Decision ID: 59288066-99dc-41d1-a984-17c453e24558
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1955, war
als Lehrperson
der
Y._
bei der
AXA Versicherungen AG
obligatorisch
unfall
versichert
,
als sie
laut
Bagatellunfallmeldung vom 14. Dezember 2013 (Urk. 8/A1)
am 25. August 2013 auf den Knien Reinigungsarbeiten verrichtete und mit der (rechten) Knie
scheibe in den Fugen des Badezimmers hängenblieb.
Die
AXA Versicherungen AG
lehnte ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 8. April 2014 (Urk. 8/A5) mangels Vorliegens eines Unfalles im Rechtssinne beziehungsweise einer
unfall
ähnlichen
Körperschädigung ab und erliess am 22. April 2014 (Urk. 8/A9) eine
gleichlautende
Verfügung.
Die von der Versicherten am 11. Mai 2014 dagegen erhobene
Einsprache (Urk. 8/A
10
)
wies sie
mit E
ntscheid vom 25. September 2014 (Urk. 2)
ab
.
2.
Hiergegen erhob
X._
am 6. Oktober 2014 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die
Zusprache
der gesetzlichen Leistungen. Die
AXA Versicherungen AG
schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Dezember 2014 (Urk. 7) auf Abweisung der
Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2014 (Urk. 10) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden
– soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2).
1.2
1.2.1
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigen
de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.2.2
Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich
keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im
jeweiligen Le
bens
bereich Alltäg
lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).
1.2.3
Nach Lehre und Rechtsprechung kann
das Merkmal des ungewöhnlichen
äus
seren Faktors in
einer unkoordinierten B
ewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S.
100 E.
2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erforder
nis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussen
welt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen
unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der er
wähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130
V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1,
Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S.
541 E. 3.1).
1.2.4
Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken, unterliegt der Nachweis eines Unfalls indessen insofern strengen Anforderungen, als die un
mittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen ge
setzt werden muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in ei
ner äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine er
höhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (BGE 99
V 136 E. 1). Der äussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur
–
den Krankheitsbegriff konsti
tu
ieren
den
– inneren Ursache (BGE 134 V 72 E.
4.1
und E.
4.3.2
.1,
zum Ganzen vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_835/2013
vom 28. Januar 2014 E. 5.1).
1.3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV)
Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so
fern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzu
führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirku
ng den Unfällen gleich
gestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
zerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.4
Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For
derung nicht nach, indem sie un
vollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las
sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen
Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus
wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
2.
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung
aus dem
Ereignis vom 25. August 201
3.
Dabei steht ausser Frage, dass mangels Vorliegens einer
der in Art.
9 Abs.
2 UVV abschliessend
aufgezählten Körperschädigungen
(
vgl. E. 1.3 hier
vor) eine
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin unter dem Titel einer
unfall
ähnlichen
Körperschädigung
entfällt
(vgl. Urk. 2 S. 4 Ziff. 2.3.2)
.
Uneins sind sich die Par
teien
indes
sen
darüber, ob
es sich beim in Frage stehenden
Gesche
hen
um
einen
Unfall im Rechtssinne
handelt
.
3.
Die Beschwerdegegnerin
verneinte
im angefochtenen Entscheid (Urk. 2)
das Vor
liegen eines Unfalles
,
da
sich
aufgrund der Schilderung des Geschehens nicht erkennen lasse, wie die vollzogene Körperbewegung, namentlich das Knien auf dem Badezimmerboden beziehungsweise das Vorrücken auf den Knien
,
in irgendeiner Weise programmwidrig
unterbrochen worden wäre (zum Beispiel
Ausgleiten, Abwehrbewegung usw.). Auch überschreite das geschilderte „Hängenbleiben“ an einer Fuge den gewöhnlichen Ablauf dieser Verrichtung in keiner Weise, zumal die Fugen zwischen den Badezimmerplatten in der Regel nur wenige Millimeter tief und deshalb nicht als ungewöhnlich zu qualifizieren seien. Aus den Akten gehe nicht hervor, dass der Badezimmerboden eine grös
sere
beziehungsweise
ungewöhnliche Vertiefung aufgewiesen habe. Demnach sei die Bew
e
gung plangemäss verlaufen mit dem einzigen Unterschied, dass
da
bei Schmerzen aufgetreten seien
(S. 3 f. Ziff. 2.3.1)
.
An diesem Standpunkt hielt
d
ie
Beschwerdegegnerin
im vorliegenden Verfahren fest (Urk. 7).
4
.
4
.1
In der
Bagatellunfall
meldung vom
14. Dezember
2013
(Urk.
8/
A1 Ziff. 6)
wurde
festgehalten, die Beschwerdeführerin
habe
am 25. August 2013
Reinigung
s
ar
beiten
verrichtet und sei
mit der
(rechten) Kniescheibe in den Fugen des
Bade
zimmers
hängen
geblieben
.
Als Verletzung wurde eine
Prellung des (rechten) Knies
angegeben
.
Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin
führte
die Beschwerdeführerin
am 1
8
. Ja
nuar 2014
hinsichtlich des Ereignishergangs
aus (Urk. 8/A2
-A3
), dass
sie
– um eine Ecke zwischen zwei Badezimmermöbeln zu erreichen
–
auf den Boden ge
kniet
sei und b
eim Verändern der Position
(sie sei
auf
den Knien weiter ge
rutscht
) ihr rechtes Knie blockiert habe. Die Beschwerdeführerin gab an, dass es sich dabei um eine gewohnte Tätigkeit gehandelt habe, wobei sie
allerdings we
gen einer gebrochenen Zehe in de
n
Bewegung
en
etwas eingeschränkt gewesen sei.
Die Frage, ob sich etwas Besonderes
(Ausgleiten, Sturz
usw.
)
ereignet habe, verneinte sie
.
Es sei aber
unmittelbar ei
n stechender
Schmerz
aufgetreten
.
Nach eröffneter Leistungsverweigerung (Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 8. April 2014, Urk. 8/A5)
wandte
die Beschwerdeführerin am 1
2.
April 2014 (Urk. 8/A7)
ein
, infolge ihrer Behinderung durch die gebrochene Zehe – das Abrollen des Fusses sei nicht möglich gewesen – habe sie die Arbeit nicht wie gewohnt ausführen können. Sie habe versucht, sie kniend zu erledigen. Durch ein ungeschicktes Rutschen habe sich die rechte Kniescheibe
in den Fugen der Bodenplatten verkeilt und sei disloziert
worden
. Sie habe einen stechenden Schmerz, assoziiert mit einem Schuss durch das Knie, verspürt.
Einsprache
weise
machte die Beschwerdeführerin am 1
1.
Mai 2014 (
Urk.
8/A10) geltend,
das Ereignis sei plötzlich (durch das Hängenbleiben in den Fugen habe sie einen stechenden Schmerz verspürt), nicht beabsichtigt und nicht alltäglich (die gebrochene Zehe habe sie behindert, sie habe die Arbeit nicht wie üblich erledigen können). Vor dem Unfall habe sie keinerlei Beschwerden gehabt.
Der
behandelnde Facha
rzt beurteile das Ereignis als Un
fall.
In der
Beschwerde (
Urk.
1) brachte die Beschwerdeführerin vor,
wegen der am 18. August 2013 gebrochenen Zehe habe sie den Fuss nicht abrollen können; sie sei auf den Boden gekniet und habe den Fuss rückwärts in die Höhe gehal
ten. Beim Rutschen über eine Fuge der Badezimmerplatten sei die Kniescheibe hängengeblieben und disloziert worden.
O
hne die Behinderung durch die gebro
chene Zehe hätte
sie sich nicht so ungeschickt verhalten.
4
.2
Der am 23. Oktober 2013 erstbehandelnde med. prakt.
Z._
, Allgemeine Me
dizin FMH, zog einen
retropatellären
Knorpelschaden in Betracht (Bericht vom 28. Januar 2014, Urk. 9/M1) und überwies die Beschwerdeführerin an Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Chirurgie. Dieser
untersuchte sie am 22. Januar 2014 erstmals in seiner Sprechstunde und veranlasste das MRI des rechten Knies vom 24. Januar 2014, welches einen dritt- bis
viertgradigen
Knorpelschaden an der
medialen Facette des
retropatellären
Knorpels mit Nachweis
subchondraler
Ge
röllzysten
zur Darstellung brachte
(Bericht des Röntgeninstituts
B._
vom selben
Datum
, Urk. 9/M4)
. Unter konservativer Behandlung konnte in der Folge keine vollständige Beschwerdefreiheit erreicht werden
(Berichte von Dr.
A._
vom 10. Februar, 9. März und 5. Mai 2014, Urk. 9/M2-3 und Urk. 9/M5
= Urk. 3
).
5
.
5
.1
Strittig und zu prüfen ist
, ob es sich beim Ereignis vom 25. August 2013 um einen Unfall im Rechtssinne
(vgl. E. 1.2 hiervor) handelt.
5
.2
Das für den Unfallbegriff
vorausgesetzte
Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann
– wie
dargelegt
(vgl. E.
1.2.3
hiervor) –
in einer unk
oordinierten Bewegung bestehen, wobei d
er ungewöhnliche äussere Faktor in solchen Fällen darin
liegt
, dass die körperli
che Bewegung durch etwas „
Programmwidriges
“ gestört wird.
Dies trifft
beispielsweise dann zu
, wenn
die
v
ersicherte
Person
stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn
sie
, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder aus
z
uführen versucht (RKUV 1999 Nr.
U 345 S.
420, U 114/97 E.
2b mit Hinweisen
;
Urteil des Bundesgerichts 8C_
749/2008 vom 15.
Januar 2009 E.
3.2
).
5
.3
Es liegt
durchaus
im Rahmen des Üblichen, dass gewisse Reinigungsarbeiten
kniend
ausgeführt werden und die
Fortbewegung
durch Vorrücken
der
Kni
e
er
folgt
. Dass vorliegend ein
in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürli
chen Ablauf der Körperbewegu
ng
–
namentlich das Knien auf dem
Badezim
merboden
beziehungsweise
das Vorrücken auf den Knien
–
programmwidrig gestört hätte, ist nicht
mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit
(vgl. E. 1.4 hiervor)
erstellt
.
Inwiefern
das
„Hängenbleiben“ der Kniescheibe an einer gewöhnlichen Bodenfuge
nicht im Rahmen des übli
chen Bewegungsablaufs
geschehen
sein sollte
,
wurde von der Beschwerdeführe
rin
nicht
aufgezeigt und
ergibt sich auch nicht aus den Akten
.
Insbesondere kann dies
er Vorgang
nicht mit einem programmwidrigen Anstossen
an einem Hindernis (vgl. E.
5
.2 hiervor)
gleichgesetzt werden,
da
die Fugentiefe
zwischen den Bodenplatten
unstreitig nur wenige Millimeter beträgt und der
Badezim
merbo
d
en
an der fraglichen Stelle
auch anderweitig keine besondere Vertiefung aufweist. Insoweit ist der Beschwerdegegnerin
(
Urk. 2 S. 3 Ziff. 2.3.1.4)
beizu
pflichten.
5.4
Der
von der Beschwerd
egegnerin ausser Acht gelassene
Umstand
, dass die Be
schwerdeführerin zum Zeitpunkt des Ereignisses an einer gebrochenen Zehe litt
,
lässt keinen
anderen Schluss zu
.
Zwar mag d
ie
Beschwerdeführerin
eigenen An
gaben zufolge
durch den
eine Woche zuvor erlittenen
Zehenbruch
in ihren Be
wegungen etwas eingeschränkt gewesen sein (Abrollen des Fusses nicht mög
lich), jedoch
legte sie
nicht
konkret
dar, wie dadurch der normale
B
ewe
gung
s
ablauf
beim
Knien auf dem Boden
respektive beim
Vorrücken auf den Knien
programmwidrig beeinflusst worden wäre. Vielmehr verneinte
sie
ein be
sonde
res Vorkommnis und sprach von einem nicht näher bezeichneten unge
schickten Verhalten, welches
allerdings
keine Programmwidrigkeit im natürli
chen Bewe
gungsablauf
impliziert
.
Sodann kann allein d
araus, dass bei oder nach einer Körperbewegung Schmer
zen auftreten, nicht auf eine ungewöhnliche Ursache im Sinne eines
programm
widrig
gestörten Ablaufes geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts U
258/04 vom 23.
Novem
ber 2006 E.
3.2 mit Hinweisen).
Daran ändert auch nichts, dass die Beschwerdeführerin wegen der gebrochenen Zehe die Reinigungsarbeiten nicht wie gewohnt (
Urk.
8/A7), sondern kniend mit dem Fuss in der Höhe ausführte (
Urk.
1). Denn rechtsprechungsgemäss ist die Aussergewöhnlichkeit nicht schon dann gegeben, wenn die
Gesundheitsschädi
gung
bei einer etwas ungewohnten, der zu verrichtenden Arbeit aber angepass
ten Körperstellung wie Knie-, Hock- oder Kriechstellung erfolgte (BGE 99 V 136 E. 1), wovon hier auszugehen ist.
Nichts zu
ihren
Gunsten
abzuleiten vermag die
Beschwerdeführerin schliesslich
aus
dem Umstand
, dass
Dr.
A._
im Bericht
vom 5. Mai 2014 (Urk. 3) von einem im Dezember (
gemeint wohl
:
August) 2013 erlittenen
Knietrauma respektive ei
ner traumatisierten
Femoropatellararthrose
sprach und den Unfall
begriff als erfüllt erachtete. D
enn
rechtsprechungs
gemäss
deckt sich der medizinische Be
griff des Traumas nicht mit dem
(rechtlichen)
Unfallbegriff im Sinne von Art.
4 AT
SG (in BGE 130 V 380 nicht publizierte E. 1 des
Bundesgerichtsu
rteils U 199/03 vom 10. Mai 2004).
6.
Bei diesem Ergebnis erübrigen sich Weiterungen zur Frage der Unfallkausalität der Beschwerden (vgl. dazu
Urk. 2
S. 3 Ziff. 2.3.3).
7
.
Da
nach dem Ausgeführten
das Ereignis vom
25. August 2013
weder einen Un
fall im Rechtssinne darstellt noch eine unfallähnliche Körperschädigung zur Folge hatte,
fällt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ausser Betracht
.
Demzufolge erging
der leistungsabweisende
Einspracheentscheid
vom
25. Sep
tember 2014
(Urk.
2) zu Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt
.