Decision ID: 9ec3815c-32f1-4f4c-99b1-1c3494edc77a
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1981, war seit Januar 2019 als Sachbearbeiterin Soziales bei der Gemeinde
Y._
angestellt und dadurch
bei der Helsana Unfall AG (
nachfolgend
: Helsana)
obligatorisch gegen die Folgen von Unf
ällen versichert. Gemäss Schadenmeldung vom
2
0.
Januar 2021 stolperte sie am 1
8.
November 2020 an ihrem Arbeitsort auf der Treppe, stürzte und zog sich eine Zerrung am rechten Knie zu (
Urk.
7/K1).
Am 2
3.
N
ovember 2020
begab sich die Versicherte wegen stechende
r
Schmerzen im rechten Knie zu
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, in Behandlung.
Dieser diagnostizierte eine
Kniedistorsion mit Knorpeldefekt, ver
ordnete
eine
Entlastung
des Knies mit
Kniebandage und Physiotherapie
,
und
er
attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(
Urk.
6/M
2
).
Am 2
8.
Dezember 2020 erfolgte eine bildgebende
Untersuchung des rechten Knies
mittels MRI
(
Urk.
6/M1) und am 2
2.
März 2020 verfasste
Dr.
med.
A._
eine vertrauensärztliche Stellungnahme zu
Handen
der Helsana (
Urk.
6/M3).
Mit Ver
fügung vom
7.
April 2021 verneinte die Helsana mangels eines Kausal
zusammenhanges zwischen den geklagten Beschwerden und dem Vorfall vom 1
8.
November 2020 ihre Leistungspflicht als Unfallversicherer (
Urk.
7/K11).
Gegen die
Verfügung
vom
7.
April 2021
erhob die Versicherte
am
8.
Mai 2021 Einsprache (Urk.
7/K15).
Am 2
0.
Mai 2020 äusserte sich
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie, als behandelnder Arzt
zur Sache
(
Urk.
6/M4)
. Mit
Ein
spracheentscheid
vom
7.
Juli 2021 wies die Helsana die Einspra
che ab (
Urk.
2
=
Urk.
7/K17).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
erhob die
Versicherte mit Eingabe vom 17.
August 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die Helsana habe den Vor
fall vom 1
8.
November 2020 als Unfall anzuerkennen und demgemäss sämtliche Kosten zu übernehmen (
Urk.
1). Die Helsana beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2
4.
September 2021 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Zusammen mit dem Akten
dossier legte
die Helsana
die weitere vertrauens
ärztliche Stellungnahme von
Dr.
A._
vom
8.
September 2021 vor (
Urk.
6/M6), weswegen der
Beschwerdeführerin
mit
gerichtlicher Verfügung vom 2
9.
September 2021
Gelegenheit gegeben wurde
, sich im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels erneut zur Sache zu äussern (
Urk.
8). Davon machte die
Beschwerdeführerin
indessen
keinen Gebrauch. Die Frist verstrich unbenützt. Darüber wurde die Helsana am 1
0.
November 2021 orientiert (Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Auf die
gesetzlichen Voraussetzung
en
der Leistungspflicht gemäss dem Bundes
gesetz
über die Unfallversicherung (UVG), namentlich auf den Unfallbegriff und das Erfordernis des Kausalzusammenhanges zwischen dem
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung,
und
auf die hierzu von der Rechtsprechung herausgearbeiteten Grundsätze sowie auf die massgeblichen Regeln der Beweis
würdigung hat die Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid
zutreffend hin
gewiesen (
Urk.
2 S. 3 ff.
Ziff.
4-6).
Auf diese Darlegungen ist zu verweisen.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte im
Einspracheentscheid
vom
7.
Juli 2021 zusammengef
asst
aus,
die Abklärungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1
8.
November 2020 hätten gezeigt, dass die geklagten Beschwerden am rechten Knie nur möglicherwiese in einem natürlichen Kausalzusammenhang zu diesem Vorfall stünden. Dies genüge mit Blick auf den im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht. Daran ändere auch der Einwand der Beschwerdeführerin
nichts
, vor dem Ereignis sei das rechte Knie nicht von Beschwerden betroffen gewesen. Aus der zeitlichen Folge eines Vorfalls und danach auftretender Beschwerden allein lasse sich keine Leistungspflicht ableiten. Die Verneinung der Leistungspflicht sei demgemäss nicht zu beanstanden (
Urk.
2 S. 5 ff.
Ziff.
7 f.).
In der Beschwerdeantwort vom
2
4.
September 2021 ergänzte die Beschwerde
gegnerin, bei der Schädigung des rechten Knies der Beschwerdeführerin könne nicht von ein
er Verletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2
UVG ausgegangen werden. Die
osteochondrale
Läsion stelle weder einen Knochenbruch, noch eine Knorpel
fraktur oder einen Riss dar. Es handle sich vielmehr um eine überlastungsbedingte
und
dami
t degenerative Schädigung (Urk.
5 S. 3).
2.2
Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerdeschrift vom 1
7.
August 2021 geltend, es liege ein Unfall im Rechtssinne vor. Der Vorfall vom 1
8.
Novem
ber 2021 habe bei ihr sofort zu
Knieschmerzen geführt, weswegen das Erfordernis der Plötzlichkeit erfüllt sei.
Das Stolpern auf der Treppe sei nicht beabsichtigt gewesen.
Auch das Erfordernis der
Ungewöhnlichkeit
sei erfüllt. Es sei unge
wöhnlich, dass sie gestürzt sei.
Vor dem Ereignis vom 1
8.
November 2020 habe sie keine Probleme mit dem Knie gehabt. Es sei für sie somit klar, dass der Vorfall als Unfall einzustufen sei. Die Sache sei somit einer Neubeurteilung zu unter
ziehen
. Für den Fall, dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Vorfall vom 1
8.
November 2020 und den daraus resultierenden Schäden nicht bejaht werde, sei zu prüfen, ob eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege. Die Unfall
versicherung sei bei Vorliegen einer Listenverletzung auch dann leistungs
pflichtig, wenn nicht alle gesetzlichen Voraussetzungen eines Unfalles erfüllt seien (
Urk.
1 S. 1 ff.).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin äusserte sich in ihrer Beschwerdeschrift ausführlich zum
gesetzlichen
Unfallbegriff
und zu
ihrer
Auffassung, der Vorfall vom 18.
November 2020 erfülle die betreffenden Voraussetzungen
. Dass es sich beim Vorfall vom 1
8.
November 2020
, das heisst dem Stolpern auf der Treppe an ihrem Arbeitsplatz (vgl.
Urk.
7/K1),
um einen Unfall im Rechtssinne
gemäss der Definition von
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)
handelt, stellte die Beschwerdegegnerin indessen nicht in Frage. Die einzelnen Erfordernisse, insbesondere die von der Beschwerdeführerin erwähnte
nicht beabsichtigte Einwirkung auf den Körper, die Plötzlichkeit
des Ereignisses
und
der
ungewöhnliche äussere Faktor, sind
denn auch
als erfüllt zu betrachten.
Auf den Aspekt des Unfallbegriffs ist damit nicht weiter einzugehen.
3.2
Gegenstand der Abklärungen der Beschwerdegegnerin war vielmehr die Frage des Kausalzusammenhanges zwischen dem Stolpern auf der Treppe am 1
8.
November 2020 und den hernach von der Beschwerdeführerin geklagten rechtsseitigen Kniebeschwerden.
Die für eine Leistungspflicht erforderliche Kausalität verneinte die Beschwerde
gegnerin
mit ihrer Verfügung vom
7.
April 2021 (
Urk.
7/K11) und hielt auch im
Einspracheentscheid
vom
7.
Juli 2021 daran fest (
Urk.
2).
Die Kausalitätsfrage
ist im
vorliegenden
Beschwerdeverfahren zu überprüfen.
4.
4.1
Am 2
3.
N
ovember
2020
konsultierte die Beschwerdeführerin
Dr.
Z._
. Im Arztzeugnis vom
8.
Februar 2021 nannte er unter Verweis auf den Vorfall vom 1
8.
November 2020 als Diagnose eine Kniedistorsion rechts mit Knorpeldefekt
als Folge. Als Befund erwähnte er
einen leichten Erguss, eine
Druckdolenz
am medialen Gelenkspalt sowie eine normale Extension und Flexion.
Bildgeb
end sei
en
ein
Knorpelschaden am medialen
Femurkondylus
und
ein
Gelenkserguss
nachgewiesen
. Es seien
eine Entlastung des Knies mit
Kniebandage sowie Physiotherapie veranlasst worden (
Urk.
6/M2).
4.2.
Die bildgebende Untersuchung, auf die
Dr.
Z._
verwies, hatte am 28.
Dezember 2020
am
Institut C._
in
D._
in Form eines nativen MRI des rechten Knies stattgefunden. Dem gleichentags verfassten Untersuchungsbericht
von
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Radiologie,
ist zu entnehmen, es habe sich ein umschriebener Knorpelschaden am medialen
Femurkondylus
mit
chondralem
Defekt und
subchondraler
ossärer
Signal
alteration (Ausdehnung ca. 5 x 4 mm) gezeigt. Ferner sei ein geringer Gelen
ks
erguss feststellbar gewesen, nicht aber e
ine Läsion des Meniskus oder des Ligament
s
(
Urk.
6/M1).
4.3
Die Vertrauensärztin
Dr.
A._
nannte
in ihrer Stellungnahme vom
22.
März 2021
als Diagnose eine
osteochondrale
Läsion am medialen
Femur
kondylus
rechts und führte aus, anlässlich der MRI-Untersuchung
hätten
sich
nebst einem mässigen Erguss vollständig intakte und unverletzte Bandstrukturen
und
Menisci
gezeigt. Der einzige auffällige Befund sei ein
osteochondraler
Schaden am medialen
Femurkondylus
in der Hauptbelastungszone. Die Knorpel
fläche sei unregelmässig unterbrochen und
es zeige sich ein Defekt Grad IV
, je
doch
eng begrenzt. Der Knochen darunter sei etwas unregelmässig und es sei zudem eine unterminierte
Chondr
olyse
nach dorsal vorhanden und des Weiteren ein eng begrenztes Knochenödem mit
sklerosierten
Anteilen des Knochens
. Letzteres spreche nicht für eine akut posttraumatische, sondern für
eine
primäre
osteochondrale
Läsion
. Die Ursache dafür sei degenerativ
er Art (idiopathisch, Übergewicht,
Varusbeinachse
, Medikamente, Nikotin etc.)
. Bei einem traumatisch bedingten Knorpelschaden
wäre dagegen
zu erwarten, dass sich ein scharf
randiger Knorpeldefekt zeig
t
e, gelegentlich mit freiem Gelenkkörper, mit einem darunterliegenden Ödem, einer Impression des Knochen
s
und/oder einer zusätz
lichen Bandverletzung.
Hier sei die
osteochondrale
Läsion überwiegend wahr
scheinlich für das Einknicken des rechten Kniegelenks auf der Treppe verant
wortlich. Bei dieser Form des
osteochondralen
Defekts müsse davon ausgegangen werden,
dass
er bereits lange im Voraus entstanden und v
orerst - was typisch sei - symptomlos geblieben sei
. Ein Kausalzusammenhang sei daher lediglich mög
lich, nicht jedoch überwiegend wahrscheinlich
(
Urk.
6/M3 S. 2 f.).
4.4
Dr.
B._
führte am 2
0.
Mai 2021 aus, die Beschwerdeführerin
habe ihn
am 25.
Februar 2021
konsultiert
. Anlässlich
der Untersuchung seien die leicht
val
gischen
Beinachsen aufgefallen. Die Hocke sei nicht möglich gewesen. Am medialen
Kondylus
sei ein Druckschmerz feststellbar gewesen.
Bei einem Sturz auf der Treppe habe sich die Beschwerdeführerin das rechte Knie angeschlagen. Bei persistierenden Schmerzen sei durch den Hausarzt eine MRI-Diagnostik ver
anlasst worden. Die
Seiten- und
die
Kreuzbandführung seien stabil und die passiven Funktionen regelrecht gewesen. Im MRI
sei
ein 4-gradiger Knorpel
schaden in der Belastungszone medial
kondylär
bei ansonsten regelrechte
m
Knieinnenbefund
zu erkennen
. Als D
iagnose sei von einer
Kontusion am rechten Knie mit Knorpelschaden auszugehen (
Urk.
6/M4).
4.5
Am 2
4.
Juni 2021 nahm
Dr.
A._
zu den Darlegungen von
Dr.
B._
Stellung und hielt fest, diese änderten nichts an ihrem Standpunkt. Der Knorpel
schaden Grad IV mit dem unregelmässigen Knochen darunter sei nicht unfa
ll
bedingt, sondern eine typisch
krankheitsbedingte
osteochondrale
Läsion. Bei einer unfallbedingten
osteochondralen
Fraktur müsste sich nach dem Ereignis sofort oder
sehr rasch eine ausgeprägte
Hämarthros
e
gebildet haben und das traumatisch ausgeschlagene Knorpelteil müsse als freier Gelenkskörper nach
weisbar sein. Dies sei jedoch nicht der Fall. Auch bestehe nur eine sehr kleine
Ödemzone
, was ebenfalls gegen eine traumatische Ursache spreche, ebenso wie die
fehlenden Begleiterscheinungen a
n Bändern und
Menisci
. Am ehesten wahr
scheinlich sei, dass
sich
beim verdrehten Belasten des Beins ein blockade
ähnliches E
reignis
durch die vorbestehende
osteochondrale
Läsion ergeben habe und das Knie deswegen eingeknickt sei (
Urk.
6/M5 S. 2).
5.
5.1
Sowohl
Dr.
Z._
als auch
Dr.
B._
stellten eine Diagnose, die auf einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall auf der Treppe an 1
8.
November 2020 und dem bildgebend festgestellten Knorpelschaden
schliessen
lassen könnte
(
Dr.
B._
: Kontusion rechtes Knie mit 4-gradigem Knorpelschaden in der Belastungszone medial
kondylär
, und
Dr.
Z._
: Kniedistorsion rechts mit Knorpeldefekt;
Urk.
6/M2,
Urk.
6/M4). Indessen fehlt bei beiden Ärzten eine nachvollziehbare Herleitung dafür, aufgrund welcher Überlegungen
sie
zum Schluss gelangten, der Vorfall vom 1
8.
November 2020 habe den Knorpelschaden verursacht.
Die Vertrauensärztin
Dr.
A._
hingegen
legte die Gründe, die si
e zum Schluss veranlassten, ein
Kausalzusammenhang sei zu verneinen, nachvollziehbar dar
, indem sie zusammengefasst ausführte, beim Knorpelschaden Grad IV bis zum Knochen mit dem unregelmässigen Knochen darunter handle es sich um eine typisch krankheitsbedingte
osteochondrale
Läsion. Bei einer unfall
bedingten
osteochondralen
Fraktur hingegen müsste sich nach dem Ereignis so
fort oder sehr rasch eine ausgeprägte
Hämarthrose
gebildet haben und das traumatisch ausgeschlagene Knorpelteil müsse als freier Gelenkskörper nachweis
bar sein, was hier jedoch nicht der Fall sei. Auch bestehe nur eine sehr kleine
Ödemzone
, was ebenfalls gegen eine traumatische Ursache spreche, ebenso wie die fehlenden Begleiterscheinungen an Bändern und
Menisci
(
Urk.
6/M3 S. 2,
Urk.
6/M5 S. 2).
5.2
Die Beschwerdeführerin
hält
den vertrauensärztlichen Darlegungen entgegen, vor dem Vorfall vom 1
8.
November 2020 habe sie keine Problem
e mit ihrem rechten Knie gehabt
(
Urk.
1 S. 2)
. Mit
diesem
Standpunkt
beruft sich auf den Grundsatz
«
post
hoc ergo
propter
hoc
»
(
Urk.
1 S. 2).
Die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundes
gerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
5.3
Aufgrund der nachvollziehbaren Darlegungen von
Dr.
A._
steht als Ursache für die von der
Beschwerdeführerin geklagten Kniebeschwerden
ein degenerativer Prozess im Vordergrund. Eine traumatische Ursache hingegen fällt nur möglicherweise in Betracht. Ein
Kausalzusammenhang
zwischen dem Knie
leiden und dem Ereignis vom 1
8.
November 2020 ist demgemäss nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen
.
Es ist
somit
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungs
pflicht in Bezug auf das betreffende Ereignis verneint hat. Die
s
hat die Abweisung der gegen diesen Entscheid erhobenen Beschwerde zur Folge.
Aufgrund der Umstände erübrigt sich die Prüfung eines Leistungsanspruchs gestützt auf Art. 6 Abs.
2
UVG. Ist wie hier nachgewiesen
, dass ein Unfallereignis im Sinne von
Art.
4 ATSG
nicht die Ursache
einer diagnostizierten Listen
ver
letzung
ist
und besteht kein Hinweis auf ein nach dem Unfall eingetretenes initiales Ereignis als mögliche Verletzungsursache, so ist damit gleichzeitig auch die Bedingtheit der Listenverletzung durch Abnützung oder Erkrankung erstellt (
BGE 146 V 51 Regeste u. E. 9.2
).
Es ist daher nicht näher auf die Überlegungen von
Dr.
A._
in ihrer Stellungnahme vom
8.
September 2021 einzu
gehen, ob die Knieschädigung unter eine der Listenverletzungen eingeordnet werden kann (vgl.
Urk.
6/M6 S. 2).
Auch hier dring
t
die Beschwerdeführerin mit ihrem Standpunkt (
Urk.
1 S. 3) nicht durch.