Decision ID: b8751ffc-d1b4-5de4-b51e-c562fd0c3430
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren  am 14. März 2009 verliess, via Brazzaville auf dem Luftweg nach Rom gelangte und von dort herkommend am 2. April 2009 in die Schweiz einreiste, wo sie gleichentags im Empfangs- und  Z._ um Asyl nachsuchte,
dass sie am 15. April 2010 im Transitzentrum Altstätten summarisch zu ihrem Reiseweg und zu den Gründen, weshalb sie ihr Land verlassen habe, befragt wurde, und ihr gleichentags das rechtliche Gehör im  auf eine allfällige Wegweisung nach Belgien (Dublin-Verfahren) gewährt wurde,
dass das BFM am 21. April 2009 die belgischen Behörden gestützt auf einen Eurodac-Treffer (Datenbank, Fingerabdruckvergleich) um  der Beschwerdeführerin ersuchte,
dass die zuständige belgische Behörde in ihrer Antwort vom 23. April 2009 mitteilte, die Beschwerdeführerin habe am 1. Dezember 2008 an der belgischen Grenze um Asylgewährung ersucht,
dass ein Fingerabdruckvergleich ergeben habe, dass diese zuvor in Portugal in Erscheinung getreten sei,
dass die portugiesischen Behörden am 27. Januar 2009 einer  der Beschwerdeführerin zugestimmt hätten, worauf sie am 5. Februar 2009 nach Lissabon transferiert worden sei,
dass somit Belgien nicht für die Behandlung des Asylgesuchs der  zuständig sei,
dass das BFM am 27. April 2009 gestützt auf diese Angaben Portugal um Rückübernahme der Beschwerdeführerin ersuchte,
dass die zuständige portugiesische Behörde am 12. Mai 2009 einer Rückübernahme der Beschwerdeführerin zustimmte,
dass das BFM der Beschwerdeführerin am 16. Juni 2009 das  Gehör zum Abklärungsergebnis betreffend Zuständigkeit Portugals gewährte und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme zu einer allfälligen Rückführung in dieses Land gewährte,
Seite 2
D-6229/2010
dass sich in den vorinstanzlichen Akten eine diesbezügliche,  Stellungnahme der Beschwerdeführerin findet (A28/2), welche vom zwischenzeitlich mandatierten Rechtsvertreter mit Eingabe vom 24. Juni 2009 ergänzt wurde,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe unter anderem , ihr erstes Asylgesuch sei Anfang 2009 in Portugal abgelehnt und sie sei von dort in ihr Heimatland zurückgeschickt worden,
dass der Rechtsvertreter ergänzend vorbrachte, die  habe in Portugal nie ein Asylverfahren durchlaufen und sei  nie nach ihren Fluchtgründen befragt worden,
dass die Beschwerdeführerin am 25. Juni 2009 zwei Zeitungen im  zu den Akten reichen liess, in welchen über ihren Fall  worden sei,
dass in dieser Eingabe die Befürchtung geäussert wurde, die  werde ohne effektives Asylverfahren respektive ohne Anhörung von Portugal wieder direkt ausgeschafft,
dass gemäss einer Aktennotiz des Bundesamtes vom 29. Juni 2010 die Dublin-Überstellungsfrist nach Portugal aufgrund eines internen Fehlers bereits seit längerem abgelaufen sei und somit das nationale Verfahren (wieder) aufgenommen werde,
dass die Beschwerdeführerin am 16. Juli 2010 vom Bundesamt direkt zu ihren Asylgründen angehört wurde,
dass die Beschwerdeführerin zur Begründung des Asylgesuchs im  geltend machte, sie und ihr Freund B._ seien für das "Mouvement de Libération du Congo" (MLC) tätig gewesen,
dass B._ anlässlich einer Demonstration am 19. März 2008 festgenommen und erst nach zwei Wochen wieder zurückgekehrt sei,
dass sie und B._ sich zusammen mit einem Cousin von  rund ein Jahr später, am 7. März 2009, auf den Weg zu einem Hochzeitsfest gemacht hätten,
dass sie drei anlässlich eines Zwischenhalts bei einem Freund von B._ unter anderem über Politik diskutiert hätten, was Letzteren
Seite 3
D-6229/2010
dazu bewogen habe, eine DVD, welche er von Mitgliedern des MLC aus London erhalten habe, abzuspielen,
dass der ältere Bruder des Freundes von B._, welcher im  Haus gewohnt habe, die Behörden benachrichtigt habe, worauf nach einer knappen Stunden plötzlich Soldaten gekommen seien, sie (die Beschwerdeführerin), B._ sowie dessen Cousin  und anschliessend festgenommen hätten,
dass sie getrennt worden seien, sie selber in das Gefängnis von Y._ gebracht und dort in der Nacht vergewaltigt worden sei,
dass sie am nächsten Morgen anlässlich eines Verhörs ohnmächtig geworden und in der Folge zunächst in die nahe gelegene  gebracht worden sei, von wo aus man sie ins Spital [...] ver legt ,
dass ihr ein Nachbar und ihr Pastor mit Hilfe eines Krankenpflegers zur Flucht verholfen hätten,
dass der besagte Nachbar, ein Polizeioffizier, ihrem Freund B._ ebenfalls zur Flucht verholfen und ihnen mitgeteilt habe, Letzterer  seit seiner Festnahme vom 19. März 2008 immer noch von den  gesucht,
dass sie beide vor diesem Hintergrund am 14. März 2009 nach Braz - zaville gefahren seien, wo B._ von Unbekannten erschossen worden sei und sie selber einen Flug nach Rom genommen habe,
dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 30. Juli 2010 – eröffnet am 2. August 2010 – ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen anführte, die angeblich am 9. Februar 2009 erfolgte Rückschaffung der  von Portugal in ihren Heimatstaat entspreche mit  Wahrscheinlichkeit nicht den Tatsachen, weshalb ihre später datierenden Verfolgungsvorbringen ernsthaft anzuzweifeln seien,
dass diese Zweifel aufgrund zahlreicher Unstimmigkeiten in den  der Beschwerdeführerin erhärtet würden,
Seite 4
D-6229/2010
dass auf die vorinstanzliche Begründung – soweit diese  ist – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 1. September 2010 gegen diesen Entscheid beim  Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM vom 30. Juli 2010 sei aufzuheben, es sei die  der Beschwerdeführerin festzustellen und ihr Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässigkeit oder zumindest die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige  anzuordnen,
dass ferner in verfahrensrechtlicher Hinsicht die unentgeltliche  zu bewilligen, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und der Beschwerdeführerin in der Person des Unter - zeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu stellen sei,
dass mit der Rechtsmittelschrift unter anderem eine "Attestation " des "Hopital [...]" vom 20. August 2010 zu den Akten gereicht wurde,
dass auf die Begründung der Rechtsbegehren – soweit  – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,
dass mit Zwischenverfügung des Gerichts vom 9. September 2010 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) abgewiesen und die Beschwerdeführerin aufgefordert wurde, bis zum 24. September 2010 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.– zu leisten,
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. September 2010 darum ersuchen liess, wiedererwägungsweise die unentgeltliche Rechtspflege – zumindest betreffend Kostenvorschuss – zu gewähren,
dass mit Zwischenverfügung vom 14. September 2010 das Gesuch um wiedererwägungsweise Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege respektive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses  und die Beschwerdeführerin aufgefordert wurde, den mit  vom 9. September 2010 erhobenen Kostenvorschuss bis zum 24. September 2010 zu leisten,
Seite 5
D-6229/2010
dass auf den Inhalt der Zwischenverfügungen vom 9. und 14.  – soweit für den Entscheid wesentlich – in den nachfolgenden  einzugehen sein wird,
dass der Kostenvorschuss am 21. September 2010 geleistet wurde,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-33 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 sowie Art. 105 AsylG),
dass die Beschwerdeführerin durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
Seite 6
D-6229/2010
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in  Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass in der Zwischenverfügung des Gerichts vom 9. September 2010 die Rechtsbegehren als aussichtslos bezeichnet wurden,
dass zur Begründung unter anderem angeführt wurde, die  Ausführungen in Bezug auf die geltend gemachte Rückschaffung der Beschwerdeführerin durch die portugiesischen Behörden dürften zu schützen sein (vgl. angefochtene Verfügung Ziff. I/1 S. 4 3. Absatz),
dass folglich auch – wie in der Beschwerde beantragt – keine weiteren Abklärungen bei den portugiesischen Behörden erforderlich ,
dass die Aussage der Beschwerdeführerin, sie habe kein Papier auf sich getragen, als sie von Portugal nach Angola zurückgekehrt sei (vgl. Akten BFM A38 S. 8 F51), nicht glaubhaft sein dürfte,
dass eine (zwangsweise) Rückführung von Portugal nach Angola in diesem Fall – d.h. ohne dass die Beschwerdeführerin selber Identitäts-
Seite 7
D-6229/2010
papiere auf sich getragen hätte – wohl in Begleitung stattgefunden  dürfte, die Beschwerdeführerin indessen an keiner Stelle von den "ausschaffenden Beamten" (vgl. Beschwerde S. 5 unten) erzählt habe (vgl. diesbezüglich auch A38 F56 S. 8),
dass die angebliche Rückkehr in den Heimatstaat auch aus den  von der Vorinstanz angeführten Gründen nicht glaubhaft ,
dass die Beschwerdeführerin ferner ausgeführt habe, sie sei am 9. März 2009 ("Ich kann das nicht vergessen.") ins "[...]" gebracht und anschliessend in das Spital "[...]" verlegt worden (vgl. A38 S. 15 F136 und S.16 F147) respektive sie sei "in der Nacht vom 9. auf den 10. März 2009", als sie im "[...]" gewesen sei, in das genannte Spital  worden (vgl. A1 S. 6 f.),
dass in der mit der Beschwerde eingereichten "Attestation Medicale" des "Hospital [...]" bestätigt werde, die Beschwerdeführerin sei "dans la nuit du 08 auch 09 Mars 2009" im Spital angekommen,
dass sich diese Bestätigung nicht mit den vorgenannten Angaben im Asylverfahren vereinbaren liessen,
dass in der "Attestation Medicale" sodann ausgeführt werde, die  sei "dans un état d'inconscience" eingeliefert , was sich ebenfalls nicht mit den Angaben der  decke, gemäss welchen sie im "[...]" ohnmächtig gewesen sei (vgl. A38 S. 16 F145),
dass diese Widersprüche die Unglaubhaftigkeit der Rückkehr in den Heimatstaat bekräftigen dürften,
dass vor dem Hintergrund einer unglaubhaften Rückkehr den  die Grundlage entzogen sein dürften,
dass sodann keine Veranlassung bestehe, weitere – in der  beantragte – medizinische Abklärungen anzuordnen respektive ei - nen Arztbericht abzuwarten und der diesbezügliche Antrag  sei (vgl. Beschwerde S. 7),
dass der Rechtsvertreter in seiner Eingabe vom 10. September 2010 (Wiedererwägungsgesuch betreffend unentgeltliche Rechtspflege und
Seite 8
D-6229/2010
Kostenvorschusserhebung) den vorstehenden Erwägungen im  unter anderem entgegensetzte, die "Attestation Medicale" des "Hopital [...]" stamme immerhin von einer medizinischen Fachperson aus der Heimat der Beschwerdeführerin und enthalte keine objektiven Fälschungsmerkmale,
dass es "ein gerüttelt Mass an Argwohn" brauche, um in einer  solche Widersprüche zu suchen, nur weil mit Bezug auf das Datum der Einlieferung ein Tag Differenz zu den erinnerten  Vorbringen bestehe und der Zeitpunkt der Ohnmacht anders  werde,
dass ferner eine "derart oberflächliche Beurteilung des Falles" nur mit dem "Vorurteil «Afrikabeschwerde»"zu erklären sei,
dass in der Zwischenverfügung des Gerichts vom 14. September 2010 (Abweisung des Wiedererwägungsgesuchs betreffend unentgeltliche Rechtspflege und Kostenvorschusserhebung) unter anderem  wurde, bei der Begründung der Eingabe vom 10. September 2010 dürfte es sich um appellatorische Kritik handeln, welche keine veränderte Sachlage herbeizuführen vermöge,
dass die Zwischenverfügung vom 9. September 2010 im Übrigen  Begründungselemente hinsichtlich der festgestellten  der Rechtsbegehren enthalte (siehe ebenda S. 2 unten und S. 3 oben),
dass in Bezug auf die Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen der  an dieser Stelle vorab auf die vorinstanzlichen  in der angefochtenen Verfügung und auf die hiervor  Zwischenverfügungen vom 9. und 14. September 2010  werden kann,
dass sich zwischenzeitlich keine andere Beurteilung aufzudrängen vermag,
dass lediglich im Sinne einer Ergänzung anzufügen ist, dass die  anlässlich der einlässlichen Anhörung durch das Bundesamt vom 16. Juli 2010 erklärte, sie habe eine Freundin, welche portugiesische Verwandte und einen Onkel habe, der bei der  Botschaft arbeite,
Seite 9
D-6229/2010
dass diese Freundin vorgeschlagen habe, in Portugal Ferien zu  (A38 F23 S. 4),
dass sie weder in Belgien noch in Portugal ein Asylgesuch gestellt  (A38 F27 und F29 S. 4 f.),
dass sich diese Angaben nicht mit der Stellungnahme der  zum Abklärungsergebnis betreffend Dublin-Verfahren  lassen, wonach ihr Asylgesuch in Portugal abgelehnt worden sei (vgl. A28/2),
dass die Asylvorbringen der Beschwerdeführerin aufgrund der  Erwägungen als offensichtlich unglaubhaft zu bezeichnen sind,
dass bei dieser Sachlage auf die weiteren Ausführungen in der  nicht näher eingegangen werden muss, da sie nicht zu einer anderen Sichtweise zu führen vermögen,
dass es der Beschwerdeführerin somit offensichtlich nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu , weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die  Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und der vor-
Seite 10
D-6229/2010
maligen Schweizerischen Asylrekurskommission ARK der gleiche  wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: /Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung nach Kongo (Kinshasa) unter Berücksichtigung der allgemeinen Lage und beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen grundsätzlich als  erachtet (vgl. EMARK 2004 Nr. 33 E. 8.1 - 8.3 S. 232 ff., vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-1177/2010 vom 24. März 2010, D-7028/2008 vom 14. Juni 2010 und D-1005/2010 vom 24.  2010),
Seite 11
D-6229/2010
dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt sind, da die  eigenen Angaben zufolge seit dem Jahr 2002 bis zu ihrer Ausreise im März 2009 ihren Wohnsitz in Kinshasa hatte und dort auf einem Markt als Verkäuferin von Kinderkleidern erwerbstätig war ("So habe ich mich durchgeschlagen"; vgl. A1 S. 2),
dass ferner ein Onkel sowie andere Verwandte der  in Kinshasa wohnten (vgl. A1 S. 1 und A38 F63 S. 9) und weitere nahe Angehörige im Heimatstaat leben (vgl. A1 S. 3), womit sie über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt, welches sie bei einer  unterstützen kann,
dass der Beschwerdeführerin schliesslich gemäss eigenen Angaben am 12. Juni 2009 im Inselspital Bern aus dem Bauch "gutartige " entfernt wurden (A28/2),
dass sie anlässlich der Anhörung vom 16. Juli 2010 angegeben hat, es gehe ihr (gesundheitlich) gut (vgl. A38 F174 S. 18), und seither keine Arztberichte Eingang in die Akten gefunden haben, weshalb davon auszugehen ist, dass im heutigen Zeitpunkt keine medizinischen  vorliegen,
dass sich im Übrigen das mit Zwischenverfügung vom 9. September 2010 abgewiesene Gesuch um Anordnung weiterer medizinischer  vordergründig nicht auf die Unterleibsschmerzen der  bezog (vgl. mit der Beschwerde eingereichte Kopie eines Schreibens des Rechtsvertreters an Dr. med. C._ vom 20. August 2010),
dass somit weder allgemeine noch individuelle  gegen den Vollzug der Wegweisung sprechen,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei - matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
Seite 12
D-6229/2010
dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist, , inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem in dieser Höhe am 21. September 2010 geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 13
D-6229/2010