Decision ID: d11b66fa-a939-5ac3-a2b9-5863c1c3ae1c
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1979 geborene
X._
bezog ab dem 1. März 2017 Taggelder der Arbeits
losenversicherung und war dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 23. Juli 2017 erlitt
er
einen Unfall, als er
auf einer
Treppe
aus
rutschte, auf die linke Schulter
fiel
und mit dem Kopf anprallte
(
Urk. 9/1,
Urk. 9/3). Die medizinische Erstvorstellung erfolgte gleichentags in der Klinik für Traumatologie des Universitätsspitals
Y._
, wo ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma
sowie eine AC-Gelenkverletzung Typ
Rockwood
III diagnostiziert wurden (Urk. 9/1).
Die Suva erbrachte daraufhin die gesetzlichen Leistungen (Urk. 9/4).
Im Februar 2018 erlitt der Versicherte einen zweiten
(vgl.
Urk.
9/1
)
Herzinfarkt (Urk. 9/113, Urk. 9/119-120)
.
Am 7. März 2018 wurde der Versicherte von
Kreis
ärztin
med.
pract
.
Z._
, Fachärztin FMH für Anästhesiologie,
unter
sucht (Urk. 9/53)
.
Nachdem die Suva die Berichte der behandelnden Ärzte einge
holt hatte (Urk. 9/62, Urk. 9/69, Urk. 9/88, Urk. 9/106, Urk. 9/113, Urk. 9/123), wurde
der
Versicherte
erneut kreisärztlich untersucht
(Untersuchungsbericht und Beurteilung des Integritätsschadens von med.
pract
.
Z._
vom 13. Juni 2019 [Urk.
9/
176-177])
.
Mit Schreiben vom 14. Juni 2019 informierte die Suva den Versicherten darüber, dass die Heilkostenleistungen mit dem 31. Juli 2019 eingestellt würden und das Taggeld
noch
bis am 30. September 2019 zu 100 % ausgerichtet werde
, um ihm die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess zu erleichtern
(Urk. 9/178).
Nachdem die Ärzte der Klinik für Rheumatologie des
Y._
am 26. Juni 2019 ein Kostengutsprachegesuch für eine stationäre multimodale Schmerztherapie gestellt hatten (Urk. 9/187), erklärte sich die Suva m
it
Schreiben
vom 17. Juli 2019
bereit
, die Kosten für eine
stationäre
Behandlung
bis zum 31. Juli 2019 zu übernehmen (Urk. 9/193).
Zuvor hatte die Suva m
it Verfügung vom 1. Juli 2019 einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente
ver
neint,
ihm
indes
eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 15 % zu
gesprochen
(Urk. 9/185).
Die dagegen erhobene Einsprache vom 19. August 2019 (Urk. 9/202)
wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 27. März 2020 ab (Urk. 2 = Urk. 9/218).
2.
Dagegen erhob der
Beschwerdeführer
am 22. April 2020 Beschwerde und bean
tragte,
es sei der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 27. März 2020 aufzuhe
ben und die Sache an die
Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit diese wei
tere medizinische Abklärungen veranlasse und anschliessend über ihre Leistun
gen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen bzw. eine Invalidenrente) neu ver
füge, wobei festzuhalten sei, dass über die Integritätsentschädigung bereits rechtskräftig entschieden worden sei. Eventualiter beantragte er die Einholung eines polydisziplinären Gerichtsgutachtens und die anschliessende
Zusprache
weiterer Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen bzw. eine Invali
denrente). Subeventuell sei der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 27. März 2020 aufzuheben und es seien ihm weitere gesetzliche Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen bzw. Invalidenrente) zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte der
Beschwerdeführer
die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2020 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8)
, worüber der
Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 26. Mai 2020
informiert wurde (Urk. 11)
.
Gleichzeitig
erachtete das Gericht die Anord
nung eines zweiten Schriftenwechsels nicht als erforderlich (Urk. 11), wogegen der
Beschwerdeführer
mit Eingabe vom 5. Juni 2020 opponierte und einerseits die Ansetzung einer erstreckbaren Frist von 30 Tagen zur Erstattung einer Replik sowie andererseits einen unverzüglichen Entscheid über das Gesuch um Bewilli
gung der unentgeltlichen Rechtspflege beantragte (Urk. 12). Mit Verfügung vom 18. Juni 2020 erachtete das Gericht die Ansetzung einer Frist zur Wahrung des
Replikrechts
nicht als notwendig und bestellte
in Bewilligung des Gesuches um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
Rechtsanwalt Adrian Ramsauer, Win
terthur, als unentgeltliche
n
Rechtsvertreter des
Beschwerdeführer
s für das vorlie
gende Verfahren (Urk. 13).
3.
Zu ergänzen ist, dass die IV-Stelle das Begehren des
Beschwerdeführers um Aus
richtung einer Invalidenrente mit Verfügung vom
12. März 2020 abgewiesen hat. Die vom
Beschwerdeführer
dagegen beim Sozialversicherungsgericht erhobene Beschwerde i
st Gegenstand des Verfahrens
IV.20
20.00246
und wurde mit Urteil heutigen Datums
abgewiesen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind
(Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskus
risse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Band
läsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Ver
sicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG;
BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen;
Urteil
des Bundesge
richts
8C_
527/2020
vom 2.
November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen
). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1
).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil
des Bundesgerichts 8C_
363/2020
vom 2
9. September 2020 E. 3.2
mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu wer
den, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitliche Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vor
liegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditätsbe
messung der
Unfallversicherung
gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht
s
8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.4
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Zur Bestimmung des Invalidi
tätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog
.
Valideneinkommen
).
1.5
1.5.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
vertritt
den Standpunkt,
gestützt auf den kreisärztlichen
Bericht über die
Untersuchung vom 13. Juni 2019 sei erstellt, dass spätestens im Zeitpunkt der Einstellung der v
orübergehenden Leistungen per 31
. Juli 2019 (Heilkosten) beziehungsweise 30. September 2019 (Taggeld) der Endzustand ein
getreten sei.
E
ine
leichte Arbeit unter Ausschluss von Überkopfarbeiten, repetiti
ven Belastungen
sowie
Stoss- und Vibrationsbelastungen der linken oberen Ext
remitäten
sei dem
Beschwerdeführer
ganztags zumutbar
.
Damit stehe
ihm
ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten zur Verfügung
und rechtfertige sich kein
leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn. Der kreis
ärztliche Untersuchungsbericht von med.
pract
.
Z._
vom 13. Juni 2019 sei von keiner medizinischen Fachperson angezweifelt worden und es bestünden auch darüber hina
us keine Zweifel an dess
en Zuverlässigkeit.
Die unfallfremden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, insbesondere die koronare Herzerkrankung sowie die Diskushernie an der HWS, seien vorliegend nicht zu berücksichtigen.
Da sich keine Hinweise auf die vom
Beschwerdeführer
geltend gemachten erheb
lichen Bewegungseinschränkungen und auch in Ruhe bestehenden Schulter
schmerzen ergeben hätten, habe auf weitere diesbezügliche Abklär
ungen verzich
tet werden können
. Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalidenein
kommen resultiere ein Invaliditätsgrad von 3 %, womit ein Anspruch auf eine Invalidenrente entfalle
(Urk. 2 S. 6 ff.
,
Urk. 8 S. 3 ff.
).
2.2
Der
Beschwerdeführer
hält dem im Wesentlichen entgegen,
den Akten lasse sich entnehmen, dass
der medizinische Endzustand noch nicht erreicht
worden sei. So habe auch die Kreisärztin erklärt,
dass
die vom
Y._
beantragte Schmerztherapie zu einer namhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes führen
könn
t
e
.
Er
sehe sich in der Lage, eine leidensangepasste Tätigkeit
im Rahmen von rund 50
% auszuüben,
eine
ganztägige
leidensangepasste Tätigkeit sei
ihm jedoch
nicht mehr zumutbar.
Das von der Kreisärztin erstellte Zumutbarkeitsprofil möge an sich zutreffend sein, unter Berücksichtigung der erheblichen Bewegungs
ein
schränkungen und der auch in Ruhe bestehenden Schulterschmerzen erscheine aber eine ganztägige Arbeit nicht zumutbar.
Angesichts der nach wie vor beste
henden Bewegungseinschränkungen und Schulterschmerzen sei das Invaliden
einkommen um einen lei
densbedingten
Abzug in der Höhe von 20 % zu
reduzie
ren
. Diesbezüglich sei auch darauf hinzuweisen, dass
er
anerkanntermassen auch in Zukunft aus unfallbedingten Gründen regelmässig Arztkonsultationen und 4 bis 5 Physiotherapie-Serien pro Jahr benötigen werde. Weiter könne
er
nur noch sehr leichte Gewichte (weniger als 3 kg) heben, was ihn selbst im Rahmen einer körperlich leichten Hilfstätigkeit noch weiter stark ei
nschränke
(Urk. 1 S. 5 ff.).
2.3
Zu prüfen ist vorliegend
der Zeitpunkt des Fallabschluss
es
sowie
der Anspruch des
Beschwerdeführer
s
auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Die zuge
sprochene Integritätsentschädigung von 15 % ist unangefochten in Rechtskraft erw
achse
n (vgl. Urk. 1 S. 3 f.
Rn
2.2)
und bildet dementsprechend nicht Teil des vorliegend zu beurteilenden
Streit
objektes.
3.
3.1
Im Austrittsbericht der Klinik für Traumatologie des
Y._
vom 26. Juli 2017
wur
den folgende Diagnosen gestellt (Urk. 9/1):
-
Leichtes Schädel-Hirn-Trauma am 23. Juli 2017
-
u
nter doppelter
Plättchenhemmung
-
AC-Gelenkverletzung Typ
Rockwood
III vom 23. Juli 2017
-
Koronare
Eingefässerkrankung
-
Status nach STEMI am 23. August 2015
Der
Beschwerdeführer
habe sich bei Eintritt
hämodynamisch
stabil und neurolo
gisch unauffällig präsentiert. Computertomographisch hätten keine intrakraniel
len beziehungsweise zervikalen
Traumafolgen
nachgewiesen werden können. Bei Schmerzen im Bereich der linken Schulter sei ein Röntgenbild angefertigt worden, welches eine AC-Gelenksluxation Typ
Rockwood
III gezeigt habe
. Der
Beschwer
deführer
sei zur neurologischen Überwachung auf die
traumatologische
Normal
station verlegt worden. Die
Verlaufsbildgebung
des Schädels habe keine Hinweise auf intrakranielle
Traumafolgen
, insbesondere Blutungen, ergeben. Der
Beschwerdeführer
habe am 25. Juli 2017 in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können (Urk. 9/1).
3.2
Gemäss dem Bericht der Klinik für Traumatologie des
Y._
vom 31. Juli 2017 zeigte sich anlässlich der klinisch-radiologischen Verlaufskontrolle ein regelrech
ter Heilungsverlauf. Der
Beschwerdeführer
sei mit der Fortführung eines konser
vativen Prozederes einverstanden. Eine Belastung bei körperlich schwerer Arbeit auf der Baustelle sei für weitere 4 Wochen nicht gegeben. Danach könne ein langsamer Belastungsaufbau mit einer Arbeitsfähigkeit von 50 % stattfinden
(Urk. 9/2)
.
3.3
Im Bericht der Klinik für Traumatologie des
Y._
vom 4. September 2017
wurde festgehalten, der
Beschwerdeführer
habe noch Schmerzen und es bestehe eine 100
%ige Arbeitsunfähigkeit vom 5. b
is am 11. September 2017
(Urk. 9/21).
3.4
Dem
Bericht
der Klinik für Traumatologie des
Y._
vom 14. November 2017
las
sen sich klinisch-radiologisch unveränderte Befunde verglichen zur Konsultation vom 4. September 2017 entnehmen (vgl. auch Urk. 9/64). Es habe sich ein regel
rechter Heilungsverlauf gezeigt. In der heutigen Konsultation sei entschieden worden, beim
Beschwerdeführer
eine Gelenksinfiltration durchzuführen, worauf
hin sich schon eine leichte Besserung mit Linderung der Schmerzsymptomatik gezeigt habe. Bis anhin habe der
Beschwerdeführer
noch nicht wieder gearbeitet. Er werde für eine Woche arbeitsunfähig geschrieben, danach werde er wieder zu 100 % arbeitsfähig sein und auf der Baustelle arbeiten können
(Urk. 9/33).
3.5
Aus dem
Bericht der Klinik für Traumatologie des
Y._
vom 1
4
. Februar 2018
geht hervor,
dass der
Beschwerdeführer
7 Monate posttraumatisch weiterhin über eine Schmer
z
persistenz im Bereich des AC-Gelenks berichtete. Zum Ausschluss einer zusätzlichen
höhergradigen
Pathologie im Bereich der Schulter werde die Durchführung eines
Arthro
-MRI empfohlen. Zusätzlich bestehe seit 2 Monaten ein unklares rezidivierendes diffuses
dermatomunabhängiges
Taubheitsgefühl im Bereich des linken Armes. Zum Ausschluss einer Plexus- oder Nervenwurzelkom
pression werde der
Beschwerdeführer
zum MRI der HWS und des Plexus
brachi
alis
aufgeboten (Urk. 9/51).
3.6
Am 22. Februar 2018 wurde eine
MR-
Arthrographie
der linken
Schulter
durch
geführt.
Im Bericht des Instituts für Diagnostische und
Interventionelle
Radiologie des
Y._
wurde verglichen mit der konventionellen Voruntersuchung vom 12. Februar 2018
bei
Status nach
Rockwood
-III-Läs
ion des linken AC-Gelenk
ein leicht
dehiszentes
AC-Gelenk mit perifokalem Ödem festgestellt. Es habe sich kein Hinweis auf eine Läsion der
Rotatorenmanschette
ergeben
(Urk. 9/65)
.
3.7
Im
Bericht der Klinik für
Traumatologie
des
Y._
vom 3. April 2018
wurde fest
gehalten, die aktuell persistierenden Beschwerden über dem AC-Gelenk würden im Sinne einer posttraumatischen AC-Gelenksarthrose links gesehen. Dem
Beschwerdeführer
sei die laterale AC-Gelenksresektion angeboten worden. Es könne jedoch nicht garantiert werden, ob unter dieser Therapie eine Besserung der Beschwerden eintreten werde. Bezüglich der intermittierenden unspezifischen
Hypästhesien
über der linken oberen Extremität werde die im MR der HWS beschriebene
Diskusprotrusion
bei nicht-
dermatomspezifischen
Symptomen als eher unwahrscheinlich angesehen
(Urk. 9/69).
3.8
Die Ärzte
der Klinik für Traumatologie des
Y._
berichteten am
21. August 2018
über ein unverändertes klinisches Beschwerdebild
gut ein Jahr posttraumatisch. Trotz negativer Infiltration werde von einer beginnenden AC-Gelenksarthrose auf
der linken Seite bei chronischer Instabilität nach initial
Rockwood
III Verletzung des linken AC-Gelenkes ausgegangen. Zur weiteren Beurteilung und Behandlung werde der
Beschwerdeführer
den Kollegen des Schulterteams in der Universitäts
klinik
A._
zugewiesen (Urk. 9/106).
3
.9
Im
B
ericht
der Universitätsklinik
A._
über die Sprechstunde
vom
4
. Septem
ber 2018
wurde festgehalten, d
er
Beschwerdeführer
leide unter persistierenden Schmerzen der linken Schulter bei chronischer Instabilität des AC-Gelenkes links seit einer AC-Luxation Typ
Rockwood
III vom 23. Juli 201
7.
Die Möglichkeit eines operativen Vorgehens mit Stabilisation der Clavicula mit
Autograf
t
sehne
und lateraler
Clavicularesektion
sei
dem
Beschwerdeführer
ausführlich erklärt
worden
. Bei Status nach Herzinfarkt vom letzten Februar sei eine elektive Opera
tion nicht indiziert. In der Regel sollte mindestens ein Jahr nach einem Herzin
farkt zugewartet werden. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit werde empfohlen, eine Umschulung anzustreben. Bei Zustand nach zweimaligem Herzinfarkt
und chro
nischen Schulterbeschwerden sei die Arbeit auf der Baustelle nicht
mehr realis
tisch (Urk. 9/113).
3.10
Gemäss dem
Bericht der Klinik für Rheumatologie des
Y._
vom 4. Oktober 2018
erfolgte die
Zuweisung zur Beurteilung einer zusätzlich möglichen
zervikoradi
kulären
Symptomatik als Erklärung der Hyposensibilität im Bereich des lateralen und ventralen Ober- und Unterarms, nachdem im MRI eine
breitbasige
Dis
kusprotrusion
C5/6 mit Kompression der Wurzel C6 links habe nachgewiesen werden können. Vorgängig hätten seit einer AC-Gelenksverletzung mit nun chro
nischer Instabilität chronische Schulterschmerzen und eine allgemeine Arm
schwäche bestanden
. Klinisch habe sich kein Hinweis auf eine relevante
Radi
kulopathie
gezeigt. Die Beweglichkeit der HWS sei eingeschränkt gewesen und es hätten Schmerzen im Bereich der mittleren und unteren HWS ausgelöst werden können, jedoch ohne
radikuläre
Ausstrahlung bei Provokationsmanövern und erhaltenem Bizeps- und
Trizepssehnenreflex
.
Die Kraft habe sich im gesamten
linken Arm am ehesten schmerzbedingt reduziert und die beschriebene Hyposen
sibilität nicht
dermatomal
begrenzt gezeigt, sodass die Schwäche und Gefühls
störungen am ehesten sekundär, im Rahmen der Schulterverletzung mit nun sekundär ausgeprägten
Myogelosen
im Schultergürtelbereich zu sehen seien. Eine traumatisch aufgetretene
Plexusläsion
als Erklärung der neurologischen Symp
tome sei bereits bei normwertiger MR-Neurografie des Supra- und
Infraklaviku
läre
n
Plexus ausgeschlossen worden
(Urk. 9/123/2).
3.1
1
In ihrer Aktenbeurteilung vom
7. November 2018
führte med.
pract
.
Z._
aus, die HWS-Beschwerden seien als ausgeprägte
Myogelosen
im Schultergürtel
bereich im Rahmen der Schulterverletzung zu sehen. Insofern handle es sich hier
um eine vorübergehende Verschlimmerung, welche mittels Physiotherapie behan
delt werden soll
e
. Die MR-tomographisch diagnostizierten Diskushernien seien nicht auf das Unfallereignis vom 23. Juli 201
7
zurückzuführen
. Eine Rückkehr in die angestammte Tätigkeit sei auch nach der
Schultero
peration unwahrscheinlich
(Urk. 9/130)
.
3.1
2
In ihrem
Bericht über die Untersuchung
vom
13. Juni 2019
wies
med.
pract
.
Z._
darauf hin, dass
sich
w
ährend der Kreisarztuntersuchung vom 7. März 2018 eine
mässiggradig
ausgeprägte Bewegungseinschränkung des linken Schul
tergelenks bei deutlich ausgeprägter Schmerzsymptomatik und anamnestisch angegebenem Taubheitsgefühl im Bereich des linken Arms gezeigt
habe
, sodass zum Ausschluss einer zusätzlichen Pathologie weitere Abklärungen veranlasst worden seien. Im Verlauf sei eine Plexus
braxialis
Pathologie ausgeschlossen worden. MR-tomographisch sei
en
eine unfallfremde
breitbasige
Diskusprotrusion
und
eine
linksbetonte
Unkovertebralarthrose
HWK 5/6 mit Kompression der aus
tretenden Nervenwurzel C6 links nachgewiesen worden. Orthopädisch sei eine AC-Gelenksresektion empfohlen worden, welche aufgrund der Herzproblematik und dem damit erhöhten Komplikationsrisiko nicht habe durchgeführt werden können. Zudem sei der
Beschwerdeführer
seit September 2018 in der Rheumato
logie des
Y._
behandelt worden, eine wesentliche Verbesserung der Schmerzsymptomatik habe jedoch nicht erzielt werden können.
Anlässlich der heutigen Kreisarztuntersuchung habe
sich eine deutlich einge
schränkte Beweglichkeit des linken Schultergelenkes bei weiterhin bestehenden Schmerzen gezeigt. Das vom
Beschwerdeführer
anamnestisch angegebene Taub
heitsgefühl im Bereich des linken Arms habe klinisch nicht objektiviert werden können. Der
Beschwerdeführer
habe auch HWS
-
Beschwerden angegeben, klinisch hätten sich nur leichte Beweglichkeitseinschränkungen gezeigt. Zusammenfas
send habe sich seit der Kreisarztuntersuchung vom 7. März 2018 im Vergleich mit den aktuellen Befunden keine Besserung gezeigt. Aus versicherungsmedizi
nischer Sicht sei unter konservativen Massnahmen, auch mit einer durch die Rheumatologie vorgeschlagenen multimodalen Schmerztherapie, keine wesentli
che Besserung der Zumutbarkeit zu erwarten. Aus dieser Perspektive sei versiche
rungsmedizinisch aktuell von einem Endzustand a
usz
ugehen. Als Leistungen nach dem Fallabschluss würden 3
Arztkonsultationen jährlich, 4-5 Physiothera
piesitzungen jährlich sowie Schmerzmittel bei Anordnung aufgrund der Schul
terschmerzen rechts empfohlen. Nach aktueller Datenlage sei bei der bekannten Herzproblematik ein elektiver Eingriff nicht gefahrlos zumutbar. Das Komplika
tionsrisiko sei deutlich erhöht und übersteige den Nutzen der Operation. Aus ver
sicherungsmedizinischer Sicht sei anzumerken, dass auch nach einer AC-
Ge
-
lenksresektion
keine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit zu erwarten wäre
. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei dem
Beschwerdeführer
eine leichte Arbeit ganztags zumutbar. Überkopfarbeiten, repetitive Belastungen, Stoss- und Vibra
tionsbelastungen der linken oberen Extremitäten seien auszuschliessen
(Urk. 9/176/5).
3.13
Im
Kostengutsprachegesuch der Klinik für Rheumatologie des
Y._
vom 26. Juni 2019
wurde festgehalten
,
da ein operativer Eingriff aufgrund einer koronaren Herzkrankheit bislang nicht möglich gewesen sei, sei man bemüht gewesen, alle
konservativen Massnahmen auszuschöpfen
.
Es bestehe eine Schwäche des gesamten Armes mit diffuser Hyposensibilität. Ein aktuell durchgeführtes ENMG
habe
bei bestehender
Diskusprotrusion
HWK 5/6 keine relevante Nervenschädi
gung nachweisen können, so dass die Beschwerden unverändert vordergründig im Rahmen der AC-Gelenksarthrose
interpretiert
würden.
Auch das Ausschöpfen der
im ambulanten Setting möglichen Massnahmen (Physiotherapie über 4 Zyk
len)
habe
zu keinem
nachhaltigen Therapieerfolg geführt
. Zudem bestehe ein chronischer
Analgetikabedarf
und der
Beschwerdeführer
sei aufgrund der Beschwerden arbeitsunfähig, weswegen die Indikation zur Durchführung einer stationären multimodalen Schmerztherapie für 15 Tage
gegeben sei
(Urk. 9/187).
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
stützte
ihre Einschätzung, wonach
der Endzustand erreicht sei und mit medizinischen Massnahmen keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr erreicht werden könne, auf den kreisärztlichen
Bericht von med.
pract
.
Z._
über die Untersuchung
vom 13. Juni 2019 (
E. 2.1
).
A
ls Unfallmedizinerin
ist es
gerade die Aufgabe von med.
pract
.
Z._
,
den Ursache-/Wirkungszusammenhang zwischen einem Unfallereignis und einer vorhandenen (somatischen) Gesundheitsstörung zu klären und nament
lich dazu Stellung zu nehmen, ob ein bestimmtes Unfallgeschehen nach unfall
medizinischer Erfahru
ng physiologisch geeignet war –
allenfalls als blosse Tei
l
ursache, aber mit
über
wiegender Wahrscheinlichkeit –,
zur fraglich
en Gesund
heitsstörung zu führen
(Urteil
des Bundesgerichts 8C_855/2018
vom 14. März 2019 E. 6.2.2).
Die
Stellungnahme
von med.
pract
.
Z._
ist für d
ie streitigen Belange umfassend und
beinhaltet
insbesondere auch
eine
für die Beurteilung des Kausalitätserfordernisses
(E. 1.5)
gebotene Differenzierung zwischen
unfallrele
vanten und
unfallfremden
Beeinträchtigungen
(Urk. 9/176/4-5).
Die kreisärztli
che
Beurteilung wurde in Kenntnis der
Vorakten
erstellt (Urk. 9/176/1-3, vgl.
auch
Urk. 9/53/1-2
), leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält eine nachvollziehbar begründete Schlussfolgerung (Urk. 9/176/4-5).
Mit Stellung
nahme vom 4. Juli 2019 bestätigte med.
pract
.
Z._
sodann, dass ihre Ein
schätzung vom 13.
/14.
Juni 2019 auch unter Berücksichtigung des neu einge
reichten
Kostengutsprachegesuchs der Klinik für Rheumatologie des
Y._
vom 26. Juni 2019
(Urk. 9/187)
nach wie vor bestehen bleibe (Urk. 9/189).
4.2
Die Einschätzung von med.
pract
.
Z._
bestätigt sich
auch
mit Blick auf die
weiteren medizinischen Berichte.
D
ie behandelnden Ärzte der Klinik für Trauma
tologie des
Y._
berichteten
von einem regelrechten Heilungsverlauf
(
E. 3.2
,
E. 3.4
)
.
Nachdem weitere Abklärungen kein medizinisches Korrelat für die persis
tierende Schmerzsymptomatik ergeben hatten
(
E. 3.5-3.6
) und
die konservative Behandlung mittels Physiotherapie
keinen Erfolg gezeitigt hatte
,
führten
die
Ärzte
der Klinik für Traumatologie des
Y._
am
3. April 2018 die
Möglichkeit eines operativen Vorgehens mittels
einer lateralen AC-Gelenksresektion ins Feld
. In diesem Zusammenhang wiesen sie
aber
relativierend darauf hin, dass eine dadurch bewirkte Verbesserung nicht garantiert werden könne
(
E. 3.7
)
.
Bezug
nehmend auf die
Durchführung einer AC-Gelenksresektion hielt m
ed.
pract
.
Z._
in ihrer Aktenbeurteilung vom 11. April 2018
fest, dass
–
sofern sich der
Beschwerdeführer
gegen dies
e Operation entscheiden sollte –
bereits aktuell von einem
stabilen Zustand
a
usz
ugehen sei
, aufgrund dessen die Zumutbarkeit beurteilt werden könne (Urk. 9/70).
Gut ein Jahr nach dem Unfallereignis zeigte sich
ein unverändertes Beschwerdebild
, woraufhin der
Beschwerdeführer
zur wei
teren Behandlung an das Schulterteam der Universitätsklinik
A._
überwiesen wurde (
E. 3.8
).
Die dortigen Ärzte verneinten i
n ihrem
Bericht über die Sprech
stunde
vom 4. September 2018
eine Operationsindikation, zumal nach dem im Februar 2018 erlittenen Herzinfarkt mindestens e
in Jahr zugewartet werden soll
te
(
E. 3.9
).
A
uch
durch die
darauffolgende
Behandlung in der
Klinik für
Rheumato
logie des
Y._
konnte
keine Verbesserung der Schmerz
situation
erreicht werden (
E. 3.10, E. 3.13
)
.
Dementsprechend erweist es sich mit Blick auf die
Vorakten
als schlüssig, dass med.
pract
.
Z._
in ihrer Beurteilung vom 13.
/14.
Juni 2019
vom
Erreichen des medizinischen Endzustandes
ausg
egangen ist
.
Aus dem Umstand, dass die Weiterführung der Behandlung
durch die Kreisärztin
empfoh
len wurde
– vorliegend 3
Arztkonsultationen sowie 4-5 Mal Physiotherapie jähr
lich sowie Schmerzmittel bei Anordnung aufgrund der Schulterschmerzen (
E. 3.12
) –
, kann nicht abgeleitet werden, dass noch eine realistische Aussicht auf eine namhafte Besserung im Sin
ne des Gesetzes bestanden hätte (Urteil des Bun
desgerichts 8C_388/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 4.2).
Dies gilt ebenso für die von Seiten
der
Beschwerdegegnerin
am 17. Juli 2019 erteilte Kostengutsprache für eine stationäre multimoda
le Schmerztherapie (Urk. 9/193). So prognostizierte
med.
pract
.
Z._
in diesem Zusammenhang
keine Veränderung der Zumut
barkeit
(vgl. bereits Urk. 9/176/5)
, sondern
bei
erfolgreicher
Schmerzreduktion
lediglich
eine potentielle Verbesserung der Lebensqualität
(Urk. 9/189) und damit der Befindlichkeit
des
Beschwerdeführer
s
, was für
eine namhafte
Verbesserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1
UVG nicht ausreicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_306/2016 vom 22. September 2016 E. 5.3; vgl. E. 1.3). Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerdeführer
s durch eine Schmerztherapie
wie
derhergestellt
beziehungsweise verbessert
werden könnte, lassen sich auch
den weiteren medizinischen Akten
nicht entnehmen.
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
die Heilbehandlung
sleistungen
per 31. Juli 2019 und die Ausrichtung von Tag
geldern
(
kulanterweise
; vgl. Urk. 9/178)
per 30. September 2019
einstellte
(vgl. E. 1.3).
5.
5.1
Auch bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützte sich die
Beschwerdegegne
rin
insbesondere auf
die beweiskräftige (vgl. E. 4
) kreisärztliche Beurteilung
von med.
pract
.
Z._
vom 13.
/14.
Juni 2019 und das darin definierte Zumut
barkeitsprofil (vgl. Urk. 2 S. 6 ff
.
, Urk.
8 S. 4 ff.).
5.2
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch med.
pract
.
Z._
ist anhand der
Vorakten
nachvollziehbar und das erstellte Zumutbarkeitsprofil nimmt auf die bestehenden Einschränkungen angemessen Rücksicht
(E. 3.
12
)
.
Die behandelnden Ärzte des
Y._
prognostizierten bereits am 31. Juli 2017 eine mittels Belastungs
aufbau in 4 Wochen erreich
bare Arbeitsfähigkeit von 50 %
. Die von ihnen bis dahin attestierte vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit
bezog sich
ausschliesslich
auf
die
körperlich schwere Arbeit
auf der Baustelle (
E. 3.2
)
. Nachdem die Ärzte ihre Einschätzung insofern
revidiert
hatt
en
, als sie dem
Beschwerdeführer
auf
grund der persistierenden Schmerzen auch
vom
5.
bis am 11. September 2017
eine –
hinsichtlich der
Belastung nicht spezifizierte –
vollumfängliche
Arbeitsun
fähigkeit
attestierten
(
E. 3.3
)
, hielten sie in ihrem Bericht vom 14. November 2017 klinisch-radiologisch unveränderte Befunde fest. Nach Ablauf einer Woche prog
nostizierten sie eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf der Baustelle (
E. 3.4
).
Auch nach weiteren Abklärungen und einer ein Jahr nach dem Unfallereignis festgehaltenen unveränderten Beschwerdesymptomatik (
E. 3.8
)
wurde von Seiten der Ärzte der
Klinik für
Traumatologie des
Y._
keine
Ein
schränkung
der
Arbeitsfähigkeit mehr attestiert.
Die Ärzte der Universitätsklinik
A._
bezeichneten die Arbeit auf der Baustelle zwar nicht mehr als realistisch,
begründeten
dies
aber
insbesondere auch mit den stattgehabten zweimaligen Herzinfarkten und somit auch mit unfallfremden Faktoren.
Anhaltspunkte
für
eine
Einschränkung in einer leidensangepassten Tätigkeit
lassen
sich ihrem Bericht
über die Sprechstunde
vom 4. September 2018 nicht entnehmen
,
vielmehr
erachteten
sie
eine
Umschulung
als sinnvoll
(
E. 3.9
)
.
Ebenso
wenig lässt sich auf
grund der Berichte
beziehungsweise
d
es
Kostengutsprachegesuch
s
der
nachbe
handelnden Ärzte der Klinik für Rheumatologie des
Y._
auf eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit schliessen. Soweit im Kos
tengutsprachegesuch vom 26. Juni 2019 festgehalten wurde, der
Beschwerdefüh
rer
sei aufgrund der Beschwerden arbeitsunfähig (
E. 3.13
)
,
ist ungewiss, ob und inwiefern die Ärzte dabei auch unfallfremde Leiden – insbesondere Herzproble
matik und Diskushernie (vgl. E. 3.11) – berücksichtigten. Ferner wurde nicht spe
zifiziert, ob sich die
attestierte
Arbeitsunfähigkeit auch auf eine leidensadaptierte Tätigkeit bezieht, wobei sich eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit
unter Berücksichtigung der
zuvor
erhobenen
Befunde (
E. 3.10
)
ohnehin
nicht
als nach
vollziehbar erweisen würde.
Dementsprechend kann zusammenfassend festgehal
ten werd
en, dass sich bei den Akten keine begründete
ärztliche
Stellungnahme findet, welche auf
beim
Beschwerdeführer
im Zeitpunkt des Fallabschlusses
bestehende
unfallbedingte
Einschränkungen in einer
behinderungsangepassten Tätigkeit schliessen lässt
.
Vor diesem Hintergrund
erhellt sich nicht, worauf der
Beschwerdeführer
eine 50%ige Arbeits
un
fähigkeit stützt (E. 2.2).
Ebenfalls nicht durch eine ärztliche Einschätzung
untermauert
ist die Behauptung des
Beschwer
deführer
s, wonach
er
nur noch sehr leichte Gewichte von
weniger als 3 kg heben
könne
(E. 2.2)
.
Der
Beschwerdeführer
verweist in diesem Zusammenhang einzig auf den Bericht der Klinik für Rheumatologie
des
Y._
vom 26. April 2019 (Urk. 1 S. 7), worin lediglich seine
gegenüber den Ärzten
abgegebene
Selbsteinschätzung
festgehalten wurde (Urk. 9/168/1
).
Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von med.
pract
.
Z._
stimmt im Übrigen auch mit dem im Rahmen des IV-Verfahren
s
erstellten Gutachten
der
B._
vom 6. Januar 2020 überein, wo selbst unter Berücksichtigung der unfallfremden Leiden spätestens seit November 2017
–
mit Ausnahme der invasiven Herzbehandlung
–
von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen wurde (Urk. 9/69
/7-9
im Verfahren IV.2020.00246).
Nach dem Gesagten sind Zweifel an der medizinischen Beurteilung von
med.
pract
.
Z._
nicht angebracht, weshalb in
antizipierter Beweiswürdi
gung
auf weitere medizinische Abklärungen
zu verzichten ist (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen).
Dementsprechend ist mit überwiegender Wahrscheinlich
keit erstellt, dass der
Beschwerdeführer
ab dem
Zeitpunkt des Fallabschlusses in einer angepassten Tätigkeit gemäss dem von med.
pract
.
Z._
definierten Zum
utbarkeitsprofil (vgl. E. 3.12
) zu 100 % arbeitsfähig war
.
5.3
5.3.1
Die für den Einkommensvergleich massgebenden rechtlichen Grundlagen wurden im angefochtenen
Einspracheentscheid
zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S.
3-5). Darauf wird verwiesen.
5.3.2
Die
Beschwerdegegnerin
ermittelte das
Valideneinkommen
gestützt auf die sta
tistischen Werte der Lohnstrukturerhebung
(LSE)
des Bundesam
tes für Statistik (
Urk. 8 S.
6 f.
Rn
8
)
, was mit Blick auf die im Zeitpunkt des Unfallereignisses bestehende Arbeitslosigkeit des
Beschwerdeführer
s (Sachverhalt
Ziff
. 1)
nicht zu beanstanden ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_314/2019
vom 10. September 2019 E. 6.1 mit Hinweisen).
Der
Beschwerdeführer
arbeitete
zuletzt als Hilfsar
beiter in der Baubranche (Urk. 9/25)
und wäre im Gesundheitsfall –
gemäss eige
nen A
ngaben (Urk. 1 S. 9 f.
Rn
4.2) –
stets noch
als Bauhilfsarbeiter tätig
.
Damit ist für die Ermittlung des
Valide
neinkommens
im Jahr 2019
auf die
Median
werte bei einem vollen Arbeitspensum als
Hilfsarbeiter im Baugewerbe
gemäss LSE abzustellen.
Anwendbar sind die branchenspezifischen Tabellenwerte der Tabelle TA1 (LSE 2016
[als neuste im Verfügungszeitpunkt veröffentliche Tabelle der LSE:
BGE 143 V 295 E. 4.1.3
]
,
Privater Sektor, Ziffer 41-43, Kompetenzniveau 1, Männer) und mangels vom
Beschwerdeführer
absolvierter
B
erufsausbildung (Urk. 9/36/4, Urk. 9/69/78 im Verfahren
IV.2020.00246)
–
entgegen
dessen
Dafürhalten (Urk. 1 S. 9 f.
Rn
4.2)
und der
Berechnung
der IV-Stelle im Parallel
verfahren (Urk. 3/3)
–
nicht die statistischen Werte der Tabelle T17
(Ziffer 71 [Bau- und Ausbaufachkräfte sowie verwandte Berufe,
ausgenom
. Elektri
ker/innen]).
Dies
drängt sich
umso mehr
auf
,
als der
Beschwerdeführer
lediglich über
Berufserfahrung
im privaten, nicht aber im öffentlichen Sektor verfügt
,
die Tabelle T17
im Gegensatz zur Tabelle TA1 aber
auch die statistischen Werte des öffentlichen Sektors mitumfasst
(
Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_111/2020
vom 15. Juli 2020 E. 7.3.1
und
9C_72/2017
vom 19. Juli 2017 E. 4.2.3
).
Unter Berück
sichtigung der branchenspezifischen Nominallohnentwicklung bei Männern bis ins Jahr 2019
(vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex nach Wirtschafts
zweigen,
T
1
.1.15,
2016-2019,
Ziffer 41-43)
sowie der betri
ebsüblichen Arbeitszeit in der Baubranche von 41.3
Stunden pro Woche
(vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche,
T 03.02.03.01.04.01,
1990-2019
,
Ziffer 41-43)
ergibt sich damit ein
Validenein
kommen
in der Höhe von Fr.
69’468
.-- (Fr. 5'508.-- x 12 :
100.4
x
102.2
: 40 x 41.3
).
5.3.3
Nachdem der
Beschwerdeführer
nach seiner Tätigkeit als Hilfsarbeiter
in der Bau
branche
im Jahr 2015 keiner Arbeitstätigkeit mehr nachgegangen ist (Urk. 9/25, vgl. Urk. 9/129), sind auch zur Bestimmung des Invalideneinkommens Tabellen
werte der LSE heranzuziehen.
Die von der
Beschwerdegegnerin
gestützt auf die Tabelle TA1
(
LSE 2016, Privater Sektor,
Kompetenzniveau 1,
Totalwert
, Männer
)
vorgenommene Ermittlung des In
valideneinkommens (Urk. 2 S. 7
Rn
4.4) blieb sodann von Seiten des
Beschwerdeführer
s –
ungeachtet der hernach abzuhan
delnden Frage eines leidensbedingten Abzuges
(vgl. E. 5.3.4)
–
unbestritten (Urk.
1 S. 10 f.
Rn
4.3).
Der
Beschwerdeführer
verfügt über keine abgeschlossene Berufsausbildung und war vor dem Unfallereignis sowohl als Chauffeur als auch in der Baubranche
tätig
(Urk. 9/25)
, weshalb
ihm
die Verrichtung sämtlicher Hilfstätigkeiten, welche dem
kreisärztlich
formulierten Zumutbarkeitsprofil ent
sprechen, möglich
und zumutbar
ist.
Arbeitsplätze, an welchen solche Tätigkeiten zu verrichten sind, lassen sich auf dem hypothetischen, als ausgeglichen unte
r
stellten Arbeitsmarkt in allen
Branchen finden. Zur Bemessung des
Invalidenein
kommens ist daher der
branchenunabhängige standardisierte monatliche Brutto
medianlohn (inklusive 13.
Monatslohn, basierend auf einer
wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) für
männliche
Arbeitskräfte an Arbeitsplätzen des Kompetenzniveaus 1 von Fr.
5’340
.-- im Jahr 2016 (
Tabelle TA1
,
LSE 2016
,
Pri
vater Sektor, Totalwert)
heranzuziehen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_458/2017
vom 6. August 2018 E. 6.2.3 mit Hinweisen)
.
Angepasst an
auf die
Nominallo
hnentwicklung bis ins Jahr 2019
(
vgl.
Bundesamt für Statistik,
Tabelle
T
39
,
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne,
1942
-2019, Männer)
und unter Berücksichtigung der
durchschnittli
che
n
betriebsübliche
n
Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche
(
vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit
nach Wirtschaftsabte
ilungen in Stunden pro Woche, T 03.02.03.01.04.01,
1990
-2019,
Totalwert
)
resultiert ein Invaliden
e
inkomme
n von Fr. 67'997.-- im Jahr 2019
(Fr.
5’340
.-- x 12
: 2’239 x 2’279
: 40 x 41.7)
.
5.3.4
Dem
Beschwerdeführer
sind –
mit Ausnahme von Überkopfarbeiten, repetitiven Belastungen sowie Stoss- und Vibrationsbelastungen der linke
n oberen Extremi
tät
en
–
sämtliche leichte Tätigkeit
en
zumutbar (E.
3.12
). Soweit der
Beschwerde
führer
einen leidensbedingten Abzug von 20 % geltend macht (Urk. 1 S. 10 f
.
Rn
4.3), verkennt er, dass die
Einschränkung des Belastungsprofils auf leichte Tätigkeiten
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keinen eigenständigen
Abzugsgrund bildet
(Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2)
.
E
ine
darüberhinausgehende
Einschränkung (Belastungsmaximum bei 3 kg)
ist
nicht erstellt (E.
5.2
)
und der
verbleibenden Beschwerdesymptomatik an der linken Schulter
wurde
mit dem kreisärztlich formulierten Belastungsprofil
bereits hinreichend
Rechnung getragen.
Die Tatsache, dass der
Beschwerdeführer
auch in Zukunft regelmässig Arztkonsultationen und Physiotherapiesitzungen benötigen wird (vgl. E. 2.2), rechtfertig
t
ebenfalls keinen leidensb
edingten Abzug vom Tabellenlohn, zumal dies
keinen Faktor bildet
,
weswegen
der
Beschwerde
führer
die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeits
markt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg ver
werten
könnte (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc
).
Demzufolge ist nicht zu beanstand
en, dass die Beschwerdegegnerin
das Vorlie
gen von Faktoren für
einen leidensbedingten Abzug
vom
Invalidenein
kommen
in ihrer Vernehmlassung
verneint hat (
Urk. 8
S. 6
Rn
7.2
).
5.3.5
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resul
tiert
eine Erwerbseinbusse von Fr.
1'471.-- (Fr. 69’468.-- - Fr. 67'997.--)
.
Bei
einem
Inva
liditätsgrad von gerundet 2
%
(
100 :
69’468
.-- x Fr.
1'471.--)
besteht kein
Ren
tenanspruch
(E. 1.2)
.
6.
Im Sinne der vorstehende
n Erwägungen ist die Beschwerde
demnach in allen Teilen abzuweisen.
7.
7.1
Das vorliegende Verfahren
ist
kostenlos (Art. 61
lit
. a ATSG
).
7.2
Mit
Honorarnote
vom
6. Juli 2020
(Urk. 15
)
machte
Rechtsanwalt Adrian Ram
sauer
einen Aufwand von
17.98
Stunden geltend. Dieser Aufwand er
scheint angesichts dessen, dass keine schwierigen Rechtsfragen zu klären waren
und
das vorliegende Verfahren von der U
ntersuchungsmaxime geprägt ist, als übersetzt.
Dies hat umso mehr zu gelten, als Rechtsanwalt Ramsauer bereits während des Verwaltungsverfahrens mandatiert wurde (Urk. 9/194-195) und dementsprechend bereits vor der Bestellung als unentgeltlicher Rechtsbeistand im vorliegenden Verfahren über Aktenkenntnisse verfügte.
Vorliegend
können eine Stunde Auf
wand für Instruktion, vier Stunden für Aktenstudium sowie maximal fünf
Stun
den für das
Abfassen der Beschwerdeschrift als
gerechtfertigt betrachtet werden.
Eine
Stunde kann zudem für
kleinere Zusatzaufwände im Zusammenhang
mit
dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie
dem
Studium des Gerichtsent
scheides anerkannt werden.
Darüber hinaus sind die Barauslagen im Umfang von Fr. 32.10 zu berücksichtigen (Urk. 15).
Bei einem gerichtsüblichen Ansatz von Fr. 220.-- pro Stunde ergibt die
s eine Entschädigung von
Fr. 2’6
41
.-- (inkl. Bar
auslagen und
MWSt
).