Decision ID: 1787449d-2813-4600-8318-2ba659596ee0
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Der aus der Türkei stammende Beschwerdeführer (geb. [...]) reiste am
12. Oktober 1981 in die Schweiz ein und ersuchte tags darauf um Asyl.
Das damalige Bundesamt für Polizeiwesen (seit dem 1. Januar 2015: SEM)
wies sein Gesuch mit Verfügung vom 7. April 1983 ab. Diese erwuchs,
nachdem eine dagegen erhobene Beschwerde am 21. Oktober 1983 zu-
rückgezogen worden war, in Rechtskraft. Aufgrund der Heirat mit einer in
der Schweiz niedergelassenen Person erhielt er am 15. August 1983 eine
Aufenthaltsbewilligung. Inzwischen ist er im Besitze einer Niederlassungs-
bewilligung.
B.
Am 31. Juli 2020 gelangte der Beschwerdeführer an die zuständige kanto-
nale Behörde und ersuchte um Ausstellung eines Passes für eine auslän-
dische Person (vgl. Akten der Vorinstanz [SEM act.] 1). Nachdem das Ge-
such am 10. September 2020 an die Vorinstanz weitergeleitet worden war,
informierte diese den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. September
2020, dass die Voraussetzungen für die Ausstellung des beantragten Rei-
sedokuments nicht erfüllt seien. Er habe die Möglichkeit, eine gebühren-
pflichtige, beschwerdefähige Verfügung zu verlangen. Ohne Gegenbericht
bis zum 15. Oktober 2020 werde sein Gesuch als gegenstandslos gewor-
den abgeschrieben (SEM act. 3). Am 15. Oktober 2020 teilte der Parteiver-
treter dem SEM mit, dass sein Mandant auf eine beschwerdefähige Verfü-
gung verzichte und bat um Retournierung sämtlicher Gesuchsunterlagen
(SEM act. 4).
C.
Am 21. Januar 2021 beantragte der Beschwerdeführer erneut die Ausstel-
lung eines Reisepapiers für eine ausländische Person (SEM act. 6), worauf
das SEM ihm am 27. Januar 2021 nochmals die entsprechenden Voraus-
setzungen in Erinnerung rief. Gleichzeitig erhielt er wiederum Gelegenheit,
einen anfechtbaren Entscheid zu verlangen (SEM act. 8). Mit Schreiben
vom 25. Februar 2021 ersuchte er daraufhin fristgemäss um den Erlass
einer beschwerdefähigen Verfügung (SEM act. 9).
D.
Mit Verfügung vom 29. März 2021 wies die Vorinstanz das Gesuch um Aus-
stellung eines Passes für eine ausländische Person ab (SEM act. 10).
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E.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 11. Mai 2021 an das Bundesverwaltungsge-
richt beantragte der Beschwerdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen
Verfügung und die Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person.
Die Beschwerdeschrift war mit einer Reihe von Beweismitteln ergänzt, na-
mentlich einem türkischen Strafurteil vom 1. Oktober 2013 mit Teilüberset-
zung, Belegen für Kontakte mit dem türkischen Generalkonsulat in Zürich
sowie Bildern über öffentliche Auftritte des Beschwerdeführers, ergänzt
(BVGer act. 1).
F.
Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 8. Juli 2021 auf Ab-
weisung der Beschwerde (BVGer act. 6).
Mit Schreiben vom 12. Juli 2021 wurde dem Beschwerdeführer ein Doppel
der Vernehmlassung zur Kenntnis zugestellt (BVGer act. 7).
G.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-
gen eingegangen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Verfügungen des SEM, welche die Ausstellung von Reisedokumenten
betreffen, sind mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfecht-
bar (Art. 112 Abs. 1 des Ausländer- und Integrationsgesetzes [AIG, SR
142.20] i.V.m. Art. 31 ff. VGG und Art. 5 VwVG).
1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet
sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37
VGG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-
gitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf das frist- und formgerecht eingereichte
Rechtsmittel ist daher einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).
1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Ange-
legenheit endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 6 BGG).
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2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhaltes sowie – wenn nicht eine kantonale Behörde als Be-
schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden
(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-
verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62
Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann
die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen
gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage
zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.).
3.
3.1 Das SEM kann einer schriftenlosen Person mit Aufenthaltsbewilligung
einen Pass für eine ausländische Person abgeben (Art. 59 Abs. 1 AIG
i.V.m. Art. 4 Abs. 2 Bst. a der Verordnung vom 14. November 2012 über die
Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Personen [RDV,
SR 143.5]). Gemäss Art. 10 Abs. 1 RDV gilt als schriftenlos eine ausländi-
sche Person, die keine gültigen Reisedokumente ihres Heimat- oder Her-
kunftsstaates besitzt und von der nicht verlangt werden kann, dass sie sich
bei den zuständigen Behörden ihres Heimat- oder Herkunftsstaates um die
Ausstellung oder Verlängerung eines Reisedokuments bemüht (Bst. a),
oder für welche die Beschaffung von Reisedokumenten unmöglich ist
(Bst. b). Die Kontaktnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunfts-
staates kann namentlich von schutzbedürftigen und asylsuchenden Perso-
nen nicht verlangt werden (Art. 10 Abs. 3 RDV).
3.2 Die Ausstellung von Reise- und Identitätspapieren liegt in der Kompe-
tenz des jeweiligen Heimatstaates. Diesem kommt bei der Ausübung sei-
ner Passhoheit ein erheblicher Gestaltungsspielraum zu, den es zu res-
pektieren gilt (BVGE 2014/23 E. 5.3.2 und E. 5.9; Urteile des BVGer
F-1548/2020 vom 18. Dezember 2020 E. 4.1; F-4477/2018 vom 2. April
2020 E. 4.2). Als unmöglich im Sinne von Art. 10 Abs. 1 Bst. b RDV wird
die Papierbeschaffung daher nur angesehen, wenn sich die ausländische
Person bei den Behörden ihres Heimatstaates darum bemüht, die Ausstel-
lung der Papiere aber ohne zureichende Gründe verweigert wird, oder
wenn es an den rechtlichen Möglichkeiten fehlt, vom Heimat-, beziehungs-
weise Herkunftsstaat überhaupt Papiere zu erlangen (Urteile des BVGer
F-2687/2018 vom 28. Mai 2020 E. 4.2; F-4477/2018 E. 4.2; F-499/2018
vom 23. Mai 2019 E. 5.2).
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4.
4.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung im
Wesentlichen aus, der mittlerweile in der Schweiz niedergelassene Be-
schwerdeführer sei hier zu keinem Zeitpunkt als Flüchtling anerkannt ge-
wesen. Aufgrund seines aktuellen Aufenthaltsstatus sei es ihm deshalb
möglich und zumutbar, sich bei den zuständigen Behörden seines Heimat-
staates um die Ausstellung heimatlicher Reisedokumente zu bemühen.
Wohl habe der Beschwerdeführer zu diesem Zweck am 8. Januar 2021
beim türkischen Konsulat in Zürich vorgesprochen. Dort sei ihm mitgeteilt
worden, dass ihm aufgrund einer strafrechtlichen Verurteilung in der Türkei
kein neuer heimatlicher Pass ausgestellt werden könne. Eine schriftliche
Bestätigung hierzu habe er nicht vorgelegt. Gemäss den eingereichten Un-
terlagen sei er jedoch wegen des Straftatbestandes der Plünderung verur-
teilt worden. Er könne das vorliegende türkische Gerichtsurteil nicht durch
die Ausstellung eines Ersatzreisedokuments umgehen. Es liege nicht in der
Kompetenz der Schweiz, durch Anerkennung der Schriftenlosigkeit und
Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person in die Rechtspre-
chung und staatliche Souveränität eines anderen Landes einzugreifen. So-
weit geltend gemacht werde, dem Betroffenen sei nicht zumutbar, sich in
der Türkei dem Vollzug der mehrjährigen Freiheitsstrafe zu stellen, da es
sich um ein politisches Verfahren handle, gelte es darauf hinzuweisen,
dass die Prüfung asylrelevanter Vorbringen nicht Verfahrensgegenstand
bilde. Ob der Beschwerdeführer durch den Heimatstaat asylbeachtlich ver-
folgt werde, müsste in einem separaten Asylverfahren geltend gemacht
werden. Ein Pass für eine ausländische Person könnte allenfalls ausge-
stellt werden, wenn glaubhaft belegt wäre, dass er wegen exilpolitischer
Tätigkeiten keinen türkischen Reisepass erhalte. Solche Verweigerungs-
gründe vermöge er nicht zu belegen. Die Voraussetzungen der Schriften-
losigkeit seien nicht erfüllt, weshalb das entsprechende Gesuch abgelehnt
werde.
4.2 Der Beschwerdeführer stellte sich hauptsächlich auf den Standpunkt,
alles Zumutbare unternommen zu haben, um vom türkischen Konsulat ei-
nen neuen Reisepass erhältlich zu machen. Trotz anfänglicher Bedenken
habe er in dieser Angelegenheit dort am 8. und 12. Januar 2021 zweimal
vergeblich persönlich vorgesprochen. Die Ausstellung einer schriftlichen
Bestätigung des Ablehnungsgrundes sei ihm verweigert worden. Der
Grund für die Verweigerung eines gültigen Passes bestehe darin, dass er
von einem türkischen Strafgericht am 1. Oktober 2013 zu einer mehrjähri-
gen Freiheitsstrafe verurteilt worden sei und man ihn in der Türkei deshalb
zur Verhaftung ausgeschrieben habe. Aus seiner Sicht handle es sich um
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ein politisches Verfahren. Er sei seit Jahren für die prokurdische Partei
HDP und die religiöse Minderheit der Alewiten aktiv. Bereits in seinen jün-
geren Jahren sei er aufgrund seiner Zugehörigkeit zur linken Oppositions-
gruppe TKP/ML-TIKKO ins Visier der türkischen Behörden geraten. Diese
verschiedenen exilpolitischen Tätigkeiten zeigten auf, dass ihm die Aus-
stellung eines heimatlichen Passes allein aufgrund seiner politischen Ver-
gangenheit verweigert werde. Es sei in seinem Fall unerfindlich, warum die
Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person einen Eingriff in
die staatliche Souveränität der Türkei bedeutete. Er versuche auch nicht,
das fragliche Strafurteil zu umgehen. Er stehe ohne Pass da, könne die
Schweiz ohne Visum nicht verlassen und müsse feststellen, dass ihm in
jenem Land, in welchem er seit 40 Jahren lebe und welches zu seiner Hei-
mat geworden sei, wegen des Verfahrens in der Türkei die Ausstellung ei-
nes Passes verweigert werde.
5.
5.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Schriftenlosigkeit des
Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. Der Betroffene verfügt über eine
Niederlassungsbewilligung. Da er weder schutzbedürftig noch asylsu-
chend ist, kann ihm eine Kontaktaufnahme mit den türkischen Behörden
zugemutet werden. Zu Recht erhebt er keine Einwände mehr gegen eine
Kontaktaufnahme mit den heimatlichen Behörden, ist er am 8. und 12. Ja-
nuar 2021 doch zweimal persönlich vor dem türkischen Generalkonsulat in
Zürich erschienen. Somit bleibt einzig zu prüfen, ob der Ablehnungsgrund
des gegen ihn in seiner Heimat bestehenden Strafurteils auf zureichenden
Gründen beruht.
5.2 Nach Darstellung des Beschwerdeführers stellte ihm das türkische Ge-
neralkonsulat keinen neuen türkischen Pass aus, weil er in seinem Heimat-
land rechtskräftig verurteilt worden sei. Laut dem betreffenden, teilweise in
Übersetzung vorliegenden Urteil des Schwurgerichts in Istanbul wurde er
am 1. Oktober 2013 wegen Plünderung zu einer mehrjährigen Freiheits-
strafe verurteilt (siehe SEM act. 1 und Beschwerdebeilage 5). Beim Tatbe-
stand der Plünderung handelt es sich um ein je nach Land unterschiedlich
ausgestaltetes gemeinrechtliches Eigentumsdelikt und nicht um ein Delikt
mit politischem Bezug. Grundsätzlich haben es ausländische Staatsange-
hörige hinzunehmen, wenn die Ausstellung von Pässen durch die zustän-
digen heimatlichen Behörden sachlich begründete Verzögerungen erfährt
– oder wie vorliegend – aus allgemein anerkannten Gründen verweigert
wird. Würde die Schweiz in solchen Situationen auf breiter Basis von
Schriftenlosigkeit ausgehen, müsste sie regelmässig in die Passhoheit und
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damit in die Souveränität anderer Staaten eingreifen (BVGE 2014/23
E. 5.3.2 m.H.). Damit einhergehend, liegt es nicht in der Kompetenz der
Schweiz, durch Anerkennung der Schriftenlosigkeit und die Ausstellung
entsprechender Ersatzreisedokumente die Rechtsprechung des jeweiligen
Staates zu beeinflussen oder zu umgehen. Anzumerken gilt es an dieser
Stelle, dass strafrechtliche Verfolgung wegen eines Verbrechens oder Ver-
gehens wie auch der Vollzug eines rechtskräftigen Strafurteils selbst nach
schweizerischem Recht einen Grund darstellen, um einem schweizeri-
schen Staatsangehörigen die Ausstellung eines Ausweises zu verweigern
oder ihm nachträglich zu entziehen (vgl. Art. 6 und 7 des Bundesgesetzes
vom 22. Juni 2001 über die Ausweise für Schweizer Staatsangehörige
[Ausweisgesetz, AwG; SR 143.1]). Gegen die Haltung des türkischen Ge-
neralkonsulats ist von daher nichts einzuwenden.
5.3 Die auf Beschwerdeebene eingereichten Unterlagen beziehen sich
durchwegs auf nach dem Strafurteil vom 1. Oktober 2013 erfolgte exilpoli-
tische Aktivitäten. Soweit zeitlich zuzuordnen, beziehen sich die diesbe-
züglichen Bilder bzw. Fotoaufnahmen auf Vorkommnisse in den Jahren
2014, 2015 und 2019. Analoges gilt mit Blick auf das Schreiben des alewi-
tischen Verbandes vom 2. November 2020. Dem ebenfalls angesproche-
nen Zeitungsartikel kommt in der vorgelegten Form (undatiert, abgeschnit-
tene Kopie) für die hier rechtlich relevante Frage derweil kein Beweiswert
zu. Abgesehen davon hatte der Beschwerdeführer noch am 10. August
2010 problemlos einen während zehn Jahren gültigen türkischen Reise-
pass ausgestellt erhalten (siehe Auszug aus dem türkischen Pass unter
Beschwerdebeilage 6). Für die Annahme, dass dem Strafurteil vom 1. Ok-
tober 2013 politische Motive zu Grunde liegen, finden sich in den Akten
insoweit keine hinreichenden Anhaltspunkte.
5.4 Dass faktisch die späteren exilpolitischen Aktivitäten zur Verweigerung
der Ausstellung eines türkischen Passes geführt haben sollen, ist nicht be-
legt, sondern wird lediglich vermutet. Soweit der Beschwerdeführer in die-
sem Zusammenhang darauf hinweist, in der Türkei zur Verhaftung ausge-
schrieben zu sein und er sich aufgrund seines seitherigen politischen En-
gagements nun vor dem Vollzug dieser mehrjährigen Freiheitsstrafe fürch-
tet, handelt es sich um subjektive Nachfluchtgründe, welche in einem se-
paraten Asylverfahren geltend zu machen wären. Im vorliegenden Verfah-
ren um Anerkennung der Schriftenlosigkeit kann dies nicht geprüft werden.
Ein solches Vorgehen hatte der Parteivertreter am 15. Oktober 2020 an-
fänglich denn auch erwogen (SEM act. 4).
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6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zum heutigen Zeitpunkt keine
Umstände vorliegen, aufgrund derer der Beschwerdeführer als schriftenlos
im Sinne von Art. 10 Abs. 1 RDV anzusehen wäre. Somit fehlt es an einer
unabdingbaren Voraussetzung für die Ausstellung des beantragten Passes
für eine ausländische Person. Im Falle neuer Erkenntnisse oder veränder-
ter Umstände steht es ihm selbstredend offen, bei der Vorinstanz erneut
ein entsprechendes Gesuch zu stellen.
7.
Aus diesen Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte
von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher ab-
zuweisen.
8.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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