Decision ID: bbf0bd22-6a11-59de-ab21-6655971bb26c
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1973, war seit
Januar 2003
bei
Y._
als
Monteur/höheres Kader
angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert, als
er
sich am
1.
Juli 2008 bei einem Sturz
am
Fuss verletzte (
Urk.
8/166
).
D
ie SUVA
sprach
dem Versicherten
mit Verfügung vom
1
0.
Juli 2015
eine Rente
ab dem
1.
Mai 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 20 % und eine
Integri
täts
entschädigung
basierend auf einer
Inte
gritätsein
busse
von 50 % zu
(
Urk.
8/234).
Die vom Versicherten am
1
4.
September 2015
dagegen
erhobene Einsprache (Urk.
8/256
) wies die SUVA am
5.
Oktober 2015
ab (Urk.
8/262
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
3.
November
2015
Beschwerde (Urk. 1) gegen den
Ein
spracheentscheid
vom
5.
Oktober
2015
(Urk. 2) und beantragte,
dieser sei aufzu
heben, und es seien zusätzliche tatsächliche und medizinische Abklärungen vorzunehmen. Anschliessend sei der Invaliditätsgrad neu zu berechnen, und es sei neu zu verfügen. Sollten keine Abklärungen vorgenommen werden, sei ihm eine Invalidenrente von 67
%
auszubezahlen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2
0.
Januar 2016
(Urk.
7
) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer
am
3.
Februar 2016
zur Kenntnis gebracht (Urk.
10
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
; ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er
werbs
unfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach Art. 18 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des
Invaliditäts
grades
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen.
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vor
ak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.3
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht,
lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungs
recht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2)
davon aus
, dass
auf das Zumutbarkeitsprofil gemäss Untersuchungsbericht vom 1
2.
März 2015 abzustellen und
dass
ein Abzug von 15
%
vom Tabellenlohn vorzuneh
men sei. Es ergebe sich ein Invalideneinkommen von
Fr.
56‘685.-- (S. 6). Das
Valideneinkommen
sei mit
Fr.
70‘501.-- zu beziffern, wo
mit ein Invaliditätsgrad von 19.6
%
ausgewiesen sei.
Das vom Beschwerdefüh
rer eingereichte ärztliche Zeugnis vermöge den Untersuchungsbericht des Kreis
arztes nicht zu entkräften (S. 7).
Betreffend weiteren medizinischen Abklärun
gen sei auf die Praxis zum Umfang der Beweisabnahmepflicht hinzuweisen, wonach die Verwaltung und
im Beschwerdefall das Gericht auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten kann
, wenn sie aufgrund pflichtgemässer
Beweis
würdigung
zur Überzeugung gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten ist und dass weitere
Beweismass
nahmen
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern können. Vorlie
gend sei
en
von weiteren medi
zini
schen Abklärungen keine
entscheidrelevanten
, neuen Erkenntnisse zu erwarten (S. 9).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
7) ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht durch unfallbedingte psy
chische Beschwerden eingeschränkt sei. Weder dem Austritts
bericht der Reha
klinik
Z._
noch dem Untersuchungsbericht des Kreisarztes s
eien Hin
weise auf psychische
Beeinträchtigungen
zu entnehmen.
In den umfangreichen Akten fänden sich zudem keine psychiatrischen Berichte und auch der Be
schwerde
führer könne keine entsprechenden Berichte auflegen (S. 5).
Bei der Prüfung der Adäquanzkriterien sei höchstens ein Kriterium erfüllt, dieses aber nicht in beson
ders ausgeprägter Weise. Damit fehle es an einem adäquaten Kausalzu
sammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem
Unfaller
eignis
. Eine Leistungspflicht für geltend gemachte
psychische
Beschwerden und ihre Aus
wirkungen sei daher abzulehnen (S. 6 f.).
Was den
mutmasslichen
Validenlohn
betreffe,
habe der Beschwerdeführer am 1
1.
März 2011 angegeben,
dass die
von ihr
– der Beschwerdegegnerin -
angenommenen Einkommen realistisch seien. Am
5.
Mai
2015 habe sie das mutmassliche
Valideneinkommen
zum
Be
rentungszeitpunkt
festgesetzt. Wenn die Invalidenversicherung das mutmass
liche
Valideneinkommen
um
Fr.
114.62 höher sehe, zeige dies einzig, dass das mut
massliche
Valideneinkommen
korrekt festgelegt worden sei
. Würde
man
wie vom
Beschwerdeführer verlangt, von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
70‘615.58 ausgehen und das Invalideneinkommen bei
Fr.
56‘685.-- belassen, würde nach wie vor ein Invaliditätsgrad von 20
%
resultieren (S. 8)
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise auf den Stand
punkt (
Urk.
1),
er könne ohne sehr starke Schmerzmittel mit Opium/
Mor
phi
um nicht leben
, er sei auf das
Fentanyl
-haltige Medikament
Durogesic
50 mg
angewiesen. Dies sei ein Opiatpflaster, welches 72 Stunden wirke. Seit 2015 nehme er dieses Pflaster jeden dritten Tag, das heisse, dass er ständi
g unter
Fentanyl
-Einfluss stehe.
Der Wirkstoff
Fentanyl
habe zahlreiche starke Neben
wirkungen, unter denen er leide (S.
4). Die Residualbeschwerden, die
nur durch die geschilderte Medikation im Griff gehalten werden könnten, seien als adä
quat kausal z
u anerkennen, denn nur so könne der
status
quo auf
rechterhalten
werden. Die Auswirkungen der Schmerzmittelmedikation müssten als Bestand
teil
der organischen Unfallfolgen anerkannt werden. Es gebe für ihn keine Alter
native
;
ohne diese Schmerzmittel müssten beide Unterbeine ampu
tiert werden. Die aufgrund der beschriebenen Schmerzmittel eingetretenen Fol
gen seien dem
entsprechend adäquat kausal und bei der Festlegung des
Zumut
barkeitsprofils
einzubeziehen. Dies bewirke einerseits eine
Pensumsreduktion
und andererseits müsste eine Verweistätigkeit viel exakter beschrieben werden
. Es sei höchstens
ein Pensum
von
50 %
denkbar
(S.
8
f.
).
Das Unfallereignis vom
1.
Juli 2008 müsse
als schweres, eventuell mittelschweres Ereignis im oberen Bereich be
zeichnet werden. Für den Fall, dass doch noch weitere Zusatzkriterien zu prüfen seien, falle vorliegend die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verlet
zung
en und de
ren
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen
,
auf. Somit sollte bereits dieses Kriterium genügen, um die psychischen Folgen mit zu berücksichtigen (S. 11).
Weiter werde bei der Berechnung des Invaliditätsgrades das
Valideneinkommen
bestritten. Die IV-Stelle des Kantons Zürich sei von einem höheren Invalideneinkommen (richtig wohl
Valideneinkommen
) für 2015 ausgegangen, nämlich von
Fr.
70‘615.5
8.
Ebenfalls nicht einverstanden sei er
mit dem Invalideneinkommen ungekürzt von
Fr.
66‘687.67, während die IV-Stelle
von einem solchen von
Fr.
62‘853.46 ausgehe. Sodann müsse der maxi
male Leidensabzug von 25
%
Anwendung finden (S. 12).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit
der Adäquanz allfälliger psychischer Leiden,
der Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit sowie mit der Höhe des
Invaliditätsgrades ver
hält,
und
auf welche Einkommen diesbezüglich abzu
stellen ist.
Die Höhe der
Integritätsentschä
digung
von
50
% wurde nicht bestritten. Somit ist der
Einspracheentscheid
vom
5
.
Oktober
201
5
diesbezüglich in Rechtskraft erwachsen.
3.
3.1
Gemäss
Akten
stürzte der Beschwerdeführer am
1.
Juli 2008
von
einer Leiter
und verletzte sich dabei an beiden Füssen (
Urk.
8/166).
Nach dem Ereignis vom
1.
Juli 2008 wurde der Beschwerdeführer gleichentags im Spital
A._
untersucht
(
Urk.
8/105)
. Die Ärzte des Spitals
A._
nannten folgende Diagnosen:
axiales Stauchungstrauma mit/bei
Fuss links
intraartikulär
Kalkaneusfraktur
ventrolateral
Fraktur Os
cuneiforme
mediale
Fraktur
Ossa
metatarsalia
II-V
Fraktur Os
cuboideum
Kompartmentsyndrom
Fuss rechts
intraartikuläre Trümmerfraktur
Kalkaneus
„
joint
depression
“
Fraktur Basis Os
metatarsale
V
k
leines Fragment Os
navikulare
Sie führten aus,
dass der Beschwerdeführer zur Weiterbehandlung ins
B._
verlegt werde.
3.2
Die Ärzte des
B._
führten am 1
4.
August 2008 aus (
Urk.
8/11), dass der Be
schwerdeführer vom
1.
bis 2
4.
Juli 2008 hospitalisiert gewesen sei
, wobei initial ei
ne
Faszienspaltung
am Fuss links
bei manifestem Logensyndrom durchgeführt worden sei. Bei vermehrten Schmerzen im rechten Fuss hätten regelmässige klinische
Reevaluati
onen
mit exspektativem Vorgehen stattgefunden. Die opera
tive Versorgung der Fussverletzungen h
ab
e am 1
0.
Juli 2008 stattgefunden. Am 2
4.
Juli 2008 habe der Beschwerdeführer in gebessertem Allgemeinzustand und schmer
z
arm unter angepasster Schmerzmedikation in die Rehabilitation nach
Z._
entlassen werden können
(S. 2)
.
3.3
Mit Austrittsbericht vom 1
3.
August 2008 (
Urk.
8/13) berichteten die Ärzte der Rehaklinik
Z._
über die
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom 2
4.
Juli bis
8.
August 200
8.
Sie führten aus, dass
das Hauptziel für die aktuelle Phase der Rehabilitation das teilselbständige Wohnen zu Hause mit Hilfspersonen sei. Während des Aufenthaltes habe eine physiotherapeutische
Beübung
zum
Auf
trainieren
der Oberkörpermuskulatur stattgefunden. Am
6.
August
2008 habe eine
radiologische und klinische Kontrolle im
B._
stattgefunden. Nach Rück
sprache mit dem Operateur werde noch keine Belastung beider Beine empfoh
len. Bei Austritt sei der Beschwerdeführer noch im Rollstuhl.
3.4
Die Ärzte des
B._
berichteten am
8.
Oktober
2008 (
Urk.
8/23), nannten die be
kannten Diagnosen der komplexen Rückfuss- und Mittelfussverletzungen beid
seits nach Leitersturz und führten aus, dass der Beschwerdeführer von einer Leiter gestürzt und mit beiden Füssen auf dem Boden gelandet sei, wobei er sich multiple Frakturen beider Füsse zug
ezogen habe, welche in mehreren Sitzungen operativ versorgt worden seien.
Heute erfolge der elektive Eintritt zur
Spick
drahtentfernung
der Füsse beidseits.
Bei der letzten Vorstellung habe der Beschwerdeführer angegeben, zu Hause keine Probleme gehabt zu haben, er sei
rollstuhlmobil und zwischenzeitlich
bestehe keine Schmerzmitteleinnahme
mehr
. Aktuell bestünden leichte Schmerzen im Bereich der Spickdrähte an der rechten Ferse (S.
1).
In einer Woche, nach gesicherter Wundheilung, sei der Übertritt nach
Z._
zwecks Rehabilitation möglich (S. 2).
3.5
Mit Austrittsbericht vom
6.
November 2008 (
Urk.
8/28) berichteten die Ärzte der Rehaklinik
Z._
über den Aufenthalt des Beschwerdeführers vom
2.
bis 3
0.
Oktober 2008 und führten aus,
dass der Beschwerdeführer mit Unterarm-Gehstöcken im 3-Punkte-Gang unter Einhaltung der
Limiten
mit 30 kg
Teilbe
lastung
links und Vollbelastung rechts gehe. Es werde weiterhin eine ambulante Physiotherapie zum Belastungsaufbau empfohlen. Die angestammte Tätigkeit als Spengler sei dem Beschwerdeführer aktuell nicht mehr zumutbar. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 3
1.
Oktober 2008 (S. 1). Die Zumut
barkeit für eine andere berufliche Tätigkeit werde im Moment noch nicht fest
gelegt, da sich der Beschwerdeführer noch in der medizinischen Phase befinde
(S. 2)
.
3.6
Die Ärzte des
B._
berichteten am 2
3.
Februar 2009 (
Urk.
8/48) und führten aus,
dass der subjektiv zufriedene Beschwerdeführer mit Gehstöcken in die Klinik komme, diese jedoch zu Hause nicht mehr benötige. Er sei in der Lage, zirka 100 Meter zu gehen, dann verspüre er Schmerzen, vor allem rechtsseitig im Bereich des
Malleolus
lateralis
oder knapp unterhalb davon. Bezüglich des lin
ken Fusses verspüre er nach längerer Belastung Schmerzen im Bereich des
Grosszehen-Grundgelenks. Es erfolge eine gelegentliche
Schmerzmittelein
nahme
. Der Schlaf sei ungestört. Es bestehe ein subjektiv und objektiv ausge
zeichnetes Resultat nach diesen schweren beidseitigen Fussverletzungen. Ab dem
2.
März 2009 erfolge e
in Arbeitsversuch zu 20
%
.
3.7
Kreis
arzt
PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
berichtete am 2
7.
Oktober 2009 über
seine
Untersuchung des Beschwerdeführers vom 2
6.
Oktober 2009
(
Urk.
8/65) und führte aus,
dass es gemäss Beschwerde
führer „im Grossen und Ganzen
"
ganz gut gehe. Schmerzen habe er in beiden Füssen, aber rechts stärker als links. Mit den bestehenden
Künzli-Stabilschuhen
gehe es deutlich besser als ohne. Rechts würden die Schmerzen im Bereich der Ferse sowie
perimalleolär
medial und lateral angege
ben. Links sei maximal der erste Strahl betroffen. Die Schmerzen im
Rückfuss
bereich
hätten sich inzwi
schen komplett zurückgebildet. Wenn er auf dem Aussenrand gehe und damit medial entlaste, sei es wiederum besser. Linksseitig gebe es auch Momente, die „super“ seien. Rechtsbetont bestehe ein deutlicher Belastungsschmerz mit einer maximalen Gehstrecke von 500 Meter
n
, wenig Ru
hesc
hmerz und mässig
An
lauf
schmerz
. Maximal schmerzhaft sei das Gehen auf unebenem Grund und Treppenabsteigen. Selten wache er nachts auf, dann aber weniger wegen
Schmerzen, sondern wegen „Zuckungen“ im
Unterschenkelbe
reich
beidseits. Zwei
- bis dreimal pro Woche nehme er
Dafalgan
ein. Eine wei
tere Therapie werde nicht absolviert. Seit zirka Mai gehe der Beschwerdeführer wieder zu zirka 30
%
seiner angestammten Tätigkeit nach (S. 1). Die Tätigkeit sei haupt
sächlich sitzend mit Schweissen von Kunststoffleitungen. Das
Arbeits
pensum
betrage täglich 1/3 bis, wenn es gut gehe, einen halben Tag. Hiermit käme er gut zurecht. Eine weitere Steigerung sehe er momentan jedoch nicht (S. 2).
Der Beschwerdeführer trage
Stabilschuhe
. Es bestünden leicht
varische
Bein
achsen
links mehr als rechts mit einem minimalen
interkondylären
Abstand von 3 cm. Die Rückfussachse links sei unauffällig, rechts leicht im
Varus
mit deutli
cher
Verplumpung
. Der Zehenspitzenstand sei stark schmerzhaft linksbetont und
werde nicht demonstriert. Der freie Gang zeige ein deutliches
rechtsbeton
tes
Schonhinken mit geringer Schmerzangabe. Es bestünden beidseits reizlose Narben
ohne Auffälligkeiten bezüglich Temperatur oder Kolorit der Haut, Haar
wuchs oder Schweisssekretion. Rechtsseitig bestehe eine
Druckdolenz
antero-malleolär
und im Bereich der
Fibulaspitze
. Ausserdem seien die
Peronealsehnen
stark
druckdolent
proximal
retromalleolär
ohne Luxationstendenz und ohne
Schmerz
verstärkung durch Provokationstests. Plantar bestehe eine gleichmäs
sig
e sehr geringe
B
eschwielung
ohne
Druckdolenzen
. Linksseitig bestünden ebenfalls reizlose Narben.
Die oberflächliche Sensibilität sei im Bereich der Thiersch-Narbe reduziert (S. 3). Die beklagten Beschwerden seien nachvollzieh
bar und entsprechend dem klinischen und radiologischen Befund. Tatsächlich müsse das Ausmass als erfreulich gering bezeichnet werden, was vornehmlich auf die sehr gute orthopädietechnische Versorgung zurückzuführen sei. Ein Endzustand sei noch nicht erreicht. Die Arbeitsfähigkeit in seiner aktuellen Tä
tigkeit mit be
stehendem Arbeitsvertrag sei weiterhin mit 30
%
einzuschätzen (S. 4).
3.8
Die Ärzte der Uniklinik
D._
berichteten am
8.
April 2010 (
Urk.
8/77/1-3)
über die
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom 3
0.
März bis
6.
April 2010 zur Fuss
-
Operation rechts
und führten aus,
dass ein komplikationsloser operati
ver Eingriff mit unauffälliger Sensorik und Motorik im operierten Bein stattge
funden habe. Ab dem
ersten
post-operativen Tag habe eine Mobilisation unter phy
siotherapeutischer Aufsicht stattgefunden.
Der Beschwerdeführer werde mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause geschickt.
3.9
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Kreisarzt-Stellver
treter, berichtete am 1
5.
Oktober 2010 (
Urk.
9/87) über
seine
Untersuchung vom gleichen Tag und führte aus,
dass der Beschwerdeführer in der heutigen Unter
suchung über eine allgemeine Zufriedenheit berichte. Er sei mit dem Verlauf der bisher durchgeführten Eingriffe zufrieden, es habe sich im Verlauf immer eine
Verbesserung eingestellt.
Insgesamt bestünden noch leicht
gradige
Restbe
sch
wer
den
, vor allem in der Ferse rechts. Dies werde teilweise auf die gut pal
p
ablen Schrauben nach
Arthrodese
zurückgeführt. Es werde ein ste
chender Schmerz beschrieben, dieser sei vor allem belastungsabhängig.
Zwi
schenzeitlich sei der
Beschwerdeführer auf die Einnahme von Schmerzmitteln angewiesen, diese nehme
er nur noch bei Bedarf ein. Die Physiotherapie werde demnächst abge
schlossen
(S.
3)
.
Eine schmerzarme Gehstrecke könne der Be
schwerdeführer maxi
mal während einer Stunde zurücklegen. Das Gehen auf un
ebenem Untergrund sei nur erschwert möglich. Der Beschwerdeführer sei auf das Tragen von
Künzli
-Schuhen angewiesen. Aktuell bestehe eine Arbeitsfähig
keit von 30
%
(S. 4). Die klinische Untersuchung zeige ein deutliches
Schonhin
ken
auf der rechten Seite. Das Abrollen mit dem rechten Fuss sei praktisch nicht mehr möglich. Er setze den Fuss flach auf. Fersen- und Zehengang seien nicht möglich. Rechts zeige sich eine leichte
Rückfuss
Varusachse
, links eine regel
rechte
Rückfuss
Valgus
achse
. Die Beweglichkeit im rechten oberen Sprungge
lenk (OSG) sei mässig ein
geschränkt (S. 4).
Vor allem die
Calcaneus
-
Trümmer
fraktur auf der rechten Seite resultiere in Restbeschwerden mit entsprechenden funktionellen Einschrän
kung
en.
Hierdurch werde das Abrollvermögen erheblich eingeschränkt. Ein flüssiges Gangbild sei hier aktuell nicht möglich. Des Weite
ren bestünden entsprechende Restbeschwerden sowie eine ausgeprägte Wetter
fühligkeit. Insgesamt sei der Be
schwerdeführer aufgrund der funktionellen Be
schwerden mässig eingeschränkt. Er habe sich sehr gut adaptiert (S. 5).
Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei sicherlich möglich. Hierfür müsse jedoch das Profil angepasst werden. Es müsse vor allem gewährleistet werden, dass der Beschwerdeführer vorwiegend sitzende Tätigkeiten übernehme, zwischenzeitlich auch stehende Arbeiten verrichten könne. Das Heben von schweren Gegenstän
den über 15 kg sei zu vermeiden. Des Weiteren seien kauernde beziehungsweise kniende Tätigkeiten nicht mehr möglich. Auch das Steigen auf Leitern bezie
hungsweise das Gehen über unebe
nem Boden müsse vermieden werden. Wenn diese Rahmenbedingungen gege
ben
seien, sei aktuell eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
ausgewiesen. Nach Entfernung des
Osteosynthesematerials
sei möglicher
weise eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich
(S. 6)
.
3.10
Die Ärzte der Rehaklinik
Z._
berichteten am 2
0.
Juli 2012 (
Urk.
8/135) über den Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 3
1.
Mai bis 1
9.
Juli 2012 mit zwei
Unterbrüchen vom
4.
bis 1
7.
Juni
2012 und vom 1
3.
b
is 1
7.
Juli
201
2.
Sie führten
aus, dass
eine weitere ambulante Physiotherapie inklusive medizinischer Trainingstherapie sowie die Fortsetzung des instruierten Heimprogramms emp
fohlen würden. Anschliessend werde der Übergang in ein selbständiges Training in einem Fitnesscenter gemäss den Instruktionen empfohlen. Die Ziele seien der Erhalt und längerfristig eine sukzessive weitere Verbesserung berufsspezifischer
Kraft- und Ausdauerkomponenten, der Gelenksfunktion, der Muskelfunktion,
Schmer
z
linderung
sowie eine allgemeine
Rekonditionierung
. Die berufliche Tätigkeit als Sanitärinstallateur sei dem Beschwerdeführer nicht zumutbar. Die Anforderungen seien zu hoch. Es sei die Wiederaufnahm
e
einer Arbeit beim bisherigen Arbeitgeber unter Berücksichtigung der dargestellten Zumutbarkeit vorgesehen. Dem Beschwerdeführer seien leichte bis mittelschwere, wechselbe
lastende Arbeiten ohne längeres Stehen und Gehen am Stück während mehr als 30 Minuten, ohne Arbeit in unebenem Gelände, ohne Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich des rechten Fusses und ohne länger dauernde Tätigkeit in der Hocke oder auf den Knien
, ohne häufiges wiederholtes Treppensteigen und ohne Arbeit an sturzexponierten Stellen wie auf hohen Leitern, Baugerüsten oder Dach
ganztags zumutbar
(S. 2
f.
)
.
Aus medizinisch-rehabilitativer Sicht sei an
zumerken, dass beim sehr zuverlässigen und leistungsbereiten Beschwerdeführer trotz der verbleibenden Einschränkungen eine gute Prognose für eine erfolgrei
che und nachhaltige Wiedereingliederung in anderen beruflichen Bereichen gestellt werden dürfe (S. 3).
3.11
Am 1
1.
Dezember 2013 erfolgte in der Uniklinik
D._
eine ambulante
Osteo
synthesematerialentfernung
und das Anbohren des
Subtalargelenks
von medial rechts (
Urk.
8/176). Der Beschwerdeführer habe über störende Schrauben an der rechten Ferse geklagt. In den radiologischen Abklärungen habe sich eine weit
gehend konsolidierte
subtalare
Arthrodese
bis auf den
posteromedialen
Bereich, wo noch kein vollständiger
Durchbau
bestehe, gezeigt
(S. 2)
.
3.12
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichte
te am 1
3.
Mai 2014 (
Urk.
8/187) und führte aus, dass er den Beschwerdeführer letzt
mals am 2
9.
April 2013 gesehen habe und gelegentlich Analgesie (
Durogesic
) rezeptiert habe. Die gegenwärtige Behandlung bestehe seines Wissens nur in der orthopädischen Schuhversorgung und der analgetischen Therapie mit
Fentanyl
.
3.13
Kreisarzt
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Chirurgie, berichtete am
1
2.
März
2015 (
Urk.
8/211) über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom gleichen Tag und führte aus, dass Beschwerden im Bereich beider Füsse, beider Knie
ge
lenke und beider Hüftgelenke, rechts mehr als links, bestünden. Die be
schwer
de
freie Gehzei
t
betrage etwa 15 Minuten. Es bestehe eine Zunahme der Beschwer
den insbesondere beim Treppenabgehen und beim Gehen auf unebe
nem Gelände. Auch beim Wetterwechsel bestehe eine Zunahme der Beschwer
den und grundsätzlich habe der Beschwerdeführer abends mehr Schmerzen. Nachts bestünden Ruheschmerzen, das Einschlafen sei deutlich verlängert (S. 4 f.).
Das Gangbild des Beschwerdeführers wirke steif, sei etwas kleinschrittig und nach links hinkend. Er trage orthopädische Schuhe. Der
Einbei
n
stand
sei beid
seits unsicher
, der Vorfussballen- und Fersengang sei nicht möglich.
Die Knie
gelenke seien ohne Ergussbildung und ohne positive Meniskuszeichen (S.
5).
Am rechten Fuss bestehe eine gewinkelte, reizlos abgeheilte, etwas eingezogene, nicht berührungsempfindliche Narbe dorsal des Aussenknöchels, um den
Aus
senk
nöchel
zur Basis Metatarsus V ziehend sowie zwei parallel verlaufende, reizlos abgeheilte Narben über der vorderen Fusswurzel zu Metatarsus I ziehend.
Die Sprunggelenksregion erscheine
verplumpt
. Es sei kein Druckschmerz beim Zangengriff über der
Malleolengabel
, ventral des oberen Sprunggelenks, medial und lateral des unteren Sprunggelenks, hingegen
sei ein Druckschmerz
beim Zangengriff über dem
Calcaneus
lateralseits
auslösbar.
Die
Fusssohlenbe
schwie
lung
sei seitengleich mässig kräftig, ohne Hyperkeratosen, ohne Druck
stellen und ohne Ulzera ausgebildet. Am linken Fuss bestehe ein reizlose abge
heiltes Hautareal nach
Thierschlappen
am Fussrücken sowie eine reizlose abge
heilte Narbe vom proximalen Anteil des
Thierschlappens
zum distalen Unter
schenkel
ventralseits
ziehend sowie eine reizlose abgeheilte, nicht
berührungs
empfind
liche
, längsverlaufende Narbe über dem Innenknöchel. Auch hier er
scheine die Sprunggelenksregion etwas
verplumpt
. Es sei kein Druckschmerz beim Zangen
griff über dem
Calcaneus
, ventral des oberen Sprunggelenks, me
dial und lateral des unteren Sprunggelenks, hingegen sei ein Druckschmerz im Bereich der Basis Metatarsus I und Metatarsus II auslösbar
.
Die Durchblutung und Motorik
beider Beine sei seitengleich ohne Befund. Beim Bestreichen des linken Fussrückens, insbesondere im Bereich des
Thierschlappens
bestehe eine deutliche
Hyposen
sibi
lität
rechts (S. 6).
Bei der heutigen Untersuchung habe sich in Anbetracht der schweren Ver
letzungen ein gutes Heilergebnis gezeigt. Die
Arthrodese
im unteren Sprungge
lenk sei wackelsteif. Das Gangbild wirke steif und sei hinkend. Beim Beschwer
deführer bestehe keine Arbeitsfähigkeit für den Beruf als Sanitärmonteur mehr. Hier werde auch keine Arbeitsfähigkeit mehr erreichbar sein (S. 7).
Auf dem all
gemeinen Arbeitsmarkt seien dem Beschwerdeführer wechselbelastende Tätig
keiten überwiegend (über 70
%
)
im Sitzen
, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne das Gehen oder gar Tragen von Lasten auf unebenem Gelände, ohne repetitives Treppengehen, ohne das Tragen von Lasten auf unebenem Gelände über 5 kg über kurze Strecken (30 m), ohne hockende, kniende und kau
ernde Arbeiten ab dem Untersuchungstag, 1
2.
März
2015, zu 100
%
zumut
bar.
Die jetzt noch vorhandenen Beschwerden im Bereich beider Füsse seien
unfall
kausal
. Es sei ein Endzustand erreicht. Von weiteren Behandlungen könne keine Verbesserung mehr erwartet werden (S. 8).
3.14
Dr.
F._
berichtete am 1
0.
September
2015 (
Urk.
8/257 =
Urk.
8/266 =
Urk.
3/3)
und führte aus, dass beim Beschwerdeführer ein Zustand nach kom
plexem Rückfuss- und Mittelfussverletzungen beidseits nach einem Unfall im Juli 2007 (richtig 2008) bestünden.
Der Zustand könne nun, acht Jahre später, nach wie
der
holten Operationen und Beurteilungen als Residualzustand angese
hen werden
. Aufgrund der starken Schmerzsymptomatik sei die Verabreichung von Opioiden und Opiaten notwendig. Eine andere analgetische Behandlung sei nicht suffi
zient. Unter der gegebenen Schmerztherapie seien Nebenwirkungen wie Be
nommenheit, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen nicht zu
vermeiden. Die analgetische Behandlung sei eine rein symptomatische und nicht
eine ursächliche, was bedeute, dass die geschilderte Symptomatik an
dauern werde. Unter den geschilderten Umständen sei eine Arbeitsfähigkeit selbst in einer adaptierten Tätigkeit maximal
zu
50
%
realistisch.
4.
4.
1
Unbestrittenermassen erlitt der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 1. Juli 2008 multiple Fussverletzungen. Diese Verletzungen haben gemäss den
diesbezüglich übereinstimmen
den medizinischen Akten unfallkausale Ein
schrän
kungen zur Folge, so dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätig
keit als Sanitärmonteur nicht mehr zumutbar ist. Hingegen stellt sich die Frage, in welchem Ausmass die noch bestehenden somatischen und kausalen Unfall
fol
gen die Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit einschränken.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass der Bericht
des Kreis
arztes
Dr.
G._
vom
1
2.
März 2015
(vgl. vorstehend E.
3.
13
) für die Be
antwortung der gestellten Frage nach der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit umfassend ist. Die Beurteilung berücksichtigt die medizinischen
Vorakten
eben
so wie die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers. Die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein und die Schluss
folgerungen sind nachvollziehbar begründet. So nahm
der Kreisarzt
differen
zier
t Bezug auf die gestellten Diagnosen sowie die erhobenen Befunde und machte darauf aufmerksam, dass dem Beschwerdeführer eine an
gepasste Tätigkeit ganz
tags zumutbar sei. Weiter bezog
er
ausdrücklich Stellung zu Einschränkungen
des Beschwerdeführers
und nahm
hierbei besonders Rück
sicht auf die beim Unfall
verletzten Bereiche.
Ausserdem
steht das vom Kreisarzt
Dr.
G._
e
rläuterte
Zumutbarkeitsprofil in Übereinstim
mung mit den von
Kreisarzt
Dr.
E._
sowie den Ärzten der Rehaklinik
Z._
beschriebenen Einschränkungen.
So
ging Kreisarzt
Dr.
E._
bereits im Oktober 2010 von einer 60%igen Arbeits
fähigkeit in einer bestmöglich adaptierten Tätigkeit aus (vgl. vorstehend E. 3.9) und die Ärzte der Rehaklinik
Z._
stellten trotz der verbleibenden Ein
schrän
kungen eine gute Prognose für eine erfolgreiche und nachhaltige Wieder
eingliederung in einer angepassten Tätigkeit
gemäss
beschriebenem
Zumutbar
keits
profil
, welches demjenigen des Kreisarztes entspricht
(vgl. vorstehend E.
3.10).
Die
ärztliche Beurteilung durch
den Kreisarzt
Dr.
G._
entspr
i
ch
t
somit den von der Rechtspre
chung konkretisierten Anforderungen (vgl.
E. 1.
2
und E. 1.
3
hievor
) vollum
fänglich.
4.3
Auf die Beurteilung des Hausarztes
Dr.
F._
vom 1
0.
September 2015 über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 3.14)
kann hinge
gen nicht abgestellt werden. So wird im Bericht
lediglich
wiederholt auf die aus
ge
prägte
Schmerzsymptomatik
des Beschwerdeführers
,
d
ie notwendige Verab
rei
chung von
Opioiden und Opiaten
sowie mögliche Nebenwirkungen der gege
be
nen Schmerztherapie
hingewiesen und ausgeführt, dass deswegen eine Arbeits
fähigkeit auch in einer adaptierten Tätigkeit maximal zu 50
%
möglich sei.
Dr.
F._
legte jedoch weder die erhobenen Befunde dar, noch erstattete er eine nachvollziehbar begründete und durch Befunde untermauerte medizinisch-theo
retische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Abgesehen davon erläuterte er seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, welche sodann keinerlei Angaben zu kon
kre
ten funktionellen Einschränkungen enthält, nicht, weshalb sie
das
ausführ
lich
und nachvollziehbar begründete Zumutbark
eitsprofil durch den Kreisarzt
Dr.
G._
nicht
umzustossen
vermag
.
4.4
Zusammenfassend kann zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers in einer angepassten Tätigkeit auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführlich begründete
Einschätzung des Kreisarztes
Dr.
G._
ab
gestellt werden. Die vorliegenden me
dizinischen Akten erweisen sich
als ausrei
chend, weshalb
entgegen der Einschätzung des Beschwerdeführers
auf wei
tere Abklärungen
verzichtet werden kann,
zumal
nicht zu erwarten
ist
, dass zusätz
liche Untersuchungen zu einem anderen Ergebnis führen würden (antizi
pierte Beweiswürdigung
, BGE 136 I 229 E. 5.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2012 vom 29. Mai 2012, E.
4.2
).
In psychiatrischer Hinsicht hat die SUVA
hingegen
keine fachärztlich psychiatrische Beurteilung veranlasst. Diese konnte indes - wi
e nachfolgend zu zeigen sein wird (E. 5) -
unterbleiben,
da allfällige (natür
lich kausale) psychische Beschwerden nicht adäquat
kausal zum Unfallereignis vom 1
.
Juli
20
08
sind.
5.
5.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem Bundesgesetz über die
Unfallversicherung (UVG) setzt zunächst vor
aus, dass zwischen dem
Unfall
er
eig
nis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natür
li
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kau
sal
zu
sammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der einge
tre
tene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungs
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
sal
zusam
men
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittel
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereig
nis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
ge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
5.2
Die Leis
tungspflicht des Unfallversicherers set
zt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
sal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
5.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische
Ge
sundheitsschädigung
herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
ge
nen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus
versiche
rungsmässiger
Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht
fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen
). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung
vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere
Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
5.4
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
5.5
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine
Ge
samt
würdigung
einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un
falls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre
er
fahrungs
gemässe
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Be
urteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genü
gen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, wel
cher zu
den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu
einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S.
428, 1999 Nr. U 335 S.
207 ff.; 1999 Nr. U 330 S.
122 ff.; SVR 1996 UV Nr.
58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie z.B. eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwierigen
Hei
lungsverlaufes
. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungsweise aus
schlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere
unfallbe
zogene
Kriterien heran
gezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem
Grenz
bereich
zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu be
rück
sich
tigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zu
sammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Ver
neinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu for
schen, die mög
licherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit
mit
be
günstigt
haben könnten (BGE 115 V 133 E.
6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E.
5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S.
53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
5.6
Vorliegend wurde e
rstmals im Rahmen der Einsprache vom 1
4.
Sep
tember 2015
in Bezug auf die Psyche angeführt, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall aufgrund der Schmerzmittel wie Opium/Morphium an Nebenwirkungen wie Be
nommenheit, Müdigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen leide (vgl.
Urk.
8/256
S. 5 f.). Den medizinischen Berichten sind aber in der Folge keine psychischen Beschwerden zu entnehmen, was darauf
schliessen
lässt, dass sie mangels Erheblichkeit nicht mitgeteilt und von den Untersuchern auch nicht wahrgenommen wurden.
So ist dem Austrittsbericht der Rehaklinik
Z._
vom
6.
November 2008 (vgl. vorstehend E.
3.5) zu entnehmen, dass keine psy
chischen Auffälligkeiten festgestellt worden seien. Auch Kreisarzt
Dr.
G._
wies
in seinem Bericht (vgl. vorstehend E.
3.13) nicht auf eine psy
chische Beein
trächtigung hin. Im Bericht über die berufliche Standortbestim
mung (vgl.
Urk.
8/219) findet sich ebenfalls kein Hinweis auf eine
unfallbe
dingte
psychi
sche Einschränkung.
Einzig der Hausarzt
Dr.
F._
erwähnt
e
in seinem Bericht vom 1
0.
September 2015 die genannten Nebenwirkungen, ohne diese jedoch in Bezug auf den Beschwerdeführer näher zu begründen
(vgl. vor
stehend E.
4.3)
.
Inwiefern
eine (natürlich kausale) psychiatrische Diagnose vor
liegt, kann offen gelassen werden, da -
anders als bei
Ge
sund
heits
schädi
gungen
mit einem klaren unfallbedingten Substrat, bei welchen der adäquate Kausal
zusammenhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann (BGE 127 V 102 E. 5b/
bb
mit Hinweisen) - eine besondere
Adä
quanz
prü
fung
vorzuneh
men ist.
Da im vorliegenden Fall gestützt auf die med
izinischen Akten weder eine Dis
torsion der Halswirbelsäule (HWS) noch eine
schleudertraumaähnliche
Ver
let
zung ausgewiesen ist, hat die Prüfung der Adäquanz nach den in BGE 115 V 133 entwickelten Kriterien zu erfolgen (vgl. vorstehend E.
5
.5).
5.7
Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige
Gesche
hensablauf
mit den sich dabei entwickelnden Kräften (Urteil
des Bundesgerichts
8C_356/2007 vom 1
1.
Juni 2008, E. 6.1).
Betreffend den Unfallhergang ist de
r Unfallmeldung vom 1
1.
Juli
2008 (
Urk.
8/166
) sowie den A
ngaben
in den medizinischen Berichten
(vgl. insbeson
dere
Urk.
8/106,
Urk.
8/11)
zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer bei seiner Arbeit als Sanitärmonteur von einer Leiter stürzte
, wobei er auf beiden Füssen landete
(vgl. vorstehend E. 3.4)
,
und sich dabei an beiden Füssen schwere Ver
letzungen zuzog. Vor weiteren Verletzungen blieb der Beschwerdeführer ver
schont. So wurden nach dem Sturz weder eine Bewusstlosigkeit, noch Kopf
schmerzen, Übelkeit oder Erbrechen festgehalten (vgl.
Urk.
8/11
,
Urk.
8/105
).
Was die Höhe
des Sturzes anbelangt, wird im Sozialversicherungsrecht
praxis
gemäss
in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ abgestellt, denen in
beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellun
ge
n, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versiche
rungs
rechtlicher
oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 47 E. 2a, BGE 115 V 143 E. 8c mit Hinweis).
Erste Angaben zur Sturzhöhe finden sich im medizinischen Bericht über die CT-Abklärung der beiden Füsse vom
1.
Juli 2008 (
Urk.
8/106), wonach die
Sturz
höhe
zirka 3-4 Meter betragen habe. Im Bericht der Ärzte des
B._
vom 1
5.
August 2008 wird sodann von einem Sturz aus zirka 5 Metern Höhe be
richtet (
Urk.
8/11) und in der Unfallmeldung zuhanden der Beschwerdegegnerin gar von einer Höhe von zirka 6 Metern (
Urk.
8/166).
Angesichts der Beschreibung des Unfallherganges sowie der
bundesgericht
lichen
Rechtspre
chung, ist der
Beschwerde
geg
nerin
folgend (vgl. Urk.
7 S.
6
Ziff.
13.2.1
) davon auszugehen, dass es sich hier
bei um ein Unfallerei
gnis mitt
le
rer Schwere han
delt, selbst wenn von einer Sturzhöhe von zirka 5 Metern aus
zugehen wäre.
Denn das Bundesgericht qualifizierte beispielsweise die folgen
den Unfälle als
mittelschwer
:
Stürze aus einer Höhe zwischen etwa zwei (Urteil U 410/00 vom 1
4.
Februar 2002 E. 2c) und etwa vier Metern (Urteil 8C_316/2009 vom
8.
Juni 2009) in die
Tiefe (vgl. auch Urteil 8C_584/2007 vom
9.
September 2008 E. 4.1, Urteil U 3/0
3 vom
4.
September 2003 E. 3.4 und U 41/06 vom
2.
Februar 2007 E. 9). Wenn die versicherte Person auf den Füssen lande, sei selbst bei einer Sturzhöhe von fünf Metern nicht ein Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen anzunehmen (Urteil U 11/07 vom 2
7.
Februar 2008 E. 4.2.2)
.
Demnach kann die adäquate Unfallkausalität der
allfälligen
psychischen Be
schwerden nur bejaht werden, wenn min
destens drei der sieben
Adäquanzkri
tierien
erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt. Dies ist hier einzig aufgrund der somatischen Aspekte des Gesundheitsschadens zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_23/2014 vom 26. März 2014, E. 7 mit Hinweisen).
5.8
Vorliegend sind – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers -
w
eder besonders dramatische Begleitumstände noch eine be
sondere Eindrück
lichkeit des
Unfalls
ersichtlich. Zu urteilen ist hierbei objektiv
und nicht aufg
rund des subjektiven Empfindens des Beschwerdeführers
(Urteil des Bundesgerichts 8C_249/2009 vom 3. August 2009
E. 8.2 mit Hinwe
isen).
Da
bei ist zu beachten, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Krite
riums ausreichen kann. Denn die Unfälle, welchen das Bundesgericht eine be
sondere Eindrück
lichkeit zusprach (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_949/2008 vom
4.
Mai 2009, E. 4.2.1 mit zahlreichen Hinweisen), zeichnen sich durch eine besondere Ein
dringlichkeit und Intensität aus. So handelt es sich um Massen
karambolagen auf der Autobahn oder in einem Autobahntunnel, um ein länge
res Herschieben durch einen Sattelschlepper oder um ein in der 2
9.
Woche schwangeres Unfall
opfer.
Demgegenüber spielte sich der Unfall vom
1
.
Juli 2008
nach Lage der Akten weder
unter be
sonders drama
tischen Begleitumständen ab, noch war er besonders ein
drück
lich.
Es waren na
mentlich keine relevanten Begleitumstände zu verzeich
nen
, welche die Bejahung dieses Kriteriums gestatten würden.
Der Beschwerdeführer erlitt beim Sturz
keine schweren oder besonders gelager
ten Verletzungen.
Zwar erlitt
er
multiple
Frakturen
an bei
den Füssen und
litt im Anschluss an den
Unfall auch an diesbezüglichen Be
schwerden, doch ergaben die nach der
operativen Versorgung durchgeführten Untersuche
keine relevanten
Be
funde
.
Aufgrund der Unfallverletzungen an den Füssen bestand nie eine
lebens
bedrohliche
Situation für den Beschwerdeführer.
Die erlittenen Verletz
ungen sind erfahrungsgemäss denn auch nicht geeignet, psychische Fehlent
wicklungen auszulösen.
Anhaltspunkte für eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung bestehen nicht. Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen sind im Rahmen dieses Kriteriums der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung nicht zu berücksichtigen (Urteile
des Bundesgerichts
8C_698/2008 vom 2
7.
Januar 2009 E. 4.4 und 8C_126/2008 vom 1
1.
November 2008 E. 7.3).
Im Wesentlichen fand nebst den
operativen Versorgung
en
sowie einer medika
mentösen Schmerzbehandlung eine Rehabilitation mit Physiotherapie
in der Rehaklinik
Z._
statt, und es konnte bald von grossen Forts
chritten berich
tet werden.
Das genügt zur Bejahung des Kri
teriums nicht.
Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim
mer
te, ist weder ersichtlich noch geltend gemach
t wo
rden. Im Gegenteil wurde der Be
schwerdeführer
jederzeit
adäquat behandelt, an jeweilige
Spezialisten über
wie
sen und umfassend medizinisch betreut.
Auch der Heilungsverlauf war gut und komplikationslos.
D
as
Kriterium de
r körperlichen Dauerschmerzen kann
als erfüllt betrachtet werden
. Dass der Beschwerdeführer
un
fallbedingt
über einschränkende
Fussbe
schwerden
klagt
,
ist aufgrund der medi
zinischen Akten nachvollziehbar. D
ie geklagten Be
schwerden und Einschrän
kungen
sind
durch ärztlich festgestellte
Befunde hinrei
chend erklärbar.
Es ist demnach von gewissen körperlichen
Dauer
schmerzen
auszugehen; das entspre
chende Kriterium wird indes nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt.
Zum Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten
Arbeitsun
fäh
igkeit ist festzuhalten, dass dem Be
schwerdeführer
seit März 2015
eine Tätig
keit gemäss dem im
Bericht von Kreisarzt
Dr.
G._
(vgl. vorstehend E. 3.
13)
umschriebenen
Zumut
barkeitsprofil
ganztägig zumutbar ist. Somit sind der Grad sowie die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht dermassen hoch, als das
s das
Krite
rium als erfüllt zu be
trachten wäre.
5.9
Z
usammenfassend ist festzuhalten, dass
lediglich eines der gemäss Rechtspre
chung massgeblichen Kriterien erfüllt ist, jedoch nicht beson
ders ausgeprägt,
wes
halb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem
Un
fallereignis
vom
1.
Juli 2008
und den
geklag
ten psychischen
Be
schwerden
zu ver
nei
nen ist.
Eine allfällige Leistungspflicht der
Beschwerdegeg
nerin
dafür ist folg
lich zu verneinen, weshalb auch auf weitere psychiatrische Abklärungen verzichtet werden kann.
6.
6.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 des Bun
des
geset
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälli
ger Ein
gliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener
Ar
beits
marktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbs
e
in
kom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
6.2
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermi
t
telt und einander gegenübergestellt wer
den, worauf sich aus der
Einkom
mens
differenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen
Erwerbs
einkommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so ge
wonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 135 E. 2a und b, vgl. auch BGE 114 V
310 E. 3a).
6.3
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
stellt sich die Frage, was der Be
schwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Um
stände zu erwarten gehabt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im
Gesund
heitsfall
weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Be
stimmung des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung so
wie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
Auszugehen ist stets vom Bruttogehalt (Urteil des Bundesgerichts 8C_100/2012 vom 29. März 2012 E. 3.2). Dieses ist grundsätzlich an die zwischen Unfall und Rentenbeginn eingetretene Lohnentwicklung anzupassen (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325).
6.4
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen
Vali
deneinkommens
auf die Angaben
des Beschwerdeführers vom 1
6.
März 2011
(
Urk.
8/108 S. 1 f.) und errechnete für das Jahr 2015 einen Betrag von
rund Fr. 70‘501
.
--
(
Urk.
8/222).
Dieses Vorgehen
wurde vom Beschwerdeführer insofern gerügt, als er auf die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung hinweist und anführte, dass die Invalidenversicherung von einem
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
70‘61
6
.
--
(
Fr.
114.62 mehr)
ausgegangen sei (
Urk.
1 S. 12). Diesbezüglich bleibt festzu
halten, dass das Bundesgericht eine Bindungswirkung rechtskräftiger
Invalidi
täts
bemessungen
der Invalidenversicherung für den Unfallversicherer ausdrück
lich verneinte (BGE 131 V 362 E. 2.2.1
)
.
Selbst wenn – wie vom Beschwerde
führer verlangt – von einem
Valideneink
ommen
in der Höhe von Fr. 70‘616
.
--
(bei
gleichbleibendem Invalideneinkommen, siehe sogleich
E. 7
) ausgegangen würde
, würde nach wie vor ein Invaliditätsgrad von 20
%
resultieren.
Nach dem Gesagten kann das Vorgehen der Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des
Valideneinkommens
nicht beanstandet werden und es ist von einem solchen von
Fr.
70‘50
1
.
--
auszugehen.
7.
7.1
Für
die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
des
amt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die stan
dar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
7.2
Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens für eine gemäss be
schriebenem Belastungsprofil zumutbare Tätigkeit stützte sich die
Beschwer
de
gegnerin
auf die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
turerhebungen
(LSE) und errechnete unter Berücksichtigung eines
leidensbe
dingten
Abzugs von 15 % einen Betrag von Fr. 56‘685.-- (Urk. 2 S. 6 f.).
Angesichts der Zumutbarkeit einer
100%igen
behinderungsangepassten Tätig
keit steht dem Beschwerdeführer auch bei Beachtung der
im
Bericht des Kreis
arztes
Dr.
G._
genannten Einschrän
kungen eine breite Palette von Tä
tig
kei
ten
offen.
Es recht
fertigt sich
somit
unter Beachtung sämtlicher Ein
schränkungen
(nur
noch leichte bis mittelschwere, wechselbelastende, vorwie
gend sitzende Tätig
keit
en
ohne wiederholte Einnahme von Zwangshaltungen wie Knien, Ka
uern oder Hocken, ohne längerdauerndes Gehen und Stehen, ohne Gehen auf unebe
nem Gelände, ohne wiederholtes Treppensteigen und ohne Be
steigen von Leitern
)
für die Bemessung des
Invaliden
einkommens
mit der
Be
schwerdegeg
nerin
auf den stan
dardisierten Durchschnittslohn für einfache und repe
titive Tätigkeiten in sämtli
chen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors
ab
zu
stellen (LSE 20
1
2
, S.
34 f.
, Tabellengruppe TA1, Rubrik „Total“,
Kompetenz
n
iveau
1
).
7.3
Das im Jahr 201
2
von Männern im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven
Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug pro Monat Fr. 5'210.-- (LSE 2012, S. 34 f.
,
Tab. TA1, Rubrik „Total“, Niveau 1), mithin Fr.
62
'
520
.
im Jahr (Fr.
5
'
210
.-- x 1
2).
Der durchschnittlichen wöchen
tlichen Arbeitszeit im Jahr 2015
von 41.
7
Stun
den
ange
passt
(Fr.
62
'
520
.-- : 40 x 41.
7 = Fr. 6
5
‘
177
.
10
)
und unter Be
rücksichtigung der Nominallohnentwic
klung von
0.7
%
für das Jahr
2013
, von
0.8
%
für das Jahr 2014 und von 0.4
%
für das Jahr 2015
resultiert
somit
ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr.
66
‘
423
.
05
(
Fr. 65
’
177
.
10
x
1.007 x 1
.008
x 1.004
).
7.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende
Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und be
rufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
7.5
Die Beschwerdegegnerin gewährte einen be
hinderungsbedingten Abzug von 15
% (vgl. Urk.
2
S.
6), womit für das Jahr 2015
ein hypothetisches
Inva
liden
einkommen
in der Höhe von
rund
Fr.
56
'
460
.
--
resultiert
(Fr.
66
‘
423
.
05
x 0
.85
).
Der
Beschwerdeführer rügte dieses Vorgehen in dem Sinne, dass bei der Berech
nung des Invalideneinkommens ein behinderungsbedingter Abzug in der Höhe von
25
% gerechtfertigt sei
und zudem von einem Invalideneinkommen von ungekürzt
rund
Fr.
62‘853.
--
analog der IV-Stelle auszugehen sei
(Urk. 1 S.
12
).
Angesichts der Zumutbarkeit einer 100%igen behinderungsangepassten
Tätig
keit steht dem
Beschwerdeführer eine breite Palette von Tätigkeiten
offen. D
ie einzigen medizinisch ausgewiesenen Behinderungen
des
Be
schwerdeführer
s
bestehen in körperlich schweren Arbeiten mit
regelmässigen Hebe- u
nd
Trage
be
lastungen
über 5 kg
, im Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, im häufi
gen Treppensteigen, in häufigen hockenden, knienden oder kauernden
Zwangshal
tungen
und in
Arbeiten mit häufigem
Gehen auf unebenem Ge
lände. Hingegen sind dem
Beschwerdeführer
vor allem sitzende Arbeiten
möglich. Die genannten Einschränkungen dürften bei den üblichen einfachen und repetitiven Tätigkei
ten nicht
überwiegend
ins Gewicht fallen. Mithin s
chrän
ken diese Behinderun
gen den
Beschwerdeführer nicht wesentlich in der Wahl der Tätigkeit ein.
Es ist d
aher nicht zu erwarten, dass d
er
Beschwerdeführer
seine
verbleibende Ar
beits
fähigkeit nur zu einem unter
durchschnittlichen Lohn
der tiefer sein müsste als der verwendete
Tabellen
lohn
- verwerten kann.
Lohn
mindernd
wirkt sich
einzig
der Umstand aus, dass der
Beschwerdeführer mit dem genannten
Zumutbar
keits
profil
keine Schwerar
beit mehr leisten
und vor allem noch sit
zende Arbei
ten ausüben
kann.
Die
sem U
mstand wird mit dem gewährten Abzug von 1
5
%
genügend
Rech
nung getragen; die weiteren persönlichen und beruflichen Umstände sind nicht
geeignet, einen
– vom
Beschwerdeführer beantragten - höheren Ab
zug zu recht
fertigen.
Der Vergleich
des
Valideneinkommens
von Fr. 70
'
50
1
.
--
(vgl. vorstehend E. 6.4)
mit dem
Invalidenein
kommen
von
Fr.
56
'
4
60
.
--
ergibt eine
Einkommens
ein
busse
von Fr.
14
'
041
.
--
und damit einen Invaliditätsgrad von gerundet
20
%.
8.
Nach dem Gesagten bleibt zusammenfassend festzuhalten, dass
sich
der ange
foch
tene
Einspracheentscheid
vom
5.
Oktober 2015
(Urk. 2)
in sämtlichen Punk
ten als rechtens erweist,
weshalb die dagegen er
hobene Beschwerde abzuweisen ist.