Decision ID: 10624379-e74d-574d-9b69-693ca6e34c81
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2017 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte (Akten der Vorinstanz [SEM-act.] A1),
dass er am 8. November 2017 im Empfangs- und Verfahrenszentrum
(EVZ) Basel summarisch zu seiner Person und zu seinem Reiseweg be-
fragt wurde (Befragung zur Person; BzP; SEM-act. A6),
dass der Beschwerdeführer dabei unter anderem geltend machte, seit
2011 wiederholt Schengen-Visa von den französischen Behörden (wovon
das letzte noch gültig), aber auch ein (zurzeit noch gültiges) Dauervisum
des Vereinigten Königreichs erhalten zu haben,
dass ihm der Reisepass bei seiner letzten Einreise in den Kongo im Juli
2017 von den dortigen Behörden abgenommen worden sei,
dass dem Beschwerdeführer gestützt auf seine Aussagen sowie den Ein-
trag im zentralen Visa-Informationssystem (CS-Vis; SEM-act. A3 ff.) recht-
liches Gehör zur Zuständigkeit Frankreichs oder des Vereinigten König-
reichs für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens ge-
währt wurde,
dass er die mögliche Zuständigkeit Frankreichs oder des Vereinigten Kö-
nigreichs ausdrücklich nicht bestritt,
dass er – gleichenorts zu allfälligen Bezugspersonen in der Schweiz be-
fragt – nichts im Protokoll vermerken liess,
dass das SEM die französischen Behörden am 18. Dezember 2017 um
Aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 12 Abs. 2 oder Abs. 3
der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur
Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-
staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-
trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Abl. L 180/31 vom 29. Juni
2013; nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte (SEM-act. A14),
dass das SEM am 19. Dezember 2017 zusätzlich die Behörden des Verei-
nigten Königreichs um Aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf
Art. 12 Abs. 1 oder Abs. 3 Dublin-III-VO ersuchte (SEM-act. A16),
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dass die Behörden des Vereinigten Königreichs am 19. Januar 2018 dem
Aufnahmeersuchen gestützt auf Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO entsprachen
(SEM-act. A21), und das SEM die französischen Behörden über diesen
Umstand umgehend informierte (SEM-act. A22),
dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. Januar 2018 um Ent-
lassung aus dem EVZ und Zuweisung an einen der Kantone Basel-Stadt,
Bern oder Genf ersuchte, wo „Bekannte“ wohnhaft seien (SEM-act. A23),
dass er am 26. Januar 2018 aus dem EVZ Basel entlassen und für den
weiteren Aufenthalt dem Kanton St. Gallen zugewiesen wurde (Zuwei-
sungsentscheid vom 24. Januar 2018; SEM-act. A25),
dass das SEM mit Verfügung vom 23. Januar 2018 – eröffnet am 1. Feb-
ruar 2018 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31)
auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz in das
Vereinigte Königreich anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte,
die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu ver-
lassen,
dass das SEM in seiner Verfügung auf die einer allfälligen Beschwerde von
Gesetzes wegen fehlenden aufschiebenden Wirkung hinwies, die Aushän-
digung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den
Beschwerdeführer anordnete und den Kanton St. Gallen mit dem Vollzug
der Wegweisung beauftragte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Februar 2018 (Akten des
Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.] 1) beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung vom 23. Januar
2018 sei aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, sein Asylgesuch ma-
teriell zu prüfen; eventualiter sei die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben
und er sei vorläufig aufzunehmen,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht – nebst einer Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege – die Erteilung aufschiebender Wirkung, Ge-
währung einer Nachfrist zur Beschwerdeergänzung und Durchführung ei-
nes Schriftwechsels mit Replikrecht beantragte,
dass der zuständige Instruktionsrichter mit superprovisorischer Verfügung
vom 9. Februar 2018 den Vollzug der Überstellung gestützt auf Art. 56
VwVG per sofort einstweilen aussetzte (BVGer-act. 2),
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dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Februar 2018 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG),

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass auf den nicht weiter begründeten Eventual-Antrag, es sei die vorläu-
fige Aufnahme anzuordnen, nicht einzutreten ist, da eine solche Ersatz-
massnahme für einen nicht gesetzeskonformen Wegweisungsvollzug nicht
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden kann,
dass auf die ansonsten frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das
AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass die zur Beschwerdeergänzung beantragte Nachfrist mit den vom Be-
schwerdeführer geltend gemachten Verständigungsproblemen zwischen
ihm und seinem Rechtsvertreter nicht zu rechtfertigen ist (Art. 53 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb auf ei-
nen Schriftenwechsel verzichtet werden kann und das Urteil nur summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und Abs. 2 AsylG),
dass im vorliegenden Verfahren einzig zu prüfen ist, ob die Vorinstanz ge-
stützt auf Art. 31a Abs. 1Bst. b AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und die Voraussetzungen für eine
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Rückführung in das Vereinigte Königreich im Rahmen der Dublin-III-VO als
gegeben erachtet hat (BVGE 2012/4 E. 2.2),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe geltend macht,
er habe „in den letzten Monaten in der Schweiz“ (...) „eine Lebenspartnerin
gefunden“, welche hier eine vorläufige Aufnahme habe und in absehbarer
Zeit eine Aufenthaltsbewilligung erhalten werde,
dass er sie baldmöglichst heiraten möchte und deshalb gestützt auf Art. 8
EMRK einen Anspruch darauf habe, in der Schweiz bleiben zu dürfen,
dass zwar gemäss Art. 9 Dublin-III-VO, derjenige Mitgliedstaat für die Prü-
fung des Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, in dem – unge-
achtet der Frage, ob die Familie bereits im Herkunftsland bestanden hat –
ein Familienangehöriger in seiner Eigenschaft als Begünstigter internatio-
nalen Schutzes aufenthaltsberechtigt ist, sofern die beteiligten Personen
diesen Wunsch schriftlich kundtun,
dass gemäss Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO auch nicht verheiratete Partner ei-
ner antragstellenden Person als Familienangehörige im Sinne der Dublin-
III-VO gelten können, wenn ihre Beziehung dauerhaft ist und nicht verhei-
ratete Paare nach dem Recht oder nach den Gepflogenheiten des jeweili-
gen Mitgliedstaates ausländerrechtlich vergleichbar behandelt werden wie
verheiratete Paare,
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dass der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen den Anschein einer
bereits seit längerem bestehenden, gelebten eheähnlichen Beziehung zu
erwecken versucht, was aber jeder Glaubwürdigkeit entbehrt und bezeich-
nenderweise auch nicht ansatzweise belegt wird,
dass nämlich der Beschwerdeführer seine angebliche Lebenspartnerin we-
der in der BzP vom 8. November 2017 noch in seinem an das SEM gerich-
teten Gesuch vom 19. Januar 2018 um Entlassung aus dem Bundeszent-
rum und Zuweisung an einen Kanton (SEM-act. A23) erwähnte,
dass der Beschwerdeführer bereits aus diesem Grund aus Art. 9 Dublin-III-
VO nichts für sich ableiten kann, weshalb die weiteren Voraussetzungen
für eine erfolgreiche Berufung auf diese Bestimmung nicht zu prüfen sind,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der BzP festhielt, er habe vom Ver-
einigten Königreich ein fünfjähriges Visum ausgestellt bekommen, welches
zurzeit noch gültig sei (SEM-act. A6 S. 5),
dass er die Tatsache eines nach wie vor vorhandenen, gültigen Visums
auch in seiner – von einem rechtskundigen Vertreter verfassten – Be-
schwerde nicht in Abrede stellte (BVGer-act. 1 S. 6),
dass seitens des Bundesverwaltungsgerichts keine Veranlassung besteht,
an der Zuständigkeit des Vereinigten Königreichs zu zweifeln, nachdem
dieser Staat dem Übernahmeersuchen betreffend den Beschwerdeführer
zugestimmt hat (SEM-act. A21),
dass die grundsätzliche Zuständigkeit des Vereinigten Königreichs somit
gegeben ist,
dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-
nahmebedingungen für Antragsteller im Vereinigten Königreich wiesen
systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dub-
lin-III-VO auf,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO),
dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a
Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311)
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konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-
mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür
gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass der Beschwerdeführer mit seinem Wunsch nach einem Asylverfahren
in der Schweiz implizit die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO res-
pektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert, gemäss welcher das SEM das Asyl-
gesuch „aus humanitären Gründen“ auch dann behandeln kann, wenn da-
für gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass das Vereinigte Königreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkom-
mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-
menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105)
und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar
1967 (SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-
pflichtungen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass der Beschwerdeführer keine Umstände dargetan hat, die auf eine
konkrete und ersthafte Gefahr schliessen liessen, die Behörden des Verei-
nigten Königreichs könnten sich weigern, ihn aufzunehmen und seinen An-
trag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln der erwähnten
Richtlinien zu prüfen,
dass nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Men-
schenrechte (EGMR) die zwangsweise Rückweisung von Personen mit ge-
sundheitlichen Problemen eine Verletzung von Art. 3 EMRK darstellen
kann, wenn ernsthafte Gründe dargelegt werden, dass die betroffene Per-
son bei einer Überstellung im Zielstaat nicht angemessen behandelt würde
oder der Zugang zum Gesundheitssystem ihr verwehrt bliebe, so dass sie
einem realen Risiko einer ernsthaften, raschen und unwiederbringlichen
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes ausgesetzt wäre, die zu in-
tensiven Leiden oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung
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führen (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili vs. Belgien vom 13. Dezember
2016, Nr. 41738/10, § 183),
dass im Falle des Beschwerdeführers trotz dessen pauschalem Hinweis
auf bestehende gesundheitliche Probleme nicht von einer solchen Gefahr
ausgegangen werden kann,
dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind,
das Vereinigte Königreich werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-
Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem
sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3
Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Aus-
reise in ein solches Land gezwungen zu werden,
dass eine Berufung des Beschwerdeführers auf sein Recht auf Achtung
des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK schon deshalb nicht zielführend
ist, weil er und seine angebliche Lebenspartnerin – wie oben dargelegt –
nicht in einer stabilen eheähnlichen Gemeinschaft leben, die angebliche
Lebenspartnerin als vorläufig Aufgenommene nicht über ein gefestigtes
Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügt und konkrete Ehevorbereitungen
nicht dargelegt wurden,
dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen
zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine
gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG)
durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass nach dem bereits Gesagten kein Grund für eine Anwendung der Er-
messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO besteht, zumal die Dublin-III-
VO den Schutzsuchenden insbesondere auch nicht ein Recht einräumt,
den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch
BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-
oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die
Überstellung in das Vereinigte Königreich angeordnet hat (Art. 32 Bst. a
AsylV 1),
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dass sich der Beschwerdeführer nicht auf sein formell offenbar immer noch
gültiges Schengen-Visum für multiple Einreisen berufen kann,
dass nämlich ein Schengen-Visum den Aufenthalt im Schengen-Raum nur
solange gestattet, als die materiellen Einreisevoraussetzungen für einen
Kurzaufenthalt erfüllt sind, was vorliegend nach der Einreichung eines
Asylgesuchs klarerweise nicht mehr der Fall ist (Art. 19 des Schengener
Durchführungsübereinkommens vom 14. Juni 1985 [ABl. L 239/19 vom
22.9.2000] in der Fassung der Verordnung [EU] Nr. 610/2013 vom 26. Juni
2013 [ABl. L 182/1 vom 29.06.2013, S. 1]),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf
eingetreten werden kann,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als
gegenstandslos erweist,
dass der am 9. Februar 2018 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vorlie-
genden Urteil dahinfällt,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Rechtsbegehren – wie sich
aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – von vornherein aussichtlos
waren (Art. 65 Abs. 1 VwVG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die in Anwendung von Art. 1‒3
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf
Fr. 750.– festzusetzenden Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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