Decision ID: 81e9e16b-9f50-51ae-b01f-3bd097c9b5d3
Year: 2015
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_001
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A. Übersicht
D_ erwarb im Jahre 2007 einen Rennwagen Renault Clio 2.0i Sport, CUP-Ausführung,
zum Preis von CHF 55'000.00, um damit an Rennen teilzunehmen. Der Kauf wurde unter
anderem mittels eines Darlehens von A_ in der Höhe von CHF 40'000.00, rückzahlbar
in 36 Monatsraten à CHF 1‘120.00, finanziert, das dieser dem Käufer D_ im Januar
2007 zur Verfügung stellte. D_ fuhr am 27. Mai 2007 mit diesem Wagen letztmals ein
Rennen in Most, Tschechien (act. B 8/67, S. 2; B 8/86). Danach wurde das Rennauto bei
dessen Rennkollegen B_ bzw. in dessen Firma, der E_ GmbH in F_, eingelagert.
Im Sommer 2007 tauchte D_ unter. Da er seinen Ratenzahlungen nicht mehr nachkam,
wurde der Renault Clio auf Begehren von A_ am 20. September 2007 mit Arrest belegt
(act. B 8/85/1+2). Der Arrestvollzug fand am 24. September 2007 in F_ statt. Dabei
stellte der zuständige Betreibungsbeamte fest, dass das Auto erhebliche Carrosse-
rieschäden aufwies und Antriebsaggregate, Motor und Getriebe fehlten (act. B 8/84, S. 2;
B 8/88). Trotz des Arrestes verblieb das Fahrzeug vorerst bei B_ und wurde erst im
November 2007 in einer Garage in G_ eingelagert (act. B 8/84; B 8/88). Am 22. Januar
2008 besichtigte A_ das Auto in Begleitung des zuständigen Betreibungsbeamten und
stellte fest, dass diverse Teile, wie Motor, Steuergerät (bzw. Motorenmanagement),
Antriebsaggregate, Getriebe, Kühler sowie diverse Carrosserieteile fehlten. Ausserdem
wies der Wagen am Heck Unfall- und Kratzspuren auf (act. B 8/67, S. 3). Im Rahmen
einer vorsorglichen Beweissicherung wurde am 27. Februar 2008 ein Gutachten über das
fragliche Fahrzeug erstellt (act. B 8/1.2/11). B_ machte in einem
Widerspruchsverfahren Drittansprüche an diesem Fahrzeug wegen offener Rechnungen
von D_ aus dem Rennbetrieb geltend. Diese Ansprüche wurden mit Entscheid des
Obergerichtes des Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 16. November 2009 (Verfahren
O1Z 09 7) abgewiesen (act. B 8/1.2/7). Am 3. Februar 2010 wurde der Renault Clio für
CHF 14‘200.00 versteigert (act. B 8/1.2/15). Am 26. April 2010 wurde A_ vom
Betreibungsamt über einen ungedeckt gebliebenen Betrag von gesamthaft
CHF 32‘706.80 ein „Verlustschein infolge Pfändung“ ausgestellt, der gleichentags zum
Versand gelangte (act. B 8/1.2/16+17).
B. Prozessgeschichte
Am 14. Juni 2010 liess A_ gegen B_ Strafanzeige betreffend betrügerischem
Konkurs und Pfändungsbetrug (Art. 163 Ziff. 2 StGB), Gläubigerschädigung durch
Vermögensverminderung (Art. 164 Ziff. 2 StGB) und Verfügung über mit Beschlag belegte
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Vermögenswerte (Art. 169 StGB) und allenfalls weiteren Straftaten einreichen (act. B
8/1.1). Das Strafverfahren (U 10 586) wurde mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom
16. Juli 2012 gestützt auf Art. 319 Abs. 1 StPO eingestellt (act. B 8/65). Das Obergericht
hob die Einstellungsverfügung mit Urteil vom 10. Dezember 2012 (O1S 12 10) auf und
wies die Sache zur Vornahme weiterer Untersuchungshandlungen und anschliessenden
Anklageerhebung an die Staatsanwaltschaft zurück (act. B 8/66.2 und 8/67). Am 26.
September 2013 erhob die Staatsanwaltschaft beim Kantonsgericht Anklage gegen B_
im Sinne von Art. 169 StGB, eventuell Art. 164 Ziff. 1 StGB (act. B 8/76). Mit Verfügung
des Einzelrichters vom 19. November 2013 wurde das Betreibungsamt Appenzeller
Vorderland ersucht, sämtliche Arrestakten betreffend das Fahrzeug Renault Clio
einzureichen (act. B 8/81). Die angeforderten Akten gingen am 22. Januar 2014 beim
Einzelrichter ein (act. B 8/84 und 8/85). Am 10. Februar 2014 reichte der Privatkläger eine
Beweiseingabe sowie das Jahrbuch „Rennsport Schweiz 2007“ ein (act. B 8/86). Am 18.
Februar 2014 fand zwischen dem zuständigen Einzelrichter sowie dem
Betreibungsbeamten Platzer ein Telefongespräch statt, dessen Inhalt sich in Form einer
Aktennotiz bei den Verfahrensakten befindet (act. B 8/88). Gleichentags wurden die
Arrestakten des Betreibungsamtes und die Eingabe des Privatklägers vom 10. Februar
2014 den Parteien in Kopie zugestellt (act. B 8/89). Die Hauptverhandlung fand am
15. April 2014 in Anwesenheit des Beschuldigten sowie des Privatklägers und dessen
Rechtsvertreters statt. Das Urteil wurde den Parteien gleichentags mündlich eröffnet und
kurz begründet (act. B 8/92/1, S. 4). Das schriftliche Urteilsdispositiv wurde am 16. April
2014 versandt (act. B 8/95). Mit Schreiben vom 17. April 2014 liess der Privatkläger
rechtzeitig die Berufung anmelden (act. B 8/98). Das Urteil in begründeter Ausfertigung,
berichtigt in Ziff. 1 des Dispositives, wurde am 13. Juni 2014 an die Parteien versandt
(act. B 8/101).
C. Erstinstanzliches Urteil
Mit Urteil des Einzelrichters des Kantonsgerichts vom 15. April 2014 (ES1 13 9) wurde
B_ von der Anklage des Verfügens über mit Beschlag belegte Vermögenswerte im
Sinne von Art. 169 StGB und der Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung im
Sinne von Art. 164 Ziff. 1 StGB freigesprochen. Die Verfahrenskosten von total CHF
800.00 wurden auf die Staatskasse genommen. Die Zivilforderung wurde abgewiesen und
den Parteien wurden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
Auf eine Wiedergabe der Urteilsbegründung in den angefochtenen Punkten wird verzich-
tet und auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen.
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D. Schriftenwechsel
a) Gegen das Urteil vom 15. April 2014, dessen Zustellung an den Rechtsvertreter des
Privatklägers in begründeter Ausfertigung am 16. Juni 2014 (act. B 8/103) erfolgt
war, reichte RA AA_ mit Eingabe vom 7. Juli 2014 (act. B 1) fristgemäss die
Berufung ein.
b) Mit Verfügung des Obergerichtspräsidenten vom 9. Juli 2014 wurde den Parteien
die Zuweisung des Prozesses an die 2. Abteilung mitgeteilt (act. B 4).
c) Mit Verfügung des Obergerichtsvizepräsidenten vom 10. Juli 2014 wurde RA AA_
aufgefordert, zu präzisieren, in welchen Teilen das erstinstanzliche Urteil
angefochten wird (act. B 5). Dem kam RA AA_ mit Schreiben vom 14. Juli 2014
nach (act. B 6).
d) Mit Verfügung der Verfahrensleitung vom 22. Juli 2014 wurde dem
Berufungsbeklagten sowie der Staatsanwaltschaft Gelegenheit gegeben, einen
schriftlichen und begründeten Nichteintretensantrag und/oder eine schriftliche
Anschlussberufung einzureichen (act. B 7), wovon beide keinen Gebrauch machten.
e) Mit Verfügung der Verfahrensleitung vom 19. September 2014 wurde den Parteien
mitgeteilt, dass die Berufung im schriftlichen Verfahren behandelt werde. Zudem
wurde dem Berufungskläger Gelegenheit gegeben, eine Ergänzung seiner Beru-
fungsbegründung nachzureichen (act. B 12). Davon machte dieser keinen Gebrauch
(act. B 16).
f) Dem Berufungsbeklagten sowie dem Einzelrichter des Kantonsgerichts wurde am
6. Oktober 2014 Gelegenheit eingeräumt, zur Berufungserklärung inkl. Präzisierung
der Rechtsbegehren Stellung zu nehmen (act. B 17). Der Einzelrichter des Kan-
tonsgerichts verzichtete auf eine Stellungnahme (act. B 19), während dem sich der
Berufungsbeklagte mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 3. November 2014
vernehmen liess (act. B 21).
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g) Mit Verfügung vom 26. Februar 2015 teilte der Obergerichtsvizepräsident den
Parteien mit, dass das Gericht die Frage werde prüfen müssen, ob die objektive
Strafbarkeitsbedingung gemäss Art. 164 StGB erfüllt sei, d.h. ein gültiger Verlust-
schein vorliege, und gab ihnen Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen (act. B 26).
RA E_ sowie die Staatsanwaltschaft verzichteten auf eine Stellungnahme (act. B
27 und 29), während dem RA AA_ sich mit Eingabe vom 24. März 2015 verneh-
men liess (act. B 31).
h) Das Obergericht teilte den Parteien am 5. Juni 2015 mit, dass das bisher in der
2. Abteilung geführte Verfahren aus organisatorischen Gründen der 1. Abteilung
(neue Verfahrens Nr. O1S 14 16) zugewiesen werde, und gab die Zusammen-
setzung des Gerichts bekannt (act. B 35 und 36).
Auf die entsprechenden Ausführungen und Angaben in den in lit. a - h vorstehend ange-
führten Schriftstücken wird, soweit für die Beurteilung erforderlich, im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen einzugehen sein.
Erwägungen des Gerichts
1. Formelles
1.1 Örtliche und sachliche Zuständigkeit
Auf die vorinstanzliche Erwägung Ziffer 1 zur örtlichen und sachlichen Zuständigkeit kann
verwiesen werden. Bezüglich der sachlichen Zuständigkeit des Obergerichts ist auf die
Art. 26 und 27 des am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Justizgesetzes vom
13. September 2010 (JG, bGS 145.31) hinzuweisen. Nach Art. 26 JG ist das Obergericht
Berufungs- und Beschwerdeinstanz in der allgemeinen Strafrechtspflege, unter Vorbehalt
der Befugnisse des Einzelrichters (letztere beschränken sich laut Art. 27 JG auf den
Bereich des Zwangsmassnahmerechts).
1.2 Rechtskräftige Urteilspunkte
Gestützt auf die Anträge in der Berufungsschrift sowie deren nachträgliche Präzisierung
durch RA AA_ (act. B 1 und B 6) kann festgehalten werden, dass Dispositiv Ziff. 1 des
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Urteils des Einzelrichters des Kantonsgerichts vom 15. April 2014 nicht angefochten
worden ist. Demnach sind die Freisprüche von der Anklage des Verfügens über mit
Beschlag belegte Vermögenswerte im Sinne von Art. 169 StGB und der Gläubigerschädi-
gung durch Vermögensverminderung im Sinne von Art. 164 Ziff. 1 StGB gestützt auf Art.
437 Abs. 1 lit. a StPO rechtskräftig.
1.3 Berichtigung von Urteilsdispositiv Ziff. 1 des vorinstanzlichen Urteils
Der Berufungskläger lässt vorbringen, der Erläuterung und Berichtigung im Sinne von
Art. 83 Abs. 1 StPO zugänglich seien nur offensichtliche Versehen. Eine Entscheidung
hingegen, die so gewollt sei, wie sie ausgesprochen worden sei, die aber auf einer irrtüm-
lichen Sachverhaltsfeststellung oder einem offenbaren Rechtsirrtum beruhe, könne weder
berichtigt werden noch sei sie der Erläuterung zugänglich. Der Umstand, dass das Gericht
zwar aufgrund einer unvollständigen Anklageschrift, aber trotz eines klaren Antrages des
Privatklägers, Ziff. 2 von Art. 164 StGB übersehen habe, könne nicht im Rahmen einer
Berichtigung erfolgen.
Die Vorinstanz hat in Ziff. 1 des von ihr am 16. April 2014 versandten Urteilsdispositivs
festgehalten, dass der Beschuldigte B_ unter anderem von der Anklage der
Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung im Sinne von Art. 164 StGB
freigesprochen wird (act. B 8/95). Im begründeten Urteil hat sie dann bezüglich dieses
Tatvorwurfs in Urteilsdispositiv Ziffer 1 eine Berichtigung vorgenommen, indem der Frei-
spruch von der Anklage der Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung auf Ziff.
1 von Art. 164 StGB eingegrenzt wurde. Auf Seite 7 des erwähnten Urteils wird wörtlich
festgehalten: „Das Urteilsdispositiv ist insofern zu berichtigen, als ein Freispruch nur für
den Straftatbestand von Art. 164 Ziff. 1 StGB erfolgt.“
Aus den Ausführungen in nachfolgender Erwägung Ziff. 2.1 folgt ohne weiteres, dass die
Frage der Rechtmässigkeit dieser Berichtigung offen gelassen werden kann.
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2. Materielles
2.1 Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung im Sinne von Art. 164 Ziff. 2 StGB
Der Berufungskläger lässt ausführen, erst vor Obergericht stehe nun zur Diskussion, ob
der Verlustschein vom zuständigen Betreibungsamt ausgefüllt worden und damit gültig sei
oder nicht. Grundsätzlich bescheinige der Verlustschein, dass das gesamte der schweize-
rischen Vollstreckung unterworfene Vermögen des Schuldners nicht genügt habe, um den
Gläubiger zu befriedigen. Weil dies nur am ordentlichen Betreibungsort festgestellt wer-
den könne, dürfe das Betreibungsamt am Arrestort grundsätzlich keinen Verlustschein
ausstellen (BGE 90 III 79). Im vorliegenden Fall handle es sich jedoch um die Ausnahme,
dass nicht wahlweise am besonderen Betreibungsort der Arrestlegung oder am ordentli-
chen Betreibungsort hätte betrieben werden können. Der Arrestort sei der einzige Betrei-
bungsort gewesen. Nach BGE 90 III 79 dürfe bei fehlendem Wohnsitz in der Schweiz eine
Verlustbescheinigung ausgestellt werden. Der Betreibungsbeamte am Arrestort hätte eine
solche „Verlustbescheinigung infolge Arrest und Pfändung“ ausstellen müssen. Mit dem
stattdessen ausgestellten Verlustschein sei der Sinn und Zweck der Verlustbescheinigung
erfüllt. Eine Verlustbescheinigung müsse für die Strafbarkeitsvoraussetzungen nach Art.
163 ff. StGB genügen. Es wäre überspitzter Formalismus, wenn man den fälschlicher-
weise ausgestellten Verlustschein nicht als erfüllte Strafbarkeitsvoraussetzung sehen
würde, wenn eine Verlustbescheinigung genügen würde.
Der Schuldner, der zum Schaden der Gläubiger sein Vermögen vermindert, indem er Ver-
mögenswerte beschädigt, zerstört, entwertet oder unbrauchbar macht, Vermögenswerte
unentgeltlich oder gegen eine Leistung mit offensichtlich geringerem Wert veräussert,
ohne sachlichen Grund anfallende Rechte ausschlägt oder auf Rechte unentgeltlich ver-
zichtet, wird, wenn über ihn der Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlustschein ausge-
stellt worden ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 164
Ziff. 1 StGB). Unter den gleichen Voraussetzungen wird der Dritte, der zum Schaden der
Gläubiger eine solche Handlung vornimmt, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder
Geldstrafe bestraft (Art. 164 Ziff. 2 StGB).
Der Verlustschein stellt bei den Tatbeständen nach Art. 163 StGB ff. eine sogenannte
objektive Strafbarkeitsbedingung dar. Ob eine gültige objektive Strafbarkeitsbedingung
vorliegt, wird mit vorfrageweiser Prüfung durch den Strafrichter ermittelt (Hagenstein, in:
Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 25 vor Art. 163-171bis; BGE 89 IV 77
I.1). Strafrechtlich relevant sind nur nach dem SchKG gültige, d.h. weder nichtige noch
(erfolgreich) anfechtbare Verlustscheine (Hagenstein, a.a.O., N. 25 vor Art. 163-171bis;
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Trechsel/Ogg, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Trechsel/Pieth
[Hrsg.], 2. Aufl. 2013, N. 11 zu Art. 163; Hagenstein, Die Schuldbetreibungs- und
Konkursdelikte nach schweizerischem Strafgesetzbuch, 2013, S. 87). Die Nichtigkeit des
Verlustscheines steht der Bestrafung nicht nur im Wege, wenn das zuständige
Betreibungsamt oder die ihm übergeordnete Aufsichtsbehörde die Nichtigkeit festgestellt
hat. Der Strafrichter darf und muss mangels eines solchen Entscheides vorfrageweise
selber prüfen, ob der Verlustschein nichtig ist (BGE 89 IV 77 E. I.1.). Als Verlustschein im
Sinne von Art. 164 StGB (und auch Art. 163 StGB) gilt nur der Pfändungsverlustschein,
nicht aber der Pfandausfallschein (Art. 158 SchKG) oder der Konkursverlustschein (Art.
265 SchKG; Hagenstein, Basler Kommentar, a.a.O., N. 17 vor Art. 163-171bis; derselbe,
Die Schuldbetreibungs- und Konkursdelikte, a.a.O., S. 91 ff.). Bei Durchführung der
Arrestbetreibung am Spezialdomizil des Arrestortes wird kein Verlustschein ausgestellt
(Reiser, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs II, 2.
Aufl. 2010, N. 7 zu Art. 279; Meier-Dieterle, in: Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz,
Kurzkommentar, Hunkeler [Hrsg.], 2. Aufl. 2014, N. 4 zu Art. 279). Nichtig ist die
Ausstellung eines Verlustscheines, ohne dass eine Pfändung oder Verwertung
durchgeführt wurde (BGE 125 III 337; Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs-
und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, Rz. 37 zu § 6).
A_ liess wegen ausstehender Ratenzahlungen gegen D_ die Betreibung an dessen
damaligem Wohnort in Buttisholz einleiten. Das Betreibungsamt Buttisholz/Nottwil teilte
dem Gläubiger daraufhin am 6. August 2007 mit, dass sie dem Begehren keine Folge
leisten könne, weil der Schuldner Buttisholz verlassen habe. Ihnen sei der neue
Aufenthalt nicht bekannt (act. B 32/1). In der Folge liess A_ am 19. September 2007
beim Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden ein Arrestbegehren bezüglich des sich in
F_ befindlichen Renault Clio stellen (act. B 32/2). Am 26. April 2010 erhielt dann A_
vom Betreibungsamt Appenzeller Vorderland einen „Verlustschein infolge Pfändung“ über
einen ungedeckt gebliebenen Betrag von CHF 32‘706.80 (act. B 8/1.2/16+17).
Zu prüfen ist also vorab, ob vorliegend die in Art. 164 StGB aufgestellte objektive Straf-
barkeitsbedingung in Form eines gültigen Verlustscheines erfüllt ist. Die Arrestprosequie-
rung des Renault Clio erfolgte am Arrestort, also in F_, was nach Art. 52 SchKG
zulässig ist. Hingegen hätte das Betreibungsamt Appenzeller Vorderland keinen
„Verlustschein infolge Pfändung“ ausstellen dürfen, weil gegen D_ kein Pfän-
dungsverfahren durchgeführt wurde. Damit erweist sich der am 26. April 2010 ausge-
stellte „Verlustschein infolge Pfändung“ als nichtig und es fehlt an der in Art. 164 StGB
aufgeführten objektiven Strafbarkeitsbestimmung des Verlustscheins. Der Hinweis des
Berufungsklägers auf BGE 90 III 79 vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Viel-
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mehr hat das Bundesgericht in diesem Entscheid die vorstehend aufgeführte Rechtspre-
chung bestätigt. Im genannten Entscheid führt das Bundesgericht aus, ein Verlustschein
bescheinige, dass das gesamte der schweizerischen Vollstreckung unterworfene Vermö-
gen des Schuldners nicht genügt habe, um den Gläubiger zu befriedigen. Kein Verlust-
schein sei daher auszustellen in einem am besonderen Betreibungsort der Arrestlegung
durchgeführten Pfändungsverfahren, das nur die gemäss Angabe des Gläubigers
arrestierten Gegenstände erfasst habe. Dem ist beizufügen, dass selbst eine in einem
Arrestverfahren ausgestellte Verlustbescheinigung - als solche kann der in casu fälschli-
cherweise ausgestellte Verlustschein allenfalls bezeichnet werden - nicht genügen kann.
Dies alleine schon mit Blick darauf, dass auch ein Pfandausfallschein bei den Tatbestän-
den nach Art. 163 ff. StGB nicht ausreicht. Von überspitztem Formalismus kann ange-
sichts der klaren Rechtsprechung keine Rede sein.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es für eine Verurteilung des Berufungsbeklagten
nach Art. 164 Ziff. 2 StGB an einer objektiven Strafbarkeitsbestimmung fehlt und somit
zwingend ein Freispruch zu erfolgen hat. Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt sich im
Übrigen auch eine richterliche Auseinandersetzung mit der von der Vorinstanz in Erwä-
gung Ziff. 2.3 ihres Urteils dargelegten Verletzung des Anklageprinzips durch die Staats-
anwaltschaft.
2.2 Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 3 S tGB
Der Berufungskläger lässt geltend machen, die Vorinstanz lasse völlig ausser Acht, dass
nach ihrer Sachverhaltsvariante das Auto sogar im Eigentum des Privatklägers gestanden
haben soll. Damit könnte der Tatbestand der Sachbeschädigung von Art. 144 StGB in
Betracht kommen.
Wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht
besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht, wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe
bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 144 Abs. 1 StGB). Hat der Täter einen
grossen Schaden verursacht, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jah-
ren erkannt werden. Die Tat wird von Amtes wegen verfolgt (Art. 144 Abs. 3 StGB).
Vorliegend stellt sich bei der Prüfung von Art. 144 StGB aufgrund der unklaren Eigen-
tumsverhältnisse die Frage nach der Legitimation von A_ zur Erhebung einer Berufung.
Gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an
der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Die
Privatklägerschaft ist Partei (Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Bei ihr handelt es sich um die
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geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt hat, sich als Straf- oder Zivilkläger am
Strafverfahren beteiligen zu wollen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Voraussetzung für die
Konstituierung ist somit die Geschädigtenstellung. Als geschädigte Person gilt die Person,
die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1
StPO). Vorliegend geht es um Sachbeschädigung im Sinne von Abs. 3 von Art. 144 StGB,
somit um ein Offizialdelikt. Der Tatbestand der Sachbeschädigung (Art. 144 StGB) schützt
neben dinglichen Rechten auch persönliche Gebrauchsrechte, sofern der Berechtigte
bereits im (Mit-)Besitz der Sache war. Deshalb sind z. B. der Mieter, der Entlehner, die im
Besitz der beschädigten Sache waren, geschädigte Personen. Rein obligatorische
Ansprüche auf Herausgabe der Sache sind hingegen nicht von Art. 144 StGB geschützt
und begründen deshalb keine Geschädigtenstellung (Mazzucchelli/Postizzi, in: Basler
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 55 zu Art. 115).
Aus den Akten ergibt sich zu den Eigentumsverhältnissen bezüglich des Renault Clio fol-
gendes: In der von A_ am 14. Juni 2010 eingereichten Strafanzeige hat er selbst D_
als Eigentümer des Rennwagens bezeichnet (act. B 8/1.1, S. 8). In der Einvernahme von
D_ durch die Kantonspolizei Schwyz gab dieser an, im schriftlichen Vertrag mit A_
sei ein Eigentumsvorbehalt abgemacht worden (act. B 8/53.8, S. 4 ff.). RA AA_ führte
dann in der Beschwerdeschrift vom 25. Juli 2012 (O1S 12 10) aus, es sei vereinbart
worden, dass D_ das Darlehen in Raten abbezahle und das Auto solange im Eigentum
von A_ verbleibe (act. B 8/66.1, S. 2; und auch: Urteil des Obergerichts vom 10.
Dezember 2012 (O1S 12 10), act. B 8/67, S. 2). In einem Telefongespräch zwischen dem
zuständigen Einzelrichter des Kantonsgerichts und dem Betreibungsbeamten wies
letzterer daraufhin, dass A_ für das Fahrzeug von D_ auf dem Betreibungsamt an
dessen damaligen Wohnort einen Eigentumsvorbehalt habe eintragen lassen (act. B
8/88). Im von RA AA_ vor dem Einzelrichter des Kantonsgerichts gehaltenen Plädoyers
führte dieser aus, B_ habe bereits im Zeitraum, als D_ das Auto gekauft habe,
gewusst, dass ein Eigentumsvorbehalt gegenüber dem Privatkläger bestanden habe (act.
B 8/92/3, S. 6). In der Berufungserklärung schliesslich brachte RA AA_ vor, die
Eigentumsverhältnisse seien klar: Das Eigentum sei von der Renault Nissan Suisse SA
auf D_ übergegangen, als dieser das Fahrzeug abgeholt und zu sich genommen habe.
Der Privatkläger sei nie Eigentümer des Fahrzeuges geworden, also habe er sich dieses
nicht vorbehalten können. Der im Laienvertrag festgehaltene Eigentumsvorbehalt wäre
nie durchsetzbar gewesen (act. B 1, S. 7).
Aufgrund der Akten steht fest, dass A_ nicht einmal behauptet, er habe am früheren
Wohnort von D_ einen entsprechenden Eintrag im Eigentumsvorbehaltsregister nach
Art. 715 ZGB vornehmen lassen. Er geht vielmehr selbst davon aus, dass er nie
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Eigentümer des Fahrzeugs geworden ist. Diese Ansicht ist korrekt, da ein Eigentums-
vorbehalt erst gültig ist, wenn der Eintrag erfolgt ist (Belser/Bienz, in: Handkommentar
zum Schweizer Privatrecht, 2007, N. 13 zu Art. 715). Ist aber A_ nicht Eigentümer oder
sonstwie dinglich oder persönlich Berechtigter am fraglichen Fahrzeug, ist er hinsichtlich
einer Beschädigung am fremden Auto nicht unmittelbar geschädigt im Sinne von Art. 115
Abs. 1 StPO und folglich auch nicht Privatkläger. Dies hat zur Folge, dass er bezüglich
Art. 144 Abs. 3 StGB nicht zur Ergreifung eines Rechtsmittels legitimiert ist.
2.3 Fazit
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Berufung abzuweisen und B_ von der
Anklage der Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung im Sinne von Art. 164
Ziff. 2 StGB sowie der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB
freizusprechen ist.
3. Zivilforderung
Der Berufungskläger macht gegenüber dem Berufungsbeklagten eine Forderung in der
Höhe von CHF 32‘706.80 geltend, welche dem im Arrestverfahren ungedeckt gebliebenen
Betrag entspricht.
Nach Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO werden bei einem Freispruch Zivilansprüche entschieden,
wenn sie genügend abgeklärt sind. Auf die zutreffenden rechtlichen Ausführungen der
Vorinstanz in deren Erwägung Ziff. 3, 2. Absatz, zu Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO, wonach es
bei einem Freispruch aus rechtlichen Gründen an der Grundlage für einen
Adhäsionsprozess fehlt und die Zivilklage abzuweisen ist, kann vollumfänglich verwiesen
werden. Das Obergericht ist in den vorstehenden Erwägungen Ziff. 2.1 und 2.2 zum
Ergebnis gekommen, dass es bezüglich Art. 164 Ziff. 2 (wie auch Ziff. 1) StGB an einer
objektiven Strafbarkeitsbestimmung mangelt und bezüglich Art. 144 Abs. 3 StGB an der
erforderlichen Legitimation des Berufungsklägers zur Einreichung der Berufung. Wie die
Vorinstanz in der vorgenannten Erwägung ebenfalls zutreffend ausgeführt hat, sind bei
fehlender Tatbestandsmässigkeit und Rechtswidrigkeit auch die Voraussetzungen von
Art. 41 ff. OR nicht erfüllt. Die Berufung ist daher auch in diesem Punkt abzuweisen.
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4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
4.1 Erst- und zweitinstanzliche Verfahrenskosten
Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-
gens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen
neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kos-
tenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). Da die Berufung abgewiesen wurde und der Beru-
fungskläger somit vollumfänglich unterlegen ist, sind ihm die zweitinstanzlichen Verfah-
renskosten, bestehend aus einer Gebühr von CHF 1‘500.00 (Art. 29 lit. b Gebührenord-
nung, bGS 233.3), aufzuerlegen. Der Berufungskläger lässt nun aber einwenden, allein
schon für den Fall, dass seiner Argumentation nicht gefolgt werden könnte, könnten ihm
keine Kosten auferlegt werden. Vielmehr stelle sich die Frage der Staatshaftung, welche
aber erst nach Vorliegen des Entscheides zu prüfen sei. Da der Berufungskläger mit der
Einreichung der Berufung keinen günstigeren Entscheid erwirkt hat, kann keine der in
Abs. 2 von Art. 428 StPO vorgesehenen Ausnahmen von der Regelung gemäss Abs. 1
dieser Bestimmung zur Anwendung kommen. Die teilweise neue rechtliche Beurteilung ist
nicht nur nicht günstiger, sondern der angefochtene Entscheid ist im Ergebnis, trotz neuer
Begründung zu Abs. 2 von Art. 164 StGB und Prüfung von Art. 144 Abs. 3 StGB, unver-
ändert geblieben (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_10/2015 vom 24. März 2015 E.
4.2.2; 6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015 E. 2.4.4). So wurde der Berufungsbeklagte
wiederum in allen Anklagepunkten freigesprochen.
Die erstinstanzlichen Verfahrenkosten von insgesamt CHF 800.00 wurden gemäss Ziff. 2
des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs auf die Staatskasse genommen. Die Vorinstanz hat
in ihrer Erwägung Ziff. 4.1 nicht geprüft, ob eine Kostenauferlegung an den Privatkläger
gestützt auf Art. 427 StPO in Frage gekommen wäre. Da keine der Parteien diesen Punkt
gerügt hat, kann es jedoch dabei bleiben.
4.2 Erst- und zweitinstanzliche Entschädigung
Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen, so hat sie Anspruch auf
Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrens-
rechte (Art. 436 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Aufgrund des Verfahrensausganges
hat der Beschuldigte Anspruch auf Entschädigung seiner Verteidigungskosten vor Ober-
gericht. Von wem hat der Berufungsbeklagte nun diese Entschädigung zugut? Dazu ist
festzuhalten, dass den Art. 429-434 StPO keine Bestimmung im Sinne von Art. 428 Abs. 1
StPO zu entnehmen ist, wonach sich der Anspruch auf Entschädigung nach Massgabe
des Obsiegens oder Unterliegens richtet. Zwar sieht Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 432 StPO
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unter gewissen Voraussetzungen vor, dass die obsiegende beschuldigte Person im Zivil-
punkt (Abs. 1 von Art. 432 StPO) sowie bei Antragsdelikten im Schuldpunkt (Abs. 2 von
Art. 432 StPO) gegenüber der Privatklägerschaft Anspruch auf eine angemessene Ent-
schädigung hat. In casu käme eine Entschädigung jedoch gestützt auf Art. 432 Abs. 2
StPO nicht zur Anwendung, da es sich bei sämtlichen zu prüfenden Delikten um Offizial-
delikte handelt. Einzig bezüglich der Zivilklage wäre eine teilweise Entschädigung mög-
lich. Das Bundesgericht hat nun aber entschieden, dass im Rechtsmittelverfahren die
ausschliesslich Beschwerde erhebende Privatklägerschaft unabhängig davon, ob An-
trags- oder Offizialdelikte zu beurteilen waren, eine Entschädigungspflicht trifft (Urteile des
Bundesgerichts 6B_802/2011 vom 8.11.2012 = Pra 2013 Nr. 60; 6B_93/2012 vom
26.9.2012 E. 5.3). Dasselbe muss selbstverständlich auch für das Berufungsverfahren
gelten. Demzufolge hat der unterliegende Berufungskläger in sinngemässer Anwendung
von Art. 428 Abs. 1 StPO den Berufungsbeklagten für das vorliegende Berufungsverfah-
ren für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte zu entschädigen.
RA E_ macht in seiner Kostennote vom 6. November 2014 ein Honorar von
CHF 1‘508.85 (inkl. Barauslagen und MWSt) für einen Aufwand von 6.43 Stunden geltend
(act. B 24). Diese ist tarifkonform. Demzufolge hat der unterliegende Berufungskläger den
obsiegenden Berufungsbeklagten für das vorliegende Berufungsverfahren mit
CHF 1‘508.85 zu entschädigen. Hingegen hat der Berufungskläger keinen Anspruch auf
eine Entschädigung für die Kosten seiner Vertretung im Berufungsverfahren (Art. 436
Abs. 1 i.V.m. Art. 433 Abs. 1 StPO).
Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten, wie auch dem Privatkläger keine Parteientschädi-
gung zugesprochen (vorinstanzliche Erwägung Ziff. 4.2). Dabei kann es bleiben, da keine
der Parteien in diesem Punkt eine andere Beurteilung verlangt hat
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Considerations: