Decision ID: a13abde1-37b0-4002-bb3e-0ba49299c4e9
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1967
,
verfügt über keine berufliche Aus
bildung
. Eine KV-Lehre brach er vorzeitig ab.
Letztmals
war
der Versicherte
von
17. J
anuar 2005 bis 31. Oktober 2010,
zuletzt
in einem 80 %-Pensum
,
bei
der
Y._
als Sachbearbeiter Administra
tion
tätig
(Urk.
10/2 S. 1 und
S. 5 f.
vgl. Urk. 10/3
2
).
Unter Hinweis auf
eine
Poly
toxikomanie
,
eine
Leber
zirrhose, Hepatitis B und C sowie allgemeine psychische und organische Beeinträchtigungen durch Alkoholabusus
meldete
die Sozial
be
ratung der Stadt
Z._
den
Versicherte
n
am
13. Juni 2016
mittels eines von ihm
unterschriebenen Anmeldeformulars
bei der Invalidenversicher
ung zum Leis
tungs
bezug an (Urk.
10/1-2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte
in der Folge
die medizinische und erwerbliche Situation ab
.
Am
29. September 2016 (Urk. 10
/
22
) teilte
sie
dem Versicherten mit, dass
aufgrund des Gesundheitszustandes zurzeit keine
berufliche
n Mass
nahmen möglich seien
und holte bei d
er
A._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
30. Januar 2018
erstattet wurde (Urk.
10/59).
Nach durchgefüh
rtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 10/61
,
Urk.
10/67
, Urk. 10/7
3-76
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
5. September 2018
einen Renten
an
spruch (Urk.
2)
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte
am
5. Oktober 2018 (Urk. 1)
Beschwerde und be
antragte,
die Verfügung vom 5. September 2018
sei aufzuheben und es seien ihm Leistungen der Invalidenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Inva
liden
versicherung
zuzusprechen,
eventualiter
sei
die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen
.
Zudem bean
tragte
er
die Gewährung der unentgel
tlichen Prozessführung unter Be
stellung von Rechtsanwalt
Tomas Kempf
als unentgeltlichen Rechtsvertreter (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
7. November 2018 (Urk. 9
) die Abweisung der Beschwerde
, was
dem Beschwerdeführer am
8. November 2018
zur Kenntnis gebracht
wurde
(Urk.
10
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Der
Beschwerdeführer stellte sich in
seiner
Beschwerde auf den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin habe
seinen
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt
. Es sei ihm nicht möglich gewesen
,
im
Vorbescheidverfahren
das
A._
-Gutachten zu überprüfen
. G
ewisse
medizinische
Berichte
seien im Gutachten
nur auszugsweise wiedergegeben worden,
hätten
sich aber zum Zeitpunkt der Gutachtensauf
trags
erteilung
bzw. der Begu
tachtung
noch nicht bei den Akten befunden, sondern seien erst im Nachgang zu seiner Stellungnahme zum Vorbescheid vom 23. Mai 2018 zu den Akten genommen worden
(Urk. 1
S. 4 f. Ziff. 3
)
.
Inwiefern dieser Umstand eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellen sollte, ist nicht ersichtlich. Das
A._
-Gutachten lag dem Beschwerdeführer
im
Vorbescheidverfahren
vor, nahm er doch in seinem Einwand
vom 23. Mai 2018
explizit
darauf
Bezug (vgl. Urk. 10/
6
7
S. 3
)
.
Aus dem Gutachten
sind – wie von ihm selbst festgestellt – die dafür
berücksichtigten
Arztberichte ersichtlich (vgl. Urk. 10/59 S. 4-12). Ihm war als
o
bewusst, welche Arztberichte
im
Gutachte
n
be
achtet
worden sind.
Er selbst reicht
e
die besagten Berichte
im
Zuge
des
Vorbescheidverfahrens
ein und ergänzte gestützt auf dieselben seinen Einwand (Urk. 7/10/75-76).
Sofern er mit seinem Vorbringen
eigentlich
geltend machen wollte, dass er, wenn ihm die Berichte früher vorgelegen hätten, Ergänzungs
fragen an die Gutachter formuliert hätte, wäre ihm dies
im Laufe
des
Vorbescheid
verfahrens
immer noch
möglich gewesen. Dies hat er denn aber gar nicht getan (vgl. Urk. 7/10/76).
E
ine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor
.
2
.
2
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den All
ge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2
.2
Mit BGE 145 V 215 liess das Bundesgericht die bisherige Rechtsprechung fallen, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsum
stö
rungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesund
heitsschäden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermitt
eln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Ab
hängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt.
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem struk
tu
rierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
)
–
Arbeits
unfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar be
gründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7).
2.
3
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben ge
mäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu be
rücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der
Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins
Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (lit.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige be
rufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).
2
.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
; vgl. dazu
Art.
26 der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung, IVV). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs
ein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad besti
mmen
lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
mit Hinweisen).
2.
6
UV170510
Beweiswert eines Arztberichts
08.2018
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer leistungsabweisenden Verfügung vom 5. September 2018 (Urk. 2) aus, der Beschwerdeführer sei gutachterlich unter
sucht worden. Anhand des Gutachtens
werde
deutlich, dass es sich bei der Erkran
kung des Beschwerdeführers um ein primäres Suchtgeschehen handle. Dieses begründe keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.
Aus den im
Einwandverfahren
eingereichten Unterlagen gingen keine medizinischen Tat
sachen hervor, welche nicht bereits im Entscheid berücksichtigt worden seien. Der in einem eingereichten medizinischen Bericht beschriebene Befund sei der gleiche, wie
der
im psychiatrischen Teilgutachten
beschriebene
. Eine mittelgra
dige depressive Symptomatik lasse sich daraus nicht ableiten. Die depressive Ver
stimmung sei auf psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen, welche bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht berücksichtigt werden könnten. Eine somatoforme Schmerzstörung lasse sich ebenfalls nicht nachvollziehen.
3
.2
Der
Beschwerdeführer
stellte sich in seiner Beschwerde vom
5
.
Oktober
2018 (Urk. 1) hingegen auf den Standpunkt,
die Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht ein rein primäres Suchtgeschehen angenommen. Zudem nehme selbst das
A._
-Gutachten eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit an. Was die Vergan
genheit betreffe, so anerkenne das
A._
-Gutachten die Einschränkungen ge
mäss den Attesten der behandelnden Ärzte.
Wenn die
A._
-Gutachter jedoch davon ausgingen, dass sich der Gesundheitszustand mit der Beendigung der Hepa
titis C Behandlungen derart verbessert habe, dass er in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % erwerbsfähig sei, so werde dabei verkannt, dass die
Hepatitis
behandlungen
massive Nebenwirkungen zur Folge gehabt hätten, welche im vor
liegenden Fall letztendlich sogar zum Verlust seiner lang
jährigen Arbeitsstelle geführt
hätten. Das
A._
-Gutachten berücksichtige ausserdem auch nicht die Tatsache, dass er heute wieder in psychiatrischer Behandlung sei. Auf Grund der Berichte der behandelnden Ärzte sei zudem davon auszugeben, dass an eine Arbeitsfähigkeit überhaupt nicht zu denken sei. Entsprechend sei von einem Invalideneinkommen von Fr. 0.-- und einem Anspruch auf eine ganze Rente auszugehen (S. 5-9 Ziff. 4-11).
3
.3
Die Beschwerde
gegn
erin wies das Leistungsbegehren mit der
hauptsächlichen Begründung
ab, dass es sich bei
der Beeinträchtigung des Beschwerdeführers um e
in reines Suchtgeschehen handle
, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe. Diese Ansicht ist seit der Änderung der
bundes
gerichtlichen Rechtsprechung
mit BGE 145 V 215 nicht mehr haltbar (vgl. E. 2.2).
Strittig und zu prüfen bleibt daher
, ob der Beschwerdeführer gegenüber der Invalidenversicherung einen Leistungsanspruch hat.
Dabei
braucht die
Frag
e, ob es sich vorliegend um ein
primäres oder sekundäres Suchtgeschehen handelt und
,
ob
die bestehenden gesundheitlichen
Beeinträch
tigungen
, insbesondere die somatischen,
im Suchtgeschehen gründen oder andere Ursachen dafür verantwortlich sind, nicht
beantwortet
zu
werden (vgl.
die dies
bezüglichen Vorbringen des Beschwerd
eführers [
Urk. 1 S.
5-7 Ziff. 4-5, Ziff. 7
]
). Entscheidend
ist
einzig
die Auswirkung
des bestehenden Gesundheitsschadens auf die funktionelle Leistungsfähigkeit und damit die Arbeitsfähigkeit.
4
.
Dr. med.
B._
,
Fachärztin für Innere Medizin FMH
,
Prof.
Dr. med.
C._
,
Fach
arzt für Neurologie
,
lic
. phil.
D._
, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, Dr. med.
dipl.
-psych.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie
FMH,
und
Prof.
Dr. med.
F._
,
Facharzt für Neurologie FMH
, vom
A._
nannten in ihrem
Gutachten
vom
30
.
Januar 2018
(Urk.
10
/
59
) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
25
):
-
Leberzirrhose, Erstdiagnose Oktober 2015
-
Differentialdiagnose: Äthyltoxisch, Hepatitis C
-
Ösophagusvarizenblutung
12. August 2016
-
Thrombozytopenie
, Erstdiagnose Oktober 2015
-
Chronische
Pankreatitis, Erstdiagnose 24.
August 2016
-
Minimale neuropsychologische Funktionsstörung
Daneben nannten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S.
26
):
-
Hepatitis C, Genotyp
3A, Erstdiagnose 1999
-
Therapie mit
pegyliertem
Interferon und
Ribavirin
2010
-
Therapie mit
Epclusa
und
Ribavirin
2017
-
Nikotinabusus circa 30
py
-
Alkoholabhängigkeit, derzeit ständiger, aber kontrollierter Konsum (ICD-10
F10.25)
-
Schädlicher Gebrauch von Cannabis, derzeit täglicher Konsum (ICD-10 F12.1)
-
Status nach Opiatabhängigkeit, seit Jahren abstinent (ICD-10 F13.20)
-
Schädlicher Gebrauch von Kokain
Die Gutachter führten aus,
es
ergebe sich aus interdisziplinärer Sicht eine Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und in einer Verweistätigkeit von 10
%.
Dabei
gelte
das seitens des neuropsychologischen
Teilgutachters geäusserte Fähigkeitsprofil
(S. 26 f.)
.
Weiter hielten die Gutachter fest,
die
früheren Bemessungen der Arbeitsun
fähig
keit seien aufgrund der vorliegenden Akten schwer zu würdigen. Eine Arbeits
unfähigkeit von 100 % während der Hepatitis C Therapie im Jahr 2010, sowie der weiteren
Hospitalisationen
im April 2013, Oktober 2015 und September
(richtig August)
2016 sei aus heutiger Sicht nachvollziehbar. Da sich schon während des stationären Aufenthaltes im August 2016 eine Verbesserung des Allgemeinzu
standes und der pathologischen Laborwerte ab
ge
zeichnet habe, der Beschwerde
führer seinen Alkoholkonsum reduziert habe und somit eine erneute antivirale Hepatitis C Therapie habe eingeleitet werden können, die nach Angaben des Be
schwerdeführers erfolgreich gewesen sei, müsse davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit spätestens nach Beendigung der Hepatitis C Therapie wieder vollumfänglich gegeben gewesen sei. Auch aus Sicht der anderen Fachgebiete sei aus heutiger Sicht die bisherige und seit 2010 bestehende 100%ige Arbeitsun
fähigkeit nicht nachvollziehbar (S. 27).
5.
5.1
Das polydisziplinäre Gutachten der Fachärzte der
A._
vom
30
.
Januar
201
8
(E.
4
) ist hinsichtlich
der zu beurteilenden Leiden des Beschwerdeführers um
fassend. Es beinhaltet internistische, neurologische, neuropsychologische und psy
chiatrische Untersuchungen und beruht auf den erforderlichen allseitigen klini
schen Explorationen sowie
den
notwendigen Laborerhebungen (Urk.
10
/
59
/1-38 S.
17
-
19
; Urk. 10/59/39-42;
Urk. 10/59/43-51
S. 6 f.;
Urk. 10/59/52-58
S.
2-5
;
Urk. 10/59/59-75
S.
6
-
11
). Das Gutachten wurde in Kenntnis der und in Ausein
andersetzung mit
den
Vorakten
erstattet (Urk.
10
/
59
/
1
-
38
S.
4
-
12
, S. 20 f., S. 26;
Urk. 10/59/
43-51
S.
9;
Urk. 10/59/59-75 S. 1, S. 17
), berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten
des Beschwerde
führers auseinan
der (
Urk. 10/59/1-38 S. 13, S. 17,
S. 19-22, S.
24-27
,
S. 35 f
.;
Urk. 10/59/43-51 S.
3 f., S. 8;
Urk. 10/59/52-58 S. 2, S. 5 f.;
Urk. 10/59/59-75 S.
3 f., S. 12-16).
Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuch
tend dargelegt und ihre Schlussfolgerung nach erfolgter Konsensbesprechung nach
vollziehbar begründet (
Urk. 10/59/1-38
S.
24
-
27
). So zeigt
en sie
schlüssig auf,
dass der Beschwerdeführer aufgrund
der Leberzirrhose und der minimalen neuropsychologischen Funktionsstörung sowohl in der angestammten als auch
in der angepassten Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit zu 10 % eingeschränkt ist. Da
bei legten sie
plausibel
dar, dass die 10%ige Einschränkung auf
die minimale neu
ropsychologische Funktionsstörung zurückzuführen ist (
E. 4
,
Urk. 10/59/52-58 S. 5 f.).
Der
internistische Teilgutachter
legte
zudem
überzeugend
dar
, dass in einer Tätigkeit, bei welcher physische Arbeit im Vordergrund steht – nicht jedoch in der angestammten Büroarbeit –
aufgrund der
Ösophagusvarizen
Tätigkeiten mit
intraabdomineller
Druckerhöhung wie Heben, Tragen von mehr als leichten Lasten sowie Arbeiten mit häufigem oder anhaltendem Bücken oder Hocken nicht mehr zumutbar sind (Urk. 10/59/1-38 S. 21).
Ebenso konnte der psychiatrische Gutachter plausibel darlegen, dass bei bestehender Suchtproblematik keine
komorbiden
psychischen Störungen wie eine Persönlichkeitsstörung, eine affek
tive (depressive) Erkrankung oder eine Angststörung vorliegen (Urk. 10/59/59-75 S.
12-17
). Auswirkungen des Suchtmittelkonsums (Alkoholabhängigkeit bei kon
troll
iertem Konsum, schädlicher Gebrauch von Kokain und Cannabis)
auf die Arbeitsfähigkeit konnte
de
r psychiatrische
Gutachter nicht feststellen.
Bei
nur
ge
ringen psychop
athologischen Befunden, wenigen
Aktivitäts- und Partizipa
tions
störungen, fehlenden
komorbiden
psychiatrischen Störungen und erhalte
nem
Aktivitätsniveau (vgl. Urk.
10/59-75 S. 64 bis S. 74
) ist diese Einschätzung nach
vollziehbar und überzeugend
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_8
08/2018 vom 2. Dezember 2019 E.
4.3)
.
Auf ein ausführliches strukturiertes Beweisverfahren kann verzichtet werden (vgl. E. 2.2).
Auch der von den
A._
-Gutachtern dargelegte retrospektive Verlauf der Arbeits
fähigkeit vermag zu überzeugen. Insbesondere für den vorliegend massgeblich zu beurteilenden Zeitraum bei am 16. Juni 2016 erfolgter Anmeldung legten die
A._
-Gutachter einleuchtend
dar
, dass gestützt auf die ihnen vorliegenden medizinischen Akten (vgl. Urk. 10/59/1-38 S. 4-12) e
ine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
nur
während der Hepatitis
-C-
Therapie im Jahr 2010, sowie der weiteren
Hospitalisationen
im April 2013, Oktober 2015 und September
(richtig August)
2016
erstellt ist
und
eine
seit 2010 bestehende 100%ige Arbeitsfähigkeit – wie vom Hausarzt attestiert
(Urk. 10/
20, Urk. 10/75/9; vgl. dazu nachstehend E. 5.2
)
– nicht nachvollziehbar ist
.
So zeigten sie
auf, dass
sich
bereits
während des
stationären Aufenthaltes im August 2016 eine Verbesserung des Allgemein
zustandes und der pathologischen Laborwerte ab
ge
zeichnet
hatte
, der Beschwer
de
führer seinen Alkoholkonsum reduziert
hatte
und somit ei
ne erneute
und letztlich
erfolgreiche antivirale Hepatitis-
C Therapie eingeleitet werden
konnte
,
weshalb
die Arbeitsfähigkeit spätestens nach Beendigung der Hepatitis C Therapie
wieder vollumfänglich gegeben
war
(vgl. E. 4)
.
G
e
stützt auf den Bericht des
G._
vom 8. Juni 2017 war die antivirale Therapie am 21. Mai 2017 beendet (Urk. 7/75/3).
5.2
Im Gegensatz zu den
A._
-Gutachtern attestierte d
er behandelnde Hausarzt Dr. med.
H._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, in seinem undatierten Bericht bei
letzter
Kontrolle
am 12.
August 2016 (
vgl.
Urk. 10/20) eine seit 18. März 2013 bestehende
unbefristete
100%ige Arbeitsunfähigkeit
in der
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als «H
andwerker» mit dem Hinweis, das
Drogenproblem
lasse
den Be
schwerdeführer
nicht arbeiten und an eine Arbeitsfähigkeit sei «überh
aupt nicht zu denken, nie mehr». E
igentlich bestünden die Einschränkungen seit Jahrzehnten (S. 2 Ziff. 1.6-1.7, S. 4 Ziff. 1.11, S. 5).
Es ist verständlich, dass Dr.
H._
am Tag der
Ösophagusvarizenblutung
am 12.
August 2016
von einer
Arbeitsunfähigkeit ausging. Nicht nachvollziehbar ist aber, weshalb er eine zeitlich unbeschränkte Arbeitsunfähigkeit annahm.
Die
Ursache
sah
er
pauschal in der
Drogenproblematik
, ohne Ausführungen zu den funk
tionellen Einschränkungen zu machen
(S. 2 Ziff. 1.7). Für den Befund ver
wies er
einzig
auf den Austrittsbericht des
G._
(S. 2 Ziff.
1.4
)
, wo der Beschwerdeführer zur Behandlung der Blutung vom
1
5.
bis
31. August 2016
ge
wesen war
. Im besagten Austrittsbericht wurde ihm jedoch nur eine befristete Arbeitsunfähigkeit für die Zeit des Aufenthalts attestiert (vgl. Urk. 10/21 S. 21 S. 2 Ziff. 1.6
; vgl. dazu auch Urk. 10/52
), wenn auch auf das langfriste Sucht
pro
blem hingewiesen wurde (S. 5).
Wie aufgezeigt (E. 5.1 in
fine
),
stabilisierte sich der Beschwerdeführer aber
im Nachgang
, sodass eine
antiviral
e Hepatitis-C-The
ra
pie
erfolgreich
durchgeführt werden konnte
.
Darüber hinaus ging Dr.
H._
fälschlicherweise davon aus, dass der Beschwerdeführer «Handwerker» sei. Die
im
Zusammenhang
mit
den
Ösophagusvarizen
stehend
en
Beeinträchtigungen
wur
den denn auch von
den Gutachtern berücksichtigt, w
iesen sie doch auf die
Einschrän
kungen
für Tätigkeiten mit
intraabdomineller
Druckerhöhung
hin (E. 5.1)
. Wider
sprüchlich scheint zudem die Feststellung zu sein, die Einschränkungen bestün
den seit Jahrze
h
nten,
war
doch der Beschwerdeführer in den Jahren
2005 bis 2010
bei
der
Y._
als Sachbe
arbeiter Ad
mini
stration
tätig
(Urk.
10/2 S. 1 und S. 5 f.)
.
Der
wenig aussage
kräf
tige Bericht von Dr.
H._
vermag
das
A._
-Gutachten nicht in Frage zu stellen.
Gleiches gilt für
den
Bericht
von Dr.
H._
vom 22. Dezember
2017 (Urk.
10/75/9), worin
er
lediglich
die bekannten Diagnosen wiederga
b und mit dem Vermerk «Abwarten IV-Entscheid» von einer 100%igen auf weiteres be
stehenden Arbeitsunfähigkeit ausging, ohne irgendwelche Ausführungen zur Art der Einschränkungen oder
dem
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zu machen.
Daneben ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE
135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E.
3b/cc).
Im Übrigen steht das
A._
-
Gutachten in Übereinstimmung
mit
den
vorlie
gen
den medizinischen Unterlagen.
Nach d
er erfolgreichen 12-wöchigen Hepatitis-C-Therapie im Frühjahr 2017, mit Abschluss am 21. Mai 2017,
ging es
dem Be
schwerdeführer
recht gut
(
vgl.
Urk. 10/75/1-6). Die
Leberzirrhose
zeigte sich anlässlich einer
Abdomensonographie
vom 5. September 2017 kompensiert (Urk. 10/75/5-7).
Die
diesbezügliche
Einschätzung des Arztes des regionalen ärzt
lichen Dienstes
(RAD) deckt sich mit derjenigen
der
A._
-Gutachter (vgl. die entsprechende Stellungnahme vom 20. Februar
2018
[Urk. 10/60 S. 4 f.
]
).
5.3
Der Beschwerdeführer kritisierte in seiner Beschwerde, die Erklärung der
A._
-Gutachter, er sei spätestens nach Abschluss der Hepatitis-C-Therapien wieder voll
umfänglich arbeitsfähig gewesen
,
sei falsch, denn sie beruhe auf der Annah
me, dass diese keine Nebenwirkungen
gezeigt hätten
(Urk. 1 S. 8 Ziff. 10).
Diese Behauptung findet keinen Rückhalt in den medizinischen Unterlagen. Eine Arbeits
unfähigkeit nach dem Ende der Therapie wird denn
– abgesehen von Dr.
H._
(vgl. dazu E. 5.2 vorstehend) -
von keinem Arzt attestiert. Von de
n
A._
-Gutachtern wurde
einzig
festgehalten
, dass während der Therapie
eine Arbeits
un
fähigkeit vorlag (E. 4.1). Inwiefern aber auch nach deren Be
endi
gung Nebenwirkungen
aufgetreten sein sollten respektive immer noch auftreten soll
en, ist nicht nachvollziehbar und wurde vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan
beziehungsweise
entsprechende medizinische Unterlagen
wurden
nicht
einge
reicht. Selbst der behandelnde Dr.
H._
führte die Arbeitsunfähigkeit immer nur auf die Suchtproblematik zurück, nicht aber etwa auf
die
Beeinträchti
gung der Gesundheit nach Absetz
en der entsprechenden Medikamente nach Abschluss der Behandlung wegen der Hepatitis-C. Es ist auch nicht nachvollziehbar, wie nach der Beendigung der Ein
nahme der entsprechenden
Medikamente
diese noch Nebenwirkungen hätten entfalten oder allfällige Entzugserscheinung
en
hätten
bestehen sollen.
5.4
Demnach
erfüllt das
A._
-Gutachten
(E. 4)
die rechtsprechungsgemässen An
forderungen zum Beweiswert von medizinischen Gutachten (vgl. E. 2.
6
, E. 5.1) und
die
abweichende hausärztliche Einschätzung durch Dr.
H._
(E 5.2) sowie die vorgebrachten Einwände (E. 5.3) vermögen dessen Beweiskraft nicht in Frage zu stellen. Es ist darauf abzustellen.
5.5
Im Nachgang zur
Begutachtung der
A._
-Gutachtern stellte med.
pract
.
I._
von der
J._
,
K._
,
in ihrem Eintrittsbericht vom 16. Mai 2018
(Urk. 10/73)
als Diagnosen (S. 1) eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10
F33.1) und eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Sie hielt die Arbei
ts
fähigkeit des Beschwerdeführers für aktuell nicht gegeben (S. 2 unten).
Es
handelt es sich bei dem von
med.
pract
.
I._
erhobenen
Befund
um einen im
Wesentlichen
gleichen wie von den
A._
-Gutach
t
ern
festgestellten. Med.
pract
.
I._
beschrieb eine formale Einengung auf die psychosoziale Belastungs
situa
tio
n,
eine traurige und hoffnungslose Stimmung, einen verminderten Antrieb
, Zu
kunfts
ängste
,
einen
gestörte
n
Schlaf
und ein
unter Anspannung
reduzierten Appe
tit
und ansonsten einen unauffälligen Befund (S.
1 f.)
.
Der psychiatrische
A._
-G
utachter
hatt
e beim Beschwerdeführer eine ständige Angst vor dem Sterben
, was ihn gedanklich binde
, eine selbstbeschriebene Vergesslichkeit
, ge
fühlte Er
schöpfbarkeit und körperliche Schmerzen, einen leicht verlangsamten Gedanken
gang, eine leichte
Affektibil
i
tät
, eine verminderte affektive Modu
la
tions
fähigkeit und einen leicht verminderten Antrieb fest
gestellt
(Urk. 10/59/59-75 S. 62, S. 64 f.).
Damit handelt es sich
um eine unterschiedliche Beurteilung des gleichen Sachverhalts, was nicht auf eine gesundheitliche Verschlechterung seit der Begut
achtung hinweist. Med.
pract
.
I._
setzte
sich denn auch überhaupt nicht mit dem
A._
-Gutachten und der dortigen Befunderhebung
,
Diagnosestellung
so
wie
der
Einschätzung der Arb
eitsfähigkeit auseinander
.
Psychosymmetrische Unter
suchung
en
wie an Hand der HAMD- oder MADRS-Skala oder ein
Mini-ICF-APP hat sie im Gegensatz
zum
A._
-Gutachter nicht durchgeführt (vgl. Urk. 10/59/59-75 S. 7-11).
Zudem hat sie auch nicht aufgezeigt, inwiefern die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers und damit seine Arbeits
fähigkeit konkret eingeschränkt sei
e
n sollte
n
.
Ebenso wenig
hat sie den von ihr
er
hobenen, wenig ausgeprägten Befund
mittels der ICD-Kriterien
diagnostisch
auf
geschlüsselt
und es ist auch nicht ersichtlich, dass diese erfüllt wären
(
vgl. dazu
die diagnostischen Leitlinien zu F33.1
rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode
und
zu F45.4
anhaltende Schmerzstörung
in
Dilling
/
Mambour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F]: Klinisch diagnostische Leitlinien, 1
0.
Aufl. 2015,
S. 179 und S. 233 f
).
Darüber hinaus dürfte es sich –
falls es sich tatsächlich um eine gesundheitliche Verschlechterung gehandelt hätte - lediglich um eine vorübergehende, nicht lang
anhaltende Verschlechterung gehandelt haben.
Der besagte
Bericht von med.
pract
.
I._
ist
ein
«
Eintrittsbericht
»
. Weitere Behandlungen durch die
J._
sind nicht aktenkundig und haben wohl auch nicht über eine längere Zeit stattge
funden. Entgegen der Ankündigung in der Beschwerde (
Urk.
1 S. 6 Ziff. 6 in
fine
) hat
der Beschwerdeführer
denn auch keine weiteren Berichte eingereicht.
Von einem längerdauernden psychischen Leiden mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit ist demnach nicht auszugehen.
5.6
Nach dem Gesagten
steht der
relevante
medizinische
Sachverhalt
fest. D
er Be
schwerdeführer
ist
aufgrund seiner somatischen Leiden (Leberzirrhose und mini
male neuropsychologische Funktionseinschränkung)
aus medizinischer Sicht in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Sachbearbeiter im Büro sowie unter Be
achtung des Belastungsprofiles
(Einschränkung von
Tätigkeiten mit
intraab
domi
neller
Druckerhöhung
)
auch in einer angepassten Tätigkeit zu 90 % arbeitsfähig
(E. 4, E. 5.1-E. 5.2)
.
In zeitlicher Hinsicht bestanden e
ine Arbeitsunfähigkeit von 100
% während der Hepatitis C Therapie im Jahr 2010, sowie der weiteren
Hospitalisationen
im April 2013, Oktober 2015 und
August
2016
. Eine höhere Arbeitsunfähigkeit bestand sodann ab September 2016
bis zum Abschluss
der 12-wöchigen
Hepatitis
-C-
The
rapie
am
21. Mai 2017 (vgl. E. 4, E. 5.1-E. 5.2).
6.
6.1
Bei dieser Ausgangslage hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung denn es resultiert ab August 2017 (Ablauf des Wartejahres) jedenfalls kein Invaliditätsgrad von mindestens 40 %. Der Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt, weshalb die Vergleichseinkommen basierend auf den identischen Tabellenwerten zu ermitteln sind und selbst bei Ge
währung des höchstmöglichen Abzugs vom Tabellenlohn von 25 % bei einer 10%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit kein entsprechender Invaliditäts
grad resultiert.
6.2
In Bezug auf den Anspruch auf berufliche Massnahmen ergibt sich ein anderes Bild, da das Vorliegen einer anspruchsspezifischen Invalidität ist nicht ausge
schlossen werden kann. Der Beschwerdeführer kann
nurmehr
leichte körperliche Tätigkeiten ausführen (Urk. 10/59/21), weshalb ein Invaliditätsgrad von 20 % in Frage steht. Diesbezüglich ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück
zu
weisen, damit sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnah
men prüfe und darüber entscheide.
In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
7.
7.1
Die Voraussetzungen zur Bewil
ligung der un
entgeltlichen Prozessführung und zur Bestellung einer unentgeltl
ichen Rechtsve
rtretung gemäss § 16 Abs. l und
Abs. 2 des Gesetzes über da
s Sozialversicherun
gsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt.
7.2
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss
den Parteien je zur Hälfte
aufzuerle
gen.
Die dem Beschwerdeführer auferlegten Kosten werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
7.3
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem
unentgelt
li
chen
Rechtsvertreter des Beschwerde
führer
s
eine
reduzierte
Prozessentschädi
gung zu bezahlen, welche in Anwen
dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Be
rücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des
Prozesses auf
Fr. 1’15
0.-- (
inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.
Daneben ist der unentgeltliche Rechtsvertreter mit Fr. 1’150.-- aus der Gerichts
kasse zu entschädigen.
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom 5. Oktober 2018 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihm Rechtsanwalt Tomas Kempf, Uster, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt,