Decision ID: 71464f82-2668-529f-9544-fbc1a602827b
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn  in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
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führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),
dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeeingabe rügt, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, dadurch dass sie in der angefochtenen Verfügung die Bestimmung der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Dublin-II-Verordnung) nicht genannt habe, aufgrund welcher sie auf die Zuständigkeit Grossbritanniens geschlossen habe,
dass gemäss Art. 35 Abs. 1 VwVG Verfügungen zu begründen sind,
dass ein Mindestanspruch auf Begründung sich bereits aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) ergibt,
dass diese Bestimmungen den Inhalt der Begründungspflicht nicht näher umschreiben, die Begründung eines Entscheides jedoch so  sein muss, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls  anfechten kann (vgl. LORENZ KNEUBÜHLER in: Kommentar zum  über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Auer/Müller/ Schindler [Hrsg.], Zürich 2008, N. 6 ff. zu Art. 35; BVGE 2007/30 E. 5.6),
dass die Behörde wenigstens die Überlegungen kurz anzuführen hat, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt, wobei sie sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken kann (vgl. BVGE 2008/44 E. 4.4, S. 632 f., mit weiteren Hinweisen; EMARK 2006 Nr. 24 E. 5.1 S. 256; BGE 112 Ia 110 E.2b),
dass das Bundesverwaltungsgericht vorliegend zum Schluss kommt, dass die angefochtene Verfügung diesen Kriterien offensichtlich nicht gerecht wird, da die Vorinstanz zur Begründung der Zuständigkeit Grossbritanniens in ihrer Verfügung pauschal auf das DAA und das Übereinkommen vom 17. Dezember 2004 verwies,
dass das BFM gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 1 und Art. 29a Abs. 1 Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11.  1999 [AsylV 1] verpflichtet ist, die Zuständigkeit zur Behandlung
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eines Asylgesuchs nach den Kriterien, die in der Dublin-II-VO  sind, zu prüfen,
dass mit dieser völkerrechtlich neu geschaffenen Verpflichtung die  zwingend ein Zuständigkeitprüfungsverfahren nach den hierarchisch aufgebauten Kriterien der Art. 6 bis 12 bzw. 14 und 15 der Dublin-II-VO durchzuführen haben, bevor der Asylantrag materiell zu prüfen ist (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA SPRUNG, Dublin II-Verordnung, 3., überarb. Aufl., Wien/Graz 2010, K2 zu Art. 4, S. 73),
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2010 weder die Dublin-II-VO als rechtliche Grundlage noch das zutreffende Zuständigkeitskriterium in Kapitel III (Art. 5-14 der Dublin-II-VO) bzw. allenfalls die Anwendung von Art. 4 dieser Verordnung nannte, nach welchem Grossbritannien für die Durchführung der materiellen Prüfung des Asylantrags zuständig ist,
dass das BFM damit seine sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör ergebende Begründungspflicht verletzt hat und dem  dadurch eine sachgerechte Anfechtung der Beschwerde betreffend die Zuständigkeit Grossbritannien gemäss Dublin-II-VO nicht möglich war,
dass zusammenfassend festzustellen ist, dass die Vorinstanz den  Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat,
dass die Beschwerde demnach im Sinne der Erwägungen , die angefochtene Verfügung vom 11. März 2010 aufzuheben und das Bundesamt anzuweisen ist, in der Sache eine neue Verfügung mit rechtsgenüglicher Begründung zu erlassen,
dass mit vorliegendem Direktentscheid ohne vorgängige Instruktion das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten  sind (Art. 63 Abs. 3 VwVG),
dass der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich vertreten wurde, und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ihm durch die Beschwerdeführung sonstige unverhältnismässige Kosten
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erwachsen wären, weshalb ihm keine Parteientschädigung  ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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Considerations: