Decision ID: e0816ed4-712d-499f-bbee-9ec6a49b198e
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
kam
am
2
7.
Juni 2015 als Frühgeburt (2
8.
Schwanger
schaftswoche
, 1600 Gramm Geburtsgewicht
) in Bordeaux/Frankreich zur Welt.
Im Zusammenhang mit der Frühgeburt wurde er am
7.
August 2015
durch seine Mutter bei der Invalidenversicherung zum
B
ezug von medizinischen
Mass
nah
men
angemeldet (
Urk.
5
/
2
Ziff.
5.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erteilte dem Versicherten daraufhin am
2
1.
Oktober 2015
Kostengutsprache für
einen Puls-/Sättigungsmonitor (
Urk.
5/16) sowie für
medi
zinische Massnahmen
(
Urk.
5/17)
zwecks Behandlung des Geburtsgebrechens
Ziff.
313
des Anhangs der Verordnung über Geburtsgebrechen (
GgV
-Anhang)
. Am 1
8.
November 2015 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für medizinische Massnahmen zwecks Behandlung und für ambulante Physiotherapie im Zusam
m
enhang mit dem Geburtsgebrechen
Ziff.
395 (
Urk.
5/24+25) sowie zwecks Be
handlung des Geburtsgebrechens
Ziff.
311 (
Urk.
5/26). Am 2
9.
Dezember 2015
sowie am 1
5.
Januar 2016
erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für medi
zinische Massnahmen zwecks Behandlung des Geburtsgebrechens
Ziff.
303 (
Urk.
5/32
+34). Am
6.
Juni
2016
lehnte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für medizinische Massnahmen zwecks Behandlung der Geburtsgebrechen
Ziff.
214 (
Urk.
5/44) sowie 274/247 (
Urk.
5/43) ab. Am
5.
Juli 2016 erteilte die IV-Stelle
Kostengutsprache für medizinische Massnahmen zwecks Behandlung des Geburts
gebrechens
Ziff.
497 (
Urk.
5/47) und
Ziff.
494 (
Urk.
5/48).
1.2
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren im Zusammenhang mit der Kosten
übernahme des Rücktransports von Frankreich in die Schweiz (
Urk.
5/50;
Urk.
5/55,
Urk.
5/
59) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
2.
Oktober 2016 (
Urk.
5/61 =
Urk.
2) einen Anspruch auf Kostengutsprache für die Trans
portkosten in Frankreich und den Rücktransport in die Schweiz.
2.
Der Krankenversicherer
SWICA
erhob am 2
1.
Oktober 2016 Beschwerde
(
Urk.
1)
gegen die Verfügung vom 1
2.
Oktober 2016 und beantragte,
die Kosten des Transports von
X._
vom 3
0.
Juli 2015 von Frankreich in die Schweiz sei
en
von der IV-Stelle zu übernehmen (S.
2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
November
2016 (
Urk.
4) die Abweisung der Be
schwerde, was der Beschwerdeführerin am 2
8.
November 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
6).
Die m
it Verfügung vom 2
9.
Juni 2017
zum Prozess bei
geladenen Eltern des Versicherten (
Urk.
7) liessen sich
in der Folge
nicht vernehmen (
Urk.
9).
Der Einzelrichter

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (
Art.
3
Abs.
2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) notwendigen medizi
nischen Massnahmen (
Art.
13
Abs.
1
des Bundesgesetz
es
über die Invaliden
versicherung, IVG
). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (
Art.
13 Abs. 2 IVG).
Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (
Art.
3
Abs.
2 ATSG in Verbindung mit
Art.
1
Abs.
1 Satz 1
GgV
). Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeit
punkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich (
Art.
1
Abs.
1
GgV
). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang auf
geführt. Das Eidgenössische Departement des Innern kann die Liste jährlich anpassen, sofern die Mehrausgaben einer solchen Anpassung für die Ver
siche
rung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen (
Art.
1
Abs.
2
GgV
). Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburts
gebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den thera
peu
tischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (
Art.
2
Abs.
3
GgV
).
1.3
Gemäss
Art.
51
Abs.
2 IVG können ausnahmsweise Beiträge an die Reisekosten im Ausland gewährt werden. Dem Bundesrat wird aufgetragen, die näheren Bedingungen zu ordnen, was er in
Art.
90
bis
der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV)
getan hat. Bei einem Vergleich mit
Art.
51
Abs.
1 IVG (Reisekosten im Inland) fällt auf, dass im Zusammenhang mit den Reisekosten im Ausland in
Art.
51
Abs.
2 IVG nicht von der Vergütung der notwendigen Reisekosten gesprochen wird, sondern nur von - ausnahmsweisen - Beiträgen an diese. Im Unterschied zur detaillierten Regelung der Reisekosten im Inland gemäss
Art.
90 IVV, hat sich der Bundesrat in
Art.
90
bis
IVV (Reisekosten im Ausland) seinerseits darauf beschränkt, zu bestimmen, die Beiträge an die Auf
wendungen für Fahrten vom Inland nach dem Ausland, vom Ausland nach dem Inland und im Ausland würden durch das Bundesamt im Einzelfall festgesetzt.
Art.
90
bis
IVV ist gesetzeskonform, indem der Bundesrat lediglich die ihm in
Art.
51
Abs.
2 IVG eingeräumte Kompetenz hinsichtlich Festsetzung von aus
nahms
weisen Beiträgen an die Reisekosten im Ausland dem Bundesamt für den jeweiligen Einzelfall überträgt. Im Unterschied zu den Reisekosten im Inland, die - soweit notwendig - als solche vergütet werden (
Art.
51
Abs.
1 IVG;
Art.
90 IVV), sind bei Reisekosten im Ausland aufgrund der genannten Bestimmungen im Einzelfall ausnahmsweise lediglich Beiträge an die Kosten zu entrichten. Eine volle Kostendeckung ist dafür weder durch Gesetz noch Verordnung vor
gesehen (
Urteil des Bundesgerichts I 628/99
vom 2
5.
Oktober 2001
E. 4
mit Hinweis)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus,
der Rückflug in die Schweiz und die Behandlung der Geburtsgebrechen
Ziff.
497 und 494 könn
t
e
n
mangels Notwendigkeit der Repatriierung nicht als einheitlicher Massnahme
n
komplex betrach
tet werden. Die Bodentransporte und der Repatriierungsflug könne daher
nicht als medizinische Massnahme im Sinne von
Art.
13 IVG qualifiziert werden
. Dies auch unter dem Aspekt, dass eine Weiterführung der Leidensbehandlung bis zur Reisefähigkeit im Ausland möglich gewesen wäre (S. 2 oben).
Es sei unstrittig, dass es sich bei der Hospitalisierung in Frankreich um eine Notfallsituation gehandelt habe. Für die Verlegung in die Schweiz sei nach den vorliegenden Arztberichten keine medizinische Notwendigkeit erkennbar, da der Versicherte in Frankreich
in hochqualifizierter Behandlung
gewesen sei
. Es seien keine Befunde angegeben worden, die zwingend eine Verlegung in die
Schweiz begründet hätten, da entsprechende Leistungen in Frankreich nicht ve
r
fügbar gewesen wären. Vielmehr sei der Versicherte in Frankreich kompetent behandelt worden. Unstrittig sei auch, dass eine Verlegung - falls gewollt oder falls erforderlich - zu diesem Zeitpunkt nur mit fachkundiger Begleitung und medizinisch-apparativer Unterstützung habe erfolgen können (S. 2 Mitte).
2.2
Demgegenüber stellte sich die
SWICA
beschwerdeweise (
Urk.
1) auf den Stand
punkt,
vorliegend seien die Geburtsgebrechen
Ziff.
247, 494 und 497 ausge
wiesen.
Mangels Transportfähigkeit wären die Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens
Ziff.
494 in Frankreich grundsätzlich in Abweichung vom Territorialitätsprinzip zu Lasten der
Beschwerdegegnerin
gegangen
(S. 4 Mitte)
. Für die Zeit nach Eintritt der Transportfähigkeit wären hingegen die Voraus
setzungen für die Kostenübernahme von im Ausland stattgehabten Behand
lungen nicht mehr gegeben gewesen
(S.
4 unten)
. Vor diesem Hintergrund erscheine es als skurril und es sei nicht im Sinne des Gesetzgebers, dass die
Beschwerdegegnerin
aufgrund des Territorialitätsprinzips eine Behandlung in der Schweiz verlangen beziehungsweise eine Kostenübernahme für eine weitere Auslandbehandlung in Frankreich verweigern könne, handkehrum aber für die Kosten der Repatriierung in die Schweiz, dem originären, von der Mutter abge
leiteten Wohnsitz, nicht aufkommen wolle. Unabhängig davon, ob die durch Pflegefachpersonen begleitete Repatriierung Teil der medizinischen Behandlung der Geburtsgebrechen darstelle, gingen die Transportkosten sowohl per Ambu
lanz wie auch per Flugzeug zu Lasten der
Beschwerdegegnerin (S. 5 oben)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Be
schwerdegegnerin die Übernahme der Kosten für den Transport des Versicherten von Frankreich in die Schweiz vom 3
0.
Juli 2015 zu Recht verneint hat.
3.
3.1
Die dem Versicherten zugesprochenen medizinischen Massnahmen zur Behand
lung diverser Geburtsgebrechen (vgl. vorstehend Sacherhalt
Ziff.
1.1) sind unbe
stritten.
Strittig
ist einzig, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beschwerdegegnerin die Transportkosten von Frankreich in die Schweiz
als medizinische
Massnahme gemäss
Art.
13 IVG zu übernehmen
oder
allenfalls
Beiträge an den Transport gemäss
Art.
51 IVG in Verbindung mit
Art.
90
bis
IVV zu leisten hat.
3.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die Ablehnung der Kostenübernahme im Wesentlichen da
mit, dass der Rückflug in die Schweiz und die Behandlung der Geburtsgebrechen
Ziff.
497 und 494 mangels
m
edizinischer
Notwendigkeit
der Repatriierung nicht mehr als einheitlicher Massnahme
n
komplex betrachtet werden könne. Die Bodentransporte und der Repatriierungsflug seien daher nicht als medizinische Massnahme im Sinne von
Art.
13 IVG zu qualifizieren (
Urk.
2 S. 2 oben).
3.3
Dass eine Repatriierung aus medizinischen Gründen notwendig gewesen
wäre beziehungsweise es im Spital in Bordeaux an
neonatologischen
Behandlungs
möglichkeiten gefehlt hätte
,
wurde
weder
von der
Beschwerdeführerin
geltend gemacht noch ergibt sich dies aus den
medizinischen Akten.
Damit unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt grundlegend von dem
jenigen im
von der Beschwerdeführerin
ebenfalls
zitierten
Urteil des Bundes
gerichts I 628/99 vom 2
5.
Oktober
2001, wo aufgrund fehlender
neonatologi
s
cher
Behandlungsmöglichkeiten bereits wenige Stunden nach der (Früh-)Ge
burt eine Repatriierung in die Schweiz erfolgte und das Kind bereits während des Weitertransports in der Schweiz mittels Helikopter notfallmässig durch ein
Neonatologen
-Team betreut werden musste.
Aufgrund der einzelnen Behand
lungsschritte -
das heisst
die ärztlich indizierte Intensivbehandlung im Ausland, während des Fluges und schliesslich auf der Intensivstation in einem Schweizer Spital - bejahte das Bundesgericht
in jenem Fall
einen einheitlichen Mass
nahme
n
komplex
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts I 628/99 vom 2
5.
Oktober 2001
E. 6a).
3.4
Demgegenüber war - wie bereits dargelegt - im vorliegenden Fall eine Ver
legung
des im Zeitpunkt des Transports bereits
mehr als 30 Tage
alten Ver
sicherten
in die Schweiz aus medizinischen Gründen nicht (zwingend) notwen
dig
. Weiter war eine
fachgerechte Behandlung
in Frankreich
bis dahin ge
währleistet und wäre wohl auch weiterhin möglich gewesen.
Bereits zwei Wochen nach der Rückkehr in die Schweiz war beim Versicherten eine
Sauer
stoffsubstitution im Rahmen der
Frühgeburtlichkeit
nicht mehr notwendig (vgl. Bericht des Kinderspitals
Z._
vom 2
4.
September 2015,
Urk.
5/29 S. 2 oben und S. 3 unten).
Es ist daher anzunehmen, dass die Verlegung auf Wunsch der Eltern des Versicherten erfolgte, die nicht mehr länger in Bordeaux/Frankreich
und ausserhalb ihrer gewohnten Umgebung sein konnten und wollten (vgl. 5/18
), was angesichts der gegebenen Umstände ohne weiteres als nachvollziehbar und verständlich erscheint.
3.5
Aufgrund der fehlenden medizinischen Notwendigkeit der
Verlegung
und der bestehenden
neonatologischen
Behandlungsmöglichkeiten in Frankreich erweist sich
der Rücktransport
jedoch
sachlich und zeitlich nicht in einem engen und unmittelbaren Zusammenhang mit den von der Invalidenversicherung über
nommenen medizinischen Massnahmen und
es
kann damit nicht von einem ein
heitlichen Massnahmenkomplex ausgegangen werden.
Die Beschwerdegegnerin verneinte daher zu Recht eine volle
Ü
bernahme der
Transportkosten in Frankreich und
der Kosten
des Rücktransports in die Schweiz
gestützt auf
Art.
13 IVG.
3.6
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin allenfalls Beiträge an den Trans
port gemäss
Art.
51 IVG in Verbindung mit
Art.
90
bis
IVV im Sinne einer Kostenbeteiligung zu leisten hat
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
Wie dargelegt (vgl. vorstehend E. 3.3-5), steht die Verlegung
respektive der Trans
port
an sich nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den von der Beschwerdegegnerin übernommenen medizinischen Massnahmen
, mit anderen Worten
stellt
die Verlegung vorliegend keinen Behandlungsabschnitt dar.
Wenn
von keinem einheitlichen Massnahmenkomplex ausgegangen werden kann,
da
nn
stellt die Verlegung lediglich ein Transport von einem Behandlungsort zum anderen mit Behandlung am Abreise- und anschliessend am Ankunftsort dar.
Dass die Verlegung vorliegend nur mi
t
fachkundiger Begleitung und medi
zi
nisch-apparativer Unterstützung erfolgen konnte, spielt dabei keine wesentliche Rolle.
Die Kosten für notwendige Transporte mit einem dem Zustand der versicherten Person entsprechenden Transportmittel sind zu vergüten (vgl.
Kreis
schreiben über die medizinischen Eingliederungsmassn
ahmen der Inva
liden
versicherung
,
KSME
,
Rz
1243).
Bei notfallmässiger Behandlung sind die Kosten der ohnehin notwendigen Rück
r
eise in die Schweiz angemessen zu berücksichtigen
(
vgl.
KSME
,
Rz
1243 Satz 2)
.
D
ies muss au
ch im vorliegenden Fall gelten, da auch die Rückreise des im Aus
land zu früh geborenen Versicherten notwendig war
oder notwendig geworden wäre
.
Angesichts der vorliegenden besonderen Umstände erscheint eine Kosten
beteiligung im Sinne des Kreisschreibens
Rz
1243 ff. KSME in gewissem Um
fang als angebracht.
Gemäss
Rz
1245
KSME
wird die Höhe der Vergütung der Transportkosten auf Antrag der IV-Stelle nach Massgabe der Verhältnisse des Einzelfalles vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) festgelegt.
Diesbe
zügliche Abklärungen oder Rückfragen beim BSV wurden durch die Beschwer
de
gegnerin keine in die Wege geleitet.
Dies wird die Beschwerdegegnerin nach
zuholen haben.
3.7
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese beim BSV um Festlegung
der Höhe der Vergütung der Transportkosten
ersucht.
4.
4.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700
.-- anzusetzen und aus
gangs
ge
mäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
4.2
In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin beantragte Prozessentschädigung
(vgl. Urk. 1 S. 2)
gilt, dass Art. 61 lit. g ATSG in Übereinstimmung mit Art. 68 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) auszulegen ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_67/2008 vom 16. Februar 2009 E. 2.3). Krankenkassen gehören zu den im Sinne von Art. 68 Abs. 3 BGG mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen, weshalb ihnen beim Obsiegen im amtli
chen Wirkungskreis kein Anspruch auf eine Prozessentschädigung zusteht (vgl. auch § 34 Abs. 2 GSVGer).