Decision ID: 4f41ee4f-bd22-5cad-94a3-722fdb76c6df
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Am 7. Juni 2013 ersuchte
X._
, geboren 1936, die Stadt
Y._
, Städtische Gesundheitsdienste (nachfolgend:
Stadt
Y._
), darum, die Prämienverbilligung für das Jahr 2014 gestützt auf die Steuerrechnung für das Jahr 2010 festzusetzen (Urk. 7/1). Die
Stadt
Y._
teilte
X._
am 28.
Juni 2013 mit, massgebend für die Berechnung des Verbilligungsanspruchs für 2014 seien die Daten gemäss Steuerrechnung 2011
(Urk. 7/3). An dieser Auffassung hielt die Stadt
Y._
mit Verfügung vom 9. August 2013 fest und wies das Gesuch von
X._
um Beurteilung des
Prämienverbilligungs
anspruchs
2014 aufgrund der Steuerfaktoren 2010 ab (Urk. 7/7). Die von
X._
dagegen erhobene Einsprache (Urk. 7/8) wies die Stadt
Y._
mit
Ein
spracheentscheid
vom 28. Ja
nuar 2014 ab (Urk. 2 = Urk.
7/11).
2.
X._
erhob am 30. Januar 2014 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
und beantragte sinngemäss, die Prämienverbilligung 2014 sei aufgrund der Steuerfaktoren 2010 zu berechnen (Urk. 1). Die Stadt
Y._
beantragte in der Beschwerdeantwort vom 6. März 2014 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akte
n
wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Der Einzelrichter

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
Die für den Anspruch auf Prämienverbillig
ung im Allgemeinen und die für deren Berechnung im Besonderen massgebenden rechtlichen und tatsächlichen Grundlagen hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid
zutreffend dargelegt (Urk. 2/1 S. 1 f. Ziff. 4-6). Darauf wird verwiesen.
3.
Strittig ist vorliegend allein
die
rechtliche Fragestellung, welche
Steuereinschät
zung
für
die Beurteilung des
Prämienverbilligungsanspruch
s
für das Jahr
2014 massgebend
ist
.
Die Beschwerdegegnerin vertritt den Standpunkt,
weder für die Vollzugsstelle noch für den Ansprecher bestehe die freie Wahl, welches Steuerjahr als
Beur
teilungsgrundlage
verwendet werde. Nicht massgebend sei auch, welche Steuerfaktoren zu einem für den Ansprecher günstigeren Resultat führten. Ent
scheidend sei nach dem klaren Gesetzeswortlaut allein der Zeitpunkt respektive das Datum der Steuerveranlagung. Die Anwendung der einschlägigen gesetzli
chen Bestimmungen führe vorliegend dazu, dass
für die Bemessung des Prämienverbilligung 2014 die Steuer
faktoren 2011 massgebend seien
(
Urk.
2
/1 S.
3 f. Ziff. 7 ff.
,
Urk.
6
).
Der Beschwerdeführer macht geltend,
für die Prämienverbilligung 2012 sei die Steuereinschätzung für das Jahr 2008 massgebend gewesen und für die Prämienverbilligung 2013 die Steuereinschätzung 2009. Analog zu diesem Vor
gehen müsse für die Prämienverbilligung 2014 auf das Steue
rjahr 2010
abge
stellt werden
. Anders zu verfahren
,
sei willkürlich. Es könne nicht sein, dass die Auszahlung der Prämienverbilligung durch eine langsamere oder schnellere Arbeitsweise der Steuerverwaltung beeinflusst werde,
zumal die
Steuererklärung stets fristgerecht eingereicht
worden sei.
Indem sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stelle, für die Prämienver
billigung
2014 seien die Steu
er
-
faktoren von 2011 massgebend, blieben die Steuerfaktoren des Jahres 2010 unbe
rücksichtigt. 2010 habe das Steuereinkommen
Fr.
41‘200.-- betragen, 2012 hin
gegen
Fr.
47‘100.--. Mit dem höheren Einkommen erhalte er keine Prämien
-
ver
billigung
mehr. Da auch 2013
von einem
höheren
Einkommen
auszugehen sei
, könne er
überdies
auch keine Neubeurteilung verlangen
(Urk. 1 S. 1 f.).
4.
Die
für die Bemessung des Anspruchs auf Prämienverbilligung massgebenden
wirtschaftlichen Verhältnisse bestimmen sich
gemäss §
9
Abs.
2 des Einfüh
rungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (EG KVG)
nach dem steuerbaren Gesamteinkommen und
dem
steuerbaren Gesamtvermögen gemäss der am Stichtag im Kanton vorliegenden jüngsten Steuereinschätzung. Einschätzungen für Steuerperioden, die mehr als vier Jahre hinter dem Auszahlungsjahr zurück
liegen, werden nicht berücksichtigt.
Diese Gesetzesbestimmung ist auf alle Per
sonen gleichermassen anwendbar, für
die
ein Anspruch auf Prämienverbilligung zu prüfen ist. Für die Prüfung massgebend ist der
1. April des dem
Auszah
lungsjahr
vorangehenden Jahres
(§
9
Abs.
1 EG KVG
)
.
Je nach dem welches Steuereinschätzung am massgebenden Stichtag die jeweils jüngste ist, können
gemäss der zitierten Gesetzesbestimmung
die Steuerfaktoren
eines früheren oder eines späteren
Jahr
es Berücksichtigung finden, je nach dem, für welches Jahr bezogen auf den Stichtag bereits eine Steuereinschätzung vor
liegt.
Dies führt indessen nicht zu einer Ungleichbehandlung, denn dieser
Effekt
kann alle Ansprecher gleichermassen betreffen
.
Eine Ungleichbehandlung ent
stünde nur unter der Annahme, die Steuerbehörde beschleunige oder verzögere Einschätzungsentscheide bewusst zum Vor- oder Nachteil eines Ansprechers. Anhaltspunkte hierfür liegen indessen nicht vor.
Dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf Prämien
verbilligung im Jahr 2014 nicht entsprechend den gesetzlichen Vorga
ben geprüft hat, rügt der Beschwerdeführer
im Übrigen
zu Recht nicht.
Vielmehr ist er der Auffassung, die gesetzlichen Vorgaben führten bei ihm zu einem für ihn ungünstigen Ergebnis.
Die gesetzlichen Vorgaben
sind
aber
zwingender Natur. Somit
besteht
weder für die Vollzugstelle noch für die betroffene Person eine Wahl, welches Steuerjahr als Beurteilungsgrundlage herangezogen
wird
.
Im Sinne der Rechtsgleichheit kommt der rechtsanwendenden Behörde zudem nicht das Ermessen zu, im Einzelfall von der für den Ansprecher günstigeren Variante auszugehen.
Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin das zur vorliegend strittigen Frage Nötige festgehalten (Urk. 2/1 S. 3 f.
Ziff.
7 ff.). Auf diese Ausführungen ist zu verweisen und es ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Prämienverbilligung im Jahr 2014 zu Recht nicht gestützt auf die
Steuer
faktoren
2010 beurteilt hat. Dies hat die Abweisung der Beschwerde zur Folge.