Decision ID: 12ce00fa-2d3d-4827-a49e-4de8b3aca421
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 24. März/2. Mai 2005 unter Hinweis auf eine
Bandscheibenoperation sowie Rückenschmerzen zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle
des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1-1 ff.).
A.b Am 5. April 2005 hatte die Klinik Valens einen "Austrittsbericht des stationären
Aufenthaltes vom 14. Februar 2005 bis 5. März 2005" verfasst. Darin wurden
als Diagnosen ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie eine geringgradige
Periarthropathia humeroscapularis genannt und eine volle Arbeitsunfähigkeit für die
bisherige Tätigkeit attestiert. Für eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende
Arbeit bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 28-13 ff.).
A.c Am 11. Mai 2005 erstattete die B._ AG einen Arbeitgeberbericht (IV-act. 9-1 ff.).
Der Versicherte sei seit 1. Dezember 1997 als CNC-Abkanter im Betrieb tätig gewesen.
Vor Eintritt des Gesundheitsschadens habe er im Vollzeitpensum gearbeitet. Das AHV-
beitragspflichtige Einkommen des Versicherten im Jahr 2003 habe Fr. 73'978.--,
dasjenige im Jahr 2004 Fr. 56'640.--betragen (IV-act. 9-1 ff.).
A.d Am 8. September 2005 erstattete Hausarzt Dr. med. C._, Facharzt FMH für
Neurochirurgie, zuhanden der IV-Stelle einen Arztbericht. Er nannte als Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Diskushernien-OP L5/S1 im Juni
2002 in der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), einen Status nach
mikrochirurgischer Diskektomie L5/S1 beidseits und einer Stabilisation L5/S1 nach Ray
bei Spondylolisthesis L5/S1 und medianer paramedianer verkalkter Diskushernie L5/S1
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links am 19. August 2004 sowie belastungs- und bewegungsabhängige Lumbalgien mit
vorübergehender Lumboischialgie links. Dr. C._ diagnostizierte eine seit 15. Juni
2004 bestehende 100 %ige Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Abkanter. Für eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Arbeit, selten in
gebeugter Position, sei der Versicherte zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 16-2 ff).
A.e Mit Verfügung vom 3. Januar 2006 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf IV-
Leistungen (IV-act. 21-1 f.). Als Begründung wurde ausgeführt, in einer der
Behinderung angepassten leichten bis mittelschweren Tätigkeit bestehe nach wie vor
eine volle Arbeitsfähigkeit. Der Arbeitgeber habe dem Versicherten eine solche Arbeit
zum bisherigen Lohn angeboten, was letzterer jedoch abgelehnt habe. In Ausübung
einer der Behinderung angepassten Tätigkeit könne der Versicherte auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt das bisherige Erwerbseinkommen erzielen. Daher
bestehe keine Invalidität im Sinn des IV-Gesetzes (IV-act. 21-1). Mit Verfügung vom
3. Januar 2006 verneinte die IV-Stelle zudem einen Anspruch des Versicherten auf
Arbeitsvermittlung (IV-act. 22-1 f.).
A.f Gegen die Verfügungen vom 3. Januar 2006 liess der Versicherte am 31. Januar
2006 Einsprache erheben (IV-act. 27-1 ff., 29-1 ff.). Er beantragte sowohl die
Aufhebung der angefochtenen Verfügungen als auch die Gewährung von
Arbeitsvermittlung und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Zusammen mit
der Einsprache gegen die Verfügung bezüglich Verneinung des Anspruchs auf IV-
Leistungen reichte die damalige Rechtsvertreterin des Versicherten unter anderem
einen Bericht von Dr. C._ vom 27. Dezember 2005 ein (IV-act. 35-26 f.). Darin wurde
- im Vergleich zum Bericht vom 9. Juni 2005 (IV-act. 16-2 ff.) - neu die Diagnose eines
Status nach stationärer Physiotherapie vom 14. Februar 2005 bis 5. März 2005 in der
Rehabilitationsklinik Valens genannt; zudem attestierte Dr. C._ eine "bis zum
Entscheid der IV" (auch für leichtere Tätigkeiten) 100 %ige Arbeitsunfähigkeit.
A.g Um auszuschliessen, dass es sich beim ärztlichen Bericht von Dr. C._ vom
27. Dezember 2005 nicht lediglich um eine andere Beurteilung des im Wesentlichen
gleichen und gegenüber dem Bericht vom 8. September 2005 unveränderten
medizinischen Sachverhalts bzw. Gesundheitsschadens handle, schlug Dr. med.
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M. J._ des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) am 20. Februar 2006 eine
unabhängige Begutachtung vor (IV-act. 46-1 f.).
A.h Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. med. D._, Spezialarzt Orthopädische
Chirurgie FMH, am 4. Mai 2006 ein Gutachten mit Untersuchungsdatum vom 5. April
2006 (IV-act. 65-1 ff.). Der Gutachter diagnostizierte einen Status nach Diskus
hernienoperation L5/1 rechts im Juni 2002 und mikrochirurgischer Diskektomie L5/S1
beidseits sowie eine Stabilisation L5/S1 nach Ray im August 2004 mit linkslateralem
Diskushernienrezidiv L5/S1 recessal und möglicher Irritation der Nervenwurzel L5
links recessal. Dem Versicherten sei aus orthopädischer Sicht eine körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeit in temperierten Räumen ohne regelmässiges Heben oder
Tragen von Gegenständen über 10 kg und ohne das Einnehmen unphysiologischer
Körperhaltungen bei voller Stundenpräsenz zu ca. 65 % zumutbar (IV-act. 65-7).
A.i Im Auftrag der IV-Stelle erstattete E._, Leiter BEFAS, Dr. med. F._, Facharzt
für Physikalische Medizin, Rehabilitation sowie Rheumatologie, und G._, Diplomierte
Berufsberaterin/Psychologin lic. phil, von der BEFAS X._ am 23. April 2007 einen
Schlussbericht über ihre Abklärung in der Zeit vom 12. Februar 2007 bis 9. März 2007
(IV-act. 103-1 ff.). Im Wesentlichen wurde ausgeführt, dass dem Versicherten zum
aktuellen Zeitpunkt eine sechsstündige Tagespräsenz zugemutet werde könne. Dabei
könne eine 65 %ige Tagesleistung bei geeigneten Tätigkeiten realisiert werden mit so
der Möglichkeit zu gelegentlichen zusätzlichen kurzen Entlastungspausen/
Positionswechseln. Wegen schon längerer Arbeitskarenz sei ein aufbauendes
Arbeitstraining zu empfehlen, zumutbar beginnend während 6 Stunden täglich mit der
erwähnten möglichen 65 %igen Tagesleistung (IV-act. 103-8).
A.j Im Abklärungsbericht "Verzahnungsprogramm" vom 13. Juli 2007 (IV-act. 125-1
ff.), an welchem der Versicherte in der Projekt Werkstatt in Y._ vom 14. Mai 2007 bis
13. Juli 2007 teilgenommen und für welches ihm die IV-Stelle Taggelder bewilligt hatte
(IV-act. 120-1 f.), wurde ausgeführt, dass der Versicherte bei einer Präsenzzeit von vier
Stunden pro Tag einen durchschnittlichen Leistungsgrad von 50 % gezeigt habe. Die
Arbeitsfähigkeit betrage gegenwärtig bei sehr leichter Arbeit 40 % (IV-act. 125-4).
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A.k Am 28. November 2007 erstattete Dr. med. H._, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, des Wirbel
säulenzentrums Z._ ein Privatgutachten mit Untersuchungsdatum vom 27. November
2007 (IV-act. 139-1 ff.). Dr. H._ diagnostizierte eine chronische Lumboischialgie links
und führte aus, dass der Versicherte auch in einer den Einschränkungen angepassten
Tätigkeit als 70 % arbeitsunfähig betrachtet werden müsse. Dies bedeute, dass
eigentlich nur eine Reintegration über einen therapeutischen Arbeitseinsatz in einer
geschützten Werkstatt möglich sei (IV-act. 139-8 f.).
A.l Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI) GmbH
in Basel am 29. Juli 2008 ein polydisziplinäres Gutachten mit ambulanter Untersuchung
am 17. Juni 2008 (IV-act. 149-2 ff.). Die Gutachter diagnostizierten mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit in der Hauptsache eine chronische Lumboischialgie links (ICD-10
M54.5). In einer körperlich leichten und adaptierten Tätigkeit bestehe eine ganztägige
Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungseinbusse von 20 %, entsprechend einer 80 %igen
Arbeits- und Leistungsfähigkeit.
A.m Der RAD Ostschweiz hielt am 2. September 2008 in einer internen Stellungnahme
fest, gestützt auf die Untersuchungsbefunde des ABI könne davon ausgegangen
werden, dass der Versicherte in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
in einem 80 %igen Pensum mit 20 %iger Leistungsminderung arbeitsfähig sei. Dies
dürfte in etwa auch der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. D._ vom Mai
2006 sowie dem Ergebnis der BEFAS-Abklärung in Y._ entsprechen (IV-act. 151).
A.n Mit Schreiben vom 3. Dezember 2008 rügte der neue Rechtsvertreter des Ver
sicherten das ABI-Gutachten vom 29. Juli 2008 in formeller und inhaltlicher Hinsicht. Er
ersuchte die IV-Stelle, einen Rentenvorbescheid auf der Basis der Beurteilung von
Dr. H._ zu erlassen (IV-act. 153-1 f.). Beiliegend zum Schreiben liess der Rechts
vertreter der IV-Stelle einen Bericht von Dr. H._ (Antworten zu den vom Rechts
vertreter gestellten Ergänzungsfragen) vom 24. November 2008 zugehen (IV-act.
154-1 ff.). Dr. H._ hielt darin an seiner Beurteilung vom 28. November 2007 fest (IV-
act. 154-2). Der RAD Ostschweiz führte am 16. Dezember 2008 in einer internen
Stellungnahme aus, die vom Rechtsvertreter des Versicherten vorgetragenen Argu
mente seien eher wenig geeignet, das Gutachten grundsätzlich in Frage zu stellen. Die
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medizinischen Schlussfolgerungen des Gutachtens seien bei der Bemessung von IV-
Leistungen weiterhin zugrunde zu legen (IV-act. 155-1 f.).
A.o Vom 2. November 2009 bis 5. Februar 2010 erfolgte ein Eingliederungsversuch
über das Regionale Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) St. Gallen im Einsatzprogramm
"Sohomet", wo der Versicherte im 50 %-Pensum tätig war (IV-act. 169-3). Während
des Einsatzes im Januar wies der Versicherte 14 Absenztage auf und war ab ca.
22. Januar 2010 zu 100 % arbeitsunfähig. Daher wurde das Einsatzprogramm am
5. Februar 2010 beendet (IV-act. 169-4).
A.p Im Auftrag der IV-Stelle erstattete der behandelnde Arzt Dr. med. I._, Facharzt
Innere Medizin FMH, am 29. März 2010 einen Bericht (IV-act. 173-2 ff.). Dr. I._
diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der Hauptsache chronische
Lumboischalgien links und attestierte eine seit 18. August 2004 bestehende 100 %ige
Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (IV-act. 65-7).
A.q Mit Schreiben vom 1. Juni 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass
sein Leistungsbegehren betreffend berufliche Massnahmen abgewiesen werde (IV-act.
184-1 f.).
A.r Mit Vorbescheid vom 1. September 2010 stellte die IV-Stelle bei einem
Invaliditätsgrad von 20 % (Valideneinkommen: Fr. 59'979.--, Invalideneinkommen:
Fr. 47'983.--) die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 187-1 f.).
A.s Gegen den Vorbescheid liess der Versicherte am 7. Oktober 2010 Einwand er
heben. Er beantragte eine "volle" Invalidenrente ab August 2005; eventualiter sei ihm
eine halbe Invalidenrente ab August 2005 zuzusprechen; subeventualiter seien weitere
Abklärungen durchzuführen (IV-act. 188-1 ff.).
A.t Mit Verfügung vom 26. Januar 2011 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des
Versicherten ab (IV-act. 190-1 ff.).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die am 24. Februar 2011 erhobene Be
schwerde. Darin wird beantragt, es sei die Verfügung vom 26. Januar 2011
aufzuheben, und dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung per 1. Juni 2005 eine ganze
Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Verfügung vom 26. Januar 2011
aufzuheben, und dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung per 1. Juni 2005 eine halbe
Invalidenrente auszurichten. Subeventualiter sei die Streitsache zur Durchführung
weiterer Abklärungen an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen. Zur Begründung
wird im Wesentlichen ausgeführt, dass das ABI-Gutachten zu sämtlichen Beurteilungen
der behandelnden wie auch der begutachtenden Spezialisten in einem unerklärten
Widerspruch stehe. Aus diesem Grund erweise sich das Gutachten des ABI Basel als
beweisuntauglich, zumal die bestehenden Widersprüche in keiner Weise begründet,
geschweige denn aufgelöst würden. Dementsprechend sei vorliegend auf die über
zeugenden Beurteilungen der behandelnden Spezialisten abzustellen. Gehe man mit
den behandelnden Experten bzw. mit Dr. H._ von einer 100 %igen bzw. 70 %igen
Leistungseinschränkung aus, so resultiere ohne Weiteres eine ganze Invalidenrente.
Selbst wenn gemäss ABI Basel lediglich eine 20 %ige Einschränkung der Leistungs
fähigkeit anzunehmen sei, seien die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer
halben Invalidenrente aus folgenden Gründen erfüllt: Unzutreffend sei das von der Be
schwerdegegnerin angenommene Valideneinkommen. Es widerspreche dem mass
geblichen, d.h. vor Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung erzielten Verdienst des
Jahres 2003 gemäss IK-Auszug. Auch die Beschwerdegegnerin habe der Taggeld
verfügung vom 18. Juni 2007 das im Jahr 2003 erzielte Einkommen von Fr. 73'978.--
zugrunde gelegt. Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 73'978.-- er
gebe sich für das Jahr 2005 ein teuerungsbereinigtes Valideneinkommen von rund
Fr. 75'338.-- (je 0.9 % für 2004 und 2005). Werde bei der Rentenberechnung ein auf
der Grundlage der LSE 2004 ermitteltes Einkommen von Fr. 57'258.-- und die Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit gemäss ABI-Gutachten von lediglich 20 % sowie ein
leidensbedingter Abzug von 20 % berücksichtigt, so ergäbe sich selbst auf der Grund
lage des ABI-Gutachtens ein Invalideneinkommen von Fr. 36'645.--, mithin ein IV-Grad
von 51 %. Der Beginn der 100 %igen Arbeitsunfähigkeit gehe vorliegend auf den
15. Juni 2004 zurück, so dass der Rentenanspruch per 1. Juni 2005 entstanden sei
(act. G 1).
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B.b Mit der Beschwerdeantwort vom 14. April 2011 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie aus,
der Einschätzung des ABI komme ein grosses Gewicht zu, weil es sich um eine für die
IV geschaffene spezialisierte Gutachterstelle handle und diese somit mit der IV-
rechtlichen Fragestellung bestens vertraut sei. Im Gegensatz zu behandelnden Ärzten
folge das ABI strikt versicherungsmedizinischen Prämissen. Der Beschwerdeführer sei
dort am 17. Juni 2008 umfassend polydisziplinär untersucht worden, wobei ein
orthopädisches und ein psychiatrisches Konsilium durchgeführt worden seien. Mit
diesem polydisziplinären Ansatz sei gewährleistet, dass medizinischen Einzeldisziplinen
bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht ein zu grosses Gewicht zukomme, sondern
eine Gesamtbetrachtung stattfinde. Das ABI-Gutachten sei ausführlich abgefasst;
dessen Schlussfolgerungen zusammen mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung erschienen
begründet. Aufgrund des ABI-Gutachtens und der dargestellten Aktenlage sei von einer
vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychischen Gründen auszugehen.
Es treffe im Weiteren entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht zu, dass
das ABI diesem pauschal eine Aggravation unterstellt habe und seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung damit begründe. Vielmehr stütze das ABI seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung auf eine gründliche körperliche Untersuchung des
Beschwerdeführers ab. Angesichts des Umstands, dass beim Beschwerdeführer keine
neurologischen Ausfälle, keine Instabilitäten und keine ausgeprägte Fehlstatik beim
Rücken vorlägen, erscheine die Arbeitsfähigkeitsschätzung im ABI-Gutachten eher
noch als grosszügig. Demgegenüber vermöge die Arbeitsfähigkeitsschätzung im
Privatgutachten H._ nicht zu überzeugen. Weder die gemäss Dr. H._ vorliegende
starke Verunsicherung noch die vorliegende Dekonditionierung dürften in die
Arbeitsfähigkeitsschätzung einfliessen, weil erstere zwingend durch einen Psychiater
festgestellt werden müsse und zweitere als überwindbar gelte. Weil beim
Beschwerdeführer zudem keine Befunde vorlägen, die eine grössere Arbeitsunfähigkeit
in einer rückenadaptierten Tätigkeit plausibel machten, erscheine die Arbeitsfähigkeits
schätzung im Gutachten D._ von nur noch 65 % in einer adaptierten Tätigkeit als zu
grosszügig. Es sei somit vollumfänglich auf das ABI-Gutachten abzustellen. Bezüglich
Ermittlung des Valideneinkommens sei zu bemerken, dass das Erwerbseinkommen des
Beschwerdeführers in den Jahren 2001-2003 erheblich geschwankt habe. Daher sei es
gerechtfertigt, das Durchschnittseinkommen der genannten drei Jahre zu nehmen. Dies
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ergebe einen Betrag von Fr. 69'317.--. Für das Invalideneinkommen sei auf die
Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik abzustellen, der entsprechende
Wert für 2003 betrage Fr. 57'745.--. Es ergäben sich keine Hinweise, dass ein
Arbeitgeber bei einer leidensangepassten Tätigkeit eine zusätzlich ins Gewicht fallende
Minderung des Arbeitsvermögens beim Beschwerdeführer zu gewärtigen hätte.
Insbesondere habe das ABI den zusätzlichen Pausenbedarf des Beschwerdeführers
mit einer Arbeitsfähigkeitsschätzung von 80 % in einer adaptierten Tätigkeit aus
reichend berücksichtigt. Demnach sei kein sogenannter Leidensabzug vorzunehmen.
Das Invalideneinkommen betrage somit Fr. 46'196.--, woraus ein IV-Grad von 33 %
resultiere. Der Beschwerdeführer habe daher keinen Anspruch auf eine IV-Rente (act.
G 4).
B.c Am 19. Mai 2011 lässt der Beschwerdeführer Replik erstatten. Er führt im Wesent
lichen aus, eine berufliche Abklärung in einer Einrichtung wie der BEFAS sei recht
sprechungsgemäss nicht nur in Bezug auf die Beantwortung der Frage nach einer
Umschulung von Belang; sie sei vielmehr auch insbesondere dazu geeignet, die
effektive Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu testen. Wenn die Beschwerde
gegnerin im Weiteren von einer "relativ harmlosen Befundlage im Rücken
bereich" spreche, so zeuge diese Argumentation von einer krassen Verkennung und
Bagatellisierung des äusserst schwer wiegenden Beschwerdebildes. Der
Argumentation der Beschwerdegegnerin, Dr. H._ begründe seine Einschätzung mit
der starken Verunsicherung des Beschwerdeführers und seiner erheblichen
Dekonditionierung, sei zudem entgegenzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das
Privatgutachten nur selektiv zitiere und darüber hinaus auch noch falsch interpretiere.
Den Widerspruch zwischen der Beurteilung von Dr. D._ und der Einschätzung der
Resterwerbsfähigkeit im ABI-Gutachten vermöge schliesslich auch die
Beschwerdegegnerin nicht nachvollziehbar zu begründen, wenn sie diesbezüglich
pauschal behaupte, die Arbeitsfähigkeitsschätzung von nur 65 % im Gutachten D._
sei angeblich "zu grosszügig" ausgefallen. Im Übrigen gehe aus der
Arbeitgeberbestätigung klar hervor, dass der Beschwerdeführer ohne gesundheitlichen
Ausfall im Jahr 2004 wiederum ein Einkommen von mindestens Fr. 73'400.-- erzielt
hätte. Daher sei auf den zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst abzustellen (act. G 7).
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B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet mit Schreiben vom 6. Juni 2011 auf eine
Duplik (act. G 9).

Considerations:
Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2012 sind die im Zug des ersten Teils der 6. Revision revidierten
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20),
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Kraft getreten. In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 127
V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat die an
gefochtene Verfügung am 26. Januar 2011 (IV-act. 190-1 ff.) und somit vor Inkrafttreten
der IV-Revision 6a erlassen. Gemäss übergangsrechtlichem Grundsatz werden nach
folgend die zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses anwendbaren Bestimmungen
wiedergegeben. Bezüglich des allfälligen Rentenbeginns sind angesichts der An
meldung zum Leistungsbezug im März/Mai 2005 (IV-act. 1-1 ff.) und des Eintritts der
Arbeitsunfähigkeit im Juni 2004 (IV-act. 16-2, 149-22) die vor Inkrafttreten der 5. IV-
Revision bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen anzuwenden.
1.2 Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder
länger dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat
die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %,
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn
sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 %
invalid ist.
1.3 Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die
Arbeitsfähigkeitsschätzung. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und
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somit den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten.
1.4 Dem Umstand, dass ein nach altem Standard in Auftrag gegebenes Gutachten
eine massgebende Entscheidungsgrundlage bildet, ist unter Umständen bei der
Beweiswürdigung Rechnung zu tragen (Urteile 9C_942/2011 vom 6. Juli 2012 E. 5.2
und 9C_776/2010 vom 20. Dezember 2011 E. 3.3). In dieser speziellen
Übergangssituation lässt sich die beweisrechtliche Situation der versicherten Person
mit derjenigen bei versicherungsinternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen
vergleichen (dazu BGE 135 V 465 E. 4 S. 467). In solchen Fällen genügen schon relativ
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen,
dass nicht auf das Gutachten abgestellt werden kann (vgl. BGE 9C_148/2012 E. 1.4).
2.
Dass die bisherige Tätigkeit für den Beschwerdeführer nicht mehr in Frage kommt, ist
nicht strittig. Hingegen bestehen erhebliche Differenzen in Bezug auf die Beurteilung
der Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit. Während sich die Beschwerdegegnerin
gestützt auf das Gutachten der ABI GmbH auf den Standpunkt stellt, eine adaptierte
Arbeit könne vom Beschwerdeführer zu 80 % ausgeführt werden, vertritt sein Rechts
vertreter die Auffassung, dies sei höchstens zu 30 % möglich. In diesem Zusammen
hang wird vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vorgebracht, das Gutachten
der ABI GmbH vermöge nicht zu überzeugen, da es zu sämtlichen Beurteilungen der
behandelnden wie auch der begutachtenden Spezialisten in einem unerklärten Wider
spruch stehe. Aus diesem Grund erweise sich das Gutachten der ABI GmbH als be
weisuntauglich, zumal die bestehenden Widersprüche in keiner Weise begründet, ge
schweige denn aufgelöst würden.
3.
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3.1 Der Orthopäde Dr. D._ hat nach einer Untersuchung und Befragung des
Beschwerdeführers am 5. April 2006 und den am selben Tag vorgenommenen
Röntgenuntersuchungen sowie einer lumbovertebrospinalen Kernspintomographie am
18. April 2006 das Gutachten vom 4. Mai 2006 (IV-act. 65-1 ff.) verfasst. Der Gutachter
nannte als Diagnosen einen Status nach Diskushernienoperation L5/S1 rechts vom
Juni 2002 und mikrochirurgischer Diskektomie L5/S1 beidseits sowie Stabilisation L5/
S1 und Ray vom August 2004 mit linkslateralem Diskushernienrezidiv L5/S1 recessal
und möglicher Irritation der Nervenwurzel L5 links recessal sowie eine Präadipositas.
Der Gutachter erachtete die vom Beschwerdeführer geltend gemachten lumbalen
Schmerzen auf Grund der pathologischen Befunde und insbesondere der MRI
Darstellung der Lendenwirbelsäule als nachvollziehbar (IV-act. 65-5). Der
Beschwerdeführer sei aufgrund der Beschwerden in seiner körperlichen
Leistungsfähigkeit eingeschränkt, wobei insbesondere das im MRI nachgewiesene
links-laterale Diskushernienrezidiv L5/S1 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bewirke. Im Gutachten wurde dem Beschwerdeführer in körperlich leichten Tätigkeiten
bei voller Stundenpräsenz eine ca. 65 %ige Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 65-7).
3.2 Aus dem rund ein Jahr nach dem Gutachten D._ verfassten BEFAS-
Schlussbericht vom 23. April 2007 geht hervor, dass dem Beschwerdeführer eine
sechsstündige Tagespräsenz mit einer 65 %ige Tagesleistung bei geeigneten Tätig
keiten mit der Möglichkeit zu gelegentlichen zusätzlichen kurzen Entlastungspausen/
Positionswechseln während des BEFAS-Aufenthalts möglich war und auch weiterhin
zugemutet werden könne (IV-act. 103-8). Der BEFAS-Schlussbericht wurde auch von
einem Mediziner, dem Rheumatologen Dr. F._, mitunterzeichnet (IV-act. 103-10).
3.3 Insgesamt leuchtet das Gutachten von Dr. D._ in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein.
Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit im
BEFAS-Schlussbericht vermögen die darin enthaltenen Schlussfolgerungen, insbe
sondere die attestierte 65%ige Arbeitsfähigkeit, zu überzeugen. Dies zumal auch RAD-
Arzt Dr. J._ am 27. Juli 2006 ausführte, das Gutachten sei in sich konsistent und
plausibel nachvollziehbar, so dass es aus versicherungsmedizinischer Sicht keinen
Anlass gebe, eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abzugeben (IV-act. 68). Auch
die Frage nach den zumutbaren Tätigkeiten wurde im Gutachten vom 4. Mai 2006
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hinreichend beantwortet, wird doch ausgeführt, dass der Beschwerdeführer körperlich
leichte Tätigkeiten, die abwechslungsweise stehend und sitzend in temperierten
Räumen durchgeführt werden könnten, ohne dass dabei regelmässig Gegenstände
über 10 kg gehoben oder getragen und häufig unphysiologische, insbesondere ge
beugte Körperhaltungen eingenommen werden müssten, auszuführen vermöge (IV-
act. 65-7). Diese Einschätzung der noch möglichen Arbeitsfähigkeit hat sich im
Rahmen der Leistungsabklärung durch die BEFAS bestätigt, wobei dort die
Tagesleistung von 65 % bei 6-stündiger Tagespräsenz erreicht werden konnte (vgl. IV-
act. 115-8). Auszugehen war somit gemäss Gutachten von Dr. D._ und BEFAS-
Schlussbericht von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 65 % in einer
adaptierten körperlich leichten Tätigkeit.
4.
Nach dem BEFAS-Aufenthalt scheiterten sämtliche Bemühungen, den Beschwerde
führer beruflich einzugliedern. Statt einer im BEFAS-Bericht noch als bei günstigem
Verlauf möglichen Steigerung der Tagesleistungsfähigkeit, war es dem Beschwerde
führer weder bei der Projektwerkstatt noch beim Einsatzprogramm Sohomet möglich,
eine konstante Leistung von 50 % zu erbringen. Es stellte sich somit die Frage, ob
nach Erlass des Gutachtens von Dr. D._ eine Verschlechterung des relevanten
Gesundheitszustandes eingetreten war. Der RAD empfahl daher, insbesondere auch
zur Klärung einer allfällig neu aufgetretenen psychischen Beeinträchtigung, eine poly
disziplinäre Begutachtung (vgl. IV-act. 133). Noch bevor dieses Gutachten beim ABI in
Auftrag gegeben wurde, beauftragte der Vertreter des Beschwerdeführers Dr. H._ mit
der Erstellung eines Privatgutachtens.
4.1 Dr. H._ des Wirbelsäulenzentrums Z._ nannte im Privatgutachten vom
28. November 2007 (IV-act. 139-1 ff.) die Diagnosen einer chronischen Lumboischialgie
links bei einem Status nach Diskushernienoperation L5/S1 rechts vom Mai 2002, einem
Status nach Mikrodiskektomie L5/S1 beidseits und interkorporeller Stabilisation mit
Spreizdübelcages nach Ray, einer Spondylarthrose L3/4, L4/5 sowie L5/S1, einem
radiologisch-pathologischen Bewegungsablauf L3/4 sowie einem Verdacht auf Mikro
instabilität L5/S1 (IV-act. 139-6) und attestierte für eine adaptierte Tätigkeit (Wechsel
belastung zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, ohne Arbeiten in Zwangsposition, unter
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Vermeidung von vorgeneigten Tätigkeiten und Rotationsbewegungen im Rumpf, ohne
Heben und Tragen von Gewichten über 7 kg sowie mit Pausen in Form von Sich
hinlegen bei Bedarf zu Beginn) eine 70 %ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 139-6, 139-8).
Der Privatgutachter hielt unter anderem zur Frage nach der Zumutbarkeit einer leidens
adaptierten Arbeit bzw. der Arbeitsfähigkeitsschätzung fest, dass eine angepasste
Tätigkeit aufgrund der inzwischen recht starken Verunsicherung und Dekonditionierung
mit maximal 4 Stunden pro Tag und reduziertem Leistungsanspruch begonnen werden
solle. Diese Vorgaben bedeuteten, dass höchstens ein geschützter Einsatz möglich sei,
damit der Beschwerdeführer wieder Selbstvertrauen und Sicherheit aufbauen könne
(IV-act. 139-6). Zum Gutachten von Dr. D._ hielt Dr. H._ fest, die von diesem am
5. April 2006 erhobenen Feststellungen seien zu jenem Zeitpunkt vermutlich korrekt
gewesen. Seines Erachtens handle es sich jedoch bei dem im Kernspintomogramm
vom 18. April 2006 dargestellten 5 mm grossen linkslateralen Diskushernienrezidiv L5/
S1 am Eingang zum Recessus lateralis um nach der Operation im August 2004
übriggebliebene Reste des Faserrings, welche keine Einengung neuraler Strukturen
verursachten, wie das Kernspintomogramm vom 7. Januar 2005 zeige (IV-act. 139-7).
Aus dem Privatgutachten von Dr. H._ ergibt sich nicht, auf welche objektiven Be
funden die von ihm geltend gemachte Verschlechterung beruht. Eine Auseinander
setzung mit dem Schlussbericht der BEFAS-Abklärung fehlt vollständig und vom
Einsatz des Beschwerdeführers in der Projektwerkstatt hatte Dr. H._ offenbar keine
Kenntnisse. Wertungen wie "recht starke Verunsicherung" sowie mangelndes
Selbstvertrauen bzw. mangelnde Sicherheit haben offensichtlich die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Privatgutachters beeinflusst, womit diese nicht mehr
ausschliesslich auf medizinisch-theoretischer Grundlage beruht, zumal diese
Einschätzung von einem orthopädischen Sachverständigen und keinem Psychiater
getätigt wurde. Auch die geltend gemachte Dekonditionierung bewirkt keine dauerhafte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Dem Beschwerdeführer wäre es aufgrund seiner
Selbsteingliederungs- und Schadenminderungspflicht ohne Weiteres zumutbar, durch
ein adäquates Training die Folgen seiner Dekonditionierung zu überwinden. Im
Privatgutachten fehlt es schliesslich an einer schlüssigen Begründung des Attests einer
Arbeitsunfähigkeit von 70 %, was mit Blick auf die vom Privatgutachter gestellten
Diagnosen, welche nahezu gänzlich mit denjenigen von Dr. D._ übereinstimmen,
nicht zu genügen vermag. Die vom Privatgutachter neu genannte Diagnose des
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Verdachts auf eine Mikroinstabilität L5/S1 ändert nichts daran, dass die Einschätzung
der Arbeitsunfähigkeit von Dr. H._ zur Hauptsache eine andere Beurteilung des
gleichen medizinischen Sachverhalts wie im Gutachten von Dr. D._ darstellt.
Ebenfalls beinhaltet die vom Privatgutachter formulierte adaptierte Tätigkeit
überwiegend dieselben Einschränkungen wie diejenige von Dr. D._. Ein materieller
Unterschied ist, ausser einer leicht tieferen Gewichtshebe- bzw. Gewichtstragelimite (7
anstatt 10 kg), nicht erkennbar. Weshalb letztlich eine 70 %ige Arbeitsunfähigkeit
resultieren sollte, ist nicht nachvollziehbar.
4.2 Dem Gutachten des ABI vom 29. Juli 2008 lässt sich entnehmen, dass es sich
unter anderem auf Untersuchungen in internistischer, psychiatrischer und
orthopädischer Hinsicht stützt. Die Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolgte im
Rahmen einer multidisziplinären Konsens-Besprechung (mit Dr. med. K._, Fachärztin
Pharmazeutische und Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. L._, Facharzt FMH
Psychiatrie & Psychotherapie, und Dr. med. M._, Facharzt FMH Orthopädische
Chirurgie). Zusammenfassend wurde ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer eine
100 %ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestehe. In einer körperlich
leichten und adaptierten Tätigkeit bestehe eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer
Leistungseinbusse von 20 %, entsprechend einer 80 %igen Arbeits- und
Leistungsfähigkeit (IV-act. 149-23).
4.2.1 Aus psychiatrischer Sicht wurde keine Diagnose mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit genannt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine
Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54) diagnostiziert. Gutachter Dr. L._ führte
diesbezüglich aus, dass eine psychiatrische Diagnose nach ICD-10 mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit nicht gestellt werden könne. Es bestünden keine Hinweise auf eine
manifeste depressive Erkrankung. Es lägen auch keine Hinweise auf unbewusste
Konflikte vor, ein primärer Krankheitsgewinn sei nicht gegeben. Schwere psycho
soziale Belastungsfaktoren bestünden nicht. Daher könne es dem Exploranden aus
psychiatrischer Sicht trotz der geklagten Beschwerden zugemutet werden, ganztags
einer seinen körperlichen Einschränkungen angepassten Tätigkeit nachzugehen (IV-
act. 149-14).
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4.2.2 Aus orthopädischer Sicht wurden als Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit eine chronische Lumboischialgie links bei einem Status nach
Fenestration, Sequestrektomie und Nukleotomie L5/S1 rechts am 31. Mai 2002 (ICD-10
Z98.8), einem Status nach mikrochirurgischer Diskektomie L5/S1 beidseits und einer
Stabilisation L5/S1 nach Ray am 19. August 2004 (ICD-10 Z98.8), ein
Diskushernienrezidiv (DD: Reste des Anulus fibrosus) L5/S1 links rezessal mit
möglicher Irritation der Wurzel L5 links; eine mässige Spondylarthrose L3/S1 (MRI am
18. April 2006, ICD-10 M47.86/ M47.87) sowie ein sensibler Ausfall im Unterschenkel-
und Fussbereich links entsprechend dem Dermatom L5; keine motorischen Ausfälle,
genannt (IV-act. 149-21). Zur Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht führte der
Gutachter folgendes aus: Für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten
bestehe aus rein orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bei ganztägigem
Pensum mit um 20 % reduzierter Leistung aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs.
Der Explorand müsse während etwa 10 Minuten stündlich die Möglichkeit dazu haben,
ein Lockerungs- und Entspannungsprogramm für die Muskulatur von Stamm und
Extremitäten durchzuführen. Das Bücken sowie Heben und Tragen von Lasten über 10
kg sollten dabei vermieden werden (IV-act. 149-19).
4.2.3 Es ist festzustellen, dass der orthopädische Gutachter auf den Beizug der
aktuellsten Röntgenbilder des Wirbelsäulenzentrums Z._ vom 28. November 2007
sowie auch auf das Erstellen eigener Röntgenbilder verzichtet hat. Seine Diagnosen
beruhten in bildgebender Hinsicht ausschliesslich sowohl auf dem nur als schriftlichen
Befund vorliegenden MRI der LWS vom 18. April 2006 als auch auf dem Röntgenbild
der LWS ap/lateral vom 5. April 2006 (IV-act. 149-18). Sodann erscheinen die
Ausführungen teilweise widersprüchlich bzw. unklar. So führte der orthopädische
Gutachter folgendes aus: Wie bereits von Dr. H._ in seinem Gutachterbericht vom
28. November 2007 festgehalten, sei von einer erneuten operativen Intervention,
welche vom Exploranden ohnedies abgelehnt werde, kaum eine Verbesserung zu
erwarten. Dies, da es sich auf der Höhe L5/S1 nicht um ein Hernienrezidiv, sondern
einen Rest des Faserringes ohne neurokompressive Wirkung handeln könnte (IV-act.
149-20). Dennoch wurde im Gutachten als Diagnose mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit ein Diskushernienrezidiv L5/S1 links (rezessal mit möglicher Irritation
der Wurzel L5 links, mässige Spondylarthrose L3-S1) aufgeführt (IV-act. 149-18,
149-21). Das Gutachten selber löst diesen Widerspruch nicht auf, sondern hält lediglich
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fest, ob ein Diskushernienrezidiv vorliege oder postoperativ verbliebene Reste des
Faserrings könne in Unkenntnis der Bilder nicht sicher beurteilt werden. Nicht geklärt
seien allerdings gewisse Inkonsistenzen in der Untersuchung, weshalb von einer
Ausweitung der Schmerzproblematik ausgegangen werden könne (IV-act. 149-19). Im
ABI-Gutachten fehlt damit eine schlüssige Begründung, weshalb nun neu eine
Arbeitsfähigkeit von 80 % vorliegen soll. Tatsachlich wurde diese im Vergleich mit dem
Gutachten D._ höhere Arbeitsfähigkeitsschätzung einzig mit "gewissen Inkonsistenz
in der Untersuchung" begründet, was nicht zu überzeugen vermag. Zwar trifft es zu,
dass beim Beschwerdeführer bei der Untersuchung gewisse Inkonsistenzen vorlagen
(z.B. beim Lasèguetest), allerdings war der Lasèguetest bei Dr. D._ unauffällig (vgl.
IV-act. 65-4), weshalb auch diesbezüglich nicht von einer Verbesserung des
Gesundheitszustandes auszugehen ist. Als sehr konstant zeigte sich demgegenüber
ein sensibler Ausfall im Unterschenkel- und Fussbereich links entsprechend dem
Dermatom L5 (vgl. IV-act. 149-18; IV-act. 65-4; IV-act. 103-11; IV-act. 139-4).
Schliesslich beinhaltet die von den ABI-Gutachtern formulierte adaptierte Tätigkeit
dieselben Einschränkungen wie diejenige von Dr. D._. Ein materieller Unterschied ist
nicht erkennbar. Die vom ABI in psychiatrischer Hinsicht diagnostizierte
Schmerzverarbeitungsstörung hat sodann keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 149-21). Weshalb nun neu eine 80 %ige Arbeitsfähigkeit resultieren sollte, ist nicht
hinreichend nachvollziehbar.
5.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass nach Erlass des Gutachtens von Dr. D._
vom 4. Mai 2006 mit Ausnahme der psychiatrisch diagnostizierten
Schmerzverarbeitungsstörung keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes
des Beschwerdeführers eingetreten ist. Zwar nimmt Dr. H._ an, es liege kein
Diskushernienrezidiv vor, sondern Reste des Faserrings, gleichzeitig weist er jedoch in
seiner Stellungnahme vom 24. November 2008 darauf hin, dass dies für die Frage der
Einschätzung der funktionellen Leistungsfähigkeit von keiner Bedeutung sei (IV-
act. 154-2). Sowohl das orthopädische Privatgutachten von Dr. H._ als auch das
orthopädische Gutachten des ABI stellen damit lediglich andere Beurteilungen des
gleichen Gesundheitszustandes dar, ohne dass sie zu überzeugen vermögen.
Demgegenüber hatte sich gerade auch in der BEFAS-Abklärung gezeigt, dass die von
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Dr. D._ geschätzte Arbeitsfähigkeit von 65 % zutreffend und plausibel ist. Auf diese
Beurteilung ist daher abzustellen.
6.
6.1 Auf der Basis des gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeitsgrades für eine
leidensadaptierte Tätigkeit ist im Folgenden der Invaliditätsgrad zu bemessen. Recht
sprechungsgemäss ist bei der Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was
die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Da nach
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weiter
geführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Validenein
kommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte,
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Ver
dienst (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S. K. vom 23. März 2009, 8C_515/2008). Es
rechtfertigt sich daher, von den Einkommensverhältnissen im letzten Jahr vor Eintritt
der zu einer gänzlichen gesundheitlichen Arbeitsunfähigkeit führenden
gesundheitlichen Beeinträchtigung, nämlich 2003, auszugehen. Der Beschwerdeführer
erzielte im Jahr 2003 ein Einkommen von Fr. 73'978.-- (IV-act. 8-2, 9-2). Gemäss
Auskunft der Arbeitgeberin setzte sich dieser Lohn aus einem Fixlohn (Fr. 5'220.-- bzw.
Fr. 5'200.--), dem 13. Monatslohn und Schichtzulagen zusammen (vgl. IV-act. 90 und
3-2). Dass das AHV-pflichtige Einkommen im Jahr 2002 tiefer war als 2001, lässt sich
angesichts der damals durchgeführten Rückenoperation ohne weiteres plausibilisieren.
Für das Valideneinkommen ist somit vom im IK-Auszug ausgewiesenen Lohn für das
Jahr 2003 auszugehen.
6.2 Nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung stehen dem
Beschwerdeführer gemäss dem Begutachtungsergebnis noch verschiedene
Hilfstätigkeiten offen. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret
steht. Hat sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen (vgl. IV-act. 146-21), so können
nach der Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE
129 V 472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008).
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Im Jahr 2003 machte der statistische Durchschnittslohn für einfache und repetitive
Tätigkeiten von Männern Fr. 57'745.-- aus (vgl. Anhang 2 der Textausgabe Invaliden
versicherung, Gesetze und Verordnungen mit Querverweisen und Sachregister, Aus
gabe 2010, S. 210, basierend auf der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des
Bundesamtes für Statistik).
6.3 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu machen. Mit dem behinderungsbedingten Abzug wird in der Praxis
dem Umstand Rechnung getragen, dass versicherte Personen, die in ihrer letzten
Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens
auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, dass sie - unabhängig von
der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Höhe des Lohnes haben können. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf
höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen. (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 322
E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Die medizinisch bedingten Einschränkungen des
Beschwerdeführers sind bei der Festsetzung der (ganztägig zu verwertenden)
Arbeitsfähigkeit bereits berücksichtigt worden. Migrationshintergrund und
Ausbildungsstand bieten ebenfalls nicht Grund für einen Abzug, weil sie sich auf das
Validen- wie auf das Invalideneinkommen gleichermassen auswirken. Vorliegend ist
allerdings zu beachten, dass der Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter nur noch für
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten arbeitsfähig ist. Es ist deshalb damit
zu rechnen, dass der Beschwerdeführer in Konkurrenz mit gesunden Mitbewerbern um
eine entsprechende Stelle auf dem Arbeitsmarkt ein geringeres Einkommen erzielen
wird. Tabellenlöhne werden bei gesunden Arbeitnehmern erhoben. In Würdigung der
hier konkreten Umstände erscheint ein Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen. -
Das Durchschnittseinkommen ist somit auf Fr. 51'970.50 herabzusetzen. Bei einer
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Arbeitsfähigkeit von 65 % ergibt sich ein zumutbares Invalideneinkommen von
Fr. 33'780.85.
6.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 73'978.-- und einem zumutbaren Invaliden
einkommen von Fr. 33'780.85 beträgt der Invaliditätsgrad 54 %. Damit hat der Be
schwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung.
6.5 Der Eintritt des Versicherungsfalles setzt (in der Regel) kumulativ eine Wartezeit
und danach einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad voraus. Der Rentenanspruch
entsteht - gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig
gewesenen Fassung) - frühestens in dem Zeitpunkt (abgesehen von der hier nicht
relevanten lit. a), in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesent
lichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war.
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person
an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29 IVV; Ent
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S K. vom 26. März 2004, I 19/04).
Nach dem Ablauf dieses Wartejahres muss ein Invaliditätsgrad in der für die
betreffende Rentenabstufung erforderlichen Mindesthöhe erreicht werden. Aktenkundig
ist, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Abkanter seit Juni
2004 zu 100 % arbeitsunfähig ist (IV-act. 16-2, 149-22). Der Rentenanspruch des
Beschwerdeführers entstand damit nach Ablauf des Wartejahres gemäss dem oben
Ausgeführten per 1. Juni 2005.
7.
7.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
der angefochtenen Verfügung vom 26. Januar 2011 teilweise gutzuheissen. Dem Be
schwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. Juni 2005 eine halbe Rente zuzusprechen.
7.2 Sind dem Beschwerdeführer Leistungen zuzusprechen, ist diesbezüglich von
einem Obsiegen auszugehen. Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin
sind ihr die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen.
ter
bis
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Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm
zurückzuerstatten.
7.3 Der Beschwerdeführer hat bei Obsiegen Anspruch auf eine Parteientschädigung,
die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen wird (Art. 61 lit. g ATSG; vgl.
auch Art. 98 ff. VRP). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen
erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht