Decision ID: 60e693d8-44ff-508f-9e83-3e9f190236c1
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Die Eintragung der Marke Nr. CH-725'359 "Hanalytics (fig.)" wurde am
18. Dezember 2018 in Swissreg veröffentlicht. Soweit vorliegend relevant,
werden folgende Waren und Dienstleistungen beansprucht:
Klasse 9: Gespeicherte Computerprogramme; gespeicherte Computer-
software; Computerspielsoftware; Computer; herunterladbare Software-
Anwendungen für Computer; herunterladbare Computerprogramme; her-
unterladbare Anwendungssoftware für Smartphones; Datenverarbeitungs-
geräte; Computerperipheriegeräte; Zentraleinheiten (für die Datenverarbei-
tung).
Klasse 42: Forschungs- und Entwicklungsdienste bezüglich neuer Pro-
dukte für Dritte; Erstellen von Programmen für die Datenverarbeitung; out-
gesourcte Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie;
Forschungen auf dem Gebiet der Technik; Software as a Service (SaaS);
Beratung auf dem Gebiet der Informationstechnologie (IT); Design von
Computer-Software; Aktualisieren von Computer-Software; Wartung von
Computersoftware; Computersoftwareberatung.
Die Marke hat folgendes Aussehen mit entsprechendem Farbanspruch
blau, grün, gelb und orange:
B.
Gegen diese Eintragung erhob die Beschwerdeführerin Widerspruch im
obgenannten Umfang. Diesen Widerspruch stützte sie auf ihre Wortmarke
"HANA", die für folgende Waren und Dienstleistungen eingetragen ist:
Klasse 9: Mit Programmen versehene maschinenlesbare Datenträger aller
Art; Computer-Programme und -Software aller Art; Computer-Programme
und -Software in Form von Software für die Vor-Ort- und/oder Fern-Abwick-
lung von Geschäftsvorgängen, sowie für die Analyse von Geschäftsdaten,
zum Zweck der Echtzeit-, Ad-hoc und strategischen Entscheidungsfindung
bei Unternehmen, sowie zur Datenverarbeitung im Arbeitsspeicher (In-Me-
mory-Datenverarbeitung), zum Datenmanagement im Arbeitsspeicher (In-
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Memory-Datenmanagement), zur Analyse und direkten Datenverarbei-
tungsanwendung sowie Geräte hierfür und zur Erstellung, Entwicklung und
zum Entwurf von Datenbanken im Arbeitsspeicher (In-Memory-Datenban-
ken), insbesondere auf Echtzeitbasis sowie zur Sichtanzeige auf Echtzeit-
basis und zur schnellen Auswertung von Geschäftsdaten, alle vorgenann-
ten Waren auch für den Betrieb im Rahmen eines Cloud-Computing Mo-
dells; Magnetaufzeichnungsträger, nämlich Magnetbänder, Magnetschei-
ben und Magnetkarten.
Klasse 35: Systematisierung von Daten und Informationen in Computerda-
tenbanken für das Internet und für das Unternehmen zur Nutzung Vor-Ort
in Bezug auf Entwicklung, Erstellung, Programmierung, Ausführung, Wir-
kungsweise, Produktion, Verbreitung, Vertrieb, Anwendung, Nutzung, Ar-
beitsweise, Handhabung, Modifizierung, Wartung, Vermietung, Aktualisie-
rung, Design und Outsourcing von Computer-Programmen und Computer-
Software; Systematisierung von Daten und Informationen in Computerda-
tenbanken für das Internet und für das Unternehmen zur Nutzung Vor-Ort
in Bezug auf Erstellung, Entwicklung und Entwurf von Computer-Program-
men und -Software in Form von Software für die Vor-Ort- oder Fern-Ab-
wicklung von Geschäftsvorgängen, sowie für die Analyse von Geschäfts-
daten, zum Zweck der Echtzeit-, Ad-hoc und strategischen Entscheidungs-
findung bei Unternehmen, sowie zur Datenverarbeitung im Arbeitsspeicher
(In-Memory-Datenverarbeitung), zum Datenmanagement im Arbeitsspei-
cher (In-Memory-Datenmanagement), zur Analyse und direkten Datenver-
arbeitungsanwendung sowie Geräte hierfür und zur Erstellung, Entwick-
lung und zum Entwurf von Datenbanken im Arbeitsspeicher (In-Memory-
Datenbanken), insbesondere auf Echtzeitbasis sowie zur Sichtanzeige auf
Echtzeitbasis und zur schnellen Auswertung von Geschäftsdaten, alle vor-
genannten Dienstleistungen auch für den Betrieb im Rahmen eines Cloud-
Computing Modells.
Klasse 42: Erstellung, Entwicklung und Entwurf von Computer-Program-
men und -Software, insbesondere für betriebliche Funktionsbereiche ein-
schliesslich für die Vor-Ort- oder Fern-Abwicklung von Geschäftsvorgän-
gen, sowie für die Analyse von Geschäftsdaten, zum Zweck der Echtzeit-,
Ad-hoc und strategischen Entscheidungsfindung bei Unternehmen, sowie
für das Rechnungswesen und Controlling, Produktion und Materialwirt-
schaft, Qualitätsmanagement und Instandhaltung, Vertrieb, Personalwirt-
schaft und Projektmanagement sowie allgemeine Bürofunktionen ein-
schliesslich Textverarbeitung, elektronische Post und Archivierung; Erstel-
lung, Entwicklung und Entwurf von Computer-Programmen und -Software
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zur Datenverarbeitung im Arbeitsspeicher (In-Memory-Datenverarbeitung),
zum Datenmanagement im Arbeitsspeicher (In-Memory-Datenmanage-
ment), zur Analyse und direkten Datenverarbeitungsanwendung sowie Ge-
räte hierfür und zur Erstellung, Entwicklung und zum Entwurf von Daten-
banken im Arbeitsspeicher (In-Memory-Datenbanken), insbesondere auf
Echtzeitbasis sowie zur Sichtanzeige auf Echtzeitbasis und zur schnellen
Auswertung von Geschäftsdaten, alle vorgenannten Dienstleistungen auch
für den Betrieb im Rahmen eines Cloud-Computing Modells; Zurverfügung-
stellen von Software als Service-Dienstleistung (Software as a Service
(SaaS) und/oder mittels Cloud Computing, einschliesslich Software für die
Vor-Ort- oder Fern-Abwicklung von Geschäftsvorgängen, sowie für die
Analyse von Geschäftsdaten, zum Zweck der Echtzeit-, Ad-hoc und strate-
gischen Entscheidungsfindung bei Unternehmen, sowie für das Rech-
nungswesen und Controlling, Produktion und Materialwirtschaft, Qualitäts-
management und Instandhaltung, Vertrieb, Personalwirtschaft und Projekt-
management sowie allgemeine Bürofunktionen einschliesslich Textverar-
beitung, elektronische Post und Archivierung; Erstellung, Entwicklung und
Entwurf von Computer-Programmen und -Software zur Datenverarbeitung
im Arbeitsspeicher (In-Memory-Datenverarbeitung), zum Datenmanage-
ment im Arbeitsspeicher (In-Memory-Datenmanagement), zur Analyse und
direkten Datenverarbeitungsanwendung sowie Geräte hierfür und zur Er-
stellung, Entwicklung und zum Entwurf von Datenbanken im Arbeitsspei-
cher (In-Memory-Datenbanken), insbesondere auf Echtzeitbasis sowie zur
Sichtanzeige auf Echtzeitbasis und zur schnellen Auswertung von Ge-
schäftsdaten; Implementierung, Wartung, Vermietung, Outsourcing und
Pflege von Computer-Programmen und -Software; Aktualisierung und
Pflege von Computer-Programmen und -Software, insbesondere Pro-
gramme in Bezug auf Entwicklung, Erstellung, Programmierung, Ausfüh-
rung, Funktionsweise, Produktion, Verbreitung, Vertrieb, Anwendung, Nut-
zung, Betrieb, Handhabung, Modifizierung, Verkauf, Pflege, Vermietung,
Aktualisierung, Entwurf und Outsourcing; technische Beratung über Erstel-
lung, Entwicklung, Einsatz und Anwendung von Computer-Programmen
und -Software; Forschung auf dem Gebiet von Computer-Programmen und
-Software; Hosting Dienstleistungen.
C.
Die Vorinstanz wies den Widerspruch mit Verfügung vom 8. Juli 2019 voll-
umfänglich ab. Sie begründete ihren Entscheid im Wesentlichen wie folgt:
Die beanspruchten Waren und Dienstleistungen seien gleichartig, zum Teil
sogar hochgradig gleichartig und die Zeichen stimmten im Wortteil "Hana"
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überein. Aufgrund der leicht erhöhten Aufmerksamkeit der relevanten Ver-
kehrskreise würden indes die Unterschiede in den beiden Zeichen relevant
in Erscheinung treten. So würde das angefochtene Zeichen aufgrund der
Endung "lytics" gedanklich eher in "H" und "analytics" unterteilt und als ein
Wort "Hanalytics" ausgesprochen, wodurch das Widerspruchszeichen
nicht mehr als solches erkannt werde. Entsprechend könne nicht von einer
Verwechslungsgefahr ausgegangen werden.
D.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Schriftsatz vom
10. September 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Im We-
sentlichen argumentiert die Beschwerdeführerin, dass das Widerspruchs-
zeichen vollständig übernommen würde, ohne dass dieses im angefochte-
nen Zeichen derart verschmelzen würde, dass es nicht mehr erkannt
werde. Weiter sei das Wort "Hanalytics" in der angefochtenen Marke ein
sog. Kofferwort bestehend aus "Hana" und "analytics" und könne nicht in
"H" und "analytics" aufgeteilt werden, wie die Vorinstanz argumentiert.
E.
In ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2019 verzichtet die Vorinstanz
auf eine weitergehende Begründung und verweist auf die angefochtene
Verfügung. Die Beschwerdegegnerin reichte innert Frist keine Beschwer-
deantwort ein.
F.
Nach der Niederlegung des Mandats seitens der Vertretung der Beschwer-
degegnerin, wurde diese mit Verfügung vom 13. März 2020 aufgefordert,
ein Zustelldomizil in der Schweiz zu bezeichnen. Mit Brief vom 12. August
2020 wurde dem Gericht das neue Zustelldomizil in der Schweiz bekannt
gegeben.
G.
Auf Antrag der Beschwerdeführerin fand am 24. November 2020 eine öf-
fentliche Parteiverhandlung statt.
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Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden ge-
gen Entscheide der Vorinstanz in Widerspruchssachen zuständig (Art. 31,
32 und 33 Bst. e VGG). Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen
Frist von Art. 50 Abs. 1 VwVG eingereicht und der verlangte Kostenvor-
schuss rechtzeitig geleistet. Als Adressatin der angefochtenen Verfügung
ist die Beschwerdeführerin zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf
die Beschwerde ist somit einzutreten.
2.
2.1 Vom Markenschutz sind Zeichen ausgeschlossen, die einer älteren
Marke ähnlich und für gleiche oder gleichartige Waren oder Dienstleistun-
gen bestimmt sind, so dass sich daraus eine Verwechslungsgefahr ergibt
(Art. 3 Abs. 1 Bst. c des Markenschutzgesetzes vom 28. August 1992
[MSchG, SR 232.11]). An die Unterschiedlichkeit der beanspruchten Waren
und Dienstleistungen sind umso höhere Anforderungen zu stellen, je ähn-
licher sich die Zeichen sind, und umgekehrt. Eine Verwechslungsgefahr
besteht, wenn aufgrund der Ähnlichkeit der Marke Fehlzurechnungen zu
befürchten sind, welche das besser berechtigte Zeichen in seiner Individu-
alisierungsfunktion beeinträchtigen (BGE 128 III 445 E. 3.1 "Appenzeller
Switzerland [fig.]/Appenzeller Natural [fig.]"; 128 III 99 E. 2c "Orfina"; Letz-
terer m.H.).
2.2 Die Gleichartigkeit von Waren und Dienstleistungen beurteilt sich auf-
grund der Registereinträge. Für die Annahme gleichartiger Waren und
Dienstleistungen sprechen u.a. eine einheitliche Wertschöpfungskette, ein
sinnvolles Leistungspaket der zu vergleichenden Waren, deren marktübli-
che Verknüpfung oder enge Zusammengehörigkeit mit gleichen Abneh-
merkreisen und Vertriebsstätten (Urteile des BVGer B-6761/2017 vom
5. Juni 2019 E. 2.2 f. "Qnective und Qnective [fig.]/Q qnnect [fig.]" m.H.;
B-2269/2011 vom 9. März 2012 E. 6.5.1 "Bonewelding [fig.]").
2.3 Die Markenähnlichkeit beurteilt sich nach dem Gesamteindruck, den
die Marken in der Erinnerung der angesprochenen Verkehrskreise hinter-
lassen. Diese werden die beiden Zeichen meist nicht gleichzeitig wahrneh-
men. Vielmehr ist davon auszugehen, dass dem direkt wahrgenommenen
einen Zeichen bloss das mehr oder weniger verschwommene Erinnerungs-
bild des früher wahrgenommenen anderen Zeichens gegenübersteht
(BGE 121 III 377 E. 2a "Boss/Boks").
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2.4 Bei kombinierten Wort-/Bildmarken sind die einzelnen Bestandteile
nach ihrer Kennzeichnungskraft zu gewichten. Entscheidend für den Ge-
samteindruck sind die prägenden Wort- oder Bildelemente, während kenn-
zeichnungsschwache Wort- und Bildelemente diesen weniger beeinflus-
sen. Enthält eine Marke sowohl charakteristische Wort- wie auch Bildele-
mente, können diese den massgeblichen Erinnerungseindruck gleicher-
massen prägen (Urteile des BVGer B-7057/2016 vom 4. Mai 2018 E. 5.5
"7seven [fig.]/Sevenfriday" und B-4159/2009 vom 25. November 2009
E. 2.4 "Efe [fig.]/Eve" je m.w.H.). Entsprechend kann bereits angesichts ei-
ner hohen Zeichenähnlichkeit in Bezug auf das Wort- oder das Bildelement
eine Verwechslungsgefahr resultieren. Sind die Bildelemente einer kombi-
nierten Wort-/Bildmarke nur wenig kennzeichnungskräftig, treten sie beim
Zeichenvergleich in den Hintergrund (Urteil des BVGer B-7057/2016 vom
4. Mai 2018 E. 5.5 "7seven [fig.]/Sevenfriday" m.w.H.).
2.5 Bei reinen Wortmarken ist der Wortklang, das Schriftbild und gegebe-
nenfalls der Sinngehalt massgebend (BGE 127 III 160 E. 2b/cc "Securitas";
121 III 377 E. 2b "Boss/Boks"). Dabei genügt es für die Annahme der Ähn-
lichkeit, wenn diese in Bezug auf eines dieser Kriterien bejaht wird (Urteil
des BVGer B-2635/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 6.1 "Monari/Anna Mo-
linari"). Der Wortklang wird im Wesentlichen durch die Silbenzahl, die Aus-
sprachekadenz und die Aufeinanderfolge der Vokale bestimmt, das Er-
scheinungsbild durch die Wortlänge und die optische Wirkung der Buch-
staben. Schliesslich ist zu beachten, dass der Wortanfang respektive Wort-
stamm und die Endung in der Regel grössere Beachtung finden als dazwi-
schen geschobene, unbetonte weitere Buchstaben oder Silben (BGE 127
III 160 E. 2b/cc "Securitas"; 122 III 382 E. 5a "Kamillosan/Kamillan").
3.
Vorab sind die relevanten Verkehrskreise und deren Aufmerksamkeitsgrad
festzustellen. Hierfür ist vom Warenverzeichnis der Widerspruchsmarke
auszugehen (Urteil des BVGer B-7202/2014 vom 1. September 2016 E. 5
"GEO/Geo influence"). Die Widerspruchsmarke wird für Waren der
Klasse 9 und Dienstleistungen der Klassen 35 sowie 42 beansprucht. Die
Vorinstanz erwog, dass die Waren der Klasse 9 und Dienstleistungen der
Klasse 42 von den relevanten Verkehrskreisen mit erhöhter Aufmerksam-
keit erworben bzw. beansprucht werden. Die Beschwerdeführerin schliesst
sich dieser Ansicht an. In der Tat werden Waren der Klasse 9 nicht selten
von Geschäftspersonen nachgefragt, insbesondere wenn diese wie im vor-
liegenden Warenverzeichnis zur Analyse und zur Management- oder Stra-
tegieentwicklung dienen (vgl. auch Urteil des BVGer B-6173/2018 vom
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30. April 2019 E. 4.2 "World Economic Forum [fig.]/Zurich Economic Forum
[fig.]"). Dienstleistungen der Klasse 35 und der Klasse 42 richten sich an
ein zwar breites, aber typischerweise ebenfalls geschäftlich interessiertes
Publikum, weshalb ebenfalls von einer erhöhten Aufmerksamkeit ausge-
gangen werden kann (vgl. auch Urteil des BVGer B-6761/2017 vom 5. Juni
2019 E. 3.2 "Qnective und Qnective [fig.]/Q qnnect [fig.]").
4.
Bezüglich der Gleichartigkeit der Waren und Dienstleistungen hat die
Vorinstanz festgestellt, dass bezüglich der Waren der Klasse 9 teilweise
Identität und teilweise hochgradige Gleichartigkeit vorliege. Bezüglich der
Dienstleistungen der Klasse 42 der angefochtenen Marke hat die
Vorinstanz festgestellt, dass diese entweder unter die beanspruchten
Dienstleistungen der Klasse 42 der Widerspruchsmarke subsumiert wer-
den können oder aber hochgradig gleichartig mit den Waren der Klasse 9
der Widerspruchsmarke seien. Die Beschwerdeführerin geht mit diesen
Feststellungen einig und es gibt keine Anhaltspunkte, von dieser Einschät-
zung abzuweichen.
5.
5.1 Weiter muss die Zeichenähnlichkeit evaluiert werden. Die Wider-
spruchsmarke ist eine Wortmarke bestehend aus den vier Buchstaben
HANA. Die angefochtene Marke "Hanalytics (fig.)" beginnt mit denselben
Buchstaben. Entsprechend ist von einer Zeichenähnlichkeit auszugehen.
5.2 Als nächstes ist die Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke zu
beurteilen. Wie die Vorinstanz feststellte, trägt das Zeichen "HANA" ver-
schiedene Bedeutungen, welche allerdings alle dem breiten Publikum we-
nig geläufig sein dürften. So tragen eine Gemeinde in Äthiopien, ein Stadt-
teil von Sanden (NOR), ein Ort auf der Insel Maui (Hawaii, USA) den Na-
men Hana. Zudem bedeutet Hana auf Japanisch Blume und ist eine abge-
änderte Schreibweise des Frauennamens Hanna. Die Beschwerdeführerin
argumentiert hingegen, dass Hana in erster Linie als Abkürzung für High
Performance Analytic Appliance (dt: Hochleistungsanalyseanwendung)
stehe.
Die Ortschaften sowie die japanische Bedeutung für Blume und der abge-
änderte Frauenname dürften den wenigsten Personen der relevanten Ver-
kehrskreise bekannt sein. Bezüglich der Abkürzung, wie sie die Beschwer-
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deführerin behauptet, dürfte es gewisse Spezialisten im Bereich der Infor-
mationstechnologie geben, welche diese Bedeutung kennen, es scheint
indes nicht glaubhaft, dass die Abkürzung High Performance Analytic Ap-
pliance einem breiteren Publikum und damit einem grossen Teil der rele-
vanten Verkehrskreise bekannt ist. Die Widerspruchsmarke wird daher
überwiegend als Wort ohne konkreten Sinngehalt verstanden und hat da-
mit auch eine normale Kennzeichnungskraft.
6.
Somit gilt es die Verwechslungsgefahr zu prüfen.
6.1 Rein formal könnte argumentiert werden, dass das angefochtene Zei-
chen das Widerspruchszeichen integral übernimmt, da die ersten vier
Buchstaben der angefochtenen Marke der kompletten Widerspruchsmarke
entsprechen. Gemäss ständiger Rechtsprechung ist die unveränderte
Übernahme einer älteren Marke in eine jüngere Marke unter dem Gesichts-
punkt der Verwechslungsgefahr grundsätzlich unzulässig, wenn die ältere
Marke nicht wesentlich verändert wird (Urteile des BVGer B-433/2013 vom
18. Februar 2014 E. 5.1 "Metro/Metropool", B-4772/2012 vom 12. August
2012 E. 5.2 "Mc [fig.]/MC2 [fig.]" und B-3118/2007 vom 1. November 2007
E. 2 und 6.1 "Swing/Swing Relaxx, Swing & Relaxx [fig.]"; RKGE in sic!
2006 S. 269 E. 6 "Michel [fig.]/Michel Compte Waters"; sic! 2005 S. 757
E. 6 "Boss/Airboss"). Eine vollständige Übernahme kann allerdings dann
gerechtfertigt sein, wenn der übernommene Bestandteil derart mit der
neuen Marke verschmolzen wird, dass er seine Individualität verliert oder
wenn ein unterschiedlicher Sinngehalt besteht (vgl. BGE 112 II 362 E. 2
"Escolino/Seccolino", 121 III 377 E. 2b "Boss/Boks" sowie Urteil des BVGer
B-433/2013 vom 18. Februar 2014 E. 5.3 "Metro/Metropool") oder wenn
die Übereinstimmung sich auf einen gemeinfreien Zeichenbestandteil be-
schränkt (vgl. BGE 122 III 382 E. 5b "Kamillosan/Kamillon, Kamillan" sowie
Urteil des BVGer B-3119/2013 vom 12. Juni 2014 E. 6.2.1 und E. 7
"SWISSPRIMBEEF/Appenzeller Prim(e) Beef [fig.]").
6.2 Vorliegend könnte der Ausnahmetatbestand des unterschiedlichen
Sinngehaltes der beiden Marken vorliegen. Zum Sinngehalt der Wider-
spruchsmarke wurde bereits festgehalten, dass HANA mehrere Bedeutun-
gen habe (vgl. E. 5.2 oben). Die angefochtene Marke "Hanalytics (fig.)"
hat hingegen keinen offensichtlichen Sinngehalt, enthält aber klar erkenn-
bar das englische Wort analytics.
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Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass "Hanalytics" als Kofferwort
von HANA und analytics verstanden werde. Damit wäre indes der Sinngeh-
alt der beiden Marken ähnlich oder zumindest nicht genügend unterschied-
lich, um eine Ausnahme vom Verbot der integralen Übernahme der älteren
Marke darzustellen.
6.3 Wie in E. 5.2 ausgeführt, kann das Zeichen "HANA" mehreren Bedeu-
tungen zugeordnet werden. Die Beschwerdeführerin beruft sich darauf,
dass "HANA" in erster Linie als Abkürzung für High Performance Analytic
Appliance verstanden werde. Dies trifft allerdings wohl nur auf ausgewählte
Spezialisten der entsprechenden Sparte der Informationstechnologie zu.
Dem breiten Publikum und damit dem überwiegenden Teil der relevanten
Verkehrskreise ist diese Abkürzung kaum bekannt. Ganz im Gegensatz
zum Wort analytics. Dieses englische Wort mit dem fast gleichlautenden
deutschen Pendant Analytik ist sofort erkennbar und wird auch vom breiten
Publikum verstanden. Daraus folgt, dass die angefochtene Marke nicht als
Kofferwort von HANA und analytics wahrgenommen wird, sondern viel-
mehr die Bedeutung analytics bzw. Analytik den relevanten Verkehrskrei-
sen ins Auge springt und diese durch das vorangestellte H ergänzt wird.
Das Wort HANA wird damit von dem klar erkennbaren analytics derart
überlagert, dass es kaum mehr wahrgenommen wird und seine Individua-
lität verliert. Entsprechend liegt vorliegend eine Ausnahme von der gängi-
gen Rechtsprechung vor, wonach das ältere Zeichen nicht integral in ein
jüngeres Zeichen übernommen werden dürfe.
Hinzu tritt, dass die angefochtene Marke weiter über ein Bildelement ver-
fügt, welches in der Widerspruchsmarke nicht enthalten ist. Dieses Bildele-
ment ist zwar eher dekorativ und prägt den Gesamteindruck nicht allzu
stark, insgesamt trägt es allerdings nicht unwesentlich dazu bei, eine un-
terschiedliche Wahrnehmung der beiden Zeichen zu erzeugen.
Eine Verwechslungsgefahr ist damit zu verneinen. Die Beschwerde erweist
sich als unbegründet und ist damit abzuweisen.
7.
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerde-
führerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühren sind
nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung
und finanzieller Lage der Parteien festzulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG,
Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
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Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 73.320.2]). Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt ist dafür ein Streitwert zu veranschlagen (Art. 4 VGKE), wobei im Wi-
derspruchsbeschwerdeverfahren das Interesse der Widersprechenden an
der Löschung, beziehungsweise jenes der Widerspruchsgegnerin am Be-
stand der angefochtenen Marke zu gewichten ist. Bei eher unbedeutenden
Zeichen wird praxisgemäss ein Streitwert zwischen Fr. 50'000.– und
Fr. 100'000.– angenommen (BGE 133 III 490 E. 3.3 "Turbinenfuss"). Von
diesem Erfahrungswert ist auch im vorliegenden Verfahren auszugehen,
da keine konkreten Anhaltspunkte für einen höheren oder niedrigeren Wert
der strittigen Marke sprechen. Allerdings hat die Beschwerdeführerin die
Durchführung einer öffentlichen Parteiverhandlung verlangt, was bei der
Beurteilung der Kosten mitberücksichtigt werden muss. Damit sind die Ge-
richtskosten auf Fr. 5'500.– festzusetzen.
7.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann von Amtes wegen
oder auf Antrag eine Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen
Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die obsiegende Be-
schwerdegegnerin hat im Beschwerdeverfahren allerdings weder
Schriftsätze eingereicht noch einen Antrag auf Parteientschädigung ge-
stellt. Entsprechend wird der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädi-
gung zugesprochen.
8.
Gegen dieses Urteil steht keine Beschwerde an das Bundesgericht offen
(Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BGG, SR
173.110). Es wird daher mit der Eröffnung rechtskräftig.
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