Decision ID: cdb5b366-61c6-44b6-963b-cef99b4d861e
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1982 geborene
X._
erlitt am 2. Juni 2010 als Beifahrer einen Auto
unfall, bei dem er aus dem Fahrzeug geschleudert und verletzt wurde (Urk.
6/15/5-12 S.
5). Der im Zeitpunkt des Unfalls arbeitslose Versicherte hatte zuletzt bis im Februar 2010 als Versandhelfer in einem Logistikunternehmen ge
arbeitet (Urk.
6
/13 und Urk.
6
/20/55-58).
Am 10. August 2010 meldete
er sich
unter Hinweis auf den Unfall und das dabei erlittene Polytrauma zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk.
6
/4
).
Die Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte medizinische
sowie
erwerbliche Ab
klärungen und holte unter
anderem
die Akten der S
uva
ein
.
Mit
Verfügung vom 15. November 2013
(Urk. 6/
82/11-17
)
sprach sie dem Versicherten
rückwirkend eine vom 1. Juni 2011 bis 30. Juni 2012 befristete ganze Rente zu.
Die dagegen erhobene Beschwerde
vom 1
6.
Dezember
2013
(Urk. 6
/82/3-
9
)
wurde
mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 12. Dezember 2014 (Urk. 6/
87
) insofern teilweise gut
geheissen, als festgestellt wurde, dass Anspruch
auf die ganze Rente
bis 31. Juli 2012 bestand (Prozess IV.2013.01159). Auf
die
dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_82/2015 vom
25.
März 2015 nicht ein (Urk. 6
/90
; vgl. dazu auch Urteil 8F
_6/2015 vom 2
8.
August 2015,
Urk.
6/109
).
1.2
Am
11
.
Oktober
201
6
(Urk. 6
/121)
meldete sich
der
Versicherte unter Hinweis auf eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus
psychische
r wie
allenfalls auch aus
somatischer Sicht
erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/124 und Urk. 6/
125
) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 22. November 2016 (Urk. 2) auf das Leistungsbegehren mangels
Glaubhaftmachens einer
wesentliche
n
Verände
rung der tatsächlichen Verhältnisse nicht ein.
2.
Dagegen erhob
der
Versicherte am
9
.
Januar
201
7
Beschwerde (Urk. 1) mit den Anträgen, es sei die Verfügung der IV-Stelle vom
22
.
November
2016 aufzuheben und
die Sache sei zur Abklärung des Anspruchs auf Invalidenleistung
en
zurück
zuweisen (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte am
7
.
Februar 2017 (Urk. 5
) Abweisung der Beschwerde
.
Am
3
.
März
201
7
(Urk.
9
)
hielt der Versicherte
an
seiner Beschwerde fest, was der IV-Stelle am 6. März
201
7
(Urk.
10
) zur Kenntnis
gebracht
wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat.
1.3
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweige
rung immer wieder mit
gleich lautenden
und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht da
hingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwür
dig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungs
begehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
Dabei ist
nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopa
thologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen
Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus me
dizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erheb
liche Tatsachenänderung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1
4.
Dezember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Massge
bend ist einzig, ob bzw. in welchem Ausmass – unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – den medizinischen Akten eine Ver
schlechterung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit im relevanten Zeitraum ent
nommen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2017 vom 2
5.
Ja
nuar 2018 E. 9 und 9C_799/2016 vom 2
1.
März 2017 E. 5.2.1 mit weiteren Hin
weisen).
1
.4
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb
lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete das am
22
.
November
2016 (Urk. 2) verfügte Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren damit,
dass
der Beschwerdeführer
nicht glaubhaft dargelegt habe, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich verändert hätten.
Der Bericht der
Y._
vom 9. März 2016 enthalte einen Psychostatus, welcher weitestgehend jenem von Dr. med.
Z._
,
Facharzt Psychiatrie und Psychothera
pie FMH, Konsiliararzt am Zentrum für Begutachtung
der
A._
,
vom 24. April 2013 übereinstimme. Neue Befunde fänden sich auch nicht im Berich
t von Dr. med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 10.
Juni 201
6.
Zudem fehle einer depressiven Episode das Merkmal der Dauerhaftigkeit, weshalb sie nicht IV-relevant sei.
Aus beiden Berichten g
ehe
nicht hervor, dass sie sich mit den
Vorberichten von Dr.
Z._
auseinandergesetzt hätten. Auch die Berichte von Dr. med.
C._
,
Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
sowie Hals- und Gesichtschirurgie
,
vom 27.
Juni 2016 und von Dr.
D._
, Fachärztin für Neurochirurgie und Chirotherapie,
vom 20. Juli 2016 und vom 4. August 2016 fehle jede Auseinandersetzung mit früheren Arztberichten, weshalb nicht voll
umfänglich darauf abgestellt werden könne. Gemäss den vorliegenden Unterla
gen sei die Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht hinreichend ausge
wiesen
(vgl. Urk. 2 und Urk. 5)
.
2.2
Der
Beschwerde
führer
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1
und Urk. 9
), entgegen der Einschätzung der IV-Stelle habe sich
sein
Gesundheitszu
stand verschlechtert.
Die Berichte von Dr.
B._
und der
Y._
liessen ohne wei
teres auf eine mittelgradige depressive Störung schliessen. Das heutige Beschwer
debild präsentiere sich gemäss den aktuellen Berichten ganz anders. Heute leide
er
effektiv unter einer
chronifzierten
depressiven Stimmungslage. Wäre die psy
chische Situation gleich wie früher vor dem ersten Rentenentscheid, hätte er sich kaum zu entsprechenden therapeutischen Massnahmen entschieden.
Berücksich
tige man zudem, dass in den neuen Berichten zusätzlich eine anhaltende soma
toforme Schmerzstörung diagnostiziert werde, während im früheren IV-Verfahren lediglich von einer chronischen Schmerzstörung ausgegangen worden sei, erweise sich die Verschlechterung des Gesundheitszustandes als genügend glaubhaft gemacht. Für die
Eintretensfrage
sei nicht entscheidend, ob gestützt auf die neu eingereichten Berichte bereits von einem invalidisierenden Leiden ausge
gangen werden könne. Ob IV-fremde psychosoziale und soziokulturelle Faktoren eine Rolle spielten und ob die Voraussetzungen der mangelnden Therapierbarkeit beziehungsweise Dauerhaftigkeit der Beschwerden erfüllt seien, könne erst Ge
genstand der materiellen Prüfung des neuen Leistungsgesuches sein (Urk. 1 S. 6
f. und Urk. 9 S. 2 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neu
anmeldung vom
11. Oktober 2016 (Urk. 6/121)
eingetreten ist, weil es
dem Be
schwerdeführer
nicht gelungen ist, eine rentenrelevante Veränderung glaubhaft zu machen.
Vergleichszeitpunkt bildet
die Verfügung vom
15. November 2013 (Urk. 6/82/11-17)
,
mit welcher die Beschwerdegegnerin die Ausrichtung eine
r
be
fristete
n
Invalidenrente
zusprach
.
3.
3.1
Das hiesige Gericht stützt
e
sich in seinem Urteil vom
12. Dezember 2014
über den bezüglich
der
Verfügung
der Beschwerdegegnerin
vom 15. November 2013
(Urk. 6/82/11-17)
zu beurteilenden Leistungsanspruch
in erster Linie auf
folgende medizinische Berichte
(vgl. Urk.
6/87 E. 4)
:
3.2
Der S
uva
-Kreisarzt Dr. med.
E._
, Facharzt für Chirurgie FMH, berichtete am 13. April
2012 (Urk.
6
/37/44-52), bei der am Vortag durchgeführten Untersu
chung habe sich eine gute Beweglichkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule bei deutlich erkennbarer Selbstlimitierung gezeigt. Bezüglich der stattgehabten Hirn
verletzung hätten sich bei der Untersuchung keine Auffälligkeiten erkennen las
sen. Beim
Beschwerdeführer
bestehe ab dem Untersuchungstag (12. April 2012) wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit mit folgender Zumutbarkeitsbeurteilung: Zumutbar seien wechselbelastende mittelschwere Tätigkeiten, ohne längere Zwangshaltungen für den Rücken, ohne das
Tragen und Heben von Lasten sel
ten bis 20 Kilogramm und repetitiv bis 10 Kilogramm sowie ohne unerwartete asym
metrische Belastungseinwirkungen. Die noch vorhandenen Beschwerden im Be
reich der Brust- und Lendenwirbelsäule seien
unfall
kausal. Nicht unfall
kausal seien – unter Verweis auf die ausführliche neurologische Begutachtung – die an
gegebenen Kopfschmerzen.
3.3
Dr.
Z._
erstattete der S
uva
am 24. April 2013 im Anschluss an eine psychiatri
sche Untersuchun
g seine psychiatrische Stellung
nahme (Urk.
6
/48/27-44).
Dr.
Z._
führte aus, der Beschwerdeführer
habe zwar leicht gedrückt und miss
gestimmt gewirkt, aber auch ausweichend und eher diffus in seinen Angaben.
Er
habe bei der Diskussion zum weiteren aktiven Vorgehen in Richtung Arbeitsmarkt argumentativ vor allem die Schmerzen in den Vor
dergrund gestellt. In Bezug auf seine innere Verstimmung habe er vor allem von einer Missstimmung („typischer
weise als
«
Nervosität
»
bezeichnet in diesem Kul
turkreis“) berichtet, dies mit Bezug auf Schmerzen und die soziale Situation mit Anbindung ans Fürsorgeamt, Schul
den und andere Belastungsfaktoren. Es handle sich um eine wahrscheinlich um einiges verdeutlichend vorgebrachte, aber normalpsychologisch verstehbare Misss
timmung in einer eher perspekti
venarmen Situation.
Er
habe zweifellos mit seinen nun unfallbedingt bestehenden Einschränkungen
im Zumutbarkeitsprofil hinsicht
lich Rückenbelastung und seiner schlechten Ausbildung wenig gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dass ihn dies belaste, sei schon klar. Andererseits bestünden keine einschlägigen eindeutigen depressiven Zeichen im Sinne einer relevant schweren depressiven Verstimmung o
der Zeichen für eine posttrauma
ti
sche Belastungsstörung. Auf jeden Fall sei ein Schweregrad der Verstimmung im Ausmass einer eigentlichen „depressiven Episode“ in keiner Weise gegeben. Im Vordergrund stünden hingegen mehr dysfunktionale Überzeugungen, schuldlos
einen Unfall erlitten zu haben, weiterhin nicht schmerzfrei zu sein und die viel
fache Ausführung dieser Umstände als Verhinderungsmotive, eine Arbeit suchen und finden zu können (S. 16).
Dr.
Z._
gab an, die ganze maladaptive Art des Umgangs beim Beschwerdefüh
rer, der in seinem Auftreten eher passiv, diffus und motivationsarm wirke, ent
spreche in recht typischer Weise dem, was man als sogenannte „Symptomaus
weitung“ bezeichne. Dies sei eine Bezeichnung für einen maladaptiv erlernten Umgang mit Schmerzen, der in Selbstlimitierung und damit Inkonsistenzen re
sultiere und ausgeweitete Folgen eines Schmerzleidens auf die soziale Funkti
ons
fähigkeit bezeichnen solle. Es handle sich dabei jedoch nicht um eine eigentliche psychische Störung im Sinne einer psychiatrischen Diagnose, also keine F-Diag
nose nach ICD-10, womit auch die Wertung dieser psychischen Verfassung im Sinne eines Krankheitswertes mit Einfluss auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit ent
falle (S. 16).
Dr.
Z._
bemerkte unter Hinweis auf die Definition der sogenannt neuen deut
schen Schmerzdiagnose F45.41 („chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren“), die seinerzeit in
F._
gestellt worden sei, dass „unter dem Dach“ dieser Diagnose unterschiedliche Untergruppen bestünden, die einander nicht gleichgesetzt werden könnten. Insbesondere seien auch Schmerz
patienten mitgemeint, die ein solches dysfunktionales Bewältigungs
muster mit Inaktivität und Vermeidung zeigten. Aus dieser Sicht könne die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren bestä
tigt werden. Diese Diagnose sei jedoch aus psychiatrischer Sicht nicht invalidi
sierend. Sie entspreche auch eindeutig nicht einer typischen anhaltenden soma
toformen Schmerzstörung und im konkreten Fall stünden insbesondere auch dys
funktionale Einstellungen mit Aktivitätsvermeidung und Vermeidung von Über
nahm
e von Verantwortung im Raum (S.
16 f.). Die Diag
nose einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Fak
toren sei deshalb einerseits zwar zutreffend, andererseits müsse darauf hinge
wiesen werden, dass die Ver
wendung des Begriffs psychische „Faktoren“ darauf hinweise, dass es hier um Einflussfaktoren gehe, die eben nicht das Ausmass einer psychischen „Störung“ erreichten, dass hier also Einflussfaktoren weitge
hend aus dem normalpsycholo
gischen Spektrum einen Einfluss auf die Ausge
staltung und den Verlauf der Schmerzbeschwerden erlangt hätten (S. 17). Unter diese Diagnose fielen auch dysfunktional-vermeidende Strategien im Umgang mit Schmerzen, die in eine vorwiegend durch Passivität und Inkonsistenzen zu charakterisierenden Situation ausmündeten, gemeinhin auch als sogenannte „Symptomausweitung“ bezeichnet. Eine solche liege vor.
Dem Beschwerdeführer sei es aus psychiatrischer Sicht zweifellos zumutbar, aktiv zu werden. Es bestünden keine Einschränkungen der Zumutbarkeit über das Mass hinaus, was somatisch definiert worden sei (S. 17).
3.4
Das hiesige Gericht erwog hierzu im Urteil vom
12
.
Dezember
2014 (Urk. 6/87),
dass
die fachärztliche Stellungnahme
von Dr.
Z._
sämtliche Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entsch
eidungsgrundlage erfülle
.
Es könne auf seine Einschätzung abgestellt werden, wo
nach keine typische anhaltende s
oma
toforme Schmerzstörung vorliege und in psychischer Hinsicht keine Einschrän
kungen der Zumutbarkeit über das Mass hinaus, was somatisch definiert worden sei, bestehe. Entsprechend gelte das von Dr.
E._
aus orthopädischer Sicht for
mulierte Belastungsprofil
, wonach de
r Beschwerdeführer seit dem 12.
April 2013 wieder zu 100 % arbeitsfähig sei für wechselbelastende mittelschwere Tätigkeiten ohne längere Zwangshaltungen für den Rücken, ohne das Tragen und Heben von Lasten selten bis 20 Kilogramm und repetitiv bis 10 Kilogramm und ohne uner
wartete asymmetrische Belastungswirkungen
.
Das Gericht ging davon aus, dass
dem
Beschwerdeführer
ab dem 1
2.
April 2013 eine rückenangepasste Tätigkeit wieder zu 100 % zumutbar war (E.
4.5 und E. 3.6
)
.
4.
4.1
Mit
der Neuanmeldung
vom
11
.
Oktober 2016
(Urk.
6
/
121
)
legte
der
Beschwer
deführer
folgende
medizinische
Berichte
vor
:
4.2
Dr. med.
G._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärztin, und
pract
. med.
H._
, Assistenzärztin,
von
der
Y._
, wo sich der Beschwerde
führer vom 14. Oktober 2015 bis zum 8. Januar 2016
auf Zuweisung
von Dr.
B._
in
ambulanter Behandlung
(Tagesklinik)
befand, nannten in ihrem Abschlussbericht vom 9. März 2016 (Urk. 6/120/1-2) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Mittelgradige depressive Episode
(ICD-10 F3
2
.1)
-
Differentialdiagnostisch: Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (F43.2)
-
Anhaltende
s
omatoforme Schmerzstörung
(ICD-10
F45
.
40
)
Sie
berichteten zum Psychostatus
, der Beschwerdeführer
sei
wach,
bewusstseins
k
l
ar, allseits orientiert. Im formalen Denken
sei er
geordnet
gewesen
,
im
Grübeln mittelgradig, leichte
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
hät
ten vorgelegen
,
die
Merkfähigkei
t
sei
intakt
gewesen
.
Es
hätten
keine
Hinweise auf
Befürchtungen und Zwänge
, k
eine Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen
festgestellt werden können
.
Zu verneinen sei ein
wahnhaftes oder
hal
l
uzinatorisches
Erleben. Im Affekt
sei er
mittelgradig bis schwer deprimiert
und
leidend
gewesen sowie im
Antrieb mittelgradig
reduziert. Psychomotorisch
sei er
ruhig
,
aber innerliche Spannung
sei
stark vorhanden
gewesen
. Ein- und
Durchschafstö
rungen
seien
mittelgradig vorhanden
gewesen. Es sei eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Problematik, nämlich den jahrelangen Schmerzen, der Tages
müdigkeit mit Konzentrationsschwierigkeiten und den Überforderungen im All
tag als Familienvater erfolgt. Zu Beginn der Therapie in der Tagesklinik hab
e
sich der Beschwerdeführer eher zurückgezogen, leicht misstrauisch, sichtlich nervös und hoffnungslos präsentiert. Im Laufe seines Aufenthalts habe sich eine leichte Besserung der depressiven Symptomatik sowie im Bereich der Alltagsbewältigung eingestellt. Trotz dieser Ergebnisse sei er weiterhin sehr belastet durch seine Schmerzen und familiären Probleme.
Aus diesem Grund sei er momentan nicht motiviert für einen Wiedereinstieg in die Arbeit und nach dem Austritt für andere Therapien (S. 2).
4.3
Dr.
B._
, bei welchem sich der Beschwerdeführer seit 5. März 2015 in ambu
lanter Behandlung befindet, führte in seinem Bericht vom 10. Juni 2016 (Urk. 6/120/3-5) aus, wie bei allen chronischen Erkrankungen sei es immer wieder zu Schwankungen des psychischen Zustandes beim Beschwerdeführer gekom
men. Seit 2010 leide er unter chronischen starken Kopfschmerzen in Form eines druckartigen und bohrenden Kopfschmerzes, Rückenschmerzen stärker lumbal seit dem Wirbelsäulentrauma mit instabiler Fraktur Lendenwirbelkörper 1 mit nachfolgender Implantation eines internen Fixateurs im Brust-/Lendenwirbelkör
per Bereich, gefolgt von zunehmende
r
Angstproblematik und erhebliche
m
Lei
densdruck. Diese Schmerzen hätten sich im weiteren Verlauf generalisiert und seither sei er nie mehr schmerzfrei gewesen
(S. 1)
.
Aus dem Querschnittsbefund und dem chronologischen Krankheitsverlauf mit durch das Leiden bedingten Funktionseinschränkungen ergebe sich folgendes Beschwerdebild: depressive Stimmungs
l
age, Antriebsverminderung, Durchschlafstörungen und Albträume (geprägt von Nachhallerinnerungen an den erlebten Autounfall) und demzufolge die Ermüdbarkeit über den Tagesverlauf. Zudem bestehe eine chronische Belas
tungssituation mit dem inneren Gefühl des
Gestresstseins
, daraus resultierten af
fektive Beschwerden mit Gedankenkreisen, Bedrücktheit mit Freudeverlust. Tags
über bestehe ein ständiger Zustand der Erschöpfung, das Konzentrationsvermö
gen sei herabgesetzt, der Antrieb vermindert und er beklage ein Rückzugsverhal
ten (S. 2).
Der Initiativmangel zeige sich in Form von Überwindungsanstrengun
gen zur Bewältigung alltäglicher Verpflichtungen, so dass insgesamt die Kriterien für die Diagnose-Stellung einer mittelgradig ausgeprägten depressiven Störung gegeben seien. Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung beeinflusse aufgrund des Schmerzerlebens die affektive Störung (Depression), das
heisse, diese stehe in unmittelbarer Wechselwirkung mit derselben. Die Depres
sion werde demnach negativ durch die Schmerzstörung beeinflusst, deshalb könnten die Diagnosen nicht isoliert betrachtet, sondern müss
t
en in deren ge
meinsame
m
Kontext beurteilt werden.
Die störungsbedingten Funktionsdefizite führten zu Beeinträchtigungen in allen Alltagsbereichen (sozial, beruflich, Frei
zeit). In der Gesamtschau ergebe sich ein chronischer Verlauf der Depression, wodurch die Funktionseinschränkungen bestünden. Demnach lasse sich aus der Psychopathologie, der Anamnese und der V
erlaufsbeobachtungen eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit durch die störungsbedingten Funktionsdefizite begründen (S. 3).
4.4
Dr.
C._
, welcher den Beschwerdeführer auf Zuweisung von Dr.
rer
. nat.
I._
, Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin
, neuro-
otologisch
un
tersuchte,
führte
in seinem Bericht vom 27.
Juni 2016 (Urk. 6/120/6-
10
)
aus,
noch stünden die Schmerzsymptomatik mit panvertebralen Schmerzen und beidseiti
gen
Cervico-Cephalgien
sowie die beeinträchtigende kognitiv-mnestische Symp
tomatik
im Vordergrund. Seit dem Unfall leide der Beschwerdeführer an fluk
tuierenden Schwindelbeschwerden, vor allem bei schnelleren Kopf- und Körper
bewegungen, Aufstehen
und bei visuellen Reizen
(S.
1
). Obwohl die posttrauma
tische Schwindelsymptomatik des Beschwerdeführers vom Beeinträchtigungsgrad hinter der Schmerzsymptomatik stehe, spiele sie in Bezug auf den
Handicapierungsgrad
für die Aktivitäten des täglichen Lebens eine wichtige Rolle (S. 5).
4.5
Dr.
D._
führte in ihrem Bericht vom 20
. Juli 2016 (Urk. 6/120/11-12)
aus, ak
tuell vom Unfall geblieben seien chronische Schmerzen
zervikozephal
,
thorako
lumbal
sowie im Bereich der linken Schulter.
Es bestehe der dringende Verdacht auf eine Funktionsstörung im Bereich der zervikalen Facettengelenke. Entspre
chend wäre hier der weitere Schritt, durch Medial
Branch
Blocks im Bereich der oberen Facettengelenke eine weitere Ursachenklärung der klinischen Ausfall
symptomatik herbeizuführen. Gegebenenfalls könne mit entsprechenden Infiltra
tionen diesbezüglich eine anhaltende Linderung erzielt werden.
4.6
In ihrem Bericht vom
4.
August 2016 (Urk. 6/120/13-14) führte Dr.
D._
aus, dass
sie sich der Einschätzung de
r
Sozialversicherung
en
, dass beim Beschwerde
führer seit April 2012 eine volle Arbeitsfähigkeit für wechselnd belastende mit
telschwere Tätigkeiten
bestehe
, nicht anschliessen könne (S. 1). Bezüglich der Ar
beitsfähigkeit wäre mit einer zunächst diagnostischen und dann im
W
eiteren the
rapeutischen Behandlung der Verletzung der
zygoapophysialen
Gelenke der obe
ren Halswirbel
s
ä
ule sicherlich eine Verbesserung zu erreichen. Die Wiederherstel
lung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit halte sie auf Grund der multiplen anderen
Einschränkungen, in erster Linie wegen der Wirbelsäulenverletzung mit Stabili
sierung, für eher unrealistisch (S. 2).
5.
5.1
5.1.1
Die von
den
Y._
-Ärzten
(
v
gl. E. 4.2
)
und Dr.
B._
(
vgl. E. 4.3
) beschriebene Symptomatik und Befunde
finden sich
in Ausprägung und Ausmass bereits in den Arztberichten, welche der ursprünglichen Beurteilung zugrunde lagen.
Die abweichende Diagnosestellung (mittelgradige depressive Episode und anhaltende somatoforme Schmerzstörung) ändert daran nichts.
So beschrieben die Ärzte der Reha
klinik
F._
in ihrem Bericht vom 20. April 2011 (Urk. 6/27)
die
im Vor
dergrund stehenden Lendenwirbelsäule- und Kopfschmerzen sowie Konzentra
tionsschwächen
und die
C
hronif
i
zierung
der Kopfschmerzen und berichteten, dass der Beschwerdeführer gute Heilverläufe nicht annehmen konnte, da er trotz positivem Befund Schmerzen verspüre sowie dass er sich selbst als nicht arbeits
fähig erachte. Zudem habe er über Lärmempfindlichkeit geklagt und seine Stim
mung als wieder schlechter geworden beschrieben, er grüble viel und
habe
be
richte
t
, er wache in der Nacht ab und zu auf (vgl. S. 2 f. und S. 5).
Suva-Versicherungsmediziner
Dr. med.
J._
, Facharzt für Neurologie FMH, verwies am 13. März 2012 auf die nicht ohne Weiteres erklärbare Diskrepanz zwischen dem objektivierbaren guten Heilverlauf und dem subjektiven Beschwer
debild des Versicherten (Urk. 6/
37/
60-62 S.
1
). Gegenüber Dr. med.
K._
, Fach
arzt für Neurologie FMH, schilderte der Beschwerdeführer, dass er seit dem Umfall unter ständigen Schmerzen (Kopfschmerzen, Schmerzen an der Wirbelsäule, Dau
erschmerzen an der Schulter) leide, wobei die Intensität der Kopfschmerzen wech
selnd sei und zwischen 4 und 8/10 VAS schwankten und er nicht überzeugt sei von der Wirkung der Schmerzmittel (vgl. Urk. 6/37/69-75 S. 3 f.). Dr. med.
L._
vom
Inselspital berichtete am 15. März 2013 (Urk. 6/48/23-24) von einem ausge
weiteten Schmerzsyndrom aufgrund der typischen Symptomatik mit panver
tebralen Schmerzen mit Ausstrahlung bi
s
in den Hinterkopf.
Dr.
Z._
berichte am 24. April 2013 (Urk. 6/4
8
/27-44), dass der Beschwerdeführer ihm gegenüber in der Kontaktaufnahme matt und ohne Spannkraft gewirkt habe, bezüglich
der
anstehenden Arbeitssuche
sei
er schlapp, ratlos bis gleichgültig
gewesen und habe
insgesamt
eine
gedämpft
e
bis leicht gedrückte Stimmung gehab
t
ohne
höhergradige
Depressivität, sondern
sei
mehr missmutig und perspektivlos
gewesen
. Der Beschwerdeführe
r
habe ihm gegenüber angegeben, er sehe keine Möglichkeiten für sich auf dem Arbeitsmarkt angesichts seiner Schmerzen.
Insgesamt fühle er sich nicht genügend sicher, arbeiten gehen zu können, sehe eine Schmerzüber
windung einfach nicht
als
gangbar
an
. Er habe die schlechte physische Verfas
sung geschildert und sich als schnell nervös, un
zufrieden mit der Situation und gestresst durch seine Situation der Finanzen
, durch
das Sozialamt und anderes mehr
bezeichnet
. Er fühle sich seit dem Unfall einfach kaputt, fühle sich in allem begrenzt
(S. 1
1 f.
).
Er habe die ganze Zeit Schmerzen
. D
urch die Rückenschmer
zen traue er sich nicht, auf den vierjährigen Sohn aufzupassen.
Das
Ganze
sei eine Katstrophe und
mit der Gesundheit stehe es schlimm. Er habe ferner Angst und fühle sich traurig. Nach Angaben
d
es Beschwerdeführers gingen die Trauer und die Angst darauf zurück, dass es für ihn schwer zu akzeptieren sei, dass in seinem Kopf und Rücken Verletzungen stattgefunden hätten und er oft an den Rollstuhl denken müsse (S. 1
3 f.
).
Damit decken sich die auf den Angaben des Beschwerdeführers beruhenden er
hobenen Befunden von Dr.
B._
mit den subjektiven Angaben des Beschwer
deführers gegenüber Dr.
Z._
.
5.1.2
Nach dem Gesagten beschrieben weder die
Y._
-Ärzte noch Dr.
B._
psycho
pathologische Befund
e
oder einen
Schweregrad der Symptomatik
, die in ihrer Ausprägung oder im Ausmass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers glaubhaft machen. Z
war
postulierte
Dr.
B._
, dass sich aus der Psychopathologie eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit durch störungsbe
dingte Funktionsdefizite erg
ä
be. Inwiefern die einzelnen Funktionsdefizite die Arbeitsfähigkeit
tatsächlich einschränken,
legte
er
jedoch
nicht
dar
, sondern führte lediglich aus, «die störungsbedingten Funktionsdefizite führen zu Beein
trächtigungen in allen Alltagsbereiche
n (sozial, beruflich,
Freizeit)
»
(vgl. E. 4.3). Die
Y._
-Ärzte äusserten sich nicht zur Arbeitsfähigkeit und statuierten lediglich, dass der Beschwerdeführer momentan nicht motiviert sei für einen Wiedereinstieg in die Arbeit oder eine empfohlene Therapie (vgl. E. 4.2). Daraus ergibt sich nicht, inwiefern und gestützt auf welche
neuen Befunde
die Arbeitsfähigkeit einge
schränkt sein soll.
5.1.3
Eine Veränderung
des Gesundheitszustandes
ist
nach dem Gesagten
nicht glaub
haft dargelegt
(vgl. E. 1.2-4)
.
Das Argument des Beschwerdeführers, dass nur schon der Umstand, dass er sich für eine therapeutische Massnahme entschieden habe, ein Indiz für eine Verschlechterung seines psychischen Zustands ist, ver
fängt nicht
.
5.2
Was die somatischen Leiden angeht, handelt es
sich
um posttraumatische Symp
tome aufgrund des Unfalles
2010
, wie dies
von Dr.
C._
und Dr.
D._
auch ausdrücklich erwähnt wurde. So spricht Dr.
C._
vom Unfallhergang und der
posttraumatischen Symptomatik mit der «heute noch»
im Vordergrund
stehend
en
Schmerzsymptomatik und der «seit dem Unfall» bestehenden Sch
w
indelbeschwer
den (vgl. E. 4.4) und Dr.
D._
von «vom Unfall her gebliebenen» chronischen Schmerzen (vgl. E. 4.5).
Diese b
estanden
in der Ausprägung
bereits zum Zeitpunkt
der Erstbeurteilung (vgl.
Urk. 6/27, Urk. 6/30, Urk. 6/33/8-9,
Urk. 6/37/
44
-52 S. 5 f.,
Urk. 6/37/60-62,
Urk. 6/37/6
9-75
,
Urk. 6/48/23-24,
Urk. 6/48/56 und
Urk. 6/
48
/67
-68
) und wurden
in der
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. November 2013 (Urk. 6/82/11-17)
respektive
im
Urteil des hiesigen Gerichts vom
12. Dezember 2014 (Urk. 6/87)
berücksichtigt.
Auch die
Beurteilung der Ar
beitsfähigkeit von Dr.
D._
,
mit welcher
sie dem Beschwerdeführer eine Arbeits
unfähigkeit von 100 % attestierte
(E. 4.6)
,
vermag ei
ne Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes aufgrund der somatischen Leiden nicht glaubhaft dar
zulegen, widersprach sie doch der rechtskräftigen Einschätzung der «Sozialversicherun
gen» und zeigte sie nicht auf, inwiefern sich eine Veränderung ergeben haben soll.
5.3
Wie dargelegt (vgl. vorstehend E. 5.2) vermochte der Beschwerdeführer mit
den im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Berichten
(E. 4.2-E. 4.6)
demnach keine rentenrelevante Veränderung
der tatsächlichen Verhältnisse
glaubhaft zu machen.
Es ist daher
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuan
meldung
des Beschwerdeführers
nicht eingetreten ist
(vgl. E. 1.2
-
4)
. Die Be
schwerde ist in der Folge abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.