Decision ID: 37df48c6-586e-4f3f-8b7a-d927e12d5b03
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1986 geborene
X._
w
ar vom 1. Dezember 2015 bis 31.
August 2016 bei der
Y._
AG als Business Analyst -
Packaging
und anschliessend seit dem 1. September 2016 bei der
Z._
AG als
Finance
Manager tätig
(Urk. 6/51 und Urk. 6/49)
. Die Ar
beitgeberin
Z._
AG kündigte dieses Arbeitsverhältnis
am 19. Dezem
ber 2017 unter Berücksichtigung der dreimonatigen Kündi
gungsfrist auf den 31. März 2016
(Urk. 6/57
).
Am 24. März 2017 meldete sich der Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
A._
zur Arbeits
vermittlung (Urk. 6/58) und erhob Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung
ab dem 1. April 2017 (Urk. 6/47)
während der noch
vom 12. Oktober 2015 bis 11. Oktober 2017
laufenden Rah
menfrist für den Leistungsbezug.
In der Folge bezog er Arbeitslosenentschädigung.
Am 27. November 2017
beantragte
X._
die Eröffnung einer Folgerahmenfrist ab dem 12. Oktober 2017 (Urk. 7/60).
Im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Prozesses vor dem Zivilgericht des Kantons
B._
wurde dem Versicherten vergleichsweise unter anderem eine Abgangsentschädi
gung in der Höhe von brutto Fr. 27'624.
15 zugesprochen (Urk. 7/
19).
Mit Verfü
gung vom
8. Januar 2019
legte die Kasse die
Anspruchs
berechtigung
des Versi
cherten während der Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom
12. Oktober 2017 bis 11.
Oktober 2019
auf
260
Taggelder fest
(Urk. 7/17)
. Die dagegen erhobene Einsprache vom
1. Februar
2019
, mit welcher der Ver
sicherte die Ausrichtung von
400
Taggeldern beantragte
(Urk.
7/
10
), wurde mit Entscheid vom
15. April 2019
(
Urk.
2) abgewiesen. Am
22.
Januar 2019
meldete die Arbeitslosenkasse dem Versicherten die Aussteuerung und bestätigte als letzten Tag, für welchen Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet werde, den
31. Oktober 2018 (
Urk.
7/12
).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 5. Mai 2019 Be
schwerde und beantragte sinngemäss
die
Zusprache
von
400
anstelle der gewähr
ten
260
Taggelder
n (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom
22. Mai 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-67 und Urk. 7/1-67), was dem Beschwerdeführer am 28. Mai 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Nach
Art.
9
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi
cherung und die Insolvenzentschädigung (
AVIG
)
gelten - soweit das Gesetz nichts
anderes
vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (
Art.
9
Abs.
2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (
Art.
9
Abs.
3 AVIG).
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent
schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1
lit
. e AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während min
destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvorausset
zungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG).
Ist die Rahmenfrist für den Leistungsbezug abgelaufen und beansprucht der Ver
sicherte wieder Arbeitslosenentschädigung, so gelten, sofern dieses Gesetz nichts
anderes
vorsieht, erneut zweijährige Rahmenfristen für den Leistungsbezug und die Beitragszeit.
1.1.2
Als Beitragsmonat zählt jeder volle Kalendermonat, in dem der Versicherte bei
tragspflichtig ist (Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeits
losenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIV).
1.1.3
Der Versicher
te hat nach
Art.
27
Abs.
1 und 2 AVIG
Anspruch auf höchstens
260
Taggelder, wenn er eine Beitragszeit von insgesamt
12
M
onaten nachweisen kann (
lit
. a), auf
höchstens
400
Taggelder, wenn er eine Beitragszeit von insgesamt
18
Monaten nachweisen kann
(
lit
. b), auf höchstens 520 Taggelder,
wenn er eine Beitrag
s
zeit von mindestens
22
Monaten nachweisen kann
und
das 5
5.
Altersjahr zurückgelegt hat
oder eine Invalidenrente bezieht
(
lit
. c
).
1.2
1.2.1
Gemäss
Art. 8 Abs. 1
AVIG
besteht Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (
lit
. a) und wenn sie einen anrechenbaren Arbeitsausfall erleidet (
lit
. b).
1.2.2
Der Arbeitsausfall ist
gemäss
Art. 11 Abs. 1 AVIG anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinander folgende volle Arbeitstage dauert. Art. 11a Abs. 1 AVIG schränkt diesen Grundsatz dahingehend ein, dass der Arbeitsausfall solange nicht anrechenbar ist, als
freiwillige
Leistun
gen des Arbeitgebers den durch die Auflösung des Arbeitsverhältnisses entstan
denen Verdienstausfall decken.
1.2.3
Als
freiwillige
Leistungen
des Arbeitgebers bei der Auflösung des privatrechtli
chen oder öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisses gelten
Leistungen
, die nicht Lohn- oder Ents
chädigungsansprüche nach
Art.
11 Absatz 3 AVIG darstellen (Art. 10a AVIV).
Unerheblich ist, ob die Leistung der Beitragspflicht nach Art. 5 Abs. 2 des Bun
desgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) untersteht.
Entscheidendes Kriterium ist die Freiwilligkeit der Leistung. Dabei ist nicht
mass
gebend
, ob die Leistung vor, während oder bei der Auflösung des Arbeitsver
hältnisses vereinbart worden ist.
Freiwillige
Leistungen
sind beispielsweise
Leis
tungen
aus Sozialplänen oder in Verträgen vorgesehene Abgangsentschädigun
gen. Keine Freiwilligkeit liegt vor, wenn ein gesetzlicher Anspruch auf die Leis
tung besteht. Eine Abgangsentschädigung
im Sinne von Art. 339b des Obligati
onen
rechts (OR) stellt daher keine
freiwillige
Leistung dar.
Leistungen
einer Ein
rich
tung der beruflichen Vorsorge fallen ebenfalls nicht unter diese Bestimmun
gen (vgl. Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesver
waltungsrecht, 2. A., Basel 2007, S. 2229
Rz
. 168).
Die
freiwillige
n
Leistungen
werden
gemäss
Abs. 2 von Art. 11a AVIG indessen nur berücksichtigt, soweit sie den Höchstbetrag
gemäss
Art. 3 Absatz 2 AVIG übersteigen. Dieser Höchstbetrag beläuft sich laut Art. 22 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung, auf d
en Art. 3 Abs. 2 AVIG verweist, seit dem
1.
Januar 2016
auf Fr. 148‘200.
--
(BGE 145 V 188 E. 3.4)
.
Vom Fr. 148‘200.-- übersteigenden Betrag können wiederum jene
Leistungen
ab
gezogen werden, die in die zweite Säule
fliessen
: Die für die berufliche Vorsorge verwendeten Beträge werden von den zu berücksichtigenden
freiwillige
n
Leis
tungen
nach Artikel 11a Absatz 2 AVIG bis höchstens zum Maximalbetrag des koordinierten Lohnes nach Artikel 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufli
che Alters—, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) abgezogen (Art. 10b AVIV), welcher
gemäss
Art. 5 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hin
terlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) Fr. 84‘600.-- entspricht.
1.2.4
Die Frist, während welcher der Arbeitsausfall nicht anrechenbar ist, beginnt mit dem ersten Tag nach Ablauf des Arbeitsverhältnisses, für das die
freiwillige
n Leis
tungen ausgerichtet wurden, und zwar unabhängig davon, wann sich die versi
cherte Person bei der Arbeitslosenversicherung als arbeitslos meldet (Art. 10c Abs. 1 AVIV).
Die Dauer der Frist berechnet sich, indem der Betrag der berücksichtigten freiwil
ligen
Leistungen
durch den Lohn geteilt wird, der im Rahmen der Tätigkeit erzielt wurde, welche die
Leistungen
ausgelöst hat, und zwar unabhängig davon, ob die versicherte Person während dieser Frist eine Erwerbstätigkeit ausübt (Art. 10c Abs. 2 AVIV).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin machte zusammengefasst geltend, dass es sich bei der von der Arbeitgeberin an den Beschwerdeführer geleisteten Zahlung im Zusam
menhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses um eine freiwillige Leis
tung im Sinne des Arbeitslosenversicherungsrechts handle. Dabei
sei
nicht von Belang, dass diese Leistung vertraglich vorgesehen gewesen sei.
Die erhaltene
Abgangsentschädigung
in der Höhe von Fr. 27'624.15 liege unter dem Höchstbe
trag von Fr. 148'200.-- und bleibe deshalb für die Berechnung des Verdienstaus
falls unberücksichtigt, weshalb sie auch nicht als Beitragszeit angerechnet werden könne.
Entsprechend könne der Beschwerdeführer nur eine Beitragszeit von 16 Monaten nachweisen. Würde es sich tatsächlich um
eine Lohn
(fort)
zahlung
für die Monate April bis Juni 2017 handeln, dann hätte der Beschwerdeführer für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf die erhaltenen Arbeitslosengelder gehabt und wäre dafür rückerstattungspflichtig (Urk. 2).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, dass es sich bei der von der Arbeitgeberin gestützt auf den vor dem Arbeitsgericht abgeschlossenen Vergleich erbrachten Zahlung nicht um eine freiwillige Leistung handle, sondern um Lohn für die Monate April bis Juni 201
7.
Hätte die Arbeitgeberin
Z._
AG diese 3 Monatsgehälter entsprechend Ziffer 2.4 des Arbeitsvertrages überwiesen, dann hätte das Arbeitsverhältnis 10 Monate gedauert
und er könnte eine Beitragszeit von 19
Monaten nachweisen (Urk. 1).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers während der Rahmenfrist
für den Leistungsbezug vom 12. Oktober 2017 bis 11.
Oktober 2019 zu Recht auf 260 Taggelder festgelegt hat.
3.
3.1
Gemäss
der Darstellung der Beschwerdegegnerin sind in der
massgebenden
Fol
ger
ahmenfrist für die Beitragszeit vom
12. Oktober 2015 bis zum 11.
Oktober 2017
folgende beitrag
spflichtigen Beschäftigungen des
Beschwerdefü
hrers
nach
gewiesen (Urk. 2 S. 4 Ziff. 1
):
01
.09.2016 - 31.03.2017
Z._
AG
7 Monate
01.12.2015 - 31.08.2016
Y._
AG
9 Monate
Gestützt darauf ermittelte die Beschwerdegegnerin eine Beitragszeit von
16
Mo
naten.
Diese
Beitragszeit ist ausgewiesen
und unbestritten
.
3.2
Streitig und zu prüfen ist,
ob die erhaltene Zahlung von Fr. 27‘624.15 als freiwil
lige Zahlung oder als Lohn der ehemaligen Arbeitgeberin zu charakterisieren ist und unter Umständen
als ebenfalls beitragspflichtige Beschäftigung zu berück
sichtigen
ist
.
3.3
3.3.1
In
Ziff. 2.4
des
Arbeitsvertrages mit der ehemaligen Arbeitgeberin
Z._
AG vom 21. Juli 2016
(Urk. 6/49)
wurde Folgendes festgehalten:
«In
case
of
termination
by
Employer
or
termination
due
to
change
in
company
control
,
Employee
is
entitled
to
b
e
paid
for
3
months
with
a
full
base
salary
(
excluding
any
STIP
bonus
)
com
m
encing
at
the
end oft he
n
otice
period
accord
ing
to
clause
2.
3.
I
n
the
event
that
the
Employee
has
agreed
employment
at
another
company
(
to
in
clude
a
company
owned
by
the
Employee
),
this
entitel
me
nt
ist
terminated
effective
as
of
the
effective
employment
date
with
the
new
company
.»
3.3.2
Anlässlich des Erstgesprächs beim RAV
A._
vom 30. März 2017 im Zusammenhang mit der Wiederanmeldung während der noch laufenden Rah
menfrist (Urk. 6/48) verwies der Beschwerdeführer auf den Zusatzpassus Ziff. 2.4 im Arbeitsvertrag, weshalb die Ausgangslage zum Leistungsbezug (o
b ab 1. April 2
017 oder erst ab 1. Juli 2017) noch unklar war.
3.3.3
Das arbeitsgerichtliche Verfahren GS.2017.24 vor dem Zivilgericht des Kantons
B._
zwischen dem Beschwerdeführer und der beklagten
Z._
AG wurde vergleichsweise mit folgendem Wortlaut erledigt (Entscheid GS.2017.24 vom 11. Januar 2018, Urk. 7/19):
«1.
Die Beklagte bezahlt dem Kläger eine Abgangsentschädigung von brutto
CHF 27'624.1
5.
2.
Die Beklagte stellt dem
Kläger
eine Arbeitsbestätigung aus.
3.
Jede Partei trägt ihre eigenen Parteikosten. Die Schlichtungskosten von
CHF 1'365.00 trägt definitiv der Kläger.
4.
Nach Vollzug dieser Vereinbarung sind die Parteien per Saldo aller
gegenseitigen Ansprüche
auseinandergesetzt.»
3.3.4
Der Lohnausweis 2017, welche
n
die ehemalige Arbeitgeberin
Z._
AG am 27. Februar 2018 im Nachgang zum Gerichtsentscheid vom 11. Januar
2018
ausstellte (Urk. 7/22), betrifft den Zeitraum vom 1. Januar bis 3
1.
März 201
7.
Darin wir
d
der ausbezahlte Lohn für die Monate Januar bis März 2017 (bis Ende der Kündigungsfrist)
von Fr. 27'171.--
sowie die
vergleichsweise zu leis
tende
Ab
gangs
entschädigung vom 25.
Januar
2018
in der Höhe von Fr. 27'624.--
als un
regelmässige Leistung aufgeführt.
3.3.5
Eine Nachfrage
beim von der
Z._
AG mandatierten
C._
AG vom 7. Januar 2019 (Urk. 7/21) ergab, dass
sich keine Hinweise darauf finden
liessen
, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerde
führer mit der vor Gericht vereinbarten Abgangsentschädigung in Höhe von circa 3 Monatsgehältern über den 31. März 2017 hinaus verlängert worden wäre.
4.
4.1
Es ist zu prüfen,
ob die
unbestrittenermassen
vom Beschwerdeführer erhaltene Leistung im Betrag von Fr. 27‘624.15
als freiwillig im Sinne des AVIG zu quali
fizieren
ist
. Soweit die ausbezahlte Summe eine Abgangsentschädigung darstellt
,
ist sie als Leistung zu betrachten, welche im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf rein vertraglicher Basis erbracht wurde und die daher als freiwillig im Sinne des Gesetzes einzustufen ist
(E.
1.2.3)
.
Dabei ist es unerheb
lich, ob diese
direkt
gestützt auf Ziff. 2.4 des Arbeitsvertrages (vgl. E. 3.3.1) oder
indirekt
gestützt auf den im arbeitsgerichtlichen Prozess geschlossenen Vergleich (vgl. E. 3.3.3) geleistet wurde.
Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abgangsent
schädigung im Sinne von
Art.
339b
Abs.
1
des Obligationenrechts (
OR
)
bestand nicht. Die hierfür nötigen Voraussetzungen (Alter des Arbeitnehmers, Anzahl Dienstjahre) sind vorliegend nicht erfüllt.
Dass es sich um eine Abgangsentschädigung handelt,
ergibt sich auch daraus, dass die Zahlung der Arbeitgeberin
an den Beschwerdefüh
rer sowohl im Vergleich vom 11.
Januar 2018
(vgl. E. 3.3.3) als auch im hernach ausgestellten Lohnaus
weis vom 28.
Februar 2018 (vgl. E. 3.3.4) explizit als «Abgangsentschädigung
(vom 25. Januar
2018)
»
bezeichnet wurde.
Entgegen der Auffassung des Be
schwerdeführers (Urk. 1) handelt es sich
aufgrund des Dargelegten
nicht um eine fortgesetzte Lohnzahlung der ehemaligen Arbeitgeberin für die
Monate
April bis Juni 201
7.
Eine
solche Verlängerung des Arbeitsverhältnisses aufgrund der vor
dem Arbeitsgericht vereinbarten Abgangsentschädigung wurde sodann von der
Z._
AG ausdrücklich verneint (vgl. E. 3.3.5) und ergibt sich weder aus dem vorliegenden Arbeitsvertrag noch aus dem gerichtlichen Vergleich.
4.2
Somit handelt es sich bei der erhaltenen Zahlung im Betrag von Fr. 27'624.15 um eine freiwillige Leistung der ehemaligen Arbeitgeberin. Da sie unter dem
Höchst
betrag von Fr. 148'200.-- liegt, bleibt sie bei der Berechnung des Arbeitsausfalls unberücksichtigt und kann auch nicht als Beitragszeit - im Umfang von drei zu
sätzliche
n
Monaten - angerechnet werden.
Zu verweisen ist überdies auf die
zutreffenden
Ausführungen der Beschwerde
gegnerin, wonach der Beschwerdeführer für die in den Monaten April bis Juni 2017 erhaltenen Arbeitslosengelder rückerstattungspflichtig wäre, wenn es sich bei der Zahlung im Betrag von Fr. 27'624.15 tatsächlich um eine Lohnfortzahlung der Arbeitgeberin handeln würde, da er
diesfalls
keinen Anspruch auf Leistungen nach AVIG gehabt hätte (vgl. Urk. 2 S. 5).
5
.
Zusammenfassend steht fest, dass sich der Beschwerdeführer ab Beginn der Rah
menfrist für den Leistungsbezug (
12. Oktober 2017
) nicht über eine Beitragszeit von mindestens 18 Monaten ausweisen kann. Damit stehen ihm
260
Taggelder zu, weshalb der angefochtene
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen ist.