Decision ID: e5d69909-fb03-45e6-83f2-ad714c4fecfa
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1958
,
gelernte
Verkäuferin
(Urk
. 9/
47 S. 1 und S. 5
,
Urk.
9
/
48/1-13
),
war zuletzt im Jahr 1997 erwerbstätig (
Urk.
9/6 und
Urk.
9/1 S. 5).
Am
23
.
Februar
20
07
(Urk.
9
/
1
) meldete sich die Ver
sicherte wegen einer
chronischen Depression und einem Weichteilrheumatismus
bei der Inva
liden
versicherung zum Leistungsbezug an. Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies das Leistungsbegehren
nach Einho
lung des Gutachtens der
A._
vom 2
7.
Okto
ber
2008 (
Urk.
9/24) mit Verfügungen vom 2
5.
und 2
6.
Februar
2009 (
Urk.
9/41-42) ab.
1.2
Am 1. August
2011 nahm die Versicherte zwei Anstellungen im Umfang von 22
respektive sechs Wochenstunden als Kinderbetreuerin in zwei Privathaus
hal
ten auf (Urk. 9/47 S. 6, Urk. 9/52 S. 2 und Urk. 9/58 S. 6).
Am
6
.
Juni
201
6
(Urk.
9
/
47
) meldete
sie
sich unter Hinweis auf
verschiedene Beschwerden (systemische Rheumaerkrankung mit wiederkehrenden Gelenksent
zündungen, starken Schwellungen der Finger
beidseits und der Füsse, starke
Müdigkeit und Nierenerkrankung)
erneu
t bei der
Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an. Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in erwerblicher sowie medizi
nischer Hinsicht und veranlasste ein
rheumatologisches
Gutachten bei
Chefarzt Dr.
B._
, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin,
von
der Klinik für Rheumatologie des Stadtspitals
C._
,
welches am
17. Novem
ber 2016
(Urk.
9
/
58
) erstattet wurde.
Nach
durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(
vgl. Urk. 9/61, Urk. 9/63 und
Urk. 9/
65
)
wies
die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom
13
.
April
201
7
(Urk. 2) ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
19
. Mai 2017 (Urk. 1) Beschwerde mit den An
trägen, es sei
en
die Verfügung
der Beschwerdegegnerin
vom
13
.
April
2017 auf
zuheben und ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (S.
2
).
Am 2. Juni 2017 (Urk. 5) reichte die Beschwerdeführerin
einen medizinischen Verlaufsbericht
nach (Urk. 6).
Die Beschwerdegegnerin beantragte am
28
. Juni 2017 (Urk. 8) Abweisung der Be
schwerde, was der Beschwerdeführerin
am
10
. Juli 2017 (Urk.
10) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
)
.
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV
)
, so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im
Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351
E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führte
in der angefochtenen Verfügung vom
13
.
April
2017 (Urk. 2)
aus
,
gestützt auf
das
Gutachten des Stadtspitals
C._
sei
keine Arbeitsunfähigkeit als Kinderbetreuerin ausgewiesen und
bestehe
somit kein An
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
(S. 1).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich in ihrer Beschwerde vom
19
. Mai 2017 (Urk. 1) auf den Standpunkt,
dass das
rheumatologische
Gutachten von Dr.
B._
mangelhaft sei und nicht darauf abgestellt werden könne
, weshalb ein neues ver
waltungsexternes Gutachten einzuholen sei
(S. 4-
8
)
.
Zudem dränge sich gleich
zeitig die Einholung
eines psychiatrischen Gutachtens
auf (S. 9).
2.3
Umstritten ist vorliegend, ob der Beschwerdeführerin nach der Neuanmeldung vom
6. Juni 2016 (Urk. 9/47)
allenfalls
eine Invalidenrente zusteht
und
ob
das Gutachten von Dr.
B._
eine
rechtsgenügliche
Grundlage für
die
rentenabwei
sende Verfügung
darstellt
.
Vorliegend sind die aktuellen gesundheitlichen Verhältnisse zu vergleichen mit denjenigen, wie sie sich im Zeitpunkt des Erlasses der
Verfügung vom
2
6.
Febru
ar
2009
(Urk. 9/42)
gezeigt haben.
3.
Die ursprüngliche rentenabweisende Verfügung vom
2
6.
Februar 2009
(Urk. 9/42)
basierte
aus medizinischer Sicht
gemäss Feststellungsblättern vom
16
.
Janu
ar
20
09
(Urk.
9
/
30
S. 3
f.
) und vom
26
.
Februar
2009
(Urk.
9
/
40
) im Wesentlichen auf dem
interdisziplinären Gutachten (internistisch, rheumatologisch, psychiat
risch)
der
A._
vom
27
.
Oktober
2008
(Urk.
9
/
24
).
Assistenzärztin
Dr.
D._
, Oberarzt Dr.
E._
,
Facharzt für Innere Medizin,
Oberarzt
Dr.
F._
,
Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Oberarzt
Dr.
G._
,
Fach
arzt für Rheumatologie
, nannten in ihrer Expertise
als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein generalisiertes Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9) und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie eine gemischte Angst und depressive Störung (ICD-10 F41.2).
Sie hielten fest,
die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätig
keit als Zeitungszustellerin oder ehemals Verkäuferin
,
im aktuellen Beruf als Familienbetreuerin
wie auch
in angepasster Tätigkeit
zu 80
%
arbeitsfähig
(
vgl. S. 13-15
).
4.
4.1
Die
leistungsabweisende
Verfü
gung vom 13. April 2017 (
Urk.
2)
beruhte im We
sentli
chen auf nachstehenden medizini
schen Berichten.
4.2
Dr.
H._
, Fachärztin für
Rheumatologie sowie physikalische Medizin und Rehabilitation
, bei welcher sich die Beschwerdeführerin seit
31.
Januar
2014
in Behandlung befindet, nannte in ihrem Bericht vom
15
.
Juli
2016
(Urk.
9/
50
)
als Diagnose
eine
seronegative
Polyarthritis mit Erstdiagnose 2014 (S. 3).
Sie
führte aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlechtere sich. Sicher
e
Angaben
über die Arbeitsunfähigkeit seien nicht möglich bei ver
minderter Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit aufgrund entzündungsbedingter Schmerzen. Das bisherige Arbeitspensum werde nur unter grösster Anstrengung eingehalten. Die bisherige Tätigkeit als Kinderbetreuerin im Privathaushalt sei soweit ideal, da wechselbelastend. Zusätzliche Aufgaben im Privathaushalt (wie allgemein Putzen, Fensterputzen, Staubsaugen, Tragen von schweren Gegenstän
den) könne die Beschwerdeführerin wegen
Schmerzexazerbationen
nicht mehr durchführen. Daraus resultiere eine deutlich verminderte Belastbarkeit im ange
stammten Beruf (S. 1).
Ferner berichtete Dr.
H._
, die Beschwerdeführerin
leide
unter wechselnden Polyarthritiden und
Polysynovitiden
. Trotz teilweise massiven Krankheitsschüben
sei
sie arbeits
fähig geblieben und mit grösster
Anstrengung ihrer Arbeit nachge
gangen. In der Arbeit als Kinderbetreuerin sei sie soweit einsetzbar, dafür könnten die vom Arbeitgeber verlangte
n
Haushaltsarbeiten schmerzbedingt nicht ausge
führt werden.
Als Kinderbetreuerin
betrage das
Pensum
geschätzt
50
% (
von einem
100
%
-Pensum
)
. Sie sei zu
50
% belastbar, also
sei sie zu
25
% arbeitsfä
hig.
Als Haushalthilfe
bei einem geschätzten
Pensum
von
50
% (vo
n einem
100
%
-Pensum
)
sei
sie
zu
0
% belastbar.
Die bisherige Behandlung der Polyarth
ritis
sei
stufenweise mit Basistherapeutika
erfolgt.
Als einzig wirksame Behand
lung
habe
sich Kortison (Prednison)
gezeigt. D
ies
sei
allerdings als Dauertherapie ungeeignet.
Mit de
r biologischen Behandlung wart
e die
Beschwerdeführerin
vor
erst aus Kostengründen ab
(S. 2).
4.3
Gestützt auf die Ergebnisse seiner im Auftrag der Beschwerdegegnerin durchge
führten rheumatologischen Expertise vom 17. November 2016 (Urk. 9/58) stellte Dr.
B._
von der Klinik für Rheumatologie des Stadtspitals
C._
fol
gende Diagnose
(S.
1
5):
-
Generalisiertes Schmerzsyndrom
-
Chronische Schulterschmerzen
-
Wenig beeinflussbare unspezifische Rückenschmerzen anamnestisch seit circa 30 Jahren bei Wirbelsäulenfehlform (Skoliose)
-
Muskelschmerzen an oberen wie unteren Extremitäten
-
Schmerzen im rechten Mittelfinger seit mindestens 2008
-
Status nach langjährigen
Oligo
-/Polyarthralgien
und Verdacht auf
seronegative
r
heumatoide Arthritis, heute entkräftet inklusive Labor: normale ANA, Rheu
mafaktoren,
ACPA
,
Complement
C3 und C4 sowie alle Entzünd
ungsparameter
Dr.
B._
hielt
fest,
die klinische Untersuchung ergebe altersentsprechende Nor
malbefunde ohne Hinweise auf ein entzündliches Gelenkleiden. Insbesondere f
ehlten Gelenkschwellungen oder -
überwärmungen
. Die Muskulatur sei generell
dolent
ohne Zeichen
einer fokalen Pathologie. Übrige, allenfalls mit entzündli
chen Systemerkrankungen einhergehende Manifestationen seitens der Haut, der Augen (Ausschluss einer
Sicca
-Symptomatik), der Schleimhäute oder system
anamnestisch fehlten. Aktenanamnestisch ergäben sich keine Hinweise für das Vorliegen einer entzündlichen Erkrankung. Insbesondere seien die zugänglichen Laborwerte stets im Normbereich gewesen, und dies habe sich auch bei der Un
tersuchung bestätigt. Auch eine Skelettszintigraphie im Juni 2015 habe keine Hinweise für das Vorliegen einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung erge
ben. Die Hand- und Fussröntgenbilder seien, nach Angaben der Beschwerdefüh
rerin, unauffällig ausgefallen. Auch
die aktuellen
Laborwerte
ergäben
im Hinblick auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung keinerlei Hinweise dafür (S. 14).
Die klinisch-rh
eumatologische Untersuchung erge
be keine Hinweise auf patholo
gische Befunde oder Einschränkungen hinsichtlich des Bewegungsapparates. Für übliche Aktivitäten ergäben sich aus rheumatologischer Sicht keine Einschrän
kungen (S. 15).
Dr.
B._
führte weiter aus, es handle sich um ein jahrzehntelanges Beschwer
debild mit Schmerzen am ganzen Körper, teilweise schulterzentriert, chronisch am Rücken
und am rechten Mittelfinger oder aktuell auch in den Knien, Füssen und Händen, mit Muskelschmerzhaftigkeit, ohne objektiv fassbare Zeichen weder in der klinischen Untersuchung, Laboruntersuchungen oder bildgebenden Ver
fahren. Aufgrund des langjährigen Verlaufs, selbst mit einer Akzentuierung vor zwei Jahren mit Schmerzbefall an Händen und Füssen, erachte er eine Diagnose aus dem entzündlich-rheumatischen Formenkreis für äusserst unwahrscheinlich. Die ihm zugänglichen Laborwerte und eine Skelettszintigrafie im Juni 2015 stütz
ten diese Annahme. Ein weiterer Hinweis zum Ausschluss einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung sei das fehlende Ansprechen auf verschiedene medi
kamentöse Behandlungen wie Cortison,
Hydroxychloroquin
,
Salazopyrin
und
Methotrexat
. Die Angabe der Beschwerdeführerin, der Handbefall sei notfallmäs
sig an einem Sonntag vor zwei Jahren aufgetreten, sei zu relativieren, weil im Gutachten 2008 bereits Schmerzen im Mittelfinger rechts prominent beschrieben seien, entsprechend der Angabe eines sc
hmerzhaften Mittelfingers (
Dig
.
III) rechts. Inwieweit allenfalls auch eine gewisse Erschöpfung oder Depression hin
zukomme, liege nicht im Ermessen seines Fachbereiches. Prozentual namhafte Einschränkungen könnten bezogen auf die rheumatologischen Befunde nicht festgemacht werden. Allenfalls könne eine psychiatrisch-psychologische Beurtei
lung zu einem anderen Schluss kommen (S. 16
f.
).
Ferner stelle
Dr.
B._
fest, er könne keine sichere Verschlechterung seit 2008 festmachen und denke, dass der Zustand nicht richtungsweisend verändert sei, die Beschwerdeführerin allerdings in dieser Zeit älter und somit allenfalls etwas weniger leistungsfähig geworden sei (S. 20 f.).
Aus rheumatologischer Sicht seien keine Befunde zu erkennen, welche eine voll
umfängliche Arbeit als Kinderbetreuerin verunmöglichten. Aus rheumatologi
scher
Sicht
ergebe sich keine Einschränkung für die aktuelle und gleichzeitig angepasste Tätigkeit. Aus streng rheumatologischer Sicht ergäben sich keine Befunde, welche eine Tätigkeit im Rahmen des Haushalts unmöglich machten (S. 21
f.
).
5
.
5
.1
Das
rheumatologische
Gutachten
von Dr.
B._
vom
17
. November 201
6
(Urk.
9
/
58
) beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet
(
vgl.
S. 2-4, S. 14, S. 16 und S. 20)
, berücksichtigt die geklagten Beschwerden
(
vgl.
S. 7-9)
und setzt sich mit diesen sowie
dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinan
der
(
vgl.
S. 10-14)
.
Der
Gutachter
hat
die m
edizinischen Zustände und Zusam
menhänge einleuchtend
dargelegt und
seine
Schlussfolge
rungen nachvollziehbar begründet
(
vgl.
S. 13-18)
.
So zeigte er anhand der erhobenen Befunde auf, dass sich klinisch keine Hinweise auf pathologische Befunde oder Einschränkungen des Bewegungsapparates ergaben und namentlich - aufgrund der aktuellen Laboruntersuchungen - keine Entzündungen festgestellt werden konnten (
Urk.
9/58 S. 14-16).
Damit entspricht es grundsätzlich den bundesgerichtlichen Vorgaben an ein be
weiskräftiges Gutachten (vgl. E. 1.4).
5.2
Die behandelnde Rheumatologin Dr.
H._
attestierte der Beschwerde
führerin in ihrem Bericht
vom 15. Juli 2016
(E. 4.2) – im Gegensatz zu Dr.
B._
- eine Arbeitsfähigkeit von nur 25 % - also eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % (vgl. auch Urk. 9/66/1-3 S. 1). Dazu ist
zu
bemerken
,
dass
die Beschwerdeführerin
gegen
über Dr.
B._
am 11.
November
2016 angab
,
effektiv
28 Wochen
stunden zu
arbeiten (vgl. Urk. 7/
58 S.
6
)
,
und
also
rund vier Monate nach der durch Dr.
H._
attestierten Arbeitsunfähigkeit immer noch in
einem we
sentlich
höhe
ren Arbeits
pensum
arbeitete, was die
Aussage
kraft
des Berichts von Dr.
H._
in Frage stellt
.
Es ist
zwar
richtig, das
s Dr.
B._
den Bericht von Dr.
H._
insofern
falsch wiedergab,
als er festhielt
, dass das Cortison
keine Wirkung zeigte (vgl. E. 4.2 und E. 4.3)
, was aktenkundig falsch ist. Indessen ver
wies
Dr.
H._
auf einen Krankheitsschub im Dezember
2014, mithin ein
einhalb Jahre vor der hier interessierenden Neuanmeldung, und bestätigte eine Bes
serung unter Cortison.
Dies ändert jedoch nichts an der Beweiskraft
der
Untersu
chung durch Dr.
B._
hinsichtlich
der funktionellen Einschränkungen und der damit verbundenen Aussagekraft bezüglich der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin. Dr.
B._
führte das fehlende Ansprechen diverser Medika
men
te für den Ausschluss einer entzündlichen-rheumatischen Erkrankung ledig
lich als «weiteren Hinweis» auf.
Entscheidend
für seine Schlussfolgerung waren
vielmehr
die
fehlenden Hinweise der Skelettszintigraphie
2015, seine klinische Untersu
chung (vgl. Urk. 9/58 S. 10
11) und vor allem der Umstand, dass in der Laborun
tersuchung alle Ent
zündungsparam
e
ter negativ ausfielen (vgl. Urk. 9/58 S.
12 und S. 14 f.
)
. Ins
besondere letzte Tatsache rechtfertigte es, auf
eine
weitere
Bildgebung zu verzich
ten.
Im Übrigen zeigte Dr.
H._
keine Tatsachen auf, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind und eine abweichende Beurteilung aufdrängen würden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Okto
ber 2014 E. 7.2 mit Hinweisen).
5.3
Die Beschwerdeführerin brachte
in verschiedener Hinsicht
Kritik vor.
So bemängelte sie, dass der Bericht von
Dr.
H._
vom 30. März 2017 (Urk. 9/66/1-3)
nicht einmal dem regionalen ä
rztlichen Dienst (RAD) vorgelegt worden sei, was einer Verletzung des rechtlichen Gehörs gleichkomme (vgl. Urk. 1 S. 7
Ziff.
15
). Dazu ist zu bemerken, dass es sich bei diesem Bericht nicht um einen eigentlichen medizinischen Bericht, sondern um eine Kritik am Gutachten Dr.
B._
s handelt. Zudem
besteht kein (im Sinne des Anspruchs auf rechtliches Gehör) unbedingter gesetzlicher Anspruch darauf, dass fachärztliche Berichte und Gutachten, deren Relevanz nicht von vornherein verneint werden kann, dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_417/2016 vom 1
3.
September 2016 E. 2).
Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin, dass sich Dr.
B._
nicht über ihre Einschränkungen in der Haushaltsführung geäussert haben soll (vgl. Urk. 1 S. 7
Ziff.
16), führte
dieser
durchaus
aus, dass keine Befunde vorlägen, welche Tätig
keiten im Haushalt u
nmöglich machten (vgl. E. 4.3).
Weiter
brachte
sie vor, dass
eine
Standard
indikatorenprüfung
hätte
vorgenom
men worden
müssen
(vgl. Urk. 1 S. 7
Ziff.
17). Diesbezüglich
ist zu bemerken
, dass
es sich beim von Dr.
B._
diagnostizierten generalisierten Schmerzsyn
drom nicht um eine psychiatrisch
fachärztlich
diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung und somit ein psychosomatisches Leiden handelt, welches nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung einer
Standardindikatorenprüfung
zu unter
ziehen wäre, sondern um einen Schmerz, welcher körperlich begründbar ist. In der Medizin äussert sich diese Unterscheidung in F- respektive R-Diagno
sen, wobei somatoforme Schmerzstörungen mit F45 diagnostiziert werden (vgl. F45 Schmerzstörungen
in
Dilling
/
Mambour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psy
chi
scher Störungen: ICD-10 Kapitel V [F]: Klinisch diagnostische Leitlinien, 1
0.
Aufl. 2015, S.
224 ff.
)
.
Dr.
B._
diagnostizierte aber ein generalisiertes Schmerzsyndrom, was medizinisch als R52.9 im ICD-10-System diagnostiziert wird, wie dies auch bereits durch die
A._
-Gutachter 2008 diagnostiziert worden
war
(vgl. E. 3).
Demgemäss
drängt sich auch keine psychiatrische Begutachtung auf (vgl. Urk. 1
S. 8
Ziff.
20). Anhaltspunkte, dass eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf
grund psychischer Leiden vorliegen könnten, liegen keine vor. Dr.
B._
führ
te
– entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin, dieser würde eine psychiat
rische Begutachtung empfehlen –
aus, dass allenfalls eine
psychiatrisch-psycho
logische Beurteilung zur Arbeitsfähigkeit zu einem anderen Schluss kommen könnte (vgl. E. 4.3) und eine solche erwogen werden könnte, er jedoch diesbe
züglich keinen
Einfluss erwarte (vgl. Urk. 9/58 S. 18).
Dr.
B._
empfahl ledig
lich eine zusätzlich stützende
psychiatrisch-psychologische Gesprächs
therapie, welche allenfalls eine Besserung des Gesundheitszustands erreichen könnte (vgl. Urk. 9/58 S. 22).
Ebenso wenig brachte die Beschwerdeführerin selbst
einen
medi
zinische
n
Bericht
ein – beispielsweise einer allfällig behandelnden Psychia
terin – welche
r den Verdacht nahel
egen würde, dass sie aufgrund psychischer Leiden in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sein könnte
. Die Beschwerde
gegnerin hat zu R
echt auf eine psychiatrische Begutachtung ver
zichtet,
da
vor
lie
gend keine fun
dier
ten Verdachtsmomente ersichtlich sind, die Beschwerde
führerin könnte auf
grund ihres psychischen Gesundheitszustandes in ihrer Arbeitsfähigkeit ein
geschränkt sein.
Mit Eingabe vom 2. Juni
2017 (Urk. 5) reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht Dr.
I._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie, vom Spital
J._
vom
24
.
Mai 2017 (
Urk.
6)
ein
. Die darin ge
stellten Diagnosen einer chronischen Niereninsuffizienz, einer leichten CRP
Erhöhung unklarer Signifikanz (differentialdiagnostisch: viraler Infekt), einer Le
berzyste linker Leberplatten,
einer undifferenzierten
seronegativen
Poly
arthritis mit negativer Rheumaserologie und einem depressiven Zustandsbild gehen
auf eine Sonographie vom 10. Mai 2017 sowie Besprechungen vom 10. und
16.
Mai 2017 zurück. Damit betrifft der Bericht einen Sachverhalt
, welcher zeitlich nach dem Verfügungszeitpunkt liegt, und ist dementsprechend zur Beurteilung des vorliegenden Leistungsanspruches, über welchen die Beschwerdegegnerin am 13. April 2017 (
Urk.
2) verfügte, unbeachtlich (B
GE 131 V 242 E. 2.1
, 121 V 362 E. 1b), da sich kei
ne Rückschlüsse auf den relevant
en Zeitraum ergeben.
Zu be
merken bleibt sodann, dass dem Bericht nicht entnom
men werden kann, die Ar
beitsfähigkeit nehme aufgrund der neu gestellten Dia
gno
sen ab.
Da
Dr.
I._
in ihrem Bericht zur
nephrologischen
Abklärung aus
führte
, dass
sie keine Erkran
kung aus dem
infektiologischen
Formenkreis oder gar eine bösartige Manifesta
tion habe finden können
,
und
sie
sich nicht zur Arbeitsfähigkeit äusserte, vermag ihr Bericht keinen Zweifel
in dem Sinn
an Dr.
B._
s Gutachten zu erwecken
, dass zum
Verfügungszeitpunkt
aufgrund weiterer Beschwerden eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
vorgelegen
hätte
.
5
.4
Nach dem Gesagten kann auf das Gut
achten von Dr.
B._
abgestellt werden. Er
legte einleuchtend dar
, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der ursprünglichen rent
enabweisenden Verfügung vom
2
6.
Februar
2009
nicht rich
tungs
weisend verändert hat
und die Beschwerdeführerin aus rheuma
tologi
scher Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist
(vgl. E. 4.
3
).
Damit steht fest, dass
weder
aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht
eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades
eingetreten ist
(vgl. E. 1.3).
In der Folge ist die Beschwerde abzuweisen.
Selbst
wenn man
vom
für die Beschwerdeführerin
günstigsten Fall ausgehen und ihr bei einer immer noch
effektiv
erbrachten Arbeitsleitung von total 28 Wochen
stunden
(vgl. Urk. 9/58 S. 6) bei einem Soll
von
4
2
Wochenstunden
bei einem 100 %-Pensum
(
vgl. Tabelle
T 03.02.03.01.04.01
des Bundesamtes für Statistik über die betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche Ziffer S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen; vgl. auch Musterar
beitsvertrag für die Kinderbetreuung des
vpod
ssp
– Gewerkschaft im Service
public
)
eine krankheitsbedingte Reduktion der Leistungsfähigkeit von 1
4
Wo
chenstunden und damit eine prozentuale
Reduktion der Arbeitsfähigkeit
von
3
3
,
3
%
in der Tätigkeit als Kinderbetreuerin
zugestehen würde, resultierte mit der vorlie
gend anzuwendenden
Methode des Prozentvergleichs
(vgl. Urteil des Bundes
gericht
8C_367/2018
vom
25.
September
2018 E. 5.3.3)
immer noch ein renten
aus
schliessender Invaliditätsgrad von 3
3
,
3
%
(vgl. E. 1.2)
.
6
.
Da es vorliegend um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleis
tungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand unabhängig
v
om Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Sie sind auf Fr.
800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.