Decision ID: cfaa3644-2498-56c7-9ab0-723d7df970d5
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, arbeitete seit Juni 200
1 im Textilservice des
Z._
sowie zusätzlich jeweils drei Stunden täglich als
Rei
nigungsangestellter
(Urk. 7/5 Ziff. 5.4), als er sich am 23. Januar 2009 wegen Knieproblemen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 7/5 Ziff. 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche (Urk. 7/1-2, Urk. 7/8, Urk. 7/10, Urk. 7/12) sowie medizini
sche Abklärungen (Urk. 7/15, Urk. 7/17, Urk. 7/19, Urk. 7/26-27) und teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 17. November 2009 mit, er befinde sich noch in der Rehabilitationsphase, weshalb derzeit noch keine beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/29).
Am 14. Juli 2010 meldete sich der Versicherte
erneut bei der Invalidenversiche
rung an (Urk. 7/38)
. Nach weiteren medizinischen Abklärungen (Urk. 7/42-43, Urk. 7/46, Urk. 7/48, Urk. 7/53, Urk. 7/56, Urk. 7/63, Urk. 7/65) schloss die IV-Stelle am 7. September 2012 die Arbeitsvermittlung ab, da sich der Versicherte nicht arbeitsfähig fühlte (Urk. 7/66). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfah
ren (Urk. 7/78, Urk. 7/81, Urk. 7/83, Urk. 7/90) sprach die IV-Stelle dem Versi
cherten mit Verfügungen vom 14. Juli 2014 eine halbe Rente
für die Zeit
vom 1. Oktober 2009 bis 31. August 2011
(Urk. 7/106)
,
eine ganze Rente für die Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 2011 (Urk. 7/121) sowie eine halbe Rente für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2012
zu
(Urk. 7/136, vgl. auch Verfügungsteil 2 Urk. 7/94 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügungen vom 14. Juli 2014 erhob der Versicherte am 15. September 2014 Beschwerde und beantragte die Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung und Zusprache einer Rente auch über den 1. Oktober 2012 hinaus (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2014 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Versicherten am 6. November 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetz
es
über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung (Urk. 2)
hielt die Beschwerdegegnerin fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 25. Oktober 2008 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Die angestammte Tätigkeit als Mitarbeiter bei den
Wäsche
betrieben
des
Z._
sei nicht mehr zumutbar. In einer leichten sitzenden Tätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 50 % arbeits
fähig
gewesen
, was
einen Invaliditätsgrad von 55 %
ergebe
. Ab Mai 2011 habe sich der Gesundheitszustand verschlechtert und der Beschwerdeführer sei bis 24. Mai 2011 nur noch im Umfang von 25 % arbeitsfähig gewesen. Ab 25. Mai 2011 sei ihm keinerlei Erwerbstätigkeit mehr zumutbar gewesen (S. 4).
Der Invaliditätsgrad
habe während dieser Zeit 100 % betragen, die
Rentener
höhung
erfolge per 1. September 201
1.
Ab 21. September 2011
werde der Beschwerdeführer in angepassten Tätigkeiten wieder zu 50 % arbeitsfähig beur
teilt, was einem Invaliditätsgrad von 56 % entspreche. Die Rentenherabsetzung erfolge per 1. Januar 201
2.
Seit dem 12. Juni 2012 bestehe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten, der Invaliditätsgrad betrage 9 %. Die Aufhebung der Rente erfolge per 1. Oktober 2012 (S. 5).
Zusammenfassend habe der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2009 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente, ab 1. September 2011 auf eine ganze Rente und während der Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2012 wiederum auf eine halbe Rente. Ab 1. Oktober 2012 bestehe kein Rentenanspruch mehr (S. 6).
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers könne auf die beiden Gutachten von Dr.
A._
abgestellt werden, diese erfüllten die beweismässigen Anforde
rungen an einen ärztlichen Bericht gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung (S. 7).
2.2
Der
Beschwerdeführer
anerkannte in seiner Beschwerde ausdrücklich die ihm für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2012 zugesprochenen Ren
tenleistungen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 2). Hingegen sei der medizinisch
e
Sachverhalt betreffend die Zeit nach dem 1. Oktober 2012 ungenügend abgeklärt. Die beiden Gutachten von
Dr.
A._
,
seien weder umfassend noch schlüssig,
zudem handle es sich bei Dr.
A._
nicht um eine Fachärztin, sondern um eine
Allgemein
medizinerin
. Die Beurteilung des Gesundheitszustandes sowie der Arbeitsfähig
keit sei jedoch durch einen Facharzt (
Orthobiologe
, Orthopäde, Rheumatologe) vorzunehmen (S. 4 f. Ziff. 2.2-3). Die weiteren bei den Akten liegenden
Arztbe
richte
enthielten keine effektiven Angaben zu Arbeitsfähigkeit, aktuelle
Arztbe
richte
lägen ebenfalls nicht vor (S. 6 Ziff.
4.1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist demnach einzig der Rentenanspruch des Beschwerde
führers ab 1. Oktober 201
2.
3.
3.1
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabili
tation, Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, hielt in seinem Bericht vom 13. Januar 2009 fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 24. Oktober 2008 wegen eines
femoralen
Knorpeldefektes zu 100 % arbeitsunfähig. Am 9. März 2009 sei eine operative Knorpelimplantation in der Klinik
C._
geplant. Der Patient gerate zunehmend in eine
depressive
Verstimmung und könne als
Vorhangauf
- und -
abhänger
nicht mehr eingesetzt werden (Urk. 7/3).
3.
2
In seinem Bericht vom 29. April 2009 nannte
Dr.
med.
D._
,
Ober
arzt
Orthobiologie
und Knorpelregeneration
,
Klinik
C._
, folgende Diag
nosen
:
Status nach Kniegelenksarthroskopie rechts
m
ediale
Teilmenis
k
ektomie
Mi
k
rofrakturierung
medialer
Femurkondylus
m
ediales
Tibiaplateau
und
Trochlea
femoris
vom 17. Februar 2009
Von Seiten des rechten Kniegelenkes lasse sich ein positiver, wenngleich minim protrahierter postoperativer Verlauf konstatieren. Hier werde es während der nächsten Wochen unter physiotherapeutischer Begleitung zu einer wesentlichen Normalisierung des Befundes kommen, sodass gegen Ende Mai die
Wiederein
satz
fähigkeit
und volle Belastbarkeit gewährleistet sein sollte. Jedoch dürfte von Seiten des linken Kniegelenkes eine operative Intervention unumgänglich wer
den, ein Eingriff sei Ende Mai geplant. Zwischenzeitlich bestehe die 100%ige Ar
beits
unfähigkeit fort (Urk. 7/15/6
, vgl. auch Bericht vom 27. Mai 2009, Urk. 7/17)
.
3.
3
Am 14. Juli 2009 nannte Dr.
D._
folgende Diagnosen (Urk. 7/19 Ziff. 1.1):
Status nach Kniegelenksarthroskopie rechts bei Knorpelschaden, media
ler
Femurkondylus
und Meniskusläsion Februar 2009
Status nach Kniegelenksarthroskopie bei medialer Meniskusläsion und Knorpelschaden, medialer
Femurkondylus
links am 23. Juni 2009
Zusätzlich und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte Dr.
D._
eine Adipositas (Ziff. 1.1). Die Prognose sei gut, mit einer Wiederauf
nahme der beruflichen Tätigkeit im Umfang von 50 %
könne ab Mitte August gerechnet werden (Ziff. 1.4 und 1.9).
In seinem Bericht vom 24. September 2009 hielt Dr.
D._
jedoch fest, der Beschwerdeführer sei seit dem 17. Februar 2009 zu 100 % arbeitsunfähig, die Prognose sei schlecht (Urk. 7/26 Ziff. 1.4 und 1.6). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden (Ziff. 1.9)
.
3.
4
Die zuständige Vorsorgeeinrichtung veranlasste im August 2009 eine ver
trauens
ärztliche Abklärung des Beschwerdeführers bei Dr.
A._
, Prak
ti
sche Ärztin
. In ihrem Gutachten vom 9. September 2009 nannte
sie ge
stützt auf die vorhandenen Akten sowie eine vertrauensärztliche Untersuchung die
fol
gen
de
n
Diagnosen (Urk. 7/27 S. 9)
:
Status nach Kniegelenksarthroskopie links
mit medialer
Teilmeniskekto
mie
und
Microfrakturing
im Bereich des medialen
Femurkondylus
vom 23. Juni 2009 bei
m
edialer degenerativer Meniskuskomplexläsion Kniegelenk links und Knorpelschaden III.-
gradig
medialer
Femurkondylus
Status nach Kniegelenksarthroskopie
rechts mit medialer
Teilmenis
kektomie
und
Microf
r
akturing
medialer
Femurkondylus
, mediales
Tibia
plateau
und
Trochlea
femoris
vom 17. Februar 2009 bei:
III. bis IV.
-
gradigem
Knorpelschaden medialer
Femurkondylus
, III.
gra
digem
Knorpelschaden mediales
Tibiaplateau
, Knorpelschaden III.-
gradig
zentrale
Trochlea
femoris
, degenerativer medialer
Menis
kus
läsion
Intermediärpartie
Kniegelenk rechts
prämorbide, leistungsbeeinträchtigende Adipositas
Aktuell bestehe noch ein postoperativer Rehabilitationszustand. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt könne jedoch gesagt werden, dass eine zukünftige Arbeits
belastung im angestammten Beruf mit ausschliesslichem Aufhängen und Abneh
men von Vorhängen auf Leitern als ungünstig eingestuft werden müsse. Hinzu komme als weiterer kompromittierender Faktor das massive Übergewicht des Versicherten. Der Beschwerdeführer sei daher in seiner angestammten Tätigkeit als berufsunfähig einzustufen. Nach
Umplatzierung
in eine der Behin
derung angepasste Tätigkeit (knieschonende, vorwiegend
sitzende Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von schweren Gegenständen, ohne Bücken oder Knien sowie ohne Besteigen von Leitern oder Treppen)
sei der Versicherte nach Ab
schluss des Rehabilitationsintervalls als uneingeschränkt leistungsfähig anzuse
hen, dies sei Grössenordnung Ende 2009 der Fall (S. 11 lit. b).
3.
5
Dr.
D._
führte am 22. Januar 2010 aus, die Arbeitsfähigkeit des Patienten für eine angepasste, folglich sitzende oder nur wenig Steh-
beziehungsweise
Geh
be
lastung
beinhaltende Tätigkeit
betrage aktuell 50 %.
In absehbarer Zeit sollte die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit wieder vollumfänglich ge
währleistet sein. Im angestammten Beruf sei der Beschwerdeführer unverändert und auch auf lange Sicht wohl nicht mehr
reintegrierbar
(Urk. 7/30)
.
3.
6
Am 11. Februar 2010 diagnostizierte Dr.
D._
neu ein persistierendes
Knochen
marksödem
, welches sicherlich einen negativen prognostischen Faktor für den weiteren Beschwerdeverlauf darstellen dürfte. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor deutlich rechts hinkend und unter Schmerzen jedoch ohne Hilfs
mittel mobilisiert. Das derzeitige Pensum von 50 % in einer sitzenden Tätigkeit (Bügeln, PC) bewältige er gut (Urk. 7/31 S. 1).
3.
7
In seinem Bericht vom 5. März 2010
hielt Dr.
D._
fest, der Beschwerdeführer leide kernspintomographisch bestätigt an einer medialen Gonarthrose bei aus
geprägter
Varusdeformität
beider Extremitäten, rechtsbetont. Der Patient habe sich zum erneuten gelenkerhaltenden Therapieansatz im Sinne einer
Valgisati
ons
osteotomie
rechtsseitig entschieden, was in Anbetracht des Alters von 41 Jahren sicherlich ein sinnvoller Entscheid sein könne
(Urk. 7/33 S. 1)
. Es werde versucht,
den Eingriff so rasch wie möglich in das Operationsprogramm aufzunehmen (S. 2).
Am 8. Juni 2010 führte Dr.
D._
aus, der Beschwerdeführer sei vom 26. bis 30. April 2010 stationär behandelt worden (Urk. 7/34 Ziff. 1.3). Der Verlauf sei postoperativ fristgerecht, die Prognose unklar, jedoch grundsätzlich ordentlich (
Ziff. 1.4). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit im Umfang von 50 % könne etwa sechs bis acht Wochen postoperativ gerechnet werden (Ziff. 1.9).
Im Rahmen der Verlaufskontrolle hielt Dr.
D._
am 16. September 2010 fest, beim Beschwerdeführer bestehe noch ein funktionelles Defizit im Sinne de
r Streckhemmung, die subjektiv a
m meisten beeinträchtigenden Schmerzen seien
medialseitig
im Bereich des
Pes
anerinus
lokalisiert und würden mittels intensi
vierter transkutaner Schmerztherapie angegangen (Urk. 7/42 S. 1). Derzeit sei der Beschwerdeführer nachvollziehbar auch für einen überwiegend sitzenden und wechselbelastenden Beruf noch nicht einsatzfähig.
3.
8
Am 9. November 2010
diagnostizierte
Dr.
D._
eine Pseudoarthrose Tibia pro
ximal rechts bei Status nach Open-
Wedge
Valgisationsosteotomie
. Die vom
Patienten geklagten Beschwerden korrelierten mit einer teils aktivierten, teils
anergen
Pseudoarthrose im Bereich des
Osteotomiespaltes
. Nach einem halben Jahr sei hier wahrscheinlich spontan kein vollständiger Durchbruch zu erwar
ten, so dass
zu
eine
r
operative
n
Revision geraten werde. Der Beschwerdeführer wünsche eine Operation im Januar des kommenden Jahres (Urk. 7/43 S. 1).
Am 9. Februar 2011 wurde die Operation
ohne Komplikationen
durchgeführt
und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für sechs Wochen ausgestellt (Urk. 7/46).
3.
9
In seinem Bericht vom 29. April 2011 führte Dr.
D._
bei bekannten Diagno
sen (Urk. 7/48 S. 1) und hinsichtlich der zukünftigen Berufstätigkeit aus, ein stehender und gehender Beruf, insbesondere
die angestammte Tätigkeit, werde nicht mehr möglich sein.
Trotz des hocherfreulichen Gewichtsverlusts des Pati
enten von 15 kg seien die degenerativen Prozesse soweit fortgeschritten, dass ein überwiegend sitzender und wechselbelastender Beruf anzustreben sei (S. 2).
3.
10
Dr.
A._
erstellte a
m 22. September 2011
im Auftrag der zuständigen
Vorsor
geeinrichtung
ein zweites Gutachten (Urk. 7/53). Dabei führte sie bei den bisher bekannten Diagnosen (S. 9) aus, der Versicherte habe sich zwischenzeitlich drei weiteren Knieoperationen unterziehen müssen, was zu einer verlängerten
Reha
bilitationsphase
geführt habe. Die geklagten Beschwerden könnten aktuell nicht klar objektiviert werden. Für eine behinderungsangepasste
, wie vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte
Tätigkeit (knieschonende, vorwiegend sitzende und wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben und Tragen von schweren Gegenstän
den und ohne Bücken oder Knien sowie Besteigen von Leitern und Treppen
) stufe sie den Beschwerdeführer ab sofort als zu 50 % arbeitsfähig ein. Mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der angepassten Tätigkeit dürfe ab Ende Oktober 2011 gerechnet werden. In der angestammten Tätigkeit bestehe nach wie vor eine 100%ige
Berufsunfähigkeit (S. 11).
3.1
1
Mit Schreiben vom
5. Oktober 2011 teilte Dr.
D._
mit, der Patient sei derzeit in einer sitzenden Tätigkeit zu 50 %
arbeitsfähig. In absehbarer Zeit werde er zu 100 % einsatzfähig ein, so dass eine Arbeitsvermittlung absolut anstrebenswert sei (Urk. 7/56).
Am 25. November 2011 konkretisierte Dr.
D._
seine Angaben dahingehend, dass ab Ende 2011 mit einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden könne (Urk. 7/63 Ziff. 1.9
, vgl. auch Bericht vom 7. Dezember 2011, Urk. 7/65).
3.1
2
Am 30. April 2012 wurde in der Klinik
C._
am rechten Knie eine Arthro
skopie,
Adhäsiolyse
und Narbenresektion sowie eine
Osteosynthesematerialent
fernung
durchgeführt (Urk. 7/68/10).
In seinem Bericht vom 12. Juni 2012
konstatierte Dr.
D._
einen fristgerechten postoperativen Verlauf.
Restbe
schwer
den
seien nicht unüblich und sollten sich zumindest teilweise während der nächsten Wochen weiter zurückbilden. Die Einsatzfähigkeit im sitzenden Beruf sei ab sofort gegeben. Für gehende und stehende Tätigkeiten sei der Pati
ent auch langfristig nicht mehr einsatzfähig, was hinsichtlich der weiteren beruflichen Orientierung und eventuell finanziellen Kompensation Berücksichti
gung finden solle (Urk. 7/68/5).
3.1
3
In seinem Bericht vom 21. Februar 2014 nannte Dr.
D._
folgende
Diagnosen
(Urk. 7/152/57):
Status nach
valgisierender
Tibiakopfosteotomie
bei
m
edialer Gonarthrose beidseits (rechts 26. April 2010, links 27. Juni 2011)
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
Tibiakopf
rechts vom 30. April 2012
Trotz Umstellungsosteotomie bestehe eine progrediente mediale Gonarthrose mit dementsprechender Symptomatik. Ihrerseits seien alle operativen Möglichkeiten ausgeschöpft, es könne lediglich noch eine symptomatische Therapie mit
Hyal
u
ron
säure
und
Kortisonspritzen
angeboten werden.
Prinzipiell bestehe
aufgrund der alltagseinschränkenden Problematik die Indikation zu einem (Teil
)
Ge
lenks
ersatz
,
der Beschwerdeführer stehe einer solchen Massnahme jedoch absolut ablehnend gegenüber.
Auch die vorgeschlagene intraartikuläre
Injektionsthera
pie
wolle der Patient nicht durchführen lassen, da sie zuvor keinen Erfolg habe erzielen können. Im derzeitigen Zustand könne nicht von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgegangen werden
. Der Beschwerdeführer sei für sitzende Tätig
keiten maximal im Umfang von etwa 50 % arbeitsfähig (Urk. 7/152/58).
4.
4.1
Unbestritten und aufgrund der Akten auch ausgewiesen ist, dass der Beschwer
deführer
seit dem
24. Oktober 2008 in seiner angestammten
Tätigkeit
als
Vor
hangauf
- und -
abhänger
am
Z._
aufgrund der Kniebeschwerden berufsunfähig ist (vgl. vorstehend E. 3.1, E. 3.4-5, E. 3.9-10
)
und in der Folge von Oktober 2009 bis August 2011 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente, von September bis Dezember 2011 Anspruch auf eine ganze Rente sowie von Januar bis Sep
tember 2012 wiederum Anspruch auf eine halbe Rente hat (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 2, Urk. 2 Verfügungsteil 2)
.
Gestützt auf die bei d
en Akten liegenden Arztberichte
ist sodann der medizi
nische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu betrachten, dass der Beschwerde
führer nach der Operation im April 2012 ab Juni 2012 in einer sitzenden
Tätigkeit wieder
vollständig
einsatzfähig war
(vgl. vorstehend E. 3.12)
. Davon ausgehend ist nun zu prüfen, ob und allenfalls
in
wie
fern
sich der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers ab diesem Zeitpunkt
bis zum Erlass der ange
fochtenen Verfügung am 14. Juli 2014
in einem Ausmass veränderte, welches sich auf den Rentenanspruch auswirkt.
4.2
Die Beschwerdegegnerin ging
gestützt auf den Bericht von Dr.
D._
vom 12. Juni 2012 (E. 3.12)
von einer unverändert vorhandenen Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit
aus. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der
weitere
Gesundheitsverlauf des Beschwerdeführers
ab Juni 2012
nicht doku
mentiert ist. Der nächste medizinische Bericht datiert vom 21. Februar 2014, wobei Dr.
D._
festhielt, im derzeitigen Zustand könne nicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden, der Beschwerdeführer sei für sitzende Tätigkeiten maximal im Umfang von 50 % arbeitsfähig. Dabei
machte Dr.
D._
jedoch keinerlei Angaben dazu, seit welchem Zeitpunkt der Be
schwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit wieder eingeschränkt ist
(E. 3.13)
.
Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bereits zu einem früheren Zeitpunkt verschlechtert und ein
e
Arbeitstätigkeit im vollen Umfang nicht mehr zugelassen hat.
Insgesamt liegen keine medizinischen Unterlagen vor, gestützt auf welche der
Gesundheitszustand und insbesondere die Arbeitsfähigkeit
im Zeitraum von Juni 2012 bis Juli 2014 beurteilt werden k
önnten
. Für die vorliegend strittige Frage, ob
der Beschwerdeführer
auch nach Oktober 2012 Anspruch auf Renten
leistungen hat, fehlen damit die notwendigen
Grundlagen
. Diesbezüglich sind weitere Abklärungen notwendig. Zu diesem Zweck ist die Sache an die
Be
schwerdegegnerin
zurückzuweisen, welche
bei Dr.
D._
Verlaufsberichte seit Juni 2012 einzuholen sowie allenfalls eine
geeignete
fachärztliche Begutach
tung zu veranlassen
hat
. G
estützt auf die
neuen medizinischen Unterlagen wird die Beschwerdegegnerin
sodann
über den Rentenanspruch des Beschwerdefüh
rers ab Oktober 2012 neu zu befinden haben. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Nach § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Vorliegend erscheint ein
e Prozessentschädigung von Fr. 1
’
8
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.