Decision ID: a367d8e4-cff5-4bb7-8cb8-422b276e4639
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 2001 geborene
X._
begann am
13. August 2018
eine Lehre
als Auto
matikmonteur bei der
Y._ AG
und war daher bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Mit Schadenmeldung vom 12. November 2018 teilte die Arbeitgeberin der Suva mit, der Versicherte sei am 6. November 2018 als Fahrer eines Rollers seitwärts von einem Auto angefahren worden
und habe sich dabei die linke Schulter verletzt (Urk. 7/1)
.
Der
Versicherte
war ab dem 6. November 2018 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/7). Die Suva aner
kannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungs
leistungen (Urk. 7/4).
Am 29. Januar 2019 unterzog sich der Versicherte einer Schulterarthroskopie zur Limbus-
Refixation
sowie Kapselraffung des Schulter
gelenks links (Urk. 7/30).
Mit Schreiben vom 10. April 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, die noch bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfall
bedingt.
Der
Schaden, der am 2
9.
Januar 2019 operiert worden
sei
, hätte nicht zu ihren, sondern zu Lasten der Krankenversicherung gehen müssen; von einer Rückforderung der erbrachten Leist
ungen
sehe sie indes
ab. Die Versicherungs
leistungen seien per 14. April 2019 einzustellen (Urk. 7/39).
Da sich der Versicherte damit nicht einverstanden erklärte (
Urk.
7/46), holte die Suva eine w
e
itere
kreisärztliche
Stellungnahme
ein
(Urk. 7/49)
,
verfügte a
m 17. Juni 2019
im angekündigten Sinne
und stellte die Leistungen per 14. April 2019 ein
(Urk. 7/51).
Dagegen liess der Versicherte am 15. Juli 2019 Einsprache erheben (Urk. 7/56; ergänzend begründet am 26. September 2019, Urk. 7/60)
.
Nach Ein
holung einer
orthopädisch-chirurgischen versicherungsmedizinischen
Beurteilung (Urk. 7/73) wies die Suva die Einsprache mit Entscheid vom 26. März 2020 ab (Urk. 2 [= Urk. 7/75]).
2.
Dagegen liess der Versicherte am 12. Mai 2020 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 2
6.
März 2020 sei auf
zuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten; es seien i
h
m insbesondere die Kosten der Heilbehandlung und das gesetzlich vorgesehene Tag
geld von der Beschwerdegegnerin zu vergüten. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Durchführung eines unabhängigen medizinischen Gutachtens zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 1 S. 2).
Mit Eingabe vom 17. Juni 2020 ver
zichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer umfasse
nden Beschwerdeantwort (Urk. 6).
Mit
Verfügung vom 19. Juni 2
020
wurde dies dem Versicherten zur K
enntnis gebracht
und von der Anordnung eines zweiten
Schriftenwechsels abgesehen
(Urk. 8). Der Beschwerdeführer liess sich in der Folge nicht mehr vernehmen. Am 1
6.
März 2021 teilte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, sein Mandat
sei
beendet (Urk. 9
)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.2
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes üb
er die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie An
spruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (
Art.
18 Abs. 1 UVG)
.
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer
den kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3.2
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfall
versicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglich
keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweislast
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten mass
gebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.3.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab
klärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
gestützt auf die Einschätzung ihres Kreisarztes damit, dass
nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit angenommen werden könne, beim geltend gemachten Ereignis vom 6. November 2018 sei es zu einer Schulterluxation gekommen. Die Begleit
umstände und die fehlenden Symptome (Schmerz, Ergussbildung, äussere
Hämatombildung
, Schwellung, Schürfungen) sprächen nicht für eine frische Ver
letzung eines Vorzu
standes im Sinne einer richtung
gebenden Verschlimmerung
.
E
s handle sich lediglich um eine
vorübergehende Verschlimmerung;
d
er Vor
zustand sei am 14. April 2019 erreicht gewesen (Urk. 2 S. 4).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend,
im Bericht des behandelnden Arztes sei ausgeführt worden, dass er vor dem Unfallereignis keinerlei Probleme oder Einschränkungen mit
der Schulter gehabt habe.
Dieser
sei zum Schluss gekommen, durch den Riss habe sich Gelenksflüssigkeit getränkt und
extraartikulär
angesammelt. Bei einer langen vorbestehenden Instabilität wäre zu erwarten gewesen, dass sich der Knorpel abgeschliffen hätte oder in irgendeiner Form
chondropathisch
beeinträchtigt
gewesen
wäre, was nicht der Fall sei. Insgesamt gäbe es weder radiologisc
he noch
klinisch anamnestisch
e
oder
epidemiologisch
e
Hin
weise auf irgendetwas anderes
als
ein traumatische
s
Geschehen.
Des
halb
sei
hier ein überwiegend wahrscheinlich direkter, kausaler Zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 6. November 2018 und
den Beschwerden
gegeben
(Urk. 1 S. 5). Es würden mehr als geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung vorliegen. Der
Einsp
racheentscheid
vom 26. März 2020 sei aufzuheben und ihm seien die vorgesehenen gesetzliche
n
Leistungen für das Unfallereignis und dessen Folgen auszurichten
(Urk. 1 S. 6).
3.
3.1
Am 6. November 2018 erfolgte die medizinische Erstbehandlung des Beschwerdeführers bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, welcher eine Kontusion der linken Schulter mit Zerrung im AC-Gelenk
diagnostizierte
. Er attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit ab dem 6. November 2018 (Urk. 7/7).
3.2
Am 13. November 2018 wurde der B
eschwerdeführer erstmals bei
PD
Dr.
med.
A._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vorstellig.
Gemäss
Verlaufsbericht vom 15. Januar 2019
hatte PD
Dr.
A._
notiert
, das Röntgen beim Hausarzt habe auf eine Luxation hingedeutet. Vom Befund her habe sich jedoch ein adäquates Gelenkspiel mit schmerzhafter Gelenkentfaltung und
anteriorer
Subluxation des Gelenkes gezeigt. Er äusserte die Diagnose eines Verdachtes auf Luxation des Schultergelenks links
und
ordnete ein MRI zur Abklärung des
Schulteralignments
und möglicher Weichteilschäden an.
Am 29. November 2018 diagnostizierte
er
einen Labrum
einriss im Schultergelenk links. Die Behandlung wurde
konservativ weitergeführt;
mittels
Taping
sollte eine Verbesserung der Funktion
der Schulter
erreicht wer
den. Nachdem
bei
ko
nservativer
Therapie und dem Zuwa
rten von Kontrolle zu Kontrolle
eine relevante klinische Verschlechterung festgestellt
worden war
,
wurde
am 8. Januar 2019 die Planung einer Operation im Sinne einer Schulter
arthroskopie mit
Labru
mrefixation
in Angriff genommen
(Urk. 7/18).
3.3
Am
1
3.
November 2018 wurde durch
Dr.
med.
B._
, Facharzt Radiolo
gie, ein MR der linken Schulter angefertigt. Aus dem Bericht geht hervor, dass
sich
paralabrale
Zysten, differentialdiagnostisch am ehesten bei
labralen
Ein
rissen im unteren
inneren und weniger ausgeprägt im oberen inneren Quadranten gezeigt hätten. Ein Knochenmarködem oder Frakturnachweis habe sich nach Trauma nicht visualisiert.
Am
muskulotendinösen
Übergang des M.
sub
scap
ularis
habe sich
ventralseitig
eine
kleinvolumige
Rissbildung von 6x6x7 mm Grösse finden lassen. Die r
estliche
Rotatorenmanschette
sei
intakt (Urk. 7/15).
3.4
Am 2
9.
Januar 2019 unterzog sich der Beschwerdeführer
einer
Schulter
arthroskopie mit Limbus-
Refixation
und Kapselraffung des Schultergelenks links.
Dem Operationsbericht kann entnommen werden, dass
sich der Knorpel,
der
Humerus
und
das
Glenoid
im Blick von
posterior
intakt gezeigt
haben. Die
Rotatorenmanschette
und
die
lange
Bizepssehne
seien unauffällig gewe
sen. Ventral habe sich ein
langstreckiger
Riss des Limbus bis in die Kapsel
reichend gezeigt. Es sei ein w
e
i
teres Portal angelegt, der Limbus mobilis
i
ert und die Basis angefrischt worden. Danach seien zwei Anker mit 1.4 mm eingebracht worden, welche j
eweils ein 2 mm breites Tape trü
gen. Die Tapes seien benutzt worden, um den Limbus stabil zu
refixieren
und die Kapsel zu versch
l
iessen. Die mechanische Kontrolle habe eine gute Stabilität gezeigt (Urk. 7/30).
3.5
Am
2
9.
März 2019 nahm Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt Radiologie, Stellung.
Er kam zum Schluss,
der Schaden, der operiert worden sei, sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen. Die
paralab
ralen
Zysten seien schon seit langer Zeit vorhanden und seien Zeichen einer alten Läsion des Labrum
gle
n
oidale
(Urk. 7/36).
Am
5. Juni 2019
ergänzte er
, im MRI vom 13. November 2018 hätten sich
paralabrale
Zysten entlan
g
des Randes des ventralen Sektors des Labrum
glenoidale
feststellen lassen. Zudem habe sich eine sehr kleine, scharf abgrenzbare Flüssigkeitskollektion ventral des
tendo
muskulären
Übergangs des
Musculus
subscapulari
s
nachweisen lassen. Diese sei
vom beurteilenden Radiologen zwar als Zeichen einer Partialruptur des
Musculus
su
bscapular
i
s
interpretiert worden;
bei genauer Betrachtung müsse aufgrund einer erkennbaren Kapsel und der Nachbarschaft zum Labrum
glenoidale
davon ausgegangen werden
, dass es sich dabei am ehesten
um ein kleines Ganglion handle.
Ödemartige
Knochenmarkveränderungen oder sonstige Hinweise auf frische traumatisch bedingte Läsionen hätten sich nicht nachweisen lassen. Es werde nicht abgestritten, dass eine
langstreckige
Läsion des Labrum
glenoidale
vorliege, diese sei jedoch keineswegs auf den Unfall vom 6. November 2018 zurückzuführen, da sich bereits am 13. November 2018
paralabrale
Zysten
hätten
nachweisen la
ssen. Diese würden einen durchgehenden Riss des Labrum
glenoidalis
voraussetzen, könnten aber nicht in nur einer Woche entstehen, sondern würden wesentlich längere Zeit benötigen.
Der Riss im Labrum
glenoidale
sei längere Zeit vor dem
6.
November 2018 entstanden
, zudem trete ein derart ausgedehnter Riss praktisch nie isoliert auf
. Es fehle auch jedes Zeichen einer halbwegs relevanten frischen Traumatisierung des Schultergelenks (Urk. 7/49).
3.6
Der behandelnde Arzt
PD
Dr.
A._
hielt in seinem Antwortscheiben
vom 16. August 2019
zuhanden der Recht
s
schutzversicherung des Beschwerdeführers fest, das MRI habe bereits eine Partialruptur der Sehne des
Subscapularis
gezeigt, wobei eine Sehnenverletzung eine L
istenverletzung sei. Zudem sei ein
deutliche
r
,
labrale
r
Einriss
im unteren, inneren Drittel in der typischen Konstellation für eine traumatische Schulterluxation festgestellt worden. Durch diesen Riss habe sich Gelenksflüssigkeit getränkt und
extraartikulär
angesammelt. Gestützt auf die orthopädische Untersuchung könne er sowohl von einem typischen Apprehension
sz
eichen, sprich einer hochgradigen Instabilität, berichten wie auch von typischen Zeichen einer frischen Traumatisierung der Stabilität der Schulter. Die Argumentation, dass die Zysten chronisch s
eien, sei sicherlich interessant und gleichermassen sinnlos. In dem Moment, wo das Labrum
rupturiere
, könne Gelenksflüssigkeit durch den Spalt nach aussen durchtreten. Es sei von der Hand zu weisen, dass es sich um eine vorbestehende Instabilität oder
eine anatomische Variante hand
le, da beim
Buford-Komplex ein deutlich verdicktes MGHL bestehe und kein Labrum, was radiologisch leicht abgegrenzt werden könne. Da das Labrum in seiner Ruptur die Energie des Unfalls in toto aufgenommen habe, habe es keine Frakturzeichen
gegeben
, was im Alter des Beschwerdeführers sehr typisch sei.
Wenn eine lange vorbestehende Instabilität vorgelegen hätte, wäre zu erwarten gewesen, d
as
s sich der Knorpel
abgeschliffen
hätte
oder in irgendeiner Form
chondropathisch
beeinträchtigt
gewesen wäre.
Weder radiologisch noch klinisch anamnestisch oder epidemiologisch
seien
Hinweise auf irgendetwas anderes
als eine frische Verletzung und Instabilität ersichtlich gewesen. Es bestehe
ein überwiegend wahrscheinlich direkter kausaler Zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 6. November 2018 und den Beschwerden (Urk. 7/60
/7-8
).
3.7
Am 2
4.
Januar 2020 wurde durch
Dr.
B._
eine MR-
Arthrographie
der linken Schulter angefertigt
, welche
eine
nur
leichte AC-Gelenksarthrose
gezeigt
habe
. D
ie vordere Gelenkkapsel mit Diskontinuität am Übergang vom unteren zum mittleren
glenohumeralen
Ligament
sei auffallend weit
gewesen.
Das
s
uperiore
ventrale
glenohumerale
Ligament wie auch
die
Rotatorenintervalle
seien nach i
ntraartikulärer Kontrastmitteli
njektion nicht abschliessend beurteilbar gewesen;
d
ifferenzialdiagnostisch sei eine Re-Ruptur bildmorphologisch möglich
. Das Labrum sei
anteroinferior
leicht
und
anterosuperior
weniger
deformiert
gewesen
mit kleine
r
sublabraler
r
ezessus
artiger
Veränderung am Übergang zum
Bizeps
sehnenanker
;
differenzialdiagnostisch
sei am ehesten von
narbige
n
Veränderungen nach Operation
auszugehen
(Urk. 7/70).
3.8
Am
3.
März 2020 unterzog sich der Beschwerdeführer bei rezidiver Instabilität bei Status nach
Bankart
Schultergelenk links einer Revision des Schultergelenks mit Re-
Bankart
, Kapselraffung und Entfernung der Implantate
, die
durch
PD
Dr.
A._
durchgeführt wurde
(Urk. 7/71)
.
3.9
Am 24. März 2020
erstattete
Dr.
med.
D._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin
eine orthopädis
ch-chirurgische Beurteilung.
Er
hielt
fest
, Unfallhergang
und der Erstbefund
würden
Inkonsistenzen aufweisen
. Unstrittig sei, dass eine vordere Instabilität des linken Schultergelenkes vorgelegen habe und vermutlich immer noch vorliege, da die vordere Gelenkkapsel
sich nach der Operation
als auffallend weit erweise. Nicht aktenkundig sei, inwieweit eine Instabilität des Gelenkes bereits vor dem Unfallereignis vorgelegen habe, ohne dass es zu Luxationen gekommen
sei
. Ebenfalls nicht aktenkundig sei, ob der junge Beschwerdeführer bereits im erheblichen Masse Überkopfarbeit durch
geführt oder Wurfsportarten
betrieben habe
. Solche Belastungen könnten zu Mikrotraumatisierungen des ventralen Labrum
glenoidale
führen und eine Er
klärung für den Defekt sein
;
h
ierzu würden auch die
sublabralen
Zyste
n passen. Ein Defekt
des Labrum
im ventralen Bereich habe zweifellos vorgelegen.
Dr.
C._
habe das Entstehen der festgestellten
sublabralen
Zysten auf einen früheren Zeitpunkt als den
6.
November 2018 datiert. Die Gegenargumentation von
PD
Dr.
A._
überzeuge nicht, da zwischen dem einfachen Abfluss von Gelenkflüssigkeit und
sublabralen
Zysten ein erheblicher
morphologischer
Unter
schied bestehe. Inwieweit es im Rahmen des Unfallereignisses tatsächlich zu einer Luxation des linken Schultergelenkes gekommen sei, lasse sich nicht eindeutig feststellen. Einerseits sei
en
eine vordere Instabilität mit sehr weiter Gelenkkapsel und ein Labrumriss ein Zeichen für eine stattgehabte Luxation. Gegen diese Theorie spreche allerdings, dass es keinerlei sonstige Verletzungen (Knorpel
am Vorderrand des
Glenoids
, umfangreichere Schäden der
Rotatorenmanschette
etc.) gegeben habe. Der Luxationsmechanismus sei eine erhebliche Gewalteinwirkung auf die Schulter, die in der Regel zu grösseren Schäden führe. Eine vorbestehende vordere Instabilität des linken Schultergelenkes mit entsprechender Luxations
tendenz könne durchaus vorausgesetzt werden. Tatsache sei, dass Zysten nicht innerhalb von einer Woche, son
dern über längere Zeit entstünden
. Beschwerde
freiheit und fehlende Funktionseinschränkung vor dem Ereignis seien kein Be
weis, dass nicht bereits Schäden vorgelegen
hätten
. Aufgrund des Alters des Beschwerdeführers seien
chondrale
Läsionen bei lange zuvor bestehender Instabilität aus den gleichen Gründen nicht zu erwarten
gewesen
wie Fraktur
zeichen im Rahmen einer postulierten Luxation. Im vorliegenden Fall handle es sich eindeutig um Zyste
n
am
Glenoid
. Hätte eine Luxation tatsächlich vorgelegen, wären zumindest massive Schmerzen und auch ein Gelenkerguss vorausgesetzt
.
E
s sei denn, die Luxation wäre nicht das erste Ma
l eingetreten, sondern es hätte
sich um eine habitue
lle Schulterluxation
gehandelt
. Es könne daher
nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit angenommen werden
, dass es bei dem geltend gemachten Ereignis vom 6. November 2018 zu einer Schulterluxation gekommen sei. Die Begleitumstände und fehlenden Symptome würden
auch
nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit für eine frische Verletzung eines Vorzustandes im Sinne einer richtunggebenden
, sondern vielmehr für eine vorübergehende
Ver
schlimmerung sprechen. Der Vorzustand sei am 14. April 2019 erreicht
gewesen
(Urk. 7/73/3-5).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin anerkannte hins
ichtlich des Ereignisses vom 6.
November 2018 grundsätzlich ihre Leistungspflicht. Strittig und zu prüfen ist jedoch, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht mit der Begründung, die bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbedingt, per 14. April 2019 eingestellt hat.
Vorab ist festzuhalten, dass es dem
Unfall
versicherer grundsätzlich unbenommen ist, zunächst im Rahmen einer formlosen Deckungsanerkennung Leistungen wie Heilbehandlung und Taggelder zu erbringen und diese nach einer eingehenden Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen (
Unfall
tatbestand, Kausalität) bei ent
sprechendem Untersuchungsergebnis ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel
der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision «ex
nunc
et pro
futuro
» - das heisst unter Verzicht auf eine Rückforderung der bisher gewährten Versicherungsleistungen - einzustellen (BGE 130 V 380 E. 2.3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_1019/2009 vom 26. Mai 2010 E. 4.2).
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
im angefochtenen Entscheid vom 26. März 2020
insbesondere auf die Beurteilung
en
der Ärzte
Dres
.
C._
und
D._
. Diese wurden in Kenntnis der relevanten
Vorakten
abgegeben und
sind
für die streitigen Belange umfassend. Sofern der Beschwerdeführer geltend macht, es hätten Berichte von
PD
Dr.
A._
eingeholt werden müssen, ist darauf hinzu
weisen, dass seine Berichte aktenkundig sind und in
die
Beurteilung
von Dr.
D._
Eingang fanden
(vgl. Urk.
7/73/2 und 7/73/4).
Dr.
D._
hat die medizinischen Zusammenhänge
sodann
unter Berücksichtigung der Befunde und der geklagten Beschwerden einleuchtend dargelegt und seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Somit liegt eine den
rechtsprechungsgemäss
erforderlichen Kriterien entsprechende ärztliche Entscheidungsgrundlage vor (E. 1.4). Dabei schadet auch nicht, dass der Versicherungsmediziner den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat
(vgl. Urk. 1 S. 5)
, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommt, sofern – wie im konkreten Fall – ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundes
gerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen).
4.3
Vorliegend unbestritten ist, dass beim Beschwerdeführer eine
langstreckige
Läsion des Labrums
vorlag
(Urk. 7/49/1
,
3.9
).
Dr.
D._
und
Dr.
C._
verwiesen darauf
, dass
sich
bildgebend bereits am 13. November 2018
paralabrale
Zysten nachweisen liessen
(E. 3.5 und 3.9)
.
Da sich solche Zysten ihren Ausführungen zufolge über einen längeren Zeitraum entwickeln und sich morphologisch von reiner Gelenksflüssigkeit unterscheiden, schlossen sie einen Zusammenhang zwischen dem Labrumriss und dem Ereignis vom
6.
November 2018 aus, zumal keinerlei Verletzungen, welche eine Luxation hätten begründen lassen, zeitnah zum fraglichen Ereignis dokumentiert waren und das Vorliegen eines
labralen
Einrisses sowie einer Partialruptur der
Subscapularissehne
schwache Indizien für eine stattgehabte Luxation darstellten (E. 3.5, E. 3.9,
Urk.
7/72 S. 4). Diese Darlegungen sind plausibel und nachvollziehbar.
Insbesondere vermag die Ansicht von
PD
Dr.
A._
(vgl. E. 3.6), wonach der Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis nicht an Schulterbeschwerden gelitten habe, weshalb diese unfallkausal seien, nicht zu überzeugen.
Rechtsprechungs
gemäss ist eine solche Schlussfolgerung nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc» beweisrechtlich nicht zulässig und genügt zum Nachweis der Unfall
kausalität nicht (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 2
5.
Juli 2013 E. 5.1).
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs mit dem
Unfall
ereignis genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (vgl. E. 1.3.1).
Operativ konnte sodann festgestellt werden, dass d
ie
Rotatoren
manschette
und die lange
Bizepssehne
unauffällig
waren
(vgl. E. 3.4).
Damit lassen sich an der Einschätzung
der
Dres
.
C._
und
D._
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 6) keine Zweifel begründen.
D
er Auffassung von
Versicherungsmediziner
Dr.
D._
,
wonach
sich
bei fehlenden Anzeichen einer frischen Traumatisierung
überwiegend wahrscheinlich
eine
Luxation
des linken Schultergelenkes
durch den Sturz vom
6.
November 2018 nicht begründen lässt
(E. 3.9)
,
ist mithin zu folgen. Damit ist angesichts des Dargelegten nicht zu beanstanden, dass
Dr.
D._
auf eine vorübergehende Verschlimmerung schloss, die operativ behandelte Schädigung jedoch als nicht in Zusammenhang mit dem Ereignis vom
6.
November 2018 stehend bezeichnete (E. 3.9).
Für weitere medizinische Ab
klärungen besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
E
s ist daher erstellt, dass es durch das Unfallereignis vom 6. November 2018
bloss
zu einer vorübergehenden Ver
schlimmerung der Schulterbeschwerden kam und die Läsion des Labrum
glenoidale
in
k
einem Kausalzusammenhang zum Ereignis steht.
4.4
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, ist aber davon auszu
gehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der (aktuelle) Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom
gemäss
Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen und es entfällt bei Erreichen des Status quo sine
vel
ante eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteile des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 21. Mai 2010 E. 4.3, 8C_181/2009 vom 30. September 2009 E. 5.4 f., 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 und 4 sowie U 266/99 vom 14. März 2000 E. 1).
Beim Unfall
vom
6.
November 2018
kam es lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung
eines
Vorzustandes. Mit anderen Worten ist
nicht
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass das Ereignis vom
6. November 2018
eine Teilursache für die am
29. Januar 2019 durchgeführte Schulter
arthroskopie mit
Limbus-
Refixation
und Kapselraf
fung des Schultergelenkes links
bildet
e
.
Gestützt auf die Einschätzungen von
Dr.
C._
und
Dr.
D._
war
sodann
der Status quo sine spätestens im April 2019
erreicht
.
Entsprechend waren keine weiteren Leistungen mehr geschuldet. Da die Beschwerdegegnerin mit
Ein
spracheentscheid
vom 26. März 2020 zwar eine Leistungspflicht verneinte, auf eine Rückforderung der erbrachten Leistungen jedoch verzichtete, mithin die Kosten bis am 14. April 2019 gedeckt wurden, erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
5.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 26. März 2020 (Urk. 2) erweist sich damit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.