Decision ID: 2b47be0d-55b5-566d-b73d-6dfe6cd6a413
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer reiste am 26. Oktober 2019 in die Schweiz ein
und suchte tags darauf um Asyl nach. Am 31. Oktober 2019 bevollmäch-
tigte er die ihm zugewiesene Rechtsvertretung. Bei der Aufnahme der Per-
sonalien am 1. November 2019 und dem Dublin-Gespräch am 7. Novem-
ber 2019 gab er an, er sei von Togo nach Frankreich geflogen und von dort
in einem Auto in die Schweiz gefahren worden.
A.b Die vom SEM am 11. November 2019 gestellte Dublin-Anfrage wurde
von Frankreich am 29. November 2019 dahingehend beantwortet, dass der
Beschwerdeführer den französischen Behörden nicht bekannt sei. Das
SEM teilte der Rechtsvertretung am 8. Dezember 2019 mit, das Dublin-
Verfahren sei beendet worden und das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers werde in der Schweiz geprüft.
A.c Am 22. Januar 2020 wurde der Beschwerdeführer angehört und gab
dabei zu Protokoll, er sei in B._ geboren. Von 2000 bis 2019 habe
er in C._ gelebt, in den Jahren (...), (...) und (...) seien seine Kinder
geboren. Seit 2018 lebe er nicht mehr mit der Mutter seiner Kinder zusam-
men. Die Kinder wohnten aktuell bei seiner Schwester. Zu seinen Asylgrün-
den gab er an, am (...) 2017 (SEM-Akte 1054967-21/15 F31) beziehungs-
weise am (...) 2016 (F44) sei sein Vater verstorben. Nach dem Trauerfest
für seinen Vater sei er nach C._ zurückgekehrt. Am (...) 2017 habe
ihn sein Cousin angerufen und ihm gesagt, er müsse ins Dorf seines ver-
storbenen Vaters gehen. Die Ältesten hätten ihm daraufhin mitgeteilt, als
ältester Sohn solle er den Platz seines Vaters als «traditioneller Chef / Chef
coutumier» einnehmen. Er habe um Bedenkzeit gebeten. Danach habe er
den Ältesten mitgeteilt, er sei Christ und könne den Platz seines Vaters
nicht einnehmen. Diese seien wütend gewesen und hätten Leute ge-
schickt, um ihn festzunehmen. Er sei am (...) 2018 in einem Raum ohne
Fenster eingesperrt worden. Am (...) 2019 habe einer der Wärter ihm ge-
holfen, zu entkommen, und ihm ein wenig Geld gegeben. Er sei nach
C._ gefahren und dort zum Pastor seiner Kirche gegangen. Nach
einigen Tagen habe er gesundheitliche Probleme bekommen. Eine Unter-
suchung im Krankenhaus habe keine Ergebnisse geliefert, er habe nicht
behandelt werden können. In der Zwischenzeit sei er bei seiner Schwester
gesucht worden. Die Leute vom Dorf hätten ihm und dem Pastor gedroht,
dass er sterben werde, sollte er nicht ins Dorf zurückkehren. Er sei auch
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spirituell bedroht worden, sein Gesundheitszustand habe sich verschlech-
tert und er leide an Migräne. Der Pastor habe ihm empfohlen, das Land zu
verlassen, da sich seine Gesundheit weiter verschlechtern würde, wenn er
nur in ein anderes Dorf ginge. Er sei verhext worden. Der Bruder des Pas-
tors habe ihm zur Ausreise verholfen. Er habe sich nicht an die Behörden
gewandt, weil diese ihm sonst gesagt hätten, er solle die Angelegenheit
unter den Familienmitgliedern regeln. Andere Probleme habe er nicht ge-
habt, aber die Dorfbewohner wären in der Lage gewesen, ihn umzubrin-
gen.
B.
Die Vorinstanz gab der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers am
29. Januar 2020 Gelegenheit, zum Entwurf des ablehnenden Asylent-
scheids Stellung zu nehmen. Die Stellungnahme der Rechtsvertreterin da-
tiert vom 30. Januar 2020.
C.
Mit Verfügung vom 31. Januar 2020 – gleichentags eröffnet – stellte das
SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,
lehnte sein Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und
beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug. Zudem wurden dem
Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis
ausgehändigt.
D.
Die dem Beschwerdeführer zugewiesene Rechtsvertretung legte ihr Man-
dat am 31. Januar 2020 nieder.
E.
Mit Eingabe vom 11. Februar 2020 liess der Beschwerdeführer durch eine
neu mandatierte Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erheben und beantragen, der Entscheid der Vorinstanz vom
29. Januar 2020 sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das
Asylgesuch einzutreten und das Asylverfahren in der Schweiz durchzufüh-
ren. Eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des
Wegweisungsvollzugs festzustellen und als Folge davon sei ihm die vor-
läufige Aufnahme in der Schweiz zu gewähren. Eventualiter sei der Ent-
scheid der Vorinstanz aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren
Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei der
Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren und der Vollzug der
Wegweisung sei zu sistieren. Die Vorinstanz und die Vollzugsbehörden des
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zuständigen Kantons seien mittels vorsorglicher Massnahmen unverzüg-
lich anzuweisen, bis zum Entscheid über die Beschwerde von jeglichen
Vollzugshandlungen abzusehen. Es sei ihm die unentgeltliche Rechts-
pflege (inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses) zu
gewähren und ihm seine Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin
beizuordnen. Es sei festzustellen, dass seine Verfahrensrechte verletzt
worden seien, da sein Asylverfahren entgegen den gesetzlichen Bestim-
mungen im beschleunigten anstatt im erweiterten Verfahren durchgeführt
und entschieden worden und sein Recht auf eine wirksame Beschwerde
verletzt worden sei.
F.
Am 19. Februar 2020 verzichtete die Instruktionsrichterin auf die Erhebung
eines Kostenvorschusses und lud die Vorinstanz zur Einreichung einer Ver-
nehmlassung ein.
G.
Mit Eingabe vom 3. März 2020 teilte die Rechtsvertreterin mit, das Rechts-
begehren in Ziff. 1 sei falsch gestellt worden, und bat um entsprechende
Korrektur. Neu laute dieses: Der Entscheid der Vorinstanz sei vollumfäng-
lich aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei hierzulande Asyl zu ge-
währen.
H.
Die Vernehmlassung der Vorinstanz datiert vom 2. März 2020. Diese wurde
dem Beschwerdeführer am 5. März 2020 zur Kenntnis gebracht und ihm
Frist zur Replik angesetzt. Er liess sich nicht dazu vernehmen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig
(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
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1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – einzu-
treten.
1.3 Gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG kommt einer Beschwerde von Gesetzes
wegen aufschiebende Wirkung zu. Die Vorinstanz hat die aufschiebende
Wirkung in der angefochtenen Verfügung nicht entzogen (vgl. Art. 55 Abs. 2
VwVG). Auf den Antrag, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung
zu erteilen, ist mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Die vorliegende Beschwerde war angesichts der darin aufgeworfenen
Rechtsfragen im Zeitpunkt ihrer Einreichung nicht offensichtlich unbegrün-
det. Mit Urteil E-6713/2019 vom 9. Juni 2020 (zur Publikation vorgesehen)
wurden diese Rechtsfragen allerdings im Rahmen eines analogen Be-
schwerdeverfahrens durch die Abteilungen IV und V des Gerichts koordi-
niert entschieden. Durch den Ausgang dieses Pilotverfahrens ist die Be-
schwerde offensichtlich unbegründet geworden. Sie ist deshalb heute im
vereinfachten Verfahren gemäss Art. 111 Bst. e AsylG zu behandeln.
4.
Vorab sind die formellen Rügen beziehungsweise die Beschwerdeanträge
zu prüfen, da diese allenfalls geeignet wären, eine Kassation der angefoch-
tenen Verfügung zu bewirken.
4.1 In der Beschwerde wird geltend gemacht, die Behandlungsfristen im
beschleunigten Verfahren seien überschritten worden, weshalb eine Über-
weisung ins erweiterte Verfahren hätte erfolgen müssen. Die Mandatsnie-
derlegung durch die Rechtsvertretung habe zusammen mit der kurzen Be-
schwerdefrist von sieben Arbeitstagen dazu geführt, dass das Recht des
Beschwerdeführers auf eine wirksame Beschwerde verletzt sei. Konkret
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sei im vorliegenden Fall das Dublin-Verfahren am 9. Dezember 2019 be-
endet worden. Da der Beschwerdeführer sein Asylgesuch bereits am
27. Oktober 2019 eingereicht habe, sei davon auszugehen, dass die Vor-
bereitungsphase zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen gewesen sei.
Gemäss den Bestimmungen zur Taktenphase und den vorgesehenen Be-
handlungsfristen folge nach Abschluss der Vorbereitungsphase im be-
schleunigten Verfahren umgehend die Anhörung zu den Asylgründen (oder
die Gewährung des rechtlichen Gehörs nach Art. 36 AsylG). Im vorliegen-
den Verfahren sei erst am 17. Januar 2020 zur Anhörung vorgeladen wor-
den und die Anhörung selbst habe erst am 22. Januar 2020 stattgefunden.
Dies sei als Überschreitung der Behandlungsfristen im beschleunigten Ver-
fahren zu qualifizieren. Die Vorinstanz habe den Entscheid der Rechtsver-
tretung des Beschwerdeführers am 31. Januar 2020 eröffnet. Diese habe
am gleichen Tag dem Beschwerdeführer alle vorhandenen Verfahrensak-
ten ausgehändigt und das Mandat niedergelegt. Diese Mandatsniederle-
gung sei damit zur Unzeit erfolgt, da dem Beschwerdeführer damit lediglich
noch sieben Arbeitstage zur Einreichung einer Beschwerde zur Verfügung
gestanden hätten. Das eigenhändige Verfassen einer Beschwerde könne
vom Beschwerdeführer nicht verlangt werden. Er sei damit faktisch ge-
zwungen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, was Zeit beanspruche, welche der
neuen Rechtsvertretung fehle. Das Stellen eines Akteneinsichtsgesuchs
bei der Vorinstanz nehme erneut Zeit in Anspruch. Eine vertiefte Auseinan-
dersetzung mit dem Beschwerdeführer und der Aufbau eines Vertrauens-
verhältnisses sei in dieser kurzen Zeit ebenfalls nicht möglich. Dies führe
dazu, dass die Rechtsschrift qualitative Mängel aufweise, was zu einer Ver-
letzung des Rechts des Beschwerdeführers auf eine wirksame Be-
schwerde führe. Die siebentägige Beschwerdefrist sei als rechtswidrig be-
ziehungswiese unzureichend zu qualifizieren.
4.2 In der Vernehmlassung hält die Vorinstanz dazu fest, der Ansicht, dass
wegen einer Überschreitung der Behandlungsfristen die Verfahrensrechte
des Beschwerdeführers verletzt seien, sei nicht zu folgen. Den Akten sei
zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer am 13. November 2019 ein
(...) diagnostiziert und eine Operation in zwei bis vier Wochen geplant wor-
den sei. Für die Ansetzung der Anhörung habe diese Operation abgewartet
werden müssen. Zudem sei die Verfügbarkeit aller beteiligten Personen zu
koordinieren gewesen, was über Weihnachten und Neujahr, bedingt durch
Feiertage und vermehrte Ferienabwesenheiten, erschwert worden sei. Die
Anhörung sei im Rahmen der Möglichkeiten im Abschluss an die Vorberei-
tungsphase durchgeführt worden, weshalb sich der Vorwurf als haltlos er-
weise.
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5.
5.1 Das am 1. März 2019 neu in Kraft getretene schweizerische Asylver-
fahrensrecht zielt darauf ab, eine Mehrzahl der Asylverfahren im soge-
nannten beschleunigten Verfahren abzuwickeln. Charakteristisch für die-
ses Verfahren ist die Taktung der Verfahrensschritte: die Abklärung des
rechtserheblichen Sachverhalts, die Gewährung der Parteirechte und die
Abfassung und Eröffnung des erstinstanzlichen Asylentscheids folgen ei-
nem rechtssatzmässig genau vorgegebenen Zeitplan. Die Vorbereitungs-
phase ist gesetzlich in Art. 26 AsylG normiert. Sie dient der Vorinstanz
dazu, erste Abklärungen für den weiteren Verlauf des Asylverfahrens vor-
zunehmen und die weiteren Verfahrensschritte vorzubereiten. Die Dauer
der Vorbereitungsphase ist in Art. 26 Abs. 1 AsylG festgelegt und beträgt
im Dublin Verfahren höchstens 10 Tage, in den übrigen Verfahren höchs-
tens 21 Tage.
Nach Abschluss der Vorbereitungsphase folgt gemäss Art. 26c AsylG im
beschleunigten Verfahren umgehend die Anhörung zu den Asylgründen
oder die Gewährung des rechtlichen Gehörs nach Art. 36 AsylG. Ein be-
schleunigtes Verfahren sollte mithin gemäss der gesetzlichen Konzeption
innert maximal 31 (Kalender-)Tagen vorinstanzlich abgeschlossen sein.
5.2 Ob ein Fall im beschleunigten Verfahren behandelt werden kann, ent-
scheidet sich im Anschluss an die Anhörung zu den Asylgründen (Art. 29
AsylG). Steht nach der Anhörung (zu Beginn der Verfahrensphase) fest,
dass ein Entscheid im Rahmen des beschleunigten Verfahrens nicht mög-
lich ist, namentlich, weil weitere Abklärungen erforderlich sind, erfolgt die
Zuteilung ins erweiterte Verfahren (Art. 26d AsylG). Wie sich schon aus
dem Gesetzeswortlaut ergibt, ist die Triage im Wesentlichen davon abhän-
gig, welche Sachverhaltsinstruktionen für die Beurteilung des Asylgesuchs
nach der Anhörung noch erforderlich scheinen. Der genaue Umfang der
erforderlichen Sachverhaltsinstruktionen ergibt sich dabei aus dem Unter-
suchungsgrundsatz. Das SEM muss innert der achttägigen Frist die für den
Entscheid notwendigen Unterlagen beschaffen, die rechtsrelevanten Um-
stände abklären und ordnungsgemäss Beweis führen können. Bei der ge-
nannten Frist handelt es sich um eine Ordnungsfrist, welche um einige
Tage überschritten werden kann. Die Nichteinhaltung der Frist wirkt sich
grundsätzlich nicht per se auf die Rechtsmässigkeit des materiellen Ent-
scheids aus. Beliebig zulässig ist sie aber auch nicht. Einzig bei Vorliegen
triftiger Gründe und sofern absehbar ist, dass der Entscheid zeitnah getrof-
fen werden kann, kann diese Frist um einige Tage überschritten werden
(Art. 37 Abs. 3 AsylG; vgl. zum Ganzen E-4534/2019 vom 25. September
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2019, E. 7.5.1 mit Hinweis auf: MARTINA CARONI, Das neue Asylverfahren -
ein Überblick, recht 2019, Nr. 2, S. 90, Fn. 46 mit Hinweis auf die Botschaft
zur Änderung des Asylgesetzes vom 3. September 2014, BBl 2014 7991,
S. 8015). Wenn eine pflichtgemässe Schätzung nach Durchführung der
Anhörung zu den Asylgründen zum Resultat führt, dass diese Untersu-
chungsmassnahmen (und die Gewährung der damit einhergehenden Par-
teirechte) realistischerweise nicht innert acht Tagen durchgeführt werden
können, hat eine Zuweisung ins erweiterte Verfahren zu erfolgen.
5.3 Vorliegend wurde das Asylgesuch am 27. Oktober 2019 gestellt und mit
Verfügung vom 31. Januar 2020 vorinstanzlich abgeschlossen – mithin 96
Tage nach der Asylgesuchstellung. Damit wurde die gesetzlich vorgese-
hene Zeitspanne von maximal 31 Tagen massiv überschritten. Dies dürfte
vorliegend darin begründet sein, dass die Antwort des französischen Dub-
lin-Offices erst am 29. November 2019 (33 Tage nach der Stellung des
Asylgesuchs) erfolgte. Bis zur Mitteilung an die Rechtsvertretung am 9. De-
zember 2019, das Asylgesuch werde in der Schweiz geprüft, sind zehn
Tage, soweit aus den Akten ersichtlich, ungenutzt verstrichen. Bis zur Vor-
ladung zur Anhörung am 17. Januar 2020 ist – wie in der Beschwerde zu
Recht vorgebracht – mehr als ein Monat ohne aktenkundige Abklärungen
oder Verfahrenshandlungen verstrichen. Die Vorinstanz rechtfertigte dies
damit, dass vor der Anhörung die Augenoperation des Beschwerdeführers
habe abgewartet werden müssen. Es findet sich dazu eine Notiz vom
5. Dezember 2019 in den Akten (SEM-Akten 1054967-32/1). Dem Anhö-
rungsprotokoll vom 22. Januar 2020 ist zu entnehmen, dass die Operation
durchgeführt worden sei und der Beschwerdeführer am 24. März 2020 ei-
nen Kontrolltermin habe (SEM-Akten 1054967-21/15 F80-86). Wann die
Operation stattgefunden hat, erschliesst sich aus den Akten nicht. Vorlie-
gend mag die notwendige Operation als Erklärung für die Verzögerung
nach Beendigung des Dublin-Verfahrens dienen. Indes ist nicht verständ-
lich, weshalb das Vorgehen nicht klar dokumentiert wurde. Was die Erklä-
rung betrifft, es seien über die Festtage die Verfügbarkeiten aller Beteiligten
zu koordinieren gewesen, ist das SEM anzuhalten, sich diesbezüglich früh-
zeitig zu organisieren, um unnötige zeitliche Verzögerungen zu verhindern.
Die Anhörung fand am 22. Januar 2020 (nach 87 Tagen) statt.
Entscheide im beschleunigten Verfahren sind innerhalb von acht Arbeitsta-
gen nach Abschluss der Vorbereitungsphase zu treffen (Art. 37 Abs. 2
AsylG), wobei es sich um eine Ordnungsfrist handelt (vgl. Urteil des BVGer
E-6713/2019 vom 9. Juni 2020 E. 8.5 f). Vorliegend erfolgte der Asylent-
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scheid neun Tage nach der Anhörung, was eine Überschreitung der Vorga-
ben von lediglich einem Tag bedeutet (Art. 37 Abs. 2 AsylG). Erst nach der
Anhörung konnte die Vorinstanz beurteilen, ob die Sache im erweiterten
Verfahren zu prüfen ist. Es stand aber offensichtlich fest, dass es sich um
einen einfachen Fall handelt und für den Asylentscheid keine weiteren Ab-
klärungen notwendig sind. Dass vor diesem Hintergrund im konkreten Fall
keine Zuteilung ins erweiterte Verfahren stattfand, ist nicht zu beanstan-
den, da eine Zuteilung ins erweiterte Verfahren gemäss Art. 26d AsylG nur
erfolgt, wenn nach der Anhörung (zu Beginn der sogenannten Verfahrens-
phase) feststeht, dass ein Entscheid im Rahmen des beschleunigten Ver-
fahrens nicht möglich ist, namentlich, weil weitere Abklärungen erforderlich
sind. Dies erwies sich vorliegend als nicht notwendig, da der Entscheid
ohne weitere Sachverhaltsinstruktionen umgehend getroffen werden
konnte. Eine Zuteilung ins erweiterte Verfahren alleine wegen der Über-
schreitung einzelner Behandlungsfristen war im vorliegend Fall nicht ange-
zeigt.
5.4 Die Verfügung wurde dem Beschwerdeführer am 31. Januar 2020 er-
öffnet. Die Mandatsniederlegung der Rechtsvertretung erfolgte gleichen-
tags, mithin nicht – wie geltend gemacht – zur Unzeit, sondern im Rahmen
der gesetzlichen Vorgaben von Art. 102h Abs. 4 AsylG (vgl. dazu auch die
Urteile des BVGer E-5332/2018 vom 23. Juli 2019 E. 5.1, E-2454/2019
vom 28. Mai 2019 E. 6.4, D-7103/2018 vom 17. April 2019 E. 5.1.2). Die
Verkürzung der Beschwerdefrist auf sieben Arbeitstage wurde vom Ge-
setzgeber angesichts des ausgebauten Rechtsschutzes als möglich und
im Hinblick auf die angestrebte Beschleunigung der Asylverfahren als not-
wendig erachtet (vgl. Botschaft zur Änderung des Asylgesetzes vom
3. September 2014, BBl 2014 7991, S. 8094). Die Frist zur Beschwerdeer-
hebung lief vorliegend ab dem 3. Februar 2020 während sieben Arbeitsta-
gen bis Dienstag, den 11. Februar 2020. Die Vollmacht der neuen Rechts-
vertretung datiert vom 3. Februar 2020, sie wurde demnach am ersten Tag
der Beschwerdefrist mandatiert. Ein Akteneinsichtsgesuch ist nicht akten-
kundig. Die Ausführungen in der Beschwerde (Ziff. 11) sind damit theoreti-
scher Art und es ist davon auszugehen, die neue Rechtsvertretung habe
die Akten vom Beschwerdeführer oder der alten Rechtsvertretung erhalten.
Die Beschwerdeeingabe, welche unter Einhaltung der Beschwerdefrist ver-
fasst wurde, setzt sich mit den wesentlichen Aspekten der angefochtenen
Verfügung auseinander, womit der Beschwerdeführer wirksamen und ef-
fektiven Rechtsschutz geniesst. Eine massgebliche Einschränkung der
Verfahrensrechte des Beschwerdeführers ist nicht festzustellen, insbeson-
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dere ist das Recht auf wirksame Beschwerde vorliegend nicht verletzt (an-
ders in E-6713/2019 vom 9. Juni 2020 [zur Publikation vorgesehen], wo
sich der gesamte Sachverhalt als komplex erwies).
5.5 Eine Aufhebung der Verfügung aus formellen Gründen rechtfertigt sich
unter diesen Umständen nicht und das entsprechende Begehren ist
abuzweisen.
6.
6.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
6.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die
Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG, zu den praxisgemässen An-
forderungen an das Glaubhaftmachen vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.).
7.
7.1 Die Vorinstanz stellte in der angefochtenen Verfügung fest, die Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Glaubhaf-
tigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand.
7.2 Zur Begründung führte sie an, es sei in verschiedener Hinsicht als un-
wahrscheinlich zu erachten, dass der Beschwerdeführer Togo aus den an-
gegebenen Gründen verlassen habe. Es sei nicht nachvollziehbar, dass
die Dorfbewohner ihn um jeden Preis hätten zwingen wollen, Chef des Ah-
nenkultes zu werden. Der Beschwerdeführer habe dies lediglich damit be-
gründet, dass er der älteste Sohn gewesen sei, habe aber zu den Aufgaben
nur sagen können, der Anführer töte Opfertiere und führe traditionelle Ze-
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Seite 11
remonien durch. Die Erklärung weshalb er nicht zu den Behörden gegan-
gen sei, überzeuge nicht, da eine Freiheitsberaubung auch in Togo einen
Strafbestand darstelle, der von den zuständigen Behörden geahndet
werde, und die Täter mit geringem Aufwand im Dorf aufzufinden gewesen
wären. Da eine Reise nach Europa mit hohen Kosten verbunden sei, sei
es nicht glaubhaft, dass der Pastor seiner Kirche ihm dazu verholfen habe,
obwohl der Beschwerdeführer andere Möglichkeiten gehabt hätte, sich zu
schützen. Zudem sei es nicht plausibel, dass der Pastor seine Reise orga-
nisiert habe, um ihn vor schwarzer Magie zu schützen.
Da die geltend gemachten Ausreisegründe nicht glaubhaft seien, erübrige
sich eine Prüfung der Asylrelevanz. Dennoch sei erwähnt, dass er weder
staatliche Verfolgung noch eine staatliche Schutzverweigerung aus einem
flüchtlingsrelevanten Motiv geltend mache.
8.
8.1 Nach Prüfung der Akten ergibt sich, das die Vorinstanz in ihren Erwä-
gungen zur zutreffenden Erkenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Be-
schwerdeführers würden den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit im
Sinne von Art. 7 AsylG nicht genügen. Um Wiederholungen zu vermeiden,
kann vollumfänglich auf die zutreffenden und detaillierten Ausführungen in
der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Was in der Beschwerde
dagegen vorgebracht wird, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Beurtei-
lung umzustossen.
8.2 Ergänzend ist Folgendes festzustellen: Der Beschwerdeführer hält da-
ran fest, bei seinen Problemen habe es sich um eine Familienstreitigkeit
gehandelt. Aus diesem Grund habe er sich nicht an die Polizei gewandt,
da ihm diese nicht weitergeholfen hätte, sondern ihn dazu angehalten
hätte, die Sache innerhalb der Familie zu klären. Der Beschwerdeführer
macht geltend, er sei während eineinhalb Jahren eingesperrt gewesen. Bei
einer Bestrafung dieses Ausmasses verbunden mit der vorgebrachten To-
desdrohung erscheint zumindest fraglich, ob dies noch als reine Familien-
angelegenheit zu betrachten wäre, zumal der Beschwerdeführer dazu
auch ausführte, er sei nicht von seinen Familienangehörigen festgehalten
worden. Der Beschwerdeführer muss sich demnach entgegenhalten las-
sen, dass er eigenen Angaben gemäss nicht einmal versucht hat, sich an
die Behörden zu wenden. Das Argument, das Vorgehen in der Schweiz
weiche von demjenigen in Togo ab, verfängt nicht. Auch die Erklärung des
Beschwerdeführers, seine Ausreise sei weder allzu schwierig noch allzu
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Seite 12
kostspielig gewesen, vermag die begründeten Zweifel an den geltend ge-
machten Ausreisegründen nicht auszuräumen. Ferner ist anzumerken,
dass die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen hat, der Beschwerdefüh-
rer mache keine staatliche Verfolgung oder Schutzverweigerung aus einem
flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv geltend. Den Vorbringen wären dem-
nach selbst bei unterstellter Glaubhaftigkeit die Asylrelevanz abzuspre-
chen.
8.3 Die Vorinstanz hat die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers
zu Recht verneint und das Asylgesuch abgelehnt.
9.
9.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie
(Art. 44 AsylG).
9.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche
Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet
(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
10.
10.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
10.2 Die genannten Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt. Die
Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung (vgl. E. III) zutreffend er-
kannt, dass der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschie-
bung mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft keine Anwendung fin-
det und keine anderweitigen völkerrechtlichen Vollzugshindernisse erkenn-
bar sind. Auf Beschwerdeebene werden keine neuen Vollzugshindernisse
geltend gemacht. Es ist damit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz nicht
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach
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Seite 13
Togo in eine existenzielle Notlage geraten würde. Der Vollzug der Wegwei-
sung erweist sich damit als zulässig und zumutbar.
10.3 Es obliegt dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertre-
tung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedoku-
mente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE
2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu
bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG).
10.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu
Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der
vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
11.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit da-
rauf einzutreten ist.
12.
12.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Er beantragte
die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amtlichen Verbei-
ständung. Mit Zwischenverfügung vom 19. Februar 2020 wurde auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses verzichtet und der Entscheid über die
unentgeltliche Rechtspflege auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Rechtsbegehren im
Beschwerdezeitpunkt nicht als aussichtslos zu gelten hatten, weshalb die
Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1
VwVG) und amtlichen Rechtsverbeiständung (Art. 102m AsylG) gutzuheis-
sen sind. Von einer Kostenauflage ist dementsprechend abzusehen und
die vom Beschwerdeführer mandatierte Rechtsvertreterin MLaw Cora
Dubach ist als amtliche Rechtsbeiständin zu bestellen.
12.2 Der in der Kostennote geltend gemachte zeitliche Aufwand von elf
Stunden erscheint angemessen und der zur Anwendung gebracht Stun-
denansatz von Fr. 150.– entspricht dem vom Gericht praxisgemäss ge-
währten Ansatz bei amtlicher Verbeiständung. Der amtlichen Rechtsbei-
ständin ist somit vom Bundesverwaltungsgericht eine Entschädigung von
Fr. 1‘734.20 aus der Gerichtskasse zu entrichten.
E-794/2020
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