Decision ID: 8989aff6-afae-4a7f-9a52-e5addfd3ac28
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972,
verfügt über eine
zweijährige Bürolehre
und arbeitete
zuletzt
als Abteilungsleiter
in der Spedition
(
Urk.
6/5/4
,
6/18/2
und 6/53/4
). Das Arbeitsverhältnis wurde seitens der Arbeitgeberin per 3
1.
Dezember 2012 beendet (
Urk.
6/104/70
f.
).
Im Juli 2012 meldete er sich während eine
r
mehrwöchigen
teil
stationären
Behandlung
in der
Y._
(
Y._
;
Urk.
6/7/7
f.
) bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), zum Leistungsbe
zug an (
Urk.
6/5).
Diese holte einen Arztbericht (
Urk.
6/18)
sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
6/33)
ei
n
. Sodann
leistete
sie
Kostengut
sprache
für
ein
dreimonatiges
Belastbarkeits
-
,
ein
sechsmonatiges
Auf
bau
trai
ning
sowie Arbeit zur Zeitüberbrückung von Januar bis Dezember
2013
bei der
Z._
GmbH
(
Urk.
6/28
,
6/45
,
6/62
und 6/72
),
die
mehrmals
über den Verlauf
der Massnahmen
berichtete (
Urk.
6/48
,
6/60
,
6/71
und 6/88
).
Am
2.
Dezember 2013 konnte der Versicherte einen sechsmonatigen Arbeitsversuch
mit beglei
tende
m
Jobcoaching
beginnen (
Urk.
6/81-82
; Verlauf
Urk.
6/91
und 6/99/4
)
. Bei der anschliessenden Stellensuch
e
wurde
er
ab März 2014
erneut
mit einem Jobcoaching unterstützt (
Urk.
6/93), das im Juli 2014
infolge
erneuter Krank
schreibung
abgeschlossen wurde (
Urk.
6/98).
Im Übrigen erhielt der Versicherte w
ährend der Durchführung der Massnahmen Taggelder der Krankenversiche
rung
bzw.
Invalidenversicherung
ausbezahlt
(
Urk.
6/30, 6/
58
, 6/65,
6/76
,
6/85
und 6/144
).
Zwischenzeitlich hatte der Versicherte
das von der Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
, datiert vom 2
5.
Februar 2013,
ein
gereicht
(
Urk.
6/53).
Die IV-Stelle zog
ferner
die Akten der Krankentaggeldversicherung (
Urk.
6/1
04
), einschliesslich
diverser Arztberichte
(
Urk.
6/1
04
/5-10
,
6/10
4
/84
f.
und 6/104/100
f.
)
,
bei und forderte bei den
Steuerbehörden
Auskünfte
betref
fend die Jahr
e
2010 bis 2012
an
(
Urk.
6/17-129). Des Weiteren
tätigte sie Inter
netrecherchen bezüglich der Einzelfirma des Versicherten (
Urk.
6/131) und holte
B
erichte
bei der ehemaligen Arbeitgeberin (
Urk.
6/108)
und dem
aktuell behan
delnden Psychiater (
Urk.
6/113)
sowie Stellungnahme
n
des Regionalen
Ärzt
lichen Dienstes (RAD)
ein
(
Urk.
6/116
und 6/133/4
)
.
Hernach kündigte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom
6.
Mai 2015 die Verneinung eines Rentenan
spruchs an (
Urk.
6/134).
Aufgrund seines Einwands (
Urk.
6/135) gab die IV-Stelle bei
Dr.
A._
ein Verlaufsgutachten in Auftrag
. Dieses datiert
vom 1
7.
Mai 2016 (
Urk.
6
/150) und wurde dem RAD zur Stellungnahme vorgelegt (
Urk.
6/152/3-4).
Mit Verfügung vom 1
0.
August 2016 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf
eine Invalidenrente (
Urk.
2
).
2.
Gegen den Entscheid erhob der Versicherte am 1
4.
September 2016 Beschwerde mit dem Antrag, ihm
ab wann rechtens
eine ganze Invalidenrente zuzu
sprechen. Eventualiter sei die Sache zur rechtsgenügenden Abklärung des Sach
verhalts an die IV-Stelle zurückzuweisen (
Urk.
1).
In der Beschwerdeantwort vom 2
4.
Oktober 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
2). In der Folge ordnete das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel an (
Urk.
7). In der Replik vom 1
3.
Februar 2017 präzisierte der Beschwerdeführer sein Rechtsbegehren dahingehend, dass ihm
mindestens für
den Zeitraum von
1.
Juni 2014 bis 3
1.
Juli 215
bzw. ab
1.
Juni 2014
eine
ganze
Invalidenrente auszurichten sei (
Urk.
11).
Die IV-Stelle verzichtete explizit auf eine Duplik (
Urk.
13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrecht, ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die
Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abge
stützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek
tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
1.
3
Im Übrigen
haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas
send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts
anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweis
wertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklag
ten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgege
ben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, dass beim Beschwerdeführer gestützt auf die Gutachten der Klinik
B._
aus den Jahren 2013 und 2016
eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
sowie eine generalisierte Angststörung
vorliege
n würden. Diese würden keine Invalidität im Sinne des Gesetzes begründen
. Das Leiden sei leichter Ausprä
gung
bzw. weitgehend remittiert,
behandelbar sowie angesichts der vorhande
nen Ressourcen aus objektiver Sicht überwindbar.
Es bestehe somit keine lang
dauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit.
In Anbetracht des Umsatzes der Einzelfirma sei das Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers d
e
nn auch deutlich höher als von ihm geschildert. Dabei spiele es letztlich keine Rolle, ob es sich
wie gegenüber
der
Sachbearbeiterin
der IV-Stelle
angegeben
bei den
deklarier
ten
Fr.
100.
—
um den Umsatz oder
doch den
Gewinn handle
(
Urk.
2).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer in der Beschwerde entgegen, den beiden Gut
achten komme kein Beweiswert zu (falsche Diagnose
in
folge mangelhafter Untersuchung, fehlende Auseinandersetzung mit den
Vorakten
, nicht nachvoll
ziehbare Eins
chätzung der Arbeitsfähigkeit).
Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass er vor Krankheitsbeginn in leitender Position tätig gewesen sei.
Im Übrigen treffe es nicht zu, dass er in den Jahren 2012 und 2013 in seiner Einzelfirma aktiv tätig gewesen sei, wobei die Telefonnotiz der Eingliederungsberaterin keinen Beweiswert habe (
Urk.
1).
In der Replik
brachte
er
vorab Einwände gegen die Person des Gutachters vor (
keine klare Auseinanderhaltung der von ihm präsidierten Gesellschaften
, finan
zielle Abhängigkeit von den Sozial
versicherungsträgern, fehlende Vertrauens
würdigkeit
nach
Verwechslung der Testergebnisse in anderen Fällen)
.
Sod
ann
monierte
er erneut den Beweiswert des Gutachtens (fehlende Auseinanderset
zung mit dem Bericht des behandelnden Psychiaters, ungenügende Begründung der ungewöhnlichen Dauer der Anpassungsstörung bzw. Verneinung einer inzwischen verselbständigten
Depression
,
unzulässiger Rückschluss
von der Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherun
g auf eine
volle Arbeitsf
ähigkeit, keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer
Verweistätigkeit
bei fehlender Aus
einandersetzung mit
dem Anforderungsprofil als
Gruppenleiter Export
unter Berücksichtigung der testpsychologischen Befunde
).
Demnach sei die Sache zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts sowie zur bisher unterblie
benen Abklärung der wirtschaftlichen Verhältnisse an die IV-Stelle zurückzu
weisen. Andernfalls bestehe gestützt auf die gutachtliche Beurteilung
und unter Berücksichtigung der Eingliederung mit akzessorischen Taggeldleistungen bis Mai 2014
wenigstens Anspruch
für die Monate Juni 2014 bis Juli 2015 Anspruch auf eine ganze Rente
(
Urk.
11).
3.
3.1
B
ezüglich der
strukturellen
Einwände gegen das Gutachten
ist vorab
festzuhal
ten, dass der Beschwerdeführer diese erstmals nach Erhalt des Verlauf
s
gutach
tens vorbrachte, obschon er bereits drei Jahre zuvor im Auftrag der Kranken
taggeldversicherung von
Dr.
A._
begutachtet worden war
(
Urk.
6/53)
und die Beschwerdegegnerin ihn
im Rahmen der Auftragserteilung
korrekt
auf seine Parteirechte aufmerksam
gemacht hatte
(Ur.
6/147)
.
In diesem Sinne sind die meisten Einwände verspätet. Dabei ist nochmals zu betonen, dass nach gefestig
ter Rechtsprechung der regelmässige
Beizug
eines Gutachters oder einer Begut
achtungsinstitution durch den Versicherungsträger für sich allein nicht zum Ausstand führt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_613/2016 vom 1
9.
Mai 2017 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 137 V 2010 E. 1.3.3).
Ebenso
genügt die Schilde
rung negativer Erfahrungen mit bestimmten Sachverständigen in früheren Fäl
len regelmässig nicht, um einen formellen Ablehnungsgrund darzutun (Urteil des Bundesgerichts 9C_475/2013 vom
6.
August 2013 E. 2.2).
3.2
Von ausschlaggebender Bedeutung für den Auftraggeber ist
ferner
die Persön
lichkeit des Gutachters, weil sie einerseits das Vertrauen in seine besonderen be
ruflichen Fähigkeiten und andererseits in seine Unabhängigkeit gegenüber der im konkreten Fall streitigen Interesslage und den involvierten Parteien gewähr
leistet.
Auf diesem Vertrauen als Grundlage der Vertragsbeziehung beruht die
h
öchstpersönlich
e
Leistungspflicht des Gutachters. Sie kommt in
Art.
398
Abs.
3 des Bundesgesetzes
betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetz
buches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR)
zum Ausdruck. Danach hat der Beauftragte „das Geschäft persönlich zu besorgen”. Aus der höchstpersönlichen Leistungspflicht folgt, dass Gutachter nur eine natürliche Person sein kann und juristische Personen oder Rechtsgemeinschaften nicht als Gutachter ernannt werden können
.
Der Versicherungsträger hat dementsprechend Anspruch darauf, dass die Begutachtung durch die beauftrage Person durchgeführt wird. Die Substitution des Auftrags an einen anderen Sachverständi
ge
n setzt grund
sätzlich die Einwilligung des Auftraggebers voraus (Alfred Bühler, Die Mitwir
kung Dritter bei
der medizinischen Begutachtung im sozialversicherungsrecht
lichen Verwaltungsverfahren, in:
Jusletter
3.
September 2007,
Rz
5 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_596/2013 vom 2
4.
Januar 2014 E. 6.1.2.1). In diesem Sinne geht aus der Mitteilung vom 1
4.
März 2016 unmissverständlich hervor, dass mit der Begutachtung
Dr.
A._
persönlich und nicht etwa eine der von ihm prä
sidier
t
en Gesellschaften beauftragt wurde (
Urk.
6/147).
Daran ändert die Wahl des
Briefpapier
s
zur Erstellung
des Gutachtens
nichts
.
4.
4.1
4.1.1
Im
Gutachten vom 2
5.
Februar 2013 attestierte
Dr.
A._
dem Beschwerdefüh
rer
sodann
seit März 2012 eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit aufgrund einer Anpassungsstörung mit längerer depress
iver Reaktion (ICD-10: F43.21),
einer generalisierten Angststörung im Rahmen einer Störung der Stressmodulationsfähigkeit (ICD-10: F41.1) sowie eines Burnout-Syndroms (ICD-10: Z73.
0
). Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
billigte er de
n
eben
falls
diagnostizierten akzentuierten ängstlichen
Persönlichkeitszügen (ICD-10: Z73.1) zu.
Weiter
erklärte
er
,
der Beschwerdeführer werde wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in seinem Beruf erreichen
(
Urk.
6/53/8-10)
.
4.1.2
Im Verlaufsgutachten vom 1
7.
Mai 2016
beurteilte
er
seiner Prognose entspre
chend
sowohl die Anpassungsstörung als auch die Angststörung und die psychophysische Erschöpfung als weitgehend remittiert.
Ab
dem
1.
Dezember 2013
habe somit
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden.
Indes sei der Beschwerdeführer
von
Juni 2014
bis
April 2015 erneut voll arbeitsunfähig gewesen.
Seit dem
1.
Mai
2015
bestehe nun erneut eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
, wobei auch die Prognose für
deren
Erhalt
g
ünstig sei.
Es bestehe somit kein Bedarf nach adaptierten Tätigkeiten.
Dass sich
d
er Beschwerdeführer bezüglich
seiner
Leistungsfähigkeit eher ambivalent präsen
tiere, sei auf die generalisierte Ängstlichkeit zurückzuführen
(
Urk.
6/150/10)
.
4
.2
4.2.1
Dazu
erläuterte
Dr.
A._
in
beiden
Gutachten
,
a
ngesichts der Ausbildung
seien
eine Intelligenzminderung,
Verhaltensstörungen oder sonstige psychische Probleme mit Krankheitswert in der Kindheit
auszuschliessen
.
Dasselbe gelte
für das frühe Erwachsenenalter
, insbesondere
für
eine Persönlichkeitsstörung
,
da der Beschwerdeführer aus körperlichen Gründen militär
dienst
untauglich
sowie
den sozialen Anforderungen jahrelang gewachsen gewesen sei.
Dieser habe eine
konstante,
s
ehr hohe Arbeitsleistung erbracht und konstante zwischenmensch
liche Beziehung
en gepflegt. Weder
aus den Akten noch der Anamnese würden sich Anhaltspunkte für anhaltende Störungen der Impuls
- oder Affektkontrolle
oder Hinweise auf ein anhaltend auffälliges Verhaltensmuster bezüglich Kogni
tionen
, Wahrnehmungen und soziale Interaktionen ergeben.
Infolge der mehr
fachen psychophysischen Belastungen, insbesondere der Trennung von der Familie (
mit
konsequenten
Scham- und Schuldgefühlen), Kampfscheidung sowie zunehmenden zwischenmenschlichen Problemen
am Arbeitsplatz,
sei es im Jahr 2009 im Rahmen einer Störung der Stressmodulationsfähigkeit zum Ausbruch einer generalisierten
Angststörung gekommen. Eine solche werde durch anhal
tende Sorgen, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, körperliche Unruhe, häufiges Zittern und die Unfähigkeit, sich zu entspannen
, sowie vegetative Übererregbarkeit in Form von Schwitzen, Tachykardie, Magen-Darm
beschwerden und Schwindelgefühl charakterisiert. Gleichzeitig sei es
infolge der anhaltenden psychosozialen Belastungen
zu einer zunehmenden Akzentuierung der ängstlichen Persönlichkeitszüge gekommen,
welche die
psy
chische Belast
barkeit zusätzlich
zunehmend eingeschränkt
habe
. Die reduzierte Konzent
rationsfähigkeit bzw. Arbeitseffizienz habe
der Beschwerdeführer
mit ver
mehrtem
Zeitaufwand kompensiert
und
gleichzeitig als
A
lleinerziehender
den
Sohn
betreut. So sei
es m
angels Erholung zu einer
Burnout-Entwicklung und
im März 2012 zum Ausbruch einer depressiven Anpassungsstörung
(Erschöpfungsdepression)
gekommen
(
Urk.
6/53/8 f. und 6/150/10 f.).
4.2.2
Zum weiteren Krankheitsverlauf gab
Dr.
A._
im ersten Gutachten
an, insbe
sondere die tagesklinische Behandlung von Juni bis September 2012
habe
zur Symptomrückbildung geführt
.
Nach
dem Verlust der Tagesstruktur
bei weiterhin belastender psychosozialer Situation (alleinerziehender Vater, Alkoholprobleme der Partnerin, Verlust einer wichtigen Bezugsperson, Fortsetzung der Kampf
scheidung) sei es immer wieder zu Stimmungseinbrüchen gekommen. Die nun
seit Januar 2013 gesicherte Tagesstruktur (Belastbarkeitstraining) habe zu einer leichten Verbesserung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit geführt. Die Symptome der Angststörung hätten sich deutlich zurückgebildet. Gegenwärtig stehe eine psychophysische Erschöpfung mit konsequenter redu
zierter psychischer und körperlicher Belastbarkeit im Vordergrund.
Infolge
der reduz
ierten psychischen Belastbarkeit und
Konzentrationsausdauer
sowie de
r
angstbedingten Vermeidungshaltung könne für die
zuletzt
ausgeübte Tätigkeit weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Die
eingeleiteten
Massnahmen mit langsamer Steigerung der Arbeitspräsenz im geschützten Rahmen seien indes erfolgsversprechend und sollten im Laufe des Jahres zu einer weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit führen (
Urk.
6/53/9).
4.2.3
Im Verlaufsgutachten
erklärte
der Gutachter
, die bisherige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung
habe
zu einer gesundheitlichen
B
esserung geführt
,
welche die Teilnahme an einer beruflichen Massnahme im geschützten Rahmen
von Januar bis November 2013
erlaubt habe
. Der anschliessende Arbeitsversuch sei aufgrund
einer
Unterforderung am Arbeits
platz gescheitert
, was
bei weiteren psychosozialen Belastungen zu einer vorübergehenden Verschlechterung
des psychischen Zustandes
geführt
habe
. Seit dem
1.
Mai 2015 sei der Beschwerdeführer beim zuständigen Regionalen Arbeitsver
mittlungszentrum (RAV) als zu 100
%
arbeitsfähig angemeldet. Das von ihm berichtete Aktivitätsniveau – inklusive des regelmässigen Schreibens von Bewerbungen und der Betreuung des Sohnes in Abwesenheit seiner berufs
tätigen Freundin – sowie die erhaltenen sozialen Kontakte würden eine volle Arbeitsfähigkeit ab diesem Datum bestätigen. Der Beschwerdeführer habe zudem zwei Arbeitsstellen in Aussicht bzw. Zusagen von zwei Arbeitgebern erhalten, was seine erhaltenen Ressourcen ebenfalls bestätige (
Urk.
6/150/11).
4.3
4.3.1
In beiden Gutachten beruhten d
ie
Schlussfolgerungen von
Dr.
A._
jeweils
auf einer Einsichtnahme in die
Vorakten
, einer ausführlichen Anamnese sowie selbst erhobenen klinischen und testpsychologischen Befunden (
Urk.
6/53/3-8). Dabei zeigte der Beschwerdeführer in der ersten Begutachtung im Jahr 2013
noch
eine leichte Verzögerung bei der Beantwortung der Fragen, woraus der Gutachter auf leichte Konzentrationsstörungen schloss. Das formale Denken bezeichnete dieser als geordnet, wenngleich stark eingeengt auf die eigenen Sorgen und Befürchtungen. Im Affekt zeigte sich der Beschwerdeführer vorder
gründig massiv verängstigt und verunsichert, affektlabil und leicht deprimiert bei reduzierter affektiver Schwingungsfähigkeit. Des Weiteren stellte der Gut
achter einen leicht verminderten Antrieb fest und beschrieb den Beschwerde
führer als motorisch wenig lebhaft. Im Test d2 (Aufmerksamkeits- und Belas
tungstest) erzielte dieser eine qualitativ durchschnittliche und quantitativ leicht unterdurchschnittliche Leistung. Bei der Panik- und Ago
ra
phobie
-Skala (PAS) erreichte er einen
Gesamtscore von 31 Punkten, der als schwere Beeinträchti
gung qualifiziert wurde. Das Beck
Depressions
Inventar (BDI) wies ebenso auf eine schwere depressive Symptomatik hin (
Urk.
6/53/7 f.).
4.3.2
In der
Begutachtung im Mai
2016 wies der Beschwerdeführer noch eine leichte Gedankeneinengung auf Zukunftssorgen, leichte
Deprimiertheit
, allgemeine Ängstlichkeit und Unsicherheit sowie eine leicht verminderte Psychomotorik auf. Gleichzeitig waren gemäss Gutachter ganz unauffällige mnestische Funk
tionen, eine erhaltene affektive Schwingungsfähigkeit und ein unauffälliger Antrieb festzustellen. Die damit im psychopathologischen Befund festgestellte gesundheitliche Verbesserung fand weitgehend Bestätigung in den Ergebnissen der erneuten testpsychologischen Untersuchung. So wies die Gesamtpunktzahl von 12 auf der Montgomery-
Asberg
Depression
Scale
(MADRAS) noch auf eine leichte depressive Symptomatik hin. Ebenso resultierte beim Mini-ICF-APP
nur
eine leichte Beeinträchtigung der Flexibi
lität und Umstellungsfähigkeit,
der Gruppenfähigkeit und Gestaltung von Freizeitaktivitäten. Auf der Panik- und
Ago
ra
phobie-Skala (PAS) halbierte sich der Gesamtscore auf 15 Punkte mit erhöhten Werten in allen Unterskalen. Dies entspricht entgegen den Ausführun
gen des Gutachters nicht einem schweren, sondern einem leichten Grad der Bee
inträchtigung
. Das
Testergebnis
passt somit
zur von ihm
diagnostizierten
weitgehend
remittierten
generalisierten Angststörung
.
Augenfällig ist einzig, da
ss der Beschwerdeführer beim zweiten d2 Test neben einer
– wie im ersten Test –
qualitativ durchschnittlichen, neu eine quantitativ deutlich unterdurch
schnittliche Leistung erzielte, wobei Konzentrationsleistung und Bearbeitungs
tempo deutlich unterdurchschnittlich
waren
(
Urk.
6/150/9-10).
5.
5.1
Den gut nachvollziehbaren und breit abgestützten gutachtlichen Überlegungen hielt der Beschwerdeführer zwei
fast gleichlautende Berichte des seit April 2014 behandelnden Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
med.
C._
,
entgegen
. Diese
datieren v
om 14. Juli
und
2.
Oktober 201
4. Dr.
C._
diagnos
tizierte
ebenfalls
ein Burnout-Syndrom. Allerdings stellte er keine Z-Diagnose, sondern vertrat die Auffassung, das Burnout-Syndrom sei in eine chronifizierte Depression mindestens mittlerer Schwere übergegangen, und verwendete
hierfür
die Kodierung ICD-10: F39 (nicht näher bezeichnete affektive Störung). Ferner diagnostizierte er diverse gemischte Ängste phobischer, existenzieller und sozia
ler Art (ICD-10: F41.3), eine chronische Erschöpfung und zusätzliche Belas
tungsfaktoren,
welche er
„
vornehmlich als verlaufsbestimmende Einflussfakto
ren bedeutsam
”
bezeichnete
(ICD-10: Z56, Z63 und Z73;
Urk.
6/104/8 und 6/113/4).
5.2
Ähnlich wie der
Gutachter schlussfolgerte
Dr.
C._
für die Zeit nach dem Arbeitsversuch ab Juni 2014,
in ihrem praktischen Aspekt se
i die Arbeitsun
fähigkeit fluktu
ierend, teils durch die Art der Anforderungen bedingt. Medizi
nisch-theoretisch liege sie als Speditionskaufmann und Disponent derzeit bei 95-100
%
und in angepassten, einfacheren Tätigkeiten etwas tie
fer (
Urk.
6/104/8 und 6/113/8).
Wi
e
Dr.
A._
führte
zudem
auch
Dr.
C._
die ambivalente Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers auf dessen Ängste zurück, formuliert
e
indes im Gegensatz zum Gutachter keine klare Prognose. So erklärte er
, dass sich d
ie Arbeitsfähigkeit im Spannungsfeld zwischen Vermögen und Anspruch
bewege
,
also
dem Druck durch Ambition/Selbstanforderung
und
der energetischen Veranlagung. Die Selbsteinschätzung wirke dadurch verzerrt, denn der Beschwerdeführer spüre, wie Unsicherheit und Selbstzweifel die Ein
schätzung durchdringen und den Hintergrund der unverhältnismässig deut
lichen Ambivalenz mit ihren Ängsten ausmachen würden (
Urk.
6/113/9). Ver
laufsmodulatoren seien psychosoziale Faktoren. Sie würden Druck auf ein nar
zisstisch und zugleich sozial
empfindlich getroffenes Individuum ausüben. Ob ihr Einfluss durch verstärkten sozialen Druck noch einmal zunehme, sei un
sicher bzw. in einem gewissen Grad wahrscheinlich, wenn zugelassen werde, dass die Lebensgrundlage
des Beschwerdeführers
verloren gehe. Derzeit wären es vornehmlich praktische Hilfen, die vieles zum Besseren wenden würden. Konkret sei zur Wiederherstellung des Selbstwertbefindens eine berufliche Bewährung unabdingbar. Die gegebene Erschöpfung dürfte unter geeignetem Ansporn in wesentlichen Teilen noch reversibel sein, wobei der Erfolg mit der tatsächlichen Bewährung im Alltag (also
in
einer
nicht
geschützten Umgebung) stehe und falle.
Ungünstigerweise
könne der Beschwerdeführer
aber
längst nicht mehr alle Faktoren beeinflussen und jede Tätigkeit, die weder narzisstische Gra
tifikation noch ausreichend finanziellen Gewinn abwerfe, wirke auf Dauer vor allem belastend. Die Vorstellungsgespräche würden indes klar zeigen, wie destruktiv inzwischen die Angst geworden sei (
Urk.
6/104/8 f. und 6/113/6 f.).
5.3
Dazu
erläuterte
Dr.
C._
in Übereinstimmung mit dem Gutachten
,
der Beschwerdeführer sei im März 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben wor
den, weil sich in den Jahren davor infolge der berufliche Überbelastung mit häufigen Migräneattacken allmählich eine Überforderung bis hin zum Burnout entwickelt habe. Dabei sei es zu einer zunehmend fatalen Interaktion zwischen Persönlichkeit und Anforderungen gekommen, indem der Beschwerdeführer mit vermehrtem Einsatz von Zeit und Energie versucht habe, die Effizienz zu stei
gern. Mit der Zeit habe er jedoch Symptome wie Schlafstörungen und vegetati
ve Funktionsstörungen (Nervosität, Herzklopfen, Atembeklemmung, Schweiss
ausbrüche, Darmkrämpfe, Glieder- und Gelenkschmerzen) in Verbindung mit psychischer Instabilität (z.B. Gereiztheit) und weiteren neuropsychologischen Funktionsstörungen (z.B. abnehmende Aufmerksamkeit und Konzentration) gezeigt (
Urk.
6/104/5 und 6/113/1-2; ferner auch
Urk.
6/104/7 f. und 6/113/5 f. unter anderem mit Hinweis auf eine schwere narzisstische Konfliktsituation).
Die Behandlung ab März 2012 sei dem Beschwerdeführer zunächst zugutege
kommen, doch sei der Übergang in den Alltag missraten, weil in praktischen Belangen kein Gewinn erarbeitet worden und
ihm
unklar gewesen sei, wie es weitergehen solle. Er sei damals voll arbeitsunfähig geschrieben gewesen, was die Abänderungsklage unterstützt habe, als er sich im Rahmen der Scheidung mit hohen finanziellen Forderungen konfrontiert gesehen habe. Die Kündigung der Arbeitsstelle im September 2012 sei vom Beschwerdeführer zudem als schreiend ungerecht empfunden worden. Seine psychische Befindlichkeit sei damals an ei
nen ersten Tiefpunkt angelangt.
Bezüglich des Trainings bei der
Z._
zeichne sich nun eine ähnliche Situation ab, denn nur die Stellensuche sei von praktischer Relevanz
gewesen. Den Beschwerdeführer schrecke die Aus
sicht, letztlich finanziell auszutrocknen, was unter anderem den Verlust seines
Hauses nach sich ziehen würde
(
Urk.
6/104/6, 6/113/2 f. und 6/113/7 f.).
Klar im Widerspruch zur nach Auffassung des Gutachters
ursächlichen
Unter
forderung am Arbeitsplatz kam
Dr.
C._
alsdann zum Schluss, e
ine Erhöhung des halbtägigen Pensums im Arbeitsversuch bis Mai 2014 sei genauso mangels Arbeitsanfall wie Beschränkung im Kräftehaushalt unmöglich geblieben, andernfalls eine Festanstellung hätte resultieren können.
Abschliessend wies
Dr.
C._
zudem
darauf hin, dass
der Beschwerdeführer
derzeit ohne Arbeit sei
.
Zugleich sei
dieser
durch das vorübergehende Fehlen von Taggeldleistungen über Monate existenziell stark belastet worden. Mit eingegangener Zahlung sei die Situation entspannter. Dass er derzeit auf Stellensuche gehe, sei
aber
der Not und den existenziellen Ängsten geschuldet. Dazu beitragen würden die Unge
wissheit über künftige Versicherungsleistungen bzw. das Verlangen, bestehende Verbindlichkeiten weiterhin zuverlässig bedienen zu können. Insofern sehe er sich auch gezwungen, sich nach überaus gutbezahlten Stellen umzusehen im Bewusstsein der damit verbundenen hohen Anforderungen (
Urk.
6/104/6, 6/113/2 f. und 6/113/7 f.).
5.4
Schliesslich hielt
Dr.
C._
z
um Befund
fest, vorherrschend sei ein mittelgradig schweres depressives Zustandsbild, dem besonders deutliche Ängste – existen
zieller und sozialer Art wie auch solche mit phobischen Anteilen – vorgelagert seien. Kennzeichen der Befindlichkeit seien Zukunftsangst, Ohnmacht und mit
unter Aussichtslosigkeit bzw. eine massive Bedrängnis angesichts unlösbarer Probleme und konfligierender Umstände, deren gemeinsamer Nenner die Unterminierung des Selbstwertbefindens bzw. des narzisstischen Gleichgewich
tes sei. Freudlosigkeit und eine gedämpfte Vitalität, Unsicherheit sowie Druck und Belastung seien dem Beschwerdeführer anzusehen, ebenso wie die vegetati
ve Belastung und eine gewisse Entkräftung bzw. Asthenie. Dass er mit anderen Konflikten, wie jenem mit der Freundin, der Exfrau und Belastungen um die Kinder, nicht leicht umgehen könne, erscheine dabei nicht verwunderlich. Diese würden aber Aspekte nachgeordneter Bedeutung berühren. Viel bedrohlicher sei die existenzielle Angst. Der Beschwerdeführer vermöge etliche Aspekte seines Lebens nicht mehr zu beeinflussen. Das Denken sei mitunter leer, dann wieder überaktiv nach Lösungen suchen
d
. Allfällige Ansätze seien aber zumeist nicht praktikabel oder an widersprüchliche Bedingungen geknüpft. So sei es aufgrund des Zustandes schwierig, eine Arbeitsstelle zu bekommen bzw. behalten und die Leistungsfähigkeit zu beweisen. Daher fehlten die helfenden Erfolgserlebnisse und der Selbstwert bleibe weiterhin gedämpft. Indes fehle es nicht an Fertigkei
ten und
höheren, komplexeren Funktionen wie Ehrgeiz, Skrupel und der Nei
gung, sich selbst stark zu fordern, verbunden mit Verantwortungsbewusstsein,
so dass
ohne weiteres Ressourcen kenntlich würden. Dabei leide der Beschwer
deführer darunter, nicht in der Form zu sein, um zu solchen Leistungen zu gelangen (
Urk.
6/104/6 und 6/113/3 f.).
Die psychischen Grundfunktionen, wie Bewusstsein und Orientierung seien intakt, der Gedankengang sei kohärent, wenngleich mitunter etwas kompliziert und überfrachtet. Die intellektuelle Flexibilität sei hoch, die gerichtete Aufmerk
samkeit erhalten, sie werde allerdings mitunter von einem überhöhten Bedürfnis nach Faktentreue und Klarheit überrannt, so dass gelegentlich ein gewisses gedankliches Haften zu verzeichnen sei. Anderweitig komplexere Psychopatho
logien seien nicht zu eruieren. Die diagnostische Einschätzung werde alsdann durch das Beck-Depressionsinventar unterstützt, das eine hohe Punktzahl, mit
hin einen h
o
hen Depression-Score ausweise (
Urk.
6/113/4).
6.
6.1
Der medizinische Sachverhalt
wird
von
Dr.
A._
und
Dr.
C._
grundsätz
l
ich
übereinstimmend dargelegt. Sie sind sich sowohl bezüglich der Entstehung
der
Beschwerden
im Rahmen der Überlastung am Arbeitsplatz in Kombination mit der Persönlichkeit des Beschwerdeführers, als auch den
wellenförmigen
Ver
lauf derselben im Rahmen der medizinischen und beruflichen Massnahmen
einerseits
sowie unter dem Einfluss psychosoz
ialer Belastungsfaktoren
anderer
seits
einig. Ebenso stellten
sie beide
e
in
e
Erschöpfung
sowie deutliche Ängste und
eine
depressive Symptomatik
, aber keine Persönlichkeitspathologie mit Krankheitswert
fest
.
6.2
N
amhafte Unterschied
e
besteh
en
bei d
er Beurteilung der Ausprägung der Beschwerden
, was sich
vorderhand
mit den
weit auseinanderliegenden
Unter
suchungs
zeit
punkten erklärt.
Dabei brachte
der Beschwerdeführer nichts vor, insbesondere keinen echtzeitlichen Arztbericht,
w
as
gegen die von
Dr.
A._
im Verlaufsgutachten plausibel
anhand der psychopathologischen
und testpsy
chologisch
en Befunde
festgestellte
weitgehende Remission
sämtlicher Störungen
sprechen
würde.
Dabei ist es zwar
ein Mangel
, dass
Dr.
A._
das abweichen
de Ergebnis im Test d2 nicht diskutierte.
Nach der Rechtsprechung ist dem test
mässigen Erfassen der Psychopathologie im Rahmen der psychiatrischen Explo
ration generell
aber
nur eine ergänzende Funktion beizumessen. Ausschlagge
bend bleibt die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfas
sung und Verhaltensbeobachtung (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_2
55/2
014 vom 2
9.
April 2014 E. 3.2). Somit vermag ein einzelnes abweichendes testpsy
chologisches
Testergebnis, das im Widerspruch zur ansonsten in allen Bereichen ausgewiesen Verbesserung steht, die Gesamtbeurteilung nicht in Frage zu stel
len.
Unter dem
Aspekt
, dass
Dr.
C._
bereits im Oktober 2014 mit der Wiederauf
nahme der Krankentaggeldleistungen eine erste Entspannung der Situation
fest
stellt
e
, spricht
zudem
nichts dagegen, diese Besserung als überwiegend wahr
scheinlich bereits
am
1.
Mai 2015
eingetreten
anzunehmen
. Damals meldete sich de
r Beschwerdeführer als zu 100 % arbeitsfähig beim RAV an
, musste dort regelmässig wegen der Bewerbungen
vorstellig werden
und nahm Vorstellungs
gespräche wahr, wobei er kurz vor der Begutachtung auch zwei Zusagen erhielt.
Darüber hinaus
gab er selbst an
, dass
sich
sein körperlicher und psychischer Zustand seit einem Jahr
nicht verbessert habe, so dass die aktuell erhobenen Befunde
ebenso
die Situation vor einem Jahr widerspiegeln
(
vgl. dazu
Urk.
6/150/8).
6.
3
Zur
umstrittene
n
diagnostische
n
Zuordnung der
depressive
n
Symptomatik
erläuterte
Dr.
A._
im Verlaufsgutachten
, dass eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion bestätigt werden könne, nicht aber eine eigen
ständige und selbstunterhaltende depressive Störung. Der Ausbruch der depres
siven Symptome sei eindeutig auf eine belastende bzw. veränderte Lebens
situation zurückzuführen und könne damit in diagnostizierter Hinsicht nach
der ICD-10-Klassifikation einer Anpassungsstörung zugeordnet werden (
Urk.
6/150/13). In der Tat traten
beim Beschwerdeführer
sogar immer wieder neue psychosoziale Faktoren (Arbeit
geberkündigung,
Abänderungsklage
betref
fend
Scheidung, Tod der Vaterfigur,
Einstellung der Taggeldleistungen
)
hinzu
, die
jeweils ein Andauern des im Rahmen der
medizinische
n
und berufliche
n
Massnahmen
bereits
erzielten Erfolges
(zuletzt die Ausübung eines Arbeitspen
sums
von 60
%
in einem kleinen Speditionsbetrieb)
vereitelten.
Der Umstand allein, dass psychosoziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer Gesundheitsschädigung eine wichtige Rolle spielten, tangiert deren Anspruchserheblichkeit
zwar
grundsätzlich
nicht. Keine invalidisierende Gesundheitsschädigung ist indessen gegeben, wenn der medizinische Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und sozio
kulturellen Belastungen aufgehen
. Denn in einem solchen Fall stellen sich diese als direkte Ursache der Einschränkung im Leistungsvermögen dar; sie sind nicht bloss pathogenetisch bedeutsam. Am rechtlich vorausgesetzten Kausalzusam
menhang mit einer selbständigen Gesundheitsschädigung fehlt es daher, solan
ge noch zu erwarten ist, dass mit einem Wegfall der belastenden Lebensum
stände unmittelbar auch die (somit nicht verselbständigte) psychische Störung
verschwinden werde.
Wo
somit
vornehmlich
psychosoziale Einflüsse
– wie vor
liegend
selbst von
Dr.
C._
eingeräumt („Verlaufsmodulatoren”)
–
das Bild
prägen,
ist bei der Annahme einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhal
tung geboten (
Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_140/2014 vom
7.
Januar 2015
E. 3.3 und
8C_14/2017 vom 1
5.
März 2017 E.
5.3
).
6.4
Wie der Beschwerdeführer sodann zutreffend erkannte, entsteht der Rentenan
spruch nach
Art.
29
Abs.
2 IVG nicht, solange die versicherte Person ein Tag
geld nach
Art.
22 IVG beanspruchen kann. Dies gilt für den Beschwerdeführer für den Zeitraum von April 201
3 bis Mai 2014 (
Urk.
6/144). Soweit es nun
aber
die
aus medizinischer Sicht vom behandelnden Psychiater attestierte und vom Gutachter bestätigte erneute
volle Arbeitsunfähigkeit
in jeglicher Tätigkeit
ab 1. Juni 2014 unmittelbar
nach Beendigung des Arbeitsversuches
betrifft
, ist die
se
nur bedingt nachvollziehbar und aus juristischer Sicht ohne Belang.
Einer
seits
erachtete
Dr.
C._
gleichzeitig
eine berufliche Bewährung expl
i
zit
im
nicht
geschützten Rahmen als unabdingbare Voraussetzung für eine gesund
heitliche Besserun
g
und wies im Befund
auf
die
vorhandene
n
Ressourcen hin
(vgl. E. 5.4)
.
Andererseits
gibt
es
keine
Anhaltspunkte dafür, dass
die
berufliche Eingliederung
des Beschwerdeführers im Frühling/Sommer 2014
effektiv
an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden respektive Kräftemangel scheiterte.
So erklärte dieser im März 2013
selbst
,
er fühl
e sich
in Bezug auf die Arbeit bei der
Z._
eher unterfordert. Im Herbst 2013 bat er die Beschwerdegegnerin
so
dann
einzig
aufgrund privater Umstände von einer
Pensumserhöhung
von
6 auf 7 Stunden im Rahmen des Aufbautrainings abzusehen, weil sein Sohn einen schwierigen Start im Kindergarten hatte (
Urk.
6/100/8-10).
Beim Abschluss
gespräch in der
Z._
im
Februar 2014 räumte
er schliesslich
ein, dass
er bei einem Arbeitspensum von 60
%
im Arbeitsversuch bereits recht erschöpft sei, aber keinen grossen Unterschied bemerke, wenn er mal 70
%
arbeite. Ausser
dem bemerke er, dass es ihm immer besser gehe. In der Weihnachtswoche war er gar alleine im Geschäft, auch wenn er diese mitunter, aber
doch
nicht per
manent
als
st
ressig empfand. Ebenso erklärte
die
damalige
Arbeitgeberin, der Beschwerdeführer habe in den letzten drei Monaten grosse Fortschritte gemacht, leiste immer gute Arbeit und werde als sehr besonnen wahrgenommen. Indes zeigte sich der Beschwerdeführer bereits damals ambivalent in Bezug auf die in Aussicht gestellte Festanstellung und machte Bedenken hinsichtlich
d
er Auf
tragslage geltend. Im
Folgemonat
machte
er
die Beschwerde
gegnerin e
rneut auf
die
sehr schwache Auftragslage
aufmerksam. Dazu erklärte er,
extrem wenig zu tun und viel Zeit zum Nachdenken
zu haben
.
Zudem
habe sich
die
Atmosphäre am Arbeitsplatz
negativ
verändert
(
Urk.
6/100/12 f.).
Infolgedessen
begann
sich der Beschwerdeführer
auch auf andere Stellen zu bewerben
und hatte a
b Mai 2014
diverse Vorstellungsgespräche
.
Die
Stelle
bei der „
O._
”
lehnte er
nach eigenen Angaben
ab,
w
eil der Lohn
unverhandelbar
Fr.
5'500.
—
betrug
, er gemäss Lohnrechner aber Fr. 6'920.
—
hätte verdienen müssen.
Auch
beim Vorstellungsgespräch
bei der Firma
D._
AG
schluckte sein Gegenüber bei den Lohnangaben
leer
und entschied sich
alsdann
vor Durchführung des vereinbarten Schnuppert
ages für einen anderen Bewerber
.
Schliesslich
erschien
d
er Beschwerdeführer
am
2.
Juli 2014
u
nrasiert zum Gespräch mit der Eingliederungsberaterin
und erklärte ihr, das
s er aufgrund de
s
Scheidungskrieges
(Klage auf
Abänderung
des
Scheidungsurteil
s
im
Mai 2014
abgewiesen
)
oft zu Hause auf dem Sofa liege und sich frage, weshalb er etwas machen solle, er habe Lust auf nichts.
Er würde
die Gerichtsangelegenheit zurückziehen und wieder arbeiten gehe
n
, wenn ihm ein Job für
Fr.
10’000.
—
pro Monat angeboten würde.
Leider habe er bisher nur Angebote um die
Fr.
5'000.
—
erhalten, er habe sich deshalb schon überlegt, bereits abzusagen, wenn er an ein Vorstellungsgespräch eingeladen werde. Bei der
E._
habe er einen Mindestlohn von
Fr.
6'500.
—
angegeben. Beim
gestrigen
Vorstellungs
gespräch bei der Firma
F._
sei von m
aximal Fr. 5'000.
—
die Rede gewesen. Morgen habe er ein Vorstellungsgespräch bei der Firma P
._
(
Urk.
6/99/5-7).
6.5
Zusammenfassend hat der Gutachter
somit
zu Recht eine anhaltende verselb
ständigte psychische Störung
im Sinne einer
im Vordergrund stehenden
ver
selbständigten Depression
verneint. Es war
sowohl im Herbst 2012 als auch im Sommer 2014
jeweils eine
akute Belastungssituation
,
welche beim Beschwerde
führer zu einer Verschlechterung der Symptomatik führte
.
Dazwischen
konnte
dieser
k
ontinuierlich an Eingliederungsmassnahmen teilnehmen
und seine Leis
tungsfähigkeit
wesentlich
steigern, wobei die Massnahmen
nicht aufgrund
gesundheitlicher
, sondern privater Schwierigkeiten teilweise ins Stocken gerie
ten
(vgl. dazu auch
Urk.
6/88)
.
Nichtsdestotrotz erreichte er z
uletzt eine
massge
bliche
Arbeitsfähigkeit
im
angestammten
Bereich Spedition
im ersten Arbeits
markt
– selbst wenn er diese Tätigkeit im Nachhinein als „Bürohilfe”
bezeichne
te
(
Urk.
6/150/8). Dass im Anschluss an den
Arbeitsversuch kein
Stellenantritt erfolgte
,
hing
soweit
ersichtlich
denn auch
nicht mit seiner Leistungsfähigkeit, sondern
in erster Linie mit
seinen Lohnvorstellung
en
– mitbedingt durch
das damals erhaltene abschlägige Gerichtsurteil
–
zusammen.
Wie sowohl von
Dr.
A._
als auch
Dr.
C._
mehrfach
zur
ambivalente
n
Selbsteinschätzung erläutertet, dürften dabei
auch
gewisse Ängste und Persönlichkeitszüge eine Rolle gespielt haben.
Allerdings
hat die Eingliederung einschliesslich
eines
Arbeitsversuch
es
geze
igt, dass de
r
Beschwerdeführer
in der Lage ist
, diese zu
überwinden und eine
Arbeitsstelle
anzutreten.
So hat der Gutachter diesbezüg
lich
zu Recht
keinen Vorbehalt angebracht, obschon er wie
Dr.
C._
diese Problematik erkannte.
Die zwei Jahre nach dem Burnout vom
behandelnden Psychiater
attestierte
volle Arbeitsunfähigkeit unmittelbar
im Anschluss
an
den regulär beendeten
Arbeitsversuch
nach eineinhalb Jahren Eingliederung
vermag
daher nicht zu überzeugen. Dies muss umso mehr gelten, als der Beschwerdeführer nichtsdes
totrotz eine Eingliederungsberatung beanspruchte und sich weiter
hin intensiv
bewarb.
Zumindest aber waren
es
damals offensichtlich
erneut finanzielle Sor
gen
(
bedingt
durch die Einstellung der Taggeldleistungen und gerichtliche Bestätigung der bisherigen Unterhaltspflichten
)
, welche zur gesundheitlichen Verschlechterung führten
. Dementsprechend besserte
sich der
Gesundheitszu
stand
auch wieder
mit
der
Wiederausrichtung der Taggeldleistungen.
Eine
direkt auf psychosoziale
Faktoren
zurückzuführende, vorübergehende Arbeitsunfähig
keit
vermag
mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens
indes
keinen Rentenanspruch zu begründen.
6.6
Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass das Bundesgericht m
it zur Publi
kation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 3
0.
November 2017 erkannt
hat
, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Lei
den einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hin
sichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähi
gkeit schliessen lassen (E. 7).
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann
indes
dort von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich aufgrund der konkreten Fallumstände und der jeweiligen Beweisproblematik (zur Publikation vorgesehene Urteile des Bundesgerichts 8C_130/2017 vom 3
0.
November 2017 E. 7.1 und 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.5.3).
In Anbetracht der vorstehenden Überlegungen, insbesondere der weitgehenden Remission der gesamten Symptomatik sowie den
auch im Nachgang zu
BGE 141 V 281
immer noch
auszuklammernden
psychosozialen Faktoren
, welche direkt negative funktionelle Folgen zeitigen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_746/2015 vom
3.
Februar 2016 E. 2),
erübrigt sich vorliegend ein struk
turiertes Beweisverfahren.
7.
Mit Blick auf die weitere Argumentation des Beschwerdeführers (leitende Posi
tion) bleibt
ferner
anzumerken, dass
er
gemäss Angaben der
G._
AG im Jahr 2012 zuletzt ein monat
liches Einkommen von brutto Fr.
8'060.
—
erzielte (
Urk.
6/108/2 und 6/108/11).
Dies entspricht bei 13
Monatslöhnen einem
Valideneinkommen
von
Fr.
104'780.
—
, wobei die Frage offenbleiben kann, ob der Beschwerdeführer dieses hohe Einkommen auch weiterhin erzielt hätte.
Bei den Stellen, auf die
er sich
später
bewarb, wurde
ihm jeweils ein Brut
tolohn
von
ca.
Fr. 5'000.
—
pro Monat
, teilweise etwas mehr
angeboten
.
Bei 13 Monatslöhnen würde dies ein jährliches Invalideneinkommen von
Fr.
65'000.
—
ergeben
(vgl. E. 6.4).
Gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014, Tabelle T17, Berufsgruppe
Ziff.
4 „Bürokräfte und verwandte Berufe”, Total, Männer (unabhängig vom Alter) wäre
allerdings
angesichts der Ausbildung und
mehrjährigen
Berufserfahrung auch ohne leitende Funktion ein
Betrag
von
Fr.
5'789.
—
als realistisch
es Einkommen
in einem vertrauen Tätig
keitsgebiet
zu bezeichnen. Damit würde das Invalideneinkommen
über
Fr.
70'000.
—
pro Jahr betragen.
D
em Beschwerdeführer
ist somit zwar
beizupflichten, dass der Gutachter sich nicht zu seiner
bisherigen Leitungsfunktion
äusserte, obschon es Hinweise in den Akten gibt, dass eine
solche
nicht mehr zumutbar sein könnte (
Urk.
6/18/3
und 6/104/85
)
. Indes würde aufgrund der vorstehenden Zahlen auch unter Auf
rechnung der Nominallohnentwicklung eindeutig kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren, wären nur noch Bürotätigkeiten ohne Leitungsfunk
tion zumutbar. Zu beachte
n
ist dabei,
dass eine durch das psychische Leiden der versicherten Person bedingte verstärkte Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen keinen leidensbedingten Abzug rechtfertig
t
(Urteil des Bundesgerichts 8C_693/2014 vom 2
2.
Januar 2015 E. 4.2.2 mit Hinweisen)
, weshalb der Beschwerdeführer zu Recht keine
n solchen
geltend machte
.
8.
Zusammenfassend ist folglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass bei
Abschluss der beruflichen Massnahmen
seit längerer Zeit kein
invalidisierender Gesundheitsschaden
mehr bestand bzw.
dieser
kein ren
tenbegründendes Ausmass mehr erreichte. Die Beschwerde ist folglich abzuwei
sen.
9.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.
—
bis
Fr.
1‘000.
—
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Sie sind vorliegend auf
Fr.
8
00.
—
anzusetzen und de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.