Decision ID: 8d743159-d654-4676-814d-f1eb21a038e2
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1973, Mutter von zwei Kindern (Jahr
gang 2004 und 2006), war
von 2009
bis 2012 als Kassiererin zu einem Pensum von 30
%
tätig (
Urk.
7/7
,
Urk.
7/3/6
). Am 2
5.
September 2017 meldete
sie
sich bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/3).
Die IV-Stelle tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und
stellte
mit
Vorbe
sch
eid vom 1
4.
Dezember 2017
in Aussicht,
das Leistungsbegehren ab
zuweisen
(
Urk.
7/16). Die Beschwerdeführerin erhob am
1
2.
Januar 2018
(
Urk.
7/20)
und 1
3.
Februar 2018 (
Urk.
7/23)
Einwände und beantragte ergänzende Abklärungen
.
Die IV-Stelle
forderte
neue Berichte bei den behandelnden Ärzten ein (
Urk.
7/21
,
Urk.
7/27,
Urk.
7/30,
Urk.
7/32).
Mit Verfügung vom
6.
Juli 2018 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (
Urk.
7/36 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 2
0.
August 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom
6.
Juli 2018 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
,
es seien weitere Ab
klärungen zu treffen
und
es sei ihr
eine Rente auszurichten
(
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
September 2018 (
Urk.
6) beantragte die Beschwer
degegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin
am
1.
Oktober 2018 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts, ATSG
)
. .
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 %
arbeitsunfähig gewesen
sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1
.3
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medi
zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmetho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge
meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Unter
suchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na
mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu
stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
1
.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die abweisende Verfügung (
Urk.
2) damit, dass
aus den medizinischen Berichten hervorgehe, dass
der Beschwerdeführerin leichte Tätigkeiten zumutbar seien und längerfristige Arbeit
sunfähigkeiten nicht attestiert
worden seien (S. 1 unten). F
ür die angestammte Tätigkeit als Verkäufe
rin und Kassiererin
bestehe
eine Einschränku
ng
, wenn die Arbeit schwer und rü
cken- und kniebelastend sei. Diesbezüglich bestehe seit März 2017 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit. Für wechselbelastende, sitzende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Eine Abklärung vor Ort zur Bemessung der Einschränkungen im Haushalt sei nicht nötig. Der Haus
halt könne gut bewältigt werden. Mit der Durchführung einer konsequenten Chi
rotherapie sei eine Besserung der Rückenschmerzen zu erwarten. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
in einer angepassten Tätigkeit, weshalb kein An
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe (S. 2 oben).
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein (
Urk.
1), sie habe bereits zahlreiche
chiropraktische
Behandlungen konsequent durchgeführt, wodurch die
Schmerzen aber nicht be
sser geworden seien (
Ziff.
II. 2
).
Ausserdem sei sie seit
1.
März 2017 zu 60
%
arbeitsunfähig, weshalb eine längerfristige Ar
beits
unfähigkeit vorläge (
Ziff.
II. 3
).
Sie könne die von der Beschwerdegegnerin beschriebene angepasste Tätigkeit nicht in einem 100
%
-Pensum ausüben
. Dies habe sie versucht, habe aber die Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Administration aus gesundheitlichen Gründen einstellen mü
ssen (
Ziff.
II. 4
). Die Beschwerdegeg
nerin hätte zwingend weitere medizinische Abklärungen vornehmen müssen, da kein Gutachten vorhanden sei, das sich zur Arbeits
fähigkeit
in angepasster
Tä
tigkeit äussere (
Ziff.
II. 6
).
2.3
Streitig und zu prüfen
ist, wie es sich mit einem all
fälligen Rentenanspruch ver
hält, beziehungsweise ob der Sachverhalt genügend abgeklärt ist.
3.
3.1
PD
Dr.
med.
Y._
, Fach
arzt
für
Orthopädische Chirurgie und
für
Trau
matologie des Bewegungsapparates
, und
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Neu
rochirurgie an der
A._
,
berichteten
in ihrem Bericht vom
1
9.
Juli 2017 (
Urk.
7/2) über die am Vortag erfolgte ambulante Untersuchung
und diagnostizierten
eine
chronischen
Thorakalgie
(S. 1).
Es hätten sich bildmorpho
logisch keine Korrelate finden lassen. Der Befund könne am ehesten als musku
läre
Dysbalance
interpretiert werden, weshalb die Chiropraktik, welche letztmals vor 2
Jahren durchgeführt worden sei,
bei Bedarf zu wiederholen sei. Alternativ könne die Physiotherapie fortgesetzt werden, was die Beschwerdeführerin bevor
zuge. Eine Operationsindikation könne nicht ausgeschlossen werden. Weitere Kontrollen seien vorerst nicht geplant (S. 2).
3.2
Eine am
1
8.
Juli 2017 (
Urk.
7/32/1)
erfolgte radiologische
Untersuchung
ergab
als Befund eine grosse Läsion i
m ersten Lendenwirbelkörper, die
wahrscheinlich einem atypischen Hämangiom entspreche. Eine ergänzende Untersuchung mittels CT zum Beweis der Verdachtsdiagnose sei zu empfehlen (S. 1).
3.3
Dr.
med.
B._
, Praktische Ärztin, führt
e
in ihrem Bericht vom 2
8.
Oktober 2017 (
Urk.
7/9) aus, dass sie die Beschwerdeführerin seit 1
9.
Ja
nu
ar 2016 ambulant behandle (
Ziff.
1.2)
,
und nannte die folgenden Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
chronische
Thorakalgie
, seit zirka 5 Jahren
-
kein morphologisches Korrelat im Röntgen
-
femoropatellare
Arthrose, seit 2009
Sie nannte die folgenden Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
-
keit
(
Ziff.
1.1):
Verdacht auf Migräne ohne Aura
,
Verdacht auf begleitende Span
nungskopfschmerzen
,
Verdacht auf zusätzliche medikamenteninduzierte
Kopf
schmerzen
,
allergische
R
hinokonjunktivitis
(
Typ I Sensibilisierung gegen Birken-
,
Erlen-, Haselpollen
).
Aus medizinischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Die ver
minderte Leistungsfähigkeit bestehe aufgrund thorakaler Schmerzen bei Belas
tung. Bei leichter Belastung sei eine behinderu
ngsangepasste Tätigkeit möglich
(
Ziff.
1.7)
. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit kön
ne nicht ge
rechnet werden (
Ziff.
1.9). Seit
1.
März 2017 bestehe eine 60%ige Arbeitsunfä
higkeit als Verkäuferin
(
Ziff.
1.6).
3.4
Dr.
C._
,
Chiropraktor
, führte in seinem Bericht vom
4.
Februar 2018 (
Urk.
7/21/3-7) aus, dass er die Beschwerdeführerin vom
6.
November bis 1
3.
De
zember 2017 ambulant
behandelt habe (
Ziff.
1.1).
Er habe keine Arbe
itsunfähig
keit attestiert (
Ziff.
1.3). Die Beschwerdeführerin könne den Alltag al
s Hausfrau gut bewältigen (
Ziff.
2.7). Aus seiner Sicht bestünden keine Einschränkungen (
Ziff.
3.4).
3.5
Dr.
B._
nannte
in ihrem am 1
6.
April 2018
eingegangenen Verlaufs
b
ericht (
Urk.
7/27/1-3) die folgenden Diagnose
n
mit Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit
(
Ziff.
1.2)
:
-
Panvertebralsyndrom
,
ES (wohl Erstsymptomatik) seit
zirka
2013
-
Schwerpunkt
Thorakovertebralsyndrom
-
femoropatellare
Arthrose, seit 2009
In der vorläufigen Beurteilung nannte sie ein mechanisch imponierendes Be
schwerdebild mit leichter
Wirbelsäulen
fehlform
(Hyperkyphose) und segmentalen Dysfunktionen, begleitet von deutlichen
myofaszialen
Befunden
(
Ziff.
1.3). Die Verminderung der Leistungsfähigkeit betrage
60
%
(
Ziff.
2.2). Im Umfang von 40
%
bestehe Belastbarkeit für Massnahmen der W
iedereingliederung
(
Ziff.
4.2).
3.6
Dr.
med. D._
, Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
und für
Rheumatologie
, berichtete am 2
1.
März 2018
(
Urk.
7/27/
4-6) über die gleichentags erfolgte Untersuchung
und nannte als Diagnose ein
Panvertebral
syndrom
,
ES
seit
zirka 2013, mit Schwerpunkt
Thorakovertebralsyndrom
(S. 4).
3.7
Dr.
D._
erstattete am 2
4.
Ap
ril 2018 (
Urk.
7/32/2-3)
einen Bericht über die gleichentags erfolgte Verlaufskontrolle (S.
2 oben) und nannte die folgende
Di
agnose (S. 2):
-
Panvertebralsyndrom
, ES
seit
zirka 2013
-
Schwerpunkt
Thorakalvertebralsyndrom
-
teils entzündlicher Schmerzcharakter
-
kein objektiver Anhalt für eine
Spondyloarthritis
Rein anhand der anamnestisch geschilderten Beschwerden mit teils entzündli
chem Schmerzcharakter könne eine
Spondyloarthritis
nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, sei aber bei Fehlen von objektivierbaren Parametern
(
wie in der der Diagnoseliste aufgeführt
)
eher unwahrscheinlich. Therapeutisch seien die physikalisch medizinischen Massnahmen
fortzführen
und passager werde die Behandlung mit einem
nichtsteroidalen
Antirheumatikum
ausgebaut. Eine rheu
matologische Verlaufskontrolle sei vorgesehen (S. 3).
3.8
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates
,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nannte in seiner Stellungnahme vom 2
8.
Mai 2018 (
Urk.
7/35/4-5) die folgenden Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 4):
-
Thoraxschmerzen
-
Myogelosen
bei muskulärer
Dysbalance
, segmentale Bewegungsstö
rung
-
kein sensomotorisches Reiz- und Ausfallsyndrom
-
Bildgebung altersentsprechend unauffällig, keine Entzündungszeichen
-
m
edial und retropatellar betonte Gonarthrose links (MRI 2009)
Er nannte eine
allergische
Rhinokonjunktivitis
als Diagnose
ohne dauerhafte Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (S. 4).
Es seien keine schweren und keine kniebelastenden Tätigkeiten möglich. Als Be
lastungsprofil nannte er wechselbelastende Tätigkeiten, sitzende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen und ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände. Für schwere, den Rücken und das Knie belastende Tätigkeiten bestehe auf Dauer eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit seit
1.
März 201
7.
In Bez
ug auf eine angepasste
Tätigkeit gemäss Belastungsprofil habe durchgehend keine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Dr.
B._
habe am 2
8.
Oktober 2017 die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit attestiert. Danach habe es keine Befundänderung gegeben
. Mit konse
quenter Chirotherapie sei eine Besserung der Rückenbeschwerden zu erwarten. Es sei nicht davon auszugehen, dass weitere medizinische Massnahme
n
zu einer re
levanten Reduktion der Arbeitsunfähigkeit führen würden (S. 4).
4.
4.1
Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit zirka 2013 an
einer chronischen
Thorakalgie
ohne morphologisches Korrelat in den bildgebenden Untersuchungen
(vorstehend E. 3.1 und E. 3.3)
beziehungs
weise einem
Panvertebralsyndrom
(
vorstehend
E. 3.5, E. 3.6 und E. 3.7)
und seit 2009 an einer
femoropatellaren
Arthrose
(vorstehend E. 3.3 und E. 3.5)
bezie
hungsweise einer medial und retropatellar betonten Gonarthrose links
(vorste
hen
d E. 3.8)
leidet.
Einzig
Dr.
B._
und
Dr.
C._
äusserten sich zu
den
Auswirkungen der Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit
. Gemäss der von
Dr.
B._
im
Oktober 2017 gemachten Angaben
bestehe die vermin
derte Leistungsfähigkeit aufgrund thorakaler Schmerzen bei Belastung. Bei leich
ter Belastung sei eine behinderungsangepasste Tätigkeit möglich. Seit
1.
März 2017 bestehe daher eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit als Verkäuferin (vorstehend E. 3.3).
Demgegenüber ging
Dr.
C._
im Februar 2018 davon aus, es bestünden keine Einschränkungen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit und die Beschwerde
führerin könne den Haushalt gut bewältigen (vorstehend E. 3.4).
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf die Stellungnahme von
RAD
-Arzt
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.8
). Dieser kam gestützt auf die vorlie
genden Berichte – insbesondere die Berichte von
Dr.
B._
vom Oktober 2017 (vorstehend E. 3.3) und April 2018 (vorstehend E. 3.5) - in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise zum Schluss, dass für die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin für schwere, den Rücken und das linke Knie belastende Tätigkeiten seit
1.
März 2017 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe.
Wechselbelastende Tä
tigkeiten, sitzende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen und ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände seien der Beschwerdeführerin hingegen
vollumfänglich
zumutbar.
Da die verminderte Leistungsfähigkeit aufgrund thorakaler Schmerzen bei Belas
tung
besteht
,
sind folglich
schwere, den Rücken und das linke Knie belastende Tätigkeiten
nur eingeschränkt
möglich.
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit unter Berücksichtigung des Belastungsprofils
wurde
nicht attestiert
und ist nicht ersichtlich
.
Unter Einhaltung dieses Profils ist somit auch die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin zumutbar.
4.3
Der medizinische Sachverhalt ist dahingehend erstellt, dass gestützt auf
die vor
handenen Arztberichte
in der angestammten Tätigkeit als Verkäuferin
eine 60%ige Arbe
itsunfähigkeit
für schwere, den Rücken und das linke Knie belas
tende Tätigkeiten
und
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
f
ür angepasste Tätigkeiten unter Berücksichtigu
ng des Belastungsprofils
besteht
.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte den Anteil im Erwerbsbereich zu 30
%
und den Anteil im Haushalt zu 70
%
(
Urk.
7/35/5
unten
).
Die Beschwerdeführerin war von Mai 2005 bis Dezember 2012 (
Urk.
7/7) als Ver
käuferin tätig und nach eigenen Angaben in einem 30
%-
bis
maximal 40
%
-Pensum angestellt (
Urk.
7/3/6
; vgl.
Urk.
7/6/2
Mite
). Es ist davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall in dem von ihr angegebenen Pensum von 30
%
vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung tätig wäre
;
etwas
anderes
wird denn auch nicht vorgebracht
. Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) ist zu entnehmen, dass sie auch von 2003 bis 2006 in einem
ähnlich tiefen
Teilzeitpen
sum tätig war (
Urk.
7/7).
Die Qualifikation
des Anteils der
Erwerbstätigkeit zu 30
%
und des
Anteils des
Haushaltsbereichs zu 70
%
ist unbestritten
und nicht zu beanstanden
.
5.2
In angestammter Tätigkeit besteht
für schwere Tätigkeiten
weiterhin
eine Arbeits
fähigkeit von 40
%
(vorstehend E. 4.3)
, dies übersteigt
den zu 30
%
qualifizierten Anteil
des Erwerbsbereich
s
.
Im Erwerbsbereich liegt daher keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Auch
Dr.
B._
erachtete ein Arbeitspensum von 40
%
als zumutbar
(
vgl.
Urk.
3
/3
)
.
5.3
Durch die Beschwerdegegnerin erfolgte keine Haushaltsabklärung vor Ort
.
Einzig
Dr.
C._
gab in seinem Bericht vom Februar 2018
(
vorstehend
E. 3.4)
an, dass die Beschwerdeführerin seiner Meinung nach den Alltag aus Hausfrau gut bewäl
tigen könne.
Gemäss dem Belastungsprofil sind der Beschwerdeführerin w
echsel
belastende Tätigkeiten, sitzende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern und Ge
rüsten, ohne häufiges Treppensteigen und ohne häufiges
Gehen auf unebenem Gelände
zumutbar.
Es ist davon auszugehen, dass die Tätigkeiten im Hausha
lt sich in der Regel im Rahmen dieses
Belast
ungsprofils
bewegen, da sie grundsätz
lich keine
über die ärztlich attestierte Zumutbarkeit hinausgehenden
schweren körperlichen Tätigkeiten beinhalten.
Für angepasste Tätigkeiten besteht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, daher liegt
auch
im Haushaltsbereich keine Einschrän
kung
vor
.
Des W
eiteren besteht auch für schwere, das Knie belastende Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
. Weitere Abklärungen
zum Aufgabenbereich
er
übrigen sich
, zumal in diesem Bereich auch
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert
wurde.
5
.4
Bei
eine
r
uneingeschränkte
n
Arbeitsfähigkeit
als Verkäuferin im
angestammte
n
Pensum ist eine Invalidität im Rechtssinn zu verneinen
.
S
omit
erweist sich
d
ie ang
efochtene Verfügung als rechtens und
die dagegen erhobene Beschwerde ist
abzuweisen
.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr. 6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.