Decision ID: ff1c78d8-db4e-4c6b-8ed6-361506c2d41a
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_008
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten:
1. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau führt gegen den  eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher Drohung, Nötigung,  Beschimpfung und übler Nachrede. Sie liess ihn deswegen am 28. März 2022 festnehmen.
2. 2.1. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau beantragte beim  des Kantons Aargau mit Eingabe vom 30. März 2022  einstweilen bis zum 28. Juni 2022.
2.2. Der Beschwerdeführer stellte anlässlich der Haftverhandlung vom 31. März 2022 folgende Anträge:
" 1. Es sei der Antrag vom 30.3.2022 der Staatsanwaltschaft Lenzburg Aarau auf Anordnung von Untersuchungshaft abzuweisen und der Beschuldigte sei umgehend in Freiheit zu versetzen.
2. Eventualiter seien dem Beschuldigten unter Androhung der Versetzung in Untersuchungshaft nachfolgende Ersatzmassnahmen aufzuerlegen:
- Ausweis- und Schriftensperre - Auflagen (sich an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten
Haus aufzuhalten, sich regelmässig bei der Amtsstelle zu melden) - Kontaktverbot, Rayonverbot (Ein- oder Ausgrenzung) - Friedensbürgschaft nach Art. 56 StGB - oder eine ambulante psychiatrische Therapie
3. Subeventualiter sei festzustellen, dass der Beschuldigte jederzeit ein  um Haftentlassung stellen kann und dass die Untersuchungshaft auf 14 Tage zu beschränken sei.
4. Es seien die Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen. Und es sei festzustellen, dass es im vorliegenden Verfahren zur Verletzung des Beschleunigungsgebots und des rechtlichen Gehörs  ist.
5. Es sei festzustellen, dass der amtl. Verteidiger für das vorliegende  einen Aufwand von 12 Stunden hatte.
6. Es sei dem Beschuldigten die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren unter Verbeiständung durch den Schreibenden.
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7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen."
2.3. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau erliess am 31. März 2022 folgende Verfügung:
" 1. Der Beschuldigte wird einstweilen bis längstens am 28. Juni 2022 in  versetzt.
2. Der Beschuldigte wird darauf hingewiesen, dass er gemäss Art. 226 Abs. 3 StPO berechtigt ist, jederzeit bei der Staatsanwaltschaft ein  zu stellen.
3. Über die Kosten des Haftverfahrens wird im Hauptverfahren entschieden werden."
3. 3.1. Der Beschwerdeführer erhob gegen die ihm am 4. April 2022 zugestellte Verfügung mit Eingabe datiert vom 4. April 2022 (Postaufgabe am 5. April 2022) Beschwerde mit folgenden Anträgen:
" 1. Es sei Dispositivziffer 1 der Verfügung vom 31.03.2022 des ZMG Brugg
(HA.2022.154) aufzuheben und der Beschuldigte sei umgehend aus der Haft zu entlassen.
2. Eventualiter seien dem Beschuldigten bei Haftentlassung unter Androhung
der Versetzung in Untersuchungshaft nachfolgende Ersatzmassnahmen aufzuerlegen:
• Ausweis- und Schriftensperre; • Auflagen (sich an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten
Haus aufzuhalten, sich regelmässig bei einer Amtsstelle zu melden) • Kontaktverbot / Rayonverbot (Ein- oder Ausgrenzung); • Friedensbürgschaft nach Art. 56 StGB, • ambulante psychiatrische Therapie. • Electronic-Monitoring.
3. Subeventualiter sei Dispositivziffer 1 aufzuheben und der Beschuldigte sei
bis längstens am 13.04.2022 in Haft zu versetzen.
4. Es sei Dispositivziffer 3 der Verfügung vom 31.03.2022 des ZMG Brugg
(HA.2022.154) aufzuheben und die Kosten des Verfahrens vor ZMG seien auf die Staatskasse zu nehmen und es sei festzustellen, dass es zu einer
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Verletzung des Beschleunigungsgebots und des rechtlichen Gehörs  ist.
5. Es sei dem Beschuldigten für das Verfahren vor Obergericht die unentgelt-
liche Rechtspflege zu gewähren, unter Verbeiständung durch den .
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen über alle Instanzen."
3.2. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau beantragte mit  vom 8. April 2022 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen.
3.3. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau teilte mit Eingabe datiert vom 7. April 2022 (Postaufgabe am 11. April 2022) mit, unter  auf die Begründung des angefochtenen Entscheids auf eine  zu verzichten.
3.4. Der Beschwerdeführer persönlich reichte am 11. April 2022 zwei (formell als Beschwerde gegen die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 31. März 2022 bzw. als ein  ausgestaltete) Eingaben bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts ein, in denen er beantragte, er sei (unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids) aus der Untersuchungshaft zu entlassen.
3.5. Der Beschwerdeführer erstattete mit Eingabe vom 13. April 2022 eine  Stellungnahme.

Considerations:
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Der Beschwerdeführer ist berechtigt, die haftanordnende Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 31. März 2022 mit Beschwerde anzufechten (Art. 222 StPO; Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO). Auf seine frist- und formgerecht erhobene Beschwerde (Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 385 Abs. 1 StPO) ist einzutreten.
2. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau erachtete die  von (Untersuchungs-)Haft insbesondere wegen Ausführungsgefahr für erforderlich, wohingegen es in Bezug auf die anderen von der  Lenzburg-Aarau geltend gemachten Haftgründe (Flucht- und
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Kollusionsgefahr) Ersatzmassnahmen hätte genügen lassen (Verfügung E. 4.7.4). Von daher ist primär der Haftgrund der Ausführungsgefahr zu prüfen. Was deren theoretische Grundlagen anbelangt, kann auf die  Ausführungen des Zwangsmassnahmengerichts des  Aargau verwiesen werde (Verfügung E. 4.5.1).
3. 3.1. 3.1.1. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau stellte u.a. auf  Äusserungen des Beschwerdeführers, die sie als Drohungen gegen Leib und Leben würdigte, ab (Verfügung E. 4.2.4 und 4.5.2):
- mutmassliche Combox-Nachricht (vgl. act. 157 f.):
B., ich gange ned ellei onder. Ich risse üch alli mit... ich risse üch alli mit. Ich verlüre ned ellei, mer verlüre alli. Ich ha jetzt unterdesse kei Skrupel meh. Weder vor der. C. gaht onder, du gahsch onder, d D. gaht onder. Dini Söhn wärde dich nor no ahspeuze. Du verIürsch sie au, so wie ich sie verlüre oder scho verlore ha."
- Brief an Ehefrau [Poststempel nicht lesbar] (act. 106 f.):
B. Wie hast Du deinen Jungs ins Hirn geschissen? [...] Da hast Du 2 Idioten aufgezogen Hast Du supper gemacht. Donnerstag werdet Ihr eine Überaschung 
Das verspreche ich euch [Sonnensymbol] ??? Bum Bum.
- E-Mail vom 12. März 2022 an Ehefrau und E. (act. 108):
Nun ist für mich die Stunde der Wahrheit gekommen [...] Das war die überfällige Stresstest der Ex Familie A. Nehmen wir an ich hatte eine Waffe bei mir im Auto gehabt Ich würde heute noch für weiter paar Jahre im Gefängnis sitzen [...] Jegliche versuch sich einzumischen werde ich mit aller Härte  mit und ohne Gesetz
- Sachverhalt gemäss dem mit Einsprache angefochtenem Strafbefehl vom 8. Februar 2022 (act. 68; vgl. auch die WhatsApp Nachrichten in act. 48 ff.):
Der Beschuldigte äusserte ca. am 20.01.2022 gegenüber seinem Sohn, E., dass er eine Pistole habe und zu G. (Strafkläger) gehen werde, um eine Sache zu klären. Zudem schickte der Beschuldigte dem Strafkläger seit ca. 14. Januar 2022 bis zum 5. Februar 2022 Nachrichten per SMS, WhatsApp und E-Mail mit Inhalten wie "jetzt spiele ich mit dir vielleicht ist eben so lustig für mich" und "... du musst dich weit verstecken".
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau befürchtete  schwere Rechtsgutverletzungen. Die mutmassliche Combox-Nachricht
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sei erschreckend und zeuge von einem unmittelbar bevorstehenden  Suizid oder zumindest von einer Tötung der genannten Personen. Der Beschwerdeführer habe selbst zu Protokoll gegeben, dass seine  blank lägen, was auch anlässlich der Haftverhandlung zum Vorschein gekommen sei. Der Beschwerdeführer habe sodann morgens um 3.00 Uhr E-Mails verfasst, weil er aufgrund der Situation nicht habe schlafen können. Seine Äusserungen wirkten martialisch und militärisch, habe er doch u.a. mit einem "Gegenschlag" gedroht und damit, dass er "mit und ohne Gesetz" mit aller Härte zurückschlagen werde. Der Beschwerdeführer wirke wegen der Trennung von seiner Ehefrau und der Distanzierung seiner beiden Söhne verzweifelt, gewaltbereit und aktuell unberechenbar. Die , dass er seine Drohungen in Taten umsetzen könnte,  sehr hoch, weshalb ein psychiatrisches Gefährlichkeitsgutachten unabdingbar erscheine und Ausführungsgefahr dementsprechend aktuell zu bejahen sei (Verfügung E. 4.6).
3.1.2. Der Beschwerdeführer bestritt mit Beschwerde nicht, sich in der besagten Weise geäussert zu haben. Er machte dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau aber zum Vorwurf, den Gehalt und die Bedeutung  Äusserungen verkannt zu haben. Er habe damit nicht sagen wollen, dass er alle umbringen wolle. Hätte er Derartiges geplant, hätte er es längst ausführen können, zumal er zwischenzeitlich gerade seine Ehefrau  unbegleitet gesehen habe. Auch gehe es nicht an, seine Äusserungen als Drohungen zu verstehen, wenn die potentiellen Opfer noch nicht einmal befragt worden seien. Offenbar habe auch seine Ehefrau die Äusserungen nicht als Drohung verstanden, zumal sie bis zum Zeitpunkt des Haftantrags noch nicht einmal einen entsprechenden Strafantrag gestellt habe, womit es auch an einer entsprechenden Prozessvoraussetzung fehle. Die  eines Briefes von ihm auf den 28. März 2022 sei unerfindlich,  und willkürlich. Aus den Akten gehe hervor, dass dieser Brief weit früher (im Zusammenhang mit der von den Söhnen angekündigten ) verfasst worden sei. Dieses Schreiben habe seine Söhne zudem nicht daran gehindert, trotz Hausverbots am 24. März 2022 seine Wohnung zu betreten. Es sei nicht von einer Drohung auszugehen. Auch sein Sohn E. sei noch nicht befragt worden und habe offenbar auch keinen Strafantrag gestellt. Massgeblich sei nicht "das Verständnis eines  Beobachters", sondern, ob seine Ehefrau und seine Söhne sich  gefühlt hätten. Weil dies nicht der Fall gewesen sei, könne nicht von einem dringenden Verdacht (auf Drohungen) gesprochen werden ( Rz 2).
Weiter machte der Beschwerdeführer dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau zum Vorwurf, von einem "strafrechtlichen Risiko"  zu sein, obwohl die angeblichen Drohungen "offenkundig in  familienrechtlichen Kontext im Rahmen einer bereits nicht mehr
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akuten Trennungssituation" stattgefunden hätten. Läge tatsächlich  vor, wäre die Situation bereits beim Zusammentreffen  ihm, seiner Ehefrau und seinem Sohn E. am 25. März 2022 eskaliert. Obwohl die Drohungen der Polizei (seit Januar 2022) und den Beteiligten schon monatelang bekannt gewesen seien, sei nichts unternommen , weshalb es widersprüchlich sei, nunmehr (ab dem 31. März 2022) Ausführungsgefahr zu bejahen. Dies gelte auch in Bezug auf die  Drohnachricht vom 22. Februar 2022.
Zur Bejahung von Ausführungsgefahr genüge es nicht, einen "" anzukündigen und zu sagen, dass man nicht allein untergehen werde, namentlich nicht, wenn es zwischenzeitlich schon x-fach zu Treffen gekommen sei, an denen nichts passiert sei. Er habe einen beinahe  Leumund und sei nicht vorbestraft. Es habe nie Probleme wegen häuslicher Gewalt gegeben. Eine fachärztliche Begutachtung sei nicht , zumal ein Arzt bei einem sauberen Leumund und bei Fehlen  Probleme keine Prognose abgeben könne.
Die fraglichen Nachrichten seien unspezifisch und kündigten keinesfalls eine konkrete Tat an. Sie hätten auch weder seine Ehefrau noch seine Söhne in Angst und Schrecken versetzt. Von "Todesdrohungen" zu reden, sei willkürlich. "Ich gehe nicht alleine unter" sei keine Todesdrohung. Eine solche sei schon durch seine weitere Äusserung widerlegt, wonach seine Söhne seine Ehefrau anspucken würden, was bei einer Todesdrohung  Sinn ergäbe (Beschwerde Rz 6).
3.2. 3.2.1. Bei Ausführungsgefahr geht es um die Befürchtung, dass eine Person ihre Drohung, ein schweres Verbrechen auszuführen, wahrmachen könnte. Diese Befürchtung ist letztlich objektiv zu bemessen, was sich – wie vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau in seiner E. 4.5.1  dargelegt – bereits daraus ergibt, dass es auf die persönlichen  der beschuldigten (und nicht diejenigen der betroffenen) Person sowie die übrige Sachlage bzw. eine Beurteilung nach Massgabe der  Umstände des Einzelfalles ankommt. Die subjektive Einschätzung der Ausführungsgefahr durch potentielle Opfer kann gegebenenfalls in diese Bemessung miteinfliessen, stellt aber nichtdestotrotz nur ein  unter anderen dar (vgl. hierzu auch MARC FORSTER, in: Basler , Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 18 zu Art. 221 StPO, wonach die Drohung ernsthaft erscheinen bzw. objektiv die Befürchtung begründen müsse, das drohende schwere Verbrechen könne wahrgemacht werden).
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3.2.2. Ob der Tatbestand der Drohung i.S.v. Art. 180 StGB erfüllt ist, kann letztlich dahingestellt bleiben, weil Ausführungsgefahr (wie vom  des Kantons Aargau dargelegt) an sich gar keinen dringenden Tatverdacht auf ein Verbrechen oder Vergehen voraussetzt. Damit kann an sich auch offen bleiben, inwiefern die Betroffenen i.S.v. Art. 180 StGB in Angst und Schrecken versetzt wurden. Nichtsdestotrotz ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass namentlich G. (act. 11) und H. (act. 94) nicht  haltlose Strafanträge auch wegen Drohungen stellten, was  mit ihren Aussagen (Einvernahme von G. vom 6. Februar 2022 [act. 13 ff.], Fragen 29 - 34; Einvernahme von H. vom 28. März 2022 [act. 95 ff.], Fragen 29 - 35) konkret darauf hinweist, dass sie in Angst und  versetzt wurden, womit es auch nicht zu beanstanden ist, dass das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau diesbezüglich einen  Tatverdacht bejahte. Zudem muss es zulässig sein,  auch ohne Einvernahme (sämtlicher) potentieller Opfer zu bejahen. Sinngemäss gilt nämlich auch in Bezug auf Ausführungsgefahr das vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau zum dringenden  Ausgeführte, wonach im Haftverfahren keine erschöpfende  sämtlicher belastender und entlastender Beweise vorzunehmen ist, sondern der Nachweis von Verdachtsmomenten genügt (Verfügung E. 4.2.1). Selbst wenn die Ehefrau des Beschwerdeführers aussagen würde, die Drohungen nicht ernst genommen zu haben und dadurch nicht in Angst und Schrecken versetzt worden zu sein, würde dies Ausführungsgefahr nicht ausschliessen.
3.2.3. Die von der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau geltend gemachte , dass der Beschwerdeführer eine Gefahr für Leib und Leben  sei, ist vor dem Hintergrund eines exazerbierten familiären Konflikts zu sehen. Offenbar steht eine Trennung/Scheidung des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau im Raum und scheint der Beschwerdeführer , dass seine Ehefrau mit G. eine Beziehung haben könnte ( von G. vom 6. Februar 2022, Frage 16; Einvernahme des  vom 8. Februar 2022 [act. 36 ff.], Fragen 41, 46). Auch scheint es sich so zu verhalten, dass der Beschwerdeführer finanzielle  namentlich gegen seine Söhne zu haben glaubt (Einvernahme H. vom 28. März 2022, Frage 36; vgl. auch act. 127 sowie Protokoll der  [act. 170 ff.] S. 7). Die Ehefrau des Beschwerdeführers scheint am 16. Januar 2022 einen (womöglich mit der familiären Situation ) Suizidversuch unternommen zu haben (vgl. hierzu etwa Einvernahme von D. vom 19. März 2022 [act. 77 ff.], Frage 22). Der  reiste danach nach Italien und kehrte am 7. Februar 2022 in die Schweiz zurück, wo er wegen der von seinem Sohn H. geäusserten Befürchtung, dass er eine Waffe mitführen könnte, polizeilich angehalten,
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kontrolliert und befragt wurde, ohne dass aber bei der Fahrzeug- und  Hausdurchsuchung eine Waffe hätte gefunden werden  (Sachverhaltsbericht der Kantonspolizei Aargau vom 30. März 2022 [act. 145 ff.], S. 6). In einer vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau am 23. Februar 2022 unterzeichneten Trennungsvereinbarung hielten die  fest, dass sie seit dem 16. Januar 2022 getrennt lebten. Die eheliche Wohnung wurde für die Dauer der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts der Ehefrau zugewiesen und der Beschwerdeführer verpflichtete sich, sämtliche Wohnungsschlüssel bis zum 16. März 2022 der Ehefrau  (act. 193 f.). Mit Schreiben datiert vom 2. März 2022 zog der  seine Zustimmung zu dieser Vereinbarung zurück. Er habe sie nur unterzeichnet, weil er sich in einem psychischen Schwächezustand befunden habe und von seinem Sohn H. unter Druck gesetzt und bedroht worden sei. Er werde sich am 14. März 2022 zu einem Psychologen  (act. 198 f.).
3.2.4. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau reichte zudem mit  folgenden Brief des Beschwerdeführers vom 6. April 2022 an seine Ehefrau ein:
[...] Du + ich können uns nur auf uns verlassen Es ist besser, wenn wir zusammen sind. Ich + Du haben nur uns, das weist Du in der Zwischenzeit sicher Las uns neu anfangen und nicht unser Leben wegwerfen. Neu Anfang ohne Bedingungen Neu wie vor 50 Jahren.
[...] Ich kann 45 Jahere nicht vergessen [...] Vergiss nicht Du musst niemanden etwass Beweisen. Nur was Du fühls ist wichtig [...]
Zwar machte der Beschwerdeführer mit Stellungnahme 13. April 2022 , dass dieser Brief nicht als Beweismittel verwendet werden dürfe, weil er (was in den Akten hätte vermerkt werden müssen) nicht über die  des Briefgeheimnisses informiert worden sei. Angesichts dessen, dass sich die Aufhebung des Briefgeheimnisses aber ohne Weiteres aus dem Gesetz (Art. 235 Abs. 3 StPO) ergibt, sind die knappen Vorbringen des Beschwerdeführers nicht geeignet, von der bundesgerichtlichen  abzuweichen, wonach es im Haftprüfungsverfahren reicht, wenn – wie hier – die Verwertbarkeit von Beweismitteln nicht zum  als ausgeschlossen erscheint (vgl. hierzu etwa Urteil des  1B_58/2020 vom 24. Februar 2020 E. 4.2). Aus ähnlichen  heraus bzw. mangels erkennbarer Relevanz ist auch auf die (nicht näher substantiierten) Behauptungen des Beschwerdeführers mit  vom 13. April 2022 (wonach die verfahrensleitende Staatsanwältin noch keine 5 Minuten im selben Zimmer wie er verbracht und noch nicht
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die italienische Botschaft kontaktiert habe) im Rahmen dieses  nicht weiter einzugehen. Zudem sprach das  des Kantons Aargau von einem am 28. März 2022  zugestellten (Verfügung E. 4.5.2) und nicht von einem am 28. März 2022 vom Beschwerdeführer verfassten (Beschwerde Rz 2.5) .
3.2.5. Wenn das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau von  Todesdrohungen einer verzweifelten, gewaltbereiten und  unberechenbaren Person sprach, ist dies vor dem Hintergrund der  Umstände nicht zu beanstanden. Nur schon die in den bisherigen Erwägungen wiedergegebenen Äusserungen des Beschwerdeführers  nahe, dass dieser mit der mutmasslich von seiner Ehefrau  Trennung/Scheidung derzeit nicht klarkommt, diese nicht akzeptieren kann oder will und Personen aus dem familiären und auch /nachbarschaftlichen Umfeld hierfür verantwortlich macht. Diesem  gegenüber scheint sein an den Tag gelegtes Verhalten relativ plötzlich (bzw. über einen kurzen Zeitraum hinweg) feindlich, völlig inadäquat und kaum mehr nachvollziehbar geworden zu sein. So scheint er etwa seine Söhne als Idioten zu betrachten und behauptet gleichzeitig, sie zu lieben und ihnen nichts antun zu können, weil sie die wichtigsten Personen in  Leben seien (vgl. hierzu auch Protokoll der Haftverhandlung, S. 5 und 13). Weiter gibt er vor, seine Ehefrau weiterhin zu lieben, und äussert er den Wunsch nach einem Neuanfang mit ihr, während er ihr zugleich  vorwirft, mit ihr nichts mehr zu tun haben will und ein Boot  will, um damit in Italien mit "jungen geilen Frauen" einzuwässern und auf dem Meer herumzutingeln (Einvernahme des Beschwerdeführers vom 8. Februar 2022, Fragen 63, 68). Konkrete Hinweise, dass sich der  bereits wieder gefangen hätte, gibt es keine.
3.2.6. Wenn der Beschwerdeführer die vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau getroffene Beurteilung seiner Gefährlichkeit mit der  ausschliessen will, dass er einen Tötungsplan schon längst  hätte und dass etwa seine Ausführungen zum bespuckt werden (aus logischen Gründen) eine Todesdrohung ausschliessen würden,  dies nicht. Gerade bei unberechenbar erscheinenden Personen kann Ausführungsgefahr nämlich auch gegeben sein, wenn kein Tötungsvorsatz (konstant) vorhanden ist, und lässt sich Ausführungsgefahr von daher auch nicht ohne Weiteres damit widerlegen, dass sie sich bis anhin trotz  Möglichkeit nicht bereits realisiert hat. Auch verhält es sich gerade nicht so, dass wegen der Ausführungen des Beschwerdeführers zum  werden gar keine Todesdrohung vorliegen kann, zumal eine  durchaus auch in formal betrachtet womöglich widersprüchlicher
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Weise mit Beschimpfungen oder Ausdrücken der Geringschätzung  sein kann, um ihr Wirkung zu untermauern.
3.2.7. Entscheidend ist vielmehr eine gesamthafte Beurteilung aller wesentlichen Umstände des konkreten Einzelfalles, wie vom  des Kantons Aargau vorgenommen. Weshalb die von ihm dabei  Beurteilung, dass der martialische und militärische Tonfall der  sowie die Verzweiflung, Gewaltbereitschaft und  des Beschwerdeführers, die dieser im Rahmen eines familiären Zwists gezeigt habe, bedrohlich wirkten, zu beanstanden sein soll, ergibt sich auch aus der Beschwerde nicht überzeugend. Von den verschiedenen  des Beschwerdeführers vermag einzig sein Hinweis, dass er bis anhin noch nie gewalttätig geworden sei, zu überzeugen, was aber nichts daran ändert, dass die Todesdrohungen des Beschwerdeführers in dem Sinne ernst zu nehmen sind, als dass sich der Beschwerdeführer gegenwärtig in einem psychischen Ausnahmezustand zu befinden scheint, der konkret  lässt, dass er seinen Todesdrohungen entsprechende  folgen lassen könnte. Vor diesem Hintergrund ist das von der  Lenzburg-Aarau offenbar angestrengte  (wie vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau ) ohne Weiteres gerechtfertigt und ist dementsprechend zumindest bis zum Vorliegen eines Vorab-Gutachtens Ausführungsgefahr ohne Weiteres zu bejahen (vgl. hierzu etwa BGE 143 IV 9 E. 2.8).
4. 4.1. Weil bei Ausführungsgefahr an sich kein dringender Tatverdacht  ist, spielt das Verbot der Überhaft (Art. 212 Abs. 3 StPO) vorliegend höchstens eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist (wie bereits in E. 3.2.7 ausgeführt), dass die Schwere der konkret zu befürchtenden  eine fachärztliche Abklärung der Gefährlichkeit des  rechtfertigt und dass deshalb zumindest bis zum Vorliegen eines in Beachtung des Beschleunigungsgebots (Art. 5 Abs. 2 StPO) rasch  Kurzgutachtens die Aufrechterhaltung der Haft  erscheint (vgl. hierzu etwa Urteil des Bundesgerichts 1B_31/2018 vom 19. Februar 2018 E. 2.2.1 und 2.2.2). Im Übrigen wurde bereits darauf , dass zumindest im Hinblick auf gewisse Drohungen ein  Tatverdacht zu bejahen ist, weshalb sich bei der erstmaligen  von Untersuchungshaft auch deshalb die Frage von Überhaft nicht stellt.
4.2. Ohne das Vorliegen eines Kurzgutachtens lässt sich angesichts dessen, dass es um ernstzunehmende Todesdrohungen geht, auch nicht hinläng-
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lich verlässlich beurteilen, ob einer allfälligen Gefährlichkeit des  mit Ersatzmassnahmen (wie vom Beschwerdeführer beantragt) ausreichend Rechnung getragen werden kann. Insbesondere macht die Anordnung einer ambulanten psychiatrischen Therapie bei Nichtvorliegen einer fachärztlichen Beurteilung keinen Sinn. Auch lässt sich ohne eine  Beurteilung nicht verlässlich beurteilen, ob ein Kontakt- und  den Beschwerdeführer gegebenenfalls an der Umsetzung seiner  hindern könnte. Auch ein Electronic Monitoring ist in einer Situation wie vorliegend, wo begründete Zweifel an der Berechenbarkeit des Beschwerdeführers bestehen, unzureichend, steht derzeit doch eben nicht fest, dass sich der Beschwerdeführer hiervon zurückhalten liesse, wenn er etwa einen erweiterten Suizid begehen wollte.
4.3. Auch was der Beschwerdeführer ansonsten gegen die  der vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau  Haft vorbringt, überzeugt nicht. Im Wesentlichen kann auf die  Ausführungen des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau verwiesen werden (Verfügung E. 4.7.4). So ist die Dauer der (einstweilen bis zum 28. Juni 2022) angeordneten Haft nur schon durch das zumindest erforderliche Kurzgutachten gerechtfertigt. Wenngleich dessen Erstellung womöglich nicht drei Monate in Anspruch nehmen wird (vgl. hierzu  Rz 7.1), besteht derzeit keine Veranlassung, die vom  des Kantons Aargau einstweilen angeordnete Haft deshalb zu verkürzen, zumal sich die Strafuntersuchung noch ganz am  befindet, auch noch weitere Untersuchungshandlungen (wie etwa auch die vom Beschwerdeführer als essentiell betrachteten Befragungen) vorzunehmen sein werden und sich derzeit nur schwer abschätzen lässt, wie sich die (auch von der Kooperation des Beschwerdeführers abhängige) Begutachtung gestalten wird. Sollte sich die Erstellung des Kurzgutachtens übermässig verzögern, könnte der Beschwerdeführer jederzeit eine  Begutachtung anmahnen und gegebenenfalls auch eine  Beschwerde erheben. Sollte das Kurzgutachten im Sinne des Beschwerdeführers ausfallen, könnte er (soweit erforderlich) auch ein  begründetes Haftentlassungsgesuch stellen.
Auch die vom Beschwerdeführer angeführten gesundheitlichen  (Beschwerde Rz 1.4, wonach er an Diabetes, Adipositas, -Problemen etc. leide), sind nicht von einer Art, dass deswegen die  des Beschwerdeführers in Zweifel zu ziehen wäre,  diesen Beeinträchtigungen auch im Rahmen der Haft ohne Weiteres Rechnung getragen werden kann. Dass das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau sich hierzu nicht äusserte, kann ihm nicht zum Vorwurf gemacht werden, zumal der Beschwerdeführer vor dem Zwangsmassnah-
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mengericht des Kantons Aargau einzig (in unspezifischer und nicht  Weise) von einer "Schockstarre" sprach, der Rechnung zu  sei (Protokoll S. 21 f.).
4.4. Damit erweist sich die Beschwerde, ohne dass die besonderen Haftgründe der Flucht- und Kollusionsgefahr noch zu prüfen wären, als materiell .
5. 5.1. Mit Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen macht der  (ähnlich wie bereits vor dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau) Formfehler bei der Einreichung und Weiterleitung des Haftantrags geltend und bringt dabei insbesondere vor, dass ihm der Haftantrag der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau zu kurzfristig (erst  wenige Stunden vorgängig zur Haftverhandlung) eröffnet worden sei, wodurch sein Anspruch auf rechtliches Gehör und das  verletzt worden seien, wobei der Beschwerdeführer die Verletzung des Beschleunigungsgebots offenbar darin sieht, dass der Haftantrag  (amtlichen) Verteidiger am Vortag zur Verhandlung erst um 20.00 Uhr statt bereits um 18.00 Uhr weitergeleitet worden sei, weshalb dieser ihn erst am Verhandlungstag zur Kenntnis genommen habe.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau orientierte den () Verteidiger des Beschwerdeführers (bzw. dessen Kanzlei) am 30. März 2022 (12.03 Uhr) mit IncaMail Nachricht darüber, dass am 31. März 2022 um 13.45 Uhr die Haftverhandlung stattfinde und dass ihm der Haftantrag, sobald eingegangen, zugestellt werde (act. 158). Dieser wurde dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau am 30. März 2022 um 17.49 Uhr per E-Mail zugestellt (act. 1) und von diesem dem  Verteidiger des Beschwerdeführers gleichentags um 20.04 Uhr per Inca-Mail weitergeleitet (act. 167).
Hätte sich der (amtliche) Verteidiger aufgrund der dargelegten  oder aufgrund der behaupteten Nichteinhaltung von Formvorschriften nicht in der Lage gesehen, den Beschwerdeführer an der auf den 31. März 2022 (13.45 Uhr) angesetzten Haftverhandlung wirksam zu verteidigen, hätte er beim Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau ein Gesuch um Verschiebung der Haftverhandlung (womöglich auch nur um wenige Stunden) und Behebung der Formfehler stellen können und müssen (vgl. zu dieser Gebotenheit etwa Urteil des Bundesgerichts 1B_130/2021 vom 8. April 2021 E. 3.4), was er aber gerade nicht tat. Deswegen und auch wegen des (wie auch vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons  in E. 3.2 seiner Verfügung festgestellt) sehr umfassenden und  Plädoyers des (amtlichen) Verteidigers des Beschwerdeführers ist
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ohne Weiteres davon auszugehen, dass sich dieser adäquat auf die  vorbereiten konnte, womit eine Gehörsverletzung ohne  auszuschliessen ist und im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens auch keine begründete Veranlassung besteht, über das Vorliegen von  Formvorschriften oder einer prima vista nicht ansatzweise zu  Verletzung des Beschleunigungsgebots zu befinden.
5.2. 5.2.1. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass das  des Kantons Aargau über seinen (von ihm auch bei der  Lenzburg-Aarau gestellten) Antrag auf Gewährung der  Rechtspflege und Verbeiständung zumindest mit Wirkung für das Verfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau hätte befinden müssen (Beschwerde Ziff. 8.5).
5.2.2. Der vom Beschwerdeführer vor dem Zwangsmassnahmengericht des  Aargau gestellte Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen  kann sich nur auf die Befreiung von Verfahrenskosten oder von einer Vorschussleistung beziehen. Nachdem das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau vom Beschwerdeführer als beschuldigter Person keine Vorschussleistung einverlangt hatte und nachdem der  als beschuldigte Person (anders als eine Privatklägerschaft gestützt auf Art. 136 Abs. 2 lit. b StPO) weder einen gesetzlich noch einen  begründeten Anspruch auf endgültige Befreiung von  hat (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 6B_847/2017 vom 7. Februar 2018 E. 5), ist es nicht zu beanstanden, dass das  des Kantons Aargau dem Antrag im Ergebnis nicht stattgab. Soweit der Beschwerdeführer mit Beschwerde die Gewährung der  Rechtspflege sowohl für das Verfahren vor dem  des Kantons Aargau als auch dieses Beschwerdeverfahren beantragt, ist die Beschwerde dementsprechend als unbegründet . Dass das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau die () Abweisung dieses Antrags unbegründet liess, begründet keine bei der Kostenregelung zu berücksichtigende Gehörsverletzung, zumal dem () Verteidiger des Beschwerdeführers die (klare) Rechtslage nicht  wegen des oben erwähnten Entscheids des Bundesgerichts bekannt gewesen sein muss und er es zudem auch unterliess, vor dem  des Kantons Aargau seinen Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (näher) zu begründen. Weshalb das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau von Amtes wegen einen vom Beschwerdeführer bei der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau  Antrag hätte behandeln müssen, ist nicht einsichtig (vgl. hierzu auch sogleich E. 5.2.3).
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5.2.3. Obwohl das Zwangsmassnahmengericht in Art. 61 StPO nicht explizit  wird, obliegt diesem in allen Verfahren, die in seine Zuständigkeit fallen, die Verfahrensleitung. Insoweit ist das Zwangsmassnahmengericht zuständig für die Sicherstellung der notwendigen Verteidigung und für die Anordnung und Bestellung einer amtlichen Verteidigung. Die  durch das Zwangsmassnahmengericht beschränkt sich auf , die sich in seiner Zuständigkeit abwickeln. Die Staatsanwaltschaft  folglich die Verfahrensleitung für alle Angelegenheiten, die in ihre  Zuständigkeit fallen (BGE 137 IV 215 Regeste).
Angesichts dessen, dass es beim Zwangsmassnahmengericht des  Aargau um die Beurteilung eines auf drei Monate lautenden (und  nicht unbegründeten) Haftantrags ging, ist ohne Weiteres  auszugehen, dass die Verteidigung des Beschwerdeführers zum  der Haftverhandlung zur Wahrung seiner Interessen zumindest i.S.v. Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO geboten war. Angesichts seiner im  eingereichten EL-Berechnung bzw. der darin ausgewiesenen knappen finanziellen Verhältnisse (mit Gültigkeit ab Januar 2022) ist auch ohne Weiteres davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer bereits zum Zeitpunkt des Verfahrens vor dem Zwangsmassnahmengericht des  Aargau i.S.v. Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO bedürftig war und weiterhin ist. Von daher ist dem Beschwerdeführer mit Wirkung für dieses  die amtliche Verteidigung (unter Einsetzung seines  Verteidigers) zu gewähren. Nachdem sich das  des Kantons Aargau hierzu nicht geäussert hatte, die  Voraussetzungen aber offensichtlich bereits damals vorlagen, gilt die amtliche Verteidigung auch für das Verfahren vor dem  des Kantons Aargau. Eine bei der Kostenregelung zu  Gehörsverletzung liegt aber nicht vor, zumal der  seinen entsprechenden Antrag vor dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau nicht näher begründete und damals insbesondere seine Bedürftigkeit gegenüber dem Zwangsmassnahmengericht des  Aargau weder behauptet noch nachgewiesen hatte.
5.3. Dementsprechend sind die Kosten dieses Beschwerdeverfahrens dem  Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung seines amtlichen Verteidigers für das Verfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau und für dieses  ist am Ende des Strafverfahrens von der dannzumal zuständigen Instanz festzulegen (Art. 135 Abs. 2 StPO).
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