Decision ID: 5da62385-89ee-54a1-a414-323e632780a2
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972, verfügt über eine Eidgenössische Matura sowie einen ausländischen Universitätsabschluss und arbeitete nach ihrer Aus
bildung in verschiedenen Unternehmen in
praktikaähnlichen
Tätigkeiten (3/4). Am 25. März 2011 meldete sie sich unter Angabe einer seit 2001 bestehenden Zwangserkrankung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV)
zum Leistungsbezug an (Urk. 14/2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (IV-Stelle)
tätigte
in der Folge beruflich-erwerbliche so
wie medizinische Abklärungen
(
Urk. 14/6–8 und
Urk. 14/10–11) und verfügte nach durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 5. Dezember 2011 [Urk. 14/15]; Einwand vom 31. Juli 2012 [Urk. 14/21])
mit Verfügung vom 3. Dezember 2012 die Ausrichtung einer
Dreiviertelsrente
ab Oktober 2011
(Urk.
2 [
=
Urk. 14/25 ff
.
]
).
2.
Dagegen erhob
die Versicherte
am 21. Januar 2013 Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte, es sei ihr eine ganze Rente auszurichten. Zudem ersuchte sie um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Mit gleichentags datierter Eingabe (Urk. 7) reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme des Sanatoriums
Y._
vom 15. Januar 2013 zur Arbeitsfähigkeit ein (Urk. 8).
Mit
Beschwer
deantwort
vom 25. Februar 2013 (Urk. 13) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1. März 2013 mit
geteilt wurde (Urk. 18).
Am 27. Oktober 2014 fand eine Instruktionsverhandlung statt, anlässlich welcher
den Parteien
aufgrund einer ersten Würdigung der Akten mitgeteilt wurde
, der Sachverhalt scheine ungenügend abgeklärt und die Sache könnte zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückge
wiesen werden
.
Der Beschwerdeführerin wurde deshalb
eine
bis am 26. No
vember 2014
laufende Frist
angesetzt, um
die Beschwerde
allenfalls
zurück
zuziehen
(Protokoll S. 4).
Mit Eingabe vom 25. November 2014
erklärte die Beschwerdeführerin, sie ziehe die
Beschwerde nicht zurück
, und beantragte für den Fall, dass das Gericht weiterhin die Ansicht vertrete, der Sachverhalt sei illiquid, die Einholung eines Gerichtsgutachtens
(Urk. 22).
Mit Verfügung vom 18.
Februar
2015 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege gewährt
und in Aussicht genommen, ein psychiatrisches Gutachten bei
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, einzuholen (Urk. 24; vgl. auch den darin enthaltenen ausführlichen Fragenkatalog für die Begutachtung). Die Beschwerdeführerin
lehnte
mit Eingabe vom 12. März 2015
Dr.
Z._
ab und beantragte
die Ergänzung des Fragenkatalogs (Urk. 26). Die
Beschwer
degegnerin
machte mit ihrer Stellungn
ahme vom 16. März 2015
keine
Ab
lehnungs
- oder
Ausstandsgründe
gegen Dr.
Z._
geltend und erklärte sich mit dem Fragenkatalog einverstanden (Urk. 27). Mit Verfügung vom 16. April 2015
wurde die Begutachtung der Beschwerdeführerin bei
Dr.
Z._
ohne Ergänzung des Fragenkatalogs angeordnet (Urk. 28; vgl. auch die defi
nitive Auftragserteilung an Dr.
Z._
nach Ablauf der ungenutzten Beschwerdefrist vom 28. Mai 2015 [Urk. 31]).
Dr.
Z._
erstattete ihr
psychiatrische
s
Gutachten am 3. August 2015 (Urk. 33) und
legte
zusätzlich den Austrittsbericht des Sanatoriums
Y._
vom 11. April 2011 über einen stationär
en
Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 28. Oktober 2010 bis am 1. April 2011 (Urk. 3
4) bei
.
Mit Eingabe vom 27. August 2015 teilte die Beschwerdeführerin mit, sie verzichte auf eine Stel
lungnahme zum Gutachten (Urk. 38).
Die Beschwerdegegnerin unterbreitete das Gutachten dem Regionalen Ärztlichen Dienst der Invalidenversicherung (RAD); dieser hielt fest, dass an der Diagnose einer schweren Zwangsstörung nicht gezweifelt werden könne. Er kritisierte allerdings, dass das positive
Leistungs
bild
zu kurz komme; zur Klärung der entsprechenden Fragen sei Rücksprache mit der Gutachterin zu nehmen (Urk. 39 und 40).
3.
Auf die V
orbringen der Parteien sowie
die Akten ist, soweit für die
Ent
scheid
fin
dung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Ein
schränkungen
der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Auf
bietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbs
tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung verein
bar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbs
unfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin
weisen). An diesem Grundsatz ändert auch das kürzlich publizierte Urteil des Bundesgerichtes vom 3. Juni 2015 (9C_492/2014, insbesondere E. 3.7) nichts.
1.3
Gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im Aufga
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern
können (
lit
. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (
lit
. b), und nach Ablauf dieses Jahres zum mindes
tens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind, Anspruch auf eine Rente.
Bei einem
Inva
liditätsgrad
von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Pra
xis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der me
dizinischen Fachleute ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fach
kenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stel
len, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfas
sen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die
Gerichtsexper
tise
widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingehol
tes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schluss
folgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner ge
rechtfer
tigt sein, wenn gegensätzliche Mei
nungsäusserungen anderer Fachleute dem Gericht als trif
tig genug erschei
nen, die Schlüssigkeit des
Gerichtsgutach
tens
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine weitere Fachperson im Rahmen einer
Ober
expertise
für angezeigt hält, sei es, dass es ohne eine sol
che vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schluss
folgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/
aa
).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin
, die Beschwerde
füh
rerin sei nach Ablauf der Wartezeit in ihrer Erwerbsfähigkeit zu
60 % einge
schränkt.
Den Invaliditätsgrad bestimmte sie anhand eines
Prozent
vergleichs
, da sowohl bei der Bemessung des Validen- als auch des
Invaliden
einkommens
die
Tabellenlöhne ge
mäss den vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausge
gebenen
Lohnstruk
turer
hebungen
(LSE) heranzuziehen seien. Abzu
stellen sei auf den Lohn für wissenschaftliche und technische Dienst
leistungen,
Anforde
rungs
niveau
1 + 2 (Zentralwert).
Das
Valideneinkommen
im Jahr 2012 betrage somit Fr. 92‘171.3
5.
Da die Beschwerdeführerin zu 40 % arbeitsfähig sei, be
trage das Invalideneinkommen 40 % des
Valideneinkommens
und der
Inva
lidi
täts
grad
somit 60 %. Folglich sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwer
de
führerin
ab 1. Oktober 2011 eine
Dreiviertelsrente
zu
(
Urk.
2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend,
sie habe
insgesamt fünf Jahre studiert. Da bereits nach Abschluss der Ausbildung erste Zwangsschübe aufgetreten seien, habe sie ihre gute Qualifikation nicht ins Erwerbsleben ein
bringen können. Bei guter Gesundheit wäre sie heute in der internationalen Unternehmensberatung oder im Bereich von Finanzgeschäften tätig und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Das jährliche Bruttoeinkommen würde Fr. 169‘600.-- betragen. Ferner gab sie mit Verweis auf den Bericht des Sanato
riums
Y._
, Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Januar 2013 (Urk. 8) an, dass für das Invalideneinkommen auf eine
behin
de
rungs
angepasste
Tätigkeit abzustellen sei. So habe sie im Jahr 2012 einige Monate in
einem 50 %-Pensum gearbeitet und einfache Sekretariats- und
Com
puterarbeiten
erledigt. Der Bruttolohn habe Fr. 5‘000.-- betragen, was ein jährli
ches Invalideneinkommen von Fr. 24‘000.-- ergebe. Unter Berücksichtigung des genannten
Valideneinkommens
resultiere so ein Anspruch auf eine ganze Rente.
3.
3.1
Dr.
Z._
stellte in ihrem Gutachten v
om 3. August 2015 (Urk. 33
) die Diagnose einer schweren Zwangsstörung, Zwangshandlungen und
Zwangsg
e
danken
gemischt (ICD-10 F42.2), und
erhob den folgenden psychopathologi
schen Befund
(Urk. 33 S. 14 f.)
:
Die Beschwerdeführe
rin sei 43-jährig und wirke
deutlich jünger und mädchen
haft. Sie erscheine jeweils pünktlich zu den Untersuchungsterminen, sei mittel
gross und schlank, habe einen dunklen Pferdeschwanz und sei unauffällig sportlich gekleidet. Noch im Wartezimmer beginne sie heftig zu weinen und schildere wortreich ihre Ambivalenzen und Befürchtungen betreffend eine
n
Toilettenbesuch in der Praxis der Referentin. Im Rahmen der gesamten Explora
tion wirke sie deutlich angespannt und nervös. Sie breche immer wieder heftig in Weinen aus. Gegen Ende des ersten Untersuchungstermins gebe sie an, sehr erschöpft zu sein und eigentlich nicht wiederkommen zu wollen, da ein solcher Termin sie erheblich anstrenge. Nach telefonischer Absprache sei sie aber zu einem zweiten Termin bereit. Sie gebe jeweils an, nachts zuvor wegen der grossen Nervosität fast nicht geschlafen zu haben. Der Atem sei immer wieder sehr stossweise, vereinzelt habe sie
Muskelzuckungen im Gesicht und an den Extremitäten. Im Gesicht sei andeutungsweise auch immer wieder ein leichtes Grimassieren als Zeichen grosser Anspannung erkennbar. Im Rahmen der Untersuchungssituation entschuldige sich die Beschwerdeführerin permanent für ihr Verhalten und bitte um Nachsicht, dass ihre Gedanken manchmal durch
einander gerieten. Die Beschwerdeführerin sei bewusstseinsklar und allseits gut orientiert. Der formale Gedankengang sei stark beschleunigt, aber in der Regel gut zu begrenzen. Wortreich und detailverhaftet, teilweise auch sehr schamhaft, schildere sie die facettenreichen Zwangshandlungen und Gedanken. Inhaltlich finde sich einerseits immer wieder eine deutliche Einengung auf die
Zwangsge
danken
und die ritualisierten Zwangshandlungen, andererseits verliere sie sich aber immer wieder im Detail, was bis zum Verlust des eigentlichen roten Fadens führe. Die Beschwerdeführerin sei von Ambivalenz und Antitendenz geprägt, was immer wieder zu heftigen Ängsten führe, weil sie sich gedanklich offen
sichtlich häufig in einer Zwickmühle erlebe, da jede falsche Entscheidung mög
licherweise fatale Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Die Beschwerde
führerin stocke immer wieder, wenn sie von Befürchtungen übermannt werde, gewisse Aussagen könnten (im Sinne der Gedankeneingebung oder des
Gedan
ken
entzugs
) negative Auswirkungen haben.
Dies führe offensichtlich immer wieder zu Blockaden, wie sie auch in der Untersuchung beobachtet werden könnten. Die Angst, irgendetwas falsch zu machen, schwinge bei der Beschwer
deführerin immer mit. Sie habe einen hohen Stresslevel, einerseits durch die umfassenden Zwangsrituale, andererseits durch die genannten Ängste. Sie ver
meide jeglichen Sozialkontakt und zwar sowohl direkt als auch indirekt (Tele
fon, SMS, Mail), da dies zu einer Erhöhung des Stresslevels und parallel zu einer Zunahme von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen führe. Der gesamte Tagesablauf sei vorgegeben durch Rituale. Auch der Schlaf sei durch Einschlaf
störungen aufgrund von Handlungsritualen und Zwangsgedanken gestört. Es trete immer wieder das Gefühl von Gedankenentzug und Gedankeneingabe auf. Da die Beschwerdeführerin im Rahmen der Realitätskontrolle überwiegend wisse, dass dies nicht der Realität entspreche, handle es sich hier nicht um ein psychotisches
Erleben im engeren Sinne. Das Erleben sei aber im Grenzbereich
dazu
anzusiedeln. Äquivalent verhalte es sich auch bei dem Gefühl, dass Gedanken kontaminiert sein könnten durch Übertragung von Staub
,
oder dass auch durch blosse Gedanken ihre Wohnung mit anderen Menschen kontami
niert sein könnte. Auch hier gebe es durchaus überwiegend einen
Realitätsbe
zug
, sodass auch hier kein psychotisches Erleben im engeren Sinne bestehe. Es liege permanent ein Erschöpfungsgefühl vor. Entsprechend falle auch die Konzentration am Ende der ersten zweistündigen Exploration ab. Die Beschwerde
führerin sei durch Zwangsgedanken in der Benutzung öffentlicher Verkehrs
mittel eingeschränkt. Es lägen viele depressive Gedankeninhalte mit Schamge
fühlen und vermindertem Selbstwertgefühl vor. Die Beschwerde
führerin habe teilweise negative Zukunftsperspektiven und eine hohe
Affekt
labilität
mit häu
figen Weinausbrüchen im Rahmen der Exploration.
Dr.
Z._
hielt in ihrer zusammenfassenden Beurteilung
fest
(Urk. 33 S. 16
f.
)
,
die 43-jährige
Beschwerdeführerin
habe
ihren Angaben zufolge ihr Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften und Politische Beziehungen 1997 mit Bachel
or und Master abgeschlossen
. Retrospektiv scheine si
e
aber vermutlich krankheitsbedingt nie wirklich in diesem Bereich Fuss gefasst zu haben
,
und sie habe auch nie durchgängig über längere Zeit in ihrem ange
stammten Beruf gearbeitet. In der psychiatrischen Anamnese würden sich schon früh gewisse Auffälligkeiten mit Bindungsängsten zeigen, die schon im Kinder
garten zu therapeutischen Interventionen geführt hätten, einer Anorexie im Alter von circa vierzehn Jahren mit einer Behandlung am Kinderspital, einer grossen Ängstlichkeit bereits als Kind, später Prüfungsängsten, verbunden mit
Schlafstörungen und Angstkorrelaten, die Anlass zu ärztlichen Zeugnissen (ärztliches Attest der Hausärztin Frau Dr.
A._
vom 20. September 2002)
und zu einer ambulanten Behandlung in der Klinik für Schlafmedizin in
B._
(Arztb
ericht vom 12. September 2002) gegeben hätten.
Spätestens ab Ende 2002 werde erstmals im Rahmen eines ersten Aufenthaltes in einer psy
chiatrisch/psychotherapeutischen Klinik (Austrittsbericht der Klinik am
C._
vom 24. Februar 2003) die Diagnose einer Zwangsstörung mit Zwangs
handlungen und Zwangsgedanken gestellt. Retrospektiv scheine es so, dass sich diese Symptomatik erstmalig im Rahmen der Schlafstörungen und beginnenden Zwangsgedanken Ende der 90er Jahre manifestiert habe und seitdem eigentlich permanent in klinisch-relevanter Weise vorhanden sei. Ausser in den Jahren 2004 bis 2010 sei die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Zwangserkrankung permanent in psychiatrischer stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behand
lung gewesen. Der Unterbruch von 2004 bis 2010 sei nicht erfolgt, weil es der Beschwerdeführerin damals besser gegangen sei, sondern vielmehr im Sinne eine
s
krankheitsimmanenten Vermeidungsverhaltens aufgrund einer aus
geprägten Krankheitssymptomatik. Ein erneuter stationärer Aufenthalt im Sanatorium
Y._
im Oktober 2010 sei aufgrund einer erneuten psychischen Dekompensation mit depressiver Symptomatik im Rahmen der Zwangsgedanken und Zw
angshandlungen erfolgt. Wie
immer wieder in den bisherigen Berichten beschrieben, führe die ausgeprägte Symptomatik der Beschwerdeführerin mit massiven, teils
psychosenahen
Zwangsgedanken und daraus resultierenden Zwangshandlungen zu diversen, teils gravierenden Einschränkungen in unter
schiedlichen Lebensbereichen.
Hierzu machte
Dr.
Z._
folgende Angaben (Urk. 33 S. 17):
Die häufig einschiessenden und über einen grossen Teil des Tages vorhandenen
Zwangsge
danken
der Beschwerdeführerin führten dazu, dass sie häufig nicht in der Lage sei, sich inhaltlich gedanklich mit anderen Themen zu beschäftigen. Die häufig sehr ritualisierten Zwangshandlungen nähmen teilweise mehrere Stunden am Tag ein und verhinderten teilweise komplett, dass die Beschwerdeführerin anderen Tätigkeiten nachgehen könne.
Dabei führe jegliche Art von Stress, wel
cher bei der Beschwerde
führerin sowohl durch Zeitdruck
als auch durch die Notwendigkeit zu zwischenmenschlichen Kontakten entstehe, zu einer Zunahme der Symptomatik.
Aufgrund der ritualisierten Zwangshandlungen falle es der Beschwerdeführerin häufig schwer, Termine einzuhalten, wodurch sie auch bei der Anpassung an Regeln und
bei
Routine eingeschränkt sei. Sie habe Mühe bei der Planung und Strukturierung von Aufgaben. Selbst dringende Notwendig
keiten im Alltag könne sie häufig nur mit Mühe erledigen. Sie habe Mühe, Pri
oritäten zu setzen, da häufig eine Überlagerung durch notwendige Zwangs
handlungen vorhanden sei. In ihrer Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei sie erheblich eingeschränkt, da ein damit verbundener erhöhter Stresslevel zu einer Zunahme von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen führe und die Beschwerdeführerin zusätzlich limitiere. Dadurch sei sie kaum in der Lage, ihre fachlichen Kompetenzen anzuwenden.
Weiter führte
Dr.
Z._
aus (Urk. 33 S. 17), d
ie Beschwerdeführerin sei in ihrer Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt, da ein Grossteil ihres Denkens und Handelns von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bestimmt werde. Aufgrund der ausgeprägten Ambivalenz sei es ihr sehr häufig kaum möglich, selbständig Entscheidungen zu treffen, und sie brauche hierfür immer wieder den telefonischen Rat der Mutter oder der Schwester. Durchhaltefähigkeit bestehe überwiegend im Bereich der Zwangshandlungen, die
krank
heits
immanent
von ihr prioritär zu anderen Handlungen
vorgenommen würden. Die Beschwerdeführerin habe sich sozial sehr zurückgezogen, da sie sozialen Inter
aktionen kaum gewachsen sei. Diese führten sofort zu einer Zunahme von
Zwangs
gedanken
, verbunden mit grossen Ängsten. Sie lebe auch im privaten Bereich komplett zurückgezogen, Sozialkontakte fänden praktisch nur über das Telefon beziehungsweise via SMS oder E-Mail statt. Damit sei die Kontaktfähig
keit zu Dritten massiv eingeschränkt und ein Aufbau neuer Beziehungen prak
tisch nicht möglich. Die Beschwerdeführerin sei somit in ihrer Gruppenfähigkeit erheblich eingeschränkt. Selbst der Kontakt zur Familie finde praktisch nur telefonisch statt. Spontane Aktivitäten seien bei der Beschwerdeführerin
kaum
möglich. Alle Handlungen unterlägen klaren Regeln und würden von rituali
sierten und zeitaufwändigen Zwangshandlungen begleitet. Auch die häuslichen Aufgaben könne sie häufig nur mit Mühe und Not erledigen. Freizeitaktivitäten gebe es praktisch keine. Die Eigeninitiative beschränke sich
lediglich
auf
Uni
versitätsbesuche
, wo
bei
sie versuche, keine persönlichen Kontakte zuzulassen. Die Verkehrsfähigkeit sei deutlich eingeschränkt, da auch einzelne öffentliche Verkehrsmittel in ihrem System von Zwangsgedanken und Zwangshandlu
ngen gemieden werden müssten.
Dr.
Z._
hielt dafür, es ergebe sich sehr klar die Diagnose einer schwe
ren Zwangsstörung mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen gemischt im Sinne von ICD-10 F42.2 (Urk. 33 S. 17). Differentialdiagnostisch zu diskutieren und im Vorfeld auch diagnostiziert (Klinik für Schlafmedizin
B._
, 2002)
sei eine Angst- oder Panikstörung. Bei einer eingehenden Exploration zeige sich aber, dass die Ängste der Beschwerdeführerin immer in Verbindung mit den Zwangsgedanken und den Zwangshandlungen aufträten und es sich demnach nicht um ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um ein Symptom der Zwangserkrankung handle. Gewisse depressive Symptome würden von der
Beschwerdeführerin geschildert und zeigten sich auch im Rahmen der
Untersu
chungssituation
. Sie seien allerdings sehr fluktuierend und spielten bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, im Gegensatz zur Zwangssymptomatik, eine zu vernachlässigende Rolle. Deshalb sei auf eine zusätzliche Diagnosestellung ver
zichtet worden. Wie bereits ausgeführt, seien einzelne Symptome durchaus als
psychosenah
zu bezeichnen. Die Beschwerdeführerin könne sich aber vom Inhalt als solchem immer wieder distanzieren und die Gedanken quasi als Zwangsgedanken und nicht als Realität identifizieren. Entsprechend handle es sich hier nicht um ein psychotisches Geschehen und demnach auch um keine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis (Urk. 33 S. 18).
Weiter hielt
Dr.
Z._
fest (Urk. 33 S. 18), retrospektiv bestehe das Krankheitsbild aus ihrer Sicht seit vielen Jahren und
insbesondere
seit
mindes
tens
2011 in mehr oder weniger unveränderter Form. Allenfalls sei es in diesem Zeitraum zu einer leichten Verbesserung der depressiven Symptomatik gekom
men, insofern als sich die Beschwerdeführerin aktuell im Rahmen ihrer Mög
lichkeiten ihr Leben einigermassen eingerichtet habe und deshalb der quälende und immer wiederkehrende Lebensüberdruss eher im Hintergrund sei. Gleich
zeitig habe aber die komplexe Zwangssymptomatik als solche, mit allen daraus resultierenden und im Bericht immer wieder beschriebenen Einschränkungen, eher zugenommen.
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Z._
aus
(Urk. 33 S. 18 f.)
,
aufgrund der Symptomatik und den daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen sei die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit erheblich und teilweise sogar in den Verrichtungen des täglichen Lebens und der Selbstversor
gung eingeschränkt. Es gelinge ihr mit Mühe und Not, sich selbst zu versorgen und die dringendsten administrativen Aufgaben zu bewältigen. Aus ihrer Sicht sei keine Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt gegeben, da jeglicher von der Beschwerdeführerin erlebte Zeit- oder Erwartungsdruck und auch jegli
che Notwendigkeit sozialer Interaktion zu einer Zunahme der Symptomatik und damit zu noch mehr Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Sinne eines Cir
culus
Vitiosus
führe. Die Einschränkungen seien mindestens seit Eintritt ins Privatsanatorium
Y._
im Oktober 2010 gegeben. Entgegen der 2011 noch geäusserten guten Prognose der Erkrankung habe sich in den letzten vier Jahren, trotz ambulanter Behandlung, keine wesentliche Verbesserung, sondern eher eine Verschlechterung des Zustandsbildes ergeben. Mittel- und auch lang
fristig sei daher nicht mit einer richtungsweisenden Verbesserung der Sympto
matik zu rechnen.
3.2
Das
psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
Z._
vermag die an eine beweis
kräf
tige ärzt
li
che Expertise gestellten Anforderungen vollum
fänglich zu erfüllen
.
Die Gutachterin tätigte
sorgfältige, umfassende Abklärungen
(vgl. Urk. 33
S. 4 ff. und Urk. 33 S. 13 ff.), berücksichtig
te
die ge
klagten Beschwer
den
(Urk. 33 S. 11 ff.
)
und begründete
ihre Einschätzung in nachvoll
zieh
barer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Urk. 33 S. 4 ff.
, Urk. 33 S. 16 ff.
).
Dabei zog sie einen in den
Vorakten
fehlenden Austrittsbericht bei und holte
fremd
anamnestische
Auskünfte ein (Urk. 33 S. 7 f., 15 f.).
Schliesslich
legte
sie
die medizinischen Zusam
menhänge und die medizinische Situation ein
leuchtend dar und begrün
dete
ihre Schlussfolgerungen nachvollzie
hbar. Dem
Gerichts
gutachten
kommt
volle Beweiskraft zu.
3.3
Die
Beurteilung
von
Dr.
Z._
, wonach bei der Beschwerdeführerin eine
schwere
Zwangsstörung mit
Zwangshandlungen und Zwangsg
edanken gemischt (ICD-10 F42.2)
vorliege
, wurde
von med. prakt.
D._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie des
Regionalen Ärztlichen Dienst
es
(RAD) nicht in Frage gestellt (vgl.
die Stellungnahme
vom
7. September 2015 [Urk. 40 S. 2]
).
Er kritisierte jedoch, die Gutachterin beschränke sich im Wesentlichen auf die Darstellung
des negativen Leistungsbildes
und lasse das positive Leistungsbild offen; auf dieser Grundlage könne die Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig beurteilt werden (Urk. 40 S. 2). Entgegen der Ansicht des RAD hat die Gutachterin ein plastisches Bild des Alltags der Beschwerdeführerin gezeichnet und anschaulich beschrieben, dass sie nicht nur in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit, sondern auch in den Verrichtungen des täglichen Lebens und der Selbstversorgung ein
geschränkt ist. Dabei hat sie die spärlich vorhandenen Ressourcen
bei ihrer Beurteilung
nicht ausser Acht gelassen;
sie hat korrekt beschrieben, dass die Explorandin einzelne Vorlesungen an der Universität besucht, soziale Kontakte in diesem Zusammenhang aber zu vermeiden versucht (Urk. 33 S. 12 und 17). Fehl geht sodann der Hinweis des RAD, es bleibe offen, wie die Beschwerde
führerin den Umzug im Februar dieses Jahres habe bewältigen können. Im Gut
achten wurde diesbezüglich festgehalten, dass die Angehörigen der Explorandin den Umzug organisiert haben (U
rk. 33 S. 11 f.). Eindrücklich ist auch die Schil
derung der Mutter der Beschwerdeführerin (Urk. 33 S. 15 f.). Vor diesem Hinter
grund kann die Einschätzung der Gutachterin, wonach keine Arbeitsfähigkeit bestehe, aber ohne weiteres nachvollzogen werden.
3.
4
Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht
massgebenden
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwer
deführerin seit Oktober 2010
in sämtlichen Tätigkeiten
zu 100 % arbeitsunfähig ist. In diesem Fall erübrigt sich ein Einkommensvergleich. Nach Ablauf der ein
jährigen Wartezeit, das heisst per
1.
Oktober 2011, hat die Beschwerdeführerin somit Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung.
Die Beschwerde ist
daher
gutzuheissen, und der Beschwerdeführerin ist eine ganze Rente der Invalidenversicherung ab dem 1. Oktober 2011 zuzusprechen.
4
.
4
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (vgl. Art. 9 Abs. 1
bis
IVG). Ausgangsgemäss ist die Spruchgebühr
in der Höhe von Fr.
1'0
00.-- der unterliegenden
Beschwerde
gegnerin
aufzuerlegen.
4.2
4.2.1
Mit BGE 139 V 496 E. 4.4
hat das Bundesgericht für den Bereich der Invaliden
versicherung Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage zu berück
sichtigen sind, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können. Es erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwal
tung diesen durch objektiv begründete Argumente entkräftet h
abe (BGE 135 V 465 E. 4.4
; siehe
auch BGE 139 V 225 E. 4
und Urteil
des Bundesgerichts
8C_71/2013 vom 27
.
Juni 2013 E.
2) oder wenn die Verwaltung zur Klärung der medizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder auf eine Expertise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilu
ngsgrundlage nicht erfülle (BGE
125
V 351 E. 3a
). Wenn die Verwal
tung dagegen den Untersuchungsgrundsatz respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse einer
rechtsgenügli
chen
Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanzli
chen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer erfolge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer Arztbericht
e oder eines Privatgutachtens).
4.2
.2
Im vorliegenden Fall kam die Gutachterin zum zutreffenden Schluss, die Ein
schätzungen der vorbehandelnden Ärzte zur Arbeitsfähigkeit
der Beschwerde
führerin
seien wenig fundiert (Urk. 33 S. 20). Dies wurde auch vom RAD in der Stellungnahme vom 7. September 2015 bestätigt (Urk. 40 S. 2).
Dennoch stellte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 3. Dezember 2012 auf diese Einschätzungen ab und klärte die Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin
damit
ungenügend ab.
Demzufolge
sind die praxisgemässen Kriterien für die Überbindung der Gutachtenskosten an die Beschwerdegegnerin erfüllt. Folglich hat die
Beschwerdegegnerin die Kosten für das Gerichtsgutachten im Gesamtbetrag von Fr. 4‘650.-- (Urk. 35) zu tragen
.
4.3
Ausgangsgemäss hat die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Pro
zess
en
tschädigung
, wobei diese der
mit Verfügung vom
18. Februar 2015 (Urk. 2
4) für das vorliegende Verfahren bestellten unentgeltlichen
Rechtsvertre
ter
in
, Rechtsanwältin Bernadette Zürcher
, zuzusprechen ist.
Nach § 34 Abs. 3
GSVGer
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert, und ist auf Fr. 4‘500.-- festzusetzen.