Decision ID: 0caf7070-21da-59b1-974e-70072ce375eb
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge den Sudan am (...) verliess und am (...) illegal in die Schweiz gelangte, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,
dass am 7. Januar 2008 im B._ die summarische Befragung und am 4. Februar 2008 die Direktanhörung zu den Asylgründen durch das BFM erfolgte,
dass für den Inhalt der asylbegründenden Aussagen des  auf die Akten verwiesen wird,
dass der Beschwerdeführer am 22. August 2008 (Eingangsstempel BFM) verschiedene Dokumente aus dem Sudan (unter anderem den Mitgliederausweis einer Organisation) einreichte,
dass am 12. Januar 2009 ein von LINGUA (BFM-Fachstelle für ) beauftragter externer Experte beim  einen (telefonischen) Sprach- und Herkunftstest durchführte,
dass das BFM mit Verfügung vom 4. Februar 2009 - eröffnet am 5. Februar 2009 - feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die  nicht, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz anordnete,
dass das Bundesamt gleichzeitig den Beschwerdeführer zufolge  des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufnahm,
dass der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin mit  vom 5. März 2009 (Poststempel) die Aufhebung der  1 bis 3 des Dispositivs (Asyl und Wegweisung) dieser  Verfügung und die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft ,
dass er in prozessualer Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um Gewährung der unentgeltlichen  ersucht,
dass er zur Stützung seiner Vorbringen Kopien eines bereits im  Verfahren zu den Akten gereichten sudanesischen Aus-
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weises und einer Länderauskunft der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 28. September 2005 zur Situation im Sudan einreichte,
dass die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 17. März 2009 ihre Kostennote einreichte,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend , um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass im Asylverfahren der Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen festzustellen ist (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG) und diese behördli-
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che Untersuchungspflicht durch die den Asylsuchenden gestützt auf Art. 8 AsylG auferlegte Mitwirkungspflicht eingeschränkt wird, wobei sie insbesondere bei der Anhörung vollständig anzugeben haben, weshalb sie um Asyl nachsuchen (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG),
dass die Asylsuchenden auch einen Anspruch auf Mitwirkung haben, was sich unmittelbar aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]; Art. 29 ff. VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG) ergibt,
dass eine Konkretisierung des Anspruchs auf rechtliches Gehör unter anderem die Pflicht der Behörde bildet, die ihr angebotenen  abzunehmen, wenn diese zur Abklärung des Sachverhaltes tauglich erscheinen (Art. 33 VwVG; vgl. dazu BGE 124 I 241 E. 2, BGE 117 Ia 262 E. 4b; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-7621/2006 vom 27. Juli 2007 E. 10.1 S. 8 und E. 11.1.3 S. 10),
dass vorliegend der Beschwerdeführer am 22. August 2008 ( BFM) bei der Vorinstanz nebst einer Kopie seines Ausweises für Asylsuchende verschiedene fremdsprachige Dokumente (...) aus dem Sudan einreichen liess,
dass sich weder aus der angefochtenen Verfügung des BFM vom 4. Februar 2009 noch aus den weiteren Akten - der Eingang vom 22. August 2008 ist im Aktenverzeichnis nicht aufgeführt - Hinweise dafür ergeben, die vom Beschwerdeführer eingereichten, zur  des Sachverhalts nicht von vornherein untauglichen Dokumente seien vom BFM nach der amtsinternen Übersetzung abgenommen und bei seiner Entscheidfindung mitberücksichtigt worden,
dass das BFM somit durch die unterlassene Abnahme der zur  der Vorbringen eingereichten Beweismittel den Sachverhalt  festgestellt und das rechtliche Gehör des  verletzt hat,
dass zwar eine Missachtung von Verfahrensvorschriften durch das BFM aufgrund der umfassenden Kognition des  (vgl. Art. 106 AsylG) in bestimmten Schranken geheilt werden kann,
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dass indessen vorliegend das BFM den Anspruch des  auf rechtliches Gehör in schwerwiegender Weise verletzt hat, weshalb eine Heilung nicht in Betracht kommt und die angefochtene Verfügung zu kassieren ist,
dass die Beschwerde demnach im Sinne der Erwägungen , die angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2009 aufzuheben und die Sache zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts ( der Dokumente) und zur anschliessenden Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten  sind (Art. 63 Abs. 3 VwVG), womit das Gesuch um  der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos wird,
dass dem vertretenen Beschwerdeführer zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen und  hohen Kosten zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass der in der Kostennote vom 17. März 2009 ausgewiesene  von total 6 Stunden und 15 Minuten zu einem Stundenansatz von Fr. 150.− dem vorliegenden, nicht übermassig komplexen oder umfangreichen Verfahren nicht als vollumfänglich angemessen  notwendig im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG erscheint, zumal für das Einreichen der Kostennote keine Parteientschädigung zu  ist, da die Rechnungsstellung eine Sekretariatsarbeit darstellt, die bereits im Kostenansatz enthalten ist,
dass unter Berücksichtigung der massgebenden Bemessungsfaktoren (Art. 9 - 13 VGKE) und der Entschädigungspraxis in Vergleichsfällen der zeitliche Vertretungsaufwand für das Beschwerdeverfahren auf  5 Stunden festzusetzen ist,
dass dem Beschwerdeführer somit eine insgesamt auf Fr. 806.50 (inkl. Auslagen im Betrag von Fr. 56.50) festzusetzende, von der Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 10 und Art. 14 Abs. 2 VGKE).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: