Decision ID: 5fb57623-fa0e-4d30-9401-e338b333d2ee
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1969 geborene
X._
, Vater
einer Tochter (2003),
war
zuletzt seit dem 1.
Juli 2013
als Abteilungsleiter Dokumentation bei der
Y._
AG
in einem 90%-Pensum
tätig
. Nach Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2017
arbeitete der Versicherte
zuerst 60
%
und danach 50
%
(Urk. 6/5
und Urk. 6/25)
.
Am 1
3.
Februar 2018 (Eingangsdatum) meldete
er
sich
über
den
Krankentagg
eld
versicherer Mobiliar
unter Hinweis auf Begleiterscheinungen der Krebstherapie
bei der Sozialversicherungsanstalt Zürich, IV-Stelle, zum Leistungs
bezug an (
Urk.
6/5
-
12
).
Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 6/16)
sowie die Akten des Krankentaggeldversicherers Mobiliar bei (Urk. 6/27)
,
lud den Ver
sicherten zu einem persönlichen Gespräch ein (Urk. 6/17)
und
holte Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 6/23
und
Urk.
6/28
)
und ein
en
Arbeitgeberbericht
ein
(Urk. 6/25).
Des Weiteren
liess
die IV-Stelle
die Bestäti
gung einholen, dass im Geburtsland
des Versicherten
kein Rentenanspruch besteht (
Urk. 6/20).
Am 2.
März 2018 teilte
sie
dem Versicherten mit
, dass keine Eingliederungsmass
nahmen
an
gezeigt seien, da der Versicherte
seitens
des Arbeitgebers
unterstützt
werde (Urk. 6/21).
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Vorbescheid vom 26. Juli 2018
,
Urk. 6/32; Einwand vom
1
3.
Sep
tember 2018,
Urk.
6/36
)
sprach
die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Verfügung vom
2
9.
November 2018 ab
1.
August 2018 eine
Viertelsrente
zu (Urk. 2
).
Zusätzlich leitete sie weitere Abklärungen
bezüglich des
ausländischen Renten
anspruch
s
ein (
Urk.
6/
44-47).
2.
Der Versicherte erhob am 2
0.
Dezember 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
9.
November 2018 (
Urk.
2) und beantragte, ihm sei in
Aufhebung
der angefochtenen Verfügung eine halbe Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter seien ergänzende Abklärungen vorzunehmen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom
1.
Februar 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am 5. Februar 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
3.
Auf
die
Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird
,
soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
,
IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
4
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invalidi
tätsbemessung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs
aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück
sichtigen. Massgebend sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil
)Erwerbstätigkeit der im Sozialver
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahr
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.
5
Ist bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruches ohne Gesundheitsschaden ganztä
gig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27
bis
Abs. 1 IVV).
1.
6
Bei
einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicher
ten Person
ohne
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27 IVV
bemisst sich die Invalidität rechtsprechungsgemäss nach der allgemeinen Methode des Ein
kommensvergleichs oder einer Untervariante (Schätzungs- oder Prozentvergleich, ausserordentliches Bemessungsverfahren) davon. Dabei ist das
Validenein
kommen
nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbs
tätigkeit festzulegen, wobei entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen
erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das
–
ärztlich festzulegende
–
Arbeitspensum unter Umstän
den grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (BGE 131 V 51 E. 5.1.2; wiedergegeben in BGE 142 V 290 E. 5).
In Präzisierung dieser Rechtsprechung hat das Bundesgericht in BGE 142 V 290 entschieden, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im (allein versicherten) erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypo
thetischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist (E. 7.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, dass der Beschwer
deführer aufgrund ihrer Abklärungen
die 90%-
ige
Tätigkeit als Abteilungsleiter Dokumentation nicht mehr ausführen könne. Angepasst sei
ihm
eine Tätigkeit von 50
%
zumutbar. Dabei sollten keine Gewichte gehoben werden und es solle auf
einen
zusätzliche
n
Pausenbedarf sowie auf eine
Tätigkeit
in kleinen Gruppen geachtet werden. Im Moment könne er beim bisherigen Arbeitgeber seine bishe
rige Tätigkeit zu 50
%
ausüben.
Im Standortgespräch vom 1.
März 2018
habe der Beschwerdeführer angegeben, er habe sein Pensum vor zwei bis drei Jahre
n
auf 90
%
reduziert, um seine Tochter beim Ausüben des
Leistungssports
im
Schwimmen
betreuen zu können. Die Abklärungen beim bisherigen Arbeitgeber hätten aber ergeben, dass der Beschwerdeführer seit Juli 2013 in einem 90%
Pensum arbeite.
Es sei daher nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerde
führer heute in einem 100%
-
Pensum arbeiten würde.
Da die 10
%
auf Freizeit
ent
f
ielen
, seien diese bei der Invalidenversicherung nicht versichert.
Anhand des
Ein
kommensvergleichs
betrage der
errechnete Invaliditätsgrad
somit
45
%
. Ob die Reduktion von 10
%
aufgrund des Haushaltes oder
Freizeit
erfolgt sei, habe für den Beschwerdeführer
aber
keine Konsequenz. Eine
Einschränkung
im Haushalt sei nicht ausgewiesen. Er könne jede
körperliche
leichte
Tätigkeit
ausüben. Daher seien keine weiteren Abklärungen notwendig. Die gesund
heitliche
n
Ein
schränkungen seien bereits im reduzierten Pensum
berücksichtigt
worden. Eine weitere gesundheitliche Einschränkung,
welche
einen
Abzug rechtfertige
n würde, sei nicht ausgewiesen. Denn a
b einem
Beschäftigungs
grad von 90
%
würden teil
zeitbeschäftigte Männer im Vergleich zu Vollzeit
angestellten
erfahrungsgemäss
nicht überproportional tiefer
entlohnt
werden.
Demnach
habe der Beschwerde
führer aufgrund des
Invaliditätsgrad
s von
45%
ab dem
1.
August 2018 Anspruch auf eine
Viertelsrente
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellt
e
sich demgegenüber auf den Standpunkt, die
Pen
sum
s
reduktion
von 100
%
auf 90
%
sei nur vorübergehend gedacht gewesen.
Nachdem das Hallenbad
Z._
vorübergehend geschlossen gewesen sei,
habe seine Tochter, welche Leistungssportlerin sei,
in den Schwimmc
lub
A._
gewechselt.
I
n dieser Zeit
sei sie
täglich mit dem Auto nach
A._
und zurückgefahren
worden
. Damit nicht immer seine
ebenfalls
erwerbstätige Ehefrau
die Aufgabe habe übernehmen müssen
, habe er sein Pensum auf 90
%
reduziert. Heute würde er im Gesundheitsfall wieder 100
%
a
r
beiten. Denn
mit der Wieder
eröffnung des
Hallenbad
s
Z._
habe
seine
Tochter i
n den
Schwimmclub
Z._
zurückgewechs
e
l
t
. Sodann habe sie im Sommer 2018 eine vierjährige kauf
männische Ausbildung bei der
Schule B._
begonnen und
ein Alter erreicht, wo sie problemlos alleine pendeln könne. S
elbst wenn fälschlicher
weise davon
ausgegangen würde
, er wäre im Gesundheitsfall zu 90
%
arbeitstätig, so würde dennoch ein
Invaliditätsgrad
von
mindestens
50
%
resul
tieren
. Die
Beschwerdegegnerin
sei nämlich
zu Unrecht von der gemischten Methode
ausgegangen
.
Er könne sicher nicht mehr als die Hälfte dessen ver
dienen, was er ohne
gesundheitliche
Beeinträchtigung verdienen könnte. Dem
nach resultiere ein Invaliditätsgrad von zumindest 50
%
.
Hinzu komme, dass
es im Frühling 2019
zu einer Änderung seines Arbeitsprofils kommen könnte, so dass
er
vom Teamleiter zum Sachbearbeiter zurückgestuft werde und dadurch ein deutlich tieferes Einkommen verdienen würde.
Nach dem gesagten habe er
somit ab August 2018 Anspruch auf eine halbe
Invalidenrente
(
Urk.
1).
3.
3.1
Im
Austrittsb
ericht des Departement
s
Chirurgie, Kantonsspital
C._
, vom 9. Juni 2017 wurden folgende Diagnosen
genannt
(Urk. 6/27
/11
):
-
Hepatisch metastasierte multiple neuroendokrine Karzinome des Dünn
darms (SI-NEN ED 11/2016)
-
pT4 pN1 (7/17) pM1 L1 V1 Pn1 G1, lokal R0
-
Histologie aus
Leberbiopsat
(KSW): NEN, Ki-67:1%, G1
-
MR
T Leber 11/2016: Lebermetastasen
-
12/2016 Ga-
Dotatoc
-PET-CT (USB): Hepatisch
metastasierendes Dünn
darm-SI-NEN
s
eit 12/2016 unter
Sandostatin
30mg/monatlich
-
Pan-
Zytokeratin
und
Synaptophysin
positiv
-
Chromogranin
, NSE und 5-HIAA als Verlauf
sparameter
positiv
-
Ov
a
läre Ra
u
mforderung im Bereich der
Mestenterialwurzel
,
grössen
regredient
unter
Sandostatin
(MR
T
Leber 13.04.2017)
-
Multiple, g
r
össenvariable hepatische Metastasierung im linken und rechten Leberlappen (maximale Ausdehnung: 6 x 4 cm im Segment 7/8)
-
Mundsoor
-
Arterielle Hypertonie
3.2
Im Bericht des
Z
entrum
s
D._
vom 2
2.
Januar 2018 wurde
ein
hepatisch
und
lymphonodulär
metastasiertes
neuroendokrines Karzi
nom des Dünndarm
e
s (SI-NEN
, ED 11/2016
) bestätigt.
Ergänzend wurde unter anderem am 1
3.
April 2017 das MRT Leber
,
Lebermetastase,
Lymphknoten
Meta
stase nicht mehr nachweisbar
, erwähnt
.
Der
Beschwerdeführer
sei vom 29. Mai bis 5. Juni 2017
im Kantonsspital
C._
stationiert gewesen. Er leide an
allgemeiner Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten unter
San
d
ostatin
und bei Anstrengungen
träten
Schmerzen im Operationsbereich
auf. Ein Langzeit
-
Überleben über Jahre
sei gut möglich. Die
Sandostati
n
therapie
solle auf
Somatu
lin
Autogel
umgestellt werden. Der Beschwerdeführer sei Teilzeit in einer ange
passten Tätigkeit mit geringer psychischen Belastung und häufigen Pausen arbeitsfähig (Urk. 6/27/5-6).
3.3
Im Bericht des
Z
entrum
s
D._
vom 2
2.
Juni 2018 zuhanden der IV-Stelle wurde
festgehalten,
der Beschwerdeführer
leide
unter der Therapie mit
Somatluine
unter Müdigkeit und aufgrund der Grunderkrankung an Durchfall, Bauchkrämpfe
n
sowie Blutdruckentgleisungen.
Zukünftig sei eine Umstellung der Therapie auf eine Chemotherapie vorgesehen.
Die Arbeitsfähig
keit des Beschwerdeführers betrage 50%
in e
ine
r
leidensangepasste
n
Tätigkeit
. Sie
sei ihm während 21 Stunden pro Woche zumutbar. E
s könne in näherer Zukunft nicht mit einer Erhöhung
des Pensums
gerechnet werden.
In der Haus
haltsführung, Ernährung, Wohnungspfle
ge, Einkauf und Wäsche sowie
Kinder
betreuung weise der Beschwerdeführer keine Einschränkung auf (Urk. 6/28/
7-
9
).
3.4
Am
4.
Juli 2018
nahm
Dr.
med.
Dr.
rer
.
p
ol.
E._
, Facharzt für Innere Medizin,
des RAD Stellung. Als
Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte er
ein hepatisch und
lymphonodulär
meta
stasiertes neuroendokrines Karzinom des Dünndarmes (SI-NEN
,
ED 11/2016
)
. Der Beschwerdeführer könne noch körperlich leichte
Tätigkeiten
ausüben. Dabei solle er keine Gewichte heben und eher in kleinen Gruppen a
r
beiten. Ein
zusätzlicher
Pausenbedarf sei notwendig.
Seit dem 12 Oktober 2017 betrage die
Arbeitsfähig
keit
des Beschwerdeführers 50
%
(Urk. 6/30/4)
.
4.
4.1
Unstrittig ist, dass der Beschwerdeführer – laut den Angaben der behandelnden Ärzte sowie der Stellungnahme des RAD – in somatischer Hinsicht an einem hepatisch und
lymphonodulär
metastasierten neuroendokrinen Karzinom des Dünndarmes (SI-NEN, ED 11/2016) leidet und die entsprechende Therapie zu Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führt, weshalb er
nur noch
in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist. Die angepasste Tätigkeit kann er bei seiner bisherigen Arbeitgeberin, der
Y._
AG, aus
üben
. Gemäss dem Bericht des
Z
entrums
D._
vom 2
2.
Juni 2018 beträgt die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit 50
%
eines 100%
Pensums (E. 3.3).
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
bei der Bemessung des Invalideneinkommens
im
Ein
kom
mensvergleich
von einer 50%-
igen
Arbeitsfähigke
it eines 100%-Pensums aus
ging
, zumal dies
vom
Beschwerdeführer nicht bestritten ist.
H
insichtlich des im Beschwerdeverfahren
vorgebrachten Arguments, dass das Invalidenein
kommen zukünftig aufgrund einer Arbeitsprofiländerung deutlich tiefer ausfallen könnte (Urk. 1 S. 9),
ist anzumerken,
dass für
die richterliche Beurteilung allein die tat
sächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungs
ver
fahrens mass
gebend
sind (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98
).
Eine spätere erhebliche Reduk
tion des Invalideneinkommens aufgrund einer Arbeitsprofil
änderung s
tellt eine Veränderung im erwerblichen Sachverhalt dar, die
im Rahmen einer Neuanmel
dung
bzw. Rentenrevision
zu prüfen
ist
.
4.2
Demnach ist der
Sachverhalt als in diesem Sinne erstellt zu betrachten. Strittig und zu prüfen ist
der
Invaliditätsgrad de
s
Beschwerdeführer
s
und dabei
insbe
sondere
die Statusfrage
sowie die
Anwendung der
Berechnungsmethode für Teil
erwerbstätige
.
5.
Anlässlich des Standortsgesprächs am 1. März 2018 gab der Beschwerdeführer an, er habe zu Beginn seines Arbeitsverhältnisses 100
%
gearbeitet. Seit zwei bis drei Jahren arbeite er in einem 90%-Pensum. Seine Tochter sei Leistungssportle
rin im Schwimmen und er habe sein Pensum zu ihrer Betreuung reduzieren wollen. Ab
1.
Juli 2018 werde sein Pensum aufgrund der gesundheitlichen Situation auf 80
%
reduziert (Urk. 6/17/2). In der Beschwerdeschrift machte er weiter geltend, dass er das Pensum vor seiner Erkrankung nur vorübergehend habe reduzieren wollen, weil er seine Tochter während der Renovation des Hallenbades
Z._
zu ihren Schwimmtrainings nach
A._
habe fahren müssen (
Urk.
1 S. 6 – 7). Aus dem Arbeitgeberbericht der
Y._
AG ergibt sich jedoch, dass der Beschwerdeführer sein
Pensum bereits am
1.
Juli 2013 herabsetzte
(Urk. 6/25/2)
. Somit bleiben mindestens rund eineinhalb Jahre, in der Zeit vo
n
März 2013 bis Juli 2015, in welche
n
der Beschwerdeführer kein
en
Fahrdienst für seine Tochter nach
A._
leistete. Somit reduzierte der Beschwerdeführer sein Pensum, weil er mehr freie Zeit wünschte, ohne in einem anderen Aufgabenbe
reich tätig zu sein. Demnach ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei guter Gesundheit eine
90%
ige Erwerbstätigkeit ausüben würde, ohne sich daneben in einem Aufgabenbereich zu betätigen.
6.
6.1
Ist das Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad im Sinne einer rechnerischen Vereinfachung dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück
sich
tigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_148/2017 vom 1
9.
Juni 2017 E. 4 mit weiteren Hinweisen).
6.2
Wird, gemessen am hypothetischen Lohn als Vollzeiterwerbstätig
er, das
Validen
einkommen
mit 90
% un
d das Invalideneinkommen mit 50
% veranschlagt, führt dies zu einer Erwerbseinbusse von 40
%.
Diese spezifische Ausgangslage einer Teilerwerbstätigkeit ohne Aufgabenbereich führt zu einem Invaliditätsgrad, der Anspruch auf eine
Viertelsrente
gibt, unab
hängig davon, ob die Invaliditätsbemessung nach der älteren bundes
gerichtlichen Rechtsprechung vorgenommen wird (
[90 % - 50 %]
: 90
%
= 44,4
%
, vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2), oder gemäss der Präzisierung dieser Rechtsprechung in einem jüngeren Entscheid (
[90 % - 50 %]
: 90
%
x 90
%
= 40
%, vgl. BGE 142 V 290 E.
7.2 f.) oder – im Zuge der per
1.
Januar 2018 eingeführten Änderungen der gemischten Methode - gemäss dem Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosig
keit, Stand
1.
Januar 2
018
Rz
. 3042.2 und
Rz
. 3078.1 ([100
%
- 50
%
]
: 100
%
x 90
%
= 45
%
), weshalb sich Weiterungen zur Methode der Invaliditätsbemessung bei Teilerwerbstätigen ohne Aufgabenbereich von vornherein erübrigen.
7.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.
8
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der
Invalidenversiche-rung
vor
dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und un
abhängig vom Streitwert festgelegt.
Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr.
6
00.-- als angemess
en. Ausgangsgemäss ist diese dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen.