Decision ID: f1090c06-f125-4211-aaeb-f796266c6ea1
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_999
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalts Mitwirkungspflichten obliegen. Auch der Fachrichter des Fa-
miliengerichts Baden wies den Beschwerdeführer auf die Möglichkeit des
Beizugs eines Anwalts hin (Aktennotiz vom 15. August 2022, act. 20 in
KEMN.2022.912). Angesichts dessen, dass es sich vorliegend keineswegs
um eine Bagatellstreitigkeit handelt, rechtfertigt sich der Beizug eines
Rechtsanwalts für den Beschwerdeführer, damit sich die von einem
Rechtsanwalt vertretene Mutter nicht vorweg in einer günstigeren Lage be-
findet (vgl. E. 5.1. und Sachverhalt Ziff. 1.5. hiervor). Die Vorinstanz hat
deshalb zu Unrecht die Notwendigkeit für die Bestellung eines unentgeltli-
chen Rechtsbeistandes verneint.
6.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde gutzuheissen und dem Be-
schwerdeführer die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen.
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7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine Entscheidgebühr zu erheben
(Art. 106 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 24 EG ZPO). Der Kanton hat jedoch dem
Beschwerdeführer die obergerichtlichen Parteikosten zu ersetzen. Die Ent-
schädigung beläuft sich für das Beschwerdeverfahren nach konstanter
Rechtsprechung des Obergerichts auf pauschal Fr. 800.00 (§ 3 Abs. 1 lit. b
i.V.m. § 3 Abs. 2 und § 12 AnwT). Diese Parteientschädigung ist ihm durch
die Bezirksgerichtskasse Baden als Kasse der unterliegenden Vorinstanz
auszurichten (Art. 106 Abs. 1 ZPO; BGE 140 III 501 E. 4). Das Gesuch des
Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerde-
verfahren wird damit gegenstandslos.

Considerations: