Decision ID: 2efbfe93-5efa-549d-96bc-6442ea091971
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Am 29. Januar 2020 hat die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA
(nachfolgend: Vorinstanz) gegenüber der X._ AG, der Y._
AG und der Z._ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerinnen) eine
Verfügung mit folgendem Dispositiv erlassen:
"1. Die A.CH._ wird per 31. Januar 2020 als Prüfbeauftragte bei der
X._ AG, (...), der Y._ AG, (...) und der Z._ AG,
(...), eingesetzt.
2. Die Prüfbeauftragte wird beauftragt, zuhanden der FINMA die Sachver-
halte rund um (...) im Sinne der Erwägungen und des beschriebenen
Auftrags auf allfällige Verstösse gegen Aufsichtsrecht und internes Re-
gelwerk zu überprüfen und einen Bericht im Sinne der Erwägungen zu
verfassen.
3. Die Prüfbeauftragte wird ermächtigt, bei ihrer Prüfung nach Rücksprache
mit der FINMA Hilfspersonen beizuziehen.
4. Die Prüfbeauftragte wird verpflichtet, der FINMA unverzüglich Mitteilung
zu Vorgängen zu machen, die eine Gefährdung der Gläubiger- und der
Anlegerinteressen oder eine Verletzung der Anordnungen des Disposi-
tivs darstellen.
5. Die FINMA behält sich vor, das Mandat der Prüfbeauftragten auszuwei-
ten oder einzugrenzen.
6. Die Kosten der Prüfbeauftragten werden der X._ AG, der
Y._ AG und der Z._ AG solidarisch auferlegt. Es gelten
die folgenden Stundenansätze:
Mandatsleiter (...) CHF 750.-
Junior Partner CHF 550.-
Counsel CHF 525.-
Senior Associate CHF 475.-
Associate CHF 425.-
Junior Associate CHF 350.-
Sekretariat CHF 100.-
7. Die Spesen der Prüfbeauftragten gelten mit den vorgenannten Stunden-
ansätzen als mitabgegolten. Ausserordentliche Spesen (wie z.B. Flugrei-
sen), die diesen Rahmen sprengen, werden nur nach vorgängiger Zu-
stimmung der FINMA vergütet.
8. Die Ziff. 1 bis 8 des Dispositivs werden sofort vollstreckt. Einer allfälligen
Beschwerde ist die aufschiebende Wirkung entzogen."
Zuvor hatte die Vorinstanz den Beschwerdeführerinnen mit E-Mail vom
13. Januar 2020 das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Einsetzung der
A.CH._ (nachfolgend: Prüfbeauftragte) als Prüfbeauftragte und zu
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deren Prüfauftrag gewährt. Die Beschwerdeführerinnen hatten dazu ins-
besondere mit Schreiben vom 16. Januar 2020 Stellung genommen und
unter anderem eine fehlende Unabhängigkeit der als Prüfbeauftrage vor-
gesehenen Gesellschaft beanstandet.
B.
Mit Eingabe vom 31. Januar 2020 haben die Beschwerdeführerinnen
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde mit folgenden Rechtsbe-
gehren erhoben:
"1. Es sei die Verfügung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA
vom 29. Januar 2020, Dispositiv-Ziffer 1, aufzuheben und es sei eine un-
abhängige und fachkundige Person als Prüfbeauftragte einzusetzen.
2. Eventualiter, es sei die Verfügung der Eidgenössischen Finanzmarktauf-
sicht FINMA vom 29. Januar 2020, Dispositiv-Ziffer 1, aufzuheben und
die Sache zur Einsetzung einer unabhängigen und fachkundigen Person
als Prüfbeauftragte an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin."
In prozessualer Hinsicht haben die Beschwerdeführerinnen beantragt:
"1. Es sei die Verfügung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA
vom 29. Januar 2020, Dispositiv-Ziffer 8, aufzuheben und es sei die von
der Vorinstanz entzogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde wie-
derherzustellen.
2. Es sei die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung bis zum Ent-
scheid über das Begehren um Wiederherstellung superprovisorisch an-
zuordnen."
C.
Mit Zwischenverfügung vom 31. Januar 2020 hat das Bundesverwal-
tungsgericht den Antrag der Beschwerdeführerinnen auf superprovisori-
sche Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ihrer Beschwerde
insoweit teilweise gutgeheissen, als die Vorinstanz dafür zu sorgen habe,
dass – bis zum Entscheid über das Provisorium – die Dokumente nicht
analysiert werden dürfen und die Durchführung von Interviews aufge-
schoben bleibt. Im Übrigen wurde der superprovisorische Antrag abge-
wiesen, d.h. die aufschiebende Wirkung wurde (noch) nicht wiederherge-
stellt.
Weiter wurde der Vorinstanz Gelegenheit gegeben, bis zum 5. Februar
2020 zum Antrag der Beschwerdeführerinnen auf Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen. Mit Verfügung vom
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3. Februar 2020 wurden der Vorinstanz die Beschwerdebeilagen zuge-
sandt.
D.
Mit Eingabe vom 5. Februar 2020 hat die Vorinstanz die Abweisung des
Antrags der Beschwerdeführerinnen auf Wiederherstellung der aufschie-
benden Wirkung beantragt.
E.
Mit Zwischenverfügung vom 6. Februar 2020 hat das Bundesverwal-
tungsgericht den Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-
kung abgewiesen.
F.
Mit Vernehmlassung vom 21. Februar 2020 hat die Vorinstanz folgende
Anträge gestellt:
"1. Auf die Beschwerde vom 31. Januar 2020 sei nicht einzutreten.
2. Eventualiter sei die Beschwerde vom 31. Januar 2020 vollumfänglich ab-
zuweisen.
3. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerinnen."
G.
Mit Eingabe vom 4. März 2020 haben die Beschwerdeführerinnen zur
Vernehmlassung der Vorinstanz unaufgefordert Stellung genommen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig (Art. 54 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni
2007 über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht [Finanzmarktauf-
sichtsgesetz, FINMAG, SR 956.1] i.V.m. Art. 31 f. und Art. 33 Bst. e des
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] sowie
Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968
[VwVG, SR 172.021]).
Die Beschwerdeführerinnen sind als Adressatinnen der angefochtenen
Verfügung direkt betroffen. Sie haben – entgegen der Auffassung der
Vorinstanz – ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung und sind
zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie haben das
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Vertretungsverhältnis durch schriftliche Vollmacht rechtsgenüglich aus-
gewiesen (Art. 11 VwVG) und die Beschwerde frist- und formgerecht ein-
gereicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.
Die FINMA übt die Aufsicht nach den Finanzmarktgesetzen, namentlich
dem Bundesgesetz vom 8. November 1934 über die Banken und Spar-
kassen (Bankengesetz, BankG, SR 952.0), und nach dem FINMAG
(Art. 6 Abs. 1 FINMAG i. V. m. Art. 1 Abs. 1 FINMAG) aus. Die Finanz-
marktaufsicht bezweckt nach Massgabe der Finanzmarktgesetze den
Schutz der Gläubigerinnen und Gläubiger, der Anlegerinnen und Anleger,
der Versicherten sowie den Schutz der Funktionsfähigkeit der Finanz-
märkte (Art. 4 Satz 1 FINMAG). Sie trägt damit zur Stärkung des Anse-
hens, der Wettbewerbsfähigkeit und der Zukunftsfähigkeit des Finanz-
platzes Schweiz bei (Art. 4 Satz 2 FINMAG). Der Finanzmarktaufsicht
durch die FINMA unterstehen diejenigen Personen, die nach den ein-
schlägigen Finanzmarktaufsichtsgesetzen eine Bewilligung, eine Aner-
kennung, eine Zulassung oder eine Registrierung der FINMA benötigen
(beispielsweise Banken, Effektenhändler, Börsen, Versicherungsunter-
nehmen) sowie die kollektiven Kapitalanlagen (Art. 3 FINMAG).
Gestützt auf Art. 24 FINMAG i.V.m. Art. 18 Abs. 1 und Art. 23 BankG kann
die FINMA bei Beaufsichtigten eine Prüfung selbst durchführen oder die
Prüfung durch eine von der Beaufsichtigten beauftragte und nach Art. 9a
des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (RAG,
SR 221.302) zugelassene Prüfgesellschaft oder durch eine Prüfbeauf-
tragte nach Art. 24a FINMAG ausführen lassen. Als Prüfbeauftragte kann
die FINMA eine unabhängige und fachkundige Person beauftragen
(Art. 24a Abs. 1 FINMAG). Sie umschreibt in der Einsetzungsverfügung
die Aufgaben der Prüfbeauftragten (Art. 24a Abs. 2 FINMAG). Die Prüf-
beauftragte nimmt im Rahmen des Prüfauftrags als Vertreter der FINMA
öffentlich-rechtliche Aufgaben wahr. Sie hat gemäss den Weisungen der
FINMA zu handeln (DANIEL C. PFIFFNER, in: Watter/Bahar [Hrsg.], Basler
Kommentar, FINMAG, FinfraG [nachfolgend: BSK-FINMAG], 3. Aufl.
2019, Art. 24a N. 1 ff.; JAN BLÖCHLIGER, in: St. Galler Handbuch zum
Schweizer Finanzmarktrecht, Finanzmarktaufsicht und Finanzmarktinfra-
struktur [nachfolgend: SGHB-Finanzmarktrecht], § 11 N. 94).
2.1 Die Vorinstanz hat mit Verfügung vom 29. Januar 2020 eine Prüfbe-
auftragte eingesetzt, um einen konkreten Sachverhalt abzuklären. Die
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Beschwerdeführerinnen wenden sich weder gegen die Einsetzung einer
Prüfbeauftragten an sich noch gegen den Prüfauftrag gemäss Verfügung.
Die Beschwerde richtet sich einzig gegen die Einsetzung der beauftrag-
ten Prüfperson, deren Unabhängigkeit im Sinne von Art. 24a FINMAG
und personelle Ressourcen die Beschwerdeführerinnen als ungenügend
erachten.
2.2 Bei der Wahl der Prüfbeauftragten im Sinne von Art. 24a FINMAG
steht der FINMA ein erhebliches Ermessen zu. Die Prüfbeauftragte ist ein
Verwaltungshelfer. Sie wird als Hilfskraft zur technischen Ausführung ei-
ner von der Aufsichtsbehörde klar bestimmten Verwaltungsaufgabe tätig
und fungiert als "verlängerter Arm" des Verwaltungsträgers (Art. 24 Abs. 1
i.V.m. Art. 24 Abs. 1 Bst. b FINMAG). Sie hat keine inhaltliche Entschei-
dungskompetenz. Ihr Handeln und Unterlassen wird dem Verwaltungsträ-
ger zugerechnet. Die Prüfung an sich orientiert sich insbesondere an den
Risiken, die vom Beaufsichtigten für die Gläubigerinnen und Gläubiger,
die Anlegerinnen und Anleger, die Versicherten und die Funktionsfähigkeit
der Finanzmärkte ausgehen können (Art. 24 Abs. 2 FINMAG).
2.3 Angesichts dessen und insbesondere auch des Zwecks von Art. 24a
FINMAG, d.h. der Durchführung einer Prüfung, bedeutet Unabhängigkeit
im Sinne von Art. 24a FINMAG zunächst und vor allem, dass die Prüfbe-
auftragte in keinem Abhängigkeitsverhältnis zu den von der Prüfung be-
troffenen, beaufsichtigten Gesellschaften oder zu deren Revisionsstelle
stehen darf. Von untergeordneter Bedeutung ist weiter, dass die Prüfbe-
auftragte in kein Verfahren gegenüber der Aufsichtsbehörde involviert ist,
welches aufgrund eines Interessenskonflikts einer ordnungsgemässen
Vornahme der Prüfung entgegenstehen würde (in diesem Sinne auch
DANIEL C. PFIFFNER, BSK-FINMAG, Art. 24a N. 23 ff.; JAN BLÖCHLIGER,
SGHB-Finanzmarktrecht, § 11 N. 94; vgl. auch die ähnlichen Vorausset-
zungen an die Unabhängigkeit einer für die gleiche Aufgabe einsetzbaren
zugelassenen Revisionsstelle: Art. 7 f. der Finanzmarktprüfverordnung
[FINMA-PV, SR 956.161], Art. 11 RAG i.V.m. Art. 11l und 11c der Revisi-
onsaufsichtsverordnung [RAV, SR 221.302.3] sowie Art. 728 OR
[SR 220]).
Dass die obgenannten Voraussetzungen vorliegend erfüllt sind, wird von
den Beschwerdeführerinnen nicht in Frage gestellt. Sie gehen selbst da-
von aus, dass hinsichtlich des Unabhängigkeitserfordernisses der Prüf-
beauftragten die gleichen Grundsätze wie für die spezialgesetzlichen
Prüfgesellschaften gelten. Weiter ist unbestritten, dass die mandatierte
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Prüfbeauftragte über die nötige Erfahrung und das erforderliche Spezial-
wissen verfügt.
3.
Die Beschwerdeführerinnen berufen sich auf die Rechtsprechung zur
richterlichen Unabhängigkeit im Sinne von Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG
[SR 173.110]. Sie erachten die Ausstandsgründe von Art. 34 BGG als
sinngemäss anwendbar, weil der Bericht einer Prüfbeauftragten verwal-
tungsrechtlich als Sachverständigengutachten i.S.v. Art. 12 Bst. e VwVG
gelte.
3.1 Wohl trifft zu, dass ein (nebenamtlicher) Richter als befangen er-
scheint, wenn er in einem früheren Verfahren als Anwalt die Gegenpartei
vertrat (BGE 135 I 14; BGE 138 I 406) oder die Kanzlei, der er angehört,
ein offenes Anwaltsmandat hat (BGE 139 III 433), weil ein Richter beiden
Seiten im Prozess "Gerechtigkeit widerfahren zu lassen hat".
Anderes gilt für die Prüfbeauftragte. Weder ist sie Richter noch hat sie
Entscheidungskompetenz. Die Prüfbeauftragte richtet nicht, sondern er-
stellt einzig einen Sachverhalt und prüft gemäss und im Rahmen des ihr
erteilten Auftrags. Sie untersteht den Weisungen der FINMA.
3.2 Hinsichtlich ihrer Funktion ist die Prüfbeauftragte zwar insoweit mit ei-
nem Sachverständigen vergleichbar, als dass sie gestützt auf besondere
Sachkenntnis einen Bericht über die Sachverhaltsprüfung und die Sach-
verhaltswürdigung erstellt, ohne eine rechtliche Würdigung vorzunehmen
(in diesem Sinne zur Aufgabe eines Untersuchungsbeauftragten nach
Art. 36 FINMAG, dem gemäss Art. 36 Abs. 2 FINMAG jedoch erheblich
weitergehende Kompetenzen zukommen als einer Prüfbeauftragten: vgl.
BVGE 2018 IV/5 E. 7.5.2 m.w.H.; MAURENBRECHER/TERLINDEN, in: BSK-
FINMAG, Art. 36 N 17 ff. und N 21 ff.). Sachverständige werden beigezo-
gen, um Sachverhalte zu prüfen, die grundsätzlich ausserhalb der fachli-
chen Kompetenzen des entscheidenden Richters liegen. So kommt ei-
nem Sachverständigen namentlich im Sozialversicherungsrecht oder bei
spezifischen Fachfragen eine wichtige Rolle zu. Gemäss gefestigter
Rechtsprechung darf der Richter vom Gutachten des Sachverständigen
nicht ohne triftige Gründe abweichen und hat im Zweifelsfalle ergänzende
Beweise zur Klärung zu erheben bzw. ein Zweitgutachten einzuholen (vgl.
statt vieler BGE 145 II 70 E. 5.5; BGE 132 II 257 E. 4.4.1).
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Im Gegensatz zu einem Richter, der aufgrund eines Sachverständigen-
gutachtens urteilt, ist die FINMA Fachbehörde. Sie ist als Finanzmarkt-
aufsichtsbehörde unter anderem zuständig für die Beaufsichtigung von
Banken, hat besondere Sachkunde und kann die Prüfung nach Art. 24
FINMAG bei Beaufsichtigten selbst durchführen (Art. 23 BankG i.V.m.
Art. 24 FINMAG; DANIEL C. PFIFFNER, in: BSK-FINMAG, Art. 24 N 74). Sie
ist kompetent, die Befunde und Schlüsse der Prüfbeauftragten umfas-
send zu prüfen und nachzuvollziehen, ihre eigene Sachverhaltswürdigung
anzustellen oder auch eine Nachprüfung selbst durchzuführen (vgl. auch
BGE 145 II 70 E. 5.5).
3.3 Vor diesem Hintergrund kann für Prüfbeauftragte – bei einer analogen
Anwendung der Ausstandsregeln – nicht der gleiche Massstab für den
Anschein der Befangenheit wie für Sachverständige oder gar wie für
Richter gelten, zumal ihre Funktionen nicht vergleichbar sind, die Gene-
ralklausel von Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG ("andere Gründe") auszulegen ist
und die Gesetzesbestimmung über einen doppelten Verweis von Art. 19
VwVG und Art. 58 Abs. 1 BZP bloss sinngemäss zur Anwendung gelangt.
4.
Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, die Prüfbeauftragte sei Teil einer
international tätigen Anwaltskanzlei, die sich ihrer Tätigkeit gegen die Be-
schwerdeführerinnen rühme. Die Äusserungen auf der amerikanischen
Homepage würden eine feindselige Haltung zum Ausdruck bringen. Auf-
grund mehrerer gegen die Beschwerdeführerinnen eingeleiteter Betrei-
bungen sowie aufgrund ausländischer Vertretungsmandate von mit ihr
verbundenen Gesellschaften in grossen Verfahren gegen die Beschwer-
deführerinnen fehle die nach Art. 24a FINMAG erforderliche Unabhängig-
keit. Es bestehe nicht nur der Anschein der Befangenheit, was für sich al-
leine genüge, sondern sie sei aufgrund zahlreicher Verfahren, die sie als
Rechtsvertreterin gegen die Beschwerdeführerinnen geführt habe, auch
tatsächlich befangen.
4.1 Die Vorinstanz führt in der Stellungnahme zum Gesuch um aufschie-
bende Wirkung und in der Vernehmlassung aus, der blosse Umstand,
dass die Prüfbeauftragte in der Vergangenheit Drittpersonen in Rechts-
streitigkeiten gegen die Beschwerdeführerinnen vertreten bzw. beraten
habe und dass teilweise ausländische (rechtlich und wirtschaftlich unab-
hängige) unter A._ firmierende juristische Personen in bestehende
Rechtsstreitigkeiten gegen Gruppengesellschaften der Beschwerdeführe-
rinnen involviert gewesen seien bzw. noch seien, vermöge den Anschein
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fehlender Unabhängigkeit nicht zu begründen. Der Prüfgegenstand weise
keinen Zusammenhang zu den angesprochenen Rechtsverfahren auf. Es
bestünden keine Abhängigkeiten oder Verflechtungen – d.h. insbesonde-
re keine beteiligungsmässigen, hierarchischen, vertraglichen oder wirt-
schaftlichen Verflechtungen – zwischen den Beschwerdeführerinnen und
der Prüfbeauftragten. Ebenso wenig vermöge der blosse Hinweis auf der
Homepage der A._ LLP auf deren Einsatz in Rechtsstreitigkeiten
gegen grosse Finanzinstitute eine Feindseligkeit bzw. den Anschein von
Befangenheit der Prüfbeauftragten zu begründen. Die Prüfbeauftragte
weise die erforderliche Unabhängigkeit i.S.v. Art. 24a FINMAG auf.
4.2 Die vorliegend beanstandeten Äusserungen auf der amerikanischen
Homepage stammen nicht von der Prüfbeauftragten, sondern von einer
Anwaltskanzlei in den USA. Ohnehin sind selbst die Ausführungen auf
der amerikanischen Homepage keineswegs diffamierend oder wertend,
sondern umschreiben einzig in allgemeiner Weise die bisherigen Tätigkei-
ten der amerikanischen Anwaltskanzlei.
Die von den Beschwerdeführerinnen in ihrer Stellungnahme eingereichte
Medienmitteilung der Homepage von A._ zur Eröffnung des (...)
Büros umschreibt die bisherigen Tätigkeiten des alleinigen Aktionärs des
(...) Büros wie folgt:
"(...)."
Die Prüfbeauftragte ist folglich nicht – wie von den Beschwerdeführerin-
nen argumentiert – einseitig gegen Banken tätig, sondern allgemein in
"complex disputes in finance", worunter auch die Vertretung von Ban-
ken fällt.
Eine einseitige Fokussierung auf die Vertretung von Klienten gegen Ban-
ken oder gar eine feindselige Haltung der Prüfbeauftragten – wie die Be-
schwerdeführerinnen zu erkennen glauben – lässt sich somit in keiner
Weise erkennen.
In den von den Beschwerdeführerinnen genannten grossen Gerichtsver-
fahren sind einzig ausländische Anwaltskanzleien involviert. Die weiter
aufgezeigten, gegen die Beschwerdeführerinnen eingeleiteten Betreibun-
gen bezweckten, soweit ersichtlich, bloss den Unterbruch der Verjährung.
Dies alleine genügt nicht, dass die schweizerische Prüfbeauftragte bei ei-
ner objektivierten Betrachtungsweise als befangen erschiene. Eine Ver-
bindung zwischen den genannten Streitigkeiten und dem Prüfauftrag ist
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nicht ersichtlich. Folglich ist ein Interessenskonflikt weder erstellt, noch
glaubhaft gemacht.
5.
In ihrer zusätzlichen Eingabe vom 4. März 2020 führen die Beschwerde-
führerinnen aus, die Prüfbeauftragte sei wirtschaftlich nicht unabhängig,
sondern Teil einer integrierten und global tätigen Anwaltskanzlei.
A._ sei wirtschaftlich und im Marktauftritt eine Einheit, was auch in
der Website zum Ausdruck komme. Als Beweismittel führen sie die Medi-
enmitteilung zur Eröffnung der Prüfbeauftragten in der Schweiz sowie ein
Video von einem Ausflug an, an dem ca. (...) Partner und Mitarbeiter aus
mehreren unter A._ firmierenden Büros teilgenommen haben.
Weiter machen die Beschwerdeführerinnen geltend, der Mandatsleiter der
Prüfbeauftragten sei als Partner am Gewinn der integrierten Gesamtkanz-
lei A._ beteiligt, weshalb auch er nicht unabhängig sei. Sie bean-
tragen neu die Edition der Steuererklärung mit Steuerausscheidung des
Mandatsleiters.
5.1 Weder die Tatsache, dass die Prüfbeauftragte ihre Homepage als
"Subpage" einer gemeinsam mit den weiteren unter A._ firmieren-
den Büros unterhaltenen Website führt, noch die Mitteilung auf der
Website, dass das Büro der Prüfbeauftragten durch den Mandatsleiter er-
öffnet wurde, vermögen die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Prüfbeauf-
tragten zu beeinträchtigen. Der gemeinsame Ausflug mehrerer Büros lie-
fert ebenfalls keine Anhaltspunkte für eine Abhängigkeit.
5.2 Es gibt keinerlei Hinweis dafür, dass der Mandatsleiter – wie von den
Beschwerdeführerinnen behauptet – als Partner am Gewinn einer inte-
grierten globalen Gesamtkanzlei beteiligt wäre. Die Beschwerdeführerin-
nen substantiieren ihr entsprechendes Vorbringen nicht.
5.2.1 Die Eintragung von Anwälten in ein kantonales Anwaltsregister be-
dingt unter anderem, dass diese gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. d des Bundes-
gesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und
Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA, SR 935.61) in der Lage sind, den An-
waltsberuf unabhängig auszuüben, wobei sie Angestellte nur von Perso-
nen sein können, die ihrerseits in einem kantonalen Register eingetragen
sind. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts sind angestellte An-
wälte einer Anwaltskanzlei, deren Aktionäre und Verwaltungsräte nicht
ausschliesslich in einem kantonalen Anwaltsregister eingetragene
Rechtsanwälte sind, nicht in der Lage, den Anwaltsberuf unabhängig im
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Sinne von Art. 8 Abs. 1 Bst. d BGFA auszuüben (BGE 144 II 147 E. 5.2 f.;
BGE 140 II 102 E. 5.2.2 f.; BGE 138 II 440). Diese Voraussetzung ist bei
nur in ausländischen Registern eingetragenen Anwälten nicht gegeben
(BGE 140 II 102 E. 5.2.2 f.).
5.2.2 Sowohl der Mandatsleiter als auch weitere Mitarbeiter der Prüfbe-
auftragten sind als Anwälte in einem kantonalen Anwaltsregister eingetra-
gen. Auch gemäss Handelsregistereintrag der Prüfbeauftragten war der
Mandatsleiter zumindest bis (...) Alleinaktionär bzw. alleiniger Gesell-
schafter der Prüfbeauftragten. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass –
unter Verletzung des Anwaltsgesetzes – eine wirtschaftliche Verflechtung
der Prüfbeauftragten mit den von den Beschwerdeführerinnen genannten
ausländischen Büros bestehen würde.
5.2.3 Damit erweist das Vorbringen der Beschwerdeführerinnen in Bezug
auf die Unabhängigkeit der Prüfbeauftragen und des Mandatsleiters als
unbegründet. Der Beweisantrag auf Edition der Steuererklärung des
Mandatsleiters ist in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen.
6.
Zusammenfassend bestehen keine Gründe, die eine objektive und un-
voreingenommene Ausführung des Prüfungsmandats durch die Prüfbe-
auftragte oder ihre Eignung in Frage stellen würden. Dass der Ausgang
des Prüfverfahrens aus Sicht der Beschwerdeführerinnen nicht mehr als
offen erscheinen würde, machen diese zu Recht nicht geltend. Demnach
ist von der Unabhängigkeit der Prüfbeauftragten, wie von Art. 24a Abs. 1
FINMAG vorausgesetzt, auszugehen.
7.
Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, es sei nicht ausgeschlossen,
dass für die Durchführung des Prüfmandats beigezogene Mitarbeiter
nach Beendigung des Prüfmandats in andere Kanzleien von A._
ins Ausland zurückkehren und dort Informationen verwenden würden, von
denen sie im Zusammenhang mit dem Prüfauftrag Kenntnis erhalten hät-
ten. Organisatorische und personelle Massnahmen würden die mangeln-
de Unabhängigkeit der Prüfbeauftragten nicht zu ersetzen und einen Inte-
ressenskonflikt nicht zu beseitigen vermögen. Zudem würden die Mass-
nahmen deren personelles Ressourcenproblem verschärfen.
In ihrer zusätzlichen Eingabe vom 4. März 2020 erklären die Beschwer-
deführerinnen, bei der Ausführung des Prüfauftrages habe sich gezeigt,
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dass der Mandatsleiter der Prüfbeauftragten mit den Beschwerdeführe-
rinnen mit physischen Briefen kommuniziere, die von Boten überbracht
würden. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Prüfbeauftragte kein
unabhängiges E-Mail System habe und das zentrale E-Mail System von
A._ in den USA gehostet werde.
7.1 Die Vorinstanz erklärt dazu sinngemäss, die von den Beschwerdefüh-
rerinnen konstruierte Drohkulisse betreffe nicht die Frage der Unabhän-
gigkeit der Prüfbeauftragten. Es gehe vielmehr um hypothetische und jeg-
licher Sachverhaltsgrundlage entbehrende Mutmassungen in Bezug auf
das Verhalten der Prüfbeauftragten betreffend eine strafrechtlich relevan-
te Amtsgeheimnisverletzung. Für den erhobenen blossen Verdacht, die
Prüfbeauftragte könnte die erhobene Informationen unrechtmässig ver-
wenden oder an Unbefugte weitergeben, würden keinerlei objektive An-
haltspunkte bestehen. Im Übrigen bestünde dieses strafrechtlich abge-
deckte Risiko auch bei jeder anderen potenziellen Prüfbeauftragten. Die
FINMA habe im Rahmen der Verfügung gezielte Massnahmen betreffend
die Prüfbeauftragte getroffen, welche die vorgebrachten Gefahren im Ur-
sprung beseitigten. Insbesondere stehe den Beschwerdeführerinnen ge-
stützt auf die Verfügung der FINMA die Möglichkeit zu, allfällige Daten,
welche nachweislich einen direkten inhaltlichen Konnex zu bestehenden
Rechtsstreitigkeiten zwischen ihnen und den unter A._ firmieren-
den juristischen Personen aufweisen, ohne vorgängige Einsicht der Prüf-
beauftragten auszusortieren. Damit erhalte die Prüfbeauftragte aufgrund
der verfügten Massnahmen gar nicht erst die Möglichkeit, Informationen
(die bei ihr noch gar nicht vorhanden sind) unrechtmässig zu verwenden.
7.1.1 Die Beschwerdeführerinnen befürchten eine missbräuchliche Ver-
wendung von vertraulichen Geschäftsgeheimnissen. Das Gesetz schützt
die Vertraulichkeit durch das Amtsgeheimnis, dem auch die Prüfbeauf-
tragten unterstehen (Art. 14 Abs. 4 FINMAG). Der Zugang zu vertrauli-
chen Informationen ist indes mit dem Gesetzesinstitut der Prüfbeauftrag-
ten verbunden. Es liegen keine konkreten Hinweise vor, dass die Prüfbe-
auftragte Informationen – in Verletzung strafbewehrten Pflichten – miss-
bräuchlich verwenden würde (vgl. auch Art. 320 StGB [SR 311.0]). Dem
Umstand, dass sie eine von mehreren, international miteinander assozi-
ierten Anwaltskanzleien ist, und den von den Beschwerdeführerinnen ge-
äusserten Befürchtungen begegnet die Vorinstanz mit mehreren Mass-
nahmen. So wurde unter anderem der Beizug personeller Ressourcen
zweier assoziierter Gesellschaften in Grossbritannien und den USA zur
Erfüllung des Prüfauftrags untersagt und der Beizug anderer Hilfsperso-
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nen unter die Bedingung der Rücksprache mit der FINMA gestellt. Die
Vorinstanz hat die Prüfbeauftragte zur strikten Einhaltung des Amtsge-
heimnisses angehalten. In Bezug auf die Datendurchsuchung und Sich-
tung ist ein Prozess vorgesehen, wonach die Daten durch einen Dritten
(Forensikexperten) in den Räumlichkeiten der Beschwerdeführerinnen
durchsucht werden und letzteren die Gelegenheit gewährt wird, allfällige
mit Blick auf bestehende Rechtsstreitigkeiten nachweislich problemati-
sche Daten zur Wahrung ihrer Geheimhaltungsinteressen zuhanden der
FINMA auszusortieren. Die Beschwerdeführerinnen haben sich mit die-
sen Massnahmen nicht substantiiert auseinandergesetzt. Unter Berück-
sichtigung der vorinstanzlichen Vorkehrungen ist die vorinstanzliche Ver-
fügung insoweit als angemessen zu erachten.
7.1.2 Die Prüfbeauftragte kommuniziert gemäss Ausführungen der Be-
schwerdeführerinnen über physische Briefe per Kurier und meidet dem-
nach beispielsweise E-Mails als informelles und nicht vollständig sicheres
Kommunikationsmittel. Aufgrund der von den Beschwerdeführerinnen ge-
äusserten Befürchtungen hat die Vorinstanz die Prüfbeauftragte explizit
angehalten, sicherzustellen, dass die im Rahmen des Prüfauftrags ge-
wonnen Daten und damit zusammenhängenden Arbeitsprodukte einzig
für Personen einsehbar sind, welche von ihr zur Erfüllung des Prüfauf-
trags eingesetzt bzw. beigezogen werden. Unabhängig von den Gründen
für diesen Kommunikationsweg, zeugt der Entscheid der Prüfbeauftrag-
ten für eine briefliche Kommunikation per Kurier mit den Beschwerdefüh-
rerinnen von einer sorgfältigen Ausführung des Prüfmandats unter Wah-
rung der Geheimhaltungsinteressen der Beschwerdeführerinnen. Die Be-
anstandungen der Beschwerdeführerinnen betreffend die Kommunikation
des Mandatsleiters der Prüfbeauftragten mittels Briefe sind unbegründet
und vermögen auch keine Abhängigkeit der Prüfbeauftragten zu belegen.
7.2 Die Beschwerdeführerinnen begründen ihr Vorbringen, wonach die
Prüfbeauftragte ihrer Auffassung nach über ungenügende Ressourcen
verfügt, einzig damit, dass die Prüfbeauftragte bloss wenige juristische
Mitarbeiter beschäftige, von denen zwei aufgrund ihrer Vertretung von
Gläubigern für Betreibungen im Jahr 2019 nicht beigezogen werden
könnten.
7.2.1 Die Vorinstanz führt dazu aus, die Sicherstellung der personellen
Ressourcen der Prüfbeauftragten für den vorliegenden Prüfauftrag oblie-
ge der Prüfbeauftragten. Ihre personellen Ressourcen würden durch die
Massnahmen nicht derart eingeschränkt, dass ihr die ordnungsgemässe
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Ausführung des Prüfauftrages verunmöglicht würde. Sie verfüge über
ausreichende personelle Ressourcen. Überdies liege es auch in der Ver-
antwortung sowie im Interesse der Beschwerdeführerinnen ihrer Aus-
kunfts- und Mitwirkungspflicht derart sorgfältig nachzukommen, dass eine
effiziente und interessenwahrende Abwicklung des Prüfauftrags sicherge-
stellt sei.
7.2.2 Die Beschwerdeführerinnen substantiieren nicht, inwiefern die mit
den juristischen Mitarbeitern der Prüfbeauftragten zur Verfügung stehen-
den Ressourcen für den auf einen klaren Sachverhalt beschränkten Prüf-
auftrag ungenügend sein sollen. Entgegen ihrer Auffassung stehen der
Prüfbeauftragten neben dem Inhaber und Geschäftsführer nicht bloss
(...), sondern mindestens (...) weitere Mitarbeiter mit juristischer Ausbil-
dung zur Verfügung ([...], abgerufen am 31.03.2020, wo insgesamt (...)
juristische Mitarbeiter aufgeführt sind). Dies selbst ohne Berücksichtigung
der beiden Anwälte, die in der Vergangenheit zur Verjährungsunterbre-
chung für Gläubiger Betreibungen gegen die Beschwerdeführerinnen ein-
geleitet hatten. Wie die Vorinstanz korrekt ausführt, kann die Prüfbeauf-
tragte ihre personellen Ressourcen auf das vorliegende Mandat konzent-
rieren. Damit sind die personellen Ressourcen der Prüfbeauftragten als
ausreichend zu erachten. Jedenfalls scheint auch ein Beizug personeller
Ressourcen beispielsweise aus assoziierten Büros in Deutschland und
Frankreich möglich. Mit einem solchen Beizug stehen der Prüfbeauftrag-
ten über (...) Associates, Partner und Counsel sowie zusätzlich Trainees
zur Verfügung. Die Vorbringen der Beschwerdeführerinnen in Bezug auf
die personellen Ressourcen der Prüfbeauftragten erweisen sich folglich
als unbegründet.
8.
Zusammenfassend erfüllt die Prüfbeauftragte alle erforderlichen Voraus-
setzungen und ist für die Ausführung des konkreten Prüfmandats bei den
Beschwerdeführerinnen geeignet. Die Verfügung der Vorinstanz vom
29. Januar 2020 verletzt kein Bundesrecht und ist auch sonst nicht zu
beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.
9.
Entsprechend dem Verfahrensausgang haben die Beschwerdeführerin-
nen die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff.
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die
Gerichtsgebühr bemisst sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streit-
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sache, Art der Prozessführung und der finanziellen Lage der Parteien
(Art. 2 Abs. 1 VGKE). Im Lichte der in Art. 2 Abs. 1 VGKE genannten Be-
messungskriterien sind die Verfahrenskosten auf CHF 5'000.– festzuset-
zen. Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1
VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE).
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