Decision ID: 9467f0e4-1584-45b4-a364-b987e82aca73
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962,
ist seit August 1985 bei der
Y._
tätig (Urk. 5/20/1). Am 16. September 2010 meldete er sich bei der Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 5/4). Die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte Arztberichte (Urk. 5/11, Urk. 5/14, Urk. 5/18, Urk. 5/23-25)
,
einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 5/12) sowie einen Arbeitgeberbericht (Urk. 5/20) ein und zog Akten des
Krankentag
geldversicherers
(Urk. 5/19) bei.
Schliesslich veranlasste die IV-Stelle ein Gut
achten, welches am 15. November 2011 von Ärzten des
Z._
erstattet wurde (Urk. 5/30
/2
17
).
Mit Vorbescheid vom 17. November 2011 (Urk. 5/34) stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Aufgrund des dagegen erhobe
nen Einwandes vom 10. Januar 2012 (Urk. 5/40) erliess die IV-Stelle am 15. Februar 2012 einen neuen Vorbescheid und sprach dem Versicherten ab 1. März 2011 eine
Viertelsrente
zu (Urk. 5/50). Die dagegen erhobenen Ein
wände (Urk. 5/53) wies sie mit Verfügung vom 25. April 2012 ab und entschied im Sinne ihres Vorbescheides (Urk. 5/54, Verfügungsteil 2; Urk. 5/56 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 25. April 2012 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 26. Mai 2012 Beschwerde und beantragte, es sei ihm mindestens eine halbe Invalidenrente auszurichten, eventuell seien weitere Abklärungen durchzu
führen und die Sache sei hierfür und zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2012 bean
tragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Beschwer
deführer am 10. Juli 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6). Mit Eingabe vom 28. Februar 2013 (Urk. 8) reichte der Beschwerdeführer zuvor in Aussicht gestellte (vgl. Urk. 7) Arztberichte ein
(Urk. 9/1-2)
und beantragte eine ganze Invalidenrente. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungn
ahme dazu
(Urk. 11).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die den Invaliditätsgrad und dessen Bemessung betreffenden rechtlichen Grund
la
gen (Art. 28 und Art. 29 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG; Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozi
alversicherungsrechts
, ATSG) sind im angefochtenen Entscheid zutreffend
wieder
gegeben (Urk. 2
Verfügungsteils 2
S. 1). Darauf kann, mit den nachfol
genden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung
(Urk. 2
Verfü
gungsteil 2
)
im Wesentlichen
davon aus,
es könne auf das
Z._
-Gutachten abgestellt werden (S. 1 f.). Dementsprechend sei der Beschwerdeführer
seit dem 1. Februar 2010
in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, wobei ihm seine bis
herige Tätigkeit als Logistiker nicht mehr möglich sei. Hingegen sei ihm eine leidensangepasste Tätigkeit bei einem Leistungspensum von 70 % bei
voll
schichtiger
Präsenz zumutbar. Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 44 % (S. 2).
Daran hielt die Beschwerdegegnerin
mit Beschwerdeantwort
im
Wesentlichen fest
, wobei sie neu
hinsichtlich
angestammte
r
Tätigkeit
von einer Arbeitsunfähigkeit von (mindestens) 50 % ausging
(Urk. 4).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt
(Urk. 1)
, auf das
Z._
-Gutachten könne nicht abgestellt werden
, sondern
es sei auf die Atteste der behandelnden Ärzte abzustellen.
Er beanstandet insbesondere, die Untersuchungen am
Z._
hätten insgesamt lediglich
eineinviertel
Stunden gedauert und seien damit zu kurz gewesen. Daher
erstaune auch nicht, dass sich im Gutachten falsche Feststellungen fänden, wie zum Beispiel dass der Beschwerdeführer heute einer neuen behinderungsangepassten Tätigkeit im angestammten Betrieb
nachgehe. Auch hätten sich die Gutachter nicht
rechts
genügend
und ausreichend mit anderslautenden Berichten der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt. Sodann sei die psychiatrische Diagnosestellung ohne irgendwelche Testdurchführungen erfolgt und gesamthaft sei nicht näher begründet und damit nicht nachvollziehbar, weshalb die Arbeitsfähigkeit aus
gerechnet 70 % und nicht - wie es die behandelnden Ärzte attestierten - 50 % betrage. Im Weiteren bemängelte der Beschwerdeführer, es hätte in der psychi
atrischen Begutachtung eine genaue Anamnese stattfinden müssen, die Frage der
kognitiven Einschränkung sei nicht geprüft und
die möglichen schweren Nebenwirkungen der eingenommenen Medikamente
auf die Psyche sei
en
nicht berücksichtigt worden. Aufgrund all dieser Mängel sei nicht auf da
s Gutachten abzustellen (
S. 9 ff. Ziff. 9).
Ferner sei beim Einkommensvergleich von einem leidensbedi
ngten Abzug von 20 % statt von einem solchen von
10 % auszugehen
.
Damit sei, selbst wenn auf das
Z._
-Gutachten abgestellt werde, ein Anspruch auf eine halbe Rente ausge
wiesen (S. 8 f. Ziff. 8).
Gestützt auf die am 28. Februar 2013 ins Recht gelegten medizinischen Berichte, welche zusätzlich eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit aus neuropsycholo
gischer Sicht belegen würden, erachtete der Beschwerdeführer
nunmehr
eine ganze Rente als ausgewiesen (Urk. 8).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob
der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere als eine
Viertelsrente
hat,
wobei insbesondere die zumutbare
Restarbeitsfähig
keit
sowie die Höhe des leidensbedingten Abzuges strittig sind.
3.
Am 15. November 2011 erstatteten
A._
,
B._
, beide Fachärzte FMH für Allgemeine Innere Medizin, sowie
C._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
Z._
, ein inter
nistisch-psychiatrisches Gutachten (Urk. 5/30/2-17). Die Gutachter stellten fol
gende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 12 Ziff. 5.1):
HIV-1-Infektion
chronische Hepatitis C
Wie dem Gutachten zu entnehmen ist, klage d
er Beschwerdeführer subjektiv hauptsächlich über Müdigkeit, Konzentrationsprobleme sowie eine psychische Belastung bei Problemen bei der Arbeit.
Aus somatischer Sicht bestünden objektivierbar die chronischen
Grunderkran
kungen
in Form der HIV-Infektion und der chronischen Hepatitis C. Bezüglich HIV-Erkra
nkung sei der Beschwerdeführer
unter der derzeitigen Therapie in einer guten Remissionsphase, die Immunitätslage sei gemäss regelmässigen Kontrollen der
Infektiologie
im
D._
nur
mässiggradig
eingeschränkt. Persistierend sei die Hepatitis C. Es sei von März 2009 bis März 2010 eine leider nicht erfolgreiche medikamentöse Therapie durchgeführt wor
den. Aufgrund der subjektiven Beschwerden, die mit der persistierenden Hepa
titis C in Zusammenhang zu bringen seien, könne eine leichte Einschränkung der Leistungsfähigkeit nachvollzogen werden. Aufgrund der HIV-Infektion bestehe derzeit keine relevante Einschränkung. Der Beschwerdeführer sei für schwere und auch anhalten
d
mittelschwere Tätigkeiten arbeitsunfähig. Für kör
perlich leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten bestehe eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungseinbusse von 30 %.
Aus psychiatrischer Sicht könne ein Status nach Anpassungsstörung im Sinne einer längeren depressiven Reaktion festgestellt werden. Zum heutigen Zeit
punkt könne keine depressive Verstimmung mehr nachgewiesen werden. Es liege daher aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor
.
Zusammenfassend resultiere aus interdisziplinärer Sicht eine 70%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten, für die keine erhebliche Anforderungen an die Konzentration oder an die
Multitaskingfähigkeiten
bestünden. Dies würde auf die aktuelle Tätigkeit im Lager zutreffen. Das Pensum könne vollschichtig umgesetzt werden mit einem erhöhten Pausenbedarf von bis 15 Minuten pro Stunde und reduziertem Rendement. Laut der Tätigkeitsbeschreibung der vorangehenden Tätigkeit im selben Betrieb, welche erhebliche Anforderungen an Konzentration und
Mul
titaskingfähigkeiten
gestellt habe, bestehe keine verwertbare Arbeitsfähigkeit
mehr, da der erhöhte Zeitbedarf nicht mehr sinnvoll im Rahmen dieser Arbeit umgesetzt werden könnte (zum Ganzen S. 13 f. Ziff. 6.2).
Die Angaben zur Arbeitsfähigkeit
würden
ab Februar 2010
gelten
(S. 14 Ziff. 6.3).
4.
4.1
Gesamthaft entspricht das
Z._
-Gutachten (Urk.
5/
30/
2-17
) den erforderlichen Kriterien (vgl. E.
1.
4): Der
Beschwerdeführer wurde
seinen
geltend gemachten Beschwerden entsprechend umfassend abgeklärt, das Gutachten beruht auf all
seitigen Untersuchungen
(S. 6
ff.
Ziff. 3 ff.
), berücksichtig
t die geklagten Beschwerden (S.
6
f. Ziff. 3.2
, S.
8 f
f. Ziff. 4.1.1.2
) und wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben (S.
3
ff.
Ziff. 2
). Sodann sind die Darlegungen der medizinischen Zusammenhänge und die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und die Schlussfolgerungen in d
er Expertise sind begründet
.
D
ie Gutachter legten in nachvollziehbarer Weise dar, weshalb sie von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit ausgingen und setzten sich mit den vor
handenen Arztberichten sowie den teilweise abweichenden Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit auseinander und begründeten ihren Standpunkt
(S. 12 ff. Ziff. 6).
Ferner erachteten bereits Ärzte des
D._
den Beschwerdeführer aus
infektiologisch
-internistischer Sicht mit Bericht vom 7. April 2011 für 70-80 % arbeitsfähig (vgl. Urk. 5/24/2 Ziff. 1.6).
4.2
Die übrigen vorliegenden Arztberichte vermögen das
Z._
-Gutachten nicht zu entkräften. Ohnehin ist b
ei Berichten von Hausärzten und
behandelnden Ärzten
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit weiteren Hinweisen). Zwar kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte oft wertvolle Erkenntnisse hervorbringen. Jedoch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des bestellten
fachmedizini
schen
Experten andererseits nicht zu, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärun
gen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Ein
schätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei
chende Beurteilung aufdrängt, da die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des B
undesgerichts
8C_278/2011 vom 2
6.
Juli 2011 E. 5.3; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.1).
Dies ist vorliegend nicht der Fall. Mit Bericht vom 28. April 2011 von
E._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH
(Urk. 5/25) liess
dieser nebst psychiatrischen auch somatische Diagnosen in seine Beurteilung einfliessen, wobei er als Facharzt der Psychiatrie
nicht über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen für eine entsprechende (auch somatische) Beurteilung verfügt. Ferner fällt auf, dass er
sich betreffend Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in erster Linie am effektiv vom Beschwerdeführer geleisteten Arbeitspensum orientiert und ohne weitere Begründung von einer identischen zumutbaren Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit ausging, was nicht nachvollziehbar ist.
Genauso wenig vermögen die Berichte des Hausarztes
F._
, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, das Gutachten in Frage zu stellen. Dieser beurteilte lediglich die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (50 %) ohne Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu machen. Zudem beruht auch
seine
Einschätzung vorwiegend auf den subjektiven Anga
ben des Beschwerdeführers (vgl. Bericht vom 3. März 2010, Urk. 5/1/1-2 Ziff. 9 und 11; vgl. auch Bericht vom 22. Oktober 2010, Urk. 5/14/1-3).
Schliesslich attestierten Ärzte des
D._
mit Bericht vom 19. November 2010 (Urk. 5/18/1-3) eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der aktuellen Tätigkeit
(S. 2 Ziff. 1.7)
, wobei sie nach einer intensivierten psychologisch-psychiatrischen Betreuung sowie einer
Eindosierung
einer neuen antidepressiven Medikation in einem Jahr eine erneute Beurteilung empfahlen (S. 2 oben). Da sich im Zeit
punkt der Begutachtung keine depressiven Symptome mehr fanden, ist die von den
Z._
-Gutachtern attestierte höhere Arbeitsfähigkeit auch vor diesem Hinter
grund nachvollziehbar (vgl. Gutachten Urk. 5/30 S. 12 Ziff. 4.1.8 sowie S. 14 Ziff. 6.5).
4.3
Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Untersuchung am
Z._
sei zu kurz gewesen, ist
unbehelflich
, da es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens in erster Linie darauf ankommt, ob die Expertise inhaltlich vollstän
dig und im Ergebnis schlüssig ist. Trifft dies - wie hier - zu, ist die
Untersu
chungsdauer
grundsätzlich nicht entscheidend und damit auch nicht zu bean
standen.
4.4
Sodann ist di
e
vorgebrachte
Kritik, die psychiatrische Anamnese sei zu ungenau erfolgt
, da „sich aufdrängende Fragen“ (vgl. Urk. 1 S. 11 oben) nicht gestellt
und mögliche schwere
Nebenwirkungen der eingenommenen Medikamente
auf die Psyche nicht berücksichtig worden seien
,
nicht nachvollziehbar
:
Den Gut
achte
rn lagen sämtliche
Arztberichte vor (vgl.
E. 4.1
), insbesondere auch der Bericht vom 28. April 2011 von
E._
(vgl. Urk. 5/25).
Überdies
erhob
C._
eine ausführliche subjektive Anamnese und befragte den Beschwer
deführer nach den aktuellen Beschwerden (
Gutachten Urk. 5/30
S. 8 ff. Ziff. 4.1.1.2).
Schliesslich wurde auch
eine
Sozial- und Arbeitsanamnese erho
ben (S. 6 f. Ziff. 3.2.2.)
und den Gutachtern waren die vom Beschwerdeführer eingenommenen Medikamente bekannt (S. 7 Ziff. 3.2.3)
. Inwiefern die Frage, weshalb der Beschwerdeführer anfangs der 80er-Jahre Heroin konsumierte, für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit rund 30 Jahre später von Belang sein könnte, wurde nicht dargelegt und ist nicht ersichtlich. Im Übrigen gab der Beschwerdeführer an, er habe sich damals in einer Clique „umgetrieben“, in der Drogen konsumiert worden seien (vgl.
S
.
9
unten).
4.5
Auch sind
testpsychologische Untersuchungen, deren Fehlen vom Beschwerde
führer bemängelt wurde, nicht Voraussetzung für ein beweisrechtlich verwert
bares Gutachten. Die Vorgehensweise der Begutachtung liegt grundsätzlich im Ermessen des Gutachters. Gemäss den Leitlinien der Schweizerischen Gesell
schaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychischer Störungen können Zusatzuntersuchungen und Fremdauskünfte zwar eine Ergänzung dar
stellen. Sie sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Entscheidend ist die (hier ausreichend durchgeführte) klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese, welche zusammen mit der Symptomerfassung und der Verhaltensbeobachtung das Kernstück der Begutachtung darstellt (Schweizerische Ärztezeitung 2004 S.
1050 f.).
4.6
Soweit mit Bericht vom 15. November 2012 (Urk. 9/1) aus neuropsychologischer Sicht eine 40%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde, kann der Beschwerdeführer daraus ni
chts zu seinen Gunsten ableiten, da
der Bericht
auf einer
Untersuchung
basiert, welche mehr als sechs Monate nach Erlass der angefochtenen Verfü
gung
und über ein Jahr nach der Untersuchung beim
Z._
statt
fand
.
Gleiches gilt für den radiologischen Befund vom 30. Januar 2013 (Urk. 9/2).
Für die Beur
teilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung ist für das Sozial
versicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids ein
getreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbe
dingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 f. E.
2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b).
Vorliegend sind die am 28. Februar 2013 eingereichten Akten (Urk. 9/1-2) jedoch nicht geeignet, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen, weshalb sich der Beschwerdeführer bei einer allfälligen Ver
schlechterung seines Gesundheitszustandes im Rahmen eines neuen
Verwal
tungsverfahrens
an die Beschwerdegegnerin zu wenden hat.
4.7
Zusammenfassend ist gestützt auf das
Z._
-Gutachten davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer seit Februar 2010 seine
ursprüngliche
Tätigkeit
bei der
Y._
nicht mehr zumutbar ist. Hingegen ist ihm eine
leidens
angepasste
körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit, für die keine erhebliche Anforderungen an die Konzentration oder an die
Multitas
kingfähigkeiten
gestellt werden, zu 70 % zumutbar
, wobei dabei von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungseinbusse von 30 % auszuge
hen ist
.
5.
5.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkungen vorzu
nehmen, wobei h
insichtlich des von der Beschwerdegegnerin durchgeführ
ten Einkommensvergleich
s
im Wesentlichen
lediglich
die Höhe des
leidensbe
dingten
Abzuges
strittig ist.
5.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.3
Die Beschwerdegegnerin gewährte
zufolge
langjähriger Betriebszugehörigkeit
einen Abzug von 10 % (Urk. 2
Verfügungsteil 2
S. 2 unten). Demgegenüber ist nach Ansicht des
Beschwerdeführers
zusätzlich
wegen des Zumutbarkeitsprofils
ein solcher von mindestens 20 % zu gewähren
(vgl. E. 2.2)
.
Der medizinisch ausgewiesenen körperlichen Einschränkung des Beschwerde
führers wurde in erster Linie dadurch Rechnung getragen, dass seine
voll
schichtig
zu verwertende Arbeitsfähigkeit auf 70 % reduziert wurde.
Damit
wurde dem eingeschränkten Arbeitsprofil
, bei welchem im Vergleich zur frühe
ren Tätigkeit im Wesentlichen geringere
Anforderungen an die Konzentration
und
die
Multitaskingfähigkeiten
zu stellen sind,
bereits genügend Rechnung getrag
en.
Anhaltspunkte, dass eines der übrigen Kriterien zu bejahen wäre, sind weder aktenkundig noch wurden solche vom Beschwerdeführer geltend gemacht.
Ein höherer Abzug ist vorliegend nicht angezeigt.
5.4
Unter Berücksichtigung eines
Valideneinkommens
von Fr. 71‘695.-- (vgl. Urk. 5/44) sowie eines gestützt auf
die Tabelle A1 der Lohnstrukturerhebungen (LSE) 2010 errechneten Invalideneinkommens
(vgl. dazu auch Die Volkswirt
schaft 6-2013 S. 90 f. Tab. B9.2 und B10.2 jeweils Total)
von
rund
Fr.
38‘919
.--
(Fr. 4‘901.-- x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.6 Stunden x 70 % x 1.01 [
Nomi
nallohnentwicklung
von 1.0 % im Jahr 2011]
x 90 %
)
ergibt sich eine
Erwerbs
einbusse
von Fr. 32‘776.--, was einen Invaliditätsgrad von gerundet 46 % ergibt.
Damit erweist sich
die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens
.
Die
Beschwerde
ist dementsprechend
abzuweisen.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind
sie dem Beschwerdeführer
a
ufzuerlegen.