Decision ID: f3fac956-4e4e-4249-88bf-0305cd248d68
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom
8. Juli 2010 (Urk. 8/20)
verneinte die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Anspruch des 1958 geborenen und als Mechaniker Kat.
Q erwerbstätig gewesenen
(
Urk.
8/4
Ziff.
5.4)
X._
auf eine Invalidenrente.
Am
3. November 2012 (Urk. 8/21)
meldete sich der Versicher
te unter Hinweis auf chronische
Rückenschmerzen mit schwersten Degenerationen der
Lenden
wirbelsäule
und bei
Status nach Morbus Scheuermann erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an.
Daraufhin tätigte die IV-Stelle Abklä
rungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht. Unter anderem wurde der Versicherte im Regionalen Ärztlichen Dienst orthopädisch untersucht (
RAD-
Bericht vom 15. Juli 2013; Urk. 8/42). Nach Durchführung des
Vorbescheidver
fahrens
(Urk. 8/45 ff.)
verneinte die IV-Stelle mit
Verfügung vom 27. Januar 2014 (Urk. 2)
einen
Rentenanspruch.
2.
Dagegen erhob
X._
am
3. März 2014
Beschwerde (Urk. 1) mit dem Rechtsbegehren um Verpflichtung der
Verwaltung
, ihn umfassend neurologisch, neuropsychologisch und rheumatologisch zu untersuchen und hernach die Inva
lidität zu bemessen. Im
Evenutalstandpunkt
beantragte er die Zuspre
chung einer ganzen Rente ab 14. April 201
3.
Mit
Beschwerdeantwort vom
24. April 2014 (Urk. 7) schloss die Verwaltung auf
Abweisung
der Beschwerde, worüber der Beschwerdeführer am 20. Mai 2014 orientiert wurde (Urk. 9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt, in Kenntnis der un
d gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die
rechtsanwen
dende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwor
tung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
Der Beweiswert von Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienst
es
der IV-Stellen (RAD) nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem von externen medizinischen Sach
verständigengutachten (BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
) vergleichbar, sofern sie den von der Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gut
achten genügen (BGE 137 V 210 E. 1.2.1 mit Hinweisen).
Auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen - zu denen die RAD-Berichte gehören
kann
allerdings
nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225 E.
5.2
; Urteil des Bundesgerichts 8C_512/2014 vom 1
2.
Januar 2015 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
2
.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet die erneute Rentenablehnung
unter Hinweis auf den
RAD-
Bericht vom 15. Juli 2013
(
Urk. 8/42
)
damit, dass der Beschwer
deführer seit 14. April 2012 zwar in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, in einer
– näher bezeichneten
angepassten Tätigkeit
jedoch voll arbeitsfähig
sei (Urk. 2 S. 2).
2.2
Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer unter Berufung auf die Angaben der behandelnden Ärzte auf den Standpunkt, er sei seit dem 14. April 2012 auch für eine angepasste Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig. Der RAD-Bericht vom 15. Juli 2013 sei unsachlich, aktenwidrig und oberflächlich. Die untersu
chende RAD-Ärztin habe die vorhandenen
Magnetresonanz
tomo
graphien
(MRI) nicht angeschaut und die Berichte der behandelnden Ärzte nicht berücksichtigt (Urk. 1 S. 5 ff.).
3
.
Referenzzeitpunkt
für die Prüfung einer
a
nspruchsrelevanten Änderung bildet di
e rentenablehnende Verfügung vo
m 8. Juli 2010 (Urk. 8/20). Ihr lag die
Tat
sache
zugrunde, dass
der Beschwerdeführer seinen angestammten Beruf ab dem 15. März 2010
somit noch vor Ablauf des am 31. August 2009 begonnen Wartejahres
wieder in vollem Umfang
aufgenommen habe
(Urk. 8/20 S. 1).
Dabei stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Berichte von
Dr. med.
Y._
, Facharzt für Innere Medizin, vom 30. März 2010 (Urk. 8/11
/5-6
)
und Dr. med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin
,
Rehabilitation und Rheumatologie,
Klinik
A._
,
vom 6. April 2010 (Urk. 8/12)
. Bei den nach
folgende
n
Diagno
sen
attestierten die beiden behandelnden Ärzte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit ab 15. März 2010
:
-
Lumboradikuläres
Irritationssyndrom links bei
-
degenerativen Veränderungen der LWS mit prolabierenden
Disci
L1/2, L3/4, L4/S1 und enger Lagebeziehun
g zur linksseitigen
lokoregionär
en
Nervenwurzel auf Höhe L5/S1
-
Periarthropathi
a
humero
scapularis
links bei
-
Impingement
-Zeichen links
-
Cervikospondylogenes
Syndrom bei
-
Fehlform
der Wirbelsäule
-
segmentaler Dysfunktion im
cervikothorakalen
Übergang
4
.
4.1
Der Rheumatologe Dr.
Z._
vom
wiederholte im Bericht vom 30. Mai 2012 (Urk.
8/22
/8-9
)
die früher gestellten Diagnosen. Gestützt auf d
ie
am 25. Mai 2012
angefertigten
MRI-Bilder
(Urk. 8/27/13-14)
diagnostizierte er zusätzlich eine
gegenüber 16.
September
2009 progrediente
mediolaterale
intraforaminale
Diskushernie links L5-S1 mit Tangierung der Nervenwurzel L5
intraforaminal
und
rezessal
S1 links
. Sodann führte er aus, der Beschwerdeverlauf sei wellen
förmig. Seit August 2011 habe der Beschwerdeführer
erneut starke Schmerzen lumbal mit Ausstrahlung in
die
Beine
. Bei längerem Stehen komme ein
Hypäs
thesiegefühl
auf. Erneut stünden auch die Beschwerden an der Halswirbelsäule sowie die
Impingement
-Symptomatik an der linken Schulter im Vordergrund.
Eindeutige
Hinweise für eine
Fibromyalgie
habe er nicht finden können. Ab
schliessend attestierte er eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 14. April 2012.
4.2
Prof. Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurochirurgie,
Klinik
A._
,
stellte im Bericht
vom 9.
Oktober 2012 (Urk. 8/22/
3
-5
)
folgende Diagnosen:
-
Schwerste LWS Degen., St. n. M. Scheuermann, chron. Rückenschmerz (dominant)
-
rezess
o
foraminäre
Protrusion
L5/S1 links, Relevanz offen
-
Protrusion
L4/5 links (
foraminal
rechts), Relevanz offen
-
konservativ mit vielen Infiltrationen austherapiert
-
unterdosierte Analgesie
-
Komplexe berufliche Umstände
-
ehemaliger Automechaniker, nicht mehr so tätig
-
Umteilung
i
n
Magazin
Strabag
2010
-
berufliche Freistellung ab Februar 2012 (ohne AUF Anamnese)
Die Suche nach
radikulären
Zeichen falle objektiv negativ aus. Der Beschwerde
führer habe eine Art Einschlafgefühl seitlich entlang dem Bein. Dies könnte bei einer
Protrusion
L4/5
rezessal
und L5/S1
r
e
zessoforaminär
links einer L5-Aus
strah
lung entsprechen
. Eine chirurgische Behandlung des chronischen
Lum
bo
ver
tebralsyndroms
sei nicht möglich, da die degenerativen Veränderungen gene
ralisiert seien und mit
manualmedizinischen
Mitteln ein fokales
Entste
hungs
muster
nicht bewiesen werden könne. Abschliessend empfahl Prof. Dr.
B._
neben einer stationären Rehabilitation eine regelmässige und
höher
dosierte
Einnahme der bislang sporadisch eingenommenen Medikamente.
4.3
Der Hausarzt
Dr.
med.
Y._
wiederholte im Bericht vom 11. Dezember 2012 (Urk.
8/27
/1-6
)
die bisher gestellten Diagnosen. Der Beschwerdeführer leid
e unter einem
bewegungsabhängigen und Ruheschmerz mit fluktuierendem
Ver
lauf
. Seit 14. April 2012 sei er für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Bezüglich einer Prognose könne nach der im Februar 2013 geplanten Rehabilitation allenfalls mehr gesagt werden. Zurzeit sei dem Beschwerdeführer keine Arbeitstätigkeit zumutbar.
4.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Rheumatologie,
Klinik
A._
,
stellte im Bericht vom 17. Dezember 2012 (Urk.
8/29
/1-8) folgende
Diagnosen:
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom links mit/bei
-
Diskushernie
mediolateral
bis
intraforaminal
links bei L5/S1,
intraforaminal
die Nervenwurzel L5 und
rezessal
die Nervenwurzel S1 links tangierend
-
Foramenstenose
rechts bei L3/L4 und bei L4/L5, die Nervenwurzel L4 rechts tan
gierend
-
dekonditionierter
Rumpfmuskulatur
-
Chronisches
zervikoradikuläres
Reizsyndrom C5 und C6 beidseits sowie sensibles Ausfallsyndrom C5 und C6 links mit/bei
-
Pseudolisthesis
um 1-2 mm bei C4/C5
-
ausgeprägter
Osteochondrose
bei C5/C6, etwas weniger auch bei C4/C5
-
Spondylosen dorsal bei C4, C5 und bei C6
-
muskulären
Dysbalancen
Durch den am 7. Januar 2013 beginnenden und vier Wochen dauernden statio
nären Rehabilitationsaufenthalt in der
RehaClinic
D._
erhoffte sich Dr.
C._
eine
Rekonditionierung
der gesamten Rückenmuskulatur und dadurch einen leichten Beschwerderückgang. Vielleicht könne sich dadurch eine Reintegration in den Arbeitsalltag, zumindest für körperlich leichte Arbeiten mit der Möglichkeit häufiger Positionswechsel, erreichen
lassen
. Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit verwies er auf die Attestierung einer 10
0%
igen Arbeitsunfähig
keit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Betriebsmechaniker seit 14. April 2012.
4.5
Im Verlaufsbericht vom 10. April 2013 (Urk.
8/35)
führte Dr.
C._
aus, trotz Rehabilitationsaufenthalt habe weder subjektiv noch objektiv eine durchgrei
fende Veränderung der Beschwerden erreicht werden können.
Der Beschwerde
führer habe über zeitweise intensivere Rückenschmerzen als je zuvor berichtet. Auch bezüglich der Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Betriebsmechaniker habe sich nichts verändert. Weiterhin bestehe in diesem Beruf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
4.6
Im Austrittsbericht vom 25. April 2013 (Urk.
8/38)
gaben die Ärzte der
Reha
Clinik
D._
an, der Beschwerdeführer habe vom 7. Januar bis 4. Februar 2013 am spezifischen 4-wöchigen, ganzheitlich orientierten, interdisziplinären Behandlungsprogramm für Patienten mit chronischen Schmerzen teilgenom
men.
Die anhaltende psychosoziale Belastung und die berufliche Freistellung seit Februar 2012 hätten zu einer Verschlechterung der Gesamtsituation geführt. Der Beschwerdeführer habe bei Eintritt über resistente Schmerzen im
Rücken
bereich
sowie lumbale Schmerzen mit Ausstrahlung in den linken Oberschenkel berichtet.
In der klinischen Untersuchung h
ätt
e
n
sich neben einer Hyperlordose eine deutliche muskuläre und statische Haltungsinsuffizienz gezeigt. Trotz
Mobilisierung und Eingl
i
e
derung
des Beschwerdeführers
ins aktive, multimodale Physiotherapieprogramm
habe keine eindeutige Besserung der Schmerzen und der Belastbarkeit erreicht werden
können
.
Bei Austritt habe der Beschwerde
füh
rer weiterhin über anhaltende Schmerzen mit unverändertem Niveau ge
klagt.
Bis 18. Februar 2013 wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
4.7
Der
Neurochirurge
Prof. Dr.
B._
nannte
im Bericht
vom 18.
Juni 2013 (Urk.
8/54)
folgende
Diagnosen
:
-
Schwerste LWS Degen., St. n. M. Scheuermann, chron. Rückenschmerz (dominant)
-
rezess
o
foraminäre
Protrusion
L5/S1 links, Relevanz offen
-
Protrusion
L4/5 links (
foraminal
, Relevanz offen)
-
konservativ mit vielen Infiltrationen austherapiert
-
unterdosierte Analgesie
-
HWS Degeneration
-
ausgeprägte
Osteochondrose
C5/6, weniger C4/5 mit
Pseudolisthese
-
Spondylose dorsal C4/5 und C6
-
cervikovertebrales
bis
cervikospondylogenes
Schmerzsynd
rom rechts
-
myofasciale
Komponente
-
Komplexe berufliche Umstände
-
ehemaliger Automechaniker, nicht mehr so tätig
-
Umteilung
in
Magazin
Strabag
2010
-
berufliche Freistellung ab Februar 2012 (ohne AUF Anamnese)
Dazu führte er aus, es bestehe ein weit im Vor
dergrund stehendes chronisches z
ervikales und lumbales lokales Schmerzsyndrom bei entsprechenden Degene
rationen von Hals- und Lendenwirbelsäule. Dagegen habe man aufgrund der Befragung und eingehenden klinischen Untersuchung den Eindruck von sehr geringen bis fehlenden
radikulären
Zeichen mit konkordant nur geringer ana
tomischer Nervenirritation und zudem auch nicht
radikulär
induzierter
sak
ka
dierender
Kraftentwicklung. Aufgrund des Gesamtkontextes könnten dem Beschwerdeführer also weiterhin keine chirurgischen Massnahmen angeboten werden.
Die Prognose bei Rückenchirurgie wäre zudem dadurch beeinträchtigt, dass noch eine Schmerzerkrankung und eine komplexe Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorlägen. Derzeit
bestünden deutliche
myofasciale
Zeichen des Schulter- und Beckengürtels, weshalb hier unter Fortsetzung der
Rehabilitati
onsmassnahmen
, Ausbau der medikamentösen Analgesie zusätzlich
Trigger
punkt
infiltrationen
bei diesem motivierten Patienten durchgeführt werden könnten.
In der Krankengeschichte
nannte Prof. Dr.
B._
als Medikamente
Irfen
800 mg zweimal am Tag sowie je nach Beschwerden
Ponstan
dazwischen.
4.
8
Im
RAD-Untersuchungsbericht
vom 15.
Juli 2013
(Urk.
8/42)
stellte
med.
pract
.
E._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 7)
:
-
Lumbalgie bei LWS-Degeneration
-
Cervikobrachialgie
links
Weiter führte sie aus, der Beschwerdeführer habe über Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und der Halswirbelsäule
(S. 1)
, Kraftlosigkeit und Gefühlsstörungen in der linken Körperhälfte geklagt.
Aus d
en vom Beschwer
deführer mitgebrachten Berichten von Prof. Dr.
B._
und der Rehaklinik
D._
schloss die RAD-Ärztin auf eine
deutliche Symptomausweitung
seit der Entlassung aus der Rehaklinik
mit jetzt
ge
klagten Beschwerden der gesamten linken Körperhälfte
. Auch hätten sich
bei der Untersuchung
deutliche Hinweise
auf Inkonsistenzen
gefunden. Die demonstrierte Kraftminderung der linken
Körperhälfte und
die
Unfähigkeit zur
Reklination
bei gleichzeitiger maximaler
Reklination
in Bauchlage
verstärkten diesen Eindruck. Im Serumspiegel sei weder Ibuprofen noch Paracetamol
nachgewiesen
worden
(S. 8)
.
Gestützt darauf schätzte med.
pract
.
E._
die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers
als Betriebsmechaniker
auf 50
%
seit 3. Juli 2013 (
Untersu
chungs
datum
) ein.
In angepasster,
körperlich leichte
r
, wechselbelastende
r
Tätig
keit, ohne regelmässige Heb
e- und Tragebelastungen über 10
kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige
wirbel
säulenbelastende
und hüft
/
knie
gelenks
belastende Zwangshaltungen und Tätig
keiten, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde
Vibrati
onsbelastungen
und Nässe-/Kälteexposition
attestierte sie eine 100
%
ige
Arbeitsfähigkeit
(S. 8 f.)
.
4.9
Die
Physiotherapeutin
F._
,
Stv
. Leitung Therapie Psychosomatik und Schmerz,
Reha
Clinic
D._
,
berichtete am 15. August 2013 (Urk.
8/55)
, dass
der Beschwerdeführe zunächst die Schmerzen im Bereich der
Halswirbel
säule
als Hauptproblem beschrieben habe. Aktuell seien jedoch die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlungen in das linke Bein stark problematisch. Allgemein beste
he eine Bewegungseinschränkung
in alle Rich
tungen.
E
s
werde
immer schwieriger
,
eine geeignete Behandlungsmethode zu finden,
weil
der Beschwerdeführer
stets mehr
druckdolent
werde
und somit keine starken Berührungen
ertrage.
5.
5.1
Den
zitierten
ärztlichen Stellungnahmen lässt sich entnehmen, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers seit der ersten Rentenablehnung im Juli 2010 insoweit verschlechtert hat, als ihm die angestammten Tätigkeit als
Betriebs
mechaniker
seit April 2012 nicht mehr
vollzeitlich
zumutbar ist.
Insoweit besteht auch unter den Parteien Einigkeit.
5.2
Mit Bezug auf die zumutbare Leistung in einer der Behinderung angepassten Tätigkeit äusserte der Rheumatologe Dr.
C._
im Bericht vom 17. Dezember 2012 (E. 4.4) die vorsichtige Prognose einer Arbeitsfähigkeit für eine leichte wechselbelastende Tätigkeit nach der stationären Rehabilitation.
Im Einklang damit attestierten die Ärzte
der
RehaClinic
D._
nur für die Dauer der Hospitalisierung und zwei Wochen danach ausdrücklich
eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit
(E. 4.6)
.
Im Ü
brigen liefern
die
Berichte der
b
ehand
elnde
n
Ärzte
keine
Angaben zum Leistungsvermögen
in eine
r leidensangepassten Tätigkeit.
5.3
Diese Lücke wird durch den RAD-Untersuchungsbericht vom 15. Juli 2013 (E. 4.8) geschlossen.
Die Schlussfolgerungen von med.
pract
.
E._
beruhen auf den Befunden einer eingehenden klinischen Untersuchung.
Die RAD-Ärztin setzt sich damit und
mit dem Verhalten des Beschwerdeführers
auseinander
was angesichts der von verschiedener Seite beobachteten
Schmerzgenerali
sierung
von Bedeutung ist
und
berücksichtigt dabei die
Angaben der
Ärzte
der
RehaClinic
D._
und von Prof. Dr.
B._
(E. 4.7)
. Letztere wiesen wie
derholt
auf eine die Schmerzproblematik verschlimmernde beziehungsweise unterhaltende psychosoziale Belastungssituation
ein
und
auf eine
behandlungs
resistente
Schmerzzunahme
seit
Entlassung aus der stationären Behandlung
ohne klinisches Korrelat.
Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der in der
orthopädischen
Untersuchung festgestellten Inkonsistenzen ist der Schluss auf eine Symptomausweitung
entgegen der Meinung des Beschwerde
führers (Urk. 1 S. 7)
nachvollziehbar.
Mit Bezug auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung beschränkte sich med.
pract
.
E._
auf die Feststellung, dass die angegebenen Wirkstoffe nicht hätten nachgewiesen werden können. Obwohl
Prof.
Dr.
B._
bereits
2012 (E. 4.2)
eine lediglich sporadische Einnahme der verordneten Medikamente
fest
ge
stellt
hatt
e, verzichtete die RAD-Ärztin
wohl mit Blick auf die relativ kurze Halb
wertszeit von Ibuprofen
und der vom Beschwerdeführer angegebenen unregel
mässigen Einnahme von Paracetamol
auf eine Interpretation des Laborbefunds zulasten
des Beschwerdeführers
(vgl. Urk. 1 S. 7)
.
Weiter betreffen die
in der Beschwerde geltend gemachten unkorrekten Angaben im RAD-Bericht
Teile
der Anamnese
, welche
für die Einschätzung der zumutbaren Arbeitsleistung ni
cht relevant sind (vgl. Urk. 1 S. 6 f.)
. A
llfällige Unstimmigkeiten
sind daher
nicht geeignet, die Schlussfolgerungen von med.
pract
.
E._
in Frage zu stellen
.
5.4
Demzufolge darf a
uf die nachvollziehbaren Schlussfolgerungen
der
RAD-
Ärztin
abgestellt werden
und es
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
in einer Tätigkeit
mit körperlich leichten
wechselbelastenden Arbeiten, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Lei
tern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen
belastende und hüftgelenks- beziehungsweise kniebelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe
/Kälteexposition
zu
100 % arbeitsunfähig
ist.
Bei dieser Sachlage besteht kein Grund für die Vornahme von weiteren medizi
nischen Abklärungen.
6.
M
it Bezug auf die erwerbliche
Gewichtung des dem
Beschwerdeführer
verblie
benen Restleistungsvermögens
ermittelte
d
ie Beschwerdegegnerin
das
Validen
einkommen
ausgehend von dem 2011 erzielten Einkommen (Urk. 2 S. 3, Urk. 8/28, Urk. 8/43-44 S. 5) und das Invalideneinkommen
anhand des statisti
schen Lohn
e
s für Hilfstätigkeiten gemäss der vom Bundesamt für Statistik her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 und passte
beide
Vergleichs
ein
kommen
der Nominallohnentwicklung bis in
s Jahre 2013
an. Dieses Vor
gehen ist nicht zu beanstanden und wurde vom Beschwer
deführer denn auch nicht gerügt
, weshalb die ren
tenablehnende Verfügung vom 27.
Januar 2014 zu Recht erging.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
800
.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).