Decision ID: 2e171971-0cea-460c-b250-318e73beb8b4
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._, meldete sich erstmals am 29. August 1995 zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Dr.
med. B._, Spezialarzt für Augenkrankheiten FMH, nannte in seinem Bericht vom 14.
September 1995 als Diagnosen Keratokonus und Amblyopie beidseits. Er hielt fest, der
Versicherte benötige Hilfsmittel in Form von Kontaktlinsen (vgl. IV-act. 3). Mit einer
Verfügung vom 2. November 1995 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten
auf Kostenübernahme der Kontaktlinsen ab, da die versicherungsmässigen
Voraussetzungen nicht erfüllt waren (IV-act. 6).
A.b Am 2. Juni 1998 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei
der IV-Stelle an. Sein Hausarzt, Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH,
gab in einem Bericht vom 15. Juni 1998 als Diagnose eine chronische Polyarthritis an.
Er hielt fest, dass seit dem 1. Juni 1998 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit des
Versicherten in der bisherigen Tätigkeit als Küchengehilfe bestehe. Trotz dem
Umstand, dass der Versicherte auf die eingeleitete Behandlung mit Methotrexat
anspreche, werde mit Sicherheit eine reduzierte Belastbarkeit bestehen bleiben (IV-act.
11). Mit einer Verfügung vom 20. Oktober 1998 wies die IV-Stelle einen Anspruch des
Versicherten auf berufliche Massnahmen sowie Rentenleistungen zurzeit ab, mit der
Begründung, dass die einjährige Wartezeit noch nicht erfüllt sei (IV-act. 21).
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A.c Eine erneute Anmeldung des Versicherten bei der IV-Stelle erfolgte am 13.
Februar 2001 (IV-act. 25). Dr. C._ gab in einem Verlaufsbericht vom 12. Februar 2001
an, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert habe. Es
bestünden folgende Diagnosen: ausgeprägte Bronchiektasen der linken Lunge,
seronegative rheumatoide Arthritis, ED 1/98 mit Methotrexat-induzierter Hepatitis,
medikamentös induzierte Stoffwechsellage, Adipositas sowie Hyperlipidämie. In der
früheren Tätigkeit als Küchengehilfe bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem
20. September 2000. Der Versicherte könne höchstens noch leichteren Tätigkeiten
nachgehen (IV-act. 30). In einem weiteren Verlaufsbericht vom 15. Oktober 2001 gab
Dr. C._ einen einigermassen stationären Gesundheitszustand des Versicherten an.
Bezüglich der Diagnosen habe sich dahingehend eine Veränderung ergeben, dass die
am Kantonsspital D._ tätigen Rheumatologen die Diagnose einer seronegativen
chronischen Polyarthritis nach erneuten Abklärungen für falsch hielten. Bezüglich der
Befundlage seien beim Versicherten neu Handschmerzen beidseits aufgetreten.
Diesbezüglich sei im D._ ein Karpaltunnelsyndrom beidseits festgestellt und eine
operative Dekompression empfohlen worden. Der Versicherte könne – nach der
erfolgten Handoperation – in einer leichten leidensangepassten Tätigkeit, z.B. als
Küchengehilfe, sicher eine 100%ige Arbeitsleistung erbringen (IV-act. 33). Am 14.
Januar 2002 berichtete Dr. C._, dass bei der Operation des Karpaltunnelsyndroms
beidseits eine ausgeprägte Beugesehnensynovialitis festgestellt worden sei, wodurch
der Verlauf entsprechend protrahiert gewesen sei. Neu sei es auch wieder zu einem
entzündlichen Schub im Bereich der Grundgelenke der beiden Hände gekommen, so
dass die früher verworfene Diagnose einer Polyarthritis wohl nochmals überdacht
werden müsse. Der Versicherte sei seit dem 15. Oktober 2001 wieder zu 100%
arbeitsunfähig (IV-act. 40). Auf Veranlassung des Regionalen Ärztlichen Dienstes der
IV-Stelle (RAD) wurde der Versicherte am 2. April 2003 im Ärztlichen
Begutachtungsinstitut (ABI) in Basel polydisziplinär untersucht und begutachtet. Im
entsprechenden Gutachten vom 16. Mai 2003 wurde als Diagnose mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit eine chronische Polysynovitis /Polyarthralgien unklarer Ätiologie (DD:
Verdacht auf seronegative rheumatoide Arthritis) genannt. Die Gutachter kamen zum
Schluss, dass beim Versicherten seit dem 1. Juni 1998 eine 50%ige und seit dem 20.
September 2000 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Erwerbstätigkeiten
bestehe. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei rheumatologisch bedingt. Die
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medizinische Massnahme, eine Basistherapie mit Methotrexat, welche die
Arbeitsfähigkeit verbessern könnte, sei bereits sechs Wochen vor der Begutachtung
eingeleitet worden. Es werde deshalb eine Neubeurteilung in ca. 12 Monaten
empfohlen (IV-act. 55). Gestützt auf das ABI-Gutachten sprach die IV-Stelle dem
Versicherten eine halbe Rente ab 1. Juni 1999 (Verfügung vom 21. Mai 2004; IV-act. 64,
65) und eine ganze Rente ab 1. Dezember 2000 zu (Verfügung vom 13. Mai 2004; IV-
act. 66).
A.d Im April 2005 leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren ein. Der
Versicherte gab am 9. April 2005 in einem Fragebogen an, dass sich sein
Gesundheitszustand verschlechtert habe und er zusätzlich an Rückenschmerzen (LWS)
leide (IV-act. 70). In einem Verlaufsbericht vom 17. Mai 2005 hielt Dr. C._ fest, der
Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär. Die medikamentöse Therapie mit
u.a. Methotrexat werde fortgesetzt und es erfolgten regelmässige rheumatologische
Kontrollen. Der Versicherte sei zu 100% arbeitsunfähig. Eine Verbesserung sei nicht zu
erwarten (IV-act. 77). Der behandelnde Rheumatologe, Dr. med. E._, Rheumatologie
FMH, nannte in seinem Bericht vom 2. September 2005 als Diagnosen eine
seronegative rheumatoide Arthritis, ein lumbovertebrales Syndrom, ausgeprägte
Bronchiektasen des linken Lungenunterlappens sowie Keratokonus und Amblyopie
beidseits. Zur Arbeitsfähigkeit hielt er fest, dass die Belastbarkeit des Versicherten
bezüglich der Gelenke beeinträchtigt sei. Mittelschwere und schwere körperliche
Tätigkeiten seien ihm deshalb aus rheumatologischer Sicht nicht zumutbar. In der
bisherigen, als körperlich mittelschwer zu bezeichnenden Tätigkeit als Küchenhilfe
bestehe somit keine Arbeitsfähigkeit. Körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten
seien aus rheumatologischer Sicht zumutbar, wobei das mögliche Pensum schwierig
einzuschätzen sei (IV-act. 91). Der RAD hielt am 7. November 2005 fest, das
Hauptproblem in diesem Fall sei, dass der Gesundheitszustand des Versicherten im
Zeitpunkt der Begutachtung durch das ABI im Mai 2003 nicht stabil gewesen sei. Aus
diesem Grund sei eine Verlaufsbegutachtung notwendig, wobei auch auf das Augen-
und Rückenleiden eingegangen werden sollte (IV-act. 93). Im Verlaufsgutachten des
ABI vom 6. Juli 2006 wurden als arbeitsfähigkeitsrelevante Diagnosen eine
seronegative nicht erosive rheumatoide Arthritis sowie ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom angegeben. Die Gutachter führten aus, dass sich die
seronegative rheumatoide Arthritis unter Etablierung einer anti-entzündlichen
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Medikation seit der Vorbegutachtung im Mai 2003 deutlich verbessert habe. Die neu
aufgetretenen lumbalen Rückenbeschwerden seien auf leichte degenerative
Veränderungen zurückzuführen und hätten keinen Einfluss auf die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit. Für die Tätigkeit als Küchengehilfe bestehe eine zumutbare Arbeitsfähigkeit
von 50%. Körperlich leichte, die Wirbelsäule schonende Tätigkeiten seien dem
Versicherten mit einem vollen Pensum zuzumuten (IV-act. 101). Mit einer Verfügung
vom 8. November 2006 stellte die IV-Stelle die Ausrichtung der bisherigen ganzen
Rente ein (IV-act. 109). Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene
Beschwerde wurde vom Versicherungsgericht St. Gallen mit einem Entscheid vom 18.
April 2008, IV 2006/281, abgewiesen (IV-act. 129).
B.
B.a Am 14. Januar 2010 meldete sich der Versicherte wieder bei der IV-Stelle an (IV-
act. 134). Gemäss einem Bericht der Klinik für Chirurgie am D._ vom 30. November
2009 waren beim Versicherten am 12. November 2009 eine diagnostische
Thorakoskopie links und eine offene Unterlappenresektion mit Teilresektion des
Oberlappens links durchgeführt worden. Als Austrittsdiagnose hatte die behandelnde
Ärztin rezidivierende Infekte bei Bronchiektasen im Unterlappen und basalen
Oberlappen rechts und mit mittelschwerer restriktiver Ventilationsstörung angegeben
(IV-act. 136). In einer Aktennotiz vom 20. Januar 2010 hielt die IV-Stelle fest, dass der
Versicherte mit den eingereichten medizinischen Unterlagen eine Veränderung seines
Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht habe, womit auf seine Neuanmeldung
einzutreten sei (IV-act. 138). In einem Bericht vom 15. März 2010 gab der Hausarzt Dr.
C._ einen verschlechterten Gesundheitszustand des Versicherten an und nannte
folgende Diagnosen: Status nach Unterlappen- und Oberlappenteilresektion links
wegen Bronchiektasen, mittelschwere restriktive Ventilationsstörung, seronegative
rheumatoide Arthritis sowie Diabetes mellitus Typ II. Er hielt fest, die relativ
ausgedehnte Lungenresektion habe zu einer reduzierten körperlichen Belastbarkeit
geführt. Der Versicherte leide unter verstärkter Anstrengungsdyspnoe. Die bisherige
Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. In körperlich leichteren Tätigkeiten bestehe aufgrund
des Gelenkleidens sowie der Lungenfunktionseinschränkung eine mindestens 50%ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 146).
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B.b Die Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle veranlasste eine berufliche Ab
klärung des Versicherten im Programm Projekt-Werkstatt vom 3. August bis 31.
Oktober 2010. Sie hielt fest, es sei geplant, dass der Versicherte vormittags ein 50%-
Pensum in körperlich leichten Tätigkeiten leisten werde. Innerhalb der beruflichen
Abklärung, jedoch spätestens nach drei Monaten, sei dieses 50%-Pensum auf eine
volle Präsenzzeit zu steigern (IV-act. 157, 159). Die Verantwortlichen der Projekt-
Werkstatt gaben in einer Beurteilung vom 26. November 2010 an, dass dem
Versicherten vor allem das Atmen sehr schwer falle. Aufgrund seiner gesundheitlichen
Situation sei die Belastbarkeit zurzeit eingeschränkt. Bei einer Präsenz von 50% habe
der Versicherte eine Leistung von etwa 70% gezeigt. Der Versuch, die Präsenzzeit zu
erhöhen, sei am zweiten Tag gescheitert (IV-act. 175).
B.c In einem Verlaufsbericht vom 7. Dezember 2010 gab Dr. C._ wieder einen
verschlechterten Gesundheitszustand des Versicherten an. Es bestünden Adipositas-
Hypoventilationen in Kombination mit partieller Zwerchfelllähmung links, ED 10/2010.
Die Anstrengungsdyspnoe sei progredient und die Leistungsfähigkeit reduziert.
Anlässlich einer pneumologischen Abklärung im D._ habe die Anstrengungsdyspnoe
objektiviert werden können. Als Behandlung werde einerseits eine nicht invasive
Beatmung bei alveolärer Hypoventilation durchgeführt und andererseits bezüglich der
steroidbedingten Adipositas die Therapie mit Steroiden sistiert und eine
Gewichtsreduktion angestrebt (IV-act. 177). In einem Bericht vom 10. Dezember 2010
nannte der behandelnde Arzt der Abteilung für Pneumologie am D._, Dr. med. F._,
als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rheumatoide Arthritis sowie eine
schwere restriktive Ventilationsstörung bei partieller Zwerchfellparese links, ED
10/2010, nach partieller Unter- und Oberlappenresektion. Er hielt fest, dass sich seit
einigen Monaten eine Zunahme der bekannten Anstrengungsdyspnoe zeige, nachdem
es nach der Ober- und Unterlappenteilresektion im November 2009 anfänglich zu einer
Besserung der Beschwerden gekommen sei. Zur Behandlung der alveolären
Hypoventilation sowie des obstruktiven Schlafapnoesyndroms erfolge eine nicht-
invasive Beatmung (nächtliche NIV-Beatmung). Bezüglich der körperlichen
Leistungsfähigkeit werde eine Besserung nach der Reduktion der Steroidmedikation
bei möglicher Steroidmyopathie erhofft. Bezüglich der restriktiven Veränderungen
bestehe sicher eine eingeschränkte Prognose. Betreffend die Arbeitsfähigkeit liege aus
pneumologischer Sicht eine mittelschwer bis schwer eingeschränkte körperliche
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Leistungsfähigkeit vor. Auch aus rheumatologischer Sicht bestehe sicher eine
eingeschränkte Belastbarkeit. Schwere körperliche Tätigkeiten seien nicht zumutbar. In
einem optimalen Arbeitsumfeld mit der Möglichkeit der Übernahme von schweren
Tätigkeiten durch Kollegen sei die bisherige Tätigkeit als Küchengehilfe denkbar.
Sofern die Rahmenbedingungen (keine zu langen Wege, kein Tragen von schweren
Lasten) gegeben seien, sei eine Anstellung in einer leidensadaptierten Tätigkeit sicher
halbtags, allenfalls auch ganztags möglich. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen
Tätigkeit könne ab sofort im Umfang von 50% gerechnet werden (IV-act. 180). Am 20.
Januar 2011 berichtete Dr. F._, dass die Resultate nach Einführung der nicht-
invasiven Ventilation ermutigend seien. Die Pulsoxymetrie habe sich nun normalisiert.
Nach wie vor bestehe natürlich die mittelschwere Restriktion, welche den Versicherten
funktionell deutlich einschränke (IV-act. 185).
B.d Auf Veranlassung des RAD (IV-act. 189) wurde der Versicherte am 21.
September und 17. Oktober 2011 erneut durch das ABI begutachtet. Im
entsprechenden Verlaufsgutachten vom 31. Januar 2012 nannten die
Sachverständigen als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit den Status nach
Unterlappenresektion links und Teilresektion des linken Oberlappens bei
Bronchiektasen am 12. November 2009, ein Adipositas-Hypoventilationssyndrom und
eine partielle Zwerchfelllähmung links, eine seronegative nicht erosive rheumatoide
Arthritis, ein chronisches Zervikalsyndrom sowie ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde u.a. die
Diagnose Schmerzverarbeitungsstörung (Symptomausweitung) angegeben. In der
Beurteilung hielten die Gutachter fest, dass an objektivierbaren schmerzauslösenden
Befunden eine beginnende degenerative Veränderung im Zervikal- und Lumbalbereich
sowie eine durch das Übergewicht mitbedingte myostatische Insuffizienz mit den
entsprechenden muskuloligamentären Überlastungsreaktionen hätten festgestellt
werden können. Die seronegative nicht erosive rheumatoide Arthritis zeige unter der
Basistherapie mit Methotrexat keine Entzündungsaktivität. Mit diesen Befunden erkläre
sich nicht das gesamte geklagte Schmerzausmass. Als Ursache für das verstärkte
Schmerzerleben sei bei der psychiatrischen Untersuchung eine
Schmerzverarbeitungsstörung festgestellt worden. Bei fehlender psychiatrischer
Komorbidität ergebe sich hieraus jedoch keine Einschränkung der Arbeits- und
Leistungsfähigkeit. Aufgrund der objektivierbaren rheumatologischen Befunde seien
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dem Versicherten schwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Für mittelschwere
Tätigkeiten wie die des Küchengehilfen bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Für
leichte wechselbelastende Tätigkeiten ohne länger dauernde Einnahme von
wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen, ohne häufige Tätigkeiten über Kopf, ohne
andauernde Geh- und Stehbelastung und ohne starke Belastungen für die Hände
beidseits bestehe aus Sicht des Bewegungsapparates eine volle Arbeitsfähigkeit. Aus
pneumologischer Sicht sei der Versicherte bei Status nach Unterlappenresektion und
Teilresektion des Oberlappens links bei Bronchiektasen, einem Adipositas-
Hypoventilationssyndrom und einer partiellen Zwerchfelllähmung links für körperlich
schwere und mittelschwere Tätigkeiten, wie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Hilfskoch, zu 100% arbeitsunfähig. Für ausschliesslich leichte körperliche Tätigkeiten,
ohne Kälte-, Nässe-, Dampf- und Staubexposition, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit.
Zu früheren ärztlichen Einschätzungen hielt der pneumologische ABI-Gutachter fest,
dass die lungenfunktionellen Befunde von 2000 bis 2011 gut übereinstimmten. Die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit decke sich mit der aktuellen Beurteilung des
behandelnden Pneumologen Dr. F._, mit welchem er im Dezember 2011
diesbezüglich Rücksprache genommen habe. In polydisziplinärer Hinsicht attestierten
die Gutachter für körperlich leichte adaptierte Tätigkeiten eine 85%ige Arbeits- und
Leistungsfähigkeit des Versicherten, vollschichtig realisierbar. Die Leistungseinbusse
von 15% könne aufgrund der gelegentlichen, infektbedingten Arbeitsausfälle und im
Rahmen der Polymorbidität zuerkannt werden. Die angestammte Tätigkeit als
Küchenhilfe sei dem Versicherten seit der Lungenoperation im November 2009 nicht
mehr zumutbar (IV-act. 196). Gemäss seiner Stellungnahme vom 28. Februar 2012
erachtete der RAD das ABI-Gutachten als ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar
(IV-act. 199).
B.e Mit einem Vorbescheid vom 6. Dezember 2012 stellte die IV-Stelle die
Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Sie führte zur Begründung aus, die
Abklärungen hätten ergeben, dass seit dem 12. November 2009 in der angestammten
Tätigkeit als Hilfskoch eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bestehe. In einer
leidensangepassten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 85%. Bezüglich des
Einkommensvergleichs sei sowohl für die Bestimmung des Validen- als auch des
Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne gemäss der Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik abzustellen. Dem Versicherten sei es unter Gewährung eines
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Teilzeitabzuges von 8% zumutbar, ein Einkommen von Fr. 48‘309.-- zu erzielen. Bei
einem Valideneinkommen von Fr. 61‘776.-- resultiere eine Erwerbseinbusse von
Fr. 13‘467.--, was einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 22%
entspreche (IV-act. 212). Am 25. Januar 2013 liess der Versicherte gegen den
Vorbescheid einwenden, der Entscheid beruhe auf einer unrichtigen bzw.
unvollständigen Sachverhaltserhebung (IV-act. 213). In einem ergänzenden Schreiben
vom 8. April 2013 hielt der Rechtsvertreter zur Begründung im Wesentlichen fest, die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den pneumolgischen ABI-Gutachter, wonach für
eine adaptierte Tätigkeit keine Einschränkung bestehen solle, weiche erheblich von Dr.
F._ Einschätzung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ab. Der Gutachter habe sich
weder mit der Einschätzung von Dr. F._ auseinandergesetzt noch seine abweichende
Beurteilung begründet. Weitergehende Angaben zu der vom Gutachter angeblich
vorgenommenen Rücksprache bei Dr. F._ im Dezember 2011 liessen sich dem
Gutachten nicht entnehmen. Da das Verlaufsgutachten gerade wegen der neuen
pneumologischen Probleme in Auftrag gegeben worden sei, führe diese nicht
schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht dazu, dass dem
Gutachten kein Beweiswert zukomme. Überdies sei die mittlerweile vor eineinhalb
Jahren erfolgte Begutachtung veraltet und überholt. Der Gesundheitszustand des
Versicherten habe sich gemäss den Angaben des Hausarztes Dr. Amman in der
Zwischenzeit nämlich verschlechtert (IV-act. 219). Mit einem weiteren Schreiben vom
12. Juni 2013 reichte der Rechtsvertreter einen Bericht von Dr. F._ vom 30. Mai 2013
ein und hielt dazu fest, dass dieser ausdrücklich und abweichend vom
pneumologischen ABI-Gutachter eine Arbeitsaufnahme des Versicherten zu 100% für
nicht realistisch halte. Vertretbar wäre in einer idealen leidensadaptierten Tätigkeit ein
Pensum von 50%. Gestützt auf diese Einschätzung sei dem Versicherten eine halbe
Rente auszurichten (IV-act. 221). Gemäss seinem Bericht vom 30. Mai 2013 hatte Dr.
F._ den Versicherten am 29. Mai 2013 ambulant nachuntersucht. Er hatte ausgeführt,
bei dem Versicherten bestehe nach wie vor eine schwer eingeschränkte
Leistungsfähigkeit bei mittelschwer eingeschränkter Sauerstoffaufnahme vor. Die
Einschränkung der Muskelkraft dürfte durch das Zusammenkommen mit einem
Trainingsmangel, aber auch mit der rheumatoiden Arthritis, zusätzlich verschlechtert
werden. Die Lungenfunktion habe sich im zeitlichen Verlauf seit 2010 stabil gehalten.
Eine Arbeitsaufnahme zu 100% sei aus körperlicher Sicht nicht realistisch. Vertretbar
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wäre an einem idealen Arbeitsplatz, das heisst höchstens leichte körperliche Arbeit und
keine Staub- und Dampfexposition, eine Arbeitsfähigkeit (ein Pensum) von 50%. Der
Versicherte sei seit 2008 praktisch durchgehend zu 100% arbeitsunfähig. Im Jahr 2010
habe er während drei Monaten einen Arbeitsversuch zu 50% durchgeführt. Eine
Steigerung sei zu dieser Zeit nicht möglich gewesen. In der Gesamtschau, “mit
Rückblick und Entwicklung“, sollte die IV-Begutachtung revidiert werden. Das
Zusammenkommen der rheumatoiden Arthritis und der respiratorischen Insuffizienz
sowie die aufgrund der Maskenintoleranz nicht behandelbare alveoläre Hypoventilation
rechtfertige eine IV-Berentung zu mindestens 50%. Auch sei darauf zu achten, dass ein
langsamer Eintritt in den Arbeitsprozess versucht würde (IV-act. 223). Der RAD hielt in
seiner diesbezüglichen Stellungnahme vom 27. Juni 2013 fest, dass sich sowohl Dr.
F._ als auch der pneumologische ABI-Gutachter einig seien, dass dem Versicherten
aufgrund der eingeschränkten pulmonalen Leistungsfähigkeit nur noch leichte
körperliche Tätigkeiten an einem idealen Arbeitsplatz ohne Staub- und
Dampfexposition zumutbar seien. Dass aus rein pulmologischer Sicht eine derartige
Tätigkeit nur noch zu 50% zumutbar sein solle, werde von Dr. F._ nicht begründet.
Vielmehr sei dieser der Meinung, dass in der Gesamtschau, mit dem Zusammen
kommen einer rheumatoiden Arthritis, einer respiratorischen Insuffizienz und einer
Maskenintoleranz bei einem nicht behandelbaren Adipositas-Hypoventilationssyndrom
eine IV-Berentung zu 50% gerechtfertigt sei. Die Nicht-Behandelbarkeit des
Adipositas-Hypoventilationssyndroms werde in den Akten nicht bestätigt. Gemäss dem
Bericht der Abteilung für Pneumologie am D._ vom 17. Dezember 2010 habe der
Versicherte die nächtliche Atemunterstützung gut toleriert. Im Bericht vom Januar 2011
sei festgehalten worden, dass sich dadurch die Pulsoxymetrie normalisiert habe, das
Hypoventilationssyndrom somit gut habe behandelt werden können. Anlässlich der
pneumologischen Begutachtung durch das ABI am 17. Oktober 2011 habe der
Versicherte jedoch angegeben, die nicht invasive Beatmungstherapie nur über zwei bis
drei Monate umgesetzt zu haben; er habe subjektiv keinen Unterschied tagsüber
bemerkt und habe die Therapie deshalb selbst wieder beendet. Auch eine grössere
Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten durch die
rheumatoide Arthritis lasse sich nicht bestätigen. Der rheumatologische ABI-Gutachter
habe eine rheumatoide Arthritis klinisch und labortechnisch ohne Entzündungsaktivität
und ohne arthritische Zeichen in den Röntgenaufnahmen bei freier Beweglichkeit
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sämtlicher Gelenke diagnostiziert. Er habe deshalb festgehalten, dass aus
rheumatologischer Sicht für eine adaptierte Tätigkeit keine Einschränkung bestehe. Ein
für die geringe Leistungsfähigkeit mitverantwortlicher Trainingsmangel begründe keine
Invalidität und könnte durch regelmässige leichte körperliche Aktivität gebessert
werden. Zusammengefasst müsse an der Beurteilung des ABI vom Januar 2012, bei
der eine interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen worden sei,
festgehalten werden. Mit den im Einwand vom 8. April 2012 und 12. Juni 2013
vorgelegten medizinischen Unterlagen sei keine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes des Versicherten belegt worden (IV-act. 224). Mit einer
Verfügung vom 2. Juli 2013 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des Versicherten ab
(IV-act. 225).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde des
Versicherten (nachfolgend Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Michael
Bührer, vom 3. September 2013. Der Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung der
Verfügung vom 2. Juli 2013 und die Zusprache einer halben Rente ab 1. Juli 2010.
Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere Abklärungen
vorzunehmen und neu zu verfügen. Der Rechtsvertreter führt zur Begründung im
Wesentlichen an, das ABI-Gutachten vom 9. Februar 2012 (richtig: 31. Januar 2012),
auf welches sich die Beschwerdegegnerin gestützt habe, sei nicht beweistauglich, da
die Beurteilungen der vorbehandelnden Ärzte nicht berücksichtigt worden seien.
Bezüglich der Atemprobleme des Beschwerdeführers fehle es an einer
nachvollziehbaren Auseinandersetzung mit der Beurteilung durch den behandelnden
Pneumologen Dr. F._. Zwar habe der pneumologische Gutachter festgehalten, dass
sich seine Beurteilung mit derjenigen von Dr. F._ decke und er mit ihm im Dezember
2011 Rücksprache genommen habe, jedoch fänden sich bezüglich dieser angeblichen
Rücksprache weder eine Aktennotiz noch weitergehende Angaben. Der
pneumologische Gutachter sei in seiner Beurteilung erheblich von Dr. F._s
Einschätzung abgewichen. Während Dr. F._ eine Arbeitsfähigkeit von 50% in einer
leidensadaptierten Tätigkeit attestiert habe, betrage die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers laut dem Gutachten aus pneumologischer Sicht sowie in der
Gesamtbetrachtung 100%. Lediglich die infektbedingten Arbeitsabsenzen und die
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Polymorbidität würden zu einer Leistungseinbusse von 15% führen. Der RAD habe
kritisiert, dass Dr. F._ seine Abweichung von der Einschätzung des ABI-Gutachters
nicht begründet habe. Dabei werde übersehen, dass Dr. F._ nicht erst nach Vorliegen
des Gutachtens, sondern schon zuvor im Bericht vom 10. Dezember 2010 nur eine
50%ige Arbeitsfähigkeit aus pneumologischer Sicht attestiert habe. Weiter sei es nicht
Aufgabe des behandelnden Arztes, Abweichungen von der Einschätzung des
Gutachters zu begründen, sondern umgekehrt. Dabei könne es nicht genügen, wenn
der Gutachter einen Konsens behaupte, der gar nicht bestanden habe. Der RAD habe
Dr. F._ vorgeworfen, sich nicht auf die rein pneumologischen Aspekte beschränkt zu
haben. Jedoch habe Dr. F._ am 10. Dezember 2010 die 50%ige Arbeitsunfähigkeit
völlig losgelöst von den übrigen Beschwerden festgelegt. Erst in seiner Beurteilung
vom 30. Mai 2013 habe er von einer Gesamtschau gesprochen. Der RAD habe weiter
kritisiert, dass Dr. F._ eine Maskenintoleranz bei einem nicht behandelbaren
Adipositas-Hypoventilationssyndrom in seine Beurteilung miteinbezogen habe, obwohl
eine solche in den Akten nicht bestätigt werde. Dass eine Maskenintoleranz bestehe,
sei dem Bericht von Dr. F._ an den Hausarzt vom 30. August 2012 (richtig wohl: 30.
Mai 2013) jedoch unmissverständlich zu entnehmen. Im Weiteren habe der Hausarzt
Dr. C._ in seinem Bericht vom 15. März 2010 angegeben, dass der
Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit maximal zu 50% arbeitsfähig
sei. Die ABI-Gutachter hätten dazu geschrieben, diese Beurteilung gebe einzig die
subjektive Einschätzung des Beschwerdeführers wieder. Angesichts der langen
Diagnoseliste sei die Auffassung des ABI, wonach keine objektiven Befunde vorlägen,
unhaltbar. Im Übrigen seien im Gutachten nicht alle Diagnosen aufgeführt, weshalb
sich das Gutachten als unvollständig erweise. Schliesslich seien auch während der
beruflichen Abklärung Einschränkungen des Beschwerdeführers festgestellt worden.
Ausgehend von der 50%igen Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F._ und einem
Teilzeitabzug von 10% resultiere schon ohne leidensbedingten Abzug ein
Invaliditätsgrad von 55% (act. G 1).
C.b Am 7. November 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde. In der Begründung hält sie fest, das ABI-Gutachten vom 31. Januar 2012
sei ausführlich abgefasst und dessen Schlussfolgerungen zusammen mit der
Arbeitsfähigkeitsschätzung erschienen als begründet. Durch den polydisziplinären
Ansatz sei gewährleistet, dass medizinische Einzeldisziplinen bei der
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Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht ein zu grosses Gewicht beikomme, sondern eine
Gesamtbetrachtung stattfinde. Die Einwände des Beschwerdeführers gegen das
pneumologische Konsilium seien nicht stichhaltig. Der Gutachter habe nachvollziehbar
ausgeführt, dass der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit voll
arbeitsfähig sei. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers habe sich der Gutachter
nicht speziell mit dem Bericht von Dr. F._ vom 10. Dezember 2010
auseinandersetzen müssen, zumal dieser ausgeführt habe, dass dem
Beschwerdeführer sicher eine halbtägige, wenn nicht allenfalls eine ganztägige
Anstellung möglich sei. Bei dieser Einschätzung habe Dr. F._ zudem auch das
rheumatologische Leiden des Beschwerdeführers mitberücksichtigt. Er sei als
Pneumologe jedoch nicht fachärztlich kompetent, die rheumatologische Einschränkung
des Beschwerdeführers festzusetzen. Auch im Bericht vom 30. Mai 2013 habe Dr.
F._ wiederum das rheumatologische Leiden in seine Arbeitsfähigkeitsschätzung
miteinbezogen, weshalb schon allein deshalb nicht darauf abgestellt werden könne.
Weiter gehe er nicht auf das ABI-Gutachten ein und begründe seine abweichende
Einschätzung nicht. Weshalb der Beschwerdeführer bezüglich der Behandlung der
Adipositas-Hypoventilation auf einmal eine Maskenintoleranz aufweisen solle, nachdem
er die Maske ab Dezember 2010 bis 1. Februar 2012 gut toleriert habe, sei nicht
nachvollziehbar. Die von Dr. F._ erwähnte ungenügende Compliance sei IV-rechtlich
unbeachtlich, weil der Beschwerdeführer aufgrund des Grundsatzes der
Schadenminderungspflicht gehalten sei, die Compliance zu wahren. Im Weiteren sei
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer
auftragsrechtlichen Stellung zugunsten ihrer Patienten aussagten. Die Berichte von Dr.
F._ und des Hausarztes Dr. C._ enthielten keine objektiv feststellbaren
Gesichtspunkte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben wären und
geeignet seien, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen. Deshalb sei auf das ABI-
Gutachten abzustellen und von einer Arbeitsfähigkeit von 85% in einer adaptierten
Tätigkeit auszugehen (act. G 4).
C.c Mit einer Replik vom 15. November 2013 hält der Beschwerdeführer an seinen
Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter bringt vor, dass Dr. F._ mit seinem
Bericht vom 30. Mai 2013, womit er die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch
nach der Begutachtung auf 50% geschätzt habe, widerlegt habe, dass eine
Rücksprache mit dem ABI-Gutachter stattgefunden habe. Die Beschwerdegegnerin
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verweise auf die Angabe von Dr. F._ im Bericht vom 10. Dezember 2010, wonach
dem Beschwerdeführer eine halbtägige, allenfalls eine ganztägige Anstellung möglich
sei. Dr. F._ habe jedoch auf die Frage, in welchem Umfang eine leidensadaptierte
Tätigkeit möglich sei, unmissverständlich festgehalten, dass mit einer Wiederaufnahme
der beruflichen
Tätigkeit im Umfang von “50% ab sofort“ zu rechnen sei. Wenn der ABI-Gutachter
diese Arbeitsfähigkeit verdoppeln wolle, habe er sich mit der abweichenden
Beurteilung des behandelnden Arztes auseinanderzusetzen. Bezüglich der nächtlichen
Atemunterstützung sei Dr. F._ im Januar 2011 noch zuversichtlich gewesen. Am 30.
Mai 2013 habe er jedoch über eine zwischenzeitlich eingetretene Maskenintoleranz und
den Abbruch der NIV-Therapie per 1. Februar 2012 berichtet. Innerhalb dieser
Zeitspanne könne sich diese Entwicklung (Maskenintoleranz) sicher einstellen. Eine
allfällige fehlende Compliance dürfe dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil
gereichen, da er weder gemahnt noch auf die Rechtsfolgen hingewiesen worden sei.
Offen sei auch, ob die NIV-Therapie angesichts der Maskenintoleranz überhaupt
zumutbar wäre (act. G 6).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).

Considerations:
Erwägungen
1.
1.1 Ist eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads verweigert bzw. ein
Rentengesuch abgewiesen worden, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraussetzungen des Eintretens auf ein Rentenrevisionsgesuch (analog) erfüllt sind,
d.h. wenn mit der Neuanmeldung glaubhaft gemacht wird, dass eine
anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrads eingetreten ist (Art. 87 Abs. 3
i.V.m. Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
Entgegen dem Wortlaut der genannten Verordnungsbestimmung ist nicht direkt eine
Veränderung des Invaliditätsgrads glaubhaft zu machen. Es genügt, wenn eine
Veränderung eines für die Invaliditätsbemessung relevanten Sachverhaltselements
(i.d.R. des Arbeitsfähigkeitsgrads) glaubhaft gemacht wird und daraus eine
leistungsrelevante Veränderung des Invaliditätsgrads resultieren kann. Das
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Glaubhaftmachen stellt niedrigere Beweisanforderungen als der im Sozial
versicherungsrecht im Allgemeinen massgebende Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit. Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen
Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch
mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die
behauptete Sachverhaltsänderung (bzw. Sachlage) nicht erstellen lassen (Urteil des
Bundesgerichts vom 8. Juli 2011, 9C_236/2011)
1.2 Anlässlich der Renteneinstellung (Verfügung vom 8. November 2006) hat sich
die Beschwerdegegnerin auf das ABI-Verlaufsgutachten vom 6. Juli 2006 gestützt und
ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in leidensadaptierten
Tätigkeiten ausgegangen. Die Gutachter haben als Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit eine rheumatoide Arthritis und ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom genannt (vgl. IV-act. 101-19). Bei der Neuanmeldung vom 14.
Januar 2010 hat der Beschwerdeführer angegeben, seit 2008 zusätzlich zu seinen
bestehenden Gesundheitsbeeinträchtigungen an einer Lungenkrankheit zu leiden (vgl.
IV-act. 134-6). Bestätigt worden ist diese Angabe durch den Bericht der Klinik für
Chirurgie vom 30. November 2009, wonach beim Beschwerdeführer aufgrund von
Bronchiektasen und rezivierenden Infekten am 12. November 2009 eine offene
Unterlappenresektion mit Teilresektion des Oberlappen links vorgenommen worden
war. Als Austrittsdiagnose hat die behandelnde Ärztin rezidivierende Infekte bei
Bronchiektasen im Unterlappen und basalen Operlappen rechts und bei mittelschwerer
restriktiver Ventilationsstörung genannt (vgl. IV-act. 136). Damit hat der
Beschwerdeführer eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes bzw. seines
Arbeitsfähigkeitsgrades im Vergleich zur Situation im Zeitpunkt des Erlasses der
leistungseinstellenden Verfügung vom 8. November 2006 glaubhaft gemacht. Die
Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten (vgl. IV-act.
138).
2.
2.1 Streitig und zu prüfen ist im Folgenden der Anspruch des Beschwerdeführers
auf eine Rente der Invalidenversicherung.
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2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung
des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.3 Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren Invalidenein
kommens – und damit indirekt des Invaliditätsgrades – ist grundsätzlich der Grad der
verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung normalerweise den ersten
Schritt bei der Erhebung des massgeblichen Sachverhalts bildet. Um den Grad der
Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität bemessen zu können,
sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der
ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.
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3.1 Zu klären ist im Folgenden die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
Die Beschwerdegegnerin hat sich auf das ABI-Gutachten vom 31. Januar 2012 gestützt
und ist von einer 85%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in
leidensadaptierten Tätigkeiten ausgegangen. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers macht geltend, das ABI-Gutachten vom 31. Januar 2012 sei nicht
beweistauglich, weil die Gutachter die Beurteilungen der behandelnden Ärzte nicht
berücksichtigt hätten. Insbesondere habe sich der pneumologische ABI-Gutachter
nicht mit der Beurteilung von Dr. F._ vom 10. Dezember 2010 auseinandergesetzt.
3.2 Bei einem Vergleich der Beurteilung des pneumologischen ABI-Gutachters mit
dem Bericht von Dr. F._ vom 10. Dezember 2010 zeigt sich, dass die Angaben
bezüglich der Diagnosen und Befunde in pneumologischer Hinsicht im Wesentlichen
übereinstimmen. Beide Ärzte haben als pneumologische Diagnosen den Status nach
Unterlappenresektion links und Teilresektion des linken Oberlappen bei Bronchiektasen
am 12. November 2009 sowie ein Adipositas-Hypoventilationssyndrom und eine
partielle Zwerchfelllähmung links genannt (vgl. IV-act. 180-1; 196-28 f.). Bei den
Befunden haben beide lungenfunktionell eine mittelschwere Restriktion sowie eine
leichte Obstruktion festgestellt (IV-act. 180-2; 196-28; 177-4). Zudem hat der
pneumologische ABI-Gutachter auch den von Dr. F._ bei einer Spiroergometrie im
November 2010 erhobenen Befund einer schwer eingeschränkten Leistungsfähigkeit
und einer mittelschwer eingeschränkten Sauerstoffaufnahme bei ventilatorischer
Limitierung in seine Beurteilung aufgenommen und mitberücksichtigt (vgl. IV-act.
196-29; 180-2; 177-4). Beide Ärzte sind somit aus pneumologischer Sicht vom gleichen
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ausgegangen. Bezüglich der
Arbeitsfähigkeit hat der ABI-Gutachter festgehalten, dass der Beschwerdeführer aus
rein pneumologischer Sicht für körperlich schwere und mittelschwere Arbeiten, d.h.
auch für seinen zuletzt ausgeübten Beruf als Hilfskoch, zu 100% arbeitsunfähig sei. Für
lediglich leichte körperliche Tätigkeiten ohne Exposition mit Nässe, Kälte, Dampf und
Staub bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, wobei mit zusätzlichen Arbeitsausfällen
aufgrund von Infekten zu rechnen sei (vgl. IV-act. 196-29). Dr. F._ hat am
10. Dezember 2010 ausgeführt, dass dem Beschwerdeführer schwere körperliche
Arbeit aufgrund seiner eingeschränkten Leistungsfähigkeit nicht zumutbar sei. In einem
optimalen Arbeitsumfeld mit der Möglichkeit, dass Arbeitskollegen schwere Tätigkeiten
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übernähmen, sei die bisherige Arbeit als Hilfskoch denkbar/vorstellbar. In einer
leidensangepassten Tätigkeit sei – sofern die Rahmenbedingungen gegeben seien
(keine zu langen Wege, kein Tragen von schweren Lasten) – eine Anstellung sicher
halbtags, allenfalls ganztags möglich. Eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit
könne ab sofort im Umfang von 50% erwartet werden (vgl. IV-act. 180-3). Während der
ABI-Gutachter die Arbeitsfähigkeit aus rein pneumologischer Sicht festgelegt hat,
ergibt sich aus dem Bericht von Dr. F._, dass dieser wohl auch rheumatologische
Aspekte bei seiner Einschätzung berücksichtigt hat. Einerseits hat er bei den
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auch die rheumatoide Arthritis
aufgeführt (vgl. IV-act. 180-1), andererseits hat er bei der Frage, welche körperlichen
Einschränkungen bestehen, angegeben, dass beim Beschwerdeführer auch aus
rheumatologischer Sicht sicher eine eingeschränkte Belastbarkeit bestehe (vgl. IV-act.
180-2). In seinem Bericht vom 30. Mai 2013 hat Dr. F._ bei der Festlegung der
Arbeitsfähigkeit ausdrücklich eine Gesamtbetrachtung vorgenommen und auch
ausserhalb seines Fachgebietes liegende Gesundheitseinschränkungen miteinbezogen
(vgl. IV-act. 223-2). Da er dort wie bereits im Bericht vom 10. Dezember 2010 eine
Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert hat, ist davon auszugehen, dass es sich bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung im Bericht vom 10. Dezember 2010 ebenfalls um eine
Gesamtbetrachtung und nicht um eine Einschätzung aus rein pneumologischer Sicht
gehandelt hat. Der pneumologische Gutachter hat angegeben, dass er bezüglich der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mit Dr. F._ im Dezember 2011 Rücksprache
genommen habe und dass dieser ebenfalls von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgehe
(vgl. IV-act. 196-29). Diese Angabe erscheint plausibel, wenn davon ausgegangen wird,
dass Dr. F._ sich bei dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung auf die rein pneumologischen
Aspekte beschränkt hat. Im Bericht vom 10. Dezember 2010 hat er nämlich auch
festgehalten, dass allenfalls eine ganztägige Anstellung in einer leidensadaptierten
Tätigkeit möglich sei. Der Rechtsvertreter beanstandet, dass weder im Gutachten noch
in den Akten ein Nachweis dieses vom Gutachter erwähnten Gesprächs zu finden sei.
Dies trifft zwar zu, jedoch ist auch festzuhalten, dass Dr. F._ im Bericht vom 30. Mai
2013 die Aussage des Gutachters nicht dementiert hat. Falls – wie der Rechtsvertreter
vorbringt – ein solches Gespräch gar nicht stattgefunden hätte, wäre wohl zu erwarten
gewesen, dass Dr. F._ sich im Bericht vom 30. Mai 2013 dazu entsprechend
geäussert hätte. Die Frage, ob und wenn ja, mit welchem Inhalt ein Gespräch zwischen
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dem Gutachter und Dr. F._ stattgefunden hat, kann vorliegend offen bleiben. Der
Unterschied zwischen den Arbeitsfähigkeitsschätzungen des pneumologischen ABI-
Gutachters und Dr. F._ ist überwiegend wahrscheinlich darin zu sehen, dass der
Gutachter eine rein pneumologische Beurteilung, Dr. F._ hingegen eine Gesamt
betrachtung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers vorgenommen hat,
wofür ihm als Pneumologe jedoch die nötigen Fachkenntnisse fehlen. Aus diesem
Grund ist die Beurteilung des pneumologischen ABI-Gutachters auch ohne
weitergehende Auseinandersetzung mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung Dr. F._
überzeugend.
3.3 Fraglich ist, ob der rund eineinhalb Jahre nach der Begutachtung verfasste
Bericht von Dr. F._ vom 30. Mai 2013 Zweifel an der Beurteilung des
pneumologischen ABI-Gutachters aufkommen lässt. Dr. F._ hat festhalten, dass
beim Beschwerdeführer nach wie vor eine schwer eingeschränkte Leistungsfähigkeit
bei mittelschwer eingeschränkter Sauerstoffaufnahme vorliege. Die Lungenfunktion
habe sich im zeitlichen Verlauf seit 2010 stabil gehalten (vgl. IV-act. 223-2). Gemäss
dieser Aussage hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus rein
pneumologischer Sicht seit der Begutachtung nicht verändert. Dennoch ist Dr. F._
von einem verschlechterten somatischen Gesundheitszustand ausgegangen und hat
ausgeführt, dass die Einschränkung der Muskelkraft durch das Zusammenkommen mit
einem Trainingsmangel, aber auch mit der rheumatoiden Arthritis zusätzlich
verschlechtert werde. Eine Arbeitsaufnahme zu 100% sei aus körperlicher Sicht nicht
realistisch. Vertretbar bzw. denkbar wäre an einem idealen Arbeitsplatz, d.h. höchstens
leichte körperliche Arbeit ohne Staub- und Dampfexposition, ein Pensum von 50%. Der
Beschwerdeführer sei seit 2008 praktisch durchgehend zu 100% arbeitsunfähig
gewesen. Im Jahr 2010 habe er während drei Monaten einen Arbeitsversuch zu 50%
durchgeführt. Eine Steigerung sei damals nicht möglich gewesen. In der Gesamtschau,
“mit Rückblick und Entwicklung“, sollte die IV-Begutachtung revidiert werden. Das
Zusammenkommen der rheumatoiden Arthritis und der respiratorischen Insuffizienz
sowie die aufgrund der Maskenintoleranz nicht behandelbare alveoläre Hypoventilation
rechtfertige eine IV-Berentung zu 50% (vgl. IV-act. 223-2). Aus seiner Beurteilung ergibt
sich, dass Dr. F._ – wie er auch selbst ausdrücklich geschrieben hat – eine
Gesamtbeurteilung vorgenommen und bei seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung auch nicht
pneumologische Aspekte miteinbezogen hat. Namentlich hat er – wie bereits im
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Vorbericht vom 10. Dezember 2010 – die für ihn fachfremde Diagnose der
rheumatoiden Arthritis berücksichtigt. Weiter ist der von ihm angegebene
Trainingsmangel invalidenversicherungsrechtlich unbeachtlich, da es sich um einen
Zustand handelt, den der Beschwerdeführer zumutbarerweise innert nützlicher Frist
verbessern kann. Zur Begründung, weshalb er den Beschwerdeführer als zu
mindestens 50% arbeitsunfähig erachte, hat Dr. F._ auch auf die seit 2008
bestehende 100%ige Arbeitsabsenz sowie den gescheiterten Arbeitsversuch im Jahr
2010 verwiesen. Damit hat er Umstände miteinbezogen, die lediglich die subjektive
Einschätzung des Beschwerdeführers, welcher sich nur in geringem Umfang für
arbeitsfähig hält, zum Ausdruck bringen. Als Grundlage für die Festlegung einer
objektiven medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind
diese Aspekte nicht geeignet. Aus den genannten Gründen kann der
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F._ im Bericht kein Beweiswert zuerkannt
werden.
3.4 Die von Dr. F._ vorgebrachte Maskenintoleranz des Beschwerdeführers,
aufgrund welcher die alveoläre Hypoventilation nicht (mehr) behandelbar sei, ist
angesichts der Angaben in den früheren Berichten nicht nachvollziehbar. Im Bericht
vom 17. Dezember 2010 hat Dr. F._ festgehalten, dass sich die NIV-Einschulung
problemlos gestaltet und der Beschwerdeführer die nächtliche Atemunterstützung gut
toleriert habe (vgl. IV-act. 179). Am 20. Januar 2011 hat Dr. F._ berichtet, dass sich
anlässlich der Kontrolle vom 14. November 2011 bezüglich der nicht invasiven
Ventilation eine normalisierte Pulsoxymetrie bei guter Compliance gezeigt habe (vgl. IV-
act. 185-1). Im Bericht vom 20. Mai 2013 hat Dr. F._ festgehalten, dass die NIV-
Therapie per 1. Februar 2012 wegen ungenügender Compliance und Maskenintoleranz
habe abgebrochen werden müssen (vgl. IV-act. 223-1). Der Beschwerdeführer hat im
Rahmen der pneumologischen Begutachtung am 17. Oktober 2011 ausgesagt, dass er
die nicht invasive Beatmungstherapie nur während zwei bis drei Monaten durchgeführt
habe und diese aktuell nicht mehr anwende. Er habe subjektiv keinen Unterschied
tagsüber bemerkt und die Therapie selbst beendet (vgl. IV-act. 196-28). Aus der
Angabe des Beschwerdeführers geht hervor, dass er die Therapie aufgrund der nach
seiner Einschätzung fehlenden Wirksamkeit und nicht wegen einer aufgetretenen
Maskenintoleranz abgebrochen hat. Der Therapieabbruch ist daher auf die fehlende
Compliance, welche von Dr. F._ ebenfalls erwähnt worden ist, zurückzuführen. Da
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überwiegend wahrscheinlich keine Maskenintoleranz besteht, ist das Adipositas-
Hypoventilationssyndrom nach wie vor als behandelbare Erkrankung zu betrachten.
Der pneumologische ABI-Gutachter hat den Zustand des Beschwerdeführers in einem
Zeitpunkt beurteilt, in dem dieser die NIV-Therapie nach eigener Aussage bereits seit
über einem halben Jahr nicht mehr angewendet hat. Da jedoch die pneumologischen
Befunde im Gutachten mit jenen im Bericht von Dr. F._ vom 10. Dezember 2010 im
Wesentlichen übereinstimmen, ist es offensichtlich trotz der unterbliebenen NIV-
Therapie nicht zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen. Auch
wenn auf die bezüglich der Therapiedauer abweichende Angabe von Dr. F._
abgestellt würde, wonach der Beschwerdeführer die NIV-Therapie bis 1. Februar 2012
angewendet hat (vgl. IV-act. 223-1), zeigt der Bericht von Dr. F._ vom 30. Mai 2013,
dass es auch nach diesem Zeitpunkt nicht zu einer Verschlechterung aus
pneumologischer Sicht gekommen ist. Dr. F._ hat angegeben, dass die
Lungenfunktion im zeitlichen Verlauf seit 2010 stabil sei und nach wie vor eine schwer
eingeschränkte Leistungsfähigkeit bei mittelschwer eingeschränkter
Sauerstoffaufnahme vorliege (vgl. IV-act. 223-2). Aus diesem Grund ist überwiegend
wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Wegfall der NIV-Therapie keine negativen
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hat. Auch wenn die
fehlende NIV-Therapie negative Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätte, so wären
diese aufgrund der mangelnden Compliance des Beschwerdeführers unbeachtlich.
Insgesamt vermag der Bericht von Dr. F._ vom 30. Mai 2013 keinen Zweifel an der
Beurteilung des pneumologischen Gutachters zu begründen, so dass auf dessen
Einschätzung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten abgestellt
werden kann.
3.5 In rheumatologischer und psychiatrischer Hinsicht hat sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem letzten ABI-Gutachten vom 6.
Juli 2006 nicht verändert (vgl. IV-act. 196-21; 196-24). Die jeweiligen Beurteilungen der
Gutachter sind umfassend und nachvollziehbar, so dass auch auf deren
Arbeitsfähigkeitsschätzungen abgestellt werden kann. In der Gesamtbeurteilung sind
die Gutachter zum Schluss gekommen, dass dem Beschwerdeführer die bisherige
Tätigkeit als Küchenhilfe seit der Lungenoperation im November 2009 nicht mehr
zumutbar sei. Für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten bestehe eine 85%ige
Arbeitsfähigkeit bei voller Präsenzzeit. Die Einschränkung von 15% ergebe sich
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aufgrund der gelegentlichen infektbedingten Arbeitsausfälle und ihm Rahmen der
Polymorbidität (vgl. IV-act. 196-32 f.). Der Rechtsvertreter beanstandet, die Gutachter
seien bezüglich der Beurteilung des behandelnden Hausarztes Dr. C._, wonach der
Beschwerdeführer zu maximal 50% arbeitsfähig sei, zu Unrecht davon ausgegangen,
dass dieser einzig die subjektive Einschätzung des Beschwerdeführers wiedergebe. Im
Bericht vom 15. März 2010 hat Dr. C._ angegeben, dass der Beschwerdeführer
aufgrund des Gelenkleidens und der Lungenfunktionseinschränkung sicher zu
mindestens 50% arbeitsunfähig in adaptierten Tätigkeiten sei (vgl. IV-act. 146-2). In
seinem Verlaufsbericht vom 7. Dezember 2010 ist er von einem verschlechterten
Gesundheitszustand aufgrund der im Oktober 2010 neu gestellten Diagnose einer
Adipositas-Hypoventilation in Kombination mit einer partieller Zwerchfelllähmung links
ausgegangen, hat aber keine Arbeitsfähigkeitsschätzung vorgenommen (vgl. IV-act.
177-2). Mit den vom Hausarzt angeführten Leiden des Beschwerdeführers lässt sich
eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit objektiv nicht begründen. Bezüglich des
erwähnten Gelenkleidens ist sowohl im Gutachten vom 6. Juli 2006 als auch im
Gutachten vom 31. Januar 2012 vom jeweiligen rheumatologischen Gutachter
nachvollziehbar und gestützt auf eine umfassende Befunderhebung ausgeführt worden,
dass die rheumatologischen Beschwerden keine quantitative Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten zur Folge hätten (vgl. IV-act. 101-14;
196-24). Auch die pneumologischen Beeinträchtigungen vermögen keine 50%ige
Arbeitsfähigkeitseinschränkung zu begründen, wie sich aufgrund des ABI-Gutachtens
vom 31. Januar 2012 gezeigt hat. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. C._ ist
daher nicht nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass bei der Beweiswürdigung von
Hausarztberichten rechtsprechungsgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu
tragen ist, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (Plädoyer 1994 S. 67
E. 3b, c). Somit kann die abweichende Einschätzung des Hausarztes den Beweiswert
des ABI-Gutachtens nicht schmälern. Das gleiche gilt für die Ergebnisse der
beruflichen Abklärung in der Projekt-Werkstatt, wo der Beschwerdeführer bei einer
Präsenz von 50% nur eine Leistung von etwa 70% gezeigt hat (vgl. IV-act. 175-1). Es
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die im Rahmen der
beruflichen Abklärung gezeigten Leistungseinbussen subjektiv und nicht medizinisch
begründet gewesen sind. Schliesslich führt auch das Vorbringen des Rechtsvertreters,
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wonach im Gutachten vom 31. Januar 2012 nicht alle beim Beschwerdeführer
vorliegenden Diagnosen, namentlich das Augenleiden, berücksichtigt worden seien,
nicht zu einem eingeschränkten Beweiswert des Gutachtens. Dass die im Gutachten
vom 6. Juli 2006 genannte Diagnose der hohen Myopie, Keratokonus, im Gutachten
vom 31. Januar 2012 nicht mehr ausdrücklich aufgeführt worden ist, bedeutet nicht,
dass die Gutachter diese nicht berücksichtigt hätten, zumal die Diagnose auch bei den
im Gutachten wiedergegebenen wichtigsten medizinischen Vordokumenten mehrfach
ersichtlich ist (vgl. IV-act. 196-8 f.). Jedenfalls hat es sich bereits 2006 um eine
Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gehandelt (vgl. IV-act. 101-19). Da es in
den Akten keinerlei Hinweise auf eine seitdem eingetretene Verschlechterung in
ophthalmologischer Hinsicht gibt, ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen,
dass die Diagnose auch im Zeitpunkt der Begutachtung im Jahr 2012 keinen Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gehabt hat.
3.6 Zusammengefasst erfüllt das ABI-Gutachten vom 31. Januar 2012 alle recht
sprechungsgemässen Anforderungen (vgl. oben, E 2.3) und ist als rechtsgenügliche
Grundlage zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu betrachten.
Die Gutachter haben aufgrund der neu aufgetretenen pneumologischen
Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers im Vergleich zum
Vorgutachten vom 6. Juli 2006 bzw. zu der letzten rechtskräftigen Verfügung vom 8.
November 2006 (vgl. IV-act. 109) eine leichte Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit
sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht festgestellt. Auf die gutachterliche
Einschätzung einer 85%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in
leidensadaptierten Tätigkeiten ist vorliegend abzustellen. Da es keine Hinweise auf eine
seit dem Gutachten vom 31. Januar 2012 eingetretene Verschlechterung des
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers gibt, hat die 85%ige Arbeitsfähigkeit
überwiegend wahrscheinlich auch noch im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen
Verfügung vom 2. Juli 2013 bestanden. Sollte es nach diesem Zeitpunkt zu einer
Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers gekommen sein,
ist diese nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens, kann jedoch unter
Umständen Anlass für eine Neuanmeldung bei der Beschwerdegegnerin geben.
4.
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4.1 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades ist im Folgenden ein
Einkommensvergleich vorzunehmen.
4.2 Bezüglich der Bestimmung des Validen- und Invalideneinkommens kann auf den
Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 18. April 2008 verwiesen werden
(vgl. IV-act. 129-12, E. 4). Demnach sind für beide Vergleichseinkommen jeweils die
statistischen Durchschnittslöhne für Hilfsarbeiter gemäss der Lohnstrukturerhebung
(LSE) des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen. In derartigen Fällen, wo zur
Bestimmung des Validen- und Invalideneinkommens dieselbe Vergleichsgrösse
herangezogen wird, kann anstelle eines Einkommensvergleichs ein sogenannter
Prozentvergleich vorgenommen werden. Demnach entspricht der Invaliditätsgrad dem
Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn
(Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis).
4.3 Mit dem Tabellenlohnabzug ist im Rahmen der Bestimmung des Invalidenein
kommens zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen
und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt
sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann
wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merk
male einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität
oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Beim
Beschwerdeführer sind keine Umstände ersichtlich, aufgrund derer mit Lohnnachteilen
gegenüber gesunden Arbeitskollegen gerechnet werden müsste. Den zu erwartenden
vermehrten infektbedingten Arbeitsausfällen sowie der Polymorbidität ist von den ABI-
Gutachtern bereits bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit mit einer Einschränkung von
15% Rechnung getragen worden. Die Beschwerdegegnerin hat einen “Teilzeitabzug“
von 8% vorgenommen (vgl. IV-act. 210). Dazu ist festzuhalten, dass das Bundesgericht
einen solchen Teilzeitabzug bei vollzeitlich arbeitsfähigen Personen, welche
behinderungsbedingt lediglich reduziert leistungsfähig sind, in ständiger
Rechtsprechung verneint (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. August 2012,
8C_344/2012; vom 4. April 2012, 8C_20/2012). Da der Beschwerdeführer seine 85%ige
Arbeitsfähigkeit gemäss den ABI-Gutachtern vollschichtig verwerten kann (vgl. IV-act.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 25/25
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St.Galler Gerichte
196-32), kommt ein Teilzeitabzug vorliegend nicht in Betracht. Im Übrigen kann die
Frage, ob und in welchem Ausmass ein Tabellenlohnabzug vorzunehmen ist, offen
bleiben, da der Beschwerdeführer selbst mit dem nach ständiger Praxis
höchstmöglichen Abzugs von 25% keinen Invaliditätsgrad von mindestens 40%
erreichen würde (15% + [85% x 25%] = 36,25%). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht
mit einem unter 40% liegenden Invaliditätsgrad kein Anspruch auf eine Rente. Die
angefochtene Verfügung vom 2. Juli 2013 erweist sich folglich als rechtmässig.
5.
5.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
bei dem vorliegenden durchschnittlichen Beurteilungsaufwand angemessen. Dem
unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP/
sGS 951.1]). Mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- sind die Ge
richtskosten beglichen.