Decision ID: ae0681ca-7ca8-5774-af5c-887c9f80ceb2
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche von Personen aus verfolgungssicheren Staaten
nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eingetreten wird, ausser es gebe
Hinweise auf eine Verfolgung (Art. 34 Abs. 1 AsylG),
dass der Bundesrat Serbien als verfolgungssicheren Staat nach Art. 6a
Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet hat,
dass diese Vermutung mit konkreten Hinweisen auf eine Verfolgung im
Einzelfall umgestossen werden kann,
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dass die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift vorbringt, als
Romni habe sie "in Serbien/Montenegro" immer noch einen sehr schwe-
ren Stand und es sei schwer, dort Arbeit zu finden,
dass ihr Leben dort aussichtslos sei, da für sie aufgrund der Drohungen
eine lebensbedrohliche Situation entstanden sei,
dass vorab festzustellen ist, dass Serbien-Montenegro als Staat im Juni
2006 zu existieren aufgehört hat und die Vorbringen vor dem Hintergrund
einer Herkunft aus Serbien zu prüfen sind,
dass – wie das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht feststellt –
die Vorbringen der Beschwerdeführerin unglaubhaft sind,
dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin sehr schematisch und
knapp ausfielen und sie insbesondere die (angeblichen) Besuche und
Drohungen der zwei unbekannten Männer in keiner Weise plausibel und
konkret schildern konnte,
dass sie sich zudem diesbezüglich in gewisse Widersprüche verstrickte,
so insbesondere bezüglich der Frage, ob die unbekannten Personen be-
reits beim ersten Mal mit der Entführung ihres Enkels gedroht hatten,
dass schliesslich ihre Aussagen teilweise nicht mit denjenigen ihrer ehe-
maligen Schwiegertochter übereinstimmen, so insbesondere bezüglich
der Frage, wo die Gespräche mit den Männern stattfanden, ob die ehe-
malige Schwiegertochter daran teilnahm und wann sie beschlossen hät-
ten, ihren Heimatstaat zu verlassen,
dass die Beschwerdeführerin in einer ergänzenden Anhörung mit diesen
Widersprüchen konfrontiert wurde und dazu aussagte, es sei so gewe-
sen, wie sie es gesagt habe, ihre ehemalige Schwiegertochter sei viel-
leicht aufgeregt und könne sich nicht mehr daran erinnern,
dass diese Aussagen die Widersprüche zu den Aussagen ihrer ehemali-
gen Schwiegertochter nicht erklären können,
dass das BFM damit zu Recht festgestellt hat, der Beschwerdeführerin
sei es nicht gelungen, die Vermutung, dass es sich bei Serbien um einen
verfolgungssicheren Staat handle, umzustossen,
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dass das Bundesamt zu Recht nach Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylge-
such der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-
gung erteilt hat (Art. 32 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999
[AsylV 1, SR 142.311]) und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht, weshalb das BFM zu Recht die Wegweisung verfügte,
dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn
der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht
möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder
des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-
genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG und Art. 33 Abs. 1 FK),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es der
Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im
vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte
für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 FoK und Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die der Beschwerde-
führerin im Heimat- oder Herkunftsland droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-
nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-
ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
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dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der
Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, zumal sie in ihrem Hei-
matland über Verwandte verfügt, dort einer Arbeit nachging und zudem
weiterhin im Haus ihres Ehemannes leben kann, weshalb der Vollzug der
Wegweisung zumutbar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat Serbien schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei
der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4
AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun,
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb Beschwerde abzuweisen ist,
dass die Kosten des Verfahrens in Anwendung von Art. 1 - 3 und nament-
lich von Art. 2 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE,
SR 173.320.2) auf Fr. 1200.– festzulegen sind und bei diesem Verfah-
rensausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1
VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: