Decision ID: d4d61848-03fb-4ad6-9516-eb45bcc59343
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1972 geborene
X._
ist gelernte Pflegehelferin (Urk. 6/2/4)
und arbeitete zuletzt vom 1. Mai 2003 bis
Januar 2009
in unter
schiedlichem Pensum
im
Y._
(Urk.
6
/11
, Urk. 6/60/5
, Urk. 6/110
, Urk. 6/133/4
).
Am
1
3. Dezember 2007 meldete sie sich erstmals un
ter
Angabe e
ine
r
Krankheit und eine
s
Unfall
s
vo
m
10. Februar 2007 bei der In
vali
denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2). Im Rahmen ihrer Ab
klä
rung
en
holte
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
erwerb
liche
(Urk. 6/8
, Urk. 6/11
)
und medizinische (Urk. 6/9,
Urk. 6/16, Urk. 6/22,
Urk. 6/27, Urk.
6/29, Urk. 6/32
)
Auskünfte ein
und
zog
die
unfallversicherungs
rechtlichen
Akten der AXA
Win
terthur
bei
(Urk. 6/6
, Urk. 6/12-15
, Urk. 6/17-19, Urk. 6/21, Urk. 6/26, Urk. 6/28
,
Urk. 6/30, Urk. 6/33-35, Urk. 6/38-41
)
. Gestützt auf diese Akten er
rechnete sie
für die Zeitspanne
vom 1.
Februar 2007 bis
zum
30. November 2008 einen
In
validitätsgrad
von 100 %, vom 1.
Dezember 2008 bis
zum 31. Mai 2009
einen Invaliditätsgrad
von 58 % und ab dem 1. Juni 2009
einen
solchen
von 17 %
.
Ab dem 1. Juni 2009 sei
der Versicherten
eine
leidens
angepasste
Tätig
keit zu 100 % zu
mutbar
(Urk. 6/44)
.
Am
21. Oktober 2010
verfügte die IV-Stelle
, dass
ab
Februar 2008 (Ende
der
Wartezeit) bis März 2009
(Verbesserung
am
1. Dezember 2008 und drei Monate) ein Anspruch auf eine ganze Invaliden
rente, ab April 2009 bis August 2009 (Verbesserung am 1. Juni 2009 und drei Monate) auf eine halbe Invalidenrente
und
ab September 2009
kein Anspruch mehr auf Leis
tungen der Invalidenversicherung
bestehe
(Urk. 6/53)
.
Dieser Ent
scheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Mit Schreiben vom
4. Oktober 201
1
meldete sich die Versicherte erneut zum Rentenbezug an (Urk. 6/69). Mit Verfügung vom 13. April 2012 (Urk. 6/84) trat die IV-Stelle
nicht
auf das Leistungsbegehren ein. Diese Verfügung erwuchs so
dann unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Am 3. März 2014 meldete sich die Versicherte
erneut
bei der Invalidenversiche
rung zum Rentenbezug an und gab als Grund
den
Unfall
vom 10. Februar 2007
an (Urk. 6/105).
Zur Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung
nannte sie
Pro
ble
me mit
der Schulter und führte aus, sie könne nichts mehr heben (Urk. 6/105/5).
Die IV-Stelle holte einen IK-Auszug (Urk. 6/110) und
Arztbe
richte
ein (Urk. 6/108, Urk. 6/111)
und liess die Versicherte am 28. August 2014 durch den Regional
en
Ärztlichen Dienst, RAD, med.
pract
.
Z._
, F
achärztin für O
rthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsap
parates
FMH, untersuchen (Urk. 6/117/3-4, Urk. 6/
133
).
Gestützt
auf diese Ak
ten
errechnete
die IV-Stelle
einen Invaliditätsgrad von 17 %
(Urk. 6/117/5)
und ver
fügte am
25. Febru
ar 2015 nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Vor
bescheid vom 4. September 2014; Urk. 6/118) die Ablehnung des
Rentenbe
geh
rens
(Urk. 6/138
= Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 25. Februar 2015
(Urk. 2) liess die Versicherte
, ver
treten durch Rechtsanwalt Ivo Baumann,
am 17. April 2015
Beschwerde erhe
ben
und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und es seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten, alles unter Kosten- und
E
ntschädi
gungs
folgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin
(Urk. 1)
.
Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2015 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Verfügung vom 9. Juni 2015 stellte das Gericht der Beschwerde
führerin die Beschwerdeantwort zu (Urk. 7).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung be
zieh
ungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit
bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den
beschwer
deweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und
insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Die angefochtene Verfügung hat einzig den Rentenanspruch der Beschwerde
füh
rerin zum Gegenstand, und nur darüber ist im vorliegenden
Beschwerde
ver
fahren
zu befinden. Soweit die Beschwerdeführerin mit ihrem Antrag auf Zu
spre
chung der gesetzlichen Leistungen allenfalls weitere Leistungen geltend machen will, ist mangels eines Anfechtungsgegenstands nicht weiter darauf einzugehen.
2
.
2
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Sie kann Folge von
Ge
burts
gebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
träch
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
ge
g
lichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2
.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert
oder rück
wirkend eine befristete Invalidenrente
zugesprochen
(BGE 133 V 263)
, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmel
dung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheb
li
chen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der
versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2
.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) um maximal 25 % zu kürzen, wenn persönliche und berufliche Merkmale wie Art
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität bezie
hungs
wei
s
e Aufenthaltskategorie oder Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohn
höhe habe
n
und die versicherte Person deswegen die verbliebene Ar
beits
fähig
keit
auf
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch
schnittlichem erwerb
lichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest,
dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung nicht geändert hätten. Die Beschwerdeführerin sei seit Februar 2007 in ihrer bisherigen Tätigkeit einge
schränkt, jedoch sei ihr eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar (Urk. 2 S. 1 f.).
Es könne auf den Untersuchungsbericht von RAD-Ärztin
Z._
vom 28.
August 2014 / 5. Januar 2015 abgestellt werden. Der neu eingereichte Be
richt von Dr. med.
A._
vom 26. November 2014 bringe keine neuen Tatsachen hervor.
In der Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2015 beantragte sie die Abweisung der Be
schwerde und verzichtete auf weitere Ausführungen (Urk. 5).
3
.2
Die Beschwerdeführerin liess in der Beschwerdeschrift vom 17. April 2015 aus
führen,
die Beschwerdegegnerin widerspreche sich selbst, wenn sie keine Ver
änderung der tatsächlichen Verhältnisse ann
ehme
, da sie zum einen auf das
Leistungsgesuch eingetreten sei und zum anderen med.
pract
.
Z._
am 20. Ma
i 2014 festgehalten habe, dass eine Veränderung eingetreten sei.
Die spätere Einschätzung von med.
pract
.
Z._
vermöge die Einschätzung von Dr.
med.
A._
, Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie
und Trau
matologie des Bewegungsapparates
FMH
, nicht
zu
stürzen.
Dr.
A._
habe eine deutlich
eingesteifte
linke Schulter
festgestellt
und eine vollständige Erwerbsun
fähigkeit
attestiert
.
Die Untersuchung durch med.
pract
.
Z._
habe nur zehn
Minuten gedauert. Sie habe weder eine Anamnese erhoben, noch habe sie die Beschwerdeführerin
befundet
. Schliesslich habe sie sich nicht mit den
Vorakten
auseinandergesetzt
, welche ihrer Einschätzung entgegenst
ünd
en
(Urk. 1 S. 3)
.
Der Bericht von med.
pract
.
Z._
über die Untersuchung vom 28. August 2014 (Urk. 6/133) sei der Beschwerdeführerin am 5. Januar 2015 zugestellt worden (Urk. 6/132), und es sei davon auszugehen, dass er auch an diesem Tag erstellt worden sei, was sich aus dem Datum des Berichts ergebe. Dies stelle in doppelter Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar: einerseits habe der Bericht beim Erlass des Vorbescheids nicht berücksichtigt werden können,
so dass der Vorbescheid auf einer unvollständigen Aktenlage basiere, und an
der
seits sei der Beschwerdeführerin nur eine Frist von 20 - nicht 30 - Tagen einge
räumt worden, um zum Bericht von 5. Januar 2015 Stellung zu nehmen. Med.
pract
.
Z._
habe mit dem Bericht vom 5. Januar 2015 offensichtlich die Mangelhaftigkeit ihres Berichts vom 1. September 2014 (Urk. 6/117/3-4) korri
gie
ren wollen. Es könne daher nicht darauf abgestellt werden. Entweder sei auf die Beurteilung von
A._
abzustellen oder es sei ein Gutachten anzu
ordnen (Urk. 1 S. 4 ff.).
4.
Es kann offen bleiben, ob der Bericht von med.
pract
.
Z._
über die Unter
suchung vom 28. August 2014, der vom 5. Januar 2015 datiert (Urk. 6/133), der IV-Stelle, wie sie in der Verfügung vom 25. Februar 2015 ausführt (Urk. 2), beim Erlass des Vorbescheids am 4. September 2014 (Urk. 6/118) vorlag und ob sie ihn berücksichtigte oder nicht.
Der Vorbescheid gemäss Art. 57a IVG dient der Wahrung des rechtlichen Ge
hörs der versicherten Person. Hingegen kommt ihm nicht die
verfahrens
mässige
Wirkung einer Verfügung zu; er kann somit ohne die Voraussetzungen einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung abgeändert werden, und es verletzt grundsätzlich auch Treu und Glauben nicht, wenn die Verwaltung in der Ver
fügung zuungunsten von dem abweicht, was sie im Vorbescheid in Aussicht gestellt hat (Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3.
Aufl., N 3 zu Art. 57a). Die Beschwerdeführerin kann daher nichts für sich
ableiten, und es stellt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, wenn der vom
5. Januar 2015 datierte Bericht von med.
pract
.
Z._
durch die IV-Stelle erstmals in der angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 2015 berücksichtigt wurde.
Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführerin für die Stellungnahme zu diesem Bericht eine 20tägige Frist angesetzt wurde (Urk. 6/132) und nicht wie in Art. 73
ter
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) für das Erheben von Einwänden gegen den Vorbescheid vorgesehen, eine solche von 30 Tagen, stellt angesichts der im Schreiben vom 5. Januar 2015 ausdrücklich ein
geräumten Möglichkeit, eine Fristerstreckung zu beantragen, keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar.
5
.
5
.1
Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts bis zur in Rechtskraft erwachsenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. Oktober 2010
(Urk. 6/53) kann auf die versicherungsinterne Stellungnahme des RAD vom 25. Mai 2010 verwiesen werden (Urk. 6/44/5-6). Dieser hielt unter Hinweis auf die damals vorhandenen Arztberichte,
insbesondere
das rheumatologische Gutachten des
B._
vom 2. Februar 2010 (Urk. 6/38)
und
die Berichte der
C._
vom 22. Dezember 2008
(Urk. 6/22)
und vom 2
8
.
Mai
2009
(Urk. 6/28) fest, die Beschwerdeführerin leide an einem Status nach einer
Tuberculum
majus
-Fraktur links
im Februar
2007 (Urk. 6/44/5).
In der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit sei die schmerzhaft eingeschränkte verminderte Belastungstoleranz der linken Schulter
im Vordergrund gestanden. Eine Selbstlimitation und eine verminderte
Kraft
au
s
dauer
sei
en beobachtbar
. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seien zu
mut
bar.
Insgesamt liege eine Diskrepanz zwischen subjektiv erlebten
(nicht
derma
tom
bezogenen
)
Schmerz- und Sensibilitätsminderungen der oberen Ext
remi
tä
ten un
d wenig pathologischen objektiven Befunden vor. Anhand der me
dizi
ni
schen Be
richterstattung könne von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen körperlich schweren Tätigkeit als Hilfspflegerin seit Februar 2007
ausgegangen werden. Ab Dezember 2008 bestehe eine 50%ige
Restarbeitsfähig
keit
in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit
und
ab Juni 2009 betrage diese
1
00
%
(Urk. 6/44/6).
Ges
tützt darauf sprach die Beschwerdegegnerin ab Februar 2008 bis
März 2009 eine ganze Invalidenrente
und
ab April 2009 bis August 2009
eine
halbe Invalidenrente
zu
. Danach verneinte sie einen
Leis
tungsanspruch
(Urk. 6/53)
.
5
.2
5
.2.1
Im Zeitpunkt der renten
vernein
enden Verfügung vom 25. Februar 2015 (Urk. 2) lagen der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen die folgenden ärztlichen
B
e
richte und Stellungnahmen vor:
5
.2.2
Dem Bericht des
D._ von Dr. med. E._
, Fach
arzt für Neurologie FMH, vom 19. Juli 2012 sind als Diagnosen zu entnehmen (Urk. 6/111/4):
Schmerzhafte passive und aktive Bewegungseinschränkung im linken Schulter
gelenk:
Eigenanamnestisch seit
Scooter
-Unfall am 10. Februar 2007
Status nach zweimaliger Schulteroperation links (
0
2 und
0
9.2008)
Rezentes
Arthro
-MRI-Schulter links: intakte
Rotatorenmanschette
Klinisch und elektrodiagnostisch keine Hinweise auf eine den Be
schwerden zugrundeliegende oder begleitende neurologische Pa
tho
logie (insbesondere ein – neurologisches – TOS
(
Thoracic
-Outlet-Syn
drom)
, eine
Suprasca
pularis-Neuropathie
oder eine
P
arese des
M
usculus
serratus
ante
rior
links)
Wiederholtes flüchtiges weitgehend schmerzloses nächtliches
Taubheits
gefühl
der Hände, primär
ulnar
, sekundär an der gesamten Hand:
Aktuell diesbezüglich nicht pathologische klinisch-neurologische Untersuchungsbefunde
Beidseits normale
Medianus
- und
Ulnaris
-Neurographie
Status nach Resektion der
1.
Rippe rechts 2008 (
D
g
n
eurologisches
TOS ?
).
In d
er Beurteilung wurde festgehalten, dass
sich
in der Gesamtschau
bis auf eine durch Schmerzhemmung zu erklärende Kraftminderung für praktisch sämt
liche Bewegungen im linken Schultergelenk unauffällige klinisch-neurologische Un
tersuchungsbefunde ergeben
und
die elektrodiagnostischen
Zusatzun
tersuch
ungen
normale Befunde gezeigt
h
ätt
en
. Deshalb
best
ünd
en
keine Hinweise
auf
eine der schmerzhaften passiven/aktiven Beweglichkeitseinschränkung im linken
Schultergelenk zugrunde liegende – oder sie begleitende – neurologische Patho
logie
.
I
nsbesondere
bestünden
keine Anhaltspunkte für ein – neurologisches – TOS
,
eine
Suprascapularis
-Neuropathie oder eine Parese des
M
usculus
serratus
anterior
links
.
Angesichts der (sehr) normalen
Medianus
- und
Ulnaris-Neuro
graphie
beidseits seien auch keine Anhaltspunkte für ein relevantes
Carpal
tunnel-Syndrom
oder eine
Ulnaris
-Pathologie (insbesondere im
Ellbogenbe
reich
)
rechts oder links ge
geben (Urk. 6/111/4).
Einem weiteren Arztbericht
des
D._
vom 19. Mai 2014 ist zu entnehmen
, dass am 29. August 2013 eine Schultertotalprothesen-Implan
ta
tion erfolgt war
. Sodann
wurde
festgehalten, dass
sich
die chronischen
Nacken
schmerzen
links mit Ausstrahlung
in
Richtung
der
linke
n
Schulter unter
chiro
prak
tischer
Be
handlung gebessert hätten. Im Vergleich zum Untersuch vom 19. Juli 2012
hätt
en
sich bis auf eine vergleichsweise noch stärker einge
schränkte schmerz
hafte passive und aktive Beweglichkeit im linken Schulter
gelenk keine wesentli
chen neuen Aspekte
ergeben
.
Weiterhin
bestünden
klinisch – soweit bei
Schmerzhem
mung
im linken Schultergelenk beurteilbar – keine Hinweise auf eine zugrun
deliegende oder begleitende neurologische Pathologie
,
i
nsbesondere des
N
ervus
suprascapularis
oder -
axillaris
links.
Bezüglich der
rezi
divierenden flüchtigen nächtlichen Fühlstörung der Hände
bestünden
weiter
hin klinisch und elektroneurographisch (jetzt nur links untersucht) keine Hin
weise auf eine
Me
dianus
- (insbesondere CTS) oder
Ulnaris
- (insbesondere
Sulcus
-
ulnaris
-Syn
drom) Pathologie
(Urk. 6/111/1-2)
.
5
.2.3
I
m Bericht
der
F._
, Dr.
A._
,
vom 16. April 2014
ist als
Diagnose
eine zunehmende Schultersteife links unklarer Ätiolo
gie bei (Urk. 6/108/
1
):
Status nach
Scooter
-Unfall am 10. Februar 2007
Status nach Schulterarthroskopie mit
Kapsulotomie
und
subacromialem
Débridement
am 26. Februar 2008 (Dr.
G._
,
C._
)
Status nach erneuter Arthroskopie,
Adhäsiolyse
im Intervallbereich,
Biceps
tenotomie
,
Acromioplastik
am 15. September 2008 (Dr.
G._
,
C._
)
Status nach einer Untersuchung der Schulter in Narkose sowie
Schulter
arthroskopie
,
superiore-anteriore
und anterio-inferiore
Kapsulotomie
,
subto
tale
Synovektomie
und Entnahme von Gewebsproben,
Reacromio
plastik
und Mobilisation in Narkose links am 22. August 2012 bei bereits ausgeprägter
Chondromalazie
Grad III und IV im
Humeruskopfbereich
Status nach Schultertotalprothese
(
Affinis
short
, Kopf 41,
Glenoid
I,
Pala
coszement
mit
Gentamycin
) Schulter links am 29. August 2013,
aufgeführt
.
Die linke Schulter sei deutlich
eingesteift
mit einer Flexion und Abduktion von
40° und einer Aussenrotation von -40°. Die Bewegungsuntersuchung sei schmerz
haft. Der Röntgenbefund habe eine regelrechte Schultertotalprothese ohne
Hinweise auf eine Lockerung gezeigt. Der Verlauf nach den genannten Operationen
sei schlecht
. Die Ursache sei unklar. Ein
low
-grade Infekt sei mehr
fach gesucht worden und habe nicht nachgewiesen werden können. Die Schul
ter verschlechtere sich. Es könne von einem Endzustand ausgegangen werden. Allenfalls benötige die Patientin eine weitere Operation. Die Beschwerdeführerin sei weder in ihrem angestammten Beruf noch in einer angepassten Tätigkeit ar
beitsfähig (Urk. 6/108/2).
Einem weiteren Bericht
der
F._
vom 11. November 2014 ist zu entnehmen, dass es der Beschwerdeführerin zunehmend schlechter gehe
und dass die Schmerzen zuge
nommen hätten
(Urk. 6/131/1).
Der Befund der linken Schulter
habe
eine
indolente
spina
scapulae
ergeben
. Der laterale und vordere
Acromionbereich
sei
dolent
. Der
Humeruskopf
sei
dolent
. Die
Fossa
supra
spi
na
ta
sei indolent. Die Flexion be
trage 35°, die Abduktion 20° und die Aussenrotation -50°. Die
Bewegungsun
tersuchung
sei stark schmerzhaft. Die Situation sei un
klar. Die Beschwerdefüh
rerin habe starke Schmerzen und die Schulter sei völlig
eingesteift
. Die Symp
tome und auch die Befunde seien absolut glaubhaft. Radio
logisch sei die Pro
these in Ordnung. Dies sei unverständlich. Die Beschwerde
führerin habe eine relevant eingeschränkte Schulterfunktion und
könne
damit
weder belastende noch nicht belastende
Arbeiten ausüben (Urk. 6/131/2).
5
.
2
.
4
RAD-Ärztin med.
pract
.
Z._
untersuchte die Beschwerdeführerin am 28. August 201
4.
Sie hielt am 1. September 2014 als Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine
s
chmerzhafte Bewegungs- und
Belas
tung
s
einschränkung
der linken Schulter bei einem Status nach einer
Endopro
these
nach zahlreichen Vor-Operationen, ein
en
Ausschluss von neurogenen Schä
den des linken Armes sowie ein
en
Verdacht auf eine Symptomausweitung fest (Urk. 6/117/
3
-
4
).
Aus medizinischer Sicht sollten Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und Vibrationseinwirkungen auf die linke Schulter sowie
Überkopfar
beiten
und Arbeiten in ständiger
Armvorhalteposi
tion
, insbesondere repetitive Tätigkeiten mit Belastung der Arme
,
nicht mehr
ausgeübt
werden.
Das Heben,
Tragen und Transportieren von
L
asten sollte vermieden werden
.
Med.
pract
.
Z._
attestierte in der bisherigen Tätigkeit als Pflegerin eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit
seit Februar 200
7.
Zu einer angepassten Tätigkeit hielt sie fest,
körp
erlich leicht wechselbelastende
Tätig
keit
en
, ohne einseitige regelmä
ssige
Hebe- und Tragebelastung
und
ohne schultergürtelbelastende Tätigkeiten wie Ar
bei
ten über Kopf- und Schulterhöhe,
A
rbeiten mit Schlag-
,
Stoss
-
und
Vibra
tions
belastungen
des Schultergürtels seien weiterhin zumutbar
,
und attestierte
dies
bezüglich
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit Juni 200
9.
Zudem hielt sie fest, die Implantation der Schulter-Prothese habe zu einer vorübergehenden Arbeitsun
fähigkeit ge
führt.
Eine Besserung
sei auch
in Zukunft aufgrund des degenera
tiven Charak
ters des Gesundheitsschadens nicht wahrscheinlich. Eine dauerhafte Verände
rung des Gesundheitszustands sei nicht ausgewiesen (Urk. 6/117/4).
Dem dazugehörigen Arztbericht, welcher vom 5. Januar 2015 datiert,
ist zu ent
nehmen, dass das Aus- und Ankleiden im Stehen flüssig erfolgte, teilweise mit
Trickbewegungen. Dabei sei an spontanen Bewegungsausmassen der linken Schulter
eine Innenrotation des hängenden
A
rmes bis 90° sowie eine Abduktion und Elevation bis jeweils 45° zu beobachten gewesen. Während des Gesprächs und bei der Untersuchung
habe die Beschwerdeführerin einen Hochstand der linken Schulter von ungefähr
vier
Zentimetern
gegenüber rechts gehabt
. Dieser
habe sich aber
bei Ablenkung immer wieder kurzfristig normalisiert (Urk. 6/133/5).
Der Untersuch der oberen Extremitäten
habe
ein seitengleiches
physiologische
s
Muskelrelief
ergeben
. Links
sei
der Mund mit der Hand knapp erreicht
worden
. Der Griff mit der linken Hand auf die rechte Schulterhöhe ge
linge spontan mühelos. Bei Ablenkung sei auch bei kräftigem Druck kein Schmerz
über der linken Schulterkontur auslösbar
gewesen
.
E
benso
bestehe
keine Schmerzreaktion bei Druck auf den linken Oberarm unter Ablenkung im Rahmen der Befunderhebung der Wirbelsäule im Stand. I
m
Bereich der linken Schulter und des Oberarmes
bestehe
eine leichte lymphödematöse Schwellung des Unterhautgewebes. Eine konsistente Prüfung der Schulterbeweglichkeit links sei nicht möglich
gewesen
. Beim Versuch
,
die passive Beweglichkeit zu prüfen
,
habe die Beschwerdeführerin
ein massivstes Gegenspannen und
Schmerzäusse
rung
en
gezeigt
.
Der Unter
such des linken Schultergelenkes
habe
unter Ablen
kung kein
en
Druckschmerz
des
Sternoclavicuralgelenks
, des
Acromioclavicular
gelenks
,
des
Sulcus
Musculus
bicipitis
,
des
Coracoid
s
und
des
M
usculus
levator
sc
a
pulae
ergeben
.
Der
Fornix
sei
frei
gewesen
. Es
best
ünd
en
kein Hartspann
und keine
Myogelosen
. Das
Impinge
ment-Zeichen
sei
negativ. Bei
der
Unter
suchung
habe
ein
diffuser Druck
schmerz über allen Abschnitten der Schulter
sowie über dem
Sterno
c
lavicural
gelenk
bestanden
.
Die Narben
nach
den
Arthros
kopien und
der Totalprothese
der Schulter
seien reizlos
(Urk. 6/133/6).
6
.
6.1
Strittig ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Erlass der in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 21. Oktober 2010 (Urk. 6/53) verschlechtert hat
, so dass nunmehr ein Rentenanspruch besteht,
und ob die Beschwerden in der linken Schulter genügend medizinisch abgeklärt wurden.
Da sich die Beschwerdeführerin sowohl bei der erstmaligen Anmeldung
bei der Invalidenversicherung
vom
1
3. Dezember 2007
(Urk. 6/2) als auch bei der aktu
ellen Anmeldung vom 3. März 2014 auf
den
Unfall vom 10. Februar 2007 be
zog (Urk. 6/105),
und keine
w
eiteren, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden gesundheitlichen Beeinträch
tigungen aus
den medizinischen Akten ersichtlich sind,
ist
einzig
zu prüfen
, ob es
seit der Verfügung vom 21. Oktober 2010
zu einer
Verschlechterung
der linken Schulter kam.
A
m 29. August 2013
wurde
an der linken Schulter eine Schultertotalprothese ein
gesetzt
(Urk. 6/108/
1
).
Die RAD-Ärztin med.
pract
.
Z._
berichtete am 1. September 2014 nach dem Untersuch der Beschwerdeführerin am 28. August 2014 von einer schmerzhaften Bewegungs- und Belastungseinschränkung der linken Schulter
ohne neurogene
Schäden des linken Armes und einem Verdacht auf Symptomausweitung (Urk. 6/117/3
-4
).
A
ufgrund der
eingesetzten
Schulterprothese
liegt
eine Verände
rung
des Ge
sundheitszustandes
vor
,
und es stellt sich die Frage,
wie sich
diese
r
Zustand
auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt.
6
.
2
6
.
2
.1
Unbestritten ist, dass
der
Beschwerdeführerin
ihre
bisherige
Tätigkeit
als
Pfle
gehelferin
seit Februar 2007
nicht mehr zumutbar ist (Urk. 6/
44
/6
, Urk. 6/117/4).
6
.
2
.2
Was die Zumutbarkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit anbelangt, liegen unterschiedliche Beurteilungen vor. Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Auf
fassung, wonach in einer angepassten Tätigkeit nach wie vor eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, insbesondere auf die Untersuchung durch den RAD am 28. August 2014 (Urk.
6/117/
3-
4, Urk. 6/133).
Die Beschwerdeführerin will auf
die Einschätzung von Dr.
A._
abstellen (
Urk. 1 S. 3,
Urk. 6/108, Urk. 6/131).
6.2.3
Die erhobenen Diagnosen stimmen in sämtlichen Arztberichten überein: es wurde von einer schmerzhaften aktiven und passiven
Beweglichkeitsein
schrän
kung
der linken Schulter unklarer Ursache ohne Hinweis auf eine neurologische Pathologie berichtet (Urk. 6/111/1-2, 6/108, 6/131, 6/117/3-5 und 6/133).
Dr.
A._
schloss sowohl im Bericht vom 16. April 2014 (Urk. 6/108) als auch in jenem vom 11. November 2014 ohne Begründung auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Aus seinen Ausführungen ergibt sich, dass er sich dabei ins
besondere auf die Aussagen der Beschwerdeführerin, es gehe ihr schlechter und die Schmerzen hätten zugenommen, und auf die bei der als schmerzhaft ange
gebenen Bewegungsuntersuchung erhobenen Messwerte stützte. Eine Erklärung, weshalb der Beschwerdeführerin auch die linke Schulter nicht belastende Tätigkeiten nicht zumutbar seien, gab er nicht ab.
Demgegenüber erwog med.
pract
.
Z._
, dass der Beschwerdeführerin Arbei
ten, die die Schulter nicht belasten, weiterhin zu 100 % möglich und zumutbar seien (Urk. 6/117/4 und 6/133/10). Es sind keine ernsthaften Zweifel auszu
machen, dass sich der vom 5. Januar 2015 datierte Bericht auf die Unter
suchung vom 28. August 2014 bezieht und mit den dabei erhobenen Befunden
übereinstimmt. Von einer Beschönigung der im Feststellungsblatt festgehalte
nen
Ausführungen (Urk. 6/117/3-4) kann nicht die Rede sein. Und die Behauptung, med.
pract
.
Z._
habe ihren Bericht ohne Kenntnis der
Vorakten
erstellt (Urk.
1 S.
5), ist aktenwidrig, ist auf Seite 1 des Berichts doch ausdrücklich auf
geführt, das gesamte Dossier sei zur Verfügung gestanden (Urk. 6/133/1). Dass med.
pract
.
Z._
am 28. August 2014 keine Kenntnis des Berichts von Dr.
A._
vom 11. November 2014 hatte, liegt in der Natur der Sache und kann ihr weder zum Vorwurf gemacht werden, noch bewirkt dieser Umstand, dass nicht auf den Bericht von med.
pract
.
Z._
abgestellt werden kann, da es ansonsten die versicherte Person jederzeit in der Hand hätte, durch Ein
rei
chung eines neuen Arztberichtes einen früheren Untersuchungsbericht zu ent
kräf
ten.
Dr.
A._
umschrieb die Diskrepanz zwischen der objektiven, mittels CT
festgestellten regelrechten Schulterprothese und der geltend gemachten Schmer
z
haftigkeit und Bewegungseinschränkung als „absolut unklare Situation“ bezieh
ungsweise als unverständlich, ohne weiter darauf einzugehen (Urk. 6/131/2). Immerhin hielt er im Bericht vom 11. November 2014 aber auch fest, dass er praktisch keine Muskelatrophie festgestellt habe (Urk. 6/131/2). Dasselbe ergibt sich aus dem Bericht von med.
pract
.
Z._
. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin basiert der Bericht auf einer sorgfältigen und umfassenden Untersuchung sämtlicher Gelenke und Extremitäten. Dabei fällt auch einem medi
zinischen Laien auf, dass die Umfangmasse des rechten und linken Armes praktisch identisch sind (Urk. 6/133/7), und der Hinweis von med.
pract
.
Z._
, nach 7 Jahren Schonung wäre am linken Arm ein erheblicher
Mus
kel
abbau
zu erwarten (Urk. 6/133/10), ist nachvollziehbar und überzeugend.
Wenn med.
pract
.
Z._
der Beschwerdeführerin trotzdem nur eine Arbeits
fähigkeit für die Schulter nicht belastende Tätigkeiten attestierte, trug sie den
objektivierbaren Einschränkungen ausreichend Rechnung. Die Schmerzhaftig
keit
und die Bewegungseinschränkung des linken Schultergelenks bewirken keine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten, da einerseits die Schmer
zen ohne Belastung von der Beschwerdeführerin selbst als „mässig“ ein
gestuft wurden (Urk. 6/131/2), und da anderseits selbst für Personen, die den einen Arm nicht mehr oder die eine Hand höchstens noch als Hilfshand ein
setzen können, noch Arbeitsmöglichkeiten bestehen (vgl. statt vieler: Urteile des
Bundesgerichts 8C_304/2014 vom 20. April 2015, 8C_875/211 vom 10. Mai 2012
und 8C_312/2011 vom 8. September 2011). Für eine
pensumsmässige
Reduktion besteht kein Grund.
6.3
Mit Eingabe vom 7. Juli 2015 machte die Beschwerdeführerin
zusätzliche
Anga
ben zu ihrem Gesundheitszustand und
reichte
weitere Arztberichte ein (Urk. 8, Urk. 9/1-2).
Diese neu eingereichten Arztberichte de
r Klinik
H._
, welche vom 3. März
u
nd vom 27. April 2015 datieren,
wurden zwar nach der angefochtenen Verfü
gung er
stellt
, betreffen aber den massgebenden Sachverhalt, weshalb sie – in Übereinstimmung mit der Beschwerdeführerin (Urk. 8 S. 2)
-
zu berücksichtigen
sind.
Den Berichten
sind dieselben Diagnosen zu entnehmen, welche
auch
in
den
früheren Berichten
erhoben wurden
.
I
m Wesentlichen
ist
den neuen Be
rich
ten
zu
sätzlich zu
entnehmen, dass unter Umständen
etwas zu viel Pro
these einge
baut
wurde (Urk. 9/1 S. 2, Urk. 9/2).
Ferner wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für „auch nur leicht belastende“ Tätigkeiten attestiert (Urk. 9/1).
Verglichen mit den früheren Arztberichten wurde hier erstmals eine mögliche Ursache für die schmerzhafte Beweglichkeitseinschränkung angesprochen. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustands in dem Sinne, dass der Beschwerde
führerin eine die Schulter nicht belastende Arbeit im Gegensatz zur
Unter
such
ungssituation
im August 2014 nicht mehr zumutbar wäre, ergibt sich daraus jedoch nicht.
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beurteilung von med.
pract
.
Z._
zu folgen und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten, die linke Schulter nicht belastenden Tätigkeiten auszugehen ist.
Für weitere Abklärungen und insbesondere für die Einholung eines Gutachtens besteht kein Grund, da die Beschwerdeführerin durch med.
pract
.
Z._
aus
reichend untersucht wurde und ihre Schlussfolgerung überzeugt. Es kann voll
um
fänglich auf den Bericht von med.
pract
.
Z._
abgestellt werden (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hin
wei
sen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
7.
7.1
In der Verfügung vom 21. Oktober 2010 (Urk. 6/53) ging die
Beschwerdegegne
ri
n
vom Belastungsprofil aus, welches dem Bericht des
B._
vom 2. Februar 2010 zu entnehmen ist (Urk. 6/38). Das
B._
hielt fest, dass leichte bis mittel
schwere Arbeiten zumutbar seien. Die Beschwerdeführerin könne ganztags ar
beiten, wobei Rotationen im Sitzen und vorgeneigt Stehen lediglich manchmal
,
das heisse maximal drei Stunden pro Tag vorkommen sollten.
Die
leidensange
passte
Tätigkeit sollte kein Arbeiten über Schulterhöhe vor allem mit der linken Schulter erfordern.
Eine leicht
bis mittelschwere Arbeit bedeute mit höchstens zehn bis 15 Kilogramm Lasten zu hantieren (Urk. 6/38/11).
Dem Belastungsprofil vom 1. September 2014 ist zu entnehmen, dass nur noch
leichte
,
die Schulter nicht belastende
Arbeiten zumutbar sind, womit eine (leichte)
Veränderung des
Belas
tungs
profils
vorliegt, jedoch besteht weiterhin eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepasster Tätigkeit.
7.2
Zu prüfen bleibt anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs, wie sich die eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes respektive die - bei weiterhin voller Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit – weiterge
hende Einschränkung des Zumutbarkeitsprofils in erwerblicher Hinsicht aus
wirkt.
Die
Beschwerdeführerin
hätte
als Pflegehelferin im
Y._
im Jahr 200
7
Fr.
4‘108.70
pro Monat bei
dreizehn
Monatslöhnen – mithin ein Salär von Fr.
53‘413.10
– verdient
(
Urk.
6/11/6,
Urk. 6/41/3, Urk. 6/44/7)
. D
ies
e
r Lohn ist an
die
Nominallohnentwicklung
anzupassen (Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex nach Branche [2005 =
100; im Internet ab
rufbar], Nominallohnindex Frauen [T1.2.05], Total; 2007: 102.8; 2010: 108.1). Daraus
re
sul
tiert ein jährliches Bruttoeinkommen
für das Jahr 2010 von
Fr.
56‘166.9
0
.
Sodann ist dieses jährliche Bruttoeinkommen der
Nominallohn
entwicklung
für das Jahr 2013 anzupassen (Bundesamt für Statistik
a.a.O.
[2010 = 100; im Inter
net abrufbar], Nominallohnindex Frauen [T1.2.10], Total; 2010: 100; 2013: 102.6).
Daraus ergibt sich ein jährliches Bruttoeinkommen für das Jahr 2013 von Fr. 57‘627.2
5.
7
.3
Das
Invalideneinkommen
ist
praxisgemäss
gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne zu ermitteln, wie dies auch die Beschwerdegegnerin getan hat (vgl.
Urk. 6/41/3,
Urk.
6
/
44/
7
, Urk. 6/
117/5
).
Zur
Festsetzung
des
Invalideneinkommens
ist auf die Tabelle TA1 der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2010 abzu
stellen. Somit ist der
monatliche Bruttolohn (Zentralwert), Privater Sektor, für
Frauen
in einfachen und repetitiven Tätigkeiten im Sektor 3 (Dienstleistungen), Anforderungsniveau 4, heran
zuziehen
. Im Jahr 2010 betrug das dabei erzielte
monatliche
Einkommen Fr. 4‘
20
6.-- (LSE 2010 S. 27 Tab. TA1 Ziff. 45-96). Umgerechnet auf ein Jahr, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7
Stunden (Die Volkswirtschaft
, Das Magazin für Wirtschaftspolitik
3/4
-2015,
S.
88
Tab. B9.2
Noga
-Abschnitt „G-S“) und der Nominallohnentwicklung von
102.
6
im Jahr 201
3
(Bundesamt für Statistik
a.a.O.
[2010 = 100; im Internet abrufbar],
Nomi
nallohnindex
Frauen [T1.2.10], Total; 2010: 100; 2013: 102.6
)
angepasst, ergibt dies Fr. 5
3
‘
985.10
(Fr. 4‘
206
.-- x
12 :
40 x 41,7
: 100
x 10
2.6
).
Die Diffe
renz zwischen dem
Valideneinkommen
von
Fr. 57‘627.25
und dem
Invaliden
ein
kommen
von Fr.
53‘985.10
beträgt Fr.
3‘642.1
5.
Dies entspricht einem
Invali
di
tätsgrad
von
6
,
32
%, der auf
6
% abzurunden ist (BGE 127 V 129 E. 4c),
woraus sich
bei einem der Beschwerdeführerin zumutbaren vollzeitlichen
Arbeitspen
sum
kein Anspruch auf eine Invalidenrente ergibt
. Wird hiervon – ohne nähere Prüfung der Berechtigung – der maximal zulässige Wert von 25 % in Abzug ge
bracht, resultiert mit Fr.
40‘488.83
ein Invalideneinkommen, welches vergli
chen mit dem
Validenlohn
von Fr.
57‘627.25
eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
17‘138.42
entsprechend einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von
30
% (zur Rundung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2) ergibt.
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 25. Februar 2015 (Urk. 2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8
.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung
von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflich
tig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).
Sie sind auf Fr. 800.
--
festz
u
setzen
. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterlie
genden Be
schwerdeführerin aufzuerlegen.