Decision ID: a67f2fe5-b5ee-5941-ab56-09a55c9cb1af
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1970 geborene
X._
war seit Mai 1999 als Bauarbeiter bei der
Y._
in einem Arbeitspensum von 42 Stunden pro Woche und zusätzlich
be
i der
Z._
in
A._
in einem Arbeitspensum von 8 Stunden pro Woche
angestellt und
über beide Arbeitgeber
bei der
Suva
gegen die F
olgen von Unfällen versichert. A
m
1
9.
August 2015
trat er
auf dem Weg zur Arbeit
am Strassenrand auf einen runden Stein und
knickte,
a
ls sich dieser bewegte
,
ruckartig ein
. Dabei
verrenkte er sich das linke Knie (Schadenmeldung
en
vom 17
.
September
2015
[
Urk.
10
/1
]
und vom 24.
September
2015
[
Urk.
10/14
])
. Die Suva trat auf den Schadenfall ein u
nd er
brachte die gesetzlichen
Leistungen (Taggelder
und Heilbehandlung
).
Am
4.
November 2015 wurde der Suva mitgeteilt, dass sich der Versicherte am
9.
November 2015 einer Operation am linken Knie unterziehen werde (
Urk.
10/28).
D
ie Suva
legte
daraufhin
a
m
6.
November 2015
den Fall ihrem
Kreisarzt
Prof.
Dr.
med.
B._
, Orthopädische Chirurgie FMH,
zur Beurteilung vor
, welcher am 9.
November
2015
eine Stellungnahme verfasste
(
Urk.
10/33).
Gestützt auf
diese
Stellungnahme teilte die Suva
dem Versicherten
am
9.
November 2015
mit
, dass
sie den Fall per 1
4.
September 2015 abschliesse und die bisherigen Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten)
auf diesen Zeitpunkt einstelle
(
Urk.
10/35)
.
Auf
Einwand des Versicherten
hin
(
vgl.
Urk.
10/42) und
nach
einer weiteren Stellung
nahme des Kreisarztes vom 20.
November 2015 (
Urk.
10/44)
stellte die Suva
die Leistungen mit Wirkung per
1
4.
September 2015
förmlich ein (
Urk.
1
0/45).
Gegen diesen Ent
scheid erhob de
r Versicherte am
8.
Jan
uar 2016 Einsprache (
Urk.
10/52;
zum fehlerhaften Datum der Einsprache
vgl.
Urk.
10/54
)
, welche die Suva mit
Einsprache
entscheid
vom
1.
September 2016
(
Urk.
2)
abwies.
2.
Dagegen erhob
X._
am
3.
Oktober 2016 Beschwerde mit dem Antrag
(
Urk.
1 S. 2)
, der Entscheid sei aufzuheben und es seien die
gesetzlichen Leistungen
zu gewähren, insbesondere Unfalltaggelder bis zum 1
3.
Dezember 2015
sowie gleichzeitig
die
Kosten
der Heilbehandlung
. Die
Suva
schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
2
4.
Januar 2017
(
Urk.
9) auf Abw
eisung der Be
schwerde, wovon dem Beschwerdeführer am
2.
Februar 2017 (
Urk.
11
) Kenntnis gegeben wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
9.
August 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in
dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetr
etenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstän
de, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetr
eten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder
geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene
ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1
.
4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein
(RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten
nach Art. 10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1
.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Bei Entscheiden gestützt auf versicherungsinterne ä
rztliche Beurteilungen, die im
w
esentlichen
oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversi
cherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medi
zinische Begutachtung
anzuordnen
(vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt auf di
e Beurteilung ihres Kreisarztes
Prof.
Dr.
B._
einen Kausalzusammenh
ang z
wischen dem Ereignis vom 19.
August
2015 und den
über das Datum vom 1
4.
September 2015
hinaus
b
e
klagten Kniebeschwerden (
Urk.
2
S. 4 f.
). Sie be
gründete dies namentlich damit, dass d
er d
okumentierte Unfallhergang für eine Meniskusläsion nicht geeignet sei. Dem Unfallhergang sei zwar eine Distorsion des linken Kniegelenks zu un
terstelle
n
, jedoch beschreibe das MRI (Magnetresonanztomographie) vorwiegend degenerative Veränderungen des medialen Meniskus
;
viel bedeutender
sei
der Zustand nach operativer Revision eine
r vorderen Kreuzbandruptur. Im z
eit
nahen MRI fehlten Hinweise für eine traumat
i
sche Verursachung der beschrie
benen Meniskusläsion.
Bei der a
us kreisärztlicher Sicht
unterstellten
Distorsion des linken Kniegelenks
sei
der Status quo sine drei Wochen nach
dem
Unfall
ereignis wieder erreicht.
In der Beschwerdeantwort hielt
die Beschwerdegegnerin ergänzend
fest
(
Urk.
9)
, der Beschwerdeführer sei bei der
Y._
als Maler ganztags und bei der
Z._
als Reinigungsmitarbeiter
zusätzlich
in einem Pensum von 19
%
angestellt gewesen. Beide
n
Tätigkeiten habe er
nach dem Unfallereignis vom 19.
August 2015 uneingeschränkt nachgehen können. Die Tätigkeiten habe er erst ab 1
4.
September 2015 nicht mehr aufgenommen. D
a
raus gehe hervor, dass
er
während 27 Tagen nach dem Ereign
is vom 1
9.
August 2015 in seinen
beiden
Tätigkeiten voll arbeitsfähig gewesen sei
. Die erste Arztkonsultation habe erst a
m 3
1.
A
ugust 2015 stattgefunden.
Daraus
ergebe sich, dass am 19.
August 2015 ein äusserst
bagatelläres
Ereignis stattgefunden habe, welches nicht geeig
net sei
,
den im MRI vom 10.
September
2015 dokumentierten Meniskusschaden zu verursachen. Der Unfall sei weder Ursache noch Teilursache für die Knieope
ration vom
9.
November 2015 (S. 3 f.).
2
.2
Dem hielt der
Beschwerdeführer
entgegen (
Urk.
1 S. 4 f
f
.),
der Standpunkt
sei nicht haltbar,
wonach
er sich
der
notwendig gewordenen Operation auch ohne das versicherte Unfallereignis unterzogen hätte
.
Der Operateur
Dr.
med.
C._
,
FMH orthopädische Chirurgie,
habe im Bericht über die Operation vom
9.
November 2015 festgehalten, dass
er
nach
dem 20 Jahre zurückliegenden Un
fall
(bzw. nach der Operation und Behandl
ung) in Spanien schmerzfrei gewesen sei und seit dem
neuen Unfall vom 1
9.
August 2015
an Schmerzen bei B
elas
tung und Drehbewegungen gelitten habe.
Zudem
habe
der Operateur
Schäden am Menisku
s und bestehende Knorpelschäden
fest
gehalten.
Dr.
med.
D._
, Allgemeine Medizin FMH,
habe in seinem Schreiben
vom 15.
Dezember 2015 festgehalten, dass es aufgrund der Vorschädigung wahrscheinlich zu einem protrahierten Heilungsverlauf gekommen sei. Dass der versicherte Unfall zu
mindest einen Teilgrund für die Operation und die Arbeitsunfähigkeit gesetzt habe, stehe damit ausser Frage.
Weil
er
infolge des versicherten Unfallereig
n
isses
im Sinne
einer Teilursache
vom 1
9.
August bis zum 1
3.
Dezember 2015
arbeitsunfähig
gewesen sei und Heilbehandlung,
(
insbesondere eine Operation
)
benötigt
habe, seien
die gesetzlichen Leistungen zu übernehmen.
3
.
3
.1
Im Bericht des
E._
vom 1
3.
September 2015 (
Urk.
10/18) über das MRI Knie (l
inks) nativ vom 1
0.
September 2015 hiel
ten die zuständigen Radiologen
betreffend
Untersuchungsindikation fest, es be
stehe ein Status nach dreimaliger Knieoperation links in Spanien. Vor zwei Wochen sei der Beschwerdeführer über einen
Stein gestolpert und es besteh
e
der
„
Verdacht auf laterale Meniskusläsion,
Binnenlässion
degenerative Veränderun
gen?
”.
Zum Befund führten die Radiologen aus, es sei
eine ausgeprägte
Suszeptibilitätsartefakte
bei Schraubenmaterial an der
Tuberositas
tibiae
sicht
bar
. Am
medialen
Meniskus zeige sich eine schräge Läsion des
Hinterhorns
an der Unterfläche
,
und lateral
bestehe
der
Verdacht auf
einen
Status nach
Teilmeniskektomie
. Das Vorderhorn sei
ausgefranst mit Extrusion u
nd
Flap
nach
cranial
in den
meniskofemoralen
Rec
essus
bis
auf
Höhe Pars
intermedia
und es bestehe eine
m
ukoid
e
Degeneration des
Hinterhorns
. Das vordere
Kreuz
band
sei
verdünnt
und
deutlich signalalteriert, bei differ
e
ntialdiagnostischem Status nach Ruptur. Die Seitenbänder seien intakt, Knorpel und Knochen zeig
ten a
usgedehnte
intraossäre
zystische Läsionen ze
nt
ral an der
Eminentia
und nach
anteromedial
bis nach distal auf Höhe der
Tuberositas
tibiae
beziehungs
weise
des Schraubenmaterials. Ein
bone
bruise
bestehe nicht. I
n allen Kompar
timente
n
zeigten sich d
eutl
iche
osteophytäre
Appositionen, auch
intercondylär
,
und es bestünden
Chondropathien
femorotibial
lateral,
femoral
Grad III,
tibial
seitig
Grad II,
femorotibial
medial Grad I/II und
retropatellär
Grad I.
Das Ligamentum
p
atellae
zeige sich verd
ickt (differentialdiagnostisch p
ostoperativ) und die
Trochlea
sei
normal.
Es
zeigten sich
ein Gelenkserguss, eine
s
y
noviale
Proliferation und
ein
Hoffa'scher
Fett
körper
sei diffus
imbibiert
und es bestün
den eine inkomplette
Plica
suprapatellaris
, eine n
icht
interponierende
Plica
mediopatellaris
sowie eine w
inzige
Bakerzyste
loco
typico
.
Unter
dem Titel
Beurteilung hielten
die Radiologen fest
,
e
s zeige sich
Folgendes: K
omplexe Vorderhornläsion mit grossem
Flap
auf Höhe der Pars
intermedia
, nach
laterokranial
umgeschlagen,
sc
hräge
Läsion des medialen
Hinterhorns
,
Verdacht auf Status nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes, ausgedehnte Geröllzysten der Tibia
,
zentral an der
Eminentia
nach
anteromedial
bis nach distal auf Höhe der
Tuberositas
tibiae
, differentialdiagnostisch posttrau
matisch/postoperativ sekundär degenerativ, differentialdiagnostisch Fehl-/Überbelastung, Gonarthrose in allen Kompartimente
n
, bei p.m. (
punctum
maximum
)
femorotibial
lateral mit
Chondropathie
Grad III.
3
.2
Dr.
D._
vermerkte
im Arztzeugnis UVG vom
2.
Oktober 2015 (
Urk.
10/22)
über
die
Erstbehandlung
am
3
1.
August 2015
, der Beschwerdeführer
habe
am 1
9.
August 2015 eine Distorsion des linken Kniegelenks erlitten.
Als Diagnose
führte
er ein
e
komplexe Meniskusvorderhornläsion und eine Gonarthrose mit
Chondropathie
Grad III am linken Knie
auf und attestierte eine
Arbeitsunfähig
keit von 100
%
ab 1
5.
September 201
5.
3
.3
Dr.
C._
stellte
im Bericht vom 2
1.
Oktober
2015
folgende
Diagnosen
:
P
ost
er
omediale
Meniskusläsion links,
a
nterolaterale
Meni
skusläsion
links, b
e
ginnende posttraumatische Gonarthrose bei Stat
us nach wahrscheinlich vorde
rer
Kreuzbandoperation links vor 20 Jahren in Spanien
. Er wies darauf hin,
v
or ungefähr 20 Jahren sei beim Beschwerdeführer nach einem Fussballtrauma das linke Knie in Spanien operiert worden. In der Folge sei er beschwerdefrei gewe
sen. Am 1
9.
August 2015 habe er sich das Knie wieder verdreht
;
seither bestün
den Schmerzen bei Belastung und bei Drehbewegung
en und deshalb sei er zu 100
%
a
rbeitsunfähig. Es bestehe ein leichtes Schonhinken nach links. Die Beinachsen beidseits seien
orthograd
.
Am linken
Knie zeige sich eine reizlose
Narbe
parapatellä
r
medial ohne Erguss. Klinisch und im MRI
zeige sich
eine mediale Meniskusläsion bei beginnender posttraumatischer Gonarthrose links
. Dem Beschwerdeführer sei
eine
arthroskopische
Teilmeniskektomie
vor
geschla
gen und die Operation
im Spital Männedorf sei
auf den
9.
November 2015 ge
plant worden.
3
.4
Am
9.
November 2015
berichtete
Dr.
C._
über die am gleichen Tag durch
geführte Kniearthroskopie links mit
arthroskopischer
Teilmeniskusresektion
posteromedial
und
anterolateral
sowie
E
ntfernung der Narbenbildung und
Knorpelglättung am lateralen
Femurcondylus
links
(
Urk.
10/52 S. 19 f.)
.
Nach
Einführen des
Arthroskopes
von lateral in die
Fossa
suprapatellaris
, habe
sich an der
Patell
arückfläche
ein
aufgerau
t
er
Knorpel
gezeigt
,
entsprechend einer
Chondromalazie
Grad II
,
ohne
wesentl
iche
Synovi
tis
. Der Knorpel im Gleitlager
sei intakt. Im medialen Gelenkkompartiment
habe
sich
ventral
eine
ausgedehnte Narbenbildung
gefunden
. Das
Meniskushinterhorn
sei zerfetzt
gewesen
, d
as Gewebe mit
Kalkstippche
n
durchsetzt
,
entsprechend einer
Chondrokalzinose
. Der Knorpel am
Femurcondylus
und
Tibiaplateau
sei aufgerau
t und zum Teil
schuppenartig abgelöst
gewesen
. Mit dem Punch und dem
Shaver
seien
der Meniskus entsprechend
teilreseziert, die losen Knorpelschuppen sparsam abge
t
ragen und die Narbenbildung ventral entfernt
worden
.
Inter
condylär
, b
ei Sta
tus nach vorderer Kreuzbandplasti
k
sei das
Transplantat
insitu
aber etwas locker
gewesen
. Ventral davon
habe
sich auch hier eine deutliche Narbenbildung
ge
funden
. Diese
sei
mit dem
Shaver
entfernt
worden
. Im lateralen Gelenkkompar
timent
habe
sich eine ausgedeh
nte Läsion des Meniskusvorderhornes mit
ein
ge
schlagenem Lappen
gefunden
. Auch hier
habe
sich ventral eine Narbenbildung
gezeigt
. Das
Meniskushinterhorn
sei nur wenig ausgefranst und auch hier
das Gewebe mit
Kalkstippchen
durchsetzt
gewesen,
entsprechend einer
Chondrokalzinose
. Mit dem Punch und dem
Shaver
sei
der Meniskus entspre
chend teilreseziert und das Narbengewebe ventral entfernt
worden
. Der Knorpel am
Femurcondylus
habe
einige tiefe Läsionen auf
gewiesen
und der Knorp
el am
Tibiaplateau
sei aufgerau
t
gewesen
. Die losen Knorpelschuppen
seien
mit dem
Shaver
sparsam abgetragen
worden
.
3
.5
Kreisarzt
Dr.
B._
hielt in seiner Aktenbeurteilung vom 2
0.
November 2015 fest, laut Schadenmeldung sei der Beschwerdeführer auf dem Weg zur Arbeit beim Gehen auf einen runden Stein getreten und habe sich das linke Kniegelenk ver
letzt. Im Rahmen der Erstuntersuchung vom 3
1.
August 2015
habe
der Hausarzt eine komplexe Innenmeniskusvorderhornläsion links sowie eine Gonarthrose Grad III des linken Kniegelenks fest
gestellt
. Ein MRI des linken Kniegelenks vom 1
0.
September 2015 dokumentiere eine komplexe Vorderhornläsion mit grossem
Flap
auf Höhe der Pars
intermedia
sowie eine
schräge Läsion des medialen
Hinterhorns
. Darüber hina
us werde
der
Verdacht einer
Ruptur
des vorderen Kreuzbandes
geäussert und ausserdem bestehe eine Gonarthrose in allen Kompartimenten Grad III.
Dr.
C._
habe
mit Schreiben vom 2
1.
Oktober 2015 eine
posteromediale
Meniskusläsion sowie eine
anterolaterale
Meniskusläsion links mit
geteilt
; da
rüber hinaus eine beginnende Gonarthrose bei Zustand nach wahrscheinlicher vorderer Kreuzbandoperation
links vor 20 Jahren in Spanien
. D
er Arzt
empfehle ein
e Arthroskopie mit
arthroskopische
r
Teilmeniskektomie
.
In
Kenntnis der wissenschaftlichen Lehrmeinung
sei der
in der Schadenmeld
ung dokumentierte Unfallhergang
für eine Meniskusverletzung
nicht geeignet
. Dem Unfallhergang
sei
zwar eine Distorsion des linken Kniegelenks zu
unterstellen, jedoch beschreibe
das MRI vorwiegend
degenerative Veränderungen des medialen Meniskus
,
und
viel bedeutender
sei ein
Zustand nach operativer Revi
sion einer vorderen Kreuzbandruptur. Im zeitnahen MRI fehl
t
en Hinweise
auf
eine traumatische Verursachung der
beschriebenen Meniskusläsion
,
und
im Übrigen
seien
vorbestehende, stark ausgeprägte degenerative Veränderungen des Gelenkknorpels vor
handen
. U
nter Wertung aller medizinischen
Fakten (Un
fallhergang, bildgebender Befund
und auch zeitlicher Verlauf) habe
d
as Unfall
ereignis vom 1
9.
August 2015
zu keiner strukturell
traumatischen Läsion ge
führt
. A
us kreisärztlicher Sicht
sei damit
eine Distorsion des linke
n Kniegelenks zu unterstellen, wobei der Status quo sine drei
Wochen nach
dem
Unfallereignis erreicht
sei
.
4
.
4
.1
Laut Akten war der Beschwerdeführer i
m Ze
itpunkt des Ereignisses vom 19.
August 2015
bei der
Y._
als Maler
und bei der
Z._
als Reinigungsmitarbeiter
angestellt
(
Ziff.
1 Sachverhalt)
. Das Be
lastungsprofil
bei
der
Y._
umschrieb der Beschwerdeführer als
schwere Tätigkeit
,
ganztags auf den Beinen
,
ab und zu
auch kniend
und je nach Maler
arbeit
mit
A
nheben und
H
erumtragen
von
Gewichte
n
von me
hr als 3
0
Kilogramm, zum Beispiel
von
Farbkessel
n
.
Die Tätigkeit bei
der
Z._
beschrieb er
als
auf
einer
Maschine
sitzend
,
damit die
Bo
denreinigung
gemacht werden könne
,
wobei er
die grossen Maschinen
bedien
en
müsse
,
ohne dass
dabei Gewichtsbelastungen an
fiel
en
(
Urk.
10/29 S. 2).
I
m Weiteren
ist
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am
19.
August 2015 auf dem Weg zur Arbeit am Strassenrand auf einen runden Stein
trat
,
und als sich dieser bewegte, ruckartig einknickte
und
stolperte
(
Urk.
10/1
Ziff.
6).
Laut
Angaben
der
Y._
übte
der Beschwerdeführer in
der Folge
seine Tä
tigkeit
bis
am
14.
September
2015 weiterhin aus (
Urk.
10/4).
Die Erstbehand
lung
fand
am 3
1.
August 2015 bei
Dr.
D._
statt
(
Urk.
10/22), welcher
damit übereinstimmend
eine
Arbeitsunfähigk
ei
t erst ab
dem 15.
September 2015 attestierte (vgl. auch
Urk.
10/49 S. 1 und S. 2).
4.2
In medizinischer Hinsicht
ergibt
nach Lager der
Akten ein Status nach drei
maliger Operation am linken Knie in Spanien nach e
inem Fussballtrauma
ca. zwanzig Jahre vor dem Ereignis vom 1
9.
August 2015
,
was
von radiologischer Seite
am
10.
September 2015
insofern bestätigt wurde
,
als
auf
ausgeprägte
Suszeptibilitätsartefakte
bei Schraubenmaterial an der
Tuberositas
tibiae
hinge
w
iesen und
der
Verdacht
auf einen Status nach
Teilmeni
s
kektomie
sowie
der
Verdacht auf einen Status nach Ruptur
des vorderen Kreuzbandes
festgehalten wurde
(E. 4.1
hievor
).
Zusätzliche
Akten
,
die
über das
zurücklieg
ende Trauma und
die
erfolgten Operationen
in Spanien
Auskunft geben könnten,
liegen nicht vor
respektive wurden vom Beschwerdeführer nicht beigebracht
(vgl.
hierzu
auch
Urk.
1 S. 4
Ziff.
2
lit
. b).
D
er
Bildgebung
sind
im weiteren
eine
komplexe Vorderhornläsion mit grossem
Flap
auf Höhe der Pars
intermedia
, nach
la
terokranial
umgeschlagen, eine s
chräge Läsion des medialen
Hinterhorns
, ausgedehnte Geröllzysten
an
der Tibia, zentral an der
Eminentia
nach
anteromedial
bis nach distal auf Höhe der
Tuberositas
tibiae
,
zu entnehmen,
welche
die Radiologen
differential
diagnostisch als
posttraumatisch/postoperativ sekundä
r degenerativ, bei
Fehl-/Überbelastung,
beurteilten
. Ferner wurde
eine Gonarthrose in allen Komparti
mente
n mit
Chondropathie
Grad III beschrieben (
Urk.
10/18).
D
er
Operateur
Dr.
C._
ersah sodann
nach Einführen
des
Arthroskopes
an der
Patellarückfläche
ein
en
aufgerau
te
n
Knorpel entspreche
nd einer
Chondromalazie
Grad II, im
medialen Gelenkkompartiment eine
ausgedehnte Narbenbildung und ein zerfetztes
Meniskushinterhorn
und b
eschrieb das
Gewe
be
als
mit
Kalkstippchen
durchsetzt,
entsp
rechend einer
Chondrokalzinose
. Ebenso beschrieb er a
m
Femurcondylus
und
Tibiaplateau
einen
aufgerau
t
en Knorpel, welcher sich
zum Teil schuppenartig abgelöst
habe
.
Am
Meniskus
wurde
entsprechend
eine
Teilrezession durch
geführt,
wobei
die losen Knorpel
schuppen abgetragen und die Narbenbildung
entfernt wurde
n
.
Auch
i
ntercondylär
, bei Status nach vorderer Kreuzbandplastik
wurde
eine deutliche Narbenbildung
gesehen
,
wobei d
iese
ebenso
mit dem
Shaver
entfernt
wurde
.
Weiter
zeigte sich auch i
m lateralen Gelenkkompartiment
bei
ausge
dehnte
r
Läsion des Meniskusvorderhornes mit eingeschlagenem Lappen
ventral eine Narbenbildung. Das
Meniskushinterhorn
wurde als
wenig ausgefranst und das Gewebe
als
mit
Kalkstippchen
durchsetzt entsprechend einer
Chondrokalzinose
beschrieben
.
Auch hier wurde m
it dem Punch und dem
Shaver
der Meniskus entsprechend teilreseziert und das Na
rbengewebe ventral entfernt. Am
Knorpel am
Femurcondylus
wurden
einige tiefe Läsionen
und ein aufgerauter
Knorpel am
Tibiaplateau
gesehen
,
wobei d
ie losen Knorpelschuppen mi
t dem
Shaver
ebenfalls
abgetragen
wurden
(E. 3
.4
hievor
).
4.3
Hinsichtlich der Ursache für die über drei Wochen nach dem Ereignis hinaus persistiere
nden Kniebeschwerden (mit am
9.
November
2
015 durchgeführte
r
Arthroskopie
mit Teilmeniskusresektion
posteromedial
und
anterolateral
sowie Entfernung der Narbenbildung und Knorpelglättung am
lateralen
Femurcondylus
links,
Urk.
10/52 S. 19 f.)
ist
unter Bezugnahme auf die von
Dr.
B._
komm
entierte MRI-Untersuchung vom 1
0.
September
2015
nachvoll
ziehbar dar
gelegt
, dass das stattgehabte Unfallereignis nicht geeignet war,
eine komplexe Meniskusvorderhornläsion
zu bewirken. Dass die betreffende Ver
letzung traumatisch bedingt war, wie dies
einzig
Dr.
C._
fü
r möglich erach
tete, verneinte der Kreisarzt aufgrund des
MRI
,
welches
vorwiegend degenerati
ve Veränderungen des medialen Meniskus und
einen
Zustand nach operativer Revision einer vorderen Kreuzbandruptur
ze
ig
t
e
, angesichts fehlender
Hinweise für eine traumatische Verursachung d
er beschriebenen Meniskusläsion
. Hinwei
se
,
die auf
eine
frische
traumatische Verursachung
der
Meniskusläsion
aufgrund des Ereignis vom 1
9.
August 2015 schliessen
liessen
,
lieferte auch der
Operationsbericht von
Dr.
C._
nicht
,
wurde
doch
bei Status nach vorderer Kreuzbandplastik
insbesondere
eine
ausgedehnte Narbenbildung
en
und
mit
Kalkstippchen
durchsetztes Gewebe
sowie eine
Chondromalazie
beschrieben,
und mehre tiefe Läsionen am Knorpel
,
was weder auf ein isoliertes Ereignis noch auf ein
e frische traumatische
Verursachung,
sondern auf
eine
degenerative Veränderungen
nach einem vorbestehenden Knieschaden
mit operativer Sanie
rung
hinweist.
Im Weiteren
ent
spricht auch der Unfall
verlauf nicht dem
typischen Verlauf einer traumati
schen Meniskusruptur
, welche zu einer sofortigen massiven Schwellung im Bereich des Kniegelenks, zumeist mit blutigem Knie
gelenkserguss, und zu einer akuten starken und schmerzhaften Bewegungs
behinderung führt, sodass die betroffene Person in der Regel
sofort
einen Arzt aufsucht. Solches war vorliegend nicht der Fall,
be
gab sich der Beschwerde
führer
doch erst z
wölf
Tage nach dem Vorfall
— am 3
1.
August 2015 —
in ärzt
liche Behandlung
. Sodann
ergeben die Akten
auch
keine Anhaltspunkte
dafür
,
dass der Beschwerdeführer
nach dem Ereignis vom 19.
August 2015 seine bis
herige körperlich schwere Tätigkeit
in einem Pensum von
100
%
und
die zu
sätzliche Tätigkeit im Umfang von
19 %
sofort
niedergelegt hätte
. Vielmehr ist aufgrund der Akten zu schliessen, dass er
diese Tätigkeiten
weiterhin ausübte,
bevor
ihm ab 1
5.
September 2015, mithin 27 Tage nach dem Vorfall, erstmals Arbeitsunfähigkeiten attestiert wurden,
was nicht zum dargelegten Beschwerde
bild einer traumatischen Meniskusruptur passt.
A
ufgrund des Unfallverlaufs
ist damit
höchstens
auf eine vorübergehend aktivierte
Problematik
zu
schliessen
.
Demnach stellt
e
Dr.
B._
in
seiner Aktenbeurteilung vom 2
0.
November 2015
nachvollziehbar fest, dass
aufgrund des
dokumentierte
n
Unfallhergang
s zwar eine Distorsion des linken Kniegelenks zu unterstellen
ist
,
der Vorgang aber u
nter Wertung aller medizinischer Fakten (Unfallhergang, bildgebender Befund und auch zeitlicher Verlauf) zu keiner strukturell traumatischen Läsion geführt
hat
und der Status quo sine drei Wochen nach dem Unfallereignis
als erreicht zu gelten hat
.
4.4
Nach dem Gesagten stellt die medizinische Beurteilung von
Dr.
B._
, an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit kein Zweifel besteht, eine tragfähige
Grund
-
lage
für die Beantwortung der strittigen Kausalitätsfrage dar. Ausschlaggebend ist dabei in erster Linie die Erkenntnis, dass eine durch das Geschehnis
vom 1
9.
August
2015
verursachte relevante Meniskusverletzung nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126
V 353 E. 5b mit Hinweisen
) erstellt ist. Das Ereignis war höchstens geeignet, eine bereits vorbestehende
linkseitig
e
Knieproblematik vorübergehend zu ver
schlimmern; eine richtunggebende Verschlimmerung ist durch die Akten nicht belegt. Dabei ist es – soweit die geltend
gemachten Beschwerden am linken
Knie ursächlich dem Ereignis vom
1
9.
August 2015
(und nicht dem Vorzustand) zugeschrieben werden können – nicht zu beanstanden, dass der
status
quo sine spätestens am 1
4.
September
2015 (
drei
Wochen nach dem Ereignis) als erreicht betrachtet wurde. Begründete Anhaltspunkte, welche eine Terminierung des
status
quo sine auf einen späteren Zeitpunkt als sachlich gerechtfertigt erschei
nen liessen, sind nicht greifbar.
4.5
Bei der
gegebenen
medizinischen Aktenlage
ist der
entscheidrelevante
Sach
ver
halt namentlich im Hinblick auf die strittige Frage der Unfallkausalität der über den
1
4.
September
2015 hinaus persistierenden
linkseitigen
Kniebeschwerden hinreichend geklärt
. Auf beweismässige Weiterungen
kann verzichtet werden.
Denn nach bereits durchgeführter Arthroskopie sowie angesichts fehlender res
pektive zumindest nicht aktenkundiger
weiterer
Behandlungen zwischen
dem Ereignis vo
m 1
9.
August 2015 und der am 9.
November 2015
durchgeführ
ten Arthroskopie (vgl.
Urk.
10/52
S.
19 f
.
) können davon keine zusätzlichen Erkenntnisse erwartet werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d).
5.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin ihre weitergehende Leistungs
pflicht zu Recht verneint, und es muss mit den erbrachten Leistungen sein Be
wenden haben. Dementsprechend ist der angefo
chtene
Einspracheentscheid
vom
1.
September
2016 (
Urk.
2) nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Be
schwerde führt.