Decision ID: 6fd912bb-8d73-5787-8423-4e5a75cf48a6
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959
, w
ar seit dem
1.
September 2000
bei der
Y._
AG
(Schweiz)
, Zürich, als Sachbearbeiterin Buchhaltung
tätig
(
Urk.
7/13
Ziff.
2.1-2)
und meldete sich
am 2
0.
Juni 2016
u
nter Hinweis auf eine seit dem
5.
Februar 2016 bestehende psychische Störung und eine Depression
bei der In
validenversicherun
g zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6
Ziff.
6.1
). Die Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und er
werblich
e Situation ab,
zog Akten des Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
7/14
,
Urk.
7/27
) und verneinte nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
7/37
)
mit Verfü
gung vom
6.
Juni 2017
einen
Anspruch der Versicherten auf Leistungen der In
validenversicherung
(
Urk.
7/38
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am 1
7.
Juli 2017
Besch
werde gegen die Verfügung vom
6.
Juni 2017
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
en
ihr die gesetzlichen Leistungen
zu erbringen und es sei ihr insbesondere eine Invaliden
rente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
September 2017 (
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Am 1
2.
Oktober 2017 reichte die Beschwerdefüh
rerin ihre Replik ein
und beantrage die
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente ab Februar 2017 sowie eventuell die Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin (
Urk.
10 S. 2).
Die
Beschwer
degegnerin verzichtete am 1
3.
November 2017 auf das Einreichen einer Duplik (
Urk.
13), was der Beschwerdeführerin am
7.
Dezember 2017 zur Kenntnis ge
bracht wurde (
Urk.
14).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In je
dem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit un
abhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren,
die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder
äusserer
Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen
(BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1).
Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl.
BGE 144 V 50 E. 4.3
).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Ja
n
uar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich
entscheidend
ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.5
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Er
krankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und so
ziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch
tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, be
stehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas
sen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter
scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Be
lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psy
chische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Ge
sundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei
ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Ur
teil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass die Ab
klärungen ergeben hätten, dass die vorliegenden Beschwerden der Beschwerde
führerin massgeblich durch psychosoziale Belastungsfaktoren (Erkrankung und
Stellenverlust
des Ehemannes) aus
gelöst und verschlechtert worden seien. Psy
chosoziale Belastungsfaktoren seien invaliditätsfremd und begründeten keine länger andauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es handle sich zudem um gut behandelbare Befunde. Eine länger andauernde gesundheitliche Beeinträch
tigung mit
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit liege nicht vor (S. 1).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, sie sei mit dem Entscheid der Beschwerdegegnerin nicht einverstanden (
Urk.
1). In ihrer Replik
(
Urk.
10)
führte sie sodann aus, gestützt auf die behandelnden Ärzt
e sei davon auszugehen, dass sie
an einer Depression in mittelgradiger bis schwerer Ausprägung nach ICD-10 F 32.1-2 leide, was zum Teil schwere Einschränkungen in verschiedenen Fähigkeiten nach sich ziehe (S
.
4 f.
Ziff.
9).
Auf die Einschät
zung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) könne nicht abgestellt werden (S. 5
Ziff.
10-12). Zudem seien der Cluster-Kopfschmerz wie auch die Autoimmunhypoth
y
reose sowie das
lumbovertebrale
Schmerzsyndrom zu wenig berücksich
tigt worden (S. 5 f.
Ziff.
13).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invali
denrente.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie,
nannte in seinem zuhanden des Krankentaggeldversicherers erstellten Bericht vom
1.
April 2016 (
Urk.
7/14/9-11
)
als Diagnose eine mi
ttelgradige depressive Episode;
ICD-10 F32.10 (S. 2
Ziff.
5). Die erste Behandlung
der Beschwerdefüh
rerin
habe am 2
4.
Februar 2016 stattgefunden (S. 1
Ziff.
1).
Es sei eine weitere Ko
n
sultation am 1
1.
März 2016 erfolgt
,
und die heutige Konsultation sei aus un
klaren Gründen nicht wahrgenommen worden (S.
3
Ziff.
9). Bis zum 3
1.
März 2016 sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden (S. 2
Ziff.
5). In
folge der mittelgradige
n
Depression sei die Patientin vermindert belastbar und zurzeit nicht arbeitsfähig (S. 3
Ziff.
8).
Die Patientin habe berichtet,
sie habe ihr
en Ehemann am
5.
Februar 2016 auf dem
Boden liegend aufgefunden. Er habe einen schweren Schlaganfall erlitten. Einen Tag zuvor sei ein Cousin an einem Herzschlag gestorben. Die Patientin habe fer
ner berichtet, dass ihr Ehemann länger an einer Depression gelitten
habe
. Er sei nun
seit
dem
schweren Schlaganfall rechtsseitig gelähmt und könne nicht spre
chen. Das Ehepaar habe vier Kinder, drei Töchter, geboren 1983, 1986 und 1990 und einen Sohn
,
welcher 1998 geboren sei. Die Kinder lebten alle zuhause. Die Patientin habe berichtet, dass ihr
im Moment
alles
zuviel
sei
. Der Ehemann habe
im letzten Jahr eine Totaloperation bei Prostatakrebs gehabt
,
und zusätzlich sei
sein
Vater nach einer Kopfverletzung bei einem Unfall ins Koma gefallen. Er sei in Kroatien in einem Heim. Eine Frage sei auch noch die weitere Finanzierung dieses Heims. Im letzten Jahr habe der Ehemann im Septe
mber 2015 die Kündi
gung erhalten
. Die Beschwerdeführerin besuche den Ehemann jeden Tag.
Dr.
Z._
führte aus, die Patientin zeige sich im Gespräch weinend, traurig und affektlabil. Sie leide unter Schlaflosigkeit und Weinen. Sie sei aus Kroatien und habe auch eine Ferienwohnung am Meer, wohne dort aber im Landesinnern (S. 1 f.
Ziff.
3)
. Sie habe angegeben, dass sie seit dem Schlaganfall ihres Mannes zunehmend depressiv sei und weine. Zudem habe sie Stimmungsschwankungen (S. 2
lit
. D).
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
, nannte in seinem Bericht vom
5.
Juli 2016 (
Urk.
7/11/1-5)
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21)
.
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen
Cluster-Kopfschmerz links,
bestehend seit dem Jahr 2007,
eine
Autoim
munhypothyreose,
bestehend seit dem Jahr 2005
,
sowie ein
rezidivierendes
lumbovertebrales
Syndrom
(
Ziff.
1.1)
.
Dr.
A._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
6.
Mai 1990 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am
5.
Juli 2016 erfolgt (
Ziff.
1.2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Buchhalterin bestehe seit dem
5.
Februar 2016 aufgrund der depressiven Stimmungslage eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6-7)
.
Am
5.
Februar 2016
habe der Ehemann der Beschwerdeführerin einen apoplektischen Insult mit Aphasie erlitten. Bis Ende April
2016
habe die stationäre Neurorehabilitation in
B._
stattgefunden, anschliessend nochmals
für sechs Wochen in Kroatien. D
ie Beschwerdeführerin werde von
Dr.
Z._
psychiatrisch behandelt und arbeitsunfähig geschrieben.
Daneben kümmere sie sich um die weitere ambulante Rehabilitation des Ehemannes
. Sie weine beim geringsten Anlass
und
sei traurig, dass
eine
verbale Kommunikation mit
dem
Ehemann nicht mehr möglich sei. Sie habe oft
Rücken
- und
Kopfschmer
zen.
Dr.
A._
führte aus, die
Prognose
sei
gut, hänge
jedoch
auch vom künftig
en Reha-Erfolg des Ehemannes ab (
Ziff.
1.4
).
3.3
Dr.
Z._
nannte in seinem Bericht vom 2
8.
Juli 2016 (
Urk.
7/18) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Status nach zweimaliger Meningitis im 1
0.
und 1
2.
Lebensjahr mit vermut
lich linkshemisphärischer, alter Narbe und leichten Gleic
hgewichtsstörungen,
eine seit etwa zwölf
Jahren bekannte Hypothy
re
ose und einen seit sieben Jahren bekannten Clusterkopfschmerz (
Ziff.
1.1).
Dr.
Z._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 2
4.
Februar 2016 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 1
3.
Juli 2016 erfolgt (
Ziff.
1.2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Buchhalterin bestehe seit dem 2
4.
Februar 2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Im Rahmen der schweren Depression leide die Patientin unter schweren Einschränkungen der Stimmung, des Antriebs und der Motivation. Aktuell sei keine Arbeit möglich (
Ziff.
1.6-7).
Dr.
Z._
führte aus, nachdem der Ehemann am
5.
Februar 2016 einen Schlaganfall mit Halbseitenlähmung
und eine
r bis heute andauernden schwere
n
Aphasie erlitten habe, habe die Beschwerdeführerin in diesem Rahmen depressive Beschwerden entwickelt. Am
4.
Februar 2016 sei ihr Cousin in Kroatien an einem Herzinfarkt gestorben. Der Tod vom Cousin und die Erkrankung des Ehemannes seien ein Riesenschock für die Patientin gewesen. Sie habe angegeben, vor dem Schlaganfall des Ehemannes nie ernsthafte psychische Probleme gehabt zu haben.
Dr.
Z._
führte aus, die Patientin sei seit Februar
2016
bei ihm in Behand
lung
,
und es hätten bisher neun Sitzungen stattgefunden. Es sei eine längere Un
terbrechung der ambulanten Behandlung erfolgt, da die Patientin ihren
Ehemann über einen Monat in eine Spezialklinik nach Kroatien begleitet habe, was ihm als Behandler durchaus als förderlich im Sinne der Heilung und Behandlung der De
pression erschienen sei. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit weiter andaure (
Ziff.
1.4).
Es fänden Behandlungen mit wöchentlichen Sitzungen statt. Medikamentös werde die Beschwerdeführerin mit L-Thyroxin behandelt. Bezüglich der Ant
idepressiva bestehe eine Medikamenten
pause, da es der Patientin nach deren Einnahme schlechter gegangen sei (
Ziff.
1.5).
3.4
Dr.
A._
stellte in seinem Bericht vom
1
1.
Januar 2017 (
Urk.
7/28)
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.2)
:
-
depressive Episode, mittelgradig bis schwer (ICD-10 F32.2), seit Februar 2016
-
Cluster-Kopfschmerz
Dr.
A._
führte aus, die Beschwerdeführerin werde wöchentlich von
Dr.
Z._
behandelt. Eine Besserung sei bis dato nicht zu beobachten. Die Kündigung sei per 3
0.
November 2016
erfolgt
(
Ziff.
1.3)
.
Die Patientin
sei durch die schwere Krankheit des Ehemannes schwer betroffen.
Auch die Betreuung sei
sehr
aufwändig.
Selbst
eine angepasste Tätigkeit sei im Augenblick und in ab
sehbarer Zeit nicht möglich (
Ziff.
2.1). Kurzfristig sei nicht mit einer Arbeitsfä
higkeit zu
rechnen (
Ziff.
3.3). Als bestehende Faktoren, welche
die Krankheit auf
rechterhielten,
nannte
Dr.
A._
die Krankheit des Ehemannes (
Ziff.
4.4).
3.5
Dr.
Z._
nannte in seinem Bericht vom 1
9.
Januar 2017 (
Urk.
7/29) als Di
agnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
mittelgradige bis schwere
depressive
Episode (ICD-10 F32.10)
, bestehend
seit
dem
2
4.
Februar 20
16 (
Ziff.
1.2).
Es bestehe derzeit keine Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
2.1-2).
Dr.
Z._
führte aus, e
s finde eine wöchentliche Therapie statt, w
obei es zu Unterbrechungen
gekommen sei,
beispielsweise
durch
Erkältungskrankheiten der Patientin oder dadurch,
dass
sie
ihren Ehemann zu Aufenthalten nach Kroatien begleitet habe. Die letzte Kontrolle
sei am 1
3.
Januar 2017 erfolgt.
Aufgrund von Nebenwirkungen hätten die Antidepressiva immer wieder gewechselt werden müssen. Aktuell bekomme die
Patientin
Rebalance
. Trotz der Unterbrechungen und der Schwierigkeiten bei der Psychopharmakotherapie
sei der Verlauf im Grunde genommen nicht schlecht
(
Ziff.
3.1).
Es erscheine nachvollziehbar, dass die Patientin im Jahr 2016 lange Zeit um eine Verbesserung des Schlaganfalles des Ehemannes mit verschiedenen Massnahmen gekämpft habe. So habe sie ihn bei der Rehabilitation und bei verschiedenen Aufenthalten bei Verwandten in Kroatien unterstützt. Hierdurch sei sie naturge
mäss auf das Leiden ihres Ehemannes fixiert gewesen und habe sich im Rahmen der Psychotherapie noch wenig auf die Bearbeitung ihrer eigenen Depression ein
lassen können. Dies geschehe jetzt nicht mehr.
Im Grunde habe die Patientin gute Bewältigungsmöglichkeiten.
Allerdings sei die Depression im Moment mittelgradig bis schwer, und es sei keine Arbeitsfähigkeit gegeben.
In prognostischer Hinsicht sei durchaus davon auszugehen, dass wieder eine Arbeitsfähigkeit entstehe. Derzeit könne jedoch nicht sicher pro
gnostiziert werden, ab wann wie
der mit einer eventuell zunächst 50%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei. Die Gesamtprognose erscheine aber grundsätzlich nicht schlecht (
Ziff.
3.3).
3
.6
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 2
1.
Februar 2017 (
Urk.
7/36/4) aus, die Beschwerde
führerin werde bei einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode (ICD-10 F32.1) und Cluster Kopfschmerzen seit dem 2
4.
Februar 2016 als zu 100% arbeitsunfähig taxiert. Auslöser sei die Erkrankung des Ehemannes an Prostata
krebs und dessen Stellenverlust, wobei der
schlussendliche Ausschlag für die Ar
beitsunfäh
ig
keitsschreibung
der Beschwerdeführerin
der
cerebrovaskuläre
Insult des Ehemannes vom
5.
Februar 2016
gewesen sei
. Die Kündigung sei mangels Besserung Ende November 2016 erfolgt. Die Beschwerdeführerin sei durch die
Pflege des Ehemannes sehr belastet.
Dr.
Z._
habe die Prognose als grund
sätzlich nicht schlecht erachtet und ausgeführt, dass i
n prognostischer Hinsicht durch
aus davon auszugehen sei, dass wieder eine Arbeitsfähigkeit entstehe.
Dr.
C._
hielt abschliessend fest
, e
s sei damit nu
r eine vorübergehende krank
heitsbedingte Arbeitsunfähigkeit gegeben. Dazu sei diese als reaktiv auf die psy
chosoziale Belastung durch die Erkrankung des Ehemannes zu sehen. Es bestehe damit keine länger andauernde invaliditätsrelevante Gesundheitsstörung mit Minderung der Arbeitsfähigkeit.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in ihrer Verfügung (
Urk.
2)
gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
C._
vom Febr
uar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.6
)
unter Hinweis auf die psychosoziale Belastungssituation
der Beschwerdefüh
rerin
das Vorliegen eines aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht relevanten Gesundheitsschadens (vgl. vorstehend E. 2.1).
4.2
Die
somatischen Beschwerden
, namentlich der Cluster-Kopfschmerz links, die Autoimmunhypothyreose und das rezidivierende
lumbovertebrale
Syndrom
wur
den vom Hausarzt
Dr.
A._
in seinem Bericht vom J
uli 2016 (vgl. vorstehend
E. 3.2
) nach verschiedenen
in der Vergangenheit erfolgten
fachspezifischen Abklä
rungen
(vgl.
Urk.
7/11/6-17
)
als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
gestuft.
In seinem Bericht vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.4) befand
Dr.
A._
dann die Cluster-Kopfschmerzen als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, ohne dies zu begründen.
Dass
die langjährig bestehenden Clus
ter-Kopfschmerzen
nun plötzlich eine aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht relevante Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ha
ben sollen, nachdem sie jahrelang mit diesen Beschwerden einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist und auch eine Verschlechterung diesbezüglich nicht aus den Akten hervorgeht, erscheint nicht plausibel.
Auch liegen weder von Seiten der seit über zehn Jahren bestehenden Hypothyreose noch von Seiten des rezidivie
renden
lumbovertebralen
Syndroms fachärztliche Berichte vor, welche sich zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit äussern. Aus somatischer Sicht ist damit kein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen.
4.3
In psychiatrischer Hinsicht attestierte der
seit Februar 2016 behandelnde Psychi
ater
Dr.
Z._
der Beschwerdeführerin in seinen
Berichten vom April und Juli 2016
sowie
vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.1, E. 3.3 und E. 3.5) seit Feb
ruar 2016 zunächst aufgrund einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10
F32.10), dann aufgrund einer schweren Episode (ICD-10 F32.2) und schlussend
lich aufgrund einer mittelgradig bis schweren depressiven Episode (ICD-10 F32.2)
durchgehend
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
In Anbetracht dessen,
dass die juristische Anspruchsprüfung in jedem Fall Auf
gabe des Rechtsanwenders ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_154/2016 vom
19. Oktober 2016 E. 4
.1
), ist die Beurteilung des tatsächlich erreichbaren Leis
tungsvermögens
der Beschwerdeführerin nachfolgend
anhand
der
rechtsprechungsgemäss
geforderten Standardindikatoren vorzunehmen
(
vgl. vorstehend
E
. 1.3-4
).
Diese erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindernder
äusserer
Be
lastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) ander
seits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen
. Beweis
rechtlich entscheidend ist der Aspekt der K
onsistenz (BGE 141 V 281
E. 4.4
).
4.4
Hinsichtlich des Komplexes Gesundheitsschädigung
ist im Rahmen der Ausprä
gung der diagnoserelevanten Befunde eine Feststellung
der
konkreten Erschei
nungsform der diagnostizie
rten Gesundheitsschädigung, das heisst
der
Schwere und
des
Ausmass
es des Krankheitsgeschehens vorzunehmen. Dabei müssen
Funk
tionseinschränkungen, die auf eine Gesundheitsschädigung zurückzuführen sind, von denjenigen abgegrenzt werden, die nicht auf einen Gesundheitsschaden zu
rückzuführen sind
(psychosoziale Belastungsfaktoren
, vgl. vorstehend E. 1.5
)
.
Den
Bericht
en
von
Dr.
Z._
vom April 2016
und vom Juli 2016
(vgl. vorstehend E. 3.1
und E. 3.3
) lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
nach dem
Schlaganfall ihres Ehem
annes am
5.
Februar 2016 zunehmend depressiv
e
Be
schwerden entwickelt habe.
Einhergehend mit diesen Angaben befand auch
Dr.
A._
die Beschwerdeführerin seit diesem Ereignis als vollständig arbeitsun
fähig
und führte weiter aus, die Prognose
der Beschwerdeführerin
sei gut,
hänge
jedoch
vom künftigen Reha-Erfolg des Ehemannes ab
(vgl. vorstehend E.
3.2)
. In seinem Bericht vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.4) nannte
Dr.
A._
als Faktor, welcher die Krankheit der Beschwerdeführerin aufrechterhalte, die Krank
heit des Ehemannes.
Neben dem Schlaganfall des Ehemannes im Februar 2016 lassen sich dem Bericht von
Dr.
Z._
vom April 2016 zahlreiche weitere psychosoziale Belastungs
faktoren entnehmen, namentlich der ebenfalls
A
nfang Februar 2016 erfolgte Tod
ihres
Cousins,
die Finanzierung des Heimes des Schwiegervaters, welcher nach einem Unfall mit Kopfverletzung ins Koma gefallen war, sowie die vorangegan
gene Krankheitsphase des Ehemannes, welche in der Kündigung der Arbeitsstelle
im September 2015 endete.
Vorliegend weist insbesondere die zeitliche Übereinstimmung
hinsichtlich der Entstehung der Beschwerden
der Beschwerdeführerin
mit dem am
5.
Februar 2016 erlittenen Schlaganfall des Ehemannes
auf eine psychogene Verursachung
ihrer Beschwerden
hin, weshalb unter Ausklammerung der psychosozialen Fak
toren lediglich von einem geringen Schweregrad der Gesundheitsschädigung aus
gegangen werden m
uss
(
vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_549/2015 vom 2
9.
Ja
nuar 2016 E. 4.3 und E. 4.9).
Die Beschwerdegegnerin ist
damit
zu Recht zum Ergebnis gelangt, dass bei der Beschwerdeführerin invaliditätsfremde
psychosozial
e
Belastungsfaktoren im Vor
dergrund stehen. Es mangelt insgesamt an einem (schweren) invalidisierenden Gesundheitsschaden im Sinne des entsprechenden Indikators.
Abgesehen davon erweist sich die von
Dr.
Z._
diagnostiziert
e
teilweise schwere depressive Episode vor dem Hintergrund, dass
ein Patient mit einer schweren depressiven Episode nahezu nicht in der Lage ist, soziale sowie häusli
che und berufliche Aktivitäten fortzuführen (vgl. klinisch-diagnostische Leitli
nien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesund
heitsorganisation, ICD-10 Kapital V (F),
Dilling
/
Mombour
/Schmidt, Hrsg., 10. überarbeitete Auflage, Bern 2015 S. 174),
die Beschwerdeführerin sich aber intensiv um
die Rehabilitation ihres
Ehemann
es
kümmer
n
kann und auch mit ihm
in diesem Zusammenhang
nach Kroatien reist,
unter dem Gesichtspunkt der Schwere der Ausprägung
des Leidens
als nicht schlüssig.
Zum Indikator „Behandlungserfolg und
-resistenz“ ist den Berichten von
Dr.
Z._
vom Juli 2016
und auch vom Januar 2017
(vgl. vorstehend E. 3.3
und E. 3.5
)
zu entnehmen,
dass
es häufig zu Unterbrüchen der Therapie gekom
men sei, sei es durch Erkältungskrankheiten der Beschwerdeführerin oder dadurch, dass sie ihren Ehemann zu Aufenthalten nach Kroatien begleitet habe.
Das
Leiden der Beschwerdeführerin erachtete
Dr.
Z._
grundsätzlich
als
the
rapierbar und die
Prognose
als
günstig
.
Bei
Unterbrechungen der Therapie und
der
Medika
t
ion
mit
lediglich Johanniskraut,
was bei einer schweren Depression als fragwürdig erscheint,
sprach
Dr.
Z._
von keinem schlechten Verlauf.
Was allfällige ressourcenhemmende Komorbiditäten anbelangt, so sind weiter
e Krankheiten mit eigenständigem
invalidisierendem Charakter vorliegend nicht ausgewiesen (vgl. vorstehend E. 4.2).
Zu den
Ressourcen
führte
Dr.
Z._
in seinem Bericht vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.5) aus, die Beschwerde
führerin verfüge grundsätzlich über gute Bewältigungsmöglichkeiten.
Auch führte
sie
im Rahmen der Eingliederungsberatung aus, dass sie von ihren erwach
senen Töchtern bei der Pflege des Ehemannes und auch ansonsten gut unterstützt werde (vgl.
Urk.
7/21 S. 1 unten).
Es ist
damit
davon auszugehen, dass die Be
schwerdeführerin nach
wie vor über erhebliche Ressourcen verfügt, sie diese aber
seit Februar 2016
primär zur Bewältigung
ihrer
psychosozial
en
Probleme einset
zen musste.
Zudem dürfte auch der vielfach erwähnte
grosse
Betreuungsaufwand des Ehemannes einer Wiederaufnahme der Arbeit im Weg stehen.
Bezüglich der Kategorie Konsistenz ist festzuhalten, dass eine
gleichmässige
Ein
schränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbare
n
Lebensbereichen
bei der Beschwerdeführerin vorliegend
nicht als erstellt angesehen werden kann.
Wie bereits erwähnt, ist es
ihr
nach wie vor möglich
,
sich um ihren Ehemann zu küm
mern und mit ihm
nach Kroatien
in die Kur zu fahren.
Dr.
Z._
führte denn auch aus, dass die Beschwerdeführerin mit verschiedenen
Massnahmen
darum gekämpft habe, die Rehabilitation ihres Ehemannes voranzutreiben (vgl. vorste
hend E. 3.4).
Der geltend gemachte Leidensdruck der Beschwerdeführerin wird vorliegend durch die
unreg
elmässige
Wahrnehmung der Therapie bei
Dr.
Z._
und der
nicht adäquaten Medikation relativiert.
4.5
Zusammenfas
send ist damit vor allem vor dem
Hintergrund der dominierenden psychosozialen Belastungssituation
ein erheblicher funktioneller Schweregrad des Leidens im Ve
rfügungszeitpunkt zu verneine
n.
Ein psychosozial bedingtes Beschwerdebild vermag zwar medizinisch die Diagnose einer depressiven Epi
sode, aber rechtlich keine Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_858/2017 vom 1
7.
Mai 2018, E. 3.2)
.
Angesichts der klaren Aktenlage sind in diesem Zusammenhang von weiteren
Abklärungen
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b).
Demnach hat die Beschwerdegegnerin einen Leistungsanspruch der Beschwerde
führerin gegenüber der Invalidenversicherung zu Recht verneint, weshalb die Be
schwerde abzuweisen ist.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdefüh
rer
in aufzuerlegen.