Decision ID: 95070131-c0c2-4034-afb2-1c9efcd35209
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführerin – eine ethnische Han-Chinesin mit letztem
Wohnsitz in B._, Provinz Fujian – eigenen Angaben zufolge im (...)
2020 die Volksrepublik China verlassen hatte und am 26. September 2020
in die Schweiz einreiste, wo sie einen Tag später um Asyl nachsuchte (Vor-
habens-Nr. [...]; nachfolgend SEM-Akten [A]),
dass sie am 30. September 2020 eine Vollmacht zu Gunsten der zugewie-
senen Rechtsvertretung unterzeichnete,
dass am 5. Oktober 2020 ihre Personalien aufgenommen wurden (A9) und
am 14. Oktober 2020 ein Dublin-Gespräch stattfand (A13), bei welchem
der Reiseweg sowie die Gesundheit der Beschwerdeführerin im Mittel-
punkt standen,
dass sie am 23. Oktober 2020 der Vorinstanz medizinische Berichte ein-
reichte (A20 ff.), welche sich auf ein (...) Problem beziehen,
dass sie – eine Angehörige des christlich-(...) Glaubens – am 10. Novem-
ber 2020 im Beisein ihrer Rechtsvertreterin sowie einer männlichen Be-
gleitperson zu ihren Asylgründen angehört wurde (A26),
dass sie im Wesentlichen geltend machte, sie sei aufgrund ihrer wichtigen
Funktion in der Kirchgemeinde B._ (B._, A41 F44) Ende (...)
von der chinesischen Regierung (respektive der Kommunistischen Partei)
für ungefähr (...) Monate inhaftiert und nach ihrer Freilassung überwacht
worden,
dass sie am 12. November 2020 dem erweiterten Verfahren und dem Kan-
ton C._ zugewiesen wurde und die zugewiesene Rechtsvertretung
am 24. November 2020 die Niederlegung des Mandats anzeigte,
dass die Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende C._ dem SEM
am 22. Dezember 2020 die Übernahme des Mandats anzeigte und eine
Vollmacht vom 14. Dezember 2020 zu den Akten reichte,
dass am 21. Juni 2021 – im Beisein der Rechtsvertreterin und derselben
männlichen Begleitperson wie bei der ersten Anhörung – eine ergänzende
Anhörung (A41) stattfand,
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dass das SEM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
7. Dezember 2021 – einen Tag später eröffnet – ablehnte sowie die Weg-
weisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,
dass es zur Begründung einleitend ausführte, eine Gesamtwürdigung der
Aussagen lasse nicht darauf schliessen, dass sich die Geschehnisse auf
die von der Beschwerdeführerin dargelegte Art und Weise zugetragen hät-
ten,
dass es weiter im Wesentlichen erwog, es schliesse zwar nicht aus, dass
sie dem christlich-(...) Glauben angehöre und sich im Rahmen ihrer Kirch-
gemeinde karitativ betätigt habe,
dass jedoch nicht glaubhaft sei, dass sie in wichtiger Position für die (...)
der Kirchgemeinde zuständig gewesen sei und dem (...) gedient habe so-
wie aufgrund dieser Tätigkeiten inhaftiert und verfolgt worden sei,
dass das SEM aufgrund teils längerer Redebeiträge mit mehr Substanz
auch nicht ausschliesse, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich einmal
inhaftiert gewesen sei,
dass dieser Umstand alleine keine Furcht vor flüchtlingsrelevanter Verfol-
gung begründe, zumal die geltend gemachten Gründe für die Haft nicht
glaubhaft seien,
dass sie sich sodann problemlos einen neuen Reisepass habe ausstellen
lassen und mit diesem ausreisen können,
dass die geltend gemachte Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft der
Kirchgemeinde der Stadt B._ flüchtlingsrechtlich unbeachtlich sei,
dass der in Kopie eingereichte Fahndungsbrief lediglich einen geringen Be-
weiswert aufweise und daher nicht behilflich sei, zumal er auch inhaltlich
nicht mit den von ihr geltend gemachten Gründen übereinstimme,
dass schliesslich keine Hindernisse gegen einen Wegweisungsvollzug zu
erkennen seien,
dass die Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid am 6. Januar 2022
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte und beantragt,
nach Aufhebung der Verfügung sei ihre Flüchtlingseigenschaft anzuerken-
nen und ihr Asyl zu gewähren, eventualiter sei sie wegen Unzulässigkeit
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oder Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen,
subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen,
dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht eine angemessene Nachfrist zwecks
«Beschwerdeergänzung» anzusetzen, die unentgeltliche Rechtspflege zu
gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten
sei,
dass die zuständige Instruktionsrichterin des Bundesverwaltungsgerichts
mit Zwischenverfügung vom 10. Januar 2022 feststellte, der Beschwerde
fehle jegliche Begründung, weshalb sie sich als unzulässig erweise,
dass der Beschwerdeführerin unter Androhung des Nichteintretens auf die
Beschwerde eine Notfrist zu deren Verbesserung angesetzt wurde,
dass die Beschwerdeführerin durch ihre neu mandatierte Rechtsvertreterin
am 14. Januar 2022 fristgerecht eine Beschwerdeverbesserung einreichte
und zusätzlich beantragte, die Rechtsvertreterin sei als amtliche Rechts-
beiständin zu bestellen,
dass sie im Wesentlichen einwendet, sie habe über ihre Inhaftierung und
die erlebten Misshandlungen äusserst detailliert berichtet, weshalb diese
Gegebenheiten als glaubhaft zu qualifizieren seien,
dass sie ausserdem anlässlich der Beschwerdebesprechung angedeutet
habe, dass sie während ihrer Haftzeit sexuell misshandelt worden sei
(m.H.a. A26 F152 und A41 F121),
dass ihre Tätigkeiten in der Kirchgemeinde nicht hochkomplex gewesen
seien und es schlicht nicht viel mehr dazu zu sagen gebe als sie es getan
habe, ohne kirchliche Geheiminformationen preiszugeben,
dass ferner ihre Rolle als (...) eine routinierte Angelegenheit gewesen sei,
welche sich nicht von derjenigen einer (...) in der Schweiz unterscheide,
weshalb die Beschwerdeführerin im Rahmen der Anhörungen nicht ver-
standen habe, was sie noch mehr hätte vorbringen können,
dass bezüglich der Kopie des Fahndungsbriefes keine Anhaltspunkte für
eine Fälschung vorlägen und das Beweismittel Vorbringen der Beschwer-
deführerin stütze,
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dass sie aufgrund ihrer Tätigkeit und ihrer Funktion in der Kirchgemeinde
damit rechne, jederzeit ein weiteres Mal in Haft genommen zu werden,
dass ferner die Lage für Christen in der Volksrepublik China äusserst be-
sorgniserregend sei,
dass am 20. Januar 2022 eine Fürsorgebestätigung mit Datum vom 19. Ja-
nuar 2022 und eine Kostennote der Rechtsvertretung zu den Akten ge-
reicht wurden,
dass das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Pro-
zessführung mit Zwischenverfügung vom 9. Februar 2022 mangels Erfolg-
schancen der Beschwerde abwies und die Beschwerdeführerin auffor-
derte, innert Frist einen Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 750.– zu leis-
ten,
dass gleichzeitig auch das Gesuch um Beigabe der Rechtsvertreterin als
amtliche Rechtsbeiständin abgewiesen wurde,
dass der Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– am 23. Februar 2022
fristgerecht geleistet wurde,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-
det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor
welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG
[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
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dass auf die frist- und mit der nachgereichten Begründung auch formge-
rechte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1
VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass vorauszuschicken ist, dass sich die ausführliche Begründung in der
angefochtenen Verfügung als zutreffend erweist, weshalb vorab auf die Er-
wägungen des SEM verwiesen werden kann,
dass die Argumente in der Beschwerde respektive der nachgereichten Be-
gründung nicht überzeugen,
dass dies auch bezüglich der monierten Übersetzungsschwierigkeiten zu-
trifft, zumal sich die Beschwerdeführerin in der ersten Anhörung für die Hilfe
der Dolmetscherin ausdrücklich bedankt und ihre Arbeit gelobt hat (A26
F97 und 128),
dass die Beschwerdeführerin erst bei der ergänzenden Anhörung die dol-
metschende Person – auch rückwirkend auf die erste Anhörung – kritisiert
hat (z.B. A41 F1 und 32 ff.), wobei ein Grund hierzu – wie beispielsweise
eine andere Betonung in der chinesischen Sprache (A41 S. 22) – nicht er-
sichtlich ist, zumal die auch die Begleitperson der Beschwerdeführerin die
Richtigkeit der Aussprache der dolmetschenden Person bestätigt hat (A41
S. 22),
dass die dolmetschende Person klarstellte, bei Unklarheiten werde sie die
Beschwerdeführerin zurückfragen (A41 F62 und 76), was diese auch getan
hat (A41 F72 und 125),
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dass der Beschwerdeführerin schliesslich am Ende der jeweiligen Anhö-
rungen das Protokoll rückübersetzt wurde (darauf wurde ausdrücklich ver-
wiesen [A41 F33]) und sie somit Gelegenheit erhalten hat, Unstimmigkei-
ten klarzustellen, was sie auch tat,
dass sie mit ihrer Unterschrift jeweils abschliessend nicht nur die Überset-
zung in eine ihr verständliche Sprache bestätigte, sondern auch, dass das
Protokoll vollständig sei und ihren freien Äusserungen entspreche (A26
S.22, A41 S.23),
dass insgesamt keine Hinweise dafür ersichtlich sind, dass der Sachverhalt
aufgrund von Übersetzungsschwierigkeiten nicht hinreichend erstellt wäre,
dass in der Beschwerde vorgebracht wird, die Beschwerdeführerin habe
während der geltend gemachten Haft sexuelle Übergriffe erlitten und der
Sachverhalt sei diesbezüglich möglicherweise noch nicht erstellt,
dass es aber bereits während der Anhörungen Hinweise auf sexuelle Über-
griffe gegeben habe (m.H.a. A26 F152, A41 F121),
dass sowohl anlässlich der ersten als auch der ergänzenden Anhörung die
Verfahrensvorschriften für den Fall, das geschlechtsspezifische Verfolgung
geltend gemacht wird, eingehalten wurden (Art. 17 Abs. 2 AsylG; Art. 6 der
Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]),
dass zwar eine männliche Person an den Anhörungen teilgenommen hat,
es sich dabei allerdings um eine Begleitperson der Beschwerdeführerin
handelte,
dass zusammenfassend keine formellen Fehler seitens des SEM festzu-
stellen sind und der Sachverhalt hinreichend erstellt ist, weshalb der Rück-
weisungsantrag abzuweisen ist,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde
ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass die Aussagen der Beschwerdeführerin über ihre Funktion in der Kirch-
gemeinde – insbesondere ihre angebliche Zuständigkeit die (...) betreffend
(A26 F92) – entgegen ihrer Behauptung in der Beschwerde tatsächlich als
pauschal und substanzlos zu qualifizieren sind, sodass sich kein auch nur
einigermassen substanziiertes Bild von der angeblichen Wichtigkeit ihrer
Tätigkeit ergibt, obwohl sie «als Hauptverantwortliche der (...) der Kirche»
(A41 F123) für (...) verantwortlich gewesen sei (A26 F117 ff.),
dass sie diesbezüglich nur oberflächlich (...) vom In- und Ausland erwähnte
(A26 F117 ff.; A41 F60 f.), welche zuhause bei Glaubensgenossen oder auf
einem (...) aufbewahrt (A26 F123 und 129; A41 F63 ff. und 78) und später
primär an Bedürftige verteilt worden seien (A26 F92),
dass insbesondere ihre Aussagen über die (...) der Kirchgemeinde (A26
F120 ff.; A41 F64 ff.) kaum darauf schliessen lassen, dass die Beschwer-
deführerin eine «erfahrene (...)» (A26 F151) dieser Gemeinde war, ist doch
bei einer solchen Position ohne Weiteres davon auszugehen, sie würde
über mehr Wissen verfügen,
dass dieses Vorbringen einer wichtigen und angesichts der Umstände
heiklen Funktion auch mit der Behauptung in der Beschwerdeschrift, ihre
Tätigkeit sei nicht hochkomplex gewesen, nicht zu vereinbaren ist,
dass ihre Aussagen zu ihren Tätigkeiten und ihrer Funktion, die letztlich zu
ihrer Verhaftung geführt hätten, auch sonst keine persönlichkeitsbezoge-
nen Merkmale beinhalten und insgesamt unspezifisch ausgefallen sind,
dass auch ihre Ausführungen zu ihrer Arbeit als (...) äusserst vage ausge-
fallen sind (A41 F71 und 76) und der Verweis, die Rituale würden wie die-
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jenigen in der Schweiz oder sonst auf der Welt ablaufen (A41 F72 ff.), wes-
halb sie nicht gewusst habe, welche Antworten die Vor-instanz erwarte,
nichts zu ihren Gunsten bewirkt,
dass sie sich wiederholt – auch in der Beschwerde – auf eine Art «Geheim-
nis der Kirche» beruft, weshalb sie nicht mehr erzählen dürfe (A26 F124 f.,
129, 137 und 141 ff.; A41 F68 ff.),
dass diese Erklärung zu ihren Lasten geht, zumal sie verkennt, dass sie
als Schutzsuchende gehalten ist, ihr Gesuch im Rahmen ihrer Mitwirkungs-
pflicht zu begründen (Art. 8 AsylG), auf welche sie vom SEM ebenso hin-
gewiesen wurde (A26 S. 2 und F144; A41 S. 2 und F70), wie auf den Um-
stand, dass das SEM seinerseits die Informationen vertraulich behandeln
werde,
dass das SEM insgesamt zu Recht geschlossen hat, dass der geltend ge-
machte Grund einer möglicherweise einmal erfolgten Inhaftierung – die
Funktion der Beschwerdeführerin in der Kirchgemeinde – nicht glaubhaft
im Sinne von Art. 7 AsylG ist,
dass die angeblich nach der Haft erfolgte tägliche Überwachung der Be-
schwerdeführerin oder ihrer Mutter – auch nach Hinweisen, sie solle so
ausführlich wie möglich die Fragen beantworten – nur pauschal und ohne
Realkennzeichen umschrieben wurde (z.B. A26 F45, 47 und 152; A41
F100 und 103 ff.),
dass die Beschwerdeführerin ferner angab, sie sei (...) Monate später – im
(...) 2020 – problemlos mit ihrem eigenen Reisepass ausgereist (A26
F83 ff.; A41 F11), den sie, ebenfalls problemlos, vor der Ausreise respek-
tive ungefähr in der (...) 2019 (A41 F7 f.) erhalten habe (A26 F74 ff.),
dass die Beschwerdeführerin zwar später angab, sie habe den Pass be-
reits vor ihrer Verhaftung, nämlich im Jahr (...) (A41 F20) erhalten, diese
Angabe angesichts der vorherigen mehrfachen Angaben aber als nachge-
schoben und deshalb unglaubhaft zu werten ist,
dass die vorgebrachte problemlose Ausreise mit dem zuvor problemlos er-
haltenen Reisepass mit der geltend gemachten täglichen Überwachung
und der befürchteten Verhaftung nicht zu vereinbaren ist und diese Um-
stände sowohl gegen eine subjektiv also auch gegen eine objektiv begrün-
dete Furcht vor Verfolgung sprechen,
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dass das SEM hinsichtlich des Fahndungsbriefes zu Recht auf den von
vornherein geringen Beweiswert der Kopie verweist und der pauschale Ein-
wand in der Beschwerde, es lägen keine Hinweise für eine Fälschung vor,
nichts bewirkt,
dass bezüglich der Verfolgung von Christen in der Volksrepublik China da-
rauf hinzuweisen ist, dass staatlich registrierte Kirchen einen grösseren
Spielraum in der Gestaltung ihres religiösen Lebens haben (vgl. hierzu
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge [BAMF, Informationszentrum Asyl
und Migration], Länderreport 20 China, Situation der Christen, Stand:
10/2019),
dass diesbezüglich die reine Behauptung der Beschwerdeführerin, die Kir-
che (respektive ihre Kirchgemeinde) sei nicht registriert, die gründlichen
Ausführungen des SEM zur Frage der registrierten Kirchen nicht umzu-
stossen vermag,
dass der geltend gemachte Tod ihres Vaters im Jahr (...) (A41 F85) offen-
sichtlich eine Reflexverfolgung nicht zu begründen vermag,
dass zwar das SEM eine Haft der Beschwerdeführerin nicht gänzlich aus-
schliesst, eine solche aber auch nicht für überwiegend wahrscheinlich er-
kennt,
dass angesichts der nicht glaubhaft gemachten Gründe für diese angebli-
che Haft auch nicht glaubhaft gemacht ist, sie sei – sollte sie tatsächlich
stattgefunden haben – von flüchtlingsrechtlicher Relevanz,
dass vor diesem Hintergrund auch nicht weiter auf diese Haft und insbe-
sondere die geltend gemachten sexuellen Übergriffe einzugehen ist,
dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-
schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das
Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen
besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen
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steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet
wurde,
dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-
mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard
wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu
beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen völ-
ker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es der
Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im
vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,
dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat
drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter
und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung
oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
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wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
dass weder die allgemeine Lage in der Volksrepublik China noch individu-
elle Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführerin im Falle
einer Rückkehr schliessen lassen,
dass die Beschwerdeführerin insbesondere über ein soziales Netzwerk in
ihrem Heimatstaat verfügt,
dass nicht nur ihr vormaliger Ehemann und ihre minderjährige Tochter (mit
Jahrgang [...]) dort leben (zu welchen sie wenig Kontakt habe [A26 F27]),
sondern auch die ihr nahstehende Mutter und ihre beiden Geschwister (alle
in B._, wo auch die Beschwerdeführerin den grössten Teil ihres Le-
bens verbrachte [A26 F14 ff.]) sowie ihre Glaubensgenossen,
dass sie ferner eine Ausbildung an der pädagogischen Universität von
D._ absolvierte und über eine langjährige Berufserfahrung als (...)
verfügt (A26 F8, 39, 59 ff. und 90), weswegen davon auszugehen ist, dass
sie in ihrem Heimatstaat ohne weiteres wirtschaftlich wieder Fuss fassen
kann,
dass auch ihre gesundheitlichen Probleme – im (...) Bereich sowie bezüg-
lich ihres Blutdrucks – nicht gegen einen Wegweisungsvollzug sprechen,
wie das SEM bereits in seiner Verfügung feststellte,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
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dass der einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 750.– zur Bezahlung der
Verfahrenskosten zu verwenden ist.
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