Decision ID: 4e8ee156-442d-5ada-adc9-773249523b2f
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A.
Die am (Datum) 1948 geborene Schweizer Staatsbürgerin X._ (im
Folgenden: Beschwerdeführerin) ist seit dem 1. März 2004 der freiwilligen
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (im Folgenden: freiwil-
lige Versicherung) angeschlossen (Vorakten 1).
B.
Mit rechtskräftiger Beitragsverfügung vom 31. Juli 2009 (Vorakten 11) leg-
te die Schweizerische Ausgleichskasse (im Folgenden: SAK oder Vorin-
stanz) den AHV-Beitrag für das Jahr 2008 auf Fr. 889.90 fest (Fr. 864.-
AHV/IV-Beitrag zuzüglich 5% Verwaltungskosten von Fr. 25.90). Dieser
Berechnung legte die SAK ein deklariertes Vermögen von Fr. 8'178.- und
ein deklariertes Renteneinkommen multipliziert mit 20 von Fr. 400'000.-
und somit ein massgebendes Vermögen von Fr. 408'100.- zugrunde.
Mit rechtskräftiger Beitragsverfügung vom 1. Juni 2010 (Vorakten 23)
wurde die Beschwerdeführerin für das Jahr 2009 amtlich veranlagt und
der AHV-Beitrag für das Jahr 2009 unter Annahme eines massgebenden
Vermögens von Fr. 530'500.- auf Fr. 918.75 festgelegt (Fr. 892.- AHV/IV-
Beitrag zuzüglich 5% Verwaltungskosten von Fr. 26.75).
Mit Beitragsverfügung vom 20. Juni 2011 (Vorakten 31) wurde die Be-
schwerdeführerin für das Jahr 2010 amtlich veranlagt und der AHV-
Beitrag für das Jahr 2010 unter Annahme eines massgebenden Vermö-
gens von Fr. 689'600.- auf Fr. 1'234.80 festgelegt (Fr. 1'176.- AHV/IV-
Beitrag zuzüglich 5% Verwaltungskosten von Fr. 58.80). Eine dagegen
erhobene Einsprache wies die Vorinstanz mit Einsprachenentscheid vom
20. September 2011 (Vorakten 38) rechtskräftig ab.
C.
Mit Mahnung vom 6. März 2012 (Vorakten 44) forderte die Vorinstanz die
Beschwerdeführerin auf, die Einkommens- und Vermögenserklärung für
die Periode 2011 inklusive Belege einzureichen und wies darauf hin, im
Unterlassungsfall werde eine amtliche Beitragsverfügung erstellt.
In der Folge sandte die Beschwerdeführerin das am 3. April 2012 unter-
schriebene Formular "Erklärung über Einkommen und Vermögen zwecks
Festsetzung der Beiträge 2011" an die Vorinstanz und gab als Einkom-
men pro Jahr eine IV-Rente von Fr. 12'300.- an (Vorakten 45).
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Mit Schreiben vom 16. August 2012 (Vorakten 47) forderte die Vorinstanz
die Beschwerdeführerin auf, die folgenden Unterlagen einzureichen: Alle
Kontoauszüge in der Schweiz und im Ausland von ihr und ihrem Ehe-
mann per 31. Dezember 2011, Belege mit dem Wert der 2. Säule
und/oder der Lebensversicherung von ihr und ihrem Ehemann per 31.
Dezember 2011, wenn sie Liegenschaftsbesitzerin sei, den Wert der Im-
mobilie in der Schweiz und im Ausland per 31. Dezember 2011 inkl. Bele-
ge betreffend Hypothekarschuld am 31. Dezember 2011, wenn sie Miete-
rin sei, eine Kopie des Mietvertrages, Belege zum Renteneinkommen von
ihr und ihrem Ehemann für das Jahr 2011 (Versicherungsleistungen, Ren-
ten jeder Art, 2. Säule und andere wiederkehrende Leistungen).
Mit Mahnung vom 16. Oktober 2012 (Vorakten 48) forderte die Vorinstanz
die Beschwerdeführerin erneut auf, die Einkommens- und Vermögenser-
klärung für die Periode 2011 inklusive Belege einzureichen und wies dar-
auf hin, im Unterlassungsfall werde eine amtliche Beitragsverfügung er-
stellt.
D.
Mit Beitragsverfügung vom 17. Dezember 2012 setzte die Vorinstanz den
Beitrag für das Jahr 2011 mittels amtlicher Taxation auf Fr. 1'852.20 fest
(Fr. 1'764.- AHV/IV-Beitrag zuzüglich 5% Verwaltungskosten von
Fr. 88.20). Dieser Berechnung legte die SAK ein massgebendes Vermö-
gen von Fr. 950'000.- zugrunde (Vorakten 49).
Gegen diese Verfügung erhob die durch ihren Ehemann vertretene Be-
schwerdeführerin mit Eingabe vom 25. Januar 2013 (Vorakten 50) und 11.
Februar 2013 (Vorakten 52) Einsprache. Sie machte sinngemäss geltend,
die amtliche Veranlagung würde nicht der Realität entsprechen, sie habe
Privatkonkurs anmelden müssen und verfüge über keine Mittel mehr.
Mit Einspracheentscheid vom 11. April 2013 (Vorakten 55) wies die SAK
die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, im
Formular "Erklärung über Einkommen und Vermögen" für das Jahr 2011
habe die Beschwerdeführerin einzig eine IV-Rente von Fr. 2'050.- monat-
lich angegeben. Jedoch habe sie die Beschwerdeführerin mit Schreiben
vom 16. August 2013 um die Einreichung von Belegen angefragt, welche
trotz Mahnung vom 16. Oktober 2012 nicht eingereicht worden seien.
Grundlage für die amtliche Taxation bilde das um 45% erhöhte Gesamt-
vermögen von Fr. 689'600.- des Beitragsjahres 2010.
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Seite 4
E.
Gegen den Einspracheentscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Ein-
gabe vom 8. Mai 2013 (Postaufgabe: 14. Mai 2013) Beschwerde beim
Bundesverwaltungsgericht (act. 1). Zur Begründung führte sie sinnge-
mäss aus, über sie sei der Privatkonkurs eröffnet worden, daher habe sie
nur noch Schulden. Sie habe nur die monatliche IV-Rente von Fr. 2'050.-
und die letzte private IV-Rente von Fr. 10'000.- als Einkommen. Ihre Kin-
der würden sie finanziell unterstützen. Sie könne die geforderten Doku-
mente für die Vermögenserklärung nicht senden, da es keine gäbe. Sie
habe keine Krankenkassenversicherung, da sie sich diese nicht leisten
könne.
F.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober
2013 (act. 12) die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der ange-
fochtenen Verfügung. Zur Begründung verwies sie auf den angefochte-
nen Einspracheentscheid und brachte ergänzend vor, die Beschwerde-
führerin habe weder neue Tatsachen noch Belege eingereicht, die eine
Änderung der Entscheidungsgrundlage ermöglichen würde.
G.
Mit Replik vom 25. November 2013 (act. 14) brachte die Beschwerdefüh-
rerin vor, sie habe alle Belege eingereicht, welche sie habe. Sie würde
von Verwandten in Thailand und ihren Kindern in der Schweiz finanziell
unterstützt.
H.
Die Vorinstanz bestätigte in ihrer Duplik vom 18. Dezember 2013 (act. 16)
ihre Anträge und deren Begründung. Ergänzend führte sie aus, für die
Veranlagung 2010 betreffend das Beitragsjahr 2008, habe die Beschwer-
deführerin eine Swiss Life Rente von Fr. 40'000.- angegeben, die in den
folgenden Jahren unerwähnt geblieben sei. Ebenfalls habe die Be-
schwerdeführerin die Anfrage, ob sie eine Liegenschaft besitze oder Mie-
terin sei, nicht beantwortet. Im Weiteren habe die Beschwerdeführerin
betreffend die Verwandtenunterstützung die Höhe nicht angegeben und
auch nicht erklärt, ob die Unterstützung in Naturalien oder finanziell erfol-
ge.
I.
Mit Verfügung vom 7. Januar 2014 wurde der Schriftenwechsel geschlos-
sen (act. 17).
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Seite 5

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Einspracheverfügung vom 11. April
2013, mit welcher die Vorinstanz die Einsprache vom 25. Januar 2013
und 11. Februar 2013 abgewiesen und die Verfügung vom 17. Dezember
2012 betreffend amtliche Veranlagung der Beiträge für das Jahr 2011
bestätigt hat (Fr. 1'764.- AHV/IV-Beitrag und 5% Verwaltungskosten von
Fr. 88.20, ausmachend Fr. 1'852.20).
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85 bis
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-
gungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahme
im Sinn von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.
1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. d bis
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das
VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das
Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1
Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil ge-
regelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das
AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Einspracheent-
scheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an des-
sen Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert
(Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG, SR 830.1]).
1.4 Die Beschwerde wurde form- und im Übrigen auch fristgerecht einge-
reicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG),
weshalb darauf einzutreten ist.
1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht,
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
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Seite 6
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
2.
Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der
Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des
Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt
ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). In zeitlicher Hinsicht sind grund-
sätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, die bei der Er-
füllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten
(BGE 130 V 445 E. 1.2.1, BGE 127 V 466 E. 1, BGE 126 V 134 E. 4b).
3.
Art. 2 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Schweizer Bürger und Staatsangehö-
rige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der europä-
ischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mitgliedstaat der Euro-
päischen Gemeinschaft oder der europäischen Freihandelsassoziation
leben, der freiwilligen Versicherung beitreten können, falls sie unmittelbar
vorher während mindestens fünf aufeinander folgenden Jahren obligato-
risch versichert waren.
3.1 Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften über die freiwillige
Versicherung; er bestimmt insbesondere die Frist und die Modalitäten des
Beitritts, des Rücktritts und des Ausschlusses. Ferner regelt er die Fest-
setzung und Erhebung der Beiträge sowie die Gewährung von Leistun-
gen (Art. 2 Abs. 6 Satz 1 AHVG).
3.2 Die Versicherten sind gehalten, der Auslandvertretung, der Aus-
gleichskasse und der IV-Stelle für Versicherte im Ausland alle zur Durch-
führung der freiwilligen Versicherung benötigten Angaben zu machen und
auf Verlangen deren Richtigkeit zu belegen (Art. 5 der Verordnung vom
26. Mai 1961 über die freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-
versicherung [VFV; SR 831.111]).
3.3 Nach Art. 13a Abs. 1 VFV sind erwerbstätige Versicherte ab dem
1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres beitragspflichtig; die Bei-
tragspflicht endet am Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und
Männer das 65. Altersjahr vollenden. Nichterwerbstätige Versicherte sind
beitragspflichtig ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres;
die Beitragspflicht endet am Ende des Monats, in welchem Frauen das
64. und Männer das 65. Altersjahr vollenden (Abs. 2).
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Seite 7
3.4 Nichterwerbstätige Versicherte bezahlen auf der Grundlage ihres
Vermögens und ihres Renteneinkommens einen Beitrag zwischen
Fr. 864.- und Fr. 9'800.- im Jahr. Bei einem Vermögen von weniger als
Fr. 500'000.- beträgt der Beitrag Fr. 864.- (Art. 13b Abs. 2 VFV).
3.5 Gemäss Art. 14 Abs. 1 Satz 1 VFV werden die Beiträge der Versicher-
ten in Schweizer Franken für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Nach Art. 14
Abs. 2 Satz 1 VFV ist bei erwerbstätigen Versicherten das im Beitragsjahr
tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen und bei nicht erwerbstätigen Ver-
sicherten das im Beitragsjahr tatsächlich erzielte Renteneinkommen und
der Vermögensstand am 31. Dezember massgebend.
Die Versicherten haben der Ausgleichskasse innert 30 Tagen nach Ablauf
des Beitragsjahres die für die Beitragsfestsetzung erforderlichen Angaben
zu liefern (Art. 14b Abs. 1 VFV; vgl. auch Rz. 4044 der Wegleitung über
die freiwillige Versicherung, wonach nichterwerbstätige Beitragspflichtige
ihr Renteneinkommen und/oder Vermögen durch geeignete Unterlagen
[z.B. Steuerrechnungen] zu belegen haben).
Die Ausgleichskasse setzt die für das Beitragsjahr geschuldeten Beiträge
spätestens bis zum 30. Juni des Folgejahres mittels Verfügung fest. Hat
die versicherte Person von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Akonto-
zahlungen zu leisten, nimmt die Ausgleichskasse den Ausgleich vor (Abs.
2).
3.6 Werden die nötigen Angaben zur Beitragsfestsetzung nicht fristge-
mäss gemacht, so ist innert zwei Monaten schriftlich unter Ansetzung ei-
ner Nachfrist von 30 Tagen zu mahnen. Wird auch die Nachfrist nicht ein-
gehalten, so sind, falls bereits Beiträge in der freiwilligen Versicherung
entrichtet wurden, die geschuldeten Beiträge durch Veranlagungsverfü-
gung festzusetzen (Art. 17 Abs. 1 VFV).
4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin der Vorinstanz die
nötigen Angaben zur Festsetzung der Beiträge für das Jahr 2011 erteilt
hat und damit ihrer Mitwirkungspflichten in genügender Weise nachge-
kommen ist.
4.1 Betreffend die Vermögens und Einkommensverhältnisse im Jahre
2011 reichte die Beschwerdeführerin das am 3. April 2012 unterzeichnete
Formular "Erklärung über Einkommen und Vermögen zwecks Festset-
zung der Beiträge 2011" mit dem Hinweis "IV- Ehepaar Fr. 2'050, 1⁄2 da-
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von Fr. 12'300 p.a." (Vorakten 45) ein und legte einen Bankkontoauszug
vom 31. Dezember 2011 bei.
Im Schreiben vom 16. August 2012 führte die Vorinstanz detailliert auf
(vgl. Bst. G hiervor), welche zusätzlichen Unterlagen von der Beschwer-
deführerin einzureichen seien. Mit Schreiben vom 16. Oktober 2012 (Vor-
akten 48) mahnte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin, die erforderli-
chen Unterlagen zur Festsetzung der Beiträge 2011 innert 30 Tagen ein-
zureichen (vgl. Art. 17 Abs. 1 Satz 1 VFV). Nachdem die Beschwerdefüh-
rerin innerhalb der 30-tägigen Frist die geforderten Unterlagen nicht ein-
gereicht hatte, sondern lediglich darauf hinwies, keine Unterlagen zu ha-
ben, setzte die Vorinstanz die geschuldeten Beiträge durch die angefoch-
tene Veranlagungsverfügung fest (Art. 17 Abs. 1 Satz 2 VFV).
Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, die Mahnung vom 16. Oktober
2012 erhalten zu haben. Somit ist davon auszugehen, dass die Vorin-
stanz die Beschwerdeführerin korrekt mahnte, bevor sie am 17. Dezem-
ber 2012 die amtliche Beitragsverfügung erliess.
4.2 Der Einwand der Beschwerdeführerin, sie verfüge über keine Unter-
lagen überzeugt nicht. Die Beschwerdeführerin deklarierte für das Bei-
tragsjahr 2008 eine Swiss Life Rente ihres Ehemannes, welche sie je-
doch in der Einkommens- und Vermögenserklärung 2011 nicht aufführte.
Erst anlässlich ihrer Beschwerde vom 8. Mai 2013 ans Bundesverwal-
tungsgericht erwähnte sie die Swiss Life Rente mit einem Betrag von
Fr. 10'000.-. Betreffend diesen Betrag reichte die Beschwerdeführerin
keine Belege ein, weder Unterlagen der Swiss Life noch Bankkontoaus-
züge. Selbst im eingereichten Bankkontoauszug ihres Ehemannes vom
31. Dezember 2011 (Vorakten 45) mit einem ausgewiesenen Saldo per
31. Dezember 2011 von Fr. 3'221.15 ist der Betrag von Fr. 10'000.- nicht
enthalten. Die Beschwerdeführerin hat somit die Swiss Life Rente in Hö-
he von Fr. 10'000.- nicht belegt.
Betreffend dem Bankkontoauszug fällt auf, dass einzig der Schlusssaldo
am 31. Dezember 2011 ersichtlich ist, jedoch nicht auch der Anfangssal-
do. Aufgrund dieser Unvollständigkeit kommt diesem Bankkontoauszug
im vorliegenden Verfahren kein Beweiswert zu. Die Beschwerdeführerin
hat somit ihr Vermögen nicht rechtsgenüglich nachgewiesen.
Hinzukommt, dass die Beschwerdeführerin vorbringt, Schulden zu haben,
dies jedoch nicht belegt. Ebenso macht sie keine detaillierten Angaben
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darüber ob die Verwandtenunterstützung in Natura oder finanziell erfolgt
und wie hoch sie ausfällt. Auch betreffend der Wohnsituation machte sie
keine detaillierten Angaben. Die Angaben der Beschwerdeführerin sind
insgesamt rudimentär und lassen keine Rückschlüsse darauf zu, wie die
Beschwerdeführerin ihren Lebensunterhalt bestreitet.
4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das von der Beschwerde-
führerin eingereichte Formular den gesetzlichen Anforderungen gemäss
Art. 14b VFV nicht genügt. Die Beschwerdeführerin kann sich nicht darauf
beschränken anzugeben, sie lebe von der IV-Rente ihres Ehemannes.
Vielmehr hat sie detaillierte Auskünfte gemäss dem Formular zu erteilen.
Ferner hat sie hinreichende Angaben zum Vermögen und ihrem Einkom-
men zu machen, was die Beschwerdeführerin versäumte.
Das Bundesverwaltungsgericht kommt daher zum Schluss, dass die Vor-
instanz zu Recht die Beiträge 2011 aufgrund der Verletzung der Melde-
pflicht durch die Beschwerdeführerin mittels amtlicher Veranlagung fest-
gesetzt hat.
5.
Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die amtliche Beitragsbe-
messung korrekt vorgenommen hat.
5.1 In Bezug auf eine Beitragsfestsetzung mittels Veranlagungsverfügung
ist darauf hinzuweisen, dass die Ausgleichskasse im Rahmen von Art. 17
Abs. 1 VFV (gestützt auf Art. 38 Abs. 2 AHVV i.V.m. Art. 25 VFV) auch im
Bereich der freiwilligen Versicherung berechtigt ist, die Veranlagungsver-
fügung auf Grund einer Prüfung der Verhältnisse an Ort und Stelle zu er-
lassen. Dabei muss der Verwaltung bei der Beitragsermittlung von Amtes
wegen ein gewisser Beurteilungsspielraum zugestanden werden, beson-
ders wenn sie - namentlich für eine Veranlagung im Sinne von Art. 17
Abs. 1 VFV - im Ausland operiert, wo sie über eine beschränkte Abklä-
rungsbefugnis verfügt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Beitragser-
mittlung von Amtes wegen indirekt auch das Ziel verfolgt, die Versicher-
ten zu motivieren, ihren Pflichten nachzukommen, weshalb eine entspre-
chende Beitragsbemessung streng und einschneidend sein darf (vgl. Ur-
teil des Bundesverwaltungsgerichts C-2966/2007 vom 25. Februar 2010
mit Hinweis auf BGE 113 V 81 [ZAK 1989 S. 88 ff.] E. 4.b und 5.b, Urteil
des Bundesgerichts H 385/01 vom 9. Mai 2003 E. 5.1.1). Diesen Spiel-
raum kann die SAK im Rahmen der vorliegend anstehenden Beitragsbe-
messung durch Veranlagungsverfügung ausschöpfen.
C-2895/2013
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5.2 Die SAK erhöht praxisgemäss bei einer amtlichen Veranlagung das
massgebende Vermögen und/oder Einkommen der früheren Veranlagung
um bis zu 45%, wenn die versicherte Person bereits für die vorangehen-
de Beitragsperiode amtlich veranlagt werden musste (vgl.
http://www.zas.admin.ch/org/00723/00813/00817/index.html?lang=de).
5.3 Für die Veranlagung betreffend das Beitragsjahr 2011 hat die Vorin-
stanz die Beschwerdeführerin entsprechend der amtlichen Beitragsverfü-
gung vom 20. Juni 2011 (Vorakten 31) als Nichterwerbstätige qualifiziert,
das Gesamtvermögen von Fr. 689'600.- um 45% erhöht sowie einen Ver-
waltungskostenbeitrag von 5% in Rechnung gestellt (vgl. Art. 18a VFV in
Verbindung mit Art. 1 der Verordnung vom 11. Oktober 1972 über den
Höchstansatz der Verwaltungskostenbeiträge in der AHV [SR
831.143.41]).
Die Erhöhung des massgebenden Vermögens der vorangehenden Bei-
tragsperiode um 45% ist im vorliegenden Fall verhältnismässig und ge-
rechtfertigt, da die Beschwerdeführerin ihrer Mitwirkungspflicht erneut
nicht nachgekommen ist und die von der Vorinstanz verlangten Informa-
tionen und Dokumente nicht geliefert hat. Die Vorinstanz nahm somit zu
Recht ein massgebendes Vermögen von abgerundet Fr. 950'000.- an
(Fr. 689'600.- + (Fr. 689'600.- x 45%) = 999'920.-).
Gemäss Art. 13b VFV beträgt der Rentenbeitrag für nichterwerbstätige
Versicherte bei einem massgebenden Vermögen von Fr. 550'000.-
Fr. 980.- und für je weitere Fr. 50'000.- je Fr. 98.-. Bei einem massgeben-
den Vermögen von Fr. 950'000.- resultiert somit ein AHV/IV-Beitrag von
Fr. 1'764.- (Fr. 980.- + Fr. 784.-). Zuzüglich 5% Verwaltungskosten ergibt
dies einen Betrag von Fr. 1'852.20 (Fr. 1'764.- + Fr. 88.20). Die Beitrags-
berechnung der Vorinstanz ist somit nicht zu beanstanden.
6.
Zusammenfassend lässt sich der angefochtene Einspracheentscheid der
Vorinstanz vom 11. April 2013 nicht beanstanden. Demgegenüber erweist
sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, weshalb sie im ein-
zelrichterlichen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit
Art. 85 bis
Abs. 3 AHVG abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.
7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-
teientschädigung.
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Seite 11
7.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85 bis
Abs. 2 AHVG),
sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
7.2 Weder die obsiegende Vorinstanz noch die unterliegende Beschwer-
deführerin haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] und
Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).