Decision ID: 3f64aa5e-7bb9-4e70-bf93-d578869fe16e
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1961,
arbeitete seit 1. August 2002 als Sportlehrer bei der
Y._
und ist in dieser Eigenschaft bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Bagatellunfall-Meldung vom 11. September 2014 meldete er der Helsana, er sei am 10. August 2014 beim Überspringen eines Lochs auf dem Fussgängerweg mit dem linken Fuss ausgerutscht und habe anschliessend Schmerzen in der Achillessehne verspürt (Urk.
8/K1). Ein
e
am 19. September 2014 erfolgte bildgebende Untersuchung ergab eine ausgeprägte
Tend
ino
pathie
der Achillessehne mit möglicher zentraler Partialruptur (Urk. 8/M1). Die Helsana liess den Versicherten einen Fragebogen zum aktuellen Stand ausfüllen (Urk. 8/K4). Mit Verfügung vom 17. Juni 2015 lehnte sie ihre Leistungspflicht mit der Begründung ab, die leistungsbegründenden Voraussetzungen eines Unfalles seien nicht erfüllt (Urk. 8/K8). Die dagegen vom Versicherten am 7. Juli 2015 erhobene Einsprache (Urk. 8/K12) wies die Helsana mit
Einspracheentscheid
vom 7. September 2015 ab (Urk. 8/K13 = Urk. 2).
2.
Gegen den
Ein
spracheentscheid
vom 7. September 2015 (Urk. 2) erhob der Versicherte am
8. Oktober 2015 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuhe
ben, und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
4. November 2015 (Urk. 7) beantragte die Helsana die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer
am
19. November 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Am 18. November 2015 (Urk. 10) reichte der Beschwerdeführer zwei medizini
sche Stellungnahmen (Urk. 11/1-2) ein.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art. 6
Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleis
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und
Berufskrankheiten gewährt
. Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2).
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigen
de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid (Urk. 2) damit, dass gestützt auf die Angaben ihres
beratenden Arztes
die Beschwerden des Beschwerdeführers in der Achillessehne nicht auf dem Unfallereignis vom 10. August 2014 beruhen würden, sondern krankheitsbedingt seien, weshalb keine Leistungspflicht bestehe.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend (Urk. 1), der
beratende Arzt
der Beschwerdegegnerin habe darauf verzichtet, die vorliegenden
Bildauf
nahmen
überhaupt beizubringen und zu konsultieren. Auch sonst sei seine Blitzbeurteilung völlig ungeeignet. Die Verletzung der Achillessehne entspreche typischerweise und initial dem aktenkundigen Unfallhergang
(S. 5 f.)
.
2.3
Unstrittig ist, dass das Ereignis vom 10. August 2014 als Unfall gemäss Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist, was die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 17. Juni 2015 (Urk. 8/K8) explizit bestätigt hat. Diese Annahme findet auch ihre Richtigkeit in der Rechtsprechung, wonach bei unkoordinierten Bewegungen die Ungewöhnlichkeit zu bejahen ist, wenn der normale Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges wie Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren eines Sturzes unterbrochen beziehungsweise gestört wird (SVR 1999 UV Nr. 9 S. 28 E. 3c
aa
; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d). Demnach ist das vom Beschwerdeführer geschilderte Ausrutschen des linken Fusses nach einem Sprung über ein Loch auf dem Fussgängerweg als Unfallereignis im Rechtssinne zu qualifizieren.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 10. August 2014 leistungspflichtig ist.
3.
3.1
Am 19. September 2014 wurde im
Z._
eine Magnetresonanztomographie (MRI) der linken Achillessehne
angefertigt
. Im
Bericht vom 19. September 2014 (Urk. 8/M1) wurde ein Status nach akuter Überbelastung der Achillessehne beim Sprung über ein Loch im Trottoir am 10. August 2014 genannt und als Befund eine ausgeprägte
Tendinopathie
der Achillessehne mit möglicher zentraler Partialruptur erhoben (S. 1).
3.2
Der erstbehandelnde Arzt Dr. med.
A._
, Facharzt für Physikalische Medizin,
führte in seinem Bericht vom 22. Mai 2015 (Urk. 8/M2) hinsichtlich des Unfallhergangs aus, beim Überspringen eines Loches auf dem Fussgängerweg sei der Beschwerdeführer mit dem linken Fuss ausgerutscht und habe starke Schmerzen in der linken Achillessehne verspürt, woraufhin er nur mit Mühe habe gehen können (Ziff. 2). Als Befund erhob er am 25. August 2014 eine dick geschwollene Achillessehne
(Ziff. 4) und nannte gestützt auf das MRI vom
19. September 2014 (vgl. vorstehend E. 3.1) als Diagnose eine Partialruptur der Achillessehne links (Ziff. 5).
Ursache für die aktuellen Beschwerden, welche er mit konservative
r
Therapie (Physio
therapie
und einem
Spezialschuh) anging (Ziff. 7)
,
sei ein Unfall (Ziff. 6). Eine Arbeitsunfähigkeit habe nicht bestanden (Ziff. 8).
3.3
Prof. Dr. med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, verneinte als beratender Arzt der Beschwerdegegnerin
in seiner Begründung
vom 11. Juni 2015 (Urk. 8/M3)
eine Achillessehnenruptur. Es läge nach seiner Einschätzung eine
Tendinopathie
vor, mithin nur unfallfremde Faktoren. Hierzu verwies er auf den bildgebenden Befund vom 19. September 2014, in dem nur von einer möglichen zentralen Partialruptur gesprochen werde. De
r Beschwerdeführer sei Sportler.
B
ei d
i
e
s
en
seien
Achillodynie
n
nicht ungewöhnlich
. Die (Kosten-)Übernahme sei überwiegend wahrscheinlich zu unrecht erfolgt. Dafür spreche auch die zeitliche Differenz zwischen
de
m
Schadendatum vom 10. August und
der
erfolgte
n
Erstbehandlung
am
25. August 2014 (S. 2).
3.4
Im Rahmen einer vom behandelnden Arzt eingeholten Zweitmeinung berichtete
Prof. Dr. med.
C._
,
Muskuloskelettale
Radiologie,
Klinik
D._
,
am 28. September 2015 (Urk. 11/1) über den Beschwerdeführer. Zum Unfallhergang führte
er
aus, der Beschwerdeführer habe am 10. August 2014 bei einem Stolpersturz auf dem Trottoir einen akuten Achillessehnenschmerz links ver
spürt.
In der Folge sei es zu einer starken Schwellung und erheblichen
Bewe
gungsschmerzen
gekommen, welche die sportliche Betätigung einschränkten. Zuvor habe keine linksseitige Achillessehnenproblematik trotz hoher sportlicher Belastung, unter anderem Volleyball in der obersten Spielliga, bestanden. Das MRI vom 19. September 2014 zeige eine ausgeprägte
Tendinopathie
und eine mögliche zentrale Partialruptur (S. 1).
Er gelangte zur Beurteilung, dass
neben der
Tendinopathie
der Achillessehne links eindeutige Zeichen einer Partialruptur
bestünden
. Diese könne sowohl degenerativ als auch posttraumatisch bedingt sein.
Da
s Ausmass der
Partial
ruptur
sei relativ ausgeprägt, so dass auch eine Verschlechterung des
Achilles
sehnenzustandes
nach dem Unfallereignis bei einer vorbestehenden
Tendi
no
pathie
in Betracht gezogen werden könne. Die Beurteilung, ob Unfall oder Degeneration, sollte zusammen mit den klinischen Angaben erfolgen. Diese würden auf ein Unfallereignis hindeuten (S. 2).
3.5
Dr.
A._
erläuterte mit Schreiben v
om 5. November 2015 (Urk. 11/2) die Aus
sagen von Prof. Dr.
C._
. Er deutete dessen Aussagen im medizinischen Kontext dahingehend, dass der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit eine ausgeprägte Partialruptur der Achillessehne bei dem genannten Unfallereignis erlitten habe und fügt
e an, dass der Beschwerdeführer
vorher absolut beschwerdefrei gewesen sei (S. 1).
4.
4.1
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde insbesondere geltend
, der
beratende Arzt
der Be
schwerdegegnerin habe darauf verzichtet, die einzelnen MRI-Aufnahmen überhaupt beizubringen und zu konsultieren, mithin es unter
lassen, die im bildgebenden Bericht aufgeführte mögliche Partialruptur zu untersuchen, diese entweder
auszuschliessen
oder weitere Untersuchungen zu veranlassen (Urk. 1 S. 5).
Zutreffend ist, dass
aus den Akten nicht hervorgeht, ob die Beschwerdegegnerin ihrem beratenden Arzt
Prof.
B._
nur den MRI-Bericht
alleine
oder auch die
entsprechenden
Bilder zur Beurteilung vorgelegt hat.
Allerdings geht aus seinen nachvollziehbaren Ausführungen
klar
hervor, dass keine traumatischen, sondern
ausschliesslich
degenerative Befunde ausgewiesen seien, es sich mithin nicht um eine Achillessehnenruptur, sondern um eine
Tendinopathie
derselben handle (vgl. vorstehend E. 3.2). Es ist bei dieser doch eindeutigen Aussage
von Prof.
B._
davon auszugehen, dass
unter der
Annahme, die MRI-Bilder hätten nicht vorgelegen
,
und er Zweifel am Befund gehabt hätte,
er
diese
angefordert und sich nicht lediglich auf den MRI-Bericht gestützt hätte
.
4.2
Prof. Dr.
B._
legte gestützt auf den bildgebenden Befund vom 19. September 2014 (vgl. vorstehend E. 3.1) somit in überzeugender Weise dar,
dass eine
Tendino
pathie
ausgewiesen sei und lediglich
eine
mögliche zentrale Partialruptur
bestünde
, zumal eine
Achillodynie
bei einem Sportler wie dem Beschwerdeführer nicht ungewöhnlich sei.
Mit anderen Worten erachtete er
die Schädigung nur möglicherweise
, nicht aber überwiegend wahrscheinlich
als unfallkausal.
Gegen
die Annahme eine
r
unfall
bedingten Ursache
spricht auch das Verhalten des Beschwerdeführers. Dieser begab sich erst zwei Wochen nach dem Unfall vom 10. August 2014 in ärztliche Behandlung
und seine Arbeitsfähigkeit als Sportlehrer war
nie
eingeschränkt
(vgl. Urk. 8/K12 S. 1 f. unten)
.
Ausserdem wurde das relevante MRI erst sechs Wochen nach dem Unfallereignis gemacht. Schliesslich verzichtete auch die Krankenversicherung des Beschwerdeführers auf eine Einsprache gegen den Entscheid der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 8/K8), woraus geschlossen werden kann, dass sie
dadurch
die Auffassung der Unfallversicherung teilt
e
, wonach die gesundheitlichen Beeinträchtigungen
des Beschwerdeführers nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 10. August 2014 zurückzuführen
waren
.
4.3
Sowohl der behandelnde Arzt
Dr.
A._
als auch der
vom Beschwerdeführer
beigezogene Prof.
C._
ver
mögen die Beurteilung von Prof.
B._
nicht
in Zweifel zu ziehen. So hat
sich
Dr.
A._
bereits in seinem Bericht vom 22. Mai 2015 (vgl. vorstehend E. 3.2) entgegen des MRI-Befunds (vgl. vorstehend E. 3.1) auf eine
bestehende und nicht nur mögliche
Partialruptur der Achillessehne festgelegt und vermag auch in seiner Beurteilung vom 5. November 2015 (vgl. vorstehend E. 3.
5
) nicht überzeugend darzulegen, weshalb der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine ausgeprägte Partialruptur seiner Achillessehne bei dem genannten Unfallereignis erlitten ha
b
e. Seine Begründung zur Unfallkausalität, wonach der Beschwerdeführer bis dato des Unfallereignisses
von Seiten seiner linken Achillessehne
absolut beschwerdefrei gewesen sei
,
gründet auf der beweisrechtlich unzulässigen Argumentation nach der Formel
„
post
hoc
ergo
propter
hoc
", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist
. Dies
vermag
zum Beweis
des
natürliche
n Kausalzusammenhangs nicht zu genügen
(BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1)
.
Auch
gestützt auf die
Zweitmeinung von Prof.
C._
vom 28. September 2
015 (vgl. vorstehend E. 3.
4
) kann nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
auf eine unfallbedingte Schädigung geschlossen werden. So sprach
dieser
lediglich von Zeichen einer Partialruptur, welche sowohl degenerativ als auch posttrau
matisch bedingt sein könn
ten
.
Sodann könne gemäss dem Professor
auch eine Verschlechterung des Achillessehnenzustandes nach dem Unfallereignis bei einer vorbestehenden Partialruptur in Betracht gezogen werden.
Mit diesen
vagen
Aussagen vermag
auch er nicht mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzulegen, dass das Unfallereignis vom 10. August 2014 natürlich kausal zum erlittenen Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers ist.
4.4
Insgesamt ist damit davon auszugehen, dass
die (mögliche) zentrale
Partial
ruptur
nur möglicherweise, nicht aber mit dem im Sozialversicherungsrecht notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Vorfall
vom
10. August
2014 zurückzuführen ist.
Nachdem den Akten keine genügen
den Hinweise für einen krankhaften Vorzustand zu entnehmen sind, ist die Frage einer unfallbedingten Verschlimmerung
oder Ma
nif
e
station derselben (vgl. vorstehend E. 1.4) nicht zu prüfen.
Bei dieser Sachlage hat die
Beschwerdegegnerin
eine Leistungspflicht nach UVG zu Recht verneint und der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 7. September 2015
erweist sich als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.