Decision ID: e5e42161-3ae8-48c9-9c57-a098eda9c317
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1976, war seit dem
2.
Juli 2007 bei der
Z._
GmbH angestellt, für welche er Montagetätigkeiten auf Baustel
len ausführte
(
Urk.
6/9). Aufgrund eines Knochentumors musste er seine Tätig
keit im März 2011 aufgeben, was zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses per Ende April 2012 führte (vgl.
Urk.
6/9; Urk. 6/26/5). Die zuständige
Krankentag
geldversicherung
erbrachte in der Folge Taggeldleistungen und meldete den Ve
r
sicherten am 1
9.
September 2011 zum Bezug von Leistungen der Invaliden
ver
si
cherung an (
Urk.
6/2;
Urk.
6/3).
1.2
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte Auszüge aus
dem individuellen Konto (Urk. 6/16;
Urk.
6/24), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 6/9) sowie medizinische Berichte (Urk. 6/8; Urk. 6/11; Urk. 6/14; Urk. 6/23)
ein, zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (
Urk.
6/6; Urk. 6/22) und lud
den Versicherten
zur Abklärung der beruflichen Situation zu einem Gespräch
ein (vgl. Verlaufsprotokoll Berufsberatung,
Urk.
6/31). Mit Verfügung vom 2
1.
Novem
ber 2012
verneinte die IV-Stelle
einen
Anspruch des Versicherten auf
berufliche Massnahmen (
Urk.
6/30).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(
Urk.
6/41-42;
Urk.
6/47), in dessen Rahmen ein weiterer Arztbericht eingeholt wurde (
Urk.
6/48), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
3.
Juli 2013
den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (
Urk. 6/
50
=
Urk.
2).
2.
Am
3.
September 2013 erhob der Versicherte Beschwerde (Urk. 1) gegen die Ver
fügung vom
3.
Juli 2013 (Urk. 2) und be
antragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen. Es sei eine neutrale medizinische Be
gutachtung (psychiatrisch und orthopädisch) anzuordnen (S. 2 oben). Mit
Be
schwerdeantwort
vom
8.
Oktober 2013 ersuchte die IV-Stelle um Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 5). Diese Eingabe wurde dem Beschwerdeführer am 1
5.
Januar 2014 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die
Invali
di
tätsbemessung
(Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozial
versicherungs
rechts
, ATSG) und den Rentenanspruch (Art. 28 des Bundesge
set
zes
über die Invalidenversicherung, IVG)
,
sind im angefochtenen Entscheid zu
treff
end
wiedergegeben (Urk. 2 S. 1). Darauf kann, mit den nach
stehenden Ergän
zungen, verwiesen werden.
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend ob
jek
tiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen
Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten
Per
son sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E.
1.2 mit Hin
weisen
).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
1.4
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfah
rungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre
auftrags
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin
nen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch, mithin die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) auf
den Standpunkt, dass dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätig
keit zu 100 % zumutbar sei
(S. 1 unten)
.
Es könne davon ausgegangen werden, dass die erstmals im Mai 2012 diagnostizierte mittelgradige depressive Episode vorübergehend und mit adäquater Behandlung überwindbar sei (S. 2 unten). Sie stellte einem
Valideneinkommen
von
Fr.
60‘389.92 ein
Invalidenein
kommen
in
der Höhe von Fr. 62‘393.90 gegenüber, womit ein Invaliditätsgrad von 0 % resu
l
tierte (S. 2 oben).
2.3
Der Beschwerdeführer machte in der Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
der medizini
sche Sachverhalt sei nicht richtig ermittelt worden. Zudem habe die
Beschwer
degegnerin
die gesundheitlichen Beeinträchtigungen fehlerhaft gewürdigt und entsprechend die Arbeitsfähigkeit nicht korrekt eingeschätzt. Vorliegend bestehe eine offensichtliche Diskrepanz zwischen der Stellungnahme des RAD (Regio
na
ler Ärztlicher Dienst) und den ärztlichen Berichten (S.
2 unten). Entsprechend sei eine neutrale medizinische Begutachtung anzuordnen (S. 2 oben).
3.
3.1
Die Ärzte des
A._
stellten mit Bericht
vo
m 2
0.
März 2011 (Urk. 6/14/5-6) die Diagnose eines
Knochentumor
s
lateraler
Femuskondylus
links
(S. 1 oben).
3.2
Die Ärzte der Uniklinik
B._
hielten mit Bericht vom 3
1.
März 2011
(
Urk.
6/6/20-21) fest, dass die Hi
stologie ein
Chondrosarkom
Grad II ergeben habe,
einen bösartigen Knochentumor, der nur durch chirurgische Behandlung an
gegangen werden könne.
Vom
7.
bis 1
8.
April 2011 war der Beschwerdeführer zur Tumorresektion in der Uniklinik
B._
hospitalisiert.
Die Ärzte der Uniklinik
B._
berichteten am 2
0.
April 2011 (Urk. 6/6/22-23) über einen
komplikationslose
n
postoperative
n
Verlauf
.
3.3
Mit Bericht
vom 1
7.
Oktober
2011
zuhanden
der B
eschwerdegegnerin (Urk. 6/8/6-7)
attestierten die Ärzte der Uniklinik
B._
dem Beschwerdefüh
rer eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf
seit dem
7.
April 2011
(
Ziff.
1.6). Er werde nicht mehr als Heizungsmonteur auf dem Bau arbeiten können
,
da
das
Besteigen von Leitern oder Gerüsten und
das
Heben von schwe
ren
Gegenständen nicht mehr möglich sei (
Ziff.
1.7). Eine
angepasste Tä
tigkeit sei – nach Abschluss der
Muskelrehabilitation und Steigerung des
Bewe
gungs
umfanges
– voraussichtlich ab Frühjahr
2011
(richtig: 2012,
vgl.
Urk.
6/18) zu 50 % möglich
(
Ziff.
1.7 und 1.9)
.
3.4
Die Ärzte der
Uniklinik
B._
führten mit Bericht
vom 3
1.
Januar 2012
zu
handen der Krankentaggeld
v
ersicherung (Urk. 6/22/5-6) aus,
im angestammt
en
Beruf sei mit einer vollen Arbeitsfähigkeit
nicht mehr zu rechnen (
Ziff.
7). I
n ei
ner
angepassten Tätigkeit (sitzend oder teilweise sitzend und gehend) könne wahr
scheinlich in Zukunft ein 100%-Pensum erreicht werden (
Ziff.
8)
.
3.5
Mit
Bericht vom 2
5.
Juli 2012
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(Urk. 6/23/6-8)
attestierten die Ärzte der Uniklinik
B._
dem Beschwerdeführer weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Heizungsmonteur.
Sie gaben an, dass b
ei
die
ser Tätigkeit die Belastung beziehungsweise Abnützung der Tumorprothese zu
gross
wäre
(
Ziff.
1.6).
Es bestünden
keine geistigen o
der psychischen Ein
schrän
kungen. Körperliche Einschränkungen bestünden durch erfolgte Opera
tion und Implantation der Tumorprothese, weshalb kniende Tätigkeiten sowie das Tragen von schweren Gewichten aus medizinischen Gründen nicht möglich seien (
Ziff.
1.7). W
enn eine Umschulung durchgeführt werde, könne die Wieder
auf
nahme einer beruflichen Tätigkeit erfolgen
(
Ziff.
1.9).
3.6
Die Ärzte der
Uniklinik
B._
berichteten a
m 2
9.
November 2012 (Urk. 6/33)
über eine regelrechte Verlaufskontrolle. Es bestünden
keine Hinweise für
ein
Tumorrezidiv oder
eine
Metastasierung
.
3.7
Dr.
med. C._
, Facharzt für Psychiatr
ie und Psychotherapie, D._
,
nannte im
Bericht vom 3
0.
April 2013
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(Urk. 6/48) folgende psychiatrische
Diagnosen
mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
S. 2
Ziff.
1.1)
:
mittelgradige depressive
Episode mit somatischem Syndrom
Angststörung
bei Krebserkrankung
Dr.
C._
führte aus, der Beschwerdeführer sei
seit Mai 2012
in
ambulanter
Behandlun
g (
S.
2
Ziff.
1.2). A
ktuell
finde eine
supportive
Psychotherapie in der
Muttersprache des Beschwerdeführers
etwa einmal im Monat
sowie
eine Be
hand
lung mit Psychopharmaka statt.
D
ennoch
könnten
insbesondere in
Belas
tungs
- und Leistungssituationen diverse psychische Beschwerden beobachtet werden. Diese
äusserten
sich in Interessenverlust und Lustlosigkeit, Ängsten und Panik, Antriebsverminderung, innerer Unruhe, Nervosität und sozialem Rückzug
(
S.
6
Ziff.
1.5).
Der Beschwerdeführer berichte, sich immer öfters niedergeschlagen und freudlos
zu fühlen. Andererseits werde er sehr schnell nervös und gereizt
, besonders wenn
er intensive Schmerzen habe
.
Er könne sich mit seinem jetzigen gesund
heit
li
chen
Zustand nur schwer abfinden.
Manchmal sei sein Schlaf von Schmer
zen
zerstückelt. Wenn er zu lange sitze oder gehe, habe er Schmerzen. Die Schmer
zen
seien jedoch besser erträglich als die Ungewissheit vor einem er
neuten Tumor. In solchen Momenten fühle er sich nicht gut, werde schnell ge
reizt und wolle allein sein. Deshalb ziehe er sich etwas von seinem sozialen Umfeld zurück. Manchmal sei er nicht nur ängstlich und besorgt
wegen seinem gesund
heit
lichen Zustand
, sondern fühle sich auch rat- und hoffnungslos.
Unter dem Titel „subjektive Angaben des Patienten/objektiver Befund“ gab
Dr.
C._
an,
der Be
schwerdeführer sei in der Motorik hinkend, gebeugt, schlaff; die Mi
mik sei unauffällig.
Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit sowie Lang
zeitge
dächtnis seien ungestört. Das formale Denken sei umständlich, verlang
samt, in
halt
lich um die gesundheitliche Situation kreisend.
In der Kommunika
tion könne
der Kontakt hergestellt werden, der Beschwerdeführer sei offen und zeige sich
kooperativ.
Der Affekt sei depressiv, ängstlich, ernst, flach, gedrückt, ratlos,
miss
befindlich
, mutlos, sensiti
v, teilnahmslos, traurig (S.
5)
.
In psychisch-geistiger Hinsicht bestehe aufgrund der depressiven, wenig
modu
lationsfähigen
, freudlosen und ratlosen Stimmungslage, der Störung der
Vital
gefühle
(Antriebsminderung, Lustlosigkeit), der formalgedanklichen Beeinträch
tigung in Form von Gedankenkreisen/Einengung, zahlreichen diffusen Ängsten und Befürchtungen sowie einer leichten Agitiertheit (Unruhe) eine deutliche Be
einträchtigung der psychophysischen und psychosozialen Leistungsfähigkeit.
A
u
s psychiatrischer Sicht bestehe
nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
im angestammten Beruf sowie
in
vergleichbaren, den Fähigke
iten des Be
schwerde
führers ents
p
r
echenden
Verweistätigkeiten (
S. 7
Ziff.
1.7). Der
Be
schwerdeführer
habe ohne Umschulung respektive berufliche Massnahmen keine reale Chance auf die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit (
S. 8
Ziff. 1.9)
4.
4.1
Angesichts der Aktenlage ist ausgewiesen
, dass
beim Beschwerdeführer
im bisherigen Beruf
als
M
onteur
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit besteht
.
G
emäss Be
richt
der Ärzte
der Uniklinik
B._
sind dem Beschwerdeführer
kniende Tätig
keiten sowie das Tragen von schweren Gewichten nicht
mehr
möglich
(
Urk.
6/23/6-8
Ziff.
1.7
)
. In einer
behinderungsangepasste Tätigkeit
bestehen aus
somatischer Sicht jedoch keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit.
Med.
pract
.
E._
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin,
definierte die an
gepasste Tätigkeit
mit
Stellungnahme vom
3.
Januar 2013 (
Urk.
6/39/ S. 4 f.)
als eine
über
wiegend sitzend ausgeübte Arbeit mit
leichter Wechselbelastung, teils sitzend,
teils ebenerdig gehend, auch mit gelegentlichem Heben und Tragen von 2 bis 5 kg körpernah.
4.2
Aus psychiatrischer Sicht liegt einzig die Beurteilung des behandelnden Psy
chiaters
Dr.
C._
vor. Auf diese kann
indessen
nicht abgestellt werde
n.
Es fällt auf, dass
Dr.
C._
die Befunde unter dem Titel „subjektive Angaben des Patienten/objektiver Befund“ auf
führte; es erfolgte also eine
Ver
mischung von subjektiven Angaben und objektivem Befund
.
Somit ist auch fraglich, inwiefern
die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
letztlich
auf den sub
jektiven Angaben des
Beschwerdeführers
beruht
, welche für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht
massgebend
sind
.
Indessen lässt sich auch aufgrund der
angegebenen Befunde keine dauerhafte und vollständige Arbeitsunfähigkeit be
gründen.
Zu bemerken
ist weiter, dass die psychischen Beschwerden eher pha
senweise auftreten, wie aus
den eigenen Angaben des Beschwerdeführers her
vorgeht: „immer öfters“, „manch
mal“, „in solchen Momenten“ (vgl. die Schil
deru
ng des
aktuellen Zu
stand
es
,
Urk. 6/48
S. 5).
Bemerkenswert ist schliesslich, dass
Dr.
C._
einzig
aus
den Aussagen des Beschwerdeführers, er ziehe sich etwas von seinem sozia
len Umfeld zurück
respektive er habe sich sozial eher zurück
gezogen
(
Urk. 6/48
S. 5 Mitte), auf einen sozialen Rückzug
schliesst
(
Urk. 6/48
S. 7
Ziff.
1.7)
.
Es ist nachvollziehbar, dass die Krebserkrankung eine grosse psychische Belas
tung
für den Beschwerdeführer darstellt und bei ihm die Angst vor einem wei
teren Tumor besteht. Indessen ist nicht ersichtlich und wurde auch nicht darge
legt, wie sich die von
Dr.
C._
diagnostizierte Angststörung bei
Krebserkran
kung
auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. So ist im Bericht
lediglich
von einer
schwer erträglichen „Ungewissheit vor einem erneuten Tumor“ die R
ede; d
ie Angst
sei kurz vor der regelmässigen Kontrolluntersuchung jeweils am uner
träglichsten (
Urk. 6/48
S. 5).
Weshalb diese Ungewissheit und die Ängste vor den
Kontrolluntersuchungen eine Arbeitstätigkeit dauerhaft einschränken
soll
ten, ist nicht nachvollziehbar.
Zum Beweiswert des Berichts von
Dr.
C._
ist sodann festzuhalten, dass der Be
schwerdeführer seit
Mai 20
12
bei ihm in Behandlung steht (
Urk.
6/4
8
Ziff.
1.2
) und somit zwischen ihm und dem Beschwerdeführer eine vergleich
bare
Vertrau
enskonstellation
besteht wie zwischen dem Hausarzt und
seinem Patienten (vgl. E. 1.4).
4.
3
Nach dem Gesagten ist die von
Dr.
C._
attestierte
volle
Arbeitsunfähigkeit
selbst
aufgrund der von ihm
an
gegebenen Diagnosen und Befunde
nicht nach
voll
ziehbar.
Zu bemerken bleibt, dass die
Ärzte der Uniklinik
B._
– bei wel
chen es sich zwar nicht um Fachärzte für Psychiatrie handelt –
am 2
5.
Juli
2012
, mithin zwei Monate nach Behandlungsbeginn durch
Dr.
C._
,
explizit
fest
hiel
ten, es
bestünden keine
geistigen oder psychischen Einschränkungen. Auch dem zeitlich späteren Bericht
der Uniklinik
B._
vom November 2012 sind keine Hinweise auf psychische Beschwerden zu entnehmen.
Wesentlich ist schliesslich, dass
die
von
Dr.
C._
gestellte
Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode
gemäss
höchstrichterlicher Rechtsprechung
grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
gilt
(
vgl. Urteil 9C_626/2013 vom 1
8.
Februar 2014 E.
4.3
, in welchem eine mittelgradige depressive Episode in Zu
sammenhang mit einer Brustkr
ebserkrankung zu beurteilen war
).
Vor diesem Hintergrund erscheinen weitere Abklärungen
in psychiatrischer Hin
sicht nicht erforderlich.
Vielmehr ist davon auszugehen, dass auch aus psy
chia
tris
cher Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht
.
4.4
Zusammenfassend ergibt sich, dass
der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.
Die Beschwerdegegnerin
ermittelte gestützt
auf d
ie Tabellenlöhne gemäss LSE (Lohn
strukturerhebungen
des
Bundesamt
es
für Statistik)
ein das
Validenein
kom
men
von
Fr.
60‘389.92
übersteigendes Invalideneinkommen von Fr. 62‘393.9
0.
Dies ist n
icht zu beanstanden. Selbst unter Berücksichtigung ei
nes
behinderungsbedingten Abzuges vom Tabellenlohn würde somit kein
an
spruchs
begründender
Invaliditätsgrad resultieren.
Damit erweist sich die anspruchsverneinende Verfügung vom
3.
Juli 2013 (Urk. 2)
als zutreffend, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
5
00
.-- fest
zusetzen und
ausgangsgemäss
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.