Decision ID: a819bc8d-2704-5fe8-add0-4ce452c6cf3b
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
dass somit auf die im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters respektive einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt wird – um eine solche handelt, weshalb auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der
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Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
dass entsprechend dem Beschwerdeantrag die Verweigerung der  durch das BFM den Streitgegenstand des  Beschwerdeverfahrens bildet,
dass nach Art. 112 AsylG die Einreichung eines ausserordentlichen Rechtsmittels (vorliegend: des Wiedererwägungsgesuchs vom 16. Juli 2010) den Vollzug der Wegweisung nicht hemmt, es sei denn, die für die Behandlung zuständige Behörde entscheide anders,
dass eine entsprechende vorsorgliche Massnahme anzuordnen ist, falls das Begehren begründet ist und der Vollzug einen erheblichen und nicht wiedergutzumachenden Schaden mit sich bringen würde,
dass damit die gesuchstellende Person ein gegenüber dem öffentli - chen Interesse am rechtskräftig verfügten Vollzug der Wegweisung überwiegendes privates Interesse am Verbleib in der Schweiz darzutun hat,
dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines  neue Ereignisse (Entlassung des Sohnes, Gefährdung durch Vorführung bei der jemenitischen Botschaft) vorgebracht und eine Reihe nach Abschluss des ordentlichen Verfahrens entstandener beziehungsweise nachträglich beschaffter Beweismittel – namentlich das Original seines Reisepasses sowie einen Eheschein – eingereicht hat,
dass der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der  der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 29 VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG) verlangt, dass die verfügende Behörde die Vorbringen der betroffenen Person  hört, prüft und bei der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederzuschlagen hat (Art. 35 Abs. 1 VwVG, vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 38 E. 6.3),
dass die Entscheidbegründung es der betroffenen Person ermöglichen soll, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten, was nur möglich ist, wenn sich sowohl die betroffene Person als auch die
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Rechtsmittelinstanz über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können (BGE 129 I 232 E. 3.2),
dass sich die verfügende Behörde nicht explizit mit jeder tatbeständli - chen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand  hat, sondern sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte  darf (BGE 126 I 97 E. 2b),
dass das BFM dadurch, dass es das Gesuch um Aussetzung des Wegweisungsvollzugs einzig mit dem Verweis auf die fehlende  des Unterstützungsschreiben von Amnesty International vom 14. Juli 2010 abwies und weder die Ausführungen des  in der Eingabe vom 16. Juli 2010 noch die übrigen mit dem Wiedererwägungsgesuch eingereichten Beweismittel würdigte, den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat,
dass eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör  zur Aufhebung des angefochtenen Hoheitsakts führt, ohne  darauf, ob dieser bei korrekter Beweisführung und Gewährung des rechtlichen Gehörs anders ausgefallen wäre, zumal eine solche Betrachtungsweise dem formellen Charakter des Gehörsanspruchs widerspräche (vgl. EMARK 2006 Nr. 20),
dass das Gericht überdies aufgrund einer prima facie Beurteilung der Vorbringen des Beschwerdeführers in seinem  sowie der neu vorgelegten Beweismittel zum Schluss gelangt, dass diese möglicherweise eine neue Einschätzung seiner  zu rechtfertigen vermögen und daher einer vertiefteren Überprüfung bedürfen,
dass sich zusammenfassend ergibt, dass das BFM zu Unrecht  hat, das öffentliche Interesse am fristgerechten Vollzug der in Rechtskraft erwachsenen Wegweisungsverfügung sei höher zu  als das private Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz, weshalb derselbe den Entscheid über das  im Ausland abzuwarten habe,
dass sich vielmehr die Notwendigkeit der Vornahme einer  Würdigung bereits aufgrund einer summarischen Würdigung der neuen Beweismittel ergibt, weshalb das BFM gehalten gewesen wäre, gestützt auf die vorliegenden Akten den Vollzug der Wegweisung
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auszusetzen und die Beweismittel im Rahmen des  einer vertieften Prüfung zu unterziehen,
dass die Beschwerde somit in dem Sinne gutzuheissen ist, als die angefochtene Zwischenverfügung des BFM vom 3. August 2010  und der Vollzug der Wegweisung formell auszusetzen ist,
dass die Akten des BFM zur Fortsetzung des  an dieses zurückzusenden sind,
dass die auf Beschwerdestufe eingereichten Beweismittel der  zu übermitteln sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass die obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten hat (Art. 7 Abs. 1 des  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers keine Kostennote zu den Akten gereicht hat, sich der notwendige Vertretungsaufwand aufgrund der Aktenlage jedoch hinreichend zuverlässig abschätzen lässt, weshalb die von der Vorinstanz auszurichtende  unter Berücksichtigung der massgebenden  von Amtes wegen auf Fr. 400.– festzusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: