Decision ID: 953bd40c-2918-4bd3-a91f-4fb0ff53895a
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
61
, war als
Maschinist
bei der
Y._
AG obli
gatorisch bei
der Suva
ge
gen die Folgen von Unfällen ver
sichert, als er sich am
5. März 2019
bei einem Sturz auf die
kurz zuvor am 2. O
ktober 2018
operierte
rechte Schulter ein
Hyperextensions
t
rauma
zuzog
(Urk.
8/1
, Urk. 8/8/1
, Urk. 8/33/1-2
). Die Erstbe
handlung erfolgte
durch
Dr.
med.
Z._
, Fach
ärztin für allgemeine Medizin
(Urk.
8/
1-
2
, Urk. 8/33/2
).
Ab dem 7. März 2019 wurde die Behandlung in der Orthopädie Obere Extremitäten der
Klinik A._
fortgeführt (Urk. 8/19, Urk. 8/8, Urk. 8/17,
Urk. 8/38
). Die am 7. März 2019
erstellte
Magnetresonanztomographie
(MRT) der rechten Schulter
zeigte
im Vergleich zur Voruntersuchung vom 4. April 2018
vermehrte Flüssigkeit in der Bursa
subacromialis
, aber
keine neuen
strukturellen
Schäd
en
(
Urk. 8/1
6, Urk. 8/19/2
).
Die Suva erbrachte
für die Folgen des Unfalls vom 5. März 2019
die gesetzlichen Leistungen (
Kosten
vergütung
für die
Heil
behandlung
, Taggelder).
Trotz konservativer Behandlung
en
mit
subacromialer
Infiltration und Physio
therapie persistierten
insbesondere
bewegungs- und belastungsabhängige
Beschwerden
(Urk. 8/17, Urk. 8/32
, Urk. 8/33/2, Urk. 8/37/1
, Urk. 8/38/1-2
).
Ab
dem 24. Mai 2019
begab sich der Versicherte
in psychotherapeutisch-psychiatri
sche Behandlung bei Dr. med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie (Urk. 8/33/2, Urk. 8/44), der die Diagnosen einer protrahierten A
npas
sungs
störung mit depressiver Reaktion nach dem Unfall vom 5. M
ärz und
der
Retraumatisierung
vom
23.
März 2019 (ICD-10
F43.2) und einer somatoformen Schmerzstörung (ICD
-
10 F45.4) stellte
.
1.2
Anlässlich der Besprechung vom 23. Oktober 2019 wurde dem Versicherten von Seiten der Suva gestützt auf die
Stellungnahme
n
der Kreisärzte
D
r.
med.
C._
, Facharzt für Radiologie,
vom
23. und 25.
September 2019 (Urk. 8/50)
sowie von med.
pract
.
D._
, Fachärztin für Anästhesiologie, vom
22. Oktober 2019 (Urk. 8/52/1)
mitgeteilt, dass die
Versicherungsleistungen per 30.
November
2019 eingestellt würden,
woraufhin der Versicherte eine anfecht
bare Verfügung verlangte (Rapport vom 23. Oktober 2019, Urk. 8/55/2).
Die Suva holte
in der Folge
die ärztliche Beurteilung von
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, und von
med.
pract
.
D._
vom
14
.
November 2019
ein (Urk.
8/59
)
. A
m
29. November
2019
verfügte sie wie angekündigt
die Einstellung ihrer Leistungen per
30. Nov
embe
r
2019
(U
rk. 8/61
). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom
10. Januar
2020
(Urk. 8/69)
, ergänzt mit Schreiben vom 25. März 2020
(
Urk. 8/78
)
,
Einsprache, welche die Suva mi
t Einspracheentscheid vom
28. Oktober 2020 abwies
(Urk. 2).
2.
Hiergegen
erhob der Versicherte mit Eingabe vom
30. November
2020
Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid vom
28. Oktober 2020
sei aufzuheben und di
e Beschwerdegegnerin sei zu verpflich
ten, ihm die
gesetzlichen
Leistungen ab dem 1. Dezember 2019
weiterhin
auszurichten
,
und es s
ei eine Begutachtung bezüglich seiner Beschwerden in der rechten Schulter durch
zu
führen; eventualiter sei die Streitsache zur Ergänzung des Sachverhaltes (Gutach
ten) und zur Neuverfügung im Sinne der Erwägungen an die
Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen
(Urk. 1
S. 2
). Die Be
schwerdegeg
nerin schloss in der Beschwer
deantwort vom
6
.
Januar 2021
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
7
S. 2)
, was dem
Beschwerdeführer
am 15. Januar 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) wer
den
soweit das Gesetz nichts
a
nder
es
bestimmt - die Versicherungsleis
tun
gen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) ode
r einer unfallähn
lichen Körper
schä
digung (Art. 6 Abs. 2 UVG) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürli
cher und ein adäquater Kausalzusammen
hang besteht.
1.2
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände,
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nic
ht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge
tre
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (
Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf
BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall
fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegrün
dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis
last
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammenhang gegeben ist
nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver
sicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück
fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leis
tungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuve
rlässigkeit bestehen (BGE 125 V
351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
n
ehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135
V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung des
angefochtenen Einsprache
entscheid
s
aus
,
gemäss den
Stellungnahmen der Kreisärzte D
r.
E._
und med.
pract
.
D._
erscheine die diagnostizierte
Frozen
Shoulder
(Schulter
steife)
aufgrund der fehlenden strukturellen Läsionen nach dem Unfallereignis vom 5. März 2019 möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich unfall
kausal. Unfallfolgen hätten
spätestens sechs Monate nach dem Unfallereignis vom 5. März 2019 keine Rolle mehr im Beschwerdebild des
Beschwerdeführer
s gespielt.
Auch
die behandelnden Ärzte der
Klinik A._
hätten
festgehalten, dass
sie keinen Hinweis auf eine strukturelle Läsion im Bereich der Schulter nach dem Sturz vom März 2019 gesehen hätten, die Schmerzen schwierig einzuordnen gewesen seien, kein Kapselmuster vorhanden sei und eine nach dem Unfall auf
getretene Bewegungseinschränkung bis zur K
ontrolle am 10.
Oktober 2019 bestanden habe.
Der behandelnde Arzt der
Klinik A._
,
F._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa
rates,
gehe
in seiner Stellungnahme vom 25. Februar 2020 (Urk. 8/78)
sinngemäss
spätestens per
10.
Oktober 2019 von einem S
tatus quo sine aus.
Begründete a
bweichende ärztliche Beurteilungen seien nicht vorhanden
. Es sei daher davon auszugehen, dass spätestens im Zeitpunkt der Einstellung der Versicherungsleis
tu
ngen per 30. November 2019 der S
tatus quo sine erreicht gewesen sei und keine Unfallfolgen mehr bestanden hätten
(Urk. 2 S.
3
f.).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein,
er leide nach wie vor an rechtsseitigen Schulterbeschwerden, die auf den U
nfall vom 5.
März 2019 zurückzuführen seien.
Jedenfalls aber sei d
ie kurzfristige Einstellung der Leistungen nach dem Unfall
ereignis rechtswidrig, da er sich auf eine solche Veränderung nicht habe einstel
len können
.
Auch wenn mit den nach dem Unfall erstellten MRT
vom 7.
M
ärz und 11.
Juli 2019 keine neu aufgetretenen Läsionen festgestellt worden seien,
seien seine Beschwerden aufgrund der bildgebend festgestellten Schädigungen
doch
somatisch nachvollziehbar.
Die
Klinik A._
habe
zudem
mehrfach festgestellt, dass eine
Frozen
Shoulder
vorliege, die durch das Unfallereignis ausgelöst worden sei. Diese Diagnose erkläre seine Beschwerden. Sie lasse sich nebst der Verursachung durch den Unfall dadurch erklären, dass er nur rund fünf Monate vor dem Unfall an der rechten Schulter operiert worden sei und an Diabetes mellitus leide.
Dass durch das Unfallereignis eine sekundäre
Frozen
Shoulder
ausgelöst worden sei, habe auch der Oberarzt
F._
der
Klinik A._
in seiner Stellungnahme vom 25. Februar 2020 (Urk. 8/78) festgestellt. Die Behauptung der
Beschwerdegegnerin
, der S
tatus quo sine sei im Herbst 2019 eingetreten, sei entsprechend aktenwidrig.
Die Behauptung der Ärzte der
Beschwerdegegnerin
, die
Frozen
Shoulder
könne zwar vorliegen, sei aber nur mit möglicher Wahrscheinlichkeit auf das U
nfallereignis vom 5.
März 2019 zurück
zuführen, werde bestritten. Eine
Frozen
Shoulder
könne durchaus durch das Unfallereignis ausgelöst werden, sei es direkt und vollständig dadurch, sei es im Zusammenhang mit dem Diabetes mellitus und/oder mit der fünf Monate vor dem Unfall durchgeführten Operation.
Die
Beschwerdegegnerin
bleibe auch dann leis
tungspflichtig, wenn es sich beim Unfallereignis um eine T
eilursache handle; ohne den Unfall hätte er die
heutigen
Beschwerden an der rechten Schulter nicht.
Der natürliche und der adäquate Kausalzusammenhang sei gegeben. Denn a
uf
grund des Verlaufs nach der Operation im Herbst 2019
(richtig: 2018; Urk. 8/54)
sei nicht anzunehmen, dass sich auch ohne Unfall vom 5. März 2019 das Beschwerdebild einer
Frozen
Shoulder
entwickelt hätte. Zumindest sei die gegen
teilige Behauptung mit nichts ausgewiesen, was dazu führen müsse, dass die
Beschwerdegegnerin
weiterhin leistungspflichtig sei
.
Die Behauptung
en
der
Beschwerdegegnerin
, seine heutigen Beschwerden seien nicht mehr unfallkausal
und der
S
tatus quo sine sei spätestens am 5. September 2019 eingetr
eten
,
würden
sich auf zwei
unsubstantiierte
und nicht begründete Meinungen ihrer eigenen Ärzte
stützen
und sei
en
damit
nicht gehörig bewiesen.
Insbesondere ergebe sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht, woraus die
Beschwerdegegnerin
genau ableite, dass nach gerade mal
sechs
Monaten keine Leistunge
n mehr geschuldet sein sollten. De
r klaren Feststellung, dass eine durch den Unfall verursachte
Frozen
Shoulder
vorliege,
stehe
lediglich eine nur spärlich bis gar nicht begrün
dete Behauptung gegenüber, dass diese nicht durch den Unfall verursacht worden sei.
Eine
solche Annahme könne
aber
erst getroffen werden, wenn keine erhebli
chen Zweifel mehr bestünden und
von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse mehr erwartet werden könn
t
e
n
. Gerade
auch
letzteres treffe hier nicht zu, da noch
nie eine
umfassende gutachterliche Abklärung der Schulter stattgefunden habe
. Die
Beschwerdegegnerin
habe daher ihr
e Abklärungspflicht gemäss Art.
43 Abs
.
1 ATSG verletzt
(Urk. 1
S. 3 ff.
).
2.3
2.3.1
Unstrittig
und
ausgewiesen ist, dass sich der Beschwerdeführer beim Unfall vom
5. März 2019 ein Hyperextensionstrauma an der rechten Schulter
zugezogen hat
und dass
die rechte Schulter rund fünf Monate vor diesem Ereignis,
am
2. Oktober 2018,
mittels einer Arthroskopie
operiert worden war
(Urk. 8/19/1)
.
Zum
H
ergang
des Unfalls vom 5. März 2019
gab der
Beschwerdeführer
gemäss dem Rapport vom 8. August 2019 an, er sei bei der Arbeit in die Schräglage geraten und dabei mit den Füssen nach hinten weggerutscht.
Hierbei
sei er mit dem ausgestreckten Arm auf eine Transportrolle der Maschine gefallen, neben welche
r
er seitlich gestanden habe und auf welcher er einen zirka 10
Meter langen
, 160 Z
entimeter breiten und 60
Z
entimeter hohen Schaumstoffblock mit dem rechten ausgestreckten Arm sowie mit dem vollen Körpergewicht auf der Maschine habe
verschieben wollen. Als er sich
mit dem rechten ausgestreckten Arm habe abstüt
zen wollen, habe er einen stech
enden
,
einschiessenden Schmerz im rechten Schultergelenk verspürt und es sei sofort eine eingeschränkte Beweg
lichkeit s
pürbar gewesen (Urk. 8/33/1-2).
2.3.2
Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre
Leistungspflicht für die gesund
heit
lichen Folgen dieses Unfalls bis
sechs Monate
na
ch dem Unfall und läng
stens bis zur Einstellung ihrer Leistungen per
30. November 2019
(Urk. 2 S.
4
). Demnach liegt die Beweislast für das Dahinfallen des natürli
chen Kausal
zusammenhangs
zwischen dem Unfall und den
geltend gemachten
Gesundheitsbeeinträchtigungen
bei der Beschwerdegegnerin (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_895/2010 vom 1. Februar 2011 E. 5.1 mit Hinweis).
Vom
Beschwerdeführer
nicht beanstandet
wurde
und
nicht strittig ist, dass die
Beschwerdegegnerin
allein die
durch
den Unfall
verschlimmerten
somatischen Beschwerden an der rechten Schulter und nicht auch die nach dem Unfall
behan
delten
psychischen Beschwerden (U
rk. 8/44
) als Unfallfolgen anerkannte.
Davon, dass die psychischen Beschwerden keine Unfallfolgen sind und hierfür keine Leis
tungspflicht besteht, ist auszugehen. Dies gilt insbesondere schon deshalb
,
weil
es
sich
bei einem gewöhnlichen Sturz
oder einem einfachen Ausrutschen
-
wie beim Ereignis vom 30. November 2019
-
um einen leichten
Unfall handelt
,
bei welchen
der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen
rechtsprechungsgemäss
in de
r Regel - wie auch hier - ohne W
eiteres verneint werden kann. Denn bei einem solchen
Unfall darf
aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung
,
aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse ohne aufwendige Abklärungen im psychischen Bereich
davon ausgegangen werden, dass
er
nicht geeignet ist, einen erheblichen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
2.3.3
Strittig
und zu prüfen ist, ob
die
Beschwerdegegnerin
eine über den
30. November 2019
hinausgehende Leistungspflicht zu Recht verneint hat.
Zur Frage steht
dabei, ob
der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Restbeschwerden
an der rechten Schulter
und dem Unfallereignis vom
5.
März 2019
am
30. November 2019
dahingefallen ist, weil der Gesundheits
schaden
an der rechten Schulter
ab dann nur noch und ausschliesslic
h auf unfallfremden Ursachen be
ruhte, so dass
keine weiteren unfallversicherungs
rechtlichen Leistungen mehr geschuldet sind
. Dies wäre zu bejahen, wenn ab dem
30. November 2019
wieder derjenige Gesundheitszustand vorlag, wie er
unmit
telbar vor dem Unfall be
stand (Status quo ante), oder wenn ein Gesundheits
zustand eingetreten ist, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf des krankhaften Vorzustandes auch ohne den Unfall
früher oder später
eingestellt hätte (Status quo sine).
Zu klären ist insbesondere
auch
, ob durch den Unfall vom
5. März 2019 mit dem hier geltenden Beweismass der überwiegende
n
Wahrscheinlichkeit
eine
Frozen
Shoulder
(
Capsulitis
, Schultersteife)
an der rechten Schulter
verursacht worden
ist
, welche
über den 30. November 2019 hinaus
eine richtunggebende Verschlim
merung gegenüber dem krankhaften Vorzustand
respektive gegenüber de
ssen schicksalsmässigen Verlauf
darstellt.
3.
3.1
3.1.1
Den medizinischen Akten ist zum
relevanten
Sachverhalt das Folgende zu ent
nehmen:
Vor der Operation der rechten Schulter vom
2. Oktober 2018 (Urk. 8/8/1)
und damit auch vor dem Unfall vom
5.
März 2019 war am 4. April 2018 eine MR-
Arthrographie
der rechten Schulter durchgeführt worden. Laut dem Bericht des Medizinischen Radiologischen Instituts vom 4. April 2018 ergab
diese
eine geringe Reizung des AC-Gelenkes bei leichter Arthrose, eine leichte Reizung der Bursa
subacromialis
/
subdeltoidea
, eine flächige gelenkseitige Partialläsion der
Supraspinatussehne
anterior
bei
Tendinopathie
sämtlicher
Rotatorenman
schetten-Sehnen
und bei unauffälliger
Rotatorenmanschetten
-Muskulatur, einen Verdacht auf eine SLAP-II-Läsion am
Bizepssehnenanker
posterior
sowie eine
Chondropathie
glenoidal
anterior
(Urk. 8/15).
Bei der Operation der rechten Schulter vom 2. Oktober 2018 wurde mittels einer Arthroskopie eine subpektorale
Tenodese
der langen
Bizepssehne
(LBS), ein
Débridement
, eine
A
c
romioplastik
und eine
Acromioclavicular
-(AC-)Gelenks
resektion
vorgenommen
. Dieser Eingriff war aufgrun
d des Status nach sympto
matischer AC-Gelenksarthrose, lateraler
Pulley
-Läsion mit gelenkseitiger PASTA-Läsion (
partial
articular
supraspinatus
tendon
avulsion
) Typ
Ellman
I,
Subsca
pularis-Sehnenoberrand-Partialläsion
Typ
Lafosse
I bis II und
subacromialem
Impingement
durchgeführt worden (Bericht der
Klinik A._
vom 7. März 2019; Urk. 8/19/1)
.
Zwei Tage nach dem Unfall vom 5. März 2019 erklärte der
Beschwerdeführer
g
emäss dem
Konsultationsb
ericht der
Orthopädie der
Klinik A._
vom 7. März 2019, er sei nach dem operativen Eingriff vom 2. Oktober 2018 gut mit der rechten Schulter zurechtgekommen und habe seinem Beruf als Maschinist zu 100
%
nachkommen können. Seit
dem Unfall vom
5.
März
2019 habe er wieder starke Schmerzen im Bereich der rechten Schulter bei Bewegung und nachts und es sei ihm eine deutliche Einschränkung des Bewegungsumfanges aufgefallen.
Im Konsultationsb
ericht
wurde weiter
festgehalten, mittels MR-
A
rthrograph
ie
der rechten Schulte
r vom 7.
März 2019 habe ein relevanter, struktureller Schaden ausgeschlossen werden können.
Die angegebenen Beschwerden seien am ehesten im Rahmen des frischen Hyperextensions-Traumas, differentialdiagnostisch einer Bursitis
subacromialis
zu werten (Urk. 8/19).
Im Bericht des Medizinischen Radiologischen Instituts vom 7.
März 2019 wurde zur Beurteilung des
Magnetresonanz-(
MR-
)
A
rthrograph
ie
-Befundes
der rechten
Schulter festgehalten, es
liege
im
Vergleich zur
letzten Voruntersuchung vom 4.
April 2018 zwischenzeitlich der Status nach distaler
Tenodese
der
Bizepssehne
, eine stationäre
Tendinose
der distalen
Supraspinatussehne
mit abgrenzbaren Einrissen
,
aber
ohne
eine
transmurale
Läsion und mit unauffälliger Darstellung der M
uskulatur sowie eine
unverändert leichtgradige Degeneration im AC-Gelenk ohne signifikante Aktivierungszeichen und vermehrte Flüssigkeit in der Bursa
subacromiali
s
vor (Urk. 8/16).
Anlässlich der Konsultation in der Orthopädie der
Klinik A._
vom 24.
April 2019 zeigte sich gemäss dem Bericht gleichen Datums ein positives Ansprechen auf eine
subacromiale
Infiltration. Weiterhin hätten jedoch noch deutliche schmer
z
hafte
Einschränkungen bei fast allen
endgradigen
Bewegungen bestan
den, sodass vermutlich auch eine Kapselreizung weiterhin zum Schmerzge
schehen beitrage. Zudem würden sich multiple muskuläre Befunde ausmachen lassen (Urk. 8/17/1).
Am 11. Juli 2019 wurde in der Radiologie der Universitätsklinik
G._
eine weitere
Arthro
-Magnetresonanztomographie (MRT) der rechten Schulter durch
geführt. Sie ergab laut
dem
am selben Tag verfassten
Bericht einen im Vergleich zum MRT vom 7. März 2019 stationären Befund bei Status nach Schulterarthro
skopie. Die kleinen Partialrupturen am Ansatz der
Rotatorenmanschettensehnen
(vorbestehende kleine Partialruptur
en
am Ansatz der
Supraspinatussehne
, der
Infraspinatussehne
und
am
Oberrand
der
Subscapularissehne
)
könnten
aufgrund der geringen Ausprägung einem Restbefund nach
Débridement
dieser Sehnen entsprechen und seien stationär zur Voruntersuchung vom 7. März 201
9.
Es sei keine neu aufgetretene Läsion und kein Hinweis auf einen Reizzustand abgebildet (Urk.
8/40
).
Gemäss dem
Bericht der Schulter- und Ellbogenchirurgie der
Klinik A._
vom 5. August 2019
traten im Verlauf nach dem Sturz auf den ausgestreckten (rechten) Arm von Mitte März 2019
zunehmende bewegungsabhängige Schmer
zen im Bereich der rechten Schulter und auch eine leichte Bewegungseinschrän
kung auf. A
m heutigen Tag (5. August 2019)
sei die Arbeit zu 100 %
wieder
auf
genommen worden, dies jedoch im körperlich schweren Beruf nur unter starken Schmerzen. N
ebst den bekannten Diagnosen zum vorbestehenden Beschwerde
bild
sei
aktuell die Diagnose
R
etrauma
am 19.
März 201
9
mit Sturz auf den ausgestreckten Arm mit mässiger
Frozen
Shoulder
gestellt worden und a
ls Nebendiagnose
jene eines
Diabetes
m
ellitus
II.
Das aktualisierte
Arthro
-MRT vom 11. Juli 2019 habe keine neuen deutlichen strukturellen Schäden gezeigt. Klinisch werde am ehesten das Bild einer mässigen Schultersteife gesehen
(Urk. 8/37/1-2).
Aus dem
Bericht der Schulter- und Ellbogenchirurgie der
Klinik A._
vom 22. August 2019
geht hervor, dass
nach einer
glenohumeralen
Infiltration keinerlei Schmerzbesserung eingetreten
sei
. Insgesamt habe sich ein sehr diffuser Schmerz, mal dorsal, mal ventral gezeigt. Auch das resezierte AC-Gelenk habe weiterhin eine Druckdolenz gezeigt. Aus therapeutischer Sicht sei man aktuell etwas ratlos bei
fehlendem
neuen strukturellen Schaden und diffuser Klinik. Aktuell seien keine Kontrollen geplant (Urk. 8/38/1-2).
Laut dem
Bericht der Schulter- und Ellbogenchirurgie der
Klinik A._
vom 10. Oktober 2019
wurde der
Beschwerdeführer nach einem abgebrochenen Arbeitsversuch vom Hausarzt erneut zugewiesen. Es habe ein ähnlicher Befund wie in der Voruntersuchung mit sehr variablem Schmerz mal
posterior
, mal in den ventralen Oberarm entlang, sowohl als Druckschmerz, als auch bei Bewe
gung, bestanden. Ein Kapselmuster habe nicht festgestellt werden können. Wei
terhin habe eine leicht schmerzhafte, jedoch gute Kraftentwicklung in Abduktion bestanden. Der
Spurling
-Test sei negativ ausgefallen. Nach erneuter Konsultation des gesamten Bildmaterials und auch der letzten MRT-Untersuchung
nach dem Sturz im März 2019
sei kein Hinweis für eine strukturelle Läsion im Bereich der Schulter auszumachen. Die Schmerzen mit Ausstrahlung bis in die Hand seien sehr schwierig einzuordnen. Am ehesten seien sie wohl teilweise
myofaszial
bedingt. Hinweise für eine
radikuläre
Genese gebe es nicht (Urk. 8/54/1-2).
3.1.2
Von den Kreisärzten wurde
dazu wie folgt Stellung
genommen
:
Die Kreisärztin
med.
pract
.
D._
hatte am 3. Juni 2019 erklärt, es sei von einer
Retraumatisierung
der operierten rechten Schulter auszugehen, insofern seien die Beschwerden unfallkausal. Im MRT hätten keine traumatischen Läsionen nachgewiesen werden können, insofern sei eher von einer vorübergehenden Verschlimmerung auszugehen (Urk. 8/20/1).
Z
ur Frage, ob aus medizinischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit noch Unfallfolgen vorliegen würden,
führte der Kreisarzt Dr.
C._
in seiner Stellungnahme vom 23.
September 2019 aus,
die Situation sei zieml
ich komplex, da zwischen dem 4.
A
pril 2018 und dem 7.
März 2019 eine Operation durchge
führt worden sei. Das
A
c
romio
c
la
vic
ulargelenk
sei
dadurch gespreizt und stets gereizt. Z
wischen dem 7.
M
ärz und 11.
Juli
2019 gebe es lediglich eine leichte
Regredienz
der Flüssigkeit in der Bursa
subacromialis
und im AC-Gelenk sowie eine
Regredienz
der
ödemartigen
Knochenmarkveränderungen
Acromion
und Clavicula (Urk. 8/50/1). Die Kreisärzti
n
med.
pract
.
D._
hielt
am 25.
Sep
tember 2019 zu derselben Frage
fest
,
Unfallfolgen
lägen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor. Denn sowohl im MRT
vom 7.
März 2019 als auch im Verlaufs-MRT vom 11.
Juli 2019
seien weiterhin keine traumatischen Läsionen nachgewiesen worden. Die radiologischen Befunde seien nochmals mit dem Radiologen Dr.
C._
besprochen worden und es hätten keine strukturellen Läsionen, welche auf das Unfallereignis vom 5. März 2019 zurückzuführen wären, festgestellt werden können. In den Berichten der
Klinik A._
sei eine mässige
Frozen
Shoulder
angegeben worden. Bei vorliegendem Diabetes mellitus und fehlenden frischen strukturellen Läsionen sei diese Diagnose nur mit mögli
cher
Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 5. März 2019 zurückzu
führen (Urk. 8/50/2).
Am 22. Oktober 2019 erklärte die Kreisärztin
med.
pract
.
D._
auf die Anschlussfrage, seit wann Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr spielen würden, dies sei spätestens sechs Monate nach dem Unfallereignis der Fall (Urk. 8/52/1).
In
der ärztlichen Beurteilung vom
14. November
2019
schlossen de
r Kreisarzt
Dr.
E._
und
die Kreisärztin
med.
pract
.
D._
ebenfalls darauf, dass mit den
nach dem Unfall vom
5.
März 2019 erstellten MR-
Arthrographien
der rechten Schulter vom 7. März und vom 11. Juli 2019 je keine traumatischen Läsi
onen
hätten
nachgewiesen werden können. Die behandelnden Ärzte der
Klinik A._
seien von einer Re-Traumatisierung der rechten Schulter bei Hyperextensionstrauma ausgegangen. Auch
nach der Besprechung der bild
gebenden und klinischen Befunde mit dem leitenden Arzt seien
laut dem Bericht der
Klinik A._
vom 10. Oktober
2019
keine Hinweise für eine strukturelle Läsion im Bereich der Schulter
festgestellt worden. Die Besprechung mit dem kreisärztlichen Radiologen Dr.
C._
habe ebenfalls ergeben, dass zwischen dem MR-
Arthrogramm
vom 4. April 2018 und dem 7. März 2019 ausser den post
operativen Veränderungen keine wesentlichen Befundveränderungen vorliegen würden. Ab August 2019 seien die weiterhin bestehenden Beschwerden
vom behandelnden Orthopäden der
Klinik A._
als mässige
Frozen
Shoulder
interpretiert worden. De
r aktive Bewegungsumfang vom 5.
August 2019 mit «Fle
xion 130°, Abduktion 100°
,
tiefe Aussenrotation 45°, tiefe Innenrotation ISG»
sei im Verlauf ohne wesentliche Veränderung dokumentiert worden. Ob bei diesem klinischen Befund tatsächlich eine
Frozen
Shoulder
vorliege, könne diskutiert werden, auch MR-tomographisch hätten sich keinerlei Hinweise für einen Verdacht auf eine
Frozen
Shoulder
gezeigt. Eine (primäre)
Frozen
Shoulder
könne idiopathisch oder in Verbindung mit anderen Erkrankungen entstehen. Bei Diabetes mellitus, welche
r
im aktuellen Fall auch vorliege, werde von einer höheren Prävalenz im Vergleich mit der gesamten Population ausgegangen. Eine (sekundäre)
Frozen
S
houlder
könne auch posttraumatisch auftreten. Aufgrund der fehlenden strukturellen Läsionen nach dem Unfallereignis vom 5. März 2019 erscheine die diagnostizierte
Frozen
Shoulder
möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal
.
Insofern sei nach dem Unfallereignis vom 5. März 2019 von einer vorübergehenden Verschlimmerung auszugehen. Spätestens sechs Monate nach dem Unfall würden Unfallfolgen im Beschwerdebild des Beschwer
deführers keine Rolle mehr spielen
(Urk. 8/59/3
-4
).
3.1.3
Mit
E-Mail vom 25.
Februar 2020 führte der Oberarzt
F._
von der
Klinik A._
zu Fragen der damaligen Rechtsvertretung des Beschwerde
führers aus, es sei zur Einschränkung der aktiven und passiven Beweglichkeit
gekommen
(
glenoh
umerale
Abduktion 70°),
die vor dem Unfall nicht bestanden habe, es habe zuvor gemäss dem Bericht von Dr.
med. H._
, Oberarzt der Orthopädie Obere Extremitäten der
Klinik A._
,
vom 30. Januar 2019 eine freie Schulterfunktion bestanden, so dass aus ihrer Sicht, jener der behandelnden Ärzte der
Klinik A._
,
eine sekundäre
Frozen
Shoulder
durch das Unfall
ereignis vorliege. Vor dem U
nfallereignis vom 5.
März 2019 hätten Restbeschwer
den nach erfolgter Operation bestanden, welche mittels
glenohumer
a
ler
Infiltra
tion zum Teil hätten verbessert werden können und zum Teil als muskuläre Restbeschwerden beschrieben worden seien. Eine eingeschränkte Beweglichkeit (sowohl aktiv, wie auch passiv) mit wenig Ansprechen auf die durchgeführte
subacromiale
Infiltration und
eine
bereits am 24. April 2019 im Bericht von D
r.
H._
beschriebene Kapselreizung sei
en
durch das Unfallgeschehen aufge
treten.
In der Folge habe diese leichte, jedoch vorhandene Bewegungseinschrän
kung bis zur Kontrolle in der
Klinik A._
vom 10. Oktober 2019
bestanden
, bei welcher in der Untersuchung kein Kapselmuster (eingeschränkte passive tiefe Aussenrotation und
glenohumerale
Abduktion) mehr vorha
nden gewesen sei, nachdem am 7.
August 2019 eine
glenohumerale
Infiltration durchgeführt worden sei (Urk. 8/78/5).
3.2
3.2.1
Die
kreisärztlichen Stellungnahmen
sind
in sich stimmig und die gezogenen Schlussfolgerungen sind vor dem Hintergrund der übrigen Aktenlage nachvoll
ziehbar begründet.
Insbesondere
hat die
Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Entscheid
(Urk. 2 S.
3 f.
)
gestützt darauf
zu Recht
als erwiesen erachtet
, dass durch den Unfall vom 5. März 2019 keine strukturellen
traumatischen
Läsionen im Bereich der betroffenen rechten Schulter verursacht wurden, wie dies auch in der
kreisärztlichen Beurteilung vom 14. Novemb
er 2019 (Urk. 8/59/3-4)
unter Bezugnahme auf die medizinischen Berichte der behandelnden Ärzte
und die bildgebenden MRT-Befunde
zutreffend ausgeführt wurde.
3.2.2
Auch der
Beschwerdeführer
räumt ein, dass die MRT vom 7.
März und 11. Juli 2019 (Urk.
8/
16
, Urk.
8/
40
) keine neu aufgetretenen Läsionen ergaben (Urk. 1 S. 4). Der Einwand, dass seine Beschwerden dennoch somatisch nachvollziehbar seien, da
kleine Partialrupturen
am Ansatz der
Rotatorenmanschettensehne
, gleichzeitig eine stationäre
Tendinose
der distalen
Supraspinatussehne
und
ein Status nach
distaler
Tendinose
(richtig:
Tenodese
; Urk. 8/16)
der
Bizepssehne
, eine leichtgradige Degeneration des AC-Gelenks sowie vermehrt Flüssigkeit in der Bursa
subacromial
is
festgestellt worden seien
(Urk. 1 S. 4)
,
ist in Bezug auf die Frage der natürlichen Kausalität zwischen
den geklagten
Beschwerden und dem Unfall vom 5. März 2019
sowie deren Aufhebung (Status sine quo
vel
ante)
nicht stichhaltig.
Denn
diese bildgebenden Befunde (Urk. 8/16)
sind nicht
neu aufgetreten und nicht unfallbedingt
, sondern
entsprechen
nach
übereinstimmender
ärztlicher Einschätzung
postoperativen Veränderungen
respektive
dem
Vorzustand an der rechten Schulter nach der
Operation
vom
2. Oktober 2018 (Urk. 8/19)
.
Dies ergibt sich
schon
aus dem MRT-Bericht vom 7. März 2019 selbst, wo im Vergleich zum Zustand vor dem Unfall (Voruntersuchung vom 4. April 2018) von
einer statio
nären, mithin unveränderten
Tendinose
der distalen
Supraspinatussehne
und einer unverändert leichtgradigen AC-Gelenksdegeneration gesprochen wurde (Urk. 8/16).
Ausserdem
wurde im Bericht
der Radiologie der Universitätsklinik
G._
vom 11. Juli 2019 festgehalten, dass die kleinen Partialrupturen am Ansatz der
Rotatorenmanschettensehnen
(vorbestehende kleine Partialruptur
en
am Ansatz der
Supraspinatussehne
, der
Infraspinatussehne
und am
Oberrand
der
Subscapularissehne
) aufgrund der geringen Ausprägung einem Restbefund nach
Débridement
dieser Sehnen, mithin einem Restbefund des operativen Eingriffs
und nicht etwa des beim Unfall erlittenen Hyperextensionstraumas
, entsprechen würden (
Urk.
8/40).
Gemäss dem ersten, dem Unfall vom
5.
März 2019 folgenden Bericht der
Klinik A._
vom
7.
März 2019 kamen die behandelnden Ärzte zum Schluss, dass die angegebenen Beschwerden am
e
hesten im Rahmen des frischen Hyperextensions-Traumas und lediglich differentialdiagnostisch im Rahmen einer Bursitis
subacromialis
zu werten seien (Urk. 8/19/2).
Im
Arthro
-MRT der rechten Schulter vom 1
1.
Juli 2019 wurde eine Bursitis
subacromialis-subdeltoidea
bei Status nach
Bursektomie
schliesslich ausgeschlossen (Urk. 8/40, Urk. 8/37/2).
Dass das
am 5.
März 2019
erlittene
Hyperextensions-Trauma
zunächst Beschwer
den verursacht
e
, wurde von der
Beschwerdegegnerin
denn auch anerkannt. Dieses
führte
indes n
achweislich
zu
keine
n
neuen
strukturellen Läsionen
.
Daher besteht keine Unfallkausalität, soweit
die
bildgebend festgestellten
strukturellen
und -
wie ausgeführt
-
vorbestehenden Befunde
an der rechten Schulter
die
Beschwerden
zu erklären vermögen
und
als
insofern die Beschwerden «somatisch nachvollziehbar»
(Urk. 1 S. 4)
sind.
3.3
3.3.1
Zum Vorbringen des
Beschwerdeführer
s, die diagnostizierte
Frozen
Shoulder
erkläre seine Beschwerden
, diese Diagnose könne durchaus vorliegen
und durch das Unfallereignis ausgelöst worden
sein, sei es direkt vollständig, sei es teilur
sächlich im Zusammenhang mit dem Diabetes mellitus oder der Operation (Urk. 1 S. 4 f.)
,
ist das Folgende in Erwägung zu ziehen.
Die Diagnose einer
Frozen
Shoulder
wurde erstmals in der Sprechstunde in der Schulter- und Ellbogenchirurgie der
Klinik A._
vom 5. August 2019 (Urk. 8/37/1-2), mithin erst fünf Monate nach dem Unfall vom
5.
März 2019 gestellt. Es ist nachvollziehbar, dass diese Diagnose in der kreisärztlichen Beur
teilung vom 14. November 2019 (Urk. 8/59/4) mit Hinweis auf die Befunde zum Bewegungsumfang und bei
MR-tomographisch
fehlenden Hinweisen auf den Verdacht auf eine
Frozen
Shoulder
zumindest als diskutierbar bezeichnet wurde
. Denn auf das Beschwerdebild der
Frozen
Shoulder
schlossen die Ärzte der
Klinik A._
beim
Beschwerdeführer
aufgrund der klinischen Untersuchung ohne Bezug zu den bildgebenden Befunden («Wir sehen klinisch am
ehesten das Bild einer mässigen
Schultersteife
.»
; Urk. 8/37/2
).
Die Pathogenese des Beschwer
debildes besteht gemäss dem Klinischen Wörterbuch Pschyrembel in einem verminderten Volumen der Gelenkkapsel mit Regression der Reserveräume bei
blander
Synovialitis
; im Ver
lauf komm
t es zu Adhäsionen, Kapsel
kontraktur und
Kapsel
fibrosie
rung
(Psc
hyrembel, 266. Auflage 2014, S.
719). Derartige Verände
rungen wurden in den Berichten der
Klinik A._
und in den Befunden der
Arthro
-MRT indes nicht aufgeführt.
Klinisch wurde
von den Ärzten der
Klinik A._
- wie in der kreisärztlichen Beurteilung vom 14. November 2019
zudem
korrekt
festgehalten wurde
(Urk. 8/59/4) - der Befund zum aktiven Bewegungsumfang der rechten Schulter «Flexion 130°, Abduktion 100°, tiefe Aussenrotation 45°, tiefe Innenrotation ISG» erhoben (Urk. 8/37/2), was nach
der ärztlichen Feststellung
lediglich
mässigen Schultereinschränkungen
entspricht
(«mässig
e
Schultersteife»
, Urk. 8/37/2
)
. Auch wurde von einer lediglich leichten Bewegungseinschränkung gesprochen (Urk. 8/37/1)
.
Nach dem Klinischen Wörterbuch P
schyrembel
handelt es sich
bei der
Frozen
Shoulder
jedoch
um eine Bezeichnung für
eine
massive aktive und passive Bewegungseinschränkung im Schultergelenk
(Pschyrembel, 26
6.
Auflage 2014, S. 719).
3.3.2
Auch
im Übrigen
ist
die kreisärztliche Einschätzung
nachvollziehbar.
Insbeson
dere ist schlüssig, dass
die
vom behandelnden Orthopäden Anfang August 2019 als
Frozen
Shoulder
interpretierte
leichte
Bewegungseinschränkung
an der rech
ten Schulter,
jedenfalls
lediglich
möglich
erweise
, jedoch nicht überwiegend wahr
scheinlich unfallkausal
ist
(Urk. 8/59/4).
Dazu
wurde
in der kreisärztlichen Beur
teilung vom
14. November 2019 (Urk. 8/59/4)
zutreffend berücksichtigt, dass solche Bewegungseinschränkungen mit oder ohne vorangegangenes Trauma
wie bei einer Schulterprellung, Schultergelenkluxation, Fraktur oder Operation
(idio
pathisch/primär oder traumatisch/sekundär) und
auch
in Verbindung mit anderen Erkrankungen entstehen
können sowie
,
dass unter anderem bei
metabolischen Störungen
eine erhöhte Inzidenz besteht
(Pschyrembel,
266.
Auflage 2014, S.
719)
.
Da beim Beschwerdeführer ein Diabetes mellitus vorliegt (Urk. 8/
37/1
)
und
an seiner rechten Schulter
ausserdem nur fünf Monate vor dem Unfall vom 5. März 2019 eine Operation durchgeführt
worden war
(Urk. 8/8/1)
sowie
nicht unfallbedingte kleine Partialrupturen am Ansatz der
Rotatorenmanschette
n
sehnen
vorlagen (Urk. 8/40)
,
ist bei ihm bereits aufgrund dessen und unabhängig vom Unfall von einem erhöhten Risiko für den Eintritt dieses Beschwerdebildes
einer solchen
Bewegungseinschränkung
auszugehen
.
Vor
diesem Hintergrund
ist es dagegen
n
icht überwiegend
wahrscheinlich, dass
eine
Frozen
Shoulder
- sei es teil-, sei es vollursächlich -
durch das Hyperexten
sion-Trauma
vom 5.
März 2019
eingetreten
ist.
Dies gilt - wie in der kreisärzt
lichen Beurteilung ebenfalls
zutreffend
berücksichtigt wurde
(Urk.
8/59/4)
-
insbesondere
auch im Hinblick darauf, dass das unfallbedingte Hyperextension-Trauma keine strukturellen Schäden an der rechten Schulter
verursacht hat
und nicht besonders schwerwiegend war
, was beweisrechtlich
ins Gewicht fällt
.
Zwar ist es korrekt, was der
Beschwerdeführer
vorbringt (Urk. 1 S. 5), dass der Unfallversicherer auch dann leistungspflichtig
bleibt
, wenn die nach einem Unfall aufgetretenen Beschwerden lediglich im Sinne einer Teilursache
neben weiteren Ursachen
durch ein Unfallereignis
hervorgerufen wurden
und anhaltend beste
hen
.
Jedoch gilt dies nur, wenn der Unfall überwiegend wahrscheinlich
und nicht
wie hier
nur möglicherweise
eine solche Teilursache
des betreffenden Beschwer
debildes
darstellt
.
3.3.3
Dafür, dass die
gesamten
geklagten Beschwerden
mit Schmerzen und Einschrän
kung der Beweglichkeit
der rechten Schulter
jedenfalls
spätestens Ende November 2019 überwiegend wahrscheinlich
nicht mehr
Folge des Hyperextensions-Trau
mas
waren
und
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhten
,
spricht
sodann
, dass
diese ab der Konsultation in der
Klinik A._
vom 22. August 2019
von den behandelnden Ärzten nicht mehr eindeutig zugeordnet werden konnten. So wurde von einem sehr diffusen Schmerz und einer diffusen Klinik (Bericht vom
22. August 2019
, Urk. 8/38/2) sowie von sehr variablem Schmerz
ohne Kapselmuster
(
spezifische Bewegungseinschränkung des Schultergelenks bei der passiven Gelenkuntersuchung
)
, am ehesten teilweise
myofaszial
bedingt,
und
ohne
Hinweise
für strukturelle Läsionen oder
eine
radikuläre
Genese
(Bericht
vom
10. Oktober 2019, Urk. 8/54/2)
gesprochen.
Aufgrund dessen
ist
auch die kreisärztliche Feststellung, wonach späteste
ns sechs Monate nach dem Unfall vom
5.
März 2019
Unfallfolgen im Beschwerdebild des
Beschwerdeführer
s keine Rolle mehr spiel
t
en (Urk. 8/59/4),
nachvollziehbar
, zumal bereits rund fünfeinhalb Monate nach dem Unfall
eine diffuse Klinik fest
gestellt worden war.
3.4
3.4.1
An der
kreisärztliche
n
Beurteilung
vermögen auch die Ausführungen des
Ober
arzt
es
F._
von der
Klinik A._
in der E-Mail vom
25. Februar 2020
(Urk.
8/78/5)
keine
Zweifel zu
wecken
.
So wurde die Einschätzung, es liege eine sekundäre
Frozen
Shoulder
(verursacht) durch das Unfallereignis vor, allein damit begründet, dass die Einschränkung der aktiven und passiven Beweglichkeit vor dem Unfall nicht bestanden habe. Jedoch sind ärztliche Aus
künfte, die - wie
hier
- allein auf der Argumentation beru
hen, die gesundheitlichen Beein
trächtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten, beweisrechtlich nicht zu verwerten (vgl. z
ur Unzulässigkeit der Beweismaxime
«
post
hoc ergo
propter
hoc
»
: BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2; 119 V 335 E.
2b/
bb
; Urteil des Bundesgerichts 8C_5
89/2017 vom 21. Februar 2018 E.
3.2.4).
In der E-Mail vom
25. Februar 2020
wurde die
«bereits am 24. April 2019 im Bericht von Dr.
H._
beschriebene Kapselreizung»
ebenfalls ohne Weiterungen als unfallursächlich («
durch das Unfallgeschehen aufgetreten
») aufgeführt
.
Im Bericht
der Orthopädie der
Klinik A._
vom 24. April 2019
war
eine solche Kapsel
reizung jedoch lediglich als Vermutung
erwähnt worden
(U
rk.
8/17/1). Ausserdem ergab das darauffolgende
Arthro
-MRT vom 11. Juli 2019 keinen Hinweis auf einen Reizzustand (Urk. 8/40).
Eine allfällige unfallbedingte anfängliche Kapsel
reizung wurde in den folgenden ärztlichen Berichten
auch
nicht mehr erwähnt
.
Schliesslich
hat der Oberarzt in der E-Mail vom
25. Februar 2020
bestätigt, dass anlässlich
der
Kontrolluntersuchung vom
10. Oktober 2019
kein Kapselmuster (eingeschränkte passive tiefe Aussenrotation und
glenohumerale
Abduktion) mehr vorhanden gewesen sei, nachdem am 7. August 2019 eine
glenohumerale
Infi
ltration durchgeführt worden
sei; d
ie
leichte Bewegungseinschränkung
bestand nach seinen Angaben
bis zur Kontrolluntersuchung vom
10. Oktober 201
9.
Das Fehlen eines Kapselmusters
war sodann anhaltend, auch noch nach
Einstellung der Leistungen per N
ovember 2019,
wie
im Bericht der
Klinik A._
vom 2. Dezember 2019 festgehalten w
u
rde (Urk. 8/66).
3.4.2
Damit
lässt
auch die
E-Mail der
Klinik A._
vom
25. Februar 2020
letztlich
keinen anderen Schluss zu, als dass die geltend gemachten Beschwerden an der rechten Schulter einige Monate nach dem Unfall, spätestens aber am
10. Oktober 2019
, überwiegend wahrscheinlich nicht mehr Folge des Hyperextensions-Trau
mas respektive
des
Unfalls vom 5. März 2019 waren
und
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht
en
.
Dass nach kreisärztlicher Einschätzung der Status quo sine bereits sechs Monate nach dem Unfall, mithin spätestens am 5. September 2
019, erreicht war, schadet
nicht, nachdem bereits in der Kontrolluntersuchung vom
22.
August 2019
ein sehr diffuser Schmerz und eine diffuse Klinik festgestellt worden waren und
auch schon
in diesem
Bericht zu
r
U
ntersuchung
eine klar feststellbare Einschränkung der
passive
n
tiefe
n
Aussenrotation und
glenohumerale
n
Abduktion
respektive ein Kapselmuster
im Befund
keine Erwähnung
gefunden hatte
n
(Urk. 8/38/2).
Die Frage
,
wann genau der Status quo sine
der Beschwerden an der rechten Schul
ter
eingetreten ist,
ob Anfang September oder erst im Oktober 2019,
kann
schliesslich
offen gelassen
werden, da die
Beschwerdegegnerin
die Einstellung der Leistungen
ohnehin
erst per Ende November 2019 verfügt hat.
3.4.3
Es ist vor dem Hintergrund
dieser
Aktenlage
im Übrigen
nicht zu b
eanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf eine Aktenein
schätzung
ihrer Kreisärzte ohne deren eigene Untersuchung ab
stellte, zumal einer ärztlichen Stellungnahme nicht in jedem Fall
eine persönliche Unter
suchung des Versicherten
vorausgehen muss. Nach der Rechtsprechung sind Aktengutachten zulässig. Ent
s
cheidend ist, ob genügend Unter
lagen vorliegen, was dann der Fall ist, wenn die Akten ein voll
ständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben, so dass sich de
r Experte gesamthaft ein lücken
loses Bi
ld machen kann (Urteile des Bundes
gerichts U
330/02 vom 5. Dezember 2003 E.
2 und 8C_181/2012 vom
8. Juni 2012 E. 5.2, je mit Hin
weisen). Dies ist hier zu bejahen.
Damit ist abschliessend festzuhalten, dass keine auch
nur geringe
n
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
der
versicherungsinternen ärztlichen Feststel
lungen
gemäss der kreisärztlichen Beurteilung vom 14. November 2019 (Urk. 8/59)
bestehen
.
3.5
3.5.1
Nach dem Gesagten kam die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Schluss, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den Restbeschwerden
an
der rechten Schulter und dem Unfallereignis vom 5. März 2019
überwiegend wahrscheinlich
spätestens per 30. November 2019 dahingefallen ist und
ab dem 1. Dezember 2019
keine Leistungspflicht mehr bestand.
3.5.2
An diesem Ergebnis vermögen sämtliche weiteren Vorbringen des Beschwerde
führers nichts zu ändern.
Namentlich
kann der
Beschwerdeführer
aus der Rüge,
die kurzfristige Einstellung der Leistungen nach dem Unfallereignis
sei
rechts
widrig, da er sich auf eine solche Veränderung nicht habe einstellen können
(Urk. 1 S.
4
), nichts zu seinen Gunsten ableiten
.
Denn eine solche Übergang
s- oder Anpassungsfrist ist bei
Wegfall
oder Fehlen
des Kausalzusammenhangs
und der
Leistungspflicht
nicht vorgesehen. Eine solche wäre
allenfalls
zu beachten, wenn - anders als hier - die Kausalität und grundsätzliche Leistungspflicht weiterbestehen würde und dabei feststehen würde, dass
die versicherte Person unter dem Blickwinkel der Schadenminderungspflicht eine
n Berufswechsel vorzunehmen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8
C_926/2008 vom 3
0.
Juli 2009 E.
7.1
mit Hinweisen
zu Art.
6 ATSG
; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts
U
301/02 vom
1.
Oktober 2003 E.
1.3
).
3.5.3
Wie sich aus den Erwägungen hiervor ergibt (E. 3.2-3.4), hat die
Beschwerde
gegnerin
den
entscheidwesentlichen
Sachverhalt entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführer
s (Urk. 1 S. 5 ff.) genügend abgeklärt und ihre Abklärungs
pflicht nach Art. 43
Abs.
1 ATSG nicht verletzt.
Von weiteren Beweismassnahmen, insbesondere von der beantragten Begutach
tung (Urk. 1 S. 5), sind keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwar
ten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_607/2011 vom 16. März 2012 E. 7.2).
3.6
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 28.
Oktober 2020 (
Urk.
2)
ist somit
rechtmässig
. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.