Decision ID: f8ebe86d-7152-5e6d-ab6a-1661d994618b
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1969 geborene
X._
arbeitete seit dem Jahre 2008 unregel
mässig
als
Hilfsarbeiter
über
die Arbeitsvermittlung
Y._
,
zuletzt vom 25. Januar bis 1. Februar 2010
,
als Spezial-Reinigungsmitarbeiter
mit einem 100
%
-
Pensum (Urk. 6/5/6 und Urk. 6/14). Am 22. Mai 2011 meldete sich der
Versicherte
wegen chronischer Rückenschmerzen aufgrund eines Bandscheiben
vorfalls und psychischer Leiden (Depression und Angst) bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/5).
In der Folge liess die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto erstellen (IK-Auszug vom 14. Juni 2011, Urk. 6/10) und holte einen Arbeitgeberbericht (Urk. 6/14) sowie den Arztbericht vo
n
Hausarzt med.
pract
.
Z._
,
Fach
arzt Allgemeinmedizin FMH, vom 1. Oktober 2011 (unter Beilage diverser wei
terer Arztberichte,
Urk. 6/19) ein.
Am 7. Oktober 2011 nahm
Dr.
med.
A._
,
Facharzt Allgemeinmedizin und zertifizierter Gutachter, vom Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD)
zum medizinischen Sachverhalt
Stellung
(Urk. 6/38/2)
. Anschliessend auferlegte die IV-Stelle
X._
unter Hinweis darauf, dass gemäss ihren Abklärungen seine Erwerbsfähigkeit mit einer mindestens 6
monatigen kontrollierten Abstinenz von Alkohol und Kokain wesentlich ver
bessert werden könne, eine
Mitwirkungs
- und Schadenminderungspflicht
(Schrei
ben vom 11. Oktober 2011, Urk. 6/20). Mit Mitteilung vom 27. Oktober 2011 wurde der Versicherte darüber in Kenntnis gesetzt, dass zurzeit keine be
ruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien und der Leistungsanspruch erst nach erfolgreicher Umsetzung der auferlegten Massnahme vom 11. Oktober 2011 geprüft werde (Urk. 6/23).
Mit Schreiben vom 3. Dezember 2011
teilte
Hausarzt
Z._
der IV-Stelle mit, dass der Versicherte derzeit in seiner Praxis psychotherapeutisch behandelt werde. Die Abhängigkeit von
Alkohol
und
Ko
kain
sei aktuell nicht
nachweisbar (Urk. 6/28).
Die IV-Stelle liess alsdann noch
mals einen IK-Auszug erstellen (Urk. 6/30).
Nach Eingang des Berichtes von
B._
,
d
elegierte
r
Psychotherape
ut
in der Praxis des Hausarztes
Z._
,
vom 29. April 2012 (Urk. 6/31)
nahm der RAD-Arzt
Dr.
A._
a
m 8. Mai 2012 nochmals Stellung zum medizinischen Sachverhalt (Urk. 6/38/3).
Am 25.
Mai 2012 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass seine Mutter krank sei und er für ca. einen Monat nach
C._
reisen müsse. Er werde sich nach sei
ner Rückkehr wieder bei der IV-Stelle melden (
Urk.
6/32 und Urk.
6/37/1). Nach
dem die IV-Stelle in der Folge vergeblich versucht hatte, den Versicherten zu kontaktieren (
Urk.
6/33-35 und
Urk.
6/37), schloss sie die Arbeitsvermittlung ab (Mitteilung an den Versicherten vom 7. September 2012,
Urk.
6/36). Nach
Bei
zug
einer neuerlichen Stellungnahme des RAD (
Urk.
6/38/3), stellte die IV-Stelle
X._
unter Hinweis darauf, dass leistungsspezifisch für Rentenleis
tungen kein
invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei, mit
Vorbescheid vom 26. September 2012 die Abweisung seines Leistungsbegehrens
(Rente)
in Aussicht (Urk. 6/40). Dagegen erhob der Ver
sicherte am 3. Oktober 2012 Einwand und beantragte sinngemäss die
Ausrichtung einer Invalidenrente
(Urk. 6/41)
. Am 23. Oktober 2012
gingen
die Röntgenbilder des Versicherten bei der IV-Stelle ein (Urk. 6/43). Am 7. November 2012 nahm der RAD-Arzt
Dr.
A._
abschliessend Stellung zu
dessen
Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/44). Mit Verfügung vom 8. November 2012 ver
neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch von
X._
(Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 22. November 2011 Beschwerde und bean
tragte, es
sei ihm unter Aufhebung der Verfügung
vom 8. November 2012
eine
Teil-Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1)
. Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2013 ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Be
schwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-46), was dem Beschwer
deführer mit Mitteilung vom 16. Januar 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erfor
derlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Inva
li
den
rente hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
hig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG
haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
1.5.1
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).
1.5.2
Die Rechtsprechung, wonach das
Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von der Einschätzung der medizinischen Experten abweicht, hat den Beweiswert von Gerichtsgutachten zum Gegenstand und findet auf versicherungsinterne ärztli
che Beurteilungen nicht Anwendung. Berichte und Gutachten
versicherungs
interner
Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Im Übrigen ist richtig, dass an die Unparteilichkeit auch der
versicherungsinter
nen
Gutachterinnen und Gutachter ein strenger Massstab anzulegen ist. Daraus ergibt sich jedoch nicht, dass die generellen Ablehnungsgründe Anwendung zu finden hätten (BGE 123 V 331 f. E. 1c mit Hinweisen).
1.5.3
Hinsichtlich Beweiswert und Aufgabe von RAD-Berichten gilt nach der bun
desgerichtlichen Rechtsprechung Folgendes: Interne RAD-Berichte haben die Funktion, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zu
sammenzufassen
und
zu würdigen sowie bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder
die andere Ansicht abzustellen oder
aber eine zusätzliche Untersuchung durchzu
führen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht. Gemäss Art. 59 Abs. 2
bis
IVG haben die RAD die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle
Leistungsfähigkeit der Versicherten festzusetzen, eine zumutbare Erwerbstätigkeit
oder T
ätigkeit im Aufgabenbe
reich auszuüben. Nach Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilen sie die medizinischen Voraussetzungen des
Leistungsanspru
ches
(statt vieler: Urteil des
B
undesgerichts 8C_880/2011 vom 21.
März 2012 E. 4.1).
Nach der R
echtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2011 vom 21. Februar 2011 E. 4.1.3 mit Hinweisen).
1.6
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die rentenablehnende Verfügung damit, dass es sich bei den (psychischen) Beschwerden des Beschwerdeführers um eine Anpassungsstörung handle, welche an sich vorübergehender Natur sei. Eine fachärztlich-psychiatrische Beurteilung liege nicht vor. Die schmerzhaften Ein
schränkungen der Wirbelsäule vermöchten aufgrund klinischer Erfahrung grundsätzlich keine Einschränkung in optimal angepasster Tätigkeit zu begrün
den. Es sei somit kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter
Gesundheits
schaden
ausgewiesen (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, die Beschwerdegegnerin lehne die
Zusprache
einer Rente mit der Begründung einer Anpassungsstörung ab. Eine präzise Rechtfertigung fehle. Er habe das Gesuch um Ausrichtung einer Rente wegen seines Rückenleidens gestellt. Die Beschwerdegegnerin sei bei Erlass des Vorbescheides aber nicht einmal im Besitze seiner Röntgenbilder gewesen. Er arbeite trotz der Schmerzen zu 50
%
. Es sei von absolut unabhängiger Seite her abzuklären, welche Leistung er mit 50
%
Arbeit erbringe. Er habe jedenfalls Anspruch auf eine Teilrente der Invalidenversicherung (
Urk.
1 und
Urk.
6/41/1).
3
.
3
.1
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer 1999 einer
Sakraldermoid
-Operation unterziehen musste, wobei er in der Folge während mehrerer Jahre beschwerdefrei war (
Urk.
6/19/11). Am 3
0.
Mai 2006 suchte er wegen rechtsseitigen Rückenschmerzen und Schmerzen bei tiefer Inspiration die chirurgische Klinik und Poliklinik des
D._
auf. Dort wurde ein
thorakolumbales
Schmerzsyndrom diagnostiziert und eine Rückenschulung durch Physiotherapie eingeleitet (
Urk.
6/19/18). Am 1
8.
März 2007 begab sich der Beschwerdeführer zur Krisenintervention aufgrund seiner sozialen Situation
in die
E._
,
wo er in der Folge bis zum 2
9.
März 2007 stationär behandelt wurde (
Urk.
6/19/15-17). Am 1
8.
Mai 2008 fand eine weitere ambulante Behandlung in der chirurgischen Klinik und Poliklinik des
D._
statt, wobei nach einer neuerlichen Röntgenun
tersuchung der LWS eine akute
Lumboischialgie
sowie chronische
Leisten
schmerzen
(Differentialdiagnose:
Ansatztendinose
der Adduktoren) erhoben wurden (Urk. 6/19/18). Am 2
3.
September 2008 suchte der Beschwerdeführer auf Zuweisung von Hausarzt
Z._
hin erstmals
Dr.
med.
F._
,
FMH Rheumatologie und physikalische Medizin, auf. Dieser diagnostizierte ein chronisches
lumbovertebrales
Syndrom bei Verdacht auf
Diskopa
thie
/de
ge
nerative Veränderungen und empfahl eine
Epidural
-Infiltration (
Urk.
6/19/11-12). Am
8.
Mai 2009 wurden im
G._
ein MRT der LWS sowie eine CT-gesteuerte
periradikuläre
Therapie (PRT) L4/5 rechts vorgenommen (
Urk.
6/19/10). Die gleiche Untersuchung resp. Behandlung wurde offenbar am
9.
Mai 2011 durchgeführt (Urk. 6/19/5). Wegen einer akuten Alkohol-Intoxikation wurde der Versicherte am 2
3.
Mai 2011 auf dem interdisziplinären Notfall des
D._
behandelt. Am 15. Juni 2011 wurde er erneut von
Dr.
F._
untersucht (
Urk.
6/19/5).
3
.2
Dr.
F._
,
stellte in seinem Arztbericht vom 18. Juni 2011 zuhanden des Haus
arztes
Z._
(Urk. 6/
1
9/5)
die Diagnose
lumboradikuläres
Syndrom L5 links bei/mit
mediorechtslateraler
Diskushernie L4/L5 sowie mediane
r
aszendie
rende
r
Diskushernie L5/S1 (MRI der vom 9. Mai 2011). Klinisch
hätten sich an
lässlich der Untersuchung vom 1
5.
Juni 2011
eine
neuromeningeale
Reizung links sowie eine
Fussheberschwäche
und
Zehenheberschwäche
circa M5-links
seitig
gefunden
, wobei diese Symptomatik anamnestisch und klinisch
gut zu
eine
m
lumboradikulären
Syndrom L5 links
seitig
passe.
Auch bildgebend lasse sich die Symptomatik erklären. Therapeutisch habe er nochmals einen
Sakral
block
empfohlen.
3
.3
Laut Bericht des Hausarztes
Z._
vom 1. Oktober 2011
an die
Beschwerde
gegnerin
(Urk. 6/19/1-4) bestehen beim Beschwerdeführer als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein
lumbo
rad
i
kuläres
Schmerzsyndrom L5 links mit Diskushernien L4/L5 und L5/S1, eine rezidiv
ierende depressive Störung, ein
schädliche
r
Substanz
konsum
von Alkohol und von Kokain sowie
eine linksventrikuläre Hypertrophie
.
Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Landschaftsgärtner-Helfer attestierte er
dem Beschwerdeführer vom 23. April
bis 22. Mai 2011
eine 100%ige
, vom 23. Mai bis 14. August 2011 eine 50%ige und
ab dem
15. August 2011 wiederum eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit
.
Als Einschränkungen lägen eine Antriebsminderung sowie eine permanente Schmerzlimitation beim Heben vor. Aus medizinischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar.
Die Einschränkungen liessen sich auch durch
medizinische Massnahmen nicht ver
minder
n
. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden.
R
ein sitzende und rein stehende Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer
seit April 2011
während
2
Stunden pro Tag zumutbar
.
B
eim Heben/Tragen
bestehe
eine
Gewichtslimite
von 5
Kilogramm.
3
.4
In seiner Stellungnahme vom
7. Oktober 2011
(Urk. 6/38/2)
hielt RAD-Arzt
Dr.
A._
fest, dass der Beschwerdeführer an
schmerzhaften Einschränkungen der Lendenwirbelsäule und an einer rezidivierenden depressiven Störung – vor dem Hintergrund von multiplen Substanzabhängigkeiten –
leide
.
Es sei
eine 6
monatige kontrollierte Abstinenz von Alkohol und Kokain
zu
fordern
, bevor überhaupt
mit einem psychiatrischen Gutachten auf einen allfällig
relevanten
Gesundheitsschaden untersucht werden könne.
3
.5
Hausarzt
Z._
informierte am 3. Dezember 2011 die Beschwerdegegnerin (Urk. 6/28) darüber, dass der Beschwerdeführer derzeit psychotherapeutisch be
handelt werde.
D
ie Abhängigkeit von Alkohol und Kokain könne gegenwärtig nicht mehr nachgewiesen werden
.
Der gemäss seinen Angaben beigelegte
Laborbericht vom 16. November 2011
befindet
sich nicht in den Akten.
3
.6
Der behandelnde Psychotherapeut
B._
führte
in seinem
B
ericht vom 29. April 2012
an die Beschwerdegegnerin
(Urk. 6/31) als Diagnosen eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion
(ICD-10 F43-21)
, eine Störung durch Alkohol und schädlichen Gebrauch (
ICD-10 F10.1,
letzter Alkoholkonsum vor circa 9 Monaten), Integrationsschwierigkeiten sowie
„
Ein
geschränkt
und Ge
dankenreisen
“ an
. Er h
ie
lt überdi
e
s fest, dass der Beschwerdeführer seit über 9 Monaten keinen Alkohol mehr konsumiere und vor über 2 Jahren mit dem Kokainkonsum aufgehört habe. Eine
zusätzliche
Laboruntersuchung könne
sich der Beschwerdeführer
nicht leisten
,
weshalb keine aktuellen Laborwerte vorlä
gen.
Für eine Beschäftigung im Stehen, Laufen oder Sitzen sei der Beschwerde
führer zu 20 - 30 % arbeitsfähig.
3
.7
In seiner Stellungnahme vo
m 8. Mai 2012
(Urk. 6/38/3)
hielt
Dr.
A._
vom RAD
fest, dass die dem Beschwerdeführer auferlegte Mitwirkungspflicht in Form von Abstinenz mit dem vorliegenden Bericht des behandelnden Psychologen
B._
zumindest teilweise erfüllt sei, wenn auch nicht labormässig belegt.
Es handle sich
diagnostisch
angeblich um eine
Anpassungsstörung
, welche
an sich nur von vorübergehender Natur
sei.
E
ine fachärztlich-psychiatrische Beurtei
lung liege nicht vor. Für Eingliederungsmassnahmen (im Sinne von Art. 15 IVG) sei leistungsspezifisch ein Gesundheitsschaden ausgewiesen. Im Hinblick auf
Rentenleistungen (Art. 28 IVG)
müsste allenfalls vertieft medizinisch abge
klärt werden. Vorderhand sei eine 100%ige Rest-Arbeitsfähigkeit in körperlich
leidensangepasster leichter und wechselbelastender Tätigkeit ohne Lastenheben über 10 Kilogramm ausgewiesen.
3
.8
N
achdem
am
7.
September 2012
die Arbeitsvermittlung als berufliche Mass
nahme abgeschlossen
worden war
(Urk. 6/36
; vgl. Sachverhalt Ziffer 1
) stellte der RAD-Arzt
Dr.
A._
i
n seiner Stellungnahme vom 25. September 2012
(Urk. 6/38/3)
fest
, dass keine neuen medizinischen Tatsachen, insbesondere keine fachärztlich-psychiatrisch ausgewiesenen Befunde und Diagnosen, vorlä
gen. Somit sei leistungsspezifisch f
ür Art. 28 IVG kein relevanter
G
esundheits
schaden
ausgewiesen, weshalb an der letzten
RAD-
Stellungnahme vom 8. Mai 2012 (vgl. Erwägung 2.7) festgehalten werde. Weitere medizinische Abklärun
gen seien vorderhand aber nicht notwendig.
3
.9
Laut der Stellungnahme von
Dr.
A._
vom RAD
vo
m 7. November 2012
(
Urk. 6/44/2)
werden
a
uch mit den im
Einwandverfahren
erwähnten und bereits gewürdigten Röntgenbildern die bekannten schmerzhaften Einschränkungen an der LWS im Sinne einer Diskushernie soweit nur bestätigt
.
Er verweise
auf den Bericht
des
Rheumatologen
Dr.
F._
vom 18. Juni 2011 (Urk. 6/19/5). Diese Einschränkungen, ohne weitere fachärztlich ausgewiesene schwere Komplikati
onen, vermöchten aber aufgrund klinischer Erfahrung grundsätzlich keine Einschränkung in optimal leidensangepasster Tätigkeit zu begründen,
bei
folgen
de
m Belastungsprofil
:
leichte und wechselbelastende Tätigkeit, ohne
Las
tenheben
über 10 Kilogramm.
4
.
4
.1
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach der Beschwerdeführer
in optimal behinderungsangepasster Tätigkeit (leichte und wechselbelastende Tätigkeit, ohne Lastenheben über 10 Kilogramm) in einem Pensum von 100 % arbeitsfähig ist, auf die Stellungnahmen des RAD vom 7. Oktober 2011, vom 8. Mai 2012, vom 25. September 2012 und vom 7. November 2012 (vgl. Erwägungen 2.4, 2.7, 2.8 und 2.9).
4
.2
4.2.1
In
somatischer Hinsicht stell
t
e RAD-Arzt
Dr.
A._
in
seiner Stellungnahme vom 7. Oktober 2011 (Urk. 6/38/2)
lediglich
fest, dass der Beschwerdeführer an einer schmerzhaften Einschränkung der LWS leidet.
Zu den aktenkundigen somati
schen Befunden und Diagnosen, namentlich denjenigen im genannten Bericht von
Dr.
F._
vom 1
8.
Juni 2011 (vgl. E. 3.2), machte er keine Angaben, ebenso wenig zu allfälligen Auswirkungen dieser Befunde auf die Arbeitsfähig
keit des Beschwerdeführers in bisheriger sowie in angepasster Tätigkeit.
In seiner Stellungnahme vom
8.
Mai 2012 (
Urk.
6/38/3) äusserte sich
Dr.
A._
vorab zur Substanzabhängigkeit sowie zur psychischen Problematik des Beschwer
deführers, wobei er, wie erwähnt, zum Schluss kam, dass die
Mitwir
kungspflicht
zumindest teilweise als erfüllt betrachtet werden könne, die – laut Bericht des behandelnden Psychologen
B._
vom 2
9.
April 2012 - angeblich bestehende Anpassungsstörung an sich vorübergehend sei, eine fachärztlich psychiatrische Beurteilung nicht vorliege
und
leistungsspezifisch im Zusam
menhang mit Eingliederungsmassnahmen nach Art. 15 IVG ein
Gesund
heitsschaden
ausgewiesen sei.
Im Hinblick auf Leistungen nach Art. 28 IVG
(Rentenanspruch)
seien
allenfalls
vertiefte medizinische Abklärungen nötig.
Ohne jegliche Begründung bemerkte er schliesslich, dass
„vorderhand“ eine 100%ige Restarbeitsfähigkeit in körperlich leidensangepasster
leichter und
wech
selbelastender
Tätigkeit ohne Lastenheben über 10 Kilogramm
ausgewiesen sei.
Nachdem die Arbeitsvermittlung als berufliche Massnahme abgeschlossen
wor
den war
(Urk. 6/36)
,
fragte die Beschwerdegegnerin den RAD
unter Hinweis auf dessen letzte Stellungnahme
am 10. September 2012 an, welche Abklärungen für
die
Beurteilung
einer allfälligen Leistungspflicht nach
Art.
28 I
VG
noch not
wendig seien. Entgegen seiner vorherigen Stellungnahme vom 8. Mai 2012
(Urk. 6/38/3)
stellte
Dr.
A._
am 2
5.
September 2011
fest, dass vorderhand keine weiteren medizinischen Abklärungen notwendig seien, da keine neuen medizinischen Tatsachen, insbesondere keine fachärztlich-psychiatrisch ausge
wiesenen Befunde und Diagnosen, vorlägen.
Zur
Rückenproblematik
machte er erneut keine Feststellungen.
Erst
in seiner Stellungnahme vo
m 7. November 2012
,
nachdem
im Rahmen des
Einwandverfahrens
(Urk. 6/41
) gerügt wo
rde
n
war
, dass
das bestehende Rückenleiden im Vorbescheid vom 2
6.
September 2012
nicht erwähnt worden sei, führte er dazu unter
Verweis auf den Bericht von
Dr.
F._
vom 18. Juni 2011 (Urk. 6/19/5)
aus
, dass die diagnostizierte
Dis
kushernie
ohne weitere fachärztlich ausgewiesene schwere Komplikation
en
auf
grund klinischer Erfahrung grundsätzlich keine Einschränkung in optimal leidensangepass
ter Tätigkeit zu begründen vermö
g
e (vgl. E. 3.9).
Diese Stellungnahme vermag nicht zu überzeugen. Zunächst trifft es - entgegen der von
Dr.
A._
darin gemachten Angaben (vgl. E. 3.9) - nach dem Gesagten gerade nicht zu, dass die – der Beschwerdegegnerin erst am 23. Oktober 2012 eingereichten, weder von dieser noch von
Dr.
A._
näher bezeichneten – „Röntgenbilder“ des Beschwerdeführers (
Urk.
6/43) in den vorherigen RAD-Stellungnahmen bereits gewürdigt wurden. Dem von
Dr.
A._
angeführten Bericht von
Dr.
F._
vom 1
8.
Juni 2011 ist sodann nicht nur zu entnehmen, dass die MRI-Untersuchung vom 9. Mai 2011 eine
mediorechtslaterale
Dis
kushernie
L4/5 sowie eine mediane
aszendierende
Diskushernie L5/S1 ergab, sondern auch, dass sich im Rahmen der von
Dr.
F._
am 1
5.
Juni 2011 durchgeführten klinischen Untersuchung
eine
neuromeningeale
Reizung links sowie eine Fuss- und
Zehenheberschwäche
circa M5-linksseitig
fanden. Es be
stehen somit konkrete Anhaltspunkte dafür, dass beim Beschwerdeführer
neuro
kompressive
– und damit keineswegs „komplikationslose“ – Diskushernien vor
liegen. Dies wurde von
Dr.
A._
bei seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht beachtet, weshalb sich diese als nicht schlüssig erweist.
Zu bemerken gibt es überdies, dass
Hausarzt
Z._
dem Beschwerdeführer in bisheriger Tätigkeit eine
50%ige resp. eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (rein sitzend und rein stehend sowie
ohne
Lastenheben
über
5 Kilogramm) eine 25%ige Arbeitsfähigkeit attestiert
e
(Urk. 6/19/4
, vgl. E. 3.3).
Zwar berücksichtigte er bei seiner Beurteilung aus
drücklich auch die psychischen Beschwerden. Gleichwohl hätte sich
Dr.
A._
nicht einfach über diesen Bericht hinwegsetzen dürfen resp. seine davon erheb
lich abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zumindest – nachvollzieh
bar – begründen müssen.
Schliesslich scheint
Dr.
A._
zwar davon auszugehen, dass dem Beschwerde
führer die bisherige Tätigkeit als Hilfsarbeiter nicht mehr (vollumfänglich) zu
mutbar ist. Zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit sowie zum Zeitpunkt, ab welchem ihm eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100
%
zuzumuten ist, hat er jedoch keine Angaben gemacht.
4.2.2
Die Stellungnahmen von RAD-Arzt
Dr.
A._
erfüllen demnach, soweit sie den somatischen Gesundheitszustand sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit betreffen, die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 1.5) klar nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann.
Dr.
F._
hat sich im genannten Bericht vom 1
8.
Juni 2011 zur Arbeitsfähig
keit des Beschwerdeführers nicht geäussert. Seine Feststellungen zu den klini
schen Befunden sind sehr knapp gefasst, und die Ergebnisse der MRI-Unter
suchung vom
9.
Mai 2011 wurden darin nur auszugsweise wiedergegeben. Der betreffende Untersuchungsbericht ist auch sonst nicht aktenkundig. Unter die
sen Umständen lassen sich der somatische Gesundheitszustand des Beschwer
deführers sowie dessen Auswirkungen nicht zuverlässig beurteilen. Vielmehr erscheint hierfür eine Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes erforderlich.
4.3
Hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wies RAD-Arzt
Dr.
A._
in sei
ner Stellungnahme vom
8. Mai 2012 zu Recht darauf hin, dass es sich bei einer
Anpassungsstörung an sich um ein vorübergehendes (und damit grundsätzlich nicht invalidisierendes) Leiden handelt (Urk. 6/38/3). Ausserdem ist die im Bericht des – den Beschwerdeführer offenbar bis ca. 2008 und in der Folge (erst) wieder ab dem 1
2.
April 2012 (
Urk.
6/31/3) – behandelnden Psychotherapeuten
B._
vom 29. April 2012 (vgl. E. 3.6) erhobene Diagnose gemäss ICD-10 F43.21 („längere depressive Reaktion“) mit Blick auf die ICD-
klassifikatorische
Umschreibung (vgl.
Weltgesundheitsorganisation [WHO], Internationale Kodifi
kation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 7. Auflage, Bern 2010, Seite 185ff.)
ganz allgemein im Grenzbereich dessen zu situieren ist, was über
haupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potentiell invalidi
sierendes Leiden gelten kann (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_636/2007 vom 2
8.
Juli 2008 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Im Hinblick darauf und da der Beschwer
deführer sowohl im Einwand vom
3.
Oktober 2012 (
Urk.
6/41) als auch in der Beschwerde vom 2
2.
November 2012 (
Urk.
1) ausdrücklich darauf hinwies, dass er nicht aus psychischen, sondern lediglich aus körperlichen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, kann das Vorliegen eines
invalidenver
si
cherungsrechtlich
relevanten (andauernden) psychischen Leidens ohne Weiteres verneint werden.
5.
Zu erwähnen bleibt, dass die Beschwerdegegnerin bei der von ihr getroffenen Annahme einer 100%igen Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (lediglich) in optimal angepasster Tätigkeit das Vorliegen eines
invalidenversicherungs
recht
lich
relevanten Gesundheitsschadens nicht ohne Weiteres hätte verneinen dürfen. Vielmehr hätte sie – wie sie inzwischen selbst bemerkte (
Urk.
5) - prüfen
müssen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in
erwerblicher Hinsicht auswirkt. Die angefochtene Verfügung vom 8. Novem
ber 2012 beruht deshalb auch insoweit auf einem unvollständig abgeklärten Sach
verhalt.
6.
Es ergibt sich somit, dass sich der
somatische
Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgrund der vorliegenden Akten nicht zuverlässig beurteilen
lassen
.
Die Sache ist daher zur Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird insbesondere
den Bericht über die MRI-Untersuchung der LWS vom
9.
Mai 2011 sowie
einen Arztbericht des
Rheumatologen
Dr.
F._
einzuholen haben, worin er sich namentlich über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in bisheriger und in
behinderungs
angepass
ter
Tätigkeit auszusprechen hat
(vgl. E. 4.2.2). In psychischer Hinsicht
sind nur dann weitere Abklärungen vorzunehmen, wenn sich konkrete Anhalts
punkte für eine erhebliche Verschlechterung des psychischen Gesundheits
zustandes des Beschwerdeführers ergeben sollten. Je nach dem Ergebnis der Abklärungen hat die Beschwerdegegnerin einen Einkommensvergleich durch
zuführen. Danach hat sie über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu zu verfügen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
7
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflic
htig. Die K
osten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festge
legt. Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 600.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin als unterliegende Partei aufzuerlegen.