Decision ID: 0f570a94-1f91-461a-aa7b-575c2eabdb50
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965,
war seit Januar 200
7 zu einem Pensum von 30
Wochenstunden bei der
Y._
als Hauswart angestellt und im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Suva für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert.
1.2
Am 2
0.
Juli 2016 stolperte der Versicherte bei der Arbeit und fiel auf die linke Schulter (Bagatellunfallmeldung UVG vom
7.
August 2016,
Urk.
10/1).
Der H
aus
arzt
prac
t
. med.
Z._
stellte eine Ruptur der linken
Subskapularissehne
fest und wies seinen Patienten zur weiteren Behandlung der Universitätsklinik
A._
zu (
Bericht des Röntgeninsti
t
utes
D._
über die Magnetresonanz
tomographie vom 2
7.
Juli 2020,
Urk.
10/26;
Überweisungsbericht
von
pract
. med.
Z._
vom 2
8.
Juli 2016,
Urk.
10/20; Sprechstundenbericht der Univer
sitätsklinik
A._
vom 2
9.
Juli 2016, Urk.
10/6). Dort wurde am 1
1.
August 2016 eine Schulterarthroskopie mit
Bizepstenotomie
,
Subskapularis
-Rekonstruk
tion und
subakromialer
Bursektomie
durchgeführt (Operationsbericht in
Urk.
10/16; Austrittsbericht vom 1
7.
August 2016,
Urk.
10/15). Die Suva aner
kannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 2
0.
Juli 2016 (Schreiben an die Beteiligten vom 2
9.
August 2016,
Urk.
10/8-9).
Im weiteren Verlauf persistierten die Beschwerden und die Universitätsklinik
A._
stellte eine beginnende
f
rozen
shoulder
links fest (Sprechstundenbericht
e
vom 3
0.
A
ugust, vom 2
1.
September und vom
9.
November
2016,
Urk.
10/21
,
Urk.
10/28 und
Urk.
10/37; Arztzeugnisse UVG der Hausärzte
Dr.
med.
B._
und
pract
. med.
Z._
,
Urk.
10/30 und
Urk.
10/33
).
Die Suva führte mit dem Versicherten am
2.
Dezember 2016 eine Be
sprechung auf der Agentur
durch
(Urk.
10/38) und im Jahr 2017 folgten
weitere Verlaufskontrollen in der Univer
sitätsklinik
A._
(Sprechstundenberichte vom 1
3.
Februar, vom 1
5.
Mai, vom 1
7.
Juli und vom
6.
Oktober 2017,
Urk.
10/43,
Urk.
10/48,
Urk.
10/60 und
Urk.
10/68) sowie erneute Besprechungen auf der Agentur der Suva
(Berichte vom 1
1.
April und vom
3.
Oktober 2017,
Urk.
10/45 und
Urk.
10/64).
Am 2
3.
Oktober 2017 wurde der Versicherte auf Zuweisung der Universitätsklinik
A._
hin (
Urk.
10/68 S. 2) im Institut
für komplementäre und integrative Medizin des Universitätsspitals
C._
untersucht (
Bericht in
Urk.
10/103)
. D
es Weiteren fanden am 1
6.
Januar
,
am
5.
Februar
und am 2
9.
März
2018 in der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals
C._
Untersuchung
en
der linken Schulter
und des linken Armes
unter neurologischen Aspekten statt (
Berichte in
Urk.
10/119
,
Urk.
10/127 und
Urk.
10/135
)
, am 1
9.
Februar
,
am 1
7.
April
und am 1
6.
Mai
2018
waren die Beschwerden in der linken Schulter und im linken Arm zusätzlich Gegenstand von Untersuchungen in der Klinik für Rheumatologie des Universitätsspitals
C._
(Bericht
e
in
Urk.
10/129
,
Urk.
10/144 und
Urk.
10/149
)
, und am 2
3.
Februar 2018 erfolgte in der Klinik für
Angiologie
des Universitäts
spitals
C._
eine weitere Abklärung der Beschwerden des linken Armes (Bericht in
Urk.
10/141).
Der Versicherte klagte weiter
hin
über Schmerzen
(vgl. die Telefonnotiz der Suva vom 1
5.
Juni 2018,
Urk.
10/156)
;
er hatte jedoch
bereits
im Juli 2017 die Arbeit bei der
Y._
in reduziertem Umfang
wieder aufgenommen
(vgl.
Urk.
10/64 S. 1).
Ausserdem hatte er sich am 1
9.
Oktober 2017 auch bei der Invalidenversicherung angemeldet (
Urk.
26/104).
1.3
Am 2
2.
Juni 2018
stürzte
X._
bei der Arbeit von einer Bockleiter (Schadenmeldung UVG vom 2
5.
Juni 2018,
Urk.
9/1) und erlitt eine mehrfrag
mentäre distale Radiusfraktur links und eine Fraktur des Arcus
zygomaticus
links. Er wurde am 2
5.
Juni 2018 in der Klinik für Plastische Chirurgie und Hand
chirurgie
und in der Klinik für Traumatologie
des Universitätsspitals
C._
operiert (Operationsbericht
e
in
Urk.
9/6
und
Urk.
9/10 sowie Austrittsbericht der Klinik für Traumatologie des Universitätsspitals
C._
vom 2
8.
Juni 2018,
Urk.
9/7; vgl. auch die
Radiologieberichte
in
Urk.
9/12,
und
Urk.
9/15-17).
Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen dieses neuen Ereignisses wiederum (vgl. das Schreiben vom 2
7.
Juni 2018,
Urk.
9/2).
Zusätzlich traten infolge des
Ereignis
ses
vom 2
2.
Juni 2018 Schulterbeschwerden rechts auf (vgl. den
Radiologiebericht
in
Urk.
9/18) und am 1
7.
Juli 2018 wurde mit
tels
einer Magnetresonanz-
Arthrographie
ein p
arti
eller Riss der
Subska
pularissehne
festgestellt (Bericht des R
öntgeninstitutes
D._
, Urk.
9/19).
1.4
Ende Juli 2018 erfolgte im Universitätsspital
C._
eine Kontrolluntersuchun
g, die das linke Handgelenk und die rechte Schulter betraf (Bericht vom
9.
August 2018,
Urk.
9/21
,
und
Radiologiebericht
in
Urk.
9/24); ausserdem war Anfang Juli 2018 zur Kontrolle der Schulterbeschwerden links ebenfalls eine Magnetreso
nanz-
Arthrographie
durchgeführt worden (Be
r
icht des Röntgeninstitu
t
es
D._
vom
4.
Juli 2018,
Urk.
10/165).
Auf die hausärztliche Zuweisung hin wurde der Versicherte sodann am 1
4.
A
ugust 2018 wegen der beidseitigen persistierenden Schulterschmerzen in der Universitätsklinik
A._
untersucht (Sprechstunden
bericht in
Urk.
9/28) und am 1
1.
September 2018 fand in der Klinik für Trauma
tologie des Universitätsspitals
C._
eine Verlaufskontrolle statt, die den linken Arm be
t
raf (Bericht vom 2
0.
September 2018,
Urk.
9/53;
Radiologiebericht
in
Urk.
9/57).
Am 2
5.
September 2018 führte die Suva mit dem Versicherten und
dessen Case-
Managerin eine Besprechung zu den
Folgen beider Ereignisse
durch
(Berichte in
Urk.
9/50 und
Urk.
9/51).
Es folgten weitere Kontrolluntersuchungen in der Klinik für Traumatologie des Universitätsspitals
C._
wegen persistierender Schmerzen im linken Hand
gelenk (Bericht
e
vom 2
3.
Oktober
und vom 2
0.
November
2018,
Urk.
9/59
und
Urk.
9/63
;
Radiologi
eberichte
in
Urk.
9/60 und
Urk.
9/67
),
weitere Untersuchun
g
en
in der Schulter-S
prechstunde der Universitätsklinik
A._
(Bericht
e
vom 1
3.
November
und vom 2
1.
Dezember
2018
,
Urk.
9/62
und Urk.
9/7
4;
Radiolo
giebericht
in
Urk.
9/73
) und - ebenfalls in Bezug auf die
Schulterbeschwerden
- Untersuchungen in der Klinik für Rheumatologie des Universitätsspitals
C._
(Bericht vom 2
6.
Februar 2019,
Urk.
9/93
;
Radiologiebericht
in
Urk.
9/99
)
. Am 1
1.
April 2019 wurde sodann in der Klinik für Traumatologie des Universitäts
spitals
C._
das
Osteosynthesematerial
im linken Arm entfernt (Operations
bericht in
Urk.
9/104
; Verlaufsberichte vom 19. März und vom 1
6.
Juli 2019,
Urk.
9/101 und
Urk.
9/135;
Radiologieberichte
in
Urk.
9/102
und
Urk.
9/149
).
1.5
Die Schulterbeschwerden hielten an (Sprechstundenbericht
e
der Universitäts
klinik
A._
vom
9.
April
und vom
6.
August
2019,
Urk.
9/107
und
Urk.
9/150
;
Radiologiebericht
in
Urk.
9/147
), und in der Universitätsklinik
A._
wurde eine von der Halswirbelsäule herrührende Schmerzkomponente diskutiert (Sprech
stundenbericht
e
vom 2
2.
Mai
sowie
vom 1
2.
und vom 2
5.
Juli
2019,
Urk.
9/113
,
Urk.
9/137
und
Urk.
9/183
;
Radiologiebericht
in
Urk.
9/115
), für welche die Suva ihre Leistungspflicht jedoch am 1
3.
Juni 2019
verneinte
(Urk.
9/123).
Vom
8.
August bis zum 1
2.
September 2019 hielt sich der Versicherte zur Reha
bilitation und zur Evaluierung der Leistungsfähigkeit in der Rehaklinik
E._
auf (Austrittsbericht vom 1
6.
Oktober 2019,
Urk.
9/167); im Rahmen dieses Aufenthaltes fand
en ein psychosomatisches (vgl.
Urk.
9/167 S. 5 f.) und
ein neurologisches Konsilium statt
(
Bericht von
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Neurologie, vom 1
1.
September 2019,
Urk.
9/161), und
das linke Handgelenk
wurde zudem von Ärzten der Klinik für Traumatologie des Universitätsspitals
C._
konsiliarisch beurteilt (Bericht vom 1
2.
September 2019,
Urk.
9/160).
Auch nach diesem Aufenthalt klagte der Versicherte noch über beidseitige Schulterschmerzen und über
Schmerzen im linken Handgelenk, die im Vorder
grund stünden (Sprechstundenbericht der Universitätsklinik
A._
vom 1
8.
Oktober 2019,
Urk.
9/174; Bericht
e
der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Universitätsspital
s
C._
vom 2
6.
November
und vom 9.
Dezember
2019,
Urk.
9/185
und
Urk.
9/192
), und im November 2019 wurden eine
Arthrographie
und eine
Arthro
-Magnetresonanztomographie des
linken
Handgelenks angefertigt
(Bericht des Medizinisch-Radiologischen Instituts vom
7.
November 2019,
Urk.
9/178).
Des Weiteren wurden im Januar 2020 im Institut für Anästhesiologie des Universitätsspitals
C._
zusätzliche
M
öglichkeiten einer Therapie der chronischen Schmer
z
en geprüft
(Be
richt vom 2
0.
Januar 2020, Urk.
9/198).
1.6
Am 1
2.
Februar 2020 wurde der Versicherte von med.
pract
.
G._
, Fachärztin für Anästhesiologie, kreisärztlich untersucht (Bericht in
Urk.
9/203 und
Urk.
9/204) und am 1
7.
Februar 2020 beurteilte med.
pract
.
G._
den Integritätsschaden (
Urk.
9/202).
Mit Schreiben vom 1
8.
Februar 2020
(
Urk.
9/206)
teilte die Suva dem Versicher
ten anschliessend mit, dass sie die Heil
ungs
kostenleistungen
aufgrund der Unfälle vom 2
0.
Juli 2016 und vom 2
2.
Juni 2018
per
1.
März 2020 einstelle und danach nur noch für vier Arztkontrollen und fünf Serien Physiotherapie
pro
Jahr
aufkommen werde (
Urk.
9/206 S. 1). Ausserdem eröffnete die Suva ihm, dass sie
für die Zeit
ab dem
1.
Juli 2020 auch die Taggeldleistungen einstellen werde, da er zwar für die angestammte Tätigkeit als Hauswart nicht mehr arbeitsfähig sei, ihm jedoch leichte Arbeiten ganztags zuzumuten seien (
Urk.
9/206 S. 1 f.).
Nach zusätzlichen Abklärungen zu den erwerbl
ichen Verhältnissen (Urk. 9/215
219) erliess die Suva die Verfügung vom 1
7.
April 2020, mit der sie dem Versicherten eine Integritätsentschädigung auf
der Basis
einer Integritäts
einbusse von insgesamt 30
%
zusprach, den Anspruch auf eine Invalidenrente hingegen verneinte (
Urk.
9/222).
Der Versicherte liess durch die AXA-ARAG Rechtsschutz AG mit Eingabe vom 3
0.
April 2020 Einsprache erheben (
Urk.
9/227) und liess diese, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Daniel
Christe
, mit Eingabe vom
8.
Juli 2020 ergänzen und beantragen, ihm seien weiterhin Taggelder aufgrund einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszurichten, eventualiter sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen, und ausserdem sei die Höhe der Integritätsentschädigung zu überprüfen (
Urk.
9/248).
Dabei berief er sich auf aktuelle medizinische Unterlagen, nämlich auf
Berichte
der Universitäts
klinik
A._
über erneute Konsultation
en
in der Schulter-S
prechstunde
vom
8.
Mai und vom
3.
Juni 2020 (
Urk.
9/252 und
Urk.
9/236
;
vgl. auch den
Radio
logiebericht
über eine
Arthro
-Magnetresonanzuntersuchung der rechten Schulter in
Urk.
9/237) und Bericht
e
der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Universitätsspital
s
C._
vom
1
1.
Mai und vom
8.
Juni 2020 (
Urk.
9/254 und
Urk.
9/247
;
vgl. auch den
Radiologiebericht
in
Urk.
9/273
). Ausserdem lies
s er den Bericht der Universitätsklinik
A._
vom
6.
Juli 2020 einreichen,
der über die Verschiebung der
für
Juli 2020 ins Auge gefasste
n
Op
eration der rechten
Schulter (vgl.
Urk.
9/236 S. 2) auf Dezember 2020
informierte
(
Urk.
9/250
). Na
ch
folgend gelangten weitere aktuelle
medizinische Unterlagen zu den Akten, so ein Bericht der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Universitäts
spital
s
C._
vom 26.
August 2020 über elektrodiagnost
ische Untersuchungen
der linken Hand (
Urk.
9/258)
,
ein Bericht der Universitätsklinik
A._
vom
2.
September 2020 über Untersuchungen in der Rheumatologie-Sprechstunde (
Urk.
9/259)
und ein Bericht der Universitätsklinik
A._
vom
9.
September 2020
über Untersuchungen in der Schulter-Sprechstunde (
Urk.
10/264), nachdem der Versicherte erneut auf die linke Schulter gestürzt war (
Urk.
10/264
S. 1 und S. 3).
Mit Entscheid vom 2
9.
September 2020 wies die Suva die Einsprache ab (
Urk.
2 =
Urk.
9/263).
2.
2.1
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
9.
September 2020
liess
X._
durch Rechtsanwalt Daniel
Christe
mit Eingabe vom
2.
November 2020 Beschwerde erheben (
Urk.
1) und beantragen
,
der En
t
scheid sei aufzuheben und die Suva sei anzuweisen, über den 3
0.
Juni 2020 hinaus Taggelder zu leisten und über den
1.
März 2020 hinaus die Heilungskosten zu übernehmen, eventualiter sei ihm ab dem
1.
Juli 2020 eine Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Als neues Dokument liess der Versicherte einen Bericht der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des Universitäts
s
pitals
C._
vom 1
5.
Oktober 2020 über ei
n
e weitere Untersuchung wegen der Beschwerde
n
im linken Handgelenk einreichen (
Urk.
3). Die Suva schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
7.
Januar 2021 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Mit Verfügung vom 2
9.
Januar 2021 wurde die Beschwerdeantwort dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11).
Im Nachgang zur Beschwerdeschrift liess der
Beschwerdeführer
mit Eingabe vom 2
3.
März 2021 (
Urk.
12) den
Bericht der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Universitätsspital
s
C._
über eine Operation am linken Handge
lenk vom
2.
März 2021 einreichen (
Urk.
13); die Beschwerdegegnerin nahm dazu mit Eingabe vom 2
7.
April 2021 Stellung (
Urk.
16). Des Weiteren liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2
9.
Juni 2021 (
Urk.
18) den Kontroll
bericht der Klinik
für
Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Univer
sitätsspital
s
C._
vom 2
1.
Juni 2021 beibringen (
Urk.
19
; vgl. auch den Kontrollbericht vom
7.
April 2021,
Urk.
26/223/4-5
)
;
ferner stellte er dem Gericht mit Eingabe vom
8.
Oktober 2021 (
Urk.
21) den weiteren Kontrollbericht der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Universitätsspital
s
C._
vom 1
5.
September 2021 zu (
Urk.
22).
2.2
Mit Verfügung vom 1
3.
Oktober 2021 (
Urk.
24) wurden die Akten der Invaliden
versicherung betreffend den Beschwerdeführer
beigezogen (Urk. 26/1
228).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, hatte beim Begutachtungsinstitut
H._
eine
polydiszi
plinäre Begutachtung
des Beschwerdeführers in Auf
trag gegeben (Gutachten vom 30.
März 2020,
Urk.
26/181;
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Fallfüh
rung,
Dr.
med.
J._
, Facharzt f
ür Orthopädische Chirurgie, Dr.
med.
K._
, Facharzt für Neurologie,
Dr.
med. L
._
, Facharzt für Kardiologie, und
Dr.
med.
M._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychothera
pie)
und daraufhin mit Vorbescheid vom 2
9.
Juni 2020 einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente verneint (
Urk.
26/190); der Beschwer
deführer hatte dagegen mit Eingabe vom 1
4.
September 2020 Einwendungen erheben lassen (
Urk.
26/196). Des Weiteren hatte sich der Beschwerdeführer
gemäss der Dokumentation der IV-Stelle
wegen der Schmerzen vom 1
6.
Oktober bis zum
3.
November 2020 in der Klinik
N._
zur stationären Rehabilitation aufgehalten (Austrittsbericht vom
3.
November 2011,
Urk.
26/
207), und am 1
0.
Dezember 2020 hatte in der Universitätsklinik
A._
die
arthroskopische
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
rechts stattgefunden (
Operationsbericht vom 1
0.
und
Austrittsbericht vom 1
5.
Dezember 2020, Urk.
26/210; Bericht
e
der Universi
tätsklinik
A._
vom
9.
Februar
und vom
3
0.
April
2021 an die IV
Stelle,
Urk.
26/218
und
Urk.
26/226
).
Der Beschwerdeführer liess mit Eingabe vom 1
0.
November 2021
und
die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 2
4.
November 2021 zu den Akten der Invalidenversicherung Stellung nehmen (
Urk.
28 und
Urk.
30).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
ander
es
bestimmt – die Versicherungs
leis
tun
gen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen
und Berufskrankheiten gewährt. Darüber hinaus erbringt die Unfallversicherung die Leistungen bei denjenigen Körperschädigungen, die in
Art.
6
Abs.
2 UVG aufgezählt sind, bereits dann, wenn diese nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind.
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
li
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang und ein adäquater Kausalzu
sammenhang besteht. Bei organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, also die rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität (BGE 134 V 109 E. 2.1).
Bei psychischen Unfallfolgen unterscheidet die Rechtsprechung für die Adäquanzbeurteilung zwischen leichten, mittelschweren und schweren Unfällen (BGE
140 V 356 E. 5.1 mit Hinweisen).
Während die
Unfalladäquanz
bei einem schweren Unfall
in der R
egel
zu bejahen
und
bei einem leichten Unfall
grundsätzlich ohne Weiteres
zu verneinen ist, sind im Bereich der mittelschweren Unfälle neben der Unfallschwere weitere Kriterien für die Adäquanzbeurteilung heranzuziehen. Ins Gewicht fallen hierbei dramatische Begleit
umstände oder
eine
besonder
e Eindrücklichkeit des
Unfalls
, die
Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen,
eine
ungewöhnlich lange D
auer der ärztlichen Behand
lung,
körperliche
Dauerschmerzen, eine allfällige ä
rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfal
lfolgen erheblich verschlimmert, ein
schwieriger Heilungsverlau
f und erhebliche Komplikationen sowie der
Grad und
die
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E.
6.1, 115 V 133 E.
6c/
aa
).
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Tag
geld zu. Wird die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Der Ren
ten
an
spruch entsteht nach Art. 19 Abs. 1 UVG, wenn von der Fort
setzung der ärztli
chen
Behandlung keine namha
fte Besserung des Gesundheitszu
standes mehr erwartet
werden kann und allfällige Einglied
erungsmassnahmen der Invaliden
ver
sicherung
abgeschlossen sind, wobei mit
dem Rentenbeginn die Heilbehand
lung und die Taggeldleistungen dahinfallen. «Namhaft» im Sinne von Art. 19 Abs. 1
UVG bedeutet, dass
die zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss
und u
nbedeute
nde Verbesserungen nicht genügen (BGE 134 V 109 E. 4.3).
Aus Art. 19 Abs. 1 UVG folgt ferner, dass ein Anspruch auf Heilbehandlungskos
ten auch dort davon abhängig ist, dass noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustan
des erwartet werden kann, wo wegen der Wiedererlangung der vollen Erwerbs
fähigkeit kein Rentenanspruch entsteht (vgl. BGE 143 V 148 E. 3.1.1 und E. 3.1.2 mit Hinweisen; vgl. auch Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 276).
Des Weiteren
entsteht zusammen mit der Festlegung der Invalidenrente beziehungsweise mit der Beendigung der ärztlichen Behandlung (
Art.
24
Abs.
2 UVG) unter den Voraussetzungen in
Art.
24
Abs.
1 UVG auch ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
1.3
Invalidität ist nach
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach
Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medi
zi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen
).
2.
Der Beschwerdeführer liess im Hauptstandpunkt geltend machen,
die Beschwer
degegnerin habe ihre
Leistungen für die Heilbehandlungs
kosten zu
Unre
cht auf den
1.
M
ärz 2020
und die Taggelder zu Unr
echt auf den 3
0.
Juni 2020
hin eingestellt
und für die Zeit ab dem
1.
Juli 2020 die Frage nach dem Renten
anspruch geprüft (
Urk.
1 S. 2 ff.). Des Weiteren liess er im Eventualstandpunkt die Auffassung vertreten, die Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht eine renten
erhebliche gesundheitsbedingte Erwerbseinbus
se verneint und einen Invalidi
täts
grad von 0
%
ermittelt (
Urk.
1 S. 4 ff.
).
Demgegenüber hatte der Beschwerdeführer
zwar im
Einspracheverfahren
zusätzlich
geltend gemacht, er habe allenfalls auch Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädigung (
Urk.
9/248 S. 1 und S. 2); in der Beschwerd
e
schrift liess er jedoch ausdrücklich festhalten, die Integritätsentschädigung werde nunmehr akzeptiert (
Urk.
1 S. 2). Damit ist der
Einspracheentscheid
vom 2
9.
September 2020 hinsichtlich der Integritätsentschädigung in Teilrechtskraft erwachsen. An
dieser Teilrechtskraft ändert nichts, dass die Integritätsentschädigung gestützt auf
Art.
24
Abs.
2 UVG grundsätzlich zusammen mit der Invalidenrente beziehungs
weise bei Beendigung der ärztlichen Behandlung festzusetzen ist und
vorliegen
denfalls
der Zeitpunkt
diese
r
Beendigung
und der
damit einhergehende
n
Rentenprüfung strittig ist
(vgl. BGE 144 V 354 E. 4.3 sowie die Urteile des Bundesgerichts 8C_301/2021 vom 2
3.
Juni 2021 E. 2.2, 8C_544/2020 vom 2
7.
November 2020 E. 4.2 und 8C_776/2017 vom 3
0.
Mai 2018 E. 2.1).
Strittig und im F
olgenden zu prüfen sind somit
zum einen die Rechtmässigkeit der Einstellung der
Kostenübernahme der Heilbehandlung
per
1.
März 2020 und der Taggelder per Ende Juni 2020
und zum andern der Rentenanspruch für den Fall, dass sich die Einstellung der Heilungskostenübernahme und der Tagge
lder als gerechtfe
rtigt erweist
.
3.
3.1
Zur D
iskussion stehen die Folgen der Unfälle vom 2
0.
Juli 2016 und vom 2
2.
Juni 201
8.
Ein weiterer Unfall vom
2.
September 2020, der im Bericht der Universi
tätsklinik
A._
vom
9.
September
2020 erwähnt ist und zu einer Zunahme der linksseitigen Schulterbeschwerden geführt haben
soll (vgl. Urk.
10/264 S. 1 und S. 3), ereignete sich erst nach der Einstellung der Kostenübernahme der Heilbe
handlung und der Taggeldleistungen und ist daher für die Frage der Recht
mässigkeit dieser Leistungseinstellungen per
1.
März 2020 beziehungsweise per Ende Juni 2020
(E. 4) und die
nachfolgende Prüfung des Rentenanspruchs
(E. 5)
nicht relevant.
3.2
Unbestrittene und belegte Folge des
Unfalls
vom 2
0.
Juli 2016
(
Urk.
10/1)
ist
die Verletzung an der linken Schulter
in Form einer Ruptur der
Subskapularissehne
(vgl.
Urk.
10/26), welche die Operation vom 1
1.
August 2016 nach sich gezogen hatte
(
Urk.
10/15 und
Urk.
10/16).
Feststehende Folgen des
Unfalls
vom 2
2.
Juni 2018 (
Urk.
9/1) sind sodann die Frakturen des linken Armes und des Schädels im Bereich des
linken
Jochbogens
(A
rcus
zygomaticus
)
, die ebenfalls Operationen erforderlich machten (
Urk.
9/6 betreffend den Schädelbruch und
Urk.
9/10 betreffend den Armbruch)
.
Ebenfalls anerkannte Folge dieses
Unfalls
ist der partielle Riss der
Supraspinatussehne
der rechten Schulter, den die Magnetresonanz-
Arthrographie
vom 1
7.
Juli 2018 zu Tage gebracht hatte (
Urk.
9/19), nachdem eine konventionelle Röntgenaufnahme am Unfalltag unauffällig gewesen war (vgl.
Urk.
9/18).
3.3
Auf keinen der beiden Unfälle zurückzuführen sind demgegenüber die
Beschwer
den aufgrund der
Diskusprotrusion
auf der Höhe der Halswirbel C3/4, welche die Universitätsklinik
A._
im M
ai 2019 festgestellt
(
Urk.
9/113 und
Urk.
9/115) und nachfolgend mit
Nervenwurzelblock und Chiropraktik behandelt hatte (vgl.
Urk.
9/137 und
Urk.
9/183). Die Suva hatte ihre Leistungspflicht gestützt auf eine Aktenbeurteilung von med.
pract
.
G._
(
Urk.
9/119
S. 2) am 1
3.
Juni 2019 verneint
(
Urk.
9/123)
, un
d diese Verneinung
steht im Einklang mit der übrigen Aktenlage und ist unbestritten geblieben.
3.4
Ebenfalls nicht als unfallkausal zu beurteilen
ist
eine allfällige psychische Problematik, die
während des Aufenthaltes des Beschwerdeführers in der Reha
klinik
E._
im Rahmen eines psychosomatischen Konsiliums zur Sprache kam und der die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41 der
Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation
[
ICD-10
]) zugeordnet wurde (Urk.
9/1
67 S. 2).
Denn die Unfälle vom 2
0.
Juli 2016 und vom 2
2.
Juni 2018 sind als einfache Stürze
b
eide als mittelschwer an der Grenze zu den leichten Unfällen einzustufen
;
von den zusätzlichen Adäquanzkriterien der Recht
sprechung sind
jedoch
nur die fortbestehenden Schmerzen und die
damit im Zusammenhang stehenden, sich in die Länge ziehenden ärztlichen Behandlungen erfüllt, was im Lichte der dargelegten Rechtsprechung nicht ausreichend ist für die Bejahung der
Unfalladäquanz
der Schmerzen, soweit diese psychisch bedingt sind.
Hinzu kommt, dass schon in der Zeit vor den Unfällen der Jahre 2016 und 2018
eine psychische Problematik mit
chronifizierten
Schmerzen zur Diskussion gestanden hatte: Der Beschwerdeführer hatte sich im Zuge einer Anmeldung bei der Invalidenversicherung
des Jahres
2004 (
Urk.
26/20) einer polydisziplinären Begutachtung durch die Gutachtenstelle
O._
zu unterz
iehen gehabt (Gutachten
vom 1
6.
August 2007,
Urk.
26/65), und der psychiatrische Fachgutachter
Dr.
med. P._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hatte
damals schon eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung nach ICD-10 F45.4
diagnostiziert und die geklagten körperlichen Dauerschmerzen (vgl.
Urk.
26/65/32) darin eingeordnet (
Urk.
26/65/33). Und med.
pract
. Q._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hatte diese Diagnose in einem weiteren psychiatrischen Gutachten zuhanden der IV-Ste
lle vom 1
5.
Dezember 2009 (Urk.
26/94) zwar nicht bestätigt
, war jedoch ebenfalls davon ausgegangen, dass eine sogenannte Schmerzausweitung mit Darstellung von Symptomen vorliege, welche durch körperliche Befunde nicht ausr
eichend zu erklären seien
(Urk.
26/94/15-16). Angesichts dieser dokumentierten vorbestandenen psychi
schen Faktoren ist somit bereits der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen der Jahre 2016 und 2018
und einem psychisch bedingten Schmerzanteil
in Frage zu stellen.
Der Beschwerdeführer liess denn im vorliegenden Verfahren
zu Recht
auch nicht geltend machen, die Beschwerdegegnerin hätte allfällige psychische Komponen
ten der geklagten Beschwerden in ihre Beurteilung einbeziehen müssen.
4.
4.1
4.1.1
Was zunächst die
Behandlung der
Beschwerden betrifft, welche
von der Ruptur der
Subskapularissehne
der linken Schulter
als Folge des
Unfalls
vom Juli 2016 herrührten,
so wurde die
se Sehnenruptur
im August 2016 zunächst erfolgreich operiert
(
Urk.
10/16)
; die Ärzte der Universitätsklinik
A._
spr
achen im Austrittsbericht vom 1
7.
August 2016 von einem komplikationslosen Verlauf bei gut therapierbaren Schmerzen (
Urk.
10/15 S. 1). Nach dem Klinikaustritt gingen die Schmerzen jedoch nicht wie erwartet weiter zurück, sondern der Beschwerde
führer
klagte anlässlich der Kontrolle vom 3
0.
August 2016 über deren Fortbestehen mit Ausstrahlu
ng in den Arm (
Urk.
10/21 S. 1);
die Ärzte sprachen nunmehr v
on einer beginnenden
frozen
shoulder
, die sich postoperativ eingestellt habe (
Urk.
10/21 S.
2
), und bestätigten den Befund einer ausgeprägten Schulter
steife auch in den nachfolgenden Verlaufsberichten
vom
September und
vom
November 2016
(
Urk.
10/28 und
Urk.
10/
37).
Bei den
weiteren Kontrollen vom Februar und vom
Mai 2017
war dann von einer gewissen Besserung der
Symp
tomatik unter P
hysiotherapie die Rede u
nd die Ärzte konnten eine zugenommene Schulterbeweglichkeit feststellen (
Urk.
10/43 und
Urk.
10/48), im Juli 2017 berichtete der Beschwerdeführer jedoch von eher wieder verstärkten Schmerzen (
Urk.
10/60 S. 1), und im Oktober 2017 gingen die Ärzte der Universitätsklinik
A._
schliesslich von einem
chronifizierten
Schmerzbild aus, das bei reizlosen Narbenverhältnissen, einem symmetrischen Schulterrelief und kräftiger
Subska
pularisfunktion
chirurgisch keiner Verbesserung mehr zugänglich sei (
Urk.
10/68 S.
1 und S.
2).
Ausserhalb des Fachgebietes der Chirurgie führte die Evaluation im Institut für komplementäre und integrative Medizin
des Universitätsspitals
C._
ebenfalls nicht zu weiterreichenden Behandlungsvorschlägen
(vgl.
Urk.
10/103 S. 2 f.).
A
uch aus den n
eurologischen Abklärungen
im Universitätsspital
C._
, zu denen
die Ä
rztin geraten hatte (
Urk.
10/103 S. 2),
ergaben sich
keine Behandlungs
optionen; vielmehr konnte die Ätiologie der geklagten Beschwerden mit Kraftminderung im gesamten Arm, Sensibilitätsminder
u
ng
en
und Schmerzen anlässlich der neurologischen Allgemeinuntersuchung
vom Januar 2018
nicht geklärt werden (
Urk.
10/119 S. 3)
, und die elektrodiagnostischen Untersuchungen vom Februar und vom März 2018 ergaben
gleichermassen
keine Hinweise auf die Ursache der Schulter- und Armschmerzen, sondern es liess sich lediglich ein linksseitiges Kar
paltunnelsyndrom mit eher geringem Anteil am gesamten Beschwerdebild objektivieren
(
Urk.
10/127 und
Urk.
10/135 S. 1-2).
In der Klinik für
Angiologie
des Universitätsspitals
C._
sodann konnte eine gefässbed
i
ngte Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden (
Urk.
10/141), und dement
sprechend resultierten auch von Seiten dieses Fachgebietes keine Behandlungs
möglichkeiten. Und d
ie medizinischen Fachpersonen der Klinik für Rheumatolo
gie des Universitätsspitals
C._
schliesslich vermuteten im Februar 2018 neu eine
Thoracic
-outlet-Komponente des Beschwerdebildes; auch sie konnten jedoch ausser Physiotherapie keine weiteren medizinischen Vorkehren empfehlen und wiesen auf die regelmässig lange Erholungszeit im Falle einer
frozen
shoulder
hin (
Urk.
10/129 S. 3).
An dieser Beurte
i
lung änderten
die weiteren Konsultationen
in
der Klinik für Rheumatologie des Universitätsspitals
C._
vom April und vom Mai 2018 nichts (
Urk.
10/144 und
Urk.
10/149)
. Namentlich rieten die
Ärzte einstweilen
auch
von einer Operation zur Behebung des Karpaltunnelsyndroms ab (
Urk.
10/149 S. 3)
, was indessen mangels Unfallkausalität dieses S
yndroms
, das schon anlässlich der Begutachtung durch die
Gutachtenstelle
O._
vom August 2007
festgestellt worden war (vgl.
Urk.
26/65
/11; vgl. auch den Hinweis in der Stellungnahme von med.
pract
.
G._
vom
3.
Mai 2018, Urk.
10/145 S. 3), ohnehin nicht von Bedeutung für die Frage des unfallversicherungsrechtlichen Behandlungs
abschlusses ist.
4.1.
2
In der nachfolgenden Zeit standen zunächst die Folgen des
Unfalls
vom Juni 2018 im V
ordergrund der Abklärungen und Behandlungen.
Die Fraktur des Arcus
zygomaticus
heilte nach der Operation vom 2
5.
Juni 2018 (
Urk.
9/6) aus, ohne dass weitere Vorkehren notwendig geworden wären. Dementsprechend ist die Einstellung der Leistungen der Heilbehandlung in Bez
ug auf diese Verletzung nicht um
stritten.
Was die Radiusf
raktur im Bereich des linken Handgelenks
anbelangt,
so
war die Operation, die ebenfalls am 2
5.
Juni 2018 stattfand, frei von Komplikationen (
Urk.
9/10).
Bei den Kontrolluntersuchungen
in
der Klinik für Traumatologie des
Universitätsspitals
C._
in der Zeit von Ende Juli bis Ende November 2018 klagte der Beschwerdeführer jedoch über fortdauernde st
arke Schmerzen (Urk.
9/21 S. 2,
Urk.
9/53 S. 2,
Urk.
9/59 S. 2 und
Urk.
9/63 S. 2), weshalb bei festgestellter
Konsolidie
rung der Fraktur (vgl.
Urk.
9/60 und
Urk.
9/63 S. 2
) im April 2019 das
Osteosynthesemater
ial
entfernt wurde (
Urk.
9/104). Bei der
V
erlauf
skontrolle vom Juli 2019
berichtete der Beschwerdeführer daraufhin
von einer Besserung der Schmerzsymptomatik im Ruhezustand, jedoch von weiterhin deutlichen Schme
rzen bei der Bewegung des Armes
(
Urk.
9/135 S. 1).
Hinsichtlich des partiellen Risses der
Subskapularissehne
rech
t
s
(
Urk.
9/19)
präsentiert
e
sich die Schulter
bereits anlässlich der Kontrolluntersuchung in der Klinik für Traumatologie des Universitätsspitals
C._
vo
n
Ende Juli
2018 unauffällig
und frei von Schwellungen, Rötungen und
Überwärmungen
. D
er Beschwerdeführer war
aber
weiterhin durch Schmerzen und Beweglichkeitsein
schränkungen beeinträchtigt (
Urk.
9/21 S. 2)
, weshalb der Hausarzt ihn der Universitätsklinik
A._
zur Fortführung der Behandlung zuwies. Anlässlich der dortigen Kontrollen vom August, November und Dezember 2018 sowie vom April und August 2019 kamen neben den Beschwerden in der rechten Schulter auch die Beschwerden in der linken Schulter wieder zur Sprache (
Urk.
9/28,
Urk.
9/62,
Urk.
9
/74,
Urk.
9/107 und
Urk.
9/150);
der Beschwerdeführer konnte sich jedoch
erst im März 2019
zu den vorgeschlagenen Infiltrationsbehandlungen entschliessen
, welche indessen ohne massgebenden Effekt blieben
(
Urk.
9/62
S. 2,
Urk.
9/74 S. 2
und
Urk.
9/107 S. 2
). Die Ärzte diskutierten des Weiteren auch ein operatives Vo
rgehen,
rieten jedoch im November 2018 davon ab (
Urk.
9/62 S. 2), hielten im
Dezember 2018 erneut fest, dass sie keine chirurgischen Mass
nahmen anbieten könnten, welche die beidseitige Schulterproblematik zuver
lässig verbessern könnten (
Urk.
9/74 S. 2), und betonten im April 2019, dass der Erfolg eines operativen Vorgehens äusserst ungewiss sei und auch eine Verschlimmerung der Beschwerden zur Folge haben könnte (
Urk.
7/107 S. 2).
Im August 2019
erklärte sich
Dr.
med.
R._
von der Universitätsklinik
A._
dann
zwar
als dazu bereit,
nach der Durchführung der geplanten statio
nären Rehabilitation in der Rehaklinik
E._
eine Schulterarthroskopie nochmals in Be
tracht zu ziehen, empfahl allerdings
angesichts der komplexen Schmerzsymptomatik nach wie vor Zurückhaltung gegenüber Operationen (
Urk.
9/150 S. 2).
4.1.
3
Am Ende des R
ehabilitationsaufenthalt
es
vom
8.
August bis zum 1
2.
September 2019
registrierte der Beschwerdeführer kaum eine Besserung, und objektiv
erwies
sich die rechte Schulter
als etwas beweglicher
, bei im Übrigen gleichgeblie
be
nen Befunden (
Urk.
9/
167 S. 12).
Dabei hatte d
ie neurologische
Konsiliarunter
suchung
neben
Hinweisen auf beidseitige unfallfremde Karpaltunnelsyndrome
keine Befunde ergeben, welche für die Behandlung der unfallbedingten Schulter- und Armbeschwerden relevant gewesen wären (vgl.
Urk.
9/161 S. 4)
, und der Arzt der Klinik für Traumatologie des Universitätsspitals
C._
hatte
in seinem Konsiliarbericht
mit Hinweis auf den diffusen Charakter der Schmerzsymptomatik Zweifel hinsichtlich operativer Möglichkeiten im Bereich der linken Hand geäussert
(
Urk.
9/160 S. 2)
und die Situation damit ähnlich beurteilt,
wie dies die Ärzte der Universitätsk
linik
A._
in Bezug auf die Schultern getan hatten.
Entsprechend rieten die medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik
E._
auch in der G
esamtbeurteilung
zur Zurückhaltung hinsichtlich weiterer invasiver Eingriffe
und wiesen auf eine erhebliche, teilweise psychisch bedingte Symptom
ausweitung mit unzureichender Erklärbarkeit der demonstrierten physischen Einschränkungen durch die objektivierbaren pathologischen Befunde hin
(
Urk.
9/167 S. 6).
In Übereinstimmung mit dem Rat der Rehaklinik
E._
blieb in der
Folge
auch
Dr.
R._
der Universitätsklinik
A._
anlässlich der Kontrollunter
suchung vom Oktober 2019 bei der Empfehlung, von Schulteroperatio
nen abzusehen (
Urk.
9/174 S. 2). D
ie Ä
rzti
n
Dr.
med.
S._
von
der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des Universitätsspitals
C._
äusserte sich im November und im Dezember 2019 ähnlich zurückhaltend in Bezug auf eine Operation des linken Handgelenks
- die
Arthro
-Magnetresonanztomographie vom
7.
November 2019 hatte unauffällige Befunde ergeben (
Urk.
9/178) -
und empfahl stattdess
en vorerst eine Schienentherapie
(
Urk.
9/185 S. 2 und Urk.
9/192).
Und i
m Institut für Anästhesiologie des Universitätsspitals
C._
konnten
im Januar 2020
auch k
eine erfolgversprechenden
nicht-invasiven
Behandlungsoptionen vorgeschlagen werden, abgesehen von der Weiterführung der physiotherapeutischen Massnahmen (
Urk.
9/198 S. 3).
4.1.4
Die Kreisärztin med.
pract
.
G._
konnte anlässlich der
Untersuchung vom Februar 2020 wie die medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik
E._
eine
erhebliche Symptomausweitung beobachten (
Urk.
9/203 S. 13). Sie nahm des Weiteren Kenntnis von den Einschätzungen der behandelnden Ärztinnen und Ärzte und hielt fest, es könnten aktuell keine erfolgversprechenden Therapi
en mehr angeboten werden, weshal
b von einem
Endzustand auszugehen sei (Urk.
9/203 S. 12 f.).
Angesichts der vorstehend wiedergegebenen ärztlichen Beurteilungen im Laufe der Abklärungen und Behandlungen der unfallbedingten Verletzungen der beiden Schultern und des linken Armes ist diese Beurteilung
einleuchtend.
Z
usammen
fassend
ist
darauf hinzuweisen, dass die zahlreichen klinischen und appar
a
tiven Untersuchungen
keine
Befunde ergeben hatten, die
auf einen noch andauernden Heilungsprozess hätten schliessen lassen, und dass die medizinischen Fachperso
nen dementsprechend weder chirurgische
Eingriff
e noch Vorkehren
anderer kurativer
Natur
als
massgebliche
Schritt
e in einem solchen
Heilungsprozess
hatten vorschlagen können, sondern - so zuletzt die Fachpersonen der Rehaklinik
E._
-
nur noch physiotherapeutische Massnahmen zur Verbesserung der Kraft und der Gelenksfunktionen
sowie
psychiatrisch-psychologische Mass
nahmen zur Stärkung der psychischen Ressourcen
empfo
hlen
hatten
(vgl.
Urk.
9/167 S. 3).
4.2
4.2.1
Im
E
inspracheverfahren
(
Urk.
9/248)
und im Beschwerdeverfahren (
Urk.
1 S. 3 f.,
Urk.
12,
Urk.
18) b
erief sich der Beschwerdeführer sodann
auf veränderte bezie
hungsweise abweichend eingeschätzte Verhältnisse seit der kreisärztlichen Untersuchung vom Februar 2020.
4.2.2
Tatsächlich wies die Ärztin
Dr.
med.
T._
der Universitätsklinik
A._
im neu vorgelegten Bericht vom
8.
Juni 2020 auf eine aktuelle
Arthro
-
Magnetreso
nanz-Tomographie der rechten Schulter
vom
3.
Juni 2020 hin (Urk.
9/237), die eine Progredie
nz der
Subskapularisläsion
sowie auch eine Subluxation der
Bizepssehne
gezeigt habe
(
Urk.
9/236 S. 2)
. Zum
einen
wird jedoch im
Radiolo
giebericht
vom
3.
Juni 2020, der auf die
Vergleichsuntersuchung vom
6.
A
ugust 2019 Bezug nimmt
(
vgl.
Urk.
9/147)
, nicht von einer klaren Verschlechterung gesprochen, und die Befunde in den beiden Berichten sind denn auch miteinander verglei
chbar. Und zum andern hielt
Dr.
T._
in Übereinstimmung mit ihren Vorgängerinnen und Vorgängern wiederum
fest, dass sie dem Beschwerdeführer trotz nachgewiesener Schulterpathologie in keiner Weise garantieren könne, dass die Schmerzen nach einer Operati
on weggingen (
Urk.
9/236 S. 2).
Darauf
machte
die
Beschwerdegegnerin zu Recht aufmerksam
(vgl.
Urk.
2 S. 11).
Wenn die Operation
an der rechten Schulter
unter diesen Umständen am 10.
Dezember 2020 schliesslich dennoch durchgeführt wurde
(vgl.
Urk.
26/210,
Urk.
26/218 und
Urk.
26/226)
, nachdem sie ursprünglich auf den J
uli
2020 angesetzt gewesen war,
jedoch
wegen der damaligen Antikoagulationsbehand
lung
info
lge einer Herzerkrankung
hatte verschoben werden müssen (vgl.
Urk.
9/250), so kan
n sie
gemäss dem zutreffenden Dafürhalten der Beschwerde
gegnerin (vgl.
Urk.
8 S. 3)
nicht als Teil der eigentlichen Heilbehandlung im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG
eingestuft werden. Vielmehr
kommt
ihr
, ungeachtet der Indika
tionsstellung durch
Dr.
med.
U._
im Bericht der Universitätsklinik
A._
vom 1
6.
September 2020 (
Urk.
9/286 S. 3 f.),
lediglich der Charakter eines Versuchs zu, die subjektiv unbefriedigende Situation auch nach der Aus
schöpfung der
ärztlich empfohlenen Vorkehren der Heilbehandlung noch zu verbessern.
Bestätigt wird dies durch den Bericht über die Unte
rsuchungen
in der Rheumatologie-Sprechstunde der Universitätsklinik
A._
vom September 2020, wo erne
ut der
multilokuläre
, durch som
atische und psychische Faktoren geprägte Charakter der Schmer
zproblematik hervorgehoben
und auf den ausge
prägten Wunsch des Beschwerdeführers hingewiesen wurde, an seinem Gesund
heitszustand etwas z
u verbessern (
Urk.
9/259 S. 5).
Bezeich
n
enderweise klagte der Beschwerdeführer indessen g
emäss den Berichten der Universitätsklinik
A._
an die IV-Stelle vom Februar und vom April
2021
auch nach der Opera
tion vom Dezember 2020
über unveränderte
Schulterschmerzen sowohl links als
auch rechts (
Urk.
2
6/218/6
und
Urk.
26/226/6).
4.2.3
In Bezug auf die Beschwerden im linken Handgelenk brachte eine Untersuchung in der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
des Universitätsspitals
C._
vom
8.
Juni 2020 wiederum keine Befunde zu Tage, welche eine Behand
lungsoption für die permanenten Schmerzen eröffnete hätte. Vielmehr führte
Dr.
S._
die Beschwerden am ehesten auf eine posttraumatisch beginnende Arthrose zurück, hielt aber fest, dass
die Befunde im
Röntgenbild
(vgl.
Urk.
9/273)
nicht mit der Schwere der Sym
ptome korrelierten
, und
betonte
entsprechend dem zutreffenden Hinweis der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2 S. 11,
Urk.
8 S. 3)
vor allem, dass eine Nervendekompression die handgelenksassoziierten Schmerzen nicht beseitigen werde (
Urk.
9/247 S. 2). Und die elektrodiagnostische Unter
suchung
in der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
des Univer
sitätsspitals
C._
vom August 2020 vermochte lediglich die bereits bekannte Diagnose eines (unfallfremden) Karpaltunnelsyndroms zu bestätigen,
hingegen hielt der untersuchende Arzt die unfallbedingte Radiusfraktur nicht für die Ursache der geklagten Beschwerden und wies ausserdem auf das Risiko einer Verschlimmerung durch eine Operation hin (
Urk.
9/258 S. 2).
Die
nachfolgenden
Berichte
lassen die Behandelbarkeit der Schmerzproblematik am linken Handgelenk in keinem anderen Licht erscheinen.
Obwohl Dr.
S._
von der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
des Universitäts
spitals
C._
anlässlich einer Kontrolluntersuchung vom Dezember 2020 bei ihrer Beurteilung geblieben war, dass eine Operation nicht erfolgversprechend sei (
Urk.
26/181/120-121)
, wurde
das linke Handgelenk
am 2.
März 2021
auf einen Vorschlag von
Dr.
med.
V._
der Klinik für Plastische Chirurgie und Hand
chirurgie des Universitätsspitals
C._
hin (Bericht vom 15.
Oktober 2020,
Urk.
3)
zwar dennoch operiert
. I
m Vordergrund stand dabei jedoch die Freilegung des
Nervus
medianus
zur
Behebung des nicht unfallbedingten Karpaltunnel
syndroms (
Urk.
13 S. 2),
währenddem
die operativen Vorkehren im Rahmen
der Arthroskopie vorwiegend diagnostischen Zwecken dienten und somit entsprechend der zutreffenden Bemerkung der Beschwerdegegnerin (
Urk.
16) nicht der Heilbehandlung zuzuordnen sind. Hinzu kommt, dass sich im weiteren Verlauf die Befürchtung von
Dr.
S._
bewahrheitete und der Beschwerde
führer anlässlich der Kotrolluntersuchung
en
in der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des Universitätsspitals
C._
vom
A
pril, Juni und
September
2021 nach wie vor über S
chmerzen klagte (
Urk.
26
/223/4
,
Urk.
19 S. 1,
Urk.
22 S. 1). Und soweit der ver
antwortliche Chirurg
Dr.
V._
eine weitere Operation in Form einer RSL-Fusion zur Sprache brachte, so
nannte er diese Operation ledig
lich eine mögliche Lösung ohne Garantie eines günstigen Ergebnisses und erachtete das Absehen von einer Operation als
valable
Alternative (
Urk.
26/223/5,
Urk.
19 S. 2,
Urk.
22 S. 2). Dementsprechend konnte sich der Beschwerdeführer
denn auch nicht für eine nochmalige Operation entscheiden (vgl.
Urk.
22 S. 2).
4.3
Damit ist es als rechtens zu beurteilen, dass die Beschwerdegegnerin
aufgrund der kreisärztlichen Einschätzung von med.
pract
.
G._
die Übernahme der Heilbehandlungskosten per
1.
März 2020 eingestellt hat und mit den Tag
geldern nach einer entgegenkommenden Weitergewährung bis Ende Juni 2020
(vgl.
Urk.
2 S. 11)
gleich verfahren ist.
5
.
5.1
G
estützt auf
Art.
19
Abs.
1 UVG
ist somit
zu prüfen, ob der Beschwerdeführer ab dem
1.
Juli 2020 eine unfallbedingte Erwerbseinbusse erleidet, die ihn in Anwen
dung von
Art.
18
Abs.
1 UVG zu einer Rente berechtigt.
5.2
In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin
(vgl.
Urk.
2 S. 6 ff.) auf die Zumutbarkeitsbeurteilungen im Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
(Oktober 2019)
und
im
kreisärztlichen Bericht von med.
pract
.
G._
(Februar 2020)
.
Die medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik
E._
erachteten eine Tätig
keit als Hauswart mit entsprechenden Reinigungsarbeiten nicht mehr als zumut
bar, muteten dem Beschwerdeführer hingegen eine leichte Arbeit ganztags zu und beschrieben diese
, vorbehältlich der damals noch ausstehend gewesenen Resultate in Bezug auf Interventionen am linken Handgelenk,
als Tätigkeit mit Arbeiten bis zur Brusthöhe, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Zwangshaltungen und ohne Schläge und V
ibrationsbelastungen
.
Zudem wiesen sie darauf hin, dass auch die festgestellte psychische Störung eine leichte arbeits
relevante Leistungsminderung bewirke (
Urk.
9/167 S. 4). Med.
pract
.
G._
teilte
die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im Austrittsbericht der Reha
klinik
E._
und gelang
t
e ebenfalls zum Schluss, dem Beschwerdeführer sei die angestammte Tätigkeit als Hauswart nicht mehr, eine leichte Arbeit hingegen ganztags zuzumuten, und sie formulierte ein vergleichbares Zumutbarkeitsprofil mit einer Beschränkung der Flexion und Abduktion der Schultergele
nke auf eine Höhe von bis zu 70
° und dem Vermeiden von Schlägen, Vibrationsbelastungen der beiden oberen Extremitäten
, repetitiven Belas
t
ungen des linken Handgelenks, Zwangshaltungen und Arbeiten auf Leitern und Gerüsten (
Urk.
9/203 S. 13).
D
iese
B
eurteilungen
leuchten ein angesichts dessen, dass nach dem vorstehend bereits Dargelegten ab der zweiten Hälfte des Jahres 2019
radiologisch und klinisch keine Befunde
mehr
erhoben werden konnten, welche das geklagte Schmerzbild hinreichend zu erklären vermocht hätten
,
und sowohl die Fachpersonen der Rehaklinik
E._
als auch die Kreisärztin eine erhebliche Symptomausweitung beobachteten (
Urk.
9/167 S. 3,
Urk.
9/203 S. 13). Die Beschwerdegegnerin hat ihrer Invaliditätsbemessung daher zu Recht das beschriebene Zumutbarkeits
profil zugrunde gelegt.
Unbestrittenermassen unbeachtlich sind demgegenüber die vom
H._
formulierten Limitierungen aufgrund der unfallfremden koronaren Herzerkrankung, die im Dezember 2019 Anlass für eine
Hospitalisation
im Universitätsspital
C._
gewesen war (vgl.
Urk.
26/181/71 und
Urk.
26/181/123-139). Was ferner d
ie psychisch bedingten Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit betrifft, die im Bericht der Re
haklinik
E._
erwähnt sind
, so wurde vorstehend bereits auf die fehlende natürliche und adäquate Unfallkausalität einer psychischen Komponente des B
eschwerde
bildes hingewie
sen.
Für die Invaliditätsbemessung ist
diesbezüglich
zudem relevant, dass die lediglich teilzeitliche Berufstätigkeit
im Umfang von 30
Wochenstunden, welche der Beschwerdeführer seit Januar 2007 bei der
Y._
aus
übte, im Zusammenhang mit
einer bereits vor den Unfällen der Jahre 2016 und 2018 attestierten Arbeits
unfähigkeit gestanden sein dürfte. Im G
utachten der
Gutachtenstelle
O._
vom August 2007
war
dem Beschwerdeführer nämlich
eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht attestiert
worden
(Urk.
26/65/21)
und die Arbeitgeberin wies im Dezember 2017 im einschlägigen Fragebogen, den ihr die IV-Stelle aufgrund der Anmeldung vom Oktober 2017 (
Urk.
26/104) unterbreitete, darauf hin, dass der Beschwerdeführer wegen ärztlicher Zeugnisse nur in einem Teilzeit
pens
um bei ihr angestellt sei (Urk.
26/116/2).
5.3
5.3.1
Bei der Festlegung des
Valideneinkommens
ging die Beschwerdegegnerin vom Stundenlohn von
Fr.
22.10
(zuzüglich eines Zuschlags von
Fr.
2.90 als Ferien-und Feiertagsentschädigung)
aus, den der Beschwerdeführer gemäss den Angaben der
Y._
vom 2
5.
März 2020
im Jahr 2020
ohne die Unfälle
in seinem Teilzeit
pensum von 30
Wochenstunden
erzielt hätte (und
im unfallbedingt zusätzlich reduzierten Pensum weiterhin erzielte;
Urk.
9/215 und
Urk.
9/216).
Diesen Stundenlohn rechnete
sie
unter Annahme einer
42-Stunden-Woche auf den Jahreslohn um, den der Beschwerdeführer im Falle eines Vollzeitpensums erhal
ten hätte, und gelangte auf diese Weise zu einem Betrag von
Fr.
48'266.40
(42 Stunden x
Fr.
22.10 x 52 Wochen)
, den sie
als
Validenlohn
einsetzte (Urk.
9/
2
19 S. 2).
Die Aufrechnung auf den
Lohn eines Vollzeitpensums entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 119 V 475 E. 2b) und ist somi
t korrekt.
Offen bleiben kann damit, ob der Beschwerdeführer ohne den ersten Unfall des Jahres 2016 eine weitere Teilzeitstelle in der Reinigung bei der
W._
GmbH angetreten hätte, mit der er und seine Ehefrau am 1
5.
Juni 2016 gemein
sam einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hatten (
Urk.
10/104; vgl. die Angaben des Beschwerdeführers hierzu im Bericht der Beschwerdegegnerin vom
3.
Oktober 2017,
Urk.
10/64 S. 2), zumal dieser Vertrag ebenfalls die Reinigungsbranche betroffen hatte und nicht dokumentiert ist, dass sich der Lohn in diesem zweiten Arbeitsverhältnis massgeblich von jenem im bereits bestehenden Arbeitsverhält
nis unterschieden hätte.
Ebenfalls als korrekt zu beurteilen ist, dass die Beschwerdegegnerin dem Vollzeitpensum eine 42-Stunden-Woche zugrunde gelegt hat. Die
Y._
gab zwar an, niemanden im Vollzeitpensum zu beschäftigen (
Urk.
9/215), und machte dementsprechend keine verwertbaren Angaben zur Anzahl der Arbeitsstunden bei vollem Pensum.
In
Art.
6.2 des allgemeinverbindlichen Gesamt
arbeitsvertrag
es
für die Reinig
ungsbranche in der Deutschschweiz 2018-2020 (GAV Reinigungs
branche) ist die Arbeitszeit für ein 100%-Pensum jedoch auf höchstens 42 Stunden pro Woche festgel
egt. Dieser GAV Reinigungsbranche ist
auf die Tätig
keit des Beschwerdeführers als Hauswart bei der
Y._
anwendbar, da
sich die Anwendbarkeit eines Gesamtarbeitsvertrages nach der Tätigkeit richtet, die dem Betrieb das Gepräge gibt (vgl.
Streiff
/von
Kaenel
/Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu
Art.
319-362 OR,
7.
Auflage, Zürich
2012,
Art.
356 OR N13 S. 1433) und
die Reinigungsarbeiten gemäss dem spezifischen Tätigkeitsprofil
den überwiegenden Anteil der Tätigkeit
(neben Gartenarbeit in untergeordnetem Ausmass)
ausmachen
(vgl.
Urk.
9/51 S. 3 und
Urk.
26/116/4)
.
Die
Beschwerde
gegnerin
ist daher
- zugunsten des Beschwerdeführers - zu Recht von dieser Hö
chstarbeitszeit ausgegangen.
Richtig ist
entgegen den Vorbringen in der Beschwerdeschrift (
Urk.
1 S. 4 f.)
auch,
dass
die Beschwerdegegnerin
von einer Anh
ebung des Stundenlohnes von Fr.
22.10 im Rahmen einer sogenannten Parallelisierung der Vergleichsein
kommen bei unterdurchschnittlichem
Validenlohn
(vgl.
BGE 135 V 297 E. 5.1 mit Hinweis
) abgesehen hat. Denn wie die Beschwerdegegnerin
richtigerweise
bemerkt hat (Urk.
2 S. 12), hat das Bundesgericht in Bezug auf das Baugewerbe
festgehalten, dass ein
Lohn in der Höhe des Mindestlohnes gemäss dem
Landes
mantelvertrag für das schweizerische Bauhauptgewerbe (GAV-LMV)
nicht
als
unterdurchschnittlich im Sinne
d
er Rechtsprechung zur P
arallelisierung zu beur
teilen sei
(
Urteil C_759/2017 vom
8.
Mai 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen).
Dies muss auch hinsichtlich der Mindestlöhne in anderen Gesamtarbeitsverträgen
gelten
, wie
vorliegendenfalls
im GAV R
einigungsbranche.
Da der Stundenlohn des Beschwerdeführers von
Fr.
22.10 über dem Mindestlohn von
Fr.
20.20 liegt, der im GAV Reinigungsbranche für die Angestellte
n
der
besser qualifizierten und höher
entlöhnten
Kategorie II der Unterhaltsreinigung festgelegt ist (Anhang 5 GAV Reinigungsbranche in Verbindung mit
Art.
4.1), hat somit
für die
Invalidi
tätsbemessung keine Anhebung dieses Ansatzes zu erfolgen.
Demgegenüber ist entgegen dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der Bemessung des
Valideneinkommens
zusätzlich ein 1
3.
Monatslohn
zu berück
sichtigen. D
enn
der Arbeitgeber
gab zwar an, es werde kein 13.
Monatslohn ausgerichtet (
Urk.
9/215 und
Urk.
9/216 S. 2), der
An
spruch auf einen solchen ist
jedoch
in
Art.
5.2 GAV Reinigungsbranche
ausdrücklich statuiert; danach haben die Mitarbeitenden aller Kategorien Anrecht auf einen 1
3.
Monatslohn im Umfang von 100
%
.
Unter diesen Umständen
vermag d
ie Feststellung der Beschwerdegegnerin, dass der Stundenlohn des Beschwerdeführers von
Fr.
22.10 über dem Mindestlohn von
Fr.
20.20 zuzüglich des Anteils für den 1
3.
Monats
lohn liege (
Fr.
20.20
x 13/12 =
Fr.
21.88; vgl. Urk.
2 S. 12), den Anspruch des Beschwerdeführers auf einen 1
3.
Monatslohn nicht aufzuheben, da der 1
3.
Monatslohn
nach der gesamtarbeitsvertraglichen Regelung
nicht dem Mindestlohn, sondern
dem effektiv vereinbarten L
ohn entsprechen muss
.
Zum Jahreslohn
von
Fr.
48'266.40 ist daher dessen
1
2.
Teil als 1
3.
Monatslohn
zu addieren, womit sich das jährliche
Valideneinkommen
auf
gerundet
Fr.
52'
289.--
beläuft.
5.3.2
Was das mutmassliche Invalideneinkommen betrifft, so kommen für den Beschwerdeführer, der
gemäss seinen Angaben anlässlich des Gesprächs vom September 2018 im Jahr 1982 von
AA._
in die Schweiz eingereist war und weder in seinem Herkunftsland noch in der Schweiz eine Berufsausbildung absolviert hatte (
Urk.
9/50 S.
2
),
nur Stellen in Betracht, für die es keiner Ausbil
dung bedarf, also Tätigkeiten aus dem Stellenspektrum des Kompetenzniveaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) der massgebenden Tabelle TA1_tirage_skill_level (monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor) der Schweizerischen Lohnstr
ukturerhebung (LSE; Ausgabe 2018
). In
diesem Spekt
rum ist im Jahr 2018
für
Männ
er ein Bruttomonatslohn von Fr.
5'417.--
angege
ben (Lohn, über dem beziehungsweise unter dem sich 50
%
aller Lohnangaben befinden [sogenannter Zentralwert], unter anteilsmässiger Berücksichtigung des 1
3.
Monatsl
ohnes und standardisiert auf 40
Wochenstunden).
Umgerechnet auf die im Jahr 2018
durchschnittlic
he wöchentliche Arbeitszeit von
41,7 Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik - Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit, Tabelle T 03.02.03.01.04.01) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
(
Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, Tabelle T 39
; Jahr 2018: 2260 Indexpunkte, Jahr 2020: 2298 Indexpunkte) ergibt sich für das Jahr 2020 bei voller Leistungsf
ähigkeit ein Jahreslohn von Fr.
68'906.--.
Rechtsprechungsgemäss ist durch eine Herabsetzung des tabellarisch ermittelten Lohnes um maximal 25
%
dem Umstand Rechnung zu tragen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen auch bei der Verrichtung einer an sich angepassten Tätigkeit in gewissem Masse eingeschränkt und dadurch erfahrungsgemäss gegenüber voll leistungsfähigen Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind; darüber hinaus dient eine solche Reduktion der Berücksichtigung von weiteren persönlichen und beruflichen Merkmalen, die sich auf die Lohnhöhe auswirken können, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufent
haltskategorie und Beschäftigungsgrad (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinwei
sen). Selbst beim maximal möglichen Abzug von 25
%
würde aber immer noch ein Invaliden-Jahreslohn von
Fr.
51'680.-- resultieren (
Fr.
68'906.-- abzüglich 25
%
). Ein solcher Invalidenlohn führt verglichen mit dem
Validenlohn
von
Fr.
52'289.-- erst zu einer gesundheitsbedingten Erwerbs
einbusse von 1,17
%, womit der Mindestinvaliditätsgrad von 10
%
für den Anspruch auf eine Invali
denrente nicht erreicht ist.
5.3.3
Zu keinem anderen Ergebnis führt
, wenn im Sinne der vorstehenden Erläuterun
gen berücksichtigt wird,
dass
das reduzierte Arbeitspensum, das der
Beschwerde
führer schon vor den Unfällen der Jahre 2016 und 2018
verrichtet hatte, auf gesundheitliche
, psychische
G
ründe zurückzuführen war.
Die
sfalls
wäre
gestützt auf
Art.
2
8
Abs.
3
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
als
Validenlohn
der Lohn einzusetzen, den er in diesem reduzierten Pensum erzielt hatte - es wäre demnach von einer Aufrechnung auf den Lohn eines Vollzeit
pensums abzusehen -, und der Invalidenlohn wäre aufgrund der fortbestehenden psychischen Beeinträchtigung ebenfalls zu vermindern,
und zwar in gleichem Mass, da
entsprechend der Beurteilung im Gutachten der
Gutachtenstelle
O._
des Jahres 2007 (
Urk.
26/65/21)
davon auszugehen wäre
, dass die psychischen Gründe den Beschwerdeführer in sämtlichen Tätigkeiten vergleichbar behinder
ten.
Der Invaliditätsgrad von 1,17 % bliebe somit gleich.
6.
Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.