Decision ID: bf34f129-2239-465e-a049-de2ef4bfb1d6
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 197
2,
Mutter
von Zwillingen
, geboren 2005,
absol
vierte die Fachhochschule für Detailhandel
(
vgl. Urk. 7/1/3, Urk. 7/2)
. Sie arbei
tete
zuletzt bis am 31. August 2015
in einem 80%-Pensum
als Filialleiterin in ei
nem
Kleider
geschäft
.
Ab dem
31. August 2015
war sie
infolge von rechts
beton
ten Nacken-Arm-Schmerzen, Missempfindungsstörungen in den Fingern und Kraftlosigkeit (vgl. Urk. 7/71/26)
zu 100 % arbeitsunfähig gemeldet
(vgl.
Urk.
7/10
/13
,
Urk. 7/71/23)
.
Am
22. Dezember 2015
meldete sie sich
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/
2
).
Das Arbeitsverhältnis
der Versicherten
wurde per
31. März
2016 aufgelöst
(Urk. 7/11, Urk. 7/42)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
traf erwerbliche und medizinische Abklärungen
. Sie
führte ein Standortgespräch durch (
Urk.
7/8),
holte einen IK-Auszug ein
(Urk. 7/
9
), liess einen Arbeitgeberfragebogen ausfüllen (Urk. 7/1
1
)
, zog
die Akten der Krankentaggeldversicherung
Elipslife
(Urk. 7/10)
bei und
gewährte
eine Eingliederungsberatung (Urk. 7/21)
. Mit Mitteilung vom
26. Februar 2016
(Urk. 7/2
0
)
erklärte die IV-Stelle Eingliederungsmassnahmen
aus gesundheitlichen Gründen
für abgeschlossen.
Sie
holte
im weiteren Verlauf
den
Arztbericht
des Zentrums für Rheuma und Knochenerkrankungen der
Y._
vom 29. März 2016
ein (Urk. 7/24)
,
zog weitere Akten der Kranken
tag
geldversicherung
Elipslife
bei (Urk. 7/30)
und lie
s
s den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) Stellung nehmen (Urk. 7/31/3-4).
Ausgehend von der Qualifikation als zu 80 % erwerbstätig und zu 20 % im Haus
halt tätig und
vom Fehlen eines
invaliditätsrelevanten Gesundheitsschaden
s
(vgl.
Urk. 7/31/4)
,
stellt
e
die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 1. Juli 2016 (Urk. 7/32) die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aus
sicht. Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 7. August 2016 (Urk. 7/33) Ei
nwand. Gleichzeitig reichte sie
einige
Arztberichte
ein (
Urk. 7/34)
.
Am 1. September 2016 liess die Versicherte, vertreten durc
h Rechtsanwalt Massimo
Aliotta
,
eine
Einwandergänzung
einreichen (Urk. 7/43).
Zusammen mit dieser reichte
der Rechtsvertreter
einen Austrittsbericht der Klinik für Rheumato
logie des
Z._
(Urk. 7/41) betreffend den
Aufenthalt im
Zeit
raum vom 24. Mai bis 8. Juni 2016 ein
.
Am 5. Oktober 2016 reichte er
ausserdem
den
definitiven
Austrittsbericht des
A._
betreffend
den Aufenthalt
der Versicherten
vom 13. Juli bis 6. August 2016
ein (Urk. 7/46-47).
D
ie IV-Stelle
liess die Versicherte
daraufhin
beim
B._
bidisziplinär
orthopädisch und psychiatrisch begut
achten
.
Das Gesamtgutachten wurde am 1. März 2017 erstattet (Urk. 7/71
;
ortho
pädisch-
traumatologisches
Gutachten vom 1
8. Januar
2017 [Urk. 7/71/20
31] und psychiatrisches Gutachten vom
14. Februar 2017
[Urk. 7/71/32-47]).
Die IV
Stelle
holte erneut die Meinung des RAD
ein
(Urk. 7/81/5-6).
Am 17. Mai
,
28. Juni
und 5. Juli
2017
liess die Versicherte zu den
B._
-Gutachten
(Urk. 7/71)
und den Ausführungen des RAD (Urk. 7/81/5-6)
Stellung nehmen (
vgl.
Urk. 7/76
,
vgl.
Urk. 7/79
, vgl. Urk. 7/82
)
und
weitere
Arztberichte einreichen (Urk. 7/78
, Urk. 7/80
)
.
Mi
t Ver
fügung vom
7. Juli 2017 (Urk. 7/85
) verneinte die IV-Stelle
den Anspruch auf eine Invaliden
rente
ohne den Bericht
von
Dr.
C._
,
Fachchiropraktiker
SCG/ECU
, vom 28. Juni 2017 (Urk. 7/80) gewürdigt zu haben (vgl. Feststellungsblatt
für den Beschluss
vom 7. Juli 2017 [Urk. 7/81])
.
Diese Verfügung hob sie am 10. Juli 2017 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/86).
Am 26. Juli 2017 verfügte sie erneut die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente (
Urk. 2 =
Urk. 7/90).
2.
Gegen die Verfügung vom 26. Juli 2017
liess die Versicherte am
8. September 2017
Beschwerde (Urk. 1) erheben mit den Rechtsbegehren, die Verfügung vom
26. Juli
2017 sei aufzuheben
und es
sei zur Klärung ihrer invalidenversicherungs
rechtlichen Ansprüche ein medizinisches
Gerichtsg
utachten einzuholen
. Eventua
liter
sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen mit der Auflage, ein neues ver
waltungsexternes medizinisches
Gerichtsg
utachten einzuholen, um sodann neu über ihre invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche zu befinden
. Ausserdem
seien ein zweiter Schriftenwechsel und gestützt auf Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) eine öffentliche Ver
handlung durchzuführen.
Zusammen mit der Beschwerde liess sie
weitere ärztli
che Unterlagen
einreichen
(Urk. 3/
5-
6
).
Mit Beschwerdeantwort vom
17. Oktober
201
7
(Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde
.
Mit Schrei
ben vom 28. November 2017 (
Urk.
10) liess die
Versicherte
das Gesuch um Durch
führung einer öffentlichen Verhandlung zurückziehen
. Am 30. November 2017 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (Urk. 11).
Am
16. Januar 2018 verzichte
te
die
Versicherte
auf eine Replik (Urk. 12
)
, was der
IV-Stelle
am
19. Januar
2018 zur
Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13
).
Auf
die Vorbringen
und die eingereichten Unterlagen
der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
2
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung).
Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung
–
fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz
auszuschliessen
sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE
140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsver
mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapier
barkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweis
würdi
gung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich
entscheidend
ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2
017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4)
.
1.
4
Gemäss
der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die ärztliche Arbeitsfähig
keits
schätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den spezifischen nor
ma
tiven Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 2 ATSG) nicht erbringen, weil sie weitgehend vom Ermessen des medizinisch-psychiatri
schen Sachverständigen abhängt. Die medizinische Einschätzung der Arbeits
fä
higkeit ist aber eine wichtige Grundlage für die
anschliessende
juristische Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2). Dabei gilt, dass die versicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen
kann (vgl. BGE 141 V 281
E.
3.7.2). Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Idealfall
gemäss
der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2).
Die Rechtsan
wender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die
massgebenden
normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit
schliessen
lassen
(BGE 143 V 418 E. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechts
anwendern zu überprüfen, ob in
concreto
ausschliesslich
funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbar
keitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E. 5.2.2; Art. 7 Abs. 2 ATSG). Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprü
fung nach
Massgabe
des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden
(BGE 141 V 281 E. 5.2.3; vgl. auch Andreas Traub, in: Ueli
Kieser
[Hrsg.], Sozial
versicherungsrechtstagung 2016, S. 142
Ziff.
3.3.3), sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizi
nisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen (BGE 141 V 281 E. 6; Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.4). Ent
scheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts
abschliessend
nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsun
fähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der
mass
geblichen
Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmi
ges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 143 V 418 E. 6;
vgl. zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimm
tes Urteil des Bundesgerichts 8C_409/2017 vom 21. März 2018 E. 4.3).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
6
Das Sozialver
sicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen
einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, waru
m
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im
Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhal
ten der untersuchten Person auseinandersetzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolge
rungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in der Verfügung vom
2
6.
Juli
2017 einen Rentenanspruch, weil sie der Auffassung war, dass ein invalidisierender Gesund
heitsschaden nicht ausgewiesen
sei
.
Sie habe
ein
bidisziplinäres
Gutachten (Orthopädie/Traumatologie und Psychiatrie)
bei der
B._
in Auftrag gege
ben, auf welches abzustellen sei. Gestützt darauf sei a
us orthopädischer Sicht eine lange Phase der Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar.
Ausserdem habe sich der psychische Gesundheitszustand
u
nter laufender
psychiatrischer Behandlung verbessert. Die Prognose sei gut.
Insgesamt habe d
as
bidisziplinäre
Gutachten
zwar gesundheitliche Einschränkungen bestätigt. Diese seien aber nicht schwer
wiegend, weshalb sie nicht durch die Invalidenversicherung versichert seien (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin lässt in ihrer Beschwerde
zusammengefasst
im Wesent
lichen geltend machen,
auf das durch die Beschwerdegegnerin eingeholte
bidis
ziplinäre
Gutachten der
B._
könne
aus diversen Gründen
nicht abgestellt werden
.
Daher
habe
das Gericht
ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Eventuell sei ein solches durch die Beschwerdegegnerin zu beschaffen. Erst nach Vorliegen eines beweistauglichen Gutachtens könnten über ihre invalidenversi
cherungsrechtlichen Ansprüche befunden
werden
(Urk. 1).
3.
3.1
Der Hausarzt,
Dr. med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
stellte am
1
0.
Oktober 2015
in einem Bericht die Diagnose einer
seronegativen
Oligoarthritis
der Hände
. Die Beschwerdeführerin sei
seit dem 31. August 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. Ende Oktober 2015 sei wieder mit einer Arbeitsaufnahme zu rech
nen
(Urk. 7/10/8-9).
3.2
Am 4. Dezember 2015 nannte
Prof. Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie,
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein diskretes Karpaltunnel
syndrom rechts und
Ansatztendinosen
am radialen und
ulnaren
Epicondylus
humeri
(Urk. 7/10/5-7)
. Es habe bereits Karpaltunneloperationen gegeben, und zwar vor 12 Jahren rechts und vor 8 Jahren links. Der Operationserfolg sei gut gewesen. Seit
Anfang
September
2015 bestünden
aber
wieder Beschwerden am Hand
gelenk rechts.
Gestützt auf die neurologischen Befunde sei die Beschwerde
führerin
dennoch
zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 7/10/6).
3.3
Im Bericht
vom 29. März 2016
(Urk. 7/24)
stellte
Dr. med.
F._
, unter anderem Facharzt für Rheumatologie und
Rheumatologe im Zentrum für Rheuma und Knochenerkrankungen in der
Y._
,
mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit die Diagnosen eines
zervi
k
ospondylogenen
Schmerzsyndroms rechts mit intermittierender
radikulärer
Reizung C6 rechts, eines rezidivierenden
thorakos
pondylogenen
Schmerzsyndroms, eines chronischen rezidivierenden
lumbospon
dylogenen
Schmerzsyndroms rechts und eines
Impingementsyndroms
der Schul
ter rechts
.
Die Beschwerdeführerin habe über ausgeprägte Schmerzen im rechten Arm geklagt, die vom Nacken zum Ellbogen und bis zur Hand ausstrahlen würden (Urk. 7/24/2).
Nach einer Magnetresonan
z
tomographie
(MRI) der Halswirbelsäule am 4.
November 2015
durch den Chiropraktiker
sei eine kleine laterale Diskusher
nie
zwischen dem 5. und 6.
Halswirbelkörper (HWK) und eine begleitende
Unkarthrose
mit Tangierung der Nervenwurzel C6 rechts aufgefallen. Nach einer computertomographisch (CT) gesteuerten Infiltration
auf dem Niveau HWK 5/6
hätten die Beschwerden der Beschwerdeführerin
dann
allerdings
zugenommen.
Bei einer neurologischen Abklärung hätten keine Hinweise für eine
radikuläre
Symptomatik bestanden.
Weiter habe die Versicherte über Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule mit Ausstrahlung in den Thorax und über Schmerzen in der Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlungen ins rechte Bein geklagt.
Im Bereich der Lendenwirbelsäule hätten sich eine muskulär insuffiziente Wirbelsäulen-Stabili
sierungsfähigkeit und degenerative Veränderungen der Facettengelenke
L4/L5 und
L5/S1 gezeigt.
Es zeigten sich ausgeprägte
Triggerpunkte
im Glutaeus
medius
und
minimus
rechts,
Tractus
iliotibialis
,
piriformis
.
Das
Impingementsyndrom
an
der rechten Schulter sei durch eine
sonographie
-
gesteuerte Infiltration
am
2
4
. Februar 2016
bei der Bursa
subdeltoidea
rechts
mit
Kenacort
und
Lidocain
behandelt worden
(Urk. 7/24/
3
).
Es bestünden kleinere Ans
atzirregularitäten der gemeinsa
men
Handextensorenursprünge
am
Epicondylus
humeri
ra
d
ialis
im Sinne einer abgeheilten
Epicondylitis
(Urk. 7/24/2). Insgesamt sei die Prognose unter gezieltem Stabilisationstraining und
r
ücken-ergonomischem Verhalten günstig (Urk. 7/24/3).
Es sei eine aktive Physiotherapie zur Stärkung der musku
lären Wirbelsäulen-Stabilisierungsfähigkeit geplant (Urk. 7/24/1).
Die bisherige Tätigkeit als Filialleiterin sei aus medizinscher Sicht zumutbar, wenn repetitives Hantieren mit Lasten von grösser als 5 Kilogramm vermieden werden könne und die Beschwerdeführerin die Möglichkeit für vermehrte Pausen
(z.B. 15 Minuten alle 2
Stunden) und für Lagewechsel habe
. Aufg
rund der
Dekonditionierung
sei
initial ein
70
%-
bis
80%-Pensum optimal
, nach circa 4 Wochen ein 100%-Pensum
. Aus rheumatologischer Sicht bestehe hierbei keine verminderte Leistungsfähigkeit
(Urk. 7/24/3).
3.4
Vom 24. Mai bis am 8. Juni 2016 war die Beschwerdeführerin in der Klinik für Rheumatologie des
Z._
hospitalisiert.
Die Zuweisung war aufgrund des Versagens ambulanter Therapiebemühungen betreffend des chroni
schen
zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms erfolgt (Urk. 7/41/2).
Die Ärzte sahen die geklagten Beschwerden im Zusammenhang mit einer Wirbel
säulen
fehl
stellung und –
fehlhaltung
, segmentalen Dysfunktionen, Hal
tungs
insuffizienz mit muskulären
Dysbalancen
und sekundären
myofaszialen
Befunden.
Weiter
wur
den die Diagnosen eines
Verdacht
es
auf ein
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom rechts
nach einer
sonographisch
festgestellten lokalen Verdickung des
Nervus
ulnaris
und
einer
im Mai 2016 mittelgradigen
rezidivierende
n
depressive
n
Störung
gestellt
(Urk. 7/41/1). Im angestammten Beruf habe die Arbeits
un
fähigkeit vom Beginn der
Hospitalisation
bis am 20
.
Juni 2016 100 % betragen (Urk. 7/41/3).
3.5
Im Bericht vom 27. Juni 2016 (Urk. 7/34) bestätigte der Rheumatologe Dr.
F._
seine bisher gestellten Diagnosen (vgl. Urk. 7/24)
. Er
erhob
nach wie vor die Diagnose
ein
es
Impingementsyndrom
s
rechts, diesmal mit rezidivierender Bursitis
subdeltoide
a
, wobei hierbei am 24. Juni 2016 eine
weitere
Infiltration mit
Kenacort
und
Lidocain
stattgefunden habe. Ausserdem
erwähnte
er
ebenfalls die
Verdachtsdiagnose des
Sulcus
-
ulnaris
-Syndroms rechts und eine rezidivierende depressive Störung, progrediente mittelgradige Episode, sowie ein Handgelenks
ganglion rechts
.
Er erklärte weiter, dass die Anpassung der aktiven Physiotherapie zu keiner Besserung geführt habe. Es sei
t
rotz
einer rheumatologischen
Komplex-Therapie in den letzten Wochen zu einer massiven
Schmerzexazerbation
gekom
men. Die Beschwerdeführerin sei teilweise nur hinkend mobil und könne kaum
ihre Kinder versorgen. Sie sei im angestammten Beruf und für eine leichte Ver
weisungstätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig.
Es werde eine stationäre Rehabilita
tion organisiert (Urk. 7/34/
1-
2).
3.6
Vom 13. Juli bis 6. August 2016 hielt sich die Beschwerdeführerin zur stationären
Rehabilitation
im
A._
auf.
Im
Austrittsbericht
vom 31. August 2016
(Urk. 7/46)
bestätigten die Ärzte die Diagnosen
von Dr.
F._
(vgl. Urk. 7/34)
.
Eine multimodale Komplextherapie (Physio- und Ergotherapie) habe zu einer gewissen Verbesserung geführt
(
Urk.
7/46/2)
. Die Ärzte
attestierte
n
bis am 22. August 2016
eine
100
%ige Arbeitsunfähigkeit.
Diese
müsse
danach
durch den Hausarzt Dr.
D._
neu beurteilt werden
(Urk. 7/46/4).
Dr.
D._
attestiert seit 24. Mai 2016 durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl.
Urk. 7/78/1).
3.
7
Im orthopädischen Fachgutachten vom 1
8.
Januar 2017 (Urk. 7/71/20-28) erhob Dr. med.
G._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungs
apparates
,
keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
in der bisheri
gen Tätigkeit als Verkäuferin
. Als Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähig
keit
in der bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin
listete er
ein chronisches
zer
vikovertebrales
Syndrom mit leicht
-
bis mittelgradiger Funktionseinschränkung, ein rezidivierendes
thorako-lumbovertebrales
Syndrom ohne wesentliche Funk
tionseinschränkung, eine
Epicondylitits
humeri
radialis
rechts und rezidivierende Missempfindungsstörungen der Finger IV – V bei geäussertem Verdacht auf ein
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom
auf
.
Im Gegensatz zu den meisten Vorberichten (vgl.
Urk. 7/24, Urk. 7/34, Urk. 7/46) listete er ein
Impingementsyndrom
der Schulter rechts
nicht auf
(vgl. Urk. 7/71/26).
Die Beschwerdeführerin berichtete dem Gutachter, dass sie im Bereich der rechten Körperhälfte Schmerzen habe, die vom Auge über Stirn, Schädeldach, Hinter
haupt ins
Okziput
und von der Schulter bis in das rechte Schulterblatt hinein ausstrahlen
würden
.
Darüber hinaus habe sie im rechten Ellbogen lokale Schmer
zen, ein zeitweiliges Taubheitsgefühl im Daumen der rechten Hand und rezidi
vierende Kribbelparästhesien in den Langfingern IV und V der rechten Hand. Zudem habe sie fortgesetzt Schmerzen an der Halswirbelsäule, auch im Bereich der Brustwirbelsäule und im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule (Urk. 7/71/21).
Bei der klinischen
Untersuchung
vom 12. Januar 2017
habe sich die Halswirbel
säule leicht- bis mittelgradig funktionseingeschränkt gezeigt. Es habe eine
Druck
dolenz
über dem rechtsseitigen
Okziput
und über der rechtsseitigen paraverte
bralen zervikalen Muskulatur
bestanden
(Urk. 7/
71
/26)
.
Hinsichtlich der Wirbelsäulen seien im seitlichen Profil eine vermehrte Lordose der Lendenwirbel
säule (LWS) und eine verstärkte Kyphose der Brustwirbelsäule (BWS) im Sinne
eines Hohlrundrückens festzustellen gewesen. Die Rückenstreckmuskulatur
sei
dysba
lanciert
erschienen und das Aufrichten aus der Rückenlage in den Langensitz
sei
mit Abstützen erfolgt. Die Beweglichkeit der LWS und BWS sei aber frei gewesen
(vgl. Urk.
7/
71
/24).
Im rech
t
en Ellenbogen habe über dem
Epicondylus
humeri
radialis
eine Druckempfindlichkeit und Schmerzzunahme bei isometrischer
Anspannung gegen Widerstand des plantar flektierten Handge
lenkes bestanden.
Dies sei Ausdruck einer
Epicondylitis
humeri
radialis
. Diese Diagnose sei bereits durch die
therapeutischen
Massnahmen, die zur Besserung der Schmerzsympto
matik ergriffen worden seien
, bestätigt worden
. Es würden lokale Querfriktionen zur Verbesserung des Stoffwec
hsels durchgeführt.
Ferner
habe die Beschwerde
führerin
rezidivierende
Hypästhesien
in den Fingern
IV und V angegeben
,
die zum Zeitpunkt der Unte
rsuchung nicht bestanden hätten. Es sei jedoch möglich, dass sie
durch ein peripheres Neurokompressionssyndrom (
Sulcus
-
ulnaris
-Syn
drom) ausgelöst
worden seien
.
Letztlich
habe die Messung der Armumfänge keine Seitendifferenz gezeigt. Die kursorisch orthopädisch-neuro
logische Untersuchung habe bei der Reflexprüfung eine seitengleiche mittel
lebhafte Reflexauslösung der
Brachioradialis
(BRR), des Bizepses (BSR) und des Trizepses (TSR) gezeigt. Bei der Prüfung der motorischen Kraftentwicklung seien unspezifisch alle geprüften Muskelgruppen für Unterarmstreckung, Unterarm
beugung, Faustschluss, Innen- und Aussenrotation bei angelegtem Oberarm als kraftgemindert demonstriert worden. Im Gegensatz dazu habe eine deutliche
Hohlhandbeschwielung
beidseits von einer manuellen Aktivität gezeugt (Urk. 7/71/26).
D
ie Beweglichkeit des rech
ten Schultergelenks
sei
marginal eingeschränkt
gewesen
(Urk. 7/71/26-27). Das heisse, sie sei gegenüber der Gegenseite etwa für 10 Grad in der Seitwärts- und Vorwärtsbewegung einge
schränkt
gewesen
(vgl. Urk. 7/71/24).
Die
Impingement
zeichen
nach Neer,
Jobe
und Hawkins seien negativ gewesen (Urk. 7/
71
/24).
Eine
aktuelle
Impinge
ment
symptomatik
habe
sich nicht provozieren
lassen
.
In Würdigung der
Vorakten
erklärte der begutachtende Orthopäde, dass das
anfänglich
von Prof. Dr.
E._
am 4. Dezember 2015
erwähnte Karpaltunnelsyn
drom
(vgl.
Urk. 7/10/5-7)
nach einer
MRI
der Halswirbelsäule und
nach
einer kleinen lateralen Diskushernie mit möglicher Tangierung der Nervenwurzel C6 rechts nicht mehr aufgeführt worden sei. Nach einer computertomogra
phisch
(CT)-gesteuerten
Infiltration im Segment
D5/6 rechts habe die Beschwer
deführerin gestützt auf einen
Befundbericht der
Y._
vom 29. März
2016
(vgl. Urk. 7/24)
keine Beschwerdelinderung, sondern eher eine Beschwerde
zunahme gezeigt. Das widerlege den ursächlichen Zusammenhang zwischen
Bandscheibenhernierung
und den geklagten Beschwerden. Auch im Austri
t
tsbe
richt der Physiotherapie des
A._
vom
5.
August 2016
(vgl. Urk. 7/34/7-8)
seien
keine Hinweise für eine
radikuläre
Reizsymptomatik festgestellt worden. Vielmehr seien
myofasziale
Befunde aufgeführt worden. Wei
ter sei im Einklang mit dem Befundbericht des
A._
vom 31. August 2016
(vgl. Urk. 7/46)
im hiesigen
Gutachten der Verdacht auf ein
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom rechts geäussert worden.
I
n der hiesigen Untersuchung
seien keine
Hinweise auf eine
Oligoarthirtis
der Hände, wie im
Befundbericht von Dr.
D._
vom 1
0.
Oktober 2015 erwähnt
(vgl. Urk. 7/10/8-9)
vorgelegen. Vielmehr habe eine deutliche
Ho
h
lhandverschwielung
auf eine manuelle Aktivität hinge
wiesen (Urk. 7/
71
/27).
Zur Arbeitsfähigkeit meinte der Gutachter, dass a
us orthopädischer Sicht keine Gesundheitsst
örung bestehe
, welche die Arbeitsfähigkeit als Verkäuferin eines Damenoberbekleidu
ngsgeschäfts einschränke
. Die Arbeitsfähigkeit in Verwei
sungstätigkeiten sei ebenfalls nicht eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 Kilogramm durchzuführen. Tätigkeiten in überwiegenden Zwangshaltungen wie in und über Kopfhöhe seien
aber
zu vermeiden (Urk. 7/
71
/26-27).
Im retrospektiven Verlauf sei die lange Phase der Arbeitsunfä
higkeit aus orthopädischer Sicht nicht begründbar. Die Beschwerdeführerin halte sich für invalidisiert. Eine Motivation zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit sei nicht erkennbar
. Bei statisch ungünstigem Hohlrundrücken und
Dysba
lancierung
der Rumpfmuskulatur
sei ein zielgerichtetes Muskelaufbautraining therapeutisch zu empfehlen
(Urk. 7/71/27).
3.
8
Im Fachgutachten vom 14. Februar 2017 (Urk. 7/71/32-44) nannte Dr. med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie, als Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin
eine rezidivierende depressive Störung gegenwärtig leichten
Grades (ICD-10 F33.0; Urk. 7/71/40).
Die Beschwerdeführerin habe von Stimmungsschwankungen, Ängsten und Panik
attacken berichtet. Sie habe einerseits von aktuell bestehenden häuslich-familiären Konflikten erzählt und andererseits die anhaltende Schmerzsympto
matik erwähnt, welche zu vermehrter Reizbarkeit führe. Sie meinte weiter, dass ihr Konzentrationsvermögen nachgelassen habe (Urk. 7/71/33-34).
Unter dem Titel psychiatrischer Befund hielt Dr.
H._
fest, die Beschwerde
führerin habe zunächst ohne erkennbare Schonhaltung auf dem Patientenstuhl Platz genommen. Weiter habe sie das gesamte Gespräch aufmerksam verfolgt. Auch gegen Ende der Exploration hätten Aufmerksamkeit, Konzentrations
ver
mö
gen und Ausdauer nicht nachgelassen. Die von ihr anamnestisch angegebenen kognitiv-mnestischen Einbussen hätten sich im klinisch-psycho
pathologischen Befund nicht widerspiegelt. Sie habe zwar im inhaltlichen Denken eine vermehrte
Beschäftigung mit Selbstwertzweifeln und Zukunftsängsten sowie negativen Kognitionen gezeigt. Sie sei aber gedanklich weder in depressiven Gefühlen, noch in Ängsten oder im Schmerzerleben gefangen geblieben. Stets habe sie gedank
lich aus negativen Kognitionen gelöst werden können. Ferner seien Willenskraft und Antrieb vorhanden gewesen. Gelegentlich habe das Durchhaltevermögen aber eine Spur reduziert gewirkt. Die Stimmungslage sei ernst, gelegentlich auch leicht zum depressiven Pol gedrückt gewesen. Durchgehende Depressivität habe sich nicht gefunden. Vielfach habe sie auch zum positiven Pol mitschwingen können. Gelegentlich habe sie gelächelt, wobei im Hintergrund allerdings etwas selbstunsicher-verlegene Momente aufgetaucht seien. Die Fähigkeit, Freude zu empfinden, sei allenfalls eine Spur reduziert gewesen. Der psychopathologische Befund sei zu keinem Zeitpunkt von auffallenden Ängsten geprägt gewesen. In der Primärpersönlichkeit sei die Beschwerdeführerin etwas
asthen
-selbstunsicher erschienen und sie habe auch einzelne ängstlich-vermeidende Züge aufgewiesen. Letztendlich sei sie aber durchaus in der Lage gewesen, mit ausreichender Flexi
bilität auf das Gegenüber und die jeweilige Situation zu reagieren, so dass die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung oder gar einer andauernden Persönlich
keitsänderung entsprechend den Kriterien des ICD-10 nicht zu stellen gewesen sei (Urk. 7/
71
/38
40).
Unter dem Titel „Epikrise und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Fachgebiet Psychiatrie” erklärte
der begutachtende Psychiater, dass es bei der Beschwerde
führerin seit 2003 zu rezidivierenden depressiven Episoden unterschiedlicher Ausprägung gekommen sei. Unter psychopharmakologischer Behandlung sowie
unter laufender
, psychiatrisch-psychotherapeutischer Gespräche sei jeweils eine Stabilisierung eingetreten.
In den letzten Jahren sei, niedrig dosiert, eine antide
pressive Behandlung über den Hausarzt mit Citalopram beziehungsweise
Esci
talopram
erfolgt. Bei seit 2016 wieder
exazerbierenden
Depressionen habe
die Beschwerdeführerin
die Fachbehandlung bei Dr.
I._
wiederaufgenommen
. Eine gewisse Stabilisierung sei eingetreten. Es gebe aber vielfältige Belastungsfakto
ren, die immer wieder zu depressiven Einbrüchen führen würden, einerseits anhaltende, in den letzten Wochen wieder
exazerbierende
Schmerzen im
Zervi
k
o
brachialbereich
, andererseits eine wenig zufriedenstellend erlebte, häusliche Situation mit sich latent andeutenden Ehekonflikten.
Die von der Beschwerde
führerin geklagten Ängste, welche sie teilweise auch als Panik apostrophiere, würden nach hiesiger Einschätzung in der Diagnose einer rezidivierenden depres
siven Störung mit depressiven Episoden aufgehen. Eine eigenständige Diagnose einer Angsterkrankung beziehungsweise Panikstörung werde daher nicht gestellt.
Ausserdem liessen sich die geklagten Schmerzen nicht einer anhaltenden soma
toformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) zuordnen, weil eine massgebliche Ver
knüpfung der Entwicklung des Schmerzsyndroms mit einem schwerwiegenden, innerseelischen Konflikt nicht vorliege und auch so schwere psychosoziale Belastungsfaktoren in enger Verbindung mit der Entwicklung der Schmerzen nicht bestanden hätten. Vielmehr sei von einer depressiv bedingten Schmerzver
arbeitungsstörung auszugehen.
Aktuell liege das Bild einer le
ichten depressiven Episode vor
(Urk. 7/71/40-41).
Zu den Standardindikatoren
(vgl. vorne E. 1.3)
stellte der psychiatrische Gut
ach
ter Folgendes fest
(Urk. 7/71/42-43)
:
Die diagnoserelevanten Befunde seien derzeit aus psychiatrischer Sicht leicht aus
geprägt und würden die Annahme einer leichten depressiven Episode im Rahmen d
er seit vielen Jahren bekannten,
rezidivierenden depressiven Störung begründen.
Unter der laufenden psychiatrischen beziehungsweise psychotherapeutischen Behandlung einschliesslich
der
Psychopharmakotherapie sei eine gewisse Stabi
lisierung im Sinne einer Teilremission erkennbar.
Die Prognose sei günstig.
Eine vollständige Remission der Depression sei aber noch nicht eingetreten.
Ein
gliederungsmassnahmen
seien in den letzten Monaten nicht erfolgt.
Hinsichtlich Komorbiditäten würden neben der rezidivierenden depressiven Stö
rung degenerative Veränderungen am Stütz- und Bewegungsapparat bestehen.
Die Beschwerdeführerin verfüge in vielerlei Hinsicht über gute, persönliche Ressourcen. Eine Persönlichkeitsstörung von Krankheitswert liege nicht vor. Zudem bestehe eine
rseits ein ausreichend stabiles
soziales Umfeld. Andererseits bestehe eine nicht zufriedenstellend erlebte, partnerschaftliche Konstellation mit sich latent andeutenden Ehekonflikten. Die sozialen Kontextfakt
o
ren seien daher nicht vollumfänglich als positiv einzuschätzen.
Es bestehe eine Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen.
Ein Leidensdruck liege vor. Die Beschwerdeführerin nehme Therapiea
ngebote wahr und sie
berichte
über sehr intensive ergotherapeutische und physiothera
peutische Interventionen
sowie
die
regelmässige Teilnahme an der medizinischen Trainingstherapie.
Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer leidensangepassten Tätigkeit sei aus rein psychiatrischer Optik um 20 %
reduziert
wegen der mit der Depres
sion einhergehenden Beeinträchtigung psychischer Grundfunktionen mit ver
stärkt nach innen gerichteter Selbstwahrnehmung und dysfunktionaler Beschwerde
ver
arbeitung. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in jeglicher Tätigkeit, und zwar seit dem Austritt aus dem
A._
im August 201
6.
Zuvor habe
aus psychiatrischer Sicht bei mittelgradiger depressiver Episode
eine Arbeits
fähigkeit
von etwa 60 bis
7
0 % vorgelegen
(Urk. 7/71/42-43)
.
3.
9
Die RAD-Ärzte Dr.med.
J._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie
,
und Dr.med.
K._
, Facharzt für Psychiatrie un
d Psychotherapie, erach
teten die
B._
-Gutachten
in ihren Stellungnahmen vom 6. und 7. März 2017
(Urk. 7/81/6)
für schlüssig. Die Gutachter
seien
zu plausiblen Diagnosen und nachvollziehbaren Schlussfolgerungen hinsichtlich der bestehenden Leistungsfä
higkeit der Beschwerdeführerin
ge
kommen.
3.1
0
Am 4. Juli 2017 bestätigte der Rheumatologe
Dr. med.
L._
, Facharzt für Rheumatologie und Physikalische Medizin und Rehabilitation,
im Wesentlichen
die
frühere
n
Diagnosen
von Dr.
F._
(vgl. Urk. 7/34) und vom
A._
(vgl. Urk. 7/46), indem er ein chronisch
z
ervi
k
oradikuläres
Reizsyndrom C6 rechts, ein anamnestisches
Impingementsyndrom
der Schulter rechts nach einmaliger Infiltration im Juni 2016 und eine depressive Entwicklung
diagnostizierte
. Er sehe bei der Beschwerdeführerin noch therapeutisches Poten
tial, weshalb er sich nicht primär um die Frage der Arbeitsfähigkeit gekümmert habe, sondern lediglich eine von Dr.
D._
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit übernommen habe (Urk. 3/6).
4.
4.
1
Die
B._
-Fachgutachten vom
18. Januar und 14. Februar
201
7
basieren
unter anderem
auf den Ergebnissen
von Messblättern für obere Gliedmassen vom 12. Januar 2017 (Urk. 7/71/29-31) und
von
einem Laborbefund des
M._
vom
13. Februar 2017 (Urk. 7/71/40). Ihnen liegen die orthopädisch-
traumatologische
und
die
psychiatrische
Untersuchung
vom
12. Januar und 13. Februar 2017
(vgl. Urk.
7/71/20-47
)
zu Grunde. Die
Vora
kten
wurden
berück
sichtigt
(vgl. Urk. 7
/7
1
/
3-7
)
.
Die Gutachter führten jeweils eine Anamnese- und Befunderhebung durch (Urk.
7
/7
1
/
2
0
-25
, Urk.
7
/7
1
/
3
2
-40
).
Es ist zwar richtig, dass sich bei der Anamneseerhebung durch Dr.
G._
ein vereinzelter Fehler eingeschlichen hat, indem der Arzt ausführte, die Versicherte habe auf der linken Körperseite am letzten Arbeitstag eine grosse Schwäche erlitten (Urk. 7/71/22), hatte es doch die rechte Seite betroffen. Ganz klar wurde jedoch in der Folge vor allem die von der Versicherten
als schmerzhaft beklagte dominante rechte Kör
perseite exploriert und von den Gutachtern in die Beurteilung einbezogen, die Kritik von der Beschwerdeführerin deswegen (Urk. 1 S. 6), die das Gutachten als unbrauchbar darstellt, stösst ins Leere.
Weiter
beantwortet
d
as Gesamtgutachten die gestellten Fragen
bidisziplinär
(Urk. 7/71/12-18).
Das psychiatrische Gutach
ten äussert
e
sich explizit zu den Stan
d
ardindikatoren, die zur Beurteilung der
Auswirkungen von psychischen Leiden
auf das Leistungsvermögen
relevant sind (vgl. Urk. 7/71/42-43).
Es
wurde über den Tagesablauf und die Freizeitgestaltung berichtet (Urk. 7/71/21, Urk. 7/71/34-35).
Die Gutachter setzten sich soweit mög
lich mit (zum Teil) anderslautenden Beurteilungen auseinander (vgl. Urk. 7/71/27, vgl. Urk. 7/71/43).
4.
2
Zur somatischen Gesundheitssituation gilt es ferner festzuhalten, dass der begut
achtende
Rheumatologe
Dr.
G._
gestützt auf die erhobenen Unter
suchungs
befunde (Urk. 7/71/21-25)
nachvollziehbar ein chronisches
zerviko
vertebrales
Syndrom
mit
leicht bis mittelgradiger Fun
ktionsein
schränkung fest
stellte
(vgl.
Urk.
7
/7
1
/
26
)
. Er stell
t
e einleuchtend dar, dass die klinische Unter
suchung (vgl. Urk. 7/71/23-24
, Urk. 7/71/30
) eine regelrechte HWS-Lordose gezeigt hatte und ein diffuser Palpationsschmerz über den okzipi
talen und parazervikalen
Sell’schen
Irritationspunkten rechts ohne punktuelle Abgrenz
barkeit festgestellt werden konnte. Die Halswirbelsäulen
beweglichkeit
war
für die
Reklination
und Seitneigung nach rechts funktionsein
ge
schränkt
(vgl. Urk. 7/71/30)
.
Weiter erklärte er in Würdigung der
Vorakten
(vgl. Urk. 7/71/27
, Urk. 7/24/2
)
nachvoll
ziehbar,
dass
die CT-gesteuerte Infiltration im Segment D5/6 keine Beschwerde
linderung, sondern eher eine Beschwerdezunahme gezeigt habe, was den ursäch
lichen Zusammenhang zwischen
Bandscheibenhernierung
und den
g
eklagten Beschwerden widerlege.
Vor diesem Hintergrund
s
ch
eint
eine allfällige
radikuläre
Reizung des Halswirbels C6 rechts, welche die behandelnden Rheumatologen in ihren Berichten festhalten (vgl. Urk. 7/24, Urk. 7/34/1-2, Urk. 7/46, Urk. 3/6), nicht im Vordergrund zu stehen.
In der Diagnoseliste
vom 15. Juni 2017 (Urk.
7/78/4)
schwächte
Dr.
F._
seine Diagnose eines
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts im Gegensatz zu seinen Vorberichten
(vgl. Urk. 7/24/1, Urk. 7/34/1)
insofern ab, als er sie mit dem Zusatz mit
„mögliche
r
” inter
mittierende
r
radikulären
Reizung C6 rechts
auflistete
.
Der orthopädische
Gutach
ter
sah den Grund für die
wechselhafte Sc
hmerz
symptomatik
vordergründig
in der Muskulatur
(vgl.
Urk. 7/71/26
)
und
er
s
ah
sich darin durch den Austrittsbe
richt der Physiotherapie des
A._
vom 5. August 2016 (Urk. 7/34/7-8) bestätigt
(vgl.
Urk. 7/71/27
)
.
Das ist nicht zu beanstanden
, zumal a
uch der
Chiropraktiker
Dr.
C._
, Chiropra
ktiker
SCG/ECU,
in seinem Bericht vom 28. Juni 2017 (Urk. 7/80/1) nach einer Röntgenuntersuchung am 23. März 2017 die muskuläre Komponente als enorm wichtig
erachtet
e
.
Die anderslautenden Beurteilungen vermögen die gutachterliche Diagnose damit
ins
gesamt
nicht in Frage zu stellen
, so dass von dieser
auszugehen
ist
.
Davon abge
sehen ist nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens ent
scheidend, sondern dessen konkrete Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit (
Urteil des Bundesgerichts
9C_273/2017 vom 9. April 201
8
E. 3.2.2
mit Hinweis auf
BGE 136 V 279 E. 3.2.1
).
Des Weiteren verneint
e
der begutachtende Orthopäde gestützt auf seine
m
auf Messblättern der
oberen Gliedmassen basierenden
orthopädischen Befund (vgl.
Urk. 7/71/24
,
vgl. Urk. 7/71/29-31
) nachvollziehbar eine
Impingement
sympto
matik
(vgl. Urk. 7/71/27).
Er erklärte, dass kein Hinweis für eine Schulter
gelenkinstabilität best
anden habe
und dass die
Impingementzeichen
nach Neer,
Jobe
und Hawkins negativ gewesen seien.
Die Beweglichkeit des rechten Schul
tergürtels sei
nur
marginal eingeschränkt
gewesen
, was
heisse
, für etwa 10
Grad in der Seitwärts
-
und Vorwärtsbewegung gegenüber der Gegenseite
(vgl.
Urk. 7/71/24
, Urk. 7/71/30
)
.
Anstelle eines
Impingementsyndroms
in der rechten Schulter
stellte
er
einen deutlichen Druckschmerz über dem
Epiconylus
hu
m
eri
radials
rechts fest (vgl. Urk. 7/71/24). Vor diesem Hintergrund ist es einleuchtend, dass der Gutachter lediglich eine
Epicondylitis
humeri
radials
rechts diagnosti
zierte (vgl. Urk. 7/71/26).
Dies steht
denn auch
im Einklang mit dem Bericht von Prof. Dr.
E._
, der am 4. Dezember 2015
Ansatztendinosen
am radialen
Epico
nylus
humeri
festhielt (vgl. Urk. 7/10/5-7).
Auch die Klink für Rheumatologie des
Z._
e
rwähnte in ihrem Bericht vom 8.
Juni 2016 (Urk. 7/41/1) kein
Impingementsyndrom
der rechten Schulter.
Die anderslauten
den Beurteilungen, welche allesamt ein
Impingementsyndrom
der Schulter rechts
enthalten
(vgl. Urk. 7/24,
Urk.
7/34/1, Urk. 7/46
, Urk. 7/78/4, Urk. 3/6
), vermö
gen
nach dem Gesagten
die gutachterlichen Ausführungen nicht in Frage zu stellen
.
Von der gutachterlichen Diagnose einer
Epicondylitis
humeri
radials
ist folglich auszugehen.
Im Übrigen
ist es
gestützt auf
die weiteren
Untersuchungsbefunde
(Urk. 7/71/24
, Urk. 7/71/30
) und
die gutachterliche
Beurteilung (Urk. 7/71/26-27)
nachvoll
zieh
bar, weshalb
der begutachtende Orthopäde
ein rezidivierendes
thorako-lumbovertebrales
Syndrom ohne wesentliche Funktionseinschränkung
feststellte
(vgl. Urk. 7/71/26). Dies
e
Diagnose
steht im Wesentlichen im Einklang mit
jener
des Rheumatologen Dr.
F._
, der
in seinem Bericht
vom
29. März 2016
(vgl. Urk. 7/24/1)
die Diagnosen eines rezidivierenden
thorakospondylo
genen
Schmerzsyndroms und eines chronisch rezidivierenden
lumbospondylo
genen
Schmerzsyndroms rechts festhielt
.
I
n den
Verlauf
sberichten
bestätigte
Dr.
F._
diese
Diagnosen (vgl. Urk. 7/34/1, Urk. 7/78/4)
. Auch die Berichte der Klinik für Rheumatologie des
Z._
(Urk. 7/41) und des
A._
(Urk. 7/46) äusser
t
e
n
sich in dieser Hinsicht
im Wesentli
chen
übereinstimmend
. Von der eingangs erwähnten gutachterlichen Diagnose ist folglich auszugehen.
Die Röntgenuntersuchung vom Chiropraktiker Dr.
C._
vom 23. März 2017 (Urk. 7/80/1) führt
nicht zu einer anderen
Auffassung
.
Weiter stellte
der orthopädische Gutachter anhand der erhobenen Unter
suchungs
befunde (Urk. 7/71/24
,
Urk. 7/71/29
) einleuchtend die Diagnose von
rezidivieren
de
n
Missempfindungsstörungen der Finger IV – V bei geäussertem Verdacht auf ein
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom (vgl. Urk. 7/71/26).
In Über
ein
stimmung dazu äus
serten die Klinik für Rheumatologie des
Z._
(Urk. 7/41/1) und das
A._
(Urk. 7/46)
einen Verdacht auf
ein
Sulcus-ulnaris-Snydrom
rechts. Zwischen
zeitlich
stellte auch
Dr.
F._
diese
Ver
dachtsd
iagnose (vgl. Urk. 7/34/1).
Der begutachtende Orthopäde
äussert
e
sich
ferner
in
Würdigung der
Vorakten
auch
dazu, weshalb ke
in Karpaltunnelsyndrom und keine
Ol
i
goarthritis
der Hände
anzunehmen seien (vgl. Urk. 7/71/27).
Vielmehr sei gestützt auf seine Untersuchung eine deutliche
Ho
h
lhand
b
eschwielung
festgestellt worden, welche auf eine manuelle Aktivität hindeute (Urk. 7/71/24, Urk. 7/71/27).
Das ist schlüssig
und stellt erhebliche Auswirkungen der Schmerzen
auf das Aktivitäts
niveau
in Frage
.
Jedenfalls ist v
on
den beiden eingangs erwähnten
Diagnosen
nicht
auszugehen.
Mit diesen aus somatischer Sicht relativ geringfügigen Einschränkungen ist es nicht zu beanstanden, dass die Gutachter die Tätigkeit als Kleiderverkäuferin als zumutbar erachteten.
Das
zervikovertebrale
Syndrom mit leicht bis mittelgradiger Funktionseinschränkung
(vgl. Urk. 7/71/26) macht sich insofern bemerkbar, als Tätigkeiten in überwiegenden Zwangshaltungen wie in und über Kopfhöhe ver
mieden werden sollten (vgl. Urk. 7/71/27).
Es ist
aber
im Übrigen gestützt auf die erhobenen Befunde (Urk. 7/71/24-27) mit dem begutachtenden Orthopäden anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin in der Lage ist, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg
auszu
üben
(vgl. Urk. 7/71/27). Dieses Belastungsprofil lässt die bisherige Tätigkeit als Verkäuferin
– allenfalls unter Zuhilfenahme einer Leiter für höhere Regale
– nach der allgemeinen Lebenserfahrung
zu. Es leuchtet daher
auch
ein, dass die anam
nestisch geschilderte lange Phase der Arbeitsunfähigkeit aus Sicht des Gutachters nicht orthopädisch begründbar ist (vgl. Urk. 7/71/27).
Daran ändert die Diagno
seliste von Dr.
F._
vom 15. Juni 2017 (Urk. 7/78/4) nichts, weil
wie vorne erwähnt - rechtsprechungsgemäss eben
nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens entscheidend
ist
, sondern dessen konkrete Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2017 vom 9. April 201
8
E. 3.2.2 mit Hinweis auf
BGE
136 V 279
E.
3.2.1
) und sich aus dieser Diagnoseliste
nicht entnehmen lässt
, inwiefern
sich die
anderslautende
n
Diagnose
n
längerfristig
erheblich auf die Arbeitsfähigkeit aus
wirken würde
n
.
Auch die Arbeitsunfähigkeitseinschätzung des Hausarztes
Dr.
D._
(vgl. Urk. 3/5) und die Äusserungen des
Rheumatologen
Dr.
L._
(Urk. 3/6) vermögen vor dem Hintergrund der schlüssigen gutachterlichen Darle
gungen nicht zu überzeugen
.
4.
3
4.
3
.1
Zur
psychischen
Gesundheitssituation gilt es festzuhalten, dass
der psychiatrische Gutachter i
m Einklang mit den Vorberichten behandelnder Ärzte (Urk. 7/34, Urk. 7/41, Urk. 7/46)
vom Mai
bis Ende August 2016 von einer rezidivierenden depressiven Störung mittleren Grades aus
geht
(vgl. Urk. 7/71/43)
. In schlüssiger
Weise erläutert
e
er danach,
dass
aufgrund der erhobenen Befunde (Urk. 7/71/38
39)
seit dem Austritt aus dem
A._
im August 2016
von einer leichten rezidivierenden Depression auszugehen
ist
(vgl.
Urk. 7/71/40-41, Urk. 7/71/43)
. In diesem Sinne
übereinstimmend
berichtet
e
auch der Rheumato
loge
Dr.
L._
am 4. Juli 2017 (Urk. 3/6)
von einer depressiven Entwick
lung.
Der psychische Gesundheitszustand ist
also
unum
stritten.
Von den gut
achterlich erwähnten Diagnosen ist daher im Nachfolgenden auszugehen.
4.
3
.2
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit attestierte d
er psychiatrische Gutachter für den Zeitraum des Vorliegens einer mittelgradigen Depression eine Arbeitsunfähigkeit von 30
bis 40
% und für die Zeit, ab der von einer leichtgradigen Depression ausgegangen wird, eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (vgl. Urk. 7/71/42-43).
Die Äusserungen des psychiatrischen Gutachters
zur Ausprägung der diagnose
inhärenten Befunde
,
zum
Behandlungs
erfolg
,
zur Behandlungs
resistenz, zu de
n Komorbiditäten sowie
zu den persönlichen und sozialen Ressourcen
(vgl. Urk. 7/71/42-43)
sind nachvollziehbar
.
Sie
würden
eine geringfü
gige funk
tionelle Einschränkung, wie sie der
psychiatrische
Gutachter
Dr.
H._
attestiert hat,
nicht per se aus
schliessen
.
Hinsichtlich der Ausführungen unter der Kategorie
Konsistenz
fehlt es jedoch an schlüssigen
medizinischen
Begründung
en
.
E
rstens
erklärte d
er begutachtende Gutachter pauschal, es bestehe eine Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen (vgl. Urk. 7/71/43).
Bezüglich
des
Aktivitä
tenniveaus
lässt sich der Aktenlage
aber
entnehmen, dass d
ie Beschwerdeführerin die Zwillinge weck
t
, sie für die Schule
fertigmach
t
, für sie mittags und abends das Essen vorbereite
t
, sich noch mit ihnen beschäftig
t
und sie gegen 21 Uhr ins Bett bring
t
(
vgl. Urk.
7/
71
/34)
.
Zudem fährt
sie auch Auto
(
vgl.
Urk. 7/
71
/35)
.
Die Beschwerdeführerin berichtete weiter, dass
Unternehmungen wie Veranstaltungs
besuche, Kinogänge oder Ausflüge durchaus vor
kämen
. Sie mache mit den Kindern gerne einen kleineren Ausflug.
Letztlich sei ma
n im Sommer vergange
nen Jahres in Sardinen und
im Herbst in Serbien
gewesen. Für die Frühlingsferien sei eine weitere Reise nach Serbien geplant (Urk. 7/
71
/35).
Gestützt
auf die
se
A
ngaben der Beschwerdeführerin zur Kindererziehung
,
zum Autofahren,
zur Frei
zeitgestaltung und
zu Ferienreisen
sind
in keinem dieser Lebensb
ereiche Ein
schränkung
en
des Aktivitätsniveaus ersichtlich.
Einzig die Haushaltsführung erscheint gemäss ihren Ausführungen beeinträchtigt, weil es ihr schwer falle Staub zu saugen und Wäsche aufzuhängen (vgl. Urk. 7/
71
/34). Diese Beeinträch
tigungen scheint die Beschwerdeführerin gestützt auf ihre Darlegungen jedoch auf Einschränkungen der körperlich
en Belastbarkeit zurückzuführen
und nicht etwa auf psychische Beschwerden.
Angesichts des Aktivitätsniveaus in mit dem Beruf vergleichbaren Lebens
bereichen
(vgl. Urk. 7/71/34-35)
wäre eine Ein
schränkung der Arbeits
fähigkeit
als Verkäuferin
, die mit psychischen Beschwer
den begründet wäre,
ungleich
mässig ausgeprägt.
Das
wäre
inkonsistent.
Eine Ein
schränkung der Arbeits
fähigkeit erscheint daher insoweit entgegen den Ausführungen des begut
achtenden Psychiaters nicht als angezeigt.
Zweitens
begründet der begutachtende Psychiater den behandlungsanamnestisch ausge
wiesenen Leidensdruck
vorder
gründig
mit Therapien, die das somatische Leiden behandeln (vgl. Urk. 7/71/43), was nicht schlüssig ist, weil es
hier
um einen all
fälligen Leidensdruck im Zusammenhang mit dem psychischen Leiden geht.
Folg
lich
genügen
die
gutachterlichen Äusserungen zu den Indikatoren
nicht den nor
mativen Vorgaben
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.4). Die psychisch bedingte gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit
kann daher
mangels Schlüssigkeit
nicht übernommen werden.
Trotzdem können
die funktionellen Auswirkungen der psychischen Erkrankung
bei der vorliegen
den Sachlage
durch das Gericht beurteil
t werden
(U
rteil des Bundesgerichts 8C_409/2017 vom 21. März 2018 E. 4.3; vgl. v
orne E. 1.2-1.
4
)
:
4.
3
.3
Der begutachtende Psychiater Dr.
H._
schreibt
im
Gutachten, dass die diagnoserelevanten Befunde leicht ausgeprägt seien
und stellt daher die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, leichte Episode
(
ICD-10 F33.0;
vgl.
Urk. 7/71/42). In der
Begutachtung der Beschwerdeführerin
hat er tatsächlich
nur wenig ausgeprägte Befunde und Symptome erhoben
(Urk. 7/
71
/38-40). Unter diesen Umständen erscheint es
fragwürdig
,
ob überhaupt ein Leiden von erhebli
cher Ausprägung ausgewiesen ist.
Ein wichtiger Indikator für den funktionellen Schweregrad ist weiter der Behand
lungserfolg beziehungsweise die Behandlungsresistenz, also Verlauf und Aus
gang von Therapien. Psychische Störungen der hier interessierenden Art gelten nach der Rechtsprechung nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeu
tisch nicht (mehr)
angehbar
sind (BGE 141 V 281 E. 4.3.
2.1). Zu diesem Punkt hielt Dr.
H._
in Übereinstimmung mit seiner psychiatrischen Beurteilung (vgl. Urk. 7/71/40-41) widerspruchsfrei fest, dass unter der laufenden psychiatri
schen beziehungsweise psychotherapeutischen Behandlung ein
schliesslich der
Psychopharmakotherapie eine gewisse Stabilisierung im Sinne einer Teil
remission erkennbar war, wenngleich noch keine vollständige Remission der Depression eingetreten war (Urk. 7/71/42). Die Prognose aus psychiatrischer Sicht sei aber gut (vgl. Urk. 7/71/43). Vor diesem
Hintergrund ist
ein
Behandlungser
folg respektive
keine
Behandlungsresistenz a
nzunehmen
.
Nebst der leichten rezidivierenden Depression erwähnt der psychiatrische Gut
achter in korrekter Weise degenerative Veränderungen am Stütz- und Bewe
gungs
apparat, wie sie sich aus dem orthopädisch-rheumatologischen Fachgut
achten (Urk. 7/71/20-28) ergeben
würden
(Urk. 7/71/42).
Den soma
tischen Diagnosen i
st
in Wechselwirkung mit dem psychischen Leiden
ressou
r
c
en
hem
mende Wirkung
beizumessen
.
S
ie sind somit rechtsprechungsgemäss als rechtlich bedeutsame Komorbidität einzustufen (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1).
Bei der
Kategorie Persönlichkeit
(vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.2) können keine auf
fälligen Persönlichkeitsaspekte genannt werden, die für die Leistungsfähigkeit wesentlich einschränkend auffallen würden. Eine Persönlichkeitsstörung liegt nicht vor.
Der begutachtende Psychiater erwähnt gute persönliche Ressourcen in komplexen Ich-Funktionen (Urk. 7/71/42). Er schreibt, dass die Beschwerde
führerin durchaus in der Lage sei, mit ausreichender Flexibilität auf das Gegen
über und die jeweilige Situation zu reagieren (vgl. Urk. 7/39/47)
,
weshalb
der Umstand, dass die Beschwerdeführerin einen etwas
asthen
-selbstunsicheren und ängstlich-vermeidenden Eindruck hinterlässt, nicht
entscheidend
ins Gewicht fällt
.
Hinsichtlich
des sozialen Kontexte
s
sind
mobilisierende Ressourcen vorhanden, weil die Beschwerdeführerin
neben ihren Eltern und Kindern
über einen
intakten
und verlässlichen
Freundesreis
verfügt (vgl. Urk. 7/71/37) und sich gerne mit Kolleginnen trifft (Urk. 7/71/3
). Das dürfte
sich auf eine berufliche Tätigkeit positiv auswirken. Jedoch bestehen auch die nicht
ganz
zufriedenstellend erlebte, partnerschaftliche Konstellation mit sich latent andeutenden Ehekonflikten, die sich in Übereinstimmung mit dem psychiatrischen Gutachter e
her negativ auf das
Leistungsvermögen auswirken dürfte
n
(vgl. Urk. 7/71/42)
.
Dass die Beschwerdeführerin in anderen Lebensbereichen nicht in einem Masse eingeschränkt ist,
das
mit der gutachterlich attestierten 20%igen Einschränkung im erwerblichen Bereich übereinstimmt, wurde dargelegt
(vgl. vorne E. 4.4.2).
Letztlich
gilt es hinsichtlich des Leidensdrucks Folgendes festzuhalten: Gemäss Aktenlage wurde die Beschwerdeführer im Jahre 2003 von einem Dr.
I._
psychiatrisch-psychotherapeutisch betreut. Danach ha
be
sie jahrelang keine solche Behandlung mehr gem
acht, jedoch die Antidepressiva
durch den
Haus
arzt Dr.
D._
erhalten. Seit 2016 sei sie wieder in Fachbehandlung bei Dr.
I._
. Sie
konsultiere ihn alle zwei bis drei Wochen (vgl. Urk. 7/71/41). Vor diesem Hinter
grund ist in dem Sinne ein konstantes Verhalten ersichtlich, als dass die Beschwerdeführerin seit den verstärkten psychischen Beschwerden im Mai 2016 nebst den Psychopharmaka wieder eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aufgenommen hat. Somit
ist
im Ergebnis
mit dem psychiatrischen Gutachter
– jedoch mit anderer Begründung
(vgl. Urk. 7/71/43)
festzuhalten,
dass ein
gewisser
Leidensdruck
feststellbar
ist
.
4.
3
.4
Insgesamt
betrachtet
ist aufgrund der
geringen
Ausprägung des psychischen Leidens, aufgrund de
s
Behandlungserfolg
s
und der nicht ausgewiesenen Behand
lungsresistenz
,
sowie
aufgrund de
s
erheblichen Aktivitätsniveau
s
in
mit dem Berufsbereich
vergleichbaren Lebensbereichen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit von keinem psychischen Gesundheitsschaden auszugehen, der die gut
achterlich attestierte 20%ige Einschränkung zu rechtfertigen vermöchte
.
Der Leidensdruck fällt
nicht derart stark ins Gewicht, weil einerseits vom Jahr 2003 bis 2016 und damit über eine lange Zeit keine
ambulante
psychiatrische
Behand
lung
notwendig war, und anderseits, weil noch nie eine stationäre psychiatrische Behandlung stattgefunden
hat
.
Daran änder
t
in der umfassenden Gesamtbetrach
tung die vorhandene somatische Komorbidität
und die insoweit plausible Dar
stellung des Psychiaters, es liege
aufgrund einer
dysfunktionalen Beschwerdever
arbeitung
eine
Reduktion der psychischen Grundfunktion
v
or (vgl. Urk. 7/71/43), nichts.
Sie
erscheint
im Gesamtkontext
nicht erheblich.
Letztlich
ist
es
angesichts des eruierten funktionellen Schweregrads der psychischen Störung und anhand der Gesichtspunkte des Verhaltens der Beschwerdeführerin auch nicht
nachvoll
ziehbar, weshalb
sich die gutachterlich erwähnte verstärkt nach innen gerichtete Selbstwahrnehmung (vgl.
Urk. 7/71/43) funktionell auf die Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit auswirken sollte.
Folglich
ist
für den
eingangs umschriebenen
Zeitraum
von
keinen funktio
nellen Auswirkungen der psychischen Erkrankung auf die
Arbeitsfähigkeit auszugehen.
4.
4
Aus dem Gesagten folgt, dass dem
bidisziplinären
Gutachten mit dem beschrie
benen Tätigkeitsprofil einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg, ohne überwiegende Zwangshaltungen wie in und über Kopfhöhe (Urk. 7/71/10), gefolgt werden kann.
Diese Arbeit kann die Versicherte zu 100 % ausüben. Dazu
sind
die Tätigkeit als Kleiderverkäuferin und auch eine Vielzahl anderer angepasster Tätigkeiten zu zählen.
Die Beschwerde ist mithin abzuweisen.
5
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.