Decision ID: 919dbb0d-84d0-4cd2-994d-012dde80750d
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ ist seit dem 1. Januar 1977 bei der Ausgleichskasse der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) als Selbstständigerwerbender
angeschlossen. Am 8. Juni 2020 meldete er sich für die "Corona-
Erwerbsersatzentschädigung" an. Dabei gab er an, er erleide im Zeitraum vom
17. März 2020 bis zum 16. Mai 2020 einen Erwerbsausfall, der nachweislich auf die
Massnahmen des Bundes und der Kantone zur Bekämpfung des Coronavirus
zurückzuführen sei (act. G 5.1/8). Mit Verfügung vom 3. Juli 2020 wies die SVA das
Gesuch ab, da er keinen Erwerbsausfall infolge einer Betriebsschliessung gemäss Art.
6 Abs. 2 der COVID-Verordnung 2 erleide. Das vor dem Stichtag des 17. März 2020
gemeldete beitragspflichtige Jahreseinkommen 2019 liege unter Fr. 10'000.--. Damit
erfülle er keines der Kriterien für einen Anspruch auf eine "Corona-
Erwerbsersatzentschädigung" (gemeint wohl: Erwerbsausfallentschädigung [act.
G 5.1/10]).
A.a.
Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 27. Juli 2020 - es sei auch
ein Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit in Höhe von Fr. 11'967.-- zu
berücksichtigen (act. G 16.1/23) - wies die SVA mit Entscheid vom 28. Oktober 2020
ab. Anspruch auf Corona-Erwerbsausfallentschädigung hätten unter anderem
A.b.
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B.
Selbstständigerwerbende im Sinn von Art. 12 ATSG, die auf Grund einer Massnahme
nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der COVID-19-Verordnung 2 einen Erwerbsausfall erleiden
oder wenn sie einen Erwerbsaufall erleiden und ihr für die Bemessung der AHV-
Beiträge massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10'000.-- und
Fr. 90'000.-- liege. Nachdem der Einsprecher weder geltend mache noch ersichtlich
sei, dass das fragliche Einkommen von Fr. 11'967.-- als Einkommen aus
selbstständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren sei, sei für die Frage des Erreichens
der Einkommensgrenze im Sinn der Härtefallregelung einzig das Einkommen aus
selbstständiger Erwerbstätigkeit in Höhe von Fr. 6'600.-- zu berücksichtigen. Gemäss
Wortlaut von Rz 1041.3 des Kreisschreibens über die Entschädigung bei Massnahmen
zur Bekämpfung des Coronavirus - Corona-Erwerbsersatz (KS CE) werde grundsätzlich
auf das Erwerbseinkommen, welches als Grundlage für die Beitragsrechnungen 2019
(Akontorechnungen) herangezogen worden sei, abgestellt. Nachdem gemäss dieser
Weisung lediglich die Rz 1065 - 1068 sinngemäss auf den Anspruch infolge
Abfederung von Härtefällen anwendbar sei, treffe dies auf die Rz 1069
(Zusammenrechnung von Einkommen aus unselbstständiger und selbstständiger
Tätigkeit) nicht zu. Da der Einsprecher im Jahr 2019 das Mindesteinkommen von
Fr. 10'000.-- nicht erreiche, bestehe kein Anspruch auf Corona-
Erwerbsausfallentschädigung (act. G 5.1/15).
Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom
4. Dezember 2020 mit dem sinngemässen Antrag auf dessen Aufhebung. Dem
Beschwerdeführer sei sodann "rückwirkend ab dem 8. Juni 2020" ein Anspruch auf
Corona-Erwerbsersatz zu gewähren. Die Beschwerdegegnerin habe seinen Antrag mit
der Begründung abgewiesen, der umstrittene Teil seines Einkommens von Fr. 11'967.--
sei kein Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit. Auf Grund der tatsächlichen
wirtschaftlichen Gegebenheiten sei jedoch sein gesamtes Einkommen als
freischaffender Journalist von Fr. 18'567.-- als Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit zu qualifizieren und folglich der Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz
gemäss Art. 2 Abs. 3 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall zu gewähren. Er erfülle
die meisten Kriterien für die Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. So habe
er die Ausrüstung für seine Tätigkeit als freier Journalist selber finanziert. Die Aufträge
B.a.
bis
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erledige er in eigenem Namen und auf eigene Rechnung. Er arbeite in seinen eigenen
Räumlichkeiten und trage das Verlustrisiko, falls er keine Aufträge erhalte. Er schreibe
seine Artikel unabhängig und sei keinen Weisungen unterworfen. Schliesslich lege er
seine Arbeitszeiten selber fest und sei für eine grosse Zahl von Auftraggebern tätig.
Somit sei sein gesamtes Einkommen als selbstständig zu qualifizieren und ihm sei ein
Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz zu gewähren. Dafür spreche auch die ratio legis,
wonach die unselbstständig Erwerbenden unter die Kurzarbeit fielen und die
selbstständig Erwerbenden unter die Corona-Erwerbsersatzordnung. Eventualiter
beantrage er, dass gemäss Rz 1069 KS CE in Verbindung mit Rz 5050 - 5054 WEO ein
Anspruch auf Corona-Entschädigung zu gewähren sei, da demnach das Einkommen
aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit mit jenem aus selbstständiger Erwerbstätigkeit
zusammenzurechnen sei (act. G 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 21. Januar 2021 beantragt die Verwaltung die
Abweisung der Beschwerde. Das Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit
von Fr. 11'967.-- sei schon deshalb nicht zu berücksichtigen, weil der
Beschwerdeführer mit diesem Einkommen nicht bei der Beschwerdegegnerin
versichert sei. Gemäss Rz 1025 KS CE sei sodann entscheidend, dass die
Selbstständigerwerbenden von der Ausgleichskasse als solche anerkannt seien. Dies
sei beim Beschwerdeführer lediglich in Bezug auf das Einkommen von Fr. 6'600.--,
nicht jedoch auf dasjenige von Fr. 11'967.-- der Fall. Im Weiteren sei nicht auf die am
6. Januar 2021 eingereichte Steuererklärung abzustellen. Da die definitive
Steuerveranlagung nicht bis zum 16. September 2020 vorgelegen habe, sei sie für die
Ermittlung der Einkommensgrenze nicht zu berücksichtigen. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers könne schliesslich keine Addition von Einkommen aus
unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit erfolgen, da Ziff. 1041.3 KS CE
lediglich auf die Ziff. 1065 - 1068 KS CE verweise (Ermittlung des Einkommens vor
Beginn des ersten Entschädigungsanspruchs für Selbstständigerwerbende), nicht
jedoch auf Ziff. 1069 KS CE (Ermittlung des Einkommens vor Beginn des ersten
Entschädigungsanspruchs für Anspruchsberechtigte, die gleichzeitig unselbstständig
und selbstständig erwerbend sind [act. G 5]).
B.b.
Mit Replik vom 27. Februar 2021 (Datum Postaufgabe) macht der
Beschwerdeführer geltend, es liege keine mangelnde Versicherungsunterstellung vor.
B.c.
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Wie sich aus den Lohnausweisen ergebe, seien auf seinen Einkommen bei C._, D._
und E._ bei der Ausgleichskasse F._, und bei der Ausgleichskasse G._
Sozialversicherungsbeiträge bezahlt worden. Die Aufteilung in einen steuerlich
selbstständigen und einen unselbstständigen Anteil sei gemäss seinem
Steuerkommissär über all die Jahre die einzig richtige Lösung gewesen, das
Einkommen steuerlich korrekt zu deklarieren. Erst durch die Behandlung des
vorliegenden Covid-Antrags gewärtige er eine sozialversicherungsrechtliche
Benachteiligung. Die definitive Steuerveranlagung 2019 habe nicht bis 16. September
2020 eingereicht werden können. Er habe die Steuerveranlagung noch nie bis Mitte
September erhalten und er habe ja keine Möglichkeit zu bestimmen, wann seine
Veranlagung vorgenommen werde. Es könne sich bei dieser Frist somit nur um eine
Ordnungsfrist handeln. Er werde die definitive Steuerveranlagung 2019 bei Vorliegen
umgehend einreichen (act. G 7). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik
(act. G 11).
Am 11. März 2021 reicht der Beschwerdeführer die in der Replik angekündigte
Steuerveranlagung 2019 vom 3. März 2021 ein. Der Steuerkommissär habe das Ein
kommen aus unselbstständiger Tätigkeit zum selbstständigen dazugerechnet, da in
den Lohnausweisen wegen Erreichen des AHV-Alters keine AHV-Beiträge mehr
abgezogen worden seien und damit eine Deklarierung als unselbstständiges
Einkommen nicht mehr gegeben sei. Mit den Einkünften von Fr. 22'066.-- (richtig:
Fr. 22'055.--) sei die Corona-Grenze nun ohnehin überschritten (act. G 9).
B.d.
Mit Schreiben vom 11. Juni 2021 holt das Versicherungsgericht die Steuerakten
2019 ein (act. G 13 und G 14).
B.e.
Mit Schreiben vom 26. August 2021 holt das Versicherungsgericht die
vervollständigten beschwerdegegnerischen Akten ein (Beitragsakten 2018 und 2019
sowie Einsprache vom 27. Juli 2020 [act. G 15, 16 und 16.1]).
B.f.
Die den Parteien am 8. Februar 2022 zur Akteneinsichtnahme und allfälligen
Stellungnahme zu den ergänzend eingeholten Akten bis zum 28. Februar 2022 gesetzte
Frist (act. G 17) verstrich unbenutzt.
B.g.
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Considerations:
Erwägungen
1.
Anspruch auf Corona-Erwerbsausfallentschädigung haben unter anderem
Selbstständigerwerbende im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über den
allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 830.1; abgekürzt: ATSG), die auf
Grund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung 2 über Massnahmen
zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19 [SR 818.101.24]; abgekürzt: COVID-19-
Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erleiden und im Sinn des Bundesgesetzes über die
Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.10; abgekürzt: AHVG) obligatorisch
versichert sind (Art. 2 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 lit. c der Verordnung
über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus
[COVID-19 [SR 830.31; abgekürzt: COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall] in der
Fassung vom 23. April 2020 [AS 2020 1257], in Kraft seit 17. März 2020]).
Selbstständigerwerbende im Sinn von Art. 12 ATSG, die nicht unter Abs. 3 fallen, sind
anspruchsberechtigt, wenn sie auf Grund der bundesrätlichen Massnahmen zur
Bekämpfung des Coronavirus einen Erwerbsausfall erleiden und ihr für die Bemessung
der Beiträge der AHV massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen
Fr. 10'000.-- und Fr. 90'000.-- liegt (Art. 2 Abs. 3 COVID-19-Verordnung
Erwerbsausfall). Die Voraussetzung von Abs. 1 lit. c der COVID-19-Verordnung Er
werbsausfall gilt auch für diese Selbstständigerwerbenden. Der Anspruch entsteht für
Anspruchsberechtigte nach Art. 2 Absätze 3 und 3 , wenn sämtliche Voraussetzungen
nach Art. 2 erfüllt sind und endet für Anspruchsberechtigte nach Art. 2 Abs. 3 am
16. Mai 2020 (Art. 3 Abs. 2 und 3 lit. a COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall). Die
Anspruchsdauer wurde mit einer weiteren Änderung von Art. 3 für
Anspruchsberechtigte nach Art. 2 Abs. 3 bis 16. September 2020 verlängert (Art. 3
Abs. 3 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall in der Fassung vom 1. Juli 2020 [AS 2020
2729]).
1.1.
bis
bis
bis
bis
bis
bis
Für die Bemessung der Höhe der Entschädigung ist auf Art. 5 der COVID-19-
Verordnung Erwerbsausfall abzustellen. Demnach beträgt das Taggeld 80 % des
durchschnittlichen Erwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die
Entschädigung erzielt worden war (Abs. 1), wobei zur Ermittlung des Einkommens Art.
11 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende, bei
Mutterschaft und bei Vaterschaft (SR 834.1; abgekürzt: EOG) sinngemäss anwendbar
ist (Abs. 2). Nach der Festlegung der Entschädigung kann eine Neuberechnung der
Entschädigung nur vorgenommen werden, wenn eine aktuellere Steuerveranlagung bis
1.2.
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2.
Der Beschwerdeführer machte in seinem Antrag vom 8. Juni 2020
Erwerbsersatzentschädigung für den (damals möglichen) Zeitraum vom 17. März 2020
bis zum 16. Mai 2020 geltend, welche die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom
3. Juli 2020 abwies. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet somit
der beantragte Zeitraum. Soweit der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren
Entschädigung ab dem 8. Juni 2020 beantragt, kann darauf mangels
Anfechtungsobjekts nicht eingetreten werden. Die Streitsache ist sodann nach den
während des beantragten Zeitraums gültig gewesenen Bestimmungen zu beurteilen.
zum 16. September 2020 der anspruchsberechtigten Person zugestellt wird und diese
den Antrag zur Neuberechnung bis zu diesem Datum einreicht (Art. 5 Abs. 2 zweiter
Satz COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall, in der Fassung vom 19. Juni 2020, in Kraft
seit 17. März 2020 [AS 2020 2223]).
Das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen über die
Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus - Corona-
Erwerbsersatz (abgekürzt: KS CE) präzisierte ab der zweiten Fassung vom 17. April
2020 (gültig ab 17. März 2020) den Anspruch infolge Abfederung von Härtefällen bei
Selbstständigerwerbenden (Randziffer [Rz] 1041.2 KS CE). Während für die Ermittlung
der Einkommensgrenzen (Fr. 10'000.-- und Fr. 90'000.--) in der Fassung vom 17. April
2020 noch auf das Erwerbseinkommen der aktuellsten Beitragsverfügung für das Jahr
2019 abgestellt wurde, unabhängig davon, ob es sich um die definitive oder
provisorische Verfügung handelte, stellte die Fassung vom 13. Mai 2020 grundsätzlich
auf das Erwerbseinkommen ab, welches als Grundlage für die Beitragsrechnungen
2019 (Akontorechnungen) herangezogen wurde (Rz 1041.3 KS CE in den jeweiligen
Fassungen). Liegt im Zeitpunkt der Festsetzung der Entschädigung die definitive
Steuerveranlagung für das Jahr 2019 bereits vor, ist auf diese abzustellen (Rz 1065 KS
CE). Eine nachträgliche Anpassung des Erwerbseinkommens infolge der definitiven
Steuermeldung für das Beitragsjahr 2019, die nach dem 16. September 2020 eingeht,
bewirkt keine Änderung in der Entschädigung. Ebenso keine Änderung in der Höhe der
Entschädigung bewirken nach dem 17. März 2020 erfolgte Anpassungen des den
Akontorechnungen 2019 zugrundeliegenden Erwerbseinkommens (Rz 1068 KS CE in
der [hier anwendbaren] Fassung vom 19. Juni 2020).
1.3.
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3.
Vorliegend wurde der fragliche Corona-Erwerbsersatz noch nie rechtskräftig
festgelegt. Vielmehr hat der Beschwerdeführer sowohl gegen die Verfügung vom 3. Juli
2020 als auch gegen den Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2020 Rechtsmittel
ergriffen, womit sich das Verfahren immer noch im Stadium der erstmaligen Festlegung
der Entschädigung befindet.
3.1.
Die in Art. 5 Abs. 2 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall genannte
Revisionsfrist bis 16. September 2020 kommt deshalb von vornherein nicht zur
Anwendung. Diese Frist betrifft nur die nachträgliche Abänderung einer bereits
(rechtskräftig) festgelegten Entschädigung (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni
2021 [9C_53/2021] E. 5.3.3, nun publiziert als BGE 147 V 278). Es kann daher
offengelassen werden, ob diese Frist unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit
(Art. 8 der Bundesverfassung SR 101; abgekürzt: BV) verfassungskonform ist (vgl.
Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 29. Oktober 2020 [EE.
2020.00006] E. 3, welches die Postulierung einer Frist bis 16. September 2020 als
Verstoss gegen den verfassungsmässigen Grundsatz der Gleichbehandlung erachtete).
3.1.1.
Nachdem es sich sodann nicht um einen Fall einer nach dem 17. März 2020 (vgl.
Rz 1068 2. Satz KS CE) erfolgten - nicht weiter belegten - Anpassung des den Akonto-
Rechnungen 2019 zugrundeliegenden Erwerbseinkommens handelt (sondern um ein
nunmehr mittels definitiver Steuerveranlagung nachgewiesenes Einkommen [vgl.
nachstehende Erwägung 3.3]), spielt auch diese Frist vorliegend keine Rolle.
Abweichend zum Kreisschreiben nennt die COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall als
Basis für eine Entschädigung zwecks Nachweises des massgebenden Einkommens
des Jahres 2019 keinen Numerus clausus an Beweismitteln. Den Gesuchstellenden
muss deshalb erlaubt sein, ihre Einkommenssituation auch mit anderen Dokumenten
plausibel darzulegen, sofern die Informationen der Ausgleichskasse nicht mehr dem
neuesten Stand entsprechen. So können insbesondere auch aktuellere
Steuerveranlagungen zur Bemessung des Einkommens herangezogen werden. Die
Bestimmung in Rz 1068 KS CE soll lediglich allfällige Missbräuche verhindern, soweit
sie auf eine erst nachträglich eingegangene, im Übrigen jedoch nicht im Detail
belegbare Anpassung des mutmasslichen Einkommens zurückzuführen sind (Entscheid
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 3. Dezember 2020 [750 20 321/299] E. 3.2
am Schluss und 3.4; vgl. auch vorerwähntes Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni
2021 [9C_53/2021] E. 5.3.1 ff.; demnach ist die Anwendung einer zeitlichen Grenze per
17. März 2020 für die Berücksichtigung von Änderungen vom Wortlaut der COVID-19-
3.1.2.
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Verordnung Erwerbsausfall nicht gedeckt und es besteht dann kein Anlass, auf die
Akontoverfügungen abzustellen, wenn die Verwaltung im Verfügungszeitpunkt bereits
über Unterlagen verfügt, anhand derer sie die Entschädigung exakt berechnen kann
[etwa: definitive Steuerveranlagung]; es sei nicht ersichtlich, weshalb
Akontoverfügungen [und erst recht wohl definitive Steuerveranlagungen] ausser Acht
zu lassen seien, die noch vor Erlass der Leistungsentscheide über den Corona-
Erwerbsersatz ergangen sind, allein weil diese auf erst nach dem 17. März 2020
gemeldeten Anpassungen beruhten).
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer nur indirekt von den
Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus betroffen war und er
damit unter Art. 2 Abs. 3 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall fällt. Bei dieser
Kategorie von Selbstständigerwerbenden besteht - unter Vorbehalt der übrigen
Anspruchsvoraussetzungen - nur Anspruch auf eine Corona-
Erwerbsausfallentschädigung, wenn ihr für die Bemessung der Beiträge der AHV
massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen 10 000 und 90 000 Franken
liegt. Für das Jahr 2019 lagen sowohl zum Verfügungszeitpunkt vom 3. Juli 2020 als
auch zum Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 28. Oktober 2020 erst
die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 28. Januar 2019 betreffend
Akontobeiträge 2019 sowie die definitive Beitragsverfügung 2018 vom 21. April 2020
vor, wonach das beitragspflichtige Einkommen jeweils mit Null veranschlagt wurde.
Letztere basierte auf einem Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von
Fr. 6'600.--, wobei ab Mai 2018 infolge Erreichen des ordentlichen Pensionsalters des
Beschwerdeführers im April 2018 noch der monatliche Freibetrag von Fr. 1'400.-- (Art.
4 Abs. 2 lit. b AHVG in Verbindung mit Art. 6 AHVV) berücksichtigt wurde (8 x
Fr. 1'400.-- = Fr. 11'200.-- [act. G 16.1/6.1 und 17.1]; vgl. auch Steuermeldung vom
21. Februar 2020 [act. G 16.1/16]). Die Beschwerdegegnerin ging in ihrem
Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2020 offenbar davon aus, dass gestützt auf die
Steuermeldung für das Jahr 2018 auch das den Akontobeiträgen 2019 zu Grunde
liegende Einkommen entsprechend anzupassen bzw. direkt auf das Einkommen von
Fr. 6'600.-- abzustellen sei (Ziff. II.3 am Schluss). Dies ist (wohl) nicht zu beanstanden,
hatte aber auf das Ergebnis keinen Einfluss, da auch dieses Einkommen unterhalb der
Grenze von Fr. 10'000.-- lag. Der Beschwerdeführer reichte sodann weder im
Festsetzungs- noch im Einspracheverfahren weitere Beweismittel ein, die ein höheres
Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit hätten belegen können. Vielmehr
bestritt er die rechtliche Qualifikation der bei den H._, C._, D._ und E._
erzielten Einkommen und machte eventualiter geltend, die Einkommen aus
selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit seien zusammenzuzählen.
3.2.
bis
quater
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Schliesslich bestand kein Anspruch darauf, dass die Beschwerdegegnerin mit der
Beurteilung des Entschädigungsgesuchs hätte zuwarten müssen, bis die definitive
Steuerveranlagung 2019 vorlag, was der Beschwerdeführer denn auch gar nicht
geltend macht. Vielmehr war es gerade die Absicht des Verordnungsgebers, die
Festlegung der Corona-Erwerbsausfallentschädigung anhand von liquiden, schnell
verfügbaren Daten vorzunehmen. Zudem sah er analog der "normalen" EO-Regelung
(Art. 7 Abs. 1 EOV) die - allerdings fragwürdig befristete - Möglichkeit vor, die
Entschädigung nachträglich an die tatsächlichen Verhältnisse anzupassen. Im
vorstehend genannten Urteil vom 30. Juni 2021 (9C_53/2021) ging denn auch das
Bundesgericht davon aus, dass die Kasse bei der Ermittlung des massgebenden
Einkommens auf die im Verfügungszeitpunkt aktuellste ihr vorliegende
Beitragsverfügung abzustellen hat, nicht aber zu weiteren Abklärungen bezüglich des
2019 erzielten Einkommens verpflichtet ist (E. 5.4). Mithin ist als Zwischenergebnis
festzustellen, dass der angefochtene Einspracheentscheid grundsätzlich auf den im
beantragten Zeitraum gültig gewesenen Bemessungsregeln und der im Erlasszeitpunkt
aktuellsten verfügbaren Datenlage beruht und sich zumindest diesbezüglich als korrekt
erweist (vgl. zu den aufgeworfenen materiellen Rechtsfragen die nachfolgende
Erwägung 3.4 f.).
bis
Im vorliegenden Beschwerdeverfahren reicht der Beschwerdeführer am 6. Januar
2021 zunächst die Steuererklärung 2019 und am 11. März 2021 die definitive
Steuerveranlagung 2019 vom 3. März 2021 ein und macht geltend, diese sei ebenfalls
zu berücksichtigen. Daraus geht ein Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit
von 22'055.-- hervor (veranlagt steuerbar [act. G 9.1]; vgl. auch Steuererklärung [act.
G 3.1]). Wie sich aus der ergänzenden Aufstellung zur Steuererklärung ergibt, ist darin
auch das Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit bei den H._, C._,
O._ und I._ und J._ von insgesamt Fr. 17'876.-- enthalten, da der
Beschwerdeführer infolge seiner Pensionierung per 1. Mai 2018 darauf keine AHV-
Beiträge mehr bezahlt hat (Freibetrag je Arbeitgeber). Das Einkommen aus (tatsächlich
bzw. unbestrittener) selbstständiger Erwerbstätigkeit beträgt nach dieser von der
Steuerbehörde anerkannten Aufstellung nach Abzug der Aufwendungen Fr. 11'581.--
(act. G 3.1 und 9.1).
3.3.
Demgegenüber ist ein höheres, als das sich gemäss vorstehender Erwägung 3.3
ergebende Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 11'581.-- nicht
ausgewiesen. Zwar macht der Beschwerdeführer geltend, sein Einkommen bei den
H._ C._, D._ und E._ sei als solches aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zu
qualifizieren, da er als freier Journalist insgesamt als Selbstständigerwerbender zu
3.4.
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qualifizieren sei. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass die fraglichen Einkommen in
der Vergangenheit stets und unangefochten als solche aus unselbstständiger
Erwerbstätigkeit behandelt wurden. So bezahlte der Beschwerdeführer nach eigenen
Angaben und unbestrittenermassen auf diesen Einkünften Sozialversicherungsbeiträge
als unselbstständig Erwerbender (Ausgleichskasse G._, F._; vgl. Lohnausweise)
und deklarierte gegenüber der Steuerbehörde dementsprechend den Nettolohn
gemäss Lohnausweis (act. G 7.1 - 7.4 und G 14.10 - 15). Der Beschwerdeführer macht
sodann nicht geltend und es ist nicht ersichtlich, dass sich bezüglich dieser Tätigkeiten
im Jahr 2019 an den tatsächlichen Verhältnissen etwas geändert hätte. Letztlich geht
auch der Beschwerdeführer selber davon aus, dass er in derselben Branche sowohl als
selbstständig als auch als unselbstständig Erwerbender tätig sei (Beschwerde S. 3
Mitte [act. G 1]). Aus den eingeholten Steuerakten geht schliesslich hervor, dass die
Steuerbehörde die beiden Einkommen 2019 auf Antrag des Beschwerdeführers in
seiner Steuerdeklaration vom 31. Dezember 2020 lediglich deshalb zusammengeführt
hat, weil der Beschwerdeführer darauf wegen des per 1. Mai 2018 erreichten
ordentlichen Pensionsalters keine AHV-Beiträge bezahlt hatte (act. G 14.3 und
G 14.10 ff.). Dieser Umstand allein vermag jedoch zu keiner anderen Qualifikation der
fraglichen Einkommen zu führen, sodass betreffend die bei den vorgenannten
Medienhäusern erzielten Einkommen auch im Jahr 2019 von unselbstständiger
Erwerbstätigkeit auszugehen ist.
Eventualiter macht der Beschwerdeführer geltend, es sei das Einkommen aus
selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit gemäss Rz 1069 KS CE in
Verbindung mit Rz 5050 - 5054 der Wegleitung des Bundesamtes für
Sozialversicherungen zur Erwerbsersatzordnung für Dienstleistende, Mutter- und
Vaterschaft (abgekürzt: WEO) zu addieren. Entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin ergebe sich aus dem Kreisschreiben nicht, dass Rz 1069 KS CE
nicht zur Anwendung komme. Die Systematik weise darauf hin, dass in Kapitel 3
geregelt werde, welche Personen Anspruch auf eine Corona-
Erwerbsausfallentschädigung hätten, während in Kapitel 5 die Ermittlung des
Einkommens geregelt werde. In seinem Fall kämen somit für die
Anspruchsvoraussetzungen die Rz 1041.2 und 1041.3 KS CE zur Anwendung und für
die Ermittlung seines Einkommens Rz 1069 KS CE. Dies trifft jedoch nicht zu. Entgegen
der Ansicht des Beschwerdeführers wird in Rz 1041.3 KS CE (in der Fassung ab
13. Mai 2020) bewusst nicht auf die Rz 1069 KS CE verwiesen (welche wiederum auf
die Rz 5050 - 5054 WEO verweist). In dieser Bestimmung geht es um die Ermittlung
des Einkommens von Anspruchsberechtigten, die gleichzeitig unselbstständig und
selbstständig erwerbend sind. Dies trifft auf den Beschwerdeführer zwar zu; indessen
3.5.
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ist bei einer Entschädigung infolge Abfederung von Härtefällen bei
Selbstständigerwerbenden, wie sie der Beschwerdeführer geltend macht (Art. 2 Abs.
3 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall; Rz 1041.2 ff. KS CE), gerade (nur) der in der
selbstständigen Erwerbstätigkeit erlittene Erwerbsausfall zu entschädigen, weshalb
denn auch auf das für die Bemessung der Beiträge der AHV (aus dieser Tätigkeit)
massgebende Einkommen abzustellen ist. Es ist nicht einzusehen, weshalb unter
diesem Titel auch in unselbstständiger Stellung erzieltes Einkommen anzurechnen sein
sollte, das - zusammen mit deren Beiträgen - über die Arbeitgebenden verabgabt wird.
Die Bestimmung des Rz 1069 KS CE ist auf Personen zugeschnitten, die in ihrer
Eigenschaft als Eltern von kleinen oder behinderten Kindern Anspruch auf Corona-
Erwerbsausfallentschädigung haben (Art. 2 Abs. 1 COVID-19-Verordnung
Erwerbsausfall) und die selbstständigerwerbend, unselbstständigerwerbend oder
beides sein können, während der aus der selbstständigen Erwerbstätigkeit
resultierende Erwerbsausfall definitionsgemäss nur das Einkommen aus ebendieser
Tätigkeit betrifft. Analog dazu soll bei Dienstleistenden oder bei Mutter- und
Vaterschaft das gesamte vordienstlich bzw. vor Beginn der Mutter- oder Vaterschaft
erzielte Einkommen berücksichtigt werden (Art. 16e Abs. 2 und Art. 16l Abs. 1 EOG, je
in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 EOG und Art. 8 der Verordnung zum
Erwerbsersatzgesetz (SR 834.11; abgekürzt: EOV [vgl. auch Rz 5050 - 5054 WEO]).
Nachdem es bei der Regelung des vorliegend massgebenden Art. 2 Abs. 3
COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall wie gesagt um die Entschädigung spezifisch aus
einer selbstständigen Erwerbstätigkeit resultierender Risiken - und nicht um die
Entschädigung eines Lohnausfalls einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit oder um
den Ausgleich der Gesamteinkünfte - geht, kann der Beschwerdeführer auch aus der
Regelung des EOG bzw. aus den Ziff. 5050 - 5054 WEO nichts für seinen Standpunkt
ableiten. Als weiteres Zwischenergebnis steht mit der eingereichten Steuerveranlagung
fest, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2019 ein Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit in Höhe von Fr. 11'581.-- erzielt hatte, wie er dies auch selbst
deklarierte (act. G 3.1).
bis
bis
Wie sich aus den Beitragsverfügungen 2018 und 2019 ergibt, wurde dem
Beschwerdeführer infolge seiner Pensionierung im April 2018 ab 1. Mai 2019 der
Rentnerfreibetrag gemäss Art. 4 Abs. 2 lit. b AHVG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2
AHVV gewährt. Dabei ging die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem separat
(zusätzlich zu den einzelnen Arbeitsverhältnissen) bestehenden Freibetrag aus (vgl. Rz
1004 des Kreisschreibens über die Beitragspflicht der Erwerbstätigen im Rentenalter in
der AHV, IV und EO [KSR]), sodass sich für 2018 noch zu zahlende Beiträge von
Fr. 167.35 ergaben (Mindestbeitrag 2018 für vier Monate [Fr. 478.-- : 12 x 4, zuzügl.
3.6.
quater
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4.
Verwaltungskosten]), während für 2019 keine Beiträge mehr zu bezahlen waren
(Freibetrag 2018: 8 x Fr. 1'400.-- = Fr. 11'200.--; 2019: 12 x Fr. 1'400.-- = Fr. 16'800.--
[act. G 16.1/17 und 46]). Für die persönlichen Beiträge 2019 ging die
Beschwerdegegnerin sodann gestützt auf die (von ihr) korrigierte Steuermeldung vom
1. März 2021 von einem Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von
11'955.-- und - auf Grund des genannten Rentnerfreibetrags - von einem
beitragspflichtigen Einkommen von Null aus (act. G 16.1/43 und 46). Nachdem das sich
aus der definitiven Steuerveranlagung 2019 ergebende Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit mit Fr. 11'581.-- noch leicht tiefer lag (vgl. Erw. 3.3 und 3.5 am
Schluss), ergibt sich auch daraus kein über dem Rentnerfreibetrag liegendes
beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, womit der
Beschwerdeführer im Jahr 2019 auch kein solches verabgabte. Nachdem für die
Bemessung des Corona-Erwerbsersatzes nicht auf das steuerbare, sondern auf das für
die Bemessung der AHV-Beiträge massgebende Einkommen für das Jahr 2019
abzustellen ist, ist die Anspruchsvoraussetzung des Art. 2 Abs. 3 COVID-19-
Verordnung Erwerbsausfall nicht erfüllt (vgl. auch Rz 1041.2 KS CE in der Fassung ab
17. April 2020). Im Übrigen kann nicht verbeitragtes Einkommen (abgesehen von hier
nicht interessierenden Ausnahmen [vgl. Art. 7 Abs. 3 EOV; Rz 5055 ff. WEO nennt etwa
Auslandschweizerinnen und -schweizer]) nie als Berechnungsgrundlage in EO-
Belangen gelten (vgl. Art. 11 Abs. 1 EOG).
bis
Aus den Steuerunterlagen ergibt sich überdies, dass das Einkommen des
Beschwerdeführers aus selbstständiger Erwerbstätigkeit bereits vor Ausbruch der
Coronapandemie stark schwankte und etwa zwischen 2017 und 2018 von Fr. 13'531.--
auf Fr. 6'600.-- zurückging, um im Jahr 2019 wieder auf Fr. 11'581.-- anzusteigen.
Auch ging das im Betrieb investierte Eigenkapital von Fr. 14'000.-- (2017) über
Fr. 2097.-- (2018) auf Fr. 1'573.-- (2019) zurück (act. G 5.1/4 f. und G 14.17). Zudem
erreichte der Beschwerdeführer im April 2018 das ordentliche Pensionsalter (vgl. act.
G 5.1/5), was ebenfalls einen Grund für ein reduziertes Pensum bzw. Einkommen
darstellen könnte. Es steht somit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass
der geltend gemachte, nicht weiter substantiierte Erwerbsausfall ursächlich auf die
bundesrätlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zurückzuführen ist,
was gemäss Art. 2 Abs. 3 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall eine
Anspruchsvoraussetzung darstellt (vgl. Erwägung vorstehende 1.1). Ein Anspruch auf
Corona-Erwerbsersatz wäre auch deshalb nicht ausgewiesen.
3.7.
bis
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Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember
2020 gültig gewesenen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch
anwendbaren Fassung).