Decision ID: bd4053a9-ab0c-503b-b473-0e94b103df40
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 5. Mai 2008 seinen Heimatstaat verlassen habe, über Mauretanien, Marokko,  und über ein weiteres angeblich unbekanntes Land am 16. Juni 2008 illegal in die Schweiz gelangt sei, wo er gleichentags im - und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen um Asyl  hat,
dass am 24. Juni 2008 im EVZ Kreuzlingen die summarische  zu den Asylgründen durch das BFM stattfand,
dass der Beschwerdeführer bei der Befragung angab, er sei habe seit seiner Geburt bis zum 5. Mai 2008 in C._ in der Region D._ in Mali gelebt,
dass er die letzten fünf Monate vor der Ausreise als angelernter Fahrer ohne Führerschein gearbeitet und Personen in einem Minibus  habe,
dass er ungefähr Ende April 2008 einen Unfall verursacht habe, bei dem ein am Strassenrand sitzender Mann ums Leben gekommen sei,
dass in der Folge der Beschwerdeführer auf den Polizeiposten  worden sei,
dass die Eltern und andere Verwandte des Unfallopfers auf dem  erschienen seien und dem Beschwerdeführer zu verstehen  hätten, ihn töten zu wollen,
dass ihm am 5. Mai 2008 die Flucht aus dem Polizeiposten gelungen sei und er darauf ohne Ausweispapiere das Land verlassen habe,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gesuchstellung keine rechtsgültigen Identitätspapiere eingereicht und trotz entsprechender Aufforderung bis heute keine solchen nachgereicht hat,
dass von der BFM-Fachstelle LINGUA am 21. Juli 2008 ein -kulturelles sowie linguistisches Herkunftsgutachten erstellt wurde (nachfolgend LINGUA-Gutachten),
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dass das BFM anlässlich der Anhörung vom 30. Juli 2008 dem  das rechtliche Gehör zum Ergebnis des LINGUA- gewährte,
dass das BFM mit Verfügung vom 11. August 2008 – eröffnet  – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, vorliegend habe der Beschwerdeführer versucht, die Behörden über seine  zu täuschen, indem er eine falsche Nationalität angegeben habe, um so Vorteile im Asylverfahren zu erlangen,
dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Nationalität durch den wissenschaftlichen Beweis eines LINGUA-Tests eindeutig  worden seien, woran auch das Festhalten an seinen Angaben über seine Identität und Herkunft anlässlich des rechtlichen Gehörs vom 30. Juli 2008 nichts ändere,
dass er unter anderem praktisch über keine Kenntnisse seiner  Herkunftsregion sowie über das dortige kulturelle und  verfüge,
dass auch seine Sprechweise auf einen anderen Ursprung als Mali hinweise,
dass ferner auch die Schilderungen des Reisewegs unsubstanziiert und stereotyp ausgefallen seien,
dass insgesamt darauf geschlossen werden müsse, dass es sich beim Beschwerdeführer nicht um einen Staatsangehörigen von Mali handeln könne, und es feststehe, dass er die Behörden im Rahmen des  über seine Identität getäuscht habe,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. August 2008 gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die  der Sache zur Prüfung des Asylgesuchs (Eintreten) an die Vorinstanz und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
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ses sowie die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ,
dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Eingabe im  vorbrachte, er sehe sich aufgrund der knappen Fristen  der ihm im EVZ zur Verfügung stehenden Infrastruktur nicht im Stande, seine Fluchtgründe im Detail wiederzugeben,
dass er unter anderem weiter geltend machte, das BFM sei aufgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf sein Asylgesuch nicht eingetreten, indessen habe er noch nie einen Pass oder eine Identitätskarte , sondern nur eine Art Geburtsurkunde, die er aber in Mali mangels Kontaktmöglichkeiten nicht beschaffen könne, weshalb der  der Papierlosigkeit nicht erfüllt sei,
dass die Behauptung des BFM, wonach er nicht aus Mali stamme, ihn sehr wütend gemacht habe und er deshalb nochmals betonen möchte, dass er wirklich aus Mali sei,
dass es sich vorliegend um einen Fall handle, in dem weitere  im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG notwendig seien,
dass er, wie er in seiner Asylbegründung vorgebracht habe, in Mali verhaftet würde und für mindestens 25 Jahre ins Gefängnis käme,
dass die vorinstanzlichen Akten am 18. August 2008 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass die Beurteilung von Beschwerden gegen  grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),
dass in der Frage der Wegweisung und deren Vollzugs die  des Bundesverwaltungsgerichts nicht beschränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in  mit Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch  zur Sache zu äussern hatte,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung  der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),
dass das Bundesverwaltungsgericht LINGUA-Gutachten zwar nicht als eigentliche Sachverständigengutachten (Art. 12 Bst. e VwVG; Art. 57 ff. des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den  [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG), sondern als schriftliche  einer Drittperson (Art. 12 Bst. c VwVG; Art. 49 BZP i.V.m. Art. 19
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VwVG) anerkennt, ihnen indessen – sofern bestimmte Anforderungen an die fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutralität des Experten wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der Analysen erfüllt sind – erhöhten Beweiswert zumisst (vgl. EMARK 2003 Nr. 14 S. 89 E. 7; 1998 Nr. 34 S. 284 ff.),
dass demnach LINGUA-Analysen grundsätzlich geeignet sind, den Nachweis einer Identitätstäuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu erbringen (vgl. EMARK 1999 Nr. 19 S. 125 f. E. 3d),
dass der vorliegend zu beurteilenden, ausführlich begründeten -Analyse nach den erwähnten Kriterien erhöhter Beweiswert ,
dass nach Durchsicht der Akten festzustellen ist, dass die  Verfügung einer Überprüfung standhält,
dass die Feststellungen des BFM in seiner Verfügung betreffend  der Behörden durch den Beschwerdeführer über seine  sowie Identität nachvollziehbar und praxiskonform sind und  werden können, zumal diese sich auf ein nachvollziehbares und überzeugendes LINGUA-Gutachten abstützen, das zu keinen  Anlass gibt,
dass zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen vorab auf jene  zu verweisen ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG), zumal sich der Beschwerdeführer inhaltlich kaum mit den  der Vorinstanz auseinandersetzt,
dass dem sehr detaillierten LINGUA-Gutachten zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer eindeutig nicht in Mali, sondern sehr  in E._ sozialisiert worden sei,
dass sich die konkrete Herkunft des Beschwerdeführers nach  des Bundesverwaltungsgerichts nicht mit Sicherheit aus den  ergibt, Mali jedoch ausgeschlossen werden kann,
dass der Beschwerdeführer den konzisen und fundierten  im LINGUA-Gutachten keine konkreten Argumente  vermag, sondern bloss auf der angeblichen Herkunft aus Mali beharrt,
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dass er indessen, wie festzustellen ist, bezeichnenderweise auch nicht das Geringste in die Wege geleitet hat, um die angebliche malische Herkunft und Staatsangehörigkeit nachzuweisen, sondern seine wahre Herkunft und Identität offensichtlich zu verschleiern versucht,
dass er vielmehr ohne überzeugende respektive mit stereotyper und damit unglaubhafter Begründung entgegen der ihm bekannten  (vgl. Art. 8 Abs. 1 AsylG) bis heute keine  Identitätspapiere zu den Akten gegeben hat, wodurch seine  zu Person und Herkunft nicht überprüfbar sind,
dass auf das Vorbringen in der Beschwerde, das BFM sei aufgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht auf sein Asylgesuch eingetreten, nicht weiter einzugehen ist, weil das BFM vorliegend in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG verfügt hat, weshalb sich hier auch die Frage zusätzlicher Abklärungen (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG) nicht stellt,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht aufgrund der Aktenlage und dabei insbesondere aufgrund des erwähnten  festgestellt hat, der Beschwerdeführer habe im  die Schweizer Asylbehörden im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG über seine Identität getäuscht,
dass das BFM damit zu Recht auf das Asylgesuch des  nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf die Erteilung einer solchen hat, weshalb auch die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. auch EMARK 2001 Nr. 21),
dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der  entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den  des AuG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG, Art. 83 Abs. 1 AuG),
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dass, nebst der Identität, auch die Herkunft des Beschwerdeführers aufgrund seines prozessualen Verhaltens nicht feststeht und es nicht Sache der Schweizer Asylbehörden sein kann, das Vorliegen von  bezüglich hypothetischer Heimat- oder  zu prüfen,
dass nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung des  unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum  der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK, SR 0.101], Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG und Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) als zulässig im Sinne von Art. 83 Abs. 3 AuG erscheint,
dass sich daher den vorliegenden Akten und unter Würdigung aller Umstände keine Anhaltspunkte für die Annahme entnehmen lassen, der Vollzug der Wegweisung würde eine konkrete Gefährdung des  21-jährigen, soweit aktenkundig gesunden Beschwerdeführers im Sinne einer Existenzgefährdung mit sich bringen,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  Heimatstaat schliesslich auch möglich ist, da keine  bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem  obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere  (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung deshalb zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Art. 65 Abs. 1 VwVG, abgesehen von der nicht belegten , schon wegen der Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren abzuweisen und das Begehren um Befreiung von der Vorschusspflicht
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mit dem vorliegenden direkten Entscheid in der Sache gegenstandslos geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG, Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2], Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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Considerations: