Decision ID: be0e5b30-b3f6-43cf-b597-4da43111f988
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1970 geborene
X._
bezieht seit dem 22. November 1993 Leistungen der Sozialhilfe (Urk. 8/6). Am 21. September 2005
meldete
sie
sich unter Hinweis auf Schwerhörigkeit, Legasthenie, depres
sive Episoden, Lumbalgien und Adipositas bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversi
cherung
an (Urk. 8/7). Die IV-Stelle liess in der Folge einen Auszug aus dem Individuellen Konto der Versicherten erstellen
(IK-Auszug, Urk. 8
/10)
,
holte medizinische Berichte ein und klärte die erwerblichen Verhältnisse ab
.
A
m 3. April 2006 ordnete sie ein
psychiatrische
s
Gutachten
an (Urk. 8
/21)
, welches
am 2. Mai 2006 erstattet
wurde
(Urk.
8
/22). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. Oktober 2006 einen Leistungsanspruch der Versicherten
(Urk.
8/32
)
.
Diese Verfügung blieb unange
fochten.
1.2
Nachdem die Sozialen Dienste der Stadt Zürich am 4. April 2011
e
ine Meldung
zur Früherfassung
der Versicherten
bei der
IV-Stelle machten
(Urk. 8/45), mel
dete
sich diese
a
m 20. April 2011 unter Hinweis auf Arthrose,
Rückenbeschwer
den
und Depression
erneut
zum Leistungsbezug an (Urk. 8/50).
Die IV-Stelle
zog einen aktuellen IK-Auszug der Versicherten bei (Urk. 8/57) und tätigte medizi
nische und erwerbliche Abklärungen.
Sie
liess sodann eine Haushaltsabklärung durchführen (Urk. 8/69) und
veranlasste eine psychiatrische Untersuchung durch den RAD-Arzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH
,
(Urk. 8/67) sowie eine orthopädische Untersuchung durch den RAD-Arzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie (Urk. 8/75).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
ver
neinte die IV-Stelle mit Verfügung
vom 11.
Dezember 2012 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und mit Verfügung vom 12. Dezember 2012 einen Rentenanspruch (Urk. 8/89
= Urk. 2
).
2.
Gegen die
rentenabweisende
Verfügung der IV-Stelle vom 12.
Dezember 2012 erhob die Versicherte
, vertreten durch die Sozialen Dienste der Stadt Zürich,
Beschwerde und beantragte,
es sei ihr eine
Dreiviertels
rente
ab Oktober 2011 zu
zu
sprechen. Eventualiter sei ihr eine halbe Rente ab Oktober 2011 zuz
u
spre
chen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2013 bean
tragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin am 6. März 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades v
erweigert, so wird nach Art. 87 Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs.
1
des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzu
gehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
begründende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im
Beschwer
defall
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, K
rankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige
Erzie
hungs
- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Bega
bungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesgerichts vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Ist jedoch anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Be
einträchtigung teiler
werbstätig
, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität
ausschliesslich
nach den Grundsätzen für
Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
27
bis
Abs.
1 Satz 1 sowie
Abs.
1 Satz 2 und 3 e
contrario
IVV). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbs
tätigen (
Art.
27
bis
Abs.
2 IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach
Massgabe
der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Ent
scheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versi
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das - vom Arzt festzulegende - Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid
ging die IV-Stelle
davon aus
, dass die Beschwerde
führerin ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Zustellerin in
einem Pensum von 15
% na
chgehen würde. Die restlichen 85
% entfielen in den Aufgabenbereich. Der Invaliditätsgrad betrage 3 %, weshalb kein Rentenan
spruch bestehe (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
, sie würde als Gesunde einer 100 % Erwerbstätigkeit nachgehen. Als allei
nstehende
und
seit Oktober 2012 geschiedene Frau oh
ne Familienbetreuungspflichten –
die Tochter sei seit 2010 volljährig und wohne seit April 201
2 nicht mehr im selben Haushalt –
würde sie ohne gesundheitliche Probleme eine Vollzeitstelle anneh
men.
Sie erhalte keine Unterhaltszahlungen von ihrem geschiedenen Ehemann. Aufgrund der fehlenden Ausbildung könne sie keine qualifizierten Stellen annehmen, so dass das Lohnniveau tief sei. Deshalb müsse sie Vollzeit arbeiten, um ihren Lebensunterhalt decken zu können. Es gebe keinen Grund, die gemischte Methode zur Anwendung zu bringen.
Zur Ermittlung des
Invalidi
tätsgrades
sei die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs anzuwenden. Bei Annahme einer Restarbeitsfähigkeit von 50 % resultiere ein Invaliditätsgrad
von 50 %. Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % resultiere ein Invaliditätsgrad von 60 % (Urk. 1).
3.
3.1
Umstritten ist
zunächst
,
ob die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige mit einem Aufgabenbereich Haushalt zu qualifizieren
ist
.
3.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Qualifikation der Beschwerdeführe
rin als Teilerwerbstätige auf den Haushaltsabklärungsbericht vom 28. März 2012,
wonach
die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 90 % im Aufga
benbereich Haushalt und zu 10 % im Erwerbsbereich tätig wäre (Urk. 8/69). Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
änderte die IV-Stelle die Qualifikation auf 85 % im Haushaltsbereich u
nd 15 % im Erwerbsbereich (Urk. 2). Gemäss
eige
nen
Angaben
lebt die
Beschwerdeführerin von ihrem Ehemann getrennt bzw. ist inzwischen (seit Oktober 2012) geschieden und
ihre
1992 geborene Tochter
ist
im April 2012 aus der Familienwohnung ausgezogen
(Urk.
1 S. 7).
Somit lebt die Beschwerdeführerin alleine
und hat keinerlei Betreuungsaufgaben
mehr
wahrzunehmen
. Entgegen der von der Beschwerdegegnerin vertretenen Auf
fassung kann
daher
nicht angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 85 % im Aufg
abenbereich Haushalt tätig wäre,
zumal ein Einpersonenhaushalt
keinesfalls
ein solches Pensum erfordert
und
auch
keiner
lei Anhaltspunkte dafür bestehen, da
ss sie für ihren Haushalt einen
grösseren Aufwand tätigen müsste als eine alleinstehende Person mit einem
vollen
Arbeitspensum.
Im Übrigen werden a
lleinstehende Personen mit reduziertem Beschäftigungsgrad nicht automatisch z
u Teil
erwerbstätigen mit einem Aufga
benbereich Haushalt neben der Berufsausübung
(BGE 131 V 51 E.
5.2).
Es besteht daher
von
vornherein kein Raum für die Anwendung der gemischten Methode.
3.3
Umstritten ist weiter, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin
hypothetisch, d.h.
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
,
erwerbstätig wäre.
3.4
Die Beschwerdeführerin
macht geltend
, dass sie im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig wäre (Urk. 1 S
7
)
. Anlässlich der Haushaltsabklärung gab sie an, da sie schon lange Zeit nicht mehr gearbeitet habe, würde sie zuerst mit einem 50 % Pensum beginnen und dieses dann kontinuierlich auf 100 % steigern (Urk. 8/69
S. 3
).
Es stellt sich die Frage, ob dies mit Blick auf
ihre
Erwerbsbio
graphie
realistisch
erscheint
.
Die Beschwerdeführerin
wird
seit dem 22. November 1993
mit
Leistungen der
Sozialhilfe unterstützt (Urk.
8/6). Gemäss IK-Auszug
war sie seit 1988 – wenn sie überhaupt erwerbstätig war –
in nur sehr geringen
Pensen
arbeitstätig
(Urk. 8/57)
. Soweit sie geltend macht, sie sei nach der abgebrochenen Ausbildung zu 90 % bis 100 %
im Verkauf
tätig gewesen
(Urk. 1 S. 7)
, stimmt dies nicht mit dem IK-Auszug
überein.
Im Jahr
1992 ist ihre Tochter geboren.
Die Beschwerdeführerin war
grösstenteils
allein
erziehend.
Der Ehemann und Vater ihrer Tochter sei bereits 13 Monate nach der Geburt
der Tochter
„abgehauen“
(Urk. 8/22 S.
4).
Im Jahr
1995
wurde die Ehe geschieden und es wurden ihr Kinderunterhaltsbeiträge zugesprochen (Urk.
8/15).
Mit dem Ehemann, den sie im Jahr 2000 heiratete, lebte sie nur gerade 19 Tage zusammen (Urk. 8/22 S.
4)
und die Ehe wurde im Jahr 2005
geschieden (Urk. 8/16
und Urk.
8/13
).
Im Jahr 2006 heiratete sie einen Arbeits
losen (Urk. 8/22 S. 5). Die
se
Ehe wurde 2012 geschieden
(Urk.
1 S. 7)
. Als die
Tochter
zehn
Jahre alt war
(2002), besucht
e
sie
eine Tages
schule. Obwohl die Beschwerdeführerin
von da an
ihre Tochter
tagsüber kaum noch
betreuen
musste, war sie
weiterhin
nicht erw
erbstätig.
Sie tätigte auch mit zunehmendem Alter der Tochter
keine Arbeitsbemühungen,
um nicht mehr von Sozialhilfe abhängig zu sein.
Die Beschwerdeführerin ist seit dem
13.
Mai 2009 bei der
B._
als Zustellerin tätig (Urk. 8/56). Sie arbeitet ca. 5.9 Stun
den pro Woche, was einem Pensum von rund 15 % entspricht.
Obwohl die Beschwerdeführerin angesichts ihrer finanziellen Verhältnisse auf eine volle Erwerbstätigkeit angewiesen gewesen wäre, arbeitete sie jeweils nur in
Pensen
von
weit unter 50 % und bezog Sozialhilfe.
Die fehlenden Arbeitsbemühungen lassen sich sodann nicht mit ihrem Gesundheitszustand begründen. Gemäss der medizinischen Aktenlage, wäre sie gesundheitlich
nämlich
stets in der Lage gewesen
, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Im Gutachten vom 2.
Mai 2006 attestierte ihr
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe
rapie FMH,
denn auch
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(Urk. 8/22)
.
Die
Beschwer
deführerin
fühlt sich seit Jahren
aufgrund von psychosozialen
Belastungsfak
toren
und damit
aus invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Gründen
in ihrer Arbeitsfäh
igkeit eingeschränkt und
bezieht
Sozialhilfe.
Angesichts ihrer konkreten Situation erscheint es somit als nicht realistisch, wenn sie angibt, dass sie zu 100 % erwerbstätig wäre
, zumal sie auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen nie in einem vollen Pensum arbeitete
.
Nach
dem G
esagten
ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
auch
im Gesundheitsfall in einem Pensum von wenige
r als 50 % erwerbstätig wäre. Da
gemäss der medizinischen Aktenlage eine Arbeits
fähigkeit von 50 % besteht (Urk.
8/67
und Urk.
8/75
)
, liegt keine
gesundheits
bedingte
Einkommenseinbusse vor.
3.5
Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die weiteren Einwände der
Beschwerde
führerin einzugehen.
3.6
Die angefochtene Verfügung erweist sich im Ergebnis somit als
rechtens
, wes
halb die Beschwerde abzuweisen ist.
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin stellte ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1 S.
2
). Vorliegend sind die Voraussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt, wes
halb dem Gesuch der Beschwerdeführerin zu entsprechen ist. Sie ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der ihr erlassenen Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.
4.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.