Decision ID: a3c1e09f-4079-4743-bba2-98b71593de00
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1982, war seit dem
1.
April 2007 als Bauarbeiter bei der Baugeschäft
Y._
GmbH angestellt
und damit bei der Suva für Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, als er am 2
9.
September 2012 von ein
em Auto angefahren wurde (
Urk.
9/2
).
Anlässlich der stationären
Hospitali
sation
wurde ein Polytrauma
mit
Subduralhämatom
und mehreren Frakturen diagnostiziert
(vgl.
Urk.
9/22 S. 1).
Die Suva erbrachte daraufhin die gesetzli
chen Leistungen
im Sinne von Heilbehandlung und Taggeld
(
Urk.
9/14)
.
Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügungen vom 2
0.
Oktober 2014 (
Urk.
9/251) sowie 2
4.
August 2015 (
Urk.
9/297) sprach die Suva dem Ver
sicherten gesamthaft eine Integritätsentschädigung von
Fr.
31‘500.-- (
Fr.
18‘900.-- +
Fr.
12‘600.--) bei einer Integritätseinbusse von insgesamt 25
%
zu.
1.2
D
er Versicherte
meldete sich
auch
bei der Invalidenver
sicherung
zum Leistungsbe
zug an, welche
die Kosten für ein Arbeitstraining für die Zeit vom
9.
Februar 2015 bis
4.
März 2016
übernahm
und während dieser Zeit ein Tag
geld
entrichtete
, weshalb die Suva das Taggeld ihrerseits per
9.
Februar 2015 einstellte (vgl.
Urk.
9/62;
Urk.
9/271;
Urk.
9/277
;
Urk.
9/282;
Urk.
9/302
;
Urk.
9/307). Die berufliche Massnahme wurde per 1
8.
Dezember 20
15 abgebro
chen, wobei
gleichzeitig
auch
das Taggeld eingestellt
wurde
(
vgl.
Urk.
9/322 S.
2 f.).
Mit Verfü
gung vom 1
5.
Januar 2016 (
Urk.
9/329
) sprach die Suva
dem Ver
sicher
ten
schliesslich
mit Wirkung ab dem
1.
Januar 2016
eine Invaliden
rente
entsprechend einer Erwerbs
unfähigkeit
von 28
%
zu. Die dagegen vom Ver
siche
rten erhobene Einsprache (
Urk.
9/339
) hiess die Suva mit
Einsprache
entsc
heid
vom 1
7.
August 2016 (
Urk.
9/347
=
Urk.
2) in dem Sinne teilweise gut, als
ein leicht höherer Invaliditätsgrad von
29
%
er
mittelt
wurde.
2.
Der Versicherte erhob am 1
6.
September 2016 Beschwerde gegen den
Ein
sprache
entscheid
vom 1
7.
August 2016 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei ihm
ab dem
1.
Januar 2016
aufgrund der unfallbedingten Erwerbseinbusse von mindestens 64
%
eine
monatliche
Rente von mindestens
Fr.
2‘939.75 auszurichten. Eventuell sei
eine
erneut
e
medizinisch
e
und berufli
ch
e
Abklärung vorzunehmen
(
Urk.
1 S. 2).
Die Suva beantragte mit Beschwer
deantwort vom
3.
Januar 2017 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde, was
dem Beschwerdeführer am 1
6.
Januar 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep
tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
9.
September 2012
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann
und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag
geldleistungen
dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung fest, dass der Beschwerdeführer in einer näher umschriebenen Tätigkeit vollschichtig einsatzfähig sei, wobei pro Stunde jeweils 10 Minuten Pause angemessen seien (S. 5). Zur Ermittlung des Invalideneinkommens sei auf die genannten DAP-Profile abzustellen
. Aufgrund
der Notwendigkeit
von
Pausen
sei dieses entsprechend zu reduzieren
.
Nach Vornahme des Einkommensvergleichs
ergebe sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 29
%
(S. 6 f.).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
8) führte sie ergänzend aus,
dass es
nebst den unfallkausalen Beschwerden auch zu erheblichen unfallfremden Beschwerden an beiden Ellbogen sowi
e am rechten Daumen gekommen sei
, welche bei der Beurteilung
nicht berücksichtigt werden dürften
(S. 5).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1), das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil sei unhaltbar. Die Annahme einer voll
schichtigen Einsatzfähigkeit stehe im Widerspruch zu den übrigen Akten (S. 4).
Die beruflichen Massnahmen der Invalidenversicherung
seien aufgrund des unhaltbaren
Zumutbarkeitsprofils gescheitert. Sämtliche Versuche
einer
Steige
rung des Pensums hätten zu einer markanten Zunahme der unfallbedingten Beschwerden am rechten Arm geführt. Zudem seien Beschwerden am vormals gesunden linken Arm
aufgetreten
. Das Zumutbarkeitsprofil sei auch aus arbeitsrehabilitativen Gründen abzulehnen (S.
9 f
f
.).
Es sei von einer unfallbe
dingten Restarbeitsfähigkeit von höchstens 50
% in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
Zudem
sei
es
stossend, dass die Beschwerdegegnerin nicht auf die vorgebrachten Einwände zum medizinischen Sachverhalt eingegangen sei (S.
12). Der Berechnung des Invaliditätsgrades könne gefolgt werden. Bei einer 50%igen Erwerbsunfähigkeit ergebe sich demnach eine unfallbedingte Erwerbs
einbusse von 64
%
(S. 14).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die
Höhe der Invalidenrente
.
Dabei umstritten ist ein
zig die unfallbedingte Erwerbsunfähigkeit.
3.
3.1
Vorab gilt es die vom Beschwerdeführer gerügte Gehörsverletzung zu beurtei
len, wonach die Beschwerdegegnerin nicht auf die Einwände zum medizini
schen Sachverhalt eingegangen sei (vgl.
Urk.
1 S. 12).
3.2
Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der explizi
ten gesetzlichen Regelung in Art. 42 ATSG auch in Art. 29 Abs. 2 der Bundes
verfassung (BV) garantiert wird, ist das Recht der versicherten Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äus
sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentli
cher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1).
Der Gehörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der
Entscheidfindung
zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begründen hat (BGE 134 I 83 E.
4.1). Die Beschwerdegegnerin darf ihre Begründung allerdings auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht aus
drücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinandersetzen (BGE 133 I 270 E. 3.1, 124 V 180 E. 1a); es ist nicht erforderlich, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE
136 I 184 E. 2.2.1). Um den verfassungsrechtlichen Anforderungen zu genügen, muss die Begründung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde bei ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich der Ent
scheid stützt. Aus der Begründung muss jedenfalls ersichtlich werden, ob und weshalb die Behörde ein Vorbringen einer Partei für unzutreffend beziehungs
weise unerheblich hält. Es muss erkennbar sein, ob die Behörde es überhaupt in Betracht gezogen hat. Sie darf sich nicht auf den Hinweis beschränken, die Überlegungen der versicherten Person seien zur Kenntnis genommen und geprüft worden (
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N 56 zu Art. 49 ATSG, mit Hinweis auf BGE 124 V 182).
3.3
Dem Beschwerdeführer ist darin beizupflichten, dass die Beschwerdegegnerin
mit keinem Wort
auf die vorgebrachten Einwände zum medizinischen Sachver
halt eingegangen ist.
So wiederholte sie vielmehr das bereits in der Verfügung Vorgebrachte
und nahm lediglich eine leichte Änderung bei der Bemessung des Invalideneinkommens vor. Auf die vom Beschwerdeführer erwähnten abwei
chenden medizinischen Beurteilungen sowie die
Ausführungen
zu den geschei
terten Wiedereingliederungsversuchen ging sie
dagegen
nicht ein.
Zwar hat sich die Beschwerdegegnerin nicht
einlässlich
mit allen Parteistandpunkten aus
einanderzusetzen, doch wird durch das vollständige Missachten sämtlicher Vor
bringen das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt.
Dieser hat a
ller
dings die Gelegenheit erhalten, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann, womit die
Verletzung als geheilt betrachtet werden kann (BGE 132 V 387 E. 5.1, 124 V 180 E. 4a).
4.
4.1
Am 2
9.
September 2012 wurde der Beschwerdeführer laut Unfallmeldung vom
3.
Oktober 2012 von einem Auto angefahren und zog sich dabei Brüche am Oberarm und Gesicht zu (vgl.
Urk.
9/2
Ziff.
6,
Ziff.
9). Er war daher vom 2
9.
September bis
1.
Oktober 2012 im Klinikum der Universität
Z._
sta
tionär hospitalisiert
(vgl.
Urk.
9/9 S. 3
).
4.2
Nach dem Rücktransport in die Schweiz
erfolgte
sodann
vom
1.
bis
9.
Oktober 2012
eine stationäre
Hospitalisation
i
m Spital
A._
. Mit Austrittsbericht
vom
8.
Oktober 2012 (
Urk.
9/22; vgl. auch den Operationsbericht vom
4.
Oktober 2012,
Urk.
9/23
) informierten die Ärzte
über die operative Versor
gung der
Humerusschaftfraktur
rechts, wobei sich der postoperative Verlauf komplikationslos gestaltet habe. Als Diagnose nannten sie Folgendes (S. 1):
-
Polytrauma vom 2
9.
September 2012 mit/bei:
-
Fraktur der Schädelkalotten t
emporal links inklusive
Pneumenz
epha
lon
-
stabilem minimem
Subduralhämatom
temporal links
-
leicht dislozierter Fraktur des
Orbitadachs
links
-
k
aum dislozierter
Humerusschaftquerf
raktur
rechts
-
Verdacht auf Rippenfraktur
Th
8-12
dorsolateral
rechts
Der Beschwerdeführer sei vom
1.
Oktober bis 1
8.
November 2012 vollständig arbeitsunfähig (S. 2).
4.3
Dem Bericht der Ärzte des Spitals
A._
vom 1
9.
November 2012 (
Urk.
9/35) ist zu entnehmen, dass die zur Verlaufskontrolle vorgenommene Computerto
mographie (CT) des Schädels kein subdurales Hämatom
mehr
gezeigt habe
und
eine verheilte
Kalottenfraktur
ersichtlich gewesen sei
.
Der Belastungsaufbau des rechten Oberarms habe durch Physiotherapie zu erfolgen
(S. 2).
4.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, für Arbeitsmedizin sowie für Allergologie und klinische Immunologie
, nahm am
9.
April 2013 eine ärztliche Beurteilung vor
(
Urk.
9/91).
H
insichtlich der Kausalität des
beklagten
Tinnitus
hielt er
fest, dass das Reintonaudiogramm ein altersentsprechend nor
males Gehö
r zeige, weshalb der subjektiv empfundene
Tinnitus aus rein
oto-rhino-laryngologischer
Sicht nicht erklärt werden könne (S. 1).
4.5
Mit Austrittsbericht vom
6.
Mai 2013 (
Urk.
9/101) informierten die Ärzte der Rehaklinik
C._
über den stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom
1
1.
März bis 1
6.
April 2013 und nannten – hier gekürzt aufgeführt - fol
gende Diagnosen (S. 1):
-
Unfall vom 2
9.
September 2012 mit/bei:
-
traumatischer Hirnverletzung, subduralem Hämatom temporal links,
Kalottenfraktur
mit intrakraniellen und intraorbitalen Luftein
schlüssen, geringer Dislokation am linken
Orbitadach
-
Querfraktur des
Humerusschaft
s
rechts mit Biegungskeil lateral
-
Rippenserienfraktur
dorsolateral
rechts
8.
– 1
2.
Rippe
-
Status nach Anpassungsstörung mit
psychotraumatologischer
Symptoma
tik und leichter affektiver Auslenkung, inzwischen weitge
hend remittiert (ICD-10 F43.28)
Eine psychische Störung
, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen könnte
, liege nicht vor
. Die bisherige Tätigkeit als Kundenmaurer sei
dem Beschwerdeführer derzeit
nicht zumutbar.
Die
Zumutbarkeitsbeurteilung für eine an
gepasste
Tätigkeit
sei
noch verfrüht, da
er
sich derzeit noch in der medizinischen Phase befinde. Er sei weiterhin vollständig arbeitsunfähig. Das arbeitsrelevante Problem
stelle
das rechte Schultergelenk mit deutlicher Bewe
gungseinschränkung
dar
(S. 2 f.).
4.6
Am 1
4.
Juni 2013 wurde im Spital
A._
eine Narbenkorrektur und
eine
Osteosynthesematerialentfernung
am
Humerus
rechts vorgenommen
(vgl. Ope
rationsbericht vom 1
4.
Juni 2013,
Urk.
9/118). Der Beschwerdeführer war daher vom 1
4.
bis 1
6.
Juni 2013 stationär hospitalisiert, wobei sich der Verlauf komplikationslos gestaltet habe
(vgl. undatierter Austrittsbericht,
Urk.
9/131).
4.7
Sodann wurde a
m 1
0.
Januar 2014
in
der
D._
Klinik an der rechten Schul
ter eine
arthroskopische
Probeentnahme, eine
Fadenankertenodese
der langen
Bizepssehne
sowie eine Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
und eine
Akromioplastik
durchgeführt (vgl. Operationsbericht vom 1
0.
Januar 2014,
Urk.
9/183). Der Beschwerdeführer war vom 1
0.
bis 1
2.
Januar 2014 stationär hospitalisiert, wobei sich der postoperative Ver
lauf komplikationslos gestaltet habe
(vgl. Austrittsbericht vom 1
2.
Januar 2014,
Urk.
9/184).
4.8
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates,
D._
Klinik, nannte mit Bericht vom 2
5.
Juni 2014 (
Urk.
9/222) folgende – hier gekürzt aufgeführte - Diagnose (S. 1):
-
Status nach antibi
otischer Therapie bei Low-Grade-
Infekt
der dominan
ten rechten Schulter
mit/bei:
-
Status nach
Humeruskopffraktur
, Marknagelung und Wund
heilungs
stö
rung im Jahr 2012, Nagelentfernung im Jahr 2013
-
arthroskopischer
Probeentnahme,
Fadenankertenodese
der langen
Bizepssehne
und
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
am 1
0.
Januar 2014
-
antibiotischer
intravenöser (
i.V.
)
Therapie vom 1
1.
Januar bis
7.
Februar 2014
Als Nebendiagnose erwähnte er ein leichtes Ausfallsyndrom des
Nervus
ulnaris
im
rechten
Sulcus
-
Bereich bei unauffälliger elektrophysiologischer Untersu
chung. Der Verlauf sei weiterhin frustrierend. Eine Besserungstendenz sei nicht
erkennbar
. Langfristig müsse sicherlich eine
Tätigkeit
ausgeübt
werden,
in wel
cher
der rechte Arm lediglich einen
Hilfsarm
darstelle.
Mit grosser Wahrschein
lichkeit seien m
ittelschwere und schwere Belastungen lebenslang nicht mehr durchführbar (S. 1 f.).
4.9
Eine erneute ärztliche Beurteilung durch
Dr.
B._
erfolgte am
7.
Juli 2014 (
Urk.
9
/229).
Dieser
ging
in Kenntnis der
durch den Unfall erlittenen temporalen
linken
Schädelkalottenfraktur
davon
aus
, dass dadurch ein leichter Tinnitus links generiert worden sei. In Anbetracht des
beidseitigen
altersentsprechend normalen Gehörs handle es sich aller Wahrscheinlichkeit
nach
um einen leich
ten Tinnitus. Hinsichtlich des seit zwei bis drei Monaten
zusätzlich
bestehenden
beidseitigen
pulssynchronen Tinnitus sei die zeitliche Latenz zum Unfallereignis unwahrscheinlich und auch die radiologischen Abklärungen
ergäben keine Gefässveränderungen
, womit
k
eine objektivierbare organisch-strukturelle Läsion für das subjektiv pulssynchrone Ohrgeräusch beidseits
vorliege
. Dieses sei mit Sicherheit nicht unfallkausal (S. 2).
4.10
Am 2
1.
August 2014 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates.
Im gleichentags erstellten
Bericht (
Urk.
9/233) hielt er
im Wesentlichen
eine deutlich schmerz- und mechanisch bedingte Funktions
einschränkung des rechten Schultergelenks nach operativ versorgter kaum dislozierter
Humerusschaftquerfraktur
rechts fest
. Die
Fraktur
sei verheilt. Der medizinische Endzustand sei
allerdings
noch nicht erreicht. Eine Verbesserung der
Schmerzsituation
sowie
der eingeschränkten Funktion sei
möglich
. Der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigke
it als Bauarbeiter vollständig
arbeitsunfähig. Das provisorische Zumutbarkeitsprofil für den allgemeine
n
Arbeitsmarkt
beschrieb
Dr.
F._
wie folgt
:
der Beschwerdeführer
sei vollschichtig einsatzfähig für jede Tätigkeit, bei der die
Abspreizung
des rechten Oberarmes im
Schultergelenk nicht über 40° und
die Elevation nicht über 50° hinausgehe. Bei
diesen
Be
wegungsausschlägen und -
richtungen sollten
keine
Lasten
über
5 kg bewegt werden
. Mittelschwere Lasten bis 15 kg dürften
am hängenden Arm transportiert
, aber nicht gehoben werden. Dabei sei auch das Anheben von Lasten bis Beckenhöhe
zu vermeiden. Mit dem linken Arm
könnten mittelschwere bis schwere Lasten ohne Einschränkung bewegt werden. Der Umgang mit Arbeitsgeräten, welche Vibrationen und Schläge übertragen
würden, sei ungeeignet. Eine Neubeurteilung sei in frühestens 6 Monaten sinn
voll (S. 7 f.
Ziff.
5).
4.11
Mit Bericht vom
2.
September 2014 (
Urk.
9/236) erachtete
Dr.
E._
dieses
erstellte Belastungsprofil als eher offensiv. Eine maximale Hebebelastung von 16 kg sei eher zu hoch. Für leichte Tätigkeiten sei
derzeit
sicherlich eine
Arbeitsfähigkeit in einem
reduzierten Pensum zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Maurer sei
d
er
Beschwerdeführer
weiterhin vollständig arbeitsun
fähig (S. 1 f.).
4.12
In
der
kreisärztlichen Beurteilung vom 1
1.
September 2014 (
Urk.
9/240) erach
tete
Dr.
F._
den medizinischen Endzustand aller Unfallfolgen als erreicht (S. 5
Ziff.
3.2).
4.13
Mit Schreiben vom 2
2.
September 2014 (
Urk.
9/244)
nahm
Dr.
E._
eine Zumutbarkeitsbeurteilung vor und erachtete
den rechten Arm
des Beschwerde
führers
für Hantierungen in Körperferne
als nicht einsetzbar
. Ebenfalls nicht zumutbar seien Bewegungen, welche 50° Elevation und 40° Abduktion über
schreiten würden.
Bei hängendem Arm könnten mittelschwere Lasten bis 15 kg transportiert werden. Am linken A
rm bestehe keine Einschränkung.
4.14
Am 1
9.
August 2015 erfolgte eine weitere kreisärztliche Untersuchung durch
Dr.
F._
.
Im gleichentags erstellten
Ber
icht (
Urk.
9/293) nannte er fol
gende Diagnose
(S. 6):
-
Status nach antibiotischer Therapie bei Low-Grade-Infekt des rechten Schultergelenks mit/bei:
-
Status nach kaum dislozierter
Humerusschaftquerfraktur
rechts, Mark
nagelung und Wundheilungsstörung im Jahr 2012, Nagel
ent
fernung im Jahr 2013
-
arthroskopischer
Probeentnahme,
Fadenankertenodese
der langen
Bizeps
sehne
und
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
am 1
0.
Januar 2014
-
antibiotischer i.
V
.
-Therapie vom 1
1.
Januar bis
7.
Februar 2014
-
Verdacht auf peripheres Nervenkompressionssyndrom des
Nervus
ulna
ris
rechts
Die klinische Untersuchung zeige
, dass sämtliche
Funktionen des rechten Schulter
gelenks
im Vergleich zur im August 2014 erfolgten Voruntersuchung schlechter geworden seien. Der medizinische Endzustand sei erreicht. Das im August 2014 beschriebene provisorische Zumutbarkeitsprofil habe sich ver
schlechtert. Der Beschwerdeführer sei vollschichtig einsatzfähig für Tätigkeiten, bei denen die
Abspreizung
des rechten Oberarms im
Schultergelenk nicht über 30° und
die Elevation nicht über 40° hinausgehe. Bei
diesen
Beweg
ungsaus
schlägen und -richtungen sollten keine L
aste
n über 5 kg bewegt werden
.
Sporadisch dürften Lasten bis 10 kg am hängenden Arm transportiert, nicht aber gehoben werden.
Das Anheben von Lasten bis Beckenhöhe sei zu vermei
den. Der Umgang mit Arbeitsgeräten,
welche Stösse und
Schläge oder Vibra
tionen in den rechten Arm
übertragen würden, sei
ungeeignet. B
etriebsunübli
che Pausen zur Erhol
ung des rechten Schu
ltergelenkes seien zu gewähren, wobei
10 Min
uten Pause pro Stunde
angemessen
seien
. In der bisherigen Tätig
keit sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig (S. 5 ff.).
4.15
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Neurologie, nannte mit Bericht vom
7.
September 2015 (
Urk.
9/308) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach Unfall
vom
2
9.
September 2012 mit/bei:
-
Contusio
cerebri mit
Subduralhämatom
temporal links,
Kalottenfrak
tur
-
Humerusschaftquerfraktur
rechts, geschlossene
r
Reposition am
4.
Oktober 2012, Metallentfernung am 1
4.
Juni 2013
-
Verdacht auf leichte Läsion des
Nervus
radialis
am Oberarm
-
nicht-pulssynchronem
Tinnitus linksbetont
-
leichtes
Sulcus
ulnaris
-Syndrom rechts, wahrscheinlich Druckschädigung
-
Epicondylitis
humeri
lateralis
beidseits linksbetont
A
ufgrund der klinischen und elektrodiagnostischen Befunde
könne neuerdings von einem leichten
Sulcus
u
lnaris
-Syn
drom rechts ausgegangen werden. Dieses sei
sehr wahrscheinlich infolge Druckschädigung durch Abstützen des Ellbogens
entstanden
. Die Schmerzen im rechten Daumen, welche sich lokal nicht eindeu
tig reproduzieren lassen würden,
seien
unklar.
Das
Hauptproblem bleibe die Schulterproblematik (S. 2).
4.16
Dem Bericht von
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Chirurgie und für Hand
chirurgie, vom 2
5.
September 2015 (
Urk.
9/311) sind folgende Diagnosen zu entnehmen (S. 1):
-
Rehabilitationsdefizit
des
Interphalangealgelenks
(
IP
)
Dig
. I rechts
-
Epic
ondylitis
humeri
radialis
links
-
Status nach
Humerusschaft
fraktur
rechts im Jahr 2012 mit Status nach Marknagelung und postoperativer Wundheilungsstörung
-
Status nach Marknagelentfernung, 2013
-
Status nach
arthroskopischer
Probeentnahme, Fadenanker,
Tenodese
der langen
Bizepssehne
und
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
rechts vom 1
0.
Januar 2014
-
Status nach antibiotischer i.V
.-Therapie vom 1
1.
Januar bis
7.
Juli 2014 bei Low-Grade-Infekt
Bei den Restbeschwerden am rechten Daumen handle es sich um ein gewisses Rehabilitationsdefizit, welches ergotherapeutisch angegangen werden solle. Im
Rahmen einer forcierten Flexionsbehandlung sollten die derzeit noch vorhande
nen Symptome
regredient
sein (S. 2).
4.17
Der
Kreisarzt
Dr.
F._
kam am
6.
Oktober 2015 zum Schluss, dass das endphasige Flexionsdefizit ohne weitere pathologische
n
klinische
n
und radiolo
gische
n
Befunde nicht
aus
reiche, um einen mehr als nur möglichen unfallkau
salen Zusammenhang herzustellen.
Daher seien a
m Daumen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Unfallfolgen feststellbar (vgl.
Urk.
9/312).
4.18
Mit Schreiben vom 1
4.
Dezember 2015 (
Urk.
9/321) berichtete
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, darüber, dass
sich der Zustand der rechten Seite nicht verschlimmert habe. Durch die vermehrte Belastung im Sinne einer
Epicondylitis
radialis
seien jedoch zusätzlich Schmerzen im Bereich des linken Armes aufgetreten. Die durch die Invalidenversicherung veranlassten Massnahmen zu
r
Reintegration seien gescheitert. Der Beschwerdeführer sei
in der
freien Wirtschaft vollständig arbeitsunfähig.
Zusätzlich liege e
ine psychi
sche Belastung
infolge
der Wertlosigkeit und Hilflosigkeit gegenüber den Versi
cherungen
vor
.
Das Ausüben e
ine
r
behinderungsangepasste
n
Tätigkeit setze eine Umschulung voraus.
4.19
Am 2
9.
Dezember 2015 erfolgte eine weitere kreisärztliche Beurteilung durch
Dr.
F._
(
Urk.
9/325). Dabei hielt er fest, dass nach Angaben des Beschwerdeführers und nach
der
Aktenlage im Vergleich zum
Ausmass der Beschwerden anlässlich
der im August 2015 erfolgten kreisärztliche
n
Untersu
chung
keine Zustandsverschlimmerung der unfallbedingten Beschwerden
vor
liege.
Der Endzustand der Unfallfolgen
sei
weiterhin
erreicht
(S. 5).
4.20
Mit Bericht vom
7.
September 2016 (
Urk.
9/352) diagnostizierte
Dr.
E._
im Wesentlichen eine persistierende posttraumatische
Brachialgie
und anhal
tende Funktionseinschränkung der rechten Schulter. Der Beschwerdeführer habe multiple Wiederein
gliederungsversuche unternommen.
S
ämtliche Arbeiten
hätten
wegen anhaltender und wiederkehrender Schmerzen
sowie
der
Unfähig
keit
,
gewisse Tätigkeiten
auszuüben
,
wieder abgebrochen werden m
üssen
.
Der objektivierbare Befund habe sich i
m Vergleich zum Sommer 2014 verschlech
tert. Eine Belastung des rechten Armes sei nicht zumutbar. Die aktive Bewe
gungsamplitude habe sich nochmals redu
ziert und betrage
-
unter Schmerzen
-
in Elevation sowie
Abdu
ktion und Innenrotation bis 30°
. Das im September 2014 festgehaltene Zumutbarkeitsprofil müsse korrigiert werden. Der rechte Arm sei lediglich ein
Hilfsarm
.
Belastungen seien diesem Arm nicht zumutbar, so dass
lediglich
rein unbelastete Tätigkeiten zumutbar seien. Das Aktivitäts
niveau müsse auf Bauchhöhe limitiert werden. Repetitive Belastungen seien n
icht zumutbar. Die bisher
durchgeführten Reintegrationsversuche würden eine
erhebliche Belastungsintoleranz zeigen, so dass die maximale zumutbare Belastbarkeit in rein administrativer Tätigkeit aktuell bei 50
%
liege.
Dem Beschwerdeführer seien
10 bis 15 Minuten Pause
pro Stunde
zuzugestehen. Von einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit in administrativer Tätigkeit könne nicht aus
gegangen werden (S. 1 f.).
5
.
5
.1
Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin die Prüfung des Rentenanspruchs per
1.
Januar 2016 vorgenommen hat, ist im Hinblick darauf,
dass der medizi
nische Endzustand aus ärztlicher Sicht als erreicht erachtet w
ird
und die durch die Invalidenversicherung veranlassten Eingliederungsmassnahmen im Dezem
ber 2015 abgebrochen wurden (vgl.
Urk.
9/240 S. 5
Ziff.
3.2;
Urk.
9/293 S. 7;
Urk.
9/322 S. 2 f.;
Urk.
9/325 S. 5
),
nicht zu beanstanden.
5.2
Aus medizinischer Sicht
ist aktenkundig und unbestritten
, dass die erheblichen
und
für die Probleme
als
hauptursächlich
erachteten
Beschwerden an der rech
ten Schulter
auf den im September 2012 erlittenen Unfall
zurückzuführen sind, wobei der Beschwerdeführer unter anderem eine
Humerusschaftquerfraktur
erlitt (vgl.
Urk.
9/22 S. 1;
Urk.
9/118;
Urk.
9/183;
Urk.
9/222 S. 1 f.;
Urk.
9/233 S.
7 f.
Ziff.
5;
Urk.
9/293 S. 6
f.;
Urk.
9/352 S. 1 f.
).
Hinsichtlich des vom Beschwerdeführer ebenfalls beklagten Tinnitus
hielt
Dr.
B._
trotz eines attestierten
altersentsprechend normale
n
Gehör
s
fest, dass
ein leichter subjekti
ver Tinnitus durch den Unfall generiert worden sei. Gleichzeitig erachtete er den zusätzlich beklagten beidseitigen pulssynchronen Tinnitus aufgrund der zeitli
chen Latenz zum Unfall und der Tatsache, dass radiologisch keine Gefässverän
derung erfasst werden konnte, als überwiegend wahrscheinlich nicht unfall
kausal (vgl.
Urk.
9/91 S. 1;
Urk.
9/229 S. 2).
Eine
durch den leichten
subjektiven
Tinnitus
attestierte Arbeitsunfähigkeit
ist
nicht aktenkundig und
wäre
auch
kaum
nachvollziehbar
, weshalb sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen.
Die im Sommer 2015 zusätzlich aufgetretenen Beschwerden
an
beiden
Ellbogen sowie am rechten Daumen sind s
odann
durch
Dr.
F._
nachvollziehbar
als nicht unfallkausal eingestuft worden
. So liessen sich die Schmerzen am rechten Daumen lokal nicht eindeutig reproduzieren und es konnten abgesehen von einem endphasigen Flexionsdefizit keine pathologischen
klinischen oder radiologischen
Befunde erhoben werden
.
Auch wurde wiederholt angegeben, dass die Beschwerden
an den
Ellbogen durch die vermehrte Belastu
ng entstan
den seien
(vgl.
Urk.
9/308 S. 1 f.;
Urk.
9/309;
Urk.
9/311 S. 2; Urk.
9/312;
Urk.
9/321).
Die Beschwerdegegnerin verneinte daher
nachvollziehbar
bereits mit formlosen Schreiben vom 2
6.
November 2015 (
Urk.
9/317) eine entspre
chende Leistungspflicht
für diese Beschwerden
. Die fehlende Kausalität wird vom Beschwerdeführer
denn
auch
nicht explizit bestritten, verlangte er
hierauf
insbesondere
keine anfechtbare Verfügung.
5.3
Die
Ärzte
gehen übereinstimmend davon aus
, dass dem Beschwerdeführer die bisherige körperlich belastende Tätigkeit als Bauarbeiter infolge der unfallbe
dingten Beschwerden an der rechten Schulter nicht mehr zumutbar ist
(vgl.
Urk.
9/222 S. 1 f.;
Urk.
9/233 S. 8
Ziff.
5;
Urk.
9/236 S. 1 f.;
Urk.
9/293 S. 7)
, was
in Kenntnis der erhobenen Befunde sowie des entsprechenden beruflichen Anforderungsprofils ohne weiteres nachvollziehbar und zwischen den Parteien auch nicht umstritten
ist
.
Im Hinblick auf die Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit
erweist sich
die
durch Kreisarzt
Dr.
F._
im August 2015
v
orgenommene
Beurteilung
als
schlüssig und nachvollziehbar, weshalb darauf abzustellen ist
.
So erstattete er seine Einschätzung in Kenntnis der entsprechenden
Vorakten
und nahm selbst eine ausführliche klinische Untersuchung des Beschwerdeführers vor. Er erkannte
und berücksichtigte
auch, dass es nach
seiner
im Jahr 2014
vorge
nommenen
provisorischen Zumutbarkeitsbeurteilung zu einer
Zustandsver
schlechterung
an der rechten Schulter kam. So korrigierte er den
möglichen
Bewegungsradius
von Abduktion und Elevation
sowie
das zumutbare Höchst
gewicht der Lasten
bei
hängendem
Arm
und
konstatierte
die Notwendigkeit von zusätzlichen betriebsunüblichen Pausen zur Erholung der Schulter
. Die unfall
fremden Beschwerden am Daumen und den beiden Ellbogen klammerte er
sodann
bei seiner Beurteilung aus
(vgl.
Urk.
9/233 S. 7 f.
Ziff.
5;
Urk.
9/293 S. 5 ff.). Dass sich der Zustand der rechten Schulter nach dieser im
August 2015 vorgenommenen Zumutbarkeitsbeurteilung nicht nochmals verschlechtert hat,
bestätigten
sowohl
Dr.
I._
als auch
der Beschwerdeführer selbst
(vgl.
Urk.
9/316 S. 1;
Urk.
9/321
;
Urk.
9/325 S. 5
).
5.4
Soweit der Beschwerdeführer das durch
Kreisarzt
Dr.
F._
erstellte Zumut
barkeitsprofil als unhaltbar erachtete (vgl.
Urk.
1 S. 4 ff.)
,
kann dem nicht gefolgt werden
.
Zugegebenermassen
schätzte
Dr.
E._
den Beschwerde
führer auch in administrativen Tätigkeiten als
zu
lediglich 50
%
arbeitsfähig
ein
und widerspr
ach
damit der
kreisärztlichen
Beurteilung
. Dabei weicht das durch ihn erstellte Belastungsprofil
hinsichtlich möglicher Abduktion und Elevation sowie der Notwendigkeit von Pausen jedoch
nicht wesentlich von demjenigen des Kreisarztes ab
.
Zwar betrachtete er den rechten Arm lediglich noch als
Hilfsarm
, was allerdings für sich allein nicht zwingend eine prozentuale Ein
schränkung in einer sehr leichten körperlichen Tätigkeit zu
rechtfertigen
ver
mag. So begründete
Dr.
E._
die maximale zumutbare Belastbarkeit in rein
administrativen Tätigkeiten von derzeit maximal 50
%
denn auch damit, dass die bisher extensiv durchgeführten Reintegrationsversuche eine erhebliche Belastungsintoleranz zeigen würden
(vgl.
Urk.
9/352 S. 2)
. Dabei ist allerdings zu beachten, dass während den Eingliederungsmassnahmen auch mehrere
aus kreisärztlicher Sicht
als nicht
geeignet erachtete
Aufgaben
ausgeführt wurden
und
die unfallfremden
Beschwerden an Daumen sowie
Ellbogen
ebenfalls
zum Scheitern der Wiedereinglieder
ungsversuche beigetragen haben, worauf
sogleich näher eingegangen
wird
.
Hinsichtlich der durch
Dr.
E._
vorgenomme
nen Einschätzung lässt sich nicht erkennen, ob er
nur die unfallkausalen Schulterbeschwerden berücksichtigt oder auch die unfallfremden Beschwerden miteinbezogen hat.
Es lässt sich nicht nachvollziehen
, weshalb der Beschwer
deführer aufgrund der Schulterbeschwerden in einer rein administrativen Tätig
keit mit zusätzlichen stündlichen Pausen lediglich zu 50
%
arbeitsfähig sein soll. Die abweichende Einschätzung von
Dr.
E._
vermag demnach keine Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung aufkommen zu lassen.
Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer das
gesetzte
Leistungsziel
wäh
rend den
durch die Invalidenversicherung veranlassten Eingliederungsmass
nahme
n
trotz erheblicher Anstrengungen effektiv nicht erreichen konnte, bedeutet
-
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
(vgl.
Urk.
1 S. 4 ff.)
-
nicht, dass das
kreisärztliche
Zumutbarkeitsprofil unhaltbar ist.
So
trugen die unfallfremden Beschwerden am Daumen und den Ellbogen ebenfalls zum Scheitern der Wiedereingliederungsversuche bei, was indessen bei der vorlie
genden Beurteilung unberücksichtigt zu bleiben hat. D
ie Präsenzzeit
wurde etwa
wieder reduziert,
als
sich durch die Überlastung am linken Arm ein Tennisellbo
gen entwickelt hat (vgl.
Urk.
3/17 S. 2
und S. 8 f.
;
Urk.
3/19 S. 4
).
Die
verrich
teten
Aufgaben
entsprachen sodann
auch
nicht vollends dem
kreisärztlichen
Belastungsprofil. So sind beispielsweise die Demontage in der Velowerkstatt sowie Bohr
arbeiten nicht optimal und
das Heckenschneiden wird dem Zumut
barkeitsprofil
ebenfalls
nicht gerecht
.
D
emgegenüber
wird
etwa
erwähnt, dass der Beschwerdeführer Arbeiten
im Veloatelier
, welche unterhalb des Brustberei
ches und ohne grösseren Kraftaufwand machbar gewesen seien, engagiert aus
geführt habe. Dies entspricht auch eher dem
kreisärztlichen
Zumutbarkeitsprofil
. Sodann konnte er die Tätigkeit beim Mittags-Lieferdienst abgesehen vom Wischen des Bodens problemlos ausführen und erklärte auch, dass es ihm während des Monats, als er dort gearbeitet habe, sehr gut gegangen sei. Er habe sich allerdings
gelegentlich
unterfordert gefühlt
(vgl.
Urk.
3/14 S. 1 ff.
;
Urk.
3/17 S. 3
f
f.;
Urk.
3/19 S. 1
f
f.
).
Es lässt sich
demzufolge nicht
erkennen
,
dass die Reintegrationsversuche einzig
aufgrund der unfallbedingten Beschwer
den an der rechten Schulter gescheitert sind, weshalb
die erfolglos durchge
führten Eingliederungsmassnahmen
das kre
isärztliche Zumutbarkeitsprofil
nicht
in Frage
zu stellen vermögen.
5.
5
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer aufgrund der unfallbe
dingten Beschwerden
an der rechten Schulter
in der bisherigen Tätigkeit
als Bauarbeiter
zwar nicht mehr arbeitsfähig ist. Gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung ist er indessen in einer angepassten Tätigkeit in Beachtung des Belastungsprofils vollschichtig einsatzfähig, wobei ihm zusätz
lich 10 Minuten Pause pro Stunde zu gewähren sind.
6
.
Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Invaliditätsbemessung
wird schliesslich nicht bestritten und ist
auch
nicht zu beanstanden.
So
setzte sie das
Valideneinkommen
auf
Fr.
68‘900.
--
fest
(vgl.
hierzu etwa
Urk.
9/90; Urk.
9/333)
.
Zur
Bestimmung
des Invalideneinkommens – der Beschwerdeführer
geht derzeit keiner beruflichen Tätigkeit nach
–
stellte die Beschwerdegegnerin auf die Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) ab und wählte
fünf DAP-Blätter
als
Elektrokontrolleur
(
DAP-Nr. 8080), als Gerätekon
trolleur
(
DAP-Nr. 11307) sowie als Produktionsmitarbeiter
(
DAP-
Nr. 385
1 und DAP-Nr. 5390) und als Verpacker
(
DAP-
Nr. 2944)
aus
(vgl.
Urk.
9/346 S. 1
). Diese
Profile
sind mit
dem kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil
in Einklang zu bringen,
handelt
es
sich
dabei
doch
allesamt um körperlich
sehr
leichte Täti
g
keiten und das Einschalten von Pausen ist
ebenfalls
möglich
(vgl.
Urk.
9/346 S.
12 ff.)
.
Soweit der Beschwerdeführer das Einschalten von betriebsunüblichen Pausen lediglich im geschützten Rahmen als möglich erachtete (vgl.
Urk.
1 S. 5), erweist sich dies als unbegründet.
Die vorliegende
Berechnung
anhand der DAP erfolgte
sodann
rechtskonform (vgl. hierzu die Voraussetzungen in
BGE 139 V 592 E. 6.3
) und
d
ie herangezogenen DAP-Blätter
wurden
auch vom Beschwer
deführer nicht in Frage gestellt.
Den
Umstand, dass der Beschwerdeführer
auf zusätzliche Pausen vo
n jeweils 10
Minuten pro Stunde
angewiesen ist, berück
sichtigte die Beschwerdegegnerin
richtigerweise mit einem entsprechenden zeit
lichen Abzug (
Urk. 2 S. 6;
vgl.
BGE 139 V 592 E. 7.3, 129 V 472 E. 4.2.3).
Das ermittelte Invalideneinkommen von Fr.
49‘161.
erweist sich
somit
als korrekt. Wird das
Valideneinkommen
von Fr.
68‘900.
--
dem Invalideneinkommen von
Fr.
49‘161.
--
gegenübergestellt, resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
19‘739.-
-. Dies kommt einem
Invaliditätsgrad von gerundet 29
%
gleich.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwer
d
e führt.