Decision ID: d7ca360a-7419-482c-abbd-6c7cfeec3d11
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969, Mutter von drei Kindern (Jahrgang 1986, 1988 und 1992), war zuletzt vom
1.
Mai 2002 bis 3
1.
Januar 2009 im Verkauf
bei der
Y._
GmbH
angestellt
, wobei die Kündigung des Arbeits
verhältnisses durch die Arbeitgeberin aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte (
Urk.
8/10
Ziff.
2.1-
7
).
Am
3.
Juni 2009 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Einschränkungen des Armes bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an (
Urk.
8/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte (
Urk.
8/16,
Urk.
8/25-27
,
Urk.
8/31
,
Urk.
8/
35,
Urk.
8/41
-42,
Urk.
8/46,
Urk.
8/49,
Urk.
8/54
,
Urk.
8/55 =
Urk.
8/56,
Urk.
8/57
), einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
8/10)
, Unterlagen des Krankentaggeldversicherers (
Urk.
8/15
,
Urk.
8/18-24
,
Urk.
8/34
) und einen Aus
zug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
8/12)
ein
.
Sodann
veran
lasste sie
beim
Institut Z._
ein Gutachten, welches am
9.
Januar 2012 erstattet wurde (
Urk.
8/66).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/72) sprach die IV-Stelle der Ver
sicherten m
it Verfügung vom 1
3.
August 2012 (
Urk.
8/76 und
Urk.
8/86 =
Urk.
2)
eine vom
1.
Dezember 2009 bis
3
1.
Dezember 2011 befristete ganze Invalidenrente zu.
2.
Die Versicherte erhob
am 1
7.
September 2012
gegen die Verfügung vom 1
3.
August 2012 (
Urk.
2) Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, ihr sei ab A
nfang 2012 mindestens eine
Viertelsrente
zuzusprechen. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen (S. 2).
Mit B
eschwerdeantwort vom 1
8.
Oktober 2012
(
Urk.
7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Versicherten am
3.
Juni 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
14).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fä
hig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die vom
1.
Dezember 2009 bis 3
1.
Dezem
ber 2011 befristete
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente damit,
dass die Be
schwerdeführerin seit Beginn der einjährigen Wartezeit am 1
4.
Mai 2008 er
heb
lich in ihrer Arbeitsfähig
keit eingeschränkt gewesen sei.
Bis am 2
3.
Septem
ber 2011 sei
sie
sowohl in der bisherigen wie auch in einer ange
passten Tätigkeit zwischen 50 und 100
%
eingeschränkt gewesen. Seit der letz
ten chirurgischen Intervention am 1
7.
Februar 2011 habe sich der Gesundheitszustand verbessert. Gemäss dem Gutachten
des
Instituts Z._
sei es der Beschwerdeführerin spätestens seit September 2011 zumutbar, einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang von 80
%
nachzugehen. Somit resultiere
für die Zeit ab September 2011, unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
,
ein Invaliditätsgrad von 27
%
, womit die ganze Rente bis 3
1.
Dezember 2011 auszurichten sei (
Urk.
2 Verfügungsteil 2 S.
1 ff.).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
es sei mittels eines Obergutachtens zu prüfen, ob sie überhaupt je wieder in den Ar
beits
markt integriert werden könne
,
und es seien auch Unterlagen über ihre Reintegration auf dem Arbeitsmarkt für die
Entscheidfindung
beizuziehen
. Der Zusammenhang zwischen der Berechtigung auf eine Invalidenrente und dem jetzigen Zustand sei adäquat kausal gegeben
,
und damit sei nachgewiesen, dass auch nach dem
1.
Januar 2012 eine Rentenberechtigung gegeben sei, wobei selbstredend über den Grad der Invalidität
,
je nach getätigten Integrationsbemühungen
,
noch zu diskutieren sei. Willkürlich sei im Übrigen die Annahme, dass sie ab dem 2
3.
September 2011 Einkommen von
Fr.
38‘230.
erzielen könne und damit der Invaliditätsgrad nur 27
%
betrage. Es stehe ausser Frage, dass sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen habe. Es sei jedoch von ent
scheidender Bedeutung, wie die Resonanz auf allfällige
Bewerbungen aus
falle (S. 3). So habe sie seit vier
Jahren keine Stelle mehr gehabt und
habe mit mini
maler schulischer Ausbildung und mit Jahrgang 1969 keine allzu grossen Chan
cen auf dem Arbeitsmarkt (S. 4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab Januar 2012.
3.
3.1
Die Ärzte der
K
linik
A._
stellten
nach
Hospitalisation
der Beschwerde
führerin am 1
6.
Februar 2011
in ihrem Austrittsbericht vom 2
1.
Februar 2011 (
Urk.
8/55
/1-2
)
folgende Diagnosen (S. 1):
Foramenste
nose
C4/5 rechts
Operation am 1
7.
Februar 2011: Mi
k
r
ochirurgische Dekompression C4/5 rechts mittels
Foraminotomie
nach
Fryholm
(vgl.
Urk.
8/54/2-3)
Die Ärzte der
K
linik
A._
führten aus, die vorbestehende
n
Hypästhesien
des
Zeige- und Ringfingers hätten postoperativ keine
Regredienz
gezeigt. Be
züglich der
Cerviobrachialgien
h
abe direkt postoperativ ein
regr
e
diente
r
Verlauf gesehen werden können. Die Mobilisation habe sich komplikationslos gestaltet
,
und die Beschwerdeführerin habe Instruktionen für das weitere Heimtraini
n
g erhalten. Bei Entlassung sei die Wunde reizlos und ohne Zeichen für einen Infekt gewesen (S. 1).
Im Arztzeugnis
vom 2
1.
Februar 2011 (
Urk.
8/55
/3) attestierten die Ärzte der
K
linik
A._
vom 2
1.
Februar bis
1.
April 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
.
In ihrem Verlaufsbericht vom 2
8.
Juni 2011 (
Urk.
8/57/5) führten die Ärzte der
K
linik
A._
aus, anlässlich der letzten Verlaufskontrolle vom Mai 2011 habe die Beschwerdeführerin noch über linksseitige Nackenschmerzen sowie persistierende Schmerzen im Bereich der ventralen Schulter berichtet. Kl
inisch hätte sich eine
Deltoide
usschwäche
bei Kraftgrad 4-5/5 gezeigt. Ihrerseits seien zunächst keine wei
teren Routinekontrollen geplant;
die Beschwerdeführerin
könne sich bedarfsweise melden.
3.2
Die Fachpersonen
des
Instituts Z._
stellten in ihrem von der Beschwerdegegnerin veran
lassten Gutachten
vom
9.
Januar 2012 (
Urk.
8/66) folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7):
chronisches
zerviko
- und rechtsseitig
zervikospondylogenes
wie auch
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
Kopfprotraktion
, abgeflachter B
rustwirbelsäulen
-Kyphose und abge
fl
achter Lendenwirbelsäulen
-Lordose
Status nach mikroskopischer Dekompression C4/C5 rechts mittels
Foraminotomie
nach
Frykholm
am 1
7.
Februar 2011, bekannte Diskushernien C4/C5 und C5/C6
mässiggradige
Spondylarthrosen
im Bereich der
Lendenwirbelsäule
Zeichen der
Dekonditionierung
mit insuffizienter Rumpfmuskulatur
Knee
-
anterior
-
pain
-Syndrom linksbetont
Hinweise auf
patelläre
Funktionsstörung
verminderte Kraft der Oberschenkelmuskulatur bei
Dekonditionierung
Die Fachpersonen des Instituts Z._
nannten als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
einen
Hallux
valgus
bei Spreizfuss, intermittierend symptoma
tisch (S. 7 unten).
Sie führten aus, das Hauptproblem der Beschwerdeführerin sei der
Dekonditionierungszustand
, welcher sich durch ein länger bestehendes Schonverhalten entwickelt habe und bis jetzt geblieben sei. Die Leistungsbereitschaft der Be
schwerdeführerin sei als fraglich zu beurteilen, die Konsistenz bei den Tests sei schlecht gewesen. Die Belastbarkeit liege allgemein im Bereich einer leichten bis mittelschweren Arbeit. Die Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit habe sich nach Durchführen der Tests gebessert (S. 8
Ziff.
4.1.1).
In Bezug auf die zuletzt ausgeführte Tätigkeit als Verkäuferin bestünden vor
wie
gend Einschränkungen hinsichtlich der Gewichtsbelastungen der zu hantie
ren
den Gewichte beim Einräumen. Währenddessen seien Tätigkeiten wie Ge
stelle aufbauen, Waren preisen wie auch die Kassenarbeiten aufgrund der Befund
e
zumutbar. Medizinisch-theoretisch
resultiere
eine Arbeitsunfähigkeit
von 35
%
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit aufgrund der reduzierten Leis
tungsfähigkeit beim Hantieren von Lasten und
der
strukturell nachvollzieh
baren
Schmerzen (S. 8
Ziff.
5.1).
Für eine körperlich leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit und unter Berück
sichtigung der nachfolgend aufgeführten
Limiten
bestehe eine ganztägige Arbeitsfähigkeit
:
Heben
Boden zu Taillenhöhe maximal/
selten 15 kg
, Heben
Taillen- zu Kopfhöhe
maximal/s
elten 12
.5 kg, Heben horizontal maximal/
selten 20 kg, Tragen rec
hte Hand
ma
ximal/
selten 15
kg, Tragen linke Hand maxi
mal/selten
17.5 kg. Arbeit über Schulterhöhe, vorgeneigtes Stehen, vorgeneigtes Sitzen und wiederholte Kniebeugen,
bis manchmal,
Treppensteigen, Leiternsteigen
bis manchmal (jeweils bis drei Stunden pro Arbeitstag).
Angesichts der Schmerzkomponente werde aufgrund relevanter struktureller Veränderungen eine Leistungsverminderung von 20
%
in einer angepassten Tätigkeit als nachvollziehbar erachtet (S. 8 f.
Ziff.
5.2).
Sinnvoll erschienen die aktive Gestaltung im Alltag und später eine Medizini
sche Trainingstherapie zur Behebung der
Dekonditionierung
. Unter diesen Massnahmen könnte allenfalls eine Steigerung der zu hantierenden Maximal
gewichte wie auch eine zeitliche Steigerung der statischen Anforderungen erreicht werden. Bei persistierenden Schmerzen dürfte die Leistungsfähigkeit weiterhin
leichtgradig
vermindert sein (S. 9
Ziff.
5.3).
Der Beschwerdeführerin sei empfohlen worden, im Alltag wieder aktiver zu wer
den. Sie solle mehr Haushaltsaktivitäten durchführen und mittels Walking ihre allgemeine Kondition verbessern (S. 9
Ziff.
6.1).
3.
3
Dr.
med. B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und für Traumatologie, Regional
er
Ärztlicher Dienst (RAD)
,
führte in seiner
Stellungnahme
vom 2
6.
Januar 2012
(
Urk.
8/69/7-8)
aus, auf das Gutachten
des Instituts Z._
vom Januar 2012 (vorstehend E
. 3.2) könne abgestellt werden
(S. 7 unten).
Demnach habe in der bisherigen und in angepasster Tätigkeit ab dem 1
4.
Mai 2008 bis 3
1.
Oktober 2009 (Akten des Krankentaggeldversicherers) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, ab dem
1.
bis 1
6.
November e
ine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
und ab dem
1
7.
November bis 1
2.
Dezember 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
.
Ab dem 1
2.
Dezember 2009 habe in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsun
fähigkeit von 100
%
und in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bestanden. Danach
,
zum Zeitpunkt der Operation
,
habe ab dem 1
7.
Februar 2011 in sämtlichen Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden. Ab dem 2
3.
September 2011 gelte dann bis auf weiteres eine Ein
schränkung in der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 35
%
und eine von 20
%
in jeder angepassten Tätigkeit. Aus dem Bericht der Ärzte der
K
linik
A._
vom Juni 2011 (vorstehend E. 3
.1
) gehe sodann eine Verbes
serung im Verlauf seit Januar 2011 hervor. Als Belastungsprofil gelte eine wechselbelastende, körperlich leicht bis knapp mittelschwere (
Gewichtslimit
e
ca
. 15 kg) Tätigkeit ohne häufige
körperliche Zwangshal
tungen
. Weitere medizini
sche Abklärungen
seien
nicht erforderlich (S. 8).
4.
4.1
Unbestritten ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine ganze Rente bis Ende 201
1.
Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch ab Januar 2012 zu Recht verneint hat.
Die Beschwerdegegnerin stützte die Annahme eines verbesserten Gesundheits
zustandes der Beschwerdeführerin auf da
s
Gutachten
des Instituts Z._
(vorstehend E. 3.2)
, in welchem festgehalten wurde, dass ab Zeitpunkt der Begutachtung im Sep
tember 2011 von einer Arbeitsfähigkeit in angepasster Tät
igkeit von 80
%
aus
zugehen sei.
4.2
Das
Gutachten
des Instituts Z._
berücksichtigt die von der
Beschwerdeführer
in
geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Es wurde so
dann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E. 1.4). Insbesondere erg
ibt sich
auch
aus den
übrigen vorliegenden medizinischen Akten nichts, was
zu
eine
r
ander
en
Einschätzung der Lage
führen
würd
e.
Weder liegen für den Zeitraum ab September 2011 abweichende Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit vor, noch wird die Beurte
ilung der Gutachter
des
Instituts Z._
von der Beschwerdeführerin
ausdrück
lich
beanstandet.
Soweit die Beschwerdeführerin
die Verwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit in Frage stellt, kann
ihr
nicht gefolgt werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die erwerbliche Verwertung der trotz invaliditätsbedingter Einschränkun
gen v
erbleibenden Leistungsfähigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf dem Weg der Selbsteingliederung
möglich und zumutbar ist
, wie die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Beschwerdeantwort
(
Urk.
7 Ziff.
4)
zutreffend ausführte
. Anhaltspunkte dafür, warum dies
der Beschwerdeführerin
objektiv nicht möglich sein sollte, sind nic
ht ersichtlich. Die von
ihr
vorgebrachten Gründe wie die
vierjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt
und
ihr
Alte
r
sind nicht
stichhaltig. Der Ein
wand der
minimale
n
Schulbildung (vorstehend E. 2.2
)
ist
als
invaliditä
t
sfremd
e
r Grund
zu betrachten
, so dass die Invalidenversicherung hierfür nicht einzu
stehen hat.
4.3
Zusammenfassend kann somit auf die Einschätzung der Fachleute des
Instituts Z._
vom Januar 2012 abgestellt werden, und der medizinische Sachverhalt ist als dahin
gehend erstellt zu erachten, dass die Beschwerdeführerin ab Zeitpunkt der Begutachtung im September 2011 in der bisherigen Tätigkeit zu 65
%
und in jeder angepassten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig ist.
5
.
5.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Valideneinkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen
Saisonnierstatus
) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach
Art.
16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte (BGE 125 V 146 E. 5c/
bb
mit Hinweisen). Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.4). Diese Paralleli
sierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des
Valideneinkommens
durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstellen auf die statistischen Werte (vgl. SVR 2008 IV
Nr. 2 S. 3, I 697/05 und Urteil des Bundesgerichts I 750/04 vom
5.
April 2006 E. 5.5) oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine ent
sprechende Herabsetzung des statistischen Wertes (vgl. Urteil des Bundesge
richts U 454/05 vom
6.
September 2006 E. 6.3.3 mit Hinweisen) erfolgen (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
5.2
Die Beschwerdegegnerin trug anlässlich ihrer Berechnung des
Valideneinkommens
(vgl.
Urk.
2 und
Urk.
8/68
)
dem Umstand
angemessen
Rechnung, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Verkaufstätigkeit
bei der
Y._
Gm
bH mit lediglich
Fr.
42‘200.--
(vgl.
Urk.
8/10
Ziff.
2.11)
ein im Vergleich zum
entspre
chenden Tabellenlohn
für den Detailhandel unterdurchschnittliches Einkommen erzielte (vgl.
Urk.
6/10
Ziff.
2.11). Das von der Beschwerdegegnerin für das Jahr 2011 angenommene
Valideneinkommen
von
Fr.
52‘331.-- ist nicht zu bean
standen und wurde von der Beschwerdeführerin auch nicht
in Frage gestellt, sodass es dabei sein Bewenden hat
.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E.
3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5.4
Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtlichen Wirt
schaftszweigen des privaten Sektors abzustellen. Das im Jahr 2010 von Frauen im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug
Fr.
4‘225.-- (LSE 2010, S. 26, Tabelle TA1, Total, Niveau 4). Dies ergibt umgerechnet auf ein Jahr bei einer durchschnittl
ichen Wochenarbeitszeit von 41.7
Stu
nden (Die Volkswirtschaft 6-2013, S. 90 Tabelle B 9.2, Total),
unter Berücksichtigung
der Nominallohnentwicklung von 1.0
%
(Die Volkswirtschaft 6-2013, S. 91 Tabelle B 10.2, Nominal Total) und des noch möglichen Arbeitspensums von 80
%
ein I
nvalideneinkommen von rund
Fr.
42‘707
.-- für das Jahr 201
1 (
Fr.
4'225.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.010 x 0.8
).
5.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in
Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Der von der Beschwerdegegnerin gewä
hrte Abzug von 10
%
erscheint in Anbe
tracht der Umstände
als eher grosszügig.
5.6
Der Beschwerdeführerin ist ab
September 2011
eine angepasste Tä
tigkeit im Umfang von 80
%
zuzumuten
(vorstehend E. 4.
3
)
.
Unter Berücksichtigung eines Abzuges von 10
%
ergibt sich ein Invalideneinkommen in der H
öhe von rund
Fr.
38‘436.-- (
Fr.
42‘707
.--
x 0.9). Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
52‘331.--
resultiert somit ei
ne Einkommenseinbusse von
Fr.
13‘895
.--, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von
rund 27
%
entspricht, weshalb
der
Beschwerdeführer
in
ab
1.
Januar 2012
(
September 2011
zuzüglich 3 Monate; vgl.
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV) kein Anspruch auf eine Rente mehr zusteht.
Demzufolge erweist sich die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
6
.1
Zu prüfen bleibt das Gesuch der
Beschwerdeführerin
um Gewährung der unent
geltlichen Rechtspflege für das vorl
iegende Verfahren (Urk. 1 S. 2
).
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
g
ung der unentgeltlichen Prozess
führung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig
und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Die unentgeltliche Rechtspflege kann nur gewährt werden, wenn die Rechtsvorkehr nicht aussichtslos ist.
Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaus
sich
ten (ex ante betrachtet) beträch
tlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernst
haft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Be
gehren nicht als aus
sichtslos, wenn sich Ge
winnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massge
bend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen
Mittel verfügt, sich bei vernünfti
ger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 S.
616 mit Hinweisen).
6
.2
Die Beschwerdeführerin konnte in ihrer Beschwerde weder medizinische Be
richte für den strittigen Zeitraum vorbringen, welche auf eine andere als die in der Verfügung (
Urk.
2) getroffene Einschätzung der Situation hätten schliessen lassen, noch konnte sie dartun, inwiefern das Gutachten des
Instituts Z._
, auf dessen Aufführungen sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen stützte, nicht überzeugen sollte
oder inwiefern der Einkommensvergleich fehlerhaft sein sollte
.
Bei dieser Ausgangslage hätte sich eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, nicht zu einem Proze
ss entschlossen, da die Verlust
gefahren erheblich höher als die Gewinnauss
ichten waren. Wegen Aussichts
lo
sigkeit des Prozesses sind die Voraussetzun
gen für die Gewährung der unent
geltlichen Rechtspflege somit nicht erfüllt, wesh
alb das entsprechende Gesuch der Beschwerdeführerin
bereits deswegen -
ohne Prüfung der übrigen Voraus
setzungen - abzuweisen ist.
6
.3
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Be
schwerdeführer
in
aufzuerlegen.
Das Gericht
beschliesst
:
Das Begehren um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.