Decision ID: 766b039d-fccd-4fe8-bc7d-a1f8aad813a1
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1965, war seit dem 7. Dezember 2010 in teilzeitlichem Umfang eines Arbeitspensums von 80 % bei der A._ AG als Hilfskraft in den Bereichen Produktion und Reinigung tätig (Urk. 12/16), als sie sich am 1. Juli 2015 unter Hinweis auf ein Mammakarzinom beziehungsweise auf dessen chemotherapeutische Behandlung mit drohendem Haarverlust bei der Inva
lidenversicherung zum Bezug einer Perücke (Urk. 12/1) anmeldete. Mit Mit
teilung vom 30. Juli 2015 (Urk. 12/6) erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Versicherten Kostengutsprache für Perücken.
1.2
Am 20. Januar 2016 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Brustkrebs zum Bezug von beruflichen Massnahmen und/oder einer Rente erneut bei der der Invalidenversicherung an (Urk. 12/7). Mit Mitteilung vom 4. März 2016 (Urk. 12/18) stellte die IV-Stelle fest, dass auf Grund des Gesundheitszustandes der Versicherten die Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen zur
zeit nicht möglich sei. Mit Mitteilung vom 17. März 2017 (Urk. 12/37) hielt die IV-Stelle fest, dass die Versicherten ab Juli 2017 im Umfang eines Arbeits
pensums von 40 % an ihrem bisherigen Arbeitsplatz eingegliedert sei und schloss die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ab.
Die IV-Stelle
veranlasste eine Abklärung im Haushalt
der Versicherten
an Ort und Stelle
(Bericht vom 2. August 2017; Urk. 12/45). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 12/64, Urk. 12/71) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. Juli 2018 (Urk. 12/74 = Urk. 2) für die Zeit vom 8. Juni 2016 bis 31. Dezember 2017 einen Invalidi
tätsgrad von 12 % und für die Zeit ab 1. Januar 2018 einen solchen von 26 % fest und verneinte einen Rentenanspruch der Versicherten.
2.
Gegen die Verfügung vom 24. Juli 2018 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 23. August 2018 (Poststempel)
Beschwerde (
Urk.
1)
, welche sie am 16. September 2018 ergänzte (Urk. 7). Darin
beantragte
sie
,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zu weiterer Abklärung des Sachverhalts an die IV-Stelle zurück
zu
weisen. Gleichzeitig beantragte sie die unentgeltliche Prozessführung und Rechts
vertretung (Urk. 7 S. 2).
Mit
Beschwerdeantwort
vom 17. Oktober 2018
(Urk.
11
)
beantragte die Beschwer
de
gegnerin
die Ab
weisun
g der Beschwerde, wovon der Beschwerdeführerin am 22. Oktober 2018 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG)
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung,
IVG)
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegli
che
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E.
7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun
fähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
1.4
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invalidi
täts
bemessung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Um
ständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entschei
dend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pen
sum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhält
nisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge
übten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE
144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V
334
E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b
).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
Nach der bis 3
1.
Dezember 2017 gültigen Gerichts- und Verwaltungspraxis zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (grundlegend BGE 125 V 146; vgl.
Art.
27 und 27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV),
in der seit dem
1.
Januar 2018 geltenden Fassung und Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV vom
1.
Dezember 2017, in Kraft seit
1.
Januar 2018) wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufga
ben
bereich (vgl. Art. 27 IVV) ermittelt. Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei im Erwerbsbereich praxisgemäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall aus ihrer Teil
erwerbstätigkeit erzielen würde. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addie
rung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten (BGE 131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).
1.6
Gemäss dem in
Art.
27
bis
Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbs
tätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbs
tätigkeit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäf
ti
gungsgrad nach Absatz 3 lit. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (Art. 27
bi
s
Abs. 4 IVV).
1.7
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen
der
IVV
vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde
wie erwähnt
für die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a
Abs.
3
IVG
) in
Art.
27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berech
nungsmodell eingeführt. Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) ist am 2
4.
Juli 2018 und somit nach Inkrafttreten der Verordnungsänderung ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beur
teilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Verordnungs
bestimm
ungen am 1. Januar 2018 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig ver
fügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten Verordnungsbestimmungen abzustellen (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 24. Juli 2018 (Urk. 2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Umfang von 80 % als Erwerbstätige und im restlichen Umfang von 20 % als im Aufgabenbereich Haus
halt Tätige zu qualifizieren sei, und dass ihr nach Eintritt des Gesundheits
schadens die Ausübung einer behinderungsangepassten Erwerbs
tätigkeit im Um
fang eines Arbeits
pensums von 70 % zuzumuten gewesen sei, wobei keine Ein
schränkung im Bereich Haushalt bestehe.
2.2
Die Beschwerdeführerin bringt hiegegen vor, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe, dass sie unter Schmerzmedikation höchstens für kurze Zeit ein Arbeitspensum von 40 % ausüben könne (Urk. 7 S. 6), und dass nicht mehr von einer auf dem Arbeitsmarkt verwertbaren Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, weshalb ein Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen sei (Urk. 7 S. 7).
3.
3.1
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medizinische Aktenlage stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
3.2
Dr. B._, praktische Ärztin, Kantonsspital C._, Frauenklinik, diagnostizierte mit Bericht vom 19. Februar 2016 (Urk. 12/17/1-5) ein
invasiv duktales
M
ammakarzinom
links (Ziff. 1.1) und erwähnte, dass die Beschwerde
führerin gegenwärtig bis voraussichtlich Ende Februar 2016 mittels Radiotherapie behandelt werde (Ziff. 1.5). Sie attestierte der Beschwerdeführerin vom 8. Juni 2015 bis auf Weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Ziff. 1.6) und stellte fest, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung der bisherigen Tätigkeit in Zukunft bei einem initial reduzierten Pensum und eine behinderungsangepasste Arbeit im Umfang von 7 Stunden Tag zuzumuten sein werde, wobei der Zeit
punkt, ab welchem der Beschwerdeführerin eine Wiederaufnahme der Arbeit zuzumuten sein werde, noch offen sei (Ziff. 1.7-1.9).
3.3
In ihrem Bericht vom 26. August 2016 (Urk. 12/23/1-3) führte Dr. B._ aus, dass die Beschwerdeführerin bei guter Prognose (Ziff. 3.3) medikamentös mittels Tamoxifen behandelt werde (Ziff. 3.2). Sie attestierte der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Juni bis voraussichtlich 30. September 2016 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und erwähnte, dass mit einer Erhöhung der Arbeitsfähigkeit voraussichtlich ab Oktober 2016 zu rechnen sei (Ziff. 2.1).
3.4
Dr. D._, Facharzt für
Gynäkologie und Geburtshilfe
, stellte in seinem Bericht vom 20. Januar 2017 (Urk. 12/31) die folgende Diagnose (Ziff. 1.1):
-
Status nach Mammakarzinom mit/bei:
-
Status nach Operation, Chemo- und Radiotherapie
-
aktuell endokriner Therapie
Der Arzt stellte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 30. Juni 2016 fest. Für die Zeit ab 1. Juli 2016 bis auf Weiteres attestierte er der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit im Umfang von 3.5 Stunden im Tag während 5 Tagen in der Woche beziehungsweise eine solche von 50 % in Bezug auf das von der Beschwerdeführerin bisher ausgeübte Arbeitspensum von 80 % (Ziff. 1.6 und 1.7), was in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100 % einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % entspricht. Er erwähnte, dass mit einer Erhöhung des Arbeitspensums im Rahmen einer langsamen Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei (Ziff. 1.9).
Die gleichen Angaben machte Dr. D._ in seinem Bericht vom 18. April 2017 (Urk. 12/39).
3.5
In Ergänzung seines Berichts vom 18. April 2017 führte Dr. D._ in seiner Stellungnahme vom 12. Mai 2017 (Urk. 12/41-42) aus, dass die Ausübung einer Tätigkeit ausserhalb der Produktion der Beschwerdeführerin nicht möglich sei. Ausserhalb der Produktion wäre nur Büroarbeit mit spezieller Ausbildung mög
lich. Eine optimal angepasste Tätigkeit enthalte körperlich leichte Arbeit. Auch wären regelmässige Arbeitszeiten von Vorteil.
3.6
In seinem Bericht vom 31. Januar 2018 (Urk. 12/48/1-4) führte Dr. D._ aus, dass die Beschwerdeführerin gegenwärtig tatsächlich während 3.5 Stunden in der Fleischproduktion tätig sei, wobei es sich hierbei nicht um eine leichte, angepasste Tätigkeit handle (Ziff. 2.1). In der bisherigen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40 % (in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100 %), was einem halben Pensum (in Bezug auf das ursprüngliche Arbeitspensum von 80 %) entspreche (Ziff. 2.2).
3.7
Am 17. Februar 2018 (Urk. 12/52/1-5) diagnostizierte Dr.
E._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, ein Karpaltunnelsyndrom (KTS) beidseits mit Gefühlsstörungen und Schmerzen in beiden Händen sowie eine Depression (Ziff. 2.5) und stellte fest, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Aushilfe in einer Metzgerei im Umfang von 3.5 Stunden im Tag zumutbar sei (Ziff. 4.1). Die Ausübung einer dem Leiden angepassten Tätigkeit sei ihr im Umfang von 2 Stunden im Tag (Ziff. 4.2) zumutbar.
3.8
F._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, stellte in seinem Bericht vom 21. Juni 2018 (Urk. 12/69/1-8) die folgenden Diagnosen (Ziff. 2.5):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
-
Status nach Mammakarzinom
-
Karpaltunnelsyndrom beidseits
Der Arzt erwähnte, dass die depressive Symptomatik bisher medikamentös weitgehend behandlungsresistent sei. Auf Grund einer Überbelastung und Überforderung sei auf längere Sicht eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur gegenwärtigen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 40 % wahrscheinlich. Für eine langfristige Stabilisierung sei von einer Erhöhung der Arbeitsfähigkeit abzuraten (Ziff. 2.7). Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit müsse in Rücksprache mit den das somatische Leiden behandelnden Ärzten erfolgen. Aus psychiatrischer Sicht erscheine die aktuelle Belastung im Umfang eines Arbeitspensums von 40 % indes zu hoch zu sein, weshalb für eine längerfristige Stabilisierung eine Reduktion mit allenfalls anschliessender schritt
weiser Steigerung des Arbeitspensums angezeigt sei (Ziff. 4.1).
3.9
Dr. G._, Facharzt für Neurologie und für Psychiatrie und Psy
cho
therapie, diagnostizierte mit Bericht vom 22. Juni 2018 (Urk. 12/70/10 = Urk. 8) ein KTS beidseits, rechtsbetont, und erwähnte, dass sich bei der Kontroll
untersuchung eine verlängerte distale motorische Latenz und verlangsamte sensible Nervenleitgeschwindigkeiten des Medianusnervs in seinem Verlauf über dem Handgelenk ergeben hätten. Insgesamt sei auf Grund der Klinik, des Verlaufs, des Beschwerdebildes und der Neurophysiologie eine hand
chirurgische Opera
tions
indikation beziehungsweise eine Indikation für eine Revisionsoperation zu prüfen.
3.10
H._, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), erwähnte in seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2017 (Urk. 12/67/4-5), dass die Beschwerdeführerin infolge der Tumor
erkrankung und deren Therapie unter einer Fatigue, einer Neuropathie sowie unter muskuloskelettalen Schmerzen und unter Schwäche leide, und dass sie dadurch in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde.
In der Zeit vom Juni 2015 bis Juni 2016 habe in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab Juli 2016 eine solche im Umfang von 3.5 Stunden im Tag bestanden, was einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % in Bezug auf ein Arbeitspensum von 80 % entspreche. Die Ausübung einer
optimal ange
passte
n
Tätigkeit
im Sinne einer körperlich sehr leichten bis leichten Tätigkeit mit regelmässigen Arbeitszeiten sei der Beschwerdeführerin gegebenenfalls in einem höheren Umfang zuzumuten, wobei sich die bestehenden Einschränkungen auch auf die Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepassten Tätigkeiten auswirkten. Die Ausübung einer solchen behinderungsangepassten Tätigkeit sei in der Produktion indes nicht möglich. Zur Quantifizierung und Umsetzung einer Arbeitsfähigkeit in einer ideal angepassten Tätigkeit seien aus arbeitsmedizinischer Sicht jeden
falls entsprechende berufliche Massnahmen notwendig. Die Frage, ob eine höhere Arbeitsfähigkeit in der Praxis umzusetzen sei, könne aus medizinischer Sicht nicht beurteilt werden (Urk. 12/67/5).
3.11
In seiner Stellungnahme vom 12. September 2017 (Urk. 12/67/6-7) führte H._ aus, dass weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit in
der bis
herigen Tätigkeit in der Produktion
von 50 % (in Bezug auf ein Arbeitspensum von 80 % beziehungsweise von 60 % in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100 %)
auszuge
h
en
sei, und dass aus arbeitsmedizinischer Sicht in Bezug auf ein Arbeits
pensum von 100 % in einer optimal angepassten Tätigkeit von einer Arbeits
fähig
keit von mehr als 70 % auszugehen sei. Zur Umsetzung der Arbeitsfähigkeit in einer ideal angepassten Tätigkeit seien aus arbeitsmedizinischer Sicht jedoch entsprechende berufliche Massnahmen erforderlich. Die Beschwerdeführerin sei auf Grund ihres Gesundheitsschadens und des dadurch bedingten eingeschrän
k
ten Belastungsprofils in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt (Urk. 12/67/6). Nach Abschluss der Behandlung des Mammakarzinoms sei allenfalls mit einer weiteren Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zu rechnen (Urk. 12/67/7).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass Dr. D._ der Beschwerdeführerin in somatischer Hinsicht eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 60 % (in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100 %) attestierte (vorstehend E. 3.4 - E. 3.6), und dass er davon ausging, dass der Beschwerdeführerin zwar theoretisch die Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten im Bürobereich zuzumuten wäre, dass es ihr jedoch an einer dies
bezüglich erforderlichen Ausbildung fehle (vorstehend E. 3.5). Damit überein
stimmend ging Dr. E._ in seinem Bericht vom
1
7.
Februar 2018 (
vorstehend E. 3.7
)
von einer Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit der Beschwerde
füh
rerin von 3.5 Stunden im Tag aus, was einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % (in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100 %) entspricht. In psychischer Hinsicht vertrat
F._
in seinem Bericht vom 2
1.
Juni 2018 (
vorstehend E. 3.8
)
die Ansicht, dass die Beschwerdeführerin aus psychischen Gründen in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde, und dass ihr die weitere Ausübung der von ihr gegenwärtig tatsächlich im Umfang eines Arbeitspensums von 40 % aus
geübten Tätigkeit aus psychischen Gründen nicht mehr zuzumuten beziehungs
weise nicht mehr zu empfehlen sei. H._ ging
in seiner Stellungnahme vom 2
4.
Juni 2017 (
vorstehend E. 3.10
)
schliesslich davon aus
, dass
die Beschwerdeführerin in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit im Um
fang von 60 % (in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100 %) in der Arbeits
fähigkeit beeinträchtigt werde, und dass zur
Quantifizierung und Umsetzung einer Arbeitsfähigkeit in einer ideal angepassten Tätigkeit aus arbeitsmedi
zinischer Sicht
die vorgängige Durchführung
berufliche
r
Massnahmen notwendig
seien
.
Demgegenüber stellte er in seiner Stellungnahme vom
1
2.
September 2017 (
vorstehend E. 3.11
)
fest, dass
in einer optimal angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 70
%
(
in Bezug
auf ein Arbeitspensum von 100 %)
auszugehen sei.
In Übereinstimmung mit seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2017 hielt er daran fest, dass zur
Umsetzung der Arbeitsfähigkeit in einer ideal angepassten Tätigkeit aus arbeitsmedizinischer Sicht entsprechende berufliche Massnahmen erforderlich
seien.
4.2
Die behandelnden Ärzte gingen in somatischer Hinsicht daher übereinstimmend davon aus, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit in der Produktion von Fleischwaren im Umfang eines Arbeitspensums von 40 % (
in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100
%
)
zumutbar sei. In Bezug auf die Frage nach der Restarbeitsfähigkeit in zumutbaren, behinderungsangepassten Tätigkei
ten kamen die beteiligten Ärzte indes in ihren Beurteilungen zu teilweise unterschiedlichen Ergebnissen. Während Dr. D._ der Beschwerdeführerin lediglich theoretisch die Ausübung behinderungs
angepasster Tätigkeiten im Bürobereich zumuten wollte (vorstehend E. 3.5), ging H._ davon aus, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit in einem im Vergleich zur bisherigen Tätigkeit weiteren Umfang (vorstehend E. 3.10) beziehungsweise im Umfang eines Arbeitspensums von mehr als 70 % (vorstehend E. 3.11) zuzumuten sei. Er ging indes davon aus, dass zur Quantifizierung und Umsetzung einer Arbeitsfähigkeit in einer ideal angepassten Tätigkeit die vorgängige Durchführung entsprechender beruflicher Massnahmen erforderlich sei. Dr. E._ ging seinerseits in nicht nachvollziehbarer Weise von einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 20 Stunden pro Tag in angepasster Tätig
keit aus (vorstehend E. 3.7). In psychischer Hinsicht vertrat F._ die Ansicht, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung einer Erwerbstätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 40 % nicht mehr zuzumuten sei (vorstehend E. 3.8).
4.3
Während in somatischer Hinsicht Dr. D._ und Dr. E._ auf der einen Seite der Beschwerdeführerin die Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten im Umfang eines Arbeitspensums von 40 % beziehungsweise in einem noch tieferen Umfang zumuten wollten, vertrat Dr. H._ auf der anderen Seite die Ansicht, dass der Beschwerdeführerin unter der Voraussetzung der vorgängigen Durchführung beruflicher Massnahmen die Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten im Umfang eines Arbeitspensums von 70 % beziehungsweise in einem noch höheren Umfang zuzumuten sei. In psychischer Hinsicht ging Dr. F._ davon aus, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit lediglich im Umfang eines Arbeitspensums unter 40 % zuzumuten sei. Auf Grund der vorhandenen medizinischen Akten lässt sich die Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführerin die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit in somatischer und psychischer Hinsicht noch zuzumuten ist, nicht plausibel beantworten.
5.
5.1
Vorliegend gilt es sodann zu berücksichtigen, dass eine Eingliederungs
mass
nahme aus medizinischer Sicht Conditio sine qua non für eine Umsetzung eines (potentiellen) funktionellen Leistungsvermögens sein kann. Wenn ein grundsätz
lich attestiertes Leistungsvermögen in der ärztlichen Beurteilung unter den ausdrücklichen Vor
behalt der Durchführung befähigender Massnahmen gestellt wird, hat dies zur Folge, dass ein auf einer medizinisch-theoretischen Arbeits
fähigkeit beruhendes Invalideneinkommen im Rahmen des Einkommens
ver
gleichs nicht beziehungsweise noch nicht angerech
net werden darf (Urteile des
Bundesgerichts 9C_141/2009 vom 5. Oktober 2009 E. 2.3.1 und I 2/06 vom 23. Mai
2006 E. 2.2).
5.2
Vorliegend ging H._ davon aus, dass die
erwerbliche Ver
wertbarkeit des
restlichen
funktionellen Leistungs
vermögens
der Beschwerde
füh
rerin
vom Erfolg weiterer
Eingliederungsvorkehren abhänge. Dessen Beurtei
lung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in behinderungsange
passten Tätigkeiten steht daher unter Vorbe
halt einer Durchführung beruflicher Massnahmen. Demzufolge wäre die Beschwerdegegnerin, wenn sie sich auf die Beurteilungen durch den RAD-Arzt H._ hätte stützen wollen,
vor Erlass einer Verfügung über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin gehalten gewesen, geeignete berufliche Massnahmen durchzuführen. Die Beur
teilung durch die Beschwerdegegnerin, welche bei Erlass der angefochtenen Ver
fügung vom 24. Juli 2018 (Urk. 2) gestützt auf die Beurteilung durch H._ (vgl. Urk. 12/67/8) davon ausging, dass der Beschwer
deführerin - ohne eine vorgängige Durchführung beruflicher Massnahmen - die Ausübung behin
derungs
angepasster, körperlich sehr leichter bis leichter, überwiegend sitzender oder wechselbelastender Tätigkeiten im Umfang eines Arbeitspensums von 70 % zuzumuten sei, steht daher in Widerspruch
zur
medizinischen Aktenlage und vermag nicht zu überzeugen.
5.3
Nach Gesagtem lässt sich die Frage nach der Restarbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in behinderungsangepassten Tätigkeiten aus somatischen und psychi
schen Gründen auf Grund der vorhandenen medizinischen Akten nicht plausibel und insbesondere nicht mit hinreichender Bestimmtheit beantworten. Insofern erscheint der Sachverhalt nicht als rechtsgenügend abgeklärt.
6.
6.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, insbesondere wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der
notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet is
t, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung der medizinischen Akten beziehungsweise von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1 und 137 V 210 E. 4.4.1.4).
6.2
Vorliegend erweist sich der medizinische Sachverhalt in Bezug auf die Beur
teilung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in zumutbaren behinde
rungsangepassten Tätigkeiten in somatischer und psychischer Hinsicht sowie ins
besondere auch in Bezug auf die Frage, ob die vorgängige Durchführung beruf
licher Massnahmen Conditio sine qua non die Umsetzung einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit darstellt, als unge
nügend abge
klärt (vorstehend E. 4.3 und E. 5.3), weshalb die vorhandenen medi
zini
schen Akten zu ergänzen sind. Die Sache ist deshalb an die Beschwerde
gegnerin zurückzu
wei
sen, damit sie - nach Vervollständigung der Akten sowie nach Einholung allfälli
ger weiterer wesent
licher Entscheidgrundlagen - über den Renten
anspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. Sinnvollerweise wird sie die Beschwerdeführerin internistisch be
zieh
ungsweise gynäkologisch und psychiatrisch begutachten lassen oder die
Beschwerdeführerin durch entsprechende Fachärzte ihres RAD untersuchen lassen
und anschliessend über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu ver
fügen.
Demzufolge ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen.
7.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei
ge
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 700.-- festzusetzen und aus
gangs
gemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.
8.1
Nach § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
8.2
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdeführerin
Anspruch auf
eine Pro
zessent
schä
di
gung, welche in Berücksichtigung
der Bedeutung der Streitsache
und
der Schwierigkeit des Prozesses
und eines gerichtsüblichen Stundenansat
zes von
Fr.
220
.-- (zuzügl
ich Mehr
wertsteuer) auf Fr. 2’100
.-- (inklusive Baraus
lagen un
d Mehrwertsteuer) festzu
setzen ist.
8.3
Bei diese
m Ausgang des Verfahrens erweisen
sich
die Gesuche der Beschwer
deführerin
um unentgeltliche
Prozessführung und
Rechtsvertretung
vom 16. Septem
ber 2018 (Urk. 7 S. 2)
als gegenstandslos.