Decision ID: c8327f17-ef0a-5270-9af6-0e6b55b5f185
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1983 geborene
X._
absolvierte
eine Ausbildung zur Elektro
mon
teurin und
arbeitete
zuletzt
vom
1.
Dezember 2006 bis 3
0.
Juni 2011 als Schalt
anlagenmonteurin bei der
Y._
AG (
Urk.
7/6,
7/48/
14).
Seit August 2009
ist
die Versicherte aufgrund einer Depression
, dauernder Kopf
schmerz
en
, Schwindel und Übelkeit
ganz oder
teil
we
ise arbeitsunfähig (
Urk.
7/1/
7,
7/10/
4).
Am 2
5.
November 2009 meldete
sie
sich bei der Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1). Die IV-Stelle nahm
erwerbliche (
Urk.
7/6, 7
) und medizinische (
Urk.
7/10, 12) Abklärungen vor. In d
er Folge liess sie die Versicherte
von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychia
trie
und Psychotherapie
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) am
8.
März 2010 psychiatrisch untersuchen (Bericht vom 1
8.
Mai 2010,
Urk.
7/23). Danach holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein (
Urk.
7/25 ff., 31
, 34, 36 f.
). Ferner zog sie das von der SWICA Gesundheitsorganisation
der Abteilung Tag
gel
d
in Auftrag
gegebene
psychiatrische
Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychia
trie
und Psychotherapie,
vom
7.
Juli 2010 bei (
Urk.
7/33).
Nachdem die Versi
cher
te im Januar 2011 eine Toch
ter geboren hatte (
Urk.
7/
37
/
5
), wurde sie
am 1
3.
Mai 2011
ein zweites Mal vom
RAD
psychiat
risch
untersucht
(Bericht vom 1
7.
Mai 2011,
Urk.
7/43). Aufgrund dieser Un
tersuchung
holte die IV-Stelle
beim behandelnden Psychologen ein
en
Bericht ein (
Urk.
7/45
=
46
) und
gab
bei
Dr.
phil.
B._
, Fachpsychologe für Neuropsy
chologie FSP
,
ein neuropsy
cho
logi
sches Gutachten
in Auftrag, welches am 2
8.
Juni 2011 erstattet wurde
(
Urk.
7/48). Weiter liess
sie
eine Abklärung bei der Versicherten zu Hause durch
führen (Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfä
higkeit in Beruf und Haushalt, Bericht vom 2
0.
September 2011,
Urk.
7/52). Mit Vorbescheid vom 1
9.
Oktober 2011
(
Urk.
7/55) stellte die IV-Stelle der Versi
cherten
die Ausrichtung einer
be
fristeten
halben Invalidenrente
vom 1. August 2010 bis 31. Mai 2011
aufgrund
eines Invaliditätsgrades von 57
%
in Aussicht.
Ab dem
1.
Juni 2011 sei
auf
grund
einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit
und
einer
Tätigkeit
im Aufgabenbereich
im Um
fang von 50 %
bei einem Invaliditätsgrad von 15
%
kein Rentenanspruch mehr gegeben.
Auf
Verlangen
der IV-Stelle
(
Urk.
7/63)
reichte
der die Versicherte behandelnde Psychiater
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
the
rapie
,
s
einen Bericht vom 1
8.
November 2011 ein (
Urk.
7/67 = 68
).
Mit Verfü
gung vom 1
2.
März 2012 hielt die IV-Stelle an ihrem Entscheid fest und sprach der Versicherten eine befristete halbe Invalid
en
rente vom
1.
August 2010 bis 3
1.
Mai 2011 zu (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess die Versicherte am 2
0.
April 2012 Beschwerde erheben (
Urk.
1). Sie lie
ss beantragen, es sei ihr für die Zeit von August 2010 bis Mai 2011 eine
ganze und ab Juni 2011 eine halbe Invalidenrente auszurichten.
Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1
6.
Mai 2012 auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.
2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken.
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (
lit
. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind (
lit
. b) und nach Ablauf dieses Jahres mindestens 40 Prozent in
va
lid sind (
lit
. c). Der Rentenanspruch entsteht jedoch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs.
1 IVG).
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von min
destens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem
Invaliditäts
grad
von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem
In
validitätsgrad
von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente.
1.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind wird für diesen Teil
die Inva
lidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Auf
ga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der
An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der
Invalidi
täts
grad
ist
ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3
IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.
5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Re
duktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wo
bei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Be
fristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt
sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder
des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
2.
2.1
Anlässlich des Abklärungsberichts der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom 2
0.
September 2011 (
Urk.
7/52) stellte die Abklärungsperson
eine
Einschränkung im Haushalt von 1
7
,
45
%
fest.
Ferner ging die IV-Stelle von
einer ausserhäuslichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin von 50
%
aus. Bei
des ist nicht bestritten, sondern ausdrücklich anerkannt
(
Urk.
1 S. 3).
2.2
In erwerblicher Hinsicht ging die IV-Stelle
in der Verfügung vom 12. März 2012
aufgrund der vorhandenen ärztlichen Berichte und der Einschätzung des RAD da
von aus (
Urk.
2), dass die Beschwerdeführerin seit August 2009 in ihrer Ar
beits
fähigkeit erheblich eingeschränkt sei. Nach Ablauf der Wartezeit im August 2010
sei ihr eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 50
%
zumutbar. Die Ab
klä
rung
en hätten ergeben, dass sie nach der Geburt ihrer Tochter und nach dem
Mutterschaftsurlaub ab Juni 2011 ohne Gesundheitsschaden ihrer angestamm
ten
Tätigkeit in einem 50%-Pensum nachgehen würde und die restlichen 50
%
in den
Aufgabenbereich fallen würden. Aus den beiden Bereichen ergebe sich ein
Inva
liditätsgrad
von insgesamt 15
%
, womit ab Juni 2011 kein Rentenan
spruch mehr
bestehe.
Die Beschwerdeführerin bestritt die Einschätzung des RAD und der IV-Stelle, es sei ihr eine angepasste 50%ige Arbeitstätigkeit zumutbar (
Urk.
1 S.
2 f.). Ihrer Mei
nung nach sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit aus
zugehen.
3.
3.
1
Die verschiedenen involvierten
Medizinalpersonen
äusserten sich bezüglich des
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wie folg
t
:
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
diagnostizierte in
seinem
Bericht vom 1
3.
Januar 2010 (
Urk.
7/12)
mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit
eine mittel- bis
schwergradige
depressive Episode mit somati
schem Syn
drom
und attestierte der Beschwerdeführerin eine seit dem 1
2.
Oktober 2009 in ihrer angestammten Tätigkeit bestehende 100%ige Arbeits
unfähigkeit.
Dr.
Z._
vom RAD, welcher die Beschwerdeführerin zur
Plausibilisierung der
Beurteilung
der
Arbeitsfähigkeit zu einer psychiatrischen Untersuchung aufge
b
oten
hat
te
,
schloss sich
in seinem Bericht vom 1
8.
Mai 2010 (
Urk.
7/23)
der Be
urteilung von
Dr.
D._
für den Sommer/Herbst 2009
an
.
Im Zeitpunkt der Unter
suchung
sei
davon abweichend
von einem leichten Schweregrad auszuge
hen
.
Es sei
eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit vom 1
0.
August 2009 und
eine sol
che
von
50
%
vom 2
5.
September bis 1
2.
Oktober 2009, sowie von 100
%
vom 1
2.
Okto
ber
2009 bis zum
8.
März 2010 in bisheriger und angepasster Tätigkeit überwie
gend plausibel ausgewiesen.
Ab dem 1
5.
März 2010 bescheinigte er der Be
schwer
deführerin in einer angepassten Tätigkeit eine
50%ige Arbeits
f
ä
h
igkeit.
Im Verlauf der nächsten Monate sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit als Elektromonteurin überwiegend wahrscheinlich.
Im Gegensatz dazu erhob
Dr.
A._
in seinem
im Auftrag der SWICA er
stellten
Gutachten
vom
7.
Juli 2010 (
Urk.
7/33)
zusätzlich zur leicht- bis mittel
gradig ausgeprägten depressiven Episode
einen Verdacht auf eine emotional in
sta
bile Persönlichkeitsstörung vom
Bo
r
derline
-Typus (ICD-10: F60.31)
und be
schei
nigte der Beschwerdeführerin we
der in der angestammten noch einer ver
gleich
baren Tätigkeit eine verwertbare Arbeitsfähigkeit
.
Diese
r
Beurteilung
schloss
sich
lic
.
phil.
E._
,
Psychologin
im SWICA Gesundheitszentrum in ihrem Bericht vom 2
7.
Dezember 2010 (
Urk.
7/36)
im Wesentlichen an
.
A
nlässlich
seiner
Verlaufsuntersuchung vom 1
7.
Mai 2011 (
Urk.
7/43)
äusserte
Dr.
Z._
vom RAD
als Diagnose
eine mittelgradig
e
depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11)
und wies darauf hin, dass vor der ab
schliessenden Diskussion und Beurteilung
„
ein aktueller Arztbericht
von Dr.
F._
einzuholen
"
und eine neuropsychologische Testung durchzuführen sei
.
F._
, Psychologe FH schloss sich im daraufhin eingeholten Bericht vom 2
0.
Mai 2011 (
Urk.
7/45 f.) der Beurteilung
der Arbeitsunfähigkeit durch
Dr.
A._
ebenfalls
an.
Im veranlassten neuropsychologischen Gutachten vom 2
8.
Juni 2011 (
Urk.
7/48) erhob
Dr.
B._
eine sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstö
rung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10: F07.8) sowie eine Lese- und Rechtschreibstörung (ICD-10: F81.0) und attestierte der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigke
it
und
im Auf
gaben
bereich eine Arbeitsfähigkeit von über 80
%
.
Nach Eingang dieser Berichte
(
Urk.
7/45 = 46, 48)
schloss sich
Dr.
Z._
laut
Feststellungsblatt
am 11. Juli
2011 (
Urk.
7/54
/
9)
was die Diagnosen be
trifft, der
Beurteilung von
Dr.
A._
,
lic
.
phil
E._
und
F._
an, indem er
ein
en
Verdacht auf eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F.60.3)
und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mit
telgradige Epi
sode (ICD-10: F33.1) attestierte
.
A
nders beurteilte er
jedoch
die Arbeits
fähig
keit der Beschwerdeführerin, indem er festhielt
, dass
ihr
ab dem 1
5.
März 2010 unter dem spezifischen Krankheitsmodell der Invalidenversiche
rung eine medi
zi
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 50
%
für jedwede Tä
tigkeit mit
einem
von ihm
umschriebenen
Belastungsprofil
zugemutet werden könne
.
Allerdings sei
die
wirtschaftliche Verwertbarkeit dieser medizinisch-theoretischen Ar
beits
fähig
keit gegenwärtig aus sozial-medizinischer Sicht nicht gegeben, je
do
ch im weite
ren Verlauf möglich.
Schliesslich empfahl er die „
W
iedervorlage in 18 Monaten".
In Abweichung zu den schon vorhanden Berichten
nannte schliesslich
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 1
8.
November 2011 (
Urk.
7/67
=
7/
68
) neu neben der schon bekann
ten Diagnose einer mindestens mittelgradig depressiven Episode
(ICD-10: F32.1) ein
A
spergersyndrom
(ICD-10: F84.5) respektive
als Differen
tial
diagnose infolge Sprach
entwicklungsretardierung in der Anamnese ein
en
atyp
i
schen
Autismus (ICD-10: F84.1). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielt er fest, dass
die Beschwerdeführerin aktuell in ihrer angestammten Tätigkeit
zu
100
%
arbeits
unfähig sei (
Urk.
7/67
=
7/
68
in Verbindung mit
Urk.
3), in einer
behinderungs
angepassten
und geschütz
ten Tätigkeit, welche auf die Besonderheiten des
As
per
gersyndroms
Rücksicht nehme, betrage die Arbeitsfähigkeit etwa 50
%
.
3.2
3.2.1
In diagnostischer Hinsicht sind sich die invo
lvierten Ärzte und
Psychologen
Dr.
D._
,
Dr.
Z._
,
Dr.
A._
,
F._
und
Dr.
C._
weitgehend darin einig,
dass die Beschwerdeführerin an einer De
pression leide
t
, wobei über die Ausprä
gung derselben
verschiedene Ansichten bestehen
. Eine Divergenz hinsichtlich der
Diagnosen besteht hingegen darin, dass
Dr.
A._
,
lic
. phil.
E._
,
F._
und
Dr.
Z._
d
en Ver
dacht auf eine emotional instabile
Persön
lich
keitsstörung
vom
Bo
r
derline
-Typus (ICD-10: F60.31)
äusser
ten
(vgl.
Urk.
7/33/8),
während
Dr.
C._
zusätzlich
einen Verdacht auf ein
Asper
ger
syndrom
(ICD-10: F84.5), differentialdiagnostisch
auf
ein
en
a
typi
sche
n
Autis
mus (ICD-10: F84.1)
nannte
(
Urk.
7/67
= 68
).
Diese Krankheiten
sind
oder wären zweifellos d
azu ge
eig
net, einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit
der Versicherten aus
zuüben
.
Ob
eine
dieser Diagnosen
gegeben ist und welche
, lässt sich
aufgrund
der
vorliegenden Akten
ebenso wenig
beantworten, wie die Frage nach deren all
fälli
ge
m
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin.
3.2.2
Uneinig sind sich die medizinischen Experten
auch bezüglich der Auswirkung der
Beschwerde
n
auf die Arbeitsfähigkeit.
Die behandelnden Ärzte und
Fachper
sonen
sowie
Dr.
A._
gingen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus.
Dr.
C._
(
Urk.
7/67
= 68
) und
Dr.
Z._
(
Urk.
7/54/9) attestierten dage
gen ein
e
50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.
Die angefochtene Verfügung vom 12. März 2012 ist indessen ohnehin aufzu
he
ben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, welche ein psy
chiatrisches Gutachten einzuholen haben wird. Dieses wird zunächst die Unsi
cher
heiten in Bezug auf die Diagnosen zu beseitigen haben. Alsdann wird es sich
- nach der möglichst präzisen Klassifizierung der Leiden der Versicherten - ebenfalls so genau wie möglich über deren Arbeitsfähigkeit in der ange
stamm
ten und allenfalls in einer leidensangepassten Tätigkeit zu äussern haben
.
Dabei wird zu berücksichtigen sein, dass die Beschwerdeführerin beabsichtigte, nach der Geburt ihrer Tochter noch zu 50 % arbeitstätig zu sein. Dies erfordert klare
Angaben der begutachtenden Person dazu, ob sich die erhobene Arbeits
fähig
keit
auf ein volles Pensum oder auf eine Teilzeittätigkeit bezieht. Die Beschwerde ist somit im vorgenannten Sinn gutzuheissen.
4
.
Abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren um die Be
willi
gung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor
dem kantonalen Gericht kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück
weisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (Urteil des
Bundesgerichts
U 199/02
vom 10. Februar
2004
E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S.
28 E. 3). Die Kosten sind auf Fr. 600.-- anzusetzen und ent
sprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
.
Ferner hat
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine
Prozessent
schädi
gung
.
Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsa
che, der Schwie
rigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsrecht,
GSVGer
). Vor
liegend erscheint nach diesen Kriterien eine Prozessentschädigung von Fr.
1
‘
9
00
.-- (inkl. Mehrwert
steuer und Barauslagen) als angemessen.