Decision ID: 22bbcbf5-77aa-4627-b6b1-1eda8a0e7476
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954,
meldete sich unter
anderem am 1
7.
Juni 2009 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/23; vgl.
Urk.
7/4,
Urk.
7/23).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit
Ver
fügung
vom 2
7.
Juni 2011 eine
Viertelsrente
ab März 2010 bei einem Invalidi
tätsgrad von 40
%
zu (
Urk.
7/66).
1.2
Nach Eingang des Revisionsfragebogens vom 2
8.
August 2013 (
Urk.
7/68) holte die IV-Stelle unter anderem ein polydisziplinäres
Gutachten
ein, das am
1
1.
De
zember 2015
erstattet wurde
(
Urk.
7/125)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
7/147,
Urk.
7/152) stellte die IV-Stelle die bisher ausgerichtete Rente mit
Verfügung
vom
3.
Februar 2017 (
Urk.
7/
154
=
Urk.
2)
ein.
2.
Die Versicherte erhob am
3.
März 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom
3.
Februar 2017 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei festzu
stellen, dass sie weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
habe (
Urk.
1 S. 2 oben
Ziff.
1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
April 2017 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 2
4.
April 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invaliden
ver
siche
rung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
ge
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592
E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1,
126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (
BGE 143 V 295 E. 4.1.3
; zur Verwendung der aktuellsten statisti
schen Daten bei Rentenrevisionen vgl.
BGE 143 V 295 E. 4.2.2,
142 V 178 E. 2.5.8.1
,
133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der
Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkre
ten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (v
gl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3,
135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
ab
gesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann
ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl
massgeblichen
(hypothetischen) Sachverhalts bestehen
(
BGE
144 I 28 E.
2.2,
130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, die Beschwerdeführerin sei seit September 2015 in angepassten Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsfähig, womit ein Invaliditätsgrad von 31
%
resultiere (S. 2 oben). Ferner habe sie in den Jahren 2010-2012 geleistete Überstunden nicht gemeldet. Aufgrund dieser Meldepflichtverletzung sei ein Revisionsgrund gegeben (S. 2 Mitte).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), sie leide seit zirka 2000
an zunehmenden
Fussbeschwerden. Ihre Leistungs
fähig
keit im erlernten Beruf als Kinderpflegerin habe sich immer mehr reduziert. Bei der
Zusprache
einer
Viertelsrente
im August 2010 sei der Invaliditätsgrad ent
sprechend der medizinischen Beurteilung festgelegt worden. Ausdrücklich habe man damals darauf verzichtet, sie mit Hinweis auf eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit zu einem Berufswechsel zu zwingen (S. 3
Ziff.
1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der revisionsweisen Rentenaufhe
bung.
3.
3.1
Gemäss Feststellungsblatt vom 1
5.
Februar 2010 (
Urk.
7/45) ging die Beschwer
degegnerin von der Beurteilung durch
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin
, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
vom 1
4.
November 2009 aus, die wie folgt lautete (S. 4):
Gemäss den Angaben der Ärzte der
Z._
sei eine Steigerung des aktuellen Pensums von 60
%
bei der
A._
aufgrund von Fussbeschwer
den bei beginnender Arthrose im oberen Sprunggelenk nicht realistisch. Rein sitzende Tätigkeiten wären in höherem Umfang zumutbar.
Dies führe zur Feststellung, dass für die Tätigkeit als Pflegefachfrau und Mitar
beiterin in der
B._
realistischerweise
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Für die aktuelle Tätigkeit in der
A._
besteh
e
eine 60
%
ige
Arbeitsfähigkeit
bezogen auf ein Pensum von 100
%
.
Die Arbeitsfähigkeit
sei
in der
A._
höher
als
in
der
B._
,
weil die Versicherte weniger gehen,
stehen und weniger Gewichte tragen
müsse.
Für eine körperlich leichte, mehrheitlich sitzende Tätigkeit besteh
e
eine
100%ige
Arbeitsfähigkeit.
Diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit g
elte
im Prinzip seit März
2009, da der G
esundheitsschaden
seither
mehr oder weniger stabil sei.
Die Festlegung der Daten
werde
dadurch erschwert, dass die Versicherte teilweise noch in der
bisherigen Tätigkeit gearbeitet ha
be
, diese ihr aber eigentlich nicht mehr zumutbar
gewesen sei
.
3.2
Für den Einkommensvergleich (
Urk.
7/53
=
Urk.
3/3
) ging die Beschwerde
gegne
rin hinsichtlich des
Valideneinkommens
vom aktuell in einem behinde
rungs
be
dingt reduzierten Pensum von 60
%
erzielten Lohn aus, den sie auf ein Pensum von 100
%
hochrechnete, was rund
Fr.
80'560.-- ergab. Hinsichtlich des Invali
deneinkommens ging sie vom tatsächlich erzielten Lohn von rund
Fr.
48'336.-- aus, weil dieser höher war als der
- nach einem Abzug von 10
%
mit rund
Fr.
42'440.-- bezifferte (
Urk.
7/44 S. 3 oben)
-
Tabellenlohn gemäss L
SE
. Damit resultierte ein Invaliditätsgrad von 40
%
.
4.
4.1
Im Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung vom
2.
September 2014 (
Urk.
7/90) wurde ausgeführt, aufgrund der Fussproblematik habe die Beschwerdeführerin eine frühere Stelle in einem Alters- und Pflegeheim aufgegeben und das Pensum bei der
A._
auf 60
%
ausgebaut. Seit einem Sturz im Frühjahr 2013 leide sie zusätzlich an Rückenbeschwerden. Die Tätigkeit bei der
A._
habe sie stufenweise
wiederaufnehmen
können und seit Juli 2014 bestehe dies
bezüglich wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Allerdings sei das ursprüngliche Pensum von 60
%
in der Praxis bisher nicht erreicht worden (S. 1 unten).
Eingliederungsmassnahmen seien nicht angezeigt. Weder eine
Umplatzierung
noch beispielsweise fachspezifische Weiterbildung für die Betreuung spezieller Kunden seien zielführend. Beabsichtigt sei, das bisherige Anstellungsverhältnis bei der
A._
aufrecht zu erhalten (S. 2 oben).
4.2
Am 1
1.
Dezember 2015 erstatteten die Ärzte des
C._
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/125/1-25).
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 12
lit
. D) nannten sie eine Arthrose des linken oberen Sprunggelenks
(OSG)
, eine Bewegungsein
schränkung des rechten Schultergelenks, ein rezidivierendes lu
mbales Schmerz
syndrom und eine
c
hronic
obstructive
pulmonal
disease
(COPD).
In ihrer Beurteilung führten sie aus, aus internistischer, neurologischer und psychiatrischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 100
%
(S. 13
unten
). Eine wesentliche Änderung im Gesundheitszustand der Versicherten werde aus ortho
pädischer Sicht nicht eingeschätzt (S. 13 oben). Aufgrund der lumbal bedingten Einschränkungen, der klinischen und radiologischen Arthrose des linken
OSG
und - vorübergehend - von Schulterbeschwerden
werde die Arbeitsfähigkeit der Versicherten als Pflegerin in der
A._
mit 60
%
etwa ab Mitte Januar 2016 eingeschätzt (S. 13). Eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit der Versi
cherten erscheine aufgrund der degenerativen lumbalen Veränderungen und der Arthrose des linken OSG nicht möglich (S. 13 f.).
Zum Belastungsprofil führten die Gutachter aus, für körperlich leichte bis gele
gentlich mittelschwere Tätigkeiten mit vorwiegendem Sitzen und gelegentlichem Stehen und Gehen und ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule sei die Versicherte mit voller Arbeitszeit und Leistung arbeitsfähig. Für zirka 2
Monate werde noch eine zusätzliche, vorübergehende Einschränkung für gehäufte Überkopf-Arbeiten bestehen, danach werde diese Einschränkung erwartungsgemäss nicht mehr nötig sein (S. 14 oben).
In einer
diesem
Belastungsprofil entsprechenden Verweistätig
keit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit der Versicherten (S. 14 unten).
5.
5.1
Am 2
3.
Februar 2016 löste die
A._
das Arbeitsverhältnis per 3
0.
April 2016 auf (
Urk.
7/136).
Im Oktober 2016 schlossen die
A._
und die Beschwer
de
führerin einen neuen Arbeitsvertrag ab
1.
November 2016 ab, befristet bis am 2
8.
Februar 2017 (
Urk.
3/4) und sodann bis am 3
0.
Juni 2017 (
Urk.
3/5). Eine weitere Stelle trat die Beschwerdeführerin am
6.
Dezember 2016 an (
Urk.
3/6). Gemäss ihren Angaben entsprechen die beiden Stellen zusammen einem Pensum von rund 40
%
(
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3).
5.2
Dem Einkommensvergleich vom 2
7.
Juli 2016 (
Urk.
7/145) legte die Beschwerde
gegnerin ein
Valideneinkommen
von rund
Fr.
82'785.-- und ein Invalidenein
kommen von rund
Fr.
57'151.--
im Jahr 2016 zugrunde. Dabei stellte sie auf Tabelle TA 1
der
LSE ab und verwendete
den Zentralwert der Löhne von Frauen im Gesundheits- und Sozialwesen (
Ziff.
86-88) im Jahr 2014 zuzüglich
Nominal
lohnentwicklung von 1.0
%
bis 2015
(S. 2 oben)
.
6.
6.1
Verglichen mit dem Sachverhalt von 2010/2011 ist keine Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erkennen und auch von der Beschwerdegegnerin nicht postuliert worden. Soweit eine Änderung festzustellen wäre, wäre dies vielmehr eine gewisse Verschlechterung.
Damit übereinstimmend wurde eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
für die Tätigkeit in der
A._
und eine solche von 100
%
in angepasster Tätigkeit sowohl als Grundlage der
Rentenzusprache
im Jahr 2011 angenommen (vorstehend E.
3.1) als auch im Gutachten von 2015 festgelegt (vorstehend E. 4.1).
Somit hat sich weder beim Gesundheitszustand noch bei der Arbeitsfähigkeit eine revisionsrelevante Verbesserung ergeben.
6.2
Vor diesem Hintergrund fragt sich, ob überhaupt ein Revisionsgrund vorliegt.
Geändert haben sich
lediglich - mit dem nur teilweise kompensierten Stellenver
lust 2016 -
die erwerbliche Situation der Beschwerdeführerin (vorstehend E. 5.1) und
insbesondere
die Art und Weise der Invaliditätsbemessung durch die Beschwerdegegnerin (vorstehend E. 5.2).
Dass die Veränderungen im Beschäftigungsumfang - trotz der Besonderheiten bei der 2011 erfolgten Invaliditätsbemessung (vorstehend E. 3.2) - keinen Revisions
grund darstellen, liegt auf der Hand (vgl.
BGE 141 V 9 E. 5.2).
Gleiches gilt im Übrigen für die allfällige (verjährte) Meldepflichtverletzung.
6.3
Somit
ver
bleiben die Änderungen in der Art und Weise der Invaliditätsbe
messung.
2011 hat die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen anhand des
-
höhe
ren
effektiven Einkommens der Beschwerdeführerin bestimmt. Dieses verglich sie mit dem - tiefsten - LSE-Tabellenlohn, von dem sie einen Abzug von 10
%
vor
nahm (vorstehend E. 3.2). Der angefochtenen Verfügung liegt eine gänzlich andere Rechnung zugrunde. Die Beschwerdegegnerin stellte nämlich nicht auf den Tabellenlohn gemäss TA1_tirage_skill_level über alle Wirtschaftszweige ab, sondern auf den - höheren - Tabellenlohn im Bereich unter anderem des Gesund
heitswesens. Eine sachliche Begründung dafür ist nicht ersichtlich. Im Gegenteil: Angesichts der qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit gemäss Belastungsprofil dürften Tätigkeiten auf Kompetenzniveau 1
ausgerech
net
im Gesund
heits
bereich geradezu ungeeignet sei.
Sodann nahm die Beschwerdegegnerin 2011 einen Abzug von 10
%
vor
, aktuell jedoch nicht, ohne dies irgendwie zu begründen.
6.4
Beides ist zu korrigieren, indem auf den Tabellenlohn gemäss TA1_tirage_skill_level über alle Wirtschaftszweige für Frauen auf Kompetenz
ni
veau 1 von
Fr.
4'300.-- im Jahr 2014 abgestellt wird. Auf ein Jahr umgerechnet,
der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden angepasst und unter Berücksichtigung des Abzugs von 10
%
resultiert bei einer Nominallohn
entwick
lung von 1
%
im Jahr 2015 ein Invalideneinkommen von rund
Fr.
48'781.-- (
Fr.
4'300.-- x
12 :
40.0 x 41.6 x 0.9 x 1.01).
Verglichen mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
82'785.-- (vorstehend E. 5.2) resultiert eine Einkommenseinbusse von
Fr.
33'964.--, was einen Invaliditätsgrad von 41
%
ergibt.
Somit hat die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
6.5
Bei diesem Ausgang kann
offenbleiben
, ob der im Verfügungszeitpunkt rund 62
1⁄2-jährigen Beschwerdeführerin eine Verwertung ihrer qualitativ einge
schränkten Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
überhaupt
noch möglich und zumutbar wäre (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts
9C_580/2017 vom 1
6.
Januar 2018 E. 4.1
).
7.
7.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerde
gegne
rin aufzu
erle
gen.
7.2
Der obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin steht eine Pro
zessentschädigung zu, die beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
220.
- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf
Fr.
2'500.-- (inklusive Baraus
la
gen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.