Decision ID: da1cc21b-890e-54d8-aa0f-66963f9d961c
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) mit Urteil vom 4. August 2008 die - auf den Vollzugspunkt beschränkte - Beschwerde der Gesuchsteller gegen die Verfügung des Bundesamts für Flüchtlinge (BFF; heute: Bundesamt für Migration [BFM]) vom 23. Dezember 2003 abwies,
dass die Gesuchsteller mit an das BFM gerichteter und als  bezeichneter Eingabe vom 18. September 2008 um Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und Gewährung der vorläufigen Aufnahme ersuchten,
dass diese Eingabe vom BFM zuständigkeitshalber an das  zur Behandlung überwiesen wurde, da es sich dabei um ein sinngemässes Revisionsgesuch handle,
dass mit Telefax des zuständigen Instruktionsrichters vom 30.  2008 der Vollzug der Wegweisung vorsorglich ausgesetzt wurde,
dass der zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 10. Oktober 2008 feststellte, dass die Eingabe vom 18. September 2008 als sinngemässes, gegen das Urteil des  vom 4. August 2008 gerichtetes Revisionsgesuch  werde, und die Gesuchsteller aufforderte, innert Frist eine Revisionsverbesserung (Angabe von Revisionsgründen mit  sowie Darlegung der Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens) nachzureichen,
dass die Gesuchsteller mit fristgerechter Eingabe ihres  vom 20. Oktober 2008 innert Frist das Vorliegen eines  im Sinne von Art. 124 Bst. d des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) mit entsprechender Begründung vorbrachten und Ausführungen zur Rechtzeitigkeit ihres Gesuchs machten,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung von Gesuchen um Revision seiner Urteile zuständig ist (Art. 45 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]),
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dass das Nichteintreten auf ein offensichtlich unzulässiges  zwar in die Zuständigkeit des Einzelrichters fällt (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass hingegen gemäss Art. 21 Abs. 1 VGG die Abteilungen des  in der Regel in der Besetzung mit drei  oder Richtern als Spruchkörper entscheiden, was auch für Gesuche um Wiederherstellung der Revisionsfrist im Sinne von Art. 24 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021) gilt,
dass gemäss Art. 45 VGG für die Revision von Entscheiden des  die entsprechenden Art. 121-128 BGG  gelten,
dass die Revision eines Entscheids des Bundesverwaltungsgerichts aus den in Art. 121-123 BGG genannten Gründen verlangt werden kann,
dass sich die Gesuchsteller auf das Vorliegen eines Revisionsgrundes im Sinne von Art. 121 Bst. d BGG (Nichtberücksichtigung einer in den Akten liegenden erheblichen Tatsache) berufen,
dass die Gesuchsteller an der Änderung des Urteils vom 4. August 2008 ein schutzwürdiges Interesse haben und daher zur Einreichung des Revisionsgesuchs legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG in analogiam; vgl. auch URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),
dass gemäss Art. 124 Abs. 1 Bst. b BGG Revisionsgesuche wegen Verletzungen von Verfahrensvorschriften innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids einzureichen sind,
dass das Urteil des BVGer vom 4. August 2008, gegen welches sich das Revisionsgesuch der Gesuchsteller richtet, am 5. August 2008 versendet wurde und ihnen nach eigenen Angaben einige Tage darauf eröffnet wurde,
dass somit gemäss Aktenlage die Eingabe der Gesuchsteller vom 18. September 2008 klarerweise nach Ablauf der 30-tägigen Revisi-
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onsfrist eingereicht wurde und demzufolge als verspätet zu betrachten ist,
dass die Gesuchsteller in ihrer Eingabe vom 20. Oktober 2008 , sie hätten im Anschluss an die Eröffnung des Beschwerdeurteils alles ihnen Zumutbare unternommen, um den festgestellen  zu korrigieren,
dass sich der den Gesuchsteller behandelnde Arzt mit Schreiben vom 15. August 2008 an das BFM gewandt habe und sie am 19. August 2008 ihren derzeitigen Rechtsvertreter mandatiert hätten, welcher zunächst am 3. September 2008 bei der kantonalen  ein Härtefallgesuch gestellt und nach dessen Abweisung das vorliegende Revisionsgesuch eingereicht habe,
dass die Gesuchsteller damit sinngemäss um Wiederherstellung der Revisionsfrist ersuchen,
dass gemäss Art. 24 Abs. 1 VwVG eine Frist wieder hergestellt wird, falls der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldeterweise  wurde, binnen Frist zu handeln, sofern das Gesuch unter  des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses gestellt und die versäumte Rechtshandlung nachgeholt wird,
dass ein Versäumnis unverschuldet im Sinne der erwähnten  ist, wenn dafür objektive Gründe vorliegen und der Partei bzw. der Vertretung keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 124; vgl. auch Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 15 E. 3b, wobei als ausreichender objektiver Grund  etwa eine schwerwiegende Krankheit gilt (BGE 108 V 109 E. 2c),
dass sich der Eingabe der Gesuchsteller jedoch in keiner Weise ein Hindernis entnehmen lässt, welches sie beziehungsweise ihren Rechtsvertreter von der fristgerechten Einreichung des  abgehalten hätte,
dass insbesondere darauf hinzuweisen ist, dass gemäss der sich in den Akten befindlichen Vollmacht der Rechtsvertreter von den  am 19. August 2008 mandatiert wurde und damit hinreichend Zeit gehabt hätte, innert Frist zu handeln,
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dass zudem nicht ersichtlich ist, inwiefern die Einreichung des  bei den kantonalen Behörden ihn davon abgehalten haben soll, gleichzeitig ein Revisionsgesuch einzureichen,
dass nach dem Gesagten kein unverschuldetes Hindernis im Sinne der Praxis nach Art. 24 Abs. 1 VwVG geltend gemacht wurde und die strengen materiellen Voraussetzungen (vgl. hierzu auch EMARK 2006 Nr. 12) für eine Fristwiederherstellung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG klar nicht erfüllt sind,
dass bei dieser Sachlage das sinngemäss Gesuch um  der Revisionsfrist abzuweisen ist,
dass auf das daher offensichtlich unzulässige Revisionsgesuch im einzelrichterlichen Verfahren androhungsgemäss nicht einzutreten ist (analog Art. 111 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),
dass mit Ergehen des Urteils das Gesuch um Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung gegenstandslos geworden ist,
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) abzuweisen ist, da sich das Wiedererherstellungsgesuch als aussichtslos und im Anschluss daran das Revisionsgesuch (infolge Verspätung) als unzulässig erwiesen hat,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Gesuchstellern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: