Decision ID: 40628500-0f18-598f-baf4-b8474b8f7572
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1960
,
ist selbständiger Elektromonteur und
mel
dete sich am
7. November 2010
unter Hinweis auf seit dem Jahr 2008 bestehende Schulter
beschwerden bei der Invalidenversicherun
g zum Leistungsbezug an
(Urk. 6/1 Ziff. 6.2-3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
verneinte
mit Verfügung vom
6. Dezember 2011
bei einem Invaliditätsgrad von
21 %
eine
n Anspruch auf eine Rente
(Urk. 6/22
).
1.2
Am 25. Januar 2016 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invaliden
ver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/27). D
ie IV-Stelle
klärte die medizi
ni
sche und die beruflicherwerbliche Situation ab und verneinte n
ach durchge
führt
em Vorbescheidverfahren (Urk. 6/71; Urk. 6/72; Urk. 6/76
)
mit Verfügung vom 1. November 2017
eine
n Anspruch auf eine Rente
(Urk.
6/79
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
28. November 2017
Beschwerde gegen die Verfügung vom
1. November 2017
(
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss
,
diese sei aufzuheben und es seien ihm Leistungen zuzusprechen (Urk. 1 S. 1 ff.
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
24. Januar 2018
(
Urk. 5
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
6. März 2018
zur Kenntnis gebracht (
Urk. 7
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts;
ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung;
IVG)
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung
über die Invalidenversicherung; IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herab
gesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zu
spre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich
gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Er
werbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V
131 E. 3)
. Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesent
lichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypo
the
tischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen)
.
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführer
seit dem 1
2.
Mai 2015 in seiner angestammten Tätigkeit als selbständiger Elektromonteur eingeschränkt
sei
.
Ab frühestem Anspruchsbeginn ab Juli 2016
sei es ihm
zumutbar gewesen, eine angepasste Tätigkeit, die vor
wiegend im Sitzen durchgeführt werde und keine grobmotorische Beanspruchung der Hände verlange, in
einem vollen Pensum auszuüben.
Es
wäre
ihm zumutbar, seine
bisherige Tätigkeit in einem 50 %
-Pensum auszuüben und die anderen 50
%
in einer angepassten Tätigkeit
(S. 1).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, die Operation an der linken Hand sei missglückt, und er könne sie nicht mehr schliessen. Er sei austherapiert. Das ihm angerechnete Einkommen von Fr. 72'000.-- sei nicht realistisch, ebenso wenig die Möglichkeit einer Umschu
lung bis zur Pensionierung. Auch der Abklärungsbericht basiere nicht auf realis
tischen Fakten. Zusammenfassend sei er von der Beschwerdegegnerin denkbar
inkompetent beraten worden und mit ihrem Entscheid nicht einverstanden
(S. 1 ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob sich seit Erlass der Verfügung vom 6. Dezember 2011 eine anspruchsrelevante Veränderung ergeben hat (vgl. vorstehend 1.4-1.5).
3.
3.1
Die
erstmalige
rentenabweisende Verfügung vom
6.
Dezember 2011 (
Urk.
6/22)
erging ohne nähere Angaben zur tatsächlich noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als selbständig erwerbender Elektriker gestützt auf die Einschätzung von med. pract. Y._, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 24. Mai 2011 (vgl. Urk. 6/18/3-4) und dessen Annahme, dass eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100 % zumut
bar wäre. Ebenso wurde gestützt auf die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 2. September 2011 (vgl. Urk. 7/21) ein allfälliger Wechsel in ein Angestel
lten
verhältnis für zumutbar erachtet. Der vorgenommene Einkommensvergleich ergab sodann einen rentenanspruchsausschliessenden Invaliditätsgrad.
3.2
In medizinischer Hinsicht führte
med. pract.
Y._
,
RAD, in seiner
Stel
lu
ngnahme vom 24. Mai 2011 (Urk. 6
/18/3-4) aus
, es bestünden ein Verdacht auf eine Frozen shoulder Komponente, Restbeschwerden am
Akromioklavikular
(
AC)-Gelenk rechts bei Status nach arthroskopischer und subacromialer Dekompression sowie arthroskopischer AC-Gelenksresektion rechts am 5. Oktober 2010 bei akti
vierter AC-Gelenksarthrose. Es bestünden noch Einschränkungen der Schulter
beweglichkeit rechts und Schmerzen bei körperlich schweren Arbeiten. Vom 3. Mai bis 4. Oktober 2010 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, vom 5. Oktober bis 31. Dezember 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab dem 1. Januar 2010 habe in der bisherigen Tätigkeit als Elektromonteur eine 70%ige Arbeits
unfähigkeit bestanden, wobei von einer weiteren Steigerung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit in absehbarer Zeit auszugehen sei. In einer ange
passten Tätigkeit könne aus versicherungsmedizinischer Sicht ab Januar 2011 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.
Med. pract. Y._ führte aus, das Belastungsprofil bestehe in wechsel
be
las
tenden, rein sitzenden oder rein stehenden Tätigkeiten, ohne Über-Kopf-Arbeiten, ohne Steigen auf Leitern und Gerüste und ohne körperlich schwere Arbeiten.
4.
4.1
Die relevante medizinische Aktenlage nach der am 25. Januar 2016 erfolgten Neuanmeldung zum Leistungsbezug (Urk. 6/27) präsentiert sich wie folgt:
Dr. med. Z._, Leitender Arzt Handchirurgie, Spital O._,
stellte in seinem am 29. Juli 2016 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Bericht
(
Urk.
6/44/1-3)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1)
:
-
leichtes Karpaltunnelsyndrom beidseits, Erstdiagnose Juli 2016
-
Rehabilitationsdefizit bei Status nach palmarer und digitaler Fasziektomie Strahl IV linke Hand, Arthrolyse des Kontrakten Inter-Phalangeal
(
PIP) IV-Gelenkes vom 13. April 2016
-
Rhizarthrose und
Scapho-Trapezo-Trapezoidal
(STT)-Arthrose rechts
Dr. Z._ führte aus, der Patient habe die Handtherapie von sich aus beendet. Die letzte Kontrolle sei am 21. Juli 2016 erfolgt (Ziff. 3.1).
Der Beschwerdeführer sei bisher als selbständiger Elektromonteur tätig gewesen. Zukünftig
sei maximal ein 50%iges Leistungspensum realisierbar. In angepasster Tätigkeit könnte ein volles Pensum erreicht werden
. Der Patient sollte keine schweren Dinge heben oder bewegen. Ein sicheres Greifen sei noch nicht ge
währleistet. Die Tätigkeit dürfe kein Steigen auf Leitern oder Gerüste beinhalten (Ziff. 2.1). Die Arbeitsfähigkeit könnte durch eine beidseitige CTS-Sanierung ver
bessert werden (Ziff. 4.1).
Dr. Z._ führte aus, der Patient könne drei Monate nach der Dupuytren-Opera
tion links noch keinen sicheren Faustschluss realisieren und lasse häufig Dinge fallen. Die Problematik werde seines Erachtens durch das neu nachgewiesene Karpaltunnelsyndrom unterhalten (Ziff. 1.3).
4.2
Dr. med. A._, Leitende Ärztin, Departement Chirurgie, B._
,
stellte in ihrem Bericht vom
2
4. Februar 2017 (Urk. 6/60/4-5) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Karpaltunnelsyndrom links
-
Flexionseinschränkung der Langfinger der linken Hand nach partieller Fasziektomie und
Metacarpophalangeal
(MCP)- sowie PIP-Gelenks
arthro
lyse des vierten Strahls links im März 2016 (Spital O._)
-
resi
duelles Streckdefizit im Bereich des vierten Strahls rechts nach par
tieller Fasziektomie am 12. Mai 2016 (Klinik C._)
-
anhaltende Schmerzen im Bereich des Daumensattelgelenkes rechts bei Verdacht auf Rhizarthrose und nach ulnarer Kollateralbandruptur MCP I rechts im August 2015 (konservative Behandlung)
-
Allergie gegen Diclofenac
Dr. A._ führte aus, sie habe den Patienten am 22. Februar 2017 in ihrer Privat
sprechstunde untersucht und beraten (S. 1 Mitte). Er habe sich knapp vier Wochen postoperativ zur klinischen Verlaufskontrolle vorgestellt und über ein vollständiges Sistieren der Einschlafsdysästhesien im Bereich der linken Hand berichtet. Bei Mobilisation der Langfinger verspüre er aber noch ab und zu einen stechenden Schmerz im Operationsgebiet (S. 1 unten).
Es sei mit dem Beschwerdeführer besprochen worden, dass die Schmerzen im Bereich der Interthenarregion nach Karpaldachspaltung in den nächsten Wochen noch zurückgehen würden. Von Seiten der eingeschränkten Extension der Lang
finger könnte aktuell keine weitere Therapie angeboten werden.
Es bestehe noch bis zum 2
6.
Februar 2017 eine 100%ige und dann noch für zwei weitere Wochen
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).
4.3
Dr. med. D._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, verwies in
seinem am 20. März 2017 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen, nur schwer
lesbaren Bericht (Urk. 6/60/1-3) auf die von Dr. A._ (vgl. vorstehend E. 4.2) gestellten Diagnosen (Ziff. 1.2). Dr. D._ führte aus, das Karpaltunnel
syn
drom sei operiert worden und zeige einen guten Verlauf. Entscheidend sei die persistierende und
nicht korrigierbare
Beugedefizitveränderung
der linken
Hand (Ziff. 1.3). Dr. D._ führte aus, der Patient könne den ganzen Tag arbeiten. Jedoch sei er wegen der Defizite mit der Feinmotorik der linken Hand in seiner Tätigkeit als Elektriker teilweise auf Hilfe angewiesen (Ziff. 2.1). Es bestehe keine Verminderung der Leistungsfähigkeit (Ziff. 2.2).
4.4
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 16. Mai 2017 (Urk. 6/69/4-5) aus, es bestünden folgende Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit:
-
Karpaltunnelsyndrom links mit Flexionseinschränkung der Langfinger mit/nach
-
Karpaldachspaltung mit partieller Synovektomie im Karpaltunnel (27. Januar 2017)
-
geschlossener Arthrolyse der PIP-Gelenke III-IV (27. Januar 2017)
-
partieller Fasziektomie
-
MCP- sowie PIP-Gelenksarthrolyse des vierten Strahls links (März 2016)
-
residuelles Streckdefizit im Bereich des vierten Strahls rechts nach par
tieller Fasziektomie (12. Mai 2016)
-
anhaltende Schmerzen im Bereich des Daumensattelgelenkes rechts bei/nach
-
Verdacht auf Rhizarthrose
-
ulnarer Kollateralbandruptur MCP I rechts (August 2015)
Als Diagnosen ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. E._ einen Zustand nach diagnostischer Schulterarthroskopie links (15. Febru
ar 2009) sowie einen Zustand nach diagnostischer Schulterarthroskopie rechts (5. Oktober 2010). Dr. E._ führte aus, in der bisherigen Tätigkeit als
selbständiger Elektromonteur habe vom 1. Februar bis 12. April 2016 eine Arbeit
s
unfähigkeit von 50 %, vom 13. April bis 31. Mai 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, vom 1. Juni bis 31. Dezember 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, vom 1. Januar bis 26 Februar 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab dem 27. Februar 2017 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Betreffend allfällige funktionelle Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als selb
ständiger Elektromonteur sollten mittelschwere und schwere körperliche Tätig
keiten, insbesondere solche mit überwiegender Belastung der Hände, ver
mie
den werden.
Hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gemäss Belas
tungsprofil habe vom 1. Februar bis 12. April 2016 keine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Vom 13. April bis 31. Mai 2016 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, und ab dem 1. Juni 2016 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 0 %.
Dr. E._ führte aus, leichte überwiegend sitzende (angepasste) Tätigkeiten mit Wechselbelastung ohne grobmotorische Beanspruchung der Hände seien zu 100 % bezogen auf ein Vollpensum medizinisch-theoretisch zumutbar. Die vor
liegenden Arztberichte seien schlüssig und die medizinischen Fakten nachvoll
ziehbar, weshalb darauf abgestellt werden könne.
4.5
Dr. E._, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 21. August 2017 (vgl. Urk. 6/69/6) nach Vorlage der Arbeitsunfähigkeitszeugnisse aus, gemäss der ge
samten Aktenlage und dem Hinweis des Kundenberaters seien die Arbeits
un
fähigkeitszeiten gemäss der RAD-Stellungnahme vom 16. Mai 2017 bei ansons
ten
gleichgebliebenem Sachverhalt folgendermassen zu korrigieren und zu ergän
zen: In der bisherigen Tätigkeit als selbständig erwerbender Elektromonteur habe vom 12. Mai bis 11. Juli 2015 durch die palmare und digitale Fasziektomie Digitus (Dig.) IV eine 100%ige und vom 12. Juli 2015 bis 12. April 2016 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.
In einer angepassten Tätigkeit gemäss dem Belastungsprofil habe vom 12. Mai bis 11. Juli 2015 aufgrund der palmaren und digitalen Fasziektomie Dig. IV eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. Vom 12. Juli 2015 bis 12. April 2016 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 0 % bestanden.
4.6
Dr. D._ führte in seinem Bericht vom 9. Oktober 2017 (Urk. 6/75) aus, der Beschwerdeführer sei in seinem angestammten Beruf als Elektriker wesentlich eingeschränkt. Mit der linken Hand könnten keine feinmotorischen Arbeiten aus
geführt werden. Dünne Elektrorohre müssten mit dem Fuss am Boden festge
hal
ten werden, um diese zu sägen. Dem Beschwerdeführer fielen häufig Werkzeuge und Materialien zu Boden. Die Arbeitsgeschwindigkeit sei dadurch gegenüber gesunden Elektrikern wesentlich eingeschränkt. Schwere Arbeiten mit dem Spitz
hammer und anderen Werkzeugen könnten wegen Schmerzen nicht ausgeführt werden. Schraubarbeiten seien links nicht mehr möglich, und Kleinmaterialien könnten nur mit der rechten Hand gehalten werden. Normale alltägliche Arbeiten könnten mit der linken Hand nicht bewältigt werden, dies aufgrund des funktionellen Verlustes der Hand. Es bestehe ein fehlender Handschluss.
Wegen der Schmerzen in der Hand müssten immer wieder Pausen eingelegt werden. Diese Einschränkung sei damit vor allem in der Arbeitsleistung, weniger in der Arbeitszeit zu sehen. Generell bestehe somit eine mindestens 50%ige Ein
schränkung der Arbeitsleistung (S. 1 Ziff. 1).
Eine leidensangepasste Tätigkeit wäre nur in einer nicht manuellen Tätigkeit vor
stellbar, was aber kaum zu bewerkstelligen sei, da fast alle Arbeiten eine funk
tionsfähige Hand benötigten. Somit sei die
Einschränkung in gleichem Masse wie in der angestammten Tätigkeit zu attestieren.
Auch hier handle es sich vor allem um die Arbeitsleistung und nicht um die Arbeitszeit (S. 1 Ziff. 2).
Es sei mit einer zunehmenden Einschränkung zu rechnen, da die Krankheit in der Regel langsam voranschreite (S. 1 Ziff. 3, S. 3 oben)
5.
5.1
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hat sich, wenn man von
der Stel
lungnahme des RAD-Arztes med. pract. Y._ vom Mai 2011 (vgl. vorstehend E. 3.2)
ausgeht, im massgeblichen Zeitraum zwischen der rentenablehnenden Verfügung vom
Dezember 2011 (Urk. 6/22
) und der angefochtenen Verfügung vom
November 2017
(Urk. 2)
durch das Auftreten der
Dupuytren’schen Erkran
kung verändert, insbesondere, insoweit als nach erfolgter Dupuytren-Operation an der linken Hand erhebliche Funktionseinschränkungen zurückgelblieben sind (vgl. vorstehend E. 4.1-3, E. 4.6).
Die
Beschwerdegegnerin ist damit zu Recht auf die
Neuanmeldung
eingetreten
.
Von untergeordneter Bedeutung ist jedoch nun
mehr die Beeinträchtigung der Schulter. Der Beschwerdeführer hielt denn auch anlässlich der Abklärung vor Ort fest, dass die Schultergelenke wieder gut seien und er keine Schmerzen mehr habe (vgl. Urk. 6/67 S. 3 unten).
5.2
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre rentenanspruchsverneinende Verfügung (Urk. 2) auf
die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. E._ vom Mai und vom August 2017 (vgl. vorstehend E. 4.4-5), wonach ab rentenrelevanten Zeitraum ab Juli 2016 die angestammte Tätigkeit als selbständig erwerbender Elektromonteur noch in einem 50%-Pensum möglich sei, ihm aber eine behinderungsangepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar wäre (vgl. vorstehend E. 2.1).
Unbestritten und aufgrund der Aktenlage ausgewiesen ist der Umstand, dass in der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers als selbständiger Elektriker noch eine Arbeitsfähigkeit von 50 % besteht.
Was die von Dr. E._ attestierte vollständige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit anbelangt, so stimmt diese Einschätzung überein mit jener von
Dr.
Z._
vom Juli 2016 (vgl. vorstehend E. 4.1). Auch der Bericht von Dr.
D._ vom Oktober 2017 (vgl. vorstehend E. 4.6) lässt keine Zweifel an der Einschätzung von Dr. E._ aufkommen, zumal Dr. D._ zunächst in seinem Bericht vom März 2017 (vgl. vorstehend E. 4.3) in einer angepassten Tätig
keit, abgesehen von den Defiziten der Feinmotorik der linken Hand, eben
falls eine Verminderung der Leistungsfähigkeit verneinte und festhielt, der Be
schwerdeführer könne den ganzen Tag arbeiten. Soweit Dr. D._ dann in seinem Bericht vom Oktober 2017 auch in einer angepassten Tätigkeit von Ein
schränkungen ausging, gründete dies in der unbegründeten Annahme, dass fast alle behinderungsangepassten Tätigkeiten manuelle Tätigkeiten seien, welche die Funktionsfähigkeit beider Hände voraussetzen, was aus rechtlicher Sicht nicht zutrifft. So hielt das Bundesgericht fest, dass selbst bei
funktioneller Einhändig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt gar beim Zusammenfallen mit der Zumutbarkeit nur noch leichter Tätigkeiten noch genügend realistische Betäti
gungsmöglichkeiten
bestehen
(Urteil des Bundesgericht 8C_37/2016 vom 8. Juli 2016 E. 5.1.2 mit Hinweisen; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_628/2017 vom 12. Januar 2018 E. 6.4 und 8C_622/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 5.2.2 mit weiteren Hinweisen).
Die von Dr. D._ detailliert geschilderten Aufgaben eines Elektromonteurs lassen zudem darauf schliessen, dass seine Einschätzung im Wesentlichen auf den Angaben des Beschwerdeführers gründete. Zu wenig Berücksichtigung fand bei Dr. D._ auch der Umstand, dass die rechte, dominante Hand des Beschwer
deführers (vgl. Urk. 6/35/5 unten) wenig eingeschränkt ist, was sich aus den vorliegenden Berichten ergibt und von ihm selbst anlässlich der Abklärung vor Ort bestätigt wurde (vgl. Urk. 6/67 S. 3 oben).
5.3
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass ab Juli 2016 in der angestammten Tätigkeit als selbständig erwerbender Elektromonteur eine Arbeitsfähigkeit von 50 % besteht, hingegen in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ist.
6.
6.
1
Zu prüfen
ist
sodann
, ob
die
se Veränderung erwerbliche
Auswirkungen
hat
.
Be
reits im Rahmen der rentenanspruchsverneinenden Verfügung vom 6. Dezem
ber 2011 (Urk. 6/22) wurde festgehalten, dass es dem 1960
geborene
n
Beschwerde
führer
grundsätzlich zumutbar wäre, in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln. Nachdem der Beschwerdeführer in der Folge in der angestammten Tätigkeit nie wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit hat erreichen können (vgl. Urk. 6/67 S. 10 Ziff. 8.1)
und mit einem lediglich noch möglichen Pensum von 50 % (vgl. vorstehend E. 5.3)
diese Tätigkeit nicht mehr profitabel ausüben kann, gilt es zu prüfen, ob i
hm
die Aufgabe der selbständigen Tätigkeit zumutbar
ist
.
6.2
Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbs
tätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).
Bei der Frage der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungs
fähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc. Bei den objektiven Umständen sind ins
besondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivi
täts
dauer massgeblich (Urteil des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. Septem
ber
2011 E. 2 mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist eine Betriebsaufgabe nur unter strenger Voraussetzung unzumutbar und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung aufrechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts 9C_771/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
6.3
Vorliegend steht das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers
der Zumut
barkeit eines Berufswechsels nicht per se entgegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_313/2018 vom 10. August 2018 E. 6.5
,
Urteil 8C_748/2011 vom 1
1.
Juni 2012 E. 6.4
). Wie nachfolgend zu zeigen ist, ist es de
m Beschwerdeführer
– im Gegensatz zu
seiner
selbständigen Erwerbstätigkeit als
Elektromonteur, welche nur noch im Umfang von 50 % ausgeübt werden kann
– in einer behinderungs
angepassten Tätigkeit möglich,
in einem vollen Pensum
ein
rentenanspruchaus
schlies
sendes
Einkommen zu erzielen
. Da der Beschwerdeführer auch nicht über eine grosse Infrastruktur verfügt (vgl. Urk. 6/67 S. 4 Ziff. 3.3), ist er
unter Berück
sich
tigung der
ihm
obliegenden Schadenminderungspflicht
gehalten, einen Berufs
wechsel in ein Angestelltenverhältnis zu unternehmen.
7.
7.1
Für die Ermittlung des Valideneinkommens von selbständig erwerbstätig gewe
senen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bun
des
gerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
7.2
Für die Vornahme des Einkommensvergleiches ist grundsätzlich auf die Gegeben
heiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenb
eginns, mithin auf das Jahr 2016
, abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
Bereits im Rahmen der erstmaligen Rentenanspruchsprüfung errechnete die Be
schwerdegegnerin aus dem Durchschnitt der im Jahr 2007 bis 2009 erzielten Betriebs
gewinne ein durchschnittliches Valideneinkommen von Fr. 78‘391.-- im Jahr 2011 (vgl. Urk. 6/21/2). Entsprechend den Feststellungen im Abklärungs
be
richt für Selbständigerwerbende vom 7. Juli 2017 erlangte der Beschwerdeführer
in den nachfolgenden Jahren aufgrund der Schulterprobleme oder wegen
der Handproblematik nie mehr eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als selbständig erwerbender Elektromonteur. Entgegen den Ausführungen der Abklä
rungsperson (vgl. Urk. 6/67 S. 10 Ziff. 9, Urk. 6/68) ist auch bei Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit eine Nominallohnentwicklung zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_658/2015 vom 9. Mai 2016 E. 5.1.2.). Demnach ist ausgehend von dem im Jahr 2011 von der Beschwerdegegnerin festgelegten Valideneinkommen von Fr. 78‘391.-- unter Berücksichtigung der Nominallohn
entwicklung von 0.7 % im Jahr 2012, von jeweils 0.5 % im Jahr 2013 und im
Jahr 2014, von - 0.2 % im Jahr 2015 und von 0.4 % im Jahr 2016 (vgl. Nomi
nal
lohnindex 2011-1016, Tabelle T1.10 Baugewerbe/Bau) von einem Validenein
kommen von rund Fr. 79‘890.-- im Jahr 2016 auszugehen (Fr. 78‘391.-- x 1.007 x 1.005 x 1.005 : 1.002 x 1.004).
7.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl. 2014, N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
7.4
Auf den nach Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Verdienst ist abzu
stellen, wenn kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen; die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft; und das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint. Sind diese Voraussetzungen nicht beziehungsweise teilweise nicht erfüllt, können Tabellen
löhne beigezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3).
Vorliegend übt der Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als selbständig erwerbender Elektriker nur noch in einem Pensum von 50 % aus. Da ihm grund
sätzlich eine behinderungsangepasste Tätigkeit in einem Vollzeitpensum möglich wäre (vgl. vorstehend E. 5
.3),
schöpft er damit seine verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht vollständig aus. Der Vorschlag der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwer
deführer zusätzlich zur in einem Pensum von 50 % ausgeübten Tätigkeit eine behinderungsangepasste Tätigkeit im Umfang von 50 % ausüben solle (vgl. vor
stehend E. 2.1), erscheint zumutbar.
Wie bereits ausgeführt (vgl. vorstehend E. 6.3), ist es dem Beschwerdeführer
je
doch ebenso
zumutbar, die selbständige Erwerbstätigkeit aufzugeben und
dafür eine behinderungs
angepasste
angestellte
Tätigkeit
in einem Vollzeitpensum
auf
zu
n
ehmen.
Angesichts der bestehenden Zumutbarkeit einer 100%igen behinderungsan
ge
passten Tätigkeit steht dem Beschwerdeführer auch bei Beachtung der im RAD-Bericht genannten Einschränkungen eine breite Palette von Tätigkeiten offen. Es rechtfertigt sich daher, für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf den stand
ardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors ge
mäss
LSE
abzustellen
.
Da diese Tätigkeiten keine Ausbildung voraussetzen, bedarf der Beschwerdeführer auch keiner Umschulung.
Zur Berechnung des Invalideneinkommens kann auf die Lohnstrukturerhebung
2014
abgestellt werden. Demnach betrug der im Durchschnitt aller Wirtschafts
zweige von Männern im Kompetenzniveau 1 erzielte Lohn im Jahr
2014
Fr. 5‘312.-- pro Monat (
LSE
2014
, Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenz
niveau
1), was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von
41.7 Stunden
(betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. www.bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und Erwerb), der männer
spezi
fischen Nominallohnentwicklung von 0.4 % im Jahr 2015 und von 0.7 % im Jahr 2016
(vgl. Nominallohnindex 2011-2016, Tabelle T1.10 Total)
ein Einkommen von rund Fr. 67‘186.-- im Jahr 20
16 ergibt
(Fr. 5‘312.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.004 x 1.007).
7.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass per
sönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebens
alter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungs
grad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/aa). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/bb). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbe
dingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin gewährte vorliegend keinen leidensbedingten Abzug (vgl. Urk. 2).
7.6
Ausgehend von ein
em Valideneinkommen
von
rund Fr. 79‘890.--
und einem Invalideneinkommen von rund Fr.
67‘186
.--, resultiert eine Einkommense
inbusse von Fr. 12‘704
.--, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund
16
% entspricht.
Da selbst bei einem
maximale
n
invaliditätsbedingte
n
Abzug
von
25 %
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert,
kann offenbleiben, ob und in welchem Ausmass ein solcher
Abzug
gerechtfertigt wäre.
Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.