Decision ID: f2dae044-fd03-5238-950f-4ac7ab1b22c5
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960,
verfügt
über eine Ausbildung als Jockey (
Urk.
5/3/5
) und
arbeitete zuletzt seit dem
1.
August 1990 als Lagerist Tiefkühllager bei der
Y._
S.A. (Urk.
5/12
). Am
6.
Januar 2012 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Rückenbeschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/3). Die IV-Stelle holte die
Bericht
e
von
Dr.
med.
Z._
, FMH Innere Medizin, vom 1
6.
März 2012
(
Urk.
5/14) und vom 3
0.
Januar 2013 (
Urk.
5/31) sowie diverse
Bericht
e
des Wirbelsäulenzentrums der
A._
Kli
nik
(Urk.
5/21,
Urk.
5/24,
Urk.
5/28,
Urk.
5/33,
Urk.
5/39
,
Urk.
5/46
,
Urk.
5/52 und
Urk.
5/53
) ein
und zog die Akte
n des Krankentaggeldversicherers
(
Urk.
5/36) bei
.
Mit Mittei
lung vom 1
2.
Februar 2014 erteilte
sie
dem Versicherten Kosten
gutsprache für ein Arbeitstraining beim Geographischen Institut der
B._
vom 1
5.
Februar bis zum 1
4.
August 2014 (
Urk.
5/62). Am 1
1.
August 2014 teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten mit, dass die Arbeitsvermittlung per 2
2.
August 2014 abgeschlossen werde (
Urk.
5/72; vgl. auch Abschluss
bericht Arbeitstraining
de
s
C._
vom
9.
September 2014,
Urk.
5/79). Daraufhin holte
sie
den Bericht von
Dr.
Z._
vom 2
6.
Oktober 2014 (
Urk.
5/82) ein und gab bei
Dr.
med.
D._
, FMH Rheumatologie und
FMH
Physikalische Medizin und Rehabili
tation, von
der Klinik
E._
ein Gutachten (inkl. Evaluation der fu
nktionellen Leistungsfähigkeit, EFL
) in Auftrag, das
am
2
7.
April 2015 erstattet wurde (
Urk.
5/91; vgl. auch ergänzende St
ellungnahme von
Dr.
D._
vom 2
6.
Mai 2015,
Urk.
5/95). Nach durchgeführtem
Vorbe
scheid
verfahren
(Vorbescheid vom
8.
Juli 2015,
Urk.
5/99, und
Einwand vom
7.
September 2015,
Urk.
5/105) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
9.
Februar 2016 (
Urk.
2) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 16
%
einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 1
3.
April 2016 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Mai 2016 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
4), was dem Beschwerdeführer am 1
2.
Mai 2016 angezeigt wurde (Urk.
6).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. No
vember 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits
fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.2.2
G
emäss
der mit
BGE 130 V 352
begründeten und seither stetig weiter entwi
ckelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diag
nostizierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychosomati
sche Leiden (
BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3
) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumut
bar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Entste
hungsgeschichte dieser Praxis:
BGE 135 V 201
E.
7.1.2;
Urteil des Bundes
gerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1
).
Ob ein solcher Aus
nahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung aufgegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch einen struk
tu
rierten normativen Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regel
fall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Stan
dard
indikatoren das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem
gleichermassen
den
äusseren
Belastungs
faktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird
(BGE
141 V 574 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts
9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Anerkennung eines rentenbe
gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).
Die Rechtsprechung hat zu den „vergleichbaren psychosomatischen Leiden“ ausdrücklich jene gezählt, die im Nachgang zu BGE 130 V 352 über die
Jahre als sogenannte „
pathogenetisch
-ätiologisch unklare
syndromale
Beschwer
debilder ohne nachweisbare organische Grundlage“ in invaliden
versicherungsrechtlicher Hinsicht den gleichen sozialversicherungs
rechtli
chen Anforderungen (Regel-Ausnahmemodell mit "Überwindbarkeits
ver
mu
tung“) unterstellt wurden (BGE 142 V 342 E. 5.2.1; BGE 141 V 281 E. 4.2; BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3; bislang: Fibromyalgie: BGE 132 V 65 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts I 336/04 vom 8. Februar 2006]; dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung: Urteil des Bundesgerichts I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4 in
fine
, in: SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149; dissoziative Bewegungs
störung: Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4;
Chronic
Fatigue
Syndrome [CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom] und Neu
rasthenie: Urteile des Bundesgerichts I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2, in: SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44, und 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3, in: SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73; spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen [Schleudertrauma] ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle: BGE 136 V 279 [Urteil des Bun
desgerichts 9C_510/2009 vom 30. August 2010]; nichtorganische
Hypersom
nie
: BGE 137 V 64 E. 4 [Urteil des Bundesgerichts 9C_871/2010 vom 25. Februar 2011]; leichte Persönlichkeitsveränderung bei chronischem Schmerz
syndrom: Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2012 vom 15. Juni 2012 E 5.2 und 6.1).
Gemäss
BGE 142 V 342 ist die Rechtsprechung
gemäss
BGE 141 V 281 auch auf eine posttraumatische Belastungsstörung anwendbar
.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog.
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweis
wertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehl
entwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schluss
folgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob
der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun
möglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztli
che Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
der Beschwerdeführer seit dem 2
9.
August 2011 (Beginn der einjährigen Wartezeit)
in der
zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als Lagerist in einem Tief
kühllager
erheblich eingeschränkt sei. Eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit für
sämtliche Tätigkeiten habe jedoch
lediglich nach der Rückeno
peration vom 3
1.
Oktober 2012 bis zum 3
1.
Januar 2013
bestanden
. Vorher und nachher sei von einer Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten von 100
%
auszugehen. Bei einem hypothetischen Einkommen von
Fr.
77‘575.70
ohne Behinderung und einem hypothetischen Einkommen von
Fr.
65‘177.10
mit
Behinderung
resultiere
eine Erwerbseinbusse
von Fr.
12‘398.60
bzw. ein Invaliditätsgrad von 16
%
. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente sei daher zu verneinen (
Urk.
2).
2.3
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor
,
dass
das Bundesgericht
di
e bisherige Rechtsprechung bezüglich der
Überwindbarkeit
svermutung
von Schmerzen aufgegeben habe.
Unter
Anwendung der
einschlägigen
neuen bundesgerichtlichen
Rechtsprechung
ergebe
sich, dass
er
– wie der sech
smo
natige Arbeitsversuch gezeigt
habe – lediglich noch drei Stunden pro Tag leichte Arbeiten verrichten könne.
Eine derartige Restarbeitsfähigkeit sei auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt jedoch
nicht mehr verwertbar, weshalb er Anspruch auf eine ganze Rente habe. Eventualiter mache er geltend, dass die von der Beschwerdegegnerin eingeholte Expertise der Klinik
E._
den neuen Anforderungen des Bundesgerichts an solche Gutachten nicht genüge (
Urk.
1 S. 9
).
3.
3.1
Die Abklärungsperson des
C._
erklärte im Abschlussbericht Arbeitstraining vom
9.
September 2014, dass der Beschwerdeführer sehr verlässlich sei, über eine gute Auffassungsgabe, hohe Motivation sowie Lern- und Durchhal
tewillen verfüge und bereit sei, sich trotz Schmerzen „durchzubeissen“. Dies habe er im Arbeitsumfeld unter Beweis gestellt. Es habe sich jedoch ebenfalls gezeigt, dass er mit einem durchschnittlichen Pensum von ca. 35
%
an seiner gesundheitlichen Belastungsgrenze angelangt sei (
Urk.
5/79/3).
3.2
Die bis zur Begutachtung in der Klinik
E._
im März 2015 aufliegenden medizinischen Akten wurden im Gutachten vom 2
7.
April 2015
(vgl. E. 3.3)
zusammengefasst, weshalb sie vorliegend nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen jedoch darauf Bezug genommen.
3.3
Dr.
D._
von der Klinik
E._
stellte
im Gutachten vom
2
7.
April 2015 folgende Diagnosen (
Urk.
5/91/13)
:
(1)
ein chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom, intermittierende
sensible
lumboradikuläre
Reizung S1 links
-
St
atus nach dorsaler
Repositionss
pondylodese
L5/S1 mit
Laminektomie
von L5 und temporären Schrauben L4, welche intraoperativ wieder entfernt
wurden
,
vom 3
1.
Oktober
2012 (
A._
Klinik)
-
Wirbelsäulenfehlform und Fehlhaltung
-
muskuläre
Dysbalance
-
klinische Hinweise auf eine Schmerzgeneralisierung
(2)
ein l
eichtgradiges
femoroazetabuläres
Impingement
bei Offsetstörung bei CAM-
I
mpingement
und be
ginnender
Coxarthrose
rechts
(3)
ein
Morbus
Dupuytren
5.
Stra
hl linke Hand im Bereich der
Pal
maraponeurose
Dr.
D._
gab an, dass
dem Beschwerdeführer die ursprüngliche
berufliche
Tätigkeit als Lagerist in einem Tiefkühllager
nicht
mehr
zumutbar
sei.
Eine leichte bis mittelschwere
wechsel
belastende Tätigkeit ohne vermehrte Belas
tung der lumbalen Wirbelsäule s
owie des rechten Hüftgelenks sei
ihm
dage
gen medi
z
inisch sicher ganztags zumutbar (
Urk.
5/91/14-15).
3.4
In der ergänzenden Stellungnahme vom 2
6.
Mai 2015 erklärte
Dr.
D._
, dass a
u
fgrund der Akten und Befunde seit 2011 von einer 100%
igen Arbeits
unfähigkeit in der bisherigen beruflichen Tätigkeit als Lagerist im Tiefkühl
lager auszugehen
sei
. Dagegen sei dem Beschwerdeführer
eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit auch unter Berücks
ichtigung der medizi
nisch-
progn
ostischen Überlegungen seit 2011 ganztags zumutbar. Aufgrund de
r ope
rativen Revision der lumbalen Wirbelsä
ule v
om 31.
Oktober 2012 habe
jedoch postoperativ auch in einer
angepassten Tätigkeit für den Zeit
raum vom 3
1.
Oktober
2012 bis
zum
3
1.
Januar
2013
eine 100%
ige Arbeits
un
fähig
keit bestanden
(
Urk.
5/95).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom
2
9.
Februar 2016
(Urk. 2) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das
rheumatologische
Gutachten von Dr.
D._
von der Klinik
E._
vom 2
7.
April 2015 (
Urk.
5/91).
4.2
Das Gutachten von
Dr.
D._
basiert auf
einer
fachärztlich-
rheumato
logi
schen
Untersuchung und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben. Dr.
D._
hat detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Ver
halten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zudem hat er die
medizi
nischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtend dargelegt. Das ge
nannte Gutachten erfüllt demnach grund
sätzlich die
rechtsprechungs
ge
mässen
Anfor
de
rungen an eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grundlage
(vgl. E.
1.5
).
4.3
4.3.1
Dr.
D._
legte
in seinem Gutachten
dar, dass beim 54-jährigen Beschwer
de
führer eine langjährige und chronische Schmerzsymptomatik im Bereich der lumbalen Wirbelsäulenanteile
bestehe
, welche sich seit 2011 deutlich akzentuiert
ha
be.
In den vormaligen r
adiologischen Abklärungen habe
sich eine
Spondylolisthesis
im Bereich des
lumbosakralen
Übergangs
gezeigt
, welche
hinsichtlich der
zunächst durchgeführten konser
vativen Behand
lungs
massnahmen mit ambulanter Physiotherapie, Schmerzmedika
tion und Infiltrationen überw
iegend therapieresistent gewesen sei. Im Okto
ber 2012 sei
in der
A._
Klinik e
ine dorsale
Repositionsspon
dylo
dese
L5/S1 mit
Lamine
ktomie
von L5 durchgeführt worden
, nach
wel
cher
es zu einer leichtgradigen,
jedoch nicht nach
haltigen Beschwerde
besserung gekommen sei. Ebenso hätten
die ambulant
durch
geführten post
operativen physiotherapeutischen Beh
andlungsmassnahmen das Beschwer
debild nicht signifikant
bessern können. Aktuell bestehe
wei
terhin eine
mässiggradige
lumbo
spondylogene
Schmerzsymptomatik mit weitläufigen Schmerzaus
strahlungen in die unteren Extremitäten linksbetont mit inter
mittierender sensibler
lumboradikulärer
Reizung im Bereich des linken Fuss-Aussenrandes entsprechend
Dermatom
S1
links. Eine stationäre Rehabilita
tionsmassnahme sei
bis dato nicht durchgeführt
worden
. Im Rahmen der
Belastbarkeit der lumbalen Wirbelsäulenanteile hätten
sich ins
besondere die Lendenwirbel
säulen
-Flexion und die vorgeneigte Haltung deutlich eingeschränkt
gezeigt
. In den Alltagsaktivitäten
sei der Beschwer
deführer
insbesondere beim Zurücklegen längerer Wegstrecken sowie in sitzender Position limitiert. Der Nachtschlaf
sei
schmerzbedingt gestört.
Fer
ner bestünden
bel
astungs
abhängige Schmerzen im Bereich des rechten Hüft
gelenks bei Of
fsetstörung mit CAM-
lmpingement
.
In der aktuel
len Untersu
chungssituation zeige
sich die Hüftgelenk
s
beweglichkeit beidseits jedoch nicht eingeschrän
kt. Im Bereich des rechten Hüftgelenks bestehe allerdings
ein Endphasenschmerz bei passiver Innen- und Aussenrotation. Für
den Beschwerdeführer stehe die Hüftgel
enk
s
problematik nicht im
Fokus der
mul
tilokulären
musku
lo
skelettalen
Beschwerdesympt
omatik.
Nebenbefundlich
bestehe
noch ein Mor
bus
Dupuytren
im Bereich des 5.
Strahls der
Palmara
poneurose
der
linken Hand. Neurologisch fänden
sich keine signifikanten Auffälligkeiten, ausgenommen die Kribbel-Parästhesien im Bereich des linken Fus
s-Aussen
randes entsprechend
Derm
atom
S1 links. In den aktuellen
radiologischen Abklärungen zeige
sich
das eingebrachte
Osteosynthesem
ate
rial
im Bereich des
lumbosakralen
Übergangs unauffällig in situ. In der Beckenübersicht
seien
eine vermehrte
Sklerosierung
des Gelenkspalts des linken Hüftgelenks sowie eine leichtgradige Verschmälerung des Gelenk
spalts im Bereich des rechten Hüftgelenks als Zeichen einer beginnenden
Coxarthrose
ersichtlich
(
Urk.
5/91/13-14
).
4.3.2
Hinsichtlich der EFL vom 1
7.
u
nd 1
8.
März 2015
wies
Dr.
D._
darauf hin
,
dass
die Resultate der physischen Leistungstests für die Beurteilung der zu
mutbaren Belastbarkeit
infolge mässiger Selbstlimitierung
nur teilweise verw
ertbar
seien
. Die Beu
rteilung der Zumutbarkeit stütze
sich deshalb auf
medizinisch-theoretische Überlegungen
, unter Berücksichtigung der Beo
bach
tungen bei
den Leistungstests.
Die in den Tests formal erreichte maxi
ma
le Hebefähigkeit von 25 kg sei aus medizinisch-
prognostischen Über
legungen (Zustand nach Operation der Lendenwirbelsäule mittels
Spondylodese
) auf 15 kg reduziert
worden
.
Der Beschwerdeführer prästiere
insbesondere die statisch vorgeneigten Haltungen und
das repetitive Bücken nicht. D
as seltene Heben von Gewichten bis maxim
al 15 kg Boden-Taille
n-Höhe sei zumutbar (
Urk.
5/91/13
).
Dr.
D._
kam zum Schluss
, dass
dem Beschwerdeführer die ursprüngliche
berufliche
Tätigkeit als Lagerist in einem Tiefkühllager a
ufgrund der objekti
vierbaren klinischen Befunde sowie der durchgeführten radiologischen Diag
nostik und der Ergebnisse der EFL aus medizinischen Gründen (Status nach lumbaler
Spondylodese
)
wegen der zu hohen Anforderungen, insbe
sondere der Hebebelastung,
nicht
mehr
zumutbar
sei.
Eine leichte bis mittel
schwere
wechsel
belastende Tätigkeit ohne vermehrte Belastung der lumbalen Wirbelsäule s
owie des rechten Hüftgelenks sei
ihm
seit 2011
-
ausser
post
operativ
im Zeitraum
vom 3
1.
Oktober 2012 bis zum 3
1.
Januar 2013 -
da
gegen medi
z
inisch
ganztags zumutbar (
Urk.
5/91/14-15
und
Urk.
5/95
).
4.4
4.4.1
Diese Beurteilu
ng von
Dr.
D._
ist
angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen
Erläuterungen nachvollziehbar
und plausibel
.
4.4.2
Die weiteren in den Akten liegenden Arztberichte enthalten keine Angaben, welche die gutachterliche Beurteilung in Frage zu stellen vermöchten.
So hatte Hausarzt
Dr.
Z._
in seinen Berichten vom 1
6.
Januar und 16. März 2012 ebenfalls noch die Auffassung vertreten, dass dem Beschwer
deführer eine angepasste wechselbelastende Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei (
Urk.
5/9 und Urk. 5/14/3). In seinem Verlaufsbericht
vom
30. Januar 2013 bemerkte er im Wesentlichen, dass er den Beschwerdeführer zuletzt am
2.
Oktober 2012 gesehen habe. Der Beschwerdeführer sei am 31.
Oktober 2012 in der
A._
Klinik operiert worden. Laut Bericht der
A._
Klinik betreffend die Konsultation vom 1
4.
Dezember 2012 (Urk. 5/28) liege insgesamt ein befriedigendes postoperatives Resultat vor. Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit sei weiterhin attestiert worden bis zur nächsten Kontrolle in der
A._
Klinik Ende Januar 2013 (
Urk.
5/31; vgl. Bericht der
A._
Klinik vom 1
9.
Dezember 2012, Urk. 5/28). Im Bericht vom
1.
Februar 2013 hielten die Ärzte der
A._
Klinik im Wesentlichen fest, es zeige sich – wie schon anlässlich der Konsultation vom 14. Dezember 2012 (
Urk.
5/28) - auch heute ein flüssiges Gangbild ohne groborientierend senso
mo
torische Defizite. Das Röntgen der LWS habe eine unveränderte Schrauben
lage, keine Lockerung und eine zunehmende knöcherne Konsoli
dierung ergeben (
Urk.
5/33).
Wohl haben die Ärzte der
A._
Klinik dem Beschwerdeführer in
den Berichten vom 1
9.
Dezember 2012 und
1.
Februar 2013 sowie in den Verlaufsberichten vom
2.
April 2013 (Urk. 5/39), 1
8.
Juni 2013 (
Urk.
5/46/1-2) und vom
9.
August 2013 (Urk.
5/53) jeweils
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
(vgl. auch
„Zeugnis für Arbeitsunfä
higkeit“ vom
5.
September 2013
,
Urk.
5/52/7, worin dem Beschwerdeführer bis Ende September 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde
)
. Soweit sich diese Einschätzungen auch auf eine angepasste Tätigkeit bezogen, erscheinen sie mit Blick auf die in den genannten Berichten erho
benen klinischen und bildgebenden Befunde aber nicht nachvollziehbar.
Ab dem
1.
Oktober 2013 bestand laut den Angaben von Dr.
Z._
in seinem Verlaufsbericht vom 2
6.
Oktober 2014 (
Urk.
5/82) bis Ende Juli 2014 eine 50%ige und ab dem
1.
August 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit. Eine wechselbelastende Tätigkeit sei ihm seit August 2014 zu 10
%
bis 20
%
zumutbar. Diese Einschätzung hat
Dr.
Z._
nicht nachvollziehbar mit objektiven somatischen Befunden begründet. Zur Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit zwischen anfangs Oktober 2013 bis Ende Juli 2014
äusserte
sich
Dr.
Z._
nicht.
Auf die ärztlichen Einschätzungen in den Berichten von
Dr.
Z._
sowie der Ärzte der
A._
Klinik kann daher nicht abgestellt werden. Dies gilt umso mehr, als sie als behandelnde Ärzte aufgrund ihrer Vertrauensstellung zum Beschwerdeführer geneigt sein dürften,
im Zweifel
eher zu
seinen Gunsten auszus
agen (
vgl.
BGE 135 V 465 E. 4.5; BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
4.4.3
Der – Gutachter
Dr.
D._
vorliegende (vgl.
Urk.
5/91/14) – Abschluss
be
richt des
C._
vom
9.
September 2014 (vgl. E. 3.1) vermag das Gutachten von Dr.
D._
ebenfalls nicht zu widerlegen.
Zum einen ist nach der Rechtsprechung
die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen in erster Linie durch (Fach-)Ärzte nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung und nicht durch Eingliederungsfachleute - wie die Abklärungsperson des
C._
-
auf der Grundlage der von ihnen erhobenen,
subjektiven Arbeitsleistung zu beant
worten
(Urteil des Bundesgerichts 9C_646/2015 vom 1
9.
Mai 2016 E.
4.4 mit Hinweisen).
Überdies
hat die
Abklärungsperson des
C._
im Abschluss
bericht vom
9.
September 2014 (
Urk.
5/79)
auch
nicht nachvoll
ziehbar begründet, wes
halb der Beschwerdeführer
in der körperlich leichten Tätigkeit am Geographischen Institut
der
B._
derart eingeschränkt gewesen sein soll
. Sie hat im Wesentlichen
einzig bemerkt, dass e
r unter
starken Schmerzen und
unter e
iner dadurch verursachten Schlaflosigkeit
gelitten
habe
.
Zudem ist an dieser Stelle noch zu erwähnen
, dass im Rahmen der EFL vom 1
7.
und 1
8.
März 2015 festgestellt wurde
, dass der Beschwerdeführer sich zum Teil selbst unter Angabe von Schmerzen limitiert habe, bevor die beobachtbare funktionelle Leistungsgrenze erreicht worden sei (vor allem beim vorgeneig
ten S
itzen und Stehen; vgl.
Urk.
5/91/18), mithin
also
teilweise
ein selbstli
mitierendes Verhalten gezeigt habe.
4.4.
4
Schliesslich
kann der Beschwerdeführer auch aus der im Rahmen der Begut
achtung
bei
Dr.
D._
angegebenen
Schmerzstärke auf der Numerischen Rating
-Skala von 6
-9
/10 und bei akuten
Schmerzex
azerbationen
bis 10/10 (
Urk.
5/91/11) nichts zu seinen Gunsten ableiten
(vgl.
Urk.
1 S. 4)
, weil diese Angaben rein subjektiv sind.
4.5
4.5.1
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte,
Dr.
D._
sei von der - vom Bundesgericht zwischenzeitlich aufgegebenen - Vermutung der Überwind
barkeit ausgegangen, und er habe zumindest das Recht, dass sein Fall
gemäss
der mit Urteil des Bundesgerichtes 9C_492/2014 vom
3.
Juli 2015 (publiziert in BGE 141 V 281; vgl. E. 1.2.2) geänderten Rechtsprechung abgeklärt werde, übersieht er, dass a
uc
h nach der Praxisänderung durch BGE 141 V 281
eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit nur
dann
relevant sein
kann
, wenn sie Folge einer fachärztlich
(psychiatrisch)
einwandfrei diagnostizierten Gesund
heitsbeeinträchtigung ist (vgl.
BGE 130 V 396). Auch nach der geänderten Rechtsprechung
wird der Rentenanspruch - in Nachachtung der verfassungs- und
gesetzmässigen
Vorgaben von
Art.
8 und 29 BV (Rechtsgleichheit) und
Art.
7
Abs.
2 ATSG (objektivierte Zumutbarkeitsbeurteilung) - anhand eines normativen Prüfrasters beurteilt (vgl.
BGE 130 V 352
E. 2.2.2
und 139 V 547 E. 5.9
), und es braucht medizinische Evidenz, dass die Erwerbsunfähigkeit aus objektiver Sicht eingeschränkt ist
(BGE 141 V 574 E. 4.1).
In den
Vorakten
wurde keine unter die (bisherige und geänderte)
Rechtspre
chung
des Bundesgerichtes zu den somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden
fallende
(fachärztlich-psychiatri
sche)
Dia
gnose (vgl. die Auflistung in E. 1.1.2
)
gestellt, welche nach den Indikatoren der mit BGE 141 V 281 vorge
nommenen Praxisänderung zu beurteilen wäre. Da die
Vorakten
bezüglich allfälliger - die Schmerzproble
matik überlagernder - psychischer Probleme völlig
bland
sind, war die Beschwerdegegnerin nicht gehalten, weitergehende Abklärungen zu tätigen (vgl.
Urteil 9C_269/2008 vom 6.
November 2008
E. 5.2).
4.5.2
Im Übrigen ist den vorliegenden Akten zu entnehmen, dass der Beschwerde
führer bislang keine stationäre
Rehabilitationsmassnahme
durchgeführt hat (
Urk.
5/91/14). Von einer solchen wäre aber laut
Dr.
D._
eine weitere Beschwerdereduktion zu erwarten (
Urk.
5/91/15). Der Beschwerdeführer hat demnach die therapeutischen Optionen nicht voll ausgeschöpft, was nicht auf
einen ausgeprägten Leidensdruck hinweist. Zudem deuten sowohl die Tatsa
che, dass der Beschwerdeführer verheiratet ist und drei Kinder sowie einen Hund hat (
Urk.
5/73/1), als auch die Angaben, welche im Abschlussbericht des VHS vom
9.
September 2014 zu seiner Person und seinem Verhalten gemacht wurden (vgl. E. 3.1), darauf hin, dass er über gute Kompensations
potenziale (Ressourcen) verfügt. Von daher ist
-
auch mit Blick auf die
gemäss
der geänderten Rechtsprechung beachtlichen weiteren Standardindi
katoren (vgl. dazu statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 2
9.
Juni 2016 E. 4.1) - nicht ersichtlich, weshalb es dem Beschwerdeführer nicht zuzumuten (gewesen) sein sollte, trotz seiner Schmerzen ganztags einer (die somatischen Befunde berücksichtigenden) angepassten Tätigkeit nachzu
gehen.
4.5.3
Eine persönliche Befragung des Beschwerdeführers oder seiner Ehefrau bezüg
lich angeblicher Aussagen von
Dr.
D._
bei
der Begutachtung
vom März 2015 im Zusammenhang mit der bundesgerichtlichen Schmerzrecht
sprechung
(
vgl.
Urk.
1
S. 5 und
S. 9)
sowie
das Einholen
eines weiteren Berichts von
Dr.
Z._
(
vgl.
Urk.
1 S. 5) erweisen sich
bei der gegebenen Sach- und Rechtslage
nicht als erfor
derlich.
4.6
Aufgrund d
es Gesagten kann vielmehr ohne W
eiteres auf das Gutachten von Dr.
D._
von der Klinik
E._
vom 27. April 2015 (Urk. 5/91) abgestellt werden.
5.
Der von der Beschwerdegegnerin in de
r
angefochtenen Verfügung vom 29.
Februar 2016
vorgenommene Einkommensvergleich ergab
sodann
einen
renten
ausschliessenden
Invaliditätsgrad von 16 % (Urk. 2
; vgl. auch Urk. 5/97
).
Dieser
Einkommensvergleich
wurde
vom Beschwerdeführer
nicht in Zweifel gezogen
(vgl.
Urk.
1)
. Für eine nähere Überprüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass (BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c).
6.
Die angefochtene Verfügung vom 2
9.
Februar 2016
(
Urk.
2), mit der ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung verneint wurde, erweist sich daher als rechtens. Dies führt
zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.