Decision ID: e38bb37f-4aa4-4ec0-9825-d88403501f1e
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966, arbeitete
als Kehrichtbelader für die
Y._
AG und war obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen bei der
Suva
ve
rsichert, als er sich am 12. No
vember 1987 das linke Knie anschlug und eine Kontusion erlitt. Die Behandlung wurde per 9. Dez
ember 1987 abgeschlossen (Urk. 7
/I/1-2).
Rund zwölf Jahre später arbeitete er als Mitarbeiter in der Baureinigung für die
Z._
AG
,
als er am 4. November 1999 von einer Leiter stürzte und sich erneut das linke Knie anschlug (Urk.
7
/II/1, Urk.
7
/II/5). Die Magnetresonanztomographie (MRT) vom 12. Februar 2000 zeigte eine
osteochondrale
Läsion am lateralen
Tibiaplateau
mit abheilenden K
nochen
marksveränderungen (Urk. 7
/II/12 S. 1). Wegen persistierender Beschwerden am linken Kniegelenk und schliesslich auch am linken Hüftgelenk wurde der Versicherte ambulant und stationär untersucht sowie konservativ behandelt (Urk.
7/
II/75
.1-2
).
Gemäss dem Bericht der Orthopä
dischen Universitätsklinik
A._
vom 29. August
2000 bestand während der
Hospi
tal
isation
vom 20. Juli bis 25. Au
gust 2000 ausserdem der Verdacht auf eine beginnende Somatisie
rungs
störung bei massi
ver sozialer Problematik (Urk. 7/
II/62). Dr. med.
B._
,
Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
hielt im Bericht vom 19. November 2000 zusätzlich Spannungskopfschmer
zen, eine Persönlichkeitsstörung mit
his
tri
o
nischen
und
dissozialen Zügen sowie eine an
haltende somatoforme Schmerz
störung fest (Urk.
7
/II/63). Gestützt auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, vom 14. März 2001 (Urk.
7
/II/75) stellt
e
die Suva die bisher für die Folgen des Unfalls vom 4. November 1999 erbrachten gesetzlichen Leistungen mit Verfügung vom 6. April 2001 per 1. April 2001 mangels
behandlungsbedü
rftiger
Unfallfolgen ein (Urk. 7
/II/82).
Dagegen wurde keine Einsprache erhoben.
In Folge des Untersuchungsberichts der Orthopädischen Universitätsklinik
A._
vom 20. November 2001 (Urk.
7
/II/94.2) untersuchte der Kreisarzt Dr.
C._
den Versicherten am 22. Februar 2002 erneut. Er stellte gemäss dem Bericht vom 25. Februar 2002 keine relevante Veränderung fest (Urk.
7
/II/95), was die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom
11. März 2002 mitteilte (Urk. 7
/II/96).
1.2
Am 28. Juli 2005
bekam
der Versicherte während seiner Tätigkeit als Gebäude
reiniger bei der
Z._
AG (Urk.
7
/
I
II/6.3
), welche ihre Mitarbeiter eben
falls bei der Suva obligatorisch gegen die Fol
gen von Unfällen versichert hat
te
, auf einer Baustelle mit einem
Holzpalett
einen Schlag auf das linke Kniegelenk
(Urk. 7
/
I
II/1, Urk.
7
/
I
II/6
.1
). Dadurch
exazerbierten
gemäss dem Bericht der Ortho
pädischen Universitätsklinik
A._
vom 30. August 2005 die seit Jahren
persistierenden Beschwer
den am linken Kniegelenk (Urk. 7
/
I
II/2). Am 19. Dezem
ber 2005 wurde beim
Ver
siche
rten am linken Knie eine Arthro
skopie mit
Débri
dement
und
Mikrofrakturierung
des
T
ibiaplateaus
lateral und des
Femurkondylus
medial durchgeführt (Urk. 7
/
I
II/7). Ausserdem litt er im Verlauf unter Leisten-, Magen-/Darm
und Harnbeschwerden (Urk.
7/III
/16
.1
, Urk.
7/III
/24-25) sowie an Beschwerden an der linken Hüfte (Urk.
7/III
/36) und der Lendenwirbelsäule (Urk.
7/III
/b43-44). Am
9. Oktober 2006 wurde der Versi
cherte vom Kreisarzt Dr. med.
D._
, Facharzt für Chirurgie, unter
sucht, der gemäss dem Bericht
vom 12. Oktober 2006 eine Teilkausalität zwischen den Restbeschwerden am lin
ken Knie und dem Unfa
llereignis vom 28. Juli 2005 be
st
ätigte und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer knieschonenden wechselbe
lastenden Tätigkeit attestierte
(Urk. 7/III/41). Die Inte
gritätsentschädigung schätzte Dr.
D._
(wegen des Vorzustandes nach Abzug von zwei Dritteln) auf 5 % (Urk.
7/III
/42 S. 1). Die Suva stellte darauf
hin die Taggeld- und Heilkosten
leistungen per 31. Januar 2007 ein (Mitteilungen vom 19. Oktober 2006, Urk.
7/III
/b45.1, und vom 1. Februar 2007, Urk.
7/III/55) und sprach dem Versi
cherten mit Verfügu
ng vom 20. Februar 2007 eine In
validenrente von 16 % mit Wirkung ab 1. Febr
uar 2007 sowie eine Integritäts
entschädigung
für einen Schaden
von 5 % zu (Urk.
7/III/56). Auch diese Verfügung erwuchs unan
gefochten in Rechtskraft.
1.3
Im Mai 2008 überprüfte die Suva die Höhe der Invalidenrente, nachdem sie von der Aufnahme einer Anstellung am
E._
der
F._
AG (Ein
tritt am 24. Mai 2007, Austritt per 31. Mai 2008; Urk.
7/III/84.2-24, Urk. 7/III
/86.8-11, Urk.
7/III
/86.19-33)
durch den Versicherten
erfahren hatte (Urk.
7/III
/
74). Ab 1. Juni 2008 war er aus
hilfsweise als Minibar-Steward bei der
G._
AG angestellt (Urk.
7/III/86.12-17, Urk. 7/III
/87.2-7). Mit Schreiben vom 18. Februar 2009 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die bisherige Rente nicht geändert werde (Urk.
7/III
/89.1
-2
).
1.4
Am 6. Februar 2009 hatte der Versicherte einen weiteren Unfall mit Beteiligung des linken Knies erlitten. Und zwar hatte sich
während seiner Tätigkeit als Mi
nibar-Steward für die
G._
AG die Schublade des Minibarwagens geöffnet und war gegen sein linkes Knie geprallt, wodurch er eine Kniekontusion erlitt (Bericht der Orthopädischen Uni
versitäts
klinik
A._
vom 10. Februar 2009, Urk.
7/IV
/
1
; Bericht der
H._
vom 31. Juli 2009, Urk.
7/IV/11/
2; Unfallmeld
ung vom 27. Februar 2009, Urk. 7/IV/436
). Zuständiger obligatori
scher Unfallversicherer war ebenfalls die Suva, welche für die Folgen dieses Unfalls die gesetzlichen Leistungen erbrachte.
Ab
Mai 2009 klagte der Be
schwerdeführer über eine Zunahme der Beschwerden am linken Knie (Urk.
7/IV
/
3
, Urk.
7/IV
/11
)
. Per Ende November 2009 wurde dem Versicherten die Anstellung bei der
G._
AG wegen sein
er gesundheitsbedingten Arbeits
abwesenheit ge
kündigt
(Urk.
7/IV
/2
4
).
Nach seiner Unter
suchung vom 17. No
vember 2009
attestierte der Kreisarzt Dr. med.
I._
, praktischer Arzt, eine 100%ige Arbeit
s
unfähigkeit in der Tätigkeit als Minibar-Steward und eine vorerst 75%ige Arbeits
fähigkeit in einer knieschonenden, leide
nsangepassten Tätigkeit. Ausser
dem empfahl er die Du
rchführung einer zwei- bis dreimonatigen Physiotherapie (Be
richt vom 18. Novem
ber 2009, Urk.
7/IV/27/5
). Die
Suva kündigte daraufhin dem Ver
sic
herten mit Schreiben vom 23. No
vember 2009 an, dass sie die Taggeld
leistungen per 1. März 2010 einstellen werde (Urk.
7/IV
/2
8
). Am 18. Februar 2010 wurde beim Versicherten eine Arthroskopie mit
Knorpeldébridement
und
Mikro
frakturierung
am medialen
Femurkondylus
med
ial sowie im Bereich des latera
len
Tibiaplateaus
des linken Kniegelenks durchgeführt (Urk.
7/IV
/41). Am 31. Mai 2010 untersuchte der Kreisarzt Dr. med.
J._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie, den V
ersicherten und empfahl eine am
bulante Intensivphysiotherapie (Bericht gleichen Datums, Urk.
7/IV
/
53/7
). Eine solche wurde in der Rehaklinik
K._
vom 29. Juni bis am 23. Juli 2010 durchgeführt (Urk.
7/IV
/
59
). Am 13. Mai 2011 untersuchte der Kreisarzt Dr.
J._
den Versicherten erneut und befand gemäss dem Bericht vom 17. Mai 2011 (Urk.
7/IV/100
) und ergänzt mit dem Bericht vom 10. Juni 2011 (Urk.
7/IV
/
102
) nach Einsicht in das MRT des linken Knies vom 18. Mai 2011 (Urk.
7/IV/101
),
der unfallbedingte Gesund
heits
zustand am linken Knie sei stabil und dem Versicherten sei wieder eine 100%ige leidensangepasste Tätigkeit zumutbar (Urk.
7/IV
/
100/
7, Urk.
7/IV
/
102/
1). Die Inte
gritätseinbusse schätzte Dr.
J._
gemäss dem Bericht vom 10. Juni 2011 auf 10 % (Urk.
7/IV/
103
/
1). Am 5. Juli 2011 nahm Dr.
J._
ausserdem zu den ergänzenden Fragen der Suva (Urk.
7/IV
/104) Stellung (Urk.
7/IV
/107
/
1). Mit Verfügung vom 7. Juli 2011 stellte die Suva die Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 6. Februar 2009 per 31. Juli 2011 ein und verneinte eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem Unfall vom 28. Juli 2005 sowie eine Erhöhung der bisherigen Rente (Urk.
7/IV
/109).
Dagegen erhob der Versicherte
Einsprache (
Urk.
7/IV/126, Urk. 7/IV/134,
Urk.
7/IV/140/1-2
), welche die Suva mit Einspracheentscheid vom 2. März 2012 abwies (Urk.
7/IV/144
).
Die h
iergegen erhob
ene Beschwerde des Versicherten (Urk.
7/IV/148
)
wies das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich im Verfahren Nr. UV.2012.00081 mit Urteil vom 3
1.
Mai 2013 ab (Urk.
7/IV/176/20
).
1.5
Am 1
3.
Dezember 2013 wurde der Suva ein Rückfall zum Unfallereignis vom 6. Februar 2009 per 10. Dezember 2013 gemeldet (Urk. 7/IV/194). Die Suva über
nahm
hierfür wiederum die gesetzlichen Leistungen
.
Am 1
7.
Januar 2014 wurde der Versicherte wegen anhaltender Beschwerden am linken Bein mit einer Knie-Totalprothese versorgt (
Urk. 7/IV/183/1-2,
Urk.
7/IV/214/2-3
). Vom 19.
Februar bis 1
8.
März 2014 wurde er in der Rehaklinik
L._
stationär behandelt (
Urk.
7/IV/
246, Urk.
7/IV/254/2-3
).
Am
4.
April 2014
kündigte die
Arbeitgeberin
(
M._
AG)
das
damalige
Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten
auf Ende Juni 2014 (
Urk.
7/IV/259/1
).
Am 2
1.
Juli
2014 untersuchte der Kreisarzt
Dr.
J._
den Versicherten und schloss bezüglich der Unfall- und Rückfall
folgen am linken Knie auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
ab dem 1.
September 201
4 und eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit
ab
dem
1.
November 2014
in einer
leidens
angepassten, leichten bis mittelschweren und wechselbelastenden
sowie
das
K
nie
und das linke Bein schonenden
Tätigkeit
mit seltener und geringer
Belastung bezüglich
Heben, Tragen und Treppensteigen
sowie ohne Leitern
steigen (Bericht vom
2
1.
Juli
2014;
Urk.
7/IV/290/7-8). Am 2. September 2014 nahm
Dr.
J._
eine aktualisierte Einschätzung des Integritätsschadens vor und
setzte diesen auf brutto 30
%
respektive nach Abzug der bereits geleisteten Zahlung auf 25
%
fest (
Urk.
7/IV/299/1).
Gestützt darauf
stellte die Suva die Taggeldleistungen
mit Schrei
ben vom 2
3.
September 2014
per Ende Oktober 2014 ein (
Urk.
7/IV/
312/1
). Mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2014 sprach die Suva dem Versicherten eine
ab dem
1.
November 2014
neu berechnete, der Teuerung angepasste Invaliden
rente bei einem Invaliditätsgrad von weiterhin 16
% und eine Integritätsent
schädigung
für eine Einbusse
von insgesamt 25
%
bezüglich der Unfallereignisse vom 2
8.
Juli 2005 und vom 6. Februar 2009 zu (
Urk.
7/IV/339). Dagegen wurde keine Einsprache erhoben.
1.6
Wegen anhaltender Beschwerden
am linken Bein (
Aussenseite
linke
Hüfte
,
linke
s
Knie
, Sprunggelenk;
Urk.
7/IV/
366/1
) wurde am 21. April 2016 in der Orthopädie der
N._
Klink eine Kniepunktion links zum Ausschluss eines Low-Grade-Infektes vorgenommen (Urk. 7/IV/
367
).
Von einer weiteren Operation wurde abge
sehen (Urk. 7/IV/375, Urk. 7/IV/383, Urk. 7/IV
/
387).
Die Suva übernahm die Heilbehandlungskosten für d
ies
en Rückfall zum Unfallereignis vom
6.
Februar 2009 (
Urk.
7/IV/370
)
. Ab dem 19.
September 2016 wurde der Versicherte als Be
triebs
mitarbeiter (Küchenhilfe) in einem 50%igen Pensum angestellt (Urk. 7/
IV/
393
, Urk. 7/IV/396/2
).
Am 2
9.
März 2017 schloss die Suva den Rückfall ab (
Urk.
7/399) und hielt mit Mitteilung vom 1
6.
Mai 2017 an der bisherigen Rente fest (
Urk.
7/IV/402).
1.7
Am 1
6.
August 2017 wurde in der Orthopädie der
N._
Klinik wegen
erneu
ter Beschwerdezunahme
eine weitere
Infiltration und
Punktion am linken Knie
gelenk
zum Ausschluss einer
Low-G
rad
e
-Infektion durchgeführt
,
welche unauf
fällige Werte ergab
(Berichte vom 3.,
1
6.
und 2
3.
August 2
017, Urk.
7/IV/405,
Urk.
7/IV/409
,
Urk.
7/IV/410).
Mit Schreiben vom 2
8.
Februar 2018
machte
der Versicherte
unter Hinweis auf das von der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
in Auftrag gegebene Gutachten vom
O._
vom 1
4.
Juli 2017 eine Verschlechterung
seines Gesundheitszustandes
ab April 2016 geltend
und beantragte, der letzte, im März respektive Mai 2017 (nicht formell) erfolgte Rückfall-Abschluss sei in Wiedererwägung zu ziehen (Urk. 7/IV/427).
Die Suva
nahm
daraufhin das
O._
-Gutachten
zu den Akten
(
Urk.
7/IV/444)
.
Am
2.
März 2018 hatte der Versicherte gemäss der Schadenmeldung vom 14. März
2018 einen weiteren Unfall erlitten, bei dem das linke Bein in der Bustür einge
klemmt worden war (Urk. 7/V/1). Die erstbehandelnden Ärzte der Notfallmedizin des
P._
stellten gemäss dem Bericht vom
2.
März 2018 die Diagnosen einer Kniekontusion und einer Distorsion des oberen Sprung
gelenkes links bei Status nach Knie-
Totalendoprothese
(TEP; Urk. 7/V/6, Urk. 7/V/20). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen dieses Nichtberufsunfalls (
Urk.
7/V/4). Mit den bildgebenden Abklärungen in der Ortho
pädie der
N._
Klinik wurden
ossäre
Unfallfolgen ausgeschlossen (Bericht vom 2
1.
März 2018;
Urk.
7/V/7). Mit Schreiben vom 23. Mai 2018 stellte die Suva ihre Leistungen für die Folgen des Unfallereignisses
vom
2. März 2018 per
4.
Juni 2018 ein (
Urk.
7/V/21).
1.8
In
Bezug auf das Unfallereignis vom
6.
Februar 2009
lehnte die Suva
eine Ren
tenrevision wegen Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der letzten
Rentenzusprache
(im Jahr 2014) gestützt auf die kreisärztliche Stellungnahme
von
Dr.
med.
Q._
, Fachärztin für Chirurgie, vom 1
9.
Juli
2018 (
Urk.
7
/IV/448) mit Verfügung vom 2
5.
September 2018
ab (
Urk.
7/IV/452). Die dagegen erhobene Einsprache vom 29. Oktober 2018 (
Urk.
7/IV/458)
wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 1
8.
Dezember 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 3
0.
Januar 2019 Beschwerde und
beantragte, der Einspracheentscheid vom 1
8.
Dezember 2018 beziehungs
weise die Verfügung der
Beschwerdegegnerin
vom 2
5.
September 2018 sei aufzu
heben, der zuletzt von der
Beschwerdegegnerin
mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2014 festgestellte IV-Grad von 16
%
sei ausgehend von einer Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von mindestens 30
%
neu zu berechnen und es sei eine entsprechend höhere Rente auszurichten (rückwirkend auf die letzte
Rückfallmeldung vom 1
1.
Mai 2016); eventualiter sei die Sache zwecks Einho
lung eines polydisziplinären Gutachtens und anschliessender Neuentscheidung an die
Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte
er
um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung eines unent
gelt
lichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt
Peter
Bolzli
(Urk. 1 S. 2). Die
Beschwerdegegnerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom
7.
März
2019
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 S.
2
).
M
it
Eingabe vom 3. September 2019 (Urk. 14) verzichtete der
Beschwerdeführer
auf eine Replik (Urk. 14 S. 1). Mit Verfügung vom
12.
September 2019 wurde das Gesuch des
Beschwerde
führer
s um unentgeltliche Rechtsvertretung abgewiesen (Urk. 18 S. 5).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier
zu beurteilen
de Unfall hat sich am
6.
Februar 2009 ereignet
,
weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.
2.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Un
fallversicherung (UVG) werden
soweit das Gesetz ni
chts
anderes
bestimmt - die Versiche
rungs
leis
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschä
digung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung, UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht.
2.2
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände,
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nic
ht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge
tretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen La
uf der Dinge und nach der allge
mei
nen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, e
inen Erfolg von der Art des einge
tre
tenen herbeiz
uführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig
nis
allge
mein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.3
2.3.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Inva
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.3.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG
).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen.
Zu vergleichen ist dabei der Sachver
halt im Zeitpunkt, in welchem die Rente rechtskräftig gewährt bzw. materiell bestätigt worden ist, mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Neubeurteilung (BGE 134 V 131 E. 3, 133 V 108 E. 5.4
)
.
Insbesondere ist die Rente bei einer wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Be
hinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wes
entlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
achtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revi
sionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tat
sächlicher Hinsicht umfassend («
allseitig
»
) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1). Letztes gilt auch, wenn die Adäquanz eines natürlichen Kausalzusammenhangs für die Zukunft aufgrund der im Zeitpunkt der Leistungsanpassung gegebenen Verhältnisse neu zu prüfen ist (SVR 2017 UV Nr. 41 S. 141, 8C_833/2016 E. 5; zum Ganzen: Urteil des Bun
desgerichts 8C_212/2017 vom
1.
Februar 2018 E. 2.2.1).
2.4
2.4.1
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, für Bezüger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 UVG (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Be
hand
lung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spät
folgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem an
dersgearteten Krankheitsbild führen können.
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den
erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Un
fall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzu
sammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
2.4.2
Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (
BGE 132 V 412
E. 4, Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (
BGE
134 V 145
).
2.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch de
n Berichten und Gutach
ten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon au
f mangelnde Objektivität und Be
fangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 13
5 V 465 E. 4.4). Soll ein Versi
cherungsfall jedoch ohne Einholung eines exte
rnen Gutachtens entschieden wer
den, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit der versiche
rungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so si
nd ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt,
es sei gestützt auf
die Aktennotiz der
Kreisärztin
Dr.
Q._
vom 19.
Juli 2018 davon auszugehen, dass seit der Rentenverfügung vom 10. Dezem
ber 2014 kein
e
mindestens ü
berwiegend wahrscheinliche
Verschlimmerung der unfallbedingten Befunde
eingetreten sei. Bei der Einschätzung
der Einschränkung des
Rendements um 30
%
gemäss dem
O._
-Gutachten vom 14. Juli 2017 handle es sich lediglich um eine andere Beurteilung der Auswirkungen des
Gesundheits
schadens, woraus indes keine Verschlimmerung der unfallbedingten Befunde ab
ge
leitet werden könne.
Zudem habe sich der Gutachter zur Frage der Verände
rung seit August 2010 geäussert. Vo
rliegend
stehe dagegen
die Frag
e
nach einer Veränderung seit der Gewährung der Invalidenrente per
1.
November 2014, bei welcher die Prothesenimplantation berücksichtigt worden sei, zur Diskussion. Unter diesen Umständen stelle das
O._
-Gutachten keinen Grund für ein Abwei
chen von der Beurteilung durch
Dr.
Q._
dar. Diese sei im Übrigen in sich widerspruchsfrei und es bestünden keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit.
Es bestehe daher weder Raum für eine Erhöhung der bisherigen Invalidenrente mit einem Invaliditätsgrad von 16
%
noch für eine Erhöhun
g der Integritäts
ent
schädigung
(Urk. 2 S.
7 ff.
).
3.2
Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor,
die bloss rudimentäre kreisärztliche Einschätzung ohne eigene Untersuchung wie jene von
Dr.
Q._
sei im vorlie
gende
n komplexen Fall mit jahrzehntelange
r
Unfallgeschichte und zahlreichen Rückfällen von vorneherein
als
Grundlage ungeeignet. Die von
Dr.
Q._
ge
troffenen Schlüsse seien zudem äusserst knapp und damit nicht hinreichend nach
vollziehbar. Auch habe sie sich mit der entgegenstehenden Einschätzung der
O._
-Gutachter nicht auseinandergesetzt. A
us dem
von der Invalidenversi
che
rung eingeholten
O._
-Gutachten vom 1
4.
Juli 2017 würden sich
indes
neue und wesentliche Tatsachen in Bezug auf die unfallbedingte Knieproblematik und den hier relevanten Referenzzeitpunkt vom
1.
Dezember 2014 ergeben.
Danach sei
aus rheumatologischer Sicht ab April 2016
eine Verschlechterung des somati
schen Gesundheitszustandes
eingetreten; zufolge der therapeutisch nicht mehr angehbaren Schmerzsymptomatik, worunter auch die Knie-Schmerzsymptomatik verstanden werden müsse, sei
in einer leidensangepassten Tätigkeit
wegen des erhöhten Pausenbedarfs lediglich noch eine 70%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar.
Dabei habe nicht die Einsetzung der Knieprothese zur Verschlechterung der Ge
sundheit geführt, sondern die zunehmenden Schmerzen ab April 2016, derent
wegen er am 11.
Mai 2016 einen erneuten Rückfall gemeldet habe. Dieser sei nicht rechtskräftig abgeschlossen worden, da er noch innerhalb eines Jahres seit dem informellen Schreiben der
Beschwerdegegnerin
neue Beweismittel vorge
bracht habe.
Die in der letzten rechtskräftigen Verfügung von der
Beschwerde
gegnerin
vertretene
Auffassung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidens
angepassten Tätigkeit
sei
nicht mehr vertretbar
(Urk. 1 S. 6
ff.).
3
.3
3.3.1
Es ist unstrittig, dass die Beschwerdegegnerin für die gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 6. Febr
uar 2009
am linken Knie
leistungspflichtig
ist.
Nicht
mehr
zu prüfen
und in Rechtskraft erwachsen
ist
dabei
der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung respekti
ve
die Abweisung deren
Erhöhung (Art. 36 UVG)
,
da
der
Beschwerdeführer
den
in der Einsprache
diesbezüglich
vorgebrach
ten
Antrag
(Urk.
7/IV/458)
in der Beschwerde nicht mehr geltend macht
und auch sonst nichts zur Integritätsentschädigung vorbringt
(
Urk.
1)
.
3.3.2
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine Erhöhung der
bis
herigen
Invalidenrente von 16 % zu Recht abgelehnt hat.
Zeitlicher Ausgangs
punkt für die Beurteilung einer
anspruchserheblichen Änderung des Invaliditäts
grades ist
der
letzte rechtskräftige
Entscheid
, welche
r
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (
BGE 134 V 131
E. 3,
133 V 108 E. 5.4
). Dies ist hier unstrittig die Verfügung vom 10. Dezember 2014 (Urk. 7/IV/339), mit welcher
der Rentenanspruch
nach der Sanierung des linken Kniegelenkes
mit einer
Totalp
rothese (Urk.
7/IV/214/2-3
)
neu
geprüft
worden war
.
Die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis
bildet
rechtsprechungsgemäss
der Erlass
des angefochtenen Einspracheentscheides
vom 18. Dezember 2018 (Urk. 2; vgl.
BGE 132 V 215 E. 3.1.1).
Wie bereits im Urteil UV.2012.00081 vom 3
1.
Mai 2013 festgehalten worden war (E. 3.1; Urk. 7/IV/176
/
9-11), gilt dabei weiterhin, dass die somatischen Beschwerden, welche nicht das linke Kniegelenk betreffen, namentlich die seit Jahren und auch noch anlässlich der
O._
-Begutachtung vom Juni 2017 (Urk. 7/IV/444/1) geklagten Beschwerden in der Leistengegend, im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), an der linken Hüfte und an der rechten Schulter (Urk. 7/IV/444/42-43, Urk. 7/IV/444/46-47, Urk. 7/IV/444/73-74), sowie die psy
chi
schen Beschwerden (E. 3.2; Urk. 7/IV/176
/
11-15) als nicht unfallbedingte res
pektive -adäquate Beschwerden hier von der Beurteilung auszuklammern sind.
4.
4.1
Bei Erlass der Verfügung vom 10. Dezember 2014 (Urk. 7/IV/339) hatte sich die
Beschwerdegegnerin
auf
die Einschätzung
des Kreisarztes
Dr.
J._
vom
21.
Juli 2014 (
Urk.
7/IV/290)
gestützt.
Dieser führte im Bericht vom 21. Juli 2014 aus,
als Vorzustand sei eine Persönlichkeitsstörung mit
histrionischen
und leicht dissoziativen Zügen dokumentiert
worden
und es seien aus psychiatrischer Sicht auch die Diagnosen einer anhaltenden
somatoformen Schmerzst
örung, einer
An
passungsstörung mit längerer, leicht depressiver Reaktion und einer Schmerz
verarbeitungsstörung
angegeben worden.
Des Weiteren sei im Jahr 2006 die Diagnose einer
Coxarthrose
bei zu Beginn des Jahres 2013 radiologisch allerdings unauffälligen Hüftgelenken beidseits gestellt worden. Des Weiteren bestehe ein langjähriges S
chmerzsyndrom am linken Knie. Nach dem alloplastischen Kniege
lenksersatz vom 1
7.
Januar 2014 sei ein günstiger Verlauf mit nahezu idealem Operationsergebnis
und dennoch and
auernden erheblichen Beschwerden
doku
men
tiert
. Dies entspreche einer erheblichen Diskrepanz. Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 21. Juli 2014 habe der
Beschwerdeführer
über eine unver
änderte Schmerzsituation im Bereich des linken Knies geklagt und angegeben, er habe sogar noch mehr Beschwerden als vor der Operation. Aus objektiver Sicht zeige sich eine ausgezeichnete Situation nach Knie-Totalprothese links
mit guter
ligamentärer
Stabilität des linken Knies und radiologisch unauffälligen Verhält
nissen
. Die rein aktiv geprüfte Kniebeweglichkeit sei angesichts des Vorzustandes sehr gut und auch die Hypotrop
h
ie
der Oberschenkelmuskulatur habe im Seiten
vergleich nicht wesentlich zugenommen. In Kenntnis der früheren Situation habe sich die Tatsache bewahrheitet, dass zwar eine (hier eher diskrete) Gonarthrose operativ behandelt werden könne, nicht aber ein langjähriges Schmerzsyndrom mit auch Beeinflussung durch die psychischen Begebenheiten. Im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils sei der
Beschwerdeführer
(bezüglich der Unfall- und Rück
fallfolgen am linken Knie)
ab dem 1. September
2014
halbtags
und
dem 1.
Novem
ber 2014
vollzeitig arbeitsfähig. Zumutbar sei in diesem Umfang eine
leichte bis mittelschwere,
wechselbelastende
Tätigkeit
mit
einem sitzenden Anteil
von einem Drittel bis einem
Zweitel
, mit seltenem Treppensteigen, seltenem Heben
von maximal 10 bis 15 Kilogramm, seltenem Tragen von höchstens 10 Kilo
gramm und auf e
iner Treppe von nur 5 Kilogramm.
Nicht zumutbar seien Leitern
steigen, kniende
und kauernde Arbeiten, längere Flexionshaltungen des linken Kniegelenkes sowie ein
repetitiver, kraftvoller Einsatz
des linken Beines
(
Urk.
7/IV/290/7-8).
Dies bildet die
Vergleichsbasis zu der hier zu prüfenden Frage, ob ein Renten
revisionsgrund
nach
Art.
17 ATSG
im Sinne
einer revisionsbegründenden erheb
li
chen
(unfall- respektive rückfallkausalen)
Gesundheitsveränderung
bezüglich des linken Knies
vorliegt.
4.2
4.2.1
Gemäss dem von der
Invalidenversicherung eingeholten
O._
-Gutachten vom 14. Juli 2017
wurde der
Beschwerdeführer
im Juni 2017 interdisziplinär aus inter
nistischer, rheumatologischer und psychiatrischer Sicht begutachtet
(Urk.
7/IV/444/1-3
). Die Gutachter schloss
en
auf die folgenden Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Beinschmerzen links mit/bei persistierender Bewegungseinschränkung im linken Knie (Flexionsdefizit), Hypotrophie des
Mus
culus
Quadriceps
links, mässiger
Insertionstendinose
retrotrochantär
sowie
mit/
bei
verkürztem
Musculus
Iliacus
beidseits, radiologisch
Hüftimpingement
vom
Pincer
-Typ links und beginnender
Coxarthrose
links, bei Status nach Kontusion des linken Knies 1987, 1999, 2005 und 2009, Status nach multiplen I
nfiltrationen in das linke Knie,
mindestens zweimal
peritrochantär
links
,
ohne wesentliche Besserung der Beschwerden, Status nach Kniearthroskopie 2000, 2005 und 2010, Status nach Knie-Totalprothese
links im Januar 2014 sowie gemäss den Akten Status nach
Z
ervikobrachialsyndrom
mit/bei
mässigen Multietagen degenerative
r
Veränder
ungen der Halswirbelsäule (HWS). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter im Wesentlichen die folgenden auf: Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen und
histrionischen
Anteilen (ICD-10 Z73.1), chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), schädlicher Gebrauch von Cannabis (ICD-10 F12.1), anamnestisch Kokain-Konsum, sistiert im Jahr 2013 (ICD-10 F14.20), psychische und Verhaltensstörung durch Opioide, ärztlich verordnet
Targin
(ICD-10 F11.25), psychische und Verhaltensstörung durch Sedative/Hypnotika, ärztlich verordnet Valium (ICD-10 F13.25), schmerzhafte und verspannte Schulterblatt
fixation recht
s
mit/bei diskreter thorakaler Skoliose, Status nach Appendektomie und
Leistenhernienoperation
links
(Urk. 7/IV/444/89-90).
Bezüglich der Kniebeschwerden wurde aus rheumatologischer Sicht im Gutachten festgehalten,
bis auf ein Flexionsdefizit im linken Knie und eine Hypotrophie des linken
Quadriceps
sei die aktuelle klinische Untersuchung unauffällig.
Als Ur
sache für die geklagten Beschwerden seien ein Low-Grade-Infekt oder eine Prothesenlockerung aufgrund
der
zuletzt durchgeführten Abklärungen
(
mittels SPECT
-Computertomographie [
Single Phot
on Emission
Computed
Tomography-
Computed
Tomography
, CT]
und Punktion
im März und April 2016;
Urk. 7/IV/444/46
)
unwahrscheinlich. Au
ch für ein
Complex
-r
egional-
pain
-Syn
drom
(CRPS) würden sich keine Hinweise finden.
In der SPECT
-
Untersuchung vom März 2016 hätten sich ein Reizzustand mit
Synovitis
und vor allem eine patellare laterale Überlastung gezeigt. Letztere könnte durch die insuffiziente muskuläre Stabilisation des Kniegelenkes
bedingt sein
, welches sich beim
Be
schwerdeführer
eindrücklich zeige
und
sich
auch in
der
Hypotrophie der Ober
schenkelmuskulatur
mit deutlicher Seitendifferenz wiederspiegle. Zuletzt sei eine Reizung der
Popliteussehne
dorsolateral
durch einen kleinen Zementüberstand als mögliche Ursache der Knieschmerzen diskutiert worden. In der aktuellen Untersuchung bestehe
die Schmerzhaftigkeit im Kniegelenk aber eher im Bereich des
Fibulaköpfchens
. Auch sollte berücksichtigt werden, dass die Knieschmerzen
von Anfang an eigentlich nicht beeinflussbar gewesen seien, trotz der ver
schiedensten Interventionen, und dass bereits sehr früh
der Verdacht auf eine zusätzliche nichtorganische Schmerzkomponente geäussert worden sei. Insge
samt könnten die Beschwerden, insbesondere die linksseitigen Knieschmerzen, rheumatologisch durch die
erhebbaren
Befunde nicht
vollumfänglich erklärt w
e
rden (
Urk.
7/IV/444/97-98).
A
ufgrund der Minderbelastbarkeit der HWS, des linken Hüft- und Kniegelenkes
seien
lediglich noch leichte bis maxima
l inter
mittierend mittelschwere
wechselbelastende Tätigkeiten ohne starke Belastung der Knie, insbesondere ohne dauerndes oder wiederholtes Arbeiten im Knien und in der Hocke, ohne
Treppen- oder Leiternsteigen, ohne Arbeiten in der Höhe oder Gehen auf unebenem Gelände
zumutbar
.
Wegen
der degenerativen Verände
rungen
der HWS sollte ausserdem dauerndes oder wiederholtes Arbeiten mit den Armen in oder über der Horizontalen vermieden werden. Aufgrund der lang
jäh
rigen, therapeutisch nicht angehbaren Schmerzsymptomatik bedürfe der Beschwer
de
führer
zudem häufiger kurze Pausen um Entlastungsstellungen einnehmen zu
können, was das Rendement um 30 % reduziere.
Aus psychiatrischer Sicht kön
n
t
e
n
bei moderat ausgebildeter Persönlichkeitsakzentuierung und moderater Schmerz
verarbeitungsstörung keine erwerbsbezogene Leistungsminderung attestiert und keine Veränderung gegenüber August 2010 festgestellt werden.
Aus gesamtme
dizinischer Sicht gelte die rheumatologische Einschätzung (Urk.
7/IV/444/101-102
).
Bezüglich des zeitlichen Verlaufs seit August 2010 müsse aus rheuma
to
logischer Sicht festgehalten werden, dass
seit damals
weitere Interventionen und Abklärungen stattgefunden hätten, unter anderem eine Implantation einer Knie-
Endoprothese
links, was jedoch die Schmerzsymptomatik nicht wesentlich verändert habe. Daher sei
die Einschränkung des Rendements um 30 %
spätestens seit dem Ausschluss eines Low-Grade-Infektes
und einer Prot
h
esenlockerung
als mögliche Schmerzursache
, mithin
ab April 2016
,
vertretbar (Urk.
7/IV/444/105-106).
4.2.2
Die Kreisärztin
Dr.
Q._
kam in ihrer Stellungnahme vom
19.
Juli 2018
nach
dem Zitat
der
Zumutbarkeitsprofile und Befunde, welche vom Kreisarzt
Dr.
J._
im
Bericht vom 21. Juli 2014 (Urk.
7/IV/290/
5-6
) und vom rheuma
tologischen
O._
-Gutachter im Gutachten vom 14.
Juli 2017 (Urk. 7/IV/444/
51
)
aufgeführt worden waren, zum Schluss, dass
in der
Zusammenschau der objek
tiven Befunde keine Veränderungen zu dokumentieren
seien
, wobei der Bewe
gungsunterschied von 10 Grad untersuchungsbedingt sei. Das vom Kreisarzt be
stimmte Zumutbarkeitsprofil sei detaillierter
und zum Teil einschränkender, als jenes des
O._
-Gutachters.
Der vom Kreisarzt festgelegte Integritätsschaden von 30
%
entspreche einer schweren Arthrose und auch
diesbezüglich
sei keine Änderung
angezeigt
(
Urk.
7/IV/448/2
).
4.3
4
.
3.1
Betreffend die kreisärztliche Stellungna
hme von Dr.
Q._
, auf welche
die
Be
schwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid abstellte (
Urk.
2 S. 7 ff.),
ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass
diese
zur Frage einer Ver
schlech
terung de
r
unfallbedingten Gesundheits
beeinträchtigungen eine reine Aktenbeur
teilung
ohne persönliche Untersuchung des
Beschwerdeführer
s
vorgenommen hat, zumal
es
zunächst
lediglich darum
ging,
die umfassend dokumentierten medizinischen Sachverhalte
bezüglich der Kniebefunde
von Juli 2014 mit jenen von Juni 2017
aus
fach
ärztlicher Sicht zu vergleichen
.
Denn auch ein solcher
ver
sicherungsinterner und aktengestützter Arztbericht
kann beweistauglich sein
(vgl. BGE 125 V 352 E.
3b/
ee
; Urteil
e des Bundesgerichts
8C_173/2018 vom 2
4.
Mai 2018 E. 3.2
und 8C_761/2017 vom 5. Dezember 2017 E. 5.2.2)
.
Jedoch
unterliegt
ein solcher Bericht
hinsichtlich Zuverlässig
keit und Schlüssig
keit strengen Anforderungen und darf zu keinen auch nur geringen Zweifeln Anlass geben (BGE 142 V 58 E. 5.1)
.
Diese Voraussetzung ist
hier nicht
erfüllt
. Denn
Dr.
Q._
hat
in ihrer Stellungnahme vom
1
9.
Juli 2018
sehr kurz und lediglich stichwortartig auf einer Seite
die von den somatischen Fachärzten erhobenen
Befunde am linken Knie
und die Zumutbarkeitsprofile
verglichen, ohne
sich zu allfälligen Änderungen der funktionellen und erwerblichen Auswir
kungen zu äussern.
Insbesondere hat sie sich zu der vom rheumatologischen
O._
-Gutachter ab April 2016 attestierten 30%igen Arbeitsunfähigkeit
(im Sinne des erhöhten Pausenbedarfs)
nicht geäussert, obschon er diese unter anderem mit den Kniebeschwerden begründete.
Eine Stellungnahme dazu respektive zu einer allfälligen unfallkausalen Änderung der Leistungsfähigkeit
ist
jedoch
schon deshalb relevant, weil ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG auch dann vorliegen kann, wenn bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand veränderte Auswirkungen auf den Erwerbsbereich bestehen (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3
; Urteil des Bundesgerichts
8C_212/2017 vom
1.
Februar 2018 E. 2.2.1).
Zudem
äusserte sich
die Kreisärztin
nicht dazu, dass
(
gemäss den Ausführungen im
O._
-Gutachten
)
mit der
SPECT-Untersuchung vom März 2016 ein Reizzu
stand mit
Synovitis
und
eine
patellare laterale Überlastung
festgestellt worden sind
sowie
,
dass
der
O._
-Gutachter
dieses Abklärungse
rgebnis als
möglicher
weise
durch die insuffiziente muskuläre Stabilisation des Kniegelenkes bedingt
beurteilte
; dies obschon aus den von der Kreisärztin vergleichsweise zitierten Befunden ausserdem hervorgeht, dass der muskuläre Umfang des linken Beines von Juli 2014 bis Juni 2017 - soweit für einen medizinischen Laien erkennbar - abgenommen hat (
Urk. 7/IV/448/2
).
Es bleibt damit
fraglich, ob und inwiefern
die Schmerzsymptomatik
am linken
Knie
spätestens ab April 2016
mit neuen unfallkausalen und die Belastbarkeit zusätzlich einschränkenden
objektiven
Be
funden erklärbar
i
st
, nachdem der Kreisarzt Dr.
J._
die Schmerzsymptomatik im Juli 2014 bei ausgezeichneter Situation nach der Knie-TP-Operation auch als
durch die psychischen Begebenheiten (mit-)bedingt beurteilt hatte (Urk. 7/IV/290
/
7-
8).
Es fehlt somit an einer beweistauglichen medizinischen Grundlage.
Daran ändert auch nichts, dass mit dem
O._
-Gutachten eine fachärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Denn der rheumatologische
O._
-Gutachter hat diese hauptsächlich mit der Schmerzsymptomatik begründet
(Urk. 7/IV/444/
102
)
, ohne eine Differenzierung und Abgrenzung bezüglich der unfallbedingten Befunde am linken Knie und der weiteren Beschwerdebereiche vorzunehmen.
Hierauf kann somit nicht abschliessend abgestellt werden.
4.3.
2
Hinzu kommt, dass
sich seit der
O._
-Begutachtung und
noch vor
der
Stellung
nahme von
Dr.
Q._
, nämlich
am
2.
März 2018
- mithin
vor Erlass des ange
fochtenen Einspracheentscheides vom 18.
Dezember 2018
-,
ein neuer Unfall mit Beteiligung des linken Kniegelenkes und
ausserdem
des linken oberen Sprung
gelenkes (OSG) ereignet hat (
Urk.
7/V/1,
Urk.
7/V/6/3-4).
Dies hat die Kreisärztin gänzlich ausser Acht gelassen.
Zwar hat die
Beschwerdegegnerin
ihre Leistungen für dieses Unfallereignis mit Schreiben vom 2
3.
Mai 2018 gestützt auf die Beurteilung eines Kreisarztes vom
8.
Mai 2018 eingestellt (Urk. 7/V/21/1-2).
Jedoch handelt es sich hierbei nicht um eine
Verfügung (Art. 49
ATSG), so dass rechtsprechungsgemäss vom
Beschwer
deführer
noch während eines Jahres dagegen
Einwände
vorgebracht werden konnten
(vgl.
BGE 134 V 145
)
.
Auch kann d
er Rentenanspruch im Verlauf bis zum Erlass des
angefochtenen
Einspracheentscheid
s
vom 18.
Dezember 2018
(
Urk.
2)
nicht ohne
fachärztliche Beurteilung
zu sämtlichen unfallbedingten Ge
sundheitsbeeinträchtigungen und deren Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt werden. Eine solche liegt hier indes nicht vor, insbesondere befindet sich auch der Bericht des Kreisarztes vom
8.
Mai 2018 nicht in den Akten.
4.
4
4.4.1
Nach dem Gesagten
ist
entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin
nicht ab
schliessend auf die Aktenbeurteilung von
Dr.
Q._
vom 1
9.
Juli 2018
abzu
stellen
.
Auch kann a
ufgrund der
Beurteilung des rheumatologischen
O._
-Gut
achters
von Juni 2017
und aufgrund des neuen Unfalls vom
2.
März 2018 bei derzeitiger Aktenlage
nicht ausgeschlossen werden, dass seit der Verfüg
ung vom 1
0.
Dezember 2014 (Urk.
7/IV/339)
eine anspruchserhebliche Änderung im Sinne eines R
entenr
evisionsgrundes (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) eingetreten ist.
Dabei hat eine allfällige
revisionsweise Erhöhung der Rente bei Rückfällen und Spätfolgen - wie bei der erstmaligen Rentenzusprechung - auf den Zeitpunkt des Abschlusses der Heilbehandlung hin zu erfolgen
(vgl. BGE
140 V 65
). Hier war der Abschluss nach der Rückfallmeldung im Mai 2016 (Urk. 7/IV/363) mit Schreiben vom 2
9.
März 2017
gestützt auf die gleichentags abgegebene Stel
lung
nahme von
Dr.
Q._
erfolgt (
Urk.
7/IV/
398-
399), weshalb
- sofern aufgrund
der zu ergänzenden Abklärungen
ein Revisionsgrund anzunehmen ist - eine all
fällige Änderung der bisherigen Rente
ab dann zu prüfen
wäre
.
4.4.2
Der massgebliche Sachverhalt erweist sich damit als nicht
hin
reichend abgeklärt
.
Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne
gutzuheissen
, dass
der angefochtene Einspracheentscheid vom 1
8.
Dezember 2018 (Urk. 2) aufzuheben und
die Sache zur ergänzenden fachärztlichen Abklärung
im Sinne der Erwägungen
und erneu
tem Entscheid über den Rentenanspruch des
Beschwerdeführers
ab
April
2017
zurückzuweisen
ist
.
5
.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen).
De
m
Beschwerdeführer steht
ausgangs
gemäss
daher
eine Prozessentschädigu
ng zu, welche nach
Art.
61
lit
.
g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach d
er Schwierigkeit des Prozesses,
dem Zeitauf
wand und den Barauslagen
sowie unter Berücksichtigung der diesen Kriterien angemessenen Honorarnote von Rechtsan
walt Peter
Bolzli
vom 3. September 2019 (
Urk.
16)
auf Fr
.
2'136.70
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.