Decision ID: 8dc85e38-06bf-49ab-8ed9-36e1223bc579
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die im Jahre 1959 in Serbien geborene
X._
ist gelernte Verkäuferin und war 1981
als Saisonniere
erstmals in der Schweiz erwerbstätig (
Urk.
6/2,
Urk.
6/5 S. 2).
Im Jahre
1991 reiste sie defin
itiv in die Schweiz ein, wo sie Hilfs
arbeitertätigkeiten
,
insbesondere als Hilfsköchin, ausübte (
Urk.
6/66/15); zuletzt war sie ab dem
8.
November 2004 für die
Y._
als Sortiererin erwerbstätig (
Urk.
6/7). Am 1
6.
Juli 2008
zog sie sich bei einem Sturz auf die linke Hand ei
nen B
ruch des
Discus
triangularis
zu;
eine
Ulnaverkürzung
wurde
mit Operation vom 1
2.
Januar 2010
durchgeführt
(
Urk.
6/66/35). Die Kündigung des Arbeits
verhältnisses erfolgte mit Schreiben vom 1
3.
April 2010 per 1
4.
Mai 2010 (
Urk.
6/12
; letzter effektiver Arbeitstag:
8.
Januar 2010,
Urk.
6/7 S. 1
). Infolge Rückenschmerzen, Armschmerzen links sowie weiterer Beschwerden meldete sich die Versicherte am
6.
Dezember 2010 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/2 S. 7 ff.,
Urk.
6/121 S. 11). Die
Osteosynthesematerialentfernung
am linken Handgelenk erfolgte am
9.
Dezember 2010 (
Urk.
6/66/35).
Aufgrund persistierender Rückenbeschwerden unterzog sich die Versicherte am 2
0.
Juni 2011 sowie am 2
6.
Juli 2012 operati
ven Eingriffen; eine Wundrevision nach Wundinfekt erfolgte am 1
2.
August 2012 (
Urk.
6/40).
Aufgrund der erlittenen Handverletzung sprach die Suva der Versicherten mit Verfügung vom 1
4.
Juni 2013 – nach abgeschlossener Vereinbarung - ab
1.
Dezember 2011 eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 14
%
sowie eine Integritätsentschädigung ausgehend von einer Integritätseinbusse von 10
%
zu (
Urk.
6/63). Die IV-Stelle liess die Versicherte in der Folge polydis
ziplinär abklären (
Z._
-Gutachten vom 2
7.
August 2013,
Urk.
6/66)
;
eine Ergän
zung des Gutachtens erfolgte mit Schreiben vom 2
4.
September 2013 (
Urk.
6/69).
Mit Vorbescheid vom 1
4.
Februar 2014 stellte die IV-Stelle der Ver
sicherten für die Zeit vom
1.
Juni 2011 bis 3
0.
April 2013 die
Zusprechung
ei
ner ganzen Rente in Aussicht (
Urk.
6/75); dagegen erhob die Vertreterin der Versicherten am 2
0.
März 2014 Einwand (
Urk.
6/82).
Am
7.
Dezember 2014 verletzte sich die Versicherte bei einem Treppensturz an der rechten Schulter (
Urk.
6/113/42).
Im Zuge der weiteren Abklärungen liess die IV-Stelle die Versi
cherte erneut polydisziplinär abklären (
Z._
-Gutachten vom
4.
Juni 2015,
Urk.
6/113) und hielt mit Verfügung vom 1
4.
Januar 2016 an der Einschätzung gemäss ergangenem Vorbescheid fest (
Urk.
6/125 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Vertreterin am 1
5.
Februar 2016 Beschwerde und beantragte, es sei der Beschwerdeführerin ab
1.
Januar 2011 eine
(unbefristete)
ganze Rente zuzusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be
schwerdegegnerin. Weiter sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechts
pflege zu bewilligen und ihr in der Person der Unterzeichneten eine unentgeltli
che Rechtsvertreterin zu bestellen (
Urk.
1 S. 2).
Unter Hinweis auf die Akten beantragte die Beschwerdegegnerin mit Beschwerde
antwort vom 1
5.
März 2016 Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5). Mit Verfügung vom 1
9.
April 2016 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltli
che Prozessführung bewilligt und ihr in der Person von Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
, Zürich, eine unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Ver
fahren bestellt; weiter wurde ihr die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121
V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Renten
beginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (
vgl. etwa
Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006
E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139
V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröf
fentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Bei
zug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Rechtsprechung).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichsein
kommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung
vom 1
4.
Januar 2016
damit, dass der Beginn der einjährigen Wartezeit per Januar 2010 festzusetzen sei. Dabei sei bis Juni 2011 in einer
angepassten Tätigkeit von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, was
zu keinem Rentenan
spruch führe
. Aufgrund einer Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes
(
in der Zeit von Juni 2011 bis Januar 2013
)
ergebe sich
der
Anspruch auf eine ganze Rente vom
1.
Juni 2011 bis 3
0.
April 201
3.
Für die Zeit danach sei von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen, was zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 36
%
führe (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte die Vertreterin der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass auf das
Z._
-Gutachten vom
3.
September 2013 (2
7.
August 2013) nicht abgestellt werden könne. So sei gemäss orthopädischem Teilgutachten in einer behinderungs
an
gepassten Tätigkeit von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, was die gesamthaft eingeschä
tzte Leistungsfähigkeit von 80
%
als fragwürdig
erscheinen lasse; auch bezüglich des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit ergebe sich zwischen dem orthopädischen Teilgutachten und der abschli
essen
den Beurteilung eine Diskr
epanz (
Urk.
1 S. 4).
Für die Zeit von Dezember 2010 bis Februar 2011 sei zudem zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin allein aufgrund ihrer
Handbeschwerden vollständig arbeitsunfähig
gewesen sei
(S. 8 unten).
Auch das zweite
Z._
-Gutachten vermöge hinsichtlich der Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit nicht zu überzeugen. So werde zwar eine Verschlech
terung der gesundheitlichen Situation eingeräumt
;
dennoch sei die festgesetzte Arbeitsfähigkeit zu hoch (S. 6 f.), was generell für die Zeit ab Mai 2013 gelte. Von da an sei aufgrund des Anforderungsprofils an einen angepassten Arbeits
platz – auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt – davon auszugehen, dass die Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei, was weiterhin zu einem An
spruch auf eine ganze Rente führe (S. 8).
3.
3.1
Die für das
Z._
-Gutachten vom 2
7.
August 2013 verantwortlichen Fachärzte stellten
-
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
die folgenden Diagnosen
(Urk. 6/66/34 f.)
:
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
-
Klinisch ohne sensomotorische Ausfallsymptomatik der Nervenwurzel L5 links
-
Status nach mikrochirurgischer Dekompression und
Sequestro-Nukleo
tomie
L4/5 links am 2
0.
Juni 2012 (Uniklinik Balgrist Zürich; richtig: 2011)
-
Status nach Re-Dekompression L4/5 links,
interkorporeller
posterolate
raler
S
p
ondylodese
sowie
autologer
Spon
g
iosaentnahme
rechts am 2
6.
Juli 2012 (Uniklinik Balgrist Zürich)
-
Status nach Wundrevision,
Débridement
, Spülung und
Redoneinlage
am 1
2.
August 2012 (Uniklinik Balgrist Zürich)
-
Radiologisch Diskushernie L5/S1 links ohne Neurokompression, im Üb
rigen regelrechter postoperativer Befund (MRI
6.
November 2012 und Röntgen 2
9.
November 2013)
-
Radikuläres
Schmerz- und intermittierendes Reiz- sowie leichtes sensomo
torisches Ausfallsyndrom C7 links (ICD-10 M54.12)
-
Kernspintomographisch links
mediolaterale
Diskusprotrusion
C6/7 und
Foraminalaffektion
der Wurzel C7 links
5.
Februar 2013
-
Meralgia
paraesthetica
(Läsion des
Nervus
cutanis
femoris
lateralis
) links (ICD-10 G57.1)
-
Chronisches Schmerzsyndrom linke Hand und linkes Handgelenk (ICD-10 N25.5)
-
Status nach Sturz am 1
6.
Juli 2
008 mit Läsio
n des
Discus
triangularis
links bei vorliegender
Ulna
-Plus-Variante
-
Status
nach
Ulnaverkürzungsosteotomie
links am 1
2.
Januar 2010
-
Status nach Osteosynthese-Materialentfernung links
Ulna
und offene Exzision eines dorsalen Handgelenksganglions am
9.
Dezember 2010
-
STT-Arthrose beidseits
-
Bouchard-Arthrosen mehr
Heberden
-Arthrosen beidseits.
Zusammenfassend seien der Beschwerdeführerin körperlich schwere und mittel
schwere Tätigkeiten nicht zuzumuten. Für eine körperlich leichte, adaptierte Tä
tigkeit mit
der
Möglichkeit zu Wechselpositionen sowie auch unter Zuhilfen
ahme der linken Hand bestehe eine zumutbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
.
Die Einschränkungen aus neurologischer und handchirurgischer Sicht würden sich bezüglich möglicher Pausen ergänzen, es entsteh
e
kein addi
tiver Effekt. Das Pensum könne vollschichtig umgesetzt werden, bei einem er
höhten Pausenbedarf von 10 Minuten pro Stunde (
Urk.
6/66/37).
3.2
Die für das
Z._
-Gutachten vom
4.
Juni 2015 verantwortlichen Fachärzte stell
ten
-
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
die folgenden Diagnosen (Urk. 6/113/41 f.):
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom linksbetont (ICD-10 M54.5)
-
DD
residuelle
sensomotorische
L5
Radikulopathie
und chronische schmerzhafte
Radikulopathie
links (ICD-10 M54.4)
-
Status nach mikrochirurgisch
er Dekompression und
Sequestron
ukleoto
mie
L4/5 links
bei
Rezessusstenose
und
Diskusher
nie
am 2
0.
Juni 2011
-
Status n
ach Re-Dekompression L4/5 links
intrakorporaler
und
post
erolateraler
Spondylodese
,
autologer
Spongiosa-E
ntnahme
Be
ckenkamm
rechts am 2
6.
Juli
2012 wegen Segmentdegeneration L4/5 mit
Bandscheibenprotrusion
links
-
Status nach Wundrevision
bei Wundinfekt
am 1
2.
August
2012
-
Deutliche muskuläre
Dysbalance
mit Abschwächung der abdominel
len und rückenstabilisierenden Muskelgruppen
-
Elektrophysiologisch am 2
9.
April 2014 (USZ) chronische neurogene Veränderung in der von L5 und S1-Wurzel linksseitig versorgten Muskulatur im Sinne einer leichten chronischen Wurzelschädigung
-
Chronisches
ulnocarpales
Schmerzsyndrom Handgelenk
links (ICD-10 S63.59
)
-
Y._
traumatische
Läsion des
D
iscus
triangularis
link
s bei
Ulnaplusvari
anz
(Unfalldat
um 1
6.
Juli 2008)
-
Leichtgra
dige posttraumatische Arthrose d
istales
Radioulnargelenk
(DRUG) links (M19.13)
-
Status nach
Ulnaverkürzungsosteotomie
links am 1
2.
Januar 2010
-
Status nach
Osteosynthesem
aterialentfernung
Ulna
links,
offene Exzi
sion eines dorsalen Handgelenksganglions
und Wafer-Resektion
am
9.
Dezember 2010
-
Mässige mediale und leichte
femoropatellare
Gonarthrose
links (ICD-10 M17.1)
-
Chronisches
su
b
acromiales
Impingement
-Syndrom rechts (ICD-10 M75.4)
-
Radiomorphol
o
gisch (
Arthro
-MRI rechte Schulter
7.
April 2015) mäs
sige AC-Gelenksarthrose, leichte bis mässige Bursitis
subacromialis
subdeltaoidea
, breite und tiefe
humeruskopfseitige
Partialruptur der
Supraspinatussehne
bei Status nach Treppensturz am
7.
Dezember 2014
-
Latente chronische
Zervikobrachialgie
links (ICD-10 M53.1)
-
Radiologisch
mediolaterale
Diskushernie C6/7 mit
foraminaler
Ver
engung links im MRT HWS 02/2013
-
Läsion des
Nervus
cutaneus
femoris
lateralis
links
-
Handarthrosen beidseits
-
Rhizarthrose
, STT-Gelenksarthrose beidseits (ICD-10 M19.04)
-
Fingerpolyarthrose (Bouchard-Arthrosen,
Heberden
-Arthrosen) PIP- und DIP-Gelenke
Dig
. II bis V beidseits (ICD-10 M19.04)
-
Pisotriquetal
-Arthrose beidseits (ICD-10 M19.04).
Zusammenfassend resultiere für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkei
ten eine Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte, gut adaptierte Tätigkeiten, auch beidhändig durchführbar, bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70
%
. Die Leistungseinbussen aus den verschiedenen Bereichen des Bewe
gung
sapparates addierten sich nicht.
Das Pensum könne vollschichtig umgesetzt werden, bei ein
em erhöhten Pausenbedarf von 10-15
Minuten pro Stunde
und leicht reduziertem Rendement. Die festgestellte Arbeitsfähigkeit bestehe spätes
tens sei April 201
5.
Seit der letzten Untersuchung habe sich eine leichte Ver
schlechterung eingestellt, vor allem hinsichtlich der neuen Reizsymptomatik
im LWS-Bereich. Für die Zeit zuvor kön
ne auf die Einschätzung des letzten Gut
achtens verwiesen werden (
Urk.
6/113/43-44
).
4.
4.1
Auch wenn vorliegend von einem Ablauf des Wartejahres im Januar 2011 auszu
gehen ist, k
onnte
ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin aufgrund der im Dezember 2010 erfolgten Anmeldung ohnehin erst per Juni 2011 entste
hen. Inwiefern die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beschwerden an der lin
ken Hand in der Zeit von Januar bis Ende Mai 2011 in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war, kann vor diesem Hintergrund offen bleiben. Unbestritten ist dabei, dass aufgrund der Rückenbeschwerden, welche am 2
0.
Juni 2011 zu ei
nem ersten operativen Eingriff führten, ab Juni 2011 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist.
4.2
4.2.1
Hinsichtlich des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit aufgrund der persistierenden Rückenbeschwerden ist der Vertreterin der Beschwerdeführerin darin Recht zu geben, dass die Angaben im Gutachten vom 2
7.
August 2013 doch
in
mehrfa
ch
er Hinsicht
ungenau sind. So wird der Beginn der Arbeitsfähigkeit auf den
8.
November 2010
festgesetzt
(gemeint ist wohl
der
8.
Januar 2010) und die erste Rückenoperation wird per 2
0.
Juni 2012
datiert
(richtig: 2011)
;
dies ent
sprechend der Diagnoseliste
,
aber entgegen den korrekten Angaben im orthopä
dischen Gutachten
. Ein Ende der Arbeitsunfähigkeit per Ende November 2012 widerspricht dabei ebenfalls den Angaben im orthopädischen Gutachten (Urk.
6/66/
37-38,
Urk.
6/66/23).
Auf entsprechende Anfrage der Beschwerde
gegnerin hin präzisierten die
Z._
-Gutachter die entsprechenden Angaben mit Schreiben vom 2
4.
September 2013, ohne jedoch sämtliche Ungereimtheiten zu beseitigen. So wird lediglich für die Dauer von drei Monaten nach der Operation vom 2
0.
Juni 2011 sowie vom 2
6.
Juli 2012 bis Ende November 2012 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen, was wiederum den Angaben im orthopädischen Gutachten widerspricht (
Urk.
6/69).
Dabei ist
festzuhalten
, dass gerade die orthopädische Disziplin für
die Beschreibung des
Verlauf
s
der Be
schwerden massgebend wäre
,
wogegen
der im Rahmen der Begutachtung zu
ständige Facharzt bei der Präzisierung vom 2
4.
September 2013 nicht mitge
wirkt hat. Bezüglich des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit muss damit streng ge
nommen von einer fehlenden Konsensbeurteilung ausgegangen werden.
4.2.2
Die Beschwerdegegnerin ging bei dieser Aktenlage für di
e Zeit ab 2
0.
Juni 2011 bis 2
6.
Januar 2013 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwer
deführerin aus, was aufgrund der nachfolgenden Überlegungen nicht zu bean
standen und für diesen Zeitraum auch unbestritten geblieben ist.
Massgebend für die Arbeitsunfähigkeit
im genannten
Zeitraum sind die durchge
führten Rückenoperationen
,
unter Berücksichtigung der nötigen Erho
lungszeiten. Der für das orthopädische Teilgutachten verantwortliche Facharzt ging dabei ab 2
0.
Juni 2011 bis sechs Monate nach der Operation vom 2
6.
Juli 2012 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus (
Urk.
6/66/23). Dies ent
spricht im
Wesentlichen den echtzeitlichen ärztlichen Berichten. Auch wenn nach der ersten Operation zunächst von einem guten Behandlungsergebnis aus
gegangen wurde (
Urk.
6/19 S. 5 f.), kam es bereits per Ende 2011 wieder zu ei
ner Verschlechterung der Situation, wobei
schon
im Januar 2012 ernsthaft eine zweite Operation in Erwägung gezogen wurde (
Urk.
6/20).
Bezüglich
der Opera
tion vom 2
6.
Juli 2012 ist weiter der
durchgemachte
Wundinfekt zu berück
sichtigen
(Spitalaufenthalt bis 2
2.
August 2012,
Urk.
6/33 S. 7)
. Anlässlich der
Kontrolle sechs Monate
postoperativ wurde aufgrund des Befundes keine Ar
beitsunfähigkeit mehr attestiert (
Urk.
6/41). Demgegenüber
ist bezüglich des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit
streng genommen
von einer fehlenden Kon
sensbeurteilung auszugehen
, sodass
auf das Schreiben vom 2
4.
September 2013
- entsprechend dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin –
nicht abzustellen ist.
Aufgrund des überzeugenden orthopädischen Teilgutachtens fällt dabei eine vollständige Unverwertbarkeit des ganzen Gutachten
s
ausser Betracht (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.4).
Dementsprechend ist für die Zeit vom 2
0.
Juni 2011 bis zum 2
6.
Januar 2013 auch in einer angepassten Tätigkeit von einer vollständi
gen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
4.3
Für die Zeit nach der postoperativen Erholung legen die für das
Z._
-Gutachten vom 2
7.
August 2013 verantwortlichen Fachärzte den medizinischen Sachver
halt nachvollziehbar dar. Anzumerken ist dabei, dass sich die aus orthopädi
scher Sicht attestierte 70%ige Leistungsfähigkeit auf die angestammte Küchen
tätigkeit bezieht. Für eine angepasste Tätigkeit wird dabei aus rein orthopädi
scher Sicht von einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit ausgegangen (
Urk.
6/66/23 oben). Vor diesem Hintergrund ist die in der Gesamtbeurteilung festgesetzte Restleistungsfähigkeit von 80
%
(vollschichtig
,
bei erhöhtem Pau
senbedarf) nicht zu beanstanden. Ebenfalls nachvollzogen werden können die Angaben der
Z._
-Gutachter im Verlaufsgutachten vom
4.
Juni 201
5.
Die neu diagnostizierten Knie-, Schulter- und HWS-Beschwerden
werden unter Hinweis auf eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation gewürdigt und finden auch im Anforderungsprofil an eine behinderungsangepasste Tätigkeit ihren Niederschlag (
Urk.
6/113/43). Ab April 2015 ist demnach in einer angepassten Tätigkeit von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit, unter Berücksichtigung des neu definierten Anforderungsprofils, auszugehen.
5.
5.1
Hinsichtlich des
Valideneinkommens
ging die Beschwerdegegnerin per 2009 von einem Jahresgehalt von
Fr.
56‘550.
--
aus, was dem IK-Auszug entspricht und seitens der Beschwerdeführerin nicht beanstandet wurde (
Urk.
6/5).
Nach Berücksichtigung der seither eingetre
te
nen Nominallohnentwicklung ergeben sich die folgenden Vergleich
s
einkommen: Per 2011:
Fr.
57‘702.30, per 2013:
Fr.
58‘677.30, per 2015:
Fr.
59‘519.30
(
www.bfs.admin.ch
,
T39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne
).
5.2
Aufgrund der für die Zeit von Juni 2011 bis Ende Januar 2013 bestehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit ergibt sich entsprechend der Einschätzung der Beschwerdegegnerin für die Zeit vom
1.
Juni 2011 bis 3
0.
April 2013
der
An
spruch auf eine ganze Rente (
Art.
88a
Abs.
1 IVV).
5.3
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens
per 2013
ist
praxisgemäss
vom Total des Kompetenzniveaus 1 der LSE 2012 auszugehen.
Der monatliche Bru
t
tolohn weiblicher
Ar
beitskräfte
betrug im Gesamtdurchschnitt Fr. 4'112
.--
(LSE 2012 Tabelle TA1 S. 35),
was nach Berücksichtigung
der
betriebsüblichen
durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden
(
www.bfs.admin.ch
,
T03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftszweigen in Stun
den pro Woche, Total
)
sowie der Nominal
lohnentwicklung
(
www.bfs.admin.ch
,
T39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne
) und in Anbetracht des zumutbaren Pensums von 80 % zu einem Jahresein
kommen von Fr. 41‘434.55 führt.
Zu prüfen bleibt, ob davon ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist.
In der Zeit ab Mai 2013 bis Ende März 2015 ist die
Beschwerdeführerin
auf
eine kör
perlich leichte, adaptierte Tätigkeit mit
der
Möglichkeit zu Wechselpositionen
angewiesen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die
gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht auto
matisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4
(entspricht weitgehend dem heuti
gen Kompetenzniveau 1 gemäss LSE 2012)
bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4).
Der Umstand, dass die versicherte Person gemäss den medizinischen Angaben auf eine Tätigkeit angewiesen ist, die im Sitzen verrichtet werden kann und die Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswech
seln bietet, ihre Einsatzmöglichkeiten daher begrenzt sind, ist im Hinblick auf den allein massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG;
BGE 134 V 64
E. 4.2.1) nicht abzugsrelevant (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8).
In Anbetracht der
obgenannten Rechtsprechung des Bundesgerichts
erscheint entsprechend der Einschätzung der Beschwerdegegnerin ein
leidensbedingter Abzug nicht angezeigt, was
für die Zeit ab
1.
Mai 2013
zu einem rentenaus
schliesse
n
den Invaliditätsgrad von rund 29
% führt ([Fr.
58‘677.30
- Fr.
41‘434.55
] x 100 / Fr.
58‘677.30
= 29.38
). Selbst wenn man einen leidensbe
dingte
n Abzug in der Höhe von 10 % ge
währen würde, hätte dies noch immer einen rentenausschliessenden Invaliditäts
grad von rund 36
% zur Folge ([Fr.
58‘677.30
- Fr.
37‘291.1
0] x 100 / Fr.
58‘677.30
= 36.44
).
5.4
Ab April 2015 ist von einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
auszugehen, was einem zumutbaren Einkommen von
Fr.
36‘775.50 entspricht.
Für diesen Zeitraum ist die Beschwerdeführerin auf eine körperlich leichte, wech
selbelastende Tätigkeit, überwiegend sitzend durchführbar, ohne Arbeiten mit Überkopfbewegungen, ohne
Positionen mit vorgebeugtem Oberkörper
, ohne Rotationsbewegungen der Lenden- und Halswirbelsäule, mit nur kurzfristigem Zurücklegen von Gehstrecken angewiesen (
Urk.
6/113/43). Das genannte Anfor
derungsprofil widerspiegelt dabei nicht nur die Verschlechterung der Situation an der Lendenwirbelsäule, sondern auch die neu hinzugetretenen Knie-, Schul
ter- und HWS-Beschwerden. Die Beschwerdeführer
in
kann
eine Vielzahl von Köperhaltungen und Tätigkeiten, welche im Rahmen einer leichten und wech
selbelastenden Tätigkeit üblich sind
,
nicht mehr ausführen. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, dass alle Einschränkungen in der um 30 % vermin
derten Leistungsfähigkeit bereits erfasst sein sollen, greift dabei zu kurz
, wes
halb die Verweigerung eines Tabellenlohnabzuges als ermessensmissbräuchlich erscheint (BGE 137 V 71 E. 5.1)
. In Würdigung der gesamten Umstände er
scheint vielmehr ein leidensbedingter Abzug von 10
%
angezeigt,
was
zu
einem Invalideneinkommen von
Fr.
33‘097.95 und
folglich zu
einem
Invaliditätsgrad von rund 44
% führt ([Fr.
59‘519.30
- Fr.
33‘097.95
] x 100 / Fr.
59‘519.30
= 44.39
). Selbst wenn man
grosszügigerweise
einen leidensbedingte
n Abzug in der Höhe von 15 % ge
währte
,
würde sich
dies
bei
einem
Invaliditäts
grad von rund
47
%
nicht rentenrelevant
auswirken
([Fr.
59‘519.30
- Fr.
31‘259.2
0] x 100 / Fr.
58‘677.30
=
47.48
).
5.5
Zusammenfassend hat die Beschwerdeführerin für die Zeit vom
1.
Juni 2011 bis 3
0.
April 2013 Anspruch auf eine ganze Rente und für die Zeit ab
1.
Juli 2015 (
Art.
88a
Abs.
1 IVV) Anspruch auf eine Viertelsrente.
Dies führt in teilweiser Gutheissung der Beschwerde zur entsprechenden Abänderung der angefochte
nen Verfügung.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
,
auf Fr. 800.
--
anzusetzen
und ausgangsgemäss der Be
schwerdegegnerin aufzuerlegen (Bundesgerichtsurteil 9C_995/2012 vom 1
7.
Ja
-
nuar
2013
E. 3).
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwer
-
defüh
rerin
eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, wel
che in Anwendung von
Art.
61
lit
. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie nach Einsicht in die Honorarnote vom
5.
September 2017
(Urk. 12)
auf
Fr.
1‘
9
72
.
4
0
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.