Decision ID: be553095-a6a1-4476-bf23-8d96d19d078d
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer suchte am 14. November 2016 in der Schweiz erst-
mals um Asyl nach.
Er begründete sein Asylgesuch im Wesentlichen damit, dass er insgesamt
drei Mal vom Militär beziehungsweise vom Criminal Investigation Depart-
ment (CID) für jeweils wenige Tage festgenommen worden sei. Dabei sei
er zu vermeintlichen Verbindungen zu LTTE-Mitgliedern beziehungsweise
zu einem Mitarbeitenden einer Menschenrechtsorganisation, welchen er in
seiner Arbeit unterstützt habe, befragt worden. Im März 2016 seien CID-
Leute zu ihm nachhause gekommen und hätten sein Haus durchsucht. Er
sei zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause gewesen und sei danach auch nicht
dorthin zurückgekehrt. Im (...) 2016 sei er mit seinem Reisepass ausge-
reist. Im Dezember 2016 sei sein Haus erneut durchsucht worden.
B.
Mit Verfügung vom 19. Juli 2017 stellte das SEM fest, der Beschwerdefüh-
rer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab, ver-
fügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an.
C.
Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Bundesver-
waltungsgericht mit Urteil E-4795/2017 vom 22. Juli 2021 vollumfänglich
ab. Es bestätigte die Erwägungen des SEM, wonach die geschilderten Auf-
griffe und regelmässigen Kontrollen in einer objektiven Betrachtungsweise
zu wenig intensiv seien, um asylrechtliche Relevanz entfalten zu können.
Es bestünden bei ihm auch keine Risikofaktoren, die ein Verfolgungsinte-
resse seitens der sri-lankischen Behörden zu begründen vermochten.
D.
Mit als "Demande multiple/réexamen" bezeichnetem Schreiben vom
24. Dezember 2021 gelangte der Beschwerdeführer erneut an das SEM.
Er begründete sein Gesuch im Wesentlichen damit, seine beiliegenden
neuen Beweismittel (Message Form vom [...] 2020 und Haftbefehl vom [...]
2020 jeweils inkl. Übersetzungen in die englische Sprache) würden seine
begründete asylrelevante Furcht vor einer Rückkehr nach Sri Lanka bele-
gen. Seine Familie habe seinetwegen viele Hausdurchsuchungen und
Razzien erlitten.
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E.
Mit Verfügung vom 6. Januar 2022 – eröffnet am 17. Januar 2022 – trat das
SEM infolge angeblich fehlender funktionaler Zuständigkeit in Anwendung
von Art. 9 Abs. 2 VwVG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht
ein.
F.
Mit Eingabe vom 21. Januar 2022 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-
desverwaltungsgericht Beschwerde gegen diese Verfügung und beantrag-
te dabei, die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben, die Sache ans SEM
zurückzuweisen und es (sinngemäss) anzuweisen, darauf materiell einzu-
treten. Eventualiter sei die Beschwerde als Revisionsgesuch entgegenzu-
nehmen, das Urteil E-4795/2017 vom 22. Juli 2021 aufzuheben, die Flücht-
lingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm Asyl zu ge-
währen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Feststellung der aufschiebenden
Wirkung der Beschwerde sowie um die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege.
G.
Mit Zwischenverfügung vom 28. Januar 2022 hielt die zuständige Instruk-
tionsrichterin fest, die Beschwerde habe von Gesetzes wegen aufschie-
bende Wirkung und die Vorinstanz habe diese nicht entzogen, weshalb das
Gericht auf den entsprechenden Antrag mangels Rechtsschutzinteresses
nicht eintrete. Gleichzeitig wies sie das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung ab und forderte den Beschwerdeführer zur Zah-
lung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'500.– auf.
H.
Mit Eingabe vom 14. Februar 2022 ersuchte der Beschwerdeführer erneut
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Eventualiter sei eine Ra-
tenzahlung von Fr. 50.– pro Monat zu gewähren. Dem Schreiben legte er
eine Terminbestätigung bezüglich einer am 22. Februar 2022 vorgesehe-
nen Sprechstunde mit dem (...) des (...) vom 14. Februar 2022 bei.
I.
Mit Zwischenverfügung vom 17. Februar 2022 wies die zuständige Instruk-
tionsrichterin das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erneut ab und
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setzte dem Beschwerdeführer eine neue Frist zur Bezahlung des Kosten-
vorschusses von Fr. 1'500.–. Der Kostenvorschuss ging am 26. Februar
2022 beim Gericht ein.
J.
Am 19. April 2022 reichte der Beschwerdeführer weitere Beweismittel
(Message Form vom [...] 2022 und Haftbefehl vom [...] 2022 jeweils inkl.
Übersetzungen in die englische Sprache) zu den Akten.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend –
endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
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Seite 5
4.
4.1 Das SEM trat auf die Vorbringen betreffend die behaupteten Hausbe-
suche in Sri Lanka nicht ein. Es handle sich dabei – ebenso wie bei den
eingereichten Beweismitteln (Message Form vom [...] 2020 und Haftbefehl
vom [...] 2020) – um Tatsachen, welche vor dem Urteil E-4795/2017 vom
22. Juli 2021 entstanden seien und somit mittels Revision beim Bundes-
verwaltungsgericht geltend zu machen seien. Mit der Bezeichnung der Ein-
gabe als "Demande d'asile multiple/réexamen" durch seinen Rechtsvertre-
ter habe der Beschwerdeführer zum Ausdruck gebracht, dass er das SEM
als zuständig erachte. Deshalb komme vorliegend Art. 9 Abs. 2 VwVG zur
Anwendung, wonach die Behörde, welche sich als unzuständig erachte,
auf eine Sache nicht eintrete, sofern eine Partei die Zuständigkeit be-
haupte.
4.2 Der Beschwerdeführer hielt den Erwägungen des SEM entgegen, die
eingereichten Beweismittel seien zwar vor dem Urteil E-4795/2017 vom
22. Juli 2021 entstanden, aber er habe auch geltend gemacht, dass nach
diesem Urteil das Haus seiner Familie durchsucht worden sei. Das SEM
habe sich nur auf die Datierung der eingereichten Beweismittel bezogen,
ohne sich über den Zeitpunkt der Entdeckung derselben zu informieren.
Ausserdem hätte das SEM die Beweismittel auf ihre Echtheit prüfen müs-
sen, bevor es sie in Frage hätte stellen dürfen. Somit habe es den Sach-
verhalt nicht vollständig beziehungsweise nicht richtig festgestellt.
5.
5.1 Die Behörde, die sich als unzuständig erachtet, tritt durch Verfügung
auf die Sache nicht ein, wenn eine Partei die Zuständigkeit behauptet
(Art. 9 Abs. 2 VwVG).
5.2 Die Ausführungen des SEM in der vorinstanzlichen Verfügung (vgl.
oben E. 4.1) erweisen sich als zutreffend und sind nicht zu beanstanden.
Die erwähnten Beweismittel datieren vor dem Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts E-4795/2017 vom 22. Juli 2021. Selbst wenn der Beschwer-
deführer sie erst nach diesem Datum aufgefunden hätte, was in der Be-
schwerde sinngemäss angedeutet wird, können sie – entgegen seiner Auf-
fassung – nicht Gegenstand eines neuen Asylgesuches sein. Entschei-
dend ist, dass die Beweismittel gemäss ihrer Datierung vor dem obenge-
nannten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts entstanden ist, weshalb die
Vorinstanz auch nicht gehalten war abzuklären, zu welchem Zeitpunkt sie
vom Beschwerdeführer entdeckt wurden. Vor diesem Hintergrund oblag es
ihr auch nicht, die eingereichten Beweismittel einer Dokumentenprüfung zu
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unterziehen. Entgegen der Behauptungen in der Beschwerdeschrift hat
das SEM den Untersuchungsgrundsatz nicht verletzt. Die Vorinstanz ist auf
die Vorbringen zu Recht in Anwendung von Art. 9 Abs. 2 VwVG mangels
funktioneller Zuständigkeit nicht eingetreten.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das SEM habe nicht berück-
sichtigt, dass es nach dem Erlass des Urteils E-4795/2017 vom 22. Juli
2021 zu Hausdurchsuchungen bei der Familie des Beschwerdeführers in
Sri Lanka gekommen sei und daher das SEM für die Beurteilung dieser
Vorbringen zuständig sei, muss er sich entgegenhalten lassen, dass dieses
Vorbringen im Widerspruch zu seinen Ausführungen im Mehrfachgesuch
steht. Dort hatte er ausgeführt, dass der Haftbefehl vom (...) 2020 und die
polizeiliche Vorladung (Message Form vom [...] 2020) ausgestellt worden
seien, nachdem sein Haus mehrmals durchsucht worden sei («Après plu-
sieurs perquisitions et descentes au domicile du requérant», S. 6 des
Mehrfachgesuchs vom 28. Dezember 2021, SEM-Akten [...]-1/30). Somit
hätten die Hausdurchsuchungen mindestens ein Jahr vor dem oben ge-
nannten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts stattgefunden. Dessen un-
geachtet legt er weder dar, zu welchem Zeitpunkt es zu den angeblichen
Behelligungen gekommen sein soll, noch, weshalb er sie nicht bereits im
ordentlichen Verfahren geltend gemacht hat. Im damaligen Beschwerde-
verfahren war nämlich lediglich die Rede von zwei Hausdurchsuchungen
im Jahr 2016. Insbesondere in der Replik vom 20. Oktober 2020 hätte er
Gelegenheit gehabt, weitere Hausdurchsuchungen zu erwähnen, was er
hingegen unterlassen hat (vgl. Dossier des BVGer E-4795/2017 Akte 12).
Es wäre am Beschwerdeführer – welcher rechtlich vertreten ist – gelegen,
die Gründe für sein Mehrfachgesuch auszuführen und insbesondere eine
allenfalls veränderte Sachlage zu substanziieren (vgl. Art. 111c Abs. 1
AsylG i.V.m. Art. 8 AsylG).
5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich das SEM zutreffend als
unzuständig für die Beurteilung seiner Vorbringen erachtet hat, welche sich
auf Beweismittel stützen, die vor dem letzten Urteil des Bundesverwal-
tungsgerichts E-4795/2017 vom 22. Juli 2021 entstanden sind. Es besteht
daher keine Veranlassung, die angefochtene Verfügung aufzuheben und
die Sache zur materiellen Behandlung des Mehrfachgesuchs an die Vor-
instanz zurückzuweisen.
5.4 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig
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sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Das SEM ist in Anwen-
dung von Art. 9 Abs. 2 VwVG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers nicht eingetreten. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
6.1 Eine Prüfung unter dem Gesichtspunkt der Revision bleibt ebenfalls
ausgeschlossen, da die Tatsachen und Beweismittel gemäss den nachfol-
genden Erwägungen als verspätet vorgebracht zu qualifizieren sind (vgl.
Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) und offensichtlich auch keine völkerrechtlichen
Wegweisungsvollzugshindernisse zu begründen vermögen.
6.2 Die beim SEM eingereichten Beweismittel (Message Form vom [...]
2020 und Haftbefehl vom [...] 2020) sind als revisionsrechtlich verspätet zu
qualifizieren, zumal in keiner Weise begründet wird, weshalb sie bei Be-
achtung der prozessualen Sorgfalt nicht bereits im ordentlichen Verfahren
hätten eingereicht werden können. Die Beweismittel wären aber ohnehin
auch nicht als erheblich zu beurteilen, zumal es nicht nachvollziehbar ist,
dass die sri-lankischen Behörden rund vier Jahre nach der Ausreise des
Beschwerdeführers mit seinem eigenen Pass nun plötzlich einen Haftbe-
fehl gegen ihn ausstellen würden. Das Gericht hielt im Urteil E-4795/2017
vom 22. Juli 2021 fest, dass im Zeitpunkt der Ausreise seitens der sri-lan-
kischen Behörden kein Verfolgungsinteresse am Beschwerdeführer be-
stand. Es stützte sich bei dieser Einschätzung insbesondere auf den Um-
stand, dass seine Familie seit dem Jahr 2016 nicht mehr behelligt wurde.
Die polizeiliche Vorladung (Message Form) vom (...) 2020 erwähnt «(...)»
(sic) im (...) 2015. Für diesen Zeitraum (Ende 2015) hat der Beschwerde-
führer im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens aber lediglich vorge-
bracht, an einer von Lehrern organisierten Versammlung gegen den (...)
des (...) teilgenommen zu haben (vgl. SEM-Akten A9/18 F36, F83 ff.). An-
gehörige des CID hätten ihn nach dieser Versammlung angesprochen und
ihn dazu aufgefordert, nicht an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. An-
sonsten sei in diesem Zusammenhang nichts passiert (vgl. a.a.O. F88 ff.).
Vor diesem Hintergrund erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass er
rund fünf Jahre nach diesem Vorfall von der sri-lankischen Polizei bezich-
tigt wurde, damals terroristische Aktivitäten durchgeführt zu haben. Der Be-
schwerdeführer begründet nicht ansatzweise, weshalb nach so vielen Jah-
ren plötzlich eine Suche nach ihm aufgenommen werden sollte. Nach dem
Gesagten bestehen erhebliche Zweifel an der Authentizität der eingereich-
ten Beweismittel, womit sie auch unter dem Gesichtspunkt eines völker-
rechtlichen Wegweisungsvollzugshindernisses als irrelevant zu qualifizie-
ren sind.
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6.3 In Bezug auf die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel
(Message Form vom [...] 2022 und Haftbefehl vom [...] 2022) ist Folgendes
festzuhalten: Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG sind erst nach dem ma-
teriellen Beschwerdeentscheid des Bundesverwaltungsgerichts entstan-
dene Beweismittel ausdrücklich von der Revision ausgeschlossen. Folglich
sind die nach dem Urteil vom 22. Juli 2021 datierten Beweismittel einer
Revision nicht zugänglich. Auf diese Beweismittel kann daher vorliegend
nicht eingegangen werden. Diese wären gegebenenfalls beim SEM im
Rahmen eines (erneuten) Mehrfachasylgesuchs oder Wiedererwägungs-
gesuchs einzureichen.
6.4 Nach dem Gesagten ist auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten (vgl.
Urteil des BVGer D-3699/2019 vom 22. Dezember 2021 m.w.H.).
Schliesslich ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechts-
mitteleingabe in erster Linie Vorbringen des ordentlichen Asylverfahrens
wiederholt, welche bereits rechtskräftig beurteilt wurden. Der Beschwerde-
führer ist – auch im Hinblick auf die Begehung allfälliger künftiger ausser-
ordentlicher Verfahrensschritte – mit Nachdruck darauf aufmerksam zu
machen, dass ein Mehrfachasylgesuch (wie auch eine Wiedererwägung
oder eine Revision) nicht beliebig zulässig ist und namentlich nicht dazu
dienen darf, blosse Urteilskritik zu üben, die Rechtskraft von Verwaltungs-
und Gerichtsentscheiden immer wieder infrage zu stellen oder die Fristen
für die Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen.
7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'500.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]). Der am 26. Februar 2022 in gleicher Höhe geleistete Kos-
tenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.
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