Decision ID: f0e61e4c-4808-53de-8a32-c5208a84956d
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1973, war vom 14. Januar 2009 bis 30. Septem
ber 2010 als
Magaziner
und Fahrer bei der
Y._
,
Z._
, tätig (
Urk.
9/4/13). Anschliessend war der Versicherte arbeitslos und bezog seit dem 1. November 2010 Leistungen der Arbeitslosenversicherung als er am 24. April 2011 einen Unfall erlitt, indem er auf
einer Treppe stürzte (Urk. 9/13
/205). Dabei zog er sich
eine laterale
Malleolarfraktur
(
Urk.
9/13/194) sowie ein
Dis
torsionstrauma
im Bereich des linken Kniegelenks (
Urk.
9/10/3) zu.
Am 17. Oktober 2012 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenver
siche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/5). Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog
Akten
der
Schweizerische
n
Unfallversicherungs
anstalt
(
SUVA)
bei
(
Urk.
9/13/1-212,
Urk.
9/35/1-409, Urk. 9/39/1-317) und holte einen
beruflichen
Abklärungsbericht (
Urk.
9/31,
Urk.
9/32/1-5) ein. Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/36,
Urk.
9/45) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 4. November 2013 (
Urk.
9/56 =
Urk.
2) einen An
spruch des Versicherten auf Eingliederungsmassnahmen und insbesondere auf Ar
beits
ver
mitt
lung.
2.
Der Versicherte erhob am 3. Dezember 2013 Beschwerde (
Urk.
1) gegen die Ver
fü
gung vom 4. November 2013 (
Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuhe
ben und
es seien ihm Arbe
itsvermittlung oder eine andere
berufliche Mass
nahme zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
Ziff. 1
).
Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2014 (
Urk.
8) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom
8. April 2014
wurde dem Versicherten
antragsgemäss
(
Urk.
1 S. 2 Ziff. 4)
die unentgeltliche
Prozessfüh
rung
und Rechtsvertretung bewilligt
.
Am
29. Januar 2015 (
Urk.
12) und
am
20.
April 2015 (
Urk.
15) reichte der Beschwerdeführer ergänzende Unterlagen (
Urk.
13/1-3, Urk. 16) ein, wovon der Beschwerdegegnerin am
2.
Februar 2015 (
Urk.
14) beziehungsweise am 21. April 2015 (
Urk.
17) je eine Kopie zugestellt wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invaliden
versicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (
Abs.
1).
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens
zu berücksichtigen (
Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (
Abs.
2). Nach Massgabe von Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe c besteht der Anspruch auf Leistungen unabhän
gig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (
Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in (
Abs.
3):
medizinischen Massnahmen (
lit
. a);
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Einglie
derung (
lit
.
a
bis
);
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe,
lit
. b);
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.4
Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss Art. 18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
Die
leistungsspezifi
sche
Invalidität ist im Rahmen
von Art. 18
Abs.
1 IVG
schon wegen relativ geringen gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Arbeitsstelle erfüllt. Zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit einer Arbeitsvermittlung muss
indes
ein Ka
usalzusammenhang bestehen (vgl.
Art. 4
Abs.
1 IVG; AHI 2003 S. 269, E. 2c). Wo die fehlende berufliche Einglie
derung im Sinne der Verwertung der bestehenden Arbeitsfähigkeit nicht auf gesundheitlich bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzu
führen ist, fällt die Arbeitsvermittlung nicht in die Zuständigkeit der Invaliden
versi
cherung, sondern allenfalls der Organe der Arbeitslosenversicherung. Da kein Rechtsanspruch auf Vermittlung in der Arbeitslosenversicherung besteht, ist die Invalidenversicherung vorrangig zuständig (Urteil des Bundesgerichts 9C_16/2008 vom
2.
September 2008 E. 1).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der
notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergän
zung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging i
n der
angefochtenen
Verfügung
(
Urk.
2) davon aus, dass dem Beschwerdeführer die
Ausübung der
bisherigen Tätigkeiten als Kurier
und
als
Fahrer eines Lieferwagens
beim
Transport leichter Gegenstände sowie
die Ausübung
eine
r
angepasste
n
Tätigkeit in der Logistik, beispielsweise als Staplerfahrer und
für
Rüstarbeiten
,
weiterhin vollumfänglich zuzumuten sei, und dass keine wesentlichen Einschränkunge
n in der Stellensuche bestünden. Aus diesen Gründen sei
ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Eingliede
rungsmassnahmen und insbesondere auf Arbeitsvermittlung nicht ausgewiesen.
2.2
Der Beschwerdeführer b
rachte
hie
gegen
vor, dass ihm
die
bisher ausgeübten Tätigkeiten als Kurier und als Fahrer auf Grund
s
eines Rückenleidens nicht mehr zuzumuten sei
en. Zudem sei
er auch auf Grund eines POS (
Psychoorgani
sches
Syndrom
) beziehungsweise einer ADHS (
Aufmerk
samkeits
defizit
-/
Hyper
aktivitätsstörung
) in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (
Urk.
1 S. 4)
und auf eine Hilfe bei der Arbeitsvermittlung angewiesen (
Urk.
15).
3.
3.1
Mit Eingabe vom 20. April 2015 (
Urk.
15) re
ichte der Beschwerdeführer einen Bericht von med.
pract
.
A._
, praktizierend in der
Praxis
von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 7. April 2015 (
Urk.
16) ein.
Med.
pract
.
A._
erwähnte darin, dass er den Beschwerdeführer seit 5. Februar 2014 ambulant psychiatrisch behandle. Vor diesem Zeitpunkt sei der Beschwerdeführer trotz starker Verhaltensauffälligkeiten nicht psychiatrisch behandelt worden. Er habe jedoch vom 2
2.
Mai 2013 bis 16. Januar 2014
auf Empfehlung seines Hausarztes
insgesamt achtmal
Dr.
C._
von der psychiat
rischen Praxis
D._
,
E._
, konsultiert. Diese Konsultationen hätten indes nicht
zu einer
längerdauernden
psychotherapeutische
n
Behandlung
durch
Dr.
C._
geführt (
S
. 1).
Dr.
C._
habe beim Beschwerdeführer eine längere depressive Anpassungsstörung, eine psychosoziale Belastung durch Arbeitslo
sigkeit, eine finanzielle Notlage, multiple Konflikte im Umfeld und eine akzen
tuierte Persönlichkeit mit narzisstischen Anteilen festgestellt (S. 2).
3.2
Bei den Akten befindet sich sodann eine
Handlungsempfehlung des
F._
vom 28. Mai 2013 (Urk. 9/31
).
Dieser Handlungsempfehlung ist zu entnehmen, dass
die Abklärungspersonen des
F._
,
nämlich
je
eine
Fach
person
der Geschäftsstelle des
F._
, des Regionalen Arbeitsvermittlungs
zent
rums
G._
(RAV),
des Departementes Soziales
der Stadt
H._
,
der Berufsberatung Kanton Zürich
sowie
der Beschwerdegegnerin,
in Anwesenheit des Beschwerdeführers am 13. Mai 2013
beschlossen
haben
, dass
dieser
seinen Hausarzt,
Dr.
med.
I._
, anfrage
n solle
, ob er ihm einen Kontakt zu einem Psychiater vermitteln könne, mit dem Ziel, dass
er
in
seiner
aktuellen, belasten
den Situation
eine
psychiatrische Unterstützung erhalte (S. 1
Ziff.
1 und 1.1
).
4.
4.1
Nach Gesagtem steht fest, dass die Abklärungspersonen des
F._
den Beschwer
deführer
am 1
3.
Mai 2013
angewiesen haben
, sich
über seinen Hausarzt
in eine psychiatrische Behandlung
zu
begeben
. In der Folge wurde der Beschwerdefüh
rer
denn auch
ab 2
2.
Mai 2013 vorerst durch
Dr.
C._
und anschliessend durch
med.
pract
.
A._
psychiatrisch
beziehungsweise psychotherapeutisch behandelt. Auf Grund des Umstandes, dass eine Mitarbeiterin der
Beschwerde
gegnerin
an der erwähnten Sitzung des
F._
vom 1
3.
Mai 2013 teilnahm,
ist davon auszugehen, dass es der
Beschwerdegegnerin
bekannt war
, dass der Beschwerdeführer
sich in psychiatrische
Behandlung
begeben werde
.
Die
Be
schwerdegegnerin
, deren Verfahren vom
Untersuchungs
prinzip
beherrscht wird (Art. 43 ATSG)
, wäre daher verpflichtet gewesen
,
vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom
4.
November 2013 (
Urk.
2) diesbezüglich
Nachforschungen anzustellen
. Die
s
hat
die
Beschwerdegegnerin
indes
unterlassen
.
4.2
Die Frage nach einer allfälligen Beeinträchtigung des Beschwerdeführe
r
s in der Arbeitsfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit und in angepassten Tätigkeiten aus psychischen Gründen sowie die Frage nach einer allfälligen Einschränkung des Beschwerdeführers in der Stellensuche aus psychischen Gründen ist vorlie
gen
d
ungeklärt geblieben
. Der Sachverhalt erweist sich diesbezüglich daher
als unvollkommen
abgeklärt
. Die
Sache
ist daher
an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen
, damit sie den
medizinischen
Sachverhalt
in
geeigneter
Weise
ergänzend abkläre und prüfe, ob der Beschwerdeführer bei der Ausübung der bisherigen Tätigkeiten
,
bei der Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten in seine
r
Arbeitsfähigkeit
und bei der Stellensuche aus psy
chischen Gründen
beeinträchtigt ist, sowie gestützt auf diese Ergebnisse
über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeits
vermittlung neu verfüge.
Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen.
5
.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kan
tonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die
Kosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti
gung des gesetz
lichen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr.
4
00.-- fest
zusetzen
und ausgangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.
6.1
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer
grundsätzlich
Anspruch au
f eine Prozessentschädigung hat.
Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine
Partei
ent
schä
digung
(§ 8 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Ent
schädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht,
GebV
SVGer
) be
ziehungs
weise keine Entschä
digung für die unentgeltliche Rechtsvertretung (§ 9
GebV
SVGer
) zugesprochen.
6
.2
Der
Kostennote
(
Urk.
21/1) und dem Tätigkeitsnachweis (
Urk.
21/2)
von
Rechtsan
wältin Lotti Sigg, Winterthur,
vom
2
3.
April 2015 ist zu entnehmen, dass diese einen zeitlichen Aufwand bis 3
1.
Dezember 2014 von 7 Stunden und
55 Minuten und ab
1.
Januar 2015
von vier Stunden und 20 Minuten sowie
Barauslagen von Fr.
76.10
(ohne Mehrwert
steuer) geltend machte.
Für
den 2
3.
April 2015
machte die Rechtsanwältin zudem
einen prognostischen Auf
wand bis Verfahrensende sowie für das Studium und die Besprechung des Urteils mit dem Beschwerdeführer einen Aufwand von 1 Stunde und 30 Minu
ten geltend. Der
geltend gemachte
zeitliche
Aufwand
und insbesondere derje
nige
für das Studium und die Besprechung des Urteils
erweist sich in Berück
sichtigung
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
nicht
als angemessen.
Insgesamt
erscheint
vielmehr
für die Zeit
ab
1.
Januar 2015
ein gekürzter zeitlicher Aufwand
von zwei Stunden und 50 Minuten als gerechtfertigt
.
Der für die Zeit bis 3
1.
Dezember 2014
geltend gemachte Auf
wand
von 7 Stunden und 55 Minuten sowie die
geltend gemachten Barauslagen von insgesamt Fr.
76.10
sind
indes
nicht zu beanstanden.
6
.3
Ausgangsgemäss
hat der Beschwerdeführer daher
Anspruch auf
eine
Pro
zessent
schädigung
, welche bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz
für den zeitlichen Aufwand bis 3
1.
Dezember 2014
von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehr
wertsteuer)
und für den zeitlichen Aufwand ab
1.
Januar 2015 von Fr. 220.--
insgesamt
auf
Fr.
2‘500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzu
setzen ist.