Decision ID: 2686f138-0646-49df-afcc-f26a6f886222
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 19
5
4 geborene
X._
bezieht aufgrund
einer
Einschlusskörper
myopathie
seit dem
1.
November 1999 bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Invalidenrente (vgl. Arztbericht
e
von Prof.
Dr.
med.
Y._
,
Spezial
arzt FMH für Neurologie, vom 12.
Dezember 2000,
Urk.
8
/5,
und von
Dr.
med.
Z._
, Fachärz
t
in für Neurologie, vom 2
8.
Juli 2015, Urk. 8/348,
Beschluss vom 2
7.
März 2001, 8/14,
Ver
fügung vom 2
4.
April 2001, Urk.
8/17-19,
sowie
Mitteilung
en
vom 29.
Juni 2009, Urk.
8/140
,
und
vom 2.
September 2015,
Urk.
8/354
).
Ab
dem gleichen
Zeitpunkt
wurde ihm
zudem
eine Entschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades zugesprochen (
Beschluss vom
7.
Mai 2001,
Urk.
8/21, und
Verfügung
vom 2
2.
Mai 2001,
Urk.
8/26-27
), welche m
it Wirkung ab
1.
Januar 2006
auf
eine Entschädigung für Hilflosigkeit schweren Grades
erhöht wurde
(vgl.
Einspracheentscheid
,
Urk.
8/90
, Beschluss vom 2
2.
Juni 2006,
Urk.
8/91,
Verfügung vom
5.
Juli 2006,
Urk.
8/92
, Mittei
lung vom 2
7.
Oktober 2009, Urk.
8/143
)
.
Mit Verfügung vom 1
7.
Juli 2012 sprach die IV-Stelle
X._
mit Wirkung ab
1.
Januar 2012 einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachte Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 3'563
.
55
bzw. jährlich maximal Fr. 42‘762.60
zu (
Urk.
8/205).
Nachdem die IV-Stelle mit Ve
r
fügung vom 2
0.
September
2013 die Ausrichtung des Assistenzbeitrages aufgrund eine
r
Verletzung von Arbeitgeberpflichten durch
X._
per sofort sistiert hatte (
Urk.
8/236), hielt sie mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2014 fest, dass der Assistenzbeitrag weiter ausgerichtet werde, sofern die Arbeitgeberpflichten erfüllt w
ü
rden (
Urk.
8/285). Mit Vorbescheid vom 3
0.
April 2015 stellte die IV
Stelle
X._
in Aussicht, den Assistenzbeitrag
auf
durchschnitt
lich
Fr. 3‘072.70 pro Monat
bzw. maximal Fr. 36‘872.40 pro Jahr
zu reduzieren
(Urk.
8/327).
X._
beantragte
am 1
1.
Mai 2015
die
Bestellung von Rechtsanwalt Rolf
Ringger
als unentgeltlichen Rechtsvertreter für das
Einwand
verfahren
(
Urk.
8/329) und erhob
am 2
6.
Juni 2015
Einwand (Urk.
8/340).
Mit Verfügung vom
4.
September 2015 wies die IV-Stelle das Gesuch um Bestellung von Rechtsanwalt Rolf
Ringger
als unentgeltlichen Rechtsvertreter für das
Ein
wandverfahren
mangels Bedürftigkeit ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
7.
Oktober 2015 durch Rechtsanwalt Rolf
Ringger
Beschwerde und beantragte, es sei ihm für das Verwaltungsverfahren Rechtsanwalt Rolf
Ringger
als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bewilligen, eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheid
ung
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Bestellung von
Rechtsanwalt Rolf
Ringger
als unentgeltlichen Rechtsvertreter
für das Beschwerdeverfahren
(
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit
Beschwer
de
antwort
vom 1
1.
November 2015 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
6.
November 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
9). Mit Eingabe vom 2
4.
November 2015 (
Urk.
11) reichte Rechtsanwalt Rolf
Ringger
seine Honorarnote für das Beschwerdeverfahren ein (
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Abweisung des Gesuchs des Beschwerde
führers um Bestellung von Rechtsanwalt Rolf
Ringger
als unentgeltlichen Rechtsbeistand
für das
Einwandverfahren
, die Bedürftigkeit des Beschwerde
führers sei nicht ausgewiesen. Der Beschwerdeführer erhalte monatlich eine Invalidenrente in Höhe von Fr. 1‘449.-- sowie Ergänzungsleistungen
in Höhe
von Fr. 1‘638.--.
Ergänzungsleistungen stellten anders als die Sozialhilfe
leistungen reguläre Einkünfte dar.
Die Wohnungsmiete belaufe sich auf F.
679.-
-, wobei
die Kosten für die
Tiefgarage
in Höhe von
Fr. 150.
--
nicht einzurech
nen
seien
. Hinsichtlich Krankenkassenprämien sei lediglich die Prämie für die obligatorische Krankenversicherung
gemäss dem Bundesgesetz über die Kran
kenversicherung (KVG) in H
öhe von Fr. 435.20 zu berücksichtigen. Für Telefon und Kommunikation werde eine Pauschale von Fr. 158.
--
angerechnet. Versi
cherte, die ein Gesuch um Zusatzleistungen
stellten
, könnten bei der
Billag
um Erlass der Jahresgebühr ersuchen. Somit würden sich diese
K
osten in der
Notbe
darfsrechnung
noch um Fr. 38.50 verringern. Die Heizkosten seien bereits im Grundbetrag berücksichtigt
, weshalb diese
von den Wohnkosten
auch noch in Abzug zu bringen wären
. Damit Steuerschulden angerechnet werden könn
t
e
n
, müsste deren regelmässige Tilgung nachgewiesen werden. Rückstellungen an
die laufende (provisorische) Steuerrechnung seien nicht zu berücksichtigen
. Unter Anrechnung eines Betrages für Steuern in Höhe von Fr. 60.-- pro Monat, ergebe sich ein Überschuss der
Einnahmen
im Vergleich zu den
Ausgaben
in Höhe von Fr. 311.80 pro Monat
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentli
chen vor, er sei aufgrund seines Erbleidens in
der
Mobilität stark behindert und für die Fortbewegung stets auf die Hilfe von Dritten angewiesen. Insbesondere die Benützung des öffentlichen Verkehr
s
bereit
e
ihm grosse Mühe. Er könne aufgrund seines umgebauten Autos selbständig Auto fahren. Für das Auto
benötige er einen Tiefgaragenplatz sowie einen reservierten
Behindertenpark
platz
vor dem Haus
, welche Fr. 150.-- bzw.
Fr. 40.
--
pro Monat
kosteten
. Es komme hinzu, dass auch bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen die Mietkosten für den Parkplatz
als Ausgaben
anerkannt worden seien. Seine Mietkosten beliefen sich so insgesamt auf Fr. 864.10.
Es sei ihm nicht zumutbar, die Zusatzversicherung zur Krankenversicherung zu kündigen, da er gesundheitlich stark angeschlagen sei. Der Betrag von Fr. 83.30 für die
Z
usatzversicherung sei daher bei der Berechnung des Notbedarfs zu berücksichtigen.
Er nehme regelmässig eine Tilgung der Steuerschulden vor, w
e
shalb sie bei der Berechnung einzubeziehen seien. Beim erweiterten Notbedarf seien daher Aus
gaben für Steuern von Fr. 61.95 pro Monat miteinzubeziehen.
Ebenfalls zu berücksichtigen seien die von ihm
auf den Löhnen seiner Assisten
ten
zu leistenden Arbeitgeberbeiträge
für AHV/IV/EO/AL sowie der
FAK-Lohn
beitrag
. Diese beliefen sich auf Fr. 268.10 pro Monat.
Unter Anrechnung
der
Kosten für die Hausrat- und Haftpflichtversicherung in Höhe von Fr. 20.-- pro Monat ergebe sich ein erweiterter Notbedarf von Fr. 3‘492.6
0.
Bei Einnahmen von Fr. 3‘087.
--
pro Monat sei er somit bedürftig (
Urk.
1).
3.
Gemäss
Art.
37
Abs.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozial
versicheurngsrechts
(ATSG) wird der gesuchstellenden Person im Sozial
versicherungsverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern. Unentgeltliche
Verbeiständung
im
Verwaltungsver
fahren
wird gewährt, wenn die Partei bedürftig ist, die Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen und die Vertretung im konkreten Fall sachlich g
eboten ist (vgl.
Art.
29
Abs.
3 der Bundesverfassung;
BGE 132 V 200 E. 4.1 mit Hin
wei
sen; vgl. BGE 125 V 32).
Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die Prozesskosten aufzukommen, ohne dass sie Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für sie und ihre Familie notwendig sind
(BGE 128 I 225 E. 2.5.1).
4.
4.1
Die Parteien gehen in Übereinstimmung mit der Rechtslage davon aus, dass der Beschwerdeführer über
anrechenbare
monatliche Einnahmen von Fr.
3‘087.--
verfügt
, das heisst eine
Invalidenrente
in Höhe
von Fr. 1‘449.
-- (
E.
2.1, E. 2.2 und Urk.
8/331) und
Ergänzungsleistungen
in Höhe
von Fr. 1‘638.
-- (
E.
2
.1, E.
2.2, Urk.
8/332, Urteil des Bundesgerichts 8C_53
0/2008 vom
5.
September 2008 E.
4
.2
;
z
ur Nichtanrechnung der
Hilflosenentschädigung
vgl. Urteil des Bundesgerichts I 615/06 vom 2
3.
Juli 2007 E. 5).
4.2
4.2.1
Bei den Ausgaben des Beschwerdeführers
rechtfertigt
sich – wie von den Par
teien angenommen (vgl. insbesondere
Urk.
2) -
die Anrechnung eines
Grundbe
trag
es
von Fr. 1‘
2
00.
--
(vgl. Kreisschreiben des Obergerichts des Kantons Zürich über die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzmi
nimums vom 1
6.
September 2009,
Ziff.
II.1.2; anders das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen
[BSV]
über die Rechtspflege in der AHV, der IV, der EO und bei den EL, Stand
1.
April 2013 Anhang 2, S. 50).
Die Beschwerdegegnerin
berücksichtigte zudem einen Zuschlag von
30
%
des Grundbetrages
(vgl.
Urk.
2). Wie nachfolgend zu zeigen ist, kann offen bleiben,
ob es trotz des Grundbetrages von Fr. 1‘200.--, welcher in Abweichung zum Kreisschreiben des BSV
um
Fr.
100.-- höher
festgesetzt wurde, gerechtfertigt ist, den im Kreisschreiben vorgesehenen Zuschlag von 30
% (Anhang 2 S. 50) zu berücksichtigen, oder ob nicht ein tieferer Zuschlag rechtens wäre
(vgl. bei
spielsweise
das Urteil des Bundesgerichts 9C_
13/20
0
9 vom
6.
Oktober 2009 E.
8.3
,
wo ein Zuschlag von 25
%
eingerechnet wurde
).
4.2.2
Der Beschwerdeführer
be
zahlt für seine Wohnung monatlich
Miete in Höhe
von Fr. 674.10 (inklusive Nebenkosten). Zusätzlich hat er einen Garagenplatz für Fr. 150.-- sowie einen Abstellplatz für Fr. 40.-- gemietet (vgl. Mietvertrag vom 2
8.
Juli 2006,
Urk.
3/9/2, sowie Mieterspiegel
per
2
2.
September 2015, Urk.
3/9/1).
Der Beschwerdeführer ist aufgrund seines Leidens in seiner Mobilität stark behindert und für die Fortbewegung auf die Hilfe von Dritten angewiesen. Dies gilt auch für die von ihm regelmässig durchgeführten Fahrten zum Besuch von Restaurants oder Kollegen. Er fährt sein – der Behinderung angepasstes - Auto
zwar selbst, benötigt jedoch beim Ein- und Aussteigen und Schieben das Handrollstuhls Dritthilfe, weshalb eine Begleitperson mitfährt (
Urk.
8/328/33 und
Urk.
8/326/3-4; vgl.
Urk.
1 S. 7). Eine Begleitperson wäre auch bei der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel vonnöten oder bei Benützung eines Behindertentaxis gewährleistet. Die Notwendigkeit eines eigenen Fahrzeugs und dazugehörig sowohl eines Tiefgaragenplatzes wie eines Parkplatzes vor dem Haus, ist damit nicht dargetan. Die infolge der Invalidität entstehenden Mehr
kosten betreffend Mobilität werden ausserdem durch die
Hilflosenentschädigung
von monatlich
Fr.
1‘880.
(
Urk.
8/331) gedeckt. Diese Entschädigung wird ihrem Zweck entsprechend bei den Einnahmen denn auch nicht angerechnet. Eine Anrechnung der Mietkosten für die Abstellplätze zum erhöhten
Grundbe
darf
ist folglich nicht angebracht.
4.2.3
Hingegen rechtfertigt es sich, die
Krankenkassenprämien nach
dem Bundesge
setz über den Versicherungsvertrag (
VVG
)
zu berücksichtigen.
E
ine Kündigung dieser
Zusatzversicherungen
ist
aufgrund der schweren Erkrankung des Beschwerdeführers nicht
angebracht
(vgl. Krei
sschrei
ben
BSV Anhang 2, S.
48) und die
Hilflosenentschädigung
kann
nicht zu deren Deckung verwendet wer
den.
Es sind deshalb
im Bedarf des Beschwerdeführers Krankenkassenprämien gemäss
K
VG
und VVG
in Höhe von
519.--
monatlich
zu be
rü
cksichtigen
(
Urk.
3/12).
4.2.4
Der Beschwerdeführer hat keine Kosten für Hausrat- und Haftpflichtver
sicherun
gen belegt (vgl.
Urk.
1 S. 10), weshalb diese nicht als Ausgabe berück
sichtigt werden können.
Die Kosten für Kommunikation sind im Grundbetrag enthalten (vgl. sinngemäss die Kreisschreiben des BSV und des Obergerichts
des Kantons Zürich
).
4.2.5
Der Beschwerdeführer hatte im Jahr
2015 noch Staats- und Gemeindesteuern für das Jahr 2013 in Höhe von Fr. 455.15 zu bezahlen (vgl. Schlussrechnung vom 1
1.
März 2015
Urk.
3/13). Gemäss Steuererklärung 2014 belief sich das steuerbare Einkommen des Beschwerdeführers im Jahr 2014 auf Fr. 13‘416.
-- bzw. Fr. 14‘766.-- (
Urk.
8/330)
.
B
ei gleichbleibenden Faktoren
würden sich
im Jahr 2015
Steuern in Höhe von
ca. Fr. 300.--
ergeben
(
https://www.steuer
amt.zh.ch/internet/finanzdirektion/ksta/de/steuerberechnung/npers/staats_und_gemeindesteuern.html
)
. Unter Berücksichtigung, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2015 Abzahlungen an die ausstehenden Steuern leistete
(
Urk.
3/14/1 und
Urk.
3/14/2) und der Beschwerdeführer grundsätzlich auch die laufenden Steuern zu begleichen hat, ist der von ihm geltend gemachte Betrag von Fr. 61.95 im Bedarf zu berücksichtigen.
4.2.6
Ebenfalls im Bedarf des Beschwerdeführers
zu berücksichtigen ist der
AHV/IV/EO-Mindestbeitrag von jährlich Fr. 504.
-- (
Urk.
8/342/9)
bzw. monat
lich Fr. 42
.--
(vgl. Kreisschreiben des Obergerichts
des Kantons Zürich
Ziff.
III.2.
).
Ein
e
Anrechnung der
vom Beschwerdeführer zu entrichtenden Arbeitgeberbeiträge ist
hingegen
nicht
vorzunehmen
, werden doch mit dem Assistenzbeitrag auch die Arbeitgeberbeiträge abgegolten (vgl. hierzu
die
Bot
schaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
6.
IV
R
e
vision, erstes Massnahmenpaket] vom 24.
Februar 2010,
BBl
2010
S.
1817
ff.
, S. 1869
; vgl. auch Erläuterungen des Bundesamtes für Sozialver
sicherung vom
1.
März 2012 zur Änderung der Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung vom 1
6.
November 2011, gültig ab
1.
Januar 2012, zu
Art.
39f). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, dass sämtliche Kosten der
invaliditäts
bedingten
Hilfestellungen (einschliesslich der
Arbeitgeber
beiträge
) die dafür entrichteten Entschädigungen der Invalidenversicherung übertrifft
.
4.2.7
Nach
dem Gesagten setzt sich der Bedarf des Beschwerdeführers
maximal
zusam
men aus dem Grundbet
rag zuzüglich Zuschlag von 30
%
, das heisst
Fr. 1560.--, Wohnungskosten von Fr. 6
7
4.10, Krankenkassenkosten von Fr. 519.--, Steuern von Fr. 61.95 und AHV/IV/EO-Kosten von Fr. 42.--, was einen Bedarf von total Fr.
2
‘
857
.05 ergibt.
4.3
Bei
anrechenbaren
Einnahmen von Fr. 3‘087.
--
und einem Bedarf von Fr.
2
‘
857
.05 weist der Beschwerdeführer einen Überschuss von Fr.
229
.95 aus, weshalb
die prozessuale Bedürftigkeit zu verneinen ist.
5.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzu
weisen.
6.
Der Beschwerdeführer beantragte für das vorliegende Verfahren die Bestellung von Rechtsanwalt Rolf
Ringger
als unentgeltlichen Rechtsvertreter
(
Urk.
1)
.
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
In Anbetracht
dessen
, dass die prozessuale Bedürftigkeit des Beschwerdeführers im gerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich analog zur derjenigen im Verwaltungsverfahren zu berechnen ist, ist die Bedürftigkeit des Beschwerde
führers und somit sein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung zu vernei
nen.