Decision ID: e2bc9b24-c3d9-59bf-b3b5-5a97d8f871f7
Year: 2013
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Video, das den Sachverhalt belege,
dass der Arztbericht zwar bestätigt, der Beschwerdeführer habe sich
wegen kleinerer Verletzungen in ärztliche Pflege begeben, bezüglich der
Verletzungen aber ausführte, gemäss Angaben des Beschwerdeführers
seien diese ihm von "ihm unbekannten Personen" zugefügt worden,
dass mit dem Arztbericht nicht glaubhaft gemacht werden kann, der Be-
schwerdeführer sei von italienischen Polizisten geschlagen worden, zu-
mal weder anzunehmen ist, er habe dies dem Arzt gegenüber ver-
schwiegen, noch wahrscheinlich erscheint, der Arzt habe diese Präzisie-
rung in seinem Bericht unterschlagen,
dass die nicht genauer dargelegten psychischen Probleme des Be-
schwerdeführers grundsätzlich auch in Italien angemessen behandelt
werden können,
dass diese Vorbringen damit keine rechtsgenüglichen Gründe gegen ei-
ne Überstellung nach Italien darstellen,
dass damit weder Anhaltspunkte für eine Verletzung der durch die EMRK
garantierten Rechte durch Italien noch für humanitäre Gründe nach
Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 vorliegen, die für einen Selbsteintritt im Sinne von
Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO sprechen würden,
dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d
AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan-
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ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und auch kein Anspruch auf
Erteilung einer solchen besteht, weshalb das BFM die Wegweisung zu
Recht angeordnet hat,
dass unter diesen Umständen das Bestehen von Vollzugshindernissen
i.S. von Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG nicht mehr zu prüfen ist, da deren Feh-
len bereits Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 34
Abs. 2 Bst. d AsylG ist (BVGE 2010/45 E. 10),
dass eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, mithin bereits bei
der Prüfung der Gründe zum Nichteintreten stattgefunden hat,
dass in diesem Sinne das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Italien
zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun,
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass die Beschwerdebegehren sich aufgrund vorstehender Erwägungen
als aussichtslos erwiesen haben, weshalb die Kosten von Fr. 600.–
(Art. 1 ff. VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1
und 5 VwVG),
dass die übrigen prozessualen Anträge des Beschwerdeführers mit dem
vorliegenden Urteil gegenstandslos werden.
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: