Decision ID: b87f33ec-374a-4a71-8811-70895879097f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1971 geborene
X._
war seit
1. Oktober 1996
mit einem Pensum von 40
%
als kaufmännische Angestellte bei der
Y._
angestellt und damit bei der
Patria
Allge
meine Versicherungs-Gesellschaft (nunmehr: Helsana Unfall AG [nachfolgend: Helsana]) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch versichert (
Urk.
8/2). Am 5. November 1996 fuhr sie
als
Velofah
rerin
auf
ein stehendes
Auto au
f (
Urk.
8/3). Beim nachfolgenden Sturz zog sie sich eine K
ieferwinkelfraktur links, eine C
ommotio cerebri und eine Schmelzabsprengung am Zahn Nr. 43 zu (
Urk.
9/1-4). In der Folge erbrachte die Unfallversicherung
die gesetzlichen Leistungen und schloss den Fall Ende 1999
formlos
ab (vgl.
Urk.
9/40-41).
Am 14. Januar 2011
bat die Versicherte die Helsana um Wiederaufnahme des Verfahrens, da sie seit dem Unfall vom
November 1996 unter Migräne
leide
(
Urk.
8/46).
Die Unfallversicherung holte daraufhin medizinische Berichte ein (
Urk.
9/42-51) und verneinte mit Verfügung vom
8. August 2011 – unter Hin
weis auf einen fehlenden natürlichen Kausalzusammenhang
zwischen dem
Un
falle
reignis
und den aktuell geklagten Gesundheitsstörungen – ihre erneute Leistungspflicht (
Urk.
8/69). Die dagegen erhobene Einsprache vom 26. August respektive 18. Oktober 2011 (
Urk.
8/70 und
Urk.
8/75) wies sie mit Entscheid vom 21. November 2011 ab (
Urk.
8/76 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 21. November 2011 (
Urk.
2) erhob die
Versi
cherte mit Eingabe vom 28. Dezember 2011 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Verfügung vom 8. August 2011, die Übernahme der Heilbehandlungskosten und die Ausrichtung einer Rente (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom
2.
März 2012 schloss die Helsana auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Mit Replik vom 2
5
. März 2012 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest (
Urk.
12). Am 3. Mai 2012 bean
tragte die Beschwerdegegnerin erneut die Abweisung der Beschwerde (Duplik,
Urk.
15).
Am 9. Juli 2013 wurde eine Instruktionsverhandlung durchgeführt, zu welcher die Beschwerdeführerin in Begleitung von
Z._
erschien (vgl.
Urk.
18 und
S. 4 des
Protokoll
s
). Die Beschwerdegegnerin hatte am 8. Juli 2013 den Verzicht auf eine Teilnahme an der Instruktionsverhandlung erklärt (
Urk.
21), nachdem ihr das persönliche Erscheinen freigestellt worden war (vgl.
Urk.
18).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1
UVG
ein Taggeld zu. Wird sie in
folge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19
Abs.
1 UVG).
1.2
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar ge
heiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Ver
änderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen kön
nen (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes
Unfaller
eignis
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallver
sicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be
schwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
Gesundheits
schädigung
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der
gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Un
fall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Be
einträchtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zu
rückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesge
richts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Stö
rungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bezie
hungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne
Weiteres
zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Krite
rien in die Beurteilung mit einzubeziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig da
von, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un
falls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
desgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Be
urteilung des ad
äquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und ei
ner psychischen Fehl
entwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Be
schwerden auf eine Differenzie
rung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als orga
nischer und/oder psy
chischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109 ff.; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre erneute Leistungspflicht im Zusammen
hang mit dem Unfall vom November 1996
im Wesentlichen unter Hinweis auf die Beurteilung von
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Me
dizin und Rheumatologie
,
damit
,
dass hinsichtlich der Migräneattacken einer
seits ein Vorzustand best
eh
e und andererseits im Sinne eines unfallfremden Faktors eine neurovegetative Symptomatik mit psychischen Beschwerden vor
liege. Eine
radiologisch dokumentierte Schädigung im Bereiche des zentralen Nervensystems fehle. Die geklagten Beschwerden seien daher nur möglicher
weise
auf das Unfallereignis vom November 1996 zurückzuführen
.
Dies folge auch daraus, dass n
ach Abschlus
s der Behandlungen im Jahr 1999
bis
mindes
tens 2002 keine
medizinische
Hilfe – soweit aktenkundig – in Anspruch ge
nommen worden sei
.
Nach Wiederaufnahme der ärztlichen Betreuung seien auch die behandelnden
Mediziner
nicht
von einem Rückfall ausgegangen.
Es sei
zudem
kein unübliches Vorgehen, dass der Fallabschluss im Jahr 1999 nicht verfügt worden sei. Mangels adäquate
n
Kausalzusammenhang
s
zwischen dem Unfall und den damals noch geklagten Beschwerden sei dieser zu Recht zu die
sem Zeitpunkt vorgen
ommen worden (
Urk.
2
, 7 und 15).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, es sei nie eine Verfügung über den Abschluss der Leistungspflicht
der Unfallversi
cherung
ergangen,
weshalb
ihr (erneuter) Leistungsanspruch unter dem Asp
ekt des Grundfalls zu prüfen sei. Sie sei auch nach 1999
mehr oder weniger dau
ernd in medizinischer Behandlung gestanden
und habe diverse Therapien durchgeführt
.
Vor dem Unfallereignis
habe sie weder wegen Kopfschmerzen ärztliche Hilfe
benötigt noch sei sie des
halb je arbeitsunfähig gewesen (
Urk.
1
,
Urk.
12
und
Protokoll S. 4
).
3.
3.1
Die Erstbehandlung fand am Unfalltag durch
B._
,
Leitender Arzt,
C._
,
Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie,
statt. Er di
agnostizierte eine Kieferwinkelfraktur links und eine Schmelzabsprengung am Za
h
n Nr. 43
(Bericht vom 23. Dezember 1996 [
Urk.
9/3]).
Im Zwischenbericht vom 28. Januar 1997 nannte er überdies eine Commotio cerebri (
Urk.
9/4).
3.2
Die am 2
2.
November 1996 im
D._
durchgeführten Untersu
chungen
betreffend Schwindel
ergaben
einen Zustand nach Commotio cerebri, aber
keine Hinweise auf das Vorliegen eines
Subduralhämatoms
oder anderer organischer Läsionen (
Urk.
9/1-2). Traumatische Veränderungen waren auch anlässlich der Kernspintomographie des Gehirns vom 30. Januar 1997 nicht sichtbar (
Urk.
9/5).
3.3
E._
vom
P
sychologischen Institut der
F._
diagnosti
zierte am
16. März 1998
eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Stimmung
bei einem chronischen Verlauf, eine Panikstörung mit Agoraphobie und eine Tendenz zur Zwangsstö
rung (
Urk.
9/24, vgl. auch Urk.
9/17).
3.4
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer im Auftrag der Beschwerdegegnerin
(Urk. 8/33-34) vom 25. März bis 1. April 1998 durchgeführten Untersuchungen
(
Urk.
9/26-27)
stellten die Ärzte der
G._
am 7. Mai 199
8 fol
gende Diagnosen (
Urk.
9/
27
S. 1 f.
):
Agora
phobie samt Panikstörung (ICD-10 F40.01), unter Psychotherapie und
Deroxat
im Abklingen begriffen
mit
Schwindelgefühl (sog. Liftschwindel) als
Angstaequivalenz
z
usätzlichen Angstmanifestationen: vermehrtes Müdigkeitsgefühl,
Kloss
gefühl
, Gefühl von Unsicherheit und
Gefühl von fehlender Mitte
Angst vor Kontrollverlustsituationen
anamnestischen Phasen depressiver Reaktionen
einer Lärmempfindlichkeit
ohne
Anpassungsstörung
Mässig ausgeprägte, schwerpunktmässig im Nackenschultergürtel lokali
sierte
Myotendoperiostose
mit
grösstenteils subklinischen Ausstrahlungen in die Arme rechts > links
irritierten ersten Rippen beidseits
einer gewissen, eher
leichtgradigen
Tendenz zur Generalisierung
ohne
Segmentbewegungsstörungen innerhalb der Halswirbelsäule
neuropsychologische Funktionsdefizite
bei
einer ausgeprägten Haltungsinsuffizienz
einer zusätzlichen
Kopfprotraktion
einem Fahrradunfall vom 5. November 1996 samt Kieferwinkelfraktur links
Kopfschmerzattacken, möglicherweise
myofaszialen
Ursprungs
mit
Wiederholungen ungefähr alle zehn Tage
einer Dauer von je 1 – 3 Tage
n
ohne
migrainoide
Symptome
genügende Hinweise für das Vorliegen eines
postkommotionellen
Syn
droms
bei
mässig ausgeprägter, schwerpunktmässig im Nackenschultergürtel loka
lisierter
Myotendoperiostose
Status nach osteosynthetisch versorgter linksseitiger Kieferwinkelfraktur mit
anamnestischen Hinweisen auf eine leichte Commotio cerebri
Schmelzabsprengung Zahn Nr. 43
ohne
Zeichen einer Halswirbeldistorsion
bei
Fahrradunfall vom 5. November 1996
Die Klinikärzte führ
t
en aus, i
m Vordergrund der gesundheitlichen Störungen
stünde
n
die Agoraphobie samt den Panikstörungen, die beide zusammen einen Grossteil der Symptomatologie erklär
t
en. Die osteosynthetisch versorgte, links
seitige Kieferwinkelfraktur, die mit den Zeichen einer leichten Commotio cerebri einhergegangen sei, spiele als Ursache für die geklagten Beschwerden kaum mehr eine Rolle (S. 8 f.).
3.5
Am 15. Januar 1999 fand in der Klinik und Poliklinik für Kiefer- und
Gesichts
chirurgie
des
C._
die operative Entfernung des
Osteosyn
thesematerials
im Unterkiefer
statt (
Urk.
9/33a).
3.6
E._
konnte am 9. Juni 1999 keine psychiatrische Diagnose mehr stellen. Er berichtet
e, alle bei Therapiebeginn
formulierten Therapieziele
seien
mit gu
tem bis sehr gute
m Erfolg erreicht worden und die Therapie könne voraussicht
lich am 6. August 1999 abgeschlossen werden
(
Urk.
9/40).
3.7
H._
,
Praktischer Arzt
, berichtete am 25. November 1999 ü
ber den Behandlungsabschluss. Die Beschwerdeführerin gehe seit 25. Januar 1999 einer Tätigkeit
mit einem Pensum von 80
%
nach (
Urk.
9/41).
3.8
Die Ärzte der Neurologischen Klinik des
C._
diagnostizier
ten am 11. November 2009 eine chronische Migräne ohne Aura, einen Status nach Medikamentenübergebrauchskopfschmerz und eine
Tendomyopathie
der Kau- und Nackenmuskulatur. Sie berichteten, das 1996 erlittene leichte
Schä
delhirn-Trauma
habe die Kopfschmerz-Symptomatik verstärkt (
Urk.
9/46).
3.9
Die Ärzte der
I._
,
J._
, berichteten am 20. Oktober 2010 über den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 20. September bis 9. Oktober 2010 (
Urk.
9/42) und stellten folgende Diagnosen
(S. 1)
:
Migräne mit Aura (ICD-10 G43.1)
Chronische Kopfschmerzsymptomatik (ICD-10 R51)
Zustand nach Unfall mit Kieferbruch und Schleudertrauma im November 1996
Vitamin B12
-
Mangel (ICD-10 E53.8)
Vitamin D
-
Mangel
Die Ärzte hielten fest, d
ie Kopf- respektive Migräneschmerzen seien aufgrund des Krankheitsverlaufes als Spätfolge des Unfallereignisses vom November 1996
zu sehen.
Die Schmerzen seien in dieser Intensität und Häufigkeit erst nach dem Unfall aufgetreten (
Urk.
9/44).
3.10
In seiner aufgrund der Akten verfassten Stellungnahme vom 30. Mai 2011 ge
langte
A._
zum Schluss, es bestehe eine höchstens mögliche
Unfallkau
salität
. Diesbezüglich bestehe einerseits ein Vorzustand mit Angabe von schmerzmittelinduzierten Kopfbeschwerden, andererseits
sei im Sinne eines unfallfremden Faktors
eine neurovegetative Symptomatik mit auch psychiatri
schen Beschwerden, die die Kopfschmerzen unterhalten könnte
n
, ersichtlich.
Eine radiologisch dokumentierte Schädigung im Bereich des zentralen Nerven
systems fehle.
Eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei weder für die Arbeit als Grafikerin/Fotografin und als kaufmännische Angestellte noch in einer
lei
densangepassten
Tätigkeit ausgewiesen (
Urk.
9/49).
3.11
Dem Bericht des am
K._
tätigen
L._
vom 23. Juni 2011 kann entnommen werden, dass hinsichtlich der Migräne von einem Vorzustand aus
zugehen ist
.
Die Beschwerdeführerin habe schon vor dem
Unfallereignis
– jedoch deutlich seltener –
Migräneanfä
lle erlitten. Eine Assozi
ation zum Unfall sei mögli
ch, aber nicht sicher belegbar (
Urk.
9/50).
4.
4.1
Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger schriftlich Verfügungen zu erlassen (Art. 49
Abs.
1
ATSG
). Im gleichen Sinn bestimmte
Art. 99
Abs.
1 UVG in der bis Ende 2002 gültig gewesenen Fassung,
der
Versicherer habe über erhebliche Leistungen und Forderungen und über sol
che, mit denen der Betroffene nicht einverstanden ist, schriftliche Verfügungen zu erlassen. Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49
Abs.
1 ATSG fallen, können in einem formlosen Verfahren behandelt werden (Art. 51
Abs.
1 ATSG). Die betroffene Person kann den Erlass einer Verfügung verlangen (Art. 51
Abs.
2 ATSG). Der bereits vor dem Inkrafttreten des ATSG gültig gewesene, unverändert
gebliebene
Art. 124 UVV hält in
lit
. b fest, eine schriftliche Verfügung sei unter anderem zu erlassen über die Verweigerung von Versicherungsleistungen. Mit dem Inkrafttreten des ATSG hat sich in die
sem Punkt gegenüber der Rechtslage nach Art. 99
Abs.
1 UVG (in der bis Ende 2002 gültig gewesenen Fassung) nichts geändert
(vgl. BGE 132 V 412 E. 4
). Hat der Versicherer die (ganze oder teilweise) Verweigerung
von Leistungen zu Un
recht nicht in Verfügungsform, sondern formlos mitgeteilt und ist die betroffene Person damit nicht einverstanden, hat sie dies grundsätzlich innerhalb eine
s
Jahres zu erklären.
Diesfalls
hat der Versicherer eine Verfügung zu erlassen, ge
gen welche Einsprache erhoben werden kann. Ohne fristgerechte Intervention erlangt der Entscheid rechtliche Wirksamkeit, wie wenn er zulässigerweise im Rahmen von Art. 51
Abs.
1 ATSG ergangen wäre (BGE 134 V 145
E. 4 ff.
und Urteil des Bundesgerichts 8C_506/2008 vom
5.
März 2009 E. 2.1).
Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der
ver
sicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein.
In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegan
gen werden konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeits
unfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung un
ter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_185/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 4.3)
4.2
Die
behandelnden Ärzte nannten den
6.
August 1999 respektive
den
1.
Oktober 1999
als Behandlungsabschluss (Urk. 9/40-41). Hinsichtlich der nach dem Un
fall im Vordergrund gestandenen psychischen Beschwerden konnte
E._
am
9.
Juni 1999 keine Beeinträchtigung
en
mehr feststellen (Urk.
9/40/2-9 S. 7). Folglich lag zu diesem Zeitpunkt keine Behandlungsbedürftigkeit mehr vor.
Da
nach wurde
bis zur Rückfallmeldung vom 1
4.
Januar 2011 (
Urk.
8/46) keine
medizinische
Behandlung
bei der Unfallversicherung geltend gemacht
.
Ange
sichts dieser Umstände ist
von einem im Jahre 1999 abgeschlossenen Versiche
rungsfall auszugehen. Obwohl die Beschwerdegegnerin keinen formellen
Fall
abschluss
verfügte, wurde dieser rechtskräftig.
We
nn aus
den
nach der Rückfallmeldung
eingereichten Akten auch zu schlies
sen
ist
, dass die Beschwerdeführerin
in den
elf
Jahren
nach dem Fallabschluss v
erschiedentlich in medizinischen
Behandlung
en – die alle über die Kranken
kasse abgerechnet wurden –
stand
, so
kann
darin nicht das
Vorliegen von
Brü
ckensymptome
n
erblickt werden
, die das Geschehen über das betreffende Inter
vall hinweg als Einheit kennzeichnen
(Urteile des Bundesgerichts 8C_185/2008 vom 1
7.
Dezember 2008 E. 4.3 und 8C_433/2007 vom 2
6.
August 2008 E. 2.3 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin prüfte daher ihre erneute
Leistungs
pflicht
zu Recht nicht mehr im Rahmen des Grundfalls, sondern unter dem Blickwinkel eines Rückfalls.
5.
5.1
Ob die von der Beschwerdeführerin geklagte Migräne als vorbestehend (vgl.
Urk.
9/46 und
Urk.
9/50) und damit als unfallfremd oder ob das
Unfaller
eignis
zumindest als Teilursache zu betrachten ist, kann offen bleiben, fehlt es jedenfalls am (natürlichen und) adäquaten Kausalzusammenhang mit dem frag
lichen Unfallereignis (vgl. nachfolgend).
5.
2
Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Vielmehr obliegt es dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Je grösser der zeit
liche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den
Wahrschein
lichkeitsbeweis
des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_102/2008 vom 26. September 2008 E. 2.2 mit weiterem Hinweis).
5.3
H
inweise dafür, dass die Kiefer
winkel
fraktur nicht folgenlos abgeheilt wäre,
sind aus d
en aufliegenden Unterlagen
nicht ersichtlich
. Solches machte denn auch die Beschwerdeführerin nicht geltend.
Der
Migräne
liegt damit
– auch ge
stützt auf die zitierten Arztberichte – kein
organisch
nachweisbares
unfallbe
dingtes
Substrat zu
grunde.
Die
im vorliegenden Fall vorzunehmende
Adäquanzprüfung ergibt, dass das Unfallereignis
vom
November 1996 und der dabei erlittene
, ohne grössere Schwierigkeiten abgeheilte
Kieferbruch nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht geeignet
sind,
Dauerkopf
schmerzen
auszulösen
.
Die Adäquanz ist damit zu verneinen, weshalb
auf die Frage der natürlichen Unfallkausalität nicht weiter eingegangen
zu werden braucht.
Die Beschwerdegegnerin hat demnach ihre
erneute
Leistungspflicht zu Recht verneint.
5.4
Zu ergänzen bleibt, dass sich die von der
I._
vorgebrachte Begrün
dung eines überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen den Beschwerden und dem Unfallereignis (
Urk.
9/44) in der
Figur „
post
hoc ergo
propter
hoc“ erschöpft. Dabei wird eine Schädigung bereits deshalb als durch einen Unfall verursacht erachtet, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies ge
nügt indes rechtsprechungsgemäss nicht für die Annahme einer natürlichen Kausalität (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
).
5.
5
5.
5
.1
Selbst wenn die Beschwerdeführerin beim U
nfall
ereignis
vom November 1996 ein HWS-Distorsionstrauma erlitten hätte,
was den echtzeitlichen Berichten nicht entnommen werden kann
– die Ärzte des
D._
ver
neinten sogar explizit die Diagnose einer HWS-Distorsion (
Urk.
9/2/2-3
; so auch die Ärzte der
G._
[
Urk.
9/27 S. 2]
) –
und wofür auch die entsprechenden unfallnahen
Feststellungen fehlen (vgl.
Urk.
9/1-7), wäre das Vorliegen des adäquaten Kausalzusammenhangs
– wie nachfolgend zu zeigen ist – zu
verneinen.
Da den beklagten Beschwerden kein nachweisbares organi
sches Korrelat zugrunde liegt, ist mittels der in E. 1.5 zitierten Rechtsprechung der adäquate Kausalzusammenhang der
verbliebenen Beschwerden
mit dem Unfallereignis zu prüfen.
5.
5
.2
Bei der Adäquanzprüfung ist die Schwere des Unfalls aufgrund des augenfälli
gen Geschehensablaufes
– die Beschwerdeführerin fuhr als Velofahrerin
mit ei
ner Geschwindigkeit von etwa 20 km/h
auf ein stehendes Auto auf und stürzte (
Urk.
8/3) –
mit den sich dabei entwickelnden Kräften
zu
beurteilen (BGE 134 V 109 E. 10.1).
Ein derartiger Unfall ist praxisgemäss als mittelschwer
im
Grenz
bereich
zu den leichten
Ereignissen z
u qualifizieren (Urteil des Bundesgerichts 8C_
795/
20
12
vom 2
8.
November
20
12
E.
5
.2).
Die Adäquanz wäre daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder
vier
der zu berücksichtigen
den Kriterien gegeben wären.
Besonders
dramatische
Begleitumstände lagen bei der Kollision keine vor, und der Vorfall war auch nicht von besonderer Eindrücklichkeit.
Ebenfalls zu ver
neinen ist das Vorliegen einer schweren oder besonders gearteten Verletzung. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung genügt die Diagnose einer HWS-Distorsion für sich allein nicht zur Bejahung dieses Kriteriums (BGE 134 V 109 E. 10.2.2). Erhebliche Verletzungen sind in der linkssei
tigen Kieferwinkelfraktur, der C
ommotio cerebri und der Schmelzabsprengung am Zahn Nr. 43
(
Urk.
9/1-4)
nicht zu erblicken
.
Was das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung anbelangt, ist für dessen Bejahung eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszu
stands gerichtete ärztliche Behandlung erforderlich.
Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts U 56/07 vom
2
5.
Januar 2008 E. 6.3.1 mit weiteren Hinweisen)
.
Ihre Beschwerden versuchte die Beschwerdeführerin über längere Zeit
vor allem mit der Einnahme von schmerzstill
enden Medikamenten zu bekämpfen (
Urk.
1 S. 2 f.
und
Urk.
8/49)
,
sodass die Behandlung schon bald weitgehend symptomatischen Charakter hatte und in einem
Medikamentenübergebrauchskopfschmerz
endete
(
Urk.
9/46)
.
Eine anhaltende belastende ärztliche Behandlung kann darin aber ebenso wenig erblickt werden wie in den primär der medizinischen Abklärung dienenden Kontrolluntersuchungen
. Zudem fallen die durchgeführten
alterna
tiv- beziehungsweise
komplementärmedizinischen Behandlungen
(
Urk.
8/49)
bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs grundsätzlich ausser Be
tracht (vgl.
hiezu
etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_860/2008 vom 1
9.
Dezember 2008 E. 3.3.3).
Mangels entsprechender Anhaltspunkte in den Akten kann nicht von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, gesprochen werden. Ohne
Weiteres
zu verneinen ist sodann das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen.
Hiefür
bedürfte es besonderer Gründe, welche die Heilung be
einträchtigt haben. Dass Beschwerden trotz der durchgeführten Behandlungen persistieren, genügt ebenso wenig (vgl.
hiezu
etwa Urteil des Bundesgerichts
8C_1015/2008
vom
6.
April 2009
E. 5.4.3) wie der Umstand, dass die versicherte Person unter verschiedenartigen Symptomen leidet, die sich im Rahmen um
fassender medizinischer Untersuchungen keinem organisch
nachweisbaren Substrat zuordnen lassen, handelt es sich dabei doch gerade um ein für eine Schleudertrauma-Verletzung charakteristisches Phänomen (vgl. BGE 117 V 359 E. 4b).
Einzig fraglich bleibt,
ob allenfalls die Kriterien „erhebliche Beschwerden“ und „erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen“ als erfüllt betrachtet werden können.
Die Beschwerdeführerin leidet namentlich an
Migrä
neattacken
.
Ihr Leiden variiert in der Intensität und lässt sich durch die Ein
nahme von Medikamenten positiv beeinflussen.
Ih
ren Lebensalltag kann sie – soweit ersichtlich – selber meistern und sie bildete sich zwischenzeitlich im grafischen Bereich weiter (Urk. 9/40/2-9 S. 7).
Trotz persistierender Beschwer
den
besteht erst seit November 2010 – d.h. mehr als zehn Jahre nach dem ur
sprünglichen Fallabschluss – eine erneute
(
50%ige
)
Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
8/47 und
Urk.
8/49).
Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist auf
grund des
Gesagten zwar erfüllt, dies allerdings weder in ausgeprägter noch in auffallender Form.
Gleiches gilt, trotz anerkennenswerter Bemühungen zur Überwindung der gesundheitlichen Beschwerden, für das Kriterium der erhebli
chen Arbeitsunf
ähigkeit, zumal der
Versicherte
n nach Lage der Akten
während
längerer
Zeit
nach dem Fallabschluss
im Jahr
1999 (E. 4.2
hievor
)
keine
– ak
tenkundig –
andauernde Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde und
A._
eine volle Arbeitsfähigkeit
nach wie vor für zumutbar hält
(Urk.
9/49).
5.
5
.3
Da keines der massgeblichen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegt und höchstens die Kriterien der erheblichen Beschwerden und der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen in nicht
auffallender
Weise erfüllt sind, ist ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den ge
klagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom
5.
November 1996 zu ver
neinen.
6.
Nach dem Gesagten ergibt sich,
dass die von der Beschwerdeführerin
weiterhin beklagten Gesundheitsstörungen
in keinem
überwiegend wahrscheinlichen
Kausalzusammenhang zum Unfall vom
5.
November 1996 ste
hen
. Die
Be
schwerdegegnerin
hat demnach ihre Leistungen zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.