Decision ID: e579f5f6-fc85-40cb-b4a1-2ab640a0cf9d
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1975, ist
seit dem 2
5.
Mai 2013 als Transport
chauffeur bei der
Y._
angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die
Folgen von Unfällen versichert. Am
1
3.
Juni 2015
kollidierte der Ver
sicherte auf seinem
Motorrad mit einem Personenwagen und
zog
sich da
bei multiple Verletzungen zu
(
vgl. Schadenmeldung UVG vom 16.
Juni 2015,
Urk.
9/1).
Nachdem er
ins Zentrum für Intensivmedizin des
Z._ überführt worden war (Urk. 9/45), diagnostizierte Dr.
med.
A._
, Leitender Arzt der Klinik für Orthopädie und Trauma
tologie des
Z._
, im
Bericht betreffend Operation vom 14. Juni
2015 (1) eine exsanguinierende subtotale Unterschenkelamputation
(linksseitig)
, (2) eine Riss
quetschwunde Peniswurzel, (3) eine Rippenserienfraktur links, (4) diverse Kon
tusionen und (5) einen Verdacht auf e
in oberes/unteres Sprunggelenks-T
rauma rechts (
Urk.
9/7).
Bis zum 30.
Juni 2015
folgten
im
Z._
mehrere weitere
opera
tive Eingriffe am linken Unterschenkel (
Urk.
9/21). Die Suva erbrachte Heilbe
handlungs- und Taggeldleistungen.
Nach
der Hospitalisation im Z._ bis zum
2
2. Juli 2015 (Urk. 9/21) trat
der Versicherte zur stationären Rehabilitat
ion in die B._ ein
, wo er bis am
3.
März 2016 behandelt wurde (
mit einem Therapieunterbruch vom 24. Dezember 2015 bis zum 25. Januar 2016; Urk.
9/97).
Am 21. Januar 2016 erklärte der Versicherte i
m Rahmen
eines
Gespräches mit dem Case Manager der Suva,
dass er seit dem Unfall vom 13.
Juni 2015 schwarze Zähne habe,
die ihn schmerzen würden (Urk. 9/77
). In der Folge stellte
die
Suva dem behandelnden
Dr. med. dent. C._
das
Formular Zahnschäden
zu,
das
dieser am 2
0.
Februar 2016
ausgefüllt retournierte (Urk. 9/88
). Mit Verfügung vom 1
0.
März 2016 hielt die Suva fest, dass es sich beim Defekt an den Zähnen 13 und 25 nicht um Unfallfolgen, son
dern um einen Kariesschaden (Vorzustand) handle. Die Übernahme der zahn
ärztlichen Behandlungskosten müsse deshalb abgelehnt w
erden (Urk.
9/91). Dagegen erhob der Versicherte am
12. April 2016 Einsprache (Urk.
9/102). Am 1
8.
August 2016 gab
Dr. med. dent. D._, beratend
er
Zahnarzt der Suva,
eine Stellungnahme ab (
Urk.
9/121). Mit Entscheid vom
9.
September 2016 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
1.
September 2016 Beschwerde mit folgen
dem Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 2):
1.
Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom
9.
September 2016
aufzuheben.
2.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, gestützt auf
Art.
43 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
weitere sachdienliche Abklärungen vorzunehmen.
3.
Es sei die Beschwerdegegnerin insbesondere zu verpflichten, vom
Z._
einen
ausführlichen Arztbericht einzuholen.
4.
Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, gestützt auf
Art.
44
ATSG ein zahnmedizinisches Gutachten einzuholen.
5.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, über die Unfallkausalität der
Zahnbeschwerden des Beschwerdeführers nach Vorliegen der erfolgten Abklä-
rungen neu zu befinden.
6.
Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen.
7.
Es sei gestützt auf
Art.
6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten (EMRK) eine öffentliche Verhandlung durchzuführen.
Die Beschwerdegegnerin beantragte
mit Beschwerde
antwort vom 2. November 2016 die
Abweisun
g der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (Urk. 8). Mit Gerichtsverfügung
v
om 7.
November 2016 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt. Zudem hielt das Gericht fest, dass es die Anord
nung eines weiteren Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte. Den Par
teien bleibe es aber unbenommen, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen (
Urk.
10). Am 1
7.
und 2
1.
November 2016 reichte der Beschwerdeführer Stellungnahmen
sowie die Krankengeschichte der B._
ein (
Urk.
11 und
Urk.
13
-14
), wozu sich die Beschwerdegegnerin am 2
3.
Dezember 2016 vernehmen liess (
Urk.
16). Diese Eingabe wurde dem Beschwerdeführer am 2
8.
Dezember 2016 zur Kennt
nis gebracht (
Urk.
17). Mit Eingabe vom
8.
Januar 2018 teilte der Beschwerde
führer mit, dass er das Gesuch um Durchführung einer öffentlichen Verhand
lung im Sinne von
Art.
6 EMRK zurückziehe (
Urk.
19).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep
tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 1
3.
Juni 2015 ereignet, weshalb die bis 31.
Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG sind Versicherungsleistungen - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten zu gewähren.
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge
tretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte eine Leistungspflicht im angefochtenen Ent
scheid damit, dass auf die schlüssig und widerspruchsfrei begründete Ein
schätzung des erfahrenen Versicherungszahnmediziners Dr. D._, wonach eine Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 13. Juni 2015 und dem gemeldeten Zahnschaden lediglich möglich sei, abgestellt werden könne. Ent
gegen der Aussage des Beschwerdeführers, er habe stets gegenüber allen behandelnden Ärzten angegeben, Schmerzen im ganzen Gebiss zu verspüren, seien
weder im Au
strittsbericht des Z._ vom 24. Juli
2015 noch in demjenigen der
B._ vom 17. März
2016 Zahnbeschwerden
aufgeführt.
Auch der
Traumatologe
Dr. A._ vom Z._ habe
in seinen
Sprechstunden
berichten vom 21. August
und 23. Oktober
2015 keine Probleme in Bezug auf das Gebiss
erwähnt. Bei dieser Aktenlage erübrige
sich denn auch die E
in
holung eines weiteren Bericht
s des
Z._
oder gar eines externe
n zahnmedi
zinischen Gutachtens. Da ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 13. Juni 2015 und dem gemeldeten Zahn
schaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei, könne von einer zusätzlichen Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs abgesehen werden (Urk. 2 S. 6).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen ein, dass er gleich nach dem Eintritt ins Z._ starke Schmerzen im gesamten Gebiss verspürt habe. Dies habe er auch während des gesamten Spitalaufenthaltes mitgeteilt. Nach ein paar Wochen sei
en die Zähne schwarz geworden. Man habe ihm erklärt, dass deren Verfärbung von den zahlreichen Medikamenten stamme, welche er habe einnehmen müssen. Angesichts seiner schweren Verletzungen sei die Zahnproblematik während des Aufenthaltes im Z._ aber nicht im Vordergrund gestanden. Die behandelnden Ärzte hätten ihn diesbezüglich auf später vertröstet. Auch in der B._ habe er die Ärzte sogleich darüber informiert, dass er im gesamten Gebiss Schmerzen habe. Der vorhandene Kariesschaden sei nicht der Grund für die Zahnschmerzen und die nach dem Unfall aufgetretenen schwar
zen Zähne. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei den Zahn
schmerzen und schwarzen Zähne um mittelbare Unfallfolgen handle, welche zufolge der zahlreich eingenommenen Medikamente aufgetreten seien. Die ver
sicherungsinterne Beurteilung von Dr. D._ vom 18. August 2016 erschöpfe sich in ein paar wenigen Sätzen und nehme lediglich kurz Bezug auf das Zahnschadenformular von Dr. C._. Zur Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 13. Juni 2015 und den geltend gemachten Zahnbeschwerden habe sich Dr. D._ nicht geäus
sert. Er habe lediglich festgestellt, dass er den adäquaten Kausalzusammenhang als möglich erachte. Im Weiteren könne auch aus den Unterlagen von Dr. C._ nicht abgeleitet werden, ob die geklagten Zahnschäden unfallkausal seien oder nicht. Die Beschwerdegegnerin habe den medizinischen Sachverhalt daher nicht rechtsgenüglich abgeklärt (Urk. 1 S. 5 ff.).
2.3
In der Stellungnahme vom 21. November 2016 machte der Beschwerdeführer ergänzend geltend, aus den nachgereichten Unterlagen gehe zweifelsfrei hervor, dass er – entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin – bereits
die behandelnden Ärzte der B._ auf die Zahnbeschwerden auf
merksam gemacht habe. Am 3. August 2015 habe er zu Protokoll gegeben, dass er seit dem Unfall eine Schwarzverfärbung an den Zahnhälsen beobachtet habe. Am 31. August 2015 seien die Zahnschmerzen erneut aktenkundig. Am 14. Dezember 2015 sei eine Mundspülung verordnet worden (Urk. 13 S. 2).
2.4
Die Beschwerdegegnerin hielt in der „Duplik“ vom 23. Dezember 2016 fest, dass sich aus den Stellungnahmen des Beschwerdeführers keine neuen Aspekte erge
ben würden. Die Erwähnung der Zahnschmerzen gegenüber der B._ ändere nichts an der Tatsache, dass ein Kariesschaden und nicht Unfallfolgen bezüglich der defekten Zähne vorliege. Eine medikamentös bedingte Verfärbung hätte sich an allen Zähnen zeigen müssen und nicht bloss an den Zähnen 13 und 25. Bereits aus diesem Grunde scheide eine unfallbe
dingte Kausalität aus (Urk. 16).
3.
3.1
Dr. C._ hielt im Formular betreffend Zahnschäden vom 20. Februar 2016 fest, dass beim Beschwerdeführer, der insgesamt 15 gefüllte Zähne habe, zwei Zähne nicht behandelt und defekt seien. Aufgrund der kariösen Läsionen seien die Zähne 13 und 25 mit Füllungen zu versorgen. Der Beschwerdeführer habe gemäss eigenen Angaben lange im Krankenhaus bleiben müssen. In dieser Zeit sei seine Mundhygiene vernachlässigt worden. Seit dem Unfall verspüre er Empfindlichkeit auf Kälte (Urk. 9/88).
3.2
Dr. D._ erklärte in der Stellungnahme vom 18. August 2016, dass sich
Karies
durch eine adäquate
Mundhygiene vermeiden
lasse. Aus den Akten gehe
nicht hervor, dass der
Beschwerdeführer
durch seine Ve
rletzungen daran gehin
dert worden sei
,
eine solche zu betreiben. Der Beschwerdeführer
selbst
habe
gemä
ss Zahnschadenformular vom 20. Februar 2016 gegenüber Dr. C._ erklärt
, dass
er die Mundhygiene während des Spital
a
ufenthaltes vernachlässigt habe.
Einige Medikamente könn
t
en im Zusammen
hang mit einer unzureichenden M
undhygiene durch Reduktion der
Speichelbil
dung das Entstehen oder
F
ortschreiten einer Karies begünstigen. Da diese Kombination jedoch über einen
längeren Zeitraum bestehen müsse
, erachte
er
im vorliegenden Fall den Einfluss der Medikamente als nicht entscheidend. Auf den Röntgenbildern vom 1
8. Januar 2016 würden
die Zähne 13 und 25 bereits
als
versorgt zu sein
erscheinen. Er
beurteile den adäquaten Kau
salzusammen
hang als nur möglich (Urk. 9/121).
4.
4.1
Aktenkundig erstmals beklagte der Beschwerdeführer am
3.
August 2015 Zahn
beschwerden in Form von seit dem Unfall beobachteter Schwarzverfärbung an den Zahnhälsen (
Urk.
14 S. 16).
Dr. C._
stellte dagegen im Januar 2016 kariöse Läsionen an den Zähnen 13 und 25 fest, welche er mit Füllungen versorgte (E. 3.1).
Weitere behandlungsbedürftige Zahnschäden hat Dr. C._ nicht festgestellt und Anhaltspunkte dafür, dass er den Beschwerdeführer nicht pflichtgemäss untersucht haben könnte, liegen nicht vor.
4.2
Dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des Unfallereignisses vom 13. Juni 2015 schwere Verletzungen zugezogen hat, insbesondere mit der Amputation des linken Unterschenkels (vgl. Sachverhalt E. 1), ist nicht in Abrede zu stellen. Mit Dr. D._ kann gestützt auf die vorliegenden Akten jedoch davon aus
gegangen werden, dass der Beschwerdeführer – ausser in den ersten ein/zwei Wochen nach dem Unfallereignis - durch seine Verletzungen nicht daran gehindert wurde, eine adäquate Mundhygiene zu betreiben. Dadurch hätte sich eine Karies grundsätzlich vermeiden lassen (vgl. E. 3.2). Wie Dr. D._ zutreffend bemerkte, hat der Beschwerdeführer dies auch insofern bestätigt, als er gegenüber Dr. C._ angab, dass seine Mundhygiene in der Zeit im Z._ vernachlässigt worden sei (vgl. E. 3.1). Im Weiteren legte Dr. D._ in nachvollziehbarer Weise dar, dass er im vorliegenden Fall den Einfluss der Medikamente nicht als entscheidend erachte, da einzig eine Kombination von bestimmten Medikamenten und unzureichender Mundhygiene über einen längeren Zeitraum durch Reduktion der Speichelbildung das Entstehen oder Fortschreiten einer Karies begünstigen könne (vgl. E. 3.2). Diese Aussage von Dr. D._ findet im Eintrag in der Krankengeschichte der B._ vom 3. August 2015 ihre Stütze, zumal auch der damals zuständige Dr. med. E._, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, bemerkt hatte, dass die Medikamente bei Austritt die vom Beschwerdeführer angegebene Schwarzverfärbung an den Zahnhälsen nicht erklären würden (Urk. 14 S. 16),
weshalb offenbleiben kann, ob die geklagte „Schwarzfärbung an den Zahnhälsen“ mit der sanierungs
bedürftigen Karies an den Zähnen 13 und 25 überhaupt zusammenhängt.
4.3
Die fachärztliche Stellungnahme von Dr. D._ vom 18. August 2016, die er in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgab, ist somit grundsätzlich einleuchtend und plausibel. Zu präzisieren ist einzig, dass Dr. D._ offensichtlich die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 13. Juni 2015 und den am 21. Januar 2016 gemeldeten Zahnbeschwerden geprüft und versehentlich von einem nur mögli
chen adäquaten Kausalzusammenhang gesprochen hat (vgl. E. 3.2). Nur mög
lich ist der natürliche Kausalzusammenhang.
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches
indes
nicht
(vgl. E. 1.3).
4.4
(Zahn-)Ärztliche Beurteilungen, die der Einschätzung von Dr. D._ wider
sprechen würden, liegen sodann nicht vor.
Dass
Dr. D._
eine reine
Aktenbeurteilung vornahm,
ist schliesslich nicht zu beanstanden. Denn
es ging lediglich um die Beurteilung des Kausalzu
sammenhangs eines im Wesentlichen feststehenden medizinischen Sachver
halts, welcher zudem auf den Angaben des behandelnden Zahnarztes Dr. C._ selbst basiert, zum Unfallereignis, was rechtsprechungsge
mäss in einem Aktengutachten erörtert werden kann (Urteil 8C_540/2007 vom 27. März 2008 mit Hinweisen). Weitergehende, allenfalls externe medizinische Abklärungen sind daher nicht angezeigt.
4.5
Es ist demnach nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die vom Beschwerdeführer am 2
1.
Januar 2016 gemeldeten
behandlungsbedürfti
gen
Zahnbeschwerden (Urk.
9/77
)
im Sinne einer
mittelbare
n
Unfallf
olge
natür
lich kausal zum
Unfallereignis vom 1
3.
Juni 2015 sind.
Von einer Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs kann daher abgesehen werden (BGE
119 V 335 E. 4c).
5.
Der angefochtene Entscheid, mit dem ein Anspruch auf Übernahme der zahn
ärztlichen Behandlungskosten verneint wurde, erweist sich demzufolge als rechtens. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.