Decision ID: a38faeaa-ee21-50ab-b24c-bb82333fe891
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben  etwa am 15. August 2008 verliess, sich etwa drei Monate A._ aufhielt und am 31. Oktober 2008 über B._ in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass am 4. November 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum  die summarische Befragung und am 14. November 2008 in Bern die Anhörung zu den Asylgründen durch das BFM stattfand,
dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen angab, er habe an seinem Herkunftsort die  eines weissen Mannes gemacht, welcher ihm Geld für C._ gegeben habe,
dass dieser Mann wenige Zeit später von der D._ festgenommen und der Beschwerdeführer daher zu E._  in F._ geflüchtet, danach jedoch wieder an seinen Herkunftsort (...) zurückgekehrt sei,
dass er dort festgenommen, ins Gefängnis von G._ gebracht und dort eine Woche lang festgehalten worden sei,
dass dem Beschwerdeführer und anderen Gefangenen anlässlich (...) die Flucht gelungen sei, er nach H._ und von dort (...) geflüchtet sei, wo er sich etwa drei Monate aufgehalten habe,
dass das BFM mit Verfügung vom 3. Dezember 2008 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der  habe ohne entschuldbare Gründe keinerlei Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,
dass die Vorbringen des Beschwerdeführers widersprüchlich und  sowie oberflächlich ausgefallen und deshalb als  zu qualifizieren seien,
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dass der Beschwerdeführer mit an das Bundesamt gesandter Eingabe vom 10. Dezember 2008 gegen diesen Entscheid beim  Beschwerde erhob und dabei beantragte, es sei auf sein Asylgesuch einzutreten, die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren, es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu  und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu ,
dass er im Eventualbegehren um Wiederherstellung der  Wirkung der Beschwerde sowie darum ersuchte, es sei keinerlei Kontaktnahme mit seinen Heimatbehörden vorzunehmen respektive sei er über einen allenfalls bereits erfolgten Datenaustausch mittels separatem Entscheid zu informieren,
dass das Bundesamt die Beschwerdeeingabe vom 10. Dezember 2008 sowie die vorinstanzlichen Akten am 31. Dezember 2008 zu Handen des Bundesverwaltungsgerichts überwies (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,
dass es endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  den nachfolgend genannten Vorbehalten einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass die aufschiebenden Wirkung der Beschwerde vom BFM nicht  worden ist und der Beschwerde deshalb von Gesetzes wegen
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aufschiebene Wirkung zukommt (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 VwVG), weshalb auf den diesbezüglichen Antrag nicht einzutreten ist,
dass für den sinngemäss beantragten Erlass vorsorglicher  im Zusammenhang mit der Kontaktaufnahme mit den  angesichts des klaren Wortlauts von Art. 97 AsylG keine  besteht und die Frage der Information über eine allenfalls  erfolgten Datenaustausch sich dem Bundesverwaltungsgericht schon deshalb nicht stellen kann, weil den Akten keine Hinweise auf solche Kontakte zu entnehmen sind,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass die Beurteilung von Beschwerden gegen  grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f), weshalb auf das Rechtsbegehren der Asylgewährung nicht eingetreten werden kann,
dass in der Frage der Wegweisung und deren Vollzugs die  des Bundesverwaltungsgerichts nicht beschränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in  mit Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch  zur Sache zu äussern hatte,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des
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Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn  glaubhaft machen können, sie seien aus entschuldbaren  nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher  zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines  ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass bei der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Modifikation des Nichteintretenstatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a (und Abs. 3) AsylG, auf welchen sich die hier angefochtene Verfügung stützt, nun die Besonderheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer  Prüfung das offenkundige Nichterfüllen der  im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb insoweit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand  (vgl. Urteil BVGE 2007/8 E. 5),
dass vorliegend die Nichtabgabe von Reisepapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches unbestritten ist und der  sich auf Beschwerdeebene diesbezüglich auch nicht vernehmen lässt,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung mit ausführlicher und überzeugender Begründung auf die klaren Unglaubhaftigkeitselemente und auf viele Unstimmigkeiten in den protokollierten Angaben des  hingewiesen hat und auch die diesbezüglichen  der Vorinstanz in der Beschwerde inhaltlich nicht bestritten werden,
dass unter diesen Umständen zur Vermeidung unnötiger  im Wesentlichen auf die Begründung der angefochtenen  verwiesen werden kann (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),
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dass auch nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts sowohl die Schilderungen der Reiseumstände als auch die Darlegung der  Fluchtgründe als völlig unsubstanziiert, nicht überzeugend und konstruiert, mithin als offensichtlich unglaubhaft qualifiziert  müssen,
dass in der Beschwerde auf C._ hingewiesen wird, welches Vorbringen unter Würdigung der gesamten Verfahrensumstände ebenfalls als unglaubhaft zu qualifizieren ist,
dass der Beschwerdeführer im Übrigen bei seinen Anhörungen nie C._ geltend gemacht hatte, sondern im Gegenteil betont hatte, er habe (...) (vgl. Protokoll Empfangszentrum S. 6, Protokoll Bundesanhörung S. 7),
dass der Beschwerdeführer in seinen Vorbringen auf  erneut widersprüchliche Angaben macht, indem er anführt, ein  habe ihm geholfen, ein I._ zu kaufen, er demgegenüber bei den mündlichen Befragungen dazu hatte festhalten lassen, ein Gambier habe ihm bei der Reise I._ geholfen (vgl. Protokoll Empfangszentrum S. 6, Protokoll Bundesanhörung S. 11),
dass bei der vorliegenden klaren Aktenlage offensichtlich keine  Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG  sind beziehungsweise waren,
dass das BFM somit zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf  einer solchen besteht, weshalb auch die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu  ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. auch EMARK 2001 Nr. 21),
dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der  entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
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stimmungen des AuG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG, Art. 83 Abs. 1 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, weil  der offensichtlich unglaubhaften Vorbringen keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen  (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass die schweizerischen Asylbehörden bezüglich Mauretanien nicht von einer generellen Situation allgemeiner Gewalt ausgehen,
dass nach dem oben Gesagten auch keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs des – soweit aus den  ersichtlich – gesunden Beschwerdeführers sprechen (Art. 83 Abs. 4 AuG) und auch diesbezüglich auf die in der Beschwerde unbestritten gebliebenen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,
dass sich aus den Akten in der Tat keine Hinweise für die Annahme , der Beschwerdeführer geriete im Falle der Rückkehr in die  aus individuellen Gründen beispielsweise wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Art in eine existenzbedrohende Situation,  der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das  technischer Vollzugshindernisse ergeben, weshalb der Vollzug auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),
dass der Wegweisungsvollzug somit als zulässig, zumutbar und  im Sinne von Art. 83 Abs. 1-4 zu qualifizieren ist,
dass für die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme (vgl.  Nr. 3) deshalb keine Veranlassung besteht,
dass es demnach dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (vgl. Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
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dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Art. 65 Abs. 1 VwVG schon wegen der Aussichtslosigkeit der  abzuweisen und das Begehren um Befreiung von der Vorschusspflicht mit dem vorliegenden direkten Entscheid in der Sache gegenstandslos geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG, Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2], Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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Considerations: