Decision ID: 14f498fe-e80e-565a-8850-b05a2761594f
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass das BFM mit Verfügung vom 14. August 2009 - eröffnet am 18. August 2009 - feststellte, die Gesuchstellerin erfülle die  nicht, ihr Asylgesuch vom 27. Januar 2008 ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug ,
dass die Gesuchstellerin gegen diese Verfügung mit Eingabe ihres  Rechtsvertreters vom 17. September 2009 beim  Beschwerde erhob,
dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit  vom 28. September 2009 sowohl die Gesuche um  der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021) als auch das Gesuch um Erlass von der Kostenvorschusspflicht im Sinne von Art. 63 Abs. 4 VwVG  und die Gesuchstellerin aufforderte, bis zum 13. Oktober 2009  Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- einzuzahlen, mit der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht ,
dass er die Gesuchstellerin zudem aufforderte, innert 30 Tagen ab  der Verfügung ein ärztliches Gutachten sowie eine Erklärung über die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht einzureichen,  aufgrund der Akten entschieden werde,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-5926/2009 vom 22. Oktober 2009 auf die Beschwerde nicht eintrat, weil innert Frist der Kostenvorschuss nicht bezahlt wurde,
dass die Gesuchstellerin mit Schreiben vom 9. November 2009  um Wiederherstellung der Frist zur Einreichung eines Gesuches um Kostenerlass im Sinne von Art 65 Abs. 1 VwVG ersuchte,
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Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass gemäss Art. 21 Abs. 1 VGG die Abteilungen des  in der Regel in der Besetzung von drei Richterinnen oder Richtern als Spruchgremium entscheiden,
dass diese Regel auch gilt für Gesuche um Wiederherstellung einer Frist im Sinne von Art. 24 VwVG, nachdem diese nicht unter die  in Art. 111, namentlich Bst. e AsylG auf dem Gebiet des Asylrechts dem Einzelrichter respektive der Einzelrichterin vorbehaltenen  fallen,
dass nach Art. 24 Abs. 1 VwVG eine Frist wiederhergestellt wird, wenn der Gesuchstellerin oder dessen Vertreter unverschuldeterweise  worden ist, binnen Frist zu handeln, sofern er unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum  und die versäumte Rechtshandlung nachholt,
dass die Wiederherstellung von Fristen dazu dient, die  zu beseitigen, die ein Verfahrensbeteiligter wegen unverschuldeter Fristversäumnis erleidet (vgl. STEFAN VOGEL in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, Rz. 1 zu Art. 24),
dass ein Fristversäumnis dann unverschuldet ist, wenn dafür objektive Gründe vorliegen und der säumigen Partei bzw. ihrem Vertreter keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann wie etwa im Falle von , bei Militärdienst oder schwerwiegender Erkrankung,
dass daneben auch subjektive Gründe eine Fristwiederherstellung rechtfertigen können, welche dann vorliegen, wenn der - objektiv  - Handlungsfähige lediglich deshalb untätig bleibt, weil er die Situation zufolge eines Irrtums oder auf Grund mangelnder Kenntnisse nicht richtig einzuschätzen vermag,
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dass schliesslich auch eine Kumulation verschiedener Umstände, die je für sich betrachtet das Versäumnis nicht zu entschuldigen , die Voraussetzungen von Art. 24 VwVG erfüllen können (vgl. zum Ganzen STEFAN VOGEL, a.a.O. Rz 10 ff. zu Art. 24),
dass sich der Gesuchsteller indessen das schuldhafte Verhalten eines Vertreters oder einer beigezogenen Hilfsperson anrechnen lassen muss (vgl. zum Ganzen STEFAN VOGEL, a.a.O. Rz. 7 ff. zu Art. 24) bzw. dem Gesuchsteller und seinem Vertreter auch Fehler ihrer  angerechnet werden (vgl. BERNARD MAITRE/VANESSA THALMANN/FABIA BOCHSLER in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 24 N 12),
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 28. September 2009 die Gesuche um Kostenerlass und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gesuchstellerin mangels Beleg der in ihrer Beschwerde vom 17. September 2009 geltend gemachten Bedürftigkeit abwies und daher diese aufforderte, bis zum 13. Oktober 2009 einen Kostenvorschuss zu leisten,
dass die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 9. November 2009 - erneut - um Erlass des geforderten Kostenvorschusses und Gewährung der  Rechtspflege ersuchte,
dass gestützt auf Art. 22 Abs. 2 VwVG die Möglichkeit bestanden , ein Gesuch um Erstreckung der Frist zur Bezahlung des  einzureichen respektive in analoger Anwendung von Art. 22 Abs. 2 VwVG erneut um Kostenerlass und um Gewährung der  Rechtspflege zu ersuchen,
dass ein entsprechendes Gesuch allerdings erfordert hätte, dass  vor Ablauf der Frist eingereicht worden wäre und zureichende Gründe dafür bestanden hätten,
dass das Gesuch vom 9. November 2009 nach Ablauf der für die  des Kostenvorschusses bis zum 13. Oktober 2009 angesetzen Frist erfolgte und damit verspätet eingereicht wurde,
dass die Gesuchstellerin in ihrer Eingabe vom 9. November 2009  Verspätung damit begründet, nach Einreichung ihrer Beschwerde vom 19. September 2009 durch ihren Rechtsanwalt habe ihr das Bun-
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desverwaltungsgericht eine Rechnung zur Bezahlung von Fr. 600.-- , damit die Prüfung ihrer Beschwerde durchgeführt werde,
dass sie nach Rücksprache mit ihrem Rechtsvertreter einen  habe beantragen wollen und zu diesem Zweck ihrem Vertreter eine Fürsorgebestätigung und ein ärztliches Zeugnis von Dr. med. B._ übergeben habe, der Rechtsvertreter indes aus  Gründen den von ihr erteilten Auftrag nicht ausgeführt habe,
dass die Gesuchstellerin zur Untermauerung ihrer Vorbringen eine Fürsorgebestätigung der D._ vom 5. Oktober 2009 sowie ein ärztliches Zeugnis von Frau Dr. med. B._ vom 23. Oktober 2009 zu den Akten reichte,
dass aufgrund dieser Ausführungen davon auszugehen ist, die  habe noch vor Ablauf der Frist zur Zahlung des  persönlich Kenntnis von der Zwischenverfügung, die dem Rechtsvertreter am 29. September 2009 eröffnet wurde, erhalten und sei sich daher der darin enthaltenen Pflicht zur Zahlung des  innert Frist bewusst gewesen,
dass es demnach der Gesuchstellerin respektive ihrem  noch vor Fristablauf möglich gewesen wäre, mittels der vom 5.  2009 datierenden Fürsorgebestätigung 2009, erneut ein Gesuch um Kostenerlass und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu stellen,
dass das von der Gesuchstellerin erwähnte Arztzeugnis von Frau Dr. B._ vom 23. Oktober 2009 und damit nach Ablauf der Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses datiert, weshalb der Schluss nahe liegt, sie habe dem Rechtsvertreter den Auftrag zur Einreichung der Gesuche um Kostenerlass und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht rechtzeitig erteilt,
dass eine allfällige Untätigkeit des Rechtsvertreters diesem daher nicht zum Vorwurf gemacht werden könnte,
dass aufgrund der Akten zudem weder erstellt ist, dass die von der Gesuchstellerin behauptete Übergabe erwähnter Unterlagen an den Rechtsvertreter tatsächlich erfolgte, noch aber der von ihr pauschal er-
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hobene Vorwurf, der Rechtsvertreter sei aus unerklärlichen Gründen nicht tätig geworden, belegt ist,
dass sich ein solcher Nachweis auch nicht aus dem von der Ärztin  Schreiben vom 11. November 2009 ergibt, da darin einzig die Parteierklärung der Gesuchstellerin, ihren Rechtsanwalt mittels Übermittlung der Fürsorgebestätigung zur Einreichung eines  um unentgeltliche Rechtspflege beauftragt zu haben, wiederholt wird,
dass selbst davon ausgehend, die Gesuchstellerin habe dem  noch innert laufender Kostenvorschussfrist einen  Auftrag erteilt und dieser sei tatsächlich grundlos untätig , sich die Gesuchstellerin eine solche Nachlässigkeit des Rechtsvertreters nach zuvor erörterter Rechtsprechung anrechnen lassen müsste,
dass aufgrund dieser Sachlage das Fristversäumnis der  nicht als unverschuldet bezeichnet werden kann, womit es an einer der kumulativ erforderlichen Voraussetzungen für die  fehlt,
dass das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Einreichung  Gesuchs um Kostenerlass im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG -  der Prüfung der Fragen nach der Rechtzeitigkeit der  und der nachgeholten Rechtshandlung - abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich der Gesuchstellerin aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG), indessen auf die Kostenerhebung in Anwendung von Art. 6 Bst. b des  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) verzichtet wird,
dass die Verfügung des BFM vom 14. August 2009 mit Ausfällung des Urteils D-5926/2009 vom 22. Oktober 2009 formell in Rechtskraft  ist,
dass daher funktionell nicht das Bundesverwaltungsgericht, sondern das BFM die Frage zu prüfen haben wird, ob aus der Eingabe der  vom 9. November 2009 respektive dem beigelegten Arzt-
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zeugnis vom 23. Oktober 2009 allenfalls Anhaltspunkte für ein  resultieren und daher die Akten dem BFM zu  sind,
dass bis zu anderweitiger Anordnung des BFM der Vollzug der  gestützt auf Art. 56 VwVG vorsorglich auszusetzen ist.
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