Decision ID: 5cfba1ba-0b8c-5472-99df-3605790dda9f
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
meldete sich im Jahr 2004
mit
der Firmenbezeichnung
Y._
bei
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse
(
nach
folgend Ausgleichskasse Zürich)
,
als
Selbständigerwer
bende
r
an (
Urk.
7/1)
.
Im Jahr 2004 wurde er mit der Firma
Z._
bei der Ausgleichskasse des Kantons Zug gemeldet (
Urk.
7/29). Gestützt auf die Selbstangaben von
X._
über
ein Einkommen
aus selbständiger Erwerbstätigkeit
von
Fr.
356'5
00.--
im Jahr 2012
(
Urk.
7/85/2)
setzte
die
Aus
gleichskasse
Zürich
die Beiträge für
das Beitragsjahr 2012
mit
Nachtrags
ver
fügung
vom
2
1.
Juni 2013
auf Fr.
38'956.20 fest (
Urk.
7/87
/4
). Mit Steuer
mel
dung vom
3
0.
August 2017 (
Urk.
7/140)
meldete das kantonale Steueramt der
Ausgleichskasse
Zürich
für das Steuerjahr 2012 ein
(Verlust-)
Einkommen
des Pflichtigen
von
Fr.
–
182'754.--. Mit Nachtragsverfügung vom
5.
September 2017 (
Urk.
7/146) setzte
die Ausgleichskasse Zürich
die Beiträge gestütz
t auf diese Angaben neu
auf
Fr.
0.00 fest. Am 2
8.
Mai 2018 teilte die Ausgleichskasse Zug der
Ausgleichskasse
Zürich
mit, dass
sie
gestützt auf eine Steuermeldung für das Jahr 2012
fälschlicherweise die SE-
Beiträge verfügt
habe,
aber
bevor sie
mangels Zuständigkeit
die
vom Pflichtigen
dagegen gerichtete Einsprache gutheissen werde,
bitte sie um Erlass der entsprechenden Nachtragsverfügung und um Zu
stellung einer Kopie
(
Urk.
7/174
, vgl.
Urk.
7/181
).
Mit Nachtragsverfügung vom
2
0.
Juli 2018 (
Urk.
7/183)
setzte die
Aus
gleichskasse Zürich
für das J
ahr 2012
die Beiträge
gestützt auf
ein
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr.
359'814.-- und ein investiertes Eigenkapital von Fr. 1'132’000.--
zuzüglich
Verwaltungskosten
auf
Fr.
37'589.
60
fest.
F
ür
auszugleichende
Beiträge 2012
erliess sie
sodann
am gleichen Tag
eine Verzugszinsverfügung über
Fr.
8'562.10
(
Urk.
7/182
)
.
Die dagegen erhobene Einsprache vom 2
3.
August 2018 (
Urk.
7/184)
hiess
die
Ausgleichskasse
Zürich
mit
E
insprachee
ntscheid
vom
2
8.
Mai 2019
in dem Sinne
te
ilweise gut
,
als
sie
die Verzugszinse
n
storniere
n
und
ein allfälliger Vergütungszins
neu
be
rechnen würde
(
Urk.
2).
2.
Dagegen
erhob
der
Pflichtige
am
3.
Juli
2019
Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte,
der
Einspracheentscheid
vom 2
8.
Mai 2019 sowie die Nachtragsverfügung(en) vom
2
0.
Juli 2018 seien aufzuheben und a
uf den zu viel bezahlten
Akontobei
trägen
sei ein Vergütungszins von 5
%
zu berechnen und
auszurichten.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
September 2019
beantragte die
Beschwerdegegnerin die
Abweisung der
Beschwerde (
Urk.
6),
was dem Beschwerdeführer am 11.
Septem
ber 2019 zu Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben (
Art.
3 f. und 8 f.
des Bundesgesetzes
über die Alters- und
Hinterlassenenver
si
cherung
[AHVG];
Art.
2 und 3 des Bundesgesetzes über die Invaliden
ver
sicherung [IVG];
Art.
26 und 27 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienst
leis
tende und bei Mutterschaft [EOG];
Art.
11 des Bundesgesetzes über die Familien
zulagen [
FamZG
]).
1.2
Gemäss Art. 22
der
Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV)
werden die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Er
werbs
einkommens und des am 31. Dezember im Betrieb investierten Eigen
kapitals.
1.3
Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Bemessung der Beiträge
Selbständigerwerbender
massgebende Erwerbsein
kommen aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechts
kräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der interkantonalen Repartitionswerte zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbehörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
Nach der Rechtsprechung begründet jede rechtskräftige Steuerveranlagung die nur mit Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit entspreche. Da die Ausgleichskassen an die Angaben der Steuerbehörden gebunden sind und das Sozialversicherungsgericht grundsätzlich nur die Kassenverfügung auf ihre Gesetzmässigkeit zu überprüfen hat, darf das Gericht von rechtskräftigen Steuer
taxationen bloss dann abweichen, wenn diese klar ausgewiesene Irrtümer enthal
ten, die ohne weiteres richtig gestellt werden können, oder wenn sachliche Um
stände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich belanglos, sozialversiche
rungsrechtlich aber bedeutsam sind. Blosse Zweifel an der Richtigkeit einer Steuertaxation genügen
hiezu
nicht; denn die ordentliche Einkommensermittlung obliegt den Steuerbehörden, in deren Aufgabenkreis das Sozialversiche
rungsge
richt nicht mit eigenen
Veranlagungsmassnahmen einzugreifen hat. Die
selb
ständigerwerbenden
Versicherten haben demnach ihre Rechte, auch im Hinblick auf die AHV-rechtliche Beitragspflicht, in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (BGE 110 V 83 E. 4 und 370 f., 106 V 129 E. 1, 102 V 27 E. 3a; AHI 1997 S. 25 E. 2b mit Hinweis).
1.4
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Aus
gleichskassen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversi
che
rungs
gerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des
massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt. Diese
Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation des Einkommens beziehungsweise Einkommensbezügers und beschlägt daher die Frage nicht, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbständiger oder aus unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob der Einkommensbezüger beitrags
pflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuer
mel
dung aufgrund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der Steuer
behörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80 E. 2c, 114 V 72 E. 2, 110 V 83 E. 4 und 370 E. 2a, 102 V 27 E. 3b mit Hinweisen).
1.5
Nach
Art.
53
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)
müssen formell rechtskräftige Verfügungen und
Ein
spracheentscheide
in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (soge
nannte prozessuale Revision). Ferner bestimmt
Art.
53
Abs.
2 ATSG, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen und
Einspracheent
scheide
zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
28.
Mai 2019
zur Begründung aus,
die persönlichen Beiträge für das Jahr 2012 seien gestützt auf die Steuermeldung vom 1
4.
Dezember 2017 der direkten Bun
dessteuer definitiv festgesetzt worden. Die Einschätzung der Steuern
sei
gemäss beigelegter Steuermeldung am 2
7.
April 2017 erfolgt
. Die Verfügung vom
Jahr 2018
sei
rechtskräftig
geworden. Bei der Verfügung vom 3
1.
August 2017 seien trotz Anpassung der Beiträge kein Vergütungszins und aufgrund der Wiederer
hebung der
Beiträge 2012 fälschlicherweise Verzugszinsen gerechnet worden
. Diese würden
vollumfänglich
storniert und da die Beiträge bis zur Verfügung vom 3
1.
August 2017 bezahlt
worden seien, sei
en die
Vergütungszins
en
auf dem
Differenzbetrag zu berechnen.
In ihrer Vernehmlassung
führte sie aus
(
Urk.
6 S. 2),
a
m 3
0.
August 2017
sei
eine Steuermeldung des Steueramts Zürich
f
ür das Jahr 2012
über
einen Verlust von
Fr.
182
’754.--
und
ein Eigenkapital
von
Fr.
0.
--
eingegangen
.
G
estützt
darauf seien am
5.
September
2017 die Beiträge für das Jahr 2012 mittels Nach
trags
verfügung auf
Fr.
475.
--
fest
gesetzt worden, zuzüglich
Verwaltungskosten von
Fr.
23.4
0.
Am
2
8.
Mai 2018
habe
ihr
die Ausgleichskasse Zug mangels Zustän
digkeit
eine an sie
ergangene Steuermeldung vom 14.
Dezember 2017
,
die
eben
falls das Jahr 2012
betroffen habe
,
weitergeleitet
.
Diese habe
jedoch ein Ein
kom
men aus selbständiger
Erwerbstätigkeit von
Fr.
359
'814.-
-
sowie ein Eigenkapital von
Fr.
1'131'576.
--
ausgewiesen. Das Steueramt
des Kantons Zürich
habe be
stätigt, dass es sich bei der
zweiten Steuermeldung vom 14.
Dezember 2017 um die richtige Steuermeldung hand
le. Da der Pflichtige Einkommen
über mehrere
Unternehmen
generiere
, welche teils mehrere Fili
alen in verschiedenen Kantonen
führten
, sei es
zu einer Falschmeldung seitens des Steueramtes im August 2017
gekommen
,
indem
die ursprüngliche Steuermeldung
vom 2
8.
August 2017
(rich
tig 3
0.
August 2017)
nicht das gesamte Einkommen
des Pflichtigen erfasst habe.
Mit Verfügung vom
5.
September 2017 hätten sie folglich viel zu tiefe Beiträge festgesetzt, weshalb diese zweifellos anfänglich unrichtig gewesen sei. Auch sei die Berichtigung aufgrund einer Abweichung in der Einkommenssumme von mehreren hunderttausend Franken von erheblicher Bedeutu
ng. Z
umal mit Erhalt der am 14.
Dezember 2017 ergangenen Steuermeldung denn auch neue vorbe
standene Tatsachen entdeckt worden seien, sei sie auf
die
inzwischen
rechts
kräftige Verfügung vom 5.
September 2017
zurückge
kommen
. Da die massge
bende Steuermeldung vom 1
4.
Dezember 2017 als Datum der Einschätzung den 2
7.
April 2017 aufweise, im Jahr 2017 rechtskräftig geworden und die Nachtrags
verfügungen im Jahr 2018 ergangen seien, seien
die Beiträge
vor deren Verjäh
rung festgesetzt worden.
2.2
D
er Beschwerdeführer
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die Be
schwerdegegnerin habe bereits am
5.
September 20
17 rechtskräftig über die Bei
trä
ge 2012 entschieden und Grundlage dafür habe die ebenfalls rechtskräftige Steuerveranlagung für die direkte Bundessteuer vom
5.
April 2017,
mit einem (Verlust-) E
inkommen von
Fr.
182
’
754.-- gebildet.
Eine spätere Korrektur der
Steuermeldung sei nicht vorgenommen worden und auch nicht aktenkundig. Da
her könne die rechtskräftige Verfügung vom
5.
September 2017 nicht nach
träg
lich angepasst werden.
Eine weitere AHV-Meldung, worauf sich die
Beschwer
de
gegnerin stützen könn
e, sei nicht vorhanden und innerhalb der Verjäh
rungs
frist auch nicht ergangen.
Die
AHV-Meldung
, die dem
Einspracheentscheid
bei
gelegt
worden sei, beziehe sich auf die
Ausgleichskasse Zug, welche
im
Verfahren nicht betei
ligt gewesen sei
– eine entsprechende Beitragsverfügung sei am 1
4.
August 2018 aufgehoben worden –
und diese weiche von der Steuermitteilung ab und könne daher nicht zu
r Bemessung herangezogen werden
. Es liege damit eine nicht nachvollziehbare Meldung als Grundlage
vor. Die Nachtragsverfügung vom
5.
September 2017 sei rechtskräftig geworden und es gebe keine Anhaltspunkte für eine Korrektur, sei es eine Nachsteuerveranlagung oder sonstige Gründe, womit auch die AHV-Verfügung betreffend die Beiträge für
Selbständiger
wer
bende
2012
nicht später korrigiert werden könne
.
3.
Streitig sind die Beiträge für das Beitragsjahr 2012 respektive die Höhe des vom Beschwerdeführer
in dieser Periode
erzielten Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit.
Diesbezüglich
ergeben die Akten folgendes:
3.1
In
der
Beitragsverfügung
Akonto
vom 3
1.
Januar 2012 (
Urk.
7/76)
wurde
n
ge
stützt auf
die
Angaben der vorangehenden Beitragsperiode die
Akontobeiträge
basierend auf
ein
em
Erwerbseinkommen von
Fr.
375'000.--
festgelegt
(
Urk.
7/76).
3.2
Nachdem der Beschwerdeführer am
14.
Juni 2013 (
Urk.
7/85)
Anpassungen
für die Jahre 2009 bis 2012
verlangt
und
für das Jahr 2012 ein beitragspflichtiges Einkommen von
Fr.
356'500.
--
deklariert hatte
(
Urk.
7/85/2)
,
wurde
n
mit
Nach
tragsverfügung vom 2
1.
Juni 2013 (
Urk.
7/87/4)
die Beiträge
gestützt auf diese Angaben
neu festgesetzt.
3.3
I
n der Steuermeldung vom 3
0.
August 2017 (
Urk.
7/140) führte das Kantonale Steueramt Zürich für das Jahr 2012
ein
(Verlust-)
Ein
kommen des Beschwerde
führers
aus selb
ständiger Erwerbstätigkeit von
Fr.
-
182'754.--
auf
,
worauf die
Beschwerdegegnerin am
5.
September 2017 eine
entsprechende
Nachtragsver
fügung
erstellte (
Urk.
7/146)
.
3.4
Mit
einer weiteren
Steuermeldung
vom 2
1.
Dezember 2017
für das Jahr 2012
gab
das kantonale Steueramt Zürich
der Ausgleichskasse Zug
ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von
Fr.
359’814.-- bekannt
(
Urk.
7/174/2-3)
.
3.5
Im Weiteren ergeben die Akten, dass auf N
achfrage der
Ausgleichskasse Zug (
Urk.
7/174/13)
das
kantonale Steueramt
Zürich
in einer Email-Korrespondenz vom 15.
März 2018 mitteilte, dass die zweite (Steuer-) Meldung mit positivem Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit die richtige sei
(
Urk.
7/174/12)
.
Dazu
wies
das
kantonale Steueramt Zürich
in
der
Beilage u
nter dem Titel «Details zu selbständiger Erwerbstätigkeit 2012»
betreffend die
drei Firmen
Z._
,
A._
und
Y._
,
unter anderem auf
einen Gewinn des Beschwerdeführers
von
Fr.
355'939.--
hin
(vgl.
Urk.
7/174/14).
3.6
In einer Email
-
Korrespondenz der Beschwerdegegnerin mit dem kantonalen Steueramt Zürich
vom 1
7.
Juli
2018
wurde festgehalten
, dass gemäss
den An
gaben des
Beschwerdeführer
s
die
jenige
Firma, welche bis anhin ihren Sit
z im Kanton Zug gehabt habe nun
mehr i
m Kanton Nidwalden ansässig sei, als Filiale gelte und als
Hauptsitz
B._
im Kanton
Zürich zu betrachten
sei. Die
per
sönliche
n
Beiträge würden nur über die Ausgleichskasse Zürich abgerechnet
(
Urk.
7/179).
4.
4.1
Mit Blick auf
die Akten
liegen unterschiedliche
respektive widersprüchliche
An
gaben vor.
So behauptet
e
der Beschwerdeführer
in Abweichung
von
s
ei
nen
Angaben betreffend da
s
voraussichtlich
im Jahr 2012
erwirtschaftete
Erwerbs
einkommen von
Fr.
375'000.
--
–
auf dem die
Akontobeiträge
berechnet
wurde
n
(E. 3.1)
–
u
nd
entgegen
dem von ihm
nachträglich deklar
ierten
Einkommen
aus selbständiger Erwerbstätigkeit
von
Fr.
356'500.
--
(
E. 3.2
)
für das gleiche Jahr
nunmehr
, dass er in diesem Jahr
lediglich
ein Verlust
einkommen
erzielt habe
.
Dabei stützt
e
er sich
einzig
auf
eine Berechnungsmitteilung der Steuerbehörde (
Urk.
3/7) und die
Angaben in der
Steuermeldung vom 3
0.
August 2017
ab, wo
ein Verlusteinkommen von
Fr.
182'754.
-- gemeldet
wurde
(E. 3.3
)
. Diese Anga
ben wurden aber
vom kantonalen Steueramt als
falsch
und
die spätere
Meldung vom
2
1.
Dezember 2017
(E. 3.4)
mit
ein
em
Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit
von
Fr.
359’814.
-- als richtig bezeichne
t
.
4.2
Zutreff
end sind damit die Ausführungen
der Beschwerdegegnerin, dass sie nach Erhalt der «korrekten»
Steuermeldung vom
2
1
.
Dezember 2017
ermächtigt war
,
wiedererwägungsweise
auf die inzwischen
rechtskräftige Verfügung vom 5.
September 2017 zurückzukommen
(zur Wiedererwägung vgl. E. 1.5 hiervor)
.
Die Vorgehensweise war dabei die gleiche
wie bei
der
rechtskräftigen
Nachtrags
verfügung
vom
2
1
.
Juni 2013 (
Urk.
7/87/4)
,
gegen die sich der Beschwerdeführer nicht wandte
, auf
welche
die
Beschwerdegegnerin jedoch zurückgekommen
war
,
nachdem
das Steueramt am
3
0.
August 2017 (
Urk.
7/140)
vorerst
ein Verlustein
kommen
gemeldet hatte. Dabei gründete das Verlusteinkommen
lediglich
darin, dass der Beschwerdeführer
im massgebenden Jahr
in mehreren Kantonen einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen
war
und das Steuera
mt Zürich die ausserkantonalen
E
inkünfte
aus selbständiger Erwerbstätigkeit
nicht
berücksich
tigt
respektive der Ausgleichskasse Zug gemeldet
hat
te
.
Dass es sich
diesbezüglich
anders verhält,
bringt den
n
auch der Beschwerdeführer nicht vor.
Insbesondere behauptet er
auch
nicht
, dass er
auf dem von ihm selber deklarierten
und in diesem Umfang anerkannten
Erwerbseinkommen
von
Fr.
356'500.
-- bereits
in einem anderen
Kanton (Zug,
Nidwalden
)
die Abgaben
entrichtet
hat
.
Dafür
ergeben
auch
die Akten
keine Anhaltspunkte, liess
er doch
dem kantonalen Steueramt Zürich
am
1
7.
Juli 2018
selber mit
teilen
, dass er einzig mit der Aus
gleichskasse Zürich die Beiträge abrechne (vgl. E. 3.6 hiervor).
Damit ist
festzuhalten
, dass die
Beschwerdegegnerin zu Recht auf die
letzt
e
–korrekte
–
Angabe
des Steueramtes, welche nur
unwesentlich von der
Selbstan
gabe
des
Beschwerdeführers
abweich
t (
Fr.
359'814.-- gegenüber Fr.
356'500.--)
,
abgestellt hat
.
Demgegenüber basiert die
Nachtragsverfügung vom
5.
September 2017 (
Urk.
7/146)
auf der offensichtlich unrichtigen Steuermeldung vom 3
0.
August 2017 (
Urk.
7/140).
Aufgrund der
korrigierten und für die Beschwer
degegnerin
verbindlichen
neuen
Steuermeldung
hatte sie
auf
die Nachtragsver
fügung vom
3.
September 2017 (
Urk.
7/146)
zurückzukommen
.
Sie verfuhr dabei gleich
wie bei der Aufhebung der
vorgängige
n
Nachtragsverfügung
vom 2
1.
Juni 2013 (
Urk.
7/87/4),
die der Beschwerdeführer
akzeptiert
hatte und
in der
noch
ein
Erwerbseinkommen von
Fr.
356'500.--
festgehalten wurde
.
Z
u Gunsten
des
Be
schwerdeführer
s
ist auch
der
Berechnungsmitteilung des kantonalen Steueramtes vom
5.
April 2017 (
Urk.
3/7)
nichts
abzugewinnen
.
Denn einerseits ist nicht bekannt, ob diese Mitteilung später noch abgeändert wurde. Anderseits schliesst das Total der Erwerbseinkünfte von
Fr.
994'508.--
das
in der Steuermeldung festgehaltene Einkommen des Beschwerdeführers aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit von
Fr.
359'814.
--
nicht aus.
Nach dem Gesagten
s
ind die Voraussetzungen für eine wiedererwägungsweise Korrektur der ursprünglichen Verfügung
5.
September 2017 erfüllt
(zur Wiederer
wägung vgl. E. 1.5 hiervor).
Weder klar
ausgewiesene Irrtümer, die ohne weiteres
richtig gestellt
werden können
, noch sachliche Umstände, die s
teuerrechtlich
belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam sind, sind bei der rechts
kräftigen
Steuertaxation
respektive der Steuermeldung vom 2
1.
Dezember 2017 (
Urk.
7/174/2-3)
erkennbar
und werden vom Beschwerdeführer auch nicht
vorge
bracht und
näher substantiiert. Vor diesem Hintergrund
ergibt auch die ge
richt
liche Überprüfung, dass
sich die Beschwerdegegnerin
zu Recht an die Steuer
angaben gebunden
erachtete
(E. 1.3 hiervor)
und basierend auf diesen Angaben eine neue Nachtragsverfügung
erliess
.
Die Beschwerde ist damit unbegründet.
D
ies
führt
zur Abweisung der Beschwerde.