Decision ID: eb6d37d6-2ea6-4661-8949-c61a91a2138c
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1953, war zuletzt
von
Februar 2000
bis Oktober
2012
als Kassiererin bei der
Firma Y._
tätig
, wobei der letzte Arbeitstag Anfang
März
2012 war (vgl.
Urk.
6/24
Ziff.
2.1 und
Ziff.
2.
7
,
Urk.
6/24/9
,
Urk.
6/33/6
Ziff.
9).
Unter Hinweis auf eine Bandscheibenproblematik
meldete sich
die Versicherte
am
1
8.
Mai 2012
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (
Urk.
6/7
Ziff.
6
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die
medizinisch
e und erwerbliche Situation ab
und
holte
- nachdem sie der Ver
si
cher
ten am 1
2.
Oktober 2012 mitgeteilt hatte, dass zurzeit keine beruf
lichen Ein
gliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
6/27) -
bei
m
Zentrum
Z._
ein
bidisz
i
plinäres
(rheumatolo
gisch-psy
chiatrisches)
Gutachten
ein, das am
3
0.
April 2013 erstattet wurde
(
Urk.
6/39)
.
Mit Schreiben vom 3
0.
Mai 2013 (
Urk.
6/44) auferlegte die IV-Stelle der Versi
cher
ten eine Schadenminderungspflicht im Sinne der Durchführung einer medi
kamentösen Behandlung der Schlafstörung sowie einer psychosomatischen Be
handlung, vorzugsweise in einer Rehabilitationsklinik, einschliesslich medika
mentöser Therapie.
Nach
neuerlichen Abklärungen betreffend die medizinische Situation
und durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/56-57,
Urk.
6/62) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
4.
August 2014 einen Rentenan
spruch (
Urk.
6/65 =
Urk.
2).
2.
2.1
Die Versicherte erhob am
5.
September 2014
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 1
4.
August 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben, und die
Be
schwerdegegnerin
sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu
erbringen, insbesondere eine Invalidenrente, eventuell Eingliederungsmass
nah
men
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
Oktober 2014 (
Urk.
5)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 1
1.
Novem
ber 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7).
2.2
Mit Gerichtsverfügung vom
1
2.
Februar 2015
(
Urk.
8
) wurde die zuständige
Vor
sorgeeinrichtung
, die
Pensionskasse Y._
, zum Prozess beigeladen. Diese liess sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen (vgl.
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teilt des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit lieg
t zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Inv
aliditätsgrad von mindestens 40
%
besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50
%
auf eine halbe Rente, bei einem Inv
aliditätsgrad von mindestens 60
%
auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Inv
aliditätsgrad von mindestens 70
%
auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicher
ung,
IV
G).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit be
i ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a
, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus,
dass
die Beschwerdeführerin
in der angestammten Tätigkeit als Ka
ssiererin aus somatischer Sicht zu
25
%
arbeitsunfähig sei
, womit ein
Invaliditätsgrad
von
25
%
resultiere
. Die gesundheitlichen Einschränkungen a
us psychiatrischer Sich
t hätten
keine invalidisierende Auswirkung. Die Diagnose einer mittelgradi
gen depressiven Episode weise nach der Rechtsprechung nicht die erforderliche In
tensität auf, als dass sie als invalidisierend
gelten könn
e (S. 2 oben).
Aus psy
chiatrischer Sicht sei - in Abweichung vo
m Gutachten - von keinem IV-
rele
vanten Gesundheitsschaden
auszugehen
(S. 2 Mitte).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (
Urk.
1)
demgegenüber gel
tend,
die im
Z._
-Gutachten
fest
gelegte Arbeitsfähigkeit
aus somat
ischer
Sicht sei praktisch nicht realistisch, da
anlässlich der Begutachtung
nur
eine
Mo
ment
aufnahme erfolgt sei.
Im Gutachten werde nicht berücksichtigt, dass d
ie
r
adiku
l
ären
Reizsymptome
fluktuierend
seien
.
Eine
r
adikuläre
Problematik liege nun
auch effektiv vor, wie
die neusten
Abklärungen
und die bevorstehende Opera
tio
n
in
der Klinik
A._
zeigten
. Das
Z._
-Gutachten sei
somit
über
holt
(
S.
5
Ziff.
6)
. Hinsichtlich der psychischen
Beschwerden sei auf
das von der
Beschwer
degegnerin
eingeholte psychiatrische (Teil-)gutachten abzustellen, wel
ch
es auch von der
Beschwerdegeg
n
erin
als zuver
lässig beurteilt worden sei.
Daraus ergebe sich zweifelsfrei eine
Arbeitsunfähigkeit v
on 50
%
aufgrund ei
nes psychischen
Leidens mit Krankheitswert
beziehungsweise einer anhaltenden gesundheitli
che
n
Einschränkung.
Die
B
eschwerdegegnerin
begründe nicht, wes
halb
nicht darauf abgestellt werden könne
(S.
5 f.
Ziff.
7 und
Ziff.
7.1)
. Die Fest
stellung
zweier un
bekannter
Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen
der
Beschwerdegeg
nerin
, wonach es sich bei der Diagnose einer mit
telgradigen depressiven Epis
ode nicht um eine ver
sicherte Gesundheitsstörung handle, treffe - aus näher darge
legten Gründen
- nicht zu
(
S.
6 f.
Ziff.
7.
3)
.
Zudem habe
sie (die Beschwerde
führerin) die
ihr
auf
erlegte
Schadenminderungspflicht erfüllt und die vom Gut
achter
allenfalls vage formulierte Verbesserung sei nicht eingetre
ten (
S.
7
Ziff.
7.4).
Abgesehen davon
habe die Beschwerdegegnerin
den
Anspruch auf
rechtliche
s
Gehör
verletzt, da sie
sich
im angefochtenen Entscheid nicht mit den im Rahmen des
Vorbe
scheid
verfahrens
vorgebrachten Einwendungen auseinan
dergesetzt (S.
4
Ziff.
5) und sich
insbesondere
auch
nicht z
u
den beantragten
Eingliederungsmassnahmen ge
äussert habe (S. 7 f.
Ziff.
8).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Soweit die
Beschwerdeführerin eventualiter die Zusprechung von Eingliederungsmass
nah
men beantragte, ist festzuhalten, dass
in der angefochtenen Verfügung nur über
den
Anspruch auf eine
Rente entschieden wurde, womit betreffend Ein
gliede
rungs
massnahmen kein Anfechtungsobjekt vorliegt und insofern auf die Be
schwe
r
de nicht eingetreten werden kann.
Mit Vorbescheid vom
9.
Januar 2014 (
Urk.
6/56)
stellte
die Beschwerdegegnerin
der Beschwerdeführerin
die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht.
Wie sich a
us der Übers
chrift und
auch aus der einleitenden Erwägung („Wir haben den Anspruch auf eine Invalidenrente geprüft“)
des Vorbescheids
ergibt
, bildete Gegenstand der Leistungsprüfung nur die Rentenfrage. Im dagegen erhobenen Einwand vom 2
4.
März 2014 (
Urk.
6/62) ersuchte die
nunmehr
rechtsanwaltlich
vertretene Beschwerdeführerin
eventualiter zwar wohl
um Gewähr
ung von
Ein
gliederungsmassnahmen
. Indem sich die Beschwerdeg
egnerin in der angefoch
tenen Verfügung nicht zum Anspruch auf Eingliederungsmassnahm
en äusserte, kann ihr
- entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin -
indes
keine
Ge
hörs
verletzung
vorgeworfen werden. N
achdem Eingliederungsmassnahmen
nicht
Gegenstand des Vorbescheids vom
9.
Januar 2014
waren, hat
diesbezüg
lich
zur Wahrung des Gehörsanspruchs
zunächst
vielmehr
ein
(neuer)
Vorbe
scheid zu ergehen (
Art.
57a
Abs.
1 IVG).
3.
3.1
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin,
Dr.
med.
B._
, Fachä
rztin für Physikalische Medizin, nannte in ihrem Bericht vom 1
8.
Juni 2012 (
Urk.
6/23)
fol
gende Diagnosen
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.1):
chronisches
lumboradikuläres
Reizsyndrom L5 links bei Diskushernie L4/5 mit
di
skaler
Kompression L5 links sowie
ossärer
und
diskaler
Spi
nalkanalstenose
L4/5
Retrolisthesis
L5 um 3mm
bilaterale
Protrusion
L5/S1
Diskusprotrusion
L2/3, L3/4 und L4/5, Status nach
Facettenge
lenksinfiltration
L4/5 und L5/S1 links
Status nach traumatischer Aktivierung der
Lumboischialgien
nach Sturz am
3.
Mai 2011
chronisches
Zervikovertebralsyndrom
bei
Osteochondrose
mit medio rechts lateraler Diskushernie C5/6 mit
Duralsackimpression
bilaterale Diskushernie C6/7
mediane
Protrusion
Th1/2
Ulcus
ventriculi
Ponstanunverträglichkeit
reaktive Depression mit Panikattacken
Sie
führte aus, aufgrund der
Zervikobrachialgien
und
Lumboischialgien
sei die
Beschwerdeführerin als Kassiererin
seit 1
3.
Oktober 2011 zu 50
%
arbeitsunfä
hig
.
Davor sei sie vom
4.
Mai bis 2
8.
August 2011 zu 100
%
und vom 2
9.
September bis 1
2.
Oktober 2011 zu 60
%
arbeitsunfähig gewesen
(
Ziff.
1.6).
Wechsel
be
l
as
ten
de
Tätigkeiten
seien
ihr
im Umfang von 50
%
zumutbar
(
Urk.
6/23/4).
3.2
Am
1
5.
Oktober 2012
(
Urk.
6/28/5-8) berichteten
Dr.
med. C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
phil. D._
, klinischer Psychologe und Supervisor, und
M
ag. phil. E._
, Psychologe FSP,
Zentrum F._
,
die Beschwerdeführerin
stehe
seit 1
8.
Juli 2012 unun
ter
brochen in
ihrer tagesklinischen
Behandlung
(
Ziff.
1.2)
. N
ebst den be
reits von
Dr.
B._
ge
nannten
somatischen Diagnosen
nannten sie
fol
gende
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Panikstörung
(
ICD-10 F41.0
)
Zur Arbeitsfähigkeit führten sie aus, i
n der bisherigen Tätigkeit als ehemalige Betriebsmitarbeiterin sei
die Beschwerdeführerin
seit
6.
März 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig.
Die Arbeitsleistung (Konstanz, Ausdauer, Müdigkeit,
Leistungs
ver
minderung
) könne auf dem Hintergrund der mittelgradigen depressiven Episo
den
mit somatischem Syndrom und den unerwarteten, unkontrollierten, plötzlich auf
tretenden Panikattacken nicht im erforderlichen Ausmass erbracht werden (
Ziff.
1.7).
Wegen der fortgeschrittenen
Chronifizierung
und dem unge
nügenden
Erfolg der bisherigen Therapien sei die Prognose
als
negativ zu beur
teilen
(
Ziff.
1.8).
3.3
Am
8.
Januar 2013 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag des
Krankentag
geldversicherers
durch
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie, untersucht. In ihrer gleichentags erstatteten
psychiatrischen
Kurz
beurteilung
(
Urk.
6/33/4-9)
nannte
Dr.
G._
als
psychiatrische
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mi
ttelgradige depressive Episode,
ICD-10 F32.1
(
Ziff.
12
).
Sie
führte
a
us, die aktuell anhaltende
Arbeitsunfä
higkeit habe einige Monate nach
einem Sturz in der Badewanne mit Krank
schrei
bung im Dezember 2011 begonnen. Zur Dekompensation hätten zum ei
nen
die er
schwerenden Arbeitsplatzbedingungen
beigetragen, zum andern sei die de
pressive Symptomatik aber auch im Rahmen der gesamten unter „
soma
tische Dia
g
n
osen“ (vgl.
Ziff.
12) verzeichneten objektivierbaren
Schmerzsymp
tomatik
zu begreifen. Aktuell erfülle die Versicherte die Diagnose einer mittel
gradige
n depressiven Episode. Diese sei
jedoch bis anhin noch nicht behandelt worden
(die Beschwer
deführerin werde weder psychopharmakologisch noch
- bei einer
Sitz
ungsfre
quenz
von zwei Sitzungen pro Monat -
psychiatrisch-psy
chothera
peutisch aus
reichend behandelt). Bei adäquater Behandlung sei inner
halb der kom
menden drei Monate von einer Besserung auszugehen. Die Diag
nose einer
Panikstörung
erfülle die Beschwerdeführerin nicht.
Sie erleide unter anderem be
i ihren
Enge
gefühlen
in der Brust keine wiederkehrenden schweren
Angst
atta
cken
und auch
keine Ängste
zu sterben; die Symptomatik sei
nicht aus
geprägt genug.
Die Diag
nose ein
er
somatoformen
Schmerzstörung
, wie sie die Kollegen des
Zentrums F._
geste
llt hätten,
könne angesichts der Diagnoseliste mit ob
jek
tivier
ba
ren Befunden nicht gestützt werden. Ebenso sei
die
attestierte 100%ig
e Arbeits
un
fähigkeit als Kassie
rerin sowie in angepasster Tätigkeit schwer nach
voll
ziehbar
(
Ziff.
13 zweiter Ab
satz). Aus
psychiatrischer Perspektive sei
zum aktu
ell
en Zeit
punkt aufgrund der unbehandelten depressiven Episode ab
Untersuch
ungs
datum
von einer
50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
Die Einschränk
ung
en seien dem Mini-IC
F (vgl.
Ziff.
11) zu entnehmen
(
Ziff.
14).
3.4
Am
3
0.
April 2013
erstatteten PD
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Phy
sikali
sche Medizin und Rehabilitation/
Rheumatol
o
gie,
Zentrum Z._
, und
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt Klinik
J._
,
ein
Gutachten im Auftra
g der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6
/39). Sie stützten sich
auf die
ihnen überlassenen Akten
(S.
2
Ziff.
1.1)
und Röntgenbilder (S.
4 f.
Ziff.
3.1)
,
die Angaben der Beschwerdeführerin
(S. 3 f.
Ziff.
2)
, die am 2
5.
und 2
6.
Februar
2013 erhobenen Untersuchungsbefunde
(S. 4
Ziff.
3)
inklusive Er
geb
nisse der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit
,
EFL
(S.
11 ff.
)
sowie die
am 1
5.
Februar 2013 erfolgte
psychiatrische Be
gutach
tung
durch
Dr.
I._
(Gutachten
vom 1
9.
Februar 2013,
Urk.
6/34; vgl. S.
1 unten).
Die Gutachter
nannten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Ar
beits
fähigkeit (
S. 6 f.
):
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom
aktuell ohne
radikuläre
Reiz- oder sichere Ausfal
lkomponente
rechts lokalisierte degenerative Veränderungen L5/S1 deutlich stärker wie L4/5, strukturell stabil über Jahre
ohne sensomotorische Ausfälle
ausgeprägtes dysf
unktionales Krankheitsverhalten
aktuell
klinisch wenig aktives
myofaszial
betontes
Zervikovertebralsyn
drom
gegebenenfalls verbessert durch fehlende Arbeitsbelastung
mittelgradige depressive
Episode mit somatischen
Symptomen
(ICD-10 F32.11)
Als Diagnose ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine psychophysische Erschöpfung bei Klaustrophobie (S. 7 oben).
Sie
führten
aus,
aus rein somatischer Sicht bestünden strukturelle Veränderun
gen
mit episodenhaft verlaufenden Rückenschmerzen sowie
belastungsabhängi
gen
Nackenschmerzen mit Bedarf von vermehrten Pausen bei der Ausübung ei
ner
statisch-monotonen, überwiegend sitzenden Tätigkeit (S. 9
Ziff.
7.1).
Wäh
rend
die
Beschwerdeführerin
bei der klinischen Untersuchung ein adäquates
Krank
heits
verhalten
gezeigt habe, habe sie sich bei der EFL auf einem sehr tie
fen Niveau limitiert, Inkonsistenzen gezeigt und die „Minimal Performance“ bei den
Belast
barkeitstests
nur knapp erreicht. Entsprechend sei die Erstellung eines
Zu
mut
bar
keitsprofils
erschwert und es müssten medizinisch-theoretische Über
leg
ungen
hinzukommen (S. 6 Mitte).
Im psychiatrischen Teilgutachten sei
als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symp
to
men (ICD-10 F32.1) und damit auch eine Einschränkung der zumutbaren
Will
ens
anstrengung
bei der Überwindung der Beschwerden zur Ausübung einer be
ruf
lichen Tätigkeit bestätigt worden. Allerdings habe eine volle Arbeitsun
fähig
keit im Vergleich zu den Voruntersuchungen auch
nicht bestätigt werden können
(S. 6 unten).
Die Arbeitsfähigkeit sei hauptsächlich durch ein psychisches Leiden einge
schränkt,
die angestammte Tätigkeit zusätzlich durch eine somatische Proble
ma
tik. Psy
chosoziale Aspekte seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nich
t
berück
sichtigt worden. Hier dürften zusätzlich motivationale Faktoren mit
wir
ken,
welche selbstverständlich keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit hätten (S.
9
Ziff.
7.3).
Die angestammte Tätigkeit als Kassiererin sei der Beschwerdefüh
rerin aus rein
rheu
matologisch- orthopädischer
Sicht einerseits aufgrund der vorhandenen struk
turellen Ver
änderungen und andererseits der
beruflichen Anforderungen
einer überwiegend sitzenden Tätigkeit mit statisch-monotonen Anteilen auch der
oberen Extremi
täten
lediglich
im Umfang von sechs Stunden (ganztags mit zwei Stunden ver
mehrten Pausen) zum
utbar.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 50
%
seit Mai 201
2.
Entsprechend sei inter
dis
ziplinär von einer
50%
igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Kassiere
rin auszugehen
.
Initial sei die Arbeitsfähigkeit stärker somatisch bedingt gewe
sen, mit einer vollen Arbeitsunfähigkeit vom
4.
Mai bis 2
8.
August
2011
,
einer 60%igen A
rbeitsunfähigkeit vom
2
9.
September bis 1
2.
Oktober 2011
und einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit seit 1
3.
Oktober 2011 (S. 8
Ziff.
5.1).
E
ine wechsel
positionierte
leichte bis knapp mittelschwere
Tätigkeit
, in welcher selten
mit
Lasten
bis zu 15 kg und nur manchmal mit Last
en bis 10 kg hantiert
werden müsse, sei der Beschwerdeführer
in grund
s
ä
tzlich ganztags zumutbar
.
Aus
psychiatrischer Sicht
bestehe auch in e
iner angepassten Tätigke
i
t
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit seit Mai 2012, wobei sehr
hohe Anforderungen an die Konzen
tra
tion und die Schnelligkeit sowie ein schneller Wechsel in den
Ar
beitsab
läu
fen
sowie Nachtarbeit vermieden werden sollten. Eine 50%ige Ar
beits
tätigkeit
in einer angepassten Tätigkeit wäre der Beschwerdeführerin ret
rospektiv zu
min
dest ab 1
3.
Oktober 2011
und - bis zu
der
psychisch bedingten
50%igen Arbeits
unfähigkeit
ab Mai 2012
- vorübergehend vermutlich auch in einem höheren Umfang
zumutbar gewesen
(S. 8
Ziff.
5.2).
Betreffend die Verbesserungsmöglichk
e
i
t
en aus psychiatrischer Sicht verwiesen die Gutachter auf das psychiatrische Teilgutachten (S. 9
Ziff.
6.2). Darin führte
Dr.
I._
aus, dass die Beschwerdeführerin primär eine fachgerechte medika
men
töse Einstellung der Schlafstörungen und der depressiven Störung benötige.
Dazu empfehle er dringend eine
vier- bis sechswöchige
stationäre psychosoma
ti
s
che Rehabilitation zwecks Verbesserung der körperlichen und geistigen Leis
tungs
fähigkeit, Stabilisierung der Stimmungslage und Wiederherstellung der vollen
Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
6/34 S. 9
Ziff.
8.1-2). U
nter intensiven therapeut
i
schen Massnahmen inklusive
fachgerechter Einstellung der Psychopharmako
therapie sei mit
einer vollständigen Rückbildung der depressiven
Symptomatik und
der Wiederherstellung
einer vollen Arbeitsfähigkeit
zu rechnen (
Urk.
6/34
S.
8 unten).
3.5
In seiner Stellungahme vom 1
7.
Mai 2013 (
Urk.
6/
5
4/3 ff.) führte
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, Rheumatologie und Hämato
logie,
Regio
naler
Ä
rztlicher Dienst (RAD), aus, das
eingeholte Gutachten
sei in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die gezo
genen Schluss
folgerungen würden in nachvollziehbarer Weise hergeleitet (
Urk.
6/54/4 oben)
. I
n der bisherigen Tätigkeit als Kassiererin sei seit 1
3.
Oktober 2011 aus rheumatologischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von 25
%
(ganztä
g
ige
Arbeits
tätigkeit
mit zwei Stunden Pause pro Tag) und aus psy
chiatrischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
und damit zusam
mengefasst von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
auszugehen. In angepasster Tätigkeit bestehe seit Mai 2012 eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
(
Urk.
6/54/4 Mitte). Dringend zu emp
fehlen sei
eine ärztliche medikamentöse Behandlung der Schlafstörun
g und eine psychosomatische Beh
andlung, vorzugsweise in ei
ner Rehabilit
ationsklinik, ein
schliesslich medikamentöser Therapie. Durch diese Massnahmen könne die Ar
beits
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht wieder voll
umfänglich hergestellt werden,
was einer Reduktion der Arbeitsunfähigkeit in angepasste
r Tätigkeit um 25
%
ent
spreche
(
Urk.
6/54/4 unten)
.
3.6
Mit Schreiben vom 3
0.
Mai 2013 (
Urk.
6/44)
teilte
die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit, die Abklärungen hätten ergeben, dass ihre Erwerbsfä
higkeit mit einer ärztlichen medikamentösen Behandlung der Schlafstörung so
wie einer psychosomatischen Behandlung, vorzugsweise in einer Rehabilitati
ons
klinik, einschliesslich medikamentöser Therapie wesentlich verbessert wer
den könne. Sie forderte die Beschwerdeführerin auf, diese Massnahme mit ihrem Haus
arzt umzusetzen (S.
1
Ziff.
2)
und wies sie auf ihre
Schadenminderungs
pflicht
hin (S.
2
Ziff.
4).
Sie hielt fest,
dass sie das Abklärungsverfahren wäh
rend
dieser Zeit sistieren und keinen Entscheid bezüglich eines allfälligen IV-Renten
anspruchs fällen werde. Nachdem sie (die Beschwerdeführerin) die er
wähnte Mass
nahme durchgeführt habe, werde sie die Abklärungen wieder auf
nehmen und
danach entscheiden, ob
die Beschwerdeführerin
Anspruch auf eine Inva
li
denrente habe (S.
1
Ziff.
3). Sollte sie sich der Therapie nicht unterziehen, werde
ihr Renten
anspruch so beurteilt, als ob die Massnahme durchgeführt worden wäre
, was zur Ableh
nung oder Kürzung der Rente führen könne (S. 2
Ziff.
4).
Schliesslich setzte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine Frist von
zwei Mo
naten an, um mitzuteilen, wann und wo sie die erwähnte Massnahme durch
führen werde (S. 2
Ziff.
5).
Mit Schreiben vom
5.
August 2013
(
Urk.
6/46/1) erkundigte sich die
Beschwer
de
gegnerin
bei der Beschwerdeführerin,
wo sie die angeordne
te Behandlung durch
führen lasse
.
Am
1
6.
August 2013
teilte die
Beschwerdeführerin
mit
, dass
sie
im
Zentrum L._
und durch
Dr.
B._
be
han
delt werde (
Urk.
6/46/2).
3.7
Am 1
4.
Oktober 2013
berichteten
med.
pract
.
M._
, Facharzt für Psy
chiatrie
und
Psychotherapie,
N._
,
MSc
Psychologe,
und wie
de
rum
Dr.
D._
,
diesmal
Zentrum L._
(
Urk.
6/51
/6-9), die Beschwerdeführerin stehe
seit 1
4.
August 2013 ununterbrochen in ihrer ambulanten tagesklinischen Be
hand
lung (
Ziff.
1.2).
Sie nehme am tagesklinischen Behandlungsprogramm
,
be
ste
hend
aus Einzeltherapie, Gruppentherapien sowie Sport- und Bewegungs
the
ra
pien
,
teil und werde med
ikamentös behandelt (
Ziff.
1.5)
Die Arbeitsleistung (Konstanz, Ausdauer, Müdigkeit, Leistungsverminderung) könne
auf dem Hintergrund der mittelgradigen depressiven
Episoden mit soma
tischem Syndrom und den unerwarteten, unkontrollierten, plötzlich auftreten
den Panikattacken nicht im erforderlichen Ausmass erbracht werden. Die Be
schwerdeführerin habe schon mehrere Rückfälle erlitten, leide an erheblichen
Konzentrationsproblemen, Schlafstörungen und Schmerzattacken, was be
i
ihr Un
ruhe und Nervosität verursache und zu schneller Übermüdung und Überfor
de
rung führe. Aufgrund d
ieses Leistungsprofils und ihrer
Diagnose, mitte
l
gra
dige
depressive Episode, Gelenksrheuma und posttraumatische
Belastungsstö
rung
(PTBS)
,
sei die Beschwerdeführerin in einem stark labilen Zustand und zu 100
%
arbeitsunfähig für sämtliche Tätigkeiten in der freien Marktwirtschaft und auch für angepasste Tätigkeiten
. Eine Arbeit in angepasster Tätigkeit sei nicht rea
lis
tisch,
die Beschwerdeführerin sei zurz
eit mit dem eigenen Haushalt und der Ad
mi
ni
stration bereits am Limit ihrer Belastbarkeit und müsse dabei viele Pausen machen. Der Ehemann unterstütze sie im Haushalt (
Urk.
6/51/6).
3.8
Am 2
4.
Oktober 2013 erstatteten
Dr.
med.
O._
, Fachärztin für Psychiat
rie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
P._
, Facharzt für P
sychiatrie und Psychotherapie,
eine Aktenbeurteilung im Auftrag des
Krankentaggeldversi
che
rers
(
Urk.
6/52/3-9).
Darin übten sie Kritik an einem Bericht der Ärzte und Psy
chologen des
Zentrums F._
vom 2
8.
Dezember 2012 (S.
2 f.) und nahmen Stellung zum
Bericht von
Dr.
G._
vom
8.
Januar 201
3.
Den von
Dr.
G._
erhobe
ne
n psy
chopathologischen Befund bezeichneten
sie als vollständig, nachvoll
ziehbar
so
wie
den AMDP-Kriterien entsprechend und die Evaluation und Ein
schätzung
hin
sichtlich der aktuellen, konkreten Arbeitsfähigkeit als korrekt (S.
3 oben). Zu
m psychiatrischen Gutachten von
Dr.
I._
führten sie aus, dass der psycho
pa
thologische Befund sehr knapp gehalten sei. Warum die von
Dr.
I._
diag
nos
tizierte mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen zu einer
andauernden und bleibenden Einschränkung der Arbeits
fähigkeit führen solle, sei nicht nachvollziehbar, denn es handle sich um eine behandelbare Störung. Sofern eine konsequente und adäquate Therapie erfolge, müsste mit einer
Voll
remission
innerhalb von zwei bis drei Monaten gerechnet werden. Für den
Be
handlungszeitraum
weniger Monate könne daher von einer
Einschränku
ng von 50
%
ausgegangen werden
(S. 3 f.). Soweit die behandeln
den Ärzte des
Zentrums F._
in einem weiteren Bericht vom 2
4.
Juni 2012
ausführten
, dass nach 26 Sitzungen
kein gewünschter Erfolg zu erzielen gewesen sei, sollte die Behandlungs
me
tho
d
e dringend neu evaluiert werden. Eine suffizie
n
te
anti
depressive
Medikation sei anscheinend immer noch nicht etabliert und eine
Compliancekontrolle
an
schei
nend
nie durchgeführt worden
(S. 4 Mitte).
D
ass
- r
ea
ktiv aufgrund der
krankheitsfremden, schwierigen s
ozialen Umstände (Spannungen am Arbeitsplatz)
- eine depressive Entwicklung
entstanden sei,
sei wohl möglich
, wobei das Sturzereignis in der Badewanne die Situation letzt
end
lich massiv verschlimmert habe.
Ob dazumal tatsächlich eine Depression oder eher eine Anpassungsstörung vorgelegen habe, könne nicht näher diffe
renziert werden und erscheine retrospektiv auch nicht massgeblich. Problema
tisch sei, dass sich die Beschwerdeführerin nicht sofort in fachärztliche Be
handlung be
geben habe. Bedenklich sei
auch
, dass
im
Zentrum F._
keine
psychophar
makologische
Medikation etabliert
,
allerdings kontinuierlich eine Arbeitsunfä
higkeit von 100
%
attestiert worden sei. Der Therapieerfolg sei ausgeblieben, wie das
Zentrum F._
selber schreibe.
Über den gesamten Verlauf der folgenden Monate sei die Be
schwer
deführerin medikamentös praktisch unbehandelt geblieben, so
dass auch
Dr.
I._
eine depressive Symptomatologie habe
feststellen können
(S.
5 Mitte).
B
ei einer mittelgradigen Depression (mit somatischem Syndrom), an welchem die
Beschwerdeführerin gemäss Akten nun leide, handle es sich um eine behan
del
bare Störung. Es handle sich nicht um eine anhaltende und andauernde Stö
rung. Dies bedeute, dass sich die Symptomatologie mit einer
Therapie
inner
halb
weniger Monate vollständig zurückbilden sollte. Mit Residuen sollte, je nach Ver
lauf, nicht zu rechnen sein. Für den Zeitraum der
Behandlung
müsste mit einer 50%igen E
inschränkung
der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden
.
Nach etwa drei Monaten müsste wieder eine vollstän
dige Arbeitsfähigkeit vorliegen
. Aufgrund des
protrahierte
n
Verlauf
s wäre eine
stationäre Behand
lung
in einer psychia
tri
schen Klinik
nun
als
zwingend
anzusehen
(S.
5 f.).
Im Rahmen der stationären
Behandlung sollte eine psychopharmakologische Medi
kation eta
bliert und an
hand
der Blutspiegel evaluiert werden (S.
6
Ziff.
6). Al
lein auf
grund der Akten
lage sei der derzeitige Arbeitsunfähigkeitsgrad schwer einschätz
bar. Sollte, so wie
in den Akten dokumentiert, eine mittelgradige De
pression vorliegen, so wäre von
einer Einschränkung von etwa 50
%
auszuge
hen. Eine 100%ige Arbeitsun
fähig
keit sei versicherungsmedizinisch nicht ge
rechtfertigt
(S. 6
Ziff.
7.1-2).
3.9
Dr.
med.
Q._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD,
führte
in seiner Stellungnahme vom 1
2.
Dezember 2013 (
Urk.
6/54/5 f.)
aus,
der zwi
schenzeitlich eingegangene Bericht des
Zentrums L._
vom 1
4.
Oktober 2013 sei nicht ver
wertbar. Weder könne damit eine Verschlechterung des Gesundheitszustands belegt werden, noch
sei ein wortwörtlich identischer psychopathologi
s
cher Be
fund nach einem Jahr plausibel. Es könne weiterhin auf das
eingeholte
Gutach
te
n abgestellt werden.
3.10
Gemäss einer Notiz
im
Feststellungsblatt vom
9.
Januar 2014 (
Urk.
6/54) ergab eine in der Folge durchgeführte Besprechung zwischen der Kundenberaterin und einem/einer weiteren, nicht bekannten Mitarbeiter/Mitarbeiterin der
Beschwer
de
gegnerin
, dass aus psychiatrischer Sicht kein dauerhafter IV-relevanter
Ge
sundheitsschaden
ausgewiesen sei. Bei der Diagnose einer mittelgradigen de
pressiven Episode handle es sich um eine Episode und keine Störung, die Epi
sode sei nicht versichert/gelte als überwindbar. Aus somatischer Sicht sei somit von einer 25%igen Einschränkung angestammt und angepasst auszugehen (
Urk.
6/54 S. 6 oben).
3.
11
In einem am
2
2.
Januar 2014
zu
Handen
der Hausärztin erstatteten Bericht
(
Urk.
6/61) diagnostizierten
die Ärzte der
Klinik A._
,
Wirbelsäulenchirur
g
i
e
und Neurochirurgie,
ein chronisches
lumbospondylogenes
und
lumboradi
ku
läres
Schmerzsyndrom L5 links mit
Spinalkanalstenose L4/5
sowie
Osteo
chon
drose
L5/S1 mit
Diskusbulging
und möglichem Kontakt zu den Wurzeln
rezessal
(S.
1 Mitte).
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin habe sich
am 1
6.
Januar 2014
zur Besprechung des operativen
Prozederes
vorgestellt. Sie be
richte über
unveränderte Rückenschmerzen, jedoch mit im Vordergrund stehen
den Ausstra
h
lungen in das linke Bein in das
Dermatom
L5 beziehungsweise S1 beim Sitzen und beim Liegen sowie
über
ein zunehmendes Müdigkeitsgefühl im lin
ken Bein nach einer halben Stunde Gehen
(S.
1 unten)
. In erster Linie würden sie einen Sakralblock empfehlen, gegebenenfalls im Anschluss an eine Evalua
tion einer
Schmerzgenese im Segment L5/S1 bei Vakuumphänomen und
Osteo
chondrose
eine Facettengelenksinfiltration L5/S
1.
Die
s
im Hinblick auf eine mögliche Fusion
in diesem Segment. Da die Beschwerdeführerin
infiltrativen
Massnahmen sehr zurückhaltend gegenüber stehe, könnten sie als operative Option eine Dekom
pression L4/5 bei Spinalkanalstenose und
Claudicatio
spina
lis
empfehlen, wobei mit dieser Operation eine vollständige
Regredienz
der Rü
ckenschmerzen nicht garantiert werden könne
; Ziel wäre
in erster Linie eine Verbesserung der
radi
ku
lären
Problematik (S. 1 f.).
3.12
Am 2
8.
Januar 2014 nahmen
med.
pract
.
M._
und
Dr.
D._
,
Zentrum L._
, Stell
ung zur Aktenbeurteilung von
Dr.
O._
und
Dr.
P._
(
Urk.
6/60)
.
Sie
führten aus, in ihrem nach Ergehen der Aktenbeurteilung verfassten Entlassungsbericht vom 2
4
.
Oktober 2013 hätten sie objektiv mit
reliablen
neuropsychologischen Tests und einer Langzeitbeobachtung der Beschwerdeführerin festgestellt, dass die
se
an Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblemen leide, klinisch eine
mittel
gradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) vorliege
und die Depression wäh
rend
der achtwöchigen tagesklinischen Behandlung sogar deutlich zuge
nom
men habe.
Mit
der zusätzlichen Diagnose einer Panikstörung
hätten sie
gut be
grün
det, wa
rum eine Arbeitsfähigkeit nicht vorhanden sei (S.
2
Ziff.
1-2). Die medi
kamen
töse Behandlung
sei
vielfältig versucht worden, zum Beispiel mit
Trittico
und
Gabapentin
, von der Beschwerdeführerin aber nicht
vertragen wor
den
(S.
2
Ziff.
3)
. Die
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin sei vielfältig er
wogen wor
den, schlussendlich habe sie sich dann für eine tagesklinische Behand
lung mit den gleichen Therapiebausteinen wie stationär entschlossen
,
mit aller
dings nur geringem Erfolg und einer deutlichen Verstärkung der Depression wegen den zu
hohen Anforderungen. Daher sei eine
Hospitalisation
ebenfalls keine Lösung (S. 2
Ziff.
5). Ihrer Ansicht nach
leide
die Beschwerdeführerin
nach wie vor
an
ei
nem
massivem psychiatr
ischen
Störungsbild
und sei
auch für an
gepasste Tätig
keiten zu
100
%
arbeitsunfähig (S. 2 unten).
3.13
In seiner Stellungnahme vom 1
3.
August
2014
äusserte sich
Dr.
Q._
, RAD,
dahingehend, dass
keine neuen medizinischen Fakten vor
lägen
, weshalb er auf seine Stellungnahme vom 1
2.
Dezember
2013
verweise (
Urk.
6/64/2).
4.
4.1
Ausweislich der medizinischen Akten besteht bei der Beschwerdeführerin ein
Rückenleiden mit diversen radiologisch nachgewiesenen degenerativen Verän
de
rungen sowohl im Bereich der LWS als auch der Halswirbelsäule, HWS (vgl.
vor
stehend E.
3.1 und E.
3.4).
D
es Weiteren
wird
eine zunehmende depressive Ent
wicklung aufgrund von schwierigen Bedingungen am Arbeitsplatz sowie
den
nac
h dem Sturzereignis vom
3.
Mai 2011
exazerbierten
Rückenschmerzen be
schrieben (vgl. vorstehend E.
3.3 und E.
3.8), welche dazu führte, dass sich die
Beschwerdeführerin im Juli 2012 ins
Zentrum F._
in Behandlung begab (vgl. vorste
hend
E. 3.2).
4.2
Im Februar 2013 wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der
Beschwerdegeg
nerin
im Rahmen einer
bidisziplinären
Begutachtung umfassend untersucht
(vgl. vorstehend E.
3.4)
. Im Gutachten wurden die
Vorakten
berücksichtigt und
–
so
weit möglich - gewürdigt (vgl.
Urk.
6/34 S.
7 f.
, S.
9
Ziff.
8.4.4
und S.
10
Ziff.
8.6,
Urk.
6/39 S.
6 unten)
. Des Weiteren fanden die Angaben der Be
schwer
deführerin
sowie
ihr Verhalten anlässlich der persönlichen Untersuchun
gen
und
im Rahmen der EFL Eingang in die gutachterliche Beurteilung. Die im Gutach
ten
hinsichtlich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit gezogenen Schlussfolge
rungen leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
ein. Davon gingen auch der RAD-Allgemeinmediziner und Rheumatologe
Dr.
K._
und der RAD-Psychiater
Dr.
Q._
aus. Beide sprachen sich für ein Abstellen auf das
Z._
-Gutachten aus (vgl. vorstehend E. 3.5, E. 3.9 und E. 3.13).
D
ie Beschwerdegegnerin zweifelt
e
den Beweiswert des
eingeholten Gutachtens nicht an.
In Bezug auf den somatischen Gesundheitszustand stellte sie
dar
a
uf ab
.
D
ie im
Z._
-Gutachten aus psychiatrischer
- und letztlich auch aus interdis
ziplinärer -
Sicht
für jegliche Erwerbstätigkeit
attestie
rte Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bezeichnete
sie
in Anbetracht der diagnostizierten mittelgradigen depres
siven Episode
indes
als invalidenversicherungsrechtlich nicht relevant (vgl. vor
stehend E. 2.1).
Dabei stützte sie sich offensichtlich auf
die
im
Feststellungs
bla
tt
vom
9.
Januar 2014 vermerkte
Besprechung zwischen
zwei ihrer M
itar
beiter/
Mitarbeiterin
nen
(vorstehend E. 3.10
).
4.3
F
ür
die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens
bedarf es grund
sätzlich
einer fachärztlichen Diagnose, die sich lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abstützt (BGE 130 V 396 E.
6, Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2009 vom 3
0.
August 2010 E.
3.2.3). Im Rahmen der freien Beweiswürdigung (
Art.
61
lit
. c ATSG) darf sich dabei die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht - weder über die den beweisrechtlichen Anforde
rungen (BGE 125 V 351 E. 3a) genügenden medizinischen Tatsachenfeststellun
gen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolge
rungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten
sozialversiche
rungsrechtlichen
Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Die
rechtsanwen
denden
Behörden haben mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztliche Ein
schätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte (insbe
sondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitbe
rücksic
htigt
, welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbe
achtlich sind
(Urteil des Bundesgerichts 9C_176/2011 vom 2
9.
Juni 2011 E. 4.2
mit
Hinwei
sen).
Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung
kann auch eine diagnos
ti
zierte
mittelschwere depress
ive
Episode
eine IV-rechtlich relevante Be
ein
träch
ti
gung der
Leistungsfähigkeit und damit
eine
(Teil-)
Invalidität
bewirken
(
vgl.
Ur
tei
l
des Bundesgerichts
9C_
890/2010 vom 2
0.
Juni 2011 E. 5.3, Urteil 9C_1041/2010
vom 3
0.
März 2011 E. 5.2).
4.4
Die im
Z._
-Gutachten attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50
%
für jegliche Er
werbstätigkeit wurde zur Hauptsache mit dem depressiven Leiden
im Sinne ei
ner
mittelgradigen depressiven Episode
begründet, wobei die aus somatischer Sicht attestierte
75%ige
Arbeitsfähigkeit in der
angestammten und volle
Ar
beitsfähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit
darin aufgeht.
Invaliditäts
fremde
p
sy
cho
soziale und motivationale Faktoren
fanden
gemäss
ausdrückli
chem Vermerk
der Gutachter
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
keine Be
rücksichtigung
(vgl. vorstehend E.
3.4).
Im psychiatrischen Teilgutachten legte
Dr.
I._
in nachvollzieh
bar begründeter Weise dar, dass die
eingeschränkte
Arbeits
unfähig
keit auf die reduzierte Konzentrationsfähigkeit, die reduzierte geistige Flexi
bi
li
tät aufgrund der formalen Denkstörungen, die reduzierte psy
chische Belast
bar
keit
aufgrund der depressiven Störung, die Antriebsstörungen sowie die depressiv be
dingte allgemeine Müdigkeit mit konsequentem, ver
mehrtem Erholungsbedarf zurückzuführen sei (
Urk.
6/34 S. 9
Ziff.
8.4.1).
Rund einen Monat vor der Begutachtung im
Zentrum Z._
hatte auch die Psychiaterin
Dr.
G._
nach am
8.
Januar 2013 erfolgter Untersuchung der Beschwerde
füh
rerin eine die Arbeitsfähigkeit um 50
%
einschränkende Depressivität im Sinne
einer mittelgradigen depr
essiven Episode diagnostiziert
(
vgl.
vorstehend
E.
3.3). In ihrer psychiatrischen Aktenbeurteilung vom Oktober 2013
(vorste
hend
E.
3.8)
bezeichneten
Dr.
O._
und
Dr.
P._
die Einschätzung von
Dr.
G._
hinsicht
lich der
erhoben
en Befunde und der
im damaligen Zeitpunkt attestierten
A
r
b
ei
ts
fähigkeit
als
nachvollziehbar und korrekt.
Die von
Dr.
I._
erhobenen Befunde
erachteten
sie zwar als knapp,
seine
in Bezug auf
die
Arbeit
sfähigkeit gezogenen Schlussfolger
ungen stellten sie aller
dings ebenfalls nicht in Frage und
bestätigten
, dass bei Vorliegen der in den Akten beschriebenen mittelgradig depressiven Symptomatologie von einer Einschrän
kung von e
twa 50
%
auszu
gehen
wäre
.
4.5
Die von den Ärzten
und Psychologen des
Zentrums F._
und
Zentrum L._
genannten Diagnosen einer an
haltende
n
somatoforme
n
Schmerzstörung und
einer
Panikstörung (vgl.
vorstehend E.
3.2, E.
3.7 und E.
3.12)
konnten
weder
Dr.
G._
noch
Dr.
I._
bestätigten,
wobei sie die Gründe für ihre abweichende Einschät
zung darlegten
(vgl. vorstehend E.
3.3-4 sowie
Urk.
6/34 S.
8 oben)
, während sich in den Berich
ten
des
Zentrums F._
und
Zentrum L._
keine nachvollziehbare Herle
i
tung der genannten Diag
nosen
findet
;
darauf wiesen auch
Dr.
O._
und
Dr.
P._
hi
n (
Urk.
6/52
/3-9
S.
2
f.)
.
Das
G
leiche gilt für die von den Ärzten und Psychologen des
Zentrums F._
und
Zentrums L._
attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Arten von Tätig
keite
n
.
4.6
Vor dem Hintergrund dieser medizinischen
Aktenlage
hat das Vorliegen eines fachpsychiatr
i
sch festgestellten, krankheitswertigen depressiven Leidens
als aus
gewiesen zu
gelten
,
und es
besteht kein Anlass,
von der gutachterlich
attes
tier
ten,
aus der Depressivität resultierenden
Arbeitsunfähigkeit von 50
%
abzu
weichen und deren invalidisierende Wirkung zu verneinen.
D
er Umstand, dass
Dr.
G._
(vgl. vorstehend E.
3.3)
,
Dr.
O._
und
Dr.
P._
(vgl.
vorstehend E.
3.8)
und - entgegen der
Ansicht
letztgenannter - auch
Dr.
I._
(vgl. vorstehend E. 3.4)
über
einstimmend davon ausgingen
, dass die Depressivität der Beschwerdeführer
in behandelbar sei,
steht
der Annahme
einer
invalidisierenden
Wirkung
der im
Z._
-Gutachten diagnostizierten mittelgradi
gen
depressiven Episode nicht
entgegen
. G
estützt auf die derzeitige
Akten
lage
muss
davon ausgegangen werden
, dass
hinsi
chtlich des depressiven Leidens
bis zum
mass
gebenden
Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung vom 1
4.
Au
gust
2014
k
eine Verbesserung eingetreten
ist
und
d
er d
epressive Zustand somit
an
hält
. Dies wird nicht zu
letzt
durch
die Aussage von
Dr.
O._
und
Dr.
P._
gestützt wird, wonach der
Verlauf protrahiert
sei
(
vgl. vorstehend E. 3.8)
.
4.7
Mit Blick auf die im
Z._
-Gutachten beschriebene Möglichkeit der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
durch eine adäquate psychiatrische
Behandlung hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom
3
0.
Mai 2013
zutreffend auf die sie treffende Schadenminderungspflicht h
ingewiesen
und sie zu
r Durchführung von
Behandlungsmassnahmen
angehalten (vgl. vorstehend
E.
3.6).
Nachdem die Beschwerdeführerin
ihr
innert
der
mit Schreiben
vom 3
0.
Mai
2013
angesetzte
n
Frist mitgeteilt hat
te
, dass sie
sich im
Zentrum L._
therapie
ren lassen
werde, hat sich die Beschwe
rdegegnerin
jedoch
nicht
weiter mit der
Scha
denminderungspflicht
der Beschwerdeführerin befasst.
Sie hat nicht
über
prüft, ob die
Beschwerdeführerin der ihr auferlegten
Schadenminde
rungs
pflicht
nach
gekommen ist und ihr - widrigenfalls - eine angemessene Bedenk
zeit ein
ge
räumt.
Insofern kann der Beschwerdeführerin
auch
nicht der Vorwurf gemacht werden, sie habe ihre Schadenminderungspflicht verletzt.
Nachdem nach Lage der Akten
aber
weiterhin davon auszugehen ist, dass die
Depressivität der Beschwerdeführerin einer Behandlung zugänglich und
davon
eine
wesentliche Verbesserung der
Erwerbsfähigkeit
zu erwarten ist
,
wird die
Be
schwerdegegnerin
d
ie
Beschwerdeführerin unter Angabe der konkret erwar
te
ten
Therapie
massnahmen
und
auch
des Therapierahmens
(erneut)
zur
Scha
den
min
derung
anzuhalten haben, unter Hinweis
auf die Rechtsfolgen
bei Nicht
ein
hal
tung u
nd unter Einräum
ung
eine
r
angemessene
n
Bedenkzeit
(
vgl.
Art.
7b
Abs.
1 IVG
in Verbindung mit 21
Abs.
4 ATSG).
4.
8
Was
schliesslich
den
Bericht der Ärzte der
Klinik A._
vom Januar 2014 (vorstehend E.
3.11)
anbelangt, so
steht
dieser
einem Abstellen auf das
Z._
-Gutachten nicht entgegen. Die
im genannten Bericht
beschriebenen degenerati
ven Veränderungen waren den
Z._
-
Gutachtern aus den
Vorakten
bekannt (vgl.
Urk.
6/39 S.
2 Mitte, S.
5 oben) und die Ärzte der
Klinik A._
gingen zu
dem
auch
nur von einem möglichen Kontakt zu den Wurzeln
rezessal
aus. Neue Erkenntnisse bringende klinische und
/oder
radiologische Befunde, welche mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf eine weitergehende als die von den
Z._
-Gutachtern aus interdisziplinärer Sicht für jegliche Arten von Tätigkeiten attes
tierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit
schliessen
liessen
, sind dem Bericht der Ärzte der
Klinik A._
nicht zu entnehmen. Von der in diesem Zusammenhang
beantragten Einholung eines Berichts der Hausärztin
Dr.
B._
(vgl.
Urk.
1 S. 5
Ziff.
6) ist in ant
i
zipierter Beweiswürdigung (v
gl
. BGE 131 I 153 E. 3)
abzuse
hen,
nachdem eine bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses eingetretene
massgeb
li
che
Verschlechterung des Wirbelsäulenleidens gestützt auf den Bericht der
Fach
spezialisten
der
Klinik A._
nicht überwiegend wahrscheinlich er
scheint
.
4.9
Zusammengefasst ergibt sich, dass
bei der
Beschwerdeführerin
ein somatischer
und überdies ein
invalidenv
ersicherungsrechtlich relevanter psychi
scher
Ge
sund
heitsschaden
besteh
t
und ihre
Arbeitsfähigkeit für jegliche Erwerbstätig
keit
um
insgesamt
50
%
eingeschränkt
ist.
5.
5.1
Der von der Beschwerdegegnerin zur Bemessung des Invaliditätsgrades heran
ge
zogenen Bemessungsgrundlagen (vgl.
Urk.
6/53)
sind unbestritten ge
blieben
und nicht zu beanstanden (vgl.
Urk.
6/24
Ziff.
2.9 und
Ziff.
2.11)
. Aus
gehend von
der gutachterlich bescheinigten 50%ige
n
Arbeits
unf
ähigkeit
in der angestam
mten
T
ätigkeit
ergibt die anhand eines Prozentvergleichs vorzuneh
mende
Invalidi
täts
bemessung
einen eine halbe Rente begründenden
Invalidi
tätsgrad
von 50
%
.
5.2
Gestützt auf die medizinischen Akten ist
davon auszugehen, dass die Arb
e
i
ts
fähig
keit der Beschwerdeführerin seit dem Sturzereignis vom
3.
Mai 2011 unun
terbrochen
und
massgeblich
beeinträchtigt
ist
(vgl. vorstehend E. 3.1 und E. 3.4)
.
Nachdem die IV-Anmeldung am 1
8.
Mai 2012 erfolgte, hat
die Be
schwerde
füh
rerin
ab
1.
November 2012 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (
Art.
28
Abs.
1
lit
. b in Verbindung mit
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG). Die
s führt zur
Gut
heiss
ung
der Beschwerde
, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Verfahrensausgang kann offen bleiben, ob die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ihre Begründungspflicht
verletzt
und damit
- wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht (vgl. vorstehend E. 2.2) - eine G
ehör
sverletzung begangen ha
t.
6.
6.1
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
I
VG sind ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
6.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Vorliegend ist die Prozessen
t
schädigung
beim mass
geblichen Stundena
nsatz von
Fr.
200.-- auf
Fr.
2‘0
00.-- (inkl. Barauslagen
und Mehrwertsteuer) festzulegen und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen.