Decision ID: ecacc690-ae3d-5e05-91e2-4632a05e5d10
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 31. Oktober 2011 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte,
dass er im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso am 9. November
2011 im Rahmen der Befragung zur Person – summarisch – zu seinen
Ausreisegründen befragt wurde,
dass das BFM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. Januar
2012 zu einer direkten Bundesanhörung vom 7. Februar 2012 vorlud,
dass der Beschwerdeführer dieser Vorladung keine Folge leistete, wes-
halb ihm das BFM die Gelegenheit einräumte, sich zu den Gründen sei-
nes Fernbleibens bis zum 17. Februar 2012 zu äussern,
dass sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Februar 2012 dazu
vernehmen liess,
dass das BFM mit Verfügung vom 21. Februar 2012 – eröffnet am
23. Februar 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. c des Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht
eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz verfüg-
te und den Vollzug der Wegweisung anordnete,
dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom
29. Februar 2012 (Postaufgabe) Beschwerde erhebt und beantragt, auf
das Gesuch sei einzutreten, es sei der Vollzug der vorläufigen Wegwei-
sung aufzuheben, es sei die Verfügung der Vorinstanz aufzuheben und
es sei das Verfahren zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurück zu
weisen,
dass er in prozessualer Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses und um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
ersucht,
dass die vorinstanzlichen Akten am 6. März 2012 beim Bundesverwal-
tungsgericht eingingen,
dass der Beschwerdeführer im Nachgang zur Rechtsmitteleingabe ein
Schreiben zu den Akten reicht (Eingang Bundesverwaltungsgericht am
7. März 2012),
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Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Re-
gel – so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105
AsylG i. V. m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde le-
gitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und
Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise
einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es
sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt,
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-
wechsel verzichtet wird,
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es
das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-
instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5),
dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prü-
fung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neu-
er Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1;
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Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle
Kognition zukommt,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende auf
andere Weise als den in Art. 32 Abs. 2 Bstn. a und b AsylG genannten
Gründen ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft und in grober Weise verletzen
(Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG),
dass die Mitwirkungspflicht des Gesuchstellers eine aktive Mitarbeit an
der Feststellung des Sachverhalts verlangt, wozu insbesondere auch sein
Erscheinen zu den Anhörungen und die Beantwortung der gestellten Fra-
gen gehört (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG),
dass eine Verletzung der Mitwirkungspflicht dann als grob zu bezeichnen
ist, wenn dadurch die Abklärungen des Falles erheblich erschwert werden
(vgl. EMARK 1995 Nr. 18 E. 3c S. 187 f.),
dass das Nichterscheinen an einer Anhörung, zu der ein Asylsuchender
ordnungsgemäss eingeladen worden ist, als Verhinderung einer konkret
vorgesehenen Verfahrenshandlung gelten muss und eine grobe Verlet-
zung der Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG dar-
stellt (vgl. EMARK 2000 Nr. 8 E. 7a S. 69 f.; EMARK 2003 Nr. 22 E. 4a
S. 142 f.; zur Qualifizierung einer Mitwirkungspflicht als grob vgl. auch
EMARK 2001 Nr. 19 E. 4a S. 142, EMARK 2003 Nr. 21 E. 3d S. 136),
dass das Asylgesetz dabei keinen Vorsatz voraussetzt (vgl. EMARK 2000
Nr. 8), weshalb auf ein Asylgesuch nicht einzutreten ist, wenn der Asylsu-
chende diese Pflicht in schuldhafter Weise verletzt hat,
dass unter einer schuldhaften Mitwirkungspflichtverletzung im Gegensatz
zur strafrechtlichen Terminologie eine solche zu verstehen ist, bei welcher
die betreffende Person durch aktives Handeln zur Verletzung beiträgt
oder ein Handeln unterlässt, das ihr aufgrund ihres Alters, ihrer Ausbil-
dung, ihrer beruflichen und sozialen Stellung vernünftigerweise zugemu-
tet werden kann,
dass der Beschwerdeführer bei Einreichen des Asylgesuches mit Abgabe
des Merkblattes für Asylsuchende über seine Verpflichtung zur Mitwirkung
am Verfahren aufmerksam gemacht worden ist, insbesondere auch dar-
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auf, sich den Behörden zur Verfügung zu halten und jeder Vorladung und
Aufforderung zur Mitwirkung am Verfahren nachzukommen und er bestä-
tigte, das Merkblatt gelesen und verstanden zu haben (vgl. Akten BFM
A5/11 S. 2),
dass unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer die Vorladung rechtzei-
tig ordnungsgemäss zugestellt wurde und er den darin erwähnten Vorla-
dungstermin zur Kenntnis genommen, jedoch an der Anhörung nicht teil-
genommen hat,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs mit
schriftlicher Stellungnahme vom 13. Februar 2012 als Erklärung seines
Nichterscheinens ausführte, im Anschluss an eine Unterkunftskontrolle
der Polizei vom 3. Februar 2012 habe er in seinem Zimmer die Vorladung
zur Anhörung sowie das Zugsticket nicht mehr vorgefunden und dies der
Leitung der Unterkunft gemeldet,
dass ihm die Leitung der Unterkunft ausgerichtet habe, man werde se-
hen, was man tun könne,
dass er am 6. Februar 2012 bis um 16.30 Uhr zugewartet und sich dann
bei der Leitung der Unterkunft wieder gemeldet habe, ihm jedoch erklärt
worden sei, das Büro sei nun geschlossen und man könne nichts tun,
dass er sich zum Sozialamt nach B._ begeben habe, dieses aber
bereits geschlossen gewesen sei, weshalb er nach Hause zurückgekehrt
sei,
dass er am nächsten Tag, dem Tag des Anhörungstermins, wiederum das
Sozialamt in B._ aufgesucht habe, ihm jedoch beschieden worden
sei, er solle um 14.00 Uhr wieder erscheinen, da im Moment das Amt in
Bern geschlossen sei,
dass ihm anlässlich des Termins von 14.00 Uhr auf dem Sozialamt die Te-
lefonnummer des BFM ausgehändigt worden sei und er der zuständigen
Person des BFM telefonisch mitgeteilt habe, er habe nicht zur Anhörung
erscheine können, da er nach dem Besuch der Polizei in der Unterkunft
seine diesbezüglichen Papiere nicht mehr gefunden habe,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführte, die Vorbringen
des Beschwerdeführers in der schriftlichen Stellungnahme, die Polizei
habe die Anhörungsvorladung beziehungsweise sein Zugticket beschlag-
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nahmt, hätten sich durch entsprechende Abklärungen des BFM nicht er-
härten lassen und seien deshalb unglaubwürdig,
dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe vorbringt, das
BFM sei in der angefochtenen Verfügung auf die Begründung in seiner
schriftlichen Stellungnahme nicht näher eingegangen und habe nur abge-
klärt, ob die Polizei das Ticket beschlagnahmt habe, während sein weite-
res Vorgehen jedoch unbestritten sei und ihm in diesem Punkt keine
Pflichtverletzung angelastet werde,
dass das BFM dabei übersehen habe, dass eine Verletzung seiner Mit-
wirkungspflicht nur bei unentschuldbarem Missachten der Vorladung zur
Anhörung gegeben sei,
dass dieser Darstellung des Beschwerdeführers nicht gefolgt werden
kann,
dass das BFM in der Begründung der angefochtenen Verfügung sehr
wohl auf die vorgebrachten Gründe in der schriftlichen Stellungnahme
des Beschwerdeführers vom 13. Februar 2012 eingegangen ist und die
wesentlichen Vorbringen zwar in zusammenfassender, aber korrekt wie-
dergegebener Form dargestellt hat,
dass an der Feststellung des BFM, der Beschwerdeführer habe sich erst
am Tag nach dem Anhörungstermin (demnach am Mittwoch, den 8. Feb-
ruar 2012) beim BFM telefonisch gemeldet, nicht zu zweifeln ist und dies
in der Rechtsmitteleingabe auch nicht bestritten wird,
dass den Erklärungsversuchen des Beschwerdeführers in der Rechtsmit-
teleingabe, wonach er sich richtig verhalten, an den entsprechenden Stel-
len um Hilfe ersucht und schnellstmöglich Mitteilung erstattet habe, nicht
gefolgt werden kann,
dass gemäss den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe am Samstag,
den 4. Februar 2012, ein Mann des Zentrums in leitender Funktion dem
Beschwerdeführer geholfen habe, das Ticket zu suchen,
dass der Beschwerdeführer im zur Rechtsmitteleingabe nachgereichten
Schreiben ausführt, dieser Mann sei Nachtwächter im Asylzentrum, kön-
ne den vom Beschwerdeführer dargelegten Sachverhalt bestätigen und
würde diesbezüglich nächste Woche ein Schreiben einreichen,
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dass dieses Schreiben nicht abzuwarten und der entsprechende Antrag
abzuweisen ist, da aufgrund nachfolgender Erwägungen in Beachtung
der Regeln der antizipierten Beweiswürdigung nicht erwartet werden
kann, die Angaben des Nachtwächters würden in entscheidwesentlicher
Hinsicht zu einer anderen Beurteilung der Sache führen,
dass demnach auch der Beweisantrag, den Nachtwächter telefonisch zu
kontaktieren und die Angaben mündlich bestätigen zu lassen, abzuwei-
sen ist,
dass für das Gericht nicht strittig ist und nicht bezweifelt wird, dass dieser
Mann dem Beschwerdeführer am 4. Februar 2012 bei der Suche nach
der Anhörungseinladung und dem Zugsticket behilflich gewesen ist und
diese nicht aufgefunden werden konnten,
dass jedoch für das Gericht in Berücksichtigung der gesamten Sachlage
nicht nachvollziehbar erscheint, dass der Beschwerdeführer bei ernsthaf-
ten Bemühungen nicht imstande gewesen sein soll, in der Zeit vom
4. Februar 2012 bis zum 7. Februar 2012 frühmorgens - auch wenn sich
diese Zeit teilweise über ein Wochenende erstreckte - mit Hilfe der Unter-
kunftsleitung oder anderer zuständiger Stellen die Einhaltung des Anhö-
rungstermins vom 7. Februar 2012 zu organisieren und sicherzustellen,
dass insbesondere vernünftigerweise nicht nachvollziehbar ist, wenn sich
der Beschwerdeführer am 6. Februar 2012 gemäss Rechtsmitteleingabe
bis um 16.00 Uhr und gemäss schriftlicher Stellungnahme vom 13. Feb-
ruar 2012 bis um 16.30 Uhr von der Heimleitung in der Angelegenheit
hätte hinhalten lassen,
dass zudem festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer den weiteren
Ablauf seines Handelns insoweit nicht kongruent schildert, als er in der
Rechtsmitteleingabe entgegen den Ausführungen in der Stellungnahme
vom 13. Februar 2012 den gescheiterten Besuch des Sozialamtes in
B._ vom 6. Februar 2012 nicht erwähnt,
dass einerseits der Beschwerdeführer zumindest damit hätte rechnen
müssen, beim Sozialamt in der Stadt B._ vor verschlossenen Tü-
ren zu stehen, wenn er sich, wie in der Stellungnahme vom 13. Februar
2012 ausgeführt, erst nach 16.30 Uhr von der Unterkunft aus auf den
Weg dorthin gemacht hat und davon ausgegangen werden muss, dass
ihm die Öffnungszeiten des Amtes bekannt waren,
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dass es schliesslich selbstredend für die Einhaltung des Anhörungster-
mins beim BFM vom 7. Februar 2012 nicht tauglich ist, wenn er anstelle
dieses Termins das Sozialamt in B._ nochmals aufsucht,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung demnach im Resultat das
Verhalten des Beschwerdeführers (unentschuldigtes Nichterscheinen zur
Anhörung) zu Recht als schuldhafte und grobe Verletzung der Mitwir-
kungspflicht wertete,
dass der Schilderung in der Rechtsmitteleingabe, der Beschwerdeführer
habe nicht fahrlässig gehandelt, sondern mit allen ihm zur Verfügung ste-
henden Mitteln versucht, ein neues Ticket zu bekommen oder die Anhö-
rung zu verschieben, offenkundig nicht gefolgt werden kann,
dass er vielmehr durch aktives Handeln oder zumindest durch Unterlas-
sungen von Handlungen, die ihm vernünftigerweise hätten zugemutet
werden können, zur groben Verletzung der Mitwirkungspflicht entschei-
dend beigetragen hat,
dass die weiteren Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeig-
net sind, die vom Beschwerdeführer begangene Mitwirkungspflichtverlet-
zung zu rechtfertigen,
dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. c
AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan-
ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf
Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE
2008/34 E. 9.2 S. 510, EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen
Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt,
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG,
SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder
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des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-
genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass es der Beschwerdeführer durch sein unentschuldigtes Nichterschei-
nen zur Anhörung unterliess, bei der Erhebung des mit Blick auf die Fest-
stellung seiner allfälligen Flüchtlingseigenschaft rechtserheblichen Sach-
verhalts mitzuwirken, und aus diesem Verhalten zu schliessen ist, dass er
in seinem Heimatland aktuell keinen ernsthaften Nachteilen im Sinne von
Art. 3 AsylG ausgesetzt ist oder dort solche zu befürchten hat,
dass der Vollzug der Wegweisung unter diesem Umständen in Beachtung
dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zu-
lässig ist, zumal aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers anlässlich
der Befragung zur Person vom 9. November 2011 sowie den übrigen Ak-
ten auch keine konkreten Hinweise auf eine menschenrechtswidrige Be-
handlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK,SR 0.101) er-
sichtlich sind, die ihm in seinem Heimatland droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-
nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Not-
lage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimatland noch individuelle Gründe
auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle seiner
Rückkehr schliessen lassen und diesbezüglich auf die zutreffenden Er-
wägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.),
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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, in-
wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtser-
heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1
VwVG),
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
abzuweisen ist, da sich die Rechtsbegehren als aussichtlos erwiesen
(Art. 65 Abs. 1 VwVG),
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses gegenstandlos ist.
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