Decision ID: 7838bb81-c31a-510d-a4fa-90aa9ddc9df9
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ bezog seit dem 1. Oktober 2010 Ergänzungsleistungen zu seiner
Invalidenrente (act. G 5.2 80). Er wohnte mit seiner Mutter und deren Lebenspartner
zusammen in einer Mietwohnung (act. G 5.2 87-3). Da die Mutter und ihr Lebenspartner
nicht in die Berechnung der Ergänzungsleistungen eingeschlossen waren,
berücksichtigte die EL-Durchführungsstelle den Mietzins zu einem Drittel (vgl. Art. 16c
der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung, ELV, SR 831.301).
A.a.
Am 10. Januar 2014 meldete die AHV-Zweigstelle St. Gallen, dass der EL-Bezüger
per 1. Oktober 2013 umgezogen sei und dass im Haushalt drei Personen leben
würden. Der Meldung lag ein Mietvertrag bei, der auf die Namen der Mutter und des
Lebenspartners lautete (act. G 5.2 57). Die EL-Durchführungsstelle passte die
Ergänzungsleistungen mit einer Verfügung vom 30. Januar 2014 ab 1. Januar 2014
dem geänderten Mietzins an (act. G 5.2 55). Den Mietzins von Fr. 1'690.-- monatlich
berücksichtigte sie zu einem Drittel. Am 17. September 2014 ging eine erneute
Adressänderungsmeldung der AHV-Zweigstelle St. Gallen ein, wonach der EL-Bezüger
per 1. September 2014 umgezogen sei (act. G 5.2 54). Darin war vermerkt, dass im
Haushalt zwei Personen lebten; der Partner der Mutter lebe nicht mehr im
gemeinsamen Haushalt. Im mitgesandten Mietvertrag, der von der Mutter des EL-
Bezügers abgeschlossen worden war, war unter "Max. Anzahl Personen" "2"
festgehalten worden. Der Mietzins hatte inklusive Heiz- und Warmwasserkosten
Fr. 1'570.-- betragen. Mit einer Verfügung vom 24. Oktober 2014 passte die EL-
A.b.
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Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen ab 1. September 2014 den geänderten
Wohnverhältnissen an (act. G 5.2 52). In der Begründung gab sie an, die
Neuberechnung erfolge infolge des Wohnungswechsels per 1. September 2014. Im
Haushalt der Mutter wohnten zwei Personen, weshalb in der Berechnung der halbe
Mietzins berücksichtigt worden sei.
Am 30. März 2015 leitete die EL-Durchführungsstelle eine periodische
Überprüfung der Ergänzungsleistungen ein (act. G 5.2 48). Der EL-Bezüger gab am
27. April 2015 im Fragebogen auf die Frage "Wieviele Personen (Sie eingeschlossen)
wohnen im Haushalt?" an "2" und listete seinen Namen und den Namen seiner Mutter
auf. Er reichte denselben Mietvertrag ein, den die EL-Durchführungsstelle bereits am
17. September 2014 von der AHV-Zweigstelle St. Gallen erhalten hatte. Mit einer
Verfügung vom 24. Juni 2015 passte die EL-Durchführungsstelle die
Ergänzungsleistungen ab 1. April 2015 aufgrund eines tieferen Vermögensertrags an
(act. G 5.2 41, 42). Den Mietzins berücksichtigte sie – wie auch in den darauf folgenden
Verfügungen vom 21. Dezember 2015, 19. Dezember 2016, 18. Dezember 2017 und
20. Dezember 2018 (act. G 5.2 40, 37, 34, 31) – unverändert zur Hälfte.
A.c.
Die EL-Durchführungsstelle leitete am 2. April 2019 die nächste periodische
Überprüfung ein (act. G 5.2 28). Sie bat den EL-Bezüger um die Beantwortung der
Frage, ob sich die Mietkosten verändert hätten und wie viele Personen (er
eingeschlossen) im Haushalt wohnten. Der EL-Bezüger gab am 12. April 2019 an (act.
G 5.2 26), der Mietzins habe sich verändert. Im Haushalt wohnten drei Personen. Er
brachte folgenden Vermerk an: "ich und meine Mutter beteiligen sich bei Mietkosten".
Er reichte ein Schreiben der Liegenschaftsverwaltung vom 13. Juni 2017 ein, wonach
der Mietzins inklusive Nebenkosten per 1. Oktober 2017 von Fr. 1'524.-- auf
Fr. 1'486.-- gesenkt worden war. Die EL-Durchführungsstelle bat den EL-Bezüger am
15. Juli 2019 um die Angabe, wieviele Personen ab dem 1. September 2014 im
Haushalt gelebt hätten (act. G 5.2 18). Am 19. Juli 2017 hielt eine Sachbearbeiterin der
EL-Durchführungsstelle in einer Telefonnotiz fest (act. G 5.2 17), die Mutter des EL-
Bezügers habe mitgeteilt, dass seit dem 1. September 2014 drei Personen im Haushalt
wohnhaft seien. Die Meldung der AHV-Zweigstelle vom 17. September 2014 sei nicht
korrekt gewesen. Ihr Lebenspartner wohne seit dem 1. September 2014 durchgehend
mit ihr und ihrem Sohn in der Wohnung (vgl. auch das undatierte Antwortformular, act.
A.d.
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G 5.2 15). Am 9. August 2019 bat die EL-Durchführungsstelle den EL-Bezüger um
ergänzende Angaben dazu, wann der Mietzins von Fr. 1'570.-- auf Fr. 1'524.-- gesenkt
worden sei (act. G 5.2 16). Der EL-Bezüger liess am 18. August 2019 durch die mit
seiner Vertretung bevollmächtigte Mutter (vgl. act. G 5.2 93) mitteilen, dass die
Mietzinssenkung per 1. Oktober 2015 erfolgt sei (act. G 5.2 14). Seine Mutter reichte
ein entsprechendes Schreiben der Liegenschaftsverwaltung vom 3. August 2015 ein.
Die EL-Durchführungsstelle nahm eine Neuberechnung der Ergänzungsleistungen für
den Zeitraum ab 1. September 2014 bis 31. August 2019 vor (vgl. die
Berechnungsblätter, act. G 5.2 3-11). Mit einer Verfügung vom 26. August 2019
forderte sie zu Unrecht bezogene Leistungen in der Höhe von Fr. 16'713.-- zurück (act.
G 5.2 12). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Am 10. September 2019 liess der EL-Bezüger um den Erlass der Rückforderung
ersuchen (act. G 5.2 2). Seine Mutter machte geltend, die AHV-Zweigstelle St. Gallen
habe am 17. September 2014 die falsche Meldung übermittelt, dass ihr Lebenspartner
nicht mehr bei ihr und ihrem Sohn wohne. Von dieser Meldung habe sie keine Kenntnis
gehabt. Anlässlich der periodischen Überprüfung am 29. April 2015 hätten sie
angegeben, dass zwei Personen in St. Gallen wohnhaft seien. Sie sei der Überzeugung
gewesen, dass es sich hierbei um die Personen handle, die sich am Mietzins beteiligen
könnten. Ihr Lebenspartner sei arbeitssuchend und habe sich an den Mietkosten nicht
beteiligt. Ihr sei nicht klar gewesen, dass die Anzahl Personen in ihrer Wohnung einen
Einfluss auf die Berechnung der Ergänzungsleistungen habe. Es sei nie ihre Absicht
gewesen, sich oder ihren Sohn zu bereichern. Nach dem Umzug sei ihre Mutter
gestorben und der Gesundheitszustand ihres Sohnes habe sich verschlechtert; er habe
in die Klinik gehen müssen. Sie sei mit der ganzen Situation überlastet gewesen.
A.e.
Mit einer Verfügung vom 3. Oktober 2019 wies die EL-Durchführungsstelle das
Erlassgesuch ab (act. G 5.2 1). Zur Begründung gab sie an, für die Berechnung der
Ergänzungsleistungen sei die Anzahl Personen im Haushalt relevant und nicht die Zahl
der Personen, die sich am Mietzins beteiligten. Auf jeder Verfügung seien Änderungen
aufgeführt, die der EL-Durchführungsstelle zu melden seien, unter anderem
Veränderungen der Anzahl der Mitbewohner. Zusätzlich sei dem EL-Bezüger mit der
Verfügung vom 24. Oktober 2014 mitgeteilt worden, dass nur noch zwei Personen im
gleichen Haushalt wohnhaft seien und die Ergänzungsleistungen entsprechend neu
A.f.
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berechnet worden seien. In Erfüllung seiner Kontrollpflicht hätte der EL-Bezüger
mitteilen müssen, dass dies nicht korrekt sei. Bei der periodischen Überprüfung vom
29. April 2015 habe der EL-Bezüger die Frage "Wie viele Personen (Sie eingeschlossen)
wohnen im Haushalt?" mit "2" beantwortet. Dies sei eine klare Falschangabe gewesen.
Die Begründung, er habe gedacht, dass nur Personen anzugeben seien, die sich am
Mietzins beteiligten, sei nicht nachvollziehbar, da unmissverständlich nach der Anzahl
Personen im Haushalt und nicht nach der Anzahl Personen, die die Miete bezahlten,
gefragt worden sei. Da die Melde- und Kontrollpflicht verletzt und Falschangaben
gemacht worden seien, könne die EL-Durchführungsstelle den guten Glauben "nicht
gewähren". Die zu Unrecht ausgerichteten Ergänzungsleistungen seien deshalb nicht
gutgläubig empfangen worden. Da für einen Erlass die beiden Voraussetzungen des
guten Glaubens und der grossen Härte kumulativ erfüllt sein müssten, erübrige sich die
Prüfung, ob die Rückzahlung eine grosse Härte bedeuten würde.
Der nun anwaltlich vertretene EL-Bezüger liess am 24. Oktober 2019 eine
Einsprache gegen die Verfügung vom 3. Oktober 2019 erheben (act. G 5.1 18). Sein
Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Gutheissung des Erlassgesuches vom 10. September 2019 sowie den Erlass der
Rückforderung von Fr. 16'713.--. Ausserdem beantragte er die Akteneinsicht und eine
angemessene Nachfrist zur Einreichung einer ergänzenden Einsprachebegründung. In
der Einspracheergänzung vom 16. Dezember 2019 hielt er an den gestellten Anträgen
fest (act. G 5.1 10). Zur Begründung machte er geltend, der EL-Bezüger habe von der
Mutationsmeldung der AHV-Zweigstelle St. Gallen vom 17. September 2014 keine
Kenntnis gehabt. In der Verfügung vom 24. Oktober 2014 sei der Hinweis auf zwei
Personen im Haushalt enthalten gewesen. Dieser Hinweis könne aufgrund der Fülle der
Informationen auf dieser Verfügung und aufgrund des psychischen Leidens des EL-
Bezügers, mit welchem auch Konzentrationsmängel/-schwierigkeiten verbunden seien,
ohne weiteres übersehen werden. Dies müsse umso mehr gelten, als der EL-Betrag
nicht offensichtlich um einen Drittel gestiegen sei, sondern nur um Fr. 229.--. Solche
Änderungen habe es in der Vergangenheit immer wieder gegeben; sie seien nicht
aussergewöhnlich. Bei der periodischen Überprüfung sei bei der Anzahl Personen im
Haushalt die Ziffer 2 angegeben worden. Die Begründung des EL-Bezügers, er sei der
Meinung gewesen, es handle sich um die Personen, die sich am Mietzins beteiligen
A.g.
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könnten, sei nachvollziehbar und glaubhaft, da dies den effektiven Verhältnissen
entsprochen habe und da der EL-Bezüger am 2. April 2019 betreffend die Anzahl
Personen im Haushalt die Ziffer 3 angegeben und präzisierend dazu festgehalten habe
"(ich und meine Mutter beteiligen sich bei den Mietkosten)". Dem EL-Bezüger und
dessen Mutter sei es nie darum gegangen, etwas zu "mauscheln" oder über etwas
hinwegzutäuschen. Das Übersehen der von der EL-Durchführungsstelle aufgrund der
Mutationsmeldung der AHV-Zweigstelle St. Gallen vorgenommenen Korrektur dürfte
auch damit zu tun haben, dass der EL-Bezüger seine administrativen Arbeiten
verschiedentlich durch seine Mutter vornehmen lasse. Wer letztlich im Jahr 2014 die
entsprechenden Arbeiten erledigt habe, lasse sich nicht mehr nachvollziehen.
Jedenfalls sei auf der Verfügung vom 24. Oktober 2014 die Anzahl Personen "2"
übersehen und in der Folge in der periodischen Überprüfung versehentlich die Angabe
"2 Personen" angegeben worden. Eine grobe Nachlässigkeit könne darin nicht erblickt
werden. Der gute Glaube sei zu bejahen.
Mit einem Entscheid vom 3. Februar 2020 wies die EL-Durchführungsstelle die
Einsprache ab (act. G 5.1 8). Zur Begründung hielt sie fest, in der Verfügung vom
24. Oktober 2014 sei ausdrücklich festgehalten worden, dass zwei Personen im
Haushalt wohnten. Dem EL-Bezüger sei insoweit zuzustimmen, als die EL-
Durchführungsstelle aufgrund einer falschen Meldung der AHV-Zweigstelle St. Gallen
versehentlich eine Änderung bei der Personenanzahl im Haushalt vorgenommen habe.
Dies sowie die geltend gemachte Fülle von Informationen auf der Verfügung sowie die
psychischen Leiden des EL-Bezügers entlasteten diesen jedoch nicht. Nötigenfalls
hätte er bzw. seine Mutter Hilfe in Anspruch nehmen können. Auf jedem
Berechnungsblatt sei vermerkt, dass die Berechnung zu überprüfen und dass allfällige
falsche Angaben mitzuteilen seien. Von einem EL-Bezüger werde erwartet, dass er die
Berechnung im Rahmen seiner Möglichkeiten auf offensichtliche Fehler überprüfe. Die
Einsetzung eines falschen Mietzinsanteils sei ein offensichtlicher Fehler, der dem
Einsprecher hätte auffallen müssen. Der Standpunkt des EL-Bezügers, er sei davon
ausgegangen, dass nur die Personen, die Mietzins bezahlten, aufgeführt werden
müssten, vermöge daran nichts zu ändern. Im Revisionsformular werde klar gefragt,
wie viele Personen im Haushalt wohnten und nicht, wie viele Personen die Miete
bezahlten. Auch werde verlangt, dass alle Personen im Haushalt aufgeführt würden;
A.h.
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B.
der EL-Bezüger habe anlässlich der Revision im Jahr 2015 nur sich und seine Mutter
aufgeführt. Zudem gelte der allgemeine Grundsatz, dass niemand Vorteile aus seiner
eigenen Rechtsunkenntnis ableiten könne (BGE 111 V 405). Der EL-Bezüger hätte bei
zumutbarer Aufmerksamkeit den bestehenden Rechtsmangel erkennen müssen,
weshalb er sich nicht auf den guten Glauben berufen könne. Zusätzlich seien zwei
Mietzinsreduktionen nicht gemeldet worden. Auf sämtlichen Leistungsverfügungen
finde sich der Hinweis auf die Meldepflicht in Bezug auf Änderungen in den
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere bei
Mietzinsanpassungen. In Bezug auf die unterlassene Mitteilung über die seit Oktober
2010 "gültigen" Mietzinsreduktionen sei dem EL-Bezüger eine grobfahrlässige
Meldepflichtverletzung vorzuwerfen, was die Berufung auf den guten Glauben
ausschliesse. Die angefochtene Verfügung sei nicht zu beanstanden. Da die beiden
Erlassvoraussetzungen des gutgläubigen Leistungsbezugs und der grossen Härte
kumulativ erfüllt sein müssten, erübrige sich eine Abklärung der grossen Härte.
Der EL-Bezüger (nachfolgend: Beschwerdeführer) liess am 2. März 2020 eine
Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 3. Februar 2020 erheben (act. G 1).
Sein Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids und die Gutheissung des Erlassgesuches vom 10. September
2019 sowie den Erlass der Rückforderung von Fr. 16'713.--. Eventualiter sei die Sache
zur Vornahme weiterer Abklärungen an die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zudem beantragte er die Gewährung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung und er ersuchte um eine Nachfrist zur
Einreichung einer Beschwerdeergänzung. In der Beschwerdeergänzung vom 23. März
2020 hielt der Rechtsvertreter an den gestellten Anträgen fest (act. G 3). Seine
Begründung entsprach im Wesentlichen jener der Einsprache vom 16. Dezember 2019.
Ergänzend machte er geltend, der mit Verfügung vom 24. Oktober 2014
zugesprochene, um monatlich Fr. 229.-- höhere EL-Betrag sei für den
Beschwerdeführer nicht offensichtlich auf eine (ihm nicht bekannte) Änderung der
Personen im Haushalt zurückzuführen gewesen, sondern habe für ihn im
Zusammenhang mit dem Umzug gestanden. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer
administrative Arbeiten verschiedentlich durch seine Mutter vornehmen lasse, stehe in
B.a.
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Considerations:
Erwägungen
einem unmittelbaren Zusammenhang mit dessen Gesundheitszustand, der durchaus
auch Schwankungen unterliege. Im Bestreitungsfall beantrage er das Einholen einer
Auskunft betreffend den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers beim Hausarzt
und beim behandelnden Psychiater. Im Übersehen der Ziffer 2 auf der Verfügung vom
24. Oktober 2014 könnte eine leichte Verletzung der "Aufmerksamkeitspflicht" erblickt
werden. Dasselbe gelte für die wesentliche, jedoch unrichtige Angabe der Anzahl
Personen im Haushalt in der irrigen Annahme, massgeblich sei die Anzahl Personen,
die sich am Mietzins beteiligen könnten. Dann aber lasse sich ein guter Glaube mit
Sicherheit nicht verneinen; gegenteilig sei ein solcher zu bejahen. Dass von einem EL-
Bezüger erwartet werden dürfe, dass er die EL-Berechnung im Rahmen seiner
Möglichkeiten auf offensichtliche Fehler überprüfe, möge zutreffen. Die hier erfolgte
unzutreffende Berücksichtigung des Mietzinsanteils bzw. die Veränderung desselben
sei indessen, nicht zuletzt aufgrund des Umzugs, gerade nicht offensichtlich gewesen,
zumal das psychische Leiden den Beschwerdeführer immer wieder belastet habe und
nach wie vor belaste und mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen bzw.
entsprechenden Einschränkungen verbunden sei. Es seien also gute Gründe dafür
vorhanden, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen sei, seiner Melde-
und Überprüfungspflicht vollumfänglich nachzukommen. Im Bestreitungsfalle sei beim
Hausarzt und beim behandelnden Psychiater eine Auskunft einzuholen. Dem
Beschwerdeführer könne der gute Glaube nicht abgesprochen werden.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 23. April 2020 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen im
Einspracheentscheid.
B.b.
Die verfahrensleitende Richterin des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
wies das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 29. April 2020 formlos
ab (act. G 6).
B.c.
Der Beschwerdeführer liess am 5. Juni 2020 auf die Einreichung einer Replik
verzichten (act. G 10).
B.d.
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1.
Unrechtmässig bezogene Leistungen, das heisst Leistungen, auf die nach der mass
gebenden materiellen Rechtslage an sich kein Anspruch bestanden hat und die sich –
in aller Regel nach einer Korrektur einer früheren Verfügung – nicht auf eine
verfügungsmässige Grundlage stützen können, sind gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,
SR 830.1) zurückzuerstatten. Zielt die (vorgängige) Korrektur einer früheren formell
rechtskräftigen Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision im Sinne von Art. 17
ATSG, einer sogenannt prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG oder einer
Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine Herstellung eines der materiellen
Sach- und Rechtslage entsprechenden verfügungsmässigen Zustandes ab, bezweckt
die Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen die Herstellung eines
wirtschaftlich rechtmässigen Zustandes. Der betroffenen Person sollen nach der
Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen "nur" jene Leistungen
verbleiben, auf die sie angesichts der massgebenden Sach- und Rechtslage einen
Anspruch gehabt hat. Dadurch wird dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der
Bundesverfassung, BV, SR 101) und dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV)
zum Durchbruch verholfen. Die in Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG vorgesehene Möglichkeit
des Erlasses einer Rückforderung hebelt die für das Sozialversicherungsrecht
elementare Verwirklichung des Legalitätsprinzips und des Gleichbehandlungsgebotes
im Einzelfall aus, denn der Erlass hat zur Folge, dass die betroffene Person nicht "nur"
jene Leistungen, auf die jede andere Person in derselben Lage von Gesetzes wegen
einen Anspruch gehabt hätte, sondern darüber hinaus auch noch die unrechtmässig
bezogenen Leistungen behalten kann. Diese Durchbrechung des Grundsatzes, wonach
unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten sind, lässt sich nur mit dem
Schutz eines berechtigten Vertrauens der leistungsbeziehenden Person in die
(vermeintliche) Rechtmässigkeit der bezogenen Leistungen rechtfertigen. Ein solches
berechtigtes Vertrauen liegt nach dem Wortlaut von Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG vor,
wenn die versicherte Person die unrechtmässig bezogenen Leistungen gutgläubig
entgegen genommen hat, das heisst wenn sie effektiv nicht um die Unrechtmässigkeit
der Leistungen gewusst hat und wenn sie bei Aufwendung der gebotenen Sorgfalt
auch nicht um die Unrechtmässigkeit der Leistungen hätte wissen müssen. Da
angesichts der grossen Bedeutung der grundsätzlichen Rückerstattungspflicht für das
Sozialversicherungsrecht bei der Prüfung der Erlassvoraussetzungen ein strenger
Massstab anzulegen ist, scheidet ein Erlass einer Rückforderung aber – über den allzu
engen Wortlaut des Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG hinausgehend – auch aus, wenn die
versicherte Person den unrechtmässigen Leistungsbezug durch eine grobe
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Sorgfaltspflichtverletzung, namentlich durch eine grobe Verletzung der Auskunfts- oder
Meldepflicht oder durch eine grobe Verletzung der gesetzlich nicht geregelten
sogenannten Kontroll- und Hinweispflicht, mitverursacht hat. Die erforderliche Sorgfalt
beurteilt sich dabei nach einem objektiven Massstab, wobei aber das der versicherten
Person in ihrer Subjektivität Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit,
Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht ausgeblendet werden darf (BGE 138 V
218, E. 4, m.w.H.).
2.
Bei der Prüfung, ob eine Rückforderung zu erlassen ist, ist relevant, welcher Grund zur
Rückforderung geführt hat, denn erst wenn der Grund für die Korrektur eines
Berechnungselementes bekannt ist, kann geprüft werden, ob die versicherte Person
diesbezüglich gutgläubig gewesen ist. Ein Vergleich der Berechnungsblätter zur
Korrekturverfügung vom 26. August 2019 (act. G 5.2 3-11) mit jenen zu den
ursprünglichen, korrigierten Verfügungen (act. G 5.2 29, 33, 36, 38, 42, 50, 53) zeigt,
dass die Korrektur die Position Miete (Mietzins und Anteil Mitbewohner) als Ausgabe
sowie die Position Vermögenserträge (Erträge aus Sparguthaben/Wertschriften) als
Einnahme betroffen hat: Die Beschwerdegegnerin hat rückwirkend ab 1. Oktober 2014
vom Mietzins einen Anteil der Mitbewohner, also der Mutter des Beschwerdeführers
und deren Lebenspartners, von zwei Dritteln statt wie ursprünglich berücksichtigt der
Hälfte in Abzug gebracht. Ausserdem hat sie rückwirkend ab 1. Oktober 2015 und ab
1. Oktober 2017 tiefere Mietzinse berücksichtigt. Schliesslich hat sie (für bestimmte
Zeiträume) tiefere Vermögenserträge berücksichtigt. Da die Korrektur beim
Vermögensertrag zu einem tieferen Rückforderungsbetrag geführt hat, sich also zu
Gunsten des Beschwerdeführers ausgewirkt hat, sind die Ursachen für die
Rückforderung nur die Berücksichtigung des höheren Mietzinsanteils der Mitbewohner
sowie die tieferen Mietzinse gewesen. Im Folgenden ist also zu prüfen, ob der
Beschwerdeführer hinsichtlich des Mietzinsanteils der Mitbewohner sowie des
ursprünglich zu hoch berücksichtigten Mietzinses gutgläubig gewesen ist.
3.
Die Beschwerdegegnerin hat den Mietzinsanteil des Beschwerdeführers aufgrund der
fehlerhaften Meldung der AHV-Zweigstelle St. Gallen vom 17. September 2014, dass
der Lebenspartner der Mutter nicht mehr im gemeinsamen Haushalt wohne, mit einer
Verfügung vom 24. Oktober 2014 ab 1. September 2014 von einem Drittel auf die
Hälfte erhöht. In der Verfügungsbegründung hat sie explizit festgehalten, dass im
Haushalt zwei Personen wohnten und dass deshalb in der Berechnung der halbe
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Mietzins berücksichtigt werde. Das Vorbringen des Rechtsvertreters, dass der
Beschwerdeführer keine Kenntnis von der fehlerhaften Meldung der AHV-Zweigstelle
St. Gallen gehabt habe, ist plausibel. Hätte der Beschwerdeführer die
Verfügungsbegründung jedoch sorgfältig gelesen, hätte ihm ohne Weiteres auffallen
müssen, dass die Beschwerdegegnerin von einem unrichtigen Sachverhalt
ausgegangen ist, da er selbstredend gewusst hat, dass nicht zwei, sondern drei
Personen im Haushalt wohnten. Aufgrund seiner Kontroll- und Hinweispflicht, auf die
im zur Verfügung gehörenden Berechnungsblatt explizit hingewiesen worden ist, hätte
der Beschwerdeführer diesen offensichtlichen Fehler also erkennen und der
Beschwerdegegnerin melden müssen. Der Rechtsvertreter hat geltend gemacht, die
Verfügungsbegründung habe aufgrund der Fülle der Informationen und aufgrund des
psychischen Leidens des EL-Bezügers, mit welchem auch Konzentrationsmängel/-
schwierigkeiten verbunden seien, ohne weiteres übersehen werden können. Dies
müsse umso mehr gelten, als der EL-Betrag nur um Fr. 229.-- erhöht worden sei. Diese
Erhöhung sei für den Beschwerdeführer nicht offensichtlich auf eine (ihm nicht
bekannte) Änderung der Personen im Haushalt zurückzuführen gewesen, sondern habe
für ihn im Zusammenhang mit dem Umzug gestanden. Dazu ist festzuhalten, dass der
Mietzins der Wohnung mit Fr. 1'570.-- monatlich um Fr. 120.-- tiefer gewesen ist als
jener der zuvor bewohnten Wohnung, deren Mietzins Fr. 1'690.-- monatlich betragen
hat. Die Tatsache, dass der Betrag der Ergänzungsleistungen erhöht worden ist,
obwohl der Mietzins tiefer geworden ist, hätte also die Aufmerksamkeit des
Beschwerdeführers erst recht auf sich ziehen und eine sorgfältige Kontrolle der
Berechnungsgrundlagen zur Folge haben müssen. Der Einwand, der Beschwerdeführer
habe aufgrund seines psychischen Gesundheitszustandes mit
Konzentrationsmängeln/-schwierigkeiten die gebotene Sorgfalt nicht aufwenden und
den Fehler nicht erkennen können, vermag nicht zu überzeugen. Das Lesen der
Verfügungsbegründung, die einfach verständlich formuliert gewesen ist, hat nämlich
keiner übermässigen Konzentration bedurft. Im Weiteren hat der Beschwerdeführer
30 Tage Zeit gehabt, die Berechnung zu kontrollieren und den Fehler zu melden. Hätte
er sich also beim ersten Durchlesen nicht ausreichend konzentrieren können, hätte er
die Verfügungsbegründung zu einem anderen Zeitpunkt, in dem er sich besser hätte
konzentrieren können, nochmals lesen müssen. Der Beschwerdeführer hat also in
Bezug auf die Verfügung vom 24. Oktober 2014 sowie die darauf folgenden
Verfügungen die Kontroll- und Hinweispflicht verletzt. Das Vorbringen des
Rechtsvertreters, dass der Beschwerdeführer verschiedentlich administrative Arbeiten
durch seine Mutter erledigen lasse und nicht mehr nachvollzogen werden könne, wer
im Jahr 2014 die entsprechenden Arbeiten erledigt habe, ist von vornherein
unbehilflich, da der Beschwerdeführer seine Mutter mit seiner Vertretung
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bevollmächtigt hat und er sich ein allfälliges Verhalten der Mutter anrechnen lassen
müsste. Im Rahmen der periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistungen im Jahr
2015 hat der Beschwerdeführer sodann eine Falschangabe gemacht, indem er im
Fragebogen auf die Frage "Wieviele Personen (Sie eingeschlossen) wohnen im
Haushalt?" "2" angegeben und seinen Namen und den Namen seiner Mutter aufgelistet
hat. Die Begründung dafür, dass er der Meinung gewesen sei, es handle sich um die
Personen, die sich am Mietzins beteiligen könnten, vermag keinen guten Glauben zu
begründen. Der Beschwerdeführer hätte nämlich nicht von seiner Rechtsauffassung,
die dem klaren Wortlaut der Fragestellung widersprochen hat, ausgehen dürfen,
sondern er hätte bei der AHV-Zweigstelle St. Gallen oder bei der Beschwerdegegnerin
rückfragen müssen, ob für die Berechnung der Ergänzungsleistungen die Anzahl
Personen, die im Haushalt wohnten, oder die Anzahl Personen, die sich tatsächlich am
Mietzins beteiligten, massgebend sei. Bei der Aufwendung der gebotenen Sorgfalt
hätte der Beschwerdeführer seine unzutreffende Rechtsauffassung durch einfaches
Nachfragen also erkennen und demzufolge eine korrekte Auskunft erteilen können,
wodurch die Beschwerdegegnerin den Fehler hinsichtlich der Anzahl der im
gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bereits im Jahr 2015 hätte feststellen
können. Damit hat der Beschwerdeführer seine Auskunftspflicht (Art. 28 Abs. 2 ATSG)
verletzt. Sowohl die Verletzung der Kontroll- und Hinweispflicht als auch die Verletzung
der Auskunftspflicht sind als grobe Sorgfaltspflichtverletzungen zu qualifizieren, denn
bei der Berücksichtigung des hälftigen Mietzinsanteils der Mitbewohner hat es sich um
einen offenkundigen und damit für den Beschwerdeführer leicht erkennbaren Fehler
gehandelt, da er hierfür lediglich die Verfügungsbegründung sorgfältig hätte lesen
müssen. Eine Klärung der Rechtslage wäre ausserdem durch einfaches Nachfragen
herzustellen gewesen. Der Rechtsvertreter hat geltend gemacht, der Beschwerdeführer
sei aufgrund seines psychischen Leidens mit Aufmerksamkeits- und
Konzentrationsstörungen bzw. entsprechenden Einschränkungen nicht in der Lage
gewesen, seiner Melde- und Überprüfungspflicht vollumfänglich nachzukommen. Im
Bestreitungsfalle sei beim Hausarzt und beim behandelnden Psychiater eine Auskunft
einzuholen. Wie bereits ausgeführt, hat das Lesen der Verfügungsbegründung keiner
übermässigen Konzentration bedurft. Dasselbe gilt in Bezug auf das Ausfüllen des
Fragebogens, das dem Beschwerdeführer offenkundig möglich gewesen ist, wenn
auch mit einer unrichtigen Auskunft, da er von einer falschen Rechtsauffassung
ausgegangen ist. Im Sinne einer antizipierenden Beweiswürdigung kann auf das
Einholen von Auskünften beim Hausarzt und beim behandelnden Psychiater (wie auch
auf einen allfälligen Beizug der IV-Akten) verzichtet werden, da davon kein
Erkenntnisgewinn zu erwarten wäre. In Bezug auf den unrechtmässigen
© Kanton St.Gallen 2022 Seite 13/14
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St.Galler Gerichte
Leistungsbezug infolge des ursprünglich zu tief berücksichtigten Mietzinsanteils der
Mitbewohner ist ein guter Glaube damit zu verneinen.
4.
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer betreffend den ursprünglich zu hoch
berücksichtigten Mietzins gutgläubig gewesen ist. Der Mietzins der Wohnung ist seit
dem 1. September 2014 zwei Mal reduziert worden, nämlich per 1. Oktober 2015 von
Fr. 1'570.-- auf Fr. 1'524.-- und per 1. Oktober 2017 von Fr. 1'524.-- auf Fr. 1'486.--. In
jeder Verfügung ist der Beschwerdeführer darauf hingewiesen worden, dass eine
Änderung des Mietzinses eine meldepflichtige Sachverhaltsveränderung darstellt. Da er
die Mietzinsreduktionen erst im Rahmen der periodischen Überprüfung im Jahr 2019
mitgeteilt hat, ist die Meldung verspätet erfolgt. Hinsichtlich der geltend gemachten
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie der verschiedentlich durch die
Mutter erledigten administrativen Arbeiten ist auf das in der Erwägung 3 Ausgeführte zu
verweisen. Der Beschwerdeführer hat damit die Meldepflicht (Art. 31 Abs. 1 ATSG) in
grober Weise verletzt. Ein guter Glaube ist damit zu verneinen.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die unrechtmässig
bezogenen Leistungen nicht gutgläubig entgegengenommen hat. Ob die
Voraussetzung der grossen Härte gegeben wäre, kann offenbleiben, da die beiden
Erlassvoraussetzungen kumulativ erfüllt sein müssen. Die Beschwerdegegnerin hat das
Erlassgesuch damit zu Recht abgewiesen.
6.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a aATSG in der bis 31. Dezember
2020 gültig gewesenen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch
anwendbaren Fassung). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend besteht kein
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).