Decision ID: 1fedef65-f5f5-4873-8534-7c15d54452b5
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1982, ist als Pflegehilfe beim
Y._
angestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG
obligatorisch unfall
versichert (
Urk.
10/1). Am
3.
Mai 2012 erlitt sie als Lenkerin eines Personen
wagens eine
n Verkehrsunfall
(
seitlich-frontale Kollision
,
Urk.
10/14
S.
2
).
Noch am gleichen Tag begab sie
sich in ärztliche Behandlung ins
Y._
, wo eine
Contusio
capitis
(Schädelprellung) und eine
Distorsion der Hal
swirbelsäule (HWS-Distorsion) diagnostiziert wurden
(
Urk.
11
/M2).
In der Folge war sie bis zum
3.
Juni 2012 zu 100
%
, dann bis zum 1
3.
August 2012 zu 50
%
und vom 1
4.
August
2012 bis zum 1
3.
Januar 2013
zu 25
%
(
bezogen auf das
von ihr
ausgeübte 80
%
-Pensum
)
arbeitsunfähig
geschrieben (
Urk.
11
/
M10-11, vgl. auch
Urk.
2 S. 2
,
Urk.
10/19 S. 2
).
Die AXA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld).
Im Auftrag der AXA untersuchte
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, am 1
1.
Februar 2013 die Versicherte (
Beric
ht vom 1
3.
Februar 2013,
Urk.
11
/M12
). Mit Schreiben vom 2
1.
Februar 2013 stellte die AXA die Einstellung der
Leistungen in Aussicht
, sah
dann
aber nach Interven
tion des Rechtsvertreters der Versicherten davon ab und gewährte weiterhin Versicherungsleistun
gen in Form von Heilbehandlung
(
Urk.
10/26, 10/33, 11
/M17-20
). Nachdem sie ihren beratenden Arzt,
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Neurologie, zum Fall hatte Stellung nehmen lassen (Bericht vom
7.
Oktober 2013,
Urk.
11
/M21),
teilte die AXA
mit Verfügung vom 1
5.
Oktober 2015
mit, dass sie die Taggeldleistungen per 1
3.
Januar 2013 und die Leistungen für Heil
behandlungen per 1
5.
Oktober 2013 einstelle (
Urk.
10/56). Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom 2
4.
Februar 2014 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am 2
1.
März 2014 Beschwerde erheben und beantra
gen, ihr sei
en
bis auf Weiteres die gesetzlichen Leistungen auszurichten
und die Sache sei zur weiteren medizinischen Abklärung an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen
(
Urk.
1 S. 2). Die AXA schloss in der
Beschwerde
antwort
vom 1
4.
Juli 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), wovon der Beschwerdeführerin Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob aus
dem Unfall vom
3.
Mai 2012 über den 1
3.
Januar 2013 resp. 1
5.
Oktober 2013
hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung besteht.
2.
Die AXA hat die Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Streitsache zutref
fend dargelegt. Das betrifft namentlich den für einen Leistungsanspruch erfor
derlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (
Urk.
2 E. 2.3.1
-2
und 2.3.2.1-3). Darauf wird verwiesen. Zu erg
änzen ist, dass h
insichtlich des Beweiswertes
eines ärztli
chen Berichtes
entscheidend
ist
, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind
(
BGE 134 V 231 E. 5.1
,
125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E.
1c). Auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinter
ner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu
. Soll jedoch ein Versicherungs
fall ausschliess
lich gestützt auf versicherungsintern
e Beurteilungen entschieden wer
den, so sind an die Beweiswürdigung strenge An
forderungen zu stellen: be
steh
en auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 125 V 351 E.
b/
ee
, 122 V 162 E. 1d).
3.
Die AXA stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
im Wesentlichen auf den Standpunkt
, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 1
5.
Oktober 2013 habe zwischen den geklagten Beschwerd
en und dem Unfallereignis vom
3.
Mai 2012 kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr bestanden.
Ohnehin erweise sich die Leistungseinstellung als rechtens, denn auf jeden Fall sei der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen (
Urk.
2).
Demgegenüber ist die Beschwerdeführerin der Meinung, aufgrund der vor
han
de
nen medizinischen Akten könne die Frage der natürlichen Kausalität nicht entschieden werden. Es s
eien daher weitere medizinische
Abklärungen erforderlich. Erst danach könne eine Adäquanzprüfung vorgenommen werden (
Urk.
1).
4.
Aufgrund der Akten, insbesondere der bildgebenden Abklärungen, ist ausgewie
sen, dass keine organischen Unfallfolgen vorliegen (
Urk.
11/M2, 11/M8,
11/M15, 11
/M16).
Rechtsprechungsgemäss kann von organisch objektiv ausge
wiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die
hiebei
angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (
Bundesgerichtsurteil
8C_310/2011
vom
5.
September 2011 E. 4.1
mit Hinwei
sen
)
.
Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur,
Druckdolenzen
im Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit
, wie sie bei der Be
schwer
deführe
rin festgestellt wurden (
Urk.
11/M1, 11/M11, 11
/M12 S. 11),
können für sich allein nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei
Streck
haltung
der HWS mit Retrohaltung (SVR 2009 UV
Nr. 18 S. 69
, 8C_744/2007 E. 4.5
).
5.
5.1
In medizinischer Hinsicht stützte sich die AXA auf die Berichte von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
.
Dr.
Z._
führte im Bericht vom 1
3.
Februar 2013 aus,
bei der Beschwerde
füh
re
rin liege ein
myofasziales
Syndrom bei muskulärer
Dysbalance
im Schulter
gürtel vor. Zudem zeigten sich zervikal gewisse segmentale Befunde, die
indes
für die aktuell
e Symptomatik
weniger relevant seien. Im Vordergrund stehe eine Fehlhaltung der Wirbelsäule bei absolut ungenügender Rumpfstabil
isation sowie leichter tiefthora
k
aler Kyphose und muskelschwachem leptosomem
Habitus
. Schmerzverstärkend wirke das rücken
schonende Verhalten. Die festge
stellten Befunde seien alle weich und unspezifisch.
Die jetzigen Beschwerden würden durch die beschr
iebenen muskulären Defizite
hervorger
ufen und seien reversibel
. Er sei der Meinung, dass mit einer konsequenten medizinischen
Trai
ningstherapie
während drei Monaten ein Endzustand hätte erreicht werde
n können. Insofern sei eine
Kausalität der Beschwerden über sechs Monate
nach dem Unfall hinaus nicht plausibel (
Urk.
11
/M12 S. 15
ff.
).
Dr.
A._
hielt im Bericht vom
7.
Oktober 2013 fest, der Verlauf sei protrahiert. Nach Mai 2012 sei tr
otz der Therapien keine
wesentliche Besserung mehr ein
getreten. Bei einer unfallkausalen Schädigung wäre hingegen eine Abnahme
der Befunde und eine
Besserung des Gesundheitszustandes
zu
erwarten gewesen. Dass dem nicht so
sei, sei als Zeichen einer Überlagerung zu werten. Bei einer HWS-Distorsion mit einem Kraftgrad Quebec-Task-Force I resp. II, wie sie bei der Beschwerdeführerin diagnostiziert worden seien,
sei eine Abheilung na
ch sechs resp.
26 Wochen zu erwarten. Der Status quo
sine
sei somit spätestens am
3.
November 2012 erreicht gewesen. Die Kopfschmerzen, über welche die
Beschwerdeführerin im Weiteren klage, seien nicht traumatischer Genese. Es handle sich um
chronifizierte
Spannungskopfschmerzen und als solche
seien sie
vollkommen unspezifisch (
Urk.
11
/M21).
5.2
Die Beschwerdeführerin wies in ihrer Stellungnahme vom 1
9.
März 2013, worauf sie in der Beschwerde verweist
(
Urk.
1 S.
5
)
, zu Recht auf Fehler und Ungenauigkeiten
im Bericht von
Dr.
Z._
, hauptsächlich bei der
Anamnese
erhebung
,
hin
(
Urk.
10/
33
)
.
D
ie Hausärztin
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für
All
gemeine
Innere Medizin,
brachte in ihrer Stellungnahme vom
7.
März 2013
ebenfalls Korrekturen zum
B
ericht von
Dr.
Z._
an (
Urk.
11
/M13). Indessen zog sie die ärztliche Schlussfolgerung von
Dr.
Z._
, insbesondere seine
Kausa
litätsbeurteilung
, nicht in Zweifel. Gleiches gilt auch für die weiteren, b
ei den Akten liegenden Berichte
der übrigen, die Beschwerdeführerin behandelnden Ärzte. Diese nehmen zwar nicht Bezug auf den Bericht von
Dr.
Z._
. Indessen behauptet keiner eine über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung
hinaus
best
e
hende Unfallkausalität (
Urk.
11
/
M18-19)
.
Explizit zum selben Ergebnis wie
Dr.
Z._
gelangte schliesslich
Dr.
A._
(
Urk.
11/M21).
Die Kritik
des Rechtsvertrete
r
s
(als medizinischer Laie)
alleine
vermag die Berichte
von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
, welche sämtliche Anforderungen an eine beweiskräftige
medizinische
Entscheidgrundlage
erfüllen (E. 2
hievor
)
,
nicht in Zweifel zu ziehen. Von Weiterungen, insbesondere von der Einholung eines Gutachtens, sind
keine
entscheidrelevanten
Ergebnisse mehr
zu erwarten
, so dass
darauf zu verzichten
ist
(antizipierte Beweis
würdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3
).
6.
6.1
Gestützt auf die Berichte von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
ist somit davon auszuge
hen, dass im Zeitpunk
t der Leistungseinstellung kein
natürlicher Kau
salzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall vom
3.
Mai 2012 mehr bestand.
Darüber hinaus ist
, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt,
auch der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen.
Ist die Adäquanz zu verneinen, kommt der - vorliegend ohnehin zu verneinenden natürlichen Kausalität - keine
entscheidrelevante
Bedeutung mehr zu (BGE
135 V 465
E. 5.1
). Dies scheint die Beschwerdeführerin zu verkennen, soweit sie geltend macht, bevor über die Adäquanz entschieden werden könne, müsse die Frage der natürlichen Kausalität geklärt sein
(
Urk.
1 S. 7 Ziff. 6)
.
6.2
Kann von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namh
afte Besserung des Gesundheits
zustandes der versicherten Person mehr erwartet
werden, so hat
der Versicherungs
träger den Fall grundsätzlich gestützt auf
Art.
19
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
unter Ein
stellung von Heil
behandlung und T
aggeld sowie Prüfung des An
spruchs auf eine Invalidenrente und eine Integ
ritätsentschädigung abzuschlies
sen. Die na
m
hafte Verbesserung bezieht sich hier
bei in erster Linie auf die Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3). Ist die versicherte Person wieder in der Lage, in ihrer angestammten Tätigkeit vollzeitlich erwerbstätig zu sein, so dürfte der Fall in der Regel abzuschliessen und der Rentenanspruch zu prüfen (
Art.
19 UVG) sein, selbst wenn die Befi
ndlichkeit der versicherten Person noch ver
bessert werden könnte (vgl. etwa Bundesgerichts
urteil 8C_
970
/20
12
vom
3
1.
Juli
20
13 E. 3
.
4
).
6.3
6.3.1
Die Beschwerdeführerin ist seit
1
4.
Januar 2013 wieder voll arbeitsfähig. Zwar reduzierte sie ab Mai 2013 ihr Pensum von 80 auf 60
%
(vgl.
Urk.
10/40)
. Diese Reduktion ist aber nicht auf medizinische Gründe zurückzuführen (vgl. dazu die Auskunft von
Dr.
B._
vom 1
8.
April 2013,
Urk.
10/40). Soweit die Be
schwer
deführerin in der Beschwerde etwas anderes behaupten lässt
(
Urk.
1 S. 4)
, kann ihr daher nicht gefolgt werden.
Damit erweist sich
die Einstellung der Taggelder (
Art.
16 UVG) per 1
4.
Januar 2013 als rechtens
.
Den Fall schloss die AXA mit der Einstellung der Leistungen für die Heilbehandlung per
1
5.
Oktober 2013 ab.
Die Adäquanzprüfung ist mithin auf diesen Zeitpunkt hin vorzuneh
men.
6.3.2
Ausgangspunkt der Adäquanzprüfung bildet das
(objektiv erfassbare)
Unfall
er
eignis
. Im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise ist zu untersuchen, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen e
rfolgt. Abhängig von der
Unfall
schwere
sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_129/2009 vom 1
5.
September 2009 E. 5.2.1).
Gemäss Unfallanalyse vom 1
4.
August 2012 kollidierten die Fahrzeuge unter einem Winkel zwischen den Längsachsen von 165
bis
170°, mithin ist nahezu von einer Frontalkollision auszugehen
, auch wenn
die Kollision seitlich erfolgte
(
Urk.
10/14 S. 2)
.
Bei Frontalkollisionen liegt die sog. Harmlosigkeitsgrenze für HWS-Beschwerden bei einem Delta-v-Wert von 20-30 km/h (
Bundesgerichts
urteil
e
8C_327/2010
vom 2
2.
Juli 2010 E. 5.2.1
und
8C_481/2012 vom 1
0.
Dezember 2012 E. 5 [Kollision seitlich-frontal]
).
Im Fall der Beschwerde
führerin lag der Wert mit
16-21 km/h
(
knapp
)
darunter (
Urk.
10/14
S.
2
). Folglich
ist der Unfall vom
3.
Mai 2012
nach
den mittelschweren Ereignissen im
Grenz
bereich
zu d
en leichten Unfällen zuzurechnen.
Von den
in einem solchen
Fall weiter
massgebli
chen Kriterien (
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlitte
nen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplika
tionen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen) müssten bei der gegebenen Unfallschwere für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges
mindestens vier Kriterien in der einfachen Form oder aber eines in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5 mit Hinweisen)
.
Der Unfall vom
3.
Mai 2012 ereignete sich weder unter besonders
dramati-schen
Begleitumständen, noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313) - von besonderer Eindrücklichkeit. Er hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer
schleudertraumaähnlichen
Verletzung der HWS vermag die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf
hiezu
einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflus
sen können. Diese können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen beste
hen
(RKUV 2003 Nr. U 489 S. 361 E
. 4.3 mit Hinweisen). Solche Umstände sind hier nicht gegeben. Ebenfalls zu verneinen ist das Kriterium der fortgesetzten spezifischen und belastenden ärztlichen Behandlung. Die Beschwerdeführerin befand sich zwar nach dem Unfall in ärztlicher Behandlung, wobei sie
die
empfohlene
n
Therapien
zum Teil nur unregelmässig
wahrnahm (
Urk.
11/M18-19, vgl. auch
Urk.
11
/M12 S. 16
). Die durchgeführten M
ass
nahmen erschöpften sich im Wesentlichen in medikamentöser Behandlung und Physiother
apie
(
Urk.
11/M4-5, 11/M9-11, 11
/M13
). Diese stellen keine besonders belastenden, spezifischen Behandlungen dar (vgl. Bundesgerichtsurteil
8C_893/
20
08
vom
6.
Juli 2009
E. 5.4).
Erhebliche Beschwerden sind ebenfalls zu verneinen. Die Versicherte leidet namentlich an Nacken- und Schulterschmerzen infolge mus
kulärer
Dysbalance
. Sie kann ihren Lebensalltag indes gut meistern und ist voll
arbeitsfähig. Überdies liessen sich die Schmerzen
wohl
mit einem Krafttraining beheben. Dass die Beschwerdeführerin
dieses nicht oder nur unzureichend durchführt
,
hat unfallfremde Gründe (
Urk.
11
/
M12 S. 18
f.,
Urk.
11
/
M
21
S. 3). Sodann sind keine Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung ersichtlich.
Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen müssen nicht kumulativ
erfüllt sein (BGE 117 V
369 E
. 7b). Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden darf nicht auf einen schwierigen Heilungsver
lauf und/oder erhebliche Kompli
kationen geschlossen werden. Es bedarf
hiezu
besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben. Die Durchfüh
rung verschiedener Therapien ge
nügt nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte (
Bundesgerichtsurteil 8C_57/2008 vom 1
6.
Mai 2008 E. 9.6.1). Anhaltspunkte, welche vorliegend auf die Erfüllung dieses Kriteriums schliessen liessen, sind nicht ersichtlich. Angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin nach rund drei Monaten zu 50
%
und nach rund neun Monaten wi
eder zu 100
%
arbeitsfähig war,
lag auch keine erhebliche
Arbeitsunfähigkeit
vor.
Damit ist
keine
s der
massgebenden
Kriterien gegeben
. Der adäquate Kausalzusammenhang ist daher ebenfalls zu verneinen.
Die Beschwerde ist somi
t aufgrund der genannten Gründe
abzuweisen.