Decision ID: 75fa098b-18fe-48b9-8609-3f8b561a507c
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
betreffend Erbteilung
Berufung gegen ein Urteil und einen Beschluss des Bezirksgerichtes , II. Abteilung, vom 26. September 2012 (CP080005)
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Rechtsbegehren der Kläger (Urk. 2 S. 2):
"1. Es seien Aktiven und Passiven im Nachlass E._, geb. tt. April 1929, von F._, whft. gewesen G._-Strasse ..., H._, verstorben am tt.mm.2003, festzustellen.
2. Es seien die ausgleichungspflichtigen lebzeitigen Zuwendungen der Parteien festzustellen und zum Nachlass hinzuzurechnen.
3. Es sei festzustellen, dass den Parteien am Nachlass folgende Erbquoten zustehen:
B._ 3/12 als Pflichtteil C._ 3/12 als Pflichtteil A._ 5/12 D._ 1/12
4. Es sei festzustellen, dass die Kläger 1 und 2 im Umfang von je 3/12 einen Pflichtteilsanspruch haben und es sei die Höhe des jeweiligen Pflichtteilsanspruches unter Berücksichtigung der  Vorbezüge festzustellen.
5. Es sei der Willensvollstrecker anzuweisen, den Klägern 1 und 2 den Pflichtteilsanspruch auszuzahlen und den übrigen Nachlass gemäss verbleibenden Erbquoten zu verteilen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
Rechtsbegehren der Beklagten (Urk. 11 S. 2):
"1. Es seien die Aktiven und Passiven im Nachlass E._, geb. tt. April 1929, von F._, whft. gewesen G._-Strasse ..., H._,  am tt.mm.2003, festzustellen.
2. Es seien die ausgleichungspflichtigen lebzeitigen Zuwendungen der Parteien festzustellen und zum Nachlass hinzuzurechnen.
3. Es sei festzustellen, dass der Erbin D._ eine Erbquote von 1/12 zusteht vom Nachlass, ohne Berücksichtigung der  lebzeitigen Zuwendungen, und es sei die Höhe ihres Erbes vom Gericht zu bestimmen.
4. Es sei festzustellen, dass die Erben B._ und C._ im Umfang ihrer Erbquote von je 1/4 einen Pflichtteilsanspruch haben und es sei die Höhe dieses Pflichtteilsanspruchs vom Gericht zu bestimmen.
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5. Der Willensvollstrecker sei anzuweisen, den Klägern die vom Gericht bestimmten Beträge auszuzahlen, sein Mandat zu beenden und das restliche Nachlassvermögen ins Eigentum der Beklagten zu . Es sei festzustellen, dass damit der Nachlass geteilt ist.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger."
Urteil und Beschluss des Bezirksgerichtes Horgen vom 26. September 2012:
Beschluss
1. Das Verfahren wird in Bezug auf die Begehren betreffend Feststellung der ausgleichspflichtigen Zuwendungen der Parteien infolge Vergleichs als erledigt abgeschrieben.
2. Auf die Rechtsbegehren der Kläger und Anträge der Beklagten  die Feststellung der Höhe der Pflichtteile, die Zuweisung  Nachlasswerte bzw. Auszahlung bestimmter Beträge, die  Anweisungen an den Willensvollstrecker und die Feststellung der Teilung des Nachlasses wird nicht eingetreten.
3. Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss nachfolgendem Urteil.
4. [Schriftliche Mitteilung]
5. [Rechtsmittel].
Urteil
1. Es wird festgestellt, dass sich der zu teilende Nachlass des E._, geboren tt. April 1929, von F._, wohnhaft gewesen G. ... in H._, ohne Berücksichtigung des Vermächtnisses per 31. Dezember 2011 wie folgt zusammensetzt:
1.1. ... Privatkonto ZKB Fr. 1'500'120.95
1.2. ... Kontokorrent EUR ZKB Fr. 176'975.93
1.3. KSK KK € (.....) ... Fr. 21'423.06
1.4. KSK KK USD 7'305.66 Fr. 146'094.30
1.5. KSK Depot (Obligationen in €) Fr. 57'903.01
1.6. Guthaben Verrechnungssteuern Fr. 813.75
1.7. Guthaben gegenüber Stiftung für I._ Fr. 9'242.03
1.8. Darlehensforderung gegenüber Kläger 2 Fr. 29'857.50
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1.9. Forderung gegenüber der Stiftung (Akontozah-lung) Fr. 220'000.00
2.1. Betrag für Rückstellungen Fr. - 65'000.00
2.2. Ausbildungsvorbezug im Sinne von Art. 631 ZGB zugunsten der Beklagten Fr. - 164'866.30
TOTAL Fr. 1'932'564.23
2. Es wird festgestellt, dass der Klägerin 1 3/12 als Pflichtteil, dem  2 3/12 als Pflichtteil, der Klägerin 3 1/12 sowie der Beklagten 5/12 (wovon ihr 3/12 als Pflichtteil) am Nachlass zustehen.
3. Der Antrag der Beklagten, es sei festzustellen, dass der Klägerin 3 eine Erbquote von 1/12 vom Nachlass ohne Berücksichtigung der  lebzeitigen Zuwendungen zustehe, wird abgewiesen.
4. Es wird festgestellt, dass (ohne Berücksichtigung des Vermächtnisses) die Klägerin 1 einen Restanspruch von Fr. 389'160.68, der Kläger 2 von Fr. 399'322.18, die Klägerin 3 von Fr. 190'680.23 und die Beklagte von Fr. 953'401.14 hat.
5. Es wird festgestellt, dass (ohne Berücksichtigung des Vermächtnisses) der Klägerin 1 und dem Kläger 2 je 1/4, der Klägerin 3 1/12 und der  5/12 am Nettoverkaufserlös des Grundstückes in ..., , des unverteilten Nachlasses von J._ und der 2 Aktien K._ zustehen.
6. Der Verkauf des Grundstücks in ... Griechenland, des Anteils am  Nachlass von J._ sowie der 2 Aktien K._ erfolgt auf dem Weg der Versteigerung durch den Willensvollstrecker unter den Erben. Der Nettoerlös ist vom Willensvollstrecker gemäss den in  2 festgelegten Erbquoten zu verteilen und auszuzahlen.
7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 45'000.–.
8. Die Gerichtskosten werden den Klägern solidarisch zu 1/3 (Klägerin 1 und Kläger 2 zu je 3/21, Klägerin 3 zu 1/21) und der Beklagten zu 2/3 auferlegt.
9. Die Beklagte wird verpflichtet, den Klägern gemeinsam eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 32'465.– (exkl. Mehrwertsteuer) zu .
10. [Schriftliche Mitteilung]
11. [Rechtsmittel].
Berufungsanträge:
der Beklagten (Urk. 70 S. 2):
"1. Ziffer 2 des Beschlusses und die Ziffern 3, 4, 8 und 9 des  Entscheides seien aufzuheben.
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2. Es sei festzustellen, dass der Klägerin 3 eine Erbquote von 1/12 vom Nachlass ohne Berücksichtigung der lebzeitigen Zuwendungen zusteht.
3. Es sei festzustellen, dass die Klägerin 1 einen Restanspruch von Fr. 389'160.68 und der Kläger 2 von Fr. 369'464.68 hat, und dass die Klägerin 3 dem Nachlass Fr. 122'341.66 schuldet.
4. Der Willensvollstrecker sei anzuweisen, der Klägerin 1 den Betrag von Fr. 389'160.68 und dem Kläger 2 den Betrag von Fr. 247'123.32 zu überweisen, sämtliche übrigen Vermögenswerte an die Beklagte zu übertragen und dann sein Amt zu beenden.
5. Eventualiter sei der Willensvollstrecker anzuweisen, von der Klägerin 3 Fr. 122'341.36 einzufordern, und nach Eingang dieser Zahlung der  1 den Betrag von Fr. 389'160.68 und dem Kläger 2 den Betrag von Fr. 369'464.68 zu überweisen, sämtliche übrigen Vermögenswerte an die Beklagte zu übertragen und dann sein Amt zu beenden.
6. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten seien den Klägern solidarisch zu 7/12 (Klägerin 1 und Klägerin 2 zu je 3/12, Klägerin 3 zu 1/12) und der Beklagten zu 5/12 aufzuerlegen.
7. Die Beklagte sei von der Bezahlung einer Prozessentschädigung an die Kläger für das erstinstanzliche Verfahren zu befreien, und die Kläger seien solidarisch zu verpflichten, der Beklagten für das erstinstanzliche Verfahren eine Prozessentschädigung von 16'233.-- (exkl. MwSt) zu bezahlen.
8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger."
der Kläger (Urk. 78 S. 2):
"1. Die Berufung der Berufungsklägerin sei abzuweisen.
2. Das vorinstanzliche Urteil des Bezirksgerichtes Horgen vom 26. September 2012 sei vollumfänglich zu bestätigen.
3. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien der Berufungsklägerin .
4. Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, den Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen."

Considerations:
Erwägungen:
1. Sachverhaltsüberblick
1.1. Am tt.mm.2003 verstarb E._ (nachfolgend "Erblasser"). Der Erblasser
hinterliess als gesetzliche Erben drei Kinder, nämlich zwei Kinder aus erster
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Ehe (die Klägerin 1 und den Kläger 2) sowie eine Tochter aus zweiter Ehe
(die Beklagte).
1.2. In zwei handschriftlichen Testamenten vom 8. Oktober 1999 bzw. vom
17. Mai 2002 (vgl. Urk. 4/1) setzte der Erblasser die Klägerin 1 und den Klä-
ger 2 als gesetzliche Erben auf den Pflichtteil von je 3/12. Weiter wies er der
Beklagten als gesetzliche Erbin 5/12 seines Nachlasses zu und setzte die
Klägerin 3 (die Tochter des Klägers 2) im Umfang von 1/12 als Erbin ein.
Weiter bedachte er die "E._ Stiftung für I._" (nachfolgend: "Stiftung
für I._") mit einem Vermächtnis von 20% des zu verteilenden Restver-
mögens (d.h. Nachlassvermögen ohne Erbvorbezüge).
1.3. Im März/April 2007 schlossen die Parteien einen partiellen Erbteilungsver-
trag, womit gewisse Vermögenswerte einvernehmlich geteilt wurden
(Urk. 4/3).
1.4 Im vorliegenden Verfahren sind die Erbteile festzusetzen und der verblei-
bende Nachlass zu verteilen.
2. Prozessuales
2.1 Für das Berufungsverfahren kommt die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene
eidgenössische Zivilprozessordnung zur Anwendung (Art. 405 Abs. 1 ZPO).
2.2 Die Berufung hemmt die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit nur im Umfang
der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Es ist daher davon Vormerk zu nehmen,
dass der Beschluss in Dispositiv Ziffer 1 und 3 sowie das Urteil in Dispositiv
Ziffer 1 und 2 sowie 5 bis 7 mit dem Eingang der Berufungsantwort am
29. Januar 2013 rechtkräftig geworden sind. Insbesondere sind sich die Par-
teien darin einig, dass gewisse Vermögenswerte (Grundstück in ... [Grie-
chenland], unverteilte Erbschaft von J._ sowie zwei Aktien K._) un-
ter den Erben zu versteigern sind und der Nettoerlös entsprechend den
Erbquoten auf die Parteien zu verteilen ist (Urteil Dispositiv Ziff. 5 und 6).
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3. Materielles
3.1 Im erstinstanzlichen Verfahren beantragten sowohl die Kläger als auch die
Beklagte die Teilung der Erbschaft. Auf diese Teilungsbegehren trat die Vor-
instanz nicht ein (Dispositiv-Ziffer 2 des Beschlusses). Zur Begründung wur-
de im Wesentlichen ausgeführt, der Nachlass als Ganzes sei mit einem
Vermächtnis beschwert. Daher könne der Nachlass erst geteilt werden,
wenn die konkrete Höhe des Vermächtnisses und dessen allfällige Herab-
setzbarkeit verbindlich festgestellt worden sei. Da die Nachlasswerte den
Erben erst nach der Klärung des Vermächtnisses zugewiesen werden könn-
ten, sei auf das Teilungsbegehren nicht einzutreten (Urk. 71 S. 29 f.). Im Be-
rufungsverfahren beharrt die Beklagte auf dem Teilungsanspruch (Urk. 70
S. 4 f. Rz. 6-10). Demgegenüber beantragen die Kläger in diesem Punkt die
Abweisung der Berufung (Urk. 78 S. 3 ff.), obwohl sie mit Ziffer 5 ihres Kla-
gebegehrens ursprünglich genau gleich wie die Beklagte die Teilung des
Nachlasses verlangt hatten (Urk. 2 S. 2).
a) Gemäss Art. 604 ZGB kann grundsätzlich jeder Erbe zu beliebiger Zeit
die Teilung der Erbschaft verlangen. Jeder Erbe kann somit auch ge-
gen den Willen der Miterben die Teilung der Erbschaft und die Überfüh-
rung des ihm zustehenden Erbteils in sein Eigentum durchsetzen. Ge-
genstand der Teilungsklage ist nicht nur die Teilung an sich (Zuwei-
sung der Vermögenswerte zu Alleineigentum), sondern notwendiger-
weise auch die Feststellung des Nachlasses (Bestand und Höhe des
Nachlasses) und der Erbteile (Erbquoten) (BGE 101 II 41 E. 4c S. 45;
BSK ZGB II-Schaufelberger/Keller Lüscher, 4. Auflage, Basel 2011,
N 4 zu Art. 604 ZGB; Brückner/Weibel, Die erbrechtlichen Klagen,
3. Auflage, Zürich 2012, S. 121 Rz. 218; PraxKomm Erbrecht-Weibel,
2. Auflage, Basel 2011, N 26 und 34 f. zu Art. 604). Im Weiteren kann
das Gericht im Rahmen der Erbteilungsklage materiellrechtliche, für die
Teilung präjudizielle Fragen behandeln wie Herabsetzungs- (Art. 522 ff.
ZGB) und Ausgleichungsbegehren (Art. 626 ff. ZGB) sowie Begehren
auf Tilgung oder Sicherstellung der Schulden des Erblassers vor der
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Teilung (Art. 610 Abs. 3 ZGB) (BSK ZGB II-Schaufelberger/Keller
Lüscher, a.a.O., N 5 zu Art. 604 ZGB; Prax-Komm Erbrecht-Weibel,
a.a.O., N 27 zu Art. 604; Brückner/Weibel, a.a.O., S. 120 Rz. 217).
Die Vorinstanz geht zwar zutreffend davon aus, dass das Vermächtnis
auf dem gesamten Nachlass laste (Urk. 71 S. 17 und insbes. S. 30). Al-
lerdings ist die Argumentation der Vorinstanz nicht überzeugend, dass
die eigentliche Teilung des Nachlasses (Zuweisung des Nachlasses zu
Alleineigentum der Erben) erst erfolgen könne, wenn die Höhe des
Vermächtnisses und dessen allfällige Herabsetzbarkeit festgestellt
worden sei (Urk. 71 S. 30). Ein solcher Teilungsaufschub ist gesetzlich
nicht vorgesehen. Die Beklagte macht zu Recht geltend, dass Art. 604
ZGB den Erben einen jederzeitigen Teilungsanspruch garantiere. Die
"Stiftung für I._" hätte längst die Möglichkeit gehabt, ihr Vermächt-
nis gegenüber der Erbengemeinschaft geltend zu machen (Vermächt-
nisklage nach Art. 601 ZGB). Wenn sie bislang die Einforderung ihrer
Ansprüche nicht für nötig hielt, verunmöglicht dies die Erbteilung nicht.
Im Übrigen wäre es auch den Parteien des Teilungsprozesses frei ge-
standen, die Tilgung oder Sicherstellung der auf dem Nachlass lasten-
den Vermächtnisschulden zu verlangen (Klage auf Tilgung oder Si-
cherstellung der Schulden gemäss Art. 610 Abs. 3 ZGB). Die Konse-
quenz von nicht geregelten Schulden, die auf dem Nachlass lasten, ist
nicht der Aufschub der Teilung, sondern die zeitlich begrenzte solidari-
sche Haftung der Erben für Erbschaftsschulden (Art. 639 ZGB); dies
gilt insbesondere auch für Vermächtnisforderungen (PraxKomm Erb-
recht-Weibel, a.a.O., N 6 zu Art. 603; PraxKomm Erbrecht-Mabillard,
a.a.O., N 1 Art. 639 mit Hinweisen), und zwar auch dann, wenn die
Vermächtnisforderung den gesamten Nachlass - und nicht nur einzelne
Erben - belastet. Die Teilung wird durch offene (Vermächtnis-
)Forderungen nicht ausgeschlossen.
b) Im vorliegenden Fall verlangte weder die "Stiftung für I._" die Aus-
zahlung des Vermächtnisses noch beantragten die Erben die Tilgung
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oder Sicherstellung der entsprechenden Vermächtnisforderung. Es ist
nicht bekannt, ob, wann und gegenüber wem die "Stiftung für I._"
gedenkt, allfällige Vermächtnisansprüche geltend zu machen. Bei der
Feststellung des Nettonachlasses verzichtete die Vorinstanz daher zu
Recht auf eine Berücksichtigung von allfälligen Vermächtnisansprü-
chen, die ohnehin der Herabsetzung unterliegen könnten (so Urk. 71
S. 17). Zu Unrecht verneinte sie jedoch einen Teilungsanspruch
(Urk. 71 S. 29 f.). Im Folgenden ist daher der Nachlass festzustellen
(nachfolgend E. 3.2). Alsdann sind die Erbquoten festzusetzen, und die
Erbteilung ist vorzunehmen (nachfolgend E. 3.3). Anders zu entschei-
den, liefe auf einen Teilungsaufschub hinaus, der gesetzlich nicht vor-
gesehen ist.
3.2 Die Vorinstanz bezifferte die Teilungsmasse im Zeitpunkt der Teilung mit
Fr. 6'769'325.04 (Urk. 71 S. 19). Dieser Betrag setzt sich zusammen aus  Nettonachlass von Fr. 1'932'564.23, aus Akontozahlungen an die ge-
setzlichen Erben von Fr. 3'009'480.81 sowie aus ausgleichungspflichtigen
lebzeitigen Zuwendungen von Fr. 1'827'280.00. Die Höhe der Teilungsmas-
se ist im Berufungsverfahren unbestritten (Urk. 70 S. 5 f. Rz. 11 f. [Beklagte],
Urk. 78 S. 5 [Kläger]). Trotzdem sind zu den einzelnen Bestandteilen der
Teilungsmasse einige Bemerkungen angebracht:
a) Die Zusammensetzung des Nettonachlasses von Fr. 1'932'564.23 ist im angefochtenen Urteil im Einzelnen aufgeführt (Urk. 71 S. 19) und
wird in der rechtkräftig zu erklärenden Ziffer 1 des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositiv im Detail wiedergegeben (Urk. 71 S. 34 f.). Darauf kann
verwiesen werden. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine rech-
nerische Grösse zur Ermittlung der Erbteile der einzelnen Erben. Spe-
ziell ist hervorzuheben, dass im Nettonachlass von Fr. 1'932'564.23 un-
ter anderem eine "Darlehensforderung gegenüber Kläger 2" im Betrag
von Fr. 29'857.50 enthalten ist. Die Parteien sind sich darin einig, dass
der Kläger 2 diesen Betrag nicht einschiessen muss, sondern dass der
entsprechende Betrag von seinem Erbanteil abzuziehen sein wird
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(nachfolgend E. 3.3 b). Weiter ist im Nettonachlass eine "Forderung
gegenüber der Stiftung (Akontozahlung)" im Betrag von Fr. 220'000.00
als Aktivposten aufgeführt. Auch diesbezüglich gehen die Parteien da-
von aus, dass die "Stiftung für I._" die mit ihrem Einverständnis
ausgerichtete Akontozahlung nicht zurückerstatten muss. Vielmehr
wird dieser bereits ausbezahlte Anteil am Vermächtnis bei der Berech-
nung der Erbanteile der Klägerin 3 und der Beklagten zu berücksichti-
gen sein (nachfolgend E. 3.3 c und d).
b) Der auszugleichende Betrag für lebzeitige Zuwendungen in der Höhe
von Fr. 1'827'280.00 ergibt sich aus einem Teilvergleich, den die  am 30. September 2009 abgeschlossen haben. Darin wurde ver-
einbart, dass die Klägerin 1 Fr. 914'400.00 und der Kläger 2
Fr. 912'880.00 für lebzeitige Zuwendungen auszugleichen hätten
(Prot. VI S. 8 bzw. Urk. 29 S. 4 f.). Auch auf diese Zahlen wird bei der
Berechnung der konkreten Teilungsansprüche der Klägerin 1 und des
Klägers 2 zurückzukommen sein (nachfolgend E. 3.3 a und b).
c) In Bezug auf die Akontozahlungen an die gesetzlichen Erben im Betrag
von Fr. 3'009'480.81 ist unbestritten, dass der Klägerin 1 Fr. 388'770.58, dem Kläger 2 Fr. 380'129.08, der Klägerin 3
Fr. 373'430.19 und der Beklagten Fr. 1'867'150.96 ausbezahlt wurden
(Urk. 71 S. 16). Auch auf diese Zahlen wird bei der Berechnung der
konkreten Teilungsansprüche der Kläger 1-3 sowie der Beklagten zu-
rückzukommen sein (nachfolgend E. 3.3 a-d).
Im Zusammenhang mit der Bezifferung der Teilungsmasse ist nochmals zu
unterstreichen, dass allfällige Vermächtnisansprüche der "Stiftung für
I._" zur Zeit nicht als Passiven zu berücksichtigen sind. Solange nicht
klar ist, ob die "Stiftung für I._" überhaupt Ansprüche geltend macht,
können solche auch nicht als Passiven aufgeführt werden.
3.3 Damit sind im Folgenden die Quoten der einzelnen Erben festzusetzen. Als-
dann ist die Teilung vorzunehmen, auf welche wie erwähnt ein Anspruch be-
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steht. Ein Teilungsaufschub, wie ihn die Vorinstanz annahm, ist gesetzlich
nicht vorgesehen.
a) Der Erbanteil der Klägerin 1 beträgt unbestritten 3/12 als Pflichtteil. Bei einer Teilungsmasse von Fr. 6'769'325.04 beläuft sich ihr Anteil auf
Fr. 1'692'331.26. Davon ist der auszugleichende Betrag gemäss Teil-
vergleich im Betrag von Fr. 914'400.00 (vgl. oben, E. 3.2 b) und eine
Akontozahlung im Betrag von Fr. 388'770.58 abzuziehen (vgl. oben,
E. 3.2 c), so dass ein Anspruch der Klägerin 1 von Fr. 389'160.68  (Urk. 71 S. 26). Dieser Anspruch ist unbestritten (Urk. 70 S. 6
Rz. 14 [Beklagte] und Urk. 78 S. 5 [Kläger]), und der Willensvollstre-
cker ist anzuweisen, der Klägerin 1 den entsprechenden Betrag auszu-
zahlen.
b) Auch der Erbanteil des Klägers 2 beträgt unbestritten 3/12 als . Bei einer Teilungsmasse von Fr. 6'769'325.04 beläuft sich auch
sein Anteil auf Fr. 1'692'331.26. Beim Kläger 2 ist ein auszugleichender
Betrag gemäss Teilvergleich in der Höhe von Fr. 912'880.00 (vgl. oben,
E. 3.2 b) und eine Akontozahlung im Betrag von Fr. 380'129.08 abzu-
ziehen (vgl. oben, E. 3.2 c), so dass ein Anspruch des Klägers 2 von
Fr. 399'322.18 resultiert (Urk. 71 S. 27). Weiter sind sich die Parteien
im Berufungsverfahren einig, dass eine Darlehensforderung des Nach-
lasses gegenüber dem Kläger 2 im Betrag von Fr. 29'857.50 abzuzie-
hen ist, so dass ein Teilungsanspruch von Fr. 369'464.68 resultiert
(Urk. 70 S. 6 Rz. 14 [Beklagte] und Urk. 78 S. 5 [Kläger]). Der Willens-
vollstrecker ist daher anzuweisen, dem Kläger 2 Fr. 369'464.68 . Im Gegenzug ist der Kläger 2 von seiner Pflicht entbunden,
dem Nachlass Fr. 29'857.50 zurückzuerstatten.
c) Vertieft zu prüfen ist der Erbanteil der Klägerin 3. Ihre Quote beträgt 1/12. Umstritten ist jedoch, von welcher Ausgangsgrösse der Anspruch
zu berechnen ist. Die Vorinstanz und die Klägerin 3 gehen davon aus,
dass die Teilungsmasse von Fr. 6'769'325.04 massgebend sei (Urk. 71
S. 27 ff. [Vorinstanz], Urk. 78 S. 6 f. [Klägerin 3]), während die Beklagte
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von der Teilungsmasse (Fr. 6'769'325.04) abzüglich der ausglei-
chungspflichtigen Zuwendungen (Fr. 1'827'280.00), d.h. von
Fr. 4'942'045.04 ausgehen will (Urk. 70 S. 7 ff. Rz. 17 ff.). Umstritten ist
somit die Frage, ob der Betrag von Fr. 1'827'280.00, den die Kläger 1
und 2 zur Ausgleichung bringen müssen, bei der Berechnung des Erb-
teils der Klägerin 3 zu berücksichtigen ist.
− Gemäss Art. 626 Abs. 1 ZGB sind nur die gesetzlichen Erben gegen-
seitig zur Ausgleichung verpflichtet. Da die Klägerin 3 keine gesetzli-
che, sondern eine eingesetzte Erbin ist, hält sie die Beklagte nicht für
ausgleichungsberechtigt. Nach der Rechtsprechung ist das vom Erb-
lasser als Erbe eingesetzte Kindeskind jedoch als gesetzlicher Erbe zu
betrachten, wenn das Kind mit dem Zweck auf den Pflichtteil gesetzt
wird, dass der restliche Erbteil dem Kindeskind zufallen solle (BGE 67
II 207 E. 4 S. 212). Im vorliegenden Fall liegt eine vergleichbare Kons-
tellation vor. Der Erblasser entzog seinem Sohn (dem Kläger 2) eine
Quote von 1/12, um diesen Anteil seiner Enkelin (der Klägerin 3) zuzu-
weisen. Wörtlich hielt der Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung
vom 17. Mai 2002 fest, dass die Klägerin 3 "den bei [Kläger 2] zurück-
behaltenen Betrag" erhalte (Urk. 4/1 letztes Blatt). Wenn aber der Erb-
lasser seinen Sohn (den Kläger 2) auf den Pflichtteil setzt und die frei
werdende Quote zugunsten seiner Enkelin (der Klägerin 3) verwendet,
ist die Klägerin 3 genau gleich wie der Kläger 2 ausgleichungsberech-
tigt, da sie letztlich einen Teil des gesetzlichen Erbanspruchs des Klä-
gers 2 erhalten hat. Daran ändert auch der Einwand der Beklagten
nichts, dass die Klägerin 3 nicht das einzige Kind des Klägers 2 sei und
deshalb als Drittperson zu betrachten sei (Urk. 70 S. 7 Rz. 18 ff.); ent-
scheidend ist, dass der Erblasser seinen Sohn (Kläger 2) als gesetzli-
chen Erben auf den Pflichtteil setzte und einer Enkelin (Klägerin 3) die
frei werdende Quote zuwies, womit diese einen Teil des gesetzlichen
Erbanspruchs des Klägers 2 erhielt und somit genau gleich wie jener
ausgleichungsberechtigt ist. Unbegründet ist auch der Einwand der
Beklagten, der Erblasser habe mit seiner Verfügung die Gleichbehand-
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lung seiner Kinder und nicht die Begünstigung der Nachkommen eines
Pflichtteilserben realisieren wollen (Urk. 70 S. 7 Rz. 19); effektiv verfüg-
te der Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung die Gleichbehandlung
seiner drei Kinder, indem er der Klägerin 1 und dem Kläger 2, die nam-
hafte Erbvorbezüge erhielten, die verfügbare Quote von je 1/12 entzog
und der Beklagten 2/12 zuwies, wovon 1/12 aus der verfügbaren Quote
der Klägerin 1 stammt und 1/12 der eigenen (beklagtischen) verfügba-
ren Quote entspricht; gleichzeitig wies er aber den verfügbaren Anteil
des Klägers 2 von 1/12 seiner Enkelin zu, womit diese wie erwähnt ei-
nen Teil des gesetzlichen Erbanspruchs des Klägers 2 erhielt und
diesbezüglich nach der genannten Rechtsprechung ausgleichungsbe-
rechtigt ist. Entgegen der Auffassung der Beklagten ist auch unerheb-
lich, weshalb der Erblasser eine Quote von 1/12 ausgerechnet der Klä-
gerin 3 - und damit einem von fünf Enkelkindern - zuwies (Urk. 70 S. 8
Rz. 20); entscheidend ist einzig, dass er den Anteil von 1/12 seiner En-
kelin zuwies und diese als Empfängerin eines gesetzlichen Erban-
spruchs ausgleichungsberechtigt ist. Weiter überzeugt auch der Hin-
weis der Beklagten nicht, ihre betreffenden Behauptungen seien im
erstinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben (Urk. 70 S. 8
Rz. 21); zu Recht wenden die Kläger dagegen ein, dass es sich um ei-
ne Frage der Rechtsanwendung handle und die diesbezüglichen Dar-
stellungen nicht bestritten werden müssten (Urk. 78 S. 7).
− Wenn aus den dargelegten Gründen auch bei der Klägerin 3 von einer
Teilungsmasse von Fr. 6'769'325.04 als Ausgangsgrösse auszugehen
ist, beläuft sich ihr Erbanteil von 1/12 auf Fr. 564'110.42. Davon sind
zunächst die bereits geleisteten Akontozahlungen von Fr. 373'430.19
abzuziehen. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die mit dem Einver-
ständnis aller Erben geleistete Akontozahlung von Fr. 220'000.00 an
die "Stiftung für I._" nicht mehr verfügbar ist und auch nicht zu-
rückgefordert werden kann. Allerdings ist dieser Betrag nur bei der Be-
rechnung des Erbteils der Klägerin 3 und der Beklagten zu berücksich-
tigen, weil die Kläger 1 und 2 in Bezug auf den oben berechneten Erb-
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anteil unbestritten pflichtteilsgeschützt sind (Urk. 70 S. 6 [Beklagte] und
Urk. 78 S. 5 [Kläger]). Da diese Akontozahlung somit nur dem Erbanteil
der Klägerin 3 (Erbanteil 1/12) und dem nicht pflichtteilsgeschützten
Erbanteil der Beklagten (gesamter Erbanteil 5/15, davon nicht pflicht-
teilsgeschützt 2/12) zu belasten ist, rechtfertigt es sich, bei der Kläge-
rin 3 1/3 der Akontozahlung von Fr. 220'000.00 bzw. Fr. 73'333.33 zu
berücksichtigen. Insgesamt steht der Klägerin 3 somit ein Nettoan-
spruch von Fr. 117'346.90 zu (Fr. 564'110.42 abzüglich Fr. 373'430.19 und Fr. 73'333.33). Der Willensvollstrecker ist anzuweisen, den betref-
fenden Betrag auszuzahlen. Die Annahme der Beklagten, die Kläge-
rin 3 habe einen Betrag von Fr. 96'958.00 dem Nachlass zurückzuzah-
len (Urk. 70 S. 8 Rz. 23), geht von einer anderen, unterdessen überhol-
ten Berechnung aus (vgl. Urk. 43 S. 9).
d) Der gesamte Erbanteil der Beklagten beträgt unbestritten 5/12, wovon 3/12 pflichtteilsgeschützt sind. Bei einer Teilungsmasse von
Fr. 6'769'325.04 beläuft sich ihr Anteil auf Fr. 2'820'552.10. Der Beklag-
ten ist eine Akontozahlung von Fr. 1'867'150.96 anzurechnen. Weiter
ist auch bei der Beklagten zu berücksichtigen, dass die mit dem Ein-
verständnis aller Erben geleistete Akontozahlung von Fr. 220'000.00
an die "Stiftung für I._" nicht mehr verfügbar ist und auch nicht zu-
rückgefordert werden kann. Da der nicht pflichtteilsgeschützte Erbanteil
der Beklagten 2/12 (gesamter Erbanteil von 5/12 abzüglich pflichtteils-
geschützter Anteil von 3/12) und der Erbanteil der Klägerin 3 1/12 be-
trägt, rechtfertigt es sich, von der Akontozahlung 2/3 bzw.
Fr. 146'666.67 dem Erbanteil der Beklagten zu belasten (vgl. im Ein-
zelnen oben, E. 3.3 c). Damit resultiert ein Nettoanspruch der Beklag-
ten von Fr. 806'734.47 (Fr. 2'820'552.10 abzüglich Fr. 1'867'150.96 und Fr. 146'666.67). Der Willensvollstrecker ist anzuweisen, der Be-
klagten den entsprechenden Betrag auszuzahlen.
3.4 In Bezug auf die Vermächtnisschulden ist die Beklagte der Auffassung, dass
die Klägerin 1 und der Kläger 2 pflichtteilsgeschützt seien, beim Erbanteil
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der Klägerin 3 ein Teil der Vermächtnisschulden anzurechnen und im Übri-
gen sie selbst (die Beklagte) allein für die Ausrichtung des Vermächtnisses
zuständig sei (Urk. 70 S. 8 ff. Rz. 23-30). Wie erwähnt geht die Beklagte
zwar zutreffend davon aus, dass die Erbteilung durchzuführen ist, auch
wenn die Vermächtnisschulden bislang nicht abschliessend geregelt sind.
Weiter ist bezüglich des Vermächtnisses zugunsten der "Stiftung für I._"
die Akontozahlung von Fr. 220'000.00 bei den Anteilen der Klägerin 3 und
der Beklagten nach Massgabe ihrer nicht pflichtteilsgeschützten Erbquoten
(1/12 Klägerin 3 und 2/12 Beklagte) zu berücksichtigen. Allerdings geht die
Beklagte fehl in der Annahme, dass in der vorliegenden Erbteilung verbind-
lich festzusetzen sei, wer welchen Anteil des restlichen Vermächtnisses zu
tragen haben wird. Richtig ist vielmehr, dass über die Ausrichtung des restli-
chen Vermächtnisses im vorliegenden Verfahren keine Anordnungen zu tref-
fen sind. Nach der Vornahme der Teilung bleibt es der Vermächtnisnehme-
rin überlassen, allfällige Forderungen gegen die Erben einzeln oder nach
Massgabe der gesetzlichen Vorgaben in solidarischer Haftbarkeit (Art. 639
ZGB) geltend zu machen (Art. 601 ZGB). Die Erben ihrerseits können ge-
genüber der Vermächtnisnehmerin allenfalls Herabsetzung geltend machen
(Art. 522 f. ZGB); im Übrigen könnten sie gegenüber den Miterben Rückgriff
nehmen, sofern sie über ihren Anteil hinaus in Anspruch genommen werden
(Art. 148 OR). Auf all diese Fragen ist im vorliegenden Fall jedoch nicht wei-
ter einzugehen.
4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
4.1 In der vorliegenden Erbteilungsklage ist der Teilungsanspruch an sich um-
stritten. Wenn der Teilungsanspruch insgesamt strittig ist, dann ist der ge-
samte Wert des zu teilenden Nachlasses massgebend (BGE 127 III 396
E. 1.b.cc S. 398 mit Hinweis). Da sich die Teilung zumindest wirtschaftlich
nur auf den Nettonachlass von Fr. 1'932'564.23 und nicht auf die Teilungs-
masse von Fr. 6'769'325.04 bezieht, ist von einem Streitwert von
Fr. 1'932'564.23 auszugehen.
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4.2 In Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen im erstinstanzlichen
Verfahren ist die Höhe der Gerichtsgebühr von Fr. 45'000.00 von keiner Par-
tei angefochten worden. Ziffer 7 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs ist
daher – wie bereits erwähnt – rechtkräftig zu erklären.
In Bezug auf die Kostenverteilung geht die Vorinstanz von einem Unterlie-
gen der Beklagten zu zwei Dritteln aus (Urk. 71 S. 32). Das erstinstanzliche
Urteil ist entsprechend dem Antrag der Beklagten insoweit anzupassen, als
ein Teilungsanspruch an sich zu bejahen und der Willensvollstrecker anzu-
weisen ist, den Erben ihre Anteile auszuzahlen; insoweit obsiegt die Beklag-
te. Hingegen ist das erstinstanzliche Urteil in Bezug auf die Bezifferung der
Ansprüche der Parteien grundsätzlich zu bestätigen; nur hinsichtlich der Po-
sitionen "Darlehensforderung gegenüber Kläger 2" von Fr. 29'857.50 und
"Forderung gegenüber der Stiftung (Akontozahlung)" von Fr. 220'000.00
drängen sich Anpassungen auf, die jedoch im Grundsatz nicht strittig sind;
diesbezüglich obsiegen die Kläger. Insgesamt ist unter Berücksichtigung der
genannten Anpassung davon auszugehen, dass die Kläger einerseits und
die Beklagte andrerseits in gleichem Mass obsiegen und unterliegen. Die
Kosten sind den Klägern und der Beklagten je zur Hälfte aufzuerlegen (bei
solidarischer Haftbarkeit der Kläger für ihren hälftigen Kostenanteil), und es
sind keine Prozessentschädigungen zuzusprechen.
4.3 In Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren
ist ebenfalls von einem Streitwert von Fr. 1'932'564.23 auszugehen. Bei die-
sem Streitwert rechtfertigt es sich, die Gerichtsgebühr für das Berufungsver-
fahren auf Fr. 40'000.00 festzusetzen (§§ 4 und 12 Abs. 1 GebV OG). Auch
im Berufungsverfahren obsiegt die Beklagte in Bezug auf den eingeklagten
Teilungsanspruch an sich. Weiter treffen die von der Vorinstanz errechneten
Erbansprüche - unter Berücksichtigung der grundsätzlich unbestrittenen An-
passungen - zu. Allerdings unterliegt die Beklagte in Bezug auf die Berech-
nung des Erbanteils der Klägerin 3. Insgesamt rechtfertigt es sich auch im
Berufungsverfahren, die Kosten den Klägern und der Beklagten je zur Hälfte
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aufzuerlegen (bei solidarischer Haftbarkeit der Kläger für ihren hälftigen Kos-
tenanteil). Es sind keine Prozessentschädigungen zuzusprechen.