Decision ID: 09dcfc0d-acfd-578e-964f-bf623d86978e
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 25. März 2008 verliess und am 20. April 2008 in der Schweiz , wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass das BFM den Beschwerdeführer am 20. April 2008 unter  mittels Formulars und Hinweises auf die entsprechende  Nichteintretensbestimmung aufforderte, innerhalb von 48 Stunden Reise- oder Identitätspapiere abzugeben,
dass der Beschwerdeführer im Empfangs- und Verfahrenzentrum Kreuzlingen am 28. April 2008 summarisch zu seiner Person und den Ausreisemotiven befragt wurde, am 15. Mai 2008 eine irakische  und einen irakischen Nationalitätenausweis einreichte und gleichentags einlässlich zu den Asylgründen angehört wurde,
dass der Beschwerdeführer in den Anhörungen im Wesentlichen  machte, Kurde zu sein und (...) in C._, Provinz D._, gelebt zu haben,
dass er (...) im Jahre (...) - wie Tausende Kurden auch - von der zentralirakischen Regierung in die autonomen Kurdenprovinzen Nordiraks deportiert worden seien und sich vorübergehend in F._, Provinz G._, niedergelassen hätten, bis sie  eines Gesetzeserlasses im Jahr (...) oder (...) nach C._ hätten zurückkehren müssen,
dass indes in der Provinz D._ - namentlich seit dem Jahr (...) - eine prekäre Sicherheitslage bestanden habe,
dass terroristische Gruppierungen dort ihr Unwesen getrieben und amerikanische Truppen wiederholt in der Region C._  hätten,
dass man sich nicht mehr habe unbekümmert frei bewegen können,
dass er als (...) seit dem Jahr (...) von verschiedenen Personen - allenfalls von Mitgliedern terroristischer Gruppierungen - aufgefordert worden sei, mit ihnen zu kollaborieren, und er wegen seiner Untätigkeit wiederholt verprügelt worden sei,
Seite 2
E-3457/2008
dass er sich in dieser Situation entschlossen habe, das Land zu ,
dass er ansonsten noch nie Probleme mit Behörden oder  seines Landes gehabt habe und weder politisch noch religiös aktiv gewesen sei,
dass dem Beschwerdeführer in der Anhörung vom 15. Mai 2008 das rechtliche Gehör zum Fälschungsvorwurf bezüglich des irakischen  und der irakischen Identitätskarte gewährt wurde,
dass für weitere Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird,
dass der Beschwerdeführer keine weiteren Identitäts- oder  zu den Akten reichte,
dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 21. Mai 2008 auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 20. April 2008  auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und seine Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, wobei es den  und die Identitätskarte des Beschwerdeführers einzog,
dass das BFM zur Begründung des Entscheids im Wesentlichen , trotz entsprechender Aufforderung habe der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 Bst. b und c der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) abgegeben,
dass - so das BFM - der Beschwerdeführer trotz schriftlicher  keine konkreten Schritte zur Einreichung rechtsgenüglicher - oder Reisepapiere bis zum 28. April 2008 unternommen habe, weshalb daraus zu schliessen sei, er sei offensichtlich nicht bereit,  Identität gegenüber dem BFM mit rechtsgenüglichen Dokumenten fristgemäss nachzuweisen,
dass die vom Beschwerdeführer abgegebenen, vom Jahr 2006  Ausweise nicht authentisch seien,
Seite 3
E-3457/2008
dass das Formular des Nationalitätenausweises lediglich aus (...Auflistung diverser Fälschungsmerkmale...) bestehe, (.... ) aufweise, und die Identitätskarte (...Auflistung diverser Fälschungsmerkmale...),
dass der Beschwerdeführer keine plausiblen Erklärungen hierzu  habe, weshalb davon auszugehen sei, er sei nicht bereit, seine wahre Identität offen zu legen,
dass somit keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ihm  hätten, ein rechtsgenügliches Reise- oder Identitätspapier nachzureichen,
dass deshalb gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Gesuch nicht einzutreten sei,
dass das BFM weiter die Auffassung vertrat, der Beschwerdeführer sei höchstwahrscheinlich in einer der drei von der kurdischen  kontrollierten nordirakischen Provinzen (...) und G._ wohnhaft gewesen und habe dort seine Sozialisation erlebt, weshalb er in jener Region erwartungsgemäss über ein soziales  verfügen dürfte,
dass indes die Identität des Beschwerdeführers nicht rechtsgenüglich belegt sei, er namentlich zur behaupteten Identität, Biographie, Wohn- und Aufenthaltsorten im Irak, zur familiären Situation und zum  Beziehungsnetz keine gesicherten Angaben zu  gegeben habe,
dass sinngemäss eine Mitwirkungs- und Wahrheitspflichtverletzung praxisgemäss den Vollzug der Wegweisung nicht verhindern könne, wenn der Beschwerdeführer - wie vorliegend - eine sinnvolle Prüfung, ob ihm im Heimat- oder Herkunftsstaat Gefahr drohe, verunmögliche,
dass es nach ständiger Rechtsprechung der Schweizerischen  (ARK) und des heutigen Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) nicht Sache der Asylbehörden sei, nach allfälligen  zu forschen, wenn der Beschwerdeführer im  der Sachverhaltsermittlung keinen substanziellen Beitrag zur  allfällig vorhandener Wegweisungshindernisse (beispielsweise tatsächliche persönliche und familiäre Situation, Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs) leisten wolle und zudem keine eindeutigen  auf seine Identität bestünden,
Seite 4
E-3457/2008
dass der Beschwerdeführer somit seiner Mitwirkungs- und  nicht nachgekommen sei und aus der Verheimlichung seiner Identität auf die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu schliessen und praxisgemäss in solchen Konstellationen auf Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu schliessen sei,
dass der Beschwerdeführer am 22. Mai 2008 (Postaufgabe) gegen die Verfügung des BFM vom 21. Mai 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und die Aufhebung der Verfügung und die  des Verfahrens an die Vorinstanz zwecks materieller Beurteilung des Asylgesuchs beantragte,
dass in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen , einschliesslich den Verzicht auf die Erhebung eines , ersucht wurde,
dass die vorinstanzlichen Akten am 29. Mai 2008 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz  hat und durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gemäss Art. 108 Abs. 2 AsylG innert fünf Arbeitstagen einzureichen sind,
Seite 5
E-3457/2008
dass diese Beschwerdefrist vom Gesetzgeber zwar in der Tat kurz  wurde (vgl. Beschwerde, S. 1: "extrem kurz"), durch die Dauer der Rechtsmittelfrist indessen das Recht auf eine wirksame  im Sinne von Art. 13 EMRK nicht grundsätzlich vereitelt wird (vgl. dazu die weiterhin geltende Praxis der ARK in: Entscheidungen und Mitteilungen der [EMARK] 2004 Nr. 25, E. 3c),
dass mit Bezug auf das vorliegende Verfahren aus den Akten auch nicht ersichtlich wird, inwiefern dem Beschwerdeführer aufgrund der fünftägigen Beschwerdefrist ein Rechtsnachteil erwachsen sein soll oder gar dadurch verwehrt worden sein soll, seine "Fluchtgründe im Detail" anzugeben (vgl. Beschwerde, S. 1, Rubrik II Ziff. 2.1),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den  als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. die nach wie vor zutreffende Praxis in Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1.),
dass indessen bei der Anwendung des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG vorweg über das Bestehen bzw.  der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu  ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist, wobei das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  zu einem Nichteintretensentscheid nach dieser Bestimmung  (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5),
dass dementsprechend in einem diesbezüglichen  ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft - allerdings
Seite 6
E-3457/2008
nur hinsichtlich der Überprüfung deren offensichtlichen Fehlens -  ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch begründet wird (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn die asylsuchende Person glaubhaft machen kann, sie sei dazu aus  Gründen nicht in der Lage, wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft  wird oder wenn sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 AsylG),
dass vorerst zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht die Auffassung vertreten hat, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stunden nach  seines Asylgesuchs kein rechtsgenügliches Reise- oder  abgegeben, und bei Bejahung daraufhin die Frage zu  ist, ob der Beschwerdeführer glaubhaft machen kann, dass er aus entschuldbaren Gründen zur fristgerechten Abgabe der  Dokumente nicht in der Lage gewesen ist,
dass es sich gemäss dem Urteil BVGE 2007/7 vom 11. Juli 2007 beim Begriff "Reise- und Identitätspapiere" um Dokumente handelt, die " die einwandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),
Seite 7
E-3457/2008
dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein  selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der  bestehen (a.a.O., E. 5.3. a.E.),
dass hinsichtlich der Nichteinreichung von Identitätspapieren vorweg auf die im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen  Aussagen des Beschwerdeführers (vgl. A15 S. 3) und auf den  in der Beschwerde, zwei echte Dokumente bei der  des Verwaltungsgebäudes in D._ selber beschafft zu haben (vgl. Beschwerde, S. 2 Rubrik II Ziff. 2.2), zu verweisen ist,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach Prüfung der Vorakten und der eingereichten originalen Beweismittel auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts überzeugend  hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder  keine entschuldbaren Gründe vorliegen,
dass die eingereichten Dokumente aufgrund der festgestellten  ohne weiteres als Fälschungen erkennbar sind und mithin zu Recht vom BFM in Anwendung von Art. 10 Abs. 4 AsylG als gefälscht eingezogen worden sind,
dass das BFM deshalb zu Recht die vom Beschwerdeführer  Angaben zu seiner Identität und Herkunft nicht für nachvollziehbar hält, und das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der offensichtlich unglaubhaften Beweismittel des Beschwerdeführers sinngemäss  ausgeht, er habe für seine Reise vom tatsächlichen Heimatland in die Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere verwendet,  er jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung seiner  Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Behörden nicht aushändigte,
dass der Beschwerdeführer bis heute keine authentischen  abgab, obschon er zu Protokoll gegeben hat, zu versuchen,  rechtsgenüglichen Ausweis bei (...) zu beschaffen (vgl. A1 S. 5f.),
dass sich an der erwähnten Beurteilung selbst dann nichts ändern könnte, wenn der Beschwerdeführer nachträglich authentische  beschafft und eingereicht hätte, da er keine genügende  für die Nichtabgabe von Identitätspapieren anführen , seine Vorbringen zu den Verfolgungs- und Fluchtgründen - wie
Seite 8
E-3457/2008
nachfolgend zu begründen ist - offenkundig haltlos sind und es bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die  neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. die  massgebliche Praxis der ARK in EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa),
dass aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprechender  die Identität und Herkunft des Beschwerdeführers nach wie vor nicht feststeht,
dass weiter, unter Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 vom 11. Juli 2007 aufgestellten Richtlinien (E. 5.6) zu prüfen ist, ob auf Grund der Anhörung (und der Akten) weitere Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder von Wegweisungsvollzugshindernissen  sind oder gar sogleich die Flüchtlingseigenschaft festzustellen ist (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG) oder bereits aufgrund einer  Prüfung festgestellt werden kann, dass die asylsuchende  die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen einer  der Anhörungsprotokolle, der eingereichten und als gefälscht zu qualifizierenden Beweismittel und angesichts des dürftigen  in Bestätigung der vorinstanzlichen Erkenntnis zum Schluss gelangt, dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers  nicht besteht und ohne grossen Begründungsaufwand  werden kann (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6.), zumal er vage und substanzlos in Bezug auf seine Erlebnisse der wesentlichen  im Nordirak berichtet hat und seine Schilderungen kaum  und Realitätsmerkmale beinhalten, obschon er gleichzeitig vereinzelt einige Hinweise zur Region im Norden Iraks,  zur angeblichen Wohnregion, geben konnte,
dass angesichts seiner (...) Tätigkeit als (...) in C._ (2002 bis zur Ausreise) wenig nachvollziehbar ist, dass er nur über  und datailarm über die angeblichen Wohngegenden und die mit Ereignissen verbundenen Orte berichten kann und seine Aussagen über Gegebenheiten in der Provinz D._, wie vom BFM zu Recht festgestellt wurde, von grosser Unkenntnis geprägt sind,
dass mithin den Argumenten in der Rechtsmitteleingabe nicht gefolgt werden kann, zumal darin darüber hinaus keine stichhaltigen  vorgebracht werden, die die überzeugenden Erwägungen in der
Seite 9
E-3457/2008
vorinstanzlichen Verfügung in Zweifel zu ziehen, geschweige denn zu entkräften vermögen,
dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich seiner - und Fluchtgründe somit offensichtlich die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling nicht erfüllen und auch keine weiteren  notwendig erscheinen,
dass - um Wiederholungen zu vermeiden - auf die zutreffenden  in der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,
dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt, zumal, wie sich im Folgenden zeigen wird, auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung eines allfälligen Wegweisungsvollzugshindernisses  sind,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und der  zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. dazu EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im  mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das BFM im vorliegenden Fall vermutet, der Beschwerdeführer könnte allenfalls aus einer der drei erwähnten Provinzen Nordiraks stammen,
dass indes Sorani sprechende Kurden auch in anderen Ländern leben, die linguistischen Unterschiede oft minim sind, die Sprachgrenzen mit den Landesgrenzen nicht übereinstimmen und keiner der kurdischen Dialekte auf den Nordirak beziehungsweise den Zentralirak beschränkt sind (vgl. Formularmitteilung des LINGUA-Dienstes der Vorinstanz, welcher unter anderem damit begründete, weshalb im vorliegenden Fall keine Herkunftsexpertise erstellt werden könne, A 8 S. 2) und der
Seite 10
E-3457/2008
Beschwerdeführer selber über seine angeblichen Wohngegenden nicht überzeugende Auskünfte zu bieten wusste,
dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20), diese  jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenze an der  des Asylsuchenden findet (Art. 8 AsylG), welcher auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es deshalb nicht  der Asylbehörden sein kann, nach allfälligen  in hypothetischen Herkunftsländern oder Provinzen eines  zu forschen,
dass vor diesem Hintergrund keine Wegweisungshindernisse  sind,
dass der Beschwerdeführer deshalb die Folgen seiner mangelhaften Mitwirkung respektive Verheimlichung der wahren Identität zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden einer Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine landes- oder  Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG entgegenstehen (vgl. auch EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2, S. 5 f. zur damals gültigen entsprechenden  Art. 14a Abs. 2 - 4 ANAG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),
dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den  Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder  sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass aufgrund der vorstehenden Erwägungen keine Veranlassung , den Sachverhalt zwecks zusätzlicher Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Beschwerde, S. 2), weshalb der entsprechende Antrag abzuweisen ist,
Seite 11
E-3457/2008
dass eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit wird, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG),
dass die vorliegende Beschwerde, wie oben aufgezeigt, als  zu bezeichnen und damit mindestens eine der beiden  zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,
dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG)  wird,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 17. April 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer  sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 12
E-3457/2008

Considerations: