Decision ID: 27cbec50-4357-44fa-b0cb-93298eba9d8a
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
I. Sachverhalt:
1. A._ war zuletzt als Chef de Service tätig. Am 14. Oktober 2019
meldete er einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im
Umfang von 100 % ab selbigem Datum an.
2. Im Rahmen der Stellenmeldepflicht meldete das Berggasthaus B._,
C._, eine Stelle für einen Küchen- und Officehilfsmitarbeiter. Das
zuständige RAV schlug in der Folge A._ als möglichen Kandidaten
vor. In seiner Rückmeldung hielt das Berggasthaus B._ fest, dass
A._ zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden sei, es aber
zu keinem Stellenantritt gekommen sei, da A._ ab dem 15. Februar
2020 eine Stelle beim D._ antrete.
3. Am 4. Februar 2020 wurde A._ vom Amt für Industrie, Gewerbe und
Arbeit Graubünden (KIGA) aufgefordert, zu diesem Sachverhalt Stellung
zu nehmen. In seiner Stellungnahme vom 5. Februar 2020 bestätigte
A._, dass er einen Anruf von jemandem aus der C._ erhalten
habe. Er sei gefragt worden, ob er ein Auto habe; dies habe er verneint.
Die Anruferin habe daraufhin das Telefonat beendet. Zurzeit befinde er
sich im Einsatzprogramm E._ und besuche eine Weiterbildung an der
F._. Vielleicht könne er im nächsten Monat eine andere Stelle
antreten, momentan sei ihm dies aber wegen eines Unfalls am Rücken
nicht möglich.
4. Das KIGA fragte daraufhin beim Berggasthaus B._ nach. Die
zuständige Person erklärte, dass sie A._ tatsächlich nach einem Auto
gefragt habe. Sie frage jeweils nach, da das Berggasthaus über keine
Parkplätze verfüge. A._ habe von Anfang an gesagt, er könne
demnächst irgendwo "Probearbeiten" und habe sehr gute Chancen, dort
eine Stelle zu erhalten. Ab Mitte Februar 2020 habe er sowieso schon
wieder eine Anstellung und würde daher nur wenige Wochen im
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Berggasthaus B._ arbeiten. Da der Betrieb einen Mitarbeiter für
länger gesucht habe, sei A._ für die Stelle nicht in Frage gekommen.
5. Mit Verfügung vom 11. März 2020 stellte das KIGA A._ für 24 Tage
in der Anspruchsberechtigung ein, da er eine nicht amtlich zugewiesene
Stelle durch sein Verhalten faktisch abgelehnt habe. Strafmildernd
berücksichtigte es, dass das Arbeitsverhältnis im Berggasthaus B._
befristet gewesen wäre.
6. Gegen diese Verfügung erhob A._ am 18. März 2020 Einsprache.
Begründend brachte er im Wesentlichen vor, dass er ab Februar 2020 eine
Stelle gehabt hätte, diese aber aufgrund eines Unfalls nicht habe antreten
können. Einen neuen Arbeitsvertrag habe er deshalb erst im März 2020
unterschreiben können.
7. Mit Einspracheentscheid vom 14. April 2020 wies das KIGA die
Einsprache ab. A._ habe zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme durch
das Berggasthaus B._ weder über einen Arbeitsvertrag noch eine
Stellenzusicherung verfügt. Er hätte daher gegenüber dem Berggasthaus
B._ unmissverständlich den Willen zum Vertragsabschluss kundtun
müssen. Die Einsprache sei daher unbegründet.
8. A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob am 17. April 2020
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Darin
machte er im Wesentlichen geltend, dass er im Februar eine Stelle beim
D._ hätte antreten können. Wegen eines Unfalls habe er aber
gemäss seinem Arzt den ganzen Monat Februar zu Hause bleiben
müssen, was ihm den Stellenantritt verunmöglicht habe. Im März habe er
aber eine Stelle in G._ antreten können. Die Einstellung in der
Anspruchsberechtigung sei deshalb aufzuheben.
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9. Das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) hielt mit Beschwerdeantwort
vom 4. Mai 2020 an seinem Einspracheentscheid vom 14. April 2020 fest
und beantragte die Beschwerdeabweisung. Der Beschwerdeführer habe
im Zeitpunkt des Telefonats mit dem Berggasthaus B._ noch über
keine Stellenzusicherung verfügt, weshalb er gegenüber dem
Berggasthaus B._ unmissverständlich den Willen zum
Vertragsabschluss hätte kundtun müssen.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie
auf die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Considerations:
II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.1. Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid des Beschwerdegegners
vom 14. April 2020, womit er die Einsprache des Beschwerdeführers
gegen die Verfügung vom 11. März 2020 abwies und an der Einstellung in
der Anspruchsberechtigung für 24 Tage festhielt. Gemäss Art. 1 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung
und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie
Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen
Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung
Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden.
Nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die
obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung
(AVIV; SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen
Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das
Verwaltungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Der
angefochtene Einspracheentscheid wurde vom KIGA als kantonale
Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen, sodass die örtliche
Zuständigkeit des angerufenen Gerichts gegeben ist. Die sachliche
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Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden ergibt
sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100).
1.2. Als Adressat des angefochtenen Entscheids ist der Beschwerdeführer
berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung
oder Änderung auf, weshalb er zur Beschwerdeerhebung legitimiert
ist (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht am
17. April 2020 eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 60 und Art. 61 lit. b
ATSG) ist demnach einzutreten.
2. Das Verwaltungsgericht entscheidet in einzelrichterlicher Kompetenz,
wenn der Streitwert CHF 5'000.00 nicht überschreitet (Art. 43 Abs. 3 lit. a
VRG) und keine Fünferbesetzung (Art. 43 Abs. 2 VRG) vorgeschrieben ist.
Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts ist vorliegend der
versicherte Verdienst (Art. 23 AVIG) des Beschwerdeführers von
CHF 3'751.00 (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1). Dieser
Verdienst wird zum Taggeldsatz von 80 % (Art. 22 Abs. 1 AVIG)
entschädigt. Der Beschwerdeführer hat demzufolge Anspruch auf ein
Taggeld von CHF 138.30 (ermittelt aus: CHF 3'751.00 x 0.8 : 21.7 Tage
[vgl. Art. 40a AVIV]). Aus der vom Beschwerdegegner verfügten, hier
angefochtenen Einstellungsdauer von 24 Tagen in der
Anspruchsberechtigung ergibt sich ein Streitwert von insgesamt
CHF 3'319.20 (24 x CHF 138.30). Da der Streitwert somit unter
CHF 5'000.00 liegt und die Streitsache nicht in Fünferbesetzung
entschieden werden muss, ist die Zuständigkeit der Einzelrichterin
gegeben.
3.1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG hat der Versicherte alles Zumutbare zu
unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Satz
1). Insbesondere ist er verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch
ausserhalb seines bisherigen Berufes (Satz 2). Die Einstellung in der
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Anspruchsberechtigung i.S.v. Art. 30 AVIG dient dazu, die in Art. 17 Abs. 1
AVIG statuierte Schadenminderungspflicht des Versicherten
durchzusetzen. Sie hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der
Versicherung für Schäden, die der Versicherte hätte vermeiden oder
vermindern können. Als versicherungsrechtliche Sanktion bezweckt sie
die angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am Schaden,
den sie durch ihr Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter
Weise natürlich und adäquat kausal verursacht hat. Kern der Pflicht, alles
Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu
verkürzen, sind die persönlichen Arbeitsbemühungen der versicherten
Person selbst (GERHARDS, Kommentar zum
Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Bern 1987, Bd. I [Art. 1-58], N.
12 zu Art. 17), die in der Regel streng beurteilt werden. Es gilt
gewissermassen der Grundsatz, dass die Arbeitsbemühungen umso
intensiver sein müssen, je weniger Aussicht eine versicherte Person hat,
eine Stelle zu finden. Dabei stehen sowohl Tatsache als auch Intensität,
nicht aber der Erfolg dieser Bemühungen im Vordergrund (GERHARDS,
a.a.O., N. 14 zu Art. 17, ähnlich N. 16 zu Art. 17) (vgl. BGE 133 V 89
E.6.1.1).
3.2. Der Grundsatz der Schadensminderungspflicht wird in Art. 17 Abs. 3 AVIG
konkretisiert. Demnach muss der Versicherte eine ihm vermittelte
zumutbare Stelle annehmen. Befolgt er die Kontrollvorschriften oder
Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht, namentlich indem er eine
zumutbare Arbeit nicht annimmt, ist er in der Anspruchsberechtigung
einzustellen (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). Davon erfasst ist neben der
Nichtannahme einer von der zuständigen Amtsstelle zugewiesenen
zumutbaren Arbeit auch die Nichtannahme einer selbst gefundenen
zumutbaren Arbeit oder einer durch Dritte vermittelten oder angebotenen
zumutbaren Stelle (Urteil des Bundesgerichts C 17/07 vom 22. Februar
2007 E.2.2). Laut Rechtsprechung ist dieser Einstellungstatbestand auch
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dann erfüllt, wenn der Versicherte die Arbeit zwar nicht ausdrücklich
ablehnt, es aber durch sein Verhalten in Kauf nimmt, dass die Stelle
anderweitig besetzt wird. Der arbeitslose Versicherte hat bei den
Verhandlungen mit dem künftigen Arbeitgeber klar und eindeutig die
Bereitschaft zum Vertragsabschluss zu bekunden, um die Beendigung der
Arbeitslosigkeit nicht zu gefährden (BGE 122 V 34 E.3b m.H.).
3.3. Vorliegend wurde der Beschwerdeführer am 27. Januar 2020 vom
Berggasthaus B._ telefonisch kontaktiert. Dabei wurde ihm eine
Stelle als Küchen- und Officehilfsmitarbeiter angeboten. Im Rahmen
dieses Telefonats teilte der Beschwerdeführer allerdings mit, dass er
demnächst irgendwo Probearbeiten könne und es sehe dort sehr gut aus,
einen Job zu erhalten. Zudem werde er ab Mitte Februar eine Stelle beim
D._ antreten. Damit kam er für das Bergrestaurant B._ nicht als
Mitarbeiter in Frage.
3.4. Durch dieses ablehnende Verhalten nahm der Beschwerdeführer nicht nur
in Kauf, die Stelle im Berggasthaus B._ nicht zu erhalten, sondern
zeigte offensichtlich keinerlei Interesse an dieser Arbeitsstelle und an
einem möglichen Vertragsabschluss. Der Beschwerdeführer bringt dabei
zu Recht nicht vor, dass die Annahme dieser Arbeitsstelle unzumutbar
gewesen wäre. Andere Gründe, welche sein Verhalten zu rechtfertigen
vermögen würden, sind keine ersichtlich. Das vom Beschwerdeführer in
seiner Stellungnahme vom 4. Februar 2020 vorgebrachte Argument, dass
er die Stelle ohnehin nicht bekommen hätte, da er zeitweise über kein Auto
verfügte, greift erwiesenermassen nicht. Wie die Arbeitgeberabklärung
vom 26. Februar 2020 (Bg-act. 8) belegt, wurde die Frage nach dem Auto
nur gestellt, um die Anreise zu organisieren, da das Berggasthaus selbst
über keine Parkplätze verfügt. Es ist denn auch nicht ersichtlich, wieso für
die ausgeschriebene Tätigkeit ein Auto benötigt worden wäre. Die
C._ als Ausgangspunkt für die Weiterfahrt zum Berggasthaus
B._ ist von H._ aus denn auch problemlos mit öffentlichen
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Verkehrsmitteln erreichbar. Weiter erbringt der Beschwerdeführer
keinerlei Beweise über eine Stellenzusicherung bzw. einen Arbeitsvertrag
mit dem D._ oder einem anderen Arbeitgeber. Im Gegenteil, in seiner
Einsprache vom 18. März 2020 bestätigt er selbst, dass er aufgrund
seines Unfalls vom 3. Februar 2020 keinen Vertrag abschliessen konnte
(vgl. Bg-act. 10). Dies zeigt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des
Bewerbungsverfahrens mit dem Berggasthaus B._ nicht gesichert
davon ausgehen konnte, tatsächlich eine Arbeitsstelle beim D._ oder
einem anderen Arbeitgeber antreten zu können. Er wäre daher verpflichtet
gewesen, dem Berggasthaus B._ klar und eindeutig seine
Bereitschaft zum Vertragsabschluss zu bekunden. Eine konkretere
Stellenbestätigung, nämlich jene der I._ AG, wurde erst am
26. Februar 2020 datiert und betraf eine Anstellung ab 1. März 2020 mit
einem Beschäftigungsgrad von 50 % (Bg-act. 11 und 12;
beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2, 4 und 9). Die Tatsache, dass der
Beschwerdeführer vom 3. bis 29. Februar 2020 unfallbedingt zu 100 %
arbeitsunfähig für strengen Serviceeinsatz war (Bf-act. 5 und 6), vermag
daran nichts zu ändern, ereignete sich dieser Unfall doch erst, nachdem
er die Stelle auf der C._ abgelehnt hatte.
3.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Annahme der Arbeitsstelle beim
Berggasthaus B._ zumutbar gewesen wäre und der
Beschwerdeführer deren Ablehnung nicht zu rechtfertigen vermag. Die
Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgte damit zu Recht.
4.1. Zu prüfen bleibt, ob die Einstellungsdauer von 24 Tagen angemessen ist.
4.2. Gemäss Art. 30 Abs. 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach
dem Grad des Verschuldens und beträgt je nach Einstellungsgrund 1 bis
15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis
60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). Da es sich
dabei um eine typische Ermessensfrage handelt, bei welcher der
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Verwaltung ein grosser Ermessensspielraum zusteht, ist dem
Verwaltungsgericht bei der Beurteilung der Einstellungsdauer
Zurückhaltung geboten. Es darf sein Ermessen nicht ohne triftige Gründe
an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich bei der
Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche eine
abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen
(BGE 123 V 150 E.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_138/2017 und
8C_143/2017 vom 23. Mai 2017 E.6.1).
4.3. Vorliegend hat der Beschwerdegegner auf eine Einstellung von 24 Tagen
erkannt. Die Einstellung liegt damit im Rahmen des mittelschweren
Verschuldens. Das Gericht kann hier keine Verletzung des
Ermessensspielraums des Beschwerdegegners erkennen, umso mehr,
als die unentschuldbare Ablehnung einer zumutbaren Stelle ohne
Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle gemäss Art. 45 Abs. 4 AVIV
eigentlich einen Tatbestand des schweren Verschuldens darstellt. Der
Beschwerdegegner hat damit die Tatsache, dass es sich bei der
abgelehnten Stelle um eine befristete Anstellung gehandelt hätte, bereits
strafmildernd berücksichtigt.
5. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. April 2020 erweist sich
somit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG (Fassung, die bis 31. Dezember 2020 in Kraft
stand) i.V.m. Art. 83 ATSG (Übergangsbestimmung zur Änderung vom
21. Juni 2019) ist das kantonale Beschwerdeverfahren in
arbeitslosenversicherungsrechtlichen Streitigkeiten – ausser bei
mutwilliger oder leichtsinniger Prozessführung – kostenlos. Vorliegend
sind keine Hinweise ersichtlich, dass der Beschwerdeführer mutwillig oder
leichtsinnig an das Verwaltungsgericht gelangt wäre. Es sind ihm
demnach keine Kosten aufzuerlegen. Dem obsiegenden
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Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu
(vgl. Art. 61 lit. g ATSG).