Decision ID: 32a34a01-79b0-4b3e-ae8c-1398c25836cb
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die im Jahre
1967 geborene
X._
ist diplomierte Kauffrau und reiste
im Februar 1989 aus dem
Y._
in die Schweiz ein, wo sie ab 1990 als
Kü
chen
gehilfin
erwerbstätig war. Im Zusammenhang mit einer Ruptur des linken Kreuz
bandes meldete sie sich am 2
8.
August 2006 bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich
, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
12/3). Mit Verfü
gung vom 1
2.
Juli 2010 sprach diese der Versicherten – ausgehend von einem Inval
iditätsgrad von 50
%
- für die Z
eit vom
1.
April 2006 bis 3
1.
August 2008 eine halbe Rente zu (
Urk.
12
/40).
Im Zusammenhang mit einem am 1
5.
Dezember 2012 erlittenen Bänderriss am linken Fuss meldete sich die Versicherte am 2
3.
April 2014 erneut bei der IV-
Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
12/43). In der Folge klärte diese den medizi
nischen Sachverhalt ab, stellte mit Vorbescheid vom
4.
August 2014 die Ab
wei
sung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
12/65) und hielt an diesem Ent
scheid mit Verfügung vom 1
8.
November 2014 fest (
Urk.
12/72).
2.
Dagegen erhob der Vertreter der Versicherten am 2
3.
Dezember 2014 Be
schwerde
und beantragte, es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen aus
zurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwer
degegnerin
. Weiter sei das Verfahren zwecks Akteneinsicht und einlässlicher Begründung um mindestens zwei Monate zu sistieren (
Urk.
1 S.
2). Die ergän
zende Begründung der Beschwerde erfolgte mi
t Schreiben vom
4.
Februar 2015, unter Hinweis auf die Hinfälligkeit des Sistierungsantrags
(Urk.
7)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
Februar 2015 beantragte die
Beschwerdegegne
rin
Abweisung der Beschwerde und verzichtete nach Erhalt der ergänzenden Beschwerdebegründung mit Schreiben vom 2
6.
Februar 2015 auf eine weitere Stellungnahme (
Urk.
11,
Urk.
15), was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom
3.
März 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
16).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Sie kann Folge von
Ge
burts
gebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
träch
ti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
ge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
lie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog.
allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den
berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Ex
per
ten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c, je mit Hinwei
sen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung
vom 1
8.
Novem
ber
2014
damit, dass in einer leidensangepassten Tätigkeit seit Ja
nuar 2013 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, was zur Ab
weisung des Leistungsbegehrens führe (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber macht
der Vertreter der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass auch in einer adaptierten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von maximal 50
%
auszugehen sei
, da die Schmerzen und
Einschränkungen zu stark seien. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Facharzt des RAD erfülle
die Beweisanforderungen an einen ärztlichen Bericht in keiner Weise und wi
der
spreche zudem der Einschätzung von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für
Ortho
pädische Chirurgie, vom 2
8.
Mai 2013
(
Urk.
1 S. 3,
Urk.
7).
3.
3.1
Im Rahmen der
Bericht
erstattung
von
Dr.
Z._
vom 2
8.
Mai 2013
gab die Be
schwerde
führerin an, dass sie schon seit dem
2.
April 2013 wieder zu 50
%
als Küchen
hilfe arbeite, aber dabei Schmerzen im linken Kniegelenk,
in der linken Ferse sowie i
m Rücken habe.
Dr.
Z._
diagnostizierte einen Fersensporn links, eine deutliche
Gonarthrose
links, eine leicht eingeschränkte Hüftbeweglichkeit links und einen leicht positiven
Lasègue
-Test ab 70° sowie eine diffuse
Druck
dolenz
im Bereich der LWS. Die beklagten Beschwerden könnten objektiviert
werden, seien aber nicht
unfall- sondern krankheitsbedingt. Die Untersuchung des
lin
ken oberen Sprunggelenkes habe normale Verhältnisse ergeben. Es liege keine Schwellung vor und es finde sich
kein
interartikulärer
Erguss. Hinsichtlich der Beweglichkeit werde bei Extension endphasig noch etwas Schmerz ange
geben. Auf der medialen Seite liege keine
Druckdolenz
vor; im Bereich der vor
de
ren Bandgrube liege demgegenüber eine leichte
Druckdolenz
vor, allerdings bei
stabilen Bandverhältnissen ohne Aufklappbarkeit. Aus
unfallversicherungs
recht
licher
Sicht sei ab dem
1.
Juni 2013 wieder von einer 100%igen Arbeitsfä
hig
keit al
s Küchenhilfe auszugehen. Um den
leichten Restbeschwerden im Be
reich der vorderen Bandgrube gerecht zu werden, habe er der Beschwerdeführe
rin eine Verordnung für eine
Malleotrain
-Bandage ausgestellt. Zusätzlich habe er eine Verordnung für eine weiche gelartige Einlage für die Ferse ausgestellt, um den klinisch palpablen Fersensporn
etwas zu dämpfen. Grundsätzlich bestä
tige er die 50%ige Arbeitsunfähigkeit, habe der Beschwerdeführerin aber ange
raten, diese über das Krankentaggeld abzurechnen (
Urk.
12/62 S. 26 ff.).
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, hielt in seinem Be
richt vom 1
0.
Juni 2013 fest, dass die Beschwerdeführerin bei einem Status nach
OSG-Distorsion links weiterhin an persistierenden belastungsabhängigen Be
schwer
den leide, welche seiner Meinung nach am ehesten einer
Fasc
i
itis
plan
taris
entsprechen würden. In dieser Hinsicht sei eine fachärztliche Abklä
rung angezeigt (
Urk.
12/62 S. 21).
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Allgemeine Medizin,
diagnostzierte
in seinem Bericht vom 1
0.
Juni 2014 eine massive
Fasziitis
plantaris
links bei
einem
Status n
ach
OSG-Distorsions
trauma
links sowie
eine
r
überlastungsbedingte
n
Metatarsalgie
MTP II-IV links. Ein am 2
5.
November 2013 erstelltes MRI des linken Vorfusses habe keine Hin
weise auf ein Morton-Neurom, keine sonstigen Weichteilauffälligkeiten, ein
en
nor
malen
Verla
uf der Beuge- und Strecksehnen sowie
ein
en
leichten
Hallux
val
gus
ergeben; ein
Korrelat für die
Metatarsalgie
sei nicht erkennbar. Es sei nicht mit bleibenden Nachteilen zu rechnen (
Urk.
12/59 S. 17).
3.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orth
opädische Chirurgie und Traumatologie
vom Regionalärztlichen Dienst
(RAD)
der IV-Stelle
, hielt in seiner Stellungnahme vom
2.
August 2014 fest, dass vorliegend die Arbeitsfähigkeit in einer ange
pass
ten Tätigkeit aufgrund seiner Berufserfahrung medizinisch-theoretisch fest
ge
legt werden könne. So könne vom 1
5.
Dezember 2012 bis maximal 3
1.
Janu
ar 2013 von ei
ner Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Von da
an
könne in einer leichten, wechselbelastenden und überwiegend sitzenden Tätigkeit ohne Heben und Tra
gen von Lasten über 6-8 kg und ohne häufiges Treppensteigen oder Gehen auf unebenem Boden von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausge
gangen werden (
Urk.
12/64 S. 4).
3.5
In seinem Bericht vom 1
2.
Januar 2015 hielt
der Allgemeinmediziner
Dr.
A._
fest, dass die Beschwerdeführerin weiterhin
über persistierende
belastungsab
hängige Beschwerde
n
klage (
Fasciitis
plantaris
). Eine Infiltration im
September 2014 habe nicht den erhofften Erfolg gebracht. In
angestammter
Tätigkeit sei von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der ge
schilderten Beschwerden halte er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit
für
unrealistisch (
Urk.
8).
4.
4.1
Nachdem die
befristete
Rentenzusprache
in der Zeit vom
1.
April 2006 bis 3
1.
August 2008 aufgrund der dannzumal rel
evanten Kniebeschwerden erfolgt war
, wurde im Rahmen der Neuanmeldung vom 2
3.
April 2014 allein auf die im Zusammenhang mit dem Bänderriss aufgetretenen Fussbeschwerden links hin
gewiesen. Vor diesem Hintergrund
fiele
ein Wiederaufleben der Invalidität im
Sinne von
Art.
29
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
be
reits
deshalb
ausser Betracht
.
Bei der vorliegenden Neuanmeldung zum Leistungsbezug stellt sich – wie bei der Revision – die Frage, ob ein Revisionsgrund analog zu
Art.
17 ATSG (vgl. dazu BGE 134 V 131 E. 3) vorliegt (BGE 117 V 198 E.
3a; Bundesgerichtsurteil 8C_487/2013 vom 2
1.
Oktober 2013 E.
2.1), mithin ob (nachdem die IV-Stelle auf die Neuanmeldung materiell eingetreten ist) im massgebenden Zeitraum zwischen der Ve
rfügung vom 1
2.
Juli 2010, mit
welcher der Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem
1.
September 2008 verneint worden war, und der ange
fochtenen Verfügung vom 1
8.
November 2014 eine anspruchsrelevante Verän
de
rung eingetreten ist.
4.2
D
ie Neuanmeldung
erfolgte
im Zusammenhang mit dem am 1
5.
Dezember 2012 erlittenen Bänderriss
.
I
n der Zeit vom 1
2.
Juli 2010 bis dahin
ist
von einem im
Wesentlichen unveränderten medizinischen Sachverhalt auszuge
hen. In der Folge
entwickelte sich im Verlauf des Genesungsprozesses
der
Bän
derverletzung
eine
Fasziitis
plantaris
, welche für die aktuell beklagten Be
schwerden verantwortlich ist.
Für die Zeit ab Juni 2013 (Bericht von
Dr.
A._
vom 1
0.
Juni 2013) kann auf
grund der vorliegenden Akten davon ausgegangen werden, dass die Be
schwer
deführerin aufgrund der
Fasziitis
plantaris
an persistierenden
belastungs
abhängigen
Fussbeschwerden links leidet. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit diese Beschwerden
einen Einfluss
auf eine behinderungsangepasste Tätigkeit
haben. Festzuhalten ist dabei, dass
Dr.
Z._
in seinem Bericht vom 2
8.
Mai 2013
allein zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe Stellung nimmt
, wie dies in diesem Stadium des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens üblich ist
. Die Beschwerdeführerin hat
ihre angestammte
Tätigkeit am
2.
April 2013 wieder zu 50
%
aufgenommen und
Dr.
Z._
attestiert auch für die Zeit nach dem
1.
Juni 2013 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, allerdings aufgrund der (unfallfremden) Restbeschwerden im Bereich der Bandgrube sowie der Ferse. Da die angestammte Tätigkeit aber in keiner Weise als
behinderungs
angepasst
bezeichnet werden kann (häufiges Stehen, Gehen und Tragen; vgl.
Urk.
12/56 S. 5 ff.) sind die Ausführungen von
Dr.
Z._
für das vorliegende Verfahren nicht weiterführend. Nicht zu überzeugen vermag w
eiter der Bericht des Allgemeinmediziners
Dr.
A._
vom 1
2.
Januar 201
5.
Ausgehend von
be
lastungsabhängigen
Fussbeschwerden legt der Bericht nicht in einer nach
vollziehbaren Weise dar,
weshalb
auch in einer optimal angepassten Tätigkeit keine vollständige
Arbeitsfähigkeit
erreicht werden kann
;
dies g
il
t umso mehr, als
die Beschwer
deführerin bereits am
2.
April 2013
sogar
ihre angestammte, angesichts des da
mit verbundenen häufigen Stehens, Gehens und Tragens belas
tende
Tätigkeit wieder zu 50
%
aufnehmen konnte.
Weiter ist auf die doch sehr übersichtliche
Diagnoseliste
hinzuweisen, so dass im Rahmen der Ein
schätzung der Arbeitsfä
higkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit allein
die
belastungsab
hängigen
Fussbeschwerden links
von Relevanz sind
. Entspre
chend der
Einschätzung
des
berufserfahrenen
orthopädischen Chirurgen
Dr.
C._
ist dabei davon auszugehen, dass sich das vorliegende Beschwerdebild in einer überwie
gend sitzenden Tätigkeit nicht au
f die Arbeitsfähigkeit auswirkt;
auch
ist
zu
berücksichtigen
, dass
die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätig
keit nachhaltig ein Pensum von 50
%
zu leisten vermag
. Entsprechend
den
Aus
führungen
von
Dr.
C._
sowie bei Würdigung der
weiteren
vorliegenden medi
zi
nischen Akten erscheint es
damit
überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin in einer optimal angepassten Tätigkeit uneingeschränkt arbeits
fähig ist. In einer leichten, wechselbelastenden und überwiegend sitzen
den Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 6-8 kg und ohne häu
fi
ges Treppensteigen oder Gehen auf
unebenem Boden kann demnach von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.
5.
5.1
B
ei
der Ermittlung des
Valideneinkommens
ist bei einem Pensum von rund 86 %
von einem
monatlichen Einkommen per November 2012 von
Fr.
3‘680.-- auszugehen (
Urk.
12/56 S.
3,
Urk.
12/63), was unter Berücksichtigung eines
1
3.
Monatslohnes einem Jahreseinkommen von
Fr.
47‘840.-- entspricht. Geht man
entsprechend den Ausführungen der Beschwerdegegnerin zugunsten der Beschwerdeführerin davon aus, dass dieses Einkommen auf ein Pensum von 100
%
aufzurechnen ist, ergibt sich ein Jahreseinkommen von 55‘627.9
0.
N
ach Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit
per 2014
von 41.
7 Stunden
pro Woche (
www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Ar
beits
zeit, detaillierte Daten,
Normalarbeitsstunden
) sowie der
Nominallohnent
wick
lung
(Schweizerischer Lohnindex insgesamt (1939 = 100),
Frauen
,
Stand 2012:
2630, Stand 2
014: 2673; www.bfs.admin.ch, Ar
beit und Erwerb, Löhne/
Erwerbs
einkommen
, detaillierte Daten, Lohnentwicklung)
führt dies zu einem
Validen
einkommen
von
Fr.
56‘537.40
.
5.2
Für die Ermittlung des Invalideneinkommens ist praxisgemäss auf das Total des Anforderungsniveaus 4 der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (
LSE
)
abzu
stellen.
Der monatliche Bru
ttolohn (Zentralwert)
weiblicher
Arbeitskräfte im privaten Sektor für einfa
che und repetitive Tätigkeiten
betrug
im
Gesamt
durch
schnitt
Fr. 4'225
.--
(LSE 2010 Tabelle TA1 S. 26
),
was nach Berücksichti
gung
der durchschnittlichen Arbeitszeit
per 2014 von 41.7 Stunden
sowie der
Nomi
nal
lohnentwicklung
zu
einem Jahreseinkommen von Fr. 54‘781.2
0 führt
(Schwei
ze
rischer Lohnindex insgesamt (1939 = 100), Frauen, Stand 2010: 2579, Stand 20014: 2673; www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detaillierte Daten, Lohnentwicklung)
.
Zu prüfen bleibt, ob davon ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist. Zu berücksichtigen gilt es dabei, dass d
ie gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrich
ten, nicht automatisch zu einer
Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren
Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/20
13 vom
4.
Oktober 2013
E. 4.4).
Der Umstand, dass die versicherte Person gemäss den medizini
schen An
gaben auf eine Tätigkeit angewiesen ist, die im Sitzen verrichtet wer
den kann und die Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln bietet, ihre
Einsatz
möglichkeiten
daher begrenzt sind, ist im Hinblick auf den allein mass
geblichen
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG;
BGE 134 V 64
E.
4.2.1) nicht
ab
zugs
relevant
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_176/20
12 vom 3. September 2012
E. 8). Auch d
as
Angewiesensein
auf das Entgegenkommen eines verständnis
vollen Arbeitgebers stellt praxisgemäss kein anerkanntes ei
genständiges
Abzugs
kriterium
dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8, Urteil 8C_91/2013
vom 2
2.
August 2013 E. 3.3.4).
Unter Berücksichtigung der von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze erscheint im vorliegenden Fall ein leidensbedingter Abzug nicht angezeigt, was
zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 3
%
führt ([Fr. 56‘537.40
-
Fr.
54‘781.20] x 100 /
Fr.
56‘537.40 = 3.1). Selbst wenn man
grosszügigerweise
einen leidensbedingten Abzug in der Höhe von 10
%
ge
währen würde, hätte dies noch immer einen rentenausschliessenden
Invalidi
täts
grad
von rund 13
%
zur Folge ([Fr. 56‘537.40 -
Fr.
49‘303.10] x 100 /
Fr.
56‘537.40 = 12.79).
Zusammenfassend führt dies in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung der angefochtenen Verfügung.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens
sind sie der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.