Decision ID: 0558194a-431a-4a24-8594-c7c04fb72907
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1959, war zuletzt vom
1.
Februar bis Ende Juni 2002 als Kellner vollzeitlich erwerbstätig (
Urk.
7/2/4 f., 7/7 und 7/22). Er meldete sich am 1
9.
Juni 2002 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2
). Diese verneinte am
3.
Dezember 2002
einen Anspru
ch auf Invalidenrente (
Urk.
7/13
)
und
wies das Gesuch um Gewäh
rung beruflicher Massnahmen am
4.
Dezember 2002 ab (
Urk.
7/14
)
.
Am
8.
Juli 2003
erfolgte eine Neuanmeldung
(
Urk.
7/17)
, worauf
die IV-Stelle dem Versi
cherten mit Verfügung vom 1
0.
No
vember 2004, ausgehend von einer Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit von 50
%
und einem
Invaliditätsgrad von 46
%
(
Urk.
7/54)
, ab dem
1.
April 2003 eine
Viertelsrente
zu
sprach
(
Urk.
7/57).
Zum medizinischen Sachverhalt
hielt
d
ie IV-Stelle unter anderem fest
, dass der Versicherte an einer
anhaltende
n
somatoforme
n
Schmerzstörung,
an
eine
r
mit
telgradige
n
depressive
n
Episode mit somatischem Schmerz
syndrom,
an
eine
r
Somatisierungs
-Tendenz
,
an
ein
e
m
cervicospondylogenen
Syndrom
links bei leichter
Osteochondrose
und
dorsolaterale
r
Spondylose
sowie
an
ein
e
m
thora
cover
tebralen
Syndrom
leide
. Überdies
bestehe der
Verdacht auf eine
Panik
störung
(vgl. das Feststellungsblatt für den Beschluss vom
2.
August 2004,
Urk.
7/52).
Am
2.
Mai 2005 liess der Versicherte
ein Revisionsgesuch einrei
chen, mit dem er eine
halbe
Invalidenrente
beantragen
liess
(
Urk.
7/64). Nach Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse (
Urk.
7/65 ff.)
lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom
1.
September 2005 eine
Rentener
höhung
ab (
Urk.
7/71). Dagegen liess der Versicherte
Einsprache erheben (
Urk.
7/74). Diese hiess d
ie
IV-Stelle
, ausgehend von
einer Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 30
%
und
einem Invaliditätsgrad von 60
%
(Urk.
7/86/3)
bei unveränderten Diagnosen (vgl. das Feststellungsblatt für den Beschluss vom
1.
September 2005,
Urk.
7/70 und die Stellungnahme des Regio
nalen Dienstes vom 1
8.
Oktober 2005, Urk. 7/88)
, gut und sprach dem Versi
cherten
ab dem 1.
Mai 2005 eine
Dreiviertelsrente
zu.
Am 2
3.
Februar 2006 erliess sie eine entsprechende Vollzugsverfügung (
Urk.
7/89).
1.2
I
m
August 2006 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen eine Rentenüberprüfung ein
(vgl.
Urk.
7/91 ff.). Mit Schreiben vom 1
0.
Januar 2007 teilte
sie
dem Versi
cherten mit, dass
sie
keine Änderungen festgestellt und er unverändert Anspruch auf die bisherige
Dreiviertelsrente
habe (
Urk.
7/97).
Im
August 2009
ersuchte er
um
berufliche
Wiedereingliederung
smassnahmen
(Urk. 7/106), worauf ihm die IV-Stelle am 2
4.
November 2009
Arbeitsvermittlung in Form von
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche während eines Jahres
durch die
Z._
zu
sprach
(Urk.
7/114).
Nachdem
d
er
Versicherte
per
2.
Mai 2011 eine teilzeitliche Anstellung als Aushilfe Bäcker/Konditor erhalten hatte (
Urk.
7/127), wurde
im August 2011
ein
weitere
s
Rentenrevision
sverfahren
an die Hand genommen
(vgl. Urk.
7/129 ff.).
Mit Schreiben vom
7.
Februar 2012 ersuchte der Versicherte um Zusprechung ei
ner ganzen Invalidenrente (Urk.
7/134). Nach Abklärung der erwerblichen
(
Urk.
7/131 und 7/132)
und medizinischen
(Urk. 7/130, 7/135 und 7/138)
Verhältnisse
lehnte die IV-Stelle eine Erhöhung der Invalidenrente mit Verfügung vom 2
2.
August 2012 ab
, da dem
Versicherten ein
Pensum von 40
% in angepasster Tätigkeit zumutbar sei und aus dem Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von 63
%
resultiere
(
Urk.
7/143). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.3
Mit Revisionsgesuch vom
1
3.
November 2013 ersuchte der Versicherte erneut um Zusprechung einer ganzen Invalidenrente und führte zur Begründung an, dass sich sein gesundheitlicher Zustand verschlechtert habe (
Urk.
7/159). Die IV-Stelle forderte ihn mit Schreiben vom 1
4.
November 2013 auf, die geltend gemachte Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse bis spätestens am 13
.
Dezember 2013 mit entsprechenden Unterlagen glaubhaft zu machen
, an
sons
ten ein Nichteintreten verfügt werde
(
Urk.
7/160).
Die gesetzte
Frist wurde antragsgemäss bis zum 2
8.
Februar 2014 erstreckt (vgl.
Urk.
7/162 und 7/163). Mit
seiner Stellungnahme
vom 2
4.
Januar 2014
(
Urk.
7/164)
reichte
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, einen
Teil des
Austritts
berichtes
der
B._
vom 2
8.
Mai 2013 ein (
Urk.
7/165). Die IV-Stelle forderte
ihn
am 1
9.
Februar 2014 schriftlich auf, innert 14 Tagen den vollständigen Austrittsbericht und einen Bericht über die
von
Dr.
A._
er
wähn
te ambulante psychiatrische Behandlung einzureichen (
Urk.
7/166). In der Folge
traf lediglich
der komplette
Austrittsbericht
vom 28.
Mai 2013
bei der IV-Stelle ein
(Urk.
7/167). Die
s
e stellte darauf mit Vorbe
scheid vom 1
8.
März 2014 das Nichteintreten auf das
Revision
sbegehren in Aussicht (Urk. 7/170). Dagegen
erhob die Vertreterin des Versicherten mit
Ein
gabe vom 2
5.
März 2014 Einwand (
Urk.
7/171), worauf
ihr
die IV-Stelle mit Schreiben vom 2
8.
März 2014 eine Nachfrist von 30 Tagen zur ergänz
enden Begründung ansetzte (Urk.
7/173).
Die Vertreterin des Versicherten stellte
darauf mit Schreiben vom
7.
April 2014
den Eingang
ein
e
s ausführlichen B
erichtes des
C._
bis Anfang nächster Woche in Aussicht (
Urk.
7/174).
Mit Verfügung vom 2
3.
Mai 2014 trat die IV-Stelle auf das
Revisi
onsgesuch
vom 1
4.
November 2013 nicht ein (
Urk.
2 = 7/178).
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 1
1.
Juni 2014 (
Urk.
1) Beschwer
de erheben mit dem Antrag, auf das Revisionsgesuch vom
14. November 2013 sei einzutreten.
Die IV-Stelle schloss am 2
3.
Juli 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Davon hat die Gegenparte
i
mit Schreiben vom 2
5.
Juli 2014 Kenntnis erhalten (
Urk.
8).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften und auf die neu einge
reichten Unterlagen (
vgl.
Urk.
3) wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
be
mes
sung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (
Art.
87
Abs.
2 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV).
Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Verwaltung beziehungsweise das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen haben, spielt insoweit nicht. Wird mit dem Revisionsgesuch kein
Eintretenstatbestand
glaubhaft gemacht, ist der versicherten Person eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten gegebe
nenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Ergeht eine
Nichteintretensver
fügung
im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das den umschriebenen Erfor
dernissen betreffend Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen genügt, legt das Gericht ihrer beschwerdeweisen Üb
erprüfung den Sachverhalt zu Gru
nde, wie er sich der Verwaltung bot (BGE 130 V 64 E
.
5.2.5).
1.
4
Mit dem
Beweismass
des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2
IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tatsachen
änderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
Bei der Prüfung der Frage, ob die Vorbringen der versicherten Person glaubhaft sind, berücksichtigt die Verwal
tung unter anderem, ob seit der rechtskräftigen Erledigung
des letzten
Renten
überprüfungsentscheides
lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je nachdem sind an das Glaubhaftmachen einer Änderung des rechtserheblichen Sachverhalts höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stellen (Urteil
des Bun
desgerichts 9
C_
90
4/20
09
vom
7.
Juni 20
10
E.
3.
2 mit Hinweisen
).
Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine höhere Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E.
2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E.
3.3.2).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf das Revisionsgesuch vom 1
4.
November 2013 zu Recht nicht eingetreten ist (vgl.
Urk.
1, 2 und 6).
3.
3.1
Die
letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht
, datiert vom 2
2.
August 2012 (
Urk.
7/143). Massgeblich für die Beurteilung des Gesundheitszustandes bei Erlass dieser Verfügung war
das psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie
,
vom
2.
Juni 2012
(
Urk.
7/138;
vgl. das
Feststel
lungsblatt
für den Beschluss vom 1
2.
Juni 2012, Urk. 7/140).
Dieser stellte die folgenden Diagnosen (
Urk.
7/138/11):
-
Langjährige depressive Entwicklung mit rezidivierender depressiver Stö
rung, gegenwärtig leicht bis knapp mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1) bei wahrscheinlich zusätzlich bestehender
Dysthymie
in den Intervallen (ICD-10: F34.1) im Sinne einer Double-Depression
-
Chronisches Schmerzsyndrom mit
somatoformer
Komponente im Sinne einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
-
Panikstörung mit
zusätzlichen generalisierten Ängsten (ICD-10: 41.0)
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge / anamnestisch
Persönlichkeitsände
rung
(ICD-10: F62.1).
Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner ursprünglichen Tätigkeit als Kellner zu 100
%
arbeitsunfähig. Eine optimal adaptierte
Arbeits
tätigkeit
, die er möglichst selbständig ausüben könne und die keine intensiven interpersonellen Kontakte erforderte, sei ihm im bisherigen Rahmen von 40
%
zumutbar (
Urk.
7/138/11).
Gestützt darauf bestätigte die IV-Stelle bei einer Arbeitsfähigkeit von 40 Pro
zent und einem Invaliditätsgrad von 63 Prozent die Dreiviertelrente (Urk. 7/143, vgl. das Feststellungsblatt für den Beschluss vom 1
2.
Juni 2012,
Urk.
7/140).
3.2
3.2.1
Im Revisionsverfahren wurde ein
Austrittsbericht der Klinik
E._
vom 2
8.
Mai 2013 (Urk. 7/167)
eingereicht. Diesem
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vom
8.
April bis zum 1
7.
Mai 2013 wegen eines
dekompen
sierten
Tinnitus und einer rezidivierenden depressiven Störung stationär behan
delt
worden war
. Als Diagnosen wurden ein Tinnitus
aurium
(ICD-10: H93.1) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) festgehalten. Ferner wurde vermerkt, dass der Beschwerdeführer
in einem relativ stabilen Zustand aus der Klinik ausgetreten sei und sich in
der Folge zu
Dr.
F._
in
ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung begeben habe.
3.2.2
Aus dem Schreiben von
Dr.
A._
vom 2
4.
Januar 2014
geht
hervor, dass ihm der Beschwerdeführer niedergeschlagener, adynamischer und perspektivloser e
rsch
ien
. Bei psychischer Dekompensation wegen
d
es Tinnitus sei
er vom 8.
April bis zum 1
7.
Mai 2013 in der Klinik
E._
stationär psychi
atrisch behandelt worden. Somatisch seien eine schwere
Lactoseintoleranz
und eine
Refluxerkrankung
festgestellt worden. Die ambulante psychiatrische Be
handlung erfolge nun durch
Dr.
F._
in der Klinik
C._
(
Urk.
7/164).
3.3
Den
beiden
ärztlichen Berichten vom 2
8.
Mai 2013 und vom 2
4.
Januar 2014
, welche als einzige im
Revision
sverfahren eingereicht worden waren,
sind ein Tinnitus, eine schwere
Lactoseintoleranz
und eine
Reflux
erkrankung
als neue Diagnosen zu entnehmen.
Es ergibt sich daraus kein Hinweis darauf
, dass der Beschwerdeführer an einem organisch objektiv ausgewiesenen Tinnitus leiden könnte, der auf pathologisch-anatomischen Veränderungen basiert und grund
sätzlich auch für Aussenstehende – allenfalls mit technischen Hilfsmi
tteln – hörbar wird
.
Für die Annahme eines
(neuen)
körperlichen Leidens
in Form eines Tinnitus besteht
somit kein Raum (vgl. BGE 138 V 248 E. 5.7.2, 5.8.2, 5.9 und 5
.10
)
.
Die
Lac
t
o
seintol
eranz
und die
Refluxerkrankung
, welche offenbar neu diagnostiziert worden waren, sind nicht invaliditätsrelevant (vgl. die Urteile des Bundesgerichts I 240/05 vom 3
1.
August 2005 E. 2.1 und 9C_750/2007 vom 18. August 2008 E. 4.1.1 betreffend Reflux), zumal
nicht ersichtlich
ist
, inwie
fern
diese beiden Leiden
die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
beeinträch
tigen sollten
.
Es werden denn auch in keinem der beiden medizinischen Berichte Angaben zur Arbeitsfähigkeit gemacht (vgl. 7/164 und 7/167). Anhaltspunkte für eine invaliditätsrelevante Verschlechterung in psychischer Hinsicht sind
den
zur Diskussion stehenden
beiden
Unterlagen
ebenfalls nicht zu entnehmen
.
Sie sind folglich nicht geeignet,
die geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers
glaubhaft zu machen.
3.4
Aus den im Beschwerdeverfahren neu eingereichten U
nterlagen (vgl.
Urk.
3/2 und 3/3
) vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Er hatte im Verwaltungsverfahren – unter Fristansetzung und Androhung von
Säum
nisfolgen
(vgl.
7/160 und 7/163
) – hinreichend Gelegenheit,
weitere Un
ter
lagen beizubringen. Nachdem er
sie
ungenutzt verstreichen liess, ist allein der Sachverhalt massgeblich, wie er sich der Beschwerdegegnerin beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2
3.
Mai 2014
präsentierte, und die neu ein
gereichten ärztlichen Berichte haben unberücksichtigt zu bleiben
(vgl. E. 1.4 hiervor).
3.5
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Revisionsgesuch vom
1
4.
November 2013
nicht eingetreten ist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
4.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.