Decision ID: dd5b9529-e42f-53eb-b3fb-4fcf4b6d65cd
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Die Beschwerdeführerin reiste zusammen mit ihrem Kind am (...) Dezem-
ber 2016 mit Bewilligung des SEM im Rahmen eines Relocation-
Programms in die Schweiz ein und stellte am gleichen Tag im Empfangs-
und Verfahrenszentrum (EVZ) C._ ein Asylgesuch. Am 2. Januar
2017 fand die Kurzbefragung der Beschwerdeführerin zur Person (BzP) im
EVZ und am 17. Oktober 2017 ihre Anhörung zu den Asylgründen gemäss
Art. 29 Abs. 1 AsylG (SR 142.31) statt.
B.
B.a Die Beschwerdeführerin brachte zur Begründung ihres Asylgesuchs
vor, sie sei tigrinischer Ethnie und stamme aus D._ (E._,
F._). Sie habe das zwölfte Schuljahr in Sawa absolvieren müssen,
obwohl sie darum ersucht habe, davon dispensiert zu werden, weil ihre
gebrechlichen Grosseltern auf ihre Unterstützung angewiesen gewesen
seien. Nach Abschluss der zwölften Klasse habe sie im Jahre 2010 nach
Hause gehen dürfen. Im Jahre 2011 habe sie geheiratet und sich danach
immer in D._ aufgehalten, teils im Haus Ihrer Schwiegereltern und
teils in ihrem eigenen. Ihr Mann sei ungefähr im (...) 2012 aus dem Militär-
dienst geflohen und illegal ausgereist. Er halte sich nun in Israel auf. Im
September 2012 sei sie von den eritreischen Behörden erneut aufgefordert
worden, nach Sawa zu gehen. Sie habe dies jedoch aufgrund ihrer
Schwangerschaft respektive der Geburt (...) verweigert. Überdies sei sie
in dieser Zeit wegen der illegalen Ausreise ihres Ehemannes befragt wor-
den. Im September 2014 sei sie erneut aufgefordert worden, nach Sawa
zu gehen um zu arbeiten. Im September oder Dezember 2014 hätten die
eritreischen Behörden sie unter Androhung einer Gefängnisstrafe zur Zah-
lung einer Summe von 26'000 Nakfa gezwungen. Zudem hätten diese,
ebenfalls im Zeitraum 2014/2015, das Land ihres Ehemannes konfisziert,
und es seien ihr auch keine Lebensmittel mehr ausgegeben worden, weil
ihr Ehemann illegal ausgereist sei. Durch den Entzug ihrer Rechte sei es
ihr kaum mehr möglich gewesen, weiterhin in Eritrea zu leben. Aus diesen
Gründen habe sie das Land im Oktober 2015 schliesslich illegal verlassen,
wobei sie und ihr Kind die Grenze zu Äthiopien zu Fuss überquert hätten.
Nach Aufenthalten von wenigen Tagen in G._ und H._ seien
sie via den Sudan und Libyen, wo sie sich jeweils rund drei Monate aufge-
halten hätten, nach Italien weitergereist.
E-1846/2020
Seite 3
B.b Zum Beleg ihrer Vorbringen reichte die Beschwerdeführerin folgende
Beweismittel ein: Identitätskarte, Wohnsitzbestätigung, Heiratsurkunde,
ausgestellt am (...), Taufscheine der Beschwerdeführerin sowie ihres Soh-
nes, lmpfdokument des Sohnes, Admission Card Sawa, in Sawa aufge-
nommene Fotografie.
C.
Mit Verfügung vom 2. März 2020 (eröffnet am 3. März 2020) stellte das
SEM fest, die Beschwerdeführenden würden die Flüchtlingseigenschaft
nicht erfüllen, lehnte ihre Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus
der Schweiz an; hingegen verfügte die Vorinstanz, dass der Vollzug dieser
Wegweisungen wegen Unzumutbarkeit zugunsten einer vorläufigen Auf-
nahme aufgeschoben werde.
D.
Mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung an das Bundesverwaltungsgericht vom
1. April 2020 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen die Verfü-
gung der Vorinstanz und beantragte, die Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids
sei aufzuheben und ihr sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen;
eventualiter sei die Sache zur ordentlichen Sachverhaltsabklärung und
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher
Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgelt-
lichen Prozessführung, die Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als unent-
geltliche Rechtsbeiständin sowie die Befreiung von der Kostenvorschuss-
pflicht. Zum Beleg der Vorbringen wurden mehrere Arztberichte des
I._ Kantonsspitals (Arztbericht vom 2. April 2019, Austrittsberichte
vom 16. Juli 2019 und 14. September 2019, Operationsberichte vom
16. Juli 2019 und 16. September 2019), mehrere Fotografien der Verlet-
zungen der Beschwerdeführerin sowie ein Zusatzblatt zum Kurzbericht der
Hilfswerkvertretung eingereicht.
E.
Mit Zwischenverfügung vom 14. April 2020 forderte die vormalige Instruk-
tionsrichterin die Beschwerdeführenden auf, innert Frist eine Bestätigung
ihrer Mittellosigkeit einzureichen.
Mit Eingabe der Rechtsvertretung der Beschwerdeführenden vom 14. April
2020 wurde eine Bestätigung ihrer Sozialhilfeabhängigkeit, ausgestellt
durch J._, vom 3. April 2020 nachgereicht.
E-1846/2020
Seite 4
F.
Mit Instruktionsverfügung vom 20. April 2020 wurden die Gesuche um un-
entgeltliche Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um unent-
geltliche Verbeiständung gemäss aArt. 110a AsylG gutgeheissen und
MLaw Katarina Socha wurde als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Be-
schwerdeführenden eingesetzt. Ferner wurde die Vorinstanz zur Einrei-
chung einer Vernehmlassung eingeladen.
G.
In ihrer Vernehmlassung vom 1. Mai 2020 hielt die Vorinstanz an ihrer Ver-
fügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
Die Vernehmlassung wurde den Beschwerdeführenden mit Schreiben vom
4. Mai 2020 zur Kenntnis gebracht.
H.
Mit Eingabe vom 1. September 2021 ersuchten die Beschwerdeführenden
unter Hinweis auf den schlechten psychischen Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin um einen baldigen Verfahrensabschluss.
Mit Schreiben vom 9. September 2021 teilte der vorsitzende Richter der
Rechtsbeiständin mit, dass ihm das Verfahren von der Leitung der Abtei-
lung V aus organisatorischen Gründen zur weiteren Behandlung zugeteilt
worden sei. Den Wunsch der Beschwerdeführenden nach einem baldigen
Verfahrensabschluss habe er zur Kenntnis genommen, und das Gericht
bemühe sich um einen zügigen Abschluss dieses Verfahrens.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche
Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb
das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
E-1846/2020
Seite 5
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten
(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht
(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom
25. September 2015).
1.4 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die
Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105
und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 2014/26
E. 5).
3.
Nach Durchsicht der Beschwerde ist festzustellen, dass Gegenstand des
vorliegenden Verfahrens die Prüfung der Fragen bildet, ob die Vorinstanz
in ihrer angefochtenen Verfügung zu Recht die Flüchtlingseigenschaft der
Beschwerdeführenden (Dispositivziffer 1) verneint und die Wegweisung
aus der Schweiz (Dispositivziffer 3) angeordnet hat. Die Dispositivziffer 2
(Ablehnung des Asylgesuchs) der Verfügung vom 2. März 2020 ist demge-
genüber unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
4.
4.1 Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in
dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zuge-
hörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politi-
schen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begrün-
dete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1
AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Lei-
bes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträg-
lichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen
ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
E-1846/2020
Seite 6
Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder
Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht
haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei die Einhaltung
des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge
(FK, SR 0.142.30) vorbehalten bleibt (Art. 3 Abs. 3 AsylG).
Ebenfalls keine Flüchtlinge sind Personen, die Gründe geltend machen,
die wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise entstanden sind und weder
Ausdruck noch Fortsetzung einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat
bestehenden Überzeugung oder Ausrichtung sind, wobei der Gesetzgeber
auch hier festgehalten hat, dass die Einhaltung der FK vorbehalten bleibe
(Art. 3 Abs. 4 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die
Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5.
5.1 Die Vorinstanz stellte sich zur Begründung ihrer Verfügung auf den
Standpunkt, die Asylvorbringen der Beschwerdeführerin seien unglaub-
haft. Sie sei nicht in der Lage gewesen, die angeblich erlebten Ereignisse
und Sanktionen in einen nachvollziehbaren Kontext zu betten. Ihre Schil-
derungen der Behördenkontakte und Sanktionen aufgrund ihrer Dienst-
verweigerung sowie der Desertion des Ehemannes seien nicht konsistent.
Sie habe namentlich unterschiedliche Angaben zum Hintergrund der ein-
geforderten Zahlung von 26'000 Nakfa gemacht. Es sei weder ersichtlich
noch nachvollziehbar, wie die eritreischen Behörden hätten erfahren sol-
len, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin in Israel sei. Aufgrund ihrer
ungenauen Angaben in der Erstbefragung zur Aufforderung der Behörden
im Jahr 2012, nach Sawa zu gehen, und ihrer Verweigerung derselben,
bestünden Zweifel, ob und in welchem Kontext dies geschehen sein soll.
Die Beschwerdeführerin habe auch widersprüchliche Aussagen zur Anzahl
der Behördenbesuche im Jahr 2014 gemacht. Es würden sich daher
schwerwiegende Zweifel am Wahrheitsgehalt ihrer Vorbringen rechtferti-
gen. Im Übrigen könne aufgrund aktueller Länderinformationen davon aus-
gegangen werden, dass die eritreischen Behörden kein Interesse hätten
an einer Einberufung von Frauen, die verheiratet, schwanger oder Mütter
E-1846/2020
Seite 7
seien. Es könne zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass gegen
die Beschwerdeführerin Sanktionen wegen der Desertion ihres Eheman-
nes verhängt worden seien. Jedoch könnten diese sich nicht in dem von
ihr geschilderten Kontext zugetragen haben; es fehle ein persönlicher Be-
zug in ihren diesbezüglichen Schilderungen. Zudem mute es seltsam an,
dass die Soldaten, die von ihr eine Geldzahlung verlangt hätten, gewartet
hätten, bis sie die geforderte Summe zusammenbekommen habe. Sie sei
nicht in der Lage gewesen, die geschilderten Ereignisse zeitlich genau zu
verorten und in einen direkten Zusammenhang mit ihrer Ausreise zu brin-
gen. Ein direkter Kausalzusammenhang zwischen den möglichen Sanktio-
nen der eritreischen Behörden und der Ausreise der Beschwerdeführerin
und ihrem Kind im Oktober 2015 sei zu bezweifeln. Schliesslich betrage
gemäss aktuellen Informationen die Höhe der im Falle desertierter naher
Familienangehöriger verhängten Busse immer 50'000 Nakfa.
Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich eritrei-
sche Staatsangehörige aufgrund einer illegalen Ausreise mit Sanktionen
ihres Heimatstaates konfrontiert sehen würden, die bezüglich ihrer Intensi-
tät und der politischen Motivation des Staates ernsthafte Nachteile gemäss
Art. 3 Abs. 2 AsylG darstellen würden. Andere Anknüpfungspunkte, welche
die Beschwerdeführerin in den Augen des eritreischen Regimes als miss-
liebige Person erscheinen lassen könnten, seien nicht ersichtlich. Die von
ihr vorgebrachten wiederholten Aufforderungen der eritreischen Behörden,
in den Nationaldienst zu gehen, seien als unglaubhaft zu qualifizieren.
Sie habe demnach nicht gegen die Proclamation on National Service von
1995 verstossen, und den Akten seien auch sonst keine glaubhaften An-
haltspunkte dafür zu entnehmen, dass sie bei einer Rückkehr nach Eritrea
ernsthafte Nachteile zu gewärtigen hätte. Demnach sei festzuhalten, dass
die geltend gemacht illegale Ausreise alleine keine Furcht vor einer zukünf-
tigen asylrelevanten Verfolgung zu begründen vermöge und flüchtlings-
rechtlich unerheblich sei.
5.2
5.2.1 Die Beschwerdeführerin liess in ihrer Beschwerdeeingabe zunächst
ein neues Sachverhaltselement vorbringen: Sie sei während ihres Aufent-
halts in Sawa von den Soldaten durch Schläge und Tritte gegen den Rü-
cken gefoltert worden. Wegen der Folgeschäden dieser Misshandlungen
sei sie in der Schweiz in medizinischer Behandlung, was durch die einge-
reichten Arztberichte belegt werde. Sie sei nie zu allfällig in Sawa erlittenen
Nachteilen befragt worden; von sich aus habe sie diese Vorkommnisse
E-1846/2020
Seite 8
nicht zu Protokoll gegeben, weil diese traumatisierend gewesen und mit
einem Schamgefühl behaftet seien. Auch wenn einige ihrer Aussagen wi-
dersprüchlich respektive unklar ausgefallen seien, seien ihre Vorbringen im
Kerngehalt übereinstimmend. Es sei zu berücksichtigen, dass die geschil-
derten Ereignisse sich über mehrere Jahre verteilt abgespielt und im Zeit-
punkt der Befragungen bereits mehre Jahre zurückgelegen hätten. Die
Vorinstanz habe es versäumt, eine Gesamtwürdigung ihrer Aussagen unter
Mitberücksichtigung der positiven Elemente durchzuführen. Es müsse da-
von ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin durch das Erlebte
psychisch belastet sei. Die Hilfswerkvertretung habe ihre Aussagen als
glaubhaft eingestuft. Zu berücksichtigen sei überdies, dass der BzP auf-
grund ihres summarischen Charakters und der bloss sinngemässen Proto-
kollierung und Übersetzung nur ein beschränkter Beweiswert zukomme.
Sodann würden sich in den Befragungsprotokollen zahlreiche Elemente
befinden, die für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen sprechen würden:
Diese seien im Kerngehalt widerspruchsfrei und damit logisch konsistent.
In der Anhörung sei auch die ungeordnete Darstellung in dieser Hinsicht
positiv ausgefallen, und ihre Darlegungen seien, bezogen auf ihre persön-
lichen Voraussetzungen, originell und von quantitativem Detailreichtum.
Es würden sich Protokollstellen finden lassen, bei denen Fragen aufgrund
von Unwissen oder Erinnerungslücken nicht beantwortet worden seien,
was ein Lügner erfahrungsgemäss vermeiden würde. Auch die direkte
Wiedergabe von Gesprächen deute darauf hin, dass die Aussagen wahr-
heitsgetreu seien. Die Vorinstanz habe sich bei der Beurteilung der Glaub-
haftigkeit ihrer Aussagen nicht auf die Kriterien der Realkennzeichen ab-
gestützt. Es müssten auch der kulturelle Hintergrund sowie die spezifi-
schen Fähigkeiten und Erfahrungen der betroffenen Person in Betracht ge-
zogen werden. Hieraus folge, dass die Beschwerdeführerin ohne realen
Erlebnishintergrund ihre Aussagen nicht so realitätsnah hätte zu Protokoll
geben können. Ein Strukturvergleich ergebe eine in der gesamten Befra-
gung gleichbleibende Aussagequalität, und auch die Konstanz ihrer Aus-
sagen sei gegeben.
5.2.2 Die Beschwerdeführerin habe bereits im Oktober 2011, als sie
schwanger gewesen sei, ein erstes Mal einer Aufforderung, nach Sawa zu-
rückzugehen, nicht Folge geleistet. Im September 2012 habe sie eine er-
neute derartige Aufforderung erhalten. Ihr Sohn sei zu diesem Zeitpunkt
wenige Monate alt gewesen. Unsicherheiten oder Widersprüche betreffend
Zeitangaben könnten gemäss aussagepsychologischen Erkenntnissen
nicht als Widersprüche erachtet werden. Gedächtnisleistungen seien indi-
viduell und situationsabhängig.
E-1846/2020
Seite 9
5.2.3 Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bedürfe
es zusätzlicher individueller Elemente, damit mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit von einer begründeten Furcht vor ernsthaften Nachteilen we-
gen einer illegalen Ausreise ausgegangen werden könne. Solche Faktoren
seien vorliegend gegeben. Die Beschwerdeführerin sei wegen der Deser-
tion und illegalen Ausreise ihres Ehemannes wiederholten Repressalien
und Schikanen ausgesetzt gewesen. Folglich sie sie deswegen sowie we-
gen ihrem Nichterscheinen in Sawa ins Visier der eritreischen Behörden
geraten. Sie werde zweifelsohne als missliebige Person betrachtet und
wäre damit flüchtlingsrechtlich relevanten Nachteilen ausgesetzt.
5.3 In ihrer Vernehmlassung führte die Vorinstanz namentlich aus, auch im
Falle von kognitiver Einschränkungen oder Traumatisierungen könne da-
von ausgegangen werden, dass die Grundzüge einer Fluchtgeschichte in
den wesentlichen Zügen ohne markante Ungereimtheiten dargestellt
würden. Der Wahrheitsgehalt der neu vorgebrachten Folter in Sawa sei zu
bezweifeln, da die Beschwerdeführerin dies trotz des Hinweises auf ihre
Mitwirkungspflicht in beiden Befragungen nicht erwähnt habe. Auch auf
Beschwerdestufe seien keine genaueren Angaben zu den Hintergründen
der angeblich erlebten Folter gemacht worden. Es würden sich aus den
Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Fähigkeit der Be-
schwerdeführerin, ihr Asylgründe darzulegen, wegen Urteilsunfähigkeit
oder einer Traumatisierung eingeschränkt gewesen sei. Auch wenn von
der Glaubhaftigkeit der neu vorgebrachten Erlebnisse in Sawa ausgegan-
gen würde, vermöchten diese den Entscheid der Vorinstanz nicht umzu-
stossen, da sie in keinem Kausalzusammenhangmit mit der Ausreise ste-
hen würden.
5.4 In der ergänzenden Eingabe der Rechtsbeiständin vom 1. September
2021 wurde namentlich darauf hingewiesen, dass es sich bei der Be-
schwerdeführerin um eine vulnerable und psychisch hoch belastete Person
handle. Ihre Traumata müssten bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit ih-
rer Aussagen berücksichtigt werden.
6.
6.1 Der rechtserhebliche Sachverhalt ist umstritten und deshalb zunächst
festzustellen.
6.2 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Prüfung der Aktenlage
vorab zum Schluss, dass die von der Beschwerdeführerin behaupteten
Verfolgungsmassnahmen durch die eritreischen Behörden als unglaubhaft
zu qualifizieren sind. Ihre diesbezüglichen Schilderungen enthalten etliche
E-1846/2020
Seite 10
Ungereimtheiten, welche nicht nur die zeitliche Einordnung der beschrie-
benen Ereignisse betreffen. Den protokollierten Aussagen der Beschwer-
deführerin anlässlich der Befragungen ist klar zu entnehmen, dass sie vor
dem Jahr 2014 nur einmal, im September 2012, von den eritreischen Be-
hörden kontaktiert wurde (vgl. Protokoll BzP Akten SEM A3 S. 10, Protokoll
Anhörung A11 F61). Im Widerspruch zu diesen Angaben steht die Erklä-
rung in der Beschwerdeschrift, die Beschwerdeführerin sei vor 2014 insge-
samt zweimal, während ihres Schwangerschaft, ungefähr im Oktober 2011,
und im September 2012 von den eritreischen Behörden kontaktiert worden
(vgl. Beschwerde S. 8 f.). Diese erhebliche Divergenz kann nicht alleine
durch den zeitlichen Abstand zwischen diesen Ereignissen und den Befra-
gungen erklärt werden. Überdies erscheinen die von der Beschwerdefüh-
rerin dargelegten Repressalien durch die eritreischen Behörden in mehrfa-
cher Hinsicht unrealistisch und lassen sich mit der Quellenlage nicht in Ein-
klang bringen. Dass ihr Nichtbefolgen der Aufforderungen zur Militärdienst-
leistung in den Jahren 2011 respektive 2012 während mehreren Jahren
folgenlos geblieben sein soll, erscheint nicht nachvollziehbar. Ohnehin sind
verheiratete Frauen sowie Schwangere und Mütter in Eritrea faktisch vom
Militärdienst freigestellt, weshalb sich Zweifel an der Behauptung rechtfer-
tigen, sie sei schon während ihrer Schwangerschaft respektive kurz nach
der Geburt ihres Sohnes zur Rückkehr in den Militärdienst aufgefordert
worden (vgl. European Asylum Support Office [EASO], Eritrea, National-
dienst, Ausreise und Rückkehr, Herkunftsländer-Informationsbericht, Sep-
tember 2019, S. 33 f., < https://www.ecoi.net/en/file/local/2031001/20
19_EASO_COI_Report_Eritrea_National_service_exit_and_re-
turn_DE.pdf >, alle Internetquellen abgerufen am 15. September 2021;
Danish Immigration Service, Eritrea, National service, exit and entry, Jan-
uar 2020, S. 29, < https://www.ecoi.net/en/file/local/2024189/Eritrea_rap-
port_27012 020.pdf >). Auch dass die Beschwerdeführerin im Zusammen-
hang mit der Desertion ihres Mannes, welche angeblich im (...) 2012 er-
folgte, erst im Jahr 2014 von den eritreischen Behörden unter Druck ge-
setzt wurde (und dies, obwohl diesen bekannt gewesen sei, dass er sich in
Israel aufhalte), widerspricht verfügbaren Erkenntnissen zum üblichen be-
hördlichen Vorgehen: Reflexverfolgungsmassnahmen gegen Angehörige
von eritreischen Deserteuren erfolgen gemäss verfügbaren Quellen im All-
gemeinen solange Grund zur Annahme besteht, die gesuchten Personen
würden sich noch in Eritrea aufhalten, um sie unter Druck zu setzen und
dazu zu bewegen, sich wieder bei ihrer Einheit zu melden (vgl. EASO,
a.a.O., S. 44 f., E. 2.7.1, SCHWEIZERISCHE FLÜCHTLINGSHILFE [SFH], Erit-
rea: Reflexverfolgung, Rückkehr und «Diaspora-Steuer», 30. September
E-1846/2020
Seite 11
2018 S. 6 f., < htt ps://www.ecoi.net/en/file/lo-
cal/1447945/1788_1540559_596_3009.pdf >).
6.3 Die Vorinstanz stellte sodann in der angefochtenen Verfügung zu Recht
fest, die Beschwerdeführerin habe nicht nachvollziehbar erklären können,
wie die eritreischen Behörden überhaupt Kenntnis des Aufenthaltsortes
ihres Ehemannes erhalten hätten. Zudem steht die Höhe der ihr angeblich
auferlegten Busse (26'000 Nakfa) im Gegensatz dazu, dass die bei Deser-
tionen von Familienangehörigen regelmässig auferlegten Bussenzahlun-
gen gemäss Quellenlage stets 50'000 Nakfa betragen. Entgegen der
Argumentation in der Beschwerdeschrift enthalten die Ausführungen der
Beschwerdeführerin in den Befragungen keine weiteren überzeugenden
Realkennzeichen, welche eine andere Einschätzung bezüglich der Glaub-
haftigkeit zu rechtfertigen vermöchten. Auch unter Berücksichtigung einer
allfälligen psychischen Belastung, welche im Übrigen durch keine ärztli-
chen Berichte untermauert worden ist, weisen ihre Aussagen im Wesentli-
chen nicht den zu erwartenden Grad an Substanziiertheit und Detailreich-
tum auf – namentlich auch hinsichtlich der mehrfachen Aufforderungen,
in den Militärdienst zurückzukehren.
6.4 Daraus, dass die Beschwerdeführerin die im der Beschwerdeeingabe
erstmals geltend gemachten Misshandlungen durch Soldaten während ih-
res Aufenthalts in Sawa im Jahr 2010 im Rahmen der Befragungen nicht
erwähnte, kann zwar noch nicht ohne Weiteres auf die Unglaubhaftigkeit
dieses Vorbringens geschlossen werden. Diesbezügliche Zweifel weckt
hingegen, dass sie auch auf Beschwerdeebene keinerlei konkreten Anga-
ben zum Hintergrund dieses behaupteten körperlichen Übergriffs gemacht
hat. Die eingereichten medizinischen Unterlagen dokumentieren das Vor-
liegen einer Vernarbung im Rückenbereich, haben aber keine relevante
Beweiskraft hinsichtlich deren Ursache. Überdies ist ein kausaler Zusam-
menhang dieses Ereignisses, welches sich gemäss ihrer Darstellung im
Jahr 2010 ereignete, mit ihrer Ausreise im Jahr 2015 offenkundig nicht ge-
geben.
7.
7.1 In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin we-
gen ihrer illegalen Ausreise aus Eritrea – mithin wegen subjektiver Nach-
fluchtgründe – bei einer Rückkehr dorthin befürchten müsste, ernsthaften
Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt zu werden.
E-1846/2020
Seite 12
7.2 Personen mit subjektiven Nachfluchtgründen erhalten zwar gemäss
Art. 54 AsylG kein Asyl, werden aber als Flüchtlinge vorläufig aufgenom-
men (vgl. dazu BVGE 2009/28 E. 7.1 S. 352, m.w.H.). Als subjektive Nach-
fluchtgründe gelten insbesondere das illegale Verlassen des Heimatlandes
(sog. Republikflucht), das Einreichen eines Asylgesuchs im Ausland oder
exilpolitische Betätigungen, wenn sie die Gefahr einer zukünftigen Verfol-
gung begründen. Durch Republikflucht zum Flüchtling wird, wer wegen
illegaler Ausreise Sanktionen des Heimatstaates befürchten muss, die
bezüglich ihrer Intensität ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG
darstellen (vgl. BVGE 2009/29).
7.3
7.3.1 Gemäss langjähriger früherer Praxis der schweizerischen Asylbehör-
den begründete bereits eine (glaubhaft gemachte) illegale Ausreise aus
Eritrea ohne Weiteres die Flüchtlingseigenschaft.
7.4 Das Bundesverwaltungsgericht befasste sich im Rahmen des Referen-
zurteils D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 mit der Frage, ob Eritreerinnen
und Eritreer, die ihr Land illegal verlassen haben, allein deswegen bei einer
Rückkehr Verfolgung zu befürchten haben. Das Gericht kam dabei zum
Schluss, dass sich die bisherige Praxis nicht mehr aufrechterhalten lasse
und vom SEM zwischenzeitlich zu Recht angepasst worden sei. Für die
Entscheidfindung des Gerichts war auch die Tatsache von Bedeutung,
dass damals Personen aus der eritreischen Diaspora für kurze Aufenthalte
in ihren Heimatstaat zurückkehrten und sich unter ihnen auch Personen
befanden, die Eritrea zuvor illegal verlassen hatten. Es ist mithin nicht mehr
davon auszugehen, dass einer Person einzig aufgrund ihrer unerlaubten
Ausreise aus Eritrea eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung droht.
Von der begründeten Furcht vor intensiven und flüchtlingsrechtlich begrün-
deten Nachteilen ist nur dann auszugehen, wenn zur illegalen Ausreise
weitere Faktoren hinzukommen, welche die asylsuchende Person in den
Augen der eritreischen Behörden als missliebige Person erscheinen lassen
(vgl. a.a.O., E. 5).
7.5 Vorliegend gehen aus den Akten keine solchen Gefährdungsfaktoren
hervor. Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Vorfluchtgründe
sind – wie vorstehend ausgeführt – als unglaubhaft zu qualifizieren, wes-
halb kein Grund zur Annahme besteht, sie sei als Refraktärin respektive
Angehörige eines Deserteurs in den besonderen Fokus der heimatlichen
Behörden geraten. Den Akten sind auch keine sonstigen Anknüpfungs-
punkte zu entnehmen, welche sie in den Augen des eritreischen Regimes
http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/29
E-1846/2020
Seite 13
als missliebige Person erscheinen lassen könnten. Namentlich rechtferti-
gen sich, wie oben dargelegt, Zweifel an den von der Beschwerdeführerin
geltend gemachten Misshandlungen durch Soldaten in Sawa. Gemäss
ihrer Darstellung ereignete sich dieser Vorfall im Jahr 2010 oder 2011, mit-
hin mehrere Jahre vor ihrer Ausreise. Nachdem sie keine weiteren Repres-
salien durch die heimatlichen Behörden glaubhaft darzulegen vermochte,
besteht jedenfalls kein glaubhafter Grund zur Annahme, dass sie in diesem
Zusammenhang im heutigen Zeitpunkt mit negativen Konsequenzen zu
rechnen hätte.
7.6 Aus diesen Gründen ist der von der Beschwerdeführerin vorgebrachten
illegalen Ausreise aus ihrem Heimatstaat praxisgemäss keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz beizumessen.
7.7 Zusammenfassend ist es der Beschwerdeführerin somit nicht gelun-
gen, eine relevante Verfolgungsgefahr im Sinn von Art. 3 AsylG bezie-
hungsweise Art. 54 AsylG darzutun. Das SEM hat folglich zu Recht ihre
Flüchtlingseigenschaft verneint.
8.
8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie
(Art. 44 AsylG).
8.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine
ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf
Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu
Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
8.3 Da das SEM in seiner Verfügung vom 2. März 2020 die vorläufige Auf-
nahme der Beschwerdeführerin in der Schweiz angeordnet hat, erübrigen
sich, praxisgemäss Ausführungen zur Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Mög-
lichkeit des Wegweisungsvollzugs
9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
E-1846/2020
Seite 14
10.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Beschwer-
deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem mit Zwischen-
verfügung vom 20. April 2020 ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen wurde
und den Akten keine Hinweise auf eine massgebende Veränderung ihrer
finanziellen Verhältnisse zu entnehmen sind, ist auf eine Kostenauflage zu
verzichten.
11.
Mit der Zwischenverfügung vom 20. April 2020 wurde auch das Gesuch
der Beschwerdeführerin um amtliche Verbeiständung gutgeheissen
(aArt. 110a Abs. 1 AsylG und ihre Rechtsvertreterin als amtliche Rechts-
beiständin eingesetzt. Demnach ist dieser durch das Gericht ein Honorar
für ihre notwendigen Aufwendungen im Beschwerdeverfahren auszurich-
ten. Der in der mit der Beschwerdeeingabe eingereichten Kostennote aus-
gewiesene zeitliche Vertretungsaufwand erscheint angemessen. Demzu-
folge ist der amtlichen Rechtsbeiständin – unter Berücksichtigung des für
die nachträglichen Eingaben vom 14. April 2020 und 9. September 2021
zu veranschlagenden Aufwands – ein Gesamtbetrag von Fr. 2000.– (inkl.
Auslagen und Mehrwertsteuerzuschlag) vom Bundesverwaltungsgericht
auszurichten.
(Dispositiv nächste Seite)
E-1846/2020
Seite 15