Decision ID: db6d06e1-5611-486c-a5e1-e595189e09e7
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, g
eboren 1993, war seit dem
1.
August 2016
als Lüftungs
mon
teur bei der Montage
Y._
GmbH in
Z._
angestellt und damit bei der Suva für Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert, als er am 2
3.
September 2019 auf einer Treppe stürzte (vgl. Unfallmeldung vom
2.
Oktober 2019
,
Urk.
7/1
). Anlässlich der gleichentags erfolgten Erstbehandlung
wurde eine Prellung des rechten Knies und des rechten Unterschenkels diagnos
ti
ziert sowie
ein
Verdacht auf einen Meniskusschaden geäussert (
vgl.
Urk.
7/86 S. 2
).
Die Magnetresonanztomographie (MRI)
des rechten Knies
zeigte einen nicht dis
lozierten komplexen Riss am Vorderhorn des Aussenmeniskus (vgl.
Urk.
7/6
), weshalb am
4.
November 2019 eine Kniearthroskopie mit
Teilmeniskektomie
am lateralen Vorderhorn vorgenommen wurde (
Urk.
7/14
).
Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (vgl.
Urk.
7/2;
Urk.
7/4
).
Bei persistierenden Beschwerden wurde für den
7.
September 2020 ein weiterer operativer Eingriff geplant (vgl.
Urk.
7/82 S. 2
), worauf
hin
die Suva
die
Über
nahmezusicherung widerrief (vgl. Schreiben vom 1
2.
August 2020,
Urk.
7/84), weitere Abklärungen tätigte und mit Schreiben vom 1
4.
August 2020 (
Urk.
7/92) die Versicherungsleistungen per 1
2.
August 2020 einstellte
.
Dagegen wurden
Ein
wände erhoben (
vgl.
Urk.
7/94
S. 2 f.
;
Urk.
7/96
;
Urk.
7/100
).
1.2
Mit Verfügung vom 1
8.
September 2020 (
Urk.
7/111
) lehnte die Suva eine Leis
tungspflicht über den 1
2.
August 2020 hinaus ab, da die noch bestehenden Be
schwerden nicht unfallbedingt seien
.
Die dagegen vom Versicherten erhobene Ein
sprache (
Urk.
7/116;
Urk.
7/119
;
Urk.
7/122
) wies die Suv
a mit
Einspracheent
scheid
vom 1
3.
Januar 2021 (
Urk.
7/131
=
Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am
8.
Februar 2021 Beschwerde gege
n den
Einspracheent
scheid
vom 1
3.
Januar 2021 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben
und es
seien
ihm
die gesetzlichen Leistungen weiterhin auszurichten.
Eventualiter sei die Frage der Unfallkausalität der strukturellen Knieverletzung im rechten Knie
gelenk durch e
in Gerichtsgutachten zu klären und u
nter Berücksichtigung der Schlussfolgerungen im Gerichtsgutachten über den Anspruch auf UVG-Leis
tun
gen neu zu entscheiden (
Urk.
1 S. 2).
Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
März 2021 (
Urk.
6) die Ab
weisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
2.
Mär
z 2021 (
Urk.
8) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes üb
er die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leis
tungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie An
spruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordent
lichen Rentenalters ereignet hat (
Art.
18 Abs. 1 UVG)
.
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (
lit
. a); Verrenkungen von Ge
len
ken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h).
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schliessend (BGE
146 V 51 E. 7.1 sowie BGE
116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen).
Seit dem Inkrafttreten der Revision des UVG und der dazugehörigen Verordnung
über die Unfallversicherung
(UVV) per 1. Januar 2017 ist das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung nicht
länger vom Vorliegen eines äusseren Ereignisses abhängig. Die Tatsache, dass eine
in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung,
dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von der
Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwie
gen
d auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Ände
rung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfall
verhütung; Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014,
BBl
2014 7922 7934 f.).
Gemäss
BGE 146 V 51
ergibt sich a
us der in Art. 6 Abs.
2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und
damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage
nach einem initialen
erinnerlichen
und benennbaren Ereignis - nicht zu
letzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes (Versi
cherungs
deckung; Zuständigkeit des Unfallversicherers; Berechnung des versi
cher
ten Ver
dienstes; intertemporalrechtliche Fragestellungen) - auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter respektive harmloser Art, so verein
facht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallver
sicherers. Denn bei der in erster
Linie von medizinischen Fachpersonen zu beur
teilenden Abgrenzungsfrage ist d
as gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehen
den Körperschädigung zu be
rück
sichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstma
ligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indi
zien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medi
zinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallver
sicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, das heisst im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50
%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursa
chenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen,
so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers
erbracht ist und sich we
itere Abklärungen erübrigen (E.
8.6).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversi
che
rers
erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank
hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schick
sals
mässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungs
begründende natürliche
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kau
salen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweislast
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
nicht beim Versicherten, sondern beim Un
fallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März
2020 E. 2.2 mit Hin
weisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsi
nterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und kei
ne Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
die Leistungseinstellung im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
damit,
dass die beim Beschwerdeführer festgestellte Meniskusläsion gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung nicht auf das Ereignis vom 2
3.
September 2019 zurückzuführen und der durch dieses Ereignis ausge
löste Beschwerdeschub nach kurzer Z
eit abgeklungen sei.
Die Stellungnahme der Universitätsklinik
A._
stelle diese Beurteilung – aus näher dargelegten Gründen – nicht in Frage (S. 6
f
f.).
Mangels Kausalität sei auch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewiesen, dass
dieser Gesundheitsschaden zu mehr als 50
%
auf Abnützung oder
Erkrankung zurückzuführen sei, womit auch aus
Art.
6
Abs.
2 UVG kein Anspruch auf Versicherungsleistungen
bestehe
(S. 9).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
6) führte die Beschwerdegegnerin
im Wesent
li
chen
ergänzend aus,
dass ihr die Meniskusläsion bei Anerkennung der Leistungs
pflicht noch nicht bekannt gewesen
sei
. Das Ereignis vom 2
3.
September 2019 habe offensichtlich zu einem Beschwerdeschub geführt und solange dieser andau
ere, habe sie die zweckmässige Behandlung auch eines krankhaften Vorzustandes
zu übernehmen.
Die Übernahme der Operationskosten
vom November 2019
be
deute daher nicht, dass sie einen Kausalzusammenhang des operierten Gesund
heitsschadens zum Ereignis vom 2
3.
September 2019 anerkannt habe
(S. 3).
Eine Distorsion des Knies werde in den zum Ereignis zeitnahen Berichten nicht er
wähnt.
Der Umstand, dass ein degenerativer Meniskusschaden in der Alters
gruppe
des Beschwerdeführers selten sei, sei für die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der Unfallkausalität nicht massgebend
(S. 4).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
auf den Stand
punkt
(
Urk.
1)
,
aus den Akten ergebe sich ohne Weiteres, dass die festgestellte Meniskusläsion auf das Ereignis vom 2
3.
September 2019 zurückzuführen sei und die Beschwerdegegnerin daher eine Leistungspflicht treffe. Die Beschwerdegeg
nerin habe den Beweis für die Behauptung, dass die Meniskusverletzung mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu
führen sei, nicht erbringen können, zumal ein initiales Ereignis als Verletzungsursache ausgewiesen sei. Aus diesem Grund bestehe zumindest eine Leistungspflicht aus
Art.
6
Abs.
2 UVG. Eventuell sei eine Begutachtung erforderlich (S. 9).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin einen weiteren Leistungs
anspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat.
3.
3.1
Am 2
3.
September 2019
war
der Beschwerdeführer laut Unfallmeldung vom
2.
Oktober 2019
(
Urk.
7/1
)
damit beschäftigt, Montagematerial zum Arbeitsplatz
zu bringen
,
und
stürzte
dabei auf der Treppe
(
Ziff.
6)
. Als Art der Verletzung wurde
eine Prellung des rechten Knies erwähnt (
Ziff.
9).
Die Erstbehandlung erfolgte gleichentags durch den Hausarzt des Beschwerde
führers
Dr.
med.
B._
.
Dieser hielt fest, dass der Beschwerdeführer auf der Treppe gestürzt sei und sich das rechte Knie geprellt habe. Als Befund erhob
er einen Druc
kschmerz
am rechten Knie lateral sowie
eine Funktion von 120
-0-0
°
,
und stellte
dabei
ein
Überspringen
fest
. Bei Verdacht auf eine Meniskusläsion überwies er den Beschwerdeführer für ein MRI
ans Spital
C._
(vgl. ärztliche Überweisung vom 2
3.
September 2019,
Urk.
7/16).
3.2
Das
am 2
5.
Septembe
r 2019 erfolgte MRI des rechten
Knies zeigte einen nicht dislozierten komplexen Riss am Vorderhorn des Aussenmeniskus
bei im Übri
gen innerhalb der Norm liegendem
MRI des rechten Kniegelenks
(vgl. Bericht vom
2
5.
September 2019
,
Urk.
7/6
)
.
3.3
Am 2
7.
September 2019 erfolgte
durch den Hausarzt
die notfallmässige Zuwei
sung des Beschwerdeführers an die Ärzte des Spitals
C._
mit der Frage nach dem weiteren Vorgehen. Die Ärzte hielten
folgenden
B
efund
am rechten
Knie fest: Integument intakt, keine Schwellung, kein Erguss, keine
Druckdolenz
über lateralem/medialem Gelenksspalt/Kollateralband, Flexion/Extension 120-0-0°, Lachmann unauffällig, Steinmann I schmerzhaft über lateralem Meniskus, peri
phere DMS intakt
.
A
m
3.
Oktober 2019
erfolge
die Vorstellung in der Sprech
stunde
von
Dr.
med.
D._
. Der Beschwerdeführer sei für eine Woche
zu
100
%
arbeitsunfähig
(vgl. Bericht vom 2
9.
Oktober 2019,
Urk.
7/13 S. 1 f.).
3.4
Mit Bericht vom
3.
Oktober 2019 (
Urk.
7/5) diagnostizierte
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital
C._
, einen komplexen, lateralen Vorderhornriss des
rechten Knies. Der Beschwerdeführer habe über rezidivierend stechende Beschwer
den mit fraglichen Blockaden berichtet. Bei persistierender Einklemmsymp
to
matik sei auf eine operative Versorgung zu drängen (S. 1 f.).
3.5
Am
4.
November 2019 erfolgte im Spital
C._
eine Kniearthroskopie rechts
sowie
Teilmeniskektomie
laterales Vorderhorn (vgl. Operationsbericht vom
5.
November 2019,
Urk.
7/14).
3.6
Mit Bericht vom 1
5.
Januar 2020 (
Urk.
7/31
S. 2 f.
)
informierte
Dr.
D._
über die klinische Verlaufskontrolle zwei Monate postoperativ.
Der Beschwerdeführer habe berichtet, dass er im Alltag keine Schmerzen mehr habe.
Es zeige sich ein
hinkfreies
Barfussgangbild. Es lägen nur minimste muskuläre Defizite im Bereich des linken (richtig
wohl
: rechten) Knies vor, keine Ergusszeichen, lokal keine
Druckdolenz
auslösbar über dem medialen oder lateralen Kniegelenksspalt. Das Meniskuszeichen sei nicht pathologisch.
Vorderes und hinteres Kreuzband (
VKB und HKB
)
seien
stabil und intakt.
Der mediale und laterale
Bandapparat
sei
ebenfalls intakt. Freie Beweglichkeit, seitengleich. Der Beschwerdeführer
werde erwartungsgemäss
am
1.
Februar
im Fassadenbau
wieder voll einsatzfähig sein
(S. 1 f.).
3.7
Am 1
3.
Mai 2020 erfolgte eine kreisärztliche Beurteilung durch
Dr.
med. univ.
E._
, praktischer Arzt. Dieser hielt fest, dass sich in keinem der Berichte klinische Befunde für ein Sturzereignis (keine Prellmarke, keine Schürfung, keine Schwellung, keine Rötun
g, kein Hämatom) fänden, welche
zu einer Verletzung des Kniegelenks geführt haben könnten. Im
Befund des
MRI würden ebenfalls jegliche Hinweise auf ein S
turzereignis fehlen
(vgl.
Urk.
7/54 S. 2).
3.8
Das
am
2.
Juli 2020 erfolgte MRI des rechten Knies zeigte einen unveränderten komplexen Riss im Vorderhorn des lateralen Meniskus (kein abgrenzbarer Sub
stanzdefekt bei gemäss OP-Bericht Status nach Resektion des Vorderhorns) sowie nach Teilresektion des Hoffa-Fettkörpers geringe narbige Veränderungen am Resektionsrand (vgl. Bericht vom
2.
Juli 2020,
Urk.
7/80).
3.9
Mit Bericht vom 1
4.
Juli 2020 (
Urk.
7/78) diagnostizierten die Ärzte der Universi
tätsklinik
A._
eine persistierende, laterale, komplexe Vorderhornmeniskus
läsion bei Status nach
Meniskektomie
laterales Vorderhorn am
5.
(richtig: 4.)
November 2019 mit/bei komplexer Meniskusvorderhornläsion des lateralen Knie rechts vom 2
3.
September 2019 nach Anpralltrauma und Kniedistorsion. Die bestehende Vorderhornmeniskusläsion des lateralen Meniskus
sei
teil
weise auch als alt zu interpretieren
, da sie bereits auf dem Vor-MRI vom September 2019 sichtbar gewesen sei.
Eine
diagnostisch-therapeutische Kniearthroskopie
werde
empfohlen
(S. 1 f.).
3.10
Am
6.
August 2020
nannte
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Universitäts
klini
k
A._
,
als Diagnose – hier gekürzt aufgeführt -
eine persistierende, laterale, komplexe Vorder
hornmeniskusläsion und äusserte
den Verdacht auf eine symp
to
matische
Plica
mediopatellaris
rechts. Eine
weitere
konservative Therapie scheine nic
ht mehr aussichtsreich zu sein, weshalb f
ür den
7.
September 2020 eine Kniearthroskopie geplant
sei
(
vgl. Bericht vom
6.
August 2020,
Urk.
7/82
S.
1 f.).
3.11
Mit Schreiben vom 1
3.
August 2020 (
Urk.
7/86 S. 2 f.) informierte
Dr.
B._
über die am 2
3.
September 2019 erfolgte Erstbehandlung des Beschwerdeführers und den entsprechenden Eintrag in der Krankenakte. Danach
habe
dieser am 2
3.
September 2019 auf der
Baustelle beim Tragen von Gewicht auf der Treppe das Gleichgewicht verloren und
sei gefallen, wobei er
zehn Treppenstufen herun
tergerutscht sei.
Im Fallen
habe er sich mit dem Oberkörper gedreht (Schutz
haltung). Anschliessend habe er mit dem rechten Knie gegen die Treppenkante angeschlagen.
Nac
h dem Unfall sei selbständiges G
ehen möglich gewesen. Als Befund hinsichtlich des rechten Knies hielt
Dr.
B._
Folgendes fest: Funktion Strecken/Beugen 120-0-0
°
, dabei Überspringen bei 90°,
Tibiakante
lateral Druck
schmerzen. Als Diagnose nannte er eine Prellung des rechten Knies
sowie
des rechten Unterschenkels und äusserte den Verdacht auf einen Meniskusschaden rechts/lateral (
S. 1
).
3.12
Am 1
3.
August 2020 erfolgte eine weitere kreisärztlich
e Beurteilung durch
Dr.
E._
. Dieser kam zum Schluss, dass es
sich um eine vorbestehende, mehr
fragmentäre degenerative Meniskusläsion handle und der Unfall nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen strukturellen Läsionen, welche objektivierbar seien, geführt habe. Der am
4.
November 2019 operierte Schaden sei
nicht
überwiegend wahrscheinlich
auf den Unfall zurückzuführen. A
ufgrund fehlender unfallspezifischer Befunde, des MRI ohne Hinweis auf eine Trauma
tisierung und des
Berichts vom
5.
November 2019 handle es sich um Zufalls
be
funde im Rahmen der Abklärung.
Aus den gleichen Gründen sei a
uch der nun zu operierende Schaden nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall zurückzu
führen. Es ha
be
sich einzig um eine Kontusion ohne unfallspezifischen Befund
gehandelt
, wobei die Unfallfolgen nach einigen Tagen bis zwei Wochen keine Rolle
mehr
gespielt hätten
(vgl.
Urk.
7/87 S. 1).
3.13
Mit Schreiben vom 1
8.
August 2020 (
Urk.
7/94 S. 2 f.)
monierte
Dr.
F._
die Kostenablehnung der geplanten Operation. So sei bereits nach dem Unfall
ereignis vom 2
3.
September 2019 eine Kostengutsprache für eine
Kniearthros
kopie mit
Te
i
lmeniskektomie
des laterale
n Vorderhorns erteilt worden
. Die Schä
digung des Aussenmeniskusvorderhornes sei als unfallkausal angesehen worden. Nach der Operation
hätten sich die Beschwerden lediglich kurzzeitig gebessert und es seien ohne erneutes
Traumaereignis
dieselben Beschwerden wieder auf
ge
treten. Der Befund des MRI vom
2.
Juli 2020 zeige ein fast identisches Bild zum ursprünglichen MRI vom September 201
9.
Es liege kein plausibler Grund vor, weshalb der nun persistierende Schaden nicht mehr unfallkausal sei.
Eine neue Schädigung habe sich nicht gezeigt (S. 1).
3.14
In der ärztlichen Beurteilung vom 1
0.
September 2020 (
Urk.
7/107) hielt
Dr.
E._
fest,
dass es sich bei der im MRI vom 2
5.
September 2019 vorgefundenen mehr
fragmentären Läsion des lateralen Meniskusvorderhorns um einen vorbestehen
den
Befund handle und nicht um Folgen oder Teilfolgen einer geringfügigen Kon
tu
sion des Kniegelenks ohne objektivierbare unfallspezifische Befunde. Anläss
li
ch der am Unfalltag erfolgten Erstkonsultat
i
o
n sei ausser einem Druckschmerz über der lateralen
Tibiakante
kein Befund dokumentiert
worden
, welcher auf ein mög
liches Unfallereignis hindeute. So habe sich
insbesondere keine Schwellung,
keine Rötung oder
Schürfung,
kein
Kniegelenkserguss
und keine
eingeschränkte Be
weglichkeit des Kniegelenks
gezeigt
.
Anlässlich der Konsultation im Spital
C._
vier Tage nach dem Ereignis
habe
nicht einmal mehr eine
Druckdolenz
über dem lateralen Gelenkspalt
bestanden
. Im
Befund des
MRI finde sich kein Hinweis auf Unfallfolgen, insbesondere auch nicht auf eine vom Beschwerdeführer geltend gemachte Kontusion nach Treppensturz. Das Knochenmarksignal stelle sich vollkommen unauffäll
ig dar. A
uch im Bereich der Weichteile lateral über dem Kniegelenk
zeige sich
kein Hinweis auf eine Flüssigkeitsanreiche
rung/Schwel
lung.
D
er Bandapparat stelle sich vollkommen ohne Signalanhebung dar. Das laterale Meniskusvorderhorn weise eine multiple Fragmentierung ausgehen
d
von einer Horizontalläsion auf.
D
er angegebene
Pathomechanismus
sei nicht geeig
net
, eine Verletzung des Me
niskus
zu verursachen.
F
ür eine nachträglich im Be
richt der Uni
versitäts
klinik
A._
angegebene Distorsion würden jegliche Hin
weise fehlen. Eine Distorsion sei bis zur Konsultation in der Uni
versitäts
klinik
A._
auch nie dokumentiert worden. Die Leistungsübernahme der ersten Ope
ration sei administrativ ohne Kausalitätsprüfung erfolgt. Es sei ausgewiesen, dass ein unfallkausaler Zusammenhang der im MRI vorgefundenen Meniskusläsion zum geltend gemachten Ereignis nicht überwiegend wahrscheinlich beziehungs
weise mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen sei (S. 2 ff.).
3.15
Dr.
F._
erachtete es
mit Schreiben vom 1
1.
November
2020 (
Urk.
7/123
)
zuhanden des Beschwerdeführers
als nicht klar
,
weshalb
die Menis
kus
läsion am Aussenmeniskusvorderhorn vorbestehend sein müss
e. Das Fehlen eines Knochenmark
ödems spreche zwar gegen eine relevante Kontusion der
ossären
S
trukturen. Dies
schliesse jedoch nicht aus, dass es durch den Sturz auf der Treppe zu einer Traumatisierung des Meniskus gekommen sei. Eine Kontusion alleine dürfte nicht ausreichend sein, um eine derartige Meniskusschädigung hervorzurufen.
Daher sei e
her von einer zusätzlichen Distorsion im Rahmen des
Sturzes auszugehen. Eine degenerativ bedingte Meniskusschädigung sei bei ein
em 26-jährigen Patienten unwahrscheinlich. Meniskusschäden bei jungen Patienten seien überwiegend traumatischer Genese.
Einzig anhand des Rissm
uster
s könne
nicht eindeutig geklärt werden, ob ein Meniskusschaden degenerativer oder trau
matischer Natur sei. Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass ein Treppensturz über zehn Stufen, wobei sich der Beschwerdeführer offenbar gedreht habe, mit Anprall des rechten Knies und nachfolgenden Schmerzen, durchaus einen adä
quaten U
nfallmechanismus wiederspiegle
, um eine traumatische Meniskusschädi
gung hervorzurufen (S. 2).
3.16
Mit Schreiben vom 2
5.
November 2020 (
Urk.
7/126 S. 2 f.)
zuhanden des Be
schwerdeführers
gab
Dr.
B._
an
, dass bei der Untersuchung am 2
3.
September 2019 eine
Anprellung
im Bereich des rechten Kniegelenks dokumentiert worden sei. Eine gleichzeitige Distorsion des rechten Kniegelenks sei denkbar. Unter Berücksichtigung des Unfallherganges und der festgestellten Druckschmerzen an der lateralen
T
ibiakante
rechts
sei der Verdacht auf einen Kniebinnen
scha
den/
eine
Meniskusverletzung begründet gewesen (S. 1).
3.17
Dr.
E._
hielt m
it ärztlicher Beurteilung vom 3
0.
November 2020 (
Urk.
7/125) an seiner
vorangegangenen
Beurteilung vom 1
0.
September 2020 fest.
Der Be
fund des MRI ergebe keinen Hinweis auf eine wie immer geartete Traumatisierung des Kniegelenks durch eine Kontusion, auch nicht der Weichteile.
Die Aus
führungen von
Dr.
F._
hinsichtlich des Rissm
uster
s stünden im Wider
spruch zur einschlägigen Fachliteratur.
Seine Aussage,
wonach eine degenerativ bedingte Meniskusschädigung bei einem 26-jährigen Patienten unwahrscheinlich sei, sei nicht belegt und decke sich
ebenfalls
nicht mit der einschlägigen Fach
literatur.
Es fehle jegliche Grundlage f
ür die Behauptung,
wonach
es sich bei einem Treppensturz über zehn Stufen, wobei sich der Beschwerdeführer offenbar gedreht habe, mit Anprall des rechten Knies und nachfolgenden Schmerzen
,
um einen adäquaten Unfallmechanismus
für
eine traumatische Menisku
sschädigung
handle
.
Die Beurteilung der Universitätsklinik
A._
entbehre einer nachvoll
ziehbaren medizinischen Grundlage bezüglich der geltend gemachten überwie
genden Wahrscheinlichkeit der Unfallkausalität der komplexen Meniskusläsion (S. 1 ff.).
4.
4.1
Zur Beurteilung
der vorliegend strittigen Unfallkausalität erfolgte eine einge
hende ärztliche
Einschätzung
dur
ch
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.7, E. 3.12, E. 3.14, E. 3.17
). Dieser legte in Kenntnis sämtlicher
Vorakten
sowie des
geschilderten Unfallherganges schlüssig und nachvollziehbar dar, weshalb
die mehrfrag
men
täre
Läsion des lateralen Meniskusvorderhorns
nicht auf das Ereignis vom 2
3.
September 2019 zurückzuführen
und
der durch dieses Ereignis ausgelöste Beschwerdeschub nach kurzer Zeit abgeklungen ist.
D
arauf ist abzustellen.
Der Beurteilung von
Dr.
E._
schadet nicht, dass dieser den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zu
kommt, sofern – wie im konkreten Fall – ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizi
ni
schen Sachverhalts geht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1 und 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2).
Wesentlich dabei ist, dass
nach dem Ereignis
keine
klinischen
Befunde
für ein Sturzereignis
objektiviert werden konnten
und auch der
MRI-
Befund keine Hin
weise auf Unfallfolgen ergab
. So wurde anlässlich der
durch
Dr.
B._
erfolgten
Erstbehandlung einzig ein Druckschmerz über der lateralen
Tibiakante
dokumen
tiert. Es
zeigten sich weder blaue Flecken noch eine Schwellung
oder
eine
Schürfung
. Auch
ein Kniege
lenkserguss oder
eine eingeschränkte Beweglichkeit
lagen nicht vor
(vgl.
Urk.
7/16;
Urk.
7/86 S. 2 f.
). Anlässlich der vier Tage nach dem Ereignis im Spital
C._
erfolgten Konsultation zeigte sich
ebenfalls keine Schwellung und kein Erguss. Vielmehr bestand
nicht einmal mehr eine
Druck
dolenz
über dem lateralen Gelenkspalt
. E
inzig das Steinmann I-Zeichen zur Über
prüfung einer Meniskusläsion war über dem lateralen Meniskus schmerzhaft
(vgl.
Urk.
7/13 S. 1 f.
).
D
er Befund des MRI war – abgesehen vom dislozierten komp
lexen Riss am Vorderhorn des Aussenmeniskus –
schliesslich ebenfalls
voll
kom
men
unauffällig und inne
rhalb der Norm (vgl.
Urk.
7/6).
Dr.
E._
konnte nach Durchsicht der
MRI
-Bilder
keine Hinweise auf Unfallfolgen erkennen, insbeson
dere auch nicht auf eine geltend gemachte Kontusion nach Treppensturz
. Denn d
as Knochenmarksignal stell
t
e sich vollkommen unauffällig dar
, im Bereich der
Weichteile lateral über dem Kniegelenk zeig
t
e sich kein Hinweis auf eine Flüss
ig
keitsanreicherung/Schwellung und d
er Bandapparat stell
t
e sich vollkommen ohn
e Signalanhebung dar
(vgl.
Urk.
7/107 S. 3).
4.2
Indizien gegen die Zuverlässigkeit dieser Beurteilung bestehen nicht. So
vermag
insbesondere
die abweichende Einschätzung von
Dr.
F._
(vorstehend E.
3.
13,
E. 3.15
)
– worauf sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen beruft (vgl.
Urk.
1 S. 7 ff.) -
nichts daran zu ändern
.
Aus der beschwerdegegnerischen Kosten
übernahme
für die im November 2019 erfolgte Operation der festgestellten Meniskusläsion kann – entgegen den Aus
füh
rungen von
Dr.
F._
(vorstehend E. 3.13) – keine Anerkennung der Unfallkausalität
der Meniskusläsion
hergeleitet werden.
Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Leistungsanerkennung vom
7.
Oktober 2019 (
Urk.
7/4) einzig die Schadenmeldung
vom
2.
Oktober 2019
be
kannt war, wonach der Beschwerdeführer eine Prellung des rechten Knies erlitte
n habe (vgl.
Urk.
7/1
Ziff.
9
; vgl. Eingangs-Daten im Aktenverzeichnis zu
Urk.
7
). A
us einer erteilten Kostengutsprache
kann
ausserdem
keine vollumfängliche und
vorbehaltlose Kostenübernahme für sämtliche Behandlungskosten abgeleitet werden
, ist es dem Unfallversicherer doch unbenommen, zunächst im Rahmen einer formlosen Deckungsanerkennung Leistungen wie Heilbehandlung und Tag
gelder zu erbringen und diese nach einer eingehenden Prüfung der Anspruchs
voraussetzungen (Unfalltatbestand, Kausalität) bei entsprechendem Untersu
chungs
ergebnis ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel
der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision «ex
nunc
et pro
futuro
» einzustellen
(BGE 133 V 57 E. 6.8, 130 V 380).
Der Hinweis
von
Dr.
F._
, wonach sich die Beschwerden klinisch offen
bar derart präsentiert hätten, als dass
sich zeitnah eine
weitere Abklärung mittels MRI
aufgedrängt habe (vgl.
Urk.
7/123 S. 1), vermag nichts zu belegen.
So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich entsprechende Beschwerden gezeigt haben,
bestand
auch
zweifellos eine Meniskusläsion
. Dass die klinischen Befunde für eine Meniskusläsion sprachen und sich im anschliessenden MRI auch eine solche bestätigte, bedeutet
jedoch
nicht, dass diese durch den Unfall verursacht worden ist. Einzig mit dem in zeitlicher Hinsicht Auftreten der Beschwerden kurz nach dem Ereignis kann keine Unfa
llkausalität begründet werden. Der Hinweis, wo
nach der Beschwerdeführer bis zum Unfallereignis keine Kniebeschwerden beklagt habe (vgl.
Urk.
7/123 S. 1 f.), läuft auf die unzulässige Beweismaxime «
post
hoc ergo
propter
hoc» hinaus (im Sinne von «nach dem Unfall, also wegen des Unfalls»; BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
,
Urteil des Bundesgerichts 8C_355/2018 vom 29. Juni 2018 E. 3.2).
Mit der Beschwerdegegnerin ist sodann festzuhalten (vgl.
Urk.
2 S. 7), dass
die
Darlegung
von
Dr.
F._
, wonach
eine Kontusion allein nicht ausrei
chend sei, um eine derartige Meniskusschädigung hervorzurufen, weshalb eher von einer zusätzlichen Distorsion im Rahmen des Sturzes auszugehen sei (vgl.
Urk.
7/123 S. 2)
, einem Zirkelschluss gleichkommt
. Diese Argume
ntation beruht auf der Annahme
, dass die Meniskusläsion durch den Unfall e
ntstanden ist
, was allerdings gerade zu beweisen wäre. In
keinem der
zum Ereignis zeitnahen Be
richte
wird
eine Distorsion
des Knies anlässlich des Sturzes
erwähnt, sondern einzig eine
Drehung des Oberkörpers beim F
all sowie
eine
Kontusion
des Knies
(vgl.
Urk.
7/1;
Urk.
7/5 S.
1;
Urk.
7/13 S. 1;
Urk.
7/16;
Urk.
7/23 S. 1;
Urk.
7/86 S. 2
f.
). Eine Distorsion
des Knies
wird erstmals
nach der im August 2020 ange
kündigten Leistungseinstellung (vgl. Schreiben vom 1
4.
August 2020,
Urk.
7/92)
durch
Dr.
F._
erwähnt
, wobei sich
dieser
hierbei
auch
nicht auf
anam
nestische
Aussagen des Beschwerdefüh
rers zum Unfallhergang stützte
, sondern auf den Umstand, dass
seiner Ansicht nach
eine Kontusion allein für eine solche Meniskusläsion nicht ausreiche
(vgl.
Urk.
7/94 S. 2 f.
;
Urk.
7/123 S. 2).
Der Be
schwerdeführer selbst erwähnte eine gewaltsame Verdrehung des Kniegelenks erstmals im Rahmen des
Einspracheverfahrens
(vgl.
Urk.
7/119 S. 2). Diesbezüg
lich gilt es darauf hinzuweisen, dass die
Gerichte im Bereich des Sozialversiche
rungsrechts
praxisgemäss
in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab
stellen
, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Über
le
gungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE
143 V 168 E. 5.2.2,
121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Der
durch
Dr.
F._
geschilderte Unfallmechanismus
(vgl.
Urk.
7/123 S. 2)
ist an
hand der zum
E
reignis zeitnahen Berichte
jedenfalls
nicht belegt.
Die blosse Mög
lichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruchs nicht (vorstehend E. 1.3).
Auch mit der Argumentation, wonach eine degenerativ bedingte Meniskus
schä
digung bei einem 26-jährigen Patienten unwahrscheinlich sei und Meniskusschä
den bei jungen Personen überwiegend traumatischer Genese seien (vgl.
Urk.
7/123 S. 2
), dringt
Dr.
F._
nicht durch.
Denn m
assgebend für die Beurteilung der natürlichen Unfallkausalität sind nicht statistische Werte, son
dern die konkreten Umstände im Einzelfall (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_519/20
20 vom 2
0.
Januar 2021 E. 5.4).
Andere ärztliche Beurteilungen, welche
von
eine
r
Unfallkausalität der festge
stellten Meniskusläsion
zum Ereignis vom 2
3.
September 2019
a
usgehen
, liegen nicht vor. N
amentlich lässt si
ch dem
B
ericht von
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.16)
keine solche Aussage
entnehmen.
Insgesamt wecken demnach die übrigen Be
richte keine auch nur geringen Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung von
Dr.
E._
. Auf das eventuell beantragte Gerichtsgutachten (vgl.
Urk.
1 S. 2) kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d) verzichtet werden.
4.3
Da es vorliegend
an einem
natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen dem
Ereignis
vom 2
3.
September 2019 und der festgestellten Meniskusläsion
fehlt
, besteht auch im Lichte von
Art.
6
Abs.
2 UVG
(vorstehend E. 1.2)
kein Anspruch auf Versicherungsleistungen
. Denn auch bei einer Listenverletzung ist ein natür
licher Kausalzusammenhang zwischen dem Gesundheitsschaden und dem geltend gemachten Ereignis Leistungsvoraussetzung. Fehlt es an einem natürlichen Kau
salzusammenhang ist gleichzeitig erstellt, dass die Listenverletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist
(
vgl. BGE 146 V 51 E. 9.2; Urteil des Bundesgerichts
8C_519/2020 vom 2
0.
Januar 2021 E. 5.5).
4.4
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die
festgestellte
Meniskusläsion am
rechten Knie des Beschwerdeführers nicht überwiegend wahrs
cheinlich kausal auf das E
reignis vom 2
3.
September 2019 zurückzuführen
und der durch dieses Ereignis ausgelöste Beschwerdeschub nach kurzer Zeit abgeklungen ist.
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht über den 1
2.
August 2020 hinaus verneinte.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.