Decision ID: ef9ad1c3-f216-40a9-8872-4ced38d78582
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1981,
war vom 14. August 2000 bis 31. August 2015 bei der
Y._ al
s Packmaschinenführerin angestellt. Am
20. Januar 2015
meldete sie sich
unter Hinweis auf eine Epilepsie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/12). Die
So
zialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte einen Auszug aus dem indi
vi
duellen Konto (
IK-Auszug,
Urk. 10/19)
sowie medizinische Berichte (Urk. 10/33
, Urk. 10/35, Urk. 10/41/6-8, Urk. 10/42, Urk. 10/45
) ein
, führte ein
Standortge
spräch
durch
(
Urk. 10/20) und erteilte
sodann
Kostengutsprache für eine Arbeits
vermittlung (Urk. 10/24).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 10/
44, Urk. 10/46,
Urk. 10/47/4-22)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2. November 2015 einen Anspruch auf Kostengutsprache für
eine
Umschulung beziehungsweise auf berufliche Massnahmen (Urk. 10/50 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 11. November 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2. November 2015 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr aufgrund eines invaliditätsbedingten Minderverdienstes von mindestens 20 %
Kostengutsprache für eine Umschulung beziehungsweise für berufliche Massnahmen zu erteilen (Urk. 1 S. 2).
Ferner reichte sie am 16. Dezember 2015 (Urk. 6) einen weiteren medizinischen Bericht vom 11. Dezember 2015 (Urk. 7) ein.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2015 (Urk. 9)
die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 4. Januar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
An
spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art.
13 und 21
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede
rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg
abenbereich (Abs.
2). Nach Massgabe von Art
.
16 Abs
.
2
lit
.
c
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung
, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.2
Gemäss Art.
17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten od
er verbessert werden kann (Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisher
igen Beruf gleichgestellt (Abs.
2). Al
s Um
schulung gelten gemäss Art. 6 Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversi
cherung (
IVV
)
Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
1.3
Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmög
lichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der „annähernden Gleich
wertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebe
nen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliede
rung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf
Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20
%
erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen auf u.a. AHI 1997 S.
80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3).
Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtspre
chung ist zwar in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbs
möglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der versi
cherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen – gleichsam im Sinne einer Moment
aufnahme – ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitativen Ausbil
dungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Entwicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksich
tigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmög
lichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls be
deut
same qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu be
rück
sichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesge
richts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in
fine
und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum
Verhältnismässig
keitsgrundsatz
im staatlichen Leistungsrecht,
Diss
. Bern 1985, S. 186).
Massnahmen im Sinne von
Art.
17 IVG setzen subjektive und objektive
Ein
gliederungsfähigkeit
voraus (AHI 1997 S. 82 E. 2b/
aa
; ZAK 1991 S. 179 unten f. E.
3). Nicht unter Umschulung fallen Massnahmen der sozialberuflichen Reha
bili
tation (wie Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Aufbau der
Arbeitsmoti
va
tion
, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben der sozialen Grundelemente) mit dem primären Ziel, die Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person zu erreichen oder wieder herzustellen (ZAK 1992 S. 367 E. 2b; Urteil des Bundes
gerichts I 527/00 vom 30. April 2001).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, ge
stützt auf ihre Abklärungen bestehe bei der Beschwerdeführerin ab
dem
1. September 2015 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer
behinderungsan
gepassten
Tätigkeit. Zur Ermittlung des
Valideneinkommens
sei auf den IK-Auszug abgestellt worden, das Invalideneinkommen sei anhand der
Tabellen
löhne
zu bestimmen. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 17 % beziehungs
weise in einem 90%-Pensum von 15 %, womit kein Anspruch auf eine Um
schu
lung bestehe (Urk. 2 S. 2).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerde
führerin geltend, sie habe eine Ausbil
dung als Maschinenführerin absolviert. Diesen Beruf könne sie wegen der auf
getretenen Epilepsie-Erkrankung nicht mehr ausüben. Für eine
Alternativtätig
keit
habe sie keine Ausbildung, so
dass der Verdienst in einer solchen entspre
chend gering ausfalle. Ferner rügte sie die Bemessung des Invalideneinkommens und machte einen Leidensabzug geltend (Urk. 1 S. 1 ff.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf beruf
liche
Massnahmen
, insbesondere auf eine Umschulung,
zu Recht verneint hat.
3.
Die Beschwerdeführerin wurde in
Z._
geboren und
besuchte
dort die Schule. Am 21. April 1996 reiste
sie in die Schweiz ein und
absolvierte im Jahre 1999/2000 einen hauswirtschaftliche
n
Jahreskurs
in
Richtung Dienstleistung an der Berufswahlschule in
A._
(Urk. 10/10/8) und hernach eine zweijährige
An
lehre
als Anlageführerin Backwarenindustrie bei der
Y._
(Urk. 10/10/4-5).
Sie war
in der Folge
als Packmaschinenführerin beim gleichen Arbeitgeber bis 11. März 2014 tätig, konnte aber aufgrund ihrer Epilep
sie
-Erkrankung nur noch Tätigkeiten in der Produktion und der Qualitätssicherung ausüben und schied per 31. August 2015 aufgrund fehlender
Umplatzierungsmöglichkeiten
und
we
gen
ihrer Langzeitabsenz aus dem Betrieb aus (Urk. 10/36 Ziff. 2.1, Ziff. 2.7 f.)
.
Vom 10. März bis 9. November 2015 erfolgte eine Arbeitsvermittlung durch die
B._
, welche aber
trotz hoher Motivation der Beschwerdeführerin und gutem Umgang mit ihrer Erkrankung zu keiner neuen
Arbeitsstelle
führte (Urk. 10/52).
4.
In medizinischer Hinsicht ergibt sich
, dass die Beschwerdeführerin an einer symp
tomatischen Epilepsie mit bisher fokal eingeleiteten, sekundären
genera
lis
i
erten Anfällen leidet
, welche die Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit als
An
lageführerin
bei der
Y._
seit
dem
26. Juni 2014 verunmöglicht
(vgl. Be
richt von Dr. med. Dr. sc. nat.
C._
, Fachärztin für Neurologie, vom
4. Juni 201
5
, Urk. 10/33 Ziff. 1.1, Ziff. 1.6-7)
. Am 3. September 2015 (Urk. 10/42)
präzisierte die behandelnde Ärztin den medizinischen Gesundheits
zustand der
Beschwerd
eführerin dahingehend, dass
in Bezug auf die Epilepsie weiterhin Ein
schränkungen
bestünden
(kein Führen von Motorfahrzeugen, keine Tätigkeiten an gefährlichen Maschinen, keine Tätigkeiten in der Höhe, keine alleinige Beauf
sichtigung von Schutzbefohlenen), somit eine Umschulung in eine ange
passte Tätigkeit dringend zu empfehlen sei. Längerfristig dürfe mit einer voll
ständigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gerechnet werden, allerdings benötige die Beschwerdeführerin in der Umschulungsphase und bei der Stellensuche aufgrund der neurokognitiven Einschränkungen Un
terstützung sowie eine schrit
tweise Steigerung der Belastung
.
Geschätzt betrage die Ein
schrän
kung im ersten Monat 40 %, im zweiten Monat 20 % und ab dem dritten Monat bestehe im Idealfall eine volle Leistungsfähigkeit (Ziff. 2.2, Ziff. 3.3).
Ein
nach Verfügungserlass datierter Bericht von Dr.
C._
vom 11. Dezember 2015
(Urk. 7) hielt – näher ausgeführt – die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausführlicher fest.
Gestützt auf diese
medizinischen Akten ist erstellt, dass die
Beschwerdeführerin ihre
angestammte Tätigkeit
als Anlageführerin
nicht mehr
ausüben kann, was auch von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten w
i
rd. Hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass ab September 2015 eine vollständige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vorliegt mit der Einschränkung, dass aufgrund der
neurokognitiven Einschrän
kungen
anfänglich mit einer längeren Einarbeitungszeit
zu rechnen ist sowie, dass gewisse Tätigkeiten
für die Beschwerdeführerin wegen ihres Leidens unge
eignet sind
.
5
.
5
.1
Nebst andere
n
Voraussetzungen bedarf es für eine berufliche Umschulung der invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse von etwa 20 %
(
vgl. vorstehend
E. 1.3)
.
Die
leistungs
spezifische
Lohneinbusse bei Versicherten mit oder ohne berufliche Ausbildung bestimmt sich gemäss Rechtsprechung anhand eines Vergleichs des
Validenein
kommens
mit jenem Einkommen, das die versicherte Person nach der Durch
führung der medizinischen Behandlung, hingegen ohne Eingliederungs
mass
nahmen, erzielen könnte, sofern ihr eine zumutbare Tätigkeit bei ausge
gli
chener Arbeitsmarktlage ohne (zusätzliche) berufliche Ausbildung, somit auf dem
Weg der
Selbsteinglie
derung
,
offen steht.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte ein
Valideneinkommen
der Beschwerde
füh
rerin anhand des Durchschnittslohns der Jahre 2009 bis 2013 im Betrag von Fr. 57‘
336
.
-- (Urk. 2 S. 2)
, was unbestritten blieb
(vgl. Urk. 1 S. 3 unten)
.
Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens hat
te
die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. vorstehend E. 1.3) den statistischen Hilfsarbeiterlohn herangezogen und eine Einkommenseinbusse von 17 % beziehungsweise 15 % bei einem 90%-Pensum ermittelt
. Gestützt auf diesen unter der
Erheblichkeitsschwelle
von 20 %
liegenden Wert verneinte sie den Anspruch
der Beschwerdeführerin
auf eine Umschulung
(Urk. 2 S. 2)
.
5
.3
Zwar trifft es zu, dass in der Rechtsprechung prinzipiell die
Erheblichkeits
schwelle
von 20 % gefordert wird, doch ist hie
r
von namentlich bei jungen Ver
sicherten mit entsprechend langer verbleibender Aktivitätsdauer abzuweichen, wenn es sich bei den ohne Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkeiten um unqualifizierte Hilfsarbeiten handelt, die im Vergleich zur erlernten Tätig
keit qualitativ nicht als annährend gleichwertig bezeichnet werden können (
Ur
teil
e
des Bundesgerichts
8
C
_559/2014 vom 29. Oktober 2014
E. 3
und
9C_704/2010
vom 31. Januar 2011 E. 3.1).
5
.4
Aufgrund der medizinischen Akten ist erwiesen, dass die Beschwerdeführerin ihren angelernten Beruf als Anlageführerin Backwarenindustrie nicht mehr aus
üben konnte
und es auch gestützt auf die Auskunft ihrer Arbeitgeberin (vgl. Urk. 10/36) nicht
möglich
war, ihre Tätigkeit
und ihren Arbeitsplatz ihren
Bedürfnissen entsprechend einzurichten
. Weil ohne Umschulung mangels an
der
weitiger Ausbildung einzig Hilfsarbeiten zumutbar wären, ist nicht
ent
scheid
wesentlich
, ob die rechtsprechungsgemäss geforderte
Erheblichkeits
schwelle
er
reicht wird
, zumal die
noch junge
Beschwerdeführerin als
Anlage
führerin
über einen eidgenössisch anerkannten Ausbildungsabschluss verfügt (vgl. vorstehend E. 3), was sich gestützt auf den Arbeitgeberfragebogen auch im Einkommen niederschlug
(vgl. Urk. 10/36 Ziff. 2.11
und Ziff. 5
)
.
Damit
können
die von der
Be
schwerdegegnerin
angenommene
n
unqualifizierte
n
Hilfsarbeiten qualitativ nicht
als
gleichwertig bezeichnet werden
(vgl. vorstehend
E. 5
.2 f.
).
Soweit die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin einzig aufgrund ihrer
erwerbli
chen
Biographie eingliederungsrechtlich
nurmehr
als Hilfsarbeiterin betrachtete, hält die angefochtene Verfügung vor Bundesrecht nicht
s
tand.
Ausserdem mangelt es gemäss den Akten der Beschwerdeführerin nicht am Willen, sich umschulen
zu lassen
beziehungsweise eine Arbeitsstelle zu suchen, weshalb darüber hinaus
– zumindest bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung -
von einer
gegebenen
subjektiven Eingliederungsfähigkeit ausge
gangen werden kann.
5
.5
Zusammenfassend können bei der Beschwerdeführerin invaliditätsbedingte Schwie
rigkeiten bei der Eingliederung nicht ausgeschlossen werden
(vgl. vor
stehend E. 4)
,
weshalb die Ergreifung von
Massnahmen
beruf
sbildender
Art
zu prüfen ist
.
Welche
Massnahmen
not
wendig
,
geeignet und angemessen sind,
hat
die Beschwerdegegnerin nach
Vornahme weiterer Abklärun
gen
festzustellen, hat sie doch bislang – mangels Erreichens der
Erheblichkeitsschwelle
– von dies
bezüglichen Erhebungen abgesehen
.
Dementsprechend ist die Beschwerde
gutzuheissen
und die Sache ist zur Vor
nahme weiterer Abklärungen bezüglich beruflicher
Massnahmen
an die
Be
schwer
degegnerin
zurückzuweisen.
6
.
6
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Nach § 34 Abs.
1 des Gesetzes über das
Sozial
ver
sicherungsgericht
(
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
In Anwendung dieser Kriterien
hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteients
chädigung
, die
vorliegend auf Fr. 1‘5
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und
ausgangs
gemäss
von
der Beschwerdegegnerin
zu bezahlen ist
.