Decision ID: 0170e9ef-fa39-5661-84f2-649a9dafa9a7
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
dass sie das Gesuch neben dem bereits bekannten Sachverhalt damit begründete, dass sie erst nach der rechtskräftigen Ablehnung des
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Asylgesuches die Gelegenheit zu einer psychologisch-psychiatrischen Abklärung erhalten habe und mittels des beiliegenden Zeugnisses eine posttraumatische Belastungsstörung ausgewiesen werde,
dass das ärztliche Gutachten die asylrelevante, über Jahre wiederholt erfolgte Vergewaltigung der Beschwerdeführerin bescheinige und die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr ins Heimatland mit grosser  ohne staatlichen Schutz der Rache ihres Ehemannes  wäre,
dass der Wegweisungsvollzug überdies aufgrund der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin unzulässig und unzumutbar sei,
dass das BFM mit Verfügung vom 5. Dezember 2008 - eröffnet am 8. Dezember 2008 - das „Wiedererwägungsgegesuch“ abwies und die Verfügung vom 7. Mai 2008 für rechtskräftig und vollstreckbar erklärte,
dass es zur Begründung ausführte, die Ausführungen der  zu Entführung, Zwangsheirat und sexueller Gewalt seien bereits rechtskräftig als unglaubhaft und tatsachenwidrig beurteilt  und der Beschwerdeführerin sei es unbenommen, diesbezüglich ein entsprechendes Revisionsgesuch beim Bundeverwaltungsgericht einzureichen,
dass es sich bei der Eingabe um ein einfaches  handle, in welchem mit der Verschlechterung der  Situation der Beschwerdeführerin eine nachträglich veränderte Sachlage geltend gemacht werde,
dass die Beschwerdeführerin dem Arztzeugnis gemäss an  Problemen leide, wobei die vorgebrachten Ursachen sich jedoch als unglaubhaft erwiesen hätten,
dass die medizinische Behandlung der Beschwerdeführerin im  gewährleistet sei, sie nicht aus medizinischen Gründen bei einer Rückkehr ins Heimatland gefährdet sei und auch die geltend gemachte Suizidgefahr bei Wegweisungsvollzug diesem nicht entgegenstünde,
dass das BFM die Kosten des Verfahrens in Höhe von Fr. 600.-- der Beschwerdeführerin auferlegte,
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dass das BFM in seiner Verfügung feststellte, einer allfälligen  komme keine aufschiebende Wirkung zu,
dass die Beschwerdeführerin durch ihre Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 7. Januar 2009 gegen diesen Entscheid beim  Beschwerde einreichte und die Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges unter Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragte,
dass sie ferner beantragen liess, den Vollzug der Wegweisung  und der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommen zu ,
dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um die Gewährung  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und den Verzicht auf die Erhebung eines  ersuchen lässt,
dass in der Beschwerde neben der Wiederholung der Ausführungen des Gesuchs die Kritik vorgebracht wird, die behandelnde Ärztin habe als medizinische Fachperson im Rahmen des Anamnesegespräches die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdeführerin zuverlässig beurteilen können,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Telefax-Verfügung vom 8.  2009 den Wegweisungsvollzug vorsorglich aussetzte,
und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass aus diesen Bestimmungen die Zuständigkeit des  für Beschwerden gegen Verfügungen des BFM  Wiedererwägungsgesuche zwar nicht explizit hervorgeht,
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dass gegen negative Entscheide der Vorinstanz über  grundsätzlich diejenigen Rechtsmittel ergriffen werden können, welche gemäss Rechtsmittelordnung gegen die mit dem  angefochtene Verfügung offenstehen,
dass das Bundesverwaltungsgericht ausserdem für die Revision von Entscheiden zuständig ist, die es in seiner Funktion als  gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242, mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerdeführerin durch die angefochtene Verfügung  ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend – hinsichtlich des Wiedererwägungsverfahrens – auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde,
dass vorab festzustellen ist, dass die vom BFM als  entgegengenommene Eingabe entgegen der Einschätzung des BFM sowohl wiedererwägungs- als auch revisionsrechtliche  enthält,
dass eine eingehende Rechtsschrift als jenes Rechtsmittel  ist, dessen gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sind, und nicht als jenes, als welches es von der Partei unrichtigerweise  worden ist (vgl. ULRICH ZIMMERLI/WALTER KÄLIN/REGINA KIENER, Grundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 1997, S. 254 f.; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. überarbeitete Auflage, Bern 1983, S. 50 und 198),
dass der Begriff der Wiedererwägung in zweifachem Sinne verwendet wird; zum einen bezeichnet er die Anpassung einer ursprünglich feh-
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lerfreien Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der Schweizerischen Asylrekurskommission/ARK in Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f.), zum anderen den Widerruf  unangefochten gebliebenen, formell rechtskräftigen Verfügung, die sich als ursprünglich fehlerhaft erweist (analog zur gesetzlichen Regelung von Art. 66 VwVG; vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f.),
dass hingegen ein Revisionsgesuch vorliegt, welches von der  zu behandeln ist, wenn der erstinstanzliche  angefochten und ein materieller Beschwerdeentscheid erlassen wurde, dessen ursprüngliche Fehlerhaftigkeit geltend gemacht wird,
dass mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision die  und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen  angefochten wird, damit in der Sache neu entschieden werden kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines , 2. Aufl., Bern 2005, S. 269),
dass gemäss Art. 45 VGG für die Revision von Urteilen des  die Art. 121-128 BGG sinngemäss gelten und  Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des  Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung findet,
dass die Beschwerdeführerin beziehungsweise Gesuchstellerin mittels des beigelegten Arztzeugnisses als neues Beweismittel nämlich die bereits im ordentlichen Verfahren vorgebrachte Entführung,  und sexuellen Übergriffe zu beweisen sucht und somit die  Fehlerhaftigkeit des Beschwerdeentscheides vom 26. Juni 2008 geltend macht,
dass sie sich damit sinngemäss auf das Vorliegen von  nach Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG beruft,
dass die Vorinstanz die Eingabe demnach dem  zur Prüfung unter dem Gesichtspunkt einer Revision hätte  müssen,
dass allerdings aufgrund dessen, dass das Bundesverwaltungsgericht sowohl Beschwerde- als auch Revisionsinstanz ist und der  durch die Beurteilung der Vorinstanz somit kein  erwachsen ist, die entsprechenden Vorbringen nachfolgend
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unter revisionsrechtlichen Aspekten geprüft werden können, ohne  ein Revisionsverfahren zu eröffnen,
dass das ärztliche Zeugnis vom 27. Oktober 2008 klarerweise nicht als neues, erhebliches Beweismittel zu qualifizieren ist, da es nicht geeignet ist, die im ordentlichen Verfahren als unglaubhaft erachteten vorgebrachten Tatsachen (Entführung und Zwangsheirat der  mit anschliessender jahrelanger Vergewaltigung und Misshandlung) glaubhaft zu machen,
dass die Erheblichkeit offenkundig fehlt, weshalb Fragen der Neuheit beziehungsweise der früheren Beibringbarkeit offenbleiben können,
dass es sich entgegen der Auffassung der Rechtsvertreterin bei der im ärztlichen Bericht vom 27. Oktober 2008 festgehaltenen Einschätzung der Ärzte von jahrelang erfolgter Misshandlung und Vergewaltigung der Beschwerdeführerin nicht um eine Beurteilung der Glaubhaftigkeit durch den Arzt handelt, sondern lediglich um eine Anamnese, mithin um eine im Gespräch des Arztes mit dem Patienten ermittelte , welche die Zweifel des Gerichts an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen nicht auszuräumen vermag, zumal das Zeugnis  auf einer einzigen Konsultation beruht,
dass die Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Vorbringen eines  ohnehin eine Rechtsfrage darstellt, deren  - wie im Übrigen auch die Beweiswürdigung - Aufgabe des  ist (vgl. EMARK 1996 Nr. 16 E. 3e.bb S. 144, EMARK 1999 Nr. 5 E. 4f.bb S. 31 f. EMARK 2002 Nr. 13 E. 6c S. 115 f.),
dass im Übrigen darauf hinzuweisen ist, dass die im Gesuch bezüglich der Glaubhaftigkeitsprüfung vorgebrachte Kritik am revisionsweise  Urteil und der dadurch geschützten Verfügung des BFM nicht Gegenstand eines Revisionsverfahrens ist, da die Revision nie dazu dient, die Würdigung damaliger Vorbringen erneut zu überprüfen (vgl. ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008, Art. 123 N. 7),
dass das sinngemässe Revisionsgesuch somit abzuweisen ist,
dass die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführerin auf  ihres Wiedererwägungsgesuchs nicht in Abrede gestellt hat und darauf eingetreten ist,
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dass demzufolge das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich zu  hat, ob die Vorinstanz das Gesuch zu Recht abgewiesen hat,
dass mit der Geltendmachung der Verschlechterung der psychischen Gesundheitssituation der Beschwerdeführerin eine im heutigen  notwendige Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges vorgebracht wird,
dass ein Anspruch auf Wiedererwägung namentlich dann besteht, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde  Rechtsmittelinstanz (vgl. EMARK 1995 Nr. 21 E. 1c S. 204) in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche () Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f.),
dass Gründe ausschliesslich medizinischer Natur den  im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen lassen, es sei denn, die erforderliche Behandlung sei wesentlich und im Heimatland nicht erhältlich (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.),
dass, entsprechen die Behandlungsmöglichkeiten im Herkunftsland nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz, dies allein noch nicht die Unzumutbarkeit des Vollzugs bewirkt, sondern von einer  erst dann auszugehen ist, wenn die ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung eine drastische und lebensbedrohende  des Gesundheitszustandes nach sich zieht (vgl. EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d S. 50 ff., 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.),
dass nach dem Gesagten, ohne die psychischen Probleme der  zu verkennen, klarzustellen ist, dass im vorliegenden Wiedererwägungsverfahren zu beurteilen ist, ob sich in diesem  Sachverhaltsveränderungen von einer Tragweite  haben, die eine andere Beurteilung der Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs rechtfertigt,
dass diesbezüglich auf die Erwägungen in der angefochtenen  hinzuweisen ist, wonach im Heimatland der Beschwerdeführerin eine entsprechende Infrastruktur zur Behandlung der psychischen  der Beschwerdeführerin gegeben ist,
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dass hinsichtlich der geltend gemachten Suizidgefahr festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin bislang keine suizidalen Handlungen  hat, nicht stationär in eine psychiatrische Klinik  wurde und auch nicht wegen eines Suizidversuchs psychiatrisch betreut werden musste,
dass sich die ärztliche Behandlung der Beschwerdeführerin bislang auf ein im Oktober 2008 durchgeführtes Abklärungsgespräch beim (medizinische Einrichtung) beschränkte und trotz der im Bericht  Empfehlung einer Trauma-Psychotherapie der  bis dato keine derartige ärztliche Behandlung  wurde,
dass demnach davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin nicht auf eine engmaschige und anhaltende fachärztlich und/oder  Behandlung angewiesen ist,
dass eine ernstliche Suizidgefahr aus den Akten nicht ersichtlich wird,
dass somit die angegebenen Gründe im Wiedererwägungsgesuch und in der Rechtsmitteleingabe beziehungsweise das ärztliche Zeugnis  in wiedererwägungsrechtlicher Hinsicht erheblichen Gründe , weshalb trotz gesundheitlicher Probleme keine gegenüber der  bei Eintritt der Rechtskraft der ursprünglichen Verfügung  veränderte Sachlage hinsichtlich Zulässigkeit und  des Wegweisungsvollzugs festzustellen ist,
dass es der Beschwerdeführerin demnach insgesamt nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht , den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG) und überdies auch keine Revisionsgründe im Sinne des Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG , weshalb die Beschwerde und das Revisionsgesuch abzuweisen sind,
dass mit der Ausfällung des Urteils die am 8. Januar 2009  einstweilige Massnahme (vorsorgliche Aussetzung des ) aufgehoben ist,
dass die Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG beantragte,
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dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von  abgesehen werden kann, wenn die Beschwerdeführerin nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Begehren nicht  erscheint,
dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als  zu bezeichnen ist und zudem die Bedürftigkeit der  nicht ausgewiesen ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Art. 65 Abs. 1 VwVG somit abzuweisen ist,
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines  angesichts des vorliegenden Entscheides in der Hauptsache  geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin  Gesuchstellerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 68 Abs. 2 VwVG).
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