Decision ID: e8422524-8103-4f99-9199-0dd432744068
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1956 geborene
X._
ist gelernter Schweisser/Schlosser und meldete sich am 18. Mai 2006 unter Hinweis auf eine seit März 2005 beste
hende psychische Erkrankung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/12).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte Abklärungen in medizinischer sowie erwerblicher Hinsicht und stellte ihm mit Vorbescheid vom 6. August 2007 die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente mit Wirkung ab 15. März 2006 in Aussicht (Urk. 10/30).
Am 7. August 2007
machte sie
den Versicherten
auf die Schadenminderungspflicht aufmerksam. Sie wies
ihn
darauf hin, dass gemäss
den ihr vorliegenden medizinischen Unterlagen
eine adäquate
Rekonditionierung
seines gesundheitlichen Zustandes
durch eine mehrmona
tige stationäre Psychotherapie erreicht
werden könne.
Daraus könne eine partielle Reintegration ins Erwerbsleben resultieren.
Er
sei daher gehalten, sich
der erwähnten Massnahme zu unterziehen
(
Urk.
10/28
).
Mit Verfügung vom 9. Mai 2008 sprach sie ihm mit Wirkung ab März 2006 eine ganze Invalidenrente zu (Urk. 10/38).
1.2
Mit Mitteilung vom 25. Mai 2009 bestätigte sie den Anspruch des Versicher
ten auf eine ganze Invalidenrente bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 100
%
(Urk. 10/53). Am 31. Juli 2009
machte sie
ihn
auf die
Schaden
minderungspflicht
aufmerksam. Sie wies
ihn
darauf hin, dass
eine erneute kontinuierliche fachpsychiatrische Behandlung einschliesslich notwendiger Nachweismethoden (Blut, Urin) angezeigt sei. Eine eventuell notwendige
Hospitalisation
bleibe dem behandelnden Psychiater überlassen. Es könne davon ausgegangen werden, dass die Therapie den Gesundheitsschaden redu
ziere und sich somit positiv auf die Arbeitsfähigkeit auswirke
. Er
sei daher gehalten, sich
der erwähnten Massnahme zu unterziehen. Mit einer
Renten
revision
per 1. Dezember 2009 werde sie überprüfen, ob er seiner
Schaden
minderungspflicht
nachgekommen sei
(Urk. 10/58).
Sodann holte die IV-Stelle weitere Arztberichte und ein medizinisches Gutachten (
Urk.
10/72) ein. Am 20. Januar 2011 teilte sie dem Versicherten mit, er habe unverändert Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Urk. 10/75).
1.3
Anfang April 2012 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein
(Urk. 10/78 ff.). In dessen Rahmen
liess sie den Versicherten psychiatrisch durch ihren
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
untersuchen (Bericht vom 9. August 2012, Urk. 10/90).
In der Folge machte sie den Versicherten
am
14. Februar 2013
ein weiteres Mal auf seine Schadenminderungspflicht auf
merksam. Sie führte aus, gemäss der Einschätzung des RAD könne durch eine Intensivierung der ambulanten fachpsychiatrischen Behandlung seine Arbeitsfähigkeit innert neun Monaten auf 30
%
in der freien Marktwirtschaft gesteigert werden. Er sei gehalten, diese Massnahme umzusetzen (Urk. 10/91).
Im weiteren Verlauf nahm sie den Bericht des behandelnden Psychiaters vom 23. Dezember 2013 zu den Akten (Urk. 10/102) und liess den Versicherten durch
Dr.
med.
Dr.
sc. nat. ETH
Y._
,
Fach
ärztin
für Innere Medizin und Rheumatologie
, und
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, begutachten (Gut
achten vom 8. April und 4. Juni 2014 mit
bidisziplinärer
Zusammenfassung vom 4. Juni 2014, Urk. 10/105-108).
Mit Vorbescheid vom
7. Juli 2014
teilte die IV-Stelle
dem Versicherten
mit, dass sie gedenke, die Rente nach Zustel
lung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats aufzuheben (
Urk.
10/11
4
).
Am 10. Juli 2014 schilderte sie ihm die geplanten Eingliede
rungsmassnahmen und lud ihn zu einem Gespräch zwecks Abklärung seiner beruflichen Situation ein (Urk. 10/117). Mit Mitteilung vom 18. Juli 2014 wurde die berufliche Eingliederung
mangels subjektiver
Eingliederungsfähig
keit
abgeschlossen (Urk. 10/12
3
).
Am 5. August 2014 hielt der Beschwerde
führer fest, er sei gewillt, an beruflichen Eingliederungsmassnahmen teilzu
nehmen (Urk. 10/124).
Daraufhin fand eine Eingliederungsberatung statt (Urk. 10/127), welche in der Gewährung von Arbeitsvermittlung mündete (Mitteilung vom 21. August 2014, Urk. 10/128).
Gegen den Vorbescheid vom
7. Juli 2
014 erhob der Versicherte am 4.
September 2014 (Urk. 10/131), ergänzt am
13. Oktober 2014
(Urk. 10/
137
)
unter Beilage eines
neuen
Arzt
berichts
(Urk. 10/136)
, Einwand.
Mit Mitteilung vom 10. September 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten den Abschluss der beruflichen Einglie
derung mit (Urk. 10/134). Mit
Verfügung
vom 14. August 2015 hob die IV-Stelle die Invalidenrente wie angekündigt auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf (Urk. 10/140
=
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 16. September 2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgelt
lichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2).
In der
Beschwerde
antwort
vom 20. Oktober 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 9), was dem Beschwerdeführer mit gerichtlicher Verfügung vom 27. Oktober 2015 mitgeteilt wurde. Zugleich wurde ihm die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Advokatin Karin
Wüthrich
,
Pro
cap
Schweiz, Olten, als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (Urk. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung; IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psy
chosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Bei
spiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare
andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit ver
gleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähig
keit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invali
disierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksich
tigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch
für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug ent
wickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskate
gorie
sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die ver
sicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheit
lich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestim
mung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
1.
5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheits
-
zustandes
erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhält
nisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verän
dert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009
,
E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003
,
E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unter
schiedliche
Beur
-
teilung
der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverän
dert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchfüh
rung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehal
ten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revi
sion (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bun
desgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine
leistungsbeeinflus
sende
Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (Art. 74
ter
lit
. f
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung; IVV
) und die bisherige Invaliden
rente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (Art. 74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den
Ver
gleichszeitpunkt
einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustel
len (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010
,
E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010
,
E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entschei
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
gemäss dem in Auftrag gegebenen psychiatrisch-rheumatolo
gischen Gutachten habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stark verbessert. Aus rheumatologischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeits
fähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten
. Im psychiatrischen Teilgutachten sei der Diagnose einer chronischen Anpassungsstörung mit regressiv-depres
siver Störung Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen worden. Dabei handle es sich jedoch um eine Z-Diagnose, welche nicht unter den Begriff eines rechtserheblichen Gesundheitsschadens falle. Des Weiteren lägen erhebliche psychosoziale Probleme vor, welche invaliditätsfremd seien. Nach dem Gesagten bestehe kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden mehr (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
brachte in seiner Beschwerde unter Hinweis auf den Bericht seines behandelnden Psychiaters vor, beim psychiatrischen Gutachten handle es sich lediglich um eine andere Einschätzung der unveränderten gesundheitlichen Situation (Urk. 1 S. 4).
Dass sich sein Gesundheitszustand nicht verbessert habe, ergebe sich nicht nur aus den Berichten des behan
delnden Psychiaters, sondern auch aus der RAD-Stellungnahme vom 7. August 2012 sowie aus dem Fragebogen zur Rentenrevision vom 2. April 2012 (Urk. 1 S. 4-5).
Einzig im Gutachten von
Dr.
Z._
sei von einer Verbesserung ausgegangen worden, jedoch habe die Beschwerdegegnerin selber ausgeführt, die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge im Gut
achten seien wenig einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen in nicht nachvollziehbarer Weise hergeleitet worden. Es sei nicht statthaft, nur die „passenden“ Teile des Gutachtens zu berücksichtigen. Dr.
Z._
habe auch als einziger keine depressive Störung diagnostiziert (Urk. 1 S. 5).
Dadurch, dass weder der Gutachter noch der RAD zu den Ausführungen des behandelnden Psychiaters vom
3.
Oktober 2014 Stellung genommen habe, sei das rechtliche Gehör verletzt worden. Zusammenfassend machte der Beschwerdeführer geltend, auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden (Urk. 1 S. 6). Für den Fall, dass dem Gutachten dennoch Beweiswert zuge
standen werde, hielt er fest, dass es sich bei der chronischen
Anpassungs
störung
(ICD-10: F43.2) nicht um eine Z-Diagnose handle und der Gutachter deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestätigt habe. Dabei habe er die psychosozialen Komponenten berücksichtigt. Im Übrigen
handle es sich bei den genannten psychosozialen Komponenten um Folgen der be
s
tehenden psychischen E
r
kran
kung
, sodass selbst beim Abstellen auf das Gutachten von einer höheren als der 40%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei
(Urk. 1 S. 6
-7
).
Des Weiteren behielt er sich Ausführungen zu einem
Einkommens
vergleich
vor (Urk. 1 S. 7).
3.
3.1
Den massgebenden
Vergleichszeitpunkt (vgl. E. 1.
5
vorstehend) bildet die
Mitteilung
vom
2
0.
Januar 2011 (Urk. 10/75).
Diese basierte auf dem
psychi
atrisch-neurologischen Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Neurologie,
und
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom
4.
November 2010
(Urk. 10/72)
sowie auf der RAD-Stellungnahme von
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 1
4.
Dezember 2010 (vgl. Urk. 10/74/3-4).
Gemäss dem
Gutachten
von
Dr.
A._
und
Dr.
B._
vom 4. November 2010 lag keine relevante neurologische Pathologie vor
(Urk. 10/72
/16
)
. Aus psychiatrischer Sicht litt der Beschwerdeführer an einer mittelschweren depressiven Episode an der Grenze zu einer schweren depressiven Episode. Er war in seiner Stimmung eingeschränkt schwingungsfähig, hatte Insuffizienz- und Wertlosigkeitsgefühle, kein Interesse, keinen Antrieb und war
h
ypobul
und
anhedon
. Seine kognitiven Fähigkeiten waren im Rahmen der Depres
sion beeinträchtigt.
Eine
Persönlichkeitsstörung wurde
nicht
diagnostiziert und die posttraumatische Belastungsstörung wurde als abgeheilt beurteilt (Urk. 10/72/15).
Aus
bidisziplinärer
Sicht gelangten die Gutachter zum Schluss,
der Beschwerdeführer sei aufgrund der schweren mittelgradigen depressiven Episode noch bis im Juni 2011 vollumfänglich arbeitsunfähig. In dieser Zeit sei die Tätigkeit im geschützten Umfeld zu steigern, so dass er ab Sommer 2011 im Rahmen von 30
%
in der freien Marktwirtschaft arbeiten können sollte. Dies sei aus gutachterlicher Sicht wahrscheinlich und ihm vor dem Hintergrund der zumutbaren Willensanstrengung zuzumuten. Die Fort
setzung der psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behand
lung sei sinnvoll. Im Reintegrationsprozess müsse beachtet werden, dass er unter einem erheblichen psychosozialen Druck stehe, solange die Problematik mit der Ehefrau und das Sorgerecht der Tochter noch nicht gelöst seien. Er benötige viel Zuspruch und Zuwendung, damit er seine
Motivation weiter stabilisieren
könne. Diesbezüglich sei die Intensivierung der psychotherapeu
tischen Behandlung empfehlenswert
(Urk. 10/72/16-17).
Dr.
C._
hielt in der RAD-Stellungnahme vom
1
4.
Dezember 2010
fest,
auf das eingeholte Gutachten könne abgestellt werden. E
s lägen folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor: eine depressive Episode mittleren bis schweren Grades (ICD-10: F32.1/2) mit
Chronifizierung
,
dysthyme
schwer nehmende Persönlichkeitszüge (ICD-10: F73.1), ein Status nach posttraumatische
r
Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) nach Überfall mit Körperverletzung am 2
3.
November 2009, eine leicht bis mässig ausgeprägte kognitive Störung bei seelischer Interferenz sowie ein leicht ausgeprägtes linksbetontes
Zervikalsyndrom
.
Neurologische
Einschränkungen lägen keine relevanten vor. Aus psychiatrischer Sicht habe sich eine leichte Besserung eingestellt. Nach wie vor lägen aber mit grosser Wahrscheinlichkeit kognitive Einschränkungen in Bezug auf das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit, die Ablenkbarkeit und die Konzentration vor mit einer Verlangsamung und Ver
armung des Gedankengangs. Bis Juni 2011 bestehe eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit für die bisherige sowie für angepasste Tätigkeiten. Ab Juli 2011
sei für die bisherige Tätigkeit weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
auszugehen. Für eine angepasste Tätigkeit mit dem Belastungs- und Ressourcenprofil der jetzigen geschützten Arbeitsstelle sei von einer Arbeits
fähigkeit von 30
%
auszugehen. Damit ein Übergang in die freie Marktwirt
schaft möglich sei, benötige
d
er
Beschwerdeführer
berufliche Massnahmen oder Integrationsmassnahmen sowie die Unterstützung des jetzigen Arbeit
gebers. Die Prognose sei zwar ernst, aber nicht hoffnungslos, insbesondere weil der Beschwerdeführer eine
leichte Besserung zeige und motiviert sei, seine Lebenssituation noch etwas zu verbessern
. Die nächste medizinische
Reevaluation
sei in zwei Jahren indiziert
(Urk. 10/74/3
-4
)
.
3.2
3.2.1
Im Rahmen des
Anfang April
2012 eingeleiteten Revisionsverfahrens
(Urk.
10/78
ff.), das zur angefochtenen Verfügung vom
14. August 2015
(Urk. 2) führte, wurden
Berichte der behandelnden Ärzte
(Urk. 10/
8
1, Urk. 10/83, Urk. 10/89, Urk. 10/102, Urk. 10/136)
,
der RAD-Untersuchungs
bericht vom
9.
August 2012 (Urk. 10/90) sowie das psychiatrisch-rheumato
logische Gutachten von
Dr.
Z._
und
Dr.
Y._
(Urk. 10/105-108)
eingeholt.
Der behandelnde Psychiater
Dr.
med.
D._
,
Spezial
arzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, diagnostizierte in seinem Bericht vom
3.
Juni 2012
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.11), eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) sowie ein
chronifiziertes
Schmerzsyndrom, und mass diesen Erkran
kungen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 10/83/1). Er führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem letzten Bericht zu psychotherapeutischen Gesprächen zu ihm gekommen und habe die verschriebenen Medikamente eingenommen. Durch die ganze Zeit habe er unter depressiven Symptomen gelitten.
Er sei niedergeschlagen gewesen, innerlich angespannt, ängstlich, im Antrieb vermindert, lust- und interesselos. Er habe sich schon lange Zeit stark zurückgezogen, lebe sozial isoliert und pflege kaum mehr Kontakt zu seiner Tochter. Die Kontakte im Rahmen der Tagesstätte in
E._
seien spärlich und ungenügend. Er schäme sich wegen seiner Arbeitsunfähigkeit, leide deswegen unter starker Selbstwertproblematik und fühle sich minder
wertig. Neben den psychischen Symptomen habe er starke körperliche Beschwerden, werde von andauernden Schmerzen und Schwindelgefühlen geplagt. Der Zustand habe sich
chronifiziert
und einen invalidisierenden Verlauf genommen. Er sei aus psychiatrischer Sicht nach wie vor arbeitsun
fähig. Trotz der durchgeführten Therapie seien psychische und körperliche Symptome in gleicher Intensität vorhanden. Nach dem bisherigen Verlauf sei auch in Zukunft mit keiner wesentlichen Besserung zu rechnen. Die Prognose sei ungünstig (Urk. 10/83/1-2). Er sei nur zu einer 50%igen Tätigkeit in einem geschützten psychiatrisch/psychologisch geführten Milieu in der Lage und zeige auch dort starke Leistungsschwankungen. Ansonsten sei er seit Januar 2011 durchgehend sowohl in seinem angestammten als auch in jedem anderen Beruf voll arbeitsunfähig (Urk. 10/83/3, Urk. 10/83/7).
3.2.2
Dr.
C._
nannte in seinem
Untersuchungsbericht vom
9.
August 2012
die Diagnose
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittel
gradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11), welcher er Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zumass. Den Status nach posttrauma
tischer Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) nach Überfall mit Körperverlet
zung am 2
3.
November 2009 beurteilte er als ohne Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit (Urk. 10/90/7).
Dr.
C._
führte
aus, es seien keine von der Norm abweichenden Verhal
tensauffälligkeiten beobachtbar gewesen. Insbesondere seien keine
Schmerz
expressionen
oder schmerzbedingte Ausgleichshaltungen und
Positions
wechsel
erk
ennbar gewesen (Urk. 10/90/4). Auch beim Empfang sei die Kon
taktaufnahme inklusive Blickkontakt unauffällig gewesen (Urk. 10/90/1).
Die Auffassung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht eingeschränkt, da der Beschwerdeführer dem Gespräch folgen und die gestellten Fragen beantworten könne. Die Merkfähigkeit sei mittelgradig, das Langzeitgedächt
nis leicht- bis mittelgradig reduziert. Das Kurzzeitgedächtnis sei unauffällig, das formale Denken logisch, kohärent und leicht verlangsamt. Der affektive Rapport sei knapp herstellbar bei leicht- bis mittelgradig reduzierter affekti
ver Modulationsfähigkeit und mittelgradig reduzierter Stimmung. Die Freudfähigkeit sei mittelgradig reduziert, ebenso das Interesse am Leben und die Hoffnung, dass alles noch einmal besser werde. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein seien mittelgradig reduziert. Das Gefühl für Vitalität, Kraft und Energie sei ebenfalls mittelgradig reduziert. Antrieb und Psychomotorik seien leicht- bis mittelgradig reduziert (Urk. 10/90/5
, Urk. 10/90/8
).
Es hätten sich Hinweise auf eine leichte bis mittelgradige Verdeutlichungstendenz sowie eine leichte bis mittelgradige intrapsychische Selbstlimitierung ergeben (Urk. 10/90/6).
Dr.
C._
gelangte zum Schluss,
der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers habe sich im Vergleich zur letzten materiellen Prüfung nicht wesent
lich verändert.
E
s sei weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowohl in bisheriger als auch in angepasster Tätigkeit ausgewiesen
. Der Beschwerde
führer arbeite seit circa drei Jahren mit einem 50%-Pensum
in einer geschützten Werkstatt. Während dieses Zeitraums habe keine wesentliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden können. Wegen der in
zwischen erfolgten
Chronifizierung
der depressiven Störung und aufgrund einer hereditären Prädisposition für affektive Erkrankungen müsse die Prog
nose
als ungünstig bezeichnet werden (Urk. 10/90/8).
3.2.3
In seinem Bericht vom 2
3.
Dezember 2013 nannte
Dr.
D._
die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode (ICD-10: F33.11, F33.2), sowie einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) nach einem Überfall mit Körperverletzung am 2
3.
November 2009 (Urk. 10/102/1). Weiter führte er aus, die psychische Störung habe sich als therapieresistent erwiesen (Urk. 10/102/2). Der Beschwerdeführer sei in der freien Marktwirtschaft nicht vermittelbar. Er sei lediglich imstande, eine 50%ige Tätigkeit in geschütztem Rahmen auszuüben (Urk. 10/102/3). Auch dabei habe er zeitweise Probleme gehabt (Urk. 10/102/6).
3.2.
4
Das
internistisch-rheumatologische
Gutachten von Dr.
Y._
vom
4
. J
uni 2014
gliedert sich in eine ausführliche Darstellung der Anamnese, der Aktenlage, in Abschnitte über die sub
jektiven Angaben des Beschwerdefüh
rers zum aktuellen Leiden, die aktuelle
Medikation, den internistisch-rheu
matologischen Status und die Laborbefunde, sowie in eine Auflistung der rheumatologischen Diagnosen und die abschlies
sende Beurteilung der zu klä
renden Fragen (vgl. Urk.
10/107
/1). Die Untersuchung
erfolgte am
12
.
Mai
201
4
(Urk.
10/107
/2).
Wie der Expertise zu entnehmen ist, klagte
der Beschwerdeführer
über
eine Gicht
und über
Schmerzen
in den Ellbogen rechts mehr als links, in beiden Händen sowie im Nacken und lumbal. Manchmal, zuletzt vor etwa zwei Monaten, sei sein rechtes Knie stark geschwollen und sehr schmerzhaft
(Urk.
10/107/38
).
Dr.
Y._
führte in ihrer Beurteilung aus, in der klinischen Untersuchung seien
Diskrepanzen aufgefallen. Das intermittierende Schmerzstöhnen ver
schwinde bei Ablenkung
wie auch der intermittierend hinkende Gang. Die
Lendenwirbelsäule
und die
Brustwirbelsäule
seien normal beweglich. Bei der
direkten Prüfung der Beweglichkeit der
Halswirbelsäule
habe der Beschwerde
führer deutliche Einschränkungen gezeigt, unter Ablenkung habe sich die Beweglichkeit jedoch normalisiert. Die Bioimp
edanz-Analyse zeige trotz des Übergewichts eine erfreulich grosse Muskelmasse von 57
%
, welche den Normwert von 40
%
weit übertreffe. Eine lang andauernde körperliche Scho
nung könne daraus nicht abgeleitet werden
. Die Röntgenuntersuchungen der Lendenwirbelsäule, beider Hände und beider Ellbogen sowie des linken Knies hätten
altersentsprechende beziehungsweise normale Befunde gezeigt. Im rechten Knie sei die Patella
bipartita
sichtbar sowie eine minimale
Femoro
patellar-Arthrose
ohne Gelenkerguss und ohne Hinweise auf eine Gicht. Die MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule zeige als Hauptbefunde eine fortge
schrittene
Osteochondrose
C5/C6 mit bilateraler Einengung der
Neurofora
mina
mit möglicher Reizung der Nervenwurzeln C6 beidseits. Die Befunde der Halswirbelsäule seien seit November 2009 im Wesentlichen unverändert (Urk. 10/107/47).
Dr.
Y._
führte aus, die strukturellen Befunde im rechten Knie sowie im Bereich der Halswirbelsäule schränkten die Leis
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers ein, würden indes
d
er 100%igen Aus
übung einer angepassten Tätigkeit nicht entgegenstehen.
An beiden Händen seien an den Fingerkuppen des Daumens und Zeigefingers Gebrauchsspuren auszumachen, welche der Beschwerdeführer auf seine Arbeit zurückführe, was plausibel sei. Anhand der Gebrauchsspuren sei ersichtlich, dass er aktuell lang andauernd
beide
Hände kraftvoll einsetze. Diskrepant dazu sei die gezeigte maximale Handkraft von 26
%
rechts (bei 74
%
links). Aus rheu
matologischer Sicht gebe es keine Ursache für eine deutlich verminderte Handkraft rechts.
Es
habe bei der Messung eine Selbstlimitierung bestanden (Urk. 10/107/48).
Der Gesundheitszustand habe sich seit 2006 nicht verändert (Urk. 10/107/52).
In ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Y._
aus, der Beschwerdeführer könne keine kniebelastenden Tätigkeiten ausführen und Lasten bis zu 15 Kilogramm heben oder tragen (leichtes bis mittelschweres Belastungsniveau). Da keine Arbeitsplatzbeschreibungen der angestammten Tätigkeiten vorhanden seien, sei es unklar, ob bei den angestammten Tätig
keiten Teilbereiche vorhanden seien, welche er nicht ausüben könne.
Dem Profil entsprechende Tätigkeiten könne er zu 100
%
ausüben (Urk. 10/107/50).
3.2.5
Dr.
Z._
begut
achtete den Beschwerdeführer am
4.
April 2014
und erstat
tete sein psychiatri
sches Gutachten am
8
.
April 2014
(Urk.
10/105
/1). Er gelangte zur Diagnose einer
chronischen Anpassungsstörung mit regressiv-depressiver Störung (DSM-IV 309.9)
, welcher er eine Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit zumass
. Ferner nannte er eine Persönlichkeitsakzentuierung mit ängstlich-vermeidenden, selbstunsicheren Anteilen (ICD-10: Z73.1),
als
Differentialdiagnose
eine
Persönlichkeitsstörung,
sodann
chronischen Schmerz (ICD-10: R52), einen Status nach posttraumatischer
Belastungsstö
rung
(ICD-10: F43.1) und psychosoziale Probleme, wobei er diese psychiat
rischen Diagnosen als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte
(Urk.
10/105/28
).
In seiner Beurteilung führte er aus,
bei der Begutachtung durch ihn
hätten
Klagen über die gescheiterte zweite Ehe ganz im Vordergrund der Beschwer
den gestanden
.
Der Beschwerdeführer habe in diesem Zusammenhang in lebensbilanzierender Weise depressive Symptome bis hin zu Suizidgedanken angegeben, wobei die Darstellung der subjektiv beklagten Beschwerden objektiv als Verbitterung und neurotische Verarbeitung seines gescheiterten Lebensweges einzuordnen sei (Urk. 10/105/20). Im Psychopathologischen seien aktuell nur leichtgradige depressive Symptome fassbar mit depressiver Grundstimmung und
mässiggradiger
Antriebsstörung. Eine
Interessenverar
mung
oder Lustlosigkeit werde zwar subjektiv beklagt, sei jedoch anhand des Tagesablaufes und den Schilderungen seiner mannigfaltigen Interessen nicht nachvollziehbar. Aus gutachterlicher Sicht sei die psychische Störung des Beschwerdeführers zumindest aktuell nicht im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung gemäss ICD-10 einzuordnen (Urk. 10/105/21).
Dies begründete Dr.
Z._
mit dem Scheitern der Depressionsbehandlung, dem Fehlen einer hereditären Belastung des Beschwerdeführers und damit, dass das psychopathologische Geschehen durch massive psychosoziale Probleme (finanzielle Probleme, Alleinleben, soziale Is
olierung) ausgelöst worden sei
und durch diese weiterhin unterhalten
werde
. Vielmehr handle es sich um eine neurotisch bedingte Verhaltensstörung mit regressiv-depressiv-ängst
lich-vermeidenden Affekten (Urk. 10/105/21).
Derartige Probleme seien als Anpassungsstörung zu verschlüsseln. Der Beschwerdeführer leide an einer chronischen Anpassungsstörung mit vornehmlich depressiver Affektlage (DSM-IV 309.9), wobei die Anpassung an das Scheitern in lebensrelevanten Fragen (Ehe, Beruf) dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei und
maladap
tiv
neurotisch mit regressiv-depressiven Verhaltensweisen verarbeitet worden sei (Urk. 10/105/22).
Die Kriterien einer posttraumatischen
Verbitterungsstö
rung
seien erfüllt (Urk. 10/105/22-23), wohingegen der ICD-10 die Dauer der Anpassungsstörung auf zwei Jahre begrenze. Die diagnostischen Kriterien
für eine Anpassungsstörung nach DSM-IV seien hingegen erfüllt (Urk. 10/105/23).
Das beschriebene Störungsbild habe sich auf der Grundlage
einer Persönlichkeitsakzentuierung mit ängstlich-vermeidenden, unsich
eren Zügen entwickelt (Urk. 10/105/24). Die für eine posttraumatische
Belas
tungsstörung
erforderlichen Symptome seien nicht erfüllt und würden auch vom Beschwerdeführer weder spontan berichtet noch auf Nachfrage beklagt (Urk. 10/105/25).
Nach Befragen, jedoch nicht spontan, habe er über chroni
sche Schmerzen geklagt. Gegen das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerz
störung
gemäss ICD-10: F45.4 sprächen das fehlende Klagen über Schmer
zen, die fehlende Symptomausweitung, der Schmerzcharakter der Beschwer
den sowie die mässige Intensität der subjektiven Schmerzwahrnehmung bei weitgehend adäquatem Schmerzaffekt. Zudem sei die Intensität des subjekti
ven Schmerzempfindens nicht abhängig von psychosozialen und
emotiona
len
Faktoren. Daher sei von chronischen Schmerzen nach ICD-10:
R
52 aus
zugehen (Urk. 10/105/25).
Dadurch sei er nicht nachhaltig gestört (Urk. 10/105/26). Im Vergleich zum Zeitpunkt der RAD-Untersuchung durch Dr.
C._
habe sich der psychische Gesundheitszustand gebessert
(Urk. 10/105/27).
Im Abschnitt über die Arbeitsfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit führte Dr.
Z._
aus,
beim Beschwerdeführer lägen sozio-kulturelle und psy
chosoziale Faktoren vor, welche psychopathologisch wirksam geworden seien. Diese habe er von psychischen Störungsbildern abgegrenzt. Aus rein versicherungs-psychiatrischer Sicht sei die Zumutbarkeit der Überwindung der psychischen Störung teilweise eingeschränkt. Seit der letzten Revision habe sich der psychische Gesundheitszustand gebessert. Die affektiv depres
sive Symptomatik sei leicht- bis allfällig mittelgradig. Die diagnostische Einschätzung sei different zu den Vorgutachten. Infolge der chronischen Anpassungsstörung mit regressiv-depressiver Störung (DSM-IV 309.9) sei der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit um schätzungsweise 40
%
ein
geschränkt (Urk. 10/105/29).
In Beantwortung der Zusatzfragen gab er an, auch in Würdigung des
Längs
schnittverlaufs
habe sich der psychische Gesundheitszustand seit der letzten Revision verbessert. Obschon eine andere diagnostische Einordnung erfolge,
sei nicht von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen. Die Verbesserung des Gesundheitszustands könne auf eine teilweise Adaption zurückgeführt werden (Urk. 10/105/30-31).
3.2.6
Aus interdisziplinärer Sicht hielten Dr.
Y._
und Dr.
Z._
fest, dem Beschwerdeführer sei eine angepasste Tätigkeit zu
6
0 % zumutbar.
Diese Beurteilung gelte seit dem Datum der psychiatrischen Untersuchung vom 4. April 2014
(Urk. 10/108).
3.2.7
RAD-Ärztin
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin, führte am 2
0.
Juni 2014 aus, das erstellte Gutachten beantworte die gestellten Fragen, berücksichtige die geklagten Beschwerden, sei in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt worden und sei in der Befunderhebung vollständig. Lediglich die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sei wenig einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen seien in nicht ganz nachvollziehbarer Weise hergeleitet worden (Urk. 10/112/4).
Gemäss dem Gutachten sei der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Schlosser aus rein psychischen Gründen zu 40
%
eingeschränkt. Aus medizinisch-theoretischer Sicht handle es sich aber nicht um eine Diagnose von erheblicher Schwere, welche
jedwelche
Tätigkeit dau
erhaft einzuschränken vermöge. Auch die Leistungseinschränkungen seien nicht dermassen gravierend, was anhand des sehr wenig pathologischen Befundes und des hohen Aktivit
ätsniveaus ersichtlich sei. Dr.
F._
schloss,
in
körperlich schwere
n
Tätigkeit
en
sei
der Beschwerdeführer
aus somatischen (nicht aber psychischen) Gründen
plausiblerweise
zu 40
%
eingeschränkt. Für körperlich leichte Tätigkeiten hingegen bestehe ab dem Begutachtungszeitpunkt keine Einschränkung mehr. Ihre arbeitsmedizinische Einschätzung divergiere von der gutachterlichen Einschätzung, da aus arbeitsmedizinischer Sicht zwischen unzumutbaren körperlich schweren und zumutbaren körperlich leichten Tätigkeiten unterschieden werden müsse (Urk. 10/112/5).
3.2.
8
Dr.
D._
äusserte sich am
3.
Oktober 2014 zum Gutachten von Dr.
Z._
.
Er tat sein Unverständnis darüber kund, dass
Dr.
Z._
keine depressive Störung diagnostiziert und dass
er
eine erhebliche psychiatrische Belastung in der Familie
des Beschwerdeführers verneint ha
be
. Er hielt fest,
die
Arbeitsunfähigkeit
des Beschwerdeführers
sei erst infolge der Depression ein
getreten. Nachdem
dies
er sich vom Überfall mit körperlichen Verletzungen erholt habe, bestünden keine andauernden Belastungen mehr, welche die gutachterlich gestellte Diagnose zu rechtfertigen vermöchten. Die Verände
rungen seit der letzten Begutachtung seien korrekt wiedergegeben worden, jedoch würden die vom Gutachter erwähnten Symptome bestätigen, dass weiterhin eine depressive Störung vorhanden sei (Urk. 10/136/2).
Seit der
Begutachtung habe sich d
er Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
nicht
verändert.
Mit dem jetzigen Gutachten sei die gleiche Situation, wie sie beim Gutachten von
Dr.
A._
sowie bei der RAD-Untersuchung durch
Dr.
C._
vorgelegen habe, anders interpretiert worden. Es bestehe wei
terhin nur im geschützten Rahmen eine Arbeitsfähigkeit und selbst da habe der Beschwerdeführer Mühe
(
Urk. 10/136
).
4.
4.1
Strittig ist vorerst, ob es zwischen dem 2
0.
Januar 2011 und der angefochte
nen Verfügung vom 1
4.
August 2015 überhaupt zu einer relevanten Verän
derung der tatsächlichen Verhältnisse gekommen ist.
Aus somatischer Sicht hat sich der Gesundheitszustand unbestrittenermassen nicht wesentlich ver
ändert, was mit den Angaben von
Dr.
Y._
im Gutachten in Einklang steht (Urk. 10/107/52).
Dr.
Z._
gelangte in seinem Gutachten zum Schluss, der psychische Gesundheitszustand habe sich seit der letzten Revision und auch im Ver
gleich zum Zeitpunkt der RAD-Untersuchung durch
Dr.
C._
ver
bessert (Urk. 10/105/27, Urk. 10/105/29-31). Diese Angaben machte er im Bewusst
sein seine
r
abweichende
n
diagnostische
n
Einschätzung (Urk. 10/105/29). So führte er explizit aus, obschon eine andere diagnostische Einordnung erfolge, sei nicht von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen (Urk. 10/105/
30-31)
.
Vergleicht man die von
Dr.
Z._
erhobenen Befunde mit
den
früher erho
benen, ist darin eine Verbesserung zu
erkenne
n, dass
die affektiv depressive Symptomatik
bei der Begutachtung durch ihn
nur noch leicht- bis allfällig mittelgradig ausgeprägt war (Urk. 10/105/29). Der Rapport zum Beschwerdeführer konnte sehr gut hergestellt werden inklusive Blickkontakt (Urk. 10/105/15),
währenddem
er bei der Untersuchung durch
Dr.
C._
im August 2012 nur knapp herstellbar
gewesen
war (Urk. 10/90/5).
Gemäss dem Gutachten
von
Dr.
A._
und
Dr.
B._
, welches zur letztmaligen Bestätigung der ganzen Rente
ge
führt
hatt
e, wies der Beschwerdeführer kein Interesse und keinen Antrieb auf (Urk. 10/72/15).
Bei der Begutachtung durch
Dr.
Z._
war die Antriebsstörung nur noch
mässiggradig
ausge
prägt und eine Interessenverarmung angesichts der Schilderungen mannig
faltiger Interessen nicht nachvollziehbar (Urk. 10/105/21).
So berichtete der Beschwerdeführer nebst seinem Interesse für Sportsendungen
im Fernsehen
- besonders Tennis, Pferdesport und Basketball -
(Urk. 10/105/13) namentlich
über sein grosses Hobby
,
das Fischen, welches er ein- bis zweimal wöchent
lich ausübe (Urk. 10/105/9). Ferner interessiert
e
er sich
laut Gutachten
für d
ie Nachrichten (Urk. 10/105/13), für politische wie auch sportliche Themen und für die Tagesaktualität (Urk. 10/105/11). Er bildet
e
sich in seiner Freizeit, wobei er viel
las
, intellektuell hochwertige Bildungssendungen im Fernsehen verfolgt
e
und in der Allgemeinbildung ein überdurchschnittliches Wissen aufw
ies
(Urk. 10/105/11).
Insgesamt kann vor diesem Hintergrund
mit weni
ger ausgeprägten depressiven
Symptome
n
sowie
mit gesteigerten
Interessen die von
Dr.
Z._
angegebene Verbesserung des psychischen Gesund
heitszustand
s nachvollzogen werden.
Dabei ist zu beachten, dass die Not
wendigkeit, eine bloss andere Beurteilung nicht als Anlass einer materiellen Revision gelten zu lassen, nicht dazu führen darf, dass die Anforderungen an den Nachweis einer Veränderung so hoch angesetzt werden, dass die ursprüngliche Festlegung praktisch perpetuiert wird. Dies gilt insbesondere für psychiatrische Beurteilungen, bei denen praktisch immer ein Spielraum besteht, innerhalb dessen verschiedene medizinische Interpretationen mög
lich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorge
gangen ist. Hier können die Beurteilungen nicht immer lückenlos mit
Tat
sachenschilderungen
unterlegt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 2
9.
August 2011, E. 4.4 mit Hinweisen).
Nach dem Gesagten
sind
eine Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen
respek
tive ein Revisionsgrund
rechtsgenüglich
ausgewiesen. Dies hat zur Folge,
dass der
Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend ("allseitig")
neu zu prüfen ist
, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht
(Urteil des Bundesgerichts
9C_378/2014 vom 21.
Oktober
2014
,
E. 4.2).
4.2
4.2.1
Der somatische Teil des aktuellsten Gutachtens blieb unbeanstandet. Dr.
Y._
untersuchte den Beschwerdeführer internistisch, rheumatolo
gisch, neurologisch sowie mittels Bioimpedanz-Analyse und
Laborunter
suchungen
(Urk. 10/107/
40-45), hatte
detaillierte
Kenntnis der
Vorakten
(Urk. 10/107/5-37), erhob die Anamnese (Urk. 10/107/2-4) und berücksich
tigte die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Leiden (Urk. 10/107/38). Gestützt darauf gelangte sie zum Schluss, dass der Beschwerdeführer
für Tätigkeiten mit einem leichten bis mittelschweren Belastungsniveau (Heben oder Tragen von Lasten bis zu 15 Kilogramm)
voll einsetzbar sei. Dies über
zeugt vor dem Hintergrund der verminderten Belastbarkeit und Beschwerden des rechten Knies sowie der Halswirbelsäule (Urk. 10/
107/46) bei jedoch unter Ablenkung
weitgehend unauffälligen Befunden (Urk. 10/107/40-44) mit weit über dem Normwert liegender Muskelmasse (Urk. 10/107/47) und bei deutlichen Gebrauchsspuren an den Händen (Urk. 10/107/48).
Zu einer aus somatis
cher Sicht weitgehend erhaltenen
Erwerbsfähigkeit passt auch, dass der Beschwerdeführer keine Schmerzmittel benötigt (
Urk. 10/107/47, Urk. 10/107/51).
4.2.2
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest, für körper
lich leichte Tätigkeiten bestehe aus rheumatologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 2 S. 2). Der Beschwerdeführer ist gelernter Schweisser/Schlosser (Urk. 10/12/4, Urk. 10/25/2) und arbeitete zuletzt wäh
rend mehrerer Jahre für die
G._
AG, wo er Spengler- und Schweissarbeiten erledigte (Urk. 10/12/5,
Urk. 10/25
/2, Urk. 10/25/5, Urk. 10/25/8)
. Weshalb sie die angestammte Tätigkeit als Schweisser
als weiterhin zumutbar und damit als
körperlich
nicht belastende
Tätigkeit
ein
stufte
, begründete die Beschwerdegegnerin nicht. Den Akten lassen sich keine Angaben dazu entnehmen, welchem Belastungsprofil die Spengler- und Schweissarbeiten bei der
G._
AG entsprachen (vgl. insbe
sondere den Arbeitgeberfragebogen von Ende Mai 2006, Urk. 10/17).
Dem
nach bleibt offen, ob der Beschwerdeführer dabei auch
Lasten von mehr als 15 Kilogramm heben oder tragen musste
, was ihm nunmehr nicht mehr zumutbar ist.
Ein Hinweis darauf, dass es sich
bei der angestammten Tätig
keit
nicht um eine
ausgesprochen belastende
Tätigkeit handelte, ist darin zu erblicken, dass der Hausarzt in seinem Bericht vom 5. Mai 2012 den Knie
schmerzen keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zumass und den Beschwerdeführer ausschliesslich wegen einer depressiven Störung als arbeitsunfähig erachtete (Urk. 10/81/1, Urk. 10/81/3).
Bei einer verminderten Belastbarkeit und Beschwerden
nicht nur des rechten Knies, sondern auch
der Halswirbelsäule (Urk. 10/107/46)
,
steht
jedoch
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Schweisser noch arbeitsfähig ist. Weitere diesbezügliche Abklä
rungen erübrigen sich indes, da auch für den Fall, dass er eine andere
,
dem von
Dr.
Y._
angegebenen
Zumutbarkeit
sprofil entsprechende Tätigkeit ausüben würde, kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert
.
4.2.3
Die Anstellung bei der
G._
AG verlor der Beschwerdeführer nicht aus gesundheitlichen Gründen (Urk. 10/10/1, Urk. 10/25/2-3, Urk. 10/25/5, Urk. 10/25/8, Urk. 10/105/9, Urk. 10/107/3).
Für die Bestim
mung des
V
alideneinkommens
sind
daher - ebenso wie für jene des
Invali
deneinkommens
-
die Löhne aus der
vom
Bundesamt für Statistik (BFS)
her
ausgegebenen
(seit 2012 in revidierter Form durchgeführten)
Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 201
4
beizuziehen.
Wäre der Beschwer
deführer gesund geblieben, hätte er sich mit überwiegender Wahrscheinlich
keit wieder eine ähnliche Tätigkeit mit einem vergleichbaren Verdienst gesucht.
Im Baugewerbe (Ziffern 41 bis 43) könnte er auf dem
Kompetenz
niveau
2, welches unter anderem das Bedienen von Maschinen umfasst, als Mann ein standardisiertes Einkommen von Fr. 5‘885.-- pro Monat erzielen
(LSE 201
4
Tabelle TA1
[Privater Sektor], im Internet abrufbar
).
Mangels anderer Berufsausbildungen kommen für ihn (im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils)
als Verweistätigkeit ungelernte respektive solche mit Hilfscharakter in Frage.
Das
in einer derart angepassten Tätigkeit
noch erzielbare standardisierte monatliche Einkommen
(
Kompetenzniveau 1
)
beträgt Fr. 5‘312.-- (LSE 2014 Tabelle TA1, Total
[Zentralwert]
Männer).
Der Umstand, dass dem Beschwerdeführer nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, ist kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017, E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Auch der Faktor Alter
wirkt sich
nicht (zwingend) lohnsenkend aus. Denn Hilfsarbeiten
wer
den auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) altersunabhängig
nachgefragt
(Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017, E. 3.4.3 mit Hinweisen).
Weitere Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nur mit einem unterdurch
schnittlichen Einkommen verwerten könnte, fehlen, weshalb von der Vor
nahme eines leidensbedingten Abzugs abzusehen ist.
Eine Hochrechnung
dieser monatlichen Einkommenszahlen
aufs
ganze
Jahr sowie eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2015 und an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit bliebe ohne Einfluss auf das prozentuale Verhältnis des Invalideneinkommens zum
Valideneinkom
men
. Pro Monat resultiert
bezüglich der somatischen Beeinträchtigung
eine Einkommenseinbusse von Fr.
573
.-- (Fr. 5‘885.-- minus Fr.
5‘312
.--), woraus sich im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr. 5‘885.-- ein
Invaliditäts
grad
von gerundet 1
0
%
ergibt.
4.3
Dr.
Z._
untersuchte
den Beschwerdeführer
psychiatri
sch
,
erhob die Anam
nese
(Urk. 10/105/4-10)
sowie die objektiven Befunde
(Urk. 10/105/
14-17)
und berücksichtigte die Angaben des Beschwerdeführers zu seinen Beschwerden
(Urk. 10/105/10-12)
, zu seinem Tagesablauf und seiner
Arbeitsfähigkeit
(Urk. 10/105/13)
sowie die
Vorakten
(Urk. 10/105/4)
.
Dr.
Z._
nannte als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einzig eine chronische Anpassungsstörung mit
regressiv-depressiver Störung
(Urk. 10/105/28).
Nach Ansicht des Gutachters liegt deshalb eine Arbeitsun
fähigkeit von 40
%
vor (vgl. vorstehende E. 3.2.5).
Nach der Rechtsprechung ist es in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beein
trächtigungen, somit auch bei psychischen Störungen, keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten
Arztperso
nen
, selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (andauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimm
ter Höhe und Ausprägung) führt. Aufgrund dieser tatsächlichen und recht
lichen Gegebenheiten hat die Rechtsprechung seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheits
zustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Unter
suchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall
das
Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu (BGE 140 V 193 E. 3.1 und 3.2). Es kann damit von einer medizinischen Einschät
zung der Arbeitsunfähigkeit aus rechtlicher Sicht a
bgewichen werden, ohne dass ein
grundsätzlic
h beweiskräftiges
Gutachten dadurch seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_106/2015 vom 1.
April 2015
,
E. 6.3).
Auffal
lend ist, dass bei der Begutachtung Klagen über
die
gescheiterte zweite Ehe
des Beschwerdeführers
ganz im Vordergrund standen (Urk. 10/105/20).
So berichtete
dies
er anlässlich der Befragung nach seinem aktuellen psy
chischen Leiden spontan über seine Erlebnisse in den Ehejahren mit seiner zweiten Frau, dass dies die Enttäuschung seines Lebens gewesen sei und er nicht darüber hinwegkomme (Urk. 10/105/10).
Die Depression entwickelte der Beschwerdeführer unter den Strapazen der Scheidung und infolge der Demütigungen durch seine Ex-Ehefrau (Urk. 10/105/18).
Nebst diesem psy
chosozialen Belastungsfaktor wurde das psychopathologische Geschehen durch weitere psychosoziale Faktoren wie finanzielle Probleme, Alleinleben und soziale Isolierung ausgelöst und
wird durch diese
weiterhin unterhalten
(Urk. 10/105/21
,
Urk. 10/105/27
)
. Daher muss
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert
in ausgeprägter Weise
vorhanden sein
, damit von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden ausgegangen werden kann (vgl. vorstehende E. 1.2)
.
Eine Anpassungsstörung ist jedoch
ganz allgemein im Grenzbereich dessen zu situieren, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und poten
tiell invalidisierendes Leiden gelten kann
(Urteil des Bundesge
richts
9C_636/2007
vom 2
8.
Juli
2008, E.
3.3.2
mit Hinweisen).
Auch eine mittelgra
dige depressive Episode, welche durch psychosoziale Probleme aus
gelöst wurde, stellt keine ausgeprägte psychische Störung dar (Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 2
3.
März 2009, E.
3.1 und 3.2), wie sie im vorliegenden Fall erforderlich wäre.
Unabhängig von der exakten Diagnose lag im Zeitpunkt der Begutachtung lediglich eine leicht- bis allfällig mittelgradig ausgeprägte affektiv depressive Symptomatik vor
(
Urk. 10/
105/21,
Urk. 10/
105/29
).
Diese Beurteilung über
zeugt vor dem Hintergrund der erhobenen Befunde mit sehr gut herstell
barem Rapport
(Urk. 10/
105/31), gut erhaltener Aufmerksamkeit, Konzent
ration und Auffassung
,
mit
nur minim zum negativen Pol verschobene
r
Grundstimmung, uneingeschränkter Schwingungsfähigkeit, leicht bis mässig reduziertem Antrieb, unauffälliger Psychomotorik, fehlenden Hinweisen auf eine generelle Freud- oder Interessenlosigkeit, reduziertem Selbstwert
(Urk. 10/
105/16
-17
) und angesichts der erhaltenen Interessen in verschiede
nen Bereichen
(Urk. 10/
105/11).
Eine
invalidisierende Wirkung einer
maximal
mittelschweren depressiven Störung
setzt
voraus,
dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren
Scheitern das Leiden als resistent ausweist (Urteil des Bundesge
richts 9C_917/2012
vom 14. August 2013
,
E. 3.2
mit Hinweis
).
Dr.
Z._
gab
indes
an, eine verhaltenstherapeutisch orientierte aktivierende und die erhaltenen Ressourcen fördernde Behandlung sei nur unzureichend durchge
führt worden
(Urk. 10/
105/27).
Er empfahl, d
ie persönlichkeitsakzentuierenden Symptome seien mehr in den Mittelpunkt der Therapie zu stellen und die psy
chopathologischen Symptome der chronischen Anpassungsstörung seien einer verhaltenstherapeutischen Behandlung zuzuführen
(Urk. 10/
105/30).
Hinzu kommt, dass mit
zeitweise
nur einer
Konsultation pro Monat beim behan
delnden Psychiater
Dr.
D._
(Urk. 10/90/3)
und auch bei zwei Konsultatio
nen pro Monat (Urk. 10/105/14)
nicht von einer ausreichend konsequenten Therapie gesprochen werden kann
(Urteil des Bundesgerichts
9C_454/2013
vom 2
9.
Oktober 2013, E. 4.1).
Somit hat sich die depressive Symptomatik
bislang
nicht
als
therapie
resistent erwiesen.
Aus dem Gesagten ist insgesamt
zu
schliessen
, dass
von der Ausgeprägtheit des Leidens her kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen ist. Im Übrigen handelt
es sich bei der beim Be
schwerdeführer vorhandenen depressiven Symptomatik um ein therapeutisch
noch
an
gehbares
Leiden
.
Infolgedessen liegt weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht ein invalidisierender Gesundheitsschaden vor, weshalb die Renteneinstellung im Ergebnis nicht zu beanstanden ist.
4.4
Der Beschwerdeführer wandte ein, dadurch, dass weder der Gutachter noch der RAD zu den Ausführungen des behandelnden Psychiaters vom
3.
Oktober 2014 Stellung genommen habe, sei sein Anspruch auf rechtliches Gehör ver
letzt worden (Urk. 1 S. 6).
Im Zusammenhang mit Expertengutachten bein
haltet das rechtliche Gehör insbesondere das Recht, Kenntnis vom Inhalt des Gutachtens zu nehmen und dem Experten ergänzende Fragen zu stellen. Verwaltung oder Gericht können jedoch von der Beantwortung der Ergän
zungsfragen durch den Experten absehen, wenn davon keine neuen Erkennt
nisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung
).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör
beinhaltet keineswegs die Verpflichtung, die
Sachverhalts
darstellung
einer Prozesspartei einer Gutachterin
oder einem Gutachter
nochmals vorzulegen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_142
/2014
vom 2
2.
Oktober 2014, E. 4.2.1 und 4.2.2 mit Hinweisen).
D
ies
em
formellen
Ein
wand des Beschwerdeführers ist daher nicht zu folgen.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
5.
5.1
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweige
rung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und
ermes
sensweise
auf
Fr. 8
00.
--
anzusetzen.
Entsprechend dem Aus
gang des Ver
fahrens sind sie dem
u
nterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge der ihm gewährten un
entgeltlichen Prozessführung (vgl.
Urk.
11
) jedo
ch einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen; dies unter Hinweis auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 des
Gesetzes über das
Sozial
ver
si
cherungsgericht
(
GSVGer
).
5.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist d
ie
unentgeltliche Rechtsvertreter
in
des Beschwerdeführers,
Advokatin Karin
Wüthrich
,
aus der
Gerichtskasse zu ent
schädigen.
Nach § 34 Abs.
3
GSVGer
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücks
icht auf den Streitwert.
Wird eine Entschädigung beansprucht, reicht die Partei dem Gericht vor dem Endentscheid eine detaillierte Zusammen
stellung über ihren Zeitaufwand und ihre Barauslagen ein. Im
Unterlas
sungsfall
setzt das Gericht die Entschädigung nach Ermessen fest (§ 8 in Verbindung mit
§
7
Abs. 2
der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht;
GebV
SVGer
). Trotz der gerichtlichen Aufforderung vom
2
7.
Oktober 2015 (Urk. 11
) hat
die
Rechtsvertreter
in
keine Kostennote eingereicht.
Ihre Entschädi
gung ist
daher von Amtes wegen festzuset
zen
.
Unter Berücksichtigung der massgeblichen Kriterien
ist
sie
mit
Fr. 2
‘
0
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.