Decision ID: 4eea2706-34f1-4777-a952-a63813933f3b
Year: 2017
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
- dass auf Sachverhalte, die sich vor Inkrafttreten des neuen Rechts
erfüllt haben, das alte Recht anwendbar ist; dies ergibt sich aus Art. 38
Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 des Abwasserentsorgungsgesetzes der
Gemeinde X._. Obschon dort bloss von bewilligten Bauten die
Rede ist, gilt es zu berücksichtigen, dass die vom Beschwerdeführer
ausgeführten Arbeiten bewilligungspflichtig gewesen wären (weil
ausserhalb der Bauzone). Es kann nicht sein, dass jemand, der mit
Baubewilligung Arbeiten ausführt, mit nachträglichen
Anschlussgebühren belastet wird und derjenige, der ohne
Baubewilligung (obschon er eine solche benötigen würde) Arbeiten
ausführt, keine nachträgliche Anschlussgebühr zu leisten hat.
Entsprechend ist das alte Abwasserreglement der Gemeinde
O.3._ sowohl auf Bauvorhaben, für welche eine Baubewilligung
erteilt wurde, als auch auf solche, die ohne Baubewilligung ausgeführt
wurden, anwendbar, sofern die baulichen Massnahmen vor dem
31. Dezember 2015 ausgeführt wurden,
- dass die vorliegend zur Diskussion stehenden baulichen Massnahmen
unstrittig vor dem 31. Dezember 2015 ausgeführt wurden (mithin im
Jahr 2007), weshalb das Abwasserreglement der Gemeinde
O.3._ anwendbar ist,
- dass gemäss Art. 23 Abs. 1 des Abwasserreglements der Gemeinde
O.3._ eine Nachzahlung für die Anschlussgebühr zu leisten ist,
wenn an angeschlossenen Gebäuden nachträglich bauliche
Veränderungen oder Sanierungen vorgenommen werden, durch die
sich der Neuwert erhöht,
- dass der Beschwerdeführer an seiner Liegenschaft im Jahr 2007
bauliche Massnahmen getätigt hat, die er im Jahr 2007 der
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Gebäudeversicherung mitgeteilt hat, welche gestützt auf diese
Meldung die Versicherungssumme um Fr. 53'000.-- erhöht hat,
- dass die Nachzahlung für die Anschlussgebühr aus der Differenz
zwischen dem indexierten Neuwert des Gebäudes gemäss amtlicher
Schätzung vor der baulichen Änderung und dem Neuwert nach
vollzogener baulicher Änderung berechnet wird,
- dass das Abstützen auf den Neuwert ein anerkanntes Mittel ist, um
Anschlussgebühren und nachträgliche Anschlussgebühren
festzulegen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 2C_656/2008 vom
29. Mai 2009 E.3.3).
- dass der Neuwert aus dem Jahr 2000 von Fr. 330'000.-- indexiert
einem Wert von Fr. 398'159.95 entspricht und in Bezug auf den
Neuwert gemäss amtlicher Schätzung vom 24. Mai 2016 ein Mehrwert
von Fr. 62'040.05 resultiert,
- dass die Beschwerdegegnerin die nachträglichen Anschlussgebühren
korrekt berechnet hat (Fr. 460'200.-- - Fr. 398'159.05 = Fr. 62'040.05,
hiervon 3 % = Fr. 1'861.20 zzgl. 8 % MWST = Fr. 2'010.10),
- dass die Forderung der Beschwerdegegnerin noch nicht verjährt ist
(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden
A 16 44 vom 25. Oktober 2016 E.3),
- dass die Beschwerdegegnerin nicht bewusst auf die Erhebung einer
nachträglichen Anschlussgebühr verzichtet hat; vielmehr konnte sie
aufgrund der ohne Baubewilligung ausgeführten Arbeiten vor
Kenntnisnahme der neuen amtlichen Schätzung vom 24. Mai 2016 gar
keine nachträgliche Anschlussgebühr erheben,
- dass die Beschwerdegegnerin die Einsprache des Beschwerdeführers
vom 15. November 2016 zu Recht abgewiesen hat und sich der
Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2016 als rechtens erweist,
- dass die Beschwerde deshalb abzuweisen ist,
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- dass bei Verzicht auf ein vollständig begründetes Urteil vom
unterliegenden Beschwerdeführer eine reduzierte Staatsgebühr in der
Höhe von Fr. 800.-- erhoben wird (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG), welche im
Falle einer ausführlichen Begründung auf Fr. 2'000.-- angehoben wird
(vgl. Art. 75 Abs. 2 letzter Satz VRG),

Considerations: