Decision ID: 3afe16c2-41c2-4b9a-bcba-0c14b399bfe4
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1952, war seit dem 15. Mai 1975 in der
Y._
im Bereich Pflege beschäftigt (Urk. 8/8) und damit be
i
der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Allianz) obli
ga
to
risch
unfallversichert, als sie am 1. Dezember 2010 auf glitschigem Grund auf ihr linkes Knie stürzte und
sich
eine Kniegelenksverletzung zuzog (
Unfallmel
dung
vom 10. Dezember 2010,
Urk. 8/8
; Frageblatt zum Unfallhergang,
Urk. 8/
10), worauf am 10. Dezember 2010 am linken Knie eine Arthroskopie und
eine
laterale
Teilmeniskek
tomie
vorgenommen wurde
n
(Urk. 8/7).
Am 8. April 2011
wurde der
Versicherte
n
eine
zementierte
kon
d
yläre
Knie-Arthro
plastik
ein
gesetzt (Urk. 8/29).
Mit Schreiben vom 17. Mai 2011
stellte die Allianz der Versicherten die Einstel
lung der Versicherungsleistungen per 28. Februar 2011 wegen Erreichen
s
des Status quo ante in Aussicht (Urk. 8/38). Dazu nahm die Versicherte am 25. Mai 2011 Stellung (Urk. 8/39).
Mit Verfügung vom 20. Juni 2011 (Urk. 8/46) ver
neinte die Allianz einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem
Un
fal
l
er
eig
nis
vom 1. Dezember 2010 und den nach dem 28. Februar 2011 weiter
be
stehenden Beschwerden zufolge Erreichen
s
des Status quo ante und stellte die bis
anhin ausgerichteten Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld) auf die
sen
Zeitpunkt hin ein.
Die von der Versicherten
dagegen
am 8. Juli 2011 (Urk. 8/53) erhobene Einspra
che
hiess
die Allianz
nach Einholung eines medizinischen Berichts ihres bera
tenden Arz
tes (Urk. 8/81) und Gewährung des rechtlichen Gehörs (Urk. 8/83,
Urk. 8/84)
mit
Einspracheentscheid
vom 24. Februar 2012
teilweise gut, in
dem si
e
die Versi
cherungsleistungen
erst
per 31. März 2011 einstellte
(Urk. 8/89 = Urk. 2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 24. Februar 2012 (Urk. 2) erhob die Versi
cher
te am 2. April 2012 Beschwerde mit dem
sinngemässen Antrag, es seien ihr
auch über den 31. März 2011 hinaus
Versicherungsleistungen auszurichten (Urk. 1).
Die Allianz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 2. Mai 2012 die Ab
weisung der Beschwerde (Urk. 7).
Mit Replik vom 4. Juli 2012 (Urk. 11) hielt die Beschwerdeführerin
sinngemäss
an ihre
n
beschwerdeweise geltend gemachten
Ausführungen
fest. Mit Duplik vom
11. September 2012 (Urk. 14) hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest, was der Beschwerde
führerin
am 12. September 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden - so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Be
rufs
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne
des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand,
wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haft
en Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine
anspruchs
auf
he
bende
Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammen
hang
ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.
2.1
D
ie Beschwerdegegnerin
stellte sich auf den Standpunkt, dass gestützt auf die
Beurteilung ihres Konsiliararztes, Dr. med.
Z._
,
orthopädische Chirurgie FMH
,
vom 12. Januar 2012 als erstellt zu gelten habe, dass der Status quo sine spätes
tens
per 31. März 2011 eingetreten sei
(Urk. 2 S. 11 f.).
2.2
Demgegenüber vertritt die Beschwerdeführerin – gestützt auf Gespräche mit ihrem
behandelnden Arzt sowie auf eine
– gemäss ihren Angaben
ausgiebige
–
Be
sprechung mit dem SUVA-Kreisarzt – die Ansicht, dass ihre aktuelle
Kniege
lenkssituation
links nach wie vor auf das Unfallereignis vom 1. Dezember 2010 zurückzufüh
ren sei (Urk. 1 S. 1 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin über den 31. März 2011 hin
aus eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1. Dezember 2010 trifft.
3.
3.1
Gemäss Unfallmeldung vom 10. Dezember 2010 stürzte die Beschwerdeführerin
am 1. Dezember 2010
auf dem
schneebedeckten
Parkplatz des
A._
auf das linke Knie (Urk. 8/8 Ziff. 5 und 6). Der in der Unfallmeldung als
erstbe
handelnder
Arzt genannte Dr. med.
B._
, FMH für Orthopädie
,
Spital
C._
,
diagnostizierte eine laterale Meniskusläsion und nahm am 10. De
zem
ber 2010 eine
arthroskopische
Teilmeniskektomie
vor
(Urk. 8/7).
Mit Zwischenbericht vom 10. März 2011 (Urk. 8/20) zuhanden des
Unfallversi
che
rers
berichtete
Dr.
B._
gestützt auf eine bildgebende Untersuchung (
MRI
des linken Knies vom 13. Januar 2011, Urk. 8/14) von zunehmenden
Kniege
lenksbeschwerden
bei progredienter, lateral betonter Gonarthrose links (Ziff. 1).
Er führte aus,
eine am 7. März 2011 durchgeführte radiologische Kontrolle
habe
eine objektivierte zunehmende laterale Gelenksdegen
e
ration im Vergleich zur präoperativen Abklärung
ergeben.
Der
Heilungsverlauf sei anfänglich günstig gewesen, nach Arbeitsaufnahme seien erneut massive, weitgehend
belastungs
abhängige
Schmerzen aufgetreten und der Verlauf sei weiterhin ungünstig.
Unfallfremde Faktoren würden im Heilungsverlauf nicht mitspielen (Ziff. 2).
3.2
Vom
7.
bis
16. April 2011 begab sich die Beschwerdeführerin zur operativen Versorgung in Spitalpflege, wo
Dr.
B._
a
m 8. April 2011
aufgrund
einer zu
nehmend schmerzhaften
laterale
n
Gelenksdegeneration und
wegen
eines ähnli
chen Verlaufes des rechten Knies
fünf Jahre zuvor
mit inzwischen gutem Zu
stand
nach Totalprothesenversorgung
auf ausdrückliche
n
Wunsch der Be
schwerde
führerin
eine zementierte
kondyläre
Knie-
Arthroplastik
durch
führte. Hieraus resultierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom
7.
bis 29. April 2011 (Urk. 8/28-29).
3.3
Um beurteilen
zu können
, ob
der
Eingriff vom 8. April 2011
als Folge
des
Ereig
nisses
vom
1. Dezember 2010
zu betrachten sei
, holte die
Beschwer
degegnerin
bei
der
D._
eine medizinische Beurteilung ein
(Urk. 8/32)
.
Der entsprechende
Bericht
wurde
von Dr. med.
E._
am 12. Mai 2011 (Urk. 8/33) erstattet. Darin diagnostizierte der Arzt eine
Val
gus
gonarthrose
links bei Totalprothese vom 8. April 2011
und
bei Status nach
Knie
gelenksdistorsion
mit Meniskusläsion am 1. Dezember 2010 und
Teil-Menis
kektomie
vom 10. Dezember 2010 (Ziff. 6).
Er führte aus, seiner
Ansicht
nach
könne sich so kurz nach dem beschriebenen Trauma keine Arthrose entwickeln. Jahre nach einer
Meniskektomie
wäre das selbstverständlich mög
lich. Eine
vor
bestehende
Arthrose, welche symptomfrei oder symptomarm ge
wesen sei, könne aber durch so ein Trauma, wie auch durch die notwendige Arthroskopie „akti
viert“ werden und dann erheblich mehr Schmerzen verursa
chen. Ohne vor
be
stehende Arthrose wäre nach diesem
Trauma mit grösster Wahrscheinlichkeit keine T
otalprothese notwendig geworden (Ziff. 9).
Der Arzt ging bei dieser Art Trauma von einer Zeitdauer von zirka drei Monaten aus, bis der Stat
us quo sine/ante erreicht werde, wobei nach einem Totalpro
theseneinsatz mit einer zirka viermonatige
n
Arbeitsunfähigkeit zu rechnen sei (Ziff. 9).
3.4
Aufgrund einer Bewegungseinschränkung des linken Knies nach der Knietotal
prothes
enversorgung im April 2011 führte Dr.
B._
am 11. August 2011 bei de
r Beschwerdeführerin eine geschlossene Kniegelenksmobilisation durch (Urk. 8/82 S. 3).
Da es trotz intensiver Physiotherapie zu einer zunehmenden
Bewegungsein
schrän
kung
kam, unterzog sich die Beschwerdeführerin bei Dr.
B._
am 8. September 2011 einer Arthroskopie mit vollständiger
Synovektomie
und er
neuter Mobilisation des Knies (Urk. 8/82 S. 2).
3.5
Dr.
m
ed.
Z._
führte
am 12. Januar 2012 (Urk. 8/81)
,
gestützt auf die ihm zugstellten Akten und Bilddokumente (S. 1
ff.
)
aus
,
die Beschwerdeführerin
habe sich durch den Sturz am 1. Dezember 2010 das linke Knie verdreht und wegen den Befunden sei
am 10. Dezember 2010
eine Arthros
kopie durchgeführt worden.
Die intraoperative Diagnose habe auf eine laterale Korbhenkelläsion gelautet, wobei klar festgehalten und be
schrieben werde, dass der Korbhenkel „ausgefranst“ sei, was belege, dass es sich um eine alte Läsion handeln müsse. Weitere pathologische Befunde lägen nicht vor (S. 5 unten).
Die vom Operateur erwähnte/geltend gemachte Zunahme der
Valgisation
nach der
arthroskopischen
Teilmeniskektomie
lateral lasse sich auf
grund der vorge
legten bildgebenden Dokumente nicht belegen. Auch eine all
fällige laterale
Überlastung des Kompartimentes
als mögliche Ursache des gel
tend gemachten Schmerzes, welche schlussendlich auf Wunsch der Beschwer
deführerin zur
Indi
kationsstellung
und Durchführung der Prothesenversorgung geführt habe, sei im MRI ebenfalls ausgeschlossen worden (S. 6 oben).
Überwie
gend wahrscheinlich könne einzig die
intraossäre
Signalstörung
femoral
und
tibial
am Ansatz des vorderen Kreuzbandes als unfallkausale Folge be
zeichnet werden, da dieses aber intakt geblieben sei, hätte diesbezüglich keine
Therapie
bedürftigkeit
bestanden (S. 6 unten).
Dr.
Z._
kam in seiner fachärztlichen Kausalitätsbeurteilung zum Schluss,
dass als Folge des Unfallereignisses weder eine richtungsgebende Verschlim
me
rung
eines asymptomatischen Vorzustandes noch ein
behandlungsbedürfti
ger
unfallkausaler Schaden entstanden sei.
Da das Erreichen des Status quo sine bei
posttraumatischer Aktivierung eines stummen Vorzustandes nach drei bis spä
tes
tens vier Monate
n
zu erwarten sei,
sei
d
ie Einstellung der Leistungen
im Zu
sam
men
hang mit dem Unfallereignis spätestens per Ende März 2011 korrekt (S. 7).
4.
4.1
Der Unfall am 1. Dezember 2010 hat nach Lage der Akten zu einer Schädigung des linken lateralen Meniskus geführt. In der Folge
wurde dieser am 10. De
zem
ber 2010 teilweise entfernt
(vgl. vorstehend E. 3.1)
.
Ab Januar 2011 sind sodann von der Beschwerdeführerin angegebene zuneh
mende Beschwerden aktenkundig
, welche der behandelnde Arzt mit einer Gon
arthrose in Zusammenhang brachte
und
weswegen
er
am 8. April 2011 eine ze
mentierte
kondyläre
Knie-
Arthroplastik
durchführte
(vgl. vorstehend E. 3.
1 und E. 3.
2).
Die im August 2011 aufgetretene Bewegungseinschränkung des linken Knies nach der Totalprothesen-Versorgung vom April 2011 bei primär postoperativem Schmerztrauma erforderte
sodann
am 8. September 2011 eine
erneute
Arthro
skopie des linken Knies
(vgl. vorstehend E. 3.4)
.
4.2
Aus den genannten Akten ergibt sich
mit hinreichender Sicherheit, dass der Unfall von 2010 eine Meniskusläsion verursacht hat, die zu einer
Meniskusre
sek
tion
Anlass gegeben hat. Diesbezüglich wurde
nach der Operation
ein befrie
digender Zustand festgehalten
. Die seit
Januar 2011 verstärkt beklagte
n
Be
schwerden wurden
vom behandelnden
Ar
zt
Dr.
B._
auf eine
Gona
rthrose zu
rückgeführt
,
und es erfolgte eine operative Sanierung mittels einer
Knietotal
pro
these
(vgl. vorstehend E. 3.2) und späterer Arthroskopie (vgl. vorstehend E. 3.4)
.
Somit entscheidet sich die Frage der Unfallkausalität der im Zeitpunkt der
Leis
tungseinstellung
(Ende März 2011)
vorhandenen Kniebeschwerden danach, ob zwischen der
(
gemäss Dr.
B._
)
diese verursachenden Arthrose
des
linken
Kniegelenks und dem Unfall vom Dezember 2010
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.
4.3
Diese Frage wurde von Dr.
Z._
schlüssig
mit der Begründung verneint,
als Folge des Unfalles sei weder eine richtungsgebende Verschlimmerung eines asymp
tomatischen Vorzustandes noch ein
behandlungsbedürftiger
unfallkausa
ler
Schaden entstanden.
Aufgrund der vorgelegten Akten und bildgebenden Do
kumente
sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einzig die
intraossäre
Sig
nalstörung
femoral
und
tibial
am Ansatz des vorderen Kreuzbandes als
unfall
kausale
Folge zu bezeichnen, welches aber intakt geblieben
u
nd diesbezüg
lich
nicht therapiebedürftig gewesen sei
.
Sodann führte Dr.
Z._
nachvollziehbar
und schlüssig
aus, die
arthroskopi
sche
Evaluation habe ergeben, dass e
ine laterale Meniskusläsion vorgelegen habe
,
welche bei dieser Gelegenheit saniert worden sei. Dabei habe die intraoperative
Diag
nose auf eine laterale Korbhenkelläsion gelautet, wobei der Korbhenkel aus
ge
franst
gewesen
sei, was belege, dass es sich um eine alte
(vorbestehende)
Läsion
handeln müsse
.
Die
von Dr.
B._
geltend gemachte Zunahme der
Valgisation
nach der
arth
r
oskopischen
Teilmeniskektomie
lateral
lasse sich
aufgrund der
bild
geben
den
Dokumente
nicht belegen
und
gemäss MRI sei
eine allfällige laterale Über
lastung des Kompartimentes
als
mögliche Ursache des geltend gemachten Schmerzes
zur
Durchführung der Prothesenversorgung
ausgeschlossen.
Folglich sei auch der
postoperative Verlauf nicht unfallkausal.
Damit könne das Errei
chen des Status quo sine bei posttraumatischer Aktivierung eines stummen
Vor
zustandes
nach drei bis spätestens vier Monat
en erwartet werden, mithin sei
die Einstellung der Leistungen spätestens per Ende März 2011 als korrekt zu be
werten (
vgl. vorstehend E. 3.5
).
4.4
Diese Kausalitätsbeurteilung
von Dr.
Z._
wird gestützt von Dr.
E._
, dessen Einschätzung zur hier entscheidenden Schlussfolge
rung betreffend Kau
salität im Wesentlichen übereinstimmt. Auch er verneinte eine
rasche
Arthro
sen
bildung
nach dem Unfallereignis und erachtete es für möglich, dass eine vor
be
stehende Arthrose, welche symptomfrei oder
symp
tom
arm
gewesen sei, durch das
Unfalltrauma oder auch durch die notwendige Arthroskopie aktiviert worden sei
. Damit verneinte auch er die Unfallkausalität und
gelangte
ebenfalls
zum
Ergebnis,
dass
der Status quo
sine
nach
zirka
drei Monaten
nach
dem
Unfall
ereignis
erreicht worden sei (vgl. vor
stehend E. 3.3).
4.5
Demgegenüber vermögen die in der Beschwerde erhobenen Einwände (vgl. vor
stehend E. 2.2) die
schlüssige
medizinische
Beurteilung von Dr.
Z._
nicht zu
entkräften.
Die Beschwerdeführerin reicht
e
keine überzeugenden gegenteiligen
Kau
s
alitätsbeurteilungen
ein. Weder liegt ein Bericht des SUVA-Kreisarztes
Dr.
F._
vor
, noch ist eine Stellungnahme des behandelnden Arztes, Dr.
B._
,
aktenkundig, in der er sich mit der (abweichenden) Einschätzung des Dr.
Z._
auseinandersetzt. Die Behauptung von Dr.
B._
im Bericht vom 10. März 2011,
es lägen keine unfallfremde
n
Faktoren vor, die im
Heilungsver
lauf
mitspielten (vgl. vorstehend E. 3.1), wurde nicht
weiter begründet.
Ebenf
alls geht aus seiner Be
gründung
beziehungsweise Indikation
zur durchgeführten
Totalprothesen
ver
sorgung
klar hervor, dass diese aufgrund eines ähnlichen Verlaufes im rechten Knie
vor fünf Jahren mit inzwischen gutem Zustand
nach erfolgter Totalpro
the
senversorgung
auf ausdrückliche
n
Wunsch der Beschwer
deführerin
nach
der
selben Behandlung vorgenommen wurde
(vgl. vorstehend E. 3.2). Damit
wird
aber
nahe gelegt
, dass
gerade kein Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfall
ereignis
vom Dezember 2010
und der Operation
im April 2011
be
ziehungsweise
deren
Folgen
besteht
.
Wenig ergiebig sind
schliesslich
die theoretischen Ausführungen der Beschwer
de
führerin zur medizinischen Situation und zu den sich daraus ergebenden Fol
gen
(Urk. 11); solche Feststellungen und Fragen sind – wie vorliegend gesche
hen – von Ärzten zu treffen und zu beantworten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_837/2008 vom 26. Juni 2009 E. 8.2).
4.6
Damit steht fest, dass im strittigen Zeitpunkt bezüglich des Unfalls vom
1. Dezember 2010
der
Status quo sine
erreicht war
. Die
zu diesem Zeitpunkt noch
vorhandenen Kniebeschwerden sind nicht mehr mit überwiegender Wahrschein
lichkeit auf den Unfall
vom 1. Dezember
2010, sondern auf unfallfremde Ur
sachen zurückzuführen.
Der angefochtene Entscheid erweist sich mithin als rechtens, was zur Abwei
sung
der dagegen erhobenen Beschwerde führt.