Decision ID: 89faa752-d708-5289-b1fb-0cbc25ec57f9
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 30. Juni 2005 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,
dass das BFM mit Verfügung vom 26. Juli 2005 feststellte, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, das  ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren  anordnete,
dass der Beschwerdeführer diesen Entscheid mit Beschwerde vom 25. August 2005 bei der damals zuständigen Schweizerischen  (ARK) vollumfänglich anfocht,
dass die ARK auf die Beschwerde mit Urteil vom 18. November 2005 wegen Nichtbezahlens des Kostenvorschusses nicht eintrat,
dass der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin dem BFM am 3. Juni 2008 eine als "Wiedererwägungsgesuch" bezeichnete Rechtsschrift zukommen liess, worin zur Hauptsache beantragt wurde, es sei die Verfügung der Vorinstanz vom 26. Juli 2005 in  zu ziehen und Nachfluchtgründe des Beschwerdeführers ,
das zur Begründung im Wesentlichen vorgebracht wurde, der  sei aufgrund exilpolitischer Aktivitäten bei einer  in sein Heimatland mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe gezielter Verfolgung und ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ausgesetzt,
dass der Beschwerdeführer seiner Eingabe verschiedene Beweismittel und Unterlagen beilegte,
dass das BFM mit Verfügung vom 19. Juni 2008 feststellte, das  sei abzuweisen, die Verfügung vom 26. Juli 2005 sei rechtskräftig und vollstreckbar, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu und für das Verfahren eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600.– erhob,
dass das Bundesamt die Verfügung damit begründete, das Bestehen von subjektiven Nachfluchtgründen sei zu verneinen,
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dass der Beschwerdeführer am 21. Juli 2008 (Poststempel) durch  Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde  und beantragen liess, die Verfügung der Vorinstanz vom 19. Juni 2008 sei aufzuheben und die aufschiebende Wirkung , es sei ihm sei politisches Asyl zu gewähren und die Unzulässigkeit sowie Unzumutbarkeit des Vollzuges der Wegweisung aus der Schweiz festzustellen und er sei als Folge davon vorläufig ,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragen liess, es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) , sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen des BFM im Bereich des Asyls vor  anfechtbar sind, welches endgültig darüber entscheidet (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass in der Rechtsschrift vom 3. Juni 2008 ausdrücklich die  von Nachfluchtgründen beantragt wird,
dass aus den Ausführungen in der Begründung der Rechtsschrift vom 3. Juni 2008 unmissverständlich die Absicht des Beschwerdeführers hervorgeht, die Schweizer Behörden - noch immer oder erneut - um Schutz vor Verfolgung zu ersuchen (vgl. Entscheidungen und  der ARK [EMARK] 1998 Nr. 1 E. 6.c.bb S. 13),
dass ein weiteres Gesuch um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft nach erfolglosem Durchlaufen eines Asylverfahrens aber als neues Asylgesuch zu behandeln ist, solange darin nicht zur Hauptsache Re-
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visionsgründe geltend gemacht werden (vgl. EMARK 2006 Nr. 20 E. 2.3. S. 214),
dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen in der Schweiz  ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat,
dass die Rechtsschrift vom 3. Juni 2008 nicht darauf abzielt, die  Nichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Ablehnung des Asylgesuchs in Rechtskraft erwachsene Verfügung des BFM vom 26. Juli 2005 als von Anfang an fehlerhaft erscheinen zu lassen,
dass vielmehr darin aufzuzeigen versucht wird, dass sich seit Eintritt der Rechtskraft jener Verfügung die Situation des Beschwerdeführers in einer Weise verändert hat (subjektive Nachfluchtgründe), welche nunmehr die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft rechtfertigen soll,
dass mithin keine Revisionsgründe angerufen werden,
dass es sich infolge dessen bei der als "Wiedererwägungsgesuch"  Rechtsschrift vom 3. Juni 2008 nicht um ein Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 26. Juli 2005, sondern um ein neues Asylgesuch handelt,
dass der Beschwerdeführer sich demzufolge wiederum im  befindet, während dessen gesamter Dauer er sich gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AsylG in der Schweiz aufhalten kann,
dass unter den gesamten Umständen nicht davon ausgegangen  kann, das BFM habe die Eingabe vom 3. Juni 2008 versehentlich als Wiedererwägungsgesuch behandelt, sondern vielmehr  werden muss, das Bundesamt nehme die Verletzung von  im vorliegenden Fall in Kauf,
dass unter diesen Umständen der festgestellte Verfahrensmangel nicht als durch das vorliegende Beschwerdeverfahren geheilt betrachtet werden kann,
dass bei der vorliegenden Sachlage die Beschwerde offensichtlich  ist, weshalb der Richter als Einzelrichter mit Zustimmung  zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin  (Art. 111 Abs. 1 Bst. e AsylG),
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dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, die angefochtene  vom 26. Juli 2005 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der vorstehenden Erwägungen an das BFM zurückzuweisen ist,
dass das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde mit vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens keine  aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG), womit das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gegenstandslos wird,
dass dem Beschwerdeführer angesichts des Obsiegens im  in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine  für die ihm erwachsenen notwendigen Vertretungskosten zuzusprechen ist (vgl. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]), die vorliegend aufgrund der Akten  abgeschätzt werden können sowie auf Fr. 600.– (inklusive  und Auslagen) festzusetzen sind (Art. 14 Abs. 2 VGKE), und deshalb auf die Einforderung einer Kostennote verzichtet werden kann.
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