Decision ID: ba423638-a511-4426-9ed0-32dcbeaa94ff
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, Mutter
von vier
Kin
der
n
(Jahrgang 199
6, 1998, 1999, 2004
), arbeitete zuletzt ab
1.
Oktober
200
9
als
Schulsozialarbeiterin in der
Ober
stufenverwaltung
der
Y._
in einem
70
%
Pen
sum
(
Urk. 7
/
10
, Urk. 7/8/23
, Urk. 7/24
).
Am
21
.
Juni
20
13
(Urk. 7/
7
)
meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf
Erschöpfung, Müdigkeit, Überlastung seit eineinhalb Jahren und einen
Knorpel
schaden
im Knie se
it dem 1
4.
Juni 2012 sowie eine
Narkolepsie bei
der Invaliden
versiche
rung zum
Leistungsbezug an
. Die
Sozial
ver
siche
rungs
anstalt
des Kantons
Zürich, IV-Stelle,
zog die Akten des
Kranken
ver
sicherers
bei (Urk. 7/8, Urk. 7/26)
,
führte mit der Versicherten
(telefonisch)
ein
Stand
ort
ge
spräch
durch (Urk. 7/14) und
holte verschiedene medizinische Be
richte (Urk.
7
/
1
6, Urk.
7
/
18, Urk. 7/
23
),
einen
Arbeitgeberbericht (Urk.
7
/
24
) sowie
Aus
züge
aus dem indi
vi
duellen Konto (Urk.
7
/
19
22
) ein.
Nach durchgeführtem
Vor
be
scheid
ver
fahren
(Urk. 7/35)
ver
neinte
s
ie mit Verfügung vom
24
. Februar 201
4
(Urk. 2)
den
An
spruch auf
berufliche Massnahmen und
eine Rente der Invali
den
ver
sicherung.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
23
. März 201
4
(Urk. 1) unter
Auflage
eines
medizinische
n
Berichte
s
der Klinik
Z._
(Urk. 3
) Beschwerde und be
an
tragte
eine
erneute Prüfung des Entscheides
. Mit Beschwerdeantwort vom
22
. Mai 201
4
(Urk.
6
) schloss die IV-Stelle auf Ab
wei
sung der Beschwerde, was der Beschwerdeführer
in
am
3
.
Juli
201
4
zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk.
10
).
3.
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird, sofern für die
Ent
scheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1
.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Wartezeit im Sinne
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 E.
3c; Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 14. Juni 2005 E. 2.1.1 in
fine
mit Hinweisen).
Unter relevanter Arbeitsunfähigkeit im Sinne
dieser Bestimmung
ist eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erschei
nung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitsgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fal
lende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die
Leis
tungs
einbusse
muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die
ordentlicherweise
echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der
Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nach
weis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 1
9.
Juli 2012 E. 3.2
m.w.H
.).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich
in der angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 2014
(Urk. 2)
auf den Standpunkt
,
dass die Be
schwerdeführerin zum einen nicht während eines Jahres durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeits
un
fähig gewesen sei und zum anderen die Arbeits
un
fähig
keit nach Ablauf der hypo
thetischen W
artezeit von einem Jahr per 20.
November 2013 ebenfalls weniger als 40
%
be
tragen habe. Demnach seien die Voraus
setzungen für die Aus
richtung einer Invalidenrente nicht erfüllt.
Es würden sich auch keine b
eruf
liche
n
Massnahmen aufdrängen, da die Beschwer
de
führerin beim bis
herigen Arbeitgeber im Rahmen ihrer Arbeits
fähig
keit eingegliedert sei.
In der Vernehmlassung vom 2
2.
Mai 2014 (Urk. 6) hielt die Beschwerdegegnerin unter anderem ergänzend fest, dass die Beschwerdeführerin als alleinerziehende Mutter von vier Kinder
n aufgrund der Erwerbsbiographie als zu 30
%
im Haus
halt und
zu
70
%
im Erwerbsbereich tätig zu qualifizieren sei.
2
.2
Die Beschwerdeführerin ersuchte sinngemäss
um erneute P
rüfung
des Entschei
des
vom
24
. Februar 201
4
(Urk.
1
). Insbesondere machte sie geltend,
dass sie auf
grund ihrer
-
schon vor Stellenantritt
-
diagnostizierten Narkolepsie nur ein 70
%-Pen
sum
habe annehmen können
.
Um integriert zu bleiben, habe sie sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden, obwohl sie aus ärztlicher Sicht zeitweilig auch
zu
100
%
hätte krankgeschrieben werden können. Ferner verwies
die Beschwerdeführerin
auf den auf
gelegten Arztbericht ihres be
han
delnden Neurologen
Dr.
med.
A._
, Chefarzt Neurologie,
Klinik
Z._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum
(Urk. 3).
3
.
3
.
1
Im Bericht vom
1
9.
Dezember 2012 (Urk. 7/8/12-13)
diagnostizierte
Dr.
med.
B._
,
Stv
. Oberarzt Orthopädie,
Klinik
Z._
, Untere Extremitäten, gestützt auf die Kon
sultation vom
selben Tag
einen
retropatellären
Knor
pel
scha
den
im Knie rechts mit/bei
leichtgradiger
Trochleadysplasie
, medialer
Menis
kusläsion
,
Lateralisierung
der Patella mit Subluxation und Status nach OSG-Distorsion am 1
4.
Juni 201
2.
In seiner Beurteilung hielt
Dr.
B._
fest, dass er
aufgrund der
Knie
sympto
matik
aktuell eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit befürworten würde.
3
.
2
Am
1
5.
Juli 2013 (Urk. 7/18/10-11)
äusserten
Dr.
med.
C._
, Assistenzarzt Orthopädie, und
Dr.
med.
D._
, Oberarzt Orthopädie,
Klinik
Z._
,
Mus
kulo-Skelettal
Zentrum, Orthopädie Untere Extremitäten, einen Verdacht auf eine beginnende Gonarthrose mit Betonung des medialen als auch
femoropa
tellären
Kompartiments mit/bei Knochenmarksödem im medialen
Tibiaplateau
,
Meniskushinterhornläsion
medial und OSG-Distorsion am 1
4.
Juni 2012 links.
Dr.
C._
und
Dr.
D._
hielten fest, dass sich sieben Monate nach der letztmali
gen Konsultation
eine deutliche
Be
schwerde
re
gredienz
gezeigt habe.
3
.
3
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
F._
, nannte im Bericht vom 2
9.
Juli 2013 (Urk. 7/16/
7
-10) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig eine Episode in Remission (ICD-10 F33.0), und eine Narko
lepsie/
ein
Kataplexiesyndrom
mit Belastungs-/Überlastungssituation. Ferner äusserte sie einen Verdacht auf eine emotional instabile
Persönlichkeits
störung
vom
Borderline
Typ (ICD-10 F61).
Dr.
E._
führte aus, in Stresssituationen nähmen Konzentrations-,
Organisati
ons
- und Antriebsstörungen zu und es komme zu einer depressiven
Stim
mungs
entwicklung
. Gleichzeitig komme es zu einem zwanghaften
Internet
kon
sum
. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht noch zu 50 % von 100
%
zumutbar.
3
.
4
Am 3
1.
Juli 2013 (Urk. 7/18/5-9) diagnostiziert
Dr.
med.
G._
, praktische Ärz
tin,
F._
, mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit
ein Narkolepsie-/
Kataplexiesyndrom
mit Belastungs- und
Über
lastungs
situation
, eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1), einen Verdacht auf begin
nende Gonarthrose mit Betonung des medialen als auch
femoro
patellaren
Kom
partiment
s
mit/bei
Knochenmarksoedem
,
Meniskus
hinter
horn
läsion
medial und einer OSG-Distorsion am 1
4.
Juni 201
2.
Als Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine Adipositas.
Dr.
G._
führte aus, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Erkrankung seit dem 1
5.
Februar 2013 bis vorerst zum 2
9.
August 2013 zu 50
%
arbeits
un
fähig sei.
Die Narkolepsie führe zu Ermüdungszuständen und Beeinträchtigung der
Arbeits
rhythmik
.
3
.
5
Am
6.
August 2013 (Urk. 7/23/5-8)
nannte
Dr.
med.
A._
, Chefarzt Neuro
lo
gie,
Klinik
Z._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum, Neurologie, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Narkolepsie-/
Kataplexiesyndrom
mit auch Belastungs-/
Überlastungssituationen.
Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit hielt
Dr.
A._
fest, im Rahmen der
Gesamt
ent
wick
lung
sei auch schon Mitte 2012 längerfristig eine
Arbeits
reduktion
auf 50
%
empfohlen worden, was aber aus finanziellen Gründen nicht realisierbar gewesen sei. Jene Entwicklung sei mit
ein
Grund, weshalb vorübergehend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der diagnostizierten Narkolepsie be
zie
hungs
weise des
Kataplexiesyndroms
mit Belastungs- und
Überlastungs
situatio
nen
attestiert worden sei. Die Be
schwerde
führerin sei bereits im Jahr 2012 (das ganze Jahr) formal 50 % von 100
%
arbeits
fähig gewesen, wobei sich die Arbeitszeit auf Montag bis Freitag (täglich circa viereinhalb Stunden) beschrän
ken sollte. Die empfohlene 50%ige Arbeitstätigkeit (50
%
von 100
%
) solle unbe
dingt realisiert werden.
3
.
6
Am
2
0.
November 2013 (Urk. 7/27/3-4)
hielt
Dr.
G._
zu Händen des
Kranken
versicherers
fest, dass sich der Gesundheitszustand durch die Reduktion der Arbeitsfähigkeit verbessert habe und seit 1
5.
Februar 2013 eine mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Im ersten Bericht vom Juli 2013 habe sie eine 50%igen Arbeitsunfähigkeit vom 1
5.
Juli 2013 bis 2
9.
August 2013 attes
tiert. Jetzt sei sie aber durch die Versicherung darauf hingewiesen worden, dass sie richtigerweise bei einem 70
%-Pensum (respektive 29 Stunden/Woche) eigentlich eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1
5.
Februar bis zum 2
9.
August 2013 hätte attestieren sollen. Das neue
Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 30
.
August bis 3
0.
November 2013 lege sie bei.
4
.
Dr.
A._
hielt in seinem
Bericht vom 1
7.
März 201
4
(Urk. 3)
fest, dass weiter
hin eine 50%ige Arbeitstätigkeit (von 100
%
) im angestammten Beruf e
m
pfoh
len werde
; der
eingeschlagene Weg sei gut und erfolgreich. So
hielt
er auch im Bericht vom
6.
August 2013 (E.
3
.
5
hievor
)
formal
eine 50%ige Arbeits
fähig
keit bezogen auf ein
100
%
-Pensum
fest.
Im Bericht vom 2
8.
Mai 2013 (Urk. 7/8/5
6) präzisierte
er
zudem, dass eine Reduktion des bisher ge
leisteten
70
%-Pen
sums auf ein 50
%-Pensum die Situation entspannen könnte.
Diese Ein
schätzun
gen teilten auch
Dr.
B._
in seinem Bericht vom 19. Dezember 2012 (E.
3
.1) sowie die
behandelnde Psychiaterin
Dr.
E._
(
Bericht vom 2
9.
Juli 2013
[
E.
3
.
3
hievor
]
).
Abg
esehen
von kurzzeitigen
Unter
brüchen
mit einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit attestierte auch die be
han
delnde
Dr.
G._
zu
nächst eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 6. März 2013 [
Urk. 7/8/10-11
], vgl. dazu
E.
3
.4
hievor
,
Urk. 7/8/18-22, Urk. 7/26/30 mit Kor
rektur, Urk. 7/26/31).
Daraus folgt, dass die
Be
schwer
de
führerin ihr bisher ge
leistetes
70
%
-Pensum
nur noch
im
Rahmen eines 50
%-Pensums ausüben
kann, was
effektiv
einer
konkreten
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von
20
%
entspr
e
chen würde
.
Weil nun
aber
die
Be
schwer
de
führerin laut
Arbeitge
berbericht
vom 2
9.
August 2013 (Urk. 7/24) tat
säch
lich nach Eintritt des Gesundheitsschadens seit dem 2
0.
November 2012 nur noch in einem
35
%
-Pensum
(14.70 Stunden pro Woche) im Vergleich zum vor Ein
tritt des
Gesund
heitsschadens
geleisteten
70
%-Pensum
(29.40 Stunden pro Woche)
gearbeitet
hat, und
die behandelnde Hausärztin
Dr.
G._
am 3
1.
Juli 2013 (Urk. 7/18/5-9) ausführte, dass das bishe
rig geleistete Pensum von 50
%
, - wel
ches tatsächlich weniger betragen hat als tatsächlich attestiert
wurde
-
den Mög
lich
keiten der Beschwerdeführerin ent
spreche und
sich die gesundheitliche Situation durch
die
(tatsächlich) erfolgte
Reduktion des Arbeitspensums
laut den be
han
delnden Ärzten
verbessert
hat (vgl. dazu Urk. 3,
Urk. 7/27/3-4
, E.
3
.5
hievor
)
, ist von einer 50%igen Arbeits
unfähigkeit bezogen auf das bisher geleistete
70
%
-Pen
sum
(
Restarbeitsfähigkeit von
35
%
)
aus
zugehen.
N
icht von Belang
ist
, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der
Ferienkompen
sation
im
Schulb
etrieb effektiv 85
%
gearbeitet hat
(Urk. 1),
um
ihr
70
%
-Pen
sum
zu erfüllen
, da bei der Invaliditätsbemessung
die Verhältnisse eines ganzen Jahres ausschlaggebend sind. Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdefüh
rerin im
Längsschnitt die attestierte Arbeitszeit zu leisten verm
a
g
.
5
.
5
.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Erwerbs- und Haushaltbereich auswirkt:
5
.1.1
Vorerst gilt zu prüfen, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Während die
Be
schwerde
geg
nerin
von einer 70%igen Erwerbstätigkeit ausging
(vgl. Feststellungsblatt vom 1
4.
Januar 2014 [Urk. 7/33 S.
7
, Urk. 6]
, stellte sich die Be
schwer
de
führe
rin sinngemäss auf den Standpunkt, dass sie im Gesundheitsfall
zu 100
% erwerbstätig wäre
(Urk. 1)
.
5
.1.2
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Metho
de der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungs
ver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übri
gen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
träch
ti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbs
tä
tig
keit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst
wirklich
keitsgerechte
Bemessung des
Invalidi
täts
grades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persön
lichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruf
lichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditäts
bemes
sungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden
Status
frage
handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypo
thetische
Wil
lensentschei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsachen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf
Beweis
würdigung
beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfah
rung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hin
gegen Folgerungen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sach
ver
halt - auf die allgemeine
Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus fest
ge
stellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts 9
C_287/2013 vom
8.
November 2013
E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
,
je
mit Hinweisen).
5
.1.3
Massgebend ist mithin, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin nach über
wiegender Wahrscheinlichkeit ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbs
tätig
wäre.
Angesichts der Umstände, dass die
alleinerziehende
Beschwerdeführerin
von vier Kindern (Jahrgang 1996, 1998, 1999, 2004) aus
weislich der Akten bereits seit dem 1. Oktober 2009 ein
70
%
-Pensum
als Schulsozialarbeiterin in der
Ober
stufen
ver
waltung
der
Y._
(Urk. 7/8/23, Urk. 7
/24)
ausübt
,
aufgrund der Ausführungen in der Beschwerde vom 2
3.
März 2014 (Urk. 1 S. 2)
auch
nicht davon ausgegangen werden muss, dass sie aus finanziellen Gründen ein höheres als ihr bisherig ge
leistetes Pen
sum hätte ausüben müssen
,
und laut IK-Auszug (Urk. 7/
19-21
) auch nicht er
sichtlich ist, dass sie jemals in einem höheren als dem bisher geleisteten Pensum gearbeitet hat,
ist die Quanti
fizierung des
Erwerbs
tätigkeitsanteils
mit 70 % nicht zu
be
anstanden.
Etwas Gegenteiliges lässt sich denn auch den
anlässlich des Standortgespräches gemachten Angaben (vgl. dazu Urk. 7/14 S.
2)
nicht
entnehmen.
Damit ist mit überwiegender Wahr
schein
lich
keit erstellt, dass die Beschwerdeführerin bei intakter Gesundheit im Aus
mass von
7
0 % erwerbstätig wäre.
Soweit die Beschwerdeführerin sinngemäss vorbringt (Urk. 1 S. 1), dass sie auf
grund der Narkolepsie und damit aus gesundheitlichen Gründen kein höh
e
res Pen
sum
habe annehmen können,
kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Ob
wohl es richtig ist
, dass die Narkolepsie bereits vor dem Stellenantritt diagnosti
ziert wurde (vgl. dazu
Urk.
7/23/35-36)
, kann
aus diesem Um
stand
allein
nicht auf eine Vollzeiterwerbstätigkeit im Gesundheitsfall geschlossen werden.
5
.2
Da die Beschwerdeführerin bei der Invaliditätsbemessung als Teilerwerbstätige zu behandeln ist, findet die gemischte Methode Anwendung (E.
1.5
hievor
)
:
Vorliegend erübrigt sich eine möglichst genaue Bezifferung und Gegen
über
stel
lung der beiden hypothetischen
Vergleichseinkommen (E.
1.4
hie
vor
), um her
nach aus der Einkommensdifferenz den Invaliditätsgrad
be
stimmen zu kön
nen. Denn der Beschwerdeführerin
ist
die
bisherige
Tätigkeit als
Schul
sozial
arbeiterin
mindestens noch
zu 35
%
(50 von 70
%
)
zumut
bar.
Es er
weist sich daher als gerechtfertigt, im Sinne eines
Prozent
ver
gleichs
auf eine Ein
schränkung von
höchstens
50
%
([
70-
35
] x 100 / 70) zu
schliessen
, was im mit 70
%
gewichte
ten Erwerbsbereich einen
Teil
invaliditäts
grad
von
35
%
(0.7 x
50
%
) ergibt.
Obwohl die
Einschränkung im Haushalt nicht ermittelt wurde, ist die
s
- unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht der Beschwerdeführerin und mit Blick darauf, dass ausweislich der Akten keine Anhaltspunkte vorliegen, dass die Beschwerdeführerin auch im Haushaltsbereich eingeschränkt
ist
-
nicht zu be
an
standen
.
Fest steht,
dass das Narkolepsie-/
Kataplexiesyndrom
im Vordergrund steht (samt rezidivierender depressiver Störung) und die Arbeitsfähigkeit durch
Kon
zentrations
-, Organisations- und Antriebsstörungen in Stresssituationen einge
schränkt ist. Solches ist im Haushalt nicht zu erwarten, kann doch die Beschwer
deführerin ihre Arbeit zu Hause frei einteilen. Gesundheitlich bedingte Einschränkungen in der Haushalterledigung sind aufgrund der ärztlichen Berichte sodann nicht anzunehmen. Selbst wenn noch kleinere Defizite ange
nommen werden wollten, müssten diese - um den notwendigen
Gesamtinvali
ditätsgrad
von (aufgerundet) 40
%
zu erreichen - 15
%
betragen (Erwerb 35
%
[50
%
bei Gewichtung von 70
%
] und Haushalt 4.5
%
[15
%
bei Gewichtung von 30
%
]), was aufgrund der medizinischen Aktenlage ausgeschlossen ist.
5.3
Es ist daher von einem nicht
rentenbegründenden
Gesamtinvaliditäts
grad
von unter 40 % auszugehen.
Auch drängen sich in der vorliegenden Konstellation keine beruflichen Mass
nahmen auf, da die Beschwerdeführerin bei ihrem bisherigen Arbeitgeber einge
gliedert ist.
Vor diesem Hintergrund kann offengelassen werden, ob die Beschwerdeführerin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
min
des
tens 40
%
arbeitsunfähig gewesen war.
5
.
4
Damit erweist sich die ablehnende Rentenverfügung der Beschwerdegegnerin
vom 17. Februar 2012 als rechtens, was zur Abweisung der Be
schwerde führt.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die
Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie von der unterlie
genden Beschwerdeführerin zu tragen.