Decision ID: bb1a2fb8-b2ee-5c97-a6b9-997fb4cc12e3
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1975 geborene
X._
, Vater zweier 1994 und 1998 geborener Kinder,
war zuletzt bis Ende Juni 2004
als
Maschinenführer
bei der
Y._
AG tätig; letzter effektiver Arbeitstag wa
r der 2
1.
Juni 2004 (Urk.
10/9/
1
). Seit Juli 2007 bez
og
der Versicherte wirtschaftliche Sozialhilfe (
Urk.
3
, vgl. demgegenüber
Urk.
10/
17
/4
und
Urk.
10/78/13
, wonach
er
nach eigenen Angaben
zuletzt
im Jahre
2008
als
Mitarbeiter im
Aussendienst bei der
Z._
tätig
gewesen
war
)
. Mit Datum vom
1.
März 2010 meldete sich
der Versicherte
unter Hinweis auf psychische Leiden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/3)
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinisch-erwerbliche Abklärungen und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto bei (IK-Auszug vom 1
1.
März 2010,
Urk.
10/7).
Am
2.
September 2010 teilte sie dem Versicherten mit, zurzeit seien keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (
Urk.
10/12). Im Hinblick auf die Rentenprüfung veranlasste die IV-Stelle das psychiatrische Gutachten von Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
9.
März 2011 (
Urk.
10/17/1-10).
Nach
Beizug
einer internen Stellungnahme (
Urk.
10/22
/4
f.) sprach die IV-Stelle dem Versicherten
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 55
%
eine
vom
1.
September 2010 bis 31.
Dezember 2011
befristete halbe Rente
zu, zuzüglich zweier akzessorischer Kinderrenten (
Verfügung vom 2
4.
Oktober 2011,
Urk.
10/29,
Urk.
10/32)
.
1.2
Mit Datum vom 2
0.
Juni 2013 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine chronische Depression erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/45).
Nachdem die IV-Stelle zunächst mit Vorbescheid vom
23
.
Okto
ber 2013 (Urk. 10/51
) Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren angezeigt hatte, gab sie nach Eingang weiterer medizinischer Unterlagen die psychiatri
sche Expertise von Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Psychia
trie und Psychotherapie
, vom 31. Juli 2014 (Urk. 10/78/1-32
) in Auftrag.
Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Vorbescheid vom
1
.
Dezember 2014, Urk. 10/87; Einwand vom 12
. J
anuar 2015, Urk. 10/89
)
wies
sie
das
Leistungs
begeh
ren
mit Verfügung vom 1
8.
Februar
2015 ab und begründete dies damit, es liege kein versicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vor (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
9.
März 2015 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 1
8.
Februar 2015
aufzuheben und die Sache zwecks Ergänzung des Gutachtens von
Dr.
B._
an die IV-Stelle
zurückzuweisen. Eventualiter sei ein neues Gutachten von einem neuen Gut
achter einzuholen.
Subeventualiter
sei die Sache zur Prüfung beruflicher Mass
nahmen an die IV-Stelle zurückzuweisen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte d
er
Beschwerdeführer
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung von Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser
zum
unentgeltlichen Rechtsbei
stand
(
Urk.
1 S. 2 f.). Mit Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), was dem Beschwerdeführer am
2
6.
August 2015 zur Kenntnis gebracht wurde. Gleichzei
tig wurde sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bewilligt (Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgesetzes [ATSG])
.
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein
(Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG])
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit
Krank
heitswert
besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu
erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. No
vember 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver
sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min
des
tens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro
zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.4
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 ATSG) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art.
13 und 21
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede
rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg
abenbereich (Abs.
2). Nach Massgabe
von Art
.
16 Abs
.
2
lit
.
c
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdeführerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, gemäss ihren Abklärungen sei seit der Verfügung vom 24.
Oktober 2011 keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen. Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten von
Dr.
B._
bestehe kein erheblicher, langanhal
tender und versicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden. Mangels invalidisierende
n
Gesundheitsschaden bestehe weder ein Anspruch auf berufli
che Massnahmen noch auf eine Rente (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer äusserte verschiedentlich Kritik am Gutachten von Dr.
B._
, weshalb darauf nicht abzustellen sei (
Urk.
1 S. 3 ff.). Ausserdem sei die Beschwerdegegnerin auf die dagegen erhobene Kritik nicht eingegangen und
habe
sie
damit ihre gesetzliche Begründungpflicht verletzt
(
Urk.
1 S. 12). Da Dr.
B._
nicht in der Lage gewesen sei, ihn (den Beschwerdeführer)
„
mit seine
n
psychischen Problemen komplett zu erfassen und ihm hinter die Fassade zu schauen
“
, habe er ihn noch einmal oder soweit nötig auch zweimal aufzubieten, um weitere Explorationsgespräche zu führen. Darüber hinaus sei nicht nach
vollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin – entgegen den Empfehlungen von
Dr.
B._
– die Durchführung beruflicher Massnahmen abgelehnt habe (
Urk.
1 S. 12).
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.
Hierbei gilt es vorab zu beachten, dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
4.
Oktober 2011 eine bis Ende 2011 befristete halbe Rente zugesprochen worden war (
Urk.
10/32) und die Beschwerdegegnerin auf seine Neuanmeldung vom 2
0.
Juni 2013 eintrat. Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung (
Art.
87
Abs.
4 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV) ein, hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die vom Versicherten glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich einge
treten ist. Nach der Rechtsprechung hat sie in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall (
Art.
17 ATSG) vorzugehen. Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
begründende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im
Beschwer
defall
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 64 E. 2 S. 66, 117 V 198 E. 3a). Zur Revision darf geschritten werden, wenn die für den Rentenanspruch erheblichen tatsächlichen Verhältnisse gesundheit
licher und/oder erwerblicher Natur wesentlich geändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2, I 574/02; Urteil des Bundesgerichts I 865/06 vom 12. Oktober 2007 E. 3.2).
Zu prüfen ist vorliegend demnach, ob seit der letztmaligen Beurteilung im Oktober 2011 per Ende 2011 eine revisionsrechtlich wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers eingetreten ist.
4.
4.1
Die medizinische Akten
l
a
ge betreffend den Zeitraum vor der
psychiatrischen
Begutachtung
wurde im Gutachten von
Dr.
B._
vom 3
1.
Juli 2014
im
Wesentlichen zitiert (
Urk.
10/78/8-11
). Auf die
betreffenden Ausführungen wird
verwiesen.
Auf die Frage, ob seit der letzten Begutachtung (Juli 2011) eine Veränderung des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit eingetreten sei, führte
Dr.
B._
aus (
Urk.
10/78/31): Seiner Beurteilung nach habe sich in den mehr als drei Jahren seit der letzten Begutachtung die damalige prognostische Einschätzung des Gutachters dergestalt bewahrheitet, dass bei dem Beschwerdeführer keine wesentlichen psychischen Einschränkun
gen von Krankheitswert mehr vorhanden seien. Die allfällig vorhandenen Beschwerden würden das Mass des angesichts einer chronisch
schwierigen Situ
ation
normalpsychologisch Nachvollziehbaren nicht überschreiten. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit könne der Einschätzung von
Dr.
A._
gefolgt werden, wonach spätestens ab
1.
Januar 2012 von einer medizinisch-theoretisch vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei.
Ob das Gutachten von
Dr.
B._
vom 3
1.
Juli 2014 beweiskräftig ist und ins
besondere seine Einschätzung, es sei seit der letzten Begutachtung keine Ände
rung im Gesundheitszustand und seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten, schlüssig und nachvollziehbar ist, weshalb darauf abzustellen ist, bleibt nachfolgend zu prüfen.
4.
2
In seinem Gutachten vom 3
1.
Juli 2014 stellte
Dr.
B._
folgende Diagnosen (
Urk.
10/78/22):
Status nach
mittelgradiger depressive
r Episode (ICD-10 F 32.1) mit/
bei
schwieriger psycho
sozialer Situation mit Arbeitslosigkeit und finan
ziellen Problemen
a
kzentuierten Persön
lichkeitszügen mit unreifen, selbstunsicheren Zügen bei Verdacht auf
Selbstwertproblematik (Z
73)
Differenzialdiagnostisch führte er folgende Diagnosen auf (
Urk.
10/78/22):
Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F 43.23) mit/bei
s
chwieriger psycho
sozialer Situation mit Arbeitslosigkeit und finanziellen Problemen
a
kzentuierten Persönlichkeitszügen mit sel
bstunsicheren, narzissti
schen (i
m psychod
ynamischen Sinn) Anteilen bei Verdacht auf
Selbstwertproblematik (Z 73)
Der
Beschwerdeführer habe angegeben, ge
genüber seinem Zustand vor einigen Jahren hätten die psychischen Beschwerden etwa um 50
%
abgenommen. Das Gedankenkreisen habe aufgehört, auch die innere Unruhe habe sich reduziert. Dennoch habe er chronische
psychische Beschwerden. So habe er Schl
afstörun
gen und sei launisch. M
anchmal fahre er mit dem Auto
umher
, um zur Ruhe zu kommen. Auch habe er sich als Person verändert, früher sei er hilfsbereiter, kollegialer und humorvoller gewesen. Die psychischen Beschwerden hätten etwa 2008 begonnen - bis zu diesem Zeitpunkt sei es ihm gut gegangen, er sei auch nie in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung gewesen -
,
nach
dem er seine Arbeit als Außendienstmitarbeiter bei einer Versicherung verloren habe. Nachfolgend habe er keine neue Anstellung mehr gefunden, die ganze Situation und die damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten hätten ihn stark belastet. Mittlerweile fühle er sich wieder gut und n
icht mehr psychisch krank (
Urk.
10/78/15)
.
Der
Beschwerdeführer habe sich
über die gesamte Gesprächsdauer weitestgehend zurückhaltend und verschlossen
gezeigt.
Eine eig
ene, aktive Gesprächsführung sei nicht zustande gekommen.
Seine
Antwor
ten seien
kurz,
einsilbig
und eher allgemein
aus
gefallen.
Inhaltlich habe sich
der Eindruck des Fassadenhaften
ergeben
.
Affektiv
habe
sich
der Beschwerdeführer
eher abweisend und verschlossen
,
mit
mitunter leicht gereizten Untertönen präsentiert. Ein depressives Erleben im engeren Sinne sei
jedenfalls
nicht zu erkennen gewesen.
Sodann
verfüge der Beschwerdeführer in Bezug auf die
All
tagsanforderungen
über ein genügend hohes Antriebsniveau.
Ebenso dürfte die Fähigkeit, Affekte und Impulse situationsgerecht und angemessen zu regulieren und zu steuern
,
vorhanden sein. Jedenfalls
sei
es trotz der schwierigen
Lebens
situation
nie aufgrund von impulshaften Handlungen zu grösseren Schwierig
keiten gekommen. Der Beschwerdeführer lebe auch seit Jahren unverändert in stabilen familiären und wohnlichen Verhältnissen.
Eine
erhöhte Empfindlichkeit
sei
im Zusammenhang mit Fragen betreffend
seine Selbst- und
Eigenver
antwortung
(am Zustandekommen der misslichen Situation) manifest geworden
.
Im Übrigen habe der Beschwerdeführer
abwartend-reaktiv, teilweise lustlos
, agiert
und
s
eine resignativ-unzufriedene Grundhaltun
g zum Ausdruck
gebracht
.
So sei d
er Duktus
seiner Ausführungen
klagsam
u
nd vorwurfsvoll gewesen.
Wesentliche körperliche oder psychische Ermüdungserscheinungen
seien
während dem Gespräch
nicht
aufgetreten
.
Teilweise habe der Beschwerdeführer auch
widersprüchlich
e
Angaben gemacht. So habe
er
etwa einerseits
an
gegeben,
er leide unt
er psychischen Beschwerden. Andererseits habe er ausgeführt,
psychisch nicht krank
zu sein (
Urk.
10/78/17
f.
)
.
Dr.
B._
kam zum Schluss, der Beschwerdeführer habe im
Zusammenhang mit beruflichen Schwierigkeiten seit etwa 2004 - also im Alter von 29 Jahren - und den sich daraus im Verlauf ergebenden sozialen Folgen zunehmend psychische Beschwerden
entwickelt, welche
etwa um das Jahr 2008 herum
einen
krankheitswertigen Charakter im Sinne einer dep
ressiven Symptomatik erreicht hätten.
Die diesbezüglich gemäss Aktenlage vorbestehende psychiatrische Diag
nose einer mittelgradigen depressiven Episode
kö
nn
e
über
nommen werden
- wenngleich die Qualifikation des Geschehens als
Anpassungsstörung
auch denkbar wäre
.
Ungeachtet der
spärlichen
Aktenlage
sowie der dürftigen
und
teilweise widersprüchliche
n
Angaben des
Beschwerdeführers
könne
doch postu
l
iert werden, dass
die
Selbstwertproblematik
im Sinne
einer psychodynami
schen,
narzisstischen Disposition
wesentlich zur
weitere
n
K
rankheitsentwick
lung
beigetragen habe
. Die hierdurch erhöhte i
ntrapsychisc
he
Kränkungsbereit
schaft
erkläre sowohl
die anscheinend impulshaft erfolgte Kündigung eines sicheren Arbeitsplatzes bei der Firma
Y._
,
welcher
ihm und seiner Familie ein sicheres Auskommen
gebracht habe,
als auch die Aussage, trotz der Arbeitslosigkeit und der Möglichkeit
,
wieder zum alten Arbeitgeber zurückzu
kehren, sei dies für
den Beschwerdeführer
nicht in Frage gekommen.
Es sei auch
die Tendenz des Versicherten
deutlich geworden
, wahrscheinlich zur Aufrecht
erhaltung des Selbstwertgefühls,
a
ndere (ehemalige Arbeitgeber, Institutionen etc.) für seine missliche Lage verantwortlich zu machen.
Zudem bestehe
durch die narzisstische Disposition eine Anspruchshaltung bei reduz
ierter
Anstren
gungsbereitschaft
.
Dabei
mü
ss
e
offen bleiben, i
nwieweit es für den Beschwer
deführer
sozio
kulturelle Aspekte erforderlich mach
t
en, die „
Schuld" zu externa
lisieren, um auf diese Weise
eigene „Schwäche" nicht zugeben zu müssen und auch um das positive Selbstbild von Stärke und Kompetenz für sich und die Familie aufrechterhalten zu k
önnen. Aktuell sei
die Schwelle des
Krankheits
w
ertigen
nicht mehr erreicht
.
Auch mit Bezug auf
die auffälligen
Persönlich
keitszüge
mit der
narzisstischen Disposition
bestehe keine eigenständige Diag
nose nach Massgabe der ICD-Kriterien
. Weitere
psychiatrischen Diagnosen
seien
im Kontext der Aktenlage
sowie
der erhobenen Befunde nicht zu plausibi
lisieren
(
Urk.
10/78/22 ff.)
.
Vor diesem Hintergrund sei der Beschwerdeführer spätestens seit
dem
1.
Januar 2012 für alle Tätigkeiten,
für welche er denn auch fachlich befähigt
sei, zu 100
%
arbeitsfähig (Urk.
10/78/29+31).
5.
5.1
Die
psychiatrische
Expertise vom
3
1.
Juli 2014
erging in Kenntnis und in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
und den geklagten Beschwerden sowie gestützt auf die klinischen und testpsychologischen Untersuchungen
vom 30.
Juni 201
4.
Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und ist hinsichtlich der im Einklang mit den erhobenen Befunden gestellten Diagnosen schlüssig. Insbesondere
hat
Dr.
B._
zu den Beurteilungen in den
Vorakten
Stellung bezogen und – soweit Diskrepanzen
bestanden – seine abweichende Einschätzung plausibel begründet
(
Urk.
10/78/23,
Urk.
10/78/29 f.
).
Im Übrigen deckt sich
seine
Beurteilung mit der pro
gnostischen Einschätzung von
Dr.
A._
, welcher aufgrund
der
Exploration
i
m März 2011 festhielt, es sei innert der nächsten
sechs Mona
te
eine
wesentliche Gesundheitsverbesserung und
damit eine
Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf
100
%
zu erwarten
(
Urk.
10/17/9 f.). Zusammenfassend
genügt das Gutachten den an eine beweiskräftige Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen (vgl. E. 1.7).
5.2
De
r
Beweiswert des Gutachtens vermag auch nicht durch den Bericht der behandelnden med.
pract
.
C._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1
8.
November 2013 (
Urk.
10/52) in Zweifel gezogen zu werden. Insbesondere
kann
ihrer
Arbeitsfähigkeitsb
eurteilung
in Anbetracht der erhobenen Befunde
sowie der
unausgeschöpften
Behandlungsressourcen nicht gefolgt werden
.
Ausserdem
fehlt eine plausible Begründung für die angeführte Angst vor der Arbeit mit Maschinen.
U
nklar ist
ferner
, inwieweit
med.
pract
.
C._
bei der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung invaliditätsfremde Faktoren
hat
einfliessen
lassen.
So begründete sie ihre Arbeitsfähigkeitsbeurteilung mit Hin
weis auf die längere Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers
(Urk.
10/52/4
)
.
Auf
gabe der Ärzte im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ist es indes, die Arbeitsfähigkeit in medizinisch-theoretischer Hinsicht zu beziffern. Die Ein
schätzung der erwerblichen Auswirkungen sind dagegen keine medizinischen Fragen.
Kommt
schliesslich
die Erfahrungstatsache hinzu
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Jedenfalls vermag dieser Bericht in keiner Weise darzutun, dass seit Juli 2011 bzw. seit Ende 2011 eine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes und oder in den erwerblichen Auswirkungen eingetreten ist.
5.3
Der Einwand
, wonach
das Gutachten an einem „schweren inhaltlichen Mangel“ leide
,
weil
Dr.
B._
namentlich
zufolge
der
k
urzen
und einsilbigen Aus
führungen
des Beschwerdeführers
nicht
an diesen
„herangekommen“ sei
und ihn
folglich
„psychiatrisch nicht richtig habe erfassen können“
(
Urk.
1 S. 5),
vermag nicht durchzudringen. Im Gegenteil hat sich
Dr.
B._
einlässlich und differenziert
mit dem Verhalten
des Beschwerdeführers
anlässlich der Untersu
chung
auseinandergesetzt
, diesem Aspekt gar einen
besonderen Abschnitt
gewidmet
(
Urk.
10/78/17,
Urk.
10/78/19),
und – im Unterschied zu den früheren
Einschätzungen
- im Rahmen seiner Beurteilung adäquat Rechnung getragen.
Dabei
hielt
Dr.
B._
ausdrücklich fest, es liege mit den
in
der Untersuchung
manifest gewordenen auffälligen Persönlichkeitszüge
n
des Beschwerdeführers keine eigenständige Diagnose nach Massgabe der ICD
Kriterien
,
mithin
keine
Persönlichkeitsstörung mit Krankheitswert
,
vor (
Urk.
10/78/23), wovon i
m
Übri
gen auch die
behandelnde
med.
pract
.
C._
nicht aus
ging
(vgl. (
Urk.
10/52/1).
Entsprechend sind
d
ie Diagnosen aus der Z
Kategorie (Kapit
el XXI) des ICD-10 Systems
für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Probleme" angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder
äussere
Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen
Gesundheitsscha
dens
(Urteil des Bundesgerichtes 9C_894/2015 vom 25. April 2016 E. 5.1 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).
Insbesondere vermögen akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), wie
von
Dr.
B._
und Dr.
A._
übereinstimmend
festgestellt
(
Urk.
10/17/7,
Urk.
10/78/22)
,
keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/
2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1).
Im Übrigen ist der Beschwerdeführer im Zusammenhang
mit dem besagten
–
und auch
unbe
stritten gebliebenen
–
Verhalten anlässlich der Expertise
erneut
auf die im
Sozi
alversicherungsrecht
allgemein geltende
Auskunfts- und
Mitwirkungspflicht
(
Art.
43
Abs.
2 ATSG)
hinzuweisen
(vgl. Mitte
i
lung vom 3
1.
März 2014,
Urk.
10/68
/2
)
. M
ithin tragen die Parteien
im Sozial
versicherungsprozess
die Beweislast insofern, dass
im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un
gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten
wollte
(BGE 115 V 133 E. 8a
).
5.
4
Soweit der Beschwerd
eführer der Beschwerdegegnerin
eine ungenügende
Verfü
gungsbegründung
vorwirft (
Urk.
1 S. 11 f.
)
, so ist dem zunächst entgegenzu
halten, dass die
Begründung eines Entscheides
so
abgefasst sein
muss
, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versi
cherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder
tatbe
ständlichen
Behaupt
ung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichts
punkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hinweis, 118 V 56 E.
5b), was die Beschwerde
gegnerin
vorliegend auch tat.
Zudem hat sie zum Einwand, es sei dem Gutachter nicht möglich gewesen, dem Beschwerdeführer „hinter die Fassade“ zu blicken, im Rahmen der
Vernehmlassung
explizit
Stellung
bezogen (
Urk.
9)
,
wovon der Beschwerdeführer Kenntnis erhalten hat (vgl.
Urk.
11).
Vor diesem Hintergrund sowie in Anbetracht der vollen Kognition des hiesigen Gerichts wäre selbst bei der Annahme, die angefochtene Verfügung sei
ungenügend begründet worden, dieser Mangel rechtsprechungsgemäss geheilt
(BGE 107
Ia
1).
5.
5
Die Annahme
einer invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit scheitert bereits am Fehlen eines
fachärztlich festgestellte
n
Gesundheitsschadens mit
Krankheit
swert
(vgl. E. 1.2). Selbstredend qualifiziert auch die Anpassungsstörung –
welche
zudem bloss als Differenzialdiagnose festgehalten
wurde
– mangels Dauerhaf
tigkeit
nicht
als invalidisierendes Leiden
.
Weiterungen zur
Arbeitsfähigkeitsbe
urteilung
von
Dr.
B._
, insbesondere zum Vorwurf
,
er habe in diesem Zusammenhang eine unzulässige juristische
Würdigung vorgenommen
(
Urk.
1 S. 4 f
.), erübrigen sich
damit
.
5.
6
Unter Hinweis auf das unter E. 1.4 Gesagte unterliegt der Anspruch auf berufli
che Massnahmen den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 IVG
und scheitert vorliegend
bereits am Erfordernis
einer leistungsspezifischen I
nvalidität. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufli
che Massnahmen zu Recht verneint.
5.7
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht
–
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
–
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizi
pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
5.8
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt,
dass seit der letzt
maligen Beurteilung des Leistungsanspruchs keine anspruchsbegründende Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen gesundheitlicher und/oder erwerblicher Natur eingetreten ist und
es dem Be
schwer
deführer bei Aufbietung allen guten Willens
(BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinwei
sen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der
Scha
denminderungspflicht
weiterhin
zuzumuten
ist
, ohne berufliche Massnahmen einer rentenausschliessenden Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
6
.
6
.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen,
zufolge der mit Verfügung vom 26. August 2015 bewilligten unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 11
) jedoch einstweilen auf die Gerichtkasse zu nehmen.
6
.2
Das Gericht setzt die Entsch
ädigung des mit Verfügung vom 26. August
2015 als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellten
Rechtsanwaltes
Dr.
Pierre Heusser
,
Zürich,
nach Ermessen fest (
vgl.
Urk.
11;
§ 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]). Vorliegend erscheint eine Ent
schädigung von Fr. 2‘
2
00.-- angemessen.
Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser, Zürich, ist daher mit Fr. 2‘
200
.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) a
us
der Gerichtskasse zu entschädigen.
6
.3
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das
Sozialversiche
rungsgericht
(
GSVGer
) hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichts
kosten und der Entschädigung an Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser,
Zürich
, ver
pflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.