Decision ID: 023f654a-1dcc-5c6e-848e-517e021c55d4
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer Algerien eigenen Angaben zufolge am 11. Ok-
tober 2019 verliess und über Italien, Deutschland, Frankreich und Spanien
in die Schweiz gelangte, wo er am 18. Dezember 2019 um Asyl nach-
suchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 21. Januar 2020 nach ausführ-
lichen Angaben zu seiner Herkunft und dem Reiseweg keine Angaben zur
Begründung seines Asylgesuchs machte beziehungsweise die Frage ver-
neinte, ob er politisch aktiv gewesen sei, und auf die Fragen, ob er in sei-
nem Land Probleme mit den Behörden oder Drittpersonen gehabt habe
und ob er jemals in Haft oder vor Gericht gewesen sei, antwortete, er wisse
es nicht,
dass er die entsprechenden Angaben nach Rücksprache mit dem Rechts-
vertreter verweigerte mit dem Hinweis, «die Befragung der Minderjährigen
in der EB UMA stelle eine Schlechterstellung gegenüber den Erwachsenen
im Asylverfahren dar»,
dass der Beschwerdeführer am 24. Januar 2020 ein Foto seiner Identitäts-
karte einreichte, der Aufforderung vom 28. Januar 2020, das Original des
Dokuments zu beschaffen, aber keine Folge leistete,
dass er sich am 24. Januar 2020 weigerte, eine medizinische Altersabklä-
rung durchzuführen,
dass er am 12. Februar 2020 gemäss Art. 29 AsylG zur Anhörung zu seinen
Asylgründen vom 17. Februar 2020 vorgeladen wurde, dieser aber unent-
schuldigt fernbleib,
dass er am 12. Februar 2020 die ihm zugewiesene Unterkunft verliess und
am 18. Februar 2020, einen Tag nach dem Anhörungstermin, zurückkehrte,
dass ihm mit Schreiben vom 18. Februar 2020 das rechtliche Gehör in Be-
zug auf sein Alter gewährt und gleichzeitig die Möglichkeit gegeben wurde,
sich zu seiner unentschuldigten Abwesenheit zu äussern,
dass die Rechtsvertretung am 25. Februar 2020 eine entsprechende Stel-
lungnahme einreichte,
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dass die Rechtsvertretung am 4. März 2020 zum Entscheidentwurf des
SEM vom 3. März 2020 Stellung nahm,
dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
5. März 2020 – gleichentags eröffnet – ablehnte sowie die Wegweisung
aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,
dass es dabei zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-
deführer sei nicht in der Lage, seine Minderjährigkeit glaubhaft darzulegen,
dass seine Aussagen bei der Erstbefragung betreffend sein Alter wider-
sprüchlich ausgefallen seien, so habe das angegebene Alter an der Befra-
gung nicht mit dem Geburtsdatum übereingestimmt, das Jahr des Schul-
beginns und -endes nicht mit dem jeweils angegebenen Alter, und er habe
angegeben, sein jüngerer Bruder sei im Jahr 2000 und er im Jahr 2004
geboren worden,
dass er ausserdem unterschiedliche Angaben zu seinem Wohnort gemacht
habe,
dass er zwar nach der Erstbefragung ein Foto seiner angeblichen Identi-
tätskarte eingereicht habe, der Aufforderung, das Original nachzureichen,
jedoch keine Folge geleistet habe, obwohl den Akten entnommen werden
könne, dass der Kontakt zu Mitgliedern seiner Familie intakt sei,
dass er sich geweigert habe, den Termin zur medizinischen Altersabklä-
rung wahrzunehmen, wobei der Sicherheitsdienst habe beigezogen wer-
den müssen, er gegenüber den Mitarbeitenden des Instituts ausfällig ge-
worden sei und die ORS-Begleitung bedroht habe,
dass der Einwand der Rechtsvertretung anlässlich des rechtlichen Gehörs,
wonach es teilweise üblich sei, vom Lebensjahr zu sprechen, in dem man
sich befinde, und nicht vom bereits erreichten Alter, die vorliegenden Wi-
dersprüche nicht zu entkräften vermöge,
dass auch der Hinweis auf die Aussagen anderer Asylsuchender, wonach
alle Minderjährigen bei dieser Untersuchung "volljährig gemacht" würden,
die Nicht-Kooperation bei der medizinischen Altersabklärung nicht erklären
lasse und diese vielmehr eine Möglichkeit gewesen wäre, die Minderjäh-
rigkeit glaubhaft zu machen, wobei seine Angst vor deren Ergebnis eher
auf eine gewünschte Verschleierung schliessen lasse,
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dass nach dem Gesagten davon ausgegangen werde, dass er volljährig
sei und deshalb sein Geburtsdatum auf den 1. Januar 2001 abgeändert
werde,
dass er nicht zur Anhörung erschienen sei und hierfür kein triftiger Grund
vorliege, zumal er dies in der Stellungnahme vom 25. Februar 2020 damit
begründet habe, dass er das Wochenende mit Freunden verbracht habe
und daher den Termin am Montag nicht habe wahrnehmen können, wobei
darauf hinzuweisen sei, dass er sich weder bei seiner Rechtsvertretung
noch den Behörden abgemeldet und die Schweiz erneut unerlaubterweise
verlassen habe,
dass aufgrund der vorstehenden Ausführungen feststehe, dass er seine
Mitwirkungspflicht schuldhaft und grob verletzt habe, sodass er mit diesem
Verhalten nicht habe glaubhaft machen können, dass er des Schutzes vor
Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 und 2 AsylG bedürfe,
dass er zudem an der Erstbefragung angegeben habe, er habe Probleme
mit seinen Eltern und auf dem Markt gehabt und wisse nicht, ob er weitere
Probleme beispielsweise mit den Behörden oder mit Drittpersonen gehabt
habe, oder ob er je in Haft gewesen sei, wobei bei gravierenden Problemen
in seinem Heimatland davon auszugehen wäre, dass er zumindest ansatz-
weise bei der Erstbefragung darüber berichtet hätte,
dass auch sein Verhalten nach der Ausreise obige Argumentation stütze,
weil er weder in Frankreich, wo er sich rund einen Monat aufgehalten habe,
noch in Spanien, wo er mehr als zwei Monate verbracht habe, um Asyl
ersucht habe,
dass in Bezug auf seinen in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf vom
4. März 2020 geäusserten Wunsch für einen neuen Anhörungstermin fest-
gehalten werden müsse, dass er im Laufe des Asylverfahrens mehrmals
auf seine Rechte und Pflichten aufmerksam gemacht worden sei und er
seine Mitwirkungspflicht mehrmals verletzt habe, sodass er die Konse-
quenzen seines Verhaltens tragen müsse, wobei seine Beteuerung, nun
am Verfahren mitwirken zu wollen, als Schutzbehauptung taxiert werden
müsse,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. März 2020 gegen diesen
Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei
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die Rückweisung zur vollständigen Abklärung des Sachverhaltes bezie-
hungsweise zur Durchführung eines medizinischen Altersgutachtens und
die Berichtigung des im ZEMIS geführten Geburtsdatums beantragte,
dass er in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-
führung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses ersuchte,
dass er zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen ausführte,
die Vorinstanz habe sich einseitig mit seinem Alter auseinandergesetzt und
er habe keine widersprüchlichen Angaben zu diesem gemacht, sondern
immer das gleiche Geburtsdatum angegeben und mit seinen Aussagen an
der Erstbefragung zu seinem damaligen Alter beziehungsweise zum
Schulein- und -austritt das Lebensjahr gemeint, wobei je nach Kultur die
Altersangaben unterschiedlich sein könnten,
dass nicht lediglich aufgrund der fehlenden Dokumente auf seine Minder-
jährigkeit geschlossen werden könne, zumal er umgehend nach der Befra-
gung die Kopie seiner Identitätskarte eingereicht habe, auf welcher das von
ihm angegebene Geburtsdatum eingetragen sei, was mindestens ein Indiz
für seine Minderjährigkeit sei, wobei diesem Dokument nicht pauschal der
Beweiswert abgesprochen werden könne,
dass er weiter die familiären Probleme bei der Vorinstanz erwähnt habe,
welche es neben den allgemeinen Umständen in Algerien schwierig ma-
chen würden, an die Originaldokumente zu gelangen,
dass gemäss Art. 17 Abs. 3bis AsylG ein Altersgutachten nur veranlasst wer-
den könne, wenn ausreichend konkrete Hinweise bestünden, dass die Voll-
jährigkeit bereits erreicht sei, was vorliegend nicht der Fall sei, zumal er
nachvollziehbare und plausible Angaben zu seinem Alter gemacht und die
Kopie seiner Identitätskarte eingereicht habe,
dass es anlässlich des Termins zur medizinischen Altersabklärung zu ei-
nem Missverständnis gekommen sei, da er davon ausgegangen sei, die
Rechtsvertretung würde mitkommen, wobei es nachvollziehbar sei, wenn
er aufgrund seines jungen, naiven Alters auf Gerüchte anderer höre und
Angst bekommen habe,
dass asylsuchende Personen erst an der Anhörung zu den Asylgründen
vertieft befragt würden, sodass die Vorinstanz nur eine vage Ahnung von
seinen Gründen gehabt habe und keine faire Entscheidung habe treffen
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können, sondern einen neuen Termin für eine Anhörung hätte ansetzen
müssen, zumal er seine Mitwirkungspflicht, wie oben erwähnt, nicht verletzt
habe,
dass angesichts seiner Minderjährigkeit zudem weniger hohe Ansprüche
gestellt werden könnten und die fehlenden Verfahrensschritte nachzuholen
seien,
dass das SEM aufgrund völkerrechtlicher Verpflichtungen die Flüchtlings-
eigenschaft zumindest summarisch prüfen müsse,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
17. März 2020 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG),
dass dem Beschwerdeführer der Eingang der Beschwerde am 17. März
2020 bestätigt wurde,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel
– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen
(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m.
Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,
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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde
ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass das SEM angesichts der groben und wiederholten Verletzung der Mit-
wirkungspflicht gemäss Art. 8 AsylG die Minderjährigkeit des Beschwerde-
führers sowie eine asylrelevante Verfolgung zu Recht für unglaubhaft hielt,
dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die ausführlichen und über-
zeugenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,
dass sich entgegen den Behauptungen in der Beschwerde die Vorinstanz
nicht einseitig mit dem Alter des Beschwerdeführers auseinandergesetzt
hat und der Hinweis zum Lebensjahr und den kulturellen Unterschieden die
widersprüchlichen Angaben, wie schon in der Verfügung erwähnt, nicht zu
erklären vermögen,
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dass das SEM nicht lediglich aufgrund der fehlenden Dokumente auf die
Minderjährigkeit des Beschwerdeführers geschlossen und zu Recht aus-
geführt hat, einer Kopie komme lediglich ein geringer Beweiswert zu, zumal
sich der Beschwerdeführer weigerte, das Original nachzuliefern, obwohl er
kurz zuvor noch mit seinen Verwandten in Kontakt stand, wobei die geltend
gemachten familiären Probleme als Schutzbehauptung zu werten sind und
die allgemeinen Umstände in Algerien die Dokumentenbeschaffung eben-
falls nicht verunmöglichen,
dass der Beschwerdeführer zudem auch auf Beschwerdeebene keine Ori-
ginaldokumente zu den Akten reichte,
dass nach dem Gesagten durchaus Hinweise gemäss Art. 17 Abs. 3bis
AsylG bestanden, welche ein Altersgutachten legitim erscheinen lassen,
dass dem Vorbringen in der Beschwerde, wonach der Beschwerdeführer
die Mitwirkungspflicht nicht verletzt habe, nicht zugestimmt werden kann,
dass das erwähnte Missverständnis bezüglich der Begleitung durch die
Rechtsvertretung zur Altersbegutachtung und die Beeinflussung durch an-
dere Personen die Verweigerung des Beschwerdeführers nicht plausibel
zu erklären vermögen und diese Vorbringen auch als Schutzbehauptung
zu werten sind,
dass in diesem Zusammenhang auch darauf hinzuweisen ist, dass der Be-
schwerdeführer gegen die Mitarbeitenden des Instituts ausfällig wurde und
Drohungen aussprach, was ebenfalls in die Gesamtwürdigung einfliessen
muss,
dass es in Bezug auf die Asylgründe festzuhalten gilt, dass der Beschwer-
deführer diese an der Befragung summarisch hätte darlegen können, was
er verweigert hat,
dass er anschliessend zu einer Anhörung auf den 17. Februar 2020 vorge-
laden wurde, dieser aber in grober Verletzung der Mitwirkungspflicht un-
entschuldigt fernblieb,
dass der Beschwerdeführer schliesslich gemäss Bericht der Grenzwache
am 17. Februar 2020 illegal von Frankreich kommend in die Schweiz ge-
langte und er damit trotz hängigem Asylverfahren und erfolgter Vorladung
zur Anhörung zuvor die Schweiz unerlaubt verlassen hat,
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dass er damit insgesamt die Mitwirkungspflicht in mehrfacher Hinsicht und
in grober Weise verletzt hat,
dass das SEM vor diesem Hintergrund zu Recht von der Unglaubhaftigkeit
der Minderjährigkeit ausging und es dem Beschwerdeführer auch nicht ge-
lingt, eine asylrelevante Verfolgung glaubhaft zu machen,
dass das SEM die Flüchtlingseigenschaft summarisch geprüft hat, soweit
dies aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers möglich war,
dass dem auch die Argumentation in der Beschwerde nicht entgegensteht,
das SEM müsse für eine materielle Prüfung zumindest ansatzweise über
die Fluchtgründe in Kenntnis sein, da es nicht angehen kann, dass ein
Asylsuchender durch die mehrfache Mitwirkungspflichtverletzung und letzt-
lich konstante Weigerung, über die Asylgründe Auskunft zu geben, den Ab-
schluss eines Asylverfahrens verhindern könnte,
dass es schliesslich zu betonen gilt, dass sich der Beschwerdeführer auch
in seiner Beschwerdeeingabe mit keinem Wort inhaltlich zu seinen Asyl-
gründen äusserte,
dass das SEM nach dem Gesagten den Sachverhalt rechtsgenüglich er-
stellt und seine Begründungspflicht nicht verletzt hat, sodass weder ein
neuer Termin für ein Altersgutachten noch für eine Anhörung anzusetzen
ist und auch das im Zemis eingetragene Alter – unter Bestreitungsvermerk
– zu belassen ist,
dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten nicht gelingt, die
Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-
chen, weshalb das SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen
besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen
steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde,
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dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-
mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard
wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu
beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-
ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,
dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat
drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter
und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung
oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
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dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-
staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete
Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
dass das SEM hierzu festhielt, die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs
sei grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen, was jedoch nach Treu und
Glauben seine vernünftigen Grenzen an der Mitwirkungspflicht des Be-
schwerdeführers finde, wobei es nach ständiger Rechtsprechung des Bun-
desverwaltungsgerichts nicht Sache der Asylbehörden sei, bei fehlenden
Hinweisen seitens des Beschwerdeführers nach etwaigen Wegweisungs-
vollzugshindernissen in hypothetischen Herkunftsländern zu forschen,
dass betreffend den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers festzu-
halten sei, dass er sich nach einer komplikationslosen Operation rasch er-
holt habe und die erforderliche urologische Nachkontrolle auch in Algerien
vorgenommen werden könne, zumal Algerien über ein funktionierendes
Gesundheitssystem verfüge,
dass die überzeugenden Erwägungen des SEM vollumfänglich zu stützen
sind und ihnen in der Beschwerde denn auch nichts entgegengehalten
wird,
dass den Akten auch keine zwingenden Gründe zu entnehmen sind, die
auf eine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs schliessen lassen wür-
den,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung
zu bestätigen ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
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dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung angesichts der dargelegten Aussichtslosigkeit
der Begehren abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses
mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos wird.
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