Decision ID: 46cb83d0-480f-5838-88b3-e261012f0b50
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, ein aus Bagdad stammender irakischer Araber christlichen Glaubens, verliess sein Heimatland nach eigenen  am 27. Januar 1999 und gelangte via die Türkei und weitere  am 9. Februar 1999 in die Schweiz, wo er gleichentags ein  stellte.
B. Anlässlich der Kurzbefragung durch das BFF vom 11. Februar 1999 und der Anhörung durch die kantonale Fremdenpolizei vom 14. April 1999 machte der Beschwerdeführer zu seinen Fluchtgründen im  Folgendes geltend:
In den Jahren 1988/89 habe er als gewöhnlicher Soldat insgesamt sechs Monate Militärdienst geleistet. Danach sei er zur Arbeit in  Industriebetriebe eingeteilt worden, die zum Militär  und militärische Produkte herstellten. In der Rüstungsfabrik, in  er ab 1993 gearbeitet habe, hätten die Sicherheitskräfte immer wieder die Mitarbeiter belästigt; auch er sei einmal grundlos  worden. Ende 1993 habe er von sich aus seine  verlassen, obwohl er eigentlich verpflichtet gewesen wäre, während zehn Jahren in der Rüstungsindustrie zu arbeiten. Deswegen sei er in den folgenden sechs Monaten vom Sicherheitsdienst bei ihm zu Hause mehr als 15 Mal gesucht worden; er habe sich jedoch bei verschiedenen Freunden in Bagdad versteckt gehalten. Danach habe die Suche nach ihm aufgehört. Er habe sich jedoch weiterhin  verhalten und niemandem gesagt, wo er wohne. Er habe Angst , von der Volksmiliz eingezogen zu werden oder wieder an seinen Arbeitsplatz in der Rüstungsindustrie zurückkehren zu müssen. In den drei Jahren nach dem Verlassen seiner Arbeitsstelle habe er von den Einkünften seines Schwagers gelebt, dem er ein Taxi gekauft habe. Von 1996 bis 1998 habe er als Schuhverkäufer einen Stand betrieben. Ende 1998 seien er und ein Freund von drei Männern kontrolliert ; er sei mit ins Büro eines Offiziers genommen und dort zwei  festgehalten worden; bei dieser Gelegenheit sei er gefesselt und mehrmals geohrfeigt worden. Ein höherer Offizier habe ihm gesagt, er sei ein freier Mensch, wenn er mit ihnen zusammenarbeite. Sie hätten sich dann mehrmals alle paar Tage getroffen. Der Offizier habe ihn dann aufgefordert, in einem sudanesischen Zentrum Kontakte zu
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knüpfen und Freunde zu gewinnen. Mit ihm sei er dann auch mehrmals bei diesem Zentrum vorbeigegangen. Eines Tages habe er im Auto des Offiziers einen Zettel entdeckt, aus dem hervorgegangen sei, dass der Offizier Kontakte zu einer Frau habe, die auf der sudanesischen Botschaft arbeitete. Aus Furcht, zu Spionagezwecken eingesetzt zu werden, habe er daraufhin Bagdad und den Irak verlassen. Weitere Gründe für das Verlassen seines Heimatlandes seien auch gewesen, dass er einerseits gehört habe, dass Saddam Hussein direkt die Führung der Rüstungsindustrie habe übernehmen und ehemalige Mitarbeiter wieder einziehen wollen, und dass andererseits die Lebenssituation im Irak sehr schlecht und die Sicherheit nicht gewährleistet gewesen seien. An eine Ausreise aus dem Irak habe er schon seit 1990 – seit dem Angriff auf Kuwait – gedacht; er habe jedoch gewartet in der Hoffnung, dass Saddam vielleicht sterben und sich die Situation im Land verbessern würde. Ausserdem sei er so lang wegen seiner Mutter und seiner behinderten Schwester dort geblieben.
Der Beschwerdeführer gab eine Identitätskarte und zwei  des irakischen Militärs zu den Akten.
C. Mit Verfügung vom 26. Oktober 2001 lehnte das BFF das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete die Wegweisung an. Wegen Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung in den zentralstaatlich kontrollierten Teil des Iraks wurde der Beschwerdeführer in der Schweiz vorläufig aufgenommen.
Das BFF führte im Wesentlichen aus, ein Teil der Vorbringen des  halte den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht stand; die weiteren Vorbringen seien nicht asylrelevant.
D. Mit Eingabe vom 28. November 2001 focht der Beschwerdeführer die Verfügung der Vorinstanz bei der Schweizerischen  (ARK) an. Der Beschwerde waren ein Austrittsschreiben des  (...) sowie ein Unterstützungsschreiben des Seelsorgers des Pfarramts (...) beigelegt.
Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen – über das  Verfahren hinausgehend – geltend, er habe bis zur  Befragung, die zwei Tage nach seiner Einreise stattgefunden
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habe, noch nicht genügend Vertrauen in die Schweizer Behörden aufbauen können, um alle seine Fluchtgründe umfassend schildern zu können. Ausserdem machte er auf die schwierige Situation der Minderheit der Christen im Irak aufmerksam. Schliesslich hätten rückkehrende Dienstverweigerer – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – sehr wohl mit staatlicher Verfolgung bis hin zur Exekution zu rechnen.
E. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2001 verzichtete die ARK angesichts des Sicherheitskontos des Beschwerdeführers auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
F. Mit Vernehmlassung vom 27. Dezember 2001 beantragte das BFF die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung wurde dem  am 9. Januar 2002 zur Kenntnis gebracht.
G. Mit Eingabe vom 24. Januar 2002 (Poststempel) stellte der  ein Beweismittel in Aussicht und bat um etwas Zeit. Mit  vom 15. April 2002 (Poststempel) reichte der Beschwerdeführer als Beweismittel eine Vorladung des Sicherheitsdienstes Amel mit Übersetzung zu den Akten.
H. Mit Vernehmlassung vom 10. Juni 2002 nahm das BFF Stellung zum nachgereichten Dokument und beantragte abermals die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 20. Juni 2002 wurde dem  das Replikrecht eingeräumt, welches er mit Eingabe vom 4. Juli 2002 (Poststempel) wahrnahm.
I. Mit Eingabe vom 7. April 2003 reichte der mit Vollmacht ausgewiesene Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Beschwerdeergänzung zu den Akten. Darin wurde im Wesentlichen auf die Nachteile, denen der Beschwerdeführer im Irak aufgrund seines christlichen Glaubens ausgesetzt gewesen sei, aufmerksam gemacht.
J. Mit Eingabe vom 29. Dezember 2004 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe mit verschiedenen Beweismitteln zu den Akten
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(UNHCR-Bericht, Zeitungsausschnitte, ECRE-Guidelines, Arztbericht von Dr. med. S._). Er machte im Wesentlichen geltend, durch den inzwischen herbeigeführten Sturz des Saddam-Regimes sei die Sicherheitssituation für religiöse Minderheiten und für Mitarbeiter der ausländischen Koalition prekär geworden. Sein in Bagdad verbliebener Bruder habe inzwischen untertauchen müssen, weil er als Dolmetscher für die US-Armee gearbeitet habe. Bei einer Rückkehr werde er – der Beschwerdeführer – als Bruder eines sogenannten  Zielscheibe von Angriffen werden.
K. Mit Eingabe vom 8. Februar 2005 reichte der Beschwerdeführer die Kopie eines Dokuments zu den Akten, das die Tätigkeit seines Bruders für die US-Armee im Irak belegen soll.
L. Mit Eingabe vom 21. Juni 2006 wies sich der aktuelle Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit einer Vollmacht aus. Als weiteres  wurde ein Schreiben der M._-Kirche in Bagdad (mit Zustellcouvert) eingereicht, aus dem hervorgeht, dass auf den Bruder des Beschwerdeführers ein Attentat verübt und sein Haus zerstört worden sei. Weiter lag der Eingabe ein Arztbericht von Dr. med. S._, bei, wonach der Beschwerdeführer einen psychischen  erlitten habe.
M. Am 10. Mai 2007 wandte sich Herr W._, Pfarramt (...), an das Bundesverwaltungsgericht. Unter anderem teilte er mit, die Neuigkeiten aus der Heimat des Beschwerdeführers seien : Die Frauen der Familie müssten sich inzwischen – obwohl sie Christinnen seien – verschleiern. Andernfalls drohe ihnen die  aus dem Quartier. Der Bruder des Beschwerdeführers sei , jede Nacht vom Dach des Gebäudes aus die Umgebung zu beobachten.
Mit Schreiben vom 6. Juni 2007 bekräftigte Herr W._ die telefonisch mitgeteilten Vorbringen.
N. Mit Fax vom 8. Mai 2008 erkundigte sich der Rechtsvertreter des  nach dem Stand des Verfahrens und ersuchte um
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Mitteilung eines verbindlichen Termins, bis wann der Fall behandelt werde.
Das Bundesverwaltungsgericht beantwortete die Eingabe mit Brief desselben Tages.
O. Am 13. Mai 2008 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine Kostennote zu den Akten.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den  nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des . Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des  vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige
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oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 In ihrer ablehnenden Verfügung hielt die Vorinstanz fest, der  wesentlicher Vorbringen sei zweifelhaft, wenn sie ohne zwingenden Grund erst im späteren Verlauf des Verfahrens geltend  würden und nicht lediglich eine Konkretisierung bereits  Ereignisse darstellten. Im vorliegenden Fall habe der  seine zweitägige Verhaftung, verbunden mit Fessel und Schlägen, und die anschliessende Aufforderung des höheren Offiziers zur Zusammenarbeit sowie seine Angst, zu Spionagezwecken  zu werden, an der Empfangsstellenbefragung mit keinem Wort erwähnt. Da es sich dabei um zentrale Elemente seines Asylgesuchs handle und diese erst im späteren Verlauf des Asylverfahrens geltend gemacht worden seien, seien diese als nachgeschoben und somit als unglaubhaft zu werten.
4.2 Gemäss Rechtsprechung der ARK, welche nach wie vor Gültigkeit beansprucht, kommt den Aussagen in der Empfangsstelle zu den Aus-
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reisegründen angesichts des summarischen Charakters dieser  für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit der vorgebrachten  nur ein beschränkter Beweiswert zu. Widersprüche dürfen für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit nur dann herangezogen werden, wenn klare Aussagen in der Empfangsstelle in wesentlichen Punkten der Asylbegründung von den späteren Aussagen in der Befragung beim Kanton oder beim BFM diametral abweichen, oder wenn  Ereignisse oder Befürchtungen, welche später als zentrale Asylgründe genannt werden, nicht bereits in der Empfangsstelle  ansatzweise genannt werden (Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1993 Nr. 3 S. 11 ff.).
4.3 Aus den Protokollen geht hervor, dass der Beschwerdeführer an der Empfangsstellenbefragung als Asylgründe angegeben hat, er habe von 1989 bis 1993 bei militärischen Projekten mitgearbeitet. Er habe befürchtet, dass man ihn wieder einziehen werde; einem solchen  könne sich niemand widersetzen. Ausserdem sei die Lebenslage im Irak sehr schlecht; die Sicherheit sei nicht gewährleistet. Er  auch, von der Volksmiliz in den Dienst eingezogen zu werden. Bis anhin habe er das immer verhindern können. Bei einer Rückkehr in den Irak müsse er mit einer lebenslänglichen Haft oder oder seiner Exekution rechnen. Auf Nachfrage bestätigte der Beschwerdeführer ausdrücklich, die soeben geschilderten seien alle seine Asylgründe. Ausserdem verneinte er explizit die Fragen, ob er je Probleme mit  Behörden oder Organisationen im Heimatland gehabt habe, und ob er je in Haft, auf einem Polizeiposten oder vor Gericht gewesen sei.
In der Tat erwähnte der Beschwerdeführer die Vorfälle von Ende 1998 (Ausweiskontrolle, Mit- und zweitägige Festnahme, Schläge und , Aufforderung zur Zusammenarbeit, welche bei ihm zur Furcht vor Spionageeinsätzen geführt habe) an der summarischen Befragung an der Empfangsstelle nicht, räumte ihr jedoch an der kantonalen  einen relativ prominenten Platz ein, indem er die (ausführliche) freie Schilderung seiner Asylgründe auf dieses Vorbringen  (A3 S. 6, Fragen 35 und 36). Zum Abschluss der Anhörung darauf angesprochen, erklärte der Beschwerdeführer, er sei zum Zeitpunkt der ersten Befragung erst seit vier Tagen in der Schweiz gewesen; er habe Angst gehabt, alles zu erzählen und er habe noch nicht gewusst, „was die Schweiz sei“ (A3 S. 12, Frage 92).
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In die gleiche Richtung argumentierte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift: Nach all dem Erlebten und seiner Flucht habe er kurz nach seiner Einreise noch kein Vertrauen in die Schweizer  aufbauen können und habe noch keinen freien Kopf gehabt. Alles Wesentliche zu erzählen sei für ihn auch schwierig gewesen, weil in seinem Heimatland die freie Meinungsäusserung nicht existiere (BVGer act. 1 S. 3).
4.4 In Beachtung der zitierten Rechtsprechung muss der Vorinstanz Recht gegeben werden, wenn sie dem Beschwerdeführer in ihrer  entgegehielt, es stelle keine Unrechtmässigkeit dar, die Angaben des Empfangsstellenprotokolls zur Überprüfung der  der Asylvorbringen heranzuziehen. So werde ein  auch im Rahmen der Kurzeinvernahme aufgefordert, seine Asylgründe darzulegen. Insoweit könne berechtigterweise erwartet werden, dass dieser seine wesentlichen Asylgründe zumindest . Die Tatsache, dass in der Empfangsstelle die behaupteten  im Heimatland in aller Regel nicht tiefgreifend ermittelt würden, stelle keine Rechtfertigung für die im weiteren Verlaufe des Verfahrens abweichenden wesentlichen Angaben zur Sache dar. Die vom  vorgebrachten Argumente vermöchten nicht zu , warum er die an der kantonalen Anhörung als zentral  Verfolgungsmotive an der Empfangsstelle vollständig unerwähnt gelassen habe (BVGer act. 5).
Nach dem Gesagten kann der Verdacht des Nachschiebens von  nicht von der Hand gewiesen werden; dies auch vor dem , dass dem Beschwerdeführer während der betreffenden  zweimal die Gelegenheit gegeben wurde, weitere Asylgründe zu Protokoll zu geben. Schliesslich unterzeichnete der  das Protokoll als der Wahrheit entsprechend; darauf ist er zu behaften. Der Einwand, der Beschwerdeführer habe bis zur Befragung in der Empfangsstelle noch nicht genügend Vertrauen in die Schweizer Behörden aufbauen können, kann vorliegend ebenfalls nicht gehört werden, da nicht nachvollziehbar wird, weshalb der Beschwerdeführer seine späteren Vorbringen an der Empfangsstelle nicht hätte  ansatzweise erwähnen können.
Auf Beschwerdestufe reichte der Beschwerdeführer eine Vorladung des Sicherheitszentrums Amel vom 4. März 1999 ein, worin er  werde, sich wegen eines wichtigen Anliegens innert drei Tagen
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bei ihnen zu melden. Andernfalls würden Massnahmen gegen ihn durchgesetzt (BVGer act. 7). Die Vorinstanz bezweifelte in ihrer Vernehmlassung die Echtheit des Schreibens, ausserdem sei der darauf aufgeführte Name nicht identisch mit dem Namen des Beschwerdeführers. Schliesslich könne aus dem Schreiben kein Verfolgungsgrund abgelesen werden, da der blosse Meldetermin bei der Sicherheitsdirektion im Zentralirak nichts Ungewöhnliches darstelle (BVGer act. 10).
Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich im letzten Punkt der  an: Auch wenn das Papier echt sein sollte (was vorliegend  gelassen werden kann), lässt sich daraus nichts  ableiten. Der blosse Hinweis auf ein „wichtiges Anliegen“ ist zu vage. Dem Beschwerdeführer muss aber Recht gegeben werden, wenn er in der Replik (BVGer act. 13) festhält, das Schreiben sei sehr wohl auf seinen Namen ausgestellt (den er von seinem Vater  habe). Ein Vergleich mit dem eigenhändig ausgefüllten  der Empfangsstelle (A2 S. 7) zeigt, dass der  beim ersten Behördenkontakt in der Schweiz mit diesem Namen aufgetreten ist.
Das Bundesverwaltungsgericht kommt in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass diese Vorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht standhalten.
5. 5.1 Damit stellt sich im Folgenden die Frage nach der Asylrelevanz der übrigen, von der Vorinstanz als glaubhaft erachteten und in der  Verfügung geprüften Fluchtgründe.
5.2 Mit dem Grundsatzentscheid EMARK 2006 Nr. 18 wurde in der Zwischenzeit (seit dem vorliegend angefochtenen Bundesamts-) im schweizerischen Asylrecht in Abwendung von der  die sogenannte Schutztheorie anerkannt.  kann heute die private Verfolgung im schutzunfähigen Staat ebenfalls flüchtlingsrelevant sein. Die Schutztheorie besagt, dass die Flüchtlingseigenschaft von Asylsuchenden, welche im Herkunftsland – unter asylrechtlich im Übrigen relevanten Umständen – von  Verfolgung bedroht sind, zu verneinen ist, wenn in diesem Staat Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung erhältlich ist. Dieser kann durch den Heimatstaat, unter Umständen auch durch einen im Sinne der Rechtsprechung besonders qualifizierten Quasi-Staat gewährt werden.
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Der Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung auf tieferem institutionellem Niveau – beispielsweise durch einen Clan, durch eine (Gross-) Familie oder auf individuell-privater Basis – wäre jedenfalls nicht als  zu beurteilen (vgl. EMARK 2006 Nr. 18 E. 10.2.3 S. 202 f.).
Bei der Beurteilung, welche Art beziehungsweise welcher Grad von Schutz im Heimatland als "genügend" zu qualifizieren ist, kann  erwähntem Grundsatzentscheid vollumfänglich auf die bisherige Rechtsprechung abgestellt werden. Zunächst ist nicht eine faktische Garantie des Schutzgewährers für langfristigen individuellen Schutz des von nichtstaatlicher Verfolgung Bedrohten zu verlangen: Keinem Staat gelingt es, die absolute Sicherheit aller seiner Bürger jederzeit und überall zu garantieren. Erforderlich ist vielmehr, dass eine  und effiziente Schutz-Infrastruktur zur Verfügung steht, wobei in erster Linie an polizeiliche Aufgaben wahrnehmende Organe sowie an ein Rechts- und Justizsystem zu denken ist, das eine effektive Strafverfolgung ermöglicht. Die Inanspruchnahme eines solchen  Schutzsystems muss dem Betroffenen einerseits objektiv zugänglich sein (unabhängig, beispielsweise, vom Geschlecht oder von der Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Minderheit); andererseits muss sie für den Schutzbedürftigen auch individuell  sein, was beispielsweise dann zu verneinen ist, wenn der  sich mit einer Strafanzeige der konkreten Gefahr weiterer (oder anderer) Verfolgungsmassnahmen aussetzen würde. Auch über diese Zumutbarkeitsfrage ist im Rahmen der individuellen  unter Berücksichtigung des länderspezifischen Kontexts zu entscheiden. Analog der Einwendung einer sicheren innerstaatlichen Fluchtalternative obliegt es der entscheidenden Behörde, die  des Schutzes vor nichtstaatlicher Verfolgung im Heimatland  und zu begründen (EMARK 2006 Nr. 18 E. 10.3.1 und 10.3.2 S. 203 mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.3 Auch in tatsächlicher Hinsicht hat sich die Lage seit dem  Entscheid grundlegend verändert. Am 20. März 2003 griffen amerikanische und britische Truppen und ihre Alliierten den Irak an. Erklärtes und erreichtes Ziel war der Sturz des damaligen Diktators Saddam Hussein. Folge der Invasion war unter anderem der  der staatlichen Verwaltungsstruktur im Irak und eine von , religiösen, ethnischen und ökonomischen Konflikten  Übergangsphase, die bis zum heutigen Tag anhält und je nach Re-
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gion verschiedene Ausprägungen erfährt (vgl. zur Publikation  Urteil BVGE D-4404/2006 vom 2. Mai 2008, E. 6.3).
5.4 Massgeblich für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides. Ausgangspunkt der  ist die Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise vorhandenen Furcht vor einer absehbaren Verfolgung im Heimatstaat.  der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid sind zugunsten und zulasten der Asylgesuch stellenden Person zu berücksichtigen (vgl. EMARK 2000 Nr. 2 E. 8a, EMARK 1994 Nr. 24 E. 8a; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.).
5.5 Nach dem Gesagten wird im Folgenden der Frage nachzugehen sein, ob der Beschwerdeführer durch gezielt gegen ihn gerichtete  und aufgrund eines flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsmotivs ernsthafte Nachteile erlitten hatte oder er eine  Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Weiter ist massgeblich, ob die geltend gemachte Gefährdungslage noch  ist. Geht die Verfolgung von nichtstaatlichen Akteuren aus, ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer staatlichen Schutz beanspruchen kann. Schliesslich stellt sich die Frage, ob eine landesweite Verfolgung gegeben ist und ob der Beschwerdeführer einer solchen allenfalls  innerstaatlich ausweichen können.
6. 6.1 In Bezug auf die von der Vorinstanz in der angefochtenen  geprüften Vorbringen kann festgehalten werden, dass diese in Übereinstimmung mit dem Bundesamt auch nach Ansicht des  keine Asylrelevanz entfalten.
So stellte die Vorinstanz zutreffend fest, dass die damalige prekäre - und Sicherheitslage im Irak zwar bekannt gewesen sei, dass daraus jedoch keine zielgerichtete individuelle Verfolgung des  habe abgeleitet werden können. Ausserdem seien die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Ereignisse aus dem Jahre 1993 in den militärnahen Industriebetrieben, wo der Beschwerdeführer gearbeitet habe, zu weit zurückliegend, um asylbeachtlich zu sein; so stehe auch die Flucht im Jahre 1999 nicht in einem sachlichen oder zeitlichen Zusammenhang mit diesen Ereignissen.
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Weiter machte der Beschwerdeführer geltend, im Falle einer Rückkehr fürchte er, von der Volksmiliz wieder eingezogen zu werden oder  an seinen Arbeitsplatz in der Rüstungsindustrie zurückkehren zu müssen, da er seinen dortigen Arbeitsplatz von sich aus vor Ablauf der obligatorischen zehn Jahre verlassen habe. Dem hielt die Vorinstanz entgegen, dass das irakische Regime (noch unter Saddam Hussein) regelmässig Amnestien für Deserteure und Refraktäre erlasse. Wenig überzeugend fuhr das Bundesamt fort, dass zwar auf die bisherigen Amnestien keineswegs durchwegs Verlass gewesen sei, dass gemäss Erkenntnissen der Vorinstanz jedoch zahlreiche amnestierte  nach ihrer Rückkehr zur Truppe keinen weiteren Behelligungen  worden seien. Da der Beschwerdeführer keine politischen Gründe für die Quittierung des Dienstes angegeben habe, habe er umso weniger mit einer Verfolgung wegen Desertion oder  Anschauungen zu rechnen. Ausserdem sei er wegen seiner  seit 1993 bis zu seiner Ausreise im Jahre 1999 nicht mehr belangt worden. Seine Befürchtungen, erneut in militärische  eingezogen zu werden, seien daher asylrechtlich nicht relevant.
Nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts hat der  heute, nach dem Sturz des Saddam-Regimes, in keiner Art und Weise strafrechtliche oder politisch motivierte Verfolgung wegen  Dienstverweigerung zu befürchten: Einerseits basiert die  in der Armee seither auf Freiwilligkeit, und andererseits  die irakische Armee nicht über eine entsprechende Militärjustiz zur Verfolgung von Dienstverweigerung (vgl. British Home Office, Country of Origin Information Report, Iraq, 8. Januar 2008, S. 82, Z. 11.01 ff.). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer, der wie Hunderttausende anderer Männer das Land verlassen hat, umso weniger für seine Desertion im Jahre 1993 Sanktionen zu befürchten hat.
6.2 6.2.1 Im Verlaufe des Beschwerdeverfahrens machte der  wiederholt auf die schwierige Situation der Christen im Irak  und spezifisch auf ihn und seine Familie bezogen aufmerksam. Insbesondere seit dem Sturz des Saddam-Regimes habe sich die Lage für religiöse Minderheiten im Irak dramatisch verschlechtert.
Im Detail machte er geltend, unter dem Saddam-Regime sei das  als Christ im Irak nicht einfach (gewesen). Jede Widerrede als An-
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gehöriger einer Minderheit bringe einen in eine kritische Situation; deshalb sei man gezwungen, gewisse Sachen – wie zum Beispiel die Dienstleistung in einem Rüstungsbetrieb – zu akzeptieren, auch wenn sie einen anekelten (BVGer act. 1). In der Munitionsfabrik sei er von seinen muslimischen Mitarbeitern tagtäglich beschimpft und bedroht worden. Regelmässig habe er auch Ohrfeigen erhalten und sei  physischen Schikanen ausgesetzt gewesen, nur weil er Christ sei (BVGer act. 16). Mit dem Ausbruch des zweiten Irak-Krieges habe sich die politische und soziale Situation in seinem Herkunftsland  verändert, allerdings nicht zu seinen Gunsten. Islamistische  griffen die Interimsregierung und Mitglieder und  der ausländischen Koalition an. Angriffe auf religiöse  hätten erheblich zugenommen. In den Augen der Islamisten würden insbesondere die Christen als Kollaborateure der Amerikaner und deren Verbündeter sowie als Träger westlicher Werte gelten.  und Häuser von Christen würden zerstört und diese selbst mit Folter und Tod bedroht. Bei einer Rückkehr hätte er – der Beschwerdeführer –, anders noch als zur Zeit seiner Flucht, mit  aus religiösen Gründen zu rechnen. Ausserdem habe sein in Bagdad verbliebener Bruder untertauchen müssen, weil er als  in den Diensten der US-Armee gestanden sei. Aus Angst vor den ununterbrochenen Angriffen auf Iraker, die mit den USA , habe er seine Stelle bei der US-Armee verlassen. Da er um sein Leben fürchte, halte er sich versteckt. Der Beschwerdeführer wäre bei einer Rückkehr als Bruder eines sogenannten Kollaborateurs auch deswegen Zielscheibe von Angriffen (BVGer act. 18 und 20). Aus  Schreiben eines Priesters der M._-Kirche in Bagdad geht hervor, dass „terroristische Elemente“ die Familie des Beschwerdeführers ausgeraubt hätten, nachdem ein Mordversuch an dessen Bruder gescheitert sei. Zwei Monate später sei ihr Haus bombardiert worden – glücklicherweise sei niemand verletzt worden, die Familie sei jedoch aus Furcht um das Leben der Kinder an einen anderen Ort gezogen. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass ihm gemäss der Schutztheorie Asyl zu gewähren sei (BVGer act. 22). Im Mai 2007 informierte der Seelsorger der Pfarrei des Beschwerdeführers das Bundesverwaltungsgericht über den sich verschlechternden gesundheitlichen und psychischen Zustand des Beschwerdeführers. Ausserdem teilte er mit, die Neuigkeiten aus der Heimat des Beschwerdeführers seien ernüchternd: Die Frauen der Familie müssten sich inzwischen – auch als Christinnen – verschleiern; andernfalls drohe ihnen die die Vertreibung aus dem
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Quartier. Der Bruder sei gezwungen worden, jede Nacht vom Dach des Gebäudes aus die Umgebung zu beobachten (BVGer act. 29).
6.2.2 Bezüglich nichtmuslimischer Religionsangehöriger wie  Christen, Sabäer/Mandäer, Yeziden, Baha'i und Juden hielt das Bundesverwaltungsgericht in seiner Lageanalyse zum Zentralirak im Grundsatzurteil BVGE D-4404/2006 fest, diese seien in der  in zunehmendem Masse Opfer konfessioneller Gewalt . Die genannten Religionsgruppen würden als Bedrohung für den islamischen Charakter des Irak oder als Unterstützer der US-geführten Truppen und der gegenwärtigen irakischen Regierung angesehen.  dieser Religionsgemeinschaften seien nicht nur , Drohungen und Gewalt ausgesetzt, sie erlitten auch  in der Religionsausübung und in ihrer . Dies betreffe vor allem auch weibliche Angehörige der genannten Religionsgemeinschaften, die zum Teil gezwungen seien, sich streng islamistischen Verhaltens- und Bekleidungsvorschriften anzupassen und die einer sehr weitgehenden Einschränkung ihrer  unterlägen (E. 6.4.3, mit weiteren Hinweisen).
6.2.3 Im selben Urteil stellte das Bundesverwaltungsgericht in Bezug auf Personen, welche für bestimmte Institutionen im Irak arbeiten und deshalb von den Aufständischen als Unterstützer der US-geführten multinationalen Truppen im Irak wahrgenommen werden, fest, diese seien ebenfalls potenzielle Opfer und zum Teil schwerwiegenden  ausgesetzt. Zum betroffenen Personenkreis zählten vor allem Iraker, die für die multinationalen Truppen und ausländischen  sowie internationale und humanitäre Organisationen tätig . Regierungsbeamte und andere Personen, die mit der  irakischen Verwaltung und deren Institutionen in Verbindung , gehörten ebenso zum Kreis der Gefährdeten (a.a.O., E. 6.4.2, mit weiteren Hinweisen).
6.2.4 Schliesslich stellte das Bundesverwaltungsgericht in Bezug auf die Sicherheitslage und die Schutzfähigkeit und den Schutzwillen der irakischen Behörden Folgendes fest:
Die Sicherheitslage in den zentralirakischen Provinzen, darunter auch Bagdad, ist trotz einzelner Verbesserungen von einer weitverbreiteten Gewalt und signifikanter Instabilität gekennzeichnet, wobei  die folgenden Gruppierungen potenzielle Opfer der Gewalt sind: Regierungsbeamte, Unterstützende der multinationalen Truppen, Mit-
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arbeitende bei humanitären Organisationen, nicht muslimische , Angehörige ethnischer Minderheiten, Unterstützende des alten Regimes, Unterstützende des sunnitischen Widerstandes, Angehörige bestimmter Berufsgruppen und Personen, die sich nicht dem islamischen Verhaltenskodex unterwerfen (a.a.O., E. 6.4 – 6.5).
Es ist im Zentralirak vom Fehlen eines staatlichen Gewaltmonopols und einer effizienten und funktionierenden Schutzinfrastruktur . Der Justiz- und Sicherheitsapparat muss insgesamt als nicht schutzfähig erachtet werden (a.a.O., E. 6.6 – 6.8).
6.2.5 Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage im Irak und in  aller vom Beschwerdeführer vorgebrachten  kommt das Bundesverwaltungsgericht im vorliegenden Einzelfall zum Schluss, dass im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers nach Bagdad mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer  Furcht vor Verfolgung des Beschwerdeführers ausgegangen werden muss. Eine Kumulation der verschiedenen  – die jede für sich genommen nicht ausreichen dürften – führt zum Schluss, dass eine Verfolgungsgefahr für den Beschwerdeführer nicht von der Hand zu weisen ist. Als Bruder eines sogenannten  mit der US-Armee (was im Übrigen mit einem Schreiben von dessen vorgesetzten Kommandanten der US-Armee als belegt gilt [BVGer act. 20]), auf den selber sowie auf dessen Familie schon  verübt wurden, und deren Aktionsradius, Bewegungsfreiheit und persönliche Freiheiten (beispielsweise Schleierzwang für die ) massiv eingeschränkt sind, könnte der Beschwerdeführer als  und praktizierender Christ (Belege ebenfalls in den Akten [BVGer act. 22, 29 und 32]) durchaus zur Zielscheibe von Angriffen  Extremisten werden. Mit Blick auf die vom  im erwähnten Grundsatzurteil vorgenommene  kann der Beschwerdeführer keine Schutzgewährung durch die  Behörden erwarten, da im Zentralirak vom Fehlen eines staatlichen Gewaltmonopols und einer effizienten und  Schutzinfrastruktur ausgegangen werden muss (s.o. E. 6.2.4). Demzufolge ist im vorliegenden Einzelfall von einer begründeten Furcht vor asylrechtlich relevanten Nachteilen in Bagdad auszugehen.
6.2.6 Von einer innerstaatlichen Fluchtalternative kann vorliegend ebenfalls nicht ausgegangen werden: Die Lageanalyse des  deutet darauf hin, dass von einer landesweiten
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Gefährdung des Beschwerdeführers ausgegangen werden muss. Christen und Unterstützer der alliierten Truppen (vorliegend im Sinne einer abgeleiteten Reflexverfolgung) sind im gesamten Zentralirak unter Bedrängnis und haben mit Übergriffen von islamistischen Fundamentalisten zu rechnen. Von einer Kollektivverfolgung von Christen kann im Irak nicht gesprochen werden. Die vorliegende mehrschichtige Konstellation – Christ, Bruder eines „Kollaborateurs“ sowie der Umstand, dass der Beschwerdeführer, wenn auch gezwungenermassen, in Rüstungsbetrieben gearbeitet hatte – vermag jedoch vorliegend ein landesweites Gefährdungspotenzial des Beschwerdeführers zu begründen. Die Behörden sind gemäss den vorausgehenden Erwägungen im gesamten Zentralirak nicht in der Lage, adäquaten Schutz zu gewähren.
Schliesslich bleibt noch zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die  hätte, im kurdisch verwalteten Nordirak Schutz zu finden. Im Grundsatzurteil BVGE 2008/4 vom 22. Januar 2008 stellte das  fest, dass die Sicherheits- und Justizbehörden der drei irakisch-kurdischen Nordprovinzen grundsätzlich in der Lage und willens sind, den Einwohnern der drei Provinzen Schutz vor  zu gewähren (E. 6). Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass im Norden – trotz der besseren Sicherheitslage als im Zentral- und Südirak – jedermann Zuflucht finden kann. Am leichtesten dürfte dies Kurden fallen, die Beziehungen zu den grossen Parteien oder  nahestehenden Gruppierungen haben oder über ein familiäres oder gesellschaftliches Netzwerk in den kurdischen Provinzen . Für Araber und andere nicht-kurdische Iraker (insbesondere für Männer) kann jedoch nicht automatisch vom Bestehen einer  Niederlassungsfreiheit und der Schutzgewährung durch die kurdischen Behörden ausgegangen werden; das Bestehen einer  Fluchtalternative im Nordirak bedarf einer Einzelfallprüfung.  Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts bedürfen  Zuzüger in die nordirakischen Provinzen zur Einreise und zur Niederlassung grundsätzlich einer Gewährsperson, welche dafür garantiert, dass von der betreffenden Person keine Gefahr ausgeht (E. 6.6.1).
Aus den Akten geht nichts hervor, wonach der Beschwerdeführer  in Bagdad über Familien- oder andere Beziehungen verfügen würde. Daher erscheint es als unwahrscheinlich, dass er eine Person im kurdischen Norden würde finden können, die sich für ihn als Ge-
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währsperson zur Verfügung stellen würde. Aus diesem Grund kann im vorliegenden Fall nicht davon ausgegangen werden, dass der  legal in den Nordirak einreisen könnte, womit eine  Fluchtalternative im gesamten Irak verneint werden muss.
6.2.7 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG erfüllt. Er ist als Flüchtling anzuerkennen.
7. Den Akten ist nichts zu entnehmen, was die Gewährung von Asyl  würde. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die  des BFF vom 26. Oktober 2001 aufzuheben. Das BFM ist , dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren.
8. 8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
8.2 Dem Beschwerdeführer ist angesichts des Obsiegens im  in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine  für ihm erwachsenen notwendige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
Der aktuelle Rechtsvertreter weist in seiner Kostennote vom 13. Mai 2008 einen Aufwand von 6.58 Stunden und Gebühren und Auslagen in der Höhe von Fr. 37.60 aus. Der in Rechnung gestellte Aufwand  angemessen, weshalb dem Beschwerdeführer für die aktuelle Vertretung eine Parteientschädigung von Fr. 1'810.50 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist.
Von der vorherigen Rechtsvertretung (bis zum 23. März 2006) liegt keine Kostennote bei den Akten. Die Parteientschädigung kann jedoch aufgrund der Akten festgesetzt werden (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Dem Beschwerdeführer ist unter Berücksichtigung der  von Art. 7 ff. VGKE eine angemessene Parteientschädigung von Fr. 600.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.
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Die vom Bundesamt zu entrichtende Parteientschädigung beläuft sich ingesamt auf Fr. 2'411.--.
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