Decision ID: aa04fb1d-fbff-4574-8278-332757d20167
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1967, ist verheiratet und Mutter von zwei zwi
schen
zeit
lich erwachsenen Kindern aus erster Ehe. Sie hat ursprünglich den Beruf der Coiffeuse erlernt (Urk. 10/3) und war ab 1. April 2004 im Umfang von 80 % in einem Altersheim als Mitarbeiterin im Restaurant tätig (vgl. Urk. 10/26). Unter Hinweis auf eine seit dem 10. Februar 2012 bestehende Be
we
gungs
einschränkung am rechten Arm sowie am rechten Unterschenkel mel
dete sie sich im Juli 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/3).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte daraufhin Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht und ver
neinte mit Verfügung vom 27. März 2014 mangels rechtlich erheblichen Ge
sund
heits
schadens einen Anspruch auf IV-Leistungen (Urk. 10/74). Eine dage
gen erhobene Beschwerde vom 8. Mai 2014 (Urk. 10/76) hiess das hiesige Ge
richt mit Urteil vom 26. November 2014 gut (Prozess Nr. IV.2014.00492) und wies die Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und neuer Verfügung über den Leistungsanspruch
an die IV-Stelle zurück (vgl. Urk. 10/86).
Die IV-Stelle holte daraufhin bei der
Y._
, Muskulo-Skelettal Zent
rum, Orthopädie Obere Extremitäten bzw. Wirbelsäulenchirurgie und Neuro
chirurgie (Urk. 10/90-92), sowie beim behandelnden Hausarzt Dr. med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (Urk. 10/95/1-5
),
Angaben zum Ge
sund
heits
zustand und zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten ein. In der Folge veran
lasste sie eine polydisziplinäre medizinische Abklärung (Urk. 10/100 und Zwi
schen
verfügung vom 16. Juni 2015; Urk. 10/106), welche durch das
A._
,
A._,
durchgeführt wurde (Gutachten vom 14. Dezember 2015, Urk. 10/115). Am 19. Januar 2016 erliess die IV-Stelle ei
nen Vorbescheid, mit welchem sie – ausgehend von der Qualifikation der Versi
cher
ten als Teilerwerbstätige – den Anspruch auf eine Invalidenrente gestützt auf einen errechneten Invaliditätsgrad von 20 % im erwerblichen Bereich ver
neinte, unter Verzicht auf Durchführung einer Haushaltabklärung (Urk. 10/118). Dagegen liess die Versicherte am 11. Februar 2016 Einwand erheben (Urk. 10/121 sowie Ergänzung hiezu vom 5. April 2016; Urk. 10/124). Mit Ver
fügung vom 29. Juni 2016 hielt die IV-Stelle - bei einem neu ermittelten Inva
liditätsgrad von 26 % im Erwerbsbereich - an der Verneinung eines Rentenan
spruchs fest (Urk. 2).
2.
Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz, mit Eingabe vom 29. August 2016 (Urk. 1) Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Verfügung der IV-Stelle Zürich vom 29. Juni 2016 aufzu
heben und der Versicherten mit Wirkung ab Februar 2013 eine Rente der Inva
lidenversicherung zuzusprechen (1.), eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle Zürich vom 29. Juni 2016 aufzuheben und der Versicherten mit Wirkung ab einem späteren Zeitpunkt als Februar 2013 eine Rente der Invalidenversi
cherung zuzusprechen (2.); unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (3.). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie für den Fall, dass das Gericht nicht auf die beiliegenden Angaben der Y._ vom 12. Juli 2016 und die in Aussicht gestellten weiteren Berichte ab
stelle, eigene Abklärungen bei der Y._ durch das Gericht oder eventualiter, dass eine Oberbegutachtung auf Kosten der IV-Stelle durch das Gericht anzuordnen sei (4.; Urk. 1 S. 2). Mit Eingabe vom 22. September 2016 liess die Beschwerdeführerin ergänzend zur Beschwerde einen ärztlichen Bericht der Y._ vom 31. August 2016 zu den Akten reichen (Urk. 6-7).
Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 10. Oktober 2016 Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Dazu liess die Beschwerdeführerin am 24. November 2016 eine Stellungnahme einreichen (Urk. 12), welche der IV-Stelle am 25. No
vem
ber 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von min
destens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditäts
grad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem In
validitätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
di
täts
grad bestimmen lässt
(sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im
Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
a
len und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich
ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Ex
per
ten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c, je mit Hinwei
sen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete den angefochtenen Entscheid im Wesentlichen damit, dass die in Nachachtung des Urteils vom 26. November 2014 getätigten Abklä
rungen ergeben hätten, dass die Versicherte, welche als Teilerwerbstätige (Er
werbstätigkeit 80 % / Haushalt 20 %) zu qualifizieren sei, in ihrer bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Da der ermittelte Invaliditätsgrad im erwerbli
chen Bereich 26 % betrage, sei eine rententangierende Einschränkung im Haus
halt nicht „nachvollziehbar“; auf eine Abklärung vor Ort werde daher weiterhin verzichtet (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber lässt die Versicherte zur Hauptsache geltend machen, dass das Gutachten des A._ über die gemäss Urteil vom 26. November 2014 zu klären
den Fragen nur ungenügend Antwort gebe und insbesondere im Hinblick auf die Beurteilung des Beginns und Ausmasses der Arbeitsunfähigkeit in ange
passter Tätigkeit widersprüchlich oder sogar aktenwidrig sei. Vielmehr sei auf die Beurteilung der BVK-Vertrauensärztin B._ vom 16. April 2013 sowie die neuesten Angaben der Y._ vom 12. Juli 2016 abzustellen. Da die gemischte Methode, wie sie in der schweizerischen Invalidenversicherung zur Anwendung gelange, EMRK-widrig sei, sei vorliegend von der Anwendbar
keit der allgemeinen Methode auszugehen. Somit sei von einem höheren hypo
thetischen Valideneinkommen (entsprechend einem 100 % Pensum) auszuge
hen. Beim Invalideneinkommen sei, selbst wenn man auf das Gutachten des A._ abstellen wollte, von mehr als einer 30 %igen Lohnminderung auszugehen und ein (wohl: leidensbedingter) Abzug von mindestens 10 % vorzunehmen (Urk. 1). In ihrer ergänzenden Eingabe vom 24. November 2016 liess die Beschwerde
führerin ausführen, dass der rechtserhebliche Sachverhalt auch mit Blick auf den am 22. September 2016 eingereichten Bericht (der Y._ vom 31. August 2016) nicht hinreichend erstellt und namentlich auch die zwischen dem Gutachten vom 14. Dezember 2015 und der Verfügung vom 29. Juni 2016 eingetretene Beschwerdezunahme zu berücksichtigen sei (Urk. 12).
3.
3.1
Im polydisziplinären (internistischen, psychiatrischen, rheumatologischen und neurologischen) Gutachten des A._ vom 14. Dezember 2015 stellten die ver
ant
wortlich zeichnenden Fachärzte folgende Diagnosen (Urk. 10/115 S. 22 f.)
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10 F44.4)
-
Armhebeschwäche rechts unklarer Ätiologie (EM 2/2012) (ICD-10 M75.8) mit/bei rechtskonvexer Wirbelsäulenskoliose mit Rippenbu
ckel rechts und skapulothorakaler Insuffizienz rechts
-
nicht neurogen bedingte Bewegungseinschränkung proximal am rech
ten Bein
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
Mit Blick auf die gestellten Diagnosen führten die Ärzte in ihrer Gesamtbeurtei
lung (Urk. 10/115 S. 23 f.) aus, der Explorandin seien beim präsentierten Be
schwerdebild (Armhebeschwäche rechts) die angestammten Tätigkeiten als Coiffeuse und als Servicemitarbeiterin nicht mehr möglich, darin bestehe aus polydisziplinärer (namentlich psychiatrischer und rheumatologischer) Sicht eine Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten (nur leichte Belastungen des rechten Armes ohne Einsatz der Hand über Brusthöhe; in Neutral
stellung des Schultergelenks könnten Unterarm und Hand normal ein
gesetzt werden) bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 %. Diese sei vollschichtig realisierbar bzw. könne über 6-8 Stunden umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf. Zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit gaben sie an, aufgrund der Momentaufnahme einer einmaligen Untersuchung könne der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in den letzten Jahren retrospektiv nicht zuver
lässig beurteilt werden. Gemäss anamnestischen Schilderungen und Aktenlage sei aber davon auszugehen, dass eine eingeschränkte Belastbarkeit des rechten Armes und damit eine höhergradige funktionelle Einschränkung arbiträr und über die Zeit gemittelt seit Februar 2012 anzunehmen sei (Urk. 10/115 S. 23).
3.2
Im beschwerdeweise eingereichten Bericht der Y._, Muskulo- Ske
lettal Zentrum, Neurologie, vom 12. Juli 2016 stellte die verantwortlich zeich
nende Oberärztin folgende Diagnosen:
-
Proximale Schulterschwäche rechts mit/bei
-
Klinisch: rechtskonvexe Thorakolumbalskoliose, Schwäche für Abduk
tion Aussenrotation M4
-
EMG 07/2016: normale Elektromyographie M. deltoideus, M. subsca
pularis
-
Rechtsseitige proximale Beinschwäche mit/bei
-
Klinisch: leichte Schwäche Kraftgrad M4-5, symmetrische Muskeleigen
reflexe
-
MEP: symmetrisch und normal zu den Armen und Beinen
-
Rechtskonvexe Thorakolumbalskoliose
In der Beurteilung gab sie im Wesentlichen an, bezüglich Schulter leide die Pati
entin weiterhin unter einer Schwäche der Muskulatur bezüglich Abduktion und Anteversion, deren Ursache sich klinisch nicht eingrenzen lasse. Eine Ro
tatorenmanschettenpathologie bestehe ihres Erachtens nicht, ebenfalls keine Anhaltspunkte für eine Denervation der Kennmuskulatur des N. suprascapularis oder N. axillaris, sodass es sich vermutlich vorwiegend um eine funktionelle Störung handle. Die neu beklagte Schwäche des rechten Beines zeige sich kli
nisch mit einer leichten proximalen Parese für die Kniestreckung, wobei auch hier eine seitengleiche Trophik und symmetrische Muskeleigenreflexe bestün
den, so dass sichere Hinweise für eine Wurzelläsion nicht bestünden. Trotzdem sei mit der Versicherten besprochen worden, eine Kernspintomographie von BWS und LWS durchzuführen mit der Frage nach Myelopathie oder Radikulo
pathie rechts (Urk. 3/3).
Im von der Beschwerdeführerin nachgereichten Bericht vom 31. August 2016 stellte die nämliche Oberärztin nach durchgeführten weiteren Abklärungen im Rahmen der Verlaufskonsultation folgende zusätzliche Diagnose:
-
Belastungsabhängiges lumbogluteales Schmerzsyndrom mit/bei
-
klinisch: Druckdolenz über den Facettengelenken, Hypästhesie Innerva
tionsgebiet N. cuteanus femoris lateralis
-
motorisch evozierte Potenziale 07/2016: normal zu den Armen und Bei
nen
-
EMNG 08/2016: keine Polyneuropathie, keine Myopathie, keine Muskel
dystrophie
-
LWS/BWS MRI 08/2016: kleine dorsale Bandscheibenprotrusion L4/L5 und L5/S1 links
Die Ärztin gab an, die Versicherte berichte, dass sie sich mit der Situation des Armes eigentlich abgefunden habe. Sie mache sich nun Sorgen, dass das rechte Bein immer schlechter werde. Sie habe häufige Schmerzen auch in Ruhe, im Laufe des Tages würden diese jedoch zunehmen. Bei längerem Laufen werde es schlimmer, so sei sie kürzlich während einer Wanderung am Schluss bergab ge
gangen, als sie plötzlich starke Schmerzen in Hüfte und Knie rechts verspürt habe sowie eine Kraftstörung, so dass sie die Treppe nicht mehr habe hochlau
fen können. In der Beurteilung gab die Ärztin mit Blick auf die Abklärungser
gebnisse zusammenfassend an, dass sie als Therapie nur eine Physiotherapie empfehlen könne, in der auch die thorakolumbale Muskulatur aufgebaut werden sollte sowie die Beinmuskulatur. Bei längerem Wandern empfehle sie als Re
serve Novalgin in Tropfenform. Allenfalls müsse eine rheumatologische Unter
suchung der Hüfte durchgeführt werden (Urk. 7).
4.
4.1
Die im Nachgang zum Urteil des hiesigen Gerichts vom 26. November 2014 bei der Y._ (Urk. 10/90-92) sowie beim Hausarzt (Urk. 10/95) im März 2015 eingeholten Angaben – in Ersterer war die Beschwerdeführerin letztmals im Jahr 2014 (Urk. 10/94) – ergaben keine hinreichende Grundlage für die Be
urteilung des Leistungsanspruchs. Deshalb veranlasste die Ver
waltung die polydisziplinäre Begutachtung durch das A._. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. So handelte es sich bei den Erwägungen des hiesigen Gerichts im Urteil vom 26. November 2014, wonach es „sinnvoll“ erscheine, er
gänzende Angaben bei der Y._ einzuholen (Urk. 10/86 S. 10, E. 4.3), um eine Empfehlung (vgl. so auch Beschwerdeführerin in Urk. 12 S. 1 un
ten); sie stellen jedoch keine strikte Vorgabe dar. Alsdann hatte sich – nach anfäng
lichen Einwänden (Urk. 10/101 und Urk. 10/105) – auch die Beschwer
deführerin gegenüber der Verwaltung mit diesem Vorgehen einverstanden er
klärt (Urk. 10/107).
4.2
Das Gutachten des A._ vom 14. Dezember 2015 beruht auf allseitigen Untersu
chungen, berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten erstattet. Alsdann legen die verantwortli
chen Fachärzte den medizinischen Sachverhalt unter Berücksichtigung der Vor
akten und namentlich in Kenntnis von und Auseinandersetzung mit den von der IV-Stelle zuvor eingeholten Berichten der Y._ (insbeson
dere dem Bericht vom 19. Februar 2014; Urk. 10/95 S. 6 f.) dar. Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend und die im Gutachten gezogenen Schlüsse sind begründet; die Schlussfolgerungen erscheinen im Ergebnis plausi
bel und sind auch für den rechtsanwendenden Laien nachvollziehbar. Das Gut
achten erlaubt mithin eine zuverlässige Beurteilung des Leistungsanspruchs, wes
halb darauf abgestellt werden kann.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machen lässt, das Gutachten beantworte zu klärenden Fragen - namentlich diejenige nach Beginn und Ausmass der Ar
beits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit - nicht genügend bzw. die gezoge
nen Schlüsse seien gar aktenwidrig, kann dieser Auffassung nicht gefolgt wer
den. Vielmehr überzeugt die rückwirkende Festlegung von Art und Umfang der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit per Februar 2012. Zum einen ist die im Vordergrund stehende Armschwäche gemäss Angaben der Versicherten erstmals im Februar 2012 aufgetreten (vgl. dazu statt vieler etwa Angaben der Versi
cherten anlässlich der Begutachtung; Urk. 10/115 S. 6 und 8). Zum andern hatte hauptsächlich diese Schwäche Auswirkungen auf das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin und zog ihre Arbeitsunfähigkeit als Coiffeuse und Ser
vice
mitarbeiterin nach sich (vgl. etwa Bericht der Vertrauensärztin B._, Fachärztin FMH für Innere Medizin, zuhanden der Pensionskasse C._ vom 16. April 2013; Urk. 10/40) beziehungsweise
begründete ent
sprechende spezifische Anforderungen an eine Verweistätigkeit. Weitere sich auf die Arbeitsfähigkeit auch in leidensangepasster Tätigkeit auswirkende Ge
sund
heitsschäden sind nicht ersichtlich; dies gilt namentlich für die Beschwer
den im rechten Bein, hatte die Beschwerdeführerin doch
anlässlich der Begut
achtung angegeben,
diese würden sie im Alltag nicht oder nur wenig ein
schränken und dass Gehen problemlos möglich war und sei (vgl. etwa subjek
tive Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der rheumatologischen Unter
suchung; Urk. 10/115 S. 15). Insbesondere steht die ab Februar 2012 geltende Einschätzung einer 70%igen Arbeitsfähigkeit
in einer Verweistätigkeit weder in Widerspruch zum genannten vertrauensärztlichen Bericht von Dr. B._ vom 16. April 2013 (vgl. Urk. 10/40) noch dem der Rückweisung gemäss Urteil des hiesigen Gerichts vom 26. November 2014 (vgl. dortige E. 4.3) hauptsäch
lich zugrunde liegenden Bericht der Y._ vom 19. Februar 2014 (Urk. 10/78 S. 28). So beziehen sich diese Berichte - soweit überhaupt - auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und die gesundheitlichen Ein
schränkungen aus somatischer Sicht. Ebenso wenig ist ersichtlich, dass die der angefochtenen Verfügung zugrundeliegende polydisziplinäre – auch psychiatri
sche - Schluss
folgerung der A._-Gutachter, wonach die Beschwerdeführerin ab Februar 2012 in einer angepassten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig sei, nicht für den gesamten vorliegend relevanten Zeitraum (bis zum Erlass der streitigen Verwaltungs
verfügung vom 29. Juni 2016) Gültigkeit beanspruchen könnte (statt vieler BGE 132 V 215 E. 3.1.1).
Zudem ergeben sich auch aus den Akten, namentlich aus den im Verfahren eingereichten Berichten der
Y._
(vom 12. Juli 2016 und vom 31. August 2016; E. 3.2 hievor) keine Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin im vorliegend massgebli
chen Beurteilungs
zeitraum infolge Beschwerdezunahme an der Schulter und am rechten Bein (Urk. 1 S. 5, Urk. 12) selbst in einer leichten, dem (Schulter-)Leiden angepassten Tätigkeit zusätzlich eingeschränkt gewesen
sein könnte. Dies gilt – bezüglich der Beinschwäche – schon mit Blick darauf, dass aus dem zwei Mo
nate nach der angefochtenen Verfügung datierenden Bericht vom 31. August 2016 (Urk. 7) hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin trotz dieser Beschwerden noch in diesem Zeitraum Wanderungen unternahm. Ob letztere Berichte, die nach der vorliegend streitigen Verfügung datieren, überhaupt zu berücksichti
gen sind (vgl. zum Ganzen etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_675/2012 vom 7. Dezem
ber 2012 E. 5.2.2 mit Hinweisen), braucht daher nicht näher geprüft zu werden.
4.4
Zusammenfassend erweist sich das Gutachten des A._ vielmehr als beweiskräf
tig, weshalb darauf abgestellt werden kann. Mithin ist gestützt darauf davon aus
zugehen, dass die Versicherte seit Februar 2012 an einer Hebeschwäche des rechten Armes leidet, die Ausfluss einer dissoziativen Bewegungsstörung (ICD-10 F44.4) ist, und dass sie deswegen seither aus medizinischer Sicht in ihrer ange
stammten Tätigkeit als Coiffeuse und zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Ser
vice
mitarbeiterin nicht mehr arbeitsfähig ist, wohingegen in einer angepassten Tätig
keit eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 70 % besteht. Soweit das hiesige Gericht in seinem Urteil vom 26. November 2014 noch gestützt auf den Bericht der Y._ vom 19. Februar 2014 davon ausging, die gesundheitliche Problematik sei Folge der musculo-skelettalen Deformität und Haltungsinsuffi
zienz und eine psychologische Ursache höchst unwahrscheinlich (so E. 4.2), kann daran nicht mehr festgehalten werden.
Was im erwähnten Bericht noch als „klar“ bezeichnet wurde, liess sich durch keine der inzwischen noch vorge
nommenen Untersuchungen erhärten. Dasselbe - bzw. dass ebenfalls keine so
matische Ursache festgestellt werden konnte - trifft auch auf die neu aufgetre
tene rechtsseitige proximale Beinschwäche zu (siehe Bericht der
Y._
vom 12. Juli
2016, Urk. 3/3). Vielmehr zeigt
der Verlauf der gesundheitli
chen Einschränkungen nunmehr, dass diesen eine dissoziative Bewegungsstö
rung zugrunde liegt und schon vorher lag (siehe dazu auch Urk. 10/49/1-10). Im Übrigen diagnostizierten auch die A._-Gutachter die Armheberschwäche rechts (unklarer Ätiologie) und die (nicht neurogen bedingte) Beinheberschwäche pro
ximal am rechten Bein als mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und legten in Berücksichtigung derselben Art und Umfang der der Beschwerdeführerin noch möglichen Arbeitstätigkeiten fest (oben E. 3.1).
4.5
Die Verwaltung ging gestützt auf das Gutachten des A._ entsprechend der medizi
nischen Einschätzung der Gutachter von einer gänzlichen Arbeitsunfä
higkeit in der bisherigen sowie 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus.
Es kann mit Blick auf die gestellte Diagnose der dissoziativen Be
wegungsstörung offen bleiben, ob vorliegend nicht die Rechtsprechung zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nach
weis
bare organische Grundlage, zu welchen auch die dissoziative Bewe
gungs
störung zählt
(vgl. zum Ganzen BGE 141 V 281 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3 sowie
Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4)
zur Anwendung hätte gelangen und eine Prüfung der Standard
indikatoren hätte vorgenommen werden müssen, welche möglicher
weise aus recht
licher Sicht die Verneinung eines invalidisierenden Gesund
heitsschadens zur Folge gehabt hätte. Denn so oder anders resultiert kein ren
tenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 5 hienach).
5.
5.1
Die Verwaltung nahm die Invaliditätsbemessung auf Grundlage der gemischten Methode vor (vgl. 1.4 hievor), was die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf das Urteil des EGMR i. S. Di Trizio vom 2.
Februar 2016
beanstanden lässt ver
bunden mit dem Antrag, dass vorliegend von der Anwendbarkeit der allgemei
nen Methode (Einkommensvergleich) für die Invaliditätsbemessung auszugehen sei (Urk. 1 S. 9). Darin kann der Beschwerdeführerin jedoch nicht gefolgt wer
den. So hat das Bundesgericht
die gemischte Metho
de nach geltender Praxis nicht „
per se
" als diskriminierend erachtet „
sans égard à la situation concrète" (Urteil 9C_473/2016 vom 2
5.
Januar 2017 E. 4
, in: SVR 2017 IV Nr. 31 S. 88). Namentlich hat es diese Methode der Invaliditätsbemessung
weiterhin für an
wendbar erklärt in Fällen der erstmaligen Zusprechung einer Rente an eine während des massgebenden Beurteilungszeitraums als teilerwerbstätig (mit Auf
gabenbereich) zu qualifizierende versicherte Person (Urteil 9C_615
/2016 vom 21. März 2017 E. 5.2) beziehungsweise dort,
wo
bei der erstmaligen Prüfung ein Rentenanspruch zu verneinen ist (vgl. zum Ganzen
etwa
Urteil des Bundesge
richts 9C_90/2017 vom
4.
Juli 2017 E. 4
). Bei der Beschwerdeführerin steht die (allfällige) erstmalige Rentenzusprache zur Frage, weshalb die gemischte Me
thode nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung weiterhin anzuwenden ist.
5.2
5.2.1
Beim Einkommensvergleich knüpfte die Verwaltung zur Bestimmung des Vali
den
einkommens an das Einkommen (in Höhe von Fr. 54‘067.--) an, welches die Versicherte im Gesundheitsfall im Rahmen des ausgeübten 80 % Pensums als Restaurant-Mitarbeiterin im Jahr 2012 erzielt hatte (Urk. 10/26 S. 3 und Urk. 10/116). Dies ist nicht zu bestanden, zumal sich der alleinige von der Be
schwerdeführerin dagegen erhobene Einwand, wonach – aufgrund der Unzuläs
sig
keit der gemischten Methode - das Valideneinkommen auf ein 100 % Pen
sum (auf Fr. 68‘056.80) aufzurechnen sei (vgl. Urk. 1 S. 9), nicht verfängt (vgl. hievor E. 5.1). Mithin ist mit der Verwaltung von einem auf das Jahr 2013 (als Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns) hochgerechneten Validenein
kommen von Fr. 54‘445.45 auszugehen (unter Berücksichtigung der Nominal
lohnentwicklung für Frauen von 0.7 % per 2013 [vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Nominallohnindex Frauen 2011-2016; online ab
rufbar]).
5.2.2
Die Verwaltung ermittelte das Invalideneinkommen anhand von
statistischen Durchschnittswerten der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2012; Ta
belle TA1, Kompetenzniveau 2, Frauen, Total)
, welches Vorgehen zu Recht un
beanstandet blieb. Bezogen auf das Jahr 2013 führt dies – wie die Verwaltung ebenfalls richtig errechnete - zu einem Invalideneinkommen von Fr. 58‘528.30 (Fr. 4‘646.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.007), was in dem der Versicherten aus medizi
nischer Sicht zumutbaren Pensum von 70 % zu einem Einkommen von Fr. 40‘969.80 führt.
Davon nahm die Verwaltung in der angefochtenen Verfügung einen leidensbe
dingten Abzug von 10 % vor, was noch ein Invalideneinkommen von Fr. 36‘872.80 ergab (Fr. 40‘969.80 x 0.9). Sie begründete dies damit, dass nur leichte Belastungen des rechten Armes ohne Einsatz der Hand über Brusthöhe zumutbar seien (Urk. 2 S. 3). Ob diese Einschränkung am rechten Arm, welche die Einsatzmöglichkeiten der Beschwerdeführerin zwar etwas beschränken, mit
Blick auf den allein massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt tatsächlich ab
zugs
relevant ist oder der Beschwerdeführerin - wie sie verlangt (Urk. 1 S. 9) -
zusätzlich zum zeitlich reduzierten Pensum ein Abzug von 10 % aufgrund des
er
höh
ten Pausenbedarfs (reduzierten
Leistungsvermögens) zu gewähren ist, erscheint zumindest fraglich. Jedoch kann auch dies im vorliegenden Zusammen
hang offenbleiben. Denn selbst unter Berücksichtigung dieses (um 10 % redu
zier
ten) Invalideneinkommens resultiert in Gegenüberstellung mit dem Validen
ein
kommen ein Invaliditätsgrad
v
on 32.27 %, was gewichtet (Anteil Erwerbstä
tigkeit von 80 %) zu einer (Teil-)Invalidität im Erwerbsbereich von (höchstens) 26 % und im Ergebnis (zusammen mit der Einschränkung im Haushalt) zu kei
nem Renten
anspruch führt (vgl. 5.3 hienach).
5.3
Die IV-Stelle verzichtete im Haushaltbereich auf eine Abklärung zur Ermittlung einer allfälligen gesundheitsbedingten Leistungseinbusse unter Hinweis darauf, dass eine rentenrelevante Einschränkung nicht nachvollziehbar sei. Tatsächlich müsste (bei der Gewichtung des Haushalts von 20 %) die Einschränkung im Haushalt 70 % betragen, damit diese zu einer (Teil-)Invalidität im Haushalt von 14 % führte und so zusammen mit der (Teil-)Invalidität im Erwerbsbereich von (höchstens) 26 % einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 40 % ergäbe (vgl. E. 1.2 hievor). Zu beachten ist dabei, dass der Invaliditätsgrad im Haus
haltbereich in der Regel geringer ist als derjenige im Erwerbsbereich, da im Haushalt hauptsächlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zu verrichten sind und es den Versicherten im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht zumutbar ist, ihre Arbeit einzuteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familien
angehörigen in Anspruch zu nehmen. Vorliegend hatte die Beschwerdeführerin gegenüber den A._-Gutachtern denn auch ausgeführt, den Haushalt trotz der Behinderung zum grössten Teil selber zu erledigen, wenn auch unter Inan
spruch
nahme von mehr Zeit, wobei sie auch auf die Mithilfe des Ehegatten zu
rückgreifen könne (vgl. Urk. 10/115 etwa Seiten 7, 10, 19 und 22). Bei diesen Gegebenheiten kann eine - hohe - Einschränkung von 70 % im Haushalt aller
dings ausgeschlossen werden, weshalb die Verwaltung zu Recht von der Er
mittlung des Invaliditätsgrades mittels einer Haushaltabklärung abgesehen hat.
5.4
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass trotz der gesundheitlichen Einschrän
kungen im Erwerbsbereich sowie allenfalls im Haushalt kein rentenbegründen
der Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resultiert. Die angefochtene Verfü
gung erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobe
nen Beschwerde führt
.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.