Decision ID: 10fce770-2dbb-548b-8ed4-b408d042e6ed
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer ersuchte am 5. September 2020 im Bundesasyl-
zentrum B._ um Asyl in der Schweiz. Er wurde anschliessend in
die Asylregion C._ transferiert.
Der Beschwerdeführer reichte im Verfahren seine ldentitätskarte sowie
eine Kopie des deutschen Aufenthaltstitels zu den Akten. Des Weiteren
stellte das schweizerische Grenzwachtkorps eine Sendung betreffend die
Partnerin sicher, in welcher sich Kopien der Heiratsurkunde sowie eines
Haftbefehls befanden.
B.
Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Eurodac)
ergab, dass der Beschwerdeführer am 30. September 2013 in Deutschland
um Asyl ersucht hatte.
C.
Am 17. September 2020 befragte das SEM den Beschwerdeführer sum-
marisch. Er gab an, in Deutschland subsidiären Schutz erhalten zu haben.
Nachdem die deutschen Behörden ihm den Familiennachzug verwehrt hät-
ten, sei er im Jahr 2017 nach Syrien zurückgekehrt und habe dort seine
Partnerin geheiratet. Nach dem Angriff auf D._ sei er zusammen
mit seiner Partnerin über die Türkei zunächst nach Griechenland geflüch-
tet. Dort seien sie im Februar 2019 angekommen. Am 6. oder 7. September
2020 sei er von Athen nach Zürich geflogen; seine Partnerin sei zunächst
in Griechenland geblieben. Das SEM gewährte ihm das rechtliche Gehör
zur allfälligen Zuständigkeit Deutschlands und einer Wegweisung dorthin.
D.
Am 27. September 2020 reichte die Partnerin (N [...]) im Bundesasylzent-
rum C._ ein Asylgesuch ein und ersuchte ihrerseits um Asyl in der
Schweiz.
E.
lm Rahmen eines Informationsaustauschs informierten die deutschen Be-
hörden das SEM am 8. Oktober 2020 dahingehend, dass Deutschland
dem Beschwerdeführer am 7. Januar 2014 subsidiären Schutz gewährt
habe. Eine ihm daraufhin erteilte Aufenthaltsbewilligung sei am 24. März
2017 abgelaufen. Seit dem 15. Juni 2019 sei der Beschwerdeführer unbe-
kannten Aufenthalts. Von einer Partnerin sei den deutschen Behörden
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nichts bekannt. Weiter sei den deutschen Behörden mitzuteilen, falls der
Beschwerdeführer in seinen Herkunftsstaat zurückgekehrt sei, damit der
Schutzstatus widerrufen werden könne.
F.
Das SEM ersuchte die deutschen Behörden am 13. Oktober 2020 um die
Rückübernahme des Beschwerdeführers gestützt auf die Richtlinie
2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-
zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-
staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (nachfol-
gend: Rückführungsrichtlinie), das Abkommen zwischen dem Schweizeri-
schen Bundesrat und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland vom
20. Dezember 1993 über die Rückübernahme von Personen mit unbefug-
tem Aufenthalt (nachfolgend: bilaterales Rückübernahmeabkommen,
SR 0.142.111.368) sowie die Europäische Vereinbarung vom 16. Oktober
1980 über den Übergang der Verantwortung für Flüchtlinge
(SR 0.142.305). Die deutschen Behörden wurden ausdrücklich aufmerk-
sam gemacht, im Fall einer Zustimmung würde ein take charge-Gesuch für
die Ehefrau des Beschwerdeführers folgen.
G.
Am 20. Oktober 2020 stimmten die deutschen Behörden dem Ersuchen
um Rückübernahme des Beschwerdeführers zu.
H.
Am 12. November 2020 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer schrift-
lich das rechtliche Gehör, wonach es beabsichtige, gestützt auf Art. 31a
Abs. 1 Bst. a AsylG (SR. 142.31) auf das Asylgesuch nicht einzutreten und
den Beschwerdeführer nach Deutschland wegzuweisen. Das SEM hielt
fest, da der Beschwerdeführer in Deutschland als Begünstigter subsidiären
Schutzes aufenthaltsberechtigt sei, komme in seinem Fall und dem seiner
Partnerin – vorbehältlich der Zustimmung beider – gestützt auf Art. 9 der
Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-
tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-
stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-
staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-
trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO) eine Zustän-
digkeit Deutschlands für das weitere Verfahren der Partnerin in Betracht.
Das SEM informierte dabei darüber, dass es einem Verzicht auf die Einheit
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der Familie im Sinne der Dublin-III-VO und Art. 8 EMRK gleichkomme, soll-
ten der Beschwerdeführer und seine Partnerin die erwähnte Zustimmung
nicht erteilen.
I.
Mit Schreiben vom 19. November 2020 nahmen der Beschwerdeführer
und seine Partnerin Stellung.
J.
Am 25. November 2020 wurde der Entscheidentwurf der Rechtsvertretung
zur Stellungnahme ausgehändigt. Mit dem Entscheidentwurf erhielten der
Beschwerdeführer und seine Partnerin erneut Gelegenheit, die Zustim-
mung für die Prüfung des Asylgesuchs der Partnerin durch die deutschen
Behörden zu erteilen.
K.
Am 30. November 2020 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum Ent-
scheidentwurf des SEM.
L.
Mit Verfügung vom 30. November 2020 – eröffnet am 2. Dezember 2020 –
trat das SEM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete
die Wegweisung aus der Schweiz an und forderte ihn auf, die Schweiz am
Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, ansonsten er
in Haft genommen und unter Zwang nach Deutschland zurückgeführt
werde. Gleichzeitig beauftragte die Vorinstanz den zuständigen Kanton mit
dem Vollzug der Wegweisung und händigte dem Beschwerdeführer die
editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus.
M.
Am 2. Dezember 2020 legte die zugewiesene Rechtsvertretung das Man-
dat nieder.
N.
Mit Eingabe vom 7. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer gegen
den Entscheid der Vorinstanz Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-
richt ein. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, auf
eine Wegweisung sei zu verzichten und der Beschwerdeführer sei zu be-
rechtigen, bis zu einem Entscheid des kantonalen Migrationsamtes betref-
fend den Familiennachzug in der Schweiz zu verbleiben. Eventualiter sei
die Sache zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen, der
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Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, es sei dem Be-
schwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und von der
Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen.
O.
Die Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 7. Dezember 2020 in
elektronischer Form vor.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-
lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig
und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-
gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG).
1.2 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-
rung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1
VwVG).
1.3 Da der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu-
kommt (vgl. Art. 42 AsylG und Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz
diese vorliegend nicht entzogen hat, ist auf den diesbezüglichen Antrag
mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im Ver-
fahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten
Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG)
ohne Weiterungen und mit summarischer Begründung zu behandeln
(Art. 111a Abs. 2 AsylG).
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4.
4.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die
Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 31a Abs.1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-
schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz
zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (BVGE 2017 VI/5 E. 3.1
und 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.).
4.2 Bezüglich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs
hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb dem
Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt.
5.
5.1 Das SEM führte zur Begründung der Verfügung aus, gemäss Art. 31a
Abs. 1 Bst. a AsylG werde in der Regel nicht auf Asylgesuche eingetreten,
wenn Asylsuchende in einen vom Bundesrat bezeichneten sicheren Dritt-
staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren könnten, in
dem sie sich vorher aufgehalten hätten. Der Bundesrat habe Deutschland
als sicheren Drittstaat bezeichnet. Abklärungen des SEM hätten ergeben,
dass Deutschland dem Beschwerdeführer subsidiären Schutz gewährt und
sich am 20. Oktober 2020 bereit erklärt habe, den Beschwerdeführer zu-
rückzunehmen. Sofern in den Stellungnahmen vom 19. und 30. November
2020 geltend gemacht worden sei, der Beschwerdeführer sei mit einer
Wegweisung nach Deutschland nicht einverstanden; er und seine Partne-
rin hätten ihr Leben riskiert, um Zuflucht in der Schweiz zu finden, sei Fol-
gendes festzustellen: lm vorliegenden Fall bestünden zwar Anzeichen,
dass der Beschwerdeführer die Bedingungen für eine vorläufige Aufnahme
erfüllen würde, da er in Deutschland subsidiären Schutz erhalten habe. Für
ein allfälliges Ersuchen um Wiedererwägung seines Asylentscheides sei
jedoch nicht die Schweiz, sondern Deutschland zuständig. Gemäss Art. 25
Abs. 2 VwVG sei einem Begehren um Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft oder von Wegweisungshindernissen in den Heimat- oder Herkunfts-
staat in der Schweiz nur dann zu entsprechen, wenn ein schutzwürdiges
Interesse nachgewiesen werde. Dieser Nachweis könne aber nicht gelin-
gen, wenn bereits ein Drittstaat dem Beschwerdeführer einen Schutzstatus
erteilt habe. Dies sei vorliegend der Fall. Der Beschwerdeführer könne
nach Deutschland zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in Verletzung
des Non-Refoulement-Prinzips zu befürchten. Der Beschwerdeführer sei
daher grundsätzlich zur Ausreise aus der Schweiz verpflichtet. Hinsichtlich
des Grundsatzes der Einheit der Familie sei Folgendes zu berücksichtigen:
Der Beschwerdeführer mache geltend, mit A. l. verheiratet zu sein. Zudem
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würden nebst der Partnerin auch die Mutter K. F. (N [...]) und zahlreiche
seiner Geschwister zusammen mit ihren Kindern in der Schweiz leben. Er
und seine Partnerin würden sich auf das in Art. 8 EMRK verankerte Recht
auf Achtung des Privat- und Familienlebens berufen und die eheliche Le-
bensgemeinschaft in der Schweiz führen wollen. lm Asyl- und Wegwei-
sungsverfahren sei die Wegweisung dann nicht zu verfügen, wenn die asyl-
suchende Person sich auf einen potenziellen (Art. 42 und Art. 43 AIG) bzw.
einen offensichtlichen (Art. 44 AlG i.v. m. Art. 8 EMRK) Anspruch auf Ertei-
lung einer Aufenthaltsbewilligung berufen könne. Ein Anspruch auf Ertei-
lung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Bundesrecht ergebe sich na-
mentlich aus Art. 42 AIG und Art. 43 AIG, sofern ein intaktes, tatsächlich
gelebtes Familienverhältnis vorliege. Ebenso anerkenne das Bundesge-
richt bei Ausländerinnen und Ausländern, die nahe Verwandte mit gefestig-
tem Anwesenheitsrecht in der Schweiz hätten und mit diesen ein intaktes,
tatsächlich gelebtes Familienverhältnis pflegen würden, einen völkerrecht-
lichen Anspruch aus Art. 8 EMRK i.V. m. Art. 44 AIG. In diesem Fall müsse
zwischen der über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügenden Person
und dem um die Bewilligung nachsuchenden Ausländer jedoch ein über die
üblichen familiären beziehungsweise emotionalen Bindungen hinausge-
hendes, besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen (vgl. BGE 144 ll 1
E. 6.1). Die EMRK verschaffe überdies keinen Anspruch auf Einreise und
Aufenthalt oder auf einen Aufenthaltstitel in einem bestimmten Staat. Es
ergebe sich daraus weder ein Recht auf Einreise noch auf die Wahl des
Ortes, welcher für das Familienleben am geeignetsten erscheine (Urteil
des BGer 2C_7/2018 vom 10. September 2018 E. 2.1).
Die Partnerin A. l. halte sich als Asylsuchende in der Schweiz auf und be-
sitze weder eine Niederlassungsbewilligung noch ein anderweitiges gefes-
tigtes Anwesenheitsrecht. Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zwi-
schen dem Beschwerdeführer und den in der Schweiz anwesenden ande-
ren Familienangehörigen gehe aus den Akten nicht hervor, womit offenblei-
ben könne, ob diese über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügen wür-
den. Mithin könne der Beschwerdeführer aus der Anwesenheit seiner Part-
nerin und der Familienangehörigen in der Schweiz von vornherein nichts
zu seinen Gunsten ableiten. lm Übrigen stehe es dem Beschwerdeführer
und seiner Partnerin frei, die Zustimmung zur Prüfung des Asylgesuchs der
Partnerin durch die deutschen Behörden zu erteilen. Nach aktuellem
Kenntnisstand würden der Beschwerdeführer und seine Partnerin als Fa-
milienangehörige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO gelten, womit
Deutschland – vorbehältlich der Zustimmung beider – eine Aufnahme der
Partnerin gutheissen müsse (Art. 9 Dublin-III-VO). Das SEM könne noch
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bis am 27. Dezember 2020 ein entsprechendes Ersuchen an Deutschland
richten. Dies setze die Zustimmung beider voraus, welche bisher nicht er-
folgt sei. In Anbetracht der anstehenden Feiertage seien der Beschwerde-
führer und seine Partnerin aufgefordert, die Zustimmung gegebenenfalls
bis am 18. Dezember 2020 dem SEM mitzuteilen. Bei späterer Mitteilung
könne das SEM eine fristgerechte Einleitung des Ersuchens nicht mehr
garantieren. Sollte der Beschwerdeführer und seine Partnerin die ihnen
nunmehr erneut gewährte Gelegenheit zur Erteilung der erwähnten Zu-
stimmung nicht wahrnehmen, sei eine Trennung beider selbst verschuldet.
Aus den vorangehenden Ausführungen gehe hervor, dass sich die Schweiz
durch die Wegweisung des Beschwerdeführers nach Deutschland nicht in
einen Widerspruch zu ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen begebe. Un-
geachtet dessen, ob er und seine Partnerin die erwähnte Zustimmung noch
erteilen würden und ungeachtet dessen, wie ein allfälliges Dublin-Verfah-
ren mit Deutschland die Partnerin betreffend ausgehe, sei die Wegweisung
des Beschwerdeführers nach Deutschland völkerrechtlich zulässig. Der
Beschwerdeführer sei zur Ausreise aus der Schweiz verpflichtet (Art. 44
AsylG).
Hinsichtlich des Vollzugs der Wegweisung sei Folgendes festzustellen: lm
Rahmen der rechtlichen Gehöre habe der Beschwerdeführer angegeben,
in Deutschland weder die Wohnung wechseln noch die Stadt verlassen zu
können. Eher würde er nach Griechenland als nach Deutschland zurück-
kehren. Deutschland sei jedoch ein Rechtsstaat mit funktionierendem Jus-
tizsystem. Sollte sich der Beschwerdeführer durch die deutschen Behör-
den ungerecht oder rechtswidrig behandelt fühlen, könne er sich mit einer
Beschwerde an die zuständigen Stellen wenden. Sofern in der Stellung-
nahme vom 30. November 2020 auf die psychische Verfassung des Be-
schwerdeführers und seiner Partnerin verwiesen werde; die Partnerin leide
aufgrund der momentanen Situation unter Schlafstörungen; sie habe ferner
angegeben, sich bei der Wegweisung nach Deutschland das Leben zu
nehmen und habe ausserdem eine Leberkrankheit und die notwendige me-
dizinische Behandlung noch nicht erhalten, sei Folgendes festzuhalten.
Das Asylverfahren der Partnerin bilde nicht unmittelbar Gegenstand des
vorliegenden Asyl- und Wegweisungsverfahrens. Es sei aber der Vollstän-
digkeit halber festzuhalten, dass Deutschland über eine ausreichende me-
dizinische Infrastruktur verfüge und gemäss Art. 19 Abs. 1 der Richtlinie
2013/33/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni
2013 (sogenannte Aufnahmerichtlinie) verpflichtet sei, die erforderliche
medizinische Versorgung, welche zumindest die Notversorgung und die
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unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psy-
chischen Störungen umfasse, zu gewähren. Es sei im Rahmen des Dublin-
Systems davon auszugehen, dass der zuständige Dublin-Staat angemes-
sene medizinische Versorgungsleistungen erbringen könne und den Zu-
gang zu notwendiger medizinischer Behandlung gewährleiste. Bezugneh-
mend auf die Suiziddrohung der Partnerin werde darauf hingewiesen, dass
eine solche praxisgemäss kein Vollzugshindernis darstelle. Es stehe der
Partnerin frei, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aufgrund der
zwischenzeitlichen Rückkehr nach Syrien sei es zwar denkbar, dass die
deutschen Behörden ein Verfahren zum Widerruf des subsidiären Schutz-
status einleiten. In diesem Fall habe der Beschwerdeführer aber Zugang
zu einem rechtsstaatlichen Verfahren, in welchem er allfällige Wegwei-
sungsvollzugshindernisse werde vorbringen können. Es gebe keine Hin-
weise, wonach Deutschland – ein Signatarstaat des Abkommens vom
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonven-
tion) und der EMRK – sich nicht an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen
halte und er unter Verletzung des Non-Refoulement-Gebots in sein Heimat-
bzw. Herkunftsstaat überstellt werde. Zusammenfassend würden keine An-
haltspunkte dafür vorliegen, dass dem Beschwerdeführer im Falle einer
Rückkehr nach Deutschland mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine
durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung drohe oder die
Schweiz sich durch den Vollzug der Wegweisung nach Deutschland ander-
weitig in einen Widerspruch zu ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen be-
gebe. Der Vollzug der Wegweisung nach Deutschland sei somit zulässig.
Weder die in Deutschland herrschende Situation noch andere Gründe wür-
den gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung in diesen Staat sprechen.
Ausserdem sei der Vollzug der Wegweisung technisch möglich und prak-
tisch durchführbar. Eine entsprechende Zustimmung Deutschlands liege
vor. Vorübergehende Einschränkungen des Flugverkehrs oder vorüberge-
hende Einreisebeschränkungen durch die deutschen Behörden im Zusam-
menhang mit der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus könnten
keine Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs begründen. Es sei noch-
mals zu wiederholen, dass die deutschen Behörden um Aufnahme der
Partnerin ersucht werden könnten, sofern die entsprechenden Zustimmun-
gen bis spätestens am 18. Dezember 2020 erteilt würden.
5.2 Dem hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, es sei der
Ausgang des Asylverfahrens der Partnerin des Beschwerdeführers in der
Schweiz abzuwarten. Sofern der Ehefrau die Flüchtlingseigenschaft zuge-
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Seite 10
standen werde, sei auch ein entsprechendes kantonales Verfahren auf Fa-
miliennachzug abzuwarten. Was die anderen Familienmitglieder anbe-
lange, die sich in der Schweiz aufhalten würden, sei seitens der Vorinstanz
ein Abhängigkeitsverhältnis zu ermitteln. Abzuklären sei seitens des SEM
sodann, ob Deutschland seine Zustimmung zur Übernahme der Beschwer-
deführenden erteile. Das Verfahren sei entsprechend an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen.
6.
6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der Re-
gel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a
Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann,
in welchem sie sich vorher aufgehalten hat.
6.2 Die Vorinstanz stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest,
dass es sich bei Deutschland, als Mitglied der Europäischen Union (EU),
um einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b
AsylG handelt. Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer in Deutschland subsidiären Schutzstatus erlangt hat
und die deutschen Behörden seiner Rückübernahme ausdrücklich zu-
stimmten. Demnach sind die Voraussetzungen für einen Nichteintretens-
entscheid nach Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt, weshalb das SEM auf
das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist. Der
Beschwerdeführer stellt denn auch nicht in Frage, sich als Schutzberech-
tigter im sicheren Drittstaat Deutschland aufgehalten zu haben und dorthin
zurückkehren zu können.
7.
Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt
es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug
an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44
AsylG).
8.
Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Auf-
enthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen.
Diesbezüglich ist auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen, de-
nen auf Beschwerdeeben auch nichts entgegengehalten wird. Die Weg-
weisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 AsylG).
E-6192/2020
Seite 11
9.
9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
9.2
9.2.1 Der Vollzug der Wegweisung ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG).
9.2.2 Solange der Beschwerdeführer in Deutschland subsidiären Schutz
geniesst, besteht kein Anlass zur Annahme, es drohe ihm eine Verletzung
des in Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-
stellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) verankerten Grundsatzes der
Nichtrückschiebung. Dem steht auch nicht entgegen, dass Deutschland al-
lenfalls überprüfen wird, ob dem Beschwerdeführer aufgrund seiner zwi-
schenzeitlichen Rückkehr in den Heimatstaat der gewährte subsidiäre
Schutz zu widerrufen ist. Deutschland ist Signatarstaat der EMRK und des
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK,
SR 0.105). Zudem gibt es keine Anhaltspunkte, dass Deutschland seine
aus diesen Konventionen entstehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen
nicht einhalten würde. Namentlich ist festzuhalten, dass Deutschland an
die Richtlinie 2011/95/EU (Richtlinie des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von Dritt-
staatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf inter-
nationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für
Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu ge-
währenden Schutzes) gebunden ist. Es liegen zudem auch keine Anhalts-
punkte vor, dass der Beschwerdeführer bei der Rückkehr nach Deutsch-
land unter Missachtung von Art. 3 EMRK einer menschenunwürdigen oder
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Seite 12
erniedrigenden Behandlung ausgesetzt wäre. Es obliegt ihm, bei den zu-
ständigen Behörden seine Rechte geltend zu machen und nötigenfalls auf
dem Rechtsweg durchzusetzen.
9.3 Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 8 EMRK geltend
und beruft sich auf den Grundsatz des Schutzes der Einheit der Familie.
Eine solche Verletzung ergibt sich jedoch von vornherein nicht:
Zutreffend verweist das SEM nämlich darauf, dass der Beschwerdeführer
in Deutschland Begünstigter internationalen Schutzes ist. Deutschland ist
mithin grundsätzlich für die Prüfung des Asylgesuchs seiner Partnerin res-
pektive Ehefrau zuständig (Art. 9 Dublin-III-VO). Dies setzt jedoch voraus,
dass die betroffenen Familienmitglieder diesen Wunsch schriftlich kundtun
(vgl. Art. 9 letzter Halbsatz Dublin-III-VO). Eine Überstellung des Be-
schwerdeführers ohne seine Partnerin führt letztlich zu einer Trennung der
Eheleute, zumindest für die Dauer des Verfahrens der Ehefrau in der
Schweiz. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau können sich aber vor-
liegend bereits deshalb nicht auf Art. 8 EMRK berufen, weil ein allfälliger
Eingriff in den Schutzbereich der völkerrechtlichen Norm gerechtfertigt ist.
Den Eheleuten ist es nämlich nicht verwehrt, das Asylverfahren der Ehe-
frau im Mitgliedstaat Deutschland zu führen, der nach Art. 9 Dublin-III-VO
zuständig wäre. Eine entsprechende Zustimmung Deutschlands kann noch
bis 18. Dezember 2020 eingeholt werden, sofern der Beschwerdeführer
und seine Ehefrau schriftlich den Wunsch kundtun, dass Deutschland für
die Prüfung des Asylgesuchs der Beschwerdeführerin zuständig sein soll.
Sofern der Beschwerdeführer und seine Ehefrau ihre Zustimmung zu einer
ansonsten angezeigten Familienzusammenführung in Deutschland aus
freien Stücken verweigern, können sie sich aufgrund der dadurch entstan-
denen Situation nicht auf die Verletzung menschenrechtlich geschützter
Positionen berufen (vgl. Urteil E-6739/2018 vom 18. März 2020 E. 8.2 ff.;
vgl. auch FILZWIESER/SPRUNG a.a.O. Rz 6 zu Art. 9). Anzumerken ist in die-
sem Zusammenhang, dass es dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau
bereits zum Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz bewusst gewesen sein
musste, dass zumindest das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht in
der Schweiz geprüft werden kann, nachdem er bereits in Deutschland über
subsidiären Schutz verfügt. In Bezug auf die in der Schweiz lebenden an-
deren Familienangehörigen hat der Beschwerdeführer keine Beziehung
geltend gemacht, die unter den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen
könnte. Der Vollzug der Wegweisung ist mithin insgesamt zulässig.
E-6192/2020
Seite 13
9.4
9.4.1 Sodann kann der Vollzug der Wegweisung nach Art. 83 Abs. 4 AIG
für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat-
oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, all-
gemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind.
9.4.2 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG hat der Bundesrat Deutschland als
Staat bezeichnet, in welchen die Rückkehr in der Regel zumutbar ist (vgl.
Anhang 2 der Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung so-
wie der Landesverweisung von ausländischen Personen [VVWAL,
SR 142.281]). Es obliegt der betroffenen Person, diese Legalvermutung
umzustossen (vgl. Urteil des BVGer E-2613/2020 vom 28. Mai 2020 E. 8),
was ihm jedoch weder im vorinstanzlichen Verfahren noch im Beschwer-
deverfahren gelungen ist.
Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung die Zumutbarkeit des
Wegweisungsvollzugs mit zutreffender Begründung bejaht. Der Inhalt der
Beschwerde führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Insbesondere ist
zu bestätigen, dass auch in Berücksichtigung der vorliegenden Gesund-
heitsprobleme von einer angemessenen medizinischen Versorgung in
Deutschland auszugehen ist. Der Beschwerdeführer ist hinsichtlich allfälli-
ger Anliegen betreffend finanzielle oder anderweitige Unterstützung anzu-
weisen, sich an die in Deutschland zuständigen staatlichen Instanzen zu
wenden. Somit besteht auch in Nachachtung der diesbezüglichen gefes-
tigten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kein Anlass zur An-
nahme, er würde im Falle einer Rückführung nach Deutschland in eine
existenzielle Notlage geraten. Zudem stehen in genereller Hinsicht die me-
dizinischen Einrichtungen und fachärztlichen Kompetenzen in Deutschland
denjenigen in der Schweiz nicht nach. In Bezug auf die Ehefrau des Be-
schwerdeführers ist auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu
verweisen.
9.5 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich nach Art. 83 Abs. 2 AIG
möglich, da die deutschen Behörden einer Rückübernahme des Beschwer-
deführers ausdrücklich zugestimmt haben.
Dem steht auch die Corona-Pandemie nicht entgegen. Bei dieser handelt
es sich – wenn überhaupt – um ein temporäres Vollzugshindernis, wel-
chem im Rahmen der Vollzugsmodalitäten durch die kantonalen Behörden
Rechnung zu tragen ist, indem etwa der Zeitpunkt des Vollzugs der Situa-
tion in Deutschland angepasst wird (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen
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der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 14 E. 8d
und e sowie das Urteil des BVGer D-4796/2019 vom 27. April 2020 E. 8.9
m.w.H.).
9.6 Die Vorbringen gegen den Wegweisungsvollzug erweisen sich nach
dem Ausgeführten sowohl unter dem Aspekt der Zulässigkeit als auch der
Zumutbarkeit als unbegründet.
9.7 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu
Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der
vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
10.
Aufgrund des Ausgeführten ist festzuhalten, dass nicht festgestellt werden
kann, der angefochtene Entscheid habe sich unzureichend mit den Vor-
bringen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Die Rügen, das SEM
habe den Sachverhalt unvollständig erhoben und die Begründungspflicht
verletzt, gehen demnach fehl. Für eine Rückweisung an die Vorinstanz be-
steht keine Veranlassung.
11.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und auch sonst nicht zu
beanstanden ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
12.
12.1 Aufgrund obiger Erwägungen ist die eingereichte Beschwerde als von
vornherein aussichtslos zu erachten, weshalb das Gesuch um Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung unbesehen der geltend gemachten
Mittellosigkeit abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG).
12.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
12.3 Das mit der Beschwerde gestellte Begehren um Verzicht auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses ist mit dem vorliegenden Entscheid ge-
genstandslos geworden.
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