Decision ID: 70f9acdc-2d76-5f41-945b-0008805492c1
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen  am (...) auf dem Luftweg verliess und (...) am (...) in die Schweiz gelangte, wo er im B._ um Asyl nachsuchte,
dass er auf dem Personalienblatt als Geburtsdatum den (...) angab,
dass C._, im Auftrag des BFM am 27. Oktober 2008 eine  Untersuchung des Handknochens des Beschwerdeführers vornahm,
dass die Untersuchung ein Alter von mehr als 18 Jahren ergab und  signifikante Abweichung vom angegebenen Alter festgestellt wurde,
dass der Beschwerdeführer am 7. November 2008 im B._  befragt und ihm Gelegenheit gegeben wurde, zum Ergebnis der Handknochenuntersuchung Stellung zu nehmen,
dass das Bundesamt den Beschwerdeführer für den Fortgang des  als volljährig einstufte und ihm folglich keine Vertrauensperson zuordnete,
dass der Beschwerdeführer am 8. Juli 2009 in D._ vom BFM zu den Asylgründen angehört wurde und dabei geltend machte, er sei  Staatsangehöriger mit letztem Wohnsitz in E._,
dass seine Mutter gestorben sei, als er noch klein gewesen sei und er nie Kenntnis über seinen Vater erhalten habe,
dass er nach dem Tod seiner Mutter beim König von E._  F._ aufgewachsen sei,
dass dessen Sohn eines Tages schwer erkrankt sei, weil er mit seiner Schwester geschlafen habe,
dass der aufgesuchte Medizinmann F._ erklärt habe, er müsse, um den Tod seines Sohnes abzuwenden, einen seiner Diener opfern,
dass die Wahl von F._ auf ihn gefallen sei und er seinen  der Bevölkerung in einer Versammlung mitgeteilt habe,
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dass er daraufhin als auserwähltes Opfer zuerst von den , anschliessend von den Frauen und zuletzt von den Männern  während vier Tagen nackt und bemalt überallhin mitgenommen worden sei und die Nächte jeweils gefesselt im Wald habe verbringen müssen,
dass ihm in der Nacht, in welcher die Opferung hätte stattfinden , jedoch die Flucht gelungen sei und er sich zu G._ begeben habe, welcher ihm die Ausreise in die Schweiz organisiert habe,
dass das BFM mit Verfügung vom 24. Juli 2009 – eröffnet am 28. Juli 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das Bundesamt zur Begründung ausführte, der  habe den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür  entschuldbaren Gründe vorliegen würden,
dass der Beschwerdeführer seit seiner Einreise in die Schweiz  Anstrengungen unternommen habe, um sich Reise- oder  aus dem Heimatland zukommen zu lassen, was zum Schluss führe, er sei offensichtlich nicht gewillt, solche zu beschaffen,
dass dem Beschwerdeführer zudem nicht geglaubt werden könne, er habe für die Flugreise nichts bezahlen müssen und wisse nicht, wo er mit dem Flugzeug gelandet sei, zumal er lesen und schreiben sowie etwas Englisch könne,
dass seine Vorbringen unsubstanziiert und widersprüchlich ausgefallen seien, weshalb die vorgebrachten Asylgründe nicht geglaubt werden könnten,
dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG somit nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine  Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,
dass der Vollzug der Wegweisung sowohl zulässig als auch zumutbar und möglich sei,
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dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 31. Juli 2009 (Poststempel) die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gewährung von Asyl beantragt,
dass die vorinstanzlichen Akten am 5. August 2009 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte  – mit Ausnahme des Antrags auf Gutheissung des  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) –  ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den  als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
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teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (a.a.O. S. 240 f.),
dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch  Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insbes E. 5.6.5 S. 90 f.),
dass dementsprechend in einem diesbezüglichen  ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft  bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen weiteren Schriftenwechsel zu verzichten ist,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren  nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der  sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
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dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und " um Dokumente handelt, die "sowohl die einwandfreie  der Identität als auch die sichere Durchführung der  ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),
dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein  selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der  bestehen (vgl. a.a.O. E. 5.3. in fine),
dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  und das BFM in der angefochtenen Verfügung in  Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,
dass aufgrund der realitätsfremden Ausführungen des , er habe in seinem Heimatland lediglich einen Studentenausweis besessen und Nigeria mit einem gefälschten Pass auf dem Luftweg verlassen, wobei er für die gesamte Reise nichts habe bezahlen , davon auszugehen ist, er habe für seine Reise authentische - und Identitätspapiere verwendet, welche er jedoch in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,
dass an dieser Beurteilung auch die nachträgliche Einreichung von gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde, weil es bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c. aa S. 109 f.),
dass die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zweifelsfrei feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in  gestellt ist,
dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten  (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der  oder eines Wegweisungshindernisses noch zur direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),
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dass mit der Vorinstanz einig zu gehen ist, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht standhalten,
dass seine Ausführungen über weite Strecken oberflächlich und  ausfielen, so beispielsweise bei der Schilderung der Zeremonien, und er auch auf entsprechende Nachfragen hin lediglich ausweichend antwortete,
dass er sich anlässlich der Befragungen zudem mehrfach in  verwickelte,
dass er zunächst angab, er sei beim Tode seiner Mutter im Jahre (...) zehn Jahre alt gewesen, später jedoch aussagte, sie sei nach seiner Geburt gestorben (vgl. Akten BFM A1/11 S. 1 und 3),
dass er einerseits zu Protokoll gab, der Sohn von F._ habe im Ausland gewohnt, anderseits später aussagte, er sei in Nigeria  gewesen (A 19/13 F26 und F57),
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, sondern  wiederholt, er würde bei einer Rückkehr nach Nigeria sein Leben verlieren,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein  auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung vom Bundesamt zu Recht  wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige  im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der  und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR, 0.101) oder Art. 1 des Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. Dezember 1984 (FoK, SR 0.105) ersichtlich sind, die dem  in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des  noch individuelle Gründe – der Beschwerdeführer ist jung,  und offenbar gesund – auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,
dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend macht, er sei noch minderjährig, was bei der Beurteilung seines Asylgesuches  zu berücksichtigen sei,
dass er jedoch – wie bereits von der Vorinstanz festgestellt – die  Minderjährigkeit nicht glaubhaft machen kann,
dass die Handknochenanalyse und die Angabe des , beim Tod seiner Mutter im Jahre (...) zehn Jahre alt gewesen zu sein, gegen die behauptete Minderjährigkeit sprechen,
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dass er den Asylbehörden keine Ausweispapiere eingereicht hat,  sein behauptetes Alter bestätigen könnten, und er auch nichts  hat, um sich diese zukommen oder ausstellen zu lassen,
dass es dem Beschwerdeführer, welcher nach eigener Angabe das (...) Altersjahr bereits erreicht hat, jedoch ohne Weiteres zumutbar  wäre, im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht seine Identität ,
dass er deshalb die Folgen der Beweislosigkeit in Bezug auf die unter dem Aspekt des Kindeswohls gegebenenfalls zu berücksichtigenden Tatsachen zu tragen hat,
dass der Vollzug der Wegweisung unter den genannten Umständen somit zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist, soweit darauf einzutreten ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21.  2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer  sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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Considerations: