Decision ID: 63502bba-5333-4554-b44a-39d6d701ca0e
Year: 2011
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
gebunden. Die Steuerverwaltung habe den Sachverhalt unter steuerlichen
Gesichtspunkten zu beurteilen. Die tatsächliche Nutzung oder die aktuelle
Zweckbestimmung eines Vermögensobjektes bestimme die Zuordnung zum
Geschäfts- resp. Privatvermögen. Die aktuelle Zweckbestimmung –
Vermietung und Verpachtung gelten grundsätzlich als private Nutzung – sei
stärker zu gewichten als die buchhalterische Behandlung.
Es werde nicht in Abrede gestellt, dass der Sohn ein Anrecht auf die
Übernahme des landwirtschaftlichen Betriebes habe. Daraus könne aber nicht
abgeleitet werden, dass die Verpachtung an einen Dritten für mindestens
zwölf Jahre nur vorübergehender Natur sei, da dies der Praxis des
Bundesgerichts klar nicht mehr entspreche. Auch wenn sie keine
diesbezügliche Weisung erlassen habe, sei ihre Praxis konstant und den
Treuhändern im Kanton sicher auch bekannt. Bei den Praxisfestlegungen
handle es sich um Verwaltungsverordnungen im Sinne von
Dienstanweisungen, welche nicht publiziert werden müssten. Die dargestellte
Praxis werde in allen Fällen angewendet, in denen die Verpachtung vor dem
1. Januar 2011 erfolgte und kein Revers gewährt werden konnte. Abgestellt
werde auf den Zeitpunkt der Verpachtung und die zu diesem Zeitpunkt
geltenden gesetzlichen Grundlagen. Die Neuerungen des
Unternehmenssteuerreformgesetzes II seien am 1. Januar 2011 in Kraft
getreten und könnten früher nicht zur Anwendung gelangen, auch wenn sich
daraus unweigerlich gewisse Ungleichbehandlungen ergeben könnten, zumal
es hier um die Steuerperiode 2007 gehe.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird soweit erforderlich
in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren sind die Einspracheentscheide
vom 1. November 2010. Umstritten und zu prüfen ist, ob die
Beschwerdegegnerin die Verpachtung des Landwirtschaftsbetriebes der
Beschwerdeführer für 12 Jahre an einen Dritten zu Recht nicht als
vorübergehende Massnahme beurteilte und dementsprechend keinen
Besteuerungsaufschub gewährte, worauf sie eine Überführung vom
Geschäfts- ins Privatvermögen annahm und dementsprechend besteuerte.
2. Gemäss Feststellungsverfügung nach Art. 84 des Bundesgesetzes über das
bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) des GIHA sind die
Beschwerdeführer Eigentümer eines landwirtschaftlichen Gewerbes i.S.v. Art.
7 BGBB. Wie nachfolgend auszuführen sein wird, kann es infolge einer
Verpachtung eines solchen landwirtschaftlichen Gewerbes zu einer
Privatentnahme, d.h. einer Überführung vom Geschäftsvermögen ins
Privatvermögen kommen, wobei sich an der Qualifikation aus Sicht des BGBB
nichts ändert. Die Feststellung des GIHA hat vorliegend jedoch keinen
direkten Einfluss auf die von ihrer Natur her eigenständige steuerrechtliche
Beurteilung der Sachlage.
3. a) Für die Beurteilung der Besteuerung der Beschwerdeführer für das Jahr 2007
massgebend sind die bis Ende 2010 gültigen Art. 18 Abs. 2 des
Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; BR 720.000) bzw. Art. 18
Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11),
wonach zu den Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit auch alle
Kapitalgewinne aus Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger
Aufwertung von Geschäftsvermögen zählen. Der Veräusserung gleichgestellt
ist die Überführung von Geschäftsvermögen in das Privatvermögen sowie die
ganze oder teilweise Verlegung der Erwerbstätigkeit ausserhalb der Schweiz.
Art. 7 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung zum Steuergesetz für den Kanton
Graubünden (VVzStG, BR 720.010), in Kraft bis 31. Dezember 2007 und
somit massgebend für die Steuerperiode 2007, hält fest, dass die
Verpachtung eines Geschäftsbetriebes, wenn sie nicht vorübergehender
Natur ist, als Überführung in das Privatvermögen gelte.
b) Für die Steuerperiode 2007 nicht massgebend ist die
Unternehmenssteuerreform II, welche zu einer gesetzlichen Anpassung des
StG als auch des DBG per 1. Januar 2011 führte. Eine Vorwirkung von
Gesetzen ist ausgeschlossen (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2010, N 327 f.), auch wenn es dadurch
in der Übergangsphase zu Ungleichbehandlungen kommen kann.
Ebenso nicht massgebend sind die Praxisänderungen in den Kantonen Bern
und Thurgau. Die Kantone sind eigenständig und nicht verpflichtet eine
Praxisänderung anderer Kantone zu übernehmen. Des Weiteren ist
festzuhalten, dass die Kantone Bern und Thurgau die Praxisänderungen, auf
welche sich die Beschwerdeführer berufen, erst ab 2008 eingeführt haben.
Auch hier gilt wiederum der Grundsatz, dass eine Vorwirkung einer Änderung
nicht möglich ist. Vorliegend handelt es sich um die Steuerschuld für das Jahr
2007. Änderungen, welche erst später erfolgten, haben keinen Einfluss auf
die Beurteilung der Besteuerung, auch wenn die Veranlagung, welche
vorliegend bemängelt wird, erst zu einem späteren Zeitpunkt stattgefunden
hat.
4. a) Die Praxis der Steuerverwaltung Graubünden bezüglich eines
Besteuerungsaufschubes bei einer definitiven Aufgabe der selbstständigen
Tätigkeit und der damit einhergehenden Verpachtung der
Geschäftsliegenschaften ist klar dargelegt und auch rechtsgenüglich
nachgewiesen worden, obwohl diesbezüglich keine offizielle Weisung
bestand. Die Steuerverwaltung stützt sich dabei auf die gesetzlichen
Grundlagen. Danach hat im Falle eines Steueraufschubs der Verpächter eine
schriftliche Erklärung (sog. Revers) beizubringen, aus der hervorgeht, dass
die Liegenschaft weiterhin als Geschäftsvermögen zu qualifizieren ist und die
daraus fliessenden Einkünfte Erwerbseinkommen darstellen. Ein Aufschub für
die Dauer von 5 Jahren wird gewährt, wenn die Verpachtung als
vorübergehende Massnahme bis zur definitiven Abtretung der Liegenschaften
an die Nachkommen gilt.
Bei einer Verpachtung an Dritte, d.h. nicht erbberechtigte Familienmitglieder,
wird in der Regel kein Besteuerungsaufschub gewährt. Einzige Ausnahme ist
die Situation, in der infolge Unfall oder Tod des Betriebsleiters die noch
minderjährigen oder noch in Ausbildung stehenden Nachkommen den Betrieb
noch nicht selber übernehmen können. Bezüglich der Ausnahmefälle bei einer
Verpachtung an erbberechtigte Familienmitglieder kann vollumfänglich auf die
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden.
b) Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführer die selbstständige
Tätigkeit als Landwirte aufgegeben und dazu den Landwirtschaftsbetrieb für
eine Dauer von 12 Jahren verpachtet haben. Obschon der Sohn der
Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Verpachtung sämtliche Ausbildungen
abgeschlossen hatte und aufgrund seines Alters den Betrieb durchaus hätte
übernehmen können, wurde der Landwirtschaftsbetrieb an Dritte und nicht
familienintern verpachtet. Der vorliegende Sachverhalt kann damit unter
keinen der Ausnahmefälle gemäss der Praxis der Steuerverwaltung
subsumiert werden, womit ein Steueraufschub grundsätzlich zu Recht nicht
gewährt wurde.
5. a) Die Beschwerdeführer machen geltend, aufgrund des vorübergehenden
Charakters der Verpachtung sei ein Besteuerungsaufschub trotzdem zu
gewähren. Es sei nicht ausgeschlossen, dass ihr Sohn zusammen mit seiner
Familie den Betrieb nach 12 Jahren Verpachtung übernehmen werde. In
einem Brief vom 26. Januar 2011 bekundete dieser sein Interesse an einer
Übernahme des Betriebes und erklärte dabei, den Zeitpunkt einer Übernahme
selbst bestimmen zu wollen. Der Betrieb in ... sei unabhängig von der
momentanen Tätigkeit im landwirtschaftlichen Betrieb der Familie seiner Frau
zu beurteilen.
Die aufgeführte Argumentation der Beschwerdeführer vermag nicht zu
überzeugen, dass es sich vorliegend um eine Verpachtung vorübergehender
Natur handelt, wie es Art. 7 VVzStG als Voraussetzung für einen
Steueraufschub forderte. Die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden hat
dazu, wie bereits erwähnt, verschiedene Ausnahmefälle festgelegt, welche
gerade eben für den vorübergehenden Charakter einer solchen Verpachtung
sprechen würden. Nachfolgend ist zu prüfen, ob trotz Nichterfüllung eines
solchen Ausnahmefalles vorliegend eine vorübergehende Verpachtung
vorliegt. Ob eine Verpachtung endgültigen oder nur vorübergehenden
Charakter hat, ist dabei nach der Gesamtheit der tatsächlichen Verhältnisse
zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 1998, 2A.172/1996, E.
3b). Demzufolge ist darauf abzustellen, ob die konkreten Umstände eine
spätere Rückkehr der Beschwerdeführer oder ihrer Nachkommen realistisch
erscheinen lassen oder nicht.
b) Der Sohn der Beschwerdeführer hat seine Ausbildung 2004 abgeschlossen
und ist seither als Agrar-Ingenieur im Berner Oberland tätig, wobei er
zusätzlich im Landwirtschaftsbetrieb seiner Ehefrau mitarbeitet. Aufgrund
seiner Ausbildung und seines Alters, wäre der Sohn in der Lage gewesen,
den landwirtschaftlichen Betrieb der Beschwerdeführer zu übernehmen, als
sich diese aus gesundheitlichen Gründen zurückzogen. Wie aus der
Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin hervorgeht, war der Sohn bis im
Frühjahr 2007 noch als Wochenaufenthalter in ... gemeldet, wobei er sich kurz
vor Abschluss des Pachtvertrages am 12. März 2007 definitiv nach Unterseen
(Kt. Bern) abmeldete. Entgegen der Ansicht des Sohnes der
Beschwerdeführer ist seine Mitarbeit im Betrieb seiner Ehefrau durchaus von
Bedeutung. Sein Verhalten, d.h. die definitive Wohnsitznahme in Unterseen
kurz vor Verpachtung des elterlichen Betriebes und seine Mitarbeit im Betrieb
seiner Ehefrau, lassen eine Übernahme des Betriebes der Beschwerdeführer
durch den Sohn als unwahrscheinlich erscheinen. Es sind im Weiteren auch
keine überzeugenden Gründe ersichtlich, welche gegen eine Übernahme zum
Zeitpunkt der Verpachtung gesprochen hätten. Lediglich das Bedürfnis
Berufserfahrung sammeln zu wollen, stellt keine überzeugende Begründung
dar, nicht bereits 2007 in der Lage gewesen zu sein, den elterlichen Betrieb
zu übernehmen.
c) Obschon die Beschwerdeführer erklärten, eine Übernahme des elterlichen
Betriebes der Ehefrau ihres Sohnes in Unterseen sei ausgeschlossen,
begründeten sie diese Aussage in keiner Weise. Eine Übernahme des
Betriebes in Unterseen durch den Sohn und seine Ehefrau ist somit ebenso
zu berücksichtigen wie die Übernahme des Betriebes in ... Im Hinblick darauf,
dass der Sohn der Beschwerdeführer seit längerem im Berner Oberland lebt,
sich sein Lebensmittelpunkt ebenfalls im Berner Oberland befindet und seine
Kinder dort aufwachsen, erscheint eine Übernahme des elterlichen Betriebes
als eher unwahrscheinlich.
d) Die Beschwerdeführer haben bei der Verpachtung ihres Betriebes sämtliches
Inventar sowie den gesamten Viehbestand an den Pächter verkauft. Dies ist
aufgrund der 12jährigen Pachtdauer nachvollziehbar. Sollte der Sohn aber
tatsächlich den Betrieb übernehmen wollen, müsste er nun sämtliches
Inventar neu kaufen. Die Veräusserung des Inventars sowie des
Viehbestandes sprechen unter den gegebenen Umständen für eine definitive
Aufgabe des Betriebes.
e) Gemäss Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die landwirtschaftliche Pacht
(LPG; SR 221.213.2) beträgt bei einer erstmaligen Verpachtung die
Mindestpachtdauer für landwirtschaftliche Gewerbe 9 Jahre, wobei gemäss
Abs. 3 eine kürzere Pachtdauer bei Vorliegen sachlicher Gründe möglich aber
bewilligungspflichtig wäre. Wenn nun die Beschwerdeführer argumentieren,
ihr Sohn sei noch nicht bereit gewesen den landwirtschaftlichen Betrieb zu
übernehmen, ihn aber in Zukunft höchstwahrscheinlich übernehmen werde,
erscheint es fraglich, warum die Beschwerdeführer über die minimale
Pachtdauer hinausgegangen sind. Um dem Sohn noch etwas
Entscheidungsspielraum und Zeit für die Erlangung von Berufserfahrung zu
verschaffen, wäre lediglich eine Pachtdauer von 9 Jahren nötig gewesen. Die
Vereinbarung einer längeren Pachtdauer spricht damit für eine definitive
Aufgabe des Betriebes. Die Argumentation, eine vorzeitige Auflösung wäre
aufgrund von Art. 15 Abs. 1 LPG jederzeit möglich, vermag nicht vom
Gegenteil zu überzeugen. Eine Nachfolge des Sohnes der Beschwerdeführer
erscheint damit nicht wahrscheinlicher. Eine voraussichtliche Rückkehr der
Beschwerdegegner selbst oder ihres Sohnes ist trotz der Möglichkeit einer
vorzeitigen Auflösung des Pachtvertrages nicht absehbar.
f) Obschon das Bundesgericht eine Verpachtung, welche zur Überbrückung der
Zeit bis zur definitiven Übergabe/Verkauf an die Nachkommen gedacht war,
als vorübergehend beurteilte, entschied es, dass eine Pachtdauer von 10
Jahren indessen zur Bejahung des endgültigen Charakters der Verpachtung
führe. Werde der Übergang eines geschäftlichen Betriebs auf Rechnung
künftiger Erbschaft geplant, sei er grundsätzlich innert einer angemessenen
Frist von ca. drei bis vier Jahren vorzunehmen, andernfalls die Verpachtung
einen Liquidationsfall bzw. eine Privatentnahme darstelle (Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juli 1998, 2A.172/1996, E. 3b).
Indem die Beschwerdeführer ihren Landwirtschaftsbetrieb für 12 Jahre
verpachtet haben, liegt gemäss Bundesgericht eine endgültige Verpachtung
vor. Obwohl, wie die Beschwerdeführer ausführen, die Verpachtung nur zur
Überbrückung der Zeit bis zur definitiven Übergabe an ihren Sohn erfolgte,
kann gemäss Bundesgericht ein solcher Fall nur angenommen werden, wenn
die Übergabe auch innert einer angemessenen Frist erfolgt, welche auf ca. 3-
4 Jahre festgelegt wurde. Unter diesen Umständen ist auch gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine vorübergehende Verpachtung
anzunehmen.
g) Der vorliegende Sachverhalt lässt eine Übernahme durch die Nachkommen,
d.h. durch den Sohn der Beschwerdeführer nicht als absehbar erscheinen.
Indem die Ehefrau des Sohnes der Beschwerdeführer ebenfalls einen
elterlichen Betrieb vorweisen kann, der Sohn selbst seinen Wohnsitz erst kurz
vor der Verpachtung seines elterlichen Betriebes nach ... verlegte und seine
Kinder im ... zu Hause sind, erscheint eine spätere Übernahme des Betriebes
durch den Sohn der Beschwerdeführer nicht als naheliegend und es ist somit,
in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, von einer
definitiven Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit der
Beschwerdeführer auszugehen. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht
keinen Besteuerungsaufschub gewährt, indem sie von der Endgültigkeit der
Verpachtung ausgegangen ist.
6. Die Beschwerdeführer rügen, die Steuerbehörde habe durch die Missachtung
des Schreibens der SSK Gruppe Landwirtschaft vom Januar 2002 gegen Treu
und Glauben verstossen. Entgegen ihrer Ansicht handelt es sich beim
Kreisschreiben der Arbeitsgruppe Landwirtschaft der Schweizerischen
Steuerkonferenz (SSK) vom 23. Januar 2002 über die
„Kapitalgewinnbesteuerung bei Verpachtung von bisher
selbstbewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieben“ lediglich um eine
Empfehlung an die Kantone. Die Steuerverwaltung Graubünden war nicht zu
dessen Anwendung verpflichtet. Auch wenn die Steuerverwaltung
Graubünden die Empfehlung der Arbeitsgruppe Landwirtschaft übernommen
hätte, wäre es nicht zu einer gegenteiligen Beurteilung der Verpachtung als
lediglich vorübergehender Massnahme gekommen; denn vorliegend
überwiegen die Argumente, welche für eine definitive Aufgabe des Betriebes
sprechen, die Argumente einer lediglich vorübergehenden Massnahme
eindeutig. Die Beschwerde erweist sich somit auch diesbezüglich als
unbegründet.
7. Die Verpachtung des Landwirtschaftsbetriebes der Beschwerdeführer an
einen Dritten, d.h. nicht erbberechtigtes Familienmitglied, fällt vorliegend nicht
unter die Ausnahmetatbestände, welche einen Besteuerungsaufschub
gemäss steuerrechtlicher Praxis im Kanton Graubünden für das Jahr 2007
rechtfertigen würden. Ebenso lässt die berufliche und familiäre Situation des
Sohnes der Beschwerdeführer eine Übernahme des elterlichen Betriebes
nicht als realistisch erscheinen, womit nicht von einer vorübergehenden
Massnahme gesprochen werden kann. Sowohl gemäss kantonaler Praxis als
auch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung und gestützt auf Art. 7
VVzStG ist kein Besteuerungsaufschub zu gewähren, womit der
Landwirtschaftsbetrieb zu Recht vom Geschäfts- in das Privatvermögen
überführt worden ist. Die angefochtenen Einspracheentscheide erweisen sich
daher als rechtmässig und die dagegen erhobene Beschwerde ist
abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten
zulasten der Beschwerdeführer als unterliegende Partei (Art. 73 Abs. 1 VRG).
Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu
(Art. 78 Abs. 2 VRG).