Decision ID: a2d93a94-2412-4bbe-8de6-7b72d66f2a9a
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1962 geborene
X._
war seit 2009
als
Hauswirtschaftsmitarbeiterin im Alterswohnheim
Z._
ang
estellt und dadurch bei der
Vaudoise
Allgemeine, Versicherungs-Gesellschaft AG
(nachfol
gend:
Vaudoise
)
,
gegen die
Folgen von Unfällen versichert.
Am 1
2.
November 2016 stür
zte sie
zu Hause über einen
Teppich (Unfallmeldung vom 2
4.
November 2016
[Eingangsdatum]
,
Urk.
9/1
). Der am 1
4.
November 2016 erstbehandelnde
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin,
diagnosti
zierte eine Kontusion der rechten Schulter und verordnete Ruhigstellung und lokal abschwellende Massnahmen
(
Flectorpflaster
/
Arcoxia
Tabletten)
.
Zudem
attestierte er der Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit voraussichtlich bis am 22.
November 2016 (
Urk.
9/8
,
Urk.
9/5
).
Die
Vaudoise
anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (
Urk.
9/9 f.).
Am 2
1.
November 2016 wurde die
hausärztlich
e Behandlung abgeschlossen und a
b dem 2
3.
November 2016 nahm die Versicherte ihre Erwerbstätigkeit
im bishe
rigen Pensum
wieder auf (
Urk.
9/8,
Urk.
9/6)
.
1.2
A
m 12. Dezember 2016 rutschte die Versicherte
bei der Arbeit
auf nassem
Fuss
boden
aus
(Unfallmeldung vom 22. Dezember 2016
[Eingangsdatum]
, Urk. 8/1). D
ie
selben
tags
erstbehandelnde Ä
rzt
in
des Spitals
B._
diagnostizierte «
meh
rere Kontusionen
nach Sturz
»
.
Anamnestisch habe sich die Versicherte rechtssei
tig am Kopf und an der Hüfte, aber auch am linken Unterkiefer und am linken Ellbogen
angeschlagen
.
Es wurde
eine Analgesie
verordnet
und
die Versicherte bis am 14. Dezember 2016 zu
100
%
krankgeschrieben
(
Urk.
8/4
,
vgl. auch
Urk. 8
/8
)
.
Die
Vaudoise
anerkannte den Schaden
fall
und erbrachte die gesetzli
chen Versicherungsl
eistungen (
Urk.
8/7,
Urk.
8/11 f.).
Am 1
5.
Dezember 2016 wurde die Versicherte bei Klagen über eine Veränderung des Bisses
bei
Dr.
A._
vorstellig. Dieser
diagnostizierte ein
e Kontusion des Unterkiefers und
linken Ellbogens und
bescheinigte
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
ab dem
1
3.
Dezember 201
6
(
Urk.
8/5,
Urk.
8/10).
Aufgrund der
im weiteren Verlauf
durchgeführten
zahnärztliche
n
sowie
bildgebende
n
Untersuchung des Schädels
konnte eine intrakranielle Blutung ausgeschlossen werden und ergab sich auch in zahnärztlicher Hinsicht kein weiterer Behandlungsbedarf
(vgl. Schädel-MRI vom 2
0.
Dezember 201
6
Urk.
8/6
; zahnärztlicher Untersuchungsbericht vom 1
3
. Januar 201
7
,
Urk.
8/9
).
1.3
Anlässlich
der
hausärztlichen
Verlaufskontrolle vom 2
1.
Februar 2017
hielt Dr.
A._
vermehrte S
chmerzen
und eine massive Bewegungseinschrän
kung der rechten Schulter
fest und
diagnostizierte
eine adhäsive
Kapsulitis
bei Status nach
Kon
tusion de
r Schulter am 1
2.
No
vember 201
6.
Zudem
attestierte
er
der
Versicherten
ab dem 2
1.
Februar 201
7
erneut eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit
(
Verlaufsbericht vom 2
4.
April 2017
,
Urk.
9/16, vgl. auch
Urk.
9/11).
Die
am 1
0.
März 2017
im
Kantonsspital
C._
durchgeführten
Röntg
enauf
nahmen
des rechten Schultergelenks
brachte
n im Wesentlichen
eine
AC-Gelenksa
rthrose
zur Darstellung
.
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für orthopä
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
sowie
Chefarzt des
C._
interpretierte das Beschwerdebild
am ehesten als
adhäsive
Kapsulitis
(CRPS), ausgelöst d
urch den Sturz am 1
2.
Dezember 2016
(
Urk.
9/14
f.
).
Am 2
3.
Juni 2017 nahm
Dr.
med. E._
,
Facharzt FMH für Chirurgie und
beraten
der Arzt der
Vaudoise
,
zur Sache Stellung (
Urk.
9/22).
Gestützt darauf stellte
die
Vaudoise
die bisher erbrachten Leistungen
mit Verfügung vom
5.
Juli 2017
per Ende 2016 ein (
Urk.
9/23)
.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
0.
Juli 2017 Ein
sprache (
Urk.
9/24, mit Verbesserung vom 30.
August 2017
und
Ergänzung vom 2
9.
September 2017
,
Urk.
9/27
,
Urk.
9/29
)
. Nach
Beizug
der Verlaufsberichte des
C._
(
Urk.
9/31)
sowie
einer weiteren
medizinischen Stellungnahme von
Dr.
E._
(
vgl. Bericht vom
3.
Januar 2018,
Urk.
9/32
) hielt die
Vaudoise
an ihrem Standpunkt fest und stellte die
Leistungen mit
Ei
nspracheentscheid
vom
9.
Januar 2018 per Ende 2016 ein (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
6.
Januar 2018 Beschwerde und beantragte, es sei
en
ihr in Aufhebung
des angefochten
en Ent
scheids vom
9.
Januar 2018
weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten anzuordnen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwer
deantwort vom 2
7.
Februar 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am
6.
März 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 12. November 2016 respektive am 12. Dezember 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewese
nen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
werden
– soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.
3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers
gemäss
UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die
blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich
hiebei
um eine anspruchsauf
hebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis
).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E. 3b/
ee
mit Hinweis).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin aufgrund der von ihr gel
tend gemachten Beschwerden auch
nach Ende 2016
Leistungen der Beschwerde
gegnerin als Folge
der Unfälle vom 1
2.
November und 1
2.
Dezember 2016
bean
spruchen kann.
2.2
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht
per Ende 2016
im ange
fochtenen Entscheid mit der Begründung, entsprechend der Beurteilung von Dr.
E._
könnten die beklagten Beschwerden nicht
rechtsgenüglich
auf das Ereignis vom 1
2.
November 2016 zurückgeführt werden; es bestehe ein erhebli
cher degenerativer Vorzustand, welche
r
für sich
allein ein CRP
S
herv
orrufen könne.
Ausserdem
sei das
fragliche
C
R
P
S
erst vier Monate nach dem Unfall erst
mals
dokumentiert
worden. Indem die Behandlung am 2
1.
November 2016 abge
schlossen worden sei, liege auch keine richtunggebende Verschlimmerung
vor.
Im Übrigen
habe die Beschwerdeführerin anl
ässlich des Ereignisses vom 12.
November 2016 keine strukturellen Läsionen erlitten.
Schliesslich
sei eine Unfallkausalität auch mit Bezug auf den zweiten Unfall vom 1
2.
Dezember 2016 ausgeschlossen;
den medizinischen Unterlagen zufolge habe sie dabei keine Ver
letzung an der rechten Schulter erlitten
(Urk. 2).
2.3
Die Beschwerdeführerin
wandte dagegen ein,
gemäss
Unfallmeldun
g vom 24. November 2016 sei es
anlässlich des Sturzes vom 1
2.
November 2016
zu einem
Riss
innerhalb der Schulter gekommen
.
Weiter habe sie am 12. Dezember 2016
einen eindrücklichen Sturz erlitten mit ganzkörperlichen Prellungen, Quet
schungen und sogar Rissen im Mund. Es sei physikalisch durchaus überwiegend wahrscheinlich, dass auch die rechte Schulter bei diesem Sturzereignis den unge
wöhnlichen äußeren Einflüssen ausgesetzt gewesen sei.
Da sie
neben der Schür
fung am linken Ellbogen auch Kontusionen im Bereich der rechten Hüfte und auf der rechten Seite des Ko
pfes erlitten habe,
sei es kaum vorstellbar, dass bei diesem Sturz nicht auch die rechte Schulter mitbetroffen worden sei. Vielmehr sei die physikalische Einwirkung auf die rechte Schulter am 1
2.
Dezember 2016 derart wahrscheinlich, dass diese als nachgewiesen betrachtet werden müsse.
Auch
Dr.
D._
habe das CRPS auf das Ereignis vom 1
2.
Dezember 2016 zurückgeführt. Die Auffass
ung von
Dr.
E._
, wonach das C
R
P
S durch den degenerativen Vor
zustand ausgelöst worden sei, beruhe lediglich auf einem Erfahrungssatz und es werde damit nicht gesagt, dass die Beschwerden nicht auch traumatisch bedingt sein könnten.
Ausserdem
habe er keine persönliche Untersuchung vorgenommen.
Sodann habe die Beschwerdeführerin die Arbeit nach dem Unfall vom 1
2.
November 2016 nur unter Einnahme von Schmerzmedikamenten wieder auf
nehmen können. Seit dem zweiten Unfall im Dezember 2016 hätten die Schmer
zen zugenommen, wobei sich die Schmerzqualität von den vorbestehenden Arth
rose-bedingten Schmerzen unterschieden hätten. Damit sei bereits belegt, dass die
CRPS-
typischen Beschwerden
nach
den
fraglichen Unfällen aufgetreten
seien
.
Bei alle
dem sei ein
unfallbedingte
s
CRPS ausgewiesen und bei gegenteiliger Auf
fassung ein Gerichtsgutachten anzuordnen
, zumal
unüberwindbare Zweifel
an der Einschätzung des
versicherungsinternen
Dr.
E._
bestünden
(Urk. 1).
3.
3.1
Im Zusammenhang mit dem Sturz vom 1
2.
November 2016 diagnostizierte
Dr
.
A._
am 1
4.
November 2016 eine Kontusion der
rechten Schulter. Es
bestünden
Druckdolenz
en
im Bereich des
rechten AC-Gelenk
s
und
über dem
Del
toideus
.
Gleichzeitig
sei
en
die re
chte Schulter normal beweglich und der Rönt
genbefund
bland
.
Dr.
A._
verordnete
Ruhigstellung mit Rucksackver
band und lokal abschwellende Massnahmen
und attestierte der Beschwerdefüh
rerin
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich
bis
am 22.
November 201
6.
Am 2
1.
November 2016 schloss er die
hausärztliche
Behandlung ab und ab dem 2
3.
November 2016 nahm die Beschwerdeführerin
ihre Erwerbstätigkeit im bisherigen Umfang wieder auf
(
vgl. B
ericht vom 23.
Januar 2017
,
Urk.
9/8
;
Urk.
9/6
).
3.2
Nach dem
Sturz vom 1
2.
Dezember 2016 diagnostiz
ierte die
selben
tags
erstbe
handelnde Ärztin des Spitals
B._
«mehr
ere Kontusionen nach Sturz»
. Die Beschwerdeführerin habe sich nach eig
e
nen Angaben am Kopf rechts sowie an der rechten Hüfte angeschlagen, ebenso am linken Unterkiefer und link
en Ellbo
gen. Es bestehe keine A
mnes
ie, wenngleich
der Sturz nicht im Detail beschrieben werden könne.
Klinisch zeigten sich ein subkutanes Hämatom parietal rechts, ein Hämatom am linken Ellbogen,
eine leichte Schürfung mit Hämatom a
m
Unter
kiefer,
ein
Schleimhautriss
enoral
sowie
eine
Druckdolenz
über dem rechten Tro
chanter
majus
. Die Zähne
und der Schädel s
eien indolent. D
ie HWS sei normal beweglich, wenngleich die Linksrotation – vorbestehend – leicht schmerzhaft sei
.
Als Therapie verordnete sie eine Bedarfsanalgesie
und
attestierte der
Beschwer
defüh
rerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 1
4.
Dezember 2016
(
Urk.
8
/4).
3.3
Anlässlich
der Verlaufskontrolle vom 2
1.
F
ebruar 2017 diagnostizierte Dr.
A._
bei Klagen über vermehrte S
ch
merzen
und bei massiv eingeschränkter Beweglichkeit
eine adhäsive
Kapsulitis
der rechten Schulter bei Status nac
h Kon
tusion der Schulter am 12.
November 201
6.
Zudem
attestierte
er
der Beschwer
deführerin ab dem 2
1.
Februar 2016 erneut eine 100%i
ge Arbeitsunfähigkeit und überwies
sie zur Weiterbehandlung
dem
C._
(
vgl.
Verlaufsbericht vom 2
4.
April 2017,
Urk.
9/16, vgl. auch
Urk.
9/11).
3.4
Die
im
C._
am 1
0.
März 2017 durchgeführte
n
Röntgenaufnahme
n
der rechten Schulter brachte
n
ein
en leichten
Hochstand des
Humeruskopfes
bei ansonsten regelrechter
glenohumeraler
Artikulation, ohne wesentliche degenerative Verän
derungen
und
eine AC-Arthrose zur Darstellung
. Anamnestisch sei es seit dem Sturz vom 1
2.
Dezember 2016 zu zunehmenden Schmerzen und einer Bewe
gungseinschränkung in der rechten Schulter gekommen. Die Schmerz
en seien nicht identisch mit denjenigen der
vorbestehenden symptomatischen AC-
Ge
-
lenksarthrose
.
Dr.
D._
hielt fest, die beschriebenen Schmerzen seien am ehes
ten als
adhäsive
Kapsulitis
(
CRPS
)
zu betrachten, ausgelöst durch den Sturz
im
Dezember 2016
(
vgl.
Konsiliarbericht vom 1
5.
März 2017,
Urk.
9/
15).
3.5
Auf
Vorlage des Berichts d
es
C._
vom 1
5.
März 2017 (E. 3.4
) hielt Vertrauens
arzt
Dr.
E._
in seiner Stellungnahme vom
2
3.
Juni 2017 fest, die beklagten Schulterbeschwerden seien nicht überwiegend wahrscheinlich auf die im Novem
ber und Dezember 2016 erlittenen Unfälle zurückzuf
ühren; eine unfallbedingte
re
t
rakt
ive
Kapsulitis
entwickle sich nicht erst drei Monate nach einem Ereignis. Vielmehr dürfte hierfür der degenerative Vorzustand ursächlich sein. Die im Dezember 2016 erlittenen Verletzungen hätten
nach medizinischer
Aktenlage vor allem den linken Arm betroffen. Eine neuerliche Schädigung der rechten Schulter sei nicht dokumentiert (
Urk.
9/22).
3.6
Dr.
D._
hielt
aufgrund der Verlaufskontrolle vom 1
1.
August 2017 ver
schiedentlich
D
r
u
ckdolenzen
im Bereich der rechten Schulter
sowie
starke Schmerzen bei der Aussenrotation
fest
. Es bestünden nach wie vor deutliche Zei
chen einer
Kapsulitis
, wenngleich vor allem Schmerzen und weniger die Bewe
gungseinschränkung im Vorder
grund stünden
. Aus seiner Sicht sei die reaktive adhäsive
Kapsulitis
eine Folge der Traumatisierung des
Schultergelenks infolge des St
u
r
zes vom 1
2.
Dezember 2016
(
vgl.
Konsiliarbericht vom 1
4.
August 2017,
Urk.
9/26).
3.7
Zum
am
1
8.
August 2017
im
C._
durchgeführte
n
Arth
ro
-MRI
der rechten Schul
ter hielt
Dr.
D._
folgende Befunde fest:
Burs
itis
subacromalis
subdeltoidea
sowie zusätzlich
diskreter
transmuraler
Riss
mit begleitender
Tendopathie
der
Supraspinatussehne
.
Keine Sehnenretraktion.
Tendinopathie
der
Infraspinatus
sehne
.
V
erdickter
Rezessus
axillaris
sowie unscharf abgegrenztes
Rotatore
nman
schetten
intervall
, möglicherweise im Rahmen einer zusätzlichen
Kapsulitis
. A
kti
vierte AC-Gelenksarthrose
.
Im weiteren Verlauf habe die Beschwerdeführerin zufolge Infiltration und
Physiother
apie
deutliche Schmerzlinderung berichtet
(
Urk.
9/31a;
vgl.
Konsiliarbericht
e
vom 3
0.
August
und 1
2.
Oktober
2017,
Urk.
9/31b
+c
).
3.8
Dr.
E._
hielt
am
3.
Januar 2017
folgende Diagnosen fest
(
Urk.
9
/32/2)
:
-
Schulterkontusion rechts
-
Sturz mit diversen Kontusionen (Unterkiefer, linker
Ellbogen, Schädel, rechte Hüfte am
1
2.
Dezember 2016)
-
Verdickter
Rezessus
axillaris
sowie unscharf abgegrenztes
Rotatoreninter
vall
, möglicherweise im Rahmen einer zusätzlichen
Kapsulitis
-
Status nach symptomatischer AC-Arthrose rechts mit Infiltration (Juni 2016) bei hypertropher AC-Arthrose
-
MRI-
mässig Geröllzy
s
ten Tub.
Majus
,
Akrom
ion
Typ II, Bursitis
subakro
mialis
,
Te
ndinopathie
und
transmurale
Läsion SSP,
Tendinopathie
ISP und BLS, Ruptur
anteroinferiore
Gelenkkapsel
Bei de
r
retraktiven
Kapsulitis
handle
es sich um eine Kapselschrumpfung des Schultergelenkes.
Diese könne
durch eine direkte Verletzung
der Schulter
(Ope
ration, Unfall) oder auch indirekt hervorgerufen
werden durch
Verletzungen
an
anderen Abschni
tten des gleichen Armes. Sodann könnten
Kapsulitiden
auch auf
grund von entzündlichen, degenerativ bedingten Veränderungen der Schulter auf
treten. Schliesslich seien
auch spontan auftretende
Kapsulitiden
ohne Auslöser bekannt.
Letzteres
würde
vor
allem Frauen im mittlere
n
Leb
ensalter
betreffen
. Typischerweise beginne
die Symptomatik mit stärksten
Schul
terschmerzen. Erst in ei
ner weiteren Phase stelle
sich die Bewegungse
inschränkung ein. Begrifflich wü
rden häufig CRPS,
Kapsulitis
und
frozen
shoulder
als Synonyme verwendet, wobei eine isolierte, unfallkausale CRPS nur bei Wegfall
anderer krankheitsbe
dingter
Schu
lterveränderungen anzunehmen sei
. Für die Be
jahung einer Unfall
kausalität we
rd
e
zudem eine kurze Latenz
zum Ereignis von
6-8 Wochen gef
or
dert (Kiener und
Kisslig
1998; vgl. ausserdem
Leitfaden CRPS Suva Nr.
2771.d Ausgabe Februar 201
3
)
.
Die Beschwerdeführerin habe am 1
2.
November
2016 eine diagnostizierte Schul
terkontusion
erlitten
.
Zu
einer strukturellen Läsion
sei es nicht gekommen.
Aus den
Verlaufsakten gehe
auch
nicht hervor, dass das
Ereignis vom 12.
November
2016 zu einer richtungsweisenden Verschlimmerung dieses Vorzustandes im Sinne der
retraktiven
Kaps
ulitis
geführt habe
. Im Gegenteil sei die
hausärztliche
Behandlung
am
2
1.
November
2016 abgeschlossen
worden
.
Sodann sei die
Kap
sulitis
erst
mals
am 2
1.
Februar
2017
, mithin
mehrere Monate nach dem Ereignis
festgehalten worden
. Mit
Bezug auf das Ereignis vom 12. Dezember 2016 gehe
aus den
Ak
ten nicht hervor
, dass der rechte Arm
retraumatisiert
worden sei
. Anlässlich der Erstbeurteilung im Spital
B._
sei
unter anderem eine Verlet
zung des linken Ellbogens
festgehalten worden
. Angaben über eine Verletzung des rechten Armes fehl
t
en gänzlich. Somit
könne auch
nicht von einer "wahr
scheinlichen" Verletzung des rechten Armes ausgegangen werden.
Vielmehr bestehe
ein erheblicher Vorzustand der rechten Schul
ter (Diagnosen 1.4 und 1.5). Dieser könne
per se ei
ne
Kapsulitis
hervorrufen. Die Beschwerdeführerin sei infolge dieses
Vorzustand
es
a
uch schon vor den fraglichen
Ereignis
sen
mittels Infiltration symptomatisch behandelt
worden.
Bei alle
dem
bestehe
kein überwie
gend wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen
den fraglichen
Ereignis
sen
und d
er
Kapsulitis
.
Betreffend die rechtsseitige
Schulterkontusion
vom 1
2.
No
vember 2016 sei der Status quo (sine
vel
ante)
nach 4-6 Wochen
eingetreten (
Urk.
9/32).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
9
.
Januar 2018
(
Urk.
2)
in medizinischer Hinsicht auf die fachärztlich-
chirurgi
sche
n
B
eurteilung
en
von Dr.
E._
vom 23. Juni 201
7
und
3.
Januar 2017
, wel
cher dieser in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgab.
4.2
Konkrete Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der Beurteilung
en
von Dr.
E._
sprechen, sind nicht ersichtlich.
Zunächst
ist nicht einsichtig und hat die Beschwerdeführerin auch nicht dargetan, inwiefern es sich für sie hätte nach
teilig auswirken sollen, dass
Dr.
E._
keine
persönlich
e Untersuchung durchge
führt hat
.
Insbesondere stand
vorliegend
nicht etwa die
diagnostische Würdigung der (sowohl klinisch als auch radiologisch hinreichend dokumentierten) Beschwerden,
sondern
die Frage nach deren
– aus medizinisch-objektiver
Warte zu beurteilenden -
Unfallkausalität im Vordergrund
.
Soda
n
n
erweisen sich die
begründeten
Schlussfolgerungen
von
Dr.
E._
als nachvollziehbar und
überzeu
gend
;
anläss
lich des ersten Sturzes vom 12.
November 2016
hatte die Beschwer
deführerin
eine Kontusion der rechten Schulter erlitten
. Klinisch zeigte sich
im Wesentlichen
eine
Druckdolenz
bei im Übrigen normaler Bewegli
chkeit der rech
ten Schulter
,
s
tr
ukturelle Läsionen
konnten
bildgebend ausgeschlossen werden
.
Dr.
A._
hielt betreffend die am 1
4.
November 2016
und damit
zeitnah durchgeführten Rön
tg
enaufnahmen der rechten Schulter ausdrücklich fest: «
nihil
»
(
Urk.
6/8).
Freilich kommt der Unfallmeldung vom 2
4.
November 2016
diesbezüglich
keinerlei Beweiswert
igkeit
zu; soweit dieser zu entnehmen ist, die Beschwerdeführerin habe «gemäss Röntgenbild einen Riss innerhalb der Schulter» erlitten,
steht dies
augenscheinlich
diskrepant zur
medizinischen Aktenlage und ist unbeachtlich.
Dass der Sturz vom 1
2.
November 2016 zu einer richtunggeben
den
Ve
rschlimmerung der vorbestehenden AC-Arthrose geführt haben soll, hat
selbst die Beschwerdeführerin
nicht geltend gemacht
(
Urk.
1; vgl. auch Gesprächsprotokoll vom
7.
Juni 2017,
Urk.
9/20 Antwort Nr. 22)
und liesse sich bei der vorliegenden Aktenlage
denn
auch nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellen; der Behandlungsabschluss
am
2
1.
November 201
6
, die Wieder
aufnahme der Erwerbstätigkeit im bisherigen
Umfang
ab dem 2
3.
November 2016 sowie die Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der persönlichen Bespre
chung vom
7.
Juni 2017 sprechen jedenfalls dagegen (
Urk.
9/6
ff.,
Urk.
9/20 Ant
wort Nr. 22
).
Als
dann kam es
beim
Sturz
vom 12.
Dezember 2016
zu weiteren Kon
tusionen. Anamnestisch prallte die Beschwerdeführerin einerseits
rechtsseitig
auf den Hinterkopf sowie
die rechte Hüfte und andererseits gegen den linken Unterkiefer und den linken Ellbogen.
Die erstbehandelnde Ärztin stellte im Wesentlichen ein subkutanes Hämatom parietal rechts sowie Hämatome
am Unterkiefer
und
linken Ellbogen fest.
Mit Bezug auf die rechte Hüfte
hielt sie eine
Druckdolenz
fest
.
Weitere Kontusionsmarken und/oder zusätzliche Befunde, ins
besondere im Bereich der rechten Schulter, vermochte auch
Dr.
A._
auf
grund
der Konsultation
vom 1
5.
Dezember 2016
ausdrücklich nicht fe
stzustellen (Urk. 8
/10).
Mit anderen Worten
liefert die vorhandene Aktenlage weder in sub
jektiver noch objektiver Hinsicht Anhaltspunkte dafür,
dass
die
rechte Schulter anlässlich des Sturzes
vom 1
2.
Dezember 2017
tangiert
worden
wäre
.
Soweit die Beschwerdeführerin
vorbringt, es sei
physikalisch überwiegend wahrscheinlich, dass auch die rechte Schulter «den ungewöhnlichen äusseren Einflüssen» dieses «
eindrucksvollen Sturzes
» ausgesetzt gewesen sei
(
Urk.
1),
kann ihr
nicht gefolgt werden; entbehrt diese
Hypothese
doch
jegliche
r
Grundlage
. Daran ändern auch
die Konsiliarb
erichte von
Dr.
D._
nichts. Insbesondere hat er
– ungeachtet der vorbestehenden
oligosymptomatischen
Schulterbeschwerden und bekannten
AC-Gelenksarthrose (vgl. Konsiliarbericht vom 1
3.
Juni 2016,
Urk.
9/2) -
nicht begründet, weshalb und inwiefern, das «am ehesten» als
Kapsulitis
zu interpretie
rende Beschwerdebild auf den Vorfall vom 1
2.
Dezember
2016 zurückzuführen
wäre
. Kommt hinzu, dass nicht restlos klar wird, ob er den Vorfall vom 1
2.
November 2016 oder 1
2.
Dezember 2016 meinte (vgl.
Urk.
9/15, vgl. auch
Urk.
9/26 und
Urk.
9/31c).
Dr.
A._
wiederum
diagnostizierte
– gänzlich unbegründet -
eine adhäsive
Kapsulitis
rechts bei Status nach Kontus
ion der rech
ten Schulter am 12.
November 2016 (Bericht vom 2
4.
April 2017,
Urk.
9/16).
Mit
hin
tragen
die Parteien
im Sozialversicherungsrecht insoweit eine Beweislast
, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableit
en wollte (BGE
115
V
133 E. 8a) und ergibt sich
- e
ntgegen
der
Beschwerdeführer
in
–
auch
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Nach dem Gesagten
ist mit der Beschwerdegegnerin
festzuhalten
, dass
die
fragli
che
n Beschwerden
seit Ende 201
6
jedenfalls
nicht
überwiegend wahrscheinlich
auf
die
Sturzereignis
se
vom 1
2.
November 2016 und/oder 12.
Dezember 2016
zurückzuführen sind
.
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhielt, lässt sich a
llein aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin
nach eigenen Angab
en
erst
seit dem Unfall vom 1
2.
Dezember 2016 an CRPS-typischen
Symptomen litt
,
noch keine Unfallkausalität herleiten.
Die
Argumentation nach der Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzu
sammenhänge nic
ht zu genügen (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
., Urteil des Bundesge
richts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E.
5.1).
4.5
Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin nach zutreffender Würdigung der medizinischen Aktenlage im angefochtenen Entscheid zum überzeugenden Schluss gelangt, dass über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per
Ende
201
6
hinaus fortdauernde Unfallfolgen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausge
schlossen werden könn
en, weshalb sie den Anspruch der Beschwerdeführerin
auf weitere Leistungen zu Recht verneinte.
Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.