Decision ID: 0821e1ea-5d81-4117-8a89-144d416b2051
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 8. September 2022 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte,
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der eu-
ropäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) vom 15. September 2022
ergab, dass der Beschwerdeführer am 3. Dezember 2019 in Deutschland,
am 8. April 2019 in Frankreich und am 7. August 2015 in Österreich Asyl-
gesuche gestellt hatte,
dass der Beschwerdeführer am 19. September 2022 der gemäss Art. 102h
Abs. 1 AsylG (SR 142.31) zugewiesenen Rechtsvertretung die Vollmacht
zur Vertretung seiner Interessen im Asylverfahren erteilte,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen des am 26. September 2022
durchgeführten persönlichen Gesprächs gemäss Art. 5 der Verordnung
(EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung
des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-
rigen oder einem Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags
auf internationalen Schutz zuständig ist, Abl. L 180/31 vom 29. Juni 2013
(nachfolgend: Dublin-III-VO) angab, im August 2015 in Österreich zwar um
Asyl ersucht, aber keinen Asylentscheid erhalten zu haben, woraufhin er
im Jahr 2019 von Österreich nach Frankreich gegangen sei,
dass er in Frankreich am 8. April 2019 ein Asylgesuch gestellt, aber keinen
Asylentscheid erhalten habe, und nach mehreren Monaten nach Deutsch-
land weitergereist sei, wo er am 3. Dezember 2019 um Asyl ersucht habe,
wobei sein Asylgesuch im Jahr 2020 abgelehnt und er zur Ausreise aufge-
fordert worden sei,
dass er Anfang September 2022 von Deutschland in die Schweiz gereist
sei,
dass das SEM dem Beschwerdeführer mitteilte, es werde erwogen, auf
sein Asylgesuch nicht einzutreten und ihn bei gegebener Zuständigkeit
nach Österreich, Frankreich oder Deutschland wegzuweisen,
dass er in Bezug auf die mögliche Wegweisung nach Deutschland entgeg-
nete, er wolle nicht nach Deutschland zurückkehren, da man ihn dort auf-
gefordert habe, das Land zu verlassen,
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dass das SEM die deutschen Behörden am 27. September 2022 darum
ersuchte, den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-
III-VO wieder aufzunehmen,
dass die deutschen Behörden das Ersuchen am 28. September 2022 mit
der Begründung ablehnten, die österreichischen Behörden hätten vormals
das deutsche Wiederaufnahmegesuch am 13. Januar 2020 mit Verweis
auf die Zuständigkeit Frankreichs durch Fristablauf (gemäss Art. 29 Abs. 2
Dublin-III-VO) abgelehnt,
dass das SEM daraufhin am 28. September 2022 die französischen Be-
hörden um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 18
Abs. 1 Bst. b VO Dublin ersuchte und die französischen Behörden dieses
Ersuchen am 10. Oktober 2022 ablehnten,
dass die französischen Behörden zur Begründung anführten, die österrei-
chischen Behörden hätten einem Wiederaufnahmeersuchen Frankreichs
am 7. Juni 2019 zugestimmt, der Beschwerdeführer hätte jedoch noch in-
nerhalb der sechsmonatigen Überstellungsfrist Frankreich verlassen und
sei nach Deutschland gegangen, wo er am 3. Dezember 2019 um Asyl er-
sucht habe,
dass sich gemäss Schreiben der französischen Behörden die deutschen
Behörden am 16. Januar 2020 mit einem Ersuchen um Wiederaufnahme
an sie gewandt hätten, was am 22. Januar 2020 von Frankreich abgelehnt
worden sei,
dass das SEM daraufhin die deutschen Behörden unter Hinweis auf die
Ablehnung der beiden deutschen Wiederaufnahmeersuchen durch die ös-
terreichischen und französischen Behörden gestützt auf Art. 5 (2) der
Durchführungsverordnung Dublin und unter Berücksichtigung der Recht-
sprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 13. November
2018 (Urteile C-47/17 sowie C-48/17) im Rahmen einer Remonstration er-
neut um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1
Bst. d Dublin-III-VO ersuchte,
dass die deutschen Behörden das Ersuchen um Wiederaufnahme des Be-
schwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO am 21. Okto-
ber 2022 guthiessen,
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dass das SEM mit Verfügung vom 24. Oktober 2022 – eröffnet am 25. Ok-
tober 2022 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der
Schweiz nach Deutschland anordnete und ihn aufforderte, die Schweiz
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten an den Beschwerdeführer verfügte,
dass die zugewiesene Rechtsvertreterin das SEM mit Schreiben vom
25. Oktober 2022 über die Niederlegung ihres Mandates informierte,
dass der Beschwerdeführer mit Formularbeschwerde vom 27. Oktober
2022 (Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des SEM
vom 25. Oktober 2022 sei aufzuheben und auf das Asylgesuch sei einzu-
treten,
dass eventualiter die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache
zur vollständigen Sachverhaltsfeststellung und erneuten Beurteilung zu-
rückzuweisen sei,
dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen sei und
die Vollzugsbehörden anzuweisen seien, auf Vollzugsmassnahmen zu ver-
zichten, bis über die aufschiebende Wirkung entschieden sei,
dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, die unent-
geltliche Prozessführung zu gewähren und ein amtlicher Rechtsbeistand
einzusetzen sei,
dass der Beschwerdeführer zur Begründung der Beschwerde vorbrachte,
er habe in Deutschland einen negativen Asylentscheid erhalten und suche
daher in der Schweiz um Asyl,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
28. Oktober 2022 in elektronischer Form vorlagen,
dass der zuständige Instruktionsrichter darauf verzichtete, den Vollzug der
Wegweisung einstweilen auszusetzen,
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Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Verfahren sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel
– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen
(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG;
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass die Beschwerde zudem offensichtlich unbegründet ist, weshalb über
sie in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Rich-
ters bzw. einer zweiten Richterin – und nur mit summarischer Begrün-
dung – zu entscheiden ist (vgl. Art. 111 Bst. e und Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1;
2012/4 E. 2.2, je m.w.H.),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
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Abs. 1 Bst. b AsylG) und diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung
kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), wobei von der Situation im Zeitpunkt der
Einreichung des Antrags auszugehen ist (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO [sog.
Versteinerungsprinzip]),
dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Eu-
rodac-Datenbank unter anderem ergab, dass dieser am 3. Dezember 2019
in Deutschland ein Asylgesuch eingereicht hatte,
dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO der nach dieser Verord-
nung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, einen Drittstaatsangehörigen
oder Staatenlosen, dessen Antrag auf internationalen Schutz abgelehnt
wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat
oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufent-
haltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder aufzu-
nehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),
dass der Beschwerdeführer anlässlich des Dublin-Gesprächs vom
26. September 2022 erklärte, sein Asylgesuch in Deutschland vom 3. De-
zember 2019 sei abgelehnt worden,
dass die deutschen Behörden am 21. Oktober 2022 das Remonstrations-
ersuchen des SEM um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt
auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO vom 11. Oktober 2022 guthiessen,
womit das SEM zu Recht von der grundsätzlichen Zuständigkeit Deutsch-
lands für die Durchführung des Asylverfahrens ausging, was in der Be-
schwerde auch nicht bestritten wird,
dass diese Zuständigkeit auch über ein allenfalls rechtskräftig abgeschlos-
senes Asylverfahren hinaus bestehen bleibt und erst mit dem Vollzug der
Wegweisung endet (vgl. Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),
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dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-
keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den
eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-
rechte der Europäischen Union (EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen,
und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitglied-
staat bestimmt werden kann,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-
trittsrecht),
dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-
ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Deutschland wür-
den systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer un-
menschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 EU–
Grundrechtecharta mit sich bringen,
dass Deutschland Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-
tungen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben,
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dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2
Dublin-III-VO nicht in Betracht fällt,
dass nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO die Schweiz ein Asylgesuch
materiell prüfen kann, auch wenn nach den in der Verordnung vorgesehe-
nen Kriterien ein anderer Staat zuständig ist (sog. Selbsteintrittsrecht),
dass keine Gründe für die Annahme bestehen, Deutschland werde in
seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missachten und ihn zur
Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in
dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen
zu werden,
dass insbesondere davon auszugehen ist, dass Deutschland auch in sei-
nem Fall bei einer allfälligen Abschiebung in den Herkunfts- oder einen
Drittstaat ausserhalb des Asylverfahrens unions- oder völkerrechtskonform
handeln wird, wobei diesbezüglich die Richtlinie des Europäischen Parla-
ments und des Rates 2008/115/EG vom 16. Dezember 2008 über die ge-
meinsamen Normen und Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung
illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger zur Anwendung gelangt,
dass das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkreti-
siert wird und das SEM ein Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung «aus
humanitären Gründen» auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss
der Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass dem SEM bei der Anwendung dieser sogenannten Souveränitätsklau-
sel Ermessen zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine
Hinweise auf eine gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106
Abs. 1 Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das SEM in seiner Verfügung anmerkte, der Beschwerdeführer habe
im Dublin-Gespräch ausgeführt, auch nach seinem negativen Entscheid in
Deutschland Unterstützungsleistungen erhalten zu haben,
dass er zudem gemäss eigenen Angaben gesund ist,
dass sich bei dieser Sachlage der Eventualbeschwerdeantrag, die Sache
sei wegen unvollständiger Sachverhaltsfeststellung an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen, als unbegründet erweist,
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dass das Bundesverwaltungsgericht sich angesichts seiner Kognitionsbe-
schränkung in diesem Bereich unter diesen Umständen weiterer Ausfüh-
rungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-
sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und festzuhalten bleibt, dass
die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren An-
trag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
weil keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom
11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) vorliegt, zu Recht in Anwendung
von Art. 44 AsylG die Wegweisung nach Deutschland angeordnet hat,
dass die angefochtene Verfügung des SEM Bundesrecht nicht verletzt und
den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt
(Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit dem vorliegenden Urteil abgeschlos-
sen ist, weshalb sich die Anträge um Aussetzung des Vollzugs und um Ge-
währung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde als gegenstandslos
erweisen,
dass sich die Behandlung des Antrages auf Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses mit dem abschliessenden Urteil erübrigt,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) sind und sein Ge-
such um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist,
da die Begehren als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die Vo-
raussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind,
dass demnach auch kein amtlicher Rechtsbeistand bestellt werden kann
(vgl. Art. 102m Abs. 1 AsylG),
dass die Verfahrenskosten von Fr. 750.– (Art. 1‒3 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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