Decision ID: 2d476ae1-aa4d-48c3-a04c-3ee27dc08d48
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1963, ist
seit dem Jahr 2004 mit der Firmen
bezeichnung
Y._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (nachfolgend Ausgleichskasse Zürich) als
Selbständig
erwerbender
gemeldet (
Urk.
8
/1). Im Jahr
2004 wurde er
mit
der Firma
Z._
der Ausgleichskasse
des Kantons Zug gemeldet (
Urk.
8
/29). Gestützt auf die Steuermeldung
des Kantons Zürich
über ein Einkomme
n
aus selbständiger Erwerbstätigkeit von
Fr.
615'789.-- und ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von
Fr.
1'964'469.
-- (
Urk.
8
/242) setzte die Ausgleichskasse Zürich die Beiträge für das Beitragsjahr 2017 mit Verfügung vom 1
7.
März 2021
auf
Fr.
67'008.50
(
Urk.
8
/244) fest.
Gleichentags erstellte sie eine Verzugszinsverfügung (
Urk.
8
/245). Gegen die beiden Verfügungen erhob der Beitragspflichtige am 1
9.
April 2021 Einsprache
und machte geltend,
die Mietzinserträ
ge dreier Liegen
schaf
t
en gehörten
nicht
zum Erwerbseinkommen
aus selbständiger Erwerbstätig
keit
, da die L
iegenschaften
im Privatvermögen stünden
(
Urk.
8
/257).
Mit
Ein
spracheentscheid
vom
7.
Mai
2021 wies die Ausgleichsk
asse die Ein
sprache ab (
Urk.
2
).
2.
Dagegen
erhob der Versicherte am
9.
Juni
2021 (
Urk.
1) Beschwerde mit dem
An
trag (S. 2),
d
ie Beiträge seien nur gestützt auf das
Einkommen
aus der Kollektiv
gesellschaft
Y._
von
Fr.
25'100.--
festzusetzen und der Ver
zugszins neu zu berechnen. Die Beschwerde
gegnerin beantragte
in
ihrer Beschwerdeantwort vom 3.
September 2021 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Replicando
(
Urk.
11) und
duplicando
(
Urk.
13) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit werden AHV/IV/EO-Beiträge erhoben (Art. 3 f. und
Art.
8 f.
des Bundesgesetzes
über die Alters- und
Hinter
lassenenversicherung
, AHVG; Art. 2 und Art. 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG; Art. 26 und Art. 27 des Bundes
gesetzes über den Erwerbsersatz
, EOG). Zudem unterstehen die obligatorisch in der AHV versicherten
Selbständigerwerbenden
der Familienzulagenordnung des Kantons, in dem ihr Unternehmen seinen rechtlichen Sitz hat, oder, wenn ein solcher fehlt, ihres Wohnsitzkantons (Art. 12 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Familien
zulagen,
FamZG
).
1.2
Gemäss Art. 22
der
Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV)
werden die Beiträge für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr gilt das Kalenderjahr (Abs. 1). Für die Bemessung der Beiträge massgebend ist das Einkommen nach dem Ergebnis des im Beitragsjahr abgeschlossenen Geschäfts
jahres und das am Ende des Geschäftsjahres im Betrieb investierte Eigenkapital (Abs. 2).
1.3
Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Bemessung der Beiträge
Selbständigerwerbender
massgebende Erwerbs
einkommen aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundes
steuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der inter
kantonalen Repartitionswerte zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbehörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
1.4
1.4.1
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichs
kasse und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind jedoch auf die Bemessung des
massgebenden
Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt.
Diese Bindung betrifft mithin nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschlägt daher nicht die Fragen, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbständiger oder unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des Rechts der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitrag
spflichtig ist (BGE 121 V 80 E.
2c).
1.4.2
Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögensbestandteils als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsvermögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermögens
gewinn ist demgegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldung verlassen können und eigene nähere Ab
klärungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (BGE 13
4 V 250 E.
3.3 mit Hinweisen; E. 2.2.1 f. des in BGE 140 V 241 auszugsweise publizierten Urteils des Bund
es
gerichts 9C_897/2013 vom 27.
Juni 2014).
Hintergrund dieser Regelung ist, dass eine steuerrechtliche Qualifikation, welche klare steuerrechtliche Konsequenzen nach sich zog, in aller Regel auf einem bewussten Entscheid der Steuerbehörde in Abwägung der verschiedenen Um
stände - wirtschaftliche Gegebenheiten und des Widmungswillens - beruht. Vor diesem Hintergrund sowie dem Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung und dem Verweis im Sozialversicherungsrecht auf die steuerrechtlichen Regelungen ist die von der Steuerbehörde gemeldete - im Steuerverfahren rechtskräftig gewordene - Qualifikation für die Ausgleichskassen grundsätzlich als verbindlich zu erachten. Führt eine durch die Steuerbehörden vorgenommene Qualifikation somit zu einem Entscheid mit steuerrechtlichen Auswirkungen, müssen die AHV-Behörden
diesfalls
eigene nähere Abklärungen nur vornehmen, wenn sich ernst
hafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (
BGE 147 V 114 E.
3.4.2 mit weiteren Hinweisen
).
1.4.3
Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, ob Einkünfte oder Vermögens
zuwächse (Ertr
äge, Gewinne) aus einer selbst
ändigen Erwerbstät
igkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 und Art. 9 Abs.
1 AHVG herrühren, bildet die bundesgericht
liche Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen (BGE 125 V
383 E.
2b). Das AHV-Beitragsrecht verweist bezüglich des Begriffs des Geschäftsvermögens auf das Steuerrecht (
BGE 147 V 114 E.
3.3.1.1
).
Gemäss Art. 18 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) und Art. 8 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) gelten als Geschäftsvermögen alle Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen.
Für die Zuteilung eines Vermögenswertes zum Geschäftsvermögen oder zum Privatvermögen ist auf dessen aktuelle technisch-wirtschaftliche Funktion abzu
stellen. Ist die technisch-wirtschaftliche Funktion nicht klar erkennbar, was ins
besondere bei sogenannten Alternativgütern, wie sie unter anderem Liegen
schaften darstellen, der Fall sein kann, kommt dem Willen und der Sach
darstellung des Steuerpflichtigen grosse Bedeutung zu. Dabei kann jedoch nicht auf einzelne beliebige Willensäusserungen des Steuerpflichtigen abgestellt werden. Für die Abgrenzungsfrage relevant ist vielmehr der Wille, ein Wirt
schaftsgut dem Geschäft zu widmen, und nicht der Wille, ein Wirtschaftsgut für die Zwecke der Besteuerung als Geschäftsvermögen zu behandeln. Damit ein Gegenstand als Geschäftsvermögen qualifiziert werden kann, wird steuerlich so
mit grundsätzlich eine selbständige Erwerbstätigkeit vorausgesetzt, das heisst ohne selbständige Erwerbstätigkeit kann grundsätzlich auch kein Geschäfts
vermögen vorliegen beziehungsweise keine Widmung eines Vermögensgegen
standes zum Geschäftsvermögen erfolgen.
A
us beitragsrechtlicher Perspektive
sind
damit in aller Regel
(vgl.
jedoch die
hier nicht vorliegende
Ausnahmekonstellation in
Art.
18
Abs.
2 DBG)
keine Gründe erkennbar, einen Zusammenhang zwischen Geschäftsvermögen und selbständiger Erwerbstätigkeit zu verneinen (vgl. BGE 134 V 250 E. 4.2). Vielmehr hat bei
Alternativgütern, das heisst solchen, die sowohl zum Geschäfts- wie auch Priva
tvermögen gehören, aufgrund der steuer- und AHV-rechtlichen Parallelität grundsätzlich das Glei
che zu gelten (BGE 140 V 241 E.
4.2). Dies gebietet auch der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, wonach widersprechende Ent
scheide im Rahmen des Möglichen zu
vermeiden sind (BGE 143 II 8 E.
7.3). Vor diesem Hintergrund kann eine Person einen Vermögenswert gegenüber den Steuerbehörden nicht als Geschäftsvermögen deklarieren und damit zumindest implizit eine selbständige Erwerbstätigkeit geltend machen, um von den steuer
rechtlich
en
Folgen zu profitieren, und andererseits im AHV-Beitragsverfahren behaupten, es fehle an einer selbständigen Erwerbstätigkeit, um die beitragsrecht
lichen Konsequenzen abzuwenden. Ein solch widersprüchliches Verhalten verstösst gegen Treu und Glauben (
venire
contra
factum
proprium) und ist nicht zu schützen (vgl. Thomas
Gächter
, Rechtsmissbrauch im öffe
ntlichen Recht, Zürich 2005, S.
200 f.;
BGE 147 V 114 E.
3.3.1.2-3.3.1.4 mit Hinweisen
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ih
ren Entscheid damit (
Urk.
2
), dass
die Bei
träge für das Jahr 2017 gestützt auf die Steuermeldung festgesetzt worden seien. Dabei habe das Steueramt aufgrund einer Anfrage mitgeteilt, dass es sich bei den Liegenschaften um Geschäftsliegenschaften handle.
In ihrer Beschwerdeantwort legte sie dar
(
Urk.
6 S. 2)
,
in der Stellungnahme des Kantonalen Steueramtes vom 3
1.
August 2021 sei festgehalten worden, dass alle drei Liegenschaften im Geschäftsvermögen stünden. Dabei seien auf den Liegen
schaften jährliche Abschreibungen erfolgt, was den betrieblichen Charakter auf
zeige. Denn Abschreibungen auf Anlagen des Privatvermögens sei
en nicht mög
lich. Ebenfalls
sei auch keine Überführung vom Geschäftsvermögen in das Privatvermögen geltend gemacht worden.
Es liege kein Kapitalertrag vor und d
as Einkommen sei d
amit beitragspflichtig.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich
demgegenüber
auf den Standpunkt (
Urk.
1 S. 2 f.),
die
Liegenschaften
in
A._
sei
an die
B._
AG sowie die Liegenschaft in
C._
an die
D._
AG
vermietet
.
Er
betreibe
weder in den Liegenschaften noch mittels dieser Liegenschaften
eine selbständige Tätigkeit,
die sozialversich
erungspflichtig wäre. Es handle
sich lediglich um
private Miet
zinseinnahmen. Die Einkünfte aus
Z._
/
E._
best
ünden
vollständig aus Mietzinseinnahmen aus der Liegenschaft
in
F._
. Diese Liegenschaft sei vollständig an die Mieterin
G._
AG vermietet. Auch hier
habe er
weder in der Liegenschaft noch mittels dieser Liegenschaft eine selbständige Tätigkeit ausgeführt. Letztlich betreibe die Kollektivgesellschaft
Y._
verschiedene Solarien. Im Umfang eines 60%-Anteils habe er für das Jahr 2017 ein selbständiges Erw
erbs
einkommen von Fr.
25'131.--
erzielt und dieses sei sein einziges beitrags
pflichtiges Einkommen aus selbständiger Tätigkeit.
In seiner Replik führte er aus,
die Vornahme von AHV-Rückstellungen trage nichts zur Beurteilung der Liegenschaftserträge bei, denn diese habe die Aus
gleichskasse in Rechnung gestellt. Die Beiträge seien denn auch
steuerlich ab
zugsfähig, wenn s
i
e
geschuldet wären, was aber nicht heisse, dass die Beiträge geschuldet seien. Sodann sei es auch Privaten unbenommen, Buchhaltungen und Abschreibungen zu erstellen, was jedoch für die AHV-rechtliche Qualifikation keine Relevanz habe (
Urk.
11 S. 2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Liegenschaften
H._-Strasse 2 in A._
,
I._-Strasse 14 in
C._
und
J._-Strasse 54
in
F._
dem Geschäfts
vermögen zuzuordnen sind und
ob
die
Mieterträge im Beitrags
jahr 2017
dem Beschwerdeführer als beitragspflichtiges Einkommen aus selb
ständiger Erwerbs
tätigkeit anzu
rechnen sind.
3.
3.1
Aus den Steuerakten ergibt sich zunächst, das
s der Beschwerdeführer für die Steuerperiode
1.
Januar bis 3
1.
Dezember 2017 Einkünfte aus selbständigem Haupt
erwerb
von
Fr.
469'298.-- und aus selbstä
ndigen Nebenerwerb
von
Fr.
146'483.-- deklarierte (
Urk.
7/19/5). Das Gesamteinkommen aus
selbständige
r
Erwerbstätigkeit
von
Fr.
615'781.--
entspricht dabei
dem Einkommen, welches das kantonale Steueramt mit Steuermeldung vom 1
7.
März 2021 (
Urk.
8/242) der Beschwerdegegnerin gemeldet und welches die Berechnungsgrundlage der Beitragsverfügung vom 1
7.
März 2021 (
Urk.
8/24
4
) gebildet hat.
D
en Details zu Liegenschaften und selbständigem Erwerb
ist zu entnehmen, dass
für die hier zur Diskussion stehenden Liegenschaften
H._-Strasse 2 in
A._
N
ettomietzins
erträge
von
Fr.
0.--,
I._-Strasse 14 in
C._
von
Fr.
502'967.-- und
J._-Strasse in
F._
von
F
r.
73'119.
--
berücksichtigt
wurden (
Urk.
7/19/8 und
Urk.
7/19/9).
3.2
Das Kantonale Steueramt führte am 3
1.
August 2021 (
Urk.
7/1)
aus, d
er Firmen
zweck d
er
Z._
sei
gemäss HR-Auszug mit
«
Beratung und Ver
mittlung von Finanzdienstleist
ungen und Unter
nehmungsberatung
im all
gemeinen, Erwerb und Verkauf von Bauland, Er
stellen, Vermietung, Verwaltung
und Verkauf von Immobilien, insbesond
ere im Gastro
nomiebereich sowie
Ver
mittlung und Projektentwicklung im Immobili
enbereich, Erwerb, Halten sowie
Veräusserung von Beteiligungen und Wertpapieren jeg
licher Art
»
angege
ben
. Für diese Tätigkeit habe der Beschwerdeführer
seit 2004 jeweils das Hilfsblatt
A für
Selbständigerwerbende
mit
kaufmännischer Buch
führung ein
gereicht. Die Liegenschaften
in
A._
und
C._
sowie die Erträge daraus
seien in den Jahresrechnungen
der
Z._
erfasst
worden. In den Jahren 2005 - 2016 seien auf den Liegenschaften wiederholt sub
stanzielle Abschreibungen erfolgt, was nur für Liegenschaften des Geschäfts
vermögens möglich sei.
Auch im
Jahr
2017 seien auf den beiden Liegenschaften Abschreibungen von
Fr.
78'100.
--
und
Fr.
106'900.-- erfolgt. Auch die Bildung von AHV-Rückstellungen in der Steuerperiode 2017 von
Fr.
174'966
.--
spreche dafür, dass der Beschwerdeführer die Liegenschaftserträge selber dem Geschäfts
vermögen zuordne.
Bei der
Z._
&
E._
sei der Beschwerdeführer als Gesellschafter eingetragen. Für diese Tätigkeit reiche er seit 2006 jeweils die ent
sprechende Jahresrechnung ein. Die Liegenschaft in
F._
und die Erträge daraus seien in den Jahresrechnungen der
Z._
erfasst.
In den Jahren 2006 bis 2016 seien auch hier wiederholt substanzielle Abschreibungen auf der Liegenschaft vorgenommen worden. Im 2017 sei
eine
Abschreibung von
Fr.
98'000.-- vorgenommen worden.
4.
4.1
Die Ausführungen des Kantonalen Steueramtes Zürich sind richtig.
Es geht nicht an, dass einerseits
ge
genüber den Steuerbehörden Geschäftsvermögen deklariert
und damit zumindest implizit eine selbständige Erwerbstätigkeit geltend
gemacht wird
, um von den steuerrechtlichen Folgen zu profitieren, und andererseits im AHV-Beitragsverfahren
zu
behaupten, es fehle an einer selbständigen Erwerbs
tätigkeit, um die beitragsrechtlichen Konsequenzen abzuwenden. Ein solch widersprüchliches Verhalten verstösst gegen Treu und Glauben (
venire
contra
factum
proprium) und ist nicht zu schützen
(vgl. E. 1.4
.3
hiervor).
4.2
Der Beschwerdeführer bestreitet
in diesem Zusammenhang auch
nicht, dass er die zur Diskussion stehenden Liegenschaften in der Geschäftsbuchhaltung geführt und darauf Abschreibungen vorgenommen hat. Insofern er ausführt
,
auch
auf Liegenschaften im Privatvermögen könnten solche
Abschreibungen
vor
genomm
en werden
,
trifft dies
offensichtlich nicht zu, können doch bei Liegen
schaften im Privatvermögen
lediglich U
nterhaltskosten in
Abzug gebracht wer
den.
D
as Kantonale Steueramt Zürich
legte damit
z
utreffend dar
,
dass der Beschwerdeführer durch die vorgenommenen Abschreibungen
seine
Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit geschmälert
und dies
zu einer tieferen Steuer
last
geführt hat
(vgl.
Urk.
7/1 S. 2
f.
). Die
von der
Steuerbehörde
vorgenommene Qualifikation
hatte damit zweifellos
steuerrec
htliche
Auswirkungen, sodass
die AHV-Behörden
ohnehin
eigene nähere Abklärungen nur
hätte
n
vornehmen
müssen
, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben
hätten.
Solche liegen nicht vor und es ergeben sich auch
sonst
keine
Anhaltspunkte
,
die auf Privatvermögen
der fraglichen Liegenschaften schliessen lassen könnten. Dabei wird insbesondere auch nicht vorgebracht,
dass die
Liegenschaften aus
Privatvermögen finanziert oder
eine
Überführung
vom Geschäftsvermögen ins Privatvermögen stattgefunden hat.
Die Liegenschaften wurden damit zu Recht dem Geschäftsvermögen zugeordnet und die daraus resultierenden (Mietzins-) Erträge folglich als AHV-pflichtiges Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit qualifiziert.
In
masslicher
Hinsicht blieb der
angefochtene
Entscheid unbestritten und die Akten ergeben keine Hinweise auf etwaige Berechnungsfehler oder
Anhalts
punkte für
anderweitige
Beanstandungen.
Die Beschwerde ist damit abzuweisen.