Decision ID: 310713f1-ce95-4dea-b98d-7de5dd740b3a
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Der 1955 geborene
X._
war seit dem
1.
Februar 2007 bei der
Y._
AG in
Z._
als Taxifahrer angestellt und in dieser Eigen
schaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert, als er am 1
5.
Mai 2007
als Beifahrer bei einem
Verkehrsunfall eine Schädelprellung
erlitt. Er klagte in der Folge über Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Blitze in den Augen. Am 1
7.
Juli 2007 nahm er die Arbeit wie
der vollzeitig auf.
2.
Am 2
3.
September
2008 meldete der Versicherte einen Rückfall.
Mit Verfügung vom 2
1.
Dezember 2009 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht ab (
Urk.
15/1). Zur Begründung brachte sie vor, es liege kein sicherer oder wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1
5.
Mai 2007 und den geltend gemachten
Kopfb
eschwerden
und dem
erneute
n
Auftreten von Blitzen vor. Die vom Versicherten erhobene Einsprache wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 1
2.
März 2010 ab (
Urk.
15/2).
Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das
Sozialvers
icherungsgericht mit Beschluss vom 1
4.
September 2010
(UV.2010.00205)
aus formellen Gründen (keine handschriftliche Unterschrift) nicht ein (
Urk.
15/3).
3.
Vom
5.
Mai 2010 bis Ende Dezember 2011 bezog der Versicherte
krankheitsbe
dingt
wegen geltend gemachter Nacken- und Schulterschmerzen mit Ausstrah
lung in den linken Arm verbunden mit einer Gefühlsstörung des linken Zeige- und Mittelfingers
Krankentaggelder in der Höhe von 100
%
, ab
1.
Januar 2012
von
50
%
(
Urk.
14/38).
Aus ärztlicher Sicht wurden die Diagnosen
radikuläres
Reiz- und Ausfallsyndrom C6 links bei
V
ertebralarthrose
C5/C6 beidseits und C6/C7 links bei Diskushernien C5/C6 und C6/C7 erhoben. Per 2
1.
Februar 2011 entzog das Strassenverkehrsamt Zürich dem Versicherten
den
Führerausweis
wegen der von diesem beklagten eingeschränkten Beweglichkeit der
Halswir
belsäule
.
Am
4.
April 2011 erfolgte in der
Klinik A._
eine
Bandscheiben
operation
im Bereich HWS
, die ebenso wie die Nachbehandlung komplikati
onslos
verlief
. Die
Invalidenversicherung
richtet dem Versicherten seit
1.
Mai 2011 eine
Viertelsrente
aus.
4.
Am 2
7.
Juni 2011 erlitt der Versicherte als Beifahrer abermals einen Verkehrs
un
fall. Seine Ehefrau lenkte den PW über einen Feldweg, als eine Frau rück
wärts aus einem Parkplatz fuhr und seitlich mit dem Wagen der Eheleute kollidierte. Der Versicherte wurde in der Folge vom 2
7.
Juni bis
1.
Juli 2011 im
B._
,
C._
hospitalisiert
, wo die Diagnose SCIWORA-Syndrom HWS gestellt wurde.
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
veranlasste am 2
5.
August 2011 eine Begutachtung des Versicherten
in der Klinik
D._
in
E._
. Der Kreisarzt der Suva,
Dr.
med.
F._
,
Facharzt für Chirurgie, gab am 2
3.
März 2012 seine Beurteilung ab. Gestützt darauf stellte die Suva ihre Leistungen mit Verfügung vom 2
3.
Oktober 2012 per
7.
Mai 2012 mit der Begründung ein, die darüber hinaus geltend gemachten Beschwerden seien ni
cht
mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur (
Urk.
14/83).
Die
Progrès
erhob am 3
1.
Oktober 2012 Einsprache (
Urk.
14/84) und zog diese am 1
2.
November 2012 wieder zurück (
Urk.
14/86).
Die vom Versicherten am 2
0.
November 2012 erhobene Einsprache (
Urk.
14/87) wies die Suva mit Entscheid vom
8.
Januar 2013 ab (
Urk.
14/90 =
Urk.
2).
5.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
1.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Ausrichtung von Unfalltaggeldern und
die
Übernahme allfälliger Heilbehandlungskosten über den
7.
Mai 2012 hinaus (
Urk.
1).
Mit Eingabe vom 1
8.
März 2013 wi
es er auf seinen schlechten
Gesundheitszu
stand hin und reichte diverse Arztberichte, Unterlagen zum Unfall und der Arbeitslosenversicherung ein (
Urk.
7/1).
Die Suva schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
Juni 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
13).
Auf die Begründung der Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwä
gungen Bezug genommen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Umstritten ist, ob die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden wie
Augen
blitzen
, Kopfschmerzen und ausstrahlende Schmerzen auf eines der
Unfall
ereignisse
vom 1
5.
Mai 2007 bzw.
vom
2
7.
Juni 2011 zurückzuführen
sind
oder nicht.
2.
Die Kausalität zwischen dem ersten Unfall und
de
n
geltend gemachten Kopf
schmerzen und Blitze
n
vor den Augen
ist von vornherein ausgeschlossen. Diese
Beschwerden wurden mit rechtskräftigem
Einspracheentscheid
vom 1
2.
März 2010
(
Urk.
15/2) als nicht mit dem Ereignis vom 1
5.
Mai 2007 zusammenhän
gend qualifiziert. Damit hat es sein Bewenden. Es stellt sich demnach im Fol
genden einzig die Frage, ob der Unfall vom 2
7.
Juni 2011 für diese vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden ursächlich war.
3.
3.1
Auf die korrekte Darlegung der Rechtsgrundlagen betreffend
die
Leistungs
pflicht
des Unfallversicherers und
den natürlichen Kausalzusammenhang
in
E.
2.
d
es ang
efochtenen
Einspracheentscheids
wird verwiesen.
3.2
Die Bildgebung im Anschluss an den Unfall v
om 2
7.
Juni 2011 zeigte keine unfallbedingten Veränderungen der Wirbelsäule. Weder der MRT- noch der Röntgen- oder der CT-Befund (
Urk.
14/20 - 22) ergaben anderes als degenera
tive und somit krankheitsbedingte Veränderungen der Halswirbelsäule.
Der Beschwerdeführer bezog wegen der HWS-Beschwerden vom
5.
Mai 2010 bis 3
1.
Dezember 2011 Krankentaggelder
in der Höhe von 100
%
und ab
1.
Januar 2012
von
50
%
(
Urk.
14/38).
Unfallbedingte Läsionen dagegen wurden keine erhoben.
Diese Tatsachen zeigte
der Kreisarzt
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, in seiner Beurteilung vom 2
3.
März 2012
(
Urk.
14/61)
auf. Er
hatte
Kenntnis der Anamnese und berücksichtigte die Klagen des Beschwerdeführers. Seine Schlussfolgerung, dass unfallbedingte Veränderungen der Halswirbelsäule fehlen, ist logisch. Damit ist die kreisärztliche Beurteilung beweiskräftig, weil sie die bundesgerichtlichen Kriterien an ein beweiskräftiges Gutachten erfüllt. Auch in dieser Hinsicht
wird
auf die zutreffenden Ausführungen der
Beschwer
degegnerin
verwiesen (
Urk.
14/90 =
Urk.
2 S. 5 und 6).
Anzufügen bleibt noch, dass die Beurteilung von
Dr.
F._
auch den erhöhten Anforderungen des Bundesgerichts an Aktengutachten genügt, denn der Untersuchungsbefund lag ebenso wie das vollständige Bild der Anamnese, des Verlaufs und de
s
damali
ge
n
Status
vor
. An der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen besteht
kein
Zweifel
(
vgl. SZS 2008 S. 393 und BGE 135 V 465 E. 4.7).
Die
Beschwerdegeg
nerin
stützte sich
zu Recht auf diese Einschätzung.
Damit
wurden bildgebend keine unfallbeding
ten Veränderungen festgestellt, und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sind organisch nicht hinreichend erklärbar. Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 2
7.
Juni 2011 und den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden ist
daher
nicht gegeben.
Im Übrigen
führt der Umstand, dass die Beschwerden vor dem Unfall nicht vor
handen bzw. nicht so gravierend waren
,
nicht zur Annahme einer
Unfallkausa
lität
.
Gemäss der Rechtsprechung
kann
nicht einfach in Anwendung der Maxime
„
post
hoc ergo
propter
hoc
“
auf einen
natürli
chen
Kausalzusammen
hang
geschlossen werden (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 E. 4.2.3)
.
Die Beschwerdegegnerin trifft
nach dem Gesagten
für die Behandlung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden keine Leistungspflicht. Die Behand
lung im
B._
vom 2
7.
Juni bis
1.
Juli 2011 übernahm die Beschwerdegegnerin aus Kulanz. Sie wäre hierzu nicht verpflichtet
gewesen
.
4.
4.1.
Selbst wenn man davon ausginge, dass der natürliche Kausalzusammenhang gegeben wäre, haftet der
Unfallversicherer für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in einem
natürlichen,
sondern auch in einem
adäquaten Kausalzusammenhang
zum versicherten Ereignis steht
(BGE 129 V 177 E. 3).
Si
nd
die geltend gemachten Beschwerden
wie vorliegend
nicht im Sinne der Rechtsprechung
organisch hinreichend
nachweisbar, so ist die Adä
quanz eines allfälligen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und diesen
Beschwerden speziell zu prüfen. Das Bundesgericht hat zwei
Prüfungs
schemen
entwickelt.
Die
Beschwerdegegnerin
hat erwogen, die
Adäquanz des Kausalzusammenhang
s zwischen dem Unfallereignis
vom
2
7.
Juni 2011
und den anhaltend geklagten Beschwerden sei nach den Kriterien, die von der Rechtsprechung für psychische Unfallfolgeschäden entwickelt wurden
, zu prüfen (
sog. Psycho-Praxis,
vgl. BGE 115 V 133). Es liege höchstens ein mittelschwerer an der Grenze zu
einem
leichte
n
liegender
Unfall vor, und die Adäquanz sei zu verneinen.
Die Adäquanz kann, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind, auch nach der sog. Schleudertraum
a
-Praxis geprüft werden (vgl. BGE 134 V 109).
Welche der beiden Rechtsprechungen anwendbar ist, kann offenbleiben, da - wie nach
stehende Erwägungen zeigen - die Adäquanz
des
Kausalzusammen
hang
s selbst dann zu verneinen wäre, wenn man sie nach der für den Beschwerdeführer günstigeren Schleudertrauma-Praxis prüft.
4.2
Was das Vorgehen bei der Adäquanzprüfung betrifft, ist
sowohl
nach der
Schleu
der
trauma-Praxis
als auch nach der Psycho-Praxis für
die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem
Unfall eine massgebende Bedeutung
für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsun
fähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt.
Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf -
zwischen banalen bzw. leich
ten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich
unterschieden wir
d.
Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfäl
len ohne
Weiteres
bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem
mittleren Bereich
nicht auf
grund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten.
Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen.
Je nachdem, wo im
mittleren Bereich
der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangez
ogen werden (BGE 117 V 359 E. 6, 369 E. 4b und c
).
4.
3
Die Beschwerdegegnerin legte die Rechtsgrundlagen fü
r eine Adäquanzprüfung nach der Psycho-Praxis in E. 6 des angefochtenen
Einspracheentscheids
(
Urk.
14/90 =
Urk.
2 S. 8 und 9) zutreffend dar,
weshalb darauf verwiesen wird.
Das
Bundesgericht
hat
das
Anstossen
des Kopfes am Autodach als höchstens leichten Unfall bezeichnet (Urteil 8C_1016/2010 vom 3
1.
Mai 2011
E. 3),
und
eine Auffahrkollision auf ein haltendes Fahrzeug bei einer niedrigen
kollisions
bedingten
Geschwindigkeitsveränderung (Delta-V unter 10 bis 15 km/h)
mit einem leichten Unfall gleichgestellt
(Urteil 8C_715/2010 vom
2.
Dezember 2010 E. 5.2.2). Die Vollbremsung eines Linienbusses mit 30 km/h mit Anschlagen des Kopfes einer Passagierin galt als mittelschwerer
Unfall
an der Grenze zu den leichten. Einfache Auffahrunfälle w
ie der vorliegende werden nach der Recht
sprechung des Bundesgerichts
in der Regel als mittelschwer
e
im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (Urteil 8C_169/2012 vom 2
3.
Dezember 2011 E. 6.1).
Der
Fall
eine
r
Autolenkerin
, die
bei einer Geschwindigkeit von 20
– 30 km/h die Kontrol
le über ihr Fahrzeug verlor, mit einem Randleitpfosten kollidierte und danach auf einen Erdwall geriet, wodurch das Fahrzeug sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb,
fällt
ebenfalls in diese Kategorie (Urteil 8C_711/2010 vom 1
4.
Januar 2011 E. 5.3). Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer als Beifahrer
korrekt
angeschnallt war,
denn
er hat sich weder den Kopf noch sonst eine
Gliedmasse
gestossen
. Geschwindigkeit bzw.
Geschwindigkeitsänderungen sind nicht belegt und auch sonst fehlen objektive Angaben zum Unfallhergang.
Jedenfalls ist anhand des vom Beschwerdeführer beschriebenen Ablaufs (Fahren auf Kiesweg an Parkplatz vorbei, vgl. angefoch
tener
Einspracheentscheid
[
Urk.
2] S. 3) von einer niedrigen Geschwindigkeit und Bremsbereitschaft aufzugehen.
Die Qualifikation der Unfallschwere als höchstens mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen ist angesichts der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu beanstanden.
Bei dieser Kategorie von Unfällen müssen für die Bejahung der Adäquanz vier der folgenden Kriterien erfüllt sein (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
8C:4
21/2009
vom
2.
Oktober 2009
E. 5), wie die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Ent
scheid
korrekt
darlegte (
Urk.
2 E. 6b S.
9)
.
Dies ist
offensichtlich nicht der Fall
. Weder lagen b
esonders
dramatische Begleitumstände oder
eine
besondere Ein
drücklichkeit des Unfalles
vor, noch waren die Verletzunge
n
s
chwer oder beson
dere
r
Art.
Weder eine ärztliche Fehlbehandlung noch ein schwieriger
Heilver
lauf
oder erhebliche Komplikationen lagen vor. Die ärztliche Behandlung war nicht von ungewöhnlich langer Dauer und auch körperliche
Dauerschmer
zen
wurden nicht erhoben. Nach überzeugender Ansicht des Kreisarztes war der Beschwerdeführer höchstens drei Tage arbeitsunfähig. Damit ist die Adäquanz nach der Psycho-Praxis zu verneinen und die Beschwerdegegnerin hat zu Recht ihre Leistungspflicht abgelehnt.
4.4
Prüft man die Adäquanz nach der für den Beschwerdeführer günstigeren
Schleu
der
trauma-Praxis
, müssen mindestens vier der folgenden Kriterien erfüll
t sein (BGE 134 V 109 E. 10.1 und Urteil
des Bundesgerichts
8C_421/2009 vom
2.
Oktober 2009 E. 5.8)
:
-
Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit
des Unfalls
-
Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen
-
Fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung
-
Erhebliche Beschwerden
-
Ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert
-
Schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen
-
Erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen
.
Offensichtlich ist keines dieser Kriterien erfüllt. Die erheblichen Beschwerden w
urden
vom Beschwerdeführer
zwar
geltend gemacht
, sind aber gemäss über
einstimm
end
er fachärztlicher Meinungen, insbesondere
jener der
Gutac
hter
der
Klinik
D._
vom 2
5.
August 2011 (
Urk.
14/17) und
von
Dr.
med.
G._
in ihrem
Bericht über die interdisziplinäre arbeitsspezifische Abklärung
vom 2
7.
Oktober 2010 (
Urk.
14/32)
, aber auch nach den
Meinung
en
des Kreis
arztes (
Urk.
14/61) und der Ärzte der Klinik
A._
(
Urk.
14/32 S. 10 f., S. 19 f., S. 30 f., S. 32 f. und S. 64) nicht glaubwürdig und nicht erk
lärbar. Die Meinung des behandelnden Arztes
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Innere Medizin,
stösst
mangels Fachqualifikation
diese überzeugenden Ansichten nicht um
, zumal er unkritisch über Jahre eine 100
%
ige Arbeitsunfähigkeit attestierte, ohne dafür eine einleuchtende medizinische Begründung abzugeben, welche sein Abwei
chen von de
n
fachärztlichen Überzeugung
en
erklären würde.
Die Adäquanz ist auch nach der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich
somit
als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.