Decision ID: 54770caf-7e5d-4e4e-8f00-c04f32385ea9
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972
, war seit
dem
1.
November 2013 bei
der
Y._
als
Aussendienstmitarbeiterin
angestellt und damit bei der
Zürich
Versicherungs-Gesellschaft
AG
(Zürich
) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrank
heiten versichert, als
am 8
.
November 2013
das Auto
,
in
welch
em sie
als
Beifahrerin
unterwegs war,
einen P
fosten in der
Strassenmitte
rammte und
sie
durch den Aufprall einen Schlag ins Genick bekam
(
Schadenmeldung Urk. 8/Z2
).
Anlässlich der am 9
.
November 2013
erfolgten Erstuntersuchung
bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, diagnostizierte
die
ser
eine
Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) QTF Grad II
mit Commotio cerebri
sowie eine
Schädel- und eine Knieprellung und attestierte
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
8/
ZM1,
Urk.
8/
ZM
4
Ziff.
1
und Urk. 8/ZM
5
Ziff.
7
).
Mit Verfügung vom 2
.
Juni 2014 (Urk. 8/Z
68
) stellte die
Zürich
sämtliche Ve
rsi
cherungsleistungen per
30.
April 2014
ein. Dage
gen erhob die Versicherte am 11.
Juni
201
4 mit Ergänzungen vom
1
3.
August 2014 Einsprache (Urk. 8/Z74 und
Urk.
8/Z82
)
, welche die Zürich m
it
Einspracheentscheid
vom 9
.
März 2015
abwies
(Urk. 8/Z96
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob
am 2
3.
April 2015
gege
n den
Einspracheentscheid
vom 9
.
März 2015
(Urk. 2) Beschwerde
und beantragte, dieser und
die Verfügung vom
2.
Juni 2014 seien aufzuheben und es seien ihr Leistungen nach
dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
,
insbesondere Taggelder und
Hei
lungskos
ten
,
auch nach dem 3
0.
April 2014 zu erbringen. Weiter sei d
i
e Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr
die
Taggelder auch für die Zeit vom 1
1.
Februar bis
9.
März 2014 zu 100
%
auszurichten und ihr somit
Fr.
2‘337.40 nachzubezahlen. Eventuell sei der Fall an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen und sie
- die Beschwerdeführerin -
sei unter Federführung eines Neu
rologen polydisziplinär beg
utachten zu lassen (
Urk.
1 S.
2).
Mit
Beschwer
de
antwort
vom 2
8. M
ai
2015
(Urk. 7) beantragte die Beschwerdegegneri
n die Abweisung der Beschwerde. Am 1
6.
September 2015 reichte die Beschwerde
führerin ihre Replik (
Urk.
10) ein
,
und die Beschwerdegegnerin erstattete am 1
6.
Oktober 2015 ihre Duplik (
Urk.
14
),
we
lche der Beschwerdeführerin am
8.
März 2016 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (
Urk.
15).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
che
rung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist
; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele
(BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese
Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörun
gen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, De
pression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen.
Es ist zu beto
nen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürli
chen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte ge
sundheitliche Störung eine Teilursache darstell
t (BGE 117 V 359 E. 4b).
1.3
Wird durch den Unfall ein
krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht
. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesund
heitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
spre
chende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na
türlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer
(RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als
auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
mass
ge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein
adäquater Kau
salzusammenhang
besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses
Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint
(BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch
nach Ablauf einer ge
wissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Be
einträchtigun
gen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zu
rückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störun
gen nach einem Unfall entwickelt worden ist (
vgl. BGE 123 V 98 E.
3b, 122 V 415 E.
2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeu
tung für die Entstehung der Arbeits- bezie
hungs
weise der Erwerbsunfähigkeit zu
kommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit ande
ren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt.
Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört.
Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen,
wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind
. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig da
von, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des
Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
des
gericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die
Beur
tei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psy
chischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Dif
ferenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychi
scher Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E.
5d/
aa
und 367 E. 6a).
1.5
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember
2014 E. 3).
In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hin
weis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder
Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist.
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrem
Einspracheentscheid
(Urk. 2) die
Einstellung der Leistungen
ab 30.
April 2014
damit,
dass gestützt auf
die Ein
schätzung von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin
,
und angesichts
des erheblichen Vorzustandes
der Beschwerdeführerin mit degenerativen Veränderungen an der
Halswirbelsäule (
HWS
)
und chronischen Kopf- und Nackenschmerzen seit dem 2
5.
Lebensjahr, der Status quo sine per 3
0.
April 2014 als erreicht
anzusehen
sei. Zudem sei zu betonen, dass der Status quo sine nicht mit dem Datum der vollen Arbeitsfähig
keit übereinstimmen müsse, da die Arbeitsunfähigkeit auch krankheitsbedingt sein könne (S. 2
Ziff.
2).
Im vorliegenden Fall sei von einem mittelschweren Ereignis im Grenzbereich zu den leichten auszugehen und die Adäquanz sei zu verneinen (S. 3 f. Ziff.
3-
4).
Neben dem Vorzustand
erlaube auch bereits die Schwere des Unfalles
(Delta-v
< 10 km/h)
eine Leistungseinstellung nach sechs Monaten (
Urk.
14 S. 2
Ziff.
1).
Die Taggelder seien anhand der von
Dr.
Z._
in seinem Bericht vom 2
2.
Januar 2014 attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50
%
entrichtet worden (
Urk.
7 S. 3
Ziff.
4).
2.2
Dagegen macht
die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
der Entscheid der Beschwerdegegnerin
beruhe
auf
einer unvollständigen Aktenlage
(S. 4
Ziff.
5.2-3)
. Ihr Gesundheitszustand habe sich ab April 2014 ver
schlechtert und nicht verbessert (S. 5
Ziff.
5.8-9). Anlässlich der radio
lo
gischen Abklärungen vom 2
8.
April 2014 habe sich ergeben, dass die
Diskus
protrusio
nen
C4/5 und C5/6 im Vergleich zur Voruntersuchung progredient seien (S. 5 f.
Ziff.
5.10).
Die Beschwerdegegnerin habe ohne jegliches medi
zinisches Funda
ment die Versicherungsleistungen willkürlich rückwirkend ab dem
1.
Mai 2014 terminiert (S. 6
Ziff.
5.11-12). Dank intensiver medizinischer Behandlung und Therapien habe die Arbeitsfähigkeit ab dem
1.
September 2014 von 25
%
auf 50
%
gesteigert werden können. Damit habe eine namhafte Ver
besserung des Gesundheitszustandes nachweislich erreicht werden können, was belege, dass die Adäquanzprüfung verfrüht erfolgt sei (S.
6
f.
Ziff.
5.14
, S.
8
Ziff.
5.18
, S. 11
Ziff.
7.1-3
).
Selbst der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin habe nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sagen können, dass nach dem 3
0.
April 2014 keine Unfallleiden mehr bestünden (S. 8
Ziff.
5.17).
Zudem habe dieser lediglich ein Konsilium durchgeführt, was ohne
hin ungenü
gend sei (
S. 10
Ziff.
6.4
).
Gemäss
neurologischer Beurteilung vom April 2015 sei davon auszugehen, dass es durch das Schleudertrauma zu einer Verschlechte
rung der durch die zervikale Kyphose bedingten Beschwerden gekommen sei (
Urk.
2
S. 9
Ziff.
5.19).
Zudem habe die Beschwerdegegnerin für die Zeit vom 1
1.
Februar bis
9.
März 2014 lediglich Taggelder in der Höhe von 50
%
und nicht wie gemäss
Unfall
schein
UVG von 100
%
ausgerichtet (S. 12
Ziff.
8.3). Da ihre HWS insge
samt dreimal traumatisiert worden sei, liege ein komplizierter medizinischer Sachver
halt vor, weshalb sie
polydisziplinär
zu begutachten sei (S. 13
Ziff.
9.4
-5
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus dem Ereignis vom
8.
November 20
13 auch nach dem 3
0.
April 2014 sowie der An
spruch der Beschwerdeführerin auf Taggeldleistungen zwischen dem 1
1.
Februar bis
9.
März 2014.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Chirurgie
, nannte in seinem Berich
t
vom 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
8/ZM
4) als Diagnose eine Schädelprellung, ein HWS-Trauma und eine Knieprellung. Die Beschwerdeführerin werde konservativ be
han
delt
,
der Heilprozess sei gut
und es sei kein
e
Operation notwendig (
Ziff.
1).
Als Aussendienstmitarbeiterin habe vom
8.
November
2013
bis 1
0.
Februar 2014
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden
und vom 1
1.
Februar 2014 an eine
Arbeitsunfähigkeit
von 50
%
.
Bis wann diese andauern werde, sei noch nicht klar (
Ziff.
3).
Es lägen keine F
olgen früherer Krankheiten und Unfälle vor, welche die Wiederaufnahme der Arbeit oder die Steigerung der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten
(
Ziff.
4).
3.
2
Dr.
Z._
diagnostizierte in seinem am
6.
März 2014 unterzeichneten
Dokumen
tationsbogen
für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem
Beschl
eunigungs
trauma
(
Urk.
8/ZM5)
eine HWS-Distor
sion Grad II
mit Commotio cerebri
(
Ziff.
7).
Unfallzeitpunkt sei der
8.
November 2013 um 18.00 Uhr gewesen und die
Erst
untersuchung
habe am
9.
November 2013 um 10.00 Uhr stattgefunden (
Ziff.
1). Das Auto sei gegen ein
en Pfosten gefahren, wodurch die Beschwerde
führerin
als Beifahrerin e
inen Schlag ins Genick erhalten
und sich eine Prellung des rechten Kniegelenkes zugezogen habe (
Ziff.
2a). Es habe ein Kopfanprall an der Kopf
stütze stattgefunden und die Beschwerdeführerin sei nicht auf die Kol
lision gefasst gewesen. Die Kopfstell
ung sei gerade gewesen (
Ziff.
2
b).
Vor dem Unfall habe sie gelegentlich an
behandlungsbedürftigen
Beschwerden am Kopf und Nacken gelitten (
Ziff.
5). Es habe in der aktuellen Tätigkeit im Aussendienst seit dem
8.
November 2013 eine Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Diese betrage nun 50
%
;
die nächste Beurteilung der Arbeitsfähigkeit finde am 1
0.
März 2014 statt
(
Ziff.
9).
3.
3
Prof.
Dr.
med.
B._
,
Fachärztin für
Radiologie, Klinik
C._
, führte nach durchgeführtem MRI der HWS vom 2
8.
April 2014 in ihrem Beric
ht vom 2
9.
April 2014 (
Urk.
8/ZM8 =
Urk.
8/ZM
11)
aus, verglichen mit der Vo
runtersuchung vom 2
4.
Februar 2011 bestehe eine unveränderte Kyphose mit leicht grössenprogredienten
Spondylophyten
paramedian
C4/5 und C6
.
Es
bestün
den k
napp nach
intraforaminal
reichende
Spondylophyten
C4 und C5 ohne
si
chere Nervenwurzelkompression
intraforaminal
. Eine Tangier
ung der
Nerven
wurzeln
C5 und C
6
intraforaminal
besonders links wäre jedoch möglich.
Im Vergleich zur Voruntersuchung progredient sei eine leichte
Diskusprotrusion
C4/5 und C5/6, jedoch ohne zu einer zentralen Spinalkanalstenose zu führen.
3.
4
PD
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Reha
b
ilitation und für Rheumatologie,
führte
in seinem an
Dr.
med.
E._
, Fach
arzt für Neurologie, gerichteten Schreiben vom
1
4.
Mai 2014 (
Urk.
8/ZM
9
=
Urk.
8/ZM
12
) aus, die Patientin sei am
1.
April 2014 erstmals zu ihm gekom
men. In der persönlichen Anamnese fänden sich keine schweren Krankheiten und keine schweren Unfälle. Sie habe am
8.
November 2013 einen frontalen Autounfall erlitten und dabei nach rechts geschaut. Am nächsten Tag habe sie an Übelkeit sowie Nacken- und Kopfschmerzen gelitten. Es habe eine ver
s
pannte Nackenmuskulatur bestanden.
Massagen hätten bei ihr Schwindel und Kopfweh mit Ausstrahlung in die Augen ausgelöst. Zum Überweisungsgrund führte er aus, es gehe um die Beurteilung und Behandlung der Migräne seit dem Unfall.
3.
5
Dr.
Z._
f
ührte am 1
6.
Mai 2014 (
Urk.
8/ZM
10
) aus, die Beschwerdeführerin
klage nach dem Unfall vom
8.
November 2013 immer noch über starke Kopf
schmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit. Des
Weiteren
gebe sie Gleichge
wichts
störungen an. Bei der Untersuchung finde sich eine eingeschränkte Be
weglichkeit der HWS in der Sag
i
t
talebene und in der Horizontalebene. Vor allem die Drehung des Kopfes nach links sei eingeschränkt. Di
e
Patientin sei ein- bis zweimal pro Woche bei ihnen.
Die derzeitige Therapie werde
von
Dr.
D._
durchgeführt und beinhalte weiterhin konservative Massnahmen
. Unfallfremde Faktoren, welche den Heilungsprozess beeinträchtigten
,
seien keine
bekannt
(S. 1).
Es sei eine MRI-Untersuchung veranlasst worden (S. 2).
3.
6
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Neurologie,
nannte in ihrem Beri
cht
vom
1
1.
Juni 2014 (
Urk.
8/ZM
14
) nach Untersuchun
g der Pati
entin am 1
0.
Juni 2014
als Diagno
se eine HW
S
-Beschleunigungsverletzung vom
8.
November 2013 mit anhaltenden
zervikozephalen
Schmerzen und vegetativer Sympto
matik mit Übelkeit und Schwindel sowie
eine HWS-Degeneration mit Kyphose und
Spondylophyt
en
mit leichter
foraminaler
Ein
engung in der Höhe HWK 4/5 und HWK 5/6 links (S. 1 Mitte).
Zur Anamnese führte
Dr.
F._
aus, die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass sie am
8.
November 2013
mit ihrem Lebenspartner im Auto unterwegs ge
wesen sei. Sie habe auf dem Beifahrersitz gesessen und sei angeschnallt gewe
sen. Ihr
Lebenspartner sei dann aus Ver
sehen bei Beschleunigung mit einem Tempo von 10 bis 15 km/h gegen einen
Betonpfosten gefahren. Sie habe
vor dem Unfall aus dem Fenster geschaut und folglich den Unfall nicht kommen sehen.
Der Kopf sei nach vorne geschleudert worden, angeschlagen habe sie die
sen aber nicht.
Sie sei auch nicht bewusstlos gewesen. Am nächsten Tag
habe sie erbrochen und ausgeprägte Kopf- und Nackenschmerzen sowie
Nacken
ver
spannungen
entwickelt. Die Kopfschmerzen seien seither anhaltend und auch die Nackenschmerzen und -verspannungen (S. 1).
Dr.
F._
führte zum MRI der HWS vom 2
8.
April 2014 aus, verglichen mit der letzten Voruntersuchung vom Februar 2011 bestehe eine unveränderte Kyphose mit grössenprogredienten
Spondylophyten
in der Höhe HWK 4 und
5.
Eine Tangierung der Nervenwurzeln C5 und C6
intraforaminal
links sei durch die
Spondylophyten
möglich
. Es bestehe keine Nervenwurzelkompression oder Myelopathie (S. 2 Mitte).
In ihrer Beurteilung führte
Dr.
F._
aus, die Beschwerdeführerin berichte über anhaltende
zervikozephale
migräniforme
Kopfschmerzen sowie
über
eine vegetative Symptomatik mit
ungerichtetem
Schwindel und Übelkeit seit der er
littenen HWS-Beschleunigungsverletzung am
8.
November 201
3.
Der neurolo
gische Befund sei normal.
Das MRI der HWS ergebe keine Hinweise auf trau
matische Läsionen und zeige eine leichte bis mässige Degeneration mit Kyphose und
Spondylophyten
in der Höhe HWK 4/5 und HWK 5/6 mit möglicher Irrita
tion der Nervenwurzel C5 und C6 links
intraforaminal
, was die Ausstrahlung in den linken Arm und die
Kribbelparästhesien
der Hand erklären könne. Senso
motorische Ausfälle der zervikalen Nervenwurzeln fänden sich jedoch nicht.
Die genannten degen
erativen HWS-Veränderungen hätten sich
schon in den MRI-Untersu
chungen vor dem Unfall gezeigt
. Die anhaltenden Kopfschmerzen sowie die vegetative Symptomatik seien teils auch auf die seit dem Unfall bestehende Inaktivität mit Vermeidungsverhalten zurückzuführen.
Dr.
F._
führte aus, sie habe der Beschwerdeführerin daher geraten, mit einer regelmässigen leich
teren sportlicheren Aktivität zu beginnen, um die Verspannungen im Nacken-Schulterbereich
zu vermindern (S. 2 unten).
3.
7
PD Dr.
D._
führte am
9.
Juli 2014
(
Urk.
8/ZM
15
)
aus,
die Patientin habe ange
geben, dass sie schon frü
her ab und zu Nackenverspannungen gehabt habe. Diese Beschwerden seien aber durch den Unfall eindeutig verstärkt worden, so dass
sie
auch jetzt durch vermehrte Verspannungen, Nacken- Kopfschmerzen,
Übelkeit und Schwindel
in ihrem Alltag erheblich beeinträchtig sei
. Die Patien
tin sei nach wie vor zu 75
%
arbeitsunfähig.
3.
8
Dr.
A._
(vorstehend E.
2.1)
stellte
in seinem Bericht
vom 1
5.
Oktober 2014 (
Urk.
8/ZM
21)
,
nachdem er die Beschwerdeführerin am
7.
Oktober 2014
rheu
ma
tologisch konsiliarisch untersucht
hatte
,
folgende Diagnose (S. 4 unten f.):
rezidivierendes
zervikovertebrales
bis
spondylogenes
Syndrom seit etwa 2006 bei/mit:
myofaszialem
Schmerzsyndrom der Schulter-Nacken-Muskulatur und paravertebral beidseits
Fehlform
der Wirbelsäule
(Skoliose)
kernspintomographischer Seg
mentdegeneration C4/5 und C5/6 mit
Spondylophytose
C4 bis C6 ohne sichere Nervenwurzelkompression (MRI vom 2
9.
April 2014
)
radiologischer
Osteochondrose
C5/6,
Chondrose
C4/5 mit
Kyphosebil
dun
g
C4 bis C6 (Röntgen HWS
a.p.
/seitlich und Funktionsaufnahmen vom 3
1.
Januar 2011
)
Status nach HWS-Distorsion am
8.
November 2013, Abschluss des Un
falls per 3
0.
April 2014
Status nach MRI der HWS anamnestisch 2009 und 2011
Bruxismus (
Aufbissschiene
)
Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung
Dr.
A._
führte aus, bei der Beschwerdeführerin bestünden seit etwa 2006 rezi
divierende Nackenschmerzen. Eine zweite MRI-Untersuchung der HWS sei am
2
4.
Februar 2011 erfolgt und habe degenerative Veränderungen der unteren HWS
vor allem C4/5 und C5/6 gezeigt. Eine Anmeldung bei der Invalidenversi
che
rung sei etwa 2009 eingereicht und im Jahr 2011 abgelehnt worden. Da
raufhin habe
die Beschwerdeführer
in
eineinhalb Jahre RAV-Gelder bezogen, bis sie am
1.
November 2013 ihre neue Anstellung bei
Y._
als
Aussendienstmit
ar
beiterin
habe auf
nehmen können. Acht Tage nach der Aufnahme ihrer neuen Tätig
keit sei die Beschwerdeführerin als Beifahrerin mit ihrem Chef und jetzigen Ehemann ver
unfallt, als dieser als Fahrer eines Jeep Grand
Cherokee
beim Anfahren in einen Betonpfeiler gefahren sei. Es seien erneut heftige Schulter-Nacken-Schmerzen aufgetreten
, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, die bis zum heutigen Tag anhalte
n würden
. Der Unfall sei per 3
0.
April 2014 abgeschlossen worden. Die nach dem Unfall aufgenommene Physio
the
rapie sei vor etwa zwei Monaten sistiert worden. Die Schmerzen persistierten und eine erneute Aufnahme der Physiotherapie inklusive MTT sei vorgesehen (S. 5 oben).
Dr.
A._
führte
weiter
aus
,
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Senior
Sales
Agent habe bis jetzt 50
%
betragen. Ab sofort könne von einer 60
%
igen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Diese sollte schrittweise (in drei
Wochen-Schritten) bis auf 100
%
gesteigert werden können. Per
A
nfang Januar 2015 sollte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit resul
tieren. Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe ab sofort in einer
leidensange
passten
Tätigkeit. Die Prognose bezüglich der Arbeitsfähigkeit sei gut, sofern die Explorandin die Therapie konsequent fortsetze und die negative Überzeugung ablegen könne (S.6 Mitte).
3.
9
Dr.
A._
führte in seiner Stellungnahme
vom 1
5.
Dezember 2014 (
Urk.
8/ZM
22) aus, aus medizinischer Sicht seien die noch vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach dem 3
0.
April 2014 eher unwahrscheinlich auf den Un
fall als alleinige oder als Teilursache zurückzuführen (S. 1
Ziff.
1)
.
Als
unfall
fremde
Ursachen wirkten
myofasziale
Schmerzen im Schulter-Nackenbereich, rezidivierend seit 2006, eine
Fehlform
der Wirbelsäule (Skoliose), eine
Segment
degeneration
C4/5 und C5/6 mit
Spondylophytose
C4-6 ohne sichere
Nerven
wurzelkompression
(MRI vom 2
9.
April 2014), ein Bruxismus (trägt
Aufbiss
schiene
), und der Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung mit (S.
1
Ziff.
2.1).
Etwa sechs Monate nach dem Unfallereignis vom
8.
November 2013 sei davon auszugehen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur noch unfallfrem
de Ursachen vorlägen;
der Status quo sine dürfte per Anfang Mai 2014 er
reicht worden sei
n
(S. 1
Ziff.
2.2
).
3.
10
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Neurologie,
C._
, stellte in seinem Bericht vom
7.
April 2015 folgende Diagnosen (
Urk.
3/5
S. 1):
zerviko-cephales
Syndrom nach HWS-Beschleunigungsverletzung am
8.
November 2013 mit Akzentuierung
migräniformer
Kopfschmerzen
Neurostatus am 2
6.
März 2015 n
o
r
mal
Elektromyographie
,
(
2.
April 2015
,
Dr.
H._
): In den
Myotomen
C5/6 beidseits keine
Pathologika
MRI der HWS (2
8.
April 2014):
Spondylophyten
HWK 4/5 mit möglicher Tangierung der Nervenwurzeln C5 und C6
intraforaminal
vor allem links (schriftlicher Vorbefund)
Status nach Osteomyelitis im Kieferbereich
Kiefergelenksarthrose (anamnestisch)
Dr.
G._
führte aus, er habe die Beschwerdeführerin am 2
6.
März und am
7.
April 2015 ambulant untersucht. Die Vorstellung der Patientin sei mit der
Frage erfolgt, ob ein Teil des Schmerzsyndroms im Nacken und Kopf sowie auch
das Taubheitsgefühl am Hals rechts eine neurogene Ursache haben könn
ten.
Anamnestisch habe sich ein Kopfschmerzsyndrom eruieren lassen, das von der Semiologie her am besten zu
migränoiden
Kopfschmerzen, von der Auslösung
und der geschilderten Nackenverspannung her zu den Spannungskopfschmer
zen passe.
Der neurologische Untersuchungsbefund sei normal gewesen
,
und in der
Elektromyographie
habe sich kein Anhalt für eine
radikuläre
Läsion C5/6 gefunden.
Das zervikale
Myelon
sei durch die vorbestehende zervikale Kyphose nicht tangiert.
Die zerebrale Farbduplexsonographie sei normal ausgefallen. Es sei davon auszugehen, dass es durch das Schleudertrauma zu einer Verschlech
terung der durch die zervikale Kyphose bedingten Beschwerden gekommen sei.
Angesichts der Gesamtumstände sei derzeit
neurologischerseits
von einer
wirbel
säulen
-chirurgischen Behandlung klar abzuraten (S.
1 Mitte). Aufgrund des komplexen
Schmerzsyndromes
mit deutlichen psychosozialen Auswirkun
gen sei
eine stationäre Behandlung, zum Beispiel das
I._
vorzuschlagen (S. 1 unten).
4
.
4.1
Den vorliegenden medizinischen Akten lassen sich
keine organisch nachweis
baren Befunde entnehmen, welche auf das Unfallereignis vom
8.
November 201
3 zurückzuführen wären.
Organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen liegen nur vor, wenn die erho
benen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden kön
nen
. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2007 vom 7. August 2008 E. 8.2 mit Hinweisen).
Auch
Verspannungen der Muskulatur,
Druckdolenzen
, Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit sowie Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS
können
für sich allein nicht als ausgewiesenes organisches Substrat qualifiziert werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_736/2009 vom 20. Januar 2010, E. 3.2).
4.2
Die im MRI vom 28. April 2014 (vgl. vorstehend E. 3.3) festgestellten objekti
vierbaren Befunde zeigen im Wesentlichen die gleichen degenerativen Verän
derungen wie das MRI aus dem Jahr 2011, was auch
Dr.
F._
bestätigte. So führte
Dr.
F._
im Juni 2014 aus, dass das MRI der HWS vom 2
8.
April 2014
keine Hinweise auf traumatische Läsionen ergebe und die degenerativen HWS-Veränderungen schon in den MRI-Untersuchungen vor dem Unfall vor
handen gewesen seien (vorstehend E. 3.6).
Auch
Dr.
A._
wies in seiner Stellungnahme vom 1
5.
Dezember 2014 (vorste
hend E. 3.9) auf diverse unfallfremde Ursachen, namentlich
auf
einen degene
rativen Vorzustand der HWS
hin
.
Die Beschwerdeführerin selber führte anlässlich der Untersuchung bei
Dr.
A._
aus, sie leide bereits seit etwa dem Jahr 2006 unter rezidivierenden
Nacken
schmerzen
;
auch
sei
eine Anmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgt (vgl. vor
stehend E. 3.8).
4.3
Auch den übrigen medizinischen Berichten lässt sich nichts Gegenteiliges ent
nehmen. P
D Dr.
D._
gab in seinen Berichten vom Mai und Juli 2014 (vorste
hend E. 3.4 und E. 3.7) lediglich die subjektive Beschwerdeschilderung der Beschwerdeführerin wieder und sowohl die neurologische Untersuchung
durch
Dr.
F._
im Juni 2014 (vorstehend E.
3.6) als auch jene
durch
Dr.
G._
vom März 2015 ergaben einen normalen neurologischen Befund.
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, gestützt auf
Dr.
G._
sei ausge
wiesen, dass es durch das Unfallereignis zu einer Verschlechterung der durch die vorbestehende Kyphose verursachen Beschwerden gekommen sei, ist darauf hinzuweisen, dass Prof.
B._
nach durchgeführtem MRI der HWS vom 2
8.
April 2014 klar festhielt, dass sich betreffend Kyphose im Vergleich zu der Voruntersuchung vom Jahr 2011 ein unveränderter Zustand zeige (vor
stehend E.
3.3). Auch dem Berichten von
Dr.
Z._
lässt sich nichts Gegenteiliges entnehmen, zumal er sich mit dem zweifelsohne vorhandenen Vorzustand nicht auseinandersetzte, die subjektiven Beschwerdeschilderungen der Beschwerde
führerin wiedergab und im Weiteren auf
P
D Dr.
D._
verwies (vorstehend E.
3.1-2, E. 3.5).
Soweit das Unfallereignis vorbestehende (Wirbelsäulen-) Schäden verschlimmert
hat, ist gestützt auf die diesbezüglich überzeugende Stellungnahme von
Dr.
A._
davon auszugehen, dass der Status quo sine per Anfang Mai 2014 er
reicht w
urde
. Eine richtunggebende Verschlimmerung ist röntge
nologisch nicht ausge
wiesen.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie es sich mit der HWS-Problematik und den in diesem
Zusammenhang geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Be
schwer
den (wie Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Schwindel und
Kribbel
paräs
thesien
) verhält.
Die Beschwerdeführerin machte
geltend, die Beschwerdegegnerin habe die
Adä
quanzprüfung
zu früh
und basierend auf ungenügender medizinischer Grund
lage
– der Beurteilung durch
Dr.
A._
-
vorgenommen
(vorstehend E. 2.2)
.
5.2
Den
gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung
sowie
Tag
geld
leistungen
hat die versicherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung eine namhafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erwar
tet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu und sind allfällige Eingliede
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen, geht die Unfall
versicherung zur Berentung über, wenn der Unfall eine Invalidität im Sinne von
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG)
hinterlässt (
Art.
19
Abs.
1 UVG e
contrario
; BGE 116 V 41 E. 2c).
Demnach ist der Zeitpunkt des allfälligen Fallabschlusses - und damit der in
diesem Zusammenhang gegebenenfalls vorzunehmenden Adäquanzprüfung - dann
gegeben, „wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann“ (BGE 137 V 199 E. 2.2.3.1).
5.3
Soweit
die Beschwerdeführerin geltend macht, der Umstand, dass sie im weite
ren Verlauf nach April 2014 ihre Arbeitsfähigkeit dank
regelmässiger
Therapien habe steigern können, bestätige, dass der Endzustand noch nicht erreicht ge
wesen sei (vgl. vorstehend E.
2.2), verkennt sie, dass es hier nur um die Frage der Behandlungsbedürftigkeit der Folgen d
es Unfalles vom
8.
November 2013
geht und weder um die Behandlung
sbedürftigkeit
der Folgen allfälliger früherer Unfälle noch um
jene
allfälliger
degenerativer Vorzustände
.
5.4
Aufgrund des Gesagten
(E. 4.2 f. hiervor)
stehen für die anhaltenden Beschwer
den Faktoren im Vordergrund, die
nicht auf den Unfall vom
8.
November 2013 zurückz
uführen sind.
Der von der Beschwerdegegnerin v
orgenommene Fallabschluss per 3
0.
April 2014
und die Adäquanzprüfung sind
demnach nicht
zu bemängeln
.
6.
6.1
Weiter zu prüfen bleibt,
ob die noch geklagten und nicht objektivierbaren Be
schwerden in einem adäquaten Kausalzusammenhang
mit dem Unfallereignis vom 8
.
November
2013 stehen, wobei nicht zu beanstanden ist, dass die
Be
schwerdegegnerin
die für die Beschwerdeführerin günstigere
Schleuder
trauma-Praxis
angewandt hat.
6.2
Ausgangspunkt der Adäquanzprüfung bildet das Unfallereignis. Abhängig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzube
ziehen (
BGE 134 V 109
E.
10.1 S.
126). Massgebend für die Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 8C_283/2009 E. 9.1; 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E.
5.3.1).
Die Beschwerdegegnerin ging im Rahmen der Adäquanzprüfung von einem mit
telschweren
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfä
ll
en
aus,
was ange
sichts des
in der Unfallanalyse festgestellten
Sachschadens und der errechneten
kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) von
maximal 10
km/h
(vgl.
Urk.
8/Z52-60)
nicht zu beanstanden ist und auch nicht bestritten wurde
.
Bei
dieser
Unfallschwere müssten von den zusät
zlich zu beachtenden Kriterien
mindestens vier in der einfachen Form oder aber eines in besonders ausgepräg
ter Weise erfüllt sein, damit der adäquate Kausalzusammenhang bejaht werden könnte (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013 vom
9.
April 2014 E. 4.3
).
6.3
D
em Unfallereignis
lagen
weder
besonders dramatische Begleitumstände
zu
grunde
noch
ist
eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls
ersichtlich oder wurde eine solche
geltend gemacht.
6.4
Was sodann das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Ver
letzung anbelangt, so ist darauf hinzuweisen, dass die Diagnose eines HWS-Schleudertraumas für sich allein die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung nicht zu begründen vermag (vgl. BGE 134 V 109 E.
10.2.2).
Wohl wäre eine
HWS-Distorsion, welche eine bereits erheblich vorgeschädigte Wirbel
säule trif
ft, geeignet, die „
typischen" Symptome hervorzurufen, weshalb sie als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren
wäre
.
Aber dabei
ist
in der Regel
vorausgesetzt, dass die versicherte Person aufgrund der Vorschädigung unmittel
bar vor dem Unfall mindestens teilweise arbeitsunfähig war
(Urteil des Bundes
gerichts 8C_757/2013 vom 4. März 2014 E. 4.3 mit Hinweisen, insbes. auf
SVR 2007 UV Nr. 1 S.
1)
und eine
Verletzung besonderer Art ist nicht schon des
halb
anzu
nehmen, weil die versicherte Person bereits in der Vergangenheit Autoun
fälle erlitten hat. Vielmehr rechtfertigt sich eine entsprechende Qualifi
kation der erlittenen Verletzungen nur bei Vorliegen einer erheblich
vorge
schädigten
Wir
bel
säule
(Urteil des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 14. Februar
2014 E. 11.1
mit Hinweis auf Urteil
8C_413/2008 E. 6.3.2
).
Eine frühere
durch
HWS-Distor
sionen bedingte Arbeitsunfähigkeit ist weder geltend gemacht worden
noch aktenkundig, und im Bericht von Dr.
A._
wurde anamnestisch lediglich eine Frontalkollision ohne medizinische Folgen 2006 (Urk. 8/M21 S.
2 Mitte) festge
halten, was die Behauptung von zwei vorangegangen Traumatisierungen (Urk. 1 S. 13 Ziff. 9.3) entkräftet. Vor diesem Hintergrund kann das betreffende Kriteri
um nicht als erfüllt gelten.
6.5
Die Beschwerdeführerin musste sich nach dem Unfall keinen fortgesetzt spezifi
schen, belastenden ärztlichen Behandlungen bis zum Fallabschluss unterziehen. So wurden ihr lediglich
Massagen (vgl.
Urk.
8/ZM
5
Ziff.
8)
verschrieben
und die Beschwerdeführerin h
at
sich in physiotherapeutische Behandlung begeben
,
res
pektive schon bestehende B
ehandlungen fortgesetzt (vgl.
Urk.
8/Z32 S. 3
Ziff.
4)
.
Die bis zum Fallabschluss vorgenommenen medizinischen Untersu
chungen
dien
ten sodann
ausschliesslich
der Abklärung.
Abklärungsmassnah
men
und
blosse
ärztliche Kontrollen sind im Rahmen des Kriteriums der fort
gesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung
aber
nicht zu berück
sichtigen
(Urteile des Bundesgerichts 8C_698/2008 vom 27. Januar 2009 E. 4.4 und 8C_126/2008
vom 11. November 2008 E. 7.3).
6.6
Adäquanzrelevant können nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem
Fallab
schluss
ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (Urteil des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 14. Februar 2014 E. 11.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Die Beschwerdeführerin
klagte durchwegs über
Schmerzen im Schulter-
Nacken-
Bereich sowie über
Kopf
schmerz
en, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit
und
Schlaf
stö
rungen
. Das Kriterium der erheblichen Beschwerden kann
demnach
als erfüllt betrachtet werden.
Da
aber
die Beschwerden weder intensive Therapien noch wiederholte
Reha
bili
tationsaufenthalte
notwendig machten, ist dieses Kriterium nicht in beson
ders
ausgeprägter Form
als erfüllt zu betrachten.
6.7
Auch e
ine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver
schlim
merte, ist weder ersichtlich noch geltend gemacht worden.
6.8
Auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (BGE 134 V 109 E. 10.2.6) darf nicht schon aus der
blossen
Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden geschlossen werden. Es bedarf viel
mehr besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beein
trächtigt oder verzögert haben. Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte und der Heilungsverlauf nicht linear verlief, genügt
hiefür
nicht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 14. Februar 2014 E. 11.3 und 8C_29/2010 vom 27. Mai
2010 E. 5.3). Solche Gründe bestehen hier nach Lage der Akten nicht.
6.9
Beim Kriterium der Arbeitsunfähigkeit ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren Schleudertraumata der HWS ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Stand
punkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähig
keit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, welche die versicherte Person trotz ernsthaften Anstrengungen nicht zu überwinden vermag. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach
Art.
19
Abs.
1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013 vom
9.
April 2014 E. 4.4.5
).
Die Arbeitsfähigkeit konnte insgesamt
schrittweise
gesteigert werden
, erhebliche Anstrengungen, diesen Prozess zu beschleunigen, wurden nicht ausgewiesen, weshalb dieses Kriterium als nicht erfüllt zu gelten hat
.
6
.10
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass von den genannten Kriterien lediglich das Kriterium der erheblichen Beschwerden als erfüllt erachtet werden kann,
dies jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise. Da
die Kriterien
auch
nicht i
n gehäufter Weise
erfüllt
sind
,
ist
der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den im Zeitpunkt des Fallabschlusses noch geklagten B
eschwerden und dem Unfall vom 8
.
November
2
013
zu verneinen.
Die Leistungseinstellung per 30
.
April 2014
erweist
sich demnach als rechtens
.
7.
Die Beschwerdeführerin forderte weiter die
vollständige
Ausrichtung der Tag
gelder
für die Zeit vom 1
1.
Februar bis
9.
Mär
z
2014
, da ihr die
Beschwerde
gegnerin
abweichend von der im Unfallschein von
Dr.
Z._
attestierten voll
ständigen Arbeitsunfähigkeit
lediglich Taggelder in der Höhe von 50
%
anstatt wie geschuldet
im
Umfang von 100
%
ausgerichtet habe
(vorstehend E. 2.2).
Dem Unfallschein (
Urk.
3/4) ist zu entnehmen, dass
Dr.
Z._
vom 1
0.
Februar bis
9.
März 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestätigte, und ab dem
1
0.
März 2014 eine solche von 50
%
(vgl. auch
Urk.
8/
ZM19
)
. Aus
den
einge
reichten Abrec
hnungen über Taggeldleistungen
geht hervor
, dass die
Beschwer
degegnerin
vo
m 1
1.
Februar bis Ende März 2014
lediglich
Taggelder basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ausrichtete (
Urk.
3/6.3-4)
, wo
bei sie sich auf die im Bericht von
Dr.
Z._
vom Januar 2014 (vorstehend E.
3.1
) attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ab dem 1
1.
Februar 2014 berief
(vgl. vorstehend E.
2.1)
.
Diesbezüglich ist aber zu beachten, dass die im Unfallschein
von
Dr.
Z._
(
Urk.
8/ZM19)
nach am 1
0.
Februar 2014 erfolgter
Untersuch
ung
der Beschwer
de
führerin
attestierte Arbeitsunfähigkeit klar
als vorrangig anzusehen ist
gegen
über
seine
r
prognostische
n
Einschätzung vom
2
2.
Januar 2014
, weshalb die
Be
schwerdegegnerin
für die Zeit vom 1
1.
Februar bis
9.
März 2014 Taggelder im Umfang von 100
%
auszurichten hat.
8
.
Soweit die Beschwerdeführerin verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzu
führen (
vorstehend
E. 2.2), kann
darauf
angesichts dessen, dass sie bereits ein
gehend radiologisch und mehrfach neurologisch untersucht wurde,
darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand ist
medizinisch
hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine
relevanten
neuen Erkenntnisse zu erwarten.
9
.
Aufgrund des Gesagten ist bei dieser Sachlage die Leistungseinstellung der
Be
schwerdegegnerin
per 30.
April 2014
nicht zu beanstanden.
Hingegen besteht gestützt auf die im Unfallschein von
Dr.
Z._
attesti
erte
Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum vom 1
1.
Februar bis
9.
März 2014 ein Anspruch der Beschwerde
führerin auf Taggelder im Umfang von 100
%
.
Die Beschwerdegegnerin hat den geschuldeten Restbetrag daher nachzubezahlen.
Dies führt zur
teilweisen
Gut
heissung
der Beschwerde.
10.
Ausgangsgemäss
ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerde
führerin eine reduzierte Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen
dung von Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwier
igkeit des Prozesses auf Fr.
5
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.