Decision ID: 47c9fb05-310a-4268-8f9c-1a1ded51e8f2
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
war
als gewerbsmässiger
Liegenschaf
tenhändler
der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichs
kasse, als Selbständig
er
wer
bender angeschlossen. In den Jahren 2012 und 2013 war er Eigentümer je einer Liegenschaft in Zürich und Schüpbach (Gemeinde Signau) sowie von drei Liegen
schaften in Luzern (vgl. die Liegenschaftsverzeichnisse zu den Steuer
erklärungen 2012 und 2013, Urk. 12).
Ausgehend von Steuermeldungen des Kantonale
n
Steueramtes Zürich bemass die Ausgleichskasse die von
X._
für die Beitragsjahre 2012 und 2013 zu bezahlenden Sozialversicherungsbeiträge und Verwaltungs
kosten mit Ver
fü
gungen vom 1. März 2019 gestützt auf beitrags
pflichtige Einkommen in der Höhe von Fr. 1'074'100.-- (2012) und Fr. 408'500.-- (2013; Urk. 8/57, Urk. 8/59). Mit Ver
fü
gungen vom selben Tag setzte sie die Verzugszinsen für die auszu
gleichen
den persönlichen Beiträge 2012 und 2013 bis 1. März 2019 auf Fr. 32'331.80 (2012) und Fr. 10'811.75 (2013) fest (Urk. 8/55, Urk. 8/60). Dagegen erhob
X._
am 14. März 2019 Einsprache (Urk. 8/69). Als Nachtrag zu seiner Einsprache sandte er der Ausgleichskasse mit Eingabe vom 26. März 2019 (Urk. 8/70) d
en
Einspracheentscheid
der Dienststelle Steuern des Kantons Luzern vom 26. März 2019 für die Staats- und Gemeindesteuer
n
2013 (Urk. 8/72). Am 4. Oktober 2019 gingen bei
der
Ausgleichskasse für die Beitragsjahre 2012 und 2013 rektifizierte Steuermeldungen ein (Urk. 8/76-77). Das Kantonale Steueramt Zürich übermittelte der Ausgleichskasse überdies detaillierte Berech
nungen zum
von
X._
aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielten Einkommen und des im Betrieb investierten Eigenkap
it
als sowie eine Meldung für das Steuer
jahr 2011 für die Verlustverrechnung
(Urk. 8/78/2).
Mit
Einsprache
entscheid
vom 3. Dezember 2020 setzte die Ausgleichskasse die beitrags
pflichtigen Ein
kommen gestützt auf die rektifizierten Steuermeldungen auf Fr. 680'600.-- (2012) und Fr. 383'900.-- (2013) fest (Urk. 2 S. 2-3). Aufgrund der veränderten Einkom
mens
basis bemass sie sodann die Verzugszinsen neu, wobei Verzugszinsen bis 3. Dezember 2020 in der Höhe von Fr. 23'234.50 (2012) und Fr. 13'095.70.-- (2013) resultierte
n
(Urk. 2 S. 3). Dies führte zu einer teilweisen Gutheissung der Einsprache (Urk. 2).
2.
2.1
Dagegen erhob
X._
am 11. Dezember 2020 Beschwerde und bean
tragte sinngemäss, die beitragspflichtigen Einkommen für die Beitragsjahre 2012 und 2013 sowie die Erhebung von Verzugszinsen seien entsprechend den Ausführungen in der Beschwerdeschrift zu korrigieren (Urk. 1).
2.2
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 27. Januar 2021 Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage der Kassenakten, Urk. 8/1-87).
2.3
Mit Verfügung vom 1. Februar 2021 ersuchte das Gericht das Kantonale Steuer
amt Zürich um Zustellung der Steuerakten des Beschwerdeführers betref
fend die Steuerperioden 2011 bis 2013 (Urk. 9).
2.4
Der Beschwerdeführer liess sich am 18. Februar 2021 zur Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 27. Januar 2021 vernehmen (Urk. 13-14).
2.5
Das Kantonale Steueramt Zürich reichte am 22. Februar 2021 die Steuerakten für
die Steuerperioden 2011 bis 2013 sowie die permanenten Steuerakten (Urk. 11
12) und am 10. März 2021 den Bücherrevisionsbericht vom 1. Oktober
2020 (korrigiert am 20. Januar
) für die Steuerjahre 2014 und 2015 (Urk. 15-16) ein.
2.6
Alsdann stellte das Gericht den Parteien mit Verfügung vom 15. März 2021 je eine Kopie der Schreiben des Kantonalen Steueramtes Zürich vom 22. Februar 2021 (Urk. 11) und vom 10. März 2021 (Urk. 15) zur Kenntnisnahme zu. Der Beschwerdegegnerin wurden die beim Gericht eingegangen
en
Steuerakten in Sachen des Beschwerdeführers (Urk. 12, Urk. 16) für 20 Tage zur Einsicht über
lassen. Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer wurde auf die Möglich
keit, am Sitz des Gerichts Einsicht in
die
vollständigen Prozessakten (inkl. seiner Steuerakten) zu nehmen, hingewiesen.
Mit derselben Verfügung wurde der Beschwerdegegnerin eine Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom 18. Februar 2021 (Urk. 13-14) zugestellt. Den Par
teien wurde mitgeteilt, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schrif
ten
wechsels als nicht erforderlich ansehe. Es bleibe ihnen jedoch unbenom
men, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen ein
zu
reichen.
2.7
Die Beschwerdegegnerin retournierte die Steuerakten mit Eingabe vom 1. April 2021. Mit dieser Eingabe reichte sie zudem eine Stellungnahme ein (Urk. 19). Der Beschwerdeführer er
h
ielt
eine
Kopie dieser Eingabe (Urk. 20).
2.8
Mit Verfügung vom 13. Oktober 2021 wurde das Kantonale Steueramt Zürich gebeten, die Positionen «div.
Liegenschaften des
GV», «Zinsertrag» und «geschäft
liche Schuldzinsen» in seinen Be
rechnungen zu erklären. Zudem wurde das
Kantonale Steueramt Zürich um eine Stellungnahme zum Vorbringen des Beschwer
deführers, dass bei der Veranlagung 2012 durch das Kantonale Steuer
amt Zürich eine Korrektur der
entsteuerten
stillen Reserven im Betrag von Fr. 265'277.-- erfolgt sei
,
ersucht (Urk. 21).
2.9
Das Kantonale Steueramt Zürich reichte mit Eingabe vom 3. November 2021 eine Stellungnahme und weitere Unterlagen ein (Urk. 22, Urk. 23/1-27).
2.10
So
dann wurde den Parteien m
it Verfügung vom 8. November 2021 Gelegenheit gegeben
,
um zu den vom Gericht beigezogenen Akten Stellung zu nehmen (Urk. 24). Die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer liessen sich mit den Eingaben vom 1. beziehungsweise 8. Dezember 2021 (Urk. 27-28, Urk. 29/1-2)
vernehmen
. Diese Eingaben wurden den Parteien am 5. Januar 2022 je wechsel
seitig zur Kenntnisnahme zugestellt.
2.11
Mit Eingabe vom 2
5.
Februar 2022 (Eingangsdatum) teilte
Z._
dem Gericht mit, dass
X._
im J
anuar
verstorben sei
(
Urk.
31).
Die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) erfasste den
...
Januar 2022 als Todesdatum.
2.12
In der Folge informierte
Z._
das Gericht am
1.
März 2022, dass die Ehefrau von
X._
,
Y._
, dessen alleinige Erbin sei (
Urk.
33). Zudem legte er eine Vertretungsvollmacht von
Y._
auf (
Urk.
34).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin die beitragspflichtigen Ein
kommen für die Beitragsjahre 2012 und 2013 korrekt festgesetzt hat.
1.2
Diesbezüglich hielt die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einsprache
ent
scheid
vom 3. Dezember 2020 fest, dass ihr das Kantonale Steueramt Zürich für das Jahr 2012 neu ein Einkommen über Fr. 755'233.-- und ein investiertes Kapi
tal von Fr. 3'532'560.-- gemeldet habe. Für das Jahr 2013 sei das Einkommen mit Fr. 422'545.-- und das investierte Kapital mit Fr. 3'933'928.-- angegeben wor
den. Die neu ermittelten Zahlen seien mit dem Umstand, dass weitere Liegen
schaften dem Geschäftsvermögen hinzugerechnet worden sei
e
n, begründet worden. Im Weiteren
sei in der Aufstellung des Kantonalen Steueramtes Zürich erwähnt worden, dass im Jahr 2011 ein Verlust von Fr. 88'518.-- erzielt worden sei. Gemäss Randziffer 1110.1 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialver
siche
rung
(
BSV
)
über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nichterwerbs
tätigen in der AHV, IV und EO
(WSN)
sei ein Vorjahresverlust mit dem nach
folgen
den Beitragsjahr zu verrechnen. Bei der Beitragsverfügung 2012 werde somit der Verlust des Jahres 2011 berücksichtigt. Eine Kumulation der Verluste weiter zurückliegender Jahre sei ausgeschlossen. Demzufolge würden sich die für die Ermittlung der persönlichen Beiträge massgebenden Faktoren neu wie folgt berechnen (Urk. 2 S. 3):
Beitragsjahr 2012
Einkommen 2012 (gemäss Rektifikat)
Fr.
755'233.--
Vorjahresverlust
-
Fr.
88'518.--
Aufzurechnende AHV-Beiträge
Fr.
66’018.55
Abzüglich Zins auf dem investierten Kapital
(1 Prozent von Fr. 3'532'560.--)
-
Fr.
35’330.--
Abzüglich Freibetrag für Altersrentner
-
Fr.
16’800.--
Beitragspflichtiges Einkommen
gerundet
Fr.
680’600
.--
Die Sozialversicherungsbeiträge würden damit neu Fr. 66'018.-- zuzüglich Fr. 792.20 Verwaltungskosten betragen.
B
eitragsjahr 2013
Einkommen 2013 (gemäss Rektifikat)
Fr.
422’545.--
Aufzurechnende AHV-Beiträge
Fr.
37'246.15
Abzüglich Zins auf dem investierten Kapital
(1,5 Prozent von Fr. 3'933'928.--)
-
Fr.
59’010.--
Abzüglich Freibetrag für Altersrentner
-
Fr.
16’800.--
Beitragspflichtiges Einkommen
gerundet
Fr.
383’900
.--
Die Sozialversicherungsbeiträge würden damit neu Fr. 38’750.40 zuzüglich Fr. 651.65 Verwaltungskosten betragen.
1.3
1.3.1
X._
liess bezüglich der Ermittlung seines beitragspflichtigen Ein
kommens 2012 ausführen, dass die Verlustverrechnung für 2012 falsch ausge
wiesen worden sei. Bei
der Ermittlung seines Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit für das Jahr 2011 sei nicht berücksichtigt worden, dass die Zins
erträge Zinsen aus dem privaten Vermögen betreffen
würden.
Ausserdem
seien die Nettoerträge der Liegenschaft an der
B._-Strasse
in Luzern auszu
nehmen, weil diese Liegenschaft nicht zu seinem Geschäftsver
mögen geh
ören würde
. Es sei dem Steuerrevisor mehrmals mitgeteilt worden, dass die Liegen
schaft von seiner Ehefrau geerbt worden sei. Diese Liegenschaft könne somit nicht als Geschäftsvermögen qualifiziert werden. Die Erträge aus dieser Liegenschaft könnten folglich nicht zum AHV-pflichtigen Einkommen gezählt werden. Dies sei auch anlässlich der Steuerrevision für die Steuerjahre 2014 und 2015 vom Steuer
revisor bestätigt worden. Hinzuweisen sei auch auf die Ausführungen zu den Liegenschaften und dem selbständigen Erwerb des Jahres 2014. Dort sei die Liegenschaft
B._
als Privatvermögen deklariert worden (Urk. 1 S.
2). Bei der richtigen Berechnung seines Einkommens aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit im Jahr 2011 ergebe sich für dieses Jahr ein Verlust in der Höhe von Fr. 209'906.--. Dieser Verlust sei mit dem Ergebnis des Jahres 2012 zu verrech
nen. Nebst der Verlustverrechnung für das Jahr 2012 fehle es zudem an der
Ent
steuerung
der stillen Reserven. Diesbezüglich werde auf die Aus
führungen in der Einsprache vom 14. März 2019 (Urk. 8/69) verwiesen. Dort
wird festgehal
ten
, dass bei der Veranlagung 2012 durch das Kantonale Steueramt Zürich eine Korrektur der
entsteuerten
stillen Reserven im Betrag von Fr. 265'277.-- erfolgt sei. Die Korrektur sei durch eine Aufrechnung der im Jahr 2011 als Gewinn ver
steuerte
n
stille
n
Reserve
n
(Renovationskosten) erfolgt (Urk. 8/69/1). Dies müsse in der Verfügung der Beschwerdegegnerin berück
sich
tigt werden, indem der Betrag von Fr. 265'277.-- vom Einkommen abgezogen werde (Urk. 1 S. 2, Urk. 8/69/1). Alsdann würden die Schuldzinsen im Jahr 2012 gemäss der Ein
schätzung des Steuerrevisors Fr. 202'078.-- und nicht Fr. 152'403.-- betragen. Sie seien somit um Fr. 49'765.-- zu korrigieren. Des Weiteren habe die Beschwer
degegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid
für das Jahr 2012 unrichti
ger
weise AHV-Beiträge in der Höhe von Fr. 66'018.55 aufgerechnet. Diese Beiträge seien in der Steuerklärung nie belastet worden (Urk. 1 S. 2). Bei der Ermitt
lung des beitragspflichtigen Einkommens für das Jahr 2012 sei sodann eben
falls zu berücksichtigen, dass
X._
und seine Ehefrau in der Liegen
schaft an der
C._-Strasse
in Zürich gewohnt hätten. Der Eigenmiet
wert in der Höhe von Fr. 23'625.-- sei somit kein Geschäftsertrag und demzufolge abzu
ziehen. Und schliesslich seien bei der Ermittlung des Einkommens aus selbstän
diger Erwerbstätigkeit des Jahres 2012 die Erträge in der Höhe von Fr. 113'005.-- aus der zum Privatvermögen gehörenden Liegenschaft an
der
B._
-Strasse
in Luzern und die privaten Zinserträge aus dem Wertschrif
ten
vermögen im Betrag von Fr. 20'474.-- ebenfalls auszunehmen (Urk. 1
S. 3). Die Liegen
schaft sei zwar zunächst in seine Buchhaltung aufgenommen worden. Im Jahr 2012 sei dieser Vorgang aber rückgängig gemacht worden. Dem Steuer
revi
sor sei mehrmals mit
ge
teilt worden, dass diese Liegenschaft von seiner Ehefrau geerbt worden sei. Somit könne diese Liegenschaft nicht zu seinem Geschäfts
vermögen gehören (Urk. 28). Unter Berücksichtigung der vorgenannten Abzüge errechne sich das beitragspflichtige Einkommen 2012 wie folgt (Urk. 1 S. 3):
SE Einkommen gemäss Veranlagung
Fr.
259'097.--
Nettoeinkünfte Liegenschaften des
Geschäftsverm
.:
Zürich,
C._-Strasse
Fr.
97'055.--
Bern,
D._
Fr.
237'937.--
Luzern,
E._-Strasse
Fr.
142'267.--
Abzüglich geschäftliche Schuldzinsens
-
Fr.
202'078.--
Abzüglich
Entsteuerung
der stillen Reserven
-
Fr.
265'277.--
Total Einkommen
Fr.
269'001.--
Abzüglich Vorjahresverlust
-
Fr.
209'906.--
Abzüglich Zins des investierten Eigenkapitals
-
Fr.
35'330.--
Abzüglich Freibetrag für Altersrentner
-
Fr.
16'800.--
Beitragspflichtiges Einkommen
Fr.
6'965.--
Beitragspflichtiges Einkommen gerundet
Fr.
6'900.--
1.3.2
Zu
r
Berechnung des Einkommens aus selbständiger Tätigkeit des Jahres 2013 liess
X._
ausführen, dass er und seine Ehefrau in der Liegen
schaft an der
C._-Strasse
in Zürich gewohnt hätten. Der Eigenmietwert in der Höhe von Fr. 23'625.-- sei somit kein Geschäftsertrag und demzufolge abzu
ziehen. Ebenfalls abzuziehen seien die Erträge in der Höhe von Fr. 162'082.-- aus der zum Privatvermögen gehörenden Liegenschaft an
der
B._
in Luzern und die privaten Zinserträge aus dem Wertschriftenvermögen im Betrag von Fr. 20’610.--. Es seien ferner in der Steuerklärung keine AHV-Beiträge
n
abgezogen worden, womit die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Auf
rechnung von AHV-Beiträge in der Höhe von Fr. 37'246.13 unzulässig sei. Damit errechne sich das beitragspflichtige Einkommen 2013 wie folgt (Urk. 1 S. 4):
SE Einkommen gemäss Veranlagung
-
Fr.
301'561.--
Nettoeinkünfte Liegenschaften des
Geschäftsverm
.:
Zürich,
C._-Strasse
Fr.
97'035.--
Bern,
D._
Fr.
198'262.--
Luzern,
E._-Strasse
Fr.
379’878.--
Abzüglich geschäftliche Schuldzinsen
-
Fr.
168’376.--
T
otal Einkommen
Fr.
2
05
'
238
.--
Abzüglich Zins des investierten Eigenkapitals
-
Fr.
59'010.--
Abzüglich Freibetrag für Altersrentner
-
Fr.
16'800.--
Beitragspflichtiges Einkommen
Fr.
129’428
.--
Beitrag
spflichtiges Einkommen gerundet
Fr.
129'400.--
2.
2.1
Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit werden AHV/IV/EO-Beiträge erhoben (Art. 3 f. und Art. 8 f. des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter
lassenenversicherung, AHVG; Art. 2 und Art. 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG; Art. 26 und Art. 27 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz, EOG). Zudem unterstehen die obligatorisch in der AHV versicher
ten Selbständigerwerbenden der Familienzulagenordnung des Kantons, in dem ihr Unternehmen seinen rechtlichen Sitz hat, oder, wenn ein solcher fehlt, ihres Wohnsitzkantons (Art. 12 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Familienzulagen,
FamZG
).
2.2
Gemäss Art. 9 Abs. 1 AHVG ist Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt.
Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, ob Ein
künfte oder Vermögenszuwächse (Erträge, Gewinne) aus einer selbständigen Erwerbs
tätigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 AHVG herrühren, bildet die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen (BGE 125 V 383 E. 2b). Das AHV-Beitragsrecht verweist bezüglich des Begriffs des Geschäftsvermögens auf das Steuerrecht (BGE 147 V 114 E. 3.3.1.1).
Gemäss
Art. 18 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) und Art. 8 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Har
mo
nisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) gelten als Geschäftsvermögen alle Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstän
digen Erwerbstätigkeit dienen.
Für die Zuteilung eines Vermögenswertes zum Geschäftsvermögen oder zum Privatvermögen ist auf dessen aktuelle technisch-wirtschaftliche Funktion abzu
stellen. Ist die technisch-wirtschaftliche Funktion nicht klar erkennbar, was insbe
sondere bei sogenannten Alternativgütern, wie sie unter anderem Liegen
schaften darstellen, der Fall sein kann, kommt dem Willen und der Sachdarstel
lung des Steuerpflichtigen
grosse
Bedeutung zu. Dabei kann jedoch nicht auf einzelne beliebige
Willensäusserungen
des Steuerpflichtigen abgestellt werden. Für die Abgrenzungsfrage relevant ist vielmehr der Wille, ein Wirtschaftsgut dem Geschäft zu widmen und nicht der Wille, ein Wirtschaftsgut für die Zwecke der Besteuerung als Geschäftsvermögen zu behandeln. Damit ein Gegenstand als Geschäfts
vermögen qualifiziert werden kann, wird steuerlich somit grundsätzlich eine selbständige Erwerbstätigkeit vorausgesetzt, das
heisst
ohne selbständige Erwerbstätigkeit kann grundsätzlich auch kein Geschäftsvermögen vorliegen beziehungsweise keine Widmung eines Vermögensgegenstandes zum Geschäfts
vermögen erfolgen.
Eine Ausnahme von diesem Grundsatz besteht lediglich bei den vom Steuerpflich
tigen als Geschäftsvermögen qualifizierten Beteiligungen (optiertes Geschäftsver
mögen). Nach Art. 18 Abs. 2 Satz 3 Teilsatz 2 DBG (analog Art. 8 Abs. 2 Teilsatz 2 StHG) können Beteiligungen von mindestens 20 % am Grund- oder Stamm
kapital einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft von der Eigentümerin oder vom Eigentümer im Zeitpunkt des Erwerbs zum Geschäftsvermögen erklärt werden. Dieser Ausnahmekonstellation von Art. 18 Abs. 2 DBG (Geschäftsver
mögen ohne selbständige Erwerbstätigkeit) trug der Gesetzgeber im Beitragsrecht im Rahmen von Art. 17 letzter Satz
der Verordnung über die Alters- und Hinter
lassenenversicherung (
AHVV) Rechnung und nahm Einkünfte aus derartigen Betei
ligungen von der Beitragspflicht aus selbständiger Erwerbstätigkeit aus. Abge
sehen davon sind aus beitragsrechtlicher Perspektive keine Gründe erkenn
bar, einen Zusammenhang zwischen Geschäfts
vermögen und selbständiger Erwerbs
tätigkeit zu verneinen (vgl. BGE 134 V 250 E. 4.2). Vielmehr hat bei Alternativgütern, das heisst solchen
,
die sowohl zum Geschäfts- wie auch Privat
vermögen gehören, aufgrund der steuer- und AHV-rechtlichen Parallelität grund
sätzlich das Gleiche zu gelten (BGE 140 V 241 E. 4.2). Dies gebietet auch der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, wonach widersprechende Entscheide im Rahmen des Möglichen zu vermeiden sind (BGE 143 II 8 E. 7.3). Vor diesem Hintergrund kann eine Person einen Vermögenswert gegenüber den Steuerbe
hörden nicht als Geschäftsvermögen deklarieren und damit zumindest implizit eine selbständige Erwerbstätigkeit geltend machen, um von den steuerrechtlichen Folgen zu profitieren, und andererseits im AHV-Beitragsverfahren behaupten, es fehle an einer selbständigen
Erwerbstätigkeit, um die beitragsrechtlichen Konse
quenzen abzuwenden. Ein solch widersprüchliches Verhalten verstösst gegen Treu und Glauben (
venire
contra
factum
proprium) und ist nicht zu schützen (vgl. Thomas Gächter, Rechtsmissbrauch im öffentlichen Recht, Zürich 2005, S. 200 f.; BGE 147 V 114 E. 3.3.1.2-3.3.1.4 mit Hinweisen).
2.3
Nicht unter den Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art. 9 Abs. 1 AHVG
und
Art. 17 AHVV
fällt die blosse Verwaltung des eigenen Vermö
gens; der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Bei
tragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. Anderseits stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht buchführungspflichtigen (Einzel-)Betrieben, Einkommen aus selbstän
diger Erwerbstätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (BGE 147 V 114 E. 3.3.1, 141 V 234 E. 4.2, 134 V 250 E. 3.1, 125 V 383 E. 2a, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts
9C_809/2019
vom 17. Februar 2021 E. 3.3.1, mit weiteren Hinweisen).
2.4
Die Angaben der kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen ver
bindlich (Art. 23 Abs. 4 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenen
versicherung,
AHVV
). Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuer
behörden für die Ausgleichskasse und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind jedoch auf die Bemessung des
massgebenden
Einkommens und des betrieblichen Eigen
kapitals beschränkt.
Diese Bindung betrifft mithin nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschlägt daher nicht die Fragen, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gege
benenfalls solches aus selbständiger oder unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des Rechts der Alters- und Hinterlassenenversicherung zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80 E. 2c). Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögens
bestandteils als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfest
setzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privat
vermögen oder
beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsvermögen im Bei
trags
festsetzungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermögens
gewinn ist demgegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldung verlassen können und eigene nähere Abklä
rungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Rich
tigkeit der Steu
er
meldung ergeben (BGE 134 V 250 E.
3.3 mit Hinweisen; E. 2.2.1 f. des in BGE 140 V 241 auszugsweise publizierten Urteils des Bundesgerichts 9C_897/2013 vom 27. Juni 2014).
2.5
Die steuerlich zulässigen Abzüge der Beiträge nach Art. 8 AHVG sowie nach Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) und nach Art. 27 Abs. 2 des Erwerbsersatzgesetzes (E
OG
) sind von den Ausgleichskassen zum von den Steuerbe
hörden gemeldeten Einkommen hinzuzurechnen. Das gemeldete Ein
kommen ist dabei nach Massgabe der geltenden Beitragssätze auf 100 Prozent aufzurechnen (Art. 9 Abs. 4 AHVG in der seit 1. Januar 2012 in Kraft stehenden Fassung).
Unter dem Titel «Auf
rechnung steuerrechtlich zuläs
siger Abzüge» sieht die dies
bezügliche Über
gangsbestimmung des AHVG vor, dass Art. 9 Abs. 4 AHVG für alle Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit gilt, die nach dem In
kraft
treten dieser Änderung von den Steuer
behör
den gemeldet werden. Zudem hat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) die Ausgleichskassen in
Rz
1095 WSN
(
gültig ab 1. Januar 2012) angewiesen, die für die Bestimmung des steuerbaren Einkommens in Abzug gebrachten persön
lichen AHV/IV/EO-Beiträge aufzurech
nen. Sie haben gemäss
Rz
1169 WSN die von den Steuerbe
hörden gemeldeten Einkommen als Netto
einkommen zu
betrachten (vgl. BGE 139 V 537 E. 2.3).
2.6
Frauen, die das 64., und Männer, die das 6
5.
Altersjahr vollendet haben, entrich
ten vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit nur für den Teil Beiträge, der
Fr.
16'800.-- im Jahr übersteig
t
(
Art.
6
quarter
Abs.
2 AHVV).
3.
3.1
Am 4. Oktober 2010 meldete das Kantonale Steueramt Zürich der Beschwerde
gegnerin zum Zwecke der Verlustverrechnung mit dem Jahr 2012
den Verlust für das Jahr 201
1.
Die detaillierte Berechnung lautete folgendermassen (Urk.
8/78/
2):
2011
SE Einkommen gemäss Veranlagung Ziff. 2.1
Fr.
17’108.--
div.
Liegenschaften des
GV
-
Fr.
17'835.--
Zürich,
C._-Strasse
Fr.
72’533.--
Bern,
D._
Fr.
206’752.--
Luzern,
E._-Strasse
-
Fr.
278’016.--
Luzern,
B._-Strasse
Fr.
66’019.--
Zinsertrag
Fr.
37'047.--
Abzüglich geschäftliche Schuldzinsen
-
Fr.
192'126.--
Total
-
Fr.
88’518
.--
3.2
3.2.1
Die Überprüfung anhand der Steuerakten für die Steuerperiode 2011 (Urk. 12) hat zunächst ergeben, dass die Angaben zum Einkommen aus selbständigem Haupt
erwerb in der Höhe von Fr. 17'108.-- korrekt erfasst wurde (S. 1 der Berechnungs
mitteilung des Kantonalen Steueramtes Zürich zu den Staats- und Gemeinde
steuern 2011 vom 2. Dezember 2013, Urk. 12).
3.2.2
Die Position «div.
Liegenschaften des
GV» (- Fr. 17'835.--) setzt sich laut der Über
sicht «Details zu Liegenschaften und selbständigem Erwerb» zu den Staats- und Gemeindesteuern 2011 (Urk. 12) aus den Nettomieterträgen der Liegen
schaf
ten «
F._
» in Zürich (- Fr. 29'700.--) und «
G._-Strasse
» in Luzern (Fr. 11'875.--) zusammen. Diese Liegenschaften gehörten damals zum Geschäftsvermögen
von
X._
, was unbestritten blieb (Urk. 1 S. 2). Seite 3 der Übersicht «Details zu Liegenschaften und selbständigem Erwerb» sowie Seite 1 der Berechnungsmitteilung des Kantonalen Steueramtes Zürich zu den Staats- und Gemeindesteuern 2011 vom 2. Dezember 2013 ist aber weiter zu ent
nehmen, das im Jahr 2011 auch noch die Liegenschaft «
H._-Strasse
» in
O._
(Gemeinde
P._
) zum Geschäftsvermögen
von
X._
gezählt wurde. Diese Liegenschaft
wurde danach bis zum Tod von
X._
am
...
Januar 2022 von ihm und seiner Ehefrau
bewohnt (vgl. das Rubrum dieses Urteils). Steuerrechtlich wurde sie aber erst per 2012 in das Privat
vermögen überführt (vgl. S. 4 des Bücherrevisionsberichts vom 6. Februar 2018 für die Steuerjahre 2012 und 2013 in den permanenten Steuerakten, Urk. 12). Wird der Nettomietertrag die Liegenschaft «
H._Strasse
» in
O._
aus dem Jahr 2011 (- Fr. 53'620.--) zur Position «div.
Liegenschaften des
GV» hinzu
gerechnet, ist für diese Position neu - Fr. 71'455.-- ein
zu
setzen. In seiner Stellung
nahme vom 3. November 2021
zur Verfügung des Sozialversiche
rungsgerichts vom 1
3.
Oktober 2021
(
Urk.
21)
führte das Kantonale Steueramt Zürich aus, es sei korrekt (und somit in der AHV-Meldung 2011 falsch), dass der
Nettomietertrag der Liegenschaft «
H._-Strasse
» in
O._
im Rahmen des gemeldeten Verlustes 2011 aus selbständigen Erwerb in Abzug gebracht hätte werden müssen, da die Liegenschaft erst im Jahr 2012 vom Geschäft- in das Privatvermögen überführt worden sei. Die Berechnung des Verlustes durch das Gericht (- Fr. 71'455.--) sei richtig (Urk. 22 S. 1).
Dagegen haben
X._
und die Beschwerdegegnerin
in ihren Stellungnahmen vom 1.
b
ezie
hungsweise 8. Dezember 2021 (Urk. 27-28)
keine Einwendungen erhoben
.
3.2.3
Bei der Position «Zürich,
C._
-
Strasse
» ist im Nettomietertrag in de
r Höhe von Fr. 72'533.-- ein von
X._
versteuerter Eigenmietwert in der Höhe von Fr. 23'625.-- enthalten (vgl. S. 1 der Übersicht «Details zu Liegen
schaf
ten und selbständigem Erwerb» zu den Staats- und Gemeindesteuern 2011 Urk. 12). Die Besteuerung des Eigenmietwerts betrifft gemäss der gesetzlichen Definition den Mietwert von Liegenschaften, welche den Steuerpflichten für den Eigengebrauch zur Verfügung stehen (Art. 21 Abs. 1
lit
.
b DBG, Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und der Gemeinden, StHG, und § 21 Abs. 1
lit
. b des Steuergesetzes des Kantons Zürich, StG). Die selbstbewohnte Liegenschaft ist auch bei einem gewerbs
mäs
si
gen
Liegenschaftenhändler
zu dessen Privatvermögen zu zählen. Dadurch, dass sie für private Zwecke genutzt wird, unterscheidet sie sich von den Liegenschaften im Geschäftsvermögen,
welche
er
für Geschäftszwecke erworben
hat
oder d
ie seinem Geschäft tatsächlich dienen
(vgl. BGE 125 V 383 E. 2b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_803/2011 vom 23. August 2012 E. 3.3.2 mit Hin
weis).
Das Kantonale Steueramt Zürich, die Beschwerdegegnerin und
X._
qualifizierten die Liegenschaft «
C._-
Strasse
» in Zürich allesamt als Geschäftsvermögen
(
Urk.
1 S. 2-4,
Urk.
2 S. 2-3,
Urk.
8/78/
2
)
. Die Ver
steue
rung
d
es Eigenmietwertes erklärt sich
im vorliegenden Fall
aufgrund der
von
X._
mit dem Kantonalen Steueramt Zürich abgeschlossenen Ver
ein
barung:
Gemäss der Aktennotiz vom 10. Juli 2006 erkundigte sich der Sach
bearbeiter des Kantonalen Steueramtes Zürich bei
Z._
, welcher auch
der
Steuer
vertreter von
X._
war
, wo der steuerrechtliche Wohn
sitz des Ehepaares
X._
und Y._
sei. Darauf antwortete dieser, dass die Steuerpflich
tigen Weltenbummler und immer wieder (einmal) an der
C._-Strasse
in Zürich seien. Sie seien auch im Telefonbuch eingetragen, aber eben immer unter
wegs. Nach weiteren Abklärungen legte der
Sach
bearbeiter
des Kantonalen Steuer
amtes Zürich den steuerrechtlichen Wohnsitz des Ehe
paares
X._
und Y._
auf Zürich fest. Der Aktennotiz vom 17. August 2006 ist sodann zu entnehmen, dass
X._
damals
in einer kleinen Wohnung an der
C._-Strasse
in Zürich wohnte. Bei den Besprechungen vom 17. August und 1. September 2006 einigten sich der durch
Z._
vertretene
X._
und das Kantonale Steueramt Zürich auf den Eigenmietwert in der Höhe von Fr. 23'625.-- (vgl. die dazugehörige
Aktennotiz in den permanenten Steuerakten, Urk. 12). Deswegen versteuerte
X._
im Jahr 2011 den Eigen
mietwert auf der seinem Geschäftsvermögen
zugehörigen
Liegenschaft «
C._-Strasse
» in Zürich. Aufgrund der Zugehörigkeit dieser Liegenschaft zum Geschäfts
vermögen
von
X._
sind die durch Vermietung der übrigen,
von
X._
nicht selber bewohn
ten Wohnung erzielten Miet
erträge im Jahr 2011 in der Höhe von Fr. 127'200.-- (vgl. S. 1 der Übersicht «Details zu Liegenschaften und selbständigem Erwerb» zu den Staats- und Gemeindesteuern 2011, Urk. 12)
beitragsrechtlich Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit
(
Urteil des Bundesgerichts 9C_803/2011 vom 23. August 2012 E. 3.4 mit
weiteren Hinweisen)
.
Wegen
der
von
X._
mit dem Steueramt getroffenen Vereinbarung und der unbestrittenen Qualifikation der Liegenschaft als Geschäftsvermögen ist hier
aber
auch
de
r
Eigenmietwer
t in der Höhe von
Fr. 23'625.-- zu diesen Erträgen zu zählen.
Die Zuordnung zum Geschäftsvermögen beziehungsweise Geschäftsertrag erfolgt nach
der sog.
Präpon
deranzmethode
, wonach alle Vermögenswerte als Geschäfts
vermögen gelten, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen
(Urteil des Bundes
gerichts 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 2.4 mit weiteren Hinweisen;
Urteil des Bundesgerichts H 26/05 vom 1
3.
Juli 2006 E.
5.4.1
)
.
3.2.4
Alsdann ergeben sich d
ie Nettomieterträge zu den Positionen «Bern,
D._
» (Fr. 206'752.--) sowie «Luzern,
E._-Strasse
» (- Fr. 278'016.--) au
f
Seite 1 der Übersicht «Details zu Liegenschaften und selbständigem Erwerb» zu den Staats- und Gemeindesteuern 2011 (Urk. 12). Diese Liegenschaften gehör
t
en zum Geschäftsvermögen
von
X._
und die aus diesen Liegenschaften erzielten Erträge sind zu
verabgaben
. Für das Jahr
2011 sind somit der Ertrag betreffend «Bern,
D._
» (Fr. 206'752.--) sowie der Verlust bezüglich «Luzern,
E._-Strasse
» (- Fr. 278'016.--) in die Berechnung einzubeziehen.
Dies wurde von
X._
nicht bestritten
(vgl. Urk. 1 S. 2).
3.2.5
X._
war
aber der Ansicht, dass er keine
Sozialversiche
rungs
beiträge
auf den Nettomieterträgen aus der Liegenschaft an der
B._-Strasse
in Luzern zu bezahlen habe, weil diese Liegenschaft nicht zu seinem Geschäfts
vermögen gehöre, sondern Privatvermögen seiner Ehefrau sei (Urk. 1 S. 2, Urk. 28). Dafür spricht zwar, dass die Liegenschaft «
B._
» in Luzern von der Ehefrau im Jahr 2008 geerbt wurde (vgl. das Meldeformular des Teilungs
amtes der Stadt Luzern vom 10. August 2009 in den permanenten Steuerakten, Urk. 12, sowie Urk. 29/2). Gleichwohl musste diese Liegenschaft im Jahr 2011 zum Geschäftsvermögen
von
X._
gehört haben, weil er sonst bei der Revision der Steuerjahre 2012 und 2013 nicht um die Über
führung dieser Liegenschaft in das Privatvermögen ersucht hätte (S. 4 des Bücherrevisions
be
richts vom 6. Februar 2018 in den permanenten Steuer
akten, Urk. 12). Zu einer
Überführung in das Privatvermögen per 2012 kam es dann aber nicht, weil bei der Besprechung vom 17. August 2016 vereinbart wurde, dass die Liegenschaft im Geschäftsvermögen verbleibe. In
der Folge stimmte das Kantonale
Steueramt Zürich überdies dem Antrag
von
X._
vom 28. Februar 2018 auf Gewährung von Abschreibungen pro 2012 und 2013 auf der Liegenscha
ft «
B._
-Strasse
» in Luzern
zu (S. 4 des Bücherrevisions
berichts vom 6. Feb
ruar 2018 in den permanenten Steuerakten, Urk. 12). Mit diesen Abschrei
bungen wurde die Liegenschaft in den Jahren 2012 und 2013 steuerrechtlich wie Geschäfts
vermögen behandelt. Während bei Geschäfts
vermögen Wertverminde
rungen mittels Wertberech
tigun
gen und Ab
schreibun
gen berücksichtigt werden und Selbständigerwerbende ge
schäfts
mässig begrün
dete Abschreibungen sowohl bei der direkten Bundes
steuer (Art. 27 Abs. 2
lit
. a DBG, Art. 28 DBG) als auch vom für die AHV-Beitrags
pflicht massgebenden Ein
kommen (Art. 9 Abs. 2
lit
. b AHVG) abziehen können, wird bei Privatvermögen nicht abgeschrieben und dessen Wertveränderungen bleiben un
berück
sichtigt (
Julia von Ah, Die
Besteue
rung Selbständigerwerben
der,
2.
Aufl., Zürich/Basel/Genf 2011, S. 47
).
X._
war damit einverstanden, dass die Liegenschaft «
B._
-Strasse»
in Luzern in den Jahren 2011 bis 2013 als Gesch
ä
ftsvermögen qualifi
ziert wurde und
er
beantragte gar, dass er in den Jahren 2012 und 2013 Abschrei
bungen vor
nehmen dürfe. Deswegen dringt
Z._
mit seinem Vorbringen im vor
liegenden Verfahren, wonach diese Liegenschaft eigentlich als Privatver
mögen angesehen werden müsse (Ur
k. 1 S. 2), nicht durch
.
3.2.6
Zum Zinsertrag führte das Kantonale Steueramt Zürich in seiner Stellungnahme vom 3. November 2021 aus, dass mit der Steuermeldung 2011 die
von
X._
deklarierten geschäftlichen Wertschriftenerträge in der Höhe von Fr. 37'047.-- (Urk. 23/1), welche auch in der eingereichten Erfolgsrechnung (als Finanzerfolg) enthalten seien (Urk. 23/2), gemeldet worden seien (Urk. 22 S. 2).
Davon ist nicht abzuweichen, weil
X._
dies so
in seiner Erfolgs
rechnung verbucht und im Steuerverfahren deklariert hat
te
.
3.2.7
Und schliesslich haben die abzugsfähigen geschäftlichen Schuldzinsen gemäss Berechnungsmitteilung des Kantonalen Steueramtes Zürich zu den Staats- und Gemeindesteuern 2011 vom 2. Dezember 2013 (Urk. 12) Fr. 210'445.--
betragen
.
Es
stellte dabei auf die Aufstellung «Hypo
the
ken/Zinsen»
von
X._
ab.
Alsdann
führte
das Steueramt
in seiner Stellungnahme vom 3. November 2021 aus, dass die geschäft
lichen Schuldzinsen 2011
–
entgegen seiner ursprünglichen Steuermeldung
–
bei korrekter Ermittlung Fr. 210'445.-- betragen würden (Urk. 22 S. 2).
3.2.8
Aufgrund dieser Feststellungen (E. 3.2.1-3.2.7) berechnet sich der Verlust 2011 neu wie folgt:
2011
SE Einkommen gemäss Veranlagung Ziff. 2.1
Fr.
17’108.--
div.
Liegenschaften des
GV
-
Fr.
71'455.--
Zürich,
C._-Strasse
Fr.
72’533.--
Bern,
D._
Fr.
206’752.--
Luzern,
E._-Strasse
-
Fr.
278’016.--
Luzern,
B._
-Strasse
Fr.
66’019.--
Zinsertrag
Fr.
37'047.--
Abzüglich geschäftliche Schuldzinsen
-
Fr.
210'445.--
Total
-
Fr.
1
60
'
457
.--
4.
4.1
Zur Ermittlung des
von
X._
im Jahre 2012 aus
selbständiger Erwerbstätigkeit
erzielten Einkommens ist folgendes festzuhalten:
4.2
Auszugehen ist von der Berechnung des Kantonalen Steueramtes Zürich. Diese lautete folgendermassen
(Urk. 8/78/2):
2012
SE Einkommen gemäss Veranlagung Ziff. 2.1
Fr.
259’097.--
div.
Liegenschaften des
GV
Zürich,
C._-Strasse
Fr.
120’660.--
Bern,
D._
Fr.
237’937.--
Luzern,
E._-Strasse
Fr.
156’463.--
Luzern,
B._
Fr.
113’005.--
Zinsertrag
Fr.
20'474.--
Abzüglich geschäftliche Schuldzinsen
-
Fr.
152'403.--
Total
Fr.
755'233.--
4.3
Aus der Berechnungsmitteilung für die Staats- und Gemeindesteuern 2012 vom 20. April 2018 ergibt sich, dass das Kantonale Steueramt Zürich das Einkommen gemäss Veranlagung und die Netto
mieterträge korrekt wiedergegeben hat (Urk. 23/14.7-14.8, Urk. 23/14.15). Bezüglich Er
fassung des Eigenmietwertes der
Liegenschaft «Zürich,
C._-Strasse
»
und
Erfassung der Nettomieterträge «Luzern,
B._
-Strasse
» gilt das hiervor Gesagte (E. 3.2.4-3.2.5). Beim für das Jahr 2012 gemeldeten Zinsertrag
in der Höhe von
Fr. 20'474.-- handelt es sich um
von
X._
deklarierte geschäftliche Wertschriftenerträge (Urk. 22 S. 2, Urk. 23/4-6). Der Zinsertrag ist in dieser Höhe zu berücksichtigen. Zur Begründung kann auf das zum Zinsertrag 2011 Ausgeführte (E. 3.2.6) ver
wiesen werden. Das Kantonale Steueramt Zürich hat sodann die abgezogenen geschäftlichen Schuldzinsen im Betrag von Fr. 152'403.-- mit seiner Stellung
nahme vom 3. November 2021 begründet und belegt (Urk. 22 S. 2-3, Urk. 23/14-22).
X._
hat dagegen keine Einwendungen erhoben. Er
brachte
aber vor, dass bei der Veranlagung 2012 durch das Kantonale Steueramt Zürich eine Korrektur der
entsteuerten
stillen Reserven im Betrag von Fr. 265'277.-- erfolgt sei. Die Korrektur sei durch eine Aufrech
nung der im Jahr 2011 als Gewinn versteuerte
n
stille
n
Reserve
n
(Renovationskosten) erfolgt. Dies müsse in der Ver
fügung der Beschwerdegegnerin berück
sich
tigt werden, indem der Betrag von Fr. 265'277.-- vom Einkommen abgezogen werde (E. 1.3.1). Dazu führte das Kantonale Steueramt Zürich in seiner Stellungnahme vom 3. November 2021 aus, dass sich das «SE Einkommen gemäss Veranlagung Ziff. 2.1» in der Höhe von Fr. 259'097.-- aus den Teilbeträgen von Fr. 665'080.-- abzüglich Fr. 30'505.-- und Fr. 375'478.-- zusammensetzen würde. Im Abzug in der Höhe von Fr. 375'478.-- sei die
Entsteuerung
der versteuerten stillen Reserven aus dem Jahr 2011 in der Höhe von Fr. 265'277.-- bereits ent
halten (Urk. 22 S. 5). Das Kanto
nale Steueramt Zürich hat dies belegt (Urk. 23/14.4, Urk. 23/14.5, Urk. 23/14.
1
5).
X._
hat
te
somit keinen Anspruch auf einen weiteren Abzug in der Höhe von Fr. 265'277.--.
4.4
Demnach erweist sich die Steuermeldung für das Jahr 2012 als richtig.
5.
5.1
Zur Ermittlung des
von
X._
im Jahr 2013 aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielten Einkommens ist folgendes festzuhalten:
5.2
Auszugehen ist
wiederum
von der Berechnung des Kantonalen Steueramtes Zürich. Diese lautete folgendermassen
(Urk. 8/78/2):
201
3
SE Einkommen gemäss Veranlagung Ziff. 2.1
-
Fr.
301’561.--
div.
Liegenschaften des
GV
Zürich,
C._-Strasse
Fr.
120’660.--
Bern,
D._
Fr.
198’262.--
Luzern,
E._-Strasse
Fr.
379’878.--
Luzern,
B._
-Strasse
Fr.
162’082.--
Zinsertrag
Fr.
20'610.--
Abzüglich geschäftliche Schuldzinsen
-
Fr.
157'386.--
Total
Fr.
422'545.--
5
.3
Aus der Berechnungsmitteilung für die Staats- und Gemeinde
steuern 2013 vom
20. April 2018
ergibt sich, dass das Kantonale Steueramt Zürich das Ein
kommen gemäss Veranlagung die Netto
mieterträge korrekt wiedergegeben hat (Urk. 23/23.7-23.8, Urk. 23/23.14). Bezüglich Er
fassung des Eigenmietwertes der Liegenschaft «Zürich,
C._-Strasse
»
und
Erfassung der Nettomieterträge «Luzern,
B._
-Strasse
» gilt das hiervor Gesagte (E. 3.2.4-3.2.5). Beim für das
Jahr 201
3
gemeldeten Zinsertrag Fr. 20'610.-- handelt es sich um
von
X._
deklarierte geschäftliche Wertschriftenerträge (Urk. 22 S. 2, Urk. 23/8-10). Der Zinsertrag ist in dieser Höhe zu berücksichtigen. Zur Begrün
dung kann auf das zum Zinsertrag 2011 Ausgeführte (E. 3.2.6) verwiesen werden. Das Kantonalen Steueramt Zürich hat sodann die abgezogenen geschäftlichen Schuldzinsen im Betrag von Fr. 157'386.-- mit seiner Stellungnahme vom 3. November 2021 begründet und belegt (Urk. 22 S. 3-4, Urk. 23/
23.4
, Urk. 23/
14
, Urk.
24
).
X._
hat dagegen keine Einwendungen erhoben.
5.4
Demnach erweist sich die Steuermeldung für das Jahr 201
3
als richtig.
6.
6.1
Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass der Verlust 2011
Fr.
160'457.--
(E. 3.2.8) und das reine Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit 2012 - wie von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid bereits berücksichtigt (E. 1.2) - Fr. 755'233.-- (E. 4.2-4.3) beträgt.
Bezüglich der Aufrechnung der AHV/IV/EO-Beiträge moniert
e
X._
, dass diese Beiträge in der Steuerklärung nie belastet worden
seien (E.
1.3.1). Hierzu ist fest
zuhalten, dass
die Ausgleichskassen
gemäss
der bundesgerichtlichen Recht
spre
chung die Bei
träge selbst dann aufzurechnen habe
n
, wenn steuerrechtlich keine Abzüge gewährt wurden oder die steuerrechtlichen Abzüge höher oder tiefer waren als die von der Ausgleichs
kasse zugelassenen (Urteil des Bundes
gerichts 9C_376/2016 vom 12. September 2016
E. 2.3). Die aufzurechnenden
AHV/IV/EO-Beiträge ermitteln sich nach der Formel in
Rz
1170 WSN (vgl. Urteil des
Bundes
gerichts 9C_155/2015 vom
1.
Oktober 2015 E. 2):
[Bereinigtes Einkommen (Reines Einkommen 2012:
Fr.
755'233.-- - [Vorjahres
verlust:
Fr.
160'457.--
+
Zins auf dem investierten Kapital:
Fr.
35’330.-- + Frei
betrag für Altersrentner:
Fr.
16'800.--] =
Fr.
5
42
'
646
.--) x 100]/90.3
Es resultiert ein umgerechnetes Einkommen in der Höhe von
Fr.
600
'
936
.
88
, in welchem somit aufgerechnete Beiträge im Betrag von
Fr.
5
8
’
290
.
88
enthalten sind.
6.2
Dies ergibt
folgendes beitragspflichtiges Einkommen 2012
:
Beitragsjahr 2012
Einkommen 2012 (gemäss Rektifikat)
Fr.
755'233.--
Vorjahresverlust
-
Fr.
160'457.--
Abzüglich Zins auf dem investierten Kapital
(1 Prozent von Fr. 3'532'560.--)
-
Fr.
35’330.--
Abzüglich Freibetrag für Altersrentner
-
Fr.
16’800.--
Aufzurechnende AHV-Beiträge
Fr.
58’290.88
Beitragspflichtiges Einkommen
gerundet
Fr.
600
’
9
00
.--
7.
7.1
Das beitragspflichtige Einkommen 2013 ist ausgehend vom korrekten Einkom
men 2013 im Betrag von Fr. 422'545.-- (E. 5.4), dem unbe
stritten gebliebenen Zins auf dem im Betrieb investierten Kapital in der Höhe von Fr. 59'010.-- (Urk. 2 S. 3) und
unter Berücksichtigung des Freibetrags für Altersrentner in der Höhe von Fr. 16'800.-- zu berechnen (E. 2.6).
Die aufzurechnenden
AHV/IV/EO-Beiträge ermitteln sich wiederum nach der Formel in
Rz
1170 WSN
:
[Bereinigtes Einkommen (Reines Einkommen 2013: Fr. 422'545.-- - [Zins auf dem investierten Kapital: Fr. 59'010.-- + Freibetrag für Altersrentner: Fr. 16'800.--] = Fr. 346’735.--) x 100]/90.3
Es resultiert ein umgerechnetes Einkommen in der Höhe von Fr. 383'981.17, in welchem somit aufgerechnete Beiträge im Betrag von Fr. 37’246.17 enthalten sind.
7.2
Dies ergibt folgendes beitragspflichtiges Einkommen 2013:
Beitragsjahr 201
3
Einkommen 2013 (gemäss Rektifikat)
Fr.
422'545.--
Abzüglich Zins auf dem investierten Kapital
(1,5 Prozent von Fr. 3'933’928.--)
-
Fr.
59’010.--
Abzüglich Freibetrag für Altersrentner
-
Fr.
16’800.--
Aufzurechnende AHV-Beiträge
Fr.
37’246.17
Beitragspflichtiges Einkommen gerundet
Fr.
383'
9
00.
--
Damit erweist sich die Berechnung der Beschwerdegegnerin als korrekt.
8.
Weil die Verzugszinsen gemäss
Art.
41
bis
Abs.
1
lit
. f AHVV verschuldens
unab
hängig geschuldet sind (vgl.
BGE 139 V
297
E. 3.3.2.2; 134 V 405 E. 7.1)
kann
d
em
von
X._
gestellten Antrag
auf Annullation der Ver
zugs
zinsen wegen der nach seiner Ansicht verzögerten Behandlung durch das Steuer
amt und die Beschwerdegegnerin
(
Urk.
1 S. 1)
nicht
gefolgt
werden
.
Die Beschwerdegegnerin
wird
die Verzugszinsen 2012
aber
auf der neuen Ein
kommens
basis (E. 6.2) berechnen
müssen
.
9.
Demnach ist der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 3. Dezember 2020 (Urk. 2) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde bezüglich des
b
eitrags
pflich
tigen Einkommens 2012 und der Verzugszinsen 2012 aufzuheben. Es ist festzu
stel
len, dass das beitragspflichtig
e
Einkommen des
verstorbenen
X._
aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit 2012
Fr.
600
’
9
00.--
betragen hat. Die Beschwerde
gegnerin hat
gestützt darauf die zu ent
richtenden AHV/IV/EO- und FAK-Bei
träge und Verzugszinsen zu erheben. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
10.
Aufgrund
ihres
teilweisen Obsiegens hat
die vertretene Beschwerdeführerin
Anspruch auf eine reduzierte Prozessentschädigung in der Höhe von
Fr.
400.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
).