Decision ID: e8c38347-88b2-4f9e-904a-e8f00e00056d
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, arbeitete seit März 1998 als Musiklehrerin
mbA
zu einem Pensum von 60
%
(26 Wochenstunden)
im Gymnasium
Y._
und war bei der
Sympany
Versicherungen AG (nachfolgend kurz
Sym
pany
) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 1
2.
November 2013 meldete der Arbeitgeber, dass die Versicherte anlässlich einer Konzertprobe mit 2 Trompeten
am 1
3.
September 2013
ein akutes Lärmtrauma erlitten habe (
Urk.
10/1). Der am
6.
November 2013 erstbehandelnde
Dr.
Z._
, FMH ORL und Phoniatrie, schrieb
die
Versicherte
ab
Behandlungsbeginn
zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
10/4),
ab
9.
Januar 2014 bis
7.
März 2015 zu 50
%
und ab
8.
März 2015
wiederum
vollständig
arbeits
un
fähig (
Urk.
10/57).
Nachdem die
Sympany
anfänglich
ein Gehörtraum
a
oder
eine Berufskrankheit nicht aner
kannt (Verfügung vom 1
7.
März 2014 [
Urk.
10/19], Einsprache vom 2
2.
April 2014 [
Urk.
10/25])
, jedoc
h als Krankentaggeldversicherer
Leistungen erbracht
hatt
e,
holte sie bei
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für
Oto
-Rhino-Laryngologie, Arbeitsärztin der Suva, ein Gutachten ein
, welche die Versicherte ab
8.
März 2014 für berufsunfähig
anerkannte
(Gutachten vom 1
5.
Oktober 2014, einschliesslich einer technischen Beurteilung der beruflichen Lärmbelastung vom
3.
Oktober 2014,
Urk.
10/41)
. Die Suva erliess daraufhin
die
Nichteignungsverfügung vom 2
7.
Januar 2015, womit die Suva
X._
ab sofort für alle Arbeiten in gehörgefährdendem Lärm resp. Musik über 80 dB für nicht geeignet erklär
t
e (
Urk.
10/56). Gestützt hierauf übernahm die
Sympany
mit
Einspracheentscheid
vom 2
3.
Juli 2015 (
Urk.
10/68) die He
ilungskosten ab dem
8.
März 2014
, leistete
ab diesem Zeitpunkt
rückwirkend
Taggelder nach dem Bundesgesetz
über die Unfallversicherung (UVG) und sprach gestützt auf einen Invalidität
sgrad von
48
%
eine Übergangsrente (Perioden 1
8.
Mai 2014 bis 2
7.
Januar 2015, 2
8.
Mai 2015 bis 3
1.
August 2015) bzw. Übergangstaggelder (Perioden 2
8.
Januar bis 2
8.
Februar 2015,
1.
März bis 2
7.
Mai 2015). Ferner richtete sie der Versicherten eine Entschädigung in der Höhe
eines Integritätsschadens von 5
% (
Fr.
6'300.--) aus.
Hinsichtlich eines Rentenanspruches nach
Art.
19
Abs.
1 UVG stellte die
Sympany
einen Entscheid nach Abschluss der durch die Invalidenversicherung gewährten Eingliederungsmassnahmen in Aussicht (vgl. nachfolgend).
Das Arbeitsverhältnis beim Gymnasium
Y._
endete formal am 1
5.
August 2015 (
Urk.
10/67).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
leistete
X._
mit Mitteilung vom 1
2.
März 2015 Kostengutsprache für die Umschulung zur Logopädin an der Fachhochschule
B._
, dauernd vom
1.
September 2015 bis 3
0.
Juni 2018
(
Urk.
10/59),
nachträglich ver
längert bis
5.
Juli 2018 (
Urk.
10/79),
einschliesslich Taggeld
er
(vgl.
Urk.
10/65).
Nachdem die Versicherte ihre Abschlussprüfungen im Frühjahr 2018
bestanden
hatte,
schloss
die IV-Stelle
die Berufsberatung ab und sprach
der Versicherten
ab dem Ende der beruflichen Massnahmen, das heisst ab
6.
Juli 2018, bis zum Stel
lenantritt als Logopädin am Spitalzentrum
C._
per
1.
September 2018 ein Wartetaggeld zu (
Mitteilung vom
5.
Juli 2018,
Urk.
10/79).
Da
X._
die für das Diplom notwendige Bachelorarbeit
jedoch
erst Anfang 2019
abgab,
erhielt sie das Abschlussdiplom erst mit deren Präsentation am 1
8.
April 2019 (
Urk.
3/
5,
Urk.
10/91 Beilage). Der mit Arbeits
vertrag vom
9.
April 2018 ab 1.
September 2018 vereinbarte Lohn wurde vom Arbeitgeber
wegen Fehlens des Abschlussdip
loms
befristet bis 2
8.
Februar 201
9
auf einen Praktikums
lohn zurückgestuft (
Urk.
10/79-80,
Urk.
10/83
,
Urk.
10/94 Beilage 3
).
Die
Sympany
sprach
X._
mit Verfügung vom
7.
J
uni 2019 (
Urk.
10/93) ab
1.
September 2018
gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 24
%
eine Inva
lidenrente
von monatlich
Fr.
956.--
zu, welche sie auf dem zuletzt erzielten Jah
reslohn als Musiklehrerin von
Fr.
59'705.40 berechnete
(Ziffer 1-5, Ziffer 7 des Dispositivs)
. Ferner sicherte sie
die Übernahme der
durch die Berufskrankheit
vom
8.
März 2014 bedingte
n
Pflege
leistungen und Kostenvergütungen
nach Renten
beginn zu (Ziffer
10 des Dispositivs). Hiergegen erhob die Versicherte am
3.
Juli 2014 (
Urk.
10/94) Einsprache und beantragte (1)
die Ausrichtung von UVG-Taggeldern
für den Zeitraum
1.
September 2018 bis 3
0.
April 2019
von insgesamt
Fr.
10'241.60
, (2) eine UVG-Rente a
b
1.
Mai 2019 von monatlich Fr.
1'153.35, berechnet auf einem versicherten Verdienst von
Fr.
72'084.
--
,
und (3) Heilbe
handlung ab
1.
Mai 201
9.
Mit Entscheid vom 2
3.
September 2019 (
Urk.
2)
hiess die
Sympany
die Einsprache teilweise gut. Die UVG-Taggelder wurden bis 3
0.
April 2019 gesprochen (Antrag 1) und der Rentenbeginn auf den
1.
Mai 2019 festgesetzt sowie die Kostenvergütung von Pflegeleistungen ab diesem Zeitpunkt zugesichert (Antrag 3). Hinsichtlich Berechnung der ab
1.
Mai 2019 gesprochenen Invalidenrente (Antrag 2) hielt die Unfallversicherung indes an ihrem Entscheid basierend auf einem versicherten Verdienst von
Fr.
59'705.40 fest.
2.
Hiergegen erhob
X._
am 2
1.
Oktober 2019 Beschwerde und
bean
-
tragte
, es sei ihr auf der Basis eines v
ersicherten Verdienstes von Fr.
72'084.-- eine UVG-Rente von
Fr.
1'153.35 monatlich ab
1.
Mai 2019 zuzusprechen.
Die
Sympany
schloss in
ihrer Beschwerdeantwort vom 13.
Februar 2020
(
Urk.
9) unter Beilage ihrer Akten (
Urk.
10/1-108)
auf Abweisung der Beschwerde
,
wovon die Beschwerdeführerin Kenntnis erhielt (vgl.
Urk.
11).
Auf weitere Vorbringen der Parteien sowie die aufgelegten Akten wird
,
soweit erforderlich
,
in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen
des
UVG und der Verord
nung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Nach Absatz 2 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG werden jedoch Invalidenrenten und Komplementärrenten nach Art. 20 UVG nach dem neuen Recht (Art. 20 Abs. 2
ter
UVG) gekürzt, wenn der Bezüger einer solchen Rente das ordentliche Rentenalter zwölf Jahre oder mehr nach dem Inkrafttreten der vorliegenden Änderung erreicht. Erreicht der Renten
bezüger das ordentliche Rentenalter weniger als acht Jahre nach dem Inkrafttre
ten, wird die Rente nicht gekürzt. Renten von Rentenbezügern, die das ordentliche Rentenalter acht oder mehr Jahre, aber weniger als zwölf Jahre nach Inkrafttreten der vorliegenden Änderung erreichen, werden für jedes weitere, dem achten Jahr folgende ganze Jahr um einen Fünftel des Kürzungsbetrages nach dem neuen Recht gekürzt (vgl. auch Art. 147b Abs. 1 UVV). Absatz 2 der Übergangsbestim
mungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG gilt auch für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung ereignet haben, für die die Rente aber erst danach zu laufen beginnt (Art. 147b Abs. 2 UVV).
Die hier zu beurteilende Berufskrankheit ist vor dem 1. Januar 2017 ausgebro
chen, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vor
liegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.
2.1
Gemäss Art. 6 UVG werden
-
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt
-
die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
Nach Art. 9 UVG gelten als Berufskrankheiten Krankheiten, die bei der berufli
chen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen
(
Abs.
1)
. Als Berufskrankheiten gelten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind
(
Abs.
2)
. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen).
Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Per
son erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig ist
(Urteil des Bun
desgerichts 8C_342/2008 vom 1
4.
Mai 2009 E. 3.2)
.
2.2
Ist die versicherte P
erson infolge des Unfalles (bzw.
der
dem Berufsunfall gleich
gestellten
Berufskrankheit) zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8 des Bundesgeset
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so hat sie nach
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente.
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet wer
den kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
(IV)
abgeschlossen sind (
Art.
19
Abs.
1 Satz 1 UVG).
Art.
30
Abs.
1
UVV
, erlassen gestützt auf die Delegationsnorm in
Art.
19
Abs.
3 UVG, sieht indes eine Über
gangsrente vom Abschluss der ärztlichen Behandlung an vor, wenn der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung erst später gefällt wird; diese wird auf
grund der in diesem Zeitpunkt bestehenden Erwerbsunfähigkeit festgesetzt.
2.3
Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80
%
des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (
Art.
20
Abs.
1 UVG). Der Bun
desrat erlässt nähere Vorschriften, namentlich über die Berechnung der Komple
mentärrenten in Sonderfällen (
Art.
20
Abs.
3 UVG).
2.4
Taggelder und Renten werden nach dem versicherten Verdienst bemessen (
Art.
15
Abs.
1 UVG). Für Sozialversicherungsleistungen mit Geldleistungen, die gesetz
lich in Prozenten des versicherten Verdienstes festgesetzt sind, bestimmt der Bun
desrat dessen Höchstbetrag (
Art.
18 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (
Art.
15
Abs.
2 UVG). Bei der Festsetzung des Höchstbetrags des versicherten Ver
dienstes nach
Art.
18 ATSG bezeichnet der Bundesrat die dazu gehörenden Nebenbezüge und Ersatzeinkünfte. Er erlässt Bestimmungen über den versicher
ten Verdienst in Sonderfällen, namentlich bei (a) langdauernder Taggeldberech
tigung, (b) Berufskrankheiten, (c) Versicherten, die nicht oder noch nicht den berufsüblichen Lohn erhalten und (d) Versicherten, die unregelmässig beschäftigt sind (
Art.
15
Abs.
3 UVG).
Diese Bestimmungen finden sich in
Art.
22 ff. UVV.
Nach
Art.
22
UVV beläuft sich der Höchstbetrag des versicherten Verdienstes auf
Fr.
126'000.-- im Jahr und
Fr.
346.-- im Tag (
Abs.
1, in der seit
1.
Januar 2008 geltenden Fassung) bzw.
Fr.
148'200.-- im Jahr und
Fr.
406.-- im Tag (
Abs.
1, in der seit
1.
Januar 2016 geltenden Fassung). A
ls versicherter Verdienst
gilt
der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn mit
den
in
lit
. a bis
d
näher ausgeführten, hier nicht interessierenden Ausnahmen
(
Abs.
2)
. Als Grundlage für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht (
Abs.
4 Satz 1 UVV).
Art.
24 UVV regelt den massgebenden Lohn für Renten in
Sonderfällen. Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit, so ist der Lohn massgebend, den die versicherte Person ohne den Unfall oder die Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn (
Art.
24
Abs.
2 UVV).
Änderungen in den per
sönlichen erwerblichen Verhältnissen nach einem Unfall bleiben bei der Bemes
sung des für die Rentenberechnung massgebenden Verdienstes grundsätzlich unbeachtlich. Berücksichtigt wird rechtsprechungsgemäss lediglich die allge
meine Lohnentwicklung (
BGE 127 V 165 E. 3b;
Urteil
des Bundesgerichts
8C_5
65/2014 vom 2
3.
September 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist vorliegend einzig die
Berechnungsgrundlage der ab 1.
Mai 2019 gesprochenen Invalidenrente, das heisst der massgebliche versicherte Verdienst. Während die Beschwerdegegnerin diesen am effektiv zuletzt erzielten Erwerbseinkommen
bemessen will
,
stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, es
sei die Sonderregelung von Art.
24
Abs.
2 UVV anzuwenden, weil die Rent
e
erst
fünf Jahre nach Ausbruch der Berufskrankheit zu laufen
begonnen habe
.
3.2
Die Beschwerdegegnerin
begründet ihren Entscheid damit
,
es sei
unerheblich,
dass die Ausbildung zur Logopädin erst
mit der Diplomierung
am 1
8.
April 2019 habe erfolgreich abgeschlossen werden könne
n
. Die Eingliederungsmassnahme der IV sei
bereits
am 3
1.
August 2018
beendet worden
und bis zu diesem Zeit
punkt habe die Beschwerdeführerin IV-Taggelder bezogen. Es sei nicht überwie
gend wahrscheinlich, dass die Verzögerung
bei
der Bachelorarbeit
mit Abgabe am
4.
Januar 2019 krankheitsbedingt und unverschuldet gewesen
sei
. Der letzte Studientag
der Ausbildung
sei auf den
5.
Juli 2018 gefallen und die Beschwerde
führerin hätte bis zum Stellenantritt am
1.
September 2018 fast zwei Monate Zeit für das Erstellen und Einreichen der Bachelorarbeit gehabt (
Urk.
2 Ziffer 16).
Die Beschwerdeführerin sei ausserdem ihren Informationspflichten gemäss
Art.
31
Abs.
1 ATSG gegenüber der IV-Stelle nicht nachgekommen
, indem
s
ie
nicht dar
über informiert
habe, dass sie ihre Diploma
rbeit nicht wie geplant Ende Juli 2018, sondern
erst anfangs
2019 abge
be
. Nur wegen des fehlenden Abschlussdiploms habe die Beschwerdeführerin ab
1.
September 2018 einen geringeren Lohn erhal
ten. Damit sei die Invalidenversi
cherung bzw. die Beschwerdegegnerin
nicht in der Lage gewesen, das
Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
gemäss
Art.
21
Abs.
4 ATSG in Gang
zu
setzen (
Urk.
9 S. 4 f.). Ferner beginne die Berufskrankheit ent
gegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht schon am
6.
November 2013, sondern am
8.
März 2014, wie sich der Stellungnahme von
Dr.
A._
vom 2
7.
Januar 2015 entnehmen lasse (
Urk.
9 S. 6). Die Bachelorarbeit sei am 2
5.
Feb
ruar 2019 angenommen und
«
als bestanden erklär
t»
worden. Damit hätte die Rente eigentlich bereits am
1.
März 2019 beginnen sollen, wobei sie (die Beschwerdegegnerin) auf eine allfällige Rückforderung der Differenz auf die bezahlten UVG-Taggelder für März und April 2019 zugunsten der Beschwerde
führerin verzichte (
Urk.
9 S. 5 f.).
3.3
Die Beschwerdeführerin bringt
dagegen
vor, sie leide an einer chronischen Krank
heit, welche
sich
im Frühling/Sommer 2017 akut verschlechtert habe, weshalb sie im Herbst 2017 zwei Leistungsnachweise habe wiederholen müssen, worüber sie die zuständige Eingliederungsfachfrau der IV-Stelle umgehend informiert habe (
Urk.
1 S. 3). Infolge des krankheitsbedingten Leistungseinbruches
von
Frühling bis Sommer 2017
habe
ihr in den zwei folgenden Semestern bis zum Abschluss der Ausbildung die Zeit für das Verfassen der Bachelorarbeit gefehlt. Deshalb habe sie den ersten Abgabetermin nicht einhalten und mit dem Verfassen erst nach Abschluss aller Kurse im Juli beginnen und die Arbeit
erst
am
4.
Januar 2019 einreichen können (
Urk.
1 S. 4). Die Berufskrankheit sei am
6.
November 2013 mit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit eingetreten, weshalb bis zum Rentenbe
ginn mehr als fünf Jahre verstrichen seien. Dies gelte selbst dann, wenn der Zeit
punkt des Ausbruches mit der Nichteignungsverfügung vom 2
7.
Januar 2015 auf den
8.
März
2014 festgesetzt werde (
Urk.
1 S. 6). Gemäss Auskunft der ehemali
gen Arbeitgeberin hätte die Beschwerdeführerin im Jahre 2018 einen Bruttojah
reslohn von
Fr.
119'741.-- und ab
1.
Januar 2019 einen solchen von
Fr.
120'938.40
(jeweils bezogen auf ein volles Pensum)
erzielt,
was dem versi
cherten Verdienst zur Festsetzung der Rente entspreche (
Urk.
1 S. 6
f.). Die
«
Ren
tenkürzung
»
der Beschwerdegegnerin sei willkürlich (
Urk.
1 S. 7). Sie (die Beschwerdeführerin) sei ihren Informationspflichten jederzeit nachgekommen (
Urk.
1 S. 8
f.).
4.
4.1
Im Gutachten vom 1
5.
Oktober 2014 (
Urk.
10/41) führte
Dr.
A._
aus
(S. 8
ff.)
, seit der Konzertprobe mit zwei Trompeten am 1
3.
September 2013 gebe die Beschwerdeführerin ein permanentes Ohrgeräusch auf dem rechten Ohr sowie eine Lärmüberempfindlichkeit nach einer vorübergehenden
Vertäubung
der Ohren am selben Tag an. Bei der Probe habe sie - wie vorgängig stets bei gehör
belastenden Situationen - Gehörschutz getragen; eine gewisse Empfindlichkeit der Ohren hätte bereits vorbestanden. Nach physikalisch-akustischen Kriterien habe die Konzertprobe am 1
3.
September 2013 definitionsgemäss kein akutes akustisches Lärmtrauma ausgelöst. Dennoch sei die Hörstörung während der Lärmexposition aufgetreten, habe sich akut während des Musizierens verstärkt und im Sinne einer
Vertäubung
über die Probe hinaus zunächst angehalten. Es sei davon auszu
g
ehen, dass sich innerhalb einiger Stunden oder Tage eine gewisse Besserung eingestellt habe, weshalb die Beschwerdeführerin den ORL-Arzt erst nach mehreren Wochen auf
gesucht
und zunächst habe abwarten wollen, ob sich die passagere Schwerhörigkeit und Lärmempfindlichkeit auch ohne Medikamente wieder vollständig zurückbilden würden. Die vorübergehende
Vertäubung
sei rückläufig gewesen, die Lärmempfindlichkeit und Ohrgeräusche hätte
n
sich aber jeweils bei erneuter Musikexpos
ition verstärkt. Die durchgeführte Tonaudiometrie zeige einen Hörverlust nach der CPT-AMA-Tabelle von rechts 1
%
und links 2
%
, womit
die Hörstörung für sich
das Ausmass der Erheblichk
eit nicht erreiche. Der Begriff der Erheblichkeit der vorliegenden gesamthaften Hörstörung mit Hoch
toninnenohrschaden, Ohrgeräuschen und Lärmempfindlichkeit sei
dennoch
erfüllt. Für die Gesundheitsschädigung sei die langjährige berufliche Exposition über 27 Jahre und darin enthaltenem Zeitraum von 15 Jahren mit gehörschädi
gendem Lärm mit einem durchschnittlichen Pegel von 88 dB(A) verantwortlich. Arbeitsversuche unter Verwendung von persönlichem Gehörschutz seien von der Beschwerdeführerin auch nach dem Ereignis versucht worden und hätten abge
brochen werden müssen, weil sich die subjektiven Symptome unter Fortführung der
Tätigkeit im Lärm verstärkt hätten und für die Beschwerdeführerin nicht mehr tolerabel gewesen seien. Insofern sei eine reduzierte zeitliche E
xposition und damit verminderte
Arbeitsleistung dieser Tätigkeit in Zukunft nicht mehr zumut
bar. Für nicht lärmbelastete angepasste Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig. Die attestierten Arbeitsunfähigkeitszeiten vom
6.
November 2013 bis
8.
Januar 2014
zu 100
%
, vom
9.
Januar bis
7.
März 2014
zu 50
%
und seit
8.
März 2014
zu 100
%
seien medizinisch begründet.
Dr.
A._
schloss mit der Feststellung, dass für den Zeitraum ab
8.
März 2014 von einer Berufsunfä
higkeit auszugehen
sei
.
Dies bekräftigte sie mit Stellungnahme vom 2
7.
Januar 2015 (
Urk.
10/55),
worin
sie
eine arbeitsbedingte
Erkrankung im Sinne von
Art.
«
9/1.2 UVG
»
und einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit dem
8.
März 2014 bis auf weiteres
festhielt
.
4.2
Die Beschwerdeführerin erzielte im Jahre 2014 im ausgeübten Pensum von 60
%
einen Lohn von
Fr.
4'592.55 monatlich zuzüglich 1
3.
Monatslohn, das heisst Fr. 59'703.15 im Jahr (
Urk.
10/1). Umgerechnet auf ein volles Pensum ergäbe sich hieraus ein Jahreslohn von
Fr.
99'505.2
5.
Die ehemalige Arbeitgeberin teilte der Beschwerdegegnerin am
7.
Januar 2019 per Email mit, dass der aktuelle Lohn
Fr.
120'938.40, bezogen auf eine 100%-Stelle, betragen würde (
Urk.
10/82), dies entspräche einer Lohnerhöhung von 21,54
%
. Zu
r
Begründung dieser ausseror
dentlichen Lohnentwicklung gab die Arbeitgeberin an, sie richteten ihre Anstel
lungen nach den anderen Mittelschulen des Kantons Zürich, also nach den kan
tonalen Anstellungen, weshalb «die Korrektur»
des vormals bezahlten Lohnes
keine «aussergewöhnliche Sondergeschichte» gewesen sei (
Urk.
10/81).
4.3
Die am
1.
September 2015 aufgenommene und von der IV finanzierte Ausbildung zur Logopädin umfasst
gemäss Studienjahresstruktur (
Urk.
10/98)
im Vollzeitstu
dium 3 Jahre
, wobei jeweils Ende des zweiten
,
vierten und fünften Semesters, in den sogenannten Zwischensemestern, Prüfungswochen anberaumt sind. Die Bachelorarbeit wird in das
4.
Zwischensemester
, als
o
nach Ende des
4.
Studien
semesters,
gelegt (Kalenderwoche 27 = Ende Juni), die Präsentation derselben
ist
am Ende des
6.
S
tudiens
emesters (Kalenderwoche 26) nach Abschluss der letzten Prüfungswoche
vorgesehen
.
Gemäss Verlaufsprotokoll der IV-Berufsberatung (
Urk.
10/79) teilte die Beschwer
deführerin am 1
2.
Juli 2017 mit, sie habe aufgrund eines Eisenmangels im Früh
ling
(2017)
einen Leistungsabfall erlitten und deswegen zwei Leistungsnachweise wiederholen müssen. Die Zwischenprüfungen habe sie mit guten Noten bestan
den. Sie gehe davon aus, dass sie sich in den nächsten Wochen ganz erholen und dann wieder fit genug sein werde, die Wiederholungsprüfung zu absolvieren (vgl. auch
Urk.
3/4).
Am 1
3.
März 2018 teilte die Beschwerdeführerin mit, sie hätte Mitte
Februar 2018 die Bachelorarbeit abgeben sollen, den Termin aber nicht einhalten können und werde die Arbeit nach dem Praktikum (Januar bis Mai 2018 in der Rehaklinik
D._
) fertigstellen (
Urk.
3/7/1). Am
7.
Mai 2018 (
Urk.
10/79) informierte die Beschwerdeführerin darüber, dass sie noch nicht ein
schätzen könne, ob sie es schaffe, die Bachelorarbeit in den zwei Wochen nach Abschluss des Praktikums fertigzustellen und damit die Ausbildung fristgerecht abschliessen zu können. Sie sei mittlerweile sehr erschöpft und müsse sich zuerst noch erholen. Sie
sei sehr motiviert und
werde alle Leistungsnachweise bis zum Datum des Stellenantritts (
1.
September 2018) nach
liefern. Sie werde die Arbeit anfangs Juni jedoch nur dann abgeben, wenn sie überzeugt sei, dass sie genüge. Andernfalls ziehe sie es vor, noch ungefähr zwei Wochen anzuhängen. Diesfalls wür
de
die
IV-Stelle
das Diplom später erhalten. Jedenfalls brauch
e sie das Diplom am 1.
September 2018 mit Stelle
n
antritt. Am
5.
Juli 2018 erkundigte sich der IV-Berufsberater nach dem aktuellen Stand. Die Beschwerdeführerin beantwortete die Anfrage wie
folgt: Die Direktorin der Fachhochschule habe ihr vor ein paar Wochen sehr energisc
h nahe
gelegt, die Abschlussarbeit nicht so früh abzugeben, sondern sie ihn
Ruhe fertigzustellen mit der Begründung, dass das Diplom im Falle eines Nichtbestehens «verwirkt» würde. Sie habe daher im Juni (2018) bloss die letzten Prüfungen absolviert und bestanden. Sie plane, die Arbeit Ende Juli abzugeben. Sie wisse zwar nicht genau, wann sie das Diplom erhalten werden, weil die Korrektur der Arbeit in die Semesterferien falle. Sie werde ihre Stelle jedenfalls am
1.
September 2018 antreten
(
Urk.
10/79).
Die IV-Stelle zahlte bis
5.
Juli 2018 (Abschluss des
Kurses
) ein ausbildungsbe
gleitendes Taggeld und anschliessend bis Ende August ein Wartetaggeld
und schloss die berufliche Massnahme mit Mitteilung vom
5.
Juli 2018 ab
(
Urk.
10/79)
.
Die Beschwerdeführerin reichte ihr
e
Bachelorarbeit nach eigenen Angaben am
4.
Januar 2019 ein (
Urk.
1 S. 4). Mit Email vom 2
5.
Februar 2019 informierte die Expertin, dass
ihre Arbeit angenommen worden sei und sie somit bestanden habe. Die Präsentation und das anschliessen
de Kolloquium seien auf den 18.
April 2019 angesetzt (
Urk.
3/5). Zu diesem Zeitpunkt erst erhielt die Beschwerdeführerin das Diplom.
Die Stelle als Logopädin hatte sie wie geplant am
1.
September 2018 angetreten.
4.4
Zum Nachweis der gesundheitsbedingten Verzögerung bei Erstellen ihrer Bachelorarbeit legte die Beschwerdeführerin das Zeugnis von
Dr.
med. E._
, Facharzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin, Zentrum für Magen-Darmkrankheiten an der
Klinik F._
, vom 5.
Juli 2017 auf (
Urk.
3/3). Darin teilte
Dr.
E._
auf Wunsch der Beschwerdeführerin zu Händen der
B._
mit, dass die
Beschwerdeführerin infolge einer chronischen Erkrankung seit mehreren Jahren in seiner Betreuung sei. Im Mai resp. Juni 2017 sei es zu einer akuten Verschlech
terung mit vermehrter Müdigkeit und Leistungsknick gekommen, was gut auf einen Eisenmangel zurückzuführen sei. Im Anschluss an eine Eisensubstitutions
behandlung
sei es zu einer Besserung der Symptome gekommen. Gemäss Anga
ben der Beschwerdeführerin habe sie während dieser Zeit Prüfungen absolvieren müssen. Schlechte Resultate seien gut auf ihre Erkrankung zurückzuführen.
5.
5.1
Gestützt auf das Gutachten von
Dr.
A._
ist der Ausbruch der Berufskrankheit auf den
6.
November 2013 festzusetzen, als die Beschwerdeführerin erstmals
infolge anhaltender Symptome
arbeitsunfähig geschrieben wurde, was die Gut
achterin auf die berufsbedingte Krankheit zurückführte. Daran ändert nichts, dass die Berufsunfähigkeit erst auf den
8.
März 2014 festgesetzt wurde, nachdem fest
stand, dass von Heilbehandlungen keine
Besserung mehr zu erwarten und auch ein reduziertes Pensum im Beruf medizinisch-theoretisch nicht mehr zumutbar war. Für einen Ausbruch der Krankheit im Sinne von
Art.
9
Abs.
3 UVG reicht die Notwendigkeit ärztlicher Behandlung oder der Eintritt einer Arbeitsunfähig
keit nach
Art.
6 ATSG
(vgl. E. 2.1)
.
5.2
Die IV-Stelle schloss ihre Eingliederungsm
assnahmen am 3
0.
August 2018 ab. Nach diesem Zeitpunkt erfolgten keine weiteren Umschulungs- oder anderweiti
gen beruflichen Massnahmen mehr und nahm die Beschwerdeführerin ihre neue berufliche Tätigkeit als Logopädin bereits am
1.
September 2018 auf.
Grundsätz
lich
wäre
der Rentenanspruch daher am
1.
September 2018
entstanden
(E. 2.2)
. Wohl verzögerte sich die Diplomierung
zur
Logopädin bis
April
201
9.
Die Beschwerdeführerin absolvierte die Abschlussprüfungen jedoch schon im Früh
sommer 2018 und besuchte die letzten Kurstage im Juli 201
8.
Dass die
Diplom
arbeit
erst im Februar 201
9
abgenommen werden konnte,
hat die Beschwerde
führerin zu verantworten und es ist nicht
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
ausgewiesen
, dass die verspätete Bearbe
itung krankheitsbe
dingt war. Der
Eisenmangel-bedingte Erschöpfungszustand
bestätigte der behan
delnde Arzt
für Frühjahr 2017
(E. 4.
4
), wovon sich die Beschwerdeführerin nach entsprechender Substitution innert weniger Wochen erholte. In der Folge plante sie eine Bearbeitung und Abgabe noch im Verlaufe des Jahres 2018 (E. 4.2). Die Gründe bzw. Umstände der weiteren Verzögerung bis Januar 2019 können nicht
mehr
der im Frühjahr 2017 aufgetretenen Erschöpfung zugeordnet werden.
Eine krankheitsbedingte Studierunfähigkeit nach Ende der Abschlussprüfungen bzw.
Ausbildung anfangs
Juli 2018 wird nicht behauptet, weshalb sich diesbezügliche medizinische Abklärungen erübrigen.
Damit ist der Tatbestand eines verspäteten Rentenbeginns
im Sinne von
Art.
24
Abs.
2 UVV
, fünf Jahre nach Ausbruch der Berufskrankheit
,
nicht erfüllt, weshalb sich die Rentenberechnung nach der ordentlichen, dem Äquivalenzprinzip ent
sprechenden Regeln zur Bestimmung des versicherten Verdienstes richtet.
5.3
Der v
ollständigkeitshalber ist a
usserdem darauf hinzuweisen,
dass
Art.
24
Abs.
2 UVV
die Vermeidung unbilliger Ergebnisse
bezweckt
, wenn zwischen dem Unfall und der Rentenzusprechung (z.B. infolge langwieriger Heilbehandlung) mehrere Jahre liegen, während der die Löhne insbesondere infolge Teuerung stark angestiegen sind
.
Art.
24
Abs.
2 UVV erlaubt aber nicht, andere den versicherten Lohn beeinflussende Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen, wie etwa berufliche Veränderungen, Karriereschritte oder Kinderzulagen, auf die erst nach Eintritt des Unfallereignisses ein Anspruch entsteht, zu berücksichtigen (BGE 127 V 172
Erw
. 2b
;
Urteil des Bundesgerichts U 139/04 und U 173/04 vom
1.
Sep
tember 2004
).
Auch überdurchschnittliche Lohnerhöhungen am konkreten Arbeitsplatz aufgrund
der
betrieblichen Leistungen fallen ausser Betracht (Urteil
des Bundesgerichts
U 79/06 vom 1
9.
September 2006).
Sinn und Zweck des
Art.
24
Abs.
2 UVV sowie die Taggeldordnung, aber auch Gründe der Praktika
bilität sprechen dafür, bei mehr als fünf Jahre nach dem Unfall beginnenden Renten bei der Bemessung des versicherten Verdienstes auf die allgemeine statis
tische Nominallohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich und nicht auf die Lohnentwicklung beim konkreten Arbeitgeber abzustellen
(Urteil des Bun
desgerichts U 79/06 vom 1
9.
September 2006).
Eine allenfalls tatsächlich in der Privatschule
Y._
vollzogene Neueinstufung ihrer Lehrfachkräfte
wäre
als von dieser Sondernorm nicht gedeckte erwerbliche Veränderung zu betrachten, analog des Saisonniers, welcher nach dem Unfallereignis Anspruch auf eine Jah
resbewilligung erhielt (Urteil d
es Bundesgerichts U 396/04 vom
18.
Mai 2005).
Daran ändert nichts, dass
vorliegend
hinsichtlich Invaliditätsbemessung
für das
Valideneinkommen
auf den hypothetischen Verdienst als Mittelschullehrerin
nach den kantonalen Richtlinien
abgestellt wurde, da sich der Begriff des
Vali
deneinkommens
nicht mit demjenigen des versicherten Verdienstes deckt.
5.4
Im Übrigen blieb die
Rentenberechnung
un
bestritten und
gibt
zu keiner Korrektur Anlass.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der
Beschwerde.
6.
Das Verfahren ist kostenlos (
Art.
61
lit
. a ATSG).