Decision ID: 0a1fd471-61c7-5bb5-ad4e-d3818a05c53f
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer – ein irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie aus Suleimaniya – verliess seinen Heimatstaat nach eigenen Angaben am 27. Dezember 2007 und gelangte am 21. Januar 2008 in die Schweiz, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel um Asyl nachsuchte. Zur Begründung seines  brachte er im Wesentlichen vor, er habe seit rund anderthalb Jahren eine Liebesbeziehung zu einer Nachbarstochter unterhalten. Am 16. November 2007 habe seine Freundin mit dem Mobiltelefon  Handlungen zwischen ihnen gefilmt. Nachdem der Vater des  die Aufnahmen entdeckt habe, habe dieser einerseits seine Tochter erschossen und andererseits ihn gesucht. Da es seiner Familie in der Folge nicht gelungen sei, eine friedliche Lösung des Problems herbeizuführen, habe er sich entschlossen, seinen Heimatstaat zu .
B. Mit Verfügung vom 26. Februar 2008 wies das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Zur Begründung führte das  im Wesentlichen aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers  den Anforderungen von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standzuhalten, weshalb er die  nicht erfülle und sein Asylgesuch abzuweisen sei. Im Weiteren erweise sich der Vollzug der Wegweisung als generell , zumutbar und möglich, da dem Beschwerdeführer in seinem  zum einen keine völkerrechtswidrige Behandlung drohe und zum anderen die Situation in seiner Herkunftsregion nicht von  Gewalt geprägt sei. Schliesslich sprächen auch keine  Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges,  es sich beim Beschwerdeführer um einen gesunden, jungen Mann handle, der bis zur dritten Klasse des Gymnasiums zur Schule  sei und in Suleimaniya mit seinen Eltern, fünf Geschwistern und zahlreichen Onkel und Tanten über ein breites verwandschaftliches Beziehungsnetz verfüge.
C. Mit Urteil vom 24. April 2008 trat das Bundesverwaltungsgericht auf eine vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. März 2008 gegen
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diese Verfügung betreffend den Wegweisungsvollzug erhobene  nicht ein, nachdem der zuständige Instruktionsrichter am 31. März 2008 ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren abgewiesen und der  in der Folge den einverlangten Kostenvorschuss nicht geleistet hatte.
D. Das BFM setzte dem Beschwerdeführer daraufhin eine Ausreisefrist bis zum 20. Mai 2008, welche er indessen nicht einhielt. Am 28.  2008 ordnete der zuständige Migrationsdienst eine  an, welche am 29. August 2008 vom zuständigen Haftgericht bis zum 29. November 2008 bestätigt wurde. Nach einem  Ausschaffungsversuch wurde der Beschwerdeführer am 10.  2008 aus der Haft entlassen.
E. Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 8. März 2010 ersuchte der Beschwerdeführer das BFM um wiedererwägungsweise Aufhebung der Vollzugsanordnung (Dispositiv-Ziffern 3-5 der Verfügung des BFM vom 26. Februar 2008) und Anordnung seiner vorläufigen Aufnahme in der Schweiz wegen Unzumutbarkeit des Vollzuges der Wegweisung. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Befreiung von der Bezahlung von Verfahrensgebühren sowie den Verzicht auf das Erheben eines Gebührenvorschusses. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, seine psychische Verfassung sei schlecht, so dass er nicht mehr – wie noch in der Verfügung des BFM vom 26. Februar 2008  – als gesund bezeichnet werden könne. Er befinde sich seit Sommer 2008 in psychiatrischer Behandlung und habe vom 20. April 2009 bis zum 8. Mai 2009 gar hospitalisiert werden müssen, wobei die ihn betreuenden Ärzte und Ärztinnen unter anderem eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) mit schwerer depressiver und psychosomatischer Symptomatik sowie latenter Suizidalität  hätten. Vor diesem Hintergrund sei der Vollzug der  als nicht zumutbar zu erachten, da die medizinische  in den kurdisch dominierten Provinzen des Nordiraks für die Behandlung seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht  sei. Es gebe dort weder Kliniken für psychisch kranke  noch genügend ausgebildete Psychiater und die Behandlungs-
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methoden seien rudimentär, namentlich auf die Verabreichung von  und Elektroschocks beschränkt und kaum  ausgerichtet. Neben der fehlenden medizinischen  sei er ferner aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht in der Lage, seinen Lebensunterhalt selber zu finanzieren. Insgesamt wäre er damit in seiner Existenz gefährdet, weshalb das  gutzuheissen sei.
Zur Stützung seiner Angaben reichte der Beschwerdeführer mehrere Arztzeugnisse zu den Akten, so zwei Berichte von Dr. med. C._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. April 2009 und vom 22. September 2009, einen Austrittsbericht der D._ vom 12. Mai 2009, und ein Arztzeugnis von Dr. med. E._, Allgemeine Medizin FMH, vom 27. Juli 2009.
F. Mit Verfügung vom 1. April 2010 – eröffnet am 7. April 2010 – wies das BFM das Wiedererwägungsgesuch ab und erklärte seine Verfügung vom 26. Februar 2008 als rechtskräftig und vollstreckbar. In  Hinsicht wies es das Gesuch um Befreiung von der Gebührenpflicht ab und erhob eine Gebühr von Fr. 600.--. Schliesslich hielt das Bundesamt fest, dass einer allfälligen Beschwerde keine  Wirkung zukomme. Auf die Begründung wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
G. Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 28. April 2010 focht der  diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht an und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um die Aussetzung des Vollzuges für die Dauer des Beschwerdeverfahrens sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und den Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
H. Mit Zwischenverfügung vom 30. April 2010 setzte der  den Vollzug der Wegweisung antragsgemäss einstweilen aus, hiess das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gut und verzichtete auf das Erheben eines Kostenvorschusses.
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I. Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 11. Mai 2010 reichte der  ein ärztliches Zeugnis von Dr. med. C._ vom 3. Mai 2010 ein, in welchem die bisherigen Diagnosen bestätigt werden und darüber hinaus eine akutelle Suizidalität des Beschwerdeführers festgestellt wird.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden ; es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.  2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung; er ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. 2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde im vorliegenden  auf die Durchführung eines Schriftenwechsels .
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3.1 Die Wiedererwägung im Verwaltungsverfahren ist ein gesetzlich nicht geregelter Rechtsbehelf, auf dessen Behandlung durch die  Behörde grundsätzlich kein Anspruch besteht. Gemäss  Lehre und ständiger Praxis des Bundesgerichts wird jedoch aus Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen  vom 18. April 1999 (BV, SR 101) unter bestimmten  ein verfassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwägung abgeleitet (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Danach ist auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der  Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid  seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen  in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die  (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene  der Sachlage anzupassen ist. Sodann können auch  einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen, sofern sie sich auf eine in materielle Rechtskraft erwachsene Verfügung , die entweder unangefochten geblieben oder deren  mit einem formellen Prozessurteil abgeschlosssen worden ist. Ein solchermassen als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch zu bezeichnendes Rechtsmittel ist grundsätzlich nach den Regeln des Revisionsverfahrens zu behandeln (vgl. Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f. mit weiteren Hinweisen).
3.2 Den Anspruch auf Behandlung des Wiederwägungsgesuches hat die Vorinstanz nicht in Abrede gestellt; sie ist denn auch – zu Recht – auf das Gesuch eingetreten und hat eine materielle Beurteilung . Es bleibt somit zu prüfen, ob sie in zutreffender Weise das Bestehen der geltend gemachten Wiedererwägungsgründe verneint und an ihrer ursprünglichen Verfügung vom 26. Februar 2008  hat.
4. 4.1 Zur Begründung seiner Verfügung vom 1. April 2010 führt das BFM im Wesentlichen aus, die vom Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Berichte vermöchten an der Einschätzung der Frage der  des Vollzuges der Wegweisung nichts zu ändern. Die  Befunde beruhten nämlich auf den von den Fachleuten offenbar unverifiziert übernommenen anamnetischen Angaben des , welche den vom Bundesamt aufgrund zahlreicher  und wegen Unsubstanziiertheit als unglaubhaft erkannten
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Aussagen im Asylverfahren entsprächen. Ferner falle auf, dass die psychischen Beeinträchtigungen erst nach dem Erhalt des negativen Asylentscheides plötzlich geltend gemacht worden seien, während der Beschwerdeführer im ordentlichen Asylverfahren noch keine  Probleme erwähnt habe. Der Beweiswert der gestellten Diagnosen sei dementsprechend gering. Ungeachtet dieser Tatsachen sei die  des Vollzuges der Wegweisung sodann auch unter  der vorgebrachten und durch die ärztlichen Berichte  gesundheitlichen Schwierigkeiten zu bejahen, da aus den  Beweismitteln zu schliessen sei, dass der  des Beschwerdeführers zwar angeschlagen, im Grundsatz aber stabil sei und kein zwingender Therapiebedarf in der Schweiz bestehe; gemäss dem Bericht vom 12. April 2009 habe sich der  klar von einer Selbstgefährdung distanziert. Nach der  der antidepressiven Medikamentation sei es zu einer  des psychischen Zustandes des Beschwerdeführers gekommen, worauf er nach einem vergleichsweise kurzen stationären Aufenthalt wieder in eine ambulante Therapie habe entlassen werden können. Zu den verordneten Medikamenten seien diverse Generika erhältlich, weshalb davon ausgegangen werden könne, dass ihm in seiner  Suleimaniya im Bedarfsfall dieselben oder vergleichbare  zur Verfügung stünden. Im Hinblick auf die Finanzierung einer medizinischen Behandlung im Heimatstaat sei auf die Möglichkeit eines Gesuches um medizinische Rückkehrhilfe gemäss Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG hinzuweisen. Schliesslich sei davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer im Heimatstaat dank dem vertrauten sozialen und familiären Umfeld besser ergehe als in der Schweiz. Insgesamt sei demnach keine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) gegeben, weshalb das  abzuweisen sei.
4.2 In seiner Beschwerdeeingabe vom 28. April 2010 wiederholt der Beschwerdeführer zunächst unter Hinweis auf die beim BFM  ärztlichen Zeugnisse seine im Wiedererwägungsgesuch vom 8. März 2010 gemachten Ausführungen, weshalb diesbezüglich auf oben stehenden Sachverhalt Bst. E verwiesen werden kann. Im  führt er hinsichtlich der Erwägungen der Vorinstanz in der  Verfügung aus, die von ihm beigebrachten Arztzeugnisse seien entgegen der Einschätzung des BFM in sich schlüssig und . Das BFM stelle zu Unrecht auf eine angeblich fehlende schlüs-
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sige Indizienkette zwischen seinen Verfolgungsvorbringen und den  ärztlichen Diagnosen ab, da er die Arztzeugnisse im  nicht zum Nachweis der von ihm im ordentlichen Asylverfahren geltend gemachten Verfolgung heranziehe, sondern ausschliesslich eine medizinische Notlage geltend mache, die eine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darstelle. Die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung sei hinreichend belegt und Dr. med. C._ werde darüber hinaus einen weiteren ärztlichen Bericht über seinen aktuellen Gesundheitszustand verfassen, der nach Erhalt umgehend nachgereicht werde (das entsprechende ärztliche Zeugnis von Dr. med. C._ vom 3. Mai 2010 wurde mit Eingabe vom 11. Mai 2010 zu den Akten gereicht; vgl. Sachverhalt Bst. I). Die Vorinstanz befasse sich im Übrigen mit der Schwere seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung und dem erforderlichen Therapiebedarf, anstatt diese Fragen den dazu qualifizierten Fachpersonen zu überlassen. Hingegen lasse das BFM die eigentlich von ihm zu beurteilende Frage, ob er in seinem Heimatland die von ihm benötigte Behandlung erhalte oder nicht, praktisch unberührt und beschränke sich einzig auf die Aussage, dass in Suleimaniya entsprechende Medikamente erhältlich seien und er dank der Möglichkeit eines Gesuches um medizinische Rückkehrhilfe in einer ersten Phase nach seiner Rückkehr hinsichtlich der  seiner Medikamente nicht vor unüberwindbare  gestellt sei. Die behandelnden Ärzte und Ärztinnen seien indessen übereinstimmend der Auffassung, dass er nicht nur medikamentöser Therapie bedürfe, sondern unbedingt auch eine unterstützende  benötige, um seine Posttraumatische  überwinden zu können. Genau an diesem Behandlungsangebot fehle es jedoch gemäss einem Bericht der Schweizerischen  (SFH) vom 25. Februar 2010 in den kurdisch dominierten Provinzen des Nordiraks. Ohne die entsprechende medizinische  würde er voraussichtlich wiederum suizidal, weshalb er bei einer Rückkehr in den Heimatstaat konkret gefährdet im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG wäre.
4.3 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz zu Recht und mit zutreffender  eine dem Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in den  drohende konkrete Gefährdung beziehungsweise eine in  auf die Frage der Zumutbarkeit gegenüber der rechtskräftigen Ver-
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fügung vom 26. Februar 2008 wesentlich veränderte Situation im  Sinne verneint hat.
4.3.1 Soweit zunächst den Beweiswert und die Würdigung der vom Beschwerdeführer beim BFM eingereichten ärztlichen Zeugnisse , ist festzuhalten, dass das Bundesverwaltungsgericht in  an die bundesgerichtliche Praxis in Sachfragen nur aus  Gründen – solche stellen etwa innere Widersprüche oder andere offensichtliche Mängel dar – von einer ärztlichen Einschätzung , wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um ein gerichtliches oder ein privates medizinisches Gutachten handelt. Der Beweiswert  ärztlichen Berichts kann demnach nur – aber immerhin – verneint werden, wenn das beurteilende Gericht über konkrete Indizien verfügt, welche geeignet sind, die Zuverlässigkeit dieses Berichts in Zweifel zu ziehen. Die Beurteilung der sich stellenden Rechtsfragen, namentlich diejenige des Vorliegens einer konkreten Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG, bleibt jedoch stets Aufgabe des Gerichts (vgl. zum Ganzen EMARK 2002 Nr. 18, S. 144 ff., mit Hinweisen auf die  Praxis; vgl. auch EMARK 1999 Nr. 5 E. 4f. S. 30 ff., wo  nach der damaligen Rechtsprechung noch eine heute nicht mehr bestehende Unterscheidung zwischen Privat- und  gemacht wurde). Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz unter Berücksichtigung dieser Grundsätze durchaus berechtigte Zweifel am Aussagegehalt der vom Beschwerdeführer im Rahmen seines  vom 8. März 2010 eingereichten ärztlichen  erhoben. Sie hat diesbezüglich in zutreffender Weise darauf , dass die Fachpersonen in allen vier Zeugnissen bei der  massgeblich auf die vom Beschwerdeführer bei der  vorgebrachten, angeblich die Traumatisierung auslösenden  im Nordirak abstellten, bei welchen es sich indessen  um diejenigen handelt, die der Beschwerdeführer auch zur Begründung seines Asylgesuches vom 21. Januar 2008 geltend  (vgl. dazu oben stehenden Sachverhalt, Bst. A). Diese Vorbringen wurden im ordentlichen Asylverfahren vom BFM als unglaubhaft . Bereits eine nur summarische Durchsicht der Akten des  Asylverfahrens ergibt sodann die Richtigkeit der damaligen , was auch dem Beschwerdeführer selber – der die  Berichte explizit nicht zur Begründung seiner damaligen  geltend macht (vgl. Beschwerdeeingabe vom 28.  2010 Ziff. 3b. S. 7) – offensichtlich bewusst ist. Ohne die  fachlichen Fähigkeiten der behandelnden Fachpersonen in Zwei-
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fel zu ziehen, sind vor diesem Hintergrund die gestellten Diagnosen nur mit einer gewissen Zurückhaltung als für die Beurteilung der Frage der Zumutbarkeit des Vollzuges der Wegweisung verwendbar zu . Diese Einschränkung im Beweiswert wird im Übrigen durch die Tatsache erhärtet, dass der Beschwerdeführer im  keine über die in den Anamnesen geschilderten  hinausgehenden Ursachen für die festgestellte Traumatisierung , welche er allenfalls aus Scham- oder Schuldgefühlen  aufgrund von Selbstschutzmechanismen im ordentlichen Asylverfahren nicht hätte geltend machen können (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 17 E. 4 S. 105 ff.), und sich entsprechende Anhaltspunkte auch nicht aus den Befragungsprotokollen vom 28. Januar 2008 und vom 22. Februar 2008 ergeben.
4.3.2 Ungeachtet der soeben genannten Einschränkungen vermögen die vom Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Zeugnisse aber auch nicht zur Feststellung der Unzumutbarkeit des Vollzuges der Wegweisung zu führen, wenn von der darin attestierten  Belastungsstörung und den übrigen psychischen und  Beinträchtigungen des Gesundheitszustandes des  auszugehen wäre. Nach den Erkenntnissen des , welche sich vorab auf Berichte von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen stützen (vgl. exemplarisch SFH, Irak: Behandlung von PTSD in Erbil, Bern 10. März 2010, und UK Border Agency, Country of Origin Information Report Iraq, 10. Dezember 2009; vgl. auch BVGE 2008/5 E. 7.5.6 S. 70 f.), ist heute in den  dominierten Provinzen des Nordiraks die medizinische  zumindest in den Städten gewährleistet, wobei allerdings in vielen Bereichen veraltete Anlagen, eine ungenügende Infrastruktur sowie ein Mangel an gewissen Medikamenten und qualifiziertem  ein Problem darstellt. Dies betrifft auch die Behandlung von  Krankheiten, welche im Zusammenhang mit den  Ereignissen der letzten Jahre im Zunehmen begriffen sind,  Experten bereits im Jahre 2003 davon ausgingen, dass bis zu 50 Prozent der irakischen Bevölkerung von verschiedenen Formen  Belastungsstörungen betroffen sind. Gemäss  der WHO (World Health Organisation) hat sich allerdings die  im Bereich der psychiatrischen Versorgung in den letzten  tendenziell verbessert und es bestehen inzwischen mindestens eine psychiatrische Klinik sowie in verschiedenen öffentlichen und  Spitälern spezielle Abteilungen, in denen Psychiatriepatienten
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kostenlos medikamentös betreut werden, wobei die meisten  Medikamente in Suleimaniya erhältlich sind. In öffentlichen  von Suleimaniya, Dohuk und Erbil können sodann  bis zu einem Monat hospitalisiert werden. Weitere  soll schliesslich ein von der WHO in Zusammenarbeit mit den kurdischen Behörden und mit der Unterstützung der Niederlande initiiertes Projekt bezüglich der psychosozialen Versorgung bringen.
Obwohl nach dem Gesagten nach wie vor eine gewisse Zurückhaltung bei der Rückführung von kranken Personen in die kurdisch dominierten Provinzen des Nordiraks geboten erscheint (vgl. BVGE 2008/5 E.7.5.8 S. 72), kann im Falle des Beschwerdeführers festgestellt werden, dass er in seinem Heimatstaat mit seinen gesundheitlichen  nicht auf sich alleine gestellt ist. Selbst wenn die medizinische Behandlung psychischer Leiden nicht schweizerischen Standards , ist die Versorgung des Beschwerdeführers grundsätzlich  und – gegebenenfalls mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung im Rahmen einer medizinischen Rückkehrhilfe gemäss Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG – auch erschwinglich. Sollten sich im Hinblick auf die bevorstehende Rückkehr in den Heimatstaat beim Beschwerdeführer gegebenenfalls wieder suizidale Tendenzen entwickeln, wie dies  laut dem ärztlichen Zeugnis von Dr. med. C._ vom 3. Mai 2010 der Fall ist, so könnte diesen bis zum Übertritt in heimatstaatliche Betreuungsstrukturen medikamentös beziehungsweise allenfalls mit einer adäquaten medizinischen Begleitung während der Rückführung begegnet werden. Im Weiteren weist die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend auf das dichte verwandtschaftliche Beziehungsnetz des Beschwerdeführers in seinem Herkunftsort Suleimaniya hin, welches ihm bei der Reintegration sowohl in materieller als insbesondere auch in persönlicher Hinsicht behilflich sein wird. Insgesamt ist unter Berücksichtigung der gesamten Situation eine konkrete, auf  Beinträchtigungen zurückzuführende Gefährdung des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG nicht gegeben (vgl. dazu auch EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157).
4.3.3 Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine in Bezug auf den Vollzug der Wegweisung neuen erheblichen Tatsachen geltend gemacht oder entsprechende Beweismittel beigebracht hat, welche ein Zurückkommen auf die
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rechtskräftige Verfügung der Vorinstanz vom 26. Februar 2008 zu rechtfertigen vermöchten.
5. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist abzuweisen.
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG); angesichts der Tatsache, dass mit Zwischenverfügung vom 30. April 2010 das Gesuch des  um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen wurde, ist indessen auf eine Kostenauferlegung zu verzichten.
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