Decision ID: 9522fd02-725b-4a78-be73-95dccbf1c9a7
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1961, meldete sich am
1
5.
November 2001 unter Hin
weis auf eine
Diskopathie
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/1
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kanton
s Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfügung vom
2
7.
Mai 2002
bei einem
Invaliditätsgrad von 71
%
eine
ganze Rente vom
1.
August
2001 bis zum 3
1.
Januar 2002
(
Urk.
6/22)
und mit Verfügung vom
4.
Mai 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 70
%
eine ganze Rente
ab dem
1.
August 2004
zu
(
Urk.
6/75)
.
A
m 1
5.
Juni 2006 (
Urk.
6/84) und a
m 2
3.
Oktober 2007 (
Urk.
6/89) teilte die IV-Stelle der Versicherten
im Zuge von Revisionsverfahren
mit, der Renten
an
spruch sei un
verändert.
Im Oktober 2010 leitete die IV-Stelle erneut eine Rentenrevision ein (Urk. 6/90) und
holte
einen
Arztbericht (Urk.
6
/
92) sowie ein
bidisziplinäres
Gutachten
(Urk.
6
/
100) ein. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/103-104
)
hob sie die bisherige
ganze
Rente gestützt auf die Schlussbestimmung
lit
. a der Änderung des Bundes
ge
setzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 18. März 2011
mit Verfügung vom 16
.
Mai
201
2
auf (Urk.
6
/
107
).
Am
1
6.
Mai 2012
(
Urk.
6/108) sprach die IV-Stelle
der Versicherten
Wiederein
gliederungsmassnahmen
unter Weiterausrichtung der Rente (vgl. Mitteilung vom 1
8.
Juni 2012;
Urk.
6/109)
zu
. A
m 2
3.
November 2012
brach die IV-Stelle die Wiedereingliederungsmassnahmen ab und stellte die Rente per 3
0.
Novem
ber 2012
ein
(
Urk.
6/123).
1.2
Am 1
3.
Februar 2013 meldete sich die Versicherte aufgrund lumbaler und zervi
kaler Beschwerde erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/132-133).
N
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/137-141)
trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
8.
Mai 2013 (
Urk.
6/142 =
Urk.
2) auf das neue
Leistungs
begehren
nicht ein.
2.
Die Versicherte erhob am 2
8.
Juni
201
3
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Ver
fü
gung vom 2
8.
Mai
201
3
(
Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuheben
und
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auf das Leistungsbegehren einzutreten und dieses materiell zu prüfen (S. 2
Ziff.
1)
.
Die IV-Stelle beantr
agte mit Beschwerdeantwort vom
2.
September 2013
(
Urk.
5
) die Abwei
sung der Beschwerde. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am
1
7.
September 2013
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Mit Eingaben vom 3
0.
September 2013 (
Urk.
8) und 2
8.
November 2013 (
Urk.
12) hielt die Beschwerdeführerin an ihren gestellten Anträgen fest und reichte einen weiteren medizinischen Bericht zu den Akten (
Urk.
9). Mit Eingabe vom 1
7.
Dezember 2013 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer weiteren Stellungnahme (
Urk.
14)
, was der Beschwerdeführerin am 1
8.
Dezember 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheb
lichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditäts
grades
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidi
tät zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Mit Art. 87 Abs. 3
i.V.m
. Abs. 2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Ver
waltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d. h. keine Verän
de
rung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E.
2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend
ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes
Anspruchs
element
betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechts
kräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem ge
samten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaub
würdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue
Leistungs
begehren
einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und 200 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 ff. E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.3
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie u.a. zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 ff. E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hin
weisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintre
ten streitig ist, d.h. wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nicht
eintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E.
2b).
1.4
Zur Frage des Bedeutungsgehalts des Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV (in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung; heute: Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV) hat das Bundesgericht in BGE 130 V 64 f. E. 5.2.5 entschieden, dass die versi
cherte Person mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebli
che Tatsachenänderung glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute
Leistungsbe
gehren
ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
Mai 2013 (
Urk.
2) davon aus, mit dem neuen Gesuch werde nicht glaubhaft darge
legt, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesent
lich verändert hätten. Es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sach
verhaltes vor (Urk. 2 S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, sie
habe mit dem Bericht von
Dr.
med.
Y._
eine Verschlechterung ihres Ge
sundheitszustandes glaubhaft gemacht. Die Beschwerdegegnerin hätte dement
sprechend auf das Leistungsbegehren eintreten und die Voraussetzungen eines Rentenanspruchs materiell prüfen müssen (
Urk.
1,
Urk.
8 S. 2 f.)
.
2.3
S
treitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin – mangels einer glaubhaft gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes - zu Recht nicht auf das erneute Leistungsbegehren eingetreten ist.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sach
verhaltsabklärung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht, mithin also die rentena
ufhebende
Verfüg
ung der Beschwerdegegnerin vom 16
.
Mai
20
12 (
Urk.
6/107)
.
3.
3.1
Im Zeitpunkt der Verfügung vom 16. Mai 2012 (Urk. 6/107) stellte sich der Sach
verhalt in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen wie folgt dar
:
3.2
Dr.
med.
Y._
,
Allgemeine Medizin FMH, berichtete am
6.
Dezember 2010 (
Urk.
6/92) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit (S. 5
Ziff.
1.1):
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechtsbetont bei
Chondrose
L2/3 und L5/S1 mit mehreren
Diskusprotrusionen
und Riss im
Anulus
fibrosus
L5/S1
muskuläre
Dysbalance
chronisches
zervikozephales
und
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom bei
Osteochondrose
C5/6 und C6/7 bestehend seit zirka 2000, mit Exazerba
tion im Herbst 2003
Er führte aus, es bestünden unverändert belastungsabhängige Schmerzen lum
bal mit Ausstrahlung ins rechte Bein und im Nacken (S. 6
Ziff.
1.4). Die Beschwerdeführerin sei vom 2
1.
Oktober 2003 bis 2
5.
November 2004 zu 100
%
arbeitsunfähig und seit dem 2
6.
November 2004 zu 90
%
arbeitsunfähig (S. 6
Ziff.
1.6).
3.3
Die Ärzte der
Z._
erstatteten ihr
bidis
ziplinäres
Gutachten am
2.
Februar 2012 (
Urk.
6/100) gestützt auf die
Untersu
chungen der Beschwerdeführerin sowie die Akten. Sie nannten folgende Diag
nosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 20
Ziff.
1.1):
Panvertebralsyndrom
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom rechts
zervikospondylogenes
Syndrom rechts
muskuläre
Dekonditionierung
,
Myogelosen
, Skoliose
multisegmentale Spondylosen,
Spondylarthrosen
und
Uncovertebral
arthrosen
fortgeschrittene
Atlantoaxial
-Arthrose
Verdacht auf
Rotatorenmanschettenläsion
mit
Impingementsyndrom
beid
seits
Acromioclavikular
-Arthrose rechts, Einen
g
ung des
Subacromialraums
links
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine
Epicon
dy
litis
radialis
rechts sowie ein
Widespread
Pain
-Syndrom (S. 20
Ziff.
1.2).
Der psychiatrische Teilgutachter
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte aus, die Beschwerdeführerin sei noch nie mit einer psychischen Störung diagnostiziert worden. Sie schätze sich als psychisch ge
sund ein, was sich mit seiner Einschätzung decke. Bei der Beschwerdeführerin seien gegenwärtig keinerlei Defizite in sämtlichen Bereichen des psychischen Funktionierens zu finden. Insbesondere ergäben sich keine Anhaltspunkte für eine affektive Störung. Auch kognitiv-
mnestisch
zeige sich die Beschwerdefüh
rerin gut leistungsfähig. Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdefüh
rerin voll arbeitsfähig (S. 10).
In diagnostischer Hinsicht ergäben sich keine Hinweise für eine Erkrankung aus dem
somatoformen
Formenkreis. Psychiat
risch liege bei der Beschwerdeführerin kein Aspekt der Symptomausweitung vor. Sie präsentiere sich in der aktuellen Untersuchung und auch anamnestisch nicht mit einem Aspekt der Selbstlimitierung. Aus psychiatrischer Sicht lägen bei der Beschwerdeführerin keine psychosozialen Gründe vor, welche eine Ar
beitsfähigkeit verhindern würden. Es fänden sich auch keine Anhaltspunkte für Aggravation. Aus psychiatrischer Sicht sei der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin seit dem 2
5.
März 2005 unverändert geblieben (S. 11).
Die rheumatischen Teilgutachter führten aus,
bei der Beschwerdeführerin bestehe ein chronisches
Panvertebralsyndrom
seit zirka zehn Jahren. In der
Hals
wirbelsäule
, Brustwirbelsäule
sowie Lendenwirbelsäul
e könnten
leichte bis
mittelgradige
degenerative
Veränderungen o
bjektiviert werden
. Gegen eine
ra
di
kuläre
Reizsymptomatik spreche das sensomotorisch nicht segmental zuzu
ordnende Ausfallbild. Eine Reflexasymmetrie ergebe sich ebenfalls nicht. Das
zervikospondylogene
Syndrom rechts betreffend fänden sich anamnestisch kli
ni
sch sowie radiologisch keine Hinweise für eine
radikuläre
Symptomatik.
Ra
dio
logisch könnten leicht- bis
mässiggradige
degenerative Veränderungen an den Schultergelenken auf beiden Seiten nachgewiesen werden (S. 18). Über die ge
nann
ten klinisch und radiologisch
erhebbaren
, also objektivierbaren Verände
rungen hinaus fänden sich klare Hinweise für eine
Schmerzverarbeitungs
stö
rung
. Dies werde im Sinne eines
Widespread
pain
-Syndroms beurteilt.
Differen
tialdiagnostisch
und in die fachpsychiatrisch gutachterliche Beurteilung fallend sei eine
somatoforme
Schmerzstörung zu diskutieren (S. 19 oben). Aus rein rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin für schwere körperliche Arbeiten zu 100
%
arbeitsunfähig. Für mittelschwere und leichte Tätigkeiten bestehe unter der Voraussetzung der Einhaltung einer entsprechenden
Rücken
ergonomie
, strenger Wechselbelastung, keiner Überkopfarbeit und
Überbrust
heben
der Arme und Vermeiden von repetitiven Zwangshaltungen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 19 Mitte).
Die Gutachter
führten
sodann
aus,
aus
bidisziplinärer
Sicht sei die Beschwerde
führerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiterin in einer Fabrik für Metallverarbeitung nicht
mehr
arbeitsfähig (S. 20
Ziff.
2). Für
schwere körperli
che Arbeiten sei die Beschwerdeführerin ebenfalls zu 100
%
arbeitsunfähig. Für mittelschwere und leichte Tätigkeiten bestehe unter
den im rheumatologischen Teilgutachten genannten
Voraussetzung
en
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(S. 20
Ziff.
3)
.
4.
4.1
Seit
Erlass
der Verfügung
vom 16. Mai 2012 (Urk. 6/107)
sind folgende
Arztbe
richte
zu den
Akten genommen worden:
4.2
Dr.
Y._
berichtete am 1
2.
Februar 2013 (
Urk.
6/132) und führte aus, die in seinem letzten Bericht mitgeteilten beschwerdeträchtigen Diagnosen hätten sich trotz wiederholter Physiotherapie und medikamentöser Therapie nicht gebessert.
Am 1
9.
März 2013 führte
Dr.
Y._
(
Urk.
6/135)
aus,
die schmerzhafte Inva
lidisierung der Beschwerdeführerin habe objektiv wie auch subjektiv zugenom
men.
4.3
Dr.
med.
B._
,
Institut
e
für Rheumatologie und Schmerztherapie, berichtete am 1
8.
Juli 2013
(
Urk.
9)
und nannte folgende Diagnosen:
chronisches
Panvertebralsyndrom
zerviko
- und
lumbospondylogene
Komponente rechtsbetont
multisegmentale Spondylosen und
Spondylarthrosen
,
Schmorl’sche
Knötchen von Th11-L3
muskuläre
Dekonditionierung
und
Dysbalance
Schmerzchronifizierung
mit Ausweitungstendenz
Osteoporose
MRI LWS vom
4.
Juli 2013: nicht mehr ganz frische
Deckplatten
impressionfraktur
LWK2
DEXA vom
4.
Juli 2013: T-Score LWS -2, Schenkelhals -0.4
Ansatztendinopathie
der
Supraspinatussehne
rechts
(
Arthro
MRI Sep
tember 2012)
Sonographie Schulter beidseits Juli 2013: intakte
Rotatorenman
schette
und
Bizepssehne
beidseits. Keine Bursitis. AC-Arthrose beid
seits
leichte SLAC-
Whrist
und STT-Arthrose links, beginnend auch rechts
Er führte aus,
seit vielen Jahren bestünden chronische, belastungsabhängige Kreuz- und Nackenschulterschmerzen rechtsbetont mit intermittierender Aus
strahlung in die Extremitäten. Seit mehreren Jahren seien auch
belastungsab
hängige
Handgelenksschmerzen linksbetont vorliegend. Therapeutisch seien mehrere Physiotherapien erfolgt, welche keine Beschwerdelinderung erbracht hätten (S. 1).
Zusammenfassend bestehe ein chronisches
Panvertebralsyndrom
mit
spondylogener
Komponente rechtsbetont. Ursächlich sei von einer musku
lären
Dysbalance
und Insuffizienz mit im Verlauf aufgetretener
Schmerzchroni
fizierung
auszugehen. Die eher gering ausgeprägten degenerativen Verände
rungen könnten die Beschwerden so nicht erklären. Zusätzlich scheine eine Schmerzausweitungstendenz vorzuliegen, welche wahrscheinlich mit der finan
ziell und sozial angespannten Situation bei aberkannter Rente in Zusammen
hang stehe (S. 2 f.).
Die etwas ältere, spontan aufgetretene Wirbelkörperfraktur von LWK2 sei anlässlich der Untersuchungen jeweils asymptomatisch gewesen und sei nicht von Relevanz hinsichtlich der Schmerzproblematik. Trotz der guten Knochendichtewerte sei bei fehlenden sekundären Ursachen aufgrund der Wirbelkörperspontanfraktur
eine primäre Osteoporose zu diagnostizieren. Das MRI der rechten Schulter von September 2012 habe eine
Ansatztendinopathie
der
Supraspinatussehne
gezeigt. In der aktuellen
Verlaufsonographie
beider Schultergelenke ergebe sich kein Hinweis für eine Befundprogredienz im Sinne einer Ruptur. Die
Rotatorenmanschette
wie auch die
Bizepssehne
würden intakt zur Darstellung kommen und es bestünden keine Zeichen einer Bursitis. Aus rein rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführerin eine leichte körp
erliche Tätigkeit voll zumutbar. Gegebenenfalls sei
allenfalls von einer
Leistungsreduk
tion
von maximal 20
%
aufgrund der
Dekonditionierung
für einen Zeitraum von zirka sechs Monaten auszugehen
(S. 3)
.
5.
5.1
Gemäss dem
Z._
-
Gutachten vom 2. Februar 2012 (vgl. vorstehend E. 3.3) bestan
den zum Zeitpunkt der Begutachtung somatisch ein
Panvertebralsyndrom
sowie ein Verdacht auf eine
Rotatorenmanschettenläsion
mit
Impingementsyn
drom
beidseits (
Urk.
6/100 S. 20
Ziff.
1.1).
Weiter stellten die Gutachter die Diagnosen einer
Epicondylitis
radialis
rechts sowie ein
Widespread
Pain
-Syn
drom, welche sich jedoch nicht auf die Arbei
t
sfähigkei
t auswirkten (S. 20
Ziff.
1.2).
Differentialdiagnostisch sei auch das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung zu diskutieren (S. 19).
In psychiatrischer Hinsicht
stellten die Gutachter fest, dass
bei der
Beschwerdeführerin keinerlei Defizite
in sämtlichen Bereichen des psychischen Funktionierens zu finden seien (S. 10).
5.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
Z._
-
Gutachten vom
2.
Februar 2012 (vgl. vorstehend E. 3.3)
die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden in angemessener Weise b
erücksichtigt
, in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizin
ischen Situation Rechnung trägt
. So zeigte
n die Gutachter
in nachvoll
ziehbarer Weise auf, dass
sich
aus rheumatologischer Sicht über die genannten klinisch und radiologisch objektivierbaren Veränderungen hinaus klare Hin
weise für eine Schmerzverarbeitungsstörung fänden (S. 19).
Weiter setzte
n
sich
die Gutachter
differenziert mit dem psychischen Befundstatus der Beschwerde
führerin auseinander (S. 11) und nahmen ausdrücklich Stellung zu den Beur
teilungen der Arbeitsfähigkeit (S. 20). Das
Z._
-
Gutachten leuchtet in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge ein und die von den Gutachtern vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähig
keit werden ausführlich und nachvollziehbar begründet. So machten sie in nachvollziehbarer Weise darauf aufmerksam, dass der Beschwerdeführerin aus
bidisziplinärer
Sicht keine schweren körperlichen Arbeiten mehr zumutbar seien, hingegen für mittelschwere und leichte Tätigkeiten unter der Vorausset
zung der Einhaltung einer entsprechenden Rückenergonomie, strenger
Wechsel
belastung
, keiner Überkopfarbeit und Überbrustheben der Arme und Vermeiden von repetitiven Zwangshaltungen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 20).
Das
Z._
-
Gutachten ist für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend und erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztli
chen Berichts vollumfäng
lich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden k
o
nn
te
.
5.3
Im Vergleich zu diesen Befunden im
Z._
-
Gutachten führte
Dr.
Y._
in seinen Berichten vom 12. Februar 2013 und vom 1
9.
März 2013 (vgl. vorste
hend E. 4.2) bezüglich der somatischen Beschwerden der Beschwerde
führerin aus,
die in seinem letzten Bericht
mitgeteilten Diagnosen hätten
sich
nicht gebessert
und die schmerzhafte Invalidisierung der Beschwerdeführerin habe objektiv wie auch subjektiv zugenommen
.
In seinem letzten Bericht im Jahre 2010 (vgl. vorstehend E. 3.2) führte er als Diagnosen ein chronisches
lumbospondylogenes
,
zervikozephales
und
zerviko
brachiales
Schmerzsyndrom aus. Die von
Dr.
Y._
vorliegend
geltend
gemachten
Beschwerden der Beschwerdeführerin
unterscheiden sich demnach nicht wesentlich von den im
Z._
-
Gutachten aufgeführten Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
We
iter
legte
Dr.
Y._
in seinen Berichten
weder erhobene Befunde dar, noch nahm er eine nachvollziehbar begründete und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor. Die von ihm genannte Verschlechterung kann vor diesem Hintergrund nicht
als glaubhaft
nachvollzogen werden, zumal er seine Ein
schätzung weder näher begründete noch Angaben zu funktionellen Einschrän
kungen machte
und sich auch nicht zu adaptierten Tätigkeiten
äusserte
, sondern lediglich von einer Zunahme der Beschwerden berichtete.
Zudem stützte sich
Dr.
Y._
bei seinen Ausführungen auch auf die subjektiven Angaben de
r
Beschwerdeführer
in
, welche für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht
massgebend
sind.
Das hiesige Gericht erachtet das
Z._
-
Gutachten
vom 2
.
Februar
201
2
(Urk.
6
/
100
) als vollumfänglich beweistauglich und stellt auf die im Gutachten attestierte Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit ab
(vgl. vorstehend E.
5.2).
Vor diesem Hintergrund sprechen die von Seiten
von
Dr.
Y._
geäusserten
, bereits bekannten
Diagnosen
nicht
für eine
Verschlechterung des so
matischen
Zustandes der Beschwerdeführerin, sondern für eine unter
schied
liche Beurteilung desselben medizinischen Sachverhaltes.
5.4
An diesem Ergebnis vermag
auch der
Bericht von Dr.
B._
nicht
s
zu ändern
(vgl. vorstehend E. 4.3)
. So nannte dieser
ebenfalls die bereits bekannten
Diagnosen
und führte aus, dass die
chronischen, belastungsabhängigen Kreuz- und Nackenschulterb
eschwerden
sowie die Handgelenksschmerzen
bereits seit vielen Jahren bestünden
und zusätzlich eine Schmerzausweitungstendenz vor
zuliegen scheine
. Weiter legte er
nachvollziehbar
dar, dass
die
Verlaufsono
graphie
beider Schultergelenke keine Hinweise für eine Befundprogredienz im Sinne einer Ruptur ergeben habe und die
Rotatorenmanschette
intakt zur Dar
stellung komme. Übereinstimmend mit der Beurteilung der
Z._
-
Gutachter er
achtete
Dr.
B._
die Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht für eine leichte körperliche Tätigkeit als zu 1
00
%
arbeitsfähig.
5
.5
Da die Beschwerdeführerin eine gesundheitliche Verschlechterung mit den neu eingereichten Berichten nicht glaubhaft zu machen vermochte, traf die
Be
schwerde
gegnerin
keine Pflicht zur Vornahme von weiteren Abklärungen des Sachverhalts.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass verglichen mit der letztmaligen Beurtei
lung eine erhebliche gesundheitliche Verschlechterung nicht glaubhaft dargelegt ist. Entsprechend ist bezogen auf eine leidensangepasste Tätigkeit unverändert von
einer 100
%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen. Die an
ge
fochtene Verfügung vom
28
.
Mai
201
3
erweist sich demzufolge als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.