Decision ID: af4d5e2b-80a8-49bb-aab1-3a0f6091a5ac
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, war seit Mai 2005 bei der
Y._
AG als
Informatiker (Teamleiter)
angestellt (Urk. 7/1/2, Urk. 7/3/1,
Urk. 7/5/3
,
Urk. 7/27/1-4).
Am 8. April 2013 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Bandscheibenvorfall, degenerative Veränderungen Wirbelsäule, Knie etc. bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zur Fr
üherfassung an (Urk. 7/3). Am 11
. April 2013 fand
ein Standortgespräch
statt (Urk. 7/5), worauf sich
der Versicherte
a
m
16. April
2013
(Eingangsdatum)
unter Hinweis auf mitt
lerweile auch psychische Anpassungsprobleme bei der IV-Stelle zum Leis
tungs
bezug an
meldete
(Urk. 7/9,
Urk. 7/7-8).
Daraufhin tätigte d
ie IV-Stelle Abklärun
gen in medizinischer und beruflich-erwerblicher Hinsicht
(Urk. 7/12-16)
. Mit Mit
teilung vom 18. Dezember 2013 informierte die IV-Stelle den Versicherten
über die
Kostenübernahme für eine Frühinterventionsmassnahme in Form einer Wei
terbildung CAS «Beratung in der Praxis».
Zugleich
wurde dem Versicherten der Abschluss der Frühinterventionsphase mitgeteilt (Urk. 7/23).
Die IV-Stelle holte beim Arbeitgeber, der
Y._
AG, (Arbeitgeberbericht vom 20. Januar 2014 [Urk. 7/27] einschliesslich der medizinischen Beurteilungen ihres Vertrauensarz
tes [Urk. 7/35]
)
sowie bei Dr. med.
Z._
, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie/Psychotherapie FMH, (Bericht vom 28. Januar 2014, Urk. 7/39)
Aus
künfte ein und beauftragte am
14. April
2014
die MEDAS
A._
mit der polydisziplinären Begutachtung (Allgemeine Innere Medi
zin/Kardiologie/Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap
parates/Psychiatrie und Psychotherapie) des Versic
herten (Urk. 7/48, Urk. 7/50). A
m 29. Juli 2014 erklärte sich der Versicherte
zusätzlich
mit einer Begutachtung in der Disziplin Neurologie einverstanden (Urk. 7/58). Das interdisziplinäre Gut
achten wurde sodann am 20. Oktober 2014 erstattet (Urk. 7/64). Mit Verfügung vom
16. Januar 2015 sprach die IV-Stelle
dem Versicherten – wi
e vorbeschieden (vgl. Urk. 7/69
) – eine halbe Rente der Invalidenversicherung ab dem 1. April 2014 zu (Urk. 7/
77
).
1.2
Mit Schreiben vom 27. März 2015 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass sich «seit
Dezember doch einiges ereignete
» (Urk. 7/80). Die IV-Stelle behandelte das Schreiben als Revisionsgesuch und setzt
e
dem Versicherten eine Frist, um weitere Beweismittel
zur Glaubhaftmachung der Veränderung
einzureichen (Urk. 7/81). Aufforderungsgemäss reichte der Versicherte diverse Unterlagen ein (vgl. Urk. 7/82-86). Mit Vorbescheid vom 15. Mai 2015 stellte die IV-Stelle
dem Versicherten
einen Nichteintretensentscheid in Aussicht (Urk. 7/88). Dagegen erhob der Versicherte
nach diversen Emails (Urk. 7/90, Urk. 7/94 ff.)
mit Schrei
ben vom 20. Juni 2015 Einwand (Urk. 7/100) und reichte weitere Unterlagen ein (vgl. Urk. 7/104-105). Am 28. Oktober 2015 erteilte die IV-Stelle
der MEDAS
A._
einen Auftrag zur polydisziplinären Verlaufs-Abklärung (Urk. 7/110). Die MEDAS
A._
erstattete sodann am 4. August 2016 ein interdisziplinäres Verlaufs
gutachten in den Disziplinen Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie und Innere Me
dizin (Urk. 7/122).
Mit
neuem
Vorbescheid vom 11. August 2016
s
tellte die
IV-Stelle die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente
vom
1. Dezember 2014
bis am 31. Mai 2015
sowie einer halben Invalidenrente ab 1. Juni 2015 bis Ende Novem
ber 2015 in Aussicht.
Ab dem 1. Dezember 2015 verneinte die IV-Stelle das Bestehen eines Rentenanspruchs
(Urk. 7/125). Am 10. Oktober 2016 erhob der Versicherte dagegen Einwand und reichte eine ärztliche Stellungnahme von Dr.
Z._
,
datiert vom 19. September 2016, ärztliche Stellungnahmen von
PD
Dr.
med.
B._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
vom 16. September und
von Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
vom 27. September 2016 sowie einen Aus
zug aus dem individuellen Konto ein (Urk. 7/134-136). Am 28. Oktober 2016 wurden die im
Einwandverfahren
eingereichten Arztberichte der MEDAS
A._
zur Stellungnahme zugestellt (Urk. 10/139). Sodann erstattete
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Psych
iatrie und Psychotherapie, am 19
. Dezember 2016 einen ärztlichen Verlaufsbericht (Urk. 7/147). Zudem reichte der Versicherte
am 30. Mai 2017
einen
ärztlichen
Bericht von Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
sowie eine Kopie der Verordnung zur Physiotherapie von Dr.
Z._
nach (Urk. 7/154-156). Am 5. Juli 2017 erstat
tete die MEDAS
A._
eine Stellungnahme zum Schreiben der IV-Stelle vom 28. Oktober 2016
und den damit zugestellten Berichten
(Urk. 7/161). Nachdem der Versicherte weitere medizinische Berichte zu den Akten gereicht hat
te
(vgl. Urk. 7/163), äusserte er sich mit Eingabe vom 30. August 2017 zur Stellung
nahme der MEDAS
A._
vom
5. Juli 2017 (Urk. 7/169) und
ergänzte
sie
mit Ein
gabe vom 22. September 2017 (Urk. 7/175).
Hierzu nahm
die MEDAS
A._
mit Eingabe vom 30. Oktober 2017
auf Aufforderung hin erneut Stellung
(Urk. 7/182).
A
m 5. Dezember 2017
liess sich der Versicherte
zur aktualisierten Aktenlage vernehmen (Urk. 7/184). Nach Prüfung der Einwände verfüg
te die
IV-Stelle am 5
. März 2018
– wie vorbeschieden – eine ganze Invalidenrente mit Wir
kung ab 1. Dezember 2014 bis am 31. Mai 2015 sowie eine halbe Rente vom 1. Juni 2015 bis
Ende
November 201
5.
Ab dem 1. Dezember 2
015
wurde ein ren
tenbegründender Invaliditätsgrad verneint und der laufende Anspruch auf eine halbe Rente «für die Zukunft» (Urk. 2, vgl. auch Begründung im Verfügungsteil zwei) beziehungsweise auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monat
s
aufgehoben
(Urk. 2 S. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 5. März 2018
erhob der
Versicherte
mit Eingabe vom 23. März 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei teil
weise aufzuheben und es sei ihm auch ab Dezember 2015 mindestens eine halbe Rente zu gewähren. Eventualiter beantrag
t
e der
Beschwerdeführer
die teilweise Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Verpflichtung der
IV-Stelle, eine neue polydisziplinäre Abklärung in Auftrag zu geben, woraufhin neu zu entscheiden sei (Urk. 1 S. 2). In prozessualer Hinsicht beantragte der
Beschwer
deführer
die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 1 S. 4). Mit Be
-
schwerdeantwort
vom 3. Mai 2018 schloss die
Beschwerdegegnerin
auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem
Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 7. Mai 2018 angezeigt wurde (Urk. 8). Gleichzeitig wurde dem
Beschwerdeführer
mitgeteilt, dass das Gericht die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte, es den Parteien aber unbenommen bleibe, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen (Urk. 8). Am 25. Mai 2018 reichte der
Beschwerdeführer
eine weitere Stellungnahme mit
samt einem ärztlichen Zwischenbericht
von Dr.
Z._
vom 6. April 2018
ein (Urk. 9-10). Diese Unterlagen wurden der
Beschwerdegegnerin
sodann mit Mit
teilung vom 31. Mai 2018 zugestellt (Urk. 11).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit
erforderlich
, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invaliden
versicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28 Abs
.
2).
1.3
1.3.1
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rz
11 zu Art. 30–31 IVG). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Ver
fügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
1.3.2
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
Verordnung über
die Invaliden
versicherung, IVV
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ein
getreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisi
onsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der
Beschwerdeführer
auch über den November 2015 hinaus Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
2.2
In der angefochtenen Verfügung vom 5. März 2018 erwog die
Beschwerdegeg
nerin
, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich per November 2014 verschl
echtert.
Ab diesem Zeitpunkt habe er
Anspruch auf eine ganze IV-Rente. Ab Juni 2015 sei
der
Beschwerdeführer
zu 50 % arbeitsfähig gewesen und habe ab dann Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Ab Dezember 2015 sei er in adaptier
ter Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig gewesen. Bei einem IV-Grad von 30 % bestehe seither kein Rentenanspruch mehr. Auf das Gutachten der MEDAS
A._
vom 4. August 2016 könne weiterhin abgestellt werden. Seither sei aus versicherungs
medizinischer Sicht keine Veränderung des Gesundheitszustandes ersichtlich (Urk. 2).
2.3
Dahingegen erachtet der
Beschwerdeführer
den medizinischen Zustand seit der Zusprechung der halben Invalidenrente als unverändert, weshalb es sich recht
fertige, auch weiterhin die bisherige
halbe Invalidenr
ente zu entrichten.
Auf die Gutachten der MEDAS
A._
könne – aus verschiedenen näher ausgeführten Gründen – nicht abgestellt werden
(Urk. 1 S. 2-3).
3.
3.1
Im interdisziplinären Gutachten der MEDAS
A._
vom 20. Oktober 2014 wurden folgende Diagnosen
mit Relevanz
für die
Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk. 7/64/20):
-
Chronische Lumbalgie und rezidivierende
Lumboischialgie
bei deutlichen degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule und einem Band
scheibenvorfall L4/L5
-
Zustand nach Spondylodese L4/5 und DIAM-
Interponat
(1
9.
April 2013) bei
Osteochondrose
und Stenose mit Instabilität und erneutem Bandschei
benvorfall L3/4 (
6.
Januar 2014) und Radikulopathie L4/5 links
-
Retropatellararthrose und
Chondrokalzinose
beiderseits bei habitueller Patellaluxation beiderseits mit Operation nach Roux beiderseits und Beckenkammspan-Entnahme 1987 und 1988
-
Zustand nach Meniskektomie mit
Plica
-Resektion
links April 2012
-
Zervikalsyndrom
mit degenerativer Veränderung und möglicher Tangie
rung der Nervenwurzeln C4 beiderseits und C6/C7 rechts mit subjektiver sensibler Störung der Finger IV und V beiderseits
-
Funktionseinschränkung der Lendenwirbelsäule und der Halswirbelsäule
-
Muskelminderung des linken Beines
-
Haltungs- und belastungsabhängiger lumbaler Rückenschmerz bei
-
Klinisch-neurologisch residuale
r
Grosszehenheberparese
links,
-
Diskrete Sprunggelenkinstabilität, diskretes distales sensibles Defizit L5 links
Daneben stellten die Gutachter folgende Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/64/20):
-
Fehlhaltung der Wirbelsäule mit muskulärer Dysbalance
-
Knick-Spreiz-Fuss mit beginnendem
Hallux
rigidus beiderseits
-
KHK bei Status nach
inferolateralem
Infarkt im Juni 2011 und Akut-PTCA der rechten Kranzarterie und der
Arteria
circumflexa
-
Arterielle Hypertonie, anamnestisch (medikamentös behandelt)
-
Nikotinabusus
-
Hyperlipidämie, anamnestisch (medikamentös behandelt)
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F 45.41
-
Körperliche und psychische Belastung, Stress andernorts nicht klassifi
ziert, Einschränkung von Aktivitäten durch Behinderung Z 73
Ein gewisses Ausmass an Schmerzen sei auf Grundlage der somatischen Faktoren sicherlich begründbar.
Die
angestammte Tätigkeit als IT-Fachmann sei zwar hin
sichtlich der
Gewichtslimite
als angepasst zu bewerten, es werde jedoch davon ausgegangen, dass der Anteil der rein sitzenden Tätigkeit hoch sei und vermehrt Pausen als in einer ideal angepassten Tätigkeit erfordere. Somit erscheine es noch nachvollziehbar, dass die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nur mit 50 % ausführbar sei, jedoch müsse mindestens in ideal
angepasster, wechselbe
lastender
, rückengerechter Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 70 % aus
gegangen werden (z.B. 2 x 3 Stunden). Eigenstä
ndige, versicherungsmedizinisch relevante psychiatrische Diagnosen seien nicht feststellbar, welche die Überwind
barkeit der somatischen Leiden in medizinisch unzumutbarer Weise einschränk
ten. Es erscheine aber wahrscheinlich, dass zumindest teilweise auch psychosozi
ale Aspekte, anfangs die Partnerschaftskonflikte, dann zuletzt der arbeitsplatzbe
zogene Konflikt
,
sich in den Schwierigkeiten der Arbeitsfähigkeitssteigerung aus
wirkten, obwohl keine versicherungsmedizinisch relevante psychiatrische Stö
rung feststellbar sei. Die Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei retrospektiv anwendbar seit dem 1. September 2011 (Urk. 7/64/19).
3.2
Im interdisziplinären Verlaufsgutachten
der MEDAS
A._
vom 4. August 2016 wu
rden folgende
Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk. 7/122/20):
-
Chronisches
lumbovertebrales
und
lumbospondylogenes
Schmerzsyn
drom
-
Mit abgeklungener akuter Radikulopathie L4 / L5 links Dezember 2014 bis maximal Juli 2015
-
Bei deutlichen degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule
-
Mit Diskuspathologie L3/4 und L4/5
-
Sequester
mediolateral
links im Recessus
lateralis
L4 links mit Affek
tion L4-Nervenwurzel links (MRI vom 1
6.
Dezember 2014)
-
Status nach Spondylodese L4/5 und DIAM-
Interponat
(19. April 2013)
Daneben stellten die Gutachter
interdisziplinär
folgende Diagnosen ohne Rele
vanz für die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/122/21):
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41
-
Körperliche und psychische Belastung, Stress andernorts nicht klassifi
ziert, Einschränkung von Aktivitäten durch Behinderung Z 73; Persön
lichkeitsakzentuierung Z 73.1
-
KHK bei Status nach
inferolateralem
Infarkt im Juni 2011 und Akut-PTCA der rechten Kranzarterie und der
Arteria
circumflexa
-
Arterielle Hypertonie, anamnestisch (medikamentös behandelt)
-
Hyperlipidämie, anamnestisch (medikamentös behandelt)
-
Verdacht auf Niereninsuffizienz im Stadium der kompensierten Retention, aktuell nicht nachweisbar
-
Nikotinabusus
-
Beginnende Gonarthrose links bei/mit
-
Status nach
Maquet
-Roux links 1988
-
Status nach medialer Meniskektomie 2012
-
Trochleadysplasie
-
Trochleadysplasie
rechtes Knie bei/mit:
-
Status nach
Maquet
-Roux rechts 1987
-
Beginnende
Coxarthose
rechts
Durch konservative Therapie mit Infiltrationsmassnahmen habe erreicht werden können, dass
sich
die im Dezember 2014 neurologisch beschriebene Fussheber
-
und
Zehenheberparese
links im Sinne einer
akuten Radikulopathie L5 links
suk
zessive zurück gebildet habe bis in etwa Juni/Juli 201
5.
Zwischenzeitlich sei aus rein neurologischer Sicht diesbezüglich nun kein relevantes sensomotorisc
hes Defizit mehr verifizierbar
(Urk. 7/122/18). Auch könne die im Dezember 2014 von
Dr.
Z._
noch attestierte und beschriebene pathologische Spontanaktivität aus dem Muskel
tibialis
anterior links (
Myotomen
L4 und L5) gemäss aktueller EMG Befundlage (Dezember 2015) nicht mehr
festgestellt werden. Die damals somit bestandene akute radikulär
e Symptomatik, gemäss klinischem
Befund und EMG Pathologie, sei spätestens seit Juni/Juli 2015 somit nicht mehr nachzuwei
sen, respektive gegenwärtig klinisch wie auch elektromyografisch nicht mehr vorhanden. Allenfalls seien residuale Befunde als minime Grosszehenheber-Rest
schwäche noch feststellbar, aber nicht alltagsrelevant. Es könne somit nicht mehr von einem
lumboradikulären
Schmerzsyndrom ausgegangen werden, dieses sei abgeklungen, als vielmehr von einem chronischen
lumbovertebralen
beziehungs
weise
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom und einem Status nach Spond
ylo
dese LWK 4/5 vom April 2013
(Urk. 7/122/19).
Zusammenfassend könne somit hinsichtlich der objektivierbaren lumbalen dege
nerativen Veränderungen für eine ideal angepasste Tätigkeit, zu der auch die zuletzt ausgeübte angestammte Tätigkeit nach Anpassung gehöre, nur allenfalls um 30 % vermindert angenommen werden. Die darüberhinausgehende weit höhere subjektiv empfundene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seitens des Versicherten könne weder somatisch noch aus psychiatrischer Sicht begründet werden. Rückblickend könne somit hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten respektive Verweistätigkeit festgehalten werden, dass nach der
Spon
dylo
de
senoperation
im
April 2013 zunächst Arbeitsunfähigkeit best
and
en habe
. Wie im letzten MEDAS-
Gutachten ausgeführt,
habe
ab Mitte Juni 2013 wieder eine Arbeitsfähigkeit von zunächst 50 % als IT-Fachmann in der ursprünglichen Tätigkeit (Kaderfunktion bei CS im IT-Bereich)
bestanden
, in einer no
ch besser angepassten Tätigkeit dürfe
aber von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgegan
gen werden. Es sei alsdann im November 2014 zur vorübergehenden massiven Verschlechterung durch eine akute
lumboradikuläre
Schmerz- und auch Ausfall
symptomatik links (L4 und L5)
gekommen
, welche jedoch unt
er konservativer Therapie mit zwei
maliger Infiltration sich zunehmend und sukzessive gebessert habe, gemäss Bericht von Dr.
Z._
vom Juli 2015 hätten auch keine senso
motorischen Defizite mehr bestanden. Rückblickend könne nach den erfolgten Infiltrationsmassnahmen zumindest ab ca. März 2015 ein erster Belastungsauf
bau möglich gewesen sein, ab dokumentierter Remission der sensomotorischen Defizite im Juni/Juli 2015 dürfte eine Arbeitsfähigkeit adaptiert von zumindest 50 % und mit Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchungen im Dezember 2015 wieder die Ausgangs-Arbeitsfähigkeits-Bewertung vor Auftreten der akuten Radikulopathie, respektive insbesondere mit einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in adaptierter Tätigkeit angenommen werden. Ab diesem Zeitpunkt gelte die gegen
wärtig bestimmte Arbeitsfähigkeit im Umfang, wie vor Eintritt der akuten Radi
kulopathie im November 2014 und wie
im
Gutachten vom Oktober 2014 konsta
tiert (Urk. 7/122/19-20).
3.3
In seinem
ärztlichen Bericht
vom 19. September 2016 hielt
Dr.
Z._
fest
, die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Zusammenhang mit der Wirbelsäulen
problematik
sei
spätestens seit der Spondylodese-Operation vo
m
April 2013 ent
scheidend durch das Ausmass der Schmerzbelastung bedingt gewesen, die im Verlauf deutlich zugenommen habe,
und
nicht durch die
Fussheberlähmung
. Anders als im Verlaufsgutachten vom 4. August 2016 habe sich diesbezüglich im Verlauf des Jahres 2015 und nochmals akzentuiert seit Anfang des Jahres 2016 keine Verbesserung der Situation, sondern eindeutig eine Verschlechterung erge
ben. Ab Juni 2015 sei zuletzt nochmals versucht worden, mit vielfältigen Mass
nahmen am Arbeitsplatz und mit grossem Engagement der Vorgesetzten ein Arbeitspensum von 25 % aufrecht zu erhalten, dies sei jedoch schon in diesem Zeitraum allenfalls grenzwertig möglich gewesen. Vom 23. Oktober bis zum 19. November 2015 habe bereits für mehrere Wochen unterbrochen werden müs
sen, in diesem Zeitraum habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab Januar 2016 sei der Versicherte durch die Schmerzen dann durchgehend so stark beeinträchtigt gewesen, dass schliesslich ab dem 28. Januar 2016 auch im Teil
zeitpensum keine zuverlässige Arbeitsleistung mehr habe erbracht werden kön
nen und deshalb seither eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren sei. Zeit
gleich mit der Episode der neurologischen Ausfallerscheinungen zum Ende des Jahres 2014 sei der Patient ebenfalls aufgrund der Schmerzen zu 100 % arbeits
unfähig gewesen (allerdings bereits damals über die Dauer der
Fussheberparese
hinausgehend vom 17. Dezember 2014 bis zum 26. Mai 2015). Die im Gutachten immer wieder erwähnten radikulären Defizite hätten dabei aber nicht zu der Arbeitsunfähigkeit geführt; um es klar zu sagen: durch die Fuss- und
Fusszehen
heberparese
links wäre der Versicherte auch in diesem Zeitraum in seiner Arbeits
tätigkeit im Bürobereich nicht relevant behindert gewesen – wenn er denn schmerzfrei gewesen wäre. Die Arbeitsfähigkeit an dem Vorhandensein oder Abklingen der akuten Radikulopathie L5 links festzumachen, sei dementspre
chend aus medizinischer Sicht unsinnig. Ebenso müsse es als pure Spekulation angesehen werden, wenn die Gutachter postulierten,
dass ein chronisches
lum
bovert
ebrales
beziehungsweise
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom, wie es auch aus ihrer Sicht bei dem Patienten zu diagnostizieren sei, Schmerzen in einem Ausmass bewirkt
en
, die zu einer maximal 30%igen Arbeitsunfähigkeit führten, während ein radikuläres Syndrom eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit begründe. Hier zu behaupten, dass aufgrund der Schmerzen exakt eine 30%ige Arbeitsun
fähigkeit zu begründen sei, sei aus der Luft gegriffen und vollkommen willkürlich (Urk. 7/136/2).
3.
4
In seiner ärztlichen Stellungnahme vom 27. September 2016 hielt
Dr.
C._
h
insichtlich des linken Knies fest,
dass eine deutliche vordere Schublade, beziehungsweise ein
Lachman
2+ bestehe und eine mediale Aufklappbarkeit von 1+, dies bei einem Status nach einer arthroskopischen
Teilmeniskektomie
medial im April 2012 und bei Status nach einer
Patellazentrierung
links durch einen Roux
Elmslie
vor Jahren
. Hier werde klinisch eine Instabilität sichtbar, die seit dem Auftreten des «neurologischen Defizites» bestehe.
Zur Rückendiagnose sei festzuhalten,
dass weder ein
lumbovertebrales
noch ein
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom vorliege, sondern weiterhin ein
lumboradikuläres
Schmerz- und Ausfallsyndrom, vorwiegend L4 links, mit Beeinträchtigung der L4 Nervenwurzel links und persistierender Fusshebeschwäche links, dies bei Status nach Spondy
lodese L4/5
im
April 201
3.
Wie es auch
Dr.
Z._
in seinem Schreiben sehe, sei die intellektuelle Kapazität der hier beteiligten Gutachter eher eine tiefe. Wie der Büromensch 70 % in einer adaptierten Bürotätigkeit
arbeiten
soll, wenn er seine 50 % in der angestammten Tätigkeit als Kader nicht bringe, mögen die Füchse wissen. Es sei aber eigentlich ein einfacher Dreisatz aus der 6. Primar
schule, der so nicht aufgehe. Die gutachterlichen Schlüsse aus orthopädischer Sicht basierten auf «
Copy&Paste
»-Zitaten, d.h. auf nicht eigenständig beurteilten Röntgenbildern und einer ungenügenden klinischen Beurteilung und einem «Hin
biegen» von Befunden in Diagnosen, die so nicht
haltbar seien (Urk. 7/136/8-9).
3.5
In seinem
ärztlichen Verlaufsbericht vom 19. Dezember 2016 stellte Dr.
D._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/147/2):
-
Rezidivierende depressive Episoden, gegenwärtig mittelschwer ICD-10 F 33.2 (erstmals Dezember 1994)
-
PTSD infolge traumatischer Erlebnisse als Kind und Jugendlicher, F 43.1 (Diagnose 1994, gegenwärtig stabilisiert)
Aktuell finde eine Pharmakotherapie und Psychotherapie mit 14-täglichen bis monatlichen Terminen statt.
Im zuletzt ausgeübten Beruf als Kadermitglied einer Grossbank sei der Versicherte seit dem 1. September 2016 bis weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. Die depressive Symptomatik
zeige
sich durch Konzentrationsstö
rungen, Gedankenkreisen,
er fühle sich
deprimiert, immer wieder hoffnungslos,
habe
Schlafstörungen, reduzierte Vitalg
efühle, verminderter Antrieb und
einge
schränkte Belastungsfähigkeit. Die anspruchsvolle Tätigkeit im EDV Bereich mit Führungsaufgaben sei mit diesen Einschränkungen nicht zu bewältigen. Zudem bestehe seit April 2014 eine Arbeitsunfähigkeit zu 50 % aus somatischen Grün
den. Möglicherweise könne nach Überwinden der gegenwärtigen depressiven Epi
sode eine Arbeitsfähigkeit von 30-40 % erreicht werden (Urk. 7/147/2-6).
4.
4.
1
Vorweg ist festzuhalten, dass
beide durch die MEDAS
A._
erstatteten interdis
ziplinären Gutachten –
sowohl das
jenige
vom 20. Oktober 2014 als auch
das
Ver
laufsgutachten
vom 4. August 2016
–
die rechtsprechungsgemässen Anforderun
gen an
eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage
grundsätzlich
erfüllen
(vgl. E.
1.4
)
.
Die
Expertisen
beruhen
auf den erforderlichen
sorgfältigen und
allseitigen Untersuchungen
(Urk.
7/64/11
-14, Urk. 7/64/24-26, Urk. 7/64/31-32,
Urk. 7/64/36-37, Urk. 7/64/39-41
, Urk. 7/64/42-43, Urk. 7/64/44-54; Urk. 7/122/14-15,
Urk. 7/122/28-30, Urk. 7/122/39-40
, Urk. 7/122/45-46
)
, wurde
n
in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet
(Urk.
7/64/4-7;
Urk. 7/122/3-11
), berücksichtigen
die
geklag
ten Beschwerden und setzen
sich mi
t diesen sowie dem Verhalten des Beschwer
deführers
auseinander
(Urk.
7/64/8-11,
Urk. 7/64/17-19, Urk. 7/64/23-24, Urk. 7/64/27-31
, Urk. 7/64/34-36
; Urk. 7/122/11-13,
Urk. 7/122/26-28, Urk. 7/122/36-41
, Urk. 7/122/43-45, Urk. 7/122/47
)
. Die Gutachter haben
die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet
(Urk. 7/64/18-19;
Urk. 7/122/18-20)
.
4.2
4.
2
.1
Der Beschwerdeführer
erachtet die Gutachten der MEDAS
A._
als nicht beweis
kräftig
und
begründet dies im Wesentlichen
mit den nachfolgend
abgehandelten Argument
en
.
4.2
.2
Der
Beschwerdeführer
stellt
e
sich
zum einen
auf den Standpunkt, die Gutachter hätten nicht alle Vorberichte und medizinischen Unterlagen besessen, als sie ihre Begutachtung durchgeführt
hätten
. Jedenfalls hätten sie die Akten von Dr.
D._
nicht besessen, was die Wiederholung des Gutachtens rechtfertige
(Urk. 1 S. 3
Rz
4)
.
Dem ist entgegenzuhalten, dass sich die Gutachter jeweils sorgfältig mit
den medizinischen Vorberichten
und auch mit den
nach den Begutachtungs
-
terminen eingereichten medizinischen Berichten
auseinandersetzten (vgl. Urk
. 7/64/4-7 und Urk. 7/122/3-11;
vgl. Urk. 7/161
und Urk. 7/182
).
So wurden in den MEDAS-Stellungnahmen vom 5. Juli 2017 und vom 30. Oktober 2017
die von den Gut
achten abweichenden und teilweise sehr k
ritischen (vgl. dazu unten E.
4.
3
.3
) Berichte der behandelnden Ärzte im Einzelnen wiedergegeben und die
differenten medizinischen Beurteilungen eingehend abgehandelt (vgl. Urk. 7/161
und Urk. 7/182
).
Der Beschwerdeführer gab anlässlich der Begutachtung vermehrt an, dass sein
Neurologe (Dr.
Z._
) auch ausgebildeter Psychiater sei (vgl. Urk. 7/64/30
und Urk. 7/122/38
). Sodann bezeichnete er Dr.
Z._
auch in der IV-Anmeldung als den behandelnden
Spezialarzt i
n den Fachrichtungen Neu
rologie und
Psychiatrie
(Urk. 7/
9/6).
Selbst der
Beschwerdeführer
empfand es
als
nicht notwendig, in der von ihm selbst erstellten Krankengeschichte eine psychi
sche Erkrankung aufzuführen (vgl. Urk. 7/7/7
und Urk. 7/17/3
).
Darüber hinaus führte der
Beschwerdeführer
nicht aus, inwiefern die Unterlagen von Dr.
D._
relevant und ein Beizug deshalb erforderlich gewesen wäre.
Unter diesen Umständen ist es nachvollziehbar, dass die Gutachter der MEDAS
A._
bewusst auf eine Kontaktaufnahme mit Dr.
D._
verzichteten, weil sie davon keine neuen Gesichtspunkte erwarteten (vgl. Urk. 7/161/6).
Sodann stellt
denn
auch der Verlaufsbericht von Dr.
D._
vom 19. Dezember 2016 keine hinreichende Grundlage dafür dar, um an den
gutachterlichen
Feststellungen zu zweifeln.
Der betreffende
Bericht
fällt insgesamt
äusserst knapp aus, die attestierte vollumfäng
liche Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit wird darin nicht nachvoll
ziehbar
begründet
und der Bericht äussert sich nicht hinsichtlich der Arbeitsfä
higkeit in einer angepassten Tätigkeit.
Kommt hinzu, dass das Gericht der Erfah
rungstatsache Rechnung zu tragen hat, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
4.2
.3
Zum anderen
behauptet
e
der
Beschwerdeführer
,
zwischen den behandelnden Ärz
ten und den Gutachtern
der MEDAS
A._
sei eine aus den Akten triefende Feind
seligkeit gegeben, welche eine friktionsfreie und neutrale Begutachtung
verun
möglich
e
(Urk. 1 S. 5
Rz
5)
.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann selbst dann, wenn ein Prozessbeteiligter scharfe Kritik an der Gutachtertätigkeit oder an der Person des Gutachters übt, nicht auf Befangenheit des Experten geschlossen werden
(Entscheid des Bundesgerichts 8C_474/2009 vom 7. Januar 2010 E. 10 mit Verweis auf 6B_299/2007 vom 11. Oktober 2007 E. 5.2.1
).
Die Berichte von
Dr.
Z._
vom
19. September 2016 (Urk. 7/136/1-6)
und
Dr.
C._
vom 27. September 2016 (Urk. 7/136/8-9)
enthalten zwar durchaus
scharfe Kritik
gegenüber
den
Gutachtern, jedoch wurden diese Berichte erst nach der Gutachtenserstellung angefertigt und vermochten die Gutachter demnach nur schon
in verlaufsmässiger Hinsicht
nicht zu beeinflussen. Die im
Anschluss an die Berichte verfassten Stellungnahmen enthalten
ferner
k
eine Hin
wei
se dafür, dass
die MEDAS-Gutachter
aufgrund der geäusserten Kritik ihrer Objektivität verlustig gingen. So fiel
ihre Antwort
jeweils
entschieden
sachlich aus
(vgl. Urk. 7/161/
8 und Urk. 7/182/3-6).
Dementsprechend vermag auch der diesbezügliche Einwand des
Beschwerdeführer
s keine Zweifel an der Beweiskraft der MEDAS-Gutachten aufkommen zu lassen.
Vielmehr lassen die
unsachlichen und teils beleidigenden
Formulierungen in den Berichten
der behandelnden Ärzte
an
deren
Objektivität und an der Beweiskraft der
von ihnen erstellten ärztlichen
Berichte zweifeln.
4.3
Zusammenfassend vermögen
weder
die Einwände des
Beschwerdeführer
s
noch die Berichte der behandelnden Ärzte begründete Zweifel an der
Beweiskraft der MEDAS-Gutachten
zu erwecken
.
Es ist somit mit den MEDAS-Gutachtern davon auszugehen, dass
nach einer vorübergehenden Verschlechterung mit vollständi
ger Arbeitsunfähigkeit – von November 2014 bis
März
2015 – der
Beschwerde
führer
spätestens ab
Juni/Juli
2015 erneut in seiner angestammten Tätigkeit zu 50 % und
ab Dezember 2015
in einer (angepassten) Verweistätigkeit
erneut
zu 70 % arbeitsfähig war (Urk. 7/122/20-21).
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen, wobei strittig einzig der Invaliditätsgrad ab Dezember 2015 ist. Aufgrund der vorliegenden Akten besteht jedoch kein Anlass, die Invaliditätsbemessung und damit den Rentenanspruch vor diesem Zeitpunkt beziehungsweise
bis zum
Erlass der Verfügung
vom 5. März 2018 in Frage zu stellen. Jedenfalls ist gestützt auf das beweiskräftige Gutachten der MEDAS vom 4. August 2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass im Dezember 2015 eine wesentliche Verbesserung der Arbeits- und Leis
tungsfähigkeit eingetreten war und diese das vormalige Niveau (Zeitpunkt der ersten Begutachtung im Oktober 2014) erreichte. Damit liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, womit der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht auf diesen Zeitpunkt hin umfassend («allseitig) zu prüfen ist, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinwei
sen).
5
.
5.
1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 139
V
28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1;
134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.2.2
Der Beschwerdeführer war bis ins Jahr 2011 in einem 100 %-Pensum als
IT-Fachmann (Kadermitglied/Teamleiter) bei der
Y._
AG tätig und erzielte ein Bruttojahreseinkommen von Fr. 169'000.–
-
(Urk. 7/135/3). Die danach erfolgte
Pensumsreduktion
und der Wechsel in die Projektarbeit erfolgten auf
grund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen (vgl. Urk. 7/64/8). Dementspre
chend ist es als überwiegend wahrscheinlich anzusehen, dass der Beschwerdefüh
rer ohne Eintritt des Gesundheitsschadens im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns weiterhin als IT-Fachmann (
Kadermit
-
glied/Teamleiter) bei der
Y._
AG tätig gewesen und das zuletzt in dieser Tätigkeit erzielte Ein
kommen erwirtschaftet hätte. Als Valideneinkommen ist somit auf das in der angestammten Tätigkeit zuletzt erzielte Einkommen, unter Berücksichtigun
g der Teuerung bis ins Jahr 2018, dem Zeitpunkt der verfügten Rentenherabsetzung
, abzustellen.
Gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene
Ent
wicklung der Nominallöhne, der Konsumentenprei
se und der Reallöhne, 2010-2018, Tabelle T 39, ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 175'928.15 (Index Männer 2011: 2171; 2018: 2260).
5.3
5.3.1
Strittig ist das anzurechnende Invalideneinkommen. Der Beschwerdeführer gab seine Tätigkeit bei der
Y._
AG per Ende 2016 auf (Urk. 7/140) und liess sich per 1. Januar 2017 vorzeitig pensionieren. Nach Aufgabe seiner Führungs
position im März 2014 war er zuletzt als
Application
Architect
& Developer im Rang eines
Vice
President
zu einem Pensum von maximal 50 % tätig (Urk. 7/181/6; vgl. auch Urk. 7/27). Dass er hierbei eine (über die
Pensumsreduk
tion
hinausgehende) Lohneinbusse in Kauf nehmen musste, geht aus den vorlie
genden Akten nicht hervor (vgl. Urk. 7/43, wonach der für die Überversiche
rungsberechnung der Pensionskasse angerechnete Resterwerb Fr. 73'800.--, Wert 2014, betrug).
5.3.2
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch rea
lisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezo
gen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126
V
75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten ver
öffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Ver
wendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178
E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1).
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (
Art.
16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis).
5.3.3
Der Beschwerdeführer bringt vor, aufgrund des Alters keine Möglichkeit mehr zu haben, seine Restarbeitsfähigkeit in angepasster Stellung von 70 % verwerten zu können (Urk. 1 S. 7).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist
(BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen)
.
Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt
von den Umständen des Einzelfalles ab, unter anderem auch davon
, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Im zur Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Verlaufsgutachtens (4. August 2016) war der im Mai 1957 geborene Beschwerdeführer rund 59 Jahre alt und es verbliebenen bis zum Erreichen des AHV-Alters eine Aktivitätsdauer von sechs Jahren. Massgebend ist, dass die von ihm bis Ende 2016 ausgeübte Tätigkeit aus medizinischer Sicht weiterhin zumutbar gewesen wäre und einer angepassten Tätigkeit entsprach. Ein Berufswechsel war nicht notwendig. Damit ist ein inva
lidenversicherungsrechtlich erheblich erschwerter Zugang zum ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verneinen.
5.3.4
Der Versicherte ist gestützt auf die ihm obliegende Schadenminderungspflicht dazu verpflichtet, seine Restarbeitsfähigkeit so zu verwerten, dass er – im Idealfall – ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag. Ob bei der Ermitt
lung des Invalideneinkommens auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit oder in einer Verweistätigkeit abzustellen ist, entscheidet sich folglich zugunsten derjenigen Tätigkeit, mit welcher der Versicherte ein höheres Einkom
men zu erwirtschaften in der Lage
wäre
. Der Beschwerdeführer ist in seiner angestammten Tätigkeit noch zu 50
%
arbeitsfähig und könnte damit ein Ein
kommen von
Fr. 87'964.10 (Fr. 175'928.15 x 0,5)
pro Jahr erzielen.
Entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit ohne Kader
funktion und entsprechendem Arbeitsplatz – mit der Möglichkeit zu Home-Office und freierer Arbeitseinteilung – dasselbe Jahreseinkommen erzielen würde (vgl. Urk. 7/190). Mit Blick auf die LSE 2016 könnte der Beschwerdeführer a
ls gelernter Informatiker ohne Hochschulabschluss (vgl.
Urk.
7/5/2,
Urk.
7/9/5,
Urk.
7/24/2) mutmass
lich ein Einkommen von Fr. 9’524.-- pro Monat erzielen (LSE 2016
, TA1, Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht,
Ziff.
62-63, Männer, Kompetenzniveau 4). Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit im Bereich Informationstechnologische und Informationsdi
enstleistungen für das Jahr 2016 von 41.3
Stunden pro Woche (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008],
in Stunden pro Woche, 2004-2018
,
Ziff.
62-63) resultiert ein Betrag von
Fr. 118'002.40
pro Jahr (
Fr. 9'524.-- x 12 x 41,3/40)
. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
entspricht dies einem in einer Verweistätigkeit erziel
baren Einkommen von
Fr. 82'601.65
(
Fr.
118'002.40
x
0.7).
Dieses Einkommen liegt unter dem in angestammter Stellung in einem 50%igen Pensum zu erzielen
den Erwerbseinkommen.
5.
4
Sowohl das Invaliden- als auch das Valideneinkommen
sind somit gestützt auf
das
in der
angestammten Tätigkeit
zuletzt erzielte
–
der Teuerung bis ins Anspruchsjahr 2014 angeglichene –
Einkommen zu ermitteln
.
Der Invaliditäts
grad entspricht
damit
dem Grad der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 50 %.
Demnach bestand der Anspruch auf eine halbe Rente auch nach Dezember 2015 und ist dieser Anspruch weder auf diesen Zeitpunkt hin noch auf das Ende des der Verfügung vom 5. März 2018 folgenden Monats auf
zuheben.
Die
Beschwerde
ist
damit
gutzuheissen.
6.
6.1
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und
unab
hän
gig vom Streitwert im Rahmen von Fr.
200.-- bis Fr. 1'000.--
festge
legt
und sind im
vorliegenden Fall auf Fr. 8
00.--
festzusetzen
.
A
usgangsgemäss
sind die Kosten
von der Beschwerdegegnerin zu tragen.
6.2
Nach
§
34
Abs.
1
des
Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kos
ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des
Obsiegens be
mes
sen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Mit Beschwerde vom
23. März 2018
(Urk. 1) beantragte
der
Beschwerdeführer
eine Parteientschädigung. Eine Honorarnote wurde nicht eingereicht, womit die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen ist. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses ist
für den not
wendigen Aufwand
eine Entschädi
gung
in Höhe von Fr. 1'7
00.--
(inklusive Mehr
wertsteuer und Barlauslagen) ange
messen
.