Decision ID: 3ed00bb1-7da1-5d76-9f6b-3d000a981747
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren
1979
,
war seit
1.
Dezember 2005 als Unterhaltsreinigerin
bei der
Y._
GmbH,
Z._
(
Urk.
6/23
Ziff.
2.1), tätig, als sie sich
am
6.
März 2009
unter Hinweis auf
Chemotherapie bei der Invalidenversicherung
zum Bezug einer
Perücke an
meldete
(Urk. 6/3)
. Die Sozial
versicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach ihr mit Mitteilung vom 1
8.
März 2009 (
Urk.
6/7) eine
n Beitrag
an
die
Kosten
für eine
P
erücke und mit Mitteilung vom 1
5.
April 2009 (
Urk.
6/9) einen
Beitrag
an
die
Kosten
für eine Brustprothese zu. Die IV-Stelle zog Akten des Krankentaggeldversicherers der
Y._
AG
bei
(
Urk.
6/20/1-15) und
liess die
Versicherte mit Mitteilung vom 1
3.
Juli 2009 (
Urk.
6/24)
wissen
, dass gegenwärtig
die Durchführung beruflicher
Massnahmen
nicht möglich sei
.
Am
2
7.
Juli 2009 (Urk. 6/25) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie gegenwärtig keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/38,
Urk.
6/40
,
Urk.
6/43
)
sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom
1
9.
August 2010 (Urk. 6/50) mit Wirkung ab
1.
Januar 2010
bei einem Inva
liditätsgrad von
50
%
eine halbe
Rente
zu.
Mit Verfügung vom 1
0.
Februar 2011 (
Urk.
6/61) berech
nete die IV-Stelle die Rente auf Grund nachträglich gemeldeter Einkommen neu.
1.2
Nach Eingang des
von der
Versicherten am
1
6.
November 2010
ausgefüllten Revisions
fragebogens (Urk.
6/54
)
stellte die IV-Stelle
mit
Mitteilung vom
4.
März 2011 (
Urk.
6/65)
fest
, dass
eine Überprüfung
des Invaliditätsgrades keine Än
derungen ergeben habe, und dass weiterhin Anspruch auf eine
halbe
Rente
bei einem Invaliditätsgrad von
5
0
%
bestehe
.
Mit Mitteilung vom 1
2.
Juni 2011 (
Urk.
6/67) sprach die IV-Stelle
der Ver
sicherten
einen Beitrag
an
die
Kosten
für eine Brustprothese zu.
1.3
Nach Eingang des
von der
Versicherten am
9.
April 2014
ausgefüllten
Revi
sions
fragebogens
(Urk.
6/69
)
liess die IV-Stelle die Versicherte polydisziplinär begutachten (Gutachten v
om 1
8.
Februar 2015;
Urk.
6/86), verneinte n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/88,
Urk.
6/91,
Urk.
6/95)
mit Verfügung vom
3
1.
August 2015 (Urk.
6/96
= Urk. 2) einen Re
ntenan
spruch der
Versicherten und hob die
ihr
bisher ausgerichtete halbe Rente revisionsweise auf den der Zustellung der Verfügung folgenden Monat a
uf. Gleichzeitig entzog sie einer dagegen erhobenen Beschwerde die aufschie
bende Wirkung.
2.
Gegen die Verfügung vom
3
1.
August 2015
betreffend Einstellung der Invali
denrente
(
Urk.
1)
erhob
die
Versicherte am
2.
Oktober
2015 Bes
chwerde (Urk. 1) mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass sich die tat
sächlichen Verhältnisse
nicht erheblich geändert hätten, dass demnach kein Revisionsgrund gegeben sei, und dass ihr weiterhin eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50
%
auszurichten sei (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2.
November
2015 (
Urk.
5
) beantragte die IV-Stel
le die Abweisung der Beschwerde,
wovon
der Beschwerdeführerin
am
8.
Januar
2016 eine Kopie zugestellt wurde (
Urk.
7
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durch
geführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invalidenversiche
rung, IVV
) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfü
gung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechts
kräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bun
desgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom
15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.5
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herab
setzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozial
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E.
3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 3
1.
August 2015 betreffend Einstellung der Invalidenrente (Urk. 2) gestützt auf das
polydis
ziplinäre
Gutachten der Ärzte der
A._
vom
1
8.
Februar 2015
(Urk.
6/86
) davon aus,
dass
sich der Ge
sundheitszustand der Beschwerde
führerin wesentlich verbessert habe, und dass kein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender, invaliditätsrelevanter Gesundheitsschaden mehr bestehe (Urk. 2 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin bringt
hiegegen
vor, dass sich ihr Gesundheitszustand seit Erlass der ursprünglichen rentenzusprechenden Verfügung nicht
erheblich
verändert habe. Vielmehr leide sie weiterhin in gleichem Umfang
unter einer schnellen Ermüdbarkeit, Kraftlosigkeit und gelegentlichen Schmerzen im
Brust
bereich
(
Urk.
1 S. 6), weshalb unverändert ein Anspruch auf eine halbe Rente bestehe (
Urk.
1 S. 7).
3.
3.1
Nach Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung
vom 1
9.
August 2010
(Urk. 6/50), womit der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Januar 2010 eine ganze Rente zugesprochen
worden war
,
holte die
Beschwerdegegnerin anlässlich des im November 2010 vom Amtes wege
n eingeleiteten
Rentenrevisions
ver
fahrens
bei
einer
behandelnden Ärztin
der Versicherten
einen Bericht (Urk.
6/6
3) ein, überprüfte den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin in materieller Hinsicht neu
(vgl.
Urk.
6/64)
und teilte der Beschwerdeführerin
am
4.
März 2011 (
Urk.
6/65)
mit
, dass eine Überprüfung des Invaliditätsgrades
einen unveränderten Anspruch auf eine halb
e
Rente bei
einem Invaliditätsgrad von
5
0
%
ergeben
habe.
3.2
In zeitlicher Hinsicht
ist daher die Entwick
lung des
anspruchsrelevanten Sach
verhalts im Vergleichszeitraum
seit
Erlass der
Mitteilung vom
4.
März 2011
(
Urk.
6/65
)
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
3
1.
August 2015
(Urk. 2) streitig.
4
.
4
.1
Bei Erlass der
Mitteilung vom
4.
März 2011 (
Urk.
6/65)
stützte sich die Beschwer
degegnerin auf
die Berichte von
Dr.
B._
vom 3
0.
November 2010 (
Urk.
6/58) und vom 2
3.
Februar 2011 (
Urk.
6/63) sowie auf die Stellungnahme von med.
pract
.
C._
ihres regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom
2.
März 2011 (
Urk.
6/64/3).
4.
2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Gynäkologie und Geburtshilfe
,
stellte in
seinem Bericht vom 3
0.
November 2010 (
Urk.
6/58)
einen stabilen Gesundheitszustand fest und führte
aus, dass klinische und
sonographische
Untersuchungen keine Hinweise auf ein Tumorrezidiv ergeben hätten
, und dass die bisher durch
geführte antihormonelle Therapie fortgesetzt werde.
Die Beschwerdeführerin
, welche gegenwärtig im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
in ihrem bis
herigen Beruf
arbeite,
leide unter zunehmender Müdigkeit, Kraftlosigkeit und gelegentlichen Schmerzen im Brustkorb
.
4.
3
Dr.
B._
stellte in seinem Bericht vom 2
3.
Februar 2011 (
Urk.
6/63/1-2) die folgenden Diagnosen
(S. 1)
:
Mammak
arzinom
links
Status nach
Sentinell-Lymphonodek
tomie
, Schnellschnitt,
onkoplas
ti
sche
Quadrantektomie Mamma links am
7.
Januar 2009
Status nach
Ablatio
mammae
links am 2
8.
Januar 2009
Zustand nach Chemotherapie mit vier Zyklen EC, gefolgt von vier Zyklen Taxol, aktuell unter
adjuvanter
antihormoneller Therapie mit
Zoladex
und Tamoxifen
Er erwähnte, dass
die Beschwerdeführerin unter einem Zustand nach abge
schlossener chirurgischer und chemotherapeutischer Behandlung
eines
invasi
ven
Mamma
k
arzinom
s
leide
. Gegenwärtig stehe sie
unter
adjuva
nter
antihor
moneller
Behandlung
. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Im übrigen Umfang von 50
%
arbeite die Beschwerdeführerin als Gebäudereinigerin (S. 1). Es sei schwierig, die Beschwerden zu objektivieren und zu beurteilen, ob es sich dabei um somatische oder psychische Beschwerden handle (S. 2).
4.
4
RAD-Ärztin med.
pract
.
C._
, Fachärztin für Innere Medizin, führte in ihrer Stellungnahme vom
2.
März 2011
(
Urk.
6/64/3)
aus, dass
auf die Beurteilung durch
Dr.
B._
vom 2
3.
Februar 2011 abzustellen sei. Gestützt darauf sei von einer unveränderten Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50
%
in der bisherigen Tätigkeit und in behinderungsangepassten Tätigkeiten auszugehen. Auf Grund der antihormonellen Krebsbehandlung
könne
eine physische und psychische Beein
t
rächtigung der Leistungsfähigkeit
nachvollzogen werden
.
5.
5.1
Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3
1.
August 2015 (
Urk.
2) stellte sich der medizinische Sachverhalt
folgendermassen
dar:
5.2
Dr.
B._
erwähnte in seinem Bericht vom
6.
Mai 2014 (
Urk.
6/72),
dass
die operative und
die
chemotherapeutische Brustkrebsbehandlung abgeschlossen worden sei, dass die hormonelle Behandlung mit Tamoxifen indes
verlängert worden sei. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin könne er gegenwärtig indes nicht schlüssig beurteilen. Dazu sei eine arbeitsmedizinische Untersu
chung erforderlich.
5.3
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, diagnostizierte mit Bericht vom
3.
Juni 2014 (
Urk.
6/73/6-8) ein invasives
Mammakarzinom
und eine Migräne unter
Naramig
(
Ziff.
1.1). Bezüglich des
Mammakarzinoms
leide die Beschwerdeführerin gegenwärtig unter Hautirritationen, welche mit Cremen behandelt werden. Ansonsten leide
sie
unter Müdigkeit, leichter Dystrophie und unter einem Status nach Osteosynthese einer Radiusfraktur links, gegenwärtig geheilt (Ziff. 1.4).
5.4
Die Ärzte
der
A._
erwähnten in ihrem polydisziplinären Gutachten vom 1
8.
Februar 2015 (
Urk.
6/86/1-47), dass
sie
die Beschwerdeführerin
im Zeitraum
vom 1
6.
bis 2
6.
Januar 2015 internistisch, psychiatrisch, neurologisch und
gynäkologisch untersucht
hätten
(
Urk.
6/86/1)
. Sie
stellten die folgenden Diagnosen (Urk.
6/86/10):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Keine
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Status nach
Ablatio
,
Sentinelknotenuntersuchung
, Chemo- und
Hor
montherapie
für ein
mässig
differenziertes invasiv-
duktales
Mammakarzinom
, ohne Anzeichen für Rezidive oder
Sequelen
Migräne ohne Aura
Sie erwähnten, dass
aus internistischer Sicht bei der Beschwerdeführerin keine Diagnose gestellt werden könne
, und dass keine Einschränkung der Arbeitsun
fähigkeit bestehe
(
Urk.
6/86/23).
In psychischer Hinsicht sei davon auszugehen, dass
bei der Beschwerdeführerin
nach der Operation des
Mammakarzinoms
im Januar 2009 Ängste vor einem Rezidiv
aufgetreten seien. Auf
Grund der Operationsfolgen sowie auf Grund des Umstandes, dass ein Kinderwunsch wegen der medikamentösen Behandlung nicht mehr
hatte realisiert werden können, seien zudem depressive
Verstim
mungszustände
aufgetreten. Die depressiven Verstimmungszustände hät
ten sich im März 2014 verstärkt. Zu diesem Zeitpunkt sei
die medikamentöse
Krebsthe
rapie
verlängert worden
. Diese psychischen Reaktionen hätten sich indes im Spektrum normalpsychologischer Reaktionen bewegt, weshalb eine eigenstän
dige psychische Erkrankung nicht zu diagnostizieren sei
. Eine
die Arbeitsfähig
keit beeinträchtigende psychische Belastung
liege nicht vor
(Urk.
6/86/31).
Die neurologische Untersuchung habe normale Befund
e
ohne neurologische Ausfälle ergeben.
Diagnostisch sei unter Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin angegebenen Kopfschmerzen von einer Migräne ohne Aura auszugehen, welche ungefähr einmal im Monat auftrete und unter Medikation
einigermassen
kompensiert sei. Aus neurologischer Sicht bestehe eine uneinge
schränkte Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/86/39).
Die gynäkologische
Untersuchung habe einen Status nach
Ablatio
,
Sentinelkno
ten-Untersuchung
, Chemo- und Hormontherapie bei einem
mässig
differenzier
ten, invasiv-
duktalen
Mammakarzinom
,
ohne Anzeichen von Rezidiven oder signifikanten
Sequelen
,
ergeben. Während anfänglich durch die Nebeneffekte der initialen Nachtherapie Einschränkungen bestanden hätten, sei gegenwärtig, insbesondere auf Grund des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin Rechts
händerin ist, und dass die Operation im Bereich der linken Brust durchgeführt worden sei, von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der Ausübung der bisherigen Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Reinigungsangestellte auszuge
hen
(
Urk.
6/86/43)
.
Die Gutachter erkannten, dass
sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führer
in
insgesamt
gebessert
habe,
und
dass
aktuell eine volle Arbeitsfähigkeit
bestehe
(
Urk.
6/86/13).
5.5
RAD-Ärztin
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
führte in ihrer Stellungnahme vom 2
5.
Februar 2015 (
Urk.
6/87/4-5) aus, dass auf das Gutachten der Ärzte der
A._
vom 1
8.
Februar 2015
abgestellt werden könne, und dass
gestützt darauf davon auszugehen
sei
, dass
sich der Gesund
heitszustand
der Beschwerdeführerin verbessert habe. Eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und in behinderungsangepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeiten habe
höchstwahrscheinlich seit Frühjahr 2014 beziehungsweise gesichert seit dem Untersuchungszeitraum vom 1
6.
bis 2
3.
Januar 2015 bestanden.
5.6
Dr.
B._
erwähnt
e in seiner Stellungnahme vom
1.
Juni 2015
(
Urk.
6/94), dass die Therapie mit
Zoladex
im Herbst 2012 abgeschlossen worden sei, und dass
vorgesehen sei,
die antihormonelle Therapie mit Tamoxifen bis zum Jahr 2019
for
t
zusetzen
. Der Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin, welche seit Jahren unter den gleichen Beschwerden leide,
habe sich im Jahre 2014 etwas gebessert (S. 1). Aus gynäkologischer Sicht liessen sich keine Befunde erheben, welche die geklagten Beschwerden erklären könnten (S. 2). Jedenfalls würden diese Beschwerden nicht durch die Therapie mit Tamoxifen verursacht (S. 1). Es sei davon auszugehen, dass es sich
hierbei
um
psychische
Beschwerden handle (S. 2).
6.
6.1
Den medizinischen Akten zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei
Erlass der Mitteilung vom
4.
März 2011 (
Urk.
6/65)
ist zu entnehmen, dass Dr.
B._
in seinen Beurteilungen vom 3
0.
November 2010 (vorstehend E.
4.1
) und vom 2
3.
Februar 2011 (vorstehend E.
4.2
) davon ausging, dass die Beschwerdeführerin gegenwärtig
mit
Zoladex
und Tamoxifen
antihormonell behandelt werde, dass sie unter
Müdigkeit, Kraftlosigkeit und gelegentlichen Schmerzen im Brustkorb
leide, wobei es schwierig sei zu beurteilen
, ob es sich dabei um somatische ode
r psychische Beschwerden handle, und dass sie deswe
gen im Umfang von 50
%
in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde. Med.
pract
.
C._
vertrat in ihrer
Stellungnahme vom
2.
März 2011 (
vorstehend E.
4.3
)
die Meinung, dass gestützt
auf die Beurteilung
en
durch
Dr.
B._
von einer Beeinträchtigung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit durch die antihormonelle Krebsbehandlung im Umfang einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
auszugehen sei.
6.2
Gestützt auf die medizinische Aktenlage ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei Erlass der Mitteilung vom
4.
März 2011 (Urk. 6/65) davon ausging, dass die Beschwerdeführerin aus physischen und psychischen Gründen in Bezug auf ihre bisherige Tätigkeit als Gebäudereinigerin und bezüg
lich behinderungsangepasster Tätigkeiten im Umfang von 50
%
in ihrer Arbeits
fähigkeit beeinträchtigt war.
7.
7.1
Den erwähnten medizinischen Unterlagen zum Gesundheitszustand der Beschwerdef
ührerin bei Erlass der
angefochtenen Verfügung vom 3
1.
August 2015 (
Urk.
2) ist zu entnehmen, dass die chemotherapeutische und die
antihor
monelle
Brustkrebsbehandlung mit
Zoladex
im Herbst 2012 beendet wurde, dass die Beschwerdeführerin indes weiterhin mit Tamoxifen antihormonell behandelt wurde (vorstehend E.
5.6
).
Gemäss
der Beurteilung durch
Dr.
B._
handle es sich bei den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden um psychische Beschwerden, welche nicht durch die Behandlung mit Tamoxifen verursacht worden seien.
Demgegenüber gingen die Ärzte der
A._
in ihrem Gutachten vom
1
8.
Februar 2015 (
vorstehend E.
5.4
)
davon aus
, dass
die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden nicht durch eine somatische Gesundheitsbeeinträchtigung verursacht worden seien. Vielmehr handle es sich hierbei
um
depressive Verstimmungszustände im Sinne
normalpsychologischer Reaktionen
und
nicht
um
eine eigenständige psychische Erkrankung
von Krankheitswert, weshalb eine psychiatrische Diagnose nicht gestellt werden könne. Während
Dr.
B._
in seinem Bericht vom
6.
Mai 2014 (vorstehend E.
5.2
) feststellte, dass er die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht schlüssig beurteilen könne,
äusserte
er sich in
seiner Stellungnahme vom
1.
Juni 2015 (vorstehend E.
5.6
)
nicht
zur Frage nach der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin.
Demgegenüber hielten die Gutachter der
A._
in ihrem Gutachten vom 1
8.
Februar 2015 (vorstehend E.
5.4
) fest, dass die Beschwerdeführerin nach der Brustkrebsoperation (vom 2
8.
Januar 2009) anfänglich durch die Nebeneffekte der initialen Nachtherapie
unter
Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit gelitten habe, dass sich
ihr
Gesundheitszustand
zwischenzeitlich
indes
gebessert habe, und dass
gegenwärtig in physischer und psychischer Hinsicht
eine
uneinge
schränkte
Arbeitsfähigkeit bestehe
. Damit übereinstimmend ging
Dr.
E._
in ihrer
Stellungnahme vom 2
5.
Februar 2015 (
vorstehend E.
5.5
)
davon
aus, dass
spätestens
ab dem
Untersuchungszeitraum durch die Ärzte der
A._
vom
1
6.
bis 2
3.
Januar 2015 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der bisheri
gen Tätigkeit und in behinderungsangepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeiten bestanden habe.
7.2
7.2.1
Das polydisziplinäre Gutachten der Ärzte der
A._
vom
1
8.
Februar 2015
(vor
ste
hend E.
5.4
) erfül
lt sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine beweis
kräftige medizinische
Entscheidungsgrundlage vorausge
setzten Kriterien (vgl. vorste
hend E.
1.6
). Denn die Gutachter verfügten als Fachärzte für Allgem
eine Innere Medizin, für Psychi
atrie und Psychotherapie, für Neurologie und
für Gynäkologie
über die
für die Beurteilung des Gesund
heitszustandes der Beschwer
deführerin angezeigten fachmedizinischen Aus- und Weiter
bi
ldungen. Sie hatten zudem Kennt
nis
sämtlicher medizinischer
Vorak
ten
, setzten sich in angemessener Weise mit
den geäusserten Beschwerden auseinan
der und begründeten die gezogenen Schlüsse in nachvollziehbarer Weise
.
Insbesondere vermag zu überzeugen, dass die Gutachter
i
n psychischer Hinsicht davon aus
gingen, dass die Beschwerdeführern nach der Operation des
Mammakarzinoms
im Januar 2009 vorerst unter Ängste
n
vor einem Rezidiv und auf Grund des
wegen
der Krebsbehandlung nicht mehr realisierbaren Kinderwunsches unter depressive
n
Verstimmungszuständen
litt
,
dass
die Beschwerdeführerin indes gegenwärtig
lediglich noch
unter
normalpsychologische
n
Reaktionen
und
mit
hin
nicht
mehr unter
eine
r
eigenständige
n
psychische
n
Erkrankung
leide
,
wes
halb gegenwärtig
eine psychiatrische Diagnose
nicht gestellt werden könne. Sodann vermag zu überzeugen, dass die Gutachter
eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen verneinten. Des Weiteren vermag zu überzeugen, dass die Gutachter die von der Beschwerdeführerin geklagten Kopfschmerzen als Migräne ohne Aura qualifizierten, welche
ungefähr einmal im Monat auftrete und unter Medikation
einigermassen
kompensiert sei
,
wes
halb
sie
davon ausgingen, dass die Beschwerdeführerin dadurch in ihrer
Arbeitsfähigkeit
nicht beeinträchtigt werde.
Schliesslich
erscheint als nachvoll
ziehbar, dass die Gutachter in gynäkologischer Sicht die Ansicht vertraten, dass die Beschwerdeführer
in
durch die Nebeneff
ekte der initialen Nachtherapie, wel
che nach
der operativen Behandlung des
Mammakarzinoms
durchgeführt wurde,
vorerst
in einem gewissen Umfang
in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträch
tig
t
gewesen sei, dass gegenwärtig aus gynäkologischer Sicht indes eine unein
geschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe.
7.2.2
Die Beurteilung durch die Ärzte der
A._
, wonach die Beschwerdeführerin auf Grund der der initialen Nachtherapie nach der operativen Behandlung des
Mammakarzinoms
aus psychischen Gründen in ihrer Arbeitsfähigkeit beein
trächtigt war, findet eine Stütze
sodann im Umstand
, dass die Behandlung mit
Zoladex
gemäss
den Angaben durch
Dr.
B._
vom
1.
Juni 2015 (
vorstehend E.
5.6
)
im Herbst 2012 abgeschlossen worden,
und
dass
nach diesem Zeitpunkt lediglich eine Behandlung mit Tamoxifen fortgesetzt
worden sei
.
Denn gemäss der Arzneimittelinformation der
Swissmedic
,
das Schweizerische
Heilmitte
linstitut
(www.swissmedicinfo.ch)
,
treten als unerwünschte Wirkungen einer Behandlung mit
Zoladex
(Wirkstoff:
Goserelinum
) unter anderem häufig psy
chiatrische Störungen im Sinne von
Agitation, Angst
,
Depressi
on, Schlaflosig
keit, Konfusion und
Nervosität
auf. Demgegenüber sind
solche
psychiatrischen Störungen in der Arzneimittelinformation zu Tamoxifen (
Wirkstoff:
Tamoxi
fenum
ut
Tamoxifeni
citras
) nicht als unerwünschte Wirkungen aufgeführt (www.swissmedicinfo.ch).
7.3
Die Beurteilungen durch
Dr.
B._
vom
6.
Mai 2014 (vo
rstehend E.
5.2
) und vom
1.
Juni 2015 (vorstehend E.
5.6
) stehen inhaltlich nicht in Widerspruch zu den Schlussfolgerungen der Gutachter der
A._
. Denn
während
Dr.
B._
in
seinem Bericht vom
6.
Mai 2014 (vorstehend E.
5.2
)
ausdrücklich festhielt
, dass er die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht beurteilen
könne, enthält
sein
Bericht
vom
1.
Juni 2015 (
vorstehend E.
5.6
) keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Die Beurteilung durch
Dr.
B._
stimmt auch insofern mit der Beurteilung durch die Ärzte der
A._
überein, als er davon ausging, dass die geklagten Beschwerden aus gynäkologischer Sicht nicht zu erklären seien, dass es sich hierbei allenfalls um psychische Beschwerden handle, und dass sich diese Beschwerden
im
Jahre 2014 gebessert hätten.
7.4
Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die Ärzte der
A._
und die damit grundsätzlich übereinstimmende Beurteilung durch
Dr.
E._
vom 2
5.
Februar 2015 (vorstehend E.
5.5
) steht daher mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass
die Beschwerde
führerin spätestens seit dem Untersuchungszeitraum durch die Ärzte der
A._
vom 1
6.
bis 2
3.
Januar 2015 weder aus psychischen noch aus somatischen Gründen in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtig war, und dass ihr ab diesem Zeitpunkt die Ausübung sowohl der bisherigen Tätigkeit als Gebäudereinigerin als auch die Ausübung behinderungsangepasster, körperlich leichter bis mittel
schwerer Tätigkeiten im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensum
s
ohne Leistungseinbusse zuzumuten war.
7.5
Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Der Beschwerdeführerin ist
insbesondere
nicht zu folgen, wenn sie gel
tend macht, dass sich ihr Gesundheitszustand seit dem operativen Eingriff beziehungsweise seit der chemotherapeutischen Behandlung des
Mammakarzi
noms
nicht verändert habe, und dass seither ein Gleichstand der gesundheitli
chen Beschwerden bestanden habe (
Urk.
1 S. 6). Denn die Gutachter der
A._
legten in nachvollziehbarer und überzeugender Weise dar, dass davon auszuge
hen sei, dass die Beschwerdeführerin auf Grund der Nebeneffekte der initialen chemotherapeutischen und antihormonellen Behandlung (mit
Zoladex
) vorerst während einer gewissen Zeit in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
war
, dass indes zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchungen eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht mehr aus
gewiesen war.
8.
8.1
Nach Gesagtem steht daher fest, dass die Beschwerdeführerin bei Erlass der Mit
teilung vom
4.
März 2011 (Urk. 6/65) aus gesundheitlichen Gründen
in
ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt war, und dass ihr die Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit als Gebäudereinigerin und behinderungsangepasster Tätigkeiten im Umfang
eines Arbeitspensums
von 50
%
zuzumuten
war.
8.2
Zum Zeitpunkt
des
Erlass
es
der angefochtenen Verfügung vom
3
1.
August 2015
litt die B
eschwerdeführerin gemäss der Be
urteilung durch die Ärzte der
A._
, auf welche abzustellen ist (vorstehend E.
7.4
),
indes an keiner die Arbeitsfähig
keit beeinträchtigenden somatischen
oder
psychischen
Gesund
heitsbeeinträchti
gung
mehr, und es war ihr die Ausübung
ihrer
bisherigen
Tätigkeit als
Gebäu
dereinigerin
sowie die Ausübung behinderungsangepasster, körperlich leichter bis mittelschwerer Tätigkeiten
im Umfang eines
vollzeitlichen
Arbeitspensums
uneingeschränkt
zuzumuten.
8.3
Es steht d
aher fest, dass sich der Gesund
heitszustand der Beschwerdeführerin im massgebenden
Vergleichszeitraum vom
4.
März 2011
bis
3
1.
August 2015 (vgl. vorstehend E.
3.2
) unte
r revisionsrechtlichen Gesichts
punkten in erheblicher Weise verbessert hat.
9.
9.1
Ist ein Revisionsgrund gegeben, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an
frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln (Urteil des Bundesgerichts 9C_882/2010
vom 25. Januar 2011 E. 1.2 mit Hinweisen). Es bleibt daher die Invaliditätsbemessung nach Durchführung der Rentenrevision bei Erlass der an
gefochtenen Verfügung vom
3
1.
August 2015
(Urk.
2
) zu prüfen.
9.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei
aus
geglichener Arbeitsmarktlage erziel
en könnte (sog. Invalideneinkom
men),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig m
öglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus de
r Einkommensdifferenz der
Invali
ditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
9.3
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Einkommens
vergleichs
gemäss
Art.
28a
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grund
sätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Ein
zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungs
werte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungs
werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser
Pro
zent
zahlen
genügen. Das ohne eine Invalidität er
zielbare hypothetische
Erwerbs
ein
kommen
ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
9.4
Die Beschwerdeführerin war vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahre 2009 seit 1. Dezember 2005 im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums (vgl. Urk. 6/10 Ziff. 5.4) sowie in einem zeitlich geringerem Umfang auch nach Eintritt des Gesundheitsschadens bei der
Y._ AG als Gebäude
reinig
erin beziehungsweise Unterhalts
reinigerin tätig (Urk. 6/57). Es ist davon
auszugehen, dass die Beschwerde
führerin ohne Gesundheitsschaden b
ei Erlass der angefochtenen Ver
fügung vom 31. August 2015 weiterhin in vollzei
tlichem Umfang an ihrem bisheri
gen Arbeitsplatz bei der
Y._
AG tätig gewesen wäre.
Da der Beschwerdefüh
rerin die Ausübung dieser Tätig
keit erneut im
vollzeitlichen Umfang zuzu
muten wäre,
genügt für die Ermittlung des Inva
li
di
täts
grades die Gegenübe
r
stellung blosser Prozentzahlen. Dabei resultiert ein Invaliditätsgrad von 0 %. Es steht daher fest, dass ein für den Anspruch auf eine Invalidenren
te vorausgesetz
ter Invaliditätsgrad von mindestens 40 % nicht mehr erreicht wird.
9.
5
Gemäss Art. 88a Abs. 2
lit
. a
IVV
erfolgt die
Herabsetzung oder Aufhebung der Rente
frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung fol
genden Monats an
.
9.6
Demzufolge ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin mit der ange
fochtenen Verfügung vom
3
1.
August 2015
die der Beschwerdeführerin bisher ausgerichtete halbe Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden beziehungsweise auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats und mithin auf den 1.
November
2015 hin auf
hob, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
10
.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Bes
chwerdeverfahren vor dem kan
to
na
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten
um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
unter Berücksichti
gung des
gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr.
7
00.-- fest
zusetzen und
der
unterliegenden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen.