Decision ID: 3e2212f5-99ce-4ddc-9090-73b031c4fb15
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Filiz-Félice Aydemir Séquin, Magnihalden 7,
Postfach 14, 9004 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 11. November 2009 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an. Er gab an, an
Kniearthrosen beidseits zu leiden (IV-act. 1).
A.b Gemäss einem Frühinterventions(FI-)Gesprächsprotokoll des IV-internen
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 2. Dezember 2009 gab der Hausarzt des
Versicherten, Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, folgende Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an: Gonarthrose beidseits, Status nach
Operationen am Ellenbogen rechts 02/01 und Ellenbogen links 01/08 sowie eine
depressive Störung. Dr. B._ teilte mit, dass der Versicherte seit der ersten
Konsultation wegen Kniebeschwerden im September 1999 immer wieder in
Behandlung gewesen sei. Momentan gebe es keine Behandlungsmassnahmen. Die
vorgeschlagene Versorgung mit einer Kniegelenksprothese werde vom Versicherten
abgelehnt. In der bisherigen Tätigkeit sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig, da er
nicht länger stehen, gehen oder knien könne. Hingegen dürfte in einer vorwiegend
sitzenden Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestehen. Diese müsste jedoch
von einem Spezialisten genau definiert werden (IV-act. 10, 23). Gemäss den vom
Hausarzt eingereichten medizinischen Vorberichten war der Versicherte wegen seit
mehreren Jahren zunehmender Vergesslichkeit im Jahr 2003 neuropsychologisch und
neurologisch in der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) untersucht
worden. Die neuropsychologische Untersuchung vom 2. April 2003 hatte leichte bis
mittelschwere kognitive Beeinträchtigungen gezeigt, wobei Aufmerksamkeitsdefizite
mit klinisch beobachteten Konzentrationseinbrüchen sowie exekutive Störungen mit
verlangsamtem, gleichzeitig aber häufig vorschnellem Vorgehen bei deutlichen Anlauf-/
Umsetzungsschwierigkeiten im Vordergrund gestanden hatten. Die untersuchenden
Neuropsychologen hatten festgehalten, dass eine Diskrepanz zwischen den von der
Tochter des Versicherten geschilderten, zum Teil massiven Problemen im Alltag und
den objektivierten Störungen bestehe. Die Ursache der angegebenen
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Beeinträchtigungen, namentlich der Vergesslichkeit sowie der Probleme beim
Autofahren, könne nicht klar eingeordnet werden (IV-act. 15-15). In der folgenden
neurologischen Untersuchung am 5. Juni 2003 war die Diagnose eines Verdachts auf
ein depressives Syndrom mit "depression related cognitiv dysfunction" gestellt worden.
Die untersuchenden Ärzte hatten ausgeführt, dass sich klinisch-neurologisch ein
unauffälliger Status gezeigt habe. Die vom Versicherten wahrgenommenen Defizite
seien nach den Ergebnissen der neuropsychologischen Testung am ehesten Ausdruck
der objektivierbaren Aufmerksamkeitsdefizite und Konzentrationseinbrüche. Ursache
dafür könnten sowohl eine affektive Störung, insbesondere eine Depression, als auch
ein chronisches Schlafdefizit bei langjähriger Nachtschichtarbeit oder beides sein (IV-
act. 15-10 f.). Gemäss einem vom Hausarzt ebenfalls eingereichten Bericht von
Dr. med. C._, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 9. Januar 2009 hatte dieser die
Diagnose einer mittelstarken bis starken Gonarthrose vom varusmorphen Typ beidseits
erhoben. Dr. C._ hatte festgehalten, dass sich an beiden Knien erhebliche Gon
arthrosen mit varischer Deformation der Achsen zeigten. Es hätten sich bereits kräftige
Osteophyten medial gebildet, rechts falle vor allem eine Meniscus- und Chondro
kalzinosis auf. Angesichts der fortgeschrittenen Arthrose stünden Knietotalprothesen
zur Diskussion (IV-act. 15-1).
A.c Am 9. Dezember 2009 erstattete die D._ AG einen Arbeitgeberbericht. Es wurde
festgehalten, dass der Versicherte seit dem 1. September 1989 in der Nachtschicht mit
einem betriebsüblichen vollen Pensum von 35 Stunden pro Woche tätig gewesen sei.
Aus wirtschaftlichen Gründen sei dem Versicherten per 30. September 2009 gekündigt
worden (IV-act. 17).
A.d Am 23. März 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass kein Anspruch
auf Eingliederungsmassnahmen in Form von Arbeitsvermittlung bestehe. Die
Abklärungen hätten ergeben, dass sich der Versicherte – trotz einer medizinisch-
theoretischen 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit –
subjektiv nicht in der Lage sehe, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Daher sei eine
Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung nicht möglich (IV-act. 27).
A.e Gemäss einem Bericht vom 19. Juni 2010 nannte Dr. C._ als Diagnosen
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Gonarthrosen beidseits, medial betont, links
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mehr als rechts, sowie ein chronisches Lumbovertebralsyndrom. Er hielt fest, dass
die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei, da der Versicherte bei Tätigkeiten wie
dem dauernden Herumgehen im Betrieb und dem Heben von Stoffballen durch die
Schmerzen beeinträchtigt sei. Eine leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit sei ganztags
mit 50%-iger Belastung möglich. Nach einem operativen Vorgehen bezüglich der
Gonarthrosen könne die Arbeitsfähigkeit bei einem guten Verlauf eventuell gesteigert
werden (IV-act. 30). Seitens der zuständigen Krankentaggeldversicherung war der Ver
sicherte am 19. April 2010 vom Orthopäden Dr. med. E._ untersucht worden. Dieser
hatte – ausgehend von den gleichen Diagnosen wie Dr. C._ – festgehalten, dass eine
fortlaufende Arbeitsunfähigkeit von 100% seit dem 25. Juni 2009 nicht vollumfänglich
nachvollziehbar sei. Im Bereich der Kniegelenke hätten sich keine Aktivierungszeichen
einer Gonarthrose gezeigt. Die zwingende Operationsindikation für eine Totalprothese
sei auf Basis des klinischen Befundes und der eingesehenen Röntgenaufnahmen von
2009 ebenfalls nicht ausgewiesen. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in einer
Textilstickerei sei als körperlich mittelschwer zu bezeichnen, wobei Wechselhaltungen
zwischen Stehen und Sitzen möglich gewesen seien. Diese bzw. eine vergleichbare
Tätigkeit sei dem Versicherten weiterhin zumutbar (IV-act. 32-8).
A.f Im Auftrag der Krankentaggeldversicherung wurde der Versicherte im September
und Oktober 2010 im Institut für medizinische und ergonomische Abklärungen (IME)
interdisziplinär begutachtet. Gemäss dem Gutachten vom 15. November 2010
diagnostizierte Dr. med. F._, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, eine Tendenz
zum generalisierten Schmerzsyndrom, Koordinationsschwierigkeiten unklarer Ätiologie,
Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen unklarer Ätiologie, den Verdacht auf
arterielle Hypertonie sowie leichtgradige Hypertriglyzeridämie und -cholesterinämie. Zur
Beurteilung hielt er fest, dass sich aus rheumatologisch-somatischer Sicht
objektivierbare Befunde im Sinne einer Gonarthrose beidseits und klinische Hinweise
für eine Tendinopathie im Bereich der Rotatorenmanschette im linken Schultergelenk
gefunden hätten. Im Weiteren hätten sich myofasciale Verspannungen im Schulter-/
Nackengürtel, welche möglicherweise die Nackenbeschwerden mitverursachten, und
eine vorwiegend schmerzbedingte Funktionsstörung der Lendenwirbelsäule bei nur
geringen klinischen Befunden gezeigt. Zusätzlich lägen jedoch unklare Bein-/
Fussschmerzen vor, welche differentialdiagnostisch durch eine beginnende
Polyneuropathie bedingt sein könnten, sowie in der klinischen Untersuchung eine
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auffällige Koordinationsschwierigkeit, welche einerseits durch eine ausgeprägte
Symptomausweitung oder andererseits durch eine neurologische Grunderkrankung
verursacht sein könnte. Im Rahmen der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen
Leistungsfähigkeit hätten sich erhebliche Hinweise auf eine Symptomausweitung
gezeigt. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit bestehe aus rein rheumatologischer Sicht eine
nachvollziehbare Einschränkung in Form einer verminderten Belastbarkeit beim
längeren Stehen und bei kniebelastenden Tätigkeiten. Eine angepasste Verweistätigkeit
sollte dem Versicherten hingegen zumutbar sein, wobei aufgrund der multilokulären
Schmerzsymptomatik ein vermehrter Pausenbedarf im Ausmass von 20% über den
Tag verteilt bestehe. Damit betrage die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in
einer ideal angepassten Tätigkeit 80%. Da sich jedoch Hinweise für eine zu Grunde
liegende neurologische Grunderkrankung fänden, könne die Arbeitsfähigkeit aus
somatischer Sicht nicht abschliessend beurteilt werden. Es sei zunächst eine
neurologische Untersuchung mit neuropsychologischer Untersuchung inklusive
Symptomvalidierungstests angezeigt. Im seinem psychiatrischen Fachgutachten vom
20. Oktober 2010 führte Dr. med. G._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus, der
Versicherte sei zum Zeitpunkt der Untersuchung am 24. September 2010 psy
chopathologisch nicht sehr auffällig gewesen. Die Grundstimmung sei etwas zum
depressiven Pol hin verschoben gewesen, die affektive Modulationsfähigkeit sei nicht
eingeschränkt gewesen. Im Rahmen der Untersuchung hätten sich keinerlei Hinweise
auf das Vorliegen einer Störung durch psychotrope Substanzen, einer Schizophrenie,
einer schizotypen oder wahnhaften Störung oder einer Persönlichkeitsstörung
gefunden. Das Vorliegen einer Demenz könne nicht sicher ausgeschlossen werden.
Dazu müsste eine neuropsychologische Verlaufsbeurteilung mit
Symptomvalidierungstests durchgeführt werden. Aufgrund der nur schwer
nachvollziehbaren Beschwerdeschilderung könnten keine Angaben darüber gemacht
werden, ob der Beschwerdeführer an einer affektiven Störung oder an einer
Anpassungsstörung leide oder nicht. Wegen der unklaren somatischen Situation
könnten auch keine Angaben betreffend das Vorliegen einer somatoformen
Schmerzstörung gemacht werden. Sinnvolle Angaben zur Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht seien ohne weitere Abklärungen nicht
möglich (Fremdakten G 6.2).
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A.g Auf Veranlassung des RAD (vgl. Stellungnahme vom 25. März 2011, IV-act. 48)
wurde der Versicherte im Mai 2011 neurologisch von Dr. med. H._, Neurologie FMH,
und neuropsychologisch von Dr. phil. I._, Psychologin FSP/Fachpsychologin für
Neuropsychologie FSP, untersucht und begutachtet. Im Gutachten vom 20. Juli 2011
nannte Dr. H._ folgende Diagnosen: Subjektive kognitive Defizite in Form von
Gedächtnisstörungen ohne sichere Hinweise für eine organische Ursache,
differentialdiagnostisch im Rahmen einer nicht näher zu bezeichnenden
psychiatrischen Erkrankung, sowie ein generalisiertes Schmerzsyndrom mit bekannter
Gonarthrose beidseits, ohne sichere Anhaltspunkte für eine Polyneuropathie oder ein
Restless-legs-Syndrom, möglicherweise im Rahmen einer somatoformen
Schmerzstörung. Zur Beurteilung hielt sie fest, dass die kognitiven Einschränkungen im
Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung ätiologisch nicht sicher hätten
zugeordnet werden können. Es bestehe aber der hochgradige Verdacht, dass eine
psychiatrische Erkrankung hierfür ganz wesentlich verantwortlich sei. Diesen Eindruck
habe sie auch im Rahmen der neurologischen Untersuchung gewonnen, womit es
dringend geboten erscheine, den Versicherten nochmals adäquat psychiatrisch
abklären zu lassen. Aus der heutigen Perspektive sei es unverständlich, dass der
erstbeurteilende Psychiater zu keiner Diagnose gekommen sei. Da anlässlich der
neuropsychologischen Abklärung ein hirnorganischer Faktor nicht ganz habe
ausgeschlossen werden können, empfehle sich im Weiteren, die
kernspintomografische Untersuchung zu wiederholen. Das geklagte Schmerzsyndrom
interpretiere sie aus neurologischer Sicht ebenfalls im Zusammenhang mit
psychischen/psychiatrischen Faktoren. Die Beobachtungen im Rahmen der
neurologischen Untersuchung wiesen auf das Vorliegen einer somatoformen Schmerz
störung hin. Dieser Aspekt sei in der psychiatrischen Beurteilung mit zu
berücksichtigen. Rein aufgrund der geklagten Schmerzen bestehe aus neurologischer
Sicht keine Einschränkung für die zuletzt ausgeführte Tätigkeit als Nachseher in einer
Stickereifirma sowie für eine Verweistätigkeit. Aus neuropsychologischer Sicht lasse
sich hingegen keine sichere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vornehmen, da die
geklagten Beschwerden wahrscheinlich im Wesentlichen durch psychologische/
psychiatrische Faktoren beeinflusst würden. Insofern müsse noch eine psychiatrische
Begutachtung erfolgen (IV-act. 56-10 ff.). Im neuropsychologischen Fachgutachten
vom 17. Mai 2011 hielt Dr. I._ zur Frage der IV-Stelle fest, dass gegenüber der
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neuropsychologischen Voruntersuchung im April 2003 multiple und hoch signifikante
Verschlechterungen bei jedoch auch hoch auffälliger Symptomvalidierung nachweisbar
seien. Nebst den nicht authentischen kognitiven Funktionsstörungen sei von
signifikanten Verhaltensänderungen mit Hinweisen auf dissoziative Symptome
auszugehen, welche in der psychiatrischen Untersuchung von 2010 jedoch nicht
festgestellt worden seien (IV-act. 54-6).
A.h Am 7. Oktober 2011 stellte der RAD fest, dass Dr. G._ gemäss seinem
Gutachten vom 24. September 2010 keine psychiatrische Diagnose erhoben habe. Es
gebe hinsichtlich des psychiatrischen Gesundheitszustandes keine Hinweise, dass sich
dieser seit der Begutachtung durch Dr. G._ wesentlich verändert habe. Basierend auf
der MRI-Vergleichsuntersuchung in der Klinik Stephanshorn vom 7. September 2011
(vgl. IV-act. 59) könne festgehalten werden, dass es zu keiner Veränderung der am
9. Oktober 2007 festgestellten leichtgradigen Hirnatrophie gekommen sei. Daraus
folgend könne ein hirndegenerativer Prozess mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ausgeschlossen werden. In der neuropsychologischen Testung vom 16. Mai 2011
hätten sich Tendenzen zur Aggravation gezeigt. Insgesamt könne auf das Gutachten
des IME vom 15. November 2010 und der dortigen Einschätzung einer 80%-igen
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit abgestellt werden (IV-act. 60).
A.i Die IV-Stelle führte einen Einkommensvergleich durch, woraus sich ein Invaliditäts
grad von rund 33% ergab (IV-act. 62, 63). Mit einem Vorbescheid vom 28. Oktober
2011 stellte sie dem Versicherten die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Zur
Begründung führte sie an, dass der Versicherte gemäss ihren Abklärungen in der bis
herigen Tätigkeit als Nachseher und Aufspanner keine Arbeitsfähigkeit aufweise. In
einer leidensangepassten Tätigkeit sei er zu 80% arbeitsfähig. Damit erleide der Ver
sicherte keine Erwerbseinbusse, die eine Rente generiere (IV-act. 64). Mit einer Ver
fügung vom 19. Dezember 2011 wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Ver
sicherten ab (IV-act. 69).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde des Versicherten,
vertreten durch Rechtsanwältin Filiz-Félice Aydemir Séquin, vom 1. Februar 2012. Der
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Beschwerdeführer stellt folgende Anträge: Die Verfügung vom 19. Dezember 2011 sei
aufzuheben; es sei ihm eine ganze Rente ab Gesuchseinreichung zuzusprechen,
eventualiter sei ihm eine Dreiviertels-, eine halbe oder eine Viertelsrente zuzusprechen;
es sei ein psychiatrisches Ergänzungsgutachten durch Dr. med. J._, Facharzt für
Neurologie und Psychiatrie, einzuholen, eventualiter sei die Vorinstanz zu dessen Ein
holung zu verpflichten, subeventualiter sei ein fachärztlicher psychiatrischer Bericht
durch eine neutrale und unabhängige Drittstelle, nicht aber durch Dr. G._, einzuholen;
in orthopädischer Hinsicht seien neue bildgebende Verfahren bei beiden Kniegelenken
zu veranlassen; schliesslich seien beim Einkommensvergleich das Valideneinkommen
höher und das Invalideneinkommen tiefer anzusetzen. Zur Begründung führt die
Rechtsvertreterin im Wesentlichen aus, dass nicht auf das interdisziplinäre Gutachten
der Swica (gemeint: des IME) vom 15. November 2010 abgestellt werden könne. Die
Gutachter hätten das Ausmass der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht
abschliessend beurteilen können. Dem psychiatrischen Gutachter Dr. G._ sei es erst
gar nicht möglich gewesen, eine Diagnose zu stellen. Die anschliessende neuropsycho
logische Untersuchung habe ergeben, dass die geklagten Beschwerden im Wesent
lichen durch psychologische/psychiatrische Faktoren beeinflusst würden, weshalb eine
nochmalige adäquate psychiatrische Abklärung als dringend geboten erachtet worden
sei. Aus diesem Grund sei es unhaltbar, wenn die Vorinstanz entgegen den
Ausführungen im neurologischen/neuropsychologischen Gutachten vom 20. Juli 2011
auf eine rein rheumatologische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gemäss dem Swica-
Gutachten vom 15. November 2010 abstelle, anstatt den Beschwerdeführer erneut
psychologisch abklären zu lassen. Der rheumatologische Gutachter Dr. F._ habe
festgehalten, dass bei einer weiteren Zunahme der degenerativen Veränderungen im
Bereich der Kniegelenke mit einer Zunahme der Beschwerden und mit einer allen
falls weiteren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei. Die vorliegenden
bildgebenden Verfahren datierten von Januar und September 2009. Aus
rheumatologischer/orthopädischer Sicht erscheine daher eine Neubeurteilung gestützt
auf aktuelle bildgebende Verfahren erforderlich. Als Gutachter für ein psychologisches
Ergänzungsgutachten werde Dr. J._ vorgeschlagen, da der Beschwerdeführer bei
diesem bereits zur psychologischen Behandlung angemeldet worden sei. Zudem
erscheine die Begutachtung durch einen k._ sprechenden Psychiater sinnvoll, zumal
in sämtlichen vorliegenden Arztrapporten von Schwierigkeiten bei der Anamnese
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erhebung trotz Anwesenheit eines Dolmetschers berichtet worden sei. Eine erneute Be
gutachtung durch Dr. G._ erscheine angesichts der von Dr. I._ geäusserten Be
denken, der unprofessionellen Vorgehensweise sowie des Vertrauensverlusts seitens
des Beschwerdeführers als nicht angebracht. Bezüglich der Bestimmung des Validen
einkommens führt die Rechtsvertreterin aus, es sei davon auszugehen, dass dem Be
schwerdeführer nur aus krankheitsbedingten und nicht aus wirtschaftlichen Gründen
bei der D._ AG gekündigt worden sei, weshalb er im Gesundheitsfall auch heute
noch bei diesem Arbeitgeber tätig sein würde. Es sei das Einkommen des Jahres 2006
heranzuziehen, da der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2007 und anschliessend
mehrheitlich im Jahr 2008 wegen der Gonarthrose krankheitsbedingt abwesend ge
wesen sei, was sich auf die Leistungsfähigkeit und damit auf den Lohn des Be
schwerdeführers negativ ausgewirkt habe. Unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung bis 2010 liege das Valideneinkommen bei Fr. 77'261.50. Auch
bei der Bestimmung des Invalideneinkommens seien die durchschnittlichen
statistischen Löhne des Jahres 2006 gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundes
heranzuziehen. Im Weiteren sei ein Tabellenlohnabzug in Höhe von 25% aufgrund der
eingeschränkten Leistungsfähigkeit trotz ganztägiger Präsenz, des erhöhten
Krankheitsrisikos, des fortgeschrittenen Alters, der Unkenntnis der deutschen Sprache
sowie der ausschliesslichen bisherigen Arbeitstätigkeit in der Textilbranche bzw. der
fehlenden Kenntnisse in anderen Branchen vorzunehmen. Ausgehend von einer 80%-
igen Arbeitsfähigkeit ergebe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 36'285.--. Die damit
vorliegende Erwerbseinbusse von Fr. 40'977.-- entspräche einem Invaliditätsgrad von
mindestens 53% (act. G 1).
B.b Am 19. März 2012 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass beim Beschwerdeführer
Symptomausweitungen vorlägen, wodurch die Arbeitsfähigkeit nicht direkt aufgrund
der gezeigten Fähigkeiten des Beschwerdeführers beurteilt werden könne. Aus rein
medizinischer Sicht stimmten die objektivierbaren Befunde nicht mit der
vorgetäuschten Verminderung der Leistungsfähigkeit überein. Dieser Umstand sei
jedoch nicht auf eine mangelhafte medizinische Abklärung, sondern auf die
Aggravation zurückzuführen. Es sei deshalb mit dem RAD auf das IME-Gutachten
abzustellen. Danach sei von einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit mit einer Leistungsfähigkeit von 80% auszugehen. Unter
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diesen Umständen entfalle selbstverständlich ein Teilzeitabzug. Der Beschwerdeführer
sei als Hilfsarbeiter zu qualifizieren. Da er als Gesunder einen weit
überdurchschnittlichen Lohn von Fr. 71'235.-- im Jahr 2008 erzielt habe, sei davon
auszugehen, dass er nach Eintritt des Gesundheitsschadens grundsätzlich den für
2008 durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn von Fr. 59'979.-- bzw. Fr. 47'983.-- bei einer
80%-igen Arbeitsfähigkeit erzielen könnte. Der Einkommensvergleich sei nicht zu
beanstanden. Bei einem Invaliditätsgrad von 33% habe der Beschwerdeführer keinen
Rentenanspruch (act. G 6).
B.c Mit einer Replik vom 7. Mai 2012 hält der Beschwerdeführer an seinen
Beschwerdeanträgen fest. Die Rechtsvertreterin führt zur Sachverhaltsdarstellung der
Beschwerdegegnerin aus, dass der Beschwerdeführer nicht auf die Vornahme eines
Einwandes gegen den Vorbescheid verzichtet habe, sondern aufgrund seiner Er
krankung nicht in der Lage gewesen sei, selbständig Einsprache zu erheben. Im
Übrigen verweist die Rechtsvertreterin auf die Ausführungen in der Beschwerde (act.
G 9).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G
11).

Considerations:
Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung
des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
1.2 Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren
Invalideneinkommens – und damit indirekt des Invaliditätsgrades – ist grundsätzlich der
Grad der verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung in der Regel den
ersten Schritt bei der Erhebung des massgebenden Sachverhalts bildet. Um den Grad
der Arbeitsunfähigkeit bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.
2.1 Zu klären ist die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenügende Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
2.2 In somatischer Hinsicht hat der behandelnde Orthopäde Dr. C._ gemäss seinem
Bericht vom 9. Januar 2009 eine mittelstarke bis starke Gonarthrose vom
varusmorphen Typ beidseits diagnostiziert. Aufgrund der fortgeschrittenen Arthrose hat
er Knietotalprothesen als indiziert erachtet (vgl. IV-act. 15-1). Dr. B._ hat den
Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als nicht mehr arbeitsfähig eingeschätzt.
In einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit ist er von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit
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ausgegangen, hat jedoch angefügt, dass die Arbeitsfähigkeit von einem Spezialisten
genau definiert werden müsse (vgl. IV-act. 10, 23). Dr. C._ hat gemäss seinem
Bericht vom 19. Juni 2010 nebst den Gonarthrosen die Diagnose eines chronischen
Lumbovertebralsyndroms erhoben. Zur Arbeitsfähigkeit hat er festgehalten, dass dem
Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit in der Textilstickerei nicht mehr zumutbar sei,
da dieser durch die Schmerzen bei Tätigkeiten wie dem dauernden Herumgehen im
Betrieb und dem Heben von Stoffballen beeinträchtigt sei. Eine leichte, vorwiegend
sitzende Tätigkeit sei ganztags mit 50%-iger Belastung möglich (vgl. IV-act. 30).
Demgegenüber hat Dr. E._, welcher den Beschwerdeführer im Auftrag der Swica
untersuchte, in seinem Bericht vom 20. April 2010 festgehalten, dass die vom Hausarzt
seit dem 25. Juni 2009 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit (in der bisherigen
Tätigkeit) nicht vollumfänglich nachvollziehbar sei. Es hätten sich im Bereich der
Kniegelenke keine Aktivierungszeichen einer Gonarthrose gezeigt. Weiter sei die
zwingende Indikation für Knietotalprothesen auf Basis des klinischen Befundes und der
Röntgenaufnahmen von 2009 nicht ausgewiesen. Die bisherige als mittelschwer und
wechselbelastend zu qualifizierende Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer weiterhin
zumutbar (vgl. IV-act. 32-8). Zu dieser Einschätzung hat Dr. C._ zu Handen der Swica
am 5. Mai 2010 festgestellt, er könne es angesichts der objektiven Befunde nicht
nachvollziehen, dass Dr. E._ dem Beschwerdeführer eine vollständige
Arbeitsfähigkeit attestiert habe. Gemäss seinen Untersuchungen liege eine erhebliche
beidseitige Varusgonarthrose vor, die dem Beschwerdeführer nicht nur bei Belastung,
sondern auch nachts Schmerzen bereite, womit eine vollständige Erholung nur schwer
möglich sei. Angesichts des Röntgenbildes und der objektiven Befunde mit klinischer
Verbreiterung des Gelenks müsse von einer Einschränkung von mindestens 50% in
einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen werden (vgl. IV-act. 32-6). Am 23. September
2010 ist der Beschwerdeführer im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung vom
Rheumatologen Dr. F._ untersucht und beurteilt worden. Dieser hat als Diagnose
insbesondere eine Tendenz zum generalisierten Schmerzsyndrom mit Gonarthrosen
beidseits, mit chronisch rezidivierendem lumbo- und zervikovertebralem
Schmerzsyndrom, mit Bein- und Fussschmerzen unklarer Ätiologie, mit chronisch
rezidivierenden Schulter- und Ellenbogenschmerzen beidseits sowie mit einer Tendenz
zum dysfunktionalen Schmerz- und Krankheitsverhalten mit Hinweisen für eine
erhebliche Symptomausweitung erhoben. Im Weiteren hat er Koordinations
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schwierigkeiten sowie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen unklarer Ätiologie
festgestellt. Zur Beurteilung hat Dr. F._ festgehalten, dass aus rheumatologisch-
somatischer Sicht objektivierbare Befunde im Sinne einer Gonarthrose beidseits und
klinische Hinweise für eine Tendinopathie im Bereich der Rotatorenmanschette im
linken Schultergelenk vorlägen. Die myofascialen Verspannungen im Schulter-/Nacken
gürtel seien möglicherweise mitursächlich für die Nackenbeschwerden. Bezüglich der
vorwiegend schmerzbedingten Funktionsstörung der Lendenwirbelsäule hätten sich
nur geringe klinische Befunde gezeigt. Die Bein-/Fussschmerzen seien objektiv nicht zu
erklären, könnten aber durch eine Polyneuropathie bedingt sein. In Bezug auf die
Arbeitsfähigkeit bestehe aus rein rheumatologischer Sicht eine nachvollziehbare Ein
schränkung in Form einer verminderten Belastbarkeit beim längeren Stehen und bei
kniebelastenden Tätigkeiten. Eine angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer
zumutbar, wobei aufgrund der multilokulären Schmerzsymptomatik ein vermehrter
Pausenbedarf im Ausmass von 20% über den Tag verteilt bestehe (vgl. Fremdakten
G 6.2). Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung hat Dr. F._ unter dem Vorbehalt vorge
nommen, dass den Beschwerden keine neurologische Erkrankung zu Grunde liegt. Da
sich Hinweise für eine neurologische Grunderkrankung gezeigt haben, hat er eine
neurologische/neuropsychologische Untersuchung des Beschwerdeführers empfohlen.
Er hat festgehalten, dass dem Beschwerdeführer bei einem unauffälligen Befund aus
somatischer Sicht eine 80%-Pensum in einer angepassten Tätigkeit zumutbar sei.
Sollten sich in diesen Untersuchungen jedoch Erkrankungen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit finden, müsste eine erneute interdisziplinäre Beurteilung der Arbeits
fähigkeit erfolgen (vgl. Fremdakten G 6.2, S. 11 des Gutachtens). Gemäss dem neuro
logischen/ neuropsychologischen Gutachten vom 20. Juli 2010 hat keine neurologische
Erkrankung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden können.
Dr. H._ hat zur Beurteilung festgehalten, dass anamnestisch Hinweise für ein
mögliches Restless-legs-Syndrom fehlten. Klinisch-neurologisch habe sich kein objek
tivierbar pathologischer Befund erheben lassen. Auffällig seien hingegen gewisse Dis
krepanzen z.B. bezüglich der LWS-Beweglichkeit bei Prüfung im Stehen bzw. im
Liegen und in Bezug auf die Muskelkraft, so dass sich Verdachtsmomente in Richtung
einer somatoformen Schmerzstörung ergäben. Da sich auch elektroneurographisch
kein sicher pathologischer Befund erheben lasse, könne aus neurologischer Sicht die
im Vorfeld geäusserte Verdachtsdiagnose einer Polyneuropathie nicht erhärtet werden
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(IV-act. 56-11). In rein neurologischer Hinsicht bestehe sowohl in der bisherigen wie
auch einer angepassten Tätigkeit keine wesentliche Arbeitsunfähigkeit (vgl. IV-act.
56-14, 56-15).
2.3 Die neuropsychologische Testung vom 16. Mai 2011 hat leichte, mittelschwere
und schwere Funktionsstörungen in allen untersuchten Funktionsbereichen gezeigt
(vgl. IV-act. 54-5). Dr. I._ hat die Ursache der Testergebnisse in erster Linie in einer
nicht näher zu bezeichnenden psychischen/psychiatrischen Störung gesehen (vgl. IV-
act. 56-11). Ein zu Grunde liegender hirnorganischer Faktor hat im Rahmen der
neuropsychologischen Abklärung nicht ganz ausgeschlossen werden können, weshalb
die Wiederholung einer kernspintomografischen Untersuchung mit der Frage nach
einer Zunahme der dazumal beschriebenen leichtgradigen Hirnatrophie (Untersuchung
vom 9. Oktober 2007, vgl. IV-act. 15-7) empfohlen worden ist. Dr. H._ hat
diesbezüglich festgehalten, dass nur eine deutliche Zunahme der Atrophie auf einen
hirndegenerativen Prozess schliessen liesse (vgl. IV-act. 56-12). Die am 7. September
2011 durchgeführte Kernspintomografie hat im Vergleich zur Voruntersuchung vom
9. Oktober 2007 ein unverändertes Ausmass der leichtgradigen diffusen corticalen
Hirnatrophie sowie der geringgradigen chronischen Marklagerischämie ergeben (vgl.
IV-act. 59). Der RAD hat daher am 7. Oktober 2010 zu Recht festgestellt, dass ein
hirndegenerativer Prozess mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen
werden könne (vgl. IV-act. 60).
2.4 Zusammenfassend liegen in somatischer Hinsicht orthopädisch/rheumatologisch
objektiv nachweisbare Befunde mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vor. Die
Fachärzte Dres. C._, E._ und F._ haben die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers jeweils unterschiedlich eingeschätzt. Dabei erscheint die
Beurteilung und Einschätzung von Dr. F._ am plausibelsten. Dr. F._ hat den
Beschwerdeführer im Rahmen der Begutachtung durch das IME eingehend untersucht
und seine Beurteilung in Kenntnis der Vorakten – die Beurteilungen der orthopädischen
Fachärzte inbegriffen – vorgenommen. Seine Ausführungen, wonach trotz der
objektivierten pathologischen Befunde die Schmerzen des Beschwerdeführers im
geklagten Ausmass nicht hinreichend erklärbar sind, erscheinen nachvollziehbar und
schlüssig. Dass sich aufgrund der objektiven Befunde, insbesondere der Gonarthrose
beidseits, eine nachvollziehbare Einschränkung in Form einer verminderten
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Belastbarkeit beim längeren Stehen und bei kniebelastenden Tätigkeiten ergibt,
leuchtet ein. Demgegenüber hat Dr. E._ die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit als nicht eingeschränkt erachtet (vgl. IV-act. 32-8). Diese Einschätzung ist
unter Berücksichtigung der objektivierbaren Befunde nicht nachvollziehbar, zumal aus
dem Arbeitgeberbericht der D._ AG hervorgeht, dass die bisherige Tätigkeit des
Beschwerdeführers überwiegend im Stehen und Gehen auszuüben gewesen ist (vgl.
IV-act. 17-6). Aus rein rheumatologischer Sicht hat Dr. F._ eine den vorliegenden
Befunden und Beschwerden angepasste Verweistätigkeit für zumutbar gehalten. Dabei
sollte es sich um eine leichte bis höchstens mittelschwere, vorwiegend sitzende
Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung handeln. Aufgrund der
multilokulären Schmerzsymptomatik bestehe ein vermehrter Pausenbedarf im Ausmass
von 20% über den Tag verteilt, womit von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen
sei (vgl. Fremdakten G 6.2, S. 11 des Gutachtens). Der behandelnde Orthopäde
Dr. C._ hat in einer ganztägigen adaptierten Tätigkeit lediglich eine 50%-ige
Belastbarkeit attestiert. Die Einschränkung hat er mit den Kniebeschwerden beidseits
sowie dem Vorliegen eines chronischen Lumbovertebralsyndroms begründet (vgl. IV-
act. 30-3 f.). Aus dem Gutachten von Dr. F._ geht hingegen hervor, dass sich
bezüglich der Funktionsstörungen der Lendenwirbelsäule nur geringe klinische
Befunde gezeigt haben und die Störungen vorwiegend schmerzbedingt gewesen sind
(vgl. Fremdakten der G 6.2, S. 9). Es ist davon auszugehen, dass Dr. C._ als
behandelnder Arzt die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen, denen zumindest
im lumbovertebralen Bereich kein hinreichend objektivierter pathologischer Befund
zugeordnet werden kann, bei seiner Beurteilung zu stark gewichtet hat und damit zu
einer höheren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gekommen
ist. Angesichts der beim Beschwerdeführer im Vordergrund stehenden
Kniebeschwerden aufgrund der fortgeschrittenen Gonarthrose erscheint die von
Dr. F._ attestierte 80%-ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten, vorwiegend
sitzenden Tätigkeit plausibler. Da sich in der Untersuchung durch Dr. H._ keine den
Beschwerden zu Grunde liegende neurologische Erkrankung gezeigt hat, kann auch
der von Dr. F._ angebrachte Vorbehalt bezüglich seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung
als aufgehoben gesehen werden. Im Übrigen hat ein hirnorganischer Faktor als Grund
für die im Rahmen der neuropsychologischen Testung festgestellten Funk
tionsstörungen anhand der Kernspintomografie überwiegend wahrscheinlich ausge
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schlossen werden können. Folglich kann in somatischer Hinsicht auf die Einschätzung
von Dr. F._, wonach der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit zu 80%
arbeitsfähig ist, abgestellt werden.
2.5 Mit Verweis auf die Prognose von Dr. F._, wonach bei einer weiteren Zunahme
der degenerativen Veränderungen im Bereich der Kniegelenke mit einer Zunahme der
Beschwerden und allenfalls weiteren Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit zu rechnen
ist, bringt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vor, es sei aus rheumato
logischer/orthopädischer Sicht eine Neubeurteilung gestützt auf aktuelle bildgebende
Verfahren erforderlich, da die vorhandenen Röntgenaufnahmen von Januar und
September 2009 datierten und damit veraltet seien. Dazu ist festzuhalten, dass es
weder die orthopädischen Fachärzte Dr. C._ und Dr. E._, noch der Rheumatologe
Dr. F._ als notwendig erachtet haben, für ihre Beurteilungen neue Röntgen
aufnahmen zu veranlassen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die Befunde
im Wesentlichen nicht verändert haben. Im Rahmen der jüngsten medizinischen Be
urteilung, namentlich der neurologischen/neuropsychologischen Begutachtung vom
Mai 2011, hat der Beschwerdeführer bei den subjektiven Beschwerdeangaben denn
auch keine Verschlechterung der Kniebeschwerden beklagt, sondern hat diese eher
hintergründig erwähnt (vgl. IV-act. 56-2). Es gibt somit keine Hinweise darauf, dass bis
zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 19. Dezember 2011 eine
Verschlechterung der Kniebeschwerden eingetreten ist, welche eine Neubeurteilung
anhand neuer bildgebender Verfahren erforderlich machen würde. Es kann daher in
somatischer Hinsicht bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
leidensangepassten Tätigkeit angenommen werden.
2.6 In psychiatrischer Hinsicht hat Dr. G._ im Rahmen der Begutachtung vom
24. September 2010 keine Diagnose stellen können. Er hat festgehalten, dass sich
hinsichtlich des Vorliegens einer Störung durch psychotrope Substanzen, einer Schizo
phrenie, einer schizotypen oder wahnhaften Störung sowie einer
Persönlichkeitsstörung keine Hinweise fänden. Psychopathologisch sei der
Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Untersuchung bis auf eine etwas zum
depressiven Pol verschobene Grundstimmung nicht sehr auffällig gewesen. Obwohl
der Beschwerdeführer unter anderem über eine Minderung der Konzentration und des
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Gedächtnisses geklagt habe, seien die mnestischen und kognitiven Funktionen
anlässlich der Untersuchung nicht sehr auffällig gewesen. Hingegen sei die
Beschwerdeschilderung nur schwer nachvollziehbar gewesen. Sie sei insgesamt vage
und teilweise widersprüchlich ausgefallen. Aus diesem Grund könnten keine Angaben
darüber gemacht werden, ob der Beschwerdeführer an einer affektiven Störung oder
an einer Anpassungsstörung leide oder nicht. Aufgrund der unklaren somatischen
Situation seien auch keine Angaben betreffend das Vorliegen einer somatoformen
Schmerzstörung möglich. Ohne weitere psychiatrische Abklärungen, insbesondere
einer neuropsychologischen Testung mit Symptomvalidierungstests, könne keine
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht erfolgen (Fremdakten G
6.2, S. 22 des Fachgutachtens).
2.7 Die neuropsychologische Testung vom 16. Mai 2011 hat leichte, mittelschwere
und schwere kognitive Funktionsstörungen in allen untersuchten Funktionsbereichen
ergeben. Dr. I._ hat ausgeführt, dass es zu groben Abweichungen von Norm- und
Erfahrungswerten gekommen sei. Der Beschwerdeführer habe im Verhältnis relativ gute
Leistungen im sprachlichen Langzeitgedächtnis, in der Spontansprache/
Kommunikation sowie im Schreiben gezeigt. Daneben seien sehr schlechte Leistungen
im figuralen Gedächtnis, im Benennen, im Antrieb sowie in der visuomotorischen
Verarbeitungsgeschwindigkeit evaluiert worden. Die Befunde seien in sich diskrepant.
Es sei zu ausweichendem Verhalten mit vielen "weiss nicht"-Antworten sowie
Hinweisen für dissoziative Symptome gekommen. In beiden
Symptomvalidierungsverfahren seien schwerst gestörte Leistungen auszumachen
gewesen, welche zum Teil nicht verwertbar gewesen seien. Im Vergleich zur
neuropsychologischen Erstuntersuchung im April 2003 mit leichten bis mittelschweren
Störungen sei es aktuell zu einer hochsignifikanten Verschlechterung in praktisch allen
untersuchten Funktionsbereichen gekommen. Zudem hätten die
Verhaltensbeobachtung während der Testung sowie die Angaben der Tochter eine
Verschlechterung des Verhaltens gezeigt. Hinter den kognitiven Störungen müsse ein
psychiatrischer Faktor mit zumindest teilweisen unbewussten Anteilen angenommen
werden. Als Diagnose hat Dr. I._ eine nicht näher zu bezeichnende Persönlich
keitsstörung angegeben (vgl. IV-act. 54). Die Neurologin Dr. H._ hat gemäss
dem Gutachten vom 20. Juli 2011 die Angabe von Dr. I._ bestätigt, dass für die
kognitiven Einschränkungen eine Störung aus dem psychiatrischen Formenkreis ganz
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wesentlich verantwortlich sei. Zudem hat sie festgehalten, dass es unverständlich sei,
dass Dr. G._ zu keiner Diagnose habe kommen können. Auch das vom Beschwer
deführer geklagte Schmerzsyndrom interpretiere sie aus neurologischer Sicht im
Zusammenhang mit psychischen/psychiatrischen Faktoren. Die Beobachtungen im
Rahmen der neurologischen Untersuchung wiesen auf das Vorliegen einer
somatoformen Störung hin (vgl. IV-act. 56-11 f.). Zusammenfassend haben die
Gutachterinnen sowohl bezüglich der Beurteilung der kognitiven Einschränkungen und
des Schmerzsyndroms als auch der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit eine nochmalige
psychiatrische Begutachtung als erforderlich angesehen (vgl. IV-act. 56-13 f.).
2.8 Der RAD hat gemäss seiner Stellungnahme vom 7. Oktober 2011 entgegen den
Ausführungen der Dres. H._ und I._ weiterhin auf das Gutachten von Dr. G._
abgestellt. Er hat ausgeführt, dass Dr. G._ keine psychiatrische Diagnose erhoben
habe und es keine Hinweise darauf gebe, dass sich der psychische Gesund
heitszustand seit dieser Begutachtung wesentlich verändert habe. Zudem hätten sich
in der neuropsychologischen Testung vom 16. Mai 2011 Tendenzen zur Aggravation
gezeigt (vgl. IV-act. 60). Auch die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass die vom Be
schwerdeführer gezeigten Einschränkungen auf Symptomausweitungen
zurückzuführen seien (vgl. act. G 6). Tatsächlich gibt es einige Hinweise in den Akten,
welche auf eine Symptomausweitung seitens des Beschwerdeführers deuten.
Beispielsweise ist bei der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen
Leistungsfähigkeit am 23. und 24. September 2010 keine Beurteilung der effektiven
Leistungsgrenze bei den Tests möglich gewesen. Es ist festgehalten worden, dass die
Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers im Wesentlichen schlecht gewesen sei.
Die Beobachtungen bei den Tests hätten auf eine deutliche Selbstlimitierung
hingewiesen. Die Konsistenz sei schlecht gewesen. Zusammengefasst habe es
erhebliche Hinweise auf eine Symptomausweitung gegeben (vgl. Fremdakten G 6.2, im
Anhang zum IME-Gutachten). Weiter haben sich im Rahmen der rheumatologischen
Untersuchung durch Dr. F._, insbesondere bei der Erhebung des Neurostatus,
Hinweise auf eine Symptomausweitung in Form von auffälligen
Koordinationsschwierigkeiten ergeben (vgl. Fremdakten G 6.2, S. 9 f. des Gutachtens).
Auch Dr. H._ hat bei der neurologischen Befunderhebung gewisse Diskrepanzen
festgestellt. Der Beschwerdeführer habe im Stehen geprüft die Lendenwirbelsäule
vollständig inklinieren können, bei der Lasègue-Prüfung seien aber starke
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Rückenschmerzen ausgelöst worden. Bei den Gangproben hätten bei der Kraft
keinerlei Einschränkungen bestanden, obwohl der Beschwerdeführer heftig mit seinem
Gleichgewicht gekämpft habe. Dieses habe er allerdings auch beim Blindstrichgang
problemlos halten können, obwohl er zum Teil grotesk ausfahrende Bewegungen mit
den Armen vollführt und in kraftraubender Manier in die Knie gegangen sei (vgl. IV-act.
56-5). Im Weiteren hat Dr. I._ anlässlich der neuropsychologischen Testung schwer
gestörte Leistungen in den durchgeführten Symptomvalidierungstests, welche zum Teil
nicht verwertbar gewesen sind, ausgemacht. Auch wenn aufgrund all dieser Hinweise
auf diskrepantes Verhalten eine Aggravation seitens des Beschwerdeführers möglich
erscheint, so kann eine gleichzeitig vorliegende psychiatrische Erkrankung dennoch
nicht ausgeschlossen werden. Auf das Gutachten von Dr. G._ vom 20. Oktober 2010
kann jedenfalls nicht abgestellt werden, da zu diesem Zeitpunkt keine abschliessende
Beurteilung möglich gewesen ist. Dr. F._ hat denn auch die Bekanntgabe der
Ergebnisse der gutachterlich empfohlenen neurologischen und neuropsychologischen
Untersuchung an ihn und Dr. G._ angefordert, um eine abschliessende Beurteilung
vornehmen zu können (vgl. Fremdakten G 6.2, S. 13 des Gutachtens). Da in der
folgenden neurologischen/neuropsychologischen Begutachtung ein organisch-
neurologisches Leiden überwiegend wahrscheinlich ausgeschlossen und gleichzeitig
eine den Beschwerden zu Grunde liegende psychiatrische Erkrankung vermutet
worden ist, wäre es seitens der Beschwerdegegnerin angezeigt gewesen, die
Ergebnisse den Vorgutachtern und insbesondere Dr. G._ vorzulegen, damit dieser
eine abschliessende Beurteilung aus psychiatrischer Sicht hätte vornehmen können.
Der Sachverhalt erweist sich diesbezüglich als ungenügend abgeklärt. Wie im neuro
logischen/ neuropsychologischen Gutachten vom 20. Juli 2011 ausgeführt, erscheint
sowohl hinsichtlich der kognitiven Einschränkungen als auch hinsichtlich der geklagten
Schmerzen, wobei sich Hinweise auf eine somatoforme Schmerzstörung gezeigt
haben, eine erneute psychiatrische Begutachtung als erforderlich (vgl. IV-act. 56-13).
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beantragt die Einholung eines
Gutachtens bei Dr. J._ und eventualiter bei einer neutralen unabhängigen Drittstelle,
jedenfalls aber nicht bei Dr. G._. Dazu ist festzuhalten, dass Dr. G._ den
Beschwerdeführer fachgemäss untersucht hat und in Kenntnis der Vorakten und unter
Berücksichtigung der erhobenen Befunde eine Beurteilung vorgenommen hat, welche
jedoch aufgrund des festgestellten weiteren Abklärungsbedarfs nicht abschliessend
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möglich gewesen ist. Ein unprofessionelles Vorgehen, wie es die Rechtsvertreterin
aufwirft, ist nicht ersichtlich. Andererseits erscheint der von der Rechtsvertreterin
angeführte Vorteil einer Begutachtung durch einen k._ sprechenden Psychiater wie
Dr. J._ nachvollziehbar. Die Beschwerdegegnerin wird sich jedenfalls um eine
einvernehmliche Gutachtenseinholung bemühen müssen (BGE 137 V 210, E. 3.4.2.6).
Folglich ist die angefochtene Verfügung vom 19. Dezember 2011 aufzuheben und die
Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung in Form einer psychiatrischen
Begutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
3.1 Bezüglich der Grundlagen für einen Einkommensvergleich ist im Sinne eines obiter
dictum Folgendes festzuhalten: In erwerblicher Hinsicht ist insbesondere die Validen
karriere bzw. die Bestimmung des Valideneinkommens strittig. Die
Beschwerdegegnerin hat dabei auf das gemäss Angaben des Arbeitgebers
mutmassliche Jahreseinkommen von 2009 abgestellt. Demgegenüber beantragt der
Beschwerdeführer, das Valideneinkommen ausgehend vom Lohn im Jahr 2006 zu
ermitteln, weil bereits 2007 und 2008 seine Leistungsfähigkeit gesundheitsbedingt
eingeschränkt gewesen sei. Aus dem Kündigungsschreiben der D._ AG vom 23. Juni
2009 geht hervor, dass das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen per
30. September 2009 aufgelöst worden ist (vgl. IV-act. 17-8). Die Rechtsvertreterin
macht demgegenüber geltend, dass die Kündigung krankheitsbedingt erfolgt sei und
der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin bei der D._ AG tätig gewesen
wäre (vgl. act. G 1). Gemäss einem Bericht der Swica vom 6. November 2009 hat der
Beschwerdeführer angegeben, dass ab Januar 2009 Kurzarbeit angeordnet worden sei
und er nur einen Tag pro Woche gearbeitet habe. In dieser Zeit habe er die
Knieschmerzen als nicht so stark empfunden. Als sich die Wirtschaftslage im Juni 2009
gebessert habe, habe er wieder mehr arbeiten müssen, wodurch die Schmerzen
belastungsbedingt massiv zugenommen hätten (vgl. Fremdakten G 6.2). Nach der
Kündigung durch den Arbeitgeber am 23. Juni 2009 ist der Beschwerdeführer vom
Hausarzt Dr. B._ ab dem 25. Juni 2009 und bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig
geschrieben worden (vgl. Fremdakten G 6.2; Anmeldung zum Bezug von
Krankentaggeldern vom 31. August 2009, vgl. IV-act. 2-3). Der zeitliche Ablauf lässt
darauf schliessen, dass sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des
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Beschwerdeführers bereits vor der Kündigung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt
haben. Dafür spricht auch die Aussage von Dr. H._, wonach gemäss dem Hausarzt
die Aufhebung der Kurzarbeit kurz vor der Kündigung zu vermehrten Kniebeschwerden
geführt habe (vgl. IV-act. 56-4). Gemäss der Fehlzeitübersicht des Arbeitgebers ist der
Beschwerdeführer zudem bereits im Januar/Februar 2008 sowie im Mai/Oktober 2008
längerfristig krankgeschrieben gewesen (vgl. IV-act. 17-12). Aus den Akten geht hervor,
dass diese Arbeitsunfähigkeiten durch die Operation des linken Ellenbogens am
21. Januar 2008 (vgl. IV-act. 15-5) und durch die Arthroskopie des linken Kniegelenks
am 25. Mai 2008 (vgl. IV-act. 15-3) bedingt waren (vgl. IV-act. 56-4). Aufgrund der
bekannten Krankheitsgeschichte sowie der im Juni 2009 wieder aufgetretenen
Beschwerden hat der Arbeitgeber wohl mit einer erneut bevorstehenden längerfristigen
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers gerechnet. Eine Kündigung aus
wirtschaftlichen Gründen zu einem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Verbesserung des
Unternehmens und der Aufhebung der Kurzarbeit erscheint nicht plausibel. Es kann
daher überwiegend wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass die gesundheit
lichen Beeinträchtigungen zur Kündigung des Beschwerdeführers geführt haben.
3.2 Aus dem Arbeitgeberbericht der D._ AG geht hervor, dass der
Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden ein Jahreseinkommen von Fr. 71'235.45
erzielen würde (vgl. IV-act. 17-3). Gemäss dem IK-Auszug hat der Beschwerdeführer im
Jahr 2006 Fr. 72'546.--, im 2007 Fr. 71'659.-- und im 2008 Fr. 71'315.-- verdient (vgl.
IV-act. 16). Die Annahme, dass sich das Jahreseinkommen von 2006 bis 2008
krankheitsbedingt verringert hat, lässt sich nicht erhärten. Zwar geht aus der
Fehlzeitübersicht hervor, dass der Beschwerdeführer im 2007 über das Jahr verteilt
rund drei Wochen krankgeschrieben gewesen ist. Jedoch ist nicht davon auszugehen,
dass sich dies im Vergleich zum Jahr 2006 negativ auf die Lohnhöhe ausgewirkt hat.
Der Jahreslohnabrechnung von 2007 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
Überstunden geleistet hat (vgl. IV-act. 17-9). In den Abrechnungen von 2008 und 2009
sind hingegen keine Überstunden mehr aufgeführt (vgl. IV-act. 17-10 f.). Offenbar sind
aus betrieblicher Sicht auch keine Überstunden mehr notwendig gewesen, zumal der
Arbeitgeber ab Januar 2009 Kurzarbeit angeordnet hat. Es ist daher auch nicht
anzunehmen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall Überstunden geleistet
hätte. Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist es somit nicht gerechtfertigt,
das höchste je erzielte Jahreseinkommen von 2006 als Basis heranzuziehen. Vielmehr
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ist auf die Angabe des Arbeitgebers abzustellen, wonach der Beschwerdeführer ab
dem 1. April 2008 einen Lohn von Fr. 71'235.-- erhalten hat und diesen im
Gesundheitsfall noch immer erhalten würde.
4.
4.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
der angefochtenen Verfügung vom 19. Dezember 2011 teilweise gutzuheissen, und die
Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen und
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat
deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die
Rechtsvertreterin hat eine Kostennote eingereicht und einen Aufwand von Fr. 3'612.45
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend gemacht (vgl. act. G 9.1). Für einen
durchschnittlichen Vertretungsaufwand, wie es die vorliegende Angelegenheit erfordert
hat, wird praxisgemäss eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen. Es sind vorliegend keine Gründe
ersichtlich, weshalb von dieser pauschalen Entschädigung abgewichen werden sollte.
Die Beschwerdegegnerin hat somit dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung
von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
bis
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP