Decision ID: a0702299-c76c-4a26-a610-9b85f6fe2091
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Am 1
8.
März 2020 (Eingangsdatum) reichte die
X._
GmbH
beim
Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)
die
Voranmeldung von Kurzarbeit
für den Gesamtbetrieb
während
einer
voraussichtlichen Dauer vom 1
6.
März bis am 3
1.
August 2020
ein
(
Urk.
8/29).
Mit Verfügung vom 3
1.
März 2020
erhob
das AWA
teilweise Einspruch und bewilligte
die Auszahlung von Kurzarbeitsentschä
digung vom
1
8.
März bis 1
7.
September 2020 unter dem Vorbehalt, dass die übri
gen Anspruchsvorau
ssetzungen erfüllt seien (
Urk.
8
/
36
).
Mit Formular vom
5.
Oktober 2020
meldete die
X._
GmbH wiederum
Kurzarbeit
für die
voraussichtliche Dauer vom
1.
September bis am 3
0.
November 2020
an
(
Urk.
8/1
). Mit Verfügung vom
6.
Oktober
2020
wurde das Gesuch vom AWA teilweise bewilligt. Sofern die übrigen Anspruchsvoraus
set
zungen erfüllt seien, könne in der Zeit
vom
1
5.
Oktober 2020
bis
am 1
4.
Januar 2021
Kurzarbeitsentschädigung ausgerichtet werden
(Urk.
8/17
).
Die dagegen erho
bene Einsprache vom
2
7.
Oktober 2020 (Urk.
8/19), ergänzt am 2
6.
Novem
ber 2020 (
Urk.
8/27)
, w
i
e
s das
AWA
mit Einspracheentscheid vom
4.
Januar 2021 a
b
(
Urk.
8/28).
Mit Formular zur Voranmeldung von Kurzarbeit vom
1
0.
Dezember 2020
(Ein
gang
sdatum
)
wurde abermals Kurzarbeit für die
v
oraussichtliche
Dauer
v
om 1
0.
Dezember
2020 bis am
9.
März 2021 gemeldet
(
Urk.
8/37
).
Mit Schreiben vom 1
5.
Dezember 2020 informierte das AWA, dass mit Verfügung vom 6.
Oktober 2020 das Gesuch bezüglich Kurzarbeit vom 1
5.
Oktober 2020 bis am 1
4.
Januar 2021 bewilligt worden sei. Die eingereichte Voranmeldung vom 10.
Dezember 2020
gelte
demzufolge ab 1
5.
Januar 2021
und
sei unverarbei
tet zu den Akten gelegt worden
(
Urk.
8/39).
Mit Verfügung vom
2
3.
Januar 2021
verlängerte
das AWA schliesslich
die Auszahlun
g
der
Kurzarbeitsentschädigung
vom
1
5.
Januar bis am 1
4.
April 2021
unter dem Vorbehalt, dass die übrigen Anspruchsvoraus
setzungen erfüllt seien (
Urk.
8/36).
2.
D
ie
Arbeitgeberin
erhob
am
2
9.
Januar 2021
Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte,
es sei die Verfügung vom
6.
Oktober 2020 aufzuheben und der Anspruch auf
Kurzarbeitsentschädigung vom 1.
bis zum 1
7.
September
2020 sowie vom 1
5.
Oktober 2020 bis zum 1
4.
Januar
202
1
anzuerkennen
(
Urk.
1). Mit Beschwer
deantwort vom
1
0.
Februar 2021
beantragte d
er
Beschwerdegegner die Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
6).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht, wenn der Arbeitsausfall anre
chenbar sowie voraussichtlich vor
übergehend ist und erwartet werden darf, dass durch Kurz
arb
eit die Arbeitsplätze erhalten werden können (
Art.
31 Abs. 1 lit.
b und d AVIG). Ein Arbeitsausfall ist unter anderem anre
chen
bar, wenn er auf wirt
schaftliche Gründe zurück
zufüh
ren und unvermeidbar ist (
Art.
32
Abs.
1 lit.
a AVIG). Nicht anre
chenbar ist ein Arbeitsausfall gemäss
Art.
33
Abs.
1 AVIG, wenn er durch betriebsorganisatorische Mass
nahmen wie
Rei
nigungs
, Repa
ratur
oder Unterhaltsarbeiten sowie andere übliche und wiederkehrende Betriebs
unterbrechu
ngen oder durch Umstände verursacht wird, die zum nor
malen Betriebs
risiko des Arbeitgebers gehören (lit.
a), ferner wenn er
branchen
,
berufs
oder betriebsüblich ist oder durch sai
sonale Beschäftigungsschwan
kungen verursacht wird (lit.
b).
1.2
Beabsichtigt ein Arbeitgeber, für seine Arbeitnehmer Kurzarbeitsentschädigung geltend zu machen, so muss er dies der kantonalen Amtsstelle mindestens zehn Tage vor Beginn der Kurzarbeit schriftlich voranmelden. Der Bundesrat kann für Ausnahmefälle kürzere Voranmeldefristen vorsehen (
Art.
36 Abs. 1 AVIG). Er hat von dieser Kompetenz Gebrauch gemacht und die Voranmeldefrist für Kurzarbeit ausnahmsweise auf drei Tage festgesetzt für Fälle, in denen der Arbeitgeber nach
weist, dass die Kurzarbeit wegen plötzlich eingetretener Umstände, die nicht voraus
sehbar waren, eingeführt werden muss (
Art.
58
Abs.
1 AVIV).
1.3
Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Verord
nungen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohen
den schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusse
ren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2 lit. a des Regierungs- und Ver
waltungsorganisationsgesetzes, RVOG).
Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des
Menschen (
Epidemiengesetz
,
EpG
) stützen - am 20. März 2020 die Covid-19-Ver
ordnung Arbeitslosenversicherung
(SR 837.033)
. Die Verordnung wurde rück
wirkend per 17. März 2020 in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum (mit Aus
nahme
des Art. 8
) auf sechs Monate ab Inkrafttreten befristet.
In der Folge erfuhr die Verordnung verschiedene Änderungen;
insbesondere wurde
mit der Änderung vom 8. April 2020
der Geltungszeitraum der
Verordnung
(
einschliesslich ihrer bisherigen Änderungen
)
vom
1. März
bis zum 31. August
2020
festgesetzt (vgl. Art. 9).
1.4
Gemäss
Art.
8
b
Abs. 1
Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung (
Stand
26. März
2020
)
muss der Arbeitgeber
in Abweichung von Art. 36 Abs. 1 AVIG und Art. 58 Abs. 1-4 AVIV
keine Voranmeldefrist abwarten, wenn er beab
sichtigt, für seine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Kurzarbeitsentschä
digung geltend zu machen.
In Abweichung von Art. 36 Abs. 1 AVIG ist die Voranmeldung zu erneuern, wenn die Kurzarbeit länger als sechs Monate dauert (Art. 8
c
Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung,
Stand
26. März 2020).
Mit Wirkung ab
1. Juni 2020 bzw.
1. September 2020 wurden (unter anderem) Art. 8
b
und Art. 8
c
aufgehoben und der Geltungszeitraum der Covid-19-Verord
nung Arbeitslosenversicherung
(mit Ausnahme von Art. 7)
bis zum 31. Dezember 2022 verlängert (Änderung vom 12. August 2020).
2.
2.1
Angefochten ist - entgegen dem missverständlichen Antrag in der Beschwerde - der Einspracheentscheid vom 4. Januar 2021, mit dem der Beschwerdegegner die Einsprache gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2020 abgewiesen hat.
2.2
D
er
Beschwerdegegner führte
zur Begründung
aus,
dass wenn ein Arbeitgeber beabsichtige, für seine Arbeitnehmer Kurzarbeitsen
t
schädigung geltend zu machen, er die
s
der kantonalen Amtsstelle mindestens zehn Tage vor Beginn der Kurzarbeit
schriftlich
voranmelden müsse. Massgebend sei für den
Beginn
der Anspruchsberechtigung das Datum des Poststempels/der E-Mail-Übermittlung. Vor
liegend sei die
V
oranmeldung von
Kurzarbeit
dem AWA Zürich am
5.
Oktober 2020 per Post übermittelt worden. Somit könne die
Zustimmung
zur Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung
frühestens
ab dem 1
5.
Oktober 2020 erteilt werden. Eine rückwirkende Antragsstellung
bzw. Gutheissung für die Zeit vo
m
1.
bis am 1
7.
September 2020
sei nicht möglich. Gemäss
der
Voranm
eldung v
om
5.
Oktober sei
Kurzarbeit vom
1.
September bis am 3
0.
November 2020 beantragt worden. Diese Voranmeldung sei klar als Verlängerungsantrag zu verstehen, da die Beschwerdeführerin über verschiedene Kanäle
(E-Mail,
Rundschreiben, AWA-
Homepage
)
darüber informiert worden sei, dass durch den Wegfall der Covid-19-Verordnung – der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung – entgegen der Ver
fügung vom 3
1.
März 2020 – per 3
1.
August 2020 erloschen sei. Folgerichtig sei mit Antrag
v
om 5.
Oktober 2020 per
1.
September 2020 die Weiterführung der
Kurzarbeit
beantrag
t
worden. Abschliessend sei festzuhalten, dass die Verfügung vom 31.
März 2020 – mangels entsprechender
Einspracheerhebung
– nicht Gegen
stand der
vorliegenden
Beurteilung sei
(
Urk.
2)
.
2.
3
Demgegenüber stellte sich
die Beschwerdeführerin
auf den Standpunkt,
die Ver
fügung vom
6.
Oktober 2020 habe in die rechtskräftige Verfügung vom 31.
März 2020 eingegriffen und sich in Widerspruch zu dieser gesetzt, wobei hierfür keine Grundlage ersichtlich sei. Formell müsse der Eingriff als Wiedererwägung im Sinne von
Art.
53
Abs.
2
des Bundesgesetzes über den Allgemeine Teil des Sozi
alversicherungsrechts (
ATSG
)
qualifiziert werden, wobei dies
nur bei zweifellos unrichtigen Entscheiden und bei einer erheblichen Bedeutung der Berichtigung möglich sei. Beide Voraussetzungen seien vorliegend nicht erfüllt.
Sodann hätte ihr b
ei einem solchen Eingriff vorgängig das rechtliche Gehör gewährt werden müssen. Dies sei nicht erfolgt, weshalb die vorliegende Beschwerde bereits des
wegen gutzuheissen sei
. An der Situation habe sich nichts verändert, womit die Voraussetzungen für den A
nspruch auf Kurzarbeitsentschäd
i
g
ung vom
1.
bis zum 1
7.
September 2020 weiterhin erfüllt seien.
Selbst
wenn
davon
auszugehen
wäre
, dass
ihr Anspruch
auf Kurzarbeitsentschädigung für die fragliche
Zeitspanne zu verneinen sei
, was
jedoch
nicht der
Fall
sei,
habe sie sich auf
die Richtigkeit der Verfügung vom 31.
März 2020
verlassen dürfen
. Insbesondere könnten ihr
all
fällige
Publikationen auf der
Homepage
de
s
Beschwerdegegner
s
nicht entgegen
gehalten werden. Dass
sie
gewusst haben soll, dass ihr Anspruch auf Kurzarbeits
entschädigung per 3
1.
August 2020 erloschen sei, sei schlicht falsch. Sie habe erst später von einer entsprechenden Änderung der
gesetzlichen
Grundlage erfah
ren. Im
Vertrauen
auf die Verfügung vom 3
1.
März 2020 habe sie den neuen Antrag erst nach dem 1
7.
September 2020 gestellt
(Urk.
1).
3.
3.1
Am 18. Dezember 2020 beschloss der Bundesrat mit Verordnung über
Massnah
men
in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage; SR 818.101.26), die geltenden
Massnahmen
zur Eindämmung der Epidemie zu verschärfen und ein Verbot von Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben sowie von Diskotheken und Tanzlokalen anzuordnen (Art. 5a Abs. 1 Covid-19-Verordnung besondere Lage, Stand 22. Dezember 2020).
Am 1
9.
März 2021 beschloss die Bundesversammlung, das am 2
5.
September 2020 in Kraft getretene Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz, SR 818.102) abzuändern. Gemäss
Art.
17b
Abs.
1 Covid-19-Gesetz (Stand 2
0.
März 2021) ist in Abweichung von
Art.
36
Abs.
1 AVIG keine Voranmelde
frist für Kurzarbeit einzuhalten. Sodann ist die Voranmeldung zu erneuern, wenn die Kurzarbeit länger als sechs Monate dauert. Für rückwirkende Anpassungen einer bestehenden Voranmeldung ist ein entsprechendes Gesuch bis am 3
0.
April 2021 bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen. Betriebe, die aufgrund der seit dem 1
8.
Dezember 2020 beschlossenen behördlichen Massnahmen von Kurzar
beit betroffen sind, wird des Weiteren der Beginn der Kurzarbeit in Abweichung von
Art.
36
Abs.
1 AVIG auf Gesuch hin neu rückwirkend auf das Inkrafttreten der entsprechenden Massnahme bewilligt (Art.
17b
Abs.
2 Covid-19-Gesetz). Die Gesetzesänderung wurde für dringlich erklärt und am 2
0.
März 2021
Art.
17b
Abs.
1 Covid-19-Gesetz rückwirkend auf den
1.
September 2020 in Kraft gesetzt.
Mit Weisung 2021/06: Aktualisierung «Sonderregelung aufgrund der Pandemie» vom 1
9.
März 2021 legte das Staatssekretariat für Wirtschaft (
Seco
) fest,
dass
r
ück
wirkend ab dem
1.
September 2020 die Voranmeldefrist für bereits erteilte Bewilligungen aufgehoben und die Bewilligung auf das Datum der Voranmel
dung zurückverschoben werden kann. Diese Anpassung erfolg
t
nur auf schrift
liches Gesuch an die
Kantonale Amtsstelle
bis 3
0.
April 202
1.
E
ine rückwirkende Erteilung einer Bewilligung
ist
nur für Betriebe möglich, die von den ab 1
8.
Dezember 2020 beschlossenen Massnahmen betroffen sind (S. 11). Die Betriebe können bis am 3
0.
April 2021 ein schriftliches Gesuch bei der kanto
nalen Amtsstelle einreichen, um ab dem Inkrafttreten der entsprechenden Massnahme Kurzarbeitsentschädigung zu beziehen, unabhängig vom Einreichungsdatum der Voranmeldung
. Als betroffen gelten auch indirekt betroffene Betriebe, z.B. ein Metzger, der in erheblichem Umfang Restaurants beliefert, nicht jedoch Betriebe, deren Tätigkeit von der Schliessung nicht betroffen war, z.B. ein Treuhandbüro
(S.
12). Betriebe, die zwar zum Zeitpunkt der Schliessung über eine gültige Bewil
ligung verfügten, diese aber nicht rechtzeitig erneuert haben, haben (nach altem Recht) keinen ununterbrochenen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Um eine Ungleichbehandlung von Betrieben, die sich zu Beginn oder während der Dauer der behördlichen Massnahmen in derselben Situation befinden, zu ver
meiden, können auch diese Betriebe ein Gesuch einreichen, um lückenlos Kurz
arbeitsentschädigung beziehen zu können (S. 13).
3.2
Der Beschwerdegegner hat
die (rückwirkende) Anmeldung von Kurzarbeit vom 5. Oktober 2020 nach den im Zeitpunkt seines Entscheids geltenden Regeln geprüft, wonach keine Abweichungen von Art. 36 Abs. 1 AVIG betreffend Voranmeldefrist mehr vorgesehen waren.
Wie es sich aufgrund des
rückwirkend
auf den 1. September 2020 in Kraft gesetzten Art. 17b Covid-19-Gesetz
verhält, hat der Beschwerde
gegner
im Zeitpunkt seines Entscheids noch nicht prüfen können. Da die Beschwerdeführerin ihre (rückwirkende) Anmeldung von Kurz
arbeit vor dem 30. April 2021 eingereicht hat
(
vgl.
Art. 17b
Abs. 1
Covid-19-Gesetz
)
, erscheint eine Neubeurteilung durch den Beschwerdegegner
aufgrund der nun anwendbaren Vorschriften
angezeigt
, weshalb die Sache an ihn zurück
zuweisen ist
.
Mit einer Rückweisung an den Beschwerdegegner bleiben der Beschwer
deführerin sämtliche
R
echte
, namentlich der Anspruch auf den doppel
ten Instanzenzug (
BGE 125 V 413 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 9C_263/2017 vom 21. März 2018 E. 7.2.3.2
)
gewahrt.
Bei diesem Ergebnis erübrigt sich e
ine Überprüfung des angefochtenen Entscheids
aufgrund
der mittlerweile überholten Rechtslage.
4.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom
4.
Januar 202
1
(
Urk.
2) aufzuheben
und die Sache zur Neubeurteilung der Voranmeldung zur Kurzarbeit vom 5. Oktober 2020
an den Beschwerdegegner
zurückzuweisen ist
.
5
.
Nach
Art.
61 lit. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1
des
Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)
hat die obsiegende
Beschwerdeführerin
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 GSVGer).
Da eine Rückweisung der Sache an die Verwaltung
mit noch offenem Ausgang
praxisgemäss als vollständiges Obsiegen
gilt
(BGE 137 V 210 E. 7.1; Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_796/2019 vom 27. März 2020 E. 6
und
8C_750/2019
vom 10. Februar 2020 E. 5, je
mit Hinweisen), hat die
anwaltlich vertretene Beschwer
deführer
in
Anspruch auf
eine
Prozessentschädigung
zu Lasten de
s Beschwerde
gegners. Diese ist
u
nter Berücksichtigung der oben genannten Kriterien
auf
Fr.
1’0
00
.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzusetzen
.