Decision ID: c59cfbcb-9c7c-44cf-a808-c9849bdd5c8c
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1955, arbeitet seit
1.
Juli 2004 bei der
Y._
AG als Maurer und ist damit bei der Schweizerischen
Unfallversi
cherungsanstalt
(SUVA) unfallversichert (
Urk.
8/1). Am 6. Oktober 2011 wurde er als Lenker eines Lieferwagens in
eine Auffahrkollision verwickelt (
Urk.
8/67). Die erstbehan
delnden Ärzte des Spitals
Z._
diagnostizierten ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule und attestierten eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Urk.
8/13). Die SUVA erbringt seither die in diesem Zusammenhang erforderlichen gesetzlichen Versicherungsleistungen.
Im weiteren Verlauf wurde eine
Rotatorenmanschettenruptur
der rechten Schul
ter festgestellt
, welche am 30. März 2012 operativ rekonstruiert wurde (
Urk.
8/93)
.
Mit Verfügung vom 30. Mai 2012 lehnte
die SUVA eine
Leistungs
pflicht
für das Schulterleiden mangels Kausalität zum Unfall vom 6. Oktober 2011 ab (
Urk.
8/100). Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom 10. Juni 2013
fest
(
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
der V
ersicherte am 11. Juli 2013
Beschwerde erheben mit dem Antrag, die SUVA sei zu verpflichten, für die Folgen der
Rotatorenmanschet
tenruptur
aufzukommen (
Urk.
1 S. 2). Die SUVA schloss in der
Beschwerdeant
wort
vom 11. Oktober 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (
Urk.
13, 16).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren
Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Be
jahung des na
türlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfal
l mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist ei
ne Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das
Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu b
efinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob das Schulterleiden rechts auf den Unfall vom
6.
Oktober 2011 zurückzuführen ist.
3.
3.1
Zum Unfallhergang vom
6.
Oktober 2011 ist den Akten zu entnehmen, dass der angegurtete Beschwerdeführer mit seinem Lieferwagen auf gerader Strecke
ver
kehrsbedingt
abbre
msen musste. Der nachfolgende Lenker realisierte dies zu spät und fuhr annähernd achsenparallel auf den Lieferwagen auf.
Die
kollisi
onsbedingte
Geschwindigkeitsänderun
g (Delta-v) am Heck des Lieferwagens
betru
g laut der Unfallanalyse vom 2
8.
März 2012 10,5 bis 13,4 km/h (
Urk.
8/67,
Urk.
8/92).
3.2
Gleichentags suchte der Beschwerdeführer
das Spital
Z._
auf. Die behan
delnden Ärzte
diagnostizierten eine HWS-Distorsion und
notierten unter den Befunden Kopfschmerzen, Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in der linken Schulter und Schmerzen in der paravertebralen Muskulatur (
Urk.
8/9
,
Urk.
8/13
,
Urk.
8/19/4
). Die Hausärztin
Dr.
med.
A._
, welche er am
8.
Oktober 2011 konsultierte, verschrieb ihm - unter
Hinweis auf die Diagnosen einer
HWS-Dis
torsion und LWS-Kontusion - Physiotherapie und Analgetika (
Urk.
8/12
/2
).
3.3
Am 2
2.
Oktober 201
1 fand ein weiterer Untersuch im
Spital
Z._
statt. Diagnostiziert
wurden LWS-Schmerzen nach einer HWS-Distorsion (
Urk.
8/19). Diese Diagnosen bestätigte
Dr.
A._
im Bericht vom
9.
November 201
1.
Zum Heilungsverlauf hielt sie fest, der Beschwerdeführer leide nach wie vor unter Blockaden und Schmerzen (
Urk.
8/19
/1
).
3
.4
Anlässlich eines Standort
gesprächs
vom 1
6.
November 2011
mit einer SUVA-Mitarbeiterin gab der Beschwerdeführer
an
, dass er nach wie vor an starken Schmerzen zervikal und lumbal leide (
Urk.
8/27).
Am
9.
Dezember
2011
fand in der Rehaklinik
B._
ein ambulantes Assessment statt. Eine
Schulterproble
matik
war laut den Klinikärzten nicht ersichtlich. Im Rahmen von physiothera
peutischen Leistungstests hantierte der Beschwerdeführer mit
Gewichten von 15 kg über Kopf, wobei der
entsprechende Test wegen des Pulsanstiegs abgebro
chen werden musst
e.
Gegenüber den Ärzten klagte der Beschwerdeführer über Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen
(
Urk.
8/41,
Urk.
8/77).
Anlässlich eines Gesprächs mit dem zuständigen Haftpflichtversicherer am 1
6.
Dezember 2011 bestätigte der Beschwerdeführer, dass das Hauptproblem die Nacken- und Rü
ckenschmerzen darstellten. Zudem leide er seit dem Assessment in
B._
an zunehmenden Schmerzen in der rechten Schulter (
Urk.
8/103).
3.5
Vom 2
8.
Dezember 2011 bis
1.
Februar 2012 hielt sich der Beschwerdeführer stationär in der Rehaklinik
B._
auf. Die Ärzte hielten fest, dass knapp vier Monate nach dem Unfall
bewegungs- und belastungsverstärkende Nacken
-
so
wie lumbale Schmerzen bestünden.
Neu klage er auch über Schulterschmerzen
, welche vom Beschwerdeführer in Zusammenhang
mit dem Unfall gebracht würden.
Die angefertigten konventionell-radiologischen Bilder
der Schulter
vom 1
1.
Januar 2012 hätten einen unauff
älligen Befund ergeben
. D
ie aktive Beweg
lichkeit der Schulter
sei bis dahin
nach wie vor gut gewesen. Während eines Wochenendurlaubs am
2
8.
Januar 2012 sei es dann
offenbar
zu einer Verstär
kung der Beschwerden gekommen (
Urk.
8/77, vgl. auch
Urk.
8/5
8,
Urk.
8/63
).
3.6
Auf Veranlassung von
Dr.
A._
erfolgte am
2.
Februar 2012 ein MRI der rechten Schulter. Dieses zeigte
gemäss Beurteilung des Radiologen einen Abriss der
Supraspinatussehne
sowie eine Teilruptur der
Infraspinatussehne
(
Urk.
8/62). Die Kreisärztin der SUVA,
Dr.
med.
C._
,
führte diesen Befund auf eine dege
nerative Veränderung zurück
.
Der Unfallhergang sei nicht geeignet gewesen, eine Verletzung dieser
Art herbeizuführen. Zudem seien
die
Schulterbeschwer
den
erst
rund zehn Wochen nach dem Unfallereignis aufgetreten
(
Urk.
8/61
,
Urk.
8/102
).
3.7
Die Ärzte der Uniklinik
D._
erklärten im Bericht vom 1
3.
März 201
2
, kli
nisch und radiologisch zeige sich ein Abriss der
Supraspinatussehne
. Aufgrund der deutlichen Bewegungseinschränkung der rechten Schulter sowie
der starken
Schmerzen st
ellten sie die Indikation für die
arthroskopische
Rekonstruktion
vom 3
0.
März 2012
(
Urk.
8/84
, vgl. auch
Urk.
8/
98
).
Im Operationsbericht
diag
nostizierten
sie
eine
Rotatorenm
a
nschettenruptur
sowie eine
AC-Gelenksarthro
p
at
hie
(Bericht vom
4.
April 2012,
Urk.
8/
93-94
).
Die
Rotatorenm
a
nschetten
ruptur
führten sie auf den Unfall vom
6.
Oktober 2011 zurück. Das präoperative MRI habe keinerlei
Verfettungen
der
Rotatorenmanschette
gezeigt. Intraoperativ habe es keine relevanten Anhaltspunkte für degenerative Veränderun
gen gege
ben. Zusätzlich würden
die
Rupturkonfiguration
wie auch die Lokalisation mit Einbezug des
Subscapularis
-Oberrandes sowie -Vorderrandes für eine tr
auma
tische Genese
sprechen
(
Urk.
8/107
,
Urk.
8/104
).
3.8
Auf die Stellungnahme der SUVA-Ärztin
Dr.
C._
hin
(vgl. vorstehende
E. 3.6)
gelangte
Dr.
A._
mit Bericht vom 1
4.
Juni 2012 an die SUVA. Darin bestätigte sie, dass sie am
8.
Oktober 2011 vom Beschwerdeführer konsultiert worden sei. Der Auffahrunfall vom
6.
Oktober 2011 sei heftig gewesen. Der Be
schwerdeführer sei auf die Kollision gefasst gewesen un
d habe sich mit geraden Armen gegen das
Lenkrad
gestemmt. A
nlässlich der
ärztlichen
Konsultation
habe er
über massive Schmerzen
nuchal
und am ganzen
Musculus
Trapezius
geklagt. Auf die Frage, wo er Schmerzen verspüre, habe er mit der linken Hand über die rechte Schulter und mit der rechten Hand über die linke Schulter ge
zeigt. Diese Schmerzen habe sie im Rahmen der HWS-Distorsion interpretiert. Im weiteren Verlauf habe der Beschwerdeführer aber, wenn er k
örperlich gefor
dert worden sei,
über Schmerzen in der Schulter geklagt, weshalb schliesslich am
2.
Februar 2012 das MRI durchgeführt worden sei (
Urk.
8/103
/5
).
3.9
Am 2
9.
Mai 2013 nahm
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, SUVA
Versicherungs
medizin
, zur Unfallkausalität Stellung.
Er hielt zunächst fest, dass die von der Uniklinik
D._
durchgeführte Resektion
primär an die AC-Gelenksarthrose adressiert gewesen
sei
. Diesbezüglich werde von niemande
m
eine
Unfallkausa
lität
behauptet und sei auszuschliessen
(
Urk.
8/121 S
.
11). Eine solche werde einzig hinsichtlich der
Rotatorenmanschettenruptur
postuli
ert. Die Ruptur sei indessen ebenfalls
degenerativ bedingt. Der Unfallhergang sei nicht geeignet gewesen,
diesen Schaden hervorzurufen oder eine bis anhin klinisch stumme Schadenslage symptomatisch werden zu lassen. Insbesondere
habe keine axiale Stauchung durch das Festhalten am Lenkrad
stattgefunden. Denn
aufgrund des Heckaufpralls habe sich
der Beschwerdeführer
nicht in Richtung
Lenkrad zube
wegt, sondern in die entgegengesetzte Richtung.
Weiter erläuterte
Dr.
E._
unter Hinweis auf di
e einschlägige Fachliteratur
, dass b
ei einer traumatischen Ruptur der
Rotatorenmanschette
in den ersten drei Tagen nach dem Ereignis ein heftig stechender Schmerz auf
trete
.
Damit
gehe ein sofortiger Funktionsverlust des betroffenen Arms
einher
(
Urk.
8/121 S.
11 ff.
).
Im Falle des Beschwerde
führers sei aber nichts dergleichen dokumentiert.
D
er Beschwerdeverlauf
ent
spreche
vielmehr
j
enem einer degenerativen Ruptur
.
D
em Beschwerdeführer
sei
es
beim ambulanten Assessment
in der Reha
klinik
B._
möglich gewesen
, Überkopftätigkeiten mit Lasten
von 15 kg auszuüben, was
bei einer traumati
schen Ruptur ni
cht denkbar
sei. Demgegenüber würde
n
schleichende, degenera
tive Defekt
e der
Rotatorenmanschette
kompensiert
;
d
ies erlaube die weitere Ausübung von
Überkopftätigkeiten
(
Urk.
8/121 S. 17).
Der Beschwerdeführer befinde sich in einem Lebensabschnitt, in welchem degenerativ bedingte De
fekte der
Rotatore
nmanschette
vorkämen (
Urk.
8/121 S. 15 f.). Da die vom
Seh
nendefekt
betroffene Muskulatur noch keine fettige Infiltrati
on und keine Atro
phien aufgewiesen habe
, könne es sich nicht um einen Defekt handeln, der seit Jahren bestehe. Eine zeitliche Eingrenzung sei jedoch nicht möglich. Eine Mus
kelatrophie sowie eine fettige Infiltration seien Zeichen für eine Schädigung. Über deren Ursache gäbe
n sie indessen keine Auskunft
.
Ein ursächlicher oder teilursächlicher Zusammenhang zwischen dem Unfall vom
6.
Oktober 2011 und den Schulterbeschwerden bestehe nicht
(
Urk.
8/
121 S.
11 f.).
4.
4.1
SUVA-Arzt
Dr.
E._
legte unter Hinweis auf den Unfallhergang, die klini
schen Befunde im Verlauf und die einschlägigen Erkenntnisse der medizini
schen Wissenschaft in überzeugender Weise dar, dass die festgestellten Verän
derungen an der
Rotatorenmanschette
nicht mit dem
im
Sozialversicherungs
recht
massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch das versicherte Unfallereignis verursacht worden sind.
Insbesondere
erläuterte
er nachvollziehbar, dass Atrophie und
Verfettungen
der
Rotatorenmanschette
nichts über die Ursache der Sehne
nschädigung
aussagen, sondern einzig über das Alter des Defekts.
Demgegenüber setzten sich die Ärzte der Uniklinik
D._
mit d
er Frage des Unfallmechanismus und
des klinischen Verlaufs
nicht auseinander, weshalb ihr
e Beurteilung
de
r Unfallkausalität
nicht zu überzeugen vermag.
4.2
Der
Beschwerdeführer behauptet im Beschwerdeverfahren, die
Schulterbe
-
schwer
den
seien unmittelbar nach
dem Unfall aufgetreten. Dem kam nicht gefolgt werden
.
Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer
noch am Unfalltag
das Spital aufgesucht hatte (
Urk.
13 S.
6
). Grund
hierfür
waren aber die Symptome der HWS-Distorsion
und die LWS-B
eschwerden (vgl. vorstehende E.
3.2)
. Die Verabreichung von An
a
lgetika erfolgte denn auch
deretwegen
und nicht, wie in der
Beschwerde insinuiert
, wegen Schulterbeschwerden. Im
Bericht vom
1
4.
Juni 2012 legte
Dr.
A._
dar, dass der Beschwerdeführer am
8.
Oktober 2011 auf die Frage, wo er Schmerzen verspüre, mit der linken Hand über die ganze rechte Schulter und mit der rechten Hand über die linke Schulter gezeigt habe. Diese Angaben betreffen beide Schultern und sind insofern un
differenziert
,
als sie nicht auf eine traumatische Verletzung der rechten Schulter schliessen lassen
.
Auf jeden Fall beschreiben sie keinen stechenden, heftigen Schmerz, also Symptome, wie sie nach einer traumatischen
Rotatore
nman
schettenruptur
auftreten. Sodann
trifft die Behauptung des Beschwerdeführers nicht zu, unmittelbar nach dem Unfall sei ein Funktionsverlust des rechten Ar
ms eingetreten (
Urk.
13 S. 7). Denn a
nso
nsten hätte er
bei
m
ambulanten As
sessment keine Überkopfarbeiten ausführen können.
Im Standortg
espräch mit der SUVA am 1
6.
November 2011 erwähnte der Beschwerdeführer Bloc
kaden
am ganzen Körper
, aber von Schulterbeschwerden war keine Rede
. Eine Gleichsetzung von Blockaden mit Schulterbeschwerden, wie in der Beschwerde postuliert, ist nicht zulässig
. Aufgrund der Akten lässt sich auch nicht erstellen, dass der Beschwerdeführer gegenüber seinem Physiotherap
e
uten über Be
schwerden in der rechten Schulter geklagt
hatte
(
Urk.
1 S. 3). Dieser hielt mit Notiz vom 1
5.
November 2011 einzig fest, der Beschwerdeführer würde
„wegen Schmerzen in
BWS
re
“ auch teilweise im dortigen
Bereich
behandelt (
Urk.
8/10
3
/6
)
. BWS steht
für
die
Brustwirbelsäule, was der Beschwerdeführer offenbar verkennt. Echtzeitlich aktenkundig erwähnt sind die Beschwerden in der rechten Schulter erstmals
im
Gespräch
sprotokoll
des
zuständigen
Haft
pflichtversicherer
s
vom 1
6.
Dezember
2011
, also rund sechs Wochen nach dem Unfall.
Diese zeitliche Distanz spricht ebenfalls gegen eine Kausalität mit dem Unfall
,
ebenso wie die Darstellung des Beschwerdeführers selbst, dass er seit dem Assessment an zunehmenden Schmerzen in der rechten Schulter leide (Urk. 8/103/9). Dieser Schilderung kommt im Sinne einer Aussage der ersten Stunde in beweisrechtlicher Hinsicht grösseres Gewicht zu als späteren Anga
ben, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versiche
rungsrechtlicher
oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
4.3
Nach dem Gesagten besteht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit zwischen Unfall vom
6.
Oktober 2011 und den
Schulterbe
schwerden
rechts kein natürlicher Kausalzusammenhang.
Der für die Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderliche natürliche Kausal
zusammenhang gilt auch für unfallähnliche Körperschädigungen
(Bun
desgerichtsurteil 8C_941/2009 vom 1
8.
März 2010 E. 2.1)
. Beim Beschwerde
führer besteht
in der Schulter
ein degeneratives Geschehen, weshalb auch dem vom Beschwerdeführer eventualiter gestellte Antrag
(
Urk.
13 S. 7)
, die SUVA sei unter dem Titel einer unfallähnlichen Körperschädigung zu Leistunge
n zu ver
pflichten
, nicht entsprochen werden kann.
Von weiteren medizinischen Abklä
rungen sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist
(antiz
i
pierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 90 E. 4b).
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.