Decision ID: 34a6d794-2114-429f-a123-5c5f9f78dbd2
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1964
,
Mutter von zwei Töchtern, geboren 1991 und 1995,
war
nach ihrer Wiedereinreise aus der
Y._
in die Schweiz
im
Juli
2012 (vgl.
Urk.
9/
5
Ziff.
4
.1
,
Urk.
9/62
)
zuletzt
von September 2014 bis Juli 2015
als Küchenhilfe in einem
Pensum von 20
%
in einem
Takeaway
Restaurant
tätig
(
Urk.
9/9/4,
Urk.
9/10
Ziff.
2
)
und
melde
te
sich am 3
0.
März 2016 unter Hinweis auf eine
seit
November 2012
bestehende
Depression, Gelenkschmerzen, eine Schlaf
störung und Konzentrationsschwierigkeiten
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(Urk. 9/5
Ziff.
6.1
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nische und erwerbliche Situation ab und
veranlasste bei
Dr.
med.
Z._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
ein psychiatrisches Gutachten, welches am 1
4.
Juni 2018 erstattet wurde (
Urk.
9/33).
Nach durchgeführte
m
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
9/56,
Urk.
9/60,
Urk.
9/64
,
Urk.
9/82
) sprach die IV-Stelle der Ver
sicherten mit Verfügung vom
4.
Februar 2021 ab
1.
Juni 2017
eine halbe Rente
der Invalidenversicherung
zu (
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 2
3.
Februar 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom
4.
Februar 2021 (
Urk.
2) und beantragte, ihr
sei
in deren Abänderung mit Wir
kung ab
1.
Oktober 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Juni 2021 (
Urk.
8) beantragte die IV-Stelle die Androhung einer
reformatio
in
peius
.
Mit Beschluss vom
1
9.
Juli 2021
(
Urk.
10
) wurde der Beschwerdeführerin
Frist angesetzt, um zu der vom
Gericht nicht aus
zu
schliessenden Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergän
zenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der ange
fochtenen Verfügung zu ihrem Nachteil (
reformatio
in
peius
) Stellung zu nehmen
oder die Beschwerde zurückzuziehen.
Am 2
9.
September 2021 teilte die Beschwer
de
führerin
unter Auflage eines weiteren Berichtes
mit, dass sie an ihrer Be
schwerde festhalte (
Urk.
14
-15
)
, was der Beschwerdegegnerin am
4.
Oktober 2021 (
Urk.
16) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6).
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2
; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an
hand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun
fähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlen
der invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund
heits
schaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun
desgerichts 9C_732/2017 vom 5. März 2018 E. 4.3.1).
In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den norma
tiven Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten
Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeits
fähigkeit auszuklammern (Urteil
des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1).
1
.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (Urk. 2) die
Zusprache
einer halben Rente ab Juni 2017 damit, dass
gemäss dem medizinischen Gut
ach
ten davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 zu 50 % in ihrer ursprünglichen Tätigkeit arbeiten könne. Auch in einer optimal
angepassten Tätigkeit bestehe lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Damit resul
tiere eine Erwerbseinbusse von 50 %, welche auch dem Invaliditätsgrad ent
spre
che. Nach Ablauf des gesetzlich festgelegten Wartejahres habe sie ab 1. Septem
ber 2017 Anspruch auf eine halbe Rente (Begründung S. 1).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass ihre Hausärztin bereits ab dem 1. Januar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit fest
gehalten habe, weshalb vorliegend die Leistungen bereits sechs Monate nach ver
späteter Anmeldung zu gewähren seien (S. 3 Ziff. 3-4). Auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden (S. 3 f. Ziff. 5). Die durchgeführte teilstationäre Therapie habe ergeben, dass sie lediglich noch im geschützten Rahmen arbeits
fähig sei (S.
4
f. Ziff. 6). Auch die Einschätzung des Arztes
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
überzeuge nicht (S. 5 Ziff. 7).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegnerin die An
drohung einer
reformatio
in
peius
mit der Begründung, dass eine gesamthafte Prüfung des strukturierten Beweisverfahrens in Bezug auf die Schweregradindi
katoren, den Verlauf und Ausgang der Therapien sowie bestehende Inkonsis
ten
zen die vom Gutachter festgestellte generelle Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht zu rechtfertigen vermöchten. So seien unter anderem die in der Gesamtschau doch sehr dominierenden psychosozialen Belastungsfaktoren, welche rechtlich keine Invalidität zu begründen vermöchten, nicht ausreichend berücksichtigt
wor
den. Bei gesamthafter Betrachtung der massgeblichen Indikatoren sei die An
er
kennung einer aus psychischen Gründen eingeschränkten Arbeitsun
fähigkeit von 50 % nicht nachvollziehbar. Die Mehrzahl der Indikatoren spräche
–
ins
be
son
dere nach Ausklammerung der psychosozialen Belastungsfaktoren - nicht für eine wesentliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit, weshalb der Beschwerde
führerin keine Invalidenrente zustehe (S. 2 f. Ziff. 3-4).
2.
4
In ihrer Stellungnahme vom 2
9.
September 2021 (
Urk.
14) hielt die Beschwer
de
führerin unter Bezugnahme auf den Beschluss vom 1
9.
Juli 2021 fest, dass an der Beschwerde festgehalten werde und ein Rückzug nicht in Frage komme. Sie sei bereits vor dem Vorfall am
Universitätsspital
A._
(
vgl. dazu E.
4.1
)
aus psychiatrischer Sicht behandlungsbedürftig gewesen, was aus dem Bericht der
Psychologin
Dr.
phil.
B._
vom
4.
September 2021 hervorgehe. Sie - die Be
schwer
deführerin - müsse als in besonderem Masse vulnerabel aufgefasst wer
den
.
2.5
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Inva
lidenrente.
3.
3.
1
Msc
C._
, delegierte Psychotherapeutin,
und
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellten
in ihrem Bericht vom 2
2.
Januar 2017 (
Urk.
9/20)
folgende
Diagnosen (
Ziff.
1.2,
Urk.
9/18
Ziff.
1.1
)
:
-
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.10)
-
dringender Verdacht auf
eine
Persönlichkeitsstörung,
zurzeit
nicht ver
lässlich beurteilbar, da von anderen Krankheitssymptomen und transkul
turellen Faktoren überdeckt
Die Fachpersonen führten aus,
dass
die Beschwerdeführerin seit
dem
1.
Juni
2016
bei ihnen
in Behandlung sei und seit dem 1
9.
Juli 2016 wöchentliche Konsul
ta
tionen stattfänden. Die letzte
Kontrolle
sei
am 1
6.
Januar
2017 erfolgt (
Ziff.
3.1).
Zurzeit
sei die Beschwerdeführerin
unverändert zu 100
%
arbeitsun
fähig (
Ziff
.
2.1)
.
Eine Neubeurteilung sollte etwa in einem Jahr erfolgen (
Ziff.
4.1). Die Fachper
sonen führten aus, dass die aktuell verschärfte politische Situation in der
Y._
(Terroranschläge) die Angstzustände der Klientin verstärke. Sie habe Angst, dass ihre jüngere, in
E._
studierende
Tochter Opfer eines Terroran
schlages werden könnte.
Die Ängste um die gesundheitlich beeinträchtigte Tochter seien erhöht, da eine Einflussnahme auf das Gesundheitsverhalten der Tochter
nach deren Aus
zug aus der gemeinsamen Wohnung
nicht mehr im
s
elben Mass wie vorher mög
lich sei (
Ziff.
4.4).
3.
2
Msc
C._
und
Dr.
D._
stellten in ihrem Bericht vom 2
8.
November 2017 (
Urk.
9/28) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.2):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
-
Verdacht auf andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0)
-
Verdacht auf eine vorbestehende Persönlichkeitsstörung narzisstischer Färbung (ICD-10 F60.8)
Die Fachpersonen führten aus, dass
eine deutliche Verschlechterung der depres
siven Symptomatik eingetreten
sei
und deutliche Hinweise auf eine Persönlich
keitsänderung nach Extrembelastung
bestünden
(
Ziff.
1.3). Die letzte
Kontrolle der Beschwerdeführerin sei am 1
5.
November 2017 erfolg
t (
Ziff.
3.1).
Die Be
schwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe in einem Restaurant unverändert zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
2.1).
Es bestehe ein protra
hierter Krankheitsverlauf. Der Verdacht auf eine vorbestehende narzisstische
Persönlichkeitsstörung und andauernde Persönlichkeitsänderung
nach Extrembe
lastung
erhöhe die Wahrscheinlichkeit eines Verharrens in der aktuellen Verhal
tens
modalität. Aufgrund der stark reduzierten Belastbarkeit und der deutlichen
Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten sei voraussichtlich langfristig eine Arbeitsfähigkeit auch in einem geschützten Setting nicht möglich
. Die Beschwer
deführerin benötige eine Rente, um sich bezüglich des chronischen und multi
mor
biden Krankheitsbildes stabilisieren zu können (
Ziff.
3.3).
Die aktuell verschärfte politische Situation in der
Y._
(Terroranschläge) verstärk
e
die Angstzustände der Klientin. Sie habe Angst, ihre in
E._
studierende jünger Tochter könnte Opfer eines Terroranschlages werden.
Die Verschlechterung des Gesundheits
zu
standes der an einer schweren Colitis
Ulcerosa
erkrankten Tochter habe die Ängste und die Hoffnungslosigkeit der Patientin weiter verstärkt (
Ziff.
4.4).
3.
3
Dr.
Z._
nannte in seinem von der Beschwerdegegnerin veranlassten psychia
trischen Gutachten vom 1
4.
Juni 2018 (
Urk.
9/33) als Diagnose eine rezidivie
rend
e depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; S. 23 unten f.).
Dr.
Z._
führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin aufgrund der formalge
danklichen Einengung, der Antriebsstörung, dem labilen Affekt, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der gedanklichen Sprunghaftigkeit und Weit
schweifigkeit ein eingeschränktes Restleistungsvermögen für die Tätigkeit als Küchenhilfe bestehe. Sie könne eingeschränkt strukturierte Aufträge abarbeiten, insbesondere nicht unter Zeit- und Erfolgsdruck. Bezogen auf ein 100%-Pensum werde die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf 50
%
geschätzt.
Vom zeitlichen Verlauf her bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit September 2016 (gestützt auf den Bericht von
Dr.
D._
; S. 29 f.
Ziff.
8
).
Dr.
Z._
führte aus, dass eine der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit einer leichten bis mittelschweren kö
rperlichen Tätigkeit entspreche
mit einfach strukturierten Aufgaben ohne Zeit- und Erfolgsdruck, ohne Publikumsverkehr,
insbesondere ohne konfrontativen Publikumsverkehr und ohne die Notwendig
k
eit einer intensiven Kommunikation mit anderen Kollegen und ohne Leitungs- oder Führungsfunktion.
Unter optimalen Bedingungen wäre eine maximale Prä
senz von vier Stunden pro Tag möglich mit Pausen
. Während einer Anwesen
heits
zeit in einer angepassten Tätigkeit
bestehe
, auch unter guten Bedingungen, eine Ein
schränkung der Leistung im Umfang von geschätzt 25
%
aufgrund der formal
ge
danklichen Einengung, der
Grübelneigung
, der Antriebsminderung, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der durch die Weitschweifigkeit und
Logorrhoe
ein
ge
schränkte
n
Kommunikations
fähigkeit
(S. 30 f. unten)
. Er schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer solchen optimal angepassten Tätigkeit
unter besten Bedingungen
bezogen auf ein 100%-Pensum auf 50
%
.
Diese Einschätzung gelte
abgestützt auf den Bericht von
Dr.
D._
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit September 2016
(S. 31 oben).
3.
4
Dr.
med.
F._
, Oberarzt, PUK, stellte in seinem Bericht vom 1
8.
Juni
2019 (
Urk.
9/4
6
) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
2.5):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
-
andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, Differen
zial
diagnose (DD)
posttraumatic
stress
disorder
(
PTSD
)
Dr.
F._
führte aus, dass die Patientin vom
3.
Dezember 2018 bis 2
8.
Februar 2019 in der tagesklinischen Behandlung gewesen sei (
Ziff.
1.2).
Die Arbeitsun
fähigkeit sei im Rahmen der ambulanten Behandlung attestiert worden (
Ziff.
1.3).
Seiner Meinung nach scheine die Prognose im geschützten Rahmen bei geringem Arbeitspensum positiv, gegebenenfalls mit der Möglichkeit einer langsamen Stei
gerung der Belast
ungsfähigkeit
(
Ziff.
2.7 und
Ziff.
4.3)
.
Trotz der ambivalenten Haltung bezüglich der Tagesklinik habe sich die Patientin gut auf die Therapien einlassen können und habe einen guten Kontakt zu ihren Mitpatientinnen gehabt. Obwohl die Patientin objektiv von der regelmässigen Tagesstruktur und der Be
schäftigung mit anderen Themen habe profitieren können, habe sie eine Ver
län
gerung des Aufenthaltes über die von der Invalidenversicherung geforderten drei Monate hinweg abgelehnt (
Ziff.
2.4).
3.
5
MSc
C._
führte in ihrem Verlaufsbericht vom
6.
Juli 2020 (
Urk.
9/78) aus, dass sich die aktuelle Diagnose unverändert darstelle und die Beschwer
deführerin sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit unverändert zu 100
%
arbeitsunfähig sei (S. 1
Ziff.
1-2).
Der letzte Termin habe am
2.
Juli
2020 stattgefunden (S.
1
Ziff.
7). Seit dem letzten Bericht vom 2
8.
November 2017 bestehe ein weiteres Verharren in der beschriebenen Verhal
tens
modalität. Es bestehe ein protrahierter Krankheitsverlauf (S. 1
Ziff.
8).
3.
6
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellte
in ihrem Bericht vom 2
1.
August 2020 (
Urk.
9/80/1-5) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.2):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohn
e psychotische Symptome,
ICD-
10 F33.2
-
posttraumatische Belastungsstörung, ICD-10 F43.1
-
soziale Phobie, ICD-10 F40.1
-
essentielle Hypertonie (schwierig einstellbar)
-
chronischer Nikotinabusus mit chronischer Bronchitis
-
multiple Zysten beider Mamma
e
-
linksseitige starke Kopfschmerzen am ehesten im Sinne von Bruxismus
-
chronische venöse Insuffizienz links mehr als rechts mit beginnenden trophischen Hautveränderungen
-
diverse
arthrotische
Veränderungen, vor allem der Kniegelenke
Dr.
G._
führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem J
ahr 2012 bei ihr in Behandlung sei, und die letzte Kontrolle am 2
2.
April 2020 erfolgt sei (
Ziff.
3.1).
Ihrer Ansicht nach könne die Patientin nicht im ersten Arbeitsmarkt
integriert werden. Eine Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz wäre schwierig
, da sie unter sozialer Phobie leide (
Ziff.
2.1).
Zu den Faktoren
, welche die Krank
heit aufrecht
erhalten würden
,
führte
Dr.
G._
aus, dass eine
schwierige finanzielle Situation mit hoher Verschuldung bestehe, vor allem wegen
der Krankhei
ts
kosten der Tochter. Zudem sei es in den 80iger Jahren zu trau
matischen Ereignissen gekommen
,
und ihrer Ansicht
nach
sei die Situation, wonach die Beschwerdeführerin der Invalidenversicherung das Kranksein bewei
sen müsse, ebenfalls belastend (
Ziff.
4.4).
4.
4.1
Ohne weiteres lässt sich den vorliegenden Akten eine massive psychosoziale Belastungssituation der Beschwerdeführerin entnehmen. So erkrankte
ihre
ältere Tochter schwer
, und es
kam es
nach
der
Rückkehr der Beschwerdeführerin mit ihrer Tochter in die Schweiz im Jahr 2012
aus Sicht der Beschwerdeführerin zu einer gravierenden Fehlbehandlung
der Tochter
am
Universitätsspital A._
mit nachfolgendem
Rechtsstreit
(vgl.
Urk.
9/13/
26-37
,
Urk.
9/16
).
Verschiedentlich äusserte die Be
schwerdeführerin
zudem
, dass sie
befürchtet
,
dass die jüngere, in der
Y._
leben
de Tochter Opfer eines Terroranschlages werden könnte (vorstehend E. 3.
1-2,
Urk.
9/33 S. 8 unten
).
Zusätzlich hat sich die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben bei Privatpersonen im familiären Umfeld verschuldet (
Urk.
9/10
Ziff.
4,
Urk.
9/33 S. 13 Mitte).
Da unkla
r war, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
nach
Ausklammerung der zahlreichen psychosozialen Belastungsfaktoren verhält, wu
rde
zur beabsichtigten Klärung ihrer
Ansprüche eine psychiatrische Begut
achtung
bei
Dr.
Z._
veranlasst (
Urk.
9/54 S. 4 f.).
4.
2
Wie bereits
mit Beschluss vom 1
9.
Juli 2021 (
Urk.
10) n
ach einer ersten sum
ma
rischen Prüfung der Sach- und Rechtslage in Aussicht gestellt worden ist, erfüllt
das psychiatrische Gutachten von
Dr.
Z._
vom 1
4.
Juni 2018 (vorstehend E. 3.
3) die Anforderungen an eine beweiskräftige Expe
rtise (vorstehend E. 1.4) nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann.
So lässt das Gutachten eine zu
reichende Abgrenzung zwischen dem effektiven psychischen Gesundheits
scha
den und der psychosozialen Belastungssituation
(vorstehend E. 1.
2
)
vermissen (vgl
.
Urk.
9/33 S.
28
f.
Ziff.
7.4). Weiter
erweist sich auch die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
Z._
, wie dies
die
Beschwerdeführerin
selbst
bereits in ihrem Einwand vom
5.
Februar
2020 (
Urk.
9/64 S.
3 III
Rz
1) zu Recht be
merkte
,
als nicht nachvollziehbar,
da
sich die Einschränkung bei einer der Be
hinderung optimal angepassten Tätigkeit gravierender auswirken soll, als in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe.
Zu bemängeln ist weiter, dass sich die von
Dr.
Z._
a
ufgeführte Antriebsminderung sowie die Störung von Konzen
tration und Gedächtnis, welche mitunter für die eingeschränkte Arbe
itsfähigkeit verantwortlich sein sollen
, nicht in seiner objektiven Befunderhebung wieder
finden. So führte er zum psychiatrischen Befund aus, dass sich die Konzentration, die Merkfähigkeit und das Gedächtnis in der Untersuchungssituation unauffällig gezeigt hätten (
Urk.
9/33 S. 18
). Weiter wurde der Antrieb
als gesteigert
und nicht als vermindert
beschrieben (
Urk.
9/33 S. 19 oben
, S. 21 oben
).
Auch führte
Dr.
Z._
aus, dass die
Beschwerdeführerin in der Lage
sei,
die Tochter zu den
Arztterminen zu
begleiten
und sich umfassend um
sie
zu kümmern
(
Urk.
9/33
S. 8
unten f.
)
, was
unter dem Gesichtspunkt einer zu prüfenden Konsistenz der Be
schwerden
nur schwer mit der attestierten massiven Einschränkung der Arbei
ts
fähigkeit vereinbar erscheint (
vg
l. Urteil des Bundesgerichts 8C_
569/2015 vom 1
7.
Februar 2016 E. 4.1.3
).
4.3
Aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung kann vorliegend
zur Fest
stellung des tatsächlich noch vorhandenen funktionalen Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin auch
nicht
einfach
auf die Ausführungen der behandelnden Hausärztin
Dr.
G._
vom
2
1.
August 2020
(vorstehend E. 3.
6
)
respektive auf die Ausführungen der behandelnden Fachpersonen und Spezial
ärzte
(vorstehend E. 3.1-2, E. 3.4-5)
abgestellt
werden (
BGE
125 V 353
E. 3b/cc
).
Hinsichtlich der behandelnden Fachpersonen
Msc
C._
und
Dr.
D._
ergab die Befragung der Beschwerdeführerin durch
Dr.
Z._
am
7.
März 2018 (
Urk.
9/33 S. 2 unten)
,
dass sie die Psychiaterin
Dr.
D._
erst dreimal
nur sehr kurz gesprochen
und
das letzte Mal
Anfang 2017 gesehen
habe
(
Urk.
9/33 S.
15 unten, S. 26 Mitte).
Daraus muss geschlossen werden, dass die im Bericht
von
Msc
C._
und
Dr.
D._
vom 2
8.
November 2017 (vorstehend E.
3.2) geänderte Diagnostik allein auf der nicht fachärztlichen Einschätzung von
Msc
C._
beruhte und
Dr.
D._
den Bericht lediglich unterzeichnet hat.
So
fern die Beschwerdeführerin
Dr.
D._
tatsächlich
zuletzt Anfang 2017 gesehen
ha
t
, bedeutet dies,
dass
offensichtlich über einen sehr langen Zeitraum keine fa
ch
ärztliche Kontrolle
der
von
d
er
d
elegiert arbeitende
n
Psychologin
Msc
C._
durchgeführten Therapie
erfolgt ist
,
was sich als äusserst
fragwürdig
erweist, umso mehr, als
im Bericht vom 2
8.
November 2017
(vorstehend E.
3.2)
gar
von
eine
r
Verschlechterung der depressiven Symptomatik
berichtet
wurde und sich damit in keiner Hinsicht ein Erfolg der Therapie abzeichnete
.
Gleichzeitig erscheint es aber auch nur schwer verständlich, weshalb die Beschwerdeführerin
über einen derart langen Zeitraum
an einer offensichtlich keine Besserung be
wirkenden Psychotherapie festhält (
vorstehend E. 3.5
).
Nicht gefolgt werden kann sodann der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
F._
(vorstehend E. 3.4). Die von ihm
gestellten Diagnosen
und die lediglich noch im geschützten Rahmen mögliche Einsatzfähigkeit der Beschwerdeführerin
erweisen sich in Anbetracht der von
ihm beschriebenen Befundlage
, wonach
sich die
Beschwerdeführerin
ge
pflegt, wach
,
bewusstseinsklar und zu sämtlichen Qualitäten orientiert
und im
interpersonellen Kontakt freundlich zugewandt
ohne
offensicht
liche Störungen
von Auffassung und Aufmerksamkeit
gezeigt habe, als nicht nachvollzie
h
bar
. Eine
reduzierte Konzentration
s
- und Merkfähigkeit befand
Dr.
F._
lediglich als aus subjektiver Sicht der Beschwerdeführerin bestehend (
Urk.
9/46
Ziff.
2.2).
Weiter relativiert der Umstand, dass die Beschwe
rdeführerin nach Erfüllen der im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegten Dauer der Behandlung
(vgl.
Urk.
9/34)
eine Verlängerung der Therapie ablehnte,
den tatsächlich vorhandenen Leidensdruck.
Aus dem
nach Verfügungserlass von
der Beschwerdeführerin eingereichten Be
richt
der Psychologin
Dr.
phil.
B._
vom
4.
September 2021 (
Urk.
15), geht lediglich die bereits
bekannte psychosoziale Belastungssituation
hervor
und dass die Beschwerdeführerin bereits vor Erkrankung ihrer älteren Tochter in
psycholo
gischer
Behandlung gewesen
ist
. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (
vorstehend E. 2.4
)
, genügt
dieser nicht fachärztliche Bericht, welchem sich weder
eine objektive Befunderhebung noch eine zureichende Diagnostik entnehmen lä
s
st,
nicht, um auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden schliessen zu können.
Was die v
on Seiten der
behandelnden Hausärztin
Dr.
G._
in ihrem Bericht vom
2
1.
August 2020
(vorstehend E. 3.
6
)
genannten somatischen Diagnosen
anbelangt,
liegen keine fachärztlichen Berichte vor, welche eine
daraus resultierende
dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ausweisen würde
n
(vgl.
Urk.
9/13/
1
-
25,
Urk.
9/
80/6-16
)
.
Gegenüber
Dr.
Z._
verneinte die Beschwer
de
führerin
im März 2018
sodann die Frage, in orthopädischer Behandlung
zu
sei
n
(
Urk.
9/33 S. 16 oben)
. Soweit
Dr.
G._
vorbrachte, die Beschwer
deführerin würde an einer sozialen Phobie leiden, welche selbst einer Tätigkeit im geschützten Rahmen entg
egen
stehen würde, handelt es sich nicht um eine fachärztlich ausgewiesene Di
agnose
,
und zudem
ge
ht aus dem Bericht von
Dr.
F._
vom
1
8.
Juni 2019
(vorstehend E. 3.
4
) hervor, dass die Beschwerde
führerin guten Kontakt mit den Mitpatientinnen gefunden ha
tte
.
Der Beschwer
deführerin ist jedoch beizupflichten, dass sich insbesondere aus
der Anamnese des
Bericht
es
von
Dr.
G._
vom 2
6.
Mai 2016 (
Urk.
9/13/1-6
Ziff.
1.4)
Anhaltspunkte da
für
ergeben, dass das Wartejahr bereits vor der An
meldung
der Beschwerdeführerin am 3
0.
März 2016
bei der Invalidenversi
che
rung
zum Leistungsbezug
(
Urk.
9/5)
abgelaufen ist, wobei die
abschliessende
Klä
rung dieser Frage ebenfalls unter eingehe
n
der Prüfung und Ausklammerung von psychosozialen Belas
t
u
n
gsfaktoren zu erfolgen hätte.
Zudem stellt sich allenfalls die Frage des Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen.
Schlussendlich
ist hinsichtlich
der
von der Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 2
1.
November 2019 festgelegte
Qualifikation
der Beschwerdeführerin als
zu
100
%
Erwerbstätige
(
Urk.
9/52
Ziff.
2.6)
festzuhalten, dass daran
in Anbetracht des von
ihr
geltend gemachten massiven B
etreuungsaufwand
es
für die erkrankte Tochter
(
Urk.
9/33 S. 9 oben
) Zweifel bestehen
und
auch
unter diesem Gesichts
punkt w
eitere Abklärungen erforderlich sind.
4.
4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrele
vante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
4.
5
Aufgrund des Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenü
gend abgeklärt. Es fehlt vorliegend an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit de
r
Beschwerdeführer
in
in psychischer Hin
sicht. Zur Beurteilung
ihrer
invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zusätzlicher medizinischer Grundlagen, welche sic
h zu den offenen
Fragen äussern und den rechtsprechungsgemässen Anforderungen genügen. A
uch hinsichtlich ihrer Qualifikation gilt es abzuklären, in welchem Umfang sie im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde, wobei der Betreuungs
auf
wand für die ältere Tochter zu berücksichtigen ist.
Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Ent
scheid über den Anspruch de
r
Beschwerdeführer
in
auf Leistungen der Invaliden
versicherung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung
(
Urk.
1 S. 2)
als gegenstandslos.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb d
ie
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf
Fr.
1‘
900
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.