Decision ID: d0d565f4-4719-43f8-8541-9c511ab2b966
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
am 26.
August
1956 in der Türkei
, reiste
im Jahr 1983 er
stmals in die Schweiz ein (Urk.
6/45).
Im Jahr
19
89 heiratete er
eine Schwei
zerin
, welche Ehe
später
(
im Dezember 1997
)
geschieden wurde (Urk.
6/21).
Seit 1994 ist er türkisch/schweizerischer
Staatangehöriger
(vgl.
Urk.
6/21 S. 2 sowie
Urk. 6/24 S. 4
).
Von
März
bis
Ju
l
i 1997 lebte
X._
wiederum in der Türkei, von wo
aus
er im August
1997
erneut
in die Schweiz einreiste.
Im
Januar 200
0
verliess er die Schweiz
abermals
(vgl. zu den vollständigen Weg- und Zuzügen im Einzelnen
Urk.
6/45).
Im Jahr 2002
wurden seine AHV-Beiträge
gestützt auf das
Abkommen
z
wischen der Schwei
z und der Republik Türkei über s
oziale Sicherheit an die türk
i
sche Sozial
versicherung überwiesen (
Urk.
3/4).
1.2
I
m Juli 2017
reiste
X._
erneut
in die Schweiz ein
(
Urk.
6/45)
, wo er in de
r Folge Sozialhilfe bezog (
vgl. etwa
Urk.
6/1
und 6/2 S. 6
).
Am
7.
März 2019
meldete er sich
– nachdem er
vorgängig
eine
V
oraus
berechnung seiner Rente verlangt hatte (Urk.
6/2) -
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse
,
zum Bezug einer Altersrente an,
und beantragte
den
Vorbezug
um zwei Jahre
(Urk.
8/7
).
Nach getätigten Abklärungen sprach ihm die Aus
gleichskasse mit Verfügung vom
18.
Juli 2019
mit Wirkung ab 1. September 2019
eine
einfache ordentliche
und infolge Vorbezugs um 2 Jahre
um
Fr.
8.--
gekürzte
Altersrente
(Teilrente)
in Höhe von monatlich Fr. 52.
--
zu (
Urk.
6/27 f
.
). Dagegen erhob
X._
am 12. August 2019 Einsprache (Urk. 6/33), welche die Ausgleichskasse mit
Einspracheentscheid
vom 3
0.
August 2019 abwies (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
hierorts mit Eingabe vom
29.
September 2019 Beschwerde und
ersuchte sinngemäss um
Ausrichtung einer höheren Altersr
ente («
Neubeur
t
eilung
des
Einspracheentscheids
»;
Urk.
1). Mit Vernehmlassung vom 4.
November 2019 stellte die Ausgleichskasse Antrag auf Abweisung de
r Beschwerde (Urk.
5), was dem Beschwerdeführ
er mit Gerichtsverfügung vom 5.
November 2019 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
7)
.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 29 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(
AHVG
)
haben Anspruch auf eine ordentliche Alters- und
Hinter
lassenenrente
die rentenberechtigten Personen, denen für mindestens ein volles Jahr Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können, oder ihre Hinterlassenen.
1.
2
Nach Art. 29
bis
Abs. 1 AHVG werden für die Berechnung der ordentlichen Renten Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgut
schrif
ten der rentenberechtigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles (Rentenalter oder Tod) berücksichtigt. Die Rente wird nach Massgabe des durch
schnittlichen Jahreseinkommens berechnet, welches sich aus den Erwerbs
ein
kommen, den Erziehungsgutschriften und den Betreuungsgutschriften zusam
mensetzt (Art. 29
quater
AHVG). Was begrifflich unter Erwerbseinkommen im Sinne dieser Vorschrift zu verstehen ist, wird in Art. 29
quinquies
Abs. 1 und 2 AHVG näher umschrieben. Daneben enthält diese Bestimmung unter anderem für verheiratete Personen eine besondere Bemessungsregel. Nach Art. 29
quinquies
Abs. 3
lit
. a AHVG werden Einkommen, welche die Ehegatten während der Kalenderjahre der ge
meinsamen Ehe erzielt haben, geteilt und je zur Hälfte den beiden Ehegatten angerechnet («Splitting»). Die Einkommensteilung wird vorgenommen, wenn beide Ehegatten rentenberechtigt sind. Der Teilung und der gegenseitigen Anrechnung unterliegen laut Art. 29
quinquies
Abs. 4
lit
. a und b AHVG jedoch nur Einkommen aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Alters
jahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird, und aus Zeiten, in denen beide Ehegatten in der schweizerischen Alters- und
Hinterlassenenversicherung
versichert ge
wesen sind, wobei Art. 29
bis
Abs. 2 AHVG vorbehalten bleibt.
1.3
Gemäss
Art.
10a des Abkommens vom
1.
Mai 1969 zwischen der Schwei
z und der Republik Türkei über s
oziale Sicherheit
(nachfolgend: Abkommen)
können türkische Staatsangehörige in Abweichung vo
n
den Artikel
8 und 12 des Ab
kommens
verlangen, dass die zu ihren Gunsten an die schweizerische Alters- und
Hinterlassenenversicherung
entrichteten Beiträge an die türkische Sozialversiche
rung überwiesen werden, sofern ihnen noch keine Leistungen aus der schweize
rischen
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung gewährt worden sind und vorausgesetzt, dass sie die Schweiz verlassen haben, um sich in der Türkei oder einem Drittstaat niederzulassen.
Wurden bei Ehepaaren zugunsten beider Gatten Beiträge an die schweizerische Alters- und
Hinterlassenenversicherung
entrichtet, so kann jeder Ehegatte einzeln die Überweisung der zu seinen Gunsten entrichteten Beiträge verlangen
.
(...
) (
Abs.
1).
Türkische Staatsangehörige, deren Beiträge nach
Abs.
1 an die türkisch
e
Sozial
versicherung überwiesen wurden, sowie ihre Hinterlassenen, können
gegenüber der schweizerischen
A
lters- und Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung aufgrund dieser Beiträge keinerlei Ansprüche
mehr
geltend machen (
Abs.
2).
2.
2.
1
Der Beschwerdeführer
stellt
nicht in Frage, dass seine
im Zeitraum von 1984 bis
1999
entrichteten Beiträge an die türkische Sozialversicherung überwiesen word
en
sind.
V
ielmehr reicht er
selber
die vom 9
.
August 2002 datierende
«
Verfügung für Beitragsüberwei
s
ung
»
ins Recht,
mit welcher
die Schweizerische Ausgleichskasse
AHV-
Beiträge von gesamthaft Fr
.
57'400.60 an
den
zuständigen
Sozialver
siche
rung
sträger
in der Türkei
überwiesen
hatte
(Urk.
3/4
).
Unter Hinweis darauf
, dass
bei der Festsetzung
seiner
Altersrente
lediglich 2 Jahre und 2 Monate
Beitragszeit
angerechnet worden
seien, was er nicht akzeptieren könne,
zumal seines Wissens 50
% der
Beiträge
an seine damalige geschiedene
Ehefrau ausbezahlt worden seien,
ersucht er um nochmalige Prüfung
des
Einspracheentscheides
bzw. ins
besondere der im Jahr 2002 erfolgten
Beitragsrückerstattung
(
Urk.
1).
2.2
Die Ausgleichskasse hat im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2 S. 2)
wie auch in ihrer Vernehmlassung
(Urk. 5 S.
2)
,
welche sich in Hände
n des Be
schwerdeführers befinden
,
zutreffend
dargelegt, dass
die Beiträge
(und ent
spre
chenden Beitragszeiten),
welche
im Jahr 2002
Gegenstand der Beitragsüber
wei
sung bildet
en
, bei der Berechnung
der Altersrente nicht mehr
zu berücksichtigen sind
.
Denn mit der
veranlassten
– ge
stützt auf die Verfügung vom 9.
August 2002
erfolgten
-
Auszahlung der Beiträge
hat
der
Beschwerdeführer
definitiv auf ent
sprechende Le
i
s
tungen
aus der
schweizerischen
AHV/IV
verzichtet
(vgl. BGE 136 V 33 E. 4.3.1 mit Hinweis
, vgl. so auch
Art.
10a
Abs.
2 des Abkommens [E. 1.3
hievor
]
)
.
Folglich sind
, wie die Ausgleichskasse zu Recht festhielt,
nur
Beitrags
dauer
,
Erwerbseinkommen bzw.
Beiträge
sowie
Erziehungsgutschrift
en
ab Wie
der
einreise
in die Schweiz
im Juli 2017
anrechenbar.
Dass
letztere
Berech
nungs
faktoren
oder die übrigen Berechnungsgrundlagen
unzutreffend
sein sollen,
ist
aufgrund der Akten
nicht ersichtlich
und
wird vom
Beschwerdeführer
auch
nicht
konkret
gelten
d
gemacht
.
S
oweit
d
er
Beschwerdeführer
zur Hauptsache
beantragt,
dass
die Beitrags
rück
erstattung
nochmals
zu prüfen
sei
,
verkennt er,
dass e
ine allfällige Unrichtigkeit der Verfügung
vom
9.
August 2002
dannzumal
geltend zu machen gewesen
wäre
. Deren Rechtmässigkeit kann
im vorlie
genden Verfahren
nicht mehr überprüft werden, weshalb a
uf diesen Antrag nicht
eingetreten werden kann
.
Dies gilt auch, s
oweit der Beschwerdeführer
in diesem Zusammenhang
(sinngemäs
s)
beanstan
det
,
dass
(«seines Wissens»)
50
% der Beiträge
(d
.
h. weitere Fr. 57'400.60)
an seine damalige ge
s
chiede
ne Frau überwiesen worden seien
und er sinngemäss die Rückerstattung dieser Beiträge verlangt
.
Angemerkt sei
daher
lediglich,
dass die
Teilung der während der Ehe erzielten Einkommen
(das
sog
.
«
Splitting
»), auf der
en
V
ornahme in der Verfügung v
o
m
9.
August 2002
ausdrücklich
hingewiesen wurde
(Urk.
3/4)
,
bei der Berechnung
der Rente
einer
verheirateten
(
oder
geschiedenen
)
Person (wenn auch in der Regel
erst im zweiten Versicherungsfall)
gesetzlich vorgeschrieben ist (vgl.
Art. 29
quinquies
AHVG; vgl.
E. 1
.2
hievor
).
2.3
E
in
allfällige
r Anspruch
auf Ergänzungsleistungen
wurde im angefochtenen
Ein
spracheentscheid
nicht geprüft
. A
uf die
entsprechenden Ausführungen des Be
schwerdeführers
ist daher mangels eines entsprechenden Anfechtungsobjekts
ni
c
h
t näher einzugehen.
Diesbezüglich
hat die Verwaltung
den Beschw
e
rdeführer
vielmehr
zu Recht
an die
dafür
zuständige Amtsstelle verwiesen (
Urk.
2 S. 3).
2.
4
Den Darlegungen der Verwaltung ist somit nichts Wesentliches anzufügen und es kann beim Verweis auf deren Ausführungen sein Bewenden haben. Es ist nicht Sache des Gerichts, in anderen Worten wiederzugeben beziehungsweise zu wiederholen, was die Verwaltung im Lichte der Akten zutreffend dargetan und womit sich der Beschwerdeführe
r nicht sachbezogen auseinander
gesetzt hat.
Zusammengefasst führt di
es zur Abweisung der Beschwerde.