Decision ID: 4f799049-8d8c-4ea8-b6dc-ecfa5a6bacf1
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1960 geborene
X._
arb
eitet
seit 1990 selbständig erwerbend als Sprachlehrerin, Übersetzerin und
Redaktorin
und
nebenberuflich als Dozentin. Sie
absolvierte berufsbegleitend
im Jahre 1996 eine Ausbildung in
Sozialer
Arbeit und im Jahre 2003 das Masterstudium in Supervision
(Urk. 8/4).
Am 1
8
. November 2011
(Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte wegen ihrer Erkrankungen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Ur
k. 8/4
). In der Folge tätigte die IV-Stelle
medizini
sche und erwerbliche Abklärungen (Urk. 8/11-15) und liess
X._
durch das
Z._
(
Medas
-Stelle
) begutachten (Gutachten vom 25. Mai 2012, Urk. 8/27).
Mit Vor
bescheid vom 17. Juli 2012 (Urk. 8/31) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob
X._
am 13. September beziehungsweise am 18. Oktober 2012 Einwand (Urk. 8/35 und Urk. 8/38). Mit Verfügung vom 16. Januar 2013 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch von
X._
unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 21 % (Urk. 1).
2.
Hiergegen
erhob
X._
am 15. Februar 2013 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihr unter Aufhebung der Verfügung vom 16. Januar 2013 eine Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei die
Sache zu ergänzenden Abklärun
gen und zum Neuentscheid zurückzuweisen; unter Kosten- und
Entschädi
gungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 2). Die
Beschwerdegegne
rin
schloss mit Beschwerdeantwort vom 27. März 2013 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-58), was der Beschwer
deführerin am 2. April 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erfor
derlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet die Verneinung des Rentenanspruchs gestützt auf das interdisziplinäre
Medas
-Gutachten der
Z._
vom 25. Mai 2012 (Urk. 8/27) im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführerin
die Tätig
keit als Dozentin an einer Fachhochschule
, welche
sie
nach ihren absolvierten Weiterbildungen
im Gesundheitsfall
vermutlich
ausüben würde,
zwar nicht mehr möglich sei, ihr hingegen eine behinderungsangepasste Tätigkeit wie zum Beispiel eine kaufmännische Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Der
Einkom
mensvergleich
ergebe einen Invaliditätsgrad von 21 % (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin ist d
emgegenüber
der
Ansicht,
auf das interdisziplinäre
Medas
-Gutachten könne nicht abgestellt werden, da es wegen unzureichender Begründung und Nachvollziehbarkeit den gesetzlichen Mindestanforderungen nicht genüge. Insbesondere fehle eine gutachterliche Einschätzung der
diabeto
logischen
und kardiologischen Einschränkungen und es sei das Zusammenspiel der vorliegenden Krankheiten und Leiden unberücksichtigt geblieben. Deshalb drängten sich weitere medizinische Abklärungen auf. Überdies
sei das zugrunde gelegte
Valideneinkommen
als Dozentin an einer Fachhochschule nicht nach
vollziehbar, so sollte zumindest der
geschlechtsneutrale
Medianwert der Stufe 1 anstelle der Stufe 2 verwendet werden beziehungsweise auf die Lohn-Richtli
nien von Philipp
Müllhauser
(Das
Lohnbuch
2010, vgl. Urk. 3/3) zurückgegrif
fen werden
(Urk. 1).
3.
3.1
PD
Dr.
med.
A._
,
FMH Kardiologie, Innere Medizin, SGSM Sportmedi
zin, diagnostizierte in seinem Bericht vom 28.
/29.
November 2011 (Urk.
8/12/1-5) zuhanden der Beschwerdegegnerin
eine koronare
Dreigefässer
krankung
(ICD-10: I25.1, bestehend seit 2005), einen inferioren Myokardinfarkt (ICD-10: I25.2, bestehend seit 2005), eine Herzinsuffizienz
(ICD-10: I50.1, beste
hend seit 2005), Kammertachykardien (ICD-10: I47.2, bestehend seit 2011), einen insulinpflichtigen Diabetes mellitus (ICD-10: E11) sowie eine arterielle Hypertonie (ICD-10: I10)
, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten
. Als Nebendiagnose nannte er eine Struma.
Aufgrund der komplexen koronaren Dreigefässerkrankung mit eingeschränkter linksventrikulärer Pumpfunktion, eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit und wiederholt dokumentierten Kammertachykardien bestehe für die bisherige Tätigkeit als Übersetzerin
seit 2011
eine dauerhafte 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Ausgeschlossen sei insbesondere die Aussetzung einer Stress-Situation.
Wegen des komplexen Insulin-Schemas könne die Beschwerdeführerin keine wechseln
den Arbeitszeiten tolerieren.
Die überdies bestehenden
muskoskelettalen
Beschwerden führten ebenfalls zu einer starken körperlichen Einschränkung.
3.2
Dr.
med.
B._
,
Innere Medizin und Rheumatologie FMH, verw
ies
in sei
nem Bericht vom 24. November 2011 (Urk. 8/13/1-4) zuhanden der
Beschwer
degegnerin
bezüglich der Diagnosen auf den Bericht
vom 18. August 2010
an den Hausarzt
Dr.
med.
C._
,
FMH für Allgemeinmedizin (Urk. 8/13/
5-6)
, worin
f
olgende genannt werden:
-
Diabetes mellitus Typ I mit
-
koronarer Herzkrankheit und
-
Status nach AC-Bypass/
Stenting
in den Jahren 2005 und 2007
-
Status nach
Dermatomyes
i
tis
als Kind mit leicht erhöhtem CK-Wert und
Bindegewebsfibrose
-
Apophysitis
calcanei
rechts bei kleinen
Calcareaeinlagerungen
beidseits
-
Tendovaginitis Beugesehne
Dig
. IV
rechts bei Ringbandstenose A1
mit
Schnellfinger
-
Thoraco
-
lumbo
-vertebrales Syndrom bei
-
Diffuser Idiopathischer Skelettaler
Hyperostose
(DISH), dabei
TH10-L2 mehr als L3-S1
-
Facettengelenksarthrosen L4-S1
-
thorakal links-lumbal rechtskonvexer Skoliose
-
Periarthropathia
coxae
-Beschwerden rechtsbetont bei eingeschränkter
Hüftinnenrotation beidseits bei ausgeprägter Hüftgelenksüberdachung
mit beginnender Arthrose mit
osteophytären
Ausziehungen der
Fovea
capitis
femoris
-
Epicondylopathia
humeri
radialis
links bei isometrisch-
resistiv
schmerzhafter Extension und unauffälliger
Supination
.
Für die bisherige Tätigkeit als Sprachlehrerein, Übersetzerin,
Redaktorin
und Dozentin bestehe wegen der eingeschränkten allgemeinen Leistungsfähigkeit und Ausdauer seit September 2011 eine andauernde 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine behinderu
ngsangepasste Tätigkeit sei ihr
bei einem 50%-Pensum zumut
bar. Die körperlichen Einschränkungen liessen sich durch medizinische Mass
nahmen nicht vermindern und mit einer Erhö
hung der Einsatzfähigkeit könne
nicht gerechnet werden.
Es bestehe eine allgemein deutlich verminderte Leis
tungsfähigkeit durch die Summe der Krankheiten.
3.3
Dr.
med.
C._
,
Allgemeine Medizin FMH, stellte in seinem Bericht vom 12. Januar 2012 (Urk. 8/15/5-10) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Diabetes mellitus Typ 1 (Erstdiagnose 1976)
-
diabetische Neuropathie und
Nephropathie
,
Makroangiopathie
(Koronare Herzkrankheit, KHK)
-
Status nach inferiorem
Myocardinfarkt
/ 3xStenting (November
2005) und 2xStenting (März 2007)
-
rezidivierende ventrikuläre
Tachycardien
, anstrengungsinduziert
-
Ejektionsfraktion
(
EF
)
leicht reduziert (September 2011)
-
Struma
multinodosa
, mechanisch einengend
-
Thyroidektomie
geplant am 10. Februar 2012
-
multiple
muskoskelettale
Beschwerden bei Status nach
Dermatomyositis
als Kind
-
rezidivierende
Epicondylitis
humeri
radialis
beidseits.
Als Nebendiagnosen nannte er einen Status nach blutendem Ulcus
ventriculi
(Januar 2008), eine arterielle Hypertonie, formal
therapiefraktär
,
und
eine
hypertensive
Herzkrankheit sowie anamnestisch eine
Lactoseintoleranz
. Es sei ein chronischer und auch progredienter Verlauf zu erwarten. Für die bisher aus
geübte Tätigkeit als Sozialarbeiterin, Case Managerin und Sprachlehrerin sei zwar keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden, doch erscheine eine circa 75%ige Arbeitsunfähigkeit adäquat. So beständen eine allgemein reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit und ein hoher Zeitbedarf für das Management der körperlichen Beschwerden.
Aus der Ausübung einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit sei keine Verbesserung gegenüber der angestammten Tätigkeit zu erwarten.
Mit einer Erhöhung
d
er Einsatzfähigkeit von maximal 2 Stunden pro Tag könne nicht gerechnet werden.
3.4
Das
Medas
-Gutachten der
Z._
vom 25. Mai 2012 (Urk. 8/27) n
a
nnt
e
fol
gende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit:
1.
Koronare und
hypertensive
Kardiopathie mit bei:
-
Status nach inferiorem
Myocardinfarkt
(
STEMI,
im November
2005)
-
Status nach 3-facher PCI und
Stenting
bei nachgewiesener
Dreigefässerkrankung (
RCA, RIVA, RCX
, im November 2005)
-
Status nach zweimaligem PCI-
Stenting
wegen In-Stent-Thrombose
des RIVAs (im Mai 2007)
-
rezidivierenden supraventrikulären paroxysmalen Tachykardien
(seit September 2010)
-
leicht eingeschränkter, l
inksventrikulärer Pumpfunktion (
EF
48 %)
bei
inferoposteolateraler
Hypo- bis
Akinese
, ohne N
ac
hweis einer
Restischämie (Stressechokardiographie von November 2011)
-
kardiovaskulären Risikofaktoren: Diabetes mellitus Typ 1,
a
rterielle
Hypertonie,
Dyslipidämie
, Status nach
Nik
o
tinabusus
,
positive Familienanamnese.
2.
Diabetes mellitus Typ 1, seit 1976 insulinpflichtig mit/bei:
-
dia
betischer
Makroangiopathie
(
KHK,
Karotisatheromatose
) und
Nephropathie
(Makroalbuminurie)
-
keine Anhaltspunkte für eine diabetische Neuropathie oder
Retinopathie
-
aktuell unter intensivierter Insulintherapie gut eingestellt
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zeigen sich folgende
D
iagnosen
:
3.
Euth
y
re
o
te
Struma
mult
i
nodosa
, Grad III nach WHO mit/bei:
-
Status nach
Thyreoidektomie
mit Reimplantation eine
s
Epithelkörperchens im
Musculus
sternocleidomastoideus
links
(10. Februar 2012)
-
postoperativer
Hypocalcämie
, substituiert
4.
Essentielle arterielle Hypertonie, schlecht eingestellt
5.
Refluxbeschwerden
mit/bei:
-
Status nach oberer
Gastrointestinalblutung
unter Aspirin-
Einnahme (Januar 2008)
-
aktuell unter
PPI-
Dauertherapie
-
anamnestisch
Laktoseintoleranz
6.
Status nach
Dermatomyositis
als Kind mit/bei:
-
leicht erhöhtem CK-Wert
-
Bindegewebsfibrose
-
restriktiver Ventilation
s
störung
7.
Apophysitis
calcarea
rechts mit/bei kleine Kalkanlagerungen
8.
Status nach
Tenosynovitis
stenosans
Dig
. IV rechts
9.
Thorako-Lumbovertebralsyndr
om
mit/bei DISH Th
10-L2 mehr als L3-S1
10.
Periarth
r
osis
coxae
rechts bei Verdacht auf klinisch beginnende
Coxarthrose
.
Aktuell leide die Beschwerdeführerin noch immer unter den Folgen der Struma-Operation, wobei der Kalziummangel das Hauptproblem sei, weshalb sie zwei
mal täglich
Calcitriol
einnehmen müsse. Im Zusammenhang mit den
Kalzium
mangelerscheinungen
leide sie nun auch unter Schlafstörungen. Überdies habe sie starke Empfindungsstörungen am ganzen Körper, besonders an den Extre
mitäten beziehungsweise in den Händen. Deshalb habe sie auch eine schlechte Feinmotorik. Seit sie so viele Medikamente einnehme, habe sich zudem eine
Laktoseintoleranz
entwickelt. Seit Herbst 2010 leide sie ausserdem unter rezidi
vierenden Kammertachykardien, welche belastungsindiziert und bei Stress auf
träten.
Zur Linderung ihrer Muskelbeschwerden fahre sie täglich Velo, gehe laufen und mache zwei- bis dreimal wöchentlich eine halbe bis eine Stunde Fit
ness. Anstrengend sei vor allem das Pendeln nach
D._
,
da sie Angst habe, im Bahnhof angerempelt zu werden. Bei zwei- bis dreimaligem Pendeln pro Woche sei bereits ihre Grenze erreicht
. Sie fühle sich häufig müde und könne sich zu nichts mehr aufraffen. Sie habe derzeit kein Geld, keine Kraft und keine Ener
gie, soziale Kontakte zu pflegen. Sie leide unter Existenzängsten und habe Angst vor Überforderung und vor dem „
Ausgeschlossensein
“.
Die im Rahmen der aktuellen interdisziplinären Begutachtung durchgeführte allgemein-internistische Untersuchung ergebe das
B
ild einer 52-jährigen, nor
malgewichtigen, aber auffällig muskulösen Versicherten mit einer ausgeprägten Muskulatur im Schulter- und Beckengürtelbereich. Die Haut sei praktisch am gesamten Stamm und im Bereich der Extremitäten induriert, was als Folge der rezidivierenden Myositiden interpretiert werde. Das typische Bild einer Sklero
dermie liege allerdings nicht vor; vielmehr handle es sich um eine
Bindege
websfibrose
, welche das restriktive Ventilationsmuster in der Spirometrie teil
weise erkläre, aber keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedinge. Aus kar
dialer Sicht sei die Situation als stabil anzusehen. Die Beschwerdeführerin klage zwar über rezidivierende paroxysmale Tachykardien, diese seien allerdings selbstlimitierend und wenig symptomatisch. Zumindest könne sie sich regel
mässig sportlich betätigen, was gegen eine schwere Beeinträchtigung spreche. Gemäss der vor kurzem durchgeführten Echokardiograp
h
ie sei die
linksventri
kuläre
Funktion nur
leichtgradig
eingeschränkt
, mit einer Ausflussfraktion von 48 % und ohne Nachweis einer Restischämie in der Stressechokardiographie. Für eine körperlich sehr leichte, vorwiegend sitzend
e beziehungsweise wechsel
belast
ende Bürotätigkeit
bestehe aus kardialer Sicht keine wesentliche Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit. Allerdings sollte die Beschwerdeführerin nicht übermässig Stress ausgesetzt sein. Der optimal ei
n
gestellte Diabetes mellitus bedinge per se nur eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit insofern, dass die Beschwerdeführerin keine Schicht- oder Nachtarbeit ausführen sollte und auch darauf angewiesen sei, regelmässige Mahlzeiten einzunehmen und genügend Zeit zu haben, um ihre Insulin-Therapie zu applizieren.
Bei der rheumatologischen Untersuchung falle eine mässige
Kyphosierung
der Brustwirbelsäule auf. Die Muskulatur sei im gesamten Rücken hart und ver
spannt, wobei trotzdem ein Fuss-Boden-Abstand von 5 cm erreicht werde.
Die Schulterge
lenke seien beidseits in allen E
benen normal und schmerzlos beweg
lich. Die Unte
r
suchung der Ellbogen-Gelenke zeige eine schmerzlose und freie Beweglichkeit mit einer deutlichen
Druckdolenz
am rechten, lateralen
Epicon
dylus
im Sinne einer
Epicondylopathie
. Die Ha
n
dgelenke seien normal und schmerzlos beweglich. Die Untersuchung der Sehnen im Bereich der Hände zeige keine Klickphänomene. Im Bereich der unteren Extremitäten seien ledig
lich die Hüftgele
nke beidseits in der R
otation nach A
ussen um 1/
3 endständig leicht schmerzhaft eingeschränkt.
Die Knie-Sprung
gelenke seien unauffällig beweglich.
Es bestehe eine
Druckkdolenz
am Ansatz der Achillessehne rechts am
Kalkaneus
, wo auch Mikroverkalkungen beschrieben worden seien. Auffal
lend sei eine
Muskelhyperthrophie
im
Deltoideus
-Bereich beidseits und der
Glutealmuskulatur
beidseits, aber auch der
Quadrizepsmuskulatur
. Die Musku
latur sei aber kräftig und auf Druck nicht schmerzhaft.
Die Haut und das sub
kutane Bindegewebe seien derb und deutlich verhärtet, wobei es sich hierbei nicht um das Bild einer Sklerodermie handle. Die Röntgenbilder zeigten eine diskrete Pfannendachsklerose und akzentuierte Pfannenüberdachung, links mehr als rechts mit
Sitzbeintendoperi
osdosen
. Im Ü
bergang der Brust- zur
Len
denwirbelsäule
zeige sich eine Skoliose nach rechts, das Becken sei aber gerade. Es bestünden deutliche
Syndesmophyten
mit Spangenbildung, welche zusam
men mit den Kalk-Appositionen an den Halswirbelkörpern IV, V und VI zur Diagnose einer DISH passen würden. Mangels funktioneller Einschränkungen im Bereiche
des Bewegungsapparates (Wirbels
äule und Gelenke) bestehe anhand der aktuellen rheumatologischen Untersuchungsresultate keine E
inschränkung der A
rbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (Übersetzerin, Dolmet
scherin Lehrerin) oder in einer anderen zumutbaren Tätigkeit.
Im Rahmen der psychiatrischen Exploration könne keine psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt we
rden. Neben den vielfäl
tigen S
ymptomen der somatischen Erkrankungen seien im Rahmen der psychi
atrischen Begutachtung vor allem Schlafstörungen und die Folgeerscheinungen derselben wie Müdigkeit, Erschöpfung, Energielosigkeit, verminderte Belastbar
keit beklagt und auf dem Boden einer – aus der Sicht
der Beschwerdeführerin – etwas
„unverbindlich“ gestalteten Partnerschaft erhebliche
Bedürftigkeiten
formuliert worden, die sich nun auf
d
en Erhalt von Versicherungsleistungen
bezögen.
Die geschilderten finanziellen Sorgen seien bei dieser bislang ihr Leben sehr autonom gestalt
enden und sehr gut ausgebildete
n Beschwerdeführe
rin, die nie in eine Abhängigkeit habe geraten wollen, nachdem sie bereits als Kind 3 Jahre im Rollstuhl verbracht habe und Pflege und Abhängigkeit habe erleben müssen, sehr nachvollziehbar, entsprächen jedoch nicht einer psychi
schen Erkrankung. Zudem habe die Beschwerdeführerin bislang ihren Selbstwert überwiegend über sehr gute berufliche Leistungsfähigkeit und Tüchtigkeit bezo
gen, zumal sie aus eigenen
Vernunftgründen heraus (unter anderem Diabetes) auf eine eigene Familie und Kinder verzichtet habe. Auch die reaktiv bedingten Ängste vor dem
„
Ausgeschlossensein
“ (bei verminderter Arbeitsleistung) und bei hohem Selbstanspruch unter dem Gefühl zu leiden, soziale Rollen nicht mehr recht ausüben zu können, entspreche nicht einer eigenen Krankheitsentität. Es ergäben sich auch sonst keine Hinweise auf weitere
gravierende psychosoziale Belastungsfaktoren. Anamnestisch liessen sich ebenso keine schweren trauma
tischen Erlebnisse in der Biografie eruieren. Es lägen auch keine Hinweise auf eine Deprivation in der frühkindlichen Entwicklung oder auf einen vollzogenen sozialen Rückzug vor. Die Beschwerdeführerin besitze gute psychische Ressour
cen, wohl nicht zuletzt auch aufgrun
d ihrer sehr guten Ausbildungen
und der Fähigkeit zur Selbstheilung.
Unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei die Beschwerdefüh
rerin aus interdisziplinärer Sicht für eine körperlich leichte, vor
wiegend sitzende beziehungsweise wechselbelastende Bürotätigkeit mit gere
gelten Arbeitszei
ten, ohne Nacht- und Schichtarbeit und ohne Dauerstress zu 100 % arbeitsfähig.
Dieses ermittelte Leistungsprofil bestehe retrospektiv seit dem ersten Myokardinfarkt der Beschwerdeführerin im November 2005 mit dazwischen Phasen einer vollen Arbeitsunfähigkeit bedingt durch die
Hospita
lisationen
und
Rekonvaleszenzphasen
. Eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lasse sich aber versicherungs-medizinisch nicht nachvollziehen.
Die Argumentationen von
Dr.
A._
,
dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Erkrankungen (vgl.
Erwägung
3.1
) keinen Stresssituationen mehr ausge
setzt werden sollte und sie keine wechselnden Arbeitszeiten toleriere, seien nachvollziehbar und plausibel beziehungsweise stimm
t
en. Doch rechtfertige dies keine volle Arbeitsunfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit. Die vom Rheumatologen
Dr.
B._
erwähnten
muskoskelettalen
Beschwerden (vgl. Erwägung
3.2
)
seien derzeit nicht besonders ausg
e
prägt und limitierten die Arbeitsfähigkeit in einer leichten Bürotätigkeit keineswegs, zumal die Beschwerdeführerin selber angebe, zwei- bis dreimal pro Woche ins Fitness zu gehen. Auch die von Hausarzt
Dr.
C._
bescheinigte 75%ige Arbeitsunfähig
keit
(vgl. Erwägung
3.3
)
entbehre jeder versicherungsmedizinischen Begrün
dung.
4.
4.1
Das interdisziplinäre
Medas
-Gutachten der
Z._
vom 25. Mai 2012 (Urk. 8/27) basiert auf einer umfassenden internistischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem wurden die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situa
tion einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerung nachvollziehbar begrün
det. Dem interdisziplinären Gutachten kommt demnach grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. Erwägung 1.4).
Die
Medas
-Gutachter stellten fest, dass der Gesundheitsschaden, welcher sich auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirkt, mit den dargelegten Diagnosen ausgewiesen ist.
Sie
führten jedoch schlüssig aus, dass diese Diag
nosen einer behinderungsangepassten Tätigkeit mit einem besonderen
Anfor
derungsprofil
, welches auf die geklagten Beschwerden abgestimmt ist, nicht entgegenstehen.
4.2
4.2.1
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 3) setzt sich das interdisziplinäre Gutachten vom 25. Mai 2012 (Urk. 8/27) ausreichend mit den geklagten Beschwerden und den medizinischen Darlegungen d
er
seit Jahren behandelnden Ärzte auseinander
(vgl. Urk. 8/27/39-40
). Folglich ist das Gut
achten durchaus vollständig. Indem die Gutachter der Beschwerdeführerin
die Ausübung
eine
r
(beispielsweise) kaufmännische
n
Tätigkeit
als zu 100 % zumut
bar erklären, ziehen sie eine nachvollziehbare Schlussfolgerung und begründen diese ausreichend. So
hand
elt
es sich bei dieser Verweistätigkeit um eine leichte Bürotätigkeit ohne Dauerstress sowie mit geregelten Arbeitszeiten (ohne Nacht- und Schichtarbeit). Dieses Leistungsprofil deckt sich überdies mit den von
Dr.
A._
geforderten
Einschränkungen in der Tätigkeit (vgl. Erwägung 3.1). Eine zusätzliche Einschränkung des Leistungsprofils ist auch aus rheumatolo
gischer Sicht nicht zu erkennen, zumal die Beschwerdeführer
in
trotz
muskoske
lettalen
Beschwerden zwei- bis dreimal pro Woche einer sportlichen Betätigung nachzugehen vermag (Urk.
8/27/37)
.
Auch die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin ihren Selbstwert bisher haupt
sächlich aus ihrem beruflichen erfolgreichen Wirken bezog, entspricht – wie das Gutachten richtig feststellt (Urk. 8/27/39) – keiner eigenen Krankheitsentität, weshalb dieser psychische Faktor keinen weiteren Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit haben
kann.
4.2.2
Das Zusammenspiel der vorliegenden Erkrankungen wurde ebenfalls genügend berücksichtigt, da das aufgestellte besondere Anforderungsprofil der
behinde
rungsangepassten
Tätigkeit (
körperlich leichte, vorwiegend sitzende bezie
hungsweise wechselbelastende Bürotätigkeit mit geregelten Arbeitszeiten, ohne Nacht- und Schichtarbeit und ohne Dauerstress
) bereits eine Gesamtwürdigung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin vornimmt. Überdies existie
ren keine begründeten Hinweise darauf, dass
–
wie
von der Beschwerdeführerin
als
notwendig erachtet
(Urk. 1 S. 3) –
zusätzliche
diabetologische
und
kardio
lo
gische Teilgutachten etwas an der interdisziplinären Einschätzung der
Restar
beitsfähigkeit
ändern würde
n
, weshalb vorliegend kein Anlass besteht, solche nachzufordern.
Der am Gutachten beteiligte Internist war zudem zweifellos in der Lage
,
die
diabetologischen
und kardiologischen Einschränkungen
versiche
rungsmedizinisch
zu beurteilen.
4.3
Zusammenfassend kann aufgrund der überzeugenden Feststellungen im interdis
ziplinären Gutachten der
Z._
vom 25. Mai 2012 (Urk. 8/27) ohne
Weiteres davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführerin eine
behin
derungsangepasste
Tätigkeit (
körperlich leichte, vorwiegend sitzende bezie
hungsweise wechselbelastende Bürotätigkeit mit geregelten Arbeitszeiten, ohne Nacht- und Schichtarbeit und ohne Dauerstress
) zu 100 % zumutbar ist.
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
5.2.2
Es kann davon ausgegangen werden, dass d
ie Beschwerdeführerin, welche
selb
ständig
erwerbend
als
Sprachlehrerin, Übersetzerin und
Redaktorin
und neben
beruflich als Dozentin
tätig ist und
berufsbegleitend diverse Weiterbildungen absolvierte
, im Gesundheitsfall
heute
als Dozentin an einer Fa
chhochschule tätig wäre. Vorliegend rechtfertigt es sich zur Ermittlung des
Valideneinkom
mens
auf die Tabe
llenlöhne
abzustellen, da aufgrund des wahrscheinlichen ver
änderten beruflichen Werdeganges der zuletzt erzielte Verdienst nicht als Grundlage dienen kann.
Aus der S
chweizerischen Lohnstrukturerhebung für das Jahr 2010 (LSE 2010) ergibt sich aus der
Tabelle TA7
(Ziff. 36
)
, dessen
Beizug
sich vorliegend auf
grund der Spezifizierung und
auch
des
höheren L
o
hne
s
rechtfertigt,
als
Brutto
monatslohn
für pädagogische Tätigkeiten für Frauen der
Stufe
2 Fr.
7‘286
.--.
Bei einer
betriebsüblichen wöchentlichen A
rbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. die Volkswirtschaft 9 - 2013 S. 94, Tabelle B 9.2) und in Anpassung an die
Nomi
nallohnentwicklung
für Frauen ergibt dies für das Jahr 2012 ein Jahresein
kommen von Fr.
92‘950
.-- (Fr.
7‘286
.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2579 x 2630 [vgl. die Volkswirtschaft
9 2013, S. 95, Tabelle B 10.3]) für ein 100%-Pensum
.
5.3
Als Invalideneinkommen ist der gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik festgelegte Lohn für kaufmännisch-administrative Tätigkeiten in
der Höhe von Fr.
5‘782
.-- zugrunde zu legen (Tabelle T
A7, Ziff. 23, Stufe 3
). Der massgebliche Jahreslohn beträgt – aufgerechnet auf das Jahr 2012 – Fr.
73‘763
.-- (Fr. 5‘
782
.-- x
12 :
40 x 41.7 : 2579 x 2630 [vgl.
die Volkswirt
schaft 9 2013, S. 95, Tabelle B 10.3])
.
5.4
Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 19‘187.-- (Fr. 92‘950.-- - Fr. 73‘763.--) und führt somit zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 21 %.
D
er
Beizug
des höheren geschlechtsneutralen Medianwertes der Stufe 1 von Fr. 8‘750.
-- als
Valideneinkommen
würde ebenfalls zu keinem
rentenberechtigend
en
Invalidi
tätsgrad
führen
.
Auf d
ie von der Beschwerdeführerin eingereichten
Müllhauser
-Lohnrichtlinien kann nicht abgestellt werden, da es sich dabei nicht um amtliche
Datensamm
lungen
wie jene des Bundesamtes für Statistik handelt.
5.
5
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
zu bemessen
sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
,
sind auf Fr. 600.-- anzuset
zen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführe
rin aufzuerlegen.