Decision ID: b9aae8c1-7391-5746-bde2-d4b924ee13dc
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Die A._ GmbH entwickelte ein vierrädriges Motorrad ( des Fahrzeugs), welches ungedrosselt eine  von 123kW aufweist. Nachdem sie für dieses Fahrzeug in Deutschland eine allgemeine Betriebserlaubnis erhalten hat, ersuchte sie am 5. Dezember 2007 das Bundesamt für Strassen (ASTRA) um eine Bewilligung für die Zulassung des Motorrads ( des Fahrzeugs) zum Verkehr mit ungedrosselter Motorleistung.
B. Mit Verfügung vom 20. August 2008 wies das ASTRA das Gesuch der A._ GmbH ab.
Weil das vierrädrige Motorfahrzeug (Markenbezeichnung des ) ungedrosselt eine Motorleistung von 123kW aufweise, sei eine Einteilung als Klein- oder Leichtmotorfahrzeug nicht möglich und das Fahrzeug gelte als Motorwagen. Eine Verkehrszulassung wäre deshalb nur möglich, wenn das Fahrzeug auch die für diese Fahrzeugart  Vorschriften vollumfänglich erfüllen würde. Aus den  der A._ GmbH gehe hervor, dass das in Frage stehende Fahrzeug grundsätzlich nur den für Kleinmotorfahrzeuge anwendbaren sicherheits- und umweltrelevanten Vorschriften entspreche. Lediglich für die Bremsanlage liege der Nachweis vor, dass die strengeren  für Motorwagen eingehalten seien.
Das ASTRA könne in besonderen Fällen Ausnahmen von einzelnen Bestimmungen über die technischen Anforderungen an  gestatten, wenn der Zweck der Bestimmungen gewahrt bleibe. Vorliegend handle es sich jedoch nicht um einen besonderen Fall, weil andere Fahrzeughersteller von den in Frage stehenden Vorschriften gleichermassen betroffen seien. Ausserdem würde der Zweck der  nicht gewahrt, wenn Fahrzeuge zum Verkehr zugelassen würden, ohne dass die aufgrund der technischen Merkmale dafür massgebenden strengeren sicherheits- und umweltrechtlichen  eingehalten seien.
C. Am 18. September 2008 erhebt die A._ GmbH (Beschwerde-
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führerin) Beschwerde gegen den ablehnenden Entscheid des ASTRA (Vorinstanz) und beantragt, ihr Gesuch sei erneut zu prüfen.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Fahrzeug ( des Fahrzeugs) sei in jeder Hinsicht strassentauglich und sicher. Als seit 25 Jahren bestehende Firma mit weltweitem Ruf für perfekte Technik, gutes Design und Sicherheit hätte sie weltweit  ca. 250 Fahrzeuge verkauft, wobei es noch nie zu einem Unfall gekommen sei, welcher auf technische Mängel zurückzuführen  wäre. Die Zulassung in Deutschland für die volle Leistung sei  willkürliche Entscheidung der deutschen Behörden gewesen. Diese hätten sich eingehend mit der Konstruktion befasst und festgestellt, dass es sich beim (Markenbezeichnung des Fahrzeugs) um ein hoch technisches und sicheres Fahrzeug handle. Die Vorinstanz habe ihrer Einladung, sie zu besuchen, ihre Produktion zu besichtigen und  mit dem Fahrzeug zu machen, keine Folge geleistet.
D. Mit Vernehmlassung vom 3. November 2008 hält die Vorinstanz  an der Verfügung fest und beantragt die Abweisung der .
Ergänzend hält sie fest, für das in Frage stehende Fahrzeug liege eine am 14. August 2007 erteilte europäische Typengenehmigung auf der Grundlage des anwendbaren harmonisierten Rechts der Europäischen Union vor. Diese Genehmigung erlaube die Verkehrszulassung dieses Fahrzeugs in allen Mitgliedsländern mit der für die entsprechende Fahrzeugart höchstens zulässigen Motorleistung von 15kW. Weil die diesbezüglichen schweizerischen Vorschriften an das Recht der  Union angepasst seien, sei eine Zulassung auf der  der europäischen Typengenehmigung auch in der Schweiz möglich.
In Deutschland sei für das Fahrzeug abweichend von den Vorschriften des harmonisierten Rechts der Europäischen Union eine allgemeine Betriebserlaubnis als Sonderkraftfahrzeug erteilt worden, welche eine Immatrikulation nur in Deutschland erlaube. Dabei seien – mit  der Bremsanlage – ausschliesslich die sicherheits- und  Vorschriften zur Anwendung gelangt, wie sie für die  Fahrzeuge mit auf 15kW beschränkter Motorleistung gelten . Diese seien für die Abgas- und Geräuschemissionen wesentlich weniger streng als die Vorschriften für vierrädrige Motorfahrzeuge ohne Leistungsbeschränkung. Betreffend Insassen- und Fussgänger-
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schutz bestünden für vierrädrige Fahrzeuge mit auf 15kW  Motorleistung gar keine Vorschriften.
E. Mit Bemerkungen vom 20. November 2008 hält die  an der Beschwerde fest. Sie macht ergänzend geltend, sie hätte sich bereit erklärt, wenn nötig zusätzliche Tests (z.B. Abgas und Lärm) zu machen. Die Vorinstanz sei auf dieses Angebot nicht eingegangen.
F. Auf die weiteren Ausführungen der Beteiligten wird – soweit  – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen .

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das ASTRA gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine , was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde.
1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid  berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen  oder Änderung hat. Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen, sie belastenden Verfügung ohne weiteres zur  legitimiert.
1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist deshalb einzutreten.
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2. Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf Verletzungen von Bundesrecht - einschliesslich der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des Sachverhalts und  oder Missbrauch des Ermessens - sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG).
3. Die Beschwerdeführerin beantragt eine Neubeurteilung des von der Vorinstanz abgelehnten Gesuchs, ohne näher auszuführen, inwiefern ihre Rechte und Pflichten festzusetzen, zu ändern oder aufzuheben seien. Zur Eruierung des Streitgegenstands ist deshalb auf das  bzw. die abweisende Verfügung der Vorinstanz abzustellen,  Gegenstand des Beschwerdeverfahrens nur sein kann, was  Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war (ANDRÉ /MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem , Basel 2008, Rz. 2.8).
3.1 Die Eingabe der Beschwerdeführerin an die Vorinstanz vom 5.  2007 war als „Gesuch für eine Spezialbewilligung für unser Fahrzeug (Markenbezeichnung des Fahrzeugs)“ bezeichnet. Die  hat darin ausgeführt, ihr sei für das Fahrzeug vom deutschen Kraftfahrt-Bundesamt eine Bewilligung für die volle Leistung erteilt worden (vgl. Beilage zum Gesuch: Allgemeine Betriebserlaubnis [ABE] vom deutschen Kraftfahrt-Bundesamt für den Fahrzeugtyp [ des Fahrzeugs]). Sie sei der Meinung, die Vorinstanz könne ihr ebenfalls eine solche Zulassung erteilen.
3.2 Der Bundesrat erlässt gemäss Art. 8 Abs. 1 des  vom 19. Dezember 1958 (SVG, SR 741.01) Vorschriften über Bau und Ausrüstung der Motorfahrzeuge und ihrer Anhänger. Er trifft dabei die Anordnungen, die der Sicherheit im Verkehr dienen, sowie der Vermeidung von Lärm, Staub, Rauch, Geruch und andern  oder lästigen Auswirkungen des Fahrzeugbetriebes. Er beachtet zudem die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen (Art. 8 Abs. 2 SVG) und trägt jenen einer militärischen Verwendung der  angemessen Rechnung (Art. 8 Abs. 3 SVG). Dem gesetzlichen Auftrag entsprechend hat der Bundesrat die Verordnung über die  Anforderungen an Strassenfahrzeuge vom 19. Juni 1995 (VTS, SR 741.41) erlassen.
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Fahrzeuge sind vor der Erteilung des Fahrzeugausweises amtlich zu prüfen (Art. 13 Abs. 1 SVG), wobei der Bundesrat den Verzicht auf die Einzelprüfung von typengenehmigten Fahrzeugen vorsehen kann (Art. 13 Abs. 2 SVG). Der Fahrzeugausweis darf nur erteilt werden, wenn das Fahrzeug den Vorschriften entspricht, verkehrssicher ist und wenn die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung besteht (Art. 11 Abs. 1 SVG). Der Bundesrat hat festgelegt, dass grundsätzlich alle Motorfahrzeuge und Anhänger vor ihrer Zulassung zum Verkehr  amtlich geprüft und die für die Zulassung erforderlichen Angaben ermittelt werden müssen, wobei die Kantone für die  zuständig sind (Art. 29 Abs. 1 und 2 VTS). Bei typengeprüften Fahrzeugen entfällt jedoch eine umfassende technische Überprüfung und die Zulassungsprüfung beschränkt sich auf eine  der wichtigsten Vorrichtungen (namentlich Lenkung, Bremsen, ) und der Verbindungseinrichtungen von Zugfahrzeugen und Anhängern (Art. 30 Abs. 1 VTS; zu den Voraussetzungen für die  des Fahrzeugausweises vgl. auch RENE SCHAFFHAUSER, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. I, Bern 2002, Rz. 211 ff.).
Der Typengenehmigung unterliegen serienmässig hergestellte  und Motorfahrzeuganhänger (Art. 12 Abs. 1 SVG). Der  kann auf eine schweizerische Typengenehmigung von  und Motorfahrzeuganhängern verzichten, wenn eine  Typengenehmigung vorliegt, die aufgrund von Ausrüstungs- und Prüfvorschriften erteilt worden ist, welche den in der Schweiz  gleichwertig sind, und die vom Bund und den Kantonen  Daten zur Verfügung stehen (Art. 12 Abs. 3 SVG). Der  bestimmt die Stellen, die für die Prüfung, die Datenerhebung, die Genehmigung und die nachträgliche Überprüfung zuständig sind,  das Verfahren und setzt die Gebühren fest (Art. 12 Abs. 4 SVG). Die Einzelheiten des Typengenehmigungsverfahrens wurden vom  in der Verordnung über die Typengenehmigung vom 19. Juni 1995 (TGV, SR 741.511) geregelt. Zuständig für die  ist das ASTRA (Art. 5 TGV). Die Typengenehmigung für ein  wird entweder aufgrund einer ausführlichen technischen Prüfung nach den Art. 17 ff. TGV erteilt (Art. 13 Abs. 2 TGV) oder wenn der Fahrzeugtyp verkehrssicher ist und folgende Dokumente vorliegen: eine EG-Gesamtgenehmigung, die EG-Teilgenehmigungen, die -Konformitätserklärungen mit Prüfbericht nach Art. 14 TGV oder die ausländischen oder internationalen Genehmigungen nach Art. 15
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TGV (Art. 13 Abs. 1 TGV; zum Verfahren der Typengenehmigung vgl. auch SCHAFFHAUSER, a.a.O., Rz. 252 ff.).
Die VTS unterscheidet bei den vierrädrigen Motorfahrzeugen aufgrund der technischen Merkmale der Fahrzeuge zwischen Motorwagen (Art. 10 Abs. 1), Leichtmotorfahrzeugen (Art. 15 Abs. 2) und  (Art. 15 Abs. 3) und stellt neben für alle drei  geltenden Vorschriften (Art. 37 ff.) für die jeweilige  unterschiedliche Vorschriften auf (Art. 94 ff. und Art. 135 ff.). Die Einhaltung dieser Vorschriften ist Voraussetzung für die Erteilung einer Typengenehmigung nach Art. 12 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 TGV bzw. für die Verkehrszulassung nach Art. 11 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 29 ff. VTS.
3.3 Wie aus ihrem Gesuch vom 5. Dezember 2007 hervorgeht, ging die Beschwerdeführerin von Anfang an davon aus, dass die Erteilung einer Typengenehmigung bzw. die Zulassung zum Verkehr für das Fahrzeug (Markenbezeichnung des Fahrzeugs) mit ungedrosselter  nach den anwendbaren Vorschriften (vgl. E. 3.2) nicht möglich sei. Dementsprechend bezeichnete sie das Gesuch als „-Bewilligung“. Das Gesuch der Beschwerdeführerin zielte nicht auf die Erteilung einer normalen Typengenehmigung nach Art. 12 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 TGV oder auf eine Verkehrszulassung nach Art. 11 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 29 ff. VTS ab, sondern auf eine .
3.4 Unbestritten blieb seitens der Beschwerdeführerin in der Folge auch die im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs  Ansicht der Vorinstanz, das vierrädrige Motorfahrzeug ( des Fahrzeugs) könne gemäss Art. 15 Abs. 2 und 3 VTS mit ungedrosselter Motorleistung (123 kW) nicht unter die Kategorien der Leichtmotorfahrzeuge (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und Hubraum von höchstens 50 cm3 bei Fremdzündungsmotoren bzw. maximale Nennleistung von 4 kW bei anderen Motoren) oder der Kleinmotorfahrzeuge (maximale  von 15 kW) fallen und erfülle die für Motorwagen im Sinne von Art. 10 Abs. 1 VTS geltenden strengeren Vorschriften (Art. 94 ff. VTS) nicht bzw. nur in Bezug auf die Bremsanlage. Im Gegenteil erklärte sich die Beschwerdeführerin mit dieser Beurteilung der Vorinstanz sinngemäss einverstanden, indem sie mit Eingabe vom 25. Juli 2008
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an die Vorinstanz bestätigte, dass es sich bei ihrem Begehren um ein Gesuch für eine Ausnahmebewilligung handle.
3.5 Dem Gesuch der Beschwerdeführerin entsprechend hat die  in ihrer Verfügung geprüft, ob die Voraussetzungen für die  einer Ausnahmebewilligung vorliegen, und schliesslich verfügt, das Gesuch um Erteilung einer Ausnahmebewilligung, welche  solle, das vierrädrige Motorfahrzeug (Markenbezeichnung des Fahrzeugs) mit einer Motorleistung von 123 kW zum Verkehr , werde abgewiesen.
3.6 Die Beschwerdeführerin hat auch in ihrer Beschwerde ans  nicht geltend gemacht, sie habe nach den  Bestimmungen Anspruch auf Erteilung einer  nach Art. 12 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 TGV oder auf eine Verkehrszulassung nach Art. 11 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 29 ff. VTS. Im Gegenteil wird aus dem Betreff der Beschwerde ersichtlich, dass diese sich gegen die Ablehnung ihres „Gesuches um Erteilung einer Ausnahmebewilligung“ richtet.
3.7 Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet entsprechend dem ursprünglichen Gesuch der Beschwerdeführerin, der abweisenden Verfügung der Vorinstanz und der Beschwerdeschrift demanch nur die Frage, ob das Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung einer Ausnahmebewilligung zurecht abgewiesen worden ist.
4. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanz habe ihren  getroffen, ohne das fragliche Fahrzeug gesehen oder getestet bzw. ohne eine nähere Prüfung in Auftrag gegeben zu haben. Auf ihr Angebot und ihre Einladung, sich die Fahrzeuge bzw. die Produktion anzuschauen und falls nötig zusätzliche Tests (z.B. Abgas und Lärm) zu machen, sei die Vorinstanz nicht eingegangen. Die  macht damit sinngemäss eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend.
4.1 Der Anspruch auf das rechtliche Gehör als selbständiges  (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen  vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) umfasst das Recht des Privaten, in einem vor einer Verwaltungs- oder Justizbehörde  Verfahren mit seinem Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen
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Punkten Stellung nehmen zu können (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/ FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich//Genf 2006, Rz. 1672 ff.).
Aus dem Gebot der Gewährung des rechtlichen Gehörs folgt der  auf Abnahme der von einer Partei angebotenen Beweise,  diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich  sind (Art. 33 Abs. 1 VwVG). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn eine Behörde auf die Abnahme  Beweismittel verzichtet, weil sie auf Grund der bereits  Beweise ihre Überzeugung gebildet hat, wenn die  bereits aus den Akten genügend ersichtlich sind und in , antizipierter Beweiswürdigung angenommen werden kann, dass die Durchführung des Beweises im Ergebnis nichts ändern wird (BGE 134 I 140 E. 5.3, BGE 131 I 153 E. 3 mit Hinweisen; BVGE 2008/24 E. 7.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.125 und 3.144).
Weiter leitet sich aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs die Pflicht der Behörden ab, ihre Verfügungen zu begründen (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Dabei ist nicht erforderlich, dass die Behörde sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes  Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der  an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen; BVGE 2008/44 E. 4.4).
4.2 Der Gehörsanspruch ist nach feststehender Rechtsprechung  Natur, mit der Folge, dass seine Verletzung ungeachtet der  der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit dem Verfahrensmangel behafteten Entscheids führt. Nach der Rechtsprechung kann eine Verletzung des Gehörsanspruchs jedoch als geheilt gelten, wenn die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Gehörs in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, in dem die Beschwerdeinstanz mit der gleichen Prüfungsbefugnis entscheidet wie die untere Instanz. Die Heilung ist ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte handelt, zudem darf dem Beschwerdeführer kein Nachteil erwachsen und die
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Heilung soll die Ausnahme bleiben (BGE 133 I 201 E. 2.2; BVGE 2007/27 E. 10.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 986 f.). Bei  gegen die Begründungspflicht wird der Mangel als behoben erachtet, wenn die Rechtsmittelbehörde eine hinreichende  liefert oder wenn die unterinstanzliche Behörde anlässlich der Anfechtung ihres Entscheids eine genügende Begründung , etwa in der Vernehmlassung (Urteil des BVGer A-4010/2007 vom 27. Oktober 2008 E. 3.1.2; LoreNZ KNEUBÜHLER, DIe , Bern 1998, S. 214 mit Hinweisen).
4.3 Die Beschwerdeführerin hat in ihrem Gesuch und in einem  Schreiben vom 29. Januar 2008 an die Vorinstanz ausgeführt, sie sei jederzeit gerne bereit, bei ihr mit dem Fahrzeug für  vorstellig zu werden. Selbstverständlich sei die Vorinstanz , bei ihr vorbeizukommen, ihren Betrieb zu besichtigen und auch die Philosophie ihrer Firma besser kennenzulernen. Dass die  sich gegenüber der Vorinstanz bereits vor Erlass der angefochtenen Verfügung bereit erklärt hätte, wenn nötig zusätzliche Tests (z.B. Abgas und Lärm) zu machen, ist aus den von ihr  weiteren Akten oder aus den von der Vorinstanz eingereichten Vorakten und insbesondere aus dem ursprünglichen Gesuch der  nicht ersichtlich. Aktenkundig ist einzig eine mit Schreiben vom 21. August 2008 und somit erst nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung abgegebene Erklärung, die  sei bereit, sich der Herausforderung auf eine Prüfung auf Herz und Nieren zu stellen.
4.4 Soweit die Beschwerdeführerin ihre unverbindlich formulierte  an die Vorinstanz als förmliches Beweisangebot verstanden  wollte, ist festzuhalten, dass der Sachverhalt für die Vorinstanz aus den eingereichten Akten genügend ersichtlich war. Sie konnte  ausgehen, dass ein Besichtigen bzw. Probefahren des Fahrzeugs oder eine Besichtigung des Betriebs der Beschwerdeführerin an ihrer Beurteilung, wonach die Voraussetzungen für die Erteilung einer  nicht gegeben seien, nichts geändert hätte, zumal die technischen Details des Fahrzeugs aus der eingereichten  Betriebsbewilligung ersichtlich waren und die Art der  bzw. Führung des Betriebs der Beschwerdeführerin für den  der Vorinstanz nicht wesentlich war. Das Gleiche gälte im  auch für ein vor Erlass der Verfügung gemachtes Angebot der , das Fahrzeug, wenn nötig, zusätzlichen Abgas- und
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Lärmtests zu unterziehen. Die Vorinstanz durfte deshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf das Besichtigen bzw. Probefahren des , eine Besichtigung des Betriebs der Beschwerdeführerin sowie weitere Tests am Fahrzeug verzichten.
4.5 Noch nicht beantwortet ist damit die Frage, ob die Vorinstanz ihre Begründungspflicht gemäss Art. 35 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 29 Abs. 2 BV verletzt hat, weil sie in der angefochtenen Verfügung nicht  hat, weshalb sie auf die Einladung, das Fahrzeug bzw. den Betrieb der Beschwerdeführerin zu besichtigen, nicht eingegangen ist.
Wenn die Vorinstanz in ihrer Verfügung auch nicht ausdrücklich  hat, dass eine Besichtigung des Fahrzeugs bzw. des Betriebs der Beschwerdeführerin an ihrer Beurteilung im Ergebnis nichts hätte ändern können, so war dies aus ihren Erwägungen für die  dennoch ersichtlich. Insbesondere wird aus der Begründung klar, dass die detaillierten Konstruktionsmerkmale und  des Fahrzeugs sowie die Organisation des Betriebs der  keinen Einfluss auf die Prüfung gehabt hätten, ob es sich bei der Situation der Beschwerdeführerin um einen speziellen Einzelfall handeln und ob der Regelungszweck der massgebenden  mit der Erteilung einer Ausnahmebewilligung eingehalten würde (vgl. nachfolgend E. 5). Wie die vorliegend zu beurteilende  zeigt, war die Beschwerdeführerin ohne weiteres in der , sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild zu machen und ihn in voller Kenntnis der Sache ans Bundesverwaltungsgericht . Das Gleiche gälte im Übrigen wiederum auch für den Verzicht der Vorinstanz auf von der Beschwerdeführerin angebotene Abgas- und Lärmtests.
4.6 Aber selbst wenn das Fehlen einer ausdrücklichen Begründung für den Verzicht auf ein Besichtigen bzw. Probefahren des Fahrzeugs und eine Besichtigung des Betriebs sowie allenfalls angebotene Tests als Verletzung von Art. 35 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 29 Abs. 2 BV  wären, wäre dieser Mangel als im vorliegenden  ausnahmsweise geheilt zu betrachten. Dies weil das  mit gleicher Prüfungsbefugnis wie die Vorinstanz entscheidet (Art. 49 VwVG), die Verletzung der Rechte der  diesfalls nicht als schwerwiegend anzusehen wären und ihr kein Nachteil erwachsen würde, zumal das Bundesverwaltungsgericht
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hinreichend begründet, weshalb auf eine Besichtigung verzichtet  durfte (vgl. E. 4.4).
5. Mit einer Ausnahmebewilligung weicht eine Behörde im Einzelfall von einer geltenden Regelung, insbesondere einer bestimmten  Vorschrift, ab. Die Voraussetzungen für die Erteilung einer  sind das Vorliegen einer ausdrücklichen  Grundlage, der vom Gesetz verlangten Ausnahmesituation sowie die Beachtung des Gesetzeszwecks und der öffentlichen Interessen. Ausnahmebewilligungen dienen dazu, die gesetzliche Regelordnung einzelfallweise zu verfeinern, so dass rechtlich nicht gewollte Härten und offensichtliche Unzweckmässigkeiten vermieden werden. Denn für den Gesetz- und den Verordnungsgeber ist es weder möglich noch sinnvoll, alle möglichen Sondersituationen im Voraus zu erfassen. Während die Ausgestaltung einer Ausnahmebewilligung bzw. das Mass der Abweichung von den gesetzlichen Normen dem  Ermessen der entscheidenden Behörde anheim gestellt ist, stellt die Frage, ob überhaupt die gesetzlich verlangte  vorliegt, eine Rechtsfrage dar. Liegt keine solche  vor, besteht auf die Erteilung einer Ausnahmebewilligung  von vornherein kein Rechtsanspruch (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2538 ff.; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines , 2. Aufl., Bern 2005, § 44 Rz. 31 ff.).
Gemäss Art. 220 Abs. 2 VTS kann die Vorinstanz in besonderen Fällen Ausnahmen von einzelnen Bestimmungen gestatten, wenn deren Zweck (Art. 8 Abs. 2 und 3 SVG) gewahrt bleibt. Voraussetzung für eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 220 Abs. 2 VTS ist  zunächst das Vorliegen eines besonderen Falles, und zwar eines Einzelfalles, was aus dem französischen Text, wo von „cas d'espèce“ die Rede ist, deutlich hervorgeht. Die Ausnahme ist sodann – dem  von Art. 220 VTS entsprechend – ein Instrument des Vollzugs oder der Rechtsanwendung und nicht ein allgemeineres Korrektiv. Für Art. 220 Abs. 2 VTS ist festzuhalten, dass die Norm nur beim Vollzug und nur bei speziell gelagerten Einzelfällen, nicht aber bei einer  besonderen Konstellation zum Tragen kommt (Urteil des  A-8382/2007 vom 29. September 2008 E. 8.2). Nach Art. 45 Abs. 1 TGV kann die Vorinstanz auch beim Vollzug der TGV in besonderen Fällen Ausnahmen von einzelnen Bestimmungen
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gestatten, wiederum unter der Voraussetzung, dass der  gewahrt bleibt.
5.1 Demnach ist zunächst zu prüfen, ob es sich bei der Situation der Beschwerdeführerin um einen besonderen Einzelfall im Sinne von Art. 220 Abs. 2 VTS bzw. Art. 45 Abs. 1 TGV handelt.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, bei der Entwicklung des ( des Fahrzeugs) sei dem Sicherheitsaspekt besondere Beachtung geschenkt worden. Sie existiere als Unternehmen bereits seit 25 Jahren, habe einen sehr guten Ruf, sei ein schweizerisches Unternehmen, habe viel Zeit und Geld in die Entwicklung des  investiert, es handle sich beim (Markenbezeichnung des ) um ein teures Fahrzeug und sie könne für dieses BMW- direkt ab Werk beziehen.
Zwar mag es zutreffen, dass bei der Entwicklung des ( des Fahrzeugs) dem Sicherheitsaspekt besondere Beachtung geschenkt worden ist. Dies ändert aber nichts daran, dass von den Vorschriften zur Erteilung einer Typengenehmigung und den  der Verkehrszulassung andere Fahrzeughersteller in  Weise wie die Beschwerdeführerin betroffen sind. Wie diese  ausführt, sind denn auch vierrädrige Motorräder von  Herstellern auf dem Markt erhältlich. Auch die weiteren von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Umstände sind nicht , ihre Situation als besonderen Einzelfall im Sinne von Art. 220 Abs. 2 VTS bzw. Art. 45 Abs. 1 TGV erscheinen zu lassen, weil sie entweder keinen Bezug zum Regelungsgegenstand der VTS bzw. der TGV haben oder weil sie auf andere Hersteller genauso zutreffen bzw. zutreffen könnten.
5.2 Weiter ist fraglich, ob die Erteilung der beantragten  – wie die Vorinstanz angeführt hat – nicht dem  der VTS bzw. der TGV zuwiderlaufen würde.
Die VTS dient nach Art. 8 Abs. 2 SVG unter anderem der Sicherheit im Verkehr sowie der Vermeidung von Lärm, Staub, Rauch, Geruch und andern schädlichen oder lästigen Auswirkungen des Fahrzeugbetriebs. Der gleiche Zweck kommt der TGV zu, zumal die Einhaltung der  der VTS Voraussetzung für die Erteilung einer  ist (Art. 19 TGV).
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Unabhängig davon, wie sicher es konzipiert worden ist, stellt ein  mit einer Motorleistung von 123 kW bzw. 175 PS zweifellos ein höheres Verkehrssicherheitsrisiko dar als das gleiche Fahrzeug mit  beschränkten Motorleistung von 15 kW. Zudem hat die  direkten Einfluss auf die verursachten Emissionen. Die Erteilung der beantragten Ausnahmebewilligung würde demzufolge gegen den Regelungszweck der VTS und der TGV verstossen, insbesondere die Gewährung von Sicherheit im Verkehr sowie die Vermeidung von schädlichen oder lästigen Emissionen.
An dieser Beurteilung vermag der Hinweis der Beschwerdeführerin, das Fahrzeug werde auch für körperlich behinderte Menschen  und individuell gebaut, nichts zu ändern. Zwar hält Art. 8 Abs. 2 SVG auch fest, der Bundesrat habe beim Erlass der Vorschriften über Bau und Ausrüstung der Fahrzeuge die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu beachten, aber die Frage nach der zulässigen  hat mit diesem Regelungszweck keinen direkten . So zielt das Gesuch der Beschwerdeführerin denn auch nicht darauf ab, Menschen mit Behinderungen, welche aufgrund der anwendbaren Bestimmungen von der Verwendung des ( des Fahrzeugs) ausgeschlossen wären, die Benutzung  Fahrzeugs zu ermöglichen.
5.3 Weil die Situation der Beschwerdeführerin kein besonderer  im Sinne von Art. 220 Abs. 2 VTS bzw. Art. 45 Abs. 1 TGV darstellt und die Erteilung der beantragten Ausnahmebewilligung dem  der VTS bzw. der TGV zuwiderlaufen würde, hat die  das Gesuch der Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen.
6. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erweist sich die  als unbegründet und ist abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei und hat die auf Fr. 1'500.-- zu bestimmenden  vor dem Bundesverwaltungsgericht zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss in  Höhe zu verrechnen.
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8. Der Beschwerdeführerin als unterliegende Partei steht keine  zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG).
9. Gegen Entscheide über die Typengenehmigung von Fahrzeugen auf dem Gebiet des Strassenverkehrs ist die Beschwerde in  Angelegenheiten an das Bundesgericht unzulässig (Art. 83 Bst. o des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Der vorliegende Entscheid ist demzufolge endgültig.