Decision ID: 7db7b728-7280-47d1-9317-426241edbe64
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
war
ab
Mitte April 1988
als
Betriebsarbeiter (Keh
richtlader)
bei
der Stadt
Y._
angestellt (Urk.
6/10/1
).
Am 2
5.
April 2016 wurde er
aufgrund einer
z
ervikaler Kompressi
onsmyelopathie
mit progredienter Gangunsicherheit und rechtsbetonter Spastik
bedingt durch eine hochgradige Spinalkanalstenose C5/6 in der
Klinik Z._
mittels ventraler Diskektomie, Dekompression, Cage sowie
Plattenspondylodese
auf Höhe C5/6
operiert (Urk.
6/24/9).
Am
1
3.
Juli 2016
meldete sich
der Versicherte
wegen
starken Beinschmerzen, Gehschwierigkeiten
, Armschmerzen sowie den Beschwerden nach einer Operation
an der Halswirbelsäule
(HWS)
wegen einer Diskushernie
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/1
). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die med
izinischen und erwerb
lichen Ver
hältnisse ab und
führte
Frühinterventionsmassnahmen zur Arbeits
platzerhaltung
durch
(Urk. 6/18, Urk. 6/23
, Urk. 6/34
, Urk. 6/38-39
).
Mit Mittei
lung vom 1
0.
Mai 2017 stellte die IV-Stelle
fest, dass Eingliederungsmassnahmen de
rzeit nicht möglich seien (Urk.
6/35).
Mit Vorbescheid vom
8.
März 2018 kün
digte die IV-Stelle dem Versicherten die Zuspr
e
ch
ung
einer vom
1.
Februar 2017 bis 3
1.
März 2018 befristete
n
ganze
n
Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
an (
Urk.
6/56). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 9. und 23. April 2018 Einwände (
Urk.
6/59, Urk. 6/62).
M
it Verfügung vom
2.
August
2018 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie angekündigt e
ine vom
1.
Februar 2017 bis 31.
März 2018
befristete ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
zu (
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom
3.
September 2018 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom
2.
August
2018 sei aufzuheben und es sei ihm auch ab dem
1.
April 2018 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegeg
nerin schloss in der Beschwerde
antwort vom
5.
Oktober 2018 auf Ab
weisung der Beschwerde (Urk.
5). Mit Ver
fügung vom
9.
Oktober 2018 wurde die Pensionskasse Stadt
Y._
zum Prozess beigeladen (
Urk.
7
S. 2
). Mit Eingabe vom 1
8.
Oktober 2018 verzichtete diese auf eine Stellungn
ahme (
Urk.
8), was den Parteien -
dem
Beschwerdeführer
zusam
men mit der Beschwerdeantwort
-
am 2
3.
Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
9 S. 2)
.
Mit Verfügung vom 2
6.
Mai 2020 wurde der
Beschwerdefüh
rer
auf die im Ergebnis mögliche Schlechterstellung im Falle eines Entscheides aufmerksam gemacht (
Urk.
10 S. 4). Mit Eingabe vom
8.
Juni 2020 hielt der
Beschwerdeführer
an seinen Anträgen fest (
Urk.
12), wovon der
Beschwerdegeg
nerin
am 1
0.
Juni 2020 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 13).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2
des
Bundesgesetz
es
über
die Invalidenversicherung, IVG
).
1.2.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.2.3
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der
Verordnung ü
ber die Invali
denversicherung, IVV
) analog anzuwenden
(BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
Gemäss Art. 88a Abs. 1 erster Satz IVV ist eine Verbesserung der
Erwerbsfähig
keit für die Herab
setzung
oder
Aufhebung der Rente von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich län
gere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiter
hin andauern wird (zweiter Satz der genannten Verordnungsbestimmung). Das Bundesgericht wendet in der Regel den zweiten Satz von Art. 88a Abs. 1 IVV an und gewährt die bisherige Rente drei Monate über die Veränderung des Gesund
heitszustandes hinaus (Urteil des Bundesgerichts 9C_687/2018 vom 16. Mai 2019 E. 2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung
der angefochtenen Verfügung
aus,
ihre Abklärungen hätten ergeben, dass der
Beschwerdeführer
ab dem 9. Feb
ruar 2016 arbeitsunfähig sei und seine
r
langjährig ausgeführte
n
Tätigkeit bei
der Stadt
Y._
nicht mehr nachgehen könne. Bis am 2
6.
Dezember 2017 sei ihm auch keine andere Tätigkeit zumutbar gewesen, weshalb er nach Ablauf des Wartejahres Anspruch auf eine vom
1.
Februar 2017 bis 3
1.
März 2018 befristete Rente bei einem Invaliditäts
grad von 100 % habe. Seit dem 2
7.
Dezember 2017 sei dem
Beschwerdeführer
eine leidensangepasste leichte und wechselbelastende Tätigkeit in überwiegend sitzender Haltung, ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über fünf Kilogramm, ohne Verharren in Zwangshaltungen, ohne Armvorhalte und Über
kopfarbeiten
in einem 100%igen Pensum zumutbar
.
Bei neurologischen Ausfällen im Rahmen von Bandscheibenvorfällen mache es Sinn, auf
die
neurologische
Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit
von
Dr.
med. A._
, Facharzt für Neurologie
,
abzustellen.
Hiergegen sei vom
Beschwerdeführer
der Bericht von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Innere Me
dizin
speziell Rheumatologie
, vom 4. September 2017
vorgelegt worden. (Dessen Beurteilung und) die Beurteilung des Hausarztes
,
einem
Facharzt
für
Allgemeinmedizin
,
sei
(en)
weniger verlässlich
als jene des Neurologen
.
Der Einkommensvergleich ergebe unter Berücksichtigung des lohn
mindernden Umstandes, dass er nur noch leichte Tätigkeiten ausführen könne, und eines leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen von 10 % einen Invaliditätsgrad von 19
%
, was keinen Anspruch auf eine Rente begründe. Daher sei die Rente nach Ablauf von drei Monaten nach der Verbesserung auf Ende März 2018 zu befristen
(
Urk. 2
S. 4 f
).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein,
aufgrund der vorliegenden sich widersprechenden medizinischen Berichte sei das gesamte Beweismaterial zu würdigen, was die
Beschwerdegegnerin
nur ungenügend getan habe. Insbeson
dere sei ihr Argument, bei neurologischen Ausfällen im Rahmen von Bandschei
benvorfällen sei auf den Neurologen
Dr.
A._
abzustellen, keine rechtsgenügli
che Auseinandersetzung mit dem Beweismaterial, zumal dessen
unsubstantiierte Folgeab
schätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit in
Verweist
ätigkeit
en
nicht über
zeuge. Denn auch aus dessen Berichten gehe hervor, dass bei
ih
m erhebliche Ein
schränkungen, und zwar eine bleibende Schwäche und Ungeschicklichkeit beider Hände, eine Blasenstörung und eine Stand- sowie Gangunsicherheit mit intermit
tierender Beinschwäche rechts vorhanden seien. Dagegen würden der behan
delnde Arzt
Dr.
med. C._
, Facharzt für Allgemeine Medizin,
und
Dr.
B._
,
der Vertrauensarzt
der
Pensionskasse
Stadt
Y._
, die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit als nicht gegeben beurteilen, worauf abzu
stellen sei. Dementsprechend stehe ihm (ab dem
1.
April 2018 weiterhin) eine ganze Rente zu.
Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass er medizinisch-theoretisch in der Lage sei, eine adaptierte Tätigkeit auszuüben, würden die Tat
sache, dass er während 27 Jahren als Müllmann gearbeitet hat, und weitere per
sönliche sowie körperliche Gegebenheiten dazu führen, dass eine solche Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr verwertet werden könnte. Auch
damit
sei
eine vollständige Erwerbsunfähigkeit
begründet
.
Sollte davon ausgegangen werden, dass medizinisch-theoretisch eine Restarbeits
fähigkeit gegeben sei und diese ausserdem verwertbar sei, wäre aufgrund der Schmerzen und der Blasenfunktionsstörung jedenfalls nur noch eine Teilzeitar
beitsfähigkeit von maximal 80
%
anzunehmen. Das von der
Beschwerdegegnerin
berücksichtigte
Valideneinkommen
sei zudem zu tief angesetzt worden. Denn als städtischer Angestellter hätte er gemäss
Art.
62 des Personalrechts der Stadt
Y._
alle fünf
Dienstjahre eineinhalb Zwölftel des Jahreslohnes als Treueprämie erhalten. Im Jahr 2015 habe er eine solche Zahlung von
Fr.
9'412.-- erhalten (
Urk.
6/
10/11). Diese sei anteilmässig
mit einem Fünftel zum Einkommen dazu
zurechnen. Im Jahr
2017
sei unter weiterer Berücksichtigung des Durchschnitts bei schwankendem Einkommen von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
77'500.-- auszugehen. Für das hier massgebliche Jahr 2018 werde - wie schon im
Einwand
verfahren
vergeblich - beantragt, dass bei der (ehemaligen) Arbeitgeberin nach
gefragt werde, welchen Lohn er im Jahr 2018 mit allen Lohnentwicklungen, die er als Gesunder durchgemacht hätte,
verdienen würde.
Denn gemäss dem dyna
mischen Lohnreglement der Stadt
Y._
komme es je nach Dienstjahr und Lage im Lohnband regelmässig zu Stufenanstiegen und Lohnerhöhungen, die zu berücksichtigen seien. Zudem müsste beim Invalideneinkommen korrekterweise ein Abzug von 25 % vorgenommen werden. Denn das Spektrum für eine adap
tierte Tätigkeit sei aufgrund der
leidensbedingten Einschränkungen und für ihn als über 50jährigen Arbeitslosen auf Arbeitssuche nach einer 27-jährigen Karriere als Müllmann zusätzlich eingeschränkt. Es entspreche den Erkenntnissen des
Seco
, dass es für entlassene ältere Arbeitskräfte schwieriger sei, eine neue Stelle zu finden, als für jüngere. Sie müssten in der Regel deutliche Lohneinbussen in Kauf nehmen.
Bei ihm komme dazu, dass er auch keine Ressourcen in bildungs
mässiger Hinsicht habe. Es müsste daher von einem Invalideneinkommen von
Fr.
50'591.-- bei einem 100%igen Pensum und von Fr. 40'472.-- bei einem 80%igen Pensum ausgegangen werden. Damit resultiere verglichen mit dem
Valideneinkommen
ein Invaliditätsgrad von 47
%
, so dass ihm eventualiter in jedem Fall eine
Viertelsrente
auszurichten
sei
(
Urk.
1 S. 4 ff.).
2.3
Strittig und zu beurteilen ist
, ob die
Beschwerdegegnerin
die ab dem
1.
Februar 2017 zugesprochene ganze Rente zu Recht per Ende März 2018 aufgehoben hat.
3.
3.1
3.1.1
Den medizinischen Akten ist das Folgende zu entnehmen.
Im weiteren Verlauf
nach der Operation
der hochgradigen Spinalkanalstenose C5/6 respektive der zervikalen Kompressionsmyelopathie
vom 2
5.
April 2016
mit
ventraler
Diskotomie
, Dekompression, Cage
(ACIS-Implantat;
Anterior
Cervical
Interbody
Spacer
)
und
Plattenspondylodese
auf Höhe C5/6
(
Urk. 6/24/9
-10) hatte
sich gemäss
den Berichten
der
Wirbelsäulen- und Neurochirurgie der
Klinik
Z._
vom
1
6.
Juni 2016 (Urk.
6/25/1)
sowie
des
behandelnden
Neurologen
Dr.
A._
vom
1
8.
Juli 2016 (Urk.
6/50/10-11)
gezeigt
, dass die präoperativ erlebte tägliche Verschlechterung der Gangstörung mit der Operation aufgehalten werden konnte und der Gang sowie die Blasenfunktion sich postoperativ etwas gebessert ha
ben
. Unverändert seien die im Alltag weniger einschränkende Sensi
bilitätsstörung der Hände und die lumbalen Rückenschmerzen beidseits, teilweise mit diffuser Ausstrahlung in das rechte Bein, welches sich jedoch nicht mehr so schwach anfühle.
3.1.2
Im Bericht vom 5. September 2016
stellte
Dr.
A._
sodann fest, der
Beschwer
deführer
habe anlässlich der Verlaufskontrolle vom
1.
September 2016 nach einer anfänglichen postoperativen
Regredienz
der Gang- und der Blasenstörung nun über eine seit knapp zwei Monaten stabile Situation mit weiterhin arbeitsein
schränkenden Beschwerden berichtet (
Urk.
6/50/13). Auch in den Berichten von
Dr.
A._
vom 1
9.
Dezember 2016, 2
8.
März 2017, 2
1.
Mai 2017 und vom 1
8.
Juni 2017 (Urk. 6/50/14-21) wurde jeweils eine weiterhin stabile
residuelle
Symptomatik der zervikalen Myelopathie festgehalten.
In Bezug auf die von
Dr.
A._
ebenfalls diagnostizierten rezidivierenden Lum
balgien berichtete der
Beschwerdeführer
gemäss dem Bericht vom 2
8.
März 2017 von aktuell sehr störenden linksbetonten Lumbalgien nach längerem Sitzen oder Stehen (
Urk.
6/50/16). Nach einer Infiltration, die gemäss dem Bericht von
Dr.
A._
vom 2
1.
Mai 2017 nach Angaben des
Beschwerdeführer
s nur kurze Linderung verschafft habe, sei auf eine weitere Infiltration verzichtet worden. Die Analgetika würden weiterhin vorübergehend helfen und die übrigen Beschwerden würden im Vordergrund stehen (Urk. 6/50/18-19).
Im Bericht vom 1
8.
Juni 2017 (
Urk.
6/50/20-21)
hatte
Dr.
A._
zur
letzten aktenkundigen Befundbesprechung vom 15.
Juni 2017 fest
gehalten
, die Zwi
schenanamnese sei unverändert. Weiterhin werde über eine Schwäche und Ungeschicklichkeit beider Hände, eine Blasenstörung (Pollakisurie) und eine Stand- sowie Gangunsicherheit mit intermittierender Beinschwäche rechts, vor allem nach Belastung, berichtet. In der zwischenzeitlich durchgeführten
Verlaufs
bildgebung
zeige sich ein im klinischen Kontext unauffälliger Befund, insbeson
dere ohne Nachweis einer erneuten zervikalen Myelopathie
(
Magnetresonanzto
mographie [MRT]
vom 2
9.
Mai 2017)
. Vor diesem Hintergrund müsse davon aus
gegangen werden, dass es sich bei den aktuellen arbeitseinschränkenden Resi
duen um den Endzustand handeln könnte. Gezielte therapeutische Massnahmen seien aus seiner Sicht nicht möglich
. F
ür den angestammten Beruf (Entsorgung)
erachte
er den
Beschwerdeführer
als
zu 100
%
arbeitsunfähig (Urk. 6/5/20-21).
Gemäss dem Bericht vom 2
7.
Dezember 2017
beurteilte
Dr.
A._
die rezidivie
renden Lumbalgien als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
6/50/1). Zu den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verwies Dr.
A._
auf seinen Bericht vom 1
8.
Juni 2017 und damit auf jene einer zervi
kalen Myelopathie bei hochgradiger Spinalkanalstenose C5/6 (MRT HWS vom 15. Februar 2016), Status nach Diskektomie, Dekompression, Cage-Einlage und
Plattenspondylodese
am 25. April 2016 mit/bei klinisch
er
Sensibilitätsstörung
Dig
. III-V beidseits, Blasenfunktionsstörung, Gangataxie
mit
Beinschwäche rechts
(
Urk.
6/50/20). In der angestammten Tätigkeit a
ttestierte
Dr.
A._
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Kehrichtlader ab zirka April 2016 bis auf Weiteres. In einer behinderungsangepassten leichten, wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit ohne hohe Anforderungen an die Geschicklichkeit der Arme, ohne Bücken, Überkopfarbeiten, Kauern, Knien, Rotation im Sitzen/Stehen, Heben und Tragen, auf Leitern/Gerüste Steigen und ohne Treppensteigen bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit mit acht Arbeitsstunden pro Tag (
Urk.
6/50/1-5
).
3.1.3
Die Vertrauensärztin der Beigeladenen
Dr.
med.
D._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
die den
Beschwerdeführer
am 3
0.
Mai und am
26.
September 2016 untersucht hatte,
schloss
gemäss ihren Berichten vom 20.
Juni 2016 und 27. September 2016 auf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in
jeglicher
Tätigkeit
bis auf Weiteres
(
Urk.
6/8/7-10, Urk. 6/20/
7-10
).
Am 2
3.
Januar 2017 wurde der
Beschwerdeführer
vom Vertrauensarzt
Dr.
B._
untersucht (Bericht vom
1.
Februar 2017,
Urk.
6/27, präzisiert am 1
0.
Februar 2017, Urk. 6/31)
.
Dieser führte die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf: Zervikale Myelopathie bei hochgradiger Spinalkanalstenose C5/6
(MRT HWS vom 15.
Februar 2016), Status nach Diskektomie
,
Dekompres
sion, Cage-Einlage und
Plattenspondylodese
a
m 25.
April 2016 mit/bei klinisch
er
Sensib
i
litätsstörung
Dig
. III-V beidseits, Blasenfunktionsstörung, Gangataxie, Beinschwäche rec
hts;
lumbos
p
ondylogenes
Schmerzsyndrom
rechts mit/bei Bein
schwäche rechts,
Spondylarthrose L2/3 bis L3/4 mit mässiger Einengung des Du
r
alsackes auf minimal
acht
Mi
l
limeter Durchmesser (
MRT der
Lendenwirbel
säule [
LWS
]
vom
2.
Februar 2016)
; Adipositas per magna (BMI 38 kg/m2; Urk. 6/27/2).
Dr.
B._
befand, in der angestammten Tätigkeit
liege andauernd eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor (
Urk.
6/31/1
).
In prognostischer Hinsicht bestehe medizinisch-theoretisch
in einer
leichtere
n
, vorwiegend sitzende
n
Tätig
keit eine Restarbeitsfähigkeit. Aufgrund der eingeschränkten sprachlichen Voraussetzungen und
der
sehr eingeschränkte
n
berufliche
n
Qualifikation seien die Voraussetzungen für eine Erwerbstätigkeit in einer Verweistätigkeit ungünstig
(
Urk.
6/27/5
).
E
ine allfällige Resterwerbsfähigkeit hänge vom weiteren Verlauf ab (
Urk.
6/27/7).
Vorübergehend, zunächst bis Ende April 2017, sei der
Beschwerde
führer
in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
6
/
31/2-3
).
Dem vertrauensärztlichen Bericht
von
Dr.
B._
vom 5.
September 2017
zur Untersuchung vom
4.
September 2017 ist zu entnehmen, der
Beschwerdeführer
habe über Nackenschmerzen mit Ausstrahlung
in beide Arme/Hände, mangeln
den Faustschluss und Kraftminderung in beiden Händen berichtet, wobei vor allem die Finger III-V betroffen seien. Er sei nicht fähig, Gewichte zu heben, selbst das Rasieren bereite ihm Mühe. Nachts könne er wegen den Beschwerden in den Fingern nicht schlafen und er habe das Gefühl, dass die Finger explodieren wür
den. Daneben habe er ein Ziehen und eine Schwäche im rechten Bein, das ihm nicht recht gehorche. Manchmal gehe das Bein weg. Die Schwäche sei sehr vari
abel und akzentuiere sich beim Laufen und längerem Stehen (
Urk.
6/36/3-4
).
Gemäss dem Telefongespräch mit Dr.
A._
vom 5. September 2017 seien die
residuellen
Beschwerden (Schwäche, Schmerzen in den ulnaren Fingern beider Hände, Koordinationsstörungen und Kraftminderung im rechten Bein) mit der zervikalen Myelopathie vereinbar (
Urk.
6/36/6).
Zu
r Arbeitsfähigkeit erklärte Dr.
B._
, in der angestammten Tätigkeit bestehe
(weiterhin)
eine
andauernde
100%ige Arbeitsunfähigkeit
.
Aufgrund der persistierend eingeschränkten Greif
kraft beider Hände, der Kraftminderung und koordinative
r
Störungen im rechten Bein sei auch in einer Verweistätigkeit zur Zeit nicht von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen
In einer
leidensangepassten Tätigkeit
sei
vorübergehend
, voraus
sichtlich sicher bis Ende 2017, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit gegeben
(Urk. 6/36/8-
11
)
.
3.1.4
Der Hausarzt
Dr.
C._
erklärte im Verlaufsbericht vom
8.
März 2018,
der Gesundheitszustand sei stationär.
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
führt
e
er eine
residuelle
Symptomatik
bei Status nach Dekompression einer hochgradigen zervikalen Spinalkanalstenose im April 2016 bei/mit Sensi
bilitätsstörungen
Dig
.
III-V beidseits,
einer
Blasenstörung und Gangataxie mit Beinschwäche rechts sowie rezidivierende
n
Lumbalgien auf.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Adipositas, eine arterielle Hypertonie, eine COPD (
Chronic
Obstructive
Pulmonary
Disease, chronische obstruktive Lungenerkrankung) und ein obs
truktives Schlafapnoe-Syndrom.
D
ie aktuelle Tätigkeit (als Kehrichtlader) sei dem
Beschwerdeführer
nicht mehr zumutbar. In einer
leidensangepassten, körperlich sehr leichten wechselbelasten
den Tätigkeit ohne Heben und Stossen von schweren Lasten (maximal fünf bis acht Kilogramm) und ohne repetitive Bewegungen sei er maximal zu 20
%
arbeitsfähig. Die Prognose sei weiterhin ungünstig und die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen wahrscheinlich nicht verbessert werden (
Urk.
6/58/1-3).
3.2
3.2.1
Bei dieser insofern übereinstimmenden medizinischen Aktenlage steht unstrittig fest
, dass
ab Februar 2016
aufgrund einer zervikalen Kompressionsmyelopathie bei hochgradiger Spinalkanalstenose C5/6, welche am 2
5.
April 2016 operiert werden musste (
Urk.
6/24/7-10), und aufgrund der
seither
andauernden
residuel
len
Symptomatik mit
Schmerzpersistenz (Nacken
/Arme
bis ins Gesäss),
Sensibili
tätsstörungen in den Fingern III-V beidseits, verminderter Kraft in beiden Hän
den, Blasenstörung und Gangataxie mit Beinschwäche rechts
und eingeschränk
ter Gehstrecke
(
Urk.
6/
24/1-2
, Urk. 6/27/4-5
, Urk. 6/36/5-7, Urk.
6/
50/10-21
)
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Ke
h
richtlader
andauernd, mithin auch über den 2
6.
August 2017 hinaus,
gegeben ist.
Auch dass zunächst
eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit
bestand,
ist mit
den Beschwerden vor der Operation
vom 25. April 2016
und anschliessender Hospitalisat
i
on
bis 28. April 2016
(Urk.
6/24/7-10)
ohne Weiteres b
egründet und unstrittig gegeben.
3.2.2
Ob, in welchem Ausmass
und ab wann
seither
eine
anspruchsrelevante
Verbesse
rung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit anzu
nehmen ist, kann bei gegebener Aktenlage entgegen der Ansicht der
Beschwer
degegnerin
indes nicht abschliessend beurteilt werden, wie sich aus dem Folgen
den ergibt.
3.3
3.3.1
Gemäss der vertrauensärztlichen Einschätzung von
Dr.
B._
vom
5.
September 2017
zur Untersuchung vom
4.
September 2017
dauerte
die von ihm attestierte 100%ige
Arbeits
un
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
voraussichtlich
sicher noch bis Ende 2017 an (
Urk.
7/36/9).
Zur Arbeitsfähigkeit über diesen Zeit
punkt liegt keine Einschätzung von Seiten der Vertrauensärzte der Beigeladenen vor. Eine weitere vertrauensärztliche Überprüfung wurde zudem nicht vorgesehen
(
Urk.
6/36/11
)
.
Dagegen
attestierte
der behandelnde Neurologe Dr.
A._
im Bericht vom
27. Dezember 2017
aufgrund der letzten Kontrolle vom 1
5.
Juni 2017 (
Urk.
6/50/1, Urk. 6/50/20-21) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (bei acht Stunden Arbeitszeit)
in einer leidensangepassten Tätigkeit
(Urk. 6/50/3).
Damit liegen sich widersprechende
fachärztliche
Einsc
hätzungen der Arbeitsfä
higkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
aus
unterschiedlichen Fachbereichen
vor
, die denselben Zeitra
um ab Mitte Juni 2017 betreffen
.
Der Ansicht der
Beschwerdegegnerin
, dass abschliessend auf den Bericht des Neurologen
Dr.
A._
vom 2
7.
Dezember 2017 abzustellen sei und eine Arbeitsfähigkeit ab dem Zeitpunkt
seines Berichts
am 2
7.
Dezember 2017
anzunehmen sei
(
Urk.
2 S. 5)
, kann nicht gefolgt werden.
Denn
dessen letzte Kontrolle war am 1
5.
Juni 2017
(
Urk.
6/50/1, Urk. 6/50/20-21)
und
zum Beginn der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit führte
Dr.
A._
nichts aus
(
Urk.
6/50)
.
Die
Ein
schätzung
im Bericht vom 2
7.
Dezember 2017
(Urk. 6/50/3)
ist
nicht weiter begründet.
O
hne weitere medizinische Erläuterungen
ist jedoch
angesichts
der
seit längerem
stabile
n
zervikale
n
Symptomatik
eine derartige erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes ab Ende 2017
mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
nicht nachvollziehbar
.
Denn wie hiervor in Erwä
gung 3.1.2 festgehalten
wurde
,
gestaltete sich die zervikale Symptomatik mit Gang- und Blasenstörung, Taubheitsgefühl in den Fing
ern
und
Schwäche beider Hände
gemäss den Berichten von Dr.
A._
bereits
seit zirka Mitte Juli 2016 (Urk. 6/50/10, Urk. 6/50/12) stabil (Urk. 6/50/10-21).
In zeitlicher Hinsicht bezeichnete
Dr.
A._
lediglich das von ihm
im Bericht vom 27. Dezember 2017
angegebe
ne
Belastungsprofil als ab zirka April 2016 gül
tig
(
Urk.
6/50/5)
. Dieser Monat entspricht
jedoch
dem Monat der Operation vom 2
5.
April 201
6.
Dass bereits
in jenem Zeitpunkt
eine Arbeits- und Erwerbsfähig
keit bestand
,
ist naturgemäss und mit Blick auf die vertrauensärztlichen Berichte
mit einer
attestierten
100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bis min
destens Ende Dezember 2017
(
Urk.
6/8/7-10, Urk. 6/20/7-10,
Urk.
6/31/2-3, Urk. 6/36/8-11)
unwahrscheinlich.
3.3.2
Hinzu kommt, dass
der
Beschwerdeführer
nicht nur an
den
operierten,
residuellen
zervikalen
Beschwerden mit neuraler Begleitsymptomatik
leidet
, sondern ausser
dem an lumbalen Beschwerden und an einer Adipositas per magna, welche der Internist mit Spezialgebiet Rheumatologie
Dr.
B._
unter die Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit einordnete (Urk. 6/36/2). Insbesondere auch in Bezug auf diese Beschwerden ist entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin
nicht abschliessend auf die Beurteilung des neurologischen Facharztes abzustel
len.
D
er RAD-Arzt
Dr.
E._
hat
in seiner Stellungnahme vom 4.
Juni 2018
sodann betont, dass er seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
(Stellungnahme vom
2.
März
2
018, Urk. 6/54/5-6)
den Bericht des Ver
trauensarztes
Dr.
B._
, mithin nicht jener von Dr.
A._
,
zugrunde gelegt habe, wie in Klammern auch klar vermerkt worden sei (
Urk.
6/65/3).
Anders als dies der RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom
2.
März
2
018 (Urk. 6/54/5) festge
halten hat, ist d
em Bericht des Vertrauensarztes
Dr.
B._
vom
5.
September 2017 (
Urk.
7/36) allerdings
nicht zu entnehmen, dass ab dem 27. Dezember 2017 wie
der eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensan
gepassten Tätigkeit gegeben sei. Daraus geht vielmehr
allein
hervor
, dass die bisher attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit sicher no
ch bis Ende 2017 andauere (Urk.
6/36/9).
Aus dieser
lediglich
prognostischen Erklärung kann nicht
abschliessend
der Umkehrschluss gezogen werden, dass ab Anfang 2018 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gegeben sei, zumal
auch Dr.
B._
keine nachvoll
ziehbare Begründung zu einer
ab dann
zu erwartenden Verbesserung des Gesund
heitszustandes
aufgeführt hat
.
3.3.3
Mit den vorliegenden ärztlichen Berichten lässt sich somit nicht abschliessend beurteilen, ob und per wann ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorliegt. Denn, ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns (hier am
1.
Februar 2017) mit demjenigen im Zeitpunkt der Anspruchsänderung (hier per Ende März 2018).
Dabei genügt es nicht, dass
mit dem Bericht von
Dr.
A._
vom 2
7.
Dezember 2017
lediglich eine neue fachärztliche Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit vorliegt.
Eine solche
muss sich
ausserdem
erkennbar und nachvollziehbar begründet auf - im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenzu
spr
e
ch
ung
- erhebliche veränderte gesundheitliche Verhältnisse mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bis im Zeitpunkt der Anspruchsänderung stützen. Dies kann
den vorliegenden ärztlichen Berichten und
insbesondere den Berichten von Dr.
A._
(
Urk.
6/50/1-21) nicht ohne Weiteres entnommen werden.
3.4
3.4.1
Nach dem Gesagten
kann bei gegebener Aktenlage nicht abschliessend über die
strittige
Frage
der Befristung der zugesprochenen Rente
entschieden werden. Die medizinische Aktenlage erweist sich als ergänzungsbedürftig.
Die Beschwerdegegnerin hat
daher
ergänzende
medizinische
Abklärungen vorzu
nehmen, welche
sämtliche Beschwerden des
Beschwerdeführer
s umfassen und eine hinreichende fachärztliche Grundlage
darstellen, welche die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung des chronologischen Verlaufs mindestens ab Februar 2017
und namentlich die Beurteilung der Frage, ob eine erhebliche gesundheitli
che Veränderung im Sinne eines Revisionsgrundes eingetreten sei, erlauben
. Hierzu empfiehlt sich eine
mindestens
bi
disziplinäre
Begutachtung. Hernach hat die
Beschwerdegegnerin
neu über
den Rentenanspruch des
Beschwerdeführer
s
zu entscheiden.
3.4.2
Von der von Seiten
des
Beschwerdeführer
s
beantra
gten Beweismassnahme (Urk.
1 S.
6
, Urk. 12
) ist unter diesen Umständen abzusehen. Insbesondere ist bei gege
bener lückenhafter Abklärung durch die Verwaltung kein Gerichtsgutachten ein
zuholen (BGE 137 V 210 E. 4.4).
Die angefochtene Verfügung vom 4. Dezember 2017 (Urk. 2) ist somit aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid über
den
Renten
anspruch des
Beschwerdeführer
s
zurückzuweisen.
4.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rück
weisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen). Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen betrifft, ist das Verfahren kos
tenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab
hängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Ausserdem steht dem Beschwerdeführer
ausgangsgemäss
eine Prozessentschädi
gung zu.
Diese ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf
wand und den Barauslagen auf
Fr.
2‘000.--
(inkl. Mehrwertsteuer und Barausla
gen) festzusetzen.