Decision ID: 914ce210-96d7-496a-88fb-f9ee5bc7897f
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
Der 1972 geborene
X._
, Vater dreier in den Jahren 1997, 1999 und 2006 geborener Kinder, arbeitete bis am 22. Februar 2014 als
Blech-Abkan
ter
mit einem Beschäftigungsgrad von 80 % (
Urk.
8/3). Am
6.
Oktober 2014 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf einen
am 22. Februar 2014 erlittenen
Hirnschlag bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/3). Zur Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
8/9)
, Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 8/2, 8/10-11, 10/16-17) sowie einen Arbeitgeberbericht
bei
(
Urk.
8/13).
Zudem zog sie die Akten des Krankentaggeldversicherers samt psychiatri
schem und neurologischem Gutachten bei (
Urk.
8/15). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
6.
Juli 2015 [
Urk.
8/20], Einwand vom
9.
Juli 2015 [
Urk.
8/22], Begründung vom 2
4.
September 2015 [Urk. 8/28]), in dessen Rahmen ein Arztbericht des behandelnden Psychiaters eingereicht wurde (
Urk.
8/27),
verneinte
die IV-Stelle einen Anspruch auf
Leistungen
der Invalidenversicherung mit Verfügung vom 1
4.
Dezember 2015 (Urk. 2 [=
Urk.
8/36]).
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
5.
Januar 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine angemessene Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen, eventua
liter sei eine psychiatrische Begutachtung zu veranlassen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1).
Der Beschwerde legte der Versicherte
unter anderem einen aktuellen Bericht des behandelnden Psychiaters bei
(Urk. 3
/5
).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
April 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer mit Verfü
gung vom 1
3.
April 2016 angezeigt wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Lei
den
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass der Beschwerdeführer nach dem 2
2.
Februar 2014 monatelang in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Bereits vor Ablauf der einjährigen Wartefrist im Februar 2015 sei er jedoch aus medizi
nischer Sicht wieder voll arbeitsfähig gewesen, weshalb kein Rentenanspruch bestehe.
Zum im
Vorbescheidverfahren
vorgebrachten Einwand führte die IV-Stelle aus, im eingereichten Bericht des behandelnden Psychiaters würden keine neuen Befunde genannt. Es sei der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stellung im Zweifel eher zu Gunsten ihres Patienten aussagen würden. Aus diesem Grund sei in erster Linie auf die Beurteilung des Gutachters abzustel
len (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte
der Beschwerdeführer geltend, die IV-Stelle habe zu Unrecht nicht auf den Bericht des behandelnden Psychiaters abgestellt.
Die
ser habe eingehend dargelegt, dass der Beschwerdeführer aufgrund
seiner
Erfahrungen im Irakkrieg unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leide. Auch die Kriterien für eine Major Depression seien zu bejahen. Aus diesem Grund sei er vollständig arbeitsunfähig. Das Gutachten, auf das die IV-Stelle fälschlicherweise abgestellt habe, sei demgegenüber in anamnesti
scher Hinsicht unvollständig und müsste ergänzt werden, falls
wider Erwar
ten nicht auf die Einschätzung
des behandelnden Arztes
abgestellt werde
(
Urk.
1 S. 5 f.).
3.
3.1
Bei den Akten liegt das vom Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebene
bidisziplinäre
Gutachten von Dr. med.
Y._
, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie, sowie
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Neurologie, welches am 1
6.
Februar 2015 sowie am
2.
April 2015 erstat
tet wurde (
Urk.
8/15 S. 4-26).
Im psychiatrischen Gutachten
vom
2.
April 2015
führte
Dr.
Y._
aus, der
Versicherte
habe sich in einer ausgeglichenen Stimmungslage befunden. Im Affekt wirke er nach wie vor etwas empfindsam und ängstlich.
Im Auftreten verhalte er sich situationsangemessen und freundlich. Die kognitiven Fähig
keiten wie Konzentration, Auffassung, Merkfähigkeit, Erinnerung und
Umstellungsfähigkeit im Gespräch seien intakt. Im formalen Denken sei der
Versicherte
strukturiert und geordnet.
Zeichen psychotischen Denkens wür
den sich nicht finden, auch würden keine Hinweise auf aktuelle Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen (
Urk.
8/15 S. 6).
Es liege ein mittlerweile rückläufiger Befund vor. Das klinische Bild entspre
che einer Anpassungsstörung, die mittlerweile remittiert sei. Es würden noch unspezifische Beschwerden bestehen und gedanklich komme der Versicherte nach wie vor auf das akute zerebrale Ereignis vom letzten Jahr zurück (
Urk.
8/15
S
. 6).
Diagnostisch sei unter Berücksichtigung der Vorgeschichte, der
Beschwerde
schilderung
, dem bisherigen Krankheitsverlauf und dem aktuellen Befund von einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F 43.21) auszugehen. Diese sei aber inzwischen weitgehend am Zurückgehen. Die Erkrankung gehe auf das akute zerebrale Ereignis vom Februar 2014 zurück, wobei die Konstellation einer Depression mit Ängstlichkeit und Kränkung entspreche
. Differentialdiagnostisch könnte man das Krankheits
bild auch einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode zuordnen, was jedoch keinen Einfluss auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätte
(Urk. 8/15 S. 7).
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Y._
aus, aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte ab sofort voll arbeitsfähig
(
Urk.
8/15 S. 7)
.
3.2
Im neurologischen Gutachten wurde ausgeführt,
der Versicherte
klage
über belastungsabhängige Schmerzen an vier Punkten am Unterarm sowie am Unterschenkel. Zudem leide er an Erschöpfung. So sei er vollständig erschöpft, wenn er 30-45 Minuten lang gehe
,
und müsse sich dann hinlegen. Lauf
e er länger als eine Stunde
, habe er am nächsten Tag Kopfschmerzen und eine „dicke Vene“ an der rechten Stirn,
bei der die Schmerzen lokalisiert seien
. Weiter berichtete der Versicherte, er leide unter Taubheit am linken Mundwinkel. Hinzu kämen seelisc
he Probleme und Schlafstörungen (
Urk.
8/15 S. 15).
Dr.
Z._
führte aus, beim Betreten des Untersuchungsraumes ziehe der Versicherte das linke Bein leicht nach. Fühle er sich beobachtet, ziehe er es deutlich stärker nach. Den Kopf könne er spon
t
an frei in alle Richtungen bewegen, das An- und Auskleiden gelinge geschickt und während der gesamten Exploration wirke der Versicherte nicht schmerzgequält. Auch ein Schonverhalten sei nicht ersichtlich.
Beim Armhalteversuch zeige sich ein leichtes Absinken link
s
ohne Pronation, was ein deutlicher Hinweis auf eine
funktionelle Genese sei.
Muskeltrophik
und Muskeltonus seien regelrecht, die Kraft sei in den Einzelkraftprüfungen normal (
Urk.
8/15 S. 16-17).
Als Hauptbeschwerden trage der Versicherte einerseits Schmerzen an Unter
arm und Unterschenkel und andererseits ein Erschöpfungssyndrom vor. Dar
über hinaus demonstriere er eine Gangstörung mit Nachziehen des linken Beines. Dieses sei zum einen nicht aktenkundig und zum anderen
organpa
thologisch
nicht nachvollziehbar. Auch die vorgetragenen Schmerzen mit druckschmerzhaften Punkten am linken Ellbogen, am distalen Unterarm links sowie an der linken Wade und der linken Ferse würden in keiner Weise einem zentralen Schmerzsyndrom entsprechen, wie man es nach Schlagan
fällen
bisweilen
sehe
und seien nicht objektivierbar
. Für die allgemeine Erschöpfung und generelle Leistungsminderung ergebe sich kein
organpa
thologisches
Korrelat. Zudem sei die allgemeine Erschöpfung auch
vor dem Hintergrund
nicht nachvollziehbar, dass der Versicherte während der zwei Stunden dauernden Exploration keine E
rmüdungszeichen gezeigt habe (
Urk.
8/15 S. 21-22).
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Z._
aus, aus neurologischer Sicht sei keine wesentliche Minderung der Leistungsfähigkeit und keine dauerhaft anhaltende Minderung der Arbeitsfähigkeit ersichtlich, weder in der ange
stammten noch in einer angepassten Tätigkeit. Der Versicherte sei voll arbeitsfähig (Urk. 8/15 S. 23-24).
3.3
Im Bericht des behandelnden Hausarztes,
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, wurde am 1
2.
Mai 2015 angegeben, es liege beim Versicherten eine persistierende Armschwäche und Faustschlussschwäche links vor.
Seit dem
1
0.
Mai 2015
sei er
als Taxifahrer
wieder
arbeitsfähig (Urk. 8/16).
3.4
Der behandelnde Psychiater
,
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom
2. Juni 2015 aus, der Versicherte leide unter einer rezidivierenden depressi
ven Störung, gegenwärtig in einer mittelgradigen Episode (ICD-10 F 33.1) sowie an einer unverarbeiteten posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1). Seine bisherige Arbeitstätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar. Für eine angepasste Tätigkeit mit geringen körperlichen und geistigen Anforde
rungen solle eine 25-50%ige Arbeitstätigkeit geprüft werden (
Urk.
8/17).
3.5
Ein weiterer Bericht des behandelnden Psychiaters datiert vom
9.
September 201
5.
Darin führte er aus, im Vorbescheid werde der aktuelle Gesundheits
zustand des Versicherten nicht berücksichtigt. Dieser habe gemäss subjekti
ven Angaben ein schweres Leben gehabt mit wenig Freude, wenig Glück und viel Angst und Unsicherheit. Er stamme aus einer Generation, die viel Gewalt und Krieg erlebt habe und viele Verluste habe erleiden müssen, so die Flucht aus der Heimat, die Trennung von der Frau und den Kindern sowie die Belastung durch die Pflege des Vaters (Urk. 8/27).
Dr.
B._
führte aus, beim Versicherten bestünden soziale Ängste mit sozia
lem Rückzug und Misstrauen. Er zeige keine Motivation, wenig Interessen und keine Unternehmenslust. Zudem leide er unter Schlafstörungen mit ver
mehrter Müdigkeit und subjektiver Kraftlosigkeit, Appetitlosigkeit und Insuf
fizienzgefühlen.
Insgesamt zeige sich klinisch-psychopathologisch ein depressives Zustandsbild, vereinbar mit dem klinischen Ausprägungsgrad einer mittelschweren bis schweren depressiven Episode (
Urk.
8/27 S. 1-2).
Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, im Sinne eines therapeutischen Ansatzes habe
er
eine Tätigkeit als Taxifahrer zu maximal 50
%
empfohlen (Urk. 8/27 S. 2).
4.
4.1
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers vermag das
bidisziplinäre
Gut
achten vom 16. Februar 2015/2.
April 2015
zu überzeugen. Die Gutachter tätigten sorgfältige und allseitige Untersuchungen (Urk. 8/
15 S. 5-6, 8/15 S. 12-20), berücksichtigten die geklagten Beschwerden (Urk. 8/15 S. 6 und S. 13-14) und gaben ihre Beurteilung in Kenntnis der
Vorakten
ab (Urk. 8/15 S. 10-12). Sie begründeten ihre Einschätzungen nachvollziehbar und schlüssig.
Der behandelnde Psychiater
,
Dr.
B._
,
gelangte
zu einer divergierenden Diag
nose
. So ging er sowohl in seinem Bericht vom 2. Juni 2015 als auch in demjenigen vom
9.
September 2015 von einer rezidivierenden depressiven Störung, in einer mittelgradigen bis schweren Episode
,
sowie von einer unverarbeiteten posttraumatische
n
Belastungsstörung aus.
Dabei gab er in seinem ersten Bericht als Befunde an, der Versicherte wirke zeitweilig agi
tiert, dann wieder verzweifelt und gehemmt. Es stünden erhebliche Störun
gen der Vitalgefühle ganz im Vordergrund (Urk. 8/17). In seinem zweiten Bericht vom
9.
September listete er die subjektiven Angaben des Patienten auf und führte weiter aus, es würden Schlafstörungen, vermehrte Müdigkeit
und subjektive Kraftlosigk
eit angegeben (Urk. 8/27 S. 1).
Aus diesen Aus
führungen wird nicht ersichtlich,
wie
Dr.
B._
zum Schluss gelangte, der Beschwerdeführer leide unter einer
posttraumatische
n
Belastungsstörung
sowie einer rezidivierenden depressiven Störung
. Ebenfalls nicht erkennbar ist die von ihm beschriebene Verschlechterung des Gesundheitszustands. Zum einen unterscheiden sich die Befunde kaum von früheren
; folgerichtig erfolgte auch keine Anpassung der medikamentösen Therapie (vgl. Urk. 8/10 S. 2 und Urk. 8/17 S. 3)
. Zum anderen beschränkt er sich darauf, subjektive Befindlichkeiten des Beschwerdeführers wiederzugeben.
Es
fehlt an medizi
nischen Untersuchungsergebnissen, die
die Diagnosen
objektiv belegen wür
den. Auf seine Einschätzung kann daher nicht abgestellt werden. D
as zeigt auch der
nachträglich eingereichte Bericht vom 18. Januar 2016
, worin
Dr.
B._
dar
legte, aufgrund dessen, dass der Beschwerdeführer keine Trau
men benennen könne, lasse sich aus psychiatrischer Sicht lediglich die
Ver
dachtsdiagnose
auf eine posttraumatische Belastungsstörung stellen (Urk. 3/5).
Wieso er in früheren Berichten trotzdem vorbehaltlos eine solche diagnostiziert hatte, leuchtet nicht ein. Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag seine Diagnosestellung einer Major Depression, beschränkt er sich doch darauf, die ICD-Kriterien aufzulisten
,
um dann zu bemerken, diese seien erfüllt. Seine Darlegungen sind weder nachvollziehbar noch plausibel, wes
halb nicht darauf abzustellen ist.
Weiter macht der Beschwerdeführer geltend,
das Gutachten von
Dr.
Y._
sei in anamnestischer Hinsicht unvollständig, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne (
Urk.
1 S. 6). Aus dem Gutachten vom
2.
April 2015 geht
allerdings
hervor, dass
Dr.
Y._
alle relevanten anamnestischen Angaben einholte und berücksichtigte. So machte der Beschwerdeführer Angaben zur Krankheitsgeschichte, zu seiner Biographie, zur beruflichen Situation und zu seinen Beschwerden (Urk. 8/15 S. 5-6). Damit kann der Ansicht, das Gutach
ten sei in anamnestischer Hinsicht unvollständig, nicht gefolgt werden.
4.2
Den Gutachten von
Dr.
Y._
sowie Dr.
Z._
kommt volle Beweiskraft zu
,
und es ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerde
führer in seiner angestammten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist. Damit erweisen sich weitere medizinische Abklärungen als unnötig, weshalb das diesbezügliche Begehren des Beschwerdeführers abzuweisen ist.
5.
Nach dem Gesagten hat die Verwaltung einen invalidisierenden
Gesundheits
schaden
mit Verfügung vom 1
4.
Dezember 2015 zu Recht verneint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und
ausgangsge
mäss
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).