Decision ID: 62ed2434-bbb3-423d-aa7c-198d536b2be0
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1961,
Mutter eines
erwachsene
n
Sohn
es
,
war
zuletzt bei der
Firma Y._
als Office
Mitarbeiterin
und in einer
Nebenerwerbs
tätigkeit
als
Spetterin
tätig
(vgl.
Urk.
7/4 und
Urk.
7/10).
Am
3. März 2003
mel
dete
sie
sich
unter Hinweis auf
Rücken- und Gelenk
beschwerden
bei der Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/1
).
Die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizinische und erwerbliche Si
tuation ab und verneinte mit Verfügung vom 2
2.
April 2005
(
Urk.
7/30)
und Einspracheentscheid vom 29. Juli 2005 (Urk. 7/41)
einen Rentenanspruch.
Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 7/46) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
2.
Januar 2007 (
Urk.
7/57) ab. Dieser Entscheid wurde mit Urteil des Bun
desgerichts vom 2
2.
Juni 2007 geschützt (
Urk.
7/62/1-5).
1.2
Am
19.
Juli 20
07
meldete sich die Versicherte erneut bei der Invalidenversiche
rung an
(
Urk.
7/64)
.
Die
IV-Stelle
holte beim
Institut Z._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 19. August 2008 er
stattet wurde (
Urk.
7/81/2-22).
M
it Verfügung
en
vom
1
2.
Dezember 2008
sprach sie ihr
ab dem
1.
März 2007
bei einem Invaliditätsgrad von
50 %
eine halbe Rente
und ab dem 1. Juni 2008
bei einem Invaliditätsgrad von 44 %
eine
Vier
telsr
ente
zu (Urk.
7/
85-89
).
1.
3
Nach Eingang eines am
13. Mai 2013
ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk.
7/98
) holte die IV-Stelle unter anderem
ein Gutachten
bei
der
Firma A._
Polydisziplinäre Medizinische Abklärungen
ein, das am
8.
Juli 20
14
erstattet wurde (Urk.
7/110
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/113
;
Urk.
7/118
)
hob die IV-Stelle mit Verfügung vom
16. Oktober 2014
die bisher ausgerichtete Rente auf (Urk.
7/
123
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am
18. November 2014
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
16. Oktober 2014
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihr auch nach dem 30. November 2014 weiterhin eine Invalidenrente auszu
richten
(
Urk.
1 S. 2
oben
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
16. Januar 2015
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
4. März 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
D
ie massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die
Invali
di
tätsbemessung
(Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
So
zialversicherungsrechts
, ATSG) und den Rentenanspruch (Art. 28 des Bundes
gesetzes über die Invalidenversicherung, IVG), sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 1). Darauf kann, mit den nachstehenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfah
rungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre
auftrags
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin
nen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Be
gutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander
seits (BGE 124 I 170
E. 4
) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei
chende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wich
tige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benen
nen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Ur
teil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinwei
sen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
2.
2.1
Strittig ist die revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten
Viertels
r
ente
, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin wesentlich verbessert respektive sich die für die
Invaliditäts
bemessung
massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass
der Beschwerdeführerin
aufgrund der medizinischen Unterlagen
eine angepasste wie auch die zuletzt ausgeführte Tätigkeit wieder zu 100 % zumut
bar sei (S. 2 Mitte). Eine behinderungsrelevante somatische Erkrankung sei nicht ausgewiesen. Auch aus psychiatrischer Sicht liege keine die Arbeitsfähigkeit mindernde Erkrankung mehr vor (S. 2 oben). Aus versicherungsmedizinischer Sicht werde im Vergleich zur Beurteilung des
Z._
-Gutachtens vom August 2008 eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes festgestellt
. Dies be
gründe sich mit der Verbesserung der depressiven Symptomatik von leicht- bis mittelgradig auf
leichtgradig
(S. 2 unten).
2.3
Die Beschwerdeführerin
stellte sich
in ihrer Beschwerde (Urk. 1)
auf den Stand
punkt, dass keine Verbesserung der depressiven Symptomatik eingetreten sei.
G
emäss der zutreffenden Feststellung des Psychiaters
Dr.
B._
träten bei ei
ner anhaltenden depressiven Störung
krankheitstypisch Schwankungen des Schweregrades der jeweiligen depressiven Episode
auf
(S. 5 unten).
Wenn die vom
A._
-Psychiater im März 2014
erhobene depressive
Symptomatik
da
mals als
leichtgradig
interpretiert worden sei, so genüge dies nicht zum Nach
weis einer nachhaltigen, erheblichen und für die Arbeitsfähigkeit relevanten Verbesserung des Gesundheitszustandes. Zum Zeitpunkt der
Rentenrevisions
verfügung
habe gemäss dem Austrittsbericht des Sanatoriums
C._
eine mittelgradige depressive Episode bestanden
(S. 6
unten)
.
Die im
A._
-Bericht angenommene volle Arbeitsfähigkeit werde nicht mit einer tatsächlich einge
tretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes, sondern mit einer vom
Z._
-Gutachten abweichenden Beurteilung begründet (S. 7 unten). Schliesslich wären im Falle einer Verbesserung des Gesundheitszustandes Massnahmen
zur berufli
chen Eingliederung durchzuführen
(S. 7 f.).
3.
Vorab ist festzuhalten
, dass im
verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
grund
sätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen
sind
, zu denen die zuständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich - in Form einer Verfügung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
- Stel
lung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den
beschwerdewei
se
weiterziehbaren
Anfechtungsgegen
stand
. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sach
urteilsvoraussetzung
, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin nicht über den Anspruch auf
Eingliede
rungsmassnahmen
verfügt. Sie hielt in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) fest, dass
auf die Durchführung von beruflichen
Massnahmen
verzichtet werde, da
die Beschwerde
führerin
trotz bisheriger 70%iger Arbeitsfähigkeit keiner Ar
beit nachgegangen sei
. Falls sie Unterstützung benötige, könne sie ein schriftli
ches Gesuch einreichen (S. 2 Mitte).
Fo
l
glich
fehlt es in Bezug auf allfällige
Ein
gliederungsmassnahmen
am entsprechenden
Anfechtungsg
egenstand, so dass diesbezüglich nicht auf die Beschwerde einzutreten ist.
4
.
4
.1
Dem
Gutachten von
lic
.
phil.
D._
, Fachpsychologe für Psychothera
pie,
und
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie
, vom 9.
Dezember 20
04
(
Urk.
7/20)
sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 4 Mitte):
leichte depressive Episode
Hinweise
auf eine
somatoforme
Schmerzstörung
Dr.
D._
und
Dr.
E._
führten aus,
die Beschwerdeführerin leide seit eini
gen Jahren an verschiedenen körperlichen Beschwerden, die mit Schmerzen verbunden seien (Kopf, Nacken, Arme, Hände, Hüfte). Im Zusammenhang mit der Schmerzstörung bestehe eine depressive Symptomatik. Sie
attestierten
der Beschwerdeführerin
eine 30%ige
A
rbeitsunfähigkeit
in ihrer angestammten Tä
tigkeit als Hilfsarbeiterin in der Kantine der
Firma Y._
(S. 4 unten).
4
.2
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, stellte im
rheumatologische
n
Gutachten vom 11.
April 20
05 (
Urk.
7/28)
im Wesentli
chen
folgende Diagnosen (S. 14
Ziff.
4):
somatoforme
Schmerzstörung mit/bei
generalisierten Schmerzen
psychosozialen Belastungsfaktoren
Depression anamnestisch
chronisches
lumbospo
ndylogenes
Syndrom
bei
Fehlhaltung der Wirbelsäule
Haltungsinsuffizienz
Dr.
F._
führte aus, dass die rheumatologische Untersuchung keine Diagnose ergeben habe, die eine relevante Einschränkung der
A
rbeitsfähigkeit
rechtferti
gen würde. Entsprechend könne aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht
gesamthaft von
einer
A
rbeitsfähigkeit von
7
0
% ausgegangen
werden
(
S. 14
Ziff.
5
).
4
.3
Das polydisziplinäre
Gutachten der Ärzte de
s
Instituts Z._
vom 19. August 2008 (Urk.
7/81/2-22)
basiert auf einer internistischen/allgemeinmedizinischen, einer psychiatrischen und einer rheumatologischen Untersuchung sowie den vorhan
denen Akten (vgl. S. 1 unten). Die Ärzte des
Instituts Z._
nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17
Ziff.
5.1):
leichte bis mittelgradige depressive
Episode
anhaltende
somatoforme
Sch
m
erzstörung
chronisches
multilokuläres
Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates
Aus rheumatologischer Sicht wurde festgehalten, dass bei der Beschwerdeführe
rin seit mehreren Jahren ein bisher therapieresistentes Schmerzsyndrom bestehe,
welches sich initial in der Lumbalregion lokalisiert habe mit später Ausdehnung in den Nacken-/Schultergürtelbereich sowie in alle Extremitäten (S. 16 oben). Das Beschwerdebild entspreche einem
chronifizierten
und
multilokulären
Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates, welches nicht auf eine fassbare or
ganische Pathologie zurückgeführt werden könne (S. 16 unten).
Der Beschwer
deführerin seien körperlich schwere Tätigkeiten mit starker Rückenbelastung nicht mehr zumutbar. In einer körperlich mittelschweren Tätigkeit mit
mittel
starker
Rückenbelastung bestehe eine Einschränkung von 40 %. Für eine kör
perlich leichte Tätigkeit mit auch nur leichter Rückenbelastung sei die Arbeits
fähigkeit nicht eingeschränkt (S. 17 oben).
Im Rahmen der psychiatrischen Beurteilung wurde festgehalten, da
ss bei der aktuellen Untersuchung
eine leichte bis mittelgradige depressive Symptomatik mit
depressiven Verstimmungen, Ängsten vor dem Alleinsein, Antriebsstörung, Appetitverminderung, Schlafschwierigkeiten, teilweise paranoid gefärbten Ge
danken und negativen Zukunftsperspektiven
neben einer diffusen Schmerzsymptomatik im Be
wegungsapparat vorgelegen habe
. Die Beschwerde
führerin habe den tumorkranken
Eheman
n
vor dessen Tode zu Hause gepflegt
.
Die
psychosoziale
n und emotionalen
Belastungen
seien deutlich
ausgeprägt.
Durch die anhaltende
s
omat
oforme
Schmerzstörung komme es zur psychischen
Überlagerung
der somatisch nicht hinreichend objektivierbaren Schmerzen
(S. 12 oben)
.
Die Beschwerdeführerin
fühle sich
derzeit
nicht arbeitsfähig.
Auf
grund der ausgeprägten subjektiven
Krankheitsüberzeugung
sei die
Prognose
ungünstig. Eine schwere psychische
Störung
liege nicht vor.
Ein
primärer Krankheitsgewinn
sei nicht gegeben. Es bestehe zwar ein sozialer Rückzug, ein
emotionaler
Rückzug
sei aber nicht stark ausgeprägt
.
Daher könne der Be
schwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht zugemutet werden, ihren häuslichen oder einer ihren körperlichen Einschränkungen angepassten Tätigkeit zu 70 % nachzugehen
(S. 12 Mitte)
.
Eine regelmässige psychiatrisch-psychotherapeuti
sche
Behandlung
wäre notwendig, auch unter Intensivierung der
antidepressi
ven
Medikation (S. 13 unten).
In der Schlussbesprechung hielten die Ärzte
des
Instituts Z._
fest, dass eine psychische
Komorbi
di
tät mit mehrjährigem Verlauf ohne längere Rückbildung bestehe
(S. 20 unten)
.
Die
B
eschwerdeführerin stehe nicht in psychiatrisch-psychothera
peutischer
Behandlung
(S. 20
Ziff.
7.1).
Die therapeutischen
Möglichkeiten seien nicht ausgeschöpft
(S. 21)
.
Aus polydisziplinärer Sicht resultiere in der ange
stammten und in anderen mittelschweren Tätigkeiten eine Leistungseinbusse von 40 %. Die Einschränkungen aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht seien nicht additiv. In einer körperlich leichten Tätigkeit resultiere eine Leistungseinbusse von 30 %, entsprechend einer 70%igen
Arbeits- und Leis
tungsfähigkeit (S. 18 f.).
Die
A
rbeitsunfähigkeit
von 30
% gelte ab Juni
20
08, vorher
sei
zwischenzeitlich
eine
Ve
rschlechterung
aus psychiatrischer Sicht auf
getreten
, so dass von Dezember
20
06 bis Mai
2008
von
eine
r
50
%
ige
n
A
rbeits
unfähigkeit
auszugeh
en sei
(S. 19 oben).
5
.
5
.1
Die im Rahmen des im
Ma
i 20
13
eingeleiteten Revisionsverfahrens eingegange
nen Berichte ergeben über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin fol
gendes Bild:
5
.2
Vom 16. März 2012 bis 10. Mai 2012 befand sich die Beschwerdeführerin in stationär-psychiatrischer Behandlung im Sanatorium
C._
. Dem
Austritts
bericht
vom 25. Juni 2012 (
Urk.
7/100/10-14)
sind folgende Diagnosen zu ent
nehmen (S. 1 Mitte):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
Differentialdiagnose: Angst und Depression gemischt
Die Ärzte des
Sanatoriums
C._
führten
zum psychopathologischen Befund
aus,
die Beschwerdeführerin sei im formalen Denken deutlich verlangsamt, es bestehe ein mittelgradiges
Grübeln und Gedankenkreisen, vor allem morgens nach dem Aufwachen. Das Vitalgefühl sei stark gestört, sie sei deprimiert, mit
telgradig ängstlich, gereizt und innerlich unruhig. Es bestünden mittelschwere Insuffizienzgefühle, ein mittelgradiger sozialer Rückzug, Antriebsarmut, ein ausgeprägtes Morgentief, Durchschlafstörungen und Appetitlosigkeit mit Ge
wichtsverlust (S. 3 oben). Es sei eine antidepressive Medikation mit
Cipralex
etabliert worden. Gegen auftretende Schmerzzustände und generalisierte Ängste sei
Lyrica
in die Me
dikation aufgenommen worden (S.
4 unten).
Das bei Eintritt imponierende ängstlich-depressive Zustandsbild habe sich unter der Medikation gebessert (S. 5).
5
.3
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
–
psychotherapie
,
nannt
e im Bericht vom 1.
Juli 20
13
(
Urk.
7/100/5-9
) die
im Be
richt der Ärzte des
Sanatoriums
C._
aufgeführten
Diagnosen (
S. 1
Ziff.1.1
).
Dr.
B._
führte aus, die Beschwerdeführerin befinde sich
seit April
20
09
wegen multipler Ängste, Panikattacken und einer chronischen Depression bei ihm in psychiatrischer Behandlung (
S. 1
Ziff.
1.4).
Es liege ein
chronifizier
tes
Zustandsbild vor mit grosser Ängstlichkeit, Depressivität, Gehemmtheit und Antriebslosigkeit und einer länger bestehenden Schmerzproblematik. Es handle sich um eine schwerwiegende psychiatrische Erkrankung, welche unter
anderem mit
dem
Tod des Ehemannes
zusammenhänge. Daneben spielten
soziokulturelle
und konstitutionelle Faktoren
(depressive Wahrnehmung) eine Rolle
.
Eine medi
kamentöse Behandlung werde durchgeführt (S. 2
Ziff.
1.4).
Dr.
B._
attes
tierte
der Beschwerdeführerin
eine seit
2009 bestehende 100%ige Arbeitsunfä
higkeit (
S. 2
Ziff.
1.6).
5
.
4
Das
Gutachten
der Ärzte der
Firma A._
vom 8.
Juli 20
14
(Urk. 7/110) basiert auf
einer internistischen, einer neurologischen, einer rheumatologischen und einer psychiatrischen Untersuchung
vom März
2014 sowie den vorhandenen Akten (vgl. S. 1 unten).
Die Gutachter nannten keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 37 Mitte).
Aus internistischer wie auch aus neurologischer Sicht wurde festgehalten, dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 16 Mitte und S. 21 unten).
Der rheumatologische Gutachter führte aus, die Beschwerdeführerin beklage mehrjährige chronische Beschwerden am ganzen Körper, betont lumbal
. Es lä
gen keine das Altersmass überschreitende degenerativen Veränderungen vor. Bei leichter Adipositas finde sich lediglich eine geringe Haltungsinsuffizienz ohne resultierende Einschränkungen (S. 28 unten).
Aus psychiatrischer Sicht
wurde festgehalten, dass
sich
anamnestisch keine gra
vierende depressive Symptomatik erkennen lasse.
Eine vitale Traurigkeit, nam
hafte Antriebsstörung oder ein Interessenverlust seien nicht evident. Vielmehr
bestünden
a
namnestisch
rege Beziehungen und Kontakte
(S. 35 oben)
.
Zum psychiatrischen Befund wurde angegeben, dass Konzentration und Aufmerk
samkeit unauffällig seien. Das formale Denken sei geordnet, auf das Wesentli
che beschränkt und in angemessener Geschwindigkeit. Eine
Grübelneigung
werde auf Nachfrage angegeben. Ängste oder Befürchtungen lägen nicht vor (S. 33 unten).
Die Beschwerdeführerin gebe eine allgemeine Ängstlichkeit
,
insbe
sondere vor erneuten Panikattacken
,
an (S. 34 oben).
Die Stimmung sei
subde
pressiv
bei eingeschränkter affektiver Modulation (S. 34 Mitte).
Der hier erho
bene
Befund zeige keine namhafte Depressivität,
keine psychotischen Symp
tome und sei
allenfalls
im Sinne einer
leichtgradige
n
depressive
n
Episode zu interpretieren.
Die Medikamenten-Anamnese spreche für einen chronischen
Benzodiazepin-Fehlgebrauch
(S. 35 Mitte)
.
Die früher genannten Diagnosen
ei
ner mittelgradigen depressiven Episode mit paranoider Komponente oder gar einer
schwergradigen
Depressivität seien
angesichts der aktuellen Befunde nicht mehr vorliegend.
Die a
ktenkundige Diagnose einer
somatoformen
Schmerzstö
rung
sei nicht haltbar
(S. 35 unten)
.
Aktuell ergebe sich allenfalls die Diagnose einer
leichtgradigen
depressiven Episode. Hinsichtlich der reklamierten Symp
tomatik sei dabei auch ein zumindest anteiliger Effekt der leitlinienwidrigen Benzodiazepin-Medikation zu berücksichtigen. Eine Arbeitsunfähigkeit lasse
sich aus der
leichtgradigen
Depressivität nicht ableiten, vielmehr sei zumindest ebenso gut die Wiederaufnahme einer Arbeit therapeutisch wünschenswert (Stabilisierung von Tagesstruktur, Selbstwertgefühl und sozialer Teilhabe; S. 36 oben).
Im Rahmen der Gesamtbeurteilung
kamen
die Gutachter
zum Schluss, dass ab sofort eine 100
%
ige
A
rbeitsfähigkeit
für alle Tätigkeiten gegeben sei. Auffällig
in den hiesigen Untersuchungen
sei
eine
grobe Diskrepanz zwischen reklamier
ten
und demonstrierten Einschränkungen
einerseits
und
dem nicht
schmerzbe
einträchtigten
klinischen Eindruck sowie der ungehinderten
spontanen Mobili
tät
andererseits, was für eine bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden spreche (S. 36 f.)
.
Die Ärzte der
Firma A._
b
ejah
t
en eine
massgebliche Veränderung des Gesundheitszustandes
seit der Be
gutachtung im
Institut Z._
, da kein namhaftes depre
ssives Syndrom mehr vorliege. Eine psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit entfalle zumindest
ex
nunc
.
Soma
tischerseits
sei eine objektive Änderung nicht wahrscheinlich. In der Begutach
tung des
Instituts Z._
sei es zu einer diagnostischen Fehlbewertung (Stellung der D
iag
nose einer
somatoformen
Schmerzstörung
, ohne dass die entsprechenden Krite
rien erfüllt
seien
) gekommen
,
die empfohlene Einschränkung der
A
rbeits
fähig
keit
sei also bereits damals nicht haltbar gewesen (S. 38 unten)
.
Eine r
etrospek
tive Be
wert
ung
des psychischen Befunds sei nicht mit der gebotenen Wahr
scheinlichkeit zu bestimmen,
ihre Beurteilung gelte also ex
nunc
(S. 39 oben)
.
Dringend notwendig sei eine Ordnung der potentiell suchtinduzierenden
Medi
kation
(S. 39 f.).
5
.
5
Dr.
med.
G._
, Praktische Ärztin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, hielt mit
Stellungnahme vom 14.
Juli 20
14 (
Urk.
7/112/7-8) fest, auf das
Gutachten
der Ärzte der
Firma A._
könne
ab
ge
stell
t werden. Im Vergleich zur Beurteilung des
Instituts Z._
sei eine
Verbesserung des psy
chischen
Ge
sundheitszustandes
erfolgt
.
Dies begründe sich mit der Verbesserung der de
pressiven Symptomatik von leicht- bis mittelgradig auf
leichtgradig
.
Aus soma
tischer Sicht sei kein organisches Korrelat zu eruieren, welches die subjektiv ge
klagten Beschwerden erklären könnte. Die
100%ige Arbeitsfähigkeit für die bis
herige Tätigkeit und angepasste Tätigkeiten
–
welche
w
ahrscheinlich schon seit
dem
Z._
-Gutachten
im Jahr 2008
bestehe – sei sicher
seit
der aktuellen
Begut
achtung
vom März 2014 anzunehmen
.
5
.
6
Dr.
B._
hielt mit Bericht
vom
2.
September 2014
zuhanden des Rechtsvertre
ters der Beschwerdeführerin (
Urk.
7/117/3-4 = Urk.
3/2)
fest
, der
grösste Mangel des Gutachtens sei die nicht korrekte und eher oberflächliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes. So k
ä
men die Kontakte der
Beschwerdeführerin zwar vor, aber nur unter grosser Anstrengung. Nach den Mittagessen mit ehemaligen Arbeitskolleginnen sei sie jeweils so erschöpft, dass sie rasch in die eigenen vier Wände zurückkehren müsse. Und der Kontakt mit der
Coiffeuse
-Freundin sei mittlerweile abgebrochen (S. 1
Ziff.
1).
Das
Krank
heitsgeschehen
werde nicht in seinem zeitlichen Verlauf dargestellt, sondern nur ein Ist-Zustand beschrieben.
Es liege eine langdauernde schwere Erkran
kung mit Phasen von leichter Erholung vor
(S. 1
Ziff.
2). Die Angst-Krankheit bestehe schon sehr lange und habe sich mit dem Tod des Ehemannes verstärkt, was zu einer psychischen Behinderung geführt habe (S. 1
Ziff.
3).
5
.
7
Dem
Bericht
der Ärzte des
Sanatorium
s
C._
vom 1
2.
September 2014 (
Urk.
3/1)
über
die stationär-psychiatrische Behandlung
vom
2.
Juni
2014
bis 15. August 20
14 ist folgende Hauptdiagnose zu entnehmen
(S. 1 Mitte):
Psychische
und Verhaltensstörungen durch
Sedativa oder Hypnotika:
Ab
hängigkeitssyndrom
Ausserdem wurden folgende
Nebendiagnose
n
genannt (S. 1 Mitte):
rezidivierende
depressive Störung, ge
genwärtig mittelgradige Episode
Fibromyalgie
Eisenmangelanämie
Differentialdiagnose: Angst und Depression gemischt
Die Ärzte des
Sanatorium
s
C._
gaben zum psychopathologischen Befund an, es bestünden sub
jektive Auffassungs- und Merkfähigkeitsstörungen sowie Konzentrationsstörungen mit Merkfähigkeitsstörungen. Im formalen Denken sei
d
ie
Beschwerdeführerin
deutlich verlangsamt.
Sie
gebe ein mittelgradiges Grü
beln und Gedankenkreisen sowie eine Angst vor neuen Aufgaben an. Im Affekt präsentiere sie sich mittelgradig hoffnungslos und sehr affektverflacht (S. 2 un
ten). Die Beschwerdeführerin habe gewissenhaft an den Therapien teilgenom
men, aber aufgrund einer erheblichen Sprachbarriere teilweise nicht gut profi
tieren können (S. 3 unten). Es sei eine geringfügige Verbesserung ersichtlich, was aber vor dem Hintergrund des langjährigen Krankheitsverlaufs und auch der geringen sozialen Einbindung der Beschwerdeführerin als grosser Fortschritt gesehen werden könne (S. 4 oben).
Zusammenfassend wurde festgehalten, der
Zustand der Beschwerdeführer
in habe sich durch die medikamentöse Therapie und
auch die
Aktivierung
im Laufe der
Hospitalisation
verbessert, sie sei aber immer noch nur gering bela
stbar
und schnell reizüberflutet
.
Zudem zeigten sich weiterhin die
Diskrepanz zwischen subjektiven Beschwerden und objektiv
ierba
r
en
Befunden,
ein
ausgeprägtes Vermeidungsverhalten und
eine grobe
Passivi
tät. Es sei nicht gelungen, therapeutisch die Selbstwirksamkeit der
Beschwerde
führer
in zu fördern
(S. 4 unten)
.
6
.
6
.1
Bei der ursprünglichen
Rentenzusprache
stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das
Z._
-Gutachten
vom 19. August 2008 (vgl.
Urk.
7/82/3). Darin wurde der Beschwerdeführerin bei einer leichten bis mittelgradigen depressiven
Epi
sode
und einer anhaltenden
somatoformen
Sch
m
erzstörung
von Dezember
20
06 bis Mai
2008 eine 50
%
ige
A
rbeitsunfähigkeit und seit Juni 2008
eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Entsprechend sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
ab
März 2007
eine halbe Rente
sowie ab Juni 2008 eine
Viertelsrente
zu (vgl. Urk. 7/85).
6
.2
Zur Beurteilung des aktu
ellen Gesundheitszustandes liegen die Berichte des be
handelnden Psychiaters
Dr.
B._
,
das Gutachten der Ärzte der
Firma A._
sowie
die
Berichte der Ärzte des Sanatoriums
C._
vor
.
Während
Dr.
B._
von einer
seit
2009 bestehenden 100
%igen Arbeitsunfähigkeit ausging, attestierten die Ärzte der
Firma A._
der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in allen Tätigkeiten
.
Den Berichten
des Sanatoriums
C._
sind
keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen.
Die ausführliche Expertise
der Ärzte der
Firma A._
erfüllt die Anforderungen an den Beweiswert medizinischer Berichte im Sinne der Rechtsprechung (vgl. vor
stehende E. 1.3) vollumfänglich. Sie setzt sich mit allen Aspekten der gesund
heitlichen Beeinträchtigungen auseinander und berücksichtigt insbesondere auch sämtli
che bis dahin angefallenen ärztlichen Untersuchungsberichte. Ins
gesamt
ist
das
A._
-Gutachten
umfassend und vermag
zu überzeugen. Ins
besondere erscheint angesichts der angeführten
Befunde eine 100%ige Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin nachvollziehbar.
Soweit
Dr.
B._
- bei welchem die Beschwerdeführerin seit
April 2009
in Behandlung steht (vgl.
Urk.
7
/
100/5-9 S. 1
) -
(
weiterhin
)
von einer vollen Ar
beitsunfähigkeit ausgeht, vermag dies das Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen, zumal
zwischen ihm und de
r
Beschwerdeführer
in
eine vergleichbare
Vertrau
enskonstellation
besteht wie zwischen dem Hausarzt und seinem Patienten (vgl. E. 1.4).
Zudem
begründete
Dr.
B._
die von ihm attestierte volle
Arbeitsun
fähigkeit nicht näher. Auch aufgrund der von ihm genannten Befunde und Di
agnosen
– es ist insbesondere von multiplen diffusen Ängsten und Depressivität die Rede -
erscheint diese nicht nachvollziehbar.
Festzuhalten bleibt, dass auch die seitens der Ärzte des Sanatoriums
C._
gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode gemäss höchstrich
terlicher Rechtsprechung grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
gilt (vgl. Ur
teil 9C_626/2
013 vom 18. Februar 2014 E. 4.3
).
Wesentlich ist
indessen nicht die genaue Diagnose, sondern vielmehr die konkreten Befunde und die entspre
chenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
Nach dem Gesagten kann auf das Gutachten der Ärzte der
Firma A._
abgestellt wer
den, wonach
sowohl in der bisherigen als auch in angepassten
Tätigkeiten
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht.
Der medizinische Sachverhalt ist als in diesem Sinne erstellt zu betrachten.
Zu bemerken ist, dass die Therapiemöglichkeiten nicht ausgeschöpft sind. Be
reits im Rahmen des
Z._
-Gutachtens wurde festgehalten, dass eine regelmässige psychiatrisch-psychotherapeutische
Behandlung
notwendig wäre. Die
A._
-Gutachter stellten einen
Benzodiazepin-Fehlgebrauch
fest und hielten eine Ord
nung der potentiell suchtinduzierenden Medikation für dringend erforderlich. Die Ärzte des Sanatoriums
C._
hielten im aktuellen Bericht eine
tageskli
nische
Anschlusslösung für indiziert (
Urk.
3/1 S. 4 Mitte). Aus diesem Bericht ergeben sich auch ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten und eine Passivität der Beschwerdeführerin. So lehnte sie einen geschützten Arbeitsplatz zur Probe mit wenig nachvollziehbarer Begründung ab (
Urk.
3/1 S. 4 Mitte). Dem
A._
-Gutachten sind sodann Hinweise für eine demonstrative Darbietung von Ein
schränkungen und Beschwerden zu entnehmen.
6
.3
Zu prüfen
bleibt das Vorliegen eines Revisionsgrundes, mithin die Frage
, ob gestützt auf das
A._
-Gutachten
eine erhebliche Verbes
serung des Gesund
heitszustandes gege
nüber der Situation im Jahr 2008
–
welche durch das
Z._
-
Gutachten
dokumentiert ist –
ausgewiesen ist.
6
.4
Im
Z._
-Gutachten wurden aus rheumatologischer Sicht Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten mit star
ker und mittelstarker Rückenbelastung formuliert. Demgegenüber wurde der Beschwerdeführerin im
A._
-Gutachten eine volle Arbeitsfähigkeit in sämtli
chen Tätigkeiten attestiert.
Eine
somatoforme
Sch
m
erzstörung
wurde in den aktuellen Berichten nicht mehr erwähnt und im
A._
-Gutachten ausdrücklich verneint.
Die Gutachter der
Firma A._
hielten fest, dass es
sich um eine diagnostische Fehlbewertung
der Ärzte des
Instituts Z._
gehandelt
habe
. Insofern
ist
zwar
fraglich, ob diesbezüglich
von einer Veränderung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden
kann
.
In
dessen ist in den aktuellen Berichten auch keine Rede mehr von einem Schmerzsyndrom.
Im
A._
-Gutachten wurde sogar ausgeführt, dass eine namhafte Schmerzbeeinträchtigung nicht evident sei (
Urk.
7/110 S. 35 f.).
Die depressive Symptomatik wurde im
Z._
-Gutachten vom August 2008 als
leicht- bis mittelgradig bewertet. Die
Ärzte der
Firma A._
gaben im Juli 2014 an, der psychiatrische Befund könne allenfalls im Sinne einer
leichtgradigen
de
pressiven Episode interpretiert werden.
Insofern kann von einer Verbesserung ausgegangen werden. Eine solche zeigt sich auch aufgrund einer Gegenüber
stellung der jeweiligen Befunde.
So lagen bei der Beschwerdeführerin im Zeit
punkt der
Z._
-Begutachtung noch
Ängste vor dem Alleinsein,
eine
Antriebs
störung, Schlafschwierigkeiten
sowie
teilweise paranoid gefärbte Gedanken
vor
.
Entsprechende Befunde wurden
im
A._
-Gutachten und im aktuellen Bericht des Sanatoriums
C._
nicht mehr erwähnt
.
Vor dem Hintergrund, dass die
Z._
-Begutachtung nur wenige Monate nach dem Tod des Ehemannes
erfolgte
(vgl.
Urk.
7/81 S. 11
Ziff.
4.1.2)
, erscheint es nachvollziehbar, dass die psychi
schen Befunde damals ausgeprägter waren
.
Schliesslich gingen die
A._
-Gutachter selbst von einer massgeblichen Änderung des Gesundheitszustandes aus, da kein namhaftes depressives Syndrom mehr vorliege.
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf das
A._
-Gutachten von einer Verbesserung des Gesundheitszu
standes
seit der
erstmali
gen
Rentenzusprache
im Dezember 2008
ausging.
D
ie Revision der bisherigen Rente
erweist sich somit
als zulässig. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen.
6.
5
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur
Bestimmung von
Valideneinkommen
und Invalideneinkommen auf die Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE). Dabei ging sie für beide Vergleichseinkommen vom standardisierten Durchschnitt für einfache und repetitive Tätigkeiten von Frauen in sämtlichen Wirtschaftszwei
gen des privaten Sektors bei einem Pensum von 100 % aus, womit sich ein
In
validitätsgrad
von 0 % ergab (vgl. Urk. 2 S. 2 Mitte).
Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin keine Ausbildung absolvierte und seit
11.5 Jahren
nicht mehr erwerbstätig war
(vgl.
Urk.
1 S. 7 f.)
, hat die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des
Valideneinkommens
zu Recht
auf den Tabellenlohn für
Hilfs
arbeiten
abgestellt. Auch die Ermittlung des Invalideneinkommens
erschein
t korrekt. Die Berechnung des Invaliditätsgrades wurde denn auch durch die Be
schwerdeführerin nicht beanstandet.
Demnach hat die Beschwerdegegnerin
zu Recht
die Aufhebung der bisherigen
Viertelsrente
verfügt. Dies führt
diesbezüglich
zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Die Kosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
8
00.-- fest
zusetzen und
ausgangsgemäss
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.