn von
einer weitergehenden Einschränkung
im Aufgabenbereich
als den
seinerzeit festgestellten 24,85
%
(
Urk.
7/17/7
)
ist trotz der zwischenzeitlich aufgetretenen Fingerarthrose
nicht auszugehen. Sowohl
bei der
Erhebung von 2008 als auch
bei der
jenige
n
aus dem Jahr 2017 berücksichtigen
die Abklä
rungsverantwortli
chen
die von der Beschwerdeführerin
jeweils
beschriebenen Beeinträchtigungen,
gingen aber
gleichzeitig
von
einer erheblichen
Mithilfe des Ehemannes im Sinne
der Schadenminderung aus (Urk.
7/17/5 f.,
Urk.
7/157/2 ff.). Im Zeitpunkt beider Erhe
bungen rechtfertigte sich dies
es Vorgehen
. Im Abklärungsbericht vom 2
8.
Juli 2008 ist ein Monatseinkommen des Ehemannes von
Fr.
500.-- bis 600.-- erwähnt
, was auf ein damals geringes Arbeitspensum
desselben
schliessen lässt (
Urk.
7/17/2), und im
Bericht vom 3
1.
Mai 2018 ist eine Arbeitslosigkeit des Ehe
mannes vermerkt (
Urk.
7/1857/2). Für die Zeit dazwischen ist aktenkundig, dass der Ehemann einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 50
%
nachging (vgl.
Urk.
7/67/6,
Urk.
7/147/3
).
Inwiefe
rn die anlässlich der Erhebung i
m Jahr 2017 im Vergleich zu 2008 festgestellte geringere Einschränkung im Aufgabenbereich sachlich effektiv gerechtfertigt ist, kann offenbleiben. Auch unter Zugrundele
gung einer Beeinträchtigung
im
Umfang von 25
%
resultiert zusammen mit der Einschränkung im Erwerbsbereich kein leistungsrelevanter Inv
aliditätsgrad (vgl. nachstehende
E. 9.6
).
9
.3
Das
Valideneinkommen
bezifferte die Beschwerdegegnerin mit
Fr.
45'160.--. Der Bemessung legte sie den statistischen Lohn für sonstige persönliche Dienstleis
tungen gemäss
Ziff.
96 der Tabelle TA1 der LSE 2012
zu Grunde und passte die
sen
der betriebsüblichen Arbeitszeit an (
Urk.
7/158/1). Dieses Vorgehen stellte die
Beschwerde
führerin
ausdrücklich
nicht in Frage (
Urk.
1 S. 10
Rz
15) und es besteht kein Anlass, diesbezüglich in das Ermessen der Beschwerdegegnerin ein
zugreifen.
9
.4
Für die Bemessung des Invalideneinkommens von
Fr.
38'580.-- ging die Beschwerdegegnerin vom Total aller Hilfstätigkeiten (Zentralwert) für Frauen gemäss LSE 2012
aus
, das heisst von
Fr.
4'112.-- (Tabelle TA1
Ziff.
3-96 Kompe
tenzniveau 1)
,
und passte dieses Einkommen der betriebsüblichen Arbeitszeit und dem zumutbaren Pensum von 75
%
an (
Urk.
7/158/1). Die Beschwerdeführerin macht geltend, es müssten die Einkommenswerte einzelner Tä
tigkeiten herange
zogen werden und d
ie Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, die zur Verwer
tung der Restarbeitsfähigkeit konkret erforderlichen persönlichen und beruflichen Merkmale zu bezeichnen (
Urk.
1 S. 10 ff.
Rz
16 ff.
u. S. 18 f.
Rz
31
).
Das
trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis). Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten aus
zugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumut
bar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussich
ten sind jedoch rechtsprechungsgemäss
keine übermässigen Anforderungen
zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1 mit
Hinweis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Dies gilt insbesondere, wenn die versicherte Person,
wie vorliegend
(
Urk.
1 S. 13
Rz
20 f.), nur über eine sehr geringe schuli
sche Ausbildung und nur über ungenügende sprachliche Kenntnisse verfügt. Tätigkeiten dieser Art sind der Beschwerdeführerin auch weiterhin zumutbar; zu beachten ist lediglich das eingeschränkte Belastungsprofil (leichte körperliche Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 2 kg während längerer Zeit; vgl.
Urk.
7/145/49). Auch b
islang stand
en die geringe Schulbildung und die gel
tend gemachten Defizite im Gebrauch der deutschen Sprache
einer Erwerbstätig
keit in ungelernten Tätigkeiten
und damit einer beruflichen Eingliederung
nicht entgegen (vgl.
Urk.
7/145/44).
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst im Übri
gen
auch
sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitge
bers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann erst
dann
nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer e
ntsprechenden Stelle daher von V
ornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesge
richtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Es kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass der ausgeglichene Arbeits
markt genügend Stellen bereithält, welche die Verwertung der Restarbeitsfähig
keit
der Beschwerdeführerin
zulassen. Für die Invaliditätsbemessung ist es im Übrigen nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeits
marktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr ver
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (Urteil des Bundesge
richts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
132 zu Art. 28a)
. Davon ist vorliegend auszugehen. Die Verwendung der Tabellenlöhne ist rechtsprechungsgemäss zwar subsidiär (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 mit weiteren Hinweisen), doch vorliegend aufgrund der gänzlich fehlen
den Verwertung der Restarbeitsfähigkeit die geeignetste Vorgehensweise.
9
.5
Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, sie könne ihre Restarbeitsfähigkeit nur noch unterdurchschnittlich verwerten. Sie verfüge über keine Ausbildung und für die bisherige Tätigkeit als Reinigungsangestellte bestehe keine Arbeitsfä
higkeit mehr. Dies rechtfertige einen Abzug von 25
%
vom Invalideneinkommen (
Urk.
1 S. 15
Rz
24-26).
Ist
wie dargelegt
von einem genügend breiten Spektrum
an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel lei
densbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_297/2018 vom
6.
Juli 2018 E. 3.5).
M
angelnde Sprachkenntnisse oder
eine
geringe schulische oder berufliche
Ausbildung
zählen nicht zu diesen ausserordentlichen Gründen. Sie sind
nicht abzugsrelevant, da diesen Aspekten bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 2
6.
November 2019 E. 7.7).
Ebenso verhält es sich mit dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin vor allem
in der Tätigkeit
als Reinigungsangestellte Berufserfahrung aufweist. Die Bedeutung des
Kriterium
s der Dienstjahre nimmt
im
privaten Sektor ab
, je niedriger das Anfor
derungsprofil ist. Mit Blick auf das
hier relevante
Kompetenzniveau 1 kommt diesem Aspekt
somit
keine ins Gewicht fallende Bedeutung zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_422/2017 vom 1
8.
Mai 2018 E. 4.5.2 unter Hinweis auf 8C_351/2014 vom 1
4.
August 2014 E. 5.2.4.2).
Es b
esteht
kein Anlass
,
aus den
geltend gemachten Gründen einen leidensbedingten Abzug vom Invalidenein
kommen vorzunehmen. Auch an
dere hierfür sprechende Gründen
sind weder ersichtlich noch wurden sie geltend gemacht.
9
.6
Ausgehend vom
Valideneinkomm
e
n
in der Höhe von
Fr.
45'160
.
--, das die Beschwerdeführerin ohne den Gesundheitsschaden mit einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit voraussichtlich
erzielt hätte (vorstehende E. 9
.3
),
und dem Inva
lideneinkommen von
Fr.
38'580.--
, das
mittels Verwertung der Restarbeitsfähig
keit von 75
%
erzielbar wäre (vorstehende E. 9
.4
), errechnete die Beschwerdegeg
nerin den Invaliditätsgrad
nach
der
gemischten Methode (
Art.
28a
Abs.
3 IVG
;
Urk.
7/159/5
;
vgl. vorstehende E.
8
) gestützt auf
Art.
27
bis
IVV,
sowohl g
emäss
der
bis 3
1.
Dezember 2017
gültig gewesenen,
als auch gemäss der ab
1.
Januar 2018 gültigen Fassung und
ausgehend von der anlässlich der Erhebung vom 2
8.
Juni 2017 ermittelt
en Beeinträchtigung von 18,9
%
i
m Aufgabenbereich
. Die ermittelten
gewichteten Invaliditätsgrade von
18,8
%
respektive 26,3
%
(
Urk.
7/159/5) liegen beide klar unter dem für einen Anspruch erforderlichen Mindestinvaliditätsgrad
von 40
%
(
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Nichts Abweichendes ergibt sich unter Zugrundelegung einer Beeinträchtigung von 25
%
im Aufga
benbereich. Die Berechnung nach alt
er Methode
ergibt
einen Gesamti
nvaliditäts
grad von 25
%
(Einschränkung im Haushalt von 25
%
, Einschränkung im Erwerbsbereich 0
%
). Nach
neuer Methode beläuft sich der Gesamti
nvaliditäts
grad auf 32,5
%
(Einschränkung im Haushalt von 25
%
, Einschränkung im Erwerbsbereich 7,5
%
; vgl.
Urk.
7/159/5).
9.7
Da ab dem Juli 2017 ein Statuswechsel zu beachten und ab dann von einer Voll
erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen ist,
ist der Invaliditätsgrad
ab
diesem Zeitpunkt
indessen
wie folgt zu bemessen:
Aus der Gegenüberstellung des
Valideneinkommens
von
Fr.
45'160
.-- und des Invalideneinkommens von
Fr.
38'580.--
resultiert eine Einkommenseinbusse von
Fr.
6'580
.--. Dies entspricht einem Invali
ditätsgrad von 14,6
%
(
Fr.
6'580
.-- x
100
% :
Fr.
45'161.--). Auch dieser Invaliditätsgrad vermittelt keinen Anspruch auf eine Rente.
Insgesamt ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin weder ab Januar 2012 als
im Gesundheitsfall
Teilerwerbstätige noch nach dem Statuswechsel ab Juli 2017
als hypothetisch Vollerwerbstätige
Anspruch
auf
eine Invalidenrente hat.
Eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhaltes ist trotz der zwischenzeitlich neu aufgetretenen Fingerarthrose nicht eingetreten.
Es ist daher nicht zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen hat.
10
.
10
.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgesetzt. Vorlie
gend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
800
.-- als angemessen. Aus
gangsgemäss sind die Kosten
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung
(vgl.
Urk.
8)
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
10
.2
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt
Dr.
Felix Frey, Zürich, machte von der ihm eingeräumten Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl.
Urk.
8 S. 2) keinen Gebrauch. Die ihm für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zuzusprechende Entschädigung ist daher
gemäss
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
und
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
ermessensweise
festzusetzen. Unter Berücksichtigung der genannten Aspekte erweist sich eine Entschädigung von
Fr.
2’700
.-- als angemessen (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen).
10.3
Die Beschwerdeführerin ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Prozess
- und Vertretungs
kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.