Decision ID: 81d07889-a9e6-4377-8b7c-548d9d7f6576
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1966 und Mutter dreier in den Jahren
1991, 1996 und 1997
geborener Kinder,
reiste 2002 von Deutschland in die Schweiz ein und
war
ab 2008
in der Alterspflege
tätig, zuletzt in einem befristeten
Arbeitsverhältnis für vier
Monate
in einem 60
%
Pensum
(
Urk.
7/171/1)
. Am
6.
Mai 2014 meldete sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf
eine Atlas
Displasie
, eine
Dens
hypertrophie
,
eine
Taubheit beider Arme sowie eine Depression zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/4)
. In der Folge tätigte die IV-Stelle erwerbliche und medizini
sche Abklä
rungen. Insbesondere
veranlasste
sie
am
8.
Januar 2016 ein polydisziplinäres
(Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie, Psychiatrie und Rheumatologie) Gut
achten bei der
Medas
Y._
(
Medas
) (
Urk.
7/91), welches am
1
7.
Mai 2016 erstattet wurde (
Urk.
7/103). Am
3.
November 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie die Kosten für eine Potentialabklärung
durch die
Z._
vom 2
8.
November bis zum 2
3.
Dezember 2016 übernehme
(
Urk.
7/126)
und sprach ihr m
it Verfügung vom 1
8.
November 2016
ein Taggeld
zu (
Urk.
7/129).
Am 2
3.
Dezember 2016 erstatte
te
die
Z._
den Abschlussbe
richt
«
Potenzialabklärung
»
zuhanden der IV-Stelle (
Urk.
7/135).
Mit Schreiben vom
6.
Januar 2017 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie
aus
pneumo
logischer
Sicht
zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Urk.
7/137). Am
2
5.
Januar 2017
lehnte die IV-Stelle
daher
weitere
Eingliederungsmassnahmen ab
(
Urk.
7/139
)
.
Zur von der IV-
Stelle gestellten Rückfrage an
die
Medas
hinsichtlich
pneumolo
gischer
Beurteilung vom
5.
September 2016 (
Urk.
7/123)
nahm diese
mit Schrei
ben vom
1.
März 2017 Stellung (
Urk.
7/
141-
142).
Sodann tätigte die
IV-Stelle am 2
6.
April 2017 Abklärungen bei der Versicherten zu Hause (
Urk.
7/145).
Schliess
lich stellte die IV-Stelle
der Versicherten
mit Vorbescheid
vom 3
1.
Mai 2017
in Aussicht,
ihr eine befristete Rente zuzusprechen (
Urk.
7/153), worauf die Versi
cherte
am
1
5.
Juni beziehungsweise
am 2
2.
August 2017 Einwand erhob (
Urk.
7/162,
Urk.
7/172).
Nach weiteren Eingaben der Versicherten unter Auflage diverser medizinischer Berichte sprach ihr die IV-Stelle m
it Verfügung vom 1
5.
Juni 2018 eine
vom
1.
Mai 2015 bis 2
8.
Februar 2016
befristete
ganze
Rente zu (
Urk.
2 [=
7/212
]
).
Noch während laufender Rechtsmittelfrist reichte die Versi
cherte a
m 2
9.
Juni 2018
ein Verschlechterungsgesuch bei der IV-Stelle ein (
Urk.
7/223),
welche
das Gesuch bis zum Abschluss des Verfahrens vor dem hie
sigen Gericht sistier
te
(
Urk.
7/225).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
5.
Juni 2018
erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2
0.
Juli 2018 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und bean
tragte, es sei die
angefochtene
Verfügung dahingehend abzuändern, als
ihr
auch für die Zeit ab
dem
2
9.
Februar 2016 eine Rente der Invalidenversicherung aus
zurichten sei; eventualiter sei
die Verfügung vom 1
5.
Juni 2018
hinsichtlich der Zeit ab 2
9.
Februar 2016 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung des Anspruchs ab 2
9.
Februar 2016 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1).
Am 1
4.
August 2018 reichte die
Beschwerdeführerin
einen weiteren Arztbericht ein (
Urk.
4 und 5).
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
September 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
)
.
Am
7.
September
2018 liess
die
Beschwerdeführerin
zwei weitere Arztberichte
auflegen (
Urk.
8 und 9/1-2), was der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 1
2.
September 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10). Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1,
130
V
396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145
V
215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3.2
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen,
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Recht
-
sprechung
). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxis
-
änderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichts
-
praxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende
allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen
)..
1.3.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander
widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.5
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des
Einspracheentscheides
ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal
tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bil
den (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle erwog in de
r angefochtenen Verfügung,
die Voraussetzungen für eine
vom
1.
Mai 2015 bis zum 2
8.
Februar 2016
befristete
ganze
Rente
seien erfüllt
. Ab dem
1.
Dezember 2015 sei der Beschwerdeführerin aufgrund der medizinischen
Beurteilung eine angepasste Tätigkeit zu 70
%
zumutbar. Dabei gelte
ein eingeschränktes
Belastungsprofil
. Für die Berechnung des Einkommens
sei
auf die Schweizerische Lohnstrukturtabelle (LSE)
abzustellen
. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 36
%
, womit ab dem
1.
März 2016 kein Rentenanspruch mehr best
ehe.
Im
Einwandverfahren
sei geltend gemacht worden, das
Valid
en
einkommen
sei auf
Fr.
93'794.--
festzulegen und es sei ein leidensbedingter Abzug zu gewähren. Man halte
jedoch
am
Valideneinkommen
gemäss LSE fest, da es sich bei den
für die Festsetzung des
Valideneinkommens
geltend gemachten Arbeitsverhältnissen um befristete oder Teilzeitarbeitsverhä
ltnisse gehandelt habe
und die Beschwerdeführerin nie vollzeitig tätig gewesen sei, weshalb sich eine Aufrechnung verbiete
. Auch ein
leidensbedingte
r
Abzug könne nicht gewährt werden, da
die entsprechenden Einschränkungen
schon bei der Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 30
%
berücksichtigt worden sei
en
.
Die zusätzlich eingereich
ten Berichte begründe
te
n
sodann
keine Verschlechterung der medizinischen Situation (
Urk.
2).
2.2
Die B
eschwerdeführerin dagegen brachte
vor, dass das von der IV-Stelle ange
nommene
Valideneinkommen
zu tief sei. Wie den Arbeitsverträgen für die Jahre 2008 bis 2012 entnommen werden könne, sei
sie
stets mit leitenden Aufgaben betraut gewesen. Entsprechend habe sie auch einen höheren Lohn erzielt. Selbst wenn man
sich
bei der Festsetzung des
Valideneinkommens
auf die LSE abstütze
,
so sei auf das Kompetenzniveau 3 abzustellen, da es sich bei der Arbeit der Beschwerdeführerin um komplexe praktische Tätigkeiten gehandelt habe, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet vorausgesetzt hätten. Demnach sei von einem
Valideneinkommen
von mindestens
Fr.
79'731.-- auszugehen. Das Invali
deneinkommen hingegen sei
zu hoch angesetzt worden. Da das Belastungsprofil sehr einschränkend sei, sei ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10
%
zu gewähren. Das Invalideneinkommen betrage
damit
maximal
Fr.
37'681.-- (LSE 2014, 45-96, Sektor 3 Dienstleistungen, Kompetenzniveau 2, Frauen). Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von rund 53
%
.
Selbst wenn kein Abzug gewährt würde, bestünde Anspruch auf eine
Viertelsrente
(IV-Grad von 48
%
).
Des Wei
tern k
önne auf das Gutachten der
Medas
nicht abgestellt werden, da es der Beschwerdef
ührerin in der Zwischenzeit
schlechter gehe
und
insbesondere
die
Beschwerden
an der Lenden- und Halswirbelsäule sowie aus
pneumologischer
Sicht
im Gutachten nicht berücksichtigt worden seien
.
Zusammenfassend bestehe eine
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vo
n viel weniger als 70
%
(
Urk.
1)
.
3.
3.1
Im polydisziplinären (psychiatrisch, rheumatologisch, kardiologisch, innere Medizin) Gutachten der
Medas
vom 1
7.
Mai 2016 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit angeführt (
Urk.
7/103/
31):
-
Chronisches
zervikovertebrales
und
zervikozephales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2)
-
Vorbefundlich
Atlas- und
Denshypoplasie
mit funktionaler Instabilität C1/C2 (ICD-10 M43.4)
-
Residuelle
rechtsventrikuläre Funktionsstörung nach operiertem ASD 03/2015, (ICD-10 I50.01, Z98.8)
-
Chronische Depression mit derzeit leichtgradiger Episode (ICD-10 F33.0)
-
Schmerzverarbeitungsstörung mit psychischen und Verhaltensfaktoren (ICD-10 F54)
Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf führten die Gutachter aus, es
bestehe eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit für den Beruf als Pflegekraft in qua
litativer Hinsicht
. Arbeiten mit häufigem Bü
cken und häufiger Rotationsbewe
gung im Bereich von Nacken, Schultergürtel und Oberkörper könne die Beschwer
deführerin nicht bewältigen. Tätigkeiten mi
t Zwangshaltung und mit häufigen
Ueberkopfarbeiten
könne sie ebenfalls nicht ausführen. Es bestünden
Gewichts
limiten
von 15
kg. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen könne die Beschwerdeführerin theoretisch auch im Pflegeberuf arbeiten. Die Leistungsfä
higkeit sei aufgrund der chronischen Schmerzen und der depressiven Symptoma
tik um 30
%
eingeschränkt, begründet mit geringem Arbeitstempo und der Not
wendigkeit häufiger Pausen und häufiger P
ositionswechsel.
Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei zeitlich theoretisch nicht eingeschränkt. Nacken/Halswirbelsäule, Schultergürtel und Oberkörper dürf
t
en nicht häufig oder ständig belastet werden, Bücken und Rotationsbewegungen, Tätigkeiten auf oder über der Schulterhöhe sollten nur ausnahmsweise erforderlich sein. Häufigere Pausen, Wechsel der Arbeitshaltung seien erforderlich, Arbeiten unter Zeitdruck oder in Schichtarbeit sei nicht möglich.
Initial werde
eine Leistungsminderung von 30
%
zu berücksichtigen
sein
(
Urk.
7/103/34).
Was den Verlauf der Arbeits
fähigkeit anbelange, so habe im Zeitpunkt der Anmeldung bei der Beschwerde
gegnerin infolge
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden. Nachfolgend hätten diverse Abklärungen stattgefunden, habe die Beschwerdeführerin an einer akuten
Appendiszitis
mit dem Zufallsbe
fund einer pulmonalen Hypertonie sowie an psychiatrischen Beschwerden
gelit
ten und habe aus kardialen und
pneumologischen
Gründen nicht über eine aus
reichende Arbeitsfähigkeit verfügt. Erst ab Ende März 2015, nach der kardiopul
monalen Rehabilitation, sei von einer deutlichen Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit auszugehen. Nachdem sich schliesslich eine erneute Rehabilitation als notwendig erwiesen habe (
Hospitalisation
bis Ende November 2015), sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit von Mai 2014 bis zum November 2015 auszugehen. Danach gelte die Einschätzung, wie sie anlässlich der aktuellen Begutachtung vorgenommen worden sei
(
Urk.
7/103/35)
.
Der rheumatologische Gutachter erklärte, es
bestehe ein seit über 26 Jahren dokumentiertes
Störbild
der Halswirbelsäule und des Schultergürtels, das sich
mittlerweilen
in einem
zervikovertebralen
und begleitend funktional auch
zer
vikozephalen
Syndrom auswirke. Bei bester Compliance und Aussagekraft der Expertise/Untersuchung sei auch ein funktionales Instabilitätsverhalten der Nacken- und Schultermuskulatur erkennbar.
Hinweise auf eine
radikul
äre
Stö
rung oder zervikale
Myopathie
fehlten ebenso wie Anhaltspunkte für ein beglei
tendes oder
zugrunde liegendes
entzündliches Leiden aus dem rheumatologischen Formenkreis. Die Morphologie des
cranioz
ervicalen
Ueberganges
mit der doku
mentierten Atlas- und
Dens
h
ypoplasie
müsse als
taugliches morphologisches Korrelat für solche funktional muskulär
dysbalancierte
Instabilitätserscheinungen gewürdigt werden. Schliesslich zeige auch eine
radiologische Bildgebung vo
n
November 2015 eine
Antelisthese
im Sinne einer funktionalen Instabilität im Seg
ment C1/C
2.
Wenn auch neurologisch fachärztlich/klinisch oder apparativ keine Beeinträchtigung der zervikalen neurog
enen Strukturen
aufzeigbar
sei
, so sehe er diese Morphologie des oberen Achsenskelettes im explizit funktional exponierten Bewegungsbereich tauglich, reflektorisch über die verantwortlichen Muskelsys
teme eben
Dysbalancen
und auch unkoordinierte Stabilitätsverluste auszulösen, dies als Ausdruck einer chronisch rezidivierenden
Ueberforderung
des betreffen
den muskulären Systems
.
In einer Verweistätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
(
Urk.
7/103/
45-
46).
Aus Sicht der inneren Medizin sei festzuhalten, dass
die Atemexkursionen
sym
metrisch
seien und die Lunge
seitengleich belüftet
sei
. Der Klopfschall sei sonor und die Lungengrenzen seien hochstehend, noch ausreichend
verschieblich
und es gebe keine Nebengeräusche. Die Herzaktionen seien regelmässig und der Blut
druck
betrage im Sitzen 135/95mmHg
(
Urk.
7/103/22)
.
Der Kardiologe führte aus, dass
sich
echokardiographisch ein normal grosser lin
ker und rechter Ventrikel finde, wobei der linke Vorhof leicht dilatiert sei. Die
linksventrikuläre systolische Funktion sei normal, die rechtsventrikuläre systoli
sche Funktion sei etwas eingeschränkt. Relevante
Klappenvitien
lägen nicht vor. Anhand der
Fahradergometrie
bestehe eine mässig eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, pektangi
n
öse Beschwerden seien keine aufgetreten. Die Belastung sei wegen Dyspnoe und Beinschwäche abgebrochen worden.
Eine koronare Herzerkrankung habe im Januar 2015 ausgeschlossen werden können.
Als Hauptfaktor für die eingeschränkte Leistungsfähigkeit erachte er die massive Gewichtszunahme seit der Herzoperation, verbunden mit einem Trainingsmangel und körperlicher
Dekonditionierung
, als
Kofaktor
komme die persistierend einge
schränkte rechtsventrikuläre
systolische Funktion in Frage.
In leichten bis mässig anstrengenden körperlichen Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin aus kardiolo
gischer Sicht 100
%
arbeitsfähig, während für mittelschwere bis schwere körper
liche Beschäftigungen infolge der persistierend eingeschränkten rechtsventriku
lären systolischen Funktion eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe
(
Urk.
7/103/69)
.
Aus psychiatrischer Sicht sei festzuhalten, dass
keine kognitiven Defizite bestün
den. Es lägen
eine leichte depressive Stö
rung mit Krankheitswert und eine Nei
gung zum Verdeutlichen bis
Aggravieren
von k
örperlichen Beschwerden vor
.
Des Weitern
bestehe eine Schmerzverarbeitungsstörung mit psychischen und Verhal
tensfaktoren, einschliesslich einer Persönlichkeitsakzentuierung, die zur
Schmerzchronifizierung
und Verstärkung im Sinne eines Circulus
vitiosus
beitra
gen würden.
Die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aufgrund des psy
chopathologischen Befundes und unter Berücksichtigung von personenbezoge
nem und sozialem Kontext ergebe leichte Beeinträchtigungen von Planung und Strukturierung von Aufgaben, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit,
Entschei
dungs
- und Urteilsvermögen, Kontaktfähigkeit, mittelgradige Beeintr
ächtigungen von Durchhaltevermögen
, Selbstbehauptungsfähigkeit sowie Gruppenfähigkeit
.
Diese Einschränkungen würden für alle Tätigkeiten sowohl für die angestammte Tätigkeit in der Pflege als auch für körperlich angepasste Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelten und schränkten die Arbeits- und Leistungsfä
higkeit der Beschwerdeführerin um 30
%
ein
(
Urk.
7/103/26
-27
).
3.2
Im Bericht von
Dr.
med.
A._
, Pneumologie, vom
5.
September 2016 wurden folgende Diagnosen festgehalten
(
Urk.
7/123)
:
-
Schweres Schlafapnoe-/
Hypopnoe
-Syndrom, ED 09/2014, unter APAP-Therapie seit 09/2014
-
Tiefsitzender
Vorhofseptumdefekt
vom
Secundum
-Typ (multiperforiert) mit
hämodynamisch
signifikantem Links-Rechts-Shunt und flussbeding
ter pulmonaler Hypertonie
-
Chirurgische Reparaturoperation
-
ASD
Patchverschluss
03/2015
-
Systemische arterielle Hypertonie, ED 2012
-
Unklare postoperative Geschmacksstörung, ED 03/2015
-
Chronisches
cervicovertebrales
Schmerzsyndrom
-
Depressive Entwicklung, stationärer Aufenthalt in der
B._
04/2014
-
Adipositas WHO I
In der Spiroergometrie sei eine Leistungsfähigkeit von 4.2 METS erreicht worden.
Aus
pneumologischer
Sicht sei eine Arbeitsfähigkeit
für 40
%
der maximalen Leistung und somit nur noch für leicht
e
Arbeiten gegeben.
3.3
In seiner Stellungnahme zum Arztbericht von
Dr.
A._
vom
5.
September
2016
führt
der
Gutachter
Dr.
med.
C._
,
FMH
Kardiologie, Innere Medizin,
in
s
einem
Schreiben vom 2
5.
Februar
2017 aus
,
die körperliche Leistungsfähigkeit
habe sich anhand der
Fahrradergometrie
nicht verändert, weshalb
an der
kardiologischen Beurteilung vom
1
0.
März 2016
fest
zu
halte
n
sei
(
Urk.
7/141).
3
.4
Gemäss Bericht von
Dr.
A._
vom
8.
August 2017 wurde anlässlich der Kon
sul
t
ation eine Spiroergometrie durchgeführt (
Urk.
7/171/12).
Der Arzt
hielt
fest, dass sich eine nicht gänzliche Erreichung aller Qualitäts- und Akzeptanzkriterien zeige. Die unter Belastung gemessene maximale Sauerstoffaufnahme liege mit 15.26 ml/min kg in etwa vergleichbarem Ausmass
vor
wie vor einem Jahr und entspreche einer leichten Einschränkung der Leistungsfähigkeit
.
3.
5
Im Bericht von
Dr.
med. D._
,
E._
, vom 2
3.
November 2017 wurden folgende Diagnosen festgehalten
(
Urk.
7/189/3)
:
-
Chronisches
cervico
- und lumbal betontes
Panvertebralsyndrom
-
Anamnestisch Atlas-Dysplasie mit DENS-Hyperplasie
-
Mehrsegmentale Facettengelenksarthrosen der LWS; Knoche
n
mark
ödem im
Processus
spinosus
von LWK 2
interspinös und über das sup
raspinöse Ligament nach dorsal ausreichend
-
BWS-Hyperkyphose und LWS-Hyperlordose
-
Anamnestisch depressive Entwicklung
-
Schweres Schlafapnoe-Syndrom
Dr.
D._
erklärte, dass die Wirbelsäulenproblematik an eine
Enthesitis
denken lasse, entsprechende Spondylitis-typische Veränderungen jedoch nicht zu finden seien; zudem sei das HLA-B27 negativ getestet worden. Mithin seien die Rücken
beschwerden vorerst im Rahmen einer mechanisch-statischen Genese zu sehen, während eine Spondylarthritis für weniger wahrscheinlich zu erachten sei. Im Rahmen weiterer Abklärungen sei allenfalls eine
Kristallarthropathie
zu diskutie
ren, wofür indes an den peripheren Gelenken keine Hinweise zu finden seien (
Urk.
7/189/4).
3
.6
Am
7.
März 2018 berichtete
Dr.
D._
, eine
infiltrative
Intervention auf Höhe LWK 2 sei ohne Besserung der Symptomatik verblieben.
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit
bestehe
als Pflegefachfrau
eine
100%
ige Arbeits
unfähigkeit
. Angepasste Tätigkeiten müssten den Veränderungen der Wirbelsäule Rechnung tragen (
Fehlform
, Fehlhaltung, Degenerationen, Morbus
Baastrup
mit Aktivierung).
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist nicht strittig und gestützt auf die medizinischen Akten ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin
sowohl
in ihrer angestammten
Tätig
keit
in der Pflege
als
auch
in
angepasste
r
Tätigkeit
bis Ende November 2015
zu 100
%
arbeitsunfähig
war
(
E. 3.1
,
Urk.
1 S. 3,
Urk.
2
)
.
Streitig ist
demgegenüber
, ob
und allenfalls inwieweit ihr ab Dezember 2015 eine angepasste Tätigkeit zumutbar ist
.
4.2
Das polydisziplinäre Gutachten
vom 1
7.
Mai 2016 vermag die an eine
beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu
erfüllen (E. 1.4).
So tätigten die Gutachter sorgfältige, umfassende Abklärungen,
berücksichtigten die geklagten Beschwerden und begründeten ihre Einschätzung
in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
. Die
Gutachter legten die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische
Situation einleuchtend dar und begründeten ihre Schlussf
olgerungen
nach
vollziehbar. Dem
Gutachten kommt somit volle Beweiskraft zu.
4.3
4.3
.1
Die Beschwerdeführerin bemängelte, dass keine
pneumologische
Untersuchung seitens der IV-Stelle durchg
eführt worden sei
(
Urk.
1 S. 7).
Dies trifft zwar zu, doch finden sich in den Akten Berichte de
r
behandelnden
Pneumologen
, welche vor Erlass der angefochtenen Verfügung datieren und aus welchen keine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, als bereits von den Gutachtern attestiert, abgeleitet werden kann.
Konkret hielt
Dr.
A._
,
F._
,
im
Bericht vom
5.
September 2016
fest, es zeige
sich
im Zusammenhang mit der Spiroergo
metrie
eine maximale Last von 4.2 METS.
Aus
pneumologischer
Sicht sei eine Arbeitsfähigkeit für 40
%
der maximalen Leistung und somit nur noch für leichte Arbeiten gegeben (
Urk.
7/123).
Mit anderen Worten lag aus seiner Sicht für eine optimal angepasste Tä
tigkeit keine Einschränkung vor.
Dass diese Einschätzung keinen Anlass bot, von der gutachterlichen Beurteilung, wonach aus kardiologi
scher Sicht eine leichte bis mässig anstrengende Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei (E. 3.1), abzuweichen, legte der kardiologische Gutachter explizit dar (E. 3.3). Dies überzeugt mit Blick auf den von
Dr.
A._
mittels Spiroergometrie erhobenen Wert von 78 % des Solls (
Urk.
7/123/1), war doch anlässlich der Begutachtung ein Soll von 60
%
erreicht worden (
Urk.
7/103/68). Hinzu kommt, dass med.
pract
.
G._
, Pneumologie,
F._
, im August 2017 eine pulmonale Limitation verneinte (
Urk.
7/171/13) und die in der aktuellen Lungenfunktion gezeigte leichtgradige Restriktion als mit der Adipositas gut vereinbar bezeich
nete (
Urk.
7/171/9). Bereits im Zeitpunkt der Begutachtung war auf die Resultate der Spiroergometrie vom Februar 2015 hingewiesen worden, wonach eine einge
schränkte Leistungsfähigkeit ohne pulmonale Limitation bestehe und hatte der kardiologische Gutachter die
mässig eingeschränkte körperliche
Leistungs
fähig
keit
der Gewichtszunahme, dem mangelnden Training sowie der körperlichen
Dekonditionierung
zugeschrieben (
Urk.
7/103/6
9
). Schliesslich ist dem Bericht der Pneumologie des
F._
vom
8.
August 2017
zu entnehmen, dass in etwa eine vergleichbare Situation wie vor einem Jahr vorliege, was einer leichten Einschränkung der Leistungsfähigkeit entspreche.
Nach dem Gesagten lag zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung aus
pneumologischer
Sicht keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkei
t in einer angepassten
Tätigkeit vor. In diesem Sinne
waren
weitere Abklärungen betreffend die Lunge
nicht angezeigt (antizipierte Beweiswürdigung)
.
Soweit die Beschwerdeführerin mittels aktueller
spiroergometrischer
Befunde (vgl. Bericht von
Dr.
A._
vom
7.
August 2018,
Urk.
5) eine Verschlechterung geltend machen will, ist darauf hinzuweisen, dass Tatsachen, die den Sachverhalt seit der angefochtenen Verfü
gung verändert haben, Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden sollen (E. 1.5). Es besteht kein Anlass hiervon abzuweichen, wurden doch keine neuen relevanten Erkrankungen benannt, sondern wurde vielmehr unverändert das Vorliegen einer pulmonalen Limitierung verneint. Mithin kann vorliegend von Weiterungen abgesehen werden.
4.3.2
Den
Arztberic
hten von
Dr.
D._
(E.
3.5
-
3.6)
lassen sich keine Angaben zu einer Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit entnehmen. Er hielt lediglich fest, es müsse in einer angepassten Tätigkeit den Veränderungen der Wirbelsäu
l
e Rechnu
ng getragen werden. Damit nahm
er Bezug auf ein mögliches Belastungsprofil, welches von den Gutachtern bereits schlüssig beschrieben wurde. Die in den Berichten von
Dr.
D._
aufgeführten D
iagnose
n
der Depres
sion und des Schlafapnoe-Syndrom sind fachfremd gestellt
.
Es kann festgehalten werden, dass seine Berichte der Beweiskraft des Gutachtens
ebenfalls
nicht ent
gegenstehen.
Ebenso wenig vermag d
ie
Beschwerdeführer
in
mit dem Vorwurf durchzudringen, die Gutachter hätten weder die Beschwerden an der LWS noch die Verschlechterung des Gesundheitszustandes («u.a.
Baastrup
Phänomen») berücksichtigt, weshalb weitere Abklärungen im Zusammenhang mit der LWS und HWS zu tätigen seien (
Urk.
1 S. 7). So würdigten die Gutachter zum einen die Morphologie des
craniozervicalen
Überganges als morphologisches Korrelat für die funktional muskulär
dysbalancierten
Instabilitätserscheinungen und tru
gen dem im Rahmen des Belastungsprofils Rechnung (E. 3.1). Zum anderen wurde die Erkrankung eines Morbus
Baastrup
einzig als Differentialdiagnose genannt, ohne dass sich der Verdacht hätte erhärten lassen. Eine entsprechende gesund
heitliche Einschränkung stünde einer angepassten Tätigkeit sodann ohnehin nicht entgegen (Urk. 7/198/2). Schliesslich würden chirurgische Massnahmen, wie sie der rheumatologische Gutachter für prüfenswert erachtete, wohl nur ergriffen, wenn damit eine Verbesserung der Beschwerdesymptomatik zu erwarten wäre, weshalb sie denn auch in prognostischer Hinsicht Erwähnung fanden (
Urk.
7/103/48). Entgegen der Ansicht de
r
Beschwerdeführer
in
(
Urk.
1 S. 7) drän
gen sich mithin auch diesbezüglich keine weiteren Abklärungen auf.
4.3.3
Die Beschwerdeführerin
reichte im Beschwerdeverfahren den Bericht von
Dr.
med.
H._
, Neurologie,
vom 1
3.
August 2018
(
Urk.
9/1)
und den Bericht des
I._
vom 1
5.
August 2018
ein
(
Urk.
9/2)
.
Die darin enthaltenen Diagnosen sind – mit Ausnahme des älteren Thalamus-Infarkt
es
– bereits bekannt. Aus dem Umstand, dass im Bericht vom 1
3.
August 2018 die Diagnose eines älteren Thalamus-Infarkt
es
aufgrund des MRI-Untersuchs vom 1
5.
August 2018 gestellt wurde, lässt sich nichts betreffend eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ableiten.
Den Angaben zufolge
handelt
es
sich um einen Zufallsbefund, welcher nicht
mit dem nötigen Beweisgrad
in Zusammenhang mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden gebracht werden kann (Zitat:
»Die Relevanz dieses Befundes und die Ursache des selbigen ist unklar»
,
Urk.
9/1
S. 3). Im
Übrigen
ist dem Bericht keine Angabe über eine Arbeitsunfähigkei
t zu entnehmen und datiert
dieser
nach Erlass der ange
fochtenen Verfügung.
4.4
In psych
iatrischer Hinsicht ist
auf das
G
utachten von
Dr.
med.
J._
zu verweisen (
Urk.
7/103/
49
). Gutachterlich ausgewiesen sind
eine chronische Depression mit derzeit leichtgradiger Episode sowie eine Schmerzverarbeitungs
störung mit psychischen und Ve
rhaltensfaktoren (E.
3.1
), weshalb ein strukturier
tes Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 durchzuführen ist
(E. 1.3). Da das G
utachten eine schlüssige Beurteilung im Lichte der nunmehr massgeblichen Indikatoren erlaubt, kann es vorliegend als Grundlage für die Rentenprüfung die
nen. Die Beurteilung des Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin hat anhand eines Katalogs von Indikatoren zu erfolgen (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Unter dem Aspekt «funktio
nell
er Schweregrad» ist in Betracht zu ziehen, dass die diagnoserelevanten Symptome nicht besonders ausgeprägt erscheinen, insbeson
dere sind Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis nicht beeinträchtigt
(
Urk.
7/103/54)
. Als Komorbiditäten liegen somatische Nacken- und Kopfbe
schwerden vor.
Eine Persönlichkeitsstörung wurde nicht erhoben (
Urk.
7/103/59), dafür aber diverse psychosoziale Belastungen benannt (
Urk.
7/103/61). Sodann lebt die
Beschwerdeführerin in geordneten familiären Verhältnissen mit ein
er geregelten Tagesstruktur
. Sie hat Hobbies und pflegt Kontakt zu Bekannten
(
Urk.
7/103/19)
.
Es kann
somit
von einem relativ hohen Aktivitätsniveau ausge
gangen werden.
Angesichts dieser Gegebenheiten ist insgesamt nicht auf eine Störung mit beachtlichem Schweregrad zu schliessen.
Zum Aspekt «Konsistenz»
ist
zu erwähnen, dass eine starke Neigung zum ausge
prägten Verdeutlichen bis
Aggravieren
ihrer körperliche
n
Beschwerden und ein theatralisches Überzeichnen i
hrer Lebensumstände festzustell
en war
(
Urk.
7/103/
57
f.
).
Sodann hält
sich
die Beschwerdeführerin gemäss Gutachten in erster Linie als Pflegekraft für nicht mehr leistungsfähig und beschreibt Ein
schränkungen im Alltag, während sie sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen, den Hund ausführen und am Computer arbeiten kann (
Urk.
7/103/33). Damit ist nicht von einer gleichmässigen Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen auszugehen.
Zusammenfassend ergibt sich aus der Prüfung der Standardindikatoren und einer Gesamtwürdigung, dass die Beschwerdeführerin bei Ausschöpfung der vorhan
denen Ressourcen
weitgehend
in der Lage ist, eine den
gesundheitlichen Beschwerden
angepasste Tätigkeit zu verrichten. Dafür sprechen neben den objektiven Befunden insbesondere das intakte soziale Umfeld sowie die geregelte Tage
s
struktur.
Die vom psychiatrischen Gutachter attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30
%
erscheint mit Blick auf das strukturierte Beweisverfahren als sehr gross
zügig, ist aber in Anbetracht der körperlichen Einschränkungen (E. 3.1) nicht weiter zu bemängeln. Mithin ist in
Übereinstimmung
mit dem Gutachten
von einer 70
%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen
(E. 3.1)
.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere
dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein
geschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
5.3
Die IV-Stelle ging von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
65'494.75 aus (
Urk.
7/183/1
)
, wobei sie sich
auf die LSE 2014
,
86-88, Gesundheits- und Sozial
wesen, Frauen, Kompetenzniveau
2
stützte
. Die Beschwerdeführerin macht
e
hin
gegen geltend, dass sie immer in leitenden Positionen tätig gewesen sei. Deshalb sei mindestens auf das Kompetenzniveau 3 abzustellen
(E. 2.2)
.
Vorab ist festzu
halten, dass die Beschwerdeführerin nach einer Phase der Arbeitslosigkeit letzt
mals vom 1
7.
Februar 2014 bis zum 3
1.
Mai 2014 in einem befristeten Arbeits
verhältnis als spezialisierte Pflegefachfrau tätig war (Urk. 7/171/1). Dass sie die
ses im Voraus befristete Arbeitsverhältnis einging, um ihrer Schadenminderungs
pflicht während der Arbeitslosigkeit Nachachtung zu verschaffen (vgl.
Urk.
7/145/5), ist plausibel, vermag aber nichts daran zu ändern, dass die Beschwerdeführerin auch bei guter Gesundheit nicht mehr bei jenem Arbeitgeber tätig wäre. Ein Abstellen auf den in diesem Zeitraum erzielten Lohn verbietet sich damit. Zu Recht hat die Beschwerdegegnerin daher zur Festsetzung des
Validen
einkommens
auf die Tabellenwerte der LSE 2014, 86-88, Gesundheits- und Sozi
alwesen abgestellt. Ebenso wenig ist zu beanstanden, dass die Beschwerdegegne
rin das Kompetenzniveau 2 unterstellt hat: Die Beschwerdeführerin
verfügt zwar über eine - in Deutschland absolvierte - Ausbildung als Krankenschwester, wel
che in der Schweiz anerkannt wurde (Urk. 7/106/16-18
, Diplomanerkennung in Pflege
). Eine Aus- oder Weiterbildung an einer höheren Fachschule oder Fach
hochschule hat sie demgegenüber nicht absolviert. Auch wenn sie mehrjährige Berufserfahrung besitzt, verschiedene (Tages)Kurse absolviert
e
(Urk. 7/106/1-15) und in früheren Anstellungen als Gruppenleiterin tätig war, ist nicht davon aus
zugehen, dass der Beschwerdeführerin erwerb
liche Tätigkeiten auf dem Kompe
tenzniveau 3 - komplexe Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezi
algebiet voraussetzen - offenstehen.
Sodann ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin gemäss Gutachten im Beruf als Pflegekraft zwar in qualitativer Hinsicht eingeschränkt ist. Während ihr Arbeiten mit häufigem Bücken, Rotationsbewegungen im Bereich von Nacken, Schultergürtel und Oberkörper sowie mit Zwangshaltungen und häufigen Über
kopfarbeiten sowie schwere körperliche Tätigkeiten nicht mehr zumutbar sind, ist ihr aber die Betätigung im Pflegeberuf unter Berücksichtigung des genannten Anforderungsprofils mit einem Pensum von 70
%
nach wie vor möglich (E. 3.1 am Anfang). Mit Blick auf die berufliche Erfahrung der Beschwerdeführerin (vgl. vorstehend) ist davon auszugehen, dass ihr auch unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Beeinträchtigung ein genügend breites Feld von erwerblichen Tätigkeiten auf dem Kompetenzniveau 2 offensteht. Mithin ist für die Festsetzung des Invalideneinkommens von demselben Tabellenwert wie auch für das
Validen
einkommen
auszugehen (LSE 2014, TA1, 86-88, Gesundheits- und Sozialwesen, Frauen, Kompetenzniveau 2).
Die Beschwerdeführerin beantragte, es sei ein
leidensbedingter
Abzug von 10
%
zu gewähren. Zur Begründung liess sie ausführen, dass ein extrem einschränken
des Belastungsprofil vorliege (
Urk.
1 S. 5).
Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung erfolgt ein leidensbedingter Abzug nicht automatisch, sondern er wird unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt. Dabei ist zu beachten, dass allfällige in der medizinischen Arbeitsfähigkeit bereits berücksichtigte gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs fliessen dürfen
(E. 5.2).
Da die Einschränkungen des Belastungsprofils bereits im Rahmen der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurden, ist
es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
kein
en
le
idensbedingten Abzug gewährt hat
.
Anhaltspunkte
dafür, dass aus anderen Gründen die Verwertung der Rest-Arbeitsfähigkeit nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg gelänge, liegen nicht vor.
5.4
Nachdem sowohl für Validen- als auch für das Invalideneinkommen dieselben Tabellenwerte heranzuziehen sind, genügt die Gegenüberstellung blosser Pro
zentzahlen (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 9C_368/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.2). Damit resultiert ab März 2016 ein Invaliditätsgrad von 30
%
(
Vali
deneinkommen
= 100, Invalideneinkommen = 70), was keinen Rentenanspruch zu begründen vermag.
6.
6.1
In Nachachtung von
Art
.
88
a
Abs. 1
der Verordnung
über die
Invalidenversiche
rung,
wonach eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat,
hat die Beschwerdegegnerin zu Recht ab
1.
Mai 2015 eine ganze Rente zugesprochen und
den Anspruch bis zum
2
9.
Februar 2016 befristet
.
Danach besteht kein Renten
anspruch mehr.
6.2
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde
.
7.
Die Kosten d
es Verfahrens sind auf
Fr.
800.--
festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerde
führerin
aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).