Decision ID: 772479e3-2ce0-4898-a2cf-84afc0c720eb
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1957 geborene
X._
war
seit dem
1. Juni 2002
als
diplomierte Pflegefachperson beim
Y._
angestellt und damit bei der
AXA Versicherungen AG
(nachfolgend: AXA)
im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) obligatoris
ch versichert (Urk. 12/A1
).
Am 24. De
zember 2008 glitt
s
ie auf nassem Boden aus, stürzte und zog sich dabei eine distale intraartikuläre Radiusfraktur links zu
(Urk. 12/A1 S. 2,
Urk. 12/M1)
. Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit diesem Er
eignis und erbrachte Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen. Mit Verfügung vom 6. September 2012 (Urk. 12/A
122
) stellte sie die Heilbehandlungsleistungen – un
ter Anerkennung des weiteren Anspruchs auf Übernahme der Kosten der unfallbedingt notwendigen Analgetika und einer Handgelenksmanschette –
p
er sofort und die Taggeldleistungen per 31. Mai 2012 ein, verneinte den Anspruch auf Leistungen im Zusammenhang mit den psychischen Beschwerden und sprach der Versicherten einerseits mit Wirkung ab 1. Juni 2012 eine auf einem Invaliditätsgrad von 31 % beruhende Rente und andererseits eine Entschä
digung für eine Integritätseinbusse von 20 % zu.
Der Krankenversicherer von
X._
zog seine
hiegegen
vorsorglich
erhobene Einsprache (Urk. 12/A123) am 1. Oktober 2012 wieder zurück (Urk. 12/A127). Die
– aus
schliesslich
die Rentenhöhe
betreffende – Einsprache der
Versicherten
vom
10. Oktober 2012
(Urk. 12/A128)
wies die AXA am 12. September 2013 ab (Urk. 2).
2.
2.1
Gegen diesen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) liess
X._
am 16. Oktober 2013 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
"1.
Der
Einspracheentscheid
vom 12. September 2013 und die Verfügung vom 6. September 2012 seien abzuändern und der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen aus UVG zu zuzusprechen, insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr ab 1. Juni 2012 auf eine Rente auf Basis eines Invaliditätsgrads von 60 % auszurichten.
2.
Die Verfahrens kosten seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und der Beschwerdeführerin sei für das Beschwerdeverfahren eine angemes
sene Entschädigung (
zuzügl
.
MwSt
) zuzusprechen.“
Die AXA schloss am 4. Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Beschwer
deantwort
, Urk. 10). Nachdem die Beschwerdeführerin am 12. Februar 2014 ihren Verzicht auf eine mündliche Verhandlung (Urk. 1 S. 4) zugunsten einer Instruktionsverhandlung mit persönlicher Befragung hatte mitteilen lassen (Urk. 13), hielten die Parteien
replicando
(Urk. 17) und
duplicando
(Urk. 22) an ihren Anträgen fest. Letzteres wurde der Beschwerdeführerin am 17. September 2014 zur Kenntnis gebracht (Urk. 24). Am 23.
Juni
2015 fand
eine
Instruktions
v
erhandlung
mit persönlicher Befragung der Beschwerdeführerin
statt (vgl. Prot.
S. 5 ff.
).
2.2
Zwischenzeitlich hat
te
di
e
BVK
, bei der die Beschwerdeführerin im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses mit dem
Y._
berufsvorsorgever
sichert war,
dieser
aufgrund des unfallbedingten Gesundheitsschadens
eine Berufsinvalidenrente zu
gesprochen (
Urk. 12/A125
/6
;
vgl.
auch
Urk. 12/A88, Urk
. 12/A44 S. 2)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle,
richtete ihr für die Zeit vom 1. Juli bis 30. November 2010 eine halbe und für die Periode vom 1. Dezember 2010 bis 31. Mai 2012 eine ganze Rente aus
; einen weitergehenden Rentenanspruch verneinte sie unter Hinweis darauf, dass der Invaliditätsgrad ab 1. März 2012 lediglich noch 14 % betrage
(vgl. Verfü
gung vom 29. Juli 2014,
Urk. 23/1).
2.3
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 %
invalid
(Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So
zialversicherungsrechts [ATSG])
,
so hat sie Anspruch auf eine Invali
den
rente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fort
set
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszu
standes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
begründete die
Zusprache
der
auf einem
Invaliditäts
grad
von 31
% beruhenden Re
nte - unter Hinweis
auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für
Orthopädische Chi
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, Vertrauensarzt SGV, vom 10. April 2012 (Urk. 12/M61) und d
en
Bericht von Prof. Dr. med.
A._
,
Fach
arzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa
rats sowie für Handchirurgie, Teamleiter Handchirurgie
B._
, vom 21. Juni 2012
(Ur
k. 12/M
62
) - damit, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, vollzeitlich einer den linksseitigen Handbeschwerden Rechnung tragenden administrativen Tätigkeit im Gesundheitswesen gemäss
Anforde
rungs
niveau
3
der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen
Lohnstruktur
erhebung
(LSE)
nachzugehen und dabei – unter Berücksichtigung eines
leidens
bedingten
Abzugs von 5 % vom entsprechenden Tabellenlohn - ein 31 % unter dem
Valideneinkommen
liegendes Salär zu generieren (Urk. 2 S.
3 ff., Urk.
10 S. 4 ff.
, Urk.
22 S. 2 ff.
, Prot. S. 5
).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die
Be
schwerdegegnerin
sei bei der Ermittlung des Inv
aliditätsgrad
e
s von einem zu hohen Invalideneinkommen ausgegangen.
Aufgrund ihrer d
ürftigen Computer-
und
limitierten Deutschkenntnisse
sei sie ausserstande, in einer administrativen Tätigkeit im Gesundheitswesen einen dem Anforderungsniveau 3 der LSE ent
sprechenden Lohn zu erzielen (Urk. 1 S. 4 ff., Urk.
17 S. 2
f.
). Richtigerweise sei daher vom Tabellenlohn
für Tätigkeiten
des
Anforderungsniveau
s
4
auszuge
hen; unter Gewährung eines – aufgrund ihrer faktischen
Einhändigkeit
als ange
messen erscheinenden – leidensbedingten Abzugs von 25 % resultiere so ein Invaliditätsgrad von 60 % und damit ein Rentenanspruch in entsprechender Höhe (Urk. 1 S. 7 f.,
Urk. 17 S. 3
).
3.
3.1
Betreffend den Anspruch auf Integritätsentschädigung ist die Verfügung vom
6. September 2012 (Urk. 12/A122)
unangefochten in Rechtskraft erwachsen
(vgl. Urk. 12/A128)
. Strittig und zu prüfen ist die Höhe der Invalidenrente.
3.2
Nach Lage der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführe
rin aufgrund der
verbleibenden Folgen der
beim Unfall vom 24. Dezember 2008 erlittenen distalen intraartikulären Radiusfraktur
links
weiterhin in ihrem Leis
tungsvermögen eingeschränkt ist (vgl.
hiezu
insbesondere Urk. 12/M61 f.). Die nach dem fraglichen Ereignis aufgetretene psychische Symptomatik
(
Urk. 12/M28)
ist
gemäss den behandelnden Ärzten
noch vor dem Fallabschluss per
31. Mai 2012 (Urk. 12/A122)
wieder
gänzlich
abgeklungen
(Urk. 12/M43)
beziehungsweise zeitigt
jedenfalls
keine Arbeitsunfähigkeit (Beilage zu Urk. 12/M65). F
ür die Beurteilung des Rentenanspruchs
ist sie demnach – wie auch die Beschwerdeführerin anerkannte (Urk. 1
S. 3
) -
nicht von Belang.
Gestützt auf die – am 21.
Juni
2012 von Prof. Dr.
A._
bestätigte (Urk. 12/M62 S. 1) – Beurteilung von Dr.
Z._
vom 10. April 2012 (Urk. 12/M61) ist
(mit den Parteien [vgl. Urk. 1 S. 4, Urk. 10 S. 4])
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die angestammte Arbeit als diplomierte Pflegfachfrau auf
grund der verbleibenden linksseitigen Handbeschwerden nicht mehr auszuüben in der Lage, in einer leidensangepassten Tätigkeit
(maximale Belastung der lin
ken Hand mit 8 kg, ohne rasch sich wiederholende Bewegungen im linken Hand
gelenk, ohne darauf wirkende Schläge oder Vibrationen)
indes zu 100 % arbeitsfähig ist.
4.
4
.1
Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads ging die Beschwerdegegnerin – ge
stützt auf den
– auf ein Vollzeitpensum hochgerechneten, die Schichtzulagen ein
schliessenden – Jahresverdienst im Jahr 2008 (Zeitpunkt des Unfalls) von Fr. 96‘727.35 (vgl. Beilage zu Urk. 12/A63)
und unter Berücksichtigung der bis 201
2
(Beginn Rentenanspruch) eingetretenen Nominallohnentwicklung von einem
Valideneinkommen
von Fr.
101‘852.--
aus (Urk. 2 S.
5 f.
), was
von der Beschwerdeführerin als richtig anerkannte wurde
(Urk. 1
S. 3
).
]
4
.2
4.2.1
Bei der Berechnung des Invalideneinkommens von Fr.
69‘930.--
(Urk. 2 S.
9
) stellte die
AXA
auf den statistischen Durchschnittslohn
(inklusive 13. Mo
nats
lohn, basierend auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden)
für weib
liche Arbeitskräfte an Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen auf dem -
Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzende
n -
Anforderungsniveau
3
von Fr.
5‘782.
--
pro Monat
im Jahr 2010 ab
(TA1 Ziff. 86 der LSE 2010)
. Unter Berücksichtigung der im
nämlichen
Jahr betriebsüblichen wö
chentlichen Arbeitszeit
sowie
der bis 201
2
eingetretenen Nominallohnentwicklung gelangte sie zu einem
Jahres
ein
kommen von Fr. 73‘610.--
.
Dies ist nicht zu beanstanden.
4.2.2
Dass
der
Beschwerdeführerin aufgrund der unfallbedingten Einschränkungen
beziehungsweise mangelhafter Deutschkenntnisse
lediglich noch
einfache und repetitive Tätigkeit
en
im
Anforderungsniveau 4 der LSE
offen stünden
(Urk. 1 S.
6 f.
, Urk.
17 S. 2 f.
), ist
nämlich
nicht anzunehmen. So verfügt sie
seit 1987 über den Bachelor
of
Science in Nursing (Beilage 1 zu Urk. 12/A118) und damit über eine Ausbildung, die gleichwertig, wenn nicht gar höher zu werten
ist
als die Ausbildung zur Pflegefachfrau (Urk. 12/A118)
, und kann zudem eine lang
jährige Berufserfahrung vorweisen
. Ihre EDV-Kenntnisse reichten zumindest aus, um – im Rahmen wiederholter entsprechender Einsätze – die Arbeit als Stationssekretärin im
Y._
zu verrichten
(vgl. Urk. 12
/
A
7, Urk. 12/A32 S. 2, Urk. 12/
A
59 S. 1)
,
und
genügen
nach
ihrer eigenen
Einschät
zung auch, um die im Zusammenhang mit der
zusammen mit ihrem Ehemann geplanten
(
beziehungsweise zwischenzeitlich
möglicherweise
realisierten)
Auf
nahme einer s
elbständigen Tätigkeit
im Bereich Pflanzenzucht
auf den
C._
anfallenden Büroarbeiten zu erledigen (Urk. 12/A77; vgl. auch Urk. 12/A76).
Grund dafür, dass sie nicht weiter auf dem Stationssekretariat des
Y._
beschäftigt wurde, waren im Übrig
en nicht unzu
reichende
Fähigkeiten im Administrativbereich, sondern die Tatsache, dass sie aufgrund ihrer Handbeschwerden nichts tragen und damit etwa bestellte Ware nicht einräumen konnte (Prot. S. 6, Urk. 12/A59 S. 1; vgl.
hiezu
auch Urk. 12/A10, Urk. 12/A25 S. 4, Urk. 12/A59 S. 3).
Aufgrund des Ergebnisses ihrer Befragung anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 23. Juni 2015, der einge
reichten Korrespondenz und ihrer
bis
zum Unfall ausgeübten
beruflichen Tä
tigkeit steht sodann fest, dass die Beschwerdeführerin
, deren Muttersprache
D._
ist (Beilage zu Urk. 12/A22 S. 5),
gut Deutsch versteht und sich in die
ser Sprache – mündlich und schriftlich – auch gut, aber nicht fehlerfrei, auszu
drücken vermag
(vgl. Prot. S. 5 ff., Urk. 3/5, Urk. 33/1-3)
.
Zudem verfügt sie über Englisch-
und Chinesisch-Kenntnisse (Beilage zu Urk. 12/A22
S. 5).
Es ist davon auszugehen, dass
der allgemeine Arbeitsmarkt im Sektor
Gesund
heitswesen
durchaus
Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzende
Tätigkeiten beinhaltet,
deren Anforderungen d
ie
Beschwerdeführerin
– auch unter Berück
sichtigung des
massgebenden Zumutbarkeitsprofil
s
(Urk. 12/M61)
– aufgrund
ihrer
fachlichen und weiteren
Qualifikationen entspricht. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass administrative Tätigkeiten im Gesundheits
wesen nicht nur Arzt- oder Spitalsekretariatsarbeiten
(Urk. 1 S. 4 f.)
, sondern
auch
– keine perfekten Deutschkenntnisse voraussetzende -
Bürotätigkeiten in
der Industrie
umfassen
, wobei
entsprechende
Unternehmen
nicht s
elten inter
national
tätig
und insofern durchaus daran interessiert sind,
Arbeit
skräfte
ein
zustellen
, die
nicht nur
über
fundierte Fach-
, sondern zudem a
uch
über
Fremd
sprachenkenntnisse (gerade in
der
im Wir
tschaftsleben wichtigen Sprache
Englisch und
als Zusatzqualifikation
–
in
Chinesisch
)
verfügen
.
4.2.3
Anzumerken ist, dass die Beschwerdeführerin zwar
noch Wohnsitz in der Schweiz hat, sich insgesamt aber während rund der Hälfte des Jahres auf den
C._
aufhält
(Prot. S. 5)
. Während sie dort
zwischenzeitlich eine Weiter
bildung im Bereich Pflanzenzucht absolviert hat
(Urk. 12/
A
81)
,
hat sie in der Schweiz -
abgesehen von einer Bewerbung auf
eine nicht dem von Dr.
Z._
definierten Zu
mutbarkeitsprofil entsprechende
(Urk. 12/M61)
Stelle
in einer Arztpraxis
(Prot. S. 6)
seit 2012 keinerlei Bestr
ebungen gezeigt, eine Verweistätigkeit zu finden oder ihre beruflichen Qualifikationen im Hin
blick auf eine Verbesserung ihrer Vermittelbarkeit
(etwa durch einen Deutsch- oder einen Computerkurs)
noch zu verbessern
(vgl.
hiezu
Urk. 12/A88 f.)
. Nach eigenem Bekunden ist sie denn auch gar nicht daran interessiert, einer anderen Tätigkeit nachzugehen (vgl. Prot. S. 5 ff.).
Dass sie ihre Restarbeitsfähigkeit (jedenfalls in der Schweiz) nicht verwertet, ist demnach nicht mit
fehlenden Qualifikationen, sondern mit mangelnder entsprechender Motivation zu erklä
ren.
4.2.4
Anzu
fügen
ble
ibt, dass auch die IV-Stelle in ihrer – unangefochten in Rechts
kraft erwachsenen – Verfügung vom 29. Juli 2014 (Urk. 23/1) davon ausging, dass die Beschwerdeführerin
imstande
sei,
(vollzeitlich) einer
dem
Anforde
rungsniveau
3 der LSE entsprechenden
Verweistätigkeit
im Gesundheitswesen nachzugehen
.
4.2.5
Was schliesslich die Höhe des leidensbedingten Abzugs vom – nach dem Gesag
ten soweit korrekt ermittelten – Invalideneinkommen anbelangt, trug die AXA d
em Umstand, dass die Beschwerdeführerin, die über das Schweizer Bürgerrecht verfügt (vgl. Beilage zu Urk. 12/A22) u
nd
im Zeitpunkt des Rentenbeginns 55 Jahre alt war, nur noch Tätigkeiten, bei welchen sie die linke Hand nicht mit Gewichten über 8 kg belasten oder sie
darauf wirkende
n
Schläge
n
oder Vibrati
onen
aussetzen und keine Arbeiten mit
rasch sich wiederholende
n
Bewegungen im linken Handgelenk
ausführen muss, nachzugehen in der Lage ist, mit der Gewährung eines
Abschlags von
5 %
jedenfalls in
nicht
ermessensmissbräuch
licher
Weise (BGE 137 V 71 E. 5.1)
Rechnung (Urk. 2 S. 8). In Anbetracht der weitgehend erhaltenen Funktionsfähigkeit der linken Hand kann von einer – ei
nen Abzug von 20 oder gar 25 % rechtfertigenden (vgl. etwa Urteil des Bundes
ge
richts 9C_418/2008 vom 17. September 2008 E. 3.3.2 mit Hinweisen) – fakti
schen
Einarmigkeit
(Urk. 1 S. 7, Urk. 17 S. 3) keine Rede sein. Das von der AXA ermittelte Invalideneinkommen von rund Fr. 69‘930.-- (Urk. 2 S. 9) ist folglich nicht zu beanstanden.
4
.3
Angesichts der aus den beiden Vergleichseinkommen resultierenden
behinde
rungsbedingten
Lohneinbusse
von rund 31 % erweist sich die
Zusprache
einer auf einem Invaliditätsgrad in dieser Höhe basierenden Rente (Urk.
2)
als rech
tens. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.