Decision ID: 6469a55a-9029-4eab-9864-7723af17d3e0
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1991
geborene
X._
arbeitet seit
1.
Nov
ember 2016 bei der Y._ AG, Z._
, als Reisespezialist und ist über die Arbeitgeberin bei der
Elips
Life
AG obligatorisch unfallversichert
. Mit am 2
6.
März 2019 bei der U
nfallversicherung eingegangener
Schadenmeldung (vgl. Aktenverzeichnis zu
Urk.
15/1-73 S. 1) teilte die A
rbeitgeberin mit,
der Versicherte
habe
sich am 1
5.
März 2
0
19 in Kamtschatka (Russland) auf der Skipiste beim Snowboarden eine Verrenkung der linken S
chulter zugezogen
(
Urk.
15/1). Die Erstbehandlung in der
Klinik A._
vom 2
1.
März 2019
führte zur Diagnose einer traumatischen Re-Reluxation Schulter links mit
anteriorer
Glenoidfraktur
infolge Snowboardsturz
es
vom 1
5.
März 2019 bei Status nach konservativ therapierter Re-Luxation Schulter links am
1.
Februar 2016 bei Status nach
arthroskopischer
Schulterstabilisierung links mit Bank
art-
Repair
und Kapselraffung vom
1
5.
April 2014
(
Urk.
15
/4 S.
1). Am 1
5.
April 2019 unterzog
sich
der Versicherte
einer offenen Schulterstabilisation nach
Latarjet
(
Urk.
15/9).
Auf Stellungnahmen der beratenden Ärztin vom 2
9.
April 2019 (
Urk.
15/11 S. 2) und vom 1
6.
Oktober 2019 (
Urk.
15/39 S. 2)
hin
wurden die medizinischen Akten unter anderem durch eine
vertrauensärztliche
Aktenbeurteilung
von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
Zertifizierter M
edizinischer
Gutachter SIM,
Ver
trau
ens
arzt SGV
,
vom 2
7.
Mai 2020 (
Urk.
15/55
)
ergänzt
. Mit Verfügung vom 1
0.
De
zember 2020 teilte die Unfallversicherung dem Versicherten mit, dass die medi
zinischen Unterlagen dem beratenden Arzt vorgelegt worden seien und gemäss dessen B
eurteilung der Status quo sine beziehungsweise ante am 2
5.
März 2019 erreicht worden sei, weshalb die Versicherungsleistungen per 2
6.
März 2019 ein
gestellt würden (
Urk.
15/66). Die Einsprache des Versicherten (undatiert, Ein
gangsdatum
5.
Januar 2021,
Urk.
15/67) wies sie mit Entscheid vom 2
9.
März 2021 unter Beilage der versicherungsmedizinischen Stellungnahme von
Dr.
B._
ab (
Urk.
2, zur beigelegten Stellungnahme: vgl. S. 9).
2.
Dagegen erhob
X._
am
8.
Mai 2021 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Verpflichtung der Beschwerdegeg
nerin zur weiteren Kostentragung, eventualiter sei die Sache zu erneuter Abklä
rung zurückzuweisen oder ein orthopädisches Gerichtsgutachten einzuholen. Da noch in Abklärung sei, ob sich die Krankenkasse
kulanterweise
an den
nicht gedeckten Heilungskosten beteilige, ersuchte der Beschwerdeführer um vorläufige Verfahrenssistierung
, da er
diesfalls
die Beschwerde zurückziehen werde
(
Urk.
1 S. 1).
Die m
it Verfügung vom 2
0.
M
ai 2021 angeordnete Sistierung des Verfah
rens (
Urk.
4) wurde am 1
7.
August 2021 nach Mitteilung des Beschwerdeführers
vom 2
7.
Juli 2021 (
Urk.
7) aufgehoben und das Verfahren fortgeführt (
Urk.
8). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Vernehmlassung vom 2
2.
November 2021 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
14 S. 3), worüber der Beschwerdeführer am 2
4.
November 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
16).
Eine weitere Eingabe des Beschwerdeführers vom 2
7.
Juli 2021 (
Urk.
17) wurde der Beschwerdegegnerin am 1
3.
April 2022 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
18).
Auf
die
Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Un
fallversicherung (UVG) werden –
soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leis
tungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (
Art.
18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2.2
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall
fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ver
lauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge
stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialver
sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine
anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis
last
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammenhang gegeben ist
nicht beim Versicherten, sondern beim Unfall
-
versicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück
fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteile des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 3.2 und 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leis
tungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.3
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Beratende Ärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
8C_608/2015 vom 1
7.
Dezember 2015 E. 3.3.3 mit Hinweis). Auf Aktenberichte kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent
lichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht
(vgl. SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63; Urteil des Bundesgerichts 8C_183/2020 vom 2
2.
April 2020 E. 4.1 mit Hinweisen
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Leistungseinstellung per 2
6.
März 2019 zufolge Erreichens des
S
tatus quo sine
vel
ante im angefochtenen Entscheid
gestützt auf die Stellungnahme von
Dr.
B._
vom 2
7.
Mai 2020, wonach sich
der Knochenverlust im Bereich des
Glenoids
der vorgeschädigten linken Schulter überwiegend wahrscheinlich durch das Ereignis vom
1.
Februar 2016 eingestellt habe und gemäss Operationsbericht vom 1
5.
April 2019 das Ereignis vom 1
5.
März 2019 keine strukturelle Verschlimmerung verursacht habe. Letzteres habe lediglich eine vorübergehende
Verschlimmerung
verursacht. Grund für die Operation vom 1
5.
April 2019 sei die richtunggebende Schädigung infolge des Ereignisses vom
1.
Februar 2016 nach traumatischer Erstluxation am 2
4.
Januar 2014 mit folgender Instabilität und operativer Sanierung am 1
5.
April 2014 sowie Reluxation infolge Snowboardsturzes am
1.
Februar 2016 mit konservativer The
rapie und fortwährend ungenügender Stabilität. Der Terminierungszeitpunkt und damit der
S
tatus quo
sine
vel
ante
sei mit der Konsultation vom 2
5.
März 2019 erreicht worden, da der Einsprecher an diesem Tag gegenüber der
Klinik A._
berichtet habe, dass er in der Schlinge keine Schmerzen mehr habe und keine Analgetika mehr einnehmen müsse (
Urk.
2 S. 7 ff.).
2.2
Der Beschwerdeführer macht demgegenüber im Wesentlichen geltend,
es gehe nicht an, dass
die Beschwerdegegnerin ihre Leistungseinstellung lediglich zehn Tag
e
nach dem Unfall angesichts der Komplexität des Falles auf eine Beurteilung
ihres beratenden Arztes stütz
e, welche
r
zwar zertifizierter Gutachter, aber kein
Facharzt für Orthopädie sei. Bestritten werde insbesondere, dass aus dem Opera
tionsbericht vom 1
5.
März 2019 ersichtlich sei, dass das Ereignis vom 1
5.
März 2019 keine erneute strukturelle Verschlimmerung verursacht habe
. Es werde ver
kannt, dass der Unfall vom 1
5.
März 2019 zur Operation geführt habe und es gelinge der Beschwerdegegnerin nicht, das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfallereignisses vom 1
5.
März 2019 zu beweisen, nachdem sie zuerst den Leistungsanspruch anerkannt habe. Im Weiteren stelle der Umstand, dass in der Schlinge keine Beschwerden mehr bestanden hätten, jedenfalls keinen Terminie
rungszeitpunkt dar.
Sodann
sei sein rechtliches Gehör verletzt worden, seien ihm doch mit der Verfügung nicht alle medizinischen Unterlagen zugestellt, sondern der Bericht von
Dr.
B._
erst dem
Einspracheentscheid
beigelegt worden. Ihm sei damit das Recht, zur Verfügung substantiiert Stellung zu nehmen, verwehrt worden (
Urk.
1
).
Mit Stellungnahme vom 2
7.
Juli 2021 fügte er an, bei seiner beruflichen Tätigkeit handle es sich um Extremsportreisen, für welche man
ex
-
trem
fit sein müsse und komplett beschwerdefrei, was er beim Antritt derselben auch stets gewesen sei (
Urk.
17).
2.3
Materiell streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zufolge Erreichen
s
des
S
tatus quo sine
vel
ante zu Recht per
2
5.
März 2019 ein
gestellt hat.
3.
3.1
Was die vorab zu prüfende Rüge formeller N
atur anbelangt, ergibt sich aus
dem
Anspruch auf
rechtliches
Gehör
gemäss
Art.
29
Abs.
2 der Bundesverfassung (BV)
unter anderem der Anspruch, Stellung zu beziehen zu einem durch den Verwal
tungsträger eingeholten Gutachten, wobei die Missachtung des diesbezüglichen Gehörsanspruchs jedenfalls dann einen schwerwiegenden und deshalb nicht heil
baren Mangel darstellt, wenn in der Folge wesentlich auf das entsprechende Gut
achten abgestellt wird (SVR 1999 UV Nr. 25)
. Was
den Zeitpunkt der Gehörsge
währung anbelangt, ist der Gehörsanspruch im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren prinzipiell vor dem Entscheid zu gewähren
, wobei die Parteien gemäss
Art.
42 Satz 2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungsrechts (ATSG)
vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind, nicht angehört werden müssen.
3.2
Die Beschwerdegegnerin stellte die Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes
Dr.
B._
, auf welche sie
in der
Entscheidfindung
wesentlich abstellte,
dem Beschwerdeführer
unbestritten erst mi
t dem
Einspracheentscheid
vom 2
9.
März 2021 zu (vgl.
Urk.
2 S. 9). Jedoch wies sie den Beschwerdeführer
bereits
in der Verfügung vom 1
0.
De
zember 2020 erwägungsweise auf ihre
Vorlage der medi
zinischen Unterlagen an den beratenden Ar
zt hin sowie
auf dessen Beurteilung, wonach der
S
tatus quo sine
vel
ante spätestens am 2
5.
März
2019 erreicht worden sei,
und folgte dieser Einschätzung
auch im Dispositiv der Verfügung mit der Einstellung der Leistungen per 2
6.
März 2019 (
Urk.
15/66). Der Beschwerdeführer
hatte mithin
Kenntnis
sowohl von der Existenz als auch
der Massgeblichkeit der Beurteilung des beratenden Arztes
für die Anspruchsbeurteilung der Beschwer
degegnerin, reichte aber in der Folge
seine Einsprache
(
Urk.
15/67)
ein, ohne Akteneinsicht gemäss
Art.
47 ATSG
zu verlangen
, welche ihm bei entsprechen
dem Begehren am Sitz der Beschwerdegegnerin zur gewähren gewesen wäre (
Art.
8b
Abs.
2 Satz 1
der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozia
lver
sicherungsrechts, ATSV). Eine Gehörsverletzung, zumindest ein
e derart schwer
wiegende, welche
einer Heilung in diesem Verfahren nicht zug
änglich wäre
, liegt damit nicht vor
. Nachdem sich der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde vom
8.
Mai 2021 inhaltlich umfassend zur Beurteilung des beratenden Arztes der Be
schwerdegegnerin geäussert hat, wäre sodann bei Annahme einer Gehörsver
letzung jedenfalls von einer Heilung derselben auszugehen (BGE 142 II 218 E. 2.8.1, 137 I 195 E. 2.3.2, je mit Hinweisen).
4.
4.1
Gemäss Bericht von
Dr.
med.
C._
,
stellvertretender
Oberarzt, Orthopädie
Obere Extremitäte
n
der
Klinik A._
, vom
2
8.
Februar 2014
zog sich der Beschwer
deführer am 2
4.
Januar 2014 im Rahmen eines Snowboardsturzes eine traumati
sche S
chulter
-Erst
luxation links
mit Hill-Sachs-Defekt an typischer Lokalisation, ausgedeh
n
tem Labrum-Abriss ventral mit freien Gelenkkörpern im Sinne von Knochen-Knorpel-Fragmenten ventral und dorsal im
Recessus
zu.
Das MRI zeige ein klares und ausgeprägtes Verletzungs-Muster nach Luxation. In Anbetracht der Anamnese (gemeint wohl: Sportanamnese, vgl.
Urk.
15/26 S. 3 f
.)
und des Alters des Beschwerdeführers bestehe sicherlich eine Hochrisiko-Situation für eine Rezidiv-Luxation, weshalb ein operatives Vorgehen empfohlen werde (
Urk.
15/26 S. 8). Am 1
5.
April 2014
unterzog sich der Beschwerdeführer bei anhaltendem Instabilitätsgefühl einer
arthroskopischen
ventro
-kaudalen Schul
ter-Stabilisierung links mit Bankart-
Repair
und dosierter Kapselraffung (
Urk.
15/25). Gemäss Austrittsbericht der
Klinik A._
vom 1
7.
April 2014 zeigte
sich
der postoperative Verlauf komplikationslos (
Urk.
15/26 S. 1)
. Am
7.
Juli 2014 erfolgte der Behandlungsabschluss, wobei die Vollbelastung sechs Monate nach dem E
ingriff als wieder
gegeben beurteilt wurde (
Urk.
15/26 S. 12).
4.2
Nach einem
weiteren Snowboardsturz vom 1
8.
Januar 2015 ko
nsultierte der Beschwerdeführer wegen funktionseinschränkender schmerzhafter Schulterbe
schwerden links
erneut
die Orthopädie Obere Extremitäten der
Klinik A._
. Die klinischen und radiologischen Befunde liessen gemäs
s Bericht vom 2
2.
Ja
nuar 2015 am
ehesten auf eine schmerzhafte Kontusion schliessen. Bildgebend zeigte sich ein kleines
Ossikel
kaudomedial
des inferiore
n
Gle
noidrandes
von ca
.
5 x 3 mm G
rö
sse, welches
in den V
oraufnahmen
vom 2
4.
Januar 2014 so nicht ersichtlich gewesen sei (
Urk.
15/26 S. 14 f.).
4.3
Am
1.
Februar 2016 zog sich der Beschwerdeführer bei einem Snowboardsturz in Japan gemäss B
ericht von
Dr.
C._
vom 1
1.
Mai 2016
eine Reluxation der linken Schulter zu. Unter intensiver Physiotherapie habe sich die Situation völlig nor
malisiert, der Beschwerdeführer sei zwischenzeitlich schmerzfrei und verspüre im Alltag keine Instabilitäten. Aktuell sei keine operative Massnahme indiziert (
Urk.
15/26 S. 17).
4.4
Sechs Tage nach dem Snowboardsturz vom 1
5.
März 2019 in Russland suchte der Beschwerdeführer wiederum die
Klinik A._
auf. Anamnestisch führten die zuständigen Fachärzte aus, die Schulter habe sich gefühlt wieder nach
anterior
luxiert. Von einem
Pistenguide
sei die Schulter wieder reponiert worden. Der Beschwerdeführer habe nach der konservativ therapierten Schulter-Reluxation im
Mai 2016 mit einer zufriedenstellenden Stabilität gelebt. Bei Überkopfarbeiten oder Wurfbewegungen des linken Armes habe jedoch stets eine Instabilität bestanden. Der Beschwerdeführer sei beruflich nach wie vor im Bereich der Organisation und dem Filmen von Heli-
Skiing
angestellt und übe zusätzlich andere Risikosportarten aus.
Im klinischen Befund imponiere ein asymmetrisches Schulterrelief mit abstehender
Scapula
links.
Die R
öntgenaufnahmen der linken
Schulter
ap
axial vom 2
1.
März 2019
zeigten
im Vergleich zu den Vorbildern einen hochgradigen Verdacht auf einen
anterioren
Glenoiddefekt
. Bei vorliegen
dem radiologische
m
B
efund
sei zunächst eine weiterführende Diagnostik zur Bilanzierung von
ossären
Defekten/Läsionen indiziert, weshalb eine CT-Aufnahme veranlasst werde
. Die Diagn
ose lautete auf eine traumatische Re-Reluxation Schulter lin
ks mit
anteriorer
Glenoidfraktur
infolge Snowboardsturzes
vom 1
5.
März 2019
(
Urk.
15/4 S. 1).
4.5
Die am 2
5.
März 2019 durchgeführte CT in der Universitätsklinik
D._
führte zum Schluss auf einen Status nach
ossärer
Bankart-Läsion mit mittelgradigem anterio-inferiorem
Knochenverlust am
Glenoid
, hier
mehrere kleinere Ossifika
tionen in Angrenzung an den anterio-inferioren Gelenkrand, drei
randsklerosierte
Bohrkanäle im
Glenoid
nach Bankart-
Repair
2014, Hill-Sachs-Defekt
postero
kranial
mit breiter Konfiguration und angrenzenden
sperarierten
Ossikeln
, mini
mem ventral
dezentriertem
Humeruskopf
, der
Subac
romialraum
messe 8
mm, es liege eine leichte
glenoidale
Retroversion von 2° vor, das AC-Gelenk sei unauf
fällig (
Urk.
15/6 S. 1). Die zuständige
n Fachärzte der Klinik A._
schlossen in ihrem Bericht vom selben Tag in Kenntnis des CT-Befundes auf
eine unver
änderte Diagnose und
eine Operationsindikation zur Stabilisierung der S
chulter. Dem Beschwerdeführer, welcher anlässlich der Konsultation vom 2
5.
März 2019 in der Schlinge (
Medarmfix
) keine Beschwerden mehr habe, keine Analgesie mehr einnehme und bezüglich Therapie eine möglichst gute Stabilität wünsche, könne eine offene Rekonstruktion der
Glenoid
-Randfraktur angeboten werden. Das Re-Luxationsrisiko sei ohne Operation auch mit Physiotherapie so hoch, dass von einem konservativen Vorgehen abgeraten werde (
Urk.
15/6 S. 1).
4.6
Die Indikation zur Operation vom 1
5.
April 2019 lautete sodann auf eine rezidi
vierende vordere Schulterluxation mit
fehlgeschlagenem Bankart-
Repair
.
Gemäss Operationsbericht zeigte sich
anteroferior
ein tiefer Knorpeldefekt mit fraglichem Status nach
Glenoidfraktur
, das ehemalige Fragment
sei jedoch stabil und verheilt
(
Urk.
15/9 S. 1 f.).
4.7
Dr.
B._
schloss in seiner Aktenbe
urteilung vom 2
7.
Mai 2020,
der Beschwer
deführer
habe
2014 im Rahmen eines Snowboardsturzes eine erstmalige trauma
tisch
e Schulterluxation erlitten
. Wegen der hohen sportliche
n
Ansprüche insbe
sondere in Bezug auf Ski-, Snowboardfahren und Kraftsport sei am 1
5.
April 2014 bei mangelnder Stabilität eine
a
r
throskopische
Schulterstabilisierung mit
Ba
n
k
art-Repair
und dosierter Kapselraffung durchgeführt worden.
Anlässlich der am 1
8.
Januar 2015 erlittenen
Skapulakontusion
sei es zu keiner zusätzlichen Schä
digung gekommen. Am
1.
Februar 2016 habe eine erste vollständige Reluxation der linken Schulter in Japan stattgefunden, die erst nach drei Stunden fremd
repo
n
iert worden sei. Diesbezüglich sei davon auszugehen, dass entweder die Sta
bilisierungsoperation mit Ba
n
kart-
Repair
nicht nachhaltig erfolgreich gewesen sei oder aber dass das Ereignis von 2016 einen neuen strukturellen Schaden gesetzt habe. Notabene habe der Beschwerdeführer nach dem Ereignis vom 1
5.
März 2019 gegenüber der
Klinik A._
angegeben, nach der Reluxation vom Februar 2016 bei Überkopf- und Wurfbewegungen mit dem linken Arm stets eine Instabilität verspürt zu haben. Anlässlich der nur einen Monat nach dem letzten Ereignis durchgeführten Operation sei
antero
-
inferior ein tiefer Knorpel
defekt mit fraglichem Status nach
Glenoidfraktur
beschrieben worden, das ehe
malige Fragment sei jedoch stabil und verheilt, was freilich nicht innerhalb eines Monats geschehen sein könne. Entsprechend sei davon auszugehen, dass es sich um ein nach dem Ereignis von 2016 stabil verheiltes Fragment handle. Das Ereignis von 2016 habe folglich nach der wie auch immer geglückten Bankart-
Repair
-Operation vom 1
5.
April 2014 die
massgebende richtunggebende Ver
schlimmerung dargestellt. Das Ereignis vom 1
5.
April 2019 habe dagegen keine erneute strukturelle Verschlimmerung, sondern überwiegend wahr
scheinlich lediglich eine teilk
ausale vorübergehende Verschlimmerung verursacht und sei nicht Grund für die Operation vom 1
5.
April 2019 gewesen. Der Status quo
sine
vel
ante sei
mit der Konsultation in der
Klinik A._
vom 2
5.
März 2019 erreicht gewesen (
Urk.
15/55 S. 7 ff.).
5.
5.1
Unbestritten und im Lichte der medizinischen Aktenlage erstellt ist, dass sich der Beschwerdeführer beim Snowboardunfall vom 1
5.
März 2019 eine
umgehend reponierte
Re-Reluxation der linken S
chulter bei komplexem
Vorzustand (mit ausgeprägtem Verletzungsmuster nach Erstluxation und
operativer Sanierung im Jahr 2014 mittels Bankart-
Repair
und dosierter Kapselraffung
,
Kontusion 2015 und Reluxation 2016)
zugezogen hat
.
Weiter
rechtfertigen sich angesichts der anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers vom 2
1.
März 2019 (E. 4.4) keine Zweifel daran
, dass seit der konservativ therapierten Schulter-Reluxation vom
1.
Februar 2016 entgegen der im Bericht von
Dr.
C._
vom 1
1.
Mai 2016
notierten völligen Normalisierung der Situation
ohne
Instabilitäten im Alltag
(E.
4.3)
und der nachträglichen Angaben des Beschwerdeführers in seiner Eingabe vom 2
7.
Juli 2021 (
Urk.
17)
zumindest bei Überkopfarbeiten und Wurfbewegun
gen des linken Armes stets eine Instabilität bestanden hat. Auch bezeichnete
d
er
Beschwerdeführer
die vortraumatische Stabilität anlässlich seiner Konsultation in der
Klinik A._
vom 2
1.
März 2019 insgesamt als lediglich zufriedenstel
lend (E. 4.4), was mit seinem im Bericht der
Klinik A._
vom 2
5.
März 2019
angeführten
Therapiewunsch nach einer möglichst guten St
abilität (E. 4.5) kor
respondiert
.
5.2
Zur Beurteilung der zwischen den Parteien
insbesondere
strittigen Frage
, ob
auf den bei der Beschwerdegegnerin
einzig
versicherten Unfall vom 1
5.
März 2019 eine strukturell objektivierbare Verletzung in Form einer
ossären
Läsion im Bereich des
anterioren
Glenoids
zurückgeführt werden kann,
stellte die Beschwer
degegnerin auf die Aktenbeurteilung
von
Dr.
B._
ab.
Dieser
ist als beratender Arzt für die Beschwerdegegnerin tätig, weshalb seine Beurteilung beweisrechtlich grundsätzlich derjenigen eines versicherungsinternen Arztes entspricht (E. 1.3).
Wie die Beschwerdegegnerin
vernehmlassungsweise
ausführte
(
Urk.
14 S. 15 f.)
,
kann
Dr.
B._
sodann
die fachliche Qualifikation für die Kausalitätsbeurteilung nicht allein aufgrund des Umstandes, dass er
über keinen Facharzttitel in
O
rtho
pädie verfügt
, abgesprochen werden.
Als zertifizierter medizinischer Gutachter SIM mit Fähigkeitsausweis Vertrauensarzt SGV ist er
zwar einem Kreisarzt der Suva, welcher ausschliesslich
Unfallpatienten, unfall
ähnliche Körper
schädigun
gen und Berufskr
ankheiten diagnostisch beurteilt und therapeutisch begleitet, nicht gleichzustellen
(
vgl. zur Qualifikation derselben unabhängig vom ursprüng
lich erworbenen Facharz
t
titel:
SVR 2009 UV Nr. 9
S. 35;
Urteil des Bundesgerichts 8C_316/2019 vom 24. Oktober 2019 E. 5.4).
Aufgrund seiner Zusatzausbildungen
und seiner Gutachtertätigkeit
verfügt er
aber
ebenso wie ein Krei
s
arzt oder bera
tender Arzt der Suva über besondere vers
icherungsmedizinische Kenntnisse, wel
che ihm gerade auch bei der Beurteilung von Kausalitätsfragen zur Verfügung stehen.
Unabhängig hiervon deckt sich die Beurteilung von
Dr.
B._
, wonach der Unfall vom 1
5.
März 2019 keinen strukturell objektivierbaren Schaden nach sich gezogen hat
(E. 4.7), mit dem intraoperativen Befund der Fachärzte für Schulter-/Ellbogenchirurgie der Universitätsklinik
D._
vom 1
5.
April 2019, welche den Status nach
Glenoidfraktur
bei tiefen Knorpeldefekten
nur als fraglich und das ehemalige Fragment als stabil
und verheilt beurteilten (E. 4.6
), was nachvollzieh
bar gegen eine frische
strukturelle
Verletzung
im Bereich des
Glenoids
spricht. Die Beurteilung von
Dr.
B._
, wonach Grund der Stabilisierungsoperation vom 1
5.
April 2019 nicht der Unfall vom 1
5.
März 2019 gewesen sei,
korrespondiert
im Weiteren mit der im Operationsbericht vom 1
5.
April 2019 angeführten Ope
rationsindikation, welche
auf eine rezidivierende vordere
Schulterluxation mit fehlgeschlagenem Bankart
-
Repair
– der operati
ven Versorgung im Jahr 2014 (E.
4.1)
–
lautete
(E. 4.6). Auch der im Bericht der
Klinik A._
vom 2
5.
März 2019 wiedergegebene Befund zur CT vom selben Tag ordnete den mittelgradigen anterio-inferioren Knochenverlust am
Glenoid
dem Status nach
ossärer
Bankart-
Läsion zu, welch letztere unbestritten und aktenmässig erstellt auf das Ereignis vom 2
4.
J
anuar 2014 und nicht dasjenige vom 1
5.
März 2019
zurückzuführen ist (vgl. E. 4.1).
Im Übrigen zeigte sich bereits im radiologischen Befund vom 2
1.
Ja
nuar 2015 ein kleines
Ossikel
kaudomedial
des inferioren
Glen
oidrandes
von ca.
5
x
3 mm, welches in den Voraufnahmen vom 2
4.
Januar 2014 noch nicht ersichtlich war (E. 4.2)
,
und damit eine Zunahme der
ossären
Schäden in diesem Bereich.
Damit aber deckt sich die Kausalitätsbeurteilung von
Dr.
B._
mit den fachärztlichen intraoperativen wie auch den
bildgebenden
Befunden.
Eine hier
von abweichende
ärztliche Beurteilung findet sich nicht in den Akten. Dass die zuständigen Fachärzte der
Klinik A._
in ihrem Bericht vom 2
5.
März 2019 (E. 4.5) in Kenntnis des CT-Befundes de
r
Klinik
D._
vom selben Tag
keine neue Beurteilung vornahmen und
die
Glenoidfraktur
diagnostisch unverändert (wie im Bericht vom 2
2.
März 2019, E. 4.4) der traumatischen Re-Reluxation der Schulter infolge Snowboardsturz
es
vom 1
5.
März
2019 zuordneten, basiert jedenfalls auf keiner neuen
, dem CT-Befund Rechnung tragenden
Kausalitäts
beurteilung und
deckt sich auch nicht mit einer
sp
äteren Operationsindikation (E.
4.6)
.
Damit aber drängen sich keine auch nur geringen Zweifel an der Beurteilung von
Dr.
B._
, wonach der versicherte Unfall
vom 1
5.
März 2019
keine strukturellen objektivierbaren Schäden nach sich gezogen und zu einer lediglich vorüber
gehenden V
erschlechterung des erheblichen Vorz
ustandes geführt hat, auf.
Nach
dem seine Aktenbeurteilung auf einem lückenlosen Überblick insbesondere der bildgebenden und intraoperativen Befunde basiert
(E. 1.3)
und ein gegenwärtiger Status angesichts der zwischenzeitlich erfolgten Stabilisierungsoperation keine weiterführenden Erkenntnisse verspricht, stellte die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes ab.
Entsprechend ist erstellt, dass es beim Snowboardunfall vom 1
5.
März 2019 zwar zu einer weiteren Luxation der linken Schulter gekommen ist, jedoch ohne strukturell objektivierbare Begleitver
letzung. Das versicherte Ereignis führte entsprechend der Beurteilung von
Dr.
B._
lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustan
des, welcher vor dem Unfall zumindest insoweit symptomatisch war, als bei Über
kopf- und Wurfbewegungen eine Instabilität vorlag.
Dass die Luxation der Schul
ter, wenn auch umgehend reponiert (E. 4.4), zu vorübergehenden Schmerzen führte, ist dabei nicht in Frage zu stellen.
5.3
Was den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 2
6.
März 2019, mithin zehn Tag
e
nach dem Unfall anbelangt,
spricht der Umstand, dass der Beschwerdeführer
am 2
5.
März 2019 keine Analgetika mehr einnahm
und
die
einzig diskutierte Behandlung
smassnahme
die auf Mitte April 2019 geplante, nicht durch die Unfallfolgen verursachte O
peration war
(E. 4.5)
,
trotz Weitertragens der Schlinge
für den Wegfall der Kausalität, weshalb auch der Zeitpunkt der Leistungseinstel
lung nicht in Frage zu stellen ist.
Die Beschwerde ist entsprechend abzuweisen.