Decision ID: ef61abac-f8d8-503c-ba08-84b7ed6197b6
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, bezieht
bei einem Invaliditätsgrad von 55
%
seit
dem
1.
Juni 2010 eine halbe Rente der Invalidenversicherung (vgl. Verfü
gung der
Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons
Zürich, IV-Stelle, vom 3. Dezember 2013,
Urk. 7/3).
Die vom Versicherten gegen die Verfügung vom
3
.
Dezember
201
3
beim hiesi
gen
Gericht
erhobene Be
schwerde zog dieser am 2
9.
Mai 2013 zurück, womit der Pro
zess
im Verfah
ren IV.2012.00020 als durch Rückzug der Beschwerde erledigt ab
geschrieben wurde.
1.2
Y._
, geboren 1957, bezieht bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
seit dem
1.
August 2000 eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Mit Ver
fü
gung vom 2
7.
November 2013 hob die IV-Stelle die bisher ausgerichtete Rente auf (vgl.
Urk.
7/5).
Die von der Versicherten gegen die Verfügung vom 2
7.
November 2013 erho
bene
Beschwerde hiess das hiesige Gericht im Verfahren IV.2014.00024 mit Ur
teil vom
3
1.
März 2015 gut
und stellte fest, dass die Versicherte weiterhin An
spruch auf
eine
ganze Rente habe.
1.3
Nachdem sich die Versicherten am 2
0.
Dezember 2013 zum Bezug von Zusatz
leistungen zu ihren Invalidenrenten angemeldet hatten (
Urk.
7/1-2), verneinte die Gemeinde
Z._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV
(nachfolgend Durchführungsstelle), mit Verfügung vom 1
1.
Februar 2014 einen An
spruch der Versicherten auf Zusatzleistungen, da die anrechenbaren Einnah
men die anerkannten Ausgaben überstiegen (
Urk.
7/8).
Die dagegen am
5.
März 2014 erhobene Einsprache (
Urk.
7/12) wies die
Durch
führungsstelle
mit Entscheid vom 1
0.
April 2014 (
Urk.
7/13 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
0.
April 2014 (
Urk.
2) erhoben die Versi
cherten am
9.
Mai 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragten, dieser sei aufzu
heben und die Zusatzleistungen seien neu zu berechnen und auszurichten (S. 1).
Mit Beschwerdeantwort
vom 2
3.
Mai 2014 beantragte
die Beschwerdegegnerin
die
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was den Beschwerdeführenden am 2
7.
Mai
2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Vor
aus
setzungen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über die
Ergänzungs
leistungen
zur
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen, Zusatz
leis
tun
g
en zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20
Abs. 1 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ZLG, in den seit 1. Januar 2008 gül
tigen Fassungen).
1.2
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG
). Die anerkannten Ausga
ben und anrechen
ba
ren
Einnahmen von Ehegatten sind zusammen
zurechnen (
Art.
9
Abs.
2 ELG).
1.
3
Als anerkannte Ausgaben gelten bei Personen, die zu Hause wohnen, ein Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf (Art. 10 Abs. 1
lit
. a ELG), der Mietzins einer
Wohnung und die damit zusammenhängenden Nebenkosten (Art. 10 Abs. 1
lit
.
b
ELG) sowie die zu entrichtenden Beiträge an die Sozialversicherungen des Bun
des
(Art. 10 Abs. 3
lit
. c ELG) und ein jährlicher Pauschalbetrag für die ob
liga
to
ri
sche
Krankenpflegeversicherung (Art. 10 Abs. 3
lit
. c und d ELG).
Als Einnahmen anzurechnen sind nebst den Erwerbseinkünften in Geld oder Na
tu
ralien
(Art. 11 Abs. 1
lit
. a ELG)
Einkünfte aus beweglichem oder unbe
weg
lichem Vermögen (Art. 11 Abs. 1
lit
. b ELG), Renten und Pensionen sowie an
de
re
wiederkehrende Leistungen, einschliess
lich Renten der AHV und IV (Art. 11 Abs. 1
lit
.
d ELG
), ein Fünfzehntel des Reinvermögens, soweit es bei alleinste
hen
den Personen Fr. 37'500.-
-
übersteigt (Art. 11 Abs. 1
lit
. c ELG) und gemäss Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG auch die Einkünfte und Vermö
genswerte, auf die die ansprechende Person verzichtet hat (vgl. auch
Rz
3411.01 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen über die
Er
gänzungsleistungen
zur AHV und IV; WEL).
1.4
Gemäss Art. 14a Abs. 1 der Verordnung über Ergänzungsleistungen (ELV) wird Invaliden als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag angerechnet, den sie im massgebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben.
Ausgehend davon, dass Teilinvalide über eine Resterwerbsfähigkeit verfügen, wird
angenommen, dass deren Nichtausübung eine Verletzung der
Schaden
minderungspflicht
darstellt. Zur Vereinfachung des Verfahrens wird vermutet,
dass es dem
teilinvaliden
Versicherten möglich und zumutbar ist, im Rahmen des
von der IV-Stelle festgestellten verbliebenen Leistungsvermögens die in Art. 14a
Abs. 2 ELV festgestellten Grenzbeträge zu erzielen. Nach
lit
. b dieser Bestimm
ung wird Invaliden unter 60 Jahren
bei einem Invaliditätsgrad von 5
0 bis unter
6
0 Prozent der Höchstbetrag für den Lebensbedarf als
Erwerbsein
kommen
ange
rechnet. Praxisgemäss sind auch hypothetische Erwerbseinkünfte privilegiert, als
o
ohne den Freibetrag und nur zu zwei Dritteln, anzurechnen (
Cari
giet
/Koch,
Er
gän
zungsleistungen
zur AHV/IV, 2. überarbeitete und ergänzte Auflage, Zürich/
Basel/Genf 2009, S.
152 ff.; Ralph
Jöhl
, in: Koller/Mül
ler/
Rhi
now
/Zimmerli, Schwei
zerisches
Bundesver
wal
tungs
recht
, Band XIV Soziale Si
cherheit, 2. A., Basel/
Genf/Mün
chen 2007, N 187 ff. S. 1765).
1.5
Die Vermutung von Art. 14a ELV kann von der rentenberechtigten Person durch
den Beweis des Gegenteils widerlegt werden. Sie kann hierfür objektive und sub
jektive Umstände geltend machen, welche die Realisierung eines
Er
werbs
ein
kom
mens
verhindern oder erschweren, und es können Gründe berück
sichtigt wer
den, welche für die Bemessung der Invalidität unerheblich waren, wie Alter,
mangelnde Ausbildung oder Sprachkenntnisse, persönliche Um
stände, Arbeits
markt, lange Abwesenheit vom Berufsleben oder
Betreuungs
auf
gaben
. Die Umkeh
r der Beweislast bedeutet, dass die berechtigte Person den Nachweis zu er
bring
en hat, dass sie wegen dieser Faktoren keine Arbeitsstelle findet (
Carigiet
/
Koch, a.a.O., S.
154 f.). Als Beweis gelten insbesondere die Be
lege über die erfol
g
losen Stellenbemühungen, und auch der erfolglose Ver
such der Arbeitslo
sen
ver
sicherung, der Invalidenversicherung und der Sozial
hilfe, die Person in den Arbeits
prozess einzugliedern, wird in die Beurteilung einfliessen, ob es der EL-
be
rechtigten Person gelingt, die Vermutung des Art. 14a ELV zu widerlegen (
Carigiet
/
Koch, a.a.O., S. 156).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
davon aus,
dass gemäss Wegleitung über die Ergänzungsleistungen (WEL)
Rz
3424.02
b
ei
Teilinvaliden mit einem I
nvaliditätsg
rad zwischen 50
und
60
%
ein Mindestein
kom
men in der Höhe des Lebensbedarfs für Alleinstehende
, mithin
Fr.
19‘
210
.--
,
an
zurechnen
sei
(
Urk.
2 S. 1)
.
Weiter sei gemäss der Verfügung der IV-Stelle vom 2
7.
November 2013 die ganze Rente der Ehefrau aufgehoben und das jährliche
Invalidenein
kommen
auf
Fr.
54‘326.-- festgesetzt worden. Aufgrund der persönlichen Um
stände werde
dieses Einkommen auf
Fr.
36‘000.-- herabgesetzt und in die Be
rechnung der Zusatzleitungen eingesetzt (S. 2).
2.2
Dagegen wenden die Beschwerdeführenden sinngemäss ein, es sei
einerseits
das tatsächlich erzielte Einkommen des Ehemannes in die Berechnung einzusetzen und
andererseits auf die Anrechnung eines Einkommens der Ehefrau zu ver
zich
ten, da diesbezüglich noch eine Besch
werde am hiesigen Gericht
hängig
sei
(
Urk.
1 S.
2 f.).
Ausserdem habe sich der Gesundheitszustand von beiden we
sent
lich verschlechtert, was bei der Prüfung des Anspruchs auf Zusatzleistungen eben
falls zu berücksichtigen sei (S. 2 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist
, ob und in welcher Höhe
bei der
Berechnung
Erwerbs
einkommen
anzurechnen
sind.
3.
3.1
De
m
umstrittenen E
inkommen
des Beschwerdeführers
liegt folgender Sach
ver
halt zu Grunde:
Dem
Beschwerdeführer
wurde m
it Verfügung vom
3
.
Dezember
201
3
per 1.
Juni
2010
bei einem Invaliditätsgrad von 55
%
eine halbe Invalidenrente zu
gespro
chen
(
Urk.
7
/
3
).
Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde beim hiesigen Gericht zog der Beschwerdeführer am 2
9.
Mai 2013 zurück (vgl.
Verfügung vom 3
1.
Mai 2013 im Verfahren IV.2012.00020).
Nachdem dem Begehren des Beschwerdeführers um Zusatzleistungen unter An
rechnung eines hypothetischen Mindesterwerbseinkommens entsprechend seiner Restarbeitsfähigkeit im Sinne von
Art.
14 ELV nicht entsprochen wurde, machte er in seiner Einsprache vom
5.
März 2014 (
Urk.
7/12)
sinngemäss
gel
tend, es sei ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, die verbliebene Erwerbsfähig
k
eit zu verwe
rt
en, weshalb ihm
kein hypothetisches
Erwerbsein
kommen
ange
rechnet werden könne (S. 2
).
Im Rahmen der Beschwerde machte d
er Beschwerdeführer
sinngemäss
wiede
rum geltend, dass die Vermutung von Art. 14a Abs. 2 ELV widerlegt sei, wes
halb kei
nerlei konkrete Arbeitsmöglichkeiten für ihn bestünden (
Urk.
1 S.
2 f.
).
Somit ist zu überprüfen, ob ihm die Beschwerdegegnerin zu recht ein hypotheti
sches Einkommen in der Höhe von Fr. 1
9
'
210
.-- angerechnet hat (vgl.
Berech
nungs
blatt
in der Verfü
gung vom
11
.
Februar
201
4
,
Urk.
7
/
8
).
3.2
Gemäss
Art. 14a Abs. 1 ELV wird bei Teilinvaliden grundsätzlich der Betrag als
Er
werbseinkommen
angerechnet, den sie im
massgebenden
Zeitabschnitt tat
säc
h
lich verdient haben. Invaliden unter 60 Jahren sind
jedoch mindestens fol
gende Be
träge anzurechnen (Art. 14a Abs. 2 ELV):
der um einen Drittel erhöhte Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Al
leinstehenden nach Art. 10 Abs. 1
lit
. a Ziff. 1 ELG bei einem
Invali
di
tätsgrad
von 40 bis unter 50 Prozent (
lit
. a)
der Höchstbetrag für den Lebensbedarf nach Buchstabe a bei einem
Inva
li
ditätsgrad
von 50 bis unter 60 Prozent (
lit
. b)
zwei Drittel des Höchstbetrages für den Lebensbedarf nach Buchstabe a bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter 70 Prozent (
lit
. c).
Wird der Grenzbetrag in Art. 14a Abs. 2 ELV nicht erreicht, insbesondere wenn
keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, gilt die Vermutung eines Verzichts auf Ein
künfte im Sinne von Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG. Diese Vermutung kann durch den Nachweis, dass invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbil
dung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die
Arbeitsmarktsitua
tion
die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit
übermässig
erschweren oder ver
unmög
li
chen, widerlegt werden. Dabei besteht eine verstärkte
Mitwirkungs
pflicht
des Be
zügers von Ergänzungsleistungen bei der Sachverhaltsabklärung durch das
Durch
führungsorgan
(Art. 43 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG) in dem Sinne, dass er die Umstände geltend zu machen hat, welche nach seiner Auffassung geeignet sind, die Ver
mu
tung eines Einkommensverzichts
umzustossen
. Werden solche Um
stände nicht
geltend gemacht und sind sie auch nicht ohne Weiteres ersicht
lich, oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat der invalide Bezüger von Ergänzungsleistungen die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Urteil des Bun
des
gerichts 9C_600/2009 vom 8. Oktober 2009, E. 3.2 mit Hin
weisen).
3.3
Bei der Festsetzung des anrechenbaren Einkommens Teilinvalider
gemäss
Art. 14a
Abs. 2 ELV haben sich EL-Organe und
Sozialversicherungsge
richte
mit
Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfä
higkeit grund
sätzlich an die Invaliditätsbemessung durch die Invalidenversi
cherung zu halten
(Urteil des Bundesgerichts 8C_172/2007 vom 6. Februar 2008 E. 7.1).
Gemäs
s Verfügung der IV-Stelle vom 3
.
Dezember
201
3
(Urk.
7
/
3
) ist dem Be
schwer
deführer aus ärztlicher
Sicht eine leidensangepasste Tätigkeit
im Rahmen eines 60%igen Pensums zu
mutbar (Ver
fügungsteil 2 S.
1 unten).
Die gegen diese Verfügung beim hiesigen Gericht erhobene Beschwerde zog der Beschwer
deführer zurück.
D
anach ist gestützt auf die
rechtskräftige
Verfügung der IV-Stelle vom 3
.
Dezember
2013 nach wie vor von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit
in einer ange
passten Tätigkeit und ei
nem Invaliditätsgrad von 55 % auszuge
hen.
3.4
Weder aus den Akten noch aus
den
Vorbringen des Beschwerdeführers sind Um
stände ersichtlich, welche die Annahme, dass er das vermutete Mindestein
kom
men nicht erzielen könnte
,
umzustossen vermöchten. Im Rahmen der Be
schwer
de
machte er in erster Linie die mangelnde Verwertbarkeit seiner
Restar
beits
fähig
keit
aufgrund seiner Gesundheit geltend,
begründete dies jedoch – ab
gesehen vom
Einreichen einer ärztlichen Bestätigung -
nicht weiter (Urk. 1 S.
2 f.
)
.
Der
ärztliche
n
Bestätigung von
Dr.
med.
A._
vom 1
9.
Februar 2014 (
Urk.
7/11
)
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit mehreren Jahren bei ihm unter Kontrolle und Therapie stehe und er die nach der Invalidenversi
cherung beurteilte Arbeitsfähigkeit von 50
%
aus mehreren Gründen (
Gelenk
krankheiten
und Übergewicht) für unrealistisch halte. Der Beschwerdeführer sei praktisch voll arbeitsunfähig.
Im Arztzeugnis von
Dr.
A._
, welches eine vollständige Ar
beits
unfähigkeit aus
weist, wird weder etwas Näheres zum Gesundheitszustand ausgeführt noch enthält es eine durch Befunde untermauerte und nachvollziehbare Begründung der voll
stän
digen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers
.
Das Vor
gehen der Beschwerdegegnerin, aufgrund
der dargelegten Aktenlage und in
Abweichung
vo
m Arztzeugnis auf eine
Restarbeitsfä
higkeit
des Beschwer
deführers
zu schliessen
, liegt in ihrem Ermessen und ist Sinn und Zweck des
Un
ter
such
ungs
grund
satzes
. Der Beschwerdeführer hat so
dann keine hinrei
chen
den Belege beige
bracht, welche angesichts seines Ge
sund
heitszustan
des begrün
dete Zweifel an
de
r
ihm angerechneten
Restarbeitsfähig
keit
zu wecken vermögen, zu
mal er seine dies
bezügliche Beschwerde beim hiesigen Gericht zurückgezogen hat (vgl. Ver
fügung vom 3
1.
Mai 2013 im Verfahren IV.2012.00020).
Unter den gegebenen Umständen hat die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen we
der miss
braucht noch überschritten, wenn sie ohne eigene medizinische Abklä
rungen auf eine Restarbeitsfähigkeit geschlossen hat.
Die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens von Fr. 19
‘
210.
--
erweist sich somit als rechtens. In diesem Punkt ist die Beschwerde abzuweisen.
4.
4.1
Betreffend das
umstrittene E
inkommen
de
r
Beschwerdeführer
in
ist Folgendes zu bemerken:
4.2
Soweit gesundheitliche Beeinträchtigungen geltend gemacht werden, welche es verunmöglichen sollen, die verbleibende Erwerbsfähigkeit zu verwerten, haben sich die EL-Stellen und das Sozialversicherungsgericht rechtsprechungsgemäss grundsätzlich an die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle zu halten.
Diese Bin
dung ist deshalb angezeigt, weil die EL-Durchführungsorgane zum einen nicht über die fachlichen Voraussetzungen für eine selbstständige Beurteilung der In
validität verfügen und es zum anderen zu vermeiden gilt, dass der gleiche Sach
verhalt unter denselben Gesichtspunkten von verschiedenen Instanzen un
ter
schied
lich beurteilt wird. Davon ausgenommen ist eine vor Erlass der Verfü
gung
oder des
Einspracheentscheides
eingetretene gesundheitliche Verän
derung, wel
ch
e
- unter Umständen - berücksichtigt werden darf, auch wenn sie der Ver
wal
tung zum Zeitpunkt der Verfügung oder des
Einspracheentscheides
noch nicht bekannt oder noch nicht überwiegend wahrscheinlich war und damit nicht
Gegen
stand dieser Entscheide bildete. Sofern eine Veränderung des Ge
sund
heits
zustandes im
massgeblichen
Zeitpunkt (noch) nicht überwiegend wahr
schein
lich
ist, können neue revisionsrechtlich erhebliche Erkenntnisse über den Gesund
heits
z
u
stand und deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit (erst) im Rahmen eines EL
Anpassungsverfahrens (Art. 25 ELV) berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichtes P 49/06 vom 16. Juli 2007 E. 4.1, bestätigt mit Urteil des Bundesgerichtes 8C_172/2007 vom 6. Februar 2008 E.
7.1 und Urteil des Bundesgerichts 8C_140/2008 vom 25. Februar 2009 E. 8.2.3)
.
4.3
Die IV-Stelle sprach d
er Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2
4.
Juli 2001 bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Rente ab
1.
August
2000 zu
. In den Jahren 2003, 2005 und 2008 teilte die IV-Stelle der Beschwerdeführerin
jeweils mit, der Rentenanspruch sei unverändert. Mit Verfügung vom 2
7.
Novem
ber 2013 hob die IV-Stelle sodann die bisher aus
gerichtete Rente auf (
Urk.
7/5).
Dagegen erhob d
ie Beschwerdeführerin
am
9.
Januar 2014
beim
hiesigen Ge
rich
t
Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben.
Mit Urteil vom 3
1.
März 2015 im Verfahren IV.2014.00024
hiess
das hiesige Ge
richt die Beschwerde in dem Sinne gut, dass die Verfügung der IV-Stelle vom 2
7.
November 2013 aufgehoben und festgestellt wurde, dass die Beschwerde
führerin weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente
hat.
Das Urteil des hiesigen Gerichts vom
31
. März 201
5
und die darin erfolgte Beur
teilung des Gesundheitszustandes de
r
Beschwerdeführer
in
ist somit für das vor
liegende Verfahren verbindlich
(vgl. vorstehend E. 4.2).
4.4
D
as hiesige Gericht kam mit Urteil vom
31
. M
ärz 2015
(Verfahren IV.201
4
.00
024
)
zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustan
d der Beschwerdeführerin seit
dem
Jahre 1999 nicht verändert habe und es sich bei der Einschätzung durch
Dr.
B._
und med.
pract
.
C._
lediglich um eine unterschiedliche Beur
tei
lung eines im Wesentlichen unveränderten medizinischen Sachverhaltes handle.
Die Voraussetzungen für eine Rentenrevision beziehungsweise ein Zu
rückkom
me
n
auf die ursprüngliche
Rentenzusprache
seien nicht erfüllt und die der Beschwerdeführerin per
1.
August 2000 zugesprochene ganze Rente könne nicht auf
gehoben werden (E. 4.1 und 4.2).
4.5
Nach dem Gesagten
ist somit bei der Bemessung
des Anspruchs auf Zusatzleis
tungen auf das Anrechnen eines
hypothetischen
Einkommens der Beschwerde
führerin zu ver
zichten.
Dementsprechend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. In diesem Sinne ob
liegt es der Beschwerdegegnerin, den Anspruch auf Zusatzleistungen neu zu berechnen.
5.
In Anbetracht der Kostenlosigkeit des vorliegenden Verfahrens ist das dies-bezügli
che Gesuch der Beschwerdeführenden
um unentgeltliche
Prozessfüh
rung
(Urk. 1 S. 1)
hinfällig.