Decision ID: fd4bb3b5-eb9f-4835-ae49-3b94ae782cd7
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1962 geborene
X._
meldete sich am 2
6.
Oktober 2012 unter Hinweis auf
seit 2009 bestehende psychi
sche Beein
trächtigungen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/14). Die IV-Stelle tätigte medizinische und be
ruflich-erwerbliche Abklärungen
und
liess die Versicherte psychiatrisch begut
achten (Expertise vom 2
1.
August 2013,
Urk.
6/30). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
6.
September 2013,
Urk.
6/32; Ein
wand vom 2
1.
Oktober 2013,
Urk.
6/35) wies die IV-Stelle das Leistungs
be
gehren der Versicherten mit Verfü
gung vom
1.
November 2013 (Urk.
6/37) ab.
1.2
Im Oktober 2014 machte
X._
unter Auflage neuer Arztberichte eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend (
Urk.
6/44-47). In der Folge liess die IV-Stelle einen aktuellen IK-Auszug erstellen (
Urk.
6/49), zog
die Berichte von Prof.
Dr.
med.
Y._
, Leiten
der Arzt
Z._
, Klinik für Psychiatrie und Psycho
therapie
,
vom 2
0.
Februar 2015
(
Urk.
6/65
) und vom Hausarzt der Versicherten,
Dr.
med.
A._
, Innere Medizin, vom
6.
Oktober 2015 (
Urk.
6/76) bei
und
liess die Versicherte in der MEDAS
B._
GmbH polydis
ziplinär begutachten (Gutachten vom
4.
April 2016,
Urk.
6/89). Mit Vorbescheid vom 2
7.
April 2016 (
Urk.
6/92) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abwei
sung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht und hielt sie mit gleichentags ergange
nem Schreiben dazu an, ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen und sich insbeson
dere einer P
sychop
harmakotherapie zu unterziehen sowie
sich in rheuma
tolo
gische Behandlung zu begeben
(
Urk.
6/91)
. Nach gegen den Vor
bescheid erho
benem Einwand vom 2
4.
Mai 2016 (
Urk.
6/95) wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch mit Verfügung vom
7.
Juli 2016 (
Urk.
2 [=
Urk.
6/100]) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am
6.
September 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien Rentenleistungen zu gewähren. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 7. Okto
ber 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5 unter Auflage ihrer Akten,
Urk.
6/1-101), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 1
2.
Oktober 2016 (
Urk.
7) angezeigt wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV), so ist im Beschwerde
ver
fahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbsein
kommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De
zember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014
vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. No
vember 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE
141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
tels
rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei
psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abge
geben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht aus
zuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin zusammengefasst, gestützt auf die polydisziplinäre Abklärung sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin aus versicherungsmedizinischer Sicht eine 100%ige Arbeits
tätigkeit
zumutbar sei. Zwar leide die Versicherte an einer psychiatri
schen Störung,
welche
aber
insbesondere mangels ausgeschöpfter Therapie
optionen
nicht als invalidisierend zu betrachten
sei
. Hinzu komme, dass diverse psychosoziale Faktoren eine Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin erschwer
ten; als IV-fremd dürften diese Grö
ss
en aber keine Berücksichtigung finden. Die aus körperlicher Sicht objektivierbaren Beschwerden stünden ferner ei
ner 100%igen Arbeitstäti
gkeit in angepasster
Tätigkeit nicht entgegen (Urk.
2).
2.2
Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
vorbringen,
das Gutachten der MEDAS sei unter Berücksichtigung der neuesten bundesgerichtli
chen Rechtsprechung verfasst worden. Dabei seien die Gutachter zum Schluss gekommen, es bestehe bei den Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung und einer schwach seropositiven Arthritis eine 50%ige Arbeitsun
fähig
keit. Dass - wie die Beschwerdegegnerin ausführe - psychosoziale Faktoren eine mangelnde Motivation und Kooperation
begründeten, sei nicht nachvoll
ziehbar, habe doch bereits
Dr.
C._
festgehalten, die Beschwerde
führerin leide an einer veritablen Depression
,
während psychosoziale Faktoren nicht im Vor
der
grund stünden. Nachdem sich
ihre
Lebensumstände nicht ver
ändert hätten, sei dieser Schluss nicht nachvollziehbar. Da die bisherigen Abklärungen der Beschwerde
gegnerin unzureichend seien und die neueste Rechtsprechung des Bundesge
richts unberücksichtigt lasse, sei der Beschwerde
führerin anhand der vorliegen
den Akten bereits im aktuellen Zeitpunkt
zumindest eine Teilrente zuzusprechen (
Urk.
1).
3.
3.1
Im Zeitpunkt der letztmaligen
Verfügung vom
1.
November 2013 (Urk. 6/37)
, mit welcher ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung verneint worden war,
präsentierte sich die
medizinische
Aktenlage im Wesentlichen wie folgt
:
3.1.1
Prof.
Dr.
Y._
hielt mit Bericht vom
9.
Oktober 2012 (
Urk.
6/23/7-9) fest, es liege eine leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) im Zusammenhang mit dem Verlust des Lebenspartners der Beschwerdeführerin vor. Zusätzlich bestünden weitere psychosoziale Faktoren, welche zum aktuellen depressiven Zustandsbild beitragen könnten.
Am 1
4.
Dezember 2012 notierte er (
Urk.
6/25/6-9), die aktuelle depressive Epi
sode sei im Sinne einer reaktiven Erkrankung im Zusammenhang mit dem Ver
lust des Partners zu sehen. Prinzipiell sei von einer guten Prognose hin
sichtlich der Depression auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwe
rde
führerin sei deutlich
reduziert, sollte sich jedoch verbessern. Problematisch blieben
aber
die sozialen Umstände mit fehlender Ausbildung und fehlenden Deutschkennt
nissen
. Die Besc
hwerdeführerin sei seit dem 9.
Oktober 2012 bis auf weiteres vollständig arbeitsunfähig. Auf längere Sicht sei eine maximale Arbeitsfähigkeit von 50
%
möglich, wobei eine solche sicherlich auch davon abhänge, ob erfolgreiche Integrationsmassnahmen durchgeführt werden könnten.
Mit Verlaufsbericht vom 2
9.
April 2013 (
Urk.
6/26) erklärte Prof.
Dr.
Y._
, seit dem 1
5.
Dezember 2012 habe sich der psychische Zustand der Beschwerde
führerin leicht verbessert, so dass es ihr gegenwärtig möglich sei, einen Deutsch
kurs zu besuchen. Weiterhin bestehe aber eine deutliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Ausmass von 70
%
.
3.1.2
Dr.
med.
C._
, Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seinem Gutach
ten vom 2
1.
August 2013 (
Urk.
6/30) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende depressive Anpassungsstörung nach dem Tod des Lebenspartners im Oktober 2012 (ICD-10: F43.21) fest und nannte als Differentialdiagnose eine rezidivierende Depression, gegenwärtig noch leichte Episode bei Status nach erster depres
siver Krise im Jahr 2004/2005
(ICD-10: F33.01,
U
rk.
6/30/11).
Hinsichtlich
objektive
r
Befunde
lässt sich dem Gutachten entnehmen
,
dass
keine auffallende
n
kognitive
n
oder mnestische
n
Funktions
defi
zite bestanden
hätten und
Konzentration und Aufmerksamkeit während der zweistündigen Exploration konstant erhalten geblieben
seien
. Die anamnestisch berichtete starke Vergesslichkeit habe in der Untersuchung nicht festgestellt werden können. Die Grundstimmung sei durchgängig ernst und deutlich zum Depressiven hin geneigt
gewesen und habe sich kaum ins Positive auslenken lassen. Dennoch habe die Beschwerdeführerin auch von aufgestellter, fröhlicher und glücklicher Stimmung im Zusammenhang mit dem von ihr besuchten Deutschkurs berichtet. Die Lebensfreude und Energie der Beschwerdeführerin sei leicht reduziert; sie versuche jedoch mit starker Motivation und Willenskraft ihren mentalen Zustand zu verbessern und aus dem depressiven Loch heraus
zu
kommen. Es fehle
aber
die Perspektive,
53-jährig
wieder eine Anste
l
lung zu fin
den. Insgesamt sei im Längsverlauf langsam eine Verbesserung der psychi
schen Befindlichkeit und der Gr
undstimmung zu verzeichnen. Dr.
C._
notierte
sodann,
auf
der Hamilton-Depressions
skala habe die Beschwerde
führe
rin
einen Wert von 21 erreicht, was einer leichten Depression entspreche (
Urk.
6/30/10). Der Gutachter führte weiter aus, aufgrund des klar reaktiven Geschehens mit klar psychosozialem Auslöser
liege wohl
eher
eine
reak
tive
Depressio
n/An
passungs
störung als
eine rezidivierende depressive Störung
vor
, wobei unab
hängig davon von einer guten Prognose auszugehen sei.
Die jetzige Depression sei aktuell deutlich in Remission begriffen und zeige nur noch leichte depressive Restsymptome. Nach Anpassung und Verbesserung der anti
depressiven Therapie auf ein
mehr aktivierend
es Antidepressivum (statt des
lähmend-müde machenden
Remerons
) sei in den nächsten Wochen bis Monaten eine vollständige Remission und damit vollständige Wiedererlangung der
Leis
tungs
- und Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Damit werde die Beschwerde
führerin wieder wie früher eine 50%ige Arbeitsstelle mit körperlich eher leichten Tätig
keiten bekleiden können. Was sie arbeiten könne, sei mit Wiederein
gliede
rungsmassnahmen abzuklären, wobei die Einschränkungen weniger im psychiatrischen als vielmehr im somatischen Bereich liegen würden, leide die Beschwerdeführerin doch an allergischen Hautreaktionen, chronischen Unter
leibsbeschwerden sowie parietalen Kopfschmerzen (
Urk.
6/30/13).
3.2
Im Rahmen des vorliegenden Neuanmeldungsverfahrens
lagen insbesondere fol
gende
medizinische Akten
vor
:
3.2.1
Die Ärzte des
Z._
, Klinik für Rheumatologie, machten mit Bericht
vom
2
5.
Juli 2014 (
Urk.
6/44) folgende Diagnosen aktenkundig:
-
chronische, undifferenzierte
Oligo
- bis Polyarth
ritis
-
Epicondylitis
humeri
radialis
rechts
-
arterielle Hypertonie
-
rezidivierende depressive Episode
mit Anpassungsstörung und Ängsten
-
Vitamin D-Mangel
Den Ärzten zufolge habe die Beschwerdeführerin über Schmerzen in den Knien beidseits, am rechten Handgelenk sowie über eine Schwellung der Zehen ohne Schmerzen berichtet. Aufgrund der erhobenen Befunde kamen die Ärzte zum Schluss, es bestehe eine chronische, undifferenzierte
Oligo
- bis Polyarthritis, wobei differentialdiagnostisch an eine
seronegative
r
h
eumatoide Arthritis, eine prädominante, periphere
Spondyloarthritis
und an eine Calcium-Pyrophosphat-Arthro
pathie gedacht werden müsse. Als Therapie sei eine Prednison-Behand
lung begonnen worden und werde der Einsatz von Methotrexat empfohlen.
3.2.2
Prof.
Dr.
Y._
diagnostizierte am 2
0.
Februar 2015 (
Urk.
6/65) eine mittel
gradige depressive Episode (ICD-10: F33.1), aktuell bestehend seit Oktober 2012 trotz antidepressiver Behandlung. Er erklärte, es bestehe eine unveränderte Situation. Die Beschwerdeführerin lebe weiterhin alleine in einer Wohnung und habe wenig soziale Kontakte. Zwar habe sie einen Deutschkurs absolviert, aller
dings mit wenig Erfolg aufgrund täglicher kognitiver Probleme. Eine berufliche Integration sei aufgrund der psychischen Erkrankung und mangelnden Deutschkenntnisse unmöglich und mehrere Versuche seien gescheitert. Zum Befund hielt der Arzt fest, es seien kognitive Probleme im Sinne von
Kon
zentrations
- und A
uffassungsstörungen vorhanden. D
ie Stimmung wirke bedrückt und die Beschwerdeführerin habe über anhaltende Müdigkeit, Antriebs
störung sowie insgesamt über eine Lust- und Freudlosigkeit berichtet. Aufgrund der neu diagnostizierten rheumatologischen Erkrankung sei die Fati
gue-Symptomatik verstärkt; möglicherweise bestehe auch eine Überlagerung mit der depressiven Symptomatik. Psychiatrisch-psycho
thera
peutische Behand
lungen fänd
en mit eine
r
bis zwei Sitzungen pro Monat statt. Prof.
Dr.
Y._
hielt abschliessend fest, es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 80 bis 100
%
seit dem
9.
Oktober
2014 bis aktuell (U
rk.
6/65/2).
3.2.3
Am 2
6.
Januar und
4.
Februar 2016 wurde die Beschwerdeführerin
in der MEDAS
B._
GmbH
polydisziplinär
(Innere Medizin, Psychi
atrie, Rheumatologie
)
abgeklärt. Im Gutachte
n vom
4.
April 2016 (Urk. 6/89)
sind folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
aufgeführt
(
Urk.
6/89/17-18)
:
-
rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33.1)
-
leichte und mittlere Episode
n
o
hne vollständige Remissionsabschnitte
-
schwach seroposit
ive
oligo
-/
polyartikuläre
RA-li
ke
Arthritis
-
klassisch-symptomatische
Femoropatellararthrose
beidseits
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurden
-
Vorfussbeschwerden beidseits bei Vorfussdeformitäten,
Hallux
valgus linksbetont
-
lokale Überbeweglichkeit/Hypermobilität der oberen Extremitäten
-
arterielle Hypertonie
-
anamnestisch diverse Allergien
-
Prä-Adipositas (BMI 29.7)
-
Dyslipidämie
genannt.
Der rheumatologische Gutachter erklärte, die beschriebenen Beschwer
den und Störungen der Hand und Handgelenke würden sich bei margi
nalen Laborbefunden mit erhöhter Senkun
g
sreaktion und leichter Rheuma
faktor-An
hebung einer noch mild aktiven
oligo
-/
poly
a
rtikulären
RA
like Arthritis zuord
nen lassen. Unter
der
Basistherapie mit Methotrexat liessen sich radiologisch
keine
entzündliche
n
Veränderungen finden.
Demgegen
über würden sich d
ie von der Beschwerdefüh
rerin geklagten Kniebe
schwerden
eher im Sinne einer symptomatischen
Femoropatellararthrose
erklären lassen, ohne Hinweise auf entzündliche Befunde. Es scheine, dass auch die Fussbeschwerden eher im Rahmen einer mechanisch-funktionalen Störung stehen würden, auch wenn eine entzündliche Mitprägung möglich sei. Ferner habe sich eine klinisch
auf
zeigbare
Überbeweglichkeit der Gelenke der oberen Extremität finden lassen,
wobei die Kriterien für ein ge
neralisiertes Hyper
mobilitätssyndrom nicht erfüllt seien. Ebenso bestünden keine Hinweise auf eine Haut- oder Bindegewebsstö
rung. Aus rheumatologischer Sicht
finde sich für die frühere Tätigkeit als Mitar
beiterin bei Integrationsprojekten wie für eine angepasste Verweistätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit weder das zeitliche Pensum noch die Leis
tungsfähigkeit
betreffend
. Die Tätigkeit sollte die Möglichkeit zu individuellen Wechselpositionen bieten ohne monotone vor
gebeugte kniende, kauernde oder sitzende Tätigkeiten. Eine regelmässige Prüfung und
Reevaluierung
mit rheu
matologisch-fachärztlicher Beurteilung sollte sichergestellt bleiben. Aufgrund der sich präsentierenden klinischen Situa
tion dürfe von einer stabilen Situation ausgegangen werden (
Urk.
6/89/14).
Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt, seit spätestens 2004 liege ein Gesund
heitsschaden vor mit rezidivierenden depressiven Störungen mit leichten beziehungsweise mittelgradigen Episoden. Dies werde überdeckt durch psycho
soziale Faktoren wie dem Leben mit Sozialhilfe, fehlende Integration und Nicht
zurechtkommen in einem fremden Land ohne Sprechen der Landessprache, fehlende Qualifikationen und Arbeitsbiographie. Zudem fänden sich eine einge
schränkte Kooperation und wenig erkennbare Motivation. Die aktuelle Therapie
sei nicht ganz lege
artis
bei insuffizientem Medikamentenspiegel. Eine Unter
stützung durch ambulante psychiatrische Spitex oder tage
sklinische Bemühun
gen fehlten (
Urk.
6/89/13).
Ausgehend von einer rezidivierenden depressiven Störung mittelgradigen Ausmasses sei bei entsprechender Moti
vation eine Arbeitsfähigkeit von zumindest 50
%
als Hilfsarbeiter
i
n in einer ein
fach struk
turierten, teilweise seriellen Arbeit möglich.
Bei Optimierung der Behandlung sei medizinisch-theoretisch auch eine Arbeitsfähigkeit von 66
%
anzunehmen (
Urk.
6/89/14).
4.
4.1
Zu prüfen ist,
ob seit der letzten rechtskräftigen Beurteilung des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf Invalidenleistungen eine relevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist.
4.2
Das MEDAS-
Gutachten vom
4.
April 2016
beruht auf
allseitigen
Unter
suchun
gen in den Fachgebieten
Allgemeine
Innere Medizin (Urk. 6/89/10-13), Psychi
atrie (Urk. 6/89/25-40) sowie Rheumatologie
(
Urk. 6/89/41-50),
berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden
und wurde
in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(Urk. 6/89/3-9
)
sowie in Aus
einander
setzung insbeson
dere
mit früheren
psychiatrischen
Einschätzungen
(Urk. 6/89/35)
abgegeben
.
Insoweit erfüllt es die Anforderungen, welche an eine beweiskräftige Entschei
dungsgrundlage gestellt wird (E. 1.5).
4.3
Unter Hinweis auf eine rheumatoide Arthritis hatte die Beschwerdeführerin im Oktober 2014 eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend gemacht (
Urk.
6/45).
Es ist aktenkundig, dass erstmals im Juli 2014 - und damit nach der leistungsabweisenden Verfügung vom
1.
November 2013 - eine undiffe
ren
zierte
Oligo
- bis Polyarthritis diagnostiziert worden war (E. 3.2.1). In der Folge liess sich aber
eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus rheuma
tologischer Sicht nicht begründen
, auch wenn sich die von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden an Händen und Handgelenken einer milden Arthritis zuordnen liessen (E. 3.2.3)
.
So
hielt der rheumatologische Gutachter
dafür
,
die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei weder in zeitli
cher Hinsicht noch betreffend Leistungsfähigkeit eingeschränkt, sodass die bis
herige als auch angepasste Tätigkeiten vollumfäng
lich zumutbar seien (E.
3.2.3).
Gegen diese Einschätzung hat denn die Beschwerdeführerin
- zu Recht -
nichts Substantielles vorgebracht.
4.4
Dass sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin in psychiatri
scher Hinsicht seit dem Erlass der Verfügung vom
1.
November 2013 relevant verändert
hätte, ist sodann
ebenfalls
zu verneinen.
So hielt der behandelnde Psychiater, Prof.
Dr.
Y._
,
am 2
0.
Februar 2015 ausdrücklich fest, die mit
telgradige Episode bestehe seit Oktober 2012 und berichtete unter dem Titel Anamnese (chronischer Verlauf, bisherige Therapie, aktuelle Symptome), es bestehe eine unveränderte Situation (E. 3.2.2). Der psychiatrische Gutachter erhob denn auch weitgehend unauffällige Befunde (vgl.
Urk.
6/89/31-32)
und die
von ihm genannte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, leichte und mittlere Episode
n
, war bereits früher aktenkun
dig gemacht (E. 3.1.1 und 3.1.2 als Differentialdiagnose).
Ebenso
wurden
nach wie vor psychosoziale Umstände genannt und - zumindest teilweise - für die
Beschwerdeproblematik
verantwortlich gemacht: während
Dr.
C._
primär von einer reaktiven Depression mit klar psychosozialem Auslöser (unerwarteter Tod des Lebens
partners)
ausgegangen war
, eine rezidivierende depressive Störung jedoch
als Differentialdiagnose ebenso in Betracht
ge
zog
en hatte
(E. 3.1.2)
, hielten die MEDAS-Gutachter fest, die Abgrenzung von Folgen nicht versicherter Faktoren sei nicht ganz einfach
und es seien zahlreiche Funktions
einschränkungen auch durch invaliditätsfremde Faktoren bedingt (vgl.
Urk.
6/89/15, wonach das Nicht
partizipieren am gesellschaftlichen und beruf
lichen Leben auch invalidi
tätsfremden Faktoren wie Arbeitslosigkeit, mangelnder Qualifikation, mangeln
den Sprachkompetenzen und niedrigem Bil
dungs
niveau zuzuschreiben sei
; vgl.
auch
Urk.
6/89/39
).
Ferner
erklärten
sie
, wesentliche Veränderungen im Aktivi
täts
niveau seien nicht zu erkennen, da die Beschwerdeführerin seit Jahren von der Sozialhilfe abhängig sei und gemä
ss Aktenlage nie
eine eigentliche Berufs
t
ätigkeit inne gehabt habe (Urk.
6/89/20).
Eine Verschlechterung des psychi
schen Gesundheitszustandes ist damit nicht
gegeben
, sondern es liegt viel
mehr eine andere Beurteilung des gleichgebliebenen Sachverhalts vor. Die Bemerkung der Gutachter, der behandelnde Psychiater habe im Oktober 2014 eine neuerli
che Verschlechterung der psychischen Verfassung attestiert (
Urk.
6/89/40), fin
det - wie
vorstehend
aufgezeigt - in den Akten keine Stütze.
4.5
Selbst wenn aber von einer Veränderung des Gesundheitszustandes ausge
gan
gen würde, vermöchte dies nichts daran zu ändern, dass ein invaliden
ver
siche
rungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden aus psychiatrischer Sicht nicht ausgewiesen
ist.
Hierbei
fällt
insbesondere
ins Gewicht, dass es an einer Kooperation der Beschwer
deführerin anlässlich der neuerlichen Begutachtung
mangelte (Urk.
6/89/31),
die Beschwerdeführerin Antworten teilweise
auch auf einfachste Fragen
schuldig blieb
(
Urk.
6/89/26
; vgl. auch
Urk.
6/89/33, wonach die Beschwerdeführerin eigentlich
gar nich
t
s berichtet habe
) und eine differenzierte Beschreibung des Tagesablaufes nicht
erhältlich zu machen war
(
Urk.
6/89/30).
Unter dem Titel „Beantwortung der Fragen“ notierten die Gutachter
zudem
, die Befundlage werde nicht nur durch psychosoziale Faktoren überdeckt, sondern auch durch eingeschränkte Kooperativität, durch
mutistisches
Verhalten und wenig erkennbare Motivation (
Urk.
6/89/39).
Bei solcherart demonstriertem Verhalten
wäre grundsätzlich auf einen Ausschlussgrund zu erkennen,
ist
doch
eine Prüfung mittels strukturiertem Beweisverfahren nach BGE 141 V 281, wie
sie
das höchste Gericht nunmehr grundsätzlich für alle psychischen Erkrankun
gen fordert (Urteile 8C_841/2016 und 8C
_130/2017 vom 30.
No
vember 2017)
, nicht ohne Weiteres möglich
.
Fest steht aber jedenfalls
, dass
eine schwere Aus
prägung des diagnoseinhärenten
Schweregrades zu verneinen ist,
in der
Kate
gorie funktioneller Schweregrad
die
objektiven Befunde
nicht schwer ausge
prägt sind
(vgl.
Urk.
6/89/14) und
nicht versicherte
Faktoren
ungenügend ausgeklammert
wurden
(
Urk.
6/89/15
).
Hinzu kommt, dass die medikam
en
töse antidepressive Therapie als insuffizient
zu bezeichnen ist und rehabilitative Mass
nahmen wie psychiatrische Spitex oder
tagesklinische Bemühungen bis
lang
nicht stattgefunden haben (
Urk.
6/89/14 und 18), was ebenso auf einen
geringen
Schweregrad hinweist.
Die Komplexe Persönlichkeit und sozialer Kontext lassen sich mangels (ausreichender) Beantwortung der von den Gut
achtern gestellten Fragen durch die Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend) nicht
all
umfassend
prüfen. Immerhin ist hierbei festzustellen, dass die Beschwerde
führerin Umgang mit zwei Freundinnen pflegt, welche sie zum Einkaufen begleiten, sie (oft) besuchen und teilweise Mahlzeiten mit der Beschwerde
führe
rin einnehmen sowie mit ihr in der Bibel lesen oder sie in die Kirche begleiten. Auch mit ihrer Tochter
scheint
die Beschwerdeführerin ein
gutes Ein
vernehmen zu haben (vgl.
Urk.
6/89/10-11).
Beweisrechtlich ent
scheidend und vorliegend zielführend ist der
Aspekt in der Kategorie Konsi
stenz
. Hierzu hielten die
Gut
achter
fest
, auf psychiatrischem Gebiet sei bei bewusster Darstellung vorhande
ner Beschwerden eine Aggravation anzunehmen und insbesondere beim Thema Gedächtnisleistung
sei
eine Simulation nicht vollständig auszu
schliessen, habe sich die Beschwerdeführerin doch weder an ihr Geburtsdatum, noch
an ihren Geburtsort,
noch
an ihre Adresse oder den aktuellen Ort der Begutachtung erin
nern können, was eigentlich die Indikation zu einer Beistand
schaft oder Bevor
mundung bedeuten würde (
Urk.
6/89/15
; Urk.
6/89/
20
). So
dann führte der psy
chiatrische Gutachter aus, der Medikamen
ten
spiegel sei grenzwertig und von einer psychotherapeutischen Behandlung im klassischen Sinne könne nicht gesprochen werden, da
sich die Beschwerde
führerin we
der an Inhalte, Aufgaben noch an Verhaltensweise
n
erinnern könne, die sie hätte umsetzen wollen. Eigenaktivität
en
zur Verbesserung der Beschwerden fehlten und eine Diskussion möglic
her Verweistätigkeiten sei
unmöglich.
Schliesslich würden sich auffällige Antworttendenzen insofern finden, als umso mehr Beschwerden genannt wür
den, umso mehr Fragen gestellt würden, eigene Formulierungen aber weitge
hend ausblieben. Detailschilderungen würden verwehrt (
Urk.
6/90/
34
).
Die
geringen Beeinträchtigung
en
im Komplex Gesundheitsschädigung
, die zumin
dest teilweise berichteten Ressourcen
im sozialen Kontext
sowie
die
äusserst auffälligen Indikatoren in der Kategorie Konsistenz bei offensichtlich mangel
n
der Kooperation
stehen einer invalidisierenden Gesundheitsbeein
träch
tigung aus rechtlicher Sicht diametral entgegen. Die Einschätzung der Gutach
ter, wonach aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von bloss 50
%
gegeben sei, lässt sich damit nicht halten. Dies umso weniger, als die Gutachter die Verwertbarkeit der attestierten Arbeitsfähigkeit von der Moti
vation der Beschwerdeführerin abhängig machten und sich angesichts ihrer vagen Formu
lierung, es sei eine Arbeitsfähigkeit von „zumindest“ 50
%
als Hilfsarbeiterin möglich (E. 3.2.3), eine höhere Arbeitsfähigkeit nachgerade aufdrängt. Nachdem der behandelnde Psychiater ausdrücklich von einer unveränderten Situation
ausgegangen war
(E. 3.2.2) und sich mittels strukturiertem Beweisverfahren
erhebliche
funktionelle Auswirkungen der psychiatrischen Störungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht haben
bestätigen
lassen, ist unverändert von einer 100%ige
n
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in Hilfstätigkeiten auszugehen.
Auch wenn diesbezüglich ein verändertes Anfor
derungsprofil (vgl. E. 3.1.2; E. 3.2.3) unterstellt würde, resultierte
auch aktuell
selbst bei Gewährung des höchstmöglichen Abzugs von 25
%
(BGE
126 V 75
)
-
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (
Valideneinkommen
bei
einfacher
Tätigkeit als Hilfskraft
, Kompetenzniveau 1
: 100; Invalidenein
kommen bei angepasster
einfacher Tätigkeit als Hilfskraft, Kompetenzniveau 1
: 75 [100 x 75]; Erwerbseinbusse: 25; Invaliditätsgrad: 25
%
).
5.
Zusammenfassend ist
weder eine relevante Veränderung ausgewiesen (E. 4.4), noch
wäre
ein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben (E. 4.5),
weshalb
die Beschwerde abzuweisen
ist
.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).