Decision ID: dbd5450b-9ef0-4c32-b19c-4e46a63b7f53
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1967 geborene
X._
,
Mutter eines im
Februar
2006 geborenen Sohnes
,
reiste
am 6. Dezember
1995 in die Schweiz ein
. Ab November 2007 war sie als Kassierin bei der
Y._
im Stundenlohn angestellt (Urk. 8/20).
Am
26. Juli 2010
meldete sie sich
unter Hinweis auf chronische Nacken- und Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentratio
nsstörungen und Kreuz
schmerzen
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungs
bezug an (Urk. 8/3).
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und liess die Versicherte polydisziplinär begut
achten (Urk. 8/
22, 8/26
). Die Begutachtungsstelle
Z._
erstattete das Gutachten am
31
. Oktober 201
1
(Urk. 8/
34
).
Zudem beauftragte die IV-Stelle ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Haushalt (Abklärungsbericht vom 8. Februar 2012, Urk. 8/37).
Mit Vorbescheid vom
14. März 2012
stellte die IV-Stelle der Versicherten die Zusprechung einer vom 1. Februar bis 31. August 2011 befristeten
Viertelsrente
in Aussicht
(Urk.
8/45).
Dagegen liess die Versicherte Einwand erheben (Urk. 8/50), worauf die IV-Stelle eine ergänzende Stellungnahme bei der
Begut
achtungsstelle
Z._
einholte (Stellungnahme vom 18. Juli 2012, Urk. 8/58
).
Da die Versicherte im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
wiederholt
eine Ver
schlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend
machte
(Urk.
8/50,
8/54,
8/65
)
,
holte
die
IV-Stelle
in der Folge
weitere Berichte bei den behandelnden Ärzten ein
und
ordnete
zur Klärung des Verlaufs des Gesundheitszustandes seit der
Z._
-Begutachtung
eine
erneute
polydisziplinäre Begutachtung an (
Urk.
8/75
).
Die Abklärungsstelle
A._
erstattete
ihr
Gutachten am 18. September 2014 (Urk. 8/91).
M
it
Verfügung vom 7. September 2015
sprach die IV-Stelle der Versicherten
wie angekündigt eine vom 1. Februar bis 31. August 2011 befristete
Viertelsrente
zu
(Urk. 2 [= 8/111]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1. Oktober 2015 Beschwerde
(Urk. 1) und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei insoweit aufzuheben, als ihr lediglich eine befristete
Viertelsrente
zugesprochen worden sei und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu erbringen, insbesondere
sei
ihr
eine höhere, unbefristete Rente
zuzusprechen
und
eventuell
seien
Eingliederungsmassnahmen
durchzuführen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 9. November 2015 schloss die
Beschwerde
gegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Mit Verfügung vom 2
4
. November 2015 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur
Kenntnis gebracht und mitgeteilt, dass das Gericht die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte (Urk. 9). Am 24. Juni 2016 reichte die Beschwerdeführerin einen Arztbericht ein (Urk. 10, 11), was der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 4. Juli 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12). Am 22. Juli 2016 reichte die Beschwerdeführerin
einen weite
ren
Arztbericht
zu den Akten
(Urk. 13, 14).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim
Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die IV-Stelle erwog im angefochtenen Entscheid, die Besc
hwerdeführerin sei seit dem 25.
Februar 2010 in ihrer Arbeitsfähigkeit
in unterschiedlichem Aus
mass
eingeschränkt.
Die Abklärungen hätten ergeben, dass
die Beschwerdefüh
rerin
ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Kassier
er
in zu einem Pensum von 94 % nachgehen würde. Die restlichen 6 % ent
fielen auf den Aufgabenbereich.
Nach Ablauf des Wartejahres
(Februar 2011)
sei die Beschwerdeführerin in angepassten Tätigkeiten zu 50 % arbeitsfähig gewesen
, was im Erwerbsbereich zu einer Einbusse von 43 %
führe
. Im Aufgabenbereich sei die Beschwerdeführerin gemäss Haushaltabklärung zu 35 % eingeschränkt
gewesen
. Damit ergebe
sich
nach G
ewichtung der Tätigkeitsbereiche
nach Ablauf des Wartejahres
ein Gesamtinvaliditätsgrad von
43 %
(Erwerbsbereich: 41 %, Haushaltsbereich 2 %)
und
somit
einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
Die medizinischen Abklärungen hätten weiter ergeben, dass der Beschwerde
führerin ab
dem 16. Mai 2011
eine angepasste Arbeitstät
igkeit
wieder
zu
70 %
zumutbar gewesen sei
, weshalb
ab diesem Zeitpunkt
im Erwerbsbereich ledig
lich noch eine Erwe
rbseinbusse von 21 % resultiere und
sich
u
nter Berücksich
tigung der
35
%igen Einschränkung im Haushaltbereich
nach Gewichtung der Tätigkeitsbereiche
noch
ein
Gesamti
nvaliditätsgrad von 2
2
%
ergebe
(
Erwerbs
bereich
: 20 %, Haushaltsbereich 2 %)
.
Ab
1.
September
201
1
(
drei Monate nach der
Verbesserung
)
bestehe deshalb kein Rentenanspruch mehr
.
Gestützt auf das
A._
-Gutachten vom 19. September 2014 sei schliesslich ausgewiesen, dass die Arbeitsfähigkeit nunmehr überhaupt nicht mehr eingeschränkt sei (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor,
weder das
Z._
-Gutachten noch das
A._
-Gutachten sei
en
beweiskräftig. Zumindest mittelfristig könne nicht von einer Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Auch in Anwendung der neuen
Rechtsprechung
zu den psychosomatischen Beschwerdebildern
ergebe sich ein offensichtlicher
seit Jahren bestehender
Rentenanspruch (Urk. 1).
3.
3.1
Das von der Beschwerdegegnerin eingeholte polydisziplinäre Gutachten der
Z._
vom 31. Oktober 2011 beruht auf
im Juni 2011 durchgeführten
Untersu
chungen in den Fachgebieten Innere Medizin,
Rheumatologie, Neurologie und
Psychiatrie (Urk.
8/34/3
).
Im Gutachten wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit festgehalten (Urk. 10/34/20):
Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.00)
n
ach vorausgegangener Anpassungsstörung, zirka 2009
;
a
ktuell mit spezifischer Psychotherapie und Psychopharmakotherapie
;
b
ei akzentuierter Persönlichkeit
;
b
ei negativen Erlebnissen in der Kindheit
;
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung seit zirka 2008.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden
Diagnosen
aufgeführt (
Urk. 8/34/20)
:
Zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
rechts › links
Fehlstreckhaltung,
mediorechtslaterale
bis
juxtaforaminal
reichende
Dis
kushernie
C4/5 mit Kompression des
Myelons
rechts und
breitba
sige
beidseits bis
juxtaforaminal
reichende Diskushernie mit relativer Spinalkanalstenose C5/6 und angedeuteter Diskushernie C6/7 ohne Nervenwurzelkompression
;
ausgeprägte
myotendinotische
Komponente;
L
umbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
MRI LWS vom 29. Oktober 2010:
Intraforaminale
flache Diskushernie L4/5 links ohne
Nervenwurzelkompromittierung
, median rechts, paramediane flache Diskushernie L5/S1 mit Tangierung der Wurzel S1 rechts,
Anulusriss
L5/S
1.
Multisegmentale
Spondylarthrose
mit teil
weiser Aktivierung;
ausgeprägte
myotendinotische
Komponente;
Störung
en
durch Alkohol, gegenwärtig abstinent
Abhängigkeit bestehend 1989 bis 1995;
Störung durch Tabak, Nikotinabhängigkeit
z
irka 40-50
py
;
seit 1981;
e
pisodischer Spannungskopfschmerz.
Die Gutachter führten aus
,
die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass es
bei ihrer letzten Arbeitsstelle bei der
Y._
zu einem Konflikt mit einer neuen Vorgesetzten gekommen
sei
, welche als Serbin versucht habe, den Konflikt
zwischen ihren beiden Ethnien fortzuführen
; schlussendlich sei es
Ende Oktober 2010 zur Kündigung gekommen, wobei diese
Kündigung
aus gesund
heitlichen Gründen erfolgt sei.
Es sei
a
nfangs 2010
zu einer
deutliche
n
Ver
schlechterung ihrer bis dahin mässigen Rückenschmerzen
gekommen
und sie
habe
deshalb
erstmalig einen Arzt aufgesucht
und
sei
krankgeschrieben worden, da sich keine Besserung der Beschwerden ergeben hätte (Urk. 8/34/21).
Die Gut
achter
hielten fest
, g
emäss dem MRI-Bericht vom 12. März 2010 seien fortge
schrittene
osteochondrotische
Veränderungen im Bereich von C4 bis C7 sowie bis
intraforaminal
reichende Diskushernien in den Segmenten C4/5 und C5/6 diagnostiziert worden. Es
sei
eine mögliche, positionsabhängige
Nervenwurzel
kompression
beschrieben
worden,
im Bereich von C5/6 bestehe eine relative Spinalkanalstenose. Der
Hausarzt habe der Beschwerdeführerin ab dem 15. Februar 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Im Bericht des
B._
vom 11. August 2010 sei die Beschwerdeführerin
in
ihre
r
Tätigkeit
als arbeitsfähig eingestuft worden.
Gemäss Bericht des Hausarztes vom 16. August 2010 sei es i
m weiteren
Verlauf
trotz multimodaler Therapie ein
schliesslich Antidepressiva und psychischen Gesprächstherap
ien zu keiner gesundheitlichen Verb
esserung
gekommen
, sondern im Gegenteil zu einer „Symptomausweitung“; der Hausarzt der Beschwerdeführerin habe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und die Aufnahme einer körperlich leichten Arbeit in ein bis zwei Monaten zu einem Pens
um von 50 % prognosti
ziert. Im
Bericht vom 8. September 2010 (Anmerkung: der
C._
, vgl. Urk. 8/19
)
seien
eine mittelgradige depressive
Epi
sode mit somatischem Syndrom, ein
Verdacht auf eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung sowie
histrionische
Persönlichkeitszüge a
n
geführt
worden
. Au
sserdem seien
psychosoziale Belastungsfaktoren
beschrieben worden
(ange
spanntes Verhältnis zu Partner und Familie, Schwierigkeiten mit der
Vorgeset
zen
, Angst vor Stellenverlust; Urk. 8/34/21 f.).
I
n
der
aktuell
erhobenen internistischen Anamnese seien für die Explorandin vor allem bei Wetterwechsel auftretende Schmerzen im Bereich der
Halswirbel
säule
und des Kopfes im Vordergrund gestanden, weiter habe sie über
Schmer
zen
im Bereich der Lendenwirbelsäule mit
Parästhesien
im Bereich des rechten
Bein
es und Ziehen des rechten Fusses berichtet. Auf Nachfrage habe sie über gelegentlich auftretende Schwindelbeschwerden berichtet
und
über zwei S
uizid
versuche mittels Tabletten und habe angegeben, s
ie könne sich nicht mehr so gut konzentrieren wie früher und fühle sich depressiv. Eine deutliche
Verb
esse
rung könne sie durch ihre Medikamente nicht erzielen,
es sei
lediglich etwas Linderung möglich. Haushaltsarbeiten
mache
sie überhaupt keine, dafür käme die Spitex zwei Mal pro Woche. Diskrepant dazu habe die Explorandin in der psychiatrischen Anamnese berichtet, dass
die Schwester des Ex-Freundes A
rbeiten im Haushalt gegen Geld
ausführe
. In der klinisch-int
ernistischen Untersuchung
habe
sich
eine massive Adipositas gezeigt.
B
eim Besteigen der Waage hätten sich für den Untersuchenden grotesk wirkende
Schwankbewe
gungen
des ganzen Körpers gezeigt, der Arm-Vorhalteversuch sei von der Beschwerdeführerin aufgrund eines starken Schwindelgefühls abgebrochen worden. Das Verhalten der Explorandin habe auf den Untersuchenden in dieser Situation nicht authentisch gewirkt. Aus
internistischer
Sicht habe keine Diag
nose mit Einfluss auf die Arbeitsfäh
igkeit
festgestellt werden können
(Urk. 8/34/22).
Es sei eine Laboruntersuchung durchgeführt worden, welche keine pathologi
schen Werte gezeigt habe. Eine psychopharmakologisch suffiziente Behandlung könne auf Grund der Blutspiegelwerte der Medikamente nicht bestätigt werden (Urk. 8/34/22).
In der rheumatologischen Befunderhebung hätten sich inkonstante Befunde gezeigt, einige Untersuchungen seien aufgrund von Gegenspannen der Muskeln nicht möglich gewesen
. Aus diesem Grund sei die Aussagekraft der
rheumatolo
gischen Untersuchung eingeschränkt.
Dennoch sei d
as Ausmass der beklagten Beschwerden wie auch das Ausmass der subjektiven Behinderung aus rheuma
tologischer Sicht nicht mit den erhobenen Befunden erklärbar. Es fänden sich Zeichen für eine nicht-organische Schmerzursache. Aufgrund der vorhandenen degenerativen Veränderungen und
Diskopathien
, der
Haltungsinsuffizenz
und der muskulären
Dekonditionierung
seien aktuell schwere und mittelschwere körperliche Tätigkeiten nicht geeignet, für körperlich leichte Arbeiten bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit
(Urk. 8/34/22).
Neurologisch
hätten
sich ebenfalls deutliche Diskrepanzen gezeigt, beispiels
weise bei Bewegungen, welche in der Untersuchungssituation nicht, in unbeo
bachteten Mom
enten
jedoch
gut möglich gewesen
seien. A
uch seien während der Untersuchung gezeigte pathologische Auffälligkeiten im unbeobachteten Verhalten der Explorandin nicht festzustellen gewesen. Es sei
daher
insgesamt von somatischer Seite her von einer Beschwerdeverdeutlichung, möglicherweise auch von einer Beschwerdeaggravation auszugehen (Urk. 8/34/23).
Die Gutachter hielten dafür, s
owohl die Frage nach nicht-organischen
Schmerz
faktoren
wie auch die aktuelle psychiatrische Diagnose
sollte
durch
eine
psychi
atrische Begutachtung
geklärt werden.
Formell müsse aufgrund der Angaben der
Explorandin
die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem
Syndrom
gestellt werden. Zusätzlich bestehe eine
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung. Auffällig seien auch in
der
psychiatrischen
Begutachtung Diskrepanzen. Beispielsweise habe die Explorandin während der Anamneseerhebung weniger depressiv gewirkt als bei der Befunderhebung. Auch
durchgeführte
Tests hätten zum Teil so
schlechte
Ergebnisse gezeigt, wie sie beispielsweise bei einem dementen Menschen zu erwarten wären. Dies stimme jedoch nicht mit anderen Befunden
und
auch
nicht
mit der
Alltags
funktionalität
der Explorandin überein. Insgesamt
würden
sie die Diagnose einer depressiven Störung aber nicht anzweifeln und aufgrund der
erhobenen
Anamnese und den Testergebnissen von einer aktuell mittelgradigen Episode ausgehen. Bei
entsprechender
Therapie sei d
ie
Prognose günstig
(Urk. 8/34/23)
.
Es bestehe eine relevante psychosoziale Pr
oblematik. Die Explorandin lebe
mit ihrem getrennten Partner und Vater ihres Sohnes weiterhin in einem Haushalt, wobei
d
er
Ex-Partner
eine neue Partnerin habe. Die Beschwerdeführerin habe weiter hohe Schulden. Auch der Arbeitsplatzkonflikt mit der Vorgesetzten scheine im Rahmen der Krankheitsentwicklung/Stellenkündigung relevant zu sein. Es sei davon auszugehen, dass den psychosozialen Faktoren ein hoher Stellenwert beizumessen sei.
Die Explorandin halte sich selber aktuell auch für angepasste Tätigkeiten nicht arbeitsfähig. Dieser Auffassung könnten sie sich gesamtgutachterlich auf Grundlage der erhobenen Befunde und der vorliegen
den Berichte nicht anschliessen (Urk. 8/34/23).
Zur Arbeitsfähigkeit
wiesen
die Gutachter
darauf hin, dass eine
Diskrepanz zwi
schen dem Arbeitgeberfragebogen und den Angaben der Explorandin hinsicht
lich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, speziell bezüglich der Frage, ob sie zu 100 % an der Kasse eingesetzt worden sei oder im Rahmen einer „Allrounderin“ auch Lager- und Regalarbeiten unternommen habe
, bestehe
. Da es sich um unterschiedliche körperliche Belastungen handle, sei die Arbeitsfähigkeit allge
mein zu formulieren.
A
us psychiatrische
r Sicht
bestehe
zur
zeit bei mittel
schwerer depressiver Episode mit verminderter Frustrationstoleranz, Einschrän
kungen der Konzentration und dem Gedächtnis sowie einer erhöhten Ermüd
barkeit eine 70%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit in der
bisherigen
oder in einer vom psychischen Anforderung
sprofil her ähnlichen Tätigkeit
.
Aus soma
tischer Sicht sei die Beschwerdeführerin aufgrund der vorhandenen degenerati
ven Veränderungen und
Diskopathien
in
körperlich mittelschwere
n
bis schwe
re
n
Arbeiten nicht arbeitsfähig. Für körperlich leichte Tätigkeiten bestehe aus somatischer Sicht aktuell eine volle Arbeitsfähigkeit, wobei das Arbeitsprofil wie folgt festzulegen sei: körperlich leicht, maximale Lastenhandhabung beid
händig bis 10 kg, keine wiederholte oder langandauernde Tätigkeiten in Zwangshaltungen, möglichst wechselbelastende Tätigkeit mit Möglichkeit zum regelmässigen Positionswechsel, keine Arbeit mit wiederholter
Reklination
der Halswirbelsäule. Haushaltstätigkeiten könne die Beschwerdeführerin bei freier Einteilbarkeit – abgesehen von schweren Arbeiten wie Möbel
rücken – selber bewältigen (Urk. 8/34/24).
Aus somatischer Sicht würden sie sich dem Bericht von Dr.
med.
D._
vom 11. August 2010 anschliessen; spätestens ab diesem Zeitpunkt bestehe eine entsprechende Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Arbeiten. Von
psychiatrischer
Seite her sei auf den
Bericht
von Dr.
med.
E._
vom 8. September 2010 ab
zustellen
, in welchem eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom seit
09/
2010
beschrieben werde
. Diese nehme eine leichte- bis mittelgradige Ausprägung an (beisp
ielsweise Bericht der
F._
vom 23. Mai 2011, Entlassung mit aktuell
leicht
gradiger
Depression) bis hin zur Remission (Bericht
der
C._
vom 14. Mai 2011). Die genaue Arbeitsunfähigkeit im zeitlichen Verlauf anzugeben sei nicht mög
lich, da diese Angabe in
zwei oder drei psychiatrischen Berichten fehle
. Insge
samt sei aber davon auszugehen, dass analog dem Bericht vom 8. September 2010 seit 09/2010 eine Einschränkung in der Höhe von 50 % und ab dem 12. Mai 2011 bei remittierter depressiver Episode eine psychiatrische Einschrän
kung von maximal 30 %
bestanden
habe. Unter adäquater psychiatrischer The
rapie sei von einer Verbesserung im Verlauf auszugehen. Die Explorandin sei im Verlauf
für eine adäquate psychiatrische Therapie noch nicht bereit gewesen
. Auch aktuell seien keine suffizienten Psychopharmaka bei der Blutentnahme zu objektivieren gewesen (Urk. 8/34/24). Die Prognose sei aus psychiatrischer Sicht günstig, so dass – bei einer regelmässigen Therapie einschliesslich Blutspiegel-Serumkontrollen – eine psychiatrische Nachbegutachtung in einem Jahr vorge
schlagen werde (Urk. 8/34/25).
3.2
Das polydisziplinäre Gutachten der
A._
vom 18. September 2014 beruht auf im
April 2014 durchgeführten Untersuchungen in den Fachgebieten Innere Medizin, Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie (Urk. 8/91).
Die Gutachter stellten folgende Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit
(Urk. 8/91/41):
R
esiduelle
depressive Episode mit
leichtgradiger
Ausprägung (ICD-10 F33.0) bei rezidivierender depressiver Störung, bei möglicher posttrau
matischer Belastungsstörung (ICD-10 F43.1);
Adipositas Grad I;
Migräne;
Polyneuropathie;
Schallleitungsstörung rechts;
Hypermobilität (
Brighton Score 5 von 9, Genua
recurvata
beidseits), ICD-10 M35.7, M99
.
Der psychiatrische Gutachter hielt fest,
die Explorandin habe eine Lustlosigkeit,
Dünnhäutigkeit
, ein aggressives
Verhalten
, kognitive Einschränkungen, Anspannungszustände, Abwesenheitszustände, selbstverletzendes Verhalten, paranoides Erleben, paroxysmale Angstzustände sowie
getriggertes
Wiedererle
ben
traumatischer Situationen aus der Kindheit in Form von Flashback-Erleben und Intrusionen geschildert. In
der Untersuchung seien eine Anspannung mit motorischer Unruhe sowie ein depressiv-
dysphorischer
Affekt zu erkennen gewesen. Ausreichend detaillierte Informationen zu einem möglichen früheren traumatischen Erleben seien nicht verlässlich zu erlangen gewesen. Der Beschwerdevortrag habe insgesamt expansiv, demonstrativ bis gelernt impo
niert, so dass eine authentische gravierende Beeinträchtigung nicht ausreichend schlüssig
sei
. Die hier objektivierbare
leichtgradige
depressive Verstimmung lasse allenfalls die Diagnose einer
residuellen
depressiven Episode mit aktuell noch
leichtgradiger
Ausprägung zu, die weitere berichtete Symptomatik mit erhöhtem vegetativen
Arousal
, Anspannungszuständen und innerer Unruhe sowie Flashbackerleben und Intrusionen würden für eine mögliche posttrauma
tische Belastungsstörung als Hintergrund der aktenkundigen rezidivierenden depressiven
Episoden
sprechen
(Urk. 8/91/37)
. Seit mehreren Jahren finde eine psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung statt, inzwischen auch mit mehrfachen stationären Aufenthalten, wobei unter anderem über eine
Somati
sierungsstörung
, eine mittelgradige depressive Episode, eine
histrionische
Per
sönlichkeitsstörung
sowie eine bipolare Störung berichtet worden sei. Im psy
chiatrischen
Gutachten der Begutachtungsstelle
Z._
sei unter anderem eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden, wobei anzumerken sei, dass die ICD-10-Kodierung einer
leichtgradigen
depressiven Episode entspreche. Die dort auch erwogene Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sei nicht haltbar. Die Stellung dieser Diagnose erfordere, dass die Symptomatik bis in die Kindheit und Jugend der Betroffenen zurückzuverfolgen sei. Der Symptombeginn,
der
von der Beschwerdeführerin geschildert werde, spreche deutlich gegen das Vor
liegen einer Persönlichkeitsstörung. Anhand des erhobenen Befundes sei im
Vergleich zu den aktenkundigen Vorbewertungen eine Verbesserung anzuneh
men, da die jetzige Exploration nicht ausreichend wahrscheinlich
eine
über eine
leichtgradige
depressive Episode hinausgehe
nde Störung gezeigt habe
. Eine Minderung der Arbeitsfähigkeit,
d
ie auch seinerzeit nur mit 30 % geschätzt worden sei, könne aus gutachterlicher Sicht nicht mehr erkannt werden. In der Bewertung des psychiatrischen Bildes
könnten
die sich aus den somatischen Teilgutachten ergebenden Aspekte einer bewusstseinsnah
en
demonstrativen Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden nicht unberücksichtigt
blei
ben
, da dies auch in der Einschätzung der subjektiven psychiatrischen anam
nestischen Angaben zu beachten sei,
namentlich
sei auch hier eine zumindest anteilig wesentliche demonstrative Darstellung kritisch einzubeziehen (Urk.
8/91/37 f.
).
In der Konsensbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Arbeitsfä
higkeit der Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten sowie jeder körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastend oder überwiegend sit
zend ausgeübten Tätigkeit per sofort 100 % betrage (Urk. 8/91/38
f.).
Eine nam
hafte Änderung des somatischen Status im Vergleich zu 2011 sei nicht wahr
scheinlich, die jetzige Bewertung entspreche hinsichtlich der somatischen Aspekte
weitgehend der zitierten polydisziplinären Vorbegutachtung aus dem Jahr 2011; auch dort werde aus somatischer Sicht eine Arbeits
fähigkeit
von 100 %, zumindest in körperlich leichten Tätigkeiten,
bescheinigt
(Urk. 8/91/39
)
.
Die seinerzeitige Eingrenzung auf lediglich körperlich leichte Arbeiten sei jedoch nicht haltbar, da die Aspekte einer bewusstseinsnahen demonstrativen Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden nicht hinreichend diskutiert und berücksichtigt worden seien und bildmorphologische Befunde ohne eigen
ständigen Krankheitswert miteinbezog
en worden seien (Urk. 8/91/42).
Aus psy
chiatrischer Sicht sei
im
Z._
-Gutachten
eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % attestiert worden. Der aktuelle hiesige Befund lasse nunmehr lediglich noch die Attestierung einer
leichtgradigen
Depressivität zu. Es sei somit von einer
einge
tretenen
Verbesserung auszugehen und die bislang attestierte partielle Arbeits
fähigkeit entfalle (Urk. 8/91/39 f.).
Schliesslich wurde festgehalten, d
ie
sich
aus
allen
Teilgutachten
ergebenden deutlichen Anhaltspunkte für eine bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden
seien zu berücksichtigen, so dass der subjektive Beschwerdevortrag der Versicherten in besonderer Weise nicht ein
fach übernommen werden könne und
eine
zumindest anteilig wesentliche bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden nicht
ausser Acht zu lassen sei
(Urk. 8/91/40).
4.
4.1
Sowohl das
Z._
-Gutachten vom
31
.
Oktober 2011
als
auch das
A._
-Gutach
ten
vom 18. September 2014
erfüllen
die
an eine beweiskräftige
ärztliche Expertise gestellten
Anforderungen (
E. 1.4
).
Beide
Gutachten
beruh
en
auf
aus
führlichen Untersuchungen
(
Z._
-Gutachten: Urk. 8/34/12, 8/34/43 ff., 8/34/56 ff., 8/34/63 f.;
A._
-Gutachten: Urk. 8/91/15 f., 8/91/18 ff., 8/91/23 ff., 8/91/34 ff.)
, erfolgte
n
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden (
Z._
-Gutachten:
Urk.
8/34/8 ff., 8/34/37 f
f
., 8/34/55, 8/34/61 f.;
A._
-Gutachten: Urk. 8/91/13 f., 8/91/17, 8/91/22 f., 8/
9
1/31 f
f
.
) und wur
de
n
in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den releva
n
ten
Vorakten
begründet (
Z._
-Gutachten: Urk. 8/34/21 ff., 8/34/50 ff., 8/34/58 f., 8/34/64 f.;
A._
-Gutachten: Urk. 8/91/16, 8/91/21 f., 8/91/30 f.,
8/91/37 ff.).
4.2
4.2.1
Was den psychischen Gesundheitszustand betrifft, wurde im
Z._
-Gutachten
vom 31. Oktober 201
1 nachvollziehbar dargelegt,
dass
bei einer depressiven Störung, aktuell mittelgradige
r
Episode,
eine
um 30 % eingeschränkte
Arbeits
fähigkeit
bestehe
, retrospektiv jedoch
gestützt auf die aktenanamnestischen Angaben
bis 11. Mai 2011 von einer 50%igen Einschränkung auszugehen sei (E. 3.1). Entgegen
den
Vorbringen der Beschwerdeführerin
erfolgte diese
Beur
teilung
in Kenntnis des Umstandes
, dass die Beschwerdeführerin
kurz vor der
Z._
-Begutachtung
in der
F._
sowie
in der
C._
stationär behandelt worden war.
Zu diesem
Einwand
nahm
der psychiatrische Gutachter
denn auch berei
ts
am 18. Juli 2012
im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
ausführlich Stellung (Urk. 8/58)
.
Er
wies
insbesondere
darauf hin,
dass in beiden Austrittsberichten
über eine Verb
es
se
rung des Zustandes berichtet
worden sei
und die zur Klinikeinweisung führen
den Exazerbationen zur Diagnosefindung und zur Festlegung der längerfristigen Arbeitsunfähigkeit berück
sichtigt worden seien
(Urk. 8/58/3
).
Auch zu der
kurz nach der
Z._
-Begutachtung
erneuten
stationären psychiatrischen Behandlung
in der
C._
vom 23. September bis 1. Dezember 2011 (vgl. Austrittsbericht vom 8. Dezember 2011, Urk. 8/49)
– wo der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 1. Juli 2012 attestiert worden war (Urk. 8/49/2) -
nahm der psychiatrische Gutachter
ergän
zend Stellung und
hielt fest
, dass im Bericht der
C._
nicht über eine
Verschlechterung
berichtet werde
und die
Beur
teilung der Arbeitsunfähigkeit
mit Blick auf die erhobenen Befunde nicht nach
vollziehbar sei
. Die beim Austritt festgestellte „stark erhöhte Kränkbarkeit und verminderte Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit“ könne keine vollständige Arbeitsunfähigkeit
begründen
(Urk. 8/58/4)
.
Es seien auch keine weiteren Behandlungsempfehlungen ausser einer Weiterbehandlung durch die Psychiate
rin und Pulskontrollen durch den Hausarzt abgegeben worden, was nicht gut zur empfohlenen Arbeitsunfähigkeit von 100 % über einen Zeitraum von über einem halben Jahr passe (Urk. 8/58/5).
4.2.2
Im
A._
-Gutachten
vom 18. September 2014
wurde
sodann
nachvollziehbar ausgeführt
, dass die anlässlich der
Untersuchung
objektiv
ier
bare
leicht
g
ra
dige
depressive Verstimmung
allenfalls
noch die
Diagnose
einer
residuell
e
n
depressi
ven Episode
mit aktuell noch
leichtgradiger
Ausprägung zulasse
,
somit
von einer Verbesserung seit der
Z._
-Begutachtung auszugehen sei
und aus psychi
atrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert werden könne
(E. 3.2).
So war denn der Befund anlässlich der psychiatrischen Unte
rsuchung weitge
hend unauffällig:
die Konzentration und die Aufmerksamkeit wurden als unauffällig beschrieben, die Beschwerdeführerin war zu den Qualitäten Ort, Zeit, Person und Situation voll orientiert, die Stimmung war nur
leichtgradig
zum depressiven Pol hin verschoben (phasenweise deutlich angespannt und
dyspho
risch
), die affektive Auslenkbarkeit war erhalten und der Antrieb eher gesteigert (Urk. 8/91/35 f.).
Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag diese Beurteilung nicht in Frage zu stellen.
Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin kommt
es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens praxisgemäss nicht auf die Dauer der Untersuchung an (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2011 vom 5. Januar 2012 E. 4.3.1).
Soweit die Beschwerdeführerin
vorb
r
ingt
, dass
im
A._
-Gutachten weder der
Bericht der
G._
vom 23. März 2015 über die stationäre Behandlung vom 16. Januar bis 1. Februar 2014 (vgl. Urk. 8/101
: Zuweisung zur psychosomatischen Rehabilitation
) noch der Bericht der
C._
vom 29. J
uni
2012 über die stationäre Behandlung vom 8. Mai bis 13. Juni 2012 (vgl. Urk. 8/103) berücksichtig
t worden seien
, in welchen jeweils über eine schwere depressive Episode berichtet worden war
, so ist darauf hinzuweisen, dass die
Gutachter im Besitz von umfangreiche
n
Vorakten
waren,
insbesondere auch von Bericht
en
über seit der
Z._
-Begut
achtung erfolgte stationäre Behandlungen (vgl. Urk. 8/91/
11
-13)
. I
nwiefern diese zwei Berichte zu einer anderen Beurteilung
Anlass gegeben hätten
,
ist nicht ersichtlich.
I
n diesen Berichten
werden
keine Fakten dargelegt
,
welche eine andere Einschätzung des medizinischen Sachverhaltes durch den Gutachter erfordert hätten (Urk. 8/108/10).
Insbesondere ist
diesbezüglich auch
darauf hinzuweisen, dass die Ärzte der
C._
bereits
im Bericht vom
29. Juni 2012
dafürgehalten hatten,
dass
unter Erhöhung der antidepressiven Medikation des
Venlafaxin
(
Efexor
) von vormals 150 mg auf 300 mg/d
eine
allmähliche Aufhellung der Stimmung bei der Patientin zu beobachten gewesen
sei
(Urk. 8/103/4)
und sich aus dem Bericht derselben Kli
nik vom 5. Juni 2013 (nach weiterer stationärer Behandlung vom 29. August bis 10. Oktober 2012)
schliesslich
ergibt
, dass
unter der Medikation mit
Venlafaxin
keine depressiven Symptome mehr
feststellbar waren
(Urk. 8/69/3)
.
Dass es somit zwischen der
Z._
-Begutachtung und der
A._
-Begutachtung zu einer länger andauernden Verschlechterung der depressiven Symptomatik gekommen
sein sollte
,
trifft nicht zu.
Diesbezüglich ist auch darauf hinzuwei
sen, dass psychosoziale Faktoren vorliegen, weshalb bereits deshalb nicht unbesehen auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte abgestellt werden kann. So wurde beispielsweise im oben genannten Bericht der
C._
vom 29. Juni 2012 bei der Krankheitsentwicklung ver
merkt, dass es zu einer Verschlimmerung der Problematik wegen Ablehnung der Invalidenrente gekommen sei (Urk. 8/103/2).
4.2.3
Gemäss Bericht der
C._
vom 27. Juli 2015 war die Beschwerdeführerin
nach der
A._
-Begutachtung
erneut vom 28. Januar bis 25. Februar in stationärer Behandlung, wobei eine depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode diagnostiziert wurde (Urk. 8/112). Aus diesem Bericht ergibt sich jedoch nicht
in nachvollziehbarer Weise
, dass sich die depressive Störung seit der
A._
-Begutachtung relevant verschlech
tert hätte. So gab die Beschwerdeführerin bei der Aufnahme
zwar
an, in den letzten Wochen an zunehmenden Aggressionszuständen bei chronischem Schmerzsyndrom gelitten zu haben und die bei Schmerzen auftretenden negati
ven Emotionen schwer kontrollieren zu können (Urk. 8/112/3).
Anhaltspunkte, dass es vor dem Hintergrund objektiver Befunde
zu einer relevanten Ver
schlechterung der depressiven Symptomatik gekomm
en
sein sollte
,
sind indes keine
ersichtlich.
4.2.4
Zu der von den behandelnden Ärzten
teilweise
genannte
n
Diagnose einer
histrio
nischen
Persönlichkeitsstörung
wurde
sodann
sowohl im
Z._
-Gutachten
als auch
im
A._
-Gutachten
eingehend Stellung genommen und nachvoll
ziehbar dargelegt, weshalb diese Diagnose nicht bestätigt werden könne. Der psychiatrische Gutachter der Begutachtungsstelle
Z._
wies in seiner Stellung
nahme vom 18. Juli 2012
insbesondere
darauf hin, dass sich eine
Persönlich
keitsstörung
definitionsgemäss bereits in der Jugend manifestiere, die Explo
randin aber bis 2010 ohne psychisch relevante Einschränkungen gearbeitet habe (Urk. 8/58/2)
und
auch
der psyc
hiatrische Gutachter der Begutachtungsstelle
A._
führte aus, der Symptombeginn, wie er von der Beschwerdeführerin geschildert werde, spreche deutlich gegen das Vorliegen einer
Persönlichkeits
störung
(E. 3.2). Inwiefern
sich eine Persönlichkeitsstörung
entgegen den gut
achterlichen Beurteilungen
bis in die Kindheit verfolgen lässt – wie die behan
del
nde Psychiaterin Dr. med. H._
, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie dafürhält (Urk. 8/100/9) – wird nicht
dargelegt
.
D
ie abweichenden
Einschätzungen
der Arbeitsfähigkeit
der behandelnden Ärzte, welche
ihren Beurteilungen
die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung zugrunde gelegt haben, vermögen daher die gutachterlichen Einschätzungen nicht z
u erschüttern (Berichte der
C._
([Urk. 8/49, 8/69
, 8/103
] Bericht des
I._
[Urk. 8/60
], Berichte von
Dr.
H._
[Urk. 8/67, 8/100
/8-10
]).
4.2.5
Dass
aufgrund einer allfälligen
somatoformen
Schmerzstörung keine
höhergradi
gen
Einschränkungen attestiert wurden, ist sodann entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin auch aus versicherungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden.
R
echtsprechungsgemäss
liegt
regelmässig keine
versi
c
herte Gesundheitsschädigung vor, soweit
die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen
Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich nament
lich, wenn
: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizi
nische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (
BGE 141 V 281 E. 2.2.1 S. 287 mit Hinweisen).
Vorliegend wiesen sowohl
die
Z._
-Gutachter als auch die
A._
-Gutachter durchgehend auf erhebliche Diskrepanzen hin.
Der internistische
Z._
-Gutach
ter hielt fest, das Verhalten der
Beschwerdeführerin
habe den Verdacht auf eine bewusstseinsnahe Beschwerdeverdeut
lichung erweckt (Urk. 8/34/11).
Die rheu
matologischen
Z._
-
Gutachter berichtete
n
ebenfalls über demonstrativ theatra
lisches Verhalten und über inkonsistente Befunde.
So betrug die Greifkraft bei der Untersuchung beispielsweise 0 bar
,
Taschen konnten mit der rechten Hand jedoch problemlos getragen werden
(Urk. 8/34/17 f.).
Die
neurologische
n
Z._
-
Gutachter
berichtete
n
,
die
Untersuchungen hätten zu inkongruenten, teils widersprüchlichen
Ergebnissen
geführt. Auffallend seien vor allem die
Differen
zen
in der Durchführung von spontanen Bewegungsabläufen und den gleichen Bewegungsabläufen nach Aufforderung während der Untersuchung gewesen
. So beobachtete
n sie
beispielsweise
beim An- und Auskleiden
eine Kopfrotation
von mindestens 60 Grad in alle Richtungen
, nach Aufforderung
war hingegen
unter
Angabe von massiven Schmerzen
eine
K
opfrotation w
eder aktiv noch passiv möglich (
Urk. 8/34/19).
Bei der
A._
-Begutachtung berichtete sodann d
er internistische Gutachter
über demonstr
atives Verhalten (Urk. 8/91/15) und d
er
neurologische Gutachter hielt fest, die Beschwerdeführerin habe während der gesamten Untersuchung in Diskrepanz zu ihren anamnestischen Angaben zur aktuellen Schmerzintensität nicht schmerzbeeinträchtigt gewirkt
(Urk. 8/91/18)
. D
ie im klinischen Befund demonstrierten Einschränkungen hätten unter Ablen
kung prompt sistiert. Die gebotene Beschwerdepräsentation spreche für eine bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden (Urk. 8/91/22).
Auch im rheumatologischen Teil des
A._
-Gut
achtens wurde schliesslich über eine grobe Diskrepanz zwischen den reklamier
ten und demonstrierten Einschränkungen der Mobilität einerseits
und der ungestörten und schmerz
freien spontanen Mobilität andererseits berichtet (Urk. 8/91/30; vgl. die zahlreich festgestellten Inkonsistenzen in Urk. 8/91/24 ff.).
4.3
4.3.1
Aus somatischer Sicht
kamen sowohl die
A._
-Gutachter als auch die
Z._
-Gutachter zum Schluss, dass eine 1
00%i
ge Arbeitsfähigkeit bestehe (E.
3.1, 3.2).
Abweichende einschlägige fachärztliche Beurteilungen liegen nicht in den Akten.
Zum Vorbringen der Beschwerdeführerin, im Rahmen der
A._
-Begutach
tung hätten neue radiologische Bilder angefertigt werden müssen, nahm der RAD am 7. März 2015 Stellung und führte nachvollziehbar aus, dass bei fehlen
den klinischen Hinweisen auf eine Veränderung gegenüber 2010 eine MRI-Untersuchung aus medizinischer Sicht nicht notwendig gewesen sei (Urk. 8/108/7). Es liegen denn auch keine anderen Berichte in den Akten, wel
che auf eine Verschlechterung hinweisen würden.
Dass im Rahmen der
A._
-Begutachtung ausserdem davon ausgegangen wurde, dass die Schallleitungsstörung die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Auch hier liegen keine abweichende Beur
teilungen in den Akten und es ist nicht einsichtig, wieso die Gutachter veran
lasst gewesen wären, hierzu weitere Abklärungen zu tätigen (vgl. auch die RAD-Stellungnahme vom 7. März 2015, Urk. 8/108/8).
4.3.2
I
n Bezug auf das
zumutbare
Arbeitsprofil
gibt es zwischen den zwei Gutachten jedoch gewisse Diskrepanzen:
W
ährend die
Z._
-Gutachten das
Zumutbarkeits
profil
auf körperlich leichte, möglichst wechselbelastende Tätigkeiten, mit der Möglichkeit zum regelmässigen Positionswechsel und mit einer maximalen Lastenhandhabung beidhändig bis 10 kg, ohne wiederholte oder langandau
ernde Tätigkeiten in Zwangshaltungen und ohne wiederholte
Reklination
der Halswirbelsäule
,
beschränkten
(E. 3.1),
kamen
die
A._
-Gutachter
zum Schluss, dass
körperlich leichte bis mittelschwere
,
wechselbelastend
e
oder über
wiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit
zumutbar
seien und die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht eingeschränkt sei
(E. 3.2).
Angesichts dessen, dass gewisse Unklarheiten in Bezug auf das Tätigkeitsprofil in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit vorliegen (vgl. E. 3.1), ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades lediglich noch von einer
Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ausging
.
Da es sodann
vorliegend
ohne Einfluss auf die Rentenhöhe bleibt, kann offen bleiben
,
ob auf das Tätigkeitsprofil gemäss
A._
-Gutachter oder gemäss
Z._
-Gut
achter abzustellen ist.
4.
4
Gestützt auf das
Z._
-Gutachten vom 31. Oktober 2011 sowie
das
A._
-Gut
achten vom
18. September 2014 ist somit mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin
bis am 1
1
. Mai 2011 in ihrer Arbeitsfähigkeit zu 50 % eingeschränkt war, ab diesem Zeitpunkt noch eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % bestand und seit April 2014 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepa
ssten Tätigkeiten zumutbar ist.
4.
5
Im vorliegenden Beschwerdeverfahren reichte die Beschwerdeführerin zwei Berichte der
C._
vom 5. April 2016 (Urk. 14) und 9. Mai 2016 (Urk. 11) über
einen
stationären Aufenthalt vom 17. März 2016 bis 5. April 2016
nach
. Diesbezüglich ist
darauf hinzuweisen, dass der Erlass der angefochtenen Verfügung die Grenze der richterlichen
Über
prüfungsbefugnis
bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen), und bloss diejenigen tatsächlichen Umstände zu berücksichtigen sind, die sich bis zu jenem Zeitpunkt ereignet haben, wes
halb diese
Bericht
e
im vorliegenden Verfahr
en
von vornherein
unbeachtlich sind
.
5.
5.1
D
ie Beschwerdegegnerin
ermittelte
den Invaliditätsgrad in Anwendung der gemischten Methode
, wobei sie gestützt auf die in den Jahren 2008 und 2009 gearbeiteten Stunden ein durchschnittliches Jahrespensum von 94 % ermittelte (vgl. Abklärungsbericht vom 8. Februar 2012, Urk. 8/37/3) und davon ausging, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung weiterhin zu diesem Pensum erwerbstätig sowie die restlichen 6 % im Haushaltsbereich tätig gewesen wäre (Urk. 2).
Dies ist nicht zu beanstanden
und wurde denn auch nicht bemängelt
.
5.2
5.2.1
Im Erwerbsbereich ist der Invaliditätsgrad durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln (E. 1.3.1
).
5.2.2
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich zur Ermittlung des
Valideneinkommen
s
auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 21. September 2010, wonach
der Stun
denlohn seit Januar 2009 Fr. 23.
-- betrug
(inkl. 13. Monatslohn, exkl. Ferien- und Feiertagsentschädigung
en
) und
sich
die Normalarbeitszeit im Betrieb
auf
41 Stunden/Woche
belief
(Urk. 8/20/4)
. Sie ermittelte so ein
Valideneinkommen
von Fr.
46‘093.85 (Fr. 23.
--
x 41 Stunden x 52 Wochen, davon 94 %) respektive unter Berücksichtigung
der Nominallohnentwicklung
bis ins Jahr 2011
ein
Validene
inkom
men
von Fr. 47‘113.50 (Urk. 8/42).
Dies gibt zu keinen Bean
standungen Anlass.
5.2.3
Dass die
Beschwerdegegnerin zur Bemessung des Invalideneinkommens das stan
dardisierte monatliche Einkommen von Fr. 4‘225.-- für weibliche Hilfskräfte gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohn
strukturerhebungen
(LSE 2010, Total in der Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Frauen) heranzog, ist
ebenfalls
nicht zu beanstanden
.
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit von
41,
7
Stunden pro Woche
sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 20
1
1
ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 26‘718.-- bei einem 50%-Pensum (Fr. 4‘225.-- : 40 x 41,7 x 12, 1,011
; davon 50 %
) respektive
ein Invalideneinkommen von Fr. 37‘405.
--
bei einem 70%-Pensum
(Fr. 4‘
225.-- : 40 x 41,7 x 12 x
1,011; davon 70 %)
.
Dass die Beschwerdegegnerin keinen leidensbedingten Abzug vorgenommen hat, ist nicht zu beanstanden.
5.2.4
Bei solchermassen ermittelten Vergleichseinkommen resultiert im
Erwerbsbe
reich
somit nach Ablauf des Wartejahres im Februar 2011 eine
Einbusse
von 43,3 % (
Valideneinkommen
=
Fr. 47‘113.50
, Invalideneinkommen =
Fr. 26‘718.--
), was unter Berücksichtigung eines Anteils von 94 % am gesamten Pensum einen Teilinvaliditätsgrad von 40,7 % ergibt. Ab dem 1
2
. Mai 2011 resultiert eine
Einbusse
von 20,6 % (
Valideneinkommen
=
Fr. 47‘113.50
,
Invalidenein
kommen
=
Fr. 37‘405.
--
), was unter Berücksichtigung eines Anteils von 94 % am gesamten Pensum einen Teilinvaliditätsgrad von
19,4 % ergibt.
5.3
Was die Einschränkungen im Haushaltsbereich betreffen, so ist ein
Betätigungs
vergleich
vorzunehmen (E. 1.3.2). Hierzu wurde am 24. Januar 2012 eine
Haus
haltsabklärung
durchgeführt (Bericht vom 8. Februar 2012, Urk. 8/37). Die Abklärungsperson ermittelte eine
Einschränkung von
34,65 % beziehungsweise bei einem Anteil der Haushaltstätigkeit von 6 % (E. 5.1)
einen
Teilinvaliditäts
grad
von
2,08 % (Urk. 8/37/5-7). Angesichts dessen, dass im
Z._
-Gutachten festgehalten worden war,
Haushaltstätigkeiten könne die Beschwerdeführerin
bei freier Einteilbarkeit – abgesehen von schweren Arbeiten wie Möbel
rücken – selber bewältigen
(E. 3.1), erscheint es fraglich, ob auf diesen Abklärungsbericht abgestellt werden kann.
Dies kann jedoch vorliegend offen bleiben, da es
ohne
Einfluss auf den Rentenanspruch
bleibt
:
Ab Februar 2011 ergibt sich unter Berücksichtigung der Einschränkungen im Haushaltsbereich ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 43 % (Erwerb:
40,7 %
, Haushalt: 2,08 %)
und somit ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
(E. 1.2). Dieser Anspruch würde bei einer Erwerbseinbusse von 40,7 % auch ohne Berücksichtigung einer Einschränkung im Haushalt resultieren.
Ab
dem 1
2
. Mai 2011 ergibt sich unter Berücksichtigung der Einschränkungen im Haushaltsbereich ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 23 % (Erwerb:
20,6 %
, Haushalt: 2,08 %)
und somit so oder anders
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr
.
6.
Zusammengefasst hat damit die Beschwerdegegnerin zu Recht vom 1. Februar 2011 (Ablauf des Wartejahres, E. 1.2) bis am 31. August 2011 (drei Monate nach der Verbesserung, vgl. Art. 88a Abs. 1
der Verordnung über die Invaliden
versicherung,
IVV) eine befristete
Viertelsrente
zugesprochen und mit Wirkung ab dem 1.
September 2011 einen Rentenanspruch verneint
, was zur Abweisung der Beschwerde
bezüglich Rente
führ
t.
7.
7.1
Was den Eventualantrag der Beschwerdeführerin um Gewährung von Eingliede
rungsmassnahmen betrifft, so ist darauf hinzuweisen, dass
im verwaltungs
-
gericht
lichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur Rechtsver
hältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung
bezie
-
hungsweise
eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
7.2
Der Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ergibt sich aus der angefochtenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
7
.
September 2015
(Urk. 2), mit welcher der Beschwerdeführerin
eine befristete Rente zugesprochen wurde
. Hinsichtlich beruflicher Massnahmen fehlt es demgegenüber am entspre
chenden Streitgegenstand, so dass diesbezüglich auf die Beschwerde nic
ht ein
zutreten ist.
8
.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).