Decision ID: fd03d8c4-b96a-4c1e-a0b6-9bdc12fed726
Year: 2011
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
betreffend
Vergehen gegen das Ausländergesetz
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 10. Februar 2011 (GG110010)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 17. Dezember
2010 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 46).
Urteil der Vorinstanz:
"Es wird verfügt:
1. Der Einwand der Verteidigung betreffend Gültigkeit der Anklage wird abge-
wiesen.
2. Mitteilung
Sodann wird erkannt:
1. Der Beschuldigte ist schuldig des Vergehens gegen das Ausländergesetz im
Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 6 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage
durch Haft erstanden sind.
3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
4. Der Antrag der Verteidigung auf Entfernung der Daten des Beschuldigten
aus den Datenbanken der Untersuchungsbehörden wird abgewiesen.
5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 1'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. Kosten der Kantonspolizei
Fr. Kanzleikosten Untersuchung
Fr. Auslagen Untersuchung
Fr. amtliche Verteidigung (ausstehend)
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
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6. Die Kosten, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung werden, mit
Ausnahme der Dolmetscherkosten, der beschuldigten Person auferlegt. Die
Dolmetscherkosten werden auf die Gerichtskasse genommen.
7. Mitteilungen
8. Rechtsmittel"
Berufungsanträge:
a) Der Verteidigung des Beschuldigten:
(schriftlich; Urk. 69 S. 1)
1. "Das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 10. Februar 2011
sei gänzlich aufzuheben;
2. der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
3. es sei ihm für insgesamt 5 Tage unrechtmässige Haft (Ende April 2010
2 Tage und Mitte Januar 2011 3 Tage) eine Entschädigung von CHF 500.--
zuzusprechen;
4. die Strafverfolgungsbehörden, insb. auch die Stadtpolizei und die Kantons-
polizei seien anzuweisen, den Beschuldigten in ihren Informationssystemen
von der Liste der zur Verhaftung ausgeschriebenen Personen zu streichen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse."
b) Der Staatsanwaltschaft:
(schriftlich; Urk. 63)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils
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Considerations:
Erwägungen:
I. Prozessuales / Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens
1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil vom 10. Februar 2011 sprach die 10. Abteilung - Einzelgericht des Bezirksgerichtes Zürich den Beschul-
digten des Vergehens gegen das Ausländergesetz im Sinne von Art. 115 Abs. 1
lit. b AuG schuldig und bestrafte ihn – unter Anrechnung von 2 Tagen erstandener
Haft – mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten (Urk. 56 S. 11
Dispositiv-Ziff. 1. - 3., zum Verfahrensgang im Einzelnen, insbesondere zur
ursprünglich erfolgten Rückweisung, vgl. Urk. 56 S. 3).
2. Nachdem der angefochtene erstinstanzliche Entscheid am 10. Februar 2011 erging, sind für das vorliegende Rechtsmittelverfahren die Bestimmungen der
schweizerischen Strafprozessordnung anwendbar (Art. 448 und Art. 454 Abs. 1
StPO).
3. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte an der Hauptverhandlung Berufung anmelden (vgl. Prot. I S. 10). Die Berufungserklärung, mit welcher das "Urteil voll-
umfänglich angefochten" wurde, erstattete die Verteidigung mit Eingabe vom
27. April 2011 (vgl. Urk. 57). Zur Begründung verwies sie auf "frühere Eingaben
am Obergericht, die selbe Sache betreffend (vgl. Geschäfts-Nr. SB090547)".
4. Die Staatsanwaltschaft ihrerseits beantragte die Bestätigung des  Entscheides und verzichtete auf das Stellen von Beweisanträgen (Urk. 63).
5. Damit stehen alle Dispositiv-Ziffern des erstinstanzlichen Entscheides ausser derjenigen betreffend die Gültigkeit der Anklage (vgl. Prot. II S. 4) zur Disposition.
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II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
1. Sachverhalt
1.1. Es ist unbestritten, dass der Beschuldigte sich nach seiner Haftentlassung
am 29. März 2008 weiterhin in der Schweiz aufhielt, obwohl er angewiesen wur-
de, diese selbständig zu verlassen (vgl. u.a. Urk. 49 S. 6 ff.).
1.2. Ebenso unbestritten ist, dass er über keine Aufenthaltsbewilligung und kein
gesetzliches Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügt. So wurde sein Asylgesuch
bereits im Jahre 2002 abgewiesen und seine Wegweisung aus der Schweiz ver-
fügt (vgl. Entscheid des Bundesamtes für Flüchtlinge vom 30. Oktober 2002 in
den beigezogenen unakturierten Kopien der Akten des Migrationsamtes). Eine
dagegen erhobene Beschwerde wurde im Jahre 2003 abgewiesen (vgl. Urteil der
Schweizerischen Asylrekurskommission vom 18. Februar 2003 in den beigezoge-
nen unakturierten Kopien der Akten des Migrationsamtes), worauf der Beschuldig-
ten wiederholt zum Verlassen der Schweiz aufgefordert wurde. Die in diesem Ver-
fahren massgebende (erneute) Ausreiseaufforderung erfolgte am 28. März 2008
anlässlich seiner Haftentlassung (vgl. Schreiben der Sicherheitsdirektion des Kan-
tons Zürich, Migrationsamt, vom 28. März 2008 in den beigezogenen unakturier-
ten Kopien der Akten des Migrationsamtes). Dieser Aufforderung kam er – wie die
Vorinstanz zutreffend aufführte (vgl. Urk. 56 S. 6) – nicht nach. Ebenso wenig un-
ternahm er im eingeklagten Zeitraum (anfangs April 2008 bis 6. Dezember 2010,
vgl. Urk. 46) – wie er selber ausführte (vgl. Urk. 49 S. 7) – irgendwelche
Bemühungen zur Papierbeschaffung. Schliesslich konzedierte er, von seiner
Pflicht, die Schweiz zu verlassen gewusst zu haben (vgl. Urk. 49 S. 6).
1.3. Damit ist aber erstellt, dass sich der Angeklagte im anklagerelevanten Zeit-
raum wissen- und willentlich ohne Aufenthaltstitel in der Schweiz aufhielt
(vgl. auch Vorinstanz, Urk. 56 S. 6).
2. Rechtliche Würdigung
2.1. Gemäss Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG macht sich strafbar, wer sich rechtswidrig
in der Schweiz aufhält.
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2.1.1. Wie die Vorinstanz unter Hinweis auf Zünd (in Kommentar Migrationsrecht,
Spescha/Thür/Zünd/Bolzli) festhielt, hält sich rechtswidrig in der Schweiz auf, wer
über keine Aufenthaltsbewilligung und über kein gesetzliches Anwesenheitsrecht
verfügt und die Schweiz wissentlich und willentlich nicht verlässt, obwohl ihm die
Ausreise möglich wäre (vgl. Urk. 56 S. 5 mit Literaturhinweis).
2.1.2. Weiter hat die Vorinstanz unter Angabe der entsprechenden Literaturstellen
darauf hingewiesen, dass das Nichtverlassen des Landes nach Ablauf des bewil-
ligten Aufenthalts bei objektiver Unmöglichkeit der Ausreise strafrechtlich nicht
vorwerfbar ist, weil das strafrechtliche Schuldprinzip die Freiheit voraussetzt, an-
ders handeln zu können. An dieser Tatmacht fehle es insbesondere dann, wenn
im Hinblick auf Art. 83 Abs. 2 AuG der Vollzug der Weg- oder Ausweisung nicht
möglich sei, wenn der Ausländer weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat
noch in einen Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden könne. Dabei ge-
he es um faktische Ausreisehindernisse wie fehlende Reisepapiere, mangelnde
Transportmöglichkeiten, geschlossene Grenzen und dergleichen (vgl. Vorinstanz
in Urk. 56 S. 5 mit Literaturhinweis). Strafbarkeit im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b
AuG ist jedoch gegeben, wenn die freiwillige Rückkehr in den Heimatstaat grund-
sätzlich möglich ist, was der Fall ist, wenn eine legale Ausreise nicht an äusseren
Umständen scheitert, die ausserhalb der Einflussmöglichkeiten der zur Mitwirkung
verpflichteten, rechtskräftig weggewiesenen Person und der zuständigen Behör-
den liegen, sondern eine solche nur deshalb nicht zustande kommt, weil die be-
troffene ausländische Person die Schweiz nicht verlassen will und die rechtmäs-
sige Rückkehr in das Heimatland bzw. eine legale Ausreise aus der Schweiz ver-
eitelt (vgl. Entscheid des Bundesgerichtes 6B_482/2010 vom 7. Oktober 2010
E. 3.2.3).
2.2. Die Verteidigung macht geltend, eine Ausreise sei dem Beschuldigten nicht
möglich gewesen, weil er einerseits nicht über die notwendigen Mittel und Mög-
lichkeiten verfügt habe, um sich Reisepapiere zu beschaffen und er andererseits
von B._ keine Reisepapiere beschaffen könne, da er von der b._ischen
Delegation fälschlicherweise nicht als B._ner anerkannt worden sei (Prot. I
S. 6 ff., Urk. 27, Urk. 69 S. 7 f.).
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2.2.1. Was der Einwand der Verteidigung betrifft, der Beschuldigte habe nicht
über die notwendigen Mittel und Möglichkeiten verfügt, um sich Reisepapiere zu
beschaffen, so steht aufgrund der Aussagen des Beschuldigten fest, dass er im
Hinblick auf das Erlangen von Papieren einen einzigen Brief, und dies im Jahr
2004 oder 2005, an seine Tante sandte (vgl. Urk. 49 S. 7). Der Beschuldigte
stand nach eigenen Angaben mit seiner Frau im telefonischen Kontakt, als diese
noch in B._ lebte, was bis Ende 2008 der Fall war (vgl. Urk. 2/4, Urk. 3 S. 4
und Urk. 49 S. 7 f.), wobei er in der Berufungsverhandlung erklärte, erst ab die-
sem Zeitpunkt wieder mit seiner Frau Kontakt gehabt zu haben (Urk. 68 S. 4).
Dass er sie um Mithilfe bei der Papierbeschaffung auch nur fragte, behauptete er
nicht, verwies jedoch in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit, die
b._ischen Behörden kennen zu müssen, wenn man einen Pass wolle
(Urk. 68 S. 4). Ob der Beschuldigte sich zu wenig um das Beschaffen seiner
Ausweispapiere bemüht hat, kann aufgrund der nachfolgenden Ausführungen, die
ohnehin zu einem Freispruch führen, offen bleiben.
2.2.2. Hinsichtlich des Arguments, die Unmöglichkeit der Ausreise ergebe sich
aus dem Umstand, dass der Beschuldigte nicht nach B._ ausreisen,
geschweige denn von diesem Staat Reisepapiere beschaffen könne, weil er von
der b._ischen Delegation fälschlicherweise nicht als B._ner anerkannt
worden sei (vgl. Prot. I S. 7 f., Urk. 69 S. 3), ist der Verteidigung dagegen zuzu-
stimmen. Der Beschuldigte selber erklärte zwar anlässlich der Hauptverhandlung,
die Personen der b._ischen Delegation hätten von ihm verlangt, dass er mit
ihnen ausreise (vgl. Urk. 49 S. 8 f.), was eigentlich grundsätzlich deren Einver-
ständnis zu seiner Aus- und Heimreise einschliesst Dies soll jedoch daran
gescheitert sein, dass er keinen Pass hatte (vgl. Urk. 49 S. 9).
Wie nun die Vorinstanz richtig festhielt, konnte die Identität des Beschuldigten bis
anhin nicht mittels eines Ausweispapiers festgestellt werden. So konnte insbe-
sondere seine Behauptung, B._ner zu sein, im Rahmen seiner zweimaligen
Befragung in den Jahren 2006 und 2008 von einer b._ischen Delegation
nicht bestätigt werden (vgl. Ergebnis der Befragungen vom 27. Januar 2006 und
9. Juli 2008 in den Schreiben vom 30. Januar 2006 bzw. 14. Juli 2008 des Bun-
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desamtes für Migration an das Migrationsamt des Kantons Zürich in den Kopien
der Migrationsakten). Angesichts des negativen Resultates dieser Befragungen
schloss die Vorinstanz, an der b._ischen Herkunft des Beschuldigten be-
stünden ganz erhebliche Zweifel (vgl. Urk. 56 S. 8). Es ist jedoch zu beachten,
dass aus den Akten des Migrationsamtes nicht hervorgeht, aus welchen Gründen
die Delegation zum Schluss kam, den Beschuldigten nicht als b._ischen
Staatsangehörigen anzuerkennen und dieser weiterhin daran festhält, b._-
ischer Staatsangehöriger zu sein (Urk. 68 S. 3). Weiter liegt eine Kopie der Ge-
burtsurkunde des Beschuldigten – ausgestellt durch den b._ischen Staat –
bei den Akten (vgl. Kopie in den unakturierten Akten des Migrationsamtes). Auch
diesbezüglich ist nicht nachvollziehbar, aus welchen Gründen die Delegation aus
dieser Geburtsurkunde nicht auf eine b._ische Staatsangehörigkeit ge-
schlossen hat.
2.3. Auch wenn es durchaus im Rahmen des Möglichen liegt, dass der Be-
schuldigte die hiesigen Behörden über seine wahre Herkunft täuscht, kann ihm
dies nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden. Dem Beschuldigten war eine
Ausreise aus der Schweiz mangels Anerkennung durch die b._ische Delega-
tion demnach aus objektiven Gründen nicht möglich gewesen. Der Beschuldigte
ist deshalb freizusprechen.
III. Antrag auf Entfernung der Daten des Beschuldigten aus den Datenbanken
Die Verteidigung beantragte die Entfernung der Daten des Beschuldigten aus den
Datenbanken der Untersuchungsbehörden und der Polizei (vgl. Prot. I. S. 6,
Urk. 69 S. 1). Nachdem nicht ersichtlich ist, was die Verteidigung auch nicht dar-
tut, inwiefern die Berufungsinstanz diesbezüglich zuständig sein sollte, ist auf die-
sen Antrag nicht einzutreten.
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IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Kosten Vorinstanz
1.1. Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie
darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (vgl. Art. 428
Abs. 3 StPO).
1.2. Die Kostenfestsetzung der Vorinstanz, die von der Verteidigung im Rechts-
mittelverfahren nicht beanstandet wurde, steht mit der hier massgeblichen Gebüh-
renverordnung des Obergerichtes vom 8. September 2010 (vgl. §§ 14 ff. GebV
OG) im Einklang und ist daher zu bestätigen.
1.3. Angesichts des erfolgten Freispruchs sind die vorinstanzlichen Kosten, in-
klusive der Übersetzungskosten wie auch der Kosten für die amtliche Verteidi-
gung, auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 423 StPO).
2. Kosten des Berufungsverfahrens
2.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe
ihres Obsiegens und Unterliegens (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO).
2.2. Der Beschuldigte obsiegt im Berufungsverfahren - abgesehen vom Antrag
auf Streichung des Beschuldigten aus den Listen der zur Verhaftung ausge-
schriebenen Personen der Polizei und der Strafverfolgungsbehörden, welcher je-
doch kaum ins Gewicht fällt und sich deshalb nicht auf die Kostenverteilung aus-
wirkt. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive der
Übersetzungskosten wie auch der Kosten für die amtliche Verteidigung, auf die
Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 StPO).
3. Genugtuung
Nach Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO hat die beschuldigte Person Anspruch auf Genug-
tuung für besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen Verhältnisse,
insbesondere bei Freiheitsentzug. Dem Beschuldigten ist deshalb für die im
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Zusammenhang mit diesem Verfahren erfolgte zweitägige Haft (vgl. Urk. 8/1) eine
Genugtuung im Betrag von Fr. 200.-- zuzusprechen.