Decision ID: 43fbc06d-4a3e-5b9c-913c-e5303e696e5f
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass im Vorverfahren und in der Beschwerdeschrift einzig in Bezug auf die Frage des Vollzugs der Wegweisung (Zulässigkeit und  des Wegweisungsvollzugs) eine Neubeurteilung beantragt wird, weshalb sich vorliegend die Prüfung auf das Vorhandensein allfälliger
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Vollzugshindernisse respektive auf die Frage einer Anordnung der  Aufnahme beschränkt,
dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis gemäss Art. 44 Abs. 2 AsylG nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  nach dem AuG (Art. 83) regelt, wenn der Vollzug der  nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist,
dass ein Anspruch auf Wiedererwägung namentlich dann besteht, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde  Rechtsmittelinstanz (vgl. die nach wie vor zutreffende Praxis in Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 1995 Nr. 21 E. 1c) in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1),
dass keine Wiedererwägung erfolgen kann, wenn lediglich eine neue Würdigung der beim früheren Entscheid bereits bekannten Tatsachen herbeigeführt werden soll oder Gründe angeführt werden, die bereits in einem ordentlichen Beschwerdeverfahren gegen die frühere  hätten geltend gemacht werden können (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2b),
dass sich bei einem Rechtsbehelf wie dem Wiedererwägungsgesuch von selbst versteht, dass geltend gemachte Gründe fundiert, mithin nicht bloss behauptet, dargetan werden müssen,
dass in der Beschwerde und in der Ergänzung hauptsächlich  wird, die Beschwerdeführer würden sich seit ihrer Einreise im Jahr 1998 ununterbrochen in der Schweiz aufhalten, was für den  die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit, für die  die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzug bewirke,
dass sie sich nach der rechtskräftigen Ablehnung ihres Asylgesuchs im November 2000 illegal in der Schweiz aufhalten würden, zumal sie dem gewaltbereiten Ehemann und Vater nicht ins Heimatland hätten folgen wollen und alle unter diesem schwierigen Verhältnis gelitten hätten,
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dass sich die Beschwerdeführerin damals in einer psychischen  befunden habe und noch heute objektiv und subjektiv begründete Furcht vor ihrem gewaltbereiten Partner habe,
dass die Beschwerdeführerin in den Jahren des Untertauchens bei  gearbeitet und ihr Sohn lückenlos die Schulen besucht habe, mithin beide mittlerweile an schweizerische Verhältnisse als gewöhnt zu betrachten und heute integriert seien,
dass namentlich der Beschwerdeführer mentalitätsmässig und kulturell von seiner angestammten Heimat entfremdet sei, er bloss rudimentäre Kenntnisse des Spanischen besitze und beide Beschwerdeführenden kein Beziehungsnetz in Kolumbien vorfänden,
dass im Jahr 2001 die Beschwerdeführerin für den minderjährigen  den Entscheid getroffen habe, in die Illegalität , mithin es stossend und unzulässig sei, dass der Beschwerdeführer für das damalige Fehlverhalten seiner Mutter heute zur Rechenschaft zu ziehen und zu bestrafen sei, zumal völkerrechtliche Prinzipien wie insbesondere das Kindeswohl einer Ausschaffung entgegenstehen würden,
dass unbestrittenermassen nach erfolgtem rechtskräftig  Asylgesuch und Wiedererwägungsgesuch die  verpflichtet gewesen seien, im Jahr 2001 auszureisen, und sie sich der Ausschaffung oder Ausreise entzogen hätten,
dass die Beschwerdeführenden seit dem Jahr 2001 unbekannten  seien und sich über ihre Rechtsvertreterin erst im Herbst 2007 gewagt hätten, sich bei der kantonalen Migrationsbehörde zu melden,
dass für die Prüfung des Vorliegens veränderter Umstände, die es  rechtfertigen würden, wiedererwägungsweise eine andere  der festgestellten Zulässigkeit und Zumutbarkeit des  vorzunehmen, die heutige Situation im Verhältnis zur  im Zeitpunkt des Entscheids über das  (29. Juni 2000) zu betrachten ist,
dass die Behörden bis heute nicht mit Sicherheit wissen, wo sich die Beschwerdeführenden seit dem Jahr 2001 aufgehalten haben, zumal
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bloss eine Deckanschrift der Beschwerdeführenden kürzlich bekannt gegeben wurde,
dass aufgrund der eingereichten Beweismittel zwar nachgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer ohne Unterbruch die Schulen besuchte und die Beschwerdeführerin die Schulzeugnisse jeweils  und sich wohl auch in der Schweiz aufgehalten hat, der Nachweis des lückenlosen Aufenthaltes seit dem Jahr 2001 allerdings nicht  ist,
dass bei der Prüfung der Wegweisungsvollzugshindernisse der Blick stets auf die im Falle einer Rückkehr im Heimatland zu erwartenden Situation gerichtet ist, und die Integration in der Schweiz mithin bei der Zumutbarkeitsprüfung für sich allein kein relevantes Element darstellt, wobei allerdings eine schwierige - allenfalls durch die Integration in der Schweiz erschwerte - Reintegration im Heimatland grundsätzlich  finden kann (vgl. EMARK 2006 Nr. 13 E. 3.5, mit weiteren ),
dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Kolumbien nicht allein sein wird, sondern im Gegenteil zusammen mit seiner Mutter in das ihm in der Zwischenzeit fremd gewordene Heimatland  und dort mit Hilfe seiner Mutter und ihren Beziehungen relativ schnell wieder Fuss fassen können wird,
dass die Behauptungen, der Beschwerdeführerin fehle in Kolumbien ein soziales Beziehungsnetz, nicht glaubhaft ist und zudem nur dann von Bedeutung sein könnte, wenn es ihr seit dem Jahr 2001 abhanden gekommen wäre,
dass das seit 2001 bestehende Anwesenheitsverhältnis (illegaler ) kein Kriterium im Rahmen eines Wiedererwägungsverfahrens darstellt, und die Beschwerdeführenden keine (willkürliche) Milde des Bundesverwaltungsgerichts in Bezug auf die Folgen ihres  Verhaltens erwarten können,
dass der Beschwerdeführerin und auch dem siebzehnjährigen  zuzumuten ist, in Kolumbien, wo sich ihren Angaben zufolge der gewaltbereite Partner und Vater nicht mehr aufhalten soll, eine Arbeitsstelle zu suchen,
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dass die Beschwerdeführerin in verschiedenen Berufssparten  (Sekretärin, Buchhaltungsgehilfin, Raumpflegerin) hat  können und es ihr durchaus zumutbar wäre, eine entsprechende Weiterbildung ihrer beruflichen Fertigkeiten ins Auge zu fassen und dort für ihren bald erwachsenen Sohn in Kolumbien zu sorgen, womit kein Risiko erkennbar ist, dass beide in existenzieller Weise von Armut betroffen werden könnten,
dass somit unter dem Aspekt der Zumutbarkeit weder allgemeine noch individuelle Gründe gegen eine gemeinsame Rückkehr nach  sprechen,
dass der Wegweisungsvollzug zulässig ist, da er offensichtlich und  den Ausführungen in der Beschwerde keinen Verstoss gegen völker- und landesrechtliche Grundsätze - namentlich die Prinzipien des Kindeswohls und der Familieneinheit gemäss der Kinderrechts- beziehungsweise der Europäischen Menschenrechtskonvention - , zumal die Beschwerdeführerin mit ihrem Sohn gemeinsam in  Heimatstaat zurückkehren kann, in dem sie den grössten Teil ihres Lebens verbracht hat, beide dort nicht verfolgt sind und keine  für eine menschenrechtswidrige Behandlung oder erhebliche Nachteile, namentlich auch gesundheitlicher oder beruflicher Art,  sind,
dass die im Weiteren blosse Kritik an den Erwägungen im  der ergangenen Verfügung des BFM oder einem Urteil der Beschwerdeinstanz dem Sinn und Zweck einer Wiedererwägung von rechtskräftig ergangenen Entscheiden praxisgemäss entgegen steht, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist,
dass ergänzend auf die Erwägungen vom 5. März 2008 datierten  verwiesen wird,
dass die Beschwerdeführenden in Bezug auf die Zulässigkeit und die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs somit keine erheblichen  vorbringen, die allenfalls geeignet sein könnten, zur Anordnung  vorläufigen Aufnahme zu führen,
dass der Vollzug der Wegweisung in ihren Heimatstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG),
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dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),
dass die Kompetenz zu einer nachträglichen Regelung des Aufenthalts in der Schweiz bei der hierfür zuständigen kantonalen Stelle des  liegt (Art. 14 AsylG), wo auch bereits ein zur Zeit  Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG deponiert wurde, so dass eine allfällige  durch das BFM kein Thema sein kann,
dass die kantonale Instanz bei der Ausübung ihres Ermessens- und Handlungsspielraums rechtsstaatliche Überlegungen nicht  wird,
dass sie allerdings auf die Bekanntgabe der Wohnadresse der  angewiesen sein wird,
dass die Aussage in der Beschwerdeergänzung vom 17. März 2008, die Beschwerdeführerin habe "nie gegen das Schweizer Recht ", unverständlich bleibt vor dem Hintergrund, dass der Verstoss gegen die Strafbestimmungen des Ausländerrechts (mehrjährige rechtswidriger Aufenthalt und Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung im Sinne von Art. 115 AuG) zugegeben werden, und die zuständige  Instanz auch diesen Umstand bei der Gesamtwürdigung der Prüfung eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls im Sinne von Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG mitberücksichtigen wird,
dass somit keine grundlegend veränderte oder entscheidrelevante Sachlage seit Abschluss des ordentlichen Verfahrens in  Hinsicht im Asylverfahren vorliegt und es den  insgesamt nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den  Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder  sei (Art. 106 AsylG),
dass deshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 VGKE) den  aufzuerlegen, mit dem geleisteten Kostenvorschuss in  Höhe zu verrechnen und damit beglichen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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Considerations: