Decision ID: 52779367-c7d7-4bbd-82ec-eb1f3e68fdf8
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_001
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
I. Sachverhalt:
1. Die Jugendinstitution C._ in D._ (nachfolgend:
C._) bietet sechs bis acht intensiv betreute Wohn- und
Schulplätze für Jugendliche mit psychischen Einschränkungen und/oder
Verhaltensauffälligkeiten an. Durch die verschiedenen Angebote und den
individuellen Schulunterricht haben die Jugendlichen die Möglichkeit,
einen Schulabschluss zu erlangen. Trägerschaft des C._ ist der
Verein A._ welcher auch den Zirkus E._ betreibt.
2. Am 28. November 2019 ersuchte das C._ das kantonale
Sozialamt Graubünden (nachfolgend: Sozialamt) um Erhöhung der
Tagespauschale von CHF 352.-- auf CHF 400.--. Nach einem schriftlichen
Austausch und einer Besprechung zwischen dem Sozialamt und dem
C._ am 24. Januar 2020 lehnte das Departement für
Volkswirtschaft und Soziales Graubünden (nachfolgend: DVS) das
Gesuch mit Entscheid vom 19. Juni 2020 ab und verfügte insbesondere
was folgt:
"1. Der Verein A._ F._, erfüllt die finanziellen Voraussetzungen zur
Unterstellung unter die IVSE und wird befristet für das Jahr 2020 auf die IVSE-Liste
des Kantons Graubünden aufgenommen.
2. Die Leistungsabgeltung des Vereins A._ erfolgt nach der Methode
Pauschalabrechnung. Der anrechenbare Nettoaufwand für das Jahr 2020 beträgt
CHF 265.-- pro Kalendertag für die Leistung Wohnen und CHF 87.-- pro Kalendertag
für die Leistung interner Schulbetrieb."
3. Gegen Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung des DVS erhob der Verein
A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 13. August 2020
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und
beantragte sinngemäss deren Aufhebung und die Zusprechung der im
Gesuch vom 28. November 2019 beantragten höheren Tagespauschale.
Seinen Standpunkt begründete der Beschwerdeführer im Wesentlichen
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damit, dass sich die Vorinstanz mit den Argumenten des C._ gar
nicht auseinandergesetzt habe. Vielmehr sei sie von einer unrealistischen
Auslastung mit durchschnittlich 6.4 Jugendlichen ausgegangen, was aber
bei dem geltenden Personalschlüssel gar nicht möglich sei. Tatsächlich
betrage die Normbelegung sechs Jugendliche. Die Auslastung, von
welcher die Vorinstanz ausgehe, sei zudem seit der Erhöhung der
Platzzahl bis anhin auch nicht erreicht worden. Die zu hohe Sollauslastung
und die Nichtberücksichtigung der höheren Personalkosten führten dazu,
dass die Vorinstanz tiefere Tarife für kostendeckend halte, als dies
gemäss dem Budget des Beschwerdeführers der Fall sei. Die Vorinstanz
berücksichtige hierbei lediglich die Jahresrechnung bis zum Jahr 2018. Sie
bestrafe das C._ für eine Wirtschaftlichkeitsmassnahme aus dem
Jahr 2015. Eine vergleichbare Institution erhalte auch eine
Tagespauschale von CHF 400.--. Aus all diesen Gründen sei die
angefochtene Verfügung falsch, willkürlich und verletze das rechtliche
Gehör. Ein Weiterbetrieb unter den festgelegten Bedingungen würde zu
einer Schliessung des C._ führen.
4. Mit Vernehmlassung vom 24. September 2020 schloss das DVS
(nachfolgend: Beschwerdegegner) auf kostenfällige Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Der
Beschwerdegegner bestritt darin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs.
Nach Eingang des Gesuchs des C._ vom 28. November 2019
seien die Vorbringen betreffend die Anpassung der Tagespauschale
seitens des Sozialamts überprüft worden. Aufgrund offener Fragen habe
sich das Sozialamt am 18. Dezember 2019 an das C._ gewandt.
Trotz Antwortschreiben des C._ vom 9. Januar 2020 seien
weiterhin relevante Aspekte ungeklärt geblieben, sodass am 24. Januar
2020 ein klärendes Gespräch zwischen dem Sozialamt und dem
C._ stattgefunden habe. Dabei habe das Sozialamt aufgezeigt,
weshalb eine Tariferhöhung nicht möglich sei. Eine erneute einlässliche
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Begründung in der Verfügung sei deshalb nicht mehr nötig gewesen. Das
C._ habe es unterlassen, die erforderlichen Informationen
betreffend Tariferhöhung einzureichen. Des Weiteren legte der
Beschwerdegegner dar, wie das Sozialamt die Tarife berechnet. Ziel des
Tarifs sei die Deckung der Nettokosten. Bei der Tarifberechnung stütze
sich das Sozialamt auf revidierte Jahresrechnungen und nicht auf mit
Unsicherheiten behaftete Budgets. Die Tarifberechnung für das Jahr 2020
beziehe sich folglich auf das Geschäftsjahr 2018. In der Berechnung
erreiche das C._ den aktuell verfügten Tarif von CHF 352.-- nicht,
sodass dieser eigentlich auf den Betrag von CHF 255.-- gesenkt werden
müsste. Der vom C._ geforderte Tarif sei auf jeden Fall nicht
gerechtfertigt. Bezüglich der Auslastung verwies der Beschwerdegegner
auf die rechtskräftige Betriebsbewilligung des Sozialamts vom 7. August
2019, mit der insgesamt 8 Plätze bewilligt wurden. Soweit diese
Bewilligung in Frage gestellt werde, sei darauf nicht einzutreten.
Hinsichtlich der Auslastung habe das Sozialamt im Einklang mit den
einschlägigen Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen
(nachfolgend: BSV) mit 80 % gerechnet. Was den höheren
Personalaufwand betreffe, habe das C._ die höheren Löhne zu
spät und mit unvollständiger Stellenbeschreibung eingereicht, sodass eine
fristgerechte Prüfung durch das Personalamt des Kantons Graubünden
(nachfolgend: Personalamt) nicht mehr möglich gewesen sei. Folglich
hätten die Lohnerhöhungen im Tarif 2020 nicht berücksichtigt werden
können. Die Lohnerhöhungen könnten aber bei einem allfällig negativen
Ergebnis mit dem Schwankungsfonds verrechnet werden. Schliesslich
erweise sich der Einwand, eine andere Institution erhalte für das gleiche
Angebot eine Tagespauschale von CHF 400.--, als unbehelflich, zumal in
der Zwischenzeit festgestellt worden sei, dass der Tarif für diese Institution
zu hoch angesetzt worden sei und daher einer Korrektur bedürfe.
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5. Mit Replik vom 3. November 2020 vertiefte der Beschwerdeführer seine
Argumentation. Insbesondere brachte er hinsichtlich der erwarteten Soll-
auslastung von 80 % vor, dass sich die vom Beschwerdegegner
angeführten Kreisschreiben des BSV lediglich auf Einrichtungen bezögen,
die erwachsene Menschen mit Behinderungen betreuten. Damit seien sie
für den vorliegenden Fall nicht einschlägig.
6. Der Beschwerdegegner entgegnete in seiner Duplik vom 16. November
2020, es sei vertretbar und nicht willkürlich, die Kreisschreiben des BSV in
analoger Weise auf Einrichtungen, die sich auf Jugendliche spezialisiert
hätten, anzuwenden, da diese nicht zwingend eine deutlich höhere
Fluktuation auswiesen als Einrichtungen, die erwachsene Personen mit
einer Behinderung beherbergten und betreuten.
7. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in
der angefochtenen Verfügung sowie auf die im Recht liegenden
Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Considerations:
II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt bildet vorliegend die Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung
des Beschwerdegegners vom 19. Juni 2020, worin der anrechenbare
Nettoaufwand des Beschwerdeführers für das Jahr 2020 auf CHF 265.--
pro Kalendertag für die Leistung Wohnen und auf CHF 87.-- pro
Kalendertag für die Leistung interner Schulbetrieb festgesetzt wurde.
Dabei handelt es sich um ein taugliches Anfechtungsobjekt, für dessen
Überprüfung das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zuständig
ist (Art. 49 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
[VRG; BR 370.100]). Nach Art. 50 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer
durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges
Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch
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besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist. Der Beschwerdeführer ist als
Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese unmittelbar betroffen
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung.
Seine Beschwerdelegitimation ist folglich zu bejahen. Auf die zudem frist-
und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 38
Abs. 1 und 2, Art. 39 Abs. 1 lit. b und Art. 52 Abs. 1 VRG).
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Beschwerdegegner dem
Beschwerdeführer zu Recht eine Tagespauschale von CHF 352.-- anstelle
der geltend gemachten CHF 400.-- zugesprochen hat.
3.1.1. In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines
Anspruchs auf rechtliches Gehör, da der Beschwerdegegner in der
angefochtenen Verfügung nicht begründet habe, weshalb es zur
Ablehnung des Gesuchs um Erhöhung der Tagespauschale gekommen
sei.
3.1.2. Der Beschwerdegegner rekapituliert dazu die Etappen der Behandlung
des besagten Gesuchs und hält im Wesentlichen fest, aus der
Verfahrensgeschichte gehe hervor, dass dem Beschwerdeführer das
rechtliche Gehör jederzeit gewährt worden sei, sodass er sich nicht dazu
veranlasst gesehen habe, in der angefochtenen Verfügung erneut
detailliert darzulegen, weshalb eine Tarifanpassung von aktuell CHF 352.-
- auf neu CHF 400.-- nicht angemessen und somit nicht angezeigt sei.
3.2.1. Am 28. November 2019 ersuchte der Beschwerdeführer das Sozialamt um
Erhöhung der Tagespauschale von CHF 352.-- auf CHF 400.-- (vgl.
beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 11 inkl. Anhänge 11a-11b). Nach
einer ersten Prüfung der Gesuchsunterlagen wandte sich das Sozialamt
mit Schreiben vom 18. Dezember 2019 zwecks Klärung offener Fragen
betreffend Tagesstruktur, Personalplanung, Klientinnen und Klienten,
Auslastung durch Jugendliche und pädagogische Ausrichtung an den
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Beschwerdeführer. Insbesondere hielt das Sozialamt im besagten
Schreiben fest, dass eine Tarifberechnung basierend auf einer Auslastung
von unter 80 % als nicht gerechtfertigt angesehen werde (vgl. Bg-act. 1).
Da nach Eingang des Antwortschreibens des Beschwerdeführers vom 9.
Januar 2019 (recte: 2020) (vgl. Bg-act. 2) weiterhin Unklarheiten bezüglich
relevanter Aspekte bestanden, lud das Sozialamt den Beschwerdeführer
mit E-Mail vom 16. Januar 2020 zu einem Gesprächstermin am 24. Januar
2020 ein. Gleichzeitig wurden dem Beschwerdeführer die zu erörternden
Themen mitgeteilt, nämlich Kostenstelle(n), gegenwärtige Lohnsituation,
Lohnentwicklung der Mitarbeitenden, Betreuungsschlüssel und
Auslastung (vgl. Bg-act. 3). Am 21. Januar 2020 bestätigte der
Beschwerdeführer den Erhalt dieser E-Mail und den vorgeschlagenen
Gesprächstermin (vgl. Bg-act. 3). Auch wenn kein Gesprächsprotokoll
erstellt wurde, darf davon ausgegangen werden, dass am 24. Januar 2020
die erwähnten, vorgängig angekündigten Themen besprochen wurden
(vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 5 S. 24). Weil somit bereits
aus der früheren Korrespondenz zumindest die groben Linien der Position
des Sozialamts bzw. des Beschwerdegegners hervorgehen, kann sich der
Beschwerdeführer nicht darauf berufen, es sei ihm erst mit
Vernehmlassung des Beschwerdegegners bekannt geworden, aus
welchen Gründen das Gesuch um Erhöhung der Tagespauschale
abgelehnt worden sei. Demgegenüber hätte der Beschwerdegegner die
Ablehnung des Gesuchs in der angefochtenen Verfügung durchaus
begründen und dabei zumindest kurz die wesentlichen Überlegungen
nennen müssen, von denen er sich leiten liess und auf die er seinen
Entscheid stützt (vgl. BGE 142 III 433 E.4.3.2 mit Hinweisen), selbst wenn
aus seiner Sicht dem Beschwerdeführer die Ablehnungsgründe klar sein
mussten. Insofern leidet die angefochtene Verfügung an einem
Gehörsmangel.
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3.2.2. Nach der Rechtsprechung kann eine – wie vorliegend – nicht besonders
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als
geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor
einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie
auch die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. BGE 133 I 201 E.2.2 mit
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 1C_158/2019 vom 30. März 2020
E.2.6). Das angerufene Gericht verfügt unbestrittenermassen über
umfassende Kognition. Es hat einen doppelten Schriftenwechsel
durchgeführt und der Beschwerdeführer konnte sich zu sämtlichen
Vorbringen des Beschwerdegegners äussern. Damit kann die
Gehörsverletzung als geheilt gelten, ohne dass dem Beschwerdeführer
dadurch ein Nachteil erwachsen wäre.
4.1. In materieller Hinsicht streitig und zu prüfen ist zunächst, ob der
Beschwerdegegner für die Berechnung der Leistungspauschale zu Recht
auf die Jahresrechnung 2018 abgestellt und den seither eingetretenen
höheren Personalaufwand nicht berücksichtigt hat.
4.2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass das Sozialamt die
Jahresrechnungen nur bis zum Jahr 2018 berücksichtigt habe. Dies
entbehre jeder betriebswirtschaftlichen Logik, weil im Jahr 2018 das
C._ lediglich zu 46 % belegt gewesen sei und zu Sparzwecken
einzelne freie Stellen nicht besetzt worden seien. Mathematisch gesehen
sei die Berechnung des Sozialamts zwar korrekt, aber es sei eben zu
Unrecht auf den mittlerweile höheren Personalaufwand nicht eingegangen
worden. Gemäss Ziff. 7.1 der IVSE-Richtlinie zur Leistungsabgeltung und
zur Kostenrechnung (IVSE-Richtlinie LAKORE) "werde die
Leistungsabgeltung aufgrund von Erfahrungszahlen und möglichst
genauer Schätzung und Budgetierung im Voraus zwischen
Standortkanton und Einrichtung festgelegt." Die Vorgehensweise des
Sozialamts (Abstellen nur auf die Jahresrechnungen bis zum Jahr 2018,
Nichtberücksichtigung des höheren Personalaufwands) greife demnach
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zu kurz. Ebenfalls seien die in der IVSE-Richtlinie LAKORE aufgeführten
Regelungen bezüglich Über- und Unterdeckung bis heute noch nicht
kommuniziert worden. Ein wirtschaftlich einwandfreier Betrieb, wie ihn Art.
33 der interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE;
BR 546.710) fordere, wäre mit einem kantonalen Beitrag von unter
CHF 400.-- nicht mehr möglich. Bis anhin seien die Löhne der Angestellten
unterdurchschnittlich tief gewesen. Der Vorschlag des Sozialamts, höhere
Löhne vorübergehend aus dem Schwankungsfonds zu finanzieren, sei
anmassend, da diese Gelder benötigt würden, um bei
Belegungsschwankungen die wirtschaftliche Existenz zu sichern.
4.2.2. Dem hält der Beschwerdegegner entgegen, dass die Tarife der IVSE
jeweils bis spätestens am 31. Januar des Vertragsjahres mitgeteilt werden
müssten (Ziff. 7.3 IVSE-Richtlinie LAKORE). Für die Beurteilung der
höheren Löhne müsse ausserdem das Personalamt beigezogen werden.
Der Beschwerdeführer habe die detaillierte Aufstellung mit den
angepassten Löhnen erst am 27. Januar 2020 eingereicht. Die benötigten
Stellenbeschreibungen seien unvollständig eingereicht worden bzw. die
Angaben aus den Dokumenten vom 27. Januar 2020 hätten nicht mehr
den Unterlagen entsprochen, welche am 28. November 2019 eingereicht
und geprüft worden seien. Aufgrund der späten Zustellung und der
fehlenden Stellenbeschreibungen sei eine fristgerechte Überprüfung der
Löhne durch das Personalamt nicht mehr möglich gewesen. Im Tarif 2020
hätten folglich die zukünftigen Lohnerhöhungen nicht berücksichtigt
werden können. Die höheren Löhne könnten erst zwei Jahre später, d.h.
gestützt auf die dann massgebende revidierte Jahresrechnung 2020,
miteinfliessen. Für die Übergangszeit könnten die Lohnerhöhungen bei
einem allfällig negativen Ergebnis mit dem Schwankungsfonds (für das
Jahr 2018: CHF 150'000.--) verrechnet werden. Die Lohnerhöhungen
könnten aber auch stufenweise, z.B. verteilt auf zwei Jahre, eingeführt
werden.
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4.3. Das oben beschriebene Vorgehen des Sozialamts bzw. des
Beschwerdegegners erscheint sachgerecht. Einerseits ist bei der
Tarifberechnung nach Auffassung des angerufenen Gerichts das
Abstellen auf eine revidierte Jahresrechnung – und nicht auf ein mit
Unsicherheiten behaftetes Budget – zwingend. Für die Revision wurde
seitens des Sozialamts eigens ein Konzept ausgearbeitet (vgl. Bg-act. 4).
Anderseits wurde aufgezeigt, dass und wie konkret aufgrund dieser
retrospektiven Sichtweise auf künftige Entwicklungen reagiert werden
kann. Zudem hat es der Beschwerdeführer – wie der Beschwerdegegner
zutreffend festhält – schlichtweg versäumt, zeitgerecht die notwendigen
Unterlagen beizubringen (vgl. Bf-act. 5 S. 19, S. 22 und S. 24 sowie Bg-
act. 10 inkl. Anhänge 10a-10h). Der Beschwerdegegner hat somit für die
Berechnung der Leistungspauschale zu Recht auf die Jahresrechnung
2018 abgestellt und den seither eingetretenen höheren Personalaufwand
nicht berücksichtigt, weshalb die diesbezügliche Rüge des
Beschwerdeführers abzuweisen ist.
5.1.1. Sodann ist die Anwendbarkeit der IVSE auf den Beschwerdeführer
gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. A dieser Vereinbarung unbestritten. Ebenfalls
unbestritten ist die Gültigkeit der Verfügung "Bewilligung zur Heimpflege"
des Sozialamts vom 7. August 2019, mit welcher dem Beschwerdeführer
maximal 8 Plätze zur Betreuung von Jugendlichen im Alter von in der
Regel 13 bis 18 Jahren bewilligt wurden (befristet bis am 30. Juni 2023).
Gleichzeitig erwog das Sozialamt, dass die Tarifordnung des
Beschwerdeführers maximal CHF 352.-- pro Tag betrage (vgl. Bg-act. 6).
Während der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde noch geltend
machte, es sei von einer Normbelegung von 6 Jugendlichen auszugehen,
was der rechtskräftigen Betriebsbewilligung klar widersprechen würde,
stellte er in seiner Replik klar, dass die in der Heimbewilligung vom 7.
August 2019 bewilligten 8 Plätze nicht in Frage gestellt würden.
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5.1.2. Strittig ist hingegen, wie der Beschwerdegegner die durchschnittliche
Belegung der beschwerdeführenden Institution festgelegt hat, um die
Tagespauschale zu berechnen. In diesem Zusammenhang ist
insbesondere die Anwendbarkeit der Kreisschreiben des BSV über die
Gewährung von Betriebsbeiträgen an Wohnheime, kollektive Wohnformen
und Tagesstätten für Behinderte (KSWH) und über die Kostenvergütung
an Eingliederungsstätten (KKES) umstritten.
5.2.1. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass der
Beschwerdegegner seine Argumentation hauptsächlich auf die erwartete
Sollauslastung von 80 % stütze. Eine durchschnittliche Auslastung von 80
% sei, wie bereits dem Sozialamt dargelegt, aus pädagogischen und
betriebswirtschaftlichen Gründen nicht realistisch. Da vereinzelt auch
Jugendliche in Sondersettings zu geringeren Tagessätzen betreut würden,
werde bei der Berechnung der effektiven Auslastung auf den Ertrag aus
Tagestaxen und nicht auf die Aufenthaltstage abgestellt. Die Übersicht der
Belegungszahlen aufgrund des erwirtschafteten Ertrags von 2015 bis
2019 ergebe eine durchschnittliche Auslastung von knapp 67 %. Bei der
Erhöhung der Betreuungsplätze im Jahr 2015 sei für das Sozialamt klar
gewesen, dass nicht eine Vollbelegung angestrebt werde, sondern die
Verringerung von Belegungsschwankungen. Mit dem geltenden
Personalschlüssel könne eine durchschnittliche Belegung von 6.4
Jugendlichen nicht erreicht werden. Eine solche Belegung sei aufgrund
der hohen Fluktuation, der geringen Betriebsgrösse und der
anspruchsvollen Klientel auch nicht realistisch und seit der Erhöhung der
Platzzahl bis anhin auch nicht erreicht worden. Anstatt 6.4 betrage die
Normbelegung 6 Jugendliche. Die zu hohe Sollauslastung, mit welcher der
Kanton rechne, und die fehlende Berücksichtigung der höheren
Personalkosten führten dazu, dass dieser deutlich tiefere Tarife für
kostendeckend halte, als dies gemäss dem Budget des
Beschwerdeführers der Fall sei. Dies sei falsch und müsse korrigiert
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werden. Schliesslich seien die vom Beschwerdegegner angeführten
Kreisschreiben des BSV (KSWH und KKES) lediglich auf Einrichtungen
anwendbar, welche erwachsene Menschen mit Behinderungen betreuen
würden.
5.2.2. Der Beschwerdegegner argumentiert demgegenüber, dass die
angeführten Kreisschreiben des BSV auch auf den Beschwerdeführer
Anwendung finden würden. Gemäss Ziff. 8.3.2 Abs. 1 KSWH müsse eine
Institution im Jahresdurchschnitt mindestens zu 80 % ausgelastet sein.
Zudem werde im KKES unter Ziff. 7.3.5.2 festgehalten, dass auf eine
Mindestauslastung von 80 % abgestützt werde, wenn verlässliche oder
empirische Daten fehlten. Hinsichtlich des Jahres 2019 habe der
Beschwerdeführer insgesamt 2'413 Kalendertage abgerechnet, was einer
Auslastung von 82.6 % bzw. 6.6 Plätzen entspreche. Somit liege dieser
Wert über der vom BSV empfohlenen Mindestauslastung von 80 %,
weshalb die Festlegung der Auslastung auf 80 % aus
betriebswirtschaftlicher Sicht zu keiner Benachteiligung des
Beschwerdeführers führe. Nach eigener Übersicht der Belegungszahlen
aufgrund des erwirtschafteten Ertrags von 2015 bis 2019 weise der
Beschwerdeführer eine durchschnittliche Auslastung von knapp 67 % aus.
Selbst wenn mit einer solchen Belegung gerechnet würde, käme die
Tagespauschale unter CHF 352.-- zu liegen. Die nachgesuchte
Tagespauschale von CHF 400.-- könne deshalb keinesfalls bewilligt
werden.
5.3.1. Gemäss Ziff. 1 Abs. 2 KSWH haben Institutionen innerhalb der
Landesgrenzen, die überwiegend Behinderte im Sinne von Art. 8 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) betreuen, Anspruch auf
Betriebsbeiträge; überwiegend heisst, dass mehr als 50 % der
Gesamtzahl der Aufenthaltstage (Wohnheim) bzw. Präsenztage
(Tagesstätten) durch Behinderte belegt sind. Art. 8 Abs. 1 ATSG legt fest,
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dass Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ist. Laut Abs. 2 dieser
Bestimmung gelten nicht erwerbstätige Minderjährige als invalid, wenn die
Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit voraussichtlich eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
zur Folge haben wird. Vor diesem Hintergrund sind vom KSWH –
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – auch minderjährige
Personen erfasst. Da der Beschwerdeführer überwiegend Jugendliche mit
Behinderungen betreut, findet das besagte Kreisschreiben auf ihn
Anwendung.
5.3.2. Das KKES ist auf Eingliederungs- und Ausbildungsstätten gemäss Ziff. 2.1
dieses Kreisschreibens anwendbar. Als berufliche Eingliederungsstätten
gelten Institutionen bzw. Institutionsabteilungen, deren Hauptzweck in der
Durchführung von Massnahmen beruflicher Art nach Art. 15 bis 17 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) liegt;
sie können gleichzeitig auch Unterkunft (Internat) oder eine Wohn- oder
Ausbildungsbegleitung anbieten. Unter diesen Begriff fallen, neben den
Ausbildungsstätten beruflicher Art, auch Wohnheime,
Aussenwohngruppen oder kollektive Wohnformen, die Personen in einer
Ausbildungsmassnahme aufnehmen, mit dem Ziel, sie während der
Durchführung der Mass-nahme zu unterstützen.
Da das C._ ein Wohnheim ist, welches Personen – konkret
Jugendliche mit psychischen Einschränkungen und/oder
Verhaltensauffälligkeiten – aufnimmt, ihnen die Erlangung eines
Schulabschlusses sowie die Absolvierung von Arbeitsprojekten ermöglicht
und sie dabei unterstützt, fällt es nach Auffassung des streitberufenen
Gerichts unter den Begriff der beruflichen Eingliederungsstätte. Somit ist
das KKES direkt auf den Beschwerdeführer anwendbar, auch wenn dieser
nur Jugendliche betreut. Selbst wenn die direkte Anwendbarkeit zu
verneinen wäre, wäre zumindest von einer analogen Anwendung
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auszugehen. Dies vor dem Hintergrund, dass Einrichtungen beruflicher
Art, die erwachsene Personen mit einer Behinderung betreuen und
beherbergen, nicht zwingend eine tiefere Fluktuation (insbesondere im
Bereich der Durchführung beruflicher Massnahmen) aufweisen als
Einrichtungen, die wie der Beschwerdeführer auf Jugendliche spezialisiert
sind. Konkrete Gründe für eine gegenteilige Annahme bringt der
Beschwerdeführer denn auch nicht vor.
5.4.1. Mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung "Bewilligung zur Heimpflege"
des Sozialamts vom 7. August 2019 wurden dem Beschwerdeführer
insgesamt 8 Plätze für Jugendliche bewilligt (vgl. Bg-act. 6, Dispositiv-Ziff.
4), was einer Auslastung von 100 % entspricht.
5.4.2. Gemäss Ziff. 8.3.2 Abs. 1 KSWH müssen Institutionen im
Jahresdurchschnitt mindestens zu 80 % ausgelastet sein. Zudem ist der
Ziff. 7.3.5.1 KKES zu entnehmen, dass sich die Auslastung aus dem
Verhältnis zwischen dem Total der Ausbildungs- (oder Aufenthaltstage)
pro Jahr und der vom BSV gemäss Betriebs- und Betreuungskonzept
anerkannten Kapazität (verfügbare Plätze mal Anzahl Betriebstage) der
Eingliederungsstätte ergibt. Fehlen verlässliche oder empirische Angaben
zur erwarteten Auslastung, so stützt sich das BSV für die Berechnung auf
eine Mindestauslastung von 80 % ab (Ziff. 7.3.5.2 KKES).
5.4.3. Vorliegend fehlen für die Zeit vor 2019 verlässliche oder empirische
Zahlen. Insbesondere deswegen verlangt das Sozialamt vom
Beschwerdeführer seit 2019 bezüglich jeder jugendlichen Person das
Führen einer An- und Abwesenheitsliste, damit anhand von Kalendertagen
die Auslastung verlässlich geprüft werden kann. Dabei können pro Platz
maximal 365/366 Kalendertage abgerechnet werden, was bei einer
Auslastung von 8 Plätzen (100 %) 2'920 Kalendertage ergibt; bei einer
Auslastung von 80 % folglich 2'336 Kalendertage. Für das Jahr 2019
rechnete der Beschwerdeführer 2'413 Kalendertage ab (vgl. Bg-act. 9),
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was einer Auslastung von 82.6 % bzw. 6.6 Plätzen entspricht. Wenn der
Beschwerdegegner somit für die Festlegung des Tarifs per 2020 auf eine
Auslastung von 80 % gemäss erwähnter Kreisschreiben abstellt, was
angesichts der effektiven Zahlen des Beschwerdeführers per 2019 sogar
zu dessen Gunsten ausfällt, ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Annahme
das Ergebnis einer falschen Rechtsanwendung ist oder gar willkürlich sein
könnte. Der Beschwerdegegner ist demnach zu Recht von einer
Auslastung von 80 % ausgegangen, weshalb die diesbezügliche Rüge des
Beschwerdeführers ebenfalls abzuweisen ist. Da die mathematische
Berechnung des Tarifs nicht umstritten ist, sondern eben nur die vom
Beschwerdegegner angenommene Auslastung, muss darauf nicht weiter
eingegangen werden.
6.1.1. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, dass die einzige Institution
im Kanton, die mit ihm vergleichbar sei, nämlich die "Jugendstation Alltag",
für dasselbe Angebot eine Tagespauschale von CHF 400.-- erhalte. Wenn
der Beschwerdegegner ihm dieselbe Tagespauschale verweigere,
verletze er den Grundsatz der Gleichbehandlung. Vergleichbare
ausserkantonale Angebote seien zudem deutlich teurer.
6.1.2. Dem hält der Beschwerdegegner entgegen, dass die Tagespauschale für
die genannte Institution zu hoch angesetzt worden sei und einer Korrektur
bedürfe. Künftig werde ein solch hoher Tarif nicht mehr gesprochen.
Folglich bestehe vorliegend kein Anspruch auf Gleichbehandlung im
Unrecht. Ausserdem könnten ausserkantonale Angebote nicht
berücksichtigt werden, da diese deutlich teurer seien.
6.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geht der Grundsatz der
Gesetzmässigkeit der Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf eine
gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in
anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt den
Bürgern grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom
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Gesetz behandelt zu werden. Ausnahmsweise und unter strengen
Bedingungen wird allerdings im Rahmen des verfassungsmässig
verbürgten Gleichheitssatzes ein Anspruch auf Gleichbehandlung im
Unrecht anerkannt. Vorausgesetzt ist, dass die zu beurteilenden Fälle in
den erheblichen Sachverhaltselementen übereinstimmen, dass dieselbe
Behörde in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht und zudem zu erkennen
gibt, auch inskünftig nicht gesetzeskonform entscheiden zu wollen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 1C_186/2020 vom 17. August 2020 E.4.2 mit
Hinweisen).
6.3. Es steht unbestrittenermassen fest, dass das Sozialamt die finanzielle
Situation von Kinder- und Jugendheimen erst seit einigen Jahren (seit dem
Jahr 2017) überprüft und dabei – falls erforderlich – sukzessive
Korrekturen vornimmt. Mit Blick darauf führt der Beschwerdegegner denn
auch in nachvollziehbarer Weise aus, inzwischen habe festgestellt werden
können, dass der Tarif für die Institution "Jugendstation Alltag" in der Höhe
von CHF 400.-- zu hoch angesetzt worden sei und daher einer Korrektur
bedürfe. Mit anderen Worten wird die Praxis, welche seinerzeit für die
Leistungsvereinbarung mit der Institution "Jugendstation Alltag"
angewandt wurde, künftig nicht weiterverfolgt. Folglich besteht kein
Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht. Zudem kann der
Beschwerdeführer aus dem Vorbringen, vergleichbare ausserkantonale
Angebote seien deutlich teurer, nichts zu seinen Gunsten ableiten, da –
wie der Beschwerdegegner plausibel darlegt – z.B. Betreuungskosten, die
sich direkt im Lohnaufwand niederschlagen, in anderen Kantonen höher
ausfallen als im Kanton Graubünden.
7.1. Insgesamt ergibt sich somit, dass der Beschwerdegegner dem
Beschwerdeführer zu Recht eine Tagespauschale von CHF 352.-- anstelle
der geltend gemachten CHF 400.-- zugesprochen hat. Vor diesem
Hintergrund kann auf weitere Beweisvorkehrungen verzichtet werden, da
das angerufene Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise
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seine Überzeugung gebildet hat und annehmen kann, dass diese
Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl.
BGE 141 I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3, 134 I 140 E.5.3; Urteile des
Bundesgerichts 2D_16/2021 vom 17. August 2021 E.3.3.1, 2C_148/2019
vom 27. Mai 2019 E.2.2).
7.2. Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist
abzuweisen.
8. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Da die
Gehörsverletzung (vgl. vorstehend Erwägung 3.1.1 ff.) nach Auffassung
des angerufenen Gerichts untergeordneter Natur ist, drängt sich keine
Kostenaufteilung auf. Folglich sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 73
Abs. 1 VRG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die Staatsgebühr wird
dabei ermessensweise auf CHF 1'500.-- festgesetzt (vgl. Art. 75 Abs. 2
VRG). Dem Beschwerdegegner steht gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG keine
Parteientschädigung zu, da er lediglich in seinem amtlichen Wirkungskreis
obsiegt.