Decision ID: e73818df-9d76-593c-9fe2-ea6f0787ce9b
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Der Gesuchsteller ist syrischer Staatsangehöriger arabischer Ethnie. Er
stammt aus Damaskus. Wegen des Bürgerkriegs habe er bis zur Ausreise
in die Türkei im Juli 2015 immer wieder den Wohnort wechseln müssen, er
habe sich in B_, in C_, in D_ und zuletzt in
E_ aufgehalten. Sein Asylgesuch vom 8. September 2015 begrün-
dete er in erster Linie damit, dass er Syrien aus Furcht verlassen habe, als
Reservist in die Syrische Armee eingezogen zu werden.
Im Juni 2015 habe der Mukthar von C_ seinem Cousin mitgeteilt,
dass er sich bei der Rekrutierungsstelle melden solle; er müsse ein Ge-
heimpapier bei der Oberleitung des Militärs in Damaskus abholen. Er habe
daraus geschlossen, dass man ihn als Reservist einziehen wolle. Zudem
habe er auch befürchtet, dass er, wenn nicht für das Regime, dann für die
Rebellentruppen in C_ werde kämpfen müssen, auch diese hätten
ihn bedroht und aufgefordert, für sie zu den Waffen zu greifen. Er habe
jedoch nicht in den Krieg ziehen wollen, sondern habe sich um seinen alten
Vater kümmern müssen, der im Rollstuhl sitze. In den Augen des Regimes
gelte er nun als Deserteur und Verräter, was in Syrien mit dem Tod bestraft
werde.
B.
Das SEM erachtete die Einberufung in den aktiven Reservedienst nicht als
glaubhaft gemacht und wies das Asylgesuch am 14. November 2018 ab.
Es erachtete die Aussagen des Gesuchstellers betreffend die drohende
Einberufung als vage und unpersönlich, in wesentlichen Aspekten machte
es Widersprüche aus. Zudem beruhten seine Angaben zur angeblichen
Einberufung auf Auskünften von Drittpersonen; diese seien nicht überprüf-
bar und lieferten demnach keine konkreten Hinweise. Sein Vorbringen, ihm
drohe die Einberufung in die syrische Armee, basiere lediglich auf einer
Vermutung. Aus den Vorbringen betreffend die Aufforderungen der Dorfbe-
wohner von C_, sich den Revolutionstruppen anzuschliessen,
lasse sich die nötige Intensität einer beachtlichen Verfolgung ebenfalls
nicht erschliessen. Angesichts der schlechten Sicherheitslage in Syrien
ordnete das SEM die vorläufige Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des
Vollzugs an.
C.
In seiner Beschwerdeeingabe vom 18. Dezember 2018 konkretisierte der
Gesuchsteller sein Vorbringen. Sein Name sei den zuständigen Behörden
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elektronisch übermittelt worden und diese seien mit der Umsetzung beauf-
tragt worden. Da er sich nicht an seinem Wohnort aufgehalten habe und
die Behörden nichts über seinen Aufenthaltsort gewusst hätten, habe er
nicht direkt kontaktiert werden können. Entsprechend habe der Einberu-
fungsbefehl weder ihm noch seiner Familie übergeben werden können. In
solchen Fällen würden die Behörden die Militärurkunde dem für den Woh-
nort zuständigen Mukhtar übergeben und diesen beauftragen, die be-
troffene Person zu benachrichtigen. Zum Beleg reichte der Gesuchsteller
zwei in arabischer Sprache verfasste Dokumente in Kopie ein: eine Bestä-
tigung des Mukthars, datierend vom 9. Dezember 2018, wonach dieser
den Einberufungsbefehl erhalten und den Cousin des Gesuchstellers infor-
miert habe, sowie eine Bestätigung des Rekrutierungsamts vom 13. De-
zember 2018.
D.
Das Bundesverwaltungsgericht schützte den Entscheid der Vorinstanz in
seinem Urteil E-7172/2018 vom 11. Januar 2019, da es die Vorbringen be-
treffend die Rekrutierung des Gesuchstellers ebenfalls als nicht glaubhaft
gemacht erachtete. Der drohende Einzug in den aktiven Reservedienst sei
nicht belegt, sondern basiere auf Vermutungen. Auch seien die Aussagen
in diesem Punkt sehr widersprüchlich ausgefallen. Vor diesem Hintergrund
erachtete das Gericht die Ausführungen auf Beschwerdeebene und die
Echtheit der eingereichten Beweismittel (Schreiben des Mukhtars und Be-
stätigung des Rekrutierungsamtes) als zweifelhaft, es verzichtete auf de-
ren Übersetzung. Weil der Gesuchsteller im Übrigen auch kein entspre-
chendes politisches Profil aufweise, fehle es in seinem Fall gemäss der
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts betreffend Deserteure und Wehr-
dienstverweigerer aus Syrien an den nötigen Anhaltspunkten für eine ihm
drohende asylbeachtliche Verfolgung.
E.
Am 31. Dezember 2019 reichte der Gesuchsteller beim Bundesverwal-
tungsgericht eine als «Neues Asylgesuch, eventuell Mehrfachgesuch» be-
zeichnete Eingabe ein und erklärte, endlich habe er die Originale der Do-
kumente erhalten, welche er im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nur
in Kopie habe vorlegen können. Er lege nun die Original-Bestätigung des
Mukthars von C_ vom 9. Dezember 2018 ins Recht, ebenso wie die
Original-Bestätigung des Rekrutierungsamts vom 13. Dezember 2018. Er
habe die Dokumente via die Türkei beschaffen können. Sie bewiesen nun
eindeutig, dass er von den syrischen Behörden kontaktiert worden sei und
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die schriftliche Aufforderung erhalten habe, in den Reservedienst einzutre-
ten. Weil er dieser nicht gefolgt sei, habe man ihn in Syrien zur Fahndung
ausgeschrieben. Auf dieser Grundlage stelle er nun erneut ein Asylgesuch
und beantrage die Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft sowie die
Gewährung von Asyl. Sein syrischer Anwalt habe sich am 13. Dezember
2018 beim Rekrutierungsamt erkundigt und die Einberufung sowie die Su-
che nach ihm handschriftlich bestätigt. Dieses Anwaltsschreiben vom
15. Februar 2019 lege er ebenfalls im Original vor. Diese Dokumente stell-
ten einen neuen Aspekt dar und seien geeignet, die ihm im Fall der Rück-
kehr drohende Verfolgung aufgrund der Wehrdienstverweigerung zu bele-
gen. Es sei bekannt, dass das syrische Regime mit grosser Brutalität ge-
gen Deserteure vorgehe und diese gezielt verfolge. Er stamme aus der
Region B_, die früher oder später in die Hände des Regimes zu-
rückfallen werde. Dann werde das Regime mit allen ausgeschriebenen o-
der gesuchten Personen abrechnen.
F.
Das Bundesverwaltungsgericht stellte in seiner Zwischenverfügung vom
7. Februar 2020 fest, der Gesuchsteller strebe mit seiner Eingabe «Neues
Asylgesuch, eventuell Mehrfachgesuch» die erneute Beurteilung seiner
Vorbringen an, die im ordentlichen Verfahren geltend gemacht und auch
bereits Gegenstand des Urteils E-7172/2018 vom 11. Januar 2019 gewe-
sen seien. Es teilte mit, dass es die Eingabe vom 31. Dezember 2019 be-
treffend die Bestätigung des Mukthars, datierend vom 9. Dezember 2018,
sowie die Bestätigung des Rekrutierungsamts vom 13. Dezember 2018 als
Revisionsgesuch gegen dieses Urteil entgegennehme. Der Gesuchsteller
mache in seiner Eingabe sinngemäss den Revisionsgrund des Art. 123
Abs. 2 Bst. a BGG geltend, wonach die Revision eines Urteils verlangt wer-
den kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen
erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Ver-
fahren nicht beibringen konnte – unter Ausschluss der Tatsachen und Be-
weismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Letzteres gelte
für das Schreiben des Anwalts vom 15. Februar 2019; dieses Beweismittel
sei erst nach dem Urteil vom 11. Januar 2019 entstanden und könne im
Rahmen der Revision nicht berücksichtigt werden. Bereits in der Zwischen-
verfügung teilte das Gericht dem Gesuchsteller mit, dass sein Gesuch aller
Wahrscheinlichkeit nach aussichtslos sein werde, da eine Revision nicht
zulässig sei, sofern sie sich in erster Linie darin erschöpfe, dass die Ein-
schätzung des Bundesverwaltungsgerichts im bereits ergangenen Urteil
als falsch erachtet werde. Die Instruktionsrichterin wies darauf hin, dass
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das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde des Gesuchstellers im Ur-
teil E-7172/2018 vom 11. Januar 2019 nicht nur deshalb abgewiesen hatte,
weil es die geltend gemachte Einberufung in den Militärdienst nicht als
glaubhaft erachtet hatte, sondern vor allem auch, weil es der Auffassung
war, dass der Gesuchsteller kein besonders herausragend politisch aktiver
Mensch gewesen sei und kein politisches Profil aufweise, durch welches
er in den Fokus der syrischen Behörden hätten geraten können. Die Frage,
ob die vorgelegten Dokumente die Einberufung in den Reservedienst zu
belegen vermöchten, habe im Urteil damit letztlich offengelassen werden
können, sie sei für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend gewe-
sen. Für die Abweisung der Beschwerde sei vielmehr ausschlaggebend,
dass der Gesuchsteller kein beachtliches politisches Profil aufweise. Die
Instruktionsrichterin forderte den Gesuchsteller auf, innert Frist einen Kos-
tenvorschuss zu bezahlen.
G.
Fristgerecht bezahlte der Gesuchsteller den Kostenvorschuss.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG
(SR 142.31) auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Be-
schwerden gegen Verfügungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d
Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die
es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE
2007/21 E. 2.1).
1.2 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundes-
verwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG
findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67
Abs. 3 VwVG Anwendung.
1.3 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich
gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-
such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft des angefochtenen Ur-
teils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen
(vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 303 Rz. 5.36).
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1.4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus
den in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG).
Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die um Revi-
sion nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätte gel-
tend machen können (sinngemäss Art. 46 VGG).
2.
2.1 Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund
anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von
Art. 124 BGG darzutun.
2.2 Der Gesuchsteller macht durch die Vorlage von Beweismitteln im Ori-
ginal geltend, nachträglich entscheidende Beweismittel aufgefunden zu ha-
ben, die er im früheren Verfahren nicht habe beibringen können. Der Ge-
suchsteller ist nicht anwaltlich vertreten. Sinngemäss beruft er sich auf den
Revisionsgrund des Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG.
2.3 Die Rechtzeitigkeit eines Revisionsbegehrens richtet sich nach Art. 124
Abs. 1 Bst. d BGG, wonach Revisionsgründe spätestens 90 Tage nach ih-
rer Entdeckung geltend zu machen sind. Der Beschwerdeführer hat nicht
genau angegeben, wann die Originale bei ihm eingetroffen sind, nur, dass
es sehr schwierig war und er sie nur über Umwege habe erhalten können.
Auf weitere Instruktionen zur präzisen Klärung dieser Frage wird ange-
sichts des Verfahrensausgangs verzichtet. Das Bundesverwaltungsgericht
nimmt die Laieneingabe vom 31. Dezember 2019 ohne weitere Instruktion
als form- und fristgerechtes Revisionsgesuch entgegen und tritt darauf ein.
3.
3.1 Der Gesuchsteller bringt vor, durch die Vorlage von Originaldokumen-
ten nunmehr belegen zu können, dass er in den Reservedienst eingezogen
werden sollte und er sich dieser Aufforderung nur durch Flucht habe ent-
ziehen können, weshalb er in den Augen des syrischen Regimes als Wehr-
dienstverweigerer gelte und ihm im Fall der Rückkehr eine drakonische
Bestrafung, wenn nicht der Tod drohe.
3.2 Das Anwaltsschreiben vom 15. Februar 2019 ist revisionsrechtlich nicht
zu prüfen, da es nach dem ersten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
E-7172/2018 vom 11. Januar 2019 entstanden ist (Art. 123 Abs. 2 Bst. a
2. Halbsatz BGG). Angesichts seines Inhalts und der nachfolgenden Erwä-
gungen verzichtet das Bundesverwaltungsgericht auf eine Überweisung an
die Vorinstanz (vgl. BVGE 2013/22 E. 13.1).
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Ob die im Revisionsverfahren vorgelegten, schon vor dem Urteil vom
11. Januar 2019 entstandenen Dokumente (Bestätigung des Mukthars, Be-
stätigung des Rekrutierungsamtes) tatsächlich insofern neu sind im revisi-
onsrechtlichen Sinne, als sie nunmehr im Original und nicht nur in Kopie
vorliegen, kann aufgrund des nachfolgend Gesagten offenbleiben.
3.3 Die im revisionsrechtlichen Sinne neuen Dokumente müssen nämlich
ferner erheblich sein, das heisst, geeignet, um die tatbestandliche Grund-
lage des Entscheids zu ändern und bei zutreffender Würdigung zu einem
anderen, für die gesuchstellende Partei günstigeren Ergebnis zu führen
(vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 307 f., Rz. 5.51).
Dies ist vorliegend nicht der Fall. Die Originale der Bestätigung des Mukt-
hars sowie der Bestätigung des Rekrutierungsbüros sind nach Auffassung
des Gerichts nicht erheblich und deshalb nicht geeignet, das Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts E-7172/2018 vom 11. Januar 2019 als fehler-
haft erscheinen zu lassen.
3.4
3.4.1 Das Bundesverwaltungsgericht hatte in seinem Urteil die Abweisung
der Beschwerde in erster Linie damit begründet, dass es die Vorbringen
des Beschwerdeführers in ihrer Gesamtheit als nicht glaubhaft erachtete,
einerseits weil er sich widersprüchlich zu seinen verschiedenen Aufent-
haltsorten geäussert hatte und diese Widersprüche nicht aufzulösen ver-
mochte. Andererseits war das Gericht angesichts der Äusserungen des
Beschwerdeführers auch nicht davon überzeugt, dass dieser tatsächlich
eine Aufforderung erhalten hatte, in die syrische Armee einzurücken. Auf
der Grundlage dieser Einschätzung würdigte es sodann die bereits im or-
dentlichen Beschwerdeverfahren in Kopie vorliegenden Beweismittel. Es
stellte deren Echtheit in Frage, da bekannt ist, dass syrische Dokumente
sowohl in Syrien selbst als auch in Nachbarstaaten leicht käuflich erworben
werden können, beziehungsweise auf Bestellung ausgestellt werden, wes-
halb ihnen in der Regel für sich allein genommen kein genügender Beweis-
wert zukommen kann. Da das Gericht aufgrund der Aussagen des Gesuch-
stellers bereits an deren Glaubhaftigkeit zweifelte, verzichtete es auf eine
Fristverlängerung zur Beschaffung der Originale und würdigte die Doku-
mente in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung im Lichte der Vorbrin-
gen des Gesuchstellers und sprach ihnen in Würdigung des gesamten
Sachverhalts nur einen geringen Beweiswert zu.
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Die Einschätzung des Gerichts im Urteil E-7172/2018 vom 11. Januar 2019
wird durch die jetzige Vorlage der Originale nicht erschüttert, da diese –
angesichts der Möglichkeit, sie gegen Bezahlung «auf Bestellung» auszu-
stellen – auch weiterhin nur einen geringen Beweiswert haben. Angesichts
der Unglaubhaftigkeit des Gesamtvorbringens bleibt damit auch die Echt-
heit, beziehungsweise die Authentizität der Beweismittel weiterhin in Frage
gestellt.
3.4.2 Entscheidend für die Abweisung der Beschwerde im ordentlichen
Verfahren war – neben der Feststellung, die geltend gemachte Aufbietung
als Reservist zum Dienst in der Syrischen Armee sei nicht glaubhaft ge-
macht worden –, jedoch noch ein anderer Faktor: Der Gesuchsteller erfüllte
nach Auffassung des Gerichts auch kein politisches Profil. Erläuternd ist an
dieser Stelle nochmals darauf hinzuweisen, dass eine Wehrdienstverwei-
gerung nach Praxis des Bundesverwaltungsgerichts nur bei Vorliegen ein-
zelfallspezifischer Risikofaktoren (politische Tätigkeit, politisches Umfeld)
flüchtlingsrelevant ist (vgl. dazu BVGE 2015/3 E. 6.7), was im Fall des Ge-
suchstellers verneint wurde. Der Gesuchsteller hat im Rahmen der Revi-
sion auch nichts vorgetragen, was diese Einschätzung zu erschüttern ver-
mag. Das Bundesverwaltungsgericht geht deshalb auch weiterhin davon
aus, dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür bestehen, wonach der Ge-
suchsteller, selbst wenn er als Refraktär gelten würde, im Falle einer Rück-
kehr mit einer politisch motivierten Bestrafung oder einer Behandlung rech-
nen müsste, die eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung im Sinne von
Art. 3 AsylG darstellen würde (vgl. dazu BVGE 2015/3). Die revisionshal-
ber eingereichten Dokumente sind daher nicht erheblich und nicht geeig-
net, die im Urteil E-7172/2018 vom 11. Januar 2019 getroffene Einschät-
zung zu erschüttern.
4.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine revisionsrechtlich relevan-
ten Gründe dargetan sind. Das Gesuch um Revision des Urteils des Bun-
desverwaltungsgerichts vom 11. Januar 2019 ist demzufolge abzuweisen.
5.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 1500.– dem
Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG;
Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Kosten verwen-
det.
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