Decision ID: 97fd20ca-0534-463c-8593-559ec4c6fa32
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die im Jahre 1957 geborene
X._
besuchte in Mazedonien die Schulen der Primar- und Oberstufe und erwarb in der Folge keine berufliche Ausbildung. Nach ihrer Einreise in die Schweiz im Jahre 1990 ging sie ab 1992 stets einer Erwerbstätigkeit nach, zuletzt als Küchenhilfe für die
Y._
vom 2
0.
September 2004 bis
2.
September 2015 (
Urk.
7/1 S. 1-6,
Urk.
7/11). Im Zusammenhang mit Rücken- und
Arthrosebeschwerden
sowie Bandscheiben
problemen meldete sich die Versicherte am
1.
Februar 2016 bei der Sozial
versi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungsbezug an (Urk.
7/1 S. 6-8).
Diese tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei.
Nachdem die IV-Stelle mit Mitteilung vom 2
4.
Februar 2017 eine orthopädische Abklärung in die Wege geleitet hatte (
Urk.
7/30), wurde mit Mitteilung vom 8.
März 2017
über die Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung informiert (
Urk.
7/34); das entsprechende Gutachten datiert vom 2
1.
August 2017 (
Z._
-Gutachten,
Urk.
7/52). Mit Vorbescheid vom
1.
September 2017 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/55) und hielt an diesem Entscheid
nach Einwand vom
7.
September 2017 (
Urk.
7/65)
mit Ver
fügung vom 1
1.
Dezember 2017 fest (
Urk.
7/71 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Vertreter der Versicherten am 1
0.
Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei der medizinische Sachverhalt einwandfrei abzuklären und der Beschwerdeführerin eine Rente auszurichten; unter Kosten- und Ent
schädi
gungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Februar 2018 beantragte die Beschwerde
gegne
rin unter Hinweis
unter anderem
auf das
Z._
-Gutachten die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2
1.
Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
;
ATSG)
.
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
;
IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi
täts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK
1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
ach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen
Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30
f.; derselbe in: Hermann
Freden
hagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete d
ie angefochtene Verfügung damit, dass aufgrund der medizinischen Unterlagen in der angestammten Tätigkeit
seit Oktober 2016
von einer 80%igen und in einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % auszugehen sei. Aufgrund der erfolgten Begutach
tung würden sich weitere Abklärungen erübrigen. Da das Wartejahr nicht erfüllt sei, bestehe kein IV
Leistungsanspruch (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte der Vertreter der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass die Auswirkung der kardiologischen Befunde auf die Arbeitsfähig
keit nicht hinreichend abgeklärt worden sei (
Urk.
1 S. 3).
Auch seien die patho
logischen Laborparameter durch das
Z._
nicht weiter abgeklärt und beurteilt worden, gleiches gelte für die Schwindelbeschwerden (S. 4). Weiter könne auf
grund der Kniebeschwerden sowie der lumbalen Rückenprobleme in der ange
stammten Tätigkeit nicht auf eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
geschlossen werden (S. 5). Bezüglich der HWS-Beschwerden wären die
Z._
-Gutachter
für eine schlüssige Beurteilung einer möglichen Nervenwurzelkompression
verpflichtet gewesen, den Sachverhalt mittels einer neuen Bildgebung abzuklären (S. 6). Auf
grund der Mühe mit den genauen Angaben von Lebensdaten
sowie psychiatri
schen Behandlungen hätte eine neuropsychologische Abklärung in die Wege geleitet werden müssen (S. 7). Daneben sei mittlerweile von einer chronischen Niereninsuffizienz auszugehen, sodass der Beschwerdeführer
in
nicht vorgewor
fen werden könne, zu wenig Medikamente einzunehmen (S. 8).
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neuro
logie, stellte in seiner psychiatrisch-neurologischen Kurzbeurteilung aus
bidiszi
plinärer
Sicht die folgenden Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit (Urk.
7/2/42):
-
Zervikale und lumbale Rückenschmerzen bei im
MRI
gesichertem
rezessalem
Bandscheibenprolaps
lumbosacral
mit Kompression der Wur
zel S1 rechts o
hne Hinweise auf fokalneurologis
che Defizite
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ging
Dr.
A._
von den folgenden Diagnosen aus:
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung bei psychosozialen Belastungs
faktoren (ICD-10 F45.4)
-
Analgetika-induzierter Kopfschmerz, DD Spannungskopfschmerz
-
Verdacht auf beginnende Polyneuropathie unklarer Ätiologie
-
Akten
kundig Status nach passagerer
Vigilanzminderung
unklarer Ätio
lo
g
ie, ED 2
1.
November 2015, am ehesten psychogen
Die Präsentation einer erheblichen Behinderung stehe nicht im Einklang mit der Verhaltensbeobachtung und dem klinischen Befund, sei klinisch untypisch und daher nicht plausibel (
Urk.
7/2/48).
Körperlich schwere Tätigkeiten seien unzu
mutbar; in
einer leichten bis mittelschweren wechsel
belastenden Tätigkeit sei aus psychiatrischer und neurolog
i
scher Sicht von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit auszugehen (
Urk.
7/2/50).
3.2
PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
ging in seinem Gutachten vom
4.
Juli 2016 von einem beidseitigen
lumbo
spon
dylogene
n
Syndrom aus, rechts ausgeprägter, bei degenerativen Ver
änderungen der LWS, Diskushernie L5/S1 und
Spondylarthrosen
. Er empfah
l eine stationäre Behandlung im Rahmen des Schmerzprogrammes
C._
. Wegen der Schmerzen und der Polymedikation sei die Beschw
e
rdeführerin zu
r
zeit in keinem Beruf arbeitsfähig (
Urk.
3/5 S. 4).
3.3
Die für das
Z._
-Gutachten vom 2
1.
August 2017 verantwortlichen Fachärzte stellten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit die folgenden Diagnosen (Urk. 7/52/21):
-
Chronische Kniebeschwerden rechts
-
radiologisch Degeneration des Innenmeniskus sowie retropatellar- und medial betonte Gonarthrose (MRI 2
7.
Oktober 2016)
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien bei der Beschwerdeführerin die fol
genden Diagnosen gegeben:
-
Angst- und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2)
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
Chronisches unspezifisches
multilokuläres
Schmerzsyndrom
-
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne fassbar
e
radikuläre
Symptomatik
-
Radiologisch Diskushernie
L5/S1 mit Affektion der Nervenw
urzel S1 rechts sowie mässige ISG-Arthrose beidseits (MRI
4.
Februar 2015 und CT
9.
Februar 2015)
-
Anamnestisch kein Ansprechen auf Nervenwurzelblock S1 rechts unter CT-Kontrolle am
9.
Februar 2015 (
D._
, Zürich)
-
Adipositas mit BMI von 31 kg/m2
-
Arterielle Hypertonie
-
Status nach
Perimyokarditis
12/2016
-
Euthyreote
Struma
uninodoa
-
Anamnestisch
gastroösophagealer
Reflux
-
Rhinokonjunktivitis
allergica
saisonalis
-
Anamnestisch
Sigmad
i
vertikulose
Aus orthopädischer Sicht
sei
festzustellen, dass sich die völlig diffus beklagten Beschwerden durch die klinischen, radiologischen und
infiltrativen
Befunde kei
nesfalls klar hätten begründen l
ie
ssen. Es best
ü
nden deutliche Zeichen einer
im Vordergrund stehenden nicht
organischen Beschwerdekomponente. Dabei habe weder aus allgemeininternistischer noch aus psychiatrischer Sicht eine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden können (
Urk.
7/52/22-23).
In der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe sei
seit Oktober 2016
von einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
auszugehen, vollschichtig realisierbar; für eine
angepasste Tätigkeit
bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
(
Urk.
7/52/23).
3.4
Dr.
med. univ.
E._
, Oberarzt am
F._
,
G._
,
diagnostizierte in seinem Bericht vom
6.
September 2017 eine chro
nische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie eine Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22). Die Beschwerdeführerin komme
regelmässig zu
ihren Terminen; zurzeit sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (
Urk.
3/8).
4.
4.1
Die für das
Z._
-Gutachten verantwortlichen Fachärzte legen den medizinischen Sachverhalt grundsätzlich in einer in sich schlüssigen und nachvollziehbaren Weise dar. Zu prüfen bleibt, ob die Gutachter auch die medizinischen
Vorakten
sowie die geklagt
en
Beschwerden im Rahmen ihrer Beurteilung ausreichend berücksichtigt haben.
4.2
Bezüglich der kardiologischen Beschwerden ist anzumerken, dass den
Z._
-Gut
achtern die entsprechenden
Vorakten
vorlagen (
Urk.
7/52/4 oben). Dem Aus
trittsberich
t des
H._
vom
4.
Dezember 2016 ist dabei – abgesehen von einem Sportverbot für drei Monate – keine Einschrän
kung der Leistungsfähigkeit zu entnehmen (
Urk.
7/60 S. 3).
Dem Bericht der Fach
ärzte des
I._
vom
9.
Dezember 2016 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin von kardialer Seite her subjektiv beschwerdefrei war (Urk. 7/32 S. 2), aus dem Bericht vom
7.
Dezember 2017 ergibt sich weiter, dass eine kardiale Ursache für die persistierende Müdigkeit und die Leistungsminde
rung unwahrscheinlich erscheint (
Urk.
3/10 S. 2). Die Beschwerde
führerin klagte anlässlich des
Z._
-Gutachtens auch nicht über im Vordergrund stehende Herz
probleme (vgl. etwa
Urk.
7/52/9), sodass das entsprechende Gutachten aus dieser Sicht nicht zu beanstanden ist.
Weiter erging die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Wissen
um die im
Z._
erhobenen
Laborparameter
(
Urk.
7/52/7)
, was die Schlüssigkeit des Gutachtens
untermauert
. So ist den medizinischen Akten an keiner Stelle zu entnehmen, dass sich die fraglichen Laborwerte negativ auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden, wobei allein von einer Kontroll- oder Behandlungsbedürftigkeit nicht auf eine Verminderung der Leistun
gsfähigkeit (insbesondere in einer
angepassten Tätigkeit) geschlossen werden kann.
Hinsichtlich der geklagten HWS-, LWS-, Knie- und Schwindelbeschwerden ist weiter generell anzumerken, dass
bei der Untersuchung deutliche Inkonsistenzen sowie eine psychis
che Überlagerung festgestellt we
rden
konnte
(
Urk.
7/52/22); dies entspricht weitestgehend
auch
der Einschätzung von
Dr.
A._
(vgl. dazu auch
Urk.
7/
2
/
47
). Vor diesem Hintergrund erscheint eine Festsetzung der Leistungsfähigkeit schwerpunktmässig aufgrund der (subjektiven) Schmerzan
ga
ben der
Beschwerdeführerin – wie
dies
PD
Dr.
B._
tut – aber nicht ziel
führend. Hinsichtlich der Schwindelbeschwerden ist anzumerken, dass der passagere Bewusstseinsverlust am 2
1.
November 2015 schon im Bericht des
H._
vom
4.
Dezember 2016 als fraglich bezeichnet und diffe
rentialdiagnostisch eine psychogene Ursache in Erwägung gezogen wurde (
Urk.
7/60 S. 1); vor diesem Hintergrund ist der Verzicht der
Z._
-Gutachter auf weitere Abklärungen nicht zu beanstanden.
Festzuhalten
ist dabei, dass der Beschwerdeführerin ohnehin nur in einer körperlich leichten und angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit zugemutet wird.
Schliesslich
ist anzumerken, dass der Bericht von
Dr.
E._
vom
6.
September 2017 nicht zu überzeugen vermag. So kann aufgrund der Dauer der Erkrankung wohl nicht mehr von einer Anpassungsstörung ausgegangen werden (vgl.
Inter
nationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10
, 1
0.
Auflage, S.
210). Weiter ist bei der Würdigung von
Berichte
n
von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach
)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander
seits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Ein
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei
chende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]).
4.3
Zusammenfassend stellt das
Z._
Gut
achten eine verlässliche Grundlage für die Beurteilung des vorliegenden medizinischen Sachverhalts dar,
insbesondere waren die
medizinischen
Vorakten
bekannt
und wurden ausreichend gewürdigt (vgl. e
t
wa
Urk.
7/52/12,
Urk.
7/52/20).
5.
5.1
Sofern man entsprechend den Ausführungen im Gutachten auch in der ange
stammten Tätigkeit als Küchenhilfe von einer durchgehend 80%igen Arbeits
fä
higkeit ausgeht, ist entsprechend den Ausführungen in der ange
fochtenen Ver
fügung von einer Nichterfüllung des Wartejahres auszugehen
(vorstehend E. 1.2)
, was zur Abweisung des Leistungsbegehrens führt.
5.2
Ginge man von der Annahme aus, dass die Tätigkeit als Küchenhilfe doch ver
mehrt mit schwereren Arbeiten verbunden ist, welche der Beschwerdeführerin nicht mehr zuzumuten wären, würde dies dennoch nicht zu ein
er anspruchs
be
gründenden Invalidität führen.
Würde man aufgrund des bescheidenen Stundenlohnes in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (
Fr.
21.70,
Urk.
7/19 S. 2) zugunsten der Beschwerdeführerin auch das
Valideneinkommen
anhand der statistischen Durchschnittswerte der Schweize
ri
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermitteln,
könnte
der Invaliditäts
grad anhand eines rechnerischen Prozentvergleichs ermittelt werden. Dabei würde selbst bei Annahme des maximal zulässigen leidensbedingten Abzugs ein renten
aus
schliessender Invaliditätsgrad von 25
%
resultieren.
Insgesamt
führt dies
in Abweisung der Beschwerde
zur Bestätigung der
ange
fochtene
n Verfügung
.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.