Decision ID: a650c2d5-eae5-4e1f-a1ac-e8f07c5646b7
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach der 1959 ge
bo
re
nen
X._
mit Verfügung vom 4. Mai 2005 rückwirkend auf den
1. September 2004 eine
Viertelsrente
zuzüglich Kinderrente zu (Urk. 8/19). Nach
dem sie ab 8. Juni 2006 krankgeschrieben worden und ihr Arbeits
ver
hält
nis als
Küchenhilfe in einem Alters- und Pflegeheim per Ende Mai 2007 auf
ge
löst worden war, ersuchte sie am 20. Dezember 2006 um eine Rentenerhöhung (Urk. 8/21).
Nach
Beizug
der medizinischen und erwerblichen Akten sowie des
Gut
ach
tens der
Y._
vom 2. April 2008 verfügte die IV-Stelle am 17. November 2008 die Aufhebung der Rente (Urk. 8/63). Auf die dagegen gerichtete Beschwerde der
Versicherten vom 5. Januar 2009 hin hob das hiesige
Sozialver
si
che
rungs
ge
rich
t
mit Urteil vom 24. Mai 2010 (Verfahrens-Nr. IV.2009.00007) die Ver
fü
gung vom
17. November 2008 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, da
mit diese
nach durchgeführten Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu ver
füge (Urk. 8/73).
Die IV-Stelle zog die Berichte der behandelnden Ärzte bei und veranlasste ein
e neue Begutachtung beim
Z._
(Urk. 8/94-96). Nach Eingang des Gutachtens vom 3. November 2011 und dessen von der IV-Stelle veranlassten Ergänzung vom 17. No
vem
ber 2011 (Urk.
8/98
-100) verfügte die IV-Stelle am 25. April 2013 nach Durchführung
des
Vorbescheidverfahrens
, in dessen Verlauf der Vorbescheid vom 20. De
zem
ber
2011 (Urk. 8/107) durch den Vorbescheid vom 25. Juli 2012 ersetzt wurde (Urk. 8/116), die Weiterausrichtung der
Viertelsrente
über Dezember 2008 hi
n
aus und die Aufh
ebung dieser Rente auf das Endes
des der Zustellung fol
gen
den Monats (Urk. 2).
2.
Gegen diesen Entscheid liess die Versicherte durch ihre Rechtsanwältin am 27. Mai
2013 Beschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, die Verfügung vom 25. Ap
ril 2013 sei aufzuheben und es sei ihr ab dem 1. August 2007 die ge
setz
li
che Rente, mindestens eine
Dreiviertel
s
rente
zuzusprechen, unter Kosten- und
Ent
schädigungsfolgen
zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der
Beschwerde
geg
ne
rin
(Urk. 1). Die IV-Stelle schloss mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2013 un
ter Hinweis auf die Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 30. Januar 2013 und ohne weitere Ausführungen auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, Urk. 8/125), weshalb sich die Anordnung des von der Beschwerdeführerin be
an
trag
ten zweiten Schriftenwechsels erübrigte.
3.
Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die Vorbringen der Parteien und
die eingereichten
Unterlagen
ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nach
fol
gen
den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Hinsichtlich der massgebenden gesetzlichen Grundlagen und der dazu ent
wi
ckel
te
Praxis kann auf die Erwägungen 1.
1
bis 1.5 des Rückweisungsurteils vom 24. Mai
2010 verwiesen werden (Urk. 8/73 S. 3 ff.).
Die Rückweisung war damit begründet worden, dass das Gutachten der
Y._
man
gels gesicherter Diagnosen insbesondere auch bezüglich der Fuss- und
Hand
beschwerden
und mangels
Beizugs
der psychiatrischen
Vorakten
keine aus
rei
chende Grundlage zur Beurteilung des Rentenerhöhungsgesuchs vom
20. De
ze
m
ber 2006
bilde. Des
weiteren
war der IV-Stelle aufgegeben worden, die
Status
frage
zu prüfen.
2.
2.1
In dem auf einer allgemein internistischen, einer psychiatrischen und einer or
tho
pädischen Untersuchung beruhenden Gutachten des
Z._
vom 3. November 2011 werden als die
Arbeitsfähigkeit
beeinflussende
Gesund
heits
stö
run
gen
fol
gen
de
Diagnosen aufgeführt (Urk. 8/98 S. 26):
Zervikal und lumbal betontes panvertebrales Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symptomatik (ICD-10 M54.80) bei
leichtgradigen
degenerativen Veränderungen der unteren
Hals
wir
belsäule
(M47.82/M50.2)
mässiggradigen
degenerativen Veränderungen der unteren
Len
den
wirbelsäule
(M47.86/M51.2)
Chronische vorwiegend belastungsabhängige Vorfussschmerzen rechts (ICD-10 M79.67) bei
Status nach
Arthrodese
des
Grosszehengrundgelenks am 28.08.2008 mit OSME etwa 2009 (Z98.1//47.0)
Status nach
Resektionsarthroplastik
nach Keller-Brandes am 29.06.2006 (Z98.8)
Femoropatellar
betonte
Gonarthrose
rechts (ICD-10 M17.1).
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bleiben nach der Beurteilung der Gut
ach
ter die folgenden Diagnosen (Urk. 8/98 S. 26 f.):
Leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0)
Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54)
Adipositas mit BMI von 37,7 kg/m2 (ICD-10 E66)
Asthma bronchiale, Erstdiagnose 1986 (ICD-10 J45)
Substituierte Hypothyreose, Erstdiagnose 2010 (ICD-10 E03)
Chronische belastungsabhängige Vorfussschmerzen links, derzeit ohne eindeutiges klinisches Korrelat
(
ICD-10 M79.67)
Anamnestisch chronisch intermittierender vorwiegend
femoropatellar
be
tonter Knieschmerz links, derzeit ohne eindeutiges klinisches Kor
re
lat (ICD-10 M25.56)
Status nach Karpaltunnelspaltung beidseits mit gewissen
Rest
be
schwer
den
, derzeit ohne eindeutig erkennbares objektivierbares Kor
re
lat (ICD-10 Z98.8)
Psoriasis
vulgaris
(ICD-10 L40.0)
Asymptomatische
Hyperurikämie
(ICD-10 E79.0)
Die Gutachter hielten fest, dass sich die Explorandin aufgrund ihrer Beschwer
den für jegliche Arbeitstätigkeit für arbeitsunfähig halte. Sie
klage
über
Ganz
kör
perschmerzen
, wobei die seit etwa 10 Jahren bestehenden zervikal und lum
bal betonten panvertebralen Schmerzen wie auch die Vorfussschmerzen rechts ak
tuell im Vordergrund stünden. Des
weiteren
berichte sie über eine pro
gre
di
en
te Kraftverminderung an beiden Händen bei Status nach beidseitiger
Kar
pal
tun
nel
operation
. In der somatisch-orthopädischen Untersuchung habe sich jedoch eine freie Beweglichkeit der Wirbelsäule in sämtlichen Abschnitten gezeigt. Auch an den oberen und unteren Extremitäten habe sich eine freie Be
weg
lich
keit bei guter Kraftentfaltung gefunden. Degenerativ bedingt bestehe eine
fe
mo
ro
patelläre
Krepitation. In neurologischer Hinsicht hätten sich keine Hin
wei
se für eine Pathologie im Bereiche des peripheren Nervensystems gefunden. Ra
di
o
lo
gisch seien im Bereich der Hals
-
und der Lendenwirbelsäule moderate de
ge
ne
ra
tive Veränderungen ersichtlich. Die angegebenen Beschwerden liessen sich so
mit nur zu einem gewissen Teil objektivieren. Aus Sicht des Be
we
gungs
ap
pa
ra
tes bestehe für jede körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeit eine Ar
beit
sunfähigkeit. Für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten unter
Wech
sel
be
la
stung
sei die Versicherte
vollzeitig
a
rbeitsfähig mit einem um 20 % re
du
zier
ten Rendement, was einer zumutbaren effektiv verwertbaren Arbeitsleistung von mindestens 80 % entspreche. Die aus psychiatrischer Sicht diagnostizierte leich
te depressive Episode und die Schmerzverarbeitungsstörung wirkten sich nicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit aus. Hinweise auf
Konzen
tra
ti
ons
stö
rungen
, auf unbewusste Konflikte oder auf eine Persönlichkeitsstörung hät
ten nicht dokumentiert werden können. Aus psychiatrischer Sicht könne ihr so
mit eine den körperlichen Einschränkungen angepasste Tätigkeit ganztags und oh
ne Leistungseinschränkung zugemutet werden. Auch aus
allgemein
in
ter
ni
sti
scher
Sicht fänden sich keine zusätzlichen Diagnosen und Befunde, die eine hö
he
re Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Die Adipositas, die aktuell unter Me
dika
tion
stehende latente
hypothyreotische
Stoffwechsellage wie auch das Asth
ma bronchiale seien behandelbar. Aus polydisziplinärer Sicht könne ins
ge
samt für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten eine vollständige Ar
beits
unfähigkeit festgestellt werden. Für körperlich leichte, adaptierte Tätigkei
ten unter Wechselbelastung bestehe hingegen eine Arbeits- und Lei
stungs
fähig
keit von 80 %, in einem vollschichtigen Pensum umsetzbar
(Urk. 8/98 S. 27 f.)
.
Zum bisherigen Krankheitsverlauf erklärten die Gutachter, a
ufgrund der anam
ne
stischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente so
wie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten lasse sich aus psychiatrischer Sicht spätestens ab September 2011 keine Arbeitsunfähigkeit mehr begründen. Die vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten im Zusammenhang mit den Ope
ra
ti
o
nen seien auf wenige Wochen limitiert gewesen. Aus heutiger Sicht sei nicht er
kennbar, dass die Explorandin für Tätigkeiten gemäss dem oben geschilderten
Be
lastungsprofil
jeweils während längerer Zeit in der Arbeitsfähigkeit
hö
her
gra
dig
eingeschränkt gewesen wäre. Zusammenfassend sei seit April 2008 eine
70%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit anzunehmen, ab Sep
tem
ber
2011 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
(Urk. 8/98 S. 28)
.
In Beantwortung der Ergänzungsfragen der IV-Stelle vom 10. November 2011
(Urk. 8/
99
) hielten die Gutachter des
Z._
mit Schreiben vom 17. November 2011
(Urk. 8/100)
fest, bei somatisch nicht relevant veränderter Situation be
ste
he, an
a
log zu 2004 und 2005 beziehungsweise zum Gutachten von 2008, eine unveränderte 50%ige Arbeitsfähigkeit als Küchenhilfe
. Diese sei
offenbar mass
ge
bend gewesen
f
ür die ursprüngliche Berentung. Bereits 2005 habe die
Haus
halts
abklärung
nur eine Einschränkung von 15 % ergeben. Die damals an
ge
nomm
ene Einschränkung von 50 % könne sich daher nicht auf eine adap
tier
te Tä
tig
keit beziehen. Zu der im aktuellen Gutachten bescheinigten leichten Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf 80 % ge
gen
über den im
Y._
-
Gutachten bescheinigten 70 % hätten sie sich im Gut
ach
ten be
reits geäussert
.
2.2
Aufgrund
dieses Gutachtensergebni
s
s
es
ging die IV-Stelle davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten spätestens bis zum Zeitpunkt der Be
gut
achtung vom 13. September 2011 verbessert habe. Die noch diagnostizierte leich
te depressive Episode und die Schmerzverarbeitungsstörungen wirkten sich nicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit aus. Somatisch habe sich der Ge
sund
heitszustand seit der
Rentenzusprache
nicht relevant verändert. Eine kör
per
lich leichte adaptierte Tätigkeit unter Wechselbelastung sei der Versicherten min
destens zu 80 % zumutbar. Seit Sommer 2007, als die beiden älteren Kinder aus
gezogen seien, wäre sie zu 100 % erwerbstätig. Ausgehend vom ur
sprüng
li
chen 80%igen Lohn einer Küchenhilfe errechnete die IV-Stelle für das Jahr 2011
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für ein volles Pen
sum ein
Valideneinkommen
von Fr. 61’909.--. Das bei einer 80%igen Arbeits
fä
hig
keit in einer angepassten Tätigkeit erzielbare Invalideneinkommen bemass sie aufgrund der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) un
ter Berück
sich
tigung eines Abzugs von 10 % mit Fr. 38'727.-- und errechnet
e
so einen
renten
ausschliessenden
Invaliditätsgrad von 37 % (Urk. 2 S. 3).
2.3
Mit der Beschwerde wird vorgebracht, mit dem Gutachten des
Z._
habe ebenso we
nig wie mit demjenigen der
Y._
eine seit der
Rentenzusprache
eingetretene ge
sundheitliche Verbesserung nachgewiesen werden können. Das
Y._
-
Gut
ach
ten habe die ursprünglichen Diagnosen, ein therapieresistentes panvertebrales
Schmerz
syndrom
bei bekannter
Diskopathie
L4/5, L5/S1 und
Spondyl
ar
throse
der LWS sowie eine depressive Entwicklung vollumfänglich bestätigt. Damals sei
en noch chronische Vorfuss-Schmerzen rechts hinzugekommen. Diese Di
a
g
no
sen seien auch heute noch vorhanden; beide Füsse seien inzwischen ope
riert,
doch bestünden - allenfalls aufgrund eines vaskulären Rückflussproblems
–
wei
terhin Beschwerden. Die
Z._
-
Gutachter hätten nun auch eine leicht ver
min
derte Belastbarkeit des rechten Knies festgestellt. Ob in den Händen nach den durch
geführten Karpaltunneloperationen eine Kraftverminderung vorliege, sei nicht geprüft worden. Die
Z._
-
Gutachter betrachteten denn auch den soma
ti
schen
Ge
sundheitszustand in physischer Hinsicht als seit der Begutachtung in der
Y._
gleich geblieben. Gesamthaft sei somit in physischer Hinsicht keine Ver
besse
rung des Gesundheitszustandes ausgewiesen; der gleiche Sachverhalt wer
de le
dig
lich strenger beurteilt als bei der erstmaligen Rentenfestsetzung; zu
sätz
lich hinzugetretene Kriterien würden gar nicht berücksichtigt. Auch in psy
chi
scher Hinsicht liege seit dem
Y._
-
Gutachten keine Verbesserung vor. Da
mals sei eine
mittelgradige depressive Episode festgehalten worden, und die be
han
delnde Psy
chologin diagnostiziere eine solche auch noch im Jahr 2011 so
wie einen un
veränderten Gesundheitszustand. Die
Z._
-
Gutachter beurteilten auch die Diag
nose der
Y._
unterschiedlich, auch in dieser Hinsicht werde somit der gleich
ge
bliebene Sachverhalt unterschiedlich gewürdigt. RAD und
Rechts
dienst
gingen
denn auch davon aus, dass kein veränderter Gesundheitszustand vor
liege. Die Feststellung des RAD vom 30. April 2012, dass bei der
Ren
ten
zu
spra
che
höchst
wahrscheinlich von einer Psoriasis-Arthritis ausgegangen worden sei und sich diese nicht bestätigt habe, sei aktenwidrig (Urk. 1 S. 6 f.). Im Üb
ri
gen hätte die
IV-Stelle den Statuswechsel bereits ab Sommer 2007 be
rück
sich
ti
gen und be
reits
ab diesem Zeitpunkt den Invaliditätsgrad aufgrund einer im
Ge
sund
heitsfall
vollen Erwerbstätigkeit berechnen
müssen, wobei angesichts des un
ver
ändert gebliebenen Gesundheitszustandes weiterhin von der ursprünglich mit 50 % be
mess
enen Arbeitsunfähigkeit auszugehen und ein Abzug von 15-20 % vorzu
nehmen sei (Urk. 1 S. 8 ff.).
2.4
Demnach
macht
die Beschwerdeführerin angesichts der Ergebnisse der beiden
Gut
achten
zu Recht nicht mehr
geltend
, dass sich ihr Gesundheitszustand
in
ren
tenbeeinflussender
Weise verschlechtert ha
be, und hält somit an ihrem
Re
vi
si
onsgesuch
vom 2
0.
Dezember 2006 (Urk. 8/
21)
nicht mehr
fest. Als
Re
vi
si
ons
grund
kommt
demnach erst
der
von der IV-Stelle
zu Recht per Mitte 2007 für den Gesundheitsfall
anerkannte
Statuswechsel
in Betracht
, als die Beschwer
de
führerin nach dem Auszug der beiden
älteren
Kinder und de
m Eintritt
des jün
geren Sohnes in die
Lehre ihr
Ar
beits
pen
sum
auf 100 % erhöht hätte.
3.
3.1
Liegt ein Revisionsgrund vor, so hat nach der Rechtsprechung eine umfassende Prü
fung des Rentenanspruchs zu erfolgen, mithin auch eine erneute ärztliche Be
ur
teilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit (
Bun
des
ge
richts
urt
eil
9C_427/2012
vom
5.
Dezember 2012
E. 3.4 mit Hinweisen).
Es kann daher der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie
sinn
ge
mäss
verlangt,
die im Jahr 200
5
für die Teilzeiterwerbstätigkeit ermittelte Ein
schrän
kung
von 50 %
im Rahmen des Revisionsverfah
rens unabhängig von den ak
tuellen Gutachtensergebnissen
auf die
seit Mitte 2007 im Gesundheitsfall be
ste
hende
Vollerwerbstätigkeit umzuschlagen.
Diese
müssen
vielmehr
in die um
fas
sende Neuübe
r
prüfung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin ab Mitte 2007 einbezogen werden
.
3.2
D
ie
Z._
-
Gut
ach
ter
be
gründen
die von ihnen für den Gutachtenszeitpunkt at
te
stier
te Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätigkeit anhand der er
ho
benen Befunde, der ge
stellten Diagnosen und deren Würdigung nach
voll
zieh
bar und überzeugend
. D
as Gutachten
entspricht
den für ein solches Beweis
mit
tel geltenden An
for
derungen
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a)
voll
um
fäng
lich
. Allein der Umstand, dass es sich bei der nun
meh
rigen gutachterlichen
Zu
mut
barkeitsbeurteilung
um eine revisionsrechtlich nicht relevante unter
schied
liche Beurteilung des im Wesentlichen
seit der
Ren
ten
zusprechung
gleich ge
blie
be
nen Sachverhalts handel
n könnte
, vermag den
Be
weiswert
des Gutach
tens als solchen
und den Aussagewert der aktuellen
Zu
mut
bar
keits
be
ur
tei
lung
jedenfalls nicht in
Fra
ge zu stellen. Dies umso weniger, als sich
die ein
zel
nen Fachgutachter ein
ge
hend mit den abweichenden Ein
schät
zun
gen von Haus
arzt
Dr.
med.
A._
vom 20. Januar 2011 und der behandelnden Psy
c
hologin
B._
vom 1. April 2011
(Urk.
8/98 S. 18, 25 mit Hinweisen auf Urk.
8/82
und 8/93
) auseinander setzen und sich
das Abklärungsergebnis
des
Z._
na
ment
lich in or
tho
pädischer be
ziehungsweise rheu
ma
to
lo
gi
scher und neurologi
scher Hin
sicht mit dem
jenigen
der
Y._
deckt (Urk. 8/40 S. 13, 15)
.
3.
3
Die
Z._
-
Gut
a
chter
stützten die von ihnen
bis zum Gutachtenszeitpunkt
be
schei
nigte
70%ige Arbeitsfähigkeit
in erster Linie
auf das Gutachten der
Y._
vom 2. April 2008
,
worin für den damaligen Zeitpunkt
für eine körperlich leich
te
Ver
weis
tä
tig
keit
vor allem
au
f
grund der damals diagnostizierten mittelgradigen de
pres
siven Episode
nur eine 70%
ige Arbeitsfähigkeit
und
in rheumatologischer Hin
sicht je nach Grad der Anpassung an die be
klag
ten Symptome
eine solche
von
70 bis 100 %
für zu
mutbar erachtet
worden war
(Urk. 8/40 S. 13,
16,
19
)
.
T
rotz
erheblicher Zweifel an der psychiatrischen Diagnose der
Y._
gin
gen die
Z._
-
Gutachter
da
von aus, dass die
von
der
Y._
prognostizierte Steigerung der Ar
beitsfähigkeit un
ter Durch
füh
rung der empfohlenen medizinischen
Mass
nah
men
inzwischen
of
fen
bar ein
ge
treten sei und sich die Situation am rechten
Fuss
durch die Ope
ra
ti
o
nen von 2008 und 2009 weiter stabilisiert habe (Urk. 8/98 S. 18 f., S. 25)
.
Dem
nach er
klär
ten sich die
Z._
-
Gut
achter die Diskrepanz zwischen ihrer eige
nen Be
ur
tei
lung und der
je
ni
gen der
Y._
bei aus ihrer Sicht gleich gebliebenen Di
a
gnosen
am ehesten da
mit, dass sich das
Leiden in seiner Intensität und in sei
nen Aus
wir
kungen auf d
ie Arbeitsfähigkeit verändert habe.
Dies stellt
recht
s
pre
chungs
ge
mäss
einen Re
v
isionsgrund
dar
(
Bundesgerichtsu
rteil
e
9C_261/2009
vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3).
Es ist da
her
nicht zu beanstanden, dass
die IV-Stelle
der
eher gross
zü
gi
gen Betrach
tungs
weise des
Z._
folgt
e
und erst ab dem Gutachtenszeitpunkt von einer 80%
igen Arbeitsfähigkeit in einer
lei
dens
an
ge
passten
Tätigkeit aus
g
ing
.
4.
4.1
Bei einer
umfassende
n
Prüfung des Rentenanspruchs ab dem Jahr 2007, dem Zeit
punkt der Statusänderung von einer 80%igen auf eine 100%ige Er
werbs
tä
tig
keit
im Gesundheitsfall
,
ergibt sich anhand
der
von der IV-Stelle per 2012 er
ho
benen und in quantitativer Hinsicht
als solche
r
unbestritten gebliebenen
Ver
gleichs
ein
kom
men
(Urk. 1 S. 11, Urk. 2 S. 5)
folg
ende
Invaliditätsbemessung
:
D
em einer 100%igen Erwerbstätigkeit entsprechenden
Valideneinkommen
von Fr. 61‘909
.--
ist bei einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tä
tigkeit
das
gestützt auf die
LSE ermittelte Invalideneinkommen von Fr.
33‘886.
--
(= Fr. 53‘788
.-
- x 70 % - 10 %
), bei der ab der
Z._
-
Begutachtung bestehenden 80%igen Arbeitsfähigkeit
dasjenige
von Fr.
38‘727.--
(= Fr. 53‘788.-- x 80 % - 10 %) gegenüberzustellen. Dies führt zu einem
den An
spruch auf eine
Vier
tels
ren
te
weiterhin begründenden
In
va
li
di
täts
grad
von 45 %
beziehungsweise
zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von
37 %
spätestens
ab der Be
gut
achtung im
Z._
.
4.2
Soweit die Beschwerdeführerin
den 10%igen Abzug beanstandet und unter Hin
weis auf ihre Behinderungen, das Alter und die fehlenden Deutschkenntnisse einen solchen
von mindestens 15 bis 20 % verlangt (Urk. 1 S. 11), so ist fest
zu
hal
ten, dass
ein
behinderungsbedingter Abzug nur
dann und insoweit
vor
zu
neh
men
ist, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die ver
si
cher
te Person wegen eines oder mehrerer der genannten Kriterien ihre (Rest-)
Ar
beitsfähigkeit nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg erwerblich verwerten kann
(vgl.
Bundesgerichtsu
rteil
8C_154/2013 vom
2.
April 2013
E. 3.3.1 mit Hin
weis auf
BGE 135 V 297
E. 5.2).
M
it
dem von der IV-Stelle zugestandenen Abzug von 10 %
wird
den
objekti
vier
baren
körperlichen Einschränkungen ausreichend Rechnung getragen
. Auch
weist die IV-Stelle
in der angefochtenen Verfügung zu Recht darauf hin, dass
sich die ungenügenden Deutschkenntnisse bei den für die Beschwerdeführerin noch in Betracht fallenden Hilfsarbeiten nicht auswirken
(Urk. 2 S. 5)
.
Es be
ste
hen zudem
kei
ne Anhaltspunkte dafür, d
ass sich das Alter
- die
Be
schwer
de
füh
re
rin
war im Zeit
punkt des Verfügungserlasses 54-jährig -
lohnmindernd aus
wirkt, dies umso we
niger, als
sich das Alter
bei Tätigkeiten des
Anfor
de
rungs
ni
veau
s
4 unter Um
stän
den sogar lohnerhöhend auswirk
en kann
(
vgl.
Bun
des
ge
richts
urteil
9C_455/2013
vom
4.
Oktober 2013 E.
4.2
mit Hinweis auf
Urteil 8C_939/2011 vom 1
3.
Februar 2013 E. 5.2.3)
.
Bei dem von der IV-Stelle vor
ge
nom
menen Abzug von 10 % muss es daher sein Bewenden haben.
4.3
Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Rentenaufhebung
auf das En
de des der Verfügung folgenden Monats nicht zu beanstanden ist. Dies umso
we
niger
, als die IV-Stelle am ursprünglichen, durch die Verfügung vom
17. No
vem
ber 2008
ausgelösten und nach der Rückweisung an sich weiter ver
bind
li
chen Einstellungsdatum
(BGE 106 V 18)
nicht festgehalten, sondern von einer bis zur Begutachtung weiter bestehenden, einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
be
gründenden Invalidität ausgegangen ist, so dass
für
deren
Aufhebung
nun die vor
liegend angefochtene Verfügung vom 25. April 2013 massgebend ist (
Art. 88
bis
Abs. 2
lit
. a der Verordnung über die Invalidenversicherung
, IVV).
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Verfahren kostenpflichtig.
Ausgangsgemäss sind d
ie mit Fr. 800.-- zu bemessenden Kosten der Beschwerdeführerin auf
zu
er
legen.