Decision ID: 4debaf26-77e3-4a09-b248-df27836da66c
Year: 2005
Language: de
Court: GR_KG
Chamber: GR_KG_999
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
dass der Einwand der abgeurteilten Sache allerdings nur dann greift, wenn Identität zwischen dem bereits beurteilten und dem nunmehr geltend gemachten Sachverhalt im Sinn des massgebenden Lebensvorgangs gegeben ist, wobei entscheidend ist, was früher beurteilt wurde und was nun tatbeständlich vorgetragen wird (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 191 N 8; PKG 1997 Nr. 4),
 dass die materielle Rechtskraft grundsätzlich nur das Dispositiv des früheren Urteils umfasst, indessen für die Ermittlung der Tragweite des Dispositivs auch die Erwägungen heranzuziehen sind (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 191 N 11; Vogel/Spühler, a.a.O., 8. Kapitel N 71; Guldener, a.a.O., S. 365 f.),
 dass der Begriff der Anspruchsidentität durch die mit dem Begehren des abgeschlossenen Verfahrens insgesamt erfassten und beurteilten
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Rechtsbehauptungen bestimmt wird (Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, a.a.O., S. 463),
 dass unbestritten ist, dass Y. Rechtsnachfolger der D. AG als Miteigentümer der Liegenschaft Nr. 271 in Falera ist (vgl. Beschwerde S. 5),
 dass somit die materielle Rechtskraft des früheren Entscheides der Kreispräsidentin Ilanz vom 13. Dezember 2002 auch gegen und für den Rechtsnachfolger Y. wirkt, sofern es um den gleichen Sachverhalt geht,
 dass aus den Erwägungen der Kreispräsidentin Ilanz im Entscheid vom 13. Dezember 2002 (S. 2 und 3) hervorgeht, dass die damalige Baugesuchstellerin beabsichtigte, „die Restaurationslokalitäten des Gastwirtschaftsbetriebes durch den Ausbau des auf der Südwestseite der Casa E. gelegenen Raumes zu einem Sitzungszimmer beziehungsweise Saal zu erweitern“,
 dass unbestritten ist, dass es mit dem neuen Baugesuch um den Umbau des gleichen Raumes geht,
 dass gemäss Bauausschreibung die Änderung des bestehenden Zimmers in Restaurantfläche vorgesehen ist und Y. in seiner Vernehmlassung ans Kreisamt Ilanz darlegte, dass er beabsichtige, den bestehenden Raum in ein Ess-Säli und ein Sitzungszimmer umzugestalten,
 dass dasselbe auch aus dem Einspracheentscheid der Gemeinde C. vom 3. Oktober 2005 hervorgeht, welcher in zulässiger Weise vom Beschwerdegegner im Beschwerdeverfahren eingereicht wurde (vgl. PKG 2001 Nr. 39),
 dass auch die Beschwerdeführerinnen in ihrer Einsprache vom 28. September 2005 und in ihrer Beschwerdeschrift vom gleichen Bauvorhaben ausgehen,
 dass somit in der Tat derselbe Sachverhalt zu entscheiden wäre, wie dies die Kreispräsidentin Ilanz bereits am 13. Dezember 2002 getan hat,
 dass somit Anspruchsidentität vorliegt und die Kreispräsidentin Ilanz zu Recht aufgrund der materiellen Rechtskraft ihres Entscheides vom 13. Dezember 2002 auf die erneute Einsprache nicht eingetreten ist,
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 dass aus der Einsprache und der Beschwerde hervorgeht, dass die Miteigentümerinnen insbesondere Lärmimmissionen aus dem neuen Restaurantteil befürchten,
 dass sie darauf hinzuweisen sind, dass sie sich auch nach dem Umbau gestützt auf Art. 641 bzw. Art. 928 ZGB/145 ZPO zur Wehr setzen können, sofern übermässige Immissionen im Sinne von Art. 684 ZGB aus dem Restaurantbetrieb erfolgen,
 dass die Beschwerde unter diesen Umständen abzuweisen ist,
 dass es sich mit der Mitteilung des Hauptentscheides erübrigt, eine Verfügung betreffend aufschiebende Wirkung zu erlassen,
 dass bei diesem Ausgang die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdeführerinnen gehen, welche den Beschwerdegegner aussergerichtlich angemessen zu entschädigen haben,
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Considerations: