Decision ID: b0168318-b1c0-5382-af5b-bce0dfefe74e
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Vorinstanz mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 15. Februar 2006 das Asylgesuch des  vom 15. April 2004 abwies, dessen Wegweisung aus der Schweiz und gleichzeitig gestützt auf die Unzumutbarkeit des  die vorläufige Aufnahme in der Schweiz anordnete,
dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 19. Oktober 2007 dem  mitteilte, es werde die Aufhebung der vorläufigen  erwogen, da in den drei von der kurdischen Regionalregierung kontrollierten nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymanyia keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche und der  grundsätzlich zumutbar sei,
dass dies auch für den Beschwerdeführer gelte, da er gemäss eigenen Angaben aus dem Dorf B._ in der Provinz Dohuk stamme, wo er seine gesamte Kindheit und Jugendzeit verbracht und bis zu seiner Ausreise gewohnt habe,
dass er zudem über ein familiäres Beziehungsnetz verfüge, da auch seine Mutter dort lebe,
dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer Frist ansetzte für die  einer Stellungnahme,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. November 2007 , die vorläufige Aufnahme sei nicht aufzuheben,
dass das BFM die vorläufige Aufnahme mit Verfügung vom 22. April 2008 aufhob,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Mai 2008 (Datum Poststempel) gegen diese Verfügung Beschwerde einreichte und die Aufhebung der Ziffern 1 und 2 des Dispositivs der angefochtenen  beantragte,
dass die Unzumutbarkeit und die Unmöglichkeit des  festzustellen seien und die Vorinstanz anzuweisen sei, seinen Aufenthalt in der Schweiz nach den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln,
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dass der Beschwerdeführer in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und insbesondere um den Verzicht auf die  eines Kostenvorschusses ersucht hat,
dass diese prozessualen Begehren zufolge Aussichtslosigkeit der  mit Instruktionsverfügung vom 2. Juni 2008 abgewiesen ,
dass entsprechend ein Kostenvorschuss von Fr. 600.-- erhoben wurde, welchen der Beschwerdeführer fristgerecht leistete,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine
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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  zu verzichten ist,
dass das BFM die vorläufige Aufnahme aufhebt und den Vollzug der Wegweisung anordnet, wenn die Voraussetzungen für die Aufnahme nicht mehr gegeben sind (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 16.  2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme nicht mehr  sind, wenn der Vollzug der rechtskräftig angeordneten  zulässig (Art. 83 Abs. 3 AuG) und es der ausländischen Person möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) und zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) ist, sich rechtmässig in ihren Heimat-, in den Herkunftsstaat oder in einen Drittstaat zu begeben,
dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grunde nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in welchem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu  (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) niemand der Folter sowie einer unmenschlichen oder erniedrigenden Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,
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dass der Vollzug der Wegweisung für einen Ausländer unzumutbar sein kann, wenn er im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von  wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt oder einer  Notlage konkret gefährdet ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass im Falle der Feststellung einer konkreten Gefährdung unter  von Art. 83 Abs. 7 AuG die vorläufige Aufnahme zu gewähren ist (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und  vom 8. März 2002, BBl 2002 3818),
dass die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 22. April 2008 damit begründet hat, gemäss Art. 14b Abs. 2 ANAG sei die vorläufige Aufnahme aufzuheben, wenn der Vollzug der Wegweisung zulässig und es dem Ausländer möglich und zumutbar sei, sich rechtmässig in einen Drittstaat, seinen Heimatstaat oder jenes Land zu begeben, in welchem er zuletzt gewohnt habe,
dass diese Bedingungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme im Falle des Beschwerdeführers erfüllt seien,
dass nämlich rechtskräftig festgestellt worden sei, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,
dass der Vollzug der Wegweisung somit das in Art. 5 AsylG und Art. 33 FK verankerte Refoulement-Verbot nicht verletzen würde, setzten  Bestimmungen doch die Erfüllung der in Art. 3 AsylG und Art. 1  A FK umschriebenen Flüchtlingseigenschaft voraus,
dass dem Vollzug auch keine völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz wie insbesondere Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK  würden, da der Beschwerdeführer eine Verfolgung nicht habe glaubhaft machen können,
dass sich der Vollzug auch vor dem Hintergrund der allgemeinen  in der Provinz Dohuk, der Schutzfähigkeit der staatlichen Machtträger und dem Persönlichkeitsprofil des  als zulässig erweise,
dass sich der Vollzug zudem als zumutbar erweise, da in den drei von der kurdischen Regionalregierung kontrollierten Provinzen Dohuk,  und Sulaymanyia, entgegen der in der Stellungnahme des Be-
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schwerdeführers vom 5. November 2007 geäusserten Annahme, keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche,
dass überdies keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprächen,
dass sich auch aus der türkischen Militärpräsenz an der Grenze zum Nordirak keine Gefährdung des Beschwerdeführers ergebe, da der Truppenaufmarsch eine Bekämpfung der Aktivitäten der PKK, nicht aber eine Intervention gegen die nordirakischen Kurden bezwecke,
dass der Beschwerdeführer über ein Beziehungsnetz in seinem  verfüge, jung sowie aktenkundig gesund sei und als  lediglich für sich selbst aufkommen können müsse,
dass der Beschwerdeführer durch die Migration in die Schweiz eine gewisse Flexibilität unter Beweis gestellt habe, er in der Schweiz im Gastgewerbe tätig gewesen sei und ihm auch der Aufbau einer neuen Existenz in seinem Heimatland gelingen sollte,
das das Rückkehrhilfeprogramm „Irak“ des BFM die Reintegration im Heimatland zusätzlich erleichtern dürfte,
dass Hinweise auf eine gute Integration in der Schweiz einerseits  auf die schlechteren Zukunftsperspektiven in der Heimat  unbeachtlich seien, was die Zumutbarkeit des  betreffe,
dass die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung schliesslich nicht nur als zulässig und zumutbar, sondern auch als möglich erachtet,
dass der Beschwerdeführer in seiner relativ kurzen  vom 20. Mai 2008 geltend macht, er könne nicht in seinen  Irak zurück kehren, da die Situation zwischen der Türkei und den kurdischen Separatisten in der Grenzregion zum Irak nach wie vor sehr angespannt sei,
dass er zudem auf die Berichterstattung in den Medien verweist,  immer wieder von Bombenanschlägen berichte,
dass sich eine Rückkehr aus praktischen Gründen als unmöglich , da die Aufnahmekapazitäten im Nordirak begrenzt seien und
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die kurdische Regionalregierung eine zwangsweise Rückkehr grundsätzlich ablehne,
dass eine Rückkehr in den Nordirak verfrüht erscheine und die  die Lage neu zu beurteilen hätten,
dass sich die in der Beschwerde vom 19. Mai 2008 gemachten  nach näherer Überprüfung als unbegründet erweisen,
dass die Vorinstanz mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 15. Februar 2006 (und nicht wie von der Vorinstanz fälschlicherweise erwähnter Nichteintretensverfügung vom 6.  2006) das Asylgesuch zufolge Unglaubhaftigkeit der Vorbringen abgelehnt, die Flüchtlingseigenschaft verneint und den  aus der Schweiz weggewiesen hat,
dass die Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung vom 22. April 2008 zur allgemeinen Lage in den drei nordirakischen  (Fehlen einer Situation allgemeiner Gewalt) und die daraus im Hinblick auf die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges gezogenen Schlussfolgerungen im Wesentlichen übereinstimmen mit den  Erwägungen der Grundsatzurteile des  vom 22. Januar 2008 (BVGE 2008/4) und vom 14. März 2008 (BVGE 2008/5),
dass sich das Bundesverwaltungsgericht in den beiden erwähnten Grundsatzurteilen ausführlich mit der Sicherheitslage im Nordirak  hat und gemäss der weiterhin gültigen Einschätzung im Urteil vom 14. März 2008 (BVGE 2008/5) innerhalb des von der kurdischen Regionalregierung (Kurdistan Regional Government [KRK])  Gebietes keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht,
dass gemäss diesem letztgenannten Grundsatzurteil die Anordnung des Wegweisungsvollzuges in der Regel zumutbar ist für , gesunde und junge Männer, die ursprünglich aus der Region  und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder  verfügen,
dass diese Bedingungen im Falle des Beschwerdeführers erfüllt sind und für die Begründung im Wesentlichen auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung vom 22. April 2008 verwiesen werden kann,
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dass der Beschwerdeführer im Rahmen des hinsichtlich der  der vorläufigen Aufnahme gewährten rechtlichen Gehörs sowie auf Beschwerdeebene geltend gemacht hat, eine Rückkehr in den Irak sei nicht zumutbar aufgrund des Konfliktes zwischen der Türkei und der PKK, welcher sei kurzem auch auf irakischem Territorium mit  Mitteln ausgetragen werde,
dass die Vorinstanz diesbezüglich zutreffend erwogen hat, die  Militärpräsenz an der Grenze zum Nordirak bedeute keine  des Beschwerdeführers, da die Präsenz an der Grenze wie auch die auf irakischem Territorium ausgeführten militärischen  keine Intervention gegen die nordirakischen Kurden bezweckten, sondern eine Bekämpfung der Aktivitäten der PKK zum Ziele habe,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen des von der Vorinstanz  rechtlichen Gehörs vom 5. November 2007 vorgebracht hat, seine Mutter sei vor zirka vier Monaten gestorben und er habe in  Sinne keine Herkunftsfamilie mehr, zu welcher er zurückkehren könne,
dass der Beschwerdeführer auch mit diesem Vorbringen nicht  vermag, zumal der Tod der Mutter lediglich behauptet und nicht belegt wird und der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben in der Empfangsstelle und beim Kanton eine verheiratete Schwester in C._ hat und in seinem Heimatdorf B._ der Onkel, welcher ihm die Ausreise organisiert und finanziert hat, lebt und somit davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer habe in der Provinz Dohuk ein Beziehungsnetz,
dass selbst unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse im Nordirak aufgrund der Berufserfahrung des  in der Landwirtschaft und im Gastgewerbe nicht davon  ist, er würde bei einer Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation geraten und er überdies die Möglichkeit hat, bei der  Rückkehrhilfe zu beantragen,
dass der Beschwerdeführer zudem jung, gemäss Akten gesund und ohne familiäre Verpflichtungen ist,
dass sich demzufolge eine Rückkehr des Beschwerdeführers in seine nordirakische Heimat als zumutbar erweist,
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dass die Vorinstanz auch die Möglichkeit des Vollzuges zu Recht  hat, zumal es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisedokumente mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG) und er mit seinem Vorbringen in der Beschwerde, wonach der Vollzug praktisch unmöglich sei, da die kurdische Regionalregierung eine zwangsweise Rückkehr grundsätzlich ablehne, nicht durchdringt,
dass eine Ablehnung von allfälligen zwangsweisen Rückführungen durch die kurdische Regionalregierung nämlich nicht als Unmöglichkeit des Vollzuges zu qualifizieren wäre (vgl. zum Begriff der Möglichkeit des Vollzuges: Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2002 Nr. 17 E. 6 S. 140 ff.),
dass nach dem Gesagten die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme und die Anordnung des Vollzuges der Wegweisung gemäss  Verfügung vom 22. April 2008 zu bestätigen sind,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und  ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1, 2 und 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem  aufzuerlegen und mit dem am 4. Juni 2008 in gleicher Höhe  Kostenvorschuss zu verrechnen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: