Decision ID: c3e68374-3547-51d6-a35a-49fc6effed1b
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Am 31. Juli 2006 stellte X._ (im Folgenden: Beschwerdeführer) beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Gesuch um Erteilung des eidgenössischen Lebensmittelchemikerdiploms unter Anerkennung seines am 29. März 2001 von der Regierung Oberbayern ausgestellten deutschen Lebensmittelchemikerdiploms.
B. Mit Verfügung vom 27. August 2007 wies das BAG das Gesuch unter Auferlegung einer Gebühr von Fr. 100.- ab.
Seinen Entscheid begründete das BAG im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer im Fachgebiet Hydrogeologie den in der  des EDI vom 23. November 2005 über den Vollzug der  (im Folgenden: Vollzugsverordnung, SR 817.025. 21) geforderten Nachweis der theoretischen Vorbildung nicht erbringen könne. Im Weiteren verfüge der Beschwerdeführer nicht über die  sowie die erforderlichen praktischen Tätigkeiten im Bereich der Inspektionen von Lebensmittelbetrieben, und schliesslich müsse er nebst der praktischen auch die theoretische Prüfung in den unter Art. 14 Abs. 1 Bst. a-f Vollzugsverordnung aufgeführten Fächern .
C. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 3. Oktober 2007 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte  Kosten- und Entschädigungsfolgen, die Verfügung vom 27. August 2007 sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die  zurückzuweisen. Im Weiteren sei das BAG anzuweisen, sein Diplom als staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker als gleichwertig zum schweizerischen Diplom anzuerkennen und ihm gestützt darauf das Eidgenössische Diplom als Lebensmittelchemiker auszustellen.
Zur Begründung führte der Beschwerdeführer aus, das BAG habe den rechtserheblichen Sachverhalt nicht bzw. ungenügend abgeklärt und zudem seinen Anspruch auf rechtliches Gehör insofern verletzt, als er nicht angehört und die Ablehnung seines Gesuchs nur unzureichend begründet worden sei. Über das Abkommen vom 21. Juni 1999  der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der
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Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) nehme auch die Schweiz am EU-System der gegenseitige Anerkennung von Diplomen und Berufsausweisen teil. Die Vorinstanz habe sich mit  Aspekt überhaupt nicht befasst.
Die theoretische Vorbildung gemäss Art. 4 Vollzugsverordnung sei mit Ausnahme des Faches "Hydrogeologie" bereits durch das  an der Technischen Universität München abgedeckt. Er sei bereit, die notwendigen Vorlesungen in der Schweiz zu besuchen und die vorgeschriebenen Prüfungen im Fach "Hydrogeologie" abzulegen. Als Ressortleiter bei den Y._ Laboratorien in Z._ habe er gute Kenntnisse in der schweizerischen Lebensmittelgesetzgebung erwerben können, was als Berufserfahrung zu berücksichtigen sei. Auch besuche er jährlich mehrere Weiterbildungen. Die von der Vorinstanz geforderte Prüfung der praktischen Fähigkeiten im Sinne von Art. 13 Vollzugsverordnung schliesslich sei durch die zweite Staatsprüfung für Lebensmittelchemiker (in Deutschland) abgedeckt, was sich aus § 24, Sätze 4 und 5 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker vom 11. Juni 1975 in der Fassung vom 13. Januar 1999 (im Folgenden: APOLmCh [in den Vorakten]) ergebe. Auch der theoretische Teil der Diplomprüfung gemäss Art. 14 Abs. 1 Bst. a bis f Vollzugsverordnung sei durch der bestandenen ersten und zweiten Staatsprüfung für Lebensmittelchemiker abgedeckt, was sich aus § 16, 18 und 20 APOLmCh ergebe.
D. In seiner Vernehmlassung vom 3. Januar 2008 beantragte das BAG, die Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen. Zur Begründung führte es aus, der für die Frage der Diplomanerkennung zuständige Leitende Ausschuss (im Folgenden: LA) habe die Gleichwertigkeit des  und des deutschen Lebensmittelchemikerdiploms im Sinne des FZA geprüft. Der Vergleich habe ergeben, dass es sich um zwei unterschiedliche Ausbildungssysteme handle. In Deutschland sei der Abschluss als "staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker" ein  Hochschulabschluss – anders als in der Schweiz, wo dem Abschluss als "eidgenössischer Lebensmittelchemiker" eine  Ausbildung vorangehe, die ausschliesslich auf die Tätigkeit als Kantonschemiker bzw. auf den kantonalen Vollzug des  ausgerichtet sei. Um den an Kantonschemiker gerichteten Er-
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wartungen entsprechen zu können, brauche es in den in der Verfügung vom 27. August 2007 genannten Bereichen eine andere Ausbildung, als diese im Rahmen der Ausbildung zum staatlich geprüften  in Deutschland angeboten werde. In der  Ausbildung liege das Schwergewicht auf der Vorbereitung auf den Vollzugsalltag sowie Inspektionstätigkeiten. Daher sei es , dass der Beschwerdeführer genügende Kenntnisse in  nachweise, die Ausbildung für die Inspektion von  und die praktische Arbeit im Sinne von Art. 11 Abs. 3 Vollzugsverordnung nachhole sowie die Diplomprüfung nach den Art. 12 ff. Vollzugsverordnung erfolgreich absolviere.
Schliesslich legte das BAG erneut dar, in welchen Bereichen es die Ausbildung des Beschwerdeführers als ungenügend erachte, und hielt fest, die deutsche Ausbildung werde insofern anerkannt, als sie – die Ergänzungsprüfung in Hydrogeologie vorausgesetzt – als genügende theoretische Vorbildung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 Vollzugsverordnung gewertet werde. Von der theoretischen und der praktischen  werde der Beschwerdeführer jedoch nicht entbunden, müssten doch auch Personen, die in der Schweiz eine gleichartige Ausbildung (z.B. als Chemiker, Apotheker oder Lebensmittelingenieur)  hätten, die gesamte Diplomprüfung ablegen.
E. Am 3. März 2008 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein und hielt ausdrücklich an den ursprünglich gestellten Rechtsbegehren fest.
Zur Begründung wies er vorab darauf hin, dass die Richtlinie 89/48/ EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 über eine allgemeine  zur Anerkennung der Hochschuldiplome, die eine mindestens dreijährige Berufsausbildung abschliessen (im Folgenden: Richtlinie 89/48/EWG; ABl. L 19 vom 24. Januar 1989, S. 16 ff.) aufgehoben und durch die neue Richtlinie 2005/36/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von  (im Folgenden: Richtlinie 2005/36/EG; ABl. L 255, S. 22) ersetzt worden sei. Weiter machte er im Wesentlichen erneut geltend, die Vorinstanz verweigere die Durchsetzung der  vorgesehenen gegenseitigen Anerkennung beruflicher  nach Art. 9 FZA. Er habe die geforderte "weitere Ausbildung" im Sinne von Art. 11 Vollzugsverordnung sehr wohl nachgewiesen, wenn er diese auch nicht in einem kantonalen Labor in der Schweiz genos-
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sen habe. Dem LA stehe es gemäss Art. 11 Abs. 2 Vollzugsverordnung zu, auch eine in einer nicht-kantonalen Einrichtung absolvierte  – wie die Ausbildung in einem staatlichen Lebensmittelamt des Freistaats Bayern – ganz oder teilweise zu anerkennen. Schliesslich sei auch die vom BAG geforderte theoretische und praktische Prüfung bereits durch die von ihm bestandene zweite Staatsprüfung in Deutschland sowie die absolvierte praktische Ausbildung am  Landesuntersuchungsamt in Oberschleissheim abgedeckt. Eine Ablehnung der Diplomanerkennung stelle somit eine Diskriminierung und eine Beschränkung seiner Wirtschaftsfreiheit dar.
F. In seiner Duplik vom 16. Mai 2008 hielt das BAG grundsätzlich an seinen früheren Ausführungen fest. Präzisierend führte es aus, das vom Beschwerdeführer während seines Studiums absolvierte  habe lediglich ein Jahr gedauert und durch seine analytische Tätigkeit bei den Y._ Laboratorien habe er sich nicht die  Erfahrungen mit dem Vollzug der schweizerischen  aneignen können. Erneut betonte es, zur  des Lebensmittelchemikerdiploms hätten auch Schweizer  und Bewerber die gesamte Diplomprüfung zu absolvieren, selbst dann, wenn sie – etwa nach einem Studium als  – die meisten Anforderungen der theoretischen  bereits erfüllten.
G. Am 21. Mai 2008 wurde der Schriftenwechsel geschlossen.
H. Auf die Ausführungen der Parteien ist in den folgenden Erwägungen – soweit erforderlich – näher einzugehen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Angefochten ist die Verfügung des BAG vom 27. August 2007, mit  das Gesuch des Beschwerdeführers um Erteilung des  Lebensmittelchemikerdiploms unter Anerkennung seines in Deutschland erworbenen Lebensmittelchemikerdiploms abgewiesen wurde.
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1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172. 021), die von den als Vorinstanzen in Art. 33 VGG genannten Behörden erlassen wurden. Dazu gehören auch  des BAG über die Anerkennung ausländischer Diplome, so dass das Bundesverwaltungsgericht mangels einer Ausnahme gemäss Art. 32 VGG zum Entscheid in vorliegender Sache zuständig ist.
1.2 Nach Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht legitimiert, wer vor der Vorinstanz am  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung  berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat.
Der Beschwerdeführer hat als Gesuchsteller am vorinstanzlichen  teilgenommen und ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung ohne Zweifel besonders berührt. Da er an der Aufhebung bzw. Abänderung der der angefochtenen Verfügung ein  Interesse hat und der Verfahrenskostenvorschuss fristgerecht  wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte  einzutreten.
2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im  nach den Vorschriften des VwVG sowie des VGG.
2.1 Mit der Beschwerde kann gerügt werden, die angefochtene  verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). Entsprechend umfassend ist die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts.
2.2 Das Gericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den  Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, , 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).
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3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe ihn vor Erlass der angefochtenen Verfügung nicht angehört, wozu sie mangels Einspracheverfahrens gemäss Art. 30 Abs. 2 Bst. c VwVG verpflichtet gewesen wäre. Zudem sei sie ihrer Begründungspflicht nicht in  Mass nachgekommen. Damit habe sie seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.
3.1 Das rechtliche Gehör umfasst die Rechte der Parteien auf  am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der . In diesem Sinne dient es einerseits der Sachabklärung, stellt andererseits aber auch ein persönlichkeitsbezogenes  beim Erlass von Verfügungen dar, welche in die  des Einzelnen eingreifen (vgl. BGE 126 V 131 f., BGE 121 V 152; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und  des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 292 ff.). Zum verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 der Schweizerischen  [BV, SR 101]), der für das Verwaltungsverfahren in Art. 26 ff. VwVG konkretisiert worden ist, gehören insbesondere  bezüglich Beweisverfahren, Begründungspflicht der Behörden und Akteneinsicht. Darin enthalten ist ebenfalls das Recht, sich vor Erlass einer Verfügung zu allen rechtserheblichen Punkten äussern zu können (Art. 30 VwVG), sowie der Anspruch, dass sich die Behörden mit den rechtserheblichen Parteivorbringen einlässlich  (vgl. etwa BGE 112 Ia 109; VPB 61.31 E. 3.1.1). Die  verlangt, dass behördliche Anordnungen derart  begründet werden, dass die Betroffenen die Verfügung  anfechten können (Art. 35 Abs. 1 VwVG; vgl. BGE 129 I 232 Erw. 3.2). Dabei kann sich die verfügende Behörde auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss auf Vorbringen, die nicht  sind, nicht eingehen (vgl. zum Ganzen KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 355 ff. mit weiteren Hinweisen).
3.2 Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 11. Januar 2007 darüber , welche – in concreto noch fehlenden – Voraussetzungen zu  wären, damit eine Anerkennung des deutschen Diploms erfolgen könnte. Darauf hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auch umgehend reagiert und der Vorinstanz am 31. Januar 2007 weitere Informationen zukommen lassen. Unter deren Berücksichtigung hat die
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Vorinstanz schliesslich das Gesuch des Beschwerdeführers vom 31. Juli 2006 unter Angabe der Gründe abgewiesen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wurde ihm damit durchaus  gegeben, sich im vorinstanzlichen Verfahren nach  Orientierung zu den Mängeln seines Gesuches zu äussern. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist aus dieser Sicht nicht auszumachen.
Es trifft zwar zu, dass die Begründung der angefochtenen Verfügung eher kurz ausgefallen ist. Trotzdem war aufgrund der Hinweise vom 11. Januar 2007 sowie der Ausführungen in der Verfügung vom 27.  2007 der Vorinstanz ohne Weiteres nachvollziehbar, aus welchen Gründen das deutsche Lebensmittelchemikerdiploms nicht als  mit einem eidgenössischen Lebensmittelchemikerdiplom  und das Gesuch um Anerkennung abgewiesen wurde. Der  war durchaus in der Lage, gegen die Verfügung eine einlässlich begründete Beschwerde einzureichen. Auch in dieser  liegt keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor.
3.3 Selbst wenn im Vorgehen der Vorinstanz eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erblicken wäre, wäre dieser ohnehin nicht schwerwiegende Mangel im vorliegenden Beschwerdeverfahren  worden. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die Streitsache mit voller Kognition, und der Beschwerdeführer hatte im Rahmen eines doppelten Schriftenwechsels die Möglichkeit, zu den Ausführungen der Vorinstanz hinreichend Stellung zu nehmen (vgl. zum Ganzen BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, in: Bernhard Waldmann/Philippe  (Hrsg.), Praxiskommmentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009, N. 108 ff. zu Art. 29).
4.
4.1 Mit dem Abschluss des FZA hat sich die Schweiz verpflichtet, die erforderlichen Massnahmen zur gegenseitigen Anerkennung der , Zeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise und zur  ihrer Rechts- und Verwaltungsvorschriften über den Zugang zu unselbstständigen und selbstständigen Erwerbstätigkeiten und deren Ausübung sowie die Erbringung von Dienstleistungen zu treffen (Art. 9 FZA). Im Anhang III des FZA (Gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen) werden insbesondere auch die Richtlinie 89/48/EWG
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sowie die Richtlinie 92/51/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 über eine zweite allgemeine Regelung zur Anerkennung beruflicher  in Ergänzung zur Richtlinie 89/48/EWG (im : Richtlinie 92/51/EWG; ABl. L 209 vom 24. Juli 1992, S. 25 ff.) für anwendbar erklärt.
Richtlinie 89/48/EWG sieht vor, dass bei denjenigen Berufen, für deren Ausübung die Gemeinschaft kein Mindestniveau der notwendigen Qualifikation festgelegt hat, die Mitgliedstaaten die Möglichkeit , dieses Niveau zu bestimmen mit dem Ziel, die Qualität der in ihrem Hoheitsgebiet erbrachten Leistungen zu sichern. Jeder , in dem ein Beruf reglementiert ist, hat jedoch die in einem anderen Mitgliedstaat erworbenen Qualifikationen zu  und zu beurteilen, ob sie den von ihm geforderten  entsprechen. Zudem muss festgelegt werden, welche  für die Berufserfahrung oder den Anpassungslehrgang gelten sollen, die der Aufnahmestaat neben einem Hochschuldiplom fordern kann, wenn die nachgewiesenen Qualifikationen nicht den  Anforderungen entsprechen.
Für einige Berufe erfolgt die Diplomanerkennung aufgrund des FZA weitgehend direkt, ohne einzelfallbezogene Prüfung der  – so etwa für universitäre medizinische Berufe, Pflegefachleute, Hebammen und Architekt/innen. In den übrigen Fällen hat der  das Recht, Ausbildung und Berufserfahrung mit seinen  zu vergleichen, eine Anerkennung zu gewähren oder  zu verlangen – so auch im Falle eines deutschen Lebensmittelchemikerdiploms (vgl. dazu www.eda.admin.ch/eda/de/ home/reps/eur/vaut/embwie/bilwis/anevie.html unter Downloads:  in der Schweiz, zuletzt besucht am 23. März 2009).
4.2 Die vom Beschwerdeführer erwähnte neue Richtlinie 2005/36/EG sieht in Art. 62 vor, dass unter anderem die Richtlinien 89/48/EWG und 92/51/EWG mit Wirkung per 20. Oktober 2007 aufgehoben werden.
Gemeinschaftsrechtliche Erlasse sind für die Schweiz nur dann und  relevant, als sie in den sog. bilateralen, sektoriellen Abkommen aufgeführt werden. Bei diesen Abkommen handelt es sich statische Regelwerke, die sich nicht automatisch der Rechtsentwicklung der  bzw. der EU anpassen. Änderungen des  sind für die Schweiz nur dann massgebend, falls dies durch
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einen Entscheid des Gemischten Ausschusses zum  beschlossen wird oder eine formelle Abkommensänderung erfolgt. Am 18. Juni 2008 hat sich der Bundesrat zwar grundsätzlich für die Übernahme der neuen Richtlinie 2005/36/EG ausgesprochen, in einer Pressemitteilung aber darauf hingewiesen, dass eine  aufgrund der notwendigen Vorarbeiten zur konkreten  der Richtlinie nicht vor Anfang 2010 möglich sein dürfte (vgl. www.bbt.admin.ch/aktuell/medien/00483/00594/index.html?lang=de&m sg-id=19399, zuletzt besucht am 23. März 2009). Da diese Umsetzung bis anhin noch nicht erfolgt ist, bleiben die Richtlinien 89/48/EWG und 92/51/EWG für die Schweiz nach wie vor anwendbar.
4.3 Die Vorschriften über die Ausbildung und die Prüfung von , die mit dem Vollzug der Lebensmittelgesetzgebung betraut sind, werden in der Schweiz gemäss Art. 66 der Lebensmittel- und  vom 23. November 2005 (LGV, SR 817.02) vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) erlassen. Zu diesen Vollzugspersonen gehören auch die Kantonschemikerinnen und -chemiker (Lebensmittelchemikerinnen und -chemiker, vgl. Art. 66 Bst. d. Ziff. 1 LGV).
Die gestützt auf Art. 66 LGV erlassene Vollzugsverordnung regelt  anderem die Anforderungen an die Ausbildung und die Prüfung für den Erwerb eines eidgenössischen Lebensmittelchemikerdiploms,  Voraussetzung für die Wahl zum Kantonschemiker oder zur  resp. zum stellvertretenden Kantonschemiker oder zur stellvertretenden Kantonschemikerin ist (vgl. Art. 2 ff. ).
So haben Bewerberinnen und Bewerber für das  einerseits den Nachweis der theoretischen Vorbildung nach Art. 4 Vollzugsverordnung, also in den Fachgebieten anorganische Chemie, organische Chemie, analytische Chemie (insbesondere  analytische Chemie), Physik, Pflanzenphysiologie sowie Hydrogeologie, zu erbringen. Nach Art. 5 Abs. 2 Vollzugsverordnung kann der LA auch Diplome ausländischer Hochschulen als  Vorbildung anerkennen. Nebst dieser Vorbildung haben die  und Bewerber andererseits Vorlesungen in  (einschliesslich Warenkunde, Technologie und Ernährung), , Lebensmittelmikrobiologie sowie Lebensmittel- und Verwaltungsrecht zu besuchen und Praktika in Lebensmittelmik-
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roskopie und Lebensmittelmikrobiologie zu absolvieren (vgl. Art. 11 Abs. 1 Vollzugsverordnung); der LA kann jedoch auch ein  gestatten (Art. 11 Abs. 2 Vollzugsverordnung). Weiter müssen  und Bewerber für das Lebensmittelchemikerdiplom in der Inspektion von Lebensmittelbetrieben ausgebildet sein und seit  zwei Jahren in einem kantonalen Laboratorium praktisch , wobei der LA eine praktische Tätigkeit in einem anderen lebensmittelanalytischen Laboratorium ganz oder teilweise  kann (Art. 11 Abs. 3 Vollzugsverordnung). Der Nachweis der  Kenntnisse, um als Kantonschemikerin oder  die Vollzugsbehörde der Lebensmittelkontrolle zu leiten, wird schliesslich durch die Diplomprüfung erbracht, welche aus einem  und einem theoretischen Teil besteht; zur theoretischen  wird nur zugelassen, wer die praktische Prüfung bestanden hat (Art. 12 Vollzugsverordnung).
5. Der Beschwerdeführer macht geltend, des BAG habe sein deutsches Lebensmittelchemikerdiplom zu Unrecht nicht als gleichwertig .
5.1 Nach dem Studium der Lebensmittelchemie an der Technischen Universität München sowie einer einjährigen praktischen Ausbildung am Landesuntersuchungsamt für das Gesundheitswesen Südbayern wurde dem Beschwerdeführer von der Bayerischen Staatsregierung am 29. März 2001 der Befähigungsausweis als "staatlich geprüfter " verliehen.
5.1.1 Gemäss Art. 4 Vollzugsverordnung muss für den Erwerb eines eidgenössischen Lebensmittelchemikerdiploms eine theoretische  in den Fachgebieten anorganische Chemie, organische , analytische Chemie (insbesondere instrumentelle analytische Chemie), Physik, Pflanzenphysiologie und Hydrogeologie  werden.
Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen hat der LA das deutsche Lebensmittelchemikerdiplom des Beschwerdeführers als Nachweis der theoretischen Vorbildung im Sinne von Art. 5 Abs. 2  anerkannt unter der Bedingung, dass im Fachgebiet  eine Ergänzungsprüfung erfolgreich absolviert wird. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht hat
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sich der Beschwerdeführer in seinen Eingaben ausdrücklich bereit , die notwendigen Vorlesungen in Hydrogeologie zu besuchen und die vorgeschriebenen Prüfungen abzulegen. Da die angefochtene  in diesem Punkt nicht bestritten wird, ist darauf nicht weiter einzugehen.
5.1.2 Aus Art. 3 Vollzugsverordnung geht klar hervor, dass das  Lebensmittelchemikerdiplom auf die Tätigkeit der  resp. des Kantonschemikers sowie der stellvertretenden Kantonschemikerin resp. des stellvertretenden Kantonschemikers  ist, welche der kantonalen Vollzugsbehörde der  vorstehen (vgl. Art. 12 Abs. 1 Vollzugsverordnung). Nach Art. 40 des Lebensmittelgesetzes vom 9. Oktober 1992 (LMG, SR 817. 0) leitet der Kantonschemiker die Lebensmittelkontrolle in seinem  und koordiniert die Tätigkeit der ihm unterstellten Laboratorien, Lebensmittelinspektoren und Lebensmittelkontrolleure. Diesem  Tätigkeitsfeld entsprechen die in der Vollzugsverordnung  Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber für das Lebensmittelchemikerdiplom (vgl. E. 4.3 hiervor) – und die Vorinstanz hat dies bei der Anerkennung ausländischer Diplome und der  praktischer Erfahrungen von Bewerberinnen und Bewerbern zu berücksichtigen.
5.1.2.1 Die Vorinstanz hat vom Beschwerdeführer zu Recht nicht , dass er die gemäss Art. 11 Abs. 2 Vollzugsverordnung  Vorlesungen und Praktika besucht, kann er doch aufgrund  Lebensmittelchemiker-Studiums in Deutschland nachweisen, dass er die erforderlichen Vorlesungen und Praktika in den genannten  bereits im Hinblick auf die zweite Staatsprüfung absolviert hat (vgl. § 16 ff. und 24 APOLmCh).
5.1.2.2 Allerdings ist der LA der Ansicht, dass der Beschwerdeführer nicht über die erforderliche praktische Ausbildung gemäss Art. 11 Abs. 3 Vollzugsverordnung verfügt.
Die Tätigkeit als Kantonschemiker erfordert auch hinreichende  in Bezug auf die Inspektion von Lebensmittelbetrieben sowie die lebensmittelrechtlichen Massnahmen, die im Falle eines Verstosses gegen die schweizerische Lebensmittelgesetzgebung zu ergreifen sind. Diese Kenntnisse können am besten in einem kantonalen  erworben werden. Es liegt allerdings im Ermessen des LA,
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allenfalls auch eine praktische Tätigkeit in einem anderen  Laboratorium ganz oder teilweise anzuerkennen.
Der Beschwerdeführer hat während seines Studiums in Deutschland ein Praktikum am Landesuntersuchungsamt absolviert, für welches lediglich eine kurze Bestätigung, aber kein detaillierter Beschrieb der effektiv ausgeführten Arbeiten vorliegt. Ab dem 1. März 2002 hat er während mehrerer Jahre als Ressortleiter in den  der Y._ Laboratorien in Z._ gearbeitet. Das Tätigkeitsgebiet seines Ressorts umfasste hauptsächlich die  Analytik von Lebens- und Futtermitteln sowie Getränkeanalysen. Weder das Studienpraktikum noch die vorwiegend chemisch-analytische berufliche Tätigkeit bzw. die dafür vorgelegten Unterlagen bilden einen genügenden Nachweis dafür, dass der Beschwerdeführer über hinreichende Kenntnisse im Bereich des Vollzuges der Lebensmittelkontrolle verfügt, wie etwa in Bezug auf Betriebsinspektionen oder auf die zu ergreifenden  im Zusammenhang mit der Lebensmittelgesetzgebung.
Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz zu Recht – im Rahmen ihres Ermessens – die bisherige praktische Tätigkeit des  als ungenügend erachtet und seine Ausbildung in der  von Lebensmittelbetrieben sowie eine zweijährige praktische  in einem kantonalen Laboratorium gefordert.
5.1.3 Art. 12 Abs. 1 Vollzugsverordnung schliesslich sieht vor, dass die Bewerberin oder der Bewerber in der Diplomprüfung nachzuweisen hat, dass sie oder er genügende theoretische und praktische  besitzt, um als Kantonschemikerin oder Kantonschemiker die  der Lebensmittelkontrolle zu leiten.
Während der Nachweis der theoretischen Vorbildung gemäss Art. 4 Vollzugsverordnung auch durch andere als die in Art. 5 Abs. 1  aufgelisteten Studienabschlüsse erbracht werden kann (vgl. Art. 5 Abs. 2 Vollzugsverordnung), besteht für die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil bestehende Diplomprüfung keine Ausnahmebestimmung, die es dem LA ermöglichte, gänzlich oder teilweise auf die Ablegung der Prüfung aufgrund bestimmter  zu verzichten, wie dies der Beschwerdeführer fordert. Einzig in Bezug auf die Durchführung der praktischen Prüfung kann die Prüfungskommission Abweichungen von den Regelungen von
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Art. 13 Abs. 1 bis 4 Vollzugsverordnung gestatten, wobei sich das  der Prüfungskommission auf die Möglichkeit der Gewährung von Abweichungen betreffend die Vorbereitung, die Festlegung der Prüfungsaufgaben sowie die Abnahme der Prüfungen beschränkt (vgl. Art. 22 Vollzugsverordnung).
Damit besteht nur in Bezug auf den Nachweis der theoretischen  die Möglichkeit, ein ausländisches Diplom gestützt auf das FZA als gleichwertig anzuerkennen. Beim Erfordernis der weiteren  vor der Diplomprüfung (Art. 11 Vollzugsverordnung) kann der LA zudem im Rahmen seines Ermessensspielraumes Ausnahmen im  mit dem erforderlichen Vorlesungs- und  gewähren und eine praktische Tätigkeit in einem anderen  als einem kantonalen Laboratorium ganz oder  anerkennen. Die abschliessende praktische und theoretische Diplomprüfung ist jedoch von sämtlichen Bewerberinnen und  für das Lebensmittelchemikerdiplom zu absolvieren, unabhängig davon, welche der in Art. 5 Vollzugsverordnung genannten Vorprüfung sie nachweisen können. So hat beispielsweise ein diplomierter  ebenso wie ein diplomierter Lebensmittelingenieur die gesamte Diplomprüfung nach Art. 12 ff. Vollzugsverordnung abzulegen. Dieses Erfordernis gilt unabhängig von der Frage, welcher Nationalität die Bewerberin oder der Bewerber angehört oder in welchem Staat das Diplom im Sinne der theoretischen Vorbildung ausgestellt wurde.
5.1.4 Das Diskriminierungsverbot von Art. 2 FZA besagt, dass die Staatsangehörigen einer Vertragspartei, die sich rechtmässig im  einer anderen Vertragspartei aufhalten, bei der Anwendung dieses Abkommens gemäss seinen Anhängen I, II und III nicht auf Grund ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert werden. Nach den  der Vollzugsverordnung haben, wie bereits dargelegt, nicht nur Staatsangehörige der übrigen Vertragsstaaten, sondern auch schweizerische Bewerberinnen und Bewerber zu beweisen, dass sie sich die im Hinblick auf den Erwerb eines  erforderlichen Zusatzkenntnisse – insbesondere im Bereich von Betriebs- und Lebensmittelkontrollen, Inspektionen und  Massnahmen gemäss der schweizerischen Gesetzgebung – angeeignet haben und somit über die notwendigen Qualifikationen verfügen, die eine Kantonschemikerin oder ein Kantonschemiker im Hinblick auf ihre oder seine Aufgaben im Zusammenhang mit dem  der Lebensmittelgesetzgebung zu erfüllen hat. Von einer Diskrimi-
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nierung des Beschwerdeführers und einer angeblich damit  Beschränkung seiner Wirtschaftsfreiheit kann daher keine Rede sein.
6. Gestützt auf diese Ausführungen kommt das  zum Schluss, dass die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen korrekt ausgeübt hat und die angefochtene Verfügung nicht zu  ist. Die Beschwerde ist daher vollumfänglich abzuweisen.
7. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige .
7.1 Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die  zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), die sich aus der  und den Auslagen zusammensetzen. Sie werden unter  des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren auf pauschal Fr. 800.- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 1, 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem bereits geleisteten  von Fr. 400.- teilweise verrechnet. Der  in der Höhe von Fr. 400.- ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.
7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf  eine Entschädigung für ihr erwachsene und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als  hat das BAG jedoch keinen Anspruch auf eine  (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
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