Decision ID: 8a9cb391-90e7-49ff-a9b2-e6250c36b33f
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969,
ist Mutter dreier Kinder mit den Jahrgängen 1993,
1994 und 199
5.
Sie war
von 1990
bis
Januar
1999
(Urk. 7/1-3)
in einem
Voll
zeitpensum
als
Betriebs
mitarbeiterin
im
Kranken
heim
Z._
tätig
. Danach be
zog sie Arbeitslosenentschädigung
und seit dem Jahr 200
1
ist sie
Haus
frau. Am
1
0.
November 2013 meldete sie sich wegen
seit dem Jahr 2001 beste
hender
Rücken
-
, Fuss
-
, Knie
-
und Schulter
beschwerden
bei der Eidgenössi
schen Inva
li
denversicherung zur beruflichen Integration und zum Rentenbezug an (
Urk.
7/3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor (
Urk.
7/7,
Urk.
7/10), ins
besondere fand am 1
4.
Juli 2014 eine Haushaltsabklärung statt (
Urk.
7/12).
Mit Vorbescheid vom
4.
August 2014 wurde der Versicherten die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht gestellt, da sie
als im Haushalt tätig zu qualifizie
ren und
in der
Haushaltsführung nur zu 21
%
eingeschränkt sei (
Urk.
7/14). Die Versicherte liess
am 2
7.
August 2014 Einwand erheben (
Urk.
7/15) und am 3
0.
Oktober 2014
innert
erstreckter Frist
begründen (
Urk.
7/22).
Mit Verfügung vom 2
6.
Novem
ber 2014 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vorbescheids (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Bischoff, am
9.
Januar 201
4 (richtig 2015)
Beschwerde erheben. Sie beantragte, die ange
fochtene Ver
fügung sei aufzuheben und die Sache
sei
zur Neubeurteilung des Invaliditätsgrads an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zudem stellte sie
ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und um Bestellung eines unent
gelt
lichen Rechts
vertreters
(
Urk.
1). Mit Eingabe vom
9.
Februar 2015 zog sie das
Gesuch um un
entgeltliche Prozessführung und Rechtsver
tretu
ng zurück (
Urk.
5). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
2.
Februar 2015 auf Ab
wei
sung der Beschwerde
(
Urk.
6)
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
I
m Rahmen einer Prüfung des Rentenanspruches stellt sich unter dem Gesichts
punkt
von
Art.
28a
Abs.
3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(
IVG
)
in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(
ATSG
)
die Frage nach der an
wend
ba
ren
Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je
zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (
Ein
kommens
vergleich
, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prü
fung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Aus
mass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im
Gesundheits
fall
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, er
werbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst
wirklichkeitsge
rechte
Bemessung des
In
validitätsgrades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hin
wei
sen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV)
sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse eben
so
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter
,
die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönli
chen Nei
gung
en und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
mess
ungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willensent
schei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die
Frage,
in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Beein
träch
tigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsa
chen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusse
r
en
Indizien erschlossen werden.
1.
2
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von
Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu be
rücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Per
son verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen
sowie
den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächti
gung
en und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu
berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht auf
zu
zeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und an
gemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Über
einstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies
zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE
129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 be
treffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilf
losigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im
Abklärungs
bericht
enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil
des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hin
wei
sen
).
2.
2.1
Die IV-Stelle ging in ihrer Verfügung vom 2
6.
November 2014 davon aus, dass die Versicherte im Gesundheitsfalle zu 100
%
im Haushalt tätig wäre. Sie be
gründete dies damit, dass die Versicherte für
leidens
angepasste Tätigkeiten im
mer
arbeitsfähig gewesen
sei und dennoch
seit
langem
keine Arbeit gesucht
habe
.
Reine Absichtserklärungen reichten nicht aus und aus den Akten sei nir
gends er
s
ichtlich oder bewiesen, dass sie sich aktiv um eine Stelle bemüht habe (
Urk.
2). Die Versicherte stellte sich in ihrer Beschwerde vom
9.
Januar 2015 demgegen
über auf den Standpunkt, sie sei als voll erwerbstätige Person zu qua
lifizieren. Sie habe die Erwerbstätigkeit wegen Einschränkungen der
Schulter
beweglichkeit
aufgegeben und anlässlich der Haushaltabklärung angegeben, dass sie im
Ge
sund
heitsfalle
zu 100
%
einer ausserhäuslichen Arbeit nachgehen würde (
Urk.
1).
Es ist somit zunächst
die Frage
zu
klären
, ob die IV-Stelle die Versicherte zu Recht als im Haushalt tätige Person qualifizierte oder ob sie als erwerbstätig zu qualifizieren ist.
2.2
Die Versicherte gab anlässlich ihrer Anmeldung bei der Invalidenversicherung vom
1
0.
November 2013 an,
bereits
seit dem Jahr 2001 an gesundheitlichen Be
schwerden zu leiden (
Urk.
7/3). Ihr
e
Hausärztin
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin für Allgemeine Medizin, hielt in ihrem Bericht vom 2
6.
März 2014 fest, sie habe die Versicherte seit dem Jahr 1999 wegen Gelenkproblemen an diverse Spezia
listen überwiesen. Es bestehe seit 1999 eine Einschränkung der
Schulterbeweg
lichkeit
und die Versicherte
habe deshalb ihre Arbeit im
Kranken
heim
Z._
aufge
geben (
Urk.
7/10/1-4). Der älteste sich in den Akten befindende
Arztbe
richt
stammt von der Rheumaklinik und dem Institut für physikalische Medizin des Universitätsspitals
A._
. Er datiert vom
7.
April 1999 und hält als Diag
nosen
eine Haltungsinsuffizienz bei Insuffizienz der Rumpf- und insbesondere
Schul
ter
gürtelmuskulatur
sowie beidseit
ige Handschmerzen mit intermitt
ieren
dem
Kraft
verlust
beider Arme und einer diffusen Weichteilsymptomatik beider Arme fest (
Urk.
7/10/16-17).
2.3
Die Versicherte war bis im Jahr 1999 vollzeitig erwerbstätig und bezog an
schliessend bis im Jahr 2001 Leistungen der Arbeitslosenversicherung (
Urk.
7/3,
Urk.
7/
7). Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 1
4.
Juli 2014 führte
s
ie aus, sie
habe ihre letzte Arbeitsstelle im Krankenheim
Z._
von sich aus gekün
digt, weil sie Handschmerzen gehabt habe, beide Hände habe operie
ren müssen und nicht mehr schwer habe heben können. Sie habe sich beim
Re
gionalen
Arbeits
vermittlungszentrum
angemeldet und eine 100%ige
Arbeitstä
tigkeit
gesucht
aber
nichts gefunden. Gesundheitlich seien mit Schulter- und Knieschmerzen immer weitere Probleme hinzugekommen. Als sie nach Januar 2001 keine Arbeits
lo
sen
gelder mehr bezogen habe, habe sie anschliessend noch ungefähr ein Jahr
lang nach Arbeit gesucht. Dan
ach
habe sie
ungefähr im Jahr 2002
, weil sie nichts
gefunden habe und ihre gesundheitliche Situation sich immer mehr ver
schlim
mert habe, aufgehört nach einer Arbeit zu suchen. Im Gesundheitsfalle würde
sie zu 100
%
einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Kinder seien
gross und jeder müsse arbeiten, man könne nicht den ganzen Tag nur zu Hause
sitzen. Ausserdem habe sie früher immer gear
beitet und wolle gerne arbeiten, könne
jedoch
aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation nicht arbeiten (
Urk.
7/12/2-3).
Die Haushaltsabklärungsperson qualifi
zierte die Versicherte als zu 100
%
im Haushalt tätig. Sie hielt fest, die Versi
cherte
habe
von 1987 bis 1999 zu 100
%
ausserhäuslich gearbeitet
. Danach sei sie allerdings nie mehr einer ausserhäuslichen Erwerbsarbeit nachgegangen. Gemäss der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD)
vom
3.
Mai 2014 habe für eine an
gepasste Tätigkeit keine längerdauern
de Arbeits
unfähigkeit bestanden,
die
Ver
si
cherte habe jedoch ihre Restarbeitsfähigkeit
nicht verwertet. Es könne ihres Erachtens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Versicherte auch bei Gesundheit weiterhin als 100
%
im
Haushalts
be
reich
tätig zu qualifizieren wäre (
Urk.
7/12/3).
2.4
Die Tatsachen, dass die Versicherte nach der Geburt ihrer drei Kinder zunächst
weiterhin 100
%
gearbeitet hat (
Urk.
7/3,
Urk.
7/7), dass ab dem Jahr 1999 of
fen
bar tatsächlich gesundheitliche Beschwerden auftraten (
Urk.
7/10/1-4,
Urk.
7/10/16-17),
dass ihre Kinder inzwischen bereits alle volljährig sind und
sich in der Lehre befinden (
Urk.
7/12/4)
, während sie noch deutlich unter 50 Jahre
alt ist
und
dass
sie nach ihren
eigenen Angaben im Gesundheitsfalle
Voll
zeit
arbeiten würde
(
Urk.
7/12/2-3)
, sprechen für eine Qualifikation als er
werbs
tätige Person.
Demgegenüber
kann
das Argument der IV-Stelle, die
Versi
cherte sei für angepasste Tätigkeiten immer arbeitsfähig gewesen und habe es seit langer Zeit unterlassen, eine solche Arbeit zu suchen (
Urk.
2), nicht über
zeugen. Zur Bestimmung der Qualifikation ist nämlich nicht zu berücksichtigen, ob die Versicherte objektiv aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig ist oder ob sie sich lediglich subjektiv aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfä
hig fühlt.
Ausschlaggebend ist einzig, ob die Nichtarbeitstätigkeit aus Sicht der Versicher
ten gesundheitlich begründet ist, was gemäss der Aktenlage
überwie
gend wahr
scheinlich
der Fall ist.
Im Übrigen ist auch nicht hinreichend geklärt,
in wel
chem
Umfang
die Versicherte einer angepassten Tätigkeit nachgehen könnte (vg
l. nach
folgend E. 3), und sie war
echtzeitlicher Akten zufolge ärztlicherseits auch
nicht
zur Aufnahme einer behinderungs
angepasster Arbeit aufgefordert worden.
Im Gegenteil erachtete die behandelnde Hausärztin
es als unmöglich, dass bei den
vorliegenden Beschwerden eine bezahlte Arbeit gefunden werden k
ö
nnte (Urk. 7/10/3).
Es ist
mit überwiegender Wahrscheinlich
keit
davon auszugehen, dass die
Versicherte im Gesundheitsfall
zu 100
%
er
werbstätig wäre.
3.
3.1
Die behandelnde Hausärztin
Dr.
Y._
hielt am 2
6.
März 2014 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Gonarthrose rechts, eine Arthrose
im linken Schultergelenk, chronische beidseitige Handschmerzen und eine schwere
Adipositas fest (
Urk.
7/10/1). Sie führte aus, die Versicherte habe einen stark hinkenden Gang und sei in ihren Bewegungen sehr schwerfällig. Die Be
weglichkeit von Schultern und Knien sei stark eingeschränkt. Die frühere aus
serhäusliche Tätigkeit sei nicht mehr möglich und die Versicherte sei auch im Haushalt eingeschränkt (
Urk.
7/10/2).
Die Versicherte könne eventuell wechsel
belastende Tätigkeiten ausüben, wobei eine
Gewichtslimite
von drei Kilogramm für das Heben und Tragen zu berücksichtigen sei. Das Konzentrationsvermögen sei aufgrund der Schmerzen eingeschränkt und das Auffassungsvermögen auf
grund der Sprache (
Urk.
7/10/3).
3.2
Pract
. med.
A._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom RAD hielt in seiner internen auf den Akten basierenden Stellungnahme vom
3.
Mai 2014 fest, als Belastungsprofil sei eine leichte wechselbelastende Tätigkeit und ein
e
Gewichts
limit
e
von drei Kilogramm festzuhalten. Es würden keine funktionellen Ein
schränkungen genannt, welche eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfä
hig
keit in angepasster Tätigkeit begründeten. Die Einschränkungen des
Kon
zen
tra
tions
- und des Auffassungsvermögens beständen aus psychosozialen Gründen (
Urk.
7/13/2-3).
3.3
Das Vorliegen von gesundheitlichen Beschwerden mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit
auch in einer angepassten Tätigkeit
erscheint aufgrund der Ak
tenlage
zumindest
nicht ausgeschlossen (
Urk.
7/10), da eine Gonarthrose sowie eine Arthrose
unter Umständen
zu
solchen
Einschränkungen der Arbeitsfähig
keit führen könnten.
Pract
. med.
A._
erstellte
zwar ein
Belastungsprofil für eine angepasste Tätigkeit
und führte aus, dass die Versicherte für eine solche
nie länger arbeitsunfähig gewesen sei (
Urk.
7/13/2-3). Allerdings zog er diese Schluss
folgerungen
alleine aufgrund der Akten, was sich als nicht ausreichend
erweist
.
Demgegenüber genügt der
knapp begründete
Arztbericht der behan
deln
den Ärztin
Dr.
Y._
vom 2
6.
März 2013 (
Urk.
7/10/1-4) nicht, um von ei
ner
vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Versicherten
in sämtlichen Tätigkeiten
aus
zugehen.
Davon geht im Übrigen auch die Versicherte selbst aus, welche eine Rückweisung der Sache an die IV-Stelle und die Vornahme weiterer Ab
klä
rung
en beantragte (
Urk.
1).
3.4
Die Beschwerde ist somit gutzuheissen
, die Verfügung vom 2
6.
November 2014 ist aufzuheben
und die Sache ist an die IV-Stelle zurückzuweisen
. Die IV-Stelle hat
den allfälligen Einfluss von gesundheitlichen Beschwerden auf die Arbeits
fähigkeit
medizinisch
abzuklären, wobei die Versicherte als zu 100
%
erwerbs
tätig zu qualifizieren ist
, und
hat
anschliessend neu über den Rentenanspruch zu entscheiden
.
4.
4.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe
(
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtspre
chung
gilt die Rückweisung an die Verwaltung als vollständiges Obsiegen (Ur
teil des Bundesgerichts U 199/02 vom 1
0.
Februar 2004 E.
6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57; SVR 199 IV Nr. 10 S. 28 E.
3). Die Kosten sind der unterliegen
den
Be
schwerdegegnerin
aufzuerlegen.
4.2
Ferner hat die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteient
schä
digung
. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
Art.
61 lit. g ATSG,
§
34
Abs.
3 des
Gesetzes über das
Sozialversi
che
rungsgericht
des Kantons Zürich). Unter Berücksichtigung eines
gerichtsüb
lichen
Stundenansatzes von
Fr.
220.
-- seit 1. Januar 2015 und einer Mehrwertsteuer von 8 %
ist die IV-Stelle zu verpflichten, der Be
schwerdeführerin eine
Prozess
entschädigung
in der Höhe von
Fr.
1‘200.--
zu bezahlen.