Decision ID: b197fcef-ede4-4bb9-8dfe-1363c8d30a8f
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1.
X._
,
geboren
1951
, ist Inhaber
eines Betriebes für
Reparatur
service
für
Container
und
schloss als solcher am 27. September 2013
bei der
Schweizerische
n
Unfallversicherungsanstalt (Suva)
eine freiwillige
Unter
-
nehmer
versicherung
nach Art. 4
f. des Bundesgesetzes über die Unfallver
sicherung (UVG) mit einer Jahresprämie von Fr. 3‘659.80
mit Wirkung ab dem 27. Sep
tember 2013 ab
.
Für die Zeit ab
dem 27. September 2013
wurde eine
jähr
lich
e
und
für die Zeit ab dem
1. Januar 2014
eine
vierteljährlich
e Prämien
zahlung
vereinbart (
Urk.
6/
2
).
Die Suva sandte dem Versicherten in der Folge am 2. Ok
to
ber 2013 die Prämienrechnung im Betrag von Fr. 955.50 für die Zeit vom 27. September bis 31. Dezember 2013 (Urk. 6/1)
und am
5. No
vember 2013
jene für die erste Rate der Prämie
des Jahres 2014 im Betrag von Fr. 932.30 (Urk. 6/5). Mit Schreiben vom 5. und 19. Dezember 2013 mahnte die Suva die Prämie
des Jahres 2013
(
Urk.
6/6-7) und mit Schrei
ben vom 5. und 19. Februar 2014 die erste Rate der Prämie 2014 (Urk. 6/8-9).
Mit Schreiben vom 5. März 2014 mahnte die Suva die erste Rate 2014 erneut und drohte
dem Versicherten
die Einstellung des Versicherungsschutzes nach Ablauf von 5 Tage
n
an (Urk. 6/11).
Der Versicherte bezahlte die
erste Rate 2014 mit Eingang bei der Suva am
14. März 2014
(Urk. 2 S.
1
f., Urk. 5 S. 3
).
Nach der Rechnungsstellung vom 4. März 2014 (Urk. 6/10) wurde auch die zweite Rate der Prämie 2014 im Betrag von
Fr. 932.--
zweimal gemahnt (Schreiben vom 6. und
20.
Mai 2014, Urk. 6/12-13). Am 6. Juni 2014 wurde dem Versicherten die Rechnung für die dritte Rate der Prämie 2014 im Betrag von Fr. 932.
--
zugesandt (Urk. 6/14).
1.2
Mit Schreiben vom 20. Juni 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie ihn ohne vollständige Prämienzahlung der
zweiten
Rate der Prämie
2014
,
fällig
am 1. April 2014,
bis zum 30.
Juni 2014 aus der Versicherung ausschliesse und der Versicherungs
schutz damit aufgehoben wäre (Urk. 6/16).
Mit Verfügung vom 14. Juli 2014 schloss die Suva
X._
von
der freiwilligen UVG-Ve
rsicherung per 30. Juni 2014 aus
und stellte
einen fälligen offenen Rech
nungsbetrag von Fr. 897.50 fest (
Urk.
6/18). Dagegen erhob
X._
mit Schreiben vom 19.
August 2014 Einsprache (Urk. 6/19
/1
), welche die Suva mit
Einsprache
ent
scheid
vom 31. Oktober 2014 abwies (
Urk.
2).
2.
Mit Eingabe vom 28. November 2014 erhob
X._
gegen den
Ein
spracheentscheid
vom 31. Oktober 2014 Beschwerde und beantragte sinn
ge
mäss, dieser sei
zu überprüfen und aufzuheben (Urk.
1
).
Die
Beschwerdegeg
ne
rin
schloss in der Beschwerdeantwort vom 26. Januar 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 2 S. 2).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
I
n der Schweiz wohnhafte
Selbst
ändigerwerbende
und ihre nicht obligatorisch versicherten mitarbeitenden Familienglieder können sich
gemäss
Art. 4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
freiwillig versichern. Nach Art. 5
Abs.
1 UVG gelten die Bestimmungen über die obligatorische Versi
cherung
sinngemäss
für die freiwillige Ver
sicherung. Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften über die freiwillige Versicherung. Er ordnet namentlich den Beitritt, den Rücktritt und den Ausschluss sowie die Prämienbemessung (Art. 5
Abs.
2 UVG).
1.2
Gemäss
Art. 137
Abs.
4 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
kann der Versicherer den Versicherten, der trotz schriftlicher Mahnung die Prämie nicht bezahlt oder bei Abschluss des Vertrages oder über einen Unfall unwahre Angaben macht, von der Versicherung
ausschliessen
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
der Beschwerdeführer
sei mehrfach
über die Zahlungsfristen
und
über die Rechtsfolgen bei Verletzung der Zahlungsfrist informiert sowie mehr
fach gemahnt worden. Von einem selbständigen Unternehmer könne man erwarten, dass er die eingehende Post auch bei längerer Abwesenheit bearbeiten lasse und den ihm bekannten Zahlungspflichten nachkomme. Die Behaup
tun
gen eines langen Auslandaufenthaltes sowie der Hinweis auf die Hinter
legung der Post seien daher nicht geeignet, die Nichteinhaltung der Zahlungs
fristen zu entschuldigen.
Der Ausschluss von der Versicherungsdeckung sei daher nicht zu beanstanden (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, er sei mit dem
Einspracheentscheid
nicht einverstanden. Er habe ein Rückflugticket beigelegt und er habe mit der Beschwerdegegnerin ein Telefonat darüber geführt, dass er Ratenzahlungen machen könne. Der Entscheid sei daher zu überprüfen (
Urk.
1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Ausschluss des Beschwerdeführers aus der frei
willigen Unternehmer
versicherung nach UVG per Ende Juni 2014 zu Recht erfolgte.
3.
3.1
Es ist ausgewiesen und unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin den Be
schwer
de
führer für die
2.
Rate der Prämie für das Jahr 2014
im Betrag von Fr. 932.--
, welche unstrittig bereits am 1. April 2014 fällig gewesen war (Urk. 6/2
, Urk. 6/5, Urk. 6/10
),
nach der Rech
nungsstellung vom 4. März 2014 (Urk. 6/10) zweimal, und zwar mit Schreiben vom 6. und 20. Mai 2014
(Urk.
6/12-13
),
gemahnt hat
. Nicht strittig ist auch, dass
er diesen
Betrag auch
innert der letztmals mit Schreiben vom 20. Juni 2014 gewährten Zahlungsfrist bis zum 30. Juni 2014 (
Urk.
6/16) dennoch nicht bezahlt hat.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
in Anwendung von Art. 137 Abs.
4 UVV von ihrem Recht, den Beschwerdeführer von der Versicherung aus
zu
schliessen,
mit Ver
fügung vom 14. Juli 2014 (Urk. 6/18)
Gebrauch gemacht hat.
Dies gilt umso mehr als die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer in der Mahnung vom 20. Mai 2014 auf die Aufhebung des Versicherungsschutzes (Urk. 6/13) und im Schreiben vom 20. Juni 2014 (
Urk.
6/16) zusätzlich auf die Folgen des Zahlungsverzugs nach Art. 137
Abs.
4 UVV sowie den dauerhaften Versicherungsausschluss hingewiesen hat.
3.2
Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag an diesem Ergebnis
nichts zu ändern.
Eine längere Auslandreise und das Hinterlegen der Post in dieser Zeit rechtfertigen nicht,
im Voraus fällige und bekannte Prämien
schulden nicht zu begleichen.
Der Beschwerdeführer hat nicht angegeben, ab wann er im Ausland war. Jedoch
hat er die erste Rate 2014 mit Eingang bei der Suva am 14. März 2014 bezahlt, weshalb darauf zu schliessen ist, dass er bei Erhalt der Rechnung
vom
4.
März 2014 für die zweite Rate der Prämie 2014 (
Urk.
6/10) noch nicht im Ausland weilte. Auch hatte er
aufgrund des Inkassos der Prämie 2013 und der ersten Rate der Prämie 2014 (
Urk.
6/1, Urk. 6/5-9, Urk. 6/11) Kenntnis vom
Ablauf des Mahnverfahrens.
Der rechtzeitigen Begleichung der
2. Rate der
Prämienschuld
stand somit nichts entgegen.
I
m
Übrigen
hat der Beschwerdeführer nicht angegeben, ab wann er
sich im Aus
land aufgehalten hat
. Die
von ihm im Verwaltungsverfahren
mit seiner Ein
sprache
zu den Akten gegebenen
Boardingpässe
betreffend die Flüge von
Y._
nach
Z._
vom
21.
Juli und von
Z._
nach
A._
am 2
2.
Juli (Urk. 6/19)
sagen dazu nichts aus und
enthalten
auch
kein
Angabe zum
betref
fenden
Jahr
.
Nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdeführer sodann aus seinem Vor
bringen ableiten, er habe mit der Beschwerdegegnerin ein Telefonat geführt und dabei die Erklärung erhalten, dass er die Schuld mit Ratenzahlungen begleichen könne. Zum einen war die Tilgung der Jahresprämie 2014 bereits mit vier Raten vereinbart worden. Zum anderen ist über dieses Telefonat nichts Weiteres be
kannt. Weder den Ausführungen des Beschwerdeführers noch den Akten ist etwas über das Datum oder den genauen Inhalt dieses Telefonates zu ent
neh
men.
Eine
über die mit Schreiben vom 20. Juni 2014 gewährte Zah
lungsfrist bis zum 30. Juni 2014 (
Urk.
6/16) hinaus dauernde Stundung der Schuld durch die Beschwerdegegnerin ist daher weder ausreic
hend substantiiert noch belegt.
3.3
Nach dem Gesagten ist der Ausschluss des Beschwerdeführers aus der frei
willi
gen Unternehmer
versicherung nach UVG per Ende Juni 2014 nicht zu bean
standen und der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 31. Oktober 2014 rechtens (
Urk.
2). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.