Decision ID: 6307779f-bed5-41dd-ad50-1a1f253faac3
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1961 geborene
X._
meldete sich am 27. November 2017 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 11/
1
).
Die IV-Stelle holte in der Folge Arztberichte ein (Urk. 11/10
und 11/21
)
, zog die Akten
des Krankentag
geldversicherers
Helsana
(nachfolgend: Helsana)
bei (Urk. 11/17
,
11/20
und 11/22
)
,
nahm
erwerbliche Abklärungen
vor
(Urk. 11/8)
und
informierte
de
n
Ver
sicherten
mit Schreiben vom
8. Mai 2018
darüber
, dass
aufgrund
s
einer bevor
stehenden Operation
mit anschliessender Arbeitsunfähigkeit
keine beruflichen Massnahmen möglich seien (Urk. 11/14).
Mit Schreiben vom
7
.
März
201
9
teilte die IV-Stelle dem Versicherten
mit, dass
zudem
keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien
, weshalb das Dossier in der Eingliederungsberatung abgeschlossen werde
(Urk. 11/
25
).
Mit
Vorbescheid vom 5. Juli 2019
(
Urk. 11/4
2
) stellte
die IV-Stelle dem Versicherten
rückwirkend
ab 1. August 2018 eine ganze Invalidenrente und ab 1. Februar 2019 eine
Viertelsrente
in Aussicht
, was sie mit Verfügung vom 24. Oktober 2019 (Urk. 2 [= Urk. 11/
4
4 und 11/4
6
]) bestätigte
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
21. November
2019
Beschwerde und beantragte
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Aus
-
richtung
einer unbefristeten ganzen Invalidenrente, eventualiter die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen sowie eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit. In prozessualer Hinsicht beantragte
er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
(Urk. 1)
.
Mit Eingabe vom 18. Dezember 2019 reich
te der Beschwerdeführer das aus
gefüllte Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit samt Beilagen zu den Akten (Urk. 7, 8 und 9/1-20).
Die IV-Stelle schloss
mit
Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2020 auf Ab
weisung der Beschwerde (Urk. 10)
, worüber der Beschwerdeführer mit
Gerichts
v
erfügung vom
17. Januar 2020
in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
12
)
.
Mit Eingabe vom 11. Februar 2020 reichte der Rechts
vertreter des Beschwerde
führers, Rechtsanwalt Christoph
Erdös
, seine Honorar
note zu den Akten (Urk. 13)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
ti
gen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder
herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE
125
V
413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflag
e 2014,
Art. 30–31 N
11
). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Pun
kte davon bestritten sind (vgl.
BGE
131
V
164 E. 2.2, 125
V
413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_440/2017 vom
25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE
144
V
153 nicht publiziert] und 9C_50
/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE
131
V
164 E. 2.2, 125
V
413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E.
2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streit
gegenständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE
131
V
164 Regeste; Urteil des Bundesgerichts 8C_489/2009 vom 23. Okt
ober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.
4
1.
4
.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE
125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE
125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
4
.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der unters
uchten Person auseinander setzt,
in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vo
r
akten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusam
menhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts
anwendende Person sie prüfend nach
vollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsi
cherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen
erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die IV-Stelle stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
dem Beschwerdeführer
sei
aufgrund der körperlichen Beschwerden die bisherige Tätigkeit nicht mehr möglich
.
D
ie
voll
ständige
Arbeitsunfähigkeit
habe
zu eine
r vollen Erwerbseinbusse geführt, welche
ab 1. August 2018 den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet
habe
.
Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei der Beschwerdeführer jedoch ab Oktober 2018 in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, wobei der erhöhte Pausenbedarf seine Leistungsfähigkeit um 20 % verringere. Zumutbar seien dem Beschwerdeführer körperlich leichte
,
wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne wirbelsäulen- oder schultergelenksbelastende und ohne den rechten Ellbogen belastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten
sowie
Tätigkeiten ohne häufige Rumpfrotationen
und
ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände. Andauernde Vibrationen sowie Nässe- und Kälteexpositionen seien zu vermeiden.
Der Einkommensvergleich habe –
unter Berücksichtigung der
um 20 %
ver
ringerten
Leistungsfähigkeit sowie abzüglich
weiterer
10 % aufgrund des eingeschränkten Belastungsprofils
–
eine Erwerbseinbusse von 40 % ergeben, was einem Invaliditätsgrad von 40 % entspreche und Anspruch auf eine
Viertelsrente
begründe.
Da eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen sei, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert habe, werde die Rente des Beschwerdeführers per 1. Februar 2019 herabgesetzt (Urk. 2).
2.2
Der B
eschwerdeführer argumentierte, er leide seit Jahren unter Rücken- und Rumpfbeschwerden, hinzu kämen aufgrund eines
Rotatorenmanschettenabrisses
weitere Beschwerden an den Schultern.
Er stehe seither in ununterbrochener Behandlung und sei bereits mehrfach operiert worden. Trotz
dieser
Eingriffe
, Infil
tra
tionen
(Nervenwurzeln und Facettengelenke)
,
medikamentösen
und
physiotherapeutischen
Therapien sowie
den
stationäre
n
Rehabilita
tions
auf
ent
halte
n
habe sich die medizinische Situation nicht verbessert.
Er fühle sich aus
ser
stande, eine verwertbare Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verrichten, was von sämtlichen behandelnden Ärzten bestätigt werde. Zudem habe ein Ein
glie
de
rungs
versuch bei seinem angestammten Arbeitgeber abgebrochen werden müssen.
Die IV-Stelle stütze ihren Entscheid hauptsächlich auf die von der Helsana zur Verfügung gestellten Akten sowie auf die Stellungnahme des
Regionalen Ärzt
lichen Dienstes (
RAD
)
.
Der
zuhanden der Helsana erstellte
Beri
cht von Dr. med. Y._
, Facharzt FMH für
Rheumatologie und Allgemeine
Innere Medizin, zertifizierter Gutachter SIM,
sei in den vorliegenden Akten das einzige Dokument, welches eine Prognose enthalte, wonach der Beschwerdeführer nach Ausschöpfen sämtlicher Therapien wieder voll einsatzfähig sei. Dr.
Y._
wider
spreche den Ausführungen sämt
licher Spezialisten, zudem sei die Prognose durch weitere Abklärungen und Therapien widerlegt worden. Die offensichtlich falsche Prognose habe dennoch Eingang in die Beurteilung des RAD gefunden.
Aufgrund der Akten sei erstellt, dass
bei ihm
keine verwertbare Leistungsfähigkeit vorhanden sei, zumal auch keine der involvierten Fachpersonen eine konkrete Tätig
keit habe nennen können, welche ihm zumutbar sei. Würde die IV-Stelle diese Einschätzung widerlegen wollen, müsse
sie
eigene Erhebungen tätigen oder
eine ent
sprechende Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vornehmen las
sen.
So aber habe sie die Akten in willkürlicher Weise gewürdigt
respektive not
wendige Abklärungen unterlassen
(Urk. 1)
.
3.
3.1
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ergibt sich aus den folgenden medizinischen Unterlagen:
3.2
Der behandelnde Arzt des
Beschwerdeführers, Dr. med. Z._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, hielt in seinem Arztbericht vom 5. Februar 2018 (Urk. 11/10 S. 1-6) fest, der Beschwerdeführer leide an massiven rechtsseitigen Rückenschmerzen mit teilweiser Ausstrahlung ins Gesäss und ins rechte Bein. Zudem bestünden beidseitige Schulterschmerzen. Die körperlich belastende an
ge
stammte Arbeit sei aufgrund der Schmerzen nicht mehr möglich
;
in einer ange
passten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer indes theoretisch den ganzen Tag über einsetzbar, jedoch ohne körperliche Belastung.
3.
3
Dr.
Y._
stellte in seinem
Konsiliar
-Bericht
zuhanden der Helsana am 22. Mai 2018 (Urk. 11/17) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Anhaltend
dekompensiertes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom beton
t im Segment L4/L5 und L5/S1 bei
-
Status n
ach kranial sequestrierter Diskushernie L4/L5 mit
Rezessus
-Stenose L4/L5 rechts, hypertropher Facettenarthrose L4/L5 rechts mit
rezessaler
Kompression der Wurzel L5 und Facettenarthrose L5/S1
-
s
ensorische
m
Ausfallsyndrom der Wurzel L5 rechts
-
b
isher fehlende
r
Besserung unter Physiotherapien und mehrfachen Infiltrationsbehandlungen
-
Schulter-
Impingement
links bei anamnestischer
Rotatorenmanschetten
-Läsion (festgelegte Operation bei Dr.
med. A._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie
)
Dr.
Y._
hielt fest, dass
der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit wahrscheinlich langfristig zu 100 % arbeitsunfähig sei. Um eine Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit zu attestieren, seien
die Schmerzen zurzeit
jedoch noch
zu ausgeprägt. Die Therapie sei
ferner
nicht ausgeschöpft
;
es sei notwendig, dass der Beschwerdeführer fachärztlich-rheumatologisch betreut werde.
N
ach Aus
schöpfen der Therapie
und nach Abschluss der
Rotatorenmanschetten
-Revision
im Juni 2018
beurteile er die Prognose für ein volles Pensum in einer Verweis
tätigkeit hingegen als gut
;
ab Ende August 2018 sei
der Beschwerdeführer
folglich
zu 100 %
in einer Verweistätigkeit
arbeits
fähig
(S. 5).
3.
4
Im
Austrittsbericht des
B._
, Klinik für Rheumatologie, vom 25. September 2018 (Urk. 11/21 S. 11-19) hielten Dr. med.
C._
, Fachärztin FMH für
Rheumatologie und
Innere Medizin, sowie Dr. med.
D._
,
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
fest, der Beschwerdeführer sei in gebessertem Allgemeinzustand entlassen wor
den, die Schmerzen
im Rücken
hätten leicht abgenommen und die Haltung habe verbessert werden können.
Im Bereich der Schulter bestünden noch deut
liche Schmerzen, indes hätten physiotherapeutische Massnahmen mit angepasster nächtlicher L
agerung eine Besserung gezeigt.
3.
5
Im Bericht der E._
vom 13. Oktober 2018 (Urk. 11/21 S. 4-7)
hielten
F._
, Facharzt (D) für Orthopädie und Physikalische und Reha
bilitative Medizin, sowie
G._
fest, der Beschwerdeführer habe
nach Abschluss eines multimodalen Therapieprogrammes
in gebessertem und zu
nehmend schmerzkompensiertem Zustand nach Hause entlassen werden können
, das Fortführen der ambulanten Physiotherapie sowie Heimübungen würden jedoch empfohlen
.
3.
6
Dr.
Z._
hielt in seinem Verlaufsbericht vom 29. Oktober 2018 (Urk. 11/21 S. 1-3)
zuhanden der IV-Stelle
fest, die Operation an der linken Schulter habe keine Besserung erzielt, es zeige sich nach wie vor ein entzündlicher Zustand, ähnlich wie vor der Operation. Die Rückenschmerzen nähmen einen stationären bis lang
sam progredienten Verlauf, hinsichtlich der linken Schulter sei Besserungs
potential vorhanden.
3.
7
Im Versicherungs
bericht vom 13. November 2018 (Urk. 11/22 S. 18-21) zuhan
den der Helsana hielten Dr.
C._
und Dr.
D._
fest, körperlich wenig intensive
Arbeits
tätigkeiten, am ehesten im Rahmen einer Um
schulung, seien dem Beschwerde
führer zumutbar.
3.
8
RAD-Arzt Dr. med. H._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie, hielt in seiner gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 21. November 2018 (Urk. 11/40 S. 4-5) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest:
-
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lenden
wirbel
säule mit erheblicher Degeneration L3 bis S1, unter anderem mit sequestrierter Diskushernie L4/L5
-
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Schultern
-
Links:
Rotatorenmanschettenruptur
und Schultereckgelenksarthrose mit
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
und Gelenksresektion 2018
-
Rechts: Schultereckgelenksarthrose
-
Chondromatose
am Ellbogen rechts mit Status nach Ellbogenarthroskopie 2015
Er führte aus, eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes sei nicht zu erwarten, da die degenerativen Veränderungen im Laufe des Lebens zu
nähmen. Auch sei nicht davon auszugehen, dass weitere medizinische Mass
nahmen zu einer relevanten Reduktion der Arbeitsunfähigkeit führen würden
. Angestammt sei der Beschwerdeführer dauerhaft vollständig arbeitsunfähig, in angepasster Tätigkeit
sei er hingegen
ab 10. Oktober 2018 zu 100 % arbeitsfähig
,
mit Verminderung des Rendements um 20 % wegen vermehrten Pausenbedarfs
(S. 5).
3.
9
Im Belastungsbericht zuhanden der Helsana hielt Dr.
A._
am 28. Dezember 2018 (Urk. 11/22 S. 12-15) fest, es liege ein schleppender Behandlungsverlauf mit starken Schmerzen und Funktionseinschränkungen
vor
, weshalb die Arbeits
unfähigkeit am angestammten Arbeitsplatz 100 % betrage
.
M
it einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne jedoch gerechnet werden, wenngleich diese
zurzeit
nicht sicher prognostizierbar sei.
Medizinisch-theoretisch seien dem Beschwerde
führer zurzeit keine Belastungen zumutbar.
3.
10
Dr. med.
I._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin
,
führte in seinem Bericht vom 19. Januar 2019 (Urk. 11/28 S. 2-3) aus, die Situation beim Beschwerdeführer bleibe schwierig und wirke ziemlich
chroni
fiziert
. Die Schulterschmerzen entsprächen einer partiellen adhäsiven
Kapsulitis
(Schultersteife)
, wie dies gelegentlich nach Operationen vorkommen könne. Wie auch Dr.
A._
zögere er
aufgrund des Diabetes
mit einer Infiltration. Thera
peutisch empfehle er eine Fortsetzung der Physiotherapie und allenfalls eine Infil
tra
tion in der linken Schulter.
3.
1
1
Im Schreiben zuhanden des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) vom 15. März 2019 (Urk. 11/34) erachtete Dr.
Z._
den Beschwerdeführer als höchs
tens teilweise arbeitsfähig, an maximal zwei bis drei Stunden pro Tag, was einer Arbeits
fähigkeit von ungefähr 20 bis 30 % entspreche
(vgl. auch Schreiben vom 29. Januar 2018 an das RAV, worin Dr.
Z._
festhielt, eine auch nur teilweise Arbeitsaufnahme könne in absehbarer Zukunft nicht in Betracht gezogen werden
; Urk. 11/28 S. 1
)
.
Mit Schreiben vom 18. Oktober 2019 (Urk. 11/45)
zuhanden des Beschwerde
führers
führte Dr.
Z._
schliesslich
aus, der weitere Krankheitsverlauf habe sich nicht wie dazumal erwartet gestaltet, es seien zudem weitere Schmerzen in den Fokus gerückt. Der Beschwerdeführer könne auch nicht in leichter Tätigkeit arbeiten
, wie ein
aufgrund massiver Schmerzen
innert wenige
r
Stunden beendeter Integrationsversuch über das RAV gezeigt habe
.
4.
4.1
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer an schmerzhaften Bewegungs- und Belastungseinschränkungen der Lendenwirbelsäule und der Schultern sowie an einer
Chondromatose
am rechten Ellbogen leidet. Unstrittig ist
weiter
, dass er in
seiner angestammten
Tätigkeit
infolge
dieser
Be
schwer
den vollständig arbeitsunfähig ist
und
dass
ihm ab 1. August 2018
aufgrund voll
ständiger Arbeitsunfähigkeit angestammt und angepasst
eine
ganze
Invaliden
rente zugesprochen wurde
.
4.2
4.2.1
Strittig ist indes die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer Verweis
tätigkeit
ab 10. Oktober 2018
sowie die
damit
begründete
Herabsetzung der ganzen Invalidenrente auf eine
Viertelsrente
ab 1. Februar 201
9.
Die IV-Stelle stützte sich bei ihrer diesbezüglichen Beurteilung auf den
Konsiliar
-Bericht von Dr.
Y._
sowie auf die Stellungnahme
n
von RAD-Arzt Dr.
H._
.
4.2.2
In Bezug auf den durch den beratenden Arzt der Helsana erstellten
Konsiliar
-Bericht von Dr.
Y._
gilt es zu berücksichtigen, dass dieser nicht von der IV-Stelle im Verfahren nach Art. 44 ATSG, sondern von der Krankentag
geld
versicherung eingeholt wurde.
Solche beratenden
Ärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_608/2015 vom 17. Dezember 2015 E.
3.3.3).
Ihren
Berichten und Gut
achten wird nach der Rechtsprechung
dann
Beweiswert zugemessen,
wenn
sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E.
3b/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem geric
htlichen oder im Verfahren nach
Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E.
5.2; 135 V 465 E.
4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016 vom
9. Dezember 2016 E.
2.4
).
Der
Konsiliar
-Bericht von Dr.
Y._
basiert auf
seiner
Untersuchung, berück
sichtigt die geklagten
Beschwerden, wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben, legt die medizinischen Zustände und Zusam
men
hänge einleuchtend dar, beant
wortet die gestellten Fragen und begründet
die
Schlussfolgerungen so, dass sie nachvollzogen werden
können
. Folglich erfüllt der Bericht die Anforderungen an eine
beweiskräftige
medizinische
Expertise
(vgl. vorstehend E.
1.
4
.2
)
, weshalb
darauf
abzustützen
ist
.
4.2.3
RAD-Arzt
Dr.
H._
legte seine
n
Aktenbeurteilung
en
ebenfalls
die medizinischen Unterlagen
(einschliesslich des
Konsiliar
-Berichts von Dr.
Y._
)
zu Grunde
und
bezog
in seiner Stellungnahme
vom 21. November 2018 (vgl. vor
stehend E. 3.
8
)
insbesondere auch
die Schulter- und Ellbogenbeschwerden des Beschwerdeführers
mit ein
. Basierend darauf erstellte er ein Belastungsprofil, welches
neben den
Beschwerden
des Beschwerde
führers
auch
dessen
verringerte Leistungsfähigkeit aufgrund des er
höh
ten Pausen
bedarfs
berücksichtigt
e
.
Folg
lich schloss er wirbelsäulenbelastende, schulter
gelenks
belastende sowie solche Tätigkeiten, welche den rechten Ellbogen belasten, aus dem zumutbaren Belastungsprofil gänzlich aus, wodurch er auch dem dokumentierten progredienten Charakter degenerativer Ver
ände
run
gen Rech
nung trug.
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers in einer angepassten Tätigkeit ging
en
Dr.
Y._
und Dr.
H._
übereinstimmend
von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit
aus
, wobei
Dr.
H._
die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers
aufgrund
eines
erhöhten Pausenbedarfs um 20 %
reduzierte
und
die Arbeitsfähigkeit
– angesichts der
seit Mai 2018 aktualisierten
medizinischen Unterlagen
–
auf den Zeitpunkt
des
10. Oktober
s
2018
attestierte
, woran
er
auch in seiner zweiten Stellungnahme
vom
Mai 2019 festhielt
(
Urk. 11/40 S. 6
)
.
4.2.4
Konkrete Indizien, welche gegen
diese Annahme
sprechen, sind mit Blick auf die
Aktenlage
nicht ersichtlich
.
Von
eine
r
Arbeitsunfähigkeit in
einer
angepasste
n
Tätigkeit
gingen
weder
die Ärzte der
E._
, welche
im
Oktober
2018
v
on einem gebesserten und zunehmend schmerz
kom
pen
sierten Zustand
aus
gingen
(vgl. vor
stehend E. 3.
5
)
,
noch
die Ärzte des
B._
aus, welche im November 2018 festhielten, dass dem Beschwerdeführer eine körperlich wenig intensive Arbeits
tätigkeit zuzumuten sei, da sich die Schmerzen im Rücken und in der Schulter leicht gebessert hätten (vgl. vorstehend E. 3.
7
)
.
Der von
Dr.
A._
im Dezember 2018
zuhanden der Helsana erstellte Belastungs
bericht vermag
ebenfalls
keine Zweifel zu begründen, zumal dieser ohne nähere Ausführungen wenig aussagekräftig
ist
und sich
Dr.
A._
einzig dahingehend
äussert
e
, dass sogar mit einer Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit gerechnet werden könne
.
Überdies
erscheint
fraglich
, dass dem Beschwerdeführer sechs Monate postoperativ noch immer jegliche Belastungen unzumutbar sein sollten
(
vgl. vorstehend E. 3.
9
). D
r.
I._
äusserte sich nicht
zur
Arbeitsunfähigkeit
, sondern
führte aus
, die Situation bleibe schwierig und wirke
chronifiziert
(vgl.
vorstehend E. 3.
10
)
, wovon auch RAD-Arzt Dr.
H._
ausging
, indem er von weiteren medizinischen Massnahmen keine relevante Reduktion der Arbeits
un
fähigkeit mehr erwartete (vgl. vorstehend E. 3.
8
)
.
Dr.
Z._
schliesslich
äusserte sich
im Februar 2018 dahingehend, dass der Beschwerdeführer in einer Verweis
tätigkeit ohne körperliche Belastung den ganzen Tag lang einsetzbar sei
(vgl. vorstehend E. 3.
2
)
.
I
m Verlaufsbericht vo
m
Oktober 2018
attestierte
er bezüglich der Schulter
beschwerden Besserungs
potential
und beurteilte
den Verlauf der
Rücken
beschwerden
als stationär respektive leicht progredient
(vgl. vorstehend E. 3.
6
)
.
Demgegenüber hielt er
im
Januar 2019
zunächst
fest, mit einer Arbeitsaufnahme könne in absehbarer Zukunft nicht gerechnet werden,
attestierte dem Beschwerdeführer
im
März 2019
allerdings
ohne nähere Begründung
eine
teilweise
Arbeitsfähigkeit von
maximal zwei bis drei Stunden pro Tag
und
führte
im Oktober 2019
wiederum
aus, der Beschwerdeführer könne auch in leichter Tätigkeit nicht arbeiten (vgl. vorstehend E. 3.1
1
)
.
Allerdings
kann der Beschwerdeführer aus dem letzten Schreiben von Dr.
Z._
nichts zu seinen Gunsten ableiten, da aus diesem nicht hervorgeht, ob die
Arbeitsintegration
in einer seinen Leiden angepassten Tätigkeit stattgefunden hat, mithin ob dem
erstellten
Belastungsprofil ausreichend Rechnung getragen wurde. Hinsichtlich der weiteren Schmerzen machte Dr.
Z._
schliesslich keine
zusätzlichen
Angaben
, weshalb
sein
Schreiben
auch vor diesem Hintergrund
keine Zweifel
an der Annahme Dr.
H._
s
zu
begründen
vermag
.
4.2.5
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, Dr.
Y._
widerspreche sämt
lichen behandelnden Spezialisten, ist
festzuhalten, dass dieser
einzig
von den Einschätzungen Dr.
Z._
s
abwich; allerdings ist diesbezüglich
auf die
Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass
behandelnde Ärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E.
3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander
seits (BGE 124 I 170 E.
4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therap
euten
zu anderslautenden Einschätzungen gelangen.
4.
2.
6
Nach dem Gesagten ist
festzuhalten
, dass
für die Beurteilung auf
den
beweis
kräftige
n
Konsiliar
-Bericht
von Dr.
Y._
sowie auf die Stellungnahmen von Dr.
H._
abzustellen ist und
somit seit
dem 10. Oktober 2018
von einer
100
%igen Arbeitsfähigkeit
bei 80
%
iger Leistungsfähigkeit
, im Ergebnis also von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit unter Berücksichtigung des umschriebenen Belastungsprofils auszugehen ist
.
Bei einer insoweit hinreichend überein
stimmende
n
Aktenlage besteht folglich kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 1
36 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen).
4.
3
Der Beschwerdeführer machte schliesslich geltend, seine Arbeitsfähigkeit nicht mehr verwerten zu können
(Urk. 1 S. 12)
.
Die Rechtsprechung hat allerdings für die
Unverwertbarkeit
der
Restarbeits
fähigkeit älterer Menschen relativ hohe Hürden aufgestellt (vgl. Urteile des Bundesgerichts
9C_574/2019 vom 16. Oktober 2019 E. 2.5;
9C_864/2018 vom 22. Juli 2019;
8C_910/2015 vom 19. Mai 2016 E. 4.3.4; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage 2014, Art. 28 N 13 f.;
Mosimann
, Problemzone Invalideneinkommen - Alter, Leidensabzug, Selbst
eingliederung, Parallelisierung, in:
Ueli
Kieser
[Hrsg.]
,
Sozialversicherungsrechts
tagung 2018, 2019, S. 161
ff., 164
ff.).
Der Beschwerdeführer war im massgeblichen Zeitpunkt (Oktober 2018) 5
7
Jahre alt.
Im Hinblick darauf ist bei einer Gesamtbetrachtung (volle Arbeitsfähigkeit in
einer angepassten Tätigkeit) unter Beachtung des Belastungsprofils (vgl. vor
stehend E.
4.2.3
)
der Zugang zum Arbeitsmarkt weiterhin gegeben, weshalb unter dem Gesichtspunkt des Lebensalters die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit zu bejahen ist, was im Übrigen gemäss Bundesgericht selbst bei einem 61
1⁄2-
jährigen Versicherten noch der Fall ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_797/2019 vom 6. Januar 2020 E. 5).
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die
80
%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Ein
kommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein
kommens
ver
gleichs; BGE
130 V 343 E. 3.4.2
;
128 V 29 E. 1
).
5.
3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein
kom
mens
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Er
fahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2
;
135 V 58 E. 3.1
;
134 V 322 E. 4.1).
Vorliegend stellte die IV-Stelle
zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den vom Beschwerdeführer zuletzt erzielten
effektiven Jahresv
erdienst ab, welchen sie an die Nominallohnentwicklung bis ins massgebliche Jahr 2018 anpasste (Urk. 11/39
; 0.4 % im Jahr 2017 und 0.5 % im Jahr 2018
)
, wodurch ein
Valideneinkommen
von Fr. 80'693.30 resultierte
.
5.
4
Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, können zur
Ermittlung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne
gemäss den vom
Bundesamt für Statistik
periodisch
herausgegebenen Lohn
struktur
erhebung
en
(LSE)
herangezogen werden
.
Dabei sind grundsätzlich die im Ver
fügungs
zeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E.
2.
2 f.
).
Mit Blick auf das medizinische Belastungsprofil ist mit der IV-Stelle auf
die LSE 2016,
Tabelle
TA1, Kompetenzniveau 1, Männer,
Total,
abzustellen.
Der Lohn für Hilfsarbeiten betrug
unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit im Jahr 2018
Fr. 66'803.40
(Fr. 5'340.
--:
40 x 41.7 x 12) für ein vollschichtiges respektive Fr. 53'442.72 für ein 80%iges Pensum (Fr. 66'803.40 x 0.8)
. Davon brachte die IV-Stelle
leidensbedingt weitere 10 % in Abzug
(
Fr. 53'442.72
x 90 %
= Fr. 48'098.43
)
.
Unter Be
rück
sichti
gung
der
Nominallohnentwicklung
bis ins massgebliche Jahr 2018
(vgl. vorstehend E. 5.3)
ergibt sich
folglich
ein Invalideneinkommen von Fr. 48'532.30.
5.
5
Ein basierend auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermitteltes Invalideneinkommen ist allenfalls zu kürzen, da
persönliche oder berufliche Merkmale wie Lebensalter, Nationalität oder Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Lohnhöhe haben
können
(BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
)
.
I
ndes soll der Abzug nicht automatisch erfolgen
;
e
r ist vielmehr unter Würdigung der Um
stände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 332 E. 5.2).
Zunächst führt die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hypo
thetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungs
fähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E. 6.3.2).
Darüber hinaus ist jeweils unter Berücksichtigung aller konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob das Merkmal «Alter» einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2). Dies gilt ins
besondere im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), wo sich ein fortgeschrittenes Alter nicht
zwingend lohnsenkend auswirken muss. Hilfsarbeiten werden auf dem mass
gebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/20
17 vom 25. August 2017 E. 4.4.1;
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Schliesslich sind auch mangelnde Sprachkenntnisse oder
eine
ungenügende Aus
bildung nicht abzugsrelevant, da diesen Aspekten bei der Wahl des Kom
pe
tenz
niveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7).
Die IV-Stelle stellte zur Berechnung des Invalideneinkommens bereits auf das Kompetenzniveau 1 ab. Da dem Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sind,
nahm sie
einen
zusätzlich
en
leidensbedingten Abzug von 10 % vor,
was nach dem Gesagten keinen Anlass zur gerichtlichen Korrektur gibt.
5.
6
Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen (
Valideneinkommen
Fr. 80'693.30; Invalideneinkommen Fr. 48'532.30) resultiert eine Erwerbs
ein
busse von Fr. 32'161.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 40 % ent
spricht
(vgl. vorstehend E. 1.2)
.
6.
6.1
Der Rentenanspruch des Beschwerdeführers entstand gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungs
anspruchs (Anmeldung vom
27. November 2017
; Urk. 11/
1
) sowie nach Ablauf des sogenannten Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
; aktenkundige Arbeitsun
fähigkeit seit
16.
August 2017
, vgl.
Urk. 11/2 S. 1
), mithin frühestens am
15. August 201
8.
Angesichts des Umstandes, dass dem Beschwerdeführer bis
Oktober 2018
auch keine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit attestiert wurde, hat er seit
1. August 2018
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
(vgl. vorstehend E. 1 des Sachverhalts)
.
6.2
Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Invaliden
rente sind die für die Rentenrevision geltenden
Art. 17
Abs. 1 ATSG
und
Art. 88a Abs. 1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
über die Änderung des Leistungsanspruchs bei einer Verbesserung oder Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit
analog anzuwenden
, da noch vor Erlass der ersten Renten
verfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist
(Urteile des Bundesgerichts
9C_687/2018 vom 16. Mai 2019 E. 2; 8C_94/2013 vom
8. Juli 2013 E.
4.1).
Gemäss
Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Satz 2).
Das Bundesgericht wendet in der
Regel den zweiten Satz von Art. 88a Abs. 1 IVV an und gewährt die bisherige Rente drei Monate über die Veränderung des Gesundheitszustandes hinaus (Urteile des Bundesgerichts
9C_
687
/2018 vom
16
.
Mai
2019 E.
2
; 8C_220/2018 vom 14. November 2018 E. 5.3; 9C_112/2018 vom 20. September 2018 E. 4.2;
8C_94/2013 vom 8. Juli 2013 E. 4.1
f.
; 9C_491/2008 vo
m 21. April 2009 E. 2
).
I
n Anwendung von Art. 88a Abs. 1
Satz 2
IVV
besteht folglich
ab 1. Februar 2019
ein Anspruch a
uf
eine
Viertelsrente
.
6.
3
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung vom
24. Oktober 2019
als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7
.
7
.1
Der
Beschwerdeführer
beantragte
die
Gewährung der
unentgeltliche
n
Rechtspflege
(Urk. 1 S. 2)
.
7
.2
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
not
wendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46
;
100 V 6
;
98 V 115
; vgl. auch § 16 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]
).
Bedürftig im Sinne von
Art.
64
des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (
BGG
)
ist eine Per
son, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Fa
milie nötigen Lebens
unter
haltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E.
2.5.1). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28
lit
. a
GSVGer
i.V.m
. Art. 119
der Schweizerischen Zivilprozessordnung [
ZPO
]
) eingereicht wird (BGE 120
Ia
179 E. 3a), oder – bei seither eingetretenen Veränderungen – auch in demjenigen der
Entscheidfindung
(BGE 108 V 265 E. 4). Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit ist das Einkommen beider Ehegatten zu berücksichtigen (BGE 115
Ia
193 E.
3a, 108
Ia
9 E.
3).
7
.3
Mit Eingabe vom 18. Dezember 2019 reichte der Beschwerdeführer das aus
gefüllte Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit samt Beilagen zu den Akten (Urk.
7,
8 und 9/1-20).
Dem Formular sowie den Beilagen ist zu entnehmen, dass de
m
Beschwerdeführer monatliche Leistungen von der Invalidenversicherung und der Arbeitslosenkasse in der Höhe von Fr. 1'480.-- ausbezahlt werden; der Verdienst der Ehefrau beläuft sich auf monatlich Fr. 3'750.--. Unter Berücksichtigung des Grundbetrags für Ehe
paare von Fr. 1
’
700.-- (vgl.
Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Ober
gerichts des Kantons Zürich an die Bezirksgerichte und die Betreibungsämter über Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenz
minimums, Ziff.
II.
3.
) sowie de
r
geltend gemachten Ausgaben von monatlich ins
gesamt Fr. 2'581.-- für Hypothekarzinsen, Unterhaltskosten von Eigenheim
besitzern,
Prämien der obligatorischen Krankenversicherung, Fahr
t
kosten und Mehr
kosten für auswärtige Verpflegung der Ehefrau sowie Steuern
,
verbleibt dem Beschwerdeführer ein monatlicher Einkommensüberschuss von Fr. 949.--.
Unter diesen finanziellen Verhältnissen ist es ihm zuzumuten, für die Gerichts- und Vertretungskosten des vorliegenden Verfahrens selber aufzu
kommen.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist damit mangels Bedürftigkeit abzuweisen.
7
.
4
Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 700.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.