Decision ID: 2dbb027d-715a-4be5-a459-01951ee335c0
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ war bei der B._ AG als Kundenmalerin tätig und dadurch bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von
Unfällen und Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Am 18. Juni 2015 meldete die
Arbeitgeberin der Suva, die Versicherte habe am 25. Mai 2015 im Haus schnell zur
Haustüre gewollt und sei dabei mit dem Fuss gegen eine Stufe im Gang gestossen
(Suva-act. 1). Die am 25. Mai 2015 erstbehandelnden Ärzte des Spitals C._
diagnostizierten ein Distorsionstrauma des rechten oberen Sprunggelenks (OSG) Grad
II. Die Röntgenuntersuchung ergab keine ossäre Läsion (vgl. Suva-act. 123). Die Ärzte
attestierten der Versicherten bis zum 31. Mai 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%
und verschrieben ihr eine Orthese sowie Analgesie. Zudem empfahlen sie eine
Stockentlastung (Suva-act. 116). Die Suva entrichtete Taggelder und kam für die
Kosten der Heilbehandlung auf (vgl. Schreiben vom 3. September 2015; Suva-act. 9).
A.b Aufgrund persistierender Beschwerden veranlasste die behandelnde Dr. med.
D._, Allgemeine Innere Medizin FMH, weitere bildgebende Abklärungen im Spital
C._ (vgl. Suva-act. 115). Ein am 11. Juni 2015 erstelltes MRI des OSG rechts ergab
eine schräg verlaufende Os naviculare-Fraktur, eine Distorsion der am lateralen
Fragment ansetzenden, kontinuitätserhaltenden Tibialis-posterior-Sehne, eine Bone
bruise am Lisfranc-Gelenk II-IV Strahl sowie einen Zustand nach Distorsion der
Peroneussehne in den distalen Anteilen (Suva-act. 14). Eine CT des rechten Fusses
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vom 27. Juli 2015 brachte deutliche Zeichen der enostalen Knochenreparation zur
Darstellung, der ehemalige Frakturspalt war nur noch als feine Mehrsklerosierung
sichtbar. Im Übrigen zeigte sich bei erheblicher Inaktivitätsosteopenie ein
altersentsprechender, unauffälliger ossärer Befund ohne Nachweis weiterer knöcherner
Verletzungen (Suva-act. 13). Dr. med. E._, Spezialarzt FMH Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 25. August 2015, er habe
am 8. Juli 2015 die Behandlung der Versicherten übernommen und eine erneute
Ruhigstellung mittels Aircast verordnet. Nach Sistierung des Aircast und
Normalisierung der Mobilisation im Normalschuh bestehe weiterhin eine deutliche
Belastungseinschränkung des rechten Fusses. Die immer noch arbeitsunfähige
Versicherte sei auf Gehstöcke angewiesen (Suva-act. 12).
A.c Dr. med. F._, Oberarzt mbF Radiologie, Spital C._, erstellte am 2. September
2015 ein MRI des OSG rechts. Er beurteilte, bei Status nach Navicularefraktur finde
sich noch ein Restödem, welches bis zu sechs Monate als normal angesehen werden
könne. Auffallend sei eine fleckige Knochenstruktur im Sinne einer
Inaktivitätsosteopenie. Es liege keine Läsion der Bänder im OSG, aber eine ältere
Läsion in der distalen Syndesmose mit Partialriss des vorderen Syndesmosenbandes
vor (Suva-act. 11).
A.d Am 16. September 2015 berichtete die Versicherte gegenüber der Suva, sie sei am
25. Mai 2015 zu Hause die Treppe hochgerannt, auf der letzten Stufe gestolpert und
dann mit der rechten Fussspitze "in ein Regal geknallt". Sie sei mittlerweile im
Aufbautraining, habe aber noch gesundheitliche Einschränkungen am Fuss rechts. Vor
ein paar Jahren habe sie am linken Fuss mit demselben Knochen Probleme gehabt,
welche sich nun aufgrund der Mehrbelastung verschlimmert hätten. Am linken Fuss
stehe der Knochen an der Fuss-Innenseite etwas heraus und bereite ihr momentan
eigentlich mehr Probleme als der rechte Fuss (Suva-act. 16).
A.e Suva-Kreisarzt Dr. med. G._, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie FMH,
untersuchte die Versicherte am 12. Oktober 2015 und liess Röntgenbilder beider Füsse
erstellen. Tags darauf hielt er als Diagnosen einen Status nach axialem
Stauchungstrauma am 25. Mai 2015 des rechten Fusses mit Os naviculare-Fraktur
rechts undisloziert mit konservativer Therapie, mit persistierenden Schmerzen des Os
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cuneiforme rechts und einer nicht unfallbedingten Tibialis-posterior-Tendinopathie links
fest. Sollte der von ihm verordnete orthopädische Schuh eine Schmerzreduktion
bringen, empfehle er einen Arbeitsversuch mit maximal 50% (Suva-act. 43, vgl. Suva-
act. 44).
A.f Am 16. Oktober 2015 teilte die Suva der Versicherten mit, bezüglich der geltend
gemachten Beschwerden am Fuss links bestehe kein sicherer oder wahrscheinlicher
Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 25. Mai 2015. Die Suva sei für die genannten
Beschwerden demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 46).
A.g Auf Zuweisung von Dr. E._ wurde die Versicherte am 30. Oktober 2015 in der
Klinik H._ untersucht. Die zuständige Ärztin hielt gleichentags fest, bezüglich der
beklagten Beschwerden in der Lisfranc-Linie auf der rechten Seite scheine lediglich
eine funktionelle Störung vorzuliegen. Insgesamt sei das Unfallereignis für das
Ausmass der Verletzung auf der rechten Seite relativ gering gewesen. Es sei zu
überlegen, ob gegebenenfalls eine Vitamin D-Stoffwechselstörung vorliege. Für die
linke Seite sei durchaus eine Operationsindikation zur Entfernung des Os tibiale
externum gegeben (Suva-act. 51)
A.h Vom 19. November bis 10. Dezember 2015 befand sich die Versicherte stationär in
der Rehaklinik Bellikon. Die dort behandelnden Ärzte listeten in ihrem Austrittsbericht
vom 14. Dezember 2015 als Diagnosen den Unfall vom 25. Mai 2015, eine Osteopenie,
ein schmerzhaftes Os tibiale externum links, einen Vitamin-D Mangel sowie einen
Status nach leichtgradiger depressiver Episode bzw. Erschöpfungssyndrom im
Frühling 2015 auf. Bei Austritt hätten belastungsabhängige Schmerzen am Vorderfuss,
der distalen Tibia und dem Malleolus medialis rechts, belastungsverstärkte Schmerzen
und eine Schwellung am Rückfuss links, eine belastungsabhängige diskrete
Schwellung am Vorderfuss rechts und am Rückfuss links sowie eine eingeschränkte
Belastbarkeit, allesamt regredient, vorgelegen. Die angestammte Tätigkeit als
Kundenmalerin sei der Versicherten aktuell nicht zumutbar. Aus unfallkausaler Sicht sei
eine adaptierte Tätigkeit ganztags möglich (Suva-act. 73)
A.i Die behandelnden Ärzte der Klinik H._ berichteten am 12. Januar 2016, bezüglich
des rechten Fusses hätten sich die Beschwerden gut stabilisiert, lediglich bei Druck
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von plantar gebe die Versicherte Schmerzen medialseitig an und es bestehe etwas
Ausstrahlung in die distale Region vom Malleolus medialis. Die Beschwerden auf der
rechten Seite schienen lediglich von einer Verspannung der Fussbinnenmuskulatur
herzurühren. Auf der linken Seite seien die Beschwerden unverändert und eine
Operation geplant (Suva-act. 77).
A.j Dr. G._ führte am 25. Januar 2016 eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung
durch. Tags darauf beurteilte er in Kenntnis eines am 25. Januar 2016 erstellten MRI
des Fusses rechts (vgl. Suva-act. 82), die Unfallfolgen seien geheilt. Die intermittierend
noch bestehenden Beschwerden rechts seien nicht mit der kleinen Fraktur am dorsalen
lateralen Eck des Os cuneiforme zu erklären. Seitens der Unfallfolgen bestehe eine
Arbeitsfähigkeit zu 100% per sofort, weitere diesbezügliche Therapien seien nicht nötig
(Suva-act. 83).
A.k Mit Verfügung vom 2. Februar 2016 stellte die Suva die Leistungen per 15. Februar
2016 ein und verneinte den Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer
Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung (Suva-act. 85).
A.l Am 8. Februar 2016 gewährte die IV-Stelle der Versicherten Berufsberatung und
Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (Suva-act. 87).
B.
B.a Die Versicherte liess am 26. Februar 2016 gegen die Verfügung vom 2. Februar
2016 Einsprache erheben (Suva-act. 88). Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St.
Gallen, begründete diese namens der Versicherten am 8. April 2016 (Suva-act. 97).
B.b Am 17. März 2016 hatte sich die Versicherte in der Klinik H._ einer Exzision des
Os tibiale externum links unterzogen (Suva-act. 92). Die behandelnden Ärzte
berichteten am 29. April 2016 über keinerlei Beschwerden am operierten linken Fuss,
jedoch einen dringenden Verdacht auf ein Tarsaltunnelsyndrom rechts. Die Überlastung
des rechten Fusses sei durch die Teilbelastung des linken Fusses erklärbar. Die
Reizung sei in der Zwischenzeit so stark, dass eine neurologische Diagnostik in die
Wege geleitet werde. Sie attestierten der Versicherten bis zum 12. Mai 2016 eine
Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 104). Am 30. Mai 2016 hielten sie fest, die
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Versicherte habe berichtet, ähnliche Beschwerden wie aktuell im rechten Fuss
bestünden schon seit dem initialen Trauma im Mai 2015. Sie empfahlen eine
probatorische Infiltrationsbehandlung des Tarsaltunnels rechts (Suva-act. 106).
B.c Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen am 21. Juli
2016 ab, da sich die Versicherte dazu entschieden habe, eine ein Jahr dauernde
Passerelle zu absolvieren (Suva-act. 108).
B.d Die Versicherte wurde am 25. November 2016 auf Veranlassung der Helsana-
Gruppe durch Dr. med. J._ und prakt. med. K._, beide FMH Orthopädische
Chirurgie, untersucht. Diese befanden in ihrem Bericht vom 1. Dezember 2016, die
Notwendigkeit zur chirurgischen Sanierung des linken Fusses sei der Entlastung
rechtsseitig und somit direkt den Unfallfolgen vom 25. Mai 2015 geschuldet.
Rechtsseitig seien die noch bestehenden Beschwerden auf das Unfallereignis
zurückzuführen. Es handle sich um einen protrahierten Heilungsverlauf nach Fraktur
des Os naviculare bei bestehendem Rückfussvalgus. Derzeit sei im angestammten
Beruf als Malerin keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Hinsichtlich der laufenden beruflichen
Umorientierung zur Kunstlehrerin sähen sie bei wechselbelastender Tätigkeit und
vollständiger Umsetzung der eingeleiteten Therapie keine wirkliche Einschränkung
(Suva-act. 112).
B.e Am 17. Januar 2017 gingen die Verlaufseinträge von Dr. D._ bei der Suva ein.
Die Versicherte hatte gegenüber dieser am 29. Mai bzw. 5. Juni 2015 ausgeführt, sie
habe den rechten Vorfuss mit dorsalextendierten Zehen aus Wut gegen eine Türe
geschlagen. Der Unfallmechanismus gemäss Bericht des Spitals C._ stimme nicht,
sie habe dort Angst gehabt, die Wahrheit zu sagen (Suva-act. 115). Kreisarzt Dr. med.
L._, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, nahm am 30. Januar 2017
Stellung zu den neu eingegangen medizinischen Berichten und befand, die Beurteilung
von Dr. G._ erweise sich immer noch als korrekt (Suva-act. 118).
B.f Die Suva beauftragte Prof. Dr. med. M._, Chefarzt Institut für Radiologie und
Nuklearmedizin am Spital N._, die bildgebende Diagnostik konsiliarisch zu beurteilen
(Suva-act. 126). Dieser hielt am 22. März 2017 fest, es habe zweifellos eine Fraktur des
Os naviculare bestanden, welche anlässlich der MR-Untersuchung vom 11. Juni 2015
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frisch gewesen und daher mit dem Trauma vom 25. Mai 2015 vereinbar sei. Im Verlauf
sei eine weitgehende Konsolidation der Fraktur vorhanden (Suva-act. 127). Im Auftrag
der Suva (vgl. Suva-act. 129) führte Prof. M._ am 8. Mai 2017 eine CT des rechten
Fusses durch und beurteilte, es liege eine ausgeprägte Osteopenie im Frakturbereich
mit noch nachweisbarem nicht-disloziertem, feinem Frakturspalt vor. Formal handle es
sich um eine verzögerte Frakturheilung. Es liege eine für das Alter auffallende,
übermässige allgemeine Osteopenie des gesamten Fussskeletts, jedoch ohne
Hinweise auf eine Progression im Vergleich zur Voruntersuchung vom 27. Juli 2015 vor.
Im Verlauf bestehe eine etwas progrediente Arthrose im Chopart-Gelenk II (Suva-act.
132).
B.g Dr. med. O._, Facharzt für Chirurgie, Kompetenzzentrum für
Versicherungsmedizin der Suva, beurteilte am 31. Mai 2017, der Status quo sine sei
bezüglich des rechten Fusses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit am 25. Januar
2016 erreicht gewesen. Die Beschwerden im Bereich des linken Fusses seien nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 25. Mai 2015 zurückzuführen,
auch eine Teilkausalität bestehe nicht mit dem Mass der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit (Suva-act. 133).
B.h Die Suva gewährte dem Rechtsvertreter der Versicherten am 1. Juni 2017 das
rechtliche Gehör zum neuen Aktenstand (Suva-act. 134), worauf sich dieser nicht
vernehmen liess. Mit Entscheid vom 3. Juli 2017 wies die Suva die Einsprache ab
(Suva-act. 135).
B.i Die IV-Stelle sprach der Versicherten mit Verfügung vom 21. August 2017 für die
Dauer einer Umschulung vom 24. August 2017 bis 7. Februar 2021 ein Taggeld zu
(Suva-act. 136).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Juli 2017 erhob die Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Pedergnana, die
vorliegende Beschwerde vom 4. September 2017. Sie beantragte darin dessen
Aufhebung und dass die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten sei,
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ihr bis auf Weiteres (allenfalls bis zum Beginn der Umschulung durch die
Invalidenversicherung) die erforderlichen Taggeldleistungen zu erbringen. Eventualiter
seien die Unfallkausalität der gesundheitlichen Einschränkungen und deren Ausmass
durch ein gerichtliches Gutachten festzustellen; alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Sie brachte vor, die Ausführungen der Beschwerdegegnerin,
wonach die Beschwerden am Fuss links nicht unfallkausal seien, akzeptiere sie.
Bezüglich des rechten Fusses habe kein krankhafter Vorzustand bestanden und es
liege kein Status quo sine vor (act. G1).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 3. Juli 2017. Sie machte geltend, das Ereignis vom 25. Mai
2015 erfülle den Unfallbegriff nicht und es liege keine unfallähnliche Körperschädigung
vor, weshalb die Leistungspflicht zum vornherein entfalle. Eventualiter bleibe die
Leistungseinstellung per 15. Februar 2016 infolge Eintritts des Status quo sine korrekt
(act. G3).
C.c Mit Replik vom 10. November 2017 liess die Beschwerdeführerin an ihren
Anträgen festhalten und ausführen, es habe sich beim Ereignis vom 25. Mai 2015 um
einen Unfall gehandelt. Bezüglich des Hergangs des Ereignisses sei auf die Aussagen
der ersten Stunde abzustellen (act. G7).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 12. Dezember 2017 auf die Einreichung
einer umfassenden Duplik (act. G9).

Considerations:
Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
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daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Streitig und vorliegend zu prüfen ist vorerst, ob es sich beim Ereignis vom 25. Mai 2015
um einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung nach Art. 6 Abs. 1 UVG
bzw. Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV handelte. Nachdem die
Beschwerdegegnerin bis 15. Februar 2016 Leistungen erbracht hatte (vgl. Suva-act.
135), stellte sie sich in ihrer Beschwerdeantwort auf den Standpunkt, es liege weder ein
Unfallereignis noch ein unfallähnliches Ereignis vor. Auf die Rückforderung der
erbrachten Leistungen verzichtete sie (act. G3). Diese Vorgehensweise wäre insofern
nicht zu beanstanden, als der Unfallversicherer gemäss BGE 130 V 380 die Möglichkeit
hat, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeldern anerkannte
Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision (vgl. dazu Art.
53 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]) einzustellen, d.h. den Fall abzuschliessen. Dies mit der Begründung,
ein versichertes Ereignis liege - bei richtiger Betrachtungsweise - gar nicht vor. Selbst
wenn man davon ausginge, dass ein Rückkommenstitel notwendig wäre, ist
festzuhalten, dass - wie sich nachfolgend ergibt -, nachdem die Beschwerdegegnerin
das Ereignis vom 25. Mai 2015 als Unfall anerkannt hatte, eine neue erhebliche
Tatsache bekannt wurde und der Unfallbegriff daher i.S.v. Art. 53 Abs. 1 ATSG ohnehin
frei zu überprüfen ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015,
Art. 53 Rz 41).
2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur
Folge hat. Wenn eine bestimmte Einwirkung am eigenen Körper absichtlich
vorgenommen bzw. herbeigeführt wird, liegt kein Unfallereignis vor. Als absichtliches
Handeln wird dabei grundsätzlich sowohl das vorsätzliche als auch das
eventualvorsätzliche Vorgehen betrachtet. Die Absicht muss sich auf die Folge des
Unfallereignisses, nicht jedoch auf dieses selbst beziehen. Es ist dort ein Unfall
anzunehmen, wo das Ereignis absichtlich vorgenommen wurde, sich die Absicht
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hingegen nicht auf die in der Folge eingetretene Schädigung bezog. Zu denken ist etwa
an einen Sachverhalt, wo jemand absichtlich von einer Mauer springt und sich dabei
unabsichtlich einen Bruch des Sprunggelenks zuzieht (Kieser, a.a.O., Art. 4 Rz 21 f. mit
Hinweisen; vgl. André Nabold in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Kommentar zum
Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 6 N 19).
2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den
Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser
Kompetenz hat er in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht. So sind gemäss Art. 9 Abs.
2 UVV die abschliessend (vgl. BGE 116 V 140 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen)
aufgeführten Körperschädigungen (Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV), sofern sie nicht eindeutig
auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne
ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt. Es handelt sich dabei um
Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c),
Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und
Trommelfellverletzungen (lit. h). Das bei einem Unfall im Sinn von Art. 4 ATSG
vorausgesetzte Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ist bei
den unfallähnlichen Körperschädigungen nicht erforderlich. Hingegen hat das
Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) in BGE 129 V 467 E. 2.2 seine
Rechtsprechung gemäss BGE 123 V 43 bestätigt, wonach mit Ausnahme der
Ungewöhnlichkeit auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen die übrigen
Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs - fehlende Absicht, äusserer Faktor,
Plötzlichkeit, Schädigung - erfüllt sein müssen.
2.3 Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des
Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen
Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis
zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue
und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund
derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses
ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es
dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt
sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann
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aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Thomas
Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014,
§ 70 N. 2 ff., N. 20; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu Locher/Gächter,
a.a.O., § 70 N. 58 f.: Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im
Sozialversicherungsrecht, die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts
genügt den Beweisanforderungen nicht).
2.4 Damit beurteilt werden kann, ob der Vorfall vom 25. Mai 2015 einen Unfall oder ein
unfallähnliches Ereignis im Rechtssinn darstellt, ist vorweg festzulegen, wie sich das
Geschehen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ereignet hat. Im Bericht über die
Notfallkonsultation vom 25. Mai 2015 im Spital C._ ist als Anamnese festgehalten
"Selbstvorstellung nach Supinationstrauma OSG rechts heute Nachmittag gegen 4 Uhr
beim Treppen hinuntergehen". Die Arbeitgeberin meldete der Beschwerdegegnerin am
18. Juni 2015, die Beschwerdeführerin habe im Haus schnell zur Haustüre gewollt und
sei dabei mit dem Fuss gegen eine Stufe im Gang gestossen (Suva-act. 1). Am 16.
September 2015 gab die Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin an,
sie sei zu Hause die Treppe hoch gerannt und auf der letzten Stufe gestolpert, weshalb
sie dann mit der rechten Fussspitze in ein Regal "geknallt" sei (Suva-act. 16). Ähnliche
Sachverhaltsdarstellungen sind auch in weiteren aktenkundigen Berichten
wiedergegeben (vgl. Suva-act. 25, 38, 51, 65). In den erst am 17. Januar 2017 bei der
Beschwerdegegnerin eingegangenen Verlaufseinträgen von Dr. D._ findet sich
jedoch eine abweichende Schilderung. Am 29. Mai 2015 gab die Beschwerdeführerin
gegenüber Dr. D._ an, sie habe aus Wut mit dem rechten Vorfuss mit dorsal
extendierten Zehen gegen eine Türe geschlagen. Am 5. Juni 2015 führte sie sodann
aus, der im Bericht des Spitals C._ festgehaltene Unfallmechanismus stimme nicht.
Sie habe damals Angst gehabt, die Wahrheit zu sagen, da sie aus Wut gegen eine Türe
getreten habe. Weiter hielt Dr. D._ fest, die Beschwerdeführerin sei gestresst,
dünnhäutig, emotional und habe Wutausbrüche (Suva-act. 115). Entsprechend der
Zuweisung der Hausärztin ist im Bericht über das MRI vom 11. Juni 2015 ein Zustand
nach Fussstoss mit dorsal extendierten Zehen in eine Türe festgehalten (Suva-act. 14).
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Auch gegenüber Dr. J._ gab die Beschwerdeführerin an, sie habe mit dem rechten
Fuss gegen eine Tür getreten (Suva-act. 112). Wie die Parteien zu Recht vorbringen,
sind die Aussagen der ersten Stunde in der Regel unbefangener und zuverlässiger als
spätere Darstellungen, die von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher
oder anderer Art beeinflusst sein können (act. G3, G7, BGE 121 V 45, E. 2a). Vorliegend
hat die Beschwerdeführerin jedoch am 29. Mai 2015, mithin nur vier Tage nach dem
fraglichen Ereignis, gegenüber ihrer behandelnden Hausärztin einen von der
ursprünglichen Schilderung abweichenden Vorgang beschrieben. Am 5. Juni 2015 hat
sie sodann explizit eingeräumt, die Angabe gegenüber den erstbehandelnden Ärzten
des Spitals C._ sei falsch gewesen (vgl. Suva-act. 115). Obwohl in den
nachfolgenden medizinischen Berichten mehrheitlich die ursprüngliche Version
wiederholt wurde, ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass sich der Sachverhalt so zugetragen hat, wie er am 29. Mai 2015 von Dr. D._
festgehalten wurde.
2.5 Zu prüfen ist im Folgenden, ob mit dem sich aus Erwägung 2.4 ergebenden
Sachverhalt der Unfallbegriff erfüllt ist. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob die
Verletzung absichtlich oder zumindest eventualvorsätzlich herbeigeführt wurde. Die
Beschwerdeführerin schlug aus Wut mit dem rechten Fuss gegen eine Türe. Ein
solcher "Wuttritt" oder eine vergleichbare - im Ergebnis möglicherweise
selbstschädigende - Handlung tritt nach der allgemeinen Lebenserfahrung im Zustand
emotionaler Agitiertheit, also fast anfallsmässig und meist reaktiv, auf. Der Tritt der
Beschwerdeführerin ist damit nicht als unverständliche oder inadäquate Handlung zu
betrachten, zu solchen kommt es im Gegenteil bei Wut nicht selten. Es ist davon
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem damals emotional aufgewühlten
Zustand nicht ernsthaft mit einer möglichen Schädigung rechnete oder diese billigend
in Kauf nahm. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin unter einer
Osteopenie leidet. Gemäss der am 26. Januar 2016 erstellten Beurteilung von Dr. G._
ist davon auszugehen, dass die Fraktur bei einer normalen Knochenstruktur mit grosser
Wahrscheinlichkeit nicht zustande gekommen wäre (Suva-act. 83). Auch die
behandelnde Ärztin der Klinik H._ befand, das Unfallereignis sei für das Ausmass der
Verletzung ziemlich gering gewesen. Es sei zu überlegen, ob gegebenenfalls eine
Vitamin D-Stoffwechselstörung vorliege (Suva-act. 51). Die relative Schwere der
erlittenen Verletzungen ist folglich kein Beleg für einen besonders starken Tritt, der an
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Intensität den Rahmen des bei Wut Nachvollziehbaren übersteigen würde. Insgesamt
ist damit kein absichtliches oder eventualvorsätzliches Handeln nachgewiesen. Da die
übrigen Voraussetzungen unbestritten und aktenmässig ausgewiesen erfüllt sind, ist
das Vorliegen eines Unfallereignisses zu bejahen.
3.
Weiter ist der Kausalzusammenhang zwischen den von der Beschwerdeführerin über
den 15. Februar 2016 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden an der rechten unteren
Extremität und dem Ereignis vom 25. Mai 2015 sowie gestützt darauf das allfällige
Andauern der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu prüfen. Inzwischen nicht
mehr umstritten und aktenmässig ausgewiesen ist die fehlende Unfallkausalität der
Beschwerden am Fuss links sowie allfälliger psychischer Einschränkungen (vgl. act.
G1, Suva-act. 83, 133).
3.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).
Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die
Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für
Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53 ff.). Für die
Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im
Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und
Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110, 112 V 30, 107 V 173, Rumo-
Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang
sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365
mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45).
3.2 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so
entfällt diese erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate
Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden
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nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der
Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin
für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der
Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt.
Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen
sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die
Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung
beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein
Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils
unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom
18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher
Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4; Locher/
Gächter, a.a.O., § 70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage
handelt, liegt die Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S.
328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den Beweis für
unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer
den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder
dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts
vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit Hinweisen). Welche Ursachen ein nach
wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren
haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem
durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen
krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der (krankhafte)
Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat
(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher
oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206
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S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06,
E. 3.3).
3.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Nach der
Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im
Wesentlichen gestützt auf versicherungsinterne medizinische Beurteilungen zu
entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge
Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende
Abklärungen vorzunehmen sind. Ein Anspruch auf eine versicherungsexterne
Begutachtung besteht gemäss Rechtsprechung nicht (BGE 135 V 465).
4. Der angefochtene Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Sicht vorwiegend
auf die Einschätzungen der Kreisärzte Dr. O._ und Dr. G._ (Suva-act. 83, 133, 135).
Die Beschwerdeführerin spricht diesen die Beweiskraft ab und hält ihnen davon
abweichende medizinische Beurteilungen entgegen (act. G1, G7).
4.1 Bei der Beschwerdeführerin liegen diverse unfallfremde gesundheitliche
Beeinträchtigungen vor. Sie leidet unter einer generalisierten, also nicht auf die rechte
untere Extremität beschränkten, Osteopenie (vgl. Suva-act. 73, 125). Diese ist gemäss
anamnestischen Angaben familiär bedingt (vgl. Suva-act. 73, 133) und laut plausibler
Beurteilung von Dr. O._ überwiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal (Suva-act.
133). Weiter bestand im Zeitpunkt des Austritts aus der Rehaklinik Bellikon im
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Dezember 2015 ein offensichtlich unfallfremder Mangel am für den Knochenaufbau
wichtigen Vitamin D (Suva-act. 73). Ausserdem besteht bei der Beschwerdeführerin ein
ausgeprägter Knick-Senkfuss beidseits (Suva-act. 112). Dr. O._ beurteilte, ein Knick-
Senkfuss entspreche einer in der Kindheit erworbenen Deformität, die meist Folge einer
statischen Insuffizienz sei. Der Befund sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
unfallkausal (Suva-act. 133). In der medizinischen Literatur wird zwar auch der Erwerb
der Deformität durch Vorschädigung oder infolge Überbeanspruchung beschrieben
(Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 1394,
Stichwort Pes valgus). Die an beiden Füssen der Beschwerdeführerin gleichermassen
vorhandene Deformität spricht jedoch gegen eine Unfallkausalität. Der von Dr. J._
beschriebene Hohlfuss (Pes excavatus) rechts ist gemäss den überzeugenden
Ausführungen von Dr. O._ (mit Ausnahme von hier nicht vorliegenden Folgen einer
Lähmung oder anderer Nervenschäden) ebenfalls eine angeborene Deformität, welche
nicht durch eine vermehrte Muskelspannung oder ein Hinken zu erreichen ist.
Ausserdem war in der Dr. O._ vorliegenden Bildgebung kein Hohlfuss objektivierbar
(Suva-act. 133, Suva-act. 112).
4.2 Beim Unfall erlitt die Beschwerdeführerin unbestritten eine schräg verlaufende Os
naviculare-Fraktur (Suva-act. 14). Dabei handelte es sich um eine nicht bzw. allenfalls
minim dislozierte Fraktur (vgl. Suva-act. 14, 127, 133). Auch der Umstand, dass die
initial erstellten Röntgenbilder keinerlei Fraktur zeigten, spricht gemäss der
nachvollziehbaren Einschätzung von Dr. O._ gegen eine relevante Dislokation der
Fraktur (Suva-act. 133, vgl. Suva-act. 123). Die Fraktur wurde erst durch ein am 11.
Juni 2015 erstelltes MRI dokumentiert (Suva-act. 14). Am 27. Juli 2015, mithin rund
zwei Monate nach dem Unfall, wurde eine CT des Fusses rechts durchgeführt. Die
zuständigen Ärzte des Spitals C._ befanden, es lägen deutliche Zeichen der
enostalen Knochenreparation vor, der ehemalige Frakturspalt sei nur noch als feine
Mehrsklerosierung sichtbar. Im Übrigen bestehe bei erheblicher Inaktivitätsosteopenie
ein altersentsprechender, unauffälliger ossärer Befund ohne Nachweis weiterer
knöcherner Verletzungen. Der Verlauf sei regelrecht (Suva-act. 13). Ein MRI vom 2.
September 2015 ergab sodann ein Restödem. Dr. med. F._, Oberarzt mbF
Radiologie, Spital C._, beurteilte, ein solches könne bis zu sechs Monate (nach
Unfall) als normal angesehen werden. Auffallend sei eine fleckige Knochenstruktur im
Sinne einer Inaktivitätsosteopenie (Suva-act. 11). Die von Dr. G._ veranlasste
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Röntgenuntersuchung vom 12. Oktober 2015 ergab einen scharf begrenzten
Knochendefekt im Os naviculare sowie eine deutlich osteopene Knochenmatrix des
rechten Fusses (Suva-act. 44). Ein weiteres MRI vom 25. Januar 2016 zeigte sodann
lediglich kleinste Frakturresiduen im Bereich des Os naviculare kranioventral mit dort
kleiner Konturunregelmässigkeit und vermutlich noch kleinster posttraumatischer Zyste
im Ausmass von ca. 2-3mm. Teilweise fänden noch sehr diskrete Umbauprozesse
statt, auch im Os naviculare, welche aber nur in der flüssigkeitsempfindlichen Sequenz
nachweisbar seien (Suva-act. 82). Kreisarzt Dr. G._ schloss am 26. Januar 2016
überzeugend, die ehemalige Os naviculare-Fraktur zeige sich konsolidiert. Es
bestünden keinerlei Beschwerden im Bereich des Os naviculare oder des Lisfranc-
Gelenks. Über acht Monate nach banalem Trauma seien die Unfallfolgen geheilt (Suva-
act. 83). Auch Kreisarzt Dr. O._ stellte sich am 31. Mai 2017 auf den Standpunkt, am
25. Januar 2016 sei die Frakturheilung nahezu abgeschlossen gewesen. Eine
Instabilität als Zeichen einer noch nicht abgeschlossenen Frakturheilung würde zu
einem - vorliegend nicht vorhandenen - Knochenmarksignal führen (Suva-act. 133).
Prof. M._ hatte am 8. Mai 2017 eine CT des rechten Fusses durchgeführt und
beurteilt, es liege im Frakturbereich noch ein nachweisbarer, nicht-dislozierter, feiner
Frakturspalt vor. Formal handle es sich um eine verzögerte Frakturheilung (Suva-act.
132, vgl. Suva-act. 127). Auch Dr. J._ und prakt. med. K._ berichteten über einen
protrahierten Heilungsverlauf nach Fraktur des Os naviculare (Suva-act. 112). Wie Dr.
O._ jedoch nachvollziehbar festhielt, wären bei noch nicht abgeschlossener
Frakturheilung Beschwerden im Bereich des Os naviculare rechts zu erwarten (Suva-
act. 133). Solche beschrieben aber weder Dr. G._ (vgl. Suva-act. 83), noch Dr. J._
und prakt. med. K._ (vgl. Suva-act. 112). Gemäss Dr. O._ widerspricht die Angabe
von Prof. M._, wonach "der nicht-dislozierte extraartikuläre Frakturspalt noch knapp
erkennbar" sei (vgl. Suva-act. 132), der Einstufung der Fraktur als knöchern konsolidiert
nicht (Suva-act. 133-15). Spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15.
Februar 2016 war die Fraktur des Os naviculare damit überwiegend wahrscheinlich
soweit ausgeheilt, dass diese an sich keine relevanten Beschwerden mehr verursachte.
Weiter zu prüfen sind jedoch allfällige Beschwerden im Bereich der Sehnen und des
Tarsaltunnels.
4.3 Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals C._ diagnostizierten ein OSG
Distorsionstrauma Grad II (Suva-act. 116). Das am 11. Juni 2015 durchgeführte MRI
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bzw. Röntgenbild ergab unter anderem eine Distorsion der am lateralen Fragment
ansetzenden, kontinuitätserhaltenen Tibialis-posterior-Sehne sowie einen Zustand
nach Distorsion der Peroneussehne in den distalen Anteilen (Suva-act. 14). Diese rund
zwei Wochen nach dem Unfall vom 25. Mai 2015 festgestellten Sehnenschädigungen
waren unbestritten kausal auf diesen zurückzuführen. Umstritten ist jedoch die
Unfallkausalität des erst 29. April 2016 als Verdachtsdiagnose festgestellten
Tarsaltunnelsyndroms bzw. der Tendinopathie (vgl. Suva-act. 104). Dr. O._ stellte
sich am 31. Mai 2017 entsprechend der bereits am 26. Januar 2016 von Dr. G._
vertretenen Ansicht auf den Standpunkt, der Status quo sine sei am 25. Januar 2016
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erreicht gewesen. Dr. O._ befand, die mehrere
Monate nach dem angeschuldigten Ereignis aufgetretene Tendinopathie der Tibialis
posterior-Sehne des rechten Fusses sei nicht überwiegend Folge des
Unfallereignisses. Er begründete nachvollziehbar, mit der MR-Untersuchung vom 11.
Juni 2015 sei zwar eine Signalsteigerung im Bereich des Ansatzes der Sehne am Os
naviculare dokumentiert worden, diese habe aber bereits bei der MR-Untersuchung
vom 2. September 2015 nicht mehr bestanden (Suva-act. 133-16, vgl. Suva-act. 11).
Als weiteres Argument führte Dr. O._ an, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung seien
bei der klinischen Untersuchung keine Beschwerden im Bereich des Os naviculare
mehr beschrieben und die Fraktur bildgebend konsolidiert gewesen (Suva-act. 133).
Die Beschwerdeführerin hatte am 25. Januar 2016 gegenüber Dr. G._ angegeben, sie
habe keine Beschwerden mehr im Bereich der ehemaligen Fraktur, verspüre aber
Druckschmerzen im Bereich Metatarsale I bis IV. Nach langem Gehen habe sie
Schmerzen von der Fussinnenseite plantar seitlich bis zum Malleolus medialis
dorsalseits. Letzteres entspreche dem Verlauf der Tibialis posterior-Sehne (Suva-act.
83). In ihrer Replik liess die Beschwerdeführerin vorbringen, es sei bekannt, dass
Schmerzen von den Patienten nicht immer dort gespürt würden, wo ihre Ursache liege.
Der nervus tibialis sei offensichtlich der hauptversorgende Nervenast der gesamten
Fusssohle und die Schmerzlokalisation damit unsicher (act. G7). Ein Zusammenhang
zwischen der relativ kurz nach dem Unfall diagnostizierten Distorsion der Tibialis-
posterior-Sehne und dem erstmals am 29. April 2016 durch Ärzte der Klinik H._ als
Verdachtsdiagnose erhobenen Tarsaltunnelsyndroms erscheint zwar möglich. Im
genannten Bericht vom 29. April 2016 wird jedoch im Kontext mit der festgestellten
Reizung (wohl im Bereich des Tarsaltunnels) eine Überlastung des rechten Fusses
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aufgrund der (unfallfremden) Teilbelastung des linken Fusses erwähnt (Suva-act. 104).
Am 30. Oktober 2015 bzw. 12. Januar 2016 hatten die zuständigen Ärzte der Klinik
H._ noch beurteilt, bezüglich der Beschwerden in der Lisfranc-Linie auf der rechten
Seite scheine lediglich eine funktionelle Störung vorzuliegen bzw. die Beschwerden auf
der rechten Seite schienen lediglich von einer Verspannung der Fussbinnenmuskulatur
herzurühren (Suva-act. 51, 77). Dr. G._ hielt am 1. Februar 2016 zusammenfassend
fest, die Tendinopathie am rechten Fuss sei zwar "als mögliche Ursache in einer
Überlastung erklärbar, jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Ursache
einer kleinen Fraktur vom Os naviculare vom 25. Mai 2015 zu sehen" (Suva-act. 83).
Dabei muss es sich offensichtlich um einen Fehler bzw. eine redaktionelle
Unachtsamkeit handeln. Die Aussage ist dahingehend zu interpretieren, als die
Tendinopathie möglicherweise mit einer Überlastung des rechten Fusses zu erklären,
jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich durch den Unfall verursacht worden sei. Dr.
J._ und prakt. med. K._ begründeten die noch bestehenden Beschwerden am
Fuss rechts im Wesentlichen mit einer Fehlbelastung bzw. einer funktionellen
Insuffizienz der fersenstabilisierenden Muskelgruppen medialseitig (Suva-act. 112). Mit
der Beschwerdegegnerin (act. G3) ist jedoch darauf hinzuweisen, dass diese
Fehlbelastung gemäss der nachvollziehbaren Einschätzung von Dr. O._ auf
unfallfremde Ursachen, nämlich die Knick-Senkfuss-Deformität und die Rückfuss-
Instabilität mit Rückfuss-Valgus, zurückzuführen ist (vgl. Suva-act. 133-12 f., 133-15).
Insgesamt ist eine Teilkausalität des Unfalls bezüglich der rund ein Jahr nach dem
Unfall (29. April 2016) erstmals dokumentierten Beschwerden am Tarsaltunnel rechts
bzw. der Tendinopathie denkbar. Dies ist jedoch nicht nachgewiesen. Der ähnliche
Beschwerdeverlauf (vgl. u.a. Suva-act. 16, 43, 51, 73) an beiden Füssen spricht zudem
gegen eine Unfallkausalität der am rechten Fuss aufgetretenen Beschwerden im
Bereich der Sehnen. Es erscheint jedenfalls nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisbar, dass die Beschwerden mindestens
teilweise auf den Unfall zurückzuführen sind. Weitere medizinische Abklärungen
erübrigen sich im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung, zumal sich solche nur
retrospektiv zu allfälligen Ursachen äussern könnten und daher ohnehin nur eine
beschränkte Beweiskraft hätten.
4.4 Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, die festgestellte Arthrose sei mindestens
teilweise auf den Unfall zurückzuführen. Für eine abschliessende Beurteilung sei ein
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Gutachten notwendig (act. G7). Dr. O._ führte diesbezüglich aus, bereits in der am
27. Juli 2015, also ungefähr neun Wochen nach dem Unfall, erstellten Bildgebung (vgl.
Suva-act. 13) seien Veränderungen im Sinne einer beginnenden Arthrose dokumentiert.
Prof. M._ habe am 8. Mai 2017 eine im Vergleich zur Voruntersuchung leicht
progrediente Arthrose im plantaren Anteil des Chopart-Gelenks beschrieben (vgl. Suva-
act. 132). Da durch den Unfall keine Inkongruenz der Gelenke der Fusswurzel in der
Chopart-Linie entstanden sei, sei das leichte Fortschreiten der Arthrose dort nur eine
mögliche, jedoch keine überwiegend wahrscheinliche Folge des Unfalls, sondern
Ausdruck des natürlichen Fortschreitens eines bereits vorbestehenden
Verschleissleidens (Suva-act. 133-15). Dies erscheint vor dem Hintergrund der bereits
wenige Wochen nach dem Unfall im Anfangsstadium bestehenden Arthrose und deren
üblicherweise langsamen Fortschreitens plausibel.
4.5 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass die
chirurgische Beurteilung von Dr. O._ vom 31. Mai 2017 (Suva-act. 133) auf
umfassender Aktenkenntnis beruht, das gesamte Leidensbild der Beschwerdeführerin
berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse nachvollziehbar sind.
Sie entspricht zudem im Ergebnis der Einschätzung von Dr. G._, welche auch von Dr.
L._ bestätigt wurde (Suva-act. 83, 118). Aus den von der Beschwerdeführerin
vorgebrachten medizinischen Berichten ergeben sich keine objektiven Gesichtspunkte,
welche in der Beurteilung von Dr. O._ ausser Acht gelassen worden wären. Diese
sind nicht geeignet, die überzeugende Einschätzung der Kreisärzte in Zweifel zu
ziehen.
4.6 Zusammengefasst war der Status quo sine spätestens im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung per 15. Februar 2016 erreicht.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Juli 2017
nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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5.3 Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.