Decision ID: f56af4d3-7738-47b7-ad3d-d399dbf661f6
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969,
gelernte Pflegeassistentin,
war zuletzt in
einem Pensum von 70
%
als Verwaltungsangestellte
und Kassiererin
für die Stadt
Y._
tätig, als sie sich am
8.
Mai 2009 unter Hinweis auf verschiedene Krankheiten im somati
schen Bereich bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungs
bezug
anmeldete (
Urk.
8/2
Ziff. 5.2,
Ziff.
5.4 und
Ziff.
6.2
)
. Die
Sozial
ver
sicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge einen Aus
zug
aus dem individuellen Konto der Versicherten (
Urk.
8/6), Arztberichte (
Urk.
8/12,
Urk.
8/
19
/1-5,
Urk.
8/20/2-7,
Urk.
8/32/7-11) sowie einen Arbeitgeberbericht
(
Urk.
8/13) ein.
Mit Mittei
lung vom 1
0.
Dezember 2009 sprach die IV-Stelle
Früh
interventionsmass
nahmen
in Form von
diverse
n
Computer
kurse
n
zu
(
Urk.
8/23).
Am 2
2.
und
2
9.
Juli 2010
sowie am 2
2.
Dezember 2011
erfolgte eine
polydis
zi
pli
näre
Begutachtung
der Versi
cherten
durch die MEDAS
Z._
(Gutach
ten vom
2
0.
Februar 2012
,
Urk.
8/66/2-38
)
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fah
ren
(
Urk.
8/70,
Urk.
8/73,
Urk.
8/80) verfügte die IV-Stelle am 3
0.
August 2012
(
Urk.
2) die Abweisung des Leistungsbegehrens.
2.
Gegen die
rentenabweisende
Verfügung vom 3
0.
August 2012 (
Urk.
2) erhob die
Versicherte am 2. Oktober 2012 Beschwerde
(Urk.
1)
und beantragte, diese sei auf
zuhe
ben und es sei ihr eine ganze Rente zuzusprechen
(
Ziff.
1)
.
Eventualiter sei eine erneute Begutachtung durchzuführen (
Ziff.
2).
In formeller Hinsicht be
an
tragte sie, es
sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und in der
Person von
Dr.
Tanja Gehrig
Arbenz
eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu be
stellen.
Mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
Oktober 2012 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 11. De
zember 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
Auf Aufforderung durch das Gericht
vom
3.
Februar 2014
(Urk.
16) reichte die
Beschwerdeführerin
am 28. Februar 2014
(Urk. 20)
d
a
s von der Allianz Suisse Lebensversicherung in Auftrag ge
ge
bene Gutachten vom 1
7.
Juli 2013
ein
(
Urk.
2
1
/1-5
)
. Mit Eingabe vom
7.
April 2014 verzich
tete die Beschwerdegegnerin auf
eine Stellungnahme
da
zu (
Urk.
24).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundes
ge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG
)
.
Erwerbs
un
fähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Ge
sundheit ver
ur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
glie
derung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der ge
sund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
wind
bar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf
eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch an
lässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG
die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht
erwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, ge
mischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit
der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in
welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei
sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der
Verordnung über di
e Invalidenversicherung (IVV)
). Die ge
mischte Methode bezweckt damit eine
möglichst wirklichkeitsgerechte Bemes
sung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504
E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hin
wei
sen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen
und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom
1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E.
3.3).
Die ge
mischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine
voll
zeitliche
Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht
ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E.
3.3 in
fine
).
Ist jedoch anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teilerwerbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit,
ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu
sein, ist die Invalidität
ausschliesslich
nach den Grundsätzen für Erwerbstä
tige, so
mit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
27
bis
Abs.
1 Satz 1 sowie
Abs.
1
Satz 2 und 3 e
contrario
IVV). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig
zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerb
stätigen (
Art.
27
bis
Abs.
2 IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach
Massgabe
der ohne
Gesundheits
schaden
ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Ent
scheidend ist, was die
versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht,
was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie ge
sundheitlich in der Lage,
voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das
Ar
beitspensum
aus freien Stücken,
insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer
Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür
nicht
die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hin
wei
sen; ZAK 1992 S.
92 E.
4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich ent
sprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versi
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungs
mass
nahmen
durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das - vom Arzt festzulegende - Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Be
einträchtigung ge
leistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestim
mung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditäts
bemess
ungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willensent
scheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in wel
chem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Be
einträchtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsachen
sind indessen einer direkten Be
weisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusse
ren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer
Geschehensab
läufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin
auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksich
tigt
werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom
konkreten Sachverhalt - auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechts
folgen geschlossen worden ist (vgl.
Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
De
zem
ber
2013
,
je
mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
ge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stamm
en
,
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Un
terlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
ni
sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also ent
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allsei
ti
gen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in
Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf
trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1;
125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 3
0.
August 2012 (
Urk.
2)
davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitssch
a
den weiterhin ihrer
Tätigkeit als Verwaltungsmitarbeiterin/Kassiererin
in einem Pensum von 70
%
nach
gehen würde. Die restlichen 30
%
entfielen auf den Aufgabenbereich.
Aus ärztlicher Sicht sei ihr die Ausübung sowohl ihrer bisherigen als auch jeder an
deren angepassten Tätigkeit zu 50
%
zumutbar
unter Anwendung der gemisch
ten
Invaliditätsbemessungsmethode betrage
d
er Invaliditätsgrad 20
%
, wes
halb
kein Rentenanspruch bestehe.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, sie würde
als Gesunde einer 100
%
igen
Erwerbstätigkeit nachgehen. Als nicht verhei
ratete und kinderlose Frau sei die Annahme, sie würde auch
im Gesundheitsfall
zu 70
%
arbeiten, nicht nachvollziehbar.
Es sei
die Methode des
Einkommens
ver
gleichs
anzuwenden.
Bei Annahme einer Restarbeitsfähigkeit von 50
%
re
sul
tiere
ein Invaliditätsgrad von 73
%
, weshalb Anspruch auf eine ganze Rente bestehe.
Eventualiter sei ein neues Gutachten zu erstellen. Die
Beschwerdegeg
ner
in
könne
aus verschiedenen – einzeln dargelegten - Gründen
nicht auf das MEDAS-Gut
achten
vom 2
0.
Februar 2012
abstellen,
zumal sich
w
eder die Pensionskasse noch
der Privatversicherer Allianz
auf dieses
stützten
.
Das MEDAS-Gutachten sei mangelhaft und oberflächlich (
Urk.
1).
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Rheumatologie FMH und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH
nannte im Bericht vom 2
4.
Juni 2009 (
Urk.
8/12/2-5) fol
gen
de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
Chronifiziertes
lumbospondylogenes
Syndrom beidseits bei
Segment
de
ge
neration
L4-S1 (etwa
seit
1995)
Chronifizierte
Migräne (seit Jahren)
Chronische Spannungskopfschmerzen (zum Teil
analgetikainduziert
, seit Jahren)
Chronisches
Cervicalsyndrom
bei Status nach Halswirbelsäule (HWS)-
Be
schleunigungstrauma
(2
3.
August 2001)
Adipositas (seit Jahren)
Er berichtete, dass er die Beschwerdeführerin seit August 2001 be
handle und am 2
2.
Juni 2006 die letzte Kontrolle stattgefunden habe (
Ziff.
1.2).
Es
beständen massive Bewegungseinschränkungen und
-
schmerzen in sämtli
chen Freiheits
graden der Lendenwirbelsäule bei unauffälligem Neurostatus und unauffälligen Nerven
dehn
tests (
Ziff.
1.4). Die Prognose sei bei der Möglichkeit einer vorwie
gend sitzenden, wechselbelastenden Tätigkeit günstig
und die Ar
beitsfähigkeit be
trage 70
%
(
Ziff.
1.4 und
Ziff.
3
). Bei
körperlich mittelschwer
belastender
Tätig
keit
sei die Prognose
ungünstig.
Im Zeitraum vom 1
4.
Januar bis
6.
März 2009 habe
eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Im Zeitraum vom
7.
bis 1
3.
März
2009 sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Seit 2
4.
März
2009 bis auf weiteres bestehe wiederum eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit
(
Ziff.
1.6).
Eine Berentung hielt Dr.
A._
aus
rheu
matologischer Sicht nicht be
gründ
bar; er empfahl vielmehr eine berufliche Neuorientierung (Ziff. 1.11).
3.2
Dr.
med.
B._
,
Facharzt FMH für Innere Medizin
, nannte im Bericht vom
1.
Oktober 2009 (
Urk.
8/19/1-5)
als Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeits
fäh
ig
keit
eine Migräne mit und ohne Aura (etwa seit 1972) und ein
lumbo
spon
dy
logenes
Syndrom (etwa seit 1995
,
Ziff.
1.1). Er führte aus, dass er die Be
schwer
deführerin seit April 2001 behandle (
Ziff.
1.2).
Die Prognose sei ungün
s
tig (
Ziff.
1.4). Aufgrund der genannten Diagnosen habe er innerhalb der letzten
fünf Jahre keine Arbeits
un
fähigkeit attestiert (
Ziff.
1.6). In der bisherigen Tätig
keit bestehe eine 50-70%ige Arbeits
fähigkeit (
Ziff.
1.7). In einer
ruhigen
wechsel
belastenden Tätigkeit bestehe
seit 2007
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
, wobei die Konzentrationsfähigkeit und die Belastbar
keit eingeschränkt seien
(
Ziff.
3)
.
3.3
Im Bericht vom
2.
November 2009 (
Urk.
8/20) nannte
Dr.
med.
C._
, Spezial
arzt FMH für physikalische Medizin mit Rehabilitation speziell Rheumatologie,
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein
lumbospondy
lo
ge
nes
,
fraglich
radikuläres
Reizsyndrom S1 rechts seit 1991 bei
Chondrose
L4/5 (zu
nehmend vor 10 Jahren) sowie
eine
paramediane bis
mediolateral
rechtsseitige
Diskushernie (akut Februar 2009
Ziff.
1.1).
Er führte aus, dass die Wirbel
säule nur
beschränkt belastbar
und daher eine
Tätigkeit
mit
einer
vermin
derte
n
Belast
barkeit
in
wec
hselnder Position notwendig sei
. Dauerndes Sitzen, Stehen oder Bücken sei ungünstig (
Ziff.
1.7).
Die bisherige Tätigkeit im Umfang von 70 % solle probeweise wieder aufgenommen werden (Ziff. 1.9).
3.4
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –
psy
chotherapie
, und
lic
. phi
l
.
E._
, Psychotherapeut FSP,
nannten in ihrem Be
richt vom 1
9.
Februar 2010 (
Urk.
8/32/7-11)
als Diagnose mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit
eine rezidivierende depressive Störung, ge
genwärtig mittel
gra
dige Episode (seit 10 Jahren, ICD-10 F33.1) vor dem Hinter
grund einer
schwe
ren Migräne (seit Kindheit) und eines
Thorakovertebralsyn
drom
s
(seit etwa
8 Jahren
Ziff.
1
.1
)
.
Weiter
führten
sie
aus, die Symptomatik
bestehe
seit vielen Jahren
; sie sei
nun
chronifiziert
und
habe
sich in den vergangene
n Jahren deut
lich verstärkt
. Es sei
keine gute Prognose zu stellen (
Ziff.
1.4). Aus psychia
tri
scher
Sicht sei die Beschwerdeführerin
seit 17. Dezember 2009
nicht arbeits
fähig (
Ziff.
1.7).
3.5
3.5.1
Die Beschwerdeführerin wurde am 2
2.
und 2
9.
Juli 2010 sowie am 2
2.
De
zem
ber
2011 durch die
Dres
. med.
F._
, Facharzt für Neurologie FMH,
G._
, FMH Rheumatologie, FMH Physikalische Medizin und Rehabilita
tion
,
sowie
H._
, Eidgenössischer Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie, Foren
si
sche
Psychiatrie SGFP,
von
der MEDAS
Z._
polydisziplinär begutachtet.
3.5.2
Im entsprechenden Gutachten vom 2
0.
Februar 2012 (
Urk.
8/66/2-38) nannten die Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
32):
Chronifizierte
Migräne ohne Aura (ICD-10 G43.0)
Panvertebrale Schmerzsymptomatik mit
spondylogener
Ausstrahlung zer
vi
kal beidseits und lumbal rechtsbetont mit/bei
leichte
n
degenerative
n
Wirbelsäulenveränderungen
muskuläre
r
Dysbalance
anamnestisch Zustand nach HWS-Trauma
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie:
Hydrom
yelie
auf Höhe Halswirkbelkörper (HWK)7/Brustwirkbelkörper (BWK)
1
und BWK5 bis BWK9 im MRI vom 1
5.
Juli 2010
ohne motorische Ausfälle
ohne einem organischen Korrelat zuzuordnende sensible Ausfälle
Adipositas
Chronic
Obstructive
Pulmonary
Disease
(COPD)
c
hronischer
Nikotinabusus
Rezidivierende dyspeptische Symptomatik. Anamnestisch Reflux und
ge
ringgradige
Hiatushernie
Chronische Urtikaria
Aus psychiatrischer Sicht führten die
Gutachter
zusammenfassend
aus
(S.
24 ff.)
,
dass die Beschwerdeführerin an zwei unterschiedlichen Terminen untersucht wor
den sei und jeweils ein unauffälliger psychischer Befundstatus
vorgelegen
habe. Insbesondere
habe weder
eine erhebliche depressive Affektivität
noch eine
anhaltende pathologische Affektauslenkung vorgelegen.
Der Diagnose im Be
richt vom 1
9.
Februar 2010
von
Dr.
D._
und
lic
. phi
l
.
E._
(vgl.
Urk.
8/32/7-11, E.
3.4 vorstehend) liege kein objektivierbarer Befundstatus nach
AMDP
(
Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiat
rie
)
zugrunde.
Ferne
r
seien die einschlägigen diagnostischen Kriterien einer de
press
i
ven Störung gemäss ICD-10 nicht diskutiert worden.
Es sei lediglich a
uf
grund der subjektiven Beschwerden der Beschwerdeführerin, insbesondere der angege
be
nen somatischen Beschwerden, eine mittelgradige depressive Episode mit
100%iger Arbeitsunfähigkeit
angenommen
worden.
Aus
ihrer
Sicht
liege
aber
keine
psychiatrische Störung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
vor.
Es sei
da
her
keine Diagnose einer depressiven S
törung gemäss ICD-10 zu stellen.
Schliess
lich sei
in diesem Zusammenhang
festzuhalten, dass die Attestierung ei
ner
100%igen Arbeitsunfähigkeit bei einer mittelgradigen depressiven Episode grund
sätzlich nicht zulässig sei.
Zudem sei
eine solche Diagnose psychiatrisch und ins
besondere psychopharmakologisch behandelbar. Weshalb im genannten Bericht von einem
chronifizier
ten
Zustand und einer schlechten
Prognose aus
gegang
e
nen worden sei
, sei für sie nicht nachvollziehbar.
Aus rheumatologi
scher Sicht führten die Gutachter aus
(S.
2
6
f.)
, dass ein
Schmerz
syndrom
mit aktuell panvertebraler Schmerzsymptomatik,
zervikospon
dy
logenen
Schmer
zausstrahlungen
beidseits und überwiegend rechtsbetonten
lumbospondyloge
nen
Schmerzausstra
hlungen im Vordergrund ständen, wobei ein
eigentlicher Auslöser der geklagten Schmerzproblematik nicht
eruierbar
sei. Ein
zig
im Be
reich der HWS bestehe ein Zustand nach
einem
Wirbelsäulentrauma
im Jahr
200
1.
Seitens
der
Rheumatologie werde eine
spondylogene
Sympto
ma
tik mit
ei
ner
mögliche
n
intermittierende
n
radikuläre
n
Reizung diskutiert, wobei betref
fend
die
Seitenlokalisation der möglichen
radikulären
Symptomatik die anam
nestischen Daten auseinander
gingen
.
Gemäss MRI
-
Untersuchungen der HWS und BWS im Jahr 2010 sei die degenerative Veränderung in diesen Be
rei
chen altersentsprechend. Eine Neu
ro
kompression könne nicht objektiviert wer
den. So würden insbesondere zervikal keine Hinweise auf eine traumatische Schä
di
gung oder posttraumatische Wirbelsäulenveränderungen vorliegen. An
läss
lich
der gutachterlichen Untersuchung sei eine ausgeprägte
Berüh
rungs
emp
findlichkeit
der Weichteile im Bereich von Nacken und Schultergürtel und
teils entlang der Wirbelsäule aufgefallen. Die Diagnose einer
Fibromyal
g
ie
sei aber nicht zu stel
len
. Ferne
r
h
ätt
en sich zum Untersuchungszeitpunkt keine Hin
weise auf eine
ra
dikuläre
Begleitpathologie, dies weder zervikal noch lumbal, finden
lassen. Ebenso wenig h
ätt
en sich Anhaltspunkte für ein aktives ent
zünd
lich rheu
mati
sches Grundleiden finden lassen. Der Beschwerdeverlauf der
mus
ku
los
ke
lettalen
Probleme sei
therapierefraktär
.
Aus Sicht der Rheumatologie sei
für eine
lei
densangepasste
berufliche Aktivität keine anhaltende Arbeitsun
fähig
keit be
gründbar, weshalb eine wechselbelastend leichte bis intermittierend mittel
schwere Tätigkeit im Rahmen der fassbaren Befunde zu verantworten sei. Un
günstig seien indes schwere körperlich belastende Aktivitäten. Ebenso seien mo
no
tone statische Belastungen des Bewegungsapparates zu vermeiden. Prog
nos
ti
sch
sei mit einem weiteren chronischen Beschwerdeverlauf zu rechnen.
An
hand der
im
Dezember 2011 erhobenen Zwischenanamnese und eines kur
sori
schen Untersuchungsganges bestehe kein Anlass, die gestellten Diagnosen und die dis
kutierten Empfehlungen
bezüglich
des
weiteren Vorgehen
s
und
der
Ar
beits
fähig
keit zu revidieren.
Aus neurologischer Sicht führten die Gutachter aus (S.
2
8
f.), dass aufgrund der
von der Beschwerdeführerin geschilderten Schmerzsymptomatik und der Begleit
symptome an der Diagnose einer
chronifi
zierten
Migräne ohne Aura nicht zu zweifeln sei.
Demgegenüber h
ätt
en sich keine Hinweise für zusätzliche anders
artige Kopfschmerzen finden lassen.
Auf
grund der Rückenschmerzen sowie der Beschwerden in der oberen Hälfte des Rückens und am Schulter-Nackengürtel sei von einem lumbalen und
zervi
kothorakalen
Schmerzsyndrom auszugehen.
Motorische Ausfälle seien nicht objektivierbar gewesen. Die angegebene Sensi
bi
lität
habe
in der Untersuchung vom 2
9.
Juli 2010 zur Untersuchung vom 2
2.
Dezember 2011 in dem Sinne
va
riiert
, dass in der früheren Untersuchung Are
ale mit verminderter Wahrneh
mung links, in der späteren Untersuchung Are
ale mit verminderter Wahrneh
mung rechts angegeben worden sei
en
, wobei die Beschreibung der Beschwerden nicht widersprüchlich gewesen sei.
Aus neu
rologischer Sicht sei davon auszu
gehen, dass der bildgebende Befund eines
aufgeweiteten
Zentralkanals (
Hydro
myelie
) ein Zufallsbefund ohne klinische Re
levanz sei. Die von der Beschwer
deführerin angegebenen Störungen
bezieh
ungs
weise
Veränderungen der Sensi
bilität liessen sich nicht durch eine Affektion zentraler oder peripherer neuraler Strukturen erklären, sondern müss
t
en als
funk
tionell angesehen werden. Die lumbal und
thorakozer
v
ikal
angegebene
n
Schmerzen liessen sich vor diesem Hintergrund ebenfalls nicht einer
Rücken
marksläsion
zuordnen, sondern seien am ehesten vom Bewegungsapparat aus
gehend oder ebenfalls funktionell. Die Akzentuierung dieser Beschwerden nach dem
Auffahrunfall im August 2001 sei aus neurologischer Sicht nicht erklärbar.
Im Hinblick auf die Migräne sei die ausgedehnte
Analgetikaeinnahme
auf
fallend, die möglicherweise eine
analge
tikainduzierte
Komponente der Migräne be
dinge. Eine deutliche Einschränkung des Medikamentengebrauchs sei daher zu empfehlen und bedinge einen statio
nären Aufenthalt.
Aufgrund der
chroni
fizierten
Migräne
, die teils mit
Erbrechen
einhergehe,
sei die Arbeitsfähigkeit zu 50
%
eingeschränkt. Von Seiten des lumbalen und
zervikothorakalen
Schmerz
syn
droms
und der angegebenen Ver
änderung der Sensibilität erfolge keine Ein
schränkung der Arbeits- und Leis
tungsfähigkeit.
Zusammenfassend hielten die Gutachter aus interdisziplinärer Sicht fest
(S.
3
0
)
, dass gestützt auf die neurologische Beurteilung (
chronifizierte
Migränesymp
to
matolgie
)
in der bisherigen sowie in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die bisherige Tätigkeit
sei
aus rheu
ma
t
olog
ischer Sicht zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht sei die Ar
beitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Der Beschwerdeführerin seien leichte bis in
termittierend mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Medizi
nisch-theoretisch sei
ihr
eine 4.5-stündige Präsenzzeit am Tag zumutbar. Diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei seit 2009 anzunehmen (S. 33).
3.6
3.6.1
Im Oktober 201
2
gab die Allianz Suisse Lebensversicherungsgesellschaft AG ein
Gutachten beim
I._
zwecks
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der ange
stammten und in einer angepassten Tätigkeit
in Auftrag. Die Beschwerdeführe
rin
wurde am 1
0.
und 1
1.
Dezember 2012 durch die
Dres
. med.
J._
, FMH Phy
sikalische Medizin und Rehabilitation,
K._
, FMH Physikalische Medizin
und Rehabilitation/Rheumatologie,
L._
, Psychiatrie/Psychotherapie FMH, und
der Physiotherapeutin
M._
des
I._
polydisziplinär mit zusätzlicher Durch
füh
rung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
untersucht
(
Urk.
21/2
)
.
Prof.
Dr.
rer
. nat.
N._
, Diplom-Psychologe, und
lic
. phil. et
dipl.
biol
.
O._
, Psychologin FSP,
verfassten das
neuropsyc
hologische
Teilgutachten
vom
5.
Juli 2013
(
Urk.
21/3),
Dr.
med.
L._
, Psychiatrie und Psychologie FMH,
das psy
chi
a
trische
T
eilg
utachten vom 2
4.
Januar 2013
(
Urk.
21/4) und
Dr.
med.
P._
,
Facharzt FMH für
Neurologie,
das
neu
rologische
Teilgutachten
vom
8.
Dezem
ber
2012
(
Urk.
21/5).
3.6.2
In der Expertise vom 1
7.
Juli 2013 (
Urk.
21/2)
nannten die Gutachter
des
I._
folgende Diagnosen (S. 15):
Panvertebrales Schmerzsyndrom mit aktuell im Vordergrund liegender
lumbospondylogener
Ausstrahlung recht
s
bei/mit
minime
m
linkskonvexer
thorakolumbaler
Skoliose
Chondrose
L1-L5
konventionell radiologisch (Röntgen 2012) mässiger
Osteochondrose
L5/S1
minimem
Ventralgleiten
L5 gegenüber S1 (degenerativbedingt)
minimer Spondylose L3-S1 (konventionelles Röntgen 2012)
Überlastung d
u
r
ch
Adipositas
muskulärer
Dysbalance
und Insuffizienz
Aktenanamnestisch
Hydromyelie
C1/Th1 und Th5-Th9 (MRI 1
5.
Juli 2010)
Wahrscheinlich
Cluster-Kopfschmerzen,
Differenzialdiagnose:
Hemicra
nia
continua
Seltene Migräne, ganz selten mit Aura
Adipositas
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung bei
chronischem
Nikotinabusus
Anamnestisch Magen-/Darmprobleme, aktenanamnestisch rezidivierende dyspeptische Symptomatik bei
geringgradiger
Hiatushernie
Aktenanamnestisch chronische Urtikaria
Unklare Augendiagnose
D
ie Gutachter
stuften
die angestammte Tätigkeit (Kassiererin und Verwal
tungs
angestellte)
als eine vorwiegend sitzende Bürotätigkeit
ein
(S.
16). Die Schwimm
bad-/
Eisbahn-/Schlittschuhherausgabetätigkeit sei nicht abschliessend taxierbar,
doch sei diese als höchstens knapp mittelschwer zu beurteilen. Aus rein rheu
ma
tologisch-orthopädischer Sicht sei diese Tätigkeit aufgrund der ak
tuellen Anam
nese sowie der klinischen und radiologischen Befunde als zumut
bar zu erach
ten.
Aus neurologischer Sicht bestehe eine somatisch bedingte 50%ige Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht
werde keine Arbeits
fähig
keit (richtig: Arbeitsunfähigkeit; vgl. Urk. 21/4 S. 7-8) gesehen
.
Aus inter
diszi
plinärer Sicht bestehe
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätig
keit.
Für eine leidensangepasste
Tätigkeit (leichte bis mittelschwere, wechselbe
lastende und rückenadaptierte Tätigkeiten ohne wiederholt statisch belastende und monotone Haltungen und Zwangsstellungen)
attestierten sie die nämliche Arbeitsfähigkeit
.
Die Gutachter hielten fest, dass sich ihre Beurteilung nicht von der früheren MEDAS-Beurteilung unterscheide
(S. 17)
.
4.
4.1
Vorwegzuschicken ist, dass das
MEDAS-Gutachten
vom 2
0.
Februar 2012 (
Urk.
8/66/2-38) den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer
Expertise
entspricht
. Es beantwortet die gestellten Fragen umfassend, erging nach
einlässlicher Abklärung der Vorgeschichte und
Befun
derhebung
in Kenntnis der
Vorakten
, ist sorgfältig abgefasst, berücksichtigt die geklagten Beschwerden der Beschwerdeführerin und setzt sich damit auseinan
der. Insbesondere wird im Gut
achten auch zu früheren ärztlichen Einschätzun
gen detailliert Stellung ge
nommen und
schliesslich
nachvollziehbar dargelegt, dass die Beschwerde
füh
rer
in
aus neurologischer Sicht
aufgrund
der
chronifi
zierten
Migräne
, welche teil
s
mit Erbrechen einhergeht,
in ihrer Arbeitsfähigkeit zu 50
%
eingeschränkt ist.
Zu
dem
zeigten die Gutachter
schlüssig
auf,
dass – entgegen der
Diagnose
stellung
d
urch
Dr.
D._
und
lic
. phi
l
.
E._
(siehe
Urk.
8/32/7, E.
3.4 vorstehend) – keine depressive Störung gemäss ICD-10 an
zunehmen ist, mithin keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus psychiat
rischer Sicht ange
nommen werden kann, indem sie gestützt auf ihre objektiven Befunde die ein
schlägigen ICD-10 Kriterien klar verneinten (vgl.
Urk.
8/66/26).
Diese Beurtei
lung
untermauerten sie mit den Feststellungen
, dass die von der Beschwerdeführerin beschriebene
n
A
ktivität
en
mit einer erheblichen de
pressiven Symptomatik nicht vereinbar wäre
n
und dass
,
obschon
Dr.
D._
und
lic
. phi
l
.
E._
von
einer mittelgradigen depressiven Störung ausgingen, bei der Beschwerdefüh
rerin
keine psychopharmakologische Therapie durchge
führt
wurde
(
Urk.
8/66/25; siehe
ebenso
Urk.
8/39
Ziff.
1
.
5
).
D
ie psychiatrische Beurteilung der MEDAS-Gutachter ist plausibel und nach
vol
l
ziehbar.
Äusserte sich die
Beschwerdeführerin anlässlich der psychiatrischen Un
ter
suchung
doch auch dahingehend
, dass sie sich nicht depressiv fühle und Freu
de
am Leben habe
,
sie
sich freue, w
enn sie mit ihrem Partner Zeit ver
bringen
könne
,
Ziele und Wünsche
habe
(
Urk.
8/66/12)
. Solche
s
erweck
t
in der Tat nicht den Ein
druck, die Beschwerdeführerin leide an einer mittelgradig de
pressi
ven Stö
rung
.
Dazu passt auch, dass
sie anlässlich
ihrer Begutachtung
stets die
Migrä
ne
prob
lematik
ins Zentrum ihres Leidens
stellte
(
Urk.
8/66/11,
Urk.
8/66/12 und
Urk.
8/66/13
)
.
Aus rheumatologischer Sicht legten die Gutachter nach
vollziehbar und detai
lliert
dar, dass
aufgrund ihrer fassbaren Befunde
von Sei
ten des lumbalen und
zervi
ko
thorakalen
Schmerzsyndroms
sowie
der angege
benen Veränderung der Sensibi
lität die Arbeitsfähigkeit für
wechselbelastend leichte bis intermittierend mittel
schwere Tätigkeit
en
nicht eingeschränkt
ist
.
Plausibel erscheint zudem, dass
in
folge der altersentsprechend degenerativen Veränderungen im Bereich der HWS
und BWS schwere körperlich belastende Aktivitäten
ungeeignet
und monotone statische Belastungen des Bewegungsap
parates zu vermeiden sind.
Der
gutach
terlichen
Beurte
ilung stehen
jene
der
Dres
.
A._
(
vgl.
E. 3.1),
B._
(
vgl.
E. 3.2) und
C._
(
vgl.
E. 3.3)
, welche die Beschwerdeführerin schon
seit
längere
r
Zeit behandeln,
nicht ent
gegen. Ebenso besteht keine Diskrepanz zur
Beurteilung der Gutachter des
I._
, was
diese
in ihre
r
Expertise ausdrücklich
festhielten (vgl.
Urk.
21/2 S.
17
)
.
So gehen au
ch
sie davon aus, dass
aus
interdisziplinärer
Sicht
in
der bisherigen
wie in einer leidensangepassten
Tätig
keit eine 50%ige Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit be
steht.
4.2
Laut
MEDAS-Gutachten
besteh
t
indes
eine Diskrepanz
zur medizinischen Be
urteilung des
Dr.
med.
Q._
, Facharzt FMH für Neurologie (vgl.
Urk.
8/66/10). Ge
mäss
Dr.
Q._
sei aufgrund der Migräneproblematik eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit anzunehmen. Zudem sei ein
erneuter
Arbeitsintegrationsversuch
nicht zumutbar,
wovon auch die Beschwerdeführerin ausging
(
Urk.
1
Ziff.
31-32).
Der Bericht vom 29. Dezember 2011 des
Dr.
Q._
ist nicht akten
kundig
, jedoch
an diversen Stellen im Gutachten referiert und detailliert
dargestellt
worden. Dass
der Inhalt des fraglichen Berichts nicht zutreffend wurde,
machte die
Be
schwer
deführerin nicht
geltend
, weshalb nicht davon auszugehen ist.
Der
MEDAS-
Gutachter legte
– entgegen
den Vorbringen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1
Ziff.
32)
-
einleuchtend
dar
, dass aufgrund der jahrelangen Berufstätigkeit der
Beschwerdeführerin
nicht von einer
vollständige
n
Arbeitsunfähigkeit
ausge
gangen
werden kann
.
Dies
er
scheint gerade auch deshalb plausibel, weil die Be
schwerdeführerin neben ihrer Berufstätigkeit
noch
die Mutter ihres Partners pfleg
t
e
(
Urk.
1
Ziff.
10).
Die
Beurteilung
de
r
Gutachter
deckt sich
wiederum mit
den Be
urtei
lungen
der behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin,
Dres
.
A._
(vgl. E.
3.1),
B._
(vgl.
E.
3.2) und
C._
(vgl.
E.
3.3), welche der Beschwerde
füh
rerin
aufgrund der Beschwerden
während ihrer Berufstätigkeit
keine 100%ige Ar
beitsfähigkeit attestierten.
Die Beurteilung des
Dr.
Q._
vermag daher die Gut
achten nicht in Zweifel zu ziehen
.
4.
3
Soweit die Beschwerdeführerin die Beweiskraft des
MEDAS-
Gutachtens schon daher in Frage stellen lässt, weil
es
erst eineinhalb Jahre nach
ihrer
Unter
su
chung ver
fasst und der Beschwerdegegnerin
zugestellt wurde
,
kann ihr nicht ge
folgt werden. Der Verlauf der Begutachtung und namentlich die verzögerte Redaktion der Expertise
ist
zwar bemühend, doch
vermag sie die Massge
blich
keit der Beurteilung
nicht zu schmälern.
Denn die Beschwerdeführerin wurde
im Dezember 2011 in sämt
lichen Disziplinen durch die Gutachter nachuntersucht
,
und
es erfolgte
eine aktuelle Beurteilung ihrer ges
undheitlichen Situation
. Zu
dem
machte sie nicht geltend, was im Übrigen auch nicht aus den Akten er
sicht
lich ist,
dass und in
wiefern zwischen
den
Begutachtungen und
dem
Erstell
ungs
zeit
punkt
des Gut
achtens eine Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten be
ziehungs
weise eine solche unberücksichtig
t
geblieben wäre.
Zudem wurden im Gutach
ten auch nachträglich eingegangene medizinische Unterlagen
bei der
Befunder
hebung
berücksichtigt
und diskutiert
(
so insbesondere der Bericht des
Dr.
Q._
;
Urk.
8/66/9-10
,
Urk.
8/66/37
)
.
Ebenso
wenig schmälert den Beweiswert des
MEDAS-Gutachten
s
,
dass
, wie die Beschwerdeführerin geltend machte, die Pensionskasse der
Y._
sowie der Privatversicherer Al
lianz nicht
darauf
abstellten (
Urk.
1
Ziff.
19).
Es bleibt in diesem Zusam
menhang nochmals zu erwähnen, dass die MEDAS-Gutachter und die Gutachter
des
I._
über
ein
stimmend die Beschwerdeführerin in angestammter Tätig
keit als zu 50
%
arbeits
fähig befanden
(vgl. E. 4.1).
4.4
Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass auf d
ie
überzeugende
n
gut
achterlichen Einschätzungen
abzustellen ist. Es ist somit davon auszugehen, dass
die Beschwerdeführerin seit 2009 in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist und in der bisherigen sowie in einer angepassten Tätigkeit (leichte bis inter
mit
tierend mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten) zu 50
% arbeitsfähig ist.
Medizinisch-theoretisch ist ihr
eine 4.5-stündige
Prä
senzzeit
pro
Tag zumutbar. Der medizinische Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten.
Von weiteren medizinischen Abklärungen
, wie in der Beschwerdeschrift
beantragt wurde
(
Urk.
1 S.
Ziff.
2
)
,
sind keine neuen Er
kenntnisse zu erwarten, weshalb da
rauf zu verzichten ist (antizipierte
Beweis
würdigung
, BGE
124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d
).
Es bleiben die erwerbli
chen Auswirkungen zu prüfen.
5.
5
.1
Umstritten ist
weiter
, ob die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige mit einem Aufgabenbereich zu qualifizieren ist.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
für
die
Invaliditätsbemessung mittels ge
mischter Methode
auf den Umstand, dass
die Beschwerdeführerin
gemäss Aus
zug aus dem individuellem Konto (vgl.
Urk.
8/6) seit vielen Jahren im Rahmen von 70
%
gearbeitet habe
. Demnach entfielen 70
%
in den Erwerbsbereich und 30
%
in den Haushaltsbereich (
Urk.
8/68/6).
Eigenen Angaben zufolge
lebt
die Beschwerdeführerin
mit ihrem Partner zu
sammen (
Urk.
8/1/3
; Urk. 8/32/8
). Sie ist
un
verheiratet
,
hat keine Kinder
und ist für
ihren Lebensunterhalt alleine verantwortlich
(
Urk.
1
Ziff.
1
1
)
.
Bei dieser
Ausgangslag
e steht fest, dass sie keine
familiäre
n
Betre
uungsaufgaben wahr
zu
nehmen hat.
Entgegen der von der Beschwerdegegnerin vertretenen Auffassung kann daher
nicht angenommen werden, die Beschwerdeführerin wäre im Aufga
benbereich Haushalt tätig. Für die Anwen
dung
der gemischten Methode besteht daher kein Raum.
Daran ändert auch nichts, dass die Beschwerdeführerin offenbar während Jahren
die Mutter ihres Partners gepflegt hat (Urk. 8/1/2 Mitte), denn zur
Anspruchs
prüfung
sind die Verhältnisse massgebend, wie sie im Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs vorlagen. Im Zeitpunkt der Anmeldung zum
Leistungs
be
zug
am 8. Mai 2009 und der - neben dem Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. b
IVG - nach Art. 29 Abs. 1 IVG zu beachtenden sechsmonatigen Karenzzeit - war
die Mutter bereits verstorben (vgl. Urk. 1 Ziff. 10), so dass ihre Pflege von vorn
herein nicht mehr als Aufgabenbereich in Betracht fällt.
Somit ist der Invaliditätsgrad allein nach der Einkommensvergleichsmethode zu bemessen.
5.3
Zu prüfen ist schliesslich, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin ohne ge
sund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre.
Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie im Gesundheitsfall zu 100 % er
werbstätig wäre (Urk. 1 Ziff. 11). Sie habe bloss wegen ihrer gesundheitlichen Leiden und der seit der Kindheit stark eingeschränkten Leistungsfähigkeit bei
der
Y._
im Jahr 1998 eine Teilzeitstelle (50 %) angenommen. Neben
der Teilzeittätigkeit habe sie zudem die Mutter ihres Partners gepflegt. Nachdem diese verstorben sei, hätte sie gerne ihr Arbeitspensum erhöhen wollen, doch sei
dies aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich gewesen. Aus blosser Angst, die
Stelle zu verlieren, habe sie ihr Pensum auf rund 70 % erhöht (Urk. 1 Ziff. 10).
5.4
Die Beschwerdeführerin legte gegenüber der Beschwerdegegnerin am 13. Okto
ber
2009 dar, sie habe nach ihrer Ausbildung zur Pflegeassistentin im Zeitraum der Anstellung bei der
R._
gesundheitsbedingt das Pensum auf 80 % gekürzt. Später sei sie weg vom Beruf, weil es gesundheitlich immer schwieriger gewor
den sei (Urk. 8/26/2).
Den medizinischen Unterlagen ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Kindheit an Migräne leidet (vgl. vorstehend E. 3.1-2). Die Rücken
leiden traten 1991 beziehungsweise ab 1999 zunehmend auf und im Jahr 2001 erlitt sie ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (vgl. vorstehende E. 3.2-3; Urk. 8/19/22-23). Wegen dieser Beeinträchtigungen stand sie immer wieder in ärzt
licher Behandlung (vgl. Urk. 8/19/9-35). Allerdings geht aus den
echt
zeit
lichen
Akten nicht hervor, dass die Arbeitsfähigkeit deswegen dauerhaft
einge
schränkt gewesen wäre (vgl. beispielsweise Bericht von Dr.
A._
vom 29. Ok
to
ber
2001, Urk. 8/19/23; Bericht von Dr.
Q._
vom 24. Januar 2004, Urk. 8/19/25). Die MEDAS-Gutachter attestierten zudem erst seit dem Jahr 2009 eine geminderte Leistungsfähigkeit von 50 % (vgl. E. 4.4). Dies stimmt mit den übrigen Akten, namentlich dem Bericht von Dr.
C._
vom 2. November 2009 überein, der eine im Februar 2009 akute Diskushernie erwähnte (Urk. 8/20).
Dass die Beschwerdeführerin demnach bereits im Jahr 1998 oder schon zuvor aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation eine
pensumsreduzierte
Stelle anneh
men musste, ist aus medizinischer Sicht nicht ausgewiesen. Zudem darf be
rücksichtig werden, dass die Beschwerdeführerin genügend Kraft und Energie aufbringen konnte, um neben ihrer Teilzeittätigkeit die Mutter ihres Partners zu
pflegen, was physisch wie psychisch belastend gewesen sein musste. Ferner ist mi
t Blick auf den individuellen Auszug aus dem Konto festzustellen, dass sie – wenn sie überhaupt berufstätig war – seit 1989 nicht voll erwerbstätig war (vgl. Urk. 8/6). Nach dem Gesagten ist daher anzunehmen, dass die Beschwerde
füh
rerin – obwohl sie aus medizinischer Sicht in der Lage gewesen wäre – ihr
Ar
beitspensum
aus freien Stücken nicht auf 100 % erhöhte, wofür aber nicht die Invalidenversicherung einzustehen hat (BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Unter diesen Umständen erscheint es daher als überwiegend wahrscheinlich (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b), dass
sie
im Gesundheitsfall
nicht
zu 100 %
,
sondern
weiterhin
in ei
nem
70
%
-
Pensum
erwerbstätig wäre.
6.
6.1
Nach dem Dargelegten (vgl. E. 1.3 und E. 5.4)
ist
– entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (
Urk.
1
Ziff.
13) –
davon auszugehen, dass
s
ie
auch
im
Ge
sundheitsfall
a
ls Verwaltungsangestellte/Kassiererin
zu 70
%
erwerbstätig wäre.
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das
Validenein
kommen
gestützt auf den
Lohn
ausweis
2008 (Urk. 8/1/9) und
unter Berücksichtigung der
Nominallohn
entwicklung
bis ins Jahr 2010 (potentieller Rentenbeginn) auf Fr. 63‘062.
-- (Urk. 8/68/7)
. Dies ist nicht zu beanstanden.
6.2
Da laut
dem
MEDAS-Gutachten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter sowie in jeder angepassten
Tätigkeit
besteht, ist das
Invalideneinkommen
auf
Fr. 45‘044.-- (
Fr.
63‘062.
-- :
70 x 50)
festzusetzen
.
6.3
Der
Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr.
63‘062
.-- mit dem
Invalidenein
kommen
von
Fr.
45‘044
.-- ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr.
18‘018
.--, was eine
m
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad
von
29
%
entspricht.
Die an
gefochtene Verfügung erweist sich
im Ergebnis
als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
7.2
Die Bedürftigkeit ist nicht allein aufgrund der Bedarfsrechnung (Gegen
über
stell
ung der Einnahmen und Ausgaben), sondern unter Einbezug der
Vermögens
situation
zu beurteilen. Der Lebensversicherer hat der Beschwerdeführerin mit Abrechnung vom 22. August 2013 - während des
hängigen
Beschwerdever
fahrens
- Fr. 17‘559.05 zugesprochen (Urk. 15). Weil
die Verhältnisse im Zeit
punkt der Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege massgeblich sind
(BGE 108 V 265 E. 4), ist dieser Vermögenszufluss im Rahmen der
Ver
mögensverhältnisse
zu berücksichtigen. Das zur Auszahlung gelangte
Betreffnis
von Fr. 17‘559.05 übersteigt bei Weitem den gerichtsüblichen
Vermögens
frei
betrag
von Fr. 10‘000.--, so dass der Beschwerdeführerin zugemutet werden kann
, daraus die anfallenden Gerichtskosten wie auch die Kosten ihrer
Rechts
vertretung
zu bestreiten.
Daran ändern die Ausführungen der Beschwerdeführerin, sie habe den ausbe
zahlten Betrag zur Schuldentilgung benötigt (Urk.
14), nichts. Auch wenn dies zutreffen mag, was nicht belegt wurde, ist festzuhalten, dass
nach ständiger
bundesgerichtlicher
Rechtsprechung die unentgeltliche Rechtspflege nicht dazu dienen
darf
, auf Kosten des Gemeinwesens Gläubiger zu befriedigen, die nicht oder nicht mehr zum Lebensunterhalt beitragen (Urteil
des Bundesgerichts 8C
_
831/2009 vom 26. Februar 2010
E.
5.3.2.2
mit Hinweisen).
De
n auflie
gen
den Darlehensverträgen mit
S._
und der
T._
sind keine aktuellen Rückzahlungsverpflichtungen zu entnehmen (Urk. 12/10-11), so dass eine allfällige Schuldtilgung ausser Acht zu bleiben hat. Gemäss Dar
leh
ensvertrag mit der
U._
AG beläuft sich die Rückzahlungspflicht auf Fr. 5‘000.-- jährlich (Fr.
12/9) und weitere Schuldverpflichtungen wurden nicht namhaft gemacht (Urk. 11 Ziff. II.1). Selbst bei Berücksichtigung der ent
sprechend geschuldeten Rückzahlung ist von der Beschwerdeführerin zu erwar
ten
, dass sie aus dem verbleibenden zugeflossenen Vermögen für die Kosten des Gerichtsverfahrens und die Rechtsvertretung aufkommt.
Da es demgemäss an der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin fehlt,
ist ihr Gesuch um un
entgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung
(
Urk.
1
) abzuweisen.
8.
Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.