Decision ID: 589e194c-8133-4d6a-a04f-313dc46c4d4a
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1960, arbeitete seit Januar 1987 als Telefonistin bei der Y._, in Zürich (Urk. 6/5). Am 15. Juni 1999 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf ein am 18. Mai 1998 bei einem Busunfall erlittenes Schleudertrauma bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug
an (Urk. 6/3). Die IV-Stelle nahm beruflich-erwerbliche und medizinische Abklä
rungen vor. Nach entsprechendem Vorbescheid vom 30. Mai 2000 (Urk. 6/13) sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 10. Januar 2001 mit Wirkung ab dem 1. Mai 1999 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 50 % ein halbe Invalidenrente zu (Urk. 6/17).
Im Rahmen
zweier von Amtes wegen eingeleiteter Revisionsverfahren
bestätigte die IV-Stelle am
21. Januar 2003 (Urk. 6/28) und am 9. Juli 2008 (Urk. 6/51) einen Anspruch der Versicherten auf eine halbe Invalidenrente.
1.2
Im Juli 2012 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein und nahm den Bericht von Dr. med. Z._,
Allgemeinpraxis und Sportmedizin
,
vom 17. Juli 2012 (Urk. 6/55) und das von der Unfallversicherung
A._
bei der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) B._ veranlasste polydisziplinäre Gutachten vom 1. November 2004 (Urk. 6/84) zu den Akten. In der Folge gab sie beim C._ in Basel ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, das am 5. Juni 2014 erstattet wurde (Urk. 6/92). Im Weiteren holte die IV-Stelle den Bericht von Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. Januar 2014 (Urk. 6/87) ein und zog das von der Unfallversicherung E._ bei Dr. med. F._, FMH Neuro
logie, in Auftrag gegebene Gutachten vom 20. August 2015 (Urk. 6/122) bei. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 4. Januar 2016,
Urk. 6/124, und Einwand vom 2. Februar 2016, Urk. 6/129)
hob die IV-Stelle die Rente der Versicherten mit Verfügung vom
5.
April 2016
(Urk. 2)
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0
% per Ende Mai 2016 auf.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 28. April 2016 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine IV-Rente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 50 % zu gewähren (Urk. 1
S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 201
6 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Beschwerdeführerin am 6. Juni 2016 angezeigt wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heits
wert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezem
ber 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte
psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundes
ge
richts
8C_616/2014 vom 25. Februar
2015 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. Nove
m
ber 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits
fähig
keit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-
praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad
gemäss
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Die seit dem 1. Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen
Auswirkungen des an sich gleich geblie
benen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszu
standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisions
grund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invalidi
tät
s
bemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen
einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erle
di
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen
allseitigen Untersu
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen
sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem
bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begrün
det sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmög
lichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die bisherige halbe Rente der Beschwerdeführerin zu Recht aufgehoben wurde.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
die umfangreichen medizinischen Abklärungen des
C._
ergeben hätten, dass sic
h der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert habe. Auch wenn die Diagnosen im zeitlichen Verlauf vergleichbar seien, so habe doch eine Be
fundbesserung stattgefunden. Die angestammte Tätigkeit als Telefonistin und
jede andere angepasste Tätigkeit seien ihr wieder in einem 100%-Pensum zumut
bar. Überdies sei auch Dr. F._ im von der Unfallversicherung aufgrund der wiederholten Stürze der Beschwerdeführerin in Auftrag gegebenen neurolo
gi
schen Gutachten vom 20. August 2015 zum Schluss gekommen, dass diese in einer geeigneten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Da die angestammte Tätig
keit der Beschwerdeführerin einer optimal behinderungsangepassten Tätigkeit entspreche, betrage die
Erwerbseinbusse
bzw. der Invaliditätsgrad 0 %. Es be
stehe daher kein Rentenanspruch mehr (Urk. 2 S. 2).
2.3
Die
Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass nicht von einer Verbesserung ihres Gesundheitszustandes ausgegangen werden könne. Bei der Beurteilung des C._ handle es sich um eine andere Beurteilung desselben medi
zinischen Sachverhalts. Die Diagnosen hätten sich nicht geändert, und die C._-Gutachter hätten auch nicht ausgeführt, inwiefern sie sich an die Beschwerden gewöhnt bzw. angepasst haben sollte. Im Weiteren wäre von den C._-Gut
ach
tern nicht der aktuelle Gesundheitszustand mit demjenigen im Jahr 1998/1999, sondern mit demjenigen bei der letzten Revision von 2008 zu vergleichen gewesen. Die Frage der Arbeitsfähigkeit sei sodann gestützt auf die überholte
Überwindbarkeitspraxis geprüft worden, und die C._-Gutachter hätten ihre eigene neuropsychologische Testung selbst als nicht valid bezeichnet. Auch das Gutachten von Dr. F._ könne in keiner Art und Weise eine Veränderung des Gesundheitszustands beweisen. Dr. F._ habe vielmehr erklärt, dass die früh
eren Beurteilungen aus neurologischer Sicht nicht nachvollziehbar seien.
Schliess
lich
sei auch unbewiesen, dass die Beschwerdeführerin über ausge
wie
sene Ressourcen verfüge. So stelle etwa eine gute Beziehung zu ihrem betagten Vater noch keine spezielle Ressource dar (Urk. 1 S. 5 ff.).
3.
3.1
Den
Mitteilung
en
vom
21. Januar 2003
(Urk. 6/28
)
und vom
9. Juli 2008 (Urk. 6/51)
lag
jeweils
keine rechtskonforme
(medizinische)
Sachverhaltsab
klä
rung im einga
ngs erwähnten Sinne (vgl. E. 1.4
) zugrunde, weshalb sie als zeit
liche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Verände
rung des Invaliditätsgrades n
icht in Frage kommen. Entgegen den Darlegungen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 6) gilt als z
eitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Veränderung
somit
die
Verfügung vom 10. Januar 2001
(Urk. 6/17
).
Demgemäss
ist zu prüfen, ob sich seit dieser Verfügung bis zur -
rechtsprechungsgemäss
die zeitliche Grenze der richter
lichen Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 446 E. 1.2 mit Hinweisen)
–
Verfügung
vom
5. April 2016
(Urk. 2) der
massgebliche
medizinische und/oder wirtschaftliche Sachverhalt in einer für den Rentenanspruch erheblichen
Weise geändert hat (vgl. E. 1.4
).
3.2
3.2.1
Bei Erlass der Verfügung vom
10. Januar 2001 (Urk. 6/17)
stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsich
t im Wesentlichen auf folgende Arztberichte:
3.2.2
Dr. med. G._, FMH Neurologie, nannte im an Dr. Z._ gerichteten Bericht vom 24. Juli 1998 einen Status nach Halswirbelsäulen- (HWS-)Distor
sion nach dem Sturz vom 18. Mai 1998 mit persistierendem, mehrheitlich
ten
domyogenem
Cervicalsyndrom
, mit neurovegetativer und neuropsychologischer Symptomatik, bisheriger Therapieresistenz. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit sei bei
zu
behalten. Zur Steigerung empfehle er eine intensive stationäre Rehabilitation, zum Beispiel in der Klinik H._ oder I._ (Urk. 6/6/4).
3.2.3
Die Ärzte der J._ stellten im an Dr. Z._ gerichteten Bericht vom 10. September 1998 folgende Diagnosen (Urk. 6/2/4):
(1)
HWS-Schleudertrauma am 18. Mai 1998 mit
-
persistierenden Nacken- und Kopfschmerzen sowie Schwindel und
Konzen
-
trationsstörungen
(2)
ein
lumbospondylogenes
Syndrom bei Fehlhaltung (Hohl-/Rundrücken),
muskulärer Dysbalance und Status nach posttraumatischer
Lumboischialgie
bei
Diskushernie L4/L5 (1994)
Die Ärzte der
J._ erklärten, dass die Beschwerdeführerin vom 10. August bis zum 5. September 1998 bei ihnen in stationärer physikalisch-balneologischer Behandlung gestanden sei. Bei Austritt habe die Arbeitsfähigkeit zunächst 50 % betragen. Danach sei von einer langsamen Steigerung auf 100 % auszugehen (Urk. 6/2/4-5).
3.2.4
Im Austrittsbericht vom 1. September 1999 hielten die Ärzte der J._ zuhanden von Dr. Z._ fest, dass die Be
schwerdeführerin vom 26. Juli bis zum 14. August 1999 erneut bei ihnen in stationärer physikalisch-balneologischer Behandlung gewesen sei. Ab dem 18. August 1999 habe die Arbeitsfähigkeit wie bis anhin 50 % betragen. Die weitere Beurteilung erfolge durch den Hausarzt (Urk. 6/8/4-5).
3.2.5
Dr. Z._ gab im Bericht vom 13. Januar 2000 an, dass die Beschwer
de
füh
rerin vom 25. Mai bis zum 8. Juni 1998 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Seit dem 16. Juni 1998 bis heute sei sie zu 50 % arbeitsunfähig (für Büro
ar
bei
ten). Trotz intensiver ambulanter Physiotherapie sowie zweimaliger statio
närer Therapie in J._ sei keine Besserung eingetreten (Urk. 6/7/1-3).
3.2.6
Dr. med. K._ von der Beschwerdegegnerin hielt in der Stellungnahme vom 25. Mai 2000 fest, dass eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
im
bisherigen
(be
reits angepassten) Beruf akzeptiert werden
könne. Er
halte im
Mome
nt weitere Abklärungen für nicht
angezeigt, da sie nichts Neu
es zutage bringen würden.
Es lägen sehr umfangreiche medizinische Akten vor, die sich grundsätzlich nicht
widersprechen
würden
. Praktisch alle Berichte
würden
eine
50%ige Arbeits
un
fähigkeit attestieren
, die gerade bei der komplexen Angelegenheit eines
HWS
-Schleud
ertraumas angenommen werden könne, zumal ja
auch vorbestehende Schäden zu sehen
seien (Urk. 6/11).
3.3
Anlässlich der im September 2002 eingeleiteten Rentenrevision (Urk. 6/21) holte
die
Beschwerdegegnerin den Verlaufsb
ericht von
Dr. Z._ vom 12. November 2002 ein. Dr. Z._ erklärte darin, dass der Gesundheitszustand der Beschwer
de
führerin stationär sei. Sie leide unter persistierenden HWS-Beschwerden und
einer eingeschränkten HWS-Beweglichkeit sowie Schwindel und Tinnitus. Wegen
einer Commotio cerebri am 24. Juli 2002 habe sie einen leichten Rückfall erlitten (Urk. 6/23).
3.4
Im Rahmen der im Februar 2008 eingeleiteten Rentenrevision (Urk. 6/45) holte die
Beschwerdegegnerin den Verlaufsbericht von Dr. Z._ vom 25. Februar 2008 ein. Dr. Z._ führte darin aus, dass der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin stationär sei. Sie habe häufig Nacken- und Kopfschmerzen und gehe in die Psychotherapie. Sie sei nach wie vor nur zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 6/46).
3.5
3.5.1
Anlässlich des vorliegenden Revisionsverfahrens
äusserten
sich die beteiligten Ärzte wie folgt:
3.5.2
Dr. Z._ diagnostizierte im Bericht vom 17. Juli 2012 (1) ein chronisches
cervico-spondylogenes
Syndrom bei Status nach HWS-Distorsionstrauma, (2) einen Tinnitus, (3) eine Hypakusis, (4) Gedächtnisstörungen und (5) Schwin
del. Er erklärte, dass die
Beschwerdeführerin in einer der Behin
de
rung angepassten Tätigkeit maximal zu 50 % arbeitsfähig sei. Zu vermeiden seien eine HWS-Belastung und eine extreme Konzentrationsarbeit (Urk. 6/55).
3.5.3
Dr. D._ stellte im Bericht vom 17. Januar 2014 als Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht (ICD-10 F33.0), seit 1999, (2) eine andauernde Persön
lich
keitsveränderung nach psychischer Krankheit und Schmerzen (ICD-10 F62.1, F62.80), seit 1999, und (3) ein chronisches Schmerzsyndrom, seit 1999. Diagno
sen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er keine. Dr. D._ gab an, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Sekre
tärin seit dem 5. Oktober 2013 (Behandlungsbeginn) andauernd zu 50 % arbeits
unfähig sei (Urk. 6/87/1-2).
3.5.4
Die Ärzte des C._ stellten im polydisziplinären Gutachten vom 5. Juni 2014 folgende
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 6/92/31):
(1)
chronische Nacken-Schulter-Armbeschwerden unter Betonung der dominanten
rechten Seite (ICD-10 M54.2/M79.60)
-
Status nach Verletzung in einem bremsenden Bus am 1
8.
Mai 1998
–
radio
-
logisch altersentspreche
nder Befund der HWS
(2)
ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
-
radiologisch
Chondrose
L
endenwirbelkörper (L
WK
)
4/5/
Sakralwirbelkörper
(
SWK
)
1
(3)
chronische Kniebeschwerden rechts (ICD-10 M17.0)
-
klinische Zeichen der
femoropatellären
Degeneration beidseits
(4)
ein
Tinnitus beidseits (ICD-10 H91.3)
-
mittelgradig kompensiert
(5)
i
ntermittierende Schwindel
symptomatik (ICD-10 H82)
-
ohne Hinweis auf periphere vestibuläre Funktionsstörung
-
Differentialdiagnose
zervikogen-
proprioceptiv
bedingt
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie folgende (Urk. 6/92/31):
(
1)
eine l
eichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
(2)
eine
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
(
3
)
ein c
hronisches Spannungstyp-Kopfweh (ICD-10 G44.2)
(4)
Status
nach Commotio cerebri am 24. Juli
2002 (ICD-10 S06.0)
(5)
a
namnestisch Status nach Osteosynthese einer Sprun
ggelenksfraktur rechts am
11. Juli
20
06 (Klinik
O._
, Zürich;
ICD-10 Z98.8)
-
anamnestisch Status nach Entfernung des
Osteosynthesematerials
etwa ein Jahr
postoperativ (Klinik im Park, Zürich)
(6)
eine l
eichtgradige Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit beidseits (ICD-10
H90.3)
(7)
eine a
rterielle Hypertonie (
ICD-10 I10
)
-
unter medikamentöser Behandlung nicht kompensiert
(8)
eine Adipositas (BMI 37 kg/m
2
;
ICD-10 E66.0)
(9)
ein f
ortgesetzter Nikotinkonsum, sc
hädlicher Gebrauch (ca. 20
py
;
ICD-10 F17.1)
Die Ärzte des C._ erklärten, dass die
54-jährige
Beschwerdeführerin
für die an
gestammte Tätigkeit in der
Y._
wie auch für eine andere, körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit zu 100
%
arbeits- und leistungsfähig
sei
. Höhere Umgebungsgeräuschpegel und gefähr
liche Mas
chinen sollten gemieden werden (Urk. 6/92/34).
Aufgrund der
anamnestischen Angaben, ihrer
Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten
sei davon auszugehen
, dass
nach dem Unfall vom 18. Mai
1998 eine gewisse Ein
schränkung der Arbeitsfäh
igkeit bestanden habe.
Über den Ve
rlauf der Arbeits
unfähigkeit sei
es schwierig
,
retrospektiv genaue Angaben zu machen. Eine höhergradige Einschränkung der Arbeit
sfähigkeit bestehe
wahrscheinlich schon seit mehrere
n Jahren nicht mehr. Die von ihnen
fes
tgestellte Arbeitsfähigkeit gelte
sicher ab
dem
Unte
rsuchungsdatum im Dezember 2013 (Urk. 6/92/33).
3.5.5
Dr. F._ stellte im neurologischen Gutachten vom 20. August 2015 zuhanden der E._ folgende Diagnosen (Urk. 6/122/31):
(1)
Status nach leichtgradiger HWS-Distorsion Mai 1998
(2)
mögliche leichtgradige Schädel-Hirn-Traumata a
m 27. September, 16. Oktober,
2. u
nd 3
0.
Dezember 2014, klinisch und kernspintomografisch ohne
Anhalts
-
punkte für eine substantielle Hirnschädigung
(3)
eine mögliche leichtgradige HWS-Distorsion am 2
7.
September 2014
Dr. F._ führte aus
,
dass die Beurteilung des Gesundheitszustands im zeit
lichen Verlauf seit dem 18. Mai 1998 angesichts der Tatsache, dass nur wenige neurologische Befunde und Beurteilungen existieren würden, schwierig sei. Beim Unfall vom 18. Mai 1998 sei es nicht zu Verletzungen auf dem neuro
lo
gischen Fachgebiet gekommen, welche eine längere wesentliche Einschränkung des Gesundheitszustands begründen könnten. Dies habe sich auch mit den aktuellen Unfallereignissen im September, Oktober und Dezember 2014 nicht geändert. Hier sei denkbar, dass allenfalls über wenige Tage oder Wochen Ein
schränkungen bestanden hätten. Eine längerdauernde relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei auf neurologischem Fachgebiet nicht erkennbar (Urk. 6/122/37-38).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging im Rahmen der Rentenaufhebung davon aus, dass der Beschwerdeführerin die angestam
mte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte
/Telefonistin
seit Dezember 2013
wieder in einem
100%-
Pensum zumutbar sei (Urk. 2
S. 2
). Sie stützte sich dabei
in erster Linie auf das poly
disziplinäre Gutachten des C._ vom 5. Juni 2014 (Urk. 6/92).
4.2
Das Gutachten des
C._
basiert auf den erforderlichen allseitigen fachärztlichen
Untersuch
ungen (allgemeininternistisch, psychiatrisch, orthopädisch, neurolo
gisch
, neuropsychologisch und
otorhynolaryngologisch
)
und wurde
in Kenntnis der und
in
Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander
gesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und
Zusammenhänge einleuchtend dargelegt.
Das Gutachten des C._ erfüllt demnach
die
recht
sprechungsgemässen
Anforderungen an
eine
beweiskräftige ä
rztliche Entschei
dungsgrundlage (vgl. E. 1.5
).
4.3
Die Ärzte des C._ erklärten im Wesentlichen, dass sich die Beschwerdeführerin bei ihren
Unt
ersuchungen über Kopf-, Nacken- und
Rückenschmerzen
beklagt habe
,
welche seit dem Unfall vom 18. Mai
1998 andauern würden. Wegen der Schmerzen habe sie auch Konzentr
ations- und Schlafstörungen. Bei der
o
rtho
pädischen Untersuchung sei
ein chronisches Nacken-Schulter-Arm-Syndrom mit Betonung der rechten Seite diagnostiziert
worden. Weiter bestünden
ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom und Kniebeschwerden rechts. Die klinischen und radiologischen Befunde am Bewegungsapparat könn
t
en die
Beschwerden nicht ausreichend erklären. Aus orthopädischer Sicht bestehe keine
Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit für die angestammte T
ätig
keit in der Y._ und auch nicht für
andere, körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten.
Bei der
n
eurologischen Unter
su
chung sei
die Diagnose von chronischen Spannungstypkopfschmerzen gestellt
worden. Bei den zervikalen und
lumbovertebralen
Beschwerden hätten sich keine
neurologischen Ausfälle
gezeigt. Die Commotio cerebri vom 24. Juli 2002 sei
folgenlos ausge
heilt. Organische Läsionen seien
damals ausgeschlossen worden. Aus neurologischer Sicht
bestehe
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte bis zumindest intermittierend mitt
elschwere Tätigkeit.
Bei der neuropsychologischen Untersuchung habe keine Diagnose gestellt werden
können
. Aufgrund des emotional instabilen Zustandes
der Beschwerdeführerin habe
kein valides Testprofil erarbeitet werden
können
. Hinweise auf organisch verursachte neuropsychologische Einschränkungen
hätten sich keine gefunden
. Bei
der
otorhinolaryngologischen
Untersuchung
seien
ein Tinnitus
beidseits und
eine Schwindelsymptomatik ohne Hinweise auf eine periphere vestibuläre Funk
tionsstörung diagnostiziert
worden
. Die Arbe
itsfähigkeit sei
aus
otorhinolaryn
go
logischer
Sicht qualitativ eingeschränkt, indem Tätigkeiten mit gesteigertem Umgebungsgeräuschpegel vermieden werden sollten. Weg
en der Schwindels
ymp
tomatik seien
auch keine Arbeiten an gefährlichen Maschinen möglich.
Die
leichtgradige Hochtonscha
llempfindungsschwerhörigkeit habe
keinen Einfluss auf d
ie Arbeitsfähigkeit. Bei der all
gemeinint
ernistischen Untersuchung seien
eine arterielle Hypertonie und eine Adipositas diagnostiziert
worden. Klinisch seien
die Befunde kompensiert. Die Arbeitsfähigkeit
sei nicht eingeschränkt. Bei d
er p
sychiatrischen Untersuchung habe
sich eine leichte depressive Episode
gefunden
. Zudem
bestünden
eine Schmerzstörung mit somatischen und psy
chi
schen Faktoren. Die depressive
Symptomatik sei
nic
ht stark ausgeprägt und schränke
die
Beschwerdeführerin
n
icht ein. Die Schmerzstörung habe
ebenfalls keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. A
us psychiatrischer Sicht bestehe
keine Einschränkung der Arbei
tsfähigkeit. Zusammengefasst sei
die
Beschwerdefüh
rerin
aus polydisziplinärer Sicht für die angestammte Tätigkeit im
Y._
wie auch für eine andere, körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere,
wechselbelastende Tätigkeit zu 100 % arbeits- und leistungsfähig (Urk. 6/92
/32).
4.4
Diese Beurteilung der Ärzte des C._, die sich mit der Einschätzung von Dr. F._ deckt (Urk. 6/122/37-38), ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel. Entgegen den Darlegungen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 8) handelt es sich dabei nicht bloss um eine unterschiedliche
Beurteilung eines im Wesentlichen unver
ändert gebliebenen Gesundheitszu
standes. So stellten die Ärzte des C._ (Urk. 6/92/31) betreffend HWS und
Lendenwirbelsäule der Beschwerdeführerin zwar ähnliche Diagnosen wie die Ärzte der J._ und Dr. G._ in ihren Berichten von 1998 (Urk. 6/2/4 und Urk. 6/6/4), welche der
Rentenzusprache
per Mai 1999 zugrunde lagen.
Eine Veränderung der gesundhe
itlichen Verhältnisse liegt jedoch rechtsprechungsge
mäss auch bei gleich gebliebenen
Diagnose
n
vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (
vgl. E. 1.4), was vorliegend der Fall ist. Denn wie die Beschwerdegegnerin zutreffend feststellte (Urk. 2 S. 2), ist es zwischenzeitlich zu einer Befund
besse
rung – insbesondere der orthopädischen/rheumatologischen Befunde - bzw. zu einem Rückgang der infolge des Unfallereignisses vom 18. Mai 1998 zunächst nachvollziehbarerweise noch bestehenden ausgeprägten HWS-Symptomatik ge
kommen, aufgrund derer die damals involvierten Ärzte der Beschwerdeführerin
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatten (Urk. 6/6/4, Urk. 6/2/5, Urk. 6/8/
5, Urk. 6/7/1-3 und Urk. 6/11). Vor diesem Hintergrund kamen die Ärzte des C._ in der polydisziplinären Beurteilung denn auch zum Schluss, dass nach dem Unfall vom 18. Mai 1998 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe, welche aber wahrscheinlich nunmehr bereits seit mehreren Jahren nicht mehr bestehe (Urk. 6/92/33).
4.5
Aufgrund des emotional und affektiv instabilen Zustandes der Beschwerde
führerin während ihrer Untersuchung konnten die Ärzte des C._ zwar kein valides neuropsychologisches Testprofil erstellen. Sie wiesen aber insbesondere darauf hin, dass sich während der
neuropsychologischen Untersuchung im Gespräch und im Handlungsablauf keine Hinweise auf Wortfindungsstörungen, Störungen der Konze
ntration oder der Merkfähigkeit gefunden hätten (Urk. 6/92/27). Überdies ergab auch die ausführliche psychiatrische Untersu
chung keine Anhaltspunkte für allfällige neuropsychologische Einschränkungen (Urk. 6/92/8-12),
während im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
eine neurovege
tative und neuropsychologische Symptomatik aktenkundig war (Urk. 6/6/4, Urk. 6/2/5). Dass die Ärzte des C._ – im Rahmen der polydisziplinären Gesamtbeurteilung – auch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus neuro
psychologischen Gründen verneinten (Urk. 6/92/32), ist unter diesen Umstän
den
ebenfalls nachvollziehbar.
4.6
Die unlängst geänderte Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung von psy
chosomatischen Leiden (BGE 141 V 281) führt vorliegend
sodann
zu keinen Weiterungen. Der psychiatrische Gutachter des
C._
hat zwar eine – zu den psychosomatischen Leiden zu zählende - chronische Schmerzstörung mit soma
tischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) diagnostiziert, dieser aber keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen (
Urk.
6/92/11). Es besteht auch mit Blick auf die geänderte Rechtsprechung kein Grund, diese Einschät
zung in Frage zu stellen.
Der nur einen Monat nach den Untersuchungen im C._ im Dezember 2013 von Dr. D._ erstellte Bericht vom 17. Januar 2014 (Urk. 6/87), in welchem in erster Linie – wie im C._-Gutachten (Urk. 6/92/31) – eine leichtgradige de
pressive Symptomatik beschrieben wurde, enthält schliesslich keine
entscheid
relevanten
neuen Erkenntnisse.
4.7
Abstellend auf das Gutachten des C._ ist damit eine revisionsrechtlich rele
vante Verbesserung ausgewiesen und
der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als
Büroangestellte
/Telefonistin spätestens seit Dezember 2013 wieder
in einem 100%-Pensum
zu
mutbar
.
Von der beantragten Befragung von
Dr. D._
als sa
chverständiger Zeuge (Urk. 1 S.
14) kann
abgesehen werden
(
antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 124 V 90 E. 4b).
4.8
Demnach ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass sich der Ge
sundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit der
Rentenzusprache
im Jahr 2001
massgeblich
verbessert haben.
Die von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vorgenommene Invalidi
tätsbemessung, die einen Invaliditätsgrad von 0 % ergab (Urk. 2 S.
2), gibt keinen Anlass zu Beanstandung
(vgl. insbesondere Urk. 6/101/6, wonach Kün
digung der angestammten Tätigkeit aus gesundheitsfremden Gründen erfolgte)
.
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass - ginge man mit der Be
schwe
r
deführerin von einem unveränderten Gesundheitszustand aus - eine Über
prü
fung gestützt auf die Schlussbestimmungen der Änderungen vom 18. März 2011, 6. IV-Revision, zulässig wäre, welche gestützt auf das C._-Gut
achten zu demselben Resultat führte.
Eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des Anspruchs auf recht
liches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ist im Übrigen – entgegen den Darlegungen
der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 14) - nicht ersichtlich. So hat die Be
schwer
degegnerin nach der Einwanderhebung (Urk. 6/129) in der angefochtenen Ver
fügung weitere Argumente (Befundbesserung, Inkonsistenzen bei der Begut
achtung, ausgewiesene Ressourcen; Urk. 2 S. 2) angeführt, weshalb von einer Verbesserung des Gesundheitszustands auszugehen sei. Damit hat sich auch dargetan, weshalb sie den Vorbringen der Beschwerdeführerin gegen den Vor
be
scheid nicht folgen konnte.
Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist daher zu ver
neinen.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, ob vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom
5.
April 2016
(Urk. 2)
Eingliederungsmassnahmen
hätten durchgeführt werden müssen oder ob der Beschwerdeführerin die Selbsteingliederung auf dem Arbeitsmarkt mög
lich ist.
5.2
Gemäss
bunde
s
gerichtlicher Rechtsprechung setzt eine rentenbestimmende Inva
liditätsbemessung auch im Revisionsfall (Art. 17 ATSG) voraus, dass ange
zeigte
Eingliederungsmassnahmen
durchgeführt worden sind. Dement
spre
chend muss der Eingliederungsbedarf im Falle einer Revision in gleicher Weise wie im Rahmen einer erstmaligen Invaliditätsbemessung abgeklärt werden. Diese Praxis ist jedoch auf Sachverhalte zu beschränken, in denen die Herab
setzung oder Au
fhebung der Invalidenrente eine versicherte
Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt hat oder die Rente mehr als 15 Jahre be
zogen hat. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass solche ver
si
cherte Personen aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder der langen Renten
dauer und der daraus folgenden langjährigen Arbeitsabstinenz in der Regel nicht in der Lage sind, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen und sich dort selbst wieder einzuglie
dern. Dieser Prüfungsschritt zeitigt nur dort keine admini
strativen Weiterungen, wo die gegenüber der Eingliederung vorrangige Selbst
eingliederung direkt zur
rentenausschliessenden
arbeitsmarktlichen Verwertbar
keit des Leistungsver
mö
gens führt. Das ist namentlich der Fall, wenn bisher schon eine erhebliche Rest
arbeitsfähigkeit bestand, so dass der anspruchs
erhebliche Zugewinn an Leis
tungsfähigkeit kaum zusätzlichen Eingliederungs
bedarf nach sich zieht, vor allem wenn das hinzugewonnene Leistungsver
mögen in einer Tätigkeit verwer
tet werden kann, welche die versicherte Person bereits ausübt oder unmittelbar
wieder ausüben könnte (Urteile des Bundes
gerichts 9C_228/2010 vom 26. April
2011 E.
3.
1
und 9C_163/2009 vom 10. Septem
ber 2010 E. 4.2.2).
5.3
Da die
Beschwerdeführer
in im Zeitpunkt der Rentenaufhebung 56-jährig war und
seit
17
Jahren eine
halbe
Rente der Invalidenversicherung bezog, g
ehört sie
grundsätzlich zum erwähnten, vom Bundesgericht besonders geschützten
Bezü
ger
kreis
.
Vor dem Hintergrund der
massgeblichen
Aktenlage kann allerdings nicht
gesagt werden, es falle beim gegebenen medizinisch-theoretischen Zu
mut
barkeitsprofil auf dem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt keinerlei Anstellung mehr in Betracht. So ist
in erster Linie
darauf hinzuweisen, dass
bisher bereits eine erhebliche 50%ige Restarbeitsfähigkeit bestand und die Beschwerdeführerin nach der
Rentenzusprache
auch weiterhin in einem 50%-Pensum als Telefonistin/Büroangestellte in einer Anwaltskanzlei tätig war (Urk. 6/56-57; Kündigung aus
gesundsheitsfremden
Gründen per Januar 2015:
Urk. 6/101/6). Nachdem mithin das hinzugewonnene Leistungsvermögen in der
selben Tätig
keit verwertet werden kann, welche die Beschwerdeführerin be
reits seit Jahren ausgeübt hat, fehlt es bereits aus diesem Grund an einem Ein
glie
derungsbedarf. Weiter ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin Kontakte in ihrem Haus pflegt und ihren Vater in Frankreich
regelmässig
besucht (Urk. 6/92/10 und Urk. 6/122/23).
All dies s
pricht dafür, dass es sich bei der
Beschwerdeführer
in
um eine agile und gewandte Person handelt, weshalb
einer Selbsteingliederung
trotz
des langjährigen Rentenbezugs und ihres Alters
objektiv nichts entge
gen
steht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_39/2012
vom 24. April 2012 E. 5.2 und
9C_68/2011 vom 16. Mai 2011 E.
3.3).
6.
Die Rente der Beschwerdeführerin wurde de
mzufolge
mit Verfüg
ung der Be
schwerdegegnerin vom 5. April 2016 (Urk. 2)
zu Recht aufg
ehoben. Die Be
schwer
de ist deshalb
abzuweisen.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen g
eht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fah
rensaufwand und unabhängig vom Streitwer
t festzulegen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.