Decision ID: e3f222ce-04b5-40e8-a246-ecf7c3b3be33
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965,
hat in Rumänien
Ausbildungen
zum Metallurgen und zum Chauffeur absolviert
.
I
n der Schweiz
arbeitete der Versicherte ab dem Jahr 2001, zunächst als Saisonnier und ab 2006 ganzjährig.
A
b September 2009
war er
bei der
Y._ AG
als Vorarbeiter
Isola
tionen angestellt (Urk.
8/1,
Urk.
8/146/9,
8
/177/2 ff.
).
Gestützt auf dieses Arbeits
verhältnis war er bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs
un
fällen versichert.
Am 1
5.
Juni 2016 stürzte er von einer Leiter auf die rechte Körperseite und zog sich dabei unter anderem eine Gehirnerschütterung, Rippen
frakturen sowie eine Radiusköpfchenfraktur rechts zu
(
Urk.
8/1
,
Urk.
8/15
)
. Im Zuge der medizinischen Behandlung wurden im Kantonsspital
Z._
mehrere operative Eingriffe durchgeführt (Urk. 8/15, 8/32 und 8
/88
). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen
in Bezug auf Heilbehandlung und Taggeld
(
vgl.
Urk.
8/6
ff.,
8
/103 f.
und 8/205
).
Zwecks arbeitsorientierter Rehabilitation hielt sich der Versicherte vom 28. September bis 1
4.
November 2017 in der Rehaklinik
A._
auf (Urk. 8/146, 8/149). Danach holte die Suva Stellungnahmen
bei der Kreisärztin med.
pract
.
B._
, Fachärztin für Chirurgie,
ein (
Urk.
8/148, 8/157)
und führte mit dem Versicherten am
5.
Juni 2018 ein Gespräch zur
Klärung
der Sachlage
(
BVM-Besprechungsprotokoll,
Urk.
8/189). Am 1
4.
Juni 2018 nahm med
.
pract
.
B._
eine abschliessende kreisärztliche Beurteilung vor, wobei sie auch zum Integritätsschaden Stellung nahm (Urk. 8/196 f.).
Daraufhin orientierte die Suva den Versicherten mit Schreiben vom 1
7.
August 2018
über die Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen
per 3
0.
September 2018
(
Urk.
8/216). Mit Verfügung vom
7.
November 2018 sprach sie ihm einerseits
ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 21
%
mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2018 eine Invalidenrente zu. Andererseits bejahte sie den Anspruch auf eine Integritäts
entschädigung im Betrag von
Fr.
29'640.-- auf der Grundlage einer Integritäts
einbusse von 20
%
(
Urk.
8/236). Die
dagegen vom Versicherten am 7.
Dezember 2018 erhobene Einsprache (
Urk.
8/245) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 1
7.
Juli 2019 ab (
Urk.
2 =
Urk.
8/257).
2.
Dagegen erhob
X._
am
1
3.
September 2019 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene «Verfügung» sei aufzuheben, soweit eine höhere Erwerbsunfähigkeit als 21
%
verneint werde.
Im Weiteren sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, ihm unter korrekter Ermittlung des Inva
liditätsgrads rückwirkend ab dem
1.
Oktober 2018 eine entsprechend korrigierte
Rente auszurichten.
Eventualiter sei ein gerichtliches Gutachten ein
zuholen, welches eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit beinhalte und die Funktionsfähigkeit beziehungsweise die Funktionseinschränkungen der linken und rechten Schulter sowie des rechten Armes beurteile (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
2
1.
Oktober
2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7
), worüber der Beschwerdeführer mit Ver
fügung vom
2
2.
Oktober 2019
in Ken
ntnis gesetzt wurde (
Urk.
9
).
Mit Urteil heutigen Datums wird auch über die Beschwerde des
Beschwerde
führers
im Verfahren IV.2019.00074 entschieden.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 1
5.
Juni 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts; ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
1.4.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beein
trächtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsent
schädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.4.2
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rätlichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozial
versicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
1
7.
Juli 2019
führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, dass auf die kreisärztliche Zumut
bar
keitsbeurteilung von med.
pract
.
B._
abgestellt werden könne. Ärztliche Berichte, welcher dieser Beurteilung
widersprächen
, seien nicht vorhanden. Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er seine rechte Hand aufgrund seiner chronifizierten Einschränkungen nicht mehr gebrauchen könne, lasse sich medizinisch
nicht untermauern (
Urk.
2 S. 9 f.). Gestützt auf die Lohnstruktur
erhebung des Bundesamtes für Statistik sei das Invalideneinkommen auf
Fr.
67'607.-- festzusetzen. Ein Vergleich mit dem in der Einsprache unbestritten gebliebenen
Valideneinkommen
von
Fr.
85'800.-- ergebe eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von 21
%
, weshalb die angefochtene Verfügung insofern nicht zu beanstanden sei (
Urk.
2 S. 10 f.).
Dies gelte im Übrigen auch in Bezug auf die zugesprochene Integritätsentschädigung. Die Schlussfolgerungen der Kreisärztin hinsichtlich der Bemessung des Integritätsschadens würden sich als einleuchtend und angemessen erweisen, weshalb darauf abgestellt werden könne. Dement
sprechend sei auf der Basis einer Integritätseinbusse von 20
%
eine Integritäts
ents
chädigung geschuldet (Urk. 2 S.
12 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber in seiner Beschwerdeschrift vom 13. September 2019 zusammengefasst geltend,
die Beschwerdegegnerin habe das
Valideneinkommen
nicht korrekt ermittelt. Mit Blick auf den während drei Jahren vor dem Unfall durchschnittlich erzielten Verdienst sei dieses auf
Fr.
91'222.65 festzusetzen,
von welchem auch die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
ausgegangen sei (
Urk.
1 S. 5).
Beanstandet werde auch das
Invalideneinkommen, welches auf der unzutreffenden Annahme beruhe, dass eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe.
Die Kreisärztin habe weder eine klinische Untersuchung vorgenommen, noch sei eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit durchgeführt worden. Ihre Beur
teilung vermöge daher nicht zu überzeugen, weshalb weitere medizinische Ab
klärungen in Form eines Gutachtens angezeigt seien (
Urk.
1 S. 5 ff.). Des Weiteren sei nicht nachvollziehbar, weshalb angesichts der konkreten Umstände kein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen gewährt worden sei, zumal
die
rechte Hand aufgrund der chronifizierten Einschränkungen nicht mehr
eingesetzt werden
kön
ne. Ein Abzug in
der
Höhe von 25
%
sei vor diesem Hintergrund an
gemessen (
Urk.
1 S. 7 ff.).
Schliesslich
sei in Bezug auf die Integritäts
ent
schädigung fest
zu
halten, dass die Kreisärztin ihre Einschätzung eines 20%igen Integritätsschadens nicht näher erläutert habe. Ausgehend von einer Versteifung der Schulter in
Ad
duktion sei eine Integritätsentschädigung von 30 % geschuldet (
Urk.
1 S. 9).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 2
1.
Oktober 2019 betonte die Beschwerde
gegnerin insbesondere, dass keine Indizien vorlägen, welche gegen die Zuver
lässigkeit der kreisärztlichen Beurteilung
sprächen
(
Urk.
7 S. 4).
Ferner sei der Einkommensvergleich korrekt vorgenommen wurden, wobei namentlich zu Recht auf die Anrechnung eines Leidensabzuges verzichtet worden sei (
Urk.
7 S. 5). Mit Blick auf das
Valideneinkommen
habe die IV-Stelle zu Unrecht eine frühere Nebenbeschäftigung des Beschwerdeführers mitberücksichtigt,
welche
aus unfall
fremden Gründen aufgegeben
worden sei
(
Urk.
7 S. 6).
Nicht stichhaltig sei schliesslich die Kritik an der kreisärztlichen Schätzung des Integritätsschadens, welche als eher grosszügig zu werten sei, zumal die subjektiven Beschwerde
angaben und -demonstrationen des Beschwerdeführers nicht mit dem objektiven Zustandsbild übereinstimmen würden. Die kreisärztliche Beurteilung sei ausser
dem von keiner medizinischen Fachperson angezweifelt worden (Urk. 7 S. 6 f.).
3.
3.1
Nach seinem Sturz auf die rechte Körperseite aus vier bis fünf Metern Höhe vom 1
5.
Juni 2016 war der Beschwerdeführer zunächst bis zum 1
7.
Juni 2016 im Kantonsspital
Z._
hospitalisiert. Im Rahmen der Untersuchungen
wurden
nebst einer Commotio cerebri eine gering dislozierte Fraktur der 1
2.
Rippe rechts mit Lungenkontusionen
dorsobasal
beidseits sowie eine nicht dislozierte Radius
köpfchenfraktur rechts festgestellt (Austrittsbericht vom 1
7.
Juni 2016,
Urk.
8/17). Letztere wurde in der Folge am 2
0.
Juni 2016 mittels Osteosynthese operativ versorgt (
Urk.
8/15). Gemäss Austrittsbericht vom 22. Juni 2016 habe sich der intra- und postoperative Verlauf komplikationslos gestaltet. Von ärzt
licher Seite wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 30. August 2016 bescheinigt (
Urk.
8/18).
3.2
Aufgrund einer Indikation zur arthroskopischen
Rotatorenmanschetten
-Rekon
struktion wurde der Beschwerdeführer am 2
5.
Juli 2016 erneut im Kantonsspital
Z._
operiert (
Urk.
8/32). Im Rahmen von Verlaufskontrollen konnte danach eine bessere Beweglichkeit der rechten oberen Extremität festgestellt wer
den.
Der
Beschwerdeführer
klagte zudem nicht mehr über
er
hebliche Schmerzen
(Berichte vom 3
0.
August,
6.
September und 18
. Oktober 2016;
Urk.
8/43, 8/49 und 8/52). Bei einem radiologisch guten Resultat im Bereich des Radiusköpfchens wurde die Behandlung und Nachkontrolle mit Bericht vom 29. November 2016 abgeschlossen, wobei bis zum 1
7.
Januar 2017 weiterhin eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit attestiert wurde (
Urk.
8/62).
3.3
Im weiteren Verlauf zeigte sich ein Nichteinheilen der Supraspinatus- sowie von Teilen der
Infraspinatussehne
, was eine Einschränkung der aktiven globalen Beweglichkeit zur Folge hatte. Zwecks Behandlung wurde am
8.
Mai 2017 im Kantonsspital
Z._
ein offener Latissimus
dorsi
-Transfer vorgenommen (
Urk.
8/88). Nach Behandlung einer zwischenzeitlich aufgetretenen Wund
heilungsstörung mit stationärem Klinikaufenthalt vom
2.
bis
8.
Juni 2017 (
Urk.
8/108/2 ff.) berichtete der Beschwerdeführer im Rahmen einer Verlaufs
kontrolle vom
2.
August 2017 von einer deutlichen Abnahme der Restbeschwerden und einer leicht verbesserten Beweglichkeit. Ein langsamer Kraftaufbau mittels Physiotherapie wurde ärztlicherseits für notwendig erachtet (
Urk.
8/114).
3.4
Zwecks arbeitsorientierter Rehabilitation hielt sich der Beschwerdeführer vom 28. September bis 1
4.
November 2017 in der Rehaklinik
A._
auf. Bei Eintritt seien aus subjektiver Sicht eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der rech
ten Schulter mit einhergehendem Kraftdefizit der rechten oberen Extremität sowie vom Bereich der Operationsnarbe der rechten Schulter über den gesamten Arm bis in den rechten Kleinfinger
reichende Dauerschmerzen im Vordergrund gestanden. Im
Rahmen eines multimodalen Therapieprogramms sei es gelungen, die allgemeine Belastbarkeit und die Beweglichkeit der rechten oberen Extremität zu verbessern. Zu Beginn habe sich der Beschwerdeführer noch als funktioneller
Einhänder
gezeigt; gegen Ende habe ein vermehrter Einsatz des rechten Armes beobachtet werden können (
Urk.
8/146/4
-6
).
Aus psychosomatischer Sicht habe der Beschwerdeführer während des Aufent
haltes eine durch Angst und depressive Verstimmung gekennzeichnete Grund
stimmung mit Sorgen über die berufliche und finanzielle Zukunft gezeigt.
Das Realisieren
, nicht mehr die alte schwere Tätigkeit als Vorarbeiter ausüben zu können, habe für ihn merkbar einen psychisch schwierigen Integrationsprozess dargestellt. Die
vergebliche
Hoffnung auf eine leidensangepasste Tätigkeit beim
bisherigen
Arbeitgeber und die Aussicht auf eine mögliche Erwerbslosigkeit
erforder
t
e
n
eine veritable psychische Anpassungsleistung
vom
Beschwerdeführer
. Der Umgang mit dieser Herausforderung sei etwas tagesformabhängig und im Gespräch dennoch
normalisierbar
gewesen. Insgesamt sei eine Anpassungs
störung mit längerer depressiver Reaktion zu diagnostizieren (
Urk.
8/146/4, 8/149/1). Sie begründe aktuell jedoch keine arbeitsrel
evante Leistungsminderung (Urk.
8/146/3, 8/149/2).
Gesamthaft sei der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als Vora
r
bei
ter im Bereich Fassadenrenovation zu 100
%
arbeitsunfähig, da diese mit Arbeiten über der Horizontalen und mit dem Hantieren von sehr schweren Gewichten verbunden sei. Eine leichte Tätigkeit ohne Arbeiten mit dem rechten (dominanten) Arm über Brusthöhe, ohne Besteigen von Leitern und ohne Han
tieren auf Gerüsten (wegen verminderter Haltefunktion) sei demgegenüber ganz
tags zumutbar (
Urk.
8/146/3).
3.5
Dem Bericht des Kantonsspitals
Z._
vom 1
6.
Mai 2018 ist zu entnehmen, dass sich ein Jahr postoperativ nach wie vor eine relativ schlechte Funktion mit jedoch erhaltener Aussenrotation in 0°
-
und 90°
-
Abduktion präsentiere. In den angestammten Beruf werde der Beschwerdeführer nicht mehr zurückkehren können. Ihm sei erklärt worden, dass die Indikation für eine inverse Schulter
prothese gegeben wäre, falls er eine
bessere
Funktion wünsche. Aktuell sei der Beschwerdeführer allerdings mit dem Ergebnis zufrieden. Weitere klinische Verlaufskontrollen seien nicht vereinbart worden (
Urk.
8/186/2 f.).
3.6
Gestützt auf die ihr zur Verfügung gestellten Akten gelangte med.
pract
.
B._
in ihrer kreisärztlichen Beurteilung vom 1
4.
Juni 2018 zum Schluss, dass von weiteren medizinischen Behandlungen mit mindestens überwiegender Wahr
scheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden könne. Von einer funktionellen
Einhändigkeit
sei der Beschwerdeführer
aber
sehr weit entfernt. Die angestammte Tätigkeit sei ihm zwar nicht mehr zumutbar, da diese mit stärkeren Belastungen und Überkopfarbeiten einhergehe
und
zwingend mit dem Besteigen von Leitern und Gerüsten verbunden
sei
. Ganz
tags zumutbar sei
allerdings
eine angepasste, leichte Tätigkeit. Vermieden werden sollten dabei Arbeiten über Brusthöhe, Schläge und Vibrationen auf die rechte obere Extremität, das Tragen von Lasten am langen Hebel mit rechts sowie das Besteigen von Leitern und Gerüsten (
Urk.
8/197/6).
Zum Integritätsschaden hielt med.
pract
.
B._
in einer separaten
Stellungnahme
vom 1
4.
Juni 2018 fest, dass
die Beurtei
lung anhand der Suva-Tabelle 1 (
Funktionsstöru
ngen an den oberen Extremitäten)
erfolge.
Die noch bis zur Horizontalen bewegliche Schulter entspreche einem Integritätsschaden von 15
%
; die in Adduktionsstellung versteifte Schulter einem solchen von 30
%
. Für die schwere Form der
Periarthrosis
humeroscapularis
sei von 25
%
auszugehen. Zudem dürfe die Suva-Tabelle 5 herangezogen werden, wonach eine leichte Arth
rose nicht entschädigungspflichtig sei. Die Arthrose in der Schulter im mässigen Ausmass entspreche einem Integritätsschaden von 5-10
%
, jene im schweren Ausmass 10-25
%
, die Endoprothese mit gutem Erfolg 15-20
%
und die Arthrodese im Schultergelenk 25
%
.
Gesamthaft sei
aufgrund der Bewegungs
einschränkung und der vorliegenden radiologischen Befunde eine Integritäts
entschädigung in Höhe von 20
%
gerechtfertigt und geschuldet, dies auch unter Berücksichtigung
der BVM-Besprechung und einer doch besseren Performance als subjektiv angegeben. Betreffend Ellbogengelenk sei keine Integritätsent
schädigung geschuldet (
Urk.
8/196/1 f.).
4.
4.1
Bei der Stellungnahme von med.
pract
.
B._
vom 1
4.
Juni 2018 (
Urk.
8/19
7
) handelt es sich um eine Aktenbeurteilung, da der Beschwerdeführer nicht unter
sucht wurde. Ihr kann trotzdem voller Beweiswert zukommen, sofern ein lücken
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil
e
des Bundes
gerichts
8C_46/2019 vom 1
0.
Mai 2019 E. 3.2.1 und
8C_281/2018 vom 2
5.
Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen).
Anhand der ihr zur Verfügung gestellten
Unter
lagen
konnte sich
med.
pract
.
B._
welche unbestrittenermassen über die konkret notwendige fachärztliche Qualifikation
verfügt
ein vollständiges Bild über die Anamnese, den Behandlungsverlauf sowie den gegenwärtigen Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers verschaffen
(vgl
. Urk.
8/197/1 ff.)
. Vor diesem Hintergrund ist
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 6)
nicht zu beanstanden, dass auf eine persönliche Untersuchung verzichtet wurde.
4.2
4.2.1
Näher zu prüfen bleibt, ob die kreisärztliche Stellungnahme auch in Bezug auf die Beurteilung der medizinischen Situation überzeugt.
Med.
pract
.
B._
hielt fest, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei, da diese insbesondere mit stärkeren Belastungen und Überkopfarbeiten verbunden sei (Urk. 8/197/6).
Dies stellen weder die
Parteien in Frage (vgl. Urk. 1 S. 5,
Urk.
2 S. 10 und
Urk.
7 S. 4 f.)
, noch liegen in diesem Kontext wider
sprechende ärztliche Beurteilungen vor (vgl.
Urk.
8/146/3, 8/23
2/3), weshalb diesbezüglich auf Weiterungen verzichtet werden kann.
4.2.2
Für ganztags zumutbar erachtete med.
pract
.
B._
demgegenüber
angepasste, leichte Tätigkeiten. Vermieden werden sollten dabei Arbeiten über Brusthöhe, Schläge und Vibrationen auf die rechte obere Extremität, das Tragen von Lasten am langen Hebel mit rechts sowie das Besteigen
von Leitern und Gerüsten. Der Beschwerdeführer sei ausserdem sehr weit von einer funktionellen
Einhändigkeit
entfernt
(Urk. 8/197/6).
Hiermit
erklärt sich der Beschwerdeführer aus verschiedenen Gründen nicht ein
verstanden
(Urk.
1 S. 6 f.).
Soweit er beanstandet, dass keine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) erfolgt sei, ist darauf hinzuweisen, dass bei zuverlässiger ärztlicher Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der Regel keine Not
wendigkeit besteht, die Rechtsfrage der Erwerbsunfähigkeit durch eine EFL zu überprüfen. Ausnahmsweise kann eine solche erforderlich sein, wenn sie mehrere involvierte Ärzte angesichts eines multiplen und schwierig einzuschätzenden Krankheitsbildes ausdrücklich befürworten (Urteil des Bundesgerichts 8C_711/2016 vom 1
5.
Dezember 2016 E. 3.5). Derartige ärztliche Empfehlungen sind nicht aktenkundig. Anzumerken bleibt überdies, dass im Rahmen der arbeitsorientierten Rehabilitation in der Rehaklinik
A._
bereits Leistungstests durchgeführt wurden (Urk. 8/146/11 f.). Es erschliesst sich auch vor diesem Hintergrund nicht, weshalb von einer EFL weitere
entscheidrelevante
Erkenntnisse zu erwarten wären.
Der Beschwerdeführer wendet des Weiteren ein, der vorliegende Sachverhalt sei mit demjenigen vergleichbar, welcher dem Urteil des Bundesgerichts I 27/06 vom 2
4.
August 2006 zugrunde gelegen habe. Bei praktisch derselben Diagnose sei in
jenem Fall der Schluss gezogen worden, dass die rechte obere Extremität für eine erwerbliche Tätigkeit nicht mehr einsetzbar und die versicherte Person als funktioneller
Einhänder
zu betrachten sei
(
Urk.
1 S. 7).
Der Beschwerdeführer lässt mit seiner Sichtweise ausser Acht, dass
nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens, sondern dessen konkrete Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit entscheidend sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2013 vom 2
6.
Juni 2013 E. 4.1.4 mit Hinweis).
Davon abgesehen
trifft es nicht zu
, dass die versicherte Person im angeführten
Entscheid
als faktischer
Ein
händer
qualifiziert wurde (vgl. E. 5.2.2 des Urteils
I 27/06
).
Vielmehr
wurde fest
gehalten, dass ihr einfache Überwachungs
- und Kontrollfunktionen sowie die Bedienung von Maschinen
ganztägig zumutbar seien (E. 5.2.3).
Es ist nicht ersichtlich, weshalb nicht auch der Beschwerdeführer
seinem
Belastungsprofil angepasste
Tätigkeiten in einem 100%-Pensum ausüben können sollte.
Der Beschwerdegegnerin ist in diesem Kontext beizupflichten (vgl.
Urk.
7 S. 4),
dass die kreisärztliche Beurteilung im Wesentlichen derjenigen
der Rehaklinik
A._
vom 1
4.
November 2017 entspricht, wo sich der Beschwerdeführer für rund ein
einhalb Monate in stationärer Behandlung befunden hatte
(
Urk.
8/146/
1 u.
3).
I
m
Verlauf des Aufenthaltes konnte beobachtet werden, dass er seinen rechten Arm aktiver einsetzt
als noch zur Zeit des Klinikeintritts
(
Urk.
8/146/6). Auch die Ergebnisse der durchgeführten Leistungstests schliessen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine rechtsseitige funktionelle
Einhändigkeit
aus (vgl. Urk. 8/146/11 f.).
Diese Beurteilung wird
ferner
durch die im
Zuge
einer Internet
recherche von der Beschwerdegegnerin
aufgefundenen Photographien gestützt,
welche
teilweise nach dem Unfall
geschossen
wurden und
verdeutlichen, dass der Beschwerdeführer seinen rechte obere Extremität durchaus einsetzen und bis
etwa
zur Horizontalen
aktiv
bewegen kann (Urk.
8/192
; vgl. auch das Gesprächs
protokoll vom
5.
Juni 2018 [
Urk.
8/189/5 ff.] sowie die
anlässlich des
Gespräch
s
erstellten Photographien [
Urk.
8/193/6 ff.]
).
Im Übrigen
erschliesst sich
auch mit Blick auf die Berichte der behandelnden Ärzte nicht, weshalb
dem Beschwerde
führer leidensadaptierte Tätigkeiten nicht ganztätig zumutbar sein sollten.
So ist demjenigen des Kantonsspitals
Z._
vom 2
8.
August 2018
zu entnehmen, dass
hinsichtlich
Arbeiten am Computer
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus
zugehen sei
(Urk.
8/218/3).
Im ärztlichen Bericht der Universitätsklinik
C._
vom
31.
Oktober 2018 wurde nur auf die angestammte Tätigkeit Bezug genommen. Generell ausgeschlossen wurden aufgrund der Schmerzen und der Pseudoparalyse lediglich Überkopf-Arbeiten (
Urk.
8/232/3).
Beide Berichte
stehen somit nicht
im
Widerspruch zur
kreisärztliche
n
Beurteilung
und vermögen diese daher
nicht in Frage zu stellen.
Gleiches gilt
schliesslich
hinsichtlich des
Behandlungseintrags der
D._
vom 2
3.
August 2018 (
Urk.
3/20; vgl.
Urk.
1 S. 7), welcher auf Einschränkungen der Funktionsfähigkeit des linken Armes Bezug nimmt. Die geklagten linksseitigen Schulter- und Arm
beschwerden haben bei der Zumutbarkeitsbeurteilung unberücksichtigt zu bleiben, da keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass
es sich hierbei um unfall
bedingte Gesundheitsschäden handeln könnte. Der Beschwerdeführer hatte denn auch
einige Wochen
vor diesem Eintrag
gegenüber der Beschwerdegegnerin
nicht
zu erkennen gegeben
,
bei alltäglichen Aufgaben
an der linken oberen Extremität
eingeschränkt zu sein (
vgl.
Urk.
8/189/4 f.).
4.3
Im Sinne eines Zwischenfazits kann somit festgehalten werden, dass keine Veranlassung besteht, an der Beurteilung
von med.
pract
.
B._
zu zweifeln. Von weiteren medizinischen Abklärungen
wie der beschwerdeweise beantragten Begutachtung
sind keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE
124 V 90 E.
4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
Unstreitig ist dem Beschwerdeführer die an
gestammte Tätigkeit als Vorarbeiter seit dem Unfall vom 1
5.
Juni 2016 dauerhaft nicht mehr zumutbar.
Spätestens seit dem Zeitpunkt der kreisärztlichen Beurteilung im Juni 2018 besteht jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten.
5.
5.1
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin stellte ihre Taggeldleistungen per 3
0.
September 2018 ein (
Urk.
8/216
). Unbestrittenermassen bildet der
1.
Oktober 2018 den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (vgl.
Art.
19
Abs.
1 UVG;
Urk.
1 S.
2, Urk.
7 S. 3
).
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Be
schwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin in einem 100%-Pensum als Vor
arbeiter bei der
Y._
AG tätig gewesen wäre.
Jene hatte das Arbeits
verhältnis per 3
0.
September 2018 mit der Begründung aufgelöst, dass es dem Beschwerdeführer nicht mehr möglich sei, den Haupttätigkeiten nachzukommen (Urk.
8/203/3).
Die Kündigung
wurde
somit aufgrund der gesundheitlichen
Be
einträchtigungen
ausgesprochen
.
Im Jahr 2018 hätte der Beschwerdeführer im Rahmen dieser Anstellung gemäss Auskunft der Arbeitgeberin ein Bruttoein
kommen von Fr. 85'800.
-- erzielen können
(
Fr.
6'600.-- *
13; Urk.
8/210).
Der Beschwerdeführer bringt vor, dass auf das von der IV-Stelle festgelegte
Valideneinkommen
von
Fr.
91'222.65 abzustellen sei (
Urk.
1 S. 5).
Dieser höhere Verdienst ist, worauf die Beschwerdegegnerin zu Recht hinweist (
Urk.
7 S. 6), auf die Berücksichtigung einer Nebenbeschäftigung zurückzuführen
(vgl.
Urk.
3/19 S. 2)
.
Der Beschwerdeführer war an seiner früheren Wohnadresse für
E._
als Hauswart tätig (vgl.
Urk.
8/177/2, 8/229 und 8/231/2 f.). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass er diese Tätigkeit nach seinem Umzug Ende 2016
(vgl. die unterschiedlichen Adressangaben in
Urk.
8/50 und 8/60
)
unabhängig von
den unfallbedingten
gesundheitlichen
Beeinträchtigungen
aufgegeben hätte
. Dementsprechend
fällt
der mit dieser Nebenbeschäftigung
erzielte Lohn
bei der Festlegung des
Valideneinkommen
s
ausser Betracht
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_45/2008 vom
3.
Juli 2008 E.
4.2 mit Hinweisen)
. Gleiches gilt im Übrigen in Bezug auf die von der
Y._
AG aus
gerichtete Gratifikation («Weihnachtsgeld») von
Fr.
1'000.--, da
dieser Betrag gemäss Auskunft der Arbeitgeberin nur im Jahr 2015 ausbezahlt worden sei und in diesem Zusammenhang
kein
unbedingter
Rechtsanspruch bestand
en habe
(
vgl.
Urk.
8/224).
Insgesamt
hat die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
somit
zutreffend
auf
Fr.
85'800.
-
-
festgelegt
.
5.3
5.3.1
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der
kumulativ
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als
angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss
der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
(
LSE
)
oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3).
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen auf der Grundlage der LSE 2016 (TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Total, Kompet
enzniveau 1, Männer) auf
Fr.
67'607.-- festgelegt, wobei sie der betriebs
üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie der Nominal
lohnentwicklung bis 2018 Rechnung trug (
Urk.
2 S. 10).
Die Verwendung der LSE erweist sich als gerechtfertigt,
da das bisherige Arbeitsverhältnis seitens der Arbeitgeberin per 3
0.
September 2018 aufgelöst worden war (Urk. 8/203/3) und der
Beschwerdeführer
danach
keine neue Erwerbstät
igkeit aufgenommen hat.
Der Beschwerdeführer wendet allerdings ein,
dass zu Unrecht kein leidens
bedingter Abzug gewährt worden sei (
Urk.
1 S.
7 f.).
In Anbetracht des medizinischen Belastungsprofils und insbesondere unter Berücksichtigung des Gesichtspunkts, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine
faktische
Ein
händigkeit
vorliegt, ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen.
Selbst wenn auf der rechten Seite eine faktische
Einhändigkeit
vorläge, würde sich daran nichts ändern, da beispiels
weise Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie die Bedienung und Überwachung von (halb-)automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten zumutbar wären, welche keinen Einsatz des rechten Arms und der rechten Hand voraussetzen (Urteil des Bundesgerichts 8C_495/2019 vom 1
1.
Dezember 2019 E. 4.2.2 mit Hinweis).
Unter dem Titel leidensbedingter Abzug können somit grund
sätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) als ausserordentlich zu bezeichnen sind (
Urteil des Bundesgerichts 8C_297/2018 vom 6. Juli 2018 E. 3.5).
Soweit der Beschwerde
führer in diesem Kontext auf sein Alter (Jahrgang 1965) hinweist, ist anzumerken, dass der Umstand einer allenfalls
dadurch
erschwerten Stellensuche als invaliditätsfremder Faktor regelmässig ausser Betracht fällt (Urteil
des Bundes
gerichts 8C_219/2019 vom 30. September 2019 E. 5.3). Einfache und repetitive Tätigkeiten erfordern zudem
weder ein
besonderes Bildungsniveau
noch gute
Kenntnisse der deutschen Sprache
(Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_266/2017 vom 2
9.
Mai 2018 E. 3.4.4 mit Hinweisen und
9C_808/2015 vom 2
9.
Febr
uar 2016 E.
3.4.2).
Der Umstand, dass
ihm
nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sind,
bildet
ebenfalls kein
en
Grund für einen leidensbedingten Abzug, zumal der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mit
telschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2).
Was schliesslich den
vom Beschwerdeführer angesprochenen
Ausländerstatus anbelangt,
ist darauf hinzuweisen, dass
Männ
er mit Aufenthaltsbewilligung B
was auf den Beschwerd
eführer zutrifft (Urk. 8/193/1)
ohne Kaderfunktion zwar weniger
verdienen
als Schweizer
(
Fr. 5'266.--;
LSE
2016, Tabelle T12_b, Männer, Median)
, aber
nur unwesentlich weniger als das für die Invaliditätsbemessung herangezogene
Durchschnitts
einkommen
(
Fr.
5'340.--; LSE 201
6, Tabelle TA1, Kompetenzniveau
1, Männer, Total; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_857/2017 vom 2
4.
August 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis).
Auch vor diesem Hintergrund besteht folglich keine Veranlassung
zur Gewährung
eine
s Leidensabzuges.
Insgesamt
ist
somit
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
einen
leidensbedingten Abzug
für nicht gerechtfertigt erachtete
.
Das Invaliden
einkommen beläuft sich
demnach
entsprechend ihrer Berec
hnung auf Fr.
67'607.-
5.4
Auf der Basis eines
Valideneinkommens
von
Fr.
85'800.--
sowie
eines Invaliden
einkommens von
Fr.
67’607.-- hat die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad korrekt auf 21.20
%
respektive 21
%
festgelegt (zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121) und den Rentenanspruch auf dieser Grundlage zu Recht ab dem
1.
Oktober 2018 bejaht.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht ausgehend von einer Integritätseinbusse von 20
%
eine Integritätsentschädigung von
Fr.
29'640.-- zugesprochen hat. Dieser macht geltend, bei einer Versteifung der Schulter in Adduktion sei eine Integritätsentschädigung von 30
%
geschuldet (
Urk.
1 S. 9).
6.2
In ihrer Beurteilung vom 1
4.
Juni 2018
gelangte
med.
pract
.
B._
bezüglich Integritätsschaden
zum Schluss
, dass aufgrund der Bewegungseinschränkung und der vorliegenden radiologischen Befunde eine Integritätsentschädigung in Höhe von 20
%
gerechtfertigt und geschuldet
sei
, dies auch unter Berücksichtigung der BVM-Besprechung und einer doch besseren Performance als subjektiv ange
geben.
Betreffend Ellbogengelenk sei keine Integritätsentschädigung geschuldet (
Urk.
8/196/1 f.).
6.3
Med.
pract
.
B._
orientierte sich im Rahmen ihrer Beurteilung an den Suva-Tabellen 1 und 5 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Ext
remitäten /
Integritätsschaden bei Arthrosen). Der Beschwerdegegnerin ist bei
zupflichten, dass kein Anlass besteht, diese kreisärztliche
Einschätz
ung in Zweifel zu ziehen. Insbesondere liegt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
(
Urk.
1 S. 9)
kein medizinischer Sachverhalt vor,
der mit einer Schulterversteifung in Adduktion
gleichzusetzen
wäre, welche gemäss Suva-Tabelle 1 einem Integritätsschaden von 30
%
entspräche.
Es
ist nochmals zu betonen, dass der Beschwerdeführer mit Blick auf die vorliegenden
Photographien
nach den Operationen
jeweils
zumindest kurzfristig
in der Lage war, die rechte obere Extremität mindestens b
is zur Horizontalen zu be
wegen (vgl. vorstehende E. 4.
2.
2
).
Im Übrigen
wies die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin (vgl.
Urk.
7 S. 7), dass keine der kreisärztlichen Beurteilung widersprechende fachärztliche Einschätzung der Integritätsbeinbusse aktenkundig ist. Die Beurteilung von
Integritätsschäden bildet rechtsprechungsgemäss eine Tatfrage, die von einem Mediziner zu beantworten ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_76/2013 vom 2
3.
Juli 2013 E. 3.4.1 und U 344/01 vom 1
1.
September 2002 E. 6, je mit Hin
weisen).
Gesamthaft
durfte die Beschwerdegegnerin somit auch
auf die Beurteilung vo
n med.
pract
.
B._
betreffend Integritätsschaden abstellen. Dieser ist mit 20
%
zu beziffern, weshalb sich die zugesprochene Integritäts
entschädigung von
Fr.
29'640.-- als korrekt erweist (
Fr.
148'200.-- * 0.2
; vgl.
Art.
25 UVG in Verbindung mit
Art.
22
Abs.
1 UVV
).
7.
Zusammenfassend hat
die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 21
%
mit Wirkung ab dem
1.
Oktober 2018 eine Invalidenrente zugesprochen. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die auf der Grundlage einer Integritätseinbusse von 20
%
ausgerichtete Integritäts
entschädigung
im Betrag von
Fr.
29'640.--
.
Dementsprechend erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 17. Juli 2019 (
Urk.
2) als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.