Decision ID: 11b2e3c7-3a81-4b18-8354-16bbae3c192e
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
75
, war seit
dem
1
6.
Mai 2006
als
Anlagefüh
rer/Maschinenführer
bei der
Y._
,
Z._
, angestellt und damit bei der Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert, als er am
20
.
Novem
ber 2015 auf dem Weg zur Arbeit
mit dem Velo stürzte und
sich an der rechten Schulter und am rechten Unterschenkel
verletzte (vgl. Urk. 7/1 Ziff.
3-
4
,
Ziff. 6
und
Ziff.
9
). Die Untersuchung
en und bildgebenden Abklärungen
ergab
en
eine
Impressionsfraktur des
Tuberculum
minor mit Gelenksbeteiligung
und möglicher Beteiligung der
Subscapularis
-
sowie
der
Bizepssehne
der rechten Schulter
(
Urk.
7/14-17,
Urk.
7/22
).
Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leis
tungen.
Nach am
4
. Januar 2017
bei Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
erfolgter kreisärztlicher Untersuchung (vgl. Urk. 7/
102
)
teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 1
0.
Janua
r 2017 (
Urk.
7/103
) mit,
dass
von einer weiteren medizinischen Behandlung keine namhafte Verbesserung mehr erwartet werden könne und
die Heilkostenleistungen
sowie die Taggeldleistungen
per
1.
Februar 2017 eingestellt würden.
Mit
Verfügung vom
12
.
Mai
2017 (Urk. 7/
123
)
verneinte die Suva sodann
einen Rentenanspruch
des Versicherten
und
einen Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung
.
Die
dagegen
vo
n ihm
am
15
.
Juni
2017 erhobene
und am 2
2.
August 2017 ergänzte
Einsprache (Urk. 7/
127
,
Urk.
7/138
) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
5
. Januar 2018 ab (Urk. 7/
146
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
29
.
Januar
2018 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom
5
. Januar 2018 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten, insbesondere weiterhin Heilbehandlungskosten und Taggeldleis
tungen, even
tuell
eine Rente und eine Integritätsentschädigung
(Urk. 1 S.
2). Mit Beschwerdeantwort vom 12
. März 2018 (Urk. 6) beantragte die Suva die Abwei
sung der Beschwerde
, was dem Beschwerdeführer am 13
.
März
2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Am 1
5.
Mai 2018 reichte der Beschwerdeführer seine Replik (
Urk.
11) ein, und die Beschwerdegegnerin erstattete am 1
8.
Juni
2018 ihre Duplik (
Urk.
15), welche dem Beschwerdeführer am 2
0.
Juni 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
16).
Am
5.
Juli 2018 (
Urk.
17) reichte der Beschwerdeführer einen weiteren medizini
schen Bericht (
Urk.
18) ein, welcher der Beschwerdegegnerin mit Gerichtsverfü
gung vom 2
1.
Januar
2019 (
Urk.
19) zur Kenntnis gebracht wurde. Überdies wur
den die Akten der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle,
in Sachen des Beschwerdeführers beigezogen (vgl.
Urk.
21/1-72).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
0.
November 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine
namhafte Besserung noch möglich
ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
1.4
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu wer
den, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitliche Besserung mehr erwartet werden kann
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 Urteil vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditäts
bemessung der Suva gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde ge
legte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfall
versicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.5
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
)
1.6
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens ab
ge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang be
steht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen.
Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeu
tung, welche den Arztberichten im Sozialver
siche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Mas
sstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
damit,
dass
g
estützt auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
4.
Januar 2017 davon auszugehen
sei
, dass nicht mit einer weiteren Verbesserung der funktio
nellen Einschränkungen
des Beschwerdeführers
aus versicherungsmedizinischer Sicht zu rechnen und der Endzustand erreicht sei (S. 4 f.
lit
. b). Aus dem Bericht von PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
,
C._
,
ergebe sich nicht, dass mit der alternativ vorgeschla
genen Revisionsarthroskopie mit Beurteilung der
Bicepssehne
, allenfalls
Biceps
tenodese
und Entnahme von Gewebsproben zum Ausschluss eines
low
-grade Infektes, noch eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes erreicht wer
den könne.
Zudem habe sich der Beschwerdeführer bislang noch nicht dazu ent
schlossen
, diese Ope
ration überhaupt durchzuführen
(S. 5 Mitte).
2.2
Dagegen machte
der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
es
sei nicht auszuschliessen, dass die geklagten Schmerzen in der rechten Schulter auf e
ine
Bicepstendinopathie
, einen
low
-g
rade
Infekt oder auf Vernarbungen zu
rückzuführen seien, weshalb bis nach Durchführung der Revisionsarthroskopie nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gesagt werden könne, d
ass der Endzustand erreicht sei und sich sein Gesundheitszustand nicht noch verbessern könne.
Dies
e
Umstände seien bei der kreisärztlichen Einschät
zung vom
4.
Januar 2017 ausser Acht geblieben, weshalb sie unvollständig sei (S. 9
Ziff.
20).
Es sei mit keinem Wort begründet worden, weshalb der medizini
sche Endzustand bereits erreicht sei (S. 9 f.
Ziff.
21).
So
fern
von
einem Endzu
stand ausgegangen werde, sei darauf hinzuweisen, dass
es ihm auch
in einer lei
densangepassten Tätigkeit nicht möglich
sei
, vollschichtig zu arbeiten
. Er
könne bloss
Gewichte bis zu zwei Kilogramm heben und t
ragen. Es sei ihm daher ledig
lich noch ein Büroarbeitsplatz möglich. Da er aber auch in einer solchen Tätigkeit ständig in der gleichen Position verharren müsste, was eine Schmerzzunahme zur Folge hätte, wäre er auch in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht voll arbeits
fähig. Anzuführen sei, dass die verletzte Schulter auch zu
einer
Beeinträchtigung der rechten Hand führe. Der Umstand, dass er als Rechtshänder eigentlich nur noch die linke Hand benützen könne, sei weder bei der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit noch bei der Bestimmung des Invalideneinkommens berücksichtigt wor
den (S. 11 f.
Ziff.
26). Zudem
wäre
ihm
unter Berücksichtigung von
Art.
36
Abs.
3 UVV
eine Integrationsentschädigung
zuzusprechen
(S. 12
Ziff.
27)
.
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
6) führte die Beschwerdegegnerin aus, an der kreisärztlichen Einschätzung
durch
Prof.
A._
könne festgehalten werden
,
und
der medizinische Endzustand
sei
im Januar
2017 erreicht gewesen (S. 4 f.
Ziff.
5.1).
In Bezug auf die Ursachen der Schulterrestbeschwerden seien durch PD
Dr.
B._
blosse Vermutungen angestellt worden (S. 5 f.
Ziff.
5.2). Seine Ausführungen und vorgeschlagenen Massnahmen liessen keinesfalls darauf schliessen, dass mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine namhafte Besserung im Sinne einer ins Gewicht fallenden Erhöhung der Arbeits
fähigkeit erwartet werden könne (S. 6 Mitte).
In Bezug auf die Rechtsverhältnisse der Rente und der Integritätsentschädigung sei die Verfügung vom 1
2.
Mai 2017 in Rechtskraft erwachsen
,
und auf die Eventualanträge auf Ausrichtung einer Rente und einer Integritätsentschädigung könne somit nicht eingetreten werden
(S. 7
Ziff.
5.4).
Weiter gründeten die
Ausführungen des Beschwerdeführers zur kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung auf rein subjektiven Behauptungen, welche jeglicher Bewe
istauglichkeit entbehr
t
en (S. 8
l
it
. a). Der kreisärztlich er
mittelte Wert der Innenrotation der rechten Schulter vermöge keinen Integritäts
schaden zu begründen
, und
Art.
36
Abs.
3 UVV komme nicht zur Anwendung
(S.
8 unten).
2.4
In seiner Replik (
Urk.
11) machte der Beschwerdeführer geltend,
e
s sei unerheb
lich, ob die vorgeschlagene Revisionsarthroskopie der rechten Schulter im Zeit
punkt des
Einspracheentscheides
bereits durchgeführt worden sei oder nicht (S. 3 oben). Seine Eingliederung sei nicht abgeschlossen
,
welcher
Umstand der Über
prüfung der Rentenfrage vorliegend im Weg
stehe
(S. 3 f.
Ziff.
3).
Mangels Eintritt der Rechtskraft sei auf
seine Eventualanträge einzutreten (S. 4
Ziff.
4).
Zudem könne zur Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die DAP-Doku
men
tation der Beschwerdegegnerin abgestellt werden (S. 4 f.
Ziff.
5).
Viel
mehr sei a
uf die
Tabellenlöhne gemäss der vom
Bundesamt für Statistik perio
disch heraus
gegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (
LSE
)
abzustel
len und ein
leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
vorzunehmen
, wodurch ein Invaliditätsgrad von 11,78
%
resultiere und ein Rentenanspruch in dieser Höhe (S. 5 f.).
2.5
In ihrer
Duplik
(
Urk.
15) machte die Beschwerdegegnerin geltend, es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die von PD
Dr.
B._
angere
g
te Operation bis heute nicht habe
durchführen lassen. Sein Ansinnen, die Operation beliebig in die Zukunft zu verschieben und dabei anhaltend Taggeldleistungen in Anspruch zu nehmen, sei nicht rechtskonform (S. 1
lit
. b). Es seien in
casu
keine Eingliederungsmassnahmen der IV aktenkundig, welche einer Rentenprüfung per
1.
Februar 2017 entgegenstehen würden
(S. 2
lit
. d)
. Die Einwände
des Beschwer
deführers
gegen die fünf DAP-Profile seien verspätet erfolgt
,
damit unbeachtlich
und stiessen sowieso ins Leere. Auf das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil könne abgestellt werden (S. 2
f.
lit
. e-f).
Auch bei Anwendung der LSE
-Tabellen stehe d
em Beschwerdeführer keine Rente
zu (S. 3
lit
. h). Eine objektivierbare unfallkau
sale Funktionsstörung, welche eine Integritätsentschädigung zu begründen ver
möchte, bestehe nicht (S. 4
lit
. i).
3.
Hinsichtlich
der
von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Teilrechtskraft
betreffend
den
Rentenanspruch
des Beschwerdeführers
respektive eine
Integri
tätsentschädigung
(vgl. vorstehend E. 2.3)
ist vorweg festzuhalten, dass der Be
schwerdeführer, indem er
im
Einspracheverfahren
geltend
machte
, der Endzu
stand sei noch nicht erreicht
(vgl.
Urk.
7/127 und
Urk.
7/138)
, damit auch die
von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Rentenprüfung und die
Prüfung
der Integritätsentschädigung
nicht anerkannt hat, zumal diese einen Endzustand vora
ussetzen (vgl. vorstehend E. 1.3
). Eine
eingetretene
Teilrechtskraft betreffend den Rentenanspruch
des Beschwerdeführers
respektive den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung ist demnach
zu verneinen.
Strittig und zu prüfen ist nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht da
von ausgegangen ist, dass der Endzustand im Januar 2017 erreicht wurde und bejahendenfalls
,
ob der Beschwerdeführer
Anspruch auf eine Rente
und eine
In
tegritätsentschädigung
hat
.
4
.
4.1
Med.
pract
. D._
, Stellvertretender Leitender Arzt,
E._
,
stellte in seinem Bericht vom 1
9.
Juli 2016 (
Urk.
7/62) folgende Diagnose (S. 1):
-
weiterhin
regrediente
Symptomatik bei postoperativer
Kapsulitisproble
matik
der rechten Schulter bei
-
Status nach Infiltration
subacromial
und
glenohumeral
mit
Kena
cort
/
Ropivacain
vom 2
0.
April 2016 bei
-
Status nach
arthroskopischer
Reversed-Remplissage
mit
Reinsertion
der
Subscapularissehne
der rechten Schulter am
1
7.
Dezember 2015 bei
-
gelenkseitiger
Subscapularissehnenläsion
und Impressionsfraktur des
Tuberculum
minor mit Gelenksbeteiligung der rechten Schulter
bei
-
Status nach Schulterdistorsionstrauma mit anamnestischem Luxation
sereignis vom 2
0.
November 2015
Med.
pract
.
D._
führte aus, er habe den Patienten am 1
8.
Juli 2016 in der Sprechstunde gesehen
(S. 1 Mitte)
. Es habe sich eine verb
esserte Gesamt
situ
ation mit allerdings noch
erstgradig
auffälligem störenden Schmerz gezeigt. Zum Befund führte med.
pract
.
D._
aus,
es zeige sich eine äusserlich reizfreie rechte Schulter. Es sei eine Elevation bis 160° und eine Aussenrotation bis 40° und eine Innenrotation bis L5 möglich.
Es bestehe eine gute Haltekraft der
Rota
torenmanschette
gegen Widerstand, wobei
endgradig
diffuse Schmerzen angege
ben würden. Ab dem
2.
August 2016 finde eine Aufnahme der Tätigkeit mit 50
%
, das heisse mit sechs Stunden mit reduzierter Leistung mit maximaler Tätigkeit auf Brusthöhe und maximal 6 kg statt. Bei regulärem Verlauf denke er, dass in
sechs
bis
acht
Wochen sukzessive eine reguläre Arbeitsfähigkeit zumutbar sein könnte (S. 1 unten f.).
4.2
Dr.
med.
F._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte in ihrem Bericht vom 1
8.
August 2016 (
Urk.
7/71) aus,
dass nach
postoperativ initial
be
stehender
Heilung
sich im
Rahmen der
Bewegungsrehabilitation
der Beginn von
k
apsulitischen
Beschwerden gezeigt
habe
, welche unter
einmaliger Infiltration eine leichte Besserung
der Beweglichkeit ohne
Einfluss auf die Schmerzen aufge
wiesen hätten.
Eine intensivierte
Physiotherapie
sei
ohne deutliche Fortschritte
geblieben
(S. 1 Mitte).
Der Beschwerdeführer habe sich zum Zeitpunkt des Unfalls noch in der aktiven Trauerphase um den verstorbenen Partner befunden, was im Heilungsprozess einen negativen Einfluss gehabt habe.
Hinzugetreten sei auch die zunehmende
Angst vor einem Arbeitsplatzverlust
(S. 1 Mitte)
. Es sei zum sozialen Rückzug und zur Ausbildung einer depressiven Symptomatik
gekommen
, welche sich alles andere als förderlich auf die Rehabilitation ausgewirkt habe.
Es sei
eine psychi
sche Begleitung aktiviert worden. Kaum habe sich der Patient einigermassen ge
fangen, sei die
Kündigung des Arbeitsplatzes erfolgt. Leider sei auch ein erster Arbeitsversuch bereits nach 1,5 Stunden aufgrund der Belastungsintoleranz der rechten Schulter
misslungen.
E
ine Rückkehr in die alt
en Arbeitsverhältnisse
sei
unrealistisch (S. 1 unten f.).
4.3
Kreisarzt
Dr.
med. G._
, Facharzt für Chirurgie,
führte
nach am
1.
September 2016 erfolgter Untersuchung des Beschwerdeführers
in seinem
glei
chentags erstellten
Untersuchungsbericht (
Urk.
7/75)
aus,
bald
acht Monate nach der Operation bestehe ein ziehender Ruheschmerz, der sich bei Belastung inten
siviere.
Inspektorisch
zeige sich
eine seitengleiche
Muskeltrophik
. Die
Druckdo
lenz
über dem
Acromioclavicular
(
AC
)
-Gelenk könne aufgrund der vorliegenden Akten keinem Korrelat zu
ge
ordne
t werden
. Es bleibe die Frage offen, ob sich der Beschwerdeführer bei diesem Unfall auch eine Traumatisierung des AC-
Gelenkes zugezogen habe. Funktionell bestehe eine massive Einschränkung der aktiven Flexion und aktiven Abduktion, welche je auf 70° limitiert seien. Selbst passiv werde lediglich eine Flexion bis 80° und eine Abduktion bis 90° toleriert.
Die angegebene Funktion (Elevat
ion bis 160°, Aussenrotation 40
° und Innenrotation bis L5), welche in dem Bericht von
Dr.
D._
vom 1
8.
Juli 2016 festge
halten sei, könne er selbst passiv nicht bestätigen
(S. 3 Mitte)
.
Dr.
G._
führte aus, sowohl subjektiv als auch
objektiv bestehe ein unbefriedi
gendes postoperatives Resultat
.
Er werde nun an der radiologischen Abteilung am
E._
ein Verlaufs-
Arthro
-MRI zwecks Beurteilung des Zustandes der
Rotatorenmanschette
und mit der Frage nach einer
retr
aktilen
Kapsulitis
veran
lassen.
Nach Eingang der Befunde und der bildgebenden Dokumente werde in einem ersten Nachtrag zum weiteren Prozedere Stellung genommen.
Bis zu die
sem Zeitpunkt sei die Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ausgewiesen
(S. 3 unten).
4.4
Kreisarzt
Dr.
G._
nannte in seinem Bericht vom
5.
September 2016
(
Urk.
7/82)
als Diagnose eine Belastungsintoleranz und erhebliche Funktionseinschränkun
gen der rechten Schulter bei
arthroskopischer
Reversed-Remplissage
mit
Reinser
tion
der
Subscapularissehne
der rechten
Schulter am 1
7.
Dezember 2015
(S. 1 Mitte).
4.5
Dr.
med.
H._
, Leitender Arzt, und
Dr.
me
d. I._
, Assistenzarzt,
E._
,
führten nach am 2
8.
September 2016 durchgeführter
Arthrographie
sowie MRI
Arthrographie
der rechten Schulter
in ihrem am 3
0.
September 2016 verfassten Bericht (
Urk.
7/83)
aus, es zeigten sich regelrechte postoperative Ver
hältnisse bei Status nach
Reversed-Remplissage
und
Rei
n
sertion
der
Subscapula
rissehne
. Die
Rotatorenmanschette
sei intak
t
,
und es
lägen
keine Zeichen einer
retraktilen
Kapsulitis
vor
. Es finde sich eine
n
ormale Darstellung des AC-Gelenks
(S. 1 unten).
4.6
Nach am
4.
Januar 2017 durchgeführter kreisärztlicher Untersuchung
nannte
Prof.
A._
in seinem
gleichentags verfassten
Untersuchungsbericht
(
Urk.
7/102) als Diagnose eine
mässiggradig
ausgeprägte Belastungsintoleranz des rechten Schultergelenkes bei Zustand nach
arthroskopischer
Reversed-Remplissage
und
Reinsertion
der
Subscapularissehne
rechts wegen gelenksseitiger
Subscapula
rissehnenläsion
und Impressionsfraktur des
Tuberculum
minor rechts nach Dis
torsion des rechten Schultergelenkes vom 2
0.
November 2015 und Operation vom 1
7.
Dezember 2015 (S. 3).
Prof.
A._
führte aus, anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung habe sich eine
mässiggradige
Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenkes in allen Bewegungsrichtungen gezeigt. Im Vergleich zur letzten kreisärztlichen Untersu
chung vom
1.
September 2016 hätten sich die funktionellen Werte verbessert.
Mit
einer weiteren Verbesserung der funktionellen Einschränkungen sei aus versiche
rungsmedizinischer Sicht nicht zu rechnen. Der medizinische Endzustand sei erreicht, zumal auch der Versicherte kein weiteres Verbesserungspotenzial sehe
(S. 3 Mitte)
.
Dem Versicherten seien leichte bis mittelschwere Arbeiten ganztags zumutbar. Repetitive Belastungen, Stoss- und Vibrationsbelastungen der rechten oberen Extremitäten seien aus dem Tätigkeitsprofil auszuschliessen. Die Voraussetzun
gen für eine Integritätsentschädigung lägen im konkreten Fall nicht vor.
Weiter
e
Behandlungsmassnahmen seien nicht mehr erforderlich, da hiervon keine wesentliche Besserung zu erwarten sei. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei eine Fitnessbehandlung zur Kräftigung der Schulter-/Nackenmuskulatur sinnvoll (S. 3 unten).
4.
7
PD
Dr.
B._
stellte in seinem Bericht vom 1
7.
Juli 2017 (
Urk.
7/136) fol
gende Diagnose (S. 1):
-
Restbeschwerden der rechten Schulter, Differenzialdiagnose
Biceps
tendinopathie
oder
low
-grade Infekt bei
-
Status nach Velosturz mit dorsaler Schulterluxation und Spontanrepo
sition am 2
0.
Mai 2015
-
Status nach Schulterarthroskopie,
Reversed-Remplissage
mit
Reinser
tion
der
Subscapularissehne
der rechten Schulter am 1
7.
Dezember 2015 (
Dr.
D._
,
E._
)
PD
Dr.
B._
führte aus, er habe den Patienten am
1
7.
Juli 2017 zur Be
urteilung der rechten Schulter in seiner Sprechstunde gesehen (S. 1 Mitte).
Das
Arthro
MRI habe ein intaktes
Glenohumeralgelenk
gezeigt. Die
Supraspinatus
sehne
sei überall schön
durchgän
g
ig, inklusive die
Subscapularissehne
, welche im Bereich des
Tuberculum
minus
reinseriert
und eingeheilt sei. Der
Infraspinatus
sei intakt. Die
Bicepssehne
scheine im Eintritt in den
Sulcus
verbreitert und allenfalls
tendinopathisch
verändert zu sein (S. 2 Mitte).
PD
Dr.
B._
führte zum Prozedere aus, es bestünden relevante Restbe
schwerden nach dem genannten Unfall und der Operation. Ursache könnte eine
Bicepstendinopathie
, ein
low
-grade Infekt oder eine sonstige Vernarbung sein
. Therapeutisch bestünden zwei
Möglichkeiten. Zum einen die Situation so zu ak
zeptieren und in einer angepassten Tätigkeit die berufliche Aktivität auf
zu
neh
men, zum anderen eine Revisionsarthroskopie mit Beurteilung der
Bi
cepssehne
, allenfalls
Bicepsten
odese
und Entnahme von Gewebsproben zum Ausschluss eines
low
-grade Infektes. Die Prognose eines solchen Vorgehens sei leider nicht sicher vorhersehbar. Die Erfolgsrate sei schätzungsweise etwa 50
%
. Der Patient habe sich bis heut
e
noch nicht dazu entschliessen können. PD
Dr.
B._
führte aus, die jetzigen Beschwerden seien seines Erachtens überwiegend wahr
scheinlich unfallbedingt
(S. 2 unten).
4.
8
Kreis
ärztin
Dr.
med.
J._
, Fachärztin für Anästhesiologie,
führte in
ihrer
Stellungnahme vom
7.
August 2017 (
Urk.
7/137) zur Frage, ob sich auf
grund des Berichtes von PD
Dr.
B._
vom 1
7.
Juli 2017
(vgl. vorstehend E. 4.7)
und der von diesem in den Raum gestellten Operation wesentliche Ände
rungen gegenüber der kreisärztlichen Untersuchung vom
4.
Januar 2017
(vgl. vorstehend E. 4.6)
ergäben
,
aus, dass sich prinzipiell nichts ändere. Die Schulter
funktion sei bei der kreisärztlichen Untersuchung beeinträchtig
t
gewesen und so geblieben. Bezüglich der Operation soll PD
Dr.
B._
entscheiden. Die Operation wäre auf jeden Fall unfallkausal, jedoch sei die Prognose eines solchen Vorgehens leider nicht vorhersehbar und die Erfolgsrate
gemäss PD
Dr.
B._
schätzungsweise etwa bei 50
%
. Eine Integritätsentschädigung ergebe sich daher weiterhin nicht. Bezüglich der Zumutbarkeit müsste man nach der Ent
scheidung betreffend die Operation schauen.
4.9
PD
Dr.
B._
führte in seinem Schreiben vom
5.
März 2018 (
Urk.
12/1) aus, dass
es
seines Erachtens schwierig abzuschätzen sei, ob durch die operative Behandlung der rechten Schulter, welche am 2
3.
März 2018 stattfinde, die Ar
beitsfähigkeit ges
teigert werden könne oder nicht
. Die genaue Prognose sei leider nicht sicher.
Bezüglich der Bewegungseinschränkungen verweise er auf seinen Bericht vom 1
7.
Juli 2017, wonach die Beweglichkeit relevant eingeschränkt und schmerzhaft gewesen sei.
PD
Dr.
B._
führte aus, die Frage nach einer
Integritätsentschädigung
stelle sich erst beim Auftreten eines
Endzustandes. Würde der jetzige
Zustand als Endzustand
beurteilt, hätte der Patient sicherlich Anrecht auf eine Integritätsentschädigung. Beim Beschwerdeführer sei die opera
tive Behandlung geplant. Erst nach Durchführung der Rehabilitation werde sich die Frage der Integritätsentschädigung erneut stellen. Die Rehabilitation d
aure etwa 6 bis 9 Monate (S. 1).
4.
10
PD
Dr.
B._
führte in seinem Schreiben vom 2
4.
Mai 2018 (
Urk.
18) aus, er habe den Beschwerdeführer letztmals am 2
8.
November 2017 in der Sprech
stunde gesehen. Die klinische Untersuchung habe am 1
7.
Juli 2017 stattgefunden, und liege nun zehn Monate zurück. Zu jener Zeit habe er den Arm nur bis gut zur Horizontale
n
heben können. Bei Tätigkeiten auf der Horizontalen habe er zum Teil mässig starke Schmerzen gehabt.
Sofern sich die Schulter-Situation vom 1
7.
Juli 2017 bis heute nicht verbessert habe, denke er, dass der Beschwerdeführer für manuelle Tätigkeiten nicht arbeits
fähig sei. Für nicht belastende Tätigkeiten, zum Beispiel administrative Tätigkei
ten oder überwachende Tätigkeiten
,
sollte eine halbtägige Arbeitsfähigkeit allen
falls möglich sein. Die Arbeitsfähigkeit sei auf etwa 25
%
einzustufen, sofern man die Schmerzen und die sicherlich dadurch reduzierte Arbeitsleistung berücksich
tige. Der Endzustand sei für den Beschwerdeführer noch nicht erreicht. Deshalb sei der Moment, um die Integritätsentschädigung zu beurteilen
,
noch nicht gege
ben.
5
.
5
.1
Die
Beschwerdegegnerin ging in
ihrem
Einspracheentscheid
gestützt auf die Aus
führungen des Kreisarztes Prof.
A._
nach Untersuchung des Beschwerdeführers am
4.
Januar 2017
(vgl. vorstehend E. 4.6)
von einem ab diesem Zeitpunkt er
reichten Endzustand aus
(vgl. vorstehend E. 2.1).
5.2
Auf die Ausführungen von Prof.
A._
in seinem kreisärztlichen Untersuchungs
bericht vom
4.
Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 4.6) kann abgestellt werden.
So berücksichtigte er
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt
e
sich mit diesen umfassend auseinander.
Der Untersuchungsbericht
wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachv
ollziehbarer Weise begründet. Er
erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräft
ige Ex
pertise (vorstehend E. 1.7
).
Prof.
A._
konnte zwar im
Vergleich
zur kreisärztlichen Untersuchung durch
Dr.
G._
vom
1.
September 2016 (vgl. vorstehend E. 4.3-4)
verbesserte funkti
onelle Werte feststellen, ging aber nicht von
einer
weiteren Steigerung dies
be
züglich
aus
und
befand
den Endzustand f
ür eingetreten
.
Dies geht einher mit den Ausführungen von
Dr.
F._
in ihrem Bericht
vom 1
8.
August
2
016 (vgl. vorstehend E. 4.2)
,
wonach die einmalig erfolgte
Infiltration lediglich
zu einer
leich
te
n
Besserung
der Beweglichkeit geführt habe und ohne Einfluss auf die Schmer
zen
geblieben sei
. Auch die
intensivierte Physiotherapie sei ohne deutliche Fort
schritte
geblieben.
Zudem
blieben
die von Kreisarzt
Dr.
G._
nach
seiner kreis
ärztlichen Untersuchung vom
1.
September 2016 (vgl. vorstehend E. 4.3-4) ver
anlassten ergänzenden bil
dgebenden Untersuchungen
ohne Erklärung für die noch bestehenden
Beschwerden
und damit auch ohne Hinweis auf allfällige Be
handlungsmöglichkeiten
. So führten
Dr.
H._
und
Dr.
I._
in ihrer Beurteilung der
Radiologiebefunde
vom 2
8.
September 2016 aus, dass sich regelrechte post
operative Verhältnisse zeigten, die
Rotatorenmanschette
intakt sei und sich keine Zeichen einer
retraktilen
Kapsulitis
fänden. Auch das AC-Gelenk sei unauffällig (vgl. vorstehend E. 4.5).
Auch das in der
C._
am 1
7.
Juli 2017 durchgeführte
Arthro
-MRI der rechten Schulter (vgl.
Urk.
7/142)
bestätigte
regel
rechte postoperative Befunde.
H
insichtlich der Ausführungen von PD
Dr.
B._
vom
1
7.
Juli 2017
,
vom
5.
März
sowie vom
2
4.
Mai 2018
(vgl. vorstehend E. 4.
7, E. 4.9
-
10
) gilt es zu berücksichtigen, dass
seine
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung
zumindest als hausarztähnlich bezeichnet werden muss, weshalb hier eine gewisse Zurückhal
tung bei der Würdigung
seiner
Berichte angebracht ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
S
oweit der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Ausführungen von PD
Dr.
B._
und dessen vorgeschlagenes operatives Vorgehen geltend macht
,
der Endzustand sei noch nicht erreicht und das Eintreten einer namhaften Verbesserung seines Gesundheitszustandes durch diesen operativen Eingriff nicht überwiegend wahrscheinlich auszuschliessen, ist er darauf hinzuweisen, dass
, wie aus dem Bericht von PD
Dr.
B._
vom 1
7.
Juli
2017
(vgl. vorstehend E.
4.7)
hervorgeht
,
er die vorgeschlagenen möglichen medizinischen Massnah
men lediglich als probatorisch sah, zumal er sich weder hinsichtlich einer
Biceps
tendinopathie
noch hinsichtlich eines
low
-grade Infe
ktes noch betreffend beste
hender
Vernarbungen als Ursache für die Beschwerden überhaupt sicher war. So führte
PD
Dr.
B._
zum
Arthro
-MRI vom 1
7.
Juli 2017 (
Urk.
7/142) aus, die
Bicepssehne
scheine im Eintritt in den
Sulcus
verbreitert und allenfalls
ten
dinopathisch
verändert zu sein. Prognostisch wollte sich PD
Dr.
B._
nicht festlegen und sprach auch lediglich von einer schätzungsweisen Erfolgsrate von 50
%
.
D
ie von PD
Dr.
B._
vorgeschlagenen medizinischen Mass
nahmen sind demnach lediglich als probatorisch zu werten,
woraus nicht auf eine
namhaft
e Verbesserung im Sinne einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit geschlos
sen werden kann.
Weiter bestätigte
PD
Dr.
B._
hinsichtlich der anlässlich der Untersu
chung vom 1
7.
Juli
2017 vorgefundenen Verhältnisse, dass abgesehen von einem operativen Vorgehen die
Möglichkeit bestehe, die Situation so zu akzeptieren und in einer angepassten Tätigkeit die Arbeit aufzunehmen, was die Annahme eines Endzustandes impliziert.
Weiter
kann aus dem Umstand, dass PD
Dr.
B._
in seinem Schreiben
vom 2
4.
Mai 2018 (vgl. vorstehend E. 4.10)
ausführte
, er habe den Patienten zuletzt am 2
8.
November 2017 gesehen respek
tive die ursprünglich auf den 2
3.
März 2018 festgesetzte Operation (vgl. vorste
hend E. 4.9) mit keinem Wort erwähnte, davon ausgegangen werden, dass diese noch nicht stattgefunden hat. Die
blosse
Möglichkeit eines operativen Vorgehens bei ungewisser Ursache der Beschwerden und nicht möglicher Prognose genügt vorliegend nicht, den von Prof.
A._
im Januar 2017 festgelegten Fallabschluss
in Frage zu stellen.
Dass
,
wie der Beschwerdeführer geltend machte (vgl. vorstehend E.
2.4
)
,
allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle noch nicht abgeschlossen
seien
, welche einem Fallabschluss entgegenstünden, geht aus den Akten nicht hervor. So wurde
in
der Mitteilung der IV-Stelle vom
3.
April 2018 (
Urk.
12/2) lediglich festgehal
ten, dass Eingliederungsmassnahmen
zur Zeit
nicht möglich seien, da sich der Beschwerdeführer einer Operation unterziehen und anschliessend für Monate arbeitsunfähig sein werde.
Wie bereits ausgeführt, kann aufgrund der Ausführun
gen von PD
Dr.
B._
vom Mai 2018
(vgl. vorstehend E. 4.10
)
nicht darauf geschlossen werden, dass die Operation tatsächlich stattgefunden hat
.
Weiter ist darauf hinzuweisen, dass
in Konstellationen
wie
der
vorliegenden, wo von ärzt
licher Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden kann, der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht ab
gewartet zu werden
braucht (vgl. vorstehend E
. 1
.4
).
5.3
Auch
auf das
von Prof.
A._
im Januar 2017 festgelegte Zumutbarkeitsprofil für eine behinderungsangepasste Tätigkeit
kann abgestellt werden
. Bei
mässiggradi
ge
r
Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenkes in allen Bewegungs
richtungen
erachtete Prof.
A._
l
eichte bis mittelschwere Arbeiten ganztags zu
mutbar. Repetitive Belastungen, Stoss- und Vibrationsbelastungen der rechten oberen
Extremitäten
schloss Prof.
A._
aus
dem Tätigkeitsprofil aus
(vgl. vorste
hend E. 4.6)
.
Weder die vom Beschwerdeführer geltend gemachte maximale Trage- respektive Hebebelastung von 2 kg noch die postulierte faktische
Einhän
digkeit
(vgl. vorstehend E.
2
.
2
)
erweisen sich durch fachärztliche Aussagen
hin
reichend
belegt und gründen vielmehr in seiner subjektiven Beschwerdeschilde
rung. Abgesehen davon blieb auch
d
as
nach der Untersuchung bei Prof.
A._
im Januar 2017
im Juli 2017 angefertigte
Arthro
-MRI (vgl.
Urk.
7/142) ohne die Be
schwerden hinreichend erklärende Befunde
,
die es rechtfertigen würden, vom von Prof.
A._
festgelegten Zumutbarkeitsprofil abzuweichen.
Was die von PD
Dr.
B._
dann in seinem Schreiben vom 2
4.
Mai 2018 (vgl. vorstehend E. 4.10
) postulierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit selbst in einer angepassten Tätigkeit anbelangt, so widerspricht er damit seinen Ausfüh
rungen in der Krankengeschichte zum Zeitpunkt der letzten Konsultation am 2
8.
November 2017, wonach er den Beschwerdeführer in einer angepassten Tä
tigkeit
,
zum Beispiel in administrativen Funktionen oder Kontrollfunktionen
,
für
ganztags zu 100
%
arbeitsfähig
erachtete
(vgl.
Urk.
12/1/3 und
Urk.
21/59/7 oben).
5.4
Nach dem Gesagten ist
der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass der Endzustand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Januar 2017 erreicht war. Unfallbedingt ist der Beschwerdeführer in seiner angestamm
ten Tätigkeit als Maschinenführer aufgrund
der
Einschränkungen an der rechten Schulter nicht mehr
vollumfänglich
arbeitsfähig.
Gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung
vom
4.
Januar 2017
ist
indessen davon auszugehen, dass er
in einer angepassten Tätigkeit in Beachtung des Belastungsprofils (vgl. vorstehend E.
4.6
) vollschichtig einsatzfähig
ist.
6.
6
.1
Zu prüfen bleibt der von der Beschwerdegegnerin v
orgenommene Einkommens
vergleich respektive der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente.
6
.2
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Angaben der
Y._
(
Urk.
7/
1
Ziff.
12
,
Urk.
7/101,
Urk.
7/113,
Urk.
7/117
) von einem
Validenein
kommen
von
Fr.
6
8’045
.--
(
13 x 4'865.-- + 12 x
Fr.
400.--)
im Jahr 2017
aus
(vgl.
Urk.
7/122-123)
. Dies
er Wert
wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten und
steht
in Übereinstimmung mit der Aktenlage
,
weshalb darauf abgestellt wer
den kann.
6.3
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich exis
tierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Dar
stellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der LSE vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Ver
dienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkom
men entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich er
mitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige
Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der ver
sicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genü
gen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer
den; die Suva hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gege
benenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmäs
sige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Be
einträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
6.4
Da der Beschwerdeführer vorliegend noch keine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit ausübt, können nach der R
echtsprechung entweder die LSE-
Tabellenlöhne oder DAP-Zahlen herangezogen werden (vgl. vorstehend E
.
6.3).
Die Beschwerdegeg
nerin entschied sich zur Ermittlung des Invalideneinkommens für ein Vorgehen anhand von DAP-Löhnen.
In seiner Replik machte der
Beschwerdeführer geltend, dass auf die DAP-Dokumentation der Beschwerdegegnerin nicht abgestellt werden könne. So sei bei der
Stelle bei der
K._
als Prüfer eine
Anlehre
als Ausbildungs
anforderung vorausgesetzt, über welche er nicht verfüge. Ferner sei nicht ersicht
lich, worin die auszuführende Arbeit eines Teigmachers bei der
L._
genau bestehen solle (
Urk.
11
S. 4 f.
Ziff.
5).
6.5
Was die
vom Beschwerdeführer
in DAP-N
r
. 2601
, Prüfer bei der
K._
(vgl.
Urk.
7/21/37-40)
,
gerügte fehlende
Anlehre
anbelangt, so erweist sich dies ohne Belang, da, wie die Beschwerdegegnerin in ihrer
Duplik
festhielt
(vgl.
Urk.
15 S. 2
lit
. e)
, dies lediglich eine betriebsinterne Einarbeitung von
maximal
sechs Wochen (vgl.
Urk.
7/121 S. 40) beinhaltet, und
damit keine
spezielle beruf
liche Qualifikation voraussetzt.
Diese Tätigkeit ist demnach dem Anforderungs
profil entsprechend und dem Beschwerdeführer zumutbar.
Auch die vom Beschwerdeführer
gegen
den Beruf als Teigmacher bei der
L._
,
DAP-Nr. 8306
(vgl.
Urk.
7/121/41-44),
vorgebrachte Rüge, dass die Tätigkeit nicht genau festgestellt werden könne
(vgl.
Urk.
11 S. 5 oben
)
,
geht ins Leere.
So lässt
sich dem Beschrieb
der körperlichen Anforderungen entnehmen,
dass es sich um eine leichte bis sehr leichte Tätigkeit handelt, welche damit mit dem
von Prof.
A._
festgelegten
Zumutbarkeitsprofil (vg
l. vorstehend E.
4.6
und E. 5.3
)
überein
st
immt
.
Auch hinsichtlich der übrigen DAP-Profile ergeben sich mit
Blick auf die einzel
nen körperlichen Anforderungsprofile der entsprechenden Stellen keinerlei Hin
weise darauf, dass eine davon dem festgelegten Zumutbarkeitsprofil
respektive den Einschränkungen des Beschwerdeführers
nicht entsprechen würde. So lassen sich aus den entsprechenden Beschrieben keine Anhaltspunkte entnehmen, wel
che eine Unzumutbarkeit zur Folge hätten. Insbesondere beinhalten
auch
DAP-Nr.
345949
, Nr.
9969
und
Nr.
6103
vorwiegend
sehr leichte bis leichte
bis maxi
mal selten mittelschwere Tätigkeiten
,
ohne Heben über Brusthöhe
und
ohne
Arbeiten über Kopf
. Dass es zu Stoss- und Vibrationsbelastungen kommen sollte, ist nicht ersichtlich
(vgl.
Urk.
7/
221
S. 1 und S.
25
ff.).
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Profile der evaluierten Ar
beitsplätze dem festgelegten Zumutbark
eitsprofil (vgl. vorstehend E.
4.6
) entspre
chen.
6.6
Gestützt auf den Durchschnitt der Lohnangaben aller fünf DAP ging die Be
schwerdegegnerin im Jahr 2017 von einem Invalideneinkommen von rund
Fr.
6
3’640
.--
aus. Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze (DAP-Nr.
345949,
Nr.
9969
, Nr.
6103
, Nr.
2601
und Nr.
8306
) ab und gab die Gesamtzahl der mit der Behinderung des Beschwerdeführers in Frage kommenden Arbeits
plätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Be
hinderungsprofil
entsprechenden Gruppe an (vgl.
Urk.
7/
121
S. 1). Damit sind sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesgericht an einen Einkommensver
gleich gestützt auf die DAP-Tabellen stellt (vgl. BGE 129 V 472), erfüllt (vgl. vorstehend E.
6.3
). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden.
6.7
Würde vorliegend das Invalideneinkommen
, wie vom Beschwerdeführer bean
tragt worden ist (vgl.
Urk.
11 S. 5 Mitte),
anhand der
LSE-Tabellen
ermittelt, wäre gestützt auf die vorliegend anwendbaren LSE 2016 vom Einkommen für männli
che Hilfskräfte von
Fr.
5'340.-- (LSE 2016, Tabelle TA1, Total Männer, Kompe
tenzniveau 1) auszugehen, was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. www.bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und Er
werb) und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2017 (Bundes
amt für Statistik, T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010 bis 20
18, Männer) einen hypothetischen
Jahreslohn im Jahr 2017 von
rund
Fr.
67‘137.--
ergäbe (
Fr.
5‘340.-- : 40 x 41,7 x 12 x 1.005).
Da gemäss dem festgestellten Zumutbarkeitsprofil dem Beschwerdeführer nach wie vor leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar sind (vgl. vor
stehend E. 4
.6 und E. 5.3
)
,
steht
ihm
grundsätzlich noch ein weites Spektrum an möglichen angepassten Tätigkeiten offen. So stellt der Umstand allein, dass nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, selbst bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit keinen Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug dar, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leich
ten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 E. 3.4.2).
Das faktisch nur noch eine
Einhän
digkeit
bestehe, wie der Beschwerdeführer geltend machte (vgl.
vorstehend E. 2.2
)
,
ist medizinisch nicht hinreichend belegt.
Ein zusätzlich zu gewährender Abzug zum Tabellenlohn wäre demnach vorlie
gend zu verneinen.
Einhergehend damit verneinte auch die IV-Stelle bei der Be
rechnung des Invalideneinkommens einen zusätzlich zu gewährenden leidensbe
dingten Abzug (vgl.
Urk.
21/61).
6.8
Demnach würde bei Anwendung der LSE-Tabellenlöhne zur Berechnung des Invalideneinkommens
ein solches von
Fr.
67‘137.--
resultieren, was bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
68'045.-- (vgl. vorstehend E. 6.2)
lediglich eine Diffe
renz
von
Fr.
908
.-- und damit
mit rund 1
%
kein
en
anspruc
hsbegründenden
In
validitätsgrad ergäbe
.
Auch bei
einem a
nhand der DAP-Löhne errechneten Invalideneinkommen von rund
Fr.
63'640.-- (vgl.
vorstehend E. 6.6
) und
einem
Valideneinkommen
von
Fr.
68'
045.-- (vgl. vorstehend E. 6.2
) result
iert eine Lohneinbusse von
Fr.
4
‘
405
.-- beziehungsweise ein
rentenanspruchsausschliessender
Invaliditätsgrad von
rund 6
%
(vgl. vorstehend E. 1.5)
.
Die Beschwerdegegnerin hat
daher zu Recht einen Rentenanspruch des Beschwer
deführers verneint.
7.
7.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte
gestützt auf die kreisärztliche Einschätzung
durch
Prof.
A._
vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 4.6) einen
Anspruch
des Beschwerdeführers
auf eine Integritätsentschädigung
(vgl. vorstehend
E. 2.3, E.
2.5)
.
Dagegen machte der Beschwerdeführer geltend (vgl.
Urk.
1 S. 12
Ziff.
27), dass sich aus den Untersuchungsbefunden von Prof.
A._
dennoch erhebliche Ein
schränkungen ergäben, welche unter Berücksichtigung von
Art.
36
Abs.
3 UVV einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung begründen würden. So sei vor allem die Innenrotation rechts massiv eingeschränkt. Weiter sei eine Anteversion von 140° festgestellt worden, mithin ein 50° über der Horizontalen liegender Wert.
7.2
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität
erleidet (vgl. vorstehend E. 1.6
).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin ge
nannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem ange
gebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen An
spruch auf Entschädigung
(
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Ge
brauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
7.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinras
ter) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Pro
zentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Ab
weichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewähr
leistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
7.4
Wie der Beschwerdeführer selbst ausführte, wird
gemäss
Suva-Tabelle 1 (Revision 2000) lediglich bei einer Schulter, welche
nur
bis 30° über d
ie Horizontale
be
weglich ist, eine Integritätsents
chädigung ausgerichtet, weshalb ihm grundsätz
lich mit einer bis 50° über d
ie Horizontale
beweglichen Schulter (vgl.
Urk.
7/102 S. 2 Mitte) kein Anspruch zusteht.
Des Weiteren wird ebenso wenig für
Einschrän
kungen der Innenrotation
eine
Integritätsentschädigung aus
gerichtet
.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erweist sich
gemäss
den von Prof.
A._
fest
gestellten Befunden die
Innenrotation der rechten Schulter mit 80° gegenüber der beschwerdefreien linken Schulter mit 90° auch nicht
als
wesentlich einge
schränkt
. Soweit die
Aussenrotation
mit 30° tatsächlich mittelgradig einge
schränkt erscheint (vgl.
Urk.
7/102 S. 2 Mitte), ergibt sich daraus jedoch
gemäss
Suva-Tabelle 1 ebenfalls kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
Die beim Beschwerdeführer vorliegende Konstellation stellt im Übrigen kein Anwen
dungsfall
von
Art.
36
Abs.
3 UVV, wonach bei Zusammenfallen mehrerer kör
perlicher, geistiger oder psychischer Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen eine Gesamtentschädigung festzuse
tz
en wäre,
dar
.
Ebenso entbehrt die Aussage von
PD
Dr.
B._
in seinem
Schreiben vom
5.
März
2018 (vgl. vorstehend E. 4.9)
,
dass sicherlich
eine Integritätsentschädigung geschuldet sei,
einer
hinreichenden Begründung.
Zusammenfassend besteht damit kein Anlass, die kreisärztliche Beurteilung
durch
Prof.
A._
, wonach keine Integritätsentschädigung geschuldet sei,
in Frage zu stellen. Die Beschwerde ist auch diesbezüglich abzuweisen.
8.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem Endzustand im Januar 2017 ausgegangen ist. Bei einem Invaliditätsgrad
1
%
res
pektive von
6
%
resultiert kein Anspruch auf eine Invalidenrente
,
und auch die Feststellung der Beschwerdegegnerin, dass keine Integritätsentschädigung ge
schuldet ist, erweist sich als korrekt.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
9.
Das Verfahren ist kostenlos.