Decision ID: 18377d84-635e-5e6d-9ba1-1bd2ad0f63bb
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Am 27. September 2015 suchten B._ und ihre minderjährigen Kin-
der in der Schweiz um Asyl nach.
B._ gab unter anderem an, sie sei seit 1994 religiös mit dem Be-
schwerdeführer verheiratet, und reichte einen Heiratsschein und eine Fo-
tografie des Beschwerdeführers in Militäruniform ein.
B.
Mit Verfügung vom 22. August 2018 anerkannte das SEM B._ und
– mit Ausnahme des volljährig gewordenen Kindes C._ – ihre Kin-
der als Flüchtlinge, ohne ihnen Asyl zu gewähren, und nahm sie wegen
Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz auf.
Mit gleichentags erfolgter Verfügung stellte das SEM fest, dass C._
die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, lehnte dessen Asylgesuch ab und
ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an, nahm ihn indessen wegen
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz auf.
C.
Am 13. August 2019 suchte der Beschwerdeführer in der Schweiz um Asyl
nach.
D.
Mit Entscheid vom 4.Oktober 2019 trat das SEM auf das Asylgesuch des
Beschwerdeführers nicht ein, verfügte dessen Überstellung nach Italien
und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist
zu verlassen.
E.
Mit Urteil E-5385/2019 vom 23. Oktober 2019 hiess das Bundesverwal-
tungsgericht eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde gut und
hob diesen mit der Anordnung zur vollständigen Sachverhaltsfeststellung
auf.
F.
Am 7. Januar 2020 wurde der Beschwerdeführer dem Kanton D._
zugewiesen.
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G.
Mit Zwischenverfügung vom 21. Februar 2020 bewilligte das SEM das Ge-
such des Beschwerdeführers um Kantonswechsel und wies ihn neu dem
Kanton E._, dem Wohnkanton seiner Ehefrau B._ und der
gemeinsamen Kinder, zu.
H.
Mit Entscheid vom 27. März 2020 trat das SEM erneut auf das Asylgesuch
des Beschwerdeführers vom 13. August 2019 nicht ein und verfügte des-
sen Überstellung nach Italien.
I.
Mit Urteil E-1878/2020 vom 19. Januar 2021 wies das Bundesverwaltungs-
gericht eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde ab.
Dabei hielt es unter anderem fest, dass der Schutz des Familienlebens ge-
mäss Art. 8 EMRK im Dublin-Verfahren zu berücksichtigen sei, soweit eine
tatsächlich gelebte Beziehung bestehe, was vorliegend offensichtlich nicht
der Fall sei. Bei dieser Sachlage sei es Sache des Beschwerdeführers be-
ziehungsweise seiner Ehefrau, beim zuständigen Kanton das für eine Fa-
milienzusammenführung vorgesehene Verfahren gemäss Art. 85 Abs. 7
AIG einzuleiten. Es werde weder behauptet noch belegt, ein solches be-
reits angestrengt zu haben, und es bestehe keine Notwendigkeit der
Fristansetzung für die Einreichung eines solchen. Dem Beschwerdeführer
sei es schliesslich zuzumuten, den Ausgang eines solchen Verfahrens in
Italien abzuwarten.
J.
Mit als « Wiedererwägungsgesuch » bezeichneter Eingabe an das SEM
vom 19. Februar 2021 ersuchte der Beschwerdeführer um Einbezug in die
Flüchtlingseigenschaft und vorläufige Aufnahme (seiner Ehepartnerin). Es
sei auf das Wiedererwägungsgesuch einzutreten, die Verfügung des SEM
in Wiedererwägung zu ziehen und der Einbezug in die Flüchtlingseigen-
schaft seiner Ehefrau und die vorläufige Aufnahme zu gewähren. In verfah-
rensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewährung der aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde und der unentgeltlichen Prozessführung inklusive
Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschusses ersucht. Der Vollzug
sei superprovisorisch auszusetzen.
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K.
Das SEM nahm die Eingabe vom 19. Februar 2021 als Wiedererwägungs-
gesuch (gegen den Nichteintretensentscheid vom 27. März 2020) entge-
gen, trat indessen auf dieses mit Verfügung vom 8. März 2021 (Eröffnung
am 10. März 2020) nicht ein. Gleichzeitig stellte das SEM fest, die Verfü-
gung vom 27. März 2020 sei rechtskräftig und vollstreckbar, einer allfälligen
Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu, und erhob eine Ge-
bühr von Fr. 600.–.
L.
Mit Eingabe vom 17. März 2021 erhob der Beschwerdeführer gegen diesen
Entscheid Beschwerde. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die
Verfügung vom 27. März 2020 in Wiedererwägung zu ziehen und die Vor-
instanz anzuweisen, sich für die Beurteilung des Asylgesuches als zustän-
dig zu erklären. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu er-
teilen, die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses zu verzichten.
M.
Mit Schreiben vom 18. März 2021 bestätigte das Bundesverwaltungsge-
richt den Eingang der Beschwerde.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Nachdem gemäss Lehre und Praxis Wie-
dererwägungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung
auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden können, ist
das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1
BGG).
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1.2 Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf seine frist- und formgerecht
eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 105 und 108 Abs. 3 AsylG;
Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
2.
2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-
gen richten sich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG.
2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend
aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2
AsylG).
3.
3.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-
regelt (Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM innert
30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schriftlich und
begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG); im Übrigen richtet sich
das Verfahren nach den revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 66–
68 VwVG. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass, kommt eine gesuch-
stellende Person ihrer Begründungspflicht nicht nach, die Behörde gemäss
Art. 111b Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2 VwVG die Möglich-
keit hat, auf das Gesuch nicht einzutreten (BVGE 2014/39 E. 7).
3.2 In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwä-
gungsgesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung auf-
grund einer nachträglich eingetretenen erheblichen Veränderung der Sach-
lage (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylre-
kurskommission [EMARK] 1995 Nr. 21 E. 1 S. 202 ff.). Gemäss herrschen-
der Lehre und ständiger Praxis des Bundesgerichts wird aus Art. 29 BV
unter bestimmten Voraussetzungen ein verfassungsmässiger Anspruch
auf Wiedererwägung abgeleitet (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 137 f. m.w.H.).
Danach ist auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der
rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid bezie-
hungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechtsmitte-
linstanz in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche
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(fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der
Sachlage anzupassen ist.
3.3 Falls die abzuändernde Verfügung unangefochten blieb – oder ein ein-
geleitetes Beschwerdeverfahren mit einem blossen Prozessentscheid ab-
geschlossen wurde – können auch Revisionsgründe einen Anspruch auf
Wiedererwägung begründen (zum sogenannten «qualifizierten Wiederer-
wägungsgesuch» vgl. etwa EMARK 2003 Nr. 17 E. 2.a S. 103 f. m.w.H.).
3.4 Die Vorinstanz ist auf das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten, womit die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu
Recht auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten ist (BVGE
2014/39 E. 7).
4.
4.1 Als Begründung seines Wiedererwägungsgesuches machte der Be-
schwerdeführer geltend, das SEM und das Bundesverwaltungsgericht hät-
ten sein Asylgesuch, mit dem er in die vorläufige Aufnahme und in die
Flüchtlingseigenschaft seiner Frau hätte einbezogen werden wollen, nicht
behandelt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)
habe kürzlich sein Eintreten auf einen Fall betreffend die Tragweite von
Art. 8 EMRK bei einer vorläufigen Aufnahme behandelt. Zudem habe das
BVGer entschieden, dass sich auch Personen, welche einen Familien-
nachzug anstrengten, aber nur über eine vorläufige Aufnahme verfügten,
auf Art. 8 EMRK berufen könnten. Er wolle wieder mit seiner Familie zu-
sammenleben und es sei unzumutbar, wieder von ihr getrennt zu werden.
Er werde sich um Arbeit bemühen, um in Zukunft als Familie sozialhilfeun-
abhängig zu sein. Das SEM habe ihm und seiner Ehefrau auch deshalb
das Zusammenleben mit der Bewilligung des Kantonswechsels erlaubt, da
es sowohl vom Bestand der Ehe als auch von einem real gelebten engen
Kontakt ausgehe.
4.2 Das SEM hielt in der angefochtenen Verfügung fest, dass der Be-
schwerdeführer sein Wiedererwägungsgesuch alleine mit einer angeblich
neuen Rechtsprechung des EGMR und des BVGer zu Art. 8 EMRK be-
gründe. Mit der Anrufung eines nach Abschluss des ordentlichen Verfah-
rens ergangenen Urteils könne indessen kein Wiederwägungsgrund gel-
tend gemacht werden. So handle es sich bei einer neuen Rechtsprechung
weder um eine nachträgliche Änderung des entscheidwesentlichen Sach-
verhalts noch um einen Revisionsgrund. Zudem treffe es schlicht gar nicht
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zu, dass wie von ihm behauptet die Prüfung von Art. 8 EMRK nicht vorge-
nommen worden sei. Das Bundesverwaltungsgericht habe in seinem Urteil
E-1878/2020 vom 19. Januar 2021 klar festgehalten, dass der Beschwer-
deführer vorliegend gehalten sei, den Familiennachzug bei den kantonalen
Behörden gemäss den Bestimmungen von Art. 85 Abs. 7 AIG einzuleiten
(vgl. Urteil E-1878/2020, E. 8.4.1). Im Weiteren habe es auch ausgeführt,
warum vorliegend der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehe-
frau nicht möglich sei.
5.
5.1 Das SEM hat die Eingabe vom 18. Dezember 2020 als Wiedererwä-
gungsgesuch gegen den Nichteintretensentscheid vom 27. März 2020 ent-
gegengenommen (entsprechend der Variante wie oben in E. 3.2). Diese
verfahrenstechnische Einordnung ist zutreffend. Aus den genannten Erwä-
gungen in der angefochtenen Verfügung ergibt sich, dass das SEM im Er-
gebnis das Wiedererwägungsgesuch als nicht gehörig begründet erachtete
und unabhängig von der Frage der Rechtzeitigkeit der Einreichung des Ge-
suches auf dieses nicht eintrat. Diese Einschätzung ist zu bestätigen.
5.2 Ein Wiedererwägungsgesuch ist gehörig begründet, wenn ihm genü-
gend substanziierte Wiedererwägungsgründe zu entnehmen sind (vgl. Ent-
scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission
[EMARK] 2003 Nr. 7 E. 4a; BVGE 2014/39 E. 5 ff., zumal zwischen
Art. 111b und Art. 111c AsylG ein enger Zusammenhang besteht [vgl.
BVGE 2014/39 E. 5.5]). Unter anderem liegt dann keine gehörige Begrün-
dung vor, wenn in einem Wiedererwägungsgesuch ausschliesslich Gründe
angeführt werden, welche schon im Rahmen eines ordentlichen Beschwer-
deverfahrens hätten eingebracht werden können (Art. 66 Abs. 3 VwVG).
Mit dem SEM ist festzuhalten, dass es sich bei einer neuen Rechtspre-
chung weder um eine nachträgliche Änderung des entscheidwesentlichen
Sachverhalts noch um einen Revisionsgrund handelt (vgl. ANDRÉ MO-
SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 307 Rz. 5.50) Ohnehin hätte eine
solche Rechtsprechungsänderung, wenn überhaupt vorliegend tatsächlich
erfolgt, bereits im Rahmen des Beschwerdeverfahrens E-1878/2021 vom
Beschwerdeführer geltend gemacht werden müssen. Entgegen der Be-
hauptung im Wiedererwägungsgesuch hat das Bundesverwaltungsgericht
in seinem Urteil E-1878/2021 vom 19. Januar 2021 eine Prüfung von Art. 8
EMRK vorgenommen und im Weiteren auch ausgeführt, warum vorliegend
der Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft seiner Ehefrau nicht möglich
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sei. Es hat darauf hingewiesen, dass es bei dieser Sachlage Sache des
Beschwerdeführers beziehungsweise seiner Ehefrau sei, beim zuständi-
gen Kanton das für eine Familienzusammenführung vorgesehene Verfah-
ren gemäss Art. 85 Abs. 7 AIG einzuleiten. Hierzu ist vollständigkeitshalber
festzuhalten, dass nicht erkennbar ist, ob und inwiefern eine allfällige Ein-
reichung eines solchen Gesuches nach Ergehen des Urteils einen Wieder-
erwägungsgrund darstellen könnte.
Soweit sich der Beschwerdeführer auf einen bewilligten Kantonswechsel
zwecks Zusammenleben beruft, ist festzuhalten, dass dieser bereits vor
über einem Jahr am 21. Februar 2020 verfügt wurde; dieser bereits Ge-
genstand der Rechtsmitteleingabe des Beschwerdeführers im Rechtsmit-
telverfahren E-1878/2020 (vgl. Beschwerdeschrift Seite 16) war und dieser
im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-1878/2020 vom 19. Januar
2021 bereits materiell gewürdigt wurde (vgl. Sachverhaltsziffern m.c und
m.d und Erwägungen 8.4.1 und 8.4.2). Von einer zwischenzeitlich verän-
derten Sachlage kann daher keine Rede sein. Wie bereits obenstehend
festgehalten, darf das Wiedererwägungsgesuch nicht dazu dienen, die
Rechtskraft von Verwaltungsentscheiden immer wieder infrage zu stellen
oder die Fristen für die Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen.
5.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Voraussetzungen zum
Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch vorliegend aus mehreren
Gründen klar nicht erfüllt waren, weshalb das SEM zu Recht gestützt auf
Ar. 111b Abs. 2 AsylG in Verbindung mit Art. 13 Abs. 2 VwVG auf dieses
nicht eintrat. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Mit dem vorliegenden Entscheid werden die Gesuche um Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung der Beschwerde und um Verzicht auf das Erheben
eines Kostenvorschusses gegenstandslos.
Aufgrund der Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren ist das Gesuch um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen. Bei diesem
Ausgang des Verfahrens sind die Kosten im Umfang von Fr. 1500.– dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG;
Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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