Decision ID: 499865de-486c-452a-a88e-0df7de0d66b9
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Y._
und
Z._
meldeten ihre Tochter
X._
, geboren 2011, am
4.
Januar
2021 bei der Invali
denversicherung an und ersuchten um die Bewilligung medizinischer Massnah
men (
Urk.
7/1
Ziff.
1).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erliess am 2
9.
Juni 2021 (
Urk.
7/13) den Vorbescheid. Die Eltern von
X._
brachten dagegen Einwände (
Urk.
7/19) vor. Die IV-Stelle holte in der Folge einen weiteren Arztbericht (
Urk.
7/24) ein. Mit Verfügung vom
6.
Oktober 2021 (
Urk.
7/27 =
Urk.
2) lehnte sie eine Kostgutsprache für eine Psychotherapie ab.
2.
Die Eltern von
X._
erhoben am
2.
November
2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom
6.
Oktober
2021 (
Urk.
2) und beantragten, diese sei aufzuheben und es seien die Kosten für die Psychotherapie als medizinische Mass
nahme gestützt auf
Art.
12 des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung (IVG) von
der Invalidenversicherung
zu übernehmen. Eventuell sei die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese hernach erneut über die gesetzlichen Le
istungen von
X._
ent
scheide (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Dezember
2021 eine teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung der Sache an sie zur weiteren Abklärung (
Urk.
5). Zudem reichte sie eine Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 1
4.
Dezember 2021 (
Urk.
6) ein.
Die Eltern von
X._
erklärten sich am
2.
Februar 2022 mit einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen einverstanden (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Da sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Eltern von
X._
eine Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen beantragten (
Urk.
5,
Urk.
10)
,
liegen übereinstimmen
de Parteianträge vor. Da diese mit der Akten- und Rechtslage in Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
6.
Oktober 2021 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach Vornahme der erforderlichen Abklärungen über die Ansprüche von
X._
neu verfüge.
2.
2.1
Die Kosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
200.-- fest
zusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
2.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädi
gung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb
die
anwaltlich
vertretene
n
Eltern von
X._
Anspruch auf eine Prozessentschädigung ha
ben
.
Diese
ist
vorliegend bei einem praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
220.-- (zuzüglich Mehrwer
tsteuer) ermessensweise
auf
Fr.
2’200
.-- (inklusive Baraus
lagen und Mehrwertsteuer)
fest
zusetzen
.