Decision ID: 819f1fa7-dde3-5ca9-9228-8c8baf9c8964
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1953
,
war von 1982 bis 2011 als Laborhilfe in der Spül- und Glasküche eines
Y._
angestellt (Urk. 9/81).
I
m Rahmen eines Beschäftigungsprogrammes
der
Unia
Arbeitslosenkasse
war
sie
als Hilfsarbeiterin in der Reinigung tätig
und
damit
bei der
Suva
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert
, als sie am 1
9.
August
2013
im Lager
hinfiel und sich
das rechte Handgelenk brach (
Urk.
9/1
Ziff.
3-4 und
Ziff.
6). Der erstbehandelnde Arzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
diagnostizie
rte
gleichentags
eine
komplizierte
Radiusfraktur rechts (vgl.
Urk.
9/
12/2
Ziff.
5
).
Die
Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen.
Mi
t Verfügung vom 25
.
Februar 2015 (Urk. 9/
139
)
verneinte die Suva einen Anspruch der Versicherten auf eine Rente
sowie auf eine
Integritätsentschä
digung
. Die von der
Versicherten am 1
8.
März
und am 2
0.
April
2015 dage
gen erh
obene Einsprache (Urk. 9/
141 und
Urk.
9/146
) wies die Suva mit
Einsprachee
ntscheid
vom
1. Oktober 2015 ab (Urk. 9/
149
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 30
.
Oktober
2015 Beschwerde gegen den
Ein
spracheentscheid
vom 1. Oktober 2015 (Urk. 2) und beantragte, dieser
sei
aufzuheben und es
seien ihr eine angemessene Rente und
Integritätsentschä
digung
zuzusprechen. Eventuell sei sie durch einen neutralen Rheumatologen begutachten zu lassen (
Urk.
1 S. 2).
Die Suva beantragte mit
Beschwerdeant
wort
vom 2
2.
Januar 2016 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Am 1
0.
März 2016 reichte die Beschwerdeführerin ihre Replik (
Urk.
13) ein und die Suva erstattete am
2.
Mai 2016 ihre Duplik (
Urk.
17
), welche der Be
schwerdeführerin am
9.
Mai 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
18).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs
.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines
Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem er
bringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verun
fallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
; ATSG
), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
si
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen kön
nte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
1.
3
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bun
desrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
Gebrauch ge
macht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich
während des ganzen Lebens minde
stens
in gleichem Umfang
besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geis
tige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird.
Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integritäts
entschädigung
die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körperliche
oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen
, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
da
mit,
auf die kreisärztliche
Zumutbarkeitsbeurteilung vom 2
3.
Januar 2015
sei
abzustellen
(S. 7 f
.
Ziff.
5
lit
.
aa
.
).
Art.
28
Abs.
4 UVV sei nicht anwendbar
, d
as Inval
ideneinkommen sei anhand der Tabellenlöhne gemäss LSE
zu er
mitteln und aufgrund des kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofils sei ein
leidens
bedingter
Abzug von 5
%
vorzunehmen (S. 8
f.
lit
.
bb
.-
ee
.).
Z
ur Berechnung des
Valideneinkommens
sei auf den bei der
A._
GmbH
erzielten Verdienst abzustellen
(S. 9 f.
lit
.
bb
.-
dd
.)
.
Bei einem so errechneten Invaliditätsgrad von 3.87
%
bestehe kein Anspruch auf eine Rente (S. 10
lit
. c.).
Auch sei kein
erheblicher Integritätsschaden anzunehmen
(S. 12
lit
. f.)
.
Die Schulter und die Wirbelsäule seien vom Unfall nicht betroffen gewesen, weshalb auf weitere rheumatologische Abklärungen habe verzichtet werden können (
Urk.
8 S. 4 f.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1)
gel
tend,
die
Berechnung des Validen
-
und des Invalideneinkommens sei gestützt
auf
Art.
28
Abs.
4
UVV
vorzunehmen
. Sofern eine Berechnung des
Invaliden
einkommens
gestützt auf die LSE-Löhne vorgenommen werde, müsse auf
grund ihres Alters davon ausgegangen werden
, dass keine verwertbare
Rest
arbei
tsfähigkeit
mehr vorliege (S. 11 ff.
Ziff.
6.1-2
)
.
Bei einem mindestens gerechtfertigten
leidensbedingten
Abzug von
10
%
ergebe sich ein
Invalidi
tätsgrad
von 48
%
(S. 14
Ziff.
6.3-4).
Zudem
habe sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, da sie unter belastungsabhängigen Schmerzen im rechten Handgelenk leide und die Feinmotorik eingeschränkt sei.
Auch
habe sich eine Arthrose am
Handwurzel
(
STT
)
-Gelenk entw
ickelt
,
und es
habe sich
unfallbedingt eine Fehlhaltung ergeben
, weshalb eine rheu
matologische Abklärung der Wirbelsäule und der rechten Schulter empfohlen worden sei. Eine solche sei bis anhin nie vorgenommen worden, weshalb die
Beschwerdegegnerin gegen die Untersuchu
ngsmaxime verstossen habe (S.
15
f
.
Ziff.
7-
8).
Der erst nach erhobener Beschwerde
von der
Beschwerde
gegnerin
eingeholten
chirurgischen Einschätzung
vom
11. Dezember
2015 komme kein Gewicht zu
(
Urk.
13 S. 4 f.
lit
. e-h).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der
Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin und ihr Anspruch auf eine Integritätsentschädigung sowie in diesem Zusammen
hang, ob der medizinische Sachverhalt genügend abgeklärt wurde.
3.
3.1
Die
Beschwerdeführer
in
stolperte
am 1
9.
August 2013
bei der Arbeit
und zog sich einen Bruch des rechten Handgelenkes zu
(
vgl. Urk. 9/1
Ziff.
6,
Urk.
9/10
Ziff.
4
).
In der Folge
diagnostizierte der
gleichentags
erstbehandelnde Arzt
Dr.
Z._
eine komplizierte Radiusfrakt
ur rechts (Urk. 9/12/2
Ziff.
5)
,
und a
m 22
.
August
201
3
erfolgte
im
Spital B._
die operative Versorgung über eine Plattenosteosynthese
(
vgl.
Urk.
9/17/3-4).
3.2
Am
4.
Februar 2014
(
Urk.
9/45/2)
berichtete
Dr.
Z._
von einem n
un knapp sechs Monate postoperativ bestehe
nden
unbefriedigendem
Verlauf. Es
bestünden Schmerzen vor allem
ulnar
, insbesondere bei Pro-/
Supination
. Diese
werde nur zaghaft ausgeführt. Das Handgelenk sei immer noch stark ge
schwollen. Mit dem Einsatz der rechten Hand im Sinne einer Arbeitsfähigkeit könne bis auf weiteres überhaupt nicht gerechnet werden. Die rechte Hand könne eigentlich nicht gebraucht werden.
3.3
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Handchirurgie und für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates
, nannte in ihrem Bericht vom 1
2.
März 2014
(
Urk.
9/57)
als Diagnose
n
persistierende Schmerzen des rechten Handgelenkes und des rechten Armes
sieben
Monate nach
palmarer
Plattenosteosynthese
einer distalen,
extraartikulären
,
mehr
fragmentären
Radiusfraktur und dislozierter, distaler Fraktur des
Processus
styloideus
ulnae
rechts vom 1
9.
August 2013 (Operation
vom
2
2.
August 2013
) sowie einen Verdacht auf
ein Karpaltunnelsyndrom (
CTS
)
rechts und eine Epilepsie (S. 1).
Dr.
C._
führte in ihrer Beurteilung aus, sie könne die
bewegungsabhän
gigen
Schmerzen im Bereich der Finger und des Handgelenkes keinem
pathologisch-anatomischen Korrelat zuordnen. Die leichte Überlänge der z
wei
ulnarsten
Schrauben
erklärten
dies alles nur völlig ungenügend. Trotzdem denke sie, dass mittelfristig die Platte entfernt werden sollte. Angesicht
s
der deutlich verzögerten Frakturkonsolidation würde sie damit aber sicher bis ein Jahr postoperativ zuwarten.
Z
udem
bestehe
der Verdacht auf ein posttr
au
matisches CTS rechts, weshalb
die Patientin
zur neurologischen Abklärung angemeldet
worden sei
(S. 2 f.
unten).
3.
4
Kreisarzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
nannte
nach Untersuchung der Beschwerdeführerin am 1
9.
März 2014 in seinem gleichentags erstellen Be
richt (
Urk.
7/59)
als Diagnose eine
ossär
geheilte distale Radiusfraktur vom 1
9.
August 2013 mit volarer Plattenosteosynthese am 2
2.
August 2013
(S.
4
Ziff.
5)
.
Die Versicherte habe weiterbestehende erhebliche Schmerzen von der domi
nanten Mittelhand bis proximal am Unterarm an
gegeben
.
Dr.
D._
führte aus
,
der klinische Befund sei günstig. D
ie Narbe
sei reizlos, die
Trophik
an der rechten Hand unauffällig und die Beweglichkeit der Finger ebenfalls wie deren Sensibilität ungestört. Es bestehe eine mässige, gut erklärbare, funktio
nell nicht wesentlich störende Einschränkung der Han
d
gelenksbeweglichkeit nach Osteosynthese und Rehabilitationsrückstand. Die
Muskulierung
des rechten Unt
erarms sei gut, die Werte bezügl
ich Fa
ustschlusskraft rechts seien medizinisch nicht erklärbar bei gut entwickelter Muskulatur und klinisch auffälliger Innervation. Das CT vom 1
2.
Februar 2014 habe einen günstigen Zustand mit genügendem
Durchbau
der Fraktur, stabilem
Osteosynthesema
terial
und keinen erheblichen Auffälligkeiten radiokarpal bewiesen
(S.
4
Ziff.
5).
Die manuell sehr leichte Tätigkeit in der
Y._
des
E._
, welche die Versicherte bis zur Arbeitslosigkeit durchgeführt habe, wäre ab sofort
voll
zeitig
möglich.
Bezüglich der von der Versicherten angest
rebten Tätigkeit als Reinigerin
seien die neurologischen und handchirurgischen Berichte abzu
warten. Angesichts des günstigen klinischen und radiologischen Zustandes sei
aber davon auszugehen, dass die insgesamt leichte Tätigkeit in der
Büroreini
gung
rasch teilzeitlich und spätestens ab
1.
Mai 2014 vollzeitig zumutbar wäre (S. 6 Mitte).
Dr.
D._
führte
aus,
er habe während der
Untersuchung
ein ausgeprägt demonstrat
ives Schonverhalten beobachtet
,
und a
m
rechten Daumen zeigten sich deutliche A
rbeit
spuren,
welche gemäss der Angabe der Beschwerdefüh
reri
n vom Kartoffelschneiden kämen.
Ein beginnender
Dupuytren
im Bereich des Strahls IV sei links eine Spur deutlicher wie rechts (S. 3
Ziff.
4).
3.5
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Neurologie, nannte in ihrem Bericht
vom 1
9.
März 2014 (
Urk.
9/62) nach Untersuchung der Beschwerdeführerin am
1
8.
März 2014 als Diagnosen ein postoperatives leichtes bis mittelschweres CTS rechts, ein diskrete
s CTS links, einen Status nach P
lattenost
e
osynthese einer distalen,
extraartikulären
, mehrfragmentären Radiusfraktur und dislo
zierter, distaler Fraktur des
Processus
styloideus
ulnae
rechts am 1
9.
August 2013 (Operation am 2
2.
August 2013) sowie ein Anfallsleiden, seit Jahren unter
Aphen
ylbarbit
anfallsfrei (S. 1
).
Dr.
F._
führte aus, aufgrund der vorliegenden elektrodiagnostischen Be
funde liege ein leichtes bis mittelschweres CTS rechts
und links
höchstens ein diskretes CTS vor.
E
s sei nun schwierig anzugeben, ob dieser Befund klinisch symptomatisch sei. Die Patientin habe im gesamten distalen Unterarmbereich und im Hand
gelenk Schmerzen.
Die Symptomatik
sei eher diffus und könne ihres
Erach
tens nicht alleine auf das CTS zurückgeführt werden
(S. 3).
3.6
Dr.
C._
nannte in ihrem Bericht vom 3
1.
März
201
4 (
Urk.
9/67) ergänzend zu ihren
Diagnose
n
vom 1
2.
März
2014
(vgl. vorstehend E.
3.3)
ein neurographisch verifiziertes, leichtes bis mittelschweres CTS rechts, links
sei
kein CTS nachweisbar.
Dr.
C._
führte aus, die Beschwerden seien im Vergleich zur Voruntersuchung vom 1
0.
März
2014 im Wesentlichen unver
ändert (S. 1).
Auch wenn sich die Patientin in einer sozial schwierigen Lebenslage befinde m
it ei
ner Kündigung im 5
8.
Lebensjahr, und der Gedanke, dass durch den Unfall zusätzliche Begehrlichkeiten zur Unterstützung durch Versicherungen oder s
oziale Einrichtungen nahe liege und
vor allem während der ersten Konsultation auch der Eindruck einer gewissen Aggravationstendenz bestan
den habe, so müsse umgekehrt doch festgehalten werden, dass objektiv eine
Implantatsüberlänge
und ein posttraumatisches CTS bestünden, wahrscheinlich
auch Vernarbungen im Bereich des
Nervus
medianus
und/oder der
Beuge
sehne
, zudem möglicherweise eine sekundäre Überlänge der distalen
Ulna
und eine Inkongruenz im distalen
Radioulnargelenk
, welche mit den beklagte
n Beschwerden vereinbar seien.
Dr.
C._
führte aus, sie habe die Patientin daher weiterhin 100
%
arbeitsunfähig geschrieben. Mindestens bis nach der Metallentfernung und der Dekompression des Carpalkanals könne ihren Erachtens keine manuelle Arbeit
zugemutet werden (S. 3 Mitte).
3.7
Dr.
C._
stellte
nach am
1.
Juli 2014 durchgeführter Operation (vgl.
Urk.
9/86)
in ihrem Bericht vom 1
6.
Juli 2014 (
Urk.
9/87) folgende Diagnosen (S. 1):
Status zwei Wochen nach
Osteosynthesematerialentfernung
(
OSME
)
palmare
Platte Radius und Spaltung
Retinaculum
flexorum
und
Neu
rolyse
Nervus
medianus
rechts am
1.
Juli 2014 bei:
persistierenden Schmerzen rechtes Handgelenk und rechter Arm
Status sieben Monate nach
palmarer
Plattenosteosynthese einer distalen
extraartikulären
, mehrfragmentären Radiusfraktur und dislozierter distaler Fraktur des
Processus
styloideus
ulnae
rechts vom 1
9.
August 2013 (Operation am 2
2.
August 2013)
neurographisch verifiziertem, leichtem bis mittelschwerem CTS rechts, links kein CTS nachweisbar
Epilepsie
Status nach
Diprophos
-Infiltration Carpalkanal rechts, 3
1.
März 2014
Dr.
C._
führte aus, es bestehe ein insgesamt günstiger Verlauf. Bis zur nächsten Konsultation bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).
3.8
Dr.
C._
führte
nach Nachkontrolle vom
9.
Oktober 2014
in ihrem
gleichentags verfassen
Bericht (
Urk.
9/98
/2-3
) aus, sie habe der Beschwer
deführerin mehrfach versucht zu erklären, dass anatomisch alle Einheiten funktionstüchtig seien
,
und dass es eine Narbenproblematik im Bereich der
Beugesehne gebe und sich diese nur bessere, wenn sie selber versuche, deutlich
aktiver zu werden.
Die Ursache für die persistierenden
Parästhesien
sei nicht klar.
Dr.
F._
habe in ihrem Bericht vom 1
9.
März 2014 darauf hingewiesen, dass sich nicht
die gesamte Symptomatik auf
ein CTS zurückführen lasse. Der Zeitpunkt für eine erneute neurologische Abklärung sei jedoch drei Monate postoperativ verfrüht.
In Anbetracht der schweren
Brustwirbelsäulen (
BWS
)
-Kyphose sei eine Ursa
che im Rahmen der
Halswirbelsäule (
HWS
)
oder ein leichtes
Thoracic
-Outlet-Syndrom
(
TOS
)
denkbar. Die Beschwerdeführerin sei arbeitslos und ausge
steuert.
Bei der bald 62-jährigen Patientin sei nicht davon auszugehen, dass sie nochmals eine Arbeit finden werde. Entsprechend hoch sei natürlich der Wunsch nach Taggeldleistungen von Seiten
der Suva
. Theoretisch
sei von folgender Arbeitsunfähigkeit auszugehen:
100
%
ab 1
9.
August 2013, 50
%
ab 1
3.
Oktober 201
4. Dr.
C._
führte aus, sie
denke, dass die Patientin an der ehemaligen Stelle mit vielen, leichten Reinigungsarbeiten halbtags wieder arbeitsfähig wäre (S. 3).
3.9
I
n ihr
em Bericht vom 2
9.
Dezember 2014
(
Urk.
9/118/2-4)
führte
Dr.
C._
fünf Monate nach der OSME
palmarer
Radius rechts und der Spaltung des
Retinakulum
flexorum
rechts am
1.
Juli 2014 aus,
die rechte Hand werde spontan gut eingesetzt und sei abgeschwollen. In der rechten
palma
manus
rechts zeige sich eine starke
Beschwielung
, eher ausgeprägter als links. Einmal mehr falle auf, dass die Patientin eine Fehlhaltung mit hängender Schulter rechts habe (
S. 1 und
S. 3 Mitte).
Dr.
C._
führte aus, insgesamt sei
der Verlauf in Anbetracht der Au
s
gangssituation recht
günstig. 16
Monate nach dem Unfall und komplikationsbehaftetem Verlauf habe sich einerseits eine Fehlhaltung entwickelt, andererseits bestehe die Frage, ob von Seiten der rechten Schulter ein
e eigentliche Pathologie gegeben sei
.
Es seien daher rheumatologische Abklärungen im Bereich der Wirbelsäule und der rechten Schulter zu veranlassen
.
Im gegenseitigen Einverständnis sei die Handtherapie sistiert und die Behand
lung bei ihr abgeschlossen worden (S. 3 unten).
Dr.
C._
führte aus, sie habe mit der Beschwerdeführerin besprochen, dass sie in ihrer alten Anstellung ab
A
nfang nächstes Jahr wieder
arbeitsfähig wäre, jedenfalls soweit dies die direkten Unfallfolgen betreffe. Die Ar
beitsunfähigkeit habe ab dem 1
9.
August 2013 100
%
, ab dem 1
3.
Oktober 2014 50
%
und ab dem
5.
Januar 2015 0
%
betragen (S. 4).
3.10
Dr.
m
ed.
G._
, Facharzt für Radiologie, führte nach am 2
7.
Januar 2015 durchgeführtem Röntgen beider Handgelenke in seinem gleichentags erstellen Bericht (
Urk.
9/127) aus, im Seitenvergleich zu links finde sich eine konsolidierte distale Radiusfraktur rechts ohne signif
ikanten
Ulnavorschub
. Es bestünden
ein isolierter Abriss des
Processus
styloideus
ulnae
und leicht
zystische Veränderungen im Os
lunatum
, jedoch keine Luxationen. Es be
stehe eine diskrete Sklerose im
STT
-Gelenk. Dieses sei auch links leicht
sklerosiert
, entsprechend einer beidseitig beginnenden STT-Arthrose
.
3.11
Krei
sarzt
Dr.
D._
führte in seinem Bericht vom 2
8.
Januar
2015
(
Urk.
9/129
) nach kreisärztlicher Untersuchung vom 2
7.
Januar 2015 aus,
die Versicherte habe angegeben, dass es ihr nicht gut gehe und sie Schmerzen zirkulär im ganzen Handgelenk dominant-rechts habe, dies Tag und Nacht. Daneben komme es auch wechselnd zu einem Ameisenlaufen
in der ganzen rechten Hand, streck- und beugeseitig, gelegentlich reiche dieses Ameisenlaufen nach proximal bis zum Ellbogen.
An eine Tätigkeit in der Reinigung sei nicht zu denken
,
und sie könne auch im Zweipersonenhaushalt nur ganz leichte Dinge machen.
Schmerzmedikamente nehme sie keine ein
,
und die Physio- und Ergotherapie seien sistiert,
sie trainiere aber nach wie vor die rechte Hand (S. 3 Mitte
).
Dr.
D._
führte aus,
in Teilen werde während der
Untersuchung
eine Funkti
onslosigkeit der rechten Hand demonstriert,
bei vielen
Tätigkeiten werde die Hand aber
ohne erkennbare Behinderung
normal eingesetzt.
Inspektorisch
bestehe ein minimer Tiefstand der rechten Schulter bei praktisch symmetrischer Schultergürtelmuskulatur.
Eine Einschränkung der
Schulter
beweglichkeit
rechts sei nicht zu erke
nnen, das demonstrierte Defizit
bei
spielsweise beim Nackengriff, subjektiv bedingt durch Schmerzen im rechten Handgelenk, lasse sich nur mit einem Demonstrationsverhalten erklären
(S. 3 unten).
Die klinische Untersuchung des rechten Armes sei durch eine schlechte Com
pliance und muskuläre Gegenspannungen etwas erschwert
gewesen
. Objektiv bewiesen aber der Zustand der Muskulatur am Unterarm und die
Beschwie
lung
der dominanten rechten Hand, dass diese im täglichen Leben wohl weit
gehend normal eingesetzt werde.
Die Beweglichkeit im Handgelenk erscheine etwas eingeschränkt, allerdings sei sie im funktionell wichtigsten Bereich erhalten
. Bei der Prüfung der Faustschlusskraft komme ein deutliches
dys
funktionelles
Verhalten zur Darstellung
. So seien Werte von 7
und
4 kg für die Faustschlusskraft der dominanten rechten Hand bei normaler Innervation
und normalem Status der Muskulatur medizinisch nicht erklärbar
(S. 4 f. unten
)
.
Die heute neu angefertigten Röntgenbilder seitenvergleichend zeigten eine in minimaler Fehlstellung konsolidierte distale Radiusfraktur ohne erhebliche degenerative Veränderungen radiokarpal. Aus medizinischer Sicht könne der Fall abgeschlossen werden.
Dr.
D._
führte aus, er schliesse sich der Meinung von
Dr.
C._
an und halte die Versicherte seit
A
nfang 2015 voll arbeitsfähig für leichtere Reinigungsarbeiten, wie sie vor der Arbeitslosigkeit der Versicherten ausgeführt worden seien. Eine leichte bis mittelschwere (maximale Belastung 10 bis 15 kg) Tätigkeit wäre vollzeitig zumutbar unter der Bedingung, dass das rechte Handgelenk nicht dauernd stark belastet werd
e, insbesondere seien belastete
Drehbewegungen im Handgelenk nur selten zumutbar. Auch heftige Schläge oder Vibrationen auf das rechte Handgelenk seien ungünstig
. Der Vollständigkeit halber sei angeführt, dass der beidseitige beginnende M
orbus
Dupuytren
nicht als Unfallfolge betrach
tet werden könne.
Eine unfallkausale erhebliche Integritätsentschädigung bestehe nicht. Heilkosten nach Abschluss der Behandlung seien nicht zu er
warten
(S. 5).
3.
12
Dr.
med.
H._
,
Fachärztin für Chirurgie
,
führte in ihrer chirurgischen Beurteilung vom 1
1.
Dezember 2015 (
Urk.
11) aus,
bei distalen Radiusfrakturen liege in 50 bis 80
%
eine zusätzliche Fraktur im Bereich des
Processus
styloideus
ulnae
(Ellengriffel) vor. Je peripherer diese Fraktur liege, desto weniger werde sie gemäss allgemeiner Lehrmeinung operativ versorgt. Durch das Nicht-Versorgen einer
Ulnastyloidfraktur
entstünden keine Nach
teile. Bei der Versicherten habe ebenfalls eine Fraktur im Bereich des
Pro
cessus
styloideus
ulnae
bestanden, welche nicht eingeheilt sei. Das Fragment im vorliegenden Fall sei derart klein, dass keine Indikation für eine operative Fixation
bestanden habe
. Das Nichteinheilen (Pseudoarthrose) habe nicht zu einem Nachteil geführt und erkläre die Beschwerden der Versicherten nicht. Es resultiere daraus kein Integritätsschaden (S. 5 unten).
Die Röntgenbilder vom 2
7.
Januar 2015 dokumentierten eine beidseitige be
ginnende STT-Arthrose.
Dr.
H._
führte aus, d
ie STT-Arthrose sei die häufigste Arthrose im Handgelenksbereich (95
%
), liege bei der Versicherten beidseits vor
und habe nichts mit der distalen Radiusfraktur zu tun,
sondern sei degenerativer Natur und bereits auf den initialen Röntgenaufnahmen (postoperative Röntgenkontrolle nach Plattenosteosynthese)
in identische
r Ausprägung
nachweisbar gewesen (S. 6). Auch bestehe mit Sicherheit
kein unfallkausaler Zusammenhang zum beginnenden Morbus
Dupuytren
(S. 7
).
Weiter führte
Dr.
H._
aus, der Unfall vom 1
9.
August 2013 habe nicht zu Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule oder der rechten
Schulter geführt. Zudem hätten die Untersuchungsbefunde anlässlich der kr
eisärztlichen Untersuchung vom 2
7.
Januar 2015 keine Einschränkungen und keine beklagten
Beschwerden an der rechten Schulter und der Wirbelsäule dokumentiert. Bei der empfohlenen Abklärung der rechten Schulter und/oder Wirbelsäule handle es sich nicht um eine unfallkausale Abklärung, sondern die Abklärung habe auf das Erfassen von degenerativen Veränderungen im Sinne einer Suche nach einer Erklärung für die geäusserten Beschwerden gezielt, da im Bereich der rechten Hand keine Pathologien vorlägen (S. 8 oben). Der Fallabschluss seitens
der Suva
sei korrekt ohne Vorliegen einer rheumatologischen Abklärung abgeschlossen worden. Basierend auf den vorliegenden Unterlagen sei der Versicherten kein dauernder und erhebliche
r Integritätsschaden entstanden (S. 9 oben).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin auf den
kreisärztlichen Untersuchungsbericht von
Dr.
D._
vom Januar 2015 (vgl. vorstehe
nd E. 3.11
)
, welcher
davon aus
ging
, dass die Beschwerdeführerin sei
t Anfang
2015 für leichtere
Reinigungs
arbeiten
, wie sie vor der Arbeitslosigkeit ausgeführt worden seien
, wieder voll
zeitig ar
beitsfähig sei
.
4.2
Auf die kreisärztliche Einschätzung
durch
Dr.
D._
vom Januar 2015
kann abgestellt werden. So
erfüllt sie
die
formalen Beweiswert-Anforde
rungen
(
vgl.
vorstehe
nd E. 1.4
)
ohne weiteres, ist sie
doch für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der
Vorakten
abge
geben.
Darüber hinaus leuchten die Ausführungen von
Dr.
D._
auch in der
Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medi
zin
ischen Situation ein und enthalten
nachvollziehbar begründete Schluss
folgerungen.
Insbesondere steht die Einschätzung von
Dr.
D._
im Einklang mit der
je
ni
gen der behandelnden Handchirurgin
Dr.
C._
, welche im De
zember 2014 ab Beginn des nächsten Jahres wieder von einer vollständigen Arbeits
fähigkeit
in
der
angestammten Tätigkeit
der Beschwerdeführerin
aus
ging (vgl.
vorsteh
end E.
3.9
). Für die Einschätzung von
Dr.
D._
und
Dr.
C._
spricht im Weiteren auch der Umstand, dass, wie
Dr.
D._
im Januar 2015 ausführte, die rechte Hand bei vielen Tätigkeiten ohne erkennbare Behin
de
rung normal eingesetzt werde.
Er verwies weiter auf den
Zustand der Musku
latur am Unterarm und die
auch von
Dr.
C._
festgestellte
Beschwielung
der rechten Hand
.
Dr.
C._
hielt im Dezember 2014
ebenfalls
fest, d
ass die rechte
Hand spontan gut eingesetzt werde.
Hinsichtlich der im Zeitraum vor Januar 2015 ergangenen medizinischen Akten (vgl. vorstehend E. 3.1-3.8 sowie E. 3.10) ist festzuhalten, dass es sich dabei um die Heilungsphase handelte, während der die Beschwerdegegnerin Leistungen erbrachte. Massgeblich für die Frage nach dem Anspruch auf eine Rente oder Integritätsentschädigung sind jedoch vorliegend die Berichte von Dr.
D._
und Dr.
C._
.
4.3
Was die beschwerdeweise geforderte rheumatologische Begutachtung
(vgl. vorstehend E. 2.2) anbelangt,
ergeben sich aus der
medizinischen Aktenlage keine Hinweise darauf, dass allfällige Probleme der Wirbelsäule und der rechten Schulter in einem Zusammenhang mit dem Unfallereignis stünden.
Dr.
C._
führte
im
Oktober 2014 (vorstehend E. 3.8
) aus, dass die Ursache der persistierenden
Parästhesien
unklar sei und sich
-
unter Hinweis auf die Ausführungen von
Dr.
F._
im März 2014 (vgl. vorstehend E.
3.5)
-
auch durch das CTS nicht ganz erklären liessen.
Dr.
C._
erachtete in Anbetracht der schweren BWS-Kyphose
eine Ursache im Rahmen der HWS oder ein leichtes TOS denkbar.
Vor diesem Hintergrund sind sodann ihre Äusserungen vom
Dezember 2014
betreffend zusätzliche rheumatologische Abklärungen
im Bereich der Wirbelsäule und der rechten Schulter
zu verstehen
,
und es ist nicht zu beanstande
n
, dass die Beschwerdegegnerin diesbezüglich keine weiter
en Abklärungen veranlasst hatte
, zumal Dr.
H._
dies ebenfalls in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise bestätigte (vgl. vorstehend E. 3.12).
Hinsichtlich der beidseitig
festgestellten beginnenden STT-Arthrose
(vgl. vor
stehend E.
3.10) ist
Dr.
H._
(vgl. vorstehend E.
3.12)
beizu
pflichten, dass diese beidseits vorhanden ist und daher eine unfallkausale Ursache
als
nicht überwiegend
wahrscheinlich
zu erachten ist
.
4.4
Aufgrund des Gesagten ist gestützt auf die kreisärztliche
Beurteilung
von
Dr.
D._
vom
Januar 2015
davon auszugehen,
dass
die Beschwerdeführe
rin seit
Januar 2015
in ihrer angestammten Tätigkeit und in jeder angepass
ten
Tätigkeit wieder zu 100
%
arbeitsfähig ist.
Obwohl der Beschwerde
führerin gemäss ärztlicher Einschätzung auch die angestammte Tätigkeit wieder zumutbar ist, formulierte Dr.
D._
ein Belastungsprofil (vgl. vorstehend E.
3.11). Die angestammte Tätigkeit als Laborhilfe in der Spül- und
Glas
küche
eines medizinischen Labors - welche die Beschwerdeführerin aus Rationalisierungsgründen verlor (vgl. Urk. 9/81 unten) - umfasste Aufgaben, die diesem Belastungsprofil entsprechen (vgl. Urk. 9/81). Ist jedoch auch die
angestammte Tätigkeit zumutbar, so
besteht keine Invalidität (vgl. vorstehen
d E.
1.2) und ein Einkommensvergleich erübrigt sich.
Angesichts dieser Fest
stellung ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Einkommens
vergleich
(Urk. 2 S. 6 ff.) ohnehin nicht zu beanstanden, und für die An
wendung von Art. 28 Abs. 4 UVV besteht mangels Invalidität kein Raum.
Bei
diesem Ergebnis besteht kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente
.
5.
Zu prüfen bleibt der Anspruch der Beschwerdeführerin auf ei
ne
Integri
täts
ent
schädigung
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
Die Skala im Anhang 3 zu Art. 36 Abs. 2 UVV sieht vor, dass bei Verlust von mindestens zwei Gliedern eines Langfingers oder eines Gliedes des Daumens Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 5 % besteht. Ziff. 2 des An
hanges 3 sieht vor, dass die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs dem Verlust gleichgestellt ist. Eine völlige Gebrauchsunfähigkeit der
rechten
Hand
liegt jedoch nicht vor.
Dr.
D._
be
schrieb im Januar 2015 eine geringe
Ein
schränkung der Beweglichkeit
im Handgelenk (vgl. vorstehend E. 3.11)
.
Ge
mäss Beurteilung durch Dr.
H._
ist die STT-Arthrose zudem vorbestehend, hat der beginnende Morbus
Dupuytren
keinen unfallkausalen Zusammenhang und führt der persistierende Abriss des
Processus
styloideus
ulnae
rechts zu keinem bleibendem Nachteil (vgl. vorstehend E.
3.12).
Ein An
spruch auf eine Integritätsentschädigung scheidet daher aus.
6
.
Zusammenfassend ergibt sich, dass weder ein Anspruch
der Beschwerde
füh
re
rin
auf eine
Rente
noch auf eine Integritätsentschädigung
besteht
. Der an
gefochtene
Einspracheentscheid
vom 1. Oktober 2015
(
Urk.
2)
erwei
st sich dem
zufolge als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.