Decision ID: 3624102e-4130-48e1-a2ca-7139521428ab
Year: 2018
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
ein. Zur Ermittlung des entscheidrelevanten Sachverhalts fand am 17. März
2014 ein Augenschein im Beisein des Gesuchstellers sowie seines
Vertreters, E._ von der F._ AG, und des ANU statt. Dabei konnte
festgestellt werden, dass die Böschung hinter dem Haus sehr steil ist, die
dort vorkommenden TWW von nationaler Bedeutung durch die
Bauarbeiten für den Garagenanbau aber noch nicht beeinträchtigt waren.
Am 29. April 2014 bewilligte das ARE das Vorhaben u.a. mit der Auflage,
dass zur Böschungssicherung und als Basis zur Ansaat Jutenetze
verwendet werden müssten. Das ANU sei zur Bauabnahme einzuladen.
5. Am 2. Dezember 2014 fand zusammen mit den zuständigen Vertretern des
ANU und dem Bauverwalter der Gemeinde wegen der dem ARE
gemeldeten widerrechtlichen Bauausführungen ein Augenschein statt.
Dabei konnten u.a. folgende Abweichungen von den bewilligten Plänen
festgestellt werden:
a) Abweichung zur BAB-Bewilligung vom 22. Mai 2013: [...]
b) Abweichungen zur BAB-Bewilligung vom 29. April 2014: Der Aushub des
Garagenanbaus sei teils über die beim Vorplatz liegende Böschungskante
deponiert worden. Die Abtragungen der Böschung seien in einem die
Baubewilligung um ein Vielfaches übersteigenden Ausmass erfolgt. Auf
dem Garagendach sei ein Sitzplatz erstellt worden, der nicht Bestandteil
der Baubewilligung gewesen sei. Der massive Abtrag der darüber
liegenden Böschungen sei über das in den bewilligten Plänen vorgesehene
Ausmass hinaus erfolgt. Entgegen der verfügten Auflage, wonach zur
Böschungssicherung abbaufähige und begrünte Jutenetze verwendet
werden sollten, sei die Stützung der (Hang-) Böschungen mittels
Blocksteinmauern und Terramurgittern erfolgt.
6. Am 4. März 2015 führte die Gemeinde erneut eine Baukontrolle durch und
forderte den Gesuchsteller dazu auf, für die ohne Baubewilligung
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realisierten Bauarbeiten ein nachträgliches Bau-/BAB-Gesuch
einzureichen.
7. Am 4. Mai 2015 reichte A._ bei der Gemeinde das hier zu beurteilende
BAB-Gesuch ein. Darin beantragte er eine nachträgliche Bewilligung für
folgende, ohne Baubewilligung vorgenommenen Bautätigkeiten:
- Fassadensanierung des Erdgeschosses (Vorhaben a) - Sitzplatz auf Garagendach inkl. Gartengestaltungselemente und Stütz- mauer (Vorhaben b) - Teilersatz der Böschungssicherung mit Jutenetzen durch Blockstein- mauern und Terramur (Vorhaben d) - Neubau des Parkplatzes „Verladeplatz" (Vorhaben e)
Darüber hinaus ergab sich gemäss ARE aus den Unterlagen, dass neben
den nachgesuchten Bauvorhaben a, b, d und e von A._ weitere
baubewilligungspflichtige Tätigkeiten ausgeführt worden waren, nämlich:
- Befestigung des Vorplatzes mit Recyclingmaterial bei der Garagenzu- fahrt (Vorhaben c) - Entfernung der Bestockung und Ablagerung von Aushubmaterial nord- westlich der Wohnbaute (Vorhaben f).
8. Am 11. April 2016 nahm das ANU Stellung. Aus seiner Sicht könnte die
Böschungssicherung nicht durch eine Blocksteinmauer bzw. Terramurgitter
– statt wie auferlegt mit abbaufähigen Jutenetzen – nachträglich bewilligt
werden. Einerseits störe dieses Hangsicherungssystem das
Landschaftsbild, anderseits sei fraglich, ob die nötige Stabilität erreicht
werde.
Zudem verlangte das ANU, dass die beeinträchtigte Trockenwiese und -
weide (TWW) von nationaler Bedeutung 'D._' (Objekt-Nr. TWW-
Z.3._) soweit wie möglich mittels Direktbegrünung aus benachbarten
Spenderflächen wiederhergestellt werden müsse. Bei der beeinträchtigten
Fläche handle es sich um schützenswerte Vegetation nach Art. 18 Abs. 1bis
NHG. Das ANU gehe in seiner Momentaufnahme davon aus, dass
insgesamt eine TWW-Fläche von ca. 700 m2 Trockenwiese beeinträchtigt
oder gänzlich zerstört worden sei. Für die Wiederherstellungsmassnahmen
sei eine UBB beizuziehen und das ANU zu einer Umweltbauabnahme
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einzuladen. Der Grad der Wiederherstellung bzw. die Ersatzpflicht für den
Eingriff im Sinne von Art. 18 Abs. 1bis NHG könne erst nach Beizug der UBB
und der Umweltbauabnahme definitiv festgelegt werden. Die Ersatzpflicht
müsse durch eine Ersatzabgabe erfüllt werden, welche sich nach Art. 18
Abs.1ter NHG und Art. 18 f. KNHG provisorisch auf 9'800 Punkte, d.h.
umgerechnet auf rund Fr. 29'400.--, belaufe. Gestützt auf Art. 47 KNHG
und Art. 94 KRG beantrage das ANU die Einleitung eines Verfahrens zur
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands mit folgenden Auflagen:
a) Es ist eine fachlich kompetente UBB mit Weisungsbefugnis gegenüber der Bauherrschaft beizuziehen.
b) Der Name der UBB ist der Gemeinde und dem Amt für Natur und Umwelt (ANU) innert 30 Tagen schriftlich mitzuteilen.
c) Das talseits abgelagerte Material ist zu entfernen und sachgerecht zu entsorgen.
d) Die wiederherzustellenden Flächen sind mittels Direktbegrünung mit Schnittgut von der umliegenden Trockenwiese oder allenfalls mit autochthonem Saatgut zu begrünen.
e) Die Blocksteinmauer und die Terramur sind soweit wie möglich zu entfernen und durch eine Böschungssicherung mit Jutenetzen, welche direktbegrünt werden, zu ersetzen.
f) Die UBB ist zuständig für die Ermittlung allfälliger zusätzlicher Wiederherstellungsmöglichkeiten.
g) Für Flächen mit schützenswerter Vegetation, die nicht vollständig wiederhergestellt werden können, ermittelt die UBB die definitive Ersatzpflicht.
h) Nach Abschluss der Arbeiten hat die UBB einen Schlussbericht zu verfassen, welcher u.a. die Bilanzierung der Eingriffe sowie der geleisteten resp. der zu leistenden Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen enthält. Der Schlussbericht ist über die Gemeinde dem ARE (im Doppel) einzureichen.
i) Es ist eine Umweltbauabnahme durchzuführen, zu der die UBB, das ANU und die Gemeinde einzuladen sind.
j) Die Kosten für die UBB gehen zulasten der Bauherrschaft. k) Über die allfällige Leistung von Ersatzmassnahmen und zusätzlichen
Wiederherstellungsmassnahmen im Sinne von Art. 18 Abs. 1ter und Art. 24e des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG) wird die Gemeinde gestützt auf die Vernehmlassung des ANU zum Schlussbericht allenfalls in einer separaten Verfügung befinden.
Die soeben erwähnten Auflagen bezögen sich auf das durch die Gemeinde
durchzuführende Verfahren zur Wiederherstellung des rechtmässigen
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Zustandes nach Art. 94 KRG, weshalb diese Stellungnahme des ANU an
die Gemeinde zur Information und Umsetzung weitergeleitet werde.
9. Mit Schreiben vom 11. Mai 2016 teilte das ARE A._ mit, dass aufgrund
der dannzumal bekannten Sach- und Rechtslage lediglich die
Fassadensanierung im Erdgeschoss der Dauerwohnbaute (Vorhaben a)
und die Terrasse auf dem Garagendach (Vorhaben b) nachträglich bewilligt
werden könnten. Die übrigen Vorhaben gemäss BAB-Gesuch vom 4. Mai
2015, d.h. der Teilersatz der Böschungssicherung mit Jutenetzen durch
Blocksteinmauem sowie Terramurgitter entlang der gesamten Böschung
(Bauvorhaben d) sowie der Neubau des „Verladeplatzes" (Bauvorhaben e)
erfüllten hingegen nicht die einschlägigen
Baubewilligungsvoraussetzungen gemäss der Besitzstandsnorm von Art.
24c RPG, weshalb diese auch nicht nachträglich bewilligt werden könnten.
Darüber hinaus wurde dem Gesuchsteller mitgeteilt, dass für die
widerrechtlichen Baumassnahmen, die zur Beeinträchtigung oder gar
Zerstörung des TWW-Objektes geführt hätten, eine freiwillige
Wiederherstellung durch den Gesuchsteller nicht in Frage komme. Diesem
Schreiben des ARE wurde noch die Stellungnahme des ANU vom 11. April
2016 beigelegt.
10. Als A._s Vertreter nahm E._, F._ AG, mit Schreiben vom 18.
Mai 2016 Stellung zum Schreiben des ARE vom 11. Mai 2016 inkl.
Stellungnahme des ANU vom 11. April 2016. Es treffe zu, dass ca. 120 m3
Aushubmaterial ohne die erforderliche Bewilligung in einer
Böschungssenke in der Forstwirtschaftszone deponiert worden sei, um
diese aufzufüllen. Zu Beginn sei der Aushub entsprechend den bewilligten
Plänen deponiert worden. Der starke Regen und der kiesige Untergrund
hätten zur Fortführung der Arbeiten aber eine Abschrägung der
Geländekante erfordert. Bei den Wuhrsteinen handle es sich um
Blocksteine, die der Abstützung der freien Böschung dienten. Deren
Einbau sei unter Begleitung des Werkmeisters der Gemeinde erfolgt. Die
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Ansaat für die fragliche Bepflanzung sei schon erfolgt und vollumfänglich
mit Heublumen des bewirtschaftenden Bauern ausgeführt worden. Zur
Vermeidung voreiliger Schlüsse wurde die Durchführung eines
Augenscheins verlangt.
11. Die Stellungnahme der Bauherrschaft vom 18. Mai 2016 wurde dem ANU
am 30. Mai 2016 zur Beurteilung vorgelegt. Davon machte das ANU mit
Stellungnahme vom 20. September 2016 Gebrauch. Darin hielt es
einleitend (mit Verweis auf seine Stellungnahme vom 11. April 2016) fest,
dass den Ausführungen des Vertreters der Bauherrschaft nicht in allen
Punkten gefolgt werden könne. Die Ausführungen der Bauherrschaft
ergänzte das ANU mit folgenden Bemerkungen: Ob es sich bei der im
vorliegenden Fall zur Diskussion stehenden Stützmauer um Wuhr- oder
Blocksteine handle, sei irrelevant, da beide Begriffe synonym verwendet
würden. Die Behauptung, wonach die übrigen Böschungen mit bewilligten
Terramursystemen errichtet/gesichert worden seien, entspreche nicht den
konkreten Gegebenheiten. Mit BAB-Bewilligung vom 29. April 2014 sei klar
und unmissverständlich verfügt worden, dass die Böschungssicherung
mittels Jutenetzen erfolgen müsse. Auch sei anzumerken, dass der
Werkmeister der Gemeinde (laut telefonischer Auskunft vom 5. Oktober
2016 gegenüber dem ARE) keinerlei Baubegleitungsfunktionen
übernommen habe. Weiter könne ausgeschlossen werden, dass zur
Begrünung der Böschungen Schnittgut oder Heublumen von den
umliegenden Flächen verwendet worden seien. Anlässlich eines der
durchgeführten Augenscheine sei vielmehr die Rede vom Einsatz von
Saatmischungen gewesen. Was im Einzelnen wie begrünt worden sei,
könne erst im Rahmen des bevorstehenden Wiederherstellungsverfahrens
von einer kompetenten UBB überprüft werden. Zur Rekonstruktion des
vorbestehenden Zustands der Verhältnisse im Gebiet 'C._' wurden die
beim ARE vorhandenen Orthophotos und Luftbilder aus den Jahren
2011/2014 herangezogen. Auf diesen seien die in diesem Zeitraum (ohne
oder in Abweichung der erteilten Bewilligung) vorgenommenen massiven
Landschaftseingriffe klar erkennbar.
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12. Das ARE erwog am 17. Juli 2017, beim Bauvorhaben handle es sich um
ein altrechtliches (vor dem 1. Juli 1972 erstelltes) Gebäude. Es sei daher
zu prüfen, ob die schon realisierten Baumassnahmen gestützt auf die
Besitzstandsregelung von Art. 24c RPG in Verbindung mit Art. 41 ff. RPV
bewilligt werden könnten. Es sei u.a. zu prüfen, ob der Sitzplatz als
zeitgemässe und massvolle Erweiterung gemäss Art. 24c Abs. 4 RPG
qualifiziert und nachträglich bewilligt werden könne. Dies sei der Fall.
Ausgenommen sei aber die sitzplatznahe Böschungssicherung mittels
Blocksteinmauer und Terramurgittern (Vorhaben d). Die Befestigung des
Vorplatzes im Bereich der direkten Zufahrt zur neu erstellten Garage diene
der bereits bewilligten Garage respektive der Dauerwohnbaute. Das
Fotomaterial zeige, dass der Vorplatz nicht auffällig in Erscheinung trete
und sich somit in die Umgebung einfüge. Der Vorplatz könne nachträglich
bewilligt werden. Ausgenommen sei einzig der ebenfalls befestigte Teil des
Vorplatzes nordwestlich der Dauerwohnbaute, in welchem
unbewilligterweise ca. 120 m3 Aushubmaterial deponiert und dabei die
schützenswerte Vegetation beschädigt respektive zerstört worden sei
(Vorhaben f). Der Teilersatz der Böschungssicherung mit Jutenetzen durch
Blocksteinmauern und Terra-murgittern (Bauvorhaben d) könne nicht
nachträglich bewilligt werden. Am massgeblichen Referenzzustand vom 1.
Juli 1972 seien an der Dauerwohnbaute respektive in ihrer landschaftlich
sensiblen Umgebung zahlreiche bauliche Veränderungen vorgenommen
worden (unter anderem Zufahrterweiterung, Garagenanbau,
Sitzplatzerrichtung, Vorplatzbefestigung etc.). Das gemäss Art. 24c RPG
zulässige Veränderungspotential sei grösstenteils ausgeschöpft worden.
An exponierter Hanglage in Waldrandnähe und unmittelbar neben einem
TWW-Objekt von nationaler Bedeutung seien als Stützelemente zur
Böschungssicherung klobige weisse Blocksteine und Terramurgitter
anstelle der ursprünglich begrünten und unbefestigten Böschung eingebaut
worden, welche zweifellos als Fremdkörper wirkten. Diese
Böschungssicherung sei in unmittelbarer Nähe eines TWW-Objekts von
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nationaler Bedeutung ausgeführt worden. Sie befinde sich im Perimeter der
Detailkartierung gemäss Vernetzungskonzept des ANU. Die im
Vernetzungskonzept ausgewiesenen schützenswerten Biotope verdienten
grösstmögliche Schonung, währenddessen die im Bundesinventar von
nationaler Bedeutung erfassten TWW sogar ungeschmälert erhalten
werden müssten. Eingriffe in Vernetzungskonzepte und TWW-Inventare
und darin enthaltene schützenswerte Biotope (Art. 18 Abs. 1 NHG) dürften
bloss bei entsprechenden Schutz-, Wiederherstellung- und
Ersatzmassnahmen vorgenommen werden. Deshalb habe das ARE in der
BAB-Bewilligung vom 29. April 2014 auferlegt, dass die
Böschungssicherung durch sich zersetzende Jutenetze als Grundlage für
die Begrünung erfolgen müsse. Diese Netze seien überall dort zwingend
erforderlich, wo abweichend von den bewilligten Plänen in der Nähe des
fraglichen TWW-Objekts von nationaler Bedeutung höhere Böschungen
abgetragen worden seien. Mittels der wuchtigen Blocksteinmauern oder mit
Terramurgittern vorgenommene Böschungssicherungen seien gerade in
solch ökologisch heiklen Bereichen geeignet, den betreffenden
Biotopqualitäten irreversiblen Schaden zuzufügen. Solche Systeme
erlaubten überdies steilere und damit aufwendigere Böschungswinkel,
welche an ökologisch empfindlichen und exponierten Hanglage auch aus
Sicht des Ortsbildschutzes unerwünscht seien. Es gebe keine Alternative
zu den schon verfügten Jutenetzen mit Direktbegrünung der Böschungen.
Nach Inkrafttreten des vorliegenden BAB-Entscheides sei ein
Wiederherstellungsverfahren durchzuführen. Blocksteinmauer und
Terramurgitter müssten weitest möglich entfernt und durch eine
Böschungssicherung mit Jutenetzen, direkt begrünt, ersetzt werden. Unter
Aufsicht der UBB müsse eine möglichst landschaftsverträgliche
Hangsicherung erstellt werden. Die Orthophotos von 2011/2014 zeigten
zudem, dass in der Forstwirtschaftszone gelegene Bestockungen entfernt
oder den Ablagerungen zum Opfer gefallen seien. Der Bauherr habe die
nordwestlich des Gebäudes vorhandene Bodensenke mit Aushubmaterial
von ca. 120 m3 Volumen aufgefüllt. Gleichzeitig sei eine markante
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Geländekante abgetragen worden. Die illegal erfolgte Entfernung von
Bestockungen und die illegale Materialablagerung sei rechtswidrig erfolgt.
Verschärft werde der Regelverstoss durch die Zerstörung von Teilen des
TWW-Objekts. Das überwiegende Interesse stehe einer
Bestockungsentfernung und einer Materialablagerung entgegen. Somit
könne dieses Vorhaben nicht nachträglich bewilligt werden.
13. Am 17. Juli 2017 bewilligte das ARE unter Mitteilung an die Gemeinde die
Bauvorhaben a, b und c nachträglich und bewilligte die Bauvorhaben d, e
und f nachträglich nicht. Am 17. Oktober, mitgeteilt am 19. Oktober 2017,
erliess die Gemeinde ihren Baubescheid.
14. Am 20. November 2017 erhob A._ (Beschwerdeführer) gegen den
BAB-Entscheid vom 17. Juli, mitgeteilt am 19. Oktober 2017, Beschwerde
und beantragte die Aufhebung des BAB-Entscheids bezüglich Ziff. 2 des
Dispositivs betreffend die Verweigerung der BAB-Bewilligung für die
Bauvorhaben d und f und es sei dafür die BAB-Bewilligung zu erteilen. Ziff.
3 betreffend Verpflichtung der Gemeinde zur Durchführung des
Wiederherstellungsverfahrens sei ebenfalls aufzuheben. Evtl. sei die ganze
Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das TWW-
Objekt mit Trockenwiese sei realiter kleiner als im Bundesinventar
angegeben. Der Beschwerdeführer lehne es ab, dass die Gemeinde in
Bezug auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands Weisungen
vom Kanton laut BAB-Entscheid (Ziff. 3) erhalte. Die Gemeinde könne
alleine darüber entscheiden, welche Massnahmen dafür notwendig und
verhältnismässig seien. Aufgrund statischer Probleme habe der
Beschwerdeführer die Böschung nicht nur mit Jutenetzen sichern können,
die Kräfte des Hangs verbögen die Terramurgitter. Die Blocksteinmauern
und Terramurgitter seien für Dritte kaum zu sehen und beeinträchtigten
lediglich die nächste Umgebung. In der Gemeinde seien solche
Blocksteinblöcke für Hangsicherungen üblich. Sie fügten sich ein. Das
TWW-Objekt Z.3._ werde nicht tangiert. Die Sicherung mit
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Blocksteinen und Terramurgittern erlaube einen steileren Böschungswinkel
als mit Jutenetzen (85° statt 75°). Deswegen habe weniger von der
Böschung abgetragen werden müssen. Die Trockenwiese sei auch
während der Bauarbeiten kaum belastet worden und werde auch in Zukunft
vor grösseren biotopefeindlichen Einflüssen verschont bleiben. Der starke
Regen während der Bauarbeiten habe die Abschrägung der Geländekante
erfordert. Ohne die Deponie von rund 120 m3 Aushub wäre der Hang noch
stärker abgerutscht. Es stimme nicht, dass darüber hinaus in grossem
Ausmass Aushubmaterial deponiert worden sei. Zum Aufnahmezeitpunkt
für das Orthophoto von 2014 seien die Bauarbeiten noch voll im Gang
gewesen. Die Aufnahme zeige die Aufschüttung von ca. 120 m3 Aushub im
Norden des Wohnhauses. Die restliche Verunreinigung sei nur eine kleine
Materialmenge, welche aufgrund des starken Niederschlags hangabwärts
gerutscht sei. Das Terrain habe sich dadurch kaum verändert und heute
sei der ganze Hang wieder mit Gras überwachsen. Die schützenswerte
Trockenwiese sei nie in Mitleidenschaft gezogen worden. Es sei gut zu
erkennen, wo die 120 m3 Aushubmaterial verwendet worden seien, nämlich
zur Stabilisierung der Böschung entlang der nördlichen und nordwestlichen
Grenze der Vorfahrt. Zur Beantwortung der Frage, ob sich die
Böschungssicherung in die Umgebung gut einordne oder gegen die
Interessen des Landschaftsschutzes verstosse, sei ein Augenschein
durchzuführen. Sollte das Gericht die Bewilligungsfähigkeit der
Bauvorhaben lit. d und lit. f. grundsätzlich bejahen, sich aber nicht in der
Lage sehen, die Baubewilligungen direkt reformatorisch zu erteilen,
beantrage der Beschwerdeführer den Erlass eines kassatorischen Urteils
und die Rückweisung der Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur
Neubeurteilung an das ARE Graubünden.
15. Am 18. Januar 2018 beantragte das ARE (Beschwerdegegner) die
Abweisung der Beschwerde. Es vertiefte die bereits im angefochtenen
BAB-Entscheid enthaltene Argumentation. Die Bewilligung zu den
umstrittenen Bauvorhaben sei zu Recht nicht erteilt worden. Sie
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verstiessen beide hauptsächlich gegen die einschlägigen Natur- und
Landschaftsschutzbestimmungen und insbesondere gegen die TWW-
Verordnung. Überdies seien sie auch nicht mit den relevanten
Gestaltungsvorschriften vereinbar.
16. Am 30. November 2017 verzichtete die Gemeinde (Beschwerdegegnerin)
auf die Einreichung einer Vernehmlassung, unter Hinweis auf die
Begründung im angefochtenen BAB-Entscheid.
17. Am 31. Januar 2018 hielt der Beschwerdeführer unverändert an seinen
bisherigen Anträgen fest und vertiefte noch seine Argumentation.
18. Am 6. Februar 2018 verzichtete der Beschwerdegegner (das ARE) auf die
Einreichung einer Duplik.
19. Am 5. Juli 2018 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen
Augenschein durch, an welchem der Beschwerdeführer persönlich in
Begleitung seines Rechtsanwaltes Luca C. Conrad anwesend war. Der
Beschwerdegegner (ARE) war durch den Kreisplaner sowie einen
Rechtspraktikanten vertreten. Seitens der Beschwerdegegnerin war
niemand anwesend. Das beigeladene Amt für Natur und Umwelt (ANU) war
durch G._ als fachkundige Auskunftsperson vertreten. Der
Augenschein fand an drei verschiedenen Standorten (Standort 1: Auf dem
Vorplatz des Garagenneubaus; Standort 2: Nordwestlich des Wohnhauses
auf Vorplatz/Terrassierung mit Geländekante; Standort 3: Bei
Gartensitzplatz auf neuem Garagendach mit Blick auf "Rutschhang") statt,
wobei die Parteien und die Auskunftsperson Gelegenheit erhielten, sich zur
ganzen Sache zu äussern. Es wurde dabei jeweils zur Thematik der bereits
erstellten Blocksteinmauer zwecks Hangsicherung vor der Einfahrt zur
Garagenneubaute, zu den Terrainveränderungen (Plafonierung) des
Vorplatzes im Nordwesten des Hauses mittels Aufschüttungen durch
Aushubmaterial im Umfang von ca. 120 m3, zur Landschaftsverträglichkeit
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dieser Eingriffe mit dem TWW-Objektinventar (Biotopqualität der dortigen
Trockenwiesen/-weiden) sowie insbesondere der Hangstabilisierung beim
Gartensitzplatz auf dem neuen Garagendach hinter dem Haus mittels
entsprechender Massnahmen (bisher Drahtgitter/Steinblöcke statt
Jutenetze/Hanfgeflecht und dgl.) völlig unterschiedlich Stellung
genommen. Seitens der Auskunftsperson (ANU) wurde noch das
Nachreichen der gesamten Korrespondenz im Zusammenhang mit der
eigenen Detailkartierung laut Vernetzungskonzept zugesichert. Von Seiten
des Gerichts wurden zudem 17 Fotos an den drei besuchten Standorten 1-
3 sowie zusätzlich 7 Fotos von der bestehenden Zufahrts-
/Erschliessungssituation und den übrigen Platz-/Raumverhältnissen im
Bereich der Parzellen Z.1._ und Z.2._ erstellt und dem Protokoll
des Augenscheins (inkl. Zonenplanskizze) beigefügt.
20. Mit E-Mail vom 25. Juli 2018 samt Beilagen reichte das ANU die
versprochenen Dokumente zur Vegetationskartierung im Bereich der
Parzellen Z.1._ und Z.2._ nach. Die beiden beigelegten
Kartierungen basierten auf den Grundlagen des BAFU und der
Kartierungshilfe des ANU. In der Abbildung "Par Z.1._ TWW" seien
die rechtsgültigen Umrisse des Objekts TWW-Z.3._ von nationaler
Bedeutung ersichtlich. Für die ausserhalb des rechtsgültigen
Inventarschutzobjekts liegenden, aber ebenfalls als TWW-kartierten
Teilflächen sei vorliegend allerdings einzig Art. 18 des Bundesgesetzes
über den Natur- und Heimatschutz anwendbar.
21. Mit Stellungnahme vom 10. September 2018 äusserte sich der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zum Augenscheinprotoll des
Gerichts sowie vor allem zum E-Mail des ANU samt Beilagen vom 25. Juli
2018 wie folgt: Das ANU habe hierzu die rechtsgültigen Umrisse des
Trockenwiesen und –weiden-Objekts TWW-Z.3._ sowie die
Vernehmlassungsdaten zur Nachführung des Bioinventars Bund und
Kanton 2018 ("twwZ.3._ X._") ins Recht gelegt. Die in jenem
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Bioinventar auf der Karte angeblich ausgewiesene Trockenwiese stimme
aber nicht mit den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort überein. Die neuen
vom ANU vorgesehenen Umrisse des TWW-Objekts seien daher falsch
und würden vom Beschwerdeführer bestritten. Die geplante Vergrösserung
des TWW-Objekts sei hier nicht relevant, da eine solche (nach Art. 29 NHV)
erst mit der Publikation der Inventarnachführung anwendbar wäre.
Demnach hätten die Bauvorhaben lit. d und lit. f nie eine Trockenwiese oder
–weide tangiert und lägen somit ausserhalb des TWW-Objekts Nr.
Z.3._. Trockenwiesen oder andere Biotope gemäss NHG seien nicht
automatisch geschützt. Dies sei erst aufgrund besonderer Erlasse der Fall.
Die Daten im Bundesinventar betreffend Trockenwiesenstandorte auf der
Liegenschaft Z.1._ des Beschwerdeführers seien die einzig
rechtsverbindlichen Pläne. Die Vorinstanz habe somit aber alleine aus Art.
18 ff. NHG keinen besonderen Schutz für die Bauvorhaben lit. d
(Blocksteinmauer) und lit. f (Aushub/Terrainkorrekturen) ableiten können.
22. Am 18. September 2018 teilte das ARE (Beschwerdegegner) dem Gericht
mit, dass es mit dem Augenscheinprotokoll vom 26. Juli 2018
einverstanden sei und keine Ergänzungen oder Korrekturen vorzubringen
habe. Da weder der Augenschein noch die vom ANU ergänzend
eingereichten Akten an der Sach- und Rechtslage etwas änderten, werde
vollumfänglich am Antrag auf Abweisung der Beschwerde festgehalten und
auf eine weitere Stellungnahme im vorliegenden Fall verzichtet.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit
erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der BAB-Entscheid vom 17. Juli 2017,
mitgeteilt am 19. Oktober 2017, worin der Beschwerdegegner (ARE) dem
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Beschwerdeführer (Bauherr) die nachträgliche Bewilligung für das bereits
erstellte Bauvorhaben lit. d (Teilersatz der Böschungssicherung mit
Jutenetzen durch Blocksteinmauern und Terramurgitter) und das bereits
ausgeführte Bauvorhaben lit. f (Entfernung der Bestockung und
Ablagerung von Aushubmateriel nordwestlich der Wohnbaute) verweigerte.
Dagegen setzte sich der Beschwerdeführer am 20. November 2017 mit
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zur Wehr,
mit den Begehren, um Aufhebung der Ziffer 2 des Dispositivs im
angefochtenen Entscheid (Verweigerung der BAB-Bewilligung für die
Bauvorhaben lit. d und f) und der Ziffer 3 (Verpflichtung der
Beschwerdegegnerin/Gemeinde zur Durchführung des
Wiederherstellungsverfahrens); evtl. um Rückweisung der Sache an die
Vorinstanz (ARE) zur Neubeurteilung. Beschwerdethema ist somit die
Rechtmässigkeit des BAB-Entscheids in Bezug auf die bis zuletzt kritisierte
Verweigerung zweier Bauvorhaben auf den Parzellen Z.1._/Z.2._
des Beschwerdeführers sowie die Anweisung zur Durchführung eines
Restitutionsverfahrens gemäss BAB-Entscheid.
2.1. Nach Art. 50 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR
370.100) ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen
Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner
Aufhebung oder Änderung hat [...]. Berührt ist ein Beschwerdeführer dann,
wenn er stärker als beliebige Dritte oder die Allgemeinheit betroffen ist und
in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zum
Streitgegenstand steht (BGE 139 II 279 E.2.3). Ein schutzwürdiges
Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des
Beschwerdeführers durch den Ausgang des Beschwerdeverfahrens
beeinflusst werden kann (BGE 137 II 30 E.2.2.2 und 139 II 279 E.2.2). Nach
Art. 52 Abs. 1 VRG ist die Beschwerde zudem schriftlich innert 30 Tagen
seit Mitteilung des angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht
einzureichen. Im konkreten Fall ist offensichtlich, dass der
Beschwerdeführer durch den strittigen BAB-Entscheid unmittelbar negativ
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berührt wird, weil die Nichtgenehmigung der bereits ausgeführten
Bauvorhaben lit. d und lit. f zu einem finanziellen Mehraufwand (Verfahren
über Wiederherstellung gesetzmässiger Zustände) für den
Beschwerdeführer führt. Ein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung
des BAB-Entscheids ist daher klar zu bejahen. Im Übrigen ist die
Beschwerde vom 20. November 2017 auch frist- und formgerecht innerhalb
der 30-tägigen Rechtsmittelfrist seit der Mitteilung des angefochtenen BAB-
Entscheids am 19. Oktober 2017 beim Verwaltungsgericht erhoben
worden, womit die Voraussetzungen gemäss Art. 38 VRG
(Mindestinhalt/Aufbau der Rechtsschrift), Art. 50 VRG
(Anfechtungsbefugnis) und Art. 52 Abs. 1 VRG (Fristwahrung) allesamt
erfüllt wurden und auf die Beschwerde daher eingetreten wird.
2.2. Zur Kognition (Überprüfungsbefugnis) des Gerichts ist festzuhalten, dass
sich die Kontrollbefugnis des Verwaltungsgerichts aus Art. 51 Abs. 1 VRG
herleitet, wonach mit der Beschwerde Rechtsverletzungen einschliesslich
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (lit. a) sowie unrichtige
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (lit. b)
geltend gemacht werden können. Das streitberufene Gericht überprüft
demzufolge die Feststellung des Sachverhalts und die Rechtsfragen frei.
3.1. In materieller Hinsicht gilt es zunächst auf das anwendbare Recht und die
vorliegend massgebenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Raumplanung (RPG; SR 700), der zugehörigen Raumplanungsverordnung
(RPV; SR 700.1), des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz
(NHG; SR 451), der zugehörigen Verordnung über den Natur- und
Heimatschutz (NVH; SR 451.1) und des Raumplanungsgesetzes für den
Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) hinzuweisen.
3.2. Gemäss Art. 24c RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und
Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in
ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Solche Bauten und
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Anlagen können mit Bewilligung der zuständigen Behörde erneuert,
teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden,
sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind (Abs. 2). Dies gilt
auch für landwirtschaftliche Wohnbauten sowie angebaute
Ökonomiebauten, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind,
bevor das betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebietes im
Sinne des Bundesrechts wurde. Der Bundesrat erlässt Vorschriften, um
negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft zu vermeiden (Abs. 3).
Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild müssen für eine
zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder
darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern
(Abs. 4). In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen
der Raumplanung vorbehalten (Abs. 5). Ergänzend hält Art. 41 RPV fest:
Art. 24c RPG ist anwendbar auf 'altrechtliche Bauten und Anlagen' (Abs.
1). Er ist nicht anwendbar auf alleinstehende, unbewohnte
landwirtschaftliche Bauten/Anlagen (Abs. 2). Sodann wird in Art. 42 RPV
zur Änderung altrechtlicher Bauten und Anlagen noch ausdrücklich
bestimmt: Eine Änderung gilt als teilweise und eine Erweiterung als
massvoll, wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer
Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt. Verbesserungen
gestalterischer Art sind zulässig (Abs. 1). Massgeblicher Vergleichszustand
für die Beurteilung der Identität ist der Zustand, in dem sich die Baute oder
Anlage im Zeitpunkt der Zuweisung zum Nichtbaugebiet befand (Abs. 2).
Ob die Identität der Baute oder Anlage im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist
unter Würdigung der gesamten Umstände (des konkreten Einzelfalles) zu
beurteilen (Abs. 3 Satz 1).
3.3. Nach Art. 18 NHG ist dem Aussterben einheimischer Tier- und
Pflanzenarten durch die Erhaltung genügend grosser Lebensräume
(Biotope) und andere geeignete Massnahmen entgegenzuwirken. Bei
diesen Massnahmen ist schutzwürdigen land- und forstwirtschaftlichen
Interessen Rechnung zu tragen (Abs. 1). Besonders zu schützen sind
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Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, seltene Waldgesellschaften,
Hecken, Feldgehölze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine
ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige
Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen (Abs. 1bis). Lässt
sich eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume durch technische
Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden, so hat der
Verursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz,
für Wiederherstellung oder ansonst für angemessenen Ersatz zu sorgen
(Abs. 1ter). In Art. 14 NHV (Biotopschutz) wird dazu präzisierend
festgehalten: Ein technischer Eingriff, der schützenswerte Biotope
beeinträchtigen kann, darf nur bewilligt werden, sofern er
standortgebunden ist und einem überwiegenden Bedürfnis entspricht. Für
die Bewertung des Biotops in der Interessensabwägung sind neben seiner
Schutzwürdigkeit nach Absatz 3 insbesondere massgebend: Seine
Bedeutung für die geschützten, gefährdeten und seltenen Pflanzen- und
Tierarten (Abs. 6 lit. a); seine ausgleichende Funktion für den
Naturhaushalt (lit. b); seine Bedeutung für die Vernetzung schützenswerter
Biotope (lit. c) und seine biologische Eigenart oder sein typischer Charakter
(lit. d). Wer einen Eingriff vornimmt oder verursacht, ist zu bestmöglichen
Schutz-, Wiederherstellungs- oder ansonst angemessenen
Ersatzmassnahmen zu verpflichten (Abs. 7).
3.4. Laut Art. 73 KRG sind Siedlungen, Bauten und Anlagen nach den Regeln
der Baukunst so zu gestalten und einzuordnen, dass mit der Umgebung
und der Landschaft eine gute Gesamtwirkung entsteht (Abs. 1). Wo dieses
Gesetz oder die Ortsplanung eine Pflicht zur Gestaltungsberatung
vorsehen, haben sich die Bauherrschaft bei der Ausarbeitung der
Projektpläne und die Baubehörde bei der Beurteilung der Bauvorhaben
durch Fachleute in Fragen der Baugestaltung beraten zu lassen (Abs. 2).
Nach Art. 83 KRG richtet sich die Zulässigkeit von nicht zonenkonformen
Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen nach dem Bundesrecht (Abs. 1).
- 19 -
3.5. Die Nichtgenehmigung der Bauvorhaben lit. d (Hangsicherung mit
Blocksteinen und Terramur anstatt mit Jutenetzen/Hanggeflechten) und lit.
f (Deponie Aushubmaterial 120 m3 zur Auffüllen Bodensenke mit
Entwurzelung von Böschungen/Sträuchern/Baumstöcken in der
Forstwirtschaftszone) und damit Ziff. 1 des Beschwerdebegehrens des
Beschwerdeführers sind vorliegend nach den soeben zitierten Vorschriften
zu beurteilen.
4.1. Gemäss Art. 87 KRG erfordern Bauten und Anlagen ausserhalb der Bau-
zonen (BAB) neben der Baubewilligung eine kantonale Bewilligung (BAB-
Bewilligung; Abs. 1). Zuständig für Entscheide über Bauvorhaben
ausserhalb der Bauzone ist das Departement (BAB-Behörde). Die
Regierung kann durch Verordnung die Zuständigkeit ganz oder teilweise
einer anderen kantonalen Behörde übertragen (Abs. 2). Weiter wird in Art.
94 KRG noch vorgeschrieben: Materiell vorschriftswidrige Zustände sind
auf Anordnung der zuständigen Behörde zu beseitigen (Abs.1, Halbsatz 1).
Zuständig für den Erlass und die Durchsetzung von
Wiederherstellungsverfügungen ist die kommunale Baubehörde. Bei
vorschriftswidrigen Zuständen ausserhalb der Bauzonen trifft die BAB-
Behörde die erforderlichen Massnahmen, falls die kommunale Baubehörde
trotz Aufforderung durch den Kanton untätig bleibt. Die dem Kanton daraus
erwachsenden Kosten werden der Gemeinde belastet, soweit sie nicht den
Pflichtigen überbunden werden können oder uneinbringlich sind (Abs. 2).
Die Pflicht zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands obliegt
sowohl den Eigentümerinnen oder Eigentümern als auch Personen, die
den rechtswidrigen Zustand herbeigeführt haben. Kommen die Pflichtigen
einer rechtskräftigen Wiederherstellungsverfügung innert Frist nicht nach,
lässt die zuständige Behörde nach erfolgter Androhung die verfügten
Massnahmen auf Kosten der Säumigen durch Dritte vornehmen (Abs. 3).
Muss die zuständige Behörde aus Gründen der Verhältnismässigkeit oder
des Vertrauensschutzes von der Anordnung von
Wiederherstellungsmassnahmen ganz oder teilweise absehen, erlässt sie
- 20 -
eine Verfügung, dass der gesetzwidrige Zustand geduldet wird
(Duldungsverfügung; Abs. 4).
4.2. Der Antrag unter Ziff. 2 in der Beschwerde des Beschwerdeführers
(Aufhebung der Verpflichtung der Beschwerdegegnerin/Gemeinde zur
Durchführung eines Wiederherstellungsverfahrens) ist nach Art. 87 und 94
KRG zu behandeln, wobei es laut BAB-Entscheid vom 17. Juli 2017 hier
einzig um die Zuständigkeit und Befugnis des Beschwerdegegners (ARE)
zum Erlass einer solchen Anweisung gehen kann und nicht etwa schon um
die konkret zu erlassenden Wiederherstellungsnahmen, wofür in erster
Linie die kommunale Baubehörde zuständig ist (so Art. 94 Abs. 2 Satz 1
KRG). Bei vorschriftswidrigen Zuständen ausserhalb der Bauzonen trifft
aber die BAB-Behörde (hier Beschwerdegegner) die erforderlichen
Massnahmen, sofern die kommunale Baubehörde (Beschwerdegegnerin)
trotz Aufforderung durch den Kanton untätig bleibt (Art. 94 Abs. 2 Satz 2
KRG). Angesichts dieser klaren gesetzlichen Vorgabe war der
Beschwerdegegner als Aufsichts- und Kontrollinstanz in BAB-Verfahren
und damit Hauptverantwortlicher für die Einhaltung von Bundesrecht auch
befugt, eine entsprechende Anweisung – im Sinne einer erstmaligen
Aufforderung an die Beschwerdegegnerin – in den BAB-Entscheid
aufzunehmen. Das Begehren in Ziff. 2 der Beschwerdeschrift erweist sich
deshalb hier als unbegründet. Über das Wiederherstellungsverfahren wird
im Übrigen erst nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils im
Rahmen eines eigenen, separaten Verfahrens (mit erneuter
Rechtsmittelmöglichkeit) zu befinden sein.
5.1. Zur Nichtgenehmigung des bereits erstellten Bauvorhabens lit. d
(Hangsicherung mit Blocksteinmauern und Terramurgittern anstatt mit
Jutenetzen und selbstabbaubaren Hanfgeflechten bei
Garage/Gartensitzplatz hinter dem Wohnhaus) stellt sich aus
raumplanerischer Sicht die Frage, ob der Beschwerdegegner – wie vom
Beschwerdeführer behauptet - verpflichtet gewesen wäre, eine
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Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG zu erteilen. Dazu gilt es vorab
festzuhalten, dass die Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet eines
der grundlegendsten Prinzipien des Raumplanungsrechts darstellt (vgl. Art.
75 BV; Art. 1 und 3 RPG; BGE 136 II 359 E.9, 111 Ib 213 E.6b). Im Lichte
dieses wichtigen raumplanerischen Anliegens ist auch Art. 24c RPG
auszulegen (vgl. BGE 127 II 215 E.3a, 129 II 396 E.4.2.1). Eine Änderung
gilt als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die Identität der
Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen
Zügen gewahrt bleibt (Art. 24c Abs. 2 RPG und Art. 42 Abs. 1 RPV). Die
massgebliche Rechtsänderung (Zuweisung zum Nichtbauland) ist dabei
das Inkrafttreten des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes am 1. Juli
1972. Ob die Identität der ursprünglich rechtskonform erstellten Baute oder
Anlage trotz späterer Veränderungen stets noch gewahrt bleibt, hängt vom
Ausmass der nachträglich vorgenommenen Sanierungs- und
Ersatzmassnahmen ab. Hauptkriterien sind dabei das äussere
Erscheinungsbild der Veränderungen sowie die Einordnung der getätigten
Bauvorkehrungen ins bestehende Orts- und Landschaftsbild. Bei
Gebäudeveränderungen sind zudem insbesondere die Vergrösserung der
Nutzfläche [max. 30 %] und des Volumens innerhalb der Baute, die
geplante Zweckänderung bei Umbauten und ihre Dimensionierung, die
Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, die Erschliessung sowie die
Umwelt miteinzubeziehen (vgl. PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und
besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl., Bern 2016, § 10 Ziff. VII/3b S.
206-208; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar RPG, Bern 2006, Art. 24c N.
13 ff.; sowie Urteile des Bundesgerichts 1C_312/2016 vom 3. April 2017
E.2.1, 1C_301/2016 vom 4. Januar 2017 E.2.1, 1C_347/2014 vom 16.
Januar 2015 E.3.4, 1C_202/2012 vom 8. Januar 2014 E.5.1.1,
1C_356/2010 vom 21. Februar 2011 E.2.3 sowie 1C_279/2008 vom 6.
Februar 2009 E.2.1).
5.2. Im konkreten Fall ist zum strittigen Teilersatz der Böschungssicherung mit
Jutenetzen anstatt durch Blocksteinmauern/Terramurgitter für das Gericht
- 22 -
klar erstellt, dass diese baulichen Veränderungen an exponierter Hanglage
visuell/optisch von grosser Wirkung für das äussere Erscheinungsbild in
der betreffenden Nichtbauzone mit dem älteren Wohnhaus (60er Jahre) auf
Parzelle Z.1._ inkl. Umschwung auf Parzelle Z.2._ mit naturnaher
Vegetation (laut Bundesinventar TWW-Objekt Z.3._ "D._": 50 %
nährstoffreicher und 20 % trockener Halbtrockenrasen sowie 15 %
trockene, artenreiche Fettwiese) sind. Weil besitzstandsgeschützte Bauten
und Anlagen nach Art. 24c RPG zusammen mit ihrer unmittelbaren
Umgebung als eine Einheit wahrgenommen werden, fallen
landschaftsrelevante Umgebungsarbeiten – wie vorliegend namentlich die
Böschungssicherungen und Terrainveränderungen bei der Beurteilung der
Identitätswahrung nach Art. 41 Abs. 1 RPV – naturgemäss stark ins
Gewicht. Daraus darf ohne weiteres abgeleitet werden, dass
Umgebungsarbeiten auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken
sind und nur in örtlich/situativ gut angepasster Bauweise realisiert werden
dürfen. Das raumplanerische Planungsziel der Einordnung einer Baute in
die Landschaft laut Art. 3 Abs. 2 lit. b RPG wird durch die positive
Ästhetikvorschrift von Art. 73 Abs. 1 KRG noch konkretisiert, indem dort
eine gute Gesamtwirkung verlangt wird. Eine neue Ersatzbaute muss
daher auf die prägenden Elemente der vorherrschenden Umgebung und
die vorbestehenden Raumverhältnisse sowie Naturgegebenheiten
gebührend und angemessen Rücksicht nehmen. Dies ist hier aufgrund der
gewaltigen Dimensionen der neu erstellten Blocksteinmauer bei der
Garageneinfahrt direkt hinter dem Wohnhaus auf Parzelle Z.1._
offensichtlich gerade nicht der Fall. Vorab gilt es dazu unter dem Aspekt
der Wahrung der Identität (Wesensgleichheit) der schon erstellten
Hangsicherungsbaute festzuhalten, dass seit dem für die Beurteilung der
Identitätswahrung massgebenden Referenzzeitpunkt vom 1. Juli 1972
sowohl am betreffenden Wohnhaus selbst als auch an der landschaftlich
unbestritten sensiblen Umgebung (Aufnahme TWW-Objekt Z.3._)
zahlreiche bauliche Veränderungen vorgenommen wurden; so u.a. die
Zufahrtserweiterung, der Garagenneubau, die Sitzplatzerrichtung und die
- 23 -
Vorplatzbefestigung, die für sich alleine das zulässige
Veränderungspotential laut Art. 24c RPG
(Sonderregelung/Besitzstandsgarantie) bereits grösstenteils ausgeschöpft
haben. Wie der gerichtliche Augenschein vom 5. Juli 2018 zudem gezeigt
hat, wirken die neu als Stützelemente zur Böschungssicherung
verwendeten, grosskalibrierten weiss-gräulichen Steinblöcke wie auch die
ebenfalls zu diesem Zweck eingebauten Terramurgitter (als Ersatz der
ursprünglich dort begrünten und unbefestigten Hangböschung oberhalb
der Wohnbaute) ohne Zweifel wie Fremdkörper in einer sonst intakten, sehr
naturnahen Wiesen- und Waldlandschaft in nächster Umgebung (vgl. Fotos
1-4 am Standort 1 und Fotos 13-17 am Standort 3 des Augenscheins). Die
Argumentation des Beschwerdegegners im angefochtenen BAB-Entscheid
(S. 10) leuchtet dem Gericht ein und ist auch zutreffend, wonach die mit
der Zeit selbst zersetzenden Jutenetze und Hanfgeflechte als Grundlage
für die Begrünung der Böschungssicherung überall dort zwingend
notwendig sind, wo abweichend von den behördlich bewilligten Plänen –
und somit auf eigenes Risiko und in Eigenverantwortung der Bauherrschaft
– in der unmittelbaren Nähe eines TWW-Objekts von nationaler Bedeutung
höhere Böschungen abgetragen (zerstört) wurden. Der Darstellung des
Beschwerdegegners, wonach die getätigte Böschungssicherung mittels
wuchtiger Steinblöcke (mit Wuhrsteinqualität) oder sonst mittels
metallartiger Terramurgitter der organisch gewachsenen Pflanzen- und
Biodiversität vor Ort irreversiblen Schaden zufügen würde, da sich die
verwendeten Materien (Steine und Gitter) nicht oder nur sehr langsam
zersetzten, was gerade in ökologisch heiklen Bereichen (TWW-Objekte)
unerwünscht sei, vermag sich das Gericht ebenfalls anzuschliessen. Hinzu
kommt, dass durch solche artfremden Steinmauer- oder Gittersysteme
bedeutend steilere und damit auffälligere Böschungswinkel (85° statt 75°)
möglich sind, was geradezu als unvereinbar mit einer guten (äusseren)
Gesamtwirkung taxiert werden muss, da solche hochgezogenen und
künstlichen Hangbefestigungen schlichtweg nicht mit einem ansehnlichen
Ortsbild verträglich sind und auf den Charakter der umliegenden
- 24 -
Landschaft störend wirken. Ausserdem ist ein erhöhter Hangdruck bei
dieser Konstruktion erkennbar (vgl. Gerichtsfotos 13-16 am Standort 3).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die nachträgliche Genehmigung des
Bauvorhabens lit. d zu Recht verweigert wurde und der strittige BAB-
Entscheid aus raumplanerischer Sicht gestützt auf Art. 24c RPG und Art.
73 KRG – wie auch aus umweltrechtlichen Sicht (Respektierung TWW-
Objekt Z.3._) – zu schützen ist.
6.1. Zur Nichtgenehmigung des ebenfalls bereits ausgeführten Bauvorhabens
lit. f (Entfernung der Bestockung mit Deponie/Ablagerung von
Aushubmaterial im Umfang von ca. 120 m3 nordwestlich der Wohnbaute)
gilt es vorweg nochmals die nationale Bedeutung des TWW-Objekts
Z.3._ "D._" zu betonen. Bei der beeinträchtigten Fläche handelt
es unbestritten um eine schützenswerte Vegetation nach Art. 18 Abs. 1bis
NHG, wobei insgesamt eine TWW-Fläche von ca. 700 m2 Trockenwiesen
tangiert oder sogar gänzlich zerstört wurde. Wie der Stellungnahme des
Beschwerdeführers bzw. seines damaligen Vertreters (F._ AG) vom
18. Mai 2016 entnommen werden kann, wurden zuvor ohne die
erforderliche Bewilligung rund 120 m3 Aushubmaterial in einer
Böschungssenke in der angrenzenden Forstwirtschaftszone deponiert, um
diese auszufüllen. Der starke Regen und der kiesige Untergrund hätten zur
Fortführung der Arbeiten jedoch eine Abschrägung der Geländekante
erfordert. Wie sich das Gericht anlässlich der Begehung vom 5. Juli 2018
weiter selbst überzeugen konnte, wurde der Vorplatz vor dem
Garagenneubau dadurch erheblich vergrössert und wertvolle Vegetation
(inkl. Gehölze/Baumbestockung bzw. Büsche/Sträucher) im Bereich zur
Fortwirtschaftszone komplett vernichtet (s. Gerichtsfoto 6 am Standort 1
sowie Fotos 7-10 am Standort 2). Zur Rekonstruktion des vorbestehenden
Geländezustands können überdies zum Direktvergleich selbstredend die
eingereichten Orthofotos, Luftbild- und Schrägbildaufnahmen aus den
Jahren 2011 und 2014 herangezogen werden. Auf diesen sind die in
diesem Zeitraum (ohne oder in Abweichung der erteilten Bewilligung)
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vorgenommenen beträchtlichen Landschaftseingriffe - in Bezug auf
Bauvorhaben lit. f als auch lit. d – leicht und eindrücklich erkennbar (vgl.
dazu beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 6 und 7). Auch die
Planskizze "Verlustfläche Trockenwiese" des ANU vom 8. April 2016 (Bg-
act. 2) ist diesbezüglich sehr aufschlussreich und aussagekräftig.
Abgerundet werden diese Eindrücke noch durch die zahlreichen Fotos vor,
während und nach den baulich getroffenen Massnahmen vor und hinter
dem Haus des Beschwerdeführers (Bg-act. 8).
6.2. In Anbetracht der geschilderten Sachlage nordwestlich vom Wohngebäude
des Beschwerdeführers müssen die Prinzipien zur Besitzstandsgarantie
nach Art. 24c RPG nicht weiter vertieft werden, da die erstmals (neu) und
ohne Bewilligung erfolgte Entfernung von Bestockungen sowie die illegale
Aushubdeponie (von Garagenneubaute/Sitzplatzerweiterung hinter
Wohnhaus) offensichtlich massiv gegen den Grundsatz der
Identitätswahrung (Wesensgleichheit) gemäss Art. 41 Abs. RPV
verstossen. Auch eine Verletzung der Ästhetik (nach Art. 73 Abs. 1 KRG)
müsste bejaht werden. Verschärft wird die Entwurzelung und Beseitigung
von Bäumen, Büschen und andern Gehölzen in der talseitigen
Fortwirtschaftszone noch dadurch, dass die illegale Materialablagerung auf
dem durch den Aushub grossflächig erweiterten Vorplatz auch noch Teile
des bundesrechtlich geschützten TWW-Objekts Z.3._ umfasste und
deren partielle Zerstörung offenbar in Kauf genommen wurde (s.
beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 8 mit Bundesinventarblatt; Bg-act. 1
[Zonenplan mit Gestaltungselementen] und nachgereichte Planskizze vom
25. Juli 2018 [Basis/Kartierung BAFU]). Infolgedessen ist auch das Gebot
der ungeschmälerten Erhaltung der TWW missachtet worden, so wie dies
in Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über den Schutz der Trockenwiesen/–
weiden von nationaler Bedeutung (TwwV; SR 451.37) unter dem Titel
'Schutzziel' noch explizit vorgeschrieben wird. Für das Gericht steht damit
fest, dass auch die nachträgliche Bewilligung für das bereits ausgeführte
Bauvorhaben lit. f zu Recht verweigert wurde und der angefochtene BAB-
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Entscheid sowohl aus raumplanerischer wie auch aus
umweltschutzrechtlicher Perspektive – gestützt auf Art. 24c RPG in
Verbindung mit Art. 41 RPV und Art. 18bis NHG i.V.m. Art. 6 TwwV – auch
in dieser Hinsicht (Ablehnung Bauvorhaben lit. f) nicht zu beanstanden ist.
7.1. Der angefochtene BAB-Entscheid vom 17. Juli, mitgeteilt am 19. Oktober
2017, ist demzufolge rechtens und vertretbar, was zur Abweisung der
Beschwerde vom 20. November 2017 in allen gerügten Punkten führt.
7.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
7.3. Aussergerichtlich steht weder dem Beschwerdegegner (ARE) noch der
Beschwerdegegnerin (Gemeinde) eine Parteientschädigung zu, da sie
lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegten (Art. 78 Abs. 2 VRG)
.
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