Decision ID: 39c2c6e3-2213-580d-84d5-db0ee368d0d7
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1970, durchlief die Primar- und Sekundarschule in der Türkei
und zog im Jahr 1986 mit ihrem Mann in die Schweiz (Lebenslauf, Urk.
7/23/
1-
5; Meldebestätigung/Schriftenempfangsschein vom 2
8.
Juli 2014,
Urk.
7/27). Sie ist Mutter zweier erwachsener Kinder (geboren 1987 und 1991), und ihre Ehe wurde im Jahr 2007 geschieden (Familienausweis in
Urk.
7/3; Urteil und Verfügung vom 2
0.
September 2007,
Urk.
7/2).
In der Schweiz arbeitete
X._
von 1986 bis
2010
bei der
Y._
AG, zunächst in der Bedienung von Maschinen und später
als Sach
bear
beiterin in Verkauf, Marketing
,
Logistik und Kommunikation
(
Urk.
7/23/2
3)
.
Berufsbegleitend absolvierte sie unter anderem einen zweisemestrigen Handelsdiplomkurs und einen dreisemestrigen Bildungsgang in der Marketingplanung (
Urk.
7/23/11
+12). Im Oktober 2010 nahm
X._
eine Tätigkeit als Geschäftsführerin der
Z._
AG auf (
Urk.
7/23/3).
1.2
Von Januar bis Juli 2009 war
X._
nach einem Sturz auf das Gesäss teilweise arbeitsunfähig gewesen (Bericht d
es Suva-Kreisarztes
Dr.
med.
A._
, Spezialarzt für orthopädische Ch
irurgie, vom
8.
Juli 2009, Urk.
7/33/35-39
; Bericht des Röntgeninstituts
B._
vom 2
3.
Januar 2009, Urk.
7/33/47-48).
Im Sommer 2014 begab sich
X._
wegen
Kopf- und
Rückenschmerzen erneut in ärztliche Behandlung, und der Hausarzt
Dr.
med.
C._
attestierte ihr ab dem 1
6.
Juli 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht von
Dr.
C._
an
die
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
[«Zürich»]
als zuständigen
Krankentaggeldversicherer vom 2
8.
August 2014,
Urk.
7/34/14-15).
Es folgten Magnetresonanzuntersuchungen der Lendenwirbelsäule, des Iliosakralgelenks und des Neurocraniums sowie der Halswirbelsäule, der Brustwirbelsäule, des Beckens und der Oberschenkel (Berichte des Röntgeninstituts
B._
vom 3
1.
Juli und vom 12.
August 2014,
Urk.
7/33/16 und
Urk.
7/33/17-18); des Weiteren wurde
X._
im August 2014 in der Wirbelsäule
n
-Sprechstunde und
im Oktober 2014 in der Rheumatologie-Sprechstunde der Uniklinik
D._
untersucht
(Bericht
e vom 2
0.
August und
vom 2
4.
Oktober 2014,
Urk.
7/33/14-15 und
Urk. 7/33/10
13
), und im November 2014 fand ebenfalls in der Uniklinik
D._
eine neurologische und neurophysiologische Unt
ersuchung statt (Bericht vom 4.
November 2014,
Urk.
7/33/7-9).
1.3
Die «Zürich» hatte
X._
am 1
5.
August 2014 bei der Invalidenversicherung zur Früherfassung angemeldet (
Urk.
7/17; Gesprächsprotokoll vom
7.
Oktober 2014,
Urk.
7/21), und am 2
2.
Oktober 2014
hatte
die Versicherte die ordentliche Anmeldung ein
gereicht
(
Urk.
7/26).
Die Sozialversicherungsanstalt des K
antons Zürich (SVA), IV-Stelle, holte den Bericht von
Dr.
C._
vom 1
3.
November 2014 ein (
Urk.
7/33/1-6), ferner beschaffte sie die
Angaben der Arbeitgeberin
vom 1
8.
November 2014
und erfuhr dabei, dass die Gesellschaft
per
9.
Juli 2014 von
Z._
AG in
E._
AG umbenannt worden war, nachdem
F._
das Aktienpaket der Versicherten übernommen hatte
(
Urk.
7/38/1-6)
, und dass die Gesellschaft das Arbeitsverhältnis mit
der Versicherten
mit Kündigungsschreiben vom 2
7.
Juni 2
014
per Ende August 2014
aufgelöst hatte (
Urk.
7/38
/7).
Sodann zog sie die Akten der «Zürich» bei
und nahm Kenntnis vom Bericht von
Dr.
C._
an die «Zürich» vom
3.
März 2015
(
Urk.
7/53/5-6
mit
verschiedenen
Unterlagen
über die Untersu
chung und Behandlung der rechten Schulter von F
ebruar/März 2015, Urk. 7/53/7-14
) und von den Berichten der Uniklinik
D._
an die «Zürich» vom
4.
Mai,
1.
September und 1
2.
November 2015 (
Urk.
7/57
/14-16,
Urk.
7/57/8-9 und
Urk.
7/57
/
3-4
).
Weiter
holte sie den Bericht
des Universitätsspitals
T
._
vom 2
6.
Mai 2016 ein, wo am 1
0.
Mai 2016 eine diagnostisch-therapeutische Hysteroskopie mit fraktionierter Kürettag
e durchgeführt worden war (Urk.
7/63/1-6 mit dem Austrittsbericht in
Urk.
7/63/7-9)
, und liess sich ausserdem die Berichte des
G._
vom 1
1.
Januar und vom 1
8.
März 2016 über
Behandlungen im Institut für komplementäre und inte
grative Medizin zustellen (Urk.
7/66
/5-7 und
Urk.
7/66/2-4
).
Ende 2016 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle in der
H._
ag
polydisziplinär begutachtet (Untersuchunge
n vom 2
9.
und
3
0.
November 2016 und
Gutachten vom
3.
Janu
ar 2017,
Urk.
7/79;
Dr.
med.
I._
,
Rheumatologie
/Allgemeine Innere Mediz
in und Fallführung,
Dr.
med.
J._
,
Fach
gutachten Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
med.
K._
,
Fach
gutachten Neurologie).
1.4
Die IV-Stelle holte die Stellungnahme
der RAD-Ärzte
Dr.
med.
L._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, und
Dr.
med. D.
M._
,
Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 1
2.
Januar 2017 ein (Urk.
7/80/8) und teilte der Versicherten anschl
iessend mit Vorbescheid vom 31.
Januar 2017 mit, dass sie einen Rentenanspruch zu
verneinen gedenke (Urk.
7/81; Feststellungsblatt in
Urk.
7/80).
Die Versicherte liess dagegen
durch
den behandelnden Arzt med.
pract
. D.
P._
, Psychiatrische Praxis, Anfang Februar 2017 Einwendungen erheben (
Urk.
7/87) und ergänzte die Einwendungen mit Eingabe vom 2
2.
Februar 2017 (
Urk.
7/91)
. Ihren Einwendungen
fügte sie verschiedene medizinische Berichte bei,
in
s
besondere neu die Berichte der Uniklinik
D._
vom
2
2.
September 2015
sowie vom
2
1.
April, 2
3.
Mai, 1
3.
Juni
(
Ganzkörper-
Magnetresonanztomo
-
gra
phie
),
4.
Juli
(Chiropraktik-Sprechstunde)
und
3
0.
September 2016 (
Urk.
7/90
/
39, Urk.
7/90/28-29,
Urk.
7/90/21-23,
Urk.
7/90/19-20,
Urk.
7/90/14-15 und Urk. 7/90/9
11
), den Bericht des
G._
,
Klinik für Immunologie, vom 2
8.
Juni 2016 (
Urk.
7/90/16-18) und den Bericht des
G._
, Institut für komplementäre und integrative Medizin, vom
6.
September 2016 (
Urk.
7/90/12-13)
. Die IV-Stelle
holte d
en Bericht des
O._
vom
5.
April 2017 über einen Aufenthalt der Versicherten von Anfang
Februar bis Anfang März 2017 ein
(
Urk.
7/95) und gab der Versicherten Gelegenh
eit zur Stellungnahme dazu (
Urk.
7/97)
. Diese liess davon mit Eingabe der Pro
Infirmis
vom
2.
Juni 2017 Gebrauch machen (
Urk.
7/103) und einen
Bericht von
Dr.
med. Th.
N._
vom 2
8.
April 2017 über eine neuraltherapeutische Behandlung
sowie die Berichte von med.
pract
.
P._
und
Dr.
C._
vom
3.
und vom 3
0.
Mai 2017 beibringen (
Urk.
7/98,
Urk.
7/101 und
Urk.
7/102/2
).
Nachdem der RAD-Arzt
Dr.
M._
die weitere Stellungnahme vom 1
9.
Oktober 2017 abgegeben hatte (
Urk.
7/104/2-3)
,
entschied die IV-Stelle mit Verfügung vom
2.
November 2017 im Sinne ihres Vorbescheids und verneinte den Rentenanspruch der Versicherten (
Urk.
2 =
Urk.
7/105; Feststellungsblatt in
Urk.
7/104).
2.
Die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Laube, liess gegen diese Verfügung mit Eingabe
vom 1
0.
November
2017
Beschwerde erheben (
Urk.
1) und beantragen, die Verfügung sei aufzuheben und es
sei ihr spätestens ab März 2015
eine Rente der Invalidenversicherung aus
zurichten (
Urk.
1 S. 2). Die IV
Stelle schloss in der
Beschwerdeantwort vom 3
0.
November 2017 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). In der Replik vom 1
8.
Dezember 2017 liess die Versicherte an ihrem Standpunkt und ihrem Ant
rag festhalten (
Urk.
9). Die IV
Stelle verzichtete mit Eingabe vom 1
6.
Januar 2018 auf die Erstattung einer Duplik (
Urk.
12), wovon die Versicherte am 1
9.
Januar 2018 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
13).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität
ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit ode
r Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG]).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arb
eitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
nach
Art.
7 Abs. 2 ATSG
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen
(Satz 1)
. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überw
indbar ist (Satz 2).
1.2
1.2.1
Im Hinblick auf das Erfordernis in Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG hat das Bundesgericht spezifische Leitlinien aufgestellt. Im Grundsatzurteil vom 3. Juni 2015 (BGE 141 V 281) hat es in Änderung seiner bisherigen Rechtsprechung ein neues Prüfungsraster in Form von spezifischen Standardindikatoren entwickelt, anhand dessen die Auswirkungen von sogenannten pathogenetisch-ätiolo
gisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage zu
ermitteln sind. Das Raster präsentiert sich wie folgt (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 und E. 6):
-
Kategorie «
fu
nktioneller Schweregrad»
-
Komplex «Gesundheitsschädigung»
-
Ausprägung der diagnos
erelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserf
olg oder –
resistenz
-
Komorbiditäten
-
Komplex «Persönlichkeit»
(Persönlichkeitsdiagnostik, p
ersönliche Ressourcen
)
-
Kompl
ex «Sozialer Kontext»
-
Kategorie «Konsistenz»
(Gesich
tspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivit
ätenniveaus in allen ver
gleichbaren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewi
esener Lei
densdruck.
Das
Bundesgericht
schreibt
dem Raster
n
ormativen Charakter zu, weist jedoch darauf hin, dass es die Aufgabe der medizinischen Fach
personen ist, mittels der ein
schlägigen Indikatoren das Leistungsvermögen einzuschätzen (vgl. BGE 141 V 281 E. 5.1 und E. 5.2). D
ie
funktionellen Einschränkungen
müssen
mit überwiegender Wahrscheinl
ichkeit nachgewiesen sein
, und es ist die versicherte Person, welche die Beweislast
für den Nachweis
trägt (vgl. BGE 141 V 281 E. 6).
Ferner betont das Bundesgericht, dass es sich beim neu entwickelten Raster nicht um eine «abhakbare Checkliste» handelt, sondern dass dessen
Handhabung den Umständen des Einzelfalls gerecht werden muss
(BGE 141 V 281 E. 4.1.1).
1.2.2
In einem weiteren Schritt hat das Bundesgericht in zwei Grundsatzurteilen vom 30. November 2017 die Anwendbarkeit der Standardindikatoren auf grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen ausgedehnt, indem es für alle diese
Erkrankungen das strukturierte Beweisverfahren, wie es ursprünglich für die
somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbare Leiden entwickelt worden war, als massgebend erklärt hat (BGE 143 V 418 E. 7, BGE 143 V 409 E. 4.4 und
E. 4.5). Damit hat das Bundesgericht insbesondere seine bisherige Rechtsprechung zu den depressiven Störungen geändert und nicht länger daran festgehalten, dass rezidivierende oder episodische Depressionen leicht- bis mittelgradiger Natur einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht fallen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (vgl. die Zusammenfassung der bisherigen Rechtsprechung in BGE 143 V 409 E. 4.1).
1.2.3
Von vornherein nicht als invalidenversicherungsrechtlich relevant gelten geklagte
Beschwerden insoweit, als sie aggraviert
werden, also als stärker beein
trächtigend dargestellt werden, als sie tatsächlich sind beziehungsweise empfunden werden. Hinweise für eine Aggravation erblickt das Bundesgericht etwa darin, dass
eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeig
ten Verhalten oder der Anamnese besteht, dass
intensive
Schmerzen angegeben werden, die jedoch nur vage charakterisiert werden, dass
Klagen
in einer Weise
demonstrativ vorgetragen werden, die unglaubwürdig wirkt, dass keine
medizinische
n
Behandlung
en in Anspruch genommen werden und dass
schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfe
ld jedoch weitgehend intakt ist (BGE 141 V 281 E. 2.2 und E. 3.7.1, 131 V 49).
1.3
1.3.1
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k
önnte (sogenanntes Invalidenein
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden
wäre (sogenanntes
Valideneinkom
men
).
Bei der Ermittlung des hypothetischen
Valideneinkommens
ist im Regelfall am Einkommen anzuknüpfen, das die versicherte Person vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens tatsächlich erzielt hat. Davon abzugehen ist jedoch dann, wenn die versicherte Person die bisherige Stelle mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch ohne Gesundheitsschaden nicht mehr innehätte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_934/2015 vom
9.
Mai 2016 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.3.2
Der Rentenanspruch entsteht nach
Art.
28
Abs.
1 IVG frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig war (
lit
. b), sofern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
% invalid ist (
lit
. c).
Zusätzlich kann der Rentenanspruch gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG nicht vor Ablauf von sechs Monaten nac
h der Geltendmachung entstehen.
Während für die Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG) und den Invaliditätsgrad (Art. 8 und
Art.
16 ATSG), wie sie nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG für die Rentenhöhe massgebend sind, nach dem Einkommen zu fragen ist, das eine Person auf dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheitsschaden angepassten zumutbaren Tätigkeit erzielen könnte, beurteilt sich die
Arbeitsunfähigkeit (
Art.
6 ATSG), wie sie für das War
tejahr nach Art. 28 Abs. 1
lit
.
b IVG massgebend ist, nach der gesundheitlich bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschränkungen im bisherigen Beruf an (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E. 2a, 97 V 226 E. 2).
War jedoch der bisherige Beruf beim Eintritt des Gesundheitsschadens aus krankheitsfremden Gründen bereits aufgegeben worden, so sind auch alternative Tätigkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 943/06 vom 13. April 2007 E. 5.1.3).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin aufgrund der Anmeldung vom 2
2.
Oktober 2014 Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
2.2
Die angefochtene, einen Rentenanspruch verneinende Verfügung vom
2.
November 2017 basiert
auf dem polydisziplinären Gutachten der
H._
ag
, das die RAD-Ärzte
Dr.
L._
und
Dr.
M._
als tauglich befanden (vgl.
Urk.
7/80/8)
. Die Gutachter konnten in der Gesamtbeurteilung aus internistisch-rheumatologischer und aus neurologischer Sicht keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nennen; aus psychiatrischer Sicht gingen sie von einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
von 30
%
aus und erachteten eine berufliche Eingliederung mit rascher Steigerung des Anfangspensums von 60-70
%
als
realisierbar (Urk.
7/79/46-47).
3.
3.1
Was
die
somatische
n Befunde und Diagnosen
betrifft, so
beschränkte sich
Dr.
I._
als Facharzt der Allgemeinen Inneren Medizin und der Rheumatologie
n
eben der
kurz dargestellten
Befr
agung der Beschwerdeführerin zur familiären und sozialen Situation, zu Ausbildung und Beruf, zur
Wohnsituation und zur Kranken
geschichte (
Urk.
7/79/22-26) auf die Erhebung eines kursorischen rheumatologischen und internistischen Stat
us ohne Bezugnahme auf die
Vor
-
ak
ten
(Urk.
7/79/26-27).
3.2
3.2.1
Demgegenüber
liess sich der Neurologe
Dr.
K._
die gesundheitliche Entwicklung
und die vorhandenen Beschwerden detaillierter schildern, stellte sie ausführlich dar und ordnete sie anhand der eigenen Untersuchungen und der Analyse der
Vorakten
diagnostisch ein (
Urk.
7/79/35-
44).
3.2.2
Er hielt zunächst fest, ein im Jahr 1997 durchgemachtes Guillain-Barré-Syndrom (akute
auotinflammatorische
Entzündung von Nervenwurzeln) habe sich zurückgebildet, aktuell seien keine muskulären Lähmungen feststellbar gewesen und die geklagte
n
Parästhesien im Bereich der Extremitäten bei
Erschöpftheit
und schlechter Stimmung
(vgl.
Urk.
7/79/36)
seien somatisch nicht zu erklären
(Urk.
7/79/40)
.
Sodann ging
Dr.
K._
auf die panvertebralen Schmerzen ein,
an denen
die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben bereits seit der Erkrankung am Guillain-Barré-Syndrom im Jahr 1997
ge
litt
en hatte
,
die sich jedoch im Jahr 2014, als Schwierigkeiten am Arbeitsplatz aufgetreten waren, verstärkt hatten (vgl. Ur
k.
7/79/36). Er nahm als erstes Bezug auf
den Sturz auf das Gesäss
im Jahr 2009
und hielt
in Diskussion der
damals angefertigten Magnetresonanztomographie
der Lendenwirbelsäule
(
Urk.
7/33/47) sowie
des
Bericht
s
des Kreisarztes Dr.
A._
vom
8.
Juli 2009 (
Urk.
7/33/35-39) fest, es sei wohl ein Knochenödem im Os
sacrum
, aber keine Fraktur nachgewiesen worden und der Kreisarzt habe keine neurologischen Ausfälle feststellen können, habe hingegen bereits damals auf ein
Panvertebralsyndrom
hingewiesen (
Urk.
7/79/40).
Des Weiteren
konstatierte er anhand der Magnetresonanzaufnahmen vom
3
1.
Juli und vom
1
2.
August 2014 (
Urk.
7/33/16 und
Urk.
7/33/17-18)
eine Zunahme der dege
nerativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelkörper 5/6
, neu erkennbare Veränderungen im Bereich des Bereich des Lendenwirbelkörpers 5 und des Sakralwirbelkörpers 1 und eine kleine Diskushe
rnie zwischen dem
4.
und dem 5.
Lende
n
wirbelkörper; wiederum
ersah
er
jedoch weder
aus
diesen Aufnahmen
noch aus
den Berichten
der Uniklinik
D._
der Jahre 201
4 und 2015 (Urk.
7/33/10-11,
Urk.
7/33/7-9
,
Urk.
7/53/12-13 und
Urk.
7/57/14-16
) Zeichen für Nervenwurzelkompressionen.
Gleichermassen
konnte er zur Zeit der eigenen
klinischen Untersuchung
en keine solchen Zeichen ausmachen,
sondern stufte die geklagten Schmerzen als pseudoradikulär ein, also als Schmerzen, die durch eine Reizung von Schmerzrezeptoren und nicht durch Irritationen der Nervenwurzeln entstünden
, und beurteilte die Interpret
ation
der Schmerzen als
thorako-lumbo-spondylogenes
beziehungsweise
z
erviko-spondylogenes
Schmerzsyndrom i
n der Uniklinik
D._
nach wie vor als korrekt
(
Urk.
7/79/41)
.
Etwas anderes ergibt sich
auch aus den erst nach der Begutachtung eingereichten Berichten der Uniklinik
D._
des Jahres 2016
nicht (vgl.
Urk.
7/90). Namentlich ging die Klinik im Bericht vom 3
0.
September 2016 nach wie vor von einer mechanischen Genese des Beschwerdebildes aus (
Urk.
7/90/11).
Des Weiteren setzte sich
Dr.
K._
mit den geklagten Kopfsc
hmerzen
auseinander
und beurteilte diese anders als die Uniklinik
D._
im Bericht vom
4.
Mai 2015 (
Urk.
7/57/14) nicht als rein zervikogen, sondern ging
entsp
r
echend den Kriterien der Kopfschmerzgesellschaft
von einem Mischkopfschmerz mit chronischen Spannungskopfschmerzen
und wöchentlichen Migräneattacken aus, der einer Therapie zugänglich sei (
Urk.
7/79/41-42).
Ferner
nahm
Dr.
K._
auf die Beschwerden in der rechten Schulter Bezug
.
Röntgenaufnahmen und eine
Arthro
-Magnetresonanzuntersuchung
hatten im Februar 2015
eine transmurale Partialr
uptur der Supraspinatussehne
sowie eine aktivierte AC-Gelenk
sarthrose zu Tage gebracht
(Bericht des Röntgeninstituts
B._
vom 1
8.
Februar 2015,
Urk.
7/53/14), und
Dr.
K._
konnte mit diesen
Befund
en
die Einschränkung der Hebefähigkeit des rechten Armes erklären. Eine Nervenschädigung im Bereich der Schulter konnte er jedoch nicht feststellen (
Urk.
7/79/41), und in den
Vorakten
findet sich dazu nichts Gegenteiliges.
Nicht in Frage gestellt ist ferner die Vermutung eines beginnenden Karpaltunnelsyndroms am rechten Handgelenk (
Urk.
7/79/
40).
Zu den Beschwerden im Bereich des Skeletts gehören schliesslich die Becken-/Hüftbeschwerden, die im April 2016 Gegenstand von Untersuchungen in der Uniklinik
D._
gewesen waren
und als muskulären Ursprungs int
erpretiert wurden (Urk. 7/90/28
29). Dies blieb ebenfalls unwidersprochen.
3.2.
3
Über die neurologische Beurteilung hinaus
bemerkte
Dr.
K._
, dass keine Hinweise auf eine labordiagnostisch nachweisbare Erkrankung wie eine
Polymyalgia
rheumatica, eine muskuläre Störung oder eine chronische Borreliose festzustellen gewesen sei (
Urk.
7/79/
39+
41). Dies deckt sich mit dem im
Vorbescheidverfahren
eingereichten Bericht der Klinik für Immunologie des
G._
vom 2
8.
Juni 2016, in welchem zusätzlich ein Morbus Behcet und ein
f
amiliäres Mittelmeerfieber hatte
n
ausgeschlossen werden können (
Urk.
7/90/17).
Ausserdem hatte die Ganzkörper-Magnetresonanztomographie vom Juni 2016 keine entzündlichen Skelettläsionen gezeigt (vgl.
Urk.
7/90/20).
Keine Auseinandersetzung erfolgte im Gutachten der
H._
ag
mit der
gynäkologischen Krankengeschichte,
welche im Jahr 2016 die Exzision zweier Zysten der Vulva, die Biopsie einer Veränderung in der linken Brust und eine diagnostisch-therapeutische Hysteroskopie mit fraktionierter Kürettage umfasst hatte. In den Berichten von April und Mai 2016
(
Urk.
7/63
,
Urk.
7/90
/24-27 und
Urk.
7/90/30-35)
finden sich jedoch keine Hinweise auf bleibende Auswirkungen dieser E
i
ngriffe
.
3.3
3.3.1
In Verbindung mit den
medizinischen
Vorakten
beantwortet d
as Gutachten der
H._
ag
die Frage
nach organischen
Befunde
n
somit ausreichend,
auch wenn die Rolle der fachlichen Auseinandersetzung, insbesondere der Aus
einandersetzung mit den Beurteilungen der b
ehandelnden Ärztinnen und Ärzte
, vom Gutachter der neurologischen Fachrichtung u
nd nicht vom fallführenden Rheumatologen
ein
genommen
und letztlich im Rahmen der polydisziplinären Besprechung (
Urk.
7/79/44 f.) auch nicht in Frage gestellt
wurde.
3.3.2
Damit kann auch auf die organischen Diagnosen im Gutachten der
H._
ag
abgestellt werden
, nämlich aus neurologischer Sicht die Diagnose
n
des Mischkopfschmerzes, des möglicherweise durchgemachten Guillain-Barré-Syndroms und des Verdachtes auf ein beginnendes K
arpaltunnelsyndrom rechts (Urk. 7/79/42+
44) und aus rheumatologischer Sicht
die Diagnose
eines Fibromyalgiesyndroms mit vielen vegetativen Begleitbeschwerden (
Urk.
7/79/44).
Was das
Fibromyalgiesyndrom im Speziellen
betrifft
, das sich gemäss den Ausführungen im Gutach
t
en in ausgebreiteten myofaszialen
Druckdolenzen
manifestierte (
Urk.
7/79/45),
so
war diese Diagnose im Januar 2016 bereits im Institut für komplementäre und integrative Medizin des
G._
als wahrscheinlich erachtet worden, nachdem eine entzündlich-rheumatologische Genese der Schmerzen hatte ausgeschlos
sen werden können (
Urk.
7/66/6). U
nd soweit im späteren Bericht vom März 2016 als Differentialdiagnose ein
f
amiliäres Mittelmeerfieber vorbehalten worden war (
Urk.
7/66/3), so konnte diese Diagnose
in der Folge
ausgeschlossen werden (vgl. vorstehend E. 3.2.3).
3.
3.3
Die Gutachter der
H._
ag
leiteten sodann aus den erhobenen organischen Befunden und den gestellten Diagnosen keine Einschränkungen in der Arbeits
-
fähigkeit
in der angestammten, als adaptiert bezeichneten Tätigkeit als
Sachbearbeiterin und Geschäftsführerin
und dementsprechend auch keine Einschrän
k
ungen in einer vergleichbaren Tätigkeit
ab (
Urk.
7/79/42
-43
und Urk.
7/79/46-47).
Entgegen
den Ausführungen in der Replik
(
Urk.
9 S. 4 f.) leuchtet dies
in Bezug auf die
vorstehend beschriebenen degenerativen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule ein.
Es ist darauf hinzuweisen,
dass
die
Gutachter der
H._
ag
zwar auf die Anfertigung neuer radiologischer Aufnahmen verzichteten
(vgl. Urk.
7/79/27). Der Ausschluss von Nervenwurzelkompressionen erfolgte jedoch nicht allein anhand der früheren Bildaufnahmen, sondern ebenso massgebend dafür war die aktuelle klinische Untersuchung (vgl. vorstehend E. 3.2.2). Überdies ist die in der Replik erwähnte Magnetresonanztomographie vom September 2015 (
Urk.
9 S. 5 mit Hinweis auf
Urk.
7/90/39) nicht die neueste vorhandene Aufnahme, sondern
es existiert zusätzlich die Ganzkörper-Magnetresonanztomographie vom Juni 2016, die gemäss dem zugehörigen Bericht - abgesehen von degenerativen Veränderungen in der Lendenwirbelsäule - reizlose Verhältnisse
der Wirbelsäule
gezeigt hatte (
Urk.
7/90/19
-20
).
Schliesslich bestehen keine substanziierten Hinweise darauf, dass sich in körperlicher Hinsicht in der Zeit zwischen der Begutachtung durch die
H._
ag
und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2.
November 2017
etwas verändert hätte; die entsprechenden Bemerkungen in den Berichten von
Dr.
N._
vom 2
8.
April 2017 und von
Dr.
C._
vom 3
0.
Mai 2017 (
Urk.
7/98 und
Urk.
7/102/2) sind nicht näher begründet und nicht mit aktuellen Untersuchungsergebnissen belegt.
Was die Auswirkungen der Fibromyalgie auf die Arbeitsfähigkeit anbelangt, so
hielten die Gutachter
der
H._
ag
fest, rheumatologisch-internistisch zeigten sich viele funktionelle Beschwerden, jedoch keine objektivierbaren Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit, wie es für ein Fibromyalgiesyndrom typisch sein könne (
Urk.
7/79/46).
Eine Herleitung dieser
Beurteilung
fehlt
.
Es gilt jedoch zu beachten, dass es sich bei der Diagnose der Fibromyalgie um das rheumatologische P
endant zur psychiatrischen Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
(
Code F45.4 der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10
)
handelt, wie sie die Psychiaterin
Dr.
J._
in ihrem Fachgutachten stellte (
Urk.
7/79/34).
Denn mit beiden Diagnosen wird - einmal aus rheumatologischer und einmal aus psychiatrischer Sicht - ein Schmerzbild charakterisiert, das durch objektive körperliche Befunde nicht oder nicht vollständig erklärt werden kann.
Demgemäss beurteilt d
as
Bundesgericht
auch die Einschränkungen aufgrund einer Fibromyalgie anhand der spezifischen
Standardi
ndikatoren (vgl. BGE 141 V 281 E. 10.2 sowie
BGE 132 V 65
).
Wie im Folgenden zu zeigen ist, ging
Dr.
J._
auf diese Indikatoren
ausreichend
ein, sodass
in Bezug auf die Auswirkungen der körperlich nicht vollständig erklärbaren Störung, sei sie als somatoforme Schmerz
-
störung
, sei sie als Fibromyalgie zu klassifizieren, auf die Beurteilung der psychiatrischen Fachgutachterin abgestellt werden kann.
4.
4.1
4.1.1
Soweit die Beschwerdeführerin vorab die Unvoreingenommenheit von
Dr.
J._
in Frage stellen und hierfür auf die Herkunft der Psychiaterin aus der Sowjetunion
(Lettland)
und auf die
dortige
Rolle der P
s
ychiatrie im
Dienste des Kommunismus hinweisen liess
(
Urk.
1 S. 3), so sind diese Vorbringen in Bezug auf die Person der Gutachterin rein spekulativer Natur und es fehlen jegliche Anhaltspunkte dafür, dass
die Gutachterin
in ihrer gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit tatsächlich durch
allfällige entsprechende
Verhältnisse in ihrem
Ursprungsland beeinflusst würde.
Ebenso
wenig
wurde die Darstellung, die
Beschwerdeführerin sei beim Versuch, ihre Beschwerden zu schildern, «abgeputzt» worden
(
Urk.
1 S. 3)
, durch Beispiele konkretisiert
oder umgehend nach der
Begutachtung in
s
Verfahren eingebracht
.
Inhaltlich liess die Beschwerdeführerin sodann rügen
, die psychiatrische Gutachterin habe bei der Befunderhebung nicht en
t
sprechend den Qualitätsleitlinien der schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie das sogenannte
AMDP-System
(
A
rbeitsgemeinschaft für
M
ethodik und
D
okumentation in der
P
sychiatrie
)
angewendet (
Urk.
1 S. 4). Bei
diesem System
handelt es sich
um einen Leitfaden zur halbstrukturierten Führung eines Explorations-Interviews
, in dessen Rahmen das Gespräch jedoch der Situation und der Fragestellung angepasst werden kann (vgl. Fähndrich/Stieglitz, Leitfaden zur Erfassung des psychopathologischen Befundes, halbstrukturiertes Interv
iew anhand des AMDP-Systems, 5.
Auflage, Göttingen 2018, S. 27 ff. und S. 48).
Für
die Tauglichkeit eines Gutachtens
ist demzufolge nicht e
rforderlich, dass
im Gutachtenstext
der
gesamte theoretische Hintergrund des Systems dargestellt wird
(Urteil des Bundesgerichts 8C_433/2017 vom 1
2.
September 2017 E. 3.4.1)
. Und soweit die Beschwerdeführerin
weiter
den verwendeten Mini-ICF-APP-Ratingbogen (
Kurzinstrument zur Fremdbeurteilung von
A
ktivitäts- und
P
artizipationsstörungen bei
p
sychischen Erkrankungen in Anlehnung
an die
Internationale
Klassifikation der Funktionsfähigkeit,
Behinderung und Gesundheit [ICF]
der Weltgesundheitsorganisation) vermisste, so
fasste die Gutachterin zusammen, in welchen der 13 Fähigkeitsbereiche sie die Beschwerdeführerin in welchem
Ausmass
für beeinträchtigt hielt (
Urk.
7/79/33). Dies erscheint als genügend angesichts dessen, dass es sich bei diesem
APP-
Rating um ein Fremdbeurteilungsinstrument handelt und nicht um einen Fragebogen, den die Beschwerdeführerin auszufüllen hatte.
Bestehen somit keine begründeten Einwendungen gegen die Person von
Dr.
J._
und ist deren Fachgutachten als lege artis erstellt zu beurteilen, so ist auf die einzelnen inhaltlichen Punkte des Gutachtens einzugehen.
4.1.2
Vorab
ist
die Diagnose der anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung plausibel
. Es
ist
hierzu auf die
be
reits gemachten Ausführungen zum Fehlen von organischen, das geklagte Beschwerdebild vollumfänglich er
klärenden Befunden hinzuweisen, woraus die rheumatologische Diagnose einer Fibro
myalgie abgeleitet wurde. Des Weiteren ist auch das Charakteristikum
gemäss ICD-10 Code F45.4
erfüllt, dass der vorherrschende
, nicht organisch erklärbare
Schmerz in Verbindung mit emotionalen Konflikten
oder psychosozialen Problemen auftritt, die schwerwiegend genug sind, um als entscheidende ursächliche Einflüsse zu gelten. Denn wie
Dr.
J._
und
Dr.
K._
die Angaben der Beschwerdeführerin wiedergaben (
Urk.
7/79/30+36),
hatte sich das Beschwerdebild
mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit ab dem 1
6.
Juli 2014
akzentuiert
, nachdem die Beschwerdeführerin ihren Anteil am Betrieb veräusser
t hatte
und ihr daraufhin Ende Juni 2014 die Anstellung gekündigt worden wa
r (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.3); die Beschwerdeführerin berichtete, es sei damals zu einem Zusammenbruch gekommen, sie habe sich depressiv gefühlt und nicht mehr schlafen können und es sei gewesen, als
ob
jemand «den S
tecker rausgezogen hätte» (Urk.
7/79/36). Im Übrigen f
inde
t
sich die Diagnose einer psychiatrisch definierten Schmerzstörung auch im Bericht des
O._
vom 5.
April 2017
, dort in Form von chronischen Schmerzen mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 Code F45.41) und einer Fibromyalgie
(
Urk.
7/95/1).
Entgegen
der Annahme in der Replik (
Urk.
9 S. 2-3) handelt es sich bei der Diagnose nach ICD-10 Code F45.41 nicht um eine Diagnose, welche diejenige einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nach ICD-10 Code F45.40 widerlegen würde. Vielmehr
wurde
die Unterscheidung dieser beiden Diagnosen mangels ausreichender Abgr
enzbarkeit
nicht mehr in die 10. Auflage der deutschen Übersetzung
des ICD-10
aufgenommen
(Fussnote 1 zu ICD-10 Code F45.4).
4.1.3
Als weitere psychiatrische Diagnose nannte
Dr.
C._
im Bericht vom 1
3.
November 2014 eine Depression (
Urk.
7/33/1+2)
.
Dr.
J._
der
H._
ag
konnte
zwar
zur Zeit der Begutachtung keine depressive Symptomatik feststellen, die das Ausmass zumindest einer leichten depressiven Episode erreicht hätte
, sondern berichtete, die Beschwerdeführer
in
sei im Gesp
rä
ch gut schwingungsfähig und die Stimmung sei ausgeglichen
(
Urk.
7/79/31).
Dies
spricht jedoch
nicht
dagegen
, dass in der Vergangenheit, insbesondere in der Zeit um den Verlust der Arbeitsstelle, Phasen der Depressivität bestanden hätten
und dass auch inskünftig wieder mit solchen Phasen zu rechnen sei. So wurde im Bericht des
Instituts für komplementäre und integrative Medizin des
G._
vom 1
1.
Januar 2016
ausgeführt, d
ie Beschwerdeführerin leide seit Jahren
an
wiederholten depressiven Episoden mit
meist mittelschwerer Ausprägung (
Urk.
7/66/6),
med.
pract
.
P._
erwähnte in seinen Schreiben vom
3.
Februar und vom
3.
Mai 2017 ebenfalls die depressiven Verstimmungen (
Urk.
7/87 und
Urk.
7/101) und
das
O._
berichtete im April 2017 über eine depressive Stimmungslage mit vermind
erter Schwingungsfähigkeit (
Urk.
7/95/2). Allerdings
kann aus diesen Angaben keine depressionsbedingte längerdauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden.
Denn offenbar
waren
die depressiven Episoden schon auf
getreten
, als die Beschwerdeführerin noch arbeitstätig
gewesen
war («seit Jahren»
;
Urk.
7/66/6
), und es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass es schon vor den Ereignissen um die Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu längeren Arbeitsausfällen gekommen wäre (vgl.
Urk.
7/38/3).
Und was die Zeit nach dieser Auflösung betrifft, so erklärte die Beschwerdeführerin
im Dezember 2015/Januar 2016 im Institut für komplementäre und integrative Medizin des
G._
, die
Situation sei derzeit stabil unter psychiatrischer Begleittherapie
(
Urk.
7/66/6)
. D
ementsprechend stand im März 2016 bei der Diagnosestellung
auch
das Fibromyalgiesyndrom und nicht eine
Depression im Vordergrund (Urk.
7/66/3).
Es leuchtet daher ein, dass
Dr.
J._
keine Depression
als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
a
nführte (
Urk.
7/79/
32+
34).
4.1.
4
Dr.
J._
beobachtete ferner
ein gewisses histrionisches Verhalten, das sie als histrionische Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Code Z73), nicht jedoch als eigentliche Persönlichkeitsstörung (ICD-10 Code F60) einstufte und
dem sie
ebenfalls keinen einschränkenden Einfluss auf di
e Arbeitsfähigkeit zumass (Urk.
7/79/32
+34
)
. Auch dies ist einleuchtend, da Persönlichkeitsstörungen sich schon im frühen Erwachsen
en
alter manifestieren (vgl. ICD-10, Einleitung zu Code
F60)
und die Persönlichkeitszüge der Beschwerdeführerin sich vor dem Jahr 2014 nicht auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben.
Ebenfalls nachvollziehbar ist sodann, dass
Dr.
J._
die Ängste der Beschwerdeführerin anders als med.
pract
.
P._
(
Urk.
7/87 und
Urk.
7/101) nicht als Angst- und Panikstörung qualifizierte, sondern namentlich die geschilderten Existenzängste angesichts
der Lebenssituation der Beschwerdeführerin als verständlich bezeichnete und die gelegentlichen Panikattacken als zu wenig häufig und intensiv für eine en
tsprechende Diagnose eins
t
ufte
(
Urk.
7/79/31).
Im
O._
schilderte die Beschwerdeführerin ihre Ängste zwar nochmals eingehend (
Urk.
7/95/2), sie standen jedoch während jenes Aufenthaltes nicht im Vordergrund
(
Urk.
7/95/3).
4.1.
5
Nicht schon bei
Dr.
J._
, sondern erstmals
im Februar/März 2017
im
O._
kamen schliesslich gewisse Zwänge in Form eines Zähl- und Kontrollzwangs,
des täglichen Wechsels der Bettwäsche sowie des häufigen Händewaschens
und Duschens
und des Drangs, sofort nach dem Trinken eine Toilette aufzusuchen,
zur Sprache
(
Urk.
7/95/2-3).
Es fehlen allerdings Hinweise darauf, dass
sich
diese Zwänge
erst
nach der Begutachtung durch die
H._
ag
oder nach dem Verlust der Arbeitsstelle neu ergeben hätte
n
. Demgemäss ist auch hier von einem Schweregrad auszugehen, der die Arbeitsfähigkeit nicht nachhaltig beeinträchtigt.
4.2
4.2.1
Was die Bemessung der Einschränkung
en
aufgrund der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
anbelangt, so
bezifferte
Dr.
J._
die Arb
eitsunfähigkeit
für die bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführerin einer Werbeagentur
, für die frühere Tätigkeit
als Sachbearbeiterin im Bereich Marketing und Logistik
und für jede andere Tätigkeit im kaufmännischen Bereich
mit
30
%
(
Urk.
7/79/
33+
34) und hielt weiter fest, dass die Beschwerdeführerin nach Abschluss der geplanten psych
o
somatischen Reha-Behandlung möglichst schnell beruflich wieder eingegliedert werden sollte, wobei mit einem Pensum von 60-70
%
zu starten und von einer raschen Steigerung
auszugehen sei (
Urk.
7/79/35).
Dr.
J._
nahm bei dieser Beurteilung Bezug auf die Standardindikatoren der Rechtsprechung
. Zunächst konstatierte sie,
es bestünden keine Hinweise
auf eine Aggravation oder Symptomverdeutlichung, sondern die Beschwerdeführerin habe vielmehr ausführlich ihre verschiedenen Lebensbereiche geschildert,
ohne
um Präzisierungen zu ihren Schmerzen bemüht ge
wesen
zu sein
(
Urk.
7/79/31). In Bezug auf den Faktor
der
Behandlung und Eingliederung wies
Dr.
J._
darauf hin, dass die Laborwerte keine regelmässige Medikamenteneinnahme hätten bestätigen können
,
konnte
jedoch
darüber hinaus mangels Angaben von med.
pract
.
P._
keine Aussagen über die Kooperation der Beschwerdeführerin machen (
Urk.
7/79/32).
Ein Indiz für eine ausreichende Behandlung ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin selber die psychische Situation als unter psychiatrischer Begleittherapie stabil bezeichnet hatte (vgl.
Urk.
7/66/6).
Wird
damit das geklagte Beschwerdebild nicht von einer übertreibenden Darstellung beherrscht und
ist es zudem
grundsätzlich soweit möglich the
rapeutisch angegangen worden
, so
fragt sich, wie es sich unter Berücksichtigung hemmender
und förderlicher
Faktoren auf das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin auswirkt. Als
hemmende Gegebenheiten sind hier die Persönlichkeitsstruktur mit histrionischen Zügen und ein gewisser sozialer Rückzug (vgl.
Urk.
7/79/30)
zu nennen; auf der Seite der Ressourcen finden sich die Unterstützung, welche die Beschwerdeführerin von ihren beiden er
wachsenen Kindern erfährt (Urk.
7/79/32), aber auch die verschiedenen Aktivitäten wie Laufen oder Joggen,
Wärme- und
Wassertherapie,
Akupunktur, Stressbewältigungstherapie,
Saunabesuche und Mitwirkung in
einer
Stretchgruppe
(
Urk.
7/79/28)
.
Dr.
J._
wies zwar darauf hin, dass gewisse dieser Aktivitäten dazu beitrügen, das Krankheitsempfinden aufrechtzuerhalten, und damit die Rückkehr ins Arbeitsleben erschwerten. Zu Recht erwähnte sie aber auch die körperliche Kondition, von der etwa das morgendliche Laufen und die
Stretchübungen
zeugten (
Urk.
7/79/33). Überdies bewies die Beschwerdeführerin mit einem solchermassen strukturierten Wochenprogramm
ein Durchhaltevermögen
, das
ihr auch bei der Ausübung
eines Berufs
zugute kommen
könnte
.
4.2.2
Angesichts dieser verschiedenen Faktoren ist eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit plaus
ibel
,
und deren Bezifferung auf 30
%
durch
Dr.
J._
erscheint als angemessen. Gleichermassen plausibel ist aber, dass
Dr.
J._
die Beschwerdeführerin
im weitergehenden Umfang als arbeitsfähig beurteilte. Soweit demgegenüber die
O._
im Bericht vom
5.
April 2017 eine zeitnahe Wiedereingliederung für kaum realistisch hielt (
Urk.
7/95/5) und zur Begründung dafür
die Unterstützungsbedürftigkeit im Umgang mit den Schmerzen, die innere Anspannung und die Schwierigkeiten, sich um sich selbst zu kümmern, anführte (
Urk.
7/95/4-5), so sprechen diese Problemkreise
zwar ohne Weiteres
für
eine
gewisse
Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit
.
D
ass
sie d
ie Beschwerdeführerin
vollständig daran hindern sollten, einer Arbeitstätigkeit nachzugehen, leuchtet hingegen nicht ein.
Denn nach dem bereits Ausgeführten war die Beschwerdeführerin schon vor dem Aufen
t
halt in der O._
durchaus dazu in der Lage,
strukturiert und regelmässig sowohl aktiven körperlichen Tätigkeiten nachzugehen als auch passive, der Entspannung
dienende Techniken anzuwenden. Dies
lässt darauf schliessen, dass s
ie
bereits
damals
einen gewissen Umgang mit ihren Schmerzen gefunden hatte
und diesen Umgang durch den
Rehabilitationsaufenthalt
, während dem ihr weitere Entspannungstechniken vermittelt und entsprechende Adressen für die Weiterführung angegeben wurden (vgl.
Urk.
7/79/4-5),
zusätzlich üben
konnte
,
sodass sie
für einen zumindest teilweisen
Einstieg
ins Berufsleben genügend vorbereitet war.
Im Bericht vom
5.
April 2017 steht denn auch, die Beschwerdeführerin habe sich in der Physiotherapie subjektiv und objektiv
rekonditionieren
können
und
habe
während der aktiven Therapieeinheiten mit den Schmerzen umgehen können (
Urk.
7/95/5).
Soweit
Dr.
C._
im Bericht vom 3
0.
Mai 2017 ausführte, der Beschwe
rdeführerin gehe es seit dem Rehabilitat
i
onsaufenthalt
schlechter und die Therapieoptionen seien ausgeschöpft
(
Urk.
7/102/2), so ist dies wiederum nicht näher begründet.
Damit bleibt es
- auch für die Zeit nach der Begutachtung durch die
H._
ag
-
bei der 30%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss der
Beurteilung von
Dr.
J._
, wie sie auch
in der Gesamtbeurteilung übernommen
wurde
(
Urk.
7/79/46-47).
4.3
De
n Beginn der 30%igen Einschränkung in der Arb
eitsfähigkeit legten die Guta
ch
t
er auf den Januar 2016, als
im Institut für komplementäre und integrative Medizin des
G._
die Diagnose eines chronischen Schmerzsyndroms beziehungsweise einer Fibromy
algie gestellt worden sei (Urk.
7/79/34+46). Das Schmerzbild, dem diese Diagnose schliesslich zugeordnet wurde, bestand allerdings schon länger;
Dr.
J._
zweifelte nicht an der Darstellung der Beschwerdeführerin, wonach sich die Schmerzen im Zusammenhang mit der Konfliktsituation im letzten Arbeitsverhältnis verstärkt hätten, und beurteilte
selber
diese Situation als den Hauptauslöser
der Schmer
zentwicklung (Urk.
7/79/31). Damit ist als Beginn der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit
nicht erst der Januar 2016, sondern vielmehr
entsprechend dem Attest des Hausarztes
Dr.
C._
(
Urk.
7/33/2 und
Urk.
7/34/14-15)
bereits
der 1
6.
Juli 2014 einzusetzen. Dass im Bericht von
Dr.
C._
vom 1
3.
November 2014 (
Urk.
7/33/1-6) eine Anamnese und eine detaillierte Symptombeschreibung fehlen, macht dieses
Attest entgegen der Sichtweise der Gutachter (
Urk.
7/79/34+46)
nicht unverwendbar, da es durch die späteren, eingehenderen Beurteilungen rückwirkend plausibilisiert wird.
5.
Bei einer durchgehenden Arbeitsunfähigkeit von lediglich 30
%
ab dem 1
6.
Juli 2014
- in der angestammten und in jeder anderen kaufmännischen Tätigkeit -
wäre ein Rentenanspruch schon mangels bestandenen Wartejahres (
Art.
28
Abs.
1 IVG
)
zu
verneinen
.
Aber
auch wenn
davon ausgegangen wird
, dass die Beschwerdeführerin in der ersten Zeit nach dem Stellenverlust noch in einem höheren Mass arbeitsunfähig war und das Wartejahr somit bestanden
haben könnte
, so resultiert für die Zeit danach
keine rentenbegründende Erwerbseinbusse
.
Denn
als
Valideneinkommen
ist
nicht das Einkommen
heranzuziehen
, das die Beschwerdeführerin in ihrem letzten Arbeitsverhältnis erzielt hatte, da sie jene Anstellung nicht aus gesundheitlichen Gründen verloren hatte, sondern die gesundheitlichen Probleme
erst
die Folge der in eine Kündigung mündenden
beruflichen
Schwierigkeiten
am Arbeitsplatz waren.
Für
das
Valideneinkommen
ist daher
genau wie für das Invalideneinkommen der allgemeine Arbeitsmarkt massgebend. Da zudem für das
Valideneinkommen
und das Invalideneinkommen dasselbe Stellenspektrum in Betracht fällt,
en
t
spricht die Erwerbseinbusse und damit der Invalidität
sgrad dem Grad der Beeinträchtigung
der Arbeitsfähigkeit und beläuft sich daher ebenfalls auf 30
%
. Der rentenbegründende Mindestinvaliditätsgrad
von 40
%
ist somit unter Berücksichtigung einer 30%igen Einschränkung nicht erreicht, und es kann daher offen bleiben, ob und
über welche Zeitspanne
es der Beschwerdeführerin zuzumuten wäre, ihr
P
ensum im Sinne der Beurteilung im Gutachten der
H._
ag
(
Urk.
7/79/35+47)
noch
weiter zu steigern.
Die Beschwerde ist damit abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.