Decision ID: 35cd7422-3437-5124-b125-e48a4e4782f5
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, ein türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und islamischer Religionszugehörigkeit, verliess seinen  gemäss eigenen Angaben am (...) und gelangte auf dem  am 26. November 2006 in die Schweiz, wo er am 29. November 2006 um Asyl nachsuchte. Die summarische Erstbefragung im B._ fand am 4. Dezember 2006 und die direkte  in C._ am 14. Dezember 2006 statt.
Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer geltend, sein Bruder D._ sei Milizionär bei der PKK (Partiya Karkerên Kurdistan) gewesen. Er habe diese Partei logistisch  und bei der Übermittlung von Nachrichten geholfen. Im Jahre (...) sei ein Onkel bei einem Gefecht gestorben. Nach dem Vorfall  ihn das Militär für die Dauer einer Nacht auf den  mitgenommen und über den Aufenthalt seines Bruders verhört.  sei er gedrängt worden, als Spitzel bei der lokalen DEHAP ( Halk Partisi) tätig zu werden, bei welcher Partei ein (...) Kreisvorsteher sei. Während des Verhörs, aber auch nach seiner  habe man ihn für den Fall fehlender Kooperation mit dem Tode bedroht. Im Jahre (...) sei seine Cousine E._, welche ebenfalls bei der Guerilla gewesen sei, verhaftet worden. Im (...) sei es zu einem weiteren Verhör gekommen, welches drei bis vier Stunden gedauert habe; erneut habe man ihn wegen seines Bruders unter Druck gesetzt und zur Spitzeltätigkeit gedrängt. Er sei auch geschlagen und  worden. Im (...) habe er sich für einen Lebensmitteleinkauf nach F._ begeben. Als er mit den Lebensmitteln auf dem Weg zum Kleinbus gewesen sei, habe ein Wagen neben ihm angehalten, und er sei mit Gewalt zum Einsteigen gezwungen worden. Während der Entführung hätten türkische Behördenmitglieder wiederum  über seinen Bruder verlangt und ihn zur Spitzeltätigkeit bei der DEHAP gedrängt. Nachdem er mit dem Fahrzeug auf einer  zurückgelassen worden sei, habe er sich nach G._  und beim türkischen Menschenrechtsverein IHD ( nsan Haklarİ ı Derne i) eine Anzeige eingereicht. Sein am (...) verfasstes Schreibenğ habe er jedoch nicht, wie vom IHD empfohlen, der Staatsanwaltschaft als Anzeige eingereicht, weil er befürchtet habe, diese würde ihn an den Geheimdienst verraten. Im (...) habe er seinen Heimatstaat ein erstes Mal verlassen und in (...) ein Asylgesuch gestellt. Um der dro-
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henden Abschiebung nach H._ und der anschliessenden  in die Türkei zu entgehen, sei er mit gefälschten Papieren auf dem Luftweg in seinen Heimatstaat zurückgekehrt. In der Folge habe er sich bei Freunden in I._ aufgehalten. Von seiner  habe er erfahren, dass er von den Behörden immer noch gesucht werde. Als er eines Tages vom Ausgang zurückgekehrt sei, habe er von Schaulustigen erfahren, dass die Wohnung seiner Freunde von der Polizei gestürmt worden sei, weil sich darin Terroristen aufhalten würden. Da sich in dieser Wohnung auch eine Kopie seiner  befunden habe und weil er habe befürchten müssen, dass ihn seine Cousine E._ verraten habe, sei er am (...) in einem LKW versteckt erneut aus der Türkei geflohen.
Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren eine Kopie des (...) Aufenthaltstitels seines Bruders D._ und seines beim IHD verfassten Schreibens sowie ein  des IHD vom (...) im Original samt den jeweiligen Übersetzungen ein. Zudem liess er dem BFM mit Eingabe vom 18.  2006 einen Bericht des Fachschaftsrates des Department für Wirtschaft und Politik (...) einreichen. Diese Eingabe kreuzte sich  mit der Verfügung des BFM vom 18. Dezember 2006, weshalb dieses Beweismittel in die vorinstanzlichen Erwägungen keinen  fand.
B. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2006, welche dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 28. Dezember 2006 zugestellt wurde,  das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die  nicht, lehnte das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.
C. Am 29. Januar 2007 (Poststempel) reichte der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim  ein. In materieller Hinsicht beantragte er - unter Kosten- und Entschädigungsfolge - die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache zur Feststellung des vollständigen und richtigen  Sachverhaltes an das BFM zurückzuweisen, eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und Asyl zu gewähren, subeventualiter seien die Ziffern 4 und 5 der vorinstanzlichen Verfü-
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gung aufzuheben und die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges festzustellen.
In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer für den Fall, dass die Beschwerdeinstanz die vorinstanzliche Verfügung nicht , den Beizug der Asylakten seines Cousins J._, die  einer angemessenen Beweismittelfrist zur Einreichung eines  Berichts und zur Beibringung allfälliger, sich aus dem  Strafverfahren der sich in Haft befindenden Cousine  Beweisdokumente sowie die Vornahme einer Botschaftsabklärung. Allenfalls müsse auch ein weiterer Bericht des Fachschaftsrates des Department für Wirtschaft und Politik (...) eingeholt werden oder seien die bei der Abklärung vor Ort Mitgewirkten als Zeugen .
D. Mit Zwischenverfügung vom 8. Februar 2007 teilte der  dem Beschwerdeführer mit, er könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten, setzte ihm unter Androhung des  auf die Beschwerde eine Frist zur Bezahlung eines  von Fr. 600.- an und gewährte dem Beschwerdeführer eine Beweismittelfrist von 30 Tagen.
E. Mit Eingabe vom 23. Februar 2007 beantragte der Beschwerdeführer die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zur Stützung seines  legte er eine Fürsorgebestätigung der Gemeinde K._ vom 16. Februar 2007 bei.
F. Mit Verfügung vom 14. März 2007 verzichtete der Instruktionsrichter wiedererwägungsweise auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Über das gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  wurde nicht entschieden.
G. Mit Eingabe vom 14. März 2007 reichte der Beschwerdeführer eine Kopie der Anklageschrift gegen seine Cousine E._ samt  Übersetzung sowie eine Kopie des entsprechenden Strafurteils samt auszugsweiser deutscher Übersetzung ein. Auch gab er ein  der Rechtsvertretung (L._) seiner Cousine vom (...)
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samt deutscher Übersetzung und den für den Versand verwendeten Umschlag im Original zu den Akten. Als weiteres Beweismittel liess er dem Gericht schliesslich eine Kopie der von den deutschen Behörden ausgestellten Aufenthaltsgestattung für M._ zukommen,  im vorgenannten Schreiben der Rechtsvertretung namentlich  wird.
H. Mit Schreiben vom 23. April 2009 teilte der Rechtsvertreter des  mit, dass es sich bei der Rechtsvertretung von E._ um einen Rechtsanwalt und nicht, wie in der vorherigen Eingabe beschrieben, um eine Rechtsanwältin handle.
I. Das Bundesamt hielt in der Vernehmlassung vom 5. Juni 2007 an  Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 13. Juni 2007 wurde dem Beschwerdeführer die  gegeben, innert angesetzter Frist zu den Ausführungen der Vorinstanz Stellung zu nehmen. Die Replik des Beschwerdeführers vom 29. Juni 2007 ging am 2. Juli 2007 beim Gericht ein.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung  berührt, hat ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung und ist daher zur Einreichung der
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Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist  (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. 2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3. 3.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden  aus, substanziierte Hinweise auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Heimatstaat würden fehlen. So stütze er seine Vorbringen ausschliesslich auf Vermutungen und wisse nicht , ob je ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden sei.  Hinweise auf eine Suche nach seiner Person kenne er nur vom Hörensagen, und es sei erstaunlich, dass er nichts unternommen habe, um Konkretes in Erfahrung zu bringen. Ebenfalls nicht  sei, weshalb er der Empfehlung des IHD, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten, nicht gefolgt sei. Das beim IHD  Schreiben beweise nicht, dass die dort geschilderten Ereignisse
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tatsächlich so stattgefunden hätten. Die unsubstanziierten Angaben zu den Asylgründen würden vielmehr den Schluss nahe legen, dass der Beschwerdeführer Vorbringen konstruiere. Als realitätsfremd müsse auch seine Aussage gewertet werden, er habe sich nicht nach den Auswirkungen der Razzia erkundigt, weil er sich habe retten müssen und unmittelbar danach ausgereist sei. Nicht glaubhaft sei weiter die von ihm angegebene Rückkehr in die Türkei mit einem gefälschten Pass, da die Flughäfen strenge, EDV-gestützte Kontrollen durchführen würden. Die Unglaubhaftigkeit werde noch dadurch verstärkt, dass sich der Beschwerdeführer bei den geltend gemachten Asylgründen in Widersprüche verwickelt habe. So habe er bei der Bundesanhörung zu Protokoll gegeben, er sei für die beiden Verhöre auf dem  jeweils festgenommen worden. Bei der Erstbefragung habe er eine Festnahme jedoch nur im Zusammenhang mit dem ersten  erwähnt und angegeben, für das zweite Verhör vorgeladen worden zu sein. In seinem Bericht für den IHD sei hingegen zu lesen, dass er sich beide Male aufgrund von Vorladungen zum Posten begeben habe. Die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die Glaubwürdigkeit gemäss Art. 7 AsylG somit nicht standhalten, weshalb die Flüchtlingseigenschaft zu verneinen und das Asylgesuch abzulehnen sei.
Die Folge der Ablehnung eines Asylgesuches sei gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz. Der  sei im vorliegenden Fall zulässig, zumutbar und .
3.2 In der Beschwerde hält der Rechtsvertreter des  der Argumentation der Vorinstanz Folgendes entgegen: Sein  habe bei der Erstbefragung wiederholt darauf hingewiesen, dass er lieber in seiner Muttersprache, das heisst auf Kurdisch anstatt auf Türkisch befragt würde, weil er sich in dieser Sprache nicht so gut ausdrücken könne. Trotzdem sei die Befragung nicht abgebrochen worden, weshalb die Vorbringen des Beschwerdeführers allenfalls mit Fehlern und Missverständnissen behaftet seien, welche ihm jedoch nicht angelastet werden könnten. Die Vorinstanz habe sich in ihrer  überhaupt nicht mit der geltend gemachten Reflexverfolgung auseinandergesetzt und insbesondere auch die Angelegenheit J._, dessen Personalien und N-Nummer er der Vorinstanz  gegeben habe, nicht abgeklärt oder berücksichtigt. Auch die psychischen Probleme seines Mandanten seien trotz seines entspre-
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chenden Hinweises im Schreiben vom 13. Dezember 2006 in keiner Art und Weise abgeklärt worden. Weiter sei es völlig abwegig davon auszugehen, sein Mandant habe den IHD deshalb aufgesucht, um (...) später ein Beweismittel für das Asylverfahren in der Schweiz zu . Die Angst seines Mandanten vor weiteren Übergriffen und einer Verschlechterung seiner Situation durch eine Anzeigeerstattung an die Staatsanwaltschaft sei unter den in der Türkei herrschenden  mehr als begründet gewesen. Es sei somit nicht nachvollziehbar, inwiefern das Unterlassen der Anzeige gegen die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers sprechen solle.
3.3 In der Vernehmlassung vom 5. Juni 2007 nimmt die Vorinstanz  zur Beschwerde Stellung: Hinsichtlich der angeblich durch sprachliche Probleme bedingten Widersprüche handle es sich um sachliche Diskrepanzen, welche nicht durch eine ungenaue  des Dolmetschers erklärbar seien. Der Beschwerdeführer  in der Beschwerde auch nicht hinreichend zu erklären, weshalb er an der in kurdischer Sprache durchgeführten Bundesanhörung  habe, zum Zwecke von Verhören von den Behörden zuhause festgenommen worden zu sein, jedoch im eingereichten Beweismittel seiner schriftlichen Eingabe beim IHD festgehalten sei, er habe sich jeweils nach einer Vorladung selbst auf den Posten begeben. Den Nachweis psychischer Probleme habe der Beschwerdeführer bis zum heutigen Datum nicht erbracht. Dem nach Ausfällung der Verfügung eingegangenen Bericht des Fachschaftsrates des Department für  und Politik (...) seien keine substanziierten Hinweise auf eine allfällige Verfolgung des Beschwerdeführers im Heimatstaat zu . Insbesondere bleibe auch unklar, aufgrund welcher politischen Betätigung er welchen Repressionen der Behörden ausgesetzt  sein solle. Dass die türkischen Behörden gegen seine Cousine  Strafprozess angestrengt hätten, sei vom BFM bisher nicht in Zweifel gestellt worden. Da die Vorbringen des Beschwerdeführers  seiner eigenen Situation jedoch nicht geglaubt werden , vermöge er aus der Situation seiner Cousine nach wie vor keine Asylrelevanz für sich abzuleiten. Würde es der Tatsache entsprechen, dass der Beschwerdeführer von der sich in Haft befindenden Cousine eine Warnung erhalten hätte, so würde es erstaunen, dass er solch wesentliche Vorbringen nicht bereits bei den Anhörungen gemacht habe. Des weiteren falle die distanzierte Ausdrucksweise im Schreiben der türkischen Rechtsvertretung auf. So fehlten konkrete Angaben , in welchen polizeilichen Akten sich der Verrat der Cousine finden
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würde. Nach gesicherten Kenntnissen des BFM sei es für einen Anwalt in der Türkei ohne weiteres möglich, Akteneinsicht in die  Verhörprotokolle zu erhalten, selbst wenn es sich dabei um  Aussagen handle. Dass im eingereichten Beweismittel die Akten nicht konkret bezeichnet würden beziehungsweise die entsprechenden Protokolle nicht in Auszügen dem Schreiben beilägen, lasse den Schluss zu, es handle sich um ein konstruiertes Schreiben. Diese  dränge sich umso mehr auf, als sich daraus ergebe, dass es von der Familie des Beschwerdeführers in zeitlicher Hinsicht erst nach der ablehnenden Verfügung des BFM und in engem  mit der Beschwerde in Auftrag gegeben worden sei. Auch der Begründung des Strafurteils gegen E._ lasse sich keine  Erwähnung des Beschwerdeführers entnehmen. Somit fehle es weiterhin an konkreten Hinweisen, dass die Cousine den  verraten habe. Die türkischen Behörden würden  bei einem Verdacht auf politische Straftaten äusserst konsequent vorgehen, weshalb zu erwarten gewesen wäre, dass es nach den geltend gemachten Festnahmen zu einem Strafverfahren mit der Erstellung von Protokollen und dem Beizug eines Staatsanwaltes gekommen wäre. Eine allfällige Suche beziehungsweise ein Verfahren habe der Beschwerdeführer jedoch nicht zu substanziieren vermocht. Dass sich der Beschwerdeführer vor dem BFM auf seinen Cousin J._ bezogen habe, entspreche nicht den Tatsachen. In seinen Asylgründen habe er weder letzteren noch gemeinsame politische  erwähnt. Die Durchsicht der Asylakten von J._ habe zudem ergeben, dass auch er sich nicht auf den Beschwerdeführer beziehe.
3.4 In seiner Replik vom 29. Juni 2009 führt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers Folgendes aus: Er stelle fest, dass sich die  nach wie vor nicht mit der geltend gemachten und ausführlich dargelegten Reflexverfolgung beschäftige. Es dürfe wohl auch als  Tatsache angesehen werden, dass die Verwendung einer Sprache, welche vom Betroffenen nicht genügend beherrscht werde, zwangsläufig zu sachlichen Diskrepanzen führe. Dass der  die Möglichkeit eines Verrats durch seine Cousine E._ bereits bei seinen Anhörungen vorgebracht habe, als er noch nicht im Besitze des anwaltlichen Schreibens vom (...) gewesen sei und somit vom effektiv erfolgten Verrat noch keine Kenntnis gehabt habe, erhöhe nur seine Glaubwürdigkeit. Was seinen Beweisantrag um Beizug der Asylakten von J._ betreffe, so sei nicht zentral, dass sich Letz-
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terer auf den Beschwerdeführer beziehe, sondern dass seine  zur Sachverhaltsabklärung bezüglich des Vorgangs des Verrates durch E._ und der anschliessenden Warnung an die  Personen beitragen würden. Die Distanziertheit des Schreibens der Rechtsvertretung L._ lasse sich damit erklären, dass das Verfassen eines solchen Schreibens mit einer erheblichen Gefährdung verbunden sei, habe sich diese doch allenfalls der Begünstigung  gemacht, indem sie die anderen Verdächtigen gewarnt habe.
4. Wie bereits dargelegt muss, wer um Asyl nachsucht, die  zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 AsylG).  gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr  mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält (Art. 7 Abs. 2 AsylG). Im Gegensatz zum strikten Beweis genügt es daher, wenn der Richter das Vorhandensein der zu beweisenden  für wahrscheinlich hält, selbst wenn er noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel 1990, S. 302 f.). Die  Schilderung einer tatsächlichen Verfolgung ist dabei durch , Originalität, hinreichende Präzision und innere  gekennzeichnet (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1996 Nr. 28 S. 270). Unglaubhaft wird eine Schilderung von Erlebnissen insbesondere bei wechselnden, widersprüchlichen, gesteigerten oder nachgeschobenen Vorbringen. Bei der Beurteilung der Glaubhaftmachung geht es um eine Gesamtbeurteilung aller Elemente (Übereinstimmung bezüglich des wesentlichen Sachverhaltes, Substanziiertheit und Plausibilität der Angaben, persönliche Glaubwürdigkeit etc.), die für oder gegen den Beschwerdeführer sprechen. Glaubhaft ist eine  nur, wenn die positiven Elemente überwiegen. Für die  reicht es demnach nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspekte  und überwiegende Umstände gegen die vorgebrachte  sprechen.
5. 5.1 Die Rüge der unvollständigen Sachverhaltsfeststellung ist vorweg zu prüfen, da ein allenfalls ungenügend abgeklärter Sachverhalt einer
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materiellen Behandlung der vorliegenden Beschwerde im Wege  würde.
5.2 Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen  des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und  Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt, er findet sein  in der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 AsylG). Trotz Untersuchungsgrundsatz kann sich nämlich die entscheidende Behörde in der Regel darauf beschränken, die  des Asylsuchenden zu würdigen und die von ihm angebotenen Beweise abzunehmen, ohne weitere Abklärungen vornehmen zu . Eine ergänzende Untersuchung kann sich jedoch aufdrängen, wenn auf Grund dieser Vorbringen und Beweismittel berechtigte  oder Unsicherheiten bestehen, die voraussichtlich nur mit  von Amtes wegen beseitigt werden können (vgl. EMARK 1995 Nr. 23 E. 5a S. 222).
5.3 Aufgrund der Aktenlage kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das BFM vorliegend den Sachverhalt vollständig erstellt und zu Recht keine weitergehenden Abklärungen  hat. Weder aufgrund der Akten noch der im vorinstanzlichen  eingereichten Beweismittel gab es einen hinreichenden Anlass zur Vornahme weitergehender Abklärungen, zumal die Vorbringen - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt - unglaubhaft ausfielen.
5.4 Der Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen sowie zur Neubeurteilung ist demnach abzuweisen.
6. 6.1 In der Beschwerdeeingabe hält der Beschwerdeführer an der Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Verfolgungssituation fest.  behalten die von der Vorinstanz geäusserten Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers auch nach  der auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel ihre . So vermag der Beschwerdeführer auch auf  nicht zu erklären, weshalb er in der auf Kurdisch geführten  bezüglich des Berichts zuhanden des IHD abweichende  machte. Es fällt zunächst auf, dass er sowohl in der Erstbefragung
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als auch in der Anhörung von zwei Verhören sprach, welche Ende (...) und im Jahre (...) stattgefunden haben sollen. In seiner Meldung an den IHD wird jedoch kein Verhör im Jahr (...) angesprochen, sondern es ist von zwei etwa einen Monat auseinanderliegenden Verhören im Jahre (...) die Rede. Die Unglaubhaftigkeit der zentralen Vorbringen des Beschwerdeführers wird dadurch verstärkt, dass er bei der  angab, für beide Verhöre festgenommen worden zu sein,  im Bericht für den IHD zu lesen ist, er habe sich jeweils aufgrund von Vorladungen zum Polizeiposten begeben. Realitätsfremd mutet weiter an, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Verhör mehr als (...) liegen, in denen der Beschwerdeführer offenbar nicht in  Ausmasse behelligt wurde, und dies obwohl er den  der Behörden zur Bespitzelung der DEHAP und zur Angabe des Aufenthaltes seines Bruders nicht nachkam. Was das als  eingereichte Schreiben der Rechtsvertretung L._ und den darin beschriebenen Verrat der Cousine betrifft, ist anzuführen, dass dieses im Einklang mit der vorinstanzlichen Einschätzung als konstruiertes Schreiben zu qualifizieren ist. E._ wurde gemäss dem eingereichten Strafurteil am (...) festgenommen, tags darauf  und am (...) zu (...) Freiheitsstrafe verurteilt. Hätte sie also den Beschwerdeführer, wie im genannten Schreiben des Rechtsanwaltes beschrieben, tatsächlich verraten, hätten ihn die Behörden wohl kaum wieder auf freien Fuss gesetzt, nachdem sie ihn im Jahre (...) einmal festgenommen und einmal entführt hatten. Hinzu kommt, dass das Schreiben auf Wunsch des Bruders des Beschwerdeführers  wurde mit dem angeblichen Zweck, in einem allfälligen, gegen den Beschwerdeführer in der Türkei eingeleiteten Strafverfahren als Beweismittel zu dienen. Es ist jedoch nicht einsehbar, was das  Schreiben in solch einem Verfahren beweisen sollte und  es genau zum Zeitpunkt ausgestellt wurde, als der  vorinstanzlich einen negativen Entscheid bezüglich seines  erhielt. Was den vom Beschwerdeführer eingereichten  des Fachschaftsrates des Department für Wirtschaft und Politik (...) betrifft, so bestehen auch hier erhebliche Zweifel an der Echtheit des Dokumentes. So soll dieses gemäss den Angaben des  des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit den  seines Mandanten und dessen Cousins J._ entstanden sein und auf einer vom (...) Rechtsanwalt N._ veranlassten  in der Herkunftsregion der Asylsuchenden beruhen. Es muss somit davon ausgegangen werden, dass es sich bei N._ um den anlässlich des (...) Asylverfahrens mandatierten Rechtsvertreter
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handelt. Wieso der Bericht jedoch vom (...) datiert, also zu einem  verfasst wurde, als der vom Beschwerdeführer in (...) gestellte Asylantrag längstens rechtskräftig abgelehnt worden war und er sich bereits seit mehreren Monaten wieder in der Türkei aufhielt, ergibt  Sinn. Weiter fällt auf, dass der Bericht die Bedrohungslage des Beschwerdeführers und seines Cousins J._ wiedergeben soll, diesen Personen jedoch gerade mal ein paar wenige Zeilen gewidmet werden. Diese wiederum sind dermassen allgemein gehalten und , dass selbst wenn von der Echtheit des (nicht einmal ) Dokumentes ausgegangen wird, sie – wie von der  zu Recht erwogen – keine Verfolgung oder konkrete  des Beschwerdeführers belegen können.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorbringen des  anlässlich der Befragungen in wesentlichen Punkten widersprüchlich ausgefallen sind und insbesondere auch vom , wie er im Schreiben zuhanden des IHD geschildert wird, in auffälliger Weise abweichen. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel vermögen die Ungereimtheiten nach dem Gesagten nicht zu beseitigen, sondern verstärken im Gegenteil die Unglaubhaftigkeit seiner Vorbringen.
6.2 Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, zur vollständigen und korrekten Sachverhaltsabklärung sei eine Botschaftsanfrage, der Beizug der Asylakten von J._ sowie allenfalls die Einholung  weiteren Berichts des Fachschaftsrates des Department für  und Politik (...) oder die Einvernahme der untersuchenden  als Zeugen notwendig. Es stellt sich somit die Frage, ob diesen Beweisanträgen auf Beschwerdeebene nachzukommen ist.
6.3 Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kann das  geschlossen werden, wenn die noch im Raum stehenden  eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich  sind, etwa weil ihnen die Beweiseignung an sich abgeht oder - gerade umgekehrt - die betreffende Tatsache aus den Akten bereits genügend ersichtlich ist. Diesfalls werden von den Parteien gestellte Beweisanträge im Rahmen einer vorweggenommenen, sogenannten antizipierten Beweiswürdigung abgewiesen. Dies ist zulässig, wenn das Gericht aufgrund bereits erhobener Beweise oder aus anderen Gründen den rechtserheblichen Sachverhalt für genügend geklärt hält und überzeugt ist, seine rechtliche Überzeugung würde durch weitere
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Beweiserhebungen nicht geändert (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht,  für die Anwaltspraxis, Band X, Basel 2008, Rz. 3.144 S. 165).
6.4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht, wie auch die Vorinstanz, beim jetzigen Aktenstand nicht in Zweifel, dass die Cousine E._ wegen politischer Tätigkeit zu einer mehrjährigen  verurteilt und der Bruder D._ in (...) als Flüchtling  wurde. Allein aufgrund dieser Umstände vermag der  jedoch noch keine Asylrelevanz für sich abzuleiten. Vielmehr hat er die ihm im Heimatstaat drohende (Reflex-)Verfolgung glaubhaft zu machen. Wie in den Erwägungen der Vorinstanz und vorstehend unter Punkt 6.1 ausgeführt, kann der Beschwerdeführer jedoch weder den Verrat durch seine Cousine noch eine asylrelevante Verfolgung wegen des Untertauchens seines Bruders glaubhaft machen. Daran würde auch ein Beizug der Asylakten von J._ nichts ändern, da auch dessen bestätigenden Aussagen zum Vorgang des geltend  Verrates durch die Cousine nicht erklären könnten, weshalb die türkischen Behörden den Beschwerdeführer trotz dringenden  wieder auf freien Fuss gesetzt hätten. Ebenso wenig ist es notwendig, eine Botschaftsabklärung zu veranlassen oder vertiefte  bezüglich des eingereichten Berichts des Fachschaftsrates des Department für Wirtschaft und Politik (...) vorzunehmen, da auch diese Nachforschungen nicht geeignet wären, die aufgrund der  und der eingereichten Beweismittel aufgetretenen  zu beseitigen. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der  dem BFM zwar eine - nach eigenen Angaben echte - Identitätskarte zu den Akten reichte, im Anschluss an die  jedoch erwähnte, das auf dem Ausweis vermerkte Geburtsdatum entspreche nicht der Wahrheit (vgl. Akten BFM A 2/12 S. 10). Somit ist auch die Identität des Beschwerdeführers nicht restlos geklärt, was  für eine Nachforschung Voraussetzung wäre.
Das Bundesverwaltungsgericht weist aufgrund vorstehender  die Erhebung zusätzlicher Beweise in antizipierter  ab.
6.5 Nach dem Gesagten gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, eine asylrelevante Verfolgung nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat.
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7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
8.1.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
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8.1.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem  nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine  Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR (grosse Kammer), Saadi gegen Italien, Urteil vom 28.  2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren ). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als  erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der  sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen  zulässig.
8.2 8.2.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
8.2.2 Angesichts der heutigen Lage in der Türkei kann nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder von kriegerischen oder  Verhältnissen gesprochen werden, welche für den von der
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Wegweisung betroffenen Beschwerdeführer bei einer Rückkehr eine konkrete Gefährdung darstellen würden. Zwar ist die  in verschiedenen Belangen nach wie vor unbefriedigend, aber sie hat sich in den letzten Jahren verbessert, was auch für die Justiz als solche gilt.
8.2.3 Wie vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der  ausgeführt, informierte er das BFM im Hinblick auf die  vom 14. Dezember 2006 darüber, dass sein Mandant unter psychischen Problemen leide und auf ärztliche Behandlung  sei. Trotz Ansetzung einer Beweismittelfrist im  ist jedoch bis zum heutigen Datum kein psychiatrischer Bericht beim Gericht eingegangen. Ein objektiver Grund hierfür ist nicht . Da das Gericht zur Auffassung gelangt, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den geltend gemachten Festnahmen  sind, muss mangels gegenteiliger Indizien davon  werden, dass die allenfalls vorhandenen psychischen Probleme jedenfalls nicht mit asylrelevanten Verfolgungen seitens der türkischen Behörden zusammenhängen. Sollte der Beschwerdeführer der  Behandlung bedürfen, so könnte er diese somit auch in der Türkei in Anspruch nehmen. Medizinisch bedingte Gründe, welche  Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen würden, liegen aus aktueller Sicht damit nicht vor.
8.2.4 Aus den Akten ergeben sich auch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Wegweisungsvollzug aus anderen Gründen unzumutbar sein könnte. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen jungen,  Mann mit beruflicher Erfahrung als (...), welcher in  Heimatstaat mit seiner Mutter und seinen Geschwistern über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt.
8.2.5 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
8.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich allenfalls bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
9. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestä-
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tigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
10. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Nachdem aber aufgrund der Aktenlage von der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist und die Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden konnte, ist in Gutheissung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege von einer Kostenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 VwVG).
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