Decision ID: 9ec062f3-f712-44a9-bb69-266a938cddb7
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
Mit Eingabe vom
8.
Juli 2020 (Eingangsdatum
) erhob
X._
Klage gegen «Swiss Life»
und beantragte die Auszahlung des Alterskapitals (
Urk.
1
/
1-2
)
.
Von Amtes wegen wurde die
BVG-Sammelstiftung Swiss Life
im Rubrum als
Beklagte aufgenommen. Gleichzeitig wurde der Kläger aufgefordert, in der Schweiz
ein Zustelldomizil zu bezeichnen (
Urk.
5), was er in der Folge tat (
Urk.
11,
Urk.
12). Die
BVG-Sammelstiftung Swiss Life
beantragte mit Klageantwort vom 1
1.
September 2020 die Abweisung der Klage, da weder sie, die BVG-Sammel
stiftung Swiss Life, noch die Swis
s Life AG passivlegitimiert sei (
Urk.
9 S. 1). Mit Verfügung vom 2
1.
Oktober 2020 wurde der Kläger aufgefordert, im Rahmen der Replik zur
Passivlegitimation Stellung zu nehmen (
Urk.
13/1). Dazu liess er sich nicht verlauten (vgl.
Urk.
13/2,
Urk.
14).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Der Kläger war als Arbeitnehmer der
Y._
AG bei
der
Y._
Vorsorge für die be
rufliche Vorsorge versichert. S
eit
1.
September 2011
wird
ihm
eine Alters
rente der beruflichen Vorsorge ausbezahlt.
Die
Y._
Vorsorge hat mit der Swis
s Life AG einen Kollektivlebensversicherungsvertrag abgeschlossen
, mit wel
chem sämtliche Leistun
gen rückgedeckt wurden (Vertrag
...
;
vgl.
Urk.
10/6-
7). Die Swiss Life AG erledigte für die
Y._
Vorsorge sämtliche Korresponde
nz mit dem Kläger
und erbrachte
die Leistun
gen an ihn
; sie handelte jedoch stets im
Auftrag und na
mens der
Y._
Vorsorge für die berufliche Vorsorge
(
Urk.
10/5-
6).
Die Swiss Life AG informierte den Kläger denn auch
mehrmals
, dass sein
Vorsorgeverhältnis
mit der
Y._
Vor
sorge
bestehe. Allfällige Ansprüche seien an diese zu richten (
Urk.
10/3
-
4).
2.
Ein direkter
Anspruch aus dem
Koll
ektivlebensversicherungsvertrag z
wischen der Swiss Life AG und
Y._
Vorsorge für die berufliche Vorsorge
steht dem Kläger nicht
zu
. Auch steht er mit der
Swiss Life AG in keinem Vorsorge
verhältnis. Folglich kann er ihr gegenüber
keine Ansprüche
aus der beruflichen Vorsorge geltend machen. Abgesehen davon müssen registrierte Vorsorgeeinrichtungen von Gesetzes wegen die Rechtsform
einer Stiftung haben
oder eine Einrichtung des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit sein
(
Art.
48
Abs.
2
des
Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvor
sorge,
BVG), weshalb die Swiss Life AG als Aktiengesellschaft von vornherein nicht als Vorsorgeträger in Frage kommt und in ihrer Eigenschaft als
Rückver
sicherer
auch nicht Partei in
einem Berufsvorsorgeprozess sein kann (vgl.
Art.
73 BVG)
. Sie ist daher nicht passivlegitimiert.
Ebenfalls nicht passivlegitimiert ist die
BVG-Sammelstiftung Swiss Life
. Der Kläger war nicht bei ihr
vorsorgeversichert, sondern bei der
Y._
Vorsorge für die berufliche Vorsorge
.
Die Klage ist aus diesen Gründen abzuweisen.