Decision ID: f8c243df-c216-42fd-a144-cb68b404ef16
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
71
, war seit
April 1987
als
Landmaschinen
mechaniker-Lehrling
bei der
Y._
AG
,
in Z._
,
tätig
und bei der Suva
obligatorisch
unfallversichert (vgl.
Urk.
8/27
).
Am 2
8.
Mai 1990
verrenkte
er
sich
beim Fussballspielen den rechten Fuss
(vgl.
Unfallmeldung,
Urk.
8/27)
.
Bei der Diagnose einer
Flake
fracture
der latera
len
Talusrolle
vorne rechts
sowie eine
r
Ruptur der Ligamenta
fibulotalare
anterius
und
fibulocalcaneare
wurde er g
leichentags
operiert
(vgl.
Operations
b
ericht vom 2
5.
Juni 1990,
Urk.
8/
23
)
.
A
m
5.
Oktober 1990 wurden die Schrauben entfernt (vgl. Austrittsbericht vom 29.
Oktober 1990,
Urk.
8/
19
). Mit ärztlichem Zwischen
bericht vom
5.
März 1991 erklärte der behandelnde Arzt den Abschluss der Behandlung (Urk. 8/
15
).
1.2
Mit Schadenmeldung vom 1
8.
Juli 2013 informierte die neue Arbeitgeberin, die
A._
AG, die Suva über
eine Knochenabsplitterung am rechten Sprunggelenk infolge eines Fehltrittes
vom 1
9.
Juni 2013
(
Urk.
8/262
).
Da sich am rechten oberen Sprunggelenk
(OSG)
ein chronisches Schmerzsyndrom ent
wickelt hatte, w
ar
am 1
9.
Juni 2013 eine Arthroskopie mit
arthroskopischer
Gelenktoilette, Anfrischen der
Osteochondrosis
dissecans
sowie Glättung der
Exostose
an der ventralen
Tibiakante
vorgenommen
worden
(Operationsbericht vom 1
9.
Juni 2013
,
Urk.
8/
3
).
Im Nachgang dazu
w
ar
am rechten
OSG
ein Infekt festgestellt
worden
, welcher
in der Folge
mehrere Revisionseingriffe erforderlich machte (vgl. Berichte vom 1
7.
Juli 2013,
Urk.
8/
1
, vom 2
8.
Januar 2014, Urk.
8/
44
, und vom 1
1.
April 2014,
Urk.
8/
70
).
Bei
gegebener
Arthrose
erfolgte a
m 23.
April 2015 die
Arthrodese
des rechten OSG (
Urk.
8/97 S. 7,
Urk.
8/
119,
Urk.
8/
135)
.
Vom 2
1.
Juli bis 3
1.
August 2015 hielt sich der Versicherte zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik
B._
auf (Austrittsbericht vom 3
1.
August 2015,
Urk.
8/
152
).
Mit Verfügu
ng vom 23.
September 2015 (Urk.
8/
158
) sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung
von 15 % basierend auf einem Jahresverdienst von
Fr. 81’600.-- im Betrag von Fr.
12’240.--
zu.
Am 2.
und 1
4.
Oktober sowie am 1
7.
November 2015 erfolgten weitere Eingriffe am rechten
OSG
zur Narbenrevision
(vgl. Urk.
8/
1
70
,
Urk.
8/175
,
Urk.
8/
183
).
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, nahm am 1. Februar 2016 die Abschlussunter
suchung vor (
Urk.
8/187).
Im Rahmen
einer psychiatrischen Untersuchung
vom
5.
Februar 2016
d
iagnosti
zierte
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FHM, Suva Versicherungsmedizin
,
einen atypischen, teilweise agitierten
depressive
n
Zustan
d mit derzeit mittelgradiger bis starker Ausprägung
(vgl.
Bericht vom 2
2.
Februar 2016,
Urk.
8/
199
). In der Folge wurde der Versicherte
an
der Psychiatrischen Universitätsklinik
E._
ambulant betreut (vgl. Bericht vom 1
9.
August 2016,
Urk.
8/
223
).
Nach erneuter Vorlage an Suva-Kreisarzt
Dr.
C._
(
Urk.
8/256)
sowie
Dr.
D._
, Suva Ver
sicherungs
medizin (
Urk.
8/258)
,
nahm die Suva den Fallabschluss vor und sprach dem Versicherten
mit Verfügung vom
6.
April 2018 (
Urk.
8/289)
ab
1.
Mai 2018 eine Invalidenrente
zu
. Auf diesen Ent
scheid kam sie im Juli 2019 zurück und richtete rückwirkend ab
1.
Mai 2018 wiederum Taggelder aus (
Urk.
8/360)
.
Vom 1
3.
November bis 1
4.
Dezember 2018
war
der Versicherte zur psychiatrischen Behandlung in der
Psychiatrischen Universitätsklinik E._
hospitalisiert
gewesen
(vgl. Austrittsbericht vom 20.
Dezember 2018,
Urk.
8/
326
).
Vom 7.
No
vember bis 2
1.
Dezember 2019 erfolgte eine stationäre Rehabilitation im
Reha
zentrum
F._
(vgl.
Austritts
bericht vom
6.
Januar 2020,
Urk.
8/
392
).
Am 1
9.
Mai 2020 (Urk.
8/
422
) nahm Kreisarzt
Dr.
C._
eine
weitere
ärztliche Beurteilung vor. Er
hielt fest, dass von weiteren Behandlungsmassnahmen keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden könne
(S. 4 unten)
.
Zum selben Schluss kam auch
Dr.
D._
, Suva Versicherungsmedizin,
nach einer a
m
7.
Juli 2020 erfolgte
n
Untersuchung (
vgl. Bericht vom 1
5.
August 2020,
Urk.
8/
428 S. 51
).
Dr.
D._
attestierte dem Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
(S. 52 oben)
.
1.
3
Mit Verfügung vom
1
7.
November 2020
(
Urk.
8/
446
) sprach die Suva dem Versi
cherten ab dem
1.
November 2020
eine Invalidenrente aufgrund
eines Invalidi
tätsgrades
von
100
% bei einem versi
cherten Jahresverdienst von Fr. 43
'
659
.-- und eine
(zusätzliche)
Integritätsentschädigung
von 70 % basierend auf einem Jahresverdienst von Fr. 81’600.--
im Betrag von
Fr.
57’120
.-- zu (Urk. 8/446
)
.
Die dagegen vom Versicherten am
3
0.
November 2020 erhobene Einsprache (Urk.
8/
453
) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
2
5.
Januar 2021 ab (Urk.
8/
460
=
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
2
5.
Februar 2021
Beschwerde gegen
den
Einsprache
entscheid
der Suva
vom
2
5.
Januar 2021
(
Urk.
2) und beantragte, diese
r
sei auf
zuheben und
der Berechnung der Invalidenrente sei ein Jahresverdienst von
Fr.
83'869.-- zu Grunde zu legen und die Rentenleistung somit auf
Fr.
5'591.30 festzulegen
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1 und 2). Die Suva beantragte mit Beschwerde
antwort vom
1
6.
April 2021
(
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 2
1.
April 2021 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10).
Mit
Eingaben vom
7.
Mai 2021 (
Urk.
11) und 2
4.
November 2021 (Urk. 14) reichte der Beschwerdeführer weitere
Unterlagen
ein (
Urk.
12/8
10
sowie
Urk.
15/8-13
).
Diese wurden der Beschwerdegegnerin am 1
1.
Mai 2021
(
Urk.
1
3
)
respektive am 2
6.
November 2021 (
Urk.
16) zur Kenntnisnahme zugestellt
.
Mit Verfügung vom 2
5.
Februar 2022 (
Urk.
17) wurden die Akten der Invaliden
versicherung sowie die vollständigen Akten der
Beschwerdegegnerin
zum Unfall vom 2
8.
Mai 1990 angefordert
, welche am
7.
März 2022
(
Akten
der Invaliden
versicherung
,
Urk.
19/1-186) respektive am
2
3.
März 2022 (Akten der Beschwer
degegnerin,
Urk.
22-23) am hiesigen Gericht eingegangen sind.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b).
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
D
ie Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG
sehen
vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus
gebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Am
1.
Januar 2003
war
das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) vom
6.
Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit
ihm waren
zahlreiche Bestimmungen im Sozialversicherungsbereich geändert worden.
Insoweit greifen die
allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln
, wonach
die
Rechtsnormen massgeblich
sind
, die
bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 446 E. 1.2).
Die
Berechnung der ab 1. November 2020 zugesprochenen Rente und die Vor
frage, ob von einem
(Unfall
-
)E
reignis im Jahr 2013 auszugehen war, ist mithin
nach
dem
Recht zu prüfen
, welches ab
1.
Januar 2003 bis 3
1.
Dezember 2016 in Kraft gestanden hatte
.
Die
Rechtsnormen werden nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
Gemäss
Art.
6
Abs.
3 UVG hat die Unfallversicherung für Schäden einzustehen, die durch Krankenpflegemassnahmen (Heilbehandlung) im Anschluss an ver
si
cherte Unfälle herbeigeführt werden, ohne dass diese behandlungsbedingte Schadensverursachung den Unfallbegriff, den Tatbestand des haftpflicht
rechtlichen Kunstfehlers oder der strafrechtlich relevanten Körperschädigung erfüllen müsste (BGE 118 V 286 E. 3b).
1.3
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglich
erweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfaller
eignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
li
dität, Tod) ein natürlicher
(und adäquater;
BGE 129 V 177 E. 3
.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a)
Kausalzusammenhang
besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der ein
getretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.
6
Gemäss
Art.
15 UVG werden Taggelder und Renten nach dem versicherten Ver
dienst bemessen (
Abs.
1). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (
Abs.
2).
Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall, so ist der Lohn massge
bend, den der Versicherte ohne den Unfall im Jahr vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor
dem Unfall erzielte Lohn (Art.
24
Abs.
2 UVV).
Bezog der Versicherte wegen beruflicher Ausbildung am Tage des Unfalles nicht den Lohn eines Versicherten mit voller Leistungsfähigkeit derselben Berufsart, so wird der versicherte Verdienst von dem Zeitpunkt an, da er die Ausbildung abgeschlossen hätte, nach dem Lohn festgesetzt, den er im Jahr vor dem Unfall als voll Leistungsfähiger erzielt hätte (
Art.
24
Abs.
3 UVV).
2.
2.1
Festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
und auf eine Integritäts
ent
schädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 70
%
(zusätzlich zu der bereits im September 2015 zugesprochenen Integritätsentschädigung von 15
%
) hat. Dies ist unbestritten und ergibt sich aus den Akten (vgl.
Urk.
8/422 sowie
Urk.
8/428 S. 49 ff.), weshalb nicht näher darauf einzugehen ist.
Betreffend die Integritätsentschädigung wurde von einem Jahresverdienst von Fr. 81'600.-- ausgegangen. Dazu ist zu bemerken, dass die Integritätsent
schädigung einem Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes entspricht (vgl.
Art.
36
Abs.
2 in Verbindung mit Anhang 3 UVV). Anders als die Rente wird die Integritätsentschädigung somit nicht auf der Grundlage eines individuellen versicherten Verdienstes berechnet. In Bezug auf die Integritäts
ent
schädigung wurde der
Einspracheentscheid
denn auch nicht angefochten und ist in Rechtskraft erwachsen
.
Strittig und zu prüfen ist
der der Invalidenrente zugrundeliegende versicherte Jahresverdienst
.
In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, ob von einem Rückfall
zum
Unfallereignis von 1990 oder von einem neuen Ereignis im Jahr 2013 auszugehen ist.
2.2
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) aus,
dass sie gestützt auf die Angaben der
Y._
AG von einem Jahreslohn für einen frisch ausgebildeten Landmaschinenmechaniker von
Fr.
29'250.-- (13 x
Fr.
2'250.--) für die Jahre 1989 und 1990 ausgegangen sei. Entsprechend der seit dem Jahr 1990 erfolgten statistischen Nominallohnentwicklung indexiert betrage diese
r
Jahreslohn im Jahr 2019 Fr. 43'659.--. Dieser Betrag stelle der Invaliden
rente zugrundeliegende versicherte Verdienst dar. Zur Festlegung des ver
sicher
ten Verdienstes könne nicht der
hypothetische
Lohn, welchen der Beschwerde
führer ohne Unfall
und
unter Berücksichtigung seiner beruflichen Weiterent
wicklung zum Anlageführer der Offset-Rotationsanlage bei der
A._
AG aktuell erzielen würde (
Valideneinkommen
von Fr.
81'280.
-)
,
herangezogen werden
(S. 5 Mitte).
I
m Rahmen
der Beschwerdeantwort (
Urk.
7)
hielt
die Beschwerdegegnerin
fest, dass es entgegen den Ausführungen in der Beschwerde im Jahr 2013 nicht zu einem neuen Unfallereignis gekommen sei. Seit dem Unfall im Jahr 1990 sei es immer wieder zu einschiessenden, blockierenden Schmerzen im OSG rechts gekommen, weshalb schliesslich am 1
9.
Mai
(richtig: Juni)
2013 die OSG-Arthro
skopie durchgeführt worden sei, welche zu erheblichen Komplikationen und schliesslich auch zu einer dauerhaften Zustandsverschlechterung geführt habe (S.
2 unten).
2.3
Der Beschwerdeführer
führ
te in der Beschwerde (
Urk.
1)
aus
,
dass nach einem Sturz ein massiver Infekt aufgetreten sei, welcher zahlreiche Nachbehandlungen nötig gemacht habe. Während er nach dem ursprünglichen Unfall beim Fussball
spiel vom 1
8.
(richtig: 28.)
M
ai 1990 bis
zur Operation vom 2
5.
Juni 2013 zu 100 % arbeitstätig gewesen sei, habe er nach dem zweiten Unfall seit dem 2
5.
Juni 2013 die Arbeit nicht wiederaufnehmen können. Daher erscheine es naheliegender, den Sturz nach dem 1
9.
Juni 2013 als für die Folgeprobleme ursächlich anzunehmen als das ursprüngliche Unfallereignis
im Jahr
199
0.
Dies habe zur Folge, dass der versicherte Jahresverdie
nst anders zu berechnen sei (S.
4 Mitte).
Ausgehend von einem mutmasslichen Einkommen bei der
A._
AG im Jahr 2013 von
Fr.
81'280.-- ergebe sich indexiert für das Jahr 2019 ein massgeblicher Jahreslohn von
Fr.
83'869.-- (S. 5 oben).
Auch die Beschwerdegegnerin sei ursprünglich davon ausgegangen, dass er den (mass
ge
blichen) Unfall im Jahr 2013 erlitten habe (S. 4 unten).
Selbst w
enn
entgegen seiner Auffassung - immer noch vom Unfall von 1990 auszu
gehen wäre,
dürf
t
e sich die Beschwerdegegnerin nicht auf geschätzte, wenig plausible Angaben stützen
. Bei der Angabe der
Y._
AG handle es sich um eine Schätzung ohne Gewähr (S. 5
Mitte/unten
). Gestützt auf den
Landes-Gesamt
arbeits-Vertrag
im Branchenbereich der Schweizerischen Metall-Union
habe der Mindestlohn für Landmaschinenmechaniker im Jahr 1990
Fr.
2'850.-- betragen, was einen Jahresmindestverdienst von
Fr.
37'050.-- ergebe (S. 6 oben). Der indexierte Jahreslohn im Jahr 2019 würde
Fr.
55'301.40 betragen
. Sodann könne er sich gut daran erinnern, dass sein erster Lohn nach Abschluss der Lehre
Fr.
3'200.-- pro Monat betragen habe
(S. 6 Mitte
; vgl. dazu auch Eingabe vom 7.
Mai 2021, Urk. 11
).
Dazu komme, dass die neuere Lehre die bundesgerichtliche Rechtsprechung kritisiere und vor allem bei jungen Erwerbstätigen die Berück
sichtigung der individuellen Entwicklung fordere. Demzufolge betrage der mass
gebliche Lohn wiederum mindestens
Fr.
81'280.-- (S. 6 f.).
Mit Eingabe vom 2
4.
November 2021 (
Urk.
14) reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein und hielt fest,
dass
diese belegten, dass wenige Tage nach der am 1
9.
Juni 2013 vorgenommenen OSG-Arthroskopie und einem leichten Sturz ein gravierender Infekt mit Verdacht auf Nekrose oder aber persistierende Osteomyelitis festgestellt worden sei. Dabei handle es sich zweifellos um eine erhebliche Verletzung, welche als Unfall gelte, weshalb dieses Ereignis als mass
geblich zu betrachten sei.
3.
3.1
Geprüft wird
vorab
, ob von einem Rückfall bezüglich des Unfallereignisses
im Jahr
1990 oder von einem neuen
Ereignis im Jahr 2013 auszugehen ist.
Aus den Akten ergibt sich zum Gesundheitszustand des Beschwerde
führers im Jahr 2013
im Wesentlichen
F
olgendes.
3.2
3.2
.1
Im Operationsbericht der Klinik
G._
vom 1
9.
Juni 2013 (
Urk.
8/3) wurde ausge
führt,
dass
der Beschwerdeführer seit etwa 1990 immer wieder einschiessende, blockierende Schmerzen im OSG rechts
beklage
. Damals habe er sich eine OSG-Fraktur lateral zugezogen. Es sei eine Versorgung mit Platten-Osteosynthese erfolgt und es bestehe ein Status nach vollständiger Osteosynthese
-
Materialent
fernung
zirka
199
0.
Eine am 1
3.
März 2013 veranlasste MRI-Abklärung des OSG rechts habe den Nachweis einer
Bone
bruise
Situation am lateralen Talus ergeben, aber keinen Nachweis von freien Gelenkskörpern.
Bei der Diagnose eines
chroni
sche
n
Schmerzsyndrom
s am OSG rechts
sei
am 1
9.
Juni 2013 eine Arthroskopie mit
arthroskopischer
Gelenktoilette, Anfrischen der
Osteochondrosis
dissecans
sowie Glättung der
Exostose
an der ventralen
Tibiakante
erfolgt
.
3.
2.2
Im
Verlegungsbericht
des
Spital
s
J._
vom 2
5.
Juni 2013
(
Urk.
9/9)
wurde fest
gehalten, dass der Beschwerdeführer durch die Ambulanz mit stärksten Schmer
zen im rechten OSG zugewiesen worden sei. Es bestehe ein Status nach OSG-Arthroskopie am 1
9.
Juni 2013 bei chronischem Schmerzsyndrom am OSG rechts. Der Beschwerdeführer gebe an, initial schmerzfrei gewesen zu sein. Am letzten Freitag sei er auf der Heimreise ausgerutscht und habe dann sofort Schmerzen gehabt. Diese hätten im Verlauf massiv zugenommen (S. 2). Die behandelnden Ärzte nannten als Diagnose den Verdacht auf einen Infekt nach OSG-Arthroskopie am 1
9.
Juni 2013 in der Klinik
G._
. Nach Rücksprache erfolge eine Rückverlegung in die Klinik
G._
in
H._
(S. 1).
3.
2.3
Aus dem Bericht der Klinik
G._
über die Operation vom 2
5.
Juni 2013 (
Urk.
8/
5
=
Urk.
3/4) ergibt sich die Diagnose eines massiven Infektes bei Status nach OSG
Arthroskopie mit
Shaving
und Gelenktoilette rechts. Nach initial völlig
blandem
Verlauf und Entlassung zwei Tage später mit reizlosen Wund
ver
hältnissen sei weitere zwei Tage später eine massive Schwellung nach einem leichten Sturz davor aufgetreten.
3.
2.4
Im Bericht der Klinik
G._
vom 2
1.
August 2013 (
Urk.
15/9) wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer nach dem Eingriff einen postoperativen Infekt gemacht habe. Es liege ein gravierender Infekt mit
Osteitis
am Talus lateral vor. Der Talus erscheine zum Teil bereits nekrotisch. Bei Wiederaufflammen des Infekts müsse ein rigoroses offenes
Débridement
vorgenommen werden.
3.
2.5
Im Bericht der Klinik
G._
vom 2
6.
September 2013 (
Urk.
15/10) wurden folgende
Diagnosen genannt:
-
Infekt am OSG rechts
-
Status nach OSG-Arthroskopie,
arthroskopischer
Gelenktoilette sowie Anfrischen einer
Osteochondrosis
dissecans
und Glättung einer
Exostose
an der ventralen
Tibiakante
bei chronischem OSG-Schmerzsyndrom am 1
9.
Juni 2013
-
Status nach OSG-Frak
tur und Plattenosteosynthese zirka
1990
-
Status nach dreimaliger OSG-Arthroskopie, ausgedehntem
Débridement
und Spülung bei Infekt mit
Staphylococcus
aureus
Im Sinne einer Verlaufskontrolle sei am 2
2.
August 2013 ein MRI des rechten OSG veranlasst worden, bei welchem nach wie vor der Verdacht auf Nekrose oder aber
eine
persistierende Osteomyelitis geäussert worden sei.
3.
2.6
Die Ärzte der Uniklinik
I._
nannten im Bericht vom 1
4.
Oktober 2013
(Urk.
8/
6
=
Urk.
15/11) als Diagnose unter anderem einen Status nach eitrigem, postoperativem Infekt OSG rechts (
Staphylococcus
a
ureus
). Nur wenige Tage nach der Operation sei es zu einem fulminanten Infekt mit anamnestisch einem CRP von
über 500 gekommen. Am 25., 2
7.
u
nd 2
9.
Juni seien Revisions-Arthro
skopien mit Spülungen erfolgt (S. 1). Nun stehe eine Schmerzsymptomatik im Vordergrund, der Leidensdruck sei hoch (S. 2).
3.
2.7
Am 1
7.
Oktober 2013 erfolgte
n
eine erneute diagnostische OSG-Arthroskopie und offene Gelenkrevision mit Abtragen der ventralen
Tibiakante
sowie Entnahme von diversen Proben zur bakteriologischen und histologischen Untersuchung
(vgl. Operationsbericht der Klinik
G._
,
Urk.
8/
11
=
Urk.
15/12).
3.
2.8
Im Operationsbericht der Klinik
G._
vom 2
3.
Januar 2014 (
Urk.
8/45 =
Urk.
15/13) wurde ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer eine sympt
omatische, post
traumatische OSG-
Arthrose r
echts bestehe, weshalb eine OSG-
Arthroskopie mit Revision und
Knorpelanfrischung
durchgeführt worden sei.
Damals sei es zu einer massiven
Staphylococcus
a
ureus
Infektion gekommen, was einige Revisions
eingriffe notwendig gemacht habe. Die Knorpelsituation habe sich ins
gesamt verschlechtert. Nach Ausheilung der Infektion und langer Antibiotikagabe erfolg
t
e
n
nun eine offene OS
G-
Revision, eine Implantation von zwei Knochen-Knorpelzylinder
n
in den Talus sowie eine
Chondro
-Gide Auflage. Falls dieses Verfahren nicht zu einem Er
folg führe, müsse wohl eine OSG-
Arthrodese
als Ultima Ratio vorgeschlagen werden.
3.
3
Zusammenfassend ergibt sich
, dass der Beschwerdeführer
seit einer OSG-Fraktur
im Jahr 1990
immer wieder
Schmerzen im OSG rechts beklagt
hatt
e
.
Angesichts dessen erfolgte am 1
9.
Juni 2013 eine
OSG-
Arthroskopie mit
Shaving
und Gelenktoilette.
In der Folge wurde am rechten
OSG
ein Infekt festgestellt, welcher mehrere Revisionseingriffe erforderlich machte.
3.
4
Der Beschwerdeführer machte geltend, dass der Sturz nach dem 1
9.
Juni 2013 als für die Folgeprobleme ursächlich anzunehmen sei
(vgl. vorstehend E. 2.3)
.
Zu einem neuen Ereignis finden sich i
n den Akten
nur sehr wenige Angaben.
Einzig i
m
Verlegungsb
ericht des Spitals
J._
vom 2
5.
Juni 2013 wurde ausge
führt,
dass der Beschwerdeführer
auf der Heimreise ausgerutscht
sei
und dann sofort Schmerzen gehabt
habe
(vgl. vorstehend E. 3.
2.2
). Entsprechend
wurde
auch
im Bericht der Klinik
G._
über die Operation vom 2
5.
Juni 2013
ein Sturz
angegeben
(«nach einem leic
hten Sturz», vgl. vorstehend E.
3.
2.3
). In allen späte
ren
medizinischen
Berichten wurde
indessen
kein Sturz mehr
erwähnt
.
Vor diesem Hintergrund
ist
bereits
fraglich, ob tatsächlich
von einem
Sturzer
eignis
ausgegangen werden kann
. Dies kann indessen
aufgrund der nachfolgen
den Erwägungen
offenbleiben
.
3.
5
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Aufgrund der echtzeitlichen medizinischen Berichte bestehen
keine Hinweise
da
für
, dass d
ie
Wundkontamination mit dem
Bakterium
Staphylococcus
aureus
und der entstandene Infekt
auf einen Sturz respektive ein Ausrutsch-Er
eignis
zurückzuführen wäre
n
. Vielmehr wird
in den medizinischen Berichten
von einem postoperativen Infekt gesprochen
(vgl. vorstehend E. 3.
2.4
und 3.
2.6
)
.
So kam es a
nlässlich der OSG
-
Arthroskopie mit Revision und
Knorpelanfrischung
am 1
9.
Juni 2013 zu einer massiven
Staphylococcus
aureus
Infektion
(vgl. vorste
hend E.
3.
2.8
)
.
Der bakterielle Infekt wäre somit a
uch ohne
d
en
- kurz nach der OSG Arthroskopie erfolgten -
S
turz
aufgetreten.
S
odann ist weder ersichtlich noch erstellt
, dass der Sturz
zu einer
Verletzung geführt und
damit etwa
den Verlauf der Infektion
mit
beeinflusst hätte. Es fehlt somit an einem
überwiegend wahrscheinlichen
Kausalzusammenhang zwischen dem Sturz
nach dem 1
9.
Juni 2013
und dem Gesundheitsschaden.
3.6
Die bakterielle Infektion selbst erfüllt zudem den Unfallbegriff gemäss
Art.
4 ATSG nicht.
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
Die
intra- oder postoperative Infektion über eine Operationswunde, auch wenn die Wunde wie bei Arthroskopien klein
(vgl.
https://www.arthroskopie-verstehen.de/fakten-und-irrtuemer/
)
ist,
stellt
ein
typischer Weg für die Entstehung einer Infektion dar
(
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
4.
Auflage, Zürich 2012, S. 37 unter Hinweis auf BGE 118 V 59 E.
2b und E.
3)
. Dass im Rahmen des operativen Eingriffes
sodann Umstände vorgelegen hatten
, die vom medizinisch Üblichen abwichen und grosse Risiken in sich schlossen, ist nicht ersichtlich
(
Rumo-Jungo
/Holzer, a.a.O., S. 31 ff.
;
Nabold
, in: Kommentar zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung UVG, Bern 2018
,
Art.
6
Rz
26
)
. Weder
die Infektion mit dem Bakterium
Staphylococcus
aureus
noch
der operative Eingriff an sich
erfüllen somit das Merkmal der Ungewöhnlichkeit
nach Art. 4 ATSG
. Ein weiteres Unfallereignis
ist
insoweit
nicht anzunehmen
.
Als bei
der
oder infolge
der Heilbehandlung aufgetretene Schädigung (vgl.
Art.
6
Abs.
3 UVG) steht die Infektion mittelbar im Zusammenhang mit dem ursprüng
lichen Unfallereignis
vom 2
8.
Mai 1990
beziehungsweise mit den im Rahmen eines Rückfalls aufgetretenen Beschwerden und stellt kein eigenständiges auslö
sendes Ereignis dar
(vgl.
Rumo
/
Jungo
, a.a.O., S. 85 f.;
Nabold
, a.a.O.,
Art.
6
Rz
85 ff.)
.
3.7
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass nicht von einem neuen Ereignis im Jahr 2013 ausgegangen werden kann. Demnach handelt es sich
bei der ab 1.
November 2020 zugesprochenen Rente
nicht um einen neu entstandenen Rentenanspruch, sondern um eine durch den Rückfall ausgelöste Rente.
Es ist unbestritten, dass zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden
am OSG
rechts
, welche zu einer OSG-Arthroskopie am 1
9.
Juni 2013
(
mit den darauffolgenden Komplika
tionen
)
führten,
und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
OSG-Fraktur
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang be
steht (vgl. vorste
hend E. 1.3).
3.8
Der Beschwerdeführer machte geltend, dass auch die Beschwerdegegnerin
ursprünglich davon ausgegangen
sei, dass er den (massgeblichen) Unfall im Jahr 2013 erlitten habe
(vgl. vorstehend E. 2.3)
.
Dazu ist festzuhalten, dass
die Beschwerdegegnerin
in ihren Schreiben
zunächst
den 1
9.
Juni 2013
- mithin den Tag der Arthroskopie mit
Shaving
und Gelenktoilette
-
und dies in Überein
stimmung mit der Schadenmeldung vom 1
8.
Juli 2013
als U
nfalldatum
genann
t
hatt
e (
vgl. beispielsweise
U
rk.
9/3)
. Daraus v
ermag der Beschwerdeführer
indessen
nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. So
führ
te die Beschwerdegegnerin
als Unfalldatum den Tag der Operation an
und nicht
das Datum
eines
kurz darauf erfolgten Sturzes
. Zudem
lagen der Beschwerdegegnerin
anfänglich
nicht alle wesentlichen Akten vor, weshalb sie noch nicht in Kenntnis des gesamten mass
geblichen Sachverhalts war.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt damit
der der Invalidenrente zugrundeliegende versicherte Jahresverdienst
.
4.2
In der obligatorischen Versicherung gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (
Art.
15
Abs.
2 UVG).
Art.
23
Abs.
8 UVV legt unter dem Titel
«
Massgebender Lohn für das Taggeld in Sonderfällen
»
fest, dass zur Bemessung der Taggelder bei Rückfällen der unmittelbar vor dem Rückfall bezogene Lohn dem versicherten Verdienst entspricht.
Art.
24 UVV, welcher die Bemessung des versicherten Ver
dienstes zur Bemessung der Renten in Sonder
fällen regelt, kennt keine Art.
23
Abs.
8 UVV entsprechende Bestimmung. Da ein Rückfall nicht als neuer Unfall im Rechtssinne zu qualifizieren ist,
ist der Rentenberechnung rechtsprechungs
gemäss auch nach einem Rückfall der Verdienst zugrunde zu legen, den die ver
sicherte Person innerhalb eines Jahres vor dem Unfall verdient hat, und nicht derjenige, den sie vor der Meldung des Rückfalles erzielte
(Urteil des Bundes
gerichts 8C_50/2008 vom 2
8.
April 2008 E. 3.3 mit Verweis auf
BGE 118 V 293 E. 2b und
2
c
).
4.3
Wenn
die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall
beginnt
, so ist
gemäss Art.
24
Abs.
2 UVV der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall im Jahr vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor
dem Unfall erzielte Lohn
.
Abs.
2 von
Art.
24 UVV hat in erster Linie den Sonderfall vor Augen, wo sich der Rentenbeginn zufolge langdauernder Heilbe
handlung und entsprechendem Taggeldbezug beträchtlich verzögert. Rechtspre
chungsgemäss gelangt diese Bestimmung aber auch bei Rückfällen (oder Spätfol
gen) zur Anwendung, die mehr als fünf Jahre nach dem Unfall eingetreten sind, sei es, dass der Rentenanspruch überhaupt erstmals neu entsteht, sei es, dass er dies nach Befristung der Rente - mithin nach rentenloser Zeit - wieder tut (BGE
147 V 213
E.
3.4.1
mit Hinweisen)
.
Mit der Sonderregel in
Art.
24
Abs.
2 UVV soll vermieden werden, dass ein Ver
sicherter mit langdauernder Heilbehandlung und einem um mehr als fünf Jahre nach dem Unfall entstehenden Rentenanspruch auf dem vor dem Unfall erzielten Lohn haften bleibt. Andernfalls resultierten vor allem in Zeiten überdurch
schnittlich starken Lohnanstiegs stossende Ergebnisse. Angestrebt wird also die Anpassung an die normale Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich. Daraus folgt, dass im Rahmen von
Art.
24
Abs.
2 UVV nicht jeder Bezug zur Grundregel von
Art.
15
Abs.
2 UVG in Verbindung mit
Art.
22
Abs.
4 UVV (Mass
geblichkeit der Verhältnisse vor dem Unfall) entfällt. Bei der Festsetzung des versicherten Verdienstes ist vielmehr beim angestammten Arbeitsverhältnis anzuknüpfen und haben Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem Unfallereignis angetreten werden, unbeachtlich zu bleiben.
Art.
24
Abs.
2 UVV ermöglicht demnach nicht, eine vom Versicherten angestrebte berufliche Weiterentwicklung und damit eine ohne Unfall mutmasslich realisierte Lohnerhöhung mit zu berück
sichtigen. Nicht anders verhält es sich nach bisheriger Rechtsprechung, wenn zwischen dem Eintritt des versicherten Ereignisses und der Rentenfestsetzung eine berufliche Veränderung oder Karriereschritte zu höherem Einkommen führen oder ein neues Arbeitsverhältnis mit anderem Lohnniveau angetreten wird. Auch dabei handelt es sich um Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen, die bei der Bemessung des für die Rentenberechnung massgebenden Verdienstes gemäss
Art.
24
Abs.
2 UVV ausser Acht zu bleiben haben
(BGE 147 V 213 E. 3.4.4 mit Hinweisen)
.
4.4
Soweit der Beschwerdeführer Kritik an der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu
Art.
24 Abs. 2 UVV übte (vgl. vorstehend E. 2.3), ist
festzuhalten
, dass diese nach wie vor Gültigkeit hat.
D
as
Bundesgericht
wies
in diesem Zusammenhang
bereits mehrmals darauf hin, dass es
Sache des Gesetzgebers und nicht des Richters
sei
, die für die Rentenbezüger nachteiligen Folgen der Festlegung des massgebenden Jahresverdienstes bei Rückfall oder Spätfolgen aufgrund des im Jahr vor dem Unfall erzielten Einkommens zu beseitigen oder zu mildern, wenn die Revisionstatbestände längere Zeit nach dem Grundfall eintreten
(
BGE 118 V 293
E. 2
f)
.
Auch im Hinblick auf die ebenfalls kritisierte Bestimmung des
Art.
24
Abs.
3 UVV kam das Bundesgericht zum selben Schluss.
So
hielt
es
im
zur Publikation vor
gesehenen
Entscheid
8C_773/2020
vom
9.
November 2021
fest, es sei nicht
vom Bundesgericht
zu entscheiden, ob und inwiefern die
gesellschaftliche Entwick
lung Anlass zu einer Anpassung des Verordnungsrechts gäbe, auf das sich auch die in der Rechtsliteratur
geäusserte Kritik vorab beziehe
. Entscheidend
sei
hin
gegen, dass sich am gewich
tigen Befund nichts geändert habe
, wonach es nicht Sache des Gerichts sein k
önne
, hier mittels einer selbst geschaffenen Sonderregel für Abhilfe zu sorgen
.
Selbst wenn mittels der Figur der unechten Lücke unter gewissen Voraussetzungen eine gerichtliche Normkorrektur ausn
ahmsweise zugestanden werden möge
, würden die Grenzen des institutionell Zuläss
igen
im vorliegenden Fall überschritten. Denn mit Blick auf die in Frage stehende erweiterte Durch
brechung des Äquivalenzprinzips
und die damit verbundenen
Aspekte der Finanzierung bedürfe
es einer umfassenden Auslegeordnung, wie sie im Rahmen eines Gericht
sverfahrens nicht zu leisten sei. Dies gründe
nicht nur in den vielfältigen Normierungsmöglichkeiten bezüglich Abgrenzung des Rege
lungsgegenstandes und Bemessungsgrundlage des versicherten Verdienstes sowie der insgesamt anzustrebenden rechtsgle
ichen Ausgestaltung, sondern sei
gerade auch der oben geschilderten quantitativen Dimension geschuldet
(
zur Publikation vorgesehenes
Urteil des Bundesgerichts
8C_773/2020
vom
9.
November 2021
E.
7.4 mit Hinweisen
).
4.
5
Zusammenfassend ergibt sich, dass
der versicherte Verdienst
des Beschwerde
führers
nicht gestützt auf die im Jahr 2013 ausgeübte Tätigkeit bei der
A._
AG berechnet werden
kann, da
Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem Unfallereignis angetreten werden, unbeachtlich
sind (vgl. vorstehend E. 4.3)
.
Vielmehr ist d
er für die Rentenfestsetzung massgebende versicherte Verdienst zunächst retrospektiv nach den im Jahr vor dem Unfall tatsächlich gegebenen erwerblichen Verhältnissen zu ermitteln und anschliessend, um
Art.
24
Abs.
2 UVV Rechnung zu tragen, an die statistische Nominallohnentwicklung im ange
stammten Tätigkeitsbereich anzupassen.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer befand sich im Zeitpunkt des Unfalls vom 2
8.
Mai 1990 in seinem letzte
n Lehrjahr (
Urk.
1 S. 5 unten), weshalb
nicht auf die tatsächlichen Erwerbsverhältnisse abgestellt werden
kann.
Gemäss
Art.
24
Abs.
3 UVV
ist von dem Lohn auszugehen, den der Beschwerdeführer im Jahr vor dem Unfall als voll Leistungsfähiger erzielt
hätte (vgl. vorstehend E. 1.
6
).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist d
abei
auf die Lohnverhältnisse
im
Betrieb
des Lehrlings
abzustellen, unabhängig davon, ob anzunehmen ist, dass nach Lehrabschluss ein Stellenwechsel erfolgt. Der Lehrling ist damit, wie jeder andere Versicherte auch, der Zufälligkeit ausgesetzt, aufgrund des Lohnniveaus seines Betriebes je nachdem besser oder schlechter zu fahren, als wenn irgend
ein Mittelwert beigezogen würde (vgl. Urteil des
Bundesgerichts
U 333/01 vom 4.
April 2002 E. 2
b mit Verweis auf BGE 108 V 268
;
Hunold
, in:
Kommentar zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung UVG, Bern 2018
,
Art.
15
Rz
36
).
5.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
im angefochtenen Entscheid
auf die Angaben
des Lehrbetriebes des Beschwerdeführers, der
Y._
AG. Diese
nannte
für die Jahre 1989 und 1990
einen Jahreslohn von
«+
/
-»
Fr. 29'250.
-
(
Fr.
2'250.-- x 13
)
für einen frisch ausgebildeten Landmaschinen
mechaniker
(
Urk.
8/282
/2
)
, wobei sie festhielt, es handle sich dabei um «geschätzte Angaben ohne Gewähr»
(
Urk.
8/282/1)
.
Der Beschwerdeführer machte
betreffend
Lohn der Jahre 1989 und 1990 geltend, dass es sich bei der Angabe der
Y._
AG um eine Schätzung ohne Gewähr handle. Des Weiteren habe der Mindestlohn für Landmaschinen
mechaniker gestützt auf den Landes-Gesamtarbeits-Vertrag im Branchenbereich der Schweizerischen Metall-Union im Jahr 1990
Fr.
2'850.-- betragen, was einen Jahresmindestverdienst von
Fr.
37'050
.-- ergebe. Schliesslich könne er sich gut daran erinnern, dass sein erster Lohn nach Abschluss der Lehre
Fr.
3'200.-- pro Monat betragen habe (vgl. vorstehend E. 2.3).
5.3
S
eit dem 2
0.
April 1987
war der Beschwerdeführer
als Landmaschinen-Mechani
ker-L
ehrling bei der
Y._
AG angestellt (vgl. Unfallmeldung vom 3
0.
Mai 1990,
Urk.
8/27)
.
D
em Fähigkeitsz
eugnis vom 1
0.
April 1991 (Urk.
19/5)
ist zu entnehmen
, dass der Beschwerdeführer die Lehre als Landmaschinen
mechaniker beendigt und die gesetzliche Lehrabschlussprüfung mit Erfolg bestanden habe.
Aus d
em Auszug aus dem individuellen Konto (IK
Auszug; Urk. 8/274)
ergibt sich
, dass der Beschwerdeführer in den Monaten Januar bis August 1991
ein Einkommen von
insgesamt
Fr.
20'776.-- bei der
Y._
AG erzielt
hatt
e.
Anlässlich der nächsten Anstellung bei der
K._
AG in
L._
erzielte der Beschwerdeführer dann einen Jahreslohn von
Fr.
41'470.-- (vgl. IK-Auszug, Urk. 8/274), entsprechend einem Monatslohn von knapp Fr. 3'200.-- (
Fr.
41'470.
-- :
13).
5.4
Ein Einkommen von
Fr.
20'776.--
für die Zeit von
Januar bis August 1991
würde
einem Monatslohn von
Fr.
2'397.--
entsprechen
(Fr. 20'776.
-- :
8 x 12 : 13).
Eine gleichmässige Verteilung des Einkommens auf die einzelnen Monate ist indessen nicht korrekt, da
im Einkommen von
Fr.
20'776.--
ein Lehrlingslohn (für die Monate Januar bis März 1991) enthalten
ist
.
Dennoch ist
bemerkenswert
, dass der Monatslohn für das Jahr 1991 selbst ohne Berücksichtigung
ein
es Lehrlingslohnes
knapp Fr. 150.-- höher
wäre
als der seitens der
Y._
AG angegebene Monatslohn
von Fr. 2'250.--.
In Anbetracht
des Umstandes, dass
sich
der Beschwerdeführer in den ersten Monaten des Jahres 1991 noch
in der
Berufsl
ehre
befunden
hatte,
kann
die Auskunft der
Y._
AG
somit
nicht stimmen
.
Vielmehr muss der nach Lehrabschluss
im Jahr 1991
bei der
Y._
AG
bezogene Lohn
einige hundert Franken höher gewesen sein als der
für die Jahr
e
1989 und 1990
angegebene Monatslohn
von Fr. 2'250.-
-.
Die entsprechenden Lohnauskünfte der
Y._
AG erfolgten denn auch «ohne Gewähr».
Auch wenn der Landes-Gesamtarbeits-Ver
trag im Branchenbereich der Schweizerischen Metall-Union nicht allgemeinver
bindlich erklärt wurde und sich die ehemalige Arbeitgeberin auch nicht verpflich
tet hatte, diesen anzuwenden (vgl. Beschwerdeantwort,
Urk.
7 S.
3),
wäre
der angegebene Lohn
von Fr. 2'250.-
- angesichts des Mindestlohnes für Land
maschinenmechaniker im Jahr 1990 von
Fr.
2'850.--
doch sehr tief
.
Nach dem Gesagten kann
somit
nicht auf den
seitens der
Y._
AG angegebene
n
Monatslohn
von Fr. 2'250.-- abgestellt werden.
5.5
Betreffend den massgebenden
Lohn für einen frisch ausgebildeten Land
maschinenmechaniker in den Jahren 1989/1990 bei der
Y._
AG
fehlen
verlässliche
Angaben.
Wie soeben ausgeführt,
kann
die
ungefähre
Lohn
a
ngabe
seitens
der
Y._
AG
nicht stimmen
.
N
ach mehr als 30
Jahren erscheint es denn auch
nicht als
realistisch,
dass
noch eine genaue Lohnangabe erhältlich gemacht werden könnte,
zumal auch seitens der Beschwerdegegnerin kaum noch Akten betreffend den Unfall vom
2
8.
Mai
1990 vorhanden sind.
A
uch
die konkreten Lehrlingslöhne der Jahre 1987 bis
1991
sowie
der erste Lohn nach dem Lehrabschluss im Jahr 1991
bei
der
Y._
AG
sind nicht
bekannt.
5.6
Der vom Beschwerdeführer
geltend gemachte Lohn von
Fr.
3'200
.-- pro Monat,
welchen
er auch bei der nächsten
Anstellung in
L._
erzielte
,
erscheint angesichts des
im
IK-Auszug
verzeichneten Einkommens von
Fr.
20'776.--
durchaus
plausi
bel
.
Ausgehend von einem
Monatsl
ohn von
Fr.
3'200.-- für die
Monate April bis August
1991
(
insgesamt
Fr.
16'000
.--
)
ergäbe sich unter Berücksichtigung des
Anteils am 1
3.
Monatslohn
von knapp
Fr.
1'334.-- (Fr.
3'200
.--
: 12 x 5)
ein Ein
kommen in der Höhe von Fr. 17'334.--. Somit verbliebe
für die Monate Januar bis März 1991
ein Lehrlingslohn von
insgesamt
Fr.
3
'
442.--, mithin etwa
Fr.
1'147.--
pro Monat.
Abzüglich eines Anteils
1
3.
Monatslohn
ergäbe sich ein Lehrlingslohn von
etwa
Fr.
1'050.--.
Ein
monatlicher Lehrlingslohn von
Fr.
1'050.--
für das vierte
Lehrjahr
im Jahr
1991
erscheint
zumindest
nicht als
zu tief
, zumal die heutigen Lohnempfehlungen der Berufsverbände einen Lohn für einen Landmaschinenmechaniker EFZ in ländlichen Gebieten im vierten Lehrjahr von
Fr.
1'100.-- vorsehen
(vgl.
www.berufsberatung.ch/dyn/show/3231
,
Lohn
empfehlungen der Berufsver
bände
, Stand 2021
,
besucht am 2
5.
März 2022
)
.
Nach dem Gesagten kann die Lohnangabe des Beschwerdeführers mit dem im IK
Auszug
für Januar bis August 1991
verzeichneten Einkommen
von Fr.
20'776.--
in Einklang gebracht werden. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, von einem Monatslohn von Fr.
3'200
.--, entsprechend einem Jahresein
kommen von Fr. 41'600.-- (Fr. 3'200
.--
x 13)
,
auszugehen.
5.
7
Zusammenfassend
ist festzuhalten
, dass
sich
die Beschwerdegegnerin
nicht
auf
die vage Lohnangabe
seitens der
Y._
AG
abstützen durfte.
Vielmehr ist
von einem Jahreseinkommen von Fr. 41'600.--
für das Jahr
vor dem Unfall (1989/
1990
)
auszugehen.
Angepasst
an die statistische Nominallohnentwicklung
bis in
s
Jahr 2019
(
Bundesamt für Statistik, T 39, Nominallöhne, Index 1939 = 100, Männer, 1990 = 1
’511, 2019
= 2
’279
)
ergibt sich
somit
ein
der Invalidenrente zu
G
runde
zu
legender
versicherte
r
Jahresverdienst
von Fr.
6
2'744.
--.
Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde
.
6.
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, de
m Beschwerde
führer
eine reduzierte Prozessentschädigung
auszurichten.
Nach
§
34
Abs.
3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rück
sicht auf den Streitwert.
D
er Beschwerdeführer
obsiegt nur teilweise. Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu verpflichten, de
m
Beschwerdeführer
– beim praxisgemässen Stundenansatz vo
n
Fr.
220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) – eine entsprechend um
die Hälfte
reduzierte Prozessentschädigung von
Fr.
1’200
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.