Decision ID: 84df5648-4630-4dfd-8337-ab6c5de5df27
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1983,
arbeitete seit Dezember 2009 als ausbil
dende Hauswirtschaftsleiterin beim
Y._
,
Z._
(vgl. Urk.
8/2
Ziff.
3
), und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(SUVA) obligatorisch gegen Unfälle versichert.
Am 7. April 2012
war die Versicherte als Lenkerin eines Personenwagens in einen Autounfall verwickelt
, wobei das hinter ihr fahrende Fahrzeug in
ihres
hineinfuhr, als sie an einer Kreuzung
links
abbiegen wollte. Die Versicherte erlitt dabei Verletzun
gen
an der Wirbelsäule
(vgl. Urk. 8/2
Ziff.
6 und 9
, Urk. 8/31/2-3
).
Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlung und Taggel
der) für die Folgen des
kraniocervikalen
Beschleunigungstraumas
.
1.2
Mit Verfügung vom
8. November 2012 (Urk. 8/51) verneinte die SUVA einen Kausalzusammenhang zwischen den gemeldeten Handgelenksbeschwerden und dem erlittenen Unfall vom 7. April 2012 (S. 1 f.).
Die dagegen von der Versicherten am 9. November 2012
erhobene Beschwerde (Urk. 8/53) wies die SUVA mit Entscheid vom 30. Januar 2013 (Urk. 8/61 = Urk. 2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
30. Januar 2013 (Urk. 2) erhob die Versi
cherte am 2
2.
Februar 2013 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, dieser sei auf
zuheben, und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen auch für die festgestellte Verletzung an den beiden Handgelenken zu erbringen (S. 2 oben).
Mit Beschwerdeantwort vom 15. April 2013 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Be
schwerdeführerin am 24. April 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000
Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs
-
aufhe
bende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher
Kausalzusam
-
menhang
ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Un
-
fallversicherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) gestützt auf die ärztlichen Abklärungen davon aus, dass
die von der Beschwerdeführerin beschriebenen Handgelenkbeschwerden
nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit mi
t
dem Unfall vom 7. April 2012 in Zusammenhang stünden
(S. 4 oben)
und auch nicht die Folgen einer Berufskrankheit seien (S. 6 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
angesichts des Umstandes, dass sie vor dem Unfall nie unter Beschwerden im Bereich der Handgelenke gelitten habe, spreche vieles dafür, dass diese Be
schwerden unfa
llbedingt seien (S. 4
Ziff.
7). Sie sei sodann gelernte Hauswirt
schafterin und bilde Jugendliche aus. Sie nehme vor allem die
Reinigungsar
beiten
mit Maschinen und Geräten, Servicearbeiten sowie Arbeiten in der Lin
gerie vor, bei denen die Handgelenke strapaziert würden (S. 5 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin für die von der
Beschwer
-
de
führerin
geklagten Handgelenksbeschwerden
–
als Unfallfolge
oder als
Be
-
rufskrankheit
-
leistungspflichtig ist.
3.
3.1
Gemäss Akten war die Beschwerdeführerin am 7. April 2012 als Lenkerin eines Personenwagens in einen Autounfall verwickelt. Der Lenker des ihr folgenden Fahrzeugs bemerkte zu spät, dass sie an einer Kreuzung links abbiegen wollte und fuhr in
ihres
hinein (vgl. Urk. 8/2, Urk. 8/19). Die Beschwerdeführerin erlitt Verletzungen an der Wirbelsäule (Urk. 8/
31/
2-3).
3.2
Nach dem Ereignis vom 7. April 2012
wurde die Beschwerdeführerin gleichen
tags im
A._
untersucht. Im Bericht vom 7. April 2012 (Urk. 8/31/2-3)
diagnostizierten
die
Ärzte ein
kraniocervikales
Beschleuni
gungstrauma
und führten aus, das Röntgen der Halswirbelsäule (HWS) habe keine Hinweise auf eine
ossäre
Läsion ergeben. Alle Extremitäten in allen Ge
lenken seien frei und schmerzlos beweglich gewesen und es hätten keine
Druckdolenzen
festgestellt werden können.
3.3
Dr. med.
B._
, FMH Allgemeine Medizin, berichtete am 8. Juni 2012 (Urk. 8/25/2) und führte aus,
die Handgelenksbeschwerden rechts mehr als links seien laut Auskunft der Beschwerdeführerin durch eine Sehnenscheiden
entzündung bedingt. Die Handgelenksbeschwerden seien demnach
krankheits
bedingt
. Die Nackenbeschwerden hätten deutlich gebessert
, seien aber noch vorhanden. Klinisch bestehe eine
Druckdolenz
im Nacken- und
Trapeziusbereich
beidseits. Die Beschwerdeführerin
gebe an, dass sie wegen den
Nackenbe
schwerden
arbeiten könnte, wegen den Handgelenksbeschwerden jedoch nur zu 50
%
.
Sie sei deshalb krankheitsbedingt bis Ende Juni 2012 zu 50
%
krank
ge
schrieben.
3.4
Dr. med.
C._
, Handchirurgie FMH, berichtete am 21. Juli 2012 (Urk. 8/41/2)
, nannte als Diagnose eine Tendovaginitis des Extensor
carpi
ulnaris
beidseits
und führte aus,
die Beschwerdeführerin sei ihm am 18. Mai 2012 von ihrem Hausarzt wegen
ulnarseitigen
Handgelenksbeschwerden rechts zugewie
sen worden. Bei der Untersuchung habe eine
Druckdolenz
des Extensor
s
carpi
ulnaris
rechts festgestellt werden
können, was sich im Ultraschall bestätigt habe. Weiter sei deutlich vermehrte
Synovialflüssigkeit
im
Synovialschlauch
festgestellt worden. Zusätzlich hätten sich einige Blutgefässe in der
Synovialis
gefunden, welche auf ein leicht entzündliches Geschehen hinweisen würden. Der Befund sei seitengleich. Die Ursache für diese Beschwerden sei mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit die berufliche Belastung. Eine Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit der festgestellten Tendovaginitis habe er nicht bestätigt.
3.5
Im ärztlichen Zwischenbericht vom 21. August 2012 (Urk. 8/44)
nannte
Dr.
B._
als Diagnose ein
kraniocervikales
Beschleunigungstrauma Grad II und führte aus, die Beschwerdeführerin leide noch unter leichten Nackenschmerzen. Die Prognose sei wahrscheinlich gut. Die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit be
trage seit dem 11. Juni 2012 0
%
.
3.6
Dr. med.
D._
, Facharzt für Chirurgie FMH, SUVA-Kreisarzt, berich
tete
am 18. Oktober 2012 (Urk. 8/47) und führte aus, die Beschwerdeführerin habe sich am 7. April 2012 bei einem Auffahrunfall eine HWS-Zerrung zugezo
gen. Handgelenksbeschwerden seien erst 72 Stunden, also dr
ei Tage nach dem Unfall, an
gegeben worden. Bei der Erstuntersuchung im
A._
seien die Extre
mitäten als völlig unauffällig beschrieben worden.
Aufgrund dessen stünden die Handgelenksbeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall vom 7. April 2012 im Zusammenhang. Dies würden auch die Berichte von Dr.
C._
und Dr.
B._
belegen
(S. 3 oben).
Es handle sich auch nicht um eine arbeitsbedingte Erkrankung im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UV
G
, da hier die beschriebene Tendovaginitis eben nicht der
Peri
tendinitis
crepitans
, einer durch chronische Überlastung entstandenen Sehnen
scheidenentzündung
,
entspreche.
Der beschriebene Befund entspreche nicht ei
ner
Peritendinitis
crepitans
.
Die im Jobprofil angegebenen Tätigkeiten, die eine Tendovaginitis auslösen könnten, würden nie bis höchstens manchmal durch
geführt, weshalb auch
nicht von einer Berufskrankheit im Sinne von
Art. 9 Abs. 2 UVG
a
uszugehen sei
(S. 3 Mitte)
.
Zusammenfassend bestehe keine Unfallkausalität zwischen den
Handgelenksbe
schwerden
und dem Unfall vom 7. April 201
2.
Die Kriterien für die Anerkennt
nis einer Berufskrankheit seien nicht gegeben, da die aufgeführte Erkrankung nicht gelistet sei und nicht nachgewiesen sei, dass diese Erkrankung aus
schliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht wor
den sei
(S. 3 unten)
.
3.7
Im Zwischenbericht vom 18. Dezember 2012 (
Urk.
8/60) nannte Dr.
B._
als Diagnosen ein
kraniocervikales
Beschleunigungstrauma Grad II und
Hand
gelenksbeschwerden
und führte aus,
die letzte Konsultation der Beschwerde
führerin habe am 28. August 2012 stattgefunden.
Links habe die Beschwerde
führerin
keine Schmerzen mehr
angegeben
, rechts noch immer 50
%
Schmerzen
Dig
. II-IV
mit
einem
Gefühl von Einschlafen.
Objektiv habe eine
Druckdolenz
dorsal am Handgelenk und Schmerzen bei forcierter Extension festgestellt wer
den können.
HWS-Nackenschmerzen habe die Beschwerdeführerin letztmals am 8. Juni 2012 erwähnt.
4.
4.1
Die Verwaltung als verfügende Instanz und
im
Be
schwe
r
defall
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abwei
chendes vorsieht, nach dem
Be
weisgrad
der über
wiegenden Wahr
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor
derungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener
Sachver
halts
darstel
lung
, die es von allen möglichen
Ge
schehensabläu
fen
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360 mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.).
4.2
Unmittelbar nach dem Unfallereignis im April 2012 standen bei der
Beschwer
-
de
führerin
vor allem Beschwerden im HWS-Bereich im Vordergrund.
Die erstbehandelnden Ärzte im
A._
diagnostizierten ein
kraniocervikales
Be
schleunigungstrauma
, wobei mittels eines Röntgens keine Hinweise auf eine
ossäre
Läsion festgestellt werden konnten (vgl. vorstehend E. 3.2). Der Hausarzt der Beschwerdeführerin Dr.
B._
(vgl. vorstehend E. 3.3, E. 3.5, E. 3.7) und SUVA-Kreisarzt Dr.
D._
(vgl. vorstehend E. 3.6) bestätigten diesen Befund.
Gemäss dem
Bericht der Ärzte des
A._
(E. 3.2) waren bei der Beschwerdefüh
rerin nach dem Unfall sämtliche Extremitäten in allen Gelenken frei und schmerzlos
beweglich. Auch SUVA-Kreisarzt Dr.
D._
stellte fest (E. 3.6), dass die Handgelenksbeschwerden
von der Beschwerdeführerin
erst drei Tage nach dem Unfall
angegeben wurden.
4.3
Dr.
C._
(E. 3.4) hat sich bei seiner Beurteilung für die Beantwortung der Frage, ob die geltend gemachten Handgelenksbeschwerden auf das
Unfallereig
nis
vom 7. April 2012 zurückzuführen sind, auf die
Untersuchung der Be
schwerdeführerin sowie die
Vorakten
gestützt. Seine Ausführungen sind für die streitigen Belange umfassend und berücksichtigen die von der Beschwerdefüh
rerin geklagten Beschwerden. Weiter leuchtet seine Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge ein und die Beurteilung der medizinischen Situation sowie seine Schlussfolgerung sind nachvollziehbar begründet.
Der Arztbericht von Dr.
C._
erfüllt daher die praxisgemässen Anforderungen an den
Be
weiswert
eine
s
medizinischen Berichts (vgl. vorstehend E. 1.5 und 1.6) vollum
fänglich, so dass auf die darin enthaltenen Ausführungen abgestellt werden kann.
Davon ausgehend hat Dr.
C._
in nachvollziehbarer Weise dargelegt, dass
sich die bei der Untersuchung festgestellte
Druckdolenz
des Extensors
carpi
ul
naris
rechts im Ultraschall bestätigt habe und eine deutlich vermehrte
Synovi
alflüssigkeit
im
Synovialschlauch
habe festgestellt werden könne
n
. Zudem hät
ten sich einige Blutgefässe in der
Synovialis
gefunden, welche
auf ein leicht entzündliches G
eschehen hinweisen würden
.
Mit überwiegender Wahrschein
lichkeit sei die Ursache für die Handgelenksbeschwerden die berufliche Belas
tung der Beschwerdeführerin.
Die Einschätzung von Dr.
C._
steht sodann in Übereinstimmung mit den Ausführungen von Dr.
B._
(E. 3.3, 3.7), wo
nach die Handgelenksbeschwerden der Beschwerdeführerin eher
krankheitsbe
dingt
seien, und von SUVA-Kreisarzt Dr.
D._
(E. 3.6), wonach die Extremi
täten bei der Erstuntersuchung der Beschwerdeführerin als völlig unauffällig beschrieben worden seien und die Handgelenksbeschwerden nicht mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall vom 7. April 2012 im Zusammen
hang stünden.
4.4
Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie vor dem Unfall vom 7. April 2012 nie unter Beschwerden im Bereich der Handgelenke gelitten habe und dies für den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den Beschwer
den spreche (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
7).
Aus dem Umstand, dass sich vor dem Ereignis am
7
.
April
20
12
keine Beschwer
den im beschriebenen Sinne manifestiert hat
ten, kann nicht auf einen
rechtsge
nüglichen
Zusamme
nhang geschlossen wer
den, da der
Schluss
„
post
hoc ergo
propter
hoc”,
bei dem
eine gesundheitliche Schädigung
bereits
deshalb
als durch den Unfall verursacht
erachtet wird
, weil sie nach diesem aufgetreten ist im unfall
versicherungsrechtlichen Bereich un
tauglich ist (vgl. BGE 119 V
335 E. 2b/
bb
).
4.
5
Zusammenfassend
steht gestützt auf die medizinischen Akten fest, dass die be
klagten Handgelenksbeschwerden nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegende
n
Wahrscheinlichkeit
in einem Kausalzusammenhang zum
Un
fall
ereignis
vom 7
.
April
20
12
stehen, so dass
das Vorliegen eines natürli
chen Kausalzu
sammenhanges zu verneinen ist.
5.
5.1
Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) gel
ten als Berufskrankheiten Krankheiten (Art. 3 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), die bei der beruflichen Tä
tigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder be
stimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14 der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) hat er in Anhang I zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt.
Nach der Rechtsprechung ist eine
„
vorwiegende" Ver
ursachung von Krankhei
ten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle andern mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen. „Ausschliess
liche" Verursachung hingegen meint praktisch 100 % des ursächlichen Anteils der schädigenden Stoffe oder bestimm
ten Arbeiten an der Berufskrankheit (BGE 119 V 200 E. 2a mit Hinweis).
Als Berufskrankheiten gelten nach Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel be
zweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch ent
stehen könnten, dass die
bundesrätliche
Liste gemäss An
hang I zur UVV entweder einen schädigen
den Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde (BGE
119 V 200 E. 2b mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des „ausschliesslichen oder stark überwiegenden" Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verur
sacht worden ist (BGE 126 V 183 E. 2b, 119 V 200 E. 2b mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. U 408 S. 407).
Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufs
krank
heiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gel
ten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Be
hand
lung bedarf oder arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist.
5.2
Die Be
schwerdeführerin machte
geltend, dass die Beschwerdegegnerin wegen des Vorliegens einer Berufskrankheit leistungspflichtig sei (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
8).
Streitig und zu prüfen ist
demnach weiter
, ob die Voraussetzungen für eine An
erkennung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin als Beru
fskrankheit im Sinne von Art. 9
UVG erfüllt sind.
5.3
In Anhang 1 zur UVV ist unter Ziff. 2 die so genannte Sehnenscheidenentzün
dung (
Peritendinitis
crepitans
) als arbeitsbedingte Erkrankung im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG aufgeführt. Nachfolge
nd ist zunächst zu prüfen, ob die
Be
schwerdeführer
in
an einer
Peritendinitis
crepitans
leidet und ob damit eine Be
rufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG vorliegt.
Der
Handchirurge
Dr.
C._
diagnosti
zierte eine Tendovagini
tis des Extensor
carpi
ulnaris
beidseits (
E. 3.4
) und
SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
führte sodann aus,
die beschriebene
Tendovaginitis
sei
nicht der
Peritendinitis
crepitans
,
einer
durch chronische Überlastung
entstandene
n
Sehnenscheidenentzündung
,
gleichzusetzen.
D
er beschriebene Befund
entspreche
nicht einer
Peritendinitis
crepitans
(E. 3.6
).
Aufgrund der medizinischen Aktenlage verneinte die Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Berufserkrankung gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG gestützt auf die Beurteilung
en
durch
Dr.
C._
und
Dr.
D._
zu Recht
. Letzterer legte die Gründe, weshalb die medizinischen Voraussetzungen nicht erfüllt sind, aus
führlich und nachvoll
ziehbar dar. Auf dessen den praxisgemässen Anforderun
gen (vgl. E. 1.5 und 1.6) genü
genden Bericht (vgl. E. 3.6) kann abgestellt wer
den.
Ausserdem steht die Beurteilung durch
SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
in Über
einstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach dem An
hang 1 zum UVV einzig die Listendiagnose der Erkrankung durch physikalische Einwirkungen mit dem Befund einer Sehnenscheidenentzündung im Sinne einer
Peritendi
nitis
crepitans
zu entnehmen und eine Tendovaginitis keine Sehnen
scheidenentzündung im Sinne des Anhanges sei (vgl. Entscheid des Bundesge
richts 8C_99/2009 vom
3.
Juli 2009 E. 3.2).
Den übrigen ärztlichen Stellungnahmen
lassen sich sodann keine Aussagen ent
nehmen, welche verlässlich das Vorliegen
einer
Peritendi
nitis
crepitans
und somit
einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG erlauben würde. So
bestä
tigt
e
Dr.
C._
in seinem Bericht
(E. 3.4)
einzig, dass die Ursache für die
Hand
gelenksbeschwerden
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der beruflichen Belastung der Beschwerdeführerin zu finden sei. Diese von
Dr.
C._
herge
stellte Verbindung zur beruflichen Tätigkeit w
urde
von
ih
m jedoch weder näher ausgeführt noch in irgend
einer Weise begründet und erscheint
im Kontext
denn
auch eher als Bekräftigung seiner Einschätzung, wonach die Beschwerden nicht unfallkausal seien.
Der Hausarzt der Beschwerdeführerin
Dr.
B._
be
schri
e
b in seinem Bericht (E. 3.3) leidglich die Diagnose
einer Sehnenscheiden
entzündung
und
zog
daraus den Schluss, dass die Handgelenksbeschwerden
demnach
krankheitsbedingt seien.
Dass
SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
d
ie
Beschwerdeführer
in nicht untersucht hat
, scha
det nicht, da ein Arztbericht von Dr.
C._
vom
21
.
Juli
20
12
vorliegt
, der auf einer Untersuchung der
Beschwerdeführer
in
beruht.
Dieser Umstand fällt sodann um
so weniger ins Gewicht, als sich
SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
schwerge
wichtig zu medizinischen-anatomischen Fragen wie der Gleichwertig
keit einer Tendovaginitis und einer
Peritendinitis
crepitans
äusserte
.
Sein
er Be
urteilung
ist daher voller Beweiswert beizumessen.
5.4
Für eine Anerkennung der
Tendovaginitis
als Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG ist vorausgesetzt, dass die Erkrankung aus
schliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätig
keit verursacht wurde (vgl. E
. 5
.
1
hiervor).
SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
verwies in seiner Beurteilung (E. 3.6) auf das von der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin ausgestellte Jobprofil (vgl.
Urk.
8/45) und führte aus, dass die angegebenen Tätigkeiten, welche eine Tendovaginitis aus
lösen könnten, von der Beschwerdeführerin nie bis höchstens manchmal aus
geführt würden. Die Kriterien für die Anerkennung einer Berufskrankheit, wo
nach die Erkrankung ausschliesslich oder stark überwiegend auf die beruflichen Tätigkeiten zurückgeführt werden müsse,
seien
somit nicht gegeben.
SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
setzte sich mit der Arbeitsplatzbeschreibung der Be
schwerdeführerin (vgl.
Urk.
8/45) ausführlich auseinander und erörterte, wes
halb kein Zusammenhang zwischen den Tätigkeiten der Beschwerdeführerin und den von ihr geklagten Handgelenksbeschwerden zu sehen sei. Er legt
e so
mit die Gründe, weshalb die medizinischen Voraussetzungen für das Vorliegen einer Berufskrankheit gemäss
Art.
9
Abs.
2 UVG nicht erfüllt sind
nachvollzieh
bar
und ausführlich
dar
. Auf die den praxisgemässen Anforderungen genügende Beurteilung durch SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
kann abgestellt werden.
Den übrigen ärztlichen Stellungnahmen
von
Dr.
B._
(E. 3.3, 3.5 und 3.7) und
Dr.
C._
(E. 3.4)
lassen sich sodann keine
Aussagen entnehmen, welche verlässlich den Schluss auf ein mindestens zu 75 % berufsbedingt verursachtes Leiden erlauben würd
en. Damit fehlt es am Nachweis, dass die diagnostizierte Tendovaginitis durch die berufliche Tätigkeit der Beschwerdefüh
rerin verursacht worden ist.
5.
5
N
ach Würdigung der medizinischen Akten
ist
der Sachver
halt als dahingehend erstellt zu erachten, dass die geltend gemachten Beschwerden nicht einzig be
ziehungsweise mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Soweit die Beschwerdeführerin verlangt, es seien weitere Abklä
rungen durchzuführen, kann darauf in antizi
pierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen)
verzichtet werden
. Von weiteren Untersu
chungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
6
.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die Übernahme von Versiche
rungsleistungen im Hinblick auf die
beklagten
Handgelenksbeschwerden
der Be
schwerdeführerin zu Recht abgelehnt
. E
s
fehlt
an einem natürlichen Kausal
zu
sammenhang der Beschwerden zum Unfall vom
7
.
April
20
12 und auch
die Voraussetzungen für das Anerkennen der Handgelenksbeschwerden als
Berufs
krankheit im Sinne
von Art. 9 UVG sind nicht erfüllt
.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom
30
.
Januar
201
3
erweist sich demzufolge als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.