Decision ID: 8d956c6b-73c9-4fb6-95c1-c5c6b4b7bedd
Year: 2015
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
3. In der Folge klärte die IV-Stelle den Sachverhalt ab und holte
verschiedene Arztberichte ein. Unter anderem führte RAD-Arzt Dr. med.
B._ im Abschlussbericht vom 27. August 2013 aus, bei A._
bestehe eine langjährige Alkoholabhängigkeit. Als Folge davon hätten
rezidivierende Bauchspeicheldrüsenentzündungen bestanden, welche
nun zu einer Zuckerkrankheit geführt hätten. Ausserdem sei eine
koronare Herzkrankheit (KHK) mit einem Stent behandelt worden.
A._ sei seit Juni 2013 in seiner angestammten Tätigkeit wieder zu
100 % arbeitsfähig.
4. Mit Vorbescheid vom 4. September 2013 stellte die IV-Stelle die
Abweisung des Leistungsbegehrens bezüglich Rente in Aussicht. Die
medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass keine längerfristigen
Perioden der Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen seien und A._ seit Juni
2013 in seiner angestammten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig sei.
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Dagegen erhob A._ am 28. September 2013 Einwand. In der Folge
holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein.
5. Am 10. Dezember 2013 forderte die IV-Stelle A._ zur
Schadenminderung auf. Gemäss ihren Unterlagen liege bei ihm eine
Alkoholabhängigkeit vor. Eine Alkoholabstinenz sei geeignet, zu einer
deutlichen Verbesserung der Folgekrankheiten und ihrer Auswirkungen
zu führen. Die IV-Stelle sei unter der Voraussetzung des Nachweises
einer vorgängigen vierwöchigen Alkoholabstinenz bereit, A._ mit
Eingliederungsmassnahmen zu unterstützen. Der Nachweis der
Alkoholabstinenz habe mittels Blutkontrollen auf CDT, GPT, GOT, GGT
und MCV zu Beginn und dann in den ersten zwei Monaten alle zwei
Wochen zu erfolgen. Ab dem dritten Monat habe der Abstinenznachweis
mittels Blutkontrollen auf die genannten Werte alle vier Wochen zu
erfolgen. Sollte A._ dieser Aufforderung nicht vollumfänglich Folge
leisten, werde die IV-Stelle aufgrund der Akten verfügen oder die
Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Es werde davon
ausgegangen, dass die Arbeitsfähigkeit von A._ durch die
schadenmindernde Massnahme wieder auf 100 % gesteigert werden
könne.
6. In der Folge reichte Dr. med. C._ der IV-Stelle unter anderem die
Laborwerte vom 6. Januar 2014, 20. Januar 2014, 17. Februar 2014 und
3. März 2014 ein.
7. RAD-Arzt Dr. med. B._ führte am 27. März 2014 aus, bei A._
bestehe keine nachgewiesene Alkoholabstinenz. Der Aufforderung vom
10. Dezember 2013 sei nicht Folge geleistet worden. Er empfehle daher,
wie angedroht, Nichteintreten zu beschliessen.
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8. Mit Verfügung vom 14. April 2014 wies die IV-Stelle das
Leistungsbegehren Rente von A._ ab und trat auf das Gesuch um
berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht ein. Die medizinischen
Abklärungen hätten ergeben, dass keine längerfristigen Perioden der
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen seien und A._ seit Juni 2013 in
seiner angestammten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig sei.
Nachdem gegen den Vorbescheid Einwand erhoben worden sei, habe die
IV-Stelle die Prüfung beruflicher Massnahmen im Sinne von
Eingliederungsmassnahmen in Aussicht gestellt. Dies unter der
Voraussetzung, dass A._ vorgängig eine vierwöchige
Alkoholabstinenz nachweise. Die Auswertung der eingereichten
Laborwerte habe ergeben, dass er der Aufforderung nicht
nachgekommen sei, weshalb auf das Leistungsbegehren betreffend
berufliche Massnahmen nicht eingetreten werde. Da von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde, bestehe kein Rentenanspruch.
9. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 12. Mai
2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Mit
prozessleitender Verfügung vom 14. Mai 2014 forderte die
Instruktionsrichterin den Beschwerdeführer zur Verbesserung der
Beschwerde auf. In der Folge stellte der Beschwerdeführer dem
Verwaltungsgericht am 26. Mai 2014 und somit fristgerecht die
verbesserte Fassung seiner Beschwerdeschrift zu und beantragte
sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es entspreche
nicht der Tatsache, dass er seit Juni 2013 wieder 100 % arbeiten könne.
Der Versuch, wieder 100 % zu arbeiten, habe ihn psychisch und physisch
überfordert. Im August 2013 sei er wegen einer Hypoglykämie ins Spital
eingeliefert worden. Danach sei er nur noch zu 50 % arbeitsfähig
gewesen. Der damalige Arbeitgeber habe ihm deshalb die Kündigung
ausgesprochen, da dieser nur Stellen zu 100 % besetzen wolle.
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10. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer
Vernehmlassung vom 27. Juni 2014 die Abweisung der Beschwerde. Die
angefochtene Verfügung vom 14. April 2014 sei rechtmässig. Die beim
Beschwerdeführer allenfalls seit August 2013 vorliegende
Arbeitsunfähigkeit werde im Wesentlichen durch dessen unbestritten
bestehende Alkoholabhängigkeit verursacht. Daher sei der
Beschwerdeführer am 10. Dezember 2013 aufgefordert worden, seinen
Alkoholkonsum einzustellen, wobei er darauf hingewiesen worden sei,
dass die Leistungen verweigert würden, wenn dieser Aufforderung nicht
vollumfänglich Folge geleistet werde. Die verlangte Alkoholabstinenz sei
dem Beschwerdeführer zumutbar, zumal diese offensichtlich keine Gefahr
für sein Leben und seine Gesundheit darstelle. Vielmehr sei es im
Gegenteil so, dass der Beschwerdeführer seine Gesundheit ohne einen
Alkoholentzug schwer schädige. Die IV-Stelle habe das Nichteinstellen
des Alkoholkonsums als schuldhafte Verletzung der
Schadenminderungspflicht gewertet. Bei Einstellung des Alkoholkonsums
wäre der Beschwerdeführer sicher vor Ablauf der einjährigen Wartezeit im
August 2014 sowohl in der angestammten Tätigkeit als Koch, als auch in
allen anderen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig gewesen. In der
Beschwerde werde in keiner Weise begründet und es sei auch nicht
ersichtlich, inwiefern diese Betrachtung falsch sein sollte.
Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und in
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
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IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die
Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 14. April 2014,
sodass die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden zu bejahen ist. Die sachliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der
angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf
die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
b) Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob der Beschwerdeführer ab dem
1. August 2014 einen Anspruch auf eine Invalidenrente und auf berufliche
Eingliederungsmassnahmen hat. Massgebend für die Beantwortung
dieser Frage ist der bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am
14. April 2014 eingetretene Sachverhalt (BGE 129 V 1 E.1.2).
2. a) Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht
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nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente
(Art. 28 Abs. 2 IVG).
b) Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16
ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das
Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE
130 V 343 E.3.4.2 m.H.a BGE 128 V 30 E.1 und BGE 104 V 136 E.2a
und b).
c) Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren
des Versicherten, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen
vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte
Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Der IV-Stelle obliegt es, nach
Eingang der Anmeldung zum Leistungsbezug die Verhältnisse abzuklären
(Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. der Verordnung über die
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Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]). Art. 69 Abs. 2 IVV ergänzt und
präzisiert Art. 43 Abs. 1 ATSG und hält fest, dass die IV-Stelle, wenn die
versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen
Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit,
die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die
Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschafft und
zu diesem Zweck Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen,
Abklärungen vor Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der
öffentlichen
oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann. Um den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das
Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind ärztliche
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl.
BGE 132 V 93 E.4; SVR 2008 IV Nr. 40 S. 133 E.3.2). Gestützt darauf
wird der wirtschaftliche Wert der noch vorhandenen Leistungsfähigkeit
bestimmt.
d) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die in den Akten liegenden
Arztberichte oder medizinischen Unterlagen als Beweismittel zu würdigen
sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt daher der allgemeine
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswerts solcher
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Unterlagen ist entscheidend, ob diese für die Beantwortung der gestellten
Fragen umfassend sind, auf den erforderlichen allseitigen
Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen
und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person
auseinandersetzen, in Kenntnis der Vorakten und gegebenenfalls in
Auseinandersetzung mit darin enthaltenen Stellungnahmen abgegeben
worden sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge
einleuchtend sind und Schlussfolgerungen in einer Weise begründet sind,
dass sie von der rechtsanwendende Person prüfend nachvollzogen
werden können. Für den Beweiswert ist die Herkunft des Beweismittels
oder die Bezeichnung der Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten
nicht ausschlaggebend (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1; 125 V 351 E.3.a; 122
V 157 E.1.c; MEYER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
2. Aufl., Zürich 2010, S. 352 f.; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl.,
Zürich/Basel/ Genf 2009, Art. 44 Rz. 29 ff.).
3. a) Mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 14. April 2014 wies die
Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren Rente ab, weil die
medizinischen Abklärungen ergeben hätten, dass beim Beschwerdeführer
keine längerfristigen Perioden der Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen seien
und er seit Juni 2013 in seiner angestammten Tätigkeit wieder zu 100 %
arbeitsfähig sei. Diesen Entscheid traf sie unter anderem aufgrund
folgender medizinischer Unterlagen:
Dr. med. C._, Arztbericht vom 6. August 2013 (IV-act. 40): Eine Folge vom chronischen Alkoholabusus des Beschwerdeführers sei eine chronische Pankreatitis mit akuten Schüben und entsprechenden Spitalaufenthalten. Im Januar 2013 sei auch eine diabetische Stoffwechsellage entdeckt worden. Bei der letzten Hospitalisation im KSGR sei es um eine koronare Dreigefässerkrankung bei persistierendem Nikotinabusus gegangen, wo auch ein Stent eingelegt worden sei. Bei der letzten Konsultation habe sich der Beschwerdeführer recht gut präsentiert. Er sei im Moment auch im D._ in der Küche in X._ engagiert und gefordert, was auf den Alkoholkonsum natürlich einen günstigen Einfluss habe. Die Blutdruckwerte und vor allem die Pulswerte seien oft über dem Normalbereich und auch der DM sollte noch besser eingestellt werden können. Immer wieder komme es zu akuten Schmerzen im Oberbauch und im Rippenbogenbereich. Die Pankreatitis hänge vom Alkoholkonsum ab und die KHK vom
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Nikotinabusus und dem erhöhten Blutdruck. Wenn es gelinge, den Beschwerdeführer arbeitsfähig zu halten und er auch in einem normalen Betrieb integriert werden könne, wie dies im Moment der Fall sei, scheine die Prognose am günstigsten. Sonst dürfe die Prognose nicht als sehr günstig betrachtet werden. Bis im Mai 2013 sei der Beschwerdeführer praktisch dauernd zu 50 bis 100 % krankgeschrieben gewesen. Seit Juni 2013 liege wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in seinem Beruf als Koch vor. Unter einem Alkoholeinfluss gebe es verschiedene Defizite. Körperlich sei der Beschwerdeführer sicher nicht gesund. Es gehe ihm jedoch besser, wenn er arbeiten könne, so dass Dr. med. C._ es im Prinzip unterstütze, wenn er arbeitsfähig sei. Offenbar sei er dies im Moment, was Dr. med. C._ einigermassen erstaune. Möglicherweise gebe es wieder mal Ausfälle durch den Zucker, das Pankreas oder das Herz. Im Moment arbeite der Beschwerdeführer.
Spital X._, Austrittsbericht vom 14. August 2013 (IV-act. 41): Vom 7. August 2013 bis zum 12. August 2013 war der Beschwerdeführer im Spital X._ hospitalisiert. Dabei wurden folgende Diagnosen gestellt: DM, am ehesten pankreatogen bedingt, ED 01/13, aktuell hypoglykämisches Koma; Chronische Pankreatitis; Chronischer Alkoholabusus; Koronare 3-Ast-Erkrankung, aktuell Thoraxschmerzen; Chronische Entzündung der Magenschleimhaut ED 09/11; Verdacht auf Gonarthrose beidseits; Status nach Fraktur 7./8. Rippe linksseitig 04/2013; Polyneuropathie; Depressive Störung; Hypochrome, mikrozytäre Anämie; Passagere Hypokaliämie.
Dr. med. B._ vom RAD Ostschweiz, Abschlussbericht vom 27. August 2013 (. 64 S. 5): Beim Beschwerdeführer bestehe eine langjährige Alkoholabhängigkeit. Als Folge davon hätten rezidivierende Bauchspeicheldrüsenentzündungen bestanden, welche nun zu einer Zuckerkrankheit geführt hätten (Arztbericht von Dr. med. C._ vom 16. August 2013). Ausserdem sei eine KHK mit einem Stent behandelt worden. Der Beschwerdeführer sei seit Juni 2013 in seiner angestammten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig. Klar ausgewiesen würden die Arbeitsunfähigkeiten nicht. Begründbar seien vorübergehende Arbeitsunfähigkeiten von einigen Wochen während einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung und einer akuten KHK (Angina Pectoris).
Dr. med. E._, Leitender Arzt Endokrinologie am KSGR, Arztbericht vom 3. September 2013 (IV-act. 49 S. 5): Dr. med. E._ hat den Beschwerdeführer am 30. August 2013 und am 2. September 2013 in der Sprechstunde gesehen. Dies auf Zuweisung des Spitals X._, wo der Beschwerdeführer vom 7. August 2013 bis zum 12. August 2013 hospitalisiert war. Dr. med. E._ stellte folgende Diagnosen: DM, wahrscheinlich pankreatopriv, ED 01/2013; Chronische Pankreatitis (Spital X._, Austrittsbericht vom 14. August 2013); Chronischer schädlicher Alkoholkonsum, aktuell keine Abstinenz; Koronare 3-Ast-Erkrankung. Aufgrund der Aufzeichnungen könne davon ausgegangen werden, dass ein pankreatopriver Diabetes vorliege. Der Beschwerdeführer habe auch während der Hospitalisation recht sensibel auf kleine Dosen eines präprandialen Insulins reagiert. Während einer der Nächte sei der Blutzucker von 20.30 Uhr bis in die Morgenstunden zwischen 2.3 und 3.8 mmol/l verharrt. Dies sei für den Beschwerdeführer asymptomatisch. Ob ein direkter Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum bestanden habe, lasse sich nicht eruieren. Während der zweiten Konsultation habe ein eindeutiger Foetor aethylicus gerochen werden können. Die Therapie werde durch den Alkoholkonsum kompliziert. Es sei durchaus möglich, dass einige der Hypoglykämien auf die Kombination von Insulin und Alkohol zurückzuführen seien. Trotzdem glaube Dr. med. E._ nicht, dass man ohne prandiales Insulin auskomme. Eventuell könnten die Schwankungen damit etwas verkleinert werden.
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Dr. med. C._, Arztbericht vom 14. November 2013 (IV-act. 47): Der Beschwerdeführer habe Dr. med. C._ gebeten, der IV-Stelle zu schreiben, da sich seit August 2013 einiges geändert habe. Damals habe man noch die Hoffnung gehabt, dass der Beschwerdeführer wieder voll arbeiten könne. Jedoch sei diesem unterdessen die Stelle als Koch gekündigt worden und er sei wieder arbeitslos gewesen. Nächste Woche sollte er eine Arbeit als Koch zu 50 % wieder antreten können. Auf der anderen Seite klage er häufig über Brustschmerzen, was bei der bekannten KHK auch nicht so einfach zu handhaben sei, wobei Dr. med. C._ eher auch an Schmerzen der Rippen denke. Bezüglich der chronischen Pankreatitis sei vor allem zu sagen, dass die Blutzuckerwerte sehr stark schwankten. Am 7. August 2013 sei der Beschwerdeführer mit der Ambulanz ins Spital X._ eingewiesen worden mit einem hypoglykämischen Koma, obwohl das HbA1c damals 13 % gewesen sei. Es gelinge auch nicht, die Blutzuckerwerte sehr gut einzustellen trotz ständiger Kontrolle und Anpassung der Insulindosis. Die Hospitalisation und die Hypoglykämie seien auch die Gründe gewesen, weshalb der frühere Arbeitgeber dem Beschwerdeführer gekündigt habe, so dass er seit dem 13. August 2013 nur noch zu 50 % arbeitsfähig sei, mit einem dreitägigen Unterbruch einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit. Im Moment sehe Dr. med. C._ es auch so, dass es schon befriedigend wäre, wenn der Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig bleibe. Die Blutdruckwerte seien bei der letzten Konsultation trotz verschiedenen Medikamenten (vier- bis fünffache Kombination) mit 174/119 mmHg wieder deutlich zu hoch gewesen. Der Puls betrage 108 Schläge pro Minute.
Spital X._, Austrittsbericht vom 25. November 2013 (IV-act. 49 S. 6 ff.): Dem Austrittsbericht sind folgende Diagnosen zu entnehmen: Chronische Pankreatitis; Depressive Störung; Chronischer Alkoholabusus; DM, am ehesten pankreatogen bedingt, ED 01/13; Koronare 3-Ast-Erkrankung; Chronische Entzündung der Magenschleimhaut, ED 09/11; Verdacht auf Gonarthrose beidseits; Polyneuropathie; Hypochrome, mikrozytäre Anämie; Verdacht auf Postzosterneuralgie cephal Dermatom V1/C2; Hyponatriämie unklarer Genese. Bei Eintritt habe der Beschwerdeführer eine deutlich verringerte Lebensfreude mit Durchschlafschwierigkeiten und Suizidgedanken geäussert. Einzig seine Kinder hielten ihn momentan davon ab, seine bereits gemachten Suizidpläne umzusetzen. Ein durch Dr. med. F._ durchgeführtes psychiatrisches Konsil habe jedoch keine Suizidalität ergeben, sondern die bekannte depressive Störung. Es habe weiterhin keine Hinweise gegeben für eine notwendige medikamentöse Behandlung.
Dr. med. B._ vom RAD Ostschweiz, Bericht vom 27. November 2013 (IV-act. 64 S. 7): Die Laborresultate vom 16. August 2013, insbesondere der CDT-Wert, würden für einen fortgesetzten Alkoholkonsum sprechen. Das erschwere die Einstellung des Diabetes und unterhalte die chronische Pankreatitis, sowie die depressive Symptomatik. Dr. med. B._ empfehle eine Abstinenzauflage. Zuerst sei ein Monat Abstinenz abzuwarten. Sofern dies erfüllt werde, seien Eingliederungsmassnahmen durchzuführen. Nach Abschluss von diesen seien nötigenfalls weitere Abklärungen zu tätigen. Nach Einschätzung von Dr. med. B._, sollte beim Beschwerdeführer bei Alkoholabstinenz innert sechs Monaten wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit erreichbar sein.
Dr. med. C._, Arztbericht vom 5. Dezember 2013 (IV-act. 58 S. 8): Dr. med. C._ stellte folgende Diagnosen: Chronische Pankreatitis; depressive Störung; chronischer Alkoholabusus; DM, insulinpflichtig; koronare 3-AST-Erkrankung, chronische Gastritis. Ab dem 1. September 2013 habe Dr. med. C._ den Beschwerdeführer als zu 50 % einsatzfähig eingestuft. Ein Versuch, als Koch 50 % zu arbeiten, sei unterdessen schon wieder gescheitert. Das Problem dabei seien das unregelmässige Essen und sehr stark schwankende Blutzuckerwerte mit gelegentlichen Hypoglykämien. Gerade vor zehn Tagen sei der Beschwerdeführer wieder im Spital X._
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hospitalisiert gewesen, wegen einem Pankreatitisschub. Immer wieder gebe er auch Druck und Schmerzen auf der Brust an. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit sehe Dr. med. C._ im Moment in keiner Tätigkeit. Dr. med. C._ wäre schon glücklich, wenn 50 % erreicht werden könnten.
Dr. med. B._ vom RAD Ostschweiz, Bericht vom 27. März 2014 (IV-act. 64 S. 7): Gemäss Austrittsbericht des KSGR vom 6. Mai 2013 würden sich eine KHK, chronische Pankreatitis, DM Polyneuropathie, Depressive Störung und Anämie ergeben. Der  sei am 6. Januar 2014 und am 20. Januar 2014 unauffällig gewesen, am 17. Februar 2014 erhöht und am 3. März 2014 deutlich auf 3.9 erhöht. Der GGT-Wert sei bis zum 17. Februar 2014 massiv ansteigend und am 3. März 2014 weiterhin deutlich erhöht gewesen. Es bestehe keine nachgewiesene Alkoholabstinenz. Der Aufforderung vom 10. Dezember 2013 sei nicht Folge geleistet worden. Dr. med. B._ empfehle, wie angedroht, Nichteintreten zu beschliessen.
b) Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer im Juni und Juli 2013 in
seiner angestammten Tätigkeit als Koch zu 100 % arbeitsfähig war. Dies
ist dem Arztbericht von Dr. med. C._ vom 6. August 2013 (IV-act. 40)
sowie dem Abschlussbericht von RAD-Arzt Dr. med. B._ vom
27. August 2013 (IV-act. 64 S. 5) zu entnehmen. Sodann ist aufgrund der
Akten nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin gestützt auf
die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. B._ vom 27. November
2013 (IV-act. 64 S. 7) davon ausgeht, dass die geltend gemachte allfällige
Arbeitsunfähigkeit ab August 2013 im Wesentlichen durch die
aktenkundige und unbestrittene Alkoholabhängigkeit des
Beschwerdeführers verursacht ist. Auch die Beurteilung und
Einschätzung von RAD-Arzt Dr. med. B._ vom 27. November 2013
(IV-act. 64 S. 7), wonach der Beschwerdeführer bei Alkoholabstinenz
wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit erreichen sollte, kann angesichts
der gesamten Aktenlage als schlüssig und nachvollziehbar bezeichnet
werden (vgl. dazu die obgenannten Arztberichte von Dr. med. C._
vom 6. August 2013, 14. November 2013 und 5. Dezember 2013; IV-
act. 40, 47 und 58 S. 8). Der Beschwerdeführer bringt denn auch nichts
vor, was zu einer anderen Einschätzung führen würde und auch in den
Akten finden sich keine anderslautenden Arztberichte. Vor diesem
Hintergrund hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht
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mit Schreiben vom 10. Dezember 2013 zur Schadenminderung
aufgefordert (IV-act. 50).
4. a) Zu prüfen bleibt die Frage, ob der Beschwerdeführer seine
Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG respektive
Art. 7 IVG verletzt hat, da er entgegen der Aufforderung der
Beschwerdegegnerin keine Alkoholabstinenz nachgewiesen hat.
b) Gemäss Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG muss der Versicherte alles ihm
Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der
Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer
Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann muss er an allen
zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden
Arbeitsplatzes oder zu seiner Eingliederung ins Erwerbsleben oder in
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv
teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention,
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche
Eingliederung, Massnahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen
nach Art. 25 KVG und Massnahmen zur Wiedereingliederung von
Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs.2 IVG. Als
zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung des Versicherten
dient; ausgenommen sind Massnahmen, die seinem Gesundheitszustand
nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Nach den
Gesetzgebungsmaterialien konkretisiert diese Bestimmung den bis anhin
nur von der Rechtsprechung näher definierten Begriff der Zumutbarkeit
und hält fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung eines
Versicherten dient, grundsätzlich zumutbar ist, solange sie nicht
ausdrücklich als unzumutbar betrachtet werden muss. Damit wird die
Beweislast in Bezug auf die Zumutbarkeitsfrage verschoben. Musste bis
anhin dargelegt werden, dass eine Massnahme einem Versicherten in
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seiner konkreten Lage zumutbar ist, so kann neu davon ausgegangen
werden, dass eine Massnahme prinzipiell zumutbar ist. Es liegt denn auch
am Versicherten darzulegen, inwiefern ihm eine bestimmte Massnahme
nicht zumutbar sein soll. Allerdings wirkt sich diese Beweislastverteilung
faktisch nur im Streitfalle aus, da die IV-Stelle aufgrund des in Art. 43
Abs. 1 ATSG geregelten Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen
verpflichtet ist zu prüfen, ob eine unzumutbare Massnahme vorliegt.
Sodann wird in Art. 7a 2. Satzteil IVG ausdrücklich festgehalten, dass
lediglich gesundheitliche Gründe dazu führen können, dass eine
Massnahme im konkreten Einzelfall als unzumutbar erachtet werden
muss (Botschaft des Bundesrats, BBl 2005 S. 4560). Kommt der
Versicherte den Pflichten nach Art. 7 IVG nicht nach, können ihm die
Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden.
Er muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen
werden; ihm ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG; vgl. auch KIESER,
a.a.O, Art. 21 Rz. 65 ff. S. 293 ff. m.w.H.).
c) Eine vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung der
Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt nach
dem Gesagten vorab die Zumutbarkeit der (unterbliebenen)
Eingliederungsmassnahme voraus. Diesbezüglich führte der RAD-Arzt Dr.
med. B._ in seinem Bericht vom 27. November 2013 (IV-act. 64 S. 7)
aus, die Laborresultate vom 16. August 2013, insbesondere der CDT-
Wert, würden für einen fortgesetzten Alkoholkonsum sprechen. Das
erschwere die Einstellung des Diabetes und unterhalte die chronische
Pankreatitis, sowie die depressive Symptomatik. Er empfehle daher eine
Abstinenzauflage. Daraus folgt, dass die genannte Massnahme in
medizinisch-theoretischer Sicht insbesondere eine Verbesserung des
Gesundheitszustandes mit sich bringen könnte. Ob sich das Potential im
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vorliegenden Fall tatsächlich realisieren lässt und auch zu einer
Verbesserung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit führt, kann jedoch erst
nach durchgeführter Abstinenz, zu welcher der Beschwerdeführer
aufgefordert wurde, eruiert werden. Des Weiteren sind den vorliegenden
Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, die gegen eine
Alkoholabstinenz sprechen würden. Vielmehr kann den Akten entnommen
werden, dass sich der Beschwerdeführer wegen seiner
Alkoholabhängigkeit bereits verschiedentlich zum Alkoholentzug in
Kliniken der Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) aufhielt (vgl.
IV-act. 13, 23, 16 und 27) und mithin bereits daher von einer Zumutbarkeit
der angeordneten Alkoholabstinenz auszugehen ist. Dass diese eine
Gefahr für Leben und Gesundheit des Beschwerdeführers darstellen
würde (Art. 21 Abs. 4 Satz 3 ATSG), wurde zudem in keiner Art und
Weise von den behandelnden Ärzten angedeutet. Überdies legt auch der
Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern für ihn die angeordnete Abstinenz
unzumutbar sein sollte. Aus dem Dargelegten folgt deshalb, dass die
Alkoholabstinenz medizinisch indiziert und zumutbar war.
d) Weiter setzt Art. 21 Abs. 4 ATSG voraus, dass sich der Versicherte der
angeordneten Massnahme widersetzt, entzogen oder nicht aus eigenem
Antrieb das ihm Zumutbare beigetragen hat. Mit Schreiben vom
10. Dezember 2013 (IV-act. 50) wurde der Beschwerdeführer
aufgefordert, den Nachweis einer Alkoholabstinenz mittels Blutkontrollen
auf CDT, GPT, GOT, GGT und MCV zu erbringen. In der Folge reichte
Dr. med. C._ der IV-Stelle Laborwerte vom 6. Januar 2014,
20. Januar 2014, 17. Februar 2014 und 3. März 2014 ein (IV-act. 51, 52,
61 und 62). Dr. med. B._ vom RAD Ostschweiz führte im Bericht
vom 27. März 2014 (IV-act. 64 S. 7) dazu insbesondere aus, der CDT-
Wert sei am 6. Januar 2014 und am 20. Januar 2014 unauffällig gewesen,
am 17. Februar 2014 erhöht und am 3. März 2014 deutlich auf 3.9 erhöht.
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Der GGT-Wert sei bis zum 17. Februar 2014 massiv ansteigend und am
3. März 2014 weiterhin deutlich erhöht gewesen. Es bestehe keine
nachgewiesene Alkoholabstinenz respektive sei der Aufforderung vom
10. Dezember 2013 nicht Folge geleistet worden. Folglich ist aufgrund der
Laborwerte mit deutlich erhöhten CCT- und GGT-Werten (IV-act. 51, 52,
61 und 62) erwiesen, dass sich der Beschwerdeführer der angeordneten
Alkoholabstinenz widersetzte respektive die angeordnete Massnahme
nicht durchgeführt wurde, weshalb das vorausgesetzte
Verweigerungsverhalten gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne weiteres
erfüllt ist.
e) Schliesslich rechtfertigt sich die Kürzung oder Verweigerung von
Leistungen erst nach Durchführung eines Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens, dessen Durchführung die Rechtsprechung für den
Bereich der IV als zwingend erforderlich erklärt hat. Dem Versicherten ist
unter substanziierter Bezugnahme auf das von ihm geforderte Verhalten
schriftlich mitzuteilen, welche Folgen seine Widersetzlichkeit nach sich
ziehen kann, und er ist aufzufordern, seiner (zumutbaren)
Schadenminderungspflicht nachzukommen. Dazu ist ihm eine
angemessen Bedenkzeit einzuräumen (vgl. KIESER, a.a.O, Art. 21
Rz. 88 ff. S. 298 m.H.a. BGE 122 V 219). Aus den Akten ergeht, dass die
Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 21
Abs. 4 ATSG korrekt durchgeführt hat. Dies wird vom Beschwerdeführer
zu Recht auch nicht in Frage gestellt. So forderte die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer am 10. Dezember 2013 (IV-
act. 50) schriftlich dazu auf, den Nachweis einer Alkoholabstinenz zu
erbringen. Weiter sollte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin
bis am 10. Januar 2014 mitteilen, bei welchem Arzt er die angeordneten
Blutkontrollen durchführen lasse, diesen über die Massnahme informieren
sowie die Resultate der Kontrollen monatlich unaufgefordert einreichen.
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Auch wies die Beschwerdegegnerin unmissverständlich darauf hin, dass
bei Nichtbefolgung der Anordnung aufgrund der Akten verfügt werde oder
die Erhebung eingestellt und Nichteintreten beschlossen werde.
f) Somit steht fest, dass die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch zu
Recht verneint hat, da gemäss den medizinischen Akten beim
Beschwerdeführer keine längerfristigen Perioden der Arbeitsunfähigkeit
ausgewiesen sind und er im Juni und Juli 2013 in seiner angestammten
Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig war. Weiter steht fest, dass die
vom Beschwerdeführer seit August 2013 geltend gemachte
Arbeitsunfähigkeit von 50 % auf dessen Alkoholabhängigkeit
zurückzuführen ist. Ebenfalls ist die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht
auf das Leistungsbegehren betreffend berufliche Massnahmen
eingetreten, weil der Beschwerdeführer seine Schadenminderungspflicht
gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG respektive Art. 7 IVG verletzt hat, indem er
entgegen der Aufforderung der Beschwerdegegnerin keine
Alkoholabstinenz nachgewiesen hat. Die angefochtene Verfügung vom
14. April 2014 erweist sich damit in allen Punkten als begründet und
rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5. Letztlich bleibt noch festzuhalten, dass die Sanktion nach Art. 21 Abs. 4
ATSG nur solange greifen kann, als zwischen Verhaltensweise und
Schaden ein Kausalzusammenhang besteht. Entschliesst sich der
Beschwerdeführer, die bisherige Verweigerung aufzugeben und die
geforderte Alkoholabstinenz einzuhalten, fällt für die Zukunft der
Kausalzusammenhang grundsätzlich dahin und ist ab diesem Zeitpunkt
mit Wirkung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Verweigerung
von Leistungen zurückzukommen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_994/2009 vom 22. März 2010 E.5.1; KIESER, a.a.O, Art. 21 Rz. 98
S. 300 u.a.).
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6. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen
vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert der
Sache im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des
Ausgangs dieses Verfahrens rechtfertigt es sich vorliegend, dem
unterliegenden Beschwerdeführer Kosten von Fr. 500.-- zu überbinden.
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