Decision ID: 865bda49-c5b2-434e-8d45-e1e446bf9c78
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ war als Chauffeur/Doorman bei der B._ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin)
tätig und dadurch bei der ÖKK Kranken- und Unfallversicherung AG (nachfolgend:
ÖKK) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 13. Juni 2012 beim
Motorradfahren mit einem Personenwagen kollidierte (UV-act. 1). Die erstbehandelnden
Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), wo er sich vom 13. bis 22. Juni 2012
stationär befand, diagnostizierten mit Austrittsbericht vom 25. Juni 2012 eine 2-Etagen
Femurfraktur links mit dislozierter pertrochantärer sowie Femurschaftfraktur links, eine
Berstungsfraktur des Brustwirbelkörpers (BWK) 6, eine distale, mehrfragmentäre,
intraartikuläre Radiusfraktur rechts sowie ein Supinationstrauma des oberen
Sprunggelenks (OSG) links mit Verdacht auf fibulotalare Bandläsion. Am Unfalltag
wurde eine geschlossene Reposition und Osteosynthese der pertrochantären und
Femurschaftfraktur links mit langem Gammanagel und eine palmare
Plattenosteosynthese der distalen Radiusfraktur rechts durchgeführt. Die
behandelnden Ärzte des KSSG erachteten den Versicherten vom 13. Juni bis 25. Juli
2012 als zu 100% arbeitsunfähig (vgl. UV-act. 5 f.). Vom 22. Juni bis 4. Juli 2012
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befand er sich stationär im Rehabilitationszentrum Valens und war danach weiterhin zu
100% arbeitsunfähig (UV-act. 12 f., 15). Die ÖKK übernahm die Kosten für die
Heilbehandlung und entrichtete Taggelder.
A.b Ab 1. November 2012 nahm der Versicherte seine Tätigkeit bei der Arbeitgeberin
zu 10% wieder auf und erhöhte das Pensum per 1. Januar 2013 auf 30% (UV-act. 28
ff., 40, vgl. UV-act. 38). Zur Stimulation der Kallusbildung im Bereich des
Femurschaftes war am 2. November 2012 der statische Verriegelungsbolzen operativ
entfernt worden (UV-act. 24, 26). PD Dr. med. C._, Arzt Orthopädie, Klinik D._,
äusserte am 1. März 2013 den Verdacht auf eine verzögerte Heilung respektive
beginnende Pseudarthrose der intertrochantären Region rechts (gemeint wohl: links)
(UV-act. 49, vgl. bezüglich verzögerter Heilung auch UV-act. 35, 38, 41). Bezüglich des
schmerzhaften linken Knies (vgl. UV-act. 23) hatte die am 31. Oktober 2012 in der
Radiologie E._ durchgeführte Kernspintomographie eine mässig ausgeprägte
zentrale mukoide Degeneration mit leichter Ballonierung im Hinterhorn bis zur Pars
intermedia des medialen Meniskus ohne Nachweis eines durchgehenden Risses zur
Darstellung gebracht (UV-act. 27).
A.c Am 29. April 2013 berichtete Dr. med. F._, Wirbelsäulenchirurgie der Klinik für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG,
unter anderem über einen anamnestisch vor 14 Tagen neu aufgetretenen Schmerz im
Bereich der rechten Kniekehle, welcher teilweise in die Wade ausstrahle. Inspektorisch
zeige sich ein minimer Kniegelenkserguss rechts und ein leichter
Kompressionsschmerz der rechten Wade (UV-act. 42). Ab 1. Mai 2013 erhöhte der
Versicherte sein Arbeitspensum auf 50% (UV-act. 46; im Juli/August 2013
vorübergehende Erhöhung auf 75%, vgl. UV-act. 63 ff.). Aufgrund einer Ruptur des
medialen Meniskus sowie einer Knorpelschädigung femoropatellär und femorotibial
rechts (vgl. UV-act. 43 f., 69.2) unterzog sich der Versicherte am 11. Juni 2013 einer
arthroskopischen Teilmeniskektomie rechts (UV-act. 53). Dr. med. G._,
Vertrauensarzt der ÖKK, befand am 20. Juni 2013, die Beschwerden am rechten Knie
stünden mindestens wahrscheinlich in einem kausalen Zusammenhang zum Ereignis
vom 13. Juni 2012 (UV-act. 45). Nach einer vollständigen Regredienz der Beschwerden
am rechten Kniegelenk (UV-act. 50) berichtete Dr. med. H._, Physikalische Medizin
und Rehabilitation FMH, Medizinisches Zentrum I._, am 12. Juli 2013 wieder über
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Schmerzen und einen Kniegelenkserguss rechts (UV-act. 60, vgl. UV-act. 52, 54). Am
1. Oktober 2013 hielt Dr. H._ fest, aufgrund des schweren Motorradunfalles mit
diversen Frakturen seien die Beschwerden im rechten Kniegelenk zuerst nicht erkannt
worden, da diese wenig symptomatisch gewesen seien. Es sei aber davon
auszugehen, dass die Meniskusläsion ebenfalls anlässlich des Unfalls vom 13. Juni
2012 entstanden sei (UV-act. 69.1). Nach einer Besprechung mit ihrem Vertrauensarzt
hielt die ÖKK am 7. November 2013 fest, die Arthroskopie sei sicher unfallkausal,
zumal in den Berichten die Rede von einer frischen Läsion sei (UV-act. 75)
A.d Mit Bericht vom 6. Dezember 2013 diagnostizierte Dr. F._ unter anderem ein
Panvertebralsyndrom bei konservativ behandelter Berstungsfraktur BWK 6, einen
Status nach traumatischer BWK 12-Fraktur vor Jahren und eine
Bandscheibenherniation in die Deckplatte von BWK 10. Der Ursprung der geklagten
Schmerzen scheine klinisch eher im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule (LWS) zu
liegen, dort zeige sich vor allem eine mässige Degeneration im Segment L5/S1 (UV-act.
78/1). Am 19. Dezember 2013 führte Dr. F._ eine diagnostisch/therapeutische
Infiltration der Facettengelenke L5/S1 durch (UV-act. 79/1; weitere Infiltrationen vgl.
UV-act. 89/1, 104).
A.e Im Februar 2014 beauftragte die ÖKK Dr. med. J._, Facharzt Allgemeine Innere
Medizin FMH, mit einer Aktenbeurteilung (UV-act. 93/56). Dieser befand am 10. April
2014, die Lumbalgien seien im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung Folge
einer unfallbedingt gestörten Statik der Wirbelsäule. Da nur ein möglicher
Zusammenhang bestehe, seien die rechtsseitigen Kniebeschwerden unfallfremd. Alle
übrigen Beschwerden seien entweder sicher oder mindestens überwiegend
wahrscheinlich kausal auf den Unfall zurückzuführen. Der medizinische Endzustand sei
noch nicht erreicht, da die knöcherne Konsolidierung des pertrochantären Abschnitts
der linksseitigen Femurfraktur bis zuletzt noch immer nicht abgeschlossen gewesen
sei. Die attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit erscheine ihm nachvollziehbar (UV-act.
93). Nach Konsolidierung der Frakturen (vgl. UV-act. 91) erfolgte am 2. Mai 2014 im
KSSG die Entfernung des langen Gammanagels links und des Osteosynthesematerials
am distalen Radius (UV-act. 99).
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A.f Im Auftrag der ÖKK (vgl. UV-act. 113) wurde der Versicherte im Dezember 2014
durch Ärzte der MEDAS Ostschweiz polydisziplinär (rheumatologisch, psychiatrisch,
orthopädisch, neurologisch) abgeklärt. Mit Gutachten vom 29. Januar 2015 (die
ursprüngliche Version vom 19. Januar 2015 enthielt eine falsche Datumsangabe; vgl.
UV-act. 119, 123 f.) listeten diese als Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
ein thorakales Schmerzsyndrom nach BWK 6-Berstungsfraktur, eine endgradige
Bewegungseinschränkung und Schmerzen im rechten Handgelenk nach Radiusfraktur
rechts, ein residuelles Schmerzsyndrom inguinal links und (am) Trochanter links ohne
Funktionsstörung nach pertrochantärer und Femurschaftfraktur links,
belastungsabhängige Beschwerden ohne Funktionsstörung nach Supinationstrauma
OSG links, einen anamnestisch rezidivierenden Kniegelenkserguss rechts und
rechtsbetonte belastungskorrelierte Gonalgien sowie ein chronisches
thorakovertebrales und anamnestisch lumbovertebrales bis -spondylogenes Syndrom
bei deutlichen degenerativen Veränderungen auf. Sie befanden, für die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit, welche adaptiert sei, bestehe seit Ende 2012 eine zunehmende
Arbeitsfähigkeit. Spätestens seit dem Gutachtenszeitpunkt sei von einer Einschränkung
des Rendements von etwa 20% bei voller Präsenz auszugehen. Aus polydisziplinärer
Sicht sei aktuell keine medizinische Behandlung erforderlich (UV-act. 124). Auf
Nachfrage der ÖKK (vgl. UV-act. 125, 130 f.) nahmen die MEDAS-Gutachter am 18.
Februar und 26. Mai 2015 Stellung zu aufgetretenen Unklarheiten bzw.
unbeantworteten Fragen. Sie hielten insbesondere fest, das chronische
thorakovertebrale und anamnestisch lumbovertebrale bis -spondylogene Syndrom
sowie der rezidivierende Kniegelenkserguss rechts und die rechtsbetonten
belastungskorrelierten Gonalgien seien unfallfremd (UV-act. 128, 136).
A.g Dr. F._ hatte am 5. März 2015 berichtet, der Versicherte habe nach der letzten
Facettengelenksinfiltration BWK 6/7 für ca. 1,5 Monate eine 50%ige
Schmerzregredienz erlebt. Seither bestünden die Schmerzen wieder mit Ausstrahlung
nach cranial und Kopfschmerzen. Ebenfalls bestünden Schmerzen im Bereich des
rechten Knies. In seinem Beruf als Concierge sei er zu 60% arbeitsfähig. Aufgrund der
thorakalen Schmerzen sollte die Physiotherapie weitergeführt werden. Im April 2015
werde sich der Versicherte erneut zu einer Infiltration der Facettengelenke BWK 6/7
beidseits vorstellen (UV-act. 147). Am 20. März 2015 hatte Dr. med. K._, Facharzt für
Radiologie, nach radiologischer Untersuchung des rechten Knies beurteilt, es bestehe
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eine unveränderte Chondropathie Grad II und eine progrediente Auftreibung des
vorderen Kreuzbandes mit Signalalteration. Da dem Versicherten kein Trauma
erinnerlich sei und das Bild nicht auf eine Ruptur hinweise, könnte es sich
möglicherweise um einen desmoiden Tumor des vorderen Kreuzbandes handeln (UV-
act. 135/3 f.). Dieser Verdacht wurde in der Folge jedoch entkräftet (IV-act. 104-4 ff.,
vgl. UV-act. 135/2, IV-act. 104-10 ff.).
A.h Die ÖKK hatte dem Versicherten am 18. Mai 2015 mitgeteilt, der medizinische
Endzustand sei gemäss Gutachten erreicht. Ab 1. Mai 2015 werde sie bis zur
definitiven Beurteilung der Rentenfrage von einer Arbeitsunfähigkeit von 20% ausgehen
und ihre Taggeldleistungen reduzieren (UV-act. 131, vgl. UV-act. 154). Im Mai 2015
hatte Dr. med. L._, Facharzt für allgemeine Medizin FMH, berichtet, das MRI weise
nicht auf unfallkausale Veränderungen des rechten Knies hin. Der Versicherte habe
gegenüber ihm nur anlässlich einer Konsultation im November 2014 erwähnt, dass ihn
das rechte Knie störe. Dr L._ habe das Knie aber nie untersucht, sondern die
Behandlung den Spezialisten überlassen (UV-act. 140/2 f.).
A.i Mit Mitteilung vom 28. September 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren
um berufliche Massnahmen ab, da der Versicherte aktuell im Teilpensum von 60% bei
seiner bisherigen Arbeitgeberin arbeite und eine weitere Steigerung nicht vorgesehen
sei (IV-act. 90). Per 1. Oktober 2015 erhöhte der Versicherte sein Arbeitspensum
dennoch auf 70% (UV-act. 160/6).
A.j Am 29. September 2015 hatten die behandelnden Ärzte des KSSG über ein
Tractus-Springen über dem Trochanter major links berichtet. Diese Symptomatik
könnte durch eine Tractus-Z-Plastik behoben werden, der Versicherte habe sich jedoch
noch nicht für die Operation entschieden (UV-act. 155/2).
A.k Die Solida Versicherungen AG (nachfolgend: Solida), zuständig für die Ausrichtung
der unfallversicherungsrechtlichen Langfristleistungen, berechnete einen
Rentenanspruch basierend auf einem Invaliditätsgrad von 14% ab 1. Januar 2016 und
gewährte dem Versicherten, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. D. Quinter, Chur, am
13. Januar 2016 diesbezüglich das rechtliche Gehör (UV-act. 163). Die IV-Stelle
verfügte am 14. März 2016 die Abweisung des Rentenbegehrens (UV-act. 174).
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A.l Mit Verfügung vom 15. Januar 2016 stellte die ÖKK die Vergütung der
Heilungskosten rückwirkend per 31. Dezember 2014 und die Ausrichtung der
Taggelder per 31. Dezember 2015 ein (UV-act. 165).
B.
B.a Dagegen erhob Rechtsanwalt Quinter namens des Versicherten am 17. Februar
2016 Einsprache (UV-act. 168, vgl. Ergänzung vom 22. Februar 2016; UV-act. 170).
B.b Am 6. März 2016 reichte er der ÖKK ein Schreiben von Dr. med. M._,
Hüftchirurgie und Consultant Knieprothetik der Klinik für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG, vom 1. März 2016 ein und bat die
ÖKK, eine Untersuchung durch denselben zu veranlassen. Dr. M._ hatte ausgeführt,
die Schmerzen im linken Hüftgelenk, vereinbar mit einem sogenannten “Tractus-
Springen“, stünden klar im Zusammenhang mit der seinerzeit erlittenen 2-
Etagenverletzung des Oberschenkelknochens. Für eine weitere Beurteilung der
Unfallkausalität der Kniebeschwerden müsste er den Versicherten nochmals in seiner
Sprechstunde sehen. Die ÖKK sah keinen Anlass für eine
weitere Untersuchung durch Dr. M._ (UV-act. 171 f.).
B.c Mit Entscheid vom 22. April 2016 wies die ÖKK die Einsprache ab und hielt
zusätzlich fest, für die Zeit vom 1. Mai bis 31. Dezember 2015 werde das Taggeld
aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit von 20% bemessen (UV-act. 175).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 22. April 2016 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 23. Mai 2016. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer),
weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Quinter, beantragt darin dessen Aufhebung und
die Zusprache von Heilungskosten über den 31. Dezember 2014 sowie Taggelder über
den 31. Dezember 2015 hinaus, letztere im Umfang von mindestens 40%. Alles unter
gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Er macht
geltend, die Unfallkausalität der Meniskusläsion rechts könne keineswegs negiert
werden. Auch mit dem Oberschenkel habe er unfallbedingte Schwierigkeiten. Die
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Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens sei in wesentlichen Punkten
fraglich. Gravierend komme hinzu, dass er anlässlich der Begutachtung unter
Medikation in Form von cortisonhaltigen Infiltrationen ins rechte Knie und in die
Wirbelsäule gestanden habe, welche den ursprünglichen Zustand wie Schwellungen
und Schmerzen deutlich herabgesetzt habe. Dr. J._ habe im Gegensatz zu den
MEDAS-Gutachtern in seiner Aktenbeurteilung vom April 2014 festgehalten, die
attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei nachvollziehbar und alle Beschwerden ausser
den rechtsseitigen Kniebeschwerden seien entweder sicher oder zumindest
überwiegend wahrscheinlich unfallkausal (act. G1).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2016 beantragt die ÖKK (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Sie macht geltend, die MEDAS-Gutachter seien zum Schluss
gekommen, hinsichtlich der unfallbedingten Beschwerden könne keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustandes mehr erreicht werden. Aus diesem Grund sei
seitens der Solida ein Rentenanspruch geprüft und eine ab 1. Januar 2016
auszurichtende Rente berechnet worden. Damit entfalle der Anspruch auf
Heilbehandlung und Taggeld. Seit dem 31. Dezember 2014 sei keine Behandlung
unfallbedingter Beschwerden erfolgt. Die Unfallkausalität sei durch die MEDAS-
Gutachter und Dr. J._ übereinstimmend beurteilt worden. Weitere Abklärungen
erübrigten sich damit. Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch die MEDAS-Gutachter,
welche den Beschwerdeführer selbst untersucht hätten, sei nachvollziehbar (act. G3).
C.c Der Beschwerdeführer liess die Frist zur Einreichung einer Replik unbenutzt
ablaufen (vgl. act. G8, G12). Nach Einsicht in die beigezogenen IV-Akten (act. G8 f.)
reichte die Beschwerdegegnerin am 26. September 2016 eine Stellungnahme ein (act.
G11).

Considerations:
Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
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(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2012 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 31.
Dezember 2014 (Heilbehandlung) bzw. 31. Dezember 2015 (Taggelder) eingestellt hat.
Weiter zu prüfen ist der Grad der Arbeitsunfähigkeit ab 1. Mai 2015 als Basis der
Taggelder. Nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids und daher
vorliegend nicht zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente und eine
Integritätsentschädigung.
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832]). Sie hat zudem Anspruch
auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Wenn von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind,
entsteht der Rentenanspruch. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
2.2 Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche
Versicherungsleistungen der Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen. Ursachen im
Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren
Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht oder nicht in gleicher Weise
oder nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die Bejahung des natürlichen
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Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung verantwortlich ist, der
Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die
eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen).
Bei organischen Unfallfolgen ist die Adäquanz gemäss Rechtsprechung nicht
gesondert zu prüfen, sondern sie ist in der Regel ohne weiteres anzunehmen, wenn die
natürliche Kausalität feststeht (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; BGE 118 V 291 f. E.
3a, 117 V 365 E. 5d/bb; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.; ULRICH
MEYER-BLASER, Kausalitätsfragen aus dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts, in:
SZS 1994 S. 99 f. und 104).
2.3 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so
entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche
Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Die Leistungspflicht
des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst
manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der
(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall
bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher
oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206
S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06,
E. 3.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54). Ebenso wie der leistungsbegründende
natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des
Unfalls genügt nicht (Rumo-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; THOMAS LOCHER/
THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, §
70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die
Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher
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Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S.
328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den Beweis für
unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer
den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder
dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts
vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit Hinweisen).
2.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und
nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
3.
Vorab ist abzuklären, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als unfallkausal zu
betrachten und damit für die Leistungsprüfung betreffend Heilbehandlung und
Taggelder relevant sind. Die Beschwerdegegnerin stützt sich im Wesentlichen auf das
MEDAS-Gutachten vom 29. Januar 2015 (vgl. UV-act. 175, act. G3). Der
Beschwerdeführer spricht diesem die Beweiskraft ab und hält ihm insbesondere die
Beurteilung von Dr. J._ entgegen (act. G1). Unbestritten unfallkausal sind das von
den MEDAS-Gutachtern als Restbeschwerden festgehaltene thorakale
Schmerzsyndrom nach BWK 6-Berstungsfraktur, die endgradige
Bewegungseinschränkung und Schmerzen im rechten Handgelenk, das residuelle
Schmerzsyndrom inguinal links und (am) Trochanter links ohne Funktionsstörung und
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die belastungsabhängigen Beschwerden ohne Funktionsstörung nach
Supinationstrauma OSG links (UV-act. 124, S. 50 f., UV-act. 136/2).
3.1 Daneben macht der Beschwerdeführer rezidivierende Schwellungen des rechten
Kniegelenks und rechtsbetonte belastungskorrelierte Gonalgien geltend.
3.1.1 Die MEDAS-Gutachter verneinten die Unfallkausalität derselben (UV-act.
136/2) und auch Dr. J._ führte aus, die rechtsseitigen Kniebeschwerden seien
unfallfremd, da hierfür nur ein möglicher Zusammenhang bestehe (UV-act. 93/53). Wie
nachfolgend ausgeführt wird, ist dies vor dem Hintergrund der vorliegenden
medizinischen Akten überzeugend. Den Berichten über die Erstbehandlung im KSSG
und der Klinik Valens sind keine Hinweise auf Beschwerden am rechten Kniegelenk zu
entnehmen. Im Gegenteil wurde von der Klinik Valens eine normale Beweglichkeit
festgehalten (UV-act. 11/3, vgl. UV-act. 93.49). Dr. H._ erwähnte am 25. September
2012 zwar einen Status nach Kniedistorsion beim Unfall vom 13. Juni 2012, bezog sich
dabei aber offensichtlich nur auf das linke Knie (UV-act. 23, vgl. UV-act. 17, 27, 36).
Erst am 29. April 2013 berichtete Dr. F._, seit 14 Tagen sei neu ein Schmerz im
Bereich der rechten Kniekehle aufgetreten, welcher teilweise in die Wade ausstrahle.
Inspektorisch zeigten sich ein minimer Kniegelenkserguss rechts und ein leichter
Kompressionsschmerz der rechten Wade. Die weitere Kniegelenksuntersuchung sei
blande, insbesondere ohne Schwellungen (UV-act. 42, Knieschmerzen seit April 2013
auch erwähnt in UV-act. 46, 69/2). Dr. H._ führte am 1. Oktober 2013 aus, aufgrund
des schweren Motorradunfalles mit diversen Frakturen seien die Beschwerden im
rechten Kniegelenk zuerst nicht erkannt worden, da diese wenig symptomatisch
gewesen seien. Es sei aber davon auszugehen, dass die Meniskusläsion ebenfalls
anlässlich des Unfalles vom 13. Juni 2012 entstanden sei (UV-act. 69/1). Dieser nicht
weiter begründete Verdacht lässt jedoch nicht den Schluss auf eine überwiegend
wahrscheinliche Unfallkausalität zu. Es ist zwar denkbar, dass sich die Untersuchungen
und Behandlungen kurz nach dem Unfall vor allem auf die schwereren Verletzungen in
Form von diversen Frakturen fokussierten. Wäre beim Unfall eine Verletzung des
rechten Kniegelenks aufgetreten, ist jedoch nicht überzeugend, dass dem
Beschwerdeführer die Schmerzen im rechten Kniegelenk erst im April 2013, mithin
zehn Monate nach dem Unfall, aufgefallen wären bzw. er bis dahin anlässlich der
regelmässigen Konsultationen bei verschiedenen Ärzten nie über diesbezügliche
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Beschwerden geklagt hätte. Dr. J._ führte dazu aus, die rechtsseitige Kniepathologie
sei bei Auftreten von Schmerzen erst zehn Monate nach dem Unfall überwiegend
wahrscheinlich unfallfremd (vgl. UV-act. 93/45). Die erwähnte Darstellung von Dr. H._
vom 1. Oktober 2013 sei nicht nachvollziehbar, zumal die Akten vor April 2013 keine
Hinweise auf Kniebeschwerden enthielten und in der MRI-Untersuchung des rechten
Kniegelenks vom 17. Mai 2013 (vgl. UV-act. 43) sowie im Arthroskopiebericht vom 17.
Juni 2013 (vgl. UV-act. 53) lediglich eindeutig degenerative Veränderungen am
Hinterhorn des rechten medialen Meniskus zu sehen seien, welche nicht beim Unfall
entstanden sein könnten. Wäre der arthroskopisch festgestellte Meniskusriss beim
Unfall vom 13. Juni 2012 entstanden und wären die Kniebeschwerden – wie von Dr.
H._ vermutet – auf die verletzungsbedingte Entlastung des linken Beins
zurückzuführen, so hätte der Meniskusriss in kürzester Zeit nach dem Ereignis
symptomatisch werden müssen (vgl. UV-act. 93/49). In seinen späteren Berichten
erwähnte Dr. H._ sodann einen Verdacht auf Zustand nach Kniedistorsion rechts
vom 13. Juni 2013 (gemeint wohl: 2012) (UV-act. 73/1, 80/1, 84). Wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht (act. G3), konnte so lange nach dem
Unfall eine Prellung nicht mehr klinisch festgestellt werden.
3.1.2 Vertrauensarzt Dr. G._ bejahte am 20. Juni 2013 ohne Begründung die
Frage der ÖKK, ob die Beschwerden am rechten Knie mindestens wahrscheinlich in
einem kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 13. Juni 2012 stünden bzw. die
Verletzung am rechten Knie auf die Fehlbelastung zurückzuführen sei (UV-act. 45). Dr.
J._ pflichtete dieser Einschätzung nicht bei. Der operierende Orthopäde habe
anlässlich der von ihm durchgeführten Arthroskopie einen Vorzustand (Status nach
Teilmeniskektomie vor Jahren, vgl. UV-act. 53) operiert, eine Einklemmung eines
ausgerissenen Meniskuslappens habe nicht bestanden (UV-act. 93/46). Wie Dr. J._
festhielt, ist entgegen der Aktennotiz der ÖKK vom 1. Oktober 2013 (vgl. UV-act. 75) in
den Berichten der behandelnden Ärzte nicht die Rede von einer frischen Läsion,
sondern von degenerativen Veränderungen, weshalb der damalige Schluss der ÖKK,
die Arthroskopie des rechten Knies sei unfallkausal, nicht überzeugt (vgl. UV-act.
93/50).
3.1.3 Schliesslich beurteilte Dr. K._ am 20. März 2015 nach radiologischer
Untersuchung des rechten Knies, es bestehe eine unveränderte Chondropathie Grad II
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und eine progrediente Auftreibung des vorderen Kreuzbandes mit Signalalteration.
Dem Versicherten sei kein Trauma erinnerlich (UV-act. 135/3 f.). Wie Dr. L._ am 22.
Mai 2015 ausführte, weist auch dieses MRI nicht auf unfallkausale Veränderungen hin
(UV-act. 140/3). Dr. L._ und der Beschwerdeführer machen geltend, vor dem Unfall
vom 13. Juni 2012 habe er keine Beschwerden am rechten Kniegelenk gehabt (vgl. UV-
act. 135/1, 140/3, act. G1). Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, dass die
Beschwerden kausal durch den Unfall verursacht worden wären, da die Formel "post
hoc ergo propter hoc", nach ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht ergiebig ist
(vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE
119 V 340 E. 2b/bb).
3.1.4 Die zum Zeitpunkt des MEDAS-Gutachtens noch vorhandenen Beschwerden
des rechten Kniegelenks (vgl. UV-act. 124, S. 51) sind damit überwiegend
wahrscheinlich nicht unfallkausal. Weitere medizinische Abklärungen, insbesondere die
vom Beschwerdeführer beantragte Untersuchung durch Dr. M._ (vgl. act. G1),
erübrigen sich damit.
3.2 Weiter umstritten ist die Unfallkausalität des von den MEDAS-Gutachtern
festgehaltenen chronischen thorakovertebralen und anamnestisch lumbovertebralen
bis -spondylogenen Syndroms. Die MEDAS-Gutachter führten in ihrer Stellungnahme
vom 26. Mai 2015 aus, es lägen unfallfremde Leiden vor, die sich auch ohne den Unfall
vom 13. Juni 2012 auf den Gesundheitszustand ausgewirkt haben könnten. Es sei von
einer vorübergehenden Verschlimmerung unfallfremder Leiden auszugehen. Der Status
quo sine dürfte spätestens 1,5 Jahre nach dem Unfall eingetreten sein (UV-act. 136/2).
Der Beschwerdeführer hatte sich ca. im Jahr 2000 eine BWK 12-Fraktur zugezogen,
war aber vor dem Unfallereignis vom 13. Juni 2012 diesbezüglich vollständig
beschwerdefrei (vgl. UV-act. 38, UV-act. 124, S. 34). Beim Unfall vom 13. Juni 2012
erlitt er sodann eine Berstungsfraktur BWK 6, sowie eine
Deckplattenimpressionsfraktur BWK 10 (UV-act. 5). Bezüglich letzterer hatte Dr. F._
am 6. Dezember 2013 mit Bezug auf das CT vom 3. Dezember 2013 (vgl. UV-act. 77)
festgestellt, die alte BWK 12-Fraktur sei ventral überbrückend mit dem Wirbelkörper
BWK 11 konsolidiert. Bei BWK 10 zeige sich nun eine interspongiöse
Bandscheibenhernie bzw. Eindellung der Deckplatte mit angrenzender Sklerose. Diese
Veränderung sei auf dem initialen CT vom 13. Juni 2012 nicht sichtbar, dort habe ein
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minimales Schmorl’sches Knötchen bestanden. Aufgrund der Sklerosierung scheine
dieser Einbruch der Deckplatte aber auch schon älteren Datums zu sein (UV-act. 75).
Weiter beurteilte Dr. F._, der Ursprung der Schmerzen scheine klinisch eher im
Bereich der unteren LWS zu liegen, dort zeige sich vor allem eine mässige
Degeneration im Segment L5/S1 (UV-act. 75). Die in der Folge durchgeführten
diagnostisch/therapeutischen Infiltrationen der Facettengelenke L5/S1, welche jeweils
zu einer Beschwerdebesserung führten (vgl. UV-act. 79/1, 83/1, 89/1, 104),
unterstützen diese Vermutung. Ein Verlaufs-MRI vom 29. Juli 2014 zeigte sodann
Diskalfachdegenerationen BWK11/12, LWK4/5 und LWK5/SWK1 sowie nach kaudal
zunehmende alters¬entsprechend geringe bis moderate Osteochondrosen und
Spondylarthrosen der inferioren LWS-Hälfte ohne spinale, rezessale oder foraminale
Neurokompression (UV-act. 103). Nach der letzten aktenkundigen Infiltration der
Nervenwurzel L5 links am 29. Juli 2014 (vgl. UV-act. 104) berichtete Dr. F._ am 2.
Oktober 2014 über eine Besserung der ausstrahlenden Schmerzen in den linken
dorsalen Oberschenkel. Aktuell bestünden jedoch hauptsächlich belastende
Schmerzen im Bereich der mittleren BWS beidseits mit Ausstrahlung nach kranial und
Kopfschmerzen (UV-act. 112). Vor diesem Hintergrund erscheint es überwiegend
wahrscheinlich, dass sich der Vorzustand der BWK 12-Fraktur durch den Unfall vom
13. Juni 2012 nur vorübergehend verschlimmerte und der Status quo sine vel ante zum
Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung wieder erreicht war. Auch Dr. J._ ging im
Übrigen davon aus, die Lumbalgien seien im Sinne einer vorübergehenden
Verschlimmerung Folge einer unfallbedingt gestörten Statik der gesamten Wirbelsäule
(UV-act. 93/53).
4.
Weiter zu prüfen ist der Zeitpunkt des Fallabschlusses bezüglich der Unfallrestfolgen
(Art. 19 Abs. 1 UVG). Die MEDAS-Gutachter hielten fest, aus polydisziplinärer Sicht sei
zum Zeitpunkt der Begutachtung keine Behandlung erforderlich (UV-act. 124, S. 57).
Dr. J._ hatte am 10. April 2014 bereits befunden, hinsichtlich der Handgelenk- und
der Wirbelsäulenfraktur sei ein stabiler Zustand eingetreten, bezüglich der Femurfraktur
müsse noch der Abschluss der knöchernen Konsolidierung abgewartet werden, welche
er im Frühsommer 2014 erwarte (UV-act. 93/54; der Zeitpunkt der erwarteten
Konsolidierung erwies sich als zutreffend, vgl. UV-act. 91, 99). Auch Dr. L._ hielt am
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22. Mai 2015 den Endzustand am Handgelenk, an der Hüfte und am Oberschenkel für
erreicht. Die Verletzungen an der Wirbelsäule könnten auch in der kommenden Zeit
noch Beschwerden verursachen und die Beschwerden als Folge von Metallreizungen
und Rückenschmerzen würden bedarfsweise behandelt werden müssen.
Heilungsmöglichkeiten bestünden nicht, jedoch Behandlungsmöglichkeiten zur
jeweiligen Rekompensierung (UV-act. 140/4). In Zukunft allenfalls notwendige
Behandlungen der Wirbelsäule zur Erhaltung des Gesundheitszustandes, wie sie Dr.
L._ sinngemäss erwähnt, stehen dem Fallabschluss nicht entgegen. Es ist davon
auszugehen, dass zum Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung im Dezember 2014 von
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr erwartet werden konnte. Damals
waren keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle hängig, welche
geeignet gewesen wären, den der Invalidenrente zu Grund zu legenden Invaliditätsgrad
zu beeinflussen (vgl. IV-act. 90, Urteil des Bundesgerichts vom 5. Oktober 2009,
8C_265/2009, E. 5.3). Der Fallabschluss und damit die Einstellung der Heilbehandlung
per 31. Dezember 2014 bzw. der Taggeldleistungen per 31. Dezember 2015 (Zeitpunkt
der Rentenprüfung durch die Solida) sind damit nicht zu beanstanden. Wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht (act. G3), ist nach der MEDAS-
Begutachtung auch keine Behandlung unfallkausaler Beschwerden mehr aktenkundig,
welche geeignet gewesen wäre, den Gesundheitszustand zu verbessern.
5.
Schliesslich ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Taggelder vom 1. Mai bis 31.
Dezember 2015 zu Recht basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 20% ausrichtete.
5.1 Die MEDAS-Gutachter befanden, aus orthopädisch/rheumatologischer Sicht
bestünden Beeinträchtigungen durch die Notwendigkeit vermehrter Pausen. Für die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit, bei welcher es sich um eine adaptierte Tätigkeit handle,
bestehe seit Ende 2012 eine zunehmende Arbeitsfähigkeit, spätestens seit dem
Gutachtenszeitpunkt sei von einer Einschränkung des Rendements von etwa 20% bei
voller Präsenz auszugehen (UV-act. 124, S. 55 f.). Sie berücksichtigten dabei auch die
in E. 3 diskutierten unfallfremden Beschwerden am rechten Kniegelenk sowie das
chronische thorakovertebrale und lumbovertebrale bis -spondylogene Syndrom. Dies
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ist jedoch insofern unerheblich, als nicht davon auszugehen ist, dass diese
Beschwerden über die unfallkausalen hinaus zu einer zusätzlichen Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit führten, zumal die Gutachter bereits Rückenschmerzen (thorakales
Schmerzsyndrom nach BWK 6-Berstungsfraktur) und Beschwerden an der linken
unteren Extremität (belastungsabhängige Beschwerden nach Supinationstrauma OSG
links) berücksichtigten (UV-act. 124, S. 50 f.) und deshalb körperliche
Schwerstarbeiten, dauerndes Schleppen über 15kg, dauernde Zwangshaltungen und
häufiges Besteigen von Gerüsten oder Leitern für unzumutbar hielten (UV-act. 124, S.
55).
5.2 Im Gegensatz zur umfassenden MEDAS-Abklärung mit persönlicher Untersuchung
des Beschwerdeführers erstellte Dr. J._ am 10. April 2014 eine Aktenbeurteilung. Er
nahm keine eigentliche eigene Arbeitsfähigkeitsschätzung vor, sondern befand
entsprechend der Fragestellung der ÖKK (“aktuell beträgt die Arbeitsfähigkeit 50%“),
die attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit erscheine nachvollziehbar (UV-act. 93/54).
Dabei orientierte er sich offensichtlich am damals vom Beschwerdeführer tatsächlich
geleisteten Arbeitspensum von 50% (vgl. UV-act. 46). Zudem hielt Dr. J._ fest, es
seien weitere Abklärungen und eine abschliessende Begutachtung nötig. Er war der
Ansicht, es wäre noch zu klären, weshalb eine nächtliche Sehbehinderung den
Versicherten an der Chauffeurtätigkeit behindert habe. Dies wäre nämlich ein
unfallfremder Anteil der Arbeitsunfähigkeit, dessen Höhe zu bestimmen wäre. Auch der
unfallfremde Anteil des rechten Knies sei abklärungsbedürftig. Hinsichtlich der
Femurfraktur könne er noch keinen stabilen Zustand erkennen, der eine inskünftig
geltende Beurteilung zuliesse. Folglich wäre eine verbleibende unfallbedingte
Arbeitsunfähigkeit im Rahmen einer Abschlussbegutachtung zu klären (UV-act. 93/54).
Auf die Beurteilung von Dr. J._ betreffend Arbeitsfähigkeit kann insoweit nicht
abgestellt werden, als sie offensichtlich unfallfremde Komponenten beinhaltete und
verschiedene Fragen noch abklärungsbedürftig waren. Zudem lagen zwischen der
Beurteilung von Dr. J._ bzw. dem neuesten von ihm berücksichtigten Aktenstück
vom 5. Februar 2014 (vgl. UV-act. 93/36) und der Abklärung durch die MEDAS
Ostschweiz im Dezember 2014 zehn Monate. In diesem Zeitraum erfolgten die
Entfernung des langen Gammanagels links und des Osteosynthesematerials am
distalen Radius sowie Infiltrationen der Facettengelenke L5/S1 und C6/7 (UV-act. 89/1,
99, 104, 118/2). Vor diesem Hintergrund ist mit der Beschwerdegegnerin (vgl. act. G3)
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eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bis zur MEDAS-Begutachtung als plausibel zu
betrachten. Auch ist die Aussage des Beschwerdeführers, wonach die von Dr. J._
erwähnten Sprunggelenks- und Hüftbeschwerden durch die Gutachter nicht
berücksichtigt worden seien, nicht nachvollziehbar. Als Hauptdiagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie sowohl ein residuelles Schmerzsyndrom
inguinal links und (am) Trochanter links ohne Funktionsstörung nach dislozierter
pertrochantärer Femurfraktur und Femurschaftfraktur links als auch
belastungsabhängige Beschwerden ohne Funktionsstörung nach Supinationstrauma
des OSG links auf (UV-act. 124, S. 50 f., S. 41). Schliesslich fassten die MEDAS-
Gutachter die vorherigen Beurteilungen, insbesondere auch das Gutachten von Dr.
J._, zusammen und hielten fest, aus medizinischer Sicht ergäben sich keine
Widersprüche aus der Aktenlage (UV-act. 124, S. 53 f.). Die Einschätzung von Dr. J._
ist damit insgesamt nicht geeignet, das spätere polydisziplinäre MEDAS-Gutachten in
Frage zu stellen.
5.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe anlässlich der Untersuchung durch die
MEDAS-Gutachter unter Einfluss von cortisonhaltigen Infiltrationen ins rechte Knie und
in die Lendenwirbelsäule gestanden, welche die Schwellungen und Schmerzen deutlich
herabgesetzt hätten (act. G1). Allfällige Infiltrationen in das rechte Kniegelenk sind
mangels Unfallkausalität (vgl. E. 3.1) vorliegend nicht relevant. Die letzte aktenkundig
bekannte Infiltration vor der Begutachtung fand am 18. November 2014 statt und betraf
das Facettengelenk C6/7 (UV-act. 118/2). Inwiefern die Infiltration die klinische
Untersuchung der MEDAS-Gutachter beeinflusst haben soll, ist nicht bekannt. Soweit
der Beschwerdeführer geltend macht, die Schmerzen im Bereich des BWK 6 seien
infolge der Infiltration geringer gewesen, ist zu bemerken, dass die MEDAS-Gutachter
Kenntnis von der Behandlung hatten (vgl. UV-act. 124, S. 36) und diese bei ihrer
Beurteilung entsprechend berücksichtigten. Sie kamen dementsprechend auch zum
Schluss, das thorakale Schmerzsyndrom nach BWK 6-Berstungsfraktur schränke die
zumutbare Arbeitsfähigkeit ein (UV-act. 124, S. 50).
5.4 Weiter erwähnt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde eine “einen
Knorpelvorsprung beim Gehen regelmässig überspringende Sehne“, welche schmerze
und auch sonst sehr unangenehm sei (act. G1). Dr. M._ hatte diesbezüglich am 29.
September 2015 ein Tractus-Springen über dem Trochanter major links diagnostiziert
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(UV-act. 155/2). Diese Symptomatik war zum Zeitpunkt des MEDAS-Gutachtens noch
nicht bekannt und wurde folglich von den Gutachtern nicht berücksichtigt. Die
Gammanagelosteosynthese und die Entfernung des Gammanagels als (Teil-)auslöser
der Symptomatik waren den Gutachtern hingegen bekannt. Auch berücksichtigten sie
ein residuelles Schmerzsyndrom inguinal links und (am) Trochanter links (UV-act. 124,
S. 50 f.). Es ist nicht davon auszugehen, dass das später aufgetretene (unfallkausale;
vgl. UV-act. 171) Tractus-Springen und die damit verbundenen Schmerzen über die
bereits berücksichtigten Beschwerden der Hüfte hinaus Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit hat.
5.5 Inwiefern die MEDAS-Gutachter den erhobenen Befunden bei der Beurteilung der
körperlichen Belastbarkeit und der Arbeitsfähigkeit keine bzw. nicht genug Rechnung
getragen haben sollten, ist – entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers (act.
G1) – nicht ersichtlich. So befanden die Gutachter, körperliche Schwerstarbeiten,
dauerndes Schleppen über 15 kg, dauernde Zwangshaltungen und häufiges Besteigen
von Gerüsten oder Leitern dürften dem Beschwerdeführer nicht zugemutet werden.
Damit ist der Beschwerdeführer bezüglich seiner Unfallfolgen umfassend entlastet.
Weiter beurteilten die Gutachter, für eine adaptierte Tätigkeit bestünden aus
orthopädisch/rheumatologischer Sicht Beeinträchtigungen durch die Notwendigkeit
vermehrter Pausen, weshalb das Rendement bei vollzeitiger Präsenz um 20%
gemindert sei (UV-act. 124, S. 55 f.). Schliesslich schätzte auch Dr. L._ den
Beschwerdeführer als zu 70% arbeitsfähig ein, mithin nur leicht weniger als die
MEDAS-Gutachter (vgl. IV-act. 105). Eine Arbeitsfähigkeit von 80% ist sodann auch vor
dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer zu 70% für seine Arbeitgeberin tätig ist
und daneben noch gewisse landwirtschaftliche Arbeiten erledigt, nachvollziehbar (UV-
act. 124, S. 29, 160/6, vgl. IV-act. 96-2, 99).
5.6 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das
MEDAS-Gutachten vom 29. Januar 2015 sowie die Stellungnahmen vom 18. Februar
und 26. Mai 2015 (vgl. UV-act. 124, 128, 136) auf umfassender Aktenkenntnis sowie
polydisziplinären eigenen Untersuchungen beruhen, das gesamte Leidensbild des
Beschwerdeführers berücksichtigen und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse
nachvollziehbar sind. Aus den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwänden,
insbesondere den medizinischen Einschätzungen von Dr. J._, ergeben sich zudem
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keine objektiven Gesichtspunkte, welche im MEDAS-Gutachten ausser Acht gelassen
worden wären. Eine zwischen dem MEDAS-Gutachten vom 29. Januar 2015 und dem
umstrittenen Einspracheentscheid vom 22. April 2016 eingetretene massgebliche
Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist
nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 22. April 2016 nicht zu
beanstanden und die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Als Versicherungsträgerin hat die obsiegende
Beschwerdegegnerin praxisgemäss keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da
vorliegend die Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu
bezeichnen ist (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015,
N 199 zu Art. 61). Ihr Antrag (act. G3) ist daher abzuweisen.