Decision ID: 386c58e3-97d6-4c52-b104-4653c1848470
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1947
,
bezieht
von der Eidgenössischen
Alters- und
Hinter
las
s
enenversicherung (AHV
) eine Altersrente (
Urk. 18/2/23
).
Am
7. No
vem
ber 2012
meldete sie sich
bei der
Gemeinde
Y._
,
Verwaltungsstelle für Zusatz
leistungen zur AHV/IV für das
Z._
(nachfolgend:
Verwaltungs
stelle),
zum Bezug von Zusatzleistungen (ZL) zur AHV an (Urk.
8/B
.1
1
).
Die Ver
waltungs
stelle
prüfte die finanziellen Ver
hältnisse und ver
neinte mit Verfügung vom
20. Februar
2013
einen An
spruch auf Zusatz
leistun
gen
mit Wirkung ab Novem
ber 2012
(
Urk. 8/
C.3
)
.
Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechts
kraft.
1.2
Am
13. August
2013 meldete sich
die
Versicherte erneut bei der
Ver
wal
tungs
stelle
zum Bezug von Zusatzleistungen an (Urk. 8/
B
).
Die
Ver
wal
tungs
stelle
ver
neinte mit Ver
fügung vom
16. April
2014 unter
Anrechnung
eines Vermögens
ver
zichtes von Fr.
11‘825.-- und einer Darlehensforderung
von Fr. 19‘335.--
einen Anspruch
der Versicherten
ab
August
2013 (Urk.
8/
C.4/1
). Mit Ver
fügung gleichen Datums
sprach die
Verwaltungsstelle
der Versicherten unter Anrech
nung eines Vermögensverzichtes von Fr. 11‘825.-- und einer Dar
lehens
forde
rung
von Fr. 13
‘335.-- Ergänzungsleistungen von
Fr. 4‘356.-- pro Jahr oder
Fr. 363.-- pro Monat mit Wirkung ab dem
1.
Januar 2014 zu (
Urk.
8/
C.5/1
S. 2).
Gegen diese beiden Ver
fügungen
erhob die Versicherte
mit
zwei separaten
Schreiben vom
13. Mai 2014 Einsprache (
Urk.
8/C.6-C.7
)
. Am 3. September 2014
erliess d
ie
Verwaltungsstelle
einen
Ein
sprache
entscheid
in dieser Sache
(
Urk.
2).
2.
2.1
Dagegen erhob
die
Versicherte mit Eingabe vom
1
.
Oktober
2014 Be
schwerde und beantragte,
der Ein
sprache
entscheid vom 3. September 2014 sei aufzuheben und die Zusatzleistungen für das Jahr 2014 seien neu zu berechnen und auf Fr. 5‘857.-- festzusetzen (Urk. 1 S. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss in der Be
schwerdeantwort vom
12
.
November
2014 auf Abweisung der Be
schw
erde (Urk. 7 S. 4
). In der Replik vom 1
6
.
Dezember
2014 hielt
die
Be
schwerde
führer
in
an
ihren
Anträgen fest (Urk. 11 S.
1
). Die Beschwerdegegnerin
verzichtet mit
Eingabe vom 2
7.
Januar 2015 auf eine Duplik
(Urk. 1
5
)
. Am 2
5.
Juni
2015
(Urk. 17
)
reichte die Beschwerdegegnerin auf telefonische Anfrage des Gerichts hin weitere Verfahrensakten ein (
Urk.
18/
1-3
), zu denen die Beschwerdeführerin keine Stellung nahm.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1.
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis Art. 6 des seit Januar 2008 gültigen Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober
2006 (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen bestehend aus bundes
recht
lichen Ergänzungsleistungen, kantonaler Beihilfe und Gemeindezuschüssen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur AHV/IV, ZLG, in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung).
1.2
1.2.1
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt.
Zeitlich massgebend sind in der Regel die während des vorausgegangenen Kalen
derjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am
1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen (
Art.
23
Abs.
1 der Verordnung über die Er
gän
zungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELV).
Das anrechenbare Vermögen ist nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitz
kanton zu bewerten (
Art.
17
Abs.
1 ELV). Das Vermögen wird zum Verkehrswert bewertet (
§
39
Abs.
1 des Steuergesetzes des Kantons Zürich, StG).
1.2.2
Als Einnahmen angerechnet werden
unter anderem auch
Einkünfte und Ver
mö
genswerte, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1 lit. g ELG
, Art. 15 ZLG
).
Zweck der Ergänzungsleistungen ist eine angemessene Deckung des Existenz
bedarfs. Bedürftigen Rentnern der Alters- und Hinterlassenen- sowie der In
vali
denversicherung soll ein regelmässiges Mindesteinkommen gesichert wer
den. Die Einkommensgrenzen haben dabei die doppelte Funktion einer Bedarfs
limite und eines garantierten Mindesteinkommens. Deshalb sind bei der An
spruchs
be
rechnung grundsätzlich nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhan
dene
Vermö
genswerte zu berücksichtigen, über die der Leistungsan
sprecher un
ge
schmälert verfügen kann. Dieser Grundsatz gilt nicht und es liegt eine Ver
zichts
handlung vor
, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflich
tung und
ohne adä
quate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn
sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögens
werte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht oder ihre Rechte nicht durch
setzt,
oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Aus
übung eine
r möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (
nicht publi
zierte E.
3e des Urteils BGE 128 V 39, BGE 121 V 204 E. 4a, AHI 2001 S. 133 E. 1b,
SVR 2011 EL Nr. 4 S. 11, 9C_329/2010 E. 3.1
,
Urteil des Bundesgerichts 9C_558/2013
vom 12.
No
vember 2013 E.
3.1.2
,
je mit Hin
weisen).
1.2.3
Ob eine adäquate Gegenleistung vorliegt, beurteilt sich nach dem Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung im Zeitpunkt der Entäusserung
(BGE 120
V 182 E. 4a; Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E.
3.1
). Die Anrechnung von Verzichtsvermögen richtet sich hingegen nicht nach dem geltenden Recht im Zeitpunkt des zur Diskussion stehenden Vermö
gensver
zichts, sondern nach dem im Moment der Anrechnung geltenden Recht (soge
nannte unechte Rückwirkung; BGE 120 V 182 E. 4b; Urteil des Bundes
ge
richts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.3).
1.2.4
Art. 11 Abs. 1 lit. g
ELG enthält keine zeitliche Beschränkung in Bezug auf die Berücksichtigung des Vermögensverzichts. Ein hypothetisches Vermögen ist also auch dann anzurechnen, wenn die Verzichts
handlung sehr lange zurück
liegt
. Dem Aspekt des Zeitablaufs wird durch die
jährliche Reduktion gemäss Art.
17a
ELV
Rechnung getragen. Danach wird der an
zurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jähr
lich um Fr.
10'000.
--
ver
mindert, wobei der Wert des Vermögens im Zeit
punkt des Ve
rzichtes unver
än
dert auf den 1.
Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr
zu vermindern ist (Abs. 1 und Abs. 2;
Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.3
Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt der Leis
tungs
ansprecher die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung oder gegen
eine
adäquate Gegenleistung hingegeben worden ist, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt
(Urteil des Bun
desgerichts
8C_1039/2008
vom
2
5.
Februar 2009
E.
2 mit Hinweisen).
1.4
B
eim Anspruch auf Zusatzleistungen in ver
schie
denen Jahren ist recht
spre
chungs
gemäss - im Gegensatz etwa zu den Invalidenrentenverhältnissen - nicht von einem ein
heitlichen Rechtsverhältnis als Dauerverhältnis auszugehen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_849/2008 vom 16. Juni
2009 E. 1.4). Weil die Er
gän
zungs
leistungen grundsätzlich jährlich ausgerichtet werden (Art. 3a Abs. 1 lit. a ELG) und für die Bemessung der Leistungen in der Regel das während des vor
ausgegangenen Kalenderjahres erzielte Einkommen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgeblich ist (Art. 23 Abs. 1 ELV), kann eine Verfügung über Ergänzungsleistungen in zeitli
cher Hinsicht nur für das Kalenderjahr Rechtsbeständigkeit entfalten. Im Rah
men der jährlichen Überprü
fung können deshalb die Grundlagen der Berech
nung der Ergänzungs
leistungen ohne Bindung an früher berücksichtigte Be
rechnungsfaktoren und unabhängig
allfälliger während der Bemessungsdauer möglicher Revisions
gründe (Art. 25 ELV
)
von Jahr zu Jahr neu festgelegt wer
den (BGE 128 V 39; Urteile des Bun
des
gerichts P 4/03 vom 17. November
2003, 8C_94/2007 vom 15. April
2008 E.
3.1
und 9C_333/2014 vom 22. August 2014 E. 4.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt,
aus den steuerrechtlichen Vermögensangaben habe sich er
ge
ben, dass der Vermögensverbrauch zu klären sei. Die Beschwerdeführerin
habe
es trotz mehrmaligem Nachfragen unterlassen
,
den
Vermögen
s
verbrauch
im Jahr
2013 im Betrag von
rund
Fr. 15‘800.-- zu erklären, wobei der effektive Ver
mögensverbrauch Fr. 37‘795.--
betragen habe und ein erhöhter Lebensbedarf von Fr. 22‘000.- in Abzug gebracht worden sei. Auch mit den eingereichten Kontoauszügen und den Abrechnungen zu den Effekten der
C._
sei der Vermögensverbrauch nicht zu erklären.
Des Weiteren s
ei ein Darlehensvertrag vom 18.
Februar
2009 mit einem zinslosen
Darlehen an
A._
über Fr. 40‘000.-- eingereicht worden. Dieses sei nicht als Schenkung zu behandeln und sei daher nicht vermindert anzurechnen (Urk. 2
S. 2
).
2.2
Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, aus dem angefochtenen Ein
sprache
entscheid gehe nicht hervor, auf welches
Leistungsj
ahr er sich beziehe
.
Da darin vom Vermögens
verbrauch 2013 die Rede sei, sei davon auszugehen, dass es sich um das Leistungsjahr 2014 handle.
Die
(dem Einspracheentscheid
vorausgegangenen
)
zwei Verfügungen vom 16. April 2014 hätten aber ver
schie
dene Jahre, nämlich 2013 und 2014 betroffen.
Mit dem Einspracheent
scheid seien jedenfalls nicht beide Einsprachen erledigt worden, da es an einem Ver
einigungsbeschluss fehle. Sodann
habe die Be
schwerde
gegnerin ihre Be
rech
nung des Vermögensabbaus im Jahr 2013 trotz Aufforderung nicht dar
gelegt. Diese sei erst durch die Akteneinsicht in einer internen Aktennotiz zum Vor
schein gekommen. Hieraus sei ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auch hier nicht zwischen den beiden Gesuchen (Leistungen für das Jahr 2013 und für das Jahr 2014) unterschieden habe und der
berücksichtigte
Vermögensabbau von Fr. 15‘800.-- das Jahr 2012 betreffe. Dennoch habe die Beschwerdegegnerin von ihr eine Erklärung für den Vermögensabbau
mit Be
legen aus dem Jahr 2013
verlan
gt, was per se nicht möglich sei.
Sie, die Beschwerdeführerin, sei
zudem
nicht offen informiert worden und habe keine Gelegenheit gehabt, die Berechnung zu überprüfen. Auch sei ihr nie mit Verweis auf die ZL-Wegleitung mitgeteilt worden, unter welchen Umständen ein Vermögensverzicht überhaupt zu prüfen sei.
Die auf den
6.
Mai 2014 angesetzte Besprechung habe sie abge
sagt, da sie sich habe vertreten lassen und ihr dies die Vertretung geraten
habe.
Diese
habe
Einsprache gegen die Ver
fügun
gen erhoben, nachdem vergeblich eine
Erklärung zur Berechnung des Vermögen
s
abbaus 2012/2013 verlangt wor
den sei.
Sie habe
es nicht unterlassen,
zu
den
Fragen der Beschwerde
gegnerin
Stel
lung zu nehmen, sondern habe feh
lende Bankbelege vorgelegt und auch eine minutiöse Aufstellung
zu den Zahlungen des Exmannes
in Auftrag gege
ben
.
Dem Jahresauszug zum
B._
-Konto seien alle vier Verkäufe der insge
samt 370
C._
-Fondsanteile zu entnehmen und am 1
1.
April 2014 seien zudem alle Detailbelege zu den Sammelaufträgen bei der Bank
D._
ge
liefert wor
den. Daraus gehe hervor, dass sie nur Überweisungen an Leistungs
er
bringer und an ihr Kreditkarten
institut getätigt und nicht irgendwelche Schen
kungen vor
ge
nommen habe.
Es könne ihr nicht vorgeworfen werden, dass sie sich für All
täg
liches mehr geleistet habe, als das Existenzminimum. Es
dürfe ihr daher kein Vermögens
abbau angerechnet werden.
Das Darlehen an ihre Tochter
A._
habe sie am
1.
Januar 2012 rückwirkend in ein zinsloses Darlehen umge
wan
delt. Die in den Jahren 2009 bis 2011 bereits bezahlten Zinsen seien als Amor
ti
sation ange
rech
net worden. Damit habe sie auf ihr Guthaben an Zinsen ver
zichtet und ihrer Toch
ter eine Schenkung von Fr. 2‘335.-- gema
cht. Bei diesem Betrag sei Art.
17a ELV anzuwenden (
Urk.
1, Urk. 11 S. 2 ff.).
2.3
Strittig ist damit das bei der ZL-Anspruchsprüfung berücksichtigte Vermögen
(
Urk. 8/C.4/1
S. 2
, Urk. 8/C.5/1
S. 5)
, und zwar
hin
sichtlich
des angerechneten,
hypothetischen Betrages
von Fr. 11‘825.--
im Sinnes eines Verzichtsvermögens
nach
Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG
(„nicht erklärter Vermögensabbau“
;
vgl.
E.
5
-6
hernach
)
,
des Be
trages für
C._
-Effekten
(
vgl.
E. 4.3)
und
der im Zusam
menhang mit einem Dar
lehen an
A._
zusätzlich eingesetzte Betrag von Fr. 2‘335.--
(
vgl.
E. 4.2)
.
3.
3.1
Zu klären ist zunächst der Anfechtungsgegenstand.
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich - in Form einer Verfü
gung be
ziehungsweise eines Einspracheentscheids - Stellung genom
men hat. Insoweit
be
stimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den be
schwer
de
weise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraus
setzung, wenn und
insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einsprache
entscheid er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
3.
2
Die Beschwerdeführerin
rügt
, der angefochtene Ein
sprache
ent
scheid
vom 3. Sep
tem
ber 2014
(Urk. 2) um
fasse nur den Anspruch auf Zusatz
leistun
gen für das Jahr 2014, welcher durch die zweite
Verfügung vom 16.
April 2014 be
ur
teilt worden
sei
(Urk.
8/C.5/1), und nicht auch den in der
ersten
Ver
fügung glei
chen Datums beurteilte
n
Anspruch von August bis De
zember
2013 (Urk.
8/C.4/1)
.
Die Beschwerdegegnerin
stellt sich in der Beschwerdeantwort
da
gegen
auf den Standpunkt
,
mit dem
angefochtenen
Ein
sprache
entscheid
seien beide Einspra
chen gegen beide Verfügungen vom 16. April 2014 abgewiesen worden
. Die zweite Verfügung sei
(nur)
erlassen worden, da es gesetz
lich so vorge
schrieben sei, dass der Jahreswechsel (Änderung Kranken
kassen
prämie) neu verfügt wer
den müsse
(Urk. 7
S. 1 f.
).
3.3
3.3.1
Da
der
Anspruch auf Zusatzleistungen in ver
schie
denen Jahren recht
spre
chungs
gemäss nicht e
ine Dauerleistung und damit nicht ein ein
heitliches Rechts
ver
hältnis darstellt, sondern
Zusatzleistungen
grundsätzlich jährlich aus
gerichtet werden
und zu beurteilen sind (vgl
. E.
1.4 hiervor
;
Urteil des Bun
des
gerichts
P
42/00 vom
4.
April
2002 E. 3
)
, beinhalten die
zwei
Ver
fügungen vom 16. April
2014
, die sich zum einen auf den ZL-Anspruch ab August 2013 (Urk. 8/C.4/1) und zum anderen ab Januar 2014 beziehen (
Urk. 8/C.5/1)
,
zwei ver
schiedene
Rechts
ver
hältnisse.
3.3.2
Im angefochtenen Einspracheentscheid (
Urk.
2) w
urde
jeweils von nur einer Ein
sprache und einer Verfügung
vom 16. April 2014 gesprochen, ohne zu ver
deutlichen, welche der beiden Verfügungen vom 16. April 2014 gemeint
ist
.
In
der Begründung
des Einspracheentscheides wurde
zumindest
ein
(nicht erklär
ter
)
Vermögensverbrauch von
(gerundet)
netto Fr. 15‘800.-- im Jahr 2013
g
e
nannt
und auch auf die Steuererklärung des Jahres 2013 Bezug
ge
nom
men (Urk.
2 S. 2), was darauf hinweist, dass
sich der Einspracheentscheid nur auf den
An
spruch
ab Januar
2014
bezieht
. Denn
für diese
s Rechtsverhältnis
ist
das
Ver
mögen
der B
e
schwerdeführerin per 1.
Januar 2014
relevant (
vgl. Art.
23
Abs.
1
ELV in Ver
bin
dung mit
Art.
11
Abs.
1 lit. b und lit. c ELG).
Andererseits
ist aus der internen Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 2. April
2014 ersichtlich, dass der im angefochtenen Einspracheentscheid auf
geführte Vermögensverbrauch von gerundet Fr. 15‘800.--
aufgrund von Vermö
gens
veränderungen im Verlauf des Jahres 2012
-
und nicht des Jahres 2013
-
ermittelt wurde (Urk. 8/D.13).
I
n den ZL-Berechnungen
der
beiden Verfügungen vom 16. April 2014
waren
je
unter dem
Stichwort „nicht erklärter Ver
mö
gens
abbau 2012/2013“
zudem
derselbe Betrag
in de
n Vermögens
aufstellungen per 31.
Dezember 2012 und
per
3
1.
Dezember 2013
einge
setzt,
allerdings
nicht in der Höhe von
gerundet
Fr.
15‘800.--, sondern
von Fr. 11‘825.--
.
Aus dem Ein
sprache
ent
scheid geht zu dieser Differenz und zur Berechnung dieser Beträge indes nichts hervor.
Lediglich in der internen Aktennotiz der Beschwerde
geg
ne
rin vom 16. April 2014, welche die Beschwerdeführerin eingereicht hat, ist dar
gelegt, dass sich die Differenz von Fr. 4‘057.-- (Fr. 15‘882.-- - Fr. 11‘825.--) daraus ergibt, dass
die Beschwerdegegnerin in
von der Beschwerdeführerin
nach
gereichten Kontoauszügen verschiedene
weitere
Ausgaben als belegt
an
er
kannt hat
(Urk. 3/16).
Aus d
em
Begleit
schrei
ben vom 1
6.
April 2014 zu den beiden Verfügungen (Urk. 8/D.16) und
aus
der zweiten Ver
fügung gleichen Datums (
Urk.
8/C.5/1)
geht hervor
, dass der An
spruch auf ZL per 1. Januar 2014 wegen der Neu
rege
lung der Auszahlung der durch
schnitt
lichen Kranken
kassenprämie neu geprüft
werde
. Ab dem 1. Januar 2014
werde
infolge
dessen die indi
viduelle Prämien
verbilligung nicht mehr als Ein
nahme angerechnet (Urk. 8/C.5/1 S. 6).
Weiter wurde im Begleit
schreiben vom 1
6.
April 2014 bezüglich der Zeit ab Januar 2014 ausgeführt, es sei noch immer nicht nachvollziehbar, wie der Ver
mögens
betrag von Fr. 12‘000.-- ver
braucht worden sei, da nur die Konto
aus
züge ohne weitere Erklärungen zuge
sandt worden seien, weshalb dieser Betrag in der Be
rechnung angerechnet wer
den müsse (
Urk.
8/D.16).
D
as
hier strittige Verzichts
vermögen („nicht erklärter Vermögensverbrauch“)
von Fr. 11‘825.--
war somit
in die zweite Verfügung
vom 1
6.
April 2014
(
Urk.
8/C.5/1)
ohne Weiteres
über
nommen wor
den. Dem Einspracheentscheid ist auch hierzu nichts zu entneh
men.
Ebenfalls
bei beiden Vermögensaufstellungen
der
Verfügungen
wurden
bezüg
lich des Darlehens an
A._
unverändert
derselbe Betrag von Fr. 2‘335.31
,
be
zeichnet als „Schen
kung“
,
als Vermögen hinzu
gerechnet (Urk. 8/C.4/1 S. 2, Urk. 8/C.5/1 S. 5
)
. Im Einspracheentscheid wird zu diesem Betrag nichts ausge
führt, sondern lediglich vom Darlehensvertrag vom 18. Februar 2009 in der Höh
e von Fr. 40‘000.-- gesprochen,
so dass auch daraus nichts
zum An
fech
tungs
ge
genstand
abgeleitet wer
den kann.
Hinsichtlich der Effekten der
C._
wurde im Einspracheentscheid zwar fest
gehalten, diese seien in der Berechnung noch aufgeführt, weil lediglich eine Effektenabrechnung über 225 Teile vorgelegt worden sei; da jedoch mehr An
teile ausgewiesen gewesen seien, könne dieser Vermögenspunkt nicht aus der Berechnung genommen werden (
Urk.
2 S. 2). Auch hier fehlt der erklärende konkrete Bezug zu einer der oder beiden Verfügungen vom 1
6.
April 201
4.
Aus der Begründung zum Einspracheentscheid erhellt damit
auch vor dem Hin
tergrund der übrigen Akten
nicht,
auf
welche Vermögensposition
en
welcher Verfügung
(Urk. 8/C.4/1 S. 2, Urk. 8/C.5/1 S. 5)
er
sich
letztlich
bezieht.
3.3.3
Aus dem angefochtenen Einspracheentscheid ergibt sich
somit
keine eindeutige Antwort zur Frage des Anfechtungsgegenstandes
, was indes
auch
mit Blick auf
die Begründungspflicht
als Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör
(
vgl
. Urteil des Bundesgerichts
9C_732/2014
vom 12.
De
zember 2014
E. 4.2.3 mit Hinweisen
; Art. 42 ATSG, Art. 57a Abs. 1 IVG, Art. 29 Abs. 2 der Bundes
ver
fassung, BV; BGE 124 V 180 E. 1a
)
zu fordern
gewesen
wäre
.
Eine besonders schwerwiegende
,
die Hei
lung des Verfahrensmangels aus
schlies
sende
Verletzung des recht
lichen Gehörs
,
welche von Amtes wegen zur Aufhe
bung des mit dem Ver
fahrensfehler be
haf
teten Entscheides führt (vgl.
BGE 124 V 18
0
E. 4a mit Hin
weisen)
,
liegt indes nicht vor
.
Auch hat d
ie Be
schwerde
füh
rerin in diesem Verfahren die Mög
lichkeit erhalten, sich
vor ei
ner Be
schwer
de
instanz zu äussern, die sowohl den Sach
verhalt wie die Rechts
lage frei über
prüfen kann, so dass die Verletzung jedenfalls als geheilt ange
sehen werden kann (vgl. BGE 124 V 180 E. 4a mit Hin
weisen).
Von
eine
r
Aufhebung des Ein
spracheentscheides aus formellen Gründen ist
daher
abzusehen
.
3.4
Zudem
rechtfertigt
es
sich aus prozessökonomischen Gründen
,
jedenfalls
von
einem An
fechtungsgegenstand auszugehen, der
beide Verfügungen vom 16.
April
2014 (
Urk.
8/C.4-C.5) umfasst, zumal die strittigen Fragen bezüglich beider Ver
fügun
gen grundsätzlich dieselben sind, so dass von einer Tat
be
stands
ge
samtheit gesprochen werden kann. Auch hat
sich
die Be
schwerde
geg
nerin
zu den Streit
frage
n
zumindest
in Form von Prozess
erklä
rungen
(Urk. 7)
ge
äussert
(
vgl. zu
den Voraussetzungen der
Ausdehnung des Prozess
gegenstan
des über den An
fech
t
ungsgegenstand hinaus:
BGE 130 V 501, 122 V 34 E
. 2a mit Hin
weisen).
4.
4.1
In materieller Hinsicht s
trittig und zu prüfen ist somit, ob die Beschwerde
gegne
rin nach der Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom 13. August
2013 (Urk. 8/B)
zu Recht
den Anspruch auf ZL-Leistungen für die Zeit ab August 2013 verneinte (Urk. 8/C.4/1) und
ihr
ab Januar 2014 Ergänzungs
leistungen in der Höhe von Fr. 363.-- pro Monat respektive Fr. 4‘356.-- pro Jahr zusprach (Urk. 8/C.5/1 S. 2).
4.2
4.2.1
Die Beschwerdegegnerin hat bezüglich des Vermögens per Ende 2012
in der Position „
Darlehen an Tochter
A._
, + Schenkung
Fr.
2‘335.31“
ein
en
Ver
mö
gens
betrag von Fr. 19‘335.--
(Fr. 17‘000.-- + Fr. 2‘335.--;
Urk.
8/C.4/1 S. 2)
und beim Vermögen per Ende 2013 den Betrag von Fr. 13‘335.-- (
Fr. 11‘000.-- + Fr. 2‘335.--; Urk.
8/C.
5
/1 S.
5) eingesetzt.
Den Akten ist hierzu der Dar
lehens
vertrag zwischen der Beschwerdeführerin und
dem Ehepaar
A._
vom 1
8.
Februar 2009
über ein Darlehen
(
Art.
312 ff. des Obligationenrechts, OR)
an die Eheleute
A._
im Betrag von Fr. 40‘000.-- und einem Zinssatz von 2,5
%
(Urk. 18/2/16)
sowie
Zu
sam
men
stellung
en
der seither geleisteten Abzah
lungs
raten
à Fr. 500.-- pro Monat
per Ende 2011 mit einem Restsoll von Fr. 25‘335.
3
1 (
Urk. 18/2/15
)
und per Ende 2012 mit einem Restsoll von Fr. 17‘000.-- (Urk. 8/C.4/9)
zu entnehmen.
Die
weiteren Amortisationen von monatlich Fr. 500.-- ergeben per Ende 2013 unstrittig ein Restdarlehen von Fr. 11'000.-- (Fr. 17‘000.-- - [12 x Fr. 500.--]). Insofern ist es unstrittig korrekt, dass die Beschwerdegegnerin
das Darlehen
per Ende 2012
in der Höhe
von
Fr.
17‘000.--
(Urk. 8/C.4/1 S. 2)
und per Ende 2013 von
Fr. 11‘000.--
(Urk.
8/C.5/1
S. 5)
als Vermögen
berücksichtigt
hat.
Denn e
in Darlehe
n ist als Forderung gemäss Art.
11
Abs.
1 lit. b und c ELG beim anrechenbaren Ver
mö
gen zu berück
sichtigen, solange es
- wie hier unstrittig -
einem tatsächlichen Vermögenswert entspricht und der Leistungsansprecher hierüber verfügen kann
(BGE 110 V 17 E. 3; ZAK 1988 S. 255 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts P 12/01 vom
9.
August 2001 E. 2a).
Anders verhält es sich indes mit dem als Schenkung bezeichneten Betrag von Fr. 2‘335.--.
4.2.2
Nach eigener Darstellung hat die Beschwerdeführerin das Darlehen an ihre Toch
ter rückwirkend in ein zinsloses Darlehen umgewandelt. Die in den Jahren 2009 bis 2011 bereits bezahlten Zinsen von Fr. 2‘335.30 seien als Amortisation angerechnet worden, womit sie in diesem Umfang auf
ihr Guthaben an Zinsen verzichtet habe (
Urk.
1 S. 4 f.
; vgl. auch die entsprechende Erklärung in der Steuerklärung 2012, Urk. 8/C.3/5 S. 2
).
In Bezug auf die per Anfang 2012 be
reits fällig gewesenen respektive als Amortisation angerechneten Z
insen von insgesamt Fr. 2‘335.31
erfolgte
somit
ein
Teilschulderlass (
Art.
115 OR)
im Sinne einer Schen
kung
(
Art.
239 ff. OR).
Die Beschwerdeführerin macht daher zutreffend geltend, dass d
ieser Betrag als Verz
ichtsvermögen im Sinne von Art.
11
Abs.
1 lit. g ELG
separat
und nicht als Darlehensforderung zu berück
sichtigen
sowie
dass
hierbei
Art.
17a ELV anzuwenden ist
.
Da die Verzichtshandlung am 1. Januar 2012 erfolgte
(Urk. 8/C.4/9)
, sind die
Fr. 2‘335.-- als Ver
zichtsvermögen dementsprechend erstmals per
1.
Januar 2013
(Art. 17a Abs. 2 ELV) mit Fr. 2‘335.-- und im Folgejahr aufgrund der Re
duktion gemäss
Art.
17a
Abs.
1 ELV um Fr. 10‘000.-- per
1.
Januar 2014 mit Fr.
0
.-- in der Vermöge
nsberechnung zu berücksichtigen (
Art.
17a
Abs.
3 ELV).
4.3
4.3.1
Betreffend die
Vermögensposition
C._
, Valoren-
Nr.
E._
berücksichtigte die Beschwerdegegnerin im Vermögen per Ende
2012
einen
Gesamtbetrag von Fr. 43‘671.--
bei
370
Einheiten (Urk. 8/C.4/1 S. 2
), was unstrittig ist
(Urk.
1 S. 4) und dem Betrag in der Steuer
erklärung für das Jahr 2012 entspricht (
Urk.
8/C.3
/5 S. 2
, Urk. 8/C.4/6
).
Davon ist auszugehen.
4.3.2
Beim Vermögen per Ende 2013 setzte die Beschwerdegegnerin
bei dieser Ver
mögens
position
sodann
noch
den Ge
samt
betrag von Fr.
17‘030.-- bei 145
Ein
heiten ein
(Urk. 8/C.5/1 S. 5)
.
Dabei berief sie sich darauf, dass nur der Verkauf
über 225 Teile ausgewiesen sei (
Urk.
2 S. 2).
Den Akten ist
dazu
eine Effektenabrechnung der
B._
vom 11. Oktober 2013 über 225 Stück der
C._
für insge
samt Fr. 26‘469.-- zugunsten der Beschwerdeführerin zu entnehmen
(Urk. 8/C.5/11).
Im
Kontoauszug
zum
B._
-Seniorensparkonto Nr.
G._
vom 15.
Oktober 2013
ist
dies verbucht
mit „Verkauf Wertschriften 225
C._
- MEDIUM TERM CHF Ca
p
i
tali Valoren-Nr.
E._
“, Gutschrift Fr. 26‘469.--
(Urk. 8/C.5/
7 S.
2
).
Entge
gen der Ansicht der Be
schwerde
gegnerin ist zusätzlich ausge
wiesen, dass
bereits
am 30.
April
2013
45 Units und am 4.
Juli 2013
sowie am 2. September 2013 je
50
Units verkauft
wo
rden
waren
(
Urk.
8/C.5/7
; vgl. auch die Effekten
abrech
nungen in Urk. 3/4a/10-13
).
Am 15. Oktober 2013 wurde das
B._
-Konto
zudem
mit einem Guthaben von Fr. 29‘801.78 saldiert (Urk. 8/C.5/7 S. 2). Dieser Betrag
wurde gleichentags dem
Mitglieder-Privatk
onto
(MPK)
Nr.
F._
bei der
D._
gutgeschrieben (Urk. 8/C.5/3
.2
S.
3).
Die Beschwerde
führerin hat somit vor der Saldierung des
B._
-Kontos die per Ende 2012 noch vorhandenen 370
C._
Effekten alle
samt verkauft
. Entsprechend wurde in der Steuererklärung für das Jahr 2013 der Verkauf dieser Effekten im Oktober und ein Steuerwert per Ende 2013 mit Fr. 0.-- deklariert (
Urk.
3/4a
S. 3
).
Entgegen
der
Ansicht der Beschwerde
gegne
rin
sind daher
im Ver
mögen per Ende 2013
(
zweite Verfügung vom 16. April 2014,
Urk. 8/C.5/1 S. 5)
die
145
C._
respektive die Fr. 17‘030.-- nicht
mehr
zusätzlich zum Gut
haben bei der
D._
aufzu
führen
und aus der Berechnung zu
nehmen
.
5.
5.1
5.1.1
Zu prüfen bleibt, ob
die Beschwerdegegnerin zu Recht per Ende 2012 und 2013 je ein Verzichtsvermögen
unter dem Titel ”nicht erklärter Vermögensabbau”
von Fr. 11‘825.-- berücksichtigt hat (
Urk.
8/C.4/1 S. 2,
Urk.
8/C
.5
/1 S. 5
).
Wie den Aktennotizen vom
2.
und 1
6.
April 2014
(Urk. 3/16, Urk. 8/D.13)
zu ent
nehmen ist,
wurde dieser Betrag folgendermassen berechnet:
a)
Vermögen per Ende 2011
Fr. 173‘136.--
(
gemäss
Ver
fügung vom 20. Februar 2013, Urk. 8/C3 S. 2)
b)
Vermögen per Ende 2012
- Fr. 135‘341.--
(
gemäss
Ver
fügung vom 16. April 2014, Urk. 8/C.4/1 S. 2)
c)
„zugestandener“ Vermögensabbau
- Fr. 21‘913.--
(Fixkosten [Fr. 44‘442.--] - Rente
/Prämienverbilligung [Fr. 24‘888
.--
;
in der
Aktennotiz vom
2.
April 2014
fälschlicherweise Fr. 24‘884.--, Urk. 8/D.13
]
= gerundet Fr. 20‘000.--
+ Wertverminderung Auto [
Fr.
1‘913.--])
d)
mit Kontoauszügen zusätzlich belegte Ausgaben
- Fr. 4‘057.--
Total „nicht erklärter Vermögensabbau“
Fr. 11‘825.--
5.1
.2
Der Vermögensbetrag
(a)
von Fr. 173‘136.-- per Ende 2011
(
Verfügung vom 20. Februar 2013,
Urk. 8/C3 S. 2) be
ruht auf den An
gaben gemäss der Steuerer
klärung für das Jahr 2011
(
Wertschriften und Guthaben:
Fr. 166‘604.--,
Urk. 18/1/3 S. 2
) zuzüglich
eines
Wertes des Autos Opel Corsa
von Fr. 6‘532.-- gemäss einer
Internet-
Fahrzeug
be
wer
tung (
Urk.
18/2/18)
.
Der
in der Berechnung berücksichtigte
Vermögensbetrag
(b)
von Fr. 135‘341.-- per Ende 2012
basiert ebenfalls haupt
s
ächlich auf den Angaben der Steuerer
klärung. Dort wurden Wertschriften- und Guthaben in der Höhe von insgesamt Fr. 128‘389.--
deklariert
(
Steuererklärung 2012,
Urk. 8/C.3/5
)
und de
n
Wert des
Personenwagens
Opel Corsa mit Fr.
894.--
angegeben
(Urk. 8/C.3/4 S.
4)
.
Die Be
schwerdegegnerin hat
zum Betrag von Fr. 128‘389.-- respektive
-
wegen der unterschiedlichen Rundung der Beträge
-
von Fr. 128‘387.--
indes
einen Wert
für das Auto von Fr. 4‘619.--
gemäss einer
Internet-
Autobewertung
(vom 14. August
2013,
Urk.
8/C.4/8)
und
zusätzlich
den erlassenen
Teil
des Darlehens an die Ehe
leute
A._
von F
r. 2‘335.-- hinzugerechnet, womit sie auf ein Ver
mögen per Ende 2013 von
Fr. 135‘341.--
schloss
.
Aufgrund dieser Zahlen
errechnete
die Beschwerdegegnerin
einen
Vermögens
abbau im Verlauf des Jahres 2012
von Fr. 37‘795.--
(Fr. 173‘136.-- - [Fr. 128‘387.-- + Fr. 4‘619.-- + Fr. 2‘335.--]
;
Urk.
8/D.13).
5.1.
3
Ausgehend von diesem Betrag ermittelte die Beschwerdegegnerin den im Ein
spracheentscheid (
Urk.
2 S. 2, dort gerundet) aufgeführten Vermögensverbrauch von Fr. 15‘882.--
,
allerdings
teilweise mit Ausgaben und Einnahmen des Jahres 2013.
Und zwar brachte sie
von Fr. 37‘795.--
a
ls
anerkannte Auslagen im Sinne von
Fixkosten
im Jahr 2012
(c)
die tatsächliche Miete von Fr. 18‘372.-- (Urk. 8/C4/14),
einen Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf von Fr. 19‘210.-- (
entsprechend
Art.
10
Abs.
1 lit. a
Ziff.
1
ELG
,
jedoch
in der von Anfang 2013 bis Ende 2014 gültig gewesenen Fassung
)
, die Kosten für die Kranken
kassen
prämie von Fr. 5‘420.--
gemäss der Versicherungspolice für das Jahr 2013
(Urk. 8/C.4/17)
und die Ausgaben von Fr. 1‘440.-- für die Garage (Urk.
18
/
2/27
), mithin insgesamt Fr. 44‘442.--
in Abzug (
Urk.
8/D.13).
Auf der
Einnahmen
seite
hat
die Beschwerdegegnerin
die Altersrente in der Höhe von Fr. 24‘036.--
ab Januar 2013
(
Urk.
8/C.4/11
) und die individuelle Prämien
ver
billigung (IPV) von Fr. 852.--
im Jahr 2013 (Urk. 8/C.4/12-13)
addiert
.
Indem die Beschwerdegegnerin die Differenz der Fixkosten und der Einnahmen auf Fr. 20‘000.-- rundete, ist
zusätzlich
eine
Run
dungsdifferenz von Fr.
44
6
.--
(Fr. 44‘442.-- -
[Fr. 24‘036.--
+ Fr. 852.--]
=
Fr.
20‘000.-- + Fr. 44
6
.--
)
zu be
rück
sichtigen. Ausserdem subtrahierte sie die
Wertverminderung des Autos von Fr. 1‘913.-- (Fr. 6‘532.-- -
Fr. 4‘619.--
; Urk. 8/D.13
).
Daraus
ermittelte sie
den
im Einspracheentscheid (
Urk.
2 S. 2) aufgeführten
Vermögens
verbrauch im
Betrag
von Fr. 15‘882.-- (
Fr. 37‘795.--
- Fr. 44‘442.-- + Fr. 24‘036.-- + Fr. 852.-- -
Fr.
44
6
.-- - Fr. 1‘913.--;
Urk. 8/D.13).
Hiervon subtrahierte die Beschwerdegegnerin
einzelne
Auslagen
, welche im Jahr
2013 anfielen,
von ins
gesamt Fr. 4‘057.--, nämlich
für die Beiträge
an die Sozial
ver
sicherungs
anstalt (SVA)
in der Höhe von Fr. 1‘147.--
(Urk.
3/16)
, was einer Kontobelastung
am 11.
Januar 2013 im Betrag vom
Fr.
1‘146.90 ent
spricht (Urk.
3/12/1
),
ausserdem
die Kosten für Badehilfen in der Höhe von Fr. 1‘
990.--, welc
he am 12.
August 2013 dem
selben Konto bei der
Bank D._
belastet wo
rde
n waren
(Urk. 3/12/11
), und schliesslich die
Kosten von Fr. 920.-- unter dem Titel Cos
metic, welche
diesem Konto
am 2
7.
August 2013
im Betrag von Fr. 920.05 be
lastet wurden (Urk. 3/12/12).
Damit resultierte das von der Beschwerdegegnerin sowohl in der ZL-Be
rech
nung ab August 2013, als auch ab Januar 2014 berücksichtigte Ver
zichts
ver
mögen von Fr. 11‘825.-- (
Fr. 15‘882.-- - Fr. 4‘057.--;
Urk.
3/16).
5.2
Wie aus diesen Zahlen unschwer zu erkennen ist, hat die
Beschwerdegegnerin
den
Vermögensabbau
des
Jahr
es
2012
weitgehend
anhand von
Ausgaben und Einnahmen
aus dem Jahr
2013
überprüft
und damit die beiden Jahre vermischt, was zu einem falschen Ergebnis führt. Bei der Bestimmung
eines
allfälligen Verzichtsvermögens
aufgrund einer Vermögensabnahme
in einem Jahr
sind
viel
mehr
die Ein- und Aus
gaben desselben Jahres
gegenüberzustellen.
Denn es galt zunächst zu prüfen, ob der Vermögensabbau im Jahr 2012 durch Ausgaben im 2012 erfolgt ist, welchen überwiegend wahrscheinlich eine wirtschaftlich adäquate Gegen
leistung gegenüberstand.
Hierbei ist es
zulässig, eine Vermögensabnahme mit einem allenfalls gehobenen Lebensstandard zu erklären. Darauf bezieht sich die Rechtsprechung, wonach keine Lebensführungskontrolle erfolgen darf
(BGE 115 V 352 E.
5d)
. Es spielt mithin keine Rolle, ob Ausgaben für als durchschnittlich empfundene Bedürf
nisse oder für solche eher ausgefallener Art getätigt wurden, sofern und soweit die erhaltene adäquate Gegenleistung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_1039/2008 vom 25. Februar 2009 E. 3.2.2).
5.3
5.3.1
Vergleicht man die Wertschriften- und Guthabenverzeichnisse der Steuerer
klä
rung 2011 und 2012 (
Urk.
18/1/3 S. 2, Urk. 8/C.3/5)
,
ist ersichtlich, dass sich
- nebst der
bereits
besprochenen Darlehensforderung -
bei drei Positionen we
sent
liche Veränderungen ergeben haben. Und zwar
reduzierte sich das Gut
ha
ben auf dem Mitglieder-Privatkonto (MPK) bei der
D._
mit der Nummer
F._
von Fr. 3‘577.-- um Fr. 2'501.-- auf Fr. 1‘076.-- und das
Seniorensparkonto
(SSK) bei der
B._
mit der Nummer
G._
von Fr. 22‘855.-- um Fr. 7‘945.-- auf Fr.
14‘910.--
. Ausserdem
liefen
die Kassenobligationen (KO)
bei der
B._
mit
der
Valoren-
Nummer
H._
mit einem Wert von
Fr. 20‘
000.-- per 20.
No
vember
2012
aus
(Urk. 8/C.3/5).
Zu den Einzelheiten dieser
Vermögens
veränderungen
im
Jahr 2012
liegen Konto
auszüge des
MPK
bei der
D._
mit der Nummer
F._
vom
30. April bis
5.
November 2012 (
Urk.
18/2/21-22) und vom
1.
bis 31.
Dezem
ber 201
2 (Urk. 8/C.5/3
.2 S. 5
) sowie
des SSK bei der
B._
mit der Nummer
G._
vom 2
6.
Februar bis 24. Oktober 2012
(Urk. 18/3/5) vor.
5.3.2
Daraus
lässt sich schliessen
, dass
vom
B._
-Seniorensparkonto Geld auf das MPK-
D._-
konto floss. Und zwar wies
das
B._
-Seniorensparkonto
am 26.
Februar 2012 ein Guthaben von Fr. 21‘055.33 und
am 24.
Oktober 2012
nur noch
ein solches von Fr. 1‘793.63 aus.
Es wurden in dieser Zeit verschiedene kleinere Bargeld
beträge von mehreren hundert Franken mittels der Bankkarte abgehoben und vier Mal grössere Beträge, nämlich Fr. 6‘000.--, Fr. 1‘000.--, Fr. 3‘000.-- und Fr. 7‘000.-- am 5.
, 20.
und 26.
März
sowie am 3. Mai 2012
ausbezahlt
(Urk. 18/3/5).
Gemäss dem Kontoauszug des
MPK-
D._-
kontos Nr.
F._
zahlte die Beschwerdeführerin die Fr. 7‘000.-- an demselben Tag, nämlich am 3.
Mai 2012,
auf dem MPK-
D._-
konto
ein; wahrscheinlich zwecks Zah
lungen, denn kurz darauf,
am 21.
Mai 2012,
wurden
Zahlungen mittels E-Ban
king Sammelauftrag von ins
gesamt Fr. 8‘920.65
vom MPK-
D._-
konto ab
gebucht
(
Urk.
18/2/22).
Auch am 24. Oktober
2012 wurden Fr. 800.--
auf das MPK-
D._-
kontos Nr
.
F._
bar ein
bezahlt (Urk.
18/2/21),
welches Geld wahrscheinlich vom
B._
-Se
niorensparkonto stammt
. Denn
an demselben Tag war der Betrag von Fr. 700.--
vom
B._
-Se
nioren
sparkonto
abgehoben w
orden (
Urk.
18/3/5).
Zwar ist
den Akten nicht zu entnehmen, ob
auch
die
am 5.
, 20.
und 26.
März 2012 erfolgten
grösseren
Auszahlungen (Fr. 6‘000.--, Fr. 1‘000.--, Fr. 3‘000.--) ab dem
B._
-Seniorensparkonto (Urk. 18/3/5)
eb
enfalls auf das
D._-
konto
Nr.
F._
einbezahlt
worden waren
, da
für die Zeit
von Januar bis Ende April 2012 kein Kontoauszug dieses
MPK-
D._-
kontos vor
liegt.
Es
ist
jedoch
naheliegend,
dass auch diese Beträge wiederum auf das MPK-
D._-
konto einbezahlt worden waren,
da die Beschwerdeführerin dies auch im Jahr 2013 öfters so
gehandhabt hat
(
Urk.
8/C.5/7, Urk.
8/C.4/10
).
5.3.3
Weiter lässt sich dem Steuerausweis für den Jahresabschluss 2012 des
B._
-Seni
orensparkonto
s entnehmen, dass darauf am 31. Dezember 2012 nicht mehr nur Fr. 1‘793.63, wie noch am 24. Oktober 2012 (Urk. 18/3/5), sondern nunmehr Fr. 14‘910.-- verbucht waren (Urk. 8/C.4/3). Daraus ist zu schliessen, dass in der Zeit von Ende Oktober bis Ende Dezember 2012
wieder Geld einbezahlt wurde.
Es ist
nahe
liegend
,
wenn auch
im Einzelnen
nicht belegt
, dass die Fr. 20‘000.-- von der
Kas
senobligation
bei der
B._
mit
der
Valoren-
Nummer
H._
, die
gerade in dieser Zeit, nämlich
am 20. November 2012
aufgelöst worden war
(
Urk.
18/1/3),
auf das
B._
-Senioren
sparkonto
einbezahlt wurde
n und ein Teil davon bis Ende Dezember 2012 wiederum
mittels Bareinzahlung auf das
MPK-
D._-
kontos Nr.
F._
fl
oss.
5.3.4
Damit ist
anzunehmen
und teilweise belegt, dass ein Grossteil des Geldes
auf dem
B._
-Seniorensparkonto und
aus den Kassenobligationen bei der
B._
mit
der Valoren-Nummer
H._
letztlich auf das
MPK-
D._-
konto
Nr.
F._
einbezahlt wurde, soweit es per Ende 2012 mit Fr. 14‘910.-- nicht noch auf dem
B._
-Senioren
sparkonto verbucht
war
oder kleinere Beträge betraf.
Im Übrigen wurden gemäss dem Kontoauszug des
MPK-
D._-
konto
Nr.
F._
auch die monatlichen Darlehens
rückzahlungen von
Fr.
500.-- pro Monat
und die AHV-Rente von monatlich Fr. 1‘986.-- (Urk. 8/C.3/10)
auf dieses Konto ein
g
ezahlt
(Urk.
18/2/21)
.
5.3.5
Aus den
Kontoauszügen zum MPK-
D._-
konto Nr.
F._
(
Urk.
18/2/21-22, Urk. 8/C.5/3.2 S. 5)
ist schliesslich ersichtlich, dass
das
dort ausgewiesene
Guthaben
durch
kleinere und grössere Zahlungen mittels E-Banking Sammel
aufträge
n, wie sie auch wieder im Jahr 2013 vorgenommen wurden und
für diese Zeit
weitgehend
mit Buchungsdetails belegt sind (
Urk.
3/12/1
, Urk. 8/C.4/16
),
sowie
durch
kleinere
allgemein
übliche Bezüge von Fr. 200.-- bis Fr. 300.--
(respektive einmal Fr. 500.--)
oder Ein
käufe mittels Bankkarte por
tio
nenweise über die Monate verteilt
auf schliesslich Fr. 1‘076.31
reduziert
wurde
(Urk. 8/C.5/3.2)
.
Dieser Verbrauch des Vermögens ist nachvollziehbar und hat als ausgewiesen zu gelten.
5.4
5.4.1
Bei dieser Aktenlage
ist der Vermögensverbrauch von Fr. 37‘795.-- (Fr. 173‘136.-- - Fr. 135‘341.--, Urk. 8/D.13) im Jahr
2012 im Wesentlichen er
klärbar, a
uch wenn weitere Detailbelege, insbesondere
die Kontoauszüge vom MPK-
D._-
konto Nr.
F._
(Urk. 8/C.5/3.2 S. 5,
Urk.
18/2/21-22) für die Zeit vom
1.
Januar bis 2
9.
April und vom
5.
bis 30. November 2012 sowie vom
B._
-Senioren
sparkonto (Urk. 18/3/5) vom 1. Januar bis 2
5.
Februar und vom 2
5.
Oktober bis 3
1.
Dezember 2012 fehlen.
Auf weiterführende Abklärungen kann mit Blick auf den Aus- und Einnahmen
vergleich indes verzichtet werden. Denn im Jahr 2012 standen den
Einnahmen von Fr. 24‘612.-- (Rente Fr. 23‘
832.--, Urk. 8/C.4/11
;
individuelle Prämien
verbilligung
Fr. 780.--
[Einzelperson, Re
gion
3a, steuerbares Einkommen Fr. 17‘500.--, Urk. 8/3.3/1]
)
Fixkosten von Fr.
45‘887.--
(
Fr. 19‘050.-- allge
meiner Lebensbedarf gemäss Art. 10
Abs.
1 lit. a
Ziff.
1 ELG in der 2012 gültig ge
wesenen Fassung;
Fr. 18‘372.-- Miete,
Urk. 8/C4/14
;
Fr. 1‘440.-- Garage, Urk. 18/2/27;
Fr.
7‘025
.-- [Fr. 6921.-- + Fr. 104.--]
Versicherungskosten
, Urk. 8/C.3/7
, Urk. 18/2/28-31
;
)
und Krankheitskosten von Fr. 4‘625.-- (
Steuer
erklärung 2012,
Urk. 8/C.3/8)
, mithin belegte und übliche Auslagen von insge
samt Fr. 50‘
512.--
gegen
über.
Allein damit ist eine Vermögensreduktion um Fr. 25‘900.-- erklärbar.
Weitere
Fr. 1‘913.--
sind mit der Wertreduktion des Opel
s
corsa zu begründen, welche die Beschwerdegegnerin
in den Vermögens
aufstellungen
(
Urk.
8/C.3 S. 2, Urk. 8/C.4/1 S.2)
und damit im Betrag von Fr. 37‘795.-- einbezogen hatte (
Urk.
8/D.13).
Die übrigen Fr.
9‘982.--
(Fr. 37‘795.-- - Fr. 25‘900.-- - Fr. 1‘913.--)
sind ange
sichts der proportionenweisen Reduktion des Vermögens
während des Jahres 2012
gemäss den Konto
auszügen wie hiervor dargelegt
mit einem geho
beneren Lebensstandard ohne Weiteres
erklärbar
. Denn
pro Monat macht das lediglich rund Fr. 830.-- mehr, als dies mit den konkreten Fixkosten und dem allge
mei
nen Lebensbedarf ge
mäss Art. 10
Abs.
1 lit. a
Ziff.
1 ELG ausmacht.
Selbst das Gesetz geht mit Art. 17a ELV von einem zusätzlichen Vermögensverbrauch von Fr. 10‘000.-- pro Jahr aus.
Dass ein solcher Standard gelebt wurde, zeigt auch
der Vergleich mit dem
Jahr 2013 (vgl. E. 6 hernach).
Zudem
sind keine
spezifi
schen
Anhalts
punkte für eine Vermögenshingabe ohne rechtliche Ver
pflichtung und ohne adäquate
Gegenleistung ersichtlich. Die
Beschwerde
gegnerin
macht denn auch diesbezüglich
betreffend das Jahr 2012
nichts gel
tend.
5.4.2
Unter diesen Um
ständen besteht keine Veranlassung zur Anrechnung eines hypo
thetischen Ver
mögens aufgrund eines Vermögensverbrauchs ohne erwie
se
nen adäquaten Gegenwert im Jahr 2012
(vgl.
BGE 115 V 352
E. 5e)
. A
uf weitere Abklärungen
dies
bezüglich ist
z
u verzichten
.
6.
6.1
Betreffend das Jahr 2013
zeigt der Ver
gleich der Wertschriften- und Gut
habens
verzeichnisse der Steuererklärungen 2012 und 2013
(
Urk.
3/4a/2, Urk. 8/C.3/5
S. 2
)
einen Vermögensverbrauch von insgesamt Fr.
39‘501.--
(Fr. 128‘389.-- - Fr. 88‘888.--)
.
Es ist ersichtlich,
dass
sich bei vier Positio
nen wesentliche Veränderungen erge
ben haben. Und zwar
wurde d
as
B._
-Senioren
sparkonto mit der Nummer
G._
mit dem Guthaben per End
e 2012 von Fr. 14‘910.-- am 15.
Oktober 2013 aufgelöst
(
Urk.
8/C.5/6)
und nunmehr mit Fr. 0.-- verbucht. Ebenfall
s am 15.
Oktober 2013 wurde
n
- wie bereits er
wähnt
(E. 4.3)
-
die
C._
-Effek
ten (Valoren-Nr.
E._
) saldiert und daher nicht mehr mit Fr. 43‘671.-- (Ende 2012), sondern nunmehr mit Fr. 0.--
per E
nde 2013
in der Steuererklärung
auf
geführt.
Andererseits
erhöhte sich das Gut
haben auf dem MPK-
D._-
konto mit der Nummer
F._
von Fr. 1‘076.-- auf Fr. 6‘135.--
(
Urk.
3/4a/4)
. Ausserdem wurde am 5. November 2013 ein neues Konto bei der
D._
mit der Nummer
I._
eröffnet
, und zwar ein Mitgliederterminsparkonto (MTSK) mit dem Guthaben per Ende 2013 von Fr. 20‘019.--
(Urk. 3/4a/2,
Urk.
8/C.5/4-5)
.
Zu den Einzelheiten dieser Vermögensveränderungen im
Jahr 2013
liegen Konto
auszüge des
MPK-
D._-
konto Nr.
F._
vom
1.
Januar
bis
31. Dezember 2013
(Urk. 8/C.5/3.2 S. 2 ff.)
und Buchungs
details zu den E-Ban
king Sammel
aufträgen zulasten dieses Kontos
im Jahr 2013
(Urk. 3/12/1)
sowie
ein
Konto
auszug
des
Senioren
sparkontos
mit der Nummer
G._
vom
31.
De
zember
2012
bis zur Saldierung am 15. Oktober 2013
(Urk.
8/C.5/7
) vor.
6.2
6.2.1
Aus diesen Belegen ergibt sich folgender Geldfluss: Der Erlös aus dem Verkauf
der 370
C._
-Effekten wurde
vollständig
dem
B._
-Senioren
sparkont
o
mit der Nummer
G._
gutgeschrieben
, wodurch eine Reduktion
des Vermögens
von Fr. 43‘671.-- (per Ende 2012) auf Fr. 43‘503.80 (Gesamtwert Saldierung) um Fr. 167.20 resultierte (
Urk.
8/C.5/7)
.
Vom
B._
-Seniorensparkonto, das Ende 2012 ein Guthaben von Fr. 14‘909.73 ausgewiesen hatte und am 15. Oktober
2013 mit einem Guthaben von Fr. 29‘801.78 saldiert wurde,
waren
i
n regelmässigen Abständen ein-
bis zwei
mal alle zwei Wochen
mit der Kontokarte kleinere
, für
den
allgemeinen
Bar
geld
gebrauch durchaus übliche
Beträge zwischen Fr. 200.-- bis Fr. 400.-- abge
hoben.
Ausserdem wurden am
3.
Januar, 11. März, 1
3.
Mai,
7.
August und am 1
1.
September 2013 wiederum grössere Beträge von mehreren tausend Fran
ken ausbezahlt (Fr. 4‘200.--, Fr. 3'200.--, Fr. 4‘000.--, Fr. 4‘000.-- und Fr. 3‘
300.--; Urk. 8/C.5/7).
Diese Beträge, teilweise abzüglich hundert bis zwei
hundert Fran
ken, wurden jeweils gleichentags auf das MPK-
D._-
konto Nr.
F._
eingezahlt
(Urk. 8/C.5/3.2
S. 3 ff.
).
Dasselbe gilt für den r
estliche
n
Betrag vom
B._
-Seniorensparkonto von Fr. 29‘801.78
, der dem MPK-
D._-
konto Nr.
F._
am Tag der Saldierung (
1
5.
Oktober
2013
) gutge
schrie
ben
wurde (Urk. 8/C.5/3.2 S. 3 ff.).
Damit ist sowohl der Geldfluss der
C._
-Effekten als auch des
B._
-Seniorensparkontos hin
läng
lich er
klärt.
Gemäss dem Kontoauszug des MPK-
D._-
konto Nr.
F._
(1. Dezember 2012 bis 4. April 2014, Urk. 8/C.5/3.2)
erfolgten auch im Jahr 2013 die monat
li
chen Darlehens
rückzahlungen von
Fr.
500.-- pro Monat und die Auszahlung der AHV-Rente von nunmehr monatlich Fr. 2
‘
003
.-- (Urk. 8/C.4/11
)
sowie die indi
viduelle Prämienverbilligung von Fr. 852.-- (23. August 2013)
auf dieses Konto (
Urk. 8/C.5/3.2 S. 2 ff.
).
6.2.2
Somit kamen letztlich alle
fraglichen
Guthaben auf dem MPK-
D._-
konto Nr.
F._
zusam
men.
Von diesem Konto wurde
n
sodann
a
m 5. November
2013 Fr. 20‘000.--
(Urk. 8/C.5/3.2 S. 3) auf das gleichentags neu eröffnete MTSK-
D._-
konto Nr.
I._
übertragen
, das per Ende 2013 ein Guthaben von Fr. 20‘019.-- auswies (Urk. 3/4a/2,
Urk. 3/4a/9,
Urk.
8/C.5/4-5). Des Weiteren ist ausgewiesen, dass vom
MPK-
D._-
konto
kleinere und grössere Zahlungen mittels E-Ban
king Sammel
aufträge
erfolgten
,
welche
die meisten
mit Buchungs
de
tails belegt sind (Urk.
3/12/1
, Urk. 8/C.4/16; ohne 11.
Februar/
Fr. 248.15,
7. Juni/Fr.
529.30, 27. Juni/Fr. 943.40, 26. Juli/Fr. 1’112.50, 27. Septem
ber/Fr. 697.05, 8. Okto
ber/
Fr. 1‘241.10, 25. Oktober/Fr. 1‘303.35, 11. Novem
ber/Fr. 514.95, 27. Dezem
ber/
Fr. 1‘685.70
). Im Übrigen wur
de das Guthaben des MPK-
D._-
konto Nr.
F._
durch kleinere allgemein übliche Bezüge von
bis zu Fr. 300.--
oder Ein
käufe mittels Bank
karte portionenweise über die Monate verteilt auf schliesslich Fr.
6‘135.06
reduziert (
Urk. 8/C.5/3.2 S. 2 ff.
).
Auch d
ieser Verbrauch des Vermögens im Jahr 2013
ist nachvollziehbar und hat als ausge
wiesen zu gelten.
6.3
Bei dieser Aktenlage ist
davon auszugehen, dass
der Vermögensverbrauch
von insgesamt Fr. 39‘501.--
(Fr. 128‘389.-- - Fr. 88‘888.--;
Urk.
3/4a/2, Urk. 8/C.3/5 S. 2)
im Jahr
201
3
überwiegend wahrscheinlich
durch jeweils wirtschaftlich an
er
kannte respektive adäquate Gegenleistungen erfolgte
, zumal auch
für dieses
Jahr
keine
spezifischen
Anhalts
punkte für eine Vermögenshingabe ohne recht
li
che Ver
pflichtung und ohne adäquate
Gegenleistung ersichtlich
sind sowie d
ie
Be
schwerde
gegnerin
diesbezüglich
ebenfalls nichts
gel
tend
macht
.
Es
besteht
damit auch im Jahr 2013
keine Veranlassung zur Anrechnung eines hypo
thetischen Ver
mögens aufgrund eines Vermögensverbrauchs ohne erwie
se
nen adäquaten Gegenwert (vgl.
BGE 115 V 352
E.
5e)
.
Von
weitere
n
Abklä
run
gen
kann abgesehen werden.
7.
7.1
Nach dem Gesagten sind die Vermögensberechnungen in den Verfügungen vom
1
6.
April 2014 bei folgenden Positionen folgendermassen zu korrigieren:
per 3
1.
Dezember 2012 (Urk. 8/C.4/1 S. 2)
, richtig:
1.
Januar 2013 (
Art.
23
Abs.
1 ELG)
:
bisher:
neu:
Darlehen an Tochter
A._
Fr. 19‘335.--
Fr. 17‘000.--
Verzichtsvermögen Darlehenszins
--
Fr. 2‘335.--
nicht erklärter Vermögensabbau 2012/2013
Fr. 11‘825.--
Fr. 0.--
per 3
1.
Dezember 2013 (
Urk.
8/C.5/1 S. 5)
, richtig:
1.
Januar 2014 (
Art.
23
Abs.
1 ELG):
bisher:
neu:
370
C._
, Val.Nr.
E._
Fr.
17‘030.--
Fr. 0.--
Darlehen an Tochter
A._
Fr. 13‘335.--
Fr. 11‘000.--
Verzichtsvermögen Darlehenszins
--
Fr.
0
.--
nicht erklärter Vermögensabbau 2012/2013
Fr. 11‘825.--
Fr. 0.--
Die Zinsbeträge bezüglich dieser Vermögenspositionen sind entsprechend anzu
passen.
7.2
D
er Anspruch auf Zusatz
leistungen ab August 2013 und ab Januar 2014
ist
so
mit von der Beschwerdegegnerin
unter Berücksichtigung der Erwägungen neu zu berechnen und festzulegen.
Die Beschwerde
ist folglich
in dem Sinne gut
zu
heissen, dass der
angefochtene
Einspracheentscheid vom 3. September 2014
(
Urk.
2)
aufzuheben
ist
und die Sache an die Beschwerdegegne
rin zurückzuweisen
ist
, damit diese
die ZL-Be
rech
nung
für die Zeit
ab August 2013 und ab Januar 2014
im Sinne der Er
wä
gun
gen
neu vornehme und über den Anspruch der
Beschwer
deführerin
neu verfüge.
Da ab 1. Januar 2016 die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Zürich
die zuständige Durchführungsstelle der Gemeinde
Y._
ist (Urk. 21), ist die Sache an sie
zurückzuweisen.
8
.
Das Verfahren ist kostenlos.
Ausgangsgemäss steht d
e
r
obsiegenden Beschwerdeführer
in
eine Prozess
ent
schädigung zu
,
welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Ver
bin
dung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialver
si
cherungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Pro
zesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr.
1‘
5
00.--
(inklusive Bar
aus
lagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen ist.