Decision ID: a01abe9f-7c0a-4a6c-a5cf-0c08e03496ec
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 5. Juli 2006 erstmals zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 2). Dr. med. B._, FMH Physikalische Medizin, hatte
am 29. April 2005 über ein Lumbovertebralsyndrom und somatoforme Schmerzen
berichtet. Er hatte befunden, die Angabe invalidisierender Schmerzen sei nicht
glaubwürdig, der Versicherte sei für eine leichte bis mittelschwere Arbeit zu 100%
arbeitsfähig (IV-act. 14-10 ff.). Dr. med. C._, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am
15. Juli 2006 insbesondere über ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, eine
Diskushernie L5/S1, ein chronisches Cervicobrachial- und Thorakovertebralsyndrom,
eine reaktive agitierte Depression sowie eine Anpassungsstörung. Er attestierte dem
Versicherten zwischen 1. März 2005 und 31. Juli 2006 phasenweise
Arbeitsunfähigkeiten von 50% und 100% (IV-act. 14-1 ff.). Die behandelnden Ärzte des
Ambulatoriums für Sozialpsychiatrie D._ hielten in ihrem Bericht vom 5. Oktober 2006
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive
Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) bei anhaltender affektiver Störung
mit depressiv und gereizt aggressiver Symptomatik (ICD-10: F34.8) sowie bei
chronischer Lumboischialgie rechts und Diskushernie L5/S1 fest. Sie attestierten ihm
vom 28. April bis 29. Juni 2006 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% für die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit als ungelernter Hilfsarbeiter (IV-act. 26).
A.b Im Auftrag der IV-Stelle (vgl. IV-act. 33) wurde der Versicherte am 11. Juli 2007
durch Ärzte des ABI Basel polydisziplinär (internistisch, orthopädisch, psychiatrisch)
abgeklärt. In ihrem Gutachten vom 27. Dezember 2007 listeten diese als Diagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte bis mittelgradige depressive Episode
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(ICD-10: F32.0/32.1), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
sowie eine chronische Lumboischialgie rechts mehr als links, derzeit ohne radikuläre
Ausfälle (ICD-10: M54.4), auf. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit von 30% (IV-act. 35). Mit Verfügung vom 20. Mai 2008 wies die IV-
Stelle das Rentenbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 37% ab (IV-act. 50).
A.c Am 23. November 2012 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 53). Die behandelnden Ärzte der
Palliative Care des Spitals E._, wo sich der Versicherte vom 16. bis 24. Juni 2009 zur
stationären Schmerztherapie befunden hatte, hatten am 25. Juni 2009 über ein
chronisches Schmerzsyndrom im Bereich der LWS und HWS, einen Diabetes mellitus
Typ II, eine arterielle Hypertonie und einen schweren Nikotinabusus berichtet (IV-act.
56).
A.d Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 12. Juli 2013 mit, aufgrund seines
Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich (IV-act.
77). Med. pract. F._, Oberarzt der psychiatrischen Klinik G._, listete am 16. Juli
2013 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und histrionischen sowie paranoiden Anteilen
(ICD-10: F61.0) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere
Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2) auf. Seit September 2010
werde eine halbstationäre Behandlung durchgeführt. Eine Tätigkeit auf dem ersten
Arbeitsmarkt sei ausgeschlossen (IV-act. 78).
A.e Der Versicherte wurde am 15. November 2013 im Auftrag der IV-Stelle (vgl. IV-act.
87) durch Ärzte der Medizinisches Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH
(nachfolgend: MGSG) bidisziplinär (orthopädisch, psychiatrisch) abgeklärt. In ihrem
Gutachten vom 6. Januar 2014 listeten diese als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eine mässige Spondylarthrose C5/6 mit leichter Irritation der
Nervenwurzel C6 rechts foraminal, eine mässige Spondylarthrose L4/5 und leicht L5/S1
ohne neurale Kompression mit Pseudolumboischialgie rechts, eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische
Symptome (ICD-10: F33.2), eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen,
histrionischen sowie paranoiden Anteilen (ICD-10: F61.0) und eine anhaltende
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somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) auf. Sowohl für die angestammte, als
auch für eine adaptierte Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100% seit
mindestens März 2011 (IV-act. 97).
A.f Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte im April und Juli 2014 mehrfach
observiert (IV-act. 113, 116). Mit Vorbescheid vom 5. Januar 2015 stellte die IV-Stelle
dem Versicherten die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. Mai 2013 in Aussicht (IV-act.
133).
A.g Nach einem Hinweis des im Jahr 2014 mit der Observation betrauten Detektivs,
wonach dieser den Versicherten im April 2015 sichtlich gut gelaunt mit mehreren
Personen in einem Restaurant gesehen habe (IV-act. 138), wurde der Versicherte im
April 2015 erneut mehrfach observiert (vgl. IV-act. 145). Dr. med. H._, Mitarbeiterin
IV-Stelle, führte am 21. Mai 2015 aus, aufgrund der aktuellen Videodokumentation
könnten keine schwere depressive Symptomatik mit sozialer Isolation oder
Verhaltensauffälligkeiten im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung beobachtet werden.
Bemerkenswert sei, dass sich die Symptomatik nach Erhalt des Vorbescheids
betreffend Rentenzusprache derart gebessert habe. Dies dürfte zumindest auf eine
entscheidende Rolle psychosozialer Faktoren, wenn nicht auf bewusstseinsnahe
Aggravationstendenzen hindeuten (IV-act. 150).
A.h Am 5. Mai 2015 stellte die IV-Stelle fest, das Vorbescheidverfahren müsse infolge
Zustellung an eine falsch erfasste Rechtsvertreterin des Versicherten wiederholt
werden (IV-act. 142 f.). Anlässlich eines Gesprächs vom 19. Juni 2015 konfrontierte die
IV-Stelle den Versicherten im Beisein von Dr. H._ mit den Ergebnissen der
Observation (vgl. IV-act. 157).
A.i Im Auftrag der IV-Stelle (vgl. IV-act. 162) wurde der Versicherte am 22. Oktober
2015 durch Prof. Dr. I._, FMH Rheumatologie, Spital J._, und Dr. med. K._, FMH
Psychiatrie und Psychotherapie, bidisziplinär abgeklärt. In ihrem Gutachten listeten
diese als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine sonstige andauernde
Persönlichkeitsänderung (ICD-10: F62.8) und eine depressive Episode, aktuell
leichtgradig (ICD-10: F32.01), auf. Sie befanden, in der angestammten sowie einer
adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte spätestens seit Januar 2015 zu 50%
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arbeitsfähig. Zuvor habe aus psychiatrischer Sicht ab ca. März 2011 eine volle
Arbeitsunfähigkeit bestanden (IV-act. 166). Dr. H._ hielt das Gutachten am 20. Januar
2016 für beweiskräftig (IV-act. 168).
A.j Mit Vorbescheid vom 8. August 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Sie begründete, es liege ein
psychisches Beschwerdebild vor, das wesentlich durch psychosoziale
Belastungsfaktoren geprägt sei. Dieses sei mindestens zum Teil reversibel. Durch das
Wegfallen der Belastungsfaktoren würden die Störungszeichen nachlassen oder ganz
wegfallen. Unter den gegebenen Umständen sei nicht rechtsgenüglich nachgewiesen,
dass der Versicherte an einer Krankheit leide, die invalidenversicherungsrechtlich
anerkannt sei und die zu einer Erwerbseinbusse von mindestens 40% führe (IV-act.
169).
A.k Dagegen erhob der Versicherte am 12. September 2016 Einwand (IV-act. 173, vgl.
IV-act. 177). Am 26. September 2016 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem
Vorbescheid (IV-act. 179).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 26. September 2016 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 24. Oktober 2016. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer)
beantragte darin deren Aufhebung und die Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab
wann rechtens, spätestens ab Mai 2013; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Weiter sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung zu gewähren. Er
machte geltend, die Zulässigkeit der veranlassten Observationen erscheine als sehr
fraglich. Er könne nicht nachvollziehen, weshalb die IV-Stelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) trotz gutachterlich attestierter 50%iger bzw. bis Dezember 2014
100%iger Arbeitsunfähigkeit einen Rentenanspruch verneint habe. Es gebe keinen
Grund, von den einleuchtenden und nachvollziehbaren Einschätzungen der Gutachter
der MGSG und des Spitals J._ abzuweichen (act. G1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 6. Februar 2017 die Abweisung der
Beschwerde. Sie führte aus, die Observation sei zulässig gewesen und das
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Observationsmaterial verwertbar. Die Ausschlussgründe der Aggravation und der
Beeinflussung durch psychosoziale Faktoren seien kumulativ so stark ausgeprägt, dass
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein invalidenversicherungsrechtlich
relevanter Gesundheitsschaden nachgewiesen sei. Dies gelte insbesondere auch für
die Vergangenheit. Es bestehe daher kein Rentenanspruch (act. G8).
B.c Am 10. Februar 2017 entsprach die Verfahrensleitung dem Gesuch des
Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (act. G9).
B.d Mit Replik vom 22. Februar 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
fest. Er brachte vor, die Observation sei unrechtmässig gewesen und die Akten ab dem
Zeitpunkt der Observation aus dem Recht zu weisen. Selbst wenn das
Observationsmaterial berücksichtigt würde, hätte er jedoch Anspruch auf eine Rente,
da er keiner Erwerbstätigkeit nachgehen könne (act. G13).
B.e In ihrer Duplik vom 30. März 2017 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag
fest. Sie machte geltend, auch wenn, wie vorliegend, eine medizinisch einwandfreie
gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung vorliege, habe der Rechtsanwender zu
prüfen, ob eine rechtlich anerkannte Arbeitsunfähigkeit vorliege. Eine
Arbeitsunfähigkeit, die eine mindestens 40%ige Erwerbsunfähigkeit verursachen
könnte, sei nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen (act. G15).
B.f Am 26. April 2017 liess der Beschwerdeführer eine Stellungnahme einreichen (act.
G17, G17.1).

Considerations:
Erwägungen
1.
Umstritten und vorerst zu prüfen sind die Rechtmässigkeit der durchgeführten
Observation und die Verwertbarkeit der dadurch erhobenen Beweise.
1.1 Für die von der Beschwerdegegnerin veranlasste Observation fehlt die gesetzliche
Grundlage, womit allein schon deshalb die Observationsergebnisse unrechtmässig
erhoben worden sind (siehe bezüglich der Konventionswidrigkeit das Urteil des
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Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] in Sachen Vukota-Bojic gegen
Schweiz, Urteil no. 61838/10, vom 18. Oktober 2016, und zur Verfassungswidrigkeit
den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 6. Dezember 2016, IV 2016/145, E. 3,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch, Dienstleistungen, Rechtsprechung,
Versicherungsgericht). Bezüglich der Verwertbarkeit von widerrechtlich gewonnenen
Observationsergebnissen sowie der gestützt darauf ergangenen weiteren Beweise im
Rahmen der Invalidenversicherung hat das Bundesgericht erkannt, diese sei
grundsätzlich zulässig, wenn die tangierten öffentlichen Interessen, namentlich die
Verhinderung von Versicherungsmissbrauch, die privaten Interessen überwögen (Urteil
vom 14. Juli 2017, 9C_806/2016, E. 5). Für die Verwertbarkeit unter anderem
entscheidend sei, dass die Überwachung im öffentlich einsehbaren Raum erfolgt sei
(BGE 143 I 377, E. 5.1 ff.; bestätigt etwa im Urteil des Bundesgerichts vom 9.
November 2017, 9C_328/2017). Wie in der Lehre für die Prüfung der Verwertbarkeit
illegal beschafften Beweismaterials gefordert, ist im Rahmen einer ergebnisoffenen,
umfassenden Interessenabwägung auch den Schutzinteressen der verletzten
Rechtsgüter gebührend Rechnung zu tragen. Die verletzten Rechtsgüter sind einerseits
die Privatsphäre der versicherten Person (Art. 13 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]; Art. 8 der Konvention zum Schutze
der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101]) und andererseits auch
das Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV) als solches (THOMAS GÄCHTER/MICHAEL E.
MEIER, Rechtswidrige Observationen in der IV - Verwertbarkeit der
Observationserkenntnisse, Bemerkungen zum Leitentscheid 9C_806/2016 vom 14. Juli
2017, in: Jusletter vom 14. August 2017, Rz 104).
1.2 Anlass für die erste Observation des Beschwerdeführers durch die
Beschwerdegegnerin im April und Juli 2014 gaben verschiedene aktenkundige
Hinweise auf ein suboptimales Leistungsverhalten bzw. eine Aggravation (vgl. IV-act.
110-2). Die im April 2015 durchgeführte Observation erfolgte nach einem Hinweis,
wonach der Beschwerdeführer sichtlich gut gelaunt mit mehreren Personen in einem
Restaurant gesehen worden sei (IV-act. 138 ff.). Somit hat jeweils ein begründeter
Anfangsverdacht vorgelegen, dass der Beschwerdeführer gesundheitlich weniger
beeinträchtigt ist, als er geltend macht. Die aufgezeichneten Handlungen hat der
Beschwerdeführer aus eigenem Antrieb und ohne äussere Beeinflussung getätigt. Die
Handlungen sind zudem im öffentlichen Raum aufgenommen worden. Der mittels
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technischem Aufzeichnungsgerät erfolgte Grundrechtseingriff wiegt damit im Vergleich
zu Observationen, die das allenfalls aus dem öffentlichen Raum einsehbare Verhalten
einer versicherten Person auf privatem Grund bzw. im privaten Raum festhalten,
bedeutend leichter. Der Beschwerdeführer wurde auch nicht bei der Ausübung einer
dem Geheimbereich zuzurechnenden Tätigkeit (wie etwa einem Geldtransfer an einem
Bankomaten) überwacht. Der Beschwerdeführer ist im April und Juli 2014 an insgesamt
sechs Tagen und im April 2015 an vier Tagen überwacht worden, wobei die
Observation am 13. April 2015 lediglich eine knappe halbe Stunde gedauert hatte (vgl.
IV-act. 113, 116, 138, 145). Von einer systematischen oder ständigen Überwachung
kann also nicht gesprochen werden. Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des
Beschwerdeführers ist damit als nicht besonders schwer zu werten. Damit treten die
tangierten privaten Interessen hinter den öffentlichen Interessen zurück. Gestützt auf
die bundesgerichtliche Rechtsprechung sind die Observationsergebnisse somit in der
vorliegenden invalidenversicherungsrechtlichen Streitsache verwertbar.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin. Gemäss Art. 29 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) entsteht der
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der
Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Nachdem sich der Beschwerdeführer
letztmals am 23. November 2012 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung
angemeldet hat (vgl. IV-act. 53), ist vorliegend ein Rentenanspruch frühestens ab Mai
2013 zu prüfen.
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
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massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine
zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.
Vorab ist die Frage zu klären, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Die angefochtene
Verfügung der Beschwerdegegnerin beruht vorwiegend auf dem Gutachten von Dr.
I._ und Dr. K._ (vgl. IV-act. 167). Sie macht jedoch geltend, aus rechtlichen
Gründen bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von diesem abgewichen zu sein
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(IV-act. 179). Der Beschwerdeführer kritisiert dieses Vorgehen und verweist auf das
genannte Gutachten sowie dasjenige der MGSG (act. G1).
3.1 Anlässlich der ersten Observation im April und Juli 2014 verliess der
Beschwerdeführer seine Wohnung nur selten und besuchte lediglich ein Restaurant in
unmittelbarer Nähe. Dort befand er sich alleine im Raucherraum und hatte keinen
nennenswerten Kontakt zu anderen Personen (IV-act. 113, 116). Dr. H._ befand am
27. Juni und 10. Juli 2014 nachvollziehbar, das Observationsmaterial sei wenig
aussagekräftig. Das Gesamtbild sei mit einer schwereren Depression gut vereinbar.
Insgesamt bestätige das Observationsmaterial die gutachterlichen psychiatrischen
Einschätzungen. Im Gegensatz zu den Befunden im Gutachten der MGSG seien keine
Schonhaltungen, bizarren Bewegungsmuster oder Auffälligkeiten in der Mimik zu
beobachten, was auf ein demonstratives Verhalten während der
Begutachtungssituation und weniger auf eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung schliessen lasse (IV-act. 115, 118). Auch Dr. K._ war der Ansicht,
das Auftreten des Beschwerdeführers anlässlich der Observation habe im
Wesentlichen demjenigen einer affektiv nivellierten, sozial zurückgezogenen Person mit
geringem Aktionsradius entsprochen. Mit Ausnahme des unauffälligen
Bewegungsmusters, welches diskrepant sei zu demjenigen in den
Abklärungssituationen, sei das Verhalten des Beschwerdeführers im Wesentlichen
kompatibel mit demjenigen aus den Arztberichten und dem Gutachten aus dem Jahr
2014 (IV-act. 167-35). Wie Dr. H._ am 20. Januar 2016 ausführte (vgl. IV-act. 168),
wies der Beschwerdeführer auch anlässlich der Observation im April 2015 einen
kleinen Aktionsradius auf und pflegte nur zu wenigen, ihm seit langem bekannten
Personen Kontakt. So begab sich der Beschwerdeführer während der Observation
lediglich abwechselnd in eine Pizzeria und zwei Bars, wobei sich eine der beiden Bars
im gleichen Gebäude wie seine Wohnung und die andere in unmittelbarer Nähe der
Pizzeria befindet. Er transportierte die Patentinhaberin (abweichende Angabe
gegenüber Dr. K._: Serviceangestellte; vgl. IV-act. 167-15) im Auto seines Vaters und
hatte Kontakt zu wenigen Personen in den beiden Lokalen. Abgesehen vom Rauchen
und Kaffee trinken wurde er bei keinen weiteren Aktivitäten beobachtet (vgl. IV-act.
145, 157).
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3.2 Dr. K._ listete als psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit eine sonstige andauernde Persönlichkeitsänderung (ICD-10: F62.8)
und eine depressive Episode, aktuell leichtgradig (ICD-10: F32.01), auf (IV-act. 167-22).
Dr. I._ stellte aus rheumatologischer Sicht keine relevante Diagnose (IV-act. 166-10).
Dr. K._ schloss sich bezüglich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von März 2011 bis
Ende 2014 den Einschätzungen der MGSG-Gutachter an und ging somit von einer
Arbeitsunfähigkeit von 100% für sämtliche Tätigkeiten im genannten Zeitraum aus. Er
führte aus, der damalige psychiatrische Teilgutachter dürfte die Bedeutung der
Depression überschätzt haben bzw. mit der Diagnose einer kombinierten
Persönlichkeitsstörung den diagnostischen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung zu
wenig Rechnung getragen und dadurch deren potentielle Beeinflussbarkeit durch
soziale Faktoren unterschätzt haben. Dennoch entspreche seine damalige Beurteilung -
insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - auch
retrospektiv im Wesentlichen der heutigen Einschätzung und sei auch durch die
Observationen im Jahr 2014 bestätigt worden. Damals habe ein schweres
psychiatrisches Krankheits- und Störungsbild mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bestanden (vgl. IV-act. 167-29 ff., 167-36). Neben den übereinstimmenden
Beurteilungen der Gutachter des Spitals J._ und der MGSG (IV-act. 97-40 f., 167-29
f.) sprechen auch die weiteren Akten für eine Arbeitsunfähigkeit von 100% selbst in
einer adaptierten Tätigkeit im relevanten Zeitraum von Mai 2012 (Beginn des
Wartejahres im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG bei frühestmöglichem Rentenbeginn
am 1. Mai 2013, sechs Monate nach der Anmeldung vom November 2012, vgl. Art. 29
Abs. 1 und 3 IVG) bis Dezember 2014. Nachdem der Beschwerdeführer in den Jahren
2010 und 2011 zweimal stationär in der Klinik G._ behandelt worden war, berichtete
med. pract. F._ am 16. Juli 2013, der Beschwerdeführer befinde sich seit September
2010 in einer halbstationären Behandlung in der Klinik G._. Es handle sich um eine
schwer ausgeprägte psychische Erkrankung mit ungünstiger Prognose. In der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit als Hilfsarbeiter sei er zu 100% arbeitsunfähig. Eine Tätigkeit auf
dem ersten Arbeitsmarkt sei ausgeschlossen (IV-act. 78-1 ff.). Danach kam es zu einem
Unterbruch der psychiatrischen Behandlung. Der Beschwerdeführer gab anlässlich der
Untersuchung durch den psychiatrischen MGSG-Gutachter Dr. med. L._, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, am 15. November 2013 an, er habe sich bis vier
Monate zuvor in Behandlung bei med. pract. F._ befunden. Seither erhalte er keine
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psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung mehr, da er diese nicht
finanzieren könne (IV-act. 97-45). Dr. L._ hielt fest, aufgrund der weiterhin
vorliegenden schwer depressiven Episode sei eine neuerliche stationäre Behandlung
mit anschliessender teilstationärer Behandlung und konsequenter ambulanter
psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung mit psychosozialer
Unterstützung zu empfehlen (IV-act. 97-17). Der Beschwerdeführer wandte sich im
Dezember 2013 ausserdem zweimal schriftlich an die Beschwerdegegnerin und
berichtete über finanzielle Schwierigkeiten. Er wolle sich erneut in der Klinik G._
behandeln lassen, das Sozialamt trage die Kosten jedoch nicht. Unter anderem nehme
er neuerdings das Medikament Lanzapine zur Entspannung und Beruhigung (IV-act.
95, 98). Daraus lässt sich schliessen, dass der Beschwerdeführer auch in der Zeit, als
er keine psychiatrische Behandlung erhielt, unter relevanten psychischen Beschwerden
litt. Ab 3. April 2014 befand er sich sodann in ambulanter Behandlung im Ambulatorium
D._. Die behandelnden Fachpersonen hielten am 10. November 2014 fest, der
Beschwerdeführer sei seit Behandlungsbeginn bei ihnen zu 100% arbeitsunfähig als
Hilfsarbeiter. Sowohl geistig als auch sozial sei er nicht in der Lage, einer Arbeit
nachzugehen (IV-act. 127). Dr. K._ geht sodann von einer Besserung des
Störungsbilds des Beschwerdeführers zwischen Sommer 2014 und Frühjahr 2015 aus.
Dies schliesst er insbesondere aus dem veränderten Erscheinungsbild, dem grösseren
Aktionsradius und den vermehrten sozialen Kontakten des Beschwerdeführers
anlässlich der im April 2015 erfolgten Observation (vgl. IV-act. 167-35, vgl. E. 3.3). Er
geht daher nachvollziehbar von einer Arbeitsfähigkeit von 50% ab Januar 2015 (Erhalt
des Vorbescheids, in dem die Zusprache einer ganzen Rente in Aussicht gestellt
wurde, vgl. IV-act. 167-31 Ziff. 8.3.1, 133) aus. Auch Dr. H._ befand am 20. Januar
2016, die Ableitung der Diagnosen und die sich daraus ergebenden Rückschlüsse auf
die Arbeitsfähigkeit - auch im Verlauf - seien widerspruchsfrei, schlüssig und
nachvollziehbar begründet. Auf das Gutachten sei vollumfänglich abzustellen, es sei
aus medizinischer Sicht nicht anfechtbar (IV-act. 168).
3.3
3.3.1 Das Bundesgericht gab mit dem Entscheid BGE 141 V 281 vom 3. Juni 2015 die
von ihm geschaffene Überwindbarkeitsvermutung bezüglich pathogenetisch-
ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische
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Grundlage und den sich an den Foersterkriterien orientierenden Prüfungsraster auf.
Das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell wurde durch ein “strukturiertes“
Beweisverfahren ersetzt. Nach der neuen Rechtsprechung hat die
Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Störungen den Aspekt der funktionellen
Auswirkungen zu berücksichtigen, was sich schon in den diagnostischen
Anforderungen niederschlagen muss. Massgebend sind gemäss Bundesgericht in
Schweregrad und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen eingeteilte
Standardindikatoren. Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrads sei
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten
gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen seien (BGE 141 V 307 f. E. 6; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23.
September 2015, 8C_421/2015, E. 5.2). Mit den Urteilen 143 V 418, E. 7.2, und 143 V
409, E. 4.5, weitete das Bundesgericht die Anwendbarkeit des strukturierten
Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 auf sämtliche psychischen Erkrankungen,
insbesondere auch leichte bis mittelschwere depressive Störungen aus. Medizinische
Gutachten, die noch nach alter Praxis des Bundesgerichts eingeholt wurden, verlieren
nicht per se ihren Beweiswert. Es ist im Einzelfall zu prüfen, ob das betreffende
Gutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten, eine
schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren erlaubt oder nicht,
wobei je nach Abklärungstiefe und -dichte eine punktuelle Ergänzung genügen kann.
Somit führt ein nach alter Praxis des Bundesgerichts erstattetes Gutachten nicht
zwangsläufig zu einer neuen Begutachtung oder anderen abklärungsrechtlichen
Weiterungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. Mai 2017, 8C_842/2017, E. 5.2.1
mit Hinweisen).
3.3.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt,
rechtsprechungsgemäss liege regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung
vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen
Erscheinung beruhe. Die Ausschlussgründe der Aggravation und der Beeinflussung
durch psychosoziale Faktoren seien vorliegend kumulativ so stark ausgeprägt, dass
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein invalidenversicherungsrechtlich
relevanter Gesundheitsschaden nachgewiesen sei (IV-act. 179, act. G1). Wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, bestehen bezüglich der somatischen Leiden
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erhebliche Diskrepanzen zwischen den von den behandelnden Ärzten sowie
Gutachtern erhobenen Befunden und den vom Beschwerdeführer geltend gemachten
Beschwerden (vgl. u.a. IV-act. 14-11, 97-6 f., 97-26, 166-12, 166-17, 167-35 f.). Dies
wurde von Gutachter Dr. I._ und den MGSG-Gutachtern offensichtlich berücksichtigt,
sie attestierten nämlich auch keine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus
somatischen Gründen (vgl. IV-act. 97-10 f., 97-41, 166-10). In psychiatrischer Hinsicht
führte Dr. K._ aus, nebst der erwähnten Persönlichkeitsveränderung und einer
leichten depressiven Episode liege in erster Linie eine aggravierte (und keine
somatoforme) Schmerzstörung vor. Die Voraussetzungen für eine zumutbare
Willensanstrengung nach (damaliger) bundesgerichtlicher Rechtsprechung seien in
Bezug auf die Schmerzstörung klar gegeben. Eine Komorbidität von erheblicher
Schwere und Dauer liege im Sinne der Persönlichkeitsveränderung vor (IV-act. 167-36).
Er nahm im Rahmen seiner Beurteilung mindestens implizit Stellung zu den Ressourcen
und Defiziten des Beschwerdeführers. Gestützt darauf - und nicht auf der Grundlage
der früher vom Bundesgericht aufgestellten Überwindbarkeitsvermutung - nahm er eine
Arbeitsfähigkeitsschätzung unter Berücksichtigung der gestellten Diagnosen vor. So
führte er aus, die Ressourcen des Beschwerdeführers seien durch seine jahrelange
Dekonditionierung, die zurückgezogene Lebensweise wie auch durch die bereits
vorgängig geringen schulischen und beruflichen Kenntnisse stark reduziert. Bei der
Durchsicht des Observationsvideos von April 2015 seien jedoch gewisse Ressourcen
erkennbar (IV-act. 167-28). Weiter ist dem Gutachten zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer mindestens unregelmässig Kontakt zu seiner getrenntlebenden
Ehefrau und seinen drei Kindern hat. Ansonsten lebt er jedoch weitgehend
zurückgezogen in einem Zimmer und hat keinen geregelten Tagesablauf (IV-act.
167-11). Dr. K._ war sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausserdem der
Verdeutlichungstendenzen und Inkonsistenzen bewusst (vgl. IV-act. 167-34 ff.). Er kam
nachvollziehbar zum Schluss, die Persönlichkeitsveränderung sei durch soziale
Faktoren ein Stück weit reversibel, weshalb sich die Arbeitsunfähigkeit seit Januar
2015 auf 50% verringert habe. Dennoch sei der Beschwerdeführer nicht "gesund" und
in seiner Persönlichkeit wohl auch nicht vollständig zur Normalität hin verändert. Sein
Aktionsradius sei nach wie vor klein, die sozialen Kontakte seien eingeschränkt, der
Antrieb sowie die Interessen seien gering und er erscheine niedrig gestimmt (IV-act.
167-27, 167-29). Dr. H._ befand am 20. Januar 2016, psychiatrisch seien die
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Funktionseinschränkungen vorwiegend durch Persönlichkeitsfaktoren bedingt. Dieses
Störungsbild sei im Rahmen der Diagnose einer Persönlichkeitsänderung zumindest
teilweise durch soziale Faktoren beeinflussbar, so dass sich der seit März 2011 sehr
schlechte psychische Gesundheitszustand seit Januar 2015 durch deren Änderung
zum Positiven hin gebessert habe. Trotzdem weise der Beschwerdeführer anlässlich
der damaligen Observationsergebnisse weiterhin kein normales Funktionsniveau bei
den Alltagsaktivitäten auf, so dass weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bestehe.
Zwar bestünden teilweise Diskrepanzen zwischen den genannten Beschwerden und
der objektiven Beobachtung der Gutachter (v.a. auf somatischem Gebiet), doch sei ein
Täuschungsmanöver v.a. hinsichtlich der psychopathologischen Befunde
unwahrscheinlich. Die Schmerzstörung sei gemäss psychiatrischer Beurteilung in erster
Linie aggraviert und nicht somatoform. Das aggravierende Verhalten beziehe sich in
erster Linie auf die Schmerzen, jedoch nicht auf die zur Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit führende Persönlichkeit und die depressive Episode. In Bezug auf die
beiden (psychiatrischen) Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit würden zwar
einzelne Punkte auch aggraviert, doch diese und ihre Auswirkungen auf die
Funktionsfähigkeit seien abgegrenzt und ersichtlich. Es handle sich dabei vorwiegend
um die Aussagen des Beschwerdeführers hinsichtlich seiner Aggressivität, die klinisch
weniger manifest sei, als angegeben. Deshalb könne eine verlässliche Einschätzung
der funktionellen Einschränkungen und somit der Arbeitsfähigkeit aus den nicht-
aggravierten psychischen Symptomen erfolgen (IV-act. 168). Dr. K._ und Dr. H._
waren damit übereinstimmend der Ansicht, die von der Beschwerdegegnerin
erwähnten psychosozialen Belastungsfaktoren erklärten die Arbeitsunfähigkeit nur
teilweise. Insgesamt bestehen demnach keine Mängel an der Begutachtung durch Dr.
K._, weshalb diese auch nach der neuen Rechtsprechung verwertbar bleibt und auf
deren Ergebnisse abzustellen ist. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin (vgl. insb.
act. G1) vermögen diese Einschätzung nicht zu entkräften.
3.4 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das
Gutachten von Dr. I._ und Dr. K._ auf umfassender Aktenkenntnis sowie
bidisziplinären eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte Leidensbild des
Beschwerdeführers berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse
nachvollziehbar sind. Schliesslich wurden auch keine zwischen dem Gutachten von
Ende 2015 und der umstrittenen Verfügung der IV-Stelle vom 26. September 2016
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eingetretenen massgeblichen Veränderungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
geltend gemacht und solche ergeben sich auch nicht aus den Akten.
4.
Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Verwertbarkeit der von den Gutachtern
attestierten Restarbeitsfähigkeit von 50% in einer adaptierten Tätigkeit ab Januar 2015
sei zu verneinen (act. G1).
4.1 Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere
kann von einer Arbeitsgelegenheit (vgl. sinngemäss Art. 16 ATSG) dort nicht
gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als
ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen
Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot an und
der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von
seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl
bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als
auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt
sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche
Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu
erzielen vermag oder nicht. Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch
im Rahmen der den versicherten Personen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
offen stehenden Möglichkeiten zur Verwertung ihrer Resterwerbsfähigkeit dürfen von
ihnen Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven
und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalls nicht zumutbar sind (Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit
Hinweisen).
4.2 Das Bundesgericht verneint in der Regel die Verwertbarkeit der verbliebenen
Arbeitsfähigkeit höchstens bei über 60-jährigen versicherten Personen, welchen im
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massgeblichen Zeitpunkt lediglich noch eine Aktivitätsdauer von weniger als fünf
Jahren verbleibt (Urteil vom 6. Juli 2016, 8C_113/2016, E. 4.3). Der Beschwerdeführer
war im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung hingegen erst 50 Jahre alt. Ihm stehen
grundsätzlich körperlich leichte bis mittelschwere Hilfsarbeitertätigkeiten offen, wobei
aus psychiatrischer Sicht Einschränkungen bestehen, welche mit der erhöhten
Kränkbarkeit und dem Misstrauen gegenüber Drittpersonen zusammenhängen. Dr.
K._ hielt weiter fest, die Arbeitsfähigkeit betrage in einer vertrauten, wohlwollenden
Umgebung ca. 50% (IV-act. 166-14 f., 167-29). Daraus ist entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers jedoch nicht zu schliessen, dass seine Arbeitsfähigkeit auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar sei (vgl. act. G1). Dr. K._ erwähnt
explizit die Möglichkeit einer einfachen Tätigkeit in einer vertrauten Umgebung (z.B. im
Restaurant Bären) als Küchenbursche, Hausdiener, "Ausläufer" oder ähnlich (IV-act.
167-28). Wohlwollende Arbeitgeber und Mitarbeiter sind auch auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt zu finden. Eine überschaubare Umgebung begünstigt auch die für den
Beschwerdeführer notwendige Vertrautheit. In einem verständnisvollen Umfeld sollte es
dem Beschwerdeführer leichter fallen, sein Misstrauen gegenüber Drittpersonen zu
überwinden.
4.3 Die gutachterlich attestierte Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50%
ist damit als auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar zu betrachten.
5.
Basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 100% von Mai
2013 bis Dezember 2014 bzw. von 50% ab Januar 2015 ist nachfolgend der
Invaliditätsgrad zu bestimmen.
5.1 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund
ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns verdient hätte. Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird
grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28
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E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 18. März 2015,
8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1). Der
Beschwerdeführer war abgesehen von einem Einsatzprogramm 2009 zuletzt von
Februar 2002 bis Januar 2003 bei der M._ AG als Hilfsarbeiter beschäftigt (IV-act. 28,
62). Die M._ AG hatte dem Beschwerdeführer schon am 25. Oktober 2002 gekündigt,
die Kündigungsfrist verlängerte sich jedoch krankheitsbedingt (Krankschreibung ab 22.
Oktober 2002, vgl. IV-act. 28-2 ff.). Er war somit effektiv nur rund neun Monate bei der
M._ AG tätig und es ist davon auszugehen, dass es sich bei einem Teil der auf dem
IK-Auszug für Februar bis Dezember 2002 aufgeführten Fr. 51'994.-- (vgl. IV-act. 62)
um Krankentaggelder handelt. Der genannte Betrag entspricht zudem nicht dem von
der M._ AG angegebenen monatlichen Lohn von Fr. 3'250.-- (IV-act. 28-2) und ist
damit nicht nachvollziehbar. Auf telefonische Nachfrage teilte die M._ AG der
Beschwerdegegnerin am 3. April 2008 mit, sie könne nicht sagen, was der
Beschwerdeführer aktuell bei ihr verdienen würde (IV-act. 42). Der bei der M._ AG
erzielte Lohn bildet insgesamt keine taugliche Bemessungsgrundlage. Vor seiner
letzten Anstellung bei der M._ AG war der Beschwerdeführer jeweils nur während
weniger Monate am gleichen Ort beschäftigt bzw. bezog eine
Arbeitslosenentschädigung (IV-act. 62). Vor dem Hintergrund der starken
Einkommensschwankungen fehlt es an einer repräsentativen Grundlage für die
Bestimmung des Valideneinkommens. Es ist damit auf die Tabelle TA1 der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, Total
sämtlicher Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, abzustellen.
5.2 Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches Einkommen.
Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht der Beizug von
Tabellen und vergleichbaren Übersichten im Vordergrund (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 4 N 46 ff.). Für den Zeitraum vom Mai 2013 bis
Dezember 2014 war dem Beschwerdeführer keine Arbeitstätigkeit zumutbar, weshalb
das Invalideneinkommen Fr. 0.-- betrug. Da dem Beschwerdeführer ab Januar 2015
wie im Validenfall Hilfsarbeitertätigkeiten zumutbar sind, rechtfertigt es sich, das
Invalideneinkommen ab dann ebenfalls gestützt auf die LSE, Total sämtlicher
Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, zu bestimmen.
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5.3 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter)Tätigkeiten behindert
sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren
arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand
Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Wie die
Gutachter festhielten, hat der Beschwerdeführer qualitative Einschränkungen und es ist
von der Notwendigkeit einer gewissen erhöhten Rücksichtnahme seitens des
Arbeitgebers auszugehen. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Beschwerdeführer
nur noch als Teilzeitbeschäftigter tätig sein kann. Er ist im Vergleich zu voll
leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt und muss mit
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen PHILIPP GEERTSEN,
Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum
Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar
2014, 9C_796/2013, E 3.1.2). Es rechtfertigt sich damit, den Tabellenlohnabzug auf
10% festzusetzen.
5.4 Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten resultiert für den Zeitraum vom 1. Mai 2013 bis 31. Dezember 2014 ein
rentenbegründender Invaliditätsgrad von 100%. Ab 1. Januar 2015 ergibt sich bei einer
Arbeitsunfähigkeit von 50% in einer leidensadaptierten Hilfsarbeitertätigkeit und unter
Berücksichtigung eines 10%igen Tabellenlohnabzugs im Rahmen eines
Prozentvergleichs ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 55% (50% + [50% x
10%]).
5.5 Demnach hat der Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres i.S.v. Art. 29
Abs. 1 lit. b IVG ab 1. Mai 2013 Anspruch auf eine ganze Rente. Die im Januar 2015
eingetretene gesundheitliche Verbesserung führt unter Berücksichtigung der bei der
Rentenanpassung gemäss Art. 88a Abs. 1 und 2 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) geltenden dreimonatigen Frist und mit Blick
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darauf, dass gemäss Art. 19 Abs. 3 ATSG Renten für den ganzen Kalendermonat im
Voraus ausbezahlt werden, ab 1. April 2015 zu einem Anspruch auf eine halbe Rente.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 26. September 2016
aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. Mai 2013 bis 31. März
2015 eine ganze und ab 1. April 2015 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Zur
Festsetzung und Ausrichtung der Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdegegnerin die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS
963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe
Art. 30bis HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall
erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3‘500.-- (inklusive Barauslagen
und Mehrwertsteuer) als angemessen.