Decision ID: cfd8f1ab-ff48-4bf3-afe9-2ce6d43aa86b
Year: 2006
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
betreffend Errichtung der Beistandschaft eine fortlaufende Nummer tragen
(vielleicht wirklich "14", wie heute, wenn tatsächlich dreizehn frühere Dokumente
zu akturieren sind) oder allenfalls eine Kombination von Kapitel und Nummer
(vielleicht II/1 für "II - Beschlüsse" und dort das erste Dokument). Unabdingbar ist
auch ein vollständiges Aktenverzeichnis.
Im aktuellen Zustand kann das Dossier vom Obergericht nicht bearbeitet
werden; es ist unmöglich, ein Bild über die Auseinandersetzung zu gewinnen
(früher waren die Akten offenbar irgendwie geordnet - im letzten Rekursverfahren
NX040027 konnte der Entscheid vom 10. November 2004 jedenfalls die einzelnen
Belegstellen mit Akten-Nummern angeben). Vor einem Entscheid in der Sache
muss ein brauchbares Dossier erstellt werden. Aber auch der Bezirksrat konnte
keinen willkürfreien Entscheid fällen, ohne brauchbare Akten vorliegen zu haben.
Offenkundig hat er einzig die Rekurse des (in seinem Verfahren)
Beschwerdeführers und die Vernehmlassungen der Vorinstanz zur Kenntnis
genommen. Er zitiert in seinem Entscheid kein einziges Aktenstück aus dem
Dossier der Sozialbehörde, und es wäre im Zustand, in dem sich die Akten
befinden, auch ausgeschlossen gewesen, dass er die entsprechenden Papiere
hätte finden können. Ein rechtsstaatliches Rechtsmittelverfahren verlangt aber,
dass die entscheidende Instanz mindestens die wesentlichen Unterlagen zur
Kenntnis nimmt und in ihre Beurteilung einfliessen lässt, andernfalls verletzt sie
das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers (Art. 29 BV).
In dieser Situation ist der Entscheid des Bezirksrates ohne weiteres
Verfahren aufzuheben.
5. Die Verwaltungsbehörden haben nun als Erstes für eine rasche
Herstellung eines ordentlichen Aktenzustandes zu sorgen. Alsdann wird der
Bezirksrat einen neuen Entscheid zu fällen haben. Diesen hat er nicht nur dem
Beschwerdeführer, sondern auch der von Entscheiden zu Beistandschaft und
Besuchsrecht direkt betroffenen Ruth Y. zuzustellen.
6. Kosten für diesen Entscheid sind nicht zu erheben und
Entschädigungen nicht zuzusprechen.

Considerations: