Decision ID: 88110b9a-f21b-4916-860d-710a939fca34
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
D
em 1956 geborenen und als Hauswart erwerbstätigen
X._
hatte das hiesige Gericht mit Urteil vom 26. September 2012 den Anspruch auf
eine halbe Invalidenrente ab 1. August 2009 zu
erkannt
(
Proz
. Nr. IV.2011.00014;
Urk. 8/58)
.
Aufgrund der Mitteilung
des BVG-Versicherers
, dass der Versicherte weiterhin ein höheres Einkommen als das im Urteil
festgesetzte
Invalidenein
kommen
erziel
e
(Urk. 8/75-76), leitete die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich,
IV-Stelle, im November 2013 ein
Rentenrevision
sverfahren
ein (Urk. 8/77-78)
. Nach Einholung von Auskünften der Arbeitgeberin und der be
handelnden Ärzte
stellte sie nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/
86 ff.
)
die Rente
mit Verfügung vom 27. Oktober 2014 ein (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 26. November 2014 Beschwerde mit dem
Rechts
begehren
um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu neuer Entscheidung,
„
insbesondere auch zwecks weiterer Abklärung der Voraussetzungen für eine Erhöhung auf eine
Zweidrittelsrente
“
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2015 schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), worüber der Beschwerdeführer am 31. März 2015 orientiert wurde (Urk. 9). Mit Eingabe vom 3. Juni 2015 legte der Beschwerdeführer verschiedene Dokumente
betref
fend
seine erwerbliche und medizinische Situation ins Recht (Urk. 10 und Urk. 11/1-6). Am 1. Juli 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme (Urk. 14), was dem Beschwerdeführer am 6. Juli 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 15). Mit Zuschrift vom 3. September 2015 legte der Beschwerde
führer medizinische Berichte ins Recht (Urk. 16 und Urk. 17/1-7), welche der Beschwerdegegnerin am 7. September 2015 zur Kenntnisnahme zugestellt wur
den (Urk. 18).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
be
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.
Die Beschwerdegegnerin begründet
e
die Renten
aufheb
ung damit, dass der Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Einkommen erziele
. Dieses sich aus de
m Individuellen Konto ergebende
Einkommen entspreche gemäss Anga
ben der Arbeitgeberin der effektiven Arbeitsleistung und sei daher nicht als Soziallohn zu verstehen
(Urk. 2
S. 2
, Urk. 7).
Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer au
f
den Standpunkt, dass
für die Ermittlung des
Valideneinkommens
die
„
erste Phase der
Arbeitslosenent
schä
digung
“
aus d
em Jahre 2006 heranzuziehen sei;
denn es werde seit April 2006 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit festgeschrieben (Urk. 1 S. 3). Weiter sei in Verletzung der Abklärungspflicht kein aktueller Bericht des behandelnden Urolo
gen eingeholt worden
.
Aufgrund
d
es polymorbiden Zustandes sei eine erfolgreiche Vermittlung auf dem freien Arbeitsmarkt nicht denkbar, namentlich weil
dem Beschwerdeführer
allenfalls ein operativer urologischer Eingriff bevorstehe. Jedenfalls sei ein Leidensabzug von 25 % zu berücksichtigen
(Urk.
1
S. 6
f.).
Am 3. Juni 2015 gab der Beschwerdeführer sodann an, nach einer Besprechung mit der Arbeitgeberin sei es nun offiziell, dass die schwereren Hausmeisterarbeiten von seinem Kollegen
Y._
ausgeführt würden. In zwei neuen Arbeitsverträgen seien die Stundenlöhne dafür definiert worden. Jedoch seien keine direkten Auszahlungen an
Y._
erfolgt. Der Be
schwerdeführer beziehe weiterhin das vereinbarte Entgelt, welches im Jahr 2014 Fr. 48‘600.
betragen habe (Urk. 10 S. 1).
In seiner Eingabe vom 3. September 2015 machte der Beschwerdeführer eine Verschlechterung
bezüg
lich
der Halswirbelsäule geltend. Per Januar 2016 sei eine Operation geplant (Urk. 16).
3.
Die
gerichtliche
Zu
erkenn
ung einer halben Rente beruht
e
aus medizinischer Sicht auf
den
Schlussfolgerungen im Gutachten der MEDAS
Z._
, vom 9. August 2010 (Urk. 8/34/2-23; vgl. auch Urk. 8/58 S. 5-10), worin dem Beschwe
rdeführer gestützt auf folgende
Diagno
sen eine 70%ige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten attes
tiert wurde (Urk. 8/34/2-23 S. 18-22):
-
Chronisches
thorako
- und
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Aus
fälle (ICD-10 M54/./M54.5)
-
deutliche Bewegungseinschränkung der lumbalen Wirbelsäule
-
Femoropatellararthrose
Knie links (ICD-10 M17.1)
-
anamnestisch Status nach wiederholter Kniearthroskopie beidseits
-
ausgeprägte
retropatelläre
Knorpelveränderungen sowie multiple
subchondrale
Geröllzysten (MRI vom 3. August 2006)
-
lediglich
geringgr
adige
Veränderungen
retropatellä
r
rechts (MRI vom 3. August 2006)
-
aktuell reizlos
e Kniegelenke ohne Hinweis für I
nstabilität oder Meniskusläsion
-
Impingement
Hüftgelenk beidseits (ICD-10 M77.9)
-
Subakromiales
Impingement
Schulter rechts (ICD-10 M75.4)
-
Neurasthenie (ICD-10 F48.0)
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit massen die Gutachter dagegen folgen
den Diagnosen bei (Urk. 8/34 S. 1
8
):
-
Substituierte Hypothyreose (ICD-10 E03.9)
-
Status nach erweiterter
Hemithyreoidektomie
links bei
papillärem
Schilddrüsen
a
denom
pT1a, R0 im August 2005
-
periphere Schilddrüsenparameter aktuell im Normbereich
-
Thrombophilie
(ICD-10 I82.9) bei Faktor V Leiden
-
oral antikoaguliert
-
Status nach Lungenembolie und Thrombose unter oraler Antikoagulation
-
Analgetikaüberkonsum
(ICD-10 F55.2)
-
Status nach Magenbypass-Operation im Jahre 2008
-
Status nach
Mesolückenverschluss
und
Narbenhernienplastik
im November 2008
-
Status nach
anämisierender
oberer gastrointestinaler Blutung bei
Anasto
mose
n
ulcus
im Dezember 2008
-
Status nach
laparoskopischem
Mesolückenverschluss
und
Adhäsiolyse
im April 2010
-
Anamnestisch
Urolithiasis
beidseits (ICD-10 N20.9)
-
Status nach extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie bei
Uretherstein
rechts im November 2009
4.
4.1
Im Bericht vom 24. Januar 2011 (Urk. 8/79/65-68) hielt
Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
fest
, dass
eine konsiliarische psychiatrische Untersuchung des Beschwerdeführers im Dezember 2010 und Januar 2011
keine psychischen Auffälligkeiten
ergeben habe
.
4.2
Gemäss den Konsultationsberichten von Dr. med.
B._
, Facharzt für Chirur
gie, vom 3. Oktober 2012 (Urk. 8/79/19), 14. Mai (Urk. 8/79/21-22)
und
30. Oktober 2013 (Urk. 8/79/9-10)
besteht gegenüber Herbst 2011
infolge der besser eingehaltenen Fettrestriktion
ein signifikant gebessertes Allgemeinbefin
den mit seltenerem Auftreten von
Steatorrhoen
und
Urolithiasis
-Beschwerden.
Die Schmerzsituation scheine sich so nachhaltig verbessert zu haben, dass sie
[vom Beschwerdeführer]
nicht mehr
explizit
erwähnt werde.
4.3
Ein seit Oktober 2013 bestehender Blasenstein (vgl. dazu die Bericht von Dr.
B._
vom 30. Oktober und 6. November 2013
[
Urk. 8/79/9-10, Urk. 8/79/7-8
] sowie den Bericht von Dr. med.
C._
, Facharzt für Gastroente
ro
logie, vom 18. November 2013 [Urk. 8/7
9
/5-6]
)
wurde von Dr. med.
D._
, Facharzt für Urologie, am 7. Januar 2014 entfernt
(Operationsbericht
Klinik
E._
vom 15. Januar 2014 [Urk. 3/5]
und
Austrittsbericht vom 5. Februar 2014 [Urk. 3/7]
). Am 31. Januar 2014 wurden
vom gleichen Opera
teur
sodann verschiedene Nierenkelchkonkremente entfernt (
Operationsb
ericht
Klinik
E._
Zürich
vom 5. Februar 2014 [Urk. 3/6
] und
Austrittsbericht vom 26. Februar 2014 [Urk. 3/9]
)
.
Weiter lässt sich dem von Dr.
D._
verfassten Austrittsbericht vom 26. Februar 2014 (Urk. 3/9) entnehmen, dass
die Behandlung des
Beschwerde
f
ührers wegen einer PSA-Erhöhung noch nicht abgeschlossen sei.
4.
4
Im Bericht vom 3. April 2014 (Urk. 8/81) stellte
der Chirurg
Dr.
B._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
St. n. distalem Roux-Y-
Gastric
Bypass am 14.
04.
2008
-
St. n.
intermes
.
Mes
olückenverschluss
und
Adhaesiol
yse
am
29.
04.
2010
-
Adipositas III BMI 40.8 auf 27.2 am 6.11.2013
-
Postbariatrische Oxalat-
Urolithiasis
Ausserdem
nannte er folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit:
-
Postbariatrische 2° Laktose-Intoleranz seit 2008
-
St. n.
Hemithyreoidektomie
bei
papill
.
Carzinom
am 10.05.2005
-
Faktor V-Mangel (Leiden) mit
heredit
.
Thrombophilie
seit Geburt
Weiter gab er
an, nach dem Bypass seien eine chronische Diarrhoe und gehäufte
Steatorrhoe
bei ungenügender alimentärer Fettrestriktion und daraufhin gehäuf
te renale
Konkrementabgänge
aufgetreten.
Tagsüber
liege ein chronisches abdo
minales Schmerzsyndrom vor. Es bestünden
stetige Compliance-Probleme mit Einhaltung der Ernährungsvorgaben.
S
eit Februar 2008 bestehe
eine Arbeits
unfähigkeit von 30 % für
die
Tätigkeit als Hauswart. Mangels körperli
cher Kraft sei der
Beschwerdeführer beim Rasenmäh
e
n
, Schneeschaufeln,
Nachfüllen von
Enthärtersalz
und so weiter auf Fremdhilfe angewiesen.
4.
5
Am 6. November 2014
nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Oktober 2014
wurde
n Röntgenaufnahmen sowie
eine
Magnetresonanzto
mographie
der
Halswirbelsäule
(HWS)
durchgeführt. Gemäss Bericht von Dr. med.
F._
, Fachärztin für Radiologie und Allgemeine Medizin, vom gleichen Tag ergab die Untersuchung
Folgendes
:
-
Mehrsegmentale degenerative Veränderungen an der HWS mit:
-
Mehrsegmentalen Diskushernien beginnend HWK 3/4 bis HWK 7/ BWK 1 mit:
-
Mehrsegmentaler mässiger Spinalkanalstenose auf den Niveaus HWK 4/5 bis HWK 6/7 ohne Myelopathie
-
Mässiger
neuroforaminaler
Stenose links HWK 5/6 und minimaler Einengung der
Neuroforamina
HWK 4/5 und HWK 6/7 links sowie HWK 4/5 bis HWK 6/7 rechts
-
Aktivierter
Osteochondrose
HWK 5/6 ventral links
-
Mässiger mehrsegmentaler
Spondylarthrose
-
Flache links paramediane
t
horakale Diskushernie BWK 2/3 ohne
Kompromittie
rung
von neuronalen Strukturen
4.6
Am
10. November 2014 (Urk. 3/12)
berichtete
der Urologe Dr.
D._
über
kar
zinomverdächtige
Befunde im
Ultraschall (
TRUS
)
, welche
biopsiert
werden müssten. Weiter stellte er folgende
Diagnosen:
-
PSA Erhöhung
-
Verdächtiger Befund im TRUS
-
Unter Marcumar
-
Rezidivierende Kalziumoxalat
Nephrolithiasis
bds
. bei
-
Zustand nach
Magenbypassoperation
bei morbider Adipositas
-
Hereditäre
Thrombophilie
Nachdem eine computertomographische Untersuchung am
9. Dezember 2014
das Vorliegen eines Prostatakarzinoms bestätigt hatte
(Urk. 11/3)
, teilte Dr.
D._
a
m 20. Februar 2015 dem Beschwerdeführer mit, dass
ein
Anstieg des PSA
-Wertes
bei der letzten Entnahme am 9. Februar 2015 eine plötzliche Aktivität des Tumors bedeuten könnte
. Deshalb
lud
er
ihn zu einer erneuten
Blut
ent
nah
me und
Kontrolle ein (Urk. 11/4).
4.
7
Im Juli und August 2015 folgten chirurgisch-orthopädische und neurologische Abklärungen (Urk. 17/3-6). Mit ärztlichem Zeugnis vom 27. August 2015 attes
tier
te der Hausarzt Dr. med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Juni bis mindestens 30. September 2015
(Urk. 17/2). Gleichentags schätzte er in einem Schreiben an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dessen Arbeitsunfähigkeit aus hausärztlicher Sicht
und unter Hinweis auf die Problematik an der Halswirbelsäule
auf 70-80 % ein
(Urk. 17/1).
5.
5.1
Mit Bezug auf
die gesundheitliche Situation
seit November 2010 rügt der Beschwerdeführer die unterlassene Einholung eines aktuellen Berichts des be
han
delnden Urologen (Urk. 1 S. 6).
D
en ins Recht gelegten
Berichten
von Dr.
D._
lässt sich entnehmen, dass
beim Beschwerdeführer zwar
neu
ein Prostat
akarzinom entdeckt wurde, dieses
jedoch bis Februar 2015 keinen Anlass zu weitergehenden Abklärungen bot. Anhaltspunkte für eine d
urch diese neue
Erkrankung verursachte
, weitergehende
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lie
gen keine vor
.
5.2
Hinsichtlich der vom
Beschwerdeführer
geltend gemachten
Verschlechterung
bezüglich
Halswirbelsäule
(Urk. 16) ist festzuhalten, dass zwar kurz nach Erlass der angefochtenen Verfügung bildgebende Untersuchungen durchgeführt wur
den und im Sommer 2015 chirurgisch-orthopädische sowie neurologische Abklärungen erfolgten. Eine auf die Problematik an der Halswirbelsäule zurück
zuführende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
hat der
Hausarzt Dr.
G._
allerdings nicht einheitlich
erst ab Juni 2015
bescheinigt
(ärztliche Zeug
nisse vom 27. August 2015 [Urk. 17/1-2]). E
ine
sich auf den Invaliditätsgrad auswirkende
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit infolge dieses Leidens ist für die Zeit
bis zum
Erlass der angefochtenen Verfügung
(2
7.
Ok
tober 2014)
nicht
erstellt
.
5.3
Zwar führte der Chirurg Dr.
B._
die immer wieder auftretende
Urolithiasis
unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Bericht vom 3. April 2014 [Urk. 8/81]). Indem er jedoch weiterhin von der bereits im MEDAS-Gutachten vom 9. August 2010 (Urk. 8/34/2-23) angegebenen Arbeits
unfähigkeit von 30 % ausgeht,
ist
eine wesentliche, den
I
nvaliditätsgrad beein
flussende Veränderung
zu
verneinen.
5
.
4
Nach Lage der Akten hat sich
auch
mit Bezug auf die übrigen, im MEDAS-
G
ut
achten vom 9. August 2010 gestellten Diagnosen (Urk. 8/34/2-23 S. 18)
nichts
Massgeblich
e
s
verändert. Insbesondere finden sich keine Anhaltspunkte für eine Veränderung der Beschwerden an Brust- und Lendenwirbelsäule, am linken Knie, in den Hüften und in der rechten Schulter
oder hinsichtlich
der auf die Neurasthenie zurückzuführenden Einschränkungen
.
Es ist somit keine wesentliche
Änderung des Gesundheitszustandes
ausgewie
sen,
die geeignet
wäre
, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen
.
Gr
ü
nd
e
für weitere Abklärungen des medizinischen Sachverhaltes
bestehen nicht
.
6.
6.1
D
ie Beschwerdegegnerin
setzte das
Valideneinkommen
in Anlehnung an das Urteil des hiesigen Gerichts vom 26. September 2012
auf
Fr. 70‘861.
fest
(Urk. 2 S. 2). Wie
dort
ausgeführt
,
erfolg
t
e der Beru
fswechsel vom
Autoverkäu
fer
zu
m
Hauswart im August 2008 wegen der Arbeitslosigkeit und nicht aus gesundheitlichen Gründen (E. 5.1
des Urteils).
Eine
invalidenversicherungsrecht
lich
relevante
Arbeitsunfähigkeit ist gemäss MEDAS-Gutachten vom 9. August 2010 denn auch erst ab März 2009 ausgewiesen (E. 4.4
des Urteils
).
Für eine Ermittlung des
Valideneinkommens
anhand des
gemäss Auszug aus dem Indi
viduellen Konto
höheren
(Urk. 8/8
)
Lohnes
als Autoverkäufer besteht
unter diesen Umständen nach wie vor
kein Grund, weshalb die diesbezügliche Ein
wendung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 3) nicht durchzudringen vermag.
Ausgehend vo
m
Valideneinkommen
von Fr. 68‘57
1.
für das Jahr 2009 (E. 5.1 des Urteils vom 26. September 2012) ergibt sich unter Berücksichtigung der inzwischen eingetretenen Nominallohnentwicklung f
ür Männerlöhne
bezogen auf
das Jahr 2014
ein
Valideneinkommen
von Fr.
71‘
268
.
(68‘
57
1
/
2‘136 x
2‘2
20
[
Bundesamt für Statistik
,
Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2014
,
Index,
Männer]).
6.2
6.2.1
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens
hatte
das hiesige Gericht i
m Urteil vom 26. September 2012
erwogen
, dass
das Arbeitsverhältnis des Beschwerde
führers als unsicher
beziehungsweise
wenig stabil er
scheine
. So
sehe
er sich offenbar dazu veranlasst, nicht sämtliche krankheitsbedingten Ausfälle und sonstige Einschränkungen zu melden beziehungsweise selber eine Vertretung während seiner Abwesenheiten beizuziehen. Ausserdem
habe
der Beschwerde
führer mehrmals an
gegeben
, er könne verschiedene, zu seinem Pflichtenheft als Hauswart gehörende (schwere) Arbeiten nicht selber erledigen und müsse (auf eigene Kosten) Hilfsmittel oder Dritthilfe organisieren. Nach Angaben seines Mitbewohners
betrage
der Anteil dieser schw
ereren körperlichen Arbeiten 20
30 %.
Aus diesen Gründen kam das hiesige Gericht
dazumal
zum Schluss
, dass sich der Beschwerdeführer
wohl
nach einer anderen, seinem Leiden besser angepassten Anstellung als
der eines
Hauswart
s
werde
umsehen müssen
,
und
griff
auf die
Ergebnisse der standardisierten monatlichen Bruttolöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE)
zurück
(E. 5.2
des Urteils vom 26. September 2012
).
6.2.2
Trotz seiner
Leiden
geht
der
Beschwerdeführer
weiterhin der
Arbeit
als Haus
wart
nach
.
D
ie Arbeitgeberin
gab im Arbeitgeberfragebogen vom 6. Mai 2013
(Urk.
8/64) an, der vom Beschwerdeführer erzielte Jahreslohn von Fr. 48‘000.
entspreche seiner Arbeitsleistung
.
Auch
hatte
er in den Jahren 2009, 2010 und 2011 lediglich
je
eine (längere) krankheitsbedingte Absenz pro Jahr
gemeldet
.
Erst im November 2014
u
nter dem Druck der Rentenaufhebung
nahm
der Beschwerdeführer
mit der Arbeitgeberin Kontakt auf (Urk. 1 S. 5, Urk. 10 S. 1).
Aus der geführten Besprechung
resultierte
die
Anstellung von
Y._
als Hauswartstellvertretung
im Stundenlohn ohne festes Pensum für beide vom Beschwerdeführer betreute
n
Liegenschaften
(Urk. 11/1)
.
Die eingereichten Arbeitsverträge weisen jedoch nicht auf eine entsprechende Anpassung des Arbeitsverhältnisses des Beschwerdeführers hin.
Dass
der Beschwerdeführer
entsprechend den Angaben seines Rechtsvertreters
weiterhin das vereinbarte Entgelt, das gemäss Lohnausweis 2014 Fr. 48‘600.
betrug (Urk. 11/2),
bezieh
t
(Urk. 10 S. 1), spricht gegen eine Anpassung seines Pflichtenheftes
bzw. lässt darauf schliessen,
dass mit der Anstellung von
Y._
ohne festes Arbeitspensum
lediglich
die Vertretung des Beschwerdeführers bei Verhinde
rung zur Arbeitsleistung geregelt wurde.
Bei dieser Aktenlage kann
nun
nicht mehr von einem
wenig stabil
en Arbeitsver
hältnis ausgegangen we
rden.
Die jahrelange
seit 2008 bestehende
Anstellung zu unveränderten
Bedingungen
weist darauf hin, dass der Beschwer
deführer
die
ihm
verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll aus
schöpft
. Somit gilt rechtsprechungsgemäss
der tatsächlich erzielte Verdienst
von Fr.
48‘600.
im Jahre 2014 (Urk. 11/2)
als Invalidenlohn
(
vgl.
BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/
aa
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21. August 2006 E. 4.2).
6.3
Ein Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 71‘
268
.
mit dem
Invalidenein
kommen
von Fr.
48‘600
.
entspricht einer Erwerbseinbusse von Fr.
22‘
668
.
,
was einen
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von rund
32
% ergibt.
D
ie angefochtene Verfügung vom 27. Oktober 2014
ist
im Ergebnis zu bestätigen
,
was zur Abweisung der Beschwerde führt
.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
800
.
festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).