Decision ID: 7760e3e8-ed6e-5cf9-8599-1ffaa96895e5
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1977,
arbeitete zuletzt bis ins Jahr 2013 bei diversen Arbeitgebern in geringem Umfang in der Reinigung, war aber gleichzeitig als
Nichterwerbstätige gemeldet (
Urk. 8/14
)
.
Unter Hinweis auf
Diabetes meldete sich
die Versicherte
am
2.
Juni 2014 bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
8/12). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nische und erwerbliche Situation ab und holte ein
poly
disziplinäres
Gutachten ein, das am
2.
März
2015 erstattet wurde (
Urk.
8/43).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/50
-51
;
Urk.
8/55) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
1.
Juli 2015 einen Rentenanspruch (
Urk.
8/58 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
4.
September 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 2
1.
Juli 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ab Dezember 2014 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
November
2015 (
Urk.
7
)
die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom
4.
Januar
2016 wurde
antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S.
1) die unentgeltliche Prozessführung be
willigt und
ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet
(
Urk.
9).
Mit Replik vom 2
9.
Januar
2016 hielt die Beschwerdeführerin an ihren
beschwer
d
eweise
gestellten Anträgen fest (
Urk.
11) und reichte dazu einen Arztbericht
ein (
Urk.
12). Die Beschwerdegegnerin verzichtete demgegenüber auf eine Duplik
(
Urk.
14), wovon der Beschwerdeführerin Kenntnis gegeben wurde (Urk. 15).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein
trächti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
.
1.4
Jede psychogene Störung, ob einfache oder neurotische Form, kann im Einzel
fall Krankheitswert haben, weshalb jeder Einzelfall sorgfältig geprüft werden muss. Notwendig sind in jedem Fall ein ausführlicher ärztlicher Bericht oder ein entsprechendes fachärztliches Gutachten sowie die Abklärung der erwerblichen Umstände (AHI 1997 S.
43 E.
5c). Dabei müssen psychiatrische Berichte in der
Regel auf einer persönlichen Untersuchung beruhen (RKUV 2001 Nr. U 438 S.
34
5, Urteile des Bundesgerichts 9C_602/2007 vom 11. April 2008 E.
5.3 und I 169/06 vom 8. August 2006 E.
4.4 mit Hinweisen). Für die verlässliche Beurtei
lung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E.
2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere das polydisziplinäre Gut
ach
ten vom
2.
März 2015 (
Urk.
8/43), davon aus, es sei nicht nachvollziehbar,
dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkung einer 100%igen
Tätigkeit nachgehen würde. Im Hinblick auf die gutachterlich festgestellte 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit resultiere ein IV-Grad von 8
%
, weshalb kein Rentenanspruch bestehe (S. 3).
In der Beschwerdeantwort vom 1
0.
November
2015 (
Urk.
7) führte die
Beschwer
degegnerin
ergänzend aus, die quantitative Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit von 50
%
in angepasster Tätigkeit werde von den Gutachtern durch die mittel
gradige depressive Episode begründet. Dabei sei auch der psy
chiatrische Gut
achter zum Schluss gekommen, dass das Leiden grundsätzlich therapierbar sei und eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden könne.
Nicht nach
vollziehbar
sei
indes die Aussage der Gutachter bezüglich des Verlaufs der mittel
gradigen depressiven Episode
.
Der Bericht von
Dr.
med.
Y._
, auf welche
n
sich die Gutachter stützen würden,
vermöge
den Bestand der mittel
gradigen depressiven Episode seit Juni 2014 nicht rechtsgenügend zu be
grün
den. Vielmehr
sei
in zeitlicher Hinsicht auf die Aufnahme der Psychothera
pie im Dezember 2014 abzustellen. Von einer entscheidenden Dauerhaftigkeit der mittelgradigen Episode
könne
im Verfügungszeitpunkt also noch nicht ge
sprochen werden
(S.
2)
.
Dazu
komme
, dass das Beschwerdebild, wie es sich bei der Beschwerdeführerin
zeige
, von diversen psychosozialen Faktoren wie dem Tod des Ehemannes und der Schwester, den finanziell knappen Verhältnissen sowie dem unsicheren Aufenthaltsstatus geprägt
scheine.
Mit
diesem Einfluss hätten sich die Gutachter indes nicht kritisch auseinander gesetzt.
Nach dem
Gesagten sei es durchaus nachvollziehbar, dass
die Beschwerdeführerin durch d
e
n
Diabetes und die Schulterproblematik funktionellen Einschränkungen unter
worfen
sei
, welche die Art der ihr noch möglichen Tätigkeiten einschränk
t
en. Ein zusätzliches invalidisierendes psychisches Leiden
liege
indes nicht vor. Da
mit
sei
sie
in
eine
r
ihrem Leiden optimal angepasste
n
Tätigkeit voll arbeitsfähig
(S. 3 oben)
.
Im Übrigen wäre das Begehren selbst bei der Annahme einer vollen Erwerbstätigkeit
- unter Berücksichtigung der fehlenden invalidisierenden Wir
kung des depressiven Geschehens - mangels eines rentenbe
g
ründenden
Invali
ditätsgrades
abzuweisen
(S. 3 Mitte)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber im Wesentlichen geltend,
s
ie wür
de bei voller Gesundheit einer 100%igen Erwerbstätig
keit nachgehen. Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Qualifikation stelle sich als will
kürlich heraus und widerspreche der Rechtsprechung. Gestützt auf die Aussagen
der ersten Stunde, wonach sie als Gesunde ein Pensum von 100
%
ausüben wü
rde, und mangels Betreuungspflichten gebe es vorliegend keinen Grund, zur Ermittlung des Invaliditätsgrades die gemischte Methode an
zuwenden (
Urk.
1 S.
8
Ziff.
9). Gestützt auf das vorliegende Gutachten, welches durch den RAD als umfassend und nachvollziehbar beurteilt worden sei, sei un
bestritten, dass sie im Zeitpunkt der IV-Anmeldung im Juni 2014 aufgrund der psychischen Einschränkungen 50
%
arbeitsunfähig gewesen und weiterhin sei (S. 8
Ziff.
10).
In der Replik vom 2
9.
Januar 2016 (
Urk.
11) führte die Beschwerdeführerin ergän
zend aus, gemäss aktueller Stellungnahme des behandelnden Psychiaters sei ihre Arbeitsfähigkeit um 50 bis 60
%
reduziert und
er
beschreibe ihre aktu
ellen Einschränkungen detailliert (S. 3 unten f.). Da es sich vorliegend um ein losge
löstes depressives Leiden handle, seien die Voraussetzungen des Bundes
ge
richts für die Annahme einer invalidisierenden Wirkung folglich erfüllt. Daher sei ge
stützt auf das vorliegende Gutachten von einer Arbeitsunfähigkeit von mindes
tens 50
%
auszugehen (S. 4 Mitte).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit
der
Beschwerde
führer
in
verhält
und ob in diesem Zusammenhang von einem
invalidisierenden
psychiatrischen
Gesundheitsschaden
ausgegangen werden kann
.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Arbeitsmedizin,
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und PD
Dr.
med.
Dr.
phil.
B._
, Facharzt für Innere Medizin und für Rheumatologie, nannten im Gutachten des
C._
vom
2.
März 2015 (
Urk.
8/43
/1-19
) folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 13
Ziff.
6.1):
m
ittelgradige
depressive
Episode (ICD-10 F32.1)
Impingementsyndrom
linke Schulter bei/mit:
Arthro
-MRT linke Schulter:, leichte Bursitis
subacromialis
/
subdelto
i
dea
und leichte Tendinitis
Supraspinatussehne
Diabetes mellitus Typ II, unzureichend eingestellt bei:
periphere Polyneuropathie, insbesondere der unteren Extremität bei be
kanntem Diabetes mellitus Typ II
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 13
Ziff.
6.2):
g
eneralisiertes Schmerzsyndrom
Status nach
OSG-Distorsion rechts am 2
2.
Januar
2014 mit
ossärem
Aus
riss Os
naviculare
a
ktenanamnestisch 1998 Abort-Curettage
a
ktenanamnestisch im Jahr 2000
Hidradenitis
suppurativa
inguinal rechts
Dazu führten die Gutachter aus, b
ei der
Beschwerdeführerin würden
drei für die Arbeitsfähigkeit relevante Krankheitsbilder in Form einer mittelgradigen de
pressiven Episode, eines unzureichend eingestellten Diabetes mellitus mit peri
pherer Polyneuropathie sowie einer fortbestehenden
Impingement
-Symptomatik der linken Schulter vor
liegen (S. 13 unten)
.
Die depressive Erkrankung
führe
zur Einschränkung der psychischen Stabilität, des Antriebs, der Aufmerksamkeit, der Durchhaltefähigkeit, des Selbstvertrauens und der Selbstbehauptungsfähigkeit. Da erst vor kurzem eine psychiatrisch-psy
chotherapeutische Behandlung eingeleitet
worden sei
,
sei
im Verlauf von einer Besserung des Gesundhe
itszustandes mit positiver Ausw
irkung auf die Arb
eits
fähigkeit auszugehen (S. 13 unten)
.
Der Blutzuckerspiegel
liege
, bei aktenanamnestisch unzureichender Compliance, aktuell bei 25 mmol/
l
, der HbA1c als Langzeitglukosewert
sei
mit 11.6 ebenfalls deutlich erhöht. Der Diabetes
lasse
sich durch eine Kombination von regelmäs
siger Medikamenteneinnahme, körperlicher Aktivität und einem reduzierten Essverhalten behandeln. Aus internistischer Sicht
empfehle
sich eine ern
eute Schulung, da die Relevanz
der Erkrankung und die notwendigen Massnahmen (beispielsweise Verwechslung von light-/ und diabetikergeeign
eten Produkten) noch nicht optimal verinnerlicht worden sei (S. 14 oben).
Relevant für die berufliche Täti
g
keit
sei
, dass es aufgrund der deutlich erhöhten Blutzuckerspiegel intermittierend zum Auftreten von Schwindelanfällen oder auch Bewusstlosigkeit kommen
könne
, sodass die Benutzung von Leitern und Tritten aktuell nicht möglich
sei
.
Als Folgeerkrankung des langjährigen, unzu
reichend eingestellten Diabetes mellitus
liege
wahrscheinlich eine periphere Neuropathie mit Betonung der unteren Extremität vor, was zu einer Einschrän
kung des Geh- und Stehvermögens unter schwierigen Verhältnissen
führe
. Dies
wirke
sich ebenfalls - abhängig von der konkreten Arbeit - auf die zuletzt aus
geübte Tätigkeit einer Reinigungskraft aus. Theoretisch
sei es
denkbar, dass es im L
aufe der Zeit zu weiteren Folge
sch
ä
den durch die Blutzucker-Erhöhung gekommen
sei
, denkb
ar wären beispielsweise Gefäss-
Veränderungen oder eine Retinopathie bei von der Explorandin berichteten,
unspezifischen
Sehbeschwer
den
(S. 14 oben).
Die im Rahmen eines
Impingement
-Syndroms auftretenden Beschwerden der linken Schulter
seien
gutachterlich nachvollzieh
bar
, degenerative Veränderun
gen des Schultergelenkes
würden nicht vorliegen
. Da es sich bei der Tätigkeit als Reinigungsfrau um eine für die Schultergelenke belastende Arbeit handl
e
,
sei
das
Impingement
-Syndrom ebenfalls als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufge
führt worden (S. 14 Mitte).
Zur Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf kamen die Gutachter zum Schluss, dass d
ie
Beschwerdeführerin
f
ür körperlich leichte Reinigungsarbeiten in einem Umfang von 50
% arbeitsfähig
sei
. Aufgrund der Einschränkungen hinsichtlich Daueraufmerksamkeit und Durchhaltefähigkeit, aber auch aufgrund des
Impin
gement-Syndroms
sollte es sich hierbei tatsächlich um eine leichte Arbeit han
deln, beispielsweise die Reinigung von Büros. Überkopfarbeiten oder Arbeiten in gebückter Stellung sowie Tätigkeiten mit Absturzgefahr oder Gehen auf unebe
nen Böden
seien
der Explorandin medizinisch nicht möglich
(S. 14
Ziff.
7.2)
.
Aus gesamtmedizinischer Sicht
sei
die Explorandin für körperlich leichte, wechsel
belastende Verweistätigkeiten, ebenfalls ohne Arbeiten über Kopf, in gebückter Haltung, mit Absturzgefahr oder mit Gehen auf unebenen Böden in einem Umfang von 50
% arbeitsfähig. Die maximale Gewichtsbelastung sollte 10 kg nicht überschreiten
(S. 14
Ziff.
7.3)
.
Es
sei
davon auszugeben, dass es im Rahmen der antidepressiven Behandlung zu einer Besserung des Krankheitsbildes und damit auch zu einer Besserung der Arbeitsfähigkeit kommen
werde (S. 15 oben)
.
Aufgrund fehlender psychiatrischer Vorberichte
sei
es schwierig, die psychiat
risch
bedingte Ar
beitsunfähigkeit im zeitlichen Verlauf darzustellen. Es
sei
unter Berücksichtigung des Arztberichtes vom 2
5.
Juni
2014 am wahrscheinlichsten, dass zum Zeitpunkt der IV-Anmeldung am
3.
Juni
2014 die von
ihnen
dar
gestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der Höhe von 50
%
bestanden
habe.
Be
treffend Diabetes mellitus und Polyneuropathie
sei
der Verl
auf der Arbeitsunfä
higkeit eben
falls schwer einzuschätzen, da es sich hierbei um ein
zeitlich lang
sam-progredientes Geschehen handle. Im Bericht vom 2
8.
Juni 20
10
werde
be
reits eine distale Polyneuropathie der Beine aufgeführt, welche seiner Zeit noch zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
geführt habe
. Die Arbeitsunfähig
keit dieses Krankheitsbild betreffend
gelte
aus diesem Grund ab Zeitpunkt
des
Gutachtens
(S. 15
Ziff.
7.4)
.
Vordringlich seien sowohl die Behandlung der depressiven Erkrankung wie auch
die Blutzucker-Einstellung. Eine Besserung der Arbeitsfähigkeit durch diese Mass
nahmen
sei
anzunehmen. Betreffend
Impingement
Symptomatik
sei
eine Besse
rung im Verlauf möglich
(S. 15
Ziff.
7.5)
.
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 2
7
.
Januar 2016 (
Urk.
12) als Diagnosen eine rezidivierende de
pressive Störung mit somatischem Syndrom, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.11), eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) sowie einen Dia
be
tes mellitus Typ II (S. 1
Ziff.
1). Dazu führte er aus, aus psychiatrischer Sicht sei die Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
um
50-60
%
redu
ziert. Die Einschränkungen seien aus psychiatrischer Sicht im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung (gegenwärtig mittelgradige Episode) sowie chronischen Schmerzen beziehungsweise somatoformen Schmerzstörung zu interpretieren. Aktuelle Einschränkungen seien:
Antriebslosigkeit, Lust
l
osigkeit, schne
ll
e
Ermüdbarkeit, Energielosigkeit, Unsicherheit, Angstzustände, fehlende
I
nitiative sowie soziale
r
Rückzug. Affektive und emotionale Instabilität mit fehlende
r
Flexibilität, Ein- und Durchschlafstörung mit kreisenden Gedanken und Albtr
ä
umen, Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit
seien
vorhanden und objektivierbar.
Bei der Beschwerdeführerin seien Durchhalte-, Selbstbehauptung
s
- sowie Kon
takt
fähigkeit zu Dritten
beziehungsweise Gruppenfähigkeit deutlich einge
schränk
t. Ferner seien auch
starke chronische Kopf-, Rücken- und
Beinschmer
zen
vorhanden, welche medikamentös wenig bis gar nicht zu beeinflussen
seien
.
Aufgrund der oben erwähnten Beschwerden
beziehungsweise
Einschränkungen
sei er
der Meinung, dass die
Beschwerdeführerin in ihren All
tagsaktivit
äten, im Haushalt sowie in ihrer
Leistungsfähigkeit
beziehungsweise
Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt
sei (S. 1
Ziff.
2)
.
4.
4.1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass die Beschwerdeführerin an somatischen Erkrankungen leidet, welche ihre Arbeits
fähigkeit in qualitativer Hinsicht einschränken. Aufgrund des unzureichend ein
gestellten Diabetes mit peripherer Polyneuropathie sowie einer fortbestehenden
Impingement
-Symptomatik in der linken Schulter kann die Beschwerdeführerin nur noch körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ausüben, ohne Arbeiten über Kopf, in gebückter Haltung, mit Absturzgefahr oder mit Gehen auf unebenen Böden (vgl. vorstehend E. 3.1).
Zwischen den Parteien ist ebenfalls unbestritten, dass die quantitative Ein
schränkung der gutachterlich attestierten 50%igen Arbeitsfähigkeit mit der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode begründet wurde (
Urk.
7 S. 2
Ziff.
3;
Urk.
11 S. 3
Ziff.
3).
4.2
Sodann wurde der Beweisw
ert des vorliegenden Gutachtens
von beiden Par
teien grundsätzlich nicht bestritten.
Strittig ist vorliegend jedoch die Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit im psychiatrischen Gutachten und
ob es sich bei der psy
chischen Erkrankung de
r
Beschwerdeführer
in
um ein dauerhaftes, invalidi
sie
ren
des Leiden handelt.
Bei der Würdigung eines Gutachtens gilt es zu berücksichtigen, dass der
Arzt
person
bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträch
tigungen für die Arbeitsfähigkeit keine
abschliessende
Beurteilungskompetenz zukommt. Der Umstand, dass das Gutachten bezüglich der Darlegung der medi
zinischen Situation voll beweiskräftig ist, bedeutet nicht, dass auch die dortige Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit für die Belange der Invalidenversicherung ohne weiteres
massgeblich
ist. Die Beurteilung, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt, ist eine Rechtsfrage und obliegt damit nicht den Ärztinnen und Ärzten, sondern
den rechtsanwendenden Behörden
(BGE 140 V
193 E. 3.1 f., Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2007 vom 28. Juli
2008 E. 3.3.1
).
Ä
rztliche Gutachten und Berichte
haben
zwar zur Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen und diese Ausführungen
bilden
eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen, es
ob
liegt
jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde
,
der Verwaltung, oder im Streitfal
l, dem Gericht
,
zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne und bejahendenfalls eine solche
rentenbegründender Art eingetreten ist.
Folglich ist es mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vereinbar, einem Gu
tachten vollen Beweiswert zuzuerkennen, jedoch von der medizinischen Ein
schät
zung der Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung
sozialversicherungs
recht
licher
Aspekte abzuweichen (BGE 140 V 193 E. 3.1 f., 132 V 393 E. 3.1 f., 130 V 352 E.
3; Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2007 vom 28. Juli
2008 E.
3.3.1).
4.3
Das Bundesgericht bestätigte im Urteil 9C_13/2016 vom 14. April 2016 seine bisherige Praxis zur invalidisierenden Wirkung von depressiven Störungen und führte in Erwägung 4.2 aus, dass die in der Versichertengemeinschaft ubiquitär verbreiteten Störungen der hier interessierenden Art (vgl. dazu grundlegend
Schweizerisches Gesundheitsobservatorium/OBSAN, Depressionen in der Schwei
zer
Bevölkerung, OBSAN-Bericht 56, Neuchâtel 2013, S.
27 ff.), wie sol
che leicht bis m
ittelgradiger depressiver Natur -
seien sie im Auftreten rezidivie
rend oder episodisch -
einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht fallen, wenn sie
erwiesenermassen
therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach ge
sicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis
3.7.3 S. 295 f.). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf
nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Thera
pie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären)
Behandlungsmög
lich
keiten
in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197; 137 V 64 E. 5.2 S. 70 mit Hinweis).
Vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Selbsteingliederungs- und
Schaden
minderungspflicht
ist in diesem Zusammengang ebenfalls zu berücksichtigen, dass ein Rentenanspruch grundsätzlich nicht entstehen kann, solange zumut
bare therapeutische und andere schadenmindernde Vorkehren nicht ausge
schöpft werden. Solange durch eine tatsächlich realisierbare Veränderung der für die gesundheitliche Situation bedeutsamen Rahmenbedingungen eine wesentliche Verbesserung des (psychischen) Gesundheitszustandes und damit der dadurch eingeschränkten Arbeitsfähigkeit bewirkt werden kann, liegt kein inva
lidisierender Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes vor (Urteil des Bundes
gerichts 9C_947/2012 vom 1
9.
Juni 2013 E. 3.2.2 mit Hinweis).
4.4
Aus den medizinischen Berichten geht hervor, dass die depressive Problematik der Beschwerdeführerin nie ein schweres Ausmass erreichte und vorwiegend mittelgradige Episoden diagnostiziert wurden (vgl. E.
3.1 ff.). Weiter fällt auf, dass das Beschwerdebild von psychosozialen Faktoren mitbestimmt wird und
sich das depressive Syndrom nach dem Tod des Ehemannes entwickelte
.
Weiter lässt sich dem Gutachten entnehmen, dass die vorliegende depressive Sympto
matik grundsätzlich behandelbar sei, bei entsprechender Behandlung zurückge
hen und es damit auch zu einer Besserung der Arbeitsfähigkeit kommen werde (vgl. vorstehend E. 3.2).
Daraus ist zu
schliessen
, dass es sich bei der
im Gut
achten
diagnostizierten depressiven Episode klar um ein therapeutisch
angeh
bares
reaktives Geschehen auf bestimmte belastende Lebensereignisse handelt.
Aus dem Gutachten ergibt sich weiter, dass
sich die Beschwerdeführerin erst kurz vor der Begutachtung in eine psychiatrisch-psychotherapeutische Be
hand
lung begeben hat und bis zu diesem Zeitpunkt offenbar keine psychiatri
sche Behandlungsmöglichkeit in Anspruch nahm. Hierzu hielten die Gutachter fest,
dass die Beschwerdeführerin bei
E._
in Be
han
d
lung sei und im Dezember 2014 einen (ersten) Termin wahrgenommen habe, wobei ein weiterer Termin
auf den
1
8.
Januar 2015
festgesetzt worden sei
. Die Gut
achter hielten weiter fest, dass aktuell weder psychotherapeutisch noch
psycho
pharmakologisch
eine intensive Behandlung
durchgeführt werde
, die Be
schwerdeführerin eine solche aufgrund ihres aktuellen Zustandes jedoch brauche,
zumal diese
er
folg
sversprechend
und geeignet sei
, die Arbeitsfähigkeit zu erhöhen
(Urk. 8/43/24-32 S. 8 Ziff
.
7).
Vor diesem Hintergrund sind d
ie zumutbaren therapeutischen und
schadenmin
dernden
Vorkehren
sicherlich nicht ausgeschöpft. Es fehlt vorliegend
an einer adäquaten und konsequenten Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden im Sinne der Rechtsprechung als resistent ausweisen würde (Urteil des Bundes
gerichts 9C_667/2013 vom 2
9.
April E. 4.3.2).
Die Beschwerdegegnerin
wies in ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
7) folglich zu Recht auf eine fehlende Dauerhaf
tigkeit der depressiven Symptomatik im Zeitpunkt der angefochtenen Verfü
gung hin.
4.5
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass sie seit Ende März 2015 bei
Dr.
D._
in Behandlung sei (vgl.
Urk.
11 S. 4
Ziff.
3.2), ergibt sich auch dar
aus im hier massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2
1.
Juli
2015
noch keine erwiesene Therapieresistenz, aufgrund welcher eine invalidi
sierende Wirkung der depressiven Symptomatik anzunehmen wäre.
Dem Bericht
von Dr.
D._
(Urk. 12)
lassen sich weder Angaben zur bisher erfolgten Behandlung ent
nehmen, noch ob diese
in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausge
schöpft
w
i
rd. Auch die
übrigen Ausführungen von
Dr.
D._
führen zu keinem anderen Schluss. Seine
Befunderhebung erschöpft sich im Wesentlichen in der stichwortartigen Auflistung der aktuellen Ein
schränkungen und unter
scheidet sich dabei nicht wesentlich von derjenigen im Gutachten. Weiter ist vor dem Hintergrund der vorliegend ausgewiesenen und deutlich ausgeprägten Polyneuropathie im Rahmen des schlecht eingestellten Diabetes mellitus, die von
Dr.
D._
gezogene Schlussfolgerung einer Somati
sierungsstörung einzig mit der Begründung von chronischen Schmerzen wenig überzeugend und nicht nachvollziehbar. Eine entsprechende
psychiatrische
Diagnose wird im vorlie
genden Gutachten mit Verweis auf die
Polyneuropathie nicht gestellt
.
Etwas anderes lässt sich auch nicht aus den übrigen Vorbringen der Beschwer
deführerin ableiten. Soweit sie vorbringt, dass sich das depressive Störungsbild trotz geeigneter psychiatrischer Behandlung
chronifiziert
habe
und gestützt auf den Bericht des behandelnden Psychiaters nun von einer rezidivierenden de
pressi
ven Störung auszugehen sei (vgl.
Urk.
11 S. 4), vermag dies nach der vor
liegend vergleichsweise kurzen Behandlungsdauer nicht zu überzeugen. Denn aus
dem Umstand, dass
fachärztlicherseits
nicht bloss eine depressive Episode, son
dern eine mittelschwere depressive Störung diagnostiziert wurde, kommt keine ent
scheidende Bedeutung zu, da sich eine depressive Episode von einer de
pressiven Störung hauptsächlich hinsichtlich ihrer Dauer, nicht aber bezüg
lich der Schwere der Erkrankung unterscheidet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_917/2012 vom 1
4.
August
2013 E.
3.2). So setzt das Bundesgericht auch hinsichtlich der invalidisierenden Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung voraus, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2, 8C_842/2013 vom 1
1.
März 2014 E. 4.2,
9C_902/2012 vom 1
7.
Juli
2013 E.
4.1, 9C_917/2012 vom 1
4.
August
2013 E.
3.2
, 9C_454/2
013 vom 2
9.
Oktober 2013 E. 4.1), was vorliegend zu verneinen ist.
4.6
Gegen eine invalidisierende Wirkung
der depressiven Symptomatik
spricht schliesslich auch, dass es sich beim Beschwerdebild um einen auf belastende psychosoziale Faktoren zurückzuführenden Befund handelt.
Dabei gilt es zu beachten, dass durch Ärzte oder Gutachter erhobene Befunde, welche in den psy
chosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung
fin
den, gleichsam in ihnen aufgehen, kein invalidisierender psychischer
Ge
su
nd
heitsschaden
gegeben ist (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Die
vorliegende depres
sive
Symptomatik lässt sich daher ohne weiteres mit dem unerwarteten Verlust
des Ehepartners
, verbunden mit den Sorgen bezüglich der weiteren
Zukunft und insbesondere hinsichtlich ihres unsicheren Aufenthaltsstatus
, mithin durch die psychosoziale Situation bedingt, erklären.
S
olche
Faktoren
vermögen
zwar medizinisch die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode, aber rechtlich keine andauernde Arbeitsunfähigkeit zu be
gründen.
4.
7
Zusammenfassend ist
der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass
bei der Beschwerdeführerin
- jedenfalls nach einer kon
sequenten Therapie -
kein
invalidisierender
psychischer
Gesundheitsscha
den
vorliegt und aufgrund der soma
tischen Erkrankungen
bei objektiver Beurteilung mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
in einer körper
lich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Arbeiten über Kopf, in ge
bückter Haltung, mit Absturzgefahr oder mit Gehen auf unebenen Böden (vgl. vorstehend E. 3.1)
eine volle Arbeitsfähigkeit
besteht
(vgl. E. 1.2).
5.
Der durch die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkun
gen vorgenommene Einkommensvergleich (
Urk.
2 S. 2 f.) wird durch die Be
schwerdeführerin einzig hinsichtlich der Qualifikation gerügt (vgl.
Urk.
1 S. 5 f.).
Sowohl das Validen- als auch Invalideneinkommen (vgl.
Urk.
1 S. 9;
Urk.
2 S. 2)
wie auch die Einschränkung im Haushalt gemäss Abklärungsbericht vom 1
7.
April
2015 (
Urk.
8/47) blieben unbestritten und
geben nach Lage der Akten zu keinen Beanstandungen Anlass.
Angesichts der obigen Feststellungen, wonach die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist (vgl. vorstehend E. 4.
7
), kann die strittige Frage der Qualifikation indes offen bleiben, da auch bei der An
nahme eines Anteils von 100
%
im Erwerbsbereich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.
Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden
s
ie je
doch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen, dies mit Hinweis auf §16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
.