Decision ID: d9375d59-6275-545e-808d-f35adaf95e86
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.- X (geb. 1947) ist geschieden und wohnt in A. Für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2009 wurde sie am 30. Juni 2010 mit einem steuerbaren Einkommen
von Fr. 0.– und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 0.– sowie für die direkte
Bundessteuer 2009 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0.– veranlagt. Da sie
trotz Mahnung und Hinweis auf die Säumnisfolgen die Steuererklärung 2010 nicht
einreichte, wurde sie am 13. Februar 2013 ermessensweise für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2010 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 0.– und einem
steuerbaren Vermögen von Fr. 0.– sowie für die direkte Bundessteuer 2010 mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 0.– veranlagt. Für die Kantons- und Gemeindesteuern
2011 wurde sie am 11. September 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr.
15'300.– und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 0.– sowie für die direkte
Bundessteuer 2011 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 15'600.– veranlagt.
B.- Mit Schreiben vom 26. September 2019 teilte ein Staatsanwalt des
Untersuchungsamts A dem Kantonalen Steueramt mit, dass gegen X ein Strafverfahren
hängig sei. Anhand von Kontoauszügen sei ersichtlich, dass zwischen 2009 und 2011
vom Konto der Y sel. in fünf Transaktionen insgesamt Fr. 564'733.89 an X überwiesen
worden seien. Diese Einkünfte seien, soweit ersichtlich, nicht versteuert worden.
Daraufhin leitete das Kantonale Steueramt am 30. September 2019 ein
Nachsteuerverfahren ein und forderte von X Unterlagen zu den fraglichen Zahlungen
ein. Mit Entscheid des Kreisgerichts A vom 3. Oktober 2019 wurde X von der Anklage
der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung freigesprochen, der Anstiftung zur
ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig erklärt und zu einer bedingten Geldstrafe
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von 300 Tagessätzen zu je Fr. 80.– sowie einer Ersatzforderung an den Staat von Fr.
250'000.– verurteilt. Nach mehreren Schriftenwechseln wurde X mit Verfügungen vom
7. September 2020 für die Kantons- und Gemeindesteuern und die direkte
Bundessteuer zur Bezahlung folgender Nachsteuern (inklusive Zins) verpflichtet:
Steuerjahr Kantons- und Gemeindesteuern Direkte Bundessteuer
2009 Fr. 58'493.00 Fr. 26'835.75
2010 Fr. 745.60 Fr. 29.25
2011 Fr. 56'592.00 Fr. 27'579.55
Die Veranlagungsbehörde ging von unversteuerten Einkommen von Fr. 250'000.– im
Jahr 2009, Fr. 20'000.– im Jahr 2010 und Fr. 250'000.– im Jahr 2011 aus. Dagegen
erhob X am 1. Oktober 2020 Einsprache, welche das Kantonale Steueramt mit
Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2020 abwies.
C.- Gegen den Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramts vom 27. Oktober
2020 erhob X am 29. November 2020 Rekurs und Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) mit dem Antrag, der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Das Kantonale Steueramt beantragte mit
Vernehmlassung vom 18. Februar 2021 die Abweisung des Rekurses und der
Beschwerde. Dazu nahm X am 29. März 2021 nochmals schriftlich Stellung. Die
Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung zur
Beschwerde.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,
soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Considerations:
Erwägungen:
I. Prozessuales
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1.- Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2020 hinsichtlich der
Nachsteuerverfügungen vom 7. September 2020 für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2009-2011 sowie die direkte Bundessteuer 2009-2011. Hierbei
handelt es sich um verschiedene Steuern, welche verschiedenen Gemeinwesen
zufliessen und welche Gegenstand getrennter Veranlagungen und Verfahren sind. Dies
bedeutet, dass zwei Entscheide zu fällen sind, die in einem einzigen Dokument
enthalten sein können – der eine für die Kantons- und Gemeindesteuern und der
andere für die direkte Bundessteuer – mit getrennten Begründungen, wobei
Verweisungen zulässig sind, und eigenen Rechtssprüchen (Dispositiven) oder
zumindest einem Rechtsspruch, der die beiden Steuern ausdrücklich auseinanderhält
(BGE 130 II 509 E. 8.3 = Pra 94 [2005] Nr. 114). Dementsprechend werden der Rekurs
und die Beschwerde in einem einzigen Dokument behandelt und die Steuern im
gemeinsamen Rechtsspruch auseinandergehalten. Spätere höchstrichterliche
Differenzierungen bezüglich Form und Inhalt von Entscheiden (BGE 135 II 260 E. 1.3.1
und 142 II 293 E. 1.2) haben an der Zulässigkeit dieser Vorgehensweise nichts
geändert.
2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum
Sach-entscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der
Rekurs und die Beschwerde vom 29. November 2020 sind rechtzeitig eingereicht
worden. Sie erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 194 Abs.1 des St. Galler Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt:
StG, Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11,
abgekürzt: DBG, Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1, Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die
Beschwerde ist einzutreten.
II. Kantons- und Gemeindesteuern
3.- a) Eine Nachsteuer wird unter anderem dann erhoben, wenn sich aufgrund von
Tatsachen oder Beweismitteln, die der Veranlagungsbehörde im Zeitpunkt der
Veranlagung nicht bekannt waren, zeigt, dass eine rechtskräftige Veranlagung
unvollständig ist. Die nicht erhobene Steuer wird samt Zins eingefordert (Art. 199 Abs.
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1 StG). Inhaltlich stimmt diese Vorschrift mit Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14,
abgekürzt: StHG) und Art. 151 Abs. 1 DBG überein (vgl. hinten E. 5), weshalb
nachfolgend auch auf die entsprechende Rechtsprechung und Lehre zu den
bundesgerichtlichen Vorschriften verwiesen werden kann. Voraussetzung für die
Erhebung einer Nachsteuer ist eine neue Tatsache oder ein Beweismittel, aus dem sich
die Unrechtmässigkeit einer rechtskräftigen Veranlagung ergibt. Nach der
Rechtsprechung muss die neue Tatsache oder das neue Beweismittel der
Steuerbehörde bisher unbekannt gewesen sein; deren Unkenntnis muss darüber
hinaus für das Ungenügen der Veranlagung kausal bzw. erheblich gewesen sein. Als
neu gelten Tatsachen und Beweismittel auch dann, wenn die Steuerbehörde sie bei der
ordentlichen Veranlagung mittels weitergehender Untersuchungen hätte in Erfahrung
bringen können. Massgebend für die Beantwortung der Frage, ob neue Tatsachen oder
Beweismittel vorliegen, ist in der Regel der Aktenstand im Zeitpunkt der ordentlichen
Einschätzung. Was damals aus den Akten nicht ersichtlich war, gilt als neu. Die
Steuerbehörde braucht sich nicht auf die Richtigkeit der Steuererklärung zu verlassen;
sie darf es aber tun, ohne dass der Pflichtige daraus die Verwirkung der Nachsteuer
ableiten könnte (vgl. VerwGE B 2013/264, 265 vom 24. März 2015 E. 2.1, im Internet
abrufbar unter: www.sg.ch/recht/gerichte und dort unter Rechtsprechung; GVP 2001
Nr. 27; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016,
Art. 151 N 29).
b) Die Mitteilung der Staatsanwaltschaft über Vergütungen von insgesamt
Fr. 564'733.89 im Zeitraum von 2009-2011 an die Rekurrentin ging am 30. September
2019 bei der Vorinstanz ein. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Vorinstanz über die
Zahlungen an die Rekurrentin nicht informiert; entsprechend wurden die Zahlungen in
den Steuerveranlagungen 2009-2011 nicht berücksichtigt. Da die ordentlichen
Veranlagungen der Steuerjahre 2009-2011 in jenem Zeitpunkt bereits rechtkräftig
abgeschlossen waren und sich aufgrund der Mitteilung des Staatsanwaltes Zweifel an
deren Rechtmässigkeit ergaben, eröffnete die Vorinstanz zu Recht ein
Nachsteuerverfahren. Dieses wurde zudem innerhalb der zehnjährigen Verwirkungsfrist
gemäss Art. 203 Abs. 1 StG eingeleitet (vgl. auch Art. 152 Abs. 1 DBG).
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4.- Im Nachsteuerverfahren ist umstritten, ob die Vorinstanz zu Recht für die
Steuerperiode 2009 Fr. 250'000.–, für die Steuerperiode 2010 Fr. 20'000.– und für die
Steuerperiode 2011 Fr. 250'000.– als übrige Einkünfte der Besteuerung unterwarf.
a) Die Vorinstanz hielt fest, in den Jahren 2009-2011 seien Vergütungen im
Gesamtbetrag von Fr. 564'733.89 vom Bankkonto der Y sel. an die Rekurrentin
geflossen. In der Steuerperiode 2009 seien Fr. 250'000.– (Zahlung vom 9. Januar
2009), in der Steuerperiode 2010 Fr. 20'000.– (Zahlung vom 18. Januar 2010) und in
der Steuerperiode 2011 Fr. 250'000.– (Zahlung vom 3. August 2011) nachbesteuert
worden. Von der Besteuerung der Zahlungen von Fr. 20'000.– (vom 21. Januar 2010)
und von Fr. 24'733.89 (vom 26. März 2010) sei abgesehen worden, da Y sel. mit diesen
Zahlungen höchstwahrscheinlich keine Direktbegünstigung der Rekurrentin
vorgenommen habe. Es gelte grundsätzlich jeder Wertzufluss als steuerbares
Einkommen, unabhängig der Art der Einkommensverwendung. Dass die Mittel für
Untersuchungen betreffend Scientology verwendet worden seien, sei daher ohne
Bedeutung. Bei den drei der Nachsteuer unterworfenen Zahlungen von insgesamt Fr.
520'000.– auf das Konto der Rekurrentin bei der Z Bank AG in B sei aus den
Kontoauszügen kein expliziter Verwendungszweck ersichtlich, und ein solcher sei von
der Rekurrentin auch nicht nachgewiesen worden. Aufgrund der
Gesamtreineinkommenssteuer seien diese Beträge der Rekurrentin zuzurechnen. Der
(nicht rechtskräftige) Schuldspruch des Kreisgerichts A sei für die steuerliche
Qualifikation nicht relevant. Die eingereichten Unterlagen hätten die Aufrechnung nicht
zu widerlegen vermocht. Die Rekurrentin habe ausgeführt, dass sie ihren
Lebensunterhalt mit Darlehen finanziert habe. Y sel. sei von der Rekurrentin nie als
Gläubigerin aufgeführt worden, weshalb bei den Zahlungen von Y sel. nicht von
zurückbezahlten Schulden auszugehen sei. Ebenso wenig handle es sich um
Schenkungen, da die Rekurrentin in den Steuererklärungen jeweils angekreuzt habe,
keine Schenkungen erhalten zu haben, und explizit ausgeführt habe, dass es sich um
keine Schenkungen handle. Schliesslich sei die Rekurrentin auch nicht als selbständig
Erwerbstätige einzustufen.
Die Rekurrentin machte im Wesentlichen geltend, dass keine Schenkung von Y sel.
vorliege. Es bestehe nach wie vor ein Konto "im genannten Betrag" für die Ermittlung
und Recherchen gegen Scientology und deren Netzwerk. Von den durch die
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Staatsanwaltschaft vorgebrachten Anklagepunkten sei sie bis auf dieses nach wir vor
bestehende "Ermittlungskonto" freigesprochen worden. Weshalb der Geldbetrag auf
das Konto bei der Z Bank AG in B transferiert worden sei, sei aktenmässig belegt. Die
Akten seien bei Verwaltungs-, Strafuntersuchungsbehörden und Gerichten einsehbar.
Der Fall Y sel. sei ein integrierender Bestandteil des Personennetzwerks Scientology.
b) Alle Vermögenswerte, die der Steuerpflichtigen während eines bestimmten
Zeitabschnittes zufliessen, werden nach dem Prinzip der
Gesamtreineinkommenssteuer gesamthaft als Einkommen besteuert (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, II. Teil N 59). Gemäss Art. 29
Abs. 1 StG unterliegen der Einkommenssteuer alle wiederkehrenden und einmaligen
Einkünfte. Die Einkünfte lassen sich im Wesentlichen in vier Hauptgruppen unterteilen:
Erwerbseinkommen Unselbständigerwerbender und Selbständigerwerbender,
Ertragseinkommen aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen, Einkünfte aus
Vorsorge und übrige Einkünfte. Grundsätzlich gilt jeder Wertzufluss als steuerbares
Einkommen, sofern nicht eine der in Art. 37 StG abschliessend aufgezählten
Ausnahmen vorliegt (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., II. Teil N 61).
c) Aus den Auszügen des Kontos der Y sel. bei der Z Bank AG, B (vi-act. 4), und dem
Entscheid des Kreisgerichts A vom 3. Oktober 2019 (vi-act. 9) ergibt sich, dass am 9.
Januar 2009 Fr. 250'000.–, am 18. Januar 2010 Fr. 20'000.– und am 3. August 2011 Fr.
250'000.– auf das auf die Rekurrentin lautende Konto Nr. 0000335.027 bei der Z Bank
AG, B, vergütet wurden. Aufgrund des Gesamtreineinkommenssteuerprinzips
unterliegen diese Einkünfte grundsätzlich der Einkommenssteuer. Die Rekurrentin
machte zu den Einkünften weder schlüssige Ausführungen noch reichte sie Unterlagen
ein, die den Einkommenszufluss widerlegen oder nachweisen würden, dass es sich um
steuerfreie Einkünfte gemäss Art. 37 StG handle. Dass sie vom Kreisgericht A mit
Entscheid vom 3. Oktober 2019 von der Anklage der mehrfachen ungetreuen
Geschäftsbesorgung freigesprochen wurde, ändert nichts am Einkommenszufluss. Der
Freispruch erfolgte, weil der Vorwurf, die Rekurrentin habe die ihr zur Verfügung
gestandenen Vollmachten von Y missbraucht, nicht erstellt oder teilweise aktenwidrig
war. Dass ihr Geld vom Konto der Y sel. zugeflossen war, stand ausser Frage. Aus
diesem Grund kommt auch dem Ausgang allfälliger Rechtsmittel gegen den Entscheid
des Kreisgerichts A für die Besteuerung der Einkünfte keine Bedeutung zu. Auch
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hinsichtlich der vom Kreisgericht A festgelegten Ersatzforderung von Fr. 250'000.– ist
der Ausgang allfälliger Rechtsmittelverfahren nicht von Relevanz, da aufgrund der
Schulden der Rekurrentin in nächster Zukunft nicht ernsthaft mit der Bezahlung der
Ersatzforderung zu rechnen ist und deshalb der Betrag von Fr. 250'000.– nicht von der
Besteuerung auszunehmen ist. Sollte das Geld tatsächlich noch auf einem Konto für
einen besonderen Zweck vorhanden sein, so ändert dies ebenfalls nichts am
Einkommenszufluss, denn beim Prinzip der Gesamtreineinkommensbesteuerung bleibt
die Art der Einkommensverwendung – wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausführte –
grundsätzlich unberücksichtigt (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., II. Teil N 63).
Die Ausführungen der Rekurrentin und eingereichten Unterlagen vermögen somit
insgesamt das Beweisergebnis, dass ihr während 2009-2011 insgesamt Fr. 520'000.–
zugeflossen sind, nicht zu entkräften. Mit der Vorinstanz ist deshalb davon
auszugehen, dass die insgesamt Fr. 520'000.– als übrige Einkünfte der
Einkommenssteuer unterliegen. Das nachsteuerpflichtige Einkommen beläuft sich
damit im Jahr 2009 auf Fr. 250'000.–, im Jahr 2010 auf Fr. 20'000.– und im Jahr 2011
auf Fr. 250'000.–. Die Berechnung der Nachsteuer samt Zins erfolgte korrekt. Die
Rekurrentin hat dagegen keine Einwände erhoben. Der Rekurs ist somit abzuweisen.
III. Direkte Bundessteuer
5.- Art. 199 Abs. 1, Art. 29 Abs. 1 und Art. 37 StG entsprechen im Wesentlichen Art.
151 Abs. 1, Art. 16 Abs. 1 und Art. 24 DBG. Diese Bestimmungen harmonieren mit Art.
53 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 1 und Abs. 4 StHG. Daraus folgt, dass die Erwägungen zu
den Kantons- und Gemeindesteuern für die direkte Bundessteuer analog massgebend
sind. Für die direkte Bundessteuer ergibt sich dasselbe Ergebnis wie bei den Kantons-
und Gemeindesteuern. Demnach erweist sich die Beschwerde ebenfalls als
unbegründet. Sie ist abzuweisen.
IV. Kosten
6.- Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Rekurs- und
Beschwerdeverfahrens der Rekurrentin und Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95
Abs. 1, Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von je Fr. 600.–, insgesamt Fr.
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1'200.–, erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung [sGS
941.12], Art. 144 Abs. 5 DBG). Die Kostenvorschüsse von Fr. 1'200.– sind damit zu
verrechnen.