Decision ID: a0585c0b-7c7c-4923-8132-de8be4a7b409
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968 geborene und damals als
Abteilungsleiter bei der
Y._
AG beschäftigt
gewesene
X._
meldete sich
am 19. Juni 2006
unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall
ein erstes Mal bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
(Urk. 7/1
und
Urk.
7/12/1
)
. Daraufhin leitete die IV-Stelle
– nach
dem der Versicherte seine Stelle krankheitsbedingt verloren hatte (
Urk.
7/12/1) -
berufliche Eingliederungsmassnahmen ein und schloss diese mit Erwerb des Handelsdiploms VSH
durch
den Beschwerdeführer
am 5. November 2009
ab
(Urk. 7/90).
1.2
Inzwischen hatte der Beschwerdeführer
am 2. November 2009
eine Diskushernie L5/S1 links, L4 sowie
im Nacken
gemeldet und Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente gestellt
(Urk. 7/86)
, worauf die IV-Stelle medizinische und er
werbliche Abklärungen tätigte.
Mit
Verfügung
en
vom 28. März 2011
sprach ihm die IV-Stelle eine ganze Rente ab 1. Juli 2009 mit Herabsetzung auf eine halbe Rente ab 1. Juli 2010 zu
(Urk.
7/122)
, dies ausgehend von der Wiederer
langung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit infolge günstigen Verlaufs (
Urk.
7/96/9).
1.3
I
m November 2012
leitete
die IV-Stelle
ein Rentenrevision
sverfahren
ein
(Urk. 7/125
/1-2
)
und lud den Versicherten zu einem Standortgespräch ein
(Urk. 7/135). Am 8. April 2013
ordnete sie
eine medizinische Abklärung bei Dr. med. und
Dr.
sc. nat. ETH
Z._
, Fachärztin für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen
,
an
(Urk. 7/136). Nachdem sich der Versicherte mit Ein
gabe vom 3. Mai 2013 gegen die Begutachtung
ge
wehrt hatte (Urk. 7/139), hielt sie mit Zwischenverfügung vom 14. Mai 2013 daran fest (Urk. 7/140)
.
In der Folge unterzog sich der Versicherte der angeordneten Begutachtung.
Gestützt auf d
as
internistisch-rheumatologische
Gutachten vom 14. Januar 2014 (Urk. 7/143/1-54)
stellte die Verwaltung mit Vorbescheid vom 14. Mai 2014 die Einstellung der Rente in Aussicht (Urk. 7/150). Nach Eingang der Stellung
nahme des Versicherten vom 9. Juli 2014 (Urk. 7/158)
verfügte sie am 27. Februar 2015 im angekündigten Sinne (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 26. März 2015 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren
um
weitere Ausrichtung der halben Rente und Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung mit Bezug auf die ärztlich
festgestellte gesundheitliche Verschlechterung, eventualiter um Gewährung von Eingliederungsmassnahmen (Urk. 1). Mit
Beschwerdeantwort vom 7. Mai 2015
schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 6)
, worüber der Beschwerdeführer am 8. Juli 2015 orientiert wurde (Urk. 8).
Mit Eingabe vom 1. Dezember 2015 ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unent
geltlichen Rechtspflege und machte die Befangenheit der Gutachterin Dr.
Z._
geltend (Urk. 10, Urk. 11/1-2). Am 25. Januar und 7. Juli 2016 legte der Versicherte aktuelle Unterlagen zu seiner finanziellen und gesundheitlichen Lage ins Recht (Urk. 13, Urk. 14/1-3,
Urk. 15, Urk. 16/1-3).
Sämtliche Eingaben des Beschwerdeführers wurden am 10. Dezember 2015 (Urk. 12) be
ziehungsweise 11. Juli 2016 (Urk. 17)
der Beschwerdegegnerin zu Kenntnis
nahme
zugestellt.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der me
dizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmögl
ichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fre
denhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Die Beschwerdegegnerin begründet
e
die Renteneinstellung damit, dass
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gemäss
Dr.
Z._
Gutachten vom 14. Januar 2014 seit der
Rentenzusprache
verbessert habe. Neu sei dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar
.
Optimal angepasst sei die Tätigkeit
,
auf welche er
2007 bis 2009 umgeschult worden
sei
.
Demgegenüber stellt
e
sich der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
auf de
n
Standpunkt,
auf das Gutachten von Dr.
Z._
dürfe nicht abgestellt werden
. S
eine persistierenden Beschwerden
seien
gemäss der Beurteilung von Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, spezialisiert auf
Wirbelsäulen
chirurgie
, durch die progredienten Bef
unde erklärbar
. Als einzige
Behandlungs
möglichkeit
dränge sich eine
Spondylodese
L4 bis S1 auf
(Urk. 1 S. 3).
3.
3.1
Refere
n
zzeitpunkt
für die Prüfung einer anspruchserheblichen Veränderung
bilde
n
die rentenzusprechende
n
Verfügung
en
vom
28. März 2011 (Urk. 7/122
). Gestützt auf de
n
Bericht
von Prof. Dr. med.
B._
, Facharzt für Neurochirur
gie, und Dr. med.
C._
, Fachärztin für Rheumatolog
ie, vom 19. Mai 2010 (Urk. 7/96
)
wurden l
aut der
Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 22. J
uli 2010
(
Urk. 7/105 S. 5)
folgende Diagnosen
angenommen:
-
Lumboischialgie
links bei ausgeprägter Degeneration der Lendenwirbelsäule
-
St. n.
Diskushernienoperation
L5/S1
im
Februar 2006
-
Rezidivierendes
cervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
Die Beschwerdegegnerin erachtete
eine verminderte Belastbarkeit der Wirbel
säule als nachvollziehbar
und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab Februar 2006 i
n der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Abteilungsleiter
als ausgewiesen
. In einer behinderungsangepassten, leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Bücken, Überkopfarbeiten, Rotationen, Zwangshaltungen, Steigen auf Leitern und Ge
rüste, Gehen in unebenem Gelände, Heben von Lasten über 10 kg, aber mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen wurde
dagegen
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ab Juni 2010 angenommen. Aufgrund der zu erwartenden Steigerung der Ar
beitsfähigkeit wurde eine erneute medizinische Beurteilung in zwölf Monaten empfohlen.
3.2
3.2.1
Im Bericht vom 1. November 2012 stellte
Dr. med.
D._
, Facharzt für Ortho
pädie,
folgende Diagnosen
(Urk. 7/127/1-2)
:
-
Cervicalgie
und
Cervicobrachialgie
nach links, entsprechend C8
-
Lumbalgie und
Lumboischialgie
nach links entsprechend S1
-
St.
n. Diskushernie
n
-Operation L5/S1 am 21. Februar 2006
-
Erschwerte berufliche Integration
-
Berufliche Umschulung im Gange
Weiter führte Dr.
D._
aus,
die Bilder zeigten keine schwere Pathologie, welche mit den Beschwerden des Patienten
korreliert
en
. Er denke, dass
die ver
schiedenen degenerativen Veränderungen
im Bereich von Hals- und
Lenden
wirbelsäule
mit
Foramenstenosen
oder möglichen Wurzelreizungen die Be
schwerden erklären
könnten
. An der Lendenwirbelsäule könnte man mit
Kraft
training
etwas verbessern. Für die Halswirbelsäule könnte man sich eventuell Physiotherapie vorstellen. Eine operative Behandlung sollte man bei diesem Pa
tienten nicht durchführen. Zur Arbeitsfähigkeitseinschätzung müsste man eventuell eine arbeitsphysiologische Abklärung in der Rheumaklinik des
E._
machen, falls man wirklich einen objektiven Wert be
kommen möchte.
3.2.2
Im Bericht vom 14. November 2012 (Urk. 7/125/5-
6
) wiederholte die Rheumatologin
Dr.
C._
die bereits 2010 (Urk. 7/96; vgl. E. 3.1) gestellten
Diagnosen
. Diese lauten wie folgt
:
-
Lumboischialgie
links bei ausgeprägter Degeneration der Lendenwirbelsäule
-
St. n. Diskushernie
n
-Operation L5/S1 am 21. Februar 2006
-
primär
Macnab
II (Bein), III (Rücken)
-
kleine
residuelle
Diskusprotrusion
L5/S1 links (MRI September 2006)
-
gleichbleibende
Diskusprotrusion
L4/5 links, prä-/postoperativ, nicht operiert, nicht
kompressiv
-
ausgeprägtes sekundäres
myofasciales
Schmerzsyndrom
-
Rezidivierendes
cervicovertebrales
bis
cervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
myofasciale
Komponente
Sodann gab sie an, medizinisch-theoretisch sei dem Beschwerdeführer aus rheu
matologischer Sicht eine 40%ige Arbeitsfähigkeit in optimal angepasster
, leich
ter körperlich wechselbelastender Tätigkeit mit der Möglichkeit
,
bei längeren Schreibarbeiten Pausen einzulegen oder den Arbeitsplatz zu verändern
, zumut
bar.
3.2.3
Im internistisch-rheumatologischen
Gutachten
vom 14. Januar 2014 (Urk. 7/143/2-54) stellte
Dr.
Z._
folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 46)
:
-
Verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der LWS bei
-
Status nach Diskushernien-Operation L5/S1 links am 21.02.2006 mit
-
leichten degenerativen Veränderunge
n, kleiner
Diskusprotrusion
L4/
L5 ohne Kompression und kleinem Residuum der vormaligen Diskushe
rn
ie L5/S1 links ohne Kompression
-
seit Jahren bildgebend stationär (MRI 04/2010 und 10/2012) sowie
-
stabile LWS (funktionelles Röntgen 04/2010)
-
ohne
radikuläre
Zeichen
-
Cervikale
Beschwerden bei
-
degenerativen Veränderungen und leichten bis m
ä
ssigen
Foramenstenosen
C4/C5 bis C6/C7 rechts und geringer auch C4/C5 und C6/C7 links (MRI 10/2012)
-
ohne
radikuläre
Zeichen
Keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
mass
sie den
Diagnosen eines
Niko
tin-Abusus
sowie eines regelmässigen
Cannabis-Konsum
s bei
(S. 46)
.
Weiter führte die Gutachterin aus, der Beschwerdeführer klage über Nacken- sowie lumbale Schmerzen. Dagegen hätten die ausstrahlenden Schmerzen in das
linke Bein gebessert und träten nur noch selten auf. In der klinischen Untersu
chung sei kein wesentlicher Befund vorhanden. Die Untersuchung der Beweg
lichkeit der Lendenwirbelsäule gelinge wegen kraftvoller Gegenspannung und mangelnder Compliance nicht. Die Brust- und Halswirbelsäule seien normal beweglich. Der
Lasègue
sei beidseits normal.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden. Alle grossen peripheren Gelenke seien normal beweglich. Die ganze Muskulatur sei
,
liegend geprüft
,
nirgend
s
verspannt
. Die
Bioimpenda
n
z
-Analyse zeige eine grosse Muskelmasse von 58 %, welche den Normwert von 40 % weit übertreffe. Eine lang andauernde körperliche Schonung könne daraus nicht ab
geleitet werden.
Die magnetresonanztomographischen Untersuchungen
(MRI-Untersuchungen)
von Hals- und Lendenwirbelsäule im Oktober 2010 zeigten die oben detailliert beschriebenen Befunde. Diese bildgebenden Befunde hätten eine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit. Sie seien jedoch keinesfalls gravierend und im Bereich der Lendenwirbelsäule seit Jahren unverändert.
Im Bereich der Halswirbelsäule seien keine früheren MRI-Untersuchungen vorhanden (S. 47).
Die ausgedehnte Blutuntersuchung zeige einen leicht erhöhten Rheumafaktor bei normalen
Anticitrullin
-Antikörpern. Dies sei wohl auf den langjährigen Ni
kotin-Abusus zurückzuführen, denn dies sei ein wichtiger Risikofaktor dafür. Eine entzündlich rheumatische Erkrankung sei nicht vorhanden. Da der Be
schwerdeführer jetzt nicht über ausgedehnte Schmerzen klage und die Palpation seiner Muskeln keine Verspannungen beziehungsweise Tender Points zeige, di
agnostiziere sie kein
myofasciales
Schmerzsyndrom. Diesbezüglich sei
es
offen
sichtlich zu einer deutlichen Verbesserung gekommen, wie auch bezüglich des Trainingszustandes (S. 47).
Gestützt darauf sowie auf d
ie
Resultate der Evaluation der funktionellen Leis
tungsfähigkeit schätzte Dr.
Z._
, dass der Beschwerdeführer Lasten bis zu 17.5 kg heben oder tragen könne. Tätigkeiten, die diesem Profil entsprächen
,
könne er zu 100 % beziehungsweise ganztags ausüben. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit sei angepasst. Aus den Unterlagen gehe nicht eindeutig hervor, ab wann der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfä
hig gewesen sei. Daher gelte die oben attestierte Arbeitsfähigkeit seit dem Da
tum der rheumatologischen Untersuchung am 11. November 2013 (S. 49 f.).
Sodann gab die Gutachterin an, die Beurteilung des Orthopäden Dr.
D._
(E. 3.2.1) zu teilen. Unklar sei dagegen, weshalb Dr.
C._
(E. 3.2.2)
den Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit nur noch zu 40 % arbeitsfähig eingeschätzt habe. Seit der Beurteilung im Jahr 2010 sei nichts Neues bekannt geworden. Die MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule habe im Vergleich zur Voruntersuchung im April 2010 einen unveränderten Befund ergeben (S. 51).
Abschliessend führte Dr.
Z._
aus, der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers habe sich offensichtlich gebessert. Die ausstrahlenden Schmerzen in das linke Bein träten jetzt nur noch selten auf.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden. Es sei kein
myofasciales
Schmerzsyndrom mehr vorhanden. Die Muskelmasse übertreffe mit 58 % den Normwert von 40 % deutlich, während 20
1
0 noch ein ungenügende
r
Trainingszustand nach der Ausbildungsperiode festgestellt worden und zur mehrmonatigen intensiven Physiotherapie mit medizinischer Trainingstherapie geraten worden sei. Gemäss der Evaluation der funktionellen Leistungsfä
higkeit vom Jan
u
a
r 2014 könne der Beschwerdeführer jetzt
mit
Lasten bis zu 17.5 kg hantieren (mittelschweres Belastungsniveau
; S. 52
).
3.2.4
Im
Bericht
des
F._
vom 15. Januar 2014 über die Evaluation der f
unktionellen Leistungsfähigkeit (Urk. 7/144)
wurden die von Dr.
Z._
gestellten Diagnosen übernommen
(S. 1)
.
Laut Bericht wurde keine Symptomausweitung beobachtet. Die beobachtete Belastbarkeit entspreche einer mittelschweren Tätigkeit mit Hantieren von Lasten bis selten maximal 17.5 kg. Zeitlich sollte diese Belastung ganztags möglich sein. Der Beschwerdeführer könne aus funktioneller Sicht die bisherige Arbeit als kaufmännischer Angestellter ohne Probleme bewältigen (S. 2).
3.2.5
Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, spezialisiert auf
Wirbel
säulenchirurgie
,
stellte im Bericht
vom 15. August 2014 (Urk. 7/159/2)
die Hauptdiagnose einer
Lumboischialgie
links bei
Status nach Dekompression L5/S1 2006
,
Bandscheibendegeneration L5/S1
sowie
einer
neu aufgetretene
n
Diskushernie L4/5
mediolateral
links mit Wurzelkompression L5 links
. Als
Ne
bendiagnose
nannte er ein zervikales Schmerzsyndrom. Die von ihm veranlasste MRI-Untersuchung habe im Vergleich zu den Voraufnahmen vom Dezember 2012 eine Progredienz der Bandscheibendegeneration L4/5 gezeigt. Auch zeige sich ein Fortschreiten der Bandscheibendegeneration L5/S1 mit
Retrolisthese
von L5 auf S
1.
Der
Rezessus
L5/S1 links sowie das
Neuroforamen
L5/S1 seien eingeengt.
Gestützt auf diese Befunde kam
Dr.
A._
zum Schluss, dass die persistierenden
Lumboischialgie
-Beschwerden durch die progredienten Befunde, insbesondere d
i
e neu aufgetretene Diskushernie L4/5 links
,
erklärbar seien. Aus orthopä
d
isch-chirurgischer Sicht komme in dieser Situation einzig die
Spondylodese
L4 bis S1 in Frage. Dies hänge einzig vom Leidensdruck des Patienten ab. Es sei zu erwähnen, dass auch nach einem solchen Eingriff Restschmerzen möglich seien.
3.2.6
Im ärztlichen Zeugnis vom 11. Januar 2016 (Urk. 14/3) attestierte Dr. med.
G._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, eine Arbeitsfähigkeit von 30 % vom 1. Januar bis 31. März 2016 infolge chronischer Erkrankung und stellte eine Neubeurteilung im April 2016 in Aussicht.
4.
4.1
Das internistisch-rheumatologische Gutachten von Dr.
Z._
vom 14. Januar 2014 (E. 3.2.3) entspricht
grundsätzlich
den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (E. 1.
3
). So ist das Gutachten für die streitigen Belange umfassend, beantwortet es doch die Frage nach den
aktuellen
gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit
des Be
schwerdeführers, sowie einer allfälligen nach der Rentenzusprechung eingetre
tenen Veränderung
. Es
berücksichtigt
sodann die geklagten Beschwerden und
beruht auf de
n notwendigen allseitigen Unter
suchungen in rheumatologischer
Hinsicht.
Dabei
ist insbesondere auf die von der Gutachterin veranlasste Evalua
tion der funktionellen Leistungsfähigkeit hinzuweisen. Dadurch kam Dr.
Z._
der vom orthopädischen Chirurgen Dr.
D._
abgegebenen Empfehlung einer solchen Untersuchung nach
(E. 3.2.1)
. Die Gutachter
in schilderte die vom Beschwerdeführer
erwähnten Leiden
und Einschränkungen und setzte
sich
damit auseinander. Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der
relevanten
Vorakten
abge
geben und leuchtet in der Da
rlegung der medizinischen Zusam
menhänge und
in der Beurteilung der medizinischen Situati
on ein. In diesem Sinne erschei
nen die Sc
hlussfolgerungen als begründet.
Die Gutachter
in wies
namentlich
auf die in verschiedenen Punkten veränderte klinische Befundlage
hin
, woraus sie nach einem Vergleich mit der Lage im Zeitpunkt der Rentenzusprechung in nachvollziehbarer Weise auf eine Besse
rung des Gesundheitszustandes schl
oss
. Unter Hinweis auf die aktuellen Be
funde und die Ergebnisse der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit legte sie sodann einleuchtend
dar, dass
in einer angepassten Tätigkeit
(wie sie der Beschwerde
führer aktuell ausübt) keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
mehr besteht
.
4.2
Allerdings gilt es zu beachten, dass sich der Beschwerdeführer am 2
3.
April 2014 wegen – wie angeworfenen – Rückenschmerzen in ärztliche Behandlung begeben musste (
Urk.
7/157).
Dr.
A._
, an welchen der Beschwerdeführer vom
behandelnden Arzt überwiesen worden war, schilderte in der Folge am 1
5.
August 2014 (
Urk.
7/159/2) und damit gut sieben Monate nach der
Gutach
tenserstellung
eine relevante neue Pathologie im Sinne einer neuen
Diskusher
nie
L4/5
mediolateral
mit Wurzelkompression L5 links, dies basierend auf einer von ihm im Juli/August 2014 veranlassten MRI-Untersuchung. Der Facharzt befand diese Befunde als hinreichende Begründung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden (tieflumbale Schmerzen mit gelegentlich ausstrahlenden Schmerzen in das linke Bein im Sinne einer Ischialgie,
Urk.
7/159/1).
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass „diese Befunde“ (
Lumboischial
gie-Beschwerden
durch die neu aufgetretene Diskushernie L4/5 links erklärbar) im rheumatologischen Gutachten bereits berücksichtigt worden seien (
Urk.
7/161/2). Dies kann schon deshalb nicht zutreffen, weil es sich – wie die Beschwerdegegnerin selber konstatierte – um eine neu aufgetretene
Diskusher
nie
handelt. Bei
Dr.
Z._
hatte der Beschwerdeführer ebenfalls über lumbale Schmerzen (und Nackenschmerzen) geklagt, indes keine Ausstrahlungen ins Bein erwähnt (
Urk.
7/143/39). Damit liegt eine abweichende
Beschwerde
schilderung
vor. Entscheidend ist indes, dass
Dr.
Z._
(basierend auf nicht aktuellen MRI-Bildern vom April 2010 und Oktober 2012) die Situation auf der Höhe L4/5 als kleine
Diskusprotrusion
ohne Kompression interpretierte (
Urk.
7/143/47). Diese Einschätzung erwies sich durch die bildgebenden Unter
suchungsbefunde vom Sommer 2014 als überholt, ergab sich doch nicht bloss eine
Protrusion
, sondern eine Diskushernie auf dieser Höhe und war neu eine Wurzelkompression nachweisbar, welche vorgängig noch nicht vorgelegen hatte.
4.3
Bei dieser Sachlage steht fest, dass die Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid vom 2
7.
Februar 2015 von einem unzutreffenden Sachverhalt ausging und nicht abgeklärt hatte, inwieweit sich die neue Diskushernie L4/5 mit
Wurzel
kompression
auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Auch den übrigen Akten ist keine begründete ärztliche Einschätzung zu entnehmen, in welchem Umfang der Beschwerdeführer bei Verfügungserlass – gut zehn Monate nach dem Vorfall – in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Namentlich genügen die unbe
gründeten Atteste des
Dr.
med.
G._
, Allgemeinmedizin FMH, vom 1
1.
Januar und
1.
Juli 2016 (
Urk.
14/3 und
Urk.
16/1) nicht zum Beweis einer entsprechen
den Arbeitsunfähigkeit massiven Ausmasses.
Demgemäss fehlt die medizinische Grundlage zum Entscheid. Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, dass sie ergänzende Abklärungen über die Auswirkung der neuen Pathologie auf die Arbeitsfähigkeit veranlasse und hernach über den
Anspruch auf Rentenleistungen des Beschwerdeführers neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzulegen und, da die
Rückwei
sung
an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie
gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3),
ausgangsgemäss
von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Dem
Beschwerdeführer steht sodann eine Prozessentschädigung zu, welche in Anwendung von Art. 61
lit
. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie nach Ein
sicht in die Kostennote vom 2
8.
September 2016 (
Urk.
19) auf Fr. 1‘814.60 (in
klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.
Das Gesuch vom
1.
Dezember 2015 (
Urk.
10) um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung erweist sich damit als gegenstandslos.