Decision ID: 500bfbe4-c8cf-45fa-87dc-2c9382f017eb
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
I. Sachverhalt:
1. Am 3. November 2017 stellte die D._ AG bei der Gemeinde B._
das Gesuch um Abbruch des bestehenden Ökonomiegebäudes und
Neubau eines Wohnhauses mit Alterswohnungen und eines
Restaurationsbetriebes mit Gästezimmern sowie einer Tiefgarage auf den
(durch die im Quartierplan integrierte Landumlegung neu parzellierten)
Parzellen E._ und F._ auf dem Dorfplatz in B._.
Gleichentags reichte die Gemeinde B._ bei sich selbst ein Baugesuch
betreffend Neugestaltung Dorfplatz und Erstellen einer Sammelstelle für
Entsorgung sowie Erneuern der Werkleitungen und Verlängern der
bestehenden Fernwärmeleitung auf Parzellen G._ und F._ ein.
Letzteres Baugesuch wurde unter Auflagen mit unangefochtenem
Bauentscheid vom 27. März 2018 bewilligt.
2. Am 13. März 2018 trat die Gemeinde B._ auf die von A._ am
11. Dezember 2017 gegen das Baugesuch der D._ AG erhobene
Einsprache mangels Legitimation nicht ein und erteilte der D._ AG
gleichzeitig die Baubewilligung unter Auflagen und Bedingungen.
3. Dagegen erhob A._ am 25. April 2018 Beschwerde an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren R 18 21). Am
14. Mai 2018 erteilte der Instruktionsrichter der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung. Mit Urteil vom 10., mitgeteilt am 24. September
2019, hob das Verwaltungsgericht in teilweiser Gutheissung der
Beschwerde Ziffer 2 und 3 des angefochtenen Einspracheentscheides
des Gemeindevorstands B._ vom 13. März 2018 (Kostenpunkt) auf
und wies im Übrigen die Beschwerde ab. Das Urteil R 18 21 erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
4. Am 5. November 2020 erwarb die C._ Immobilien AG die Parzelle
E._ zu Eigentum.
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5. Am 7. Juli 2021 ersuchte die neue Bauherrschaft C._ Immobilien AG
die Gemeinde B._, ihr die gemäss Art. 91 Abs. 2 KRG frühestens am
24. September 2021 ablaufende Baubewilligung vom 13. März 2018
betreffend die Überbauung der Parzellen E._ und F._ um ein
Jahr, bis am 24. September 2022, zu verlängern.
Begründend wies die C._ Immobilien AG darauf hin, durch den
Eigentümerwechsel der Parzelle E._ im November 2020 habe sich
die Detailplanung und damit der Baubeginn verzögert, zumal sie diverse
Projektänderungen geprüft und entsprechende Planungsarbeiten
ausgeführt habe. Vor Baubeginn müsse noch ein
Beweissicherungsverfahren durchgeführt werden, da aufgrund der
Erstellung einer grossen Baugrube für den Bau der unterirdischen
Autoeinstellhalle Schäden an den Nachbarliegenschaften nicht gänzlich
ausgeschlossen werden könnten, welches viel Zeit beanspruchen werde,
so dass mit den Aushubarbeiten nicht vor Ablauf der zweijährigen Frist
begonnen werden könne. Hinzu komme, dass sich die eher ungünstige
Marktsituation negativ auf die Realisierung des Projekts innert der
Zweijahresfrist ausgewirkt habe. Sie sei fest entschlossen, gewisse
Vorbereitungsarbeiten noch im Jahr 2021 auszuführen, insbesondere mit
dem Stallabbruch auf der Parzelle E._ zu beginnen und sobald als
möglich die Bohrpfähle zu setzen. Um die C._ Immobilien AG nicht
dem Risiko auszusetzen, dass diese Vorbereitungsarbeiten nicht als
Baubeginn im Sinne von Art. 91 KRG taxiert würden, dränge sich die
beantragte Verlängerung der Frist für den Baubeginn auf. Im Übrigen
mache es wenig Sinn, mit den Aushubarbeiten vor Ablauf der zweijährigen
Frist im Frühherbst zu beginnen, einerseits deshalb, weil dann über den
ganzen Winter eine nicht gerade ansehnliche Baugrube vorhanden wäre,
andererseits deshalb, weil die Bauherrin bei Realisierung des
Baugrubenaushubs in diesem Herbst kostspielige Winterbaumassnahmen
treffen müsste. Gegen die beantragte Verlängerung sprächen keine
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öffentlich-rechtlichen Interessen. Seit der Erteilung der Baubewilligung
hätten sich die massgeblichen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse
nicht geändert.
6. Die Gemeinde B._ stellte das Gesuch der C._ Immobilien AG
dem vormaligen Einsprecher A._ am 1. September 2021 zur Kenntnis
und freigestellten Stellungnahme zu. A._ machte mit Schreiben vom
2. und 15. September 2021 geltend, die Baubewilligung sei verwirkt und
könne nicht mehr verlängert werden. Der C._ Immobilien AG sei
unverzüglich (superprovisorisch) zu verbieten, mit den Abbrucharbeiten zu
beginnen, bis die Gültigkeit der Baubewilligung vom 13. März 2018
abschliessend geklärt sei.
7. Mit Verfügung vom 20. September 2021 hiess die Gemeinde B._ das
Gesuch der C._ Immobilien AG gut und verlängerte die Frist für den
Baubeginn bis 24. September 2022; das Gesuch von A._ um Erlass
vorsorglicher Massnahmen wurde als gegenstandslos abgeschrieben.
Die Gemeinde B._ erwog, der neue Art. 91 Abs. 2 KRG sei am 1. April
2019 in Kraft getreten. Für die Frage, welches Recht im Zeitpunkt des
Entscheids betreffend Verlängerung der Baubeginnfrist anwendbar sei, sei
gemäss Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts (R 19 16 E.8) die
Regelung von Art. 89 Abs. 2 KRG analog anzuwenden. Somit sei auf
Art. 91 Abs. 2 KRG in der seit 1. April 2019 geltenden Fassung
abzustellen, womit die Frist für den Baubeginn zwei Jahre seit Rechtskraft
der Baubewilligung betrage. Folglich sei das Gesuch vom 7. Juli 2021 um
Verlängerung der Baubeginnfrist rechtzeitig gestellt worden. Es sei
nachvollziehbar und nicht zu beanstanden, dass die neue Bauherrschaft
mögliche Projektoptimierungen geprüft habe und die Detailplanung eines
Projekts der vorliegenden Grössenordnung und Komplexität sowie die
aufwändige Beweissicherung Zeit beanspruchten. Mangels wesentlicher
Änderungen der massgeblichen rechtlichen und tatsächlichen
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Verhältnisse sprächen keine öffentlichen Interessen gegen die beantragte
Fristverlängerung. Die Gemeinde habe zudem kein Interesse daran, dass
zwecks Einhaltung der ursprünglichen Baubeginnfrist vor Winterbeginn mit
dem Baugrubenaushub auf dem Dorfplatz begonnen werde und in der
Folge eine stillgelegte offene Baugrube das Dorfzentrum unnötig lange
verunstalte.
8. Am 21. Oktober 2021 erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer)
gegen diese Verfügung Beschwerde an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden und beantragte in der Sache die Aufhebung des
angefochtenen Entscheides, auf das Verlängerungsgesuch sei nicht
einzutreten und die erteilte Verlängerung der Baubewilligung sei
aufzuheben. Prozessualiter beantragte er, der vorliegenden Beschwerde
sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, dies superprovisorisch
ohne Anhörung der Gegenpartei, d.h. es sei der Bauherrschaft mit der
Fristansetzung zur Stellungnahme vorläufig zu verbieten, mit den
Abbruch- und Bauarbeiten zu beginnen, alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten der C._ Immobilien AG.
Der Beschwerdeführer macht in der Sache geltend, gemäss
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes sei für die Frage, welche
Baubeginnfrist anzuwenden sei, massgebend, wann die Bewilligung erteilt
worden sei. Das Gericht habe dazu in R 19 27 E.5 erwogen, zu dieser
konkreten Gesetzesänderung (i.e. Art. 91 KRG) enthalte das KRG keine
Übergangsbestimmung. Es sei deshalb in analoger Anwendung von
Art. 89 Abs. 2 KRG, wonach Baugesuche nach dem Recht zu beurteilen
seien, das zur Zeit des Entscheides gelte, auf die Frage der
Fristverlängerung Art. 91 KRG in der zum Zeitpunkt der Erteilung der
Bewilligung gültigen Fassung anwendbar. Die Beschwerdegegnerinnen
wendeten auf die Frage der Dauer der Gültigkeit der ursprünglichen
Baubewilligung das zum Zeitpunkt des Entscheides über die Zulässigkeit
der Erstreckung der Baubeginnfrist geltende Recht an. Auf den Entscheid,
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ob die Verlängerung zu erteilen sei, sei zweifellos das zum Zeitpunkt
dieses Entscheides massgebende Recht anwendbar. Auf die Frage, wie
lange eine Baubewilligung gültig sei, sei aber gemäss der klaren
Rechtsprechung das Recht zum Zeitpunkt der Erteilung der
Baubewilligung massgebend, hier also aArt. 91 KRG in der bis zum
1. April 2019 geltenden Fassung. Somit sei die einjährige Frist für den
Baubeginn mit unbenutztem Ablauf längst abgelaufen und damit verwirkt.
Zudem spreche auch die Tatsache, dass die C._ Immobilien AG im
Gesuch ausdrücklich auf noch zu erarbeitende Projektänderungen
hingewiesen habe und offenbar nicht mehr das bewilligte, sondern ein
geändertes Projekt verwirklichen wolle, gegen ein schutzwürdiges
Interesse an der Erteilung der Verlängerung der Baubewilligung. Müsse
die C._ Immobilien AG ohnehin ein neues Baugesuch einreichen,
überwögen die öffentlichen Interessen die privaten Interessen an einer
Verlängerung der Baubewilligung. Schliesslich sei die Übertragung der
Baubewilligung nicht nachgewiesen und ohnehin fraglich, ob eine am
7. November 2020 bereits erloschene Bewilligung noch übertragen
werden könne.
9. In der Aufforderung zur Einreichung der Vernehmlassung an die
Gemeinde B._ und an die C._ Immobilien AG vom 25. Oktober
2021 verzichtete der Instruktionsrichter auf die Verfügung des beantragten
Superprovisoriums.
10. Mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2021 beantragte die Gemeinde
B._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) die kostenfällige
Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung wie auch der
Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin 1 begründete dies im
Wesentlichen damit, das Verwaltungsgericht habe entschieden, dass
betreffend Verlängerung der Baubeginnfrist in analoger Anwendung von
Art. 89 Abs. 2 KRG auf das Recht abzustellen sei, das zur Zeit des
Entscheides gelte. Mit dem Recht, das zur Zeit des Entscheides gelte, sei
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allerdings, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht jenes
Recht gemeint, das im Zeitpunkt der ursprünglichen Baubewilligung
gegolten habe, sondern jenes Recht, das im Zeitpunkt des Entscheids
betreffend Fristverlängerung gelte. Somit sei das Gesuch um
Baubeginnfristverlängerung innerhalb der gemäss Art. 91 Abs. 2 KRG in
der Fassung vom 1. April 2019 massgeblichen Frist von zwei Jahren
eingereicht worden. Die Gemeinde habe aus den in Ziff. 7 der
angefochtenen Verfügung ausgeführten Gründen, worauf verwiesen
werden könne, die Voraussetzungen für eine Verlängerung der
Baubeginnfrist bejaht. Damit habe sie das ihr zustehende Ermessen
augenscheinlich weder überschritten noch missbraucht. Die Beschwerde
sei derart offensichtlich unbegründet, dass sich die Gewährung der
aufschiebenden Wirkung nicht rechtfertige.
11. Am 4. November 2021 beantragte die C._ Immobilien AG
(nachfolgend Beschwerdegegnerin 2) in ihrer Vernehmlassung, das
Gesuch um aufschiebende Wirkung und die Beschwerde seien
abzuweisen. Entgegen der nicht bewiesenen Behauptung des
Beschwerdeführers sei keine Projektänderung beabsichtigt. Richtig sei
lediglich, dass die C._ Immobilien AG nach dem Erwerb des
Projektes eingehende Abklärungen im Hinblick auf die Optimierung des
Bauprojektes getroffen habe, jedoch von einer Projektänderung
abgesehen worden sei.
Begründend führte die Beschwerdegegnerin 2 aus, der Beschwerdeführer
verkenne, dass gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts auf Gesuche
um Verlängerung der Baubeginnfrist nach dem 1. April 2019 die
zweijährige Baubeginnfrist anwendbar sei. Gemäss der
verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (R 19 16 E.8) sei nämlich
mangels einer intertemporalrechtlichen Regelung betreffend die
Teilrevision von aArt. 91 Abs. 2 KRG in analoger Anwendung von Art. 89
Abs. 2 KRG beim Entscheid über die Verlängerung der Baubeginnfrist auf
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das Recht abzustellen, welches im Zeitpunkt des Entscheides über das
Verlängerungsgesuch gelte. Mithin sei nicht auf die beim Erlass des
Baubescheides geltende alte Fassung von Art. 91 Abs. 2 KRG
abzustellen, welche eine einjährige Baubeginnfrist vorgesehen habe. Die
Praxis des Verwaltungsgerichts sei nicht zu beanstanden, zumal sie der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspreche. Gemäss dieser sei
nämlich bei Rechtsänderungen während eines laufenden Verfahrens
mangels einer speziellen übergangsrechtlichen Regelung auf die
Rechtslage im Zeitpunkt der Beurteilung des Gesuches abzustellen (vgl.
etwa BGE 139 II 263 E.6). Die Baubewilligung vom 13. März 2018 sei am
24. September 2019 rechtskräftig geworden. Damals habe bereits die
zweijährige Baubeginnfrist gegolten, welche seit 1. April 2019 in Kraft sei.
Diese sei auch auf das am 7. Juli 2021 gestellte Verlängerungsgesuch,
welches innert der zweijährigen Frist von Art. 91 Abs. 2 in der Fassung
vom 1. April 2019 gestellt worden sei, anwendbar. Die Gemeinde B._
habe mit dem angefochtenen Entscheid die Baubeginnfrist zu Recht um
ein Jahr verlängert, weil das Verlängerungsgesuch innert der vorliegend
geltenden zweijährigen Baubeginnfrist gestellt worden sei. Die
Beschwerdegegnerin 2 hielt der guten Ordnung halber fest, dass keine
Gründe gegen die bewilligte Verlängerung der Baubeginnfrist sprächen.
Der Beschwerdeführer mache auch keine derartigen Gründe geltend.
Insbesondere lege er nicht dar, dass der Entscheid der Gemeinde
sachfremd oder unverhältnismässig gewesen sei. Im Übrigen habe sich
seit Erteilung der Baubewilligung am 13. März 2018 weder in tatsächlicher
noch in rechtlicher Hinsicht etwas verändert, was gegen die Verlängerung
der Baubeginnfrist spräche. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung sei
abzuweisen, da die Beschwerde offensichtlich unbegründet und als
trölerisch einzustufen sei.
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12. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. November 2021 erkannte der
Instruktionsrichter der Beschwerde gestützt auf Art. 53 VRG die
aufschiebende Wirkung zu (R 21 99a).
13. Mit Replik vom 12. Januar 2022 hielt der Beschwerdeführer unverändert
an seinen Rechtsbegehren fest, wobei er seine in der Beschwerde
angeführten Argumente vertiefte und sich zu den Vernehmlassungen der
Beschwerdegegnerinnen äusserte.
14. Mit Duplik vom 19. Januar 2022 hielt auch die Beschwerdegegnerin 1
unverändert an ihren Rechtsbegehren fest und vertiefte ihre bereits
vorgebrachten Argumente.
15. In ihrer Duplik vom 20. Januar 2022 hielt die Beschwerdegegnerin 2
ebenso unverändert an ihren Rechtsbegehren fest.
16. Am 24. Januar 2022 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
die Honorarnote ein und äusserte sich zu den ergangenen Dupliken.
17. Am 31. Januar 2022 nahm die Beschwerdegegnerin 2 zu den
Ausführungen des Beschwerdeführers Stellung und beantragte aufgrund
der unnötigen Wiederholungen in den Eingaben ab 12. Januar 2022
(Replik und Triplik) die Reduktion des Honorars um 4.1 Arbeitsstunden auf
CHF 1'107.--.
18. Am 8. Februar 2022 nahm der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zur
Eingabe vom 31. Januar 2022 Stellung.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und
den angefochtenen Entscheid wird, soweit entscheidrelevant, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
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Considerations:
II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-
pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit
diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder
nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Gegen den
angefochtenen kommunalen Entscheid vom 20. September 2021 (vgl.
Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 1, Akten der
Beschwerdegegnerin 1 [Bg1-act.] 8), steht kein anderes Rechtsmittel als
die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur Verfügung (vgl. Art. 103 Abs. 1
des kantonalen Raumplanungsgesetzes [KRG; BR 801.100]). Er stellt
damit einen nicht anderweitig anfechtbaren, kommunalen Entscheid im
Sinne von Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG dar und ist auch nicht endgültig (vgl.
Art. 33 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG;
SR 700]), womit die örtliche und sachliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden zu bejahen ist.
1.2. Gemäss Art. 50 VRG ist zur verwaltungsgerichtlichen Beschwerde
legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein
schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat oder
wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist. Art. 33 Abs. 2 RPG
schreibt vor, dass das kantonale Recht wenigstens ein Rechtsmittel gegen
Verfügungen und Nutzungspläne vorsieht, die sich auf das RPG und seine
kantonalen und eidgenössischen Ausführungsbestimmungen stützen.
Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG ist die Legitimation mindestens im
Umfang wie für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten
an das Bundesgericht zu gewährleisten (siehe dazu Art. 89 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]). Der
Beschwerdeführer ist als im vorinstanzlichen Verfahren beteiligter
Einsprecher und Adressat der angefochtenen Verfügung formell
beschwert, wurde doch seinem Antrag nicht entsprochen. Er weist zudem
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als Eigentümer der in der näheren Umgebung des betroffenen Gebiets
gelegenen Liegenschaft Parzelle H._ und als Miteigentümer der
Parzelle I._ eine hinreichende Beziehungsnähe zur vorliegenden,
strittigen Angelegenheit auf (siehe dazu auch Urteil des
Verwaltungsgerichts [VGU] R 18 21 E.2, Bg-act. 3). Der
Beschwerdeführer ist somit vom angefochtenen Entscheid berührt und
weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung
auf. Da die Beschwerde zudem frist- und formgerecht erhoben wurde, ist
– unter Vorbehalt der Erwägung 2 – auf sie einzutreten (Art. 52 Abs. 1).
2. Streitgegenstand ist vorliegend der Entscheid der Beschwerdegegnerin 1
vom 20. September 2021, mit dem diese die Frist für den Baubeginn bis
zum 24. September 2022 verlängerte. Der Entscheid über die
Verlängerung der Baubeginnfrist liegt unbestrittenermassen in der
Zuständigkeit der Baubehörde der Beschwerdegegnerin 1 (vgl. aArt. 91
Abs. 2 und Art. 91 Abs. 2 KRG). Strittig sind das anwendbare Recht
betreffend Baubeginnfrist und damit die Rechtzeitigkeit des Gesuchs um
Verlängerung der Baubeginnfrist sowie das Vorliegen der
Voraussetzungen für die Fristverlängerung. Auf den Antrag um
Nichteintreten auf das Verlängerungsgesuch ist indes mangels
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts nicht einzutreten.
3.1. Im angefochtenen Entscheid vom 20. September 2021 (vgl. Bf-act. 1, Bg1-
act. 8) stellte die Beschwerdegegnerin 1 auf Art. 91 Abs. 2 KRG in der
Fassung ab 1. April 2019 ab, wonach Baubewilligungen erlöschen, wenn
mit den Bauarbeiten nicht innert zwei Jahren nach Rechtskraft der
Baubewilligung begonnen worden ist, wobei diese Frist auf begründetes
Gesuch hin angemessen verlängert werden könne. In Prüfung der von der
Beschwerdegegnerin 2 vorgebrachten Begründung für die Verlängerung
– Verzögerungen der Detailplanung, vorgängige Durchführung eines
Beweissicherungsverfahrens und geänderte Marktsituation – erachtete
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die Beschwerdegegnerin 1 die Rechtzeitigkeit des Gesuchs wie auch die
Voraussetzungen für die Fristverlängerung als erfüllt.
3.2. Der Beschwerdeführer rügt, das Fristverlängerungsgesuch sei zu spät
erfolgt, da die einjährige Frist für den Beginn der Bauarbeiten gemäss
aArt. 91 Abs. 2 KRG längst abgelaufen und damit die Baubewilligung vom
13. März 2018 mit unbenutztem Ablauf der Baubeginnfrist ohne Weiteres
verwirkt sei. Damit sei fraglich, ob eine im November 2020 bereits
erloschene Bewilligung noch habe übertragen werden können. Ferner
spreche die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin 2 ein geändertes
Projekt verwirklichen wolle, mangels Vorliegen eines schutzwürdigen
Interesses gegen die Erteilung der Verlängerung. Damit überwögen die
öffentlichen Interessen auch die privaten Interessen an einer
Verlängerung der Baubewilligung, womit diese nicht zu erteilen sei.
3.3. Die Beschwerdegegnerin 1 brachte dagegen vor, nach
verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung sei betreffend Verlängerung der
Baubeginnfrist in analoger Anwendung von Art. 89 Abs. 2 KRG auf das
Recht abzustellen, das im Zeitpunkt des Entscheids betreffend
Baubeginnfristverlängerung gelte (R 19 16 E.8), womit das Gesuch um
Baubeginnfristverlängerung innerhalb der gemäss Art. 91 Abs. 2 KRG
(Fassung 1. April 2019) massgeblichen Frist von zwei Jahren eingereicht
worden sei.
4.1. Zunächst ist auf die Rüge des vermeintlichen Erlöschens der
Baubewilligung vom 13. März 2018 einzugehen.
4.2. Gemäss Art. 91 Abs. 1 KRG sowohl in der bis zum 31. März 2019 in Kraft
gewesenen, wie auch in der seit dem 1. April 2019 gültigen Fassung,
dürfen Bauvorhaben begonnen werden, sobald die Baubewilligung
schriftlich vorliegt; vorbehalten bleiben anderslautende Anordnungen in
einem Rechtsmittelverfahren (Abs. 1). Baubewilligungen erlöschen, wenn
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mit den Bauarbeiten nicht innert Jahresfrist seit zulässigem Baubeginn
(aArt. 91 Abs. 2 Satz 1 KRG) bzw. nicht innert zwei Jahren seit Rechtskraft
der Baubewilligung begonnen worden ist, oder wenn Bauvorhaben nicht
innert zwei Jahren nach Baubeginn (aArt. 91 Abs. 2 Satz 2 KRG) bzw.
nicht innert drei Jahren nach Baubeginn vollendet worden sind (Art. 91
Abs. 2 Satz 1 KRG). Die für die Bewilligung zuständige Behörde kann
diese Fristen auf begründetes Gesuch hin angemessen verlängern
(aArt. 91 Abs. 2 Satz 3 KRG bzw. Art. 91 Abs. 2 Satz 2 KRG). Allerdings
besteht kein Rechtsanspruch auf Verlängerung der Baubewilligung,
vielmehr liegt der entsprechende Entscheid im Ermessen der Behörden
(vgl. dazu VGU R 19 16 vom 15. April 2020 E.8, R 13 186 vom 4. Februar
2014 E.2a und R 07 01 vom 26. Juni 2007 E.4d). Das Gesuch ist vor Ablauf
der gesetzlichen Frist einzureichen (BERNER, in: Walder [Hrsg.], Luzerner
Planungs- und Baurecht, Bern 2012, Rz. 98).
Für den Baubeginn wie auch die Bauvollendung gilt
rechtsprechungsgemäss die Verwirkungsfolge (vgl. dazu u.a. VGU
R 14 57 vom 1. Februar 2017 E.3c mit Hinweis). Läuft die Baubeginnfrist
ab, erlischt die Baubewilligung von Gesetzes wegen (vgl. dazu BERNER,
a.a.O., Rz. 92). Die Wichtigkeit einer derartigen Begrenzung der
Geltungsdauer der Baubewilligung folgt zum einen aus der faktischen
Bedeutung von Bauprojekten, zum anderen aus der Kurzlebigkeit von
Sachverhalt und Rechtsordnung (VGU R 08 93 E.1 mit Hinweisen). Will
ein Bauherr das in Frage stehende Bauvorhaben nach dem Ablauf der
Fristen dennoch realisieren, muss er ein neues Baugesuch einreichen,
über welches die Baubehörde auf der Grundlage der dazumal geltenden
Regelungen zu entscheiden hat (vgl. VGU R 16 52 vom 6. Dezember 2016
E.4a mit Hinweisen).
4.3. Vorliegend geht aus den Akten nicht hervor und wurde durch die Parteien
auch nicht geltend gemacht, dass mit dem Baubeginn bereits begonnen
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wurde, so dass sich Ausführungen zur Einhaltung der Bauvollendungsfrist
erübrigen.
4.4. Art. 91 KRG, der mit Gesetzesänderung vom 25. Oktober 2018 neu
formuliert wurde (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat, Heft
Nr. 5/2018-2019, S. 444), regelt den Baubeginn, das Erlöschen der
Baubewilligung und die Bauvollendung. Diese Regelung gehört zum
formellen Baurecht, womit sie gemäss Art. 107 Abs. 2 Ziff. 6 KRG
unmittelbar zur Anwendung gelangt und kommunalen Vorschriften
vorgeht, sofern diese nicht über die kantonalen Vorgaben hinausgehen
(Urteil des Bundesgerichts 1C_322/2014 vom 22. April 2015 E.4.3). Das
KRG enthält zu dieser Gesetzesänderung keine Übergangsbestimmung
(vgl. Art. 108a und Art. 108b KRG). Im von den Beschwerdegegnerinnen
angeführten Entscheid R 19 27 E.5 hielt das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden fest, dass in analoger Anwendung von Art. 89 Abs. 2
KRG, wonach Baugesuche nach dem Recht beurteilt würden, das zur Zeit
des Entscheids gelte, auf die Frage der Fristverlängerung Art. 91 KRG in
der ursprünglichen Fassung (aArt. 91 KRG) anzuwenden sei. Dies gelte
umso mehr, als nicht nur das Fristverlängerungsgesuch noch vor
Inkrafttreten der neuen Version von Art. 91 KRG am 1. April 2019 gestellt,
sondern auch der angefochtene Entscheid (über die Verlängerung der
Baubeginnfrist) vom 6. November 2018 davor erlassen worden seien
(VGU R 19 27 vom 25. August 2020 E.5).
4.5. Damit hat das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden einzig
festgestellt, dass der Entscheid über die Verlängerung der Baubeginnfrist
nach dem Recht, das zu diesem Zeitpunkt gilt, zu treffen ist und in jenem
Fall, da dieser vor Inkrafttreten des neuen Rechts gefällt wurde, keine
Rückwirkung des neuen Rechts stattfand (vgl. dazu auch VGU R 19 16
vom 15. April 2020 E.8). Dies entspricht auch der in der Lehre und
Rechtsprechung vertretenen Auffassung, wonach neues Recht nicht ohne
ausdrückliche Regelung in einer Übergangsbestimmung auf
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Sachverhalte, welche sich unter früherem Recht verwirklicht haben,
angewendet wird (vgl. z.B. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines
Verwaltungsrecht, Zürich 2020, 8. Aufl., Rz. 268 ff. mit Hinweisen).
4.6. Der vorliegende erstinstanzliche Entscheid betreffend Verlängerung der
Baubeginnfrist wurde am 20. September 2021, d.h. nach Inkrafttreten und
unter Anwendung des neuen Rechts am 1. April 2019, getroffen, was
unbestritten blieb.
4.7. Vorliegend erteilte die Beschwerdegegnerin 1 am 13. März 2018 die
Bewilligung für den Abbruch des bestehenden Ökonomiegebäudes,
Erstellen einer Tiefgarage sowie Neubau eines Wohnhauses und eines
Restaurationsbetriebes mit Gästezimmern auf den Parzellen E._ und
F._, wogegen der Beschwerdeführer am 25. April 2018 Beschwerde
an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erhob. Am 1. April
2019 und damit während des laufenden Rechtsmittelverfahrens trat der
revidierte Art. 91 Abs. 2 KRG in Kraft. Mit Urteil vom 10., mitgeteilt am
24. September 2019, hob das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden in teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 25. April
2018 Ziffer 2 und 3 (Kostenpunkt) des angefochtenen
Einspracheentscheids auf und wies im Übrigen die Beschwerde ab. Das
Urteil R 18 21 erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 7. Juli 2021
ersuchte die Beschwerdegegnerin 2 um Verlängerung der Baubeginnfrist,
die mit Verfügung vom 20. September 2021 erteilt wurde.
4.8. Tritt ein neues Gesetz in Kraft, stellt sich die Frage, ob in einem hängigen
Verfahren altes oder neues (materielles) Recht Anwendung findet. Fehlt
eine gesetzliche intertemporale Regelung muss aufgrund allgemeiner
Grundsätze über das anwendbare Recht entschieden werden. Mit der
Anwendung des im Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens geltenden
Recht wird das Interesse am Schutz des Vertrauens der Betroffenen auf
Weitergeltung des bisherigen Rechts und an der Rechtssicherheit
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gewahrt. Das Interesse daran, das neue Recht möglichst rasch und
umfassend wirksam werden zu lassen, verlangt hingegen, dass
Änderungen des Rechts auch dann berücksichtigt werden, wenn sie erst
während des erstinstanzlichen Verfahrens oder des
Rechtsmittelverfahrens eingetreten sind. Gemäss bundesgerichtlicher
Praxis haben Rechtsmittelinstanzen grundsätzlich das zum Zeitpunkt des
erstinstanzlichen Entscheids in Kraft stehende (materielle) Recht
anzuwenden. Ausnahmsweise kommt das neue Recht zur Anwendung,
wenn das öffentliche Interesse an der Anwendung des neuen Rechts
überwiegt (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht,
Zürich 2020, 8. Aufl., Rz. 288 ff. mit Hinweisen). Nach der
bundesgerichtlichen Praxis ist (mangels einer ausdrücklichen
übergangsrechtlichen Regelung) bei der Prüfung eines Bauvorhabens
regelmässig vom Rechtszustand auszugehen, der im Zeitpunkt der
Baubewilligung galt. Eine Ausnahme ist dann zu machen, wenn
zwingende Gründe dafür bestehen, das neue Recht sogleich anzuwenden
(vgl. BGE 141 II 393 E.2.4, 135 II 384 E.2.3; 125 II 591 E.5e/aa; je mit
Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 1C_159/2012 vom 14. Dezember
2012 E.6.2, 1C_36/2011 vom 8. Februar 2012 E.5.2; 1C_505/2011 vom
1. Februar 2012 E.3.1 mit Hinweisen; MEYER/ARNOLD, a.a.O., 134). Bei der
Regelung gemäss Art. 91 Abs. 2 KRG handelt es sich indes um formelles
Baurecht (Art. 107 Abs.2 Ziff. 6 KRG), das der Regelung des Verfahrens
dient, so dass die vorgenannte Praxis zur Änderung materiellen Rechts
nicht zur Anwendung gelangt.
4.9. Von der Frage der Anwendung neuen (materiellen) Rechts in hängigen
Verfahren zu unterscheiden ist die Frage der intertemporalen Anwendung
von Verfahrensvorschriften. Solche sind grundsätzlich ab dem Tag des
Inkrafttretens vollumfänglich auf alle hängigen Verfahren anwendbar. Dies
gilt – ohne anderslautende übergangsrechtliche Regelung – nicht nur für
Verwaltungs-, sondern auch für Rechtsmittelverfahren (vgl. BGE 144 II
- 19 -
273 E.2.2.4, 137 II 409 E.7.4.5; GRIFFEL, a.a.O., S. 13). Dieser Grundsatz
beruht auf der relativen Wertneutralität des Prozessrechts und erscheint
jedenfalls dann zweckmässig sowie geboten, wenn mit dem neuen Recht
keine grundlegend neue Verfahrensordnung geschaffen wird, mithin
zwischen neuem und altem Recht eine Kontinuität des
verfahrensrechtlichen Systems besteht (vgl. BGE 148 V 21 E.5.3, 132 V
368 E.2.1, 131 V 314 E.3.3, 129 V 113 E.2.2 mit Hinweisen). Auch der
Vertrauensschutz kann einer unmittelbaren Anwendung neuer
Verfahrensvorschriften entgegenstehen. Ist z.B. eine Frist im Zeitpunkt
des Inkrafttretens noch nicht abgelaufen, bestimmen sich der Fristenlauf
und die Rechtsmittelinstanz nach bisherigem Recht (vgl. BGE 136 II 187
E.3 mit weiteren Hinweisen; 132 V 93 E.2; 131 V 314 E.3 und 5). Gesetze
im prozessualen intertemporalen Kollisionsrecht knüpfen in der Regel an
den Zeitpunkt der Eröffnung der anfechtbaren Verfügungen und
Entscheide an, um allfällige Änderungen von Rechtsmittelfristen während
laufender Frist zu vermeiden. Findet die Eröffnung vor Inkrafttreten des
neuen Prozessrechts statt, so ist das alte, im andern Fall das neue Recht
anwendbar (vgl. BGE 130 V 1 E.3.4.2; KÖLZ, Intertemporales
Verwaltungsrecht, in: ZSR 1983, 2. Halbbd., S. 223; Art. 85 VRG).
Vorliegend erfolgte die Rechtsänderung nach Ergreifung der Beschwerde
an das Verwaltungsgericht bzw. vor Ergehen des rechtskräftigen Urteiles
vom 10. September 2019 betreffend Baubewilligung und des
angefochtenen Entscheids vom 20. September 2021.
4.10. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts sind vorliegend die Regeln
betreffend intertemporaler Anwendung von Verfahrensvorschriften auf die
Frage betreffend den Beginn der Baufrist anzuwenden. Es fragt sich
demnach, ob der intertemporalrechtliche Grundsatz der sofortigen
Anwendbarkeit der neuen Verfahrensbestimmung betreffend den Beginn
und damit die Dauer der Baubeginnfrist nach Art. 91 Abs. 2 KRG insofern
eine Ausnahme erleidet, als hinsichtlich des verfahrensrechtlichen
- 20 -
Systems zwischen altem und neuem Recht keine Kontinuität besteht und
mit dem neuen Recht eine grundlegend neue Verfahrensordnung
geschaffen worden ist.
Die Rechtsprechung hat dies in Bezug auf das Sozialversicherungsrecht
bejaht bei der fundamental neuen Zuständigkeits- und
Verfahrensordnung, welche das Bundesgesetz über die berufliche Alters-
, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) gebracht hat
(vgl. BGE 112 V 356). Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat diese
Voraussetzungen auch als erfüllt betrachtet bei der durch das
Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) mit In-
Kraft-Treten am 1. Januar 1996 eingeführten grundlegend neuen
Zuständigkeits- und Verfahrensordnung, mit dem Splitting des
anwendbaren Verfahrensrechts und der Rechtswege für den Bereich der
obligatorischen Krankenversicherung einerseits und denjenigen der
Zusatzversicherungen anderseits (vgl. RKUV 1998 Nr. KV 37 S. 315 ff.).
Verneint hat das Gericht hingegen eine solche Ausnahmesituation trotz
Totalrevision nach In-Kraft-Treten des revidierten Bundesgesetzes über
die Militärversicherung (MVG; SR 833.1) vom 19. Juni 1992 (vgl. SVR
1995 MV Nr. 4 S. 12 E.2b). Eine solche Kontinuität wurde auch bei der
Ablösung des zweiten Titels des Bundesgesetzes über die Kranken- und
Unfallversicherung (KUVG) durch das Bundesgesetz über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) bejaht; diese Gesetzesrevision
habe prozessual nur punktuelle Änderungen gebracht (vgl. zum Ganzen:
BGE 130 V 1 E.3.3.1, mit Hinweisen).
4.11. Altrechtlich erlosch die Baubewilligung innert Jahresfrist nach zulässigem
Baubeginn (aArt. 91 Abs. 2 Satz 1 KRG), nach neuem Recht innert zwei
Jahren nach Rechtskraft der Baubewilligung (Art. 91 Abs. 2 Satz 1 KRG).
Diese Neuerung führt lediglich zu einer Präzisierung der alten, meist
umständlich zu berechnenden Regelung, und damit zu einer einfacheren
Berechnung des Beginns der Baufrist. Die Änderung erscheint angesichts
- 21 -
der vorgenannten Rechtsprechung nicht derart tiefgreifend wie bei
anderen gesetzlichen Erlassen, wird doch dabei neu an die Rechtskraft
der Baubewilligung geknüpft und nicht mehr an den oft schwierig zu
beurteilende "zulässigen Baubeginn". Es lässt sich zudem beim Vergleich
der alt- und neurechtlichen Bestimmung zum Beginn der Baufrist nicht
sagen, dass überhaupt keine Verzahnung zwischen altem und neuen
Verfahrensrecht und in diesem Sinne keine Kontinuität bestehe. Mit der
neuen Bestimmung wurde der Zeitpunkt klarer und eindeutiger
nachvollziehbar festgelegt. Das spricht bei einer grundsätzlichen
Betrachtungsweise für die sofortige Anwendbarkeit der neuen
Bestimmung Art. 91 Abs. 2 KRG ab deren Inkrafttreten.
4.12. Ebenso zu berücksichtigen ist, dass die Baufrist nach altrechtlicher
Regelung wie auch nach neuer Regelung erst nach Inkrafttreten des
revidierten Art. 91 Abs. 2 KRG zu laufen begann. War doch der Baubeginn
bzw. die Vollstreckbarkeit der Baubewilligung nach altem Recht infolge der
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde vor Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden (vgl. PVG 2014 Nr. 25, R 14 40 E.3e) und den im
Zusammenhang mit der Baubewilligung vom 13. März 2018 gemachten
Auflagen und Bedingungen gehemmt, so dass die Baufrist frühestens
nach Mitteilung des verwaltungsgerichtlichen Urteils am 24. September
2019 zu laufen begann, was nun mit der neuen Regelung ebenso der Fall
ist.
5. Damit ist zu prüfen, ob das Gesuch um Verlängerung der Baubeginnfrist
(vgl. Bg-act. 4) durch die Beschwerdegegnerin 2 rechtzeitig gestellt wurde.
Die am 13. März 2018 erteilte Baubewilligung erwuchs mit dem Entscheid
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 10., mitgeteilt am
24. September 2019, bzw. nach Ablauf der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen
in Rechtskraft. Folglich begann die zweijährige Frist für den Baubeginn
frühestens am 26. Oktober 2019 zu laufen. Damit war die Baubewilligung
zum Zeitpunkt, als das Gesuch um Verlängerung der Baubeginnfrist am
- 22 -
7. Juli 2021 eingereicht wurde, nicht erloschen, so dass die
Beschwerdegegnerin 1 das Gesuch zu Recht behandelt hat.
6. Der Beschwerdeführer rügt weiter, dass die Übertragung der
Baubewilligung von der ehemaligen Bauherrschaft auf die neue
Bauherrschaft nicht nachgewiesen worden sei. Auf Ausführungen zur
Rüge, wonach fraglich sei, ob eine bereits erloschene Bewilligung
übertragen werden könne, kann aufgrund des vorgängig Gesagten
verzichtet werden (vgl. Erwägung 5). Die Baubewilligung ist nicht an eine
bestimmte Person gebunden, sondern haftet einem Grundstück an und
kann zusammen mit diesem auf einen Rechtsnachfolger übertragen
werden (vgl. BERNER, Die Baubewilligung und das
Baubewilligungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2009, S. 34;
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O, Rz. 832 und 2662a). Aus der
kantonalen Geodatendrehscheibe ergibt sich, dass die
Beschwerdegegnerin 2 am 5. November 2020 die in der Gemeinde
B._ gelegene Parzelle E._ zu Eigentum erworben hat, so dass
dieser Nachweis erbracht ist.
7.1. Folglich gilt es noch die Voraussetzungen zur Erteilung der Verlängerung
der Baubeginnfrist zu prüfen. Art. 91 Abs. 2 VRG umschreibt die
Voraussetzungen für eine Regelung nicht. Aufgrund der 'Kann'-
Formulierung ergibt sich, dass diese Bestimmung keinen Rechtsanspruch
auf Verlängerung der Baubewilligung vermittelt, vielmehr liegt der
entsprechende Entscheid im pflichtgemässen Ermessen der Behörde (vgl.
VGU R 19 16 vom 15. April 2020 E.8, R 13 186 vom 4. Februar 2014 E.2a
mit Hinweis auf HEER, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003,
Rz. 875 zu aArt. 88 Abs. 3 des St. Gallischen Baugesetzes [neu: Art. 148
Abs. 2], der eine dem Art. 91 Abs. 2 KRG entsprechende 'Kann'-Vorschrift
enthält). Die Verwaltungsbehörden dürfen das ihnen gesetzlich gewährte
Ermessen indessen nicht nach Belieben ausüben. Sie sind dabei an die
ratio legis, an Sinn und Zweck des im konkreten Fall anzuwendenden
- 23 -
Rechtssatzes sowie an allgemeine Rechtsgrundsätze gebunden. Auf
Grund dieser Bindung haben sie alle sachdienlichen und -erheblichen
Interessen zu berücksichtigen und gegeneinander abzuwägen (VGU R 13
186 vom 4. Februar 2014 E.2a). Eine Verlängerung ist nach der
verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung dann ausgeschlossen, wenn
sich die massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse seit
dem Bauentscheid wesentlich verändert haben (VGU 19 27 vom 25.
August 2020 E.5.3.1, R 19 16 vom 15. April 2020 E.8, R 13 186 vom
4. Februar 2014 E.2a, R 07 01 vom 26. Juni 2007 E.5).
7.2. Art. 51 Abs. 1 VRG beschränkt die Überprüfungsbefugnis des
Verwaltungsgerichtes auf Rechtsverletzungen einschliesslich
Ermessensüberschreitung oder -missbrauch sowie auf die Überprüfung
der Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz. Das Verwaltungsgericht kann
nur dann eingreifen, wenn sich der angefochtene Entscheid als sachlich
unvertretbar erweist oder gegen allgemeine Rechts- und
Verfassungsgrundsätze verstösst (vgl. zum Ganzen Urteile des
Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden R 08 93 vom 10. März
2009 E.2, R 07 1 vom 26. Juni 2007 E.4). Die Kognition des
Verwaltungsgerichtes beschränkt sich damit praktisch auf eine
Willkürprüfung, womit das Verwaltungsgericht nur dann eingreifen kann,
wenn sich der angefochtene Entscheid als sachlich nicht vertretbar erweist
oder gegen allgemeine Rechts- und Verfassungsgrundsätze verstösst
(VGU R 07 01 vom 27. Juni 2007 E.4).
7.3. Der Beschwerdeführer bringt dazu vor, der Umstand, dass die
Beschwerdegegnerin 2, indem sie im Gesuch ausdrücklich noch auf zu
erarbeitende Projektänderungen hingewiesen habe und damit gar nicht
mehr das ursprünglich bewilligte Projekt, sondern ein geändertes Projekt
verwirklichen wolle, gegen die Erteilung der Bewilligung spreche, da gar
kein schutzwürdiges Interesse mehr an der Verlängerung der
- 24 -
Baubewilligung vorliege und damit die öffentlichen Interessen die privaten
Interessen überwögen (VGU R 2008 93 E.2).
7.4. Die Beschwerdegegnerin 2 begründete ihr Gesuch um Verlängerung der
Baubeginnfrist u.a. damit, dass sie die betroffene Parzelle E._ erst
am 5. November 2020 erworben habe und sich dadurch die Detailplanung
und damit der Baubeginn verzögert hätten, zumal sie diverse
Projektänderungen geprüft und entsprechende Planungsarbeiten
ausgeführt hätten. Zudem habe sie als Bauherrin vor Beginn der
Bauarbeiten ein Beweissicherungsverfahren im Hinblick auf den Bau der
unterirdischen Autoeinstelle durchzuführen. Die Aufnahme des baulichen
Zustandes der umliegenden Liegenschaften vor Baubeginn werde viel Zeit
in Anspruch nehmen, so dass mit den Aushubarbeiten nicht vor Ablauf der
(bestehenden) zweijährigen Frist begonnen werden könne. Schliesslich
habe sich auch die ungünstige Marktsituation negativ auf die Realisierung
des Projektes ausgewirkt (vgl. Bg-act. 4).
7.5. Die Beschwerdegegnerin 1 hat sich im angefochtenen Entscheid vom
20. September 2021 mit den vorgebrachten Gründen auseinandergesetzt,
wobei sie diese Gründe als sehr gut nachvollziehbar und damit als
berechtigte Interessen für die Verlängerung der Baubeginnfrist erachtete.
Die Beschwerdegegnerin 2 erwog, es sei nachvollziehbar und
raumplanungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass die neue
Bauherrschaft einerseits mögliche Projektoptimierungen geprüft habe und
dass andererseits sowohl die Detailplanung eines Projektes der
vorliegenden Grössenordnung und der Komplexität als auch die
entsprechend aufwändige Beweissicherung eine gewisse Zeit in Anspruch
nehme. Mangels wesentlicher Änderung der massgeblichen rechtlichen
und tatsächlichen Interessen sprächen keine öffentlichen Interessen
gegen die beantragte Verlängerung der Baubeginnfrist.
- 25 -
7.6. Vorliegend ist in Übereinstimmung mit den Ausführungen der
Beschwerdegegnerin 1 festzustellen, dass sich – soweit ersichtlich – die
massgeblichen tatsächlichen Verhältnisse und/oder die baurechtlichen
Bestimmungen in der Zeitspanne zwischen dem 13. März 2018, als der
Baubewilligungs- und der Einspracheentscheid ergingen (vgl. Bg-act. 1
und 2), und dem Zeitpunkt, als das Verlängerungsgesuch am 7. Juli 2021
eingereicht wurde (vgl. Bg-act. 4) nicht wesentlich verändert hätten. Auch
sind die im Gesuch dargelegten Gründe nachvollziehbar, hat die
Beschwerdegegnerin 2 doch nebst wirtschaftlichen Gründen (die in
Verfahren betreffend Verlängerung der Bauvollendungsfrist grundsätzlich
nicht genügen, da sich solche Gründe praktisch immer anführen lassen
[vgl. VGU R 18 27 vom 22. Januar 2019 E.5.2.1 und 7.1;
WALDMANN/HÄNNI, Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 23 Rz. 4]), in der
Hauptsache Gründe vorgebracht, die mit dem Bau an sich zwingend
zusammenhängen, wie unter anderem die Bausicherungspflicht. Das
streitberufene Gericht ist deshalb der Auffassung, dass die
Beschwerdegegnerin 1 nicht in Willkür verfiel, wenn sie das
Verlängerungsgesuch, mit allen notwendigen Angaben inkl. Sachverhalt
unter Bezugnahme auf das ursprüngliche Baugesuch und näherer
Begründung zur konkreten Fristverlängerung bewilligte (vgl. Bg-act. 8).
Schliesslich sind auch keine anderen überwiegenden öffentlichen
Interessen ersichtlich, die den privaten Interessen der
Beschwerdegegnerin 2 an der Verlängerung der Baubeginnfrist
entgegenstünden. Unterlässt es der Beschwerdeführer doch auch, seine
Behauptung, dass die Beschwerdegegnerin 2 ein neues Bauprojekt
beabsichtige, womit das schutzwürdige Interesse an der Verlängerung der
Baubeginnfrist weggefallen sei, substantiell zu begründen oder gar
Beweise dafür zu erbringen.
7.7. Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass die Vorinstanz
ihr Ermessen weder missbraucht noch überschritten hat, wenn sie die
- 26 -
Baubewilligung mit der angefochtenen Verfügung verlängert hat. Der
angefochtene Entscheid vom 20. September 2021 erweist sich damit als
rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen ist.
8.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die
Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen
aus der Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigungen und
Mitteilungen des Entscheides sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1
VRG). Die Staatsgebühr beträgt höchstens CHF 20'000.--, sie richtet sich
nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem
Interesse und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen
(Art. 75 Abs. 2 VRG). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird die
Staatsgebühr im Sinne von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 3'000.--
festgesetzt. Sie wird zusammen mit den Kanzleiausgaben dem Ausgang
des Verfahrens entsprechend dem unterliegenden Beschwerdeführer
auferlegt.
8.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel
verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit
verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Bund, Kanton und
Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten
Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung
zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen
(Art. 78 Abs. 2 VRG). Davon abzuweichen besteht hinsichtlich der
Beschwerdegegnerin 1 kein Anlass. Vorliegend wird die
Parteientschädigung dem Ausgang des Beschwerdeverfahrens
entsprechend zu Gunsten der obsiegenden Beschwerdegegnerin 2 und zu
Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers zugesprochen.
8.3. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2 machte mit Schreiben
vom 20. Januar 2022 eine Honorarnote über CHF 3'074.85
(Honoraraufwand von Oktober 2021 bis Januar 2022 über CHF 2'835.--
- 27 -
[10.5 h à CHF 270.--], Spesenpauschale über CHF 20.--; MWST über
CHF 219.85) geltend. Das Gericht erachtet den geltend gemachten
Zeitaufwand angesichts der gesamten Umstände, der Schwierigkeit der
Angelegenheit und des Umfangs des Verfahrens als angemessen. Die
Praxis des Verwaltungsgerichts (Praxisänderung vom 5. September 2017,
vgl. dazu VGU U 16 92 vom 25. Oktober 2017 E.13b, S 17 15 vom
27. September 2017 E.7b und R 18 17 vom 18. September 2019 E.9.2.1)
geht gestützt auf die Verordnung über die Bemessung des Honorars der
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung [HV;
BR 310.250]) dahin, dass bei Einreichen einer Honorarvereinbarung der
geltend gemachte Stundenansatz übernommen wird, sofern er den Ansatz
von CHF 270.-- nicht überschreitet. Dies ist vorliegend nicht der Fall,
zumal in der von der Beschwerdegegnerin 2 eingereichten
Honorarvereinbarung ein Stundenansatz von CHF 270.-- aufgeführt ist (s.
Vollmacht vom 3. November 2021, Akten der Beschwerdegegnerin 2),
weshalb bei der Festlegung der Parteientschädigung von der
Honorarrechnung des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin 2
ausgegangen werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend
wird der Beschwerdeführer verpflichtet, die Beschwerdegegnerin 2 mit
CHF 3'074.85 (inkl. MWST) aussergerichtlich zu entschädigen.