Decision ID: 847ea5bc-c81f-4d18-b71a-7a0b5d8e3468
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, war
seit
März 2009
bei
m Imbiss
Y._
stunden
weise in der Reinigung und als
Hilfskoch
tätig
(
Urk. 7/13/1-7;
Urk. 7/13/9-10
)
, als
er sich am 3. September 2013 bei der Invalidenversicherung u
nter Hinweis auf Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen, Knie-
und Gelenkschmerzen, Herzprobleme, Konzent
rationsprobleme sowie
erhöhte Blutzuckerwerte zum Leistungsbezug an
meldete
(Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situat
ion ab. Mit Vorbescheid vom 28. Februar 2014 (Urk. 7/25) stellte die IV-Stelle dem Versi
cherten die Abweisung seines Leistungsanspruchs in Aussicht. Nachdem der Versicherte dagegen Einwände (Urk. 7/26; Urk. 7/31) erhoben hatte,
holte die IV-Stelle bei der Z._
ein
psychiatri
sches Gutachten ein, das am 3. Dezember 2015 erstattet wurde (Urk. 7/53).
Mit Verfügung vom 21. September 2016 (Urk. 7/68 = Urk. 2) hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid fest und wies einen Anspruch des Versicherten auf Leistun
gen der Invalidenversicherung ab.
2.
Der Versicherte erhob am 14. Oktober 2016
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 21. September 2016
(Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuheben und ihm sei ab Juni 2014 eine ganze und ab November 2015 eine halbe Rente zuzuspre
chen (S. 2 Ziff. 1-
2
). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 18. November 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht holte sodann bei Dr. med.
A._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
ein psychiatrisches Gutachten ein
, das am 5. Juli 2017 erstattet wurde (Urk. 19
; vgl. Beschluss vom 11. Januar 2017, Urk. 10
). Mit Eingabe vom 21. August 2017 (Urk. 24) reichte Dr.
A._
nach
entsprechender
Aufforderung durch das Gericht (vgl. Urk. 21) eine ergän
zende Stellungnahme zu ihrem Gutachten ein. Der Beschwerdeführer verzichtete mit Schreiben vom 3. Oktober 2017 (Urk. 28) und die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 15. November 2017 (Urk. 31) auf eine Stellungnahme. Dies wur
de jeweils der anderen Partei am 23. November 2017 zur Kenntnis gebracht, wobei gleichzeitig antragsgemäss (vgl.
Urk. 1 S. 2 Ziff. 3
)
dem Beschwerde
führer
die unentgeltliche Prozessführung gewährt
wurde (Urk. 32).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1).
1.4
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu
erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2
BGE 143 V 409
E. 4.2.1).
1.
5
G
emäss
der mit
BGE
130 V 352
begründeten und seither stetig weiter entwi
ckelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnosti
zierte somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden (
BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3
) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Viel
mehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestimm
te Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Entstehungsgeschichte dieser Praxis:
BGE
135 V 201
E.
7.1.2;
Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1
).
Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung auf
gegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch einen struktu
rier
ten normativen Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tat
sächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beur
teilt, indem
gleichermassen
den
äusseren
Belastungsfaktoren wie den vorhande
nen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hinwei
sen). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur
zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindika
toren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislo
sigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).
Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich
rechtsprechungsgemäss
, wenn Ausschlussgründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesund
heitlichen Beeinträchtigung von vornherein
ausschliessen
(
BGE
141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).
Gemäss
BGE
142 V 342 ist die Rechtsprechung
gemäss
BGE
141 V 281 auch auf eine
posttraumatische Belastungsstörung anwendbar
.
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
7
Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Pra
xis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachleute ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist
oder
wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfer
tigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachleute dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine weitere Fachperson im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne eine sol
che vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/
aa
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
legte in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) dar, dass
der Beschwerdeführer
gestützt auf das eingeholte psychiatrische Gutachten über eine Tagesstruktur sowie diverse Ressourcen verfüge, die es ihm ermögli
chen würden, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ausserdem seien die Behand
lungsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft
, da der Beschwerdeführer keine Medikamente einnehme und bisher kein stationärer Aufenthalt stattgefunden habe
. Demnach liege kein Gesundheitsschaden im Sinne der Invalidenversiche
rung vor (S. 2
;
Urk.
6
).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass
er
gestützt auf das psychiatrische Gutachten und d
ie
Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegegnerin
seit August 2015 zu
50 % arbeitsu
nfähig sei (S. 6 f. Ziff. B.2). Bis zur Begutachtung habe gestützt auf den Bericht des behandelnden Psychiaters eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 5 Ziff. B.1).
2.3
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers.
3.
3.1
Die Ärzte des
D._
, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer, führten in ihrem Bericht vom 25. Oktober 2013 (Urk. 7/14) aus, dass sie den Beschwerdeführer seit Juni 2013 behandeln würden (Ziff. 1.2), und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (Ziff. 1.1):
-
posttraumatische Belastungsstörung
(
PTBS;
ICD-10 F43.1)
mit/bei
-
psychosozialer Belastungssituation (Flüchtlingshintergrund, Tod der Gattin im Mai 2013, Insuffizienzgefühle
n
bei fehlender Möglichkeit den Vateraufgaben nachzukommen)
-
Status nach sekundärem
schädlichem Gebrauch von Alkohol
(ICD-10 F10.1), seit August 2013 intermittierend im Sinne einer Se
lbsttherapie der posttraumatischen Belastungsstörung
-
rezidiv
ierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradig
e
Episode (ICD-10 F33.1)
,
bestehend seit zirka
2007
Der Beschwerdeführer habe nach eigenen Angaben erst
nach
der Einreise in die Schweiz
psychische Be
schwerden gehabt (Ziff. 1.4)
.
Von einer antidepressiven Medikation sei bis anhin abgesehen worden, da der Beschwerdeführer bei nega
tiven Vorerfahrungen derselben ablehnend gegenüberstehe (Ziff. 1.5).
Im Gespräch fielen mittelgradige Aufmerksamkeits-, Auffassungs- und Konzentra
tionsstörungen auf. Es bestünden Ängste in Bezug auf seine beiden Söhne, die
eigene Erkrankung sowie die gesundheitliche Zukunft. Er berichte von intrusi
ven Erinnerungen bei Foltererfahrung, furchtvollem Einschlafen mit mehrfa
chem Hochschrecken in der Nacht, Durchschlafstörungen und Albträumen. Er sei affektiv bedrückt, hoffnungslos, bei
Triggerthemen
(Folter) gereizt, und leide an Antriebsarmut mit deutlichem Morgentief (
Ziff.
1.4).
Seit Behandlungsbeginn
bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe in einem iranischen Restaurant eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit.
An
einem
geschützte
n
Arbeitsplatz
sei ihm im Sinne einer Beschäftigungstherapie eine Arbeitstätigkeit von drei bis fünf Stunden zwei bis drei Mal
wöchentlich zumutbar
(Ziff. 1.7).
3.2
Med.
pract
.
E._
legte in seinem undatierten, bei der Beschwer
degegnerin am 13. Januar 2014 eingegangenem Schreiben (Urk. 7/15) dar, dass er den Beschwerdeführer in erster Linie wegen der Diabetes Erkrankung behandle, die ihn auf dem Arbeitsmarkt nicht einschränke. Wegen seinen psychischen Leiden sei der Beschwerdeführer in fachärztlicher Betreuung.
3.3
Die Ärzte der
Z._
erstatteten das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gege
bene psychiatrische Gutachten am 3. Dezember 2015 (Urk. 7/53)
und nannten eine
Late-
onset
posttraumatische Belastun
g
sstörung (
ICD-10 F43.1)
sowie
eine
mittelgradige depressive Episode (
ICD-10
F32.1)
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie einen anamnestischen Diabetes mellitus Typ II (
S. 14
Ziff. 6).
Der Beschwerdeführer habe nach eigenen Angaben bei seiner Ankunft in
der
Schweiz vor zirka fünf Jahren nahezu täglich Sport getrieben, was gegenwärtig aufgrund der angegebenen Symptome nicht möglich sei. Seit 2009 reagiere er schreckhaft auf lautere Stimmen und plötzliche Geräusche, dies sei zuvor nicht der Fall gewesen (S. 5 Ziff. 4.3).
Er sei etwa 1982 für 30 Monate in einem irani
schen Gefängnis inhaftiert gewesen, wobei er am Anfang für etwa 40 Tage in einer Einzelzelle untergebracht und täglich verhört worden sei. Danach sei er mit bis zu 8 Häftlingen in einer Zelle gewesen und täglich mit Exekution bedroht worden, es seien Situationen einer Exekution inszeniert worden, in denen ihm die Augen verbunden worden seien. Bei der Ankunft in die Schweiz habe er einige Monate in einer Aufnahmeunterkunft gewohnt, wo er unter
schiedliche Gewalterfahrungen
gemacht habe. Unter anderem seien ihm durch einen Mitbewohner drei Zähne ausgeschlagen worden (S. 8). Im Rahmen der
traumaspezifischen
Exploration hinsichtlich seiner Inhaftierung im Gefängnis habe sich der Beschwerdeführer zunehmend psychomotorisch angespannt gezeigt, zudem habe fraglich für die Zeit der Exploration von wenigen Minuten ein dissoziativer Zustand vorgelegen (S. 12 oben).
Laut Angaben des Beschwerdeführers seien die beschriebenen Symptome erst
malig 2009, zwei Jahre nach Einreise in die Schweiz, aufgetreten. Es könnte sich um eine posttraumatische Belastungsstörung mit sogenanntem
late
onset
handeln. Eine solche wäre charakterisiert von einer mehrjährigen Latenz zwi
schen Auftreten der Symptomatik und dem auslösenden Ereignis. Streng gemäss ICD-10 müsse aus gutachterlicher Sicht das Vorliegen einer andauernden Per
sönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) verneint werden; die diesbezüglichen Kriterien
seien nicht erfüllt (S. 20 f.).
Aus gutachterlicher Sicht
erfolge die Behandlung der posttraumatischen Belastungs
störung
und der depressiven Episode gegenwärtig durchaus leitlinienkonform
. Eine Intensi
vierung, insbeson
dere der psychopharmakolo
gischen
Bemühungen, wäre aus fachpsychiatrischer Sicht insbesondere bezüglich des depressiven
Syndroms
zu erwägen, allerdings bestehe bis anhin keine Evidenz dafür, dass derartige Behandlungsbemühungen mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit zu einer signi
fikanten Symptomreduktion oder Besse
rung der Arbeitsfähigkeit führ
ten
(S. 22 Ziff. 7).
Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei aus rein psychiatrischer Sicht gegenwärtig leicht- bis mittelgradig eingeschränkt. Es bestünden krankheitsbe
dingte Beeinträchtigungen der Kontaktfähigkeit zu Dritten, der Selbstbehaup
tungsfähigkeit, der Gruppenfähigkeit, der Durchhaltefähigkeit und der Planung und Strukturierung von Aufgaben. In einer angepassten, ruhigen Tätigkeit, ohne Stressspitzen, ohne Leitungs- und Führungsfunktionen, ohne Kundenkontakt, ohne hohe Ansprüche an die kognitive Belastbarkeit, an einem ruhigen Arbeits
platz und mit flexibler Pausenmöglichkeit
,
bestehe eine
40%i
ge
Einschränkung der Präsenz mit
zusätzliche
n
Einschränkungen durch den vermehrten Pausen
bedarf (zirka 20%ige Leistungsminderung). Die
Arbeitsfähigkeit
betrage mithin
50 % seit zirka vier Jahren
. Die bisherige Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einem Restaurant habe möglicherweise nicht diesen Anforderungen entsprochen, sofern die Arbeiten zu Stosszeiten ausgeführt werden mussten
(S. 23 Ziff. 7)
.
3.
4
Der
Gutacher
der
Z._
nahm am 10. Februar 2016 auf entsprechende Nachfrage der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/54/1)
hin
Stellung zum psychiatrischen Gutachten (Urk. 7/55) und führte ergänzend aus, dass die attestierte Arbeitsfä
higkeit mindestens seit Juli 2013 gelte. Für die angestammte Tätigkeit als Hilfs
koch bestehe die g
leiche Einschränkung (Ziff. 1-2
).
Die psychische Störung sei grundsätzlich behandelbar und könne sich im Verlauf bessern (Ziff. 3).
3.
5
Am 19. August 2016 nahm
der Gutachter
der
Z._
auf
entsprechende
Rückfra
gen des Beschwerdeführers zum psychiatrischen Gutachten (vgl. Urk. 7/62)
hin
erneut
Stellung
zum psychiatrischen Gutachten
(Ur
k. 7/64) und hielt
fest, dass grundsätzlich auf der Ebene der psychischen Funktionseinschränkungen keine relevanten Diskrepanzen zwischen ihren Erhebungen und der Beurteilung der Ärzte des Ambulatoriums für Folter- und Kriegsopfer des
D._
bestünden (vor
stehend E. 3.1). Bei der Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit durch die Behandler seien wohl auch psychosoziale Faktoren (zeitnaher Tod der Ehefrau, Migrationshintergrund, räumliche Trennung von den Kindern) mit
berück
sichtigt worden. Die Berücksichtigung dieser Faktoren sei im klinisch-therapeutischen Rahmen notwendig und sinnvoll. Ihre versicherung
smedizini
sche Beurteilung stütz
e sich dagegen auf die erhobenen medizinischen Faktoren und Angaben zu Aktivitäten und Teilhabe, weshalb aufgrund ihrer Schätzung somit auch retrospektiv eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe.
Aus gutachterlicher Sicht könne jedoch keine genaue Einschätzung zum Verlauf vor 2013 abgegeben werden
(S. 1 unten f.)
. Zudem könne nicht davon ausgegangen werden, dass die mittelgradige depressive Episode zwischenzeitlich remittiert sei, weshalb die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung formell nicht gestellt werden könne (S. 2
unten
).
4.
4.1
Nach Einsicht in die
medizinischen
Akten erachtete das Gericht den medizini
schen Sachverhalt als ungenügend abgeklärt, weshalb es ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei Dr.
A._
einholte (vgl. Beschluss vom 11. Januar 2017, Urk. 10).
Denn die Ärzte des
D._
, Ambulatorium für Folter- und Kriegs
opfer (vgl. vorstehend E. 3.1), stützten sich hinsichtlich der Befunde auf anam
nestische Angaben, insbesondere hinsichtlich der für die Diagnose einer PTBS typischen Symptome und äusserten sich nicht zur Frage, weshalb diese Symp
tome erst so viel später nach den traumatischen Erfahrungen eintraten. Dass dieser Bericht zu wenig aussagekräftig war, entsprach auch der Einschätzung der Beschwerdegegnerin, weshalb sie das psychiatrische Gutachten in Auftrag gab. Auch dieses vermag jedoch den Anforderungen an eine medizinische Expertise (vgl. vorstehend E. 1.6) nicht zu genügen, insbesondere aufgrund des Umstands, dass auch dieses Gutachten keine nachvollziehbare Begründung für das im Jahr 2009 doch erheblich verspätete Auftreten der Beein
trächti
gung
die Traumatisierung fand in den achtziger Jahren statt - umfasst. Die Gutachter hielten einzig fest, dass es sich um eine posttraumatische Belastungsstörung mit sogenanntem
late
onset
handeln
könnte, was sie aus dem Fehlen einer
andau
ernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
(ICD
10 F62.0)
abzulei
ten scheinen. Deshalb war fraglich, ob überhaupt eine lege
artis
abgestützte psychiatrische Diagnose (vgl. vorstehend E. 1.4) vorlag.
4.2
Am 5. Juli 2017 erstattete
Dr.
A._
das psychiatrische Gerichtsgutachten (Urk. 19)
und nannte dabei folgende
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17 Ziff. 5.1):
-
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige depressive Epi
sode (ICD-10 F33.1), Differentialdiagnose:
chronifiziertes
depressives Zustandsbild im Sinne einer mittelgradigen Depression
Dr.
A._
hielt
fest, dass der Beschwerdeführer t
rotz der schwierigen Lebensgeschichte über viele Jahre hinweg und auch noch in den ersten Jahren seines Aufenthaltes in der Schweiz, mithin bis zirka 2009, psychisch weitgehend gesund und uneingeschränkt gewesen zu
sein scheine
. Seinen Angaben zufolge habe sich seit einer erneuten Traumatisierung im
Jahr
2009, wo er Opfer kör
perlicher Gewalt geworden sei, zunehmend eine psychiatrische Symptomatik entwickelt (S. 19 unten Ziff. 6).
Aufgrund der Einschränkungen seien die beruflichen Einsatzmöglichkeiten des Beschwerdeführers deutlich eingeschränkt. Optimal wäre eine angepasste, ruhi
ge Tätigkeit ohne Stressspitzen, ohne Leitungs- und Führu
ngsfunktion, ohne Kundenkontakt und
ohne hohe Ansprüche an die kognitive Belastbarkeit an einem insgesamt ruhigen Arbeitsplatz mit flexibler Pausenmöglichkeit.
Wie bereits im psychiatrischen
Z._
-Gutachten (vorstehend
E. 3.3
) ausgeführt
wor
den sei
, sollte in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Präsenz von 60 % möglich sein mit einem zusätzlichen erhöhten Pausenbedarf, was zirka eine 20%ige Leistungsminderung ausmachen würde. Damit
betrage
die Arbeitsfähig
keit integral zirka 50 %, wobei invaliditätsfremde oder psychosoziale Faktoren wie mangelnde Sprachkenntnisse oder eine in der Schweiz nicht anerkannte Ausbildung des Beschwerdeführers nicht eingeschlossen seien.
Aus ihrer Sicht entspreche die aktuelle Tätigkeit am ehesten dem eingeschränkten Leistungspro
fil des Beschwerdeführers. Es sei nicht davon auszugehen, dass er in einer ande
ren Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit erreichen würde
. In Bezug auf den Beginn der Arbeitsunfähigkeit hielt die Gutachterin fest, dass sich ihre Ein
schätzung mit der Befunderhebung und der Schlussfolgerung der
Z._
Gut
achter
decke, wonach zumindest ab dem Zeitpunkt der damaligen Untersu
chung, mithin ab August 2015
(
vorstehend E. 3.3;
vgl.
Urk. 7/53 S. 2 Ziff. 2)
, eine Arbeitsunfähigkeit von gesamthaft 50 % bestanden
habe
(S. 22 Ziff. 7).
Was die Inanspruchnahme psychiatrisch/psychotherapeutischer Unterstützung anbelange, sei der Beschwerdeführer sehr
compliant
.
Die
Tatsache, dass bereits
seit vielen Jahren eine als durchaus adäquat zu bezeichnende psy
chiatrisch/psycho
therapeutische Begleitung stattgefunden habe, ohne dass dadurch eine wirkliche Verbesserung des Gesundheitszustandsbildes habe erreicht werden können, weise auf eine sehr schlechte Prognose hin mit wenig Möglichkeiten einer therapeutischen Beeinflussbarkeit des Zustandsbildes (S. 22 unten Ziff. 7).
Momentan finde ausschliesslich eine psychotherapeutische Begleitung statt, eine psychiatrische Behandlung im engeren Sinne scheine seit mindestens einem Jahr nicht mehr zu bestehen. Wenngleich aus heutiger Sicht die begleitende Behandlung lediglich einen stabilisierenden Faktor zu haben schein
e
und kaum mit einer richtungsweisenden Verbesserung der Symptomatik zu rechnen sei, sollte im Rahmen der Schwere des Krankheitsbildes doch gefor
dert werden, dass die Fallführung in den Händen eines Facharztes für Psychiatrie sei (S. 23 Ziff. 8.1). Zudem finde momentan keine medikamentöse Behandlung statt (vgl. S. 20 oben Ziff. 6), wobei den
Z._
-Gutachter
n
folgend (vorstehend
E. 3.3
) von einer solchen
nicht zwingend ein
positiver Effekt zu erwarten sei (S. 22 unten Ziff. 7).
4.3
Dr.
A._
nahm am 21. August 2017 nach entsprechender
Aufforderung
durch das Gericht (vgl. Urk. 21) zu ihrem psychiatrischen Gutachten
ergänzend
Stellung
(Urk. 24)
.
5
.
5
.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das psychiatrische Gerichtsgutachten von Dr.
A._
(vorstehend E. 4.2)
auf für die strittigen Belange umfassenden Untersuchungen beruht und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt. Sodann wurde es in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet, so insbe
sondere auch mit dem vorbestehenden
Z._
-G
utachten (Urk. 19 S. 3 ff. Ziff. 1, S. 12 f. Ziff. 2.4.2; vgl. auch vorstehend E. 3.3).
Auch d
er konkreten medizini
schen Situation trägt es Rechnung. Dr.
A._
leitete die gestellten Diagnosen nach ausführlicher psychopathologischer Befundaufnahme (
vgl.
Urk.
19 S. 14
ff.
Ziff. 3
) anhand der ICD-Kriter
ien sorgfältig her (
Urk. 19
S.
17
ff.
Ziff. 5
; vgl. auch Urk. 24 S. 1 f. Ziff. 1.1
). Das
psychiatrische
Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor
genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. Die Beurteilung ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend. Das
psychiatrische
Gu
tachten von Dr.
A._
erfüllt somit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräf
tige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (
vgl. vorstehend
E. 1.6
) vollumfänglich, so
dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
Insbesondere legte
Dr.
A._
dar, dass die im Jahr 2009 erlittene körperliche Gewalt zu einer (verspäteten) Entwicklung der Symptomatik geführt habe.
5.2
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso
ma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE
141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätz
lich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheits
bild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indika
toren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechts
frage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.3).
Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):
Der Indikator einer
gleichmässigen
Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufga
benbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestal
tung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Ein
schränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krank
heitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit
erhebbar
, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).
Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das
heisst
das
Ausmass
, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
resistenz
unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tat
sächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu
schliessen
ist, wenn die Nichtinan
spruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarer
weise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheits
einsicht zurückzu
führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versi
cherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Ein
gliederung. Inkonsisten
tes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundes
gerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).
5
.3
Dr.
A._
diagnostizierte eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD
10 F43.1) sowie eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittel
gradige depressive Episode (ICD-10 F33.1). Es ist somit aus rechtlicher Sicht zu beurtei
len, ob aufgrund dieser psychiatrischen Diagnosen eine Arbeitsun
fähigkeit aus
gewiesen ist.
In E. 8.1
von BGE 143 V 148
hat das Bundesgericht festgehalten, dass das strukturierte Beweisverfahren wie es in
BGE 141 V 281
definiert wurde (vgl.
vor
stehend E. 1.5
, E. 5.2
), einer Aufteilung von Einbussen auf einzelne Leiden entgegenstehe, da es auf einer ergebnisoffenen Gesamtbetrachtung in Berück
sichtigung der Wechselwirkungen basiere. Demnach würden Störungen
unab
hängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komor
bidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcen
hemmende Wirkung beizumessen sei. Bei der Prüfung des funktionellen Schweregrades des Leidens des Beschwerdeführers ist somit von beiden psychiatrischen Diagnosen, namentlich der posttraumatischen Belastungs
störung sowie der rezidivierenden depressiven Störung, aktuell mittelgradige depressive Episode, auszugehen.
5.4
Zum Komplex Gesundheitsschädigung ist
in Bezug auf den
Indikator Ausprä
gung der diagnoserelevanten Befunde festzuhalten, dass
beim Beschwerdeführer aufgrund des spezifischen Störungsbildes diverse Einschränkungen bestehen, die im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung durch Dr.
A._
anhand des Mini-ICF Rating
s
für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen eruiert worden sind.
So ist
der Beschwerdeführer
in der
Planung und Strukturierung
von Aufgaben sowie
in seiner Flexibilität und Umstellungsfähigkeit mittelgradig eingeschränkt
.
Das Zurückgreifen
auf seine fachlichen Kompetenzen
ist
mindestens
leicht eingeschränkt
,
d
eutlicher einge
sch
ränkt ist
er in seiner Durchhaltefähigkeit.
A
uch in seiner Selbstbehauptungs
fähigkeit
ist
er
leicht- bis mittelgradig eingeschränkt. Die Kontaktfähigkeit zu Dritten
, d
ie Gruppenfähigkeit
,
die Fähigkeit zu familiären und intimen Beziehungen
sowie die
Spontanaktivitäten
sind zudem
deutlich eingeschränkt
.
Schliesslich ist
die
Verkehrsfähigkeit leicht eingeschränkt (Urk. 24 S. 2 f. Ziff. 3.1.1.1; vgl. Urk. 19 S. 21 Ziff. 7).
In Bezug auf den Indikator
Behand
lungs
- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer immer wieder in Anspruch genommenen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungen trotz offensichtlich bestehender Motiva
tion bisher zu keiner richtungsweise
nden Verbesserung geführ
t haben.
Ferner hat der Beschwerdeführer die unterschiedlichen Psychopharmaka wieder abge
setzt, nachdem es immer wieder zu Nebenwirkung
en gekommen ist. Ausserdem konnten
auch die Medikamente keine richtungsweisende Verbesserung der Symptomatik erbringen.
Dies deutet auf eine negative Prognose hin
(Urk. 24 S. 3 f. Ziff. 3.1.1.2; vgl. Urk. 19 S. 19 f. Ziff. 6).
In Bezug auf die
Komorbidität
ist schliesslich festzuhalten, dass sich die Symptome
der
post
traumatischen Belastungsstörung und die Symptome der Depression
gegenseitig verstärken und negativ interagieren (Urk. 24 S. 4 Ziff. 3.1.1.4).
Weitere Komorbiditäten
sind nicht ersichtlich
.
Zum Komplex Persönlichkeit ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer heute kaum mehr Zugriff auf seine früher bestehenden Ressourcen zu haben scheint. Einzige verbleibende Ressource ist
ein gewisser Stolz des Beschwerdeführers, der ihn dazu bringt, sich zu pflegen, die Wohnung in Ordnung zu halten und zu
k
ochen. Weitere Ressourcen sind nicht ersichtlich (Urk. 24 S. 4 f. Ziff. 3.1.2.1
;
vgl. Urk. 19 S. 22 Mitte Ziff. 7
)
.
Insgesamt sind somit beim Beschwerdeführer kaum persönliche Ressourcen erkennbar.
Zum Komplex sozialer Kontext ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer
jeweils
von
Montag bis Freitag um 8:00 Uhr für eine bis eineinhalb Stunden in einem Imbiss arbeitet, wo er überwiegend Putzarbeiten erledigt, bis der Imbiss
öffnet
. Nach der Arbeit geht er sofort nach Hause und verlässt die Wohnung kaum. Während er früher noch zwei Kollegen mit einer gewissen Regelmässig
keit getroffen hat, hat er sich
nun
auch von diesen zurückgezogen. Zu der im Iran lebenden Familie hat er
zudem
nur sporadisch Kontakt. Seitdem sein Computer kaputt ist, kann er auch nicht mehr
mit ihnen
skypen (Urk. 19 S. 13
Ziff. 2.6, vgl.
S. 10 Ziff. 2.2). Demnach sind beim Beschwerdeführer kaum soziale Ressourcen erkennbar, immerhin verfügt er über eine Tagesstruktur (vgl.
Urk. 24 S. 5 Ziff. 3.1.3).
Zu prüfen ist weiter die Konsistenz. Hinsichtlich des Gesichtspunkts der gleich
mässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebens
bereichen ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer sowohl im sozialen Kon
text als auch im beruflichen Kontext gleichmässig eingeschränkt ist. Lediglich im häuslichen Bereich scheint der Beschwerdeführer über etwas mehr Kompe
tenz zu verfügen, erledigt er doch sel
bst seinen Haushalt und pflegt und ver
sorgt sich selber (Urk. 24 S. 5 Ziff. 3.2.1).
Hinsichtlich des Gesichtspunkts des behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks ist
schliesslich
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer über lange Zeit diverse Behandlungsansätze in Kauf genommen hat und einiges ausprobiert wurde, jedoch ohne Erfolg (Urk. Urk. 24 S. 5 f. Ziff. 3.2.2
; vgl. vorstehend
E. 4.2
).
Die
s weist auf eine sehr
schlecht
e Prognose mit wenig Möglichkeiten einer therapeu
tischen Beeinflussbarkeit des Zustandsbildes hin (vgl. vorstehend E. 4.2)
. Daran ändert auch der Umstand, wonach sich der Beschwerdeführer z
um Begut
achtungszeitpunkt im Juni 2017 (vgl. Urk. 19 S. 1 unten)
nur
in
psychothera
peutische
r Behandlung befand, die
lediglich einen stabilisierenden Faktor zu haben scheint und
möglicherweise
kaum
eine richtungsweisende
Verbesserung der Symptomatik
zur Folge haben wird (vgl. vorstehend
E. 4.2
)
,
nichts.
5.
5
Zusammengefasst führt die Prüfung der einzelnen I
ndikatoren zum Schluss, dass dem psychiatrischen Gerichtsgutachten von Dr.
A._
, wonach die
diagnostizierte
n
psychische
n
Leiden eine Einschränkung der Leistung
sfähigkeit um 5
0 % bewirken
(vgl. vorstehend E. 4.2)
, schlüssig und widerspruchsfrei gefolgt werden kann und somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass in
einer angepassten, ruhigen Tätigkeit ohne Stressspitzen, ohne Leitungs- und Führungsfunktion, ohne Kundenkontakt und ohne hohe Ansprüche an die
kognitive Belastbarkeit an einem insgesamt ruhigen Arbeitsplatz mit flexibler Pausenmöglichkeit,
seit August 2015
eine Arbeitsfähigkeit von 5
0 % besteht.
Die
zuletzt ausgeübte
Tätigkeit
in
einem Imbiss in der Reinigung
und als Hilfs
koch
(vgl.
Urk. 7/13/1-7; Urk. 7/13-9-10; vgl. auch
vorstehend E. 5.4
)
entspricht denn auch dem eingeschränkten Leistungsprofil, weshalb auch dort eine 50%ige Arbeitsfähigkeit besteht.
5.6
Hinsichtlich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit hielt
Dr.
A._
fest, es sei sehr schwierig, die Leistungsfähigkeit retrospektiv zu begründen. Dies vor
liegend insbesondere, da der Beschwerdeführer selbst nur wenig differenzierte Angaben zum Krankheitsverlauf machen könne, aufgrund des anzunehmenden wechselhaften Verlaufs der Symptomatik, und nicht zuletzt auch aufgrund gewisser bestehender Inkonsistenzen. Die zur Verfügung stehenden Infor
mationen seien nicht ausreichend und stichhaltig genug, um die Einschätzung der Ärzte der
Z._
zu widerlegen, wonach mindestens ab dem 2. September 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 80
%
bestanden habe. Es sei aber der Ein
schätzung der
Z._
-Gutachter zu folgen, wonach ab dem Zeitpunkt der damali
gen Untersuchung, somit ab August 2015, die Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bestanden habe (
Urk.
19 S. 22 Mitte).
5.7
Sämtliche Tatsachen, aus denen eine Anspruchsberechtigung abgeleitet wird, müssen zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Bleiben für den Leistungsanspruch erhebliche Tatsachen unbewiesen, so hat der Versicherte die Folgen dieser Beweislosigkeit zu tragen (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum IVG,
3.
Auflage,
Art.
28a N 278 und 280 mit Hinweisen).
Gestützt auf
Dr.
A._
ist ab August 2015 von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
auszugehen. Für den vorherigen Zeitraum liegen keine verlässlichen Einschätzungen vor. Es konnte keine genaue Einschätzung zum Verlauf vor 2013 abgegeben werden, und die Beurteilung der Ärzte des Ambulatoriums für Folter- und Kriegsopfer - soweit auf ihre Einschätzung überhaupt abgestellt werden könnte, was nicht der Fall ist - bezogen auch psychosoziale Faktoren in ihre Beurteilung ein (vgl. vorstehend E. 3.5).
6.
6.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Ein
schränkungen vorzunehmen.
6.2
Ein Rentenanspruch
entsteht gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG unter an
der
em erst bei einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % (vgl. vorstehend
E. 1.2). Da
der
Beschwerdeführer in seiner
zuletzt ausgeübten Tätigkeit
in
einem Imbiss in der Reinigung und als Hilfskoch
seit
August 2015
zu 50 % arbeitsun
fähig ist (vgl. vorstehend
E. 5.
7
), begann die einjährige Wartefrist per
dann
zu laufen.
M
ithin ist
der
frühestmögliche Rentenb
eginn
im August 2016.
6.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein
kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.4
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Ein
kommensvergleichs gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorge
nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypotheti
sche Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Inva
lideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Pro
zentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die
konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder untersch
r
eitet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
6.5
Der
Beschwerdeführer
reiste im Januar 2007 aus dem Iran in die Schweiz ein (vgl. Urk. 7/3 Ziff. 1.6). Seit März 2009 arbeitete er in einem kleinen Pensum in einem Imbiss in der Reinigung und als Hilfskoch (vgl. Urk. 7/13/1-7; Urk. 7/13/9-10).
Vorliegend kann
offen bleiben
, in welchem Pensum der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens erwerbstätig
und wie hoch sein
erzieltes Ein
kommen
war beziehungsweise ob er bei guter Gesundheit
ein höheres Einkom
men
hätte erzielen können.
Da dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit
seit
August
201
5
zu 50 % zumutbar ist, genügt zur Bemessung des Invaliditäts
grades ein Prozentvergleich (vgl. vorstehend E. 6.4). Dabei resultiert ein Invali
ditätsgrad von 50 % (
Valideneinkommen
: 100, Invalideneinkommen: 50), wes
halb der Beschwerdeführer
ab
August
201
6
Anspruch auf eine halbe Rente hat.
Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
6
9 Abs.
1
bis
IVG) und auf Fr.
1’0
00.-- anzusetzen.
Da der Beschwerdeführer bezüglich des Rentenanspruchs an sich obsiegt, sind die Kosten vollumfänglich der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
7.2
Die Kosten de
r Begutachtung durch Dr.
A._
in der Höhe von
insgesamt
Fr. 6'626.20
(
Fr.
5'700
.-- + Fr. 600.-- + Fr. 118.10
+
Fr. 208.10;
Urk. 20
, Urk. 23/1-2, Urk. 25
) sind von der Beschwerdegegnerin zu tragen und somit dem Gericht zurückzuerstatten, war doch der Sachverhalt im Zeitpunkt des Ver
fügungserlasses ungenügend erstellt
(vgl. vorstehend E. 4.1)
.