Decision ID: 9c7c64ad-826e-44ad-9906-fa7aee7ea132
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1956, war als
Damencoiffeuse
bei
Y._
angestellt und in dieser Funktion bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) gegen die Folgen
von Unfällen versichert. Am 14.
Septem
ber 2007 erlitt sie
während eines
Ferienaufenthaltes in Griechenland
einen Unfall, als das von ihr gesteuerte vierrädrige Motorrad (Quad) bei langsamer Fahrt in ein Loch auf der Strasse geriet und dabei umkippte
. Die Versicherte zog sich dabei Verletzungen am linken Ellbogen und am Nacken zu (Urk
. 8/1, Urk.
8/16
Ziff.
1). Mit Verfügung vom 1
8.
Mai 2009
stellte die Zürich die Übernahme der Heilbe
handlungskosten
sowie die
Taggeldleistungen per 3.
November 2008 ein, ver
neinte einen Rentenanspruch und sprach der Versicherten eine Integritätsent
schädigung von 10
%
zu
(Urk.
8/91).
1.2
Am 2
0.
Januar 2015 informierte die Versicherte
die Zürich
, ihr siebter Halswirbel habe sich verschoben, weshalb sie ei
nen Rückfall zum Unfall vom 14.
September 2007 geltend
mache
(
Urk.
8/111).
Mit Verfügung vom 7.
Juli 2015
verneinte
die Zürich
ihre
Leistungspflicht und stellte
fest, die Nackenschmerzen, welche ab Ja
nuar 2015 a
bklärungsbedürftig geworden sei
en, seien nicht überwiegend wahr
scheinlich als unfallkausal anzusehen
(Urk.
8/139). Dageg
en erhob die Versi
cherte am 25.
August 2015
Einsprache (Urk.
8/150).
1.3
Mit Schreiben vom
9.
Februar 2016 ersuchte die Universitätsklinik
Z._
die Zürich
um Kostengutsprache für
einen stationären Aufenthalt zwecks
Schult
er- und Oberarmbehandlung (Urk.
8/156
).
Die
damalige Rechtsvertreterin der Ve
rsi
cherten
machte am 16.
Februar 2016
gegenüber
der Zürich
betreffend Schulter
beschwerden einen Rückfall
zum Unfall vom 14.
September 2007 geltend (
Urk.
8/158
).
Mit Verfügung vom 17.
Mai 2016 verneinte die Zürich wiederum
ihre
Leistungspflicht und führte aus, ein überwiegend wahrscheinlicher Kausal
zusammenhang zwischen dem besagten Unfall und den Schulterbeschwer
den links liege nicht vor (Urk.
8/172).
Die dagegen
erhob
ene Einsprache (Urk.
8/
178) zog die Versicherte am 28.
Juni 2016 wieder zurück (Urk
. 8/180). Die Verfügung vom 17.
Mai 2016 betreffend Schulterbeschwerden erwuchs unangefo
chten in Rechtskraft (vgl. Urk.
8/181).
1.4
Mit Schreiben vom 16.
September 2016 hielt die Versicherte an der Einsprache
vom 25.
August 2015
gegen di
e Verfügung vom 7.
Juli 2015 betref
fend Nacken
schmerzen fest (Urk.
8/186).
Die Zürich
wies diese Einsprache mit Entsc
heid vom 28.
März 2017 ab (Urk. 8/192 = Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 10.
Mai 2017 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 28.
März 2017 (Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und die Sache sei zur Anordnung eines medizinischen Gutachtens bezüglich Rück
fall/Spätfolgen an
die Zürich
zurückzuweisen. Eventuell seien ihr nach gerichtlich angeordneten medizinischen Abklärungen die gesetzliche
n Leistungen zuzuspre
chen (Urk. 1 S.
2)
. Mit Beschwerdeantwort vom 12.
Juni 2017 beantragte die Zü
rich die
Abweisung der Beschwerde (Urk.
7), was der Besc
hwerdeführerin am 19.
Juni 2017 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Vorab ist die von der Beschwerdeführerin in Bezug auf
den
Einspracheentscheid
geltend gemachte Verletzung der Beg
ründungspflicht (vgl.
Urk.
1 S. 3
f. Ziff.
II.1) zu prüfen.
Nach Art.
52 Abs.
2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (
ATSG
) werden
Einspracheentscheide
begründet. Die Begrün
dung muss wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die
Ein
spracheinstanz
leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Aus ihr muss jedenfalls ersichtlich sein, ob die Behörde ein Vorbringen
der Partei für unzutref
fend beziehungsweise
unerheblich hält oder ob sie es überhaupt in Betracht ge
zogen hat. Werden durch die Partei Einwände b
eziehungsweise
Rügen vorge
bracht, muss aus der Begründung
entnehmbar
sein, dass eine Auseinandersetzung damit stattgefunden
hat (
Kieser
,
ATSG
-Kommentar, 3.
Auflage, Zü
rich/
Ba
-
sel
/Genf 2015, N 52 zu
Art.
52).
Die Überlegungen der Beschwerdegegnerin zur
Ablehnung eines Rückfalles be
züglich der ab Januar 2015 geltend gemachten Nackenbeschwerden
wurden
im
Einspracheentscheid
vom
2
8.
März
201
7 (Urk. 2 S. 5 Ziff. 14 [richtig: 16]
) unter Bezugnahme auf ihre Abklärungen dargestellt.
Es ist nicht erforderlich, dass si
ch
die Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid
mit
allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider
legt.
Die Beschwerdegegnerin führte aus, die von der Beschwerdeführerin ge
nannte
Uncovertebral
- respektive Facettengelenksarthrose (vgl. Urk. 8/
186) ge
höre zu den Befundauffälligkeiten auf der Höhe C5/C6, welche gemäss
Dr.
A._
lediglich
möglicherweise, aber nicht überwiegend wahrscheinlich Auslöser der Schmerzepisode darstelle.
Die Beschwerdeführerin konnte erkennen, aufgrund welcher Überlegungen die Beschwerdegegnerin entschied. Eine sachgerechte An
fechtung war möglich.
Eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des Anspruchs de
r Beschwerdeführerin
auf rechtliches Gehör liegt daher nicht vor.
2.
2
.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
sind die rechtlichen Erwägungen zur Leis
tungspflic
ht des Unfallversicherers (Art. 6 Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Un
fallversicherung, UVG, und Art.
11 der Verordnung über die Unfallversiche
rung, UVV) sowie über die Erfordernisse der natürlichen Kausalität zutreffend wie
dergegeben (Urk. 2 S. 4 Ziff.
14a/
aa
ff.).
Darauf kann, mit den nachfolgenden Ergänzungen, verwiesen werden.
2
.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1
).
2
.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis
).
2
.4
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) da
von aus,
gestützt auf die Beurteilung vom 7. Dezember 2015 ihres beratenden Arztes
Dr. A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, seien die ausstrahlenden Nackenschmerzen ab Januar 2015 möglicherweise, aber nicht überwiegend wahrscheinlich, als un
fallkausal anzusehen (S. 5 Ziff. 14; richtig: 16). Somit sei nicht nachgewiesen, dass die Beschwerden, welche ab Januar 2015 aufgetreten seien, mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 14. September 2007 stünden (Ziff. 17).
3
.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1)
, die Beschwerdegegnerin habe
den
Untersuchungsgrundsatz verletzt
:
Dr.
A._
habe eine Beurteilung gestützt auf eine unvollständige Aktenlage und ohne per
sönliche Untersuchung vorgenommen. Zudem gehe aus der Beurteilung nicht hervor, ob
Dr.
A._
die gesamte Beurteilung selbst vorgenommen oder in wel
chem Umfang die diplomierte Pflegefachfrau als
N
icht
-
Medizinerin zur Beurtei
lung beigetragen habe (S. 4 f. Ziff. II.2).
Die von der Beschwerdegegnerin einge
holten medizinischen Abklärungen würden sich zur Beurteilung der Streitfrage als ungenügend erweisen (S. 5 ff.
lit
. e f.).
3
.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihrer Untersuchungspflicht nachgekommen ist und zu Recht eine
n
natürlichen Kausalzusammenhang zwi
schen dem Unfall vom 14. September 2007 und den ab Januar 2015 geklagten Nackenschmerzen beziehungsweise einen diesbezüglichen Rückfall zum entspre
chenden Unfall verneinte.
4
.
4
.1
Nachdem im Bericht vom 8. April 2008 der Universitätsklinik
Z._
festgehal
ten wurde, es sei aufgrund noch relevanter Restbeschwerden am Nacken
weiter Physiotherapie mit lokalgenetischen Massnahmen und insbesondere Kräftigung der Nackenmuskulatur indiziert (Urk.
8/M21
), geht aus dem Bericht vom 24. De
zember
2008 hervor, dass abgesehen von ph
y
siotherapeutischem Heimprogramm aktuell keine Behandlung von Seiten der Halswirbelsäule mehr erforderlich sei (Urk.
8/M30
).
4
.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich
in der Folge
aufgrund
von
Nackenschmerzen, welche in den Kopf und den rechten Arm ausstrahlen würden sowie teilweiser Gangunsicherheit
erneut
in der Universitätsklinik
Z._
vor
. Bildgebend habe sich eine paramediane Diskushernie rechtsbetont auf Höhe C5/6 gezeigt im Sinne einer Anschlussdegeneration mit möglicher Wurzelkompression C6 rechts
(Be
richt vom 14. Januar 2015, Urk.
8/M41
S. 1 unten).
Die Ärzte stellten folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
Cervikobrachialgie
rechts (C6)
-
Status nach Sturz am 14. September 2007
-
Status nach Kompressionsneuropathie/Lagerungsschaden
Nervus
ulnaris
rechts,
Triggerdaumen
rechts
4
.3
Aufgrund der durchgeführten neurologischen und neurophysiologischen Unter
suchung vom 17. Februar 2015
an der Universitätsklinik
Z._
(vgl. Urk.
8/M46
) konnte eine Myelo
pathie beziehungsweise eine
floride
Radikulopa
thie
C5/6 rechts ausgeschlossen werden. Es sei bei C6-Wurzelkompression rechts
eine Infiltration der C6-Wurzel rechts veranlasst worden (Bericht vom 18. Februar 2015, Urk. 8/M44).
4
.4
Mit Bericht vom 26. November 2015
(Urk.
8/M50
) führten die Ärzte der Univer
sitätsklinik
Z._
aus, die Beschwerdeführerin habe sich nun wegen positions
abhängigen Schmerzen im Bereich der linken Schulter ohne Ausstrahlung in den Arm und ohne Parästhesien vorgestellt, nachdem sie letztmals im Mai 2015 auf
grund
von
Schmerzen im rechten Arm eine Konsultation wahr
ge
n
o
m
men habe
und damals eine konservative Therapie erfolgreich durchgeführt worden sei
(S. 1 unten)
.
Die Schmerzen rechts seien im Rahmen der C6-Radikulopathie zirka ein Monat nach der Spritze rezidiviert (S. 2 oben).
Aus wirbelsäulen-chirurgischer Sicht bestehe auf der rechten Seite ein Beschwer
derezidiv nach konservativ durch Infiltration behandelter schmerzhafter C6-Ra
dikulopathie bei
Foramenstenose
. Auf der linken Seite, was die Beschwerdefüh
rerin aktuell mehr störe, bestehe ein
subacromiales
Impingement
nach
Rotatoren
manschetten-Rekonstruktion
vor acht Jahren (S. 2 Mitte).
4
.
5
In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 16. November 2015 (
Bericht unterzeichnet am 20. November und 7. Dezember 2015,
Urk. 8/M49)
von
Dr.
A._
und
B._
,
dipl.
Pflegefachfrau HF mit eidgenössischem Sozial
versicherungsausweis,
äusserte sich insbesondere
Dr.
A._
(siehe Hinweis S. 2 unten)
wie folgt zur Kausalität der aktuellen HWS-Beschwerden zum Unfaller
eignis vom September 2007:
Bei guten Stellungsverhältnissen im ehemaligen Frakturbereich bei Status nach Fusion C6/C7 im Jahr
2007 präsentier
e
sich heute eine
pluri-étagere
Bandschei
bendegeneration C2-C6, mit in der Bildgebung dokumentierten durchgehenden Black Discs C2-C6 (Bandscheibenpathologien über mehrere Segmente der HWS hinweg). Die Ursache dafür
seien
krankheitsbedingte Prozesse. Bei einer derart veränderten Halswirbelsäule
seien
spontane Schmerzschübe mit einhergehenden Schmerzausstrahlungen in die Arme jederzeit spontan möglich
(vgl. dazu auch bereits die versicherungsmedizinische Beurteilung vom 23. April 2015, Urk. 8/M48 S. 2 unten)
.
Typische Befundveränderungen im Sinne einer Anschlussdegeneration
seien
-
verminderte Bandscheibenhöhe in den oberen und unteren Bewegungsseg
menten mit einhergehender
Chondrose
(Bandscheibenveränderung)
,
-
Deck- und Bodenplattenveränderungen der Nachwirbel mit im MRI sichtbaren knöchernen Begleitreaktionen
(S. 2 unten)
.
Eine Anschlussdegeneration stelle der Befund der isolierten
Diskusprotrusion
Höhe C5/C6 rechts nicht dar. Die guten Stellungsverhältnisse in der ganzen HWS mit erhaltener Bandscheibenhöhe in den Segmenten C5/C6 und C7/Th1 würden vielmehr für eine voll erhaltene, physiologische Beweglichkeit sowohl im
crani
alen
(C5/C6) wie im
caudalen
(C7/Th1) Anschlusssegment von C6/C7 sprechen. Entsprechend stelle der «Ohnehin-Verlauf» eine naheliegende Ursache für eine schicksalshafte
Bandscheibenprotrusion
C5/C6 dar. Dies umso mehr als dass das Segment C5/C6 im Rahmen des Alterungsprozesses eines der am stärksten von degenerativen Veränderungen betroffenen Segmente überhaupt sei (S. 3 oben).
Als Fazit folge, dass bei der Beschwerdeführerin typische Zeichen von An
schlussdegenerationen in den Segmenten C5/C6 und C7/Th1 fehlen würden. Ent
sprechend unwahrscheinlich erscheine die These der Rechtsvertretung der Be
schwerdeführerin (vgl. S. 2 Mitte), dass die
Diskusprotrusion
Höhe C5/C6
F
olge der Versteifung von C6/C7 sei.
Die von den Ärzten der
Universitätsklinik
Z._
erwähnte Befundauffälligkeit rechtsbetont Höhe C5/C6 stelle des Weiteren ein
en
mögliche
n
, nicht aber über
wiegend
wahrscheinliche
n
Auslöser der Schmerzepisode dar. Ein klares anatomi
sches Korrelat zum Schmerzschub ab Januar 2015 finde sich nicht.
Die ab Januar 2015 ausstrahlenden Nackenschmerzen seien unter den besagten Umständen möglicherweise, aber nicht überwiegend wahrscheinlich als unfall
kausal anzusehen (S. 3 Mitte).
4
.
6
Seitens der Spezialisten der Wirbelsäulenchirurgie der Universitätsklinik
Z._
wurde
die Behandlung nach Durchführung einer
subacromialen
Infiltration links, welche lediglich für 14 Tage eine Beschwerdelinderung gebracht habe, abge
schlossen. Die Beschwerdeführerin wurde an die Spezialisten der Schulterchirur
gie weiterverwiesen (Bericht vom 14. Januar 2016, Urk.
8/M51
).
5
.
5
.1
Aufgrund der vorliegenden medizinischen Berichte ist ausgewiesen, dass die Be
schwerdeführerin im April 2008 die Behandlung
der
Beschwerden im Ber
eich der HWS abschloss
(vgl. vorstehend E. 4.1
)
und erst fast sieben Jahre später erneuten Behandlungsbedarf verspürte
(vgl. vorstehend E.
4
.2)
. Die Ärzte der Universitäts
klinik
Z._
nahmen zur Kausalität keine Stellung. Ein Zusammenhang mit dem Unfallereignis beziehungsweise dessen Folgen ist aus deren Bericht lediglich aus der Bezeichnung «Anschlussdegeneration» der Diskushernie rechtsbetont auf Höhe C5/C6 herzuleiten (vgl. vorstehend
E.
4
.2
).
Dr.
A._
führte gestützt auf das von der Universitätsklinik angefertigte aktuelle Bildmaterial jedoch aus, dass es sich bei den Bandscheibendegenerationen im Be
reich C2 bis C6 um krankheitsbedingte Prozesse handle. Dies insbesondere des
wegen, weil eine typische Befundveränderung im Sinne einer Anschlussdegene
ration gerade nicht vorliege
(vgl. vorstehend E. 4.5)
. Er legte in seiner Beurteilung
schlüssig und
nachvollziehbar dar, weshalb vorliegend von einer degenerativen und keiner unfallkausalen Schädigung auszugehen ist.
Eine Unfallkausalität der Nackenbeschwerden
ist aufgrund der Ausführungen von
Dr.
A._
zwar mög
lich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich.
5
.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend, es gehe aus der versicherungsmedizini
schen Beurteilung nicht hervor, ob
Dr.
A._
die gesamte Beurteilung selbst vorgenommen oder in welchem Umfang
B._
mitgewirkt habe (vorste
hend E.
3
.2). Diesbezüglich ist
sie auf den Hinweis im besagten Bericht zu ver
weisen, wonach
Dr.
A._
die Kausalitätsbeurteilung vorgenommen hat (vgl. Urk. 8/M49 S. 2 unten).
Inwiefern eine persönliche Untersuchung zur Beurteilung der Kausalitätsfrage bei Vorliegen der Behandlungsberichte sowie des bildgebenden Materials notwendig gewesen wäre, vermochte die Beschwerdeführerin nicht darzulegen und ist im vorliegend Fall auch nicht ersichtlich.
Sodann
verfängt
auch das Argument der Beschwerdeführerin,
Dr.
A._
habe sich auf eine unvollständige medizinische Aktenlage gestützt
, nicht. In der Uni
versitätsklinik
Z._
wurde
sie wegen der
HWS-Problematik zwischen Januar und Mai 2015
behandelt und mittels Infiltration therapiert. Danach erfolgte ge
stützt auf die Akten bis im November 2015 in der Universitätsklinik
Z._
keine Konsultation mehr. Die erneute Vorstellung der Beschwerdeführerin Ende No
vember 2015 war sodann insbesondere durch die Schulterproblematik bedingt und weniger aufgrund der
Nackenbeschwerden (vgl. vorstehend
E. 4.4).
Bildge
bend wurde im November 2015 ein im Vergleich zur Voruntersuchung vom Ja
nuar 2015 unveränderter Befund der HWS festgehalten (Urk. 8/M50 S. 2 «zusätz
liche Untersuchungen»).
Nachdem aufgrund der Schulterproblematik eine weitere Infiltration vorgenommen
worden war
, ergab die Verlaufskontrolle im Januar 2016 keine nachhaltige Beschwerdebesserung, weshalb die Fachärzte der Wirbel
säulenchirurgie den Fall der Beschwerdeführerin abschlossen und diese an die Schulterspezialisten - da offenbar die Problematik in diesem Bereich anzusiedeln ist - weiterverwiesen (vorstehend
E. 4.6
). Dementsprechend war
Dr.
A._
mit der ihm im Zeitpunkt seiner Beurteilung vorliegenden Aktendokumentation voll
ständig im Bilde der bis dahin bekannten Problematik (vgl. Urk. 8/M49 S. 2 oben).
5.3
Soweit die Beschwerdeführerin selber Überlegungen zum Kausalzusammenhang anstellt, sind solche Feststellungen und Fragen - wie vorliegend geschehen - von Ärzten zu treffen und zu beantworten. Auch unter der Geltung des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung ist es Verwaltung und Gericht verweh
r
t, aufgrund von allgemein zugänglichen, populärmedizinischen Abhandlungen oder auch aufgrund eigener Erfahrungen von den begründeten ärztlichen Stellungnahmen abzuweichen (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts
8C_682/2010 vom 29. November 2010 E. 3.2 unter Hinweis auf
8C_837/2008 vom
26. Juni 2009
E. 8.2).
5.4
Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatz
es
ist aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht ersichtlich. Der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom
16. November 2015 kommt voller Beweiswert zu (vgl. vorstehend E. 2.3 f.) und nach dem Gesagten vermag die vorgebrachte Kritik der Beschwerdeführerin daran nichts zu ändern. Es kann daher darauf abgestellt werden.
Zusätzliche medizini
sche Abklärungen sind - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 7 f.
lit
. f) - nicht durchzuführen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen).
Nach dem Gesagten erweist sich der
Einspracheentscheid
vom 28. März 2017 als rechtens. Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.