Decision ID: a3957d71-d2d2-4734-bb6b-e6579b0e0f96
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1973 geborene
X._
war seit Mai 2011 bei der
Y._
als Senior Trust
Advisor
angestellt (
Urk.
8/
A
1). Dadurch war er bei der A
XA
Versicherungen AG obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Gemäss Schadenmeldung vom 2
3.
September 2016 habe seine Tochter
am 7.
Februar 2015
im Kinderbecken des Hallenbades
Z._
nach einem
Ring
getaucht und
sei
beim Auftauchen mit dem Kopf gegen den Unterkiefer des
Ver
sicherten gestossen
. Durch den Aufprall
sei
der Unterkiefer stark mit dem Ober
kiefer zusammengeschlagen, woraufhin zunächst die Unterlippe geblutet habe. Nach fünf Tagen habe der
2.
Zahn im Oberkiefer links
(Zahn 22)
zu schmerzen begonnen, woraufhin der
Versicherte
am 13.
Februar 2015 seinen Zahnarzt
auf
ge
such
t habe
. Dieser habe
aufgrund eines Zahntraumas (zahninneres Gewebe abgestorben)
notfallmässig eine Wurzelbehandlung durchgeführt
(
Urk.
8/A1)
.
Am 1
0.
November 2016 teilte der Versicherte der AXA Versicherungen AG mit, dass d
ie
Schadenmeldung
so spät erfolgt sei, weil der ihn am 1
3.
Februar 2015 behan
delnde Zahnarzt
Dr.
A._
(angestellt bei
B._
Zahnärzte) ihn nicht darauf hingewiesen habe, dass Zahnbehandlungen aus Unfällen im Normalfall durch die Unfallversicherung gedeckt würden. A
nlässlich einer Dentalhygienesitzung
in derselben Praxis vom 1
0.
September 2016
sei
ihm erklärt
worden, dass
sich der Zahn 22
dunkel
verfärbt habe
und dass eine Unfallmeldung auch nachträgl
ich erstellt werden könne (Urk.
8/A3)
.
Die AXA Versicherungen AG kam aufgrund ihrer Abklärungen zum Schluss, dass
zwischen dem Zahnschaden und dem geltend gemachten
Unfallereignis
kein Zusammenhang bestehe
, und verneinte mit Verfügung vom
4.
Januar 2018 einen Leistungsanspruch des Versicherten
(
Urk.
8/
A
13
). Die dagegen erhobene Einspra
che (
Urk.
8/
A
14
) wies sie mit Ent
scheid vom 7.
April 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
6.
Juni 2018 Beschwerde und beantragte
, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu gewähren (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 16.
August 2018
schloss
die AXA
Versicherungen
AG
auf
Abweisung
der
Beschwerde
(
Urk
.
7),
worüber
der
Versicherte
mit
Verfügung
vom
21.
August 2018 in
Kenntnis
gesetzt
wurde
(
Urk
.
9).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich
vor dem 3
1.
Dezember 2016
ereignet, weshalb die bis
dahin
gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(
ATSG
)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.4
Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For
derung nicht nach, indem sie unvoll
ständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las
sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus
wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
1.5
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1
.6
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.7
Den
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein stren
ger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht im angefochtenen
Ent
scheid
insbesondere
mit der Begründung, dass die Schädigung am Zahn nicht auf das vom Beschwerdeführer geltend gemachte Ereignis zurückgeführt werden könne.
Die Schwimmlehrerin könn
t
e
lediglich
bestätigen, dass der Beschwerde
führer mit dem Kopf der Tochter zusammengeprallt sei und die Lippe geblutet habe. Sie könne jedoch nicht bezeugen, dass dabei der Zahn geschädigt worden sei. Zudem erweise sich die
Begründung
des Beschwerdeführers,
weshalb
er unmittelbar nach dem Unfallereignis keine Schadenmeldung vorgenommen habe, als nicht glaubhaft. Des Weiteren
beruft sie sich auf die Beurteilung durch den beratenden Zahnarzt
med. &
med.
dent
.
C._
, wonach eine Zyste im Ausmass der vorliegenden mehrere
Monate
wenn nicht gar Jahre benötige, um zu entste
hen
. Diese sei deshalb mit absoluter Sicherheit nicht auf das Ereignis vom
7.
Feb
ruar 2015 zurückzuführen
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschw
erdeführer wandte dagegen ein, dass er anlässlich des Zahnarztbesu
ches vom 1
3.
Februar 2015 den Unfall vom
7.
Februar 2015 nicht erwähnt habe, da er von
Dr.
A._
nicht danach gefragt worden sei
. Zudem sei er
irrtümlicher
weise davon ausgegangen, dass Zahnschäden
in der Schweiz
generell nicht von einer Versicherung übernommen würden. Aus diesem Grund habe er auch keine Unfallmeldung vorgenommen. Erst im Zusammenhang mit der Dentalhygienesit
zung in der Praxis
B._
Zahnärzte
vo
m
September 2016 sei er von der Dentalhygienikerin
aufgrund einer Verfärbung des
Zahnes 22
nach einem Schlag auf d
iesen
gefragt worden
. Er habe sich dann an den Vorfall vom 7.
Februar 2015 erinnern können und nach entsprechender Aufklärung durch die Dentalhygieni
kerin eine Unfallmeldung ausgefüllt.
Er habe der Versicherung anschliessend offen kommuniziert, dass der Unfall auch an einem vorhergehenden Samstag stattgefunden haben könnte.
Im Herbst 2017 habe er die Schwimmlehrerin
D._
um eine Bestätigung des Unfallereignisses gebeten. In ihrer Stel
lungnahme vom 1
0.
Oktober 2017 habe si
e das Unfallereignis auf den 8.
Novem
ber 2014 datiert, was ihn sehr erstaune. Es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass das Ereignis mehr als
drei
Monate vor den Zahnschmerzen erfolgt sei
(
Urk.
1
und 3
)
.
3.
3.1
Im Zusammenhang mit dem
gemeldeten
Ereignis v
om
7.
Februar 2015
stellte
med.
dent
.
B._
,
dipl.
Zahnarzt,
mit Schreiben vom 21.
November 2016 fest, dass die apikale Aufhellung
von
Zahn 22 gemäss RX-Bild vom 13.
Februar 2015 nicht durch den Aufprall im Schwimmbad mit
der
Tochter
des Patienten
verur
sacht sein könne, da diesem B
e
fund eine längere Vorgeschichte zu Grunde liegen müsse. Nach seiner Erfahrung würden solche apikalen Aufhellungen oft nach einem Zahnunfall
entstehen, jedoch erst über Monate. Vielleicht habe der Schlag, den der
Patient
nach eigenen Angaben erhalten habe, den Schmerz ausgelöst. Das RX-Bild habe dann den schon länger existierenden Prozess an der Zahnwurzel gezeigt, der dringend notfallmässig habe behandelt werden müssen. Es sei nicht auszusc
hliessen, dass ein viel früherer
Zahnunfall den Prozess am Zahn 22 ver
ursacht habe
(
Urk.
8/M3)
.
3.2
Auf Vorlage des Berichts von med.
dent
.
B._
sowie des Röntgenbildes vom 13.
Februar 2015 hie
lt der beratende Zahnarzt med. &
med.
dent
.
C._
,
dipl.
Zahnarzt,
mit Stellungnahme vom 12.
Dezember 2017 fest, dass an und um die Wurzelspitze eine massive, radiär ausgeweitete
Osteolyse
(=
Knochenabbau) fest
stellbar sei. Die
Osteolyse
erstrecke sich vertikal von
der Wurzelspitze bis zum Boden der Maxilla und betreffe gut
die Hälfte der gesamten Wurz
ellänge. Hori
zontal reiche die
Osteolyse
über die Wurzelspitze des Zahnes 21 und berühre
die Wurzel des Zahnes 2
3.
Aufgrund de
r
kreis
förmigen Konfiguration könne in
die
sem Fall von
einer Zyste ausgegangen werden. Des Weiteren sehe man eine Ver
lagerung der Wurzelspitze von Zahn 23 nach distal, was ebenfalls für den ver
drängenden Charakter einer Zyste spreche. Die Entwicklung einer Zyste solchen Ausmasses benötige Monate bis sogar eher Jahre. Das Unfallereignis sei
am 7.
Februar 2015 gewesen, die Aufnah
me des Röntgenbildes sei am 13.
Februa
r 2015
erfolgt. Es sei absolut unmöglich, dass sich eine derartige Zyste in so einem kurzen Zeitabstand bilde. Ausserdem könne eine Zyste
diesen Ausmasses
sowohl bei einem normalen, physiologisc
hen
K
auakt
ohne zusätzliches externes Trauma
exazerbieren
(zu Schmerzen
führen
), als auch eine spontane Exazerbation her
vorrufen
. Aufgrund des erwähnten Befundes erachte er die aktuell beklagten Beschwerden nicht als überwiegend unfallkausal ausgewiesen
(
Urk.
8/M4)
.
4.
4.1
In der Schadenmeldung vom 2
3.
September 2016
machte der Beschwerdeführer geltend, dass das fragliche Unfallereignis
fünf Tage vor Beginn der starken Schmerzen bzw.
sechs Tage vor seinem Zahnarzt
besuch vom 1
3.
Februar 2015
stattgefunden habe
(
Urk.
8/A1)
.
Er führte in seiner Beschwerdeschrift
aus,
dass der Zusammenstoss mit der Tochter zu einer stark blutenden Lippe und dem Gefühl
geführt habe
, dass die Zähne gebrochen seien
(
Urk.
1)
. Angesichts der
kurzen Zeitspanne
zwischen fraglichem
Unfallereignis und Zahnarztbesuch
sowie
der Stärke
des beklagten
Zusammenstoss
es
bzw.
der
Blutung
erscheint es
jedoch
nicht
nachvollziehbar
, dass ein
derartiges
Unfallereignis beim Zahnarzt keinerlei Erwähnung
gefunden
haben soll
.
Dies insbesondere auch vor dem Hint
erg
rund, dass in den Akten der P
raxis
B._
Zahnärzte
vermerkt
worden
ist, dass der Beschwerdeführer
sich auf die entsprechende Frage hin nicht an einen Schlag auf den Zahn
habe
erinnern
können
(
Urk.
8/M2)
.
In der Beschwerdeschrift vom 6.
Juni 2018
führte
der Beschwerdeführer
gestützt auf die Bestätigung der Schwimmlehrerin
D._
sodann
aus
, dass
sich
das fragliche Ereignis bereits im November 2014
zugetragen haben
könnte
(
Urk.
1 und 3)
.
Diese wider
sprüchlichen und nicht nachvollziehbaren
Angaben lassen das
gemeldete Unfall
ereignis
als unglaubhaft erscheinen
(E. 1.4)
.
Der Beschwerdeführer
bringt
des Weiteren vor
, dass
ein früheres, ihm nicht bekanntes Trauma
,
den Prozess am Zahn 22 verursacht haben könnte
(
Urk.
1
S. 2, 4)
.
Zur Glaubhaftmachung eines Unfalls genügt es
allerdings
nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte. Es müssen vielmehr über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatum
stände ein Bild zu machen und diese
in objektiver Weise abzuklären
(Bundesge
setz über die Unfallversicherung, in:
Murer
/Stauffer
[Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherung
srecht, 4. Aufl., Zürich
/Basel/Genf
2012, S. 29).
Der Beschwerdeführer
ver
mag sich nicht an ein derartiges früheres Unfall
ereignis
zu
erinnern.
Insgesamt lassen die unvollständigen, ungenauen und widersprüchlichen Anga
ben des Beschwerdeführers zum geltend gemachten Vorfall erhebliche Zweifel aufkommen, dass sich der Sachverhalt so zugetragen und ein Unfallereignis s
tatt
gefunden hat.
Das Vorliegen eines Unfallereignisses hat folglich als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person auswirkt.
4.2
Doch selbst wenn ein Unfallereignis zu bejahen wäre, fehlt
e
es
vorliegendenfalls
am erforderlichen Kausalzusammenhang. Med.
dent
.
B._
und med.
& med.
dent
.
C._
stellten übereinstimmend fest, dass sich die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden unmöglich in der kurzen Zeit entwickelt haben können. Vielmehr benötig
e
die Entwicklung einer Zyste solchen Ausmasses Monate bis sogar eher Jahre
(E. 3.1 und E. 3.2)
. Damit kann
auch
für den Fall, dass das Ereignis
bereits
im November 2014 stattgefunden haben sollte, nicht von einer
leistungsbegründenden Kausalität ausgegangen werden
. Zwar
ist
es möglich, dass durch den fraglichen Schlag die beklagten Schmerzen ausgelöst wurden. Doch ist es gemäss med.
&
med.
dent
.
C._
ebenso wahrscheinlich, dass eine Zyste die
sen Ausmasses bei einem normalen, physiologischen
Kauakt
ohne zusätzliches externes Trauma
exazerbiert
oder eine spontane Exazerbation hervorruft.
Allein aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben erst seit dem Unfall an den starken Schmerzen litt, lässt sich
sodann ebenfalls
keine Unfallkausalität herleiten.
Die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzusam
menhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
., Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Zudem
könnte
es sich bei dem fraglichen Unfallereignis höchstens um eine
Gelegenheits-
oder
Zufallsursache
handeln
, welche ein gegenwärtiges Risiko
(Zyste grösseren Ausmasses)
, mit dessen Reali
sierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre
(spontane Exazerbation oder durch
physiologischen
Kauakt
ohne zusätzliches externes Trauma)
, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_337/2016 vom 7. Juli 2016 E. 4.1.1).
4.3
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungspflicht
in diesem Zusammenhang verneint
. Für we
itere medizinische Ab
klärungen besteht kein Anlass, zumal davon keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157
E.
1d, 136 I 229 E. 5.3)
.
Der angefochtene
E
insprachee
ntscheid
vom
7.
April 2018
erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.