Decision ID: a943086e-8dc3-5216-9526-a82637186087
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A.
Der 1960 geborene, in Deutschland wohnhafte deutsche Staatsangehörige
A._ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) absolvierte
von September 1978 bis April 1980 eine Lehre zum Elektromonteur und
war seit August 2006 in der Schweiz erwerbstätig, wobei er Beiträge an die
schweizerische Alters-, Hinterlassen- und Invalidenversicherung (AHV/IV)
leistete (vgl. Akten der Vorinstanz [nachfolgend: act.] 1; act. 2, S. 5; act. 8).
Zuletzt war er seit dem 1. Mai 2015 bis zum Eintritt der Arbeitsunfähigkeit
ab 15. Mai 2017 (letzter effektiver Arbeitstag: 12. Mai 2017) als Elektroin-
stallateur mit einem Vollzeitpensum bei der B._ GmbH in (...) be-
schäftigt (act. 10). Per 30. Juni 2018 erfolgte die Kündigung des Arbeits-
verhältnisses seitens der Arbeitgeberin (act. 24, S. 8). Der Versicherte be-
zog seit dem 14. Juni 2017 (vertraglich vereinbarte Wartefrist: 30 Tage)
Krankentaggelder von der Kollektiv-Krankenversicherung der B._
GmbH, der C._ AG (nachfolgend: C._), basierend auf einem
Arbeitsunfähigkeitsgrad von 100 % (act. 12, S. 26, 29, 31; act. 24, S. 7, 15,
20, 24, 34, 78, 83; Fremdakten der C._). Mit Schreiben vom 26.
November 2018 (und damit nach Verfügungserlass durch die IV-Stelle für
Versicherte im Ausland [nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz], vgl. unten
B.g) stellte die C._ dem Versicherten die Einstellung der Kranken-
taggeldleistungen per 31. Januar 2019 in Aussicht (vgl. Fremdakten der
C._).
B.
B.a Am 30. Oktober 2017 (Eingang bei der Vorinstanz) meldete sich der
Versicherte bei der IV-Stelle D._ zum Bezug von Leistungen (Be-
rufliche Integration/Rente) der schweizerischen Invalidenversicherung an
(act. 2). Als gesundheitliche Beeinträchtigung gab er an: "HWS: hochgra-
dige Stenose C5/6 – C6/7; LWS: Bandscheibenvorfall" (act. 2, S. 6). Die
IV-Stelle D._ nahm in der Folge medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen vor.
B.b Betreffend berufliche Eingliederungsmassnahmen teilte die IV-Stelle
D._ dem Versicherten am 22. Juni 2018 mit, dass die Unterstützung
bei der Stellensuche und beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes been-
det werde, da er sich nicht in der Lage fühle, zu arbeiten oder Arbeit zu
suchen (act. 19).
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B.c In medizinischer Hinsicht holte die IV-Stelle D._ Berichte von
den behandelnden Ärzten sowie die Akten der C._ ein und legte die
medizinischen Unterlagen ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (nachfol-
gend: RAD) zur Beurteilung vor. Dieser kam gemäss seiner Stellungnahme
vom 8. August 2018 zum Schluss, dass der Versicherte in der bisherigen
Tätigkeit als Elektroinstallateur seit Mai 2017 und auf Dauer 100 % arbeits-
unfähig sei. Für eine leidensangepasste Tätigkeit bestehe hingegen seit
1. April 2018 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. 26, S. 4 f.).
B.d Gestützt auf die Beurteilung des RAD stellte die IV-Stelle D._
dem Versicherten mit Vorbescheid vom 4. Oktober 2018 die Abweisung
des Begehrens um Leistungen der Invalidenversicherung in Aussicht mit
der Begründung, dass ausgehend von einer seit 1. April 2018 bestehenden
100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit der Ein-
kommensvergleich einen nicht rentenbegründenden IV-Grad von 10 % er-
gebe (act. 27).
B.e Gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte am 1. November
2018 Einwand (act. 34) und reichte gleichzeitig einen Bescheid des Land-
ratsamtes E._ vom 24. Januar 2018 (Grad der Behinderung: 40;
act. 33) ein. Mit einer Einwandsergänzung vom 8. November 2018 (act. 39,
S. 31 f.) reichte der Versicherte einen weiteren Bescheid des
Landratsamtes E._ vom 23. März 2018 (Grad der Behinderung: 40;
act. 39, S. 29) sowie einen Rentenbescheid der Deutschen Rentenversi-
cherung vom 1. Oktober 2018 (act. 39, S. 1-28) ein. Der Versicherte bean-
standete im Wesentlichen, die IV-Stelle D._ habe verschiedene sei-
ner Gesundheitsstörungen nicht berücksichtigt. Es lägen bei ihm erhebli-
che LWS- und HWS-Veränderungen mit ausgeprägten Beschwerden vor.
Er könne keine Tätigkeiten – auch keine leichten – mehr ausüben.
B.f Am 8. November 2018 leitete die IV-Stelle D._ die von ihnen
vorbereitete Verfügung an die IVSTA weiter mit der der Bitte, diese zu da-
tieren, zu unterzeichnen und an den Versicherten zu versenden (act. 35).
B.g Mit Verfügung vom 19. November 2018 wies die IVSTA – entsprechend
dem Vorbescheid vom 4. Oktober 2018 – das Begehren des Versicherten
um Leistungen der Invalidenversicherung ab. Es wurde festgehalten, dass
der Einwand vom 1. November 2018 geprüft worden sei, der eingereichte
Entscheid des Landratsamtes vom 24. Januar 2018 jedoch keine neuen
Tatsachen begründe, die den vorliegenden Entscheid entkräfteten
(act. 37).
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Seite 4
C.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt Beat H. Thoma, am 7. Januar 2019 Beschwerde beim Bundesverwal-
tungsgericht unter Beilage diverser medizinischer Berichte (inkl. 2 Original
CDs mit Bildgebungen der HWS und LWS [Beschwerdebeilagen Nr. 11 und
14). Er beantragte, die Verfügung vom 19. November 2018 sei aufzuheben
und es sei ihm eine mindestens 50%ige Rente zuzusprechen. Vor dem
Entscheid sei zusätzlich ein medizinisch-arbeitstheoretisches Gutachten
einer ausgewiesenen Fachstelle wie z.B. des (Zentrums) F._ einzu-
holen. Eventualiter seien die Akten an die Vorinstanz zu weiteren Abklärun-
gen und neuer Entscheidung zurückzuweisen. In formeller Hinsicht machte
der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches
Gehör geltend, da die Vorinstanz seine Ausführungen zur aktuellen ge-
sundheitlichen Situation im Einwand vom 8. November 2018 gar nicht be-
rücksichtigt habe. In materieller Hinsicht führte er im Wesentlichen aus, der
Entscheid der Vorinstanz beruhe nicht auf einer umfassenden, aktuellen
Beurteilung der Faktenlage. Diverse Gesundheitsbeeinträchtigungen seien
nicht bzw. nicht genügend berücksichtigt worden. Es werde daher ein um-
fassendes ärztliches Gutachten beantragt sowie ein weiteres Gutachten
oder Anschlussgutachten, das sich mit seiner Arbeitsfähigkeit und Arbeits-
möglichkeit befasse im Sinne eines medizinisch-arbeitstheoretischen Gut-
achtens einer Fachstelle. Im Übrigen sei aufgrund seines fortgeschrittenen
Alters und seinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ohnehin
gar nicht verwertbar (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend:
BVGer-act.] 1).
D.
Mit Vernehmlassung vom 16. April 2019 beantragte die Vorinstanz die Ab-
weisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfü-
gung (BVGer-act. 7). In der beigelegten Stellungnahme der IV-Stelle
D._ vom 8. April 2019 wurde festgehalten, dass mit dem zuständi-
gen RAD-Arzt Rücksprache genommen worden sei. Eine leichte, den kör-
perlichen Einschränkungen optimal angepasste Tätigkeit sei dem Be-
schwerdeführer aus medizinischer Sicht selbst unter Berücksichtigung der
im Nachgang der Verfügung diagnostizierten Spinalkanalstenose L3/4 mit
Facettengelenksarthrose weiterhin vollumfänglich möglich (Beilage zu
BVGer-act. 7).
E.
Mit Replik vom 4. Juni 2019 hielt der Beschwerdeführer unter Beilage von
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zwei neuen medizinischen Berichten vollumfänglich an seinen Rechtsbe-
gehren fest und verwies hauptsächlich auf die in der Beschwerde gemach-
ten Ausführungen (BVGer-act. 14).
F.
Am 11. Juni 2019 teilte die Vorinstanz dem Instruktionsrichter mit, dass sie
dessen Aufforderung, die zur Einsicht zugestellten Beschwerdebeilagen
Nr. 11 und 14 (2 Original-CDs) zu retournieren (vgl. BVGer-act. 4, 9, 13),
nicht nachkommen könne. Gemäss dem beigelegten Schreiben der mate-
riell zuständigen IV-Stelle D._ vom 6. Juni 2019 seien die CDs lei-
der nicht mehr auffindbar (BVGer-act. 16).
G.
Mit Eingabe vom 6. August 2019 teilte die Vorinstanz mit, dass die IV-Stelle
D._ gemäss beigelegtem Schreiben vom 31. Juli 2019 auf eine
Duplik verzichte und sie ihrerseits ebenfalls von einer Stellungnahme ab-
sehe (BVGer-act. 19).
H.
Am 21. August 2019 reichte der Beschwerdeführer die Beschwerdebeila-
gen Nr. 11 und 14 (2 CDs) nochmals ein mit der Bitte, diese im Verfahren
ebenfalls zu berücksichtigen (BVGer-act. 21).
I.
Auf die weiteren Vorbringen und Beweismittel wird – soweit entscheidwe-
sentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 19. No-
vember 2018, mit welcher das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers
um Ausrichtung einer Rente der Invalidenversicherung abgewiesen wor-
den ist.
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat seine Zuständigkeit von Amtes we-
gen zu prüfen (Art. 7 Abs. 1 VwVG). Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV (SR
831.201) ist zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen von
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Seite 6
Grenzgängern die IV-Stelle zuständig, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenz-
gänger eine Erwerbstätigkeit ausübt. Dies gilt auch für ehemalige Grenz-
gänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in
der benachbarten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die
Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden
von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland erlassen. Der Beschwerdefüh-
rer war zuletzt als Grenzgänger in (...) erwerbstätig und wohnte, nament-
lich auch im Zeitpunkt der Anmeldung, in (...)/DE, wo er heute noch wohnt.
Er macht einen Gesundheitsschaden geltend, der auf den Zeitpunkt seiner
Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht und schliesslich zu deren Abbruch
geführt haben soll. Unter diesen Umständen war die IV-Stelle D._
für die Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung und die Vorinstanz für
den Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig. Daraus folgt wieder-
um, dass das Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung der vorliegenden
Beschwerde zuständig ist (Art. 31, Art. 32 und Art. 33 Bst. d VGG; Art. 69
Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]).
1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, womit er zur
Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]).
1.4 Nachdem der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss fristgerecht ge-
leistet hat (BVGer-act. 3), ist auf die unbestrittenermassen innert Frist und
im Übrigen auch formgerecht eingereichte Beschwerde vom 7. Januar
2019 einzutreten (Art. 63 Abs. 4 VwVG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1
VwVG; Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 Bst. c
ATSG).
2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
2.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-
sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen
Verwaltungsverfügung (19. November 2018) eingetretenen Sachverhalt ab
(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-
dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-
fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).
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2.3 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern
das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines
bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der
Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu
folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6, 126 V 353
E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Der Sozialversicherungsträger als
verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tat-
sache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen
überzeugt sind (Urteil des BGer 8C_494/2013 vom 22. April 2014 E. 5.4.1,
n. publ. in: BGE 140 V 220).
2.4 Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz
beherrscht. Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Ge-
richt von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen
nicht uneingeschränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mitwir-
kungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a,
je mit Hinweisen); zum anderen umfasst die behördliche und richterliche
Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet
oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des
streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sach-
verhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es ab-
hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist
(vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 43 und
273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversiche-
rungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veran-
lassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus
den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE
117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des BGer 8C_843/2016 vom 8. März
2017 E. 2; zum Ganzen auch BGE 144 V 427 E. 3.2).
3.
3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in
Deutschland. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni
1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des
FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen
Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009
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Seite 8
(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung (BGE 138 V 533 E. 2.1). Seit dem
1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010,
Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen
zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vor-
liegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im
Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach
schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer
9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4; Art. 46 Abs. 3 und Anhang VII der
Verordnung (EG) Nr. 883/2004).
3.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1).
Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass
der Verfügung vom 19. November 2018 in Kraft standen; weiter aber auch
Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren,
die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprü-
che von Belang sind.
4.
In formeller Hinsicht hat der Beschwerdeführer geltend gemacht, die
Vorinstanz habe seinen Anspruch auf Wahrung des rechtlichen Gehörs
verletzt, indem sie die von ihm im Einwand vom 8. November 2018 ge-
machten Ausführungen zu seiner aktuellen gesundheitlichen Situation
nicht berücksichtigt, und sich dazu in der angefochtenen Verfügung auch
nicht geäussert habe.
4.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas-
sung [BV], Art. 42 ATSG) verlangt insbesondere, dass die Behörde die Vor-
bringen des vom Entscheid in seiner Rechtstellung Betroffenen auch tat-
sächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, woraus sich
die Verpflichtung der Behörde ergibt, ihren Entscheid zu begründen (BGE
136 I 229 E. 5.2; 138 I 232 E. 5.1 m.H.).
4.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur und die Verletzung
des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgsaussich-
ten der Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung des
angefochtenen Entscheids (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1). Nach der Recht-
sprechung kann jedoch eine – nicht besonders schwerwiegende – Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die
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daran interessierte Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwer-
deinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage
frei überprüfen kann. Von einer Rückweisung der Sache ist zudem selbst
bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen,
wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und
damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhö-
rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderli-
chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. Urteil des
BGer 9C_1/2013 vom 20. Juni 2013; BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2).
4.3 In der angefochtenen Verfügung vom 19. November 2018 wird lediglich
der Einwand des Beschwerdeführers vom 1. November 2018 erwähnt.
Dass sich die Vorinstanz bzw. die IV-Stelle D._ mit der Einwandser-
gänzung vom 8. November 2018 befasst hätte, geht aus der Verfügung
nicht hervor. Gemäss den vorliegenden Akten bereitete die IV-Stelle
D._ nach Erhalt des Einwands vom 1. November 2018 die leis-
tungsabweisende Verfügung vor und übermittelte diese am 8. November
2018 der Vorinstanz zur Datierung, Unterzeichnung und zum Versand. Die
vom Beschwerdeführer nicht angekündigte Ergänzung des Einwands vom
8. November 2018 ging bei der IV-Stelle D._ gemäss Aktenver-
zeichnis erst am 19. November 2018 und damit am Tag des Verfügungser-
lasses durch die Vorinstanz ein. Ob es der Vorinstanz bzw. IV-Stelle
D._ vom zeitlichen Ablauf her noch möglich gewesen wäre, die Ein-
wandsergänzung vom 8. November 2018 zu berücksichtigen und zu den
dortigen Ausführungen Stellung zu nehmen, lässt sich den Akten nicht ab-
schliessend entnehmen. Die Frage kann jedoch offenbleiben, denn selbst
wenn aufgrund der Nichtberücksichtigung der Einwandsergänzung vom
8. November 2018 von einer Gehörsverletzung auszugehen wäre, könnte
der Mangel im vorliegenden Fall aus folgenden Gründen als geheilt be-
trachtet werden: Der Beschwerdeführer hat im Beschwerdeverfahren vor
dem mit voller Kognition ausgestatteten Bundesverwaltungsgericht einge-
hend zur Sache Stellung genommen und sämtliche in der Einwandsergän-
zung vom 8. November 2018 gemachten Ausführungen nochmals vorge-
bracht. Angesichts der mit der vorinstanzlichen Vernehmlassung einge-
reichten Stellungnahme der IV-Stelle D._ vom 8. April 2019, wo-
nach an der Beurteilung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidens-
angepassten Tätigkeit festgehalten werde (Beilage zu BVGer-act. 7),
würde die Rückweisung an die Vorinstanz zudem zu einem formalistischen
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, was mit dem der
Anhörung gleichgestellten Interesse der Partei an einer beförderlichen Be-
urteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre. Schliesslich bevorzugt der
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Seite 10
Beschwerdeführer selbst eine materielle Behandlung der Streitsache, hat
er doch gemäss seinen Rechtsschriften im Beschwerdeverfahren die Auf-
hebung der Verfügung aus materiellen Gründen beantragt.
5.
In materieller Hinsicht umstritten ist, ob beim Beschwerdeführer eine ren-
tenbegründende Invalidität vorliegt.
5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-
dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be-
dingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga-
benbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich
berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
5.2 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und
beim Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer
Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleis-
tet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG.
Aufgrund der Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer während mehr
als drei Jahren Beiträge geleistet hat (vgl. IK-Auszug, act. 8), so dass die
Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine or-
dentliche Invalidenrente erfüllt ist.
5.3 Der Rentenanspruch entsteht sodann frühestens nach Ablauf von
sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs und die
Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenan-
spruch entsteht (vgl. Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). Der Beschwerdeführer hat
C-103/2019
Seite 11
sich vorliegend im Oktober 2017 (Eingang bei der Vorinstanz) zum Leis-
tungsbezug angemeldet (act. 2), womit ein allfälliger Rentenanspruch frü-
hestens am 1. April 2018 entstehen konnte.
5.4 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss nach Art. 28
Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern
können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen
sind (Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid
(Art. 8 ATSG) sind (Bst. c).
5.5 Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit bzw. der Invalidität beurteilen bzw.
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Ge-
richt auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder
der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die ver-
sicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aus-
künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Ar-
beitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können
(BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).
5.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen
Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet
sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) und ob der Arzt über die
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (Urteil des 9C_736/2009
vom 26. Januar 2010 E. 2.1).
5.7 Im Weiteren ist festzuhalten, dass die rechtsanwendenden Behörden
in der Schweiz nicht an die Feststellungen ausländischer Versicherungs-
träger, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbe-
ginn gebunden sind (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179;
vgl. auch Zeitschrift für die Ausgleichskassen [ZAK] 1989 S. 320 E. 2). Viel-
mehr unterstehen auch die aus dem Ausland stammenden Beweismittel
der freien Beweiswürdigung durch das Gericht (vgl. Urteil des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts EVG, [heute: Bundesgericht, BGer] vom
C-103/2019
Seite 12
11. Dezember 1981 i.S. D.), wie vorliegend beispielsweise die Bescheide
des Landratsamtes E._ vom 24. Januar 2018 und 23. März 2018,
mit welchen dem Beschwerdeführer ein "Grad der Behinderung von 40"
attestiert wurde (act. 33; 39, S. 29) sowie der Rentenbescheid der Deut-
schen Rentenversicherung vom 1. Oktober 2018, wonach der Beschwer-
deführer ab dem 1. Juli 2018 eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminde-
rung erhält (act. 39, S. 1-28).
5.8 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-
ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt
die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1; vgl. auch Art. 69 Abs. 2 IVG). Das
Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechts-
erheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären,
und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung
über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG;
BGE 136 V 376 E. 4.1.1).
6.
Nachfolgend ist zunächst zu prüfen, ob die Vorinstanz vor Erlass der an-
gefochtenen Verfügung ihrer Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1
ATSG rechtsgenüglich nachgekommen ist bzw. ob mit den vorliegenden
Akten eine rechtsgenügende Grundlage zur Beurteilung des Gesundheits-
zustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gegeben ist.
6.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer hauptsächlich
an Rückenbeschwerden (in den Bereichen der HWS und LWS) sowie an
einer Gefässerkrankung (pAVK) leidet.
6.1.1 Hinsichtlich der HWS-Beschwerden wurde am 19. Mai 2017 im Klini-
kum G._ eine MRT-Untersuchung durchgeführt. Es zeigten sich
hochgradige Osteochondrosen mit begleitenden Uncovertebral- und Fa-
cettengelenksarthrosen im Segment C5/C6 und C6/C7, eine hochgradige
Einengung des Spinalkanals im Segment C5/C6 und mittel- bis hochgradig
im Segment C6/C7, eine geringe Myeolopathie im Bereich des Myelons in
Höhe der genannten Segmente, sowie eine Einengung der Neuroforamina
im Segment C4/C5 rechts geringgradig, C5/C6 links hochgradig, rechts
mittelgradig und C6/C7 beidseits mittel- bis hochgradig (act. 12, S. 21). In
seinem Bericht vom 19. Juni 2017 hielt Dr. med. H._, Facharzt für
Orthopädie, fest, die Arbeit als Elektriker sei problematisch, da insbeson-
dere Arbeiten über Kopf bei diesem Befund erhebliche Beschwerden ver-
C-103/2019
Seite 13
ursachen könnten (act. 12, S 19). Am 22. August 2017 wurde der Be-
schwerdeführer im Klinikum I._ von Dr. med. J._, Facharzt
für Neurochirurgie im Zentrum K._, an der HWS operiert. Gemäss
dem Operationsbericht wurden bei den Diagnosen (1) Spinalkanalstenose
C5/6 und C6/7 linksbetont mit Myelopathie und (2) foraminale Stenose
C5/6 und C6/7 beidseits folgende operative Eingriffe vorgenommen: (1)
Diskektomie C5/6 und C6/7, (2) cervikale Dekompression C5/6 und C6/7,
(3) Foraminotomie C5/6 und C6/7 beidseits, (4) Neurolyse C6 und 7 beid-
seits und (5) ventrale Fusion CESPACE-Cage XP C5/6 und C6/7 und Plat-
tenosteosynthese (act. 22, S. 9; vgl. auch Bericht des Klinikums I._
vom 26. August 2017, act. 58). Nach der Operation war der Beschwerde-
führer vom 2. bis 23. Oktober 2017 in stationärer Rehabilitationsbehand-
lung in der Klinik L._. In deren Entlassungsbericht vom 2. Novem-
ber 2017 zuhanden der Deutschen Rentenversicherung wurden folgende
Diagnosen angegeben: (1) Spinalkanalstenose C5/6, C6/7, Foramenste-
nose C5/6, C6/7 beidseits, (2) Zustand nach mikroskopischer Dekompres-
sion, Fusion C5-7 am 22.08.2017 und (3) chronisches LWS-Syndrom (BSV
2011). Betreffend die Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, dass der Be-
schwerdeführer aus orthopädischer Sicht für die letzte Tätigkeit als Elekt-
roinstallateur unter 3 Stunden täglich leistungsfähig sei. Für eine Ver-
weistätigkeit mit mittelschwerer körperlicher Arbeit bestehe eine Leistungs-
fähigkeit von 6 Stunden und mehr pro Tag (act. 24, S. 55 ff.).
6.1.2 Betreffend die Gefässerkrankung wurde im Bericht des Klinikums
G._ vom November 2017, Klinik für Gefässchirurgie, wo sich der
Beschwerdeführer vom 28. bis 29. November 2017 stationär aufgehalten
hatte, als aktuelle Diagnose eine pAVK (periphere arterielle Verschluss-
krankheit) Stadium II b rechts angegeben. Als Nebendiagnosen bestünden
eine arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, nicht näher bezeichnet, sowie
eine med. Thrombozytenblockdade. Es wurde festgehalten, dass der Be-
schwerdeführer seit mehreren Wochen nur noch ca. 200 Meter gehen
könne und dann Schmerzen in der rechten Wade habe. Die MR-Angiogra-
fie vom 24. November 2017 habe einen kurzstreckigen Verschluss der
A. femoralis superficialis rechts gezeigt. Am 29. November 2017 sei eine
stentoptimierte perkutane transluminale Angioplastie der A. femoralis su-
perficialis rechts durchgeführt worden mit postinterventionell komplika-
tionslosem Verlauf (act. 24, S. 65 ff.). Gemäss einem Konsiliarbericht vom
7. Dezember 2017 des Klinikums G._ klagte der Beschwerdeführer
über Kribbelgefühl im lateralen Unterschenkel rechts. Die beurteilende Ärz-
tin schätzte die Symptomatik als eher vertebragen bedingt ein (act. 24, S.
71; vgl. auch den vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. November
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Seite 14
2018 [und damit nach Verfügungserlass] eingereichten Bericht der Not-
fallambulanz des Klinikums G._ vom 6. Dezember 2017, act. 41,
S. 8).
6.1.3 Entsprechend der Aufforderung der C._ (vgl. act. 24, S. 37 f.)
erstattete der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. M._,
Facharzt für Allgemeinmedizin/Chirotherapie, am 27. Dezember 2017 ein
"ärztliches Gutachten" und gab folgende Diagnosen an: (1) Schmerzhaf-
tes, erheblich minderbelastbares Achsenorgan bei Spinalkanalstenose C5
- C7 (ergänzend auch im lumbosakralen Übergang), auch bei Zustand
nach mikroskopischer Dekompression 08/2017 (01/2018 auch lumbosakral
vorgesehen), bei multisegmentalen WS-Veränderungen, (2) neu diagnos-
tizierte Claudatio intermittens infolge pAVK, Stadium 2b rechts nach Font.,
Gehstrecke < 200 Meter, mit prognostisch angedachter operativer Behand-
lung (Blutgefäss-Bypass-Operation), (3) arterielle Hypertonie und (4) Hy-
perlipidämie. Er hielt fest, es sei nicht davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer wieder eine ausreichende Belastbarkeit für die ausgeübte
Tätigkeit als Elektroinstallateur erreiche (act. 24, S. 39 f.).
6.1.4 Im November 2017 traten beim Beschwerdeführer zudem akute
LWS-Beschwerden auf. Gemäss Bericht von Dr. J._ vom 4. Dezem-
ber 2017 klagte der Beschwerdeführer über seit zwei Wochen bestehende
verstärkte Schmerzen im Rücken mit Ausstrahlung in beide Beine, mehr
links, vor allem beim Bücken. Die MRT der LWS vom 26. Juli 2017 habe
eine absolute Spinalkanalstenose L4/5 gezeigt. Dr. J._ empfahl zu-
nächst eine konservative Therapie, wies jedoch bereits darauf hin, dass bei
Beschwerdepersistenz die Möglichkeit eines operativen Eingriffs bestehe
(act. 24, S. 72; vgl. so auch Bericht von Dr. H._ vom 13. November
2017, act. 24, S. 68). Am 18. Januar 2018 wurde der Beschwerdeführer im
Klinikum I._ von Prof. Dr. med. N._, Facharzt für Chirurgie,
Unfallchirurgie und spezielle Unfallchirurgie im Zentrum K._, an der
LWS operiert. Gemäss dem entsprechenden Operationsbericht wurden bei
den Diagnosen (1) Spondylolisthesis I-II° L4/5 und (2) Spinalkanalstenose
L4/5 beidseits und Radikulopathie rechtsbetont folgende operativen Ein-
griffe durchgeführt: (1) Mikroskopische Dekompression L4/5 beidseits, (2)
Neurolyse L4 und L5 Wurzeln beidseits, (3) Ausräumung des Bandschei-
benfachs L4/5 von rechts und (4) Fusion in TLIF-Technik Cage mit Fixateur
intern, dorsale Spondylodese (act. 22, S. 7; vgl. auch Bericht des Klinikums
I._ vom 24. Januar 2018, act. 21, S. 36 f.). Vom 9. bis 30. März
2018 befand sich der Beschwerdeführer in stationärer Rehabilitationsbe-
handlung in der Klinik O._. Im Entlassungsbericht vom 9. April 2018
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Seite 15
zuhanden der Deutschen Rentenversicherung wurden folgende Diagnosen
angegeben: Spondylolisthesis L4/5 mit Rezesus-/Spinalkanalstenosierung
beidseits und rechtsbetonter Radikulopathie. Als weitere Diagnosen wur-
den aufgeführt: Zustand nach Spondylodese C5 bis C7 (2017), arterielle
Hypertonie und Zustand nach Gefässstent-Implantation rechter Ober-
schenkel mit ASS-Dauertherapie. Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten,
dass das Leistungsvermögen als Elektriker bei Zustand nach Dekompres-
sion mit zervikaler Myelopathie und zusätzlich vorgeschädigter LWS mit
unter 3 Stunden eingeschätzt werde. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
könne der Beschwerdeführer noch wirbelsäulengerechte leichte bis mittel-
schwere Arbeiten vollschichtig verrichten, soweit keine erhöhten Anforde-
rungen an die Koordination bestünden. Mit einer Wiederherstellung der Ar-
beitsfähigkeit als Elektriker sei in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Mit ei-
ner Arbeitsfähigkeit für wirbelsäulengerechte Tätigkeiten sei frühestens
vier Monate postoperativ zu rechnen (act. 21, S. 13 ff.). Am 4. April 2018
berichtete Dr. med. P._, Fachärztin für Orthopädie, dass der Be-
schwerdeführer zu Kur (gemeint: Reha-Behandlung in der Klinik
O._) gewesen sei, jedoch viele Behandlungen aufgrund eines grip-
palen Infekts nicht habe wahrnehmen können. Die Schmerzen der LWS
seien unverändert. Zudem bestünden Missempfindungen der Beine,
manchmal Taubheit der Füsse. Aktuell lägen folgende Diagnosen vor: (1)
Chronisches cervikales Radikulär-Syndrom bei Zustand nach Fusion C5-
7, (2) chronisches lumbales Pseudoradikulär-Syndrom bei Zustand nach
Spondylodese L4/5 sowie (3) chronisches lumbales Lokalsyndrom (act. 21,
S. 31).
6.1.5 In seinem Bericht vom 29. Juni 2018 hielt der Hausarzt Dr.
M._ fest, dass seit 15. Mai 2017 vordergründig ein multisegmenta-
les Beschwerdebild im Bereich der Wirbelsäule vorliege. Zudem bestehe
eine Claudatio intermittens infolge pAVK Stadium 2 b rechts mit prognos-
tisch angedachter operativer Behandlung, Gehstrecke weniger als 200 Me-
ter. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit wirkten sich die multimorbide somati-
sche Minderbelastbarkeit des Achsenorgans und auch der Blutgefässe der
unteren Extremitäten einschränkend aus. Aufgrund der Atherosklerose der
Blutgefässe bestehe auch eine Minderbelastbarkeit des Herzkreislaufsys-
tems bei Bluthochdruck. Zudem lägen eine psychische Belastungsminde-
rung und Schlafstörungen bei einlaufender depressiver Episode vor. Die
bisherige Tätigkeit als Elektroinstallateur sei dem Beschwerdeführer auf-
grund der unzureichenden täglichen Belastbarkeit deutlich weniger als 3
C-103/2019
Seite 16
Stunden, allenfalls noch 1 - 2 Stunden täglich zuzumuten. Auch eine lei-
densangepasste Tätigkeit sei deutlich weniger als 3 Stunden, allenfalls
noch 1 - 2 Stunden täglich zumutbar (act. 21, S. 1-6).
6.1.6 Am 6. Juli 2018 erstattete Dr. J._ auf Aufforderung der IV-
Stelle D._ einen Arztbericht, wobei er festhielt, dass der Beschwer-
deführer nicht bei ihm in Behandlung sei. Entsprechend konnte er weder
Angaben zur aktuellen gesundheitlichen Situation noch zur Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers machen (act. 22).
6.1.7 Der Beschwerdeführer reichte im Beschwerdeverfahren medizini-
sche Berichte und Unterlagen ein, welche zum Teil erst nach Erlass der
angefochtenen Verfügung vom 19. November 2018 entstanden sind. Zwar
sind – wie bereits erwähnt – grundsätzlich nur die bis zum Erlass der Ver-
fügung vom 19. November 2018 vorliegenden medizinischen Akten zu be-
rücksichtigen (vgl. E. 2.2 hiervor), jedoch können gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung auch Arztberichte zum Krankheitsverlauf, welche
nach Verfügungserlass entstanden sind, in die Beurteilung miteinbezogen
werden, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des
Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (statt vieler: Urteil
BGer 8C_71/2017 vom 20. April 2017 E. 8.3). Dies trifft auf die nachfolgen-
den Berichte zu, weshalb auch diese zu berücksichtigen sind:
6.1.7.1 Am 5. Dezember 2018 erfolgte eine MRT der LWS des Beschwer-
deführers. Prof. Dr. med. Q._, Facharzt für Radiologie, hielt im ent-
sprechenden Bericht folgende Befunde fest: (1) Beginnende spinale Enge
auf Höhe LWK 3/4 bei gering zunehmender breitbasiger Bandscheiben-
protrusion, (2) zum Teil knöcherne neuroforaminale Enge LWK 4/5 links
und LWK 5/SWK 1 beidseits, vor allem rechts, (3) deutliche Atrophie der
autochthonen Rückenmuskulatur im OP-Gebiet (Beilage 13 zu BVGer-act.
1). Der Beschwerdeführer reichte eine CD mit den MRT-Bildern der LWS
vom 5. Dezember 2018 ein (Beilage 14 zu BVGer-act. 1).
6.1.7.2 Im Befundbericht des Zentrums K._ vom 5. Dezember 2018
gab Dr. J._ folgende aktuelle Diagnosen an: (1) Zustand nach Fu-
sion C5/6 und C6/7, (2) Zustand nach Fusion L4/5 sowie (3) Anschlussde-
generation mit Facettengelenksarthrose L3/4. Anamnestisch hielt er fest,
dass der Beschwerdeführer in letzter Zeit über zunehmende linksseitige
Schmerzen, Knirschen und Verkrampfungen im Nackenbereich und Kopf
bei Rotation, Kribbeln beim Gehen und teilweise Taubheit im Fuss (rechts
mehr als links), muskelkaterartige Beschwerden in den Beinen sowie eine
C-103/2019
Seite 17
verminderte Gehstrecke von 250 Metern klage. Die Röntgenbilder der
HWS vom 21. November 2018 zeigten eine regelrechte Implantatlage C5-
6-7, eine minimale Olisthesis C4/5 und keine gravierende Anschlussdege-
neration. Die MRT der LWS vom 5. Dezember 2018 zeige eine regelrechte
Implantatlage L4/5 und eine Spinalkanalstenose L3/4 bei fortgeschrittener
Anschlussdegeneration mit fortgeschrittener Facettengelenksarthrose
L3/4. Dazu hielt Dr. J._ fest, dass derzeit keine Operationsindika-
tion bestehe. Da jedoch auch unter konservativer Therapie keine Besse-
rung der geschilderten Beschwerden zu sehen sei, sei eine erneute Ope-
ration (Dekompression mit Anschlussfusion der Etage L3/4) nicht zu ver-
meiden (Beilage 12 zu BVGer-act. 1).
6.1.7.3 In ihrem Bericht vom 27. Februar 2019 gab Dr. P._ die glei-
chen Diagnosen wie bereits im Bericht vom 4. April 2018 an (vgl. E. 6.1.4
oben) und hielt fest, dass die LWS-Schmerzen des Beschwerdeführers un-
verändert seien (Beilage 20 zu BVGer-act. 14).
6.1.7.4 Gemäss einem Befundbericht "Hypertension Management" vom
4./5. Februar 2019, wies der Beschwerdeführer über einen Messzeitraum
von 24 Stunden durchschnittlich einen zu hohen Blutdruck auf (Durch-
schnitt über alle Einzelwerte: Systole: 148, Distole: 94; Beilage 21 zu
BVGer-act. 14).
6.2 Beim der leistungsabweisenden Verfügung vom 19. November 2018
hat sich die Vorinstanz im Wesentlichen auf die Beurteilung von RAD-Arzt
Dr. med. R._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie, vom 8. August 2018 gestützt.
6.2.1 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht
nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versiche-
rungsinterner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fäl-
len sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem
Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465; 122 V 157
E. 1d).
Die Stellungnahmen des RAD, welche nicht auf eigenen Untersuchungen
beruhen, können wie Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Be-
urteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht,
C-103/2019
Seite 18
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den
Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018
E. 5.1; 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni
2014 E. 5.1.1, je mit Hinweisen). Die versicherungsinternen Fachpersonen
haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen,
wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten
eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-
dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-
nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen
Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-
ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende
Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-
gen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011
E. 3.3).
6.2.2 RAD-Arzt Dr. R._ untersuchte den Beschwerdeführer nicht
selbst und nahm seine Beurteilung allein gestützt auf die bis zu diesem
Zeitpunkt vorliegenden Akten vor. Als Diagnosen gab er an: (1) Zustand
nach Dekompression L4/5 und Neurolyse der L4- und L5-Nervenwurzel
beidseits, Diskektomie L4/5 von rechts sowie Fusion in TLIF-Technik mit
Cage und dorsaler Spondylodese am 18. Januar 2018 bei Spondylosthese
L4/5 Grad I-II nach Meyerding mit Spinalkanalstenose L4/5 beidseits und
Radikulopathie rechtsbetont, sowie (2) Zustand nach Diskektomie und zer-
vikaler Dekompression C5/6 und C6/7, Foraminotomie C5/6 und C6/7 beid-
seits inklusive Neurolyse der Nervenwurzel C6 und C7 beidseits sowie
ventrale Fusion mit Cage und Plattenosteosynthese am 22. August 2017
bei Spinalkanalstenose C5/6 und C6/7 linksbetont mit Myelopathie sowie
foraminaler Stenose C5/6 und C6/7 beidseits. In seiner Beurteilung hielt er
fest, dass diese beiden somatischen Gesundheitsschäden einschliesslich
der sich daraus ableitendenden Einschränkung der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit anhand der vorliegenden Arztberichte ausgewiesen seien.
Die Gesundheitsschäden seien derzeit offenbar stabil, wenngleich die me-
dizinische Behandlung nach dem letzten operativen Eingriff wahrscheinlich
noch nicht abgeschlossen sei. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers zog Dr. R._ den Bericht des Hausarztes
Dr. M._ vom 29. Juni 2018 sowie den Entlassungsbericht der Klinik
O._ vom 9. April 2018 heran. Er hielt fest, dass die aktenkundigen
Arbeitsunfähigkeitsbeurteilungen für die bisherige Tätigkeit als Elektroin-
stallateur aus orthopädischer Sicht uneingeschränkt nachvollziehbar seien.
Es bestehe ab Mai 2017 und auf Dauer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Betreffend die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
C-103/2019
Seite 19
stützte sich Dr. R._ explizit auf den Entlassungsbericht der Klinik
O._ vom 9. April 2018 und gab an, dass in einer körperlich leichten,
wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von Lasten von
mehr als 5-6 kg, ohne häufiges Bücken, ohne Arbeiten über Kopf oder in
vornüber geneigter Haltung, ohne längere Zwangshaltung des Kopfes oder
Rumpfes seit 1. April 2018 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe
(act. 26, S. 4 f.).
6.2.3 Tatsächlich haben die Ärzte der Klinik O._ gemäss dem Ent-
lassungsbericht vom 9. April 2018 den Beschwerdeführer für eine leidens-
adaptierte Tätigkeit als "vollschichtig" bzw. 100 % arbeitsfähig erachtet. Sie
haben jedoch gleichzeitig auch festgehalten, dass mit dieser Arbeitsfähig-
keit frühestens 4 Monate postoperativ zu rechnen sei (act. 21, S. 15). Inso-
fern handelte es sich bei dieser Einschätzung der Arbeitsfähigkeit lediglich
um eine Prognose. Die LWS-Operation fand am 18. Januar 2018 statt, wo-
mit die attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit frühestens ab 18. April 2018
bestehen konnte. Ob entsprechend der Prognose ab diesem Zeitpunkt tat-
sächlich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in lei-
densadaptierten Tätigkeiten ausgegangen werden kann, bleibt allerdings
fraglich. So lässt sich dem Entlassungsbericht vom 9. April 2018 entneh-
men, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Abschlussuntersuchung
noch immer erhebliche Beschwerden aufwies, namentlich ausstrahlende
Schmerzen vom Kreuz ausgehend bis L4/5 Dermatom entsprechend bis
zur Fusssohle mit Kribbeln im Schmerzbereich, ab und zu Schmerzaus-
strahlung bis in das linke Bein, Taubheitsgefühl vor allem im rechten Ober-
und Unterschenkel ventral (act. 21, S. 27). Im Vergleich zur Eintrittsanam-
nese verbesserte sich einzig die Länge der beschwerdearm möglichen
Gehstrecke von 100 Meter auf 400 - 500 Meter (vgl. act. 21, S. 18.). Aller-
dings handelte es sich dabei nicht um eine anhaltende Verbesserung wie
aus nachfolgenden ärztlichen Berichten hervorgeht. So gab der Hausarzt
Dr. M._ im Bericht vom 29. Juni 2018 an, dass die beschwerdearm
mögliche Gehstrecke (erneut) weniger als 200 Meter betrage (act. 21, S.
3). Dafür, dass nach der Reha-Behandlung keine Verbesserung eingetre-
ten ist, spricht auch der Bericht von Dr. P._ vom 4. April 2018, wo-
nach die LWS-Beschwerden des Beschwerdeführers unverändert seien
und zudem Missempfindungen der Beine sowie manchmal Taubheit der
Füsse bestünden (act. 21, S. 31). Über den weiteren Verlauf des Gesund-
heitszustandes des Beschwerdeführers seit April 2018 gibt es in den Akten
keine fachorthopädischen Berichte. Dr. J._ füllte am 6. Juli 2018
den Fragebogen der IV-Stelle D._ aus, konnte allerdings keine An-
C-103/2019
Seite 20
gaben zum aktuellen Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers machen, da dieser nach der LWS-Operation am 18. Ja-
nuar 2018 nicht mehr im Zentrum K._ in Behandlung war (vgl. act.
22). Gemäss Angaben des Hausarztes Dr. M._ vom 29. Juni 2018
bestanden beim Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt noch immer er-
hebliche Beschwerden insbesondere in Form einer Minderbelastbarkeit
des Achsenorgans. Entgegen der Prognose der Ärzte der Klinik O._
vom 9. April 2018 erachtete Dr. M._ den Beschwerdeführer im Juni
2018 nur für 1 - 2 Stunden arbeitsfähig in sämtlichen Tätigkeiten (vgl. act.
21, S. 1-6). Nach dem Gesagten lassen die Akten keine abschliessende
Beurteilung des Verlaufs des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähig-
keit des Beschwerdeführers zu.
6.2.4 Hinzu kommt, dass Dr. R._ die Gefässerkrankung des Be-
schwerdeführers, welche gemäss den dazu vorliegenden Akten mit einer
funktionellen Einschränkung der Gehfähigkeit verbunden ist, in seiner Be-
urteilung gar nicht berücksichtigt hat. Als Diagnosen gab er lediglich den
Zustand nach der HWS-Operation vom 22. August 2017 sowie den Zu-
stand nach der LWS-Operation vom 18. Januar 2018 an. Die im Bericht
des Klinikums G._ vom November 2017 gestellte Diagnose einer
pAVK Stadium II b (Gehstrecke < 200 Meter) erwähnte er nicht und nahm
dazu auch in der Beurteilung keine Stellung. Insbesondere machte er dies-
bezüglich auch beim Anforderungsprofil an eine leidensangepasste Tätig-
keit keine Angaben zu einer allenfalls eingeschränkten Gehfähigkeit. Ob-
wohl beim Beschwerdeführer am 29. November 2017 eine stentoptimierte
perkutane transluminale Angioplastie der A. femoralis superficialis rechts
durchgeführt worden war (vgl. 24, S. 65 ff.), zeigte dieser danach weiterhin
Beschwerden (Missempfindungen in den Beinen, Taubheitsgefühle in den
Füssen, Claudatio intermittens, act. 24, S. 71; act. 24, S. 39). Der Hausarzt
Dr. M._ gab im Bericht vom 29. Juni 2018 die Diagnose Claudatio
intermittens infolge pAVK Stadium II b rechts, Gehstrecke < 200 Meter, an
und hielt fest, dass sich die Minderbelastbarkeit der Blutgefässe der unte-
ren Extremitäten einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers auswirke (act. 21, S. 4). Fachärztliche Berichte dazu, wie sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in Bezug auf die pAVK seit
November 2017 entwickelt hat, liegen nicht vor. Somit lässt sich nicht ohne
Weiteres ausschliessen, dass die Gefässerkrankung eine quantitative
und/oder qualitative Arbeitsfähigkeitseinschränkung des Beschwerdefüh-
rers begründet. Diesbezüglich ist im Übrigen festzuhalten, dass RAD-Arzt
C-103/2019
Seite 21
Dr. R._ ohnehin auch nicht über die für eine beweiskräftige Beurtei-
lung nötige fachärztliche Qualifikation im Bereich Gefässerkrankungen ver-
fügt.
6.2.5 Nach dem Gesagten sind die Beweisanforderungen, die an einen
RAD-Bericht ohne eigene Untersuchung gestellt werden (lückenlose Be-
fundlage, keine geringen Zweifel) vorliegend nicht erfüllt. Auf die Beurtei-
lung von RAD-Arzt Dr. R._, wonach seit 1. April 2018 eine 100 %ige
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in leidensangepassten Tätigkeiten
vorliege, kann folglich nicht abgestellt werden. Betreffend den Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers liegen weder ein lückenloser Befund
noch ein feststehender, unbestrittener medizinischer Sachverhalt vor. Es
sind somit weitere medizinische Abklärungen erforderlich. Dies gilt umso
mehr, als dass die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte vom
5. Dezember 2018 auf eine bereits vor Verfügungserlass eingetretene und
allenfalls arbeitsfähigkeitsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes des Beschwerdeführers hindeuten. So hielt Dr. J._ fest,
dass es zu einer fortgeschrittenen Anschlussdegeneration mit fortgeschrit-
tener Facettengelenksarthrose L3/4 gekommen sei, wobei aufgrund der
unter konservativer Therapie nicht gebesserten Beschwerden eine erneute
Operation nicht zu vermeiden sei (Beilage 12 zu BVGer-act. 1).
6.3 Im Ergebnis ist die Vorinstanz, indem sie trotz lückenhafter Befundlage
allein auf die Beurteilung von RAD-Arzt Dr. R._ abgestellt hat und
keine interdisziplinäre Abklärung veranlasst hat, ihrer Untersuchungspflicht
nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht hinreichend nachgekommen und hat den
rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt bis zum Erlass der ange-
fochtenen Verfügung nicht genügend abgeklärt. Die angefochtene Verfü-
gung vom 19. November 2018 ist folglich aufzuheben.
7.
Betreffend das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass aufgrund seines
fortgeschrittenen Alters sowie den gesundheitlichen Beeinträchtigungen
eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Ar-
beitsmarkt von vornherein nicht verwertbar sei, kann eine entsprechende
Prüfung erst im Zeitpunkt erfolgen, in dem die medizinische Zumutbarkeit
einer (Teil-)Erwerbstätigkeit feststeht (BGE 138 V 457 E. 3.3; Urteil des
BGer 8C_611/2018 vom 7. Januar 2019 E. 4.2). Diese gilt als ausgewie-
sen, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige
Sachverhaltsfeststellung erlauben, was vorliegend – wie festgestellt – nicht
der Fall ist.
C-103/2019
Seite 22
8.
8.1 Da im vorinstanzlichen Verfahren infolge unvollständiger Feststellung
des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts (vgl. Art. 43 ff. ATSG
und Art. 12 VwVG) entscheidwesentliche Aspekte vollständig ungeklärt ge-
blieben sind, steht einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu wei-
teren Abklärungen nichts entgegen (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Vor-
liegend fehlt es gänzlich an einer iv-rechtlich erforderlichen Gesamtbeur-
teilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Die Vorinstanz
hat es unterlassen, eine interdisziplinäre Abklärung zu veranlassen, ob-
wohl eine solche aufgrund der im Raum stehenden Befunde und Diagno-
sen, welche verschiedene medizinische Fachgebiete betreffen, geboten
gewesen wäre. Da die Vorinstanz noch kein Gutachten veranlasst hat, und
die Verwaltung nicht von vornherein darauf bauen kann, dass ihre Arbeit in
jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozialversicherungsfall auf Be-
schwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unterläge, ist von der
Einholung eines Gerichtsgutachtens oder Erhebung anderer Beweisab-
nahmen abzusehen (BGE 137 V 210 E. 4.2; Urteil des BVGer C-1358/2014
vom 11. Dezember 2015 E. 5). Überdies würde den Verfahrensbeteiligten
mit dem Verzicht auf ein Administrativgutachten im Verwaltungsverfahren
der doppelte Instanzenzug, den sich der Beschwerdeführer mit seinem
Eventualantrag auf Rückweisung ausdrücklich erhalten wollte (vgl. BVGer-
act. 1, S. 2), nicht gewahrt (vgl. Urteil des BVGer C-1882/2017 vom 3. April
2018 E. 6.1).
8.2 Die Vorinstanz ist daher in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 VwVG anzu-
weisen, nach Aktualisierung und Vervollständigung der medizinischen Ak-
ten eine umfassende interdisziplinäre Begutachtung des Beschwerdefüh-
rers zu veranlassen. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle relevan-
ten Gesundheitsschädigungen erfasst und die daraus jeweils abgeleiteten
Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit würdigend in einem Gesamtergebnis aus-
gedrückt werden (vgl. dazu SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44, E. 2.1). Auch wenn
der Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers auf zwei Disziplinen, na-
mentlich Orthopädie und Innere Medizin (insb. Angiologie), fokussiert er-
scheint, so ist die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik noch nicht
vollends gesichert. So könnte beim Beschwerdeführer auch eine neurolo-
gische Problematik vorliegen, da die Ärzte der Klinik O._ im Rah-
men der Erhebung des orthopädischen Befunds beim Beschwerdeführer
ein Kraftdefizit in den Oberschenkelmuskeln beidseits sowie nicht eindeu-
tig zuordenbare ("möglicherweise L4 bis S1 beidseits") Hypästhesien fest-
stellten (act. 21, S. 23). In psychischer Hinsicht berichtete der Hausarzt im
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Juni 2018 zudem von Problemen wie eine psychische Belastungsminde-
rung, Schlafstörungen und eine "einlaufende" depressive Episode (act. 21,
S. 4). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist in einem solchen
Fall, in dem die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik noch nicht ge-
sichert ist, ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen (BGE 139 V 349 E.
3.2). Dabei sind vorliegend Gutachter der folgenden Fachdisziplinen bei-
zuziehen: Orthopädie (Wirbelsäulenspezialist), Neurologie, Innere Medizin
(evtl. mit Beizug Angiologie) und Psychiatrie. Ob noch weitere Disziplinen
beizuziehen sind, ist dem pflichtgemessen Ermessen der Gutachter zu
überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, aufgrund der konkreten Fra-
gestellung über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden. Sie sind
einerseits für die fachliche Güte und die Vollständigkeit der interdisziplinär
erstellten Entscheidungsgrundlage, anderseits aber auch für eine wirt-
schaftliche Abklärung letztverantwortlich (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 3.3;
Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 E. 6.3.1). Die psychi-
atrische Begutachtung hat unter Berücksichtigung der Indikatorenrecht-
sprechung des Bundesgerichts zu erfolgen (vgl. BGE 143 V 418; 143 V
409; 141 V 281 und BGE 145 V 215). Die funktionelle Leistungsfähigkeit
und Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers haben die Gutachter unter
Ausschluss allfälliger aggravatorischer Anteile festzustellen, denn soweit
die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erschei-
nung beruht, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung
vor. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten
hin (BGE 141 V 281 E. 2.2.1 f. mit Hinweisen; zur Grenzziehung zwischen
Aggravation und Verdeutlichungstendenz vgl. Urteil des BGer
9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.2). Betreffend den zu beurteilenden
Zeitraum ab Mai 2017 haben die Gutachter die Entwicklung des Gesund-
heitszustands und den Verlauf der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
sinnvollerweise bis zum Zeitpunkt der neu durchzuführenden Begutach-
tung miteinzubeziehen und zu beurteilen.
8.3 Der Beschwerdeführer hat beantragt, es sei zusätzlich zu einem um-
fassenden Gutachten ein weiteres Gutachten oder Anschlussgutachten bei
einer ausgewiesenen Fachstelle wie z.B. das Zentrum F._ einzuho-
len, das sich mit der Arbeitsfähigkeit und den Arbeitsmöglichkeiten des Be-
schwerdeführers befasse (vgl. BVGer-act. 1, S. 11). Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung wäre eine solche Abklärung jedoch erst dann in
Betracht zu ziehen, wenn sich die Gutachter ausser Stande sähen, eine
zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen
und deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als
zweckmässigste Massnahme ausdrücklich empfehlen würden (Urteil des
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BGer 9C_497/2016 vom 29. Dezember 2016 E. 5.3). Folglich ist der be-
schwerdeweise gestellte Antrag des Beschwerdeführers abzuweisen.
8.4 Die polydisziplinäre Begutachtung hat vorliegend in der Schweiz zu er-
folgen, da die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen
Versicherungsmedizin vertraut sein muss (vgl. dazu Urteil des BGer
9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2; statt vieler Urteil des BVGer
C-3864/2017 vom 11. März 2019 E. 7.5 m.w.H.) und vorliegend keine
Gründe ersichtlich sind, die eine Begutachtung in der Schweiz als unver-
hältnismässig erscheinen liessen. Im Weiteren ist die Gutachterstelle nach
dem Zufallsprinzip gemäss Zuweisungssystem «SuisseMED@P» zu ermit-
teln (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 5.2.1 und Art. 72bis Abs. 2 IVV) und dem
Beschwerdeführer sind die ihm zustehenden Mitwirkungsrechte einzuräu-
men (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9).
9.
Im Ergebnis ist die Beschwerde im Sinne des Eventualantrags gutzuheis-
sen, die Verfügung vom 19. November 2018 aufzuheben und die Sache an
die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese nach erfolgter Abklärung im
Sinne der Erwägungen über den Anspruch des Beschwerdeführers auf
Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung neu verfüge.
10.
10.1 Die Rückweisung der Sache zu erneuter Abklärung gilt für die Frage
der Auferlegung der Gerichtskosten und der Parteientschädigung als voll-
ständiges Obsiegen (vgl. BGE 137 V 210 E. 7.1; 132 V 215 E. 6; Urteil des
BGer 8C_897/2017 vom 14. Mai 2018 E. 4.1).
10.2 Dem obsiegenden Beschwerdeführer sind keine Verfahrenskosten
aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario). Der geleistete Vorschuss
von Fr. 800.- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des
vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz sind ebenfalls keine
Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
10.3 Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung,
die von der Vorinstanz zu leisten ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m.
Art. 7 ff. VGKE). Da seitens des Rechtsvertreters keine Kostennote einge-
reicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen
(Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensaus-
gangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der
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Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfah-
rens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen Ent-
schädigungen ist es gerechtfertigt, eine Parteientschädigung von
Fr. 2'800.- (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. dazu z.B. Urteil des
BVGer C-1741/2014 vom 28. April 2016 E. 8.3 mit Hinweisen]; Art. 9 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE) festzusetzen.
(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.)
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