Decision ID: ccb341ec-5c71-4305-8862-a51c99661f90
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1973 geborene
X._
, gelernter Elektromonteur (Urk.
8/2), war zu
letzt im Jahr 2015 bei der
Z._
AG tätig
(vgl.
Urk.
8/3/6, 8/7/3)
.
Am 1. April 2016 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf eine Schlafapnoe bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
erstmals
zum Leis
tungs
bezug an (Urk. 8/3). Die IV-Stelle führte mit dem Versicherten ein Stand
ort
gespräch durch (Urk. 8/8)
und
wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom
8. Juni 2016
ausgehend von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit im ange
stammten Beruf
ab (Urk. 8/11). Die
se
Verfügung erwuchs unangefochten in Rechts
kraft.
1.2
Am 15. März 2018 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leis
tungsbezug an (Urk. 8/17). Die IV-Stelle tätigte medizinische Abklärungen (Urk. 8/18
, 8/30
),
führte mit dem Versicherten
abermals
ein Standortgespräch durch (Urk. 8/
24
)
und holte einen Auszug aus dem Individuellen Konto ein (IK-Aus
zug, Urk. 8/23).
Mit Mitteilung vom 28. August 2018
beschied
die IV-Stelle dem Versicherten, aufgrund seines Gesundheitszustandes seien keine Eingliede
rungs
massnahmen möglich, weshalb die Rentenprüfung eingeleitet werde (Urk. 8/36
).
Na
ch Aktualisierung der medizinischen Akten
lage
(Urk.
8/38, 8/40
-42, 8/45, 8/50) wurde ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gegeben (
Urk.
8/58; Gutachten
der
A._
vom 2
4.
März 2020
,
Urk.
8/61). Mit Vorbescheid vom 1
7.
April 2020 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch des Versicherten (Urk. 8/64)
, wogegen dieser am 13. Mai 2020
Einwan
d erheben
liess
(Urk. 8/68; ergänzend
b
egründ
et
am
3. Juni 2020, Urk. 8/70). Mit Verfügung vom
5.
Juni 2020
wies
die IV-Stelle
das Leistungsbegehren des Versicherten ab
(Urk.
2
).
2.
Dagegen liess der Versicherte am
2. Juli 2020 Beschwerde erheben und bean
tragen, die Verfügung vom 5. Juni 2020 sei aufzuheben und ihm sei eine ganze Rente zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur Einholung eines neuen Gut
achtens
an die Vorinstanz
zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1
/1
S. 2). Mit Be
schwer
deantwort vom 22. Juli 2020 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. Juli 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidi
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiolo
gie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Ver
ordnung über
die Invalidenversicherung [IVV]
), so ist im Beschwerde
ver
fah
ren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch rele
vante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruch
s
erheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bildet bei der Neuanmeldung die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht. Dem
gemäss sind die Verhältnisse bei Erlass der strittigen Verwaltungsverfügung mit denjenigen im Zeitpunkt der letzten materiellen Anspruchsverneinung zu ver
gleichen (BGE 130 V 64 E. 2, 130 V 71 E. 3, 133 V 108 E. 5.2 und E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesent
lichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit
für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
1.6
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen
sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit,
dass
de
r
Beschwerdeführer im Dezember 2019 und Januar 2020 persönlich
durch die Gut
achter
der
A._
untersucht worden sei. Die Abklärungen hätten ergeben, dass keine Diagnosen vorliegen würden, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirk
t
en.
Eine Erwerbstätigkeit sei dem Beschwerdeführer vollumfänglich zumutbar.
Des Weiteren sei eine Gewichtsreduktion empfohlen worden, da sich diese positiv auf die Schlafapnoe auswirke (Urk. 2
und 7
).
2.2
Demgegenüber
machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1
/1
) geltend,
auf das
A._
-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Insbesondere seien das psychiatrische und das neuropsychologische Gutachten nicht beweis
kräftig. Fraglich sei auch die Qualifikation der Gutachter zur Beurteilung der nichtorganischen
Hypersomnie
, welche ihn massgeblich einschränke und von keinem der involvierten Sachverständigen gewürdigt worden sei
. Des Weiteren seien für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht nur das Gutachten, sondern auch die Berichte der beruflichen Abklärungsstellen beizuziehen und zu würdi
gen
. Gemäss Einschätzung der behandelnden
Somnologin
sei eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen, weshalb er Anspruch auf eine ganze Rente habe
(S. 7-
10
).
2.3
Strittig ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invaliden
versicherung. Die Beschwerdegegnerin gab ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (
Urk.
8/61), nahm diverse Berichte zu den Akten (Urk. 8/18, 8/30, 8/38, 8/40-42, 8/45, 8/50)
und
legte das Dossier ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vor (Urk. 8/63/
5-
6). Damit ist sie unbestrittenermassen auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 15. März 2018 (Urk. 8/17) m
ate
riell eingetreten.
Zu prüfen ist somit, ob sich der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers seit der
einen Leistungsanspruch
verneinenden Verfügung vom 8. Juni 2016
(Urk. 8/11)
anspruchsrelevant verändert hat und ob diesbezüglich der Sachverhalt hinreichend abgeklärt ist.
3.
3.1
Im Zuge der anspruchsverneinenden Verfügung vom 8. Juni 2016 (Urk. 8/11) stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf das medizinische Attest von
Dr.
med.
B._
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin,
vom 29. März 2015 (Urk. 8/1),
wonach der Beschwerdeführer an einer obstruktiven Schlafapnoe
leide,
welche
medizinisch behandelt werde. Dem Attest ist zu ent
nehmen, dass der Beschwerdeführer als Elektromonteur 100 % arbeitsfähig sei
(vgl. auch Urk. 8/
8-9).
3.2
3.2.1
Im Rahmen der vorliegenden Neuanmeldung präsentierte sich der medizinische Sachverhalt im Wesentlichen wie folgt:
3.2.2
Im Bericht vom 30. März 2018 notierte Dr. med.
C._
, Facharzt Gastro
enterologie, als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
en
be
kannten
RR (
Riva-
Rocci
bzw. Blutdruck; gemäss Urk. 8/38/39 bekannter
arte
rielle
r
Hyperton
us
), eine Schlafapnoe sowie ein
en
BMI von 39.
9.
Im Mai 2017 sei mittels Koloskopie eine Proktitis
ulzerosa
diagnostiziert worden.
D
er Beschwer
deführer
sei
100 % arbeitsfähig und eine Funktionseinschränkung bestehe nicht (Urk. 8/18/2-4).
Mit Verlaufsbericht vom 14. Mai 2019 bestätigte
Dr.
C._
, von Seiten der Kolitis
ulzerosa
bestehe weder in der bisherigen noch in einer angepassten Tätigkeit eine Einschränkung (Urk. 8/50/1).
3.2.3
Gemäss Bericht vom 15. Mai 2018 befand sich der Beschwerdeführer seit Juni 2016 in ambulanter Behandlung im
Spital D._
, Abteilung Pneumologie. Die leitende Ärztin
Dr.
med.
E._
, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin
und
Pneumologie, führte aus, aus
pneumologischer
Sicht bestehe keine Arbeits
unfähigkeit. Die
pneumologische
Nachkontrolle
sei
wegen dem bekannten Schlaf
apnoe-/
Hypopnoe
-Syndrom respektive dem Adipositas-Hypoventilationssyn
drom
durchgeführt worden
. Die nächtliche
Pulsoxymetrie
unter CPAP-Therapie habe am 30. Januar 2018 einen
Entsättigungs
-Index pro Stunde von 0.9 ergeben; die durchschnittliche Sauerstoffsättigung sei
bei 93.8 % gewesen. Die Gerätea
us
lesung vom 2
9.
Januar 2017 bis 2
9.
Januar 2018 habe eine Compliance von 97.8 % gezeigt.
Die MSLT vom 3. Mai 2018 habe eine deutlich verminderte Eins
chlaflatenz von fünf bis sechs M
inuten gezeigt. Es würden Hinweise für eine leichte bis moderate Schläfrigkeit
bestehen
trotz adäquater RP unter CPAP
-
The
rapie.
Trotz adäquater Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms bestehe eine persi
stierende Müdigkeit, die teilweise durch eine Tag
-
/Nacht-Verschiebung erklärt
sei. Bezüglich psychischer Erkrankungen könne sie keine Angaben machen.
Dr.
E._
wies darauf hin, dass bei
der Wiedereingliederung keine Tätigkeit im Schichtbetrieb aufgenommen werde
n sollte
. Aufgrund der aktuellen Müdigkeit und Einschlaflatenz sollte der Beschwerdeführer zudem kein Fahrzeug führen (Urk. 8/30/7-9).
Mit Verlaufsbericht
vom 30. Januar 2019 berichtete
Dr.
E._
, der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers sei stationär. Der Beschwerdeführer sei aus
pneu
mologischer
Sicht weiterhin arbeitsfähig; aus
psychologischer
Sicht in Bezug auf die organische
Hypersomnie
könne keine
Einschätzung abgegeben
werden (Urk. 8/41/4-7).
3.2.4
Der
Hausarzt
Dr.
B._
berichtete am 18. September 201
8
, seit Jahren
bestünden
eine Tagesmüdigkeit und -schläfrigkeit
.
S
eit dem Jahr 2010
sei
en
eine Verschlechterung der Beschwerden und
eine
depressive Verstimmung aufgetre
ten
.
Im Jahr 2012 sei
en
in der
Abteilung Pneumologie des
Spitals D._
die Diagnose eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms gestellt und eine CPAP-The
rapie installiert worden.
In allen CPAP-Kontrollen sei eine korrekte Verwendung des Gerätes attestiert worden. Trotzdem seien die Müdigkeit, Schläfrigkeit und die depressive Verstimmung unverändert geblieben. Eine psychiatrische Überweisung habe der Beschwerdeführer abgelehnt. Die
ebenfalls
im Jahr 2012 festgestellte subklinische Hypothyreose habe sich spontan normalisiert. Der Beschwerdeführer
sei für eine Schlafabklärung
an das
Sanatorium F._
üb
erwiesen worden. Im
Jahr 2017 s
ei wegen Blut im Stuhl eine Kolo
skopie durchgeführt worden, welche e
ine Proktitis
ulzerosa
gezeigt
habe
,
die
medikamentös
behandelt
worden sei
.
Zur
z
eit habe der Beschwerdeführer Durchfall, weshalb er wieder mit
Pentasa
und
Budenosid
behandelt
werde
.
Dr.
B._
attestierte dem Beschwerdeführer
vom
7.
Mai bis 15
.
Juni 2018 eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit und vom 16.
Juni bis 16. September 2018 eine solche von 50 %
(Urk. 8/38/2-3).
Am 22. März 2019
(Eingangsdatum)
hielt
Dr.
B._
fest,
de
r
Beschwerde
führer
könne im bisherigen Beruf als Elektriker nicht mehr arbeiten.
In einer
angepassten Tätigkeit, namentlich
in der aktuell ausgeübten Tätigkeit
als
Aus
hilfs
-Velomechaniker
(40 %-Pensum)
, bestehe
eine
Verminderung der
Leistungs
fähig
keit im Umfang von 60 %. Die verschiedenen therapeutischen Massnahmen hätten keine Besserung gebracht (Urk. 8
/
45/1-4).
3.2.5
Mit Bericht vom 27. September 2018
(Urk. 8/40)
hielten
die Ärztinnen des Sana
torium
s
F._
,
Dr.
med.
G._
und
Dr.
med.
H._
, Fachärztin Neurologie
sowie
Psychiatrie und Psychotherapie
fest
, der Beschwer
deführer leide seit seinem 25.
Lebensjahr unter starker Müdigkeit und Erschöp
fungszuständen. Im Jahr 2013 sei die Diagnose eines Schlafapnoe
-
/
Hypopnoe
-Syndroms gestellt worden. Trotz der täglichen Anwendung der Maske und objek
tivierbarer Normalisierung v
on Apnoe
-
/
Hypopnoe
-Index und ODI
leide der Be
schwerdeführer unverändert unter der ausgeprägten Tagesmüdigkeit und Tages
schläfrigkeit.
Aufgrund der da
raus folgenden Erschöpfungszustände habe er in den letzten Jahren mehrmals einen Job aufgeben müssen.
Unter der CPAP-Be
handlung sei die Schlafqualität
subjektiv gut
bei Ausbleibe
n der Erholsamkeit des Schlafes
. Die Tagesbefindlichkeit sei deutlich beeinträchtigt, der Beschwerde
führer fühle sich niemals ausgeschlafen. Teilweise habe er leichte nächtliche Schmerzen in Form von Rückenschmerzen. Nach körperlichen Aktivitäten
träten
Krämpfe am gesamten Körper auf,
welche
mit Magnesium behandelt w
ü
rden.
Der Beschwerdeführer habe angegeben, leichte Konzentrations- und Aufmerksam
keitsprobleme (morgens besser, abends schlechter) zu haben. Die Gedächtnis
leistung sei
jedoch
unauffällig
(S. 2)
. Bei zwei bis fünf Tagesschlafs
equenzen pro Tag bestehe eine deutliche
Monotonieintoleranz
.
Sodann leide der Beschwerde
führer an einer
starke
n
Tagesschläfrigkeit und eine
r
Einschlafneigung in uner
wünschten Situationen, es seien jedoch keine Hinweise auf affektiven
Tonusver
lust
, dissoziiertes Erwachen, Schlaflähmung, hypnagoge Halluzinationen oder automatisierte Handlungen festgestellt worden. Sodann
lägen
keine Hinweise auf
Parasomnien
vor
(S. 3)
.
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Ärztinnen eine nichtorganische
Hypersomnie
(
ICD-10
F51.1) sowie eine
Proctitis
ulcerosa
(
ICD-10
K51.2)
auf
.
D
as obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, die Adipositas per magna sowie die arterielle Hypertonie
seien
hingegen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
. Die
Hypersomnie
führe zu einer ausge
prägten Tagesmüdigkeit
und Tagesschläfrigkeit, welche die Arbeitsfähigkeit deut
lich einschränk
t
e
n (S. 4)
. Es
bestünden
folgende funktionellen Beeinträch
tigun
g
en
(S. 5)
:
-
Durchhaltefähigkeit: starke Beeinträchtigung
-
Kontaktfähigkeit zu Dritten: leichte Beeinträchtigung
-
Fähigkeit familiäre beziehungsweise intime Beziehungen zu führen: leichte Beeinträchtigung
-
Spontan-Aktivitäten: mittelgradige Beeinträchtigung
-
Verkehrsfähigkeit: starke Beeinträchtigung aufgrund der Tagesmüdigkeit und -schläfrigkeit
In Bezug auf die Arbei
t
sfähigkeit führten
Dr
.
G._
und
Dr.
H._
aus, dem Beschwerdeführer sei die bisherige Tätigkeit während zirka vier Stunden pro Tag zumutbar. Diese Tätigkeit sei bereits dem Leiden angepasst (S. 5).
Am 5. Februar 2019 berichteten
Dr.
G._
u
nd
Dr.
H._
von einem
stationär
en Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
.
Sie hielten fest, d
ie
Hypersomnie
be
dinge eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit und -schläfrigkeit, welche die Arbeits
fähigkeit deutlich einschränke. Auch eine adäquate Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms mittels CPAP-Maske habe zu keiner klinischen Verbesserung der Müdigkeit geführt.
Weiterhin würden alle zwei Wochen Konsultationen statt
finden.
Sie kamen zum Schluss, dass d
urch medizinische Massnahmen die Arbeits
fähigkeit nicht verbessert werden
könne
. Der Beschwerdeführer arbeite an vier halben Tagen (4.5 Stunden) pro Woche an einem geschützten Arbeitsplatz, wo er Veloreparaturen in einer Brockenstube
durchführe
(Urk. 8/42).
3.2.6
Am 2
4.
März 2020 erstatteten die Gutachter der
A._
das von der Beschwer
degegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachten (Urk. 8/61).
Sie führten
keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
auf
. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie ein
mittelschweres
obstruk
tives Schlafapnoe
-S
yndrom mit CPAP-Maskentherapie
(ED 2. Mai 2013, respira
torische Polygraphie vom 2. Mai 2013: Apnoe-
Hypopnoe
-Index 30,6/h, Sauer
stoff-
Desaturations
-Index 32,3/h)
, eine arterielle Hypertonie, eine Proktitis
ulce
rosa
, eine Adipositas Grad II sowie eine nichtorganische
Hypersomnie
(ICD-10: F51.1
, anamnestisch bestehend seit 1998
) und eine
Dysthymie
(ICD-10: F34.1; Urk. 8
/
61/6).
Im
internistischen
Gutachten (Urk. 8/61/10
-41
) führte
Dr.
med.
I._
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin,
aus
,
der Beschwerdeführer habe während der 90-minütigen Begutachtung nicht schmerzgeplagt oder anderweitig beein
trächtigt gewirkt; die äussere Erscheinung sei gepflegt, der Beschwerdefü
hrer
sei
freundlich und kooperativ
gewesen
(Urk. 8/61/33)
.
Der Beschwerdeführer habe
vorrangig Müdigkeit, Erschöpfung, eine verminderte Leistungsfähigkeit und einen
trotz CPAP-Maskentherapie nicht erholsamen Schlaf reklamiert, wogegen Darm
beschwerden aktuell nicht angegeben worden seien.
U
nter
antih
ypertensiver
Medikation sei
en
die kar
d
i
ale und pulmonale Befunderhebung in Ruhe wie auch
de
r
arterielle Gefässstatus unauffällig
gewesen
und auch nach der zügig durch
geführten
Belastungsphase seien keine Beschwerden reklamiert worden. Im EKG habe sich ein unauffälliger Stromkurvenverlauf präsentiert und die Blutdruck
messungen hätten in Ruhe sowie nach der Belastungsphase
normotone
Werte ergeben
. Neben der Adipositas habe die abdominelle Befunderhebung keine auf
fälligen Ergebnisse gezeigt. Die Inspektion des Analbereichs sei unauffällig und ohne richtungweisende
n
Befund gewesen.
Während der internistischen Unter
suchung sei der Beschwerdeführer stets
attent
und aufmerksam gewesen;
Hin
we
ise auf eine namhafte Müdigkeit oder
eine Erschöpfung
seien nicht festgestellt worden
. Die körperliche Unter
suchung habe keine Pathologie
n
gezeigt, welche kausal für die Schlafbeschwerden sein könnten. In Bezug auf
den
leicht erhöhten Wert der Erythrozyten sei eine hausärztliche Laborkontrolluntersuchung ausrei
chend. Internistisch werde
daneben
eine Gewichtsreduktion empfohlen, welche durch die Aufnahme eines mild beginnenden Ausdauertrainings unterstützt werden sollte.
Die eigenberichtete aktive Alltagsgestaltung (Erledigung sämtlicher Besorgungen zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr, Spaziergänge von täglich etwa 60 Minuten, im Sommer häufig einstündige Velofahrten und Pflege guter Sozialkontakte) sprächen für erhaltene Ressourcen (Urk. 8/61/36).
Au
f
dem internistischen Fachgebiet seien unter Berücksichtigung der
Vorakten
sowie
der aktuellen Anamnese
und
Befunderhebung keine Hinweise auf Erkrankungen ersichtlich, die eigenständige dauerhafte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführer
s
bedingen würden (Urk. 8/61/37).
Der Beschwerdeführer
könne ohne Einschränkungen in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit neun Stun
de
n anwesend sein
;
er sei 100 % arbeitsfähig. Auch rückblickend sei anamnestisch und aktenkundig keine internistische Gesundheitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Elektromonteur zu erkennen. In der Vergangenheit habe die schubweise verlaufende Proktitis zu vorüber
ge
henden Arbeitsunfähigkeitszeiten geführt, ohne dass daraus eine dauerhafte Limi
tation der Arbeitsfähigkeit abzuleiten
sei
. Eine angepasste Tätigkeit sei aus inter
nistischer Sicht nicht erforderlich (Urk. 8/61/39-40).
Der
pneumologische
Gutachter
Dr.
med.
J._
hielt
in seinem Gutachten (Urk. 8/61/42-72)
fest,
b
ereits Jahre vor der Diagnosestellung der obstruktiven Schlafapnoe
hätten
eine vermehrte Müdigkeit, Erschöpfbarkeit und Energielosig
keit bestanden. Aktenanamnestisch bestehe seit circa 1998 eine
Hypersomnie
;
diese habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gehabt (Urk. 8/61/66).
Rein von Seiten der obstruktiven Schlafapnoe
bestehe bei sehr guter Therapieadhärenz und technisch einwandfrei funktionierender Therapie kein Optimierungspotential. Es finde sich
kein Hinweis für eine relevante nächtliche Hypoventilation
(Urk. 8/61/68)
. Ein obstruktives Schlafapnoe
-S
yndrom führe in der Regel nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit, insbesondere nicht, wenn diese
wie beim Beschwer
deführer
gut behandelt sei. Es bestehe eine gewisse Diskrepanz zwischen dem ausgeprägten Krankheitsgefühl des Beschwerdeführers und der Einschätzung respektive den bisher getroffenen Massnahmen der behandelnden Ärzte.
Der Be
schwerdeführer arbeite seit März 2017 nicht mehr, eine unbefristete Arbeits
unfähigkeit sei jedoch erst im Februar 2019 attestiert worden (Urk. 8/61/69).
Gemäss
dem neurologischen Gutachten von
Dr.
med.
K._
(Urk. 8/61/73
-104)
lag
en
bei der Exploration
eine Auskunftsbereitschaft und eine
adäquat motivierte Mitarbeit vor. Der
Beschwerdeführer habe den
Untersu
chun
gs
raum mit einem flüssigen Gangbild betreten. An- und Auskleiden sei
en
selb
stän
dig und geschickt gelungen. Der Kopf sei spontan frei in alle Richtungen gewandt worden. Während der gesamten Untersuchung habe
der Beschwerde
füh
rer
kein
en
schmerzgeplagte
n
Eindruck
hinterlassen; es seien
kein Schonsitz, Schon
gang und keine Schonhaltungen
festgestellt worden
. Der BMI betrage 36.6
kg/m
2
(Urk. 8/61/96).
Es
hätten
sich
keine Hinweise
auf
eine Störung
der neuropsycho
logischen Funktionen (
Sprache, Rechnen, Schreiben, Handlungsplanung und -ausführung, räumliche
s
Vorstellungsvermögen und Orientierung, Links-Rechts-Orientierung, Körperschema, Wahrnehmung visueller, taktiler oder akustischer Reize
)
gezeigt
. Anhaltspunkte für eine neurologische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
seien nicht festgestellt worden
(Urk. 8/61/99). Für eine neu
rologisch begründete Schlafstörung sei kein Anhalt aktenkundig; auf neurolo
gischem Gebiet seien keine Erkrankungen aktenkundig und es hätten ke
ine Be
handlungen stattgefunden
(Urk.
8/61/101). In der angestammten Tätigkeit als Elektromonteur
bestehe keine
neurologisch begründete Minderung der Arbeits
fähigkeit (Urk. 8/61/102).
Im psychiatrischen Gutachten
(Urk. 8/61/105-137)
berichtete
Dr.
med
.
L._
über ständige Müdigkeit
des Beschwerdeführers
. Der Beschwerdeführer
habe geklagt,
nach kleineren Belastungen erschöpft
zu sein
.
Wegen eines Schlafap
noesyndroms werde
er
seit dem Jahr 2013 mit einer Beatmungsmaske behandelt und habe einen ausreichenden
,
jedoch nicht erholsamen Schlaf. Eine Proktitis
ulcerosa
sei
ebenfalls
bekannt. In Grenzen könne
der Beschwerdeführer
Freude entwickeln, sei aber unzufrieden mit seinem Leben und habe eine schwankende, zum Teil bedrückte Stimmungslage. Depressive Kardinalsymptome (tiefe Traurig
keit, Antriebs- und Freudverlust) seien nicht angegeben worden. Der Beschwer
deführer
besuche
seit mehreren Monaten in etwa vierwöchentlichem Abstand Psychotherapiesitzung
en bei einer
Psychosomatikerin
. Alle bisherigen Thera
pie
versuche (unter anderem mit Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungs
pro
duk
ten) hätten keine durchgreifende Besserung erzielt.
Nach Angabe des Be
schwerdeführers sei es ihm a
ls junger Mann besser gelungen, die Defizite zu kompensieren
;
m
ittlerweile sei
er dazu nicht mehr in der Lage. In den letzten Jahren seiner Berufstätigkeit habe er nur noch an temporären Arbeitsplätzen gearbeitet, sodass er sich nach einigen Monaten der Belastung wieder einige Monate habe a
usruhen können (Urk. 8/61/126-127
).
Der psychiatrische Sachver
ständige hielt fest, d
er Beschwerdeführer habe im Gespräch zugewandt und kooperativ gewirkt. Er habe Blickkontakt gehalten und eine angemessen modu
lierte Mimik und Gestik gezeigt. Im Gesprächsverlauf habe er wenig gelächelt;
auch
beim
Berichten
über
belastende
Situationen
habe er keine überschiessenden
emotionalen Reaktionen gezeigt. Konzentrationseinbrüche oder Gedächtnis
lücken
seien
nicht beobachtet
worden
.
Der Rapport sei gut geordnet und zielgerichtet gewesen; es seien nur wenige Nachfragen erforderlich gewesen.
Er habe lebens
geschichtliche Daten einordnen können und nicht durch Schmerzen oder Müdig
keit beeinträchtigt gewirkt (Urk. 8/61/128). Dr.
L._
diagnostizierte eine
Dysthymie
(ICD-10 F34.1
; Urk. 8/61/131
)
und
kam zum Schluss, dass der AMDP-konform erhobene Befund keine Hinweise auf die Kardinalkriterien einer de
pressiven Episode, keine kognitiven Störungen und keine Wachheitsstörung erge
ben habe. Es bestehe eine zeitweise gedrückte Grundstimmung mit beeint
räch
tigter Empfindung von Freude und Genuss, einer
Grübelneigung
und vermehrte
n
Zukunftssorge
n
.
Diese Konstellation sei gemäss ICD-10-Vorgaben mit einer
Dysthymie
gut vereinbar, da über mehrere Jahre immer wieder leichtgradige depressive Symptome aufgetreten seien, die jedoch nicht das Niveau einer depres
siven Episode erreicht
und zu keiner namhaften Beeinträchtigung beruflicher und sozialer Funktionen geführt
hätten
.
Die Diagnose einer
Dysthymie
werde durch die erhaltene Alltagsaktivität (eigenständige Haushaltsführung und Mobilität, soziale Kontakte) und durch die zurückhaltende Inanspruchnahme von Behand
lungsmassnahmen bestätigt (Urk. 8/61/132).
Die vom Beschwerdeführer angege
bene Tagesmüdigkeit und vermehrte Erschöpfbarkeit habe in der Untersuchung nicht bestätigt werden können. Er sei wach
und
attent
gewesen, zudem
habe
er
bei den gutachterlichen Untersuchungen am 10. Januar 2020 keine Anzeichen für Müdigkeit und Erschöpfung gezeigt. Es habe keine psychiatrische Erkrankung
festgestellt werden können
,
welche
die angegebene Tagesmüdigkeit und vermin
derte Belastbarkeit erklären würde. Es liege keine psychiatrische Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vor (Urk. 8/61/133). In der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer 100 % arbeitsfähig (Urk. 8/61/135)
.
Aus
dem
neuropsychologischen Gutachten
(Urk. 8/61/138-178)
von
Dr.
med.
M._
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, geht hervor, dass der Beschwerdeführer
über
Schwierigkeiten
mit dem
Gedächtnis und der Konzen
tration
klagte
; bei der Arbeit habe er mit der Konzentration Mühe (Urk. 8/61/159).
Dr.
M._
hielt fest, i
n der Untersuchung seien keine Hinweise auf eine kognitive Störung mit namhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
festgestellt worden;
d
er erhobene klinische Befund sei ohne Anhalt für eine kognitive Beein
träch
tigung gewesen. Der Beschwerdeführer sei wach, orientiert,
attent
, eloquent, mnestisch und in der Auffassung sicher gewesen und sei im Verlauf nicht ermüdet. Das Beschwerdevalidierungsverfahren habe keine Hinweise auf eine ein
geschränkte Leistungsmotivation gezeigt (Urk. 8/61/172).
In neuropsycho
logi
scher Hinsicht habe sich eine minimale Störung gezeigt, die allenfalls im Kontext der psychiatrisch diagnostizierten
Dysthymie
einzuordnen sei; eine namhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten oder einer ähnlichen Tätigkeit sei nicht zu erwarten (Urk. 8/61/173). Der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit aus neuropsychologischer Sicht 100 % arbeitsfähig
. Auch rückblickend sei keine neuropsychologische Störung mit minderndem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ersichtlich
(Urk. 8/61/175).
In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung
(Urk. 8/61/4-8)
führten
die Gutachter
aus
,
der Beschwerdeführer habe anlässlich der Begutachtung vorrangig eine vor
zeitige Ermüdbarkeit vorgetragen. D
ie
aktuellen
Befunde hätten eine leicht
e
de
pressive Störung (
Dysthymie
) gezeigt
und
sei
en
ohne erhebliche somatische Auf
fälligkeit
gewesen (Urk. 8/61/4)
. Die Indikatoren würden auf eine erhaltene Selbständigkeit, Selbstversorgungsfäh
igkeit und Aktivität hindeuten
, was die Annahme einer Arbeitsfähigkeit unterstütze
.
In den Akten werde ein gut be
handeltes Schlafapnoesyndrom genannt und
auch
die Proktitis
ulcerosa
sei
nicht als die Arbeitsfähigkeit
limitierend
eingestuft worden.
Die ak
tenkundige Diagnose einer nicht
-
organischen
– mithin weder internistisch/
pulmologisch
noch neuro
logisch erklärten –
Schläfrigkeit sei gestützt auf die subjektiven Angaben for
muliert worden und daraus sei eine Arbeitsunfähigkeit abgeleitet worden. Die objektiven Befunde würden jedoch keine
Vigilanzstörung
belegen; auch nicht unter kognitiv fordernden Bedingungen
(neuropsychologische Testung)
.
Zumin
dest die Ausprägung einer nicht-organischen
Hypersomnie
sei hier
also zweifel
haft und
ein überwiegend wahrscheinlicher behindernder Effekt
sei
somit nicht gegeben.
Die subjektiven Beschwerden könnten allenfalls der
Dysthymie
zuge
ord
net werden, eine objektiv auffällige Ermüdung sei jedoch nicht zu erheben gewesen. Eine Minderung der Arbeitsfähigkeit lasse sich
nicht hinr
e
i
chend be
gründen
(Urk.
8/61/4
-5
).
Die Gutachter führten zusammenfassend aus, dass
sich für die beklagte Müdigkeit/Ermüdung in den erhobenen Befunden kein ausrei
chendes Korrelat ergeben habe. Die Schlafapnoe sei aktenkundig bereits gut kom
pensiert. Aufgrund der anamnestisch nicht im Vordergrund s
t
ehenden Proktitis
ulcerosa
mit erhöhter Stuhlgangfrequenz sollte bei Arbeitstätigkeiten eine Toilette erreichbar sein, was jedoch regelhaft anzunehmen sei. In diesem Sinne sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
Dem Beschwerdeführer
werde
vorrangig
eine Gewichtsreduktion
empfohlen
, da dies
einen
positive
n
Effekt auf die Schlaf
apnoe
erwarten lasse
(Urk. 8/61/
6-
7).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte das Vorliegen einer
invalidenversiche
rungs
rechtlich relevanten
gesundheitlichen Beeinträchtigung
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
und somit auch eine massgebliche Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes s
eit Erlass der Verfügung vom 8.
Juni 2016 (Urk. 8/11) bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids
, welcher die
zeitliche Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis
bildet
(
E. 1.6). In medizinischer Hinsicht stützte sie sich hierbei insbesondere auf das polydisziplinäre Gutachten der
A._
vom 24. März 2020 (E. 2.1
, E. 3.2
.
6
).
4.2
Das polydiszipli
näre Gutachten vom 24. März 2020
erging in Kenntnis
der
und in Auseinandersetzung mit den relevanten
Vorakten
(Urk. 8/61/13 ff., 8/61/45 ff.,
8/61/76 ff., 8/61/108 ff., 8/61/141 ff., 8/61/179 ff.)
und
den geklagten Be
schwer
den sowie gestützt auf die
fachärztlichen
klinischen Untersuchungen (Urk. 8/61/23 ff., 8/61/55 ff.,
8/61/86 ff., 8/61/126 ff., 8/61/151 ff.)
. Die Gutachter
begründeten ihre
Einschätzungen
ausführlich und differenziert (vgl. Urk. 8/61/4 ff.,
8/61/36 ff., 8/61/66 ff.
, 8/61/100 ff., 8/61/131 ff., 8/61/172 ff.
), sie nahmen zu den Beurteilungen in den
Vorakten
einlässlich Stellung und begründeten – soweit Diskrepanzen bestanden (vgl. insbesondere Urk. 8/61/131 ff.) – abweichende Ein
schätzungen plausibel. Mithin erfüllt das Gutachten die rechtsprechungs
gemäs
sen
Anforderungen an
eine beweiskräftige medizinische
Entscheidungsgrundlage
, wes
halb darauf abgestellt werden kann
(E. 1.
6
).
4.3
Der Beschwerdeführer bemängelte das
A._
-Gutachten in verschiedener Hin
sicht.
Insbesondere
machte
er
geltend
, die
von de
r
behandelnden
Fachärztin des Sana
toriums
F._
, Dr.
H._
,
diagnostizierte
und
ihn massgeblich einschrän
kende Diagnose der
nichtorganische
n
Hypersomnie
sei von
keinem
Gutachter
gewürdigt worden
(Urk. 1/1 S. 7
Ziff. 2
)
. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass
d
ie Gutachter
in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung
auf die
fragliche
Diagnose eingingen
und zum Schluss
kamen
, die
se sei auf der Grundlage von
subjektiven
Angaben formuliert
worden
.
Die
von ihnen erhobenen
objektiven Befunde
zeigten
k
eine
Vigilanzstörung
, weshalb sie
die
Diagnose einer
nichtorganischen
Hyper
somnie
zumindest in ihrer Ausprägung
als
zweifel
haft erachte
ten und ein
en
überwiegend
wahrscheinlichen behindernden
Effekt ausschlossen. Die Gutachter
interpretierten
die Beschwerden am ehesten im Zusammenhang mit der
Dysthy
mie
.
Da indes
eine objektiv auffällige Ermüdung
anlässlich der Begutachtung
nicht zu erheben
war, verneinten sie eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(Urk. 8/61/5). Die beklagten Beschwerden fanden damit
– entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers –
Eingang in die Einschätzung der Gutachter
.
Davon ab
gesehen
kommt es bei der Beurteilung einer psychischen Störung
– worunter die nichtorganische
Hypersomnie
(ICD-10 F51.1) zu fassen ist –
nicht in erster Linie auf die Diagnose an, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkran
kung auf die Arbeitsfähigkeit hat (BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Was dieselbe an
belangt ist nachvollziehbar, dass die Gutachter davon ausgingen, die Arbeits
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sei nicht eingeschränkt, zumal beim Be
schwerdeführer während der gesamten Begutachtung
(vgl. die Explorationsdaten in Urk. 8/61/1)
keine
Vigilanzstörung
objektiviert und eine Ermüdung nicht fest
gestellt werden konnte
(vgl. dazu auch Urk. 8/61/23
,
8/61/36
, 8/61/128, 8/61/133-134, 8/61/161, 8/61/172
und
8/61/174)
.
Soweit der Beschwerdeführer die fachliche Qualifikation der Sachverständigen zur Beurteilung der
Hyper
somnie
in Frage stellte (Urk. 1
/1
S. 7 f. Ziff. 3
)
, ist darauf hinzuweisen, dass g
e
mäss dem vom Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) herausgegebenen Fähigkeitsprogramm Schlafmedizin (SGSSC
; einsehbar unter
https://www.siwf.ch/files/pdf23/fa_schlafmedizin_d.pdf
) die Neurologie, die Pneumologie und die Psychiatrie die hauptsächlichen Fachgesellschaften
sind
, welche sich mit der Diagnostik und Therapie von verschiedenen Schlaf-Wach-Krankheiten beschäftigen. Entsprechend beinhaltet die Weiterbildung zu einem dieser Facharzttitel bereits einen wesentlichen Anteil an Schlafmedizin. Ziel des Erwerbs des Fähigkeitsausweises in Schlafmedizin ist die Befähigung zur selb
ständigen und eigenverantwortlichen Diagnostik und Therapie von Schlaf-Wach-Störungen, wobei der Schlafmediziner nicht nur die Schlaf-Wach-Störungen aus seinem eigenen Fachgebiet, sondern alle zirka 80 Schlaf-Wach-Störungen gemäss der internationalen Klassifikation für Schlafstörungen (International
Classifi
cation
of
Sleep
Disorders
, ICSG) korrekt diagnostizierten und entweder selb
ständig oder in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachkollegen behandeln können soll.
Mit Blick auf die
in die Begutachtung
involvierten
Fachrichtungen
sind die vom Beschwerdeführer geäusserten Zweifel an
der fachlichen
Qualifi
kation
der Sachverständigen
unberechtigt, woran der Umstand, dass D
r.
H._
laut
Medizinalberuferegister
(https://www.medregom.admin.ch
; dort verzeichnet unter dem Namen
H._
, GLN
«...»
)
im Jahr 2019 den
privatrechtlichen Weiterbildu
ngstitel in Schlafmedizin SGSSC erlangte
, nichts zu ändern vermag.
Alleine aufgrund dessen ist
ihrer Einschätzung nicht der Vorzug zu geben, zumal
diese
im Wesentlichen a
uf dem
subjektiven Beschwerdevortrag des Beschwerdeführers
beruht
.
Schliesslich
ist es nicht angängig, eine medizi
nische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen. Anders verhält es sich, wenn die be
handelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen
(Urteil des Bundesgerichts
9C_338/2016 vom 21. Februar 2017 E. 5.5 mit Hinweisen). Letzteres ist vorlie
gend
nicht der Fall.
4.4
Mit dem Einwand, wonach dem neuropsychologischen Teilgutachten von Dr.
M._
die Beweiskraft abzusprechen sei, da dieser nicht über eine fachspezifische Aus- oder Weiterbildung verfüge (Urk. 1
/1
S. 9 f.),
dringt
der Beschwerdeführer
eben
falls
nicht durch. Eine neuropsychologische Abklärung stellt lediglich eine Zu
satzuntersuchung dar, die bei begründeter Indikation in Erwägung zu ziehen ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_851/2018 vom 23. Mai 2019 E. 4.2.1 mit Hinweis). Der Entscheid darüber unterliegt dem Ermessen der Experten (Urteil des Bun
desgerichts 9C_216/2018 vom 7. Septem
ber 2018 E. 3.5 mit Hinweis). Des Weite
ren schreiben weder Gesetz noch Rechtsprechung eine neuropsychologische Begutachtung vor, sondern dieser kommt ergänzender Charakter zu (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_55/2018 vom 30. Mai 2018 E. 6.4.1 und 8C_820/2016 vom 27. September 2017 E. 5.2). Selbst wenn davon auszugehen
wäre
, der neuro
psy
chologische Gutachter Dr.
M._
verfüge nicht über die nötigen fachlichen
Qualifikationen
für eine neuropsychologische Begutachtung, vermag dies nichts zu ändern, denn die
A._
-Gutachter konnten keine
rlei
Hinweis
e
auf eine Beein
trächtigung der kognitiven Funktionen feststellen (vgl. E. 3.2.6). Dass die behandelnden Ärztinnen des Sanatorium
s
F._
bei unauffälligem psychopa
thologischem Befund nach AMDP gestützt auf die Auswertung des Mini-ICF zum Schluss kamen, der Beschwerdeführer sei in seiner Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt, vermag nicht zu überzeugen, zumal auch die bildgebenden Be
funde keine biologischen Korrelate für kognitive Störungen lieferten und die
Lebensumstände beziehungsweise Alltagsbewältigung des Beschwerdeführers gegen
eine solche Annahme sprechen. Somit genügt das Gutachten auch unter diesem Blickwinkel den Anforderungen an die Beweiskraft (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
4.5
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Scheitern der Eingliede
rungs
bemühungen sei durch die Gutachter nicht gewürdigt worden (Urk. 1
/1
S. 9), ist festzuhalten, dass nach der Rechtsprechung die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Ge
sundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Ein
glie
derungsfachleute auf Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeits
leistungen zu beantworten ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_334/2018 vom 8. Januar 2019 E. 4.2.1
und
9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4, je mit Hin
weisen). Die Zusammenarbeit im
iiz
-Netzwerk des Kantons Zürich wurde abge
schlossen, nachdem der Beschwerdeführer angegeben hat
te
, dass für ihn die ge
sundheitlichen Themen im Vordergrund
stünden
und eine Arbeitsintegration für ihn aus diesem Grund noch nicht in Betracht komme (vgl.
Schreiben der Ge
schäftsstelle
iiz
vom 22. August 2018 betreffend Abschluss der Zusammenarbeit im
iiz
-Netzwerk des Kantons Zürich,
Urk. 8/35). Hinweise
darauf
, dass die Ein
gliederungsberater aus gesundheitlichen Gründen eine Eingliederung als nicht zumutbar erachteten
,
geh
en
aus den Akten
jedoch nicht hervor. Da die Gutachter gestützt auf die erhobenen Befunde eine erhebliche Funktionseinschränkung des Beschwerdeführers verneinten, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin keine weiteren Abklärungen in Bezug auf die Eingliederungs
bemü
hungen tätigte.
4.6
In Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand ist zudem Folgendes fest
zu
halten:
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be
weisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressiven Störung auszugehen ist, die nicht schon als
chronifiziert
gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1).
Der psychiatrische
A._
-
Gutachter
Dr.
L._
kam zum Schluss, dass sich keine Hinweise auf eine depressive Episode, eine kognitive Störung oder eine Wachheitsstörung ergeben
hätten
.
Es bestehe
eine
zeitweise
gedrückte Grund
stimmung mit beeinträchtigter Empfindung von Freude und Genuss
,
eine
r
Grübel
neigung
und vermehrte
n
Zukunftssorgen,
was mit den ICD-10-
Vorgaben einer
Dysthymie
gut vereinbar sei,
d
a beim Beschwerdeführer über mehrere Jahre immer wieder leichtgradige depressive Symptome aufgetreten
seien
,
welche
jedoch das Niveau einer depressiven Episode nicht erreich
t
und zu keiner nam
haften Beeinträchtigung beruflicher und sozialer Funktionen geführt
hätten (Urk. 8/61/132)
.
Diese Einschätzung erscheint im Lichte des
von Dr.
L._
erhobenen psychiatrischen Befundes (vgl. Urk. 8/61/129-130)
sowie seiner Fest
stellung, wonach die Diagnose einer
Dysthymie
durch die erhaltene Alltagsakti
vität und die zurückhaltende Inanspruchnahme von Behandlungsmassnahmen bestätigt werde (Urk. 8/61/132),
als nachvollziehbar und schlüssig,
weshalb
da
rauf abzustellen ist.
Dementsprechend
ist
mit Dr.
L._
(Urk. 8/61/133) das Vorliegen einer psychiatrischen Erkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu verneinen
. Eine
Indikatorenprüfung
nach
BGE
141 V 281
erübrigt sich damit,
da mit einer solchen
eine im Rahmen einer psychischen Diagnose attestierte Arbeitsunfähigkeit validiert wird
und dabei keine
höhere
Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte resultieren kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_
27
0
/2019 vom
5.
September 2019 E. 4.2.3)
.
Mangels Vorliegens einer die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden psychischen Erkrankung ist mithin
– ent
gegen dem Standpunkt des Beschwerdeführers (Urk. 1/1 S. 8)
-
keine Prüfung der Indikatoren n
ach BGE 141 V 281 erforderlich.
4.7
Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine langandauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausg
ewiesen ist. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hat sich seit der
einen Rentenanspruch
verneinenden Verfügung vom 8. Juni 2016 nicht an
spruchsrelevant verändert, weshalb
der Beschwerdeführer
weiterhin
keinen An
spruch auf eine Invalidenrente hat. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
5.
5.1
Mit Beschwerdeschrift vom 2. Juli
2020 beantragte der
Beschwerdeführer die
Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1
/1
S. 2). Der Beschwerde legte er eine Unterstützungsbestätigung des zuständigen Sozialzentrums vom 1. Juli 2020 bei (Urk. 3). Ferner bestätigte er, über keine Rechtsschutz
ver
sicherung zu verfügen (Urk. 1
/1
S. 2).
Die Bedürftigkeit gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ist damit ausgewiesen
.
Sein Rechtsbegehren erscheint zudem nicht aussichtslos,
weshalb dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung stattzugeben ist.
5.2
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem
kan
to
nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
wei
gerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des ge
setz
liche
n Rahmens (Fr. 200
.-
- bis Fr. 1’000.-
-) auf Fr.
8
00.--
festzusetzen. Aus
gangs
gemäss sind sie
dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgelt
lichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.3
Der Beschwerdeführer
ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach
er
zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald
er
dazu in der Lage ist.