Decision ID: 82234f10-853d-4f2f-bde8-4abbb52758b4
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1983,
arbeitete zuletzt seit
August
2003
als Business Manager
bei der
Y._
AG
(
Urk.
7/37). Unter Hinweis auf chronische Schmerzen meldete sie sich erstmals am
7.
Februar 2009 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6). Nachdem die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Schwyz, IV-Stelle, die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
7/9,
Urk.
7/11-12) abgeklärt hatte, teilte sie der Ver
sicherten am 1
5.
April 2009 mit, dass zurzeit keine beruflichen Massnahmen notwendig seien (
Urk.
7/15). Mit Verfügung vom 1
3.
November 2009 (
Urk.
7/22) verneinte sie sodann einen Rentenanspruch der Versicherten mangels dauernder Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40
%
.
1.2
Am 2
3.
Januar/
1
2.
Februar 2013 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/24
,
Urk.
7/27
).
D
ie Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte
Abklärungen der medizinischen und erwerbli
chen Situation (
Urk.
7/
31-35,
Urk.
7/37-39
,
Urk.
7/54
) und gewährte der Versi
cherten Frühinterventionsmassnahmen
in Form
eine
r
Laufbahnberatung (
Urk.
7/40) sowie ein
es
Job Coaching
s
(
Urk.
7/45).
Im April 2014 schloss die IV
Stelle die Frühinterventionsmassnahmen ab (
Urk.
7/57)
und veranlasste eine rheumatologische sowie psychiatrische Begutachtung, über welche am 2
8.
Mai respektive
2.
Juni 2014 berichtet wurde (
Urk.
7/65,
Urk.
7/67).
Die zuständige Pensionskasse entrichtet der Versicherten
eine Teilinvalidenrente (
Urk.
7/49,
Urk.
7/93).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/70,
Urk.
7/79,
Urk.
7/83,
Urk.
7/85,
Urk.
7/94,
Urk.
7/105,
Urk.
7/111) verneinte die IV-Stelle mit Verfü
gung vom 2
2.
Januar 2015 (
Urk.
7/113 =
Urk.
2) einen Rentenanspruch der Versicherten.
2.
Die Versicherte erhob am 1
9.
Februar 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
2.
Januar 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente zuzusprechen. Eventuell seien weitere medizinische Abklärungen, insbesondere ein Gerichtsgutachten, anzuordnen (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
April 2015 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde. Am 2
4.
August 2015 beantragte die Beschwerdeführerin
ferner
, es sei das rheumatologische Gutachten aus dem
Recht zu weisen (
Urk.
14 S. 1), was der Beschwerdegegnerin am 2
6.
August 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
16).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der vorliegend angefochtenen Verfügung (Urk.
2) gestützt auf die erfolgten Abklärungen fest, es seien zwar Diagnosen ausgewiesen, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Diese würden jedoch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begründen. Die bisherige Tätig
keit als Bankangestellte sei optimal angepasst und der Beschwerdeführerin zu 100
%
zumutbar
. Die Beschwerdeführerin benötige einzig eine halbe Stunde Pause pro
Halbtag
, was allerdings nicht rententangierend sei
.
Auf weitere medi
zinische Untersuchungen könne verzichtet werde
n (S. 2 f.
).
2.2
Demgegenüber
vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt,
sie leide an einer hypermobilen Form des Ehlers-
Danlos
-Syndroms. Auf
das
rheumatologi
sche
Gutachten könne nicht abgestellt werden.
Das Gutachten
verneine diese Diagnose und sei zudem
unvollständig, da e
s sich nicht zur
Fatigue
äussere
und auch bezüglich der Schmerzproblematik unvollständig
sei
. Sodann sei im Gut
achten eine Skoliose verneint worden, obwohl radiologisch eine linksseitige Torsionsskoliose nachgewiesen worden sei
.
Das Gutachten sei
zudem aufgrund
wirtschaftlicher Abhängigkeit der Sachverständigen von der
Beschwerdegegne
rin
aus dem Recht zu weisen
(
Urk.
1 S. 4 ff.
;
Urk.
8 S. 1
;
Urk.
14 S. 1 f
f
.
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.
3.
3.1
Die Ärzte des
Z._
, Abteilung für Stoffwechsel
krank
heiten,
führten mit Bericht vom 2
7.
Mai 2011 (
Urk.
7/77/4-6) folgende Diagno
sen auf (S. 1):
Hyperlaxizitätssyndrom
mit Fingerarthralgien
c
hronische Schmerzen im Nacken- und Schultergürtelbereich, mehrheit
lich muskulären Ursprungs
c
hronische lumbale Rückenschmerzen seit der Jugend, aktuell wohl mehr
heitlich überlastungsbedingt
Einschlafparästhesien
der rechten Hand
sowie
Kribbelparästhesien
planta
pedis
rechts unklarer Ätiologie
Eisen- und
Vitamin B12
Mangel
,
supplementiert
Status na
ch Behandlung im interdisziplin
ären Schmerzprogramm des
A._
im Jahr 2008
Diagnosen 1-3 möglicherweise verursacht durch ein
Hypermobilitätssyn
drom
, Differentialdiagnose (DD) hypermobiles Ehlers-
Danl
os
-
Syndrom
(EDS)
Typ III
Die Kleinfinger sei
en deutlich mehr als 90 °
extend
ierbar
. Ellbogen und Kniege
lenke seien nicht überstreckbar. Die Handgelenke seien grenzwertig
überdehn
bar
und die Beschwerdeführerin könne den Boden bei gestreckten Beinen mit den Händen problemlos berühren. Es ergebe sich somit ein
Beighto
n
Score von 4/
9.
Ferner leide die Beschwerdeführerin an Arthralgien während drei Monaten in mehr als vier Gelenken und weise einige Nebenkriterien wie
Stria
atropica
, Hype
rextensibilität sowie Besenreis
ervenen im
Thoraxbereich
auf, weshalb defi
nitiv ein Gelenkshypermobilitätssyndrom vorliege.
Die Beschwerdeführerin w
erde zur Hautbiopsie aufgeboten. Dadurch solle geklärt werden,
ob die Gelenkshypermobilität in d
en Formenkreis der Bindegewebs
krankheiten
gehöre
respektive
ein
EDS
Typ
III
vorliege
(S. 2).
Mit Schreiben vom
1.
März 2012 (
Urk.
7/77/7)
informierten die Ärzte des
Z._
über die erfolgte Hautbiopsie. Die Elektro
nen
mikroskopie weise Kollagen- und Elastin
-P
athologien mit verbreiterten
Zisternen des endoplasmatischen Retiku
lums (ER) auf, welche auf eine Apoptose hinweisen könnten.
Das vorhandene Bild könne
keinem spezifischen EDS-Typ
zugewiesen werden. Mit grösster Wahrscheinlichkeit könnten
allerdings
ein EDS
Typ
I, II, IV und VII ausge
schl
ossen werden.
3.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte mit Bericht vom 2
0.
September 2012 (
Urk.
7/31) zuhanden der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen auf (S. 1):
n
icht sicher klassifizierbare Bindegewebsschwäche bei
Elastan
(
richtig: Elastin)
-Störung
(
bioptisch
) mit:
r
ezidivierenden
lumbalen
Bandscheibenprotrusionen
Hyperlaxazität
der Wirbelsäule und Gelenke
chronischem
lum
bovertebralem
Syndrom mit/bei: mässiger Degenera
tion
der Lendenwirbelsäule (LWS)
mit
Protrusion
L3/4
Streckhaltung der gesamten Wirbelsäule und unspezifische
n
Myoten
di
nosen
gluteal
beidseits
c
hronische Schmerzen im Nacken- und Schultergürtelbereich, vor
wiegend muskulären Ursprungs mit/bei:
s
ymptomatischen Hartspannstränge
n
und
Triggerpunkte
n
l
eichte
r
Segmentdegeneration C4/5 mit
Protrusion
Fingerarthralgien bei hier betonter
Hyperlaxazität
n
ächtliche
Einschlafparästhesien
der rechten Hand sowie
Kribbel
pa
rästhe
sien
planta
pedis
rechts
s
ubstituierter Eisen- und Vitamin B 12 Mangel
Die Beschwerdeführerin sei derzeit zu 50
%
arbeitsfähig. Eine Steigerung auf
ein Pensum von
75
%
könne mittelfristig erhofft werden. Rückfälle und auch bleibende schwerere Einschränkungen seien langfristig nicht auszuschliessen (S.
2).
3.3
Mit Bericht vom
7.
Januar 2013 (
Urk.
7/23) gab
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt für Chirurgie
,
an, dass er die Beschwerdeführerin seit längerer Zeit schmerzmedizinisch betreue
,
und diagnostizierte ein chronisches
Schmerzsyn
drom
verursacht durch ein Hypermobilitätssyndrom auf dem Boden eines
EDS
Typ III. Die Beschwerdeführerin sei
derzeit
in der bisherigen Tätigkeit zu 50
%
arbeitsfähig. Es sei davon auszugehen, dass
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 75
%
erreicht werden könne (S. 1).
3.4
Über die im Spital
D._
durchgeführte interdisziplinäre Schmerzsprechstunde informierte
Dr.
C._
m
it Bericht vo
m
8.
April 2013 (
Urk.
7/39/5-6),
wobei folgende Diagnosen hätten
gestellt werden können
(S. 1):
chronisches Schmerzsyndrom verursacht durch ein
Hypermobilitätssyn
drom
auf dem Boden eines
EDS
Typ III
chronifiziertes
lumbales Schmerzsyndrom bei Status nach Diskushernie L3/4 mit kaudalem
Luxat
und Segmentdegeneration L3/4
chronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom
Die Beschwerdeführerin habe unter der
Medikation mit
Cortiso
n in einer ange
passt
en Tätigkeit wieder zu 75
%
arbeiten könne
n
. Diese Arbeitsbelastung könne nur aufrechterhalten werden, wenn die Arbeit flexibilisiert werden könne. Eine psychiatrische Erkrankung liege bei der Beschwerdeführerin nicht vor (S. 2).
3.5
Im November 2013 erfolgte erneut eine Beurteilung durch
Dr.
B._
im Auftrag der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin (
vgl.
Bericht vom 2
6.
November 2013,
Urk.
7/48). Dabei bestätigte
Dr.
B._
die bisher gestellten Diagnosen, wobei er zusätzlich auf ein chronisches Schmerzsyndrom verursacht durch ein Hypermobilitätssyndrom bei
Vorliegen eines EDS
Typ III hinwies (S. 1). Die aus
gebaute Schmerztherapie vermöge die Beschwerden zu lindern.
Dadurch
ver
stärke sich
allerdings d
ie Ermüdbarkeit. Die angestrebte Arbeitsfähigkeit von 75
%
überfordere die Beschwerdeführerin. Eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
erscheine realistisch (S. 2).
3.6
Die Ärzte des
Z._
diagnostizierten mit Bericht vom
3.
Januar 2014 (Urk.
7/77
/1-2
=
Urk.
3/5
) anhand einer elektronenmikroskopischen Untersu
chung der Haut
zellen eine hypermobile Form des
EDS
.
D
as
Geburtsgebrechen
Ziff.
485 nach Anhang zur Verordnung über Geburtsgebrechen (GGV)
sei aus
gewiesen. Die Beschwerdeführerin sei derzeit zu 50
%
arbeitsfähig. In einem Pensum von 75
%
stosse sie
aufgrund der starken Gelenkschmerzen und der
Fatigue
an ihre Grenzen
.
Bei
einem optimalen Therapiesetting könne
das Arbeitspensum
gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt wieder gesteigert werden (S
. 1 f.
).
3.7
Mit Bericht vom
3.
Februar 2014 (
Urk.
7/54/1-4) bestätigte
Dr.
C._
die bisher gestellten Diagnosen und gab an, dass die Beschwerdeführerin in der bis
herigen Tätigkeit seit September 2012 zu 50
%
arbeitsunfähig sei. Die Beschwerdeführerin sei auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nur noch zu 50
%
arbeitsfähig (S. 1 ff.
Ziff.
1.1,
Ziff.
1.6-1.7
).
3.
8
Dr.
med. und
Dr.
sc. nat. ETH
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, erstattete ihr internistisch-
rheumatolo
gisches Teilg
utachten zuhanden der Beschwerdegegnerin am 2
8.
Mai 2014 (
Urk.
7/65) und führte die nachfolgend gekürzt angeführten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S.
48
Ziff.
9.1):
verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der LWS bei
leichter medianer
Protrusion
L3/4 mit leichter Impression des Dura
lsa
ckes ohne Spinalkanalstenose und ohne Kompression neuraler Struk
turen, mit unauffälligen
Iliosakralgelenken
(
ISG
)
beidseits und normaler autochthoner
Muskulatur und damit deutliche Verb
esserung der bildgebenden Befunde;
Magnetresonanztomographie (
MRI
)
Januar 2013 gegenüber MRI August 2012
keinen
radikuläre
n
Zeichen
ausgedehnte chronische Schmerzen mit unauffälliger
Dolorimetrie
und unauffälligem neurologischem
Befund (Juli 2009) bei
moderater
Hyperlax
ität
/Hypermobilität mit 3/9 Punkten beim
Beighton
Score
DD: milde Variante des hypermobilen Typs des
EDS
mit unauffälli
gem Kollagen-Screening der Hautbiopsie und elektronenmikrosko
pisch hauptsächlich normalen Kollagenfibrillen, jedoch vereinzelten Kollagen- und Elastin-Pathologien
DD: unvollständiges Hypermobilitätssyndrom nach Beginn e
iner Ballettausbildung im Alter
von vier Jahren (1987) mit intensivem Ballett-/Jazztanzen und Tanzproduktionen als Dance Captain bis 2007
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie einen Niko
tin
abusus sowie einen Verdacht auf
eine
Opiat/Op
i
oid-Abhängigkeit seit vielen Jahren (S. 48
Ziff.
9.2).
In der klinischen Untersuchung sei der Gang normal gewesen. Alle drei
Wirbel
säulenabschnitte
hätten eine normale Form und Beweglichkeit, wobei die Beschwerdeführerin ihre Hände mit gestreckten Knien flach auf den Boden legen könne. Das Becken sei gerade.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden. Die
articulationes
metacarpophalangeales
(MCP)-Gelenke der Finger II-V seien deutlich
hyperextendierbar
. Die Beschwerdeführerin habe zudem eine deutliche
Hyperflektierbarkeit
beider Hüftgelenke gezeigt. Die Beweglichkeit der übrigen Gelenke sei normal. Insbesondere seien
die
Ellbogen, die Knie sowie die
oberen Sprunggelenke (
OSG
)
und
die übrigen Fingergelenke nicht deutlich
hyperexen
tierbar
oder
hyperlax
. Die Beschwerdeführeri
n erreiche daher nur 3/9 Punkte
des
Beighton
Score, weshalb eine moderate
Hyperlaxität
bestehe. Da für die Diagnose eines Hypermobilitätssyndroms bei Personen unter 50 Jahren mindestens vier Punkte des
Beighton
Score
erfüllt sein müss
t
en
, könne diese Diag
nose nicht gestellt werden. Die
Dolorimetrie
verlaufe normal. Die Bioimpedanz
-Analyse zeige eine
erfreulich grosse Muskelmasse von 55
%
. Die Röntgen
un
tersuchung der LWS vom Juli 2008 zeige altersentsprech
ende Befunde und
keine wesentliche Skoliose. Das MRI der LWS vom Januar 2013 zeige eine leichte mediane
Diskusprotrusion
L3/4 mit leichter Impression des Duralsackes ohne Kompression neurea
ler Strukturen. Anlässlich eines
im August 2012 erfolgten MRI der LWS sei eine mediane bis
mediolaterale
Diskus
hernie
L3/4 rechts mit einem nach
caudal
gerichteten
Luxat
mit Kontakt zur Nervenwurzel L4 rechts sichtbar gewesen, so dass eine deutliche Verbesserung des
bildgeben
den
Befundes vorliege. Der bildgebende Befund der LWS vom Januar 2013 sei nicht gravierend, sondern eher ein Normalbefund. Die
Haut
biopsie
habe ein unauffälliges Kollagen-Screening ergeben. Die
Elektronen
mikroskopie
zeige hauptsächlich normale Kollagenfibrillen mit vereinzelten Kollagen- und Elastin-Pathologien. Der Befund der Hautbiopsie sei nicht sehr eindrücklich und könne keinem EDS-Typ zugeordnet werden
. Mit grosser Wahrscheinlichkeit könne daher ein EDS Typ I, II, IV und VII ausgeschlossen werden. Die Anamnese weise eher auf ein unvollständiges
Hypermobilitäts
syndrom
als auf eine hypermobile Form des EDS hin
(S. 49 f.
Ziff.
10).
Eine angepasste Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten schwerer als 12.5
kg und ohne Tätigkeit, welche eine lang
andauernde k
raftvolle repetitive Belastung
der Hände un
d der LWS voraussetzt, sei der Beschwerdeführerin zu 100
%
zumutbar.
Dabei benötige sie pro
Halbtag
eine h
albe Stunde zusätzliche Pause
. Die angestammte Tätigkeit sei
als
angepasst
e Tätigkeit zu betrachten
(S.
51
Ziff.
11.1). Eine langandauernde Arbeitsunfähigkeit habe nie bestanden (S. 52
Ziff.
11.2). Die Prognose sei gut. Die im August 2012 diagnostizierte
Dis
kushernie
L3/4 habe sich deutlich gebessert. Mit dem fortschreitenden Alter vermindere sich in der Regel die Gelenksbeweglichkeit und damit die
H
yper
laxität
(S. 52
Ziff.
12.3).
3.9
PD
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, e
rstattete sein psychiatrisches Teilg
utachten zuhanden der Beschwerdegegner
in am
2.
Juni 2014 (
Urk.
7/67
/1-13
), wobei er keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen konnte (S. 8
lit
. A
Ziff.
4.1). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0)
,
auf (S. 8
lit
. A
Ziff.
4.2).
Es sei nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin angesichts ihrer aktiven prämorbiden Anamnese rezidivierende depressive Einbrüche erlebe. Diese seien in der Untersuchung im Rahmen
wiederholter affektlabiler
Einbrüche auch objek
tivierbar gewesen. Es handle sich um eine sekundäre depressive Sympto
matik,
welche
sich aufgrund der Schmerzen entwickelt habe.
Die Beschwerde
führerin habe ausgeführt, dass es ihr an Tagen mit weniger Beschwerden auch psychisch besser gehe
(S. 9 f.
lit
. A
Ziff.
5
).
Aus psychiatrischer Sicht sei d
ie Beschwerdeführerin in der
bisherigen
sowie in jeglicher anderen Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (S. 10
lit
. A
Ziff.
6-7). Es bestehe keine Indikation für eine regelmässige ambulant-psychiatrische Behandlung oder eine antidepressive Medikation (S. 11
lit
. B).
3.10
In der
bidisziplinären
Zusammenfassung vom
2.
Juni 2014 (
Urk.
7/67/14) führ
ten
Dr.
E._
und PD
Dr.
F._
die bereits in den Teilgutachten genannten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf. Die Beschwerdeführerin sei in der
bisherigen
Tätigkeit oder in einer anderen angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Dabei benötige sie pro
Hal
btag
eine halbe Stunde zusätzli
che
Pause.
3.
11
Mit Stellungnahme vom
5.
Juni 2014 stellte
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Anästhesiologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), für die Beurteilung auf das rheumatologisch-psychiatrische Gutachten von
Dr.
E._
und
PD
Dr.
F._
ab (
Urk.
7/69 S. 4 f.).
3.
12
Der die Beschwerdeführerin schmerzmedizinisch betreuende Arzt
Dr.
C._
wies mit Schreiben vom 2
5.
Juni 2014 (
Urk.
7/87 =
Urk.
3/12)
darauf hin, dass er sich bezüglich der Diagnosestellung auf die spezialärztliche Beurteilung der Ärzte des
Z._
verlassen habe (S. 1). Das Gutachten von
Dr.
E._
konzent
riere sich
nur auf die strukturellen bildgebenden Veränderungen und
berück
sichtige
die Mechanismen der neurogenen
Schmerzchro
nifizierung
nicht
. Er bestätige,
dass die Beschwerdeführerin glaubhaft an Schmerzen leide und damit sehr gut umgehen könne (S. 2).
3.1
3
Am 1
1.
Oktober 2014 äusserte sich
Dr.
E._
dahingehend,
dass keine neuen medizinischen Fakten geltend gemacht würden, weshalb sie an ihrer Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit festhalte. B
ei der Beschwerdeführerin
bestehe
aus
kli
nisch
er Sicht
kei
n Hypermobilitätssyndrom
, da sie
nur 3/9 Punkte des
Beighton
Score aufweise. Die Diagnose eines
EDS Typ III müsse aufgrund der
klinischen Befunde gestellt werden.
Die Beschwerdeführerin leide folglich nicht an einem EDS
(
Urk.
7/98/1
=
Urk.
3/7
).
3.1
4
Die Ärzte des
Z._
nahmen mit Schreiben vom 1
0.
November 2014 (Urk.
7/100/1-2 =
Urk.
7/
104
/1-2
) Stellung zum Schreiben vom
Dr.
E._
vom Oktober 201
4.
Danach seien ein EDS Typ I, II, IV und VII
durch eine Elektronenmikroskopie der Hautzellen sowie biochemische Analyse der kulti
vierten Fibroblasten ausgeschlossen worden. Für die
Diagnos
estellung
der
hypermobile
n
Form des EDS (Typ III) könnten biochemisch und
molekulargene
tisch
keine hinreichenden Tests angeboten werden.
Damit ein EDS Typ III diagnostiziert werden kön
ne, seien sämtliche anderen EDS-
Typen auszu
schliessen. Dies sei bei der Beschwerdeführerin erfolgt.
Es
liege mit grösster Wahrscheinlichkeit
eine hypermobile Form des EDS respektive
differential
diagnostisch
ein Hypermobilitätssyndrom vor
.
Beide Kleinfinger seien deutlich mehr als 90 °
extendierbar
gewesen. Ellbogen und Kniegelenke seien nicht überstreckbar. Die Handgelenke seien grenzwertig überdehnbar und die Beschwerdeführerin könne den Boden bei gestreckten Beinen mit den Händen problemlos berühren.
Der
B
eighton
Score liege be
i
5/9
Punkten
. Zusätzlich leide die Beschwerdeführerin an chronischen Gelenksschmerzen und Schmerzen der Extremitäten
(S. 1).
Dr.
E._
habe zudem die bestehende Skoliose nicht erwähnt (S. 3 f.).
3.1
5
Zu dieser Einschätzung der Ärzte des
Z._
nahm
Dr.
E._
am 19.
Dezember 2014 Stellung (
Urk.
7/107/1-2 =
Urk.
7/
109
=
Urk.
3/8
).
Dabei wies sie darauf hin, dass die Ärzte des
Z._
falsche Anga
ben zur Berechnung des
Beighton
Score gemacht hätten. Das erwähnte Kriterium „Handgelenke knapp respektive grenzwert
ig überdehnbar“ sei im
Beighton
Score nicht ent
halten.
Die Beschwerdeführerin habe deshalb in der Begutachtung nur 3/9 Punkte des
Beighton
Score erfüllt, was einer moderaten Hypermobilität entspre
che. Ein Hypermobilitätssyndrom könne nicht diagnostiziert werden (S.
1). Schliesslich habe sie weder eine Skoliose, noch einen Beckenschiefstand oder eine relevante Beinlängendifferenz beobachten können.
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bleibe unverändert
(S. 2).
3.16
In dem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten
Bericht des
H._
vom 2
5.
März 2015 (
Urk.
9) informierte PD
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Radiologie, über die Untersuchung der Beschwerdeführerin mit einer 2 cm dicken Unterlage unter dem linken Fuss, da ansonsten das Becken gegenüber der Wirbelsäule stark ver
dreht gewesen wäre. Es habe sich eine link
skonvexe Torsionsskoliose
thorak
o
lumbal
von 13 ° gezeigt. Des Weiteren sei eine normale Lordose der LWS und Kyphose der
Brustwirbelsäule (BWS)
zu verzeichnen
gewesen. Die Wirbelsäule sei im Lot und es seien
keine Missbildungen erkennbar
.
4.
4.1
Im Vordergrund stehen vorliegend
klar und
unbestrittenermassen die somati
schen Beschwerden der Beschwe
rdeführerin
. Die psychiatrisch diagnostizierte
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0),
wurd
e
von PD
Dr.
F._
nachv
ollziehbar als
Diagnose
ohne Auswirkung
auf d
ie Arbeitsfähigkeit eingestuft.
PD
Dr.
F._
führte
dabei
anschaulich au
s
, weshalb es sich um eine sekund
äre depressive Symptomatik handle
, welche sich aufgrund der Schmerzen entwickelt habe
. Da teilweise somatische Korrelate vorlägen, könne eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung ausgeschlossen werden
(
Urk.
7/67
/1-13
S. 8 f.
). Der geschilderte Tagesablauf und die vorhande
nen Sozialkontakte
(vgl.
Urk.
7/67
/1-13
S. 5 f.)
weis
en auf genügend Ressour
cen hin
und die Beschwerdeführerin benötigt derzeit auch
k
eine
regelmässige
psychiatrische Therapie
oder
antidepressive Me
dikation (
Urk.
7/67
/1-13
S. 11).
Die psychischen Be
funde
sind
somit
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin unbeachtlich.
Dies steht im Übrigen im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach eine leichte depressive Episode grundsätzlich nicht geeignet ist, eine leistungsspezifische Invalidität zu begrün
den
(Urteil des Bundesgerichts 9C_50
6/2014 vom 1
0.
November 2014 E.
4.2).
4.2
Bei den somatischen Beschwerden
der Beschwerdeführerin besteht zwischen den Ärzten
indessen
Uneinigkeit bezüglich der Diagnosestellung eines
EDS
Typ III
, welche einzig gestützt auf die klinischen Befunde erfolgen könne. Zudem seien sämtliche übrigen EDS-Typen zuerst auszuschliessen, was bei der Beschwerde
führerin aufgrund der durchgeführten Hautbiopsie unbestrittenermassen der Fall sei. Ein EDS Typ III sei schwierig vom Hypermobilitätssyndrom zu unterschei
den. Die Ärzte des
Z._
hielten hierzu fest, dass sich die Fachwelt zwischen
zeitlich unklar darüber sei, ob es sich dabei tatsächlich um zwei verschiedene Krankheitsbilder handle oder ob es ein Spektrum ein und derselben Erkrankung sei. Für die Diagnose eines Hypermobilitätssyndroms bei Personen unter
50
Jahren müssten
unter anderem
mindestens vier Punkte des
Beighton
Score erfüllt sein (vgl.
Urk.
7/65 S. 50,
Urk.
7/77/7,
Urk.
7/104 S. 1,
Urk.
7/109 S. 1).
Die Ärzte des
Z._
bejahten das Vorlie
gen eines
EDS Typ III
, wobei sie
5
/9
Punkte
des
Beighton
Score
als erfüllt erachteten (
Urk.
7/77/4-6 S. 2,
Urk.
7/104 S. 1).
Der die Beschwerdeführerin schmerzmedizinisch betreuende Arzt
Dr.
C._
führte als Diagnose ebenfalls ein EDS Typ III auf,
verliess sich hierbei allerdings
nach eigenen Angaben
auf
die
Beurteilung der Ärzte des
Z._
(vgl.
Urk.
7/87 S. 1).
Auch
Dr.
J._
bejahte
in seiner
Stellungnahme
zuhanden der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin das Vorliegen eines EDS Typ III. Dem Bericht ist allerdings keine eigene Befundaufnahme zu entnehmen (
vgl.
Urk.
7/48).
Dagegen
verneinte
Dr.
E._
anlässlich der rheumatologischen Begutachtung
aufgrund
von
lediglich
3/9 festgestellten Punkten des
Beighton
Score
die Diagnose
eines EDS Typ III
(
Urk.
7/65 S. 4
6
Ziff.
8.5
).
D
ie Ärzte des
Z._
sowie
Dr.
E._
stimmen bei der Erhebung der klini
schen Befunde
da
hingehend
überein, dass bei der Beschwerdeführerin beide Kleinfinger mehr als 90 °
extendierbar
seien und sie den Boden bei gestreckten Beinen mit den Händen problemlos berühren könne. Auch
sind sie sich einig
, dass die Beschwerdeführerin
weder
die Ellbogen-
noch
die Kniegelenke
über
strecken
könne
. Während
Dr.
E._
ebenfalls
verneinte, dass die Beschwer
deführerin den Unterarm mit dem Daumen berühren könne, erachteten die Ärzte des
Z._
eine grenzwertige Überdehnbarkeit der Handgelenke als gegeben (
vgl.
Urk.
7/65 S. 46
Ziff.
8.5,
Urk.
7/77/4-6 S. 2,
Urk.
7/104 S. 1
,
Urk.
7/109 S.
1
).
D
iesbezüglich
erscheint es
höchst
wahrscheinlich
, dass die Ärzte des
Z._
mit der Überdehnbarkeit der Handgelenke das im
Beighton
Score aufgeführte Krite
rium des Berührens des Unterarms mit dem Daumen gemeint haben.
Der Umstand
, dass die Beschwerdeführerin den jeweiligen Unterarm mit dem Daumen berühren kann – womit zwei zusätzliche Punkte des
Beighton
Score erfüllt wären
–
wurde von den Ärzten des
Z._
auch
fotografisch festg
ehalten (vgl.
Urk.
7/104 S. 5). Somit ist anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin tat
sächlich 5/9 Punkte des
Beighton
Score erfüllt.
4.3
Wie es sich damit verhält, kann jedoc
h vorliegend offen bleiben, denn
a
us
inva
li
den
versicherungsrechtlicher
Sicht
sind
nicht die Diagnosen und deren Anzahl
entscheidend
, sondern die Auswirkungen der gesundheitlichen Beein
trächti
gungen auf die Arbeitsfähigkeit (BGE 136 V 279 E. 3.2.1
mit Hinweis auf BGE 127 V 294)
. Diese
w
erden
vorliegend
unterschiedlich
beurteilt
:
D
ie behan
deln
den Ärzte
erachteten die Beschwerdeführer
in
derzeit in jeglicher Tätigkeit als zu 50
%
arbeitsfähig, wobei teilweise auch eine spätere Steigerung des Pensums auf 75
%
nicht ausgeschlossen wurde
(
Urk.
7/23
S. 1
;
Urk.
7/31 S.
2;
Urk.
7
/39/5-6 S. 2
;
Urk.
7/48 S. 2;
Urk.
7/54/1-4 S. 2 f.;
Urk.
7/77
/1-2 S.
1
).
Dr.
E._
attestierte der Beschwerdeführerin dagegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
ohne Heben und Tragen von Lasten schwerer als 12.5 kg und ohne Tätigkeit, welche eine langandauernde kraftvolle repetitive Belastung
de
r Hände und der LWS voraussetzt
. Dabei benötige
die Beschwerdeführerin
pro
Halbtag
eine halbe Stunde zusätzliche Pause. Die angestammte Tätigkeit entspreche einer angepassten Tätigkeit (
Urk.
7/65 S. 51
Ziff.
11.1).
Diese von
Dr.
E._
gutachterlich
vorgenommene Einschätzung der ver
bliebe
nen Arbeitsfähigkeit erscheint nachvollziehbar und schlüssig.
So erhob sie im Gegensatz zu den
übrigen
Ärzten sehr genaue rheumatologische Befunde, welche sich praktisch als normal erwiesen haben (vgl.
Urk.
7/65 S. 42 ff. Ziff.
8.2). Zudem weist
die Beschwerdeführerin
gestützt auf die durch Dr.
E._
durchgeführte Bioimpedanz-Analyse eine
über dem Normwert liegende
Muskelmasse von
55
% auf
(
Urk.
7/65 S. 45
Ziff.
8.4, S. 49
Ziff.
10)
, was gegen eine schmerzbedingt lange andauernde Schonung spricht. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass auch
Dr.
F._
anlässlich der psychiatri
schen Exploration eine unauffällige Körperposition der Beschwerdeführerin feststellte (
Urk.
7/67 S. 6
Ziff.
3).
Sodann
konnte
Dr.
E._
auch
keine
Fatigue
erkennen und erwähnte sie deshalb auch nicht in der rheumatologi
schen Beurteilung; dies
obwohl die Beschwerdeführerin am Tag der Begutach
tung noch gearbeitet und angegeben habe, dass sie daher etwas müde sei
(
vgl.
Urk.
7/65 S. 38).
I
m Übrigen
wäre eine
Fatigue
in der psychiatrischen
Teil
be
gut
achtung
von Bedeutung gewesen, wobei
PD
Dr.
F._
allerdings
in Kenntnis der von der Beschwerdeführerin geklagten Müdigkeit
insbesondere
kein
Chronic
Fatigue
Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom)
diagno
sti
zierte
(vgl.
Urk.
7/67 S. 8 ff.).
Schliesslich ist in Bezug auf die Einschätzung der behandeln
den Ärzte auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifels
fall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (Urteile
des Bundes
gerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1 und I
551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2).
E
ine Ver
besserung der Beschwerden durch eine Anpassung der
aktuelle
n
Schmerzbe
handlung
ist zuletzt
nicht auszuschliessen
. Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung durch PD Dr.
F._
führte die Beschwerde
führerin hierzu aus, dass im Rahmen einer
im letzten Jahr durchgeführten
einmonatigen Behand
lung mit Prednison eine vollständige Beschwerdefreiheit vorgelegen habe (
Urk.
7/67 S. 9 f.).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerdeführerin daher gestützt auf die gut
achterli
che Beurteilung durch
Dr.
E._
sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit
in Beachtung des
genannten
Belastungs
profil
s
zu
100
%
arbeitsfähig, wobei sie allerdings pro
Halbtag
eine halbe Stunde zusätzli
che Pause benötigt.
4.4
Soweit die Beschwerdeführerin
eine unseriöse Begutachtung durch
Dr.
E._
rügt
,
da diese eine Skoliose entgegen dem Bericht des Medizinisch Radiologi
schen Instituts vom 2
5.
März 2015 verneint habe (
Urk.
8), ändert d
ies nichts an der vorliegenden
Beurteilung
und der Beweiskraft des Gutachtens
.
Dr.
E._
konnte
anlässlich der Befunderhebung eine leichte Lordose der Halswirbel- und Lendenwirbelsäule sowie eine leichte Kyphose der Brustwirbelsäule
feststellen
. Eine Skoliose verneinte sie hingegen (
Urk.
7/65 S.
42
Ziff.
8.2).
Dabei wies sie zudem darauf hin, dass die Röntgenunter
suchungen des Beckens sowie der Lendenwirbelsäule im Juli 2008 lediglich altersentsprechende Befunde und keine wesentliche Skoliose und auch die späteren Untersuchungen keine gra
vierenden Befunde gezeigt hätten (
Urk.
7/65 S. 49
Ziff.
10). Die von der Beschwerdeführerin erwähnte radiologische Untersuchung vom 2
5.
März 2015 (vgl. Bericht vom 1
3.
April 2015,
Urk.
9) fand fast ein Jahr nach der Begutach
tung durch
Dr.
E._
statt und ist damit nicht geeigne
t
,
die von
Dr.
E._
erhobenen Befunde in Zweifel zu ziehen.
Im Übrigen ist auch hier aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht die Diagnose, sondern deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massgeblich.
4.5
Hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin gestellten Antrages, es sei das Gut
achten von
Dr.
E._
aus dem Recht zu weisen
,
da diese
von der
Beschwer
degegnerin
wirtschaftlich abhängig sei
(
Urk.
14 S. 2
),
ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht in seinem Grundsatzurteil BGE 137 V 210 entschieden hat, dass die Abgeltung einer medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) durch Mittel der Invalidenversicherung grundsätzlich nic
ht zu einer Befangenheit führt.
Dies muss analog auch für freiberufliche Ärzte gelten.
Die Tatsache allein, dass ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird, bildet deshalb
für sich allein
keinen A
usstands- oder Ablehnungsgrund.
Vorliegen
d
sind keine konkreten Hinweise für eine Befangenheit von
Dr.
E._
ersichtlich, weshalb die Beschwerde
führerin mit ihrem Antrag nicht
durchdringt
.
4.6
Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern die von der Beschwerdeführerin even
tuell geforderte weitere Sachverhaltsabklärung (
Urk.
1 S. 2) für die Beur
teilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf im Sinne des antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E.
1d) zu verzichten ist.
4.7
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die
psy
chiatrisch diagnostizierte rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0)
,
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ist
.
Die Beschwerdeführerin ist
aus somatischer Sicht
sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig, wobei
diese keine langan
dauernden kraftvollen repetitiven Belastungen der Hände und der
L
endenwir
belsäule
voraussetzen und die Beschwerdeführerin keine Lasten schwerer al
s 12.5 kg heben und tragen darf.
Dabei benötigt
die Beschwerdeführerin
pro
Halbtag
eine halbe Stunde zusätzliche
Pause
.
5.
Die von der Beschwerdeführerin pro
Halbtag
benötigte zusätzliche Pause von je einer halben Stunde ergibt bei der
in ihrem Betrieb geltenden Arbeitszeit von 42
Stunden
pro Woche respektive 8.4 Stunden pro Tag
in einem
Vollpensum
(vgl. Fragebogen für
Arbeitgebende
vom
5.
April 2013,
Urk.
7/37) eine Arbeits
unfähigkeit von gerundet 12
%
(bei 7.4 Stunden)
. Da die Beschwerde
führerin weiterhin ihre bisherige Tätigkeit
-
welche ihr nach dem Gesagten in einem Pensum von 100
%
zumutbar ist -
ausübt, ist sowohl für die Bestimmung des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf dieses
Einkommen abzustellen (
vg
l
.
BGE 134 V 322 E.
4.1, 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
),
weshalb
der
Prozentver
gleich
ein
en
nicht
rentenbegründenden
Invaliditätsgrad
von 12
%
ergibt
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.