Decision ID: f1f3b7c4-6523-52e1-a0ce-1840e6f5cf8b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1948
geborene
X._
war als Spartenleiter bei
der
Y._
angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 2
7.
November 1996 bei einem Fussballspiel mit dem geg
nerischen Torwart zusammenstiess (Unfallmeldung vom 2
8.
November 1996,
Urk.
9/1). Die am 2
8.
November 1996 erstbehandelnde
Dr.
med
.
Z._
,
Fach
ärztin
FMH für Chirurgie, diagnostizierte eine Prellung und Distorsion des rechten Knies mit teilweiser oder totaler Ruptur des vorderen bzw. hinteren Kreuzbandes (Arztzeugnis vom 1
3.
Dezember 1996,
Urk.
9/2).
Dr.
med.
A._
,
Oberarzt Orthopädie der
B._
, an welchen
Dr.
Z._
den
Versicherten
überwies, diagnostizierte eine Zerrung des Zentralpfeilers Knie rechts (Bericht vom 2
1.
Februar 1997,
Urk.
9/5/1). Im
Frühjahr 1997 schloss die SUVA den Fall folgenlos ab (vgl. Schreiben von
X._
vom 3.
April 1997,
Urk.
9/6).
Am 2
5.
Mai 1998
liess
X._
der SUVA einen Rückfall melden (
Urk.
9/7). Nach Durchführung medizinischer Behandlungen wurde der Fall erneut folgenlos abgeschlossen (vgl.
Urk.
1 S. 2 und
Urk.
2 S. 2).
1.2
Am 1
4.
August 2003 zog
sich
X._
, welcher weiterhin bei der
Y._
tätig und bei der SUVA obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert war, beim Tennisspielen
einen Riss
im
Hinterhornbereich
des media
len Meniskus Kniegelenk links zu. Am
1.
Dezember 2004
führte
Dr.
med.
C._
, Leitender Arzt Orthopädie der
B._
, eine Arthroskopie und
transarthroskopische
Teilmeniskusentfernung im
Hinterhorn
medial Knie
gelenk links durch (Unfallmeldung vom 2
0.
Oktober 2004,
Urk.
10/1,
und
Operations
bericht
vom
2.
Dezember 2004,
Urk.
10/7). Am 1
1.
Oktober 2006 wurde
X._
bei schmerzhafter
Varusgonarthrose
durch Dr.
C._
eine
Innex
-Knieprothese links implantiert (Operationsbericht vom 1
1.
Oktober 2006,
Urk.
10/24).
X._
löst
e
sein Arbeitsverhältnis mit der
Y._
im gegenseitigen Einvernehmen per 3
1.
August 2007 auf (E
Mail der Arbeitge
berin vom
7.
Juni 2007,
Urk.
10/54). Mit Verfügung vom 11. September 2007 (
Urk.
10/72) sprach die SUVA
X._
betreffend das linke Knie eine auf einer Integritätseinbusse von 30
%
basierende Entschädigung zu. Glei
chentags teilte sie
ihm
mit, dass sie die
Taggeld
leistungen
per 3
1.
August 2007 einstelle (
Urk.
10/71). Per
7.
Januar 2008 trat
X._
eine Stelle bei der
D._
an (Anstellungsvertrag vom
7.
Januar 2008,
Urk.
10/75). Mit Schreiben vom 4. April 2008 (
Urk.
10/77) verneinte die SUVA die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invaliden
rente und stell
t
e die
Heilkostenleistungen ein. Das Arbeitsverhältnis mit
der
D._
endete
aufgrund des Konkurses der Arbeitgeberin im April 2009 (
Urk.
1 S. 3 und
Urk.
2 S. 2).
1.3
Mit Schreiben vom 1
8.
Juni 2009 (
Urk.
9/15) teilte Prof. h.c. PD
Dr.
med.
E._
, Chefarzt
Orthobiologie
und Knorpelregeneration der
B._
, der SUVA mit, dass
X._
über
belastungsab
hängige
Kniegelenksbeschwerden rechtsbetont medial sowie im
patellofemora
len
Gelenkabschnitt mit Ergussbildung und blockadeähnlichen Zuständen
klage
. Am 1
4.
September 2009 führte
Dr.
C._
eine Arthroskopie, eine
transarthro
skopische
Teilmeniskusentfernung medial im
Hinterhorn
und eine
Knorpel
glättung
im
femoropatellaren
Gleitlager des rechten Kniegelenks durch (
Opera
tionsbericht
vom 1
4.
September 2009,
Urk.
9/19). Die SUVA erachtete diese Operation als Folge des Unfalls vom 2
7.
November 199
6.
Entsprechend kam sie hierfür (
Urk.
9/17) und für weitere
Heilbehandlungskosten auf und erbrachte Taggeldleistungen. Am 23. November 2010 wurde
X._
bei diagnostizierter schmerzhafter
Gonarthrose
rechts eine
Innex
-Knieprothese implan
tiert (Operationsbericht vom 2
3.
November 2010,
Urk.
9/69). Am
2.
Februar 2012 teilte die SUVA
X._
mit, dass sie ihre
Hei
lungs
kosten
- und Taggeldleistungen per 2
8.
Februar 2012 einstelle (
Urk.
9/116). Mit Verfügung vom 1
1.
Juli 2012 (
Urk.
9/132) sprach die SUVA
X._
für die aus dem Unfall vom 2
7.
November 1996 verbliebenen Beein
trächtigungen im rechten Knie eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 30
%
zu und verneinte die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invalidenrente mit der Begründung, es liege weder eine wesentliche Behinderung noch eine unfallbedingte Erwerbseinbusse vor. Hier
gegen
erhob
X._
am
4.
September 2012 Einsprache (
Urk.
9/136) und beantragte, es sei ihm ab
1.
März 2012 eine Invalidenrente von mindestens 30
%
auszurichten. Die
SUVA wies die Einsprache mit
Ei
n
s
prache
entscheid
vom 2
4.
September 2012 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 2
4.
Oktober 2012 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es seien der angefochtene
Einspracheentscheid
und die Verfü
gung vom 1
1.
Juli 2012 aufzuheben und es sei die Sache an die
Beschwerde
gegnerin
zur Festsetzung einer Invalidenrente ab
1.
März 2012 zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
Januar 2013 (
Urk.
8) auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer reichte am
6.
Februar 2013 eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort ein (
Urk.
12), wel
che der Beschwerdegegnerin am
8.
Februar 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (
Urk.
14).
3.
Mit Verfügungen vom 1
1.
September 2013 sprach die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Beschwerdeführer von April 2010 bis Januar 2011 eine halbe und von Februar 2011 bis März 2012 eine ganze Rente zu, wobei die Leistungen infolge verspäteter Anmeldung erst mit Wirkung ab
1.
August 2010 ausgerichtet werden. Die vom Beschwerdeführer hiergegen am
1.
Oktober 2013 erhobene Beschwerde (Prozess Nr. IV.2013.00882) wurde mit heutigem Urteil insoweit gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer bis 3
0.
April 2012 eine ganze Rente zugesprochen
wurde; im Übrigen wurde der angefoch
tene Entscheid bestätigt.
4.
Auf die Vorbringen
d
er Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Beschwerdeführer lässt zur Begründung seiner Beschwerde vorbringen (Urk. 1 und
Urk.
12),
Dr
.
C._
habe im
April 2012 eine erhebliche Zunahme der Beschwerden diagnostiziert, wobei er
dar
auf gehofft habe, der
Spontanver
lauf
werde eine Besserung bringen
, was bis heute nicht geschehen sei
. Die Beschwerden verhinderten eine längere Belastung des
rechten
Knies. Es sei somit offensichtlich, dass der Endzustand noch nicht eingetreten sei.
Falls der Fall abgeschlossen werde, sei ihm eine Rente zuzusprechen. Wenn sich im Knie, wie von
Dr.
med.
F._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, festgehalten, bereits am frühen Vormittag ein Erguss bilde, könne das Knie nicht länger belastet werden. Auch das ständige Sitzen führe zu einem Erguss. Einzig das Hochlagern könne dies verhindern. Wer sein Bein aber ständig hochlagern müsse, sei auch für einen
Büroarbeits
platz
mehr als eingeschränkt.
Aus seiner
Biographie ergebe sich, dass er lange Zeit in der Geschäftsleitung einer grossen Elektrofirma, der
Y._
, gearbeitet habe. Dort sei er von 1972 bis 2007 tätig gewesen und habe sich in die Geschäftsleitung hochgearbeitet. Die Tätigkeit bei der
D._
habe dagegen nur einen Zeitraum von etwa 14 Monaten umfasst.
Danach
sei er wegen
des
Konkurses der Firma arbeitslos geworden. Für den Betätigungsvergleich sei somit jene Tätigkeit her
anzuziehen, welche für ihn lebensprägend gewesen sei. Diese Position habe es sich mit sich gebracht, dass
er als Kadermitglied stets auch für Akquisition, Bauüberwachung und Baukontrolle die volle Verantwortung inne gehabt habe. Dies habe bedingt, dass er sich vor dem Erstellen eines Devis auf die Baustelle begeben und sich dort mit den Bauherren/Bauleitern zu Sitzungen habe treffen müssen. Sodann habe er die Arbeiten seines Unternehmens auf dem Bau über
wachen und sich deswegen immer vor Ort mit den Zuständigen treffen müssen. Er gehe davon aus, dass er etwa zwei Drittel der Arbeitszeit im Büro und ein
en
Drittel auf der Baustelle verbracht habe.
Das Arbeitsprofil bei
der
D._
sei entgegen der Ansicht von Kreis
arzt
Dr.
F._
dasselbe wie bei der
Y._
gewesen. Auch dort habe er auf den Baustellen präsent sein müssen. Eine Tätigkeit in
der Geschäftsleitung sei zwar im schriftlichen Arbeitsvertrag vorgesehen gewesen. Nach Antritt der Stelle habe er sich jedoch geweigert, in die Geschäftsleitung einzutreten, weil ihm dies zu riskant gewesen sei. Er sei deshalb als Berater und
Baustellenkon
trolleur
eingesetzt worden.
Völlig unbeachtet lasse die Beschwerdegegnerin den Umstand, dass auch am
linken
Knie eine Einschränkung vorliege. Der Kreisarzt habe am 2
9.
Juli 2010 festgestellt, dass er verschiedensten Einschränkungen unterliege. Auch bei reinen Büroarbeiten liege eine Verlangsamung vor. Darauf werde im Bericht von
Dr
.
F._
mit
keinem Wort Bezug genommen. Wenn nun aber e
ine zusätzliche Behinderung im linken
Knie hinzukomme, müsse dies zu einer zusätzlichen Verlangsamung führen. Auch aus diesem Grund liege eine
renten
begründende
Einschränkung der Erwerbsfähigkeit vor.
1.2
Die
Beschwerdegegnerin bringt hiergegen vor (
Urk.
2 und
Urk.
8),
Dr.
C._
habe mit Bericht vom
5.
Dezember 2011 festgestellt, dass die Behandlung in der
B._
abgeschlossen werden könne. Zum selben Ergebnis sei Kreis
arzt
Dr.
F._
am 1
1.
Januar 2012 gelangt. Der Fallabschluss sei somit nicht verfrüht erfolgt.
Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers beeinträchtige ein
Streck
aus
fall
(von 10°) des Knies die Arbeitsfähigkeit in seinem bisherigen Beruf nicht; ebenso wenig
schränke
ein Erguss – sofern er überhaupt täglich auf
trete
–
die
Arbeitsfähigkeit als Berater in der Elektrobranche
ein
. Dafür sei der Beschwerdeführer mit der ihm zugesprochenen Integritätsentschädigung von zweimal 30
%
entschädigt
worden. Die vo
n
Kreisarzt
Dr.
F._
beschriebe
ne
zumutbare Tätigkeit decke sich vollumfänglich mit der vom Beschwerdeführer früher ausgeübten Tätigkeit bei der
D._
. Diese Tätigkeit und nicht die zuvor bei der
Y._
ausgeübte sei für die Bestimmung der Arbeitsfähig
keit massgebend. Bei der
D._
habe der Beschwerdeführer im Wesent
lichen im Büro gearbeitet. Dies habe er selber so gegenüber Kreisarzt
Dr.
F._
gesagt.
Selbst wenn eine leichte Verlangsamung bei
einer
Bürotätigkeit vorliegen sollte, wäre dies nicht relevant, weil eine solche nicht zu einer Invalidität von min
destens 10
%
führen würde. Bei einer Bürotätigkeit werde überwiegend mit dem Kopf gearbeitet, eine gewisse körperliche Einschränkung könne nur marginal als einkommensrelevant berücksichtigt werden.
2.
2.1
Der Fallabschluss durch die obligatorische Unfallversicherung - und damit ver
bunden die Prüfung des Anspruchs auf Rente und Integritätsentschädigung - hat in dem Zeitpunkt zu erfolgen, in welchem von der Weiterführung der medi
zinischen Massnahmen keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (
Art.
19
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversi
cherung, UVG).
2.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG). Für die Bestim
mung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG).
2.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen.
Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
3.
3.1
Folgende Arztberichte, welche für die Beurteilung der strittigen Fragen von Belang sind, liegen vor:
3.2
Kreisarzt
Dr
.
G._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, hielt mit Bericht vom 2
9.
Juli 2010 (
Urk.
10/78) fest, beim Unfall vom 2
7.
November 1996 habe sich der Beschwerdeführer eine Schädigung beider Kreuzbänder des rechten Knies zugezogen. Langsam habe sich eine Arthrose entwickelt. Im Jahr 2009 sei diese ausgeprägt gewesen, wobei vor allem das mediale Kompartiment betroffen gewesen sei, wie sich dies bei einer Arthroskopie am 1
4.
September 2009 bestätigt habe. Es sei eine gereizte
Gonarthrose
geblieben. Heute sei am rechten Knie das Bewegungsumfeld ansprechend, die Muskulatur gut. Es liege ein geringer Reizzustand vor. Radiologisch seien die Veränderungen deutlich. Die Schmerzhaftigkeit halte sich in Grenzen, so dass der Beschwerdeführer vor
erst
von
einer
endoprothetischen
Versorgung absehen möchte. Diese könne i
h
m offeriert werden, die Voraussetzungen dazu seien gegeben.
Im linken Knie liege eine
End
oprothese
, die gut funktioniere.
F
ür die Belastbar
keit des Beschwerdeführers sei diese nicht limitierend.
Die jetzige Situation sei einigermassen stabil, gegenüber den Untersuchungen im November 2009 hätten sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben, die mögliche Belastbarkeit sei deshalb geschätzt. Versicherungstechnisch werde man zum Abschluss schreiten, bei Bedarf könne ein Rückfall gemeldet werden, um die
Endoprothese
zu implantieren.
Aktuell komme für den Beschwerdeführer nur eine Bürotätigkeit in Frage. Ste
hen und Gehen sei manchmal bis 15 Minuten, Begehen von Treppen selten möglich. Kauern, Knien, Erklettern von Leitern
und
Gehen in unwegsamem Gelände sei ihm nicht möglich. Beim Sitzen seien Zwangsstellungen für die Knie nicht möglich, ein etwa stündliches Vertreten der Beine müsse möglich sein. Tragen von Lasten sei bis 10 Kilogramm in der Ebene über kurze Strecken zumutbar. Unter diesen Voraussetzungen dürfe ein etwa achtstündiger Einsatz erwartet werden. Eine leichte Verlangsamung sei zu akzeptieren, da sich der
Beschwerdeführer nach dem Sitzen nur langsam erheben könne und auch beim Anlaufen zuerst einige Schritte sehr langsam machen
müsse
. Bis auf
Weiteres
brauche er Antirheumatika. Wie gesagt, werde die
Endoprothese
zum Zeitpunkt der Wahl eingebaut.
3.3
Dr.
C._
teilte
der Beschwerdegegnerin am 1
8.
April 2011 mit (
Urk.
9/88), fünf Monate nach der Implantation einer
Innex
-Knieprothese rechts berichte der Beschwerdeführer subjektiv, dass der Verlauf ähnlich sei wie seinerzei
t am linken Kniegelenk. Es bestä
nden noch gewisse Restbeschwerden auf der media
len Seite sowie ein leichter Erguss. Der Beschwerdeführer mache Physiotherapie und Lymphdrainage. Zurzeit sei er noch zu 100
%
arbeitsunfähig. Ob der Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit erreich
e
und in welchem Ausmass, müsse vorerst abgewartet werden. Um diesbezüglich verbindliche Aussagen machen zu können, müsse mindestens das Jahresergebnis abgewartet werden.
3.4
Der Beschwerdeführer wurde am
9.
Juni 2011
von Kreisarzt
Dr.
G._
untersucht. Mit Bericht vom 1
0.
Juni 2011 (
Urk.
9/92) erklärte dieser, beim Beschwerdeführer bestehe eine beidseitige
Gonarthrose
. Links sei im Jahr 2006
eine
Endoprothese
implantiert worden. Rechts sei die Prothesenimplantation am 2
3.
November 2010 erfolgt. Während betreffend das linke Knie ein erfreuliches Resultat vorliege, sei der Verlauf betreffend das rechte Knie enttäuschend. Es bestehe im rechten Knie ein Reizzustand. Das Knie sei leicht überwärmt. Ein deutlicher Erguss sei vorhanden. Es beständen ein Streckdefizit von 15°, ein ausgeprägter Anlauf- und ein mässiger Belastungsschmerz. Entsprechend stark limitiert sei die Gehfähigkeit. Sogar im Sitzen beständen etwas Beschwerden. Das Bein müsse sorgfältig gelagert werden. Die Ursache des Reizzustandes sei nicht klar. Eine bakterielle Ursache sei wenig wahrscheinlich. Er kenne aller
dings die Laborparameter nicht. In einem ersten Ansatz würde er für eine vor
erst begrenzte Zeit statt des
Dafalgans
ein
nichtsteroidales
Antirheumatikum einsetzen.
Um das Gehen zu erleichtern, soll
e
der Beschwerdeführer einen
links
geführten
Stock verwenden
. So werde man etwa zwei Monate beobachten müssen, bevor eine tiefgreifende Suche nach der Ursache des unbefriedigenden Resultats eingeleitet werde. Aktuell könne vom Beschwerdeführer lediglich halbtags eine reine Bürotätigkeit erwartet werden.
3.5
Dr
.
C._
berichtete
der Beschwerdegegner
in am
5.
Dezember 2011
(Urk.
9/110), dem Beschwerdeführer werde noch eine Lymphdrainage-Verord
nung abgegeben, um die restliche Schwellung des rechten Kniegelenks zu behandeln. Grundsätzlich könne aber trotzdem die Behandlung bei ihnen jetzt abgeschlossen werden. Der Beschwerdeführer soll
e
sich melden, falls im Früh
jahr 2012 immer noch irgendwelche störenden Restbeschwerden vorhanden sein soll
t
en.
3.6
Am 1
1.
Januar 2012 wurde der Beschwerdeführer
von Kreisarzt
Dr.
F._
untersucht. Dieser hielt hierzu mit Bericht vom gleichen Tag fest (
Urk.
9/112), b
ezüglich
des linken Knies ergäben sich keine Veränderungen im Vergleich
mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
1.
Juni 2007: Bei Zustand nach
Implantation
einer
Endoprothese
am 1
1.
Oktober 2006 finde sich ein sehr günstiges Behandlungsergebnis. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und des Integritätsschadens blieben gleich. Bezüglich des linken
Knies sei auch keine Behandlung
notwendig, hingegen seien postoperative Kontrolle
n
im Abstand von Jahren zu übernehmen und das Rückfallrecht bestehe selbstverständlich weiterhin.
Betreffend das rechte Knie zeige die klinische Untersuchung ein wechselnd ausge
prägtes Schonhinken rechts mit einer Behinderung beim Treppensteigen. Teile des gezeigten Verhaltens wirkten aber deutlich demonstrativ. Objektiv zeige sich ein Streckausfall im rechten Knie von 10° bei einer günstigen Flexion von 125°. Bei der Untersuchung am frühen Vormittag sei der Erguss auf 25 bis 30 Milliliter geschätzt worden.
Die
ligamentäre
Stabilität des Knies sei gut. Kli
nisch bestehe eine leichte
Varusstellung
. Das Ausmass sei auch radiologisch schwierig zu messen.
Nach radiologischen Kriterien seien die Implantate stabil. Annähernd 14 Monate nach der
Implantation
der
Endoprothese
sei der Zustand seit längerer Zeit stabil. Die Voraussetzungen für den Fallabschluss seien erfüllt. Er vermöge keine erfolgsversprechenden Behandlungsmöglichkeiten anzugeben. Insbesondere müsse der mässige Streckausfall akzeptiert werden. Die vom Beschwerdeführer wegen der Kniegelenke benötigten Schmerzmittel seien wei
terhin zu übernehmen.
Eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit
,
gelegentlich etwas aufzustehen und herumzugehen und vor allem ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Kniegelenke sei dem Beschwerdeführer
voll
zeitlich
zumutbar. Die früher geleistete Arbeit sei entsprechend wieder
vollzeit
lich
möglich.
3.7
Dr
.
C._
führte
am 3
0.
Mai 2012 zuhanden der Beschwerdegegnerin aus (Urk. 9/129), nachdem am 1
6.
Mai 2012 ein Szintigramm erstellt worden sei, empfehle er, den weiteren Spontanverlauf abzuwarten und im November 2012 die nächste klinische und radiologische Kontrolle durchzuführen. Solange sich im Röntgenbild nichts abzeichne und die subjektiven Beschwerden es zuliessen, sollte aus dem
Szintigrafiebefund
vorerst keine weitere therapeutische Konse
quenz gezogen werden.
3.8
Am 2
2.
Oktober 2012
erklärte
Dr.
C._
auf Frage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (
Urk.
9/142), vor allem wegen des rechten Kniegelenks müsse der Beschwerdeführer immer wieder
die Beine hochlagern. Die Intervalle zwischen
hochlagern und nicht h
ochlagern würden etwa 30 bis 60 Minuten betragen. Baustellenbesuche seien so nicht möglich. Der Beschwerdeführer könne nicht ganztägig sitzende oder stehende Tätigkeiten ausüben. Nach seinen eigenen Angaben vermöge
er
je eine halbe Stunde stehen und sitzen. Er müsse dann aber wieder die Position wechseln. Auf unebenem Gelände fortbewegen und uneingeschränkt Treppensteigen auf Baustellen könne er mit Sicherheit bis auf
Weiteres
nicht.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Entscheid vom 2
4.
September 2012 (
Urk.
2) betreffend
Fallabschluss und Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers im Wesentlichen auf den Bericht von
Dr.
F._
vom 11. Januar 2012 (E. 3.6
;
vgl.
Urk.
2 E. 3 f).
Es bestehen keine Indizien, welche gegen die Beweistauglichkeit der medizini
schen Einschätzung von
Dr.
F._
sprechen würden (vgl. E. 2.3). Vielmehr erfüllt sein Bericht die rechtsprechungsgemässen
Anforderungen, welche an beweistaugliche medizinische Berichte gestellt werden: Der Bericht ist für die streitigen Belange umfassend, er beruht auf eingehender Untersuchung, er berück
sichtigt auch die geklagten Beschwerden, er ist in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden, er leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 4-5) ist nicht widersprüchlich, dass
Dr.
F._
dem Beschwerdeführer trotz der Einnahme von Schmerzmitteln und des vorhandenen Ergusses für eine sitzende Tätigkeit grundsätzlich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hat.
Dr.
F._
hält nämlich ausdrücklich fest, dass eine sitzende Tätigkeit dem Beschwerdeführer nur zumutbar sei, wenn die Möglichkeit bestehe, gelegentlich aufzustehen
und herumzugehen und wenn nicht notwendig sei, eine fixierte Flexionshaltung einzunehmen (S. 9). Durch das Vermeiden der Flexionshaltung liegt keine dau
ernde Belastung des Knies vor. Einem Versicherten ist es zudem im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht grundsätzlich zumutbar, zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit in einem
gewissen Umfang
Schmerzmittel einzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_31/2008 vom
2.
Juli 2008 E. 5.2.1.3).
Betreffend den Einwand
des Beschwerdeführers,
Dr.
F._
habe bei seiner Einschätzung nicht berücksichtigt, dass gemäss Bericht von Kreisarzt Dr.
G._
vom 2
9.
Juli 2010 bereits aufgrund der Beeinträchtigung des linken Knies eine Verlangsamung bestehe, gilt es darauf hinzuweisen, dass Dr.
G._
in seinem Bericht für das linke Knie keine Einschränkung fest
hielt (E.
3.2,
Urk.
10/78 S. 4): „Im linken Knie liegt eine
Endoprothese
die gut funktioniert, (die) für die Belastbarkeit des Patienten nicht limitierend ist.“ Die von Dr.
G._
festgehaltene Einschränkung bezog sich auf das rechte Knie. Dass
Dr.
F._
hierzu rund anderthalb Jahre später und nach
Implanta
tion
einer
Endoprothese
zu einer anderen Einschätzung gelangt, ist schlüssig und
bedarf keine
r
Weiterungen.
4.2
4.2.1
Die
Übrigen sich in den Akten befindenden Berichte vermögen die Einschätzung von
Dr.
F._
nicht in Frag
e
zu stellen.
4.2.2
Die Einschätzung von
Dr.
C._
im Bericht vom 1
8.
April 2011 (E. 3.3), dass der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsunfähig sei, steht nicht im Widerspruch zur Einschätzung von
Dr.
F._
bzw. der Beschwerdegegnerin, ging doch die Beschwerdegegnerin für den damaligen Zeitraum auch von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus.
4.2.3
Analoges gilt für den Bericht von
Dr.
G._
vom 1
0.
Juni 2011 (E. 3.4), hat die von
Dr.
F._
am 1
1.
Januar 2012 attestierte 100%ige Arbeitsfähig
keit doch erst ab Untersuchungsdatum
Gültigkeit und erachtete er auch erst ab dann den Endzustand als erreicht.
4.2.4
Im Bericht vom
5.
Dezember 2011 (E. 3.5) äusserte sich
Dr.
C._
nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Es geht aus diesem Bericht jedoch her
vor, dass er bereits im Dezember 2011, also rund einen Monat vor der abschliessenden Untersuchung durch
Dr.
F._
, grundsätzlich davon ausging, dass die Behandlung abgeschlossen und somit der Endzustand erreicht sei.
Auch aus dem Bericht von
Dr.
C._
vom 3
0.
Mai 2012 gehen keine Anhalts
punkte hervor, dass der Endzustand noch nicht erreicht sei (E. 3.7). Die Tatsa
che, dass
Dr.
C._
noch Beschwerden
festhielt, steht dem Fallabschluss nicht entgegen. Massgebend für den Fallabschluss ist nicht, ob noch
Beschwerden vorliegen, sondern ob noch eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszu
standes erw
artet werden kann (vgl. E. 2.1). Dies bestimmt sich
namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit (
BGE 134 V 109 E. 4.3
). Dass eine solche Verbesserung des Gesundheits
zustandes zu erwarten sei
, hält
Dr.
C._
nicht fest, vielmehr erklärt er
, dass von weiteren Behandlungsmassnahmen abzusehen sei.
4.2.
5
Die Feststellung von
Dr.
C._
im Bericht vom 2
2.
Oktober 2012 (E. 3.8), dass der Beschwerdeführer immer wieder die Beine hochlagern müsse, steht in Über
einstimmung mit der Einschätzung von
Dr.
F._
vom 1
1.
Januar 2012, hielt dieser doch fest, dass der Beschwerdeführer nur eine sitzende Tätigkeit ausüben könne, bei welcher keine Notwendigkeit für eine fixierte Flexionshaltung bestehe. Auch
Dr.
F._
geht davon
aus, dass der Beschwerdeführer nicht ganztags eine rein sitzende oder stehende Tätigkeit ausüben kann. Eine sitzende Tätigkeit ist ihm nur möglich, wenn er dazwischen aufstehen kann und
– wie ausgeführt -
eine dauernde Flexionshaltung verhindern kann. Dass der Beschwerdeführer grundsätzlich keine Arbeiten auf einer Baustelle mehr aus
üben kann,
stellte
Dr.
F._
ebenfalls
fest.
4.3
Nach dem Gesagten steht fest, dass aus medizinischer Sicht
ab
Januar 2012
keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war
. Der Beschwerdeführer konnte
ab
diesem Zeitpunkt eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit
,
gelegentlich etwas aufzustehen und herumzuge
hen
,
und ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Knie
gelenke vollzeitlich ausüben.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwer
de
führers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
Der Beschwerdeführer arbeitete bis
am 3
1.
Augus
t 2007 bei der
Y._
(Urk.
10/54). Dieses Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst
(
Urk.
10/61)
.
Gemäss den unangefochten
gebliebenen
Feststellungen der Beschwerdegegnerin wäre es dem Beschwerdeführer
aus medizinischer Sicht
zumutbar gewesen, seine Tätigkeit bei der
Y._
weiter ausz
u
üben (Schrei
ben der
Beschwerdegegnerin
vom 1
5.
Juni 2007,
Urk.
10/62,
vom 1
1.
September 2007,
Urk.
10/71,
und vom
4.
April 2008,
Urk.
10/77 sowie Bericht von Kreis
arzt Dr.
F._
vom 1
1.
Juni 2007,
Urk.
10/58).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massgebende Tätigkeit ist daher die zuletzt bei der
D._
ausgeübte
Tätigkeit, wo er vom
7.
Januar 2008 bis April 2009 arbeitete
.
Während die Beschwerdegegnerin
davon
ausgeht
, dass diese Tätigkeit
einer dem Beschwerdeführer noch
zumutbaren Tätigkeit entsprach
und
er
diese daher
weiterhin vollumfänglich
ausüben kann
, verneinte dies der
Beschwerdeführer,
da er häufig Baustellen habe
besuchen
müssen
, was ihm nicht
mehr
möglich
sei
(E. 1.1 und E. 1.2).
5.2
5.2.1
Es liegen folgende
Unterlagen
vor, welche Hinweise auf die konkrete
Arbeits
tätig
keit
des Beschwerdeführers bei
der
D._
geben:
5.2.2
Gemäss Arbeitsvertrag
vom 7.
Januar 2008 war die Tätigkeit des Beschwerde
führers
Geschäftsleitung (
Urk.
10/75).
5.2.3
Auf der Schadenmeldung UVG vom 1
9.
März 2009 (
Urk.
7/11/32 im Prozess Nr.: IV.2013.00882) ist vermerkt, dass
der
übliche
Arbeitsplatz
des Beschwer
deführers
im Büro und auf Baustellen war.
5.2.
4
Am 1
6.
Juni 2009 erklärte der Beschwerdeführer gegenüber der
Beschwerde
gegne
rin
, bei
der
D._
sei
er im Büro tätig gewesen. Er habe dabei für die
Bestandesaufnahme
aber auch auf Baustellen gehen müssen. Er sei nicht operativ tätig gewesen
(
Urk.
7/16/49 im Prozess Nr.: IV.2013.00882).
5.2.
5
Am 3
0.
November 2009 sagte
der
Beschwerdeführer
gegenüber
Dr.
G._
(
Urk.
9/27 S. 2)
,
er
habe lange Jahre in der Geschäftsleitung von grossen Elektro
unternehmen gearbeitet. Im Jahr 2007 habe er
vorgehabt
, sich vorzeitig in den Ruhestand
zu
begeben. Nach drei Monaten habe er nochmals eine Akti
vität aufgenommen, nun als Unternehmensberater. Dies
e
habe dann
16 Monate gedauert und sei wegen eines Konkurses ausgelaufen
.
5.2.
6
Am 1
3.
September 2010
beantragte
der Beschwerdeführer
von
der
PAX, Schwei
zerische
Lebensversicherungs-Gesellschaft (PAX) Leistungen infolge Erwerbsunfähigkeit (
Urk.
9/84). Er erklärte
dabei
betreffend seine T
ätigkeit bei
der
D._
, dass er dem höheren Kader angehört habe, er sei
Bereichs
leiter
gewesen. Seine Tätigkeit habe Personalmanagement,
Akquisition
, Bera
tung etc. umfasst.
5.2.
7
Im Bericht von
Dr.
F._
vom
1
1.
Januar
2012 (
Urk.
9/112
S. 6
) ist festgehal
ten: „Er sei ursprünglich Elektriker, hätte sich weitergebildet und sei schliesslich in der Geschäftsleitung einer grossen Elektrofirma gewesen. Ende 2007 sei er einige Monate arbeitslos gewesen, von Januar 2008 bis April 2009 hätte er dann als Berater für eine Elektrofirma gearbeitet. Es sei um Betriebsorganisa
tion, EDV und andere Projekte gegangen, im Wesentlichen sei dies eine Bürotä
tigkeit mit häufiger Arbeit auch am Computer. Seit 15.04.2009 sei er nicht mehr erwerbstätig. Das mitgehörte Diktat wird als korrekt beurteilt, aktuell keine Ergänzungen.
“
5.2.
8
Am 2
9.
Oktober 2012 äusserte sich der Beschwerdeführer gegenüber der
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Aargau betreffend seine Tätigkeit bei der
D._
(
Urk.
13/2). Er erklärte dabei unter anderem, er sei als Berater und Baustellen-Controller tätig gewesen. Er sei zur Hälfte im Büro und zur Hälfte auf Baustellen gewesen. Seine Aufg
a
ben seien gewesen: der Aufbau einer Nachkalkulation, die Arbeitsvorbereitung, das Personalmanagement, die Bera
tung und das Controlling, die Baustellenorganisation und die Behandlung von Schadenfällen.
5.3
Der Beschwerdeführer wurde bei
der
D._
als
Mitglied der Geschäfts
leitung
angestellt (E. 5.2.2). Wie der Beschwerdeführer im Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau vom 2
9.
Oktober 2012 (Urk. 13/2) festhält, teilte er der Arbeitgeberin aber nach Einsicht in diverse Unterlagen noch am ersten Arbeitstag mit, dass er
nicht bereit sei, der
Geschäfts
leitung
beizutreten
.
Er
erachtete offenbar eine
solche
Tätigkeit bei der
D._
als zu riskant (vgl.
Urk.
12), da er aufgrund seiner betriebs
wirtschaftlichen Kenntnisse erkannte, dass
sich
die
D._
in
einer
finanziell
schwierigen Lage befand
.
Der Beschwerdeführer arbeitete in der Folge als Berater und
Baustellen
controller
. Aus den zitierten Unterlagen (E. 5.2.2-5.2.8), insbesondere
seinem
Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau vom 2
9.
Oktober 2012 (E. 5.2.8;
Urk.
13/2), geht hervor, welche konkreten Aufgaben er dabei zu erledigen hatte. Seine Tätigkeit umfasste den Aufbau einer Nachkalkulation, die Arbeitsvorbereitung, das Personalmanagement, die Bera
tung und das Controlling, die Baustellenorganisation und die Behandlung von Schadenfällen (E. 5.2.8). Der Beschwerdeführer hatte
demnach
Aufgaben zu erledigen, die zwar teilweise
im Baustellenbüro
zu verrichten sind,
jedoch keine spezifischen Baustellenarbeiten sind. Sämtliche dieser Arbeiten können auch im Sitzen ausgeübt werden, was naturgemäss die Möglichkeit mit sich bringt, dass die Beine hochgelagert werden können. Dies bedeutet, dass die vom Beschwer
deführer zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der
D._
weitgehend
einer ihm noch zumutbaren Tätigkeit entsprach, weshalb er, da er
diese weiter aus
üben kann, als zu 100
%
arbeitsfähig zu qualifizieren ist.
6.
Nach dem Gesagten
erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin den Fall abgeschlossen und einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers ver
neint hat
.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen.