Decision ID: 435677e5-4b01-40e1-bcaa-e6fcb079c572
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1957 geborene
X._
war seit dem
1.
November 2011 bei der
Y._
AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie der Suva am
2.
Dezember 2011 melden liess, sie habe sich am
1.
Dezember 2011 bei einem Treppensturz an der rechten Schulter verletzt (Urk. 9/1). Die
noch am Unfalltag erstbehandelnden Ärzte des Spitals
Z._
diagnostizierten ein
e
Schulterkontusion rechts, eine Ellbogenkontusion und eine nicht dislozierte
Nagel
kranzfraktur
Dig
. III Hand rechts (Bericht vom 2
7.
Januar 2012,
Urk.
9/20).
Die Suva richtete Taggelder aus und kam für Heilbehandlungskosten auf (Schrei
ben der Suva vom
6.
Dezember 2011, 9/4-7). Nachdem Kreisarzt Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Be
we
gungsapparates, am 2
7.
Januar 2014 eine ärztliche Beurteilung vorgenom
men hatte (vgl.
Urk.
9/145), stellte die Suva mit Verfügung vom 3
1.
Januar 2014 ihre Leistungen per 2
8.
Februar 2014 ein (Urk. 9/147). Die von
X._
am 1
7.
Februar 2014 (
Urk.
9/148) bzw. 3
0.
Juni 2014 (
Urk.
9/177) erhobene Ein
sprache wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
9.
Juli 2014 ab (
Urk.
2).
1.2
Mit Verfügung vom 1
6.
Juli 2014 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle,
X._
mit Wirkung ab März 2013 bei einem
In
va
liditätsgrad
von 100
%
eine ganze Rente zu (
Urk.
9/179 und
Urk.
9/189/15-17).
2.
Am 1
1.
September 2014 erhob
X._
durch Fürsprecherin Astrid
Meien
berg
Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
der Suva vom
9.
Juli 2014 und beantragte, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es sei die
Be
schwerdegegnerin
zu verpflichten, ihr ab dem
1.
März 2014 eine Rente basie
rend auf einem Invaliditätsgrad von 100
%
auszurichten und über allfällige
weitere Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG
) zu befinden. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben oder es sei die Angelegenheit zur ärztlichen Begutachtung an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Beat Frischkopf, beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Oktober 2014 die
Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was der Beschwerde
führerin am 2
3.
Oktober
2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
10). Mit Eingabe vom 2
5.
November 2014 (
Urk.
12) reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Anästhesiologie, von der Schmerzkli
nik
C._
vom
5.
November 2014 ein (Urk. 11), was der Beschwerdegegnerin am 2
6.
November
2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin auch über den 2
8.
Februar 2014 hinaus aufgrund der von ihr beklagten Beschwerden betreffend rechte Schulter und rechte Hand Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.
2.
2.1
Nach Art. 10 Abs. 1
UVG
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig
(
Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG)
, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 %
invalid
(Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Erleidet
eine versicherte Person
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
di
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat
sie
An
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung
(
Art.
24
Abs.
1 UVG).
2.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür
lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
3.
3.1
Die noch am Unfalltag
1.
Dezember 2011 erstbehandelnden Ärzte des Spitals
Z._
hielten bezüglich obere Extremität rechts als Befunde fest: keine
Prell
marke
, intaktes Integument,
Druckdolenz
über ventraler Gelenkskapsel, proxi
malen
Humerus
,
Olecranon
, PIP
Dig
. III (
Urk.
9/20). Der
Radiologiebefund
be
züglich rechte Schulter vom
3.
Januar 2012 (
Urk.
9/26 S. 1) wurde beurteilt als Verdacht auf
subacromiales
Impingement
mit möglicherweise flachem, nicht durchgehendem Einriss Unterfläche der
Supraspinatussehne
im ansatznahen Bereich, leichte Bursitis
subacromialis
bei mässiger, hypertropher AC-Arthrose, keine Hinweise für eine traumatisierte Arthrose, keine
Atrophiezeichen
der
Rota
torenmuskulatur
. Im Bericht vom 2
7.
Januar
2012 (
Urk.
9/20) diagnosti
zier
ten die erstbehandelnden Ärzte daher eine Schulterkontusion rechts (anam
nestisch Schulterluxation mit spontaner Selbstreposition), eine
Ellbogenkon
tu
sion
rechts und eine nicht dislozierte Nagelkranzfraktur
Dig
. III Hand rechts.
3.2
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Physikalische Medizin und
Rehabilitation, hielt mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
3.
Februar 201
2 als Diagnosen fest:
Schulterkontusions- und Distorsionstrauma rechts am
1.
Dezember 2011 mit im MRI Unterflächenriss der
Supraspinatussehne
und leichter Bur
sitis
subacromialis
Fraktur distale Phalanx
Dig
. III rechts am
1.
Dezember 2011
Im Spital
Z._
sei eine Fraktur ausgeschlossen und der Arm im
Orthogilet
ruhig gestellt worden. Nachträglich sei die Beschwerdeführerin informiert worden, dass sich im Röntgenbild doch noch eine nicht dislozierte Fraktur in der
End
phalanx
des
3.
Fingers gezeigt habe.
Initial habe die Beschwerdeführerin sehr starke Schulterschmerzen gehabt, so dass aktive und auch passive Bewegungen kaum möglich gewesen seien. Zudem habe sie über Schmerzen in den Fingern II und III geklagt. Das nachträgliche
Röntgen von
Dig
. II habe keine weitere
ossäre
Läsion gezeigt. Die nachträglich diagnostizierte Fraktur
Dig
. III sei in einer
Stack’schen
Schiene ruhiggestellt worden.
Im Verlauf sei die passive Beweglichkeit im rechten Schultergelenk zwar deut
lich besser geworden, Aktivbewegungen hätten jedoch starke Schmerzen aus
gelöst und die
Rotatorenmanschetten
-Tests seien nur eingeschränkt beurteilbar gewesen. Das darauf veranlasste
Arthro
-MRI habe einen Unterflächenriss der
Supraspinatussehne
sowie eine leichte Bursitis gezeigt. Sie verweist hierbei auf den Befund vom
3.
Januar 2012 (
Urk.
9/26).
Unter einer weiteren Physiotherapie sowie Schmerzmitteln sei der Verlauf im
mer noch schleppend gewesen, so dass Mitte Januar dann eine
subacromiale
Steroidinfiltration durchgeführt worden sei. Damit habe eine sehr deutliche Schmerzreduktion erreicht werden können. Sie attestierte ab 3
0.
Dezember 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bei 50%iger Leistungsfähigkeit (
Urk.
9/25).
3.3
Mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
1.
Mai 2012 nannte Dr.
D._
betreffend die Finger II und III rechts präzisierend die Diag
nose:
Stauchungs- und Distorsionstrauma der Finger II und III rechts am 1. Dezember 2011 mit
Fraktur distale Phalanx
Dig
. III rechts und Distorsion PIP-Gelenk
Dig
. III
Distorsion PIP-Gelenk II
Hinsichtlich der Schulter liege ein unbefriedigender Verlauf mit rezidivierenden
Schmerzexazerbationen
vor. Im Februar sei nochmals eine Steroidinfiltration durchgeführt worden, welche die Symptomatik wieder nur kurzzeitig habe be
ruhigen können. Auch die Schmerzen im rechten Mittelfinger hätten erneut zu
genommen, insbesondere im PIP-Gelenk mit deutlicher Schwellung und Rötung. Im Bereich der Fraktur distal spüre die Beschwerdeführerin keine Schmerzen mehr. Der initial auch traumatisierte Zeigefinger sei ebenfalls schmerzfrei. Ende März sei deshalb eine Infiltration des PIP-Gelenkes des rechten Mittelfingers vor
genommen worden. Es sei kurzzeitig zu einem guten Ansprechen gekom
men. Aufgrund des unbefriedigenden Verlaufes mit ständigen Rückfällen, was Schulter und rechte Hand betreffe, attestiere sie ab dem 20. März 2012 wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
9/52).
3.4
Am
8.
Juni 2012 berichtete
Dr.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie und für Handchirurgie, der Beschwerdegegnerin, die Beschwerde
führerin
klage
über persistierende belastungsabhängige Schmerzen im PIP III weniger auch im PIP II. Klinisch finde sich eine volle Beweglichkeit, ein leichter Kompressionsschmerz im PIP III weniger im PIP II, die Gelenke seien in allen
Ebenen stabil. Radiologisch habe sich ein kleines
ossäres
Fragment im Bereiche des PIP III radial gezeigt. Ansonsten sei das Gelenk kongruent ohne wesentliche
degenerative Veränderungen. Somit interpretiere er die Situation als
Restzu
stand
bei Status nach Distorsion. Zurzeit werde eine konservative Therapie mit lokal
topischer
Behandlung und Zwillingsverband durchgeführt. Zusätzlich fän
den sich noch leichte
tendinogene
Beschwerden im Bereich der A1-Ringbänder, die allenfalls später infiltriert werden müssten (
Urk.
9/66).
3.5
Am 1
5.
Juni 2012 wurde die Beschwerdeführerin in der
F._
Klinik be
treffend rechte Schulter untersucht. Die Ärzte der
F._
Klinik diagnosti
zierten:
posttraumatische Schulterschmerzen mit Verdacht auf lange
Biceps
sehne-Teilruptur
/
Pulley
-Läsion, intraartikuläre
Rotatorenman
schetten
par
tial
ruptur
mögliches Outlet-
Impingement
bei
Acromion
-Form Typ
Bigliani
III mit
subacromialer
Enge
Klinisch und anhand der vorliegenden Bildgebung zeige sich ein Mischbild aus bestehender
subacromialer
Schmerzsymptomatik und auch vorliegender
Biceps
sehnenproblematik
. Um weitere diagnostisch/therapeutische Sicherheit zu er
langen, hätten sie eine
interartikuläre
Infiltration mittels
Triamcort
,
Rapido
cain
und
Diprophos
vorgenommen. Dies im Sinne einer diagnos
tisch/therapeutischen Testinfiltration zur Mitbeurteilung der langen
Bicepsseh
nen-Problematik
. Die Beschwerdeführerin werde sich in vier bis sechs Wochen erneut im Rahmen ihrer Sprechstunde vorstellen und über den
Infiltrationser
folg
berichten. In Ab
hängigkeit davon würden sie dann über gegebenenfalls operative Massnahmen entscheiden (
Urk.
9/77).
3.6
Mit Bericht vom
3.
September 2012 erklärten die Ärzte der
F._
Klinik zuhanden der Beschwerdegegnerin, es liege nach wie vor eine deutlich ver
schlechterte
glenohumerale
Zentrierung und ein noch gestörter
scapulothora
kaler
Rhythmus vor. Eine schmerzhafte Affektion der
Bicepssehne
sowie der ventralen Strukturen sei hierdurch denkbar. Aufgrund der Erfolge der bislang durchgeführten konservativen Therapie besprächen sie eine Intensivierung dieser Massnahmen, wenn möglich zweimal wöchentlich sowie in häuslicher Eigenübung. Grundsätzlich bestehe nach wie vor die Möglichkeit einer trau
ma
ti
schen
Bicepssehnen
-Pathologie (
Urk.
9/85).
3.7
Mit Stellungnahme vom 1
0.
September 2012 erklärte Kreisarzt Prof.
Dr.
A._
, er sei mit der von den Ärzten der
F._
Klinik vorgeschlagenen Fortführung der Physiotherapie einverstanden. Die Beschwerden seien jedoch neun Monate nach dem Unfallereignis nicht mehr vollumfänglich auf das Unfallereignis, son
dern
auf die degenerativen Veränderungen zurückzuführen. Aus rein
unfallbe
dingter
Sicht sehe er keine Probleme bei der Wiedereingliederung (Urk. 9/86).
3.8
Am
9.
Oktober 2012 vertrat Kreisarzt
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Chirurgie, unter Nennung der Diagnosen Schulterkontusion rechts mit
Schul
ter
luxation
mit spontaner Selbstreposition und Ellbogenkontusion rechts die An
sicht, der Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf des krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte, sei acht bis zwölf Wochen nach dem Unfallereignis erreicht worden (
Urk.
9/89).
3.9
Am
3.
Dezember 2012 befand Kreisarzt Prof.
Dr.
A._
, die diagnostizierten Ver
änderungen des Schultergelenkes dokumentierten überwiegend degenerative Ver
änderungen. Eine vermutete, traumatisch bedingte Veränderung des Labrums könne
nach Meinung der Ärzte der
F._
Klinik nicht vollständig ausge
schlossen werden. Die Physiotherapie solle fortgeführt werden. Falls in der nächsten Untersuchung keine wesentliche Besserung eintrete, sollte eine diag
nostische Arthroskopie erfolgen (
Urk.
9/96).
3.10
Mit Bericht vom 1
4.
Dezember 2012 erklärte der Handchirurg
Dr.
E._
, nach primär komplikationslosem Verlauf habe sich die Beschwerdefüh
rerin im Oktober wieder wegen vermehrt Schmerzen am dritten Finger rechts gemeldet. Dort handle es sich um eine Tendovaginitis im Bereiche des A1-Ring
bandes. Am 2
6.
Oktober 2012 sei eine lokale Infiltration vorgenommen worden. Danach sei die Beschwerdeführerin wieder beschwerdefrei gewesen. Dann seien wieder vermehrt Schmerzen im PIP-Bereich aufgetreten, wo sich jetzt eine leichte Arthritis finde. Von Seiten der Finger sei die Beschwerdeführerin nicht arbeitsunfähig. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe wegen der Schulterbeschwerden, welche in der
F._
-Klinik behandelt würden (
Urk.
9/99).
3.11
Die Ärzte der
F._
Klinik führten am 1
4.
Januar 2013 eine Sonografie der rechten Schulter durch. Diese zeigte eine nicht-
transmurale
Partialruptur der
Supraspinatussehne
im Intervall mit Läsion des lateralen
Pulley
. Die übrige
Rotatorenmanschette
war intakt. Die
Bicepssehne
war ohne
peritendinöse
Flüssig
keit mit Inhomogenität im Sinne einer Degeneration proximal. Eine Bur
sitis
subacromialis
zeigte sich nicht. Das AC-Gelenk war unauffällig.
Die Beschwerdeführerin habe sich klar für das weitere konservative Vorgehen und gegen eine Operation ausgesprochen. Sie sei sich der vorliegenden
Befund
konstellation
voll bewusst. Die erzielten Fortschritte in der Behandlung seien für sie jedoch sehr motivierend und daher wünsche sie zum jetzigen Zeitpunkt de
finitiv keine Operation. Sie hätten heute ausführlich ihr Tätigkeitsprofil in der angestammten Tätigkeit besprochen. Weitere Fortschritte in der Physiotherapie vorausgesetzt sollte bis in etwa zwei Monaten eine 100%ige Wiederaufnahme
der Arbeitstätigkeit möglich sein. Dies sei auch das Ziel der Beschwerdeführerin (
Urk.
9/101).
3.12
Am
7.
Juni 2013 wurde in der Uniklinik
H._
ein
Arthro
-MRI der Schulter rechts erstellt. Dabei zeigte sich eine
Tendinopathie
der
Subscapularissehne
(in der Beurteilung wird dagegen von
Supraspinatussehne
gesprochen)
mit Unterflächenirregularitäten, jedoch ohne Nachweis eines Risses. Die
Infraspi
na
tussehne
war intakt. Es waren kleine subkortikale Zysten am
Tuberculum
mi
nus sichtbar. Es zeigte sich zudem eine
Bizepstendinopathie
. Das Labrum war un
auffällig. Der
glenohumerale
Knorpel war regelrecht. Eine
Synovialitis
lag nicht vor. Das Volumen des
Recessus
axillaris
war normal. Eine verdickte
Ge
lenks
kapsel
am
Recessus
axillaris
und im
Rotatorenintervall
lag nicht vor. Die
Trophik
der
Rotatorenmanschettenmuskulatur
war normal, ohne Verfettung oder
Muskelödem. Es zeigten sich aber eine AC-Gelenksarthrose und ein ver
mehrter lateraler
downslope
des
Acromions
. Es lag zudem etwas vermehrte Flüssigkeit in der Bursa
subacromialis
/
subdeltoidea
vor (
Urk.
9/123).
3.13
Kreisarzt Prof.
Dr.
A._
erklärte mit Stellungnahme vom 3
0.
September 2013, die aktuell geltend gemachten Beschwerden seien nicht mindestens mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom
1.
Dezember 2011 zurück
zuführen. Er sehe keine Indikation für eine Physiotherapie (
Urk.
9/129).
3.14
Am 1
3.
Dezember 2013 wurde in der Uniklinik
H._
ein MRI Finger III rechts durchgeführt. PD
Dr.
med.
I._
, Leitender Arzt, kam zum Schluss, dass eine Reizung der PIP-Gelenke II und III mit Erguss sowie Weichteilödem
periartikulär
vorliege. Es zeige sich eine Verdickung und Signalalteration der Kollateralbänder dieser Gelenke. Es sei eine umschriebene
Flüssigkeitsakku
mulation
an den
Flexorensehnen
, angrenzend an die
Flexorenpoulies
, ohne siche
ren Nachweis einer Läsion dieser Strukturen sichtbar. Die
Flexoren
sehnen
schei
den
seien reizlos. Eine sekundäre Arthrose liege nicht vor. Es bestehe eine voll
ständige Konsolidation der Frakturen der Phalanx
distalis
III (
Urk.
9/142).
3.15
Am 2
3.
Dezember 2013 berichtete
Dr.
D._
der Beschwerdegegnerin und hielt als Diagnosen fest:
posttraumatische Schulterschmerzen rechts mit anhaltender
Impinge
mentsymptomatik
Schulterkontusions- und Distorsionstrauma rechts am
1.
Dezember 2011
im MRI Unterflächenriss der
Supraspinatussehne
und leichte Bursitis
subacromialis
Stauchungs- und Distorsionstrauma der Finger II und III rechts am 1. Dezember 2011 mit
Fraktur distale Phalanx
Dig
. III rechts und Distorsion PIP-Gelenk
Dig
. III
Distorsion PIP-Gelenk II
Anlässlich der Verlaufskontrolle anfangs November habe die Beschwerdeführe
rin über ein neues Distorsionstrauma der rechten Schulter berichtet. Dabei sei es zu einer massiven Schmerzverstärkung in der rechten Schulter gekommen. Die
Untersuchung habe keine Hinweise für eine grössere neue
Rotatorenman
schetten
läsion
gezeigt und sie sei eher von einer erneuten Zerrung ausgegangen. Sie hätten sich für ein abwartendes Vorgehen entschieden, da die Schmerzen inner
halb der letzten zwei Wochen bereits
regredient
gewesen seien. Anfangs Dezember seien die neuen akuten Schmerzen vom letzten Ereignis fast wieder ab
geklungen gewesen. Die Physiotherapie habe der Beschwerdeführerin wieder sehr geholfen. Was immer noch als stark störend empfunden worden sei, seien die Schmerzen und Funktionseinschränkung des Mittelfingers rechts. Im aktu
ellen MRI vom 1
3.
Dezember 2013 habe sich nun eine Reizung der PIP-Gelenke II und III mit Erguss und Weichteilödem sowie eine Verdickung und
Signal
alter
ation
der Kollateralbänder sowie eine umschriebene
Flüssigkeitsan
samm
lung
an den
Flexorensehnen
bestätigt. In absehbarer Zeit sei mit keiner Veränderung des Zustandes zu rechnen. Was die anhaltenden Schmerzen und die
Bewe
gungs
einschränkung
der Fingergelenke betreffe, finde sich im MRI ein klares Korrelat im Sinne eines Reizzustandes, aber ohne grössere strukturelle Läsion. Deshalb wäre ein Versuch mit einer funktionellen Ergotherapie sicherlich sinn
voll und sie würde der Beschwerdeführerin eine entsprechende Behandlung vorschlagen. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
9/141).
3.16
Am 2
7.
Januar 2014 nahm Kreisarzt Prof.
Dr.
A._
eine Aktenbeurteilung vor, nachweislich der vielen bildgebenden Befunde habe zu keinem Zeitpunkt eine traumatische Läsion am rechten Schultergelenk belegt werden können. Somit sei bezüglich des rechten Schultergelenkes als Folge des Unfallereignisses vom
1.
Dezember 2011 von einer Kontusion/Distorsion ohne traumatische struktu
relle
Läsion auszugehen. Im Gegenteil, die MRIs zeigten einen Vorschaden im Sinne
degenerativerer Veränderung der
Rotatorenmanschette
, die vorbestehend gewesen
seien. Somit sei von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines
vorbe
steh
enden
Zustandes auszugehen. Der Status quo sine/ante sei sechs Wo
chen nach dem Unfall erreicht worden.
Bezüglich der Verletzung
Dig
. III sei nachweislich des letzten MRIs vom 13. Dezember
2013 die distale
Phalanxfraktur
knöchern vollständig ohne struk
turelle Läsion verheilt. Die darüber hinaus dokumentierten Veränderungen am
Mittelfinger rechts seien krankheitsbedingt und nicht auf das Unfallereignis vom
1.
Dezember 2011 zurückzuführen. Somit sei auch bezüglich des Mittelfin
gers von einer vorübergehenden Verschlimmerung einer
undislozierten
Nagel
kranz
fraktur
Dig
. III rechts auszugehen. Der Status quo sine/ante sei drei Mo
nate nach dem Unfallereignis erreicht worden (
Urk.
9/145).
3.17
Die Beschwerdeführerin wurde am 1
3.
Februar 2014 von
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regionalen Ärzten Dienst (RAD) der IV-Stelle untersucht. Dieser nannte mit Bericht vom gleichen Tag als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
chronisch persistierende, belastungsabhängig verstärkte, schmerzhafte
Be
wegungseinschränkung
und Schwellung der Mittelgelenke des Zeige- und Mittelfingers der rechten Hand mit resultierender ausgeprägter
Ge
brauchsminderung
der rechten Hand bei Zustand nach Stauchungs- und Distorsionstrauma
Dig
. II und III rechts am
1.
Dezember 2011 ein
schliesslich Endgliedfraktur – dringender Verdacht auf CRPS
chronischer Bewegungs- und Belastungsschmerz rechte Schulter mit leich
ter Bewegungseinschränkung bei klinischer, kernspintomographisch
bestätigter
subacromialer
Impingementsymptomatik
und
Ansatztendi
nose
der
Supraspinatussehne
akute, belastungsabhängig verstärkte Ischialgie rechts mit
Wurzel
reiz
symptomatik
rechts
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei eine chronische
Zervikozephal
gie
bei Muskelhartspann im Schultergürtelbereich.
Es seien verschiedene somatische Gesundheitsschäden ausgewiesen, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. Der Gesundheitszustand sei im Moment noch nicht stabil und weitere medizinische Diagnostik sei erforderlich, zum Teil be
reits veranlasst. Die genannten Diagnosen bedürften mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit einer intensiven medizinischen Behandlung über einen Zeitraum von voraussichtlich mindestens neun bis zwölf Monaten. In ihrer bisherigen Tätigkeit als Gebäudereinigerin, aber auch in jeder anderen Tätigkeit bestehe sei März 2012, und vorerst bis auf Weiteres, eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. Eine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes und damit auch der Arbeitsfä
higkeit sei
medizinischtheoretisch
nicht nur möglich, sondern auch zu erwarten, weshalb eine vorzeitige medizinische Neubeurteilung in knapp einem Jahr empfohlen werde (
Urk.
9/157).
3.18
Nach Einsicht in diesen Bericht erklärte Kreisarzt Prof.
Dr.
A._
am 1
9.
März 2014, nach Kenntnis der medizinischen Berichte und der MRI Hand und Schul
ter, in denen ausschliesslich unfallfremde Veränderungen beschrieben würden, verbleibe es bei seiner Stellungnahme vom 2
7.
Januar 201
4.
Im Übrigen seien die Frakturen der Langfinger reizlos verheilt, beschwerdeauslösend seien die de
generativen Veränderungen der
DIP‘s
und
PIP’s
(
Urk.
9/158).
3.19
Dr.
B._
hielt mit Bericht an
Dr.
D._
von
5.
November 2014 als Diagnosen fest:
CRPS 1 (Budapest-Kriterien und anamnestisch erfüllt) bei Zustand nach häuslichem Treppensturz, Schulterprellung und Fraktur des Endgliedes
Dig
. III rechts
Verdacht auf
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
Verdacht auf chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi
schen Faktoren
Zustand nach Fuss-OP 1971 rechts, Zustand nach
Hallux
-OP rechts 1995, Zustand nach Fuss-OP links 1981, Zustand nach Morton-OP links 1995, Zustand nach Knie-OP rechts 1980 (
Urk.
11)
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Leistungseinstellung im Wesentlichen auf die Einschätzung ihres Kreisarztes Prof.
Dr.
A._
. Betreffend die rechte Schulter führte Prof.
Dr.
A._
zur Begründung, weshalb die geklagten Beschwerden nicht unfallkausal seien, im Wesentlichen an, dass nachweislich der vielen
bild
gebenden
Befunde zu keinem Zeitpunkt eine traumatische Läsion am rechten Schul
ter
gelenk belegt werde (E. 3.16).
Wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht (
Urk.
1 S.
4), wurde von den Ärzten der
F._
Klinik mit Sonografie vom 1
4.
Januar
2013 eine nicht
transmurale
Partialruptur der
Supraspinatussehne
im Intervall mit Läsion des lateralen
Pulley
festgestellt (E. 3.11). Prof.
Dr.
A._
äusserte sich nicht zu diesem Befund. Es ist daher für den Rechtsanwender nicht nachvollziehbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 14/05 vom 2
9.
Mai 2006 E. 2.2), ob Prof.
Dr.
A._
diesen Befund als durch das MRI der Ärzte der Uniklinik
H._
vom
7.
Juni 2013, bei welchem keine Ruptur festgestellt werden konnte (E. 3.12), als über
holt qualifizierte, ob er ihn nicht zur Kenntnis nahm oder ob er diesen Befund stillschweigend als nicht traumatischer Genese qualifizierte. Da eine
Partial
rup
tur
der
Supraspinatussehne
grundsätzlich sowohl degenerativ wie auch trau
ma
tisch bedingt sein kann (vgl. beispielswiese Prof.
Dr.
F. Bonnaire, Begut
achtung
der
Rotatorenmanschettenläsionen
, in: Trauma und Berufskrankheit, Supplement
1
-2008; Urteil des Bundesgerichts
8C_656/2008 vom 1
3.
Februar 2009
) und die Beschwerdeführerin gemäss ihren Schilderungen beim Sturz vom
1.
Dezember 2011 eine Schulterluxation mit spontaner Selbstreposition erlitt (vgl. E. 3.1 bzw.
Urk.
9/20), was grundsätzlich ein geeigneter Mechanismus ist
,
um eine Ruptur der
Supraspinatussehne
zu verursachen (vgl. Prof.
Dr.
Bonnaire, a.a.O., S.
19), wären konkrete Ausführungen von Prof.
Dr.
A._
zur
Unfallkau
salität
für die Nachvollziehbarkeit seiner Einschätzung Voraussetzung gewesen.
Kreisarzt
Dr.
G._
begründete seine der Beurteilung von Prof.
Dr.
A._
analoge
Einschätzung vom
9.
Oktober 2012, dass acht bis zwölf Wochen nach dem Unfallereignis betreffend die rechte Schulter der Status quo sine erreicht sei (E. 3.8), in keiner Weise. Die Beurteilung von Kreisarzt
Dr.
G._
kann daher nichts zur Erhellung des Sachverhaltes beitragen.
RAD-Arzt
Dr.
J._
(E. 3.17),
Dr.
E._
(E.
3.4 und E.
3.10), die Ärzte der Uniklinik
H._
(E. 3.12 und E. 3.14) und
Dr.
B._
(E.
3.19) äusserten sich nicht zur Unfallkausalität der Schulterbeschwerden der Be
schwerdeführerin. Auch
Dr.
D._
machte keine ausdrücklichen Angaben zur Unfallkausalität der geklagten Schulterbeschwerden (E.
3.2, E.
3.3 und E.
3.15). Zwar hielt sie im Bericht vom 2
3.
Dezember 2013 „posttraumatische Schulterschmerzen“ rechts fest (E. 3.15),
führte
jedoch
nicht aus
, ob zwischen
dem Trauma und den Schulterschmerzen auch ein Kausal
zusammenhang besteht
.
Die Ärzte der
F._
Klinik hielten mit Bericht vom 1
8.
Juni ebenfalls post
traumatische Schulterschmerzen fest (E. 3.5). Sie erklärten jedoch nicht bzw.
nicht in nachvollziehbarer Weise, ob bzw. inwieweit die persistierenden
Schul
ter
beschwerden
unfallbedingt sind. Im Bericht vom 3. September 2012 (E. 3.6)
führten sie aus
, dass die Möglichkeit einer traumatischen
Bicepssehnen
-Patho
logie bestehe, oh
ne sich jedoch weiter festzuleg
en. Auch im Bericht vom
1
4.
Januar
2013, mit welchem sie den Sonografie-Befund der
nicht-trans
mu
ralen
Partialruptur anführten, machten sie keine Angaben, ob dieser Befund
unfall
kausal
sei (E. 3.11).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass sich gestützt auf die vorliegenden Akten nicht in rechtsgenügender Weise feststellen lässt, ob bzw. in welchem Umfang die von der Beschwerdeführerin noch geklagten Beschwerden betreffend rechte Schulter
noch
durch das Unfallereignis vom
1.
Dezember 2011 verursacht wurden, oder ob dieses – auch nicht als Teilursache – keine Rolle mehr spielt.
4.2
Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass neben ihren Beschwerden der rechten Schulter auch ihre Beschwerden der rechten Hand durch das
Unfaller
eignis
vom
1.
Dezember 2011 verursacht worden seien (
Urk.
1 S. 5 ff.), nament
lich be
klagt sie, dass sie an einem CRPS leide (
Urk.
11 und Urk. 12). Die
Beschwerde
gegnerin
stellte ein CRPS im Wesentlichen mit der Begründung, dass nur RAD-Arzt
Dr.
J._
ein solches diagnostiziert habe und er diese Diagnose gar nicht begründet habe, in Abrede (
Urk.
2 S. 5).
Dr.
J._
hatte mit Bericht vom 1
3.
Februar 2014, somit etwas mehr als zwei Jahre nach dem Unfallereignis vom
1.
Dezember 2011, erstmals den Verdacht auf ein CRPS geäussert (E. 3.17). Während des laufenden Beschwerdeverfahrens diagnostizierte
Dr.
B._
mit Bericht vom
5.
November 2014 ein CRPS
1
(E. 3.19).
Die Beschwerdeführerin verletzte sich beim Unfall vom
1.
Dezember 2011 an den
Dig
. II und III rechts, wobei sie sich am
Endglied
Dig
. III eine Fraktur und an den PIP-Gelenken
Dig
. II und III eine Distorsion zuzog (E. 3.3). Im Mai 2012 hielt
Dr.
D._
fest, dass die Schmerzen der Beschwerdeführerin im rech
ten Mittelfinger erneut zugenommen hätten, insbesondere im PIP-Gelenk. Zudem
lag eine deutliche Schwellung und Rötung vor. Erst eine Infiltration brachte
eine kurzzeitige Besserung (E.
3.3,
Urk.
9/52). Im Juni 2012 klagte die Beschwer
deführerin gemäss
Dr.
E._
weiterhin über persistie
rende
belas
tungsabhängige
Schmerzen im PIP III, weniger auch im PIP II (E.
3.4). Im Oktober 2012 suchte die Beschwerdeführerin aufgrund vermehrter Schmerzen wiederum
Dr.
E._
auf (E. 3.10). Gegenüber den Ärz
ten der
Uni
klinik
H._
klagte die Beschwerdeführerin im Dezember 2013 ebenfalls über persistierende Schmerzen im PIP III mit chronischer Schwellung (E. 3.14).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin im Nachgang zum Unfallereignis vom
1.
Dezember 2011 über persistierende Schmerzen im PIP III klagte. Distorsionen und Frakturen sind grundsätzlich geeignete Verletzungen, um ein CRPS zu verursachen (vgl. Pschyrembel, 2012, S.
1875). In Anbetracht dessen, dass weder
Dr.
J._
(E.
3.17) noch
Dr.
B._
(E.
3.19) schlüssige Aus
führungen zur Unfallkausalität des in Frage stehenden CRPS machen, er
weist sich der Sachverhalt betreffend
das von
Dr.
B._
diagnostizierte
n
CRPS als ungenügend abgeklärt.
Jedenfalls genügt die knappe Beurteilung von Dr.
A._
, wonach die Beschwerden degenerativer Natur seien, (E. 3.18) nicht, um jegliche Unfallkausalität auszuschliessen.
4.3
Nach dem Gesagten
ist die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese zur Beurteilung der Unfallkausalität der von der Beschwerdeführe
rin geklagten Schulter- und Handbeschwerden rechts nachvollziehbare medizi
nische Berichte einholt bzw. weiter
e
Abklärungen vornimmt und hernach über den Leistungsanspruch neu entscheide.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
D
ie Prozessentschädigung, welche ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens zu bemessen ist (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht), ist auf Fr.
2‘000.--
festzusetzen
.