Decision ID: 1c4b3c7c-983e-4949-a45f-81086cc5f49a
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
I. Sachverhalt:
1. Die Gemeinde C._ beabsichtigte, die in der Fraktion G._
gelegene Via F._ sowie die daran anschliessende H._ im
Zusammenhang mit dem Gesamtprojekt "AB._" einer Totalsanierung
zu unterziehen. Deshalb beschloss der Gemeindevorstand am 16.
Dezember 2019 die Einleitung des Beitragsverfahrens für die Sanierung
dieses Strassenabschnitts und die Abgrenzung des Beitragsperimeters.
Danach sollten sich der Bund und der Kanton Graubünden zur Hälfte an
den geschätzten Gesamtprojektkosten von CHF 530'000.-- beteiligen. Die
andere Hälfte der Gesamtprojektkosten – insbesondere die Kosten für die
Erneuerung der Via F._ (exkl. Anteil H._) – sollten über das
Beitragsverfahren finanziert werden. Dabei wurde der Kostenanteil für die
öffentliche und private Interessenz auf 30% bzw. 70% festgelegt.
2. Mit Schreiben vom 20. Februar 2020 setzte der Gemeindevorstand die
vom Beitragsperimeter Betroffenen über die Einleitung des
Beitragsverfahrens in Kenntnis. Auch wurden die Betroffenen darüber in
Kenntnis gesetzt, dass die Erneuerung der Via F._ und der daran
anschliessenden H._ im Rahmen des Gesamtprojekt "AB._"
erfolge. Dabei würden sich der Bund und der Kanton Graubünden zur
Hälfte an den Gesamtprojektkosten beteiligen. Die andere Hälfte der
Gesamtprojektkosten würden über das Beitragsverfahren finanziert
werden.
3. Am 28. Februar 2020 gab der Gemeindevorstand die Absicht zur
Einleitung des Beitragsverfahrens für die Totalsanierung des Via F._
im amtlichen Publikationsorgan bekannt. Gleichentags fand in der
Mehrzweckhalle in G._ eine Informationsveranstaltung statt.
Während der öffentlichen Auflage erhoben A._ und B._ sowohl
im eigenen Namen als auch im Namen und auftrags weiterer vom
Beitragsperimeter Betroffener mit Eingabe vom 24. März 2020 Einsprache
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gegen den festgelegten Kostenanteil der öffentlichen und privaten
Interessenz und (eventualiter) die Abgrenzung des Beitragsperimeters.
4. Mit separatem Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020 wies die Gemeinde
die Einsprache vom 24. März 2020 vollumfänglich ab, soweit darauf
überhaupt eingetreten wurde. Begründung wurde sinngemäss
angebracht, dass die Via F._ als Anlage der Feinerschliessung zu
qualifizieren sei, zumal ihre quartierübergreifende Funktion für die Forst-
und Landwirtschaft bereits durch die vom Bund und Kanton Graubünden
übernommenen Hälfte der Gesamtprojektkosten von CHF 530'000.--
berücksichtigt worden sei. Damit erweise sich die festgelegte öffentliche
Interessenz von 30% als gerechtfertigt.
Die Einsprecher würden in Bezug auf die Erschliessungsfunktion eine
Gesamtansicht einnehmen. Aus dieser Gesamtsicht ergebe sich, dass die
Via F._ mit der fortführenden Erschliessung der angrenzenden und
dahinterliegenden forst- und landwirtschaftlichen Flächen eine Funktion
übernehme, die über eine reine Quartierstrasse hinausgehe. Werde diese
Gesamtsicht eingenommen, sei indes auch der von der öffentlichen Hand
zu tragende Anteil von 50% der Gesamtprojektkosten bei der Festlegung
der Kostenanteile zu berücksichtigen. Damit sei der sinngemässe
Einwand der Einsprecher, wonach die weitergehende
Erschliessungsfunktion der Via F._ bei der Kostenaufteilung nicht
bzw. zu wenig berücksichtigt worden sei, bereits zum Vornherein
entkräftet. Unter Berücksichtigung der Gesamtprojektkosten ergebe sich
für die öffentliche Hand nämlich ein Kostenanteil von 65% und für die
privaten Grundeigentümer von 35%. Selbst wenn die Via F._ aus
dieser Gesamtsicht heraus als Anlage der Groberschliessung qualifiziert
würde, sei die vom Gemeindevorstand vorgenommene Kostenaufteilung
somit nicht zu beanstanden. Auch im Vergleich mit anderen in der
Gemeinde kürzlich realisierten Projekten halte der vom
Gemeindevorstand festgelegte Kostenanteil der öffentlichen Interessenz
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von 30% stand; dies umso mehr, als der Kostenanteil bei diesen Projekten
– im Vergleich zur Via F._ – stets unter Berücksichtigung der
Gesamtprojektkosten festgelegt worden sei.
Sämtliche ganz oder teilweise im Beitragsperimeter einbezogenen
Flächen würden innerhalb einer klar abgegrenzten und rechtskräftigen
Bauzone liegen. Die von den Einsprechern angeführten Parzellen der
Land- und Forstwirtschaftszone würden dagegen in der Nichtbauzone
liegen. Mit der Einzonung dieser Parzellen sei im Übrigen nicht zu
rechnen. Aus diesem Grund bestehe keine Veranlassung, den
Beitragsperimeter auszuweiten. Hierfür spreche auch, dass die öffentliche
Hand die Hälfte der Gesamtprojektkosten übernehme, womit das land-
und forstwirtschaftliche Interesse als Teil der öffentlichen Interessenz
abgedeckt werde.
5. Dagegen erhoben A._ und B._ (nachfolgend Beschwerdeführer)
mit Eingabe vom 25. August 2020 Beschwerde an das
Verwaltungsgericht. Dabei beantragen sie die kostenfällige Aufhebung
des Einspracheentscheids vom 25. Mai 2020 und die Festlegung der
öffentlichen Interessenz auf 70% sowie die Erweiterung des
Beitragsperimeters sowohl auf die angrenzenden Parzellen der
Landwirtschaftszone südlich der Via F._ als auch auf die westlich
gelegenen Parzellen der Landwirtschafts- und Forstwirtschaftszone,
welche über die Via F._ erschlossen werden.
In formeller Hinsicht rügten die Beschwerdeführer die Verletzung des
rechtlichen Gehörs, zumal sich der Einspracheentscheid mit den von
ihnen vorgebrachten Argumenten, wenn überhaupt, nur sehr mangelhaft
auseinandergesetzt habe.
In materieller Hinsicht bringen die Beschwerdeführer vor, dass sämtliche
Parzellen mit land- und forstwirtschaftlicher Nutzung, welche
ausschliesslich über die Via F._ erreicht werden könnten, nicht im
Beitragsperimeter enthalten seien. Für diese Parzellen stelle die Via
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F._ die einzige Zufahrt dar. Vor diesem Hintergrund würden die
Eigentümer dieser Parzellen einen wirtschaftlichen Sondervorteil aus der
Via F._ ziehen. Aus diesem Grund sei der Beitragsperimeter
entsprechend zu erweitern. Indem die Gemeinde die land- und
forstwirtschaftlichen Parzellen nicht in den Beitragsperimeter
aufgenommen habe, verkenne sie, dass sich diese Parzellen
ausschliesslich im Privatbesitz befinden würden und das
Beitragsverfahren ausschliesslich die Auslagen der Gemeinde decke, d.h.
die Kosten netto nach allfälligen Beiträgen des Kantons.
Unter Berücksichtigung der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung sei
die Via F._ als Groberschliessung zu qualifizieren. Hierfür spreche
die Bezeichnung im generellen Erschliessungsplan als Sammelstrasse,
die Länge von 490 Meter sowie die Abzweigungen zu zwei relevanten
Seitenstrassen. Ferner sei zu berücksichtigen, dass die Via F._ die
einzige Zubringerstrasse sowohl zum daran anschliessenden Land- und
Forstwirtschaftsweg als auch zum Schiesstand sowie zu einem
öffentlichen Parkplatz sei. Auch werde die Via F._ von den
Dorfbewohnern ganzjährig als Spazierweg genutzt und sie sei Teil eines
offiziellen Wanderwegs. Des Weiteren biete die Via F._ in den
Wintermonaten Zugang zur beleuchteten Langlaufloipe und stelle im
Sommer die einzige Zufahrt zur Pferdesportveranstaltung "CS G._"
dar, welche am Ende der Via F._ stattfinden würde. Überdies stellte
die Via F._ die Zufahrt zum Schulhaus, zur Mehrzweckhalle, zu
einem grösseren Kinderspielplatz sowie einem Sportplatz dar, welcher
kürzlich renoviert worden sei.
Entgegen der Auffassung der Gemeinde stelle die Übernahme der
hälftigen Gesamtprojektkosten durch die öffentliche Hand kein taugliches
Argument dar, dass vorliegend von einer Feinerschliessung auszugehen
sei. Bei der Aufteilung der zwischen der Gemeinde und den
Grundeigentümern zu tragenden Kosen gelte das Nettoprinzip. Dieses
Prinzip gelte auch bei der Beurteilung der Frage, ob eine Grob- oder
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Feinerschliessung vorliege. Würde der Argumentation der Gemeinde,
wonach sich die Subventionierung zum Nachteil der vom
Beitragsperimeter Betroffenen auswirke, gefolgt werden, hätte dies zur
Konsequenz, dass ohne diese Bundes- und Kantonsbeiträge eine
Groberschliessung gerechtfertigt sei.
Die von der Gemeinde genannten Projekte seien mit vorliegendem Projekt
nicht vergleichbar, weil es sich dabei um Feinerschliessungsanlagen, d.h.
um Stichstrassen ohne Seitenstrassen und weiterführende Erschliessung
mit einer Länge zwischen 50 Meter und ca. 150 Meter sowie ohne
quartierübergreifende Funktion, handeln würde. Vor diesem Hintergrund
könne gesagt werden, dass die Gemeinde die konkrete Situation an der
Via F._ in keiner Art und Weise gewürdigt habe, sondern sie
stattdessen ohne Weiteres mit den von ihr vorgebrachten
Vergleichsprojekten gleichgesetzt habe. Hätte die Gemeinde die konkrete
Situation an der Via F._ tatsächlich gewürdigt, hätte sie die öffentliche
Interessenz am oberen Ende der Bandbreite für eine Groberschliessung,
also auf 70%, festlegen müssen.
Die Sanierung der Via I._ in J._ sei – wie die Via F._ –
ebenfalls im Rahmen des Gesamtprojekts "AB._" erfolgt. Diese
Sanierung sei vollumfänglich zulasten der öffentlichen Hand gegangen.
Ein Beitragsverfahren sei diesbezüglich nicht durchgeführt worden, was
auch für die Via K._, ebenfalls in J._ gelegen, zu gelten habe.
Ansonsten sei insbesondere die Situation an der Via I._ mit
derjenigen an der Via F._ vergleichbar. Vor diesem Hintergrund dürfe
mit Recht darauf hingewiesen werden, dass die Einleitung des
Beitragsverfahrens für die Totalsanierung der Via F._ grundsätzlich
unzulässig gewesen wäre bzw. ein solches für die Via I._ und die Via
K._ nachträglich durchgeführt werden müsse.
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6. In ihrer Vernehmlassung vom 30. September 2020 beantragte die
Gemeinde (nachfolgende Beschwerdegegnerin) die Abweisung der
Beschwerde vom 25. August 2020.
Die Via F._ werde im Rahmen des Gesamtprojekt "AB._"
saniert. Dabei handle es sich um ein der Landwirtschafts- und
Meliorationsgesetzgebung unterliegendes Projekt. Mit der hälftigen
Übernahme der Gesamtprojektkosten durch die öffentliche Hand sei die
forst- und landwirtschaftliche Interessenz als öffentliche Interessenz
bereits berücksichtigt. Damit erweise sich die Abgrenzung des
Beitragsperimeters als sachgerecht und nachvollziehbar. Hierfür spreche
auch, dass es sich bei der Via F._ um eine Sackgasse handle.
Entsprechend fände mit Ausnahme des quartierinternen Verkehrs und des
land- und forstwirtschaftlichen Verkehrs kein Drittverkehr statt.
Für die Qualifikation der Via F._ als Anlage der Feinerschliessung
seien folgende Tatsachen massgebend:
 Die Via F._ erschliesse die dahinterliegenden Grundstücke der
Land- und Forstwirtschaft. Diese Erschliessungsfunktion sei durch
die von der öffentlichen Hand übernommenen hälftigen
Gesamtprojektkosten berücksichtigt. Folglich verbleibe
ausschliesslich die reine Quartiererschliessungsfunktion der Via
F._ im Sinne einer Feinerschliessung.
 Als Quartierstrasse habe die Via F._ den Zweck, die
Mehrzweckhalle ausschliesslich für den Fuss- bzw. Langsamverkehr
zu erschliessen. Vor der Mehrzweckhalle würden nämlich maximal
fünf Parkplätze zur Verfügung stehen. Der öffentliche Parkplatz für
die Nutzer der Mehrzweckhalle befinde sich vielmehr am westlichen
Dorfende an der Kantonsstrasse und nicht an der Via F._.
 Aus der Tatsache, dass die Via F._ Teil eines Fusswegnetzes
sei, könne keine höhere Interessenz abgeleitet werden. Dieser
Fussgängerverkehr falle kaum ins Gewicht.
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 Dem für die Via F._ im generellen Erschliessungsplan
verwendeten Begriff der Sammelstrasse könne keine entscheidende
Bedeutung zukommen. Im Rahmen der anstehenden Totalrevision
der Ortsplanung würden die generellen Erschliessungspläne der
fusionierten Gemeinden einheitlich neu festgelegt werden. Dabei
würden auch die Bezeichnungen der Strassen an ihre heutige
Funktion angepasst werden.
 Die Via F._ sei als Quartierstrasse der Feinerschliessung
zuzuordnen. So stelle sie den Anschluss der Grundstücke an die
Kantonsstrasse als Hauptstrang sicher. Zudem komme der Via
F._ mit 431 Metern Länge keine quartierübergreifende Funktion
zu. Ausgenommen für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr
bestehe ab dem Ende der Bauzone nämlich ein generelles
Fahrverbot.
 Die Seitenstrasse Via O._ erschliesse ausschliesslich das
Grundstück Nr. D._ Die Grundstücke Nrn. L._, M._
und N._, welche hangseitig oberhalb der Via O._ lägen,
würden grundsätzlich über die Via P._ erschlossen werden. Die
Via O._ erfülle für diese Grundstücke einzig eine
Nebenerschliessungsfunktion.
 Es treffe zu, dass sich auf dem Grundstück Nr. E._ sechs
öffentliche Parkplätze befänden. Diese Parkplätze dienten indes
mindestens im gleichen Umfang den Besuchern wie auch einem
allfälligen Drittverkehr. Dieser Drittverkehr dürfte gegenüber dem
quartierinternen Verkehr, welche von den überbauten Grundstücken
ausgehe, indes kaum ins Gewicht fallen. Zudem sei zu
berücksichtigen, dass das Grundstück Nr. E._ vollumfänglich
vom Beitragsperimeter erfasst sei.
Im vorliegenden Beschwerdeverfahren gehe es einzig und allein um die
faktischen Begebenheiten an der Via F._. Ob diese mit denjenigen
an den von den Beschwerdeführern genannten Strassen vergleichbar
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seien, muss und könne nicht beantwortet werden. Aus diesem Grund
könne auf die von den Beschwerdeführern in diesem Zusammenhang
gestellten Beweisanträge nicht eingetreten werden.
7. In ihrer Replik vom 26. Oktober 2020 zogen die Beschwerdeführer ihren
Antrag auf Erweiterung des Perimetergebietes zurück. Ansonsten hielten
sie an ihren Anträgen unverändert fest. Die Beschwerdeführer brachten
replicando vor, dass sie die Absicht der Einleitung des Beitragsverfahrens
nicht bestritten hätten. Aufgrund ihrer Ausführungen stelle sich allerdings
die Frage, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Via I._ und
die Via K._ nicht gezwungen sein könnte – wie bei der Via F._ –
nachträglich ein Beitragsverfahren einzuleiten und durchzuführen.
Die Via F._ sei im generellen Erschliessungsplan als Sammelstrasse
bezeichnet, führe durch drei Bauzonen und verbinde den Dorfkern mit dem
an die Via F._ anschliessenden Quartier "P._/F._". Das
Schulhaus werde noch immer als Kindergarten genutzt und diene zudem
als Garderobe für die Langläufer. Auch die Mehrzweckhalle werde rege
genutzt und habe ein umfassendes Angebot: Halle für 235 Personen,
Theaterbühne, Foyer mit Küche, Garderoben/Duschen, Sitzungszimmer
sowie Theater- und Festwirtschaftbestuhlung, Beamer, Geschirr, etc.
Q._ Tourismus werbe zudem mit dem Spiel- und Sportplatz sowie mit
der beleuchteten Langlaufloipe mitsamt Gratisparkplätzen und Garderobe
beim Schulhaus. Des Weiteren dürften die durch die Via F._
zugänglichen öffentlichen Anlagen, insbesondere der Schiessstand, die
Parkplätze auf Grundstück Nr. E._, der Klettersteig sowie der
Wanderweg, nicht vergessen werden. Entgegen der Behauptung der
Beschwerdegegnerin parkierten die Besucher der Mehrzweckhalle und
der Langlaufloipe bei der Mehrzweckhalle, wo weit mehr als fünf
Automobile abgestellt werden könnten. Der von der Beschwerdegegnerin
genannte öffentliche Parkplatz am westlichen Dorfende an der
Kantonsstrasse sei nicht einmal als solcher gekennzeichnet und damit
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auch nicht erkennbar. Auch sei weder beim Schulhaus, beim Spielpatz
noch der Mehrzweckhalle eine Hinweistafel auf diesen Parkplatz
angebracht. Die Parkplätze auf Grundstück Nr. E._ wiesen –
entgegen der Behauptung der Beschwerdegegner – keine
Parkzeitbeschränkung auf. Diese Parkplätze würden von Wanderern,
Besuchern des Klettersteigs sowie Schützen etc. genutzt werden. Die
Anwohner verfügten über genügend eigene Parkplätze, sodass deren
Besucher nicht auf die auf dem Grundstück Nr. E._ gelegenen
Parkplätze angewiesen seien. Überdies sei die Via F._ nicht mit
einem Verkehrszeichen als Sackgasse bezeichnet. Das teilweise
Fahrverbot nehme ein Automobilist erst wahr, wenn er am Ende der Via
F._ angelangt sei. Es treffe nicht zu, dass die Via O._ nur für
eine Liegenschaft die Haupterschliessung sei. Diese rund 100 Meter lange
Seitenstrasse bilde die Zufahrt zu insgesamt vier Grundstücken, welche
auch über entsprechende Parkplätze verfügen würden. Auch bei der Via
R._ handle es sich um eine relevante Seitenstrasse, welche 160
Meter lang sei und zahlreiche Grundstücke erschliesse. Insgesamt würden
nur 12 Grundstücke durch die Via F._ und insgesamt 19 Grundstücke
durch die genannten Seitenstrassen erschlossen werden. Aus diesen
Gründen sei die Via F._ insgesamt als Groberschliessung zu
qualifizieren.
8. Duplicando wies die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 30. November
2020 darauf hin, dass sich der Kindergarten in den ehemaligen
Räumlichkeiten der früheren Gemeindekanzlei in der Mehrzweckhalle und
nicht im ehemaligen Schulhaus befinden würde. Das Schulhaus stehe bis
auf die Nutzung der Dachwohnung leer.
Die Nutzung der Mehrzweckhalle werde grundsätzlich nicht bestritten. Das
von dieser Liegenschaft ausgehende Verkehrsaufkommen sei indes stark
überzeichnet worden. Vor der Mehrzweckhalle befänden sich nämlich nur
sechs öffentliche Parkplätze. Das Verkehrsaufkommen könne somit nicht
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übermässig sein; dies umso weniger, als sich die sechs Parkplätze auf
den ersten 30 bis 60 Metern der Via F._ befänden und der öffentliche
Parkplatz am Dorfrand entgegen der Behauptung der Beschwerdeführer
als solcher signalisiert sei. Damit habe die Via F._ im Zusammenhang
mit der Nutzung der Mehrzweckhalle hauptsächlich
Erschliessungsfunktion für den Fuss- bzw. Langsamverkehr.
Am Anfang der Via F._ sei kein Signal "Sackgasse" angebracht.
Allerdings sei auch keine anderslautende Signalisation vorhanden, welche
Fahrzeuglenker aktiv in das Quartier leiten würden. Damit bestehe für
nichtortskundige Fahrzeuglenker kein Anlass, auf die Via F._ zu
fahren.
Der Schiessstand in G._ habe keine öffentliche Funktion, zumal das
obligatorische Schiessprogramm auf dem Schiesstand in J._
durchgeführt werde.
Die Via O._ erschliesse nur eine Liegenschaft, womit sie nicht als
relevante Seitenstrasse zu qualifizieren sei. Aus diesem Grund seien die
übrigen drei Grundstücke auch nur mit je einem Teil der
Grundstücksfläche im Beitragsperimeter aufgenommen worden.
Behaupteten die Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund, die Via
O._ sei eine relevante Seitenstrasse, hätten sie, um in ihrer
Argumentation schlüssig zu bleiben, die Ausdehnung des
Beitragsperimeters auf die gesamten Grundstücksflächen geltend machen
müssen, was sie indes nicht getan hätten. Mithin bleibe es dabei, dass die
Via R._, welche insgesamt acht Grundstücke erschliesse, die einzige
relevante Seitenstrasse sei. Diese Tatsache vermöge die Qualifikation der
Via F._ als Anlage der Feinerschliessung indes nicht zu negieren.
Bei der von den Beschwerdeführern als Klettergarten bezeichneten
Infrastruktur handle es sich nicht um eine öffentliche Infrastruktur. Zudem
sei fraglich, ob diesbezüglich überhaupt von einem Klettergarten
gesprochen werden könne.
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Die Kostenangaben hätten im heutigen Zeitpunkt des Verfahrens rein
informativen Charakter. Auf die von den Beschwerdeführern angeführten
Berechnungen sei somit nicht einzugehen. Entscheidrelevant sei einzig
und allein die vorgenommene Aufteilung zwischen öffentlicher und privater
Interessenz.
9. Am 11. Mai 2021 führte das Verwaltungsgericht einen Augenschein vor
Ort durch, an welchem A._ persönlich (B._ liess sich mit
Vollmacht vom 21.04.2021 durch A._ vertreten) und von Seiten der
Beschwerdegegnerin der Gemeindepräsident sowie der
Gemeindeschreiber anwesend waren. Allen Anwesenden wurde dabei an
insgesamt zehn verschiedenen Standorten Gelegenheit geboten, sich
anhand der Örtlichkeiten auch noch mündlich zu den aufgeworfenen
Fragen zu äussern, wovon allseits Gebrauch gemacht wurde. A._
gab bei dieser Gelegenheit eine Fotodokumentation betreffend das Gebiet
"S._" zu den Akten.
10. Mit Schreiben vom 27. Mai 2021 wurde den Parteien die Möglichkeit
eingeräumt, sich zum Augenscheinprotokoll zu äussern. Von dieser
Möglichkeit machten die Beschwerdeführer mit Stellungnahme vom 17.
Juni 2021 fristgerecht Gebrauch. Darin wurde das Augenscheinprotokoll
nicht beanstandet. Vielmehr beschränkten sich die Beschwerdeführer
darauf, ihre in den Rechtsschriften bereits vorgebrachten Argumente
nochmals zu vertiefen. In ihrer Stellungnahme vom 17. Juni 2021
beantragte die Beschwerdegegnerin, dass der Gemeindepräsident
anlässlich des Augenschein ausgesagt habe, die Via O._ würde
einzig für die Parzelle Nr. D._ die Haupterschliessung darstellen.
Entsprechend beantragte sie, das Augenscheinprotokoll dahingehend zu
ergänzen. Im Übrigen beanstandete die Beschwerdegegnerin das
Augenscheinprotokoll nicht.
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Auf die Ausführungen der Parteien am Augenschein, in ihren
Rechtsschriften sowie im angefochtenen Entscheid wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde bildet der
Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020, mit welchen die
Beschwerdegegnerin die von den heutigen Beschwerdeführern
einspracheweise beanstandete Festlegung der Via F._ als Anlage der
Groberschliessung sowie der öffentlichen (30%) und privaten Interessenz
(70%) bestätigte. Die Beschwerdeführer beantragen im vorliegenden
Beschwerdeverfahren die Erhöhung der öffentlichen Interessenz von 30%
auf 70% beziehungsweise die Senkung der privaten Interessenz von 70%
auf 30%, weil es sich bei der Via F._ entgegen dem
Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020 nicht um eine Anlage der Fein-,
sondern der Groberschliessung handle. Demgegenüber ist die Abgrenzung
des vorgesehenen Beitragsperimeters nicht mehr streitig. Mit Replik vom
26. Oktober 2020 haben die Beschwerdeführer ihren Antrag auf
Erweiterung des Beitragsperimeters nämlich ausdrücklich zurückgezogen.
Unbestritten ist auch die Absicht der Einleitung des Beitragsverfahrens. In
diesem Zusammenhang werfen die Beschwerdeführer ausschliesslich die
Frage auf, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund des im Zusammenhang
mit der Via F._ durchgeführten Beitragsverfahrens nicht auch für die
in J._ gelegene Via I._ und Via K._ nachträglich ein
Beitragsverfahren durchführen müsste. Daraus ergibt sich, dass die
Beschwerdeführer die Absicht der Einleitung des Beitragsverfahrens in
Bezug auf die Via F._ grundsätzlich nicht beanstanden. Des Weiteren
ist in Art. 51 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100) bestimmt, dass die Parteien Rechtsbegehren, die sie im
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vorinstanzlichen Verfahren gestellt haben, nicht ausdehnen können, was
bedeutet, dass der Instanzenzug einzuhalten ist (Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] A 14 3 vom 1. Juli
2014 E.1.b). Die Beschwerdeführer haben die Absicht der Einleitung des
Beitragsverfahrens im Rahmen des vorinstanzlichen Einspracheverfahrens
anerkanntermassen nicht beanstandet. Selbst wenn also die Ausführungen
der Beschwerdeführer in ihren Eingaben dahingehend zu verstehen wären,
dass sie im vorliegenden Beschwerdeverfahren (neu) die Absicht der
Einleitung des Beitragsverfahrens rügen würden, käme diese Rüge einer
unzulässigen Ausdehnung der Rechtsbegehren gleich, was gemäss Art. 51
Abs. 2 VRG nicht zulässig wäre. Aus diesem Grund wäre auf die
Beschwerde insoweit ohnehin nicht einzutreten.
2. In formeller Hinsicht gilt es bezüglich der Legitimation der
Beschwerdeführer was folgt festzuhalten: Gemäss Art. 50 VRG ist zur
Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist
und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat
oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist. Dabei stellt das
Erfordernis des Betroffenseins keine selbständige und damit kumulative
zum schutzwürdigen Interesse zu erfüllende Voraussetzung für die
Legitimation, sondern eine Präzisierung derselben dar
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2010, Rz 1771). Als persönlich betroffen gelten in erster
Linie die Adressaten einer Verfügung. B._ ist Alleineigentümer der
vom Beitragsperimeter erfassten Parzelle Nr. T._. Er hat zusammen
mit A._ sowohl im eigenen Namen als auch im Namen und auftrags
weiterer Betroffener Einsprache erhoben. Entsprechend wurde der
angefochtene Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020 sowohl B._
auch als A._ zugestellt. Die Beschwerdeführer sind damit als
Adressaten des Einspracheentscheids zu qualifizieren, womit sie das
Erfordernis des persönlichen Betroffenseins erfüllen. Doch selbst dann,
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wenn A._ die Legitimation abgesprochen werden würde, wäre
zumindest B._ unbestrittenermassen zur Beschwerde legitimiert,
weshalb darauf in jeden Fall einzutreten ist. Die weiteren
Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb
auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.
3.1. Die Beschwerdeführer machen in formeller Hinsicht geltend, dass sich der
Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020 mit den von ihnen geltend
gemachten Rügen, wenn überhaupt, nur sehr mangelhaft
auseinandersetze. Insbesondere sei nicht abgewogen worden, ob es sich
bei der Via F._ um eine Anlage der Grob- oder Feinerschliessung
handle. Ob aufgrund der Begründungsdichte im Einspracheentscheid der
beschwerdeführerische Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt wurde, ist
nachfolgend zu prüfen.
3.2. Die Verletzung des Gehörsanspruchs führt grundsätzlich, ungeachtet der
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, zur Aufhebung des
angefochtenen Entscheids (BGE 132 V 387 E.5.1). Nach der
Rechtsprechung kann ein Verfahrensmangel, insbesondere eine
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, indes geheilt werden,
wenn die Kognition der urteilenden Instanz nicht eingeschränkt ist und dem
Beschwerdeführer daraus kein Nachteil erwächst. Verlangt wird ferner,
dass kein für die Beurteilung der Angelegenheit relevantes
Kognitionsgefälle besteht (vgl. RENÉ WIEDERKEHR, Die Begründungspflicht
nach Art. 29 Abs. 2 BV und die Heilung bei Verletzung, ZBI 9/2010, S. 502
ff.). Eine Heilung ist aber immer dann ausgeschlossen, wenn es sich um
eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte handelt;
zudem soll sie die Ausnahme bleiben (BGE 134 I 331 E.3.1, 126 I 68 E.2
mit Hinweisen; PVG 2008 Nr. 1). Verfügungen oder Entscheide, die unter
Missachtung des rechtlichen Gehörs ergangen sind, sind daher
grundsätzlich aufzuheben und zur Durchführung eines ordnungsgemässen
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Verwaltungsverfahrens an die Verwaltungsbehörden zurückzuweisen (statt
vieler: PVG 2011 Nr. 31). Nur wenn es sich aus verfahrensökonomischen
Gründen aufdrängt, ist die Heilung einer allfälligen Gehörsverletzung im
Rechtsmittelverfahren nach der zitierten Praxis ausnahmsweise
zuzulassen.
3.3. Der durch Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) gewährleistete Anspruch auf rechtliches
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert anderseits ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren,
soweit dies Einfluss auf ihre Rechtsstellung haben kann. Die
Gehörsgarantie ist somit ein verfassungsmässig geschütztes
Individualrecht, hat also den Charakter eines selbständigen Grundrechts
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2016, Rz 1001 und 1003 f.). Aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt
insbesondere auch ein Mindestanspruch auf Begründung eines
hoheitlichen Aktes (BGE 133 I 270 E.3.1). Die Begründungspflicht für
kantonale Behörden ergibt sich aus dem kantonalen Verfahrensrecht,
vorliegend aus Art. 22. Abs. 1 VRG, welcher ausdrücklich festhält, dass
Entscheide zu begründen sind. Der Sinn und Zweck der
Begründungspflicht liegt darin, dass der Bürger wissen soll, warum eine
Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines
Entscheids muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn
gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn
sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des
Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens
kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten
liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 129 I 232 E.3.2). Zwar
darf sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen
Gesichtspunkte beschränken. Es ist insbesondere nicht nötig, dass sie sich
mit jeder tatbestandlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand
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auseinandersetzt, sondern sie kann sich vielmehr auf die für den Entscheid
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (statt vieler: BGE 133 I 270
E.3.1). Ob die Begründung rechtlich zutreffend und haltbar ist, ist wiederum
keine Frage des formellen Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern der
materiellen Beurteilung der Frage.
3.4. Jedes Beitragsverfahren kennzeichnet sich grundsätzlich durch zwei
Verfahrensabschnitte (Einleitungsphase [Art. 22 und 23 der
Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR
801.110)]; Phase des Kostenverteilers [Art. 24 – 26 KRVO]) aus. In der
Einleitungsphase entscheidet die Gemeinde (Gemeindevorstand) als
Bauherrin ausschliesslich, ob sie ein Beitragsverfahren durchführen will
und welcher prozentuale Anteil an den Gesamtkosten des öffentlichen
Bauwerks von der Gemeinde respektive von den Grundeigentümern zu
übernehmen ist. Gleichzeitig entscheidet sie auch über die Abgrenzung
des Beitragsperimeters (VGU A 11 53 vom 22. Mai 2012 E.1.c). Die
vorliegende Streitsache befindet sich zweifellos in der Einleitungsphase
(erste Phase). Entsprechend waren im Rahmen des Einspracheentscheids
vom 25. Mai 2020 die von den Beschwerdeführern geltend gemachten
Rügen, wonach die öffentliche Interessenz von 30% auf mindestens 55%
zu erhöhen und der Beitragsperimeter auf weitere forst- und
landwirtschaftliche Parzellen auszuweiten sei, zu beurteilen. Dabei wurde
in Bezug auf die gerügte Abgrenzung des Beitragsgebietes im
Wesentlichen erwogen, dass die darin aufgenommenen Parzellen in einer
klar abgegrenzten und rechtskräftigen Bauzone liegen würden. Die von den
Beschwerdeführern genannten Parzellen lägen dagegen allesamt
ausserhalb der Bauzone, wobei mit einer Einzonung nicht zu rechnen sei.
Auch wurde erwogen, für die Festlegung des Beitragsgebiets sei
massgeblich, dass ausschliesslich 50% der Gesamtprojektkosten zu
berücksichtigen seien, zumal die andere Hälfte von der öffentlichen Hand
getragen würde. Damit sei das forst- und landwirtschaftliche Interesse als
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Teil der öffentlichen Interessenz bereits berücksichtigt, womit der über die
Via F._ führende Land- und Forstwirtschaftsverkehr ausser Acht zu
bleiben habe. Vor diesem Hintergrund sei eine Ausdehnung des
Beitragsgebietes nicht gerechtfertigt. Diese Erwägungen zeigen, dass die
Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020 –
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer – ihrer Begründungspflicht
in Bezug auf das Perimetergebiet in hinreichendem Mass nachgekommen
ist. Die gegenteilige Rüge der Beschwerdeführer verfängt somit nicht.
Dasselbe hat auch in Bezug auf die Qualifikation der Via F._ als
Groberschliessungsanlage und die Festlegung der öffentlichen Interessenz
auf 30% zu gelten. Dabei wurde im Einspracheentscheid wiederum
angebracht, dass 50% der Gesamtprojektkosten vorab von der öffentlichen
Hand übernommen würden. Die Übernahme dieser Kosten hätte zur
Konsequenz, dass der über die Via F._ führende Forst- und
Landwirtschaftsverkehr und damit deren Erschliessungsfunktion
unberücksichtigt zu bleiben habe. Aus diesem Grund sei die Festlegung
der öffentlichen und privaten Interessenz gemäss den gesetzlichen
Richtwerten für die Feinerschliessung vorgenommen worden. Unter
Berücksichtigung von kürzlich ausgeführten und vergleichbaren
Erschliessungsprojekten sei die für die Via F._ festgelegte öffentliche
Interessenz von 30% zudem nicht zu beanstanden. Dies habe selbst dann
zu gelten, wenn die Via F._ unter Berücksichtigung der
Gesamtprojektkosten als Groberschliessungsanlage zu qualifizieren wäre.
Diesfalls würde sich der von der öffentlichen Hand zu tragende
Kostenanteil nämlich auf insgesamt 65% belaufen. Aufgrund dieser
Erwägungen musste es für die Beschwerdeführer genügend klar sein,
aufgrund welcher Überlegungen die Beschwerdegegnerin die Abgrenzung
des Beitragsgebietes vorgenommen hat. Auch musste es ihnen klar sein,
weshalb die Beschwerdegegnerin die Via F._ als
Feinerschliessungsanlage qualifizierte und die öffentliche Interessenz auf
30% festgelegt hat. Ob diese Überlegungen rechtlich zutreffend sind, ist
- 19 -
nicht im vorliegenden interessierenden Zusammenhang zu prüfen, sondern
materieller Natur. Darauf wird noch einzugehen sein (vgl. nachstehende
Ziffer 8.1 f.). Auf jeden Fall waren die Beschwerdeführer in der Lage, wie
bereits ihre Beschwerdeeingabe vom 25. August 2020 zeigt, ohne Weiteres
in der Lage, den missliebigen Einspracheentscheid sachgerecht
anzufechten. Die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör erweist sich somit als unbegründet.
3.5. Selbst wenn vorliegend mit Blick auf die gerügte Begründungspflicht eine
allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs bejaht würde, dürfte der
Mangel als nachträglich geheilt qualifiziert werden, weil es sich aufgrund
des vorstehende Gesagten um keine schwerwiegende Verletzung der
Parteirechte handelt, sich die Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren
im Rahmen eines doppelten Schriftenwechsels ausführlich zu allen Fragen
äussern konnten und das Verwaltungsgericht gemäss Art. 51 VRG über
eine uneingeschränkte Kognition verfügt. Der Anspruch des rechtlichen
Gehörs wäre damit geheilt.
4.1. Die Beschwerdeführer beantragen in Bezug auf die von der
Beschwerdegegnerin kürzlich ausgeführten Erschliessungsprojekte
(Quartierstrasse U._, Quartierstrasse V._, Quartierstrasse
W._, Quartierstrasse X._, Quartierstrasse Y._, Via I._
[alle in der Gemeinde C._]) die Edition der einschlägigen Unterlagen,
um zu prüfen, ob diese Erschliessungsprojekte mit der Via F._
vergleichbar sind bzw. um die im Einspracheentscheid vom 25. Mai 2020
festgelegte öffentliche Interessenz von 30% nachvollziehen zu können.
Auch beantragen sie in diesem Zusammenhang diese
Erschliessungsprojekte einem Augenschein zu unterziehen.
4.2. Gemäss Art. 62 Abs. 3 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KRG; BR 801.100) sind die Erschliessungsanlagen
- 20 -
grundsätzlich von den Personen zu bezahlen, die aus den öffentlichen
Anlagen einen wirtschaftlichen Sondervorteil ziehen oder die Anlage
nutzen oder nutzen könnten. Die Aufteilung der Kosten zwischen dem
Gemeinwesen (öffentliche Interessenz/Gemeindeanteil) und den
Grundeigentümern (private Interessenz/Privatanteil) erfolgt nach
Massgabe des Interesses an einem öffentlichen Werk. Unter Heranziehung
der jeweils von einer Strasse erfüllenden Funktion wird der von den
Grundeigentümern zu entrichtende Anteil in einem Prozentrahmen
festgelegt, wobei der zuständigen Behörde innerhalb der gesetzlichen
Richtwerte gemäss Art. 63 Abs. 2 KRG ein erheblicher
Entscheidungspielraum zusteht (vgl. PVG 2007 Nr. 20 E.5). Daraus ergibt
sich, dass sich die Grundlagen für die Festlegung des Kostenanteils der
privaten und öffentlichen Interessenz aus dem Gesetz ergeben, wobei die
Kostenaufteilung insbesondere unter Berücksichtigung der von einer
konkreten Strasse zu erfüllenden Funktion festzulegen ist. Die Festlegung
der Kostenaufteilung ist somit ausschliesslich nach dem Einzelfall zu
beurteilen (vgl. PVG 2007 Nr. 20). Vorliegend geht es demnach einzig und
allein um die tatsächlichen Gegebenheiten an der Via F._. Ob diese
mit denjenigen von der Beschwerdegegnerin gennannten
Erschliessungsprojekten vergleichbar sind, muss das Verwaltungsgericht
somit nicht beurteilen (vgl. VGU A 14 3 vom 1. Juli 2014 E.5.d). Vor diesem
Hintergrund kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass von den zur
Edition beantragten Akten der angeblich vergleichbaren
Erschliessungsprojekte keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu
erwarten sind. Aus diesem Grund ist der entsprechende Editionsantrag und
Augenschein in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen. Sind von den
gestellten Beweisanträgen keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu
erwarten, kann von den Beschwerdeführern auch nicht erfolgreich geltend
gemacht werden, die Beschwerdegegnerin hätte ihren Anspruch auf
rechtliches Gehör verletzt, indem sie im Rahmen des
- 21 -
Einspracheverfahrens die Akten bezüglich der kürzlich ausgeführten
Erschliessungsprojekten nicht offengelegt habe.
5.1. Weiter beantragen die Beschwerdeführer aus Händen der
Beschwerdegegnerin die Offerten der beauftragten Bauunternehmer sowie
Angaben sowohl zu den Berechnungen als auch zur Aufteilung der von den
Beitragspflichtigen zu tragenden Kosten. Dieser Editionsantrag wird damit
begründet, dass die betroffenen Grundeigentümer einen erheblichen
Beitrag zur Sanierung der Via F._ leisten müssten, weshalb sie
Anspruch auf Transparenz hätten.
5.2. Wie bereits gesagt, unterscheidet sich das Beitragsverfahren in eine erste
Phase (Einleitungsphase) und in eine zweite Phase (Phase des
Kostenverteilers). Erst in einer zweiten Phase, von der ersten Phase klar
zu unterscheiden, erarbeitet die Gemeinde nach Eintritt der Rechtskraft des
Einleitungsbeschlusses und Abnahme des Werkes den Kostenverteiler,
welcher wiederum mindestens eine Zusammenstellung der Gesamtkosten
des Werkes unter Angabe allfälliger Subventionen, einen eventuellen Plan
mit Beitragszonen sowie die Aufteilung der Kosten unter den
Beitragspflichtigen samt Erläuterungen umfasst (Art. 24 KRVO). Daraus
ergibt sich, dass Einwendungen gegen den Kostenverteiler im Sinne von
Art. 24 KRVO nicht im vorliegenden Verfahren, sondern erst im zweiten
Verfahrensabschnitt (im Einspracheverfahren gegen den Kostenverteiler
nach Art. 24 Abs. 2 KRVO) zulässig sind. Diesen gesetzlichen Vorgaben
hat die Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung der von den
Beschwerdeführern einspracheweise gerügten (fehlenden) Transparenz
Rechnung getragen. Damit ist bereits gesagt, dass sie über die von den
Beschwerdeführern vorgebrachten pekuniären Einwendungen und
Überlegungen zu Recht nicht entschieden hat bzw. darauf nicht eingetreten
ist. Soweit die Beschwerdeführer mit ihren diesbezüglichen Einwänden die
mutmasslichen Kosten des Sanierungsprojektes in Frage stellen wollen,
- 22 -
erweisen sich ihre Vorbringen bereits daher als unbegründet, zumal
verfrüht. Vor diesem Hintergrund sind von dem in diesem Zusammenhang
gestellten Editionsantrag auch keine für das vorliegende
Beschwerdeverfahren (Einleitungsphase) entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb er abzuweisen ist.
6.1. In formeller Hinsicht beantragten die Beschwerdeführer aus Händen der
Beschwerdegegnerin die Edition von Unterlagen, welche Auskunft über die
während den letzten zwei Jahren über die Via F._ erfolgten
Forstwirtschaftsfahrten geben. Ausschliesslich dadurch könne die
öffentliche Interessenz abschliessend festgelegt werden. Zunächst ist
festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die forst- und
landwirtschaftlichen Parzellen, welche über die Via F._ erreicht
werden können, nicht in den Beitragsperimeter einbezogen hat. Dieser
Nichteinbezug ist nicht zu beanstanden, zumal die Beschwerdegegnerin
darlegt, dass die Hälfte der Totalsanierungskosten von der öffentlichen
Hand getragen und dadurch insbesondere das forst- und
landwirtschaftliche Interesse abgegolten werde. Dies hat zur Konsequenz,
dass ausschliesslich die andere Hälfte der Sanierungskosten – und zwar
unter Ausklammerung des forst- und landwirtschaftlichen Interesses – auf
die öffentliche und private Interessenz aufzuteilen sind. Ist das land- und
forstwirtschaftlichen Interesse im vorliegenden Beitragsverfahren bzw. bei
der Festlegung der öffentlichen und privaten Interessenz auszuklammern,
ist von der beantragten Edition betreffend Waldnutzung auch keine
entscheidrelevante Erkenntnis zu erwarten. Mithin ist der Beweisantrag der
Beschwerdeführer abzuweisen.
7.1. Die Beschwerdeführer bringen in ihrer Beschwerdeeingabe vor, bereits aus
dem Baugesetz der Gemeinde G._ ergebe sich, dass es sich bei der
Via F._ um eine Anlage der Groberschliessung handle. Danach
umfasse nämlich die Groberschliessung ausdrücklich Sammelstrassen und
- 23 -
die Feinerschliessung Quartierstrassen. Soweit die Beschwerdeführer
damit vorbringen wollen, dass das kommunale Baugesetz für die
Beurteilung der Frage, ob eine Grob- oder Feinerschliessung vorliegt, zur
Anwendung gelangen soll, verfängt dieses Vorbringen nicht.
7.2. Hinsichtlich des anwendbaren Rechts ist festzuhalten, dass für das
Beitragsverfahren ausschliesslich die Bestimmungen der kantonalen
Raumplanungsgesetzgebung massgebend sind (VGU A 10 12 und 13 vom
8. Juli 2010 E.2 und 3; PVG 2007 Nr. 20). Massgebend sind vorliegend
somit Art. 58 ff. KRG und Art. 22 ff. KRVO. Damit ist auch gesagt, dass das
von den Beschwerdeführern angeführte Baugesetz der Gemeinde G._
keine Anwendung mehr findet, so auch nicht auf die Frage, ob die Via
F._ als Anlage der Grob- oder Feinerschliessung zu qualifizieren ist.
Für die Beantwortung dieser Frage ist somit ausschliesslich auf Art. 58 Abs.
3 und 4 KRG abzustellen. Danach wird unter Groberschliessung die
Versorgung eines zu überbauenden Gebietes mit den Hauptsträngen der
Erschliessungsanlagen verstanden, namentlich Wasser-,
Energieversorgungs- und Abwasserleitungen sowie Strassen und Wege,
die unmittelbar dem zu erschliessenden Gebiet dienen. Sie verbinden die
Anlagen der Grunderschliessung mit denjenigen der Feinerschliessung.
Die Feinerschliessung umfasst den Anschluss der einzelnen Grundstücke
an die Hauptstränge der Erschliessungsanlagen mit Einschluss von
öffentlich zugänglichen Quartierstrassen und öffentlichen Leitungen.
8.1. Wie bereits gesagt, sind die Erschliessungsanlagen grundsätzlich von
jenen Personen zu bezahlen, die aus den öffentlichen Anlagen einen
wirtschaftlichen Sondervorteil ziehen oder die Anlagen nutzen oder nutzen
könnten. Dabei erfolgt die Aufteilung der Kosten zwischen dem
Gemeinwesen und den Grundeigentümern nach Massgabe des Interesses
an einem öffentlichen Werk. Unter Heranziehung der jeweils von einer
Strasse zu erfüllenden Funktion wird der von den Grundeigentümern zu
- 24 -
entrichtende Anteil in einem Prozentrahmen festgelegt, wobei der
zuständigen Behörde innerhalb der gesetzlichen Richtwerte ein erheblicher
Ermessenspielraum zusteht. Dabei gelten gemäss Art. 63 Abs. 2 KRG
folgende Richtwerte:
Gemeindeanteil Privatanteil
Groberschliessung 70 – 40% 30 – 60%
Feinerschliessung 30 - 0 % 70 – 100%
8.2. Zu prüfen ist mithin die Frage, ob die Via F._ in erster Linie und
überwiegend der Fein- oder der Groberschliessung dient. Das KRG
unterschiedet in Art. 58 zwischen Grund-, Grob- und Feinerschliessung. Zu
einer der Feinerschliessung dienenden Anlage gehören insbesondere auch
öffentlich zugängliche Quartierstrassen (Art. 58 Abs. 4 in fine KRG).
Demgegenüber dient eine der Groberschliessung zuzuordnende
Erschliessungsanlage einem grösseren zusammenhängenden Baugebiet,
wobei dazu Strassen und Wege gehören (VGU A 11 53 vom 22. Mai 2012
E.4.b). Der Bezeichnung im kommunalen Strassenplan kommt im
Zusammenhang mit der Beitragserhebung für sich allein betrachtet, keine
entscheidende Bedeutung zu (PVG 2007 Nr. 20). Massgebend ist vielmehr
die Unterscheidung, ob es sich um eine Erschliessungsanlage der Fein-
oder Groberschliessung handelt (vgl. VGU A 11 53 vom 22. Mai 2012
E.4.b).
8.3. Wie der Augenschein gezeigt hat, lässt sich die vorinstanzliche
Qualifikation der Via F._ als Feinerschliessungsanlage im Rahmen
des einer Gemeinde zustehenden Ermessens- und
Beurteilungsspielraumes durchaus vertreten. Es ist unbestritten, dass die
Via F._ an deren westlichen Ende mit einem Fahrverbot versehen ist.
Es bedarf keiner weiteren Ausführungen, dass die Beschwerdegegnerin
zur Durchsetzung dieses Fahrverbots zur Verhinderung von öffentlichem
- 25 -
Durchfahrtsverkehr verpflichtet ist. Vom Fahrverbot ausgenommen, sind
indes der Forst- und Landwirtschaftsverkehr. Diesem Durchgangsverkehr
wird aber bereits dadurch Rechnung getragen, dass die Hälfte der
Sanierungskosten von der öffentlichen Hand getragen werden. Damit ist
die forst- und landwirtschaftliche Interessenz berücksichtigt. Vor diesem
Hintergrund kann gesagt werden, dass es sich bei der Via F._ – unter
Ausklammerung des Forts- und Landwirtschaftsverkehrs – um eine
Stichstrasse handelt, welche mit der Via O._ und der Via R._ zwei
Verästelungen aufweist. Während die Via O._ ausschliesslich die
Parzelle Nr. D._ erschliesst, dient die Via R._ der Erschliessung
des beidseitig angrenzenden, relativ kleinräumigen Baugebietes, unter
anderem auch der Parzelle von B._. Über die Via O._ und die Via
R._ werden zudem keine weiteren Gebiete erschlossen, zumal die
genannten Verästelungen als Sackgassen ausgestaltet sind. So hat der
Augenschein gezeigt, dass insbesondere, die nicht im Beitragsperimeter
liegenden Parzellen Nrn. L._, M._ und N._ für den
motorisierten Verkehr ausschliesslich über die Via P._ erschlossen
werden. Eine übergeordnete, quartierübergreifende Funktion kommt der
Via F._ somit nicht zu. Der Augenschein hat zudem gezeigt, dass es
sich bei der Via F._ um eine enge Strasse ohne Trottoir handelt.
Aufgrund der engen Strassenverhältnisse ist das Kreuzen von
Motorfahrzeugen untereinander, aber auch von Motorfahrzeugen mit
Fahrradfahrern oder Fussgängern, nicht ohne Weiteres möglich.
Insbesondere das Kreuzen von Motorfahrzeugen untereinander ist nicht
möglich, ohne dass eines der Motorfahrzeuge auf ein Privatgrundstück
ausweichen müsste. Diese tatsächlichen Gegebenheiten schliessen einen
nennenswerten quartierfremden (motorisierten) Drittverkehr aus. Daran
ändert auch die Tatsache nichts, dass sich an der Via F._ die
Mehrzweckhalle, der Spielplatz, das ehemalige Schulhaus sowie der
Parkplatz auf Parzelle Nr. E._ befinden. Es mag zutreffen, dass die
teilweise öffentlichen Parkplätze vor der Mehrzweckhalle und beim
- 26 -
ehemaligen Schulhaus einen gewissen Drittverkehr zu generieren
vermögen. Dabei ist aber zu beachten, dass bei der Mehrzweckhalle
lediglich vier öffentliche Parkplätze (vgl. beschwerdegegnerische Akten
[Bg-act.] 7) zur Verfügung stehen und die Automobilsten, welche zu diesen
Parkplätzen gelangen wollen, die Via F._ nur auf wenigen Metern
befahren müssen. Die Behauptung der Beschwerdeführer, wonach vor der
Mehrzweckhalle teilweise mehr Automobile parkiert seien, als Parkplätze
zur Verfügung stünden, verfängt im Übrigen nicht. Es verhält sich nämlich
so, dass sich in unmittelbarer Nähe zur Mehrzweckhalle das
Feuerwehrdepot befindet. Die Zu- und Wegfahrt zu diesem Depot erfolgt
über die Parzelle Nr. Z._, also über jene Parzelle, auf der sich die vier
öffentlichen Parkplätze befinden. Um einen ordnungsgemässen Einsatz
der Feuerwehr gewährleisten zu können, ist die Beschwerdegegnerin
verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Zu- und Wegfahrt zum
Feuerwehrdepot frei ist. Anhaltspunkte, dass die Beschwerdegegnerin
dieser Verpflichtung nicht nachkommen würde, sind nicht ersichtlich. Vor
diesem Hintergrund ist nicht davon auszugehen, dass sich vor der
Mehrzweckhalle mehr als vier Automobile befinden. Vor diesem
Hintergrund dürfte der durch die vier öffentlichen Parkplätze generierte
Drittverkehr gegenüber dem übrigen Quartierverkehr kaum ins Gewicht
fallen; dies umso weniger, als sich der signalisierte Parkplatz für die
Langläufer und die Besucher des Spielplatzes auf Parzelle AA._ am
westlichen Dorfrand von G._ befindet. Sodann befinden sich beim
ehemaligen Schulhaus drei Parkplätze, wovon ein Parkplatz an die Mieter
der Dachwohnung im ehemaligen Schulhaus vermietet ist. Damit sind beim
ehemaligen Schulhaus lediglich zwei öffentliche Parkplätze verfügbar.
Auch diese zwei Parkplätze dürften nicht zu einem Drittverkehr führen,
welcher gegenüber dem Quartierverkehr ins Gewicht fallen würde; dies
umso weniger, als die Automobilisten die Via F._ ebenfalls nur auf
wenigen Metern befahren müssen, um auf diese Parkplätze zu gelangen.
Zwischen den Parteien ist zudem unbestritten, dass sich auf Parzelle
- 27 -
Nr. E._ sechs öffentlichen Parkplätze befinden. Allerdings kann der
Auffassung der Beschwerdeführer, dass diese Parkplätze ausschliesslich
von Quartierfremden (Langläufern, Wanderern, Kletterern, Schützen etc.)
benutzt werden, nicht gefolgt werden. Aufgrund der fehlenden
Parkierungsmöglichkeiten im Gebiet "Via R._" ist davon auszugehen,
dass die öffentlichen Parkplätze auf Parzelle Nr. E._ auch den
dortigen Liegenschaftsbesitzern bzw. ihren Besuchern dienen.
Gegenteiliges kann im Übrigen auch nicht den mit Stellungnahme vom 15.
Juni 2021 eingereichten Fotodokumentation entnommen werden. Es
verhält sich nämlich so, dass allein aus der Tatsache, dass die darauf
ersichtlichen Automobile ausserkantonale Kennzeichen aufweisen, nicht
ohne Weiteres geschlossen werden kann, dass es sich dabei
ausschliesslich um Automobile von quartierfremden Personen handelt. Es
könnte sich geradezu auch um Automobile von Quartieransässigen oder
deren Besuchern handeln. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen,
dass auch die sechs öffentlichen Parkplätze auf Parzelle Nr. E._ nicht
zu einem ins Gewicht fallenden Drittverkehr führen dürften. Daran würde
auch die Tatsache nichts ändern, wenn die Via F._ des Öfteren von
quartierfremde Fussgänger, Wanderern, Mountainbiker etc. benutzt
werden würde. Bezüglich dieses Langsamverkehrs ist nämlich zu
beachten, dass dieser unter dem Titel der öffentlichen Interessenz kaum
ins Gewicht fällt, zumal die Via F._ primär auf den (quartiereigenen)
Fahrverkehr ausgerichtet ist und der Sanierungsaufwand überdies auch
nicht von den Fussgängern, Wanderern und Fahrradfahren, sondern
vielmehr vom (quartiereigenen) Fahrverkehr verursacht wird. Damit
einhergehend kann dem Protokollauszug der Vorstandssitzung vom 16.
Dezember 2019 (Bg-act. 1) entnommen werden, dass im Rahmen der
Totalsanierung der Asphaltbelag aufgebrochen und neues
Fundationsmaterial eingelassen werden soll. Es verhält sich nun so, dass
es für die den Langsamverkehr alleine kaum dieser baulichen
Massnahmen bedürft hätte. Hat die Beschwerdegegnerin vor diesem
- 28 -
Hintergrund keine Erhöhung des Gemeindeanteils vorgenommen, ist dies
somit nicht zu beanstanden.
8.4. Zusammenfassend lässt sich somit nicht beanstanden, wenn die
Beschwerdegegnerin die Via F._ im Rahmen des ihr zustehenden
Ermessens- und Beurteilungsspielraums als eine der Feinerschliessung
dienende Erschliessungsanlage qualifiziert hat. Daran ändert auch die
Tatsache nichts, dass die Via F._ im (aktuell) rechtkräftigen
Generellen Erschliessungsplan als Sammelstrasse bezeichnet ist;
schliesslich kommt der Qualifizierung bzw. Bezeichnung einer Strasse im
kommunalen Strassenplan im Zusammenhang mit der Beitragserhebung
keine entscheidrelevante Bedeutung zu (vgl. VGU A 14 3 vom 1. Juli 2014).
Wie bereits erwähnt, sehen die in Art. 63 Abs. 2 KRG festgelegten, von der
Rechtsprechung bestätigten Richtwerte für Anlagen der Feinerschliessung
eine Beteiligung der öffentlichen Interessenz von 30 – 0% und der privaten
Interessenz zwischen 70 – 100% vor. Der von der Beschwerdegegnerin in
ihrem Einspracheentscheid festgelegte Kostenanteil der öffentlichen und
privaten Interessenz von 30% bzw. 70% liegt somit innerhalb der
Richtwerte des kantonalen Rechts. Aufgrund der vorliegenden Akten, des
durchgeführten Augenscheins sowie unter Berücksichtigung der
vorstehenden Überlegungen erachtet das Verwaltungsgericht den von der
Beschwerdegegnerin im gesetzlichen Prozentrahmen festgelegten
Kostenanteil der öffentlichen und privaten Interessenz von 30% bzw. 70%
als angemessen. Sodann hat sich die Beschwerdegegnerin in ihrem
Einspracheentscheid eingehend mit den Argumenten der
Beschwerdeführer befasst. Ihr kann daher nicht der Vorwurf gemacht
werden, sie habe ihr Ermessen schematisch ausgeübt.
9.1. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten
zulasten der unter sich solidarisch haftenden Beschwerdeführer (Art. 72
Abs. 1 und 2 VRG).
- 29 -
9.2. Bund, Kanton und Gemeinde sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen, besteht, vorliegend kein
Anlass, weshalb der Beschwerdegegnerin denn auch keine
aussergerichtliche Entschädigung zusteht.