Decision ID: 56fc21b4-efde-438b-a1ea-2e0bdf0ca5b1
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1957
,
gelernte kaufmännische Angestellte
(vgl.
Urk.
7/2
Ziff.
5.3)
,
meldete sich u
nter Hinweis auf
einen seit Geburt bestehenden Genfehler, ein am
4.
Juli 2009 erlittenes Schleudertrauma, eine seit 30 Jahren bestehende Fibromyalgie und eine seit Geburt bestehende Osteoporose
am
4.
September 2015
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/2
Ziff.
6.1-3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab
und holte bei der
M
edas
Y._
(nachfolgend
MEDAS
)
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
1
6.
Mai 2017
erstattet wurde (
Urk.
7/43
).
Sodann veranlasste die IV-Stelle eine Haushaltabklärung, über welche am 1
3.
Juli 2017 Bericht erstattet wurde (
Urk.
7/50).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/52
;
Urk.
7/58
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
6.
Oktober 2017 einen Rentenanspruch (
Urk.
7/63
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am
7.
November 2017
Beschwerde gegen die Verfügung vom
6.
Oktober 2017
(
Urk.
2) und beantragte, diese
sei aufzuheben und es sei ihr nach ergänzenden Abklärungen ab dem
1.
März 2016 eine Invalidenrente zuzu
sprechen
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
4.
Dezember 2017
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde der
Beschwerdeführerin am
3
1.
Januar 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts;
ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo
r
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1
.4
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts
bemessung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungs
vergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo
thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei
gungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse,
wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei fü
r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1
.6
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass bei der Beschwerdeführerin gemäss dem
MEDAS
-
Gutachten vom 1
6.
Mai 2017 eine durch
schnittliche
Leistungseinschränkung von 17.5
%
bei einer Tätigkeit von 8 Stunden pro Tag
bestehe
.
Eine vorgängige höhere Einschränkung sei anhand der Akten nicht feststellba
r
. Auf das
MEDAS
-Gutachten könne abgestellt werden. Ohne gesundheitliche Einschränkungen wäre die
Beschwerdeführerin
als
zu 100
%
im Haushalt
tätig
einzustufen
. Da einerseits das Wartejahr nicht erfüllt worden sei und auch die Einschränkungen im Haushalt unter 40
%
lägen, bestehe kein Anspruch auf eine Leistung der Invalidenversicherung (S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend, sie leide seit ihrer Jugend unter einem generalisierten Weichteilschmerzsyndrom mit Schmerzen am ganzen Körper, welches sich nach der Geburt ihres Sohnes im Jah
r 1986 erheblich verstärkt habe,
so
dass die Wiederaufnahme ihrer Erwerbstätigkeit im erlernten Beruf als Sekretärin und Buchhalterin ausgeschlossen gewesen sei. Ihre von 1998 bis 1999 unternommenen Arbeitsversuche in verschiedenen Tätig
keits
bereichen seien jeweils bald an den krankheitsbedingten Leistungsein
schrän
kungen gescheitert
.
Seit
dem Jahr
2011 brauche sie selbst zur Haushaltsbe
wälti
gung Unterstützung
(S.
2 f.
Ziff.
2-
3).
Im Sommer 2015 hätten sich die Beschwer
den bis zur Unerträglichkeit gesteigert, weshalb eine stationäre Behandlung nötig
geworden sei (S. 4
Ziff.
4). Sie sei nicht als
Hausfrau
sondern als Vollerwerbstätige zu qualifizieren (S. 4
Ziff.
5
, S.
7 f.
Ziff.
7
, S. 11
Ziff.
10
).
Auf das
MEDAS
-Gutachten könne nicht abgestellt werden
(S. 8 f
f
.
Ziff.
9)
. Auch der Haushaltab
klärungsbericht
sei dahingehend zu korrigieren,
dass ein Invaliditätsgrad v
on mindestens 52.5
%
resultiere. Damit erreiche sie
selbst bei der Qualifikation als nichterwerbstätige Hausfrau einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad (S. 11 f.
Ziff.
11).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente.
3
.
3
.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, führte in seinem
S
chreiben an
die
Stiftung
A._
in
B._
(D)
vom
3.
September 2013 (
Urk.
7/15/12-13) aus, er behandle die Beschwerdeführerin in Vertretung seines Praxispartners. Es sei eine
Osteoporose diagnostiziert worden, welcher wahrscheinlich unberechtigt die Schuld an den starken Rücken- und Gliederschmerzen der Patientin gegeben worden s
ei. Die seit Jahren bestehenden Schmerzen hätten zu einer
Opiatab
hängig
kei
t geführt. Um ihr nicht Unrecht zu tun, habe er ein
MRI der
Hals
wirbelsäule (
HWS
)
,
der Brustwirbelsäule (
BWS
)
und
der Lendenwirbelsäule
(
LWS
)
durchführen lassen, welches jedoch keine besonders auffälligen Befunde
ergeben habe.
Dr.
Z._
führte aus,
er glaube, dass die Patientin an einer Fibro
myal
gie leide,
was die generalisierten
Tendomyopathien
erklären würde (S. 1 Mitte).
Labormässig liessen sich keine wesentlichen pathologischen Befunde erheb
en.
Dr.
Z._
führte aus, es gehe ihm darum
, die Patientin einerseits umfassend betreuen zu können, wozu es eine homöopathische Grundbehandlung brauche. Zu
dem habe die Beschwerdeführerin im Internet einen B
ezug zwischen Fibro
myal
gie und m
ultiple
r
S
klerose gefunden, was
sie verfolge (S. 1 unten). Zum a
nde
ren müsste die Patientin unbedingt von den Schmerzmitteln entwöhnt werden (S. 2 oben).
3
.2
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Allgemeine
Innere Medizin,
stellte in seinem Bericht vom 2
1.
September 2015 (
Urk.
7/9
/5-7
) folgend
e Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
Panvertebralsyndrom
-
cervikospondylogenes
Syndrom
-
Thorakovertebralsynd
rom
-
Status nach HWS-Schleudertrauma im Jahr 2006
-
Osteoporose
-
Medikamentenabhängigkeit
Dr.
C._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit 1994 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am
2.
September 2015 erfolgt (
Ziff.
1.2).
In ihrer bisherigen Tätigkeit
im Haushalt sei
sie
nur für schwere Arbeiten ein
geschränkt. Sie leide vor allem unter Schmerzen im Bereich des Rückens. Eine Haushalttätigkeit sei nach wie vor zumutbar
(
Ziff.
1.6-7).
3
.3
Dr.
Z._
stellte in seinem Bericht vom
2
8.
Oktober 2015 (
Urk.
7/15/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
chronisches
thorakovertebrales
Schmerzsyndro
m (
Panvertebralsyndrom
)
-
Fibromyalgie
-
diverse Arthrose (Hände)
-
Status nach HWS-Schleudertrauma im Jahr 2009
-
Medikamentenabhängigkeit
-
Osteoporose (primäre)
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er
eine
Ang
st
psychose
(
Ziff.
1.1).
Dr.
Z._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
7.
Juli 2013 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am
7.
Oktober 2015 erfolgt. Er habe die Patientin jeweils bei Abwesenheit von
Dr.
C._
behandelt,
und er sei kein Hausarzt (
Ziff.
1.2).
Die Beschwerdeführerin sei bis vor
der Schwangerschaft im Jahr 1986
als Direk
tionssekretärin tätig gewesen und seither Hausfrau. W
egen der Schmerzen
sei sie
nic
ht mehr arbeitsfähig
. Als Hausfrau
sei sie nur
noch
während
6 Stunden arbeitsfähig
. Seit dem Jahr 2011 werde sie von der Spitex unterstützt, was aber finanziell nicht mehr machbar sei. Sie sei teilweise sehr stark eingeschränkt
(
Ziff.
1.7).
Auch in einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin seit etwa 20 Jahren eingeschränkt
(
Ziff.
3).
3
.4
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Allgemeine Innere Medizin
,
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Univer
si
tätsspital
E._
, stellte
in
seinem
psychiatrischen Konsilium vom
6.
Novem
ber 2015
(
Urk.
7/29/13-15)
folgende Diagnosen (S. 2 unten):
-
Opiat- und Sedativa-Abhängigkeit (ICD-10 F 19.2)
bei
sst
.
Medikamenten
überdosierung
-
sekundär bei chronischer Schmerzproblematik, Differenzialdiagnose zur Affekt-/Schlafregulation
-
simultaner Missbrauch weiterer, nicht-abhängigkeitserze
ugender Phar
maka (ICD-10 F55.9)
-
Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeitszüge vom
histrionischen
(Diffe
ren
zialdiagnose emotional-instabilen) Subtyp
-
Verdacht auf chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi
schen Faktoren (ICD-10 F45.4)
-
auf dem Boden einer rheumatologischen Grunderkrankung (Differen
zialdiagnose Fibromyalgie), noch nicht näher bezeichnet
In
seiner Beurteilung führt
e
Dr.
D._
aus, unabhängig von der gen
auen rheu
matologischen Diagnose
lägen deutliche Hinweise auf eine Oszillation der Schmerz
perzeption mit der affektiven Verfassung sowie kongruent zur Dynamik psychosozialer Belastungen vor. Zudem bestünden, selbst wenn
(wie von der Be
schwerdeführerin geltend gemacht)
der Bericht von
Dr.
C._
falsch ver
fasst worden sei
n sollte
,
deutlichste Hinweise auf einen relevanten,
chronifi
zier
ten
Medikamentenabusus
, wa
hrscheinlich sekundär im Rahmen der Schmerz
prob
le
matik, mit konsekutiver Schmerzfixation. Sie gingen davon aus, dass die Be
schwerdeführerin
zum jetzigen Zeitpunkt einen grossen Anteil positiv besetzter Beziehungen über ihr
Behandlernetz
(Krankheitsgewinn) erhalte. Zudem dürfte eine eigentliche Identifikation mit der Rolle als Kranke und simultan als Expertin für ihre Erkrankung stattgefunden haben
. Letzteres könne hypothetisch einem häufig zu beobachtendem Verhaltensmuster zur Kompensation von Insuffizienz
gefühlen zugeordnet werden (S. 2 Mitte).
Die Patientin sei im Zimmer auf dem Bett liegend angetroffen worden und habe b
e
reitwillig und offen Auskunft gegeben. Ihr Problem seien die Rücken
schmer
zen, die sie schon seit über 30 Jahre
n
habe.
Dr.
C._
habe das lange nicht richtig erkannt,
aber sie wisse nun, dass sie an einer Fibromyalgie leide
. Momen
tan leide s
ie
an intensivsten Schmerzen. Sie verstehe nicht, warum man ihr, ob
wohl die Schmerzen auf der Skala
zeitweise
sogar über 10 lägen, keine
Lidocain
-Spritzen gebe, und warum sie nicht mehr Therapie erhalte. Die Beschwerden würden sie schon im Alltag behindern. Sie habe aber ein sehr unterstützendes Umfeld. Die aktuelle Schmerzkompensation sehe s
ie
im Rahmen einer subjektiven Überlastungssituation, da sie eine Bauleitung übernommen
und sich überan
strengt
habe.
Sie habe das nicht formell gelernt, jedoch improvisiere sie und habe sich viel beigebracht. Sie habe sich auch ein medizinisches Wissen über ihre Krankheit angeeignet, das teils über demjenigen von durchschnittlichen Ärzten liege (S. 1 unten).
Laut Angaben der Beschwerdeführerin sei
Dr.
Z._
wie ein Vater für sie. Er verste
he sie
.
Der vorherige Hausarzt
Dr.
C._
habe falsch abgerechnet und falsche Bericht
e
über sie verfasst
. In der Rehaklinik
F._
sei man fürchterlich mit ihr umgesprungen und die Berichte seien falsch verfasst worden. Wichtige Ressourcen seien das aktive Ausüben ihrer zahlreichen Hobbies (Kochen, Backen, Lesen, TV-Serien etc.) sowie
die
Religion
(S. 2 oben)
.
3
.5
Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie,
E._
, stellten in ihrem Austrittsbericht vom 1
8.
November 2015 (
Urk.
7/17/6-9) nach
Hospitalisation
der Beschwerde
füh
rerin vom
2.
bis 1
8.
November 2015 folgende Diagnosen (S. 1):
-
p
anvertebrales Schmerzsyndrom
mit
zervikozephaler
und
zerviko-lum
bo
spondylogener
Komponente
-
Status nach HWS-Distorsion
2009
nach Auffahrunfall
-
rechtskonvexe thorakale Skoliose, Hyperkyphose der BWS, Schulter
tiefstand links
-
segmentale Dysfunktion der HWS und obere
n
BWS
, sekundäre
myo
fasziale
Befunde paravertebral der HWS und BWS
-
Bildgebung: MRI HWS/BWS/LWS
vom 1
5.
August 2013:
Chondrose
der
Disci
in der
HWS
mit
Bulging
Höhe C5/6 ohne Nervenwurzel
kompression, Segment C6/7
mediolaterale
Protrusion
mit Kontakt
präforami
n
al
der Wurzel C6,
Chondrose
der Diskus am L5/S1,
Spondyl
arthrosen
der unteren
BWS
-
Therapie: multimodale rheumatologische Komplextherapie vom
2.
bis 1
8.
November 2015
-
Opiat- und Sedativa-Abhängigkeit (ICD-10 F19.2)
bei
sst
.
Medikamenten
überdosierung
-
sekundär bei chronischer Schmerzproblematik, Differenzialdiagnose zur Affekt-/Schlafregulation
-
simultaner Missbrauch weitere
r
, nicht-abhängigkeitserzeugender Phar
maka
(ICD-10 F55.9)
-
Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeitszüge vom
histrionischen
(Diffe
renzialdiagnose emotional instabilen) Subtyp
-
Verdacht auf chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi
schen Faktoren (ICD-10 F45.4)
-
Osteoporose
-
rezidivierende Sinusitiden
-
Metorrha
gien
-
diverse Medikamentenunverträglichkeiten
Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin sei durch
Dr.
Z._
zur Ab
klärung bei langjährigen diffusen Schmerzen am Bewegungsapparat zuge
wiesen worden
.
MR-tomographisch habe sich
im Jahr 2013
kein wegweisender Befund gezeigt
. Klinisch habe bei Eintritt eine Fehlhaltung mit Schultertiefstand links und Hyperkyphose der BWS sowie eine rechtskonvexe thorakale Skoliose mit ausgeprägter
Druckdolenz
sowie Muskelhartspann im Bereich der paravertebralen Muskulatur der HWS und BWS imponiert.
Hinweise für eine
radikuläre
Prob
lematik
oder eine entzündliche Genese mit Arthritiden beziehungsweise
Syno
vitiden
hätten sich nicht gefunden.
In der Laboranalyse seien die Entzündungswerte nicht erhöht gewesen. Im MRI der Wirbelsäule seien degenerative Veränderungen mit
Chondro
se
der
Disci
in der
HWS
mit
Bul
ging
Höhe C5/6 ohne Nervenwurzelkompressionen nachweisbar gewesen.
Die Ärzte führten aus,
die Beschwerden würden im Rahmen eines panvertebralen Schmerzsyndroms mit
zervikozephaler
,
zervikospondylogener
und
lumbo
spon
dy
lo
gener
Komponente mit aktuell segmentalen Dysfunktionen im Bereich der HWS und
BWS
sowie ausgeprägten
myofaszialen
Befunden paravertebral der
HWS
, am
Musculus
t
rapezius
beidseits sowie rechtsb
etont paravertebral der BWS interpretiert.
Auf Wunsch der Patientin sei ein
neurologisches Konsilium bei Angst vor einer multi
plen Sklerose erfolgt, wobei sich
keine Hinweis
e
hierfür gefunden hätten
(S. 2 Ad
1).
Im Rahmen der multimodalen Komplextherapie habe die Patientin ein psy
chia
trisches Konsilium erhalten, in welchem sich deutliche Hinweise für einen chro
ni
schen
, relevanten
Medikamentenabusus
mit konsekutiver Schmerzfixation
ge
zeigt hätten
. Die empfohlene Reduktion der psychotropen Medikamente habe nur zum Teil umgesetzt werden können. Weiter sei der Verdacht auf eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie der Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeit
s
züge vom
histrionischen
Su
btyp gestellt worden (S. 2 Ad 2-4)
.
3
.6
Med.
pract
.
G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte in seinem Bericht vom
1
7.
Dezember 2015 (
Urk.
7/17/1-5)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
pan
vertebrales Schmerzsyndrom mit
zervik
o
zephaler
und
zervik
o-lumbo
spondylo
gener
Komponente
-
rechtskonvexe Skoliose, Hyperkyphose der BWS
-
Schultertiefstand links
-
Opiat- und Sedativa-Abhängigkeit (ICD-10 F19.2)
-
Medikamentenüb
erdosierung
-
Persönlichkeitsstörung vom
histrionischen
Subtyp (
ICD
- Z 73.1)
Med.
pract
.
G._
führte aus, d
ie Beschwerdeführerin sei seit dem 1
6.
Oktober 2015 bei ihm in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 1
7.
Dezember 2015 erfolgt (
Ziff.
1.2).
D
ie
Patientin arbeite seit Jahren nicht mehr und werd
e einmal pro Woche im Haushalt von
der Spitex unterstützt.
Sie sei nicht belastbar. In einer Aufsichtsarbeit bestünde möglicherweise eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
(
Ziff.
1.7).
Seit Jahren sei keine behinderungsangepasste Tätigkeit mehr möglich (
Ziff.
3).
3
.7
Med.
pract
.
G._
nannte in seinem Bericht vom
8.
April 2016 (
Urk.
7/19/1-3)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.2):
-
panvertebrales, invalidisierendes Schmerzsyndrom bei
-
rechtskonvexer Skoliose
-
Hyperkyphose der BWS
-
Schultertiefstand links
-
Osteoporose
Med.
pract
.
G._
führte aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert (
Ziff.
1.1).
Es bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Sie sei invalide
(
Ziff.
2.1-2).
3
.8
Am 1
6.
Mai 2017 erstatteten
Dr.
med. H._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
und für
Klinische Pharmakologie und Toxikologie
,
Dr.
med. I._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Physikalische Medizin und Reha
bilitation,
Dr.
med. J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med. K._
, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin,
MEDAS
, ihr polydisziplinäres Gutachten (
Urk.
7/43/1-24)
. Die Gutachter stellten zusammenfassend folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 18 III
.
):
-
generalisiertes,
chronifiziertes
und therapieresistentes Weichteil
schmerz
syndrom
-
Differenzialdiagnose
ausgedehntes Fibromyalgie-Syndrom
-
Differenzialdiagnose
myofasziales
Schmerzsyndrom bei muskulärer
Dysbalance
-
panvertebrales
spondylogenes
Schmerzsyndrom
-
degenerative
Diskopathien
C5-C7 und L5/S1
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine Osteoporose bei konstantem stabilen Verlauf, eine Polyarthrose mit Finger
polyarthrose und
Hallux
rigidus
links,
eine anhaltende somatoforme Schmerz
stö
rung (ICD-10 F45.4),
eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit hysteri
schen,
histrionischen
und emotional-instabilen Anteilen, eine Leukozytose
,
am ehesten reaktiv nach Steroid und Lok
alanästhetika-Injektion am Vort
ag, sowie ein
kontrollbedürftige
s
, leicht erniedrigte
s
T
hyreoidea
-stimulierendes Hormon
(S.
18 f. III.).
Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Direktionssekretärin könne im Konsens weiterhin eine Tätigkeit in vollem zeitlichen Rahmen zu 8 Stunden pro Tag mit einer Leistungsm
inderung von 15 bis maximal 20
%
aufgrund einer schmerzbedingten
Dekonditionierung
festgestellt werden, geltend ab Zeitpunkt der Begutachtung. Vorgängige höhere Einschränkungen seien nicht feststellbar
anhand der Aktenlage. Auch bezüglich der Haushalttätigkeit könne die Arbeits
fähigkeit in gleichem Masse festgelegt werden, in vollem zeitlichen Rahmen zu 8
Stunden pro Tag mit einer Leistungsminderung von maximal 20
%
. Auch diese Angabe gelte seit Zeitpunkt des Gutachtens, wobei auch hier vorgängig keine höhere Einschränkung ausgewiesen werden könne (S.
21 VI.
Ziff.
1)
.
Die Gutachter führten aus, im Konsens könne eine Arbeitsfähigkeit für alle ange
passten Tätigkeiten mit der Möglichkeit zu Wechselpositionen, ohne Witterungs
exposition, ohne repetitives Hebe
n von Gewichten über 5 bis 7 kg
, ebenso in vollem zeitlichen Rahmen zu 8 Stunden am Tag mit einer Leistungsminderung von 15
%
bis maximal 20
%
attestiert werden, geltend ab Zeitpunkt der Begut
achtung. Auch diese Leistungsminderung sei bedingt durch eine schmerzbedingte
Dekonditionierung
. Auch für angepasste Tätigkeiten könne im Konsens anhand der Aktenlage keine vorgängige
höhergradige
Einschränkung festgestellt werden (S. 21 VI.
Ziff.
2).
Die somatische Schmerzstörung müsse als durch die bestehende Akzentuierung von Persönlichkeitszügen begünstigt gesehen werden, ebenso letztlich begründet durch die rheumatologisch gestellten Diagnosen des
myofaszialen
Schmerzsyn
droms respektive der Fibromyalgie sowie des
Panvertebralsyndroms
. Dennoch seien die erlebten und geltend gemachten Beschwerden und Funktionsausfälle im Verhältnis zu den objektivierbaren Befunden im Konsens ungleich viel höher (S.
19 III.
Ziff.
3).
Zur Konsistenz führten die Gutachter aus, die in den Aktenlagen festgestellten Befunde und Diagnosen könnten aus somatischer Sicht im Wesentlichen bestätigt werden.
Fachpsychiatrische Berichte und Diagnosen lägen abgesehen von einer konsiliarischen Beurteilung im Jahr 2015 keine vor
. Eine von
Dr.
Z._
aufgeführte Angstpsycho
se könne nicht bestätigt werden. Dies sei eher als Fehl
diagnose einzustufen, ebenso
die
von med.
pract
.
G._
gestellte Diagnose einer Persönlichkeitsstörung.
Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerz
störung und Akzentuierung der Persönlichkeit
szüge mit vergleichbaren Anteilen sei dagegen bereits vo
n
Dr.
D._
in einem psychiatrischen
Konsil
während des Klinikaufenthaltes gestellt worden. Die Gutachter führten aus, die geltend ge
machten Einschränkungen im Alltag könnten anhand aller objektivierbaren Befund
e
im Konsens nicht nachvollzogen werden
(S. 20 V.
Ziff.
1).
Die objektivierbaren Befunde liessen deutlich geringere Einschränkungen erwar
ten, als sie geltend gemacht würden. Hierfür verantwortlich gemacht werden könne
allenfalls auch die auffällige Affektinkontinenz unter den diversen, sich gegen
seitig induzierenden und das zentrale Nervensystem sedierenden Medikamenten (S. 20 V.
Ziff.
2).
Im Konsens auffallend sei eine weinerliche Grundstimmung,
welche teils demonstrativ und
appellativ
wirke. Es
falle auch ein ausgeprägtes Überzeichnen der Beschwerden im Sinne eines
Aggravierens
auf, neben Selbst
limitierung und Symptomausweitung
. Die Tendenzen nähmen jedoch kein Aus
mass an, welches a
ls Ausschlussgrund gelten würde
(S. 16
Ziff.
4).
3
.9
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Chirurgie,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
führte in seiner Stellungnahme vom
8.
Juni 2017 (
Urk.
7/51/4-5) aus, dass auf das polydisziplinäre
MEDAS
-Gutachten
abgestellt werden könne. Das Gut
ach
ten sei ausführlich, bewerte die Aktenlage, die klinischen Untersuchungen lägen vor und die Befunde und Diagnosen seien plausibel.
3
.10
Dr.
med.
M._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte in ihrem Schreiben vom 3
0.
Oktober 2017 (
Urk.
7/73) aus, die Beschwerde
führerin sollte eine 100%ige Invalidenrente bekommen, da sie im Haushalt praktisch nichts mehr tun könne. Aus diesem Grund komme die Spitex seit 2011 jede Woche zu ihr. Auch eine berufliche Tätigkeit könne di
e Beschwerdeführerin wegen den s
tarken und zum Teil akut auftretenden und einschiessenden Schmer
zen nicht ausüben. Dazu nehme sie eine Menge Medikamente ein, welche eine berufliche Tätigkeit auch
verunmöglichten.
Die Beschwerdeführerin leide an einer schweren Fibromyalgie und an einer Arthrose der Extremitäten, an
Diskopathien
und an einer sehr reduzierten Belast
barkeit sowie an einem schlechten Schlaf.
Die spätestens seit anfangs 2000 existierende Arbeitsunfähigkeit betrage nach wie vor 100
%
, und in den letzten Jahren habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin noch verschlechtert.
Sie
brauche
häufig und akut Spritzen in die
Rückenmuskulatur
,
für die sie notfallmässig den Arzt oder eine ausgebildete Pflegerin aufsuchen müsse. Das Gutachten der
MEDAS
enthalte Diskrepanzen
,
und
die Beschwerdeführerin
sei tatsächlich zu 82
.
5
%
arbeitsunfähig.
4
.
4
.1
Gestützt auf das
MEDAS
-Gutachten vom Mai
2017 (vgl. vorstehend E. 3.8
) ging die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass seit dem Untersuchungszeitraum von einer durchschnittlichen Leistungseinschränkung von 17,5
%
bei einer Tätigkeit von 8 Stunden pro Tag auszugehen
und eine vorgängige höhere Einschränkung nicht ausgewiesen
sei (vgl. vorstehend E. 2.1).
4
.2
Das
MEDAS
-Gutachten
vom Mai 2017
erfüllt die formalen Beweiswert-
Anfor
de
rungen (vorstehend E. 1.7
) ohne weiteres, ist es doch für die streitigen Belange um
fassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt auch die ge
klag
ten Beschwerden und wurde in Kenntnis der
wesentlichen
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben.
Auch die von der Beschwerdeführer
in
zur Begutachtung
mitgebrachten medizinischen Akten wurden berücksichtigt und ergänzend ein Bericht betreffend einen
Reha-Aufenthalt
eingeholt (vgl.
Urk.
7/43
/1-24
S.
8 f.
)
.
Darüber hinaus leuchtet
das Gutachten
auch in der
Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält nachvollziehbar
begründete Schlussfolgerungen, weshalb darauf abge
stellt werden kann.
4.3
Insbesondere
erging
die
somatische
Beurteilung
im MEDAS-Gutachten im Ein
klang
mit jener der Ärzte der Klinik für Rheumatologie
,
E._
,
vom November 2015 (
vgl. vorstehend E. 3.5). Dies
er Klinikaufenthalt vom
2.
bis 1
8.
November 2015 erfolgte, da sich laut der Beschwerdeführerin die Beschwerden im Sommer 2015 bis zur Unerträglichkeit gesteigert hätten (vgl. vorstehend E. 2.2). Jedoch hielten die Ärzte fest, dass sich
MR-tomographisch kein wegweisender Befund gezeigt habe und sich weder Hinweise für eine
radikuläre
Problematik noch für eine entzündliche Genese gefunden hätten.
Weitere bildgebende Abklärungen erachteten sie nicht für geboten.
Soweit die Beschwerdeführerin nun rügte, es seien keine aktuellen Bildaufnahmen ihrer geschädigten Wirbelsäule veranlasst worden (
Urk.
1 S. 6
lit
. d, S. 8 f.
Ziff.
9
lit
. a, S. 10
lit
. c)
,
kann ihr nicht gefolgt werden.
Auch die Rüge der Beschwerdeführerin, dass die MEDAS-Gutachte
r ihren sehr hohen wöchentlichen
Therapie- und Medikamentenbedarf nicht gewürdigt hätten (S. 9 f.
lit
. b)
, geht in Anbetracht
des durchgehend dokumentierten
Medikamen
tenabusus
(vgl. vorstehend E. 3.1-6) ins Leere.
So lassen bei einer Medikamen
tenabhängigkeit
respektive bei einem Medikamentenmissbrauch
die Anzahl der eingenommenen Medikamente und der veranlassten Injektionen keine verlässli
chen Schlüsse auf das tatsächlich vorhandene Beschwerdeausmass zu.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, sie sei
auch
durch die Finger
polyarthrose in sämtlichen Tätigkeiten massiv eingeschränkt
(
Urk.
1
S. 10 oben
)
,
erweist sich dies
als
nicht plausibel. So liegen keine fachärztlichen Berichte vor, welche auf eine
im bisher
igen Tätigkeitsbereich der Beschwerdeführerin resultie
rende Einschränkung schliessen lassen würden. Demnach kann der Einschätzung im rheumatologischen Teilgutachten gefolgt werden, dass es sich um eine Diag
nose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit handelt (vgl.
Urk.
7/43/1-24 S.
14 Mitte).
Weiter stehen a
uch die Ausführungen des behandelnden Arztes
Dr.
Z._
nicht im Widerspruch zu
r
Einschätzung der Situation durch die MEDAS-Gut
achter. So äusserte sich
Dr.
Z._
in seinem Überweisungsschreiben vom
September 2013 (vgl. vorstehend E. 3.1) dahingehend, dass weder bildgebend noch
labormässig eine Erklärung für die von der Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden habe
gefunden werden können. Weiter erachtete er einen Schmerz
mittelentzug als dringend indiziert. In seinem Bericht
vom
Oktober 2015 (vgl. vorstehend E. 3.3) befand er die Beschwerdeführerin in der Tätigkeit als Hausfrau, was einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit entspricht, noch im Umfang von
sechs
Stunden für arbeitsfähig. Auch der vorbehandelnde Hausarzt
Dr.
C._
erachtete
die Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom September 2015 (vgl. vorstehend E. 3.2) nur für schwere Tätigkeiten als eingeschränkt und die Haus
halts
tätigkeit für nach wie vor zumutbar.
Was die anderslautende Einschätzung des
in der Folge
behandelnden Hausarztes med.
pract
.
G._
anbelangt, so
ändert diese nichts an der Beweiswertigkeit des MEDAS-Gutachtens.
Seine Berichte vom Dezember 2015
und vom April 2016 (vgl. vorstehend E. 3.6-7) entbehren einer nachvollziehbaren Begründung der attestierten vollständigen Arbeits
unfähigkeit.
Ebenso
wenig
vermag der Bericht von
Dr.
M._
vom Oktober 2017 (vgl. vorstehend E. 3.10) zu überzeugen. Die nach
Dr.
C._
,
Dr.
Z._
und med.
pract
.
G._
seit Anmeldung zum Leistungsbezug im September 2015 (vgl.
Urk.
7/2) nunmehr vierte behan
delnde Hauärztin gab im Wesentlichen die subjektive Beschwerdeschilderung der Beschwerdeführerin wieder. Dass die Beschwerdeführerin
laut
Dr.
M._
ein
e Menge an Medikamenten einnehme
und häufig Spritzen in die Rücken
muskulatur brauche, ist vor dem Hintergrund des verschiedentlich bestätigten
Medikamentenabusus
zu sehen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin und auch von
Dr.
M._
lässt sich aus dem Umstand, dass die Spitex ein
mal pro Woche kommt, nicht automatisch auf eine gesundheitliche Beeinträch
tigung schliessen. Die rückwirkend bis ins Jahr 2000 attestierte vollständige Arbeits
unfähigkeit
erscheint
unter der Annahme, dass
Dr.
M._
zu diesem Zeitpunkt noch nicht als behandelnde Ha
usärztin fungierte, zumal sie i
m Rahmen der Anmeldung zum Leistungsbezug nicht als
solche
aufgeführt wurde (vgl.
Urk.
7/2
Ziff.
6.5)
,
wenig fundiert.
Zudem gilt es hinsichtlich der
Ausführungen
sowohl
von
med.
pract
.
G._
als auch
Dr.
M._
zu berücksichtigen, dass
Berichte behandelnder Ärzte aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbe
halt zu würdigen sind. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt (Urteil des Bundesgerichts I 655/05 vom 2
0.
März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen).
4
.4
Im Zusammenhang mit der eingangs
erwähnten – nach Erlass der angefochtenen Verfügung ergangenen – Rechtsprechungsänderung
zur Beurteilung der Arbeits
fähigkeit bei sämtlichen psychischen Erkrankungen (BGE 143 V 409 und 143 V
418) ist übergangsrechtlich bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungs
ände
rung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein
abschliessendes
Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der
massgeblichen
Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März
2018 E.
5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).
Vorliegend wurde die Arbeitsfähigkeitseinschätzung aus psychiatrischer Sicht vom psychiatrischen Gutachter
der MEDAS,
Dr.
J._
,
in seinem Teilgutachten vom 2
8.
März 2017 (
Urk.
7/43/40-51)
nicht explizit anhand der in BGE 141 V 281 statuierten Indikatoren begründet, weshalb nachfolgend zu prüfen sein wird, ob die psychiatrische Beurteilung auch mit Blick auf die Rechtsprechung von BGE 141 V 281 den Anforderungen an die Beweiskraft genügt. Das
MEDAS-Gutachten
enthält
jedoch insgesamt
Angaben zu sämtlichen dieser
Standardindikatoren
, weshalb es grundsätzlich als Beweisgrundlage heranzuziehen ist.
4.5
In psychischer Hinsicht
stellte
Dr.
J._
lediglich Diagnosen ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit, so eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-1
0 F45.4) sowie
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit hysterischen,
histrionischen
und emotional-instabile
n Anteilen (vgl. vorstehend E. 3.8
).
A
nlässlich seiner Exploration
hielt
Dr.
J._
einen weitgehend unauffälligen Psychostatus fest (vg
l.
Urk.
7/43/40-51 S. 4 ff.
Ziff.
3).
Allfällige neben den somatischen Einschränkungen zusätzlich bestehende
,
a
us psychiatri
scher Sicht relevante kognitive
oder andere Defizite
respektive ein relevanter Schweregrad wurden verneint
(vgl.
Urk.
7/43/1-24
S.
16
oben und
Ziff.
2).
Ebenfalls verneint wurde das Vorliegen von psychodynamischen Kon
flikt
bereichen oder bedeutsamen psychosozialen Belastungssituationen (
Urk.
7/43/1-24
S. 17
Ziff.
8).
Im Konsens
von allen Gutachtern
festgehalten
wurde
eine weinerliche Grund
stimmung
der Beschwerdeführerin
, welche teils demonstrativ und
appellativ
wirke
,
sowie ein ausgeprägtes Überzeichnen der Beschwerden im Sinne eines
Aggravierens
. Dies neben einer bestehenden Selbstlimitierung und Symptom
aus
weitung (vgl.
Urk.
7/43/1-24 S. 16
Ziff.
4).
Weiter fand auch keine
psychiatrische Therapie statt
,
und
eine solche
wurde von den MEDAS-Gutachtern auch nicht
für
erforderlich gesehen (vgl.
Urk.
7/43/1-24 S.
19)
.
Als
ressourcenhemmende
Komorbiditäten wirken sich
jedoch vorliegend
die von den somatischen Gutac
htern gestellte Diagnosen aus (vgl. vorstehend E.
3.8).
Insgesamt fällt jedoch
eine schwere Ausprägung des psyc
hischen Leidens
ausser
Betracht.
Weitere
ressourcenhemmende
Aspekte konnten die MEDAS-Gutachter keine eruieren.
Ferner er
gab
sich aus den Schilderungen der Beschwerdeführerin, dass sie in einem intakten familiären Umfeld lebt und familiäre Unterstützung erhält. Weiter erhält sie Unterstützung in ihrer Glaubensgemeinschaft (
Urk.
7/43/1-24
Ziff.
7)
.
Was die im Rahmen der Persönlichkeitsdiagnostik zu
erwähnende
diag
nos
tizierte Akzentuierung der Persönlichkeitszüge mit hysterischen,
histrioni
schen
und emotional instabilen Anteilen anbelangt, so wurde dieser keine Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen. Die auffällige Affektinkontinenz, welche sich in mehr oder weniger ständigem Weinen oder weinerlichem Jammern zeigte, wurde a
m ehesten auf die gegenseitig induzierende
Sedation
des zentralen Nervensystems durch diverse Medikamen
ten
kombinationen zurückgeführt (vgl.
Urk.
7/43/
40-51
S. 11 unten).
Vor dem Hintergrund der massiven Selbstlimitierung und den Aggravations
tendenzen der Beschwerdeführerin sind auch ihre im Alltag geltend gemachten Einschränkungen zu relativieren.
Diskrepant zur berich
teten massiven Schmerzsituation
steht auch der Umstand, dass
die Beschwerdeführerin
gegenüber
Dr.
D._
im November 2015
äusserte
, eine
Bauleitung übernommen
zu haben, bei welcher sie sich überanstrengt habe
(vgl. vorstehend E. 3.4)
.
Diese Aussage findet ihre Bestätigung im
Bericht des Spital
s
O._
vom 1
9.
September 2015 (
Urk.
7/15/8-9)
,
wonach am 1
7.
September 2015 eine Selbstvorstellung
der Beschwerdeführerin erfolgt sei
, weil sie gemäss ihren Angaben auf einem
Stuhl stehend Bauplastik in ihrer Küche aufgehängt
und dabei
das Gleichgewicht verloren habe
und
gestürzt sei
(S. 1 Mitte).
Auch stehen die Ausführungen der Beschwerdeführerin, dass sich ihr generali
siertes Schmerzsyndrom nach der Geburt ihres Sohnes 1986 derart verstärkt habe, dass die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ausgeschlossen gewesen sei (vgl.
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3)
respektive die von
Dr.
M._
seit dem Jahr 2000 attestierte vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit (vgl. vorstehend E. 3.10)
im Widerspruch zu den von
der Beschwerdeführerin
berichteten versch
iedenen Skiunfällen, welche sie in den
Jahr
en
2004 und 2006 erlitten hatte (vgl.
Urk.
7/43/1-24 S. 11 oben)
,
beziehungsweise
lässt die Ausübung dieser Sportart am geltend gemachten
Aus
mass
der Schmerzproblematik zweifeln.
Weiter berichtete
Dr.
D._
davon, dass sich die Beschwerdeführerin mit ihrer Rolle als Kranke und Expertin für ihre Erkrankung identifiziere
und ging
von einem erheblichen Krankheitsgewinn in einem für sie positiv besetzten Netz von behandelnden Ärzten
aus
. Letzteres und auch die vielfach erwähnte Medikamen
tenabhängigkeit weisen demnach selbst bei stattfindenden Behand
l
ungen und der Einnahme zahlreicher Medikamente keinen eigentlichen Leidensdruck aus.
Bei dieser Sachlage ergeben sich auch unter Berücksichtigung der beachtlichen
Standardindikatoren
keine erheblichen funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten Diagnosen, weshalb
diesen
zu Recht keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zugestanden
wurde
.
4.6
Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei zwecks Ermittlung der faktischen Auswirkungen der verschiedenartigen Beschwerden eine Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit
durchzuführen
(vgl.
Urk.
1 S. 9 Mitte), kann darauf
i
n antizipierter Beweiswürdigung
verzichtet werden
, zumal verschiedentlich eine
massive
S
elbstlimitierung und subjektive
Krankheitsüberzeugung der B
eschwer
de
führerin
festgehalten wurde, welche
ohnehin
keine verlässlichen Ergebnisse einer EFL-Testung er
warten
liessen
.
4
.7
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten
, dass
gestützt auf das
MEDAS-
Gutachten vom
Mai 2017
d
avon auszugehen ist, dass
die Beschwerdeführerin
in ihrer angestammten und in jeder behinderungsangepassten Tätigkeit
mindestens
zu 80 % arbeitsfähig ist.
5
.
Da die medizinischen Abklärungen ergeben haben, dass die Beschwerdeführerin sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als Direktionssekretärin als auch in jeder angepassten Tätigkeit maximal zu 20
%
eingesch
ränkt ist,
erübrigt sich ein Ein
kommensvergleich, da
selbst bei einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100
%
Erwerbstätige
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorliegt (vgl. vorst
ehend E. 1.4-6
).
Weitere Ausführungen zur Qualifikation der Beschwerdeführerin erübrigen sich bei diesem Ergebnis.
Ob die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit tatsächlich ausschöpft oder nicht, ist ohne Belang.
Die angefochtene Verfügung
(
Urk.
2)
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.