Decision ID: 120297fb-03c7-4952-83cc-0dd53e688fe0
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1960, war
seit 2000
zu 80
%
als Montagemitarbeiterin für
die
Y._
tätig, als sie sich
am 1
2.
Mai 2003 unter
Hin
weis auf ein
Fibromyalgiesyndrom
, ein
chronifiziertes
Lumbovertebralsyn
drom
bei Kyphose und Skoliose sowie Arthrose bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
11/1
Ziff.
6.3 und
Ziff.
7.2
).
Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge einen Aus
zug
aus dem individuellen Konto (
Urk.
11/2), diverse Arztberichte (
Urk.
11/3
/1-2
,
Urk.
11/5
/1-4
,
Urk.
11/10
) sowie einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
11/4) ein.
Mit Ver
fügung vom 1
5.
Januar 2004
(
Urk.
11/14)
sprach
die IV-Stelle
der Versi
cher
ten
, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50
%
, von September 2003 bis März
2004 eine befristete halbe Rente zu. Nachd
em
die Versicherte
, unter Auf
lage eines Arztberichtes (
Urk.
11/20) und eines ärztlichen Zeugnisses (
Urk.
11/21
),
Einsprache gegen die Verfügung vom 1
5.
Januar 2004 erhob
en hatte
(
Urk.
11/15,
Urk.
11/19
)
,
sprach
ihr
die IV-Stelle mit
Einspracheentscheid
vom 26. April
2004 (
Urk.
11/
37
)
mit Wirkung ab 1.
April 2004 eine unbefristete halbe Rente
zu
.
1.2
Der Anspruch auf die bisherige Rente wurde im Rahmen
der in den Jahren 2005 und 2008 eingeleiteten Revisionsverfahren bestätigt (Mitteilung
en
vom 1
5.
Juli 2005
[
Urk.
11/50
] und
3.
November 2008
[
Urk.
11/59
]
).
1.
3
Am 2
6.
November 2009 stellte die Versicherte
unter Hinweis auf eine
Brust
krebs
erkrankung
den
Antrag auf Überprüfung der Rente und teilte mit,
sie sei
seit
Februar 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
11/74). Die IV-Stelle holte
da
rauf
hin
nebst
eine
m
Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
11/82) diverse
Arzt
bericht
e
(
Urk.
11/83-84,
Urk.
11/86-87,
Urk.
11/89,
Urk.
11/91
)
sowie einen
Ar
beit
geberbericht
(
Urk.
11/85)
ein
und zog die Akten des
Kranken
taggeld
ver
si
che
rers
(
Urk.
11/90) bei.
Mit Vorbescheid vom 2
0.
Dezember 2010 (
Urk.
11/9
7
)
stellte
sie
ab 1. November 2009 eine ganze Rente und ab
1.
Februar 2011 eine halbe
Rente in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte am 2
8.
Dezember 2010 Ein
wände
(
Urk.
11/98)
, woraufhin die IV-Stelle ein rheumatologisch
-orthopädi
sch
es und
psychiatrisches Gutachten erstellen liess (Gutachten vom 2
8.
März 2011 des
Z._
,
Urk.
11/106/
1-
25).
Mit Vorbescheid vom 2
1.
April 2011 (
Urk.
11/110) teilte
die IV-Stelle
der
Versicherten
mit, dass ab 1. November 2009 Anspruch auf eine
ganze Rente,
ab
1.
Februar 2011 auf eine halbe Rente
und ab
März 2011
– basierend auf einem Invaliditätsgrad von
15
%
–
kein Anspru
ch auf eine Rente
mehr
bestehe
.
Im
Rah
men des
Ein
wand
verfahrens
(
Urk.
11/111,
Urk.
11/116) reichte
die Versi
che
rte
einen Bericht
von
Dr.
med.
A._
,
Oberärztin der
B._
Pri
vat
klinik
für Psychiatrie und Psychotherapie
(
Urk.
11/120
)
,
und eine Stellung
nah
me
des
Dr.
med
.
C._
,
FMH Geburtshilfe und Gynäkologie
,
zum erstell
ten Gut
ach
ten
ein
(
Urk.
11/121)
.
Daraufhin
nahm
die IV-Stelle weitere
medizi
nische Ab
klärungen vor (
Urk.
11/125,
Urk.
11/128 und
Urk.
11/129-130
,
Urk.
11/138-139
)
und
liess
die Versicherte
polydisziplinär
begutachten
(Gut
achten vom 1
2.
Ja
nu
ar
2012 des
D._
,
Urk.
11/145
/
2
-28
)
. Nachdem sich
die Beschwerdeführerin
zum Gutachten
hatte
äus
sern k
ö
nne
n
(
Urk.
11/154)
, verfügte die IV-Stelle a
m 25.
Oktober 2012 (
Urk.
2)
, dass ab
1.
November 2009 Anspruch auf eine ganz Rente und ab
1.
Februar 2011 auf eine halbe Rent
e bestehe. Ab März 2011 bestehe
kein An
spruch mehr.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
6.
November 2012 (
Urk.
1
S. 2
) Beschwerde
und beantragte, die Verfügung der IV-Stelle vom 2
5.
Oktober 2012 sei auf
zu
heben
und
es sei
ihr ab
1.
November 2009 eine ganze Rente und ab
1.
Februar 2011 eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen (
Ziff.
1).
E
ventualiter
sei die Ver
fü
gung
vom 2
5.
Oktober 2012
aufzuheben und ihr ab März 2011
eine halbe Rente
oder
sub
eventualiter
eine
Viertelsrente
zuzusprechen
(
Ziff.
2
-3
).
Subsub
even
tua
liter
sei die
genannte
Verfügung aufzuheben und eine psychiatrische
Neubeur
teilung
vorzunehmen (
Ziff.
4).
Subsubsubeventualiter
sei die Verfügung
der IV-Stelle
aufzuheben und es seien berufliche Massnahmen durchzuführen (
Ziff.
5). Ein Doppel der Eingabe wurde der IV-Stelle zugestellt und ihr
wurde
Frist an
gesetzt, um dazu schriftlich Stellung zu nehmen (
Urk.
4). Mit Schreiben vom 1
1.
De
zember 2012 (
Urk.
6) reichte die Beschwerdeführerin einen
B
ericht
von
Dr.
A._
nach (
Urk.
7), welcher der IV-Stelle zur Vernehmlassung innert bereits ange
setzter Frist zugestellt wurde (
Urk.
8). Am
7.
Januar 2013
(
Urk.
10)
be
antrag
t
e die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde, was der Be
schwerde
führerin am
9.
Januar 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Auf der zweite
n Seite
der
angefochtenen
Verfügung vom 2
5.
Oktober 2012 (
Urk.
2
/2
)
hielt
die Beschwerdegegnerin fest, dass ab
1.
Dezember 2012 kein An
spruch mehr auf eine Rente der Invalide
nversicherung bestehe. Dem
beige
hef
te
ten
Verfügungsteil 2 ist jedoch zweifelsfrei zu entnehmen, dass bereits ab März 2011 kein Anspruch mehr bestehe
n soll
, wobei zuvor ab
1.
November 2009 An
spruch auf eine ganze Rente und ab Februar 2011 auf eine halbe Rente
bestand
.
Bei der in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
enthaltene
n
(unrichti
ge
n
) Fest
legung
der
Renteneinstellung ab Dezember 201
2
handel
t
es sich um ein offen
kun
diges Versehen.
Die
Beschwerdeführerin
stützte sich in ihrer Be
schwerde
schrift (
Urk.
1)
denn auch
auf die Ausführungen gemäss
Verfügungs
teil
2.
2.
2
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
e
inträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2
.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in
Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend ob
jek
tiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen
Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden
kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Per
son
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E.
1.2 mit Hinweisen).
2
.
3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2
.
4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
ge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men,
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Un
terlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zi
nische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf all
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksich
tigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beur
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
ihren Entscheid
vom 2
5.
Oktober 2012
da
mit,
dass die Beschwerdeführerin
aufgrund und in Folge ihrer
Brustkrebserkran
kung
in der Zeit
ab Februar 2009 in leidensangepasster Tätigkeit zwischen 75
%
und 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei
, weshalb ihr in der Zeit vo
n
November 2009
[
Eingang des
Revisionsgesuch
s
vom 2
6.
November 2009;
Urk.
11/74]
bis
Januar 2011 eine ganze Rente zustehe
. Ab Februar
2011
habe die Einschrän
kung
der Arbeitsfähigkeit noch 50
%
betragen
, was eine halbe Rente rechtfer
tige. Ab
März 2011
sei die Arbeitsfähigkeit nicht mehr beeinträchtig
gewesen
(siehe Ver
fügungsteil 2,
Urk.
2)
.
Die Beschwerdegegnerin stützte
sich
bei ihrer
Entscheid
findung
im Wesentlichen
auf
das Gutachten
des
D._
vom 1
2.
Januar 2012
(
Urk.
11/145
/
2
-28
)
.
3
.2
Die Beschwerdeführerin wandte dagegen hauptsächlich ein,
dass sich
ihr
rheu
matologischer
Z
ustand seit
der
Zusprache
der halben Rente mit
Verfügung vom 19.
Juli 2004
nicht verbessert, sondern
verschlechtert
habe.
Solches
gehe zwei
fels
frei au
s
den medizinischen Akten hervor.
Bei der
Einschätzu
ng der Gut
ach
ter handle es sich zweifellos um eine andere Beurteilung des gleichen gesund
heitli
chen Zustandes, was unter revisionsrechtlichen Gründen unbeachtlich sei
(
Urk.
1 S.
11
Ziff.
7.4).
Weiter machte sie geltend, dass zur
Beurteilung ihrer psy
chischen Gesundheit nicht auf das psychiatrische Gutachten des
D._
abge
stellt werden
könne
. Ihre psychische Situation habe sich
seit der damaligen Be
gut
achtung massiv
verschlechtert
(S. 12
Ziff.
8.2). So sei vorliegend nicht von einer leichten
sondern von einer mittelschweren bis schweren Depression aus
zugehen (S. 16
Ziff.
8.3.9).
Hinsichtlich der Ermittlung des
Valideneinkommens
monierte sie
,
dass
auf
das Einkommen der
Y._
und nicht auf die
statis
tischen Daten der Lohnstrukturerhebung (LSE)
abzustellen
sei
(S. 17
Ziff.
10.2).
3.
3
Anlässlich der in den Jahren 200
5
und 200
8
eingeleiteten
Rentenrevisions
ver
fah
ren
nahm die Beschwerde
gegnerin
keine umfassenden medizinischen Abklä
rung
en
vor, sondern teilte lediglich gestützt auf die einge
holten
Verlaufs
be
rich
te
der
behandelnden Ärzte
(
Urk.
11/45, 11/56-57)
mit, dass weiterhin An
spruch auf die bisherige halbe Rente bestehe
(
vgl.
Urk.
11/50,
Urk.
11/59).
Nachfolgend
fragt sich
, ob seit Ergehen de
s
Entscheids
vom 1
9.
Juli
2004 (
Urk.
11/
40
) e
ine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung in den tatsächlichen
Verhältnissen in dem
Umfang
eingetreten ist,
welche
r
die Erhöhung der
bishe
ri
ge
n halben
Rente auf eine
ganze
Rente in der Zeit
ab
November 20
0
9
recht
fertigt
beziehungsweise
es
ist streitig und zu prüfen
, ob sich der Gesund
heits
zustand der Beschwerdeführerin
danach
in dem Masse verbesserte, dass die
ganze
Rente
zu Recht ab
1.
Februar 2011 auf eine halbe
herabgesetzt
und per Ende Februar 2011 schliesslich ganz eingestellt wurde
.
4
.
4
.1
M
edizinische Grundlage für die
verfügungsweise
Zusprache
der
ab 1. April 2004 laufenden unbefristeten
halben Rente
am
1
9.
Juli
2004
(
Urk.
11/
40
) waren fol
gende Berichte:
Dr.
med.
E._
,
Physikalische Medizin und Rehabilitation speziell
Rheumaer
krankungen
FMH, verwies im Schreiben vom
9.
Februar 2004 (
Urk.
11/
20
) zu
handen der Beschwerdeführerin zunächst auf seinen an die Beschwerdegegnerin
gerichteten Bericht vom
2.
Juni 2003, worin er die Diagnose eines
Fibromyal
gie
syndroms
, einer
Kyphoskoliose
mit
ligamentär
-muskulärer Überlastung sowie ein
es
Erschöpfungszustand
s
(Gefahr einer depressiven Entwicklung)
ge
nannt
und
sie
seit dem 2
3.
September 2002 bis auf Weiteres
als
zu 50
%
arbeitsunfähig befunden ha
tt
e
(vgl.
Urk.
11/3).
Sodann
berichtete er von der im September bis Oktober 2003 erfolgten Rehabilitation der Beschwerdeführerin in der
F._
und
führte weiter aus, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor über Schmerzen
klage. So habe sie insbesondere im Januar 2004 über eine Zunahme der Schmerzen geklagt.
Trotz verbesserter Kraft und Ausdauer bestehe aufgrund der
Fibromyalgie
und der
vertebragenen
S
chmerzen bei erheblicher
Kyphoskoli
ose
eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit.
Seine
r
Ansicht
nach sei die Be
schwer
deführerin nach wie vor
zu
50
%
arbeitsunfähig.
4
.
2
Dr.
med.
G._
vom Regionalen Ärztlichen Dienst
(
RAD
)
der IV-Stelle
nahm am 3
1.
März 2004 Stellung zum Bericht des
Dr.
E._
vom
9.
Februar 2004
und führte aus, dass darin
eine weiter
bestehende 50%ige Arbeitsfähigkeit gut und nachvollziehbar begründet sei. Bei der Entlassung aus der Klinik habe die Be
schwerdeführerin als
zu
50
%
arbeitsunfähig gegolten. Offensichtlich werde eine Steigerung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit als nicht möglich er
achtet.
5
.
5
.1
Die im Rahmen des
Ende
2009 eingeleiteten Revisionsverfahrens eingegangenen Berichte ergeben über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin folgen
des Bild:
Dr.
med.
H._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH,
nannte im Bericht vom 1
1.
Januar 2010 (
Urk.
1
1
/84/1-5) folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
Panvertebralsyndrom
progrediente
Kyphoskoliose
Fibromyalgiesyndrom
seit dem 2
3.
Lebensjahr
Insuffizienz der Rumpfstabilisation mit
Dekonditionierung
seit ca. 1986
degenerative Veränderungen
lumbosakral
Mässig differenziertes
Mammakarzinom
Status nach Segmentektomie und
Axilladissektion
bei
positiven
Sen
tinellymphknoten
August 2009
aktuell 1x/Woche Chemotherapie mit konsekutiver Bestrahlung
Vitamin-D-
Mangel
Er führte aus, dass
die Beschwerdeführerin vom 2
6.
Februar bis 1
4.
Juni 2009 zu
100
%
, vom 1
5.
Juni bis
3.
Juli 2009 zu 75
%
und vom
4.
Juli
2009 bis nach Ab
schluss der Chemotherapie zu 100
%
arbeitsunfähig
gewesen
sei.
Aus medi
zi
ni
scher Sicht sei ihr die bisherige Tätigkeit in der Wäscherei nach Abschluss der Chemotherapie
,
und damit
etwa ab
Mai 2010
,
in einem 50
%
-Pensum zu
zu
muten
(S.
3).
5
.
2
Dr.
med.
I._
,
Fachärztin Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie,
vom Onkologie Zentrum des
Spitals
J._
führte im Bericht vom 2
8.
Juni 2010
(
Urk.
11/
87/3-5
)
aus, die Beschwerdeführerin habe bei invasiv
duktalem
Mamma
karzinom
mit intermediärem Rückfallrisiko bei Lymphknotenbefall in 2
von
13
Lymphknoten eine intensive
adjuvante
Chemotherapie über sechs Mo
nate erhal
ten.
Die Chemotherapie habe Nebenwirkungen verursacht. Die Be
schwerde
füh
rerin
sei
nach der Chemotherapie noch
in
eine
m
reduzierten
Allge
meinzustand
und fühle sich weiterhin müde. Die Leistungsfähigkeit sei dadurch vermindert.
Zudem
erhalte
sie
eine antihormonelle Therapie, welche ebenfalls mit Neben
wirkungen verbunden sei.
5
.
3
Der behandelnde Gynäkologe
Dr.
C._
nannte
im Bericht vom
1.
Oktober 201
0 (
Urk.
11/89/6-9) ein
Mammakarzinom
recht
s
, Tumor-Segmentresektion,
Sen
tin
el-Lymphknotenentfernung
und
axilläre
Lymphknotenentfernung mit an
schliessender Radio- und Chemotherapie
als Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
.
Insbesondere
sei
die
Chemotherapie für die Arbeitsunfähigkeit bestimmend
(
Ziff.
1.1)
.
Er führte aus, dass
der Beschwerdeführerin die Arbeit als Wäschereiangestellte
nach
der körperlichen Erholung
wieder
zumutbar sei (
Ziff.
1.6).
5
.
4
A
m 1
5.
März 2011 wurde die Beschwerdeführerin durch die
Dres
. med.
K._
,
Spezialarzt
Orthopädie
FMH, und
L._
,
Facharzt für Psychiatrie und
Psy
chotherapie
,
vom
Z._
begutachtet.
Im entsprechenden Gutachten vom 2
8.
März
2011
(
Urk.
11/106/1-25) nannten die
Fachä
rzte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
22):
Linkskonvexe Torsionsskoliose der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
mit
Hyper
lor
dose
Vermehrte Kyphose der
Brustwirbelsäule
(
BWS
)
Präadipositas
Keine Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit
massen sie den Diagnosen
Myoge
lose
d
es
Musculus
trapezius
beidseits,
Anämie
,
Tachykardie
,
Vitamin D Mangel
,
Heftpflasterallergie
,
Status nach Tumorex
zision bei
Mammakarzinom
rechts
so
wie
a
nhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
,
bestehend seit mindestens 2000
,
zu.
Unter dem Titel Interdisziplinäre Zusammenfassung und Beurteilung
(S.
21 ff.)
führten die Gutachter aus,
dass die Nackenschmerzen und die abnormen Un
ter
suchungsbefunde der Halswirbelsäule
(HWS)
aufgrund des unauffälligen MRI de
r
HW
S
nicht vollumfänglich plausibilisiert werden könnten
und
die
Arbeits
fähig
keit nicht eingeschränkt
sei
. Die lumbalen Schmerzen und die pathologi
schen ob
jektiven Befunde der
LWS
seien
partiell mit der linkskonvexen leichten bis
mässigen Torsionsskoliose der
LW
S
und Hyperlordose
zu erklären
. Durch die an
lässlich der Begutachtung festgestellte Hyperkyphose der
BWS
bestehe zu
sätz
lich eine leichte Einschränkung.
Ob die internistischen Diagnosen, insbe
sondere der
Zustand nach der Tumorresektion, einen Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit
hätten
, könne aus orthopädischer Sicht nicht beurteilt werden.
Aus psychiatrischer Sicht könne
eine
anhaltende
und mit zumutbarer
Willens
an
strengung
überwindbare
somatoforme
Schmerzstörung angenommen werden
.
Die
Schmerzen
seien
durch eine organische Störung nicht ausreichend zu er
klä
ren.
Bei der Beschwerdeführerin bestehe ein Zustand nach
Mammakar
zinom
und
es liessen sich anamnestisch Mehrfachbelastung mit Familie, Kinder
erziehung
und Beruf erheben.
Hinweise
auf
eine depressive Störung
,
eine andere psychi
sche
Erkrankung, eine Anpassungsstörung oder
auf
depressive Reaktio
nen liessen sich
keine finden.
Bis vor rund drei Monaten
vor der Begutachtung
sei die Beschwer
deführerin in keiner psychiatrischen oder psychotherapeuti
schen Behandlung ge
wesen.
Seither
gehe sie
in der Privatklinik
B._
in eine
psychothera
peuti
sche
Gespräch
stherapie
. Aus psychiatrischer Sicht
sei
keine psychische Störung mit
Krank
heitswert
zu diagnostizieren
.
Aus orthopädisch-psychiatrischer Sicht bestehe seit September 2007 eine 70%ige
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Wäschereimitarbeiterin. In
leidens
angepasster
Tätigkeit habe seit jeher eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden.
5
.
5
Dr.
A._
führte
am 2
1.
Juni 2011 (
Urk.
11/120)
zuhanden der Beschwerde
führerin aus, dass nach wie vor eine depressive S
ymptomatik im Vordergrund stehe.
Gemäss Angaben der Familienangehörigen habe sich die Be
schwerde
füh
rerin deutlich verändert
;
die depressive Symptomatik sei sichtbar und stehe im Vordergrund.
Das psychische Zustandsbild der Beschwerdeführerin sei durch die
Angst vor Krebs und Metastasen sowie
von
kognitiven Einschrän
kungen geprägt.
5
.
6
Mit Bericht vom 1
9.
Juni 2011 (
Urk.
11/121) nahm
der Gynäkologe
Dr.
C._
zuhanden der Beschwerdeführerin Stellung zum orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 2
8.
März 201
1.
Im Wesentlichen führte er aus
, dass das Gut
achten
lediglich
die rheumatologisch-orthopädischen Befunde beschreibe
und
die momentane psychiatrische Situation beurteile
. Eine onkologisch-internisti
sche
sowie onkologisch-neurologische Beurteilung
würde
n
fehlen
und das
Mamma
kar
zinom
sei bei der
Stellungnahme zur
Arbeitsfähigkeit nicht berück
sichtig
t
wor
den
.
Das Karzinom habe metastasiert und sei immer noch als aktuell ein
zu
stufen.
Aufgrund der Radio- und Chemotherapie sei es
zu
chronischen körper
li
chen Begleiterkrankungen gekommen, die
ebenfalls
nicht berücksichtig worden
seien.
Z
usätzliche neurologische und internistische Beurteilungen
seien
zu emp
feh
len
, um die momentane Situation
einschätzen zu können
.
5
.
7
Am
9.
Juli 20
11
(
Urk.
11/128)
erläuterte
Dr.
C._
zuhanden der
Beschwerde
gegnerin
,
dass trotz
Rezidivfreiheit
mindestens drei Metastasen
vorliegen wür
den
.
Die Beschwerdeführerin habe sich infolge der Krebserkrankung psychisch ver
än
dert. In diesem Zusammenhang sei sie schon wegen
einer
Depression be
han
delt worden. Sie habe ihren Lebenssinn verloren. Aufgrund
der ihm vorlie
gen
den
Akten und de
s
Umstand
s
, dass sich
die Patientin
in psychotherapeuti
scher Be
hand
lung befinde,
könne nicht – wie gutachterlich geschlussfolgert – davon au
s
gegangen werden, sie habe
keine psychische
n
Veränderung
en
durch
gemacht.
5
.
8
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
stellte die Beschwerdeführerin den Antrag,
sie sei psychiatrisch, onkologisch-internistisch und onkologisch-neurologisch zu
be
gutachten
(
Urk.
11/122/2). Daraufhin beauftrage die Beschwerdegegnerin das
D._
mit
einer
polydisziplinären
Begutachtung
, welche am
1
2.
und 1
4.
Dezember 2011
stattfand und von
Dr.
med.
M._
(Fachärztin für Rheumatologie und
Innere Medizin) sowie
Dr.
med.
N._
(FMH Psychiatrie und Ps
ychotherapie) und
Prof.
O._
(
FMH Onkologie)
durchgeführt wurde
.
I
n der
entsprechenden
Expertise
vom 1
2.
Januar 2012
(
Urk.
11/145/2-28)
nann
ten
die Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 23):
Thorakolumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.4)
deutliche Wirbelsäulenfehlstatik mit linkskonvexer Torsionsskoliose der LWS, Hyperkyphose und rechtskonvexer Skoliose der BWS
Iliosacralgelenk
(ISG) Funktionsstörung links
klinisch keine Hinweise für
radikuläre
Symptomatik
kernspintomographisch kein Nachweis einer Diskushernie (MRI März 2011)
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit so
matischem Syndrom (ICD-10 F33.01)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 24):
Mammakarzinom
rechts 2009 (ICD-10 C50.09)
Zustand nach brusterhaltender Therapie (Tumorsegmentresektion am 1
7.
Juli 2009 und
axilläre
Lymphonodektomie
am
3.
August 200
9
)
Status nach
adjuvanter
Chemo- und Strahlentherapie (bis Mai 2010)
laufende
adjuvante
Hormontherapie
Chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.1)
Dysbalancen
der Schultergürtelmuskulatur
klinisch keine Hinweise für
radiokuläre
Symptomatik
radiologisch und kernspintomographisch März 201
1
unauffälliger Be
fund
Generalisiertes
multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9)
Ganzkörperschmerzen mit vegetativer Begleitsymptomatik
klinisch und labortechnisch keine Hinweise für entzündlich-rheumati
sches Geschehen
Status nach tiefer Beinvenenthrombose rechter Unterschenkel Oktober 2009
seither antikoaguliert
Zusammenfassend führten d
ie Gutachter aus, dass
der Beschwerdeführerin
aus rheumatologischer Sicht aufgrund der objektivierbaren rheumatologischen Be
funde
(deutliche Wirbelsäulenfehlstatik mit
BWS
- und
LWS
-Skoliose sowie
BWS
-H
yperkyphose)
seit Februar 2003
keine
schwere
n
bis mittelschwere
n
Tä
tigkeiten mehr zumutbar seien. Für leichte, wechselbelastende Tätigkei
ten ohne häufiges
Arbeiten über Kopf, ohne Tätigkeiten in
wirbelsäulenbelas
tenden
Zwangshal
tung
en
und ohne Kälte-, Nässe- und Zuglufteinfluss bestehe aus Sicht des Be
we
gungsapparats
seit Februar 2003
eine 80%ige Arbeitsfähig
keit. Die zuletzt im
50%-Pensum ausgeübte Tätigkeit als Wäschereimitarbeiterin sei der Beschwer
de
führerin zumutbar
(S.
24 f.)
.
Aus psychiatrischer Sicht
habe sich im Gefolge der Karzinomerkrankung im Juni
2009 langsam eine leichte depressive Störung entwickelt,
welche
im Ver
lauf sta
tionär geblieben sei. Aufgrund
der rezidivierenden leichten depressiven Stö
rung
sei
die Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit
gemittelt seit Juni 2009
um 20
%
vermindert
(S.
25)
.
Aus onkologischer Sicht habe nach der Diagnosestellung eines
Mammakarzi
no
ms
im Juni 2009 mit anschliessender Operation, Chemotherapie und Be
strahlung
(
bis
Mai 2010
)
eine 100
%
ige
Arbeitsunfähigkeit
bestanden
, was
die Leistungsfähig
keit
bis Ende 2010 reduziert habe
.
“
Seither
“
bestehe aus onkologischer Sicht keine
Einschränkung der
Arbeit
sfähigkeit.
Aus
internistisch-allgemeinme
dizinischer
Sicht seien keine die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Diagnosen zu stellen
.
Aus
polydisziplinärer Sicht sei
der Beschwerdeführerin
daher
eine kör
perlich leichte, adaptierte
und vollschichtige
Tätigkeit in einem 80%-Pensum
zumutbar
. Die Einschränkungen aus psychiatrischer und rheumatologischer Sicht
würden sich ergänzen
,
nicht
aber addieren, da dieselben Zeitabschnitte für die vermehrt notwendigen Pausen benutzt werden könnten. Die zuletzt ausge
übte Tätigkeit im 50%-Pensum als Wäschereimitarbeiterin sei der Beschwerde
führerin zumut
bar.
Im Haushaltsbereich bestehe eine 20%ig
e
Einschränkung für schwere und mittelschwere Tätigkeiten.
Die Gutachter berichteten
, die Be
schwerdeführerin
fühle sich
nicht arbeitsfähig. Diese Einschätzung könn
t
e
n sie
aber aufgrund der von
ihnen
erhobenen
objektiven medizinischen Befunde nicht
bestätigen
(S.
25)
.
Die Auswirkungen der leichten depressiven Episode seie
n nicht derart gravie
rend,
dass
deren Überwindun
g nicht zugemutet werden könne, um einer angepassten Tätigkeit im Rahmen von 80
%
nachzugehen. Die Weiterführung der psychia
tri
schen Behandlung
, die adäquat sei,
sei empfehlenswert. Aus rheumatolo
gi
scher
Sicht
wäre regelmässiges Kräftigungstraining der
Rumpf
muskulatur
zu emp
feh
len
(S. 26)
.
6.
Nach Lage der Akten war der Beschwerdeführerin aufgrund einer rheumatologi
schen Problematik
(
namentlich
vertebragene
Schmerzen bei erheblicher
Ky
phos
koliose
)
– wie vom RAD dazumal bestätigt – eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bescheinigt und ihr
am 1
9.
Juli 2004
verfügungs
weise
eine unbefristete halbe Rente zugesprochen wor
den (vgl.
Urk.
11/40).
I
m Juni 2009
wurde
zusätzlich ein
Mammakarzinom
diagnostiziert
, worauf sich die Be
schwerdeführerin nach operativer Entfernung des Tumors in der Zeit von Sep
tem
ber 2009 bis März 2010 einer Chemotherapie und danach einer Strahlen
the
rapie
bis Ende Mai 2010
unterziehen musste (vgl.
Urk.
11/145/13). Die Ärzte be
scheinig
ten ihr für die Zeit
ab Februar 2009 eine Arbeitsunfähigkeit zwischen
75
%
und 100
%
, weshalb die Beschwerdegegnerin
die bisherige
halbe
Rente
in An
er
kennung eines
Revisionsgrun
des
ab Datum
des Revisionsgesuchs (2
6.
No
vem
ber 2009
,
Urk.
11/74
; vgl.
Art.
88
bis
Abs.
1
der Verordnung über die Inva
lidenver
siche
rung,
IVV
) bezie
hungsweise ab
1.
November 2009 unstreitig und zu Recht auf
eine ganze Rente erhöhte.
7.
Im
Dezember 2011 wurde die Beschwerdeführerin durch
die Ärzte
des
D._
rheu
matologisch und psychiatrisch
begutachtet.
Die entsprechende Expertise vom
1
2.
Januar 2012
, welche
der angefochtenen Verfügung vom
2
5.
Oktober 2012 in medizinischer Hinsicht zugrunde l
ie
g
t
(
Urk.
11/156 S. 4 f.), erging nach ein
lässlicher Anamneseschilderung sowie Befunderhebung.
D
ie
rheu
matologische Beurteilung der Fachärztin
erscheint
nachvoll
ziehbar und plausibel
. Doch ist
an
zumerken, dass
Dr.
M._
keine Verbes
serung der somatischen Situation seit
der
Zusprache
der halben Rente im Jahr 2004 namhaft
zu
mache
n vermochte
.
Was den psychischen Zustand der Beschwerdeführerin
betrifft
,
ist
mit Blick auf
das
Schreiben von
Dr.
A._
vom 2
5.
November 2012 (
Urk.
7) zuhanden der
Beschwerdeführerin nicht
rechtsgenüglich
auszuschliessen, dass
in der Zeit
nach der psychiatrischen Begutachtung durch
Dr.
N._
bis zum Zeitpunkt des
Ver
fügungserlasses
eine Verschlechterung der psychiatrischen Situation einge
treten
ist.
D
ie behandelnde Psychiaterin
stellte zwar
keine Diagnose nach ICD-10
,
schil
derte aber
ein
depressives
Zustandsbild
,
welches
durch traurige Verstimmung,
grosse innere Leere, Er
schöpfung, Überforderung, Angstzustände, innere Unruhe sowie Denk- und Schlafstörungen
geprägt
war und brachte neu zum Ausdruck, dass
offenbar eine statio
näre Behandlung
– oder zumindest eine Behandlung in einer Tagesklinik –
ernsthaft in Betracht gezogen
und diskutiert
wurde
.
Auch hielt sie fest, dass die
bei der Beschwerdeführerin
vorliegende
Entscheidungs
unfähigkeit
bezüglich eines Klinikaufenthalts
gerade
Teil
der depressiven Er
kran
kung
und in diesem Kontext zu
sehen
sei
.
Der alleinige Umstand, dass
Dr.
A._
aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung eher zu
Gunsten der Beschwerdeführerin aussagen könnte, macht ihre Beurteilung
, die sich
ohnehin auf einen späteren Zeitraum als jene des
Dr.
N._
bezieht (E. 5.
8
hievor
)
,
nicht von
vornherein
bedeutungslos.
Aufgrund der Aktenlage scheint
daher
eine ergänzende psychiatrische Abklä
rung
im Sinne des in der Beschwerdeschrift unter Ziffer 4 beantragten
Subsube
ventualantrags
, unter Einbezug
von respektive
Rücksprache mit
der behandeln
den Psychi
aterin, indiziert
.
8.
Vom Gesagten abgesehen bleibt noch Folgendes anzumerken: B
ei Vorliegen eines
Revisionsgrundes
hat rechtsprechungsgemäss
eine um
fassende Prüfung de
s Ren
tenanspruchs zu erfolgen
, die eine erneute ärztli
che Beurteilung der gesund
heitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit bein
haltet (
Urteil des Bundesge
richts 9C_427/2012 vom
5.
Dezember 2012 E.
3.4
).
Die Verwaltung
veranlasste
im Zuge des Revisionsverfahrens aufgrund der Ende Juni 2009 erfolgten Diag
nose
eines
Mammakarzinoms
mit nachfolgender Behandlung
denn auch neue
me
dizinische Abklärungen – namentlich das
D._
-
Gutachten –
,
was zur (vorüber
gehenden)
Zuspra
che
einer ganzen Rente führte (
E. 6
hievor
). Dem
D._
-
Gut
ach
ten ist indes in rheumatologischer Hinsicht keine Veränderung des Sachverhalts
seit 2004
zu entnehmen
(E. 7 Abs. 1
hievor
)
. Wie die Beschwerdeführerin inso
weit zutreffend vorbrachte, liegt
vielmehr
eine unter
schiedliche Beurteilung eines
im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sach
verhalts vor (
vgl.
Urk.
1 S.
5 f.)
.
Die
D._
-
Gutachterin
Dr.
M._
führte diesbezüglich
aus, dass bereits im
Februar 2003 durch den behandelnden Rheumatologen eine Skoliose der BWS und
LWS nachgewiesen worden sei, sie jedoch
schon
seit Februar 2003
eine höhere, näm
lich
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für leichte, adaptierte Tätigkeiten annehme (
Urk.
11/145/21).
Fraglich aber aktuell nicht zu beurteilen ist, ob die IV-Stelle die infolge
Brust
krebserkrankung
vorübergehend verschlechterte
gesundheitliche Situation zum
Anl
a
ss nehmen durfte, die Rente per Ende Februar 2011 ganz aufzuheben, weil
die Auswirkungen der – im Zeitverlauf unveränderten – rheumatologischen Pro
ble
matik im
D._
-
Gutachten nun abweichend von früherer ärztlicher Einschät
z
ung beurteilt wurden.
9.
Abweichend von
Art.
61
lit
. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren um die Be
willigung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Gericht kostenpflichtet. Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und
ausgangsge
mäss
der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Zudem ist der Beschwerdeführerin eine
Pro
zess
ent
schädigung
von
Fr.
2‘000.
-- (inkl. Barauslagen und Mehrwert
steuer) zuzu
sprechen (
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).