Decision ID: 5743286d-fa50-5450-aa66-983ceb429c1e
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A.
Mit Verfügung vom 6. Februar 2017 anerkannte das SEM den Beschwer-
deführer als Flüchtling und gewährte ihm in der Schweiz Asyl.
B.
Mit Schreiben vom 3. Juni 2021 teilte das SEM dem Beschwerdeführer mit,
es sei vom Migrationsamt des Kantons Zürich informiert worden, dass er
die Schweiz am 5. November 2019 verlassen habe und sich danach für
mehr als ein Jahr in B._ und C._ aufgehalten habe. Aus die-
sem Grund beabsichtige das SEM, das Erlöschen des Asyls verfügungs-
weise festzustellen. Das SEM bot dem Beschwerdeführer gleichzeitig die
Gelegenheit, sich dazu innert Frist schriftlich zu äussern und hierzu zusätz-
lich vorgegebene Fragen zu beantworten.
C.
Mit Eingabe vom 14. Juni 2021 reichte der Beschwerdeführer dem SEM
eine entsprechende Stellungnahme ein. Er legte der Stellungnahme fol-
gende Beweismittel bei:
- Schriftliche Erklärungen von in B._ wohnhaften Familienmitglie-
dern des Beschwerdeführers über seinen mehrtägigen Aufenthalt in
B._ im November 2019, samt Übersetzungen
- Arbeitsbestätigung des ehemaligen Arbeitgebers des Beschwerdefüh-
rers vom 9. Juni 2021
- Kopie seines schweizerischen Reisedokuments
- (...) Dokument der (...) Behörden vom 10. Mai 2019
- Schreiben der Schweizerischen Botschaft in D._ vom 10. De-
zember 2019 betreffend konsularischen Schutz während der Inhaftie-
rung (in Kopie)
D.
Mit Schreiben vom 23. Juli 2021 stellte das SEM fest, das dem Beschwer-
deführer gewährte Asyl sei erloschen.
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E.
Mit Eingabe vom 26. August 2021 erhobt der Beschwerdeführer gegen
diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er bean-
tragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung
der Sache an das SEM zur vollständigen und richtigen Abklärung des
rechtserheblichen Sachverhalts und Neubeurteilung. Eventualiter sei die
Verfügung aufzuheben und festzustellen, dass das Asyl nicht erloschen
sei. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege einschliesslich Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht
vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
2.
2.1 Das Schreiben der Vorinstanz vom 23. Juli 2021 enthält die Feststel-
lung, dass das Asyl des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 64 Abs. 1
AsylG erloschen sei, stellt mithin das – aus Sicht der Verwaltungsbehörde
– Nichtbestehen eines Rechts fest; es hat demgemäss Verfügungscharak-
ter (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. b VwVG). Für den Verfügungscharakter spricht
auch, dass das Asylgesetz im Fall des Erlöschens des Asyls eine Anfech-
tungsmöglichkeit vorsieht; anders kann aArt. 110a Abs. 1 Bst. b AsylG res-
pektive Art. 102m Abs. 1 Bst. b AsylG nicht verstanden werden. Konkret
handelt es sich beim Schreiben der Vorinstanz vom 23. Juli 2021 demnach
um eine Feststellungsverfügung im Sinne von Art. 25 VwVG. Es enthält
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denn auch eine Rechtsmittelbelehrung. Das Feststellungsverfahren unter-
scheidet sich nicht vom Verfügungsverfahren gemäss Art. 7 ff. VwVG (vgl.
HÄNER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG,
2. Aufl. 2016, N 27 zu Art. 25). Gemäss Art. 44 VwVG unterliegt die Fest-
stellungsverfügung ebenso der Beschwerde wie Gestaltungs- und Leis-
tungsverfügungen.
2.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.
3.
3.1 Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachfolgend
aufgezeigt handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2
AsylG).
3.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliess-
lich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige
und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-
rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
4.2 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör, die Verletzung des Untersuchungsgrund-
satzes beziehungsweise die Pflicht zur vollständigen und richtigen Abklä-
rung des rechtserheblichen Sachverhalts.
4.3 Die formellen Rügen der unvollständigen und daher unrichtigen Fest-
stellung des Sachverhalts sowie der Verletzung des rechtlichen Gehörs er-
weisen sich aus den folgenden Erwägungen als begründet.
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4.4 Gemäss Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG stellen die Asylbehörden den
Sachverhalt von Amtes wegen fest (Untersuchungsgrundsatz). Dabei
muss die Behörde die für das Verfahren erforderlichen Sachverhaltsunter-
lagen beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände abklären und darüber
ordnungsgemäss Beweis führen (vgl. auch Art. 30–33 VwVG). Unrichtig ist
die Sachverhaltsfeststellung dann, wenn der Verfügung ein falscher und
aktenwidriger oder nicht weiter belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt
wurde. Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn die Behörde
trotz Untersuchungsmaxime den Sachverhalt nicht von Amtes wegen ab-
geklärt hat, oder wenn nicht alle für den Entscheid wesentlichen Sachum-
stände berücksichtigt wurden (vgl. dazu BVGE 2016/2 E. 4.3). Die Behörde
ist dabei jedoch nicht verpflichtet, zu jedem Sachverhaltselement umfang-
reiche Nachforschungen anzustellen. Zusätzliche Abklärungen sind viel-
mehr nur dann vorzunehmen, wenn sie aufgrund der Aktenlage als ange-
zeigt erscheinen (vgl. dazu KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren
und Verwaltungsrechtspflege des Bundes; 3. Aufl. 2013, Rz. 629 ff.; CHRIS-
TOPH AUER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesge-
setz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl., 2019, Rz. 17 zu Art. 12; BEN-
JAMIN SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., Rz. 29 ff. zu Art.
49).
Aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29
VwVG) sowie Art. 35 Abs. 1 VwVG folgt sodann, dass alle erheblichen Par-
teivorbringen zu prüfen und zu würdigen sind. Nach den von Lehre und
Praxis entwickelten Grundsätzen hat die verfügende Behörde im Rahmen
der Entscheidbegründung die Überlegungen zu nennen, von denen sie
sich leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Begründung des
Entscheids muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenen-
falls sachgerecht anfechten kann. Die Behörde muss sich jedoch nicht mit
jeder tatbeständlichen Behauptung auseinandersetzen, sondern kann sich
auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl.
dazu KNEUBÜHLER/PEDRETTI, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., Rz.
7 ff. zu Art. 35; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI; a.a.O., N. 629 ff.; BVGE 2016/9
E. 5.1; BVGE 2011/37 E. 5.4.1; BGE 136 I 184 E. 2.2.1 und 134 I 83 E.
4.1).
4.5 Das SEM begründet die angefochtene Verfügung im Wesentlichen da-
mit, dass das Erfüllen eines der Tatbestände von Art. 64 AsylG automatisch
die Rechtsfolge des Erlöschens des Asyls zur Folge habe, wobei nament-
lich in Bezug auf die Tatbestandsvariante von Art. 64 Abs. 1 Bst. a AsylG
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das persönliche Motiv oder die Absicht des überjährigen Auslandaufent-
halts nicht berücksichtigt werde. Dies gelte beispielsweise auch für eine
Inhaftierung im Ausland. Die einjährige Frist könne gemäss Art. 64 Abs. 2
AsylG verlängert werden, wenn besondere Umstände vorlägen. Eine Ver-
längerung setze jedoch ein Gesuch vor Ablauf der einjährigen Frist voraus.
Da der Beschwerdeführer innert Frist kein Gesuch eingereicht habe und
nicht von einer stillschweigenden Verlängerung ausgegangen werden
könne, habe dies das Erlöschen des Asyls zur Folge.
4.6 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des
rechtlichen Gehörs vor Erlass der Verfügung ausführlich Stellung genom-
men hat und insbesondere die Umstände seiner Auslandsreise sowie der
Inhaftierung in C._ darlegte und der Vorinstanz hierzu geeignete
Beweismittel zu den Akten reichte. Die Vorinstanz gibt diese Ausführungen
und die eingereichten Beweismittel in der angefochtenen Verfügung wie-
der, ohne sich in ihrer anschliessenden Begründung jedoch inhaltlich damit
auseinanderzusetzen. Hierzu wäre sie aber gehalten gewesen. Es er-
scheint offensichtlich, dass die geltend gemachte und belegte Inhaftierung
in C._ unter den Aspekt der «besonderen Umstände» i.S.v. Art. 64
Abs. 2 AsylG fällt (zu den besonderen Umständen und die Möglichkeit ei-
ner stillschweigenden Verlängerung siehe Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission EMARK 2003 Nr. 23).
Zwar erlischt das Asyl – ohne behördliches Zutun –, sobald eine Auslands-
abwesenheit von mehr als zwölf Monaten vorliegt, jedoch kann das SEM
diese Frist unter bestimmten Umständen verlängern (vgl. CARONI/SCHEI-
BER/PREISIG/ZOETEWEIJ, Migrationsrecht, 4. Aufl. 2018, Ziff. 4.3.b, Erlö-
schen von Asyl, S. 479). Ob ein ausdrücklicher Antrag des Beschwerde-
führers erforderlich gewesen wäre, wie die Vorinstanz festhält, ist eine ma-
terielle Frage und muss deshalb vorliegend offengelassen werden. Es er-
scheint aber widersprüchlich, wenn sie in absoluter Weise auf die fehlende
Antragsstellung verweist und offenbar deshalb auf die geltend gemachten
Vorbringen rund um die Inhaftierung beziehungsweise diese besonderen
Umstände nicht eingeht, jedoch im Anschluss daran ohne weitere Begrün-
dung auch eine stillschweigende Verlängerung verneint. Da der Verlust des
günstigen Asylstatus für den Beschwerdeführer einen schwerwiegenden
Eingriff in seine Rechtsposition bedeutet, wäre die Vorinstanz verpflichtet
gewesen, alle diesbezüglich beachtlichen Aspekte des Sachverhalts abzu-
klären, welche namentlich die konkreten Umstände der Inhaftierung in
C._ und den Kontakt mit der Schweizerischen Botschaft in
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D._ umfasst und die entsprechenden Vorbringen des Beschwerde-
führers sorgfältig zu prüfen und in ihrem Entscheid zu würdigen, was je-
doch nicht geschehen ist.
4.7 Demgemäss ist festzustellen, dass die Vorinstanz den rechtserhebli-
chen Sachverhalt unvollständig festgestellt hat und ihrer Pflicht, die vorge-
nannten rechtserheblichen Vorbringen sorgfältig und ernsthaft zu prüfen
und zu würdigen sowie ihren Entscheid einlässlich zu begründen, in unge-
nügender Weise nachgekommen ist. Damit hat sie den Untersuchungs-
grundsatz sowie den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Ge-
hör verletzt.
5.
5.1 Angesichts des formellen Charakters des Gehörsanspruchs führt des-
sen Verletzung grundsätzlich zur Kassation und Rückweisung der Sache
an die Vorinstanz, unabhängig davon, ob die angefochtene Verfügung bei
korrekter Verfahrensführung im Ergebnis anders ausgefallen wäre. Im Be-
schwerdeverfahren kann die Gehörsverletzung jedoch unter Umständen
aus prozessökonomischen Gründen geheilt werden, wenn die Rechtsmit-
telinstanz über die volle Kognition verfügt, das Versäumte nachgeholt wird,
die beschwerdeführende Person dazu Stellung nehmen kann und die fest-
gestellte Verletzung nicht schwerwiegender Natur ist (vgl. dazu
BVGE 2015/10 E. 7.1 m.w.H.; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfah-
ren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes; 3. Aufl. 2013, Rz. 548 ff.,
645).
5.2 Vorliegend ist eine Heilung der festgestellten Gehörsverletzung nicht in
Betracht zu ziehen. Die Verfahrensmängel sind bedeutsam, in der ange-
fochtenen Verfügung fehlt eine Auseinandersetzung mit den geltend ge-
machten Vorbringen und Beweismitteln zur Inhaftierung des Beschwerde-
führers in C._ gänzlich. Ausserdem ginge dem Beschwerdeführer
bei einer Heilung durch das Gericht und einem daraufhin allenfalls erge-
henden abweisenden Entscheid eine Instanz verloren. Schliesslich ist es
primär Sache der Vorinstanz, den relevanten Sachverhalt zu eruieren und
hierfür die nötigen Abklärungen vorzunehmen; im vorliegenden Fall etwa
weitergehende Abklärungen bei der Schweizerischen Botschaft in
D._. Obwohl die Beschwerde grundsätzlich reformatorisch ausge-
staltet ist (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG), erscheint aus diesen Gründen eine
Kassation der angefochtenen Verfügung angebracht.
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6.
Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, soweit die Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung und Rückweisung an die Vorinstanz beantragt
wurde. Die angefochtene Verfügung ist demnach aufzuheben und die Sa-
che ist zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts sowie zur umfas-
senden Prüfung und Würdigung der vorgebrachten Argumente und neuen
Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Bei dieser Sachlage ist
auf die übrigen materiellen Rügen des Beschwerdeführers nicht einzuge-
hen.
7.
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
7.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens
in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihm
notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Es wurde
keine Kostennote eingereicht, weshalb die notwendigen Parteikosten auf-
grund der Akten zu bestimmen sind (Art. 14 Abs. 2 in fine VGKE). Gestützt
auf die in Betracht zu ziehenden Bemessungsfaktoren (Art. 9–13 VGKE)
ist dem Beschwerdeführer zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung von insgesamt Fr. 1’100.– inklusive Spesen und Mehrwertsteuerzu-
schlag zuzusprechen.
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