Decision ID: 505fc0e2-20e1-4a7e-bf5b-d33569eeb227
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog ab dem 1. September 2007 zu ihrer Altersrente Ergänzungsleistungen
(EL-act. 142). Sie lebte bereits zum damaligen Zeitpunkt in einem Alters- und
Pflegeheim und war auf Pflegeleistungen angewiesen (BESA-Stufe 2, EL-act. 151-2).
Das von der Versicherten ihrem Sohn und dessen Ehefrau gewährte Darlehen betrug zu
diesem Zeitpunkt Fr. 120'000.-- und wurde mit 4 % verzinst (EL-act. 152-3). In der EL-
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Berechnung wurde daher ein Darlehensertrag von Fr. 4'800.-- berücksichtigt (EL-act.
142-3 und 151-3). Am 19. Dezember 2008 teilte das Alters- und Pflegeheim mit, dass
der Pflegezuschlag nach BESA auf die Stufe 3a habe erhöht werden müssen (EL-act.
138). Im März 2009 reichte die bevollmächtigte Schwiegertochter der Versicherten (EL-
act. 146-3; nachfolgend: Vertreterin) eine Zusammenstellung bezüglich des Darlehens
ein (EL-act. 135-2). Laut dieser hatten der Sohn und die Schwiegertochter der
Versicherten im Jahr 2007 Fr. 20'000.-- und im Jahr 2008 Fr. 50'000.-- zurückbezahlt.
Das Darlehen betrug per Ende 2008 somit noch Fr. 50'000.--. In der Folge stellte die
EL-Durchführungsstelle die EL per 1. April 2009 ein (Verfügung vom 19. März 2009, EL-
act. 134-1). Dagegen liess die Versicherte Einsprache erheben (EL-act. 133). Eine
Sachbearbeiterin oder ein Sachbearbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte am 22.
Juni 2009 (EL-act. 135-3), dass gemäss einer telefonischen Auskunft der Helsana seit
dem 1. Mai 2009 Leistungen aus der CURA-Langzeit Pflegeversicherung (nachfolgend:
Pflegeversicherung) von Fr. 20.-- pro Tag ausgerichtet würden. Die Prämie für das Jahr
2009 betrage Fr. 53.70 pro Monat. In der EL-Berechnung seien demzufolge Fr. 18.23
pro Tag anrechenbar (Fr. 20.-- - Fr. 1.77 [Fr. 53.70 x 12 / 365]). Die Versicherte hätte
seit dem Heimeintritt zudem Anspruch auf Leistungen aus der Salaria Taggeld-
Versicherung von Fr. 2.-- pro Tag, welche nun ab sofort ausgerichtet würden. Da die
Prämie Fr. 5.-- pro Monat betrage, sei in der EL-Berechnung ab dem 1. Juli 2009 ein
Taggeld von Fr. 1.83 anzurechnen (Fr. 2.-- / [5 x 12 / 365]). Am 24. Juni 2009 widerrief
die EL-Durchführungsstelle die Abweisungsverfügung vom 19. März 2009 und sprach
der Versicherten ab dem 1. April 2009 wieder eine EL zu (EL-act. 125). In der
Verfügungsbegründung hielt sie fest, dass das Taggeld aus der Salaria Taggeld-
Versicherung für maximal 720 Tage ausgerichtet werde. In der Anspruchsberechnung
ab 1. April 2009 reduzierte sie den Darlehensertrag auf Fr. 2'000.-- (4 % von Fr.
50'000.--; EL-act. 121 f.). Zudem rechnete sie nicht mehr die Pauschale für persönliche
Auslagen für Bewohner in einem Betagtenheim, sondern die tiefere Pauschale für
Personen in einem Pflegeheim an (Fr. 4'680.--). In der Anspruchsberechnung ab Mai
2009 rechnete sie die Leistungen aus der Pflegeversicherung von Fr. 18.23.-- pro Tag
und ab 1. Juli 2009 zusätzlich das Salaria-Taggeld von Fr. 1.83 pro Tag (Fr. 667.-- pro
Monat, EL-act. 119-3) an.
A.b Per 1. August 2010 passte die EL-Durchführungsstelle die EL wegen der Erhöhung
der Heimtagestaxe an (Verfügung vom 29. September 2010, EL-act. 105 f.).
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Gleichzeitig wurden die Einnahmen aus der Pflegeversicherung von Fr. 18.23.-- pro
Tag ohne Grund aus der Berechnung genommen. Durch die Teilrückzahlung von Fr.
5'000.-- am 28. Oktober 2010 reduzierte sich das Darlehen auf Fr. 45'000.-- (EL-act.
104). Mit Verfügung vom 19. November 2010 (EL-act. 103) reduzierte die EL-
Durchführungsstelle daraufhin die Erträge aus dem Darlehen per 1. November 2010 auf
Fr. 1'800.-- (4 % von Fr. 45'000.--, EL-act. 102). Aus einem nicht ersichtlichen Grund
rechnete sie jedoch zusätzlich Fr. 2'000.-- als Einnahme an, und zwar unter der
Position "Einnahmen diverse". Per 1. Januar 2011 erhöhten sich die Tagestaxe
Hotellerie auf Fr. 80.-- und die Tagestaxe Betreuung auf Fr. 38.25, weshalb die EL auf
diesen Zeitpunkt hin angepasst wurde (Verfügung vom 1. Februar 2011, EL-act. 92 ff.).
A.c Im Revisionsformular vom 23. Februar 2011 gab die Vertreterin der Versicherten
unter anderem an, dass die Versicherte keine Taggelder oder sonstige Leistungen einer
Kranken- oder Unfallversicherung erhalte (EL-act. 87-5). Am 24. Juni 2011 teilte das
Alters- und Pflegeheim mit, dass die Versicherte seit dem 22. Mai 2011 in der
Pflegestufe 9 nach BESA sei (EL-act. 83). Die per 22. Mai 2011 erhöhte Tagestaxe
Betreuung von Fr. 42.-- wurde ab dem 1. Mai 2011 in der EL-Berechnung
berücksichtigt (Verfügung vom 8. August 2011, EL-act. 81 f.). Die EL-Berechnung ab 1.
Dezember 2011 wurde angepasst, weil sich die Tagestaxe Betreuung auf den 1.
Dezember 2011 reduziert hatte (Verfügung vom 20. Januar 2012, EL-act. 74 und 76).
Am 21. Juni 2012 zog die Versicherte in ein anderes Alters- und Pflegeheim (EL-act.
73). Vom neuen Heim wurde sie in die Pflegestufe 5 zurückgestuft (EL-act. 72); die
Tagestaxe Hotellerie betrug ab dem 17. Juli 2012 neu Fr. 115.-- und die Tagestaxe
Betreuung Fr. 27.-- (EL-act. 72). In der Folge rechnete die EL-Durchführungsstelle der
Versicherten per 1. Juni 2012 nicht mehr die Jahrespauschale bei Aufenthalt in einem
Pflegeheim (Fr. 4'764.--), sondern jene bei Aufenthalt in einem Altersheim (Fr. 6'360.--)
an. Zudem rechnete sie aus unerklärlichen Gründen bereits ab Juni 2012 eine andere
Tagestaxe Hotellerie (Fr. 95.--; entspricht dem Durchschnittswert zwischen der alten
und der neuen Tagestaxe Hotellerie) und die neue Tagestaxe Betreuung (Fr. 27.--) an.
Ab 1. Juli 2012 berücksichtigte sie dann den Gesamtbetrag der neuen Tagestaxe
Hotellerie von Fr. 115.-- (Verfügung vom 2. August 2012, EL-act. 70 f.). Am 17. Januar
2013 teilte das Alters- und Pflegeheim mit, dass die Versicherte seit dem 14. Januar
2013 in der Pflegestufe 7 sei (EL-act. 66). Die EL-Durchführungsstelle rechnete hierauf
rückwirkend per 1. Januar 2013 wieder die Jahrespauschale bei Aufenthalt in einem
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Pflegeheim (Fr. 4'812.--) an (Verfügung vom 12. Februar 2013, EL-act. 62 f.). Ebenfalls
ab dem 1. Januar 2013 wurde eine höhere Tagestaxe Betreuung angerechnet (neu Fr.
39.--), wobei die Erhöhung erst per 14. Januar 2013 erfolgt war.
A.d Am 26. Juni 2013 teilte die IV-Stelle der EL-Durchführungsstelle mit, dass die
Versicherte rückwirkend ab 1. Juni 2013 Anspruch auf eine Entschädigung wegen einer
Hilflosigkeit schweren Grades habe (EL-act. 54 und 58). In der Folge wurde die EL mit
Verfügung vom 5. Juli 2013 (EL-act. 53) rückwirkend ab 1. Juni 2013 reduziert.
Während in der EL-Berechnung für den Juni 2013 eine monatliche
Hilflosenentschädigung von Fr. 936.-- (Fr. 11'232.-- pro Jahr) berücksichtigt wurde (EL-
act. 52 f.), wurde in der Anspruchsberechnung ab 1. Juli 2013 aus unerklärlichen
Gründen lediglich noch eine Hilflosenentschädigung von Fr. 936.-- pro Jahr (statt pro
Monat) angerechnet (EL-act. 51). In der EL-Berechnung ab 1. Juli 2013 wurde zudem
eine per 24. Juni 2013 eingetretene Änderung der Heimkosten berücksichtigt (EL-act.
57).
A.e Am 12. August 2013 informierte die Vertreterin der Versicherten über eine
Darlehensteilrückzahlung vom 29. Juli 2013 von Fr. 10'000.-- (EL-act. 50). Rückwirkend
ab dem 1. August 2013 berücksichtigte die EL-Durchführungsstelle in der
Anspruchsberechnung deshalb lediglich noch Darlehenserträge von Fr. 1'400.-- (4 %
von Fr. 35'000.--). Weiterhin rechnete sie unter der Berechnungsposition „Einnahme
diverse“ Fr. 2'000.-- als Einnahme an (Verfügung vom 31. August 2013, EL-act. 48 f.).
A.f Im Februar 2014 wurde eine periodische Überprüfung der Ergänzungsleistungen
eingeleitet (EL-act. 44). Am 24. Juni 2014 reichte die Vertreterin der Versicherten die
Leistungsabrechnung der Krankenversicherung des Monats März 2014 ein (EL-act. 34).
Dieser war zu entnehmen, dass die Versicherte aus der CURA Langzeit-
Pflegeversicherung im Monat März 2014 Fr. 620.-- (Fr. 20.-- pro Tag) erhalten hatte.
Am 3. Juli 2014 reichte die Vertreterin die Versicherungspolice VVG für das Jahr 2014
nach (EL-act. 32-4 f.). Laut dieser Police hatte die Versicherte im Versicherungsfall
nach Ablauf einer Wartefrist von 720 Tagen Anspruch auf eine Beteiligung an den
ungedeckten Kosten für Spitex und Pflegeheime von Fr. 20.-- pro Tag. Die
Monatsprämie belief sich auf Fr. 70.30. Am 3. Juni 2014 meldete das Alters- und
Pflegeheim der EL-Durchführungsstelle eine Erhöhung der Tagestaxe Hotellerie per 21.
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Mai 2014 auf Fr. 115.-- (EL-act. 37). Eine EL-Sachbearbeiterin notierte am 9. Juli 2014,
die Helsana habe ihr am 8. Juli 2014 telefonisch mitgeteilt, dass die Versicherte aus der
Pflegeversicherung seit dem 1. Mai 2009 Fr. 20.-- pro Tag ausbezahlt erhalte (EL-act.
29). Die Prämie habe im Jahr 2009 Fr. 53.70 pro Monat betragen. Seit dem 1. Januar
2010 betrage sie unverändert Fr. 70.30 pro Monat. Die EL-Sachbearbeiterin stellte fest,
dass die Leistungen aus der Pflegeversicherung von Fr. 20.-- pro Tag ab dem 1.
August 2010 fälschlicherweise nicht mehr in der EL-Berechnung berücksichtigt worden
seien. Zudem sei ab dem 1. Juli 2013 eine Hilflosenentschädigung von Fr. 936.-- pro
Jahr anstatt pro Monat als Einnahme angerechnet worden.
A.g Mit Verfügung vom 11. Juli 2014 (EL-act. 28) berechnete die EL-
Durchführungsstelle die EL rückwirkend ab 1. August 2010 neu und forderte für den
Zeitraum 1. August 2010 bis 31. Juli 2014 einen Betrag von insgesamt Fr. 23'666.--
zurück. Zur Begründung führte sie an, dass rückwirkend ab 1. August 2010 die
Leistungen aus der Pflegeversicherung und rückwirkend ab 1. Juli 2013 eine
Hilflosenentschädigung von Fr. 936.— pro Monat berücksichtigt werden müssten.
Zudem habe sich die Pensionstaxe per 21. Mai 2014 auf Fr. 115.-- pro Tag erhöht.
Dagegen wendete die Vertreterin der Versicherten am 23. Juli 2014 ein (EL-act. 11),
dass sie ihrer Meldepflicht stets nachgekommen sei. Die EL-Berechnung habe sie
jeweils nur grob überprüft, da sie auf deren Richtigkeit vertraut habe. Die
Ergänzungsleistungen seien daher all die Jahre in gutem Glauben bezogen worden.
Sollte an der Rückforderung festgehalten werden, müsste rückwirkend ein höherer
Vermögensverzehr berücksichtigt werden.
A.h Eine Sachbearbeiterin des Fachbereichs hielt am 2. September 2014 fest (EL-act.
8), die Versicherte bzw. ihre Vertreterin hätte aufgrund ihrer Sorgfaltspflicht die
Berechnungsblätter auf ihre Richtigkeit überprüfen und Unstimmigkeiten sofort melden
müssen. Zudem habe die Vertreterin bei der Revision im Jahr 2011 die Frage, ob die
Versicherte Leistungen von einer Krankenversicherung erhalte, verneint. Dem
Revisionsformular 2011 seien auch keine Unterlagen beigelegt gewesen, aus denen die
Leistungen aus der Zusatzversicherung ersichtlich gewesen wären. Erst mit der im
Februar 2014 eingeleiteten periodischen Revision seien wieder Unterlagen zur
Zusatzversicherung eingereicht worden. Die falsch angerechnete
Hilflosenentschädigung sei ebenfalls im Rahmen der periodischen Revision des Jahres
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2014 festgestellt und korrigiert worden. Die Rückforderung sei zu Recht erfolgt.
Vermögensveränderungen könnten einmal unterjährlich angepasst werden. Die
Versicherte müsse der EL-Durchführungsstelle nach der Tilgung der Rückforderung
den neuen Vermögensstand mitteilen, damit die EL überprüft werden könne.
A.i Mit Entscheid vom 12. September 2014 (EL-act. 7) wies die EL-
Durchführungsstelle die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat. Sie erklärte, dass auf
den Antrag, die Rückforderung sei zu erlassen, nicht eingetreten werden könne, da
zuerst die Rückforderung rechtskräftig werden müsse. Gegen die Rückforderung an
sich habe die Vertreterin keine Einwände vorgebracht und es sei auch nicht ersichtlich,
inwiefern die neue Berechnung und damit die Rückforderung rechtsfehlerhaft sein
sollten.
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Vertreterin der Versicherten am 10.
Oktober 2014 Beschwerde (act. G 1). Sie beantragte sinngemäss, der
Einspracheentscheid sei aufzuheben und von der Rückforderung sei abzusehen.
Eventualiter sei der Rückforderungsbetrag neu zu berechnen. Zudem sei der
Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Vertreterin machte geltend,
dass der Bürger und Adressat einer Verfügung ihres Erachtens grundsätzlich davon
ausgehen dürfe, dass die Behörde richtig handle. Vom Bürger zu verlangen, dass er
jegliches behördliches Tun kritisch hinterfrage, ja selbst noch Nachforschungen
betreibe oder gar die Rechtsprechung konsultiere, gehe nicht an. Der Fehler liege allein
bei der EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Aufgrund der
ständig ändernden EL-Berechnungen sei es einem Durchschnittsbürger nicht
zumutbar, einen solchen Irrtum zu bemerken. Die Beschwerdegegnerin habe den
Fehler ja selber auch nicht bemerkt. Des Weiteren hätten die ausbezahlten
Ergänzungsleistungen nicht zu einem Überschuss auf dem Konto der Versicherten
geführt. Falls die Rückforderung doch als rechtmässig beurteilt würde, wäre in den
Berechnungen eine entsprechende Vermögensverminderung zu berücksichtigen.
Weshalb sie die Frage, ob die Versicherte Leistungen der Krankenkasse erhalte, im
Revisionsformular des Jahres 2011 mit Nein beantwortet habe, könne sie sich nicht
erklären. Ihr sei jedoch unverständlich, weshalb die Beschwerdegegnerin nicht bei ihr
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nachgefragt habe, da diese Leistungen schon jahrelang bezogen und in den früheren
EL-Berechnungen berücksichtigt worden seien. Für die verfügende Behörde müsse die
gleich hohe Sorgfaltspflicht gelten wie für die versicherte Person. Ihr selber könne
keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 29. Oktober 2014 die Abweisung der

Considerations:
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen im
Einspracheentscheid.
B.c Am 22. August 2015 teilte der Sohn der Versicherten mit, dass diese am 16.
August 2015 verstorben sei (act. G 6). Die Vertreterin der Versicherten erklärte am 17.
September 2015, dass die Erben der Versicherten an der Beschwerde festhielten (act.
G 8). Am 21. Dezember 2015 reichte sie eine Vollmacht der Erben ein (act. G 10.2).
Dieser war zu entnehmen, dass die Vertreterin der Versicherten am 8. November 2015
zur Vertretung der Erben (nachfolgend: Beschwerdeführer) im vorliegenden Verfahren
ermächtigt worden war (act. G 10.2).
B.d Am 15. Juli 2016 teilte das Gericht der Vertreterin mit (act. G 11), es erscheine
nach einer vorläufigen Durchsicht der Akten möglich, dass die Rückforderung
eigentlich höher hätte ausfallen müssen, da bei einer Wiedererwägung einer
Revisionsverfügung nur diejenigen Berechnungspositionen angepasst werden könnten,
die in dieser Revisionsverfügung zweifellos unrichtig gewesen seien. Die
Beschwerdegegnerin habe mit der dem Einspracheentscheid zugrunde liegenden
Wiedererwägungsverfügung jedoch auch das anrechenbare Vermögen und die Erträge
aus Sparguthaben/Wertschriften angepasst, obwohl diese Veränderungen schon vor
dem 1. August 2010 eingetreten seien. Hinzu komme, dass die Beschwerdegegnerin
das Taggeld aus der Salaria Taggeld-Versicherung lediglich bis Ende Dezember 2010
berücksichtigt habe, obwohl die Versicherte dieses bis Mitte Juni 2011 erhalten haben
müsse. Nach den vorläufigen Berechnungen würde sich die Rückforderung um
insgesamt Fr. 3'229.-- erhöhen. Das Gericht räumte der Vertreterin deshalb die
Gelegenheit ein, die Beschwerde bis 5. September 2016 zurückzuziehen.
B.e Die Vertreterin liess sich nicht vernehmen.
Erwägungen
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1.
1.1 Strittig ist, ob die von der Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom 11. Juli
2014 vorgenommene − und mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 12.
September 2014 bestätigte − Korrektur der Revisionsverfügungen vom 29. September
2010, vom 19. November 2010, vom 1. Februar 2011, vom 8. August 2011, vom 20.
Januar 2012, vom 2. August 2012, vom 12. Februar 2013, vom 5. Juli 2013 und vom
31. August 2013 und die daraus für den Zeitraum 1. August 2010 bis 31. Juli 2014
resultierende Rückforderung von insgesamt Fr. 23'666.-- rechtmässig gewesen ist.
Nicht Gegenstand dieses Verfahrens ist hingegen, ob die Rückforderung, sollte sie sich
als rechtmässig erweisen, zu erlassen ist. Über diese Frage hat die
Beschwerdegegnerin − auf Gesuch hin − erst nach Eintritt der Rechtskraft der
Rückforderung zu entscheiden (vgl. Art. 4 Abs. 2 der Verordnung über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSV, SR 830.11).
1.2 Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten
Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung, ELG, SR 831.30). Die anerkannten Ausgaben und die
anrechenbaren Einnahmen, worin in bestimmtem Umfang auch das Vermögen
einbezogen ist, werden nach den in Art. 10 und 11 ELG sowie in Art. 11 bis 18 der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (ELV, SR 831.301) festgelegten Bestimmungen ermittelt.
Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR
830.1). Rückerstattungspflichtig sind unter anderem die Bezügerin der unrechtmässig
gewährten Leistungen und ihre Erben (Art. 2 Abs. 1 lit. a ATSV).
1.3 Die Beschwerdegegnerin hat die EL rückwirkend ab 1. August 2010 mit der
Begründung korrigiert, dass sie in der EL-Berechnung ab 1. August 2010 die
Geldleistungen aus der Pflegeversicherung nicht mehr als Einnahme berücksichtigt
habe. Die Geldleistungen aus der Pflegeversicherung sind der Versicherten bereits ab
Mai 2009 ausbezahlt worden. Bis Ende Juli 2010 sind sie auch in der EL-Berechnung
berücksichtigt worden. Ab 1. August 2010 sind die Leistungen aus der
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Pflegeversicherung dann versehentlich nicht mehr angerechnet worden, obwohl die
Versicherte weiterhin Anspruch darauf gehabt hat. Die Revisionsverfügung vom 29.
September 2010, die den EL-Anspruch ab 1. August 2010 festgelegt hat, ist somit
rechtswidrig gewesen. Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige
Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos
unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sog.
Wiedererwägung, Art. 53 Abs. 2 ATSG). Mit der dem angefochtenen
Einspracheentscheid zugrunde liegenden Verfügung vom 11. Juli 2014 hat die
Beschwerdegegnerin die Revisionsverfügung vom 29. September 2010 (wie auch die
späteren Revisionsverfügungen vom 19. November 2010 usw.) somit in
Wiedererwägung gezogen.
2.
2.1 Als Einnahmen anzurechnen sind nach Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG unter anderem
Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen. Die von einer
Krankenkasse aus einer Langzeitpflegeversicherung periodisch ausgerichteten Beiträge
an die Kosten des Aufenthaltes in einem Pflegeheim zählen als „andere
wiederkehrende Leistungen“ zum anrechenbaren Einkommen (BGE 123 V 184; URS
MÜLLER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Auflage, Zürich 2015, N
429 zu Art. 11). Die Beschwerdegegnerin hat ab dem 1. Mai 2009 Leistungen aus der
Pflegeversicherung erhalten. Die Beschwerdegegnerin hat diese Leistungen ab Mai
2009 in der EL-Berechnung berücksichtigt (Verfügung vom 5. August 2009, EL-act.
119-6 f. und 122). Obwohl die Versicherte die Leistungen aus der Pflegeversicherung
weiterhin erhalten hat, hat die Beschwerdegegnerin diese Einnahme in der EL-
Berechnung ab 1. August 2010 (Revisionsverfügung vom 29. September 2010) nicht
mehr angerechnet. Die Revisionsverfügung vom 29. September 2010 ist somit
aufgrund der nicht mehr angerechneten Leistungen aus der Pflegeversicherung
zweifellos unrichtig gewesen. Die Beteiligung der Krankenkasse an den Kosten für
Spitex und Pflegeheime hat sich ab 1. Mai 2009 auf Fr. 20.-- pro Tag belaufen. Die
Beschwerdegegnerin hat davon die für die Pflegeversicherung geleisteten Prämien, die
ab dem 1. Januar 2010 unverändert Fr. 70.30.-- pro Monat betragen haben, abgezogen
(EL-act. 29 und 32-4). Dieses Vorgehen entspricht Rz. 3240.03 der Wegleitung über die
Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL, Stand 1. Januar 2016), wonach
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nachgewiesene Prämien von Zusatzversicherungen, die in direktem Zusammenhang
mit der erhaltenen Versicherungsleistung stehen, als Gewinnungskosten abzuziehen
sind. Ob diese Verwaltungsweisung gesetzmässig ist, kann offen gelassen werden.
Bezüglich der Leistungen aus der Pflegeversicherung hat im Revisionszeitpunkt (1.
August 2010) nämlich keine Sachverhaltsveränderung und damit kein Revisionsgrund
vorgelegen. Die Höhe der ab Mai 2009 anzurechnenden jährlichen Leistungen aus der
Pflegeversicherung ist mit der Verfügung vom 5. August 2009 rechtskräftig festgesetzt
worden. Entgegen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dürfte die Höhe der
angerechneten Einnahmen aus der Pflegeversicherung deshalb per 1. August 2010
nicht angepasst werden, auch wenn sie sich materiell als falsch erweisen würde.
Demnach hat die Beschwerdegegnerin die Leistungen aus der Pflegeversicherung in
der Höhe von Fr. 6'456.-- pro Jahr (Fr. 20.-- x 365 - Fr. 70.30 x 12) zu Recht
rückwirkend ab 1. August 2010 wieder als Einnahmen angerechnet.
2.2 Gemäss Art. 11 Abs. 3 lit. d ELG werden Hilflosenentschädigungen der
Sozialversicherungen nicht als Einnahmen angerechnet. Das Gesetz hat dem
Bundesrat jedoch in Abs. 4 desselben Artikels die Kompetenz eingeräumt, jene Fälle zu
bestimmen, in denen die Hilflosenentschädigung trotzdem als Einnahme anzurechnen
ist. Der Bundesrat hat gestützt auf diese Delegationsnorm in Art. 15b ELV statuiert,
dass die Hilflosenentschädigung als Einnahme angerechnet wird, wenn die Kosten für
die Pflege einer hilflosen Person in der Tagestaxe eines Heims oder Spitals enthalten
sind. Rz. 3457.01 WEL hält ergänzend fest, dass die Hilflosenentschädigung nur dann
als Einnahme anzurechnen ist, wenn in der Tagestaxe des Heims auch die Kosten für
die Pflege einer hilflosen Person enthalten sind und die Hilflosenentschädigung nicht
separat in Rechnung gestellt wird. Die Versicherte hat ab dem 1. Juni 2013 eine
Hilflosenentschädigung von Fr. 936.-- pro Monat erhalten. Die Betreuungs- und
Pflegeleistungen sind jeweils in der Heimrechnung berücksichtigt gewesen (siehe z.B.
EL-act. 77 und 40), weshalb die Beschwerdegegnerin die Hilflosenentschädigung
richtigerweise ab 1. Juni 2013 in der EL-Anspruchsberechnung berücksichtigt hat.
Während die Beschwerdegegnerin ab dem 1. Juni 2013 den richtigen Betrag von Fr.
11'232.-- (12 x Fr. 936.--) als Einnahme angerechnet hat, hat sie ab Juli 2013 lediglich
noch einen Betrag von Fr. 936.-- pro Jahr berücksichtigt. Hierbei hat es sich um eine
ursprüngliche Fehlerhaftigkeit der Revisionsverfügung vom 5. Juli 2013 gehandelt, da
sich die Hilflosenentschädigung per 1. Juli 2013 nicht verändert hat. Die
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Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht wiedererwägungsweise rückwirkend ab 1. Juli
2013 eine Hilflosenentschädigung von Fr. 11'232.-- bei den Einnahmen angerechnet.
2.3 Die Versicherte hat ab Juli 2009 ein Taggeld von Fr. 2.-- pro Tag aus der Salaria
Taggeld-Versicherung bezogen (EL-act. 125, 135-3, 147-2). Pro Jahr beträgt das
Taggeld somit Fr. 730.-- (Fr. 2.-- x 365). Die Beschwerdegegnerin hat ab dem 1. Juli
2009 ein Taggeld von Fr. 667.-- angerechnet, da sie die Prämien von Fr. 5.-- pro Monat
(Fr. 60.-- pro Jahr) vom Taggeld in Abzug gebracht hat. Dieses Vorgehen ist konform
mit der Verwaltungsweisung: Gemäss Rz. 3456.02 WEL sind nachgewiesene laufende
Prämien für Taggelder aus einer Versicherung nach VVG, die in direktem
Zusammenhang mit den erhaltenen Leistungen stehen, als Gewinnungskosten
abzuziehen. Ob diese Weisungsbestimmung gesetzmässig ist, kann wiederum offen
gelassen werden, da das Taggeld von Fr. 667.-- pro Jahr bereits ab Juli 2009 in der
EL-Berechnung berücksichtigt worden ist und per 1. August 2010 mit Bezug auf das
Taggeld keine tatsächliche Veränderung eingetreten ist. Aus demselben Grund ist der
von der Beschwerdegegnerin begangene Rundungsfehler unbeachtlich (siehe EL-act.
135-8; das Taggeld hätte abzüglich der Prämien eigentlich Fr. 670.-- betragen). Das
anzurechnende Taggeld beträgt somit Fr. 667.-- pro Jahr. Das Taggeld ist für maximal
720 Tage, also bis Mitte Juni 2011, ausgerichtet worden. Es hätte daher bis und mit
Juni 2011 angerechnet werden müssen. In den ursprünglichen Revisionsverfügungen
vom 8. August 2011, vom 20. Januar 2012, vom 2. August 2012, vom 12. Februar
2013, vom 5. Juli 2013, vom 31. August 2013 und vom 27. Dezember 2013 ist das
Taggeld weiterhin, d.h. auch in der Zeit nach Juni 2011, angerechnet worden. Da die
Versicherte ab Juli 2011 kein Taggeld mehr erhalten hat, ist diese Anrechnung
zweifellos unrichtig gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat die Revisionsverfügungen
also zu Recht korrigiert. Allerdings hat sie in der Verfügung vom 11. Juli 2014 resp. im
Einspracheentscheid bereits ab dem 1. Januar 2011 kein Taggeld mehr angerechnet.
Der Einspracheentscheid ist somit insoweit zu korrigieren, als das Taggeld in der Höhe
von Fr. 667.-- jährlich bis zum 30. Juni 2011 anzurechnen ist.
2.4 Die Beschwerdegegnerin hat mit der dem angefochtenen Einspracheentscheid
zugrunde liegenden Wiedererwägungsverfügung vom 11. Juli 2014 auch die Höhe des
Sparguthabens und der Vermögenserträge für den Rückforderungszeitraum reduziert.
Die Reduktion des Vermögens ist jedoch nicht erst per 1. August 2010, sondern bereits
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früher eingetreten. Hinzu kommt, dass die Versicherte resp. ihre Vertreterin die
Reduktion des Sparguthabens und des Vermögensertrags der Beschwerdegegnerin
erst im März 2014 gemeldet haben. Die Anpassung des Sparguthabens und der
Vermögenserträge hätte daher gestützt auf Art. 25 Abs. 2 lit. b ELV erst nach der
Meldung, d.h. nicht rückwirkend, erfolgen dürfen. Der Einspracheentscheid ist somit
insoweit abzuändern, als in der EL-Berechnung bis und mit März 2014 wieder die in
den ursprünglichen Revisionsverfügungen (vom 29. September 2010 etc.)
berücksichtigten Vermögen und Vermögenserträge anzurechnen sind. Ab 1. April 2014,
d.h. dem Monat nach der Meldung, sind ein Vermögen von Fr. 9'569.-- und ein
Vermögensertrag von Fr. 26.-- in der Anspruchsberechnung anzurechnen. Diese
Beträge sind durch die anlässlich der periodischen Überprüfung der
Ergänzungsleistungen eingereichten Unterlagen belegt (siehe EL-act. 43).
2.5 Die Beschwerdegegnerin hat die Darlehenszinsen ab dem 1. November 2010 in
den ursprünglichen Revisionsverfügungen (Verfügung vom 19. November 2010 und
Folgende) dop
pelt berücksichtigt (1 x Fr. 1'800 + 1 x Fr. 2'000.--), d.h. sie hat Einnahmen in der Höhe
von Fr. 2'000.-- zu viel angerechnet. Hierbei hat es sich um einen ursprünglichen Fehler
gehandelt, der eingetreten ist, weil sich per 1. November 2010 die Darlehenszinsen
verringert hatten. Statt den alten Betrag von Fr. 2'000.-- aus der Berechnung
herauszunehmen, hat die Beschwerdegegnerin zusätzlich den neuen, tieferen
Darlehenszins von Fr. 1'800.-- angerechnet. Die Beschwerdegegnerin hat diesen Fehler
zu Recht korrigiert und die Fr. 2'000.-- für die Zeit ab 1. November 2010 aus der
Berechnung genommen.
2.6 Die Heimkosten haben sich per 22. Mai 2011 erhöht, weil die Tagestaxe Betreuung
neu Fr. 42.-- betragen hat. Die Änderung wurde der Beschwerdegegnerin am 24. Juni
2011 gemeldet (EL-act. 83). Die Beschwerdegegnerin hat diese Veränderung bereits ab
dem 1. Mai 2011 berücksichtigt. Erfolgt eine Veränderung im Laufe eines Monats, wird
die EL praxisgemäss jedoch erst auf den Beginn des folgenden Monats hin angepasst.
Hinzu kommt, dass die Ergänzungsleistungen gemäss Art. 25 Abs. 2 lit. b ELV bei
Erhöhung des Ausgabenüberschusses auf den Beginn des Monats, in dem die
Änderung gemeldet worden ist, frühestens aber des Monats, in dem diese eingetreten
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ist, angepasst wird. Die erhöhten Heimkosten sind daher erst per 1. Juni 2011 zu
berücksichtigen. Wegen eines Heimwechsels ist die Tagestaxe per 17. Juli 2012 erneut
angestiegen; die Tagestaxe Hotellerie hat fortan Fr. 115.-- und die Tagestaxe
Betreuung Fr. 27.-- betragen (Meldung vom 30. Juli 2012, EL-act. 72). Die
Beschwerdegegnerin rechnete der Versicherten fälschlicherweise bereits ab dem 1.
Juni 2012 die höhere Tagestaxe (resp. ein Durchschnittswert zwischen der alten und
der neuen Tagestaxe) an (EL-act. 70), was mit der soeben zitierten Praxis nicht
vereinbar ist. Eine Anrechnung der höheren Tagestaxe hätte somit erst per 1. August
2012 erfolgen dürfen. Am 17. Januar 2013 informierte das Alters- und Pflegeheim über
eine weitere Erhöhung der Tagestaxe Betreuung auf Fr. 39.-- (EL-act. 66). Diese
Änderung hat sich wiederum bereits in der Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2013
statt ab 1. Februar 2013 niedergeschlagen, was zu ändern ist. Ein weiterer Anstieg der
Heimkosten ist per 21. Mai 2014 erfolgt und der Beschwerdegegnerin am 3. Juni 2014
gemeldet worden (Erhöhung der Tagestaxe Pension/Hotellerie auf Fr. 115.--, EL-act.
37). Die Beschwerdegegnerin hat diese Sachverhaltsänderung im Einspracheentscheid
(resp. in der Verfügung vom 11. Juli 2014) bereits ab dem 1. Mai 2014 berücksichtigt
(EL-act. 16-1). In Anwendung der zitierten Praxis ist der Anstieg der Heimtaxe somit
erst ab 1. Juni 2014 zu berücksichtigen.
2.7 In der ursprünglichen Revisionsverfügung vom 2. August 2012 sind die
persönlichen Auslagen rückwirkend ab 1. Juni 2012 von Fr. 4'764.-- auf Fr. 6'360.--
erhöht worden. Mit Verfügung vom 12. Februar 2013 sind sie dann per 1. Januar 2013
wieder auf Fr. 4'812.-- reduziert worden. Gemäss Art. 10 Abs. 2 lit. b ELG wird bei
Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben, ein vom
Kanton zu bestimmender Betrag für persönliche Auslagen als Ausgabe anerkannt.
Nach Art. 3 Abs. 1 lit. a des Ergänzungsleistungsgesetzes des Kantons St. Gallen (sGS
351.5) wird beim Aufenthalt in einem Betagtenheim als Jahrespauschale ein Drittel des
für Alleinstehende geltenden Betrages für den allgemeinen Lebensbedarf nach Art. 10
Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG als persönliche Auslagen angerechnet (sog. höhere Pauschale
für Altersheimbewohner). Beim Aufenthalt in einem Pflegeheim beträgt der
anrechenbare Betrag einen Viertel des allgemeinen Lebensbedarfs nach Art. 10 Abs. 1
lit. a Ziff. 1 ELG (sog. tiefere Pauschale für Pflegeheimbewohner, Art. 3 Abs. 1 lit. b ELG
SG). Gemäss der langjährigen, bis zur Einführung der Pflegefinanzierung (31. Dezember
2010) geltenden Verwaltungspraxis wurde EL-Bezügern der BESA-Pflegestufen 0-2 die
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höhere Pauschale für die persönlichen Auslagen und EL-Bezügern der Pflegestufen 3-4
die tiefere Pauschale als Ausgabe angerechnet. Die Versicherte ist am 1. Januar 2009
in die BESA-Stufe 3a gekommen, weshalb ab 1. April 2009 richtigerweise der tiefere
Betrag für persönliche Auslagen angerechnet worden ist. Per 1. Januar 2011 ist das 4-
stufige BESA-System durch ein schweizweit einheitliches 12-stufiges System abgelöst
worden. Gemäss der Verwaltungspraxis wird bis zur Pflegestufe 4 die höhere
Pauschale für persönliche Auslagen angerechnet und ab Pflegestufe 5 der tiefere
Betrag. Die Versicherte hat im Mai 2011 die Pflegestufe 9 erreicht (EL-act. 83). Im Juni
2012 ist sie in ein anderes Alters- und Pflegeheim gezogen, von welchem sie in die
Pflegestufe 5 zurückgestuft worden ist. Obwohl die Versicherte gemäss der
Verwaltungspraxis nach dem Umzug in ein neues Alters- und Pflegeheim weiterhin als
Bewohnerin eines Pflegeheims zu qualifizieren gewesen ist und deshalb nur Anspruch
auf die Anrechnung der tieferen Pauschale für die persönlichen Auslagen gehabt hätte,
hat die Beschwerdegegnerin im Zeitraum 1. Juni bis 31. Dezember 2012 die höhere
Pauschale von Fr. 6'360.-- angerechnet; dies ist offensichtlich unrichtig gewesen. Die
Beschwerdegegnerin hat somit im Einspracheentscheid resp. in der diesem zugrunde
liegenden Verfügung vom 11. Juli 2014 die persönlichen Auslagen für den Zeitraum 1.
Juni bis 31. Dezember 2012 zu Recht auf Fr. 4'764.-- reduziert.
2.8 Die Vertreterin der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, dass, sollte sich die
Rückforderung an sich als rechtmässig erweisen, der durch die tieferen
Ergänzungsleistungen bedingte höhere Vermögensverzehr rückwirkend in der EL-
Berechnung zu berücksichtigen sei. Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistung
zur Ermittlung des Rückerstattungsbetrages ist von den Verhältnissen auszugehen, wie
sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden haben (vgl. Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 10. Mai 2001, P 68/2000 E. 2b/aa mit
Hinweisen). Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin entspricht somit der
höchstrichterlichen Rechtsprechung. Die bundesgerichtliche Praxis überzeugt aus den
folgenden Gründen: Der Versicherten hat die von der Beschwerdegegnerin
zurückgeforderte Summe im Rückforderungszeitraum tatsächlich zur Verfügung
gestanden. Das Vermögen vermindert sich effektiv erst mit der Entstehung der
Rückforderung. Würde beispielsweise bei der rückwirkenden Berechnung der
Ergänzungsleistungen eine fiktive (durch die spätere Rückforderung entstandene)
Vermögensreduktion angerechnet, die Rückforderung nach Eintritt der Rechtskraft
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jedoch erlassen, so wäre bei der rückwirkenden Berechnung unrechtmässig ein nie
erfolgter Vermögensrückgang berücksichtigt worden. Die Beschwerdegegnerin hat
somit zu Recht keinen fiktiven Vermögensverzehr im Umfang der Rückforderung bei
der rückwirkenden Berechnung der Ergänzungsleistungen berücksichtigt.
2.9 Unter Berücksichtigung der vorherigen Ausführungen sind die
Ergänzungsleistungen für den Zeitraum 1. August 2010 bis 31. Juli 2014 somit wie folgt
neu zu berechnen:
Die monatliche EL beträgt für den Zeitraum August bis Oktober 2010 Fr. 1588.--.
Die monatliche EL beläuft sich für November und Dezember 2010 auf Fr. 1'688.--.
Für den Januar 2011 beträgt der EL-Anspruch Fr. 1'889.--.
Die monatliche EL für die Zeit von Februar bis Mai 2011 beläuft sich auf Fr. 2'231.--.
Für den Juni 2011 hat die Versicherte Anspruch auf eine EL von Fr. 2'345.--.
Für den Zeitraum Juli bis November 2011 ergibt sich eine monatliche EL von Fr.
2'400.--.
Die EL für Dezember 2011 beträgt Fr. 2'332.--.
Die monatliche EL für die Zeit von Januar bis Juli 2012 beträgt Fr. 2'344.--.
Von August bis Dezember 2012 hat die Versicherte Anspruch auf eine monatliche EL
von Fr. 3'021.--.
Die EL für den Januar 2013 beträgt Fr. 3'016.--.
Die EL für den Zeitraum Februar bis Mai 2013 beläuft sich auf Fr. 3'381.--.
Für den Juni 2013 hat die Versicherte einen EL-Anspruch von Fr. 2'445.--.
Die EL für den Juli 2013 beträgt Fr. 2'141.--.
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Von August bis Dezember 2013 hat die Versicherte Anspruch auf eine monatliche EL
von Fr. 2'248.--.
Von Januar bis März 2014 beträgt die monatliche EL Fr. 2'261.--.
Die EL für April und Mai 2014 beläuft sich demnach auf Fr. 2'303.--.
Ab 1. Juni 2014 beträgt die EL Fr. 2'790.-- monatlich.
2.10 Die Versicherte hat im Zeitraum vom 1. August 2010 bis 31. Juli 2014
Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 144'906.-- bezogen:
Gemäss den obigen Berechnungen hätte sie − ohne Berücksichtigung einer allfälligen
Verwirkung einzelner Rückforderungspositionen − im selben Zeitraum jedoch nur einen
EL-Anspruch von Fr. 116'478.-- gehabt:
Ohne Berücksichtigung der Verwirkungsfristen würde die Rückforderung somit Fr.
28'428.-- betragen (Fr. 144'906.-- - Fr. 116'478.--).
2.11 Gemäss Art. 25 Abs. 2 erster Satz ATSG erlischt der Rückforderungsanspruch
mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis
erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der
einzelnen Leistung. Bei den genannten Fristen handelt es sich um Verwirkungsfristen
(BGE 140 V 521 E. 2.1). Für den Beginn der relativen einjährigen Verwirkungsfrist
massgebend ist nach der Rechtsprechung jener Tag, an dem die Verwaltung bei
gebotener und zumutbarer Aufmerksamkeit den Fehler hätte erkennen müssen. Dies ist
dann der Fall, wenn alle im konkreten Einzelfall erheblichen Umstände zugänglich sind,
aus deren Kenntnis sich der Rückforderungsanspruch dem Grundsatz nach und in
seinem Ausmass gegenüber einer bestimmten rückerstattungspflichtigen Person
ergibt. Verfügt die Verwaltung über genügende Hinweise auf einen möglichen
Rückforderungsanspruch, sind die Unterlagen aber noch unvollständig, hat sie die
erforderlichen Abklärungen innert angemessener Zeit vorzunehmen. Bei Säumnis ist
der Beginn der Verwirkungsfrist auf den Zeitpunkt festzusetzen, in welchem die
Verwaltung mit zumutbarem Einsatz ihre unvollständige Kenntnis so zu ergänzen im
Stande gewesen wäre, dass der Rückforderungsanspruch hätte geltend gemacht
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werden können. Fristauslösend ist allerdings nicht das erstmalige unrichtige Handeln
des Durchführungsorgans mit der daraus resultierenden unrechtmässigen
Leistungsausrichtung (sog. erster Anlass). Vielmehr ist auf jenen Tag abzustellen, an
dem die Verwaltung später − beispielsweise anlässlich einer Rechnungskontrolle oder
aufgrund eines zusätzlichen Indizes − bei Beachtung der gebotenen und ihr
zumutbaren Aufmerksamkeit sich hinsichtlich ihres Fehlers hätte Rechenschaft geben
und erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückforderung gegeben
sind (sog. zweiter Anlass). Wäre die Leistungserbringung massgeblich, hätte die
Verwaltung oft keine Möglichkeit mehr, die zu Unrecht erbrachten Leistungen
zurückzufordern (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2014, 9C_37/2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
2.12 Zunächst ist zu prüfen, ob die relative, einjährige Verwirkungsfrist eingehalten
worden ist. Die Beschwerdegegnerin hätte unter Aufbringung der erforderlichen
Sorgfalt bereits beim Erlass der Verfügung vom 29. September 2010, mit welcher der
EL-Anspruch ab 1. August 2010 ursprünglich festgelegt worden ist, wissen müssen,
dass die Versicherte Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht, da sie diese
Leistungen bis zu diesem Zeitpunkt in der EL-Berechnung berücksichtigt hatte. Hierbei
hat es sich um den sog. ersten Anlass gehandelt. Im März 2014 ist das
Revisionsformular eingegangen, in welchem die Vertreterin der Versicherten
angegeben hatte, dass die Versicherte Leistungen einer Krankenversicherung erhält
(EL-act. 41-5). Der Beschwerdegegnerin ist somit im März 2014 (zum zweiten Mal) zur
Kenntnis gekommen, dass die Versicherte Leistungen aus der Pflegeversicherung
erhält (wobei ihr die Höhe der Leistungen in diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt
gewesen ist). Die relative Verwirkungsfrist ist daher im Zeitpunkt des
Verfügungserlasses (11. Juli 2014) bezüglich der durch die Anrechnung der Leistungen
aus der Pflegeversicherung entstandenen Rückforderung noch nicht abgelaufen
gewesen. Dasselbe gilt für den Fehler bei der Anrechnung der monatlichen statt der auf
ein Jahr umgerechneten Hilflosenentschädigung. Die Beschwerdegegnerin hat Ende
Juni 2013 (EL-act. 58) erfahren, dass die Versicherte ab 1. Juni 2013 Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung schweren Grades haben würde. Als zweiter Anlass ist die
Bearbeitung des Revisionsformulars 2014 zu sehen. Eine Sachbearbeiterin der
Beschwerdegegnerin hat nämlich auf dem Revisionsformular vermerkt, dass die
Hilflosenentschädigung Fr. 936.-- pro Monat (und nicht wie ab 1. Juli 2013 angerechnet
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Fr. 936.-- pro Jahr) beträgt (EL-act. 41-4). Die relative Verwirkungsfrist ist somit im
Zeitpunkt des Verfügungserlasses auch bezüglich der durch die Anrechnung der
Hilflosenentschädigung entstandenen Rückforderung noch nicht abgelaufen gewesen.
Bei der Anrechnung eines zu hohen Betrags für persönliche Auslagen im Zeitraum Juni
bis Dezember 2012 hat es sich um einen Fehler der Beschwerdegegnerin gehandelt.
Bereits im Verfügungszeitpunkt (2. August 2012) ist klar gewesen, dass die Versicherte
als in einem Pflegeheim wohnhaft zu betrachten ist und deshalb nur Anspruch auf
einen Viertel des allgemeinen Lebensbedarfs einer alleinstehenden Person hat. Hierbei
hat es sich um den ersten Anlass gehandelt. Den Fehler entdeckt hat die
Beschwerdegegnerin erst, als sie im Rahmen der im Februar 2014 eingeleiteten
periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistungen die Berechnungspositionen ab
August 2010 auf ihre Richtigkeit hin überprüft hat. Der zweite Anlass hat somit erst
nach Februar 2014 stattgefunden, weshalb die relative Verwirkungsfrist im Zeitpunkt
des Verfügungserlasses auch bezüglich der durch die Anrechnung höherer
persönlicher Auslagen entstandenen Rückforderung noch nicht abgelaufen gewesen
ist. Die Beschwerdegegnerin hat die Erhöhung der Heimkosten per 22. Mai 2011, per
17. Juli 2012, per 17. Januar 2013 und per 21. Mai 2014 jeweils zu früh in der EL-
Berechnung berücksichtigt. Die Beschwerdegegnerin hätte die richtigen
Änderungszeitpunkte bereits bei der Meldung (24. Juni 2011, 30. Juli 2012, 17. Januar
2013 und 3. Juni 2014) resp. spätestens beim Erlass der jeweiligen
Anpassungsverfügungen (8. August 2011, 2. August 2012, 12. Februar 2013 und 11.
Juli 2014) kennen müssen. Hierbei hat es sich also um die ersten Anlässe gehandelt.
Bezüglich der Änderungen der Heimkosten per 22. Mai 2011, per 17. Juli 2012 und per
17. Januar 2013 ist der zweite Anlass spätestens im Zeitpunkt des Erlasses der
Wiedererwägungsverfügung vom 11. Juli 2014 eingetreten, da mit dieser Verfügung der
EL-Anspruch ab 1. August 2010 neu berechnet und somit überprüft worden ist. Weil
die Beschwerdegegnerin die zu frühen Anpassungen der Heimkosten mit der
Verfügung vom 11. Juli 2014 nicht korrigiert hat, ist die relative Verwirkung bezüglich
der Änderungen der Heimkosten per 22. Mai 2011, per 17. Juli 2012 und per 17. Januar
2013 bereits eingetreten. Demgegenüber ist die relative Verwirkungsfrist mit Bezug auf
die Änderung der Heimkosten per 21. Mai 2014 gewahrt, da diese erstmals in der
Wiedererwägungsverfügung vom 11. Juli 2014 in der EL-Berechnung berücksichtigt
worden sind und es sich hierbei somit um den ersten Anlass gehandelt hat.
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2.13 Da die Rückforderung den Zeitraum ab 1. August 2010 betrifft und die
Rückforderungsverfügung am 11. Juli 2014 ergangen ist, ist die fünfjährige, absolute
Verwirkungsfrist bezüglich der mit der Rückforderungsverfügung angepassten EL-
Berechnungspositionen noch nicht eingetreten. Auch die Rückforderung bezüglich der
Änderung der Heimkosten per 21. Mai 2014 ist im Zeitpunkt des Gerichtsurteils noch
nicht eingetreten. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der Teil der
Rückforderung, der dadurch entstanden ist, dass die Heimkostenerhöhungen per 22.
Mai 2011, per 17. Juli 2012 und per 17. Januar 2013 zu früh angepasst worden sind,
nicht zurückgefordert werden kann, da die relative (und für die Anpassung per 22. Mai
2011 auch die absolute) Verwirkung bereits eingetreten ist. Die vorherigen EL-
Berechnungen sind somit wie folgt abzuändern:
Die monatliche EL ab 1. Mai 2011 beträgt Fr. 2'345.-- (und nicht Fr. 2'231.--).
Für den Juni 2012 hat die Versicherte somit einen EL-Anspruch von Fr. 2'412.-- (und
nicht von Fr. 2'344.--).
Ab dem 1. Juli 2012 beträgt die EL monatlich Fr. 3'021.-- (statt Fr. 2'344.--).
Die EL ab dem 1. Januar 2013 beläuft sich also auf Fr. 3'381.-- (und nicht auf Fr.
3'016.--).
Unter Berücksichtigung der Verwirkungsfristen beträgt der EL-Anspruch im Zeitraum
August 2010 bis Juli 2014 somit Fr. 117'702.--:
Die Rückforderung beträgt insgesamt somit noch Fr. 27'204.-- (Fr. 144'906.-- - Fr.
117'702.--). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die seit
dem 29. September 2010 ergangenen Revisionsverfügungen zu Recht in
Wiedererwägung gezogen hat. Die Rückforderung erhöht sich von Fr. 23'666.-- auf Fr.
27'204.--, da die Beschwerdegegnerin teilweise unzulässige und falsche Korrekturen
vorgenommen hat. Die Beschwerdeführer werden mit diesem Entscheid im Ergebnis
schlechter gestellt, als sie es mit dem angefochtenen Einspracheentscheid gewesen
wären. Diese reformatio in peius ist zulässig, da sie den Beschwerdeführern vorgängig
angekündigt worden ist.
3.
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3.1 Demnach ist der Einspracheentscheid vom 12. September 2014 aufzuheben und
die Rückforderung für den Zeitraum 1. August 2010 bis 31. Juli 2014 auf Fr. 27'204.--
festzusetzen. Da per 1. August 2014 keine Veränderung eingetreten ist, hat die EL
weiterhin Fr. 2'790.-- betragen.
3.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).