Decision ID: 5745da3e-addc-47d8-9677-e28d5b5b0b6a
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965,
war
bei der
Y._
AG angestellt und über die Arbeitgeberin obligatorisch
gegen Berufs- und Nicht
be
rufsunfälle versichert, als er
a
m 30. April 2004
beim Fussball
spielen eine Fraktur am linken oberen Sprunggelenk (OSG
) erlitt
(
Urk. 1 S. 3 Ziff. II.A.4, Urk. 2 S. 2
,
Urk. 9/13,
Urk. 9/22, Urk. 9/39/1
).
Nach einem protrahierten Verlauf mit
ver
schiedenen
operativen Eingriffen (vgl. Urk. 9/13-1
4
) wurde am 10. Februar
2006
in
der Universitätsklinik
Z._
eine
Arthrodese
des linken OSG durchgeführt (Urk. 9/15-16).
A
m 20. Oktober 2006
erfolgte
eine Re-
Arthrodese
OSG links
mit
trikortikaler
Beckenkammspan-Interposition
(Urk. 9/24, Urk. 9/27) und a
m 8. Februar 2008 wurde in der Universitätsklinik
Z._
eine
Osteosynthesemate
rial
entfernung
sowie
eine Re-
Arthrodese
subtalar
links durchgeführt (Urk. 9/73).
Dr. med.
A._
nahm am
29. Juni 2009
eine
kreisärztliche
Abschluss
unter
suchung
des Versicherten
vor
(Urk. 9/122)
. Gleichentags
erstattete
Kreisarzt Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie,
eine Beurteilung des Integritäts
schadens (Urk. 9/123).
Mit
Verfügung vom 5. März 2010
sprach die Suva dem Versicherten ab dem 1. März 2010 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invalidi
tätsgrad von 52 % sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integri
täts
einbusse von 30 % zu (Urk. 9/142).
1.2
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach dem Versi
cherten mit
Verfügung vom 11. Mai 2011 rückwirkend ab April 2005 eine
Drei
viertelsrente
der Invalidenversicherung zu (
Urk. 9/1
50
, vgl.
Urk. 9/146).
Ab
Dezember 2012
wurde diese
revisionsweise
auf eine ganze Rente erhöht (
Urk. 9/191
/7-11
, Urk. 9/194
) und im Rahmen der weiteren Revisionsverfahren
bestätigt
(Urk. 9/238, Urk. 9/303).
1.3
Am 16. August 2016 ersuchte
der Hausarzt des Versicherten,
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
bei der Suva
um Prüfung eines Rückfalls (Urk. 9/220).
Nachdem die Suva das Dossier Kreisärztin
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie des
Bewegungsapparates
, vorgelegt hatte (Urk. 9/224), lehnte sie die Aus
richtung von über die
bisherige
Rente hinausreichenden Versicherungsleistungen
sowie eine Erhöhung der Integritätsentschädigung mit Verfügung vom 30.
August
2016 ab (Urk. 9/226).
Nach dagegen erhobener Ein
sprache (Urk. 9/227, Urk. 9
/237; ergänzende Begründung in:
Urk. 9/247)
nahm
Kreisärztin Dr.
D._
am 19. Oktober 2016 eine kreisärztliche Untersuchung
des Versicherten
(Urk. 9/246)
sowie eine Beurteilung des Integritätsschadens (Urk. 9/245)
vor
.
Mit Verfügung vom 16. November 2016
anerkannte
die Suva eine Erhöhung der Integri
täts
ein
busse
um
10 % und sprach dem
Beschwerdeführer
eine dementsprechende zu
sätzliche Integritätsentschädigung zu (Urk. 9/248).
Mit Schreiben vom 31. Juli 2017 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie
nicht
an der Verfügung vom 30. August 2016 festhalte und der
gemeldete
Rückfall medizinisch geprüft werde (Urk. 9/256).
Am 4. Oktober 2017 wurde der Versicherte durch Kreisarzt Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie, kreisärztlich untersucht (Urk. 9/
272).
Mit Verfügung vom 25. Oktober 2017 lehnte die Suva eine Erhöhung der seit dem 1. März 2010
ausgerichteten
Invalidenrente
abermals
ab (Urk. 9/274). Dagegen erhob der Versicherte am 27. November 2017 Einsprache (Urk. 9/275)
, woraufhin
die Suva eine Verlaufs-Röntgenkontrolle
des
linken Fuss
es
veranlasste
(Urk. 9/278
, Urk. 9/282, Radiologische
r
Bericht
vom 17. Januar 2018 [Urk. 9/284]).
Am 12. Februar 2018 erstattete
Prof. Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Radiologie und Chefarzt am
Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des
Stadtspital
s
G._
,
eine Sekundärbeurteilung
hinsichtlich der
radiologischen Untersuchungen (Urk. 9/287). Die von ihm empfohlene Computertomographie (CT) des linken Rückfusses wurde am 28. Februar 2018 durchgeführt (Urk. 9/289), woraufhin
Prof.
F._
am 16. März 2018
eine weitere Beurteilung
erstattete
(Urk. 9/291).
Nach Vorlage
des Dossiers
an Kreisarzt Dr.
E._
(Stellung
nah
men vom 21. März 2018 [Urk. 9/292] und vom 29. März 2018 [Urk. 9/293]) wies die Suva die Einsprache
des Versicherten
mit
Einspracheentscheid
vom 31. März 2020 ab (Urk. 2 = Urk. 9/318).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 18. Mai 2020 Beschwerde und beantragte
,
der
Einspracheentscheid
vom 31. März 2020 sei aufzuheben,
es seien
ihm die ge
setzlichen Leistungen zu erbringen und
ab dem 1. Juni 2015 eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 100 % auszurichten. Eventualiter be
antragte er die R
ückweisung der Angelegenheit zu
weiteren Sachverhaltsab
klä
rungen an die
Suva
(Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
18. August 2020 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem
Beschwerde
führer
am 19. August 2020 angezeigt wurde (Urk. 10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der Rentenanspruch
und der Anspruch au
f eine Integritätsentschädigung
wurden
mit Verfügung vom 5. März 2010
für die verbleib
enden Beeinträchtigungen aus dem Unfall
vom
30. April 2004 zugesprochen,
weshalb die revisionsweise Erhö
hung der Invalidenrente
nach den
bis 31. Dezemb
er 2016 gültig gewesenen Nor
men
zu beurteilen ist.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.3
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente (zum massgeblichen Vergleichszeitpunkt vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein
flussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbsbereich von Be
deutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Ange
wöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unter
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts
im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hin
weisen
).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1). Entsprechend ist gegebenenfalls nicht nur der natürliche Kausalzu
sammenhang, sondern auch dessen Adäquanz für die Zukunft neu zu prüfen, wobei die im Zeitpunkt der erwogenen revisionsweisen Leistungsanpassung gege
benen tatsächlichen Verhältnisse massgebend sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_248/2017 vom 24. Mai 2018 E. 3.3 mit Hinweisen).
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und – sofern Anhaltspunkte für eine Verän
derung der erwerblichen Auswirkungen einer Gesundheitsschädigung bestehen – Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131 E. 3, 133 V 108 E. 5.3.1 und E. 5.4).
1.4
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, mögli
cher
weise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krank
heitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
hielt im
angefochtenen Entscheid
fest
, dass
eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes auch von Dr.
E._
in seiner Beur
teilung vom 21. März 2018 bestätigt worden sei. Entscheidend sei
jedoch
, wie sich die Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf das Zumutbarkeitsprofil auswirke. Dr.
E._
sei aufgrund eigener Untersuchungen, den
durch Prof.
F._
erhobenen
objektiven radiologischen Befunden und den Vorunter
suchungen zum Schluss gelangt, dass sich am Zumutbarkeitsprofil nichts
geän
dert
habe. Bereits anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 29. Juni 2009 habe der
Beschwerdeführer
angegeben, dass er unter den gleichen Schmerzen leide, wie vor einem Jahr. Das Hauptproblem sei damit beschrieben worden,
nämlich,
dass er den Fuss nicht ohne Stockunterstützung belasten könne
,
respektive nur für kurze Strecken. Insofern sei es schlüssig und nachvollziehbar, da
ss sich die Auswirkungen auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt trotz verschlechterten Befun
den nicht verändert hätten. Gleiches gelte auch für das damals ermittelte bereits sehr restriktive und einschränkende Zumutbarkei
tsprofil
(Urk. 2 S. 8 ff.
, Urk. 8
).
2.2
Der
Beschwerdeführer
führte
demgegenüber aus,
die letzte umfassende kreisärzt
liche Beurteilung
vom
4. Oktober 2017 beruhe auf einer veralteten und
entspre
chend falschen Aktenlage. So gehe
zwischenzeitlich selbst die
Beschwerdegeg
nerin von einer Verschlechterung
des
Gesundheitszustandes aus. S
eit den im Laufe
des
Einsprachev
erfahrens
von der
Beschwerdegegnerin
zusätzlich getätigten Abklärungen und insbesondere seit der CT-Untersuchung vom Stadtspital
G._
vom 28. Februar 2018 habe keine kreisärztliche Untersuchung mehr stattge
funden.
W
eshalb
sich trotz wesentlicher Verschlechterung des Gesundheitszu
standes am Zumutbarkeitsprofil nichts ändern soll
e
, habe
Dr.
E._
in
seiner
Stellungnahme vom 29. März 2018 nicht begründet.
Auch dem
Bericht von
med.
pract
.
H._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
vom 30. April
2020 lasse sich entnehmen, dass an der Beurteilung des Zumutbar
keitsprofils von Dr.
E._
erhebliche Zweifel angebracht seien, weshalb
auf seine
Beurteilung vom 29. März 2018 nicht abgest
ellt
werden könne und der darauf beruhende
Einspracheentscheid
aufzuheben sei. Ferner habe es die
Be
schwerdegegnerin
unterlassen, zu prüfen, ob die Verschlechterung des Zustandes des linken Fusses über die vergangenen Jahre zusätzliche mittelbare oder aber indirekte Unfallfolgen nach sich gezogen habe
.
Der
Gesundheitszustand des
Be
schwerdeführer
s
habe sich
massiv verschlechtert, sodass ihm auch eine ange
passte Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden könne. Entsprechend
dem
Bericht der Universitätsklinik
Z._
vom 16. Juni 201
5
sei der Endzustand ab diesem Zeitpunkt erreicht gewesen und die Erhöhung der Invalidenrente zeitlich auf den 1. Juni 2015 festzulegen (Urk. 1 S. 6 ff.).
2.3
Zu prüfen ist, ob eine revisionsrechtlich massgebliche Veränderung der tatsäch
lichen Verhältnisse eingetreten ist und
– bejahendenfalls –
, ob und in welchem Umfang dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente der Unfallversicherung zu
steht
.
3.
Unbestritten
(Urk. 2 S. 8 Ziff. 4.3)
und anhand der Akten erstellt ist, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s seit der ursprünglichen Rentenverfü
gung
vom 5. März 2010
(Urk. 9/
142)
bei einem
Materialbruch
nach
Schrauben
arthrodese
des unteren Sprunggelenkes
dahingehend verschlechtert hat, als sich eine
subtalare
Pseud
arthrose
respektive eine nicht erfolgreiche
Arthrodese
des unteren Sprunggelenkes mit zusätzlichen sekundären degenerativen Verände
run
gen entwickelt ha
t
(
Urk. 9/176,
Urk. 9/188, Urk. 9/198,
Urk. 9/247
/4-11
,
Urk. 9/28
4,
Urk.
9/287/2-3, Urk. 9/289, Urk. 9/291-292, Urk. 9/298, Urk. 3/4). Damit bejahte die
Beschwerdegegnerin
zu Recht das Vorliegen eines Revi
sions
grundes, weshalb der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen ist, wobei keine Bindung an frühe
re Beurtei
lungen besteht (E. 1.3
).
Eine allfällige
revisionsweise Erhöhung der Rente
hat
bei Rückfällen und Spät
folgen –
wie bei der
erstmaligen Rentenzusprechung –
auf den Zeitpunkt des Abschlusses der
Heilbehandlung hin zu erfolgen
(BGE 140 V 65).
Im hier zu beurteilenden Fall kam es nach der Rückfallmeldung
, respektive der Meldung der Zustandsverschlimmerung,
vom 16. August 2016
(Urk. 9/220)
zu keiner weiteren Heilbehandlung.
So wurde
bereits i
m Bericht
der
Orthopädie der
Universitäts
klinik
Z._
vom 16. Juni 2015
festgehalten, dass operative Massnahmen wenig erfolgsversprechend seien und eine konservative Therapie
durchzuführen sei
(Urk. 9/198). Dr.
C._
schloss
in seinem Bericht vom 23. Oktober 2016
sodann
auf
einen austherapierten verschlechterten Endzustand, der weder operativ noch durch konservative Massnahmen verbessert werden könne (Urk. 9/247/11).
In der vorliegenden Konstellation, in welcher im Zeitpunkt der Rückfallmeldung keine Heilbehandlung erfolgt, von deren Abschluss der Beginn des Rentenanspruches
abhängig gemacht werden kann, ist der Rentenbeginn frühestens auf den Zeitpunkt der Rückfallmeldung festzulegen (BGE 144 V 245 E. 6.4 mit Hinweis).
Angesichts
der Rückfallmeldung vom 16. August 2016 ist
eine allfällig
e
revisionsweise
Änderung der bisherigen
Invalidenrente
ab dann zu prüfen
, wobei eine revidierte Rente
in Anwendung von Art. 19 Abs. 3 Satz 2 ATSG ab dem 1. September 2016 auszubezahlen wäre.
4.
4.1
Im Bericht der Orthopädie der Universitätsklinik
Z._
vom 17. April 2015 wurde ein hochg
radiger Verdacht auf eine
Pseud
arthrose
subtalar
mit nun kon
sekutiver Fehlstellung festgehalten. Zusätzlich bestehe der Verdacht auf eine neurologische Ursache dieser diffusen Schmerzen. Der
Beschwerdeführer
werde dem Neurologen im Hause vorgestellt, mit der Bitte um Mitbeurteilung, respektive elektrophysiologische Abklärung (Urk. 9/192).
Nach durchgeführter CT-Untersu
chung sowie Verlaufskontrolle hielten die Ärzte der Orthopädie der
Universi
tätsklinik
Z._
in ihrem Bericht vom 16. Juni 2015 fest, bezüglich der rechten Seite bestehe am ehesten eine beginnende OSG-
Arthropathie
. Bezüglich des linken Fussgelenkes bestehe eine
Pseudarthrose
des unteren Sprunggelenkes,
was
zumindest für einen Grossteil der Beschwerden verantwortlich sein dürfte. Opera
tive Massnahmen seien beim Beschwerdeführer aktuell wenig erfolgsver
spre
chend
und würden in keinem Verhält
nis zum Risiko eines derartigen
Eingriffes stehen. Es werde deshalb dringend empfohlen, die konservative Therapie aufrecht zu erhalten, um eine Exazerbation der Beschwerden zu verhindern. Die konservative Therapie bestehe einerseits in der korrekten Schuhversorgung, andererseits in der regelmässigen physiotherapeuti
s
chen
Beübung
der unteren Extremität. Der
Be
schwerdeführer
sei für stehende und gehende
Tätigkeiten mit Sicherheit
kaum mehr arbeitsfähig. Aufgrund der Rückenbeschwerden dürfte auch eine sitzende Tätigkeit höchstens kurzzeitig in Frage kommen (Urk. 9/198).
4.2
Nach einer neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung
hielten
die Ärzte des Zentrums für Paraplegie der Universitätsklinik
Z._
in ihrem Bericht vom 29
. August 2015
fest, b
eim
Beschwerdeführer
würden weiterhin linksbetonte
Schmerzen im Bereich des unteren Rückens und der Füsse
sowie ein Ein
schlaf
gefühl an den Füssen
bei Status nach OSG- und USG-
Arthrodese
links bestehen.
Bei
normalen
Ulnaris
-SEP beidseits
seien die sensibel evozierten Potentiale von den Beinen beidseitig leichtgradig verlängert gewesen, als möglicher Hinweis auf eine thorakal/lumbal bedingte spinale
Afferenzstörung
.
Das initiierte Verlaufs-MRI habe jedoch keine Befundänderung und keine spinale Pathologie gezeigt, die den neurophysiologischen Befund erklären könnte
n
.
In der Zusammenschau sei die Ursache für die verlängerte
Tibialis
-SEP und die Beschwerden an den Füssen insgesamt unklar geblieben. Aufgrund der starken Einschränkungen des
Be
schwerdeführer
s werde dringend empfohlen, die Physiotherapie zur Erhaltung der Mobilität und der Restfunktionen fortzuführen (Urk. 9/210
/1-3
).
4.
3
In seinem Zwischenbericht vom 24. August 2016 führte Dr.
C._
aus,
trotz orthopädischer Schuhversorgung sei die Belastbarkeit des linken Fusses wegen vermehrten belastungsabhängigen Schmerzen im Vergleich mit dem Zustand vor der Rehabilitation in
I._
vom 13. Januar bis am 6. Februar 2015 noch mehr herabgesetzt. Am 9. August 2016 habe sich der linke Fuss in einer massiven Fehlstellung mit deutlicher Schwellung gezeigt. Die Prüfung des OSG links sei schmerzhaft mit deutlich eingeschränkter Beweglichkeit, der
Beschwerdeführer
könne nur einige Schritt
e ohne Stock gehen, für weitere
Distanzen (über 50 Meter
) brauche er einen Gehstock zur Entlastung, Treppengehen sei sehr mühsam, nur sehr ku
rze Treppen seien möglich. Die g
eklagten Beschwerden seien aufgrund der funktionellen Einschränkungen glaubhaft, plausibel und nachvollziehbar
. Insge
samt müsse von rein unfallbedingten funktionellen Einschränkungen und Be
schwerden im linken OSG und Fuss und von einer bleibenden Verschlechterung der Verhältnisse ausgegangen werden. Die Prognose sei ungünstig, es sei mit einer bleibenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit (in der bisherigen und
einer
ange
passten Tätigkeit) zu rechnen, dies auch unter Berücksichtigung
der Rückenbe
schwerden und eines
Status nach Hüft-Totalprothese beidseits
(Urk. 9/225
/4-6
).
4.4
Dr.
D._
führte in ihrem Bericht betreffend
der kreisärztlichen Untersu
chung
vom 19. Oktober 2016 aus, der
Beschwerdeführer
habe von Seiten des Fusses beschrieben, dass er immer wieder Schwellungszustände entwickle. Zu
sätzlich bestehe ein nächtliches Zucken.
Aufgrund der schmerzbedingten Belas
tungsintoleranz des linken Fusses und damit verbundener Gangunsicherheit nehme
er ausser Haus immer Gehstöcke mit sich, auch zu Hause nehme er gelegentlich die Gehstöcke zu Hilfe. E
r
sei
mit zwei Gehstöcken zur Untersuchung
erschienen
. Es bestehe ein
antalgisches
Hinken links. Nach Entfernung der Schuhe und Strümpfe lasse sich ein bräunlich livides Integument darstellen, welches pastös verändert und leicht glänzend sei. Es bestehe ein vermehrter
Rückfussvalgus
.
Beim Barfussgehen sei es zu einer vermehrten Aussenrotation des Vorfusses gekommen. Schmerzen bestünden über dem Mittelfussbereich bis zum OSG lateral ziehend. Eine OSG-Beweglichkeit sei bei OSG
-
Arthrodese
nicht gegeben. Die O
SG-Beweglichkeit
(gemeint wohl: USG-Beweglichkeit)
sei bei
USG-Arthro
dese
ebenfalls nicht vorhanden. Die Narben hätten sich reizlos gezeigt. Es bestehe eine Hypästhesie im Vorfussbereich betont
. Die Zehen- und Kniegelenksbe
weg
lichkeit seien frei.
Die Fortsetzung des konservativen Vorgehens und das Weiter
führen der Analgesie mit
Dafalgan
,
Tramal
und
Novalgin
nach Bedarf werde unterstützt. Zusätzlich seien zum Erhalt der Gehfähigkeit zwei Serien Physio
therapie pro Jahr durchzuführen. Des Weiteren seien angepasste ortho
pädische Serienschuhe sowie Einlagen nac
h Mass zu tragen
. Im Vergleich zur erhobenen Zumutbarkeitsbeurteilung vom 29. Juni 2009 bestehe soweit eine unveränderte Situation. Es bestehe eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, wie
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung am 29. Juni
2009 erhoben
(
Urk. 9/246
).
4.5
Dr.
E._
hielt
in seinem kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 4. Okto
ber 2017
fest
,
d
ie Untersuchung habe eine fast komplette Steifigkeit des linken Sprunggelenkes gezeigt. Es hätten sich eine
Rückfussvalgusstellung
links sowie trophische Hautstörungen mit bräunlich-livider Verfärbung geze
igt,
a
usserdem
eine
leichte Hauttemperaturminderung des linken Fusses im Vergleich mit der rechten Seite. Die klinische Untersuchung sei ohne Hinweise für neurologische Defizite geblieben und die Fusspulse seien symmetrisch gut palpabel gewesen. Die geltend gemachten Fussbeschwerden links seien mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 30. April 2004 zurück
zuführen.
Aus unfallchirurgischer Sicht handle es sich um einen medizinisch stabilen Zustand und die heutige kreisärztliche Untersuchung könne als Ab
schlussuntersuchung angesehen werden. Von weiteren Behandlungen sei nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte Besserung des Gesund
heits
zustandes zu erwarten. Zum Erhalt des Gesundheitszustandes würden 3-4 Serien Physiotherapie pro Jahr empfohlen. Insgesamt hätten sich die subjektiven, radio
logischen sowie klinischen Befunde im Vergleich mit der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 19. Oktober 2016 sowie
auch derselben
vom 29. Juni 2009
nicht wesentlich verändert. Auch an der im Rahmen der kreisärztlichen Unter
suchung vom 29. Juni 2009 ausgesprochenen Zumutbarkeit ä
ndere sich nichts (Urk. 9/272).
4.6
Dr. med.
J._
, Facharzt FMH für Radiologie,
führte
in seiner radiolo
gischen Beurteilung vom
17. Januar 2018 aus, die Röntgenbilder hätten
verblie
bene Schraubenfragmente nach vorausgegangenen partiel
len Metallentfer
nunge
n und einen
Bruch beider vom
Tuber
calcanei
her eingebrachten
Arthrodese
schrau
ben
gezeigt
. Es sei keine akut traumatische Läsion ersichtlich und es bestünden inhomogene
trabekuläre
Knochenbinnenstrukturen und Knochendichte. Es be
stehe eine
Pseudarthrose
der distalen Fibula. Eine präzise Beurteilung der exakten
ossären
Verhältnisse bleibe einer CT vorbehalten (Urk. 9/284).
4.7
Die Röntgenaufnahmen vom 17. Januar 2018 wurden Prof.
F._
zur Erstat
tung einer Zweitbeurteilung vorgelegt.
Mit Bericht vom 12. Februar 2018
hielt er diesbezüglich fest, dass der Befund in der Untersuchung vom 17. Januar 2018 in Bezug auf den
Durchbau
im OSG und USG unverändert sei. Hingegen seien jetzt
die Schraubengewinde der
Osteosyntheseschrauben
, welche durch das USG gingen
, sicher gebrochen und leicht disloziert. Zunehmend s
ei auch die Arthrose im Bereich
des
talonavikularen
Gelenkes. Die Knochenstruktur sei in der Untersu
chung vom 17. Januar 2018 im Vergleich zur Voruntersuchung vom 19. Januar 2009 diskret
osteopener
geworden, was auf eine leichte
Osteopenie
aufgrund von Inaktivität hindeute. Zusammenfassend hätten sich die konventionellen Rönt
gen
aufnahmen vom 17. Januar 2018 im Vergleich zu den Voraufnahmen vom 19. Januar 2009 bis auf eine minimale Zunahme de
r
Inaktivitätsosteopenie
und dem
in der Aufnahme vom 17. Januar 2018 dokumentierte
n
Bruch der USG-
Arthrodeseschrauben
nicht verändert
. In Bezug auf den Zustand der
Arthrodese
von OSG und USG habe keine relevante Veränderung stattgefunden. Konven
tio
nell radiologisch würden in den Aufnahmen vom 17. Januar 2018 keine Hin
weise für eine
subtalare
Pseudarthrose
bestehen, allerdings wäre eine Computer
tomo
graphie für diese Fragestellung zuverlässiger
(Urk. 9/287
/2-3
).
4.8
Am 28. Februar 2018 wurde
im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des Stadtspitals
G._
ein CT des
linken Rückfusses
durchgeführt.
Als Hau
ptbefund zeigte sich
gemäss Dr. med.
K._
, Facharzt FMH für Radiologie,
eine nicht
erfolgreiche
Arthrodese
des unteren Sprunggelenks mit noch durchgehend erkennbarem Gelenksspalt und gebrochenen Schrauben. Darüber hinaus
hielt er
eine vollständige
Arthrodesierung
des oberen Sprunggelenkes und des distalen
Tibiofibulargelenkes
fest
(Urk. 9/289)
.
4.9
Prof.
F._
führte in seinem Bericht vom
16. März 2018
aus, aufgrund des CTs vom 28. Februar 2018 habe sich die Vermutung bestätigt, dass der Gelenk
spalt des unteren Sprunggelenkes in allen Kompartimenten noch durchgehend abgrenzbar sei mit zusätzlichen sekundären degenerativen
Veränderungen und gebrochenem Schraubengewinde der
Arthrodeseschrauben
. Dies bestätige die klinische Vermutung, dass eine
subtalare
Pseudarthrose
respektive eine nicht erfolgreiche
Arthrodese
des unteren Sprunggelenkes vorliege.
Wie bereits im konventionellen Röntgenbild vermutet, sei das obere Sprunggelenk und das distale
Tib
i
ofibulargelenk
vollständig
ossär
durchgebaut
(Urk. 9/291).
4.10
Dr.
E._
hielt
in seiner Stellungnahme vom 21. März 2018
fest
, dass es durch den Materialbruch insgesamt zu einer wesentlichen Verschlechterung des unfall
bedingten Gesundheitszustandes gekommen sei. Radiologisch habe sich
zwar
nur eine minimale Zunahme der
Inaktivitätsosteopenie
gezeigt. Aus dem CT vom 28. Februar 2018 ergebe sich jedoch eine
subtalare
Pseudarthrose
respektive eine nicht erfolgreiche
Arthrodese
des unteren Sprunggelenkes mit zusätzlichen sekundären degenerativen Veränderungen aufgrund der gebrochenen Schrauben
gewinde der
Arthrodeseschrauben
(Urk. 9/292). In seiner Stellungnahme vom 29. März 2018
verneinte
Dr.
E._
die Frage
,
ob
sich das Zumutbarkeitsprofil auf Grund der aktuellen Aktenlage
erheblich verändert habe
(Urk. 9/293).
4.11
In seinem Schreiben an die Suva vom 25. April 2018
hielt Dr.
C._
fest, gestützt auf das CT vom 28. Februar 2018 sei eine
Pseudarthrose
im USG klar
ausgewiesen. Zudem weise das untere Sprunggelenk klare
arthrotische
Verän
derungen im
Calcaneocuboidal
- und
Talonavikulargelenk
auf. Allein schon diese Arthrosen würden die Dauerschmerzen und Reizungen mit Schwellungen im linken Fuss hinreichend erklären. Dazu kämen noch mehrere gebrochene Schrau
ben und eine
Pseudarthrose
im distalen
Tibiofibulargelenk
. Es sei gut nachvoll
ziehbar, dass die Beschwerden auch mit orthopädischem Schuh nicht aufgefangen werden könn
t
en. Im Rahmen der massiv verminderten Belastbarkeit des linken Fusses mit entsprechender Inaktivität sei eine generalisierte
Osteopenie
aufge
treten, welche, wenn
auch als minim beschrieben, gegenüber 2009 doch zuge
nommen habe
. Die vom
Beschwerdeführer
g
eklagten Beschwerden würden
mit den
objektiven Befunden korrelieren. Vor allem die Arthrosen sowie die
Osteo
penie
seien bezüglich Verlauf und Situation im linken Fuss mit Sicherheit als Verschlechterung der gesundheitlichen Situation zu werten
(Urk. 9/298
/2-6
).
4.12
Med.
pract
.
H._
,
welcher die hausärztliche Betreuung des
Beschwerdeführer
s
von Dr.
C._
übernommen hatte, führte in seinem Bericht vom 30. April 2020
aus, dass der
Beschwerdeführer
unverändert auf Gehhilfen angewiesen sei, wenn er Strecken von mehreren Metern absolvieren müsse. Das Laufen an Gehhilfen sei für circa zwanzig Minuten möglich, bevor er einen Stopp einlegen müsse. Hinsetzen und gegebenenfalls das Bein hochlagern würde dann Erleicht
erung bringen. Allerdings würde
hierbei nach etwa dreissig Minuten eine Steifigkeit der Hüfte und des Knies auftreten, was vom Hochlagern getriggert werde und dazu führe, dass er wieder aufstehen müsse. Nach Angaben des
Beschwerdeführer
s würden begleitend zu der Schwellung nach circa dreissig Minuten Schmerzen auftreten.
Als weiterer negativer Verlaufsaspekt werde die aufgrund der unfall
bedingten Fehlbelastung rezidivierend auftretenden Schwellungen des rechten Sprunggelenks mit begleitenden Schmerzen erachtet. Die Inaktivität und die
damit verbundene Gewichtszunahme von 105 kg auf 127 kg seien ebenfalls auf die oben beschriebene Verschlechterung des Gesundheitszustandes zurückzu
führen. Was das von der Suva propagierte Zumutbarkeitsprofil anbelange, so frage er sich seit der Übernahme
der Behandlung
des Beschwerdeführers, wie es
dem
Beschwerdeführer
aufgrund des sich verschlechternden Gesundheitszu
stan
des und der damit einhergehenden unfallbedingten Einschränkungen und Be
schwerden der unteren linken Extremität möglich sein soll
e
, einer 5-6 stündige
n
Tätigkeit auch
i
n einem optimal angepassten Arbeitsumfeld nachzugehen.
Län
geres Gehen und Stehen sei
nicht möglich.
D
er Beschwerdeführer
sei
selbst für kurze Strecken auf beide Unterarmgehstöcke angewiesen. Aufgrund der vermehrt auftretenden Schmerzen sei immer wieder ein Lagewechsel notwendig und wegen der Schwellung müsse er den Fuss hochlagern, was wiederum zu den oben beschriebenen zusätzlich einschränkenden Begleiterscheinungen führe. Dabei sei zu berücksichtigen, dass ein Lagewechsel nicht eine sofortige Schmerzfreiheit bedeute. Der Beschwerdeführer müsse also erstmal eine Pause machen, bis der Schmerz erträglicher sei
. Nachdem sich
der Gesundheitszustand des
Beschwerde
führer
s seit 2009 nachgewiesenermassen verschlechtert habe, bestehe selbst in einer optimal angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr (Urk. 3
/4).
5.
5.1
Es ist zu prüfen
, ob die
eingetretene
Verschlechterung des Gesundheitszustandes des
Beschwerdeführer
s (E. 3)
mit einer Veränderung
dessen
funktioneller
Leis
tungsfähigkeit
einhergeht, respektive, ob –
wie die
Beschwerdegegnerin
annimmt
(E. 2.1
) –
weiterhin von der Zumutbarkeit des 2009 festgelegten Belastungsprofils auszugehen ist.
5.2
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Juni 2009 gab der
Be
schwerdeführer
an,
d
as Hauptproblem sei, dass er den Fuss nicht ohne Stock
unterstützung belasten könne, respektive nur für kurze Strecken. Die Schmerzen seien nicht immer vorhanden, würden aber plötzlich stechend auftreten. Es bestehe nicht immer die gleiche Lokalisation am Fuss,
die Schmerzen
könn
t
e
n
einmal an der Grosszehe, einmal im Bereich der Ferse, aber auch im Bereich des Fussrückens auftreten. Der Schmerz
, welcher zwischen Minuten aber auch bis zu einer halben Stunde andauere, sei sehr stark.
Es wurde folgender Endzustand festgehalten:
Arthrodese
des USG und des OSG, Konsolidation mit mässiger Fehlstellung bei aktuell
reizlosen stabilen Verhältnissen mit normaler
Trophik
.
Subjektiv
würden
insbesondere Belastungsschmerzen
bestehen
.
Kreisarzt Dr.
A._
formulierte das
Belastungsprofil im Jahr 2009 wie folgt:
Es müsse sich um eine
sehr leichte, vorwiegend sitzende
Tätigkeit handeln
, wobei
der zeitliche Umfa
ng 5-6 Stunden pro Tag
betrage
(Urk. 9/122)
.
5.3
5.3.1
Dr.
E._
verneinte i
n seiner Stellungnahme vom 29. März 2018 eine erhebliche Veränd
erung des Zumutbarkeitsprofils
(
E. 4.10
).
Im Hinblick auf diese
Beurteilung
untersuchte
Dr.
E._
den
Beschwerdeführer
zwar nicht
(erneut)
persönlich, k
onnte sich
dabei
aber auf die
Ergebnisse der vorhergehenden
kreis
ärztlichen Untersuchungen
vom 19. Oktober 2016 (E. 4.4) und vom
4. Oktober 2017 (E. 4.5)
stützen
.
Diesen
Untersuchungsberichten
zufolge stehen
bei
m
Be
schwerdeführer
– wie bereits am
29. Juni 2009 (E. 5.2) –
belastungsabhängige Schmerzen am linken Fuss
im Vordergrund
(Urk. 9/246/3, Urk. 9/272/3
-5
)
.
N
ach
dem
der
Beschwerdeführer
bereits am 29. Juni 2009 stechende Schmerzen an der Grosszehe, im Bereich der Ferse und des Fussrückens
beklagt
hatte (E. 5.2)
, lokalisierte er die
se –
nach wie vor
als stechend beschriebenen
–
Schmerzen anlässlich der Untersuchung vom 4. Oktober 2017 insbesondere an den Zehen des linken Fusses sowie im Bereich des linken Sprunggelenk
e
s (Urk. 9/272/3)
.
Die am
19. Oktober 2016 sowie am
4. Oktober 2017 erhobene
n
Befunde einer
Valgus
stellung
des linken Rückfusses
sowie
eines
antalgischen
Hinken
s
links
(
Urk. 9/246/3-4,
Urk. 9/272/4)
waren
sodann
bereits am 29. Juni 2009 auszu
machen
(Urk. 9/122/2-3)
.
Als ebenfalls unverändert (vgl. Urk. 9/122/2) zeigt sich die Tatsache, dass der
Beschwerdeführer
zur Untersuchung vom 4. Oktober 2017 mit zwei Unterarmgehstöcken
erschien, ihm anlässlich der Untersuchung ein Gehen ohne Gehstöcke
n
aber möglich war (Urk. 9/272/4).
Bei im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Juni 2009
(E. 5.2)
im Wesentlichen
unver
änderter Beschwerdeschilderung sowie
unveränderten
klinisch
en
B
efunden erweist es sich als nachvollziehbar, dass
Dr.
D._
und Dr.
E._
jeweils auf eine hin
sichtlich der Zumutbarkeit unveränderte Situation schlossen (E. 4.4, E. 4.5).
5.3.2
Aufgrund der im Rahmen des
Einspracheverfahrens
veranlassten Zusatzab
klä
rungen (Röntgen Sprunggelenk links vom 17. Januar 2018 [
E. 4.6
]; CT linkes
OSG vom 28. Februar 2018 [
E. 4.8
]) ergab sich insofern eine Veränderung
in den radiologischen Befunden
, als
sich eine
subtalare
Pseudarthrose
respektive eine nicht erfolgreiche
Arthrodese
des unteren Sprunggelenkes mit zusätzlichen sekundären degenerativen Veränderungen bestätigte (E. 4.6-4.9
; vgl. E. 3
).
Dies alleine genügt
– auch unter Berücksichtigung, dass es sich bei der radiologischen Bildgebung lediglich um ein Beurteilungskriterium unter vielen anderen handelt, um ein Gesamtbild medizinisch bewerten zu können (Urteil des Bundesgerichts
8C_59/2020 vom 14.
April 2020 E.
5.3
) – jedoch
nicht
für die Annahme einer
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
eingetrete
nen
Verschlechterung der funktio
nellen Leistungsfähigkeit. So ist
–
un
abhängig von der Diagnose
– einzig mass
gebend
, ob und in welchem Ausmass eine Be
einträchtigung der Arbeits- bezie
hungsweise
Erwerbsfähigkeit
vorliegt (Urteil des Bundesgerichts
8C_457/2012
vom 9. Juli 2012 E. 3.2 mit Hinweisen)
.
Prof.
F._
äusserte sich nicht zur Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s (
E. 4.7
,
E. 4.9)
.
Soweit er in seinem Bericht vom 17. Januar 2018
aber
ausführt
e
, die Schraubengewinde der
Osteo
syntheseschrauben
seien
vermutlich bereits in den Aufnahmen vom 19. Januar 2009 gebrochen gewesen (Urk. 9/287/3),
stellt
dies
ein
Indiz
für
eine
un
veränderte
Symptomatik
dar
.
Dr.
C._
und med.
pract
.
H._
erachteten
den
Beschwer
deführer
in sämtlichen Tätigkeiten
als zu 100 % arbeitsunfähig
(E. 4.3, E. 4.1
2
)
.
Als behandelnde Hausärzte, deren Fachgebiet die Allgemeine Innere Medizin ist, sind ihre Beurteilungen diesbezüglich jedoch nur begrenzt beweiswertig.
Zu berücksichtigen ist überdies die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Arztper
sonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 mit Hinweis).
Darüber hinaus mangelt es d
er
Einschätzung vo
n Dr.
C._
in seinem Bericht vom 24. August 2016
an einer nachvollziehbaren Begründung, inwiefern dem Beschwerdeführer auch eine vorwiegend sitzende Tätigkeit nicht mehr zumindest teilweise möglich sein sollte (E. 4.3).
Auch seinem
Schreiben vom 25. April 2018
, in welchem er sich nicht zur Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s äusserte,
lassen sich keine objektiven Befunde entnehmen, welche auf eine – nicht bereits im
restriktiven
Zumutbarkeitsprofil
aus dem Jahr 2009
berücksichtigte – funktionelle
Einschränkung
schliessen
lässt
(E. 4.11).
Med.
pract
.
H._
hat in seinem Bericht vom 30. April 2020 zwar dazu Stellung genommen, was seines Erachtens gegen die Vereinbarkeit des aktuellen Gesund
heitszustandes mit dem kreisärz
tlichen Zumutbarkeitsprofil spricht
. In Anbe
tracht, dass
er
ein Sitzen von 30 Minuten mit Schmerzlinderung durch Aufstehen und Pausen nach Lagewechseln offenbar als möglich erachtete,
kann
aber
seine
Beurteilung, wonach der
Beschwerdeführer
selbst in einer optimal angepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsunfähig sein soll (E. 4.12)
,
nicht
nachvollzogen
werden
.
Alsdann fehlt es seiner Beurteilung an einem nachvollziehbaren Aus
schluss
unfallfremder gesundheitlicher Störungen.
Zusammengefasst lassen sich den
medizinischen Akten
keine
Anhaltspunkte
für eine
–
mit der Verschlechterung des Gesundheitszustandes (E. 3) stattgehabte
–
Ver
änderung der funktionellen Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s ent
nehmen.
5.3.3
Nach dem Dargelegten erweist sich die Einschätzung von Dr.
E._
, won
ach sich das Zumutbarkeitsprofi
l gemäss der kreisä
r
z
t
lichen Untersuchung vom
29. Juni 2009 nicht erheblich verändert habe, angesichts der medizinischen Akten
lage als schlüssig.
Dr.
E._
berücksichtigte
bei seiner Beurteilung auch die neuen
radiologischen Befunde,
zumal er
den
Eintritt einer Verschlechterung des unfallbedingten Gesundheitszustandes
am 21. März 2018
gestützt
darauf
bejaht hatte (
vgl.
Urk. 9/292).
Ferner konnte sich Dr.
E._
bei seiner Einschätzung
auf die
Ergebnisse
der kreis
ärztlichen Untersuchungen vom 19
. Oktober 2016 und vom 4. Oktober 2017 stützen, worin den
vom
Beschwerdeführer
geklagten
Be
schwerden
im Hinblick auf das kreisärztliche Belastungsprofil vom 29. Juni 2009
hinreichend Rechnung getragen
worden war
(Urk. 9/246/3-5, Urk. 9/272/3-6). Dass sich seither eine Veränderung mit Auswirkungen auf die funktionelle Leis
tungsfähigkeit eingestellt hat
,
ist nach dem Gesagten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt
(E. 5.3.2)
.
E
ntgegen dem Vorbringen des
Beschwerdeführer
s (E. 2.2) sind denn auch
keine Hinweise
für indirekte
Unfallfolgen auszumachen, welche ihn
über das kreis
ärzt
liche Zumutbarkeitsprofil hinaus
in seiner Funk
tionalität beeinträchtig
en
könnten
.
5.4
Zusammengefasst rechtfertigen sich aufgrund der übrigen medizinischen Akten und aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers keine
Zweifel an der kreis
ärztlichen
Stellungnahme
von Dr.
E._
vom 29.
März 2018
,
weshalb darauf abzustellen ist und sich weitere Abklärungen insgesamt erübrigen (
BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Dementsprechend ist erstellt, dass der
Beschwerdeführer
in einer leidensange
passten Tätigkeit gemäss dem am 29. Juni 2009 definierten Belastungsprofil
(E. 5.2)
unverändert leistungsfähig ist.
E
ine
seit dem Rentenbeginn vom 1. März 2010 eingetretene
erhebliche Veränderung
der hypothetischen
Bezugsgrössen
im Sinne von Art. 16 ATSG
ist nicht
erkennbar
und
wurde vom
Beschwerdeführer
auch nicht geltend gemacht (Urk. 1)
.
Ein erneuter
Einkommensvergleich
erübrigt sich
demgemäss
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
U 293/06 vom 22. Juni 2007 E. 8).
6.
Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.