Decision ID: 7ddb9b30-aced-45c0-84e4-085a1f39a111
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer, afghanischer Staatsangehöriger, ethnischer Us-
beke, reiste am 13. September 2021 auf dem Landweg in die Schweiz ein
und stellte gleichentags ein Asylgesuch.
B.
Bei der Anhörung durch die Vorinstanz am 18. November 2021 sowie der
ergänzenden Anhörung vom 2. Februar 2022 trug der Beschwerdeführer
im Wesentlichen vor, er habe in der Stadt B._, Provinz C._
von Geburt an gelebt und vor seiner Ausreise als selbständiger Taxifahrer
gearbeitet. Die Taliban würden ihn als politischen Gegner respektive Spion
für die Regierung wahrnehmen, nachdem zwei ihm unbekannte Personen,
beide den Taliban zugehörend, welche er im September 2020 mit seinem
Taxi chauffiert habe, von der Polizei anlässlich einer Strassenkontrolle aus
seinem Taxi verhaftet und mitgenommen worden seien. Er habe daraufhin
Drohungen von den Taliban per Telefon und SMS erhalten und es sei aktiv
nach ihm gesucht worden. In der Folge habe er sich zur Ausreise ent-
schlossen und Afghanistan im September 2020 mit Stationen in Kabul und
Herat verlassen.
Am 4. November 2021 reichten der Beschwerdeführer ein Arztzeugnis ein.
Am 1. Dezember 2021 reichten er seine Taskera im Original ein.
C.
Mit Verfügung vom 20. Mai 2022 (eröffnet am 23. Mai 2022) stellte das
SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,
wies sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz
an, wobei es den Vollzug der Wegweisung wegen Unzumutbarkeit zuguns-
ten einer vorläufigen Aufnahme aufschob.
D.
Mit Eingabe vom 22. Juni 2022 (Aufgabe bei der Post) erhob der Be-
schwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die
Verfügung des SEM und beantragte, die Dispositivziffern 1–3 des Asylent-
scheids seien aufzuheben, er sei als Flüchtling anzuerkennen und ihm sei
Asyl zu gewähren; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die
Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um Einsetzung eines amtlichen
Rechtsbeistandes ersucht.
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E.
Am 24. Juni 2022 wurde dem Beschwerdeführer der Eingang seiner Be-
schwerde bestätigt.
F.
Am 24. Juni 2022 reichte der Beschwerdeführer eine Bestätigung seiner
Bedürftigkeit zu den Akten.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine
solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor,
weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-
schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen,
ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und
Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).
1.3 Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 2014/26
E. 5).
3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
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Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf
Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwech-
sels verzichtet.
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die
Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5.
5.1 Die Vorinstanz bezweifelte in ihrem Entscheid die Glaubhaftigkeit der
Schilderungen des Beschwerdeführers und stellt sich auf den Standpunkt,
die Vorbringen hinsichtlich seiner Bedrohungslage seien unpersönlich so-
wie stereotyp und deshalb unglaubhaft ausgefallen. Insbesondere sei es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen, nachvollziehbar darzulegen, was
das Motiv der Taliban für die Behelligungen ihm gegenüber gewesen sein
soll. Sein Vorbringen sei in weiten Strecken unlogisch geblieben, dies be-
treffe insbesondere die Frage, warum die Taliban hätten annehmen sollen,
dass er als einfacher Taxifahrer für die Regierung spioniere. Auch habe er
widersprüchliche Angaben gemacht. In seiner ersten Anhörung vom
18. November 2021 habe er neben den beiden Anrufen durch die Taliban
auch erwähnt, dass er Drohungen in Form von SMS-Nachrichten erhalten
habe. Anlässlich seiner ergänzenden Anhörung vom 2. Februar 2022 habe
er diese jedoch vergessen und sich erst auf Vorhalt wieder daran erinnert.
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5.2 Der Beschwerdeführer hält dem in seiner Beschwerde vom 22. Juni
2022 entgegen, dass ihm von den Taliban eine Mitschuld an der Verhaftung
und späteren Inhaftierung ihrer beiden Mitglieder zugeschrieben worden
sei. Die beiden Taliban seien aus seinem Taxi festgenommen worden.
Nach diesem Vorfall habe man ihm vorgeworfen, als Spion der afghani-
schen Regierung tätig zu sein. Dies sei das Motiv für die anschliessenden
Todesdrohungen und die Verfolgung gewesen. Der Beschwerdeführer be-
gründete seine Beschwerde weiter damit, dass die Sachverhaltsfeststel-
lung wie auch die Glaubhaftigkeitsprüfung des SEM unzureichend gewe-
sen sei. Es gehe nicht an, dass man ihm vorhalte, seine "Geschichte" sei
stereotyp ausgefallen. Er habe keine "Geschichte" erzählt, sondern tat-
sächlich Erlebtes wiedergegeben.
5.3 Grundsätzlich sind Vorbringen dann glaubhaft, wenn sie genügend
substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in
vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten widersprüchlich
sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder
der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die asyl-
suchende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere
dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG), aber auch dann,
wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im
Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet
nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mit-
wirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz
zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus
Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen der gesuch-
stellenden Person. Eine Behauptung gilt bereits als glaubhaft gemacht,
wenn das Gericht von ihrer Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, sie aber
überwiegend für wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt sind. Für die
Glaubhaftmachung reicht es demgegenüber nicht aus, wenn der Inhalt der
Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspekte we-
sentliche und überwiegende Umstände gegen die vorgebrachte Sachver-
haltsdarstellung sprechen. Entscheidend ist im Sinne einer Gesamtwürdi-
gung, ob die Gründe, die für eine Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung
sprechen, überwiegen oder nicht; dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise
abzustellen (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1; 2012/5 E. 2.2; 2010/57 E. 2.3).
5.4 Diese Anforderungen zugrunde gelegt, kann dem Vorbringen des Be-
schwerdeführers weder mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit entnom-
men werden, dass er vor seiner Ausreise aus Afghanistan von staatlichen
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oder nichtstaatlichen Akteuren aus asylrelevanten Gründen verfolgt wor-
den ist, noch dass er bei einer Rückkehr nach Afghanistan mit der erfor-
derlichen Wahrscheinlichkeit von diesen verfolgt werden würde. Zur Ver-
meidung von Wiederholungen in diesem summarisch zu begründenden
Entscheid kann diesbezüglich grundsätzlich auf die zutreffenden Erwägun-
gen der Vorinstanz verwiesen werden, die vorstehend (vgl. E. 5.1) zusam-
mengefasst wiedergegeben worden sind. Ergänzend hierzu ist Folgendes
festzustellen:
5.4.1 Als fluchtauslösendes Ereignis bringt der Beschwerdeführer in die-
sem Verfahren stets vor, dass er von den Taliban per Telefon bedroht wor-
den sei. Nachdem sie ihn verdächtigt hätten, zwei ihrer Leute, welche in
seinem Taxi mitgefahren und bei einer Strassenkontrolle verhaftet worden
zu sein, an die Behörden verraten zu haben.
5.4.2 Im Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens hat der Beschwerdefüh-
rer jedoch nur vage und oberflächliche Angaben zum angeblich fluchtaus-
lösenden Ereignis gemacht. Entsprechende Beweismittel reichte er nicht
zu den Akten. Zwar führte er aus, dass die Taliban ihm auch Drohungen
per SMS geschickt hätten, die Nachrichten habe er aber gelöscht, die SIM
Karte aus dem Handy genommen, zerschnitten und weggeworfen (SEM-
act [...]-23/12, F49). Als er im Rahmen der erweiterten Anhörung wiederum
nach Beweismitteln gefragt wurde, führte er dementgegen aus, dass er
zwar Nachrichten und Aufnahmen auf seinem Handy gehabt habe, dieses
jedoch auf der Reise zwei- oder dreimal von verschiedenen Polizisten be-
schlagnahmt worden sei ([...]-35/11, F5, F54 ff.). Gleichzeitig erwähnte er
die SMS später im Laufe der Anhörung gar nicht mehr, sondern betonte,
dass es nach dem zweiten Anruf der Taliban gar keine Kontaktversuche
mehr gegeben hätte, da er rechtzeitig ausgereist sei (vgl. SEM act. A35/11,
F18, F50 ff.). In diesem Zusammenhang verstrickt sich der Beschwerde-
führer in einen weiteren Widerspruch. So gab er in der ersten Anhörung zu
Protokoll, dass er nicht wisse, ob sich die Taliban nach seiner Ausreise per-
sönlich nach ihm erkundigt hätten. Seine Brüder hätten ihm jedoch mitge-
teilt, dass manchmal "unbekannte Leute" nach ihm fragen würden. Im Rah-
men der erweiterten Anhörung gab er demgegenüber zu Protokoll, dass
die Taliban zu seinem Arbeitgeber gegangen seien und sich nach ihm er-
kundigt hätten (vgl. SEM act. A35/11, F52). Auf Vorhalt, dass sich die bis-
herigen Schilderungen unterscheiden würden, vermochte der Beschwer-
deführer dies nicht aufzulösen, sondern erklärte lediglich, dass sein Bruder
aus diesem Grund nach D._ geflohen sei (vgl. SEM act. A35/11,
F57). In seiner Beschwerde äusserte er sich nicht zu den Widersprüchen.
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Daher bestätigen sich auch beim Gericht jene Zweifel an der Glaubhaf-
tigkeit des Fluchtvorbringens des Beschwerdeführers, wie sie bereits das
SEM in seiner Entscheidung anführte.
5.4.3 Das Vorbringen des Beschwerdeführers hinsichtlich der geltend ge-
machten Verfolgungsgefahr ist nicht glaubhaft. Nebst den erwähnten Wi-
dersprüchen sind die Darstellungen des Beschwerdeführers zum angebli-
chen Bedrohungsszenario durch die Taliban derart detailarm ausgefallen,
dass sie nicht geeignet sind, ein auch nur ansatzweise nachvollziehbares
Bild eines realen Geschehensablaufs zu vermitteln. Dies zeigt sich bei-
spielsweise darin, dass er durcheinanderbringt, in welchen Zeitperioden er
die Schule besucht und in welchen Zeitperioden er in der Autowerkstatt
gearbeitet hat (vgl. SEM-act. A23/12, F17-F22 vs. F47, F48). Ausserdem
wusste der Beschwerdeführer zunächst das Datum seiner Ausreise nicht
mehr (SEM-act. A23/12, F40). Auffällig ist auch, dass er teilweise simple
Fragen nicht direkt beantworten konnte, sondern jeweils den ganzen Text-
Block wiederholen musste; die Vorbringen wirken konstruiert und zurecht-
gelegt (vgl. bspw. SEM-act. A35/11, F19).
5.5 Nach vorstehenden Erwägungen sind im Falle des Beschwerdeführers
keine Sachverhaltsumstände bewiesen oder zumindest glaubhaft ge-
macht, welche zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft führen könnten.
Die Ablehnung des Asylgesuches durch das SEM ist demnach zu bestäti-
gen. Es besteht auch keine Veranlassung zur Rückweisung der Sache an
die Vorinstanz, zumal der entsprechende Antrag nicht begründet wurde
und auch keine Gründe ersichtlich sind, die eine entsprechende Rückwei-
sung rechtfertigen würden. Das entsprechende Eventualbegehren wird ab-
gewiesen.
6.
6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie
(Art. 44 AsylG).
6.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-
derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-
lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht
angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
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7.
Da die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 20. Mai 2022 infolge Unzumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme des Beschwer-
deführers in der Schweiz angeordnet hat, erübrigen sich praxisgemäss
weitere Ausführungen zum Wegweisungsvollzug.
8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt im Er-
gebnis richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be-
schwerde ist daher abzuweisen.
9.
Mit dem vorliegenden Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlossen.
Die mit der Beschwerde gestellten Gesuche um Gewährung der unentgelt-
lichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) sowie amtliche Verbeistän-
dung (Art. 65 Abs. 2 VwVG) sind abzuweisen, da die Begehren gemäss
den vorstehenden Erwägungen als zum vornherein aussichtslos zu be-
zeichnen waren und es daher an einer gesetzlichen Voraussetzung zu de-
ren Gewährung fehlt. Das Gesuch um Verzicht auf die Kostenvorschusser-
hebung ist mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos geworden.
10.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-
rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-
zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
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