Decision ID: 0818cb11-f101-42ac-8371-83bfbebbc39d
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965, arbeitet seit dem 1. Mai 2015 als Fachangestellte Gesundheit bei der
Y._
AG und ist in dieser Eigenschaft bei der Unfallversicherung Stadt Zürich (
nachfolgend:
UVZ) obligatorisch gegen Unfälle versichert (Urk. 7/G3
S. 1
). Gemäss Unfallmeldung vom 21. Juni 2018
sowie Frage
blatt Ereignishergang vom 29. Juni 2018
zog sie sich am 14. Juni 2018 Zer
rungen und Verspannungen der Schultern und des rechten Armes bis zu den Fingern zu, als sie
das Bein eines Kunden, welches dieser
zwischen dem Bettrand und der Matratze
eingeklemmt hatte, befreien wollte. Dabei rutschte sie aus und verlor kurz das Gleichgewicht, als sie mit dem rechten Fuss in einen nassen Fleck
unter dem Bett
getreten war
(Urk. 7/G3
S. 1,
Urk. 7/G4 S. 2 Ziff. 3,
Urk. 7/G6 Ziff. 2
und
3)
. Nach erfolgten medizinischen Abklärungen (Urk. 7/M1-2)
stellte
die UVZ
mit Verfügung vom 26. Oktober 2018 ihre Leistungen per 23. Oktober 2018 ein (Urk. 7/G9).
Nachdem die Versicherte am 1. November 2018 Einsprache erhoben hatte (Urk. 7/J1), holte die UVZ weitere medizinische Berichte ein (Urk. 7/M3-4) und bestätigte mit
Einspracheentscheid
vom
13. Februar 2019 die Ablehnung einer Leistungspflicht über den 23. Oktober 2018 hinaus (Urk. 7/J9 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 11. März 2019 Beschwerde gegen den
Einsprache
ent
scheid
vom 13. Februar 2019 (Urk. 2) und beantragte die Überprüfung der Leis
tungseinstellung, eventualiter die Untersuchung durch einen unabhängigen Ver
trau
ensarzt (Urk. 1 S. 4). Mit Beschwerdeantwort vom 28. März 2019 schloss die UVZ auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 S. 2), was der Beschwerdeführerin
am 23. April 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Am 6. Juni 2019 wurde eine Instruktionsverhandlung durchgeführt (Prot. S. 3).
Mit Schreiben vom 30. Juni 2019 teilte die Beschwerdeführerin mit, sie habe sich anlässlich der Instruktionsverhandlung ungerecht behandelt gefühlt und keine Möglichkeit erhalten, weitere medizinische Berichte einzureichen (Urk. 11)
, worauf ihr mit Antwortschreiben vom 4. Juli 2019 Gelegenheit eingeräumt wurde, weitere Beweismittel einzureichen (Urk. 12). Mit Eingabe vom 3. August 2019 reichte die Beschwerdeführerin einen aktuellen Arztbericht ein (Urk. 13,
Urk. 14/1-6). Innert mit Verfügung vom 5. August 2019 angesetzter Frist (Urk. 15
) ging eine Stellungnahme der Beschwerdegegnerin ein (Urk. 18-19), welche der
Beschwerdeführerin am 19. September
2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 20
).
Das von der Beschwerdeführerin daraufhin am 7. Oktober 2019 einge
reichte Schreiben (Urk. 21, Urk. 22/1-5) wurde der Beschwerdegegnerin am 15. Oktober 2019 zugestellt (Urk. 23).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskus
risse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Band
läsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Ver
sicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald
der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen
beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er un
mittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursäch
licher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
Die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zu
lässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stel
lungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur ge
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrem
Einspracheentscheid
vom
13. Februar 2019 (Urk. 2) aus, gemäss den Ausführungen des Hausarztes med.
pract
.
Z._
handle es sich bei den Beschwerden um eine muskuläre
Dysbalance
mit neurovas
kulärem Kompressionssyndrom (
Thoracic
-outlet-Syndrom
, TOS
). Die Physiothe
ra
peutin behandle vor allem muskuläre Verspannungen,
welche
durch die Thera
pie besser geworden seien. Der beratende Arzt Dr.
A._
habe ausgeführt, das Krankheitsbild könne vier Monate nach dem Bagatellunfall nicht mehr auf das Ereignis vom 14. Juni 2018 zurückgeführt werden. Die bestehenden Beschwerden seien unfallfremd. Es handle sich bei der Zerrung und den Muskelverspannungen um Krankheitsbilder, welche mit der Zeit folgenlos ausheilten. Die Beurteilung, wonach vier Monate nach dem Ereignis ein Status quo sine
vel
ante anzunehmen sei, sei nicht zu beanstanden (S. 5
lit
. i). Die Leistungseinstellung per 23. Oktober 2018 sei damit zu Recht erfolgt (S. 6
lit
. j).
In der Beschwerdeantwort vom 28. März 2019
(Urk. 6) hielt die Beschwerde
geg
nerin ergänzend fest, med.
pract
.
Z._
habe am Untersuchungstag eine massive Verspannung
sowie eine
Druckdolenz
der gesamten paravertebralen Muskulatur BWS und LWS rechtsbetont
befundet
und Physiotherapie versc
h
rieben. Die Phy
sio
therapeutin habe ähnliche Befunde festgestellt. Nach der fast dreimonatigen physiotherapeutischen Behandlung sei eindeutig eine Besserung der gesundheit
lichen Beschwerden eingetreten. Entsprechend habe Dr.
A._
beurteilt, dass vier Monate nach dem Ereignis vom 14. Juni 2018 eine Heilung eingetreten sei und
die Beschwerden vier Monate nach dem Unfall nicht mehr auf das Ereignis zurückgeführt werden könnten (S. 3
lit
. B). Das Ereignis habe keine schwerwie
gen
den Verletzungen verursacht, der Heilungsprozess sei gänzlich normal verlau
fen, die Physiotherapie sei erfolgreich gewesen und die Arbeitsfähigkeit habe wieder gesteigert werden können. Die unfallbedingte Ursache des Gesundheits
schadens sei dahingefallen (S. 4 Mitte).
In ihrer Stellungnahme vom 10. September 2019 (Urk. 18) wies die Beschwerde
gegnerin sodann darauf hin,
das Ereignis vom 14. Juni 2018 sei nach medizi
nischer Erfahrungstatsache nicht geeignet, längerfristige Beschwerden aufrecht zu erhalten. Weder der Hausarzt med.
pract
.
Z._
noch die Physiotherapeutin hätten sodann Rückfälle gemeldet (S. 2
lit
. A).
Entscheidrelevant
seien die fest
gestellten Befunde (S. 2
lit
. B). In der Regel sei die Diagnose eines TOS eine klinische Diagnose. Eine radiologische Abklärung sei erst nötig, wenn eine Ope
ration zur Diskussion stehe. Selbst der Hausarzt habe die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass die Geltendmachung eines Unfallgeschehens unter Um
ständen schwierig sei und die Krankenkasse habe ihre Leistungspflicht für die weiteren Beschwerden ab 23. Oktober 2018 anerkannt (S. 3
lit
. C).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend,
s
ie habe weder unter einer Vorbelastung noch sonstigen Anzeichen gelitten (
Urk. 1
S. 2
ad
3.c).
Die Umsetzung der partiellen Arbeitsunfähigkeit habe sich in den täglichen, infolge zahlreicher Unvorhersehbarkeiten meist hektischen Arbeitssituationen als eher schwierig erwiesen (S. 3 oben).
In ihrer Eingabe vom 3. August 2019 (Urk. 13) führte sie weiter aus, med.
pract
.
Z._
habe bestätigt, dass sie nicht an einem TOS leide (S. 2 oben).
Der
immer
noch nicht abgeheilte Bereich der rechten Hand-Arm-Schulter
werde immer wieder
überlastet, damit entstünden enormer Stress, Leiden und Rückfälle sowie chro
nisch gewordene Schmerzen.
Die Beschwerdegegnerin ignoriere jedoch diese mehr
fach schriftlich gemeldeten Rückfälle und Spätfolgen
(S. 2 Ziff. 1).
Niemand wisse, was für eine Körperschädigung
sie
beim Unfall vom 14. Juni 2018 erlitten habe. Es gebe keine unfallbedingte Diagnose (S. 3 Ziff. 2). Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr.
A._
, habe sie nie selber untersucht und könne ihre Verletzungen demnach auch nicht beurteilen (S. 3 Ziff. 3). Nach mehr als einem Jahr habe sie weiterhin Beschwerden und leide an inz
w
i
s
chen chronisch gewor
denen Schmerzen und Muskelverspannungen im rechten Arm und Schulterblatt (S. 6
lit
.
B.5).
Ergänzend hielt die Beschwerdeführerin am 7. Okt
ober 2019 (Urk. 21) fest, am 5.
September 2019 habe eine vertrauensärztliche Untersuchung durch Dr.
B._
stattgefunden, gemäss welchem med.
pract
.
Z._
die Situation unterschätzt und
mit der Diagnose «Achsenskelettproblem» eine falsche Diagnose gestellt habe (S. 1). Durch die vertrauensärztliche Begutachtung durch Dr.
B._
sei festge
stellt worden, dass sie an ganz anderen Beschwerden leide und aufgrund der falschen Diagnosen keine adäquate Therapie erhalten habe
(S. 4
lit
. B).
2.3
S
trittig
und zu prüfen ist demnach, ob
nach dem Ereignis vom 14. Juni 2018 eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auch über den 23. Oktober 2018 hinaus besteht.
3.
3.1
In seinem ärztlichen Erstbericht vom 26. September 2018
diagnostizierte
med.
pract
.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
eine muskuläre
Dysbalance
mit neurovaskulärem Kompressionssyndrom (
Thoracic
Outlet Syn
drom;
Urk. 7/M1 Ziff. 6)
. Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin sei es am 14. Juni 2018 beim Mobilisieren eines übergewichtigen
bettlägrigen
Patienten, dessen Bein zwischen Matratze und Bettstatt eingeklemmt gewesen sei, zu einem
Verhebetrauma
gekommen (Ziff. 3). Objektiv sei eine massive Verspannung und
Druckdolenz
der gesamten paravertebralen Muskulatur BWS/LWS rechtsbetont feststellbar (Ziff. 5). Der Heilungsverlauf werde durch grosse physische Belas
tung
en beim Umgang mit schweren, hilflosen Patienten ohne Beisein einer Hilfs
person ungünstig beeinflusst (Ziff. 4).
Er empfehle
Physiotherapie sowie eine Be
grenzung der Belastung im Sinne einer
Gewichtslimite
(Ziff. 8).
Vom 20. bis 30. Juni 2018 sei die Beschwerdeführerin vollständig arbeitsunfähig gewesen,
vom 1. Juli bis 24. September 2018 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit mit einer
Gewichtslimite
von zehn bis fünfzehn Kilogramm bestanden. Bis auf Weiteres betrage die Arbeitsunfähigkeit noch 20 % (Ziff. 9).
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in seiner Stellungnahme vom 23. Oktober 2018 aus, eine Zerrung im Oberarmbereich könne durch das Ausrutschen auf nassem
Boden erklärt werden. Hingegen sei ein TOS ein Krankheitsbild, welches vier Mon
ate nach dem Bagatellunfall nicht mehr auf diesen zurückgeführt werden könne. Der Endzustand sei mit dem 23. Oktober 2018 erreicht (Urk. 7/M2 Ziff. 3).
3.3
Die diplomierte Physiotherapeutin
C._
behandelte die Be
schwerdeführerin aufgrund der von der Hals- und Brustwirbelsäule ausgehenden Schmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm und hielt in ihrem Bericht vom 23. Dezember 2018 fest, die Beschwerdeführerin berichte
von
Schmerzen nur tags
über in der Wirbelsäule und im rechten Unterarm. Im Unterarm habe sie Parästhesien, beim tiefen Atmen verspüre sie Schmerzen im Brustkorb. Als Be
funde nannte die
Physiotherapeutin eine Blockade auf der Höhe von
Th
8 sowie eine Hypertonie der M.
Trapezius
,
Rhomboideus
,
Latissimus
dorsi
und
Erector
trunci
. Die Blockade habe durch die Mobilisation aufgehoben,
die Muskulatur
durch Massage
n
und Dehnungsübungen gelockert werden können, mit Rücken
übungen werde die Muskulatur gestärkt. Die Beschwerden hätten abgenommen
. A
ls die Beschwerdeführerin wieder in einem Pensum von 50 % gearbeitet habe, sei es jedoch wieder zu einer Verschlechterung gekommen. Die Therapie sei am 18. September 2018 abgeschlossen worden. Die Beschwerdeführerin klage noch über Schmerzen im Rücken bei der Arbeit. Die Ursache für die nach wie vor geklagten Parästhesien sei unklar (Urk. 7/M3).
3.4
In
seinem Bericht
vom 10. Januar 2019 (Urk. 7/M4) diagnostizierte med.
pract
.
Z._
weiterhin eine muskuläre
Dysbalance
mit neurovaskulärem Kompressions
syndrom (S. 2) und führte aus, anlässlich der Erstbehandlung am 22. Juni 2018 habe er eine
Druckdolenz
der ganzen paravertebralen Muskulatur rechtsbetont bei normaler Schulterbeweglichkeit und ohne neurologische Symptome festge
stellt. Er habe die Beschwerdeführerin während elf Tagen vollständig krankge
schrieben und Physiotherapie
verordnet
. Die medikamentöse Unterstützung habe sich wegen einer Unverträglichkeit schwierig gestaltet. Nach der Wiederaufnahme der Arbeit in einem Pensum von 50 % und mit dem Vermerk «Lastenheben nicht über zehn bis fünfzehn Kilogramm» sei es nach einer erneuten Überlastung bei der Arbeit Anfang Juli zu einem Rückschlag gekommen. Die zeitliche und phy
sische Entlastung gemäss Arbeitsunfähigkeitszeugnis werde im Einsatzplan nur teilweise eingehalten. Der anfänglich normale Heilungsverlauf sei in der Folge wegen verschiedenen Schwierigkeiten in administrativen Bereichen erschwert worden. Da die Beschwerdeführerin davon überzeugt sei, dass die Gesundheits
schädigung bei der Arbeit aufgetreten sei und als Unfall zu gelten habe, sei sie nicht bereit gewesen, bis zur Klärung der Frage des Kostenträgers die Physio
therapiebehandlungen selber zu übernehmen (S. 1 f.). Aktuel
l gehe es leicht besser, aber noch nicht immer gut. CBD Tropfen würden helfen, würden aber in höheren Dosen nicht vertragen. Ein Aufenthalt im Solebad in
D._
habe sehr gut getan. Es bestünden nach wie vor Schmerzen im rechten Arm von DIP
Dig
II ausgehend bis zwischen die Schulterblätter reichend. Die Schmerzen seien inkon
stant, manchmal in Wellen, dann wieder brennend oder stechend. Es bestehe ein Druckgefühl, keine Taubheit. Die Schmerzen folgten einer Muskelkette, nicht dem Nervenverlauf. Belastungen würden zu Verschlimmerungen führen, die Kraft sei aber gut und symmetrisch. Die Schulter sei frei beweglich, ebenso gebe es keine Einschränkungen der Beweglichkeit der HWS. Je nach weiterem Verlauf sei eine ambulante Rehabilitation zu diskutieren. Die Prognose sei gut (S. 2).
3.5
Am 18. Juli 2019 hielt med.
pract
.
Z._
fest, die Beschwerdeführerin habe im vergangenen Jahr zweimal während der Arbeit eine Gesundheitsschädigung erlitten. Bei beiden Vorfällen sei es gemäss den Schilderungen der Beschwerde
führerin zu einer unerwarteten, starken Belastung des Rückens beim Umlagern oder Aufnehmen eines Kunden gekommen. Beim ersten Ereignis vom 14. Juni
2018
seien
die Halswirbelsäule und obere Brustwirbelsäule betroffen gewesen, beim
zweiten Ereignis vom 26. Februar 2019 die Lendenwirbelsäule.
Beim Ausfüllen des Arztzeugnisses sei ihm ein Fehler unterlaufen, als er als Diag
nose ein TOS angegeben habe. Gemeint habe er damit, dass wahrscheinlich die festgestellte Verspannung der paravertebralen Muskulatur zur Einengung von Nerven, die den Arm versorgen, geführt habe und die in den rechten Arm aus
strahlenden Schmerzen und Parästhesien verursacht habe. Eine Bildgebung sei zum damaligen Zeitpunkt nicht notwendig gewesen. Er habe Analgetika und
Muskel
relaxantien
verschrieben sowie eine Physiotherapieverordnung ausge
stellt
.
Beim zweiten Ereignis habe die schnelle Drehbewegung zu einer Irritation der Facettengelenke der unteren Lendenwirbelsäule und muskulären Verspannungen
geführt. Eine
radikuläre
Symptomatik habe nicht bestanden. In beiden Fällen habe
er die Beschwerdeführerin darauf hingewiesen, dass die Geltendmachung eines Unfallgeschehens unter Umständen schwierig sein werde und die Behandlung allenfalls über die Krankenkasse abgerechnet werden müsse (Urk. 14/1).
3.6
In seiner Stellungnahme vom 24. August 2019 (Urk. 19) führte Dr.
A._
aus, im vorliegenden Fall habe er die muskuläre
Dysbalance
anerkannt, die Be
schwerdeführerin habe ein Trauma erlitten. Die Diagnose eines TOS sei hingegen nicht mehr als unfallbedingt eingestuft worden (S. 2). Aufgrund der klaren klini
schen Untersuchungsbefunde sei ein TOS diagnostiziert, eine radiologische Ab
klä
rung jedoch nicht für nötig befunden worden. Diese sei in der Regel ohnehin erst nötig, wenn eine Operation zur Diskussion stehe. Insgesamt halte er an seiner Beurteilung vom 23. Oktober 2018 fest, wonach der Status quo
sine
vel
ante
erreicht sei. Das Trauma,
welches
sich medizinisch gesehen eigentlich im Bereich eines
Verhebetraumas
bewege, sei nicht geeignet, die geklagten Beschwerden zu erklären. Eine Zerrung im Oberarmbereich sei in der Regel innert vier Monaten folgenlos abgeheilt. Damit entfalle die natürliche Kausalität (S. 3).
3.7
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin sowie für Rheumatologie, begutachtete die Beschwerdeführerin am 5. September 2019 im Auftrag der zuständigen Vorsorgeeinrichtung
und nannte i
n seinem
Bericht
vom 13. September 2019
folgende Diagnosen (Urk. 22/1 S. 2
lit
. A):
-
c
hronifiziertes
myofasziales
Schmerzsyndrom rechte obere Extremität und Schultergürtelregion
-
belastungsbedingt
-
chronifizierte
Entwicklung unter nicht effektiver einmal wöchentlicher medizinischer Heilmassage
Es handle sich weder
beim Vorfall vom
14. Juni 2018 noch
vo
m 26. Februar 2019 um ein Unfallereignis oder eine unfallähnliche Körperschädigung, sondern um eine belastungsbedingte
myofasziale
Triggerpunktbildung
mit
Chronifizierung
. Seit dem 26. Februar 2019 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % (S. 2
lit
. A.1). Unter adäquater
Triggerpunkttherapie
sei die Prognose gut, Voraus
setzung für eine erfolgreiche Behandlung sei eine vorübergehende Schonung ohne Muskelkrafteinsatz, da sonst die
Triggerpunkte
schwierig zu beseitigen seien. Bei der
Y._
gebe es auch leichtere Pflegearbeiten. Wichtig wäre, dass der Arbeitgeber die Situation richtig verstehe und entsprechend für die nächsten drei Monate Schonauflagen eingehalten werden könnten. Dann könne man davon ausgehen, dass die Beschwerdeführerin wieder vollumfänglich einsatzfähig werde (S. 2).
Die Anamnese und Problematik sei komplex. Am 14. Juni 2018 habe
die Beschwerdeführerin
einen
bettlägrigen
Patienten umlagern und heben müssen, dabei sei es zu einer Überlastung der rechten oberen Extremität mit Entwicklung eines chronischen Schmerzsyndroms, betont Vorderarm- und Schultergelenks
region rechts, gekommen. A
m
26. Februar 2019 sei bei einer Ausweichbewegung gegenüber einem Patienten eine akute LWS-Schmerzsymptomatik entstanden. Nebst der Diskussion mit dem Unfallversicherer beklage
die Beschwerdeführerin
die unbefriedigende Betreuung durch den Hausarzt und
die
bis jetzt gänzlich fehlen
den Abklärungen. Auf eigene Kosten gehe
sie
einmal pro Woche in eine medizinische Heilmassage. Aktuell sei sie beim angestammten Pensum von 95 % zu 60 % arbeitsfähig, eine Steigerung sei nicht möglich, da sonst die Schmerzen am rechten Arm deutlich zunehmen würden (S. 3 f.
lit
. A.3.1). Subjektiv sei zwar seit Beginn der Beschwerden im vergangenen Jahr eine Besserung zu ver
zeich
nen, jedoch immer wieder mit Rückschlägen (S. 4
lit
. A.3.2).
Die Untersuchung des Achsenskeletts insbesondere segmental der LWS sei schmerz
frei
, ohne Einschränkung und ohne Hinweis für eine Schmerzperzeption. Demnach sei die LWS zwischenzeitlich abgeheilt. Im Bereich betont
volarseits
rechter Vorderarm, mittlerer Oberarm
dorsalseits
, M.
infraspinatus
-Region und
paraskapulär
neben der Brustwirbelsäule bestünden
Triggerpunkt
-Nester. Es handle sich nicht um eine Läsion oder neurologische Störung, sondern um
myo
fasziale
Triggerpunkte
, die bisher nicht adäquat behandelt worden seien. Ent
sprechend seien sie
chronifiziert
. Unter adäquater Behandlung sei die Prognose gut. Aufgetreten und ausgelöst seien diese
Triggerpunkte
unter der Belastung als
M
itarbeiterin in der Pflege. Der frühere Hausarzt med.
pract
.
Z._
habe diese Situation offenbar unterschätzt und
geschrieben, es handle sich um ein
Achsenskelettproblem. Dem sei jedoch nicht so (S. 4
lit
. A.3.3). Aktuell sei die Beschwerdeführerin
zu
40 % arbeitsunfähig bei einem Pensum von 95 %. Die Arbeitsfähigkeit könne im Verlauf wieder auf 100 % gesteigert werden, sofern eine adäquate Therapie durchgeführt werde und für die nächsten drei Monate Schonauflagen für den rechten Arm bei der
T
ätigkeit
für die
Y._
eingehalten würden. Dann sei die Prognose gut. Falls für die nächsten drei Monate keine Schonauf
lagen etabliert seien, werde eine weitere
Chronifizierung
voranschreiten. Es sei deshalb wichtig, dass der Arbeitgeber für den rechten Arm die Schonauflagen einhalte. Danach bestehe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit und Belastbarkeit, er schätze im Bereich von drei Monaten nach Therapiebeginn, also Mitte Dezember 2019 (S. 6
lit
. B.1).
4.
4.1
Der Umfang der Leistungspflicht beziehungsweise die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig ist, beurteilt sich insbeson
dere danach, ob die anhaltenden Beschwerden im oberen rechten Schulter-, Arm- und Rückenbereich nach wie vor in einem Kausalzusammenhang zum Unfall
er
eignis
vom
14. Juni 2018 stehen beziehungsweise in welchem Zeitpunkt allen
falls der Status quo sine
vel
ante eingetreten ist.
4.2
Die Beschwerdegegnerin machte insbesondere geltend, vier Monate nach dem Unfallereignis vom 14. Juni 2018 seien keine Unfallfolgen mehr nachweisbar gewesen.
Die Beschwerdeführerin habe sich eine
Zerrung
sowie
Muskelver
span
n
ungen
zugezogen, dabei
handle es sich um Krankheitsbilder, welche mit der Zeit folgenlos ausheilten (E. 2.1).
In seine
n Stellungnahmen
vom 23. Oktober 2018
sowie 24. August 2019
aner
kannte der beratende Arzt Dr.
A._
eine Zerrung im Oberarmbereich als Folge des Ausrutschens am 14. Juni 201
8.
Die vier Monate nach dem Ereignis nach wie vor bestehenden Beschwerden
konnte er
jedoch nicht mehr darauf
zurückführen, a
m 23. Oktober 2018 sei der Status quo sine
vel
ante erreicht worden, der natürliche Kausalzusammenhang sei damit dahingefallen (E. 3.2, E. 3.6).
Diese Beurteilung stimmt denn auch mit den Ausführungen des behandelnden Hausarztes med.
pract
.
Z._
überein, welcher
insbesondere eine muskuläre
Dysbalance
sowie eine massive Verspannung und
Druckdolenz
der gesamten paravertebralen Muskulatur BWS/LWS rechtsbetont festgestellt hatte (E. 3.1, E. 3.4).
Die von ihm in seinem
Erstbericht
vom 26. September 2018
gestellte
und von der Beschwerdeführerin als unzutreffend bezeichnete
Diagnose eines TOS
be
richtigte med.
pract
.
Z._
in seiner Stellungnahme vom 18. Juli 2019
dahin
gehend, dass er damit die durch die Verspannung der paravertebralen Muskulatur
ausgelöste
Einengung von Nerven gemeint habe
, welche die in den rechten Arm ausstrahlenden Schmerzen und Parästhesien verursacht habe
(E. 3.5).
Gestützt wird die Einschätzung
von
Dr.
A._
auch durch den Bericht der Physiotherapeutin, welche insbesondere eine Blockade auf der Höhe von
Th
8 sowie erhöhte Muskel
spannungen im oberen Rücken und rechten Armbereich fest
gestellt hatte (E. 3.3).
Der rheumatologische Gutachter Dr.
B._
gelangte darüber hinaus zum Schluss
, dass das bei der Beschwerdeführerin bestehende
chronifizierte
myofasziale
Schmerz
syndrom der rechten oberen Extremität und Schultergürtelregion
belas
tungsbedingt sei und nicht auf einen einzelnen Vorfall zurückgeführt werden könne. Dementsprechend verneinte Dr.
B._
grundsätzlich
das Vorliegen eines Unfallereignisses oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (E. 3.7).
4.3
Zusammenfassend besteht damit unter den beteiligten Ärzten dahingehend Einigkeit, dass bei der Beschwerdeführerin massive belastungsbedingte Muskel
verspannungen
bestehen
und
vier Monate nach dem
Ereignis vom 14. Juni 2018
keine unfallbedingten Beschwerden mehr vorliegen
.
Daran vermögen auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, welche sich insbesondere auf die Argumentation stützte, wonach sie vor dem
Ereignis vom 14. Juni 2018 beschwerdefrei gewesen sei
(E. 2.2)
, und damit auf die beweisrechtlich unzulässige Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc».
Die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeu
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verur
sacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Nicht jede nach einem Unfall aufgetretene gesundheitliche Störung muss zwin
gend
in einem kausalen Zusammenhang mit diesem stehen (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1). Vielmehr ist ein Kausalzusammen
hang zwischen einem Unfall und danach aufgetretenen gesundheitlichen Be
schwerden mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über
wie
genden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, Dr.
B._
habe festgestellt, dass sie an ganz anderen Beschwerden leide und keine adäquate Therapie erhalten habe (E. 2.2), ist auf dessen Gutachten zu verweisen, in welchem er die Beschwer
den als belastungsbedingt bezeichnete und einen Zusammenhang mit dem Ereig
nis vom 14. Juni 2018 grundsätzlich in Frage stellte (E. 3.7).
Im vorliegenden
unfallversicherungsrechtlichen Verfahren kann d
ie Beschwerdeführerin demnach aus dem Gutachten nichts zu ihren Gunsten ableiten.
Dasselbe gilt für ihre Aus
führungen betreffend die Arbeitsbedingungen.
Andere medizinische Berichte, gemäss welchen Anhaltspunkte für eine ander
weitige unfallbedingte Körperschädigung bestehen oder weitere Abklärungen für notwendig erscheinen lassen, liegen nicht vor.
4.4
Was sodann die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Rückfälle betrifft
(E. 2.2)
,
ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei Rückfällen um das Wiederauf
flackern einer vermeintlich geheilten Krankheit handelt, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherwiese sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE
118 V 293 E. 2.c mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um Rückfälle im versicherungsrechtlichen Sinn, sondern vielmehr um normale
Schwan
kungen im
Verlauf einer Behandlung (vgl. E. 3.3-4
, E. 3.7
).
4.5
Gestützt auf die vorliegenden medizinischen Berichte ist
damit
ohne Weiteres davon auszugehen, dass das Ereignis vom 14. Juni 2018 zu einer lediglich vor
übergehenden Verschlimmerung der bestehenden belastungsbedingten muskulä
ren Verspannungen geführt hat und der Status quo
sine
vel
ante
am 23. Oktober 2018 erreicht war. Die darüber hinaus andauernden Beschwerden
stehen
hin
gegen mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den
Wahrscheinlichkeit nicht mehr in einem kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 14. Juni 201
8.
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf Versicherungs
leistungen der Beschwerdegegnerin bis zum 23. Oktober 201
8.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 13. Februar 2019 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.