Decision ID: 53bc9f6d-f9f5-548d-881f-10138f9e677c
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A.
Mit Schreiben vom 20. Mai 2020 reichte A._ (nachfolgend: Kunde)
bei der Stiftung ombudscom (nachfolgend: ombudscom) ein Begehren um
Durchführung eines Schlichtungsverfahrens zwischen ihm und der Mehr-
wertdienstanbieterin Cortex Communications SA, Zug (nachfolgend: Mehr-
wertdienstanbieterin), ein. Zur Begründung führte er aus, er habe im März
2020 ungewollt kostenpflichtige Nachrichten von der Mehrwertdienstanbie-
terin erhalten. Nach Erhalt der Rechnung der Fernmeldedienstanbieterin
habe er sich schriftlich an die Mehrwertdienstanbieterin gewandt, ohne je-
doch eine Rückmeldung erhalten zu erhaben. Dem Schlichtungsbegehren
lagen sodann zwei Schreiben an die Mehrwertdienstanbieterin bei, mit wel-
chen der Kunde sinngemäss um Rücknahme der Forderung für Mehrwert-
dienste ersuchte; ein Schreiben ist mit dem 5. Mai 2020 datiert und nimmt
Bezug auf ein Schreiben vom 27. April [2020], das zweite Schreiben ist
undatiert.
B.
B.a Die ombudscom eröffnete am 25. Mai 2020 ein Schlichtungsverfahren
und lud die Mehrwertdienstanbieterin zur Stellungnahme ein.
B.b Die Mehrwertdienstanbieterin nahm mit E-Mail vom 25. Mai 2020 zum
Schlichtungsbegehren Stellung. Sie führte aus, der Kunde habe ihr am
11. Mai 2020 unter Angabe von Rufnummer und Adresse eine E-Mail ge-
schrieben und mitgeteilt, im März 2020 ungewollt zahlreiche kostenpflich-
tige Nachrichten bekommen zu haben. Zudem habe er um eine Vergleichs-
lösung ersucht, da er die Rechnung nicht bezahlen könne. In der Folge
habe man die Nummer des Kunden blockiert und diesen ersucht, eine Ko-
pie der Rechnung bzw. des Verbindungsnachweises der Fernmeldediens-
tanbieterin beizubringen, um überprüfen zu können, ob er tatsächlich der
Inhaber der betroffenen Mobilfunknummer sei. Die entsprechenden Unter-
lagen seien ihr jedoch bisher nicht zugestellt worden. Unter diesen Um-
ständen sei es für die Eröffnung eines Schlichtungsverfahrens zu früh; der
Einigungsversuch mit dem Kunden sei nicht gescheitert.
B.c Die ombudscom nahm in der Folge am 26. Mai 2020 telefonisch mit
dem Kunden Kontakt auf und erklärte ihm unter Verweis auf die Stellung-
nahme der Mehrwertdienstanbieterin, dass er dieser im Hinblick auf einen
Einigungsversuch den Verbindungsnachweis der Fernmeldedienstanbiete-
rin zustellen müsse.
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Der Kunde kam dieser Aufforderung eigenen Angaben zu Folge nach.
B.d Mit Schreiben ebenfalls vom 26. Mai 2020 wandte sich die Mehrwert-
dienstanbieterin direkt an den Kunden.
Die Mehrwertdienstanbieterin hielt zunächst fest, am 18. Mai 2020 ein
Schreiben von ihm erhalten zu haben. Leider habe jedoch das Schreiben
keine lesbare Adresse enthalten, weshalb er am 22. Mai 2020 per SMS
kontaktiert worden sei mit der Bitte, eine vollständige Adresse mitzuteilen.
Offenbar habe er die SMS jedoch nicht erhalten.
Im Übrigen habe eine Überprüfung der Telefonnummer ergeben, dass von
ihm zwei Chats für Erwachsene aktiviert und verwendet worden seien. Zu-
dem sei er über die Kosten informiert worden. Gleichwohl könne eine Rück-
erstattung geprüft werden. Hierzu sei jedoch vorab das Schlichtungsbe-
gehren zurückzuziehen und es sei gestützt auf die Rechnung der Fernmel-
dedienstanbieterin der Nachweis zu erbringen, dass diese bezahlt worden
ist.
B.e Am 12. Juni 2020 (Datum Eingang ombudscom) wandte sich der
Kunde erneut an die ombudscom und ersuchte um Rat bezüglich eines
weiteren Schreibens der Mehrwertdienstanbieterin.
Die Mehrwertdienstanbieterin hatte dem Kunden am 3. Juni 2020 einen
Einigungsvorschlag unterbreitet. Dieser sieht eine Rückerstattung des für
die Dienstleistungen in Rechnung gestellten Betrages in der Höhe von
Fr. 317.80 vor. Hierzu habe der Kunde zu bestätigen, dass er die Rechnung
der Fernmeldedienstanbieterin bezahlt und das Schlichtungsbegehren zu-
rückgezogen habe. Zudem sei der Mehrwertdienstanbieterin die Kontover-
bindung für die Rückerstattung bekannt zu geben.
B.f Die ombudscom teilte dem Kunden daraufhin mit Schreiben vom
15. Juni 2020 mit, es handle sich bei dem Schreiben der Mehrwertdienst-
anbieterin vom 3. Juni 2020 um einen Einigungsvorschlag. Sein Einver-
ständnis vorausgesetzt sei die Vereinbarung zu unterzeichnen und der
Mehrwertdienstanbieterin zurückzusenden. Andernfalls werde die om-
budscom einen Schlichtungsvorschlag ausarbeiten.
B.g Im Folgenden war zwischen dem Kunden und der Mehrwertdienstan-
bieterin strittig, ob es zu einer Einigung gekommen ist; der Kunde vertrat
die Ansicht, er habe der Anbieterin die Unterlagen und insbesondere seine
Bankverbindung mitgeteilt, ohne jedoch eine Zahlung erhalten zu haben,
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während die Mehrwertdienstanbieterin geltend machte, der Kunde habe ihr
seine Bankverbindung nicht bekannt gegeben, weshalb auch keine Zah-
lung erfolgen könne. Auf Nachfrage und unter Vermittlung der ombudscom
teilte der Kunde dieser mit Schreiben vom 6. August 2020 (Datum Eingang
ombudscom) seine Bankverbindung mit. Mit E-Mail gleichen Datums setzte
die ombudscom die Mehrwertdienstanbieterin über die Bekanntgabe der
Bankverbindung in Kenntnis, woraufhin diese dem Kunden den betreffen-
den Betrag überwies.
C.
Mit Verfügung vom 17. November 2020 sowie Rechnung gleichen Datums
auferlegte die ombudscom der Mehrwertdienstanbieterin eine Verfahrens-
gebühr in der Höhe von Fr. 1'320.–, zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer, aus-
machend insgesamt Fr. 1'421.65. Zur Begründung führte die ombudscom
unter Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen aus, dass für jedes
Schlichtungsverfahren eine Gebühr zu erheben und diese der Mehrwert-
dienstanbieterin zur Bezahlung aufzuerlegen sei. Die Gebühr habe zwi-
schen Fr. 300.– und Fr. 3'000.– zu betragen und sei vorliegend unter Be-
rücksichtigung der unterdurchschnittlichen Komplexität, des hohen Auf-
wandes und des mittleren Streitwerts auf Fr. 1'320.– festzusetzen.
D.
Mit Schreiben vom 10. Dezember 2020 erhebt die Mehrwertdienstanbiete-
rin (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen die Verfügung der om-
budscom (nachfolgend: Vorinstanz) vom 17. November 2020 Beschwerde
beim Bundesverwaltungsgericht und verlangt sinngemäss die Aufhebung
der angefochtenen Gebührenverfügung.
Zur Begründung macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen und zu-
sammenfassend geltend, es habe von der Vorinstanz mangels gegebener
Eintretensvoraussetzungen gar kein Verfahren eröffnet bzw. das eröffnete
Verfahren nicht fortgeführt werden dürfen; das Schlichtungsverfahren sei
eingeleitet worden, obschon der Versuch, eine Einigung zu finden, noch
nicht beendet gewesen sei. Zudem rügt die Beschwerdeführerin die erho-
bene Verfahrensgebühr in Anbetracht des erfolgten Aufwands als zu hoch.
E.
Die Vorinstanz schliesst mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2021 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Sie äussert sich ausführlich zum Ablauf des
Schlichtungsverfahrens und macht dabei (sinngemäss) geltend, die Vo-
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raussetzungen für ihre Verfahrenshandlungen seien jeweils erfüllt gewe-
sen. Im Weiteren legt sie in Bezug auf die Höhe der Gebühr für das Schlich-
tungsverfahren dar, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sei, kostende-
ckende Gebühren von den Fernmelde- und Mehrwertdienstanbieterinnen
zu erheben. In die Gebührenberechnung seien daher sowohl der im jewei-
ligen Verfahren entstandene als auch der Gesamtaufwand der Schlich-
tungsstelle einzubeziehen. Vorliegend habe zwar kein Schlichtungsvor-
schlag erarbeitet werden müssen und der Fall sei nicht besonders komplex
sowie der Streitwert nicht besonders hoch gewesen. Allerdings habe das
Verfahren mit knapp 4 Stunden einen vergleichsweise grossen Aufwand
verursacht. Hinzu komme vorliegend, dass für sogenannte Fallzahler, wie
auch die Beschwerdeführerin eine sei, ein Zuschlag von 20% auf die Ver-
fahrensgebühren erhoben werde.
F.
Die Beschwerdeführerin hält mit Replik vom 16. Mai 2021 an ihren Rechts-
begehren und ihrer Rechtsauffassung fest. Dies gilt insbesondere für den
Vorhalt, die Vorinstanz habe ein Schlichtungsverfahren eröffnet und dieses
ausgeweitet, ohne dass die Voraussetzungen für ein Eintreten auf das
Schlichtungsbegehren erfüllt gewesen seien; die Beschwerdeführerin habe
zeitnah auf die Reklamation des Kunden reagiert, von diesem jedoch wie-
derholt keine Antwort erhalten, weshalb ihr nicht vorgehalten werden
könne, sie habe sich einer Einigung verwehrt. Ergänzend zu ihrer Be-
schwerdeschrift vom 10. Dezember 2020 führt die Beschwerdeführerin
aus, es sei nicht Aufgabe der Vorinstanz, sich in die Einigungsbemühungen
zwischen dem Kunden und der Mehrwertdienstanbieterin einzumischen
und den Kunden zu beraten. Die betreffenden Aufwendungen dürften da-
her nicht der Beschwerdeführerin angelastet werden. Vorliegend sei zu-
dem weder eine detaillierte Analyse des Sachverhalts erfolgt, noch habe
ein Schlichtungsvorschlag ausgearbeitet werden müssen. Insgesamt sei
lediglich "Sekretariatsarbeit" angefallen, für welche ihr Fr. 50.–/Stunde be-
rechnet werden dürften. Insgesamt erachtet die Beschwerdeführerin bei ei-
nem ihrer Ansicht nach zeitlich anrechenbaren Aufwand von 5 Stunden und
30 Minuten eine Gebühre in der Höhe von Fr. 275.– für gerechtfertigt und
angemessen. Dabei dürfe der Umstand, dass die Zahl an Schlichtungsver-
fahren sinke, wie die Vorinstanz geltend mache, nicht (ohne Weiteres) zu
höheren Gebühren im einzelnen Verfahren führen.
G.
Die Vorinstanz hält mit Stellungnahme vom 20. März 2021 an ihren bishe-
rigen Ausführungen fest.
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Seite 6
H.
Mit Schlussbemerkungen vom 22. April 2021 hält die Beschwerdeführerin
an ihrer Auffassung fest, wonach die für das Schlichtungsverfahren erho-
bene Gebühr in keinem (angemessenen) Verhältnis zu den tatsächlich er-
forderlichen und entsprechend anrechenbaren Aufwendungen stehe.
I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die bei den Akten liegenden
Schriftstücke ist – soweit für den vorliegenden Entscheid relevant – im Rah-
men der nachstehenden Erwägungen einzugehen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt nach Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen
nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021), so-
fern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt und eine Vorinstanz im
Sinne von Art. 33 VGG entschieden hat.
Vorinstanz im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist die Schlichtungs-
stelle im Bereich der Telekommunikation. Es handelt sich dabei um eine
ausserhalb der Bundesverwaltung stehende Organisation, die in Erfüllung
der ihr übertragenen öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Bundes verfügt
(vgl. Art. 12c Abs. 1 und 2 des Fernmeldegesetzes [FMG, SR 784.10];
Art. 42 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 Abs. 4 der Verordnung über Fernmeldedienste
[FDV, SR 784.101.1]). Die Schlichtungsstelle ist somit eine Vorinstanz des
Bundesverwaltungsgerichts (Art. 33 Bst. h VGG) und die Gebührenverfü-
gung stellt ein taugliches Anfechtungsobjekt dar. Da zudem kein Ausnah-
megrund im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsge-
richt zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde sachlich und funktional
zuständig. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich
dabei nach dem VwVG, soweit das VGG und das in der Sache anwendbare
Fernmelderecht nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG).
1.2 Zur Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht ist nach Art. 48
Abs. 1 VwVG berechtigt, wer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die ange-
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fochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an deren Aufhebung oder Änderung besitzt. Als Adressatin der an-
gefochtenen Verfügung hat die Beschwerdeführerin ohne Weiteres ein ak-
tuelles und schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung bzw. Anpassung
der Gebührenverfügung und ist somit als zur Beschwerdeerhebung be-
rechtigt anzusehen.
1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist daher einzutreten, wobei
Streitgegenstand vorliegend die Frage ist, ob die Vorinstanz der Beschwer-
deführerin zu Recht Gebühren für das Schlichtungsverfahren mit dem Kun-
den auferlegt hat.
2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Gebührenver-
fügung auf Verletzung von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen
oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und
Überschreitung und Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessen-
heit hin (Art. 49 VwVG). Es stellt sodann den rechtserheblichen Sachver-
halt unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien von Amtes wegen
fest (Art. 12 und Art. 13 VwVG) und wendet das Recht grundsätzlich frei
sowie von Amtes wegen an, ohne an die rechtliche Begründung der Par-
teibegehren gebunden zu sein (Art. 62 Abs. 4 VwVG).
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz hätte vorliegend
gar kein Schlichtungsverfahren eröffnen dürfen. Zudem dürften ihr die aus-
serhalb des eigentlichen Schlichtungsverfahrens liegenden Kosten für die
Beratung bzw. Anleitung und Unterstützung des Kunden durch die Vor-
instanz nicht angelastet werden und stehe die Höhe der Gebühr insgesamt
in keinem angemessenen Verhältnis zu den getätigten (anrechenbaren)
Aufwendungen.
Zum Verständnis und zur Prüfung der Vorbringen der Beschwerdeführerin
ist im Folgenden zunächst die gesetzliche Ordnung im Zusammenhang mit
der Tätigkeit der Vorinstanz darzulegen (nachfolgend E. 3.2). Hiernach ist
zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht ein Schlichtungsverfahren eröffnet
hat (nachfolgend E. 3.3). Gegebenenfalls ist in einem weiteren Schritt die
Höhe der der Beschwerdeführerin auferlegten Gebühr zu überprüfen
(nachfolgend E. 3.4 f.).
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3.2 Die Vorinstanz ist als Schlichtungsstelle zuständig für zivilrechtliche
Streitigkeiten zwischen Kundinnen und Kunden und ihren Anbieterinnen
von Fernmelde- und Mehrwertdienstleistungen (Art. 12c Abs. 1 FMG i.V.m.
Art. 43 Abs. 1 FDV); den Kundinnen und Kunden soll mit der Möglichkeit
der Schlichtung zusätzlich und vorgängig zum Zivilrechtsweg die Möglich-
keit gegeben werden, im Falle von Streitigkeiten unter Mitwirkung einer un-
abhängigen Behörde eine Einigung zu erreichen (vgl. Urteile des BVGer
A-322/2018 vom 28. Januar 2019 E. 3.6.2.1 und 3.6.3.1 und A-6384/2011
vom 11. Oktober 2012 E. 5.4). Die Schlichtungsstelle erhebt für ihre Tätig-
keit (die Schlichtung von Streitigkeiten) kostendeckende Verwaltungsge-
bühren (Art. 40 Abs. 1 Bst. c FMG). Diese sind grundsätzlich von den An-
bieterinnen von Fernmelde- oder Mehrwertdiensten zu entrichten (Art. 49
Abs. 3 FDV).
Die für die Schlichtung geltenden Verfahrensgrundsätze finden sich auf
Verordnungsstufe in Art. 45 FDV festgelegt. Demnach muss das Verfahren
fair, rasch und kostengünstig sein (Abs. 1). Ein Schlichtungsbegehren ist
sodann gemäss Abs. 2 nur zulässig, wenn die einreichende Partei zuvor
versucht hat, sich mit der anderen Streitpartei zu einigen (Bst. a), die vor-
gegebenen Formvorschriften eingehalten sind (Bst. b) und das Begehren
nicht offensichtlich missbräuchlich ist (Bst. c). Ferner darf nicht bereits ein
Gericht oder Schiedsgericht mit der Sache befasst sein (Bst. d). Zur Aus-
gestaltung dieser Grundsätze erlässt die Schlichtungsstelle ein Verfah-
rensreglement (Art. 44 Abs. 1 FDV). Das entsprechende Verfahrens- und
Gebührenreglement der Vorinstanz hält in Art. 8 und in Konkretisierung von
Art. 45 Abs. 2 FDV die Voraussetzungen fest, nach denen auf ein Schlich-
tungsbegehren einzutreten ist (Verfahrens- und Gebührenreglement der
Stiftung ombudscom vom 28. September 2012 und 15. Mai 2013, abrufbar
unter < de.ombudscom.ch > Inhaltsübersicht > Verfahrens- und Gebühren-
reglement, besucht am 3. November 2021, nachfolgend: Verfahrens- und
Gebührenreglement).
Das Schlichtungsverfahren vor der Vorinstanz ist ein Verwaltungsverfah-
ren. Die Zuständigkeits- und insbesondere die Eintretensvoraussetzungen
sind daher von Amtes wegen zu prüfen (Urteil des BVGer A-133/2021 vom
12. April 2021 E. 4.2). Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt und liegt etwa
mangels eines gescheiterten Einigungsversuchs (noch) kein streitiges
Rechtsverhältnis vor, das die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens
gerechtfertigt hätte, darf ein solches nicht eingeleitet werden (vgl. [auch zu
den Rechtsfolgen] Urteil des BVGer A-4685/2020 vom 21. Mai 2021 E. 3
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mit Hinweis u.a. auf das Urteil des BGer 2C_781/2011 vom 20. Februar
2012 E. 4, insbes. 4.4).
3.3
3.3.1 Die Beschwerdeführerin wendet gegen die angefochtene Gebühren-
verfügung zunächst ein, dass gar kein Schlichtungsverfahren hätte eröffnet
werden dürfen. Sie macht geltend, der Einigungsversuch zwischen ihr und
dem Kunden sei zum betreffenden Zeitpunkt nicht gescheitert gewesen.
Somit fehle es an einer Eintretensvoraussetzung und der Gebührenverfü-
gung an einer Rechtsgrundlage.
3.3.2 Die Voraussetzungen für ein Eintreten auf ein Schlichtungsbegehren
sind in Art. 8 Abs. 1 des Verfahrens- und Gebührenreglements festgelegt.
Sie müssen kumulativ erfüllt sein. Gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. b ist im
Schlichtungsbegehren glaubhaft darzulegen, dass die begehrende Partei
zuvor versucht hat, mit der anderen Partei eine Einigung zu finden. Auf
diese Weise soll verhindert werden, dass sich Kundinnen und Kunden bei
Problemen, die im direkten Kontakt mit der Anbieterin von Fernmelde- und
Mehrwertdiensten rasch und einfach gelöst werden könnten, direkt an die
Schlichtungsstelle wenden (Verordnung über Fernmeldedienste [FDV], Er-
läuterungsbericht des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Ver-
kehr, Energie und Kommunikation [UVEK] vom 9. März 2007, S. 17, nach-
folgend: Erläuterungsbericht FDV, abrufbar unter < www.bakom.admin.ch
> Das BAKOM > Rechtliche Grundlagen > Verordnungen > Telekommuni-
kationsdienste, besucht am 4. November 2021). Gemäss der von der Vor-
instanz publizierten Behördenpraxis ist im Zusammenhang mit Mehrwert-
dienstleistungen von einem gescheiterten Einigungsversuch auszugehen,
wenn die Anbieterin auf die Beanstandung des Kunden nicht innert 10 Ta-
gen antwortet (Praxis zu den Eintretensvoraussetzungen, Kapitel 3.3, ab-
rufbar unter < de.ombudscom.ch > Inhaltsübersicht > Praxis zu den Eintre-
tensvoraussetzungen, besucht am 4. November 2021; zur Pflicht der Vor-
instanz, ihre Behördenpraxis transparent zu kommunizieren, vgl. Urteil des
BVGer A-6384/2011 vom 11. Oktober 2012 E. 6.2).
Das Vorliegen eines gescheiterten Einigungsversuchs darf nach der Recht-
sprechung nicht leichthin angenommen werden; den Materialien zu
Art. 12c FMG lässt sich nicht entnehmen, dass nach dem Willen des Ge-
setzgebers die Hürden zur Verfahrenseinleitung generell tief anzusetzen
wären. Es gilt der Grundsatz der Subsidiarität des Schlichtungsverfahrens.
Das Schlichtungsverfahren ist jedoch als ein rasches Verfahren der aus-
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Seite 10
sergerichtlichen Streitbeilegung konzipiert (vgl. Art. 45 Abs. 1 FDV). Ent-
sprechend setzt die Bestimmung von Art. 8 Abs. 1 Bst. a des Verfahrens-
und Gebührenreglements den Beweisgrad herab und lässt es genügen,
wenn ein gescheiterter Einigungsversuch glaubhaft gemacht wird; eine Tat-
sache ist glaubhaft, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente spre-
chen, selbst wenn die Behörde noch mit der Möglichkeit rechnet, dass die
Verhältnisse auch anders liegen könnten (BGE 144 II 65 E. 4.2.2). Vor die-
sem Hintergrund lässt es die Rechtsprechung grundsätzlich genügen,
wenn ein klares und einigermassen plausibles Beanstandungsschreiben
des Kunden während 10 Tagen unbeantwortet bleibt.
Die Vorinstanz hat innerhalb dieses Rahmens bei Vorliegen eines Schlich-
tungsbegehrens jeweils zu prüfen, ob ein gescheiterter Einigungsversuch
vorliegt. Im Zweifelsfall ist der betroffenen Anbieterin von Fernmelde- oder
Mehrwertdienstleistungen im Rahmen eines prozeduralen Zwischen-
schritts und in Nachachtung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29
Abs. 2 BV) vor Einleitung des Schlichtungsverfahrens Gelegenheit einzu-
räumen, sich kurz und innert angemessener Frist zum Vorliegen der Ein-
tretensvoraussetzungen zu äussern (vgl. zum Ganzen Urteile des BVGer
A-4211/2014 vom 28. Mai 2015 E. 3.3 und A-6384/2011 vom 11. Oktober
2012 E. 6.4.2 f., je mit Hinweisen).
3.3.3 Der Kunde führte in seinem Schlichtungsbegehren aus, er habe sich
schriftlich bei der Beschwerdeführerin über die erhaltenen Mehrwertdienst-
leistungen beschwert, ohne jedoch eine Antwort erhalten zu haben. Dem
Begehren lagen zwei Schreiben (an die Beschwerdeführerin) bei (ein
Schreiben undatiert, ein Schreiben datiert vom 5. Mai 2020). In beiden
Schreiben gibt der Kunde unter Angabe seiner Rufnummer und seiner
Adresse sowie unter Bezugnahme auf weitere Schreiben an die Beschwer-
deführerin und einen Anruf bei der Beschwerdeführerin an, er habe im März
eine Vielzahl kostenpflichtiger Nachrichten erhalten. Dies habe er nicht ge-
wusst und auch nicht gewollt. Der Kunde bestritt somit, die Mehrwert-
dienste aktiviert und über die Kostenfolgen informiert worden zu sein.
Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz davon ausgehen, ein ge-
scheiterter Einigungsversuch sei glaubhaft gemacht; Anhaltspunkte, die es
erfordert hätten, die Beschwerdeführerin vorab anzuhören, lagen keine vor.
Die Vorinstanz hat somit, da auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen
erfüllt waren, zu Recht ein Schlichtungsverfahren eingeleitet. Dies scheint
grundsätzlich auch die Beschwerdeführerin anzuerkennen. Sie macht je-
doch geltend, die Vorinstanz hätte auf diesen Entscheid – Einleiten eines
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Seite 11
Schlichtungsverfahrens – zurückkommen müssen, nachdem die Be-
schwerdeführerin ihr gegenüber dargelegt habe, mit dem Kunden hinsicht-
lich einer Einigung (weiterhin) in Kontakt zu sein. Dem kann nicht gefolgt
werden. Unternehmen der Kunde und die Anbieterin von Fernmelde- und
Mehrwertdienstleistungen nach der rechtmässigen Einleitung eines
Schlichtungsverfahrens (aufgrund dessen) weiterhin oder erneut den Ver-
such, eine Einigung zu finden, so wird das Verfahren damit nicht beendet
(vgl. zur Beendigung des Verfahrens infolge Einigung der Parteien Art. 11
Abs. 1 Bst. b des Verfahrens- und Gebührenreglements). Zudem: Die Be-
stimmung von Art. 8 Abs. 1 Bst. b des Verfahrens- und Gebührenregle-
ments enthält mit der Herabsetzung des Beweisgrades eine Beweiserleich-
terung. Könnte der vom Gesuchsteller zu erbringende Nachweis, dass die
Eintretensvoraussetzung vorliegt, im nachfolgenden Schlichtungsverfah-
ren – in diesem Verfahren gilt als Beweismass grundsätzlich der volle Be-
weis – von der Gegenseite umgestossen werden mit der Folge, dass auf
den Eintretensentscheid zurückzukommen und das Verfahren zu beenden
wäre, so würde die Beweiserleichterung gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. b des
Verfahrens- und Gebührenreglements ihres Gehaltes entleert. Nach dem
Gesagten erscheint es daher weder als recht- noch als zweckmässig, ent-
sprechend der Forderung der Beschwerdeführerin auf den Eintretensent-
scheid zurückzukommen und das Verfahren zu beenden, selbst wenn die
Beschwerdeführerin – was nicht der Fall ist – den vollen Beweis für ihre
gegen den Eintretensentscheid erhobenen Einwände erbracht hätte (vgl.
zum Versuch, mit dem Verweis auf fortdauernde Verhandlungen ein
Schlichtungsverfahren zu verhindern, das Urteil des BVGer A-5210/2021
vom 2. November 2021 E. 4.3.1; zu den Korrekturmechanismen zur Ver-
meidung bzw. im Fall missbräuchlicher Schlichtungsbegehren vgl. Urteil
des BVGer A-3184/2015 vom 29. November 2016 E. 5.2). Vielmehr hat un-
ter entsprechenden Umständen das Schlichtungsverfahren grundsätzlich
zu ruhen (Sistierung) und es ist insbesondere (vorerst) kein Schlichtungs-
vorschlag auszuarbeiten, bis klar ist, ob es zu einer Einigung zwischen den
Parteien kommt.
3.3.4 Als Zwischenergebnis kann somit festgehalten werden, dass die
Vorinstanz zu Recht einen gescheiterten Einigungsversuch bejaht hat und
somit berechtigt und verpflichtet war, ein Schlichtungsverfahren einzulei-
ten. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.
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Seite 12
3.4
3.4.1 Die Beschwerdeführerin wendet sich weiter gegen die Höhe der ihr
auferlegten Gebühr für das Schlichtungsverfahren. Konkret ist sie der An-
sicht, die Aufwendungen für die Beratung bzw. Anleitung und Unterstüt-
zung des Kunden durch die Vorinstanz würden ausserhalb des eigentli-
chen Schlichtungsverfahrens liegen, weshalb sie nicht in die Berechnung
der streitbetroffenen Gebühr hätten mit einbezogen werden dürfen. Insge-
samt stehe die Gebühr zudem in keinem angemessenen Verhältnis zu den
anrechenbaren Aufwendungen, umso mehr, als vorliegend weder eine
(umfassende) Sachverhaltsanalyse, noch rechtliche Abklärungen notwen-
dig gewesen seien und – zu Folge der getroffenen Einigung – auch kein
Schlichtungsvorschlag habe ausgearbeitet werden müssen.
Die Vorinstanz ist demgegenüber der Ansicht, die Verfahrenshandlungen
seien aufgrund ihrer gesetzlichen Aufgabenstellung geboten gewesen. Die
auferlegte Verfahrensgebühr erachtet sie unter Berücksichtigung der Kom-
plexität des Falles, des mittleren Streitwerts und insbesondere aufgrund
des verhältnismässig grossen Aufwands für angemessen und gerechtfer-
tigt.
Im Folgenden ist daher zunächst zu prüfen, ob und in welchem Rahmen
die (Verfahrens-)Handlungen der Vorinstanz bei der Bemessung der Ver-
fahrensgebühr berücksichtigt werden durften (nachfolgend E. 3.4.3), bevor
in einem weiteren Schritt die Bemessung der Verfahrensgebühr zu über-
prüfen ist (nachfolgend E. 3.4.4).
3.4.2 Die Schlichtungsstelle hat, wie bereits erwähnt, gestützt auf Art. 40
Abs. 1 Bst. c FMG kostendeckende Verwaltungsgebühren für ihre Verfü-
gungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Schlichtung von Strei-
tigkeiten zwischen Kundinnen oder Kunden und Anbieterinnen von Fern-
melde- oder Mehrwertdiensten zu erheben. Diese sind (im Wesentlichen)
von den Anbieterinnen zu tragen (Art. 12c Abs. 2 FMG).
Die gesetzliche Ordnung findet sich zunächst in der FDV konkretisiert.
Diese gibt vor, dass die von den Kunden verlangte Gebühr vorbehältlich
des missbräuchlich eingeleiteten Schlichtungsverfahrens gering sein muss
(Art. 49 Abs. 2 FDV). Die Anbieterinnen von Fernmelde- und Mehrwert-
diensten haben ihrerseits eine Gebühr für jedes Verfahren zu entrichten,
an dem sie beteiligt sind oder es sein sollten. Bei Schlichtungsverfahren,
die eine Kundin oder ein Kunde offensichtlich missbräuchlich eingeleitet
hat, kann auf die Erhebung einer Gebühr verzichtet werden (Art. 49 Abs. 3
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FDV). Für die weitergehende Konkretisierung wird auf das der Vorinstanz
erlassene Verfahrens- und Gebührenreglements verwiesen (Art. 49 Abs. 1
FDV).
Die Grundsätze der Finanzierung der Vorinstanz sind in Art. 13 des Verfah-
rens- und Gebührenreglements festgelegt. Gemäss Art. 13 Abs. 1 erhebt
die Schlichtungsstelle bei den Anbietern eine Verfahrensgebühr für jedes
Verfahren, an dem diese beteiligt sind oder beteiligt sein sollten. Die An-
bieterinnen sind verpflichtet, diese Gebühr zu übernehmen. Die Verfah-
rensgebühren (exkl. Mehrwertsteuer) für die Anbieterinnen betragen zwi-
schen Fr. 200.– und Fr. 3'000.– (Art. 14 Abs. 1 des Verfahrens- und Ge-
bührenreglements). Sie werden namentlich aufgrund der Komplexität des
Falles, des Streitwerts und des Arbeitsaufwands festgesetzt und um 20%
erhöht, wenn es sich bei der pflichtigen Anbieterin nicht um eine Voraus-
zahlerin im Sinne von Art. 16 des Verfahrens- und Gebührenreglements,
sondern – wie vorliegend bei der Beschwerdeführerin – um eine soge-
nannte Fallzahlerin handelt; die Anbieterinnen haben die Möglichkeit, die
Verfahrensgebühren für ihre zu erwartenden künftigen Schlichtungsfälle je-
weils halbjährlich im Voraus zu bezahlen.
3.4.3 Das Bundesverwaltungsgericht hatte sich bereits mehrfach mit der
Frage zu befassen, welches die Aufgaben der Vorinstanz sind. Demnach
ist das Aufgabengebiet der Vorinstanz nicht auf die eigentliche Schlich-
tungstätigkeit beschränkt, sondern umfasst, ihrer Funktion als Anlaufstelle
für Konsumenten entsprechend, auch eine gewisse Informations- und Be-
ratungstätigkeit sowie Öffentlichkeitsarbeit. So hat das Bundesverwal-
tungsgericht festgehalten, die Vorinstanz habe (rechtsunkundigen) Kunden
bei Unklarheiten vor Annahme eines Schlichtungsbegehrens Auskünfte zu
erteilen und ihnen die zur Einleitung eines Schlichtungsverfahrens notwen-
digen Informationen zukommen zu lassen. Und auch Hinweise an den Ge-
suchsteller, zusätzlich zum Schlichtungsbegehren bestimmte Unterlagen
beizubringen, wurden als sachgerecht und geboten bezeichnet. Nach der
Rechtsprechung ist dieser ausserhalb bzw. vor eines Schlichtungsverfah-
rens anfallende Aufwand ebenfalls mit den für die durchgeführten Schlich-
tungsverfahren erhobenen Gebühren zu decken (zum Ganzen Urteil des
BVGer A-322/2018 vom 28. Januar 2019 E. 4, insbes. E. 4.6–4.8, mit Hin-
weisen auf die Rechtsprechung). In einem jüngeren Urteil hat das Bundes-
verwaltungsgericht sodann eine gewisse Beratungs- und Informations-
pflicht der Vorinstanz auch während des Schlichtungsverfahrens bejaht, je-
denfalls soweit dies den Einigungsbemühungen der Parteien dienlich ist
(Urteil des BVGer A-133/2021 vom 12. April 2021 E. 5.1).
A-6268/2020
Seite 14
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz,
nachdem sie – wie vorstehend erwogen – zu Recht ein Schlichtungsver-
fahren eingeleitet hatte, den Kunden beraten hat. Die Beratung be-
schränkte sich – der Rolle der Vorinstanz als unabhängige Schlichtungs-
behörde entsprechend – auf die Erläuterung der von der Beschwerdefüh-
rerin an den Kunden gerichteten Schreiben sowie des Einigungsvor-
schlags. Insbesondere nahm die Vorinstanz keine inhaltliche Beurteilung
des Einigungsvorschlags der Beschwerdeführerin vor; dem Kunden wurde
nur – aber immerhin – erläutert, welche Möglichkeiten ihm offen stünden
und was er als nächstes zu tun bzw. welche Angaben er beizubringen
habe. Diese Aufwendungen sind während des Schlichtungsverfahrens im
Hinblick auf eine Einigung zwischen dem Kunden und der Beschwerdefüh-
rerin entstanden und aus diesem Grund zu Recht in die Gebührenmessung
mit einbezogen worden. Der zeitliche Aufwand, welchen die Vorinstanz im
vorliegenden Verfahren betrieben hat, ist daher insofern nicht zu beanstan-
den, umso mehr, als die Beschwerdeführerin einen deutlich höheren zeitli-
chen Aufwand als gerechtfertigt ansieht. Im Grundsatz ebenfalls nicht zu
beanstanden ist sodann, dass die Vorinstanz auch den ausserhalb des ein-
zelnen Schlichtungsverfahrens anfallenden Aufwand für Beratung und Öf-
fentlichkeitsarbeit mit in die Berechnung der Verfahrensgebühr mit einbe-
zogen hat. Diese Praxis findet ihre Grenze jedoch am verfassungsrechtlich
verankerten Äquivalenzprinzip. Dieses verlangt, wie nachfolgend zu zeigen
ist, dass eine Gebühr in keinem offensichtlichem Missverhältnis zum ob-
jektiven Wert der bezogenen Leistung steht, sondern sich in vernünftigen
Grenzen hält.
Im Folgenden ist zu prüfen, ob die erhobene Verfahrensgebühr als Kausa-
labgabe die abgaberechtlichen Anforderungen erfüllt.
3.4.4 Öffentliche Abgaben wie die vorliegend streitbetroffene Verfahrens-
gebühr bedürfen grundsätzlich einer Grundlage in einem Gesetz im formel-
len Sinn; das Erfordernis der gesetzlichen Grundlage (Legalitätsprinzip) im
Abgaberecht ist ein selbständiges verfassungsmässiges Recht. Daraus
folgt, dass zumindest die Grundzüge der Abgabe in einem Gesetz selbst
festgelegt sein müssen. Die Rechtsprechung hat diese Vorgaben aller-
dings gelockert, wo das Mass der Abgabe durch überprüfbare verfassungs-
rechtliche Prinzipien (Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip) begrenzt
wird und nicht allein der Gesetzesvorbehalt diese Schutzfunktion erfüllt. In
diesen Fällen darf die Bemessung der Abgabe – nicht aber die Umschrei-
bung des Kreises der Abgabepflichtigen und des Gegenstands der Abgabe
– an eine nachgeordnete Behörde delegiert werden (Urteil des BGer
A-6268/2020
Seite 15
2C_992/2020 vom 23. September 2021 E. 3 mit Hinweisen auf die Recht-
sprechung; Urteil des BVGer A-133/2021 vom 12. April 2021 E. 6.1 mit Hin-
weisen).
Die gesetzliche Grundlage für die streitbetroffene Verfahrensgebühr findet
sich, wie vorstehend bereits ausgeführt, in Art. 12c Abs. 2 und Art. 40
Abs. 1 Bst. c FMG. In seiner Rechtsprechung hat das Bundesverwaltungs-
gericht erkannt, dass die beiden Bestimmungen zwar den Gegenstand und
den Zweck der von der Schlichtungsstelle zu erhebenden Gebühr festle-
gen, nicht aber die Art und Weise von deren Bemessung. In Bezug auf die
Verfahrensgebühr seien jedoch Kostendeckungs- und das Äquivalenzprin-
zip als verfassungsmässige Prinzipien geeignet und ausreichend, um zu
verhindern, dass die Behörde eine unangemessene Gebühr erhebt (BVGE
2010/34 E. 8.2 f.; Urteile des BVGer A-133/2021 vom 12. April 2021 E. 6.2
und A-3184/2015 vom 29. November 2016 E. 5.2, je mit Hinweis[en]). Es
ist daher zu prüfen, ob die der Beschwerdeführerin auferlegte Gebühr in
ihrer Höhe diesen beiden Prinzipien entspricht, wobei vorliegend weder
vorgebracht wird noch ersichtlich ist, dass die Anforderungen des Kosten-
deckungsprinzips nicht erfüllt wären. Im Folgenden ist daher allein auf das
Äquivalenzprinzip einzugehen.
Nach dem Äquivalenzprinzip als Ausdruck des Verhältnismässigkeitsprin-
zips im Bereich der öffentlichen Abgaben darf eine Gebühr nicht in einem
offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der bezogenen Leis-
tung stehen. Sie muss sich in vernünftigen Grenzen halten. Der Wert der
Leistung bestimmt sich dabei entweder nach dem Nutzen, den sie dem
Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten Inan-
spruchnahme der Behörde im Verhältnis zum gesamten Aufwand. Es ist
sodann nicht erforderlich, dass die Gebühr in jedem Fall genau dem Wert
der Leistung entspricht; eine gewisse Schematisierung unter Berücksichti-
gung von Plausibilität und Durchschnittswerten ist zulässig. Zudem ist vor-
liegend dem Umstand Rechnung zu tragen, dass – wie bereits erwähnt –
die Gebühren die Kosten der Vorinstanz decken müssen und es daher
grundsätzlich in Kauf zu nehmen ist, dass die erhobene Gebühr den Streit-
wert übersteigt. Jedenfalls ist die Gebühr nach sachlich vertretbaren Krite-
rien zu bemessen und es dürfen keine Unterscheidungen getroffen wer-
den, für die vernünftige Gründe nicht ersichtlich sind (Urteile des BVGer
A-5210/2020 vom 2. November 2021 E. 6.3.2 und A-5510/2019 vom 7. Mai
2020 E. 4.4.2, je mit Hinweisen).
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Im Streit liegt vorliegend eine Verfahrensgebühr in der Höhe von
Fr. 1'320.– (inkl. Zuschlag für Fallzahler). Gemäss der von der Vorinstanz
ins Recht gelegten Zeiterfassung ergibt sich bis zum Versand der ange-
fochtenen Verfügung am 17. November 2020 ein gerechtfertigter zeitlicher
Aufwand von knapp 3.5 Stunden. Das Verfahren hat sich dabei, wie die
Beschwerdeführerin grundsätzlich zu Recht vorbringt, auf die Prüfung der
Eintretensvoraussetzungen sowie die Unterstützung des Kunden und die
Information der Beteiligten beschränkt. Es musste weder der Sachverhalt
(umfassend) ermittelt werden, noch waren rechtliche Abklärungen erforder-
lich. Auch ein Schlichtungsvorschlag war zufolge der gefundenen Einigung
nicht auszuarbeiten. Das Verfahren war folglich, wie die Vorinstanz zutref-
fend festhält, von unterdurchschnittlicher Komplexität. Schliesslich durfte
die Vorinstanz davon ausgehen, dass mit einem Streitwert in der Höhe von
Fr. 317.80 bereits ein solcher in mittlerer Höhe vorliegt, auch wenn der
Streitwert im Vergleich zu anderen vom Bundesverwaltungsgericht beur-
teilten Fallkonstellationen mit mittleren Streitwerten nicht besonders hoch
ist.
Die der Beschwerdeführerin auferlegte Verfahrensgebühr ist somit auf der
Grundlage sachlich vertretbarer Kriterien bemessen worden (zeitlicher Auf-
wand, Komplexität des Verfahrens, Höhe des Streitwerts). Allerdings war
der zeitliche Aufwand nicht besonders hoch und die Tätigkeit der Vor-
instanz hat sich, wie vorstehend ausgeführt, abgesehen von der Prüfung
der Eintretensvoraussetzungen darauf beschränkt, den Kunden im Kontakt
mit der Beschwerdeführerin zu unterstützen und die Parteien informiert zu
halten. Die verfassten Schreiben waren Standardschreiben. Vor diesem
Hintergrund und unter Berücksichtigung der bisher vom Bundesverwal-
tungsgericht gewürdigten Fallkonstellationen steht die der Beschwerdefüh-
rerin in der Höhe von Fr. 1'320.– auferlegte Verfahrensgebühr in einem of-
fensichtlichen Missverhältnis zum konkreten Wert der Leistung (vgl. Urteile
des BVGer A-4211/2014 vom 28. Mai 2015 und A-6469/2013 vom 27. Au-
gust 2014; zur jüngsten Übersicht über die Rechtsprechung vgl. Urteil des
BVGer A-5210/2020 vom 2. November 2021 E. 6.4.1 und A-322/2018 vom
28. Januar 2019 E. 7.8). Die angefochtene Verfügung vom 17. November
2020 verletzt somit das Äquivalenzprinzip.
An diesem Ergebnis ändert auch nichts, dass bei der Bemessung der Ver-
fahrensgebühr die Pflicht der Vorinstanz zur Erhebung kostendeckender
Gebühren zu berücksichtigen und somit nebst den Kriterien gemäss Art. 14
Abs. 2 des Verfahrens- und Gebührenreglements in einem gewissen
Masse auch der Gesamtaufwand der Vorinstanz zu berücksichtigen ist. So
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weist die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung aus, zur Deckung ihres Auf-
wands im Jahr 2020 müssten durchschnittliche Verfahrensgebühren in der
Höhe von Fr. 1'524.90 erhoben werden. Die zur Kostendeckung erforderli-
chen durchschnittlichen Verfahrensgebühren haben sich folglich in den
letzten Jahren erheblich erhöht; im Jahr 2014 mussten gemäss dem vorer-
wähnten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts durchschnittliche Verfah-
rensgebühren in der Höhe von Fr. 884.40 und im Jahr 2016 gemäss den
Angaben der Vorinstanz solche in der Höhe von Fr. 768.75 erhoben wer-
den. Die erhebliche Steigerung der zur Kostendeckung erforderlichen Ver-
fahrensgebühren erklärt die Vorinstanz damit, dass die Anzahl Schlich-
tungsverfahren, für die eine Gebühr erhoben werden dürfe, deutlich zu-
rückgegangen sei. Zwar erscheint es nachvollziehbar, dass sich der ge-
samte Aufwand der Vorinstanz mit Blick auf die ihr obliegende Informa-
tions- und Beratungstätigkeit sowie der Öffentlichkeitsarbeit nicht ohne
Weiteres im entsprechenden Umfang reduzieren lässt. Dies ändert jedoch
nichts daran, dass die Bemessung der Verfahrensgebühr im Einzelfall
seine Grenze am Äquivalenzprinzip findet (vgl. hierzu vorstehend E. 3.4.3)
und dieses in einer Konstellation wie der vorliegenden, wie vorstehend er-
wogen, eine Verfahrensgebühr in der Höhe von Fr. 1'320.– als unverhält-
nismässig hoch erscheinen lässt. An dieser Stelle ist sodann auf Art. 49
Abs. 1 FDV betreffend die Finanzierung der Schlichtungsstelle hinzuwei-
sen. Demnach setzt die Vorinstanz die Verfahrensgebühren und die ande-
ren Einnahmequellen zur Finanzierung der Schlichtungsstelle fest. In den
Erläuterungen zu besagter Bestimmung ist hierzu festgehalten, dass die
Verfahrensgebühren mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht ausreichten, um
die Grundfinanzierung einer tragfähigen und nachhaltigen Struktur zu ge-
währleisten. Die Vorinstanz habe entsprechend das Recht – und die Pflicht
– selbst eine optimale Art der Finanzierung zu bestimmen, wobei es denk-
bar sei, dass einige Anbieterinnen der Branche den Dienst mit einem Jah-
resbeitrag mitfinanzieren (Erläuterungsbericht FDV, S. 19).
Die angefochtene Gebührenverfügung verletzt nach dem Gesagten das
Äquivalenzprinzip. Die Beschwerde erweist sich daher in diesem Punkt als
begründet.
3.5 Ist eine Beschwerde ganz oder teilweise gutzuheissen, entscheidet das
Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG in der Sache
selbst oder weist sie mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zu-
rück. Es ist dabei mit Blick auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 12
VwVG) berechtigt und gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG sowie aus Gründen
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Seite 18
der Verfahrensökonomie grundsätzlich verpflichtet, die Entscheidreife so-
weit möglich selbst herbeizuführen. Vorliegend sind die Bemessungskrite-
rien in tatsächlicher Hinsicht erstellt, weshalb ein reformatorischer Ent-
scheid möglich und geboten ist.
Dem Schlichtungsverfahren vor der Vorinstanz lag ein mittlerer Streitwert
zu Grunde. Mit Blick auf die (fortdauernden) Einigungsbemühungen zwi-
schen den Parteien waren jedoch abgesehen von der Prüfung der Eintre-
tensvoraussetzungen keine Abklärungen tatsächlicher oder rechtlicher Na-
tur erforderlich. Auch ein Schlichtungsvorschlag musste nicht ausgearbei-
tet werden. Der zeitliche Aufwand von knapp 3.5 Stunden, den die Vor-
instanz ausweist, ist im Wesentlichen durch die Begleitung des Kunden im
Kontakt mit der Beschwerdeführerin entstanden. Der vorliegend zu beur-
teilende Sachverhalt ist vergleichbar mit der dem Urteil A-4211/2014 zu
Grunde liegenden Konstellation, als – bei einem zeitlichen Aufwand von
knapp 3 Stunden, einem mittleren Streitwert in der Höhe von Fr. 385.90
und einer geringen Komplexität – die Verfahrensgebühr in teilweiser Gut-
heissung der Beschwerde und unter Verweis auf die Rechtsprechung des
Bundesverwaltungsgerichts von Fr. 1'417.– (inkl. Zuschlag für Fallzahler)
auf Fr. 900.– reduziert worden ist (Urteil des BVGer
A-4211/2014 vom 28. Mai 2015 E. 10 mit Hinweisen auf die Rechtspre-
chung). Bei der Neufestsetzung der Gebühr ist sodann im Rahmen des
Äquivalenzprinzips zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz – wie bereits
ausgeführt – unter Berücksichtigung des Gesamtaufwands kostende-
ckende Gebühren zu erheben hat. Unter Berücksichtigung aller Umstände
des vorliegend zu beurteilenden Sachverhalts ist die Verfahrensgebühr auf
Fr. 900.– (inkl. Zuschlag für Fallzahler, exkl. Mehrwertsteuer) festzusetzen.
4.
Insgesamt ergibt sich, dass die Vorinstanz im Rahmen der Prüfung der
Eintretensvoraussetzungen von einem gescheiterten Einigungsversuch
ausgehend durfte und entsprechend zu Recht ein Schlichtungsverfahren
eröffnet hat. Zudem ist mit Blick auf die Informations- und Beratungstätig-
keit der Vorinstanz nicht zu beanstanden, dass sie den Kunden im Kontakt
mit der Beschwerdeführerin begleitet hat. Allerdings steht die der Be-
schwerdeführerin in der Höhe von Fr. 1'320.– auferlegte Verfahrensgebühr
insbesondere angesichts der geringen Komplexität des Schlichtungsver-
fahrens nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zum Wert der in An-
spruch genommen Leistung. Die Gebührenverfügung vom 17. November
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2020 verletzt damit das Äquivalenzprinzip und ist aufzuheben. Die Verfah-
rensgebühr ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde auf Fr. 900.–
(inkl. Zuschlag für Fallzahler, exkl. Mehrwertsteuer) festzusetzen.
5.
5.1 Es bleibt, über die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das vorlie-
gende Beschwerdeverfahren zu entscheiden.
5.2 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Kosten für das Beschwer-
deverfahren in der Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
Das für die Kostenverlegung massgebende Ausmass an Obsiegen und Un-
terliegen hängt vorab von den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegeh-
ren ab, wobei auf das materiell wirklich gewollte abzustellen ist (Urteil des
BVGer A-3583/2020 vom 23. September 2020 E. 2).
Die Verfahrenskosten für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind auf
Fr. 800.– festzusetzen. Die Beschwerdeführerin, die zur Hauptsache (sinn-
gemäss) die Aufhebung der angefochtenen Gebührenverfügung vom
17. November 2020 verlangt, ist als zu zwei Dritteln unterliegend zu be-
trachten und hat entsprechend Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.–
zu tragen. Dieser Betrag ist dem von der Beschwerdeführerin in der Höhe
von Fr. 800.– geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen. Der Restbetrag
in der Höhe von Fr. 300.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Keine Verfahrens-
kosten zu tragen hat die Vorinstanz (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
5.3 Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist keine Partei-
entschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des
Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)
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