Decision ID: 49eb5d11-cdf6-4fc4-859f-d7ac4173422e
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der
1962 geborene
X._
meldete sich am 2
9.
Juni 2012 bei
der
Sozi
al
versicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis auf
eine
seit Jahren
bestehende Arbeitsunfähigkeit von 50 %
zum Bezug von Leistun
gen der Inva
lidenversicherung an (
Urk.
7/1). Zur Klärung der erwerblichen und medizi
ni
schen Verhältnisse zog die IV-Stelle nebst einem Auszug aus dem indi
viduellen Konto (
Urk.
7/10) die Akten des Krankentaggeldversicherers bei
(
Urk.
7/3 und
Urk.
7/9) und holte einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/12
und
Urk.
7/28
)
sowie Be
rich
t
e
des behandelnden Psychiaters Dr. med.
Y._
,
Facharzt FMH für Psychi
atri
e und Psychotherapie FMH,
ein
(Urk. 7/
11). Zusätzlich liess
si
e
den Versi
cherten von den Ärzten des
Z._
psychia
trisch un
tersuchen (Gutachten vom 16. Januar 2013 [
Urk.
7/17]).
Mit Vor
be
scheid vom
8.
Februar 2013 stellte die Verwaltung die Abweisung des
Leis
tungs
begehrens
in Aussicht (
Urk.
7/22). Daran hielt sie – auf Einwand von
X._
(
Urk.
7/23 und
Urk.
7/26) hin – mit Verfügung vom 1
2.
Juni 2013 fest (
Urk.
7/31 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
5.
August 2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen (Rente) auszurichten; eventuell seien weitere Ab
klä
rungen vorzunehmen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 18. September
2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Replik vom
9.
Januar 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (
Urk.
12).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete in der Folge auf
eine
Duplik (
Urk.
15), was dem
Versicherten am
1
3.
Februar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
16).
Mit Eingabe vom
5.
Mai 2014 (
Urk.
17) reichte die Beschwerdegegnerin das durch
die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich veranlasste Gutachten von
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
1.
April 2014
ein (
Urk.
18). Der Beschwerdeführer nahm dazu am 1
9.
Juni 2014 Stellung (
Urk.
22).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganz
e oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in
Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwer
ten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objek
tiv
bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur
soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann,
die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
4
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist - auch bei psychischen Er
krankungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)
ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Ar
bei
ts
- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zu
kunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
han
den sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beein
trächtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren,
bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokultu
rellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbst
stän
digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbs
fähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Inva
lidität gesprochen werden
kann.
(BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März
2009 E. 2).
1
.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie
stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen ein
ander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
ach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der
gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
ter
such
un
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls
in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind,
dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
per
te
oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E.
5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S.
24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenablehnung in der angefochtenen Verfügung damit, aus medizinischer Sicht und
aufgrund der
Auskunft der
Ar
bei
tgeberin
des Beschwerdeführers sei ihm die Ausübung der angestammten Tätigkeit seit Juli 2012 zu 80
%
zumutbar. Folglich resultiere
ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad von 20
%
(Urk. 2). In ihrer Beschwerdeantwort
stellte sie sich sodann auf den Standpunkt, es liege
angesichts
der gestellten Diagnosen kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. Insofern bestehe kein Rentenanspruch
und
de
r
angefochtene Entscheid sei mit der Substitution der Motive zu schützen (
Urk.
6).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer – unter Hinweis auf die Berichte von
Dr.
Y._
und die gutachterliche Beurteilung – im Wesentlichen entgegen, es sei lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
respektive 60
%
bei einem lang andauernden
Krankheitsverlauf ausgewiesen, was auch seinem effektiv geleisteten
Arbeits
pen
sum
entspreche.
Daraus folge ein Invaliditätsgrad von 50
%
und damit ein Anspruch a
uf eine halbe Rente (
Urk.
1 S. 3 f.
und
Urk.
12 S. 3
f.).
3.
3.1
Dr.
Y._
diagnostizierte am 1
1.
April 2011 eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21). Er
berichtete, der Beschwerdeführer ar
beite als Lagerungspfleger im Operationssaal, wo es – insbesondere bei Notfäl
len – oft ruppig und hektisch zugehe.
Der Beschwerdeführer
fühle sich den Ope
rationsschwestern gegenüber in der schwächeren Position und habe sich schon
einige
Aussagen, die als verletzend zu qualifizieren seien, anhören müssen. Diese
Erlebnisse hät
ten in den vergangenen Monaten und Jahren zu einer depressiven Entwicklung und zu Spannungen mit seiner Vorgesetzten geführt. Mit Hilfe der psychothera
peutischen Gespräch
e habe der Beschwerdeführer
einen Weg gefun
den, wie er gelassener mit belastenden Situationen umgehen könne. Ab 1. März 2011 habe
er sein Arbeitspensu
m von 50
%
auf 70
%
gesteigert (
Urk.
7/3/33-34 S. 1 f.
=
Urk.
7/11/1-2 S. 1 f.
).
Dr.
Y._
prognostizierte eine weitere Stabilisierung des Gesundheitszustands
des Versicherten
und eine schrittweise Steigerung des Arbeitspensums auf 100
%
(
Urk.
7/3/33-34 S. 2
=
Urk.
7/11/1-2 S. 2
).
3.2
Einen Monat später teilte der betreffende Arzt mit, der Beschwerdeführer habe nach erneuter Zunahme der Beschwerden und Probleme das Arbeitspensum mit
Wirkung per
5.
Mai 2011 wieder
auf 50
%
reduziert. Er sei in innere Span
nungs
zustände geraten und es sei zu Spannungen am Ar
beitsplatz gekommen (
Urk.
7/3/39
=
Urk.
7/11/3
).
3.3
In seinem Zwischenbericht vom 1
0.
November 2011 führte
Dr.
Y._
aus, mit einem Arbeitspensum von 50
%
fühle sich der Beschwerdeführer besser. Die de
pressive Symptomatik sei in den Hintergrund getreten. Sobald er aber einer grösseren Arbeitsbelastung ausgesetzt gewesen sei, sei es vermehrt zu ihn ver
letzenden Situationen
und in der Folge
zu
Depression
en
gekommen
. Die an
hal
tenden gesundheitlichen Probleme hätten in den vergangenen Monaten auch zu i
nnerfamiliären Problemen geführt, die den Beschwerdeführer belastet hät
ten.
Dieser
gehe davon aus, dass die aktuellen Belastungen und die Einschrän
kung der
Arbeitsfähigkeit vorübergehender Natur seien und dass er im Laufe der nächs
ten
Monate bei Wiedererlangung der uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit vollstän
dig
genese (
Urk.
7/3/37-38 S. 1
=
Urk.
7/11/5-6 S. 1
).
Der behandelnde Psychiater hielt an seiner am 1
1.
April 2011 gestellten Diag
nose fest und bescheinigte weiterhin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/3/37-38
S. 1 f.
=
Urk.
7/11/5-6 S. 1 f.
).
3.4
Dr
.
Y._
berichtete am 2
7.
März 2012, ein Arbeitsversuch mit einem Pensum von 70
%
habe nach kurzer Zeit abgebrochen werden müss
en. Mit dem aktuell ausgeübten 50%igen Pensum fühle sich der Beschwerdeführer bei der Arbeit und in seiner Familie wohl
. Der Versicherte
plane
in naher Zukunft eine erneute S
teigerung des Arbeitspensums
auf 100
%
(
Urk.
7/11/4)
.
Der nämliche Arzt
diagnostizierte nach wie vor eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21
[
Urk.
7/11/4]
)
.
3.5
Dem Bericht von
Dr.
Y._
vom 3
1.
August 2012 kann entnommen werden, dass
der Beschwerdeführer seit vier Jahren an einer Anpassungsstörung leide, die seine
Arbeitsfähigkeit einschränke. Verschiedene Versuche, das Arbeitspensum zu er
höhen, seien bislang gescheitert.
Ab
1.
Juli 2012 arbeite der Beschwerde
führer wieder
zu 80
%
und er sei in Bezug auf eine weitere
Pensumssteigerung
zu
ver
sichtlich (
Urk.
7/11/7-10 S. 1).
3.6
Nachdem die Ärzte des
Z._
den Beschwerdeführer psychiatrisch untersucht hatten,
führten sie
in ihrem Gutachten vom 16.
Januar
2013 (
Urk.
7/17)
aus,
im jetzigen Arbeitsumfeld, in welchem ein eher rauer zwi
schenmenschlicher Umgang herrsche, sei es bedingt durch eine geringe Frustrationstoleranz und eine schnelle Kränkbarkeit zu einer geringeren Belast
barkeit
und zur anschliessenden Entwicklung einer depressiven Störung ge
kom
men. Aufgrund der Symptomatik (schnelle Ermüdbarkeit, verminderter An
trieb, starke innere Anspannung mit einem schnell aufbrausenden Verhalten bei Be
lastungen, Gedächtnisstörungen, Angst vor Fehlern und Schlafstörungen) und des Einsatzes der Kombinationsmedikation bestehend aus zwei hoch do
sierten
An
tidepressiva sei davon auszugehen, dass es sich beim Beschwerde
führer
ini
tial
um eine mittelgradige depressive Episode ohne
somatisches Syn
drom (ICD-10 F
32.1) gehandelt habe. Aktuell bestehe eine leichte Ausprägung von depressiven Symptomen (ICD-10 F32.00).
Diese würden sich in vorhande
nen
Versagen
s
ängs
ten
, einem verminderten Konzentrationsvermögen, einer psychomoto
rischen
Anspannung und in Durchschlafstörungen äussern. Der protrahierte
Krankheits
ver
lauf
mit einer nach wie vor schnellen Kränkbarkeit und Störung der
Im
puls
kontrolle
spreche zudem für eine vulnerable Persönlich
keitsstruktur im Sinne akzentuierter Persönlichkeitszüge mit narzisstischen und ängstlich-vermeiden
den Anteilen
(ICD-10 Z73.1 [S. 6]).
Als ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit beurteilten sie die
Laktoseintoleranz
und die chroni
schen Schmerzen im lin
ken Knie und in der linken Hüfte (S. 7).
Sie berichteten weiter, seit September 2010 sei der Beschwerdeführer im Mittel
zu 50
%
arbeitsfähig gewesen. Trotz Steigerung der Arbeitsfähigkeit ab
1.
Juli 2012 auf 80
%
würden sie die Arbeitsfähigkeit des Exploranden seit diesem Zeit
punkt aufgrund einer geringen Konfliktfähigkeit auf dem Boden von ak
zen
tuier
ten Persönlichkeitszügen verbunden mit dem Auftreten von leichten bis mittel
gradigen depressiven Symptomen über den gesamten zeitlichen Verlauf mit Phasen mit erhöhtem Stress am Arbeitsplatz bis heute als effektiv maximal zu 60
%
gegeben beurteilen. Unter optimaler psychiatrisch-psychotherapeuti
scher
Unterstützung
inklusive adäquater Psychophar
m
a
kotherapie
einerseits und direk
ter
Unterstützung am Ar
beitsplatz durch ein Jobcoaching
andererseits erscheine eine 80%ige Arbeitsfähigkeit mittelfristig (drei bis sechs Monate) als erreichbar. Ein Wiedererlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sei unter güns
tigen und adaptierten Arbeitsbedingungen nicht völlig ausgeschlossen. Zur Er
haltung des
Arbeitsplatzes mit der Teilarbeitsfähigkeit würden sie den Einbezug eines
Arbeits
coachs
oder Case Managers mit dem Ziel einer weiteren schritt
weisen
Pensums
erhöhung
empfehlen.
Zur weiteren Verbesserung des psychi
schen Zustands sei
zu
dem eine Intensivierung der psychotherapeutischen Un
terstützung dringend in
diziert (S. 6 f.).
3.7
Dr.
Y._
berichtete am 2
7.
Januar 2013 von einer
Pensumsreduktion
des Be
schwerdeführers auf 50
%
infolge einer Verschlechterung des Gesundheitszu
stands
, welche Arbeitsunfähigkeit sich im Laufe des Jahres 2013 offenbar nicht mehr veränderte
(
Urk.
18 S. 5
-6
; siehe auch
Urk.
7/29).
4.
4.1
Das auf
einlässlichen psychiatrischen Untersuchungen beruhende, die
fallrele
van
ten
Vorakten
sowie die geklagten Beschwerden berücksichtigende Gutachten der Ärzte des
Z._
entspricht grundsätzlich den
recht
spre
chungsgemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Ent
schei
dungsgrundlage
(vgl. E.
1.
5
).
Bei der Würdigung der Expertise gilt es
je
doch
zu beachten, dass es Sache des (begutachtenden) Mediziners ist
, den Gesund
heitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit
zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Un
ter
su
chung
unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sach
verständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht kom
pe
tent sind
.
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitli
chen Beein
trächtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hinge
gen keine ab
schliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die
Arzt
person
zur Arbeitsunfähigkeit Stellung
, das heisst
sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärzt
lichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beur
teilung der Frage
, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (
BGE 1
40 V 193 E. 3.2).
Die Gutachter
gingen aufgrund einer
leichte
n
Ausprägung von depressiven Symp
tomen (ICD-10 F32.00) und eine
r
vulnerable
n
Persönlichkeitsstruktur im
Sinne akzentuierter Persönlichkeitszüge mit narzisstischen und ängstlich-ver
mei
denden Zügen (ICD-10 Z73.1)
von einer Leistungsminderung von 40
%
aus und
hielten im Laufe der nächsten drei bis sechs Monate eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
für möglich
(
Urk.
7/17 S. 6).
Dies ist
allerdings
in Bezug auf die
ver
si
che
rungsrechtliche
Beurteilung
nicht massgebend. Denn
einer leicht
en
depressi
ven
Episode
ist
rechtsprechungsgemäss keine inva
lidisierende Wirkung zuzuer
kennen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_870/2011 vom 2
4.
August 2011 E.
3.2). Ausser
dem ist darauf zu verweisen,
dass
selbst
eine mittelgradige depressive Episode
–
wie s
ie von den Experten als anfänglich bestanden festgestellt
wurde
–
keine von
depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression
darstellt. Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis gelten auch grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(
Urteile des Bundesgerichts 8C_68/2013 vom 1
4.
Mai 2013 E.
3.5 und 9C_736/2011
vom
7.
Februar 2012 E.
4.2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
De
mentsprechend hielten die Gutachter eine Intensivierung der psychothera
peu
ti
schen Unterstützung
– der Beschwerdefüh
rer befindet sich lediglich
ein Mal
pro Monat bei
Dr.
Y._
in Behandlung (
Urk.
7/
11/7-10 S. 2, 7/17 S. 4
und
18 S. 8)
–
für dringend
indiziert (
Urk.
7/17 S. 7).
Angesichts dessen fehlt es an einer kon
se
quenten Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden als resistent aus
weisen würde
(vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_667/2013 vom 2
9.
April 2014 E.
4.3.2 mit weiteren Hinweisen)
, zumal ein
e stationäre
Behandlung
ebenfalls nicht aktenkundig ist
(vgl. dazu Urk. 7/11/8 Ziff. 1.3)
.
Soweit die Experten
eine
Diagnose
aus der sogenannten
Z
-Kategorie (Kapitel XXI) des ICD-10-Systems stellte
n
, ist festzuhalten, dass es sich bei diesen
Z
-Ko
dierungen um Faktoren handelt, die den Gesundheitszustand beeinflussen und
zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen. Die Kategorien Z00-99 sind
für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als
„
Diagnosen
" oder
„
Prob
leme" an
gegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (
Ur
teil des
Bundesgerichts 8C_810/2013 vom
9.
April 2014 E.
5.2.2 mit weiteren Hinwei
sen).
Den von den Gutachtern gestellten Diagnosen kommt damit kein
versi
che
rungs
m
edizinischer
Krankheitswert zu, wobei auch der
schwankende
Gesundheits
verlauf
gegen eine invalidisierende psychische Beeinträchtigung spricht.
4.2
In Anbetracht, dass mit der von
Dr.
Y._
erhobenen
Diagnose einer
Anpass
ungs
störung
gemäss ICD-10 F43.21 ein leichter depressiver Zustand als Reak
tion auf eine länger anhaltende Belastungssituation
einhergeht
, der aber nicht länger als zwei Jahre – vorliegend
bestehend die betreffenden Beschwerden seit dem Jahre 2008 (
Urk.
7/11/7-10 S. 1) –
dauert (
Dilling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.],
Interna
tionale
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F],
9. Auflage,
Bern 2014, S.
2
10)
, kann die Diagnosestellung in Übereinstimmung mit den Gut
achtern (
Urk.
7/17 S. 7) nicht bestätigt werden.
Im Übrigen
handelt es sich bei der Anpassungsstörung
grundsätzlich
um ein vor
übergehendes und deshalb an sich
nicht invalidisierendes Leiden (Urteil
e des Bundesgerichts 9C_4/2013 vom 1
9.
Dezember 2013 E.
2.2 und
8C_322/2010 vom
9.
August 2010 E. 5.2
, je
mit Hinweisen)
. E
ine leichte depressive Episode ist ebenfalls nicht invalidisierend (vgl. E.
4.1 vorstehend).
Zudem ist nicht auszuschliessen, dass mehrere psycho
soziale Belastungsfaktoren als invaliditätsfremde, vom
so
zialversicherungs
recht
lichen
Standpunkt aus unbeachtliche Gesichtspunkte für das Beschwerdebild mi
t
verantwortlich sind (
vgl. E. 1.4
).
4.3
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer aus
invalidenver
si
cherungsrechtlicher
Sicht nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, wes
halb
keine Invalidität besteht.
An dieser Beurteilung ändert auch das
im Wesent
lichen gleich lautende
Gutachten von
Dr.
A._
vom 2
1.
April 2014 (
Urk.
18)
– das nach Erlass des angefochtenen Entscheids erstellt wurde und daher grund
sätzlich nicht zu berücksichtigen wäre
(vgl. etwa BGE 131 V 407 E.
2.1.2.1 und BGE 129 V 354 E.
1)
– nicht
s
.
Auf weitere Abklärungen (vgl. Urk.
1 S.
5 und
Urk.
12 S. 4) kann damit verzichtet werden.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung im Ergeb
nis nicht zu beanstande
n ist, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
7
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).