Decision ID: 718e80fa-85a9-47af-bd99-8869ed072d70
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1964 geborene
X._
–
letztmals 1997
als
Servicemit
arbeiterin
erwerbstätig
- meldete sich am 6. Juli 2011 bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/
5
). Die IV-Stelle liess in der Folge einen Auszug aus dem individuellen Konto er
stellen (Urk. 6/11) und tätigte medizinische Abklärungen. Insbesondere zog sie den Bericht von Dr. med.
Y._
, Fachärztin Innere Medizin FMH, vom 24
. Juli 2011 bei (Urk. 6/14). Am 12.
Dezember 2011 liess sie die Versicherte von Dr. med.
Z._
, FMH Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, Manu
elle Medizin SAMM, Neuraltherapie (Expertise vom 24. Januar 2012, Urk. 6/23) sowie am 16. Januar 2012 von Dr. med.
A._
, Psychiatrie Psy
chotherapie FMH (Expertise vom 24. Januar 2012, Urk. 6/25) begutachten.
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahren
s
machte
die Versicherte zusätzliche medizi
nische Abklärungen
aktenkundig
und
liess am 28. September 2012 (Urk. 6/40) die
Berichte von Dr.
med
B._
, Facharzt FMH für Neurologie, vom 14. Mai 2012 und 22. August 2012 (Urk. 6/39/1
-5
und
Ur
k
. 6/39/
15
-16
), vom
Muskel
zentrum
des
C._
vom 5. Juni 2012 (Urk. 6/39/6
-10
), vom
D._
, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, vom
2.
und 23. Juli 2012 (Urk. 6/39/11
-14
) sowie von
Dr.
Y._
vom 5. September 2012 (Urk. 6/39/17)
auflegen.
Mit Verfügung vom 15. November 2012 (Urk. 2)
wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch der Versicherten ab.
2.
Hiergegen erhob
X._
am 4. Januar 2013 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung von Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 1). Mit
Beschwer
deantwort
vom 6. Februar 2013 (Urk. 5 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-45) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Be
schwerdeführerin mit Schreiben vom 8. Februar 2013 (Urk. 7) zur Kenntnis ge
bracht wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Partei
en
sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt gestützt auf das Gutachten von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
dafür, es lasse sich keine Diagnose mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin stellen. S
owohl für die bishe
rige als auch für angepasste Arbeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Auch die im
Vorbescheidverfahren
zusätzlich durchgeführten Untersuchungen hätten daran nichts geändert; es sei weiterhin kein Gesundheitsschaden ausge
wiesen, welcher eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit begrün
den könnte. Eine Einschränkung sei lediglich für die Tätigkeit auf Leitern und Gerüsten ausgewiesen (Urk. 2). Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin
sinngemäss
vor, den von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Gutachten könne nicht gefolgt werden. Sie sei zu 100 % arbeitsunfähig, was im Übrigen auch ärztlich bestätigt worden sei (Urk. 1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen
Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
Mit Bericht vom 24. Juli 2011
(Urk.
6/14)
teilte
Dr.
Y._
, seit Juni 2010 behan
delnde Ärztin der Beschwerdeführerin, mit, es bestünden seit 2003/2004 chro
nische Oberbauchbeschwerden und Nausea mit Verdacht auf
biliären
Reflux und sekundärer Kachexie, sowie seit 1977
eine
Polytoxikoma
nie
, welche - nach Substitution mittels Methadon von 2003 bis 2011 aktuell mit MST, dreimal täg
lich 80mg, substituiert werde. Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit nannte
Dr.
Y._
einen Status nach Hepatitis B und C, eine Schrumpf
niere rechts sowie eine
normochrome
normocytäre
Anämie unklarer Genese.
Seit 2004 bestehe
eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 %.
3.2
3.2.1
Der Gutachter
Dr.
Z._
untersuchte die Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2011 und erstattete am 24. Januar 2012 seine Expertise (Urk. 6/23). Aus der Anamnese ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin nach der 6. Schulklasse Drogen zu konsumieren
begonnen habe
. Zwischen 1989 und 1996
habe
sie im Service und als
Barmaid
gearbeitet
,
sei aber
seither nicht mehr erwerbstätig
ge
wesen. Zurzeit stehe
sie in einem Dr
ogenersatzprogramm, bei dem MST
-Tablet
ten eingesetzt w
ü
rden. Gemäss Anamnese setzten 2004 diverse Beschwerden ein, insbesondere Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit,
ungerichtete
Schwindel
beschwerden, Erschöpfung, saures Aufstossen und verminderter Appetit; diese bestehen gemäss Beschwerdeführerin seither permanent, auch die bisher ver
ordneten Medikamente sowie eine Operation im Jahr 2010 (Entfernung der Gallenblase) hätten nicht geholfen. Sie habe deshalb Ende November 2011 alle diesbezüglichen Medikamente gestoppt. Ausserdem berichtete die Beschwerde
führerin, im Jahr 2007 auf die linke Schulter gefallen zu sein, seither bestünden phasenweise Schmerzen im linken Schultergelenk (Urk. 6/23/2
-3
).
Dr.
Z._
erhob in der klinischen Untersuchung
bei einem
Body-Mass-Index von 15.8 kg/m
2
und einer schmerzvermittelnden Mim
ik und Gestik einen weitge
hend
unauffälligen Status (Urk. 6/23/3-6). Insbesondere schloss er eine Hypo
trophie
der Muskulatur aus und erklärte,
diese sei entsprechend des Unterge
wichts ausgebildet (Urk. 6/23/3). Da der Vater der Beschwerdeführerin gemäss Angaben derselben an einer Muskelerkrankung gelitten habe, könne sich je
doch, je nach weiterem Verlauf des Körpergewichts, eine neurologische Abklä
rung anbiete
n. Derzeit bestehe aber kein
gesicherte
r
Hinweis auf eine
Muskeler
krankung
(Urk. 6/23/6). Bezüglich der Schulter diagnostizierte
der Gutachter
linksseitig ein diskretes
subacromiales
Sehneneinklemmungsphänomen, das er jedoch als kli
nisch nicht relevant einstufte
(Urk. 6/23/7).
Die durch die Beschwerdeführerin beschriebene Unbeeinflussbarkeit der Be
schwer
den (Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit, Erschöpfung und
unge
richtete
Steh- und Gehunsicherheiten) durch Medikamente und Operationen weist gemäss
Dr.
Z._
auf vordergründig nicht somatisch abstützbare Beschwer
den hin (Urk. 6/23/7).
Ein somatisch-pathologischer Befund sei
diesbezüglich
nicht zu
objektivieren (Urk. 6/23/8).
Hinsichtlich
der
Steh
- und Gehunsicherheit sei, insbesondere im Zusammenhang mit einem Untergewicht, an die Mög
lich
keit einer
Orthostase
zu denken. D
er
hierzu
durchgeführte
Schellong
-Test sei jedoch negativ ausgefallen (Urk. 6/23/8). Die durch die Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden seien auch schwerlich auf die subklinische Hypo
thyreose abzustützen (Urk. 6/23/9). In den ergänzend durchgeführten
Unter
su
chungen könne er zudem keine Hinweise auf eine entzündliche Systemaffektion
, auf eine metabolische Störung, auf ein
radikuläres
Reiz- oder Ausfallsyndrom oder auf eine paraneoplastische Komponente objektivieren (Urk. 6/23/9). Ins
gesamt beurteil
t
e
der Gutachter
die von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität als partiell auf die objektivier
baren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar (Urk. 6/23/9).
Basierend auf den ihm vorgelegenen ärztlichen Berichte sowie seinen eigens erhobenen Befunden
vermochte
Dr.
Z._
keine Störungen mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
zu diagnostizieren
. Ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
seien
eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung,
der Drogenkonsum mit Entzugsbehandlungen
, das nicht aus
reichend abstützbare chronische Schmerzsyndrom im Bereich rechter Oberbauch
mit
multiplen Beschwerden
(
Nausea,
ungerichte
te
Steh- und Gehunsicherheit, Erschöpfung),
das Untergewicht, die
Periarthropathia
humeroskapularis
, der
gastrobiliäre
Reflux,
die Schrumpfniere,
das anamnestische Reizmagen-Syn
drom sowie die subklinische Hypothyreose (Urk. 6/23/5-6).
Bezugnehmend
auf den Bericht vom 24. Juli 2011 von
Dr.
Y._
, die eine 100
%
Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte, führt
e
Dr.
Z._
aus,
er
könne
aus rein somatischer Sicht
mit den gemachten An
gaben im Bericht von
Dr.
Y._
keine Einschränkung der
bisheri
gen
Arbeitsfähigkeit begründen. Eine Kachexie, im Sinne eines Kräfteverfalles, wie er im Rahmen eines fortgeschrittenen Karzinomleidens möglich sei, könne er nicht bestätigen. Das Untergewicht der Beschwerdeführerin interpretiere er sodann mit nicht somatisch abstützbaren Aspekten. Im Bericht von
Dr.
Y._
seien
schliesslich
keine Angaben zu den Befunden gemacht worden (Urk. 6/23/10).
3.2.2
Der
psychiatrische
Gutachter
Dr.
A._
untersuchte die Beschwerdeführerin am 16. Januar 2012 und erstattete am 24. Januar 2012 seine Expertise (Urk. 6/25).
Dr.
A._
schloss eine
Aneroxie
aus
und erklärte,
dass
weder
die Drogen psychische oder geistige Folges
chäden mit sich gebracht hätten
,
noch
umgekehrt die Beschwerdeführerin wegen psychischer Krank
heit in die Drogen
sucht geraten sei.
V
ielmehr hätten äussere Gründe
dafür
eine Rolle gespielt (Urk. 6/25/6). Bei der Beschwerdeführerin liege k
eine psychische Krankheit vor;
sie zeige keine Störung auf dem affektiven Gebiet (Urk. 6/25/6). Es lägen aber Hinweise für eine psychosomatische
Überlagerung der Schmerzen vor. M
öglich
erweise werde auch ein Teil der von der Beschwerdeführerin empfundenen sonstigen körperlichen Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit usw. psychosoma
tisch überlagert. Für eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung spreche unter anderem, dass die Beschwerdeführerin auf die Schmerzen fixiert sei, hypochondrische Befürchtungen hege und eine Schmerzausdehnung zeige (Urk. 6/25/7). Die gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung geforderten zu
sätzlichen Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behinderten und so den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, lägen bei der Beschwerdeführerin
aber
nicht in genügendem Ausmass vor (Urk. 6/25/8). Die diagnostizierte anhaltende Schmerzstörung, die
Polytoxi
komanie
sowie die problematischen Jugendverhältnisse führ
t
en gemäss
Dr.
A._
weder in der bisherigen noch in einer angepassten Tätigkeit
zu einer
Einschränkung der
Arbeits
fähigkeit
(Urk. 6/25/9).
3.2.3
G
emäss interdisziplinärer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
vom 31. Januar 2012
(
Urk.
6/25/11-12) besteht weder in der bis
herigen noch in einer angepassten Tätigkeit (körperlich leicht- bis mittelgradig belastendes Arbeitsprofil) eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
.
3.3
Mit Schreiben vom 13. April 2012
(Urk. 6/34/1)
an die damalige
Rechtsvertrete
rin
der Beschwerdeführerin teilte
Dr.
Y._
bezugnehmend auf d
as
Gutachten mit, die Schluckstörung werde kaum psychosomatisch
begründet
sein. Aufgrund des grossen Gewichtsverlustes sei eine Abklärung der Schluckstörungen indi
ziert. Ausserdem sei sie bereit, die Beschwerdeführerin neuropsychologisch be
urteilen zu lassen.
3.4
Dr.
B._
,
welcher
die Beschwerdeführerin am 11. Mai 2012 und am 21. August 2012 aufgrund des Schwindels
sowie der Schluckstörung
und der allgemeinen muskulären Schwäche
untersuchte (Urk. 6/39/1-2 und 15-16), erhob weitgehend unauffällig Befunde. Hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin geklagten Schwindels nannte er bei fehlenden pathologischen Hinweisen im MRI des Schädels (
Urk.
6/39/16) den Verdacht einer
zentralvestibulären
Störung unge
klärter
Aetiologie
.
Da die Beschwerdeführerin auch nachts aus dem Schlaf er
wache, bestehe der Verdacht auf Migräneschwindel (Urk. 6/39/
15-
16). In Bezug auf den Verdacht auf eine neuromuskuläre Grunderkrankung bei prominenter und zunehmender intermittierender Schluckstörung wurde die Beschwerdefüh
rerin am
4.
Juni 2012 zusätzlich im Muskelzentrum des
C._
untersucht (Urk. 6/39/7
). Der Untersuchungsbefund zeigte bis auf ein lebhaftes Reflexniveau und die
Kachexie keine Auffälligkeiten. Es ergaben sich keine Hinweise für eine
neuromuskuläre Erkrankung
.
Es zeigten sich zwar
myo
pathische
Potentiale; die untersuchenden Neurologen erachteten diese
aber
nicht als primäre Ursache der Beschwerden sondern sekundär im Rahmen der Kachexie bedingt (Urk. 6/39/7
und 10
). Aufgrund der Anamnese äusserten die Neurologen jedoch den Verdacht auf eine
Achalasie
(Urk. 6/39/7). Daraufhin erfolgte am 2.
Juli 2012 im
D._
eine Röntgen-Dreischluck-Unter
suchung der Beschwerdeführerin; diese zeigte einen Normalbefund, weshalb eine
Achalasie
ausgeschlossen wurde (Urk. 6/39/11).
Die empfohlene
probatori
sche
Bougierungsbehandlung der Speiseröhre
wurde
in der Folge am 23. Juli 2012 durchgeführt (Urk. 6/39/13).
3.5
Mit Schreiben vom 5. September 2012
(Urk. 6/39/17)
an die damalige
Rechts
vertreterin
der Beschwerdeführerin teilte
Dr.
Y._
bezugnehmend auf die wei
ter getätigte
n medizinischen Abklärungen (E
. 3.4) mit, es sei von einer allge
meinen Schwäche bei Unterernährung und konsekutiver Muskelhypotrophie auszugehen. Es bestehe ausserdem der Verdacht auf eine
zentralvestibuläre
Störung.
Im Übrigen wies
Dr.
Y._
darauf hin, dass für die Schluckstörung eine eindeu
tige Erklärung nicht habe gefunden werden können und sich keine Hinweise auf eine neuromuskuläre Erkrankung ergeben hätten. Vielleicht seien die diversen Beschwerden wirklich als Spätschaden des Drogenkonsums anzu
sehen. Jeden
falls - so die behandelnde Ärztin - sei die Beschwerdeführerin nicht arbeitsfä
hig.
3.6
Zu den nach
der
Gutachtenserstellung zusätzlich durchgeführten Untersuchun
gen
(E
. 3.4) Stellung nehmend, führte Dr. med.
E._
, Facharzt Anästhesio
logie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), am 29. Oktober 2012 (
Urk.
6/42) aus, eine Erklärung für die Schluckstörung fehle weiter, ein Hinweis auf eine neuromuskuläre Erkrankung sei nicht gefunden und eine
Achalasie
ausge
schlossen worden. Die neurologische Untersuchung habe lediglich einen Ver
dacht auf eine
zentralvestibuläre
Störung ergeben, eine Therapieempfehlung sei abgegeben worden. Somit sei seit der letzten Stellungnahme des RAD vom 21. Februar 2012 kein Gesundheitsschaden ausgewiesen worden, welcher eine dauerhafte Einschränkung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit begründen könnte. Einzig zuzugestehen sei, dass
der
Beschwerdeführerin eine Tätigkeit auf Leitern und Gerüsten auf
grund des Verdachts
zentralvestibulärer
Schwindelanfälle nicht mehr zumutbar sei (Urk. 6/42/2-3).
4.
4.
1
Das
von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
erstattete
Gutachten verm
ag
die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen
vollumfänglich zu erfüllen (E
. 2.2). So tätigten beide Gutachter eigene, umfassende Abklärungen, berücksichtigten d
ie g
eklagten Beschwerden und begründeten ihre Einschätzun
gen in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
(E
. 3.2). Hinweise, welche gegen die Verwertbarkeit des Gutachtens sprächen, sind entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich, wofür auch die nach Gutachtenserstellung zusätzlich getätigten m
edizinischen Untersu
chungen (E
. 3.4) nicht Anlass bieten. Trotz weiteren diversen medizinischen Abklärungen konnten keine neuen Befunde erhoben werden, welche eine dau
erhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in bisheriger oder angepasster Tätigkeit begründen könnten.
4.2
Auch die von
Dr.
Y._
mit Schr
eiben vom 5. September 2012 (E
. 3.5) gemach
ten Einwen
dungen bieten keinen Anlass, das
Gutachten in Zweifel zu ziehen. Dass eine allgemeine Sch
wäche bei Unterernährung bestehe
, stellt
e
Gu
tachter
Dr.
Z._
nicht i
n Abrede, hielt aber eine lang
dauernde Arbeitsunfähigkeit infolge
Untergewicht
nicht für gegeben
.
Sodann schloss
Dr.
Z._
in nachvollziehbarer Art und Weise eine Muskelhypotrophie aus; die Muskulatur sei entsprechend d
em Untergewicht ausgebildet (E
. 3.2.1).
Blieben die
weiteren Abklärungen
ohne
Hinweise auf eine
Pathologie (E. 3.4-3.6), so ergibt sich auch
aus dieser Sicht kein Grund, von der Beurteilung der Gutachter abzuweichen
. Was den Einwand von
Dr.
Y._
betrifft, es bestehe der Verdacht auf eine
zentralvestibuläre
Störung, ist anzumerken, dass der RAD dies berücksichtigte und
dafür
hielt
, der Beschwerdeführerin sei eine Tätigkeit auf Leitern und G
erüsten nicht mehr zu
mutbar (E
. 3.6).
4.3
Zusammenfassend ist damit auf die Einschätzung von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
,
wonach
die Beschwerdeführerin in bisheriger und angepasster Täti
gkeit zu 100 % arbeitsfähig ist, abzustellen, was zur Abweisung der Be
schwerde führt.
5.
Das es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
400.
- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.