Decision ID: 5d7180e4-0851-42f3-bf66-62d8f1bb23f1
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1961, war ab Januar 2013 bis Ende Februar 2015 vollzeitlich im Bereich Housekeeping im Y._ Hotel angestellt (Urk. 10/113). Seit November 2011 ging er zudem bei der Z._ AG einer Nebenerwerbstätigkeit als Unterhaltsreiniger nach. Dieses Arbeitsverhältnis dauerte bis Ende Mai 2015 (Urk. 10/112). Ab dem 1. März 2015 stand dem Ver
sicherten nach erfolgter Anmeldung zur Arbeitsvermittlung (Urk. 10/109 f.) und gestelltem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 10/111) eine bis Ende Februar 2017 dauernde Rahmenfrist für den Leistungsbezug offen (Urk. 10/114 S. 1).
Mit Verfügung vom 28. Juli 2016 sanktionierte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) den Versicherten wegen ungenügenden persönlichen Arbeitsbemühungen mit einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 16 Tagen ab dem 1. Juli 2016 (Verfügung Nr. 332458060; Urk. 10/2). Am 5. August 2016 verfügte das AWA sodann wegen Ablehnung einer zumutbaren Arbeit eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 15 Tagen beginnend ab dem 16. Juni 2016 (Verfü
gung Nr. 332460358; Urk. 10/28). Gegen die Verfügung vom 28. Juli 2016 erhob der Versicherte am 3. August 2016 Einsprache (Urk. 10/3) und gegen die Verfü
gung vom 5. August 2016 am 22. August 2016 (Urk. 10/29).
Die Einsprache vom 3. August 2016 hiess das AWA mit Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2016 teilweise gut, indem es die Einstellung von 16 auf 12 Tage herabsetzte (Entscheid Nr. 332487505; Urk. 2/2 = Urk. 10/14). Die Einsprache vom 22. August 2016 wies das AWA mit weiterem Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2016 ab (Entscheid Nr. 332587992; Urk. 2/1 = Urk. 10/34).
2.
Am 10. Januar 2017 überwies das AWA dem Sozialversicherungsgericht die vom Versicherten am 26. November 2016 gegen die Einspracheentscheide vom 25. Oktober 2016 direkt erhobene Beschwerde (Urk. 1/1-3, Urk. 4 f.). Das AWA beantragte in der Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2017 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer).
2.
2.1
Nach Art. 17 Abs.
3 Satz 1
des Bundesgesetztes über die obligatorische Arbeits
losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (
AVIG
)
muss
die arbeitslose Person eine ver
mittelte zumutbare Arbeit annehmen.
In Art. 16 Abs. 2 AVIG werden die Kriterien aufgezählt, die eine Arbeit unzumut
bar machen.
Unzumutbar
und somit von der Annahmepflicht ausgenommen ist eine
Arbeit nach Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG
unter anderem dann, wenn
sie der versicherten Person einen Lohn ein
bringt, der geringer ist als 70 %
des versicher
ten Verdienstes, es sei denn, die versicherte Person erhalte Kompensationsleis
tungen nach
Art.
24 AVIG (Zwischenverdienst)
.
Eine unzumutbare Arbeit
darf die a
rbeitslose Person ohne versiche
rungsrechtlich nachteilige Folgen ablehnen.
Gemäss
Art.
30 Abs. 1 lit.
d AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsbe
rechtigung einzustellen, wenn sie die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine zumutbare Arbeit nicht annimmt
. Neben der Nichtannahme einer amtlich zugewiesenen zumutbaren Arbeit erfasst Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG auch die Nichtannahme einer selbst gefundenen zumutbaren Arbeit oder einer von Dritten vermittelten oder angebo
tenen zumutbaren Stelle (Urteil des Bundesgerichts C 17/07 vom 22. Februar 2007 E. 2.2).
Die versicherte Person hat bei den Verhand
lungen mit künftigen Arbeitgeber
n klar und eindeutig die Bereit
schaft zum Vertragsabschluss zu bekunden, um die Beendigung der Arbeitslosigkeit nicht zu gefährden. Eine Ablehnung zumutbarer Arbeit liegt nicht nur dann vor, wenn die versicherte Person eine Stelle aus
drück
lich zurückweist, sondern auch
dann
, wenn sie
bei Vertragsverhandlungen
eine nach den Umständen gebotene ausdrückliche Annahmeerklärung unter
lässt
oder durch ihr Verhalten in Kauf nimmt, dass die Stelle anderweitig besetzt wird, oder
wenn sie sich trotz Zuweisung einer Stelle durch das Ar
beitsamt gar nicht ernst
haft um die Aufnahme von Ver
trags
verhandlungen bemüht (
BGE 122 V 34 E. 3b;
ARV 1986 Nr. 5 S. 22
E. 1a,
1984 Nr.
14 S. 167).
2.2
Nach Art.
17
Abs.
1 AVIG muss die versicherte Person, die Versicherungsleistun
gen beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühungen nachweisen können. Gemäss
Art.
30
Abs.
1 lit.
c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht.
D
en Nachweis der Arbeitsbemü
hungen für jede Kontrollperiode hat die versicherte Person gemäss Art. 26 Abs. 2
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung
und die Insolvenzentschädigung (
AVIV
)
spätestens am fünften Tag des folgenden Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag ein
zu
reichen. Die Arbeitsbemühungen werden nicht mehr berücksich
tigt, wenn sie die Frist verstreichen lässt und keinen entschuldbaren Grund gel
tend macht.
2.3
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (
Art.
30
Abs.
3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittel
schwerem und 31
bis 60 Tag
e bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs.
3
AVIV
).
Bei der Ablehnung einer zugewiesenen zumutbaren Zwischenverdienstarbeit (Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG) kann eine versicherte Person in der Anspruchsberech
tigung nur soweit eingestellt werden, als der Anspruch auf Arbeitslosenentschä
digung den Anspruch auf Kompensationszahlung übersteigt. Gegenstand der Ein
stellung ist somit der betragliche Unterschied der beiden Taggelder (BGE 122 V 34 E. 4c/bb).
2.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent
scheidrelevante Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
3.
3.1
In Übereinstimmung mit den Angaben in den Akten hielt der Beschwerdegegner im Einspracheentscheid
fest, der Beschwerdeführer habe sich im Mai 2016 bei der A._
GmbH
für eine Stelle als Mitarbeiter im Bereich Hous
ekeeping im Hotel B._ beworben. Es habe sich um eine sofort anzutretende und unbefristete Teilzeitstelle mit einer Arbeitszeit von drei bis vier Stunden pro Nacht gehandelt. Der Bruttolohn hätte Fr. 24.20 betragen (Urk. 1/2 S. 2, Urk. 10/28 S. 1, Urk. 10/20, Urk. 10/72).
3.2
Sodann
ergibt sich aus den Akten, dass der
Beschwerdeführer
von der
A._
GmbH für den 2
3.
und den 2
4.
Mai 2016 ab 22.30 Uhr zu je einem Schnuppertag eingeladen wurde (
Urk.
10/20 S. 3, Urk. 10/52 S. 2). Den ersten Schnuppertag absolvierte der Beschwerdeführer (Urk. 2/1 S. 2,
Urk.
10/72 S. 1
), nicht jedoch den folgenden, weswegen das für ihn zuständige Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) ihn am 15. Juni 2016 um Auskunft zur Frage ersuchte,
weswegen er
den Termin
vom
2
4.
Mai 2016
und auch einen weiteren am 27. Mai 2016
nicht habe wahrnehmen können (Urk. 10/15 S. 1)
.
Der
Beschwerdeführer
führte
in der Stellungnahme vom 20. Juni 2016
unter Hin
weis auf ein E-M
ail vom 2
5.
Mai 2016 an die Arbeitgeberin (Urk. 10/17) aus,
da Herr
C._
von der
A._
GmbH
am 2
4.
Juni (richtig: Mai)
2016 keinen Dienst gehabt habe, habe dieser
ihm für den
26.
Juni (richtig: Mai) 2016
Bescheid geben wollen, was bis am Tag davor nicht geschehen sei.
Am
Freitag, dem
2
7.
Mai 2016 habe er um 14.00 Uhr einen anderen Termin wegen einer Stelle im Hotel
D._
gehabt (Urk. 10/16
; vgl. auch Urk.
10/29
und Urk. 10/52 S. 1
).
Ferner hielt der Beschwerdeführer fest, anlässlich eines weiteren Kontakts mit der A._
GmbH
im Juni 2016 habe er einen Termin für einen weiteren Schnuppertag abgelehnt, denn er habe im Zusammenhang mit dem Tod seiner Mutter zu einem Nachbeerdigungsritual nach Sri Lanka reisen müssen. Dieses Ritual finde jeweils rund einen Monat nach dem Tod statt. Deswegen habe er mitgeteilt, dass er im Juli 2016 wieder zur Verfügung stehe (Urk. 10/16).
3.3
Der Beschwerdegegner wirft dem Beschwerdeführer aufgrund dieser Angaben vor, nachdem der zweite Schnuppertag am 24. Mai 2016 nicht stattgefunden habe, habe der Beschwerdeführer den möglichen weiteren Termin im Mai 2016 mit dem E-Mail vom 25. Mai 2016 abgesagt und auch im Juni 2016 habe der Beschwerdeführer für einen weiteren Schnuppertag unter Hinweis auf einen Auf
enthalt in Sri Lanka bis Ende des Monats nicht zur Verfügung gestanden (Urk. 2/1 S. 2).
Zu beachten ist, dass der mögliche Schnuppertermin vom 27. Mai 2016 zwar auf
grund eines weiteren Vorstellungstermins für eine mögliche Anstellung im Hotel D._ um 14.00 Uhr (vgl. Urk. 10/52 S. 1) abgesagt wurde, obschon aus objektiver Sicht nichts dagegen gesprochen hätte, den weiteren Schnuppertag im Hotel B._ am Abend desselben Tages zu absol
vieren. Der erste Schnuppertermin vom 23. Mai 2016 begann um 22.30 Uhr und auch der zunächst für den Folgetag vorgesehene zweite Schnuppertermin hätte um dieselbe Zeit begonnen (Urk. 10/52 S. 2). Allerdings fand in der Folge auch der Vorstellungstermin im Hotel D._ am 27. Mai 2016 nicht statt, da an diesem Tag die Mutter des Beschwerdeführers verstarb (vgl. Urk. 10/16, Urk. 10/53).
Der Kontakt zwischen der A._
GmbH
und dem Beschwer
deführer betreffend den zusätzlichen Schnuppertermin im Juni 2016 fand nach den Angaben beider Parteien am
1
5.
Juni 2016
statt (Urk. 1/2 S. 1, Urk. 2/1 S.
2)
. Die darauffolgende Reise des Beschwerdeführers nach Sri Lanka bezweckte die Vornahme eines Nachbestattungsrituals im Zusammenhang mit dem Tod seiner Mutter. Dies hatte der Beschwerdeführer dem RAV am 16. Juni 2016 mitgeteilt und um den Bezug kontrollfreier Tage ersucht, die ihm in der Folge auch gewährt wurden (Urk. 10/64 S. 14-16). Die Absenz in einer wichtigen Familienangelegen
heit und die in diesem Zusammenhang nicht mögliche Absolvierung des zweiten Schnuppertermins im Juni 2016 kann dem Beschwerdeführer somit nicht vorge
worfen werden.
3.4
Nach der Rückkehr aus Sri Lanka trat der Beschwerdeführer a
m 1
8.
Juli 2016 bei
der E._
Gmb
H eine Teilzeitstelle an und meldete sich nicht mehr bei der A._
GmbH (
vgl. Urk.
1/2 S. 1,
Urk.
10/29
, Urk. 10/44
).
Dazu führte der Beschwerdeführer aus, f
alls er auch die Nachtschicht bei Herrn
C._
(
A._
GmbH) angetreten hätte, wäre diese zwischen 03.00 oder 04.00 Uhr
zu Ende gegangen
. Mit öffentlichen Verkehr
smit
teln
hätte er erst
nach
05.0
0 Uhr nach Hause fahren können und v
or 07.30 Uhr hätte er
zu Hause
nicht schlafen können, da sich seine Kinder in der Frühe jeweils für den Tag vorbereiten
müssten
. Zwischen 09.00 und 10.00
sodann
müsse er sich für die Arbeit bei der
E._
GmbH bereitmachen. Er arbeite dort als Fahrer und müsse ausgeruht sein. Aus diesem Grund habe er mit Herrn
C._
keinen Kontakt mehr aufgenommen, sondern nach einer weiteren Tages
stelle Ausschau gehalten (
Urk.
1/2 S. 1).
3.5
Bei der Tätigkeit im Hotel B._ hätte es sich um eine Nachtarbeit gehandelt (Urk. 10/20 S. 1) und es ist unbestritten, dass die Arbeitsaufnahme bei der E._
GmbH
jeweils am Vormittag nach 10.00 Uhr erfolgte (vgl. Urk. 10/64 S. 6). In den wenigen Stunden dazwischen hätte der Beschwer
deführer nach Hause zurückkehren und sich ausruhen müssen. Es ist nicht aus
zuschliessen, dass die Arbeitszeiten der beiden Stellen nicht nur subjektiv ungünstig gewesen wären, sondern auch gesetzlichen Vorschriften wider
sprochen hätten. Die Tätigkeit bei der E._ GmbH, welcher der Beschwerdeführer tagsüber ab dem späteren Vormittag nachging, erforderte den regelmässigen Einsatz als Chauffeur (vgl. Urk. 10/64 S. 6). Bei berufsmässigen Fahrten hat der Fahrer Ruhezeitvorschriften zu beachten (vgl. Art. 9 f. der
Ver
ordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer und -führerinnen
[ARV 1] und Art. 9 f. der
Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Führer von leichten Personentransportfahrzeugen und schweren Personenwagen
[ARV 2]).
Da
nicht aktenkundig
ist, wann
genau
im Hotel
B._
die Nachtschichten
begonnen respektive
geendet hätten und wann
genau
die Tagschicht bei der
E._
GmbH begann und des Weiteren nicht bekannt ist, was für ein Motorfahrzeug der Beschwerdeführer im Rahmen dieser Tätigkeit gelenkt hat, lässt sich nicht beurteilen, ob
und welche Ruhezeiten einzuhalten gewesen wären. Es ist aber nicht auszuschliessen, dass mit der Ausübung beider Tätigkei
ten entsprechende Vorschriften nicht hätten eingehalten werden können. Dies
falls wäre der Beschwerdeführer auch nicht gehalten gewesen, beide Zwischen
verdiensttätigkeiten anzunehmen. Ob dies zutrifft, bedarf der
weiteren Abklärung durch den Beschwerdegegner, an den die Sache zurückzuweisen ist.
4.
4.1
Zum Vorwurf der ungenügenden Arbeitsbemühungen führt der Beschwerdegeg
ner aus, zwischen dem 27. Mai und dem 7. Juni 2016 und erneut ab dem 20. bis zum 30. Juni 2016 habe der Beschwerdeführer kontrollfreie Tage bezogen. Im Juni 2016 habe er somit nur ab dem 8. bis zum 19. Juni Arbeitsbemühungen tätigen müssen. Diese hätte er grundsätzlich bis zum 5. Juli 2016 einreichen müs
sen. Effektiv eingereicht habe der Beschwerdeführer diese aber erst anlässlich des Beratungsgesprächs vom 20. Juli 2016. Zur Begründung habe der Beschwerde
führer geltend gemacht, er habe während seines Auslandaufenthaltes einen Unfall erlitten. Er habe deswegen erst am 13. Juli 2016 die Rückreise antreten können und sei am 16. Juli 2016 wieder in der Schweiz gewesen. Auch wenn man die Umstände im Ausland berücksichtige, sei es nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer den Nachweis seiner Arbeitsbemühungen, die übrigens in qua
litativer und quantitativer Hinsicht nicht zu beanstanden seien, nicht unverzüg
lich nach seiner Rückkehr, sondern erst anlässlich des am 20. Juli 2016 stattfin
denden Beratungsgesprächs eingereicht habe. Ein entschuldbarer Grund für die nicht unverzügliche Einreichung sei nicht gegeben (Urk. 2/2 S. 2).
4.2
Diesen Sachverhalt bestritt der Beschwerdeführer nicht. Indessen macht er gel
tend, der Tag seiner Rückkehr, der 16. Juni 2016, sei ein Samstag gewesen und am Montag, den 18. Juni 2016 habe er die Stelle bei der E._
GmbH
angetreten und hätte demnach den Nachweis seiner Arbeitsbemühungen erst nach 16.30 Uhr absenden können. Da diese dann ohnehin erst am 20. Juli 2016 beim RAV eingetroffen wären, habe er den Nachweis für seine Arbeitsbe
mühungen persönlich zum Beratungsgespräch mitgenommen und abgegeben (Urk. 1/2 S. 2).
4.3
Gemäss Art. 26 Abs. 2 AVIV muss der Nachweis der Arbeitsbemühungen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tag des folgenden Monats oder am ersten auf diesen folgenden Werktag eingereicht werden. Erfolgt der Nachweis später, werden die Arbeitsbemühungen nur berücksichtigt, wenn ein entschuldbarer Grund vorliegt.
Anerkannt ist, dass dies dem Beschwerdeführer in Bezug auf den Nachweis der Suchbemühungen für Juni 2016 (Urk. 10/4) objektiv nicht möglich war, da sich seine Rückkehr aus Sri Lanka unfallbedingt verzögerte (vgl. Urk. 10/5-6, Urk. 10/11). Der Tag der Rückkehr, der 16. Juli 2016, fiel auf einen Samstag. Grundsätzlich ist es nicht ersichtlich, weswegen der Beschwerdeführer den Nach
weis seiner Suchbemühungen nicht am fraglichen Samstag oder am Tag darauf, am Sonntag den 17. Juli 2016, der Post hätte übergeben können. Mit A-Post wäre das RAV aller Voraussicht nach bereits am Montag, den 18. Juli 2016 im Besitze des Nachweises gewesen. Zwei Tage später reichte der Beschwerdeführer die Arbeitsbemühungen allerdings anlässlich des gleichentags stattfindenden Bera
tungsgesprächs ein. Da der Beschwerdeführer den Nachweis seiner Arbeitsbemü
hungen nicht so umgehend erbrachte, wie es ihm aus objektiver Sicht möglich gewesen wäre, ist der Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllt.
4.4
Den verspäteten Nachweis der Arbeitsbemühungen für den Monat Juni 2016 sanktionierte der Beschwerdegegner mit einer Einstellung von 12 Tagen (Urk. 2/2 S. 3). Bemängelt wurden weder die Anzahl noch die Qualität der Bewerbungen oder der Umstand, dass diese nicht bis am fünften Tag des Folgemonats einge
reicht wurden, sondern der nicht sofortige postalische Versand des Nachweisfor
mulars nach der Rückkehr in die Schweiz am 16. Juli 2016. Da der Beschwerde
führer das Nachweisformular jedoch bereits am 20. Juli 2016 persönlich zum glei
chentags stattfindenden Beratungsgespräch mitgebracht hat und der 16. und der 17. Juli 2016 auf ein Wochenende gefallen sind, liegt nur ein äusserst geringfü
giges Fehlverhalten vor, das auch unter Berücksichtigung bereits zuvor erfolgter Einstellungen keine über 5 hinausgehende Einstellung rechtfertigt. Die Einstel
lung von 12 Tagen Dauer ist somit auf eine solche von 5 Tagen Dauer herabzu
setzen.
Somit ist die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2016 betreffend ungenügende persönliche Arbeitsbemühungen (Entscheid Nr. 332487505) teilweise gutzuheissen.