Decision ID: 5ed1db0f-fb4c-52df-93b7-fc0202e10bfd
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
A._, geboren am (...) , deutsch-südafrikanischer Doppelbürger (im
Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer), war gemäss eigenen
Angaben von Januar 2003 bis März 2011 in der Schweiz erwerbstätig und
entrichtete in dieser Zeit obligatorische Beiträge an die schweizerische Al-
ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Seit (...) lebt
er in registrierter Partnerschaft mit B._. Am 31. August 2012 mel-
dete er sich bei der Wohngemeinde ab und verliess die Schweiz endgültig
(Akten der SAK [im Folgenden: act.] 1, S. 2; 4, S. 1; 5, S. 1 f.).
B.
B.a Am 5. April 2013 (Datum Posteingang: 16. April 2013) stellte er bei
der Schweizerischen Ausgleichskasse (im Folgenden: SAK oder Vorin-
stanz) ein Gesuch um Rückvergütung der einbezahlten AHV-Beiträge
(act. 1).
B.b Mit Verfügung vom 14. Mai 2013 (act.6) wies die SAK das Begehren
ab mit der Begründung, gemäss den ihr zur Verfügung stehenden Akten
verfüge der Versicherte sowohl über eine deutsche als auch über eine
südafrikanische Staatsangehörigkeit. Die Schweiz habe mit Deutschland
ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen, und diese Staatsan-
gehörigkeit sei massgebend. Das Abkommen sehe keine Rückvergütung,
sondern eine Leistung im Rentenalter vor (act. 6).
B.c Mit Einsprache vom 29. Mai 2013 (Posteingang: 4. Juni 2013) hielt
der Versicherte sinngemäss an seinem Antrag auf Rückvergütung der
Beiträge fest. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass
er zwar über einen deutschen Pass verfüge; allerdings habe er nie in
Deutschland gelebt und habe auch nicht die Absicht, dies zu tun. Er spre-
che kein Deutsch und habe auch keinerlei Verbindung zu Deutschland.
Vor und nach seiner Erwerbstätigkeit in der Schweiz habe er durchwegs
in Südafrika gewohnt. Falls dem Begehren nicht stattgeben werden kön-
ne, sei ihm mitzuteilen, wie hoch seine Rente aller Voraussicht nach aus-
falle und ob er weiterhin Beiträge entrichten könne beziehungsweise
müsse, auch wenn er nicht mehr in der Schweiz wohnhaft sei (act. 8).
B.d Mit Einspracheentscheid vom 30. Juli 2013 wies die SAK die Ein-
sprache ab und bestätigte die Verfügung vom 14. Mai 2013. Zur Begrün-
dung führte sie an, es bestehe zwischen der Schweizerischen Eidgenos-
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senschaft und Deutschland ein Abkommen über Soziale Sicherheit (Be-
standteil des zwischen der Schweiz und den EU-Staaten am 21. Juni
1999 abgeschlossenen Abkommens über die Personenfreizügigkeit).
Dieses Abkommen sei aufgrund seiner deutschen Staatsangehörigkeit
anwendbar, weshalb kein Anspruch auf Rückvergütung der Beiträge be-
stehe. Vielmehr habe der Versicherte auch bei Wohnsitz im Ausland An-
spruch auf eine Altersrente, sobald er das ordentliche Rentenalter erreicht
habe (act. 10).
C.
C.a Mit Eingabe vom 27. September 2013 (Postaufgabe: 28. September
2013) gelangte der Versicherte erneut an die Vorinstanz und erneuerte
darin sinngemäss sein Rechtsbegehren. Zur Begründung machte er im
Wesentlichen geltend, er sei in Südafrika geboren und sei, wie seine El-
tern, südafrikanischer Staatsbürger; er habe seine gesamte Ausbildung in
Südafrika absolviert und - mit Ausnahme der Zeit der Erwerbstätigkeit in
der Schweiz - auch stets in Südafrika gewohnt. Er spreche kein Deutsch
und habe auch nie in Deutschland gewohnt oder gearbeitet (Akten im Be-
schwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer act.] 1).
C.b Die SAK leitete die Eingabe vom 27. September 2013 am 7. Oktober
2013 zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht weiter
(BVGer act. 1, Beilage).
C.c Trotz entsprechender Aufforderung durch das Bundesverwaltungsge-
richt mittels verfahrensleitender Zwischenverfügung vom 5. Dezember
2013 (BVGer act. 3) sowie Zustellung über die südafrikanische Botschaft
(BVGer act. 4) gab der Beschwerdeführer kein Zustelldomizil in der
Schweiz an.
C.d Am 6. Februar 2014 übermittelte die Schweizerische Botschaft in
Pretoria dem Bundesverwaltungsgericht ein E-Mail-Schreiben des Be-
schwerdeführers vom 28. Januar 2014, worin dieser den Empfang der
Zwischenverfügung bestätigte und gleichzeitig zur Begründung seiner
Beschwerde ergänzend vorbrachte, dass seine Heimat offensichtlich in
Südafrika liege; mangels zwischenstaatlicher Vereinbarung zwischen der
Schweiz und Südafrika habe er Anspruch auf Rückvergütung der Beiträge
(BVGer act. 5, samt Beilage).
C.e Mit Schreiben vom 21. Februar 2014 liess die Schweizerische Bot-
schaft in Pretoria dem Bundesverwaltungsgericht die Bestätigung betref-
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Seite 4
fend die am 27. Januar 2014 erfolgte Zustellung der verfahrensleitenden
Zwischenverfügung zukommen (act. 15, S. 5-9).
C.f Mit Vernehmlassung vom 28. März 2014 beantragte die SAK die Ab-
weisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentschei-
des vom 30. Juli 2013. Neben der bereits im Einspracheentscheid vorge-
brachten Begründung führte sie ergänzend aus, der Beschwerdeführer
sei im Zeitpunkt seines Rückvergütungsgesuchs vom 5. April 2013 bereits
deutsch-südafrikanischer Doppelbürger gewesen. Er besitze somit unter
anderem die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaates und könne die
Rückvergütung der AHV-/IV-Beiträge nicht verlangen, da zwischen der
Schweiz und Deutschland eine zwischenstaatliche Vereinbarung (Freizü-
gigkeitsabkommen und Verordnungen [EG] Nrn. 883/2004 und 987/2009)
bestehe. Ferner sei eine Beitragsrückvergütung in der genannten zwi-
schenstaatlichen Vereinbarung auch nicht vorgesehen. Vielmehr habe der
Beschwerdeführer nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters An-
spruch auf eine (Teil-)Rente der AHV (BVGer act. 11).
C.g Mit verfahrensleitender Verfügung vom 15. April 2014, publiziert am
29. April 2014, gab das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdefüh-
rer Gelegenheit, innert 30 Tagen ab Publikation der Verfügung im Bun-
desblatt eine Replik samt allfälligen Beweismitteln einzureichen (BVGer
act. 12).
C.h Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik. Das Bundesver-
waltungsgericht schloss den Schriftenwechsel mit Verfügung vom 13. Ju-
ni 2014 ab (BVGer act. 19).
D.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und auf die eingereichten Akten wird,
soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.
C-5656/2013
Seite 5

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 85 bis
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-
gungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahme
im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit
zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.
1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. d bis
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das
VwVG keine Anwendung auf das Verfahren in Sozialversicherungssa-
chen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist.
Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im
ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar,
soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.
1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerde-
legitimiert ist.
1.4 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innert 30 Tagen
nach Eröffnung des Einspracheentscheides einzureichen.
1.4.1 Diese Frist gilt als gewahrt, wenn die Einsprache spätestens am
letzten Tag der Frist bei der urteilenden Behörde eingereicht oder zu de-
ren Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-
matischen oder konsularischen Vertretung übergeben wird. Eine Frist be-
ginnt an dem auf die Zustellung folgenden Tag zu laufen (Art. 38 Abs. 1
ASTG, auch Art. 20 Abs. 1 VwVG). Für die Fragen der Tatsache sowie
des Zeitpunktes der Zustellung einer Verfügung ist der Absender - somit
die Behörde - in dem Sinn objektiv beweisbelastet, als dass diese mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erfolgt sein müssen (BGE 136 V 295
E. 5.9 S. 309; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_679/2012 vom 12.
Dezember 2012; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Ver-
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Seite 6
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl.
2013, N. 577 ff.). Die Auslösung einer Frist setzt demnach voraus, dass
diese ordnungsgemäss mitgeteilt, die Verfügung mithin ordnungsgemäss
zugestellt wurde. Aus einer mangelhaften Eröffnung darf den Parteien
kein Nachteil erwachsen (Art. 49 Abs. 3 ATSG; UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 49 N. 40 ff.; vgl. URS PETER CAVELTI, in:
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das
Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Art. 20 N. 21). Für die Beur-
teilung, ob ein allfälliges Rechtsmittel rechtzeitig ergriffen worden ist, ist
im Einzelfall zu prüfen, ob die betroffene Person nach Kenntnisnahme
vom Bestand der sie betreffenden Verfügung im Rahmen des ihr Zumut-
baren die sich aufdrängenden Schritte unternommen hat (BGE 139 IV
228 E. 1.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] C-6171/2008
vom 7. Dezember 2009 E. 5.4).
1.4.2 Aufgrund des völkerrechtlichen Prinzips der Souveränität ist ein
Staat nicht berechtigt, auf dem Gebiet eines anderen Staates Hoheitsakte
vorzunehmen. Die Zustellung von Verfügungen und Entscheiden ins Aus-
land wird als Amtshandlung beziehungsweise als Hoheitsakt qualifiziert
(vgl. dazu JÜRG STADELWIESER, Die Eröffnung von Verfügungen, St. Gal-
len 1994, S. 196 f.) und hat daher grundsätzlich auf dem diplomatischen
oder konsularischen Weg zu erfolgen. Eine direkte Postzustellung ist ein-
zig zulässig, wenn die Schweiz mit dem entsprechenden Staat ein derlei
erlaubendes Abkommen abgeschlossen hat (vgl. URS PETER CAVELTI, in:
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das
Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Art. 20 N. 20).
1.4.3 Vorliegend datiert der angefochtene Entscheid vom 30. Juli 2013
(act. 10, S. 1), und die Beschwerde vom 27. September 2013 wurde am
28. September 2013 der Post übergeben (Beilage zu BVGer act. 1). Die
Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid (mit
uneingeschriebener Briefpostsendung) direkt an seine südafrikanische
Wohnadresse in Kapstadt zugestellt. Nachdem zwischen der Schweiz
und Südafrika weder eine zwischenstaatliche Vereinbarung über Soziale
Sicherheit noch ein Abkommen besteht, welches die direkte postalische
Zustellung erlauben würde, hat die Vorinstanz den angefochtenen Ent-
scheid mangelhaft eröffnet; zudem erfolgte die Zustellung uneingeschrie-
ben. Der Zeitpunkt der Eröffnung des Entscheides lässt sich unter diesen
Umständen nicht verlässlich ermitteln. Dem Beschwerdeführer dürfen in-
des aus der fehlerhaften Eröffnung keine Rechtsnachteile erwachsen.
Dementsprechend hat die Eingabe vom 27. September 2013 als rechtzei-
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Seite 7
tig erfolgt zu gelten. Die Frist zur Erhebung der Beschwerde ist damit ge-
wahrt.
1.5 Da die Beschwerde auch formgerecht (Art. 61 Bst. b ATSG; vgl. dazu
auch Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.
2.
Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren
Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.
2.1 Der Beschwerdeführer war gemäss eigenen Angaben von Januar
2003 bis März 2011 in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete in dieser
Zeit obligatorische Beiträge an die schweizerische AHV/IV. Neben der
südafrikanischen besitzt er auch die deutsche Staatsbürgerschaft; er
wohnt seit seinem endgültigen Wegzug aus der Schweiz in Südafrika
(act. 1, S. 1-3, act. 4, S. 1 + act. 5, S. 1 f.). Der vorliegend zu beurteilende
Sachverhalt weist mithin einen Auslandsbezug auf. Zu prüfen ist dem-
nach vorab die Frage der Anwendbarkeit eines Sozialversicherungsab-
kommens.
2.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind für die Beurtei-
lung eines Gesuchs auf Rückvergütung von Beiträgen die im Zeitpunkt
des Gesuchs massgebenden gesetzlichen Bestimmungen anwendbar
(BGE 136 V 24 E. 4.4).
Vorliegend ging das Gesuch am 16. April 2013 bei der Vorinstanz ein
(act. 1, S. 1). Der nachfolgenden Beurteilung sind demnach die zu die-
sem Zeitpunkt in Kraft gestandenen Rechtsvorschriften zugrunde zu le-
gen.
2.3 In einem grenzüberschreitenden Sachverhalt wie dem vorliegenden
ist das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und
ihren Mitgliedern andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR
0.142.112.681) zu beachten. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage
des Art. 8 des FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bil-
denden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozia-
len Sicherheit") FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wen-
den die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung
(EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.
April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR
0.831.109.268.1; im Folgenden: VO 883/2004) und die Verordnung (EG)
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Seite 8
Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Sep-
tember 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der VO
883/2004 (SR 0.831.109.268.11; im Folgenden: VO 987/2009) oder
gleichwertige Vorschriften an.
2.4 Die beiden genannten gemeinschaftsrechtlichen Verordnungen sind
für die Schweiz durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Aus-
schusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II des Abkom-
mens über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit per 1.
April 2012 in Kraft getreten (AS 2012 2345; vgl. auch Urteil des BGer
8C_455/2011 vom 4. Mai 2012 E. 2.1). Die VO 883/2004 hat die Verord-
nung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung
der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige
sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und
abwandern (SR 0.831.109.268.1; im Folgenden: VO Nr. 1408/71) grund-
sätzlich ersetzt (vgl. zu den übergansrechtlichen Besonderheiten: Art. 87
VO 883/04 sowie zu den Ausnahmen: 10-jährige Übergangsfrist gemäss
Art. 87 Abs. 8 VO 883/04 und Art. 93 VO 987/09, in welchen weiterhin die
Verordnungen VO 1408/71und VO 574/72 gelten; [Art. 90 Abs. 1 Bst. c
VO 883/04 und Art. 96 Abs. 1 Bst. c VO 987/09]; vgl. dazu auch Ziff. 2.7
der Mitteilungen an die AHV-Ausgleichskassen und EL-
Durchführungsstellen Nr. 301).
2.5 Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin gel-
tenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in-
soweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA).
Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit
koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der
Vertragsstaaten zu gewährleisten.
2.6 Mit Blick auf den Zeitpunkt der Gesuchsstellung vom 5. April 2013
(Datum Posteingang: 16.04.2013) finden vorliegend grundsätzlich die am
1. April 2012 in Kraft getretenen VO Nr. 883/2004 sowie die VO Nr.
987/2009 An-wendung. Nach Art. 2 Abs. 1 VO 883/2004 gilt diese Ver-
ordnung insbesondere für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates. Ge-
mäss Art. 4 VO 883/2004 haben Personen, für welche diese Verordnung
gilt (sofern in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist) die gleichen
Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaa-
tes wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere
Bestimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Dabei ist im
http://www.koordination.ch/de/online-handbuch/abkommen/vo-8832004-details/uebergangsbestimmung/#c36499 http://www.koordination.ch/de/online-handbuch/abkommen/vo-9872009-details/sonstige-vorschriften/#c36942 http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf
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Seite 9
Rahmen des FZA und der Verordnung auch die Schweiz als „Mitglied-
staat“ zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von Anhang II des FZA). Der Gleichbe-
handlungsgrundsatz gilt neu auch für alle Personen, die in den Anwen-
dungsbereich der Verordnung fallen und die ausserhalb eines EU-
Mitgliedstaates Wohnsitz haben (Art. 7 VO 883/04). Bei Staatsangehöri-
gen der Europäischen Union werden Leistungen der AHV demnach welt-
weit exportiert.
Wird ein Leistungsantrag gestellt, so stellen alle zuständigen Träger die
Leistungsansprüche nach den Rechtsvorschriften aller Mitgliedstaaten
fest, die für die betreffende Person galten (Art. 50 Abs. 1 VO 883/04). Der
zuständige Träger berechnet den geschuldeten Leistungsbetrag grund-
sätzlich allein nach den für ihn geltenden Rechtsvorschriften, wenn die
Voraussetzungen für den Leistungsanspruch ausschliesslich nach natio-
nalem Recht erfüllt wurden (autonome Leistung; Art. 52 Abs. 1 VO
883/04).
2.7 Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt die VO 883/04 an die Stelle
aller zwischen den Mitgliedstaaten geltenden Abkommen über soziale Si-
cherheit. Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Si-
cherheit, die von den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung
dieser Verordnung geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für
die Berechtigten günstiger sind oder sich aus besonderen historischen
Umständen ergeben und ihre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterhin
Anwendung zu finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufge-
führt sein. Ist es aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser Be-
stimmungen auf alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung
gilt, so ist dies anzugeben (Art. 8 Abs. 1 VO Nr. 883/2004).
2.8 In Bezug auf die Rückvergütung von AHV-/IV-Beiträgen wird in der
VO Nr. 883/2004 nichts geregelt. Für die Beurteilung der Frage, ob und
gegebenenfalls in welchem Umfang AHV-Beiträge rückvergütet werden
können, gelten dementsprechend die Bestimmungen des schweizeri-
schen Rechts. Es sind mithin die Bestimmungen des AHVG und der Ver-
ordnung über die Rückvergütung der von Ausländern an die Alters- und
Hinterlassenenversicherung bezahlten Beiträge vom 29. November 1995
(RV-AHV, SR 831.131.12) anwendbar, die im Zeitpunkt des Rückvergü-
tungsgesuchs Geltung hatten und in der Folge zitiert werden.
2.9 Für die Beurteilung im Bereich der Sozialversicherung ist grundsätz-
lich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungs-
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Seite 10
aktes (hier: Einspracheentscheid vom 30. Juli 2013) eingetretenen Sach-
verhalt abzustellen (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen).
3.
Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob
der Beschwerdeführer einen Anspruch auf Rückerstattung der AHV-
Beiträge hat.
3.1 Der Beschwerdeführer begründet seinen Antrag damit, dass seine ei-
gentliche Heimat und primäre Staatsangehörigkeit diejenige von Südafri-
ka sei, zumal seine Eltern südafrikanische Staatsbürger seien, er in die-
sem Land geboren sei, dort auch sämtliche Schulen absolviert habe und -
mit Ausnahme des rund 10-jährigen Aufenthaltes zu Erwerbszwecken in
der Schweiz - immer in Südafrika gelebt habe (BVGer act. 1 und Beilage
zu BVGer act. 4).
Dagegen wendet die Vorinstanz ein, der Beschwerdeführer sei im Zeit-
punkt seines Rückvergütungsgesuchs vom 5. April 2013 deutsch-
südafrikanischer Doppelbürger gewesen. Er besitze somit unter anderem
die Staatsangehörigkeit eines Vertragsstaates und könne die Rückvergü-
tung der Beiträge nicht verlangen, da zwischen der Schweiz und
Deutschland eine zwischenstaatliche Vereinbarung (Freizügigkeitsab-
kommen und Verordnungen [EG] Nrn. 883/2004 und 987/2009) bestehe.
Ferner sei eine Beitragsrückvergütung in der genannten zwischenstaatli-
chen Vereinbarung auch nicht vorgesehen. Vielmehr habe der Beschwer-
deführer nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters Anspruch auf eine
(Teil-)Rente der AHV (BVGer act. 11).
3.2 Wie vorstehend ausgeführt, beurteilt sich die Frage, ob und gegebe-
nenfalls in welchem Umfang ein Anspruch auf Leistungen der schweizeri-
schen AHV besteht, grundsätzlich nach den innerstaatlichen schweizeri-
schen Vorschriften, insbesondere nach dem AHVG und der RV-AHV. Im
Folgenden sind demnach die für die Beurteilung des Begehrens massge-
benden gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwi-
ckelten Grundsätze darzulegen
3.2.1 Gemäss Art. 18 Abs. 3 AHVG können den Ausländern, die ihren
Wohnsitz im Ausland haben und mit deren Heimatstaat keine zwischen-
staatliche Vereinbarung besteht, die gemäss Art. 5, 6, 8, 10 oder 13 be-
zahlten Beiträge rückvergütet werden. Der Bundesrat regelt die Einzelhei-
ten, insbesondere das Ausmass der Rückvergütung.
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Seite 11
3.2.2 Art. 1 Abs. 1 RV-AHV präzisiert die gesetzliche Regelung in Art. 18
Abs. 3 AHVG dahingehend, dass Ausländer und ihre Hinterlassenen, mit
deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche Vereinbarung besteht, ge-
mäss den nachstehenden Bestimmungen die der Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung entrichteten Beiträge zurückfordern können, sofern die-
se gesamthaft während mindestens eines vollen Jahres geleistet worden
sind und keinen Rentenanspruch begründen. Massgebend ist dabei die
Staatsangehörigkeit im Zeitpunkt der Rückforderung (Art. 1 Abs. 2 RV-
AHV). Nach Art. 2 Abs. 1 RV-AHV können die Beiträge zurückgefordert
werden, sobald die Person aller Voraussicht nach endgültig aus der Ver-
sicherung ausgeschieden ist und sowohl sie selber als auch die Ehefrau
oder der Ehemann und ihre noch nicht 25-jährigen Kinder nicht mehr in
der Schweiz wohnen. Die Rückvergütung ist ausgeschlossen, wenn ein
Rentenanspruch besteht (Art. 1 Abs. 1 RV-AHV [e contrario] sowie Art. 6
RV-AHV und Rz. 25 der Weisungen des Bundesamtes für Sozialversiche-
rung [BSV] über die Rückvergütung der von den Ausländern an die AHV
bezahlten Beiträge [Rück], in der ab 1. Januar 2003 geltenden Fassung).
3.2.3 Nach der früheren Praxis des Bundesgerichts ist bei versicherten
Personen, die Leistungen der AHV beanspruchen und mehrere Staatsan-
gehörigkeiten haben, Art. 23 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Inter-
nationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987 (IPRG, SR 291) anzuwen-
den. Dieser besagt, dass für die Bestimmung des anwendbaren Rechts
bei Personen, welche mehrere Staatsangehörigkeiten besitzen, die An-
gehörigkeit zu dem Staat massgebend ist, mit dem die Person am engs-
ten verbunden ist, dies unter Vorbehalt der Regelungen des IPRG (vgl.
BGE 112 V 89 E. 2b). In BGE 119 V 1 E. 2b und 2c hat das Bundesge-
richt diese Praxis allerdings insofern präzisiert, als es ausgeführt hat, so-
fern die versicherte Person mehrere Staatsangehörigkeiten besitze, da-
runter die schweizerische oder diejenige eines Staates, welcher mit der
Schweiz ein Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlossen habe, so
sei immer diese letztere Staatsangehörigkeit als massgebend zu betrach-
ten, und zwar zur Zeit der Entrichtung der AHV-Beiträge oder zur Zeit der
Entstehung des Rentenanspruchs. Diese Praxis hat das Bundesgericht
zuletzt in BGE 139 V 263 E. 9.2 wiederum grundsätzlich bestätigt, jeden-
falls betreffend den Sozialversicherungszweig der AHV (siehe zum Gan-
zen auch UELI KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG,
3. Aufl. 2012, Art. 18, N 7 f.; Art. 18 Abs. 2 bis
AHVG, AS 2011 4745, in
Kraft seit 1. Januar 2012).
C-5656/2013
Seite 12
3.3 Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer während mehr
als einem Jahr AHV-Beiträge geleistet (BVGer act. 1 und 11) und noch
keinen Rentenanspruch begründet hat. Zwei Voraussetzungen zur Rück-
erstattung von AHV-Beiträgen sind demnach erfüllt (oben E. 3.2.2).
3.4 Demnach bleibt die entscheidende Frage nach der massgebenden
Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers zu prüfen (Art. 1 Abs. 1 Teil-
satz 1 RV-AHV).
3.4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer sowohl die
Staatsbürgerschaft von Deutschland als auch jene von Südafrika besitzt
(act. 4, S. 1). Das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft und Deutschland über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.
136.1) wurde mit dem Inkrafttreten des FZA (in Kraft getreten per 1. Juni
2002 beziehungsweise per 1. April 2012) ausgesetzt, soweit in diesem
Abkommen derselbe Sachbereich geregelt wird (vgl. Art. 20 FZA). Es be-
stand demnach ein Sozialversicherungsabkommen zwischen der
Schweiz und Deutschland, und zwar sowohl zum Zeitpunkt, als der Be-
schwerdeführer ab Januar 2003 als (mitunter) deutscher Staatsangehöri-
ger AHV-Beiträge leistete wie auch zur Zeit der Einreichung des Rückver-
gütungsgesuchs im April 2013.
3.4.2 Die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach bei Doppelbür-
gern auf die Staatsangehörigkeit abgestellt wird, mit welchen ein Staats-
vertrag besteht, wurde zu Gunsten der versicherten Personen entwickelt,
weil sie damit - falls sie mindestens während eines Jahres Beiträge ge-
leistet haben - einen Leistungsanspruch gegenüber der AHV/IV erhalten
(vgl. BGE 119 V 1 E 2c S. 5). Aus diesem Grund geht der Staatsvertrags-
heimatstaat in diesen Fällen auch dann vor, wenn der versicherte Dop-
pelbürger zum Staat ohne staatsvertragliche Regelung - wie vom Be-
schwerdeführer geltend gemacht - eine engere Bindung hat als zum Staat
mit staatsvertraglicher Regelung (Urteil des BVGer C-4236/2011 vom 22.
August 2013 E. 4.2.3).
3.4.3 Vorliegend besteht aufgrund der deutschen Staatsangehörigkeit des
Beschwerdeführers eine zwingend zu beachtende zwischenstaatliche
Vereinbarung. Dementsprechend scheidet die Berufung auf Art. 18 Abs. 3
AHVG und damit auch ein Rückerstattungsanspruch aus.
3.4.4 Der Beschwerdeführer ist in diesem Zusammenhang allerdings da-
rauf hinzuweisen, dass der Ausschluss der Rückvergütung von AHV-
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Beiträgen im Gegenzug bedeutet, dass seine Rentenanwartschaft ge-
wahrt bleibt. Der Anspruch auf entsprechende Leistungen der AHV im
Sinne von Art. 21 ff. AHVG (und gegebenenfalls der IV) kann somit zu ei-
nem späteren Zeitpunkt noch geprüft werden.
4.
4.1 Zur Ermittlung der mutmasslichen Höhe einer Alters- oder Hinterlas-
senenleistung (vgl. hierzu act. 8) kann der Beschwerdeführer im Übrigen
bei der SAK ein entsprechendes "Antragsformular für eine provisori-
sche/prognostische Rentenberechnung" (abrufbar unter: http://www.zas.
admin.ch/dienstleistungen/00724/index.html?lang=de) einreichen; Ren-
tenvorausberechnungen sind dabei grundsätzlich unentgeltlich vorzu-
nehmen (vgl. Art. 58 Abs. 2 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über
die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.101]).
4.2 Der Beschwerdeführer hat sich in seiner Einsprache vom 29. Mai
2013 sinngemäss auch nach der Möglichkeit eines Beitritts zur freiwilligen
Versicherung erkundigt (act. 8). Im Hinblick auf die der Behörde oblie-
gende Beratungspflicht (Art. 27 Abs. 2 ATSG) wäre die Vorinstanz ver-
pflichtet gewesen, den Beschwerdeführer über die entsprechende Mög-
lichkeit und die Beitrittsvoraussetzungen (Art. 2 AHVG und Art. 7 f. Ver-
ordnung über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung; VFV, SR 831.111) aufzuklären. Nachdem der Beschwerdeführer
per 31. August 2012 aus der schweizerischen AHV ausgeschieden ist
(vgl. act. 5, S. 3) und die Anfrage des Beschwerdeführers vom 29. Mai
2013 (Posteingang: 4. Juni 2013) datiert (act. 8), kann ihm die einjährige
Beitrittsfrist nicht entgegen gehalten werden, sofern die weiteren Voraus-
setzungen gegeben sind und sich der Beschwerdeführer zum Beitritt zur
freiwilligen Versicherung entschliessen sollte. Die Angelegenheit ist dem-
entsprechend diesbezüglich zur weiteren Behandlung an die Vorinstanz
zurückzuweisen.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer gestützt
auf Art. 18 Abs. 3 AHVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 RV-AHV und das
im Verhältnis zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-
seits und Deutschland anderseits bestehende Sozialversicherungs-
abkommen, keinen Anspruch auf Rückvergütung der AHV-Beiträge hat.
Die Beschwerde ist dementsprechend als unbegründet abzuweisen. In
Bezug auf die von der Vorinstanz nicht beantwortete Anfrage nach der
http://www.zas.admin.ch/dienstleistungen/00724/index.html?lang=de http://www.zas.admin.ch/dienstleistungen/00724/index.html?lang=de
C-5656/2013
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Möglichkeit zum Beitritt in die freiwillige Versicherung ist die Angelegen-
heit zur weiteren Behandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-
teientschädigung.
6.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis
Abs. 2 AHVG),
so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
6.2 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdefüh-
rer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Als Bundesbehörde
hat die obsiegende Vorinstanz ebenfalls keinen Anspruch auf die Partei-
entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG [e contrario] und Art. 7 Abs. 1 [e
contrario] und Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
(für das Urteildispositiv wird auf die folgende Seite verwiesen).
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