Decision ID: 1028c53f-ce4d-5046-81ef-196a508e5f4d
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Das Grundstück Nr. 0000_, Grundbuch X._, liegt gemäss aktuellem Zonenplan in der
Landwirtschafts- bzw. der Grünzone Naturschutz. Der nordöstliche, in der Grünzone
liegende Grundstücksteil ist ein geschützter Trockenstandort; er wird von einer
Pufferzone umrandet (kommunale Schutzverordnung vom 10. Dezember 1999).
Gemäss kantonalem Richtplan (Teil V 31 - Vorranggebiete Natur und Landschaft) ist
das Grundstück zudem Teil des Schongebiets "Zwischengebiet Verbindung Y._ -
Z._" (Lebensraum bedrohter Arten; zum Ganzen vgl. www.geoportal.ch). Auf der
Parzelle befand sich ein älterer, teilweise in Strickbauweise erstellter Weidstall (Vers.-
Nr. 0001_). Nebst dem eigentlichen Stall bestand das Erdgeschoss aus einem Raum
mit einfacher Sitzgelegenheit und Holzherd (Nordostecke; als "Hirtenzimmer"
bezeichnet) und einem berg- bzw. westseitigen Lagerraum. A._ seit 2010 Pächter des
im Eigentum von M._ stehenden Grundstücks, reichte am 13. Oktober 2014 ein mit
"Unterhalt und Sanierung" bezeichnetes Baugesuch betreffend die Scheune ein. Mit
raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 9. Mai 2015 verweigerte das Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) die Zustimmung zum Baugesuch. Es
hielt fest, die Scheune geniesse keine erweiterte Besitzstandsgarantie nach Art. 24c
des Bundesgesetzes über die Raumplanung (SR 700, RPG), weil sie auch nach dem
1. Juli 1972 noch landwirtschaftlich genutzt worden sei. Selbst wenn man die
A.a.
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Anwendbarkeit von Art. 24c RPG bejahen würde, würden die baulichen
Veränderungen, deren genauer Zweck unbekannt sei, eine unerlaubte, wesentlich
veränderte Nutzung der Baute ermöglichen (vgl. Art. 42 Abs. 3 lit. c der
Raumplanungsverordnung, SR 700.1, RPV). Diese Verfügung blieb unangefochten.
Am 11. Juni 2015 reichte A._ für M._ ein Baugesuch betreffend Umnutzung des
Weidstalls in ein Bienenhaus mit Schleuder-, Bearbeitungs- und Lagerraum ein. Mit
raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 13. August 2015 stimmte das AREG dem
Baugesuch zu und erteilte eine ordentliche Bewilligung nach Art. 16a Abs. 1 und Art. 22
Abs. 1 bis 3 RPG. Es hielt fest, die Bienenhaltung sei in der Landwirtschaftszone
zonenkonform und könne ideal in den bestehenden Stall integriert werden. Die
Gemeinde X._ wurde verpflichtet, im Grundbuch ein Zweckänderungsverbot und
einen Widerrufsvorbehalt anmerken zu lassen. Mit Schreiben vom 25. Februar 2016
ersuchte A._ um Bewilligung diverser Projektänderungen, die im Wesentlichen einer
Ausdehnung des bewilligten Bauvorhabens auf den Inhalt des ursprünglichen, nicht
bewilligten Gesuchs gleichkamen. Am 4. Juli 2016 stellte das AREG an einem
Augenschein Abweichungen von den am 13. August 2015 bewilligten Plänen fest. A._
hatte insbesondere tragende Strickwände entfernt und durch Neukonstruktionen
ersetzt. Entlang der Scheune wurde eine Steinmauer errichtet, das Gelände war
abgegraben und ein Zufahrtsweg mit Parkplatz erstellt worden. Auf dem Grundstück
fand sich ferner ein befestigter Sitzplatz mitsamt Grillstelle und Holzunderstand. Mit
Verfügung vom 20. September 2016 verweigerte das AREG dem nachträglichen
Baugesuch die Zustimmung und erwog, es sei Sache der zuständigen
Gemeindebehörde, über die Wiederherstellung zu befinden. Die vorgesehenen und
zum Teil bereits ausgeführten Arbeiten überstiegen das für die Haltung von Bienen
Erforderliche. Die von der im Jahr 2015 erteilten Bewilligung nicht gedeckten baulichen
Massnahmen entsprächen nicht mehr dem Zweck der Nutzungszone und seien
zonenfremd. Sie würden darauf schliessen lassen, dass das Gebäude zu
Aufenthaltszwecken genutzt werden solle (act. G 8/5/67C). Das Amt für Natur, Jagd
und Fischerei (ANJF) verfügte mit Blick auf den nicht bewilligten Parkplatz, der Eingriff
in die geschützte Trockenwiese und die Pufferfläche werde nicht bewilligt, und der
ursprüngliche Zustand sei - begleitet durch eine ökologisch geschulte Fachperson - bis
Ende März 2017 möglichst weitgehend wiederherzustellen. Der Gemeinderat X._
eröffnete A._ diese Verfügungen und verweigerte die Bewilligung für die
Projektänderungen mit Beschluss vom 3. Oktober 2016. Er hielt fest, die ursprünglich
erteilte Baubewilligung vom 31. August 2015 für die Nutzung der Scheune als
Bienenhaus mit Lager- und Bearbeitungsraum seien weiterhin gültig und die
Bauarbeiten seien nach diesen genehmigten Plänen auszuführen (act. G 8/5/2F).
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Den gegen den Beschluss vom 3. Oktober 2016 erhobenen Rekurs wies das
Baudepartement des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 23. August 2017 ab, soweit
es darauf eintrat. In Bezug auf den Abstellplatz und die Feuerstelle trat es auf den
Rekurs nicht ein. Hinsichtlich Wiederherstellung des Weidstalls hob das
Baudepartement Ziff. 4 des Gemeinderatsbeschlusses vom 3. Oktober 2016 auf und
verfügte stattdessen: "Der rechtmässige Zustand ist wiederherzustellen, das heisst, die
Scheune (Vers.-Nr. 0001_) und die Steinmauer westlich davon sind vollständig
abzubrechen bzw. zurückzubauen." Für den Rückbau wurde eine Frist von drei
Monaten ab Rechtskraft des Entscheids angesetzt. Die dagegen erhobene
Beschwerde wies das Verwaltungsgericht mit Entscheid B 2017/189 vom 28. Februar
2019 ab, soweit es darauf eintrat. Das Bundesgericht bestätigte diesen Entscheid in
BGer 1C_204/2019 vom 8. April 2020 und stellte fest, dass die fragliche Scheune als im
massgeblichen Zeitpunkt nicht mehr bestimmungsgemäss nutzbar zu beurteilen sei.
Eine Bewilligung für die Steinmauer sei unabhängig davon zu verweigern, ob sie als
zonenkonform oder als zonenwidrig betrachtet werde. Der vollständige Rückbau des
Weidstalls und der Steinmauer sei verhältnismässig (BGer 1C_204/2019 a.a.O.).
Am 3. Januar 2020 ersuchte A._ den Gemeinderat X._ um Erteilung einer
nachträglichen Baubewilligung für die auf Grundstück Nr. 0000_ erstellten Rebbau-
und Beerenanlagen. Im Beschluss vom 25. Mai 2020 verweigerte der Gemeinderat
gestützt auf die raumplanungsrechtliche Teilverfügung des AREG vom 13. Mai 2020 die
nachträgliche Baubewilligung, verfügte den Rückbau und die Renaturierung der
Rebbauanlagen und Beerenkisten bis 31. August 2020 und drohte die Ersatzvornahme
an. Der Beschluss vom 25. Mai 2020 erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit
Beschluss vom 31. August 2020 drohte der Gemeinderat X._ mit Hinweis auf BGer
1C_204/2019 a.a.O (Rückbau Weidstall und Steinmauer) sowie die ungenutzt
verstrichene Frist bezüglich Rückbau der Rebbbauanlagen und der Beerenkisten die
Ersatzvornahme hinsichtlich sämtlicher Bauten und Anlagen auf Grundstück Nr. 0000_
sowie Straffolgen nach Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (SR 311.0,
StGB) an. Erneut wurde eine Frist zur selbständigen Beseitigung der illegal erstellten
Bauten und Anlagen sowie Renaturierung bis 18. September 2020 angesetzt (act. G
8/5/21F). Dieser Beschluss erwuchs in Rechtskraft. Mit Schreiben vom 18. September
2020 reichte A._, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Werner Ritter, Widnau, ein
weiteres Baugesuch betreffend Instandstellung Weidstall mit Hirtenstube, Anpassung
Tierschutz, Dach, Photovoltaik, Wasserspeicher und Abwassertank, Bienenstand mit
Lager- und Bearbeitungsraum auf Grundstück Nr. 0000_ ein (Eingang bei der
A.b.
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B.
Gemeinde am 21. September 2020). Gleichentags ordnete der Gemeinderat X._ mit
Beschluss vom 21. September 2020 die Ersatzvornahme zur Beseitigung der
rechtswidrigen Bauten und Anlagen auf Grundstück Nr. 0000_ durch die Q._ AG an,
sofern der Abbruch und die Renaturierung bis 9. Oktober 2020 nicht vorgenommen
würden. Für den Fall der Zuwiderhandlung wurden Straffolgen nach Art. 292 StGB
angedroht. Das am letzten Tag der Frist eingereichte neue Baugesuch werde in einem
separaten Verfahren behandelt und tangiere das vorliegende Vollstreckungsverfahren
nicht (act. G 8/5/25F).
Den gegen diesen Beschluss von Rechtsanwalt Ritter für A._ erhobenen Rekurs (act.
G 8/1, 8/3) hiess das Baudepartement mit Entscheid vom 12. Januar 2021, soweit es
darauf eintrat, in dem Sinn teilweise gut, als Ziffer 14 des Beschlusses vom
21. September 2020 (Gebühr CHF 3'030 zulasten A._) wie folgt geändert wurde: "Die
Gebühr dieser Verfügung beträgt CHF 1'826.50 und wird dem Grundeigentümer A._
belastet (Art. 100 Abs. 1 VRP i.V.m. GebT)". Entscheid CHF 1'200, Abbruchkontrolle
CHF 100, Umsetzungskontrolle CHF 100, Offertwesen CHF 300, Mahngebühr
CHF 100, Aktenkopie CHF 26.50 (Ziffer 1). Als vorsorgliche Massnahme ordnete das
Baudepartement an, dass die Nutzung des Weidstalls auf Grundstück Nr. 0000_ bis
zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens bzw. bis zum Abbruch des Weidstalls
untersagt werde. Für den Fall der Nichtbefolgung des Nutzungsverbots drohte sie eine
Bestrafung nach Art. 292 StGB an (Ziffer 2). Einer allfälligen Beschwerde wurde in
Bezug auf das Nutzungsverbot die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziffer 3; act. G 2).
Gegen diesen Rekursentscheid erhob Rechtsanwalt Ritter für A._ mit Eingabe vom
18. Januar 2021 Beschwerde mit den materiellrechtlichen Anträgen, der
Rekursentscheid sei betreffend Anordnung der Ersatzvornahme aufzuheben (Ziffer I.1);
von einem Abbruch der rechtswidrigen Bauten und Anlagen auf Grundstück Nr. 0000_
sowie von allen weiteren dem Beschwerdeführer im angefochtenen Entscheid
auferlegten Massnahmen (Ziffer I.2 und I.3) und von einer Kostenauflage an den
Beschwerdeführer sei abzusehen (Ziffer I.4); eventualiter seien die auferlegten Kosten
auf das gesetzliche Mass zu reduzieren (Ziffer I.5). Es sei vorerst das Baugesuch
betreffend Instandstellung Weidstall, Anpassung Tierschutz, Dach, Photovoltaik,
Wasserspeicher und Abwassertank, Einbau Bienenstand mit Lager- und
Bearbeitungsraum (vom 18. September 2020) zu bearbeiten (Ziffer I.6). Subeventualiter
sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz oder die
B.a.
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Das Verwaltungsgericht erwägt:
1.
Der Entscheid über die Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Rekursentscheid
betreffend Anordnung der Ersatzvornahme im Sinne von Art. 105 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1; VRP) fällt in die Zuständigkeit des
Abteilungspräsidenten (vgl. Art. 64 i. V. m. Art. 44 Abs. 1 und 2 VRP, Art. 60 Ingress
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Ziffer I.7). Unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer zulasten des
Kantons St. Gallen oder der Beschwerdegegnerin (Ziffer I.8). Im Weiteren wurde die
Durchführung eines Beschwerdeaugenscheins vor Ort sowie einer mündlichen und
öffentlichen Verhandlung beantragt (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom
8. Februar 2021 bestätigte und begründete der Rechtsvertreter die gestellten Anträge,
wobei Antrag Ziffer I.5 nicht mehr enthalten war (act. G 5).
In der Vernehmlassung vom 19. Februar 2021 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung verwies sie auf den
angefochtenen Entscheid (act. G 7). Die Beschwerdegegnerin beantragte in der
Vernehmlassung vom 26. Februar 2021 ebenfalls Abweisung der Beschwerde, soweit
darauf einzutreten sei. Das Baugesuch (vom 18. September 2020) sei durch den
Gemeinderat sowie die kantonalen Fachstellen im Beschluss vom 22. Februar 2021
abgelehnt worden; sodann sei ein Nutzungsverbot verfügt worden (act. G 10 f.).
B.b.
Mit Stellungnahme vom 19. April 2021 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Anträge und Ausführungen (act. G 15). Am 30. April 2021
bestätigte die Vorinstanz ihren bisherigen Standpunkt und reichte eine
raumplanungsrechtliche Teilverfügung des AREG vom 11. Dezember 2020 betreffend
das Baugesuch vom 18. September 2020 ein mit dem Hinweis, dass der
Beschwerdeführer gegen den Gesamtentscheid (Beschluss der Beschwerdegegnerin)
vom 22. Februar 2021 (act. G 11) über das Baugesuch vom 18. September 2020
Rekurs erhoben habe (act. G 18 f.).
B.c.
Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den
Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
B.d.
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und lit. a VRP in Verbindung mit Art. 4 Abs. 3 des Reglements über die Organisation
und den Geschäftsgang des Verwaltungsgerichts; sGS 941.22, Reglement). Die
Beschwerdeeingabe vom 8. Januar 2021 (act. 1) erfolgte rechtzeitig (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP). Der Beschwerdeführer ist zur
Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Damit
erfüllt die Beschwerde zusammen mit der Beschwerdeergänzung vom 8. Februar 2021
(act. G 5) formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.
In BGer 1C_204/2019 a.a.O. entschied das Bundesgericht rechtskräftig über die
Wiederherstellung und damit den Abbruch des Weidstalls (Vers.-Nr. 0001_) sowie der
Steinmauer neben dem Weidstall. Im Weiteren erwuchs auch die Verweigerung der
nachträglichen Baubewilligung mit Wiederherstellungsverfügung bezüglich der
Rebbau- und Beerenanlagen sowie die Androhung der Ersatzvornahme (Beschluss
vom 25. Mai 2020) in Rechtskraft. Die Rechtmässigkeit (insbesondere
Verhältnismässigkeit) der erwähnten Wiederherstellungsanordnungen waren somit im
vorinstanzlichen Rekursverfahren, wie im angefochtenen Entscheid (act. G 2 S. 8)
festgestellt, nicht mehr zu überprüfen; der diesbezügliche vorinstanzliche
Nichteintretensentscheid erging mithin zu Recht. Der Gegenstand des
Beschwerdeverfahrens ist durch den Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens, d.h.
die Ersatzvornahmeverfügung vom 21. September 2020 (Beseitigung der
rechtswidrigen Bauten und Anlagen auf Grundstück Nr. 0000_, Verpflichtung zur
Duldung der Ersatzvornahme und deren Modalitäten sowie die Gebührenerhebung)
sowie deren Verhältnismässigkeit begrenzt. Streitig und zu prüfen ist vorab die
Rechtmässigkeit der Ersatzvornahme als solche. Soweit der Beschwerdeführer
Ausführungen zum Umfang des Rückbaus (vollständiger oder teilweiser Abbruch; vgl.
15 S. 3 C.1 f.) macht, kann darauf im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden.
2.
2.1. Der Beschwerdeführer stellt die Beweisanträge, es seien ein Augenschein und eine mündliche und öffentliche Verhandlung durchzuführen, er sei als Partei zu befragen,
K._ sei als Zeugin zu befragen, es sei eine schriftliche Auskunft des
Landwirtschaftsamtes einzuholen und es seien die Akten des
Baubewilligungsverfahrens beizuziehen (act. G 5 S. 4-6). Gestützt auf Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV) und Art. 64 in
Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 VRP ordnet das Verwaltungsgericht eine mündliche
Verhandlung an, wenn sie zur Wahrung der Parteirechte notwendig ist oder
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zweckmässig erscheint. Nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) besteht ein Anspruch des
Einzelnen, seine Argumente dem Gericht mündlich in einer öffentlichen Sitzung
vorzutragen, insbesondere in Streitigkeiten in Bezug auf zivilrechtliche Ansprüche und
Verpflichtungen (vgl. dazu BGer 1C_581/2018 vom 23. Juli 2019 E. 2,
BGer 2C_608/2017 vom 24. August 2018 E. 4.2, VerwGE B 2019/41 vom
16. Dezember 2019 E. 3.1, VerwGE B 2019/6 vom 1. Juli 2019 E. 2.1, VerwGE
B 2014/182 vom 27. April 2016/25. Mai 2016 E. 3.1 je mit Hinweisen), soweit der
Verwaltungsakt der hoheitlich handelnden Behörde massgeblich in Rechte und
Pflichten privatrechtlicher Natur eingreift (vgl. VerwGE B 2018/73 vom 26. Februar 2019
E. 2.4, VerwGE B 2018/99 vom 13. Januar 2019 E. 2, je mit Hinweisen). Insoweit die
EMRK zur Anwendung gelangt, gilt die Verpflichtung zur Durchführung einer
öffentlichen und mündlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht absolut. Die
Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des
Bundesgerichts lässt ein Absehen von einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung
zu, wenn die Beurteilung eines umstrittenen Sachverhalts nicht vom persönlichen
Eindruck der Partei, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Auf die
Durchführung einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung kann unter Umständen
verzichtet werden, wenn eine Verhandlung nichts zur Klärung der Angelegenheit
beiträgt - namentlich wenn keine Tatfragen, sondern reine Rechts- oder
Zulässigkeitsfragen umstritten sind - und die Angelegenheit adäquat aufgrund der
Akten sowie der schriftlichen Parteivorbringen gelöst werden kann (vgl.
BGer 2C_89/2019 und 2C_90/2019 je vom 22. August 2019 je E. 4.2 mit Hinweisen).
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beantwortung der hier zu beurteilenden
Rechtsfragen eines persönlichen Eindrucks des Beschwerdeführers bedarf. Vielmehr
ist der Sachverhalt umfassend der schriftlichen Darstellung zugänglich (vgl. dazu
BGer 2C_410/2020 vom 10. November 2020 E. 3.5.1 mit Hinweisen, zur Publikation
vorgesehen). Ebenso wenig ist mit Blick auf die nachstehend zu schildernden
Gegebenheiten erkennbar und wird vom Beschwerdeführer auch nicht weiter
substantiiert, welche neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse, die sich nicht bereits
aus den Akten und dem Geoportal (www.geoportal.ch) ergeben, durch die beantragte
mündliche Parteibefragung und durch Beweisaussagen von K._ gewonnen werden
könnten. Die Notwendigkeit der Durchführung einer öffentlichen, mündlichen
Verhandlung ist deshalb nicht dargetan. Der entsprechende Antrag des
Beschwerdeführers ist ebenso abzuweisen wie seine Begehren um persönliche
Anhörung, um Befragung von K._ sowie um Einholung einer schriftlichen Auskunft des
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Landwirtschaftsamtes. Überdies kann auf die weiteren beantragten prozessualen
Vorkehren, insbesondere auf die Durchführung eines Augenscheins im Sinne von
Art. 12 Abs. 1 VRP, in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden, da davon
ebenfalls keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. dazu
BGer 1C_577/2019 vom 4. November 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 144 II 427
E. 3.1.3 und BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen). Zudem ist dem
Verwaltungsgericht und dem zuständigen Abteilungspräsidenten die Situation vor Ort
bekannt aufgrund des im Verfahren B 2017/189 am 28. Februar 2019 vorgenommenen
Augenscheins.
2.2.
Grundsätzlich gilt das Prinzip des einmaligen Rechtsschutzes. Eine Rüge gegen die
Sachentscheidung selbst ist im Vollstreckungsverfahren nur dann noch möglich, wenn
die betroffene Sachverfügung von Anfang an nichtig gewesen ist oder eine Verletzung
von unverjährbaren und unverzichtbaren Grundrechten beinhaltet. Die Rügegründe
gegen Vollstreckungsmassnahmen beschränken sich deswegen vor allem auf das
Fehlen einer vollstreckbaren Sachentscheidung (Art. 101 VRP), auf mangelhafte
Eröffnung der Sachentscheidung, auf die Nichtübereinstimmung der Festsetzung der
Vollstreckungsmassnahme mit der Sachentscheidung, auf mangelnde Zuständigkeit
der vollstreckenden Behörde, auf die Unangemessenheit der Frist für die
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands oder auf die Verletzung des
Grundsatzes der Verhältnismässigkeit bei den Vollstreckungsmodalitäten. Ein
Wiedererwägungsgesuch steht der Vollstreckbarkeit einer Sachverfügung nur dann
entgegen, wenn ausnahmsweise ein Anspruch auf Prüfung des Gesuchs besteht (vgl.
VerwGE B 2020/209 vom 21. Mai 2021 E. 3.3 mit vielen Hinweisen).
Der direkt anwendbare (vgl. Kreisschreiben "Übergangsrechtliche Bestimmungen im
PBG" vom 8. März 2017) Art. 159 Abs. 1 lit. c PBG ermöglicht es einer Bauherrschaft,
welche Bauten und Anlagen ohne Bewilligung (urteilsähnliche Verfügung) errichtet hat,
vor der Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands
(Dauerverfügung) ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Ein solch nachträgliches
Baugesuch kommt allerdings nur dann in Frage, wenn das neue Projekt ernsthafte
Aussichten auf eine Bewilligung hätte. Bloss auf Zeitgewinn ausgerichtete, materiell
aussichtslose Eingaben vermögen einer Vollstreckung von
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Wiederherstellungsmassnahmen nicht entgegenzustehen. Ausgeschlossen ist ein
nachträgliches Baugesuch, wenn über das Bauvorhaben bzw. die massgebende Frage
bereits rechtskräftig entschieden worden ist. Dieser Ausschluss setzt indes Identität
des entschiedenen Punktes mit dem nachträglichen Begehren voraus, wobei rechtlich
unmassgebliche Abweichungen nicht in Betracht fallen. Keine Identität besteht und ein
nachträgliches Baugesuch ist zuzulassen, wenn das neue Projekt Änderungen
aufweist, mit welchem die im vorangegangenen Verfahren festgestellte
Baurechtswidrigkeit behoben werden soll. Ebenso, wenn der Gesuchsteller sich auf
einen bisher nicht geltend gemachten Ausnahmegrund beruft; oder wenn sich die
massgeblichen tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse seit dem Bauentscheid
geändert haben. Im letzten Fall läuft das nachträgliche Baugesuch im Grunde
genommen darauf hinaus, gestützt auf Art. 29 BV und Art. 27 VRP eine
Wiedererwägung einer in formelle Rechtskraft erwachsenen Bewilligungsverweigerung
(hier: mitsamt Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands) zu erwirken (VerwGE B
2020/102 vom 10. Dezember 2020 E. 5.1 m.H.). Gemäss Art. 27 VRP sind
Wiedererwägungsgesuche zulässig, begründen aber keinen Anspruch auf eine
Stellungnahme der Behörde in der Sache und hemmen den Fristenlauf nicht. Ein
Anspruch auf materielle Wiedererwägung besteht, wenn sich die Verhältnisse (Sach-
oder Rechtslage) seit dem Erlass der ursprünglichen Verfügung erheblich geändert
haben oder wenn vom Gesuchsteller wichtige Tatsachen oder Beweise geltend
gemacht werden, die ihm zur Zeit der ersten Entscheidung nicht bekannt waren oder
von ihm nicht geltend gemacht werden konnten. Ausnahmsweise kann unrichtige
Rechtsanwendung ein Rückkommen auf urteilsähnliche Verfügungen rechtfertigen,
sofern der Verfügung schwerwiegende materielle Fehler anhaften und die unveränderte
Weitergeltung der Verfügung zu einem stossenden und dem Gerechtigkeitsgefühl
zuwiderlaufenden Ergebnis führen würde (VerwGE B 2018/228 vom 10. Mai 2019 E. 2.1
m.H.).
2.3.
Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid dar, der Beschwerdeführer habe den
Weidstall und die weiteren Anlagen allesamt ohne Baubewilligung - mehrheitlich
während laufender Rechtsmittelverfahren - über die letzten Jahre erstellt. Die
nachträglich eingereichten Baugesuche seien verweigert und die Wiederherstellung
angeordnet worden. Das Verwaltungsgericht und das Bundesgericht hätten die
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Verhältnismässigkeit des vollständigen Abbruchs des Weidstalls bestätigt. Inwiefern die
Bewirtschaftung des Grundstücks durch den Abbruch gefährdet sein solle, erschliesse
sich nicht. Hinzu komme, dass die unrechtmässig im Naturschutzgebiet erstellten
Anlagen (Abstellplätze, Sitzplatz, Grillstelle, Holzunterstand) nicht zurückgebaut worden
seien. Die rechtskräftigen Wiederherstellungsentscheide seien zu vollziehen. Dem
Beschwerdeführer sei zwar darin zuzustimmen, dass insbesondere der Abbruch des
Weidstalls unverhältnismässig wäre, wenn dieser für eine zonenkonforme Nutzung
bewilligt werden könnte. Indes sei die Idee, die Weidscheune und die übrigen Anlagen
zonenkonform zu nutzen, erst aufgekeimt, als der Abbruch der unrechtmässigen
Bauten und Anlagen auf Grundstück Nr. 0000_ verhindert werden sollte. Die
Geltendmachung einer zonenkonformen Bewirtschaftung durch eine Pächterin am
letzten Tag der Frist für den freiwilligen Rückbau erscheine mit Blick auf die
Vorgeschichte als vorgeschoben und unglaubwürdig. Das in weiten Teilen praktisch
identische Baugesuch zeige, dass es sich dabei um einen weiteren Versuch handle,
den seit Anfang geplanten Ausbau der Scheune zu verwirklichen, obwohl
letztinstanzlich entschieden worden sei, dass dies unzulässig sei. Auch bei den
unrechtmässig erstellten Rebbau- und Beerenanlagen handle es sich um ein
zonenfremdes Vorhaben, welches durch das "Vorschieben" der Pächterin nachträglich
legalisiert werden solle. Gemäss Pachtvertrag befinde sich der landwirtschaftliche
Nebenerwerbsbetrieb der Pächterin in rund 11.5 km Entfernung in W._, was ebenfalls
Zweifel an der Ernsthaftigkeit einer dauerhaften Bewirtschaftung wecke. Das
Baugesuch sei von der Pächterin zudem nicht unterzeichnet worden. Es sei daher
absehbar, dass die hauptsächliche Nutzung des Grundstücks Nr. 0000_ weiterhin
durch den nicht landwirtschaftlich tätigen Beschwerdeführer erfolgen werde. Das
"Nachschieben landwirtschaftlicher Betriebsnotwendigkeit" scheine aufgrund der
derzeit gehäuften Fälle auch dem Verwaltungsgericht aufgefallen zu sein (VerwGE B
2019/158 vom 20. März 2020 E. 3.3.2 m.H. auf VerwGE B 2018/189 vom 28. Februar
2019). Das in letzter Minute eingereichte Baugesuch erscheine als untaugliches Mittel,
den Vollzug der rechtskräftigen Wiederherstellungsverfügung zu verhindern bzw. zu
verzögern. Ein Anspruch auf Widererwägung bestehe folglich nicht. Das Abwarten der
Behandlung des Baugesuchs erübrige sich. Im Übrigen wäre das Baugesuch, selbst
wenn die Pächterin keine Freizeitlandwirtschaft betreiben würde, auch zonenkonform
nicht bewilligungsfähig. Eine Notwendigkeit für einen Weidstall an diesem Standort und
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in diesen Dimensionen bestehe für die Sömmerung von einigen Schafen sowie die
Wald- und Wiesenbewirtschaftung nicht. Zudem erscheine es wirtschaftlich
unverhältnismässig, dafür nochmals rund CHF 50'000 in den bereits eigenmächtig für
mehrere zehntausend Franken ausgebauten Weidstall zu investieren (Verweis auf
VerwGE B 2019/158 a.a.O. E. 3.3). Hinzu komme, dass dem Weidstall mangels
bestimmungsgemässer Nutzbarkeit keine Bestandesgarantie mehr zukomme, weshalb
er im Rahmen eines Bewilligungsverfahrens als Neu- und nicht als Wiederaufbau zu
betrachten wäre. Der Vollständigkeit halber sei zu erwähnen, dass ein Grossteil der
Anlagen im Waldabstand sowie im Naturschutzgebiet liege und deshalb mangels
Ausnahmesituation und überwiegender entgegenstehender öffentlicher Interessen nicht
bewilligt werden könnte (Verfügung des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei vom 12.
September 2016 [act. G 8/5 1F]). Eine nachträgliche Baubewilligung sei damit nicht
möglich (act. G 2 S. 11-13).
2.4.
Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe seinen Rekurs auch mit Bezug auf die
Abbruchverfügung insofern begründet, als ein verfassungsmässiger Anspruch auf
Wiedererwägung der Abbruchverfügung bestehe. Aufgrund der Entscheide VerwGE B
2017/189 a.a.O. und BGer 1C_204/2019 a.a.O. habe er sich entschlossen, das
Grundstück Nr. 0000_ mit Scheune an K._ zu verpachten, welche einen
landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb mit Schafhaltung führe. Die Scheune solle
als Stall für die Schafe und als Lagerraum sowie als Bienenstand dienen. Aufgrund des
Baugesuchs vom 18. September 2020 habe sich der Sachverhalt für eine
zonenkonforme Nutzung der von der Ersatzvornahme betroffenen Bauten und Anlagen
erheblich geändert, weshalb ein Anspruch auf Wiedererwägung der Abbruch- und
Wiederherstellungsverfügungen bestehe. Die bis anhin widerrechtlichen Bauten und
Anlagen seien nunmehr zonenkonform. Die Pächterin benötige die Scheune, die
Wasserversorgung und die übrigen Bauten und Anlagen für die landwirtschaftliche
Nutzung des Grundstücks Nr. 0000_. Weil wegen wesentlich geänderter Verhältnisse
ein Anspruch auf Wiedererwägung der Abbruchverfügung bestehe, könnten sich die
Vorinstanzen nicht auf die Rechtskraft der Abbruchverfügungen berufen. Die Bauten
und Anlagen würden einem landwirtschaftlichen Verwendungszweck sowie einer
bodenabhängigen Bewirtschaftung dienen. Ebenso seien sie für die Beweidung des
Grundstücks Nr. 0000_ mit Schafen und für die übrigen landwirtschaftlichen
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Tätigkeiten notwendig. Bei der Schafhaltung der Pächterin handle es sich um einen
landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb und nicht um Freizeitlandwirtschaft. Die
böswillige Mutmassung der Vorinstanz, wonach die vom Beschwerdeführer geltend
gemachte zonenkonforme Bewirtschaftung nur vorgeschoben sei, seien unwahr.
Wegen der Lage des Grundstücks unterhalb der C._ Alpen sei auch die Distanz
zwischen dem Hauptbetrieb der Pächterin und dem Pachtgrundstück nicht weiter
erstaunlich. Das Landwirtschaftsamt gehe im Übrigen auch bei grösseren Distanzen
davon aus, dass das betreffende Grundstück sich noch im ortsüblichen
Bewirtschaftungsbereich befinde. Eine üble und durch nichts bewiesene Unterstellung
stelle die Behauptung der Vorinstanz dar, dass eine künftige hauptsächliche Nutzung
des Grundstücks durch den nicht landwirtschaftlich tätigen Beschwerdeführer
absehbar sei. Eine böswillige Mutmassung sei auch die Unterstellung, der
Beschwerdeführer habe landwirtschaftliche Betriebsnotwendigkeiten nur
nachgeschoben. Ob ein Anspruch auf Wiedererwägung bestehe, sei durch Prüfung des
Baugesuchs des Beschwerdeführers und nicht durch Spekulationen zu beurteilen. Der
Weidstall sei für die Unterbringung der Schafe und der für die Bewirtschaftung
notwendigen Gerätschaften keinesfalls zu gross. Die Bauten und Anlagen befänden
sich auch nicht im Bereich des Naturschutzgebiets oder des Waldabstands. Wegen
des hängigen Baubewilligungsverfahrens wäre es unverhältnismässig, den Abbruch der
inzwischen aufgrund der geänderten Sachlage zonenkonformen Bauten und Anlagen
zu vollstrecken (act. G 5 S. 7-12; G 15).
3.
3.1.
In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig
sind (Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG). Diese Anforderungen präzisiert Art. 34 Abs. 1 der
Raumplanungsverordnung (RPV, SR 700.1). Danach sind insbesondere Bauten
zonenkonform, die der bodenabhängigen Bewirtschaftung dienen, namentlich der
Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung (lit. a).
Voraussetzung für die Erteilung der Baubewilligung ist nach Art. 34 Abs. 4 RPV auf
jeden Fall, dass die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig
ist (lit. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden
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Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen
kann (lit. c). Nach Art. 34 Abs. 5 RPV gelten Bauten und Anlagen für die
Freizeitlandwirtschaft nicht als zonenkonform.
3.2.
Wie ausgeführt (vorstehende E. 2.3) anerkannte die Vorinstanz zwar, dass ein Abbruch
des Weidstalls unverhältnismässig wäre, wenn dieser für eine zonenkonforme Nutzung
bewilligt werden könnte. Sie verneinte indes einen diesbezüglichen
Wiedererwägungsgrund unter anderem damit, dass sie die Geltendmachung einer
zonenkonformen Bewirtschaftung durch eine Pächterin am letzten Tag der Frist für den
freiwilligen Rückbau als unglaubwürdig bzw. vorgeschoben einstufte und von
Freizeitlandwirtschaft im Sinn von Art. 34 Abs. 5 RPV ausging. Die
Beschwerdegegnerin warf dem Beschwerdeführer überdies das Vorspiegeln
mutmasslich falscher Tatsachen, rechtsmissbräuchliches Vorgehen und nahezu
querulatorische Beschäftigung von Amtsstellen bzw. einen "niederen Zweck" der
vorliegenden Beschwerde vor (act. G 10). Die Frage, ob diese Einwände/Vorbringen
zutreffen oder nicht, braucht insofern nicht näher untersucht zu werden, als das AREG
in der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung vom 11. Dezember 2020 seine
Zustimmung zum Projekt nicht erteilte. Zur Begründung hielt das Amt
zusammenfassend fest, dass das Bauvorhaben weder betriebsnotwendig noch
angemessen dimensioniert sei. Es entspreche nicht dem Zweck der Nutzungszone. Der
Bedarf für den Neubau des Stalles auf dem Grundstück Nr. 0000_ am vorgesehenen
Standort könne nicht nachgewiesen werden. Den bereits ausgeführten baulichen
Massnahmen, die teilweise innerhalb eines Naturschutzgebietes sowie des
gesetzlichen Waldabstandes erfolgt seien, stünden überwiegende öffentliche
Interessen entgegen (act. G 19). Aufgrund dieser einlässlich begründeten
Feststellungen fehlt es dem Gesuch vom 18. September 2020 an ernsthaften
Aussichten auf Bewilligung (vgl. auch BGer 1C_247/2020 vom 12. Mai 2021 E. 5-7 zu
VerwGE B 2019/158 vom 20. März 2020). Hieran vermag auch der Hinweis des
Beschwerdeführers, wonach in der Gemeinde der Beschwerdegegnerin
Baubewilligungen ausserhalb der Bauzone rechtsungleich gehandhabt würden (act. G
15 S. 5 Ziffer 7), nichts zu ändern. Nach dem Gesagten steht das Baugesuch vom 18.
September 2020 der Vollstreckbarkeit des Ersatzvornahmebeschlusses vom 21.
September 2020 nicht entgegen.
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3.3.
Überdies erhebt der Beschwerdeführer keine weiteren im vorliegenden Verfahren noch
zulässigen Rügen gegen die mit Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 21.
September 2020 angeordnete Ersatzvornahme. Die im vorinstanzlichen Entscheid
korrigierte Gebührenerhebung (act. G 2 S. 13 f. und Dispositivziffer 1b des
Rekursentscheids) sowie das darin als vorsorgliche Massnahme angeordnete
Nutzungsverbot bis zum rechtskräftigen Abschluss dieses Verfahrens bzw. bis zum
Abbruch des Weidstalls (Dispositivziffer 2 des Rekursentscheids) und die bezüglich
Nutzungsverbot entzogene aufschiebende Wirkung einer Beschwerde (Dispositivziffer 3
des Rekursentscheids) wurden vom Beschwerdeführer zwar generell angefochten (vgl.
Rechtsbegehren A.I.3: "Von allen weiteren dem Beschwerdeführer im angefochtenen
Rekursentscheid auferlegten Verpflichtungen und angedrohten Massnahmen sei
abzusehen."), jedoch innert der für die Beschwerdeergänzung angesetzten Frist nicht
begründet beanstandet. Auf seine Beschwerde ist deshalb insoweit nicht einzutreten,
als sie sich sinngemäss gegen die Dispositiv-Ziffern 2-4 des Rekursentscheids richtet.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95
Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 212 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Sie ist mit dem von ihm geleisteten
Kostenvorschuss von CHF 3'000 zu verrechnen; CHF 1'500 sind ihm
zurückzuerstatten. Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf ausseramtliche
Entschädigung entfällt (Art.98 VRP). Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin
haben ebenfalls keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Linder, in: Rizvi/
Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar,
Zürich/St. Gallen 2020, N 20 zu Art. 98 VRP); beide stellten auch keinen Antrag.

Considerations: