Decision ID: 290790be-06ae-4151-a5ba-65ee97745a6d
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959,
ve
rfügt über
eine abgeschlossene Berufs
aus
bildung als Koch und reiste im Oktober 1982 in die Schweiz ein.
Nach Anmeldung
zum Bezug von Hilfsmitteln bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, im August 2006 erteilte diese dem Versicherten am 21. Mai 2007 (Urk. 11/12) Kostengutsprache für ein Hörgerät und am 27. Dezember 2007 (Urk. 11/20) sowie am 24. November 2008 (Urk. 11/23) für Ohrpassstücke.
Zuletzt
arbeitete er
vom
1.
März bis 3
1.
Oktober
2008
bei der
Y._
als
Chauffeur
(
Urk.
11/43
-44
)
und
war
ab
2009 als Privatkoch, Patien
tenbetreuer und Masseur tätig
(
Urk.
11/83/31)
.
1.2
Am 2
2.
März 2013 (Eingangsd
atum) meldete sich
X._
unter Ver
weis auf ei
ne Diskushernie, Tinnitus sowie
niedr
ig
e Stressbelastbarkeit und emo
tionale Instabilität
bei der IV-Ste
lle zum Leistungsbezug an (Urk.
11/29).
Am 1
2.
April 2013 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass aufgrund seines
Gesundheitszustandes keine beruflichen
Eingliederungsmassnahmen
möglich sei
en
(
Urk.
11/40
).
Zur Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse
liess die IV-Stelle den Versicherten
unter anderem
beim Z._
polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 1
5.
Mai 2015 [
Urk.
11/83]).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 2
8.
Januar 2016 mit Wirkung ab
dem
1.
September
2013
eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu (
Urk.
9/101
,
Urk.
11/93 [Verfügungsteil 2]).
Nachdem sich der Versicherte erneut zum Bezug eines Hilf
smittels angemeldet hatte (Urk.
11/126), erteilte die IV-Stelle dem Versicherten am 2
7.
April 2016 Kostengutsprache für eine Hörgeräte
pau
schale rechts (
Urk.
11/129).
1.3
Mit Eingabe vom
8.
September 2016
stell
te der behandelnde Psychiater des Ver
sicherten in dessen Namen bei der IV-Stelle
Antrag auf E
rhöhung der Rente
(
Urk.
11/133,
Urk.
11/
13
5
)
und reichte verschiedene medizinische Berichte zu den
Akten (
Urk.
11/139-141)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbe
scheid
vom
9.
Dezember 2016 [
Urk.
11/143], Einwände vom 2
7.
Dezember 2016 [
Urk.
11/
144-
145] und 1
7.
Januar 2017 [
Urk.
11/
146-
147])
trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
4.
März 2017 auf das
Revision
sbegehren nicht ein (Urk. 11/149 =
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2
8.
April 2017 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung auf
zuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, auf das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers einzutreten und dieses materiell zu prüfen. In prozessualer
Hin
sicht sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu ge
wäh
re
n und
ihm
in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechts
ver
treterin beizugeben. Eventu
a
liter
sei
der Beschwerdeführer persönlich anzuhören (
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
Juni 2017 Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
11/1-153]), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
0.
Juni 2017 angezeigt wurde (
Urk.
12).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
ab
gesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
ga
benbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin
weisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
acht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.2
Verneint die Verwaltung die Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung des Invaliditätsgrades
so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grund
sätzlich zu respektieren hat.
1.3
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2
und
3
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
sind herabgesetzte Anfor
de
rungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachenänderung muss nicht nach dem
im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wa
hr
scheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vor
handensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigs
tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög
lichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hin
weisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann,
der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundes
gerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid,
der
Beschwerde
führer habe mit dem neuen Gesuch nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tat
sächlichen Verhältnisse wesentlich verändert hätten.
Sämtliche Diagnosen seien bereits bekannt und im
Z._
-
Gutachten vom 1
5.
Juni 2015 gewürdigt worden (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer vertrat in seiner Beschwerde den Standpunkt,
seit der
Z._
-Begutachtung vom 1
5.
Juni 2015 sei es zu diversen Verschlechterungen
des Ge
sundheitszustandes gekommen. Der Hörverlust nach
Social
Index sei auf beiden Seiten grösser geworden, der Tinnitus links habe sich verstärkt und sei von erneu
ten
Schwindelattacken begleitet, die
Diskusprotrusion
führe neu zu einer
rezes
salen
Tangierung der Nervenwurzel und in psychiatrischer Sicht liege nun zusätzliche eine Anpassungsstörung im Sinne einer depressiven Reaktion vor. Dies führe dazu, dass
auf das Revisionsbegehren einzutreten
sei
(Urk. 1
).
3.
3.1
Vorliegend gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, das
s sich der
massgebliche Sachverhalt
seit dem Erlass der Verfügung vom
2
8.
Januar 2016
(
Urk.
9/101
,
Urk.
11/93 [Verfügungsteil 2]
) in einer für den Anspruch erheb
lichen Weise geändert hat (vgl. E. 1.1).
3.2
Die Verfügung vom
2
8.
Januar 2016
(
Urk.
9/101
,
Urk.
11/93 [Verfügungsteil 2])
basierte in medizinischer Hinsicht auf dem polydisziplinären
Z._
-Gutachten vom
8.
Juni 2015 (
Urk.
11/83).
Die Gutachter hielten folgende Diagnosen mit Aus
wir
kung auf
die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 11/83/30):
-
Morbus
Menière
rechts (ICD-10 H81.0)
-
pantonale Schallempfindungsschwerhörigkeit rechts
-
t
ief- und hochtonakzentuierte Schallempfindungsschwerhörigkeit links (ICD-10 H9
0
.5)
-
Tinnitus links (ICD-10 H93.1)
-
kompensiert
-
e
motional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ (ICD-10 F60.3)
-
c
hronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
-
radiologisch m
ä
ssige
Osteochondrose
LWK5/SWK1, m
ä
ssige
Spondyl
arthrose
und
breitbasige
Diskusprotrusion
LWK4/5/SWK1 ohne klaren Hinweis für Neurokompression (MRI
1.
Juli 2
014)
-
klinisch keine
höhergradige
Bewegungseinschränkung
-
c
hronisches
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2)
-
radiologisch gemäss Akten deutliche
Osteochondrose
HWK6/7
-
klinisch keine
höhergradige
Bewegungseinschränkung
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter folgende fest (
Urk.
11/83/30):
-
Ver
dacht auf arterielle Hypertonie (I
CD-10
I
10)
-
Status nach
arthroskopischer
medialer
Teilmeniskektomie
Knie links am 2
4.
September
2009 (ICD-10
Z98.8)
-
radiologisch
retropatel
l
äre
Knorpelfissuren und mögliche Innenmenis
kusläsion (Röntgen 1
0.
März 2011
und MRI 2
8.
April
2011)
-
klinisch unauffälliger Befund
-
Restbeschwerden im Bereich des dominanten rechten Ellbogens (ICD-10 T92.5/Z98.8)
-
Status nach Abriss der distalen
Bizepssehne
am
3.
September
2010
-
Status nach
Reinsertion
der distalen
Bizepssehne
am 1
3.
Oktober
2010 (
Dr.
A._, Spital B._
)
-
Status nach Resektion
heterotoper
Ossifikationen,
Neurolyse
des
N
ervus
radialis
und
transossärer
Reinsertion
der distalen
Bizepssehne
am
9.
Juni 2011 (PD
D
r. C._
,
Spital D._
, Zürich)
-
anschliessend antibiotische Behandlung aufgrund des in sämtlichen Gewebsproben nachgewiesenen
Proprionibacterium
acne
-
radiologisch regelrechter postoperativer Befund (Röntgen 2
3.
August
2011)
-
klinisch kein relevantes funktionelles Defizit
-
Zustand nach Augenverletzung 2003
Zur Arbeitsfähigkeit ist dem Gutachten zu entnehmen,
a
us Sicht des Bewe
gungsapparates besteh
e
aufgrund eines chronischen
lumbo
-
und
zervikoverte
bralen
Schmerzsyndroms eine volle Arbeitsunfähigkeit für körperlich andauernd schwere Tätigkeiten. Für die angestammte Tätigkeit als Koch wie auch für jede andere, überwiegend im Stehen und Gehen zu verrichtende Tätigkeit besteh
e
eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
, wobei das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 10 kg bis intermittierend 15 kg vermieden werden sollte. Für körperlich leichte bis mittelschwere, ad
a
ptierte Tätigkeiten unter Wechsel
belastung besteh
e
dagegen eine 100%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Aus
otorhinolaryngologischer
Sicht könn
t
e
n
ein Morbus
Meni
è
re
rechts, eine tief- und hochtonakzentuierte Schallempfindungsschwerhörigkeit sowie ein Tinnitus links, aktuell kompensiert, festgestellt werden, welche zur auditiven und qualitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führ
t
en. So
könnten
Tätigkeiten, welche eine gute auditive Kapazität, ein gutes Sprachverständnis unter
Störlärm
und ein intaktes Richtungshören voraussetzen, dem
Beschwerdeführer
nicht zu
ge
mut
et werden
, ebenfalls sollten Tätigkeiten unter erhöhtem
Störlärm
mit möglicher Zunahme der auditiven Schwierigkeiten sowie des Tinnitus vermieden werden. Auf
grund der intermittierenden Schwindelsymptomatik s
eien
sturzgefährdende Tätig
keiten wie auch Tätigkeiten mit häufigen, schnellen Rotationsbewegungen für den
Beschwerdeführer
nicht geeignet. Dies g
elte
auch für das berufsmässige
Führen eines Kraftfahrzeugs. Zusammenfassend besteh
e
somit für die ange
st
ammte Tätigkeit als Koch aus
otorhinolaryngologischer
Sicht eine volle Arbeitsun
fähig
keit. Dage
gen
bestehe
für eine angepasste Tätigkeit unter Berücksichtigung der oben erwähnten qualitativen Einschränkungen eine Arbeits- und Leistungs
fähig
keit von 80
%
. Die 20%ige Einschränkung
sei
teils durch Ausfälle, teils durch täglich erhöhten Pausenbedarf bedingt. Die neurologischen Diagnosen s
eien
schwer
gewichtig in der HNO-ärztlichen und orthopädischen Untersuchung einbe
zogen. Eine
radikuläre
Symptomatik besteh
e
nicht. Für leichte bis intermittierend mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten
liege keine
Einschränkung der Arbeitsfähig
keit
vor
. Aus psychiatrischer Sicht
bestehe
aufgrund der vorliegenden emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
, ganztägig realisierbar. Ein ruhiges Umfeld erhöh
e
die Umsetzbarkeit einer Tätigkeit, durch den Pausenbedarf
sei
ebenfalls durch Spannungsabbau eine bessere Gewährleistung der Arbeitsfähigkeit gegeben. Aus allgemeininternistischer Sicht f
ä
nden sich keine weiteren Befunde und Diag
nosen, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründe
te
n. Zusammen
fassend besteh
e
für die angestammte Tätigkeit als Koch wie auch für körperlich schwere Tätigkeiten eine volle und bleibende Arbeitsunfähigkeit. Dagegen
liege
für körperlich leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten unter Wec
hsel
belastung, unter Berücksichtigung der oben erwähnten qualitativen Einschrän
kungen, eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60
%
vor
. Das Pensum könnte vollschichtig umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf von 10-15 Minuten
pro Stunde und reduziertem Rendement. Die Einschränkungen aus psychiatri
scher
und
otorhinolaryngologischer
Sicht ergänz
te
n sich teilweise, da Pausen und Erho
l
ungsphasen in den gleichen Zeitabschnitten genutzt werden könn
t
en, teil
weise erg
ebe
sich ein additiver Effekt aufgrund der wiederholten Ausfälle beim Morbus
Meni
è
re
. Aufgrund der anamnestischen Angaben,
der
Untersuchungs
befunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsun
fähig
keiten
sei davon auszugehen
, dass von oben genanntem Arbeits- und Leis
tungsprofil möglicherweise seit dem Jahr 2007 ausgegangen werden k
ö
nn
e,
dem Zeitpunkt des Auftretens der aktuell bestehenden
otorhinolaryngologischen
Be
schwerd
esymptomatik. Mit Sicherheit sei
dies ab Mai 2015 zu bestätigen, ha
be
jedoch
mit Wahrscheinlichkeit se
it der letzten IV-Anmeldung vom März 2013 bestanden (
Urk.
11/83/31-32).
3.3
Im Zusammenhang
mit der
a
m
8.
September 2016 (Urk. 11/13
3,
Urk.
11/135
) geltend gemachten Verschlechterung seines Gesundheitszustands reichte der Be
schwerdeführer
die folgenden
medizinische
n
Berichte zu den Akten
:
3.3
.1
Dem Bericht von
Dr.
med. E._
, FMH Ohren-, Nasen- und Halskrank
heiten, Hals- und Gesichtschirurgie
, undatiert (Eingangsdatum 26.
April 2016
)
zu Händen der
Beschwerdegegnerin
(
Urk.
11/128
) ist zu entnehmen, der Hörverlust nach Reintonaudiogramm rechts betrage 60,1
%
, links 14,8
%
und nach Sprach
audiogramm rechts 100
%
, links 23,4
%
.
Der Gesamthörverlust betrage 49
,5
%
(
Urk.
11/128/1).
3.
3
.2
Dem Bericht des
F._
, vom
3.
Mai 2016 zu Händen von Dr.
E._
(
Urk.
11/132)
können folgende Diagnosen entnommen werden
(Urk.
11/132/1)
:
-
e
indeutiger M
orbus
Menière
links nach AAO
-
HNS 1995 m
it
/b
ei:
-
leichtgradige
r
Tiefton- und leicht- bis mittelgradige Hochton-
I
nnen
ohrschwerhörigkeit links
-
Tinnitus links, welcher sich im Schwindelanfall verstärke
-
w
ahrscheinlicher M
orbus
M
eni
è
re
rechts nach AAO-HNS 1995 m
it
/b
ei:
-
h
ochgradige
r
pantonale
r
sensorineurale
r
Schwerhörigkeit rechts, welche
im Anfall zunehme
-
k
ein Tinnitus
-
MR
I
vom 2
6.
März 20
15: Hydrops
vestibuli
Grad II, Hydrops
cochleae
Grad
I
rechts, links
bland
Sodann wurde festgehalten,
der Beschwerdeführ
er
habe
über eine Verstärkung seines Tinnitus links, sowie des Druckgefühls links, anfallsweise auch mit beglei
tender Hörminderung
, berichtet
. Eine Schwindelattacke mit
Ü
belkeit oder Erbre
chen sei seit knapp einem Jahr nicht mehr aufgetreten.
Betaserc
nehme er nach wie vor 3
x
48
mg ein, welches ihn vor einer erneuten Schwindelattacke für gut
ein
Jahr bewahrt h
ab
e, jedoch habe er nun zwischen
den
Konsultationen erneut eine Schwindelattacke für gut eine Stunde erlebt. Ein verstärkter Tinnitus auf der linken Seite sei diesem Anfall wenige Tage vorausgegangen. Der
Beschwerde
führer sei
darüber hinaus in regelmässiger psychiatri
s
cher Betreuung in
zwei
wöchigen Abständen, unter an
derem auch seit der Trennung von seiner Frau. Eine antidepressive Therapie lehn
e
der
Beschwerdeführer
nach seinen Angaben ak
tuell ab. Ausser
Betaserc
nehme er k
eine weiteren Medikamente
ein
(
Urk.
11/132/1). Bei
m Beschwerdeführer
sei
bereits ein M
orbus
Men
iè
re
bekannt. Unter
der
Betaserc
-Therapie
sei
es
ü
ber ein Jahr lang zu keinen Schwindel
at
tacken
mehr gekommen
,
mit Ausnahme einer Schwindelattacke vom
1
2.
Mai von gut einer Stunde.
Es werde eine
Fortführung der
Betaserc
-Therapie von mind
es
tens
3
x
48
mg
empfohlen
. Mit dem
Beschwerdeführer sei
auch eine Erhöhung auf 3
x 72
mg besprochen
worden
, wenn diese gut vertragen w
e
rd
e
.
Intratym
panalen
Dexameth
a
son-lnjektionen
steh
e
der
Beschwerdeführer
eher kritisch gegenüber und wünsch
e diese aktuell nicht (Urk.
11/132/2).
3.
3
.3
Dr.
med. G._
, FMH Psychiatrie und Ps
ychotherapie, führte
in seinem
durch die
Beschwerdegegnerin
als
Neuanmeldung entgegengenommenen
Bericht
vom 8.
September 2016 (
Urk.
11/133) aus, der Gesundheitszustand habe sich seit der letzten Berichterstattung vom 1
1.
März 2014 und 2
3.
September 2013 ver
schlech
tert. Zu der bereits vorhandenen emotiona
l
instabilen Persönlichkeits
stö
rung vom impulsiven Typ (ICD
-10
F60.30) ha
be
sich eine Anpassungsstörung im Sinne einer depressiven Reaktion (ICD
-10
F43.2) gesellt, welche bislang kaum auf eine Therapie angesprochen ha
be
. Weit schlimmer
seien
aber die Gleichge
wich
t
s
störungen durch den Morbus
Meni
è
re
, die Schwerhörigkeit rechts und die Taub
heit links sowie die oft quälenden Rückenschmerzen (
Urk.
11/133/1).
3.3
.4
Dem Bericht des Zentrums
H._
, vom 20.
September 2016 zu Händen von
Dr.
med. I._
, FMH
Physikalische Medizin und Rehabilitation (
Urk.
11/140
/2
) kann entnommen werden
, es lägen weitgehend stationäre degenerative Veränderungen bei
rechs
konvexer
L
endenwirbelsäulen (L
WS
)
-Skoliose, multisegmentaler
osteodiskaler
Degeneration mit Hauptbefund im Segment L5/S1 bei zirkulärer
Protrusiuon
,
hypertrophen Facettengelenksarthrosen mit konsekutiv mässiger
foraminaler
En
ge für die Nervenwurzeln L5 beidseits und
rezessaler
Tangierung der Nervenwurzeln S1 beidseits
vor
(
Urk.
11/140
/2
).
3.
3
.5
Dr.
med. J._
, FMH Orthopädische Chirurgie, hielt mit Bericht vom 2
9.
September 2016 zu Händen von
Dr.
I._
(
Urk.
11/140/1) fest,
der Be
schwerdeführer berichte seit längerer
Z
eit über tieflumbale Beschwerden mit einer Ausstrahlung in die rechte Gesässhälfte und teilweise ins rechte Bein. Die Kern
spintomographie der LWS vom 2
0.
September 2016 zeige
spondylarthro
tische
Veränderungen im Bereich der unteren LWS. Des Weiteren bestünden bei L4/5 und L5/S1 durch die Kombination dieser
spondylarthrotischen
Verände
rungen mit
Protrusionen
der Bandscheiben
Pelottierungen
beziehungsweise Kom
pres
sionen der Nervenwurzeln von L5 beidseits und S1 beidseits. Da der Be
schwer
deführer unter den Beschw
e
rden recht stark leide, werde mit ihm die Mög
lichkeit einer schmerztherapeutischen Intervention besprochen (
Urk.
11/140/1).
3.3
.6
Dr.
I._
führte mit
Bericht vom 1
3.
Oktober 2016 zu Händen der Beschwerde
gegnerin (
Urk.
11/139) aus,
seines Erachtens sei eine eindeutige subjektive wie auch objektive Verschlechterung eingetreten, die Beweglichkeit der
LWS und
Halswirbelsäule
(HWS)
sei mässig eingeschränkt.
Der Beschwerdeführer
sei seit vielen Jahren zu 100
%
arbeitsunfähig. Nach Ansicht von
Dr.
I._
sei der Beschwerdeführer mindestens wegen der depressiven Verstimmung und des Status nach H
WS-T
rauma im Jahr 2006
bis auf weiteres zu 70
%
arbeitsunfähig. Eine Umschulung beziehungsweise Tätigkeit in anderen Berufen werde sicherlich vor allem wegen seiner Rückenbeschwerden wie auch
des
Morbus
M
enière
, nicht möglich sein (
Urk.
11/139).
3.
3
.7
Dr.
E._
berichtete am 3
1.
Oktober 2016 zu Händen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
11/141), beim Beschwerdeführer lägen folgende Diag
nosen vor:
-
Morbus
Menière
links
-
sehr wahrscheinlicher Morbus
Menière
rechts
-
mittelgradige Hochtoninnenohrschwerhörigkeit links
-
hochgradige Innenohrschwerhörigkeit rechts
-
intermittierender, beidseitiger, hochfrequenter Tinnitus
-
linksseitige Hörgeräteversorgung
-
invalidisierende, mit Nausea und Erbrechen verbundene Drehschwindel
anfälle
Dr.
E._
hi
elt zudem fest, seit der Mitte Dezember 2015 verordneten Dosierung von 3 x 48
mg
Betaserc
hätten sich die Schwindelepisoden deutlich verbessert. Es lägen nach wie vor inkonstant auftretende, über Minuten dauernde Anfälle vor. Die Intensität habe jedoch deutlich nachgelassen. Allerdings leide der Be
schwer
deführer zunehmend unter den Nebenwirkungen der relativ hohen Dosie
rung mit
Betaserc
und habe diese auf 2 x 48
mg täglich reduzieren müssen. Massiv störend sei eine konstant auftretende Gangunsicherheit, sowie ein perma
nent schwammiges Gleichgewichtsgefühl. Nach wie vor störe ein rechtsseitiger Tinnitus bei reintonaudiometrisch praktisch vorliegender Taubheit. Begleitend bestehe eine ausgesprochene Lärmempfindlichkeit, welche dem Beschwerdeführer das Aufhalten in lärmiger Umgebung praktisch verunmögliche. Die linksseitige Hörschwelle schwanke immer noch beträchtlich, sodass teilweise die angepasste Hörhilfe nachjustiert werden müsse oder sie dem Beschwerdeführer nur sehr wenig nütze (
Urk.
11/141/1-2).
3.3
.8
Im Bericht des
F._
, vom
6.
Dezember 2016 zu Händen von
Dr.
E._
(
Urk.
11/146/1-2) wurde festgehalten, beim Beschwerdeführer bestehe unter der Therapie mit 3
x 48
mg
Betaserc
eine stabile Situation mit leichtem
Schwankschwindel
. Der Beschwerdeführer arbeite schon seit längerem nicht mehr. Eine
Dexamethason
-Injektion wäre möglich. Der Beschwerdeführer werde sich wieder melden, falls er die Injek
tionen durchführen möchte (Urk.
11/146/2).
3.3
.9
Dem
Einwandschreiben
von
Dr.
I._
vom 2
7.
Dezember 2016 (
Urk.
11/146/3) ist zu entnehmen, dass
im Vorbescheid
gewisse Dinge nicht berücksichtigt worden seien.
Der Beschwerdeführer habe bei
Dr.
J._
im Jahr 2016
wegen ausge
prägten
spondylarthrotischen
Veränderungen mit Reizung S1 beidseits
3
x Infil
trationen
der
L4/L5, die nur mittelmässig und kurzfristig geholfen hätten
, erhalten
. Zudem leide der Beschwerdeführer unter einem chronischen Schwindel mit Gleichgewichtsstörungen und sei diesbezüglich auswärts in Behandlung wie auch beim Psychiater
Dr.
G._
wegen Schlaflosigkeit und Schmerzvera
rbeitung, wogegen er
Temesta
zwei- bis dreimal
pro Tag einnehme. Wegen eine
s
Tinnitus und Hörstörungen nehme er auch
Betaserc
3
x
2 Tabletten à 24
mg, ein Versuch mit 3
x
3 habe sistiert werden müssen wegen ausgeprä
gten Nebenwirkungen und Gleich
gewichtsproblemen (
Urk.
11/146/3).
3.3
.10
Am 1
7.
Januar
2017 berichtete
Dr.
G._
zu Händ
en der Beschwerdegegnerin (Urk.
11/147), zu der bereits vorhandenen emotional instabilen Persönlichkeits
störung vom impulsiven Typ (ICD-10 F60.30) habe sich eine Anpassungsstörung im Sinne einer depressiven Reaktion (ICD-10 F43.2) gesellt, welche sich
chroni
fiziert
habe und recht eigentlich als etwa mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.11) bezeichnet werden müsse. Leider habe
der Beschwerdeführer
bisher kaum
auf eine Therapie angesprochen (
Urk.
11/147/1-2).
4.
4.1
4.1.1
Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, enthalten die im Rahmen des Ver
waltungsverfahrens eingereichten Berichte (vgl.
3.3.1-3.3.10
) keine substanziel
len Anhaltspunkte für eine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszu
standes sowie der Arbeitsfähigkeit de
s Beschwerdeführers
.
4.1.2
Es gilt
zu beachten
,
dass eine neu hinzugetretene Diagnose nicht unbesehen eine höhere Arbeitsunfähigkeit bewirkt. Massgebend für den Grad der Arbeitsun
fähig
keit ist nicht die Diagnose oder die Zahl der erhobenen Diagnosen, sondern die daraus resultierende Leistungseinschränkung, welche sich auch durch eine zu
sätz
liche Beeinträchtigung nicht zwangsläufig erhöhen muss (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_804/2015 vom 21. Juni 2016 E. 3.2). Für eine Neuanmeldung reicht es daher nicht aus, eine ausschliesslich gesundheitliche Verschlechterung geltend zu machen. Insbesondere genügt eine neu hinzugetretene Diagnose per se nicht, um eine erhebliche Verschlechterung glaubhaft zu machen, da damit über das quantitative Element einer relevanten, die Arbeitsfähigkeit schmälernde Veränderung des
Gesundheitszustandes nicht zwingend etwas ausgesagt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_244/201
6 vom 21. Juni 2016 E. 3.5).
4.1.3
Wie eingangs dargelegt, obliegt es der versicherten Person, die relevante Sach
verhaltsänderung glaubhaft zu machen
(E. 1.3)
; diesbezüglich spielt de
r Unter
suchungsgrundsatz nicht
(BGE 130 V 64 E. 5.2.5).
Bei der Beurteilung der Glaub
haftmachung ist – wie bereits dargelegt (E. 1.2) – zu berücksichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt.
Die frühere Verfügung liegt nur kurze Zeit zurück, weshalb an
die Glaubhaftmachung höhere Anforderungen
zu
stellen
sind
.
4.2
4.2.1
Hinsichtlich des von
Dr.
E._
festgestellten Hörverlusts, der laut seinen Anga
ben nach Sprachaudiogramm neu rechts 100
%
und links 23,4
%
im Vergleich zu zuvor 87
%
rechts und 0
%
links beträgt sowie nach Reintonaudiogramm neu 60,1
%
rechts und 14,8
%
links im Vergleich zu zuvor 72
%
rechts und 7
%
links (E. 3.2
), ist festzuhalten, dass
zwar eine mässige
Gehörsabnahme gemessen worden ist, jedoch keine Angaben dazu gemacht werden und auch nicht nach
voll
ziehbar erscheint, inwiefern sich alleine die veränderten Werte auf die bereits
auch
wegen des Gehörsverlusts gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit aus
wir
ken
. Die
Z._
-Gutachter gingen in ihrer Expertise von einer Unzumutbarkeit von Tätigkeiten, welche gute auditive Kapazität, ein gutes Sprachverständnis und
Störlärm
oder ein intaktes Richtungshören voraussetzen, aus.
Dr.
E._
be
schreibt in seinem Bericht vom 3
1.
Oktober 2016 (E. 3.3.7) jedenfalls keine weiter
gehende Einschränkung.
Auch der Tinnitus links erscheint vorliegend im Vergleich zum Begutach
tungs
zeitpunkt nicht verschlechtert.
Dem Bericht des
F._
vom
3.
Mai 2016 ist vielmehr zu entnehmen, dass die Therapierung mit
B
e
taserc
Wirkung zeigt und der Beschwerdeführer über ein Jahr lang
– mit einer Aus
nahme von rund einer Stunde zwischen den Konsultationen –
keine Schw
indel
attacken mehr erlitten hat
. Die Ärzte des
F._
empfahlen denn auch die Wei
terführung der Therapie mit
Betaserc
und
erwogen eine
Intratympanale
De
xa
methason-Injektion
, welche der Beschwerdeführer
bislang
ablehnte
(E.
3.3.2)
.
Daraus, dass dem Beschwerdeführer gestützt auf den Bericht von Dr.
E._
vom 2
6.
April 2016 (E. 3.3.1) Kostengutsprache für ein neues Hörgerät
erteilt wurde
, vermag er
nichts zu seinen Gunsten abzuleiten
, da hierfür keine Veränderung des Ist-Zustands vorausgesetzt ist
.
Eine Verschlechterung der funktionellen Beein
trächtigungen wird dadurch jedenfalls nicht glaubhaft gemacht
.
V
ielmehr ergibt sich aus dem Bericht des
F._
eine Verbesserung der Schwindelsymptomatik
–
Dr.
E._
sprach sogar von einer deutlichen Verbesserung (E. 3.3.7) hinsichtlich der Häufigkeit und der Intensität –
und es scheint möglich, weitere Fortschritte zu erzielen.
Der Beschwerdeführer
beantragt,
er sei persönlich anzuhören, da er wegen des Hörverlusts und Tinnitus
kaum etwas
verstehe
. Ein solcher Antrag ist als Beweis
an
trag zu qualifizieren.
Nach Würdigung der Akten erscheint in antizipierter Beweiswürdigung eine persönliche Befragung des Beschwerdeführers als nicht geeignet, eine
relevante
Verschlechterung glaubhaft zu machen und erübrigt sich damit, weshalb von der Durchführung einer persönlichen Anhörung abzusehen ist
(vgl.
auch
Urteile des Bundesgerichts 8C_907/2014 vom
1.
Juni 2015 E. 3 so
wie
8C_818/2007 vom
6.
August 2008 E. 3).
4.2.
2
Hinsichtlich der orthopädischen
Beschwerden
führten die behandelnden
Dres
.
J._
und
I._
aus, beim Beschwerdef
ührer liege eine Kompression der Nervenwurzeln
beidseits vor.
Zwar
ist zutreffend, dass im
Z._
-Gutachten noch
keine klare
Neurok
ompression
diagnostiziert worden
war,
doch
ist darauf hinzu
weisen, dass weder dem Bericht von
Dr.
J._
noch demjenigen von
Dr.
I._
eine über das, was die
Z._
-Gutachter bereits berücksichtigt hatte
n
, hinaus
gehende Einschränkung des Leistungsprofils zu entnehmen ist.
Der Beschwerde
führer klagte bereits im Rahmen der Begutachtung beim
Z._
im Jahre 2015 über Rückenschmerzen im unteren Bereich und auch über Nackenschmerzen. Weitere somatische Beschwerden, welche damals nicht genannt wurden, sind seither nicht aufgetreten.
Die
Z._
-Gutachter stellten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in kör
per
lich schweren Tätigkeiten fest. Sie attestierten mit Blick auf eine angepasste Tätigkeit oder als Koch eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
und in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Inwiefern sich durch die Kompression des
Nervenwurzels
L5 und S1 ein anderes Leistungsprofil (überwie
gend im Stehen oder Gehen zu verrichtende Tätigkeit, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 10 kg bis intermittierend 15 kg [E. 3.2]) ergibt,
wurde
nicht ausgeführt.
Dr.
I._
ging denn in seinem Bericht vom 2
0.
September 2016
auch
von weitgehend stationären degenerativen Veränderungen aus
(E. 3.3.4) und hielt im Bericht vom 1
3.
Oktober 2016 fest, es bestehe seit Jahren eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
.
Ebenfalls gegen eine Verschlechterung der Schmerzsympto
matik
im Sinne eines zunehmenden L
eidensdrucks
spricht die
Möglichkeit von
bislang noch nicht in Anspruch genommenen
schmerztherapeutische
n
Interven
tio
nen
(E. 3.3.5)
.
Insgesamt ist damit eine erhebliche Verschlechterung der soma
tischen Beschwerden nicht glaubhaft gemacht.
4.2.3
Der behandelnde Psychiater stellte neu neben der
emotional instabilen Persön
lichkeitsstörung vom impulsiven Typ (ICD-10 F60.30)
eine
Anpassungsstörung im Sinne einer depressiven Reaktion (ICD-10 F43.2)
fest. Er verzichtete jedoch auf die Begründung dieser Diagnose oder
auf
deren
kriteriengerechte
,
nachvoll
ziehbare Herleitung
respektive die Erhebung eines v
ollständigen Psychostatus
. Sodann wird nicht ausgeführt
,
inwiefern
der Beschwerdeführer
dadurch
zusätz
lich zu der bereits berücksichtigten Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 30
%
eingeschränkt
wäre
(vgl.
Urk.
11/83/32, E. 3.3.3 und E. 3.3.10).
Sodann ergibt sich aus den
aufliegenden Akten
, dass die zusätzliche psychiatrische Diag
nose eine Reaktion auf psychosoziale Umstände
(Trennung von der Ehefrau
[E.
3.3.2]
)
darstell
t.
Einer d
epressiven Reaktion
ist
indessen grundsätzlich kein Kran
k
heitswert im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne zuzumessen (BGE 127 V 295 E. 4a).
4.
3
Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass d
er Beschwerdeführer somit nicht gla
ub
haft
gemacht hat
, dass es nach der Verfügung vom
2
8.
Januar 2016
(Urk.
9/102,
Urk.
11/93 [Verfügungsteil 2])
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
4.
März 2017 (Urk. 2) zu einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu
stands gekommen ist.
5.
Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu Recht nicht auf d
as
Revisionsgesuch
ei
n
getreten. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzu
weisen.
6.
6.1
Mit Beschwerde vom 28. April 2017 ersuchte der Beschwerdeführer um Gewäh
rung der unentge
l
tlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2).
Vorliegend sind die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Rech
ts
pflege gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt (vgl.
Urk.
4-
5). Antragsgemäss ist de
m
Beschwerdeführer deshalb
die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und Rechtsanw
ä
lt
in Petra
Oehmke
,
Affoltern am Albis
,
als unentgeltliche Rechtsvertreter
in
für das vorlie
gende Verfahren zu bestellen.
6
.2
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
wei
gerung
von L
eistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
7
00.-- festzulegen. Ausgangsgemäss sind die Kosten de
m
Beschwerde
führ
er aufzuerlegen, zufolge Bewilligung der unent
gelt
lichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtkasse zu nehmen.
6.3
Mit Verfügung vom
20
.
Juni
2017 wurde Rechtsanw
ä
lt
in
Oehmke
in Aussicht ge
stellt, dass – sofern
sie
keine Honorarnote einreiche – das Gericht die Ent
schä
di
gung nach Ermessen festlege (Urk. 1
2
). Mangels Einreichen einer Honorar
note ist die Entschädigung unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache,
der Schwierigkeit des Prozesses sowie des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.--
auf Fr.
1
‘
8
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen. Rechtsan
w
ä
lt
in
Oehmke
ist demnach mit insgesamt Fr.
1
‘
8
00.-- aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
6
.4
De
r
Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er
zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an den unentgeltlichen Rechtsvertreter verpflichtet ist, sobald
er
dazu in der Lage ist.