Decision ID: e67c83d9-4796-4e96-a295-b85c8b9169d6
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972, ist diplomierter Pflegefachmann und arbeitete als Stationsleiter auf diesem Beruf, als er sich am 2
7.
September 2003 das linke Knie verdrehte (Unfallmeldung UVG vom 2
9.
September 2003,
Urk.
8/18/74). Die nachfolgende Magnetresonanztomographie ergab zunächst keinen klaren Befund; Anfang Januar 2004 erlitt
X._
jedoch während eines Trai
nings eine Blockade am linken Knie. Diesmal zeigte die
Magnetresonanztomo
graphie
eine Meniskusläsion (Bericht des
Y._
vom
8.
Januar 2004,
Urk.
8/18/135), und es wurde eine
arthroskopische
Meniskektomie
durchgeführt (vgl. die Zusammenfassung des Operationsberichts von
Dr.
med.
Z._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, vom 2
3.
Januar 2004 im internistisch-rheumatologischen Gutachten von Dr. med. und Dr. sc. nat.
A._
, Spezialärztin für Innere Medizin, speziell
Rheu
ma
erkrankungen
, vom 2
9.
Januar 2013,
Urk.
8/148/7). Die Zürich
Versiche
rungs
-Gesellschaft AG („Zürich“) als zuständiger Unfallversicherer anerkannte die Behandlung als unfallbedingt und kam für die Kosten auf.
1.2
Am
1.
Mai 2005 trat
X._
eine neue Stelle als Pflegefachmann im Alters
heim
B._
an (Angaben des Arbeitgebers vom 23. Oktober 2008, Urk.
8/9/1-8). Zu jener Zeit traten wieder vermehrt Schmer
zen am linken Knie sowie auch am rechten Knie auf (vgl. die Krankengeschichte von Dr.
Z._
in Urk. 8/18/124-126), und es fanden Abklärungen in der
Klinik C._
statt (vgl. die Berichte der Klinik in Urk. 8/18/117
121).
Wegen zunehmender Schmerzen im linken Knie begab sich
X._
im Frühjahr 2007 erneut in ärztliche Behandlung, und am 2
5.
Juni 2007 wurde eine Gelenksarthroskopie mit
Tibiavalgisationsosteotomie
vorgenommen (
Ope
rationsbericht
von
Dr.
med.
D._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, vom 2
9.
Juni 2007,
Urk.
8/18/106-108).
Die „Zürich“ erbrachte für diese beiden Rückfälle wiederum Leistungen (vgl.
Urk.
8/18/47-53 und
Urk.
8/18/15-16).
1.3
Ab Anfang 2008 litt
X._
zusätzlich an Rückenschmerzen (vgl. den Bericht der
Klinik C._
vom 1
9.
März 2008,
Urk.
8/23/19-20), und es kamen Schmerzen im linken Hüftgelenk und erneute Schmerzen im lin
ken Knie hinzu (vgl. den Bericht der
Klinik C._
vom 6. Oktober 2008,
Urk.
8/19/10-11).
X._
meldete sich daraufhin am 1
3.
Oktober 2008 bei der Invaliden
ver
sicherung an (Urk. 8/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, holte die Berichte von
Dr.
D._
vom 1
6.
Dezember 2008 und
vom 1
9.
März 2009 (
Urk.
8/19/1-6 und
Urk.
8/23/1-6) sowie den hausärztlichen Bericht von
Dr.
med.
E._
vom
5.
Februar 2009 ein (Urk. 8/21/1-7) und gewährte dem Versicherten - nachdem ihm die Arbeitsstelle im Altersheim per Ende Februar 2009 gekündigt worden war (vgl. das
Berufs
beratungsprotokoll
vom
7.
September 2009,
Urk.
8/34/3)
-
eine Umschulung zum
Handelskauf
mann
, die er mit Diplom vom 1
5.
Februar 2012 abschloss (vgl.
Urk.
8/32-125). Da der Versicherte während und nach der Umschulung weiterhin Beschwerden
hatte
, gab die IV-Stelle nach dem fortlaufenden
Beizug
der Berichte über die medizinischen Abklärungen und die ärztlichen Behandlungen (vgl. zuletzt den Bericht von Dr.
E._
vom
5.
Juli 2012 mit Anhängen, Urk. 8/133) ein psychi
atrisches Gutachten bei PD Dr. med.
F._
, Spezialarzt für Psychi
atrie und Psychotherapie, in Auftrag (Gutachten vom 22. Januar 2013, Urk. 8/145) und liess durch Dr.
A._
das
rheumatologische
Gutachten vom 2
9.
Januar 2013 erstellen (Urk. 8/148), dessen Bestandteil eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durch das
G._
bildete (
Urk.
8/146). Die Gutachter gaben anschliessend die
bidisziplinäre
Beurteilung vom 2
9.
Januar 2013 ab (Urk. 8/152), und die IV
Stelle verneinte daraufhin den Rentenanspruch des Versicherten mit Verfügung vom 2. April 2013 (Urk. 8/166; vgl. auch die Feststellungs- und Berechnungsblätter in
Urk.
8/155,
Urk.
8/156 und Urk.
8/165). Diese Verfügung blieb unangefochten.
1.4
Am 2
5.
Februar 2014 meldete sich
X._
erneut bei der Invalidenversi
cherung an (
Urk.
8/175). Die IV-Stelle wies ihn mit Schreiben vom 2
8.
Februar 2014 darauf hin, dass er eine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft machen müsse, und setzte ihm Frist an, um
Beweismittel einzureichen (
Urk.
8/177).
In der Folge liess
Dr.
E._
der IV-Stelle einen Begleitbericht vom 2
7.
März 2014 zur Anmeldung zukommen (
Urk.
8/182), mit beigelegten Berichten des
H._
vom 1
1.
März 2014 über Röntgenaufnahmen des lin
ken oberen Sprunggelenks und des linken Fusses (
Urk.
8/183/1), des
I._
vom 1
4.
November 2013 über eine Schmerzbehandlung im Zeitraum von Anfang Juni bis Mitte Oktober 2013 (Urk. 8/183/2-7) und der
Klinik C._
vom
7.
Mai 2013 über eine Untersuchung in der
Wir
belsäulensprechstunde
(Urk. 8/183/8-10).
Der Versicherte selbst reichte nach zweimaliger Fristerstreckung (
Urk.
8/180 und
Urk.
8/184) am 1
3.
Juni 2014 ebenfalls verschiedene Unterlagen ein (vgl. die Aktennotiz in
Urk.
8/188), nämlich einen Auszug aus der Krankengeschichte der
Klinik C._
vom 2
9.
Januar 2013 (
Urk.
8/187/1-2), einen radiolo
gischen Befund (Halswirbelsäule) des
I._
vom 8. Juli 2013 (
Urk.
8/187/3), einen
Bericht der Klinik
J._
vom 2
0.
Februar 2013 über eine Magnetresonanzuntersuchung des linken Hüftge
lenks (
Urk.
8/187/4), einen Bericht der
K._
vom
6.
März 2013 über eine Magnetresonanzuntersuchung des linken Kniegelenks und des linken Fusses (
Urk.
8/187/5), einen Bericht des
H._
vom 2
5.
März 2014 über Sonographien der rechten und der linken Schulter (Urk. 8/187/6) und zwei Berichte des
I._
vom 2
8.
März 2013 und vom 1
7.
Oktober 2012 (
Urk.
8/187/8-11). Des Weiteren erstellte er zuhanden der IV-Stelle Zusammenfassungen zu seiner gesundheitlichen Situation und zu den Praktikumsstellen in den letzten Jahren (
Urk.
8/190 und
Urk.
8/191; Begleit
schreiben der Sozialen Dienste der Stadt Zürich vom 1
3.
Juni 2014, Urk. 8/189 und
Urk.
8/192).
1.5
Mit Vorbescheid vom 3
0.
Juli 2014, gerichtet an Rechtsanwalt Markus Bischoff, teilte die IV-Stelle mit, dass sie auf das neue Gesuch des Versicherten um Mass
nahmen der beruflichen Eingliederung und um eine Rente nicht einzutreten gedenke, da nicht glaubhaft dargelegt sei, dass sich die Verhältnisse seit dem Erlass der Verfügung vom
2.
April 2013 verändert hätten (
Urk.
8/194; vgl. auch das Feststellungsblatt in
Urk.
8/193). Rechtsanwalt
Markus
Bischoff informierte die IV-Stelle mit Brief vom 1
1.
August 2014 darüber, dass er den Versicherten seit längerer Zeit nicht mehr vertrete (
Urk.
8/195). Der Versicherte selbst erklärte sich mit Schreiben vom 2
5.
August 2014 als nicht einverstanden mit dem Vor
bescheid und kündigte die Bestellung eines (neuen) Rechtsvertreters an (
Urk.
8/200). Die IV-Stelle stellte ihm den Vorbescheid deshalb nochmals zu (vgl. die Fallnotizen vom
4.
September 2014,
Urk.
8/201 und
Urk.
8/203), worauf er, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Kreso
Glavas
, der IV
Stelle weitere Unterlagen zukommen liess, unter denen sich neben den bereits bekannten Berichten ein Bericht des
I._
vom 6. Juli 2012 (
Urk.
8/205/10) und ein Bericht des
H._
vom 2
6.
November 2012 über radiologische Untersuchungen der Lendenwirbelsäule (
Urk.
8/205/12-13) befanden. Zugleich stellte er mit Schreiben seines Rechts
vertreters vom 2
9.
September 2014 einen Bericht des behandelnden Psychiaters
Dr.
med.
L._
in Aussicht (
Urk.
8/206), und d
ie IV-Stelle gewährte ihm eine Frist zur Einreichung dieses Berichts (vgl.
Urk.
8/212 und
Urk.
8/213). Nachdem
Dr.
L._
d
en Bericht
vom
2.
Dezember 2014 eingereicht hatte (
Urk.
8/215), entschied die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
März 2015 im Sinne ihres Vor
bescheids und trat auf die neue Anmeldung nicht ein (
Urk.
2 =
Urk.
8/218; vgl. auch das Feststellungsblatt in
Urk.
8/217).
Die „Zürich“ hatte zwischenzeitlich mit Verfügung vom
7.
Juni 2010 die Tag
gel
der und die Heilungskosten per Ende 2008 eingestellt und hatte dem Versi
cher
ten ferner eine 20%ige Integritätsentschädigung zugesprochen und seinen
Anspruch auf eine Invalidenrente verneint. Die Einsprache dagegen hatte sie mit Entscheid vom
5.
September 2011 abgewiesen, und das
Sozial
ver
si
cherungs
gericht
sowie das Bundesgericht hatten diesen Entscheid bestätigt (Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 2
5.
Juli 2014 im Prozess Nr.
UV.2011.00277, Urteil des Bundesgerichts
8C_672/2014
vom 2
1.
November 2014).
2.
Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 1
7.
März 2015 erhob
X._
mit Eingabe vom 2
0.
April 2015 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, auf die neue Anmeldung sei einzutreten und es sei ihm eine Rente auszurichten oder es seien zumindest weitere Abklärungen zu treffen (
Urk.
1 S. 1). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
9.
Mai 2015 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom
3.
Juni 2015 wurde
X._
Gelegenheit zur Stellungnahme zu den eingereichten Unterlagen der IV-Stelle gegeben (
Urk.
9). Er nahm diese Gelegenheit, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin
Evalotta
Samuelsson, mit Eingabe vom 1
3.
Oktober 2015 und den damit eingereichten Unterlagen wahr (
Urk.
17 und
Urk.
18/1-10) und stellte den Antrag, die Verfü
gung der IV-Stelle sei aufzuheben und die Sache sei zwecks Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie her
nach nochmals über die Leistungsansprüche entscheide (
Urk.
17 S. 2). Als neue Unterlagen liess
X._
einen Bericht über eine
Arthro-Magnetresonan
zuntersuchung
der rechten Hüfte vom
5.
Februar 2015 beibringen (
Urk.
18/8; Institution nicht lesbar) sowie einen Bericht des Instituts für Radiologie der Kli
nik
M._
vom
1.
Juli 2015 über Magnetresonanzuntersuchungen der Hals- und
der
Lendenwirbelsäule und des
Iliosakralgelenks
(
Urk.
18/10). Die IV-Stelle nahm mit Eingabe vom 19. November 2015 Stellung (
Urk.
20). Diese Eingabe wurde dem Versicherten am 2
3.
November 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
21), worauf er mitteilen liess, er werde nicht mehr durch Rechtsanwältin
Evalotta
Samuelsson vertreten (
Urk.
22; Eingang am
1.
Dezember 2015).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit ode
r Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen
).
1.1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
-gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditäts
grad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Die Grundsätze zur Rentenrevision gelten
rechtsprechungsge
mäss
auch dort, wo sich eine versicherte Person, deren Rentenanspruch verneint worden ist, bei der Invalidenversicherung erneut zum Rentenbezug anmeldet. Auch dort ist zu prüfen, ob seit dem Erlass des rentenabweisenden Entscheids eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.4).
1.2
1.2.1
Wird ein Gesuch um Rentenrevision eingereicht, so ist darin gemäss Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erhebli
chen Weise geändert hat. Wurde eine Rente wegen eines zu geringen
Invalidi
tätsgra
des
verweigert, so wird eine neue Anmeldung gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV eben
falls nur geprüft, wenn die Voraussetzungen nach Art. 87 Abs. 2 IVV erfüllt sind.
Die Regelung in Art.
87
Abs. 2 und
3 IVV
bedeutet,
dass die Rechtskraft der früheren Verfügung einer neuen Prüfung so lange entgegensteht, als der seiner
zeit beurteilte Sachverhalt sich in der Zwischenzeit nicht verändert hat.
Damit s
oll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechts
kräftiger Anspruchsprüfung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss
(BGE 130 V 64 E. 5.2.3)
1.2.2
Bei der Glaubhaftmachung im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV muss nach höchst
richterlicher Rechtsprechung nicht der Beweis nach dem im
Sozialversiche
rungsrecht
allgemein massgebenden Grad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit erbracht sein, sondern die Beweisanforderungen sind herabgesetzt. Es genügt hier nach der Formulierung des Bundesgerichts, wenn für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, dass sich die behauptete Sachverhaltsänderung bei eingehender Abklärung nicht erstellen lassen wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_531/2013 vom 10. Juni 2014, E. 4.1.3 mit Hinweisen).
1.2.3
Verneint die Verwaltung die Glaubhaftigkeit der Vorbringen hinsichtlich einer Sachverhaltsänderung, so erledigt sie das Revisionsgesuch oder die Neuanmel
dung ohne weitere Abklärungen durch Erlass einer
Nichteintretensverfügung
(vgl. BGE 109 V 108 E. 2b).
Dabei spielt der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Verwaltung und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts
erheblichen Sachverhalts zu sorgen haben, hier nicht in gleichem Mass. Wird im Revisionsgesuch oder in der Neuanmeldung kein
Eintretenstatbestand
glaubhaft gemacht, sondern bloss auf ergänzende Beweismittel hingewiesen, die noch bei
gebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, so ist der versi
cherten Person nach höchstrichterlicher Rechtsprechung eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen und ihr gleichzeitig anzudro
hen, dass ansonsten gegebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei (BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Sind der Neuanmeldung zwar ärztliche Berichte beigelegt,
sind diese aber
so weni
g substantiiert, dass sich ein Eintreten n
ur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls begründen lässt, ist es der Verwaltung unbe
nommen, entsprechende Erhebungen von sich aus selbst anzustellen oder bei der versicherten Per
son Belege nachzufordern
.
Eine Verpflichtung der IV-Stelle
zur Nachforderung weiterer Angaben, analog zum Fall, wo in der Neuanmel
dung auf Beweismittel nur verwiesen wird,
besteht indessen
rechtsprechungs
gemäss
nur, wenn den - für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden - Arztberichten konkrete Hinweise darauf entnommen werden können, dass möglicherweise eine mittels weiterer Erhebungen erstellbare rechtserhebliche Änderun
g vorliegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_531/2013 vom 10. Juni 2014, E. 4.1.4 mit Hinweisen).
1.2.4
Ergeht eine
Nichteintretensverfügung
, nachdem die Verwaltung das dargelegte formelle Vorgehen mit
Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen
ein
gehalten hat, so
legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung
darbot (BGE 130 V 64 E.
5.2.5). Das Gericht hat demnach neue, erst während des
Beschwerdeverfah
rens
beigebrachte Beweismittel grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. Nur diejenigen Be
weismittel, welche die versicherte Person der Verwaltung erst nach Ablauf der angesetzten Frist eingereicht hat, welche die Verwaltung jedoch ungeachtet dieser Verspätung in die Beurteilung der
Eintretensfrage
einbezogen hat, sind auch im Gerichtsverfahren zu beachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 619/04 vom 1
0.
Februar 2005, E. 2.2).
2.
2.1
Nachdem die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
2.
April 2013 verneint hatte (
Urk.
8/166) und diese Verfü
gung in Rechtskraft erwachsen war, trat sie mit der angefochtenen Verfügung vom 1
7.
März 2015 auf die neue Anmeldung des Beschwerdeführers vom 2
5.
Februar 2014 (
Urk.
8/175) gestützt auf Art. 87 Abs. 2 und
Abs.
3 IVV nicht ein (
Urk.
2).
Strittig und zu prüfen ist somit, ob im Sinne von
Art.
87
Abs.
2 und
Abs.
3 IVV glaubhaft gemacht worden ist, dass sich die Verhältnisse seit dem Erlass der rentenabweisenden Verfügung vom
2.
April 2013 in erheblicher Weise verän
dert haben. Nur die Frage dieser Glaubhaftigkeit und die damit verbundene Frage, ob die Beschwerdegegnerin auf die neue Anmeldung hätte eintreten müssen, ist Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Nicht
Verfahrensgegen
stand
sind demgegenüber der Rentenanspruch des Beschwerdeführers als sol
cher und die Frage, welche Abklärungen die Beschwerdegegnerin zu dessen
Ermittlung zu treffen hat. Auf die entsprechenden Anträge in der Beschwerde
schrift und in der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 1
3.
Oktober 2015 (
Urk.
1 S. 1 und
Urk.
17 S. 2) kann daher nicht eingetreten werden.
2.2
Bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit einer Veränderung nicht zu beachten sind aufgrund der dargelegten Rechtsprechung (E. 1.2.4) die beiden neuen Berichte, welche der Beschwerdeführer erst im Gerichtsverfahren eingereicht hat, nämlich der
Radiologiebericht
vom
5.
Februar 2015 betreffend die rechte Hüfte (Urk. 18/8) und der Bericht des Instituts für Radiologie der Klinik
M._
vom
1.
Juli 2015 betreffend die Hals- und Lendenwirbelsäule und das
Iliosakralgelenk
(
Urk.
18/10). Die übrigen Berichte sind zu berücksichtigen, und zwar auch diejenigen, die erst im
Vorbescheidverfahren
, also nach Ablauf der (zweimal erstreckten) Frist zur Einreichung von Beweismitteln, beigebracht wor
den sind. Denn auch wenn diese Berichte in der angefochtenen Verfügung mehrheitlich nicht erwähnt sind, so ergibt sich aus den Notizen in den
Fest
stel
lungsblättern
(
Urk.
8/193 und
Urk.
8/217), dass die Beschwerdegegnerin sie
–
ent
gegen der Annahme des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 2) -
in
die Beur
tei
lung einbezogen hat. Insbesondere hat sie sie
in diesen Notizen
nicht nur aufgelistet, sondern dazu auch die Stellungnahme
n
der RAD-Ärztin med.
pract
.
N._
, Spezialärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 1
5.
Juli 2014 und von
dipl.
med.
O._
, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1
3.
März 2015 eingeholt (
Urk.
8/193/4 und
Urk.
8/217/3).
2.3
Allerdings ist aus der angefochtenen Verfügung nicht ersichtlich, ob die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die
Feststellungsblätter mit den
RAD-
Stellungnahmen zusammen mit der Verfügung zur Kenntnis gebracht
hat
. Soweit dies nicht der Fall wäre, läge eine Verletzung des Anspruchs auf rechtli
ches Gehör vor, wie er in
Art.
42 ATSG und in
Art.
29
Abs.
2 der Bundesver
fassung (BV) garantiert wird. Denn einer der Bestandteile des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist das Recht auf eine Begründung des Entscheids, welche die versicherte Person in die Lage versetzt,
diesen
sachgerecht anzufechten (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a mit Hinweisen;
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage,
Art.
42
Rz
31 und
Art.
49
Rz
55 ff.). Eine solche Gehörsverletzung wäre aller
dings als geheilt zu beurteilen
(vgl. BGE 124 V 180 E. 4a mit Hinweisen;
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage,
Art.
42
Rz
15), da der Beschwerdeführer Gele
genheit zur Stellungnahme zu sämtlichen Unterlagen der Beschwerdegegnerin erhalten hat, nachdem diese in der Beschwerdeantwort explizit auf die beiden RAD-Stellungnahmen verwiesen hatte (
Urk.
7). Er nahm diese Gelegenheit mit der Eingabe vom 1
3.
Oktober 2015 auch ausführlich wahr und beantragte nicht, die angefochtene Verfügung sei bereits
aus dem formellen Grund de
r
Gehörs
verletzung
aufzuheben. Von einer solchen Aufhebung ist daher abzusehen, und die Frage, ob die Beschwerdegegnerin auf die neue Anmeldung hätte eintreten müssen, ist materiell zu beurteilen.
3.
3.1
Die anspruchsverneinende Verfügung vom
2.
April 2013 basierte auf den Gut
achten von PD
Dr.
F._
vom 2
2.
Januar 2013 und
Dr.
A._
vom 2
9.
Januar 2013 (
Urk.
8/145,
Urk.
8/146, Urk. 8/148 und
Urk.
8/152; vgl. die Stellungnahme des RAD-Arztes med.
pract
.
P._
vom
5.
Februar 2013, Urk.
8/156/8). Es sind daher die Ergebnisse dieser Begutachtung, die als
Ver
gleichsbasis
massgebend sind für die Frage nach der Glaubhaftigkeit einer Ver
änderung bis zur angefochtenen Verfügung vom 17. März 2015.
3.2
Dr.
A._
nannte als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit kongenitale beidseitige leichte Hüftdysplasien, ein
lumbospondylogenes
Syndrom links mehr als rechts und einen Status nach
Tibiavalgisationsosteoto
mie
(2007) und
arthroskopischer
Teilresektion des medialen Meniskus (2004). Des Weiteren erwähnte sie als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit ausgedehnte chronische Schmerzen, eine Knochenzyste des Os
ilium
rechts und einen Status nach SLAP-Reparatur der linken Schulter (2002) sowie einen Vitamin-D-Mangel (
Urk.
8/148/119). In der Beurteilung wies die Gutach
terin darauf hin, dass die ausgedehnten bildgebenden Befunde nicht besonders gravierend seien, dass die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit wegen erheblicher Selbstlimitierung und Symptomausweitung mit schlechter Testinkonsistenz und schlechtem Leistungsverhalten für die Beurteilung der zumutbaren Belastung nicht habe verwertet werden können, dass aber die vor
handenen Befunde das Ausmass der Beschwerden nicht erklärten und der Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit zu 100
%
ausüben könne. Insbeson
dere könne der Beschwerdeführer nach der ab
g
eschlossenen Umschulung mit Handelsdiplom administrative Tätigkeiten zu 100
%
beziehungsweise ganztags verrichten (
Urk.
8/148/120+123 f.).
Dr.
F._
stellte aus psychiatrischer Sicht die Diagnose einer
Schmerzverar
beitungsstörung
im Sinne von psychischen Faktoren bei einem körperlich bedingten chronischen Schmerzsyndrom mit insgesamt komplexem Gemisch organischer und im
Chronifizierungsverlauf
zunehmend bedeutsamerer psychi
scher Faktoren (Code F54 der
Internationalen Klassifikation psychischer Störun
gen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10
) (
Urk
8/154/17 f.). Er ging sodann ein auf die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein soge
nanntes
pathogenetisch
-ätiologisch unklares
syndromales
Beschwerdebild ohne
nachweisbare organische Grundlage nur ausnahmsweise eine Arbeitsunfähigkeit begründete, und verneinte anhand der
Kritierien
der Rechtsprechung (vgl. deren Wiedergabe in BGE 141 V 281 E. 3) das Vorliegen einer solchen Ausnahme. Dementsprechend stufte er die von ihm gestellte Diagnose als solche ohne Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit ein und verneinte das Vorliegen von Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/154/18 f.).
In der
bidisziplinären
Zusammenfassung vom 2
9.
Januar 2013 hielten die Gut
achterin und der Gutachter anschliessend fest, der Beschwerdeführer sei in einer adaptierten Tätigkeit nie langfristig arbeitsunfähig gewesen, wogegen er nicht adaptierte Tätigkeiten ab Juni 2007 nicht mehr habe ausüben können (
Urk.
8/152/2).
3.3
3.3.1
Dr.
E._
nannte in seinem Bericht vom 2
7.
März 2014, den er im Hinblick auf die Neuanmeldung verfasste, als bereits bekannte Diagnosen die Hüftdysplasie links, die Kniebeschwerden, die chronischen Lumbalgien und die
Lumboischial
gie
sowie einen dringenden Verdacht auf eine
Muskeldysbalance
infolge der genannten Diagnosen. Als neu bezeichnete er die Diagnosen einer Arthrose im Bereich des linken oberen Sprunggelenks und des
Talonavikulargelenks
, eines
zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms und eines Verdachts auf eine
Rotato
renmanschettensymptomatik
an beiden Schultern und verwies für weitere Diag
nosen auf den beigelegten Bericht des
I._
vom 1
4.
November 2013 (
Urk.
8/182/2 mit Hinweis auf
Urk.
8/183/2-7). Der Beschwer
deführer selbst sprach in der Zusammenfassung seiner gesundheitli
chen Situation von einer stetigen Verschlechterung
in allen
Schmerzbereiche
n
(
Urk.
8/190).
3.3.2
Für eine Veränderung der Befunde in den schon früher untersuchten und von
Dr.
A._
in die Begutachtung einbezogenen Regione
n bestehen keine Anhaltspunkte.
Zu den Hüftdysplasien und den Kniebeschwerden verwiesen die Berichte der
Klinik C._
vom
7.
Mai 2013 und des
I._
vom 1
4.
November 2013 im Wesentlichen auf die Berichte, die schon bei der Begutachtung durch
Dr.
A._
vom Januar 2013 vorgelegen hatten
(Urk.
8/183/8-9 und
Urk.
8/183/2-3). Das
G
leiche gilt für die
Arthropathie
im
Iliosakralgelenk
, wo das
I._
den Behandlungsbericht vom
6.
Juli 2012
erwähnte
(
Urk.
8/183/3 mi
t Hinweis auf
Urk.
8/205/10-11), und für die zystische Läsion im Os
ilium
rechts, der
Dr.
A._
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugeschrieben hatte und die gemäss dem Bericht des
I._
vom 1
4.
November 2013 bei einer
Magnetresonanzuntersu
chung
vom
6.
Mai 2013 eine stationäre Grösse und Morphologie aufwies (
Urk.
8/183/3). In Bezug auf das chronische
lumbospondylogene
und -vertebrale Syndrom entsprechen die Befunde, die im Bericht des
I._
vom 1
4.
November 2013 aufgelistet sind (
Urk.
8/183/2), ebenfalls denjenigen, die
Dr.
A._
aufgeführt und als bildgebend seit Jahren im Wesentlichen unverändert bezeichnet hatte (vgl. Urk. 8/148/119), sowie auch denjenigen im Bericht des
H._
vom 2
6.
November 2012 über Röntgen
aufnahmen und eine Magnetresonanztomographie der Lendenwirbelsäule (
Urk.
8/205/12-13). Was im Besonderen die Schmerzen im Bereich des S1-Der
matoms betrifft, über deren Behandlung die
Klinik C._
am
7.
Mai 2013 berichtete, so datiert diese Behandlung vom
3.
April 2013, also vom ersten Tag nach dem Erlass der Verfügung vom
2.
April 2013, und erfolgte offenbar, weil
weiterhin
Schmerzen in diesem Bereich bestanden (vgl.
Urk.
8/183/9). Eine frühere Infiltrationsbehandlung war denn auch bereits am 2
4.
April 2012 durchgeführt worden (vgl.
Urk.
8/148/197 und
Urk.
8/183/2).
Für alle diese Befunde ist deshalb eine Veränderung in der Zeit zwischen dem 2. April 2013 und dem 1
7.
März 2015 nicht glaubhaft, ungeachtet dessen, dass der Beschwerdeführer über eine stetige Zunahme der Schmerzen berichtete (vgl.
Urk.
8/190).
3.3.3
Im Gegensatz zu den Beschwerden, die von der Lendenwirbelsäule ausgehen, bezeichnete
Dr.
E._
das
zervikospondylogene
Schmerzsyndrom in seinem Bericht vom 2
7.
März 2014 als neue Diagnose (
Urk.
8/182/1). Allerdings hatte der Beschwerdeführer bereits gegenüber
Dr.
A._
über Nackenschmerzen geklagt (vgl.
Urk.
8/148/120), und dementsprechend sprach das
I._
im Bericht vom 1
4.
November 2013 von einer län
gerfristig bestehenden
Schmerzsymptomatik
(
Urk.
8/183/3)
. Des Weiteren hatte der Beschwerdeführer gemäss dem Bericht der
Klinik C._
vom
7.
Mai 2013 bereits ab Dezember 2012 Beschwerden im Bereich der
Halswir
belsäule
, und es hatte schon im Januar 2013 Anlass für eine Röntgenuntersu
chung der Halswirbelsäule bestanden (
Urk.
8/183/9). Daher ist auch in Bezug auf das
zervikosponylogene
Schmerzsyndrom eine Veränderung seit dem Erlass der Verfügung vom
2.
April 2013 nicht glaubhaft. Daran ändert nichts, dass sich diese Schmerzsymptomatik während der Behandlung im
I._
von Anfang Juni bis Mitte Oktober 2013 intensiviert hatte, denn durch eine medikamentöse Behandlung konnte wieder eine Verbesserung der
Schmerz
kontrolle
erreicht werden (
Urk.
8/183/3). Und was die
Magnetresonan
zuntersuchung
der Halswirbelsäule betrifft, die am
8.
Juli 2013 im
I._
durchgeführt wurde (vgl.
Urk.
8/183/6 und Urk. 8/187/3), so existieren zum einen keine Vergleichsbefunde aus früherer Zeit, und zum andern konnten die Ärzte trotz der Hinweise auf
radikuläre
Irritationen kein klinisches Korrelat hierfür feststellen (vgl.
Urk.
8/183/3) und somit keinen Befund ausmachen, der auf eine Veränderung hätte hinweisen können.
3.3.4
Als weitere neue Diagnose nannte
Dr.
E._
eine Arthros
e im linken oberen Sprunggelenk
und im linken
Talonavikulargelenk
(
Urk.
8/182/1).
Fussschmerzen sind
jedoch ebenfalls bereits aus der Zeit vor der Verfügung vom
2.
April 2013 dokumentiert, nämlich in einem Bericht der
Klinik C._
vom
2.
November 2011 über eine neurologische und neurophysiologische Untersu
chung vom 3
1.
Oktober 2011, wo der Beschwerdeführer über Schmerzen im gesamten linken Bein mit Ausstrahlung bis in den lateralen Fussaussenrand links geklagt hatte (
Urk.
8/133/14, Urk. 8/148/71). Auch daraus, dass schon am
6.
März 2013 eine Magnetresonanztomographie des linken Fusses angefertigt worden war (Urk. 8/187/5), ist zu schliessen, dass der Beschwerdeführer schon vor dem Erlass der Verfügung vom
2.
April 2013 an Fussbeschwerden gelitten hatte. Sodann weist der Röntgenbefund vom 1
1.
März 2014 (
Urk.
8/183/1) auf keine Veränderungen seit dem
6.
März 2013 hin, und es bestehen auch keine Hinweise darauf, dass dieser Befund Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit hätte, wie sie die Gutachter im Januar 2013 als zumutbar erachtet hatten. Damit ist auch in Bezug auf die Fussbeschwerden keine relevante Veränderung seit dem
2.
April 2013 glaubhaft gemacht.
3.3.5
Schliesslich führte
Dr.
E._
unter den neuen Diagnosen einen Verdacht auf eine
Rotatorenmanschettensymptomatik
an beiden Schultern auf und wies auf laufende Abklärungen hin (
Urk.
8/182/1). Die Sonographie der beiden Schultern vom 2
5.
März 2014 zeigte rechts eine
Tendinopathie
/Tendinitis der
Supraspi
natussehne
, eine Arthrose im AC-Gelenk und eine
subakromiale
Bur
sitits
und links ebenfalls eine
subakromiale
Bursitis und eine
Tendinosis
cal
carea
im
Inser
tionsbereich
der
Subskapularissehne
. Ansonsten wurden jedoch die
Rota
torenmanschette
und die lange
Bizepssehne
auf beiden Seiten als unauf
fällig beschrieben, und es wurde kein Hinweis auf eine Verletzung gemacht, die der Beschwerdeführer vor kürzerem neu erlitten haben könnte (
Urk.
8/187/6).
Dr.
E._
bezeichnete die Beschwerden in der linken Schulter denn auch aus
drücklich als vorbestanden (
Urk.
8/182/2)
,
und schon Dr.
A._
hatte auf eine SLAP-Reparatur der linken Schulter im Jahr 2002 hingewiesen (
Urk.
8/148/119). Nicht nur über linksseitige, sondern über beid
seitige
Schul
terschmerzen
hatte der Beschwerdeführer sodann schon bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vom Januar 2013 geklagt (Untersuchung vom 9./1
0.
Januar 2013;
Urk.
8/146/6), und auch die
Klinik C._
hatte am 2
9.
Januar 2013
myofasziale
Befunde im gesamten Schultergürtelbereich in die Krankengeschichte eingetragen (Urk. 8/187/2). Somit ist
in Bezug auf die Schulterbeschwerden ebenfalls k
eine namhafte Ver
änderung glaubhaft.
3.3.6
Ebenso wenig ist eine Veränderung des psychischen Zustands glaubhaft. Dr.
L._
hatte den Psychostatus in einem Bericht vom
4.
Dezember 2012
abgesehen von einer Schmerzverarbeitungsstörung als
bland
bezeichnet (Urk. 8/148/201), und der neue Bericht vom
2.
Dezember 2014 enthält keinerlei Anhaltspunkte für eine Veränderung, sondern
Dr.
L._
hielt nur fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 2
7.
September 2011 in seiner ambulanten psy
chiatrischen Behandlung im Zusammenhang mit Schmerzen beim Gehen nach einer Hüftoperation und
dessen
Haltung sei fixiert auf
die Schmerzen (Urk.
8/215). Soweit der Beschwerdeführer in der Stellungnahme vom 13. Oktober 2015 geltend machen liess,
Dr.
F._
habe bei der Abklärung seines psychischen Gesundheitszustandes eine ungeeignete Methode angewen
det (
Urk.
17 S. 4 f.), so beschlägt diese Rüge nicht die Frage einer Änderung.
3.4
Ist nach dem Gesagten keine Sachverhaltsänderung glaubhaft gemacht, so ist die Beschwerdegegnerin auf die neue Anmeldung des Beschwerdeführers vom 2
5.
Februar 2014 zu Recht nicht eingetreten. Daran ändert entgegen dem Hin
weis des Beschwerdeführers (
Urk.
17 S. 6) auch die neue Rechtsprechung zu den Auswirkungen von Schmerzstörungen auf die Arbeitsunfähigkeit nichts. Denn wie das Bundesgericht i
n
einem aktuellen Urteil klargestellt hat, bildet diese Rechtsprechungsänderung weder einen Grund für eine Neuanmeldung und eine Revision noch für eine Wiedererwägung eines Rentenentscheids (
Urteil 8C_590/20
15 vom 2
4.
November 2015).
Damit ist die
Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
4.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr.
1'
000.
) ermessensweise auf Fr. 6
00.
--
festzusetzen
und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.