Decision ID: caface31-9618-5d7e-a107-f9b7accd9de8
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Am 18. Juni 2007 beantragte S._ (geb. 1984, Kamerun) beim Schweizerischen Generalkonsulat in Yaoundé die Erteilung eines  für die Dauer von drei Monaten. Als Zweck der  Reise gab sie an, den im Kanton Basel-Landschaft wohnhaften Schweizerbürger K._ (geb. 1946, Beschwerdeführer) besuchen zu wollen. Nach formloser Verweigerung übermittelte die  Vertretung das Gesuch zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorinstanz.
B. Nachdem das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft beim Gastgeber ergänzende Auskünfte eingeholt und an das BFM  hatte, wies die Vorinstanz das Einreisegesuch mit Verfügung vom 31. Juli 2007 mit der Begründung ab, die Gesuchstellerin stamme aus einer Region, aus welcher der Zuwanderungsdruck als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse  nach wie vor stark anhalte. Viele ihrer Landsleute , ihren Aufenthalt in der Schweiz durch Ausschöpfung  rechtlicher Mittel zu verlängern, um sich so in Umgehung der bundesrätlichen Begrenzungsmassnahmen eine vermeintlich bessere Zukunft aufzubauen. Der Eingeladenen oblägen im Heimatland weder zwingende gesellschaftliche Verpflichtungen noch familiäre , die gegebenenfalls Gewähr für eine fristgerechte Rückkehr bieten könnten.
C. Mit Eingabe vom 3. August 2007 beantragt der Beschwerdeführer  die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die  des gewünschten Besuchervisums. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, der vorgesehene dreimonatige Besuchsaufenthalt in der Schweiz diene dazu, sich näher kennen zu lernen und nicht zur Umgehung der bundesrätlichen Begrenzungsmassnahmen. Entgegen der Ansicht des Bundesamtes für Migration habe die Gesuchstellerin durchaus ein intaktes familiäres Umfeld, lebe sie doch mit ihrem () Sohn in Hausgemeinschaft mit ihrer Familie in Yaoundé. Nach  Rückkehr nach Kamerun werde sie dort ihren Coiffeursalon . Zudem habe er � als Gastgeber � schriftlich bestätigt, dass sein Gast nach drei Monaten anstandslos und fristgerecht in sein Hei-
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matland zurückkehren werde. Er selber befinde sich aufgrund  Zahnimplantate seit längerer Zeit in zahnärztlicher Behandlung, weshalb es für ihn unmöglich sei, in den nächsten Monaten einen  anzutreten.
Der Eingabe beigelegt waren zahlreiche Aktenkopien, die das  betreffen (Passkopien, "Arbeitsbestätigung", , Rückreiseverpflichtungen, Geburtsschein des Sohnes, ausgefüllter Fragebogen der kantonalen Migrationsbehörde, usw.).
D. In ihrer Vernehmlassung vom 29. August 2007 spricht sich die  für die Abweisung der Beschwerde aus. Es erstaune, dass die Eingeladene angesichts ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit sowie  sechzehn Monate alten Sohnes die maximal zulässige  von drei Monaten voll auszuschöpfen gedenke.
E. In seiner Replik vom 6. September 2007 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen und deren Begründung vollumfänglich fest und weist darauf hin, dass das Coiffeurgeschäft während der dreimonatigen  der Gesuchstellerin durch eine Angestellte weitergeführt und ihr kleiner Sohn von seiner im gleichen Haus wohnhaften Tante betreut werde. Im Weitern bemängelt er die seiner Meinung nach  Beurteilung der Angelegenheit durch die Vorinstanz.
F. Mit Eingabe per E-Mail vom 21. Oktober 2007 verweist der  auf die bevorstehende Unterkieferoperation im  Basel, die es ihm wegen befürchteter Komplikationen , seine geplante Afrikareise in den nächsten neun bis zwölf  anzutreten. Im Weitern ersucht er um prioritäre Behandlung seiner Beschwerde, damit er zusammen mit seinem Gast die kommenden Festtage verbringen könne.
G. Am 2. November 2007 schliesslich reichte der Beschwerdeführer  Unterlagen zur vorgesehenen Zahnbehandlung zu den Akten.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Verfügungen des Bundesamtes für Migration (BFM) betreffend Verweigerung der Einreisebewilligung unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG, SR 142.20] i.V.m. Art. 31 und Art. 33 Bst. d des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).
1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem  nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Urteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als "Mitbeteiligter" (Gastgeber und ) gemäss Art. 20 Abs. 2 ANAG zur Beschwerdeführung legitimiert; auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher  (Art. 48 ff. VwVG).
2. Ausländer/-innen sind zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzen oder wenn sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a ANAG). Die  entscheidet, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der  mit dem Ausland, nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt oder Niederlassung (Art. 4 ANAG). Daher räumt das schweizerische Recht weder einen Anspruch auf Einreise noch auf  eines Visums ein (vgl. PETER UEBERSAX, Einreise und , in: Peter Uebersax/Peter Münch/Thomas Geiser/Martin Arnold (Hrsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schweiz, Basel/Genf/München 2002, S. 143). Dem behördlichen Ermessen steht somit im Falle der Erteilung einer Einreisebewilligung ein weiterer Spielraum offen als beispielsweise bei der Verlängerung einer  den Vertrauensschutz verfestigenden Anwesenheitserlaubnis.
3. Ausländerinnen und Ausländer benötigen zur Einreise in die Schweiz neben einem Pass ein Visum, sofern sie nicht aufgrund besonderer Regelung von diesem Erfordernis ausgenommen sind (vgl. Art. 1,
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Art. 3 und Art. 4 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anmeldung von Ausländerinnen und Ausländern [VEA, SR 142.211]). Die Gesuchstellerin kann sich auf keine Ausnahmeregelung berufen; sie ist aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit visumpflichtig.
Das Visum wird verweigert, wenn die Ausländerin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 VEA nicht erfüllt (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). So müssen Personen, die in die Schweiz reisen möchten, unter anderem Gewähr bieten, dass sie fristgerecht wieder ausreisen werden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). Dazu lassen sich jedoch, da ein künftiges Verhalten zu beurteilen ist, in der Regel keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen machen. Dabei sind sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalles zu würdigen.
4. 4.1 Der Beschwerdeführer bringt sinngemäss vor, die Berufung auf die Zuwanderung aus der Herkunftsregion der Gesuchstellerin sowie der Hinweis auf die in zahlreichen Fällen gemachten Erfahrungen sei zu pauschalisiert, gebe es doch auch dort Leute, die � wie seine Freundin � ehrlich und offen seien. Es ist ihm insoweit zuzustimmen, als es zu schematisch und nicht haltbar wäre, generell und ohne spezifische , ausschliesslich aufgrund der allgemeinen Lage im  bzw. den von den Behörden gemachten schlechten  auf eine nicht hinreichend gesicherte Wiederausreise zu schliessen. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung können jedoch aus der allgemeinen Lage im Herkunftsland und der  Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise gewonnen werden. Die Berücksichtigung dieser Umstände ergibt sich somit implizit aus Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA. So können insbesondere Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten bzw. Regionen mit politisch oder wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen Verhältnissen darauf hindeuten, dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung in Einklang steht.
4.2 In Kamerun sind breite Bevölkerungsschichten von  schwierigen ökonomischen und sozialen Lebensbedingungen . Innerhalb der Staaten der zentralafrikanischen  CEMAC ist Kamerun zwar das wirtschaftlich stärkste Land. Dennoch leben etwa 40% der Bevölkerung Kameruns unter der  (Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
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> Länder- und Reiseinformationen > Kamerun > Wirtschaft, www.auswaertiges-amt.de, besucht am 6. Dezember 2007]). Hinzu kommt, dass Frauen in Kamerun zusätzlichen spezifischen  ausgesetzt sind. Dank der Aufklärungsarbeit von  wächst, unterstützt von berufstätigen Frauen in den Städten,  der Widerstand gegen althergebrachte Traditionen und . Im Visier stehen die staatlich nach wie vor gestattete , die zulässige Züchtigung der Ehefrau durch den Ehegatten, der Brautpreis sowie die noch immer verbreitete Mädchenbeschneidung. Noch deutet aber nichts darauf hin, dass sich die soziale Situation der Frauen in diesen Bereichen nachhaltig verbessern wird.
4.3 In Anbetracht dieser schwierigen wirtschaftlichen und  Situation und unter Berücksichtigung, dass die Bereitschaft, das Heimatland zu verlassen, erfahrungsgemäss dort begünstigt wird, wo bereits Verwandte oder Bekannte im Ausland leben, ist die Beurteilung der Vorinstanz, die das Risiko einer nicht fristgerechten  als relativ hoch einschätzte, nicht zu beanstanden. Wie unter Ziff. 4.1 ausgeführt, entbinden die eben genannten Umstände die  jedoch nicht von einer einzelfallbezogenen Beurteilung.  können berufliche, gesellschaftliche oder familiäre  die Prognose einer anstandslosen Wiederausreise .
4.4 Bei der Gesuchstellerin handelt es sich um eine unverheiratete, 23-jährige Frau, welche als selbständige Coiffeuse arbeiten soll,  keine näheren Angaben zu ihren Erwerbseinkünften bzw.  machen konnte. Dass sie sich mit ihrer  bereits eine gefestigte Existenz hat aufbauen können, erscheint angesichts ihres Alters sowie in Anbetracht der wirtschaftlichen  in Kamerun als wenig wahrscheinlich. Vielmehr lässt schon der Umstand, dass sie ungeachtet der behaupteten beruflichen  die maximal zulässige Aufenthaltsdauer von drei Monaten voll ausschöpfen möchte, nicht auf eine starke Verwurzelung im  schliessen. An dieser Einschätzung vermag auch die  der Gesuchstellerin, nach ihrem dreimonatigen  in der Schweiz ihren Coiffeursalon weiterbetreiben zu wollen, nichts zu ändern.
Der Beschwerdeführer verweist allerdings auf das intakte familiäre Umfeld der Eingeladenen und bringt in diesem Zusammenhang vor,
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seine Freundin lebe mit ihrem (eineinhalbjährigen) Sohn in  mit weiteren Familienangehörigen. Dieses Argument  nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts schon deshalb nicht zu überzeugen, weil der Umstand, dass gleich eine dreimonatige Landesabwesenheit geplant ist, nicht ohne weiteres darauf schliessen lässt, die Präsenz der Gesuchstellerin sei für die Belange ihrer Familie unverzichtbar; aufgrund der Aktenlage ist eher davon auszugehen, die von ihr geleistete Unterstützung könne durchaus für längere Zeit auch auf andere Weise sichergestellt werden. Insofern darf bezweifelt , dass der Eingeladenen im Heimatland besondere Verpflichtungen obliegen, die sie ernsthaft von einer Emigration abzuhalten , zumal sie mit dem Rekurrenten, bei dem es sich um den künftigen Verlobten handeln soll, bereits über eine wichtige Bezugsperson in der Schweiz verfügt.
Berücksichtigt man zudem die oben erwähnte allgemeine  Lage in Kamerun, dürften die mittelfristigen Zukunftsaussichten der Gesuchstellerin zumindest als schwierig einzustufen sein. In  feststellbarer Differenzen betreffend Lebensqualität, sozialer  und des Lohnniveaus kann nämlich selbst die Ausübung  Erwerbstätigkeit nicht verlässlich vom Entschluss abhalten, aus dem Heimatland zu emigrieren, ebenso wenig zurückbleibende . Vielmehr könnte die Absicht auszuwandern gar von der Hoffnung getragen sein, die in Kamerun lebenden Angehörigen aus dem Ausland wirtschaftlich effizienter unterstützen und allenfalls  gar nachziehen zu können. Vor diesem Hintergrund müssen die Vorbringen auf Beschwerdeebene, wonach genügend Garantien für eine fristgerechte Wiederausreise vorhanden seien, als nicht  bezeichnet werden; dies umso weniger, als der  gegenüber der kantonalen Migrationsbehörde verlauten liess, es bestünden Heiratsabsichten. Insofern bestehen ebenfalls begründete Zweifel am angegebenen Aufenthaltszweck (Besuchsaufenthalt; vgl. Art. 11 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 14 Abs. 2 Bst. c in fine VEA).
4.5 Nach dem Gesagten durfte die Vorinstanz daher zu Recht davon ausgehen, die Wiederausreise der Eingeladenen sei im Sinne der massgeblichen Bestimmungen nicht gesichert. Zwar lässt sich diese Einschätzung nicht zu einer gesicherten Feststellung verdichten; sie reicht aber aus, um die Erteilung eines Einreisevisums � auf das, wie erwähnt, kein Rechtsanspruch besteht � abzulehnen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Beschwerdeführer die fristgerechte
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Rückkehr seiner Freundin zusichert; denn eine solche Garantie ist trotz bester und ehrlicher Absichten nicht möglich bzw. rechtlich nicht durchsetzbar (vgl. Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 57.24; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2341/2006 vom 7.  2007 E. 6). Wie bereits mehrfach betont, ist bei der Beurteilung von Einreisebegehren in erster Linie auf das Umfeld bzw. die  Verhältnisse der eingeladenen Personen � und nicht der  � abzustellen. Der (durchaus verständliche) Wunsch des , seiner künftigen Verlobten, die er offenbar lediglich per E-Mail-Verkehr sowie via telefonischen und brieflichen Kontakt kennt (vgl. den vom Rekurrenten ausgefüllten kantonalen ), sein Lebensumfeld in der Schweiz zeigen zu können, hat  in den Hintergrund zu treten. Als Schweizerbürger steht ihm � zu gegebener Zeit � die Möglichkeit offen, die Gesuchstellerin in deren Heimatland zu besuchen.
4.6 Der Vollständigkeit halber bleibt schliesslich festzustellen, dass sich sowohl die Auslandvertretung als auch das Bundesamt für  bei der Entgegennahme und Behandlung des vorliegenden  im Rahmen der geltenden Zuständigkeitsvorschriften und Weisungen bewegt haben. Inwiefern die Beteiligten durch allfällige  Auskünfte der Vorinstanz in ihren Rechten verletzt sein , ist nicht ersichtlich. Auch die weiteren Ausführungen des  sind nicht geeignet, zu einer von der Vorinstanz  rechtlichen Würdigung zu gelangen.
5. Aus diesen Gründen ist somit nicht zu beanstanden, dass die  das öffentliche Interesse sowie die Beachtung der geltenden  entsprechend gewichtete und der Eingeladenen die  verweigerte. Die angefochtene Verfügung verletzt daher  nicht. Der rechtserhebliche Sachverhalt wurde richtig und  festgestellt, und die Vorinstanz hat das ihr zustehende  pflichtgemäss und zutreffend gehandhabt (Art. 49 VwVG). Die  ist demzufolge abzuweisen.
6. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind dem  die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements
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vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).