Decision ID: 478c1026-5ebd-5f66-a54b-303650ae863c
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass mangels Anhaltspunkten keine Zweifel an der Urteils- und  des Beschwerdeführers bestehen, zumal er während des laufenden Asylverfahrens (auch seinen eigenen Angaben zufolge) die Volljährigkeit erlangt hat und sowohl im vorinstanzlichen Verfahren wie auch im Beschwerdeverfahren durch eine Vertrauensperson oder eine Rechtsvertreterin begleitet war,
dass die Verfügung des BFM vom 9. Dezember 2008, soweit sie die Frage der Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung betrifft ( 1 und 2 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung), in Rechts-
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kraft erwachsen und auch die Anordnung der Wegweisung (Ziffer 3 des Dispositivs) nicht mehr zu überprüfen ist,
dass damit Gegenstand des Beschwerdeverfahrens lediglich die Frage bildet, ob die Wegweisung zu vollziehen oder ob anstelle des Vollzugs eine vorläufige Aufnahme anzuordnen ist,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen  er die Nichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Verweigerung des Asyls gar nicht angefochten hat, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung  sind, die ihm im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass das Bundesverwaltungsgericht (vgl. BVGE 2008/5) aufgrund  umfassenden Beurteilung der Situation in den nordirakischen  Dohuk, Suleymania und Erbil zum Schluss gekommen ist, dass
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in diesen drei kurdischen Provinzen keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die dortige politische Lage nicht dermassen  ist, dass eine Rückführung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsse,
dass zudem diese Regionen mit Direktflügen aus Europa und aus den Nachbarstaaten erreichbar sind,
dass die in der Beschwerde des mittlerweile mündigen  gemachten Ausführungen zur heutigen Sicherheitslage an  Einschätzung nichts zu ändern vermögen,
dass im vorerwähnten Urteil (a.a.O. E. 7.5 und 7.5.8) zudem  wurde, dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs in der  für alleinstehende, gesunde und junge kurdische Männer, die  aus einer der drei Provinzen stammen und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist,
dass an dieser Stelle in Erinnerung zu rufen ist, dass die  von der Vorinstanz mit überzeugender Begründung als  qualifiziert worden sind und dieser Teil der vorinstanzlichen  bezeichnenderweise auch nicht angefochten wurde,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragungen zudem  geltend machte, in F._ mit seinen Familienangehörigen (A1 S. 3: [...]) gelebt zu haben, weshalb er dort über ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz verfügt,
dass der alleinstehende Beschwerdeführer trotz Spuren einer (...)- verletzung mangels Einreichung von ärztlichen Berichten gesund sein dürfte, vor der Ausreise rund (...) Jahre lang zur Schule gegangen ist (A1 S. 2) und in der Schweiz seit (...) als Mitarbeiter eines  (vgl. ZEMIS) Berufserfahrung hat sammeln können, was ihm, nötigenfalls mit anfänglicher Unterstützung durch , den Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz bei einer Rückkehr in den Nordirak (...) erleichtern dürfte,
dass somit weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunftsstaat des mündigen Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr dorthin
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schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend  ist,
dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung  Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Erfolgsaussichten die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne der  Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG beantragte,
dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von  abgesehen werden kann, wenn der Beschwerdeführer nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und sein Begehren nicht  erscheint,
dass unabhängig vom fehlenden Nachweis einer Fürsorgeabhängigkeit das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als  zu bezeichnen ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege abzuweisen ist,
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines  angesichts des vorliegenden Entscheids in der Hauptsache  geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1-3 VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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Considerations: