Decision ID: 0c743564-4b0d-4529-b510-cd1ca038618c
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1956 geborene
X._
war nach einer Tätigkeit als Informa
tiker seit dem
1.
Mai 2013 arbeitslos und bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 2
9.
November 2013
liess er der
Suva
mitteilen, dass er am
15. November 2013 einen Auffahrunfall
erlitten und sich dabei ein Schleudertrauma zugezogen habe (Urk. 9/1). Die am 1
8.
November 2013 konsultierte erstbehandelnde Dr. med.
Y._
, FMH Innere Medizin, stellte die vorläufige Diagnose eines kranio-zervikalen Be
schleunigungstraumas Grad I nach Quebec Task Force (
QTF;
Bericht vom 9. Dezember 2013; Urk. 9/8). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld;
Urk.
9/3) und stellte diese mit Mitteilung vom
19. Juni 2015 per 30. Juni 2015 ein (Urk. 9/94).
Am 3. August 2015 teilte der Versicherte der Suva einen am 21. Juni 2015 erlit
tenen weiteren Unfall mit, bei welchem er einen heftigen Schlag im Nacken und am rechten Ellbogen verspürt habe (Urk. 9/104). Der am 23. Juni 2015 konsul
tierte erstbehandelnde Dr. med. Z._, Chirurgie FMH, erhob als vorläufige Diagnose einen Status nach Präsynkope mit Beinschwäche links und Sturz zu Boden (Urk. 10/4 S. 2). Die Suva zog daraufhin ihren Entscheid vom 19. Juni 2015 betreffend Leistungseinstellung zurück und erbrachte rückwirkend ab 1. Juli 2015 weiterhin die
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Tag
geld
; Mitteilung vom 28. Oktober 2015; Urk. 9/116).
Mit Verfügung
en
vom 2
5.
Februar 2016 schloss die Suva den Fall per
29. Februar 2016
ab und stellte ihre Leistungen ein.
D
en Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen verneinte sie mit der Begründung,
es lägen keine adä
quaten Unfallfolgen vor
(Urk.
9/128 und Urk. 10/32
).
D
ie vom Versicherten ge
gen diese
Entscheid
e
erhobene Einsprache vom 2
3. März 20
16 (Urk.
9/130
)
hiess die Suva mit Einspracheentscheid vom
4.
Oktober 2016
in dem Sinne
teilweise gut, dass sie Heilbehandlung und Taggeldleistungen bis zum 21. Juni 2016 er
brachte. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
17. Oktober 2016
Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte
sinngemäss, ihm seien weiterhin Versicherungsleistungen auszurich
ten.
Am
5. Januar 2017
(Urk.
6
)
reichte er einen Bericht des A._ vom 30. Dezember 2016 (Urk. 7) nach. Die Suva bean
tragte am 6. Januar 2017
Abweisung der Beschwerde
(Urk. 8).
Mit Replik vom 2
5.
Januar 2017 (
Urk.
13) und Duplik vom
1.
Februar 2017 (
Urk.
15) hielten die Parteien an ihren jeweiligen Standpunkten fest, was ihnen mit Verfügung vom
6.
Februar 2017 gegenseitig zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 16).
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
ihrerseits
wies
das Leistungsbegehren des Versicherten mit Verfügung vom
2.
Dezember 2016 ab
. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts vom heutigen Datum abgewiesen (Prozess Nr. IV.2017.00034).

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
sicherung (UVV) in Kraft getre
ten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Die hier zu beurteilenden Unfälle haben sich am 1
5.
November 2013 und am 2
1.
Juni 2015 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zi
tiert werden.
1.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüberge
hen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invaliden
rente und ei
ne Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortset
zung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu
standes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Be
griffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender ge
ringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für die
se Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörun
gen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu beto
nen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürli
chen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte ge
sundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
1.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
6
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
Objektivierbar
sind Un
tersu
chungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Un
tersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (BGE 138 V 248 E. 5.1 mit Hinweis). Ob eine organisch objektiv ausge
wiesene Unfallfolge vorliegt, beurteilt sich nach dem im Sozialversiche
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1).
1.7
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer ge
wissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Be
einträchtigun
gen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zu
rückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störun
gen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeu
tung für die Entstehung der Arbeits- bezie
hungsweise der Erwerbsunfähigkeit zu
kommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit ande
ren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig da
von, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
-
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
-
erhebliche Beschwerden;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
des
gericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Be
urtei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und ei
ner psy
chischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Be
schwerden auf eine Dif
ferenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psy
chischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/aa und 367 E. 6a).
1.8
Den
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/bb/ee). Trotz dieser grundsätzlichen Be
weiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fach
personen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(
ATSG
)
vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Ein
holung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zwei
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) damit, dass keine strukturell ausgewiesenen, unfallkausalen Schädigungen vorhanden seien. Die erhobenen Diskusschädigungen seien krankhafter Natur. Beim Ereig
nis vom 21. Juni 2015 habe es sich um eine Rückenkontusion im Sinne einer nicht richtungsgebenden Traumatisierung eines Vorzustandes gehandelt. Eine solche Verletzung sei spätestens nach einem Jahr abgeheilt. Die Leistungsein
stellung sei deshalb auf den 21. Juni 2016 festzusetzen (S. 6-8). Zwischen den Unfällen und den weiterhin geklagten, strukturell nicht nachweisbaren Be
schwerden bestehe - aus näher dargelegten Gründen - kein adäquater Zusam
menhang (S. 8-15).
In ihrer
Beschwerdeantwort (
Urk. 8
) hielt sie ergänzend fest,
der im Einsprache
entscheid geschilderte Unfallhergang entspreche den Polizeiakten. Beim Unfall habe es sich um eine lediglich leichte Auffahrkollision gehandelt. Der Be
schwerdeführer sei dementsprechend nach dem Unfall mit seinem Auto weiter
gefahren und erst drei Tage später zum Arzt gegangen (S. 2 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1),
der Einspracheentscheid enthalte diverse Lügen, so unter anderem in Bezug auf den - von ihm näher geschilderten - Unfallhergang (S. 2 f.). Dass er an degene
rativen Vorbelastungen gelitten habe, treffe zudem nicht zu, habe er doch vor dem Unfall keine Beschwerden gehabt und unter anderem täglich Sport treiben können. Er habe durch den Unfall Bandscheibenrisse und weitere in mehreren MRI nachgewiesene Verletzungen in der Wirbelsäule und im Nacken erlitten (S. 3-8).
3.
3.1
Dr.
Y._
stellte
in ihrem Bericht vom 9. Dezember 2013 (Urk. 9/8)
die Diagnose eines kranio-zervikalen Beschleunigungstraumas
Grad I
QTF und führte über die drei Tage nach dem Auffahrunfall vom 15. November am 18. November 2013 erfolgte Erstkonsultation aus, der Kopf des Beschwerdefüh
rers sei aufgrund der Heckkollision an der Kopfstütze angeprallt, die Kopfstel
lung sei gerade gewesen, er sei in aufrechter Sitzposition gewesen, der Airbag sei weder bei ihm noch beim Unfallverursacher ausgelöst worden und er habe nach dem Unfall mit seinem Fahrzeug weiterfahren und die von ihm geplanten Tätigkeiten verrichten können (S. 1). Er habe sofort Kopf- und Nackenschmer
zen und ein Schwindelgefühl, jedoch keine weiteren Symptome verspürt. Im Ju
ni 2001 habe er bereits einen Unfall mit Halswirbelsäulen (HWS)-Beteiligung erlitten. Die Flexion, Linksdrehung und Seitneigung links würden als schmerz
haft bezeichnet, auch bestehe ein Druckschmerz im linken Nackenbereich (S. 2). Äussere Verletzungen habe er keine aufgewiesen (S. 3).
3.2
Im MRI der HWS vom
8.
Januar 2014 (
Urk.
9/48) hielt PD
Dr.
med.
B._
, FMH Radiologie,
vom C._,
folgende Beurteilung fest:
„
Auf dem Niveau C2/C3 mediane / paramedian rechtsseitige Hernierung mit Duralsack-Querschnittseinengung auf 10 mm. Rechtsbetonte Spondylarthro
se und Uncovertebralarthrose rechts C3/C4 mit Einengung des
Neuroforamens rechts und Tangierung der Nervenwurzel C4 rechts. Flachbogige Hernierung C4/C5 mit Duralsack-Querschnittseinengung auf 9 mm und rechtsbetonter mas
siger Spondylarthrose ohne Kompression. Osteochondrose C5/C6 mit rechtsbe
tonter Spondylarthrose und rechtsbetonter Uncovertebralarthrose. Konsekutiv Kompression der Nervenwurzel C6 rechts foraminal und Duralsack-Querschnittseinengung auf 9 bis 10 mm. Deutliche
mediolateral und foraminal li
nksseitige Diskushernie C6/C7 mit Kompression der Nervenwurzel C7 links und Duralsack-Querschnittseinengung auf 9 mm bei leichten spondylarthrotischen Veränderungen. Keine Weichteilödeme.
“
Dazu führte er aus, d
ie oben beschrie
benen Veränderungen
seien
in erster Linie
degenerativ bedingt, möglicherweise seien die Diskushernien durch die Traumatisierung verstärkt worden. Zusätzlich fänden sich leichte Ödeme in den ventralen Zwischenwirbelscheiben C4/C5 und dann auch C5/C6, diese Veränderungen könnten beispielsweise bei einem Schleudertrauma auftreten. Das leichte subchondrale Ödem in der linksseitigen Deckplatte C6 könne bei Osteochondrose entweder einer Modic I Veränderung entsprechen oder ebenfalls einer Traumafolge.
3.3
Bezüglich
MRI der HWS vom 2
8.
März 2014 (
Urk.
9/19) gab
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH Radiologie und Kardiale Radiologie, vom
C._,
folgende Beurteilung ab:
„
Im Verlauf zum Vorbefund vom
8.
Januar 2014 deutlich zunehmende, in erster Linie als Traumafolge zu werten
de ödematöse Reizreaktion der Pars articularis der Pedikel am Facettengelenk HWK 3/4 links mit leichter ödematöser Weichteilreaktion. Ansonsten keine re
levante Änderung. Weiterhin multisegmentale degenerative Veränderungen mit Osteochondrosen, Bandscheibenprotrusion sowie Unk-/Facettenarthrosen. Durch degenerative Unkarthrose bedingte foraminale Enge rechts in Höhe von HWK 5/6 mit möglicher Kompression der Wurzel C6 rechts. Desweiteren links medi
olaterale Bandscheibenprotrusion in Höhe von HWK 6/7 stationär mit möglicher Irritation der Wurzel C7 links. Minim Ödem in den ventralen Zwischenwirbel
scheibe HWK 4/5 und diskret auch HWK 5/6, diese Veränderungen sind weitge
hend stationär, könnten auch im Rahmen eine
r
Schleudertrauma auftreten. Das leichte subchondrale Ödem in der Deckplatte von HWK 6 bei Osteochondrose ist in erster Linie degenerativ bedingt. Das Myelon zeigt keine Myelopathie. Ne
benbefundlich Läsion dorsal in der linken Schilddrüse mit 11 mm.
“
3.4
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 16. April 2014 (
Urk.
9/50) fest, es beständen keine neurologischen Ausfälle, die im MRI festgestellten Veränderungen seien wahrscheinlich schon vor dem Un
fall vorhanden gewesen, eine Aktivierung im Sinne von neurologischer Symp
tomatik habe nicht stattgefunden (S. 2).
3.5
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Radiologie, vom
G._
, beurteilte das MRI des kraniocervikalen Übergangs und der HWS sowie das Röntgen der HWS vom 1
9.
November 2014 (
Urk.
9/66) wie folgt:
„
Schmerz
bedingt eingeschränkte Rotation im Kopfgelenk. Überzeugende Hinweise auf ei
ne Instabilität oder Läsionen der Kopfgelenkbänder liegen nicht vor. Multiseg
mentale Spondylarthrose, aktiviert und zunehmend v.a. bei C3/4 links. Mediale Diskusprotrusion C2/
3.
Mässig ausgeprägte Osteochondrose und deutliche Unkarthrose C5/6 mit osteogener Einengung des rechten Neuroforamens. Breit
basige Diskusprotrusion C6/7, v.a. links mediolateral und intraforaminal, verge
sellschaftet mit Unkarthrose, dadurch bedingt signifikante Einengung der linken Neuroforamens. Die deutliche Rückbildung der Anfang 2014 beschriebenen Dis
kushernien C2/3 und C6/7 deutet darauf hin, dass beide zum gleichen Zeitpunkt gegen Ende 2013 entstanden sein müssen, d.h. im Zusammenhang mit dem anamnestisch bekannten Unfall. Alle übrigen beschriebenen Pathologien sind unspezifisch, d.h., sie können sowohl traumatischen aus auch degenerativen Ur
sprungs sein.
“
3
.6
Dr. med. H._, Facharzt FMH für Neurologie, stellte in seinem Bericht vom 25. November 2014 (Urk. 9/63) die Diagnose eines schweren cervico-cephalen Schmerzsyndroms bei Status nach Beschleunigungstrauma der HWS und führte aus, der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall gesund, voll leistungsfähig und ausserordentlich sportlich gewesen (S. 1 f.). Es bestehe eine erhebliche Bewe
gungseinschränkung der HWS mit palpatorisch verdickter, druckdolenter sowie tonisierter Nacken- und Schultermuskulatur. Neurologische Ausfälle bestünden keine.
Dem MRI vom 2
8.
März 2014 entnehme er, dass Traumafolgen sichtbar seien in Form einer ödematösen Reizreaktion der Pars articularis der Pedikel am Facettengelenk HWK3/4 links mit auch leichter ödematöser Weichteilreaktion.
Die klinische Untersuchung habe keine Hinweise für eine zervikale Kompressi
onsmyelopathie ergeben. Auch hätten sich keine Hinweise für eine relevante Lä
sion einer zervikalen Wurzel ergeben. Die beschriebenen möglichen Kompressi
onen der Wurzel C6 rechts und der Wurzel C7 links hätten somit vorläufig keine relevante Läsion dieser Wurzeln zur Folge (S. 2 f.).
3.7
Dr. Z._ führte im Bericht vom 3. Dezember 2014 aus (Urk. 9/67), der Be
schwerdeführer leide seit dem Unfall an ständigen Nacken- und Kopfschmerzen mit Schmerzausstrahlungen in die linke Schulter, den linken Arm bis in die lin
ke Hand, oftmals begleitet von Parästhesien. Im Verlauf seien immer häufiger Schwankschwindel hinzugekommen, ferner neuropsychologische Defizite mit Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, erhöhte Er
müdbarkeit, erhöhte Reizbarkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Belastbar
keit. Trotz einer über Monate intensiven konservativen Behandlung mit insbe
sondere Physiotherapie habe sich keine Besserung ergeben, die Beschwerden würden nun seit rund einem Jahr persistieren (S. 1). Insgesamt handle es sich um ein schweres cervicocephales Beschwerdebild, welches traumatisch entstan
den sei bei einem prätraumatisch gesunden, beschwerdefreien und sehr sportli
chen Beschwerdeführer. Insgesamt müsse von einer degenerativen Vorschädi
gung der HWS ausgegangen werden, obwohl er völlig beschwerdefrei gewesen sei vor dem Unfall. Es handle sich somit um aktivierte prätraumatische Verän
derungen ohne neurologische Läsion. Seit dem Unfall und bis auf weiteres be
stehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2 f.).
3.8
Prof. Dr. med. I._, Chefarzt Radiologie von der J._, nahm in seinem Bericht vom 25. März 2015 (Urk. 9/82) zu den bisher durchgeführten MRI-Untersuchungen Stellung. Die im MRI vom 8. Januar 2014 feststellbaren Veränderungen (Mediolinkslaterale Discushernie C6/C7 mit Kom
pression der Wurzel C7 links, Foramenstenose C5/C6 rechts, Osteochondrose C5/C6, Facettenarthrose C3/C4 mit Knochenmarködem auf beiden Seiten des Gelenks) seien in erster Linie degenerativ bedingt. Bei den Veränderungen at
lantodental und im Facettengelenk C3/C4 links müsse auch an eine entzündli
che Genese wie eine CPPD-Erkrankung gedacht werden. Eine zusätzliche Trau
matisierung beispielsweise des Facettengelenkes C3/C4 auf der
linken Seite sei möglich und nicht abschliessend differenzierbar. Das Vorliegen
eines
Knochen
marködem
s
lasse keinen weiteren Schluss auf die Ätiologie zu,
ein
Knochen
marködem sei unspezifisch und könne degenerativ oder traumatisch bedingt sein. Das Vorliegen
eines
Knochenmarködem
s
symmetrisch auf beiden Seiten des Gelenkes spreche in der Regel eher für degenerativ oder entzündlich. Im MRI vom 2
8.
März 2014 habe sich im
Vergleich
zur Voruntersuchung eine Pro
gredienz des Knochenmarködems um das Facettengelenk C3/C4 symmetrisch auf beiden Seiten gezeigt. Die mediolinkslaterale Discushernie C6/C7 sei eher etwas kleiner. Nach wie vor bestehe eine Kompression der Wurzel C7 links. Die übrigen Befunde seien im Wesentlichen unverändert zur Voruntersuchung. Im MRI vom 1
9.
November 2014 zeige sich eine progrediente Arthrose des Facet
tengelenkes C3/C4 auf der linken Seite und eine regrediente Discushernie C6/C7 links. Die übrigen Befunde seien im Wesentlichen stationär zur Voruntersu
chung.
3.9
Kreisarzt
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie FMH, hielt in seiner Beurteilung vom 2
2.
Juni 2015 (
Urk.
9/96) fest, es sei von einem leichten Heck
auf
fahrunfall auszugehen. Offensichtlich sei das Er
eignis für den Beschwerdeführer harmlos gewesen, habe er doch weiterfahren und seiner geplanten Tätigkeit nachgehen können und erst nach drei Tagen erstmals einen Arzt konsultiert. Zu diesem Zeitpunkt habe die HWS-Beweglichkeit zwar schmerzhaft aber nicht eingeschränkt geschienen. Bereits diese initialen Dokumentationen würden eine beim Heckauffahrunfall erlittene strukturelle Schädigung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschliessen. Unfallkau
sal seien keine neurologischen strukturellen Schädigungen entstanden. Eine un
fallkausale Schädigung der im MRI vom
8.
Januar 2014 dargestellten strukturel
len Schäden sei unwahrscheinlich. Angesichts des niedrigen Delta-V von 5.7-9.5 km/h sei auch rein physikalisch nicht von einer strukturellen Schädigung auszugehen, dies auch nicht bei den erheblichen degenerativen Vorschädigun
gen der HWS. Die HWS-Beweglichkeit sei mittlerweile erheblich eingeschränkt
,
doch sei dies bedingt durch die langsam progredienten degenerativen Verände
rungen der HWS. Der medizinische Endzustand sei erreicht. Es könne höchstens von einer vorübergehenden Verschlimmerung ausgegangen werden (S. 5 f.).
3.10
Der den Beschwerdeführer nach dem Sturz vom 2
1.
Juni 2015 am 2
3.
Juni 2015 erstuntersuchende
Dr. Z._
stellte im Bericht vom 2
6.
August 2015 (Urk. 9/109) die Diagnose eines Status nach Präsynkope mit Beinschwäche links und Sturz zu Boden. Die Ursache der akut aufgetretenen Beinschwäche, vor al
lem des linken Beins, bleibe vorerst unklar. Differenzialdiagnostisch stehe eine transient-ischämische Attacke im Vordergrund, neurologisch habe allerdings keine entsprechende Perfusionsstörung gefunden werden können. Angesichts der vorbestehenden Schmerzen bestehe auch die Möglichkeit eines Gefässspas
mus. Der Sturz habe eine Verschlechterung des vorbestandenen cervicocephalen Beschwerdebildes bewirkt, so dass der Befund praktisch identisch sei mit demje
nigen nach dem Unfall vom 1
5.
November 201
3.
Unter konservativer Behand
lung und bei regelmässigen Spaziergängen hätten sich die Beschwerden im Lau
fe des Monats Juli gebessert.
Der Beschwerdeführer
sei weiterhin zu 100
%
ar
beitsunfähig.
3.11
Zum MRI der HWS, des cerviko-thorakalen Übergangs und des kraniozervikalen Übergangs vom 2
5.
September 2015 (
Urk.
10/17) gab
Dr.
med.
L._
, Fachärz
tin FMH Radiologie und Neuroradiologie, vom
C._,
folgende Beurteilung ab:
„
Persistierende T2w Hyperintensität (im Sinne eines Methämoglobinrestes) im Bereich des anterioren Anulus fibrosus des Dis
cus intervertebralis auf Höhe C4/C5 als Hinweis auf einen Extensionsverlet
zung-bedingten anterioren Anulusriss. Kontinuierlich regrediente, weiterhin nachvollziehbare Flüssigkeitsansammlung im Bereich des Nucleus pulposus des Discus articularis auf Höhe C5/C6 als mögliche traumabedingte Veränderung. Kontinuierlich progrediente und aktivierte
Facette
ngelenksarthrose C3/C4 links - Ä
tiologie undefinierbar (DD degenerativ-, DD Trauma-bedingt). Progrediente Osteochondrose Typ Modic 1 C6/C7 - Ätiologie undefinierbar. Regredien
t
e links recessale Diskushernie C6/C7.
“
3.1
2
Kreisarzt
Dr. K._
hielt in seiner Beurteilung vom 3
0.
November 2015 (Urk. 10/26) fest, im MRI vom 2
5.
September 2015 seien keine neuen unfallkau
salen, strukturellen Schädigungen beschrieben worden. Die Befunde seien ent
weder persistierend oder regredient und die als progredient angegebenen Fazet
tengelenksarthrose C3/4 und die Osteochondrose Typ Modic 1 C6/7 als degene
rativ bedingt zu beurteilen.
Dr. Z._
habe überdies am 23. Juni 2015 - mit
hin 2 Tage nach dem neuen Unfallereignis - die genau gleiche HWS-Beweglichkeit festgestellt wie im Bericht vom
3.
Dezember 201
4.
Das Ereignis vom 2
1.
Juni 2015 sei wohl bagatellärer Natur gewesen.
3.1
3
Dr. Z._
und
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Rheumatologie FMH, vom
A._,
führten in ihrem Bericht vom 3
1.
März 2016 (
Urk. 10/41
)
folgende Diagnosen auf (S. 1 f.):
-
Status nach schwerem HWS-Distorsionstrauma mit/bei
-
Status nach Auffahrunfall am 1
5. November 2013
(Delta V 5.7-9.5
km)
-
C2/3 mediane/paramedian rechtsseitige Diskushe
rn
ie mit Duralsack-
Querschnitteinengung auf 10 mm
-
Rechtsbe
t
onte Spondylarthrose und Unkovertebralarthrose C3/4 mit Ein
engung des Neuroforamens re
chts und Tangierung
der Wurzel C4 re
chts.
Progrediente F
acettengelenksarthrose C3/4 links
-
Flachbogige Hernie
ru
ng C4/5 mit Duralsack-Querschnitteinengung auf
9 mm und rechtsbe
tonter mässiger Spondylarthrose
-
O
steochondrose C5/6 mit rechtsbetonter Spondylarthrose und rechtsbe
tonter Unkovertebralarthrose. Kompression de
r Wurzel C6 rechts
forami
nal und Duralsack-Qu
erschnitteinengung auf 9-10 mm
-
Deutlich
e mediolateral und foraminal link
sseitige Diskushernie C6/7 mit Kompression Wurzel C7 und Duralsack-Querschnitteinengung 9 mm bei leichten spondylarthrotischen Veränderungen, in erster Linie degenerativ. MRI 1
9. November 20
14
Regrediente Diskushernie C6/7 links
-
Ödeme C4/5 und C5/6 sowie subc
hondrale Ödeme Deckplatte C6 links (MRI 8. Januar
20
14
S
uva 2
3. Juni 20
15), zunehmend gemäss MRI vom 2
8. März 20
14
-
C4/5 extensionsverletzungs
bedingter anteriorer Anulusriss. Regrediente Flüssigkeitsansammlung im Bereich des
N.
pulposus des Diskus articularis C5/6 als traumabedingte Veränderung. Kontinuierlich progrediente und aktivierte Facettengelenksarthrose C3/4 li
nks.
Progrediente Osteochondro
se Typ Modic
1
C6/
7.
Regrediente
linke
recessale Diskushe
rn
ie C6/7 (MRI 2
5. September 20
15)
-
Status nach Präsynkope mit Beinschwäche links und Sturz zu Boden am 21.
Juni 2015
-
Anpassungsstörung (ICD-10
F43.2)
Dazu hielten sie fest,
aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer
un
ter Berücksichtigung aller Facetten seiner Persönlichkeit zu 100
%
arbeitsunfä
hig. Aus orthopädischer Sicht könne ihm aufgrund der therapieresistenten inva
lidisierenden Beschwerden einerseits sowie de
r
schweren neuropsychologischen Defizite andererseits keine Tätigkeit zugemutet werden
(S. 3)
.
3.14
Kreisarzt
N._
, Chirurgie FMH, führte am
6.
April 2016 aus (
Urk.
10/43), beim Ereignis vom 2
1.
Juni 2015 handle es sich um eine nicht richtungsgebende Traumatisierung eines Vorzustandes. Die Rückenkontusion sei überwiegend wahrscheinlich nach sechs bis neun Monaten
,
spätestens aber nach einem Jahr abgeheilt
;
allfällige im weiteren Verlauf vorhandene Beschwerden seien nicht mehr unfallkausal.
3.15
Dr. Z._
,
Dr.
med.
O._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie FMH,
Dr.
med.
P._
, Facharzt für Anästhesiologie FMH,
Dr.
med.
Q._
, Facharzt für Neurologie, med. pract.
R._
, Facharzt für Psychiatrie FMH,
Dr. M._
und
Dr.
phil.
S._
, Klinischer Psychologe, vom
A._,
führten in ihrem im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht zur Interdisziplinären Schmerzbehandlung vom 3
0.
Dezember 2016 (
Urk.
7)
diesel
ben Diagnosen wie im Bericht der Dres. Z._ und M._ vom 30. März 2016 (E. 3.13 hievor) auf und hielten fest,
seit dem Auffahrunfall sei trotz einer Vielzahl von Therapien kaum eine Besserung der Beschwerden eingetreten. Zur
zeit sei
d
er
Beschwerdeführer
in Behandlung bei
Dr. Z._
und einem Phy
siotherapeuten und medikamentös
sei er
mit Olfen und Sirdalud eingestellt. Hierunter habe sich eine circa 50%ige Besserung ergeben. Aus somatischen Gründen könne
ihm
eine Arbeitseingliederung in einer geeigneten Teilzeitarbeit zugemutet werden. Aus
psychischen
Gründen sei er jedoch zusammen mit den Schmerzen zu 100
%
arbeitsunfähig. Die natürliche Unfallkausalität sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben, denn ohne den Unfall hätte
er
eine Stelle als Informatiker gesucht. Da auch die psychiatrische Veränderung der Anpassungsstörung und Schmerzstörung ohne den Unfall nicht eingetreten wä
re, sei die natürliche Kausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus psy
chiatrischer und psychosomatischer Sicht gegeben (S. 2 und S. 7).
4.
Die Beschwerdegegnerin nahm den Fallabschluss per
21. Juni 2016
vor.
Der Beschwerdeführer besucht nach wie vor seinen Physiotherapeuten (vgl. Urk. 3/10), ärztliche Behandlungen sind hingegen soweit ersichtlich keine mehr vorgesehen.
Eine ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustands ist
vorliegend
nicht mehr zu erwarten, zumal für die Leistungseinstellung nicht entscheidend ist, dass die Beschwerden (vollständig) abgeklungen sind (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.1). Auch gemäss Beurteilung
der behandelnden Ärzte des A._ sind die therapeutischen Möglichkeiten aus
geschöpft (E.
3.
15
hievor).
Dies wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Der
Fallabschluss per
21. Juni 2016
ist damit nicht zu beanstanden.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer machte geltend, die Auffahrkollision vom 15. November 2013 sei viel massiver gewesen, als im angefochtenen Einspracheentscheid aus
geführt. Hiezu ist vorab festzuhalten, dass sich die Angaben von ihm und dem Unfallverursacher zum Unfallhergang im Polizeirapport vom 15. Januar 2014 teilweise widersprechen (Urk. 9/35), weshalb entgegen der Ansicht der Be
schwerdegegnerin nicht unbesehen auf diesen abgestellt werden kann.
5.2
Zur angeblichen Heftigkeit des Auffahrunfalls ist jedoch festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer dabei keine ossären oder äusseren Verletzungen zuzog, nach der Kollision weder bewusstlos war noch eine Gedächtnislücke aufwies, nicht über Übelkeit, Hör- oder Sehstörungen klagte und auch nicht erbrechen musste. In Anbetracht dieser Umstände sowie der Tatsache, dass er nach dem Unfall seine Fahrt fortführen und die von ihm geplanten Tätigkeiten verrichten konnte, erst drei Tage nach dem Unfall einen Arzt aufsuchte, die Airbags der beteiligten Fahrzeuge nicht ausgelöst wurden und letztere nach dem Zusam
menstoss weiterhin fahrbar waren (vgl. dazu Urk. 9/35 und E. 3.1 hievor), ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Unfallverursacher beim Aufprall ei
ne Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h hatte, wie dies der Beschwerdeführer annimmt (Urk. 1 S. 2 f.). Dies umso weniger, als sich der Unfallort innerorts (maximale Geschwindigkeit 50 km/h) befand (Urk. 9/35 S. 6) und der Unfallver
ursacher bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 40 km/h - trotz einer übersicht
lichen, geraden und ebenen Strasse - praktisch ungebremst auf die vor ihm ste
hende Fahrzeugkolonne hätte auffahren müssen. Anhaltspunkte für einen sol
chen Sachverhalt finden sich in den Akten jedoch keine. Dr. Y._ diagnostizierte entsprechend auch nur ein Beschleunigungstrauma leichten Gra
des. Das von der Beschwerdegegnerin gestützt auf das zu Händen der Axa Win
terthur AG erstellte unfallanalytische Kurzgutachten (Urk. 9/13) angenommene Delta-V von 5.7-9.5 km/h (Mittelwert 7.6 km/h) ist in Anbetracht dieser Um
stände nachvollziehbar. Im Übrigen hielten auch Dr. Z._ und die behan
delnden Fachpersonen des A._ (E. 3.13 und E. 3.15 hievor) in ihren Berichten ein Delta-V von 5.7-9.5 km/h fest. Die Aus
führungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 2 f. und S. 7 f. sowie Urk. 13 S. 2) machen einen anderen Unfallhergang nicht überwiegend wahrscheinlich. Die von ihm behauptete Körperhaltung (vgl. beispielsweise Urk. 13 S. 2) wider
spricht im Übrigen den Angaben der erstbehandelnden
Dr.
Y._ (E. 3.1 hievor).
5.3
Unbestrittenermassen handelte es sich beim zweiten Ereignis (Sturz zu Boden am 21.
Juni 2015
) um einen Bagatellunfall, bei welchem sich der Beschwerde
führer ebenfalls weder ossäre noch äussere Verletzungen zuzog und erst zwei Tage später Dr. Z._ aufsuchte. Dieser stellte denn beim Untersuch auch
- bei vor dem Sturz persistierenden Beschwerden - dieselbe
HW
S-Beweglichkeit fest wie zuvor im Bericht vom 3. Dezember 2014 (vgl. E. 3.7 und E. 3.10 hie
vor).
6
.
6.1
Der Beschwerdeführer zog sich bei seinen Unfällen weder ossäre Läsionen noch äussere Verletzungen zu (E. 3.1 hievor). D
en anschliessend erstellten MRI-Aufnahmen
sind deutliche Veränderungen der HWS, so unter anderem mehrere Diskushernien, zu entnehmen. Gemäss den Radiologen ist ein grosser Teil der Veränderungen degenerativ bedingt (E. 3.2 f., E. 3.5, E. 3.8 und E. 3.11 hievor). Auch
Dr. Z._
und die behandelnden Ärzte des
A._
gingen von einer degenerativen Vorschädigung der HWS aus (E. 3.7, E. 3.13 und E. 3.15 hievor). Der Beschwerdeführer
bestritt
eine degene
rative Vorbelastung mit dem Hinweis darauf, er sei vor dem Auffahrunfall ohne Beschwerden
und
sportlich sehr aktiv gewesen. Auch sein Hausarzt bestätigte, dass er vor dem Unfall nie an chronischen HWS-Beschwerden gelitten habe (
Urk.
3/9).
Diesbezüglich
ist
jedoch
darauf hinzuweisen, dass die Argumentation nach der Formel „post hoc ergo propter hoc“, nach deren Bedeutung eine ge
sundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, beweisrechtlich nicht zulässig ist (BGE 119 V 335 E. 2b/bb, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
6.2
Das MRI vom 8. Januar 2014 zeigte zudem leichte Ödeme in den ventralen
Zwi
schenwirbelscheiben C4/C5 und C5/C6 (E. 3.2 hievor). Diese wurden auch im
MRI vom 28. März 2014 (E. 3.3 hievor) beschrieben, dazu eine
ödematöse Reiz
reaktion am Facettengelenk HWK 3/4 links mit leichter ödematöser Weichteilre
aktion
.
Gemäss den Radiologen können diese Veränderungen beispielsweise bei einem Schleudertrauma
auftreten. Gemäss
Prof.
Dr. I._
von der
J._
lässt das Vorliegen
eines
Knochenmarködem
s
keinen Schluss auf die Ätiologie zu,
ein
Knochenmarködem sei unspezifisch und könne degene
rativ oder traumatisch bedingt sein
. Nach Dr. L._
ist die Ätiologie der
akti
vierte
n
Facette
ngelenksarthrose C3/C4 links
undefinierbar (
E. 3.11 hievor). Dr. I._ beschrieb zudem eine Hyperintensität C4/C5
(E. 3.8 hievor).
Auch Dr. L._
wies auf eine Hyp
erintensität auf Höhe C4/C5 hin,
interpretierte dies
e
aber
als einen Methämoglobinrest, welcher auf einen Anulusriss hinweise. Die Flüssigkeitsansammlung auf Höhe C5/C6 erachtete sie als mögliche traumabe
dingte Veränderung (MRI vom 2
5.
September 2015; E. 3.11 hievor).
Kreisarzt
Dr. K._
seinerseits
führte aus, eine unfallkausale Schädigung der strukturel
len Schäden sei unwahrscheinlich, auch rein
physikalisch sei angesichts des niedrigen Delta-V von 5.7-9.5 km/h nicht von einer strukturellen Schädigung auszugehen (E.
3.9 hievor).
6.3
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung entspricht es
medizinischer Erfah
rungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfall nur ausnahmsweise, un
ter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Eine Diskushernie kann als weitgehend unfallbedingt betrachtet werden, wenn der Unfall von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Band
scheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufge
treten sind. Ein Unfall ist somit nur in Ausnahmefällen geeignet, eine Band
scheibenverletzung hervorzurufen, zumal eine gesunde Bandscheibe derart wi
derstandsfähig ist, dass unter Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen bre
chen, als dass die Bandscheibe verletzt würde.
Wird die Diskushernie bei dege
nerativem Vorzustand durch den Unfall lediglich aktiviert, nicht aber verur
sacht, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zu
sammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Solange der status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversi
cherer diesfalls gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Tag
geldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worun
ter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des status quo sine bei post
traumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine richtungsgebende Verschlimmerung röntgeno
logisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss. Eine traumatisch bedingte vorübergehende Verschlimmerung eines kli
nisch stummen degenerativen Vorzustands an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlos
sen zu betrachten
(Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_
735/2009 vom 2. November 2009 E.
5.1
und
8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 f.
mit Hinweisen
; ferner Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2014 vom 9. Februar 2015 E. 6.1).
Der Umstand, dass seit dem Unfall anhaltende, zu Beginn als unfallkausal taxierte Schmerzen bestehen, spricht nicht automatisch für das Vorliegen anhaltender Unfallrestfol
gen. Die Leistungseinstellung des Unfallversicherers bedingt keine Beschwerde
freiheit beziehungsweise volle Arbeitsfähigkeit. Entscheidend ist allein, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub seine kausale Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).
6.4
Wie bereits dargelegt, erlitt der Beschwerdeführer am 15. November 2013 einen Auffahrunfall, der nach medizinischer Erfahrungstatsache nicht geeignet war, eine Schädigung der Diskushernie herbeizuführen. Die HWS-Beweglichkeit war drei Tage nach dem Unfall schmerzhaft, aber nicht eingeschränkt; unverzügli
che
Symptome
einer
Diskushernie
waren nicht aufgetreten. Auch der
Sturz vom 21. Juni 2015 war nicht geeignet, eine
Bandscheibenverletzung
hervorzurufen oder die vorbestehenden degenerativen Veränderungen
richtungsgebend
zu ver
schlimmern. Die beteiligten Radiologen erachteten die Ödeme beziehungsweise
Hyperintensität
denn auch nicht als überwiegend wahrscheinlich durch die Un
fälle verursacht, sondern befanden dies lediglich
als möglich
(
„könnten“, „
kön
nen sowohl traumatischen a
l
s auch degenerativen Ursprungs sein
“, „deutet da
rauf hin“, „möglicherweise“, „Hinweis auf“, „mögliche traumabedingte Verände
rung
“).
Dass im MRI vom 2
5.
September 2015 neue unfallkausale strukturelle Schädigungen entdeckt worden
wären
, wie dies der Beschwerdeführer annimmt, trifft zudem so nicht zu
;
vielmehr wurden die bereits in den
älteren
MRI
-Aufnahmen
festgestellten Schädigungen - beispielsweise in Bezug auf die Hy
perintensität - von Dr.
L._
teilweise anders interpretiert.
Auch sie befand die Schädigungen jedoch nicht als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal.
Einzig
Dr. Z._
bezeichnete den Anulusriss als extensionsverletzungsbedingt und die
Flüssigkeitsansammlung im Bereich C5/C6 als traumabedingte Veränderung
, doch stützte er sich dabei ebenfalls auf das MRI vom 2
5.
September 2015 und begründete seine
abweichende
Einschätzung mit keinem Wort (E. 3.13 hievor).
Insbesondere führte er nicht aus, weshalb durch den Auffahrunfall (Delta-V 5.7-9.5) die
Diskushernie - worunter auch ein Anulusriss fällt (vgl. etwa Urteile des
Bundesgerichts 8C_86/2010 vom 6. September 2010 E. 3.3 und 8C_679/2010 vom 10. November 2010 E. 3.3 mit Hinweisen) - verursacht worden sein sollte. E
ine unfallka
usale, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (weiterhin)
organisch nachweisbare Schädigung der HWS ist damit nicht mit dem erforderlichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Die Unfälle führten höchstens zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der
Wirbelsäu
lenerkrankung, welche jedoch
nach unfallmedizinischer Erfahrung
spätestens nach einem Jahr
abgeheilt
waren. Entsprechend hatten sich die Anfangs 2014 beschriebenen Diskushernien C2/C3 und C6/C7 bis im November 2014 wieder deutlich zurückgebildet (
vgl.
E. 3.5 hievor).
Auch die Verschlechterung nach dem Sturz vom 21. Juni 2015 war lediglich vorübergehend, und der Zustand hatte sich gemäss Dr. Z._ bereits
im Laufe des Monats Juli gebessert
(E. 3.10 hievor). Nach dem 21. Juni 2016 - ein Jahr nach dem zweiten Unfall - sind die festgestellten Bandscheibenschäden dementsprechend unberücksichtigt zu lassen.
6.5
Zu den gemäss Dr.
Z._
allenfalls bestehenden neuropsychologischen Ein
schränkungen (E. 3.7 hievor) ist festzuhalten, dass v
on organisch objektiv aus
gewiesenen Unfallfolgen - bei denen die Unfalladäquanz praktisch keine Rolle spielt - erst gesprochen werden kann, wenn die erhobenen Befunde mit appara
tiven/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die ange
wandten
Unter
suchungsmethoden wissenschaftlich auf breiter Basis anerkannt sind. Dies gilt auch für neuropsychologische Defizite (Urteil des Bundesgerichts 8C_948/2012 vom 7. März 2013 E. 2 mit Hinweisen).
In den Akten sind keine im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 2
1.
Juni 2016 bestehenden organischen Schäden dokumentiert, welche für allfällige neuropsychologische Einschränkungen in Frage kommen könnten.
6.6
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der Kreisarzt hätte ihn persönlich untersuchen müssen, ist festzuhalten, dass - wie vorliegend -
auch reine Akten
gutachten beweiskräftig sein können, sofern
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas
sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (
vgl. etwa
Urteil des Bundesgerichts 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1).
6.7
Ein unfallbedingtes organisches Substrat der geklagten gesundheitlichen Stö
rungen im Sinne einer bildgebend oder sonst wie nachweisbaren strukturel
len Veränderung ist zusammenfassend nicht erstellt.
Nachfolgend ist deshalb zu prüfen, ob die geklagten Beschwerden in einem natürlichen und adä
quaten Kausalzusammenhang zu den Unfällen vom 1
5.
November 2013 und 2
1.
Juni 2015 stehen
, wobei bei leichten Unfällen die Adäquanz in der Regel verneint werden kann (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_41/2016 vom 23. Juni 2016 E. 4.1).
7.
7
.1
Von den behandelnden Ärzten wurde
nach dem Auffahrunfall vom 15. November 2013
ein Schleudertrauma der HWS diagnosti
ziert. Ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild liegt vor, klagte der Beschwerdeführer doch, sofort nach dem Unfall Kopf- und Nackenschmerzen und Schwindel ver
spürt zu haben
,
und in der Folge auch über Konzentrationsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit, erhöhte Ermüdbarkeit und Reizbarkeit
(E. 3.1 hievor). Der natürliche Kausalzu
sammenhang zwischen dem Unfall und den geltend gemachten weiterhin bestehenden Beschwerden ist damit zu beja
hen.
7.2
Bei der Adäquanzprüfung
nach den mit BGE 134 V 109 präzisierten Grundsät
zen (Schleudertraumarechtsprechung)
ist die Schwere des Unfalls aufgrund des augenfälli
gen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (E. 10.1).
Bei der Auffahrkollision vom 15. November 2013 ist im Lichte der Rechtsprechung zu derartigen Ereignissen höchstens von einem
mit
telschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen auszugehen. Die Adäquanz wäre daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Krite
rien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder mindestens vier der zu berücksichtigenden Kriterien gegeben wären (
vgl. etwa
Urteil des Bundesgerichts 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 5).
Beim zweiten Ereignis vom 21. Juni 2015 ist von einem leichten Unfall auszu
gehen und der adäquate Kausalzusammenhang rechtsprechungsgemäss ohne Weiteres zu verneinen.
Die Beschwerdegegnerin hat
bezüglich des Unfalls vom 15. November 2013
die sieben Adäquanzkriterien (vgl. dazu E. 1.7 hievor) geprüft und zutreffend dar
gelegt, weshalb keines
davon
erfüllt ist
(Urk.
2 E. 5d S. 12-15). Die diesbezügli
chen Ausführungen wurden weder vom Beschwerdeführer noch von
seinen
be
handelnden Ärzten
in Frage gestellt
, weshalb darauf verwiesen werden kann. Beim gegebenen Schweregrad des
Auffahru
nfalls genügt dies nicht für die Be
jahung der Adäquanz.
8
.
D
ie vom Beschwerdeführer ab
22. Juni 2016
weiterhin beklagten Gesund
heitsstörungen
stehen damit
in keinem überwiegend wahrscheinlichen
adäqua
ten
Kausalzusammenhang
zu den Unfällen vom 15. November
2013 und
21.
Juni 201
5.
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegne
rin ihre Leistungen per
21. Juni 2016
einstellte
. Dies führt
zu
r Abweisung der Beschwerde
.