Decision ID: 2e4ce229-c98c-487e-9fe5-310162dfdc37
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 196
7
, hat im Jahre 1997 in
Y._
, Deutschland, ein Universitätsstudium in Mathematik mit dem akademischen Grad Diplom-Mathe
matiker
absolviert (
Urk.
9/46/12 =
Urk.
9/162/57)
und war zuletzt vom
1.
Juli 2011 bis 3
0.
April 2016 in vollzeitlichem Umfang bei der
Z._
AG
als Senior-Wirtschaftsinformatiker und Mitglied des Kaders tätig (
Urk.
9/162/64-65). Am 2
5.
April 2016 meldete sich der Versicherte
mit dem Hinweis auf
eine längerdauernde Depression mit psychosomatischen Störungen (
Urk.
9/5
Ziff.
6.1)
bei der Inva
liden
versi
che
rung
an
(
Urk.
9/5)
.
Die
Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach dem Versicherten mit Mitteilung vom 2
8.
Februar 2017 (
Urk.
9/54) berufliche Massnahmen im Sinne einer Poten
zialabklärung, mit Mitteilung vom 1
1.
April 2017 (
Urk.
9/62) solche im Sinne eines Belastbarkeitstrainings und mit Mitt
eilungen vom
4.
Dezember 2017 (Urk. 9/78) und vom 2
4.
Mai 2018 (
Urk.
9/84) solche im Sinne ein
e
s Aufbautrainings
zu
. Mit
Mitteilung vom
5.
September 2018
(
Urk.
9/99)
beendete
die IV-Stelle
die beruf
lichen Eingliederungsmassnahmen und stellte fest,
dass
eine Weiterführung von beruflichen
Eingliederungsmassnahmen aus gesundheitl
ichen Gründen nicht mög
lich sei.
1.2
In der Folge
liess
die IV-Stelle
den Versicherten psychiatrisch begutachten (Gut
achten vom 2
6.
Februar 2019;
Urk.
9/115/1-26). Gestützt auf die Stellungnahme ihres Regionalen Är
ztlichen D
ienstes vom 2
0.
Juni 2019 (Urk.
9/165/9-11)
ging
d
ie IV-Stelle
davon aus
, dass das Gutachten
vom 2
6.
Februar 2019
die zahlreichen
Inkonsistenzen
und die Hinweise auf eine Aggravation nicht in genügender Weise berücksichtigt habe, weshalb insbesondere eine ergänzende neuropsychologische Begutachtung mit Beschwerdevalidierung
erforderlich
sei (
Urk.
9/165/11,
Urk.
9/136)
,
und liess den Versicherten
ergänzend
psychiatrisch
(Gutachten vom
6.
Januar 2020;
Urk.
9/162/1-45) und
neuropsychologisch
(Gutachten vom
8.
November 2019;
Urk.
9/162/77-90)
begutachten. Nach
durchgeführtem
Vorbe
scheid
verfahren
(
Urk.
9/168,
Urk.
9/169 und
Urk.
9/176/1
9) sprach
sie
dem Versicherten
mit Verfügung vom
1.
September 2020
(Urk.
9/184 und
Urk.
9/181 =
Urk.
2
)
bei einem Invaliditätsgrad von 40
%
für die Zeit ab
1.
Oktober 2020 eine
Viertelsrente
zu. Mit einer weiteren Verfügung vom
6.
Oktober 2020 (
Urk.
9/187) sprach die IV-Stelle dem Versicherten
eine
Viertelsrente
rückwirkend
für die Zeit vom
1.
September 2018 bis 3
0.
September 2020 zu.
2.
Gegen die Verfügung vom
1.
September 2020 (Urk. 2) erhob der
Versicherte am
5.
Oktober
2020 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, di
ese sei aufzu
heben und es sei ihm
eine
ganze
Rente
, eventuell eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen
(S. 2
).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
Januar 2021 (Urk.
8
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, w
ovon dem Beschwerdeführer
am
2.
Februar 2021 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
1
0
).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.4
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
5
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
1.6
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.7
Rechtsprechungsgemäss liegt regelmässig kein versicherter Gesundheitsschaden vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. Dies trifft namentlich zu, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen oder Einschränkungen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschrän
kun
gen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin (BGE 141
V 281 E. 2.2.1, BGE 131 V 49 E.
1.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9
C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E.
4.1).
Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstellationen beruhende Leistungs
ein
schränkung vermag einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne dass das
aggra
vatorische
Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Stö
rung zurückzufüh
ren wäre (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.2
; vgl. Urteile des Bundes
gerichts 8
C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 6.1 und 9C_899/2014 vom 29.
Juni 2015 E. 4.2).
Steht fest, dass eine anspruchsausschliessende Aggravation oder ähnliche Kon
stel
lation im Sinne der Rechtsprechung gegeben ist, erübrigt sich die Durch
führung eines strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 (vgl.
BGE 141 V 281 E. 2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_899/
2014 vom 2
9.
Juni 2015 E. 4.4).
1.8
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts
anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge
gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträch
tigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E.
5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen
anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen la
ssen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk
turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die
Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang an
dauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein
schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits
unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3
).
1.9
Demnach besteht einerseits das rechtsprechungsgemässe Verbot unzulässiger juristischer Parallelprüfung im Vergleich zur Arbeitsunfähigkeitsfestlegung durch die Gutachter. Andererseits umschreibt BGE 141 V 281 die Befugnis, im Rahmen der (freien) Überprüfung durch den Rechtsanwender von der ärztlichen Folgen
abschätzung abzuweichen. Diese beiden Argumentationslinien sind wie folgt abzugrenzen: In allen Fällen ist durch den Versicherungsträger und im Beschwer
defall durch das Gericht zu prüfen, ob und inwieweit die ärztlichen Experten ihre Arbeitsunfähigkeitsschätzung unter Beachtung der massgebenden Indikatoren (Beweisthemen) hinreichend und nachvollziehbar begründet haben. Dazu ist erforderlich, dass die Sachverständigen den Bogen schlagen zum vorausgehenden medizinisch-psychiatrischen Gutachtensteil (mit Aktenauszug, Anamnese, Befun
den, Diagnosen usw.), das heisst sie haben im Einzelnen Bezug zu nehmen auf die in ihre Kompetenz fallenden erhobenen medizinisch-psychiatrischen Ergeb
nisse fachgerechter klinischer Prüfung und Exploration. Ärztlicherseits ist also
substanziiert
darzulegen, aus welchen medizinisch-psychiatrischen Gründen die erhobenen Befunde das funktionelle Leistungsvermögen und die psychischen Ressourcen in qualitativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht zu schmälern vermögen (BGE 143 V 418 E. 6).
Der
psychiatrische Sach
verständige
hat somit
darzutun, dass, inwiefern und inwieweit wegen der von ihm erhobenen Befunde die beruflich-erwerbliche Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, und zwar - zu Ver
gleichs-, Plausibilisierungs- und Kontrollzwecken - unter Miteinbezug der sons
tigen persönlichen, familiären und sozialen Aktivitäten der rentenanspre
chenden Person. Kommen die Experten dieser Aufgabe unter Berücksichtigung der durch BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen überzeugend nach, wird
,
wenn
sich
daraus ein stimmiges
Gesamtbild für die Annahme einer rechtlich relevanten psychischen Funktionseinbusse
ergibt (BGE 145 V 361 E. 3.2.2 und E. 4.4
)
,
die medizi
nisch-psychiatrische Folgenabschätzung auch aus der juristischen Sicht des Rechtsanwenders Bestand haben.
Demgegenüber ist e
in Abweichen von der
ärztlic
hen Arbeitsfähigkeitsschätzung
aus rechtlicher Sicht geboten, wenn die Einschätzung mit Blick auf die massgebenden Indikatoren (Beweisthemen) nicht hinreichend und nachvollziehbar begründet erscheint respektive unter Berück
sichtigung der durch BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen nicht überze
ugt (BGE 145 V 361 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2019 vom 1
4.
Mai 2020 E. 2.1
).
1.10
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
1.
September 2020
(Urk. 2) davon aus, dass
der Beschwerdeführer nach Abschluss der beruf
lichen Eingliederungsmassnahmen (vgl.
Urk.
9/99)
im September 2018
aus psy
chischen Gründen
dauerhaft in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, und dass ihm sowohl die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Wirtschaftsin
forma
tiker als auch die Ausübung einer angepassten Tätigkeit im zeitlichen Umfang von 100
%
,
bei einer verminderten Leistungsfähigkeit von 40 %
,
beziehungsweise im Umfang einer Arbeits
fähigkeit von insgesamt 6
0
%
weiterhin zuzumuten sei, wobei aus somatischen Gründen keine zusätzliche Einschränkung der Arbeits
fähig
keit
ausgewiesen sei
.
Da dem Beschwerdeführer die Ausübung
se
iner
bis
herigen Tätigkeit in einem Umfang von 60
%
weiterhin zuzumuten sei, resultiere ein Invaliditätsgrad von 40
%
(
Urk.
2 S. 2 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt
hiegegen
vor, dass er während Jahren unter einem
schwankenden Gesundheitszustand und insbesondere unter wiederkehrenden schw
eren
beziehungsweise
mittelgradigen depressiven Phasen gelitten habe, und dass sich dieses Leiden in Kombination mit einer Anpassungs- und Persönlich
keitsstörung sowie mit einem Schmerzleiden auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt
habe
, weshalb nicht von einer Arbeitsfähigkeit von 60
%
ausgegangen werden könne
(
Urk.
1 S. 7).
Insbesondere
könne nicht auf das von der Beschwerde
geg
ne
rin eingeholte
psychiatrisch
e und
neuropsychologisch
e
Gutachten
(
vom
6.
Janu
ar 2020
und
8.
November 2019)
abgestellt werden. Vielmehr sei gestützt auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte von einer Restarbei
tsfähigkeit von 30
%
auszugehen. Allenfalls
sei diesbezüglich ein Gerichtsgutachten einzuholen (Urk.
1 S. 8). Da er auf Grund
einer
langjährigen Absenz vom Arbeitsmarkt bei einer Wiederaufnahme einer Tätigkeit als Wirtschaftsinformatiker (im teilzeitlichen Umfang) mit einem tieferen Verdienst rechnen müsste, sei die Invalidität zudem nicht anhand der Methode des Prozentvergleichs
,
sondern gemäss derjenigen des Einkommensvergleichs
zu bemessen
(
Urk.
1 S. 9). Daraus resultiere ein Anspruch auf eine ganze Rente beziehungsweise mindestens ein solcher auf eine
Drei
viertelsrente
(Urk. 1 S. 11).
3.
3.1
Im Folgenden gilt es vorerst d
ie für den Leistungsanspruch des Beschwerde
füh
rers
massgeblichen medizinischen Akten zu prüfen.
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
stellte in seinem Bericht vom 2
5.
Oktober 2016 (
Urk.
9/39) eine protrahiert langsame pro
grediente
Verbesserung
des Gesundheitszustandes mit grossen Zustands
schwan
kungen seit
dem Monat
Juli 2016 fest und erwähnte, dass der Beschwerdeführer unter körperlichen Beschwerden im Sinne von Schwitzen, Kopfschmerzen, Brust
schmerzen, Schulter- und Rückenschmerzen sowie unter Fussschmerzen leide. In psychischer Hinsicht leide er unter einer grossen Angst vor einem beruflichen Wiedereinstieg und davor,
an einer neuen Stelle nicht zu genügen, sich sozial falsch zu verhalten
und
vom Arbeitsumfeld
und Vorgesetzten
nicht akzeptiert zu werden
,
sowie unter
einer persönlichen
Verunsicherung, Niedergeschlagenheit, Bedrücktheit, Lustlosigkeit und Ärger.
3.3
In
seinem Bericht vom 2
5.
Oktober 2016 (
Urk.
9/38/9-11)
erwähnte
Dr.
A._
, dass der Beschwerdeführer seit dem
2.
Februar 2011 in seiner Behandlun
g stehe (
Ziff.
2.1)
,
und stellte
die folgende
n
Diagnose
n
(
Ziff.
7):
-
m
ittelschwere bis schwere depressive Episode bei im Vordergrund stehendem somati
sch
em depressivem
Syndrom
-
akzentuierte Persönlichkeit mit unsicher ängstl
ichen
und
perfektionis
tischen Zügen
Der Arzt erwähnte, dass der Beschwerdeführer
in der Vergangenheit
unter einer
Episode einer Major Depression
gelitten habe
, und dass er s
eit Beginn des Jahres 2014 unter der
aktuellen
depressive
n
Episode
bei einer
akzentuierte
n
Persön
lichkeit mit unsicher ängstlichen perfektionistischen Zügen
leide
(
Ziff.
7).
Ge
genwärtig
sei von e
ine
r
p
rotrahiert langsam
en
,
progrediente
n
Verbesserung des psychischen Zustandes
,
mit alternierendem
Verlauf
,
auszugehen
(
Ziff.
8
).
Vom
1
9.
Oktober bis
6.
Dezember
2015
habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
, vom
7.
Dezember
2015
bis
2
2.
Mai
2016
eine solche von 80
%
(
bei einem
Arbeits
versuch
im Umfang eines Pensums von 20
%
)
bestanden
. Seit dem 2
3.
Mai 2016 bestehe bis auf Weiteres eine
Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
(
Ziff.
3.4.4). Der Beschwerdeführer sei insb
esondere
bei einer Teilnahme an «
forcierte
n»
Eingliede
rungsmassnahmen beeinträchtig
t
, da es dabei zu einer Zunahme der Symptoma
tik kommen könnte. Die Arbeitsleistung sei infolge einer verminderten Durchhal
te
fähigkeit deutlich eingeschränkt.
Es bestehe eine starke Einschränkung der
Lebensqualität
, da der Beschwerdeführer
einen grossen Teil seiner Tageszeit mit Erholung und Schlaf verbring
e.
Im Vergleich zum Therapiebeg
inn habe
sich der Zustand
bisher
mässig verbessert
(
Ziff.
8).
3.4
In seinem Bericht vom 2
4.
September 2018 (
Urk.
9/103/1-6) stellte
Dr.
A._
die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
2.5):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2) mit/bei:
-
langdauernder Phase seit 2014
-
fluktuierendem Verlauf
mit
mittelgradigen und schweren Episoden
-
somatischen Symptomen wechselnder Stärke
-
Chronifizierungstendenz
und partielle Therapieresistenz seit Ende 2015
-
akzentuierte Persönlichkeit (ICD-10 F73.1) mit unsicher-ängstlichen, sen
sitiv kränkbaren und perfektionistischen Zügen
Daneben leide der Beschwerdeführer unter einer Adipositas und einer
diabe
ti
sche
n Stoffwechsellage. Diese Leiden hätten indes keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
2.6).
Nach Abschluss einer Integrationsmassnahme
habe Ende
August 2018
ein
Arbeitsversuch auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht umgesetzt werden
können
,
weil sich
der Beschwerdeführe
r
dazu nicht imstande
gefühlt habe
.
E
r habe befürchtet
, dass er bei
einem Arbeitsversuch
im Umfang ein
e
s Pensums von
50
%
überfordert
gewesen
wäre
. Er
habe die Ansicht vertreten, dass
er lediglich eine Leistungs
fähigkeit
im Umfang von 40
%
erreichen könne
(
Ziff.
2.2)
.
Da berufliche Mass
nahmen nur eingeschränkt durchführbar seien, und da die Aufnahme
eines Arbeitsversuches
nicht möglich sei
,
sei
bezüglich der A
r
beitsfähigkeit
eine un
günstige Prognose zu stellen (
Ziff.
2.7). Der Beschwerdeführer leide unter einer
depressive
n
Sym
p
tomatik mit Angst-, Selbstunwerts- und Kleinheitsgefühlen,
mit
Gefühl
en
der Insuffizienz
, des
Verzagtsein
s
, der Hoffnungslosigkeit und des Pessimismus sowie
mit
Schuldgefühlen bezüglich de
r
von ihm erwarteten Leis
tungen
(
Ziff.
4.4)
.
Grundsätzlich sei
en
ihm die Ausübung der bisherigen Tätigkeit sowie Integrationsmassnahmen im Umfang von drei bis vier Stunden im Tag
zuzumuten (
Ziff.
4.1). Gegenwärtig bestehe vom
1.
bis 2
8.
September 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.3).
3.
5
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, erwähnte in ihrem im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstatteten Gutachten
vom 2
6.
Februar 2019 (
Urk.
9/115/1-26), dass der Beschwerdeführer am
5.
Dezember
2018
psychiatrisch
untersucht worden sei (S. 2)
,
und stellte die folgenden Dia
gnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S.
20):
-
rezidivierende atypische depressive Störung (ICD-10
:
F32.8)
-
akzentuierte perfektionistische und narzisstische Persönlichkeitszüge (
ICD-10:
Z73.1)
Die Gutachterin erwähnte, dass der Beschwerdeführer unter Symptomen einer typi
schen depressiven Störung, wie Grübeln, Schlafstörungen, Ermüdbarkeit,
Selbst
wertzweifel, vermindertes Selbstvertrauen, Angst, Konzentrations
störun
gen
, Entscheidungsunfähigkeit, Schuldgefühle, Suizidgedanken,
Libidoverlust
und Schmer
zen leide. Daneben
leide er unter einem
erhöhte
n
Schlafbedürfnis,
unter
Gereiztheit, Wut, Kampfeslust
und unter
erhöhte
r
Kränkbarkeit
(
bei Zurückwei
sungen
). Da es dem Beschwerdeführer möglich sei
, auf
positive Einflüsse zu rea
gieren, und da
bei positiven Erlebnissen eine Verbesserung des Befindens eintrete, sei auf eine erhaltene affektive Schwingungsfähigkeit zu schliessen.
Obwohl d
ie geschilderten Symptome,
insbesondere
die
als schmerzlich und vernichtend erleb
te
n
Zurückweisungen oder Kränkungen,
auch
an eine narzisstische Persönlichkeit denken
liessen, sei von einer atypischen Depression auszugehen
(S. 19)
.
Da Hinweise für einen Beginn der Symptome einer Persönlichkeitsstörung in der Adoleszenz in der Anamnese fehlten, könne eine
Persönlichkeitsstörung
nicht diagnostiziert werden.
Sodann fehle
auch
ein
typische
r
Mangel an Empathie
. Es sei indes
zumindest
von akzentuierten
nar
z
is
stischen P
ersönlichkeitszügen aus
zugehen. Dadurch sei indes d
as psychopathologische
Zustandsbild nicht ausrei
chend
zu erklären
(S. 20).
Der Beschwerdeführer habe bereits im Jahre 2006, als er als Wirtschaftsinformatiker bei der
C._
AG
den
Eindruck
gehabt habe
,
g
e
mobbt zu werden,
unter
ein
em
Störungsbild mit Reizbarkeit, Erschöpfung, ver
schiedenen somatischen Beschwerden und anderen depressiven Symptomen
ge
litten.
Ohne dass er nochmals an den
bisherigen
Arbeitsplatz
bei der
C._
AG
zurückgekehrt sei,
habe er anschliessend eine Stelle bei der
Z._
AG
angetreten
. An diesem Arbeitsplatz seien
erneut Probleme auf
ge
treten
,
welche mit den Problemen bei der
C._
AG vergleichbar seien, und hätten
zu einer zweiten depressiven Episode
beziehungsweise möglicherweise
zu einer
Exaz
erbation
einer noch n
icht vollständig remittierten Depression
geführt (S. 21).
Die störungsbedingen psychischen Symptome und Funktionseinbussen seien plau
sibel und konsistent und bestünden in allen Lebensbereichen (S. 22). Die Funktionseinschränkungen seien auf die depressive Störung zurückzuführen.
Als
Ressourcen
verfüge der
Beschwerdeführer
über
hohe berufliche Kenntnisse sowie
über eine
Motivation, wieder beruflich tätig zu sein (S. 23).
Während unter den
geschützten Bedingungen
einer Integrationsmassnahme eine Leistungsfähigkeit von
60
%
habe erreicht werden können, müsse im
ersten Arbeitsmarkt
von einer höheren Einschränkung der Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Da der Be
schwerdeführer insbesondere in
Führungs
aufgaben und in der Interaktion
mit Vorgesetzten
sowie
im Team
beeinträchtigt sei, sei von einer
Einschränkung
der Leistungsfähigkeit im Umfang
von 80
%
auszugehen.
In der
bisherigen Tätigkeit
sei von einer
Arbeitsfähigkeit
von höchstens
20
%
auszugehen (S. 24). Die Aus
übu
ng einer angepassten, nicht hierarc
hisch strukturierten, selbst
ändigen oder beratenden Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer in einem Umfang von
5 Stunden
im
Tag
zuzumuten, wobei zusätzlich von einer Leistungsminderung im Umfang von 50
%
auszugehen sei. Insgesamt sei dem Beschwerdeführer die Ausübung einer angepassten Tätigkeit in einem Umfang von 30
%
zuzumuten (S.
25).
3.6
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 2
0.
Juni 2019 (
Urk.
9/
165/9-11) aus, dass
Dr.
B._
in ihrem Gutach
ten
vom 2
6.
Februar 2019
weder die Aktenlage noch die zahlreichen Inkonsisten
zen, bei welchen es sich um Aggravation handeln dürfte, genügend berücksichtigt habe
. Sodann enthalte
ihr Gutachten, insbesondere in Bezug auf den
darin postu
lier
ten schweren Gesundheitsschaden
,
die gestellte
Diagnose einer atypischen Depression sowie hinsichtlich der dem Beschwerdeführer in Bezug auf angepasste Tätigkeiten attestierten hochgradigen Arbeitsunfähigkeit (im Umfang von 70
%
) keine nachvollziehbare
n
Begründung
en
. Da
auf Grund der Akten
eine Aggra
vation wahrscheinlich sei, sei eine
ergänzende
neuropsychologische Begutach
tung mit Beschwerdevalidierung erforderlich
, weshalb der Beschwerdeführer ergänzend
bidisziplinär
(psychiatrisch und neuropsychologisch)
zu begutachten sei
(
Urk.
9/165/11).
3.7
Dr.
phil.
E._
,
Fachpsychologin für Neuropsychologie
,
führte
in ihrem neuropsychologischen Teilgutachten vom
8.
November 2019 (
Urk.
9/162/77-90) zum
Hauptg
utachten von
Prof.
F._
vom
6.
Januar 2020 aus, dass der Be
schwer
deführer gleichentags neuropsychologisch exploriert worden sei (Urk. 9/162/79)
,
und dass er
angegeben
habe
, unter starken Schmerzen im Bereich der Beine, F
üsse, Sch
u
lter und des Nackens sowie unter Schwindel und Albträumen
zu leiden
(
Urk.
9
/
162/81-82).
Die Gutachterin führte aus
, dass die Testuntersuchung
en
meh
rheitlich leichte
isolierte kognitive Teilleistungsstörungen ergeben habe (
Urk.
9/162/87), welche einer leichten neuropsychologischen Störung entsprächen (
Urk.
9/162/88).
Die
Performanzvalidierung
beziehungsweise die Validierung der testpsychologisch erfassten kognitiven Defizite habe lediglich in einem Parameter ein auffälliges Resultat ergeben, weshalb eine punktuelle Aggravation von kognitiven Einbussen
nicht auszuschliessen sei
. Insgesamt sei jedoch von einer ausreichenden Anstren
gungsbereitschaft
und
validen Testergebnissen auszugehen
(U
rk.
9/162/86)
. E
ine relevante Aggravation von kognitiven Defiziten und weiterer Beschwerden
er
scheine daher
nicht als wahrscheinlich. Bei einer leichten neuropsychologischen Störung
sei davon auszugehen, dass die Arbeits
fähigkeit in einer Tätigkeit mit eher höheren kognitiven Anforderungen, wozu die bisherige Tätigkeit des Be
schwerdeführers zu zählen sei, um höchstens 30
%
eingeschränkt sein
könne
(
Urk.
9/162/88).
3
.8
Prof.
Dr.
med.
F._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psycho
therapie
,
erwähnte
in seinem Gutachten vom
6.
Januar 2020 (
Urk.
9/162/1-45), dass der Beschwerdeführer am
4.
November
2019 psychiatrisch und am
8.
November 2019 neuropsychologisch untersucht worden sei (
Urk.
9/162/2), und dass die Erkenntnisse aus der neuropsychologischen Zusatzbegutachtung nach einem entsprechenden Konsensgespräch in das Hauptgutachten integriert worden seien (
Urk.
9/162/
8).
Er stellte die folgenden Diagnosen (
Urk.
9/162/36):
-
Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10: F43.23)
-
narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.80)
Der Gutachter
erwähnte, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, dass er
unter verschieden stark ausgeprägten Schmerzen, insbesondere unter Fuss
schm
er
zen im Sinne von «brennenden Füssen», in die Hoden ziehenden Schmer
zen im Oberbauch und Rücken und Schulterschmerzen mit Druck auf den Kopf und die Brust
leide
(
Urk.
9/162/18). Zudem wache er in der Nacht regelmässig auf und leide unter einem stark gestörten Nachtschlaf (
Urk.
9/162/23). Der Gutachter
führte
alsdann
aus, dass weder auf Grund der Angaben des Beschwerdeführers noch auf Grund der Aktenlage ein schlüssiger rezidivierender
depressiver
Verlauf erstellt sei, weshalb die diagnostischen Kriterien für die Diagnose einer rezidivie
renden depressiven Störung nicht erfüllt seien
. Der Umstand, dass der Beschwer
de
führer gemäss seinen Angaben nach
Auftreten der depressiven
Symptomatik nach Israel in den Urlaub gefahren sei, und dass er sich aus depressiven Episoden durch da
s
Schreiben von Gedichten befreien könne, sei mit einer schweren de
pressiven Symptomatik nicht zu vereinbaren
(Urk.
9/162/30)
. Vielmehr ergebe
sich eher das Bild einer auf die äusseren belastenden Umstände affektiv reagie
renden Persönlichkeit im
Sinne einer Anpassungsstörung (Urk.
9/1
62/31). Beim Beschwerdeführer
seien sodann sämtliche Eingangskriterien für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erfüllt (Urk.
9/162/32).
Denn
es
sei
nicht auszu
schliessen
, dass der Beschwerdeführer vor dem erstmaligen Auftreten der Symp
tomatik im Rahmen der Tätigkeit bei der
C._
AG die narzisstische Problematik durch ein überdurchschnittlich erfolgreiches Berufsleben, durch Anerkennung für seine besonderen Leistungen im Sinne des Studienabschlusses und einer Beför
derung in eine Kader-Tätigkeit habe ko
mpensieren können
. Trotzdem könne ein
Beginn der für eine Persönlichkeitsstörung massgebenden Symptomatik im
späten
Kindesalter oder
in
der Adoleszenz
nicht als vollständig gesichert gelten
(
Urk.
9/162/34). Die diagnostischen Kriterien für eine somatoforme Störung be
zie
hungsweise eine Somatisierungsstörung seien nicht erfüllt, weil der Beschwer
deführer die psychische Genese seiner Beschwerden erkenne und seine Beschwer
den auf die beruflichen Kränkungen und sein Konzept der Depression zurückführe (Urk.
9/162/36).
Der Beschwerdeführer, welcher eine gute Intelligenz aufweise, einen breiten Freundeskreis habe (
Urk.
9/162/34),
guten Kontakt zu seiner Ursprungsfamilie pflege und Rückhalt in seiner intakten Familie mit Ehefrau und vier Kindern finde (
Urk.
9/162/37),
verfüge über
deutlich
überdurchschnittliche Ressourcen
. Diese Ressourcen könne er indes auf Grund eine Interaktion zwischen dysfunktionalen Persönlichkeitszügen und der Anpassungsstörung mit affektiver Symptomatik nicht mehr zur Geltung bringen
(Urk. 9/162/41).
Der Beschwerdeführer könne auftretende berufliche Schwierigkeiten, vor allem im zwischenmenschlichen Be
reich, auf Grund seiner narzisstischen Persönlichkeitsanteile nicht adäquat verar
beiten. Da
er
sich innerpsychisch mit diesen dysfunktionalen Persönlich
keits
anteilen
nicht auseinanders
etzen
könne
, erscheine eine Heilungschance als ge
ring. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz des Aktivitätsniveaus bezüglich des allgemeinen Lebensbereichs und der Arbeitsfähigkeit. Denn der Beschwerdeführer verfüge über einen Freundeskreis, pflege intensiven Kontakt zu seiner Familie in Israel
,
besuche
seine Verwandten in Israel regelmässig
und sei auch in kreativer Hi
nsicht nicht eingeschränkt, da er Gedichte schreiben könne (
Urk.
9/162/38). Bezüglich der geklagten Symptome und Funktionseinbussen bestünden viele Inkonsistenzen.
Zudem sei eine Verdeutlichungstendenz offensichtlich (
Urk.
9/162/25).
Dabei
gelte es
insbesondere die Fokussierung des Beschwerde
führers auf die depressive Symptomatik zu nennen, obwohl die geschilderte Symptomatik, die Bewältigungsstrategien und Aktivitäten im Alltag gänzlich
uncharakteristisch
für schwerere Depressionen seien.
Da in der neuropsycho
logischen Untersuchung keine Hinweise auf Aggravation festzustellen gewesen seien, sei eine bewusstseinsnahe Aggravation mit überwiegender Wahrschein
lich
keit auszuschliessen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer durch das Wechselspiel der Anpassungsstörung und der dysfunktionalen Per
sön
lichkeitsanteile in eine Abwärtsspirale gekommen sei, die im Sinne eines primären Krankheitsgewinns dem Beschwerdeführer eine Vermeidung der Auseinander
setzung mit seinen dysfunktionalen Persönlichkeitsanteilen ermögliche (
Urk.
9/162/40).
Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Mathematiker beziehungsweise Wirt
schaftsinformatiker sei dem Beschwerdeführer in einem vollzeitlichen Umfang zuzumuten (
Urk.
9/162/41). Auf Grund der im Rahmen der affektiven Symp
tomatik noch bestehenden leichten neuropsychologischen Störung sowie
auf Grund der
affektive
n
Restsymptomatik selbst
werde
der Beschwerdeführer indes im Umfang von 40
%
in seiner Leistung eingeschränkt
. Seit
Mitte des Jahres 2016
sei daher
von einer Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 60
%
aus
zugehen (
Urk.
9/162/42).
Die Ausübung einer der Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers angepassten, verständnisvollen Tätigkeit in einem wohlwol
len
den Umfeld, in welchem
seine
überdurchschnittlichen Fähigkeiten respektiert und belohnt
würden
, sei
ihm
gegenwärtig im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten. Bei positiver persönlichen Entwicklung und entsprechend günstiger äusserer Arbeitsbedingungen sei
indes
davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer
in Zukunft
die Ausübung einer angepassten Tätigkeit
in voll
zeitlichem Umfang und ohne Leistungseinbusse zuzumuten
sein werde
(
Urk.
9/162/43).
3.9
In seiner Stellungnahme vom 1
0.
Januar 2020 (
Urk.
9/165/12-13) führte
Dr.
D._
aus, dass auf das Gutachten von Prof.
F._
vom
6.
Januar 2020 abgestellt werden könne. Gestützt darauf sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführe
r
unter einer Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen und unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leide, dass keine Aggravation vorliege, und dass dem Beschwerdeführer
seit Mitte des Jahre
s
2016
d
ie Aus
übung seiner bisherigen Tätigkeit und die Ausübung angepasster Tätigkeit
en
im vollzeitlichen Umfang
,
bei einer verminderten Leistungsfähigkeit im Umfang von 40
%
,
zuzumuten sei, was einer Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 40
%
ent
spreche (
Urk.
9/165/12).
3.10
Dr.
med. univ.
G._
, Fachärztin für Neurologie,
erwähnte in ihrem Be
richt vom 2
1.
Januar 2020 (
Urk.
9/175/4-8), dass sie gleichentags vom Beschwer
de
führer erstmals konsultiert worden sei
,
und stellte die folgenden Diagnosen (
Urk.
9/175/4):
-
episodische Cluster-Kopfschmerzen, seit August 2019
, aktuell fast täg
lich ein
e
Attacke
-
rezidivierende Depression
-
Spanungskopfschmerzen
Nebendiagnosen:
-
Verdacht auf Schlafapnoe
-
Diabetes mellitus
-
Verdacht auf periphere diabetische Neuropathie bei
«
brennenden Füssen
»
-
Muskelverspannungen mit Krämpfen im Unterschenkel
-
leichtes Übergewicht
Die Ärztin führte aus, dass der Beschwerdeführer unter episodischen Cluster-Kopfschmerzen, ei
ner rezidivierenden Depression und Spannungskopfschmerzen leide. Ausserdem bestehe der Verdacht auf eine Schlafapnoe und eine diabetische Neuropathie bei
«
brennenden Füssen
»
sowie ein
Tortico
llis
links. Letztere
r
stelle ein
en
mögliche
n
Triggerfaktor
der Kopfschmerzen dar. Es seien die Führung eines Kopfschmerzkalenders, Infiltrationen zur Behandlung der Cluster-Kopfschmer
zen, eine medikamentöse Behandlung mit
Lyrica
beziehungsweise
Lamotrigin
sowie eine Infiltration zur Behandlung de
s
Torticollis
angezeigt (Urk. 9/175/8).
In ihrem Bericht vom
2.
Mai 2020 (
Urk.
9/175/1-3) stellte
Dr.
G._
die folgen
den Diagnosen (
Urk.
9/175/1):
-
Cluster Kopfschmerzen links, episodisch seit August 2019, aktuell mit
Chronifizierungstendenz
-
chronische neuropathische Schmerzen, bei «brennenden Füssen», am ehesten auf Grund einer diabetischen Polyneuropathie
-
Spannungskopfschmerzen mit
migräniformen
Charakteristiken
-
rezidivierende Depression, am ehesten im Rahmen einer bipolaren Störung
-
Anpassungsstörung, ohne Narzissmus
-
Verdacht auf Schlafapnoe
-
Diabetes mellitus
-
generalisierte Muskelverspannungen
-
chronischer Schwindel, seit 2015
-
leichtes Übergewicht
-
Torticollis
links
-
Hypertonus (Differenzialdiagnose: Nebenwirkung von
Cymbalta
)
Die Ärztin führte aus, dass die Kopfschmerzattacken, welche beim Beschwer
de
führer oft in der Nacht aufträten
und jeweils 30 bis 60 Minuten dauerten
, zu
sammen mit der Schlafapnoe zu einer Schlafstörung führten. Auf Grund
dieser Leiden
sei der Beschwerdeführer in der Konzentration und Belastbarkeit deutlich eingeschränkt. Vor allem auf Grund der Cluster-Kopfschmerzen
sei von
eine
r
Arbeitsunfähigkeit von 70
%
auszugehen
(Urk. 9/175/3).
3.11
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Neurologie, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 1
9.
August 2020 (
Urk.
9/180/3) aus,
dass die bei
Dr.
G._
im Januar 2020 begonnenen neurologischen Behandlungen be
reits zu einer Symptomverbesserung mit rückläufigen Schmerzen geführt hätten, und dass mit weiteren Verbesserungen zu rechnen sei. Das von
Dr.
G._
erwähnte Konzentrationsdefizit auf Grund der Schlafstörung bei Cluster-Kopf
schmerz sei neuropsychologisch nicht objektiviert und dessen Schweregrad nicht fachspezifisch bestimmt worden. Die Verdachtsdiagnose einer Schlafapnoe könne auf Grund einer fehlenden diagnostischen Objektivierung (im Rahmen einer Untersuchung im Schlaflabor) versicherungsmedizinisch keine Berücksichtigung finden. Die arterielle Hypertonie sei gut behandelbar.
Obwohl eine Verminderung der Leistungsfähigkeit während den
Schmerzattacken
von einer Dauer von
30 bis 60 Minuten
(täglich)
nachvollziehbar sei
, ergebe sich daraus keine zusätzliche Verminderung der
Leistungsfähigkeit
, da diese Beeinträchtigung auf Grund der Kopfschmerzattacken
von der Leistungsminderung
(
im Umfang von
4
0
%
)
ge
mäss der Beurteilung durch Prof.
F._
mit
umfasst
werde
. Eine objektivierende Diagnostik der
von
Dr.
G._
gestellten
Verdachtsdiagnose einer diabetischen Polyneuropathie
(
mittels
Elektrophysiologie)
sei
bis anhin nicht durchgeführt worden, weshalb
auch
dieses Leiden bei d
er Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht zu berücksichtigen sei.
Zudem habe d
ie
eingeleitete Behandlung
zu einer Verbes
serung
geführt
.
Auch
d
er
Torticollis
links
habe
unter der bestehenden Behandlung
eine Verbesserungs
tendenz
gezeigt
. Aus neurologischer Sicht
führten die neu ge
stellten
Diagnosen
eines
Cluster-Kopfschmerz
es
, chronischen neuropathischen Schmerzen,
eines
Torticollis
links
und eines
Hypertonus zu
k
einer Änderung
des
bestehenden IV-Grades beziehungsweise der von Prof.
F._
festgestellten Arbeit
s
unfähigkeit von insgesamt
40
%
. Vielmehr sei es dadurch
nur
zu
einer vor
über
gehenden
(zusätzlichen)
Leistungseinschränkung
gekommen, wobei d
ie Behand
lungen
n
och nicht abgeschlossen
seien
.
3.12
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, erwähnte in ihrem Bericht vom
2.
Oktober 2020 (
Urk.
3), dass sich der Beschwer
deführer seit dem
7.
Juni 2020 in ihrer Behandlung befinde, und stellte die folgende Diagnose (S. 1):
-
mittelgradige depressive Episode bei Verdacht auf eine rezidivierende depressive Störung (Differenzialdiagnose: chronische depressive Störung und bipolare Störung) mit/bei:
-
anamnestisch hypomanische Phasen in der Vergangenheit und Ver
dacht auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (Differenzial
dia
gnose: narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung)
Der Beschwerdeführer habe
über
mehre Phasen hypomanischer Zustände in der Vergangenheit
berichtet
. Diese könnten Ausdruck der wechselnden emotionalen Zustände im Rahmen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sein.
Eine mani
feste manische Episode habe er
indes
nicht beschrieben
.
Zudem leide der Be
schwerdeführer gemäss seinen Angaben unter starken Schmerzen wechselnder Lokalität sowie andauernd im Bereich der Füsse
(S. 1). Gegenwärtig bestehe
bei dem stark gekränkten, oft gereizten und nie
d
ergeschlagenen
Beschwerdeführer,
mit starkem Leidensdruck und Phasen starker Erschöpfung
,
eine
Arbeitsfähigkeit
von höchstens 40
%
(S. 2).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwer
de
führer in somatischer Hinsicht unter körperlichen Beschwerden im Sinne von Schwitzen, sowie unter Kopfschmerzen, Schmerzen im Bereich der Brust (vor
stehend E. 3.2), des Nackens, der Schulter, des Rückens, der Beine und der Füsse
leidet
(vorstehend E.
3.7)
. Gemäss der Beurteilung durch Prof.
F._
habe der Be
schwerdeführer sodann angegeben, dass die
Rücken- und Schulterschmerzen
ein
Druck
gefühl im Bereich des
Kopf
es und der
Brust
verursachten
, und dass er unter
einem gestörten Nachtschlaf
leide (vorstehend E.
3.8)
. Gemäss der Beurteilung durch
Dr.
G._
leide der Beschwerdeführer unter
epis
odischen Cluster-Kopf
schmerzen und
Spannungs
kopf
schmerzen
.
Zudem
bestehe
ein
Verdacht auf eine Schlafapnoe und
ein Verdacht auf
eine diabetische Neuropathie
sowie ein
Torticollis
links
, wobei der
Torticollis
ein möglicher
Tri
ggerfaktor
der Kopf
schmerzen sein könnte
.
Da
Kopfschmerz
attacken oft in der Nacht aufträten und jeweils 30 bis 60 Minuten dauerten,
hätten diese
zusammen mit der Schlaf
apnoe zu einer Schlafstörung
geführt (vorstehend E.
3.10).
Während
Dr.
G._
die Ansicht vertrat, dass der Beschwerdeführer auf Grund der Kopfschmerzattacken
beziehungsweise der Cluster-Kopfschmerzen in der Konzentration und Belast
bar
keit deutlich eingeschränkt sei, und deshalb in einem Umfang von 70
%
arbeits
unfähig sei (vorsehend E.
3.10
), ging
Dr.
H._
in ihrer Stellungnahme vom 1
9.
August 2020 (vorstehend E.
3.11
) davon aus, dass
ein
Konzentrationsdefizit auf Grund der Schlafstörung bei Cluster-Kopfschmerz neuropsychologisch nicht objektiviert
worden
und
dass
dessen Schweregrad nicht fachspezifisch bestimmt worden sei
. Sodann könne
die
von
Dr.
G._
gestellte
Verdachtsdiagnose einer Schlafapnoe auf Grund einer fehlenden diagnostischen Objektivierung im Rahmen einer
(schlafmedizinischen) Untersuchung in einem Schlaflabor
versi
che
rungs
medizinisch keine Berücksichtigung finden.
Währen der
Dauer der Schmerzattacken
von jeweils
30 bis 60 Minuten
sei
eine Verminderung der Leis
tungsfähigkeit
indes
nachvollziehbar. Eine Vermi
nderung der Leistungsfähigkeit
in diesem Umfang werde jedoch bereits von der von Prof.
F._
festgestellten Leistungsminderung
(im Umfang von 40
%
) mit
umfasst.
Da eine
objektivierende Diagnostik der
von
Dr.
G._
gestellten
Verdachtsdiagnose einer diabetischen Polyneuropathie
mittels Elektrophysiologie
bis anhin nicht durchgeführt worden
sei
, und da die deswegen
eingeleitete Behandlung zu einer Verbesserung geführt
habe, sei
dies
bezüglich nicht von einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Gleiches gelte für
den
Torticollis
links
, der sich
unter der bestehenden Behandlung
verbessert habe.
Die neu festgestellten Leiden eines
Cluster-Kopfschmerzes
, der chronischen
neuropathischen Schmerzen, eines
Torticollis
links und eines Hypertonus
führten aus neurologischer Sicht daher im Vergleich
zu der von
Prof.
F._
festgestellten
Arbeitsunfähigkeit von
40
%
zu keiner zusätzlichen andauernden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Vielmehr sei es
dadurch
lediglich vorübergehend
zu einer
zusätzlichen Leistungsein
schr
än
kung gekommen.
4.2
In psychiatrischer Hinsicht
ging
Dr.
A._
davon aus, dass der Beschwerdeführer unter einer m
ittelschwere
n
bis schwere
n
depressive
n
Episode bei im Vordergrund stehendem somati
sch depressiven Syndrom
(vorstehend E. 3.3)
beziehungsweise unter
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode
(vorstehend E.
3.4)
,
sowie unter einer
akzentuierte Persönlichkeit mit unsicher ängstl
ichen und perfektionistischen Zügen (vorstehend E.
3.3 und E.
3.4) leide,
und dass ihm die
Ausübung
seiner
bisherigen Tätigkeit sowie
die Teilnahme an
Integrationsmassnahmen im Umfang von drei bis vier Stunden im Tag zuzumuten
sei (vorstehend E. 3.4).
Demgegenüber ging
Dr.
B._
in ihrem
Gutachten vom 2
6.
Februar 2019 (
vorstehend E.
3.5
) davon aus,
dass der Beschwerdeführer
unter einer
rezidivierende
n
atypische
n
depressive
n
Störung
und unter
akzentu
ierte
n
perfektionistische
n
und narzisstische
n
Persönlichkeitszüge
n leide. Der Be
schwerdeführer werde auf Grund der depressiven Störung in seiner Leistungs
fähigkeit eingeschränkt und es sei von einer Restarbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
von höchstens 20
%
und in
angepassten Tätigkeit
en von einer solchen
von 30
%
auszugehen. In Berücksichtigung der Ergebnisse der neuropsycho
logi
schen Untersuchungen durch
Dr.
phil.
E._
, welche
in ihrem neuropsychologi
schen Teilgutachten vom
8.
November 2019 (
vorstehend E.
3.7
)
eine leichte
neu
ropsychologische
Störung
festgestellt und die Ansicht vertreten hatte, dass
die Arbeitsunfähigkeit in einer Tätigkeit mit eher höheren kognitiven Anforderungen, wozu die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers zu zählen sei, um höchstens 30
%
eingeschränkt sein
könne
, ging
Prof.
F._
in seinem Gutachten vom
6.
Januar 2020 (
vorstehend E.
3.8
)
davon aus, dass der Beschwerdeführer unter einer
Anpassungsstörung mit vorwiegende
r Störung von anderen Gefühlen und unter einer
narzisstische
n
Persönlichkeitsstörung
l
eide. Gestützt auf die Ergeb
nisse der
neuropsychologischen Untersuchung
ging Prof.
F._
davon aus, dass
eine bewusstseinsnahe Aggravation
auszuschliessen sei. Prof.
F._
ging sodann davon aus, dass dem Beschwerdeführer die
Ausübung
seiner
bisherigen Tätigkeit als Mathematiker beziehungsweise Wirtschaftsinformatiker
sowie die Ausübung einer angepassten Tätigkeit
seit Mitte des Jahres 2016
in einem vollzeitlichen Umfang
,
bei einer Leistungseinschränkung von 40
%
, mithin im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten sei, wobei
in Zukunft
mit einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit in zumutbaren angepassten Tätigkeiten zu rechnen sei. Damit übereinstimmend ging
Dr.
D._
in
seiner Stellungnahme vom 1
0.
Januar 2020 (
vorstehend E.
3.9
)
von einer
Arbeitsunfähigkeit
in der bishe
rigen und in angepassten Tätigkeiten
von 40
%
aus.
Schliesslich ging
Dr.
I._
in ihrem Bericht vom
2.
Oktober 2020 (
vorstehend E.
3.12
)
davon aus
, dass der Beschwerdeführer
unter einer
mittelgradige
n
depressive
n
Episode bei Verdacht auf eine rezidivierende depressive Störung
bei (
anamnestisch
)
hypomanische
n
Phasen in der Vergangenheit und
einem
Verdacht auf eine narzisstische Persön
lichkeitsstörung
leide, und attestierte ihm
eine Arbe
itsfähigkeit von höchstens 40
%
.
4.3
In somatischer Hinsicht
vermögen die Beurteilungen durch
Dr.
G._
vom 2
1.
Januar und
2.
Mai 2020 (vorstehend E.
3.10
) insoweit nicht zu überzeugen, als sie einerseits
davon ausging
, dass der Beschwerdeführer
in seiner Arbeits
fähigkeit durch fast
täglich
auftretenden
Kopfschmerzattacke
n
im
Sinne von Cluster-Kopfschmerzen von einer Dauer von
30 bis 60 Minuten
beeinträchtigt werde, wobei
die Kopfschmerzattacken,
oft in der Nacht aufträten
und
zusammen
mit
einer als Verdachtsdiagnose diagnostizierten
Schlafstörung
zu Einschrän
kungen der Konzentration und Belastbarkeit geführt hätten, und dass sie anderer
seits auf Grund dessen eine Arbeitsunfähigkeit
von 70
%
postulierte. Den Beur
teilungen durch
Dr.
G._
lässt sich indes keine nachvollziehbare Begründung
für den
von ihr postulierten
erheblichen
Schweregrad der Arbeitsunfähigkeit von 70 %
entnehmen. Zudem wurde
weder
das festgestellte
Konzentrationsdefizit auf Grund der Schlafstörung
und des
Cluster-Kopfschmerz
es
von
Dr.
G._
neuro
psy
chologisch
erhoben
, noch wurde die
Verdachtsdiagnose einer Schlafapnoe
schlafmedizinisch im Rahmen einer
Untersuchung
im
Schlaflabor
abgeklärt. Aus diesen Gründen kann auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
Dr.
G._
mangels einer nachvollziehbaren Begründung vorliegend nicht abgestellt werden.
Es ist zudem festzuhalten, dass es sich bei den genannten Beeinträchtigungen um therapierbare handelt.
4.4
4.4
.
1
Die Stellungnahme von
Dr.
H._
vom 1
9.
August 2020 (vorstehend E.
3.11
)
erfüllt
die nach der Rechtsprechung für eine beweiskräftige medizinische Ent
scheidungs
grundlage vorausgesetzten Kriterien (vgl. vorstehend E.
1.10
)
.
Insbe
son
dere vermag zu überzeugen, dass
sie in ihrer Beurteilung davon ausging, dass
ein Konzentrationsdefizit auf Grund
einer
Schlafstörung bei Cluster-Kopfschmerz
neurop
sychologisch nicht objektiviert worden, und dass
dessen Schweregrad nicht
fachspezifisch bestimmt worden sei,
sowie
dass
eine
Schlafapnoe
mangels
dia
gnos
tischen Objektivierung im Rahmen einer Untersuchung in einem Schlaf
labor
nicht zu objektivieren sei
.
Die Beurteilung durch
Dr.
H._
vermag auch
insofern zu überzeugen, als sie davon ausging, dass während der
Dauer der Schmerz
attacken
von
30 bis 60 Minuten
täglich
eine Verminderung der Leistungsfähigkeit
ausgewiesen sei, dass diese
Verminderung der Leistungsfähigkeit
indes
bereits
in der
von
Prof.
F._
festgestellten Leistungsminderung
im Umfang einer Arbeits
unfähigkeit von 40
%
mitumfasst werde.
Denn es ist davon auszugehen, dass Prof.
F._
die Schmerzen
, unter welchen der Beschwerdeführer
an verschiedenen Lokalitäten
in wechselnder Intensität litt
,
und
insbesondere auch die Kopf
schmer
zen
(vgl. (vorstehend E. 3.2 und E. 3.12), als Symptome des von ihm festgestellten psychischen Leidens auffasste. Damit übereinstimmend ging
Dr.
A._
, welcher in seinem Bericht vom 2
5.
Oktober 2016 (vorstehend E. 3.3) ein im Vordergrund stehendes somatisches depressives Syndrom feststellte, davon aus, dass die vom Beschwerdeführer geklagten körperlichen Schmerzen, einschliesslich der Kopf
schmer
zen (vgl. vorstehend E. 3.2), vom psychischen Leiden mitumfasst werden. Aus diesem Grunde vermag die Beurteilung durch
Dr.
H._
, wonach Prof.
F._
in seiner Arbeitsfähigkeitsbeurteilung auch die vom Beschwerdeführer geklagten
Schmerzen, insbesondere auch die Kopfschmerzen mitberücksichtigte, zu über
zeu
gen.
Zudem stützte sich Prof.
F._
im Gegensatz zu
Dr.
G._
, welche in ihrer Beurteilung vom
2.
Mai 2020 (vorstehend E. 3.10) davon ausging, dass der Beschwerdeführer vor allem auf Grund von Einschränkungen in der Konzen
tra
tion und Belastbarkeit, in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, auf die Ergeb
nisse der neuropsychologischen Untersuchung
durch
Dr.
phil.
E._
.
Unter diesen Umständen
ist
die Beurteilung durch
Dr.
H._
, wonach das von
Dr.
G._
festgestellte
Konzentrationsdefizit auf Grund einer Schlafstörung bei Cluster-
Kopfschmerz neuropsychologisch nicht objektiviert
und dessen Schweregrad nicht
fachspezifisch bestimmt
worden
sei,
überzeugen
d
.
4.4.2
Dabei schadet nicht, dass es sich
bei der
Stellungnahme von
Dr.
H._
vom 1
9.
August 2020
um ein Aktengutachten handelt, da auch nicht auf eigenen Untersuchungen beruhende Berichte und Stellungnahmen regionaler ärztlicher Dienste beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizini
schen Sachverhalts geht, mithin die direkte fachärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteile des Bundesgerichts 9C_558/2016 vom
4.
November 2016 E. 6.1 und 8C_641/2011 vom 2
2.
Dezember 2011 E. 3.2.2). Dies ist bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus somatischen Gründen vorliegend der Fall, weshalb insoweit einer Aktenbeurteilung nichts ent
gegenstand.
4.4.3
In Bezug auf die
Beurteilung durch
Dr.
H._
vom 1
9.
August 2020 (vorstehend E.) gilt es
zwar
zu beachten, dass der Beweiswert von RAD-Berichten (
Art.
49
Abs.
2 IVV) gemäss der Rechtsprechung mit jenem externer medizinischer Sach
verständigengutachten vergleichbar ist, sofern sie den praxisgemässen Anforde
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arzt
person über die notwendigen fachlichen Qualifikationen v
erfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1), und das
s
a
uf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Ab
klärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören –
nicht abgestellt werden
kann
,
wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit be
ste
he
n (BGE 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; Urteil des Bun
desgerichts 8C_197/2014 vom
3.
Oktober 2014 E. 4).
Solche Zweifel an der Zu
verlässigkeit und Schlüssigkeit der Stellungnahme durch
Dr.
H._
sind vorlie
gend indes nicht ersichtlich.
Insbesondere ergeben sich solche aus den erwähnten Gründen nicht aus den Beurteilungen durch
Dr.
G._
.
Vielmehr vermag die Beurteilung durch
Dr.
H._
zu überzeugen, sodass
in somatischer Hinsicht
darauf abgestellt werden kann.
4.5
In psychischer Hinsicht
kann der
Beurteilung durch
Dr.
I._
vom
2.
Oktober 2020 (vorstehend E.
3.12
)
insoweit nicht
gefolgt werden
, als sich
ihrem Bericht
nicht entnehmen lässt, auf Grund welcher Umstände und
welcher diagnostischen
Kriterien
sie darin
eine
mittelgradige depressive Episode
,
bei Verdacht auf eine rezidivierende depressive Störung
,
diagnostizierte. Sodann
hatte
Dr.
I._
bei Verfassen ihres Berichts
vom
2.
Oktober 2020 (vorstehend E.
3.12
)
offensichtlich keine
Kenntnis
der massgebenden medizi
nische
n
Vorakten
,
insbesondere des Gutachtens von
Prof.
F._
vom
6.
Januar 2020, weshalb
die bundesrechtlichen A
nforderungen an den Beweiswert (vorstehend E.
1.10
) diesbezüglich nicht erfüllt
sind
.
Des Weiteren lässt sich dem Bericht von
Dr.
I._
vom
2.
Oktober 2020 keine nachvollziehbare Begründung der von ihr postulierten A
rbeits
un
fähigkeit
aus psychischen Gründen von mindestens 6
0
%
entnehmen.
Ergänzend gilt es in Bezug auf die Beurteilung durch Dr.
I._
zu berücksich
tigen, dass es nach der Rechtsprechung wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen Fachärzte und Fachärztinnen und des Begutachtungsauftrags der amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderen Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteile des Bundesgerichts 9C_252/2012 vom 7. September 2012 E. 8.4 und 8C_784/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.2). Solche Aspekte sind vorlie
gend nicht gegeben. Demzufolge kann auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch Dr.
I._
vorliegend nicht abgestellt werden.
4.6
Nicht zu überzeugen vermag sodann die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
Dr.
B._
in ihrem Gutachten vom 2
6.
Februar 2019 (vorstehend E. 3.5). Denn einerseits
diagnostizierte
sie darin eine atypische Depression,
obwohl beim Beschwerdeführer nicht sämtliche Kriterien für die Diagnose einer depressiven Störung erfüllt waren und obwohl teilweise für eine Depression untypische Symp
tome vorlagen (vgl.
Urk.
9/115/19-20), worauf Prof.
F._
in seinem Gutachten zu Recht hinwies (vgl.
Urk.
9/162/30-31). Andererseits enthält das Gutachten von
Dr.
B._
keine nachvollziehbare Arbeitsfähigkeits
beurteilung. Denn die Gutachterin, welche in ihrer
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
füh
rers
die Ansicht vertrat, dass auf Grund des Umstandes, dass der Beschwerde
führer
unter den geschützten Bedingungen einer Integrationsmassnahme
ledig
lich
eine Leistungsfähigkeit von 60
%
erreicht
habe
, im ersten Arbeitsmarkt von einer
entsprechend
höheren Einschränkung der Leistungsfähigkeit
auszugehen sei, stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Einschätzungen der Durchfüh
rungsstelle betreffend die dem Beschwerdeführer zugesprochenen beruflichen Massnahmen (vgl. Abschlussbericht vom
3.
September 2028;
Urk.
9/101) sowie auf die Angaben des Beschwerdeführers selbst, welcher wiederholt die Ansicht vertreten hat, dass er lediglich in einem Umfang von 20
%
bis 30
%
arbeiten könne (vgl. Urk. 9/127), ohne dass ihrer Beurteilung konkrete Angaben zu den funktionellen Einschränkungen in der bisherigen und in einer angepassten Tätig
keit zu entnehmen wären. Unter diesen Umständen vermag die Beurteilung durch
Dr.
B._
, welche eine Arbeitsfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit von höchstens 20
%
und eine solche in einer angepassten Tätigkeit
von 30
%
postu
lierte, nicht zu überzeugen.
Mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann auf die
Arbeitsfähigkeitsb
eurteilung durch
Dr.
B._
vom 2
6.
Februar 2019 (vorstehend E.
3.5
) vorliegend daher nicht abgestellt werden.
Des Weiteren fehlt es dem Gutachten von
Dr.
B._
vom 2
6.
Februar 2019 in Anbetracht der zahlreichen Inkonsistenzen an einer
im Rahmen einer neuro
psychologischen Untersuchung
durchzuführenden Beschwerde- beziehungsweise
Performanzvalidierung
. Da
der Sachverhalt
diesbezüglich
in psychischer
Hinsicht
noch nicht rechtsgenügend abgeklärt
war
,
ist daher
grundsätzlich nicht zu be
anstanden, dass die Beschwerdegegnerin
Prof.
F._
und
lic
. phil.
E._
mit einer
erneuten psychiatrischen und neuropsychologischen Begutachtung des Beschwer
deführers beauftragte.
Demzufolge
handelte es sich beim Gutachten von Prof.
F._
nicht um eine unzulässige «
second
opinion
» im Sinne der Rechtsprechung (
BGE 136 V 156 E. 3.3; Urteile des Bundesgerichts 8C_622/2009 vom
3.
Dezember 2009 und I 671/00 vom 2
1.
August 2001 E. 5a).
4.7
D
as Gutachten
von
Prof.
F._
vom
6.
Januar 2020 (vorstehend E.
3.8
)
erfüllt hinsichtlich der
psychische Komponente des Gesundheitsschadens des Beschwer
de
führers
die praxisgemässen Anforderungen für eine beweiskräftige medizini
sche Entscheidungsgrundlage (vgl. vorstehend E.
1.10
). Denn der Gutachter ver
fügte
als
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
über die für die Beurtei
lung des
psychischen
Gesundheitsschadens
des Beschwerdeführers angezeigte
fach
ärzt
lichen Aus- und Weiterbildungen.
Er hatte
zudem Kenntnis sämtlicher
medizi
nischer
Vorakten
, setzte
sich in angemessener Weise mit den geäusserten Beschwerden auseinander und begründete
seine
Schluss
folgerungen in nachvoll
ziehbarer Weise. Insbesondere vermag zu überzeugen, dass
Prof.
F._
bei
der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit neben den Ergebnissen der klinischen Untersu
chungen auch
die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung durch
Dr.
phil.
E._
vom
8.
November 2019 (
vorstehend E.
3.7
)
mitberücksichtigte
.
In inhaltlicher Hinsicht vermag sodann zu überzeugen, dass
der
Gutachter
davon aus
ging
, dass der Beschwerdeführer unter einer Anpassungsstörung mit vor
wie
gender Störung von anderen Gefühlen
sowie
unter einer narzisstischen Persön
lichkeitsstörung leide
. Diese Diagnosen wurden sorgfältig hergeleitet
.
Weiter hat Prof.
F._
sich zu den vorhandenen medizinischen Einschätzungen ausführlich geäussert und dargelegt, weshalb ihnen nicht gefolgt werden kann.
Sodann
erscheint die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des Gutachters
,
wonach
dem Beschwer
deführer
sowohl
die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit
a
ls auch
die Ausübung einer angepassten Tätigkeit in einem vollzeitlichen Umfang
,
bei einer Leistungs
einschränkung von 40
%
, mithin im Umfang eines Arbeit
spensums von 60
%
,
zuzumuten sei, grundsätzlich als nachvollziehbar begründet.
5.
5.1
Prof.
F._
hat
in seinem Gutachten vom
6.
Januar 2020 (vorstehend E.
3.8
) gestützt auf die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung eine be
wusstseinsnahe Aggravation aus
geschlossen
. Ausschlussgründe (vgl. vorstehend E.
1.7
) sind vorliegend daher zu verneinen.
Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung keine Prüfung der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 vorgenommen. Prof.
F._
hat sich in seinem Gutachten indes damit befasst
und vertrat bei
der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die Ansicht, dass
dem Beschwerdeführer
a
uf Grund der im Rahmen der affektiven Symptomatik noch bestehenden leichten neuropsychologischen Störung sowie
auf Grund der
affek
tive
n
Restsymptomatik selbst
die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit sowie
die Ausübung
einer angepassten Tätigkeit
in einem vollzeitlichen Umfang, bei einer Leistungseinschränkung
im Umfang von 40
%
, mithin
im Umfang eines Arbeits
pensums von 60
%
zuzumuten
sei
.
Von einem sehr differenzierten Verständnis für die Beeinträchtigung des Beschwerdeführers zeugt auch die Darlegung von Prof.
F._
, wonach eine Arbeitstätigkeit in geschütztem Rahmen in keinem Fall für den Beschwerdeführer geeignet erscheine, da es dabei zu einer dauerhaften Unterforderung komme und der Beschwerdeführer diese Art von Arbeiten zu Recht als solche empfinden würde, die weit unter seinem vorhandenen Potential liegen. Prof.
F._
legte nachvollziehbar dar, dass es nicht um eine reale Entlas
tung der Anforderungen in der Tätigkeit gehe, sondern darum, dass der Be
schwer
deführer sein vorhandenes Potential auch wieder nutzen könne (S. 42 oben).
5.2
Im Folgenden gilt es im Rahmen der Beweiswürdigung im Sinne eines struk
tu
rierten Beweisverfahrens zu prüfen, ob sich der Gutachter bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 orientierte, und ob bei der Bemessung der Erwerbsunfähigkeit in rechtlicher Hinsicht auf die von ihm festgestellte Arbeitsunfähigkeit abgestellt werden kann (BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418). Die gutachterlichen Feststellungen von Prof.
F._
stellen eine genügende Grundlage dar, um diese Prüfung vorzunehmen (Urteile des Bun
desgerichts 9C_289/2018 vom 1
1.
Dezember 2018 E. 6 und 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.2).
5.3
Zu beurteilen sind die funktionellen Auswirkunge
n der psychischen Erkrankung des Beschwerdeführers.
Vorerst gilt es die Kategorie «funktioneller Schweregrad» zu prüfen. Dies Kategorie wird nach den konkreten funktionellen Auswirkungen beurteilt und insbesondere danach, wie stark die versicherte Person in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionen leidensbedingt beeinträchtigt ist (BGE 143 V 418 E. 5.2.3).
5.4
5.4.1
Hinsichtlich des Komplexes «Gesundheitsschädigung» ging
Prof.
F._
in seinem Gutachten vom
6.
Januar 2020 (vorstehend E.
3.8
)
davon aus, dass der Be
schwer
deführer
unter einer Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen und unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leide
t
, und dass
er
auf Grund einer im Rahmen der affektiven Symptomatik bestehenden leichten neuropsychologischen Störung sowie auf Grund der affektiven Restsymptomatik selbst in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
ist
. Gegenwärtig sei ihm die Aus
übung der bisherigen Tätigkeit sowie
diejenige
einer angepassten, verständnis
vollen Tätigkeit in einem wohlwollenden Umfeld, in welchem seine überdurch
schnittlichen Fähigkeiten respektiert und belohnt würden, in einem vollzeitlichen Umfang, bei einer Leistungseinschränkung im Umfang von 40
%
, mithin im Um
fang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten, wobei bei einer positiver per
sön
lichen Entwicklung und entsprechend günstiger äusserer Arbeitsbedingungen
in Zukunft
mit dem Erreichen einer vollzeitlichen Arbeitsfähigkeit, ohne Leis
tungs
einbusse, in
angepassten Tätigkeiten zu rechnen sei.
Auf Grund dieser gut
achter
lichen Aussagen ist daher davon auszugehen, dass es sich bei der
gegen
wärtig bestehenden psychischen Symptomatik noch um eine affektive
Restsymp
to
matik
und um eine dadurch verursachte leichte neuropsychologische
Störung
handelt.
In Anbetracht des Umstandes, dass sich Prof.
F._
bei der Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit auf die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung d
urch
Dr.
phil.
E._
stützte, vermag dessen Beurteilung auch einer rechtlichen Prüfung
der Frage,
inwiefern sich das psychische Leiden
funktionell auf die Arbeits
fähigkeit auswirkt
e
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_628/2018 vom 3
1.
Oktober 2018 E. 4.5.1.1)
,
standzuhalten.
Ge
stützt auf die gutachterlichen Angaben
ist
daher von einer
leichten bis mittelgradigen
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome auszugehen.
5.4.2
In Bezug auf den Behandlungserfolg oder -resistenz, also den Verlauf und den
Ausgang von Therapien, welche wichtige Schweregradindikatoren darstellen, führte
der Gutachter aus, dass
für einen Behandlungserfolg eine fachlich fundierte Auseinandersetzung des Beschwerdeführers mit seinen dysfunktionalen bezie
hungs
weise narzisstischen Persönlichkeitsanteilen erforderlich sei
. Da der
Be
schwerdeführer selbst
(ohne geeignete Therapie) indes
kaum über genügend Res
sourcen verfüge, um sich
damit
auseinander zu setzen,
sei von eher geringen
Heilungschance
n
auszugehen
(Urk.9/162/38). Prof.
F._
führt alsdann
aus,
dass
der Beschwerdeführer zwar
regelmässig psychotherapeutisch behandelt werde,
dass die durchgeführten Therapien den diagnostizierten Störungen
indes nicht ausreichend entsprä
chen. Insbesondere finde
dabei
offensichtlich
die
erforder
liche gezielte, gelegentlich auch konfrontative Auseinandersetzung mit
dessen
dysfunktionalen Persönlichkeitsanteilen nicht statt.
Zudem hätten, d
a die bishe
rige antidepressive Medikation nicht zu einer Remission der depressiven Sympto
matik geführt habe,
gemäss den Leitlinien
bei nicht ausreichender Response andere Therapieverfahren geprüft werden
müssen
(
Urk.
9/162/39).
Es
ist
daher
davon auszugehen, dass die bisher durchgeführte
Behandlung erfolglos geblieben ist, weil
sie dem
diagnostizierten
psychischen Leiden
nicht ausreichend entsprach
. Damit erscheint die bisherige Behandlung
als ungeeignet. Da der Gutachter davon ausging, dass
noch
geeignete
therapeutische Optionen bestehen,
ist
eine Behand
lungsresistenz
daher zu verneinen
.
5.4.3
Der Indikator
«Komorbiditäten»
im Besonderen ist bedeutsam für die Frage nach potenziell ressourcenhemmenden Faktoren (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3
und
143 V 418 E. 8.1)
.
Störungen
können,
unabhängig von ihrer Diagnose
,
als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall res
sourcenhemmende Wirkung beizumessen ist
, wobei eine
Gesamtbetrachtung in Berücksicht
igung der Wechselwirkungen vorzunehmen ist
(BGE
143 V 418
E.
8.1).
Vorliegend ist gestützt auf die
Beurteilung durch
Dr.
H._
vom 1
9.
August
2020
davon auszugehen, dass auf Grund der Kopfschmerzattacken von
eine
r
Ver
minderung der Leistungsfähigkeit
auszugehen ist,
dass diese
Verminderung der Leistungsfähigkeit
indes durch die
von
Prof.
F._
festgestellten Leistungsmin
derung
im Umfang einer Arbeitsunfähigkeit von 40
%
mitumfasst
wird (vorste
hend E.
3.8
).
Im Rahmen
eine
r
Gesamtbetrachtung in Berücksichtigung der
Wechselwirkungen
ist daher davon auszugehen, dass die gutachterliche Beur
teilung einer Resterwerbstätigkeit von 60
%
auch die funktionellen Auswir
kun
gen der somatischen Begleiterkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit mitum
fasste.
5.4.4
I
n Bezug auf den Komplex «Persönlichkeit» und «sozialer Kontext» kam der
Gut
achter zum Schluss, dass der Beschwerdeführer
neben einer Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen auch unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leide
t
.
Der Gutachter stellte einen erheblichen Leidens
druck fest, wobei es sich dabei gemäss den Angaben des Beschwerdeführers vor allem um externen Druck handle, welcher früher durch
seine
ehemaligen Arbeit
geber und gegenwärtig durch die Sozialinstitutionen ausgeübt werde (
Urk.
9/162/40). Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass d
er
Indikatorenkomplex
«sozialer Kontext»
sich ebenfalls auf den funktionellen Schweregrad
bezieht
und einen wesentlichen Teil des Grundgerüsts der Folgenabschätzung
bildet
(BGE 141 V 281 E. 4.3
), weshalb
soziale Belastungen
, soweit sie
direkt negative funktionelle Folgen zeitigen,
ausgeklammert zu bleiben haben (Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2019 vom 3
1.
Juli 2019 E.
7.2.2). Insoweit der festgestellte Leidensdruck auf externen Druck beziehungsweise auf soziale und psychosoziale Faktoren zu
rückzuführen ist, ist er vorliegend daher nicht zu berücksichtigen.
Der
Gutachter führte aus, dass der
Beschwerdeführer
über deutlich ü
berdurch
schnittliche Ressourcen
verfüge
,
dass er
eine gute Intelligenz auf
weise
, eine aka
demische Ausbildung als Mathematiker absolviert
habe
, in einer intakten Familie mit einer Ehefrau und vier Kindern
integriert sei
,
über
einen breiten Freundes
kreis, insbesondere auch zu Mitgliedern einer Jagdgesellschaft,
verfüge,
regel
mässigen Kontakt zu seiner Ursprungsfamilie in Israel
pflege
und
regelmässig
Gedichte
verfasse
. In der Vergangenheit habe er die
narzisstische Problematik
möglicherweise
durch ein überdurchschnittlich erfolgreiches Berufsleben
und eine erfolgreiche Ausbildung
kompensieren können
. B
erufliche Schwierigkeiten, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich,
könne der Beschwerdeführer
auf Grund seiner narzisstischen Persönlichkeitsanteile nicht adäquat verarbeiten.
Er
könne sich (ohne eine adäquate Therapie)
innerpsychisch
nicht
mit
seinen
dys
funktionalen Persönlichke
itsanteilen auseinander
setz
en
. In Würdigung der ge
sam
ten Umstände ist
daher
davon auszugehen, dass
die
persönlichen Ressourcen hinsichtlich der sozialen Interaktion, Alltagsselbständigkeit und Mobilität
insge
samt
ausreichend erhalten
sind,
um
jedenfalls
eine Arbeitstätigkeit
in einem teilzeitlichen
im Umfang
entsprechend
der von Prof.
F._
festges
t
ellten Arbeits
fähigkeit von 60
%
aufzunehmen.
5.4.5
Betreffend die Kategorie «Konsistenz» stellte Prof.
F._
eine erhebliche Diskre
panz des Aktivitätsniveaus beziehungsweise des allgemeinen Lebensbereichs und der Arbeitsfähigkeit fest. Denn der Beschwerdeführer verfüge über einen Freun
deskreis, pflege intensiven Kontakt zu seiner Familie in Israel und sei auch in
kreativer Hinsicht nicht eingeschränkt, was sich im Verfassen von Gedichten zeige
.
Zudem reise
er
regelmässig nach Israel und besuche seine Verwandten dort.
Auch im Hinblick auf die
geklagten Symptome und
die
Funktionseinbussen bestünden Inkonsistenzen
. Zudem sei
eine Verdeutlichungstendenz offensichtlich.
Der Gut
achter führte sodann aus, dass der
Beschwerdeführer
einen geregelten Tagesab
lauf mit regelmässigem Aufstehen,
Spaziergängen, Lesen,
der Einnahme der
Mittag- und Abendessen mit der Familie, Gesprächen mit der Ehefrau und den Kindern am Abend
aufweise
(
vgl.
Urk.
9/162/24).
Der geschilderte Tagesablauf lässt auf
intakte
Ressourcen schliessen.
Da das Aktivitätsniveau der versicherten Person
in rechtlicher Hinsicht
im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsun
fähigkeit zu
beurteilen
ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1)
,
ist nach Gesagtem eine
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus
jedenfalls
mit Bezug auf die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit von 70
%
(
Urk.
1 S. 8) zu verneinen.
In Würdigung der gesamten Umstände
ist
in Bezug auf die von Prof.
F._
fest
gestellte Arbeitsunfähigkeit
in
dem eher
gerin
gen
Umfang
e
von 40
%
eine erhebliche Diskrepanz des Aktivitätsniveaus zu verneinen.
Demzufolge
hält
die von Prof.
F._
festgestellte Arbeitsfähigkeit
im Umfang von 6
0
%
einer Konsi
stenz
prüfung stand.
6.
6.1
Nach Gesagtem steht fest, dass
Prof.
F._
in seiner
Beurteilung der Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers
in seinem Gutachten vom
6.
Januar 2020 (vor
stehend E.
3.8
)
ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt
e, und dass seine
Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte
und damit
den normativen Vorgaben Rechnung
trug, weshalb dessen
indikatoren
ge
leitete
Beurteilung der Leistungsfähigkeit im Rahmen
eines
strukturierten Be
weisverfahrens
, insbesondere unter dem Aspekt der Konsistenz,
stand
hält. Damit kommt ihr volle Beweiskraft zu.
6.2
Gestützt auf die
überzeugende,
den normativen Vorgaben entsprechende Beur
teilung durch Prof.
F._
vom
6.
Januar 2020 (vorstehend E.
3.8
)
sowie die nach
vollziehbare Beurteilung durch
Dr.
H._
vom 1
9.
August 2020 (vorstehend E.
3.11
)
ist
daher davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer
in psychischer und
somatischer Hinsicht
seit Mitte des Jahres 2016 sowohl
die Ausübung seiner bis
herigen Tätigkeit
als auch
die Ausübung einer angepassten Tätigkeit in einem vollzeitlichen Umfang
,
bei einer Leistungseinschränkung von 40
%
, mithin im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten
war.
6.3
Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung.
Diesfalls
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 1
9.
Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 1
8.
April 2017 E. 3.2.1).
Da dem Beschwerdeführer gemäss der Beurteilung durch Prof.
F._
sowohl
die
Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als auch die Aus
übung einer angepassten Tätigkeit in einem vollzeitlichen Umfang
,
bei einer Leistungseinschränkung von 40
%
,
und mithin im Umfang einer Arbeitsun
fähig
keit von 40
%
zuzumuten war, ist von einem Invaliditätsgrad in dieser Höhe auszugehen.
6.4
Da der Rentenanspruch gemäss
Art.
29
Abs.
2 IVG nicht
entsteht, solange die versicherte
Person ein Taggeld nach
Art.
22
IVG beanspruchen kann, und da der Beschwerdeführer bis
3
1.
August 2018 Anspruch auf ein Taggeld gemäss
letzterer Bestimmung
hatte (
Urk.
9/111),
besteht
demnach
für die Zeit
ab
1.
September 2018
ein
Anspruch
des Beschwerdeführers
auf eine
Viertelsrente
.
Der angefochtene Entscheid ist rechtens,
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig.
Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss
dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.