Decision ID: 57dc0054-4f55-4c85-bc56-87df5744d92b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1970, war seit dem 1
4.
Januar 2002 bei der
Y._
als Mitarbeiterin Gastronomie tätig gewesen (Urk. 7/15/1-5 Ziff. 2.1), als sie sich am 1
5.
Oktober 2012 unter Hinweis auf
Osteonekrose
im Knie bei der Invali
denversi
cherung zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
7/1
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, liess die Versicherte durch ihren Regionalen Ärztlichen
Dienst
(RAD)
ärztlich
untersuchen (Untersuchungsbericht vom
1
4.
Oktober 2014
; Urk.
7/32/1-9
)
und sprach
ihr
nach
Erlass des Vorbescheids
(Urk.
7/36
) mit Verfügung vom
7.
Januar 2015 (Urk. 7/40/1-4,
Urk.
7/41/1-4) für die Zeit vom 1. August 2013 bis 3
1.
Januar 2014 bei einem Inva
liditätsgrad von 100 % eine ganze Rente und mit Wirkung ab 1. Februar 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 41
%
eine
Viertelsrente
, zuzüglich Kinderrenten
,
zu.
1.2
Mit Schreiben vom
9.
Juli 2015 (
Urk
7/44) teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe und ersuchte die IV
Stelle um erneute Überprüfung ihres Rentenanspruchs beziehungsweise um Revision der bisher ausgerichteten
Viertelsrente
. Die Versicherte liess bei der IV
Stelle zwei Berichte behandelnder Ärzte einreichen (
Urk.
7/45,
Urk.
7/50), worauf die IV-Stelle ihrerseits einen Bericht bei einem behandelnden Arzt der Versicherten (
Urk.
7/51/1-7) sowie einen Arbeitgeberbericht bei der
Y._
(
Urk.
7/53/1-5) einholte. Nach durchgeführtem
Vorbe
scheid
verfahren
(
Urk.
7/55
,
Urk.
7/61,
Urk.
7/66) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
6.
Februar 2016 (
Urk.
7/68 =
Urk.
2) keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Versicherten sowie einen unveränderten Invaliditätsgrad von 41
%
fest und verneinte deren Gesuch um revisionsweise Erhöhung der bisher ausgerichteten
Viertelsrente
.
2.
Gegen die Verfügung vom 2
6.
Februar 2016 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 1
8.
April 2016 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr mindestens eine
Dreiviertelsrente
auszu
richten; eventuell sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese ein
bidisziplinäres
, orthopädisches und psychiatrisches Gutachten einhole und anschliessend über ihren Rentenanspruch erneut verfüge. In prozessualer Hin
sicht stellte die Versicherte gleichzeitig Gesuche um unentgeltliche
Prozess
führung
und unentgeltliche Rechtsvertretung (S. 2).
Mit Beschwer
deantwort vom 1
2.
Mai 2016 (Urk. 6) be
antragte die
IV
Stelle die Abweisung der Be
schwerde, wovon der Beschwerdeführerin am 3
1.
August 2016 eine Kopie zuge
stellt wurde. Gleichzeitig wurde die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass über die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werde (Urk. 8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des
invalidi
tätsb
edingten
Betreuungsaufwandes der
v
ersicherten
Person
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
).
Die versicherte Person hat
im Gesuch um Revision
der Rente daher
glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidi
tät in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (
Urteile des Bun
desgerichts 9C_820/2010 vom 2
8.
Februar 2011 E. 2.1 und
I 896/05
vom 2
3.
Mai 2006
E. 2.1).
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaub
haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für
die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
Februar 2016 (Urk. 2) davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin nicht wesentlich verändert habe
und
dass ihr die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit unverändert im Umfang eines
Arbeitspen
sums
von 70
%
zuzumuten sei, weshalb weiterhin ein Anspruch auf eine
Vier
telsrente
bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 41
%
bestehe (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass sich ihr Gesundheitszustand seit der ursprünglichen
Zusprache
einer
Vier
telsrente
insbesondere hinsichtlich der Schulter- und Kniebeschwerden sowie der psychische
n
Beschwerden erheblich verschlechtert habe, und dass auf den zu einem gegenteiligen Schluss kommenden Bericht der RAD-Ärztin alleine nicht abgestellt werden könne (S. 13), weshalb die Sache zur ergänzenden Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei (S. 14).
2.3
Vor Erlass der angefochtenen Verfügung wurde der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin in materieller Hinsicht letztmals bei Erlass der ursprüngli
chen Verfügung vom
7.
Januar 2015 (
Urk.
7/40-41) geprüft. Darin ging die Beschwerdegegnerin von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ab Ende Oktober 2013 aus und setzte die der Beschwerdeführerin bisher ausgerichtete ganze Rente revisionsweise mit Wirkung ab
1.
Februar 2014 auf eine
Viertels
rente
herab.
Strittig und zu prüfen ist daher, ob auf die vorliegenden medizinische Akten abgestellt werden kann, und bejahendenfalls, ob in der Zeit seit Erlass der Ver
fügung vom
7.
Januar 2015 (
Urk.
7/40-41) bis zum Erlas
s
der angefochtenen Verfügung vom 2
6.
Februar 2016 (
Urk.
2) eine im revisionsrechtlichen Sin
n
e erheblich
e
Veränderung des massgeblichen Sachverhalts ausgewiesen ist.
3.
3.1
Bei Erlass der Verfügung vom
7.
Januar 2015 (
Urk.
7/40-41) stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung der Frage nach einer Verbesserung des Gesundheitszustandes per Ende Oktober 2013 auf den Untersuchungsbericht des RAD vom 1
4.
Oktober 2014 (Urk. 7/32) sowie auf dessen Stellungnahme vom 1
0.
Oktober 2014 (Urk. 7/34/4
5).
3.2
RAD-Ärztin med.
pract
.
Z._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, führte in ihrer Stellungnahme vom 1
0.
Oktober 2014 (Urk. 7/34/4-5) aus, dass der Beschwerdeführerin auf Grund des
Gesundheits
schadens
im Bereich ihres rechten Kniegelenks die Ausübung von das Kniege
lenk belastenden Tätigkeiten, welche regelmässiges schweres und mittelschwe
res Heben, Tragen und Transportieren von Lasten sowie Arbeiten auf Leitern und Gerüsten erforderten, die Ausübung ausschliesslich stehender Tätigkeiten und die Ausübung von Tätigkeiten, welche eine häufiges Bücken, Arbeiten in körperlichen Zwangshaltungen (wie beispielsweise Knien, Kriechen, Hocken) oder ein andauerndes Gehen und Stehen auf unebenem Grund erforderten,
sowie die Ausübung von Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit nicht mehr zuzumuten seien.
Demgegenüber sei der Beschwerdefüh
rerin die Ausübung
behinderungs
ange
passter
, überwiegend sitzender Tätigkeiten mit leichter Wechselbelastung (teil
weise sitzend und ebenerdig gehend), mit gelegentlichem körpernahem Heben und Tragen von Lasten bis 15 Kilogramm Gewicht weiterhin zuzumuten (
Urk.
7/34/4).
In der bisherigen Tätigkeit als Lebensmittelverkäuferin bestehe seit August 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. In behinderungsangepassten Tätigkeiten bestehe seit Oktober 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 30
%
(
Urk.
7/34/5).
3.3
In ihrem Untersuchungsbericht vom 1
4.
Oktober 2014 (
Urk.
7/32/1-9) erwähnte med.
pract
.
Z._
, dass die Beschwerdeführerin am 2
4.
September 2014 untersucht worden sei
,
und stellte die folgenden Diagnosen (Ziff. 8):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung des rechten Kniegelenks bei Gonarthrose
Lumbalgie bei flacher Skoliose
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Adipositas
Die RAD-Ärztin führte aus, dass die Beschwerdeführerin an einer fortgeschritte
nen Gonarthrose im Bereich ihres rechten Kniegelenks leide, und dass es sich bei der schmerzhaften Bewegungseinschränkung des rechten Kniegelenks um die ausschliessliche leistungsmindernde Funktionsminderung handle (
Ziff.
9).
Während der Beschwerdeführerin die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Servicekraft nicht mehr zuzumuten sei, sei ihr die Ausübung einer
behinde
rungsangepassten
, körperlich leichten, überwiegend sitzenden Tätigkeit mit der Möglichkeit zu leichter Wechselbelastung, ohne regelmässige Hebe- und
Trag
belastungen
über 10 Kilogramm, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten
,
ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulenbelastende und kniegelenks
belastende Tätigkeiten im Umfang eines Arbeitspensums von 70
%
seit Oktober 2013 zuzumuten.
4.
4.1
Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
6.
Februar 2016 (
Urk.
2) stellte sich der relevante medizinische Sachverhalt folgendermassen dar:
4.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
, stellte in seiner Stellungnahme vom 1
2.
Juni 2015 (
Urk.
7/42) die folgenden Diagnosen:
invalidisierende, medial betone Gonarthrose beidseits mit/bei
Fortbewegung nur durch Entlastung an zwei Gehstöcken
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit fortgeschrittenen, multisegmentalen, degenerativen Veränderungen
sekundäre AC-Gelenksarthritis und Arthrose durch Überlastung an Stöcken
Er erwähnte, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ver
schlechtert habe. Insbesondere seien durch die Stockentlastung
Schulterge
lenksbeschwerden
aufgetreten.
4.3
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
, führte in ihrer Stellungnahme vom 1
3.
August 2015 (
Urk.
7/50) aus, dass es bei der Beschwer
deführerin im vergangenen Jahr zu einer dramatischen Verschlechterung der körperlichen Symptome gekommen sei. Die Beschwerdeführerin sei am Ende ihrer seelischen Kräfte und entwickle zunehmend depressive Symptome.
4.4
Dr.
A._
stellte in seinem Bericht vom 1
4.
August 2015 (
Urk.
7/51/
5
-7) die folgenden Diagnosen (
Ziff.
1.1):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
chronischer Schulterschmerz, leichte AC-Arthrose,
Impingement
Syn
drom beidseits, links betont
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom und
Panvertebralsyndrom
bei:
kleiner
Protrusion
L5/S1 ohne neurale Kompression und ohne entzündliche oder postentzündliche Veränderungen
invalidisierende Gonarthrose beidseits, rechts betont, mit/bei:
Bone
Bruise
,
Osteonekrose
, luxiertem degenerativem Meniskus
Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
Adipositas mit/bei:
Magenbypass bei Adipositas per magna im Jahre 2001
Asthma bronchiale
Multiallergie mit
Quincke
Ödem auf Kirschen und Krevetten
Tendinose
der
Peroneus
brevis
Sehne im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks mit Verdacht auf Längsriss
chronische Eisenmangelanämie
Die Arbeitsfähigkeit werde vor allem durch einen invalidisierenden, rechtsseiti
gen Kniegelenksschmerz beeinträchtigt (
Ziff.
1.7). Die freie Gehstrecke sei auf 100 Meter eingeschränkt (
Ziff.
1.4). Durch die Stockentlastung sei es zu einer Überlastung der Schultergelenke gekommen. Im Rahmen eines Arbeitsversuchs sei die Beschwerdeführerin gegenwärtig bei ihrer bisherigen Arbeitgeberin im Umfang von zwei bis drei Stunden im Tag an der Kasse tätig. In diesem Umfang sei ihr die bisherige Tätigkeit weiterhin zuzumuten. Die Ausübung
behinde
rungsangepasster
Tätigkeiten sei ihr gegenwärtig im Umfang von zwei bis drei Stunden täglich bei einer Leistungsfähigkeit von 70
%
bis 80 % zuzumuten (
Ziff.
1.7).
4.5
Med.
pract
.
Z._
verneinte in ihrer Stellungnahme vom
3.
Oktober 2015 (
Urk.
7/54/3) eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin seit dem 2
2.
Dezember 2014 und führte aus, dass die von
Dr.
A._
(am 1
4.
August 2015) festgestellten Einschränkungen schon anläss
lich der RAD-Untersuchung (vom 2
4.
September 2014) bestanden hätten, und dass sich die Beweglichkeit des rechten Kniegelenks auf Grund der Beurteilung durch
Dr.
A._
im Vergleich zur RAD-Untersuchung sogar leicht gebessert habe. Es sei deshalb an der Beurteilung des RAD vom 2
2.
Dezember 2014 fest
zuhalten.
5.
5.1
Den erwähnten medizinischen Akten bei Erlass der ursprünglichen Verfügung vom
7.
Januar 2015 ist zu entnehmen, dass med.
pract
.
Z._
in ihrem Bericht vom 1
4.
Oktober 2014 (vorstehend E. 3.3) davon ausging, dass die Beschwerdeführerin an einer fortgeschrittenen Gonarthrose im Bereich ihres rechten Kniegelenks leide, und dass sie in ihrer Arbeitsfähigkeit ausschliesslich durch dieses Leiden beeinträchtigt werde.
Gemäss den medizinischen Akten zum Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
6.
Februar 2016 (
Urk.
2) ging
Dr.
A._
am 1
4.
August 2015 (vorstehend E. 4.4) davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht nur durch eine fortgeschrittene Gonarthrose im Bereich ihres rechten Knies, sondern auch durch eine solche im Bereich ihres linken Knies, durch eine leichte
AC-Gelenks
arthrose
, durch ein
Impingement
Syndrom im Bereich ihrer beiden Schultergelenke sowie durch ein
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom und durch ein
Panvertebralsyndrom
beeinträchtigt werde.
Damit werden neue Diagnosen gestellt, deren Aus
wirkungen jedoch, wie nachfolgend zu zeigen
ist
, unklar sind.
Demgegenüber vertrat med.
pract
.
Z._
in ihrer auf Grund der Akten verfassten Stellungnahme vom
3.
Oktober 2015 (vorstehend E. 4.5) die Ansicht, dass die von
Dr.
A._
am 1
4.
August 2015 festgestellten Einschränkungen schon anlässlich der RAD-Untersuchung vom 2
4.
September 2014 vorgelegen hätten, und dass im Vergleich zur Situation bei Erlass der ursprünglichen Verfügung vom
7.
Januar 2015 von einem weitgehend unveränderten Gesundheitszustand auszugehen sei.
5.2
In Bezug auf die Beurteilungen durch
Dr.
A._
gilt es zu berücksich
tigen, dass dieser Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
und nicht Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
ist (vgl. vorstehend E. 4.2). Nach der Rechtsprechung sind Kniegelenksbeschwerden jedoch in der Regel zumindest dann von einem orthopädischen Facharzt (mit
)
zubegutachten
, wenn ein wesentlicher Teil der die Heilbehandlung betreffenden medizinischen Akten von orthopädischen Fachärzten stammt und auch bereits verschiedene operative Eingriffe zu Behandlungs- und/oder Diagnosezwecken erfolgt sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_419/2014 vom 2
3.
September 2014 E. 7.2). Vorliegend wurde das rechte Kniegelenk der Beschwerdeführerin im Jahre 2013
arthroskopisch
(Urk. 7/21/4) und anschlies
send wiederholt mittels Infiltrationen (
Urk.
7/25/3) behandelt. Sodann wurde von den behandelnden Ärzten die Frage nach der Indikation für die Implanta
tion einer Kniegelenksprothese aufgeworfen (
Urk.
7/25/3). Bei der Frage nach den
verbleibenden funktionellen Leistungsdefizite
n gilt es daher auch die
voraussehbare prognostische Entwicklung
und insbesondere die Frage nach einer zukünftigen
chirurgisch
-
prothetische
n
Versorgung des Kniegelenks
zu prüfen
. Für die Beantwortung dieser Fragen kommt in erster Linie
ein
hiefür
als Operateur grundsätzlich befähigter Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
in Frage. Aus diesem Grunde kann auf die Beurteilungen durch
Dr.
A._
vorliegend nicht abgestellt werden.
Des Weiteren gilt es hinsichtlich der Beurteilung durch Dr.
A._
die Erfahrungstatsache zu beachten, wonach Hausärztinnen und Hausärzte sowie behandelnde Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_203/2015 vom 14. April 2015 E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts 4A_526/2014 vom
17. Dezember 2014 E. 2.4). Aus diesen Gründen kann auf die Beurteilungen durch
Dr.
A._
vorliegend nicht abschliessend abg
estellt werden.
5.3
In Bezug auf die Beurteilung durch med.
pract
.
Z._
vom
3.
Oktober 2015 (vorstehend E. 4.5) gilt es zu beachten, dass diese RAD-Ärztin der Beschwerdegegnerin ist, und dass Berichten versicherungsinterner mediz
inischer Fachpersonen rechtspre
chungsgemäss zwar Beweiswert zukommt, dass diesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe
nen externen Gutachten zu
erkannt wird, weshalb bei auch nur geringen Zwei
feln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli
chen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6). Vorliegend ist der Bericht durch
Dr.
A._
vom 1
4.
August 2015 (vorstehend E.
4.4
), worin dieser davon ausging, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch eine fortgeschrittene Gonarthrose im Bereich ihrer rechten und linken Kniegelenke, durch eine leichte AC-Gelenksarthrose, durch ein
Impingement
Syndrom im Bereich ihrer beiden Schultergelenke sowie durch ein chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom und
ein
Panvertebralsyndrom
beeinträchtigt werde,
immerhin
geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung durch med.
pract
.
Z._
zu erwecken
, werden darin doch Diagnosen genannt, die anlässlich der Untersuchung durch med.
pract
.
Z._
im September 2014 noch nicht vorhanden waren. Angesichts des fortschreitenden Charakters degenerativer Erkrankungen kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass diese neuen Diagnosen relevante Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben. Unklar ist auch, ob das bisherige Belastungsprofil (vgl. vorstehend E. 3.3) noch Geltung hat.
Demzu
folge kann auf
d
ie
Beurteilung
durch med.
pract
.
Z._
alleine
vorliegend
nicht abgestellt werden.
5.4
Auf Grund der unvollständigen medizinischen Aktenl
age können die Fragen
nach einer Verän
derung des Gesundheitszustandes beziehungsweise
nach
einer Veränderung des Umfangs
der hypothetischen Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in der bis
herige
n Erwerbstätigkeit und in zumutbaren
behinde
rungs
angepassten
Tätigkeiten zum Zeitpunkt b
ei Erlass der angefochtenen Ver
fügung vom 2
6.
Februar 2016 (Urk. 2)
im Vergleich zum Zeitpunkt des Erlasses der ur
sprünglichen Verfügung
nicht geprüft werden.
D
ie Fragen, ob von einer Implantation einer Kniegelenksprothese eine weitere Verbesserung der Arbeits
fähigkeit in zumutbaren behinde
rungsangepassten Tätigkeiten zu erwarten
wäre
und ob ein solcher medizinischer Eingriff der Beschwerdeführerin in
Nachach
tung
der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht zuzumuten wäre,
können
ebenfalls
nicht mit der notwendigen Klarheit und insbesondere nicht mit dem massgebenden Be
weisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit
beantwortet werden
.
Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid.
6.
6.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entschei
dung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist, oder wenn lediglich eine Klarst
ellung, Präzisierung oder Ergän
zung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hinweisen).
6.2
Vorliegend sind die Fragen nach
den Auswirkungen der neu gestellten Diagno
sen,
dem Umfang der hypothetischen Arbeitsfähigkeit de
r Beschwerdeführerin in der bis
herigen Erwerbstätigkeit und in zumut
baren behinde
rungsangepassten Tätigkeiten zum Zeitpunkt bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
6.
Februar 2016 (Urk. 2) sowie die Fragen, ob von einer Implantation einer Kniegelenksprothese eine weitere Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist und ob ein solcher medizinischer Eingriff der Beschwerdeführerin in
Nach
achtung
der ihr
obliegenden Schadenminderungs
pflicht zuzumuten wäre, bisher im Wesentlichen ungeklärt geblieben, weshalb die Sache an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen ist, damit sie den Sachverhalt
umfassend
abkläre. Die
Beschwerde
gegnerin
wird dabei sinnvollerweise eine orthopädische und even
tuell zusätzlich eine neurologische und/oder psychiatrisc
he Begutachtung der Beschwerde
führerin veranlassen und anschliessend über ihr Gesuch um Erhö
hung der ihr bisher ausgerichteten
Viertelsrente
erneut verfügen.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
7.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten
um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die
Kosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vo
m Streitwert unter Berücksichti
gung des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 7
00.-- fest
zusetzen
und
aus
gangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.
8.1
Nach § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer grundsätzlich Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
8.2
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdeführerin daher
Anspruch auf
eine
Pro
zess
ent
schädigung
, welche in Berücksichtigung
der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses
sowie eines
gerichtsüblichen Stundenansatz
es
von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehr
wertsteuer)
mit
Fr. 2‘500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zu bemessen
ist.
Bei dieser Sachlage erweisen
sich
die Gesuche der Beschwerdeführerin
vom 1
8.
April 2016 (Urk.1 S. 2)
um unentgeltliche
Prozessführung und um unent
geltliche Rechtsvertretung
für das vorliegende Beschwerdeverfahren als gegen
standslos.