Decision ID: 51cf7206-e2b9-549b-ab07-5d4456f3db50
Year: 2021
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt und Erwägungen:
1.
1.1 A._, geb. ... 2002, ersuchte die Einwohnergemeinde (EG) B._ am 18. Juli 2020, ihm auch nach Erreichen der Volljährigkeit bis zum Abschluss der Erstausbildung Kinderunterhaltsbeiträge zu bevorschussen. Mit Verfügung vom 24. Juli 2020 stellte die EG B._ die Bevorschussung per 1. September 2020 ein. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, gemäss Vereinbarung der Eltern über die  vom 10. September/7. November 2008 und Urteil des  2 des (damaligen) Gerichtskreises IV Aarwangen-Wangen vom 31. März 2009 ende die Unterhaltspflicht des Vaters gegenüber den Kindern mit deren Volljährigkeit.
1.2 Dagegen erhob A._ am 17. August 2020 Beschwerde beim Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Oberaargau, der sie mit Entscheid vom 17. November 2020 abwies.
1.3 Am 18. Dezember 2020 hat A._, nunmehr anwaltlich , Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit folgenden Anträgen in der Sache:
«1. Der Entscheid des Regierungsstatthalters Oberaargau vom 17.  2020 sei aufzuheben und der Regionale Sozialdienst B._ sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer rückwirkend ab dem 1. September 2020 nebst Zins zu 5 % ab jeweiliger Fälligkeit sowie künftig bis zum Abschluss seiner ordentlichen , längstens aber bis zur Vollendung seines 25. Altersjahres, die monatlichen Unterhaltsbeiträge gemäss Scheidungsurteil des  IV Aarwangen im Ehescheidungsverfahren [...] vom 21. [richtig: 31.] März 2009 bzw. der mit diesem Urteil gerichtlich  Scheidungskonvention [vom] 10. September/7.  2008 in der Höhe von CHF 600.00 und indexiert nach der Formel von Ziffer 8 Scheidungskonvention zu bevorschussen.
2. Eventuell: Der Entscheid des Regierungsstatthalters Oberaargau vom 17. November 2020 sei aufzuheben und die Akten seien zur  Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurück zu weisen.»
Gleichzeitig ersucht er für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um  Rechtspflege und Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt. Die EG B._ und der Regierungsstatthalter des Verwaltungs-
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kreises Oberaargau beantragen mit Beschwerdeantwort vom 18. Januar bzw. Vernehmlassung vom 21. Januar 2021 je die Abweisung der .
2.
2.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 8 Abs. 4 des Gesetzes vom 6. Februar 1980 über Inkassohilfe und Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen [nachfolgend: IBG; BSG 213.22]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen  teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder  (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.2 Gemäss Art. 57 Abs. 4 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die  der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) und Art. 8 Abs. 4 Satz 2 IBG entscheidet der Präsident der  Abteilung des Verwaltungsgerichts über Beschwerden  Entscheide der Regierungsstatthalterin bzw. des Regierungsstatthalters über die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen als Einzelrichter. Er kann die einzelrichterliche Zuständigkeit einem Mitglied der Abteilung übertragen (vgl. Art. 57 Abs. 5 Satz 2 GSOG; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 119 N. 38).
2.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
3.
3.1 Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil nach seinen , für den gebührenden Unterhalt des Kindes und tragen insbesondere die
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Kosten von Betreuung, Erziehung, Ausbildung und  (Art. 276 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert gemäss Art. 277 ZGB bis zur Volljährigkeit des Kindes (Abs. 1). Hat es dann noch keine angemessene Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten  zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Abs. 2). Kommt der unterhaltspflichtige Elternteil seiner Pflicht nicht nach, bestimmt das öffentliche Recht, unter welchen Voraussetzungen dem Kind Unterhaltsbeiträge bevorschusst werden (vgl. Art. 293 Abs. 2 ZGB). Nach bernischem Recht können auch volljährige Kinder die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen beanspruchen, wenn sie sich nach Erreichen der  noch in Ausbildung befinden. Der Anspruch besteht so lange, bis diese Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Altersjahres (vgl. Art. 3 Abs. 1 Satz 2 IBG). Voraussetzung für die Bevorschussung ist ein gültiger und vollstreckbarer Unterhaltstitel (Art. 3 Abs. 2 IBG), d.h. die Unterhaltsleistung des pflichtigen Elternteils muss durch gerichtliches Urteil (z.B. Scheidungsurteil oder Urteil nach Unterhaltsklage), durch gerichtlich genehmigte Vereinbarung oder in einem durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde genehmigten  ausgewiesen sein (BVR 2013 S. 497 E. 3.2; VGE 2016/101 vom 15.4.2016 E. 2.2; vgl. auch BVR 2001 S. 529 E. 2b [zur Rechtslage bis 31.12.2012]).
3.2 Der Beschwerdeführer war bei der Scheidung seiner Eltern sieben bzw. bei Abschluss der Scheidungskonvention sechs Jahre alt. Die Eltern haben über die Unterhaltsbeiträge des Vaters an die unter elterlicher Sorge der Mutter stehenden Kinder folgende Regelung getroffen (Ziff. 4 der  vom 10.8./7.11.2008, gerichtlich genehmigt mit  Urteil vom 31.3.2009, alles in Akten des Regierungsstatthalteramts [nachfolgend: Akten RSA] pag. 5-10):
«[Der Vater] verpflichtet sich, für die beiden Kinder ab Rechtskraft des Ehescheidungsurteils bis zur Volljährigkeit monatlich vorauszahlbare Unterhaltsbeiträge von je Fr. 600.00 zzgl. Kinderzulagen zu leisten,  diese von ihm bezogen werden. Art. 276 Abs. 3, Art. 277 Abs. 2  Art. 286 Abs. 2 und 3 [ZGB] bleiben vorbehalten.»
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Seit dem 23. Juli 2018 absolviert der Beschwerdeführer eine Lehre als Koch EFZ (vgl. Lehrvertrag vom 29.3.2018, Akten RSA pag. 11 f.). Am 5. August 2020 wurde er 18 Jahre alt und damit volljährig. Seine dreijährige Ausbildung endet voraussichtlich im Juli 2021.
3.3 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer bei Erreichen der  seine Erstausbildung noch nicht abgeschlossen hatte. Damit stellt sich die Frage, ob ihm die Regelung gemäss Ziff. 4 der  vom 10. August/7. November 2008 auch nach Erreichen der  bzw. bis zum Abschluss der Ausbildung einen vollstreckbaren  auf Bevorschussung des Unterhalts im Sinn von Art. 3 Abs. 2 IBG vermittelt. Die Vorinstanz verneinte einen solchen Anspruch mit Blick auf die bereits etwas ältere publizierte Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts. Zwar sei eine Formulierung, welche die weiterführende Unterhaltspflicht nach Art. 277 Abs. 2 ZGB ausdrücklich vorbehalte, gemäss BVR 1999 S. 546 E. 3 in der Regel als Verpflichtung zur fortgesetzten  über die Volljährigkeit hinaus zu verstehen, sofern im Zeitpunkt des  (bzw. der Vereinbarung) absehbar gewesen sei, dass die Ausbildung über das 18. Altersjahr hinaus andauern werde. Bei Kindern, die wie der  im Zeitpunkt der Unterhaltsregelung noch klein oder am  ihrer schulischen Laufbahn gestanden hätten, sei dies aber nicht der Fall. Gemäss BVR 2001 S. 529 E. 3b begründe in solchen Konstellationen der Vorbehalt von Art. 277 Abs. 2 ZGB allein keinen vollstreckbaren  für allfälligen künftigen Volljährigenunterhalt.
3.4 Der Beschwerdeführer hält diese Rechtsprechung für überholt. Art. 133 Abs. 3 ZGB (bzw. Art. 133 Abs. 1 Satz 2 in früheren Fassungen) sehe seit dem 1. Januar 2000 vor, dass der Unterhaltsbeitrag über die  hinaus festgelegt werden könne. Dies habe das Bundesgericht in BGE 139 III 401 (Pra 103/2014 Nr. 26) in Präzisierung seiner bisherigen  bestätigt, insbesondere mit Bezug auf noch kleine Kinder. Vor diesem Hintergrund müsse die Ehescheidungskonvention vom 10. August/7.  2008 als gültiger und vollstreckbarer Unterhaltstitel für  qualifiziert werden, der die Gemeinde zur Bevorschussung .
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4.
4.1 Nach den Bestimmungen des ZGB ist es zulässig, im  den Kinderunterhalt über den Zeitpunkt der Volljährigkeit hinaus zu regeln, unbesehen davon, wie alt das Kind im Scheidungszeitpunkt ist. Die Regelung gilt seit dem 1. Januar 1996 (Art. 156 Abs. 2 ZGB in der Fassung vom 7.10.1994 [AS 1995 S. 1127]), als das Volljährigkeitsalter von 20 auf 18 Jahre herabgesetzt wurde (vgl. Art. 14 ZGB in der Fassung vom 7.10.1994 [AS 1995 S. 1126]). Der Gesetzgeber wollte mit dieser «Kann-Vorschrift» dem Umstand Rechnung tragen, dass die Ausbildung bei Erreichen der  künftig regelmässig noch nicht abgeschlossen sein dürfte, weshalb es im Interesse der Kinder neu allgemein zulässig sein sollte, bereits im Scheidungszeitpunkt einen Volljährigenunterhalt festzusetzen. Den  gewordenen jungen Erwachsenen soll erspart bleiben, Klage gegen einen Elternteil führen zu müssen (vgl. BGE 129 III 55 E. 3.1.4 [Pra 92/2003 Nr. 101]). Die Regelung wurde bei der Revision des Scheidungsrechts in Art. 133 ZGB überführt (seit 1.1.2000 als Art. 133 Abs. 1 Satz 2 [AS 1999 S. 1131], seit 1.7.2014 als Art. 133 Abs. 3 ZGB [AS 2014 S. 357]). Der vom Beschwerdeführer angeführte Bundesgerichtsentscheid BGE 139 III 401 nimmt darauf Bezug und präzisiert, dass entgegen der restriktiveren früheren Rechtsprechung «das Zusprechen eines solchen [Unterhalts-]Beitrags über die Volljährigkeit hinaus allgemein zugelassen wird», was insbesondere auch in Betracht falle, «wenn das betreffende Kind noch klein ist und somit zum Zeitpunkt des Scheidungsurteils noch über keine festen  verfügt» (E. 3.2.2 des Urteils in der Übersetzung gemäss Pra 103/2014 Nr. 26).
4.2 Die soeben dargestellte zivilrechtliche Rechtslage umschreibt die  Möglichkeit der Zivilgerichte bzw. der scheidungswilligen Eltern, im Scheidungsfall einen Volljährigenunterhalt (auch für noch kleine Kinder)  zu regeln; eine gesetzliche Pflicht dazu besteht nicht (BGer 5A_727/2018 vom 22.8.2019 E. 5.3.2). Ob bzw. in welchem Umfang von dieser Möglichkeit tatsächlich Gebrauch gemacht wurde, muss in jedem Einzelfall geprüft . Für die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen sind dabei allein die Anforderungen des kantonalen Verwaltungsrechts massgeblich, die nicht nur einen gültigen, sondern auch einen vollstreckbaren Unterhaltstitel vo-
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raussetzen (Art. 3 Abs. 2 IBG; vorne E. 3.1). Ob und in welchem  Umfang ein solcher Titel vorliegt, muss im Zeitpunkt der  erstellt sein, ansonsten das Gemeinwesen Gefahr läuft, Beiträge zu bevorschussen, die von der unterhaltspflichtigen Person gar nicht  werden. Denn die Alimentenbevorschussung soll dem Kind lediglich (aber immerhin) die Risiken der Einforderung der geschuldeten  abnehmen, nicht aber ihm den Unterhalt auch dann sichern, wenn der betreffende Elternteil nicht (oder nicht im behaupteten Umfang)  oder -fähig ist. Das Gemeinwesen muss mit anderen Worten bereits im Bevorschussungszeitpunkt die Gewissheit haben, in einem  Vollstreckungsverfahren gegen den Unterhaltsschuldner über einen Rechtsöffnungstitel (vgl. Art. 80 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]) im Umfang der  Leistungen zu verfügen. Dies setzt voraus, dass die  Geldforderung beziffert ist oder sich zumindest in Verbindung mit der Begründung oder aus dem Verweis auf andere Dokumente ohne weiteres ergibt (vgl. zum Ganzen BVR 2013 S. 497 E. 4.3 mit Hinweisen).
4.3 Massgeblich ist hier somit nicht in erster Linie die vom  angeführte familienrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Gültigkeit von Unterhaltsregelungen über die Volljährigkeit hinaus,  die Rechtsprechung zur Vollstreckung solcher Unterhaltsforderungen. Danach ist die Rechtsöffnung zu verweigern, wenn sich, z.B. infolge einer ungeschickten Formulierung, nicht mit Sicherheit ermitteln lässt, ob und in welcher Höhe der geltend gemachte Unterhalt geschuldet ist. In diesem Fall ist es Aufgabe des Sachgerichts, Klarheit zu schaffen (grundlegend: BGE 135 III 315 E. 2.3; ferner BGE 144 III 193 E. 2.4.1 mit Hinweis auf BGE 143 III 564 E. 4.3.2 [Pra 107/2018 Nr. 132]; Ronnie Bettler,  im Scheidungsurteil – Festlegung und Vollstreckung, in ZBJV 2013 S. 915 ff., 926 f.). Ein Urteil oder eine Konventionsregelung über  ist demzufolge dann vollstreckbar bzw. ein definitiver , wenn die Zahlung von Unterhalt über die Volljährigkeit hinaus angeordnet oder vereinbart wurde, der geschuldete Unterhaltsbeitrag  festgelegt und dessen Dauer bestimmt ist (exemplarisch OGer ZK 19 175 vom 22.5.2019, in Zeitschrift für kantonale Rechtsprechung [CAN] 2020 Nr. 69 S. 211 E. 13.3).
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4.4 Dies ist hier nicht der Fall: Die Unterhaltsregelung, welche die Eltern des damals sechsjährigen Beschwerdeführers im August bzw. November 2008 getroffen haben, sieht vor, dass der Vater einen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 600.-- pro Kind «bis zur Volljährigkeit» bezahlt (vorne E. 3.2). Der Volljährigenunterhalt wird nicht geregelt, sondern lediglich durch  von Art. 277 Abs. 2 ZGB «vorbehalten»; vom Vorbehalt ebenfalls  sind Art. 276 Abs. 3 ZGB (Befreiung der Eltern von der Unterhaltspflicht in dem Mass, als dem Kind zugemutet werden kann, den Unterhalt aus eigenem Arbeitserwerb oder anderen Mitteln zu bestreiten) und Art. 286 Abs. 2 und 3 ZGB (Anpassung des Unterhaltsbeitrags durch das Gericht bei erheblicher Veränderung der Verhältnisse bzw. Verpflichtung zur Leistung eines besonderen Beitrags bei nicht vorhergesehenen ausserordentlichen Bedürfnissen). Aus dieser Regelung und den genannten Vorbehalten kann nicht geschlossen werden, dem volljährigen Beschwerdeführer stehe ein klar bezifferbarer Anspruch gegen seinen Vater auf monatliche  bis zum Abschluss seiner Ausbildung zu. Die gewählte Formulierung mag zwar zum Ausdruck bringen, dass der Vater die Kinder auch nach  der Volljährigkeit grundsätzlich unterstützen soll, sofern zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzungen von Art. 277 Abs. 2 ZGB erfüllt sind. Allein die Erwähnung bzw. der blosse Vorbehalt der gesetzlichen Bestimmung  für sich allein aber keinen definitiven Rechtsöffnungstitel (vgl. BGE 113 III 6 E. 1b), denn daraus ergibt sich noch kein beziffer- bzw. vollstreckbarer Anspruch auf Unterhalt (vgl. auch Ronnie Bettler, a.a.O., S. 928 mit weiteren Hinweisen; ferner VGer SO VWBES.2015.453 vom 21.3.2016, in  Gerichtspraxis [SOG] 2016 Nr. 20 E. 5.1 f.). Hier haben die Eltern des Beschwerdeführers die Unterhaltsregelung im Jahr 2008 getroffen, also zu einem Zeitpunkt, in dem die für einen allfälligen Anspruch auf  massgeblichen Verhältnisse noch nicht absehbar waren. Dieser Sachverhalt unterscheidet sich massgeblich von der Ausgangslage in BVR 1999 S. 546, wo das Kind im Zeitpunkt der Scheidung seiner Eltern bereits über 16 Jahre alt war und die Mittelschule besuchte (vgl. E. 3 des erwähnten Urteils; mit dem vorliegenden Sachverhalt insoweit hingegen vergleichbar BVR 2001 S. 529 E. 3b). Ausserdem ist der gleichzeitige Vorbehalt von Art. 276 Abs. 3 ZGB dahingehend zu interpretieren, dass ein allfälliger Lohn des Beschwerdeführers soweit zumutbar bei der Festsetzung der  gegebenenfalls zu berücksichtigen ist. Damit ist insbesondere auch
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die Höhe eines allfälligen Volljährigenunterhalts durch die  von 2008 nicht ausgewiesen, die geschuldete Geldforderung mithin nicht ohne weiteres bestimmbar.
4.5 Es liegt demnach kein vollstreckbarer Unterhaltstitel für  an den Beschwerdeführer vor. Dass eine gültige Regelung nach Massgabe des Zivilrechts im Scheidungszeitpunkt zulässig und möglich war, ändert daran nichts. Es kann darauf verzichtet werden, die Akten des  oder weitere Unterlagen einzuholen; diese Beweisanträge werden abgewiesen (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu statt vieler BVR 2017 S. 255 E. 5.1 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer bleibt die Möglichkeit, gestützt auf Art. 277 Abs. 2 ZGB von seinem Vater  zu verlangen, unter Umständen auf dem Klageweg beim  Zivilgericht, um dadurch einen vollstreckbaren Unterhaltstitel für die  Bevorschussung durch die Gemeinde zu erwirken. Der angefochtene Entscheid hält damit der Rechtskontrolle stand und die Beschwerde ist .
5.
5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende  kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf  (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat jedoch für das  Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.
5.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den  Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen  es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). – Die Prozessbedürftigkeit des Beschwerdeführers ist ausreichend dokumentiert (vgl. act. 1C), und die
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gestellten Rechtsbegehren können nicht als von vornherein aussichtslos  werden. Das Verwaltungsgericht hat sich bisher nicht zur Tragweite von BGE 139 III 401 für die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen . Der Beschwerdeführer hat die publizierte (ältere) Praxis des Gerichts vor diesem Hintergrund kritisch zur Diskussion gestellt. Seine Argumente bedurften näherer Prüfung und können nicht als chancenlos bezeichnet , wie auch die Rechtsprechung in anderen Kantonen zeigt (vgl. etwa  ABV 2014/4 des Versicherungsgerichts SG vom 1.4.2015). Ausserdem erscheint der Beizug eines Rechtsvertreters angesichts der rechtlichen  als gerechtfertigt. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit gutzuheissen, und dem Beschwerdeführer ist für das  Verfahren Fürsprecher ... als amtlicher Anwalt beizuordnen.
5.3 Mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses gibt die Kostennote des Rechtsvertreters zu keinen Bemerkungen Anlass. Der tarifmässige  ist entsprechend auf Fr. 3'437.50, zuzüglich Fr. 84.90  und Fr. 271.25 MWSt (7,7 % von Fr. 3'522.40), insgesamt Fr. 3'793.65, festzusetzen (vgl. Art. 41 Abs. 3 i.V.m. Art. 42a Abs. 3 des Kantonalen  vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]).
Die amtliche Entschädigung bestimmt sich nach Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG. Demnach bezahlt der Kanton den amtlich bestellten  und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 KAG). Der Stundenansatz beträgt Fr. 200.-- (Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der  Anwältinnen und Anwälte [EAV; BSG 168.711]). Auslagen und  werden zusätzlich entschädigt (Art. 42 Abs. 1 Satz 3 KAG). Bei einem massgeblichen Zeitaufwand von 13 Stunden und 45 Minuten ist die amtliche Entschädigung auf Fr. 2'750.-- (13.75 x Fr. 200.--), zuzüglich Fr. 84.90 Auslagen und Fr. 218.30 MWSt (7,7 % von Fr. 2'834.90),  Fr. 3'053.20, festzusetzen.
Der Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur
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Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).
5.4 Für das Gesuchsverfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege sind keine Kosten zu erheben (Art. 112 Abs. 1 VRPG).

Considerations: