Decision ID: f165fd6d-2cc9-43f1-867c-68fe1b7b38e8
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, absolvierte
nach Beendigung der obligatorischen Schulzeit
eine Lehre als Damencoiffeuse, welche sie im Jahre 1986 erfolgreich abschliessen konnte (
Urk.
15/
4
).
Sie arbeitete in der Folge aber nicht in diesem Beruf, sondern verrichtet
e zwischen 1986 und 1992
diverse Hilfsarbeiter
tätig
keiten in der Industrie und in der Reinigungsbranche (
Urk.
15/44).
In den Jah
ren
1992/93 besuchte sie
einen Vorkurs an d
er Schule
Y._
(
Urk.
15/10/4
,
Urk.
15/44
), vom 1
8.
Juli 1994 bis zum 3
0.
September 1995 (letzter effektiver Arbeitstag: 2
3.
Juni 1995) war sie in der Buchbinderei
Z._
als Mitarbeiterin Broschuren erwerbstätig (
Urk.
15/14) und ab dem
1.
Oktober 1995 arbeitete sie als Löterin/Bestückerin bei der
Firma A._
(
Urk.
15/12). Wegen einer Endometriose meldete sie sich am
2
8.
April 1997 bei der Invalidenversicherung zum Renten
bezug an (
Urk.
15/10). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm diverse Abklärungen vor und sprach der Versicherten schliesslich mit Verfügung vom
3.
Dezember 1997 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50 % mit Wirkung ab dem
1.
März 1997 eine halbe Invalidenrente zu (
Urk.
15/23).
1.2
Mit Schreiben vom 1
8.
Juli 1999 teilte
X._
der IV-Stelle mit, sie habe trotz grosser Konkurrenz die Aufnahmeprüfung für die Fachklasse für bildende Kunst an der Hochschule
B._
bestanden und bewerbe sich im Moment für ein Stipendium. Sie möchte wissen, ob ihr trotz
dem weiterhin die halbe Invalidenrente ausgerichtet werde. Die Anzahl Schul
tage entspreche nur etwa der Hälfte der Arbeitstage für eine volle Erwerbs
tätig
keit und sie sei bei der Gestaltung der Präsenzzeit sehr flexibel, was ihr bei ihrer Krankheit (Endometriose) sehr entgegenkomme. Da sie leider sehr einseitig begabt sei, wäre sie nach vielen Leidensjahren in einer Fabrik ausserdem end
lich in der Lage, sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und ihrer Begabung für eine Lebensaufgabe auszubilden. Dies würde sich sicher positiv auf ihre Psyche auswirken
. An dieser Schule würden Arbeitsweisen und -techniken vermittelt, welche es ihr zweifelsohne ermöglichen würden, ihre Existenz besser zu sichern als bisher (
Urk.
15/36/1-4). Nach diversen Abklärungen hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 20. September 1999 an der
A
usrichtung der halben Rente fest (
Urk.
15/40).
Die Versicherte beendete ihr noch in einem 50%-Pensum beste
hendes Arbeitsverhältnis mit der
Firma A._
per 22.
Oktober 1999 (
Urk.
15/47/1) und nahm am 2
5.
Oktober 1999 das Studium an der Hoch
schule B._
auf (
Urk.
15/46/1). Die
IV-Stelle
klärte die berufliche Situation ab und sprach
X._
mit Verfügung vom
10.
August 2000
die Übernahme der Kosten
einer zweijährigen Handelsschule
im Umfang von
Fr.
16‘768.-- (als eine der ursprünglichen Ausbildung als Coiffeuse gleichwertige Ausbildung)
zu
, wobei sie festhielt, dass die Versicherte austauschweise einen ent
sprechen
den Beitrag an ihre Ausbildung an der
Schule Y._
erhalte (
Urk.
15/6
3
).
Mit Verfügung vom 25. September 2001 h
ob die IV-Stelle die berufliche Massnahme
auf, da die Versicherte die Ausbildung an der
Schule Y._
aus gesundheitlichen Gründen habe abbrechen müssen (
Urk.
15/83).
Mit Verfügung
en
vom
2
7.
Juni 2002 sprach die IV-Stelle
X._
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50
%
für die Zeit vom
1.
Juli bis zum 30. September 2001 eine halbe Invalidenrente
(Wiederausrichtung der Rente vor Beginn der beruflichen Massnahme)
und basierend auf einem Invali
ditätsgrad
von 100
%
mit Wirkung ab dem 1.
Oktober 2001 eine ganze Invali
denrente zu (
Urk.
15/101
; vgl.
Urk.
15/92
).
1.3
Nach einem von Amtes wegen durchgeführten Revisionsverfahren teilte die
IV-Stelle der Versicherten am
2.
Juni 2005 mit, bei der Überprüfung habe keine Änderung festgestellt werden
können, weshalb sie unverändert
eine ganze Invalidenrente erhalte (Invaliditätsgrad: 100
%
) (
Urk.
15/113).
1.4
Im Juni 2008 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein (Urk. 15/116). Dabei holte sie die Arztberichte von
Dr.
med.
C._
, All
gemeine Medizin FMH,
vom 2
0.
Juli 2008 (
Urk.
15/118) und
von Prof.
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH Gynäkologie & Geburtshilfe,
Spital E._
, vom 2
5.
Juli 2008 (
Urk.
15/119/7-8) ein. Am
5.
Februar 2009 teilte die Hochschule
B._
, Abteilung Design & Kunst, der IV-Stelle mit, erfreulicherweise könne die Zusammenarbeit mit der Versicherten fortgesetzt werden. Sie könne ihr Studium ohne erneute Prüfung wieder aufnehmen. Das Anliegen werde von der Schule unterstützt und die IV darum gebeten, der Ver
sicherten die nötige Unterstützung zukommen zu lassen. Sie habe darlegen können, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand sehr positiv entwickelt habe
,
und es seien berechtigte Hoffnungen vorhanden, dass sie ihr Studium ohne weitere Unterbrüche zu Ende bringen könne.
X._
sei eine Vollblut
künstlerin. Die Schule glaube, dass eine solche Persönlichkeit in der „konventio
nellen“ Arbeitswelt nicht wirklich gut aufgehoben sei. Die eigene Besetzung mit Auf
gaben und Projekten, die sie ihrem Rhythmus und ihren Kräften ent
spre
chend realisieren könne, erscheine erfolgsversprechend und könne ihr Selbst
vertrauen w
eiter stärken (
Urk.
15/121). Die IV-Stelle liess das poly
disziplinäre Gutachten des
Instituts F._
vom 2
0.
März 2009 erstellen (
Urk.
15/127/2-24).
Mit Vorbescheid vom 2
3.
Juli 2009 teilte
sie
der Versicherten mit, die bisherige ganze Rente werde infolge Verbesserung des Gesundheitszustandes auf eine
halbe Rente herabgesetzt (Urk.
15/140).
X._
liess am 1
8.
August 2009 durch den Sozialarbeiter
G._
mit
teilen, sie habe keinen Einwand gegen den Vorbescheid anzubringen, sie
ersu
che aber um Stellungnahme zur Frage, warum die IV-Stelle nicht bereit sei, ihr die Ausbildung an der
Hochschule B._
zu finanzieren (
Urk.
15/142). Die
IV-Stelle holte die weiteren Arztberichte
von Dr.
C._
vom
2.
November 2009 (
Urk.
15/
148/
1-5), des
Spitals H._
vom 1
8.
November 2009 (Urk.
15/149) un
d von Prof.
Dr.
D._
vom 24.
November 2009 (
Urk.
15/150/5-6) ein.
Mit Vorbescheid vom 1
3.
Januar 2010 teilte sie der Versi
cherten erneut mit, die ganze Rente werde auf eine halbe herabgesetzt
, da
zwi
schen
zeitlich nur eine vorübergehende Ver
schlecht
erung vom 24. August bis zum 4.
September 2009 stattgefunden
habe
(Urk.
15/155).
Nachdem gegen die
sen Vor
bescheid keine Einwände erhoben worden
waren
, sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung vom
3.
März 2010 mit Wirkung ab dem 1. Mai 2010 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 54
%
eine halbe Invali
denrente zu (
Urk.
15/158).
1.5
Mit Schreiben vom 1
4.
November 2012 liess
X._
den Antrag stellen, es sei ihr rückwirkend ab
1.
März 2012 erneut eine ganze Invalidenrente auszu
richten (
Urk.
15/161).
Am 1
0.
Dezember 2012 stellte
Dr.
C._
der IV-Stelle den Bericht über seine Einschätzung des aktuellen Gesundheitszustandes und des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit zu (
Urk.
15/165).
Mit Schreiben vom 16. Dezember 2012 teilte med. pract.
I._
, Psychiatrie und Psycho
therapie FMH, mit, sie unterstütze den Antrag um Erhöhung der Invalidenrente voll und ganz (
Urk.
15/166). Am 3
1.
Januar 2013 beantwortete sie der IV-Stelle sodann zusätzliche Fragen (
Urk.
15/
167-168
). Die IV-Stelle liess in der Folge das bidis
ziplinäre
(psychiatrisch/rheumatologisch)
Gutachten von
Dr.
med.
J._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und von
Dr.
med.
K._
, Rheu
matologie FMH, vom 3
0.
Juli 2013 erstellen (
Urk.
15/185
/1-18, Urk. 15/186
/1-18, unter anderem unter Beilage des Berichts der psychiatrischen
Klinik L._
vom 2
3.
Mai 2013,
Urk.
15/185/20-24
).
Mit Vorbescheid vom 2
8.
November 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit
,
in wieder
erwä
gungsweiser Aufhebung der Verfügung vom
3.
März 2010 werde die bisher ausgerichtete Invalidenrente aufgehoben.
Gegen diesen Vorbescheid liess
X._
am 1
7.
Dezember 2013 Einwand erheben (
Urk.
15/193).
Die IV-Stelle hob mit Verfügung vom 1
7.
Februar 2014 in Wiedererwägung der Verfügung vom
3.
März 2010 die Rente auf Ende de
s
der Zustellung folgenden Monats auf (
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X._
durch
G._
am 1
1.
März 2014 Beschwerde mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 1)
„
1.
Die SVA
Zürich, IV-Stelle, sei zu verpflichten, ein umfassendes psychiatri
sches Gutachten über die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit von Frau
X._
zu veranlassen und damit sei die
Psychiatrie M._
zu beauftragen.
2.
Der Versicherten sei weiterhin ab
1.
April 2014 eine IV-Rente von mindes
tens einer halben Rente, allenfalls einer Vollrente zu gewähren.
3.
Es sei der Versicherten die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren.“
Am 1
2.
April 2014 (
Urk.
10) reichte die Beschwerdeführerin den Arztbericht von Prof.
Dr.
D._
vom
9.
April 2014 (
Urk.
11) ein. Am 2
9.
April 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
14), was der Beschwerdeführerin am
5.
Mai 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1
ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi
si
onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
4
Fehlen die in
Art.
17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die Rentenverfü
gung nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwal
tungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Ver
waltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a, E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Nach lit. a
Abs.
1 der am
1.
Januar 2012 in Kr
aft getretenen Schlussbestimmun
gen der Änderung vom 1
8.
März 2011 des Bu
ndesgesetzes über die Invaliden
versicherung (IVG) (
6.
IV-Revision, erstes Massnahmepaket; kurz: lit. a
Abs.
1
SchlB IVG
6.
IV-Revision) werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Vorauss
etzungen nach Artikel 7 des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).
Die in lit. a
Abs.
1 SchlB
6.
IV-Revision vorgesehene Rentenherabsetzung bezie-hungsweise -aufhebung ist nicht auf vor dem
1.
Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt. Erging die fragliche Rentenzusprache aber bereits in Beachtung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der Schluss-bestimmung (BGE 140 V 8 E. 2).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.8
Eine fach
ärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankun
gen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krank
heitsgewinn; „Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3).
In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei
nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen
(E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins
besondere erkannte das Bundesgericht,
dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei handelt es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti
vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf Sozi
alversicherungsleistungen seit jeher vorausgesetzt und hat im Rahmen der 5. IV-Re
vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis
kriminierung der betroffenen Versicherten in verfassungsmässigem Sinne bezie
hungsweise nach Massgabe der EMRK kann daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in fine und E. 5.7).
2.
2.1
2.1.1
Laut dem Arztbericht von
Dr.
C._
vom 2
0.
Juli 2008 (
Urk.
15/118) bestehen bei der Beschwerdeführerin
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
eine Endometriose, Status nach mehrfacher Lapa
raskopie, Status nach Hysterektomie im April 2008, ein chronischer Er
schöpfungszustand und
ein
chronisches Schmerzsyndrom bei panvertebralem
Syndrom bei Fehlform (Skoliose), genera
lisiertem myofascialem Schmerz
syndrom, abdominalen Schmerzen bei Endo
metriose, Migräne, eine rezidi
vierende Depression sowie eine Polyallergie.
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien ausserdem eine Hypertonie, eine rezidivierende Nephrolithiasis, Doppelniere links
,
sowie ein Status nach Chole
cystektomie vorhanden. In der Tätigkeit als Coiffeuse sei die Beschwerdeführe
rin sei
t
mindestens 2002 zu 100
%
arbeitsunfähig. Sie habe aus gesundheitli
chen Gründen nie auf diesem Beruf gearbeitet. Der Versuch eine
r
künstlerischen Ausbildung sei an gesundheitlich bedingten Unterbrüchen und Abwesenheiten gescheitert.
Bezüglich der Endometriose sei drei Monate
nach
Hysterektomie noch keine sichere Prognose möglich, der bisherige Verlauf sei günstig.
Bezüg
lich der übrigen Diagnosen sei mit einem fluktuierenden Verlauf zu rechnen. Es sei aus diesem Grund zur Zeit keine Erwerbs
tätigkeit möglich. Eventuell könne die Beschwerdeführerin
auf längere Sicht eine angepasste T
ätigkeit von 20 bis 50
%
ausüben
.
2.1.2
An dieser Einschätzung hielt
Dr.
C._
im Bericht vom
2.
November 2009 im Wesentlichen fest (
Urk.
15/148/1-4).
2.1.3
Im Schreiben vom
1.
Dezember 2013 (
Urk.
15/192/18
; vgl. Schreiben vom 10. Dezember 2012,
Urk.
15/165
)
führte
Dr.
C._
aus
,
er unterstütze den Ein
wand der Beschwerdeführerin gegen die Aufhebung der Invalidenrente. Die somatischen Diagnosen hätten sich nicht geändert, und es habe sich wiederholt gezeigt, dass eine normale körperliche Belastung nicht möglich sei, da die Be
schwerden des Bewegungsapparates dadurch exacerbier
ten. Eine Beschäftigung als Coiffeuse sei somit nicht mehr denkbar, auch die teilzeitliche Tätigkeit im Museum habe eingestellt werden müssen. Die vom
Institut F._
bescheinigten Ein
schränkungen bestünden weiterhin
,
und die Renten
berechtigung der Beschwer
deführerin sei unverändert gegeben.
2.2
2.2.1
Gemäss dem Bericht von Prof.
Dr.
D._
vom 2
5.
Juli 2008 (
Urk.
15/119/7-8) liegt bei der Beschwerdeführerin zurzeit ein gutes anatomisches und funktio
nelles Resultat vor.
Es bestünden eine auffallende Müdigkeit, ein chronique fatigue-Syndrom sowie eine Fibromyalgie. Der Gesundheitszustand sei statio
när. Aktuell sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig. Ob eine Ver
besserung erreicht werden könne, sei nicht beurteilbar.
2.2.2
Im Bericht vom 2
4.
November 2009 (
Urk.
15/150/5-6) hielt Prof.
Dr.
D._
fest, die Beschwerdeführerin sei zwischenzeitlich vom 2
2.
bis zum 2
8.
August 2009 im
Spital H._
wegen eines entzündlichen Konglomerat
tu
mors im Unterbauch hospitalisiert gewesen. Das
Spital H._
habe für die Zeit vom 2
4.
August bis zum
4.
September
2009
eine Arbeitsun
fähigkeit bestätigt
,
und gemäss Aussagen der Beschwerdeführerin bestehe diese bis auf weiteres.
2.2.3
Im Schreiben an den Vertreter der Beschwerdeführerin vom
9.
April 2014 (Urk. 11) führte Prof.
Dr.
D._
aus,
die Beschwerdeführerin leide aktuell unter Darmblutungen mit entsprechenden Beschwerden, die möglicherweise eine
Endometrioseproblematik beinhalteten. Auch wenn
die Beschwerdeführerin
nicht mehr menstruiere und menopausal wäre, könne sie trotzdem an den Fol
gen der
Endometriose leiden wie Fibrose und
Vernarbungen nebst Defektbil
dungen. Letztlich könne nur durch eine Bauchspiegelung erhärtet werden, ob die Beschwerdeführerin frei von Endometrioseherden und frei von endometrio
seassoziierten Pathologien sei.
2.3
Die Ärzte des
Instituts F._
stellten im polydisziplinären Gutachten vom
2
0.
März
2009 folgende Diagnosen (
Urk.
15/127/20):
1.
Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
1.
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
2.
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
3.
Chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Ausfälle (ICD-10 M54.80)
-
freie Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte
2.
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
1.
Atopische Diathese (ICD-10 L20)
-
anamnestisch saisonale Rhinitis allergica (ICD-10 J30.1)
2.
Chronisch rezidivierende rechtsbetonte Unterbauchschmerzen
-
Beschwerderegredienz seit
Hysterektomie
seit 04/08 im Rahmen einer
symptomischen Endometriose
-
aktuell im Rahmen der Diagnose 1.2
3.
Anamnestisch rezidivierende Migräne (ICD-10 G43)
4.
Hypertoner Blutdruckwert
-
kontrollbedürftig
5.
Status nach Nephrolithiasis rechts 03/01
6.
Status nach Nikotinabusus bis 1999
Die Beschwerdeführerin habe den erlernten Beruf als Coiffeuse nie ausgeübt. Seit dem Abbruch ihres 1999 begonnenen Kunststudiums arbeite sie einzelne Stunden pro Tag als selbständige Künstlerin, erziele hierbei jedoch kein Ein
kommen. Es sei somit von dieser angestammten Tätigkeit auszugehen. Aus
Sicht
des Bewegungsapparates wirke sich das chronische panvertebrale Schmerz
syndrom nicht auf die angestammte oder andere körperlich leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten aus. Lediglich für körperlich schwere Tätigkeiten bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Aus psychiatrischer Sicht wirkten sich die rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter bis mittel
gradi
ger Episode sowie die anhaltende somatoforme Schmerzstörung auf die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin aus. In einer aus somatischer Sicht adaptierten Tätigkeit resultiere hierdurch bei ganztägigem Einsatz eine Leistungseinbusse von 40
%
, entsprechend einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60
%
.
Auf
grund der anamnestisch bekannten atopischen Diathese mit saisonaler Rhino
konjunktivitis seien Tätigkeiten mit erhöhter Staubbelastung und Pollen
exposi
tion ungeeignet. Aus polydisziplinärer Sicht resultiere für die ange
stammte Tätigkeit als Künstlerin sowie für andere körperlich leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungs
einbusse von 40
%
, entsprechend einer Arbeits
- und Leistungsfähigkeit von 60
%. Die fest
gestellte Arbeitsfähigkeit bestehe mit hoher Wahrscheinlichkeit seit Juli 2008, mit Sicherheit seit Februar 200
9.
Aufgrund der Angaben in den Akten und der zugespr
ochenen ganzen IV-Rente wegen
einer sympto
matischen Endometriose sei davon auszugehen, dass zuvor eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit für sämtli
che Tätigkeiten vorgelegen habe. Die Selbstein
schätzung der Beschwerdeführe
rin, wonach eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für unqualifi
zierte Tätigkeiten ausserhalb des Kunstbetriebs bestehe, sei durch die Selbst
limitierung, wie sie oft im Rahmen somatoformer Schmerzstörungen beo
bachtet werden könne, durch regressive Tendenzen sowie durch die Ent
wöhnung von der Arbeit zu begrün
den. Ausserdem bestehe eine deutliche Diskrepanz zwi
schen den subjektiv geklagten Beschwerden und den klinisch nur geringen objektivierbaren Befun
den. Die antidepressive Medikation nehme die Be
schwerdeführerin entgegen ihren Angaben nur unregelmässig oder in deut
lich tieferer als der angegebenen Dosis ein.
Berufliche Massnahmen seien auf
grund
d
er langjährigen Entwöhnung von der Arbeit und der subjektiven Arbeitsun
fähigkeit für Tätigkeiten aus
serhalb des Kunstbetriebes nicht Erfolg versprechend und somit nicht zu emp
fehlen.
2.4
Med. pract.
N._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Reha
bilita
tion, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin führte in der Stellungnahme vom 1
3.
Mai 2009 (
Urk.
15/137/4) aus, nach Aktenlage sei in Anlehnung an das
F._
-Gutachten seit Juli 2008 eine Ver
besserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen. Es sei von der im Gut
achten festgelegten Arbeitsfähigkeit auszugehen und nach zwei Jahren eine Revision vorzunehmen.
2.5
2.5.1
Laut dem Schreiben der Psychiaterin med. pract.
I._
vom 1
6.
Dezember 2012 (
Urk.
15/166) leidet die Beschwerdeführerin seit vielen Jahren an schwer
wie
genden psychischen Erkrankungen (rezidivierende depressive Störung, post
traumatische Belastungsstörung nach frühem Verlust der Mutter, Angststörung).
Ihr Vater sei vor zwei Jahren an einer Karzinomerkrankung verstorben, was bei der Beschwerdeführerin zu einer Retraumatisierung geführt habe. Ihr Gesund
heitszustand habe sich seither destabilisiert und verschlechtert. Zudem hätten Arbeitsversuche und Schulbesuch gezeigt, dass sie nur sehr eingeschränkt belastbar sei und eine durchschnittliche Erwerbsfähigkeit von nur 20
%
habe erreicht werden können
.
Seit etwa zwei Monaten leide die Beschwerdeführerin erneut an einer sehr ausgeprägten depressiven Sympto
matik mit starker depres
siver Stimmung, Rückzug, Konzentrationsstörungen und verstärk
ten Ängsten und sei deshalb
mindestens bis Ende Jahr, voraussichtlich länger, zu 100
%
arbeitsunfähig.
2.5.2
Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin hielt med. pract.
I._
am 3
1.
Januar 2013 (
Urk.
15/168) fest, die depressive Symptomatik sei aktuell so stark, dass eine stationäre Therapie indiziert sei. Die Beschwerdeführerin studiere seit 1999 an der Hochschule
B._
. Ihre Seminarbelegungen hätten einer durchschnittlichen Arbeitsleistung von 20
%
entsprochen.
Im Moment
könne sie
nicht einmal
für einige Stunden die Schule besuchen oder kreativ arbeiten. Dank ihrer Begabung und ihres Durchhaltewillens sei die Schule aber bereit,
die Studienbedingungen und die Studiendauer ihrem Gesundheitszustand anzu
pas
sen. Auch nach Abklingen der aktuellen depressiven Episode könne in ab
seh
barer Zeit nicht mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit von durch
schnittlich 20
%
gerechnet werden.
2.
6
Dr.
J._
und
Dr.
K._
hielten in der interdisziplinären Beurteilung
ihres psychiatrisch-rheumatologischen Gutachtens vom 3
0.
Juli 2013 (Urk. 15/185/17) fest, es bestünden bei der Beschwerdeführerin aus rheuma
tolo
gischer Sicht Ganzkörperschmerzen ohne ein erkennbares somatisches Substrat. Angesichts von degenerativen Veränderungen an der distalen Lenden
wirbel
säule könne eine leichte organische Teilkomponente für die geklagten Rücken
schmerzen nicht ausgeschl
ossen werden, doch müssten die Rücken
beschwerden in erster Linie im Rahmen der extrasomatisch begründeten Panal
gie aufgefasst werden. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerde
führerin arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht
wurde
n
eine rezidivierende depressive Störung, leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0/1
)
, ein
e
anhaltenden somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z61)
diagnostiziert (
Urk.
15/185/7). Es
habe von März 2009 bis Ende 2012 eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisher ausgeübten beruf
lichen Tätigkeit bzw. beim Studium von 30
%
bestanden. Bis Mitte März 2013 habe sich die Arbeitsfähigkeit auf 50
%
reduziert und sei dann wieder auf 70
%
angestiegen
(
Urk.
15/185/17)
. Bezüglich des Verlaufs des Gesundheits
zustands hielt
Dr.
J._
fest (
Urk.
15/185/13)
,
es habe sich seit der letzten Revision keine andauernde Veränderung des Gesundheitszustands eingestellt. Es handle sich im Wesent
lichen um einen unveränderten Gesundheitszustand. Allerdings müsse die unge
nügende medikamentöse Compliance berücksichtigt werden. Eine genügende medikamentöse
Therapie werde zu einer Stabilisierung der Arbeits
fähigkeit führen. Die Beschwerdeführerin sei auf die Schmerzen fixiert, sie äussere hypochondrische Befürchtungen und zeige eine Schmerz
aus
dehnung. Es lägen ungünstige krankheitsfremde Faktoren wie eine lange Phase von Arbeits
un
tätigkeit, eine vorerst unbefriedigende Berufswahl und ein langwieriges Hoch
schulstudium vor (
Urk.
15/185/8-9). Es könne von einer psychi
schen Komorbidität im leichten bis selten mittelgradigen Bereich ausge
gangen werden. Eine chronische körperliche Begleiterkrankung habe nicht diagnosti
ziert werden können. Die soziale Integration der Beschwerdeführerin sei nicht verloren gegangen. Die prämorbide Persönlichkeitsstruktur sei eher auffällig, die Schmerzsymptomatik sei progredient u
nd chronifiziert. Insgesamt würden somit zwar mehrere Kriterien, welche gegen die Überwindbarkeit der somatoformen Schmerzstörung sprechen würden, zutreffen, jedoch nicht in einem derartigen Ausmass, dass von einer über 30%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aus
gegangen werden müsse (
Urk.
15/185/9-10).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin führt zur Begründung der angefochtenen Verfügung aus, die erstmalige Rentenzusprache an die Beschwerdeführerin sei auf Grund der Endometriosebeschwerden erfolgt. Da diese nach durchgeführter Hysterek
tomie im Jahre 2008 nicht mehr vorhanden gewesen seien, hätten sich die Ver
hältnisse nachträglich verändert. Ein Revisionsgrund sei somit ausgewiesen gewesen. Im
F._
-Gutachten vom 2
0.
April 2009 seien nur Beschwerdebilder ausgewiesen, welche grundsätzlich als überwindbar gelten würden. Ohne ent
sprechende Prüfung sei aber eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit aus psych
ischer Sicht angenommen worden. Führe man diese Prüfung nun nachträglich durch, gelange man zum Ergebnis, dass bereits zum damaligen Zeitpunkt aus recht
li
cher Sicht keine Gründe für die Annahme einer Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit vorgelegen hätten. Auch
gemäss dem aktuellen Gutachten vom 1
5.
August 2013 seien keine objektivier
baren Befunde ausgewiesen, welche bei gutem Willen nicht überwindbar wären und aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sei der Beschwerde
führerin im vollen Umfang zumutbar. Der offensichtlich unrichtige Entscheid vom
3.
März 2010 sei wiedererwägungsweise aufzuheben, da ein Leistungsan
spruch der Beschwerdeführerin
nicht mehr ausgewiesen sei (
Urk.
2).
3.2
Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin geltend machen,
ihr psychischer Zustand habe sich im Jahr 2012 erheblich verschlechtert.
Wegen ihren Angst- und Panikattacken sei sie nicht mehr in der Lage, für ihr Studium nach
B._
zu fahren, sondern sie müsse dies in ihrer Wohnung mittels Skype bewältigen. Es treffe nicht zu, dass sie sozial und beruflich integriert sei. Ihre Tätigkeit und ihr Erfolg als Künstlerin h
ingen
nicht mit einer Erwerbstätigkeit zusammen, sondern mit dem Willen, den Master mit Erfolg abzuschliessen. Die Beschwer
deführerin verfüge nicht über einen regelmässigen Tagesablauf. Es gebe Tage, an denen sie für ihr Studium nichts tun und auch ihre Wohnung nicht verlassen könne. Weiter sei es für sie schwierig, Termine einzuhalten. Ein eigentliches soziales Leben ausserhalb des Studiums kenne sie nicht. Sie habe Angst vor direkten Kontakten und könne diese nur mit grosser Überwindung und Anstrengung pflegen oder auch nur, wenn sie zu jemandem grosses Vertrauen habe. Das Studium der Beschwerdeführerin könne keineswegs mit einer auf dem freien Markt basierenden Tätigkeit verglichen werden
. In einer Erwerbstätigkeit wäre sie höchstens zu 20
%
arbeitsfähig (
Urk.
1).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist
vorliegend
, ob sich der Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin
im Zeitraum zwischen
der Verfügung vom
3.
März 2010 (Urk. 15/158
), mit we
lcher die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführer
in
basierend a
uf einem Invaliditätsgrad von 54
% eine halbe Invalidenrente zuge
sprochen hat,
und der angefochtenen Verfügung vom
1
7.
Februar 2014
(Urk. 2) in an
spruchs
relevan
ter Weise verändert
hat.
Sodann stellt sich die Frage, ob die Verfügung vom
3.
März 2010 bereits in Beachtung der relevanten Rechtspre
chung zu pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Be
schwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage er
gangen ist oder ob
Raum für ein Rückkommen
auf diese Verfügung
unter dem Titel
von lit. a Abs.
1
der Schluss-bestimmung
der
6.
IV-Revision bleibt.
Ist die Verfügung unter Beachtung dieser Rechtsprechung ergangen, bleibt schliesslich zu prüfen, ob die Beschwerdegeg
nerin Anlass hatte, eine Wiedererwägung vorzunehmen, weil sie sich als offen
sichtlich unrichtig erweist und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.
4.2
Das bidisziplinäre Gutachten von
Dr.
J._
und
Dr.
K._
vom 3
0.
Juli 2013 (
Urk.
15/185/13) beantwortet die gestellten Fragen um
fassend, berück
sichtigt die von der Beschwerdeführerin ge
klag
ten Beein
trächti
gungen, wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten er
stellt und ist in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammen
hänge einleuchtend. Ebenso wurden die gezogenen Schluss
folgerun
gen in nachvoll
ziehbarer Weise hergeleitet. Das Gut
achten wird damit den von der Recht
sprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (E. 1.4) gerecht. Ihm ist volle Beweiskraft zuzuerkennen, falls keine kon
kreten Indizien gegen die Zu
verläs
sigkeit der Ex
per
tise spre
chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
Bei der Würdigung von Berichten behandelnder Ärzte ist der Erfahrungstatsa
che Rechnung zu tragen, dass sie mitun
ter im Hinblick auf ihre auftragsrecht
li
che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
4.3
Gemäss dem Gutachten von
Dr.
J._
und
Dr.
K._
vom 3
0.
Juli 2013 (
Urk.
15/185/13) hat sich seit dem
F._
-Gutachten vom 2
0.
März 2009 keine andauernde Veränderung des Gesundheitszustandes eingestellt. Es handle sich im Wesentlichen um einen unveränderten Gesundheitszustand, wobei allerdings die ungenügende medikamentöse Compliance berücksichtigt werden müsse.
Dementsprechend wurde die Arbeitsfähigkeit seit März 2009 konstant auf 70
%
eingeschätzt, lediglich unterbrochen durch eine kurze Periode einer auf 50
%
reduzierten Arbeitsfähigkeit von Anfang 2013 bis Mitte Mai 2013 (Urk. 15/185/11).
Ebenso hielt
Dr.
C._
im Bericht vom 1
0.
Dezember 2012 (
Urk.
15/165) fest, dass sich seit dem
2.
November 2009 keine Änderung des Gesundheitszustands ergeben habe. Anzumerken gilt es hierzu, dass
Dr.
C._
die Arbeitsunfähigkeit schon zum damaligen Zeitpunkt höher einschätzte als die Gutachter des
Instituts F._
, es ist mithin aus seiner Einschätzung auch in dieser Hinsicht nicht auf eine Veränderung des Gesundheitszustandes zu schliessen.
Eine dau
erhafte
Verschlechterung des p
sychischen Gesundheitszustandes ergibt sich sodann auch nicht aus dem Austrittsbericht der
Klinik L._
v
om 23.
Mai 2013 (
Urk.
15/185/20-23). Vielmehr ko
nnte die Beschwerdeführerin
im Verlauf der Therapie durch die Verbalisierung belastender Erinnerungen besse
ren Zugang zu ihrer Gefühlswelt erlangen und zuvor bedrohlich erlebte, abge
spaltene Körperreaktionen mit Gefühl
s
zuständen in Verbindung setzen. Schritt
weise konnte sie sich besser selbstbehaupten und geriet weniger rasch in eine selbstverurteilende Haltung. Insgesamt erfolgte die
Entlassung der Beschwerde
führerin aus der Klinik in gebessertem, stimmungsaufgehelltem Zustand
. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde ihr von der
Klinik L._
nur bis zum 2
1.
Mai 2013 attestiert
(
Urk.
15/185/22-23).
Es ist somit keine wesentliche
Verä
nderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin seit dem
3.
März 2010 aus
gewiesen. Ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17 ATSG ist nicht gegeben.
4.
4
Die Verfügung vom
3.
März 2010 (
Urk.
15/158) stützte sich in erster Linie auf das Gutachten des
Instituts F._
vom 2
2.
April 2009 (
Urk.
15/127/2-24)
. Darin wird der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit von 40
%
attestiert. Die Arbeitsfähigkeit sei durch die leichte bis mit
telgradige depressive Episode bei einer rezidivierenden depressiven Störung und die anhaltende somatoforme Schmerzstörung eingeschränkt. Eine schwere psy
chische Störung liege nicht vor. Die Beschwerdeführerin sei nicht suizidal. Sie leide nicht unter schweren Konzentrationsstörungen. Die Diagnose einer psychoorganischen Störung könne nicht gestellt werden. Hinweise auf unbe
wusste Konflikte seien nicht vorhanden, ein primärer Krankheitsgewinn sei nicht gegeben. Die komplexen Ich-Funktionen seien nicht schwer gestört. Deut
lich auffällige Persönlichkeitszüge für die Diagnose einer Persönlich
keitsstörung bestünden nicht. Es bestehe auch kein schwerer sozialer Rückzug. Ausserdem seien die therapeutischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft
(Urk.
15/127/13).
D
er psychiatrische Gutachter des
Instituts F._
nahm demnach
eine Beurteilung der
zumut
baren Willensanstrengung und der der Beschwerdeführerin zur Verfügung stehenden Ressourcen im Hinblick auf die Foerster-Kriterien vor (vgl. dazu vor
stehend E.
1.8). RAD-Arzt med. pract.
N._
würdigte dieses Gutachten in seiner Stellungnahme vom 1
3.
Mai 2009 (
Urk.
15/137/4)
als umfassend und nachvoll
ziehbar und erachtete dessen Einschätzung einer 40%igen Arbeitsun
fähigkeit in der Tätigkeit als Künstlerin sowie in einer anderen angepassten körperlichen Tätigkeit als ausgewiesen.
Eine Prüfung der Foerster-Kriterien hat damit schon beim Erlass der Verfügung vom
3.
März 2010 stattgefunden.
Für ein Rückkom
men auf diese Verfügung unter dem Tite
l von lit. a Abs. 1 der Schluss
bestim
mung der
6.
IV-Revision bleibt kein Raum.
4.5
Zu prüfen bleibt damit die Frage, ob der Entscheid vom
3.
März 2010 offensicht
lich unrichtig war und deshalb zu Recht von der Beschwerdegegnerin im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG in Wiedererwägung gezogen worden ist.
Zurückhaltung bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann gebo-ten, wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung - wie hier die Invalidität - betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schät
zungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elementen beruht, die notwen
digerweise Ermessenszüge aufweisen. Zweifellose Unrichtigkeit der ursprüngli
chen Rentenverfügung kann (auch) bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes gegebe
n sein. Darunter fällt insbeson
dere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verlet-zung des Untersuchungsgrundsatzes. Eine auf
keiner nachvollziehbaren ärztli
chen Ein
schätzung der massgeblichen Arbeitsf
ähigkeit beruhende Invaliditäts
bemes
sung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 9C_1014/2008 vom 1
4.
April 2009 E.3.2.2).
Bei Renten der Invalidenversicherung ist jedoch zu beachten, dass die Ermitt-lung des Invaliditätsgrads verschiedene Ermessenszüge aufweisende Elemente und Schritte umfasst. Dies gilt insbesondere für die Einschätzung der gesund-heitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit. Hier bedarf es für die Annahme zweifel-loser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Entscheidend ist nicht, ob die frühere Leistungszusprache unter Berücksichti-gung sämtlicher Teilaspekte richtig und angemessen war. Scheint die Einschät-zung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Rentenzusprechung darbot, als vertret-bar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (SVR 2006 IV Nr. 21 S. 75 E. 1.2 [I 545/02]; Urteile des Bundesgerichts I 632/04 vom 2
3.
Februar 2005 E. 3.1; 9C_215/2007 vom
2.
Juli 2007 E. 3.2).
4.6
B
ei der Festlegung einer 40%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und damit der Zusprechung der halben Invalidenrente i
m Vordergrund
stand die psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer.
Das Bundesgericht hat eine solche zwar mitunter mit der Begründung verneint, mittelgradige depressive Episoden stellten grundsätzlich keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depressi
onen im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens dar (so etwa die Urteile 9C_736/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1, 8C_958/2010 vom 2
5.
Februar 2011
E. 6.2.2.2
= SVR 2011 IV Nr. 57
S. 171
, 9C_803/2008 vom 29.
Mai 2009 E. 5.3.2),
z
u beachten ist aber im vorliegenden Fall
, dass der psy
chiatrische Gut
achter
des
Instituts F._
der diagnostizierten Depression immerhin soviel Gewicht beigemessen hat, dass sie gemäss seiner Beurteilung
selbständig
eine
Einschränkung der
Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag (
U
rk.
15/127/13
).
Ausserdem wurde die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivie
renden depressiven Störung diagnostiziert
und
die Beschwerde
führerin
befindet sich
seit Jahren in regelmässiger psycho
therapeutischer Behandlung (
Urk.
15/166). Der Entscheid der Beschwerdegegnerin, gestützt auf
die Einschät
zung des
F._
-Gutachtens von einer 40%igen Einschränkung der Arbeitsfähig
keit auszugehen, erweist sich unter diesen Umständen nicht als offensichtlich
unrichtig
.
Dies gilt umso mehr, als der Psychiater
Dr.
J._
im Gutachten vom 3
0.
Juli 2013 weiterhin eine leicht bis selten mittelgradige psychische Komorbidität bejaht und der Beschwerdeführerin m
it 30
%
eine nur relativ geringfügig höhere
Arbeitsfähigkeit attestiert als die Gutachter des
Instituts F._
(Urk. 15/185/10). Mithin wird somit von beiden Gutachtern der Beschwerde
führerin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
bescheinigt, wobei die abweichende Beurteilung von
Dr.
J._
aber nicht auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
zurückzuführen ist, sondern auf einer unterschiedlichen Beurteilung des gleichen Sachverhalts beruht.
Schliesslich finden sich in den Akten zwar Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht im Zeit
punkt der Verfügung vom
3.
März 2010 (
Urk.
15/158) nicht vollumfänglich nachgekommen sein könnte (das laut der Beschwerdeführerin in niedriger Dosierung eingenommene Antidepressivum konnte im vom
Institut F._
erhobenen Medikamentenspiegel nicht nachgewiesen werden [
Urk.
8/127/7-8 und
Urk.
8/127/13]). Da die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin jedoch gleich
wohl nicht dazu angehalten hatte, sich einer regelmässigen psychopharmakolo
gischen Behand
lung zu unterziehen, kann auch dies nicht zur Verneinung des – damaligen - Rentenanspruches führen (vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_940/2012 vom 12. Dezember 2013 E. 5.2) und liesse sich deshalb auch damit eine Wiedererwägung nicht begründen.
Die Beschwerde
führerin ist allerdings in diesem Zusammenhang darauf hinzu
weisen, dass sie im Rahmen ihrer Scha
denminderungsp
flicht die zumut
baren Therapie
massnah
men durchzuführen hat, wozu insbesondere die korrekte Einnahme der antide
pressiven Medikamente gehört.
5.
Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für ein
e Rentenrevision beziehungs
weise ein Zurückkommen auf die ursprüngliche Rentenzusprache nicht erfüllt
.
Die
der Beschwerdeführerin per
1.
Mai 2010
zugesprochene
halbe Invalidenr
ente kann
deshalb nicht aufge
hoben werden.
Dementsprechend ist
die angefochte
ne Verfügung der Beschwerdegegnerin
vom
1
7.
Februar 2014
(Urk. 2)
in Gutheissung der Beschwerde
aufzuheben
,
und es ist festzustellen
, dass
die Beschwerdeführerin
weiterhin Anspruch auf eine
halbe Invaliden
rente hat.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens-aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
vom 11. März 2014
erweist sich unter diesen Umständen als gegenstandslos.