Decision ID: 536212d0-63c2-4dd9-bd50-7dfc47c0d1b3
Year: 2017
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
gleichgebliebenen Sachverhalts sei aber im revisionsrechtlichen Kontext
unbeachtlich. Des Weiteren vermöge auch die psychiatrische Beurteilung
durch med. pract. J._ sowie auch die Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. B._ nicht zu überzeugen bzw. sei
unzureichend begründet.
4. Am 18. September 2017 nahm die IV-Stelle Stellung zur Beschwerde vom
6. September 2017. Sie beantragte die kostenfällige Abweisung der
Beschwerde und dass der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu
erteilen sei. Zur Begründung verwies die IV-Stelle im Wesentlichen auf
die Akten sowie die Begründung in der angefochtenen Verfügung vom
26. Juli 2017. In der angefochtenen Verfügung wurde dazu insbesondere
ausgeführt, dass sich aus dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom
22. Juli 2016 sowie dem rheumatologischen Gutachten von Dr. med.
C._ vom 8. September 2008 eine erhebliche Änderung des
Gesundheitszustandes sowie der Arbeitsfähigkeit seit dem Erlass der
letzten rechtskräftigen Verfügung im Jahre 2010 ergebe, womit eine
Rentenrevision in Betracht komme. Die beschwerdeführerischen
Einwendungen überzeugten nicht, womit im Ergebnis zu Recht von einer
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vollzeitlichen Arbeitsfähigkeit ausgegangen worden sei. Weitere
Untersuchungen seien nicht angezeigt.
5. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 19. September 2017 erkannte der
Instruktionsrichter, dass im vorliegenden Verfahren die von der IV-Stelle
entzogene aufschiebende Wirkung nicht wiederhergestellt werde. Die
Kostenregelung wurde dem Entscheid in der Hauptsache vorbehalten.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, auf
den angefochtenen Entscheid sowie die weiteren aktenkundigen
Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-
Stelle des Kantons Graubünden vom 26. Juli 2017, in welcher die bisher
ausgerichtete halbe Invalidenrente im Rahmen eines amtlichen
Revisionsverfahrens per Ende August 2017 aufgehoben wurde. Eine
solche Anordnung, die laut Bundesrecht der Beschwerde an das
Versicherungsgericht am Ort der verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann
beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als örtlich und
sachlich zuständigem Versicherungsgericht angefochten werden (vgl.
Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG;
BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie Art. 57 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als Adressat dieser
Verfügung ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfügung
überdies unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an
deren Aufhebung oder Änderung. Er ist daher zur Beschwerdeerhebung
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legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Der Beschwerdeführer
hat seine Beschwerde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG sowie
Art. 61 lit. b ATSG). Auf die Beschwerde ist somit, unter Berücksichtigung
der nachfolgenden Erwägung 2b), einzutreten.
2. a) Strittig und zu klären ist, ob die IV-Stelle zu Recht von einer erheblichen
Veränderung des Gesundheitszustandes mit rentenrelevanten
Auswirkungen auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit und somit auch von
einem veränderten Invaliditätsgrad von nunmehr 1.93 % ausgegangen ist.
In diesem Fall wäre sie nämlich verpflichtet, die dem Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 31. Mai 2010 zugesprochene halbe Invalidenrente (für
den Zeitraum ab dem 1. Juni 2008; IV-Grad: 56 %) gestützt auf Art. 1
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ATSG anzupassen und entsprechend
dem neu bestimmten Invaliditätsgrad von 1.93 % für die Zukunft
aufzuheben (vgl. dazu auch Art. 87, 88a und Art. 88bis der Verordnung
über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]). Wenn sich aus den
(neuen) vorliegenden medizinischen Akten – insbesondere dem
polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 22. Juli 2016 – hingegen bloss
eine andere Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen
unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit
ergibt, ist die im Jahre 2010 zugesprochene halbe Invalidenrente
hingegen keiner Revision bzw. Leistungsanpassung im Sinne von Art. 17
Abs. 1 ATSG zugänglich und die bisherigen Leistungen sind weiter
auszurichten.
b) Nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet hingegen die,
soweit ersichtlich, noch nicht erstinstanzlich durch die IV-Stelle
entschiedene Frage bezüglich der vom Beschwerdeführer für das
vorinstanzliche Verfahren beantragten Bestellung eines unentgeltlichen
Rechtsbeistandes. Denn darüber wurde in der angefochtenen Verfügung
vom 26. Juli 2017 noch gar nicht entschieden und wird vom
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Beschwerdeführer auch nicht thematisiert. Sofern der entsprechende
Entscheid in der Zwischenzeit noch nicht ergangen ist, hat die IV-Stelle
noch über den Antrag auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das
Verwaltungsverfahren zu befinden.
3. a) Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, wird die
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 1 Abs. 1 IVG
i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87, 88a und Art. 88bis IVV). Anlass für
eine solche Revision geben Änderungen in den tatsächlichen
Verhältnissen, die geeignet sind, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern
auch etwa dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen
eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich
verändert haben oder eine andere Art der Invaliditätsbemessung zur
Anwendung gelangt (vgl. BGE 134 V 131 E.3, 133 V 545 E.6.1, 130 V
343 E.3.5 f. sowie Urteile des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli
2013 E.3.1.1 und 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E.1.2; siehe aber für
einen Statuswechsel wegen ausschliesslich familiär bedingten Gründen:
BGE 143 I 50 und BGE 143 I 60). Dagegen bildet die unterschiedliche
Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert
gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung für sich alleine betrachtet keinen
Revisionsgrund (vgl. BGE 141 V 9 E.2.3, Urteil des Bundesgerichts
9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E.3.1.2). Auch geringfügige
Änderungen statistischer Daten führen nicht zu einer Revision von IV-
Renten, selbst wenn durch solche Veränderungen ein Schwellenwert
über- oder unterschritten wird (BGE 133 V 545 E.7; MEYER/REICHMUTH, in:
STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung
[IVG], 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 30-31 Rz. 15).
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b) Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung
des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist,
dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (vgl.
KIESER, a.a.O., Art. 17 Rz. 37 sowie BGE 133 V 108 E.5; Urteile des
Bundesgerichts 9C_646/2014 vom 17. Dezember 2014 E.2.2,
8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.2 und 9C_418/2010 vom
29. August 2011 E.3.1). Wird bei dieser Gegenüberstellung festgestellt,
dass der Invaliditätsgrad im zur Beurteilung stehenden Zeitraum keine
rechtserhebliche Änderung erfahren hat, bleibt es beim bisherigen
Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichtes 8C_441/2012 vom 25. Juli
2013 E.3.1.3). Andernfalls ist das Vorliegen eines Revisionsgrunds zu
bejahen und die zugesprochene Rente entsprechend der festgestellten
Sachverhaltsveränderung abzuändern (vgl. BGE 141 V 9 E.2.3;
MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], a.a.O., Art. 30-31
Rz. 13).
c) Gestützt auf die getätigten medizinischen Abklärungen sprach die IV-
Stelle am 31. Mai 2010 (siehe IV-act. 162 sowie IV-act. 156 f.) dem
Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. November 2007 bis zum
31. Mai 2008 eine ganze und ab dem 1. Juni 2008 eine halbe
Invalidenrente zu. Dies im Wesentlichen gestützt auf die die
rheumatologisch-internistische Abklärung von Dr. med. C._, Facharzt
für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 2. September
2008 und seiner auf Nachfrage der IV-Stelle erfolgten Ergänzung vom
17. November 2008 (IV-act. 110 und IV-act. 112 S. 2) sowie den
Beurteilungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes Ostschweiz (RAD)
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durch Dr. med. D._ vom 12. Dezember 2008 (IV-act. 161 S. 8) bzw.
3. Februar 2010 (IV-act. 161 S. 6). Zwischenzeitlich wurde kein anderes
Revisionsverfahren eingeleitet, womit die Verfügung vom 31. Mai 2010
der Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen Verfügung darstellt, welche auf
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruhte.
4. a) Um beurteilen zu können, ob sich der Gesundheitszustand eines
Versicherten in anspruchserheblicher Weise geändert hat, sind die
Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls andere Fachleute
zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des Arztes darin, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und - wenn nötig - seine Entwicklung
im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter
ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven
Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagnose zu
stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine originäre Aufgabe, wofür die
Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der
Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt keine abschliessende
Beurteilungskompetenz zu. Er gibt aber eine Einschätzung zur
Arbeitsfähigkeit ab, welche er aus seiner Sicht so substanziell wie möglich
begründet. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten
konkret noch zugemutet werden können (vgl. BGE 140 V 193 E.3.2, 132
V 93 E.4 und 125 V 256 E.4).
b) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise grundsätzlich frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss
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zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen,
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V
351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1,
125 V 351 E.3a mit Hinweisen). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (siehe BGE 125 V 351 E.3a,
122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit
dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in
Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E.3b,
118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a mit Hinweisen). Den im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen
(BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von
behandelnden Ärzten darf und soll der Richter auch der
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Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4
und 4.5, 125 V 351 E.3b/cc). Sodann kommt auch den Berichten und
Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon
auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen
BGE 125 V 351 E.3b/ee, 122 V 157 E.1c). Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende
Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil
des Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3). Diesen
beweisrechtlichen Anforderungen haben die medizinischen Berichte und
Gutachten insbesondere im Rahmen eines Verfahrens zur erstmaligen
Leistungszusprache zu genügen.
c) Wenn eine (materielle) Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG zur
Diskussion steht, sind bloss auf einer anderen Wertung beruhende,
revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen von revisionsbegründenden
tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche
Schlussfolgerung, die von einer früheren abweicht, obwohl sich der
beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf
eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens
zurückzuführen. Revisionsbegründende Veränderungen sind wie bereits
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erwähnt, durch ein Gegenüberstellen eines vergangenen und des
aktuellen Zustandes festzustellen. Der Beweiswert eines zwecks
Rentenrevision eingeholten medizinischen Berichts bzw. Gutachtens
hängt somit wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf die
erheblichen Änderungen des Sachverhaltes bezieht. Eine für sich alleine
betrachtet vollständige, nachvollziehbare und schlüssige medizinische
Beurteilung, welche im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der
Rentenberechtigung beweisend wäre, kann es im einem
Revisionsverfahren hingegen am Beweiswert mangeln, sofern es sich
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive
Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat (vgl. zum
Ganzen Urteile des Bundesgerichts 8C_160/2017 vom 22. Juni 2017
E.2.2, 8C_618/2014 vom 19. Dezember 2014 E.2.2 f. und 8C_441/2012
vom 25. Juli 2013 E.6.1.2 f.).
5. Nachfolgend werden die für das vorliegende Verfahren relevantesten
ärztlichen Berichte und Gutachten mit ihrem wesentlichen Inhalt
aufgeführt:
 Dr. med. C._ stellte im Bericht vom 2. September 2008, hinsichtlich der beim Beschwerdeführer durchgeführten rheumatologisch-internistischen Abklärung (IV-act. 110), folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
"Chronisches lumbospondylogenes, allenfalls lumbovertebrales Syndrom mit/bei
St. n. dorsaler Spondylodese und transpedikulärer Instrumentierung L4, L5 und S1 (Expidium), Transforaminale lumbale intersomatische Fusion (TLIF) L4/5 und L5/S1 mit autologer und homologer Spongiosaplastik sowie  Interponat am 19.11.2007 Schulthess Klinik mit/bei
St. n. chronischer Lumboischialgie rechts stärker als links seit sicher 2003 mit Bandscheibendegeneration L4/5 sowie L5/S1
Langzeitsarbeitsunfähigkeit/Arbeitslosigkeit seit 2004".
Ferner wurden weitere Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt:
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"St. n. arthroskopischer medialer Teilmeniskektomie links 01/2002 und rechts 07/1995 mit gelegentlichen Kniebeschwerden
St. n. Knochenriss rechter Malleolus medialis 01.08.2005
...".
Dazu führte er aus, dass auf der körperlichen Ebene der Beschwerdeführer ohne Zweifel an einem chronischen lumbovertebralen respektive lumbospondylogenen Syndrom rechts leide und eine schwere Rückenoperation durchgemacht habe, welche durchaus zu Beeinträchtigungen führe. Dies zeige sich in einer deutlich reduzierten Beweglichkeit der lumbalen Wirbelsäule. Hinsichtlich der Auswirkungen dieser Beschwerden und Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit gelangte Dr. med. C._ zum Schluss, dass im Hinblick auf die Beeinträchtigung auf der psychisch-geistigen Ebene oberflächlich keine Störung vorliege. Eine psychosomatische Überlagerung wäre seiner Ansicht nach hingegen nicht überraschend. Die Zumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Maurer wurde durch Dr. med. C._ verneint. Zudem seien dem Beschwerdeführer, in Übereinstimmung mit dem Bericht vom 8. Mai 2008 von Dr. med. E._, Leitender Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie (IV-act. 99 S. 2 f.; vgl. auch die weiteren Berichte von Dr. med. E._ vom 8. Januar 2008 [IV-act. 98 S. 8 f.] und 15. Februar 2008 [IV-act. 98 S. 6 f.] sowie Dr. med. F._ vom 14. Mai 2008 [. 98 S. 1 ff.]), zurzeit auch keine andere Tätigkeit zumutbar, womit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Es wurde eine Reevaluation in 6 bis 12 Monaten empfohlen.
 Auf Nachfrage der IV-Stelle vom 11. November 2008 hin, präzisierte Dr. med. C._ am 17. November 2008 (IV-act. 112 S. 2) sein Gutachten vom 2. September 2008 dahingehend, dass beim Beschwerdeführer aus rein rheumatologischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit zum Zeitpunkt des Gutachtens vor allem aufgrund des Rückenleidens sowie unter Berücksichtigung eines Knieleidens von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die objektivierbaren Befunde zeigten zwar eine gewisse Diskrepanz zu den angegebenen Beschwerden und aufgrund des an sich guten Operationsresultates sei auch nach Einschätzung des Rückenspezialisten ein subjektiv besseres Resultat zu erwarten gewesen. Die objektivierbaren Befunde und die Anamnese einer doch erheblichen Rückenoperation rechtfertigten aber eine Teilarbeitsunfähigkeit von ca. 50 %. Ein zumutbarer Arbeitsplatz
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müsse beachten, dass die Tätigkeit wechselnde Körperpositionen vom Sitzen, Stehen zum Gehen ermögliche. Die Tätigkeit dürfe kein repetitives Heben vom Lasten über 5 bis 10 kg umfassen und es müsse sich um eine rückenadaptierte Tätigkeit handeln, also keine vornübergebeugte Haltung. In zeitlicher Hinsicht sei ein halbes Arbeitspensum bezüglich der Arbeitsstunden zumutbar. Dies mit Pausen halbtags oder auch über den Tag verteilt.
 Dr. med. D._ ging in ihren RAD-Beurteilungen vom 12. Dezember 2008 (IV-act. 161 S. 8) sowie 3. Februar 2010 (IV-act. 161 S. 6) von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit ab 1. März 2008 aus. Dies unter Ausschluss von psychosomatischen Überlegungen.
 Am 22. Juli 2016 erstattete die MEDAS Zentralschweiz der IV-Stelle ihren Bericht zur polydisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers (siehe IV-act. 191 S. 1 ff.). Dabei verantworteten Dr. med. G._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, med. pract. J._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Dr. med. B._, Facharzt für Rheumatologie, jeweils den entsprechenden Fachbereich.
Dr. med. B._ hielt im rheumatologischen MEDAS-Teilgutachten vom 25. Mai 2016 (IV-act. 191 S. 23 ff.) fest, dass der Beschwerdeführer seit über zehn Jahren an einem chronischen Schmerzsyndrom der Wirbelsäule leide. Es präsentiere sich ein unspezifisch anmutendes Schmerzsyndrom im Kreuzbereich, ohne Abhängigkeit von Körperhaltung, Tätigkeit oder Tageszeit und ohne Modulation des Schmerzcharakters. Es zeige sich anlässlich der aktuellen Untersuchung eine leichtgradige Einschränkung der lumbalen Beweglichkeit, welche den Erwartungen bzw. normalem Verlauf nach der erfolgten Rückenoperation entspreche. Die Schmerzangaben seien diffus und keinem Segment zuzuordnen. An der Wirbelsäule seien keine organischen Schädigungen in den radiologischen Verlaufsuntersuchungen erkennbar, auch wenn infolge der segmentalen Gefügestörungen nach Stabilisierungsoperation von einer "gewissen" Gewebeschädigung auszugehen sei.  gesehen erkläre dieser Befund aber die aktuellen Schmerzen höchstens geringgradig. Differenzialdiagnostisch erwog Dr. med. B._ allenfalls eine Schmerzverarbeitungsstörung. Die
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Schmerzangaben erschienen dem rheumatologischen Gutachter im Gesamtbild als konsistent, auch wenn gewisse Verdeutlichungstendenzen erkennbar gewesen seien, welche aber nicht überzubewerten seien. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht gelangte Dr. med. B._ zum Schluss, dass sich schwere körperliche Arbeiten im Baugewerbe für den Beschwerdeführer nicht mehr eigneten. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit gewissen definierten Einschränkungen seien ihm hingegen möglich. In zeitlicher Hinsicht ging Dr. med. B._ in einer mit Unsicherheiten behafteten retrospektiven Beurteilung davon aus, dass dieses Zumutbarkeitsprofil etwa seit einem Jahr nach der Rückenoperation im November 2007 gegolten habe. Ferner erachtete er die von Dr. med. C._ im Jahre 2008 attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit als nicht nachvollziehbar.
Der psychiatrische Gutachter med. pract. J._ hielt im Teilgutachten vom 30. Mai 2016 fest, dass aus heutiger Sicht keine Depression mehr festzustellen sei, diese sei als remittiert anzusehen. Es fänden sich auch keine Hinweise auf eine somatoforme Schmerzstörung. Im Ergebnis ergäbe sich aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Eine solche habe allerdings mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von 2012 bis Anfang 2015 bestanden.
Im Rahmen der polydisziplinären Konsensbeurteilung wurden die folgenden Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gestellt:
"Status nach transpedikulärer Stabilisation L4-S1, Cage-Interpot L4/5 + L5S1 am 19.11.2007 mit
 Chronisch lumbalem Schmerzsyndrom".
Ferner wurden insbesondere noch folgende Diagnosen ohne wesentliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert gestellt:
"Kurzzeitiges zervikovertebrales Schmerzsyndrom (aktuell beschwerdefrei)
Status nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10 F32.1)
...".
Die MEDAS-Gutachter kamen polydisziplinär zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Maurer sowie im Allgemeinen schwere körperliche Arbeiten nicht mehr zumutbar seien.
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In einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit mit Heben und Tragen von Gewichten bis maximal 7 kg (Beckenhöhe) bzw. 5 kg (Schulterhöhe) sei der Beschwerdeführer hingegen arbeitsfähig. Der Beginn der (qualitativ) eingeschränkten Arbeitsfähigkeit werde auf das Datum der Schlussbesprechung vom 6. Juli 2016 datiert.
 RAD-Arzt I._ nahm am 22. September 2016 sowie am 27. Januar 2017 Stellung (vgl. IV-act. 207 S. 10 und 13 ff.) zum vorstehend erwähnten MEDAS-Gutachten. Dabei hielt er fest, dass Dr. med. C._ im Jahre 2008 überwiegend von einem somatischen Krankheitsbild ausgegangen sei. Dr. med. B._ sei im rheumatologischen MEDAS-Teilgutachten aus dem Jahre 2016 hingegen von einer Schmerzstörung ohne angemessene Grundlage ausgegangen. Der Zeitpunkt für die Zumutbarkeit der von rheumatologischen MEDAS-Gutachter umschriebenen Arbeitsfähigkeit in rheumatologischer Hinsicht sei retrospektiv auf November 2008 festgelegt worden, womit Dr. med. B._ ab demselben Zeitpunkt von der erwähnten Schmerzstörung auszugehen scheine. Aufgrund der grossen zeitlichen Nähe der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. C._ (August 2008) sowie Dr. med. B._ (November 2008) habe der Rechtsanwender darüber zu entscheiden, ob sich der Gesundheitszustand tatsächlich verändert habe oder bloss eine Andersbeurteilung eines im wesentlichen unveränderten Gesundheitszustandes vorliege. Die grosse zeitliche Nähe der beiden Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit spreche für eine blosse Andersbeurteilung. Für eine tatsächliche Veränderung des Gesundheitszustandes spreche hingegen, dass Dr. med. C._ kurz nach der fraglichen Rückenoperation ohne Weiteres von einem somatischen Krankheitsgeschehen ausgehen durfte. Aufgrund der zwischenzeitlich fortgesetzten medizinischen Behandlung des Beschwerdeführer und aufgrund der von Dr. med. B._ erhobenen Befunde sei dieser aber ebenso berechtigt gewesen von einer Schmerzstörung mit Selbstlimitierung auszugehen. Gemäss Einschätzung von RAD-Arzt I._ kann auf das MEDAS-Gutachten vom 22. Juli 2016 abgestellt werden. Im Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens hätten keine psychischen Beeinträchtigungen festgestellt werden können, auch wenn zwischen 2012 und 2015 eine vorübergehende Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten sei. Aus rheumatologischer bestehe in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %.
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Im angestammten Beruf als Maurer bestehe hingegen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
6. a) In der Beschwerde vom 6. September 2017 macht der Beschwerdeführer
im Wesentlichen geltend, dass sich der rheumatologische
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit dem Gutachten von
Dr. med. C._ vom 30. Juli 2008 (recte: 2. September 2008), welches
Basis für die Rentenzusprache im Jahre 2010 gebildet habe, nicht
verändert habe. Im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 22. Juli
2016 sei bloss eine andere Beurteilung eines gleich gebliebenen
Sachverhaltes vorgenommen worden. Die Rückenproblematik habe sich
seit dem Referenzzeitpunkt nicht grundlegend geändert bzw. wenn doch,
dann sei von einer Verschlechterung auszugehen. Somit müsse weiterhin
von einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit ausgegangen werden. Ferner könne auch den
Schlussfolgerungen im psychiatrischen MEDAS-Teilgutachten von
med. pract. J._, wonach der Beschwerdeführer aus psychiatrischer
Sicht voll arbeitsfähig sei, nicht gefolgt werden. Denn die Begründung
hinsichtlich einer nicht mehr vorhandenen Depression überzeuge nicht.
Des Weiteren habe auch Dr. med. B._ die 100%ige Arbeitsfähigkeit
nicht weiter begründet und der verminderten Belastbarkeit nach einer
Rückenoperation nicht ausreichend Rechnung getragen.
b) Die IV-Stelle führte in der angefochtenen Verfügung, worauf sie in ihrer
Vernehmlassung vom 18. September 2017 verwies, aus, dass gemäss
den vorliegenden Akten, insbesondere dem polydisziplinären MEDAS-
Gutachten vom 22. Juli 2016 sowie der rheumatologischen Gutachten von
Dr. med. C._ vom 2. September 2008 inkl. Ergänzung vom
17. November 2008, eine erhebliche Änderung des
Gesundheitszustandes sowie der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
seit dem Erlass der Verfügungen im Jahre 2010 erstellt sei. Objektiv
betrachtet sei von einem klar veränderten und verbesserten
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Gesundheitszustand auszugehen, womit eine Revision der Rente gestützt
auf Art. 17 ATSG in Betracht komme. RAD-Arzt I._ habe in seinen
Stellungnahmen vom 22. September 2016 und 27. Januar 2017
nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, wieso er per Datum des
MEDAS-Gutachtens von einem veränderten Gesundheitszustand
ausgehe. Die zumutbare Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführer ergebe
sich aus dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 22. Juli 2016,
welches sich auf die Vorgeschichte, die bisherigen Akten sowie mehreren
eingehenden (internistischen, rheumatologischen und psychiatrischen)
Untersuchungen stütze und in seinem Ergebnis schlüssig,
nachvollziehbar und widerspruchsfrei erscheine. Die von Dr. med.
B._ festgestellte Arbeitsfähigkeit im Umfang von 100 % in einer
adaptierten Tätigkeit sei nachvollziehbar und schlüssig. Weitere
Untersuchungen seien nicht angezeigt, weil davon keine neuen
Erkenntnisse betreffend der zumutbaren Arbeitsfähigkeit zu erwarten
seien.
c) Es stellt sich nun die Frage, ob eine Veränderung der
invaliditätsrelevanten tatsächlichen Umstände - insbesondere ein in
anspruchsrelevanter Weise veränderter Gesundheitszustand - durch das
MEDAS-Gutachten vom 22. Juli 2016 überwiegend wahrscheinlich
ausgewiesen ist (vgl. dazu BGE 141 V 9 E.3.2), wie dies die IV-Stelle
annimmt bzw. vom Beschwerdeführer bestritten wird.
aa) Wie bereits vorstehend in der Erwägung 3c) dargelegt, bildet die
Verfügung vom 31. Mai 2010 den massgeblichen Referenzpunkt für die
Beurteilung, ob eine wesentliche Verbesserung des
Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad vorliegt
oder es sich bloss um eine Andersbeurteilung eines im wesentlichen
unverändert gebliebenen Sachverhaltes handelt. Diese Verfügung stützte
sich hauptsächlich auf die rheumatologisch-internistische Begutachtung
von Dr. med. C._ vom 2. September 2008 (IV-act. 110) sowie seine
- 18 -
Ergänzung vom 17. November 2008 (IV-act. 112 S. 2) sowie die RAD-
Beurteilungen von Dr. med. D._ vom 12. Dezember 2008 (IV-
act. 161 S. 8) bzw. 3. Februar 2010 (IV-act. 161 S. 6) ab. Bei einer
festgestellten Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer adaptierten Tätigkeit,
resultierte gestützt auf einen Einkommensvergleich anhand von
Tabellenlöhnen ab dem 1. Juni 2008 ein IV-Grad von 56 % (siehe IV-
act. 156 S. 1, IV-act. 157 S. 2, IV-act. 160 S. 1).
Dr. med. C._ stellte insbesondere eine verminderte Beweglichkeit
der lumbalen Wirbelsäule fest und war etwas erstaunt über die
ausgebliebene Besserung der Rückenbeschwerden, obwohl die
Operation im November 2007 ein objektiv gutes Resultat ergeben habe.
Somit stellte er gewisse Diskrepanzen zwischen den objektivierbaren
Befunde und dem Ausmass der Beeinträchtigungen fest. Es schien ihm,
dass eine gewisse psychosomatische Überlagerung vorliege (vgl. IV-
act. 110 S. 4 f.). Entsprechendes wird auch im Bericht von Dr. med.
E._ vom 8. Mai 2008 erwähnt (vgl. dazu IV-act. 99 S. 3). Auf
Nachfrage der IV-Stelle ergänzte Dr. med. C._ am 17. November
2008 (IV-act. 112 S. 2) sein Gutachten vom 2. September 2008
dahingehend, dass beim Beschwerdeführer auch aus rein
rheumatologischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit zum Zeitpunkt des
Gutachtens, vor allem aufgrund des Rückenleidens sowie unter
Berücksichtigung eines Knieleidens, von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
auszugehen sei. Die objektivierbaren Befunde zeigten zwar eine gewisse
Diskrepanz zu den angegebenen Beschwerden und aufgrund des an sich
guten Operationsresultates, sei auch nach Einschätzung des
Rückenspezialisten ein subjektiv besseres Resultat zu erwarten gewesen.
Die objektivierbaren Befunde und die Anamnese einer doch erheblichen
Rückenoperation rechtfertigten aber eine Teilarbeitsunfähigkeit von ca.
50 %. Ein zumutbarer Arbeitsplatz müsse beachten, dass die Tätigkeit
wechselnde Körperpositionen vom Sitzen, Stehen zum Gehen
ermögliche. Die Tätigkeit dürfe kein repetitives Heben von Lasten über 5
- 19 -
bis 10 kg umfassen und es müsse sich um eine rückenadaptierte Tätigkeit
handeln, also keine vornübergebeugte Haltung. In zeitlicher Hinsicht sei
ein halbes Arbeitspensum bezüglich der Arbeitsstunden zumutbar. Dies
mit Pausen halbtags oder auch über den Tag verteilt. In dem von der IV-
Stelle eingeforderten Bericht der Schulthess Klinik vom 25. Januar 2010
(IV-act. 145) hielt Dr. med. E._ bezüglich der am 19. November 2007
erfolgten Rückenoperation fest, dass der Beschwerdeführer letztmals am
24. Oktober 2008 zur 1-Jahreskontrolle gesehen worden sei. Das
Implantat liege regelgerecht. Wirbelsäulenchirurgisch könne er keine
Verbesserungsmöglichkeit mehr anbieten. Ferner hielt er einen
radiologisch erfreulichen Heilungsverlauf fest. Die Arbeitsunfähigkeit im
angestammten Beruf als Maurer wurde auf 100 % geschätzt. Eine
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit konnte
Dr. med. E._ hingegen nicht abgeben und verwies dazu auf eine
durchzuführende Arbeitserprobung.
Dr. med. D._ gelangte anlässlich der RAD-Beurteilungen vom
12. Dezember 2008 (IV-act. 161 S. 8) sowie 3. Februar 2010 (IV-act. 161
S. 6) zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer auch in einer
angepassten Tätigkeit bloss von einer Teilarbeitsfähigkeit
(Arbeitsfähigkeit von 50 % ab 1. März 2008, unter Berücksichtigung einer
genügend langen Rekonvaleszenzzeit nach der Rückenoperation vom
November 2007; vorher 100%ige Arbeitsunfähigkeit) auszugehen sei.
Dies gestützt auf die als umfassend und konsistent beurteilte
Begutachtung durch Dr. med. C._. Die psychosomatischen
Überlegungen von Dr. med. C._ seien IV-fremd.
bb) Die Ausführungen von Dr. med. B._ im rheumatologischen MEDAS-
Teilgutachten vom 25. Mai 2016 lassen den Schluss zu, dass er von
einem stationären rheumatologischen Zustand ausgeht. Insbesondere
legte er den Beginn der Arbeitsfähigkeit gemäss aktuell beschriebenem
Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung der guten Aktenlage sowie
- 20 -
einer grosszügigen Rehabilitationsphase retrospektiv auf ca. 1 Jahr nach
der Rückenoperation vom November 2007 und somit auf November 2008
fest (IV-act. 191 S. 28). Das Vorliegen eines stationären objektivierbaren
rheumatologischen Zustandes wird von RAD-Arzt I._ bestätigt (vgl.
IV-act. 207 S. 10 und 16). Ein solcher rheumatologischer Zustand wird
auch von Dr. med. E._ im Bericht vom 30. Juni 2015 (IV-act. 180
S. 7 f.) sowie dem Austrittsbericht vom 6. November 2015 der
orthopädischen Chirurgie des Kantonspitals Graubünden hinsichtlich
einer mehrtägigen Hospitalisation infolge Schmerzexazerbationen
beschrieben (IV-act. 180 S. 12 f.). Dr. med. B._ bewertete aber die
ursprüngliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. C._
im September 2008, wonach der Beschwerdeführer zu 100 %
arbeitsunfähig sei, als mit den objektivierbaren rheumatischen Befunden
nicht vereinbar. Diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med.
C._ ist dem Bericht vom 2. September 2008 (IV-act. 110) zu
entnehmen, welche auch eine psychosomatische Überlagerung
mitberücksichtigte und eine psychiatrische Abklärung empfahl. Die
Ergänzung von 17. November 2008, worin Dr. med. C._ die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit aus
rein rheumatologischer Sicht bewertete, lag Dr. med. B._ aber soweit
ersichtlich nicht vor, denn er setzte sich mit der durch Dr. med. C._
attestierten 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aus
rein rheumatologischer Sicht gemäss Ergänzungsbericht vom
17. November 2008 nicht auseinander. Diese Ergänzung vom
17. November 2008 ist denn auch nicht im Aktenauszug des MEDAS
Gutachtens vom 22. Juli 2016 aufgeführt (siehe IV-act. 191 S. 10 ff).
Somit ist davon auszugehen, dass diese Ergänzung vom 17. November
2008 zum Begutachtungsbericht von Dr. med. C._ vom
2. September 2008 im MEDAS-Gutachten unberücksichtigt geblieben ist.
Wichtiges Beweisthema für ein medizinisches Gutachten in einem
Revisionsverfahren sind Aussagen hinsichtlich einer wesentlichen
Veränderung der rentenrelevanten tatsächlichen Verhältnisse,
- 21 -
insbesondere eine Veränderung des Gesundheitszustandes. Darüber hat
sich das medizinische Gutachten zu äussern. Wenn dies nur
unzureichend der Fall ist, kann auch einem medizinischen Gutachten,
welches bezüglich einer erstmaligen Beurteilung der
Leistungsberechtigung beweiskräftig wäre, der für ein Revisionsverfahren
erforderliche Beweiswert fehlen (vgl. vorstehende Erwägung 4c). Im
vorliegenden Fall stellt das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom
22. Juli 2016 nicht explizit eine revisionsrelevante Veränderung des
Gesundheitszustandes fest. Dr. med. B._ äusserte sich in seinem
rheumatologischen Teilgutachten vom 25. Mai 2016 bloss insoweit, als
dass sich aus den Akten keine Hinweise auf eine zwischenzeitliche
Verschlechterung des Gesundheitszustandes fänden (siehe IV-act. 191
S. 28). Unter Berücksichtigung dieser Umstände wird der Beweiswert des
MEDAS-Gutachtens vom 22. Juli 2016 bzw. des rheumatologischen
Teilgutachtens vom 25. Mai 2016 nicht unerheblich geschmälert.
Die von Dr. med. B._ beschriebene Situation, wonach die
objektivierbaren Befunde die angegebenen Schmerzen nicht ausreichend
erklären könnten und seine darauf gestützte Beurteilung des
Beschwerdeführers als in einer adaptierten Tätigkeit vollzeitlich
arbeitsfähig, unterscheidet sich hinsichtlich der geschilderten Umstände
zudem im Ergebnis auch nicht wesentlich von der ursprünglichen
Einschätzung von Dr. med. C._ in seinem Bericht zur
rheumatologisch-internistischen Begutachtung vom 2. September 2008
(vgl. dazu vorstehende Erwägung 5). In beiden medizinischen
Begutachtungen findet sich der Hinweis auf eine psychosomatische
Problematik bzw. eine Schmerzstörung. Differenzen ergeben sich aber
vor allem hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Während
Dr. med. C._ unter Mitberücksichtigung einer psychosomatischen
Überlagerung von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausging, welcher
er in der Ergänzung vom 17. November 2008 – bei Beschränkung auf
eine rein rheumatologische Betrachtungsweise – auf eine
- 22 -
Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer adaptierten Tätigkeit reduzierte, geht
Dr. med. B._ nur von einer qualitativen Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht seit November 2008 aus.
Dies bei einem stationären rheumatologischen Zustand. Wie auch RAD-
Arzt I._ in seiner Beurteilung vom 22. September 2016 bzw.
27. Januar 2017 selber festhält (IV-act. IV-act. 207 S. 15), ist die zeitliche
Nähe der retrospektiven Bestimmung des Beginns der vollzeitlichen
adaptierten Arbeitsfähigkeit im November 2008 durch Dr. med. B._
tatsächlich sehr nahe zu derjenigen von Dr. med. C._ von Ende
August/Anfang September 2008 bzw. gemäss Ergänzungsbericht vom
17. November 2008, was vorliegend als Indiz für eine andere Ausübung
des medizinischen Ermessens hinsichtlich der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit zu betrachten ist. Dies auch
unter Berücksichtigung des Aspektes, dass Dr. med. B._ sich zur
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aus rein
rheumatologischer Sicht gemäss Ergänzungsbericht vom 17. November
2008 nicht geäussert hat. Zudem äusserte sich RAD-Arzt I._ in
seiner Stellungnahme vom 22. September 2016 zu Anfang unklar zum
Umstand, ob nicht bloss eine Andersbeurteilung eines im Wesentlichen
unveränderten Zustandes vorliege und überliess den Entscheid dem
Rechtsanwender (IV-act. 207 S. 10 und 15). Trotzdem führte er dann
noch aus, dass vollumfänglich auf das MEDAS-Gutachten vom 22. Juli
2016 abzustellen sei, irgendwann zwischen 2008 und 2016 sich eine
Veränderung des Schmerzgeschehens zugetragen habe und der
Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit (vollzeitlich) arbeitsfähig
sei. Dies weil Dr. med. B._ aufgrund der zwischenzeitlich
vergangenen Zeit und dem Fehlen einer somatischen Verschlechterung
sowie der Feststellung von Inkonsistenzen im Mai 2016 ebenso berechtigt
gewesen sei, von einer Schmerzstörung mit Selbstlimitation auszugehen
wie dazumal Dr. med. C._ von einer plausiblen somatischen
Diagnose ausgehen durfte. Im Jahre 2008, nur 1 Jahr nach der
Rückenoperation, wäre vermutungsweise kein Gutachter auf die Idee
- 23 -
gekommen eine plausible somatische Diagnose durch eine
psychosomatische Diagnose zu ersetzen (siehe IV-act. 207 S. 15). Unter
diesen Umständen kann aber nicht davon gesprochen werden, dass eine
anspruchsrelevante Veränderung des Gesundheitszustandes die
wahrscheinlichste Sachverhaltsvariante darstellt (vgl. dazu das
Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gemäss BGE 126 V
353 E.5b und Urteil des Bundesgerichts 9C_717/2009 vom 20. Oktober
2009 E.3.3).
In Anbetracht der gesamten Umstände erscheint bezüglich der
rheumatologischen Begutachtung somit eine Veränderung der
invaliditätsrelevanten tatsächlichen Umstände nicht überwiegend
wahrscheinlich ausgewiesen.
cc) Das psychiatrische Teilgutachten von med. pract. J._ vom 30. Mai
2016 äussert sich insbesondere zur Thematik einer im Zeitraum von 2012
bis Anfangs 2015 überwiegend wahrscheinlich vorhanden gewesenen
depressiven Symptomatik. Im Untersuchungszeitpunkt wurde das
Vorliegen einer Depression durch den psychiatrischen MEDAS-Gutachter
hingegen verneint. Die depressive Episode sei als remittiert anzusehen.
Eine rezidivierende Depression erachtete med. pract. J._ als
überwiegend unwahrscheinlich, weil im Verlaufsbericht vom 16. Juni 2015
von Dr. med. K._ keine eindeutige Remissionsphase beschrieben
werde, sondern bloss dass sich die Behandlung der depressiven Episode
bis zum Rückfall im Jahre 2014 als zäh erwiesen habe. Unter
Bezugnahme auf den erwähnten Verlaufsbericht von Dr. med. K._
schloss er zudem eine chronische Schmerzstörung aus. Gegen eine
somatoforme Schmerzstörung spreche, dass der Beschwerdeführer
anlässlich der Exploration keine aktuellen, psychischen
Belastungsfaktoren benennen könne, womit dieser Diagnosekomplex
ausgeschlossen sei. Im Ergebnis konnte med. pract. J._ keine
psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
- 24 -
stellen. Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt er
hingegen insbesondere einen Status nach mittelgradiger depressiver
Episode (ICD-10 F32.1) fest (IV-act. 191 S. 37).
Die IV-Stelle geht davon aus, dass die Zusprache der halben
Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 56 % aufgrund eines
somatischen Beschwerdebildes zugesprochen wurde (siehe IV-act. 205
S. 4, IV-act. 207 S. 3). Somit wurde nach Einschätzung der IV-Stelle
weder anlässlich der ursprünglichen Zusprache der strittigen, halben
Invalidenrente (ab 1. Juni 2008) im Jahre 2010 aufgrund eines im
Wesentlichen somatischen Beschwerdebildes, noch anlässlich der
Begutachtung durch die MEDAS-Zentralschweiz im Jahre 2016 eine
psychische Störung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
diagnostiziert bzw. berücksichtigt. Allerdings bestand gemäss med. pract.
J._ zwischen 2012 und 2015 eine mittelgradig depressive Episode
mit einer Verschlechterung im Jahre 2014, welche sich aber seit dem
Jahre 2015 wieder besserte. Die mittelgradige depressive Episode ohne
eine eindeutige Remissionsphase trat somit ab dem Jahre 2012 auf und
konnte anlässlich der psychiatrischen Exploration durch med. pract.
J._ am 25. Mai 2016 nicht mehr festgestellt werden (IV-act. 191
S. 37). Dass der behandelnde Psychiater Dr. med. K._ im
Verlaufsbericht vom 16. Juni 2015 auf eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) seit
November 2012 schloss (siehe IV-act. 178 S. 1), spricht entgegen den
beschwerdeführerischen Vorbringen nicht zwingend für eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Denn bis zur fachärztlichen
psychiatrischen Exploration durch med. pract. J._ im Mai 2016
verging wieder fast ein Jahr und Dr. med. K._ gab im Bericht vom
16. Juni 2015 selber an, dass die depressive Symptomatik seit Frühling
2015 am Abklingen sei (siehe IV-act. 178 S. 5). Entgegen der
beschwerdeführerischen Ansicht war es auch nicht zwingend, dass
med. pract. J._ mit Dr. med. K._ hätte Rücksprache halten
- 25 -
müssen (Urteile des Bundesgerichts 8C_646/2012 vom 14. März 2013 E.
3.2.1.1 und 9C_270/2012 vom 23. Mai 2012 E. 4.2). Dementsprechend
vermag der Verlaufsbericht des behandelnden Psychiaters, Dr. med.
K._, vom 16. Mai 2015 den durch med. pract. J._ anlässlich der
psychiatrischen Exploration am 25. Mai 2016 nach AMDP-System
erhobene Psychostatus des Beschwerdeführers diesbezüglich nicht in
Frage zu stellen. Aus dieser vorübergehenden vom psychiatrischen
MEDAS-Gutachter aufgrund der Akten festgestellten temporären
Verschlechterung des psychiatrischen Zustandes, kann vorliegend aber
auch kein (materieller) Revisionsgrund hinsichtlich des Rentenanspruches
abgeleitet werden (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 9C_800/2016 vom
9. Mai 2017 E.4.8). Wie schon dargelegt, geht die IV-Stelle selber davon
aus, dass anlässlich der beiden Verfügungszeitpunkte (Rentenzusprache
mit Verfügung vom 31. Mai 2010 bzw. Rentenaufhebung mit Verfügung
vom 26. Juli 2017) keine entsprechende Diagnose resp. eine damit
zusammenhängende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im
Administrativgutachten festgestellt bzw. bei der Rentenzusprache
berücksichtigt worden sei. Die Rentenzusprache stützte sich im
Wesentlichen auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med.
C._ aus rein rheumatologischer Sicht (vgl. Ergänzungsbericht vom
17. November 2008 [IV-act. 112 S. 2]), wobei gemäss Dr. med. D._
allfällige psychosomatische Überlegungen nicht zu berücksichtigen waren
(siehe IV-act. 161 S. 8). Das aktuelle psychiatrische Teilgutachten von
med. pract. J._ vom 30. Mai 2016 attestierte keine psychiatrischen
Beeinträchtigungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Damit ist
hinsichtlich der massgebenden Zeitpunkte kein anspruchsrelevanter
veränderter psychischer Zustand ausgewiesen.
7. a) Des Weiteren sind auch keine anderen tatsächlichen Veränderungen
geltend gemacht oder ersichtlich, welche einen Einfluss auf
Invaliditätsbemessung haben könnten wie beispielsweise veränderte
Vergleichseinkommen oder ein Statuswechsel (vgl. dazu KIESER, a.a.O.,
Art. 17 Rz. 30 ff.). Eine blosse Änderung der statistischen Grundlagen (im
- 26 -
Wesentlichen ist damit die aktualisierte Schweizerische
Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik [LSE] angesprochen),
welche zur Bemessung des Validen- und des Invalideneinkommens
herangezogen wurde, gälte rechtsprechungsgemäss nicht als
Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (KIESER, a.a.O., Art. 17
Rz. 32; BGE 133 V 545 E.7.1 ff.). Dementsprechend ist ein
Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht überwiegend
wahrscheinlich ausgewiesen, womit es beim bisherigen Rechtszustand
bleibt (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli
2013 E.3.1.3 und 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E.3.1).
b) Dass ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl.
dazu BGE 140 V 514 und Urteil des Bundesgerichts 9C_786/2014 vom
31. März 2015 E.2.2 m.H.a. BGE 140 V 77 E.3.1 und BGE 138 V 324
E.3.3) vorliegt, wird von der IV-Stelle nicht vorgebracht und ist auch nicht
offensichtlich ausgewiesen, womit eine Rentenaufhebung auch unter
diesem Titel nicht in Frage kommt.
8. a) Bei diesem Ergebnis kann die angefochtene Verfügung vom 26. Juli 2017
nicht aufrechterhalten werden. Dementsprechend ist die dagegen
erhobene Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung
antragsgemäss aufzuheben.
b) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in
Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung
oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1ꞌ000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des
Beschwerdeverfahrens rechtfertigt es sich hier, der unterliegenden IV-
Stelle die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1
VRG).
- 27 -
c) Der Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf
Ersatz der Parteikosten zu Lasten der unterliegenden IV-Stelle. Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 20. September 2017
eine Honorarnote über Fr. 2'202.50 (recte: Fr. 2'202.55) ein, bestehend
aus einem Honorar von Fr. 1'980.-- (8.25 h à Fr. 240.--), einer
Spesenpauschale von Fr. 59.40 (3 % des Honorars) sowie 8 % MWST
auf den Betrag von Fr. 2'039.40 (Fr. 163.10, recte: Fr. 163.15). Die
geltend gemachten Aufwendungen erscheinen dem Gericht für die
vorliegende Angelegenheit als angemessen. Somit ist die IV-Stelle zu
verpflichten, den Beschwerdeführer aussergerichtlich im Betrag von
Fr. 2'202.55 (inkl. Spesen und MWST) zu entschädigen.