Decision ID: bde87597-e67b-488c-8097-a1a77737cbd6
Year: 2012
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
betreffend Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 30. Juni 2009 (CG080004)
Rechtsbegehren (Urk. 1/2 S. 2):
"1. Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin zu bezahlen: a) den Betrag von Fr. 232'000.–. b) zusätzlich Darlehenszins:
- 4.75 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Oktober 1995 - 31. Dezember 1995 = Fr. 2'755.–
- 2 -
- 4.75 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1996 - 31. Dezember 1996 = Fr. 11'020.–
- 4.75 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1997 - 31. Dezember 1997 = Fr. 11'020.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1998 - 31. Dezember 1998 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1999 - 31. Dezember 1999 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2000 - 31. Dezember 2000 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2001 - 31. Dezember 2001 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2002 - 31. Dezember 2002 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2003 - 31. Dezember 2003 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2004 - 31. Dezember 2004 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2005 - 31. Dezember 2005 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2006 - 31. Dezember 2006 = Fr. 10'440.–
- 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2007 - 31. Dezember 2007 = Fr. 10'440.–
d.h. total Darlehenszins bis und mit 31. Dezember 2007 von Fr. 129'195.–,
c) zuzüglich Verzugszins zu 5 % auf den Teilbeträgen aus  laut lit. b zuvor je ab 1. Januar des  Folgejahrs,
d) unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten."
Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 30. Juni 2009 (Urk. 61):
"1. Die Beklagten werden in Gutheissung der Klage verpflichtet, der Klägerin zu
bezahlen:
a) den Betrag von Fr. 232'000.–.
- 3 -
b) zusätzlich Darlehenszins: - 4.75 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Oktober 1995 -
31. Dezember 1995 = Fr. 2'755.– - 4.75 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1996 -
31. Dezember 1996 = Fr. 11'020.– - 4.75 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1997 -
31. Dezember 1997 = Fr. 11'020.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1998 -
31. Dezember 1998 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 1999 -
31. Dezember 1999 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2000 -
31. Dezember 2000 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2001 -
31. Dezember 2001 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2002 -
31. Dezember 2002 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2003 -
31. Dezember 2003 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2004 -
31. Dezember 2004 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2005 -
31. Dezember 2005 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2006 -
31. Dezember 2006 = Fr. 10'440.– - 4.5 % auf den Betrag von Fr. 232'000.– seit 1. Januar 2007 -
31. Dezember 2007 = Fr. 10'440.–
d.h. total Darlehenszins bis und mit 31. Dezember 2007 von Fr. 129'195.–,
c) zuzüglich Verzugszins zu 5 % auf den Teilbeträgen aus  laut lit. b zuvor je ab 1. Januar des entsprechenden Folgejahrs.
2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 18'000.–.
3. Die Kosten werden den Beklagten auferlegt, unter solidarischer Haftbarkeit
beider für den ganzen Betrag.
4. Die Beklagten werden verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung
von Fr. 30’000.– zu bezahlen, unter solidarischer Haftbarkeit beider für den
ganzen Betrag.
5. [Mitteilungssatz]
6. [Rechtsmittelbelehrung]"
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Berufungsanträge:
der Beklagten und Appellanten (Urk. 71 S. 2; Urk. 82 S. 2):
"1. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 30. Juni 2009 sei in Gutheissung der Berufung aufzuheben und die Klage vom 29. Januar 2008 sei vollumfänglich unter Kosten- und  zulasten der Klägerin und Appellatin abzuweisen.
2. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen - zur Durchführung eines Beweisverfahrens und zu neuem Ent-
scheid; sowie - zur Beurteilung der Behauptung der Beklagten, die klägeri-
scherseits geltend gemachte Darlehensforderung existiere überhaupt nicht, da der Darlehensvertrag vom 18. Juli 1995 von der Klägerin gar nie erfüllt worden sei.
3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien der Klägerin/ Appellatin aufzuerlegen und diese sei zu verpflichten, den /Appellanten eine Prozessentschädigung zu bezahlen."
der Klägerin und Appellatin (Urk. 87 S. 2):
"1. Es sei die Berufung vollumfänglich abzuweisen; 2. es sei das Urteil der Vorinstanz vom 30. Juni 2009 zu bestätigen; 3. event. sei die Berufung im Ausmass des den ersten eingeklagten
Forderungsbetrag von Fr. 192'000.– übersteigenden Betrags bzw. die Klage bezüglich eingeklagtem erstem Forderungsbetrag bis zum Betrag von Fr. 192'000.– zu schützen;
4. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten Beklagte/ , event. wegen der genehmigten unentgeltlichen  zulasten Staat."
- 5 -

Considerations:
Erwägungen:
I.
1.1. Am 18. Juli 1995 schlossen die Beklagten und Appellanten (fortan Be-
klagte) als Darlehensnehmer und D._ als Darlehensgeber einen Darlehens-
vertrag. Demzufolge gewährte der Darlehensgeber den Darlehensnehmern im
Zusammenhang mit dem Kauf von Stockwerkeigentum in der Liegenschaft
...str. ... in E._ unter solidarischer Haftung ein Darlehen von Fr. 128'400.–,
wobei eine Erhöhung des Betrages für den Fall vorbehalten wurde, dass die kre-
ditierende Bank eine andere Finanzierung vorschlagen sollte (Urk. 3/3 Ziff. 1).
Das Darlehen war durch einen Inhaberschuldbrief im 3. Rang sicherzustellen (Ziff.
5). Gemäss Aufwandaufstellung (von der Klägerin und Appellatin [fortan Klägerin]
„Norm-Abrechnung“ und von den Beklagten „Berechnungsblatt“ genannt) im An-
hang zum Darlehensvertrag war der Kaufpreis von Fr. 692'000.– durch eine 1.
Hypothek von Fr. 449'800.–, eine 2. Hypothek von Fr. 103'800.–, eine 3. Hypo-
thek (Darlehen) von Fr. 128'400.– und eine Amortisation von Fr. 10'000.– zu be-
gleichen, wobei der monatliche Finanzierungsaufwand je nach persönlicher Steu-
erersparnis mit Fr. 2'170.– angegeben wurde (Urk. 3/11; Urk. 13 S. 7; Urk. 14/7).
Die Finanzierung erfolgte nach dem „F._-Einstiegsmodell ins Wohneigentum“
(Urk. 28/32a+b).
1.2. Mit Schreiben vom 28. Juli 1995 übermittelte D._ (namens der
"G._ AG") den Beklagten den Kaufvertragsentwurf für obgenannte Liegen-
schaft und teilte ihnen mit, der Inhaberschuldbrief im 2. Rang werde auf Fr.
232'000.– erhöht; die Abrechnung mit der Käuferschaft über den Kaufpreis erfolge
durch die F._-Genossenschaft (fortan F._; Urk. 3/10b).
1.3. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 15. August 1995 erwarben
die Beklagten von H._ und I._ einen Miteigentumsanteil mit dem Son-
derrecht an der 4 1⁄2 - Zimmerwohnung im 1. OG der Liegenschaft
...str. ... in E._ zum Kaufpreis von Fr. 692'000.–. Der Kaufpreis wurde wie
folgt getilgt (Urk. 3/10b):
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Die Käufer übernehmen als Solidarschuldner anstelle der Ver-
käufer die nachgenannten Grundpfandschulden zur Verzinsung und Bezahlung ab Antrittstag:
Fr. 460'000.– (Franken vierhundertsechzigtausend) laut Schuldbrief, dat.
12.7.1993, zugunsten des Inhabers (J._, E._) 1. Pfandstelle Maximalzinsfuss 9% Beleg 259
Fr. 192'000.– (Franken einhundertzweiundneunzigtausend) laut Schuldbrief,
dat. 12.7.1993, zugunsten des Inhabers (D._, c/o F._ - Genossenschaft, ... [Adresse]) 2. Pfandstelle Maximalzinsfuss 10% Beleg 260
Die Verzinsungs- und Rückzahlungsbestimmungen sind den
Käufern bekannt.
Fr. 40'000.– (Franken vierzigtausend) sind anlässlich der Eigentumsübertra-
gung von den Käufern den Verkäufern zu bezahlen.
Fr. 692'000.– Total Kaufpreis
1.4. Ebenfalls am 15. August 1995 erwarb die F._ von D._ zum
Kaufpreis von Fr. 232'000.– das Darlehen gemäss Darlehensvertrag vom 18. Juli
1995 (ergänzt mit Schreiben vom 28. Juli 1995), sichergestellt mit einem Inhaber-
schuldbrief von Fr. 232'000.–, lastend auf der gleichentags veräusserten Stock-
werkeigentumseinheit. Zugleich bestätigte die F._ den Erhalt des Darlehens-
vertrags und des Inhaberschuldbriefes (Urk. 3/6). Noch gleichentags zedierte die
F._ die Darlehensforderung von Fr. 232'000.– inklusive Inhaberschuldbrief an
die Generalunternehmerin der Überbauung, die heutige Klägerin (Urk. 3/7).
1.5. Der Vollzug des Kaufvertrags, d.h. die Eigentumsübertragung, erfolgte
offenbar am 11. September 1995 (Urk. 27 S. 8, Urk. 35 S. 6). Auf dem genannten
Inhaberschuldbrief vom 12. Juli 1993 für Fr. 192'000.– erfolgte ebenfalls am
11. September 1995 folgender Eintrag (Urk. 14/16):
„Pfandtitelverz. 1995 Nr. 439 / Erhöhungsbetrag: Fr. 40'000.-- / Neue Schuld- und Pfandsumme: Fr. 232'000.-- (Franken zweihundertzweiunddreissigtausend) / Solidarschuldner und : Ehegatten B._, geb tt.mm.1944, Werkmeister, und A._, geb. tt.mm.1945, , beide K._ [Heimatort], ...str. ..., E._ (Miteigentümer je zur Hälfte) / Gläubiger: 
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1.6. Mit Vereinbarung vom 4. Juli 1996 erwarb die L._ den Inhaber-
schuldbrief über Fr. 232'000.– zu Eigentum (Urk. 14/14).
1.7. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 3. Dezember 1999 erwarb
die L._ AG die Stockwerkeigentumseinheit der Beklagten an der ...strasse ...
in E._ zu einem Kaufpreis von Fr. 350'000.– (Urk. 13 S. 12; Urk. 27 S. 27).
Der Kaufpreis wurde mit den Grundpfandforderungen der L._ AG gegenüber
den Beklagten laut den Inhaberschuldbriefen für Fr. 460'000.– und Fr. 232'000.–
verrechnet (Urk. 14/13 S. 7).
1.8. Mit Schreiben vom 20. April 2004 kündigte die Klägerin den Beklagten
das Darlehen über Fr. 232'000.– zuzüglich Zins auf sechs Wochen (Urk. 3/14). Mit
Klageschrift vom 28. Januar 2008 und Einreichung der Weisung des Friedensrich-
teramtes E._ vom 14. Januar 2008 beantragte die Klägerin bei der Vo-
rinstanz, die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, ihr den Betrag von
Fr. 232'000.– zuzüglich Darlehenszins bis und mit 31. Dezember 2007 von insge-
samt Fr. 129'195.– und zuzüglich Verzugszins zu bezahlen (Urk. 1; Urk. 2).
2. Für den Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens kann auf das angefoch-
tene Urteil verwiesen werden (§ 161 GVG/ZH; Urk. 61 S. 3).
3. Die Vorinstanz hiess die Klage ohne Durchführung eines Beweisverfah-
rens mit Urteil vom 30. Juni 2009 gut und verpflichtete die Beklagten dazu, der
Klägerin Fr. 232'000.– zuzüglich Darlehenszins bis und mit 31. Dezember 2007
von insgesamt Fr. 129'195.– und zuzüglich Verzugszins zu bezahlen (Urk. 61
S. 16f. Dispositivziffer 1).
4. Mit Eingabe vom 26. August 2009, gleichentags zur Post gegeben, haben
die Beklagten fristgerecht die Berufung erhoben (Urk. 55; Urk. 62). Da mit Be-
schluss vom 30. Juni 2009 die Vorinstanz das Begehren der Beklagten um Bewil-
ligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung einer unentgeltlichen
Rechtsvertretung abgewiesen hatte (Urk. 61 S. 16) und die Beklagten mit der Er-
hebung der Berufung den Antrag stellten, es sei ihnen für das Berufungsverfahren
die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung zu bewilligen (Urk. 62
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S. 2) und gleichzeitig gegen die Verweigerung des Armenrechts durch die Vo-
rinstanz einen Rekurs (Prozess Nr. LN090055) erhoben hatten, wurde das vorlie-
gende Verfahren mit Beschluss vom 23. September 2009 bis zur rechtskräftigen
Erledigung des Rekursverfahrens LN090055 sistiert (Urk. 64). Mit Beschluss vom
14. Oktober 2009 wies die Kammer den erhobenen Rekurs ab (Urk. 65). In der
Folge wurde das Berufungsverfahren wieder aufgenommen und den Beklagten
Frist angesetzt, ihre Berufungsanträge und allfällige Berufungsnoven bekanntzu-
geben sowie den Stand ihrer Konten mittels Bankauszügen zu belegen (Urk. 67).
Nach entsprechendem Schriftenwechsel (Urk. 71; Urk. 75) wurde den Beklagten
mit Beschluss der Kammer vom 14. April 2010 für das Berufungsverfahren die
unentgeltliche Prozessführung bewilligt und Rechtsanwalt Dr. X._ als unent-
geltlicher Rechtsbeistand bestellt. Sodann wurde ihnen Frist angesetzt, um die
bereits gestellten Berufungsanträge zu begründen. Die Beklagten wurden darauf
hingewiesen, dass in der Berufungsbegründung detailliert darzulegen sei, inwie-
fern sie bei Abschluss des Darlehensvertrages durch Vorspiegelung von falschen
Tatsachen und Tatsachenverschweigung in einen Irrtum versetzt worden seien
(Urk. 78). Die Berufungsbegründung datiert vom 7. Juni 2010 (Urk. 82) und die
Berufungsantwort vom 3. September 2010 (Urk. 87). In der Folge wurden die Be-
rufungsreplik und -duplik erstattet (Urk. 92; Urk. 97). Es fand ein Referentenwech-
sel statt (Urk. 103/1+2). Die öffentliche Urteilsberatung und -eröffnung fand am
25. Mai 2012 statt (Prot. S. 17).
5. Auf das vorliegende Berufungsverfahren finden weiterhin die Zivilpro-
zessordnung sowie das Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons Zürich Anwen-
dung (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Per 1. Januar 2012 sind die revidierten Bestimmun-
gen zum Grundpfand (Art. 793ff. ZGB) in Kraft getreten (AS 2011 4637ff.). Soweit
notwendig sind vorliegend Tatsachen respektive Handlungen zu beurteilen, wel-
che vor dem Inkrafttreten der neuen Bestimmungen vorgenommen wurden. Folg-
lich unterliegen diese Handlungen in Bezug auf ihre rechtliche Verbindlichkeit so-
wie ihre rechtlichen Folgen noch immer den bis zum 31. Dezember 2011 gelten-
den Bestimmungen (Art. 1 Abs. 1 und 2 Schlusstitel ZGB). Anwendung finden
demnach die Art. 793ff. aZGB.
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II.
Die Klägerin stützt die eingeklagte Forderung auf einen von D._ mit den Be-
klagten abgeschlossenen Darlehensvertrag (Urk. 2 S. 11). Die Beklagten berufen
sich vorab darauf, die von D._ an die F._ erfolgte Zession sei nicht gül-
tig. Damit sei die Klägerin nicht aktivlegitimiert. Sodann fehle es an einer Hingabe
des behaupteten Darlehens. Weiter berufen sie sich auf die Nichtigkeit des Darle-
hensvertrages gemäss Art. 20 Abs. 1 OR wegen einem Verstoss gegen die guten
Sitten, auf die Ungültigkeit des Darlehensvertrages gemäss Art. 28 Abs. 1 OR
wegen absichtlicher Täuschung sowie auf den Untergang der Darlehensforderung
zufolge Novation. Zudem ist die Höhe des Darlehens umstritten.
A. Aktivlegitimation
1. Die Klägerin macht geltend, der Darlehensgeber D._ habe seine
Forderung aus Darlehen am Tag der Kaufvertragsunterzeichnung, d.h. am
15. August 1995, an die F._ zediert. Diese wiederum habe die Forderung
gleichentags an sie, die Klägerin, (weiter) zediert. Somit sei sie zur Klageerhe-
bung aktivlegitimiert (Urk. 2 S. 4f., Urk. 3/6; Urk. 3/7).
2. Es behauptet keine der Parteien einen dahingehenden übereinstimmen-
den tatsächlichen oder normativen Willen von den Beklagten, D._ und der
F._, dass die F._ von D._ das Vertragverhältnis (Darlehensvertrag
vom 18. Juli 1995, ergänzt mit Schreiben vom 28. Juli 1995) als Ganzes über-
nehme (BK OR I-Tschäni, Art. 175 N 2). Vielmehr gehen die Parteien überein-
stimmend davon aus, es sei lediglich ein (allfälliger) Rückforderungsanspruch von
D._ gegenüber den Beklagten aus Darlehen von der F._ erworben wor-
den (Urk. 2 S. 4f. und S. 8; Urk. 13 S. 4). Die Beklagten bestreiten in der Berufung
nun die Erfüllung dieses Kaufvertrages mittels formgültiger Zession. Es fehle an
einer schriftlichen Abtretungserklärung (Urk. 3/6; Urk. 92 S. 16f.).
3. Die Abtretung (oder Zession) bedeutet die vertragliche Übertragung einer
Forderung durch den ursprünglichen Gläubiger (den Zedenten) an einen Dritten
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(den Zessionar; BSK OR I-Girsberger, vor Art. 164-174 N 1). Die Zession ist ein
Verfügungsgeschäft, durch welches die Forderung vom Zedenten auf den Zessi-
onar übergeht, nicht bloss ein Verpflichtungsgeschäft. Allerdings beruht die Zes-
sion im Allgemeinen auf einem Verpflichtungsgeschäft, beispielsweise einem
Kaufvertrag. Das Verpflichtungs- und das Verfügungsgeschäft fallen zeitlich häu-
fig zusammen (BSK OR I-Girsberger, Art. 164 N 16). Die Abtretung bedarf zu ih-
rer Gültigkeit der schriftlichen Form. Die Formvorschrift des Art. 165 Abs. 1 OR
dient der Rechts- und Verkehrssicherheit bzw. der Klarstellung; die Gläubiger des
Zedenten und des Zessionars sollen ebenso wie der Schuldner der zedierten
Forderung feststellen können, wem die Forderung in einem bestimmten Zeitpunkt
zusteht. Diesem Zweck entsprechend müssen von der Schriftform sämtliche
Merkmale erfasst sein, welche die abgetretene Forderung für die betroffenen Drit-
ten hinreichend individualisieren. Es genügt zwar, dass die Forderung bestimmbar
ist, es muss aber immerhin für einen unbeteiligten Dritten ohne Kenntnis der Um-
stände der Abtretung aus der Urkunde selbst ersichtlich sein, wem die Forderung
zusteht (Urteil 4C.41/2003 des Bundesgerichts vom 24. Juni 2003, Erw. 4.1.).
Insbesondere muss der Wille der Parteien, die Forderung ohne zusätzliche Aktivi-
täten übergehen zu lassen, aus der Urkunde hervorgehen, um die Zession vom
blossen Verpflichtungsgeschäft zu unterscheiden; die Bezeichnung als "Abtre-
tung" ist hingegen nicht erforderlich (BSK OR I-Girsberger, Art. 165 N 2).
4. Vorliegend haben D._ ("Verkäufer") und die F._ ("Käuferin") in
der umstrittenen schriftlichen Erklärung unter anderem festgehalten (Urk. 3/6):
"1. Die Käuferin übernimmt vom Verkäufer das vorstehende Darlehen gemäss Darle-
hensvertrag vom 18. Juli 1995 (ergänzt mit Schreiben vom 28.7.95) mit Rechten
und Pflichten, Wert 1.9.1995"
In der Urkunde wird zu Beginn festgehalten, sie betreffe den Darlehensvertrag
zwischen D._ und den Beklagten. Sodann wird ein Darlehensbetrag von Fr.
232'000.–, sichergestellt durch einen Inhaberschuldbrief von Fr. 232'000.– lastend
auf der von den Beklagten erworbenen Stockwerkeigentumseinheit, explizit er-
wähnt. Unterzeichnet wurde das Dokument seitens der Käuferin von M._ und
N._ und seitens "der Verkäufer" von D._. Damit weist das Dokument,
- 11 -
entgegen der Ansicht der Beklagten, sämtliche Merkmale einer Zession auf. Die
Beklagten machen nicht geltend, es sei nicht der tatsächliche Wille der an der
Zession beteiligten Personen gewesen, eine allfällige Darlehensrückforderung
übergehen zu lassen. Damit ist das Schrifterfordernis erfüllt. Unerheblich ist, dass
die abgetretene Forderung strittig ist (Urteil 4C.41/2003 des Bundesgerichts vom
24. Juni 2003, Erw. 4.1.).
5. Die "erste" Zession ist somit gültig. Damit besass die F._ die Verfü-
gungsmacht im Hinblick auf die erfolgte weitere Zedierung der behaupteten Rück-
zahlungsforderung an die Klägerin. Es kann offen bleiben, ob es sich bei den Be-
hauptungen der Beklagten in der Berufung um verspätet vorgebrachte unechte
Noven handelt (§§ 267 und 115 ZPO/ZH; Urk. 97 S. 27). Sodann wurde bereits im
Beschluss vom 14. April 2010 erwogen, allfällige Mängel in der Übertragung des
Inhaberschuldbriefes würden die im Schuldbrief verkörperten Rechte beschlagen
und an der Gültigkeit der Abtretungen der Rückzahlungsforderung aus Darle-
hensvertrag nichts zu ändern vermögen (Urk. 78 S. 10), weshalb auf die diesbe-
züglichen Vorbringen der Beklagten in der Berufungsreplik nicht nochmals einzu-
gehen ist (Urk. 92 S. 17). Die Klägerin ist aktivlegitimiert.
B. Rückforderung aus Darlehensvertrag
1. Die Beklagten erwarben vom Ehepaar H._/I._ die vorab um-
schriebene Stockwerkeigentumseinheit zu einem Kaufpreis von Fr. 692'000.–. Es
ist unbestritten, dass die Beklagten den über die von der L._ AG (damals
noch J._) gewährte Hypothek von Fr. 460'000.– hinausgehenden Restkauf-
preis von Fr. 232'000.– nicht aus eigenen Mitteln bezahlen konnten. Die Klägerin
macht nun geltend, die Finanzierung der Fr. 232'000.– sei mittels eines von
D._ den Beklagten in diesem Betrag gewährten Darlehens erfolgt. So stützt
sie die eingeklagte Forderung auf einen von D._ mit den Beklagten abge-
schlossenen Darlehensvertrag über Fr. 128'400.– (Urk. 2 S. 11; Urk. 3/3) sowie
weitere (angebliche) Absprachen zwischen D._ und den Beklagten betref-
fend die Erhöhung des Darlehensbetrages auf Fr. 232'000.– (Urk. 27 S. 6, 9 und
16). Die Beklagten bestreiten einen Anspruch der Klägerin (unter anderem) mit
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dem Einwand, das ihnen (in welcher Höhe auch immer) gewährte Darlehen sei
rein fiktiv gewesen. Ein Darlehensbetrag sei nie zur Auszahlung gelangt. Entspre-
chend existiere keine Darlehensrückforderung (Urk. 13 S. 3f.).
2. Gemäss Art. 312 OR verpflichtet sich der Darleiher zur Übertragung des
Eigentums an einer Summe Geldes oder an andern vertretbaren Sachen, der
Borger dagegen zur Rückerstattung von Sachen der nämlichen Art in gleicher
Menge und Güte. Die Rückzahlung des Darlehens setzt voraus, dass dem Borger
die Darlehenssumme rechtsgültig verschafft bzw. ausgehändigt worden ist. Der
Darleiher kann die Valuta dem Borger entweder in bar übergeben oder ihm die
Gutschrift auf ein Bank- oder Postkonto verschaffen. Die Aushändigung der Dar-
lehenssumme kann auch mittelbar mit Hilfe Dritter bewerkstelligt werden. Der
Darleiher kann beispielsweise zu Gunsten des Borgers eine Gutschrift bei einem
Dritten erwirken oder an einen Gläubiger des Borgers leisten. Hingegen bedarf
dies einer entsprechenden Vereinbarung (BSK OR I-Schärer/Maurenbrecher, Art.
312 N 7). Die Behauptungs- und allenfalls Beweislast dafür, dass eine Hingabe
des Darlehens erfolgte, obliegt der Klägerin. Ebenso hat sie zu behaupten und al-
lenfalls zu beweisen, was für Abreden D._ und die Beklagten über die Art
und Weise der Hingabe des Darlehens getroffen haben.
3. Die Klägerin stellte sich in der vorinstanzlichen Replik auf den Stand-
punkt, D._ (bzw. die von ihm geführte "G._ AG") habe von Anfang an in
ihrem sowie im Auftrag der F._, also nie auf eigene Rechnung, gehandelt
(Urk. 27 S. 4 und 21f.). Hingegen behauptet sie nicht, D._ habe gegenüber
den Beklagten im Zusammenhang mit dem Abschluss des Darlehensvertrages je
erwähnt, er handle als Vertreter oder namens der F._ und/oder der Klägerin.
Dies ergibt sich denn auch nicht aus dem schriftlichen Darlehensvertrag zwischen
D._ und den Beklagten sowie dem ergänzenden Schreiben vom 28. Juli
1995 (Urk. 3/3; Urk. 3/10b). Eine direkte Stellvertretung fällt somit ausser Be-
tracht. Die Klägerin behauptet sodann weder, es sei den Beklagten erkennbar
gewesen, dass D._ für die F._ und/oder die Klägerin handle noch, es
sei den Beklagten gleichgültig gewesen, mit wem sie den Darlehensvertrag ab-
schlossen. Solches lässt sich denn nicht allein daraus ableiten, dass der Verkauf
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der Stockwerkeigentumseinheit dem F._ Einstiegsmodell ins Wohneigentum
unterstand (Urk. 28/32a), dieses Modell, was umstritten ist, den Beklagten einge-
hend erläutert worden sei und D._ den Beklagten mitteilte, die Abrechnung
mit der Käuferschaft über den Kaufpreis erfolge durch die F._ (Urk. 3/10b).
Mithin wurden weder die F._ noch die Klägerin durch den Vertragsabschluss
unmittelbar berechtigt (Art. 32 Abs. 2 OR). Die Verpflichtung zur Hingabe des Dar-
lehens oblag somit, unabhängig davon, ob D._ im Auftrag der F._
und/oder der Klägerin den Beklagten das Darlehen gewährte, D._ persönlich
(Art. 32 Abs. 2 und 3 OR). Dass hiervon im Zeitpunkt des Abschlusses des Darle-
hensvertrages sowie des ergänzenden Schreibens vom 28. Juli 1995 auch die
Klägerin und die F._ ausgingen, ergibt sich aus den Tatsachen, dass
D._ nach dem Abschluss des Darlehensvertrages die ihm angeblich aus dem
Darlehen zustehende Forderung gemäss der klägerischen Darstellung vorerst an
die F._ für Fr. 232'000.– verkaufte (Urk. 3/3) und diese sie wiederum an die
Klägerin weiter zedierte (Urk. 2 S. 5), wobei die zweite Zession "an Zahlungsstatt
im Rahmen der Forderung der C._ [Klägerin] an die F._ gemäss GU-
Vertrag vom 28.2.1990 und dem Nachtrag Nr. 1 vom 14.5.93" erfolgte (Urk. 3/7).
Sodann hält der Darlehensvertrag vom 18. Juli 1995 explizit fest, dass der Darle-
hensgeber berechtigt sei, "sein Guthaben - unter Ueberbindung dieser vertragli-
chen Vereinbarung - einer ihm nahestehenden Gesellschaft weiterzuverkaufen"
(Urk. 3/3). Wie vorab dargelegt behauptet die Klägerin gerade nicht, es sei der
Wille von den Beklagten, D._ und der F._ gewesen, dass die F._
den Darlehensvertrag als Ganzes übernehme. Sodann wird auch nicht behauptet,
die F._ oder die Klägerin habe die Schuldpflicht in Anwendung der Art. 175ff.
OR von D._ übernommen. Zwar behauptet die Klägerin, die Zessionen seien
den Beklagten angezeigt worden (Urk. 2 S. 9), was bestritten ist (Urk. 13 S. 4).
Damit behauptet sie aber gerade nicht, es sei zwischen den Beklagten und der
F._ oder der Klägerin vereinbart worden, sie würden die Pflichten von
D._ aus dem Darlehensvertrag erfüllen, mithin sie selbst würden das verein-
barte Darlehen hingeben. Insbesondere kann der Abschluss einer externen
Schuldübernahmevereinbarung (Vereinbarung des Übernehmers mit dem Gläubi-
ger) nicht darin gesehen werden, dass D._ (namens der "G._ AG") im
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Schreiben vom 28. Juli 1995 festhielt, die "Abrechnung mit der Käuferschaft über
den Kaufpreis" erfolge durch die F._ (Urk. 3/10b).
4. Im Weiteren wird einstweilen von der Richtigkeit der Behauptung der Klä-
gerin, die vereinbarte Darlehenssumme sei nach der Unterzeichnung des Darle-
hensvertrages vom 18. Juli 1995 über Fr. 128'400.– auf Fr. 232'000.– erhöht wor-
den, ausgegangen. Sodann gilt es zwischen der Hingabe der Fr. 192'000.–, wel-
che gemäss Kaufvertrag zwischen den Beklagten und dem Ehepaar
H._/I._ durch die Übernahme der Grundpfandschuld aus dem Inhaber-
schuldbrief getilgt werden sollten, sowie der an das Ehepaar H._/I._ in
bar zu zahlenden Fr. 40'000.– zu unterscheiden.
5. Es ist unbestritten, dass nie Bar- oder Buchgeld von D._ an die Be-
klagten geflossen ist. Die Klägerin behauptet sodann nicht, D._ habe gegen-
über den Beklagten eine Forderung besessen, welche er zur Verrechnung habe
bringen können respektive es sei je Verrechnung erklärt worden. Weiter behaup-
tet die Klägerin nicht, D._ habe mittels Bar- oder Buchgeld die Darlehens-
summe an das Ehepaar H._/I._ und damit die Gläubiger der Beklagten
aus dem Kaufvertrag geleistet. Dies bedurfte es betreffend der Fr. 192'000.– denn
auch nicht, da gemäss Kaufvertrag vom 15. August 1995 der Kaufpreis im Um-
fang von Fr. 192'000.– durch die Übernahme des Schuldbriefes vom 12. Juli 1993
lautend auf den Inhaber (D._) getilgt wurde. Dass es bis zur Eigentumsüber-
tragung zu einer Zustimmung des Gläubigers und damit auch zu einer externen
Schuldübernahme gekommen ist, wird durch das Schreiben von D._ vom 28.
Juli 1995 (Urk. 3/10b), durch den Eintrag auf dem Schuldbrief vom 11. September
1995 (Urk. 14/16) und durch den klägerischen Hinweis, das Darlehen sei durch
eine Erhöhung des auf Fr. 192'000.– lautenden und für den Verkauf an die Be-
klagten verfügbaren Inhaberschuldbriefes abgesichert worden (Urk. 2 S. 8), aus-
reichend belegt. Durch diese externe Schuldübernahme bzw. Übernahme der
persönlichen Schuldpflicht wurde die Befreiung der ursprünglichen Schuldner be-
wirkt und der Kaufpreis im entsprechenden Umfang getilgt (BSK ZGB II-Staehelin,
N 1 f. zu Art. 846 aZGB, BSK ZGB II-Trauffer, N 9 ff. zu Art. 832 aZGB).
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6. Die Klägerin machte denn vor Vorinstanz geltend, die Darlehenshingabe
sei derart erfolgt, dass sie (als Generalunternehmerin) sämtliche Bauleistungen
der Handwerker etc. beglichen habe. Ursprünglich hätte die F._ sie gemes-
sen am Baufortschritt auf Rechnung der Käuferschaft alimentieren müssen, was
der F._ in der Folge jedoch nicht mehr gelungen sei, so dass es zu den For-
derungsabtretungen von der F._ an sie gekommen sei, d.h. die der F._
zugestandenen Darlehen seien mit Notifikation an die Schuldner an Zahlungsstatt
abgetreten worden (Urk. 27 S. 10).
Diese Argumentation der Klägerin scheitert hingegen schon an der Tatsache,
dass sie selber ausführt, dass es der F._ nicht gelungen sei, auf Rechnung
der Käuferschaft die notwendigen Zahlungen an sie vorzunehmen. Damit hat aber
die F._ die Darlehen gerade nicht valutiert. Entsprechende Darlehensrück-
forderungen sind nicht entstanden. Sie entstanden auch nicht durch die nachfol-
genden Zessionen der "angeblichen" Forderungen von der F._ an die Kläge-
rin. Die Abtretung einer nichtbestehenden Forderung begründet diese nicht.
Kommt hinzu, dass die Beklagten bereits vor Vorinstanz zu Recht anführten, der
ursprüngliche Kaufpreis habe durch das Ehepaar H._/I._ aufgebracht
werden müssen. Sie hätten den Kaufpreis an das Ehepaar H._/I._ be-
zahlen und keine Handwerkerrechnungen etc. begleichen müssen, welche von
der Klägerin oder der F._ vorgeschossen worden seien (Urk. 35 S. 7). Die
Klägerin unterlässt es denn auch, nur ansatzweise darzulegen, welche Rechnun-
gen an welche Handwerker etc. auf Rechnung der Beklagten im August 1995, no-
tabene rund 2 1⁄2 Jahre nach dem Einzug des Ehepaar H._/I._s in die
fertig gestellte Wohnung (Urk. 27 S. 5), von der F._ und/oder ihr bezahlt
wurden. Sodann war, wie bereits dargelegt, D._ zur Hingabe des Darlehens
verpflichtet. Angebliche Zahlungen von D._ im August 1995, sei es direkt o-
der indirekt über die F._ oder die Klägerin, werden seitens der Klägerin nicht
behauptet. Weiter fehlen Behauptungen dazu, dass zwischen D._ und den
Beklagten ein tatsächlicher oder normativer dahingehender übereinstimmender
Wille bestand, dass die Darlehenshingabe dadurch geschehe, dass die F._
und/oder die Klägerin auf Rechnung der Beklagten Handwerkerrechnungen etc.
begleiche. Dies lässt sich insbesondere auch nicht allein aus der Tatsache ablei-
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ten, dass der Kauf der Stockwerkeigentumseinheit nach dem F._ Einstiegs-
modell ins Wohneigentum erfolgte (Urk. 28/32a). Eine solche Abrede wäre hinge-
gen, wie vorangehend dargelegt, notwendig gewesen.
7. In der Berufung macht die Klägerin nun geltend, sie sei einvernehmlich
mit den Beklagten gegenüber der den Baukredit stellenden Bank eine Schuld ein-
gegangen, um gegenüber den Beklagten die Deckung der Finanzierungslücke
durch Darlehen abzusichern (Urk. 97 S. 27). Die Beklagten bestreiten eine derar-
tige Vereinbarung der Parteien (Urk. 92 S. 16). Folglich sind die neuen Behaup-
tungen der Klägerin, da sie bestritten, nicht sofort beweisbar und damit verspätet
sind (§ 267 ZPO/ZH; § 115 ZPO/ZH), nicht mehr zu hören. Kommt hinzu, dass die
F._ Bauherrin der Überbauung an der ...strasse ... in E._ war. Die Klä-
gerin war die Generalunternehmerin (Urk. 97 S. 26). Dies ergibt sich auch aus der
Formulierung in der Zessionsurkunde vom 15. August 1995, worin es heisst: Die
Zession des Betrages von Fr. 232'000.– erfolge an Zahlungsstatt im Rahmen der
Forderung der C._ [Klägerin] an die F._ gemäss GU-Vertrag vom 28.
Februar 1990 und dem Nachtrag Nr. 1 vom 14. Mai 1993 (Urk. 3/7). Gestützt auf
die Vereinbarung zwischen der J._ und der F._ (Schuldnerin 1) sowie
den Beklagten (Schuldner 2) und D._ als Sicherungsgeber vom 4. Juli 1996
(Urk. 89/4) sowie den klägerischen Behauptungen, dass die Übereignung des
Schuldbriefes zwecks Sicherstellung des von der Bank gewährten Baukredites er-
folgt sei (Urk. 97 S. 27), ergibt sich sodann, dass der Baukredit der F._ ge-
währt worden war. Die Klägerin behauptet nicht, die Beklagten hätten einver-
nehmlich mit der F._ vereinbart, dass diese für sie eine Schuld bei der den
Baukredit stellenden Bank eingehe.
8. Das Ehepaar H._/I._ und D._ hatten beim ursprünglichen
Kauf der Wohnung durch das Ehepaar H._/I._ ebenfalls einen Darle-
hensvertrag über Fr. 192'000.– abgeschlossen (Urk. 27 S. 5; Urk. 28/37 letzte
Seite; Urk. 35 S. 4). Umstritten ist, ob bezüglich diesem Darlehen je eine Hingabe
stattfand. Die Frage kann hingegen offen bleiben. Die Klägerin berief sich vor Vo-
rinstanz zwar darauf, die Beklagten seien "Darlehensnehmer anstelle der Vorei-
gentümer H._/I._" (Urk. 27 S. 14). Sie verkennt hingegen, dass die
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Übernahme der Schuldbriefforderung durch die Beklagten vom Ehepaar
H._/I._ nicht auch die Übernahme einer allenfalls grundpfandrechtlich
gesicherten Darlehensschuld bewirkt. Denn eine Schuldbriefforderung ist von der
Forderung aus dem Grundverhältnis (z.B. Darlehen) zu unterscheiden und ist mit
ihr nicht identisch. Es ist möglich, dass dem Gläubiger zwei Forderungen zu-
stehen: die Forderung aus dem Grundverhältnis und die Schuldbriefforderung
(BSK ZGB II-Staehelin, N 11 zu Art. 855 aZGB). Behauptungen dazu, dass es
dem tatsächlichen oder normativen Willen von den Beklagten und D._ ent-
sprochen habe, dass die Beklagten dieses Darlehen übernehmen würden, fehlen
gänzlich. Von einem solchen Vorgehen ist auch nicht auszugehen, weil diesfalls
der zwischen D._ und den Beklagten abgeschlossene neue Darlehensver-
trag nicht notwendig gewesen wäre. Sodann hätte es einer entsprechenden Ver-
einbarung zur Übernahme der Schuld zwischen den Beklagten und dem Ehepaar
H._/I._ bedurft (interne Schuldübernahme). Behauptungen zu einer sol-
chen Abmachung fehlen. Sodann führte die Klägerin selbst vor Vorinstanz an, ein
allenfalls aus dem an das Ehepaar H._/I._ gewährten Darlehen beste-
hender Rückforderungsanspruch habe im Zeitpunkt des Verkaufs der Wohnung
vom Ehepaar H._/I._ an die Beklagten (im August 1995) ihr zugestan-
den (Urk. 27 S. 5). Mithin kann die Hingabe des Darlehens auch nicht derart er-
folgt sein, dass D._ seine Hingabepflicht gegenüber den Beklagten dadurch
erfüllte, dass er dem Ehepaar H._/I._ dessen Rückerstattungspflicht er-
liess. Hierzu war er nicht mehr ermächtigt. Eine derartige Hingabe des Darlehens
hätte sodann entsprechende Vereinbarungen zwischen D._ und den Beklag-
ten vorausgesetzt. Diesbezügliche Behauptungen fehlen.
9. Weiter stellt sich die Klägerin in der Berufung neu auf den Standpunkt, sie
habe den Beklagten die Wohnung im Sinne von Art. 317 OR an Geldes statt hin-
gegeben (Urk. 87 S. 29), was von den Beklagten bestritten wird (Urk. 92 S. 17).
Diese Argumentation scheitert hingegen schon daran, dass die Wohnung den Be-
klagten vom Ehepaar H._/I._ verkauft und das Eigentum daran übertra-
gen wurde. Dass diese dies in Erfüllung der Pflichten von D._ gegenüber den
Beklagten aus dem Darlehensvertrag getan hätten, wird weder behauptet noch ist
dies ersichtlich.
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10. Es ist unbestritten, dass die Beklagten dem Ehepaar H._/I._
die Fr. 40'000.–, welche gemäss Kaufvertrag in bar zu entrichten waren, nie be-
zahlt haben. Gemäss Klägerin wurde das Darlehen um Fr. 40'000.– auf Fr.
232'000.– erhöht. Sie selbst habe dem Ehepaar H._/I._ die Fr. 40'000.–
entrichtet (Urk. 2 S. 10; Urk. 27 S. 8).
Unbestritten ist, dass die "Bauherrschaft" dem Ehepaar H._/I._ den an-
lässlich deren Kauf der Wohnung von diesen in bar erbrachten "Anzahlungs-
Betrag" ("Eigenmittel") von (damals) Fr. 40'000.– zurückerstattet hat (Urk. 2 S. 10;
Urk. 3/30; Urk. 13 S. 6). Die Klägerin sieht in dieser Bezahlung die Hingabe eines
Darlehensbetrages von D._ an die Beklagten. Dem kann nicht gefolgt wer-
den. Die Klägerin behauptet nicht, sie habe diese Zahlung damals im Namen res-
pektive auf Rechnung von D._ vorgenommen. Sodann fehlen Behauptungen
dazu, dass ein derartiges Vorgehen zur Darlehenshingabe zwischen D._ und
den Beklagten vereinbart worden wäre. Zudem war, wie vorangehend dargelegt,
die F._ die Bauherrin. Mithin hätte die Klägerin höchstens für die F._ ge-
leistet. Gemäss Urk. 3/30 erhielt denn das Ehepaar H._/I._ die
Fr. 40'000.– auch von Seite der Bauherrschaft zurück. Als Bauherrschaft wird die
F._ bezeichnet.
11. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Hingabe des behaupteten
Darlehens, welches D._ den Beklagten gewährt haben soll, nicht dargetan
ist. Es besteht kein Rückforderungsanspruch der Klägerin. Die Beklagten sind
nicht verpflichtet, den eingeklagten Darlehensbetrag zurückzuzahlen. Zinsen sind
keine geschuldet. Es kann offen bleiben, über welche Darlehenssumme der Ver-
trag effektiv abgeschlossen wurde. Ebenso wenig muss beurteilt werden, ob der
Darlehensvertrag gemäss Art. 20 Abs. 1 OR wegen einem Verstoss gegen die gu-
ten Sitten nichtig oder gemäss Art. 28 Abs. 1 OR wegen absichtlicher Täuschung
ungültig ist. Auch die Prüfung, ob die Forderung aus Darlehen zufolge Novation
untergegangen ist, erübrigt sich. Offen bleiben kann sodann die Beantwortung der
Frage, ob die Kammer im Beschluss vom 14. April 2010 den Beklagten zu Recht
die Möglichkeit einräumte, gestützt auf § 55 ZPO/ZH ihre Behauptungen betref-
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fend die behauptete Täuschung detailliert darzulegen (Urk. 78 S. 18), was von der
Klägerin beanstandet wird (vgl. insbesondere Urk. 87 S. 10).
C. Ungerechtfertigte Bereicherung
1. Die Klägerin berief sich vorinstanzlich darauf, die Beklagten seien im Um-
fang des eingeklagten Betrages ungerechtfertigt bereichert (Urk. 2 S. 7 und 12).
Die Beklagten hätten über das Wohnobjekt wie tatsächliche Eigentümer verfügt,
ohne aber ihren "Rechtsverpflichtungen" gegenüber der Klägerin nachzuleben.
Sie hätten sich dadurch ungerechtfertigt bereichert mindestens im Ausmass des
ihnen gewährten Darlehens über Fr. 232'000.– zwecks Abdeckung der
Finanzierungslücke (Urk. 27 S. 8).
2. Die Beklagten waren Eigentümer der Stockwerkeigentumseinheit und
konnten darüber verfügen, insbesondere darin wohnen. Sind sie Verpflichtungen
aus dem Wohnungskauf nicht nachgekommen, müssen diese Ansprüche gestützt
auf die entsprechenden Verträge oder anderweitigen gesetzlichen Grundlagen
von den Berechtigten eingefordert werden. Wie vorangehend dargelegt, ist nicht
dargetan, dass die Klägerin gegenüber den Beklagten einen Rückforderungsan-
spruch aus Darlehen besitzt. Welchen anderen, mithin vertraglichen oder nicht-
vertraglichen, "Rechtsverpflichtungen" die Beklagten gegenüber der Klägerin nicht
nachgelebt hätten, legt diese nicht dar. Da die Klägerin nicht behauptet, es seien
ihr auch allfällige D._ oder der F._ zustehende oder zugestandene Be-
reicherungsansprüche abgetreten worden, sind sodann nur allfällige direkte An-
sprüche der Klägerin gegenüber den Beklagten aus ungerechtfertigter Bereiche-
rung zu prüfen. Wie bereits dargelegt, wurden die Fr. 40'000.– von der F._
an das Ehepaar H._/I._ bezahlt, weshalb sich auch die Prüfung allfälli-
ger Ansprüche der Klägerin aus dieser Transaktion erübrigt.
D. Fazit
Die Klage ist abzuweisen.
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III.
1. Ausgangsgemäss wird die Klägerin sowohl für das erst- als auch für das
zweitinstanzliche Verfahren kosten- und entschädigungspflichtig. Der Streitwert
beträgt Fr. 232'000.–.
2. Die Gerichtsgebühr für das erstinstanzliche Verfahren wird bei
Fr. 18'000.– belassen (Urk. 61 S. 17 Dispositivziffer 2). Für das zweitinstanzliche
Verfahren ist von einer Pauschalgebühr von rund Fr. 14'000.– auszugehen (§ 4
Abs. 1 und § 13 Abs. 1 der Verordnung des Obergerichts über die Gerichtsgebüh-
ren vom 4. April 2007). Da ein Entscheid bezüglich des von den Beklagten ge-
stellten Armenrechtsgesuchs zu fällen war (Urk. 78) und diverse Verfahrensanträ-
ge gestellt wurden, welche zu behandeln waren (Urk. 90), ist die Grundgebühr um
einen Drittel, auf gerundet Fr. 19'000.– zu erhöhen (§ 2 Abs. 1 und 4 Abs. 2 GebV
OG).
3.1. Die Grundgebühr für die von der Klägerin an die Beklagten zu leistende
Prozessentschädigung beträgt Fr. 17'020.– (§ 3 Abs. 1 der Verordnung des
Obergerichts über die Anwaltsgebühren vom 21. Juni 2006). Für die Erstattung
der Duplik (Urk. 35), die Teilnahme an der Referentenaudienz und Vergleichsver-
handlung vom 23. April 2009 (Prot. VI S. 11) sowie die Eingabe vom 30. April
2009 (Urk. 46) ist ein Zuschlag von total 50 % geschuldet. Damit hat die Klägerin
den Beklagten für das erstinstanzliche Verfahren eine Prozessentschädigung von
(gerundet) Fr. 25'600.– zu bezahlen. Eine Entschädigung für die Mehrwertsteuer
wird nicht verlangt.
3.2. Für das zweitinstanzliche Verfahren ist von einer Grundgebühr von
Fr. 10'000.– auszugehen (§ 3 Abs. 1 und 12 Abs. 2 AnwGebV). Für die Eingabe
vom 11. Januar 2010 (Urk. 71), die Berufungsreplik (Urk. 92) sowie die Stellung-
nahme zu den Dupliknoven (Urk. 101) ist ein Zuschlag von total 60 % zu veran-
schlagen (§ 6 Abs. 1 lit. a. und c. in Verbindung mit § 12 Abs. 3 AnwGebV). Damit
hat die Klägerin den Beklagten eine Prozessentschädigung von Fr. 16'000.– zu
bezahlen. Eine Entschädigung für die Mehrwertsteuer wird nicht verlangt. Den
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Beklagten wurde für das Berufungsverfahren Rechtsanwalt Dr. X._ als un-
entgeltlicher Rechtsvertreter bestellt, weshalb die Prozessentschädigung dem
Rechtsvertreter zuzusprechen ist (§ 89 Abs. 1 ZPO/ZH).