Decision ID: 8f92b4a8-3277-4f30-a0ca-116618149b4c
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968,
war vom 3. Januar 2000 bis 30.
November
2003
mit einem Beschäftigungsgrad von 100
%
als
Hilfskoch
beim Restaurant
Y._
angestellt (Urk.
2/2
-4
)
und bezog in einer vom 15. April 2004 bis
14. März
(richtig wohl: April)
2006 dauernden Rahmenfrist Taggelder der Ar
beits
losenversiche
rung
(Urk. 2/9)
unter Anrechnung einer von April bis Dezem
ber 2005 teilzeitlich ausgeübten Zwischenverdiensttätigkeit als Hilfskoch bei der
Z._
GmbH (Urk. 2/
6
-8).
Als Arbeitnehmer des Restau
rants
Y._
respektive
der
Z._
GmbH
war er bei der
GastroSocial
Pensionskasse berufsvorsorgeversichert (Urk. 2/18), während er als Bezüger von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung
(Urk. 14/1)
grundsätzlich
bei der Stif
tung Auffangeinrichtung BVG
obligatorisch gegen die Risiken Inva
lidität und Tod versichert
war
.
1.2
Am 5.
Februar 2009 meldete sich
X._
wegen Rücken
- und
Knie
beschwerden
sowie Kopfschmerzen bei
der Invalidenversicherung
zum
Leis
tungs
bezug
an (Urk.
2/37).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-
Stelle, sprach ihm mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 21. Novem
ber
2011 (Urk. 18/60; vgl. auch Verfügungsteil 2, Urk. 18/58) ab 1. September 2009 eine ganze Rente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 100
%
zu.
2.
Mit Eingabe vom 5. September 2013 (Urk.
1) erhob
X._
Klage gegen die
GastroSocial
Pensionskasse (B
eklagte
1) und die Stiftung
A
uffangein
richtung
BVG (Beklagte 2) und beantragte, die Beklagte 1, eventualiter die Be
klagte
2, sei zu verpflichten, ihm
mit Wirkung
ab 1.
September 2009 eine
Er
werbsunfähigkeitsrente
gemäss Gesetz und Reglement auszurichten, zuzüglich Verzugszinsen von 5
% für die verfallenen Renten ab dem heutigen Tag, für die zukünftigen ab dem Tag der Fälligkeit.
In ihren Klageantworten vom 9.
(Beklagte
1, Urk.
11) und 19.
Dezember 2013 (Beklagte
2, Urk.
13) schlossen die Beklagten auf Abweisung der gegen sie ge
rich
teten Klage. In dem nach
Beizug
der Akten der Invalidenversicherung (Urk.
18/1-81) durchgeführten zweiten Schriftenwechsel hielten
die Parteien mit Replik vom 4. Februar 2014 (Urk. 21) und Dupliken vom 10. März (Beklagte 2, Urk. 24) und 5. Juni 2014 (Beklagte 1, Urk. 27)
an ihren ei
ngangs gestellten An
trägen fest
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art.
23
lit
.
a
des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlasse
nen
und Invalidenvorsorge (BVG)
hat Anspruch auf eine Invalidenrente, wer im Sinne
der Invalidenversicherung zu mindestens 40
% invalid ist und bei Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert war. Ent
scheidend im Rahmen von Art.
23 BVG ist einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit (zu diesem Begriff vgl. BGE
130 V 343 E.
3.1 mit Hinweisen;
Urteil des Bundesgerichts
B
49/00
vom 7. Januar 2003
E.
3
, publiziert in: SZS 2003
S. 521
), unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die
Versicherteneigen
schaft
muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht
notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der
In
validität. Für eine einmal aus –
während der Versicherungsdauer aufge
tre
te
ner
–
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die
Vorsorge
ein
richtung
somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des
Vorsor
ge
verhältnisses
der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund (Art.
26 Abs.
3 BVG e
contrario
; BGE
123 V 262 E.
1a; 118 V 35 E.
5
).
1.2
Die Leistungspflicht einer Vorsorgeeinrichtung für eine erst nach Beendigung des
Vorsorgeverhältnisses eingetretene oder verschlimmerte Invalidität setzt voraus, dass zwischen der relevanten Arbeitsunfähigkeit und der nachfolgenden Invali
dität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht. Der sachliche Zu
sammenhang ist zu bejahen, wenn der der Invalidität zugrunde lie
gende
Ge
sundheitsschaden
im Wesentlichen derselbe ist, der zur Arbeits
unfä
higkeit ge
führt hat (BGE
123 V 262 E.
1c; 120 V 112 E.
2c/
aa
und
bb
mit Hin
weisen). Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die ver
sicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig wurde (BGE
123 V 262 E.
1c mit Hinweisen).
1.3
Für den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art.
23
lit
.
a BVG ist die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf massgeblich; sie ist relevant, wenn sie mindestens 20
% beträgt und sich auf das Arbeits
ver
hältnis sinnfällig auswirkt oder ausgewirkt hat (Urteile
des Bundesgerichts
9C_18/2
009 vom 7. April 2009 E. 3.2.1 und
9C_772/2007 vom 26.
Februar 2008 E.
3.2). Der zeitliche Zusammenhang zur später eingetretenen Invalidität als weitere Voraussetzung für den Anspruch auf Invalidenleistungen der damaligen Vorsorgeeinrichtung beurteilt sich hingegen nach der
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
in ei
ner der gesundheitlichen Beeinträchtigung angepassten zumutbaren Tätigkeit.
Diese Beschäftigungen müssen jedoch bezogen auf die angestammte Arbeit die Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens erlauben (BGE
134 V 20 E.
5.3; Urteil
des Bundesgerichts
9C_
292/2008 vom 22. August 2008 E.
2.2.2).
2
.
2.1
Der Kläger führte zur Klagebegründung aus (
Urk.
1
S. 8 ff.
,
Urk.
21),
wegen der Rückenbeschwerden, welche ab 1. September 2009 zur vollständigen Invalidität geführt hätten, sei
er
im Juli 2003 –
während des Arbeitsverhältnisses mit dem Restaurant
Y._
respektive des Vorsorgeschutzes bei der Beklagten 1 –
in seiner angestammten
, teilweise körperlich schwere
n
Tätigkeit als Koch
bis auf wenige kurze Arbeitsversuche
dauernd
arbeitsunfähig geworden
. Damit sei so
wohl der sachliche als auch der zeitliche Zusammenhang gegeben. Letzterer
werde weder durch
den Bezug von Arbeitslosenentschädigung (Rahmenfrist vom
15. April 2004 bis 14. April 2006) noch durch
die im Jahr 2005 ausgeübte
be
rufliche
Tätigkeit
unterbrochen, da die Vermittlungsfähigkeit
von 100 % auf
der
Ar
beitsf
ähigkeit
in
einer behinderungsangepassten Tätigkeit
beruhe
und er bei der
Z._
GmbH nur während eines halben Jahres etwa 50 % gearbeitet habe, was als gescheiterter Arbeitsversuch zu qualifizieren sei. D
ass gemäss Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) in ei
ner an
ge
passten Tätigkeit ab 2005
(bis zur vollständigen Invalidität per 1. September 2009)
eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe, stehe einer Leistungspflicht
der
Beklagten 1 nicht entgegen.
Schliesslich habe sich der
Ge
sundheitsschaden
, wel
cher letztlich zur
Rentenzusprache
geführt habe, auch während des
Ver
si
cherungsverhältnisses
mit der Beklagten 2 durch diverse Ar
beitsunfähigkeiten manifestiert
, womit eventualiter diese leistungspflichtig sei
.
2.2
Dem hielt die Beklagte 1 entgegen (Urk. 11, Urk. 27),
die postulierte
ununterbro
chene
Arbeitsunfähigkeit ab dem Jahr 2003 sei nicht mit
dem Beweisgrad der
überwiegende
n
Wahrscheinlichkeit erstellt, zumal
die Anstellung
als Allrounder (nebst Koch auch Produktions- und Reinigungsarbeiten) im Restaurant
Y._
auch leichtere, wechselbelastende Tätigkeiten
enthalten
habe. Sodann habe der Kläger
Arbeitslosenentschädigung aufgrund eine
r
Vermittlungsfähig
keit
von 100
%
bezogen und
von April bis Dezember 2005 bei
der
Z._
GmbH gearbeitet,
wobei nicht erstellt sei, dass er aus gesund
heit
lichen Gründen ein nur reduziertes Pensum geleistet habe.
Auch der Um
stand, dass der Arbeitsvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen worden sei und auch Nachtarbeit umfasst habe, spreche gegen einen Arbeitsversuch. Damit fehle es
jedenfalls
am zeitlichen Konnex.
2.3
Die
Beklagte 2 (
Urk.
13,
Urk.
24)
verweist zur Begründung ihres Standpunktes auf die klägerischen Ausführungen in der Eingabe vom 5. September 2013 (Kla
geschrift, Urk. 1).
3.
3.1
Die IV-Stelle ging in ihrem Rentenentscheid
vom
21. November
2011
(Urk. 18/
58
und
Urk.
18
/60
)
davon aus, dass der Kläger
von
2003 (Beginn der einjährigen
Warte
zeit)
bis 2005 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Ab dem
Jahr 2005 sei er in der Lage gewesen, einer angepassten Tätigkeit zu 100 % nach
zu
gehen und ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (
Inva
li
di
tätsgrad
von 0 %). Ab September 2009 sei ihm keine berufliche Tätigkeit mehr zumutbar gewesen, weshalb er ab diesem Zeitpunkt
gestützt auf einen
Invalidi
tätsgrad
von 100 %
Anspruch auf eine ganze Rente
der Invalidenversicherung
habe
.
3.2
D
en beiden Beklagten
wurde
weder der (abschlägige) Vorbescheid der IV-Stelle vom 18. Februar 2010 (Urk. 18/33) noch deren
Verfügung vom 21.
November 201
1 (Urk.
18/60)
zugestellt
.
Infolge Nichteinbezugs der Vorsorgeeinrichtungen
besteht
demnach
vorliegend rechtsprechungsgemäss (BGE 130 V 270 E. 3.1)
keine
Bindung an die Feststellungen der
Invalidenversiche
rung
.
4.
4.1
Gemäss
Auskunft
des Restaurants
Y._
(Urk. 2/2-4)
blieb der Kläger
–
nach einigen kürzeren Arbeitsunfähigkeiten
–
seiner Tä
tigkeit als Hilfskoch mit Verrichtung von Rüst-, Produktions- und Reinigungsarbeiten ab 4.
September
20
03
wegen Krankheit fern, worauf ihm per
Ende
November 2003 gekündigt wurde
.
Grund für die Arbeitsunfähigkeiten waren
laut
Angaben
von Dr.
med.
A._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, und
Dr.
med.
B._
, FMH Innere Medizin
(Urk. 2/19, Urk. 2/27, Urk. 2/35)
, ab 2002
respektive
2003
aufget
retene lumbale Rückenschmerzen.
4.2
Am
8.
Dezember 2003
führten die Ärzte der
Klinik C._
ausgehend von
einer
Lumboischialgie
rechts bei grosser, nach
cranial
luxierter Diskushernie L3/4
links eine Dekompression L3/4 von links durch (
Urk.
2/23).
Nach
dem der zuständige Oberarzt der
Klinik C._
am 26. Februar 2004
(Urk. 2/24) von einem etwas protrahierten
postoperativen Verlauf
gesprochen und
bis Ende März 2004 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
bescheinigt
hatte, kam er anlässlich der Verlaufskontrolle vom 27.
April 2004 (
Urk.
2/25)
zum Schluss,
dass seit 15.
April 2004 eine Arbeitsfähigkeit von 50
% für leichte kör
perliche
Arbeiten in wechselnden Positionen bestehe und ab Ende Mai 2
004 eine Arbeits
aufnahme zu 100
% erfolgen können
sollte
.
4.
3
Im Antrag auf
Arbeitslosentschädigung von Ende
März 2004 (
Urk.
2/10 S.
1 Ziff.
3)
erklärte der Kläger
, er sei bereit und in der Lage, vollzeitlich zu arbeiten.
Laut
Angaben der
zuständigen
Arbeitslosenkasse vom
6.
August 2009
(Urk. 2/9)
gelangten daraufhin
in
der
vom
15.
April 2004
bis 14. April 2006 dauernden
Rahmenfrist Taggelder bei einer Vermittlungsfähigkeit von 1
00
%
zur Auszah
lung
.
In jener Zeit wurden der
Arbeitslosenversicherung
unter Beilage entspre
chen
der Arztzeugnisse vom 1. bis 7. November 2004, vom 12. bis 24. April und vom 9. bis 16. August 2005 krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeiten von 100 %
gemeldet, wobei der Kläger jeweils angab, im gleichen Umfang wie im Vor
mo
nat
Arbeit zu suchen (Urk. 2/12-17).
4.
4
Anlässlich
der am 29./3
0.
Juni 2004 im
D._
,
Rheu
ma
klinik
und Institut für Physikalische Medizin,
mit mässiger
Leistungsbereit
schaft
und teilweiser Selbstlimitierung des Klägers durchgeführten Evaluation der
arbeits
bezogenen
funktionelle
n Leistungsfähigkeit (EFL; Urk. 2/26 S.
3 ff.) wurde
als arbeitsrelevantes Problem eine verminderte Belastbarkeit der
Lenden
wirbel
säule
(L
WS
)
beim Hantieren mit Gewichten festgestellt und zur Verbes
serung der muskulären Stabilisationsfähigkeit der LWS in Bezug auf die Ar
beitsbe
las
tungen eines Kochs eine arbeitsbezogene Rehabilitation (ABR) emp
fohlen. Dem Kläger sei zumindest eine leichte bis mittelschwere Arbeit wie die angestammte
Tätigkeit als Koch ganztags zumutbar, wobei gewisse
Belastungs
einschrän
kungen
beim Hantieren schwerer Lasten bestünden (Heb
en Boden zu Taillenhöhe max. 15
kg; Heb
en Taille zu Kopfhöhe max. 12.5 kg; Heben Hori
zontal max. 17.5
kg).
4.
5
Von April bis Dezember 2005 war der Kläger
i
m Rahmen eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses
teilzeitlich
als Hilfskoch bei der
Z._
GmbH tätig, wobei die geleistete Arbeitszeit zwischen 47 und 119 Stunden
pro
Monat
schwankte (
Urk. 2/6-8). Ein Arbeitgeberbericht konnte durch die IV-Stelle
nicht erhältlich gemacht werden (Urk. 18/11).
4.
6
Dr.
B._
führte
im Bericht vom
6.
März 2009 (Urk.
2/27) aus,
persistierende belastungsabhängige Rückenschmerzen hätten die Tätigkeit als Koch seit einem
letzten Arbeitsversuch (50 %) im Jahr 2005 nicht mehr zugelassen. Von 2005 bis
2007 sei der Kläger nur kurzzeitig wegen Schulterbeschwerden in der Praxis vorstellig geworden, bis die erneut aufgetretenen Schmerzen im Bereich des
Rückens Anlass zur Durchführung des MRI vom 16. Oktober 2007 (Urk. 2/28) g
e
geben hätten.
Eine angepasste Tätigkeit sei aus rheumatologischer Sicht sicher durchführbar
, wobei er diesbezüglich keine näheren Angaben machen könne.
4.
7
Wegen rezidivierender lumbaler
Schmerzexazerbationen
wurde
der Kläger
vom 6. bis 23. Oktober 2009 (Urk. 2/29)
in der
Klinik C._
primär konservativ
behandelt, wobei sich bildgebend im Vergleich zur Voruntersuchung vom Jahr 2007 ein Fortschreiten der multisegmentalen degenerativen Veränderungen zeigte
und der Therapieverlauf insgesamt als unbefriedigend bezeichnet wurde. Den
noch
gingen die Ärzte davon aus, dass der Kläger aus rheumatologischer Sicht für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten schrittweise in den Arbeitsprozess
reinte
grier
t
werden könne
.
4.
8
Nachdem das MRI vom 19. Februar 2010 eine mediane Diskushernie L2/3 mit
massiver Spinalkanalstenose zur Darstellung gebracht hatte (Urk. 2/31 S. 2 oben)
, wurde der Kläger am 22.
April 2010
in der
Klinik C._
erneut am Rücken
operiert (Dekompression L2/3 beidseits
und
Sequestrektomie
von links, Urk.
2/32)
.
4.
9
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Re
gio
n
aler Ärztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, kam gestützt auf seine Untersu
chung vom 2
1.
Juni 2010 zum Schluss (
Urk.
2/38),
der Kläger
sei
in
d
er bisheri
gen Tätigkeit als Hilfskoch
ab
2003 auf Dauer
nicht mehr
a
rbeitsfähig
gewesen
.
In
einer
angepasste
n
Tätigkeit
habe
ab
2005 eine A
rbeitsfähigkeit
von 100
%
vor
gelegen.
Ab
September 2009 sei a
ufgrund des neuerlichen Bandscheiben
vor
falles
gar keine
berufliche
Tätigkeit mehr möglich gewesen. Da der
Gesund
heits
zustand besserungsfähig
sei
,
sollte
in angepasster Tätigkeit
ab September 2010
wieder eine Arbeitsfähigkeit
von 100
%
erreicht werden.
4.
1
0
Laut Berichten
von Dr.
B._
vom 21. Dezember 2010 und 3. Februar 2011 (Urk. 2/33-34) wurde n
ach einer erneuten Zunahme der Schmerzsituation mit
radikulärer
Ausstrah
lung
eine
konservativ zu behandelnde
Rezidivhernie
L3/4 links
festgestellt
.
Er
ging davon aus, dass
eine
zumindest teilweise
Arbeitsfähig
keit bestehe
, wobei er im ambulanten Rahmen keine
genauere Beurteilung
ab
geben könne und eine
Arbeitsabklärung im
D._
empfehle. Bis dahin sei der Kläger nicht arbeitsfähig.
4.1
1
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
ging
der RAD-Arzt Dr.
E._
am 19. Apri
l 2011
davon
aus
(
Urk.
2/39)
, dass
in angepasster Tätigkeit weiterhin keine
Arbeitsfähigkeit
bestehe.
5
.
5
.1
Die einschlägigen Reglemente der Beklagten 1
(Urk. 12/3)
gehen
unstreitig
von einem mit der Invalidenversicherung
vergleichbaren Invaliditätsbegriff aus und sehen insbesondere keine Berufsinvalidenrente vor
, was den
n
vom Kläger auch
nicht geltend gemacht wurde
.
Demzufolge
unterliegt die Anspruchsprüfung den oben dargelegten Grundsätzen (
vgl.
E. 1.1-1.3
hiervor
).
5
.2
Die strittige Frage, o
b während der
Versicherungsdauer
bei der
Beklagten
1, even
tuell bei der Beklagten 2,
der Eintritt einer relevanten Arbeitsunfähigkeit
im
Sinne einer Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf
als Hilfskoch
(vgl. E. 1.3 hiervor)
hinreichend
belegt ist,
muss nicht ab
schliessend
beantwortet werden
.
Es steht aufgrund der Akten
zuverlässig
fest, dass
nach Beendigung der
Vor
sorgeverhältnisse
mit den Beklagten bis jedenfalls Ende August 2009 während Jahren zumindest in einer dem Rückenleiden
angepassten
Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestand. Dies wurde vom Kläger
denn auch
nicht in Abrede ge
stellt (vgl. E. 2.1 hiervor).
Er verkennt offenbar, dass
für die Frage des zeitli
chen Zusammenhangs
praxisgemäss
(
vgl. E. 1.3 hiervor)
nicht die
Einbusse an funk
tio
nellem Leistungsvermögen
im angestammten Beruf massgebend ist, son
dern die Arbeitsunfähigkeit
respektive
Arbeitsfähigkeit in einer der gesundheit
lichen Beeinträchtigung a
ngepassten zumutbaren Tätigkeit.
D
amit hätte er
ge
mäss zu
treffender und unbeanstandet gebliebener Feststellung der IV-Stelle
(vgl.
Ver
fü
gungsteil
2
der Verfügung vom 21. November 2011
, Urk. 18/58
S. 1 unten
)
ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen können
. Dadurch
wurde
der
berufs
vor
sorgerechtlich
erforderliche enge
zeitliche Konnex zwischen
einer allfälligen
während der Dauer de
r Vorsorgeverhältnisse
mit den Beklagten
(ein
schliesslich
der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs.
3 BVG)
aufgetretenen Ar
beitsun
fähig
keit und der später eingetretenen Invalidität im Sinne von Erwä
gung 1.3
klarer
weise
unterbrochen.
Daran
vermag nichts zu ändern
, dass nach
der
Darstellung des Klägers in der angestammten Tätigkeit eine andauernde Ar
beits
un
fähigkeit vorgelegen haben soll.
Damit kann offenbleiben, ob beim Kläger tatsächlich ein Gesun
dheitsschaden
vorliegt, welche keine berufliche Tätigkeit mehr zulässt
beziehungsweise
zu ei
ne
r vollständigen Erwerbsunfähigkeit führt.
5
.3
Bei dieser Sachlage kann
dem
Begehren des Klägers, die Beklagte 1, eventualiter die Beklagte 2
,
zu verpflichten, ihm
ab 1. September 2009
eine Invalidenrente aus der beruflichen Vorsorge auszurichten, nicht entsprochen werden.
Mithin ist die Klage abzuweisen.