Decision ID: bb8978e8-6783-42c0-b096-7e6403ab4df0
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971, war
seit Mai 2007 als
Montagearbeiterin
bei der
Y._
in einem Vollpensum tätig, als sie
sich
aufgrund von Rückenproblemen am
2.
Februar 2011 bei der Invalidenversicherung zur Früherfassung (
Urk.
7/3) sowie unter Hinweis auf eine Diskushernie am
4.
März 2011 zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
7/10).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische u
nd erwerbliche Situation (
Urk.
7/15,
Urk.
7/18
-19,
Urk.
7/22,
Urk.
7/25,
Urk.
7/28,
Urk.
7/30,
Urk.
7/32,
Urk.
7/34-36
) ab
und zog Akten der zuständigen Taggeldversicherung (
Urk.
7/17,
Urk.
7/24)
bei
. Am 2
8.
Juli 2012 (
Urk.
7/42-43) teilte sie der Versi
cher
ten mit,
dass die Arbeitsplat
zerhaltung abgeschlossen werde,
weil
d
ie
Arbeit
geber
in
die Stelle
per
Ende
Juli 2012 gekündigt habe. Daraufhin tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen
zu
r medizinischen Situation (
Urk.
7/52-53
,
Urk.
7/67
) und ordnete schliesslich eine orthopädisch-rheumatologische Unter
suchung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) an, über welche am 2
9.
November 2012 berichtet wurde (
Urk.
7/64).
1.2
Mit Vorbescheid vom
3.
Januar 2013 (
Urk.
7/72) stellte die IV-Stelle der Ver
sicherten eine befristete ganze Rente für die Zeit vom
1.
September 2011 bis zum 3
1.
Dezember 2012 in Aussicht. Dagegen erh
ob die Versicherte am
4.
und
2
1.
Januar 2013
Einwände
(
Urk.
7/74,
Urk.
7/78)
. Die IV-Stelle holte
sodann
einen weiteren Arztbericht (
Urk.
7/80) ein und forderte die Versicherte am 2
8.
Februar 2013 zur
Stellungnahme auf (
Urk.
7/81)
, welche diese
am
4.
März 2013 ein
reichte
(
Urk.
7/8
2). Die IV-Stelle veranlasste
daraufhin
beim
Zentrum Z._
ein polydisziplinäres Gutachten, welches am
5.
November 2013 erstattet wurde (
Urk.
7/106), und forderte die Versicherte erneut zur Stellungnahme auf (
Urk.
7/110).
Nachdem die Versicherte ihre Stellungnahme (
Urk.
7/116) ein
ge
reicht
hatt
e, hielt die IV-Stelle mit Verfü
gung vom 3
0.
April 2014 (
Urk.
7/124 =
Urk.
2) an ihrem Vorbescheid vom
3.
Januar 2013 fest und sprach der Versicherten rückwirkend eine befristete ganze Rente vom
1.
September 2011 bis zum 3
1.
Dezember 2012 zu.
2.
Die Versicherte erhob am
2
6.
Mai 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 3
0.
April 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei teilweise aufzuheben und es sei ihr auch nach dem 3
1.
Dezember 2012 mindestens eine halbe Invalidenrente zu gewähren (
Urk.
1 S. 2).
Nachdem die IV-Stelle mit Beschwerdeantwort vom
2.
Juli 2014 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde beantragt
hatt
e, wurde mit
Verfügung vom
5.
September 2014 (
Urk.
8) die Personalvorsorgestiftung der
Y._
zum Prozess beigeladen.
Innert Frist reichte die Beigeladene keine Stellungnahme ein, was den Verfahrensbeteiligten am 1
8.
November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
Mit Eingabe vom 1
0.
April 2015 (
Urk.
13,
Urk.
14/1-4) reichte die Beschwerdeführerin weitere Berichte ein,
welche der Beschwerdegegnerin am 2
1.
April 2015 (
Urk.
15) zur Kenntnisnahme zugestellt wurden.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
1.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (
Urk.
2) die von Sep
tem
ber 2011 bis Ende Dezember 2012 befristete
Zusprache
einer ganzen Rente damit, dass der Beschwerdeführerin nach Ablauf der Wartezeit vorerst keine Tätigkeit mehr zumutbar gewesen sei, w
eshalb
sich ein Invaliditätsgrad von 100
%
ergeben habe
(S. 9). Seit dem 1
4.
September 2012 bestehe bei Beachtung des näher umschriebenen Belastungsprofils wieder
eine 80%ige
Erwerbsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit, so dass sich ein nicht mehr
rentenbegrün
dender
Invaliditätsgrad von 25
%
ergebe. Die Leistungen würden nach 3 Mona
ten und somit
per 3
1.
Dezember 2012 aufgehoben
.
Von einem ausgewiesenen schwerwiegenden sozialen Rückzug könne aufgrund der intakten
Familiensitua
tion
nicht gesprochen werden (S. 10).
2.2
Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt (
Urk.
1),
das Gut
achten des
Zentrums Z._
sei
in formeller Hinsicht
unschlüssig und inkohärent. Die Rente könne bei anhaltenden respektive progredienten Beschwerden nicht aufge
hoben werden. Auch sei die Beurteilung in psychischer Hinsicht inkongru
ent. Es könne nicht von einem intakten sozialen Gefüge gesprochen werden, wenn nur die Beziehung zur Kernfamilie existiere. Weiter hätten die
Z._
-Mediziner angegeben, dass ihre Beurteilung in etwa jener der Klinik
A._
entspreche, welche die Arbeitsfähigkeit für leichte adaptierte Tätigkeiten mit 50
%
taxiert habe. Die MEDAS-Gutachter würden hingegen von einer 70%igen Arbeitsfähig
keit ausgehen, so dass diese Beurteilungen bei weitem nicht iden
tisch seien
(S. 2 f.).
Die Beschwerdeführerin gab weiter an, es gehe aus dem Dossier nicht klar her
vor, ob die bisherige Tätigkeit zumutbar sei respektive weshalb die
Z._
-Medi
ziner der Meinung gewesen seien, dass sie ihren Arbeitsplatz quasi grundlos habe aufgeben
müssen
. Sie habe in einer der schwer
st
en Abteilungen der damaligen Firma gearbeitet, sodass eine Abklärung der Tätigkeit vor Ort
sowie eine Befragung des Chefs und der Arbeitskollegen
beantragt werde, falls dies umstritten sei (S. 4 f.). Weiter führte sie aus, dass sie nach zwei
Rückenoperati
onen
sowie nach einem Selbstmordversuch sowohl in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht betroffen sei, was die entsprechende somatische und psychiatrische Komorbidität begründe. Sie leide an progredienten Rücken
schmerzen sowie an übrigen somatischen Schmerzen, bei denen die fortschrei
tende degenerative Entwicklung belegt sei. Es sei daher nicht nachvollziehbar, dass sie plötzlich ab Beginn des Jahres 2013 wieder im rentenausschliessenden Ausmasse tätig sein könne. Erst recht sei nicht nachvollziehbar, weshalb ihr kein leidensbedingter Abzug gewährt worden sei (S. 5). Zudem habe die
Beschwer
degegnerin
das Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
unterlassen, wozu sie zu verpflichten sei (S. 6).
2.3
Unbestritten blieb die Ausrichtung einer ganzen Rente für die Zeit vom
1.
September 2011 bis zum 3
1.
Dezember 201
2.
Diese basiert auf der medizini
schen Aktenlage (vgl.
Urk.
7/106), weshalb nicht näher darauf einzugehen ist.
Strit
tig und zu prüfen ist hingegen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Rentenanspruch ab dem
1.
Januar 2013 verneint hat.
3.
3.1
Die Ärzte der
Klinik
A._
, Zürich, führten mit Bericht vom
7.
April 2011 (
Urk.
7/19/5-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1):
Lumbalsyndrom mit
radikulärer
Ausstrahlung links bei
Status nach
interlaminären
Fensterung L4/5 links mit Entfernung einer Diskushernie am 2
8.
Oktober 2010
myofasziales
Schmerzsyndrom
gluteal
Status nach
Femurkopfnekrose
links 2007
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit gaben sie eine
Schild
drüsenunterfunktion
unter Substitution an.
Die Beschwerdeführerin sei vom 2
7.
Oktober bis zum
1.
November 2010 sowie vom
7.
Januar
bis zum
2.
März 2011 stationär in der
Klinik
A._
behandelt worden
.
Seit der am 2
8.
Oktober 2010 erfolgten Operation sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig. Es könne auf längere Sicht keine Prognose gestellt werden, da das Schmerzsyndrom persistiere (S. 1).
3.2
Die Ärzte der
Klinik B._
, informierten mit Austrittsbericht vom 1
1.
April 2011 (
Urk.
7/22/11-14) über die
Hospitalisation
der Beschwerdeführe
rin vom
1
4.
März
bis zum
1.
April 2011, wobei
die Beschwerdeführerin
mit Nennung der Diagnose von der
Klinik
A._
zugewiesen worden sei (S. 1). Die intensiven, nicht modulierbaren Schmerzen seien mit der Bildgebung und der Abwesenheit einer eindeutigen
radikulären
Symptomatik nicht in Einklang zu bringen. Die Beschwerdeführerin neige zur Schmerzfixierung und
Katastro
phisierung
. Eine zusätzliche Beeinflussung durch psychosoziale Kontextfaktoren sei nicht auszuschliessen. Eine psychiatrische Betreuung sei zu empfehlen. Daneben sei
en
die Fortsetzung eines multimodalen Programmes und
eine
eng
maschige fachtherapeutische Begleitung von grosser Wichtigkeit. Als weiteren Therapieansatz sei eine erneute Infiltration zu diskutieren.
Schliesslich sei eine Arbeitsfähigkeit für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit anzustreben, wobei sie den Wiedereinstieg mit einem Pensum von 50
%
und eine kontinuierliche Steigerung nach Massgabe der Beschwerden empfählen (S.
2).
3.
3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab mit Bericht vom 1
8.
Mai 2011 (
Urk.
7/22/5-10) an, dass er die Beschwerdeführerin seit 2000 behandle (S. 1
Ziff.
1.2) und diagnostizierte im Wesentlichen ein
lum
bospondylogenes
myofasziales
Schmerzsyndrom (S. 1
Ziff.
1.1). Die Prognose sei schlecht (S. 2
Ziff.
1.4).
Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei der
Beschwerde
führerin nur noch für 1-2 Stunden pro Tag zumutbar
bei
einer massiv redu
zier
ten Leistungsfähigkeit. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit mit
Wechsel
stel
lungen
und Pausen bei starken Schmerzschwankungen sei zu 2
3 Stunden pro T
ag mög
lich (S. 2 f.
Ziff.
1.7).
3.4
Mit
erneutem Bericht
vom 2
7.
Oktober 2011 (
Urk.
7/28/6
-7) informierten die Ärzte der
Klinik
A._
, dass sich im Verlauf eine weitere Zunahme der Schmerzen gezeigt habe. Die neuen MRI-Aufnahmen hätten eine
Rezidiv-Dis
kushernie
gezeigt, so dass am 2
0.
Juni 2011 eine Re-Dekompression L4/5 links mit Entfernung der Rezidiv-Diskushernie durchgeführt worden sei. Der posto
perative Verlauf sei komplikationslos verlaufen und die Beinschmerzen hätten sich zurückgebildet. Es würden aber belastungs- und bewegungsabhängige Kreuzschmerzen persistieren. Der Beschwerdeführerin werde ab Januar 2012 eine 20%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeit attestiert (S
. 1). Die Prognose sei ungewiss
. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar (S. 2).
3.5
Die RAD-Ärztinnen
m
ed.
pract
.
D._
, Fachärztin für Orthopä
di
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sowie
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Arbeits
medizin, gab
en
mit
Stellungnahme vom
2
4.
Januar 2012
(
Urk.
7/32) an, dass eine Minderung der Belastbarkeit für dauerhaftes Stehen und dauerhaftes Sitzen sowie für regelmässiges Heben und Tragen von mittelschweren und schweren Lasten bestehe. Arbeiten in körperlichen Zwangshaltungen, insbesondere in ge
bück
ter Haltung, seien nicht mehr zumutbar, ebenso Arbeiten auf Leitern und Gerüsten. Die bisherige Tätigkeit sei daher nur noch teilweise möglich. Eine angepass
te körperlich leichte Tätigkeit
mit Heben und Tragen bis 5 kg, mit Wechselbelastung (Stehen, Gehen, Sitzen),
und ohne
Arbeiten
im Freien ohne Witterungsschutz
sei in einem höheren Mass möglich. Das Pensum könne mit 20
%
begonnen und über 6 Wochen auf 100
%
gesteigert werden.
3.6
Die Ärzte der
Klinik
A._
gaben mit Schreiben vom 1
0.
Februar 2012 (
Urk.
7/34) an, dass das Schmerzsyndrom trotz Entfernung der
Rezidiv-Dis
kus
her
nie
weiter persistiere
. Morphologisch bestehe eine leichte- bis
mässiggra
dige
Diskusdegeneration mit
Modic
-Veränderungen, was die Rückenschmerzen er
klä
ren könne. Insgesamt
sei
aber eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeit möglich (S. 2).
3.7
M
ed.
pract
.
D._
informierte am
5.
März 2012 über die telefonische Rück
sprache mit
Dr.
C._
. Danach sei die Beschwerdeführerin hoch motiviert
,
ihre Arbeit wieder aufzunehmen, wobei sie jedoch einem Arbeitsversuch
in
einem Pensum von 20
%
unter optimal angepassten Bedingungen nicht stand
gehalten habe. Trotz des unauffälligen MRI-Befundes leide die Beschwerdefüh
rerin glaubhaft unter starken Schmerzen. Organisch könne er sich die Schmer
zen nicht erklären (
Urk.
7/35 S. 2).
3.8
Die Ärzte de
s
Spital
s
F._
informierten mit Austrittsbericht vom 2
0.
Mai 2012 (
Urk.
7/53) über die
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin vom 1
7.
bis 1
8.
Mai 201
2.
Die Beschwerdeführerin habe sich wegen Schwindel und Übelkeit notfallmässig selbst
zugewiesen, nachdem sie am Abend
zuvor
in suizidaler Absicht Tabletten eingenommen habe (S. 1).
3.
9
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, gab in dem am 1
4.
September 2012 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Schreiben (
Urk.
7/52) an, dass sie die Beschwerdeführerin seit dem 2
2.
März 2012 behandle
.
Sie
diagnostizierte eine länger dauernde depressive Reaktion im Rahmen einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.21), welche sich in Folge der Operation und fast andauernden Schmerzen entwickelt und schlussendlich zu einem Suizidversuch geführt habe. Dieses Zustandsbild entspreche in der Aus
prägung einer mittelgradigen depressiven Störung (ICD-10 F33.1). Die starken Schmerzen verbunden mit der Ängstlichkeit, depressiver Stimmungslage, chro
nischen Schlafstörungen und dem Gefühl
,
ihrer Familie nicht mehr gerecht zu werden, würden
die Beschwerdeführerin
in einem Ausmass beeinträchtigen, dass sie nicht mehr im Stand
e
sei, ihr Leben selbständig zu meistern. Die
Chro
nifizierung
der Schmerzsymptomatik sowie
die ausbleibende
Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit seien weitere Faktoren, die den Verlauf und die Genesung stark beeinträchtig
ten
. Die Beschwerdeführerin ziehe sich vermehrt zurück und pflege fast keinen sozialen Kontakt mehr. Eine weitere Verbesserung ihres Zustandes sei nur vorsichtig zu erwarten (S. 2 f.).
3.
10
Am 1
4.
September 2012 erfolgte
durch die RAD-Ärztin m
ed.
pract
.
D._
eine
orthopädisch-rheumatologische Untersuchung
. Im entsprechenden Bericht vom
2
9.
November 2012 (
Urk.
7/64)
hielt sie
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
pseudoradikuläres
Lumbalsyndrom bei Status nach
Dis
kus
hernienoperation
sowie eine depressive Reaktion im Rahmen einer
Anpas
sungsstörung
(ICD-10 F43.21) fest (S. 8).
M
ed.
pract
.
D._
gab weiter an, dass d
er orthopädische Bericht der
Klinik
A._
vom 1
0.
Februar 2012 im Wesentlichen nachvollzogen werden
könne
. Auch bei der derzeitigen Untersu
chung habe eine massive Einschränkung der aktiven Beweglichkeit der
Len
den
wirbelsäule
(LWS) bestanden. Motorische Defizite hätten
allerdings
auch heute nicht gefunden werden können. Die Beschwerdeführerin habe über gleich
blei
bende
Dysästhesien
des linken Beines geklagt. Es sei zu einer erheblichen Symp
tomausweitung mit positiven
Waddell
-Zeichen gekommen.
Ein somati
scher
Gesund
heitsschaden
sei
ausgewiesen.
In der bisherigen Tätigkeit als
Pro
duk
ti
ons
mitarbeiterin
bestehe seit dem 1
4.
September 2012 eine 50%ige Ar
beits
fä
hig
keit, wobei sich die Einschränkung
da
raus
ergebe, dass eine über
wie
gend im Stehen ausgeübte Tätigkeit der Beschwerdeführerin nicht mehr
vollzei
tig
zu
mutbar sei.
In
einer behinderungsangepassten körperlich leichte
n,
wechsel
be
lastenden
Tätigkeit
ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppenstei
gen, ohne häu
fige wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe-/Kälteexposition sei die Beschwerdeführerin seit dem 1
4.
September 2012 zu 100
%
arbeitsfähig (S. 8 f.).
3.11
Mit Schreiben vom 1
0.
Dezember 2012 (
Urk.
7/67) bestätigte
Dr.
G._
die bishe
r von ihr gestellten Diagnosen
und gab an, dass aus psychiatrischer Sicht eine Invalidität
von
20
–30
%
bestehe.
3.12
Med.
pract
.
D._
hielt mit Stellungnahme vom 2
8.
Dezember 2012 fest, dass gesamthaft von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in der angestammten Tätigkeit und von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit in wohlwollender Umgebung und in Beachtung des Belastungsprofils ausgegan
gen werden könne (
Urk.
7/70 S. 7).
3.13
Die Ärzte des Spitals
H._
gaben mit Bericht vom 1
9.
Februar 2013 (
Urk.
7/80/1-4)
-
unter Beilage der Berichtskopien vom
4.
April 2012 (
Urk.
7/80/7-9) und 2
3.
November 2012 (
Urk.
7/80/5-6) -
an, dass sie die Be
schwerdeführerin seit dem
3.
April 2012 behandel
ten
(S. 1
Ziff.
1.2)
und führten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 1
Ziff.
1.1):
chronische belastungsabhängige Lumbalgie linksbetont
Status nach
interlaminärer
Fensterung L4/5 links mit Entfernung einer Diskushernie am 2
8.
Oktober 2010
Status nach Revisionsfensterung L4/5 links mit Entfernung der Rezidiv-Diskushernie am 2
0.
Juni 2011
Status nach erfolgloser Wurzelinfiltration L5 im Februar 2011
Wurzelinfiltration L4 links am 1
1.
Juli 2012 ohne Effekt
Radikulopathie
L5 links mit motorischem Defizit
;
Differentialdiagnose (DD): Narbenbildung
schweres depressives Zustandsbild
Die Ärzte führten weiter aus, dass eine in der Zwischenzeit durchgeführte neuro
physiologische Untersuchung weiterhin keine pathologischen Befunde als Korrelat der klinisch bestehenden L5
Radikulopathie
links gezeigt habe.
Im Verlauf sei die medikamentöse Schmerztherapie ausgebaut worden. Unter dieser Therapie sei es zu einer Reduktion der lumbalen Schmerzen von 30-40
%
ge
kommen, wobei die Schmerzen vor allem unter statischer Belastung wie Stehen und Sitzen bestünden. Auch die Schmerzausstrahlung in das linke Bein habe sich um 20-30
%
reduziert. Spazierengehen sei momentan bis
zu
zirka 30 Mi
nuten möglich. Die Beschwerdeführerin beschreibe sowohl die Schlafqualität als
auch die Stimmung als gebessert (S. 2
Ziff.
1.4).
Eine Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit sei nicht Gegenstand der medizinischen Untersuchung und Behandlung gewesen (S. 4
Ziff.
1.8).
3.14
Die Ärzte der
Klinik I._
führten im Austrittsbericht vom
8.
April 2013 (
Urk.
7/89) aus, dass die Beschwerdeführerin vom
4.
März bis zum 2
9.
März 2013 zur psychosomatischen Rehabilitation bei ihnen hospitalisiert gewesen sei. Als Diagnosen gaben sie – nachfolgend gekürzt aufgeführt – eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak
toren (ICD-10 F45.41), ein chronisches
lumbospondylogenes
bis
lumboradiku
läres
Schmerzsyndrom,
einen
Status nach
Femurkopfnekrose
links 2007 sowie eine Hypothyreose an (S. 1).
Die Beschwerdeführerin habe vor allem von der vorgegebenen Tagesstruktur und von den vermittelten
Schmerzcopingstrategien
profitieren und ihr Krankheitskonzept erweitern können. Damit sei es auch zu einer leichten psychischen Aufhellung gekommen. Hingegen habe die Beschwer
deführerin keine wesentliche Schmerzlinderung
erlebt, so dass sie sich auch physisch nur mässig
rekonditionieren
beziehungsweise steigern habe kön
nen. Die Ärzte gaben weiter an, sie hätten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Zeit
der
Hospitalisation
ausgestellt. Eine berufliche Reintegration
als
Mon
tage
arbeiterin
sei aufgrund der Schmerzproblematik mittelfristig kaum denkbar (S. 3).
Mit Bericht vom 1
2.
Mai 2013 (
Urk.
7/95) wiederholten die Ärzte der
Klinik I._
die bisher getätigten Aussagen.
3.15
Die Ärzte des
Zentrums Z._
erstatteten ihr interdisziplinäres
Gutachten
der
Fachdis
zi
pli
nen
Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Orthopädie, Neurologie sowie Psy
chiatrie
am
5.
November 2013 (
Urk.
7/106).
Als Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbe
itsfähigkeit führten die Ärzte F
olgendes auf (
Ziff.
7 S. 49):
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit seltener
pseudoradikulärer
Aus
strahlung links sowie
residueller
sensibler Ausfallssymptomatik der Wurzel L5 links bei
Status nach
interlaminärer
Fensterung L4/5 links mit Diskektomie bei Diskushernie L4/5, Oktober 2010
Status nach Revisionsfensterung L4/5 links bei
Rezidivhernie
, Juni 2011
degenerativen LWS-Veränderungen, vor allem tieflumbal
sonstige rezidivierende depressive Störung, leicht- bis
mä
ssiggradigen
Ausmasses
(ICD-10 F33.8
)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie auf (
Ziff.
8 S. 49):
minimal symptomatische deutliche
Coxarthrose
links bei Status nach
Femurkopfnekrose
2006
g
emäss Akten Status nach Halswirbelsäule
n
(HWS) – Distorsionstrauma 2006, anamnestisch ohne Residuen
Status nach Operation einer Unterschenkelfraktur links 1988
Hypothyreose,
substituiert
Nikotinabusus
anhaltende somatoforme Schmerzstörung
Status nach Suizidversuch mit Opiaten
In der psychiatrischen Teilbegutachtung wurde
insbesondere
ausgeführt, dass die A
nsicht des Spitals
H._
, dass bei der Beschwerdeführerin ein schweres depressives Zustandsbild vorliege, nicht geteilt werden könne. Die Beschwerdeführe
rin könne den Alltag bewältigen,
habe eine gepflegte Erschei
nung und pflege Kontakte, beispielsweise zu einer Kollegin
. Auch unternehme sie Ferienaufenthalte in Kroatien
(S. 45 unten).
Weiter
führten die Ärzte aus
, dass aufgrund der organisch nicht genügend geklärten Schmerzen in Zusam
menhang mit psychosozialen Konflikten und emotionalen Problemen die Diag
nose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gestellt werde. Neben den vorhandenen psychosozialen Belastungsfaktoren sei aber doch klar auch ein organischer
Befund vorhanden (S. 46 oben).
Schliesslich gaben d
ie Ärzte an, dass trotz klar vorhandener Befunde an der LWS, vor allem im Segment L4/5, das Ausmass der erlebten Schmerzen und der im Alltag angegebenen Ein
schränkungen aus rheumatologischer Sicht nicht vollständig nachvollziehbar sei (
Ziff.
9 S. 50 unten).
Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Mitarbeiterin in einem Montagebetrieb sei schwierig abschliessend zu beurteilen, da die Angaben bezüglich der ausgeübten Tätigkeit unterschiedlich angegeben worden seien. Gesamtheitlich betrachtet sei
der Beschwerdeführerin
die bisherige Tätigkeit seit Oktober 2010, dem Datum der ersten Rückenoperation, nicht mehr zumutbar (
Ziff.
10 S. 53 unten).
Eine leichte wechselbelastende Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der LWS, insbeson
dere ohne repetitives Bücken oder Heben von Lasten
von mehr
als
5 kg und
ohne längere Gehstrecken, sei der Beschwerdeführerin
noch zu 70
%
zu
zumu
ten
. Diese Beurteilung gelte
sechs
Monate nach der zwe
iten Rückenoperation, das bedeute
ab 201
2.
Die Einschränkung aus psychiatrischer Sicht betrage 20
%
. Aus gesamtheitlicher Sicht bestehe somit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
in adaptierter Tätigk
eit, welche sich durch vermehrt
notwendige Pausen und die chronischen Schmerzen erkläre (
Ziff.
11 S. 54
oben).
Die psychosozialen oder soziokulturellen Faktoren seien bei der Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt worden (
Ziff.
15.3 S. 56).
Medizinische Massnahmen, welche die Arbeitsfähigkeit relevant verbessern könn
ten, seien aus orthopädisch-rheumatologischer und neurologischer Sicht nicht anzugeben. Von einer weiteren Operation sei dringend abzuraten. Die Prog
nose bezüglich des Rückens sei ungünstig. Aus psychiatrischer Sicht stehe die Beschwerdeführerin in suffizienter integrativ-psychiatrischer Behand
lung, wobei mit einer weiteren Verb
esserung zu rechnen sei (
Ziff.
12 f. S. 54 unten und S. 55 oben).
3.16
J._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD,
empfahl mit Stellungnahme vom 1
5.
November 2013
,
auf das Gutachten des
Zentrums Z._
abzustel
len und von einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin in einem Montagebetrieb mit schwerer körperlicher Belastung und von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gemäss Ressourcenprofil auszugehen, wobei die psychiatrische Einschränkung 20
%
ausmache
(
Urk.
7/121 S. 3 ff.).
3.17
Dr.
G._
informierte mit Schreiben vom 1
1.
Dezember 2013 (
Urk.
7/117
) über den Behandlungsverlauf und
gab
dabei
an, dass diverse Therapieversuche bisher keinen Erfolg gebracht hätten.
D
ie Schmerzen
seien
unerträglich stark, weshalb am
5.
November 2013
in der Klinik
A._
eine
Facet
teni
nfiltration L4/5 links und rechts, wie auch
eine
Infiltration L5/S1 links und rechts durch
geführt worden sei
en
. Dies
sei der
l
etzte Versuch einer möglichen Verb
esserung
,
bevor eine erneute Operation vorgenommen werde. Aus diesen Gründen lasse sich die Beurteilung des
Zentrums Z._
kaum nachvollziehen. Alle therapeutischen Mass
nahmen seien ausges
chöpft und hätten zu keinerlei Verb
esserung des Zustandes oder der Arbeitsfähigkeit geführt. Im weiteren Verlauf hätten sich alle Symp
tome
chronifiziert
und ausgeweitet
(S. 1 f.). Aufgrund der
Chronifizierung
der Erkrankung und der bestehenden Komorbidität bestehe eine mindestens 50%ige Ar
beitsunfähigkeit. Eine weitere Verb
esserung sei kaum zu erwarten (S. 4).
3.1
8
Dr.
C._
bezeichnete
mit Schreiben vom 1
2.
Dezember 2013 (
Urk.
7/114)
das Gutachten des
Zentrums Z._
als realitätsfern, wobei es der biopsychosozialen Situa
tion der Beschwerdeführerin in keiner Weise gerecht werde. Es sei bezeichnend, dass die Einschätzung des Hausarztes in der „kritischen Würdigung vorhande
ner Arztberichte“ mit keinem Wort erwähnt werde. Die Arbeitsfähigkeit betrage maximal 30
%
.
3.19
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Neurochirurgie, führte bei der Beschwer
deführerin am
7.
Januar 2014 eine provokative Diskographie L4/5 (
frustran
L5/S1) sowie
eine Facetteninfiltration L4/5 links und L5/S1 links durch (vgl.
Urk.
7/119/5).
Mit Bericht vom 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
7/119/6-9 =
Urk.
7/120)
gab er an, dass für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine Arbeitsunfä
higkeit von 100
%
bestehe (
Ziff.
1.6 S. 2
). Die Beschwerdeführerin habe
b
elas
tungs
- und bewegungsabhängige Rücken- und Kreuzschmerzen sowie eine De
pression. Diese Einschränkungen würden bei der Arbeit zunehmen (
Ziff.
1.7 S. 2 f.). Sie sei aufgrund der Rückenschmerzen gar nicht belastbar (
Ziff.
1.8 S. 3).
3.20
Mit erneuter Stellungnahme vom 2
1.
März 2014 (
Urk.
7/121 S. 5) hielt RAD-Arzt
J._
an seiner bisherigen Stellungnahme fest, da
der Bericht von
Dr.
K._
keine neuen Diagnosen nenne, wel
che nicht bereits im Gutachten g
ena
nnt und gewürdigt worden seien.
4.
4.
1
Zur Beurteilung
des Gesundheitszustandes und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
ist auf das Gutachten des
Zentrums Z._
(vorstehend E. 3.15) abzustellen. Das interdiszip
linäre Gutachten umfasste die Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie, so dass es sich für die zu beurteilenden Fragen als umfassend erweist
. Auch berücksichtigte d
as Gut
achten die geklagten Beschwerden
sowie
das Ve
rhalten der Beschwerdeführerin und wurde ferner
in Kenntnis der
Vorakten
erstellt, zu welchen auch Stellung genommen wurde. So
führten
die Ärzte
insbesondere
aus, weshalb entgegen der Ansicht des Spitals
H._
keine schw
ere depressive Störung vorliege.
Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien (vors
tehend E. 1.4
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
Dem
zufolge
sind vorliegend als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
sowie eine sonstige rezidi
vierende depressive Störung, leicht- bis
mässiggradigen
Ausmasses
(ICD-10 F33.8)
, ausgewiesen. Die bisherige Tätigkeit ist der Beschwerdeführerin
seit Oktober 2010
nicht mehr zumutbar.
E
ine behinderungsangepasste
leichte wechselbelastende Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der LWS, insbesondere ohne repetitives Bücken oder Heben von Lasten
von mehr
als 5 kg und ohne län
gere Gehstrecken
, ist der Beschwerdeführerin hingegen
zu 70
%
zumutbar. Dies gilt
sechs
Monate nach der zweiten Rückenoperation
vom
2
0.
Juni
2011 und somit ab Januar 2012.
Insoweit ist
auch
ein Revisionsgrund
ausgewiesen
, ist
eine
Rente
doch
nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszust
andes erheblich verändert haben. E
ine Ver
än
de
rung der gesundheitlichen Verhältnisse bei gleich gebliebener Diagnose
liegt auch dann vor
, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Aus
wir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (BGE 130 V 343 E. 3.5, Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03
vom 2
8.
August 2003 E. 2.2.3).
4.2
Die der gutachterlichen Beurteilung entgegenstehende Einschätzung von
Dr.
C._
, wonach von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von 30
%
auszu
gehen sei (vorstehend E. 3.18), vermag daran nichts zu ändern. So ist der Bericht von
Dr.
C._
zu undifferenziert, um
überhaupt darauf ab
stellen
zu können
. Insbesondere ist nicht ersichtlich, ob sich die von ihm attestierte Arbeits
un
fähigkeit auf die bisherige Tätigkeit oder auf eine
behinderungsange
passte
Tätigkeit bezieht.
Auch die
von ihm vorgebrachte Rüge,
das Gutachten sei realitätsfern, weil es der biopsychosozialen Situation der Beschwerdeführerin in keiner Weise gerecht werde, ist unbeachtlich. Wie im Gutachten des
Zentrums Z._
zutreffenderweise
festgehalten
wurde
, dürfen im Lichte der Rechtsprechung psy
chosoziale Faktoren bei der Bestimmung der Arbeitsfähigkeit nicht berücksich
tigt wer
den (vgl.
Urk.
7/106 S. 56, BGE 127 V 294 E. 5a
). Schliesslich ist
in Bezug auf Berichte von behandelnden Arztpersonen auf die Erfahrungstatsache
hinzuweisen,
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten der eigenen Patienten aussa
gen (
BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
A
uch die Berichte von
Dr.
G._
lassen keine Zweifel an der schlüssigen Ein
schätzung des
Z._
-Gutachtens
aufkommen. In ihren
ersten Bericht
en im Jahr 2012 (vorstehend E. 3.9, E. 3.11
)
ging
Dr.
G._
von einer Invalidität in der Höhe von 20-30
%
aus, womit diese Einschätzung weitgehend mit der
im Gut
achten
aufgrund der psychiatrischen Beschwerden festgelegte Arbeitsunfähig
keit von 20
%
übereinstimmte
.
Die
Ausführungen
vom
Dr.
G._
im
letz
ten
Bericht (vorstehend E. 3.17) beziehen sich
indessen
auf somatischen Beschwerden
und
liegen
somit ausserhalb ihres Fachgebietes der Psychiatrie, weshalb dieser Bericht für die vorliegende Beurteilung
unbeachtlich ist.
4.
3
Soweit
die Beschwerdeführerin geltend macht, eine Verbesserung des Gesund
heits
zustandes sei mit der progredienten Symptomatik nicht vereinbar (
Urk.
1 S.
3), so ist
insbesondere auf die obigen Ausführungen zu verweisen (vorste
hend
E. 4.1).
Auch das weitere Vorbringen der Beschwerdeführerin
, es könne nicht von einem intakten sozialen Gefüge gesprochen werden, wenn nur die Be
zie
hung zur Kernfamilie exis
tiere (
Urk.
1 S. 3), vermag die
schlüssige Einschät
zung des
Zentrums Z._
nicht in Zweifel zu ziehen.
Der geschilderte
Tagesablauf (
Urk.
7/1
0
6 S.
16
) lässt erkennen, dass die Beschwerdeführerin ihren Alltag – wenn
auch zeitweise mit Hilfe der Familie – bewältigen kann. Auch verlässt sie ihre Woh
nung regelmässig für einen Spaziergang, Arztbesuche u
nd kleinere Einkäufe. Ferner ist es ihr möglich
,
in den Urlaub
zu
fahren
(
Urk.
7/106 S. 39)
.
Von einem ausgewiesenen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens kann demnach nicht gesprochen werden.
4.4
Da
die Beschwerdeführerin
im
Gutachten des
Zentrums Z._
in der bisherigen Tätigkeit als vollständig arbeitsunfähig erachtet wird, erübrigt sich
der beantragte Augen
schein vor Ort und eine
allfällige
Befragung des Chefs sowie der
Arbeits
kollegen (
Urk.
1 S. 5).
4.
5
Aufgrund der schlüssigen Einschätzung ist zudem nicht ersichtlich, inwiefern die von der Beschwerdeführerin geforderte Einholung eines Verlaufsberichtes der
Klinik
A._
sowie eine
r
Oberexpertise (
Urk.
1 S. 4) für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, so dass darauf im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d).
4.6
Ferner
ist nicht er
kennbar
, weshalb die Beschwerdeführerin – ohne nähere Begrün
dung - ein Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
nach ATSG forderte (
Urk.
1 S. 6). Hierzu bleibt anzumerken, dass das Bundesgericht in ständiger Rechtspre
chung vom Regelfall ausgeht, dass eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist (
vgl.
Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversiche
rungsrecht
, Bundesgesetz über di
e Invalidenversicherung (IVG),
3.
Auflage, Zürich 201
4
,
N 61
S.
4
3
6
). Praktisch bedeutet dies, dass aus einer medizinisch
attestierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit unmittelbar auf eine Verbesse
rung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit ein entsprechender
Einkom
mens
ver
gleich
(mit dem Ergebnis eines tieferen Invaliditätsgrades) vorgenom
men wer
den kann. In ganz besonderen Ausnahmefällen hat die Rechtsprechung dennoch nach langjährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewie
sener Leis
tungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe von medizinisch-rehabilitativen und/oder beruflich-erwerblichen Mass
nahmen das theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden kann. Die
Beschwerdegeg
nerin
hätte dann im Weigerungsfall die Beschwerdeführerin mittels Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
auf die Rechtsfolgen ihres Verhaltens hinweisen müssen (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 1
0.
September 2010 E. 4.2.2).
Bei der vorliegenden
Zusprache
einer befristeten Rente ist ein solcher Ausnah
mefall zu verneinen.
Da der Beschwerdeführerin insbesondere auch keine
Scha
denminderungspflicht
auferlegt wurde, ist ein Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
zum jetzigen Zeitpunkt nicht angezeigt.
4.7
Soweit die Beschwerdeführerin – unter Beilage eines Arztberichtes von
Dr.
K._
vom
9.
März 2015 (
Urk.
14/1-4) –
schliesslich
geltend macht, es sei ihr wegen der Verschlimmerung der Rückenproblematik eine weitere
Rücken
operation
vorgeschlagen worden
(
Urk.
13), ist dies ohne Auswirkung auf die im vorliegenden Verfahren zu beurteilenden Fragen. Nach ständiger Rechtspre
chung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der
Ver
wal
tungsverfügungen
in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des
Ver
fü
gungserlasses
– hier also am 3
0.
April 2014 – gegeben war (BGE 121 V 366 E.
1b). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normal
fall Gegenstand einer neuen Verfügung sein.
4.8
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass der Beschwer
deführerin
die bisherige Tätigkeit
ab Oktober 2010 nicht mehr zumutbar
war
. Eine angepasste leichte wechselbelastende Tätigkeit
ohne Zwangshaltungen der LWS, insbesondere ohne repetitives Bücken oder Heben von Lasten
von mehr
als 5 kg und ohne längere Gehstrecken,
ist der Beschwerdeführerin
sechs
Mo
nate nach der zweiten Rückenoperation vom 2
0.
Juni 2011 wieder
in eine
m Pensum von 70
%
zumutbar.
5.
5.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Einschrän
kungen vorzunehmen, wobei die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen als zu 100
%
Erw
erbstätige zu qualifizieren ist. Somit ist
ein Einkommensvergleich nach
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG vorzunehmen.
5.2
Für die Periode vollständiger Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten bedarf es zur Invaliditätsbemessung keines Einkommensvergleichs, da der
Inva
liditätsgrad
100
%
beträgt.
Gemäss dem Gutachten des
Zentrums Z._
ist die 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer adap
tierten Tätigkeit sechs Monate nach der zweiten Rückenoperation vom 2
0.
Juni 2011
zumutbar
, folglich ab
Januar 2012
(vorstehend E.
3.4, E.
3.15).
Gestützt auf den Bericht von med.
pract
.
D._
(
Urk.
7/64 S. 9; vgl. auch
Urk.
7/121 S. 5) ging die
Beschwerdegegnerin
jedoch von einer Verbesserung
der Arbeitsfähigkeit per Sep
tember 2012 aus, was nicht zu beanstanden ist (vgl. auch
Art.
88a
Abs.
1 IVV).
5.
3
Beim Einkommensvergleich für die Bemessung des Invaliditätsgrades ab
dem
1.
Januar 2013
stützte sich die Beschwerdegegnerin b
ei der Ermittlung des
Vali
deneinkommens
auf den Durchschnitt der im Auszug des individuellen Kontos (IK-Auszug) ausgewiesenen Einkommen der Jahre 2007 bis 2010 und errechnete unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ein hypothetisches
Vali
deneinkommen
im Jahr 2012 von rund
Fr.
57‘500.-- (
Urk.
2 S. 10,
Urk.
7/69). Dieses Einkomme
n ist aufgrund der Akten (
Urk.
7/15
) nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten
.
Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
ist allerdings dem Umstand Rech
nung zu tragen,
wenn
die versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde
Deutsch
kenntnisse
) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen bezog, so
fern sie sich nicht aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommen begnügen wollte.
Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss ent
we
der auf Seiten des
Valideneinkommens
durch eine entsprechende Herauf
set
zung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des
Invaliden
ein
kommens
durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen). Eine Paralleli
sierung ist indessen nur vorzunehmen, wenn die Differenz zum massgebenden Durchschnitt deutlich ist. Deutlich unterdurchschnittlich im Sinne von
BGE 134 V 322
E. 4 ist der tatsächlich erzielte Verdienst, wenn er mindestens 5
%
vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn abweicht (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.2).
Die Beschwerdeführerin
war
als Montagearbeiterin bei der
Y._
tätig
, wobei sie über keine Berufsausbildung verfügt
. Der branchenübliche
Ta
bellenlohn
in der Branche „Maschinenbau“ für einfache und repetitive Tätig
keiten (
LSE 2010, Tabelle TA1, Ziffer 28, S. 26,
Anforderungsniveau 4) beträgt
un
ter Berücksichtigung der wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und der Nominallohnentwicklung - im Jahr 2012 rund
Fr.
58‘754.-- (
Fr.
4‘604.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.01 x 1.01). Verglichen mit dem Einkommen
von rund
Fr.
57‘500.--
, welches
die Beschwerdeführerin
im gleichen Jahr
tatsächlich verdient hätte, ist lediglich eine Abweichung von gerundet 2
%
zu verzeichnen, so dass eine Parallelisierung
der Erwerbseinkommen
ausser Betracht fällt.
5.4
Das Invalideneinkommen
ermittelte die Beschwerdegegnerin – in Beachtung der geltenden Rechtsprechung (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis) – gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE), wobei sie auf den standardisierten
Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtlichen
Wirt
schaftszeigen
des privaten Sektors abstellte (LSE 2010, S. 26, Tabellengruppe TA1, Total,
Anforderungensn
iveau
4)
.
U
nter Berücksichtigung der durchschnitt
lichen wöchentlichen A
rbeitszeit im Jahr 2012 von 41.7
Stunden und der allge
meinen Lohnentwicklung in den Jahren 2011 und 2012
ergibt sich
ein hypo
thetisches Invalideneinkommen von rund
Fr.
37‘742.-- bei der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70
%
(
Fr.
4‘225.--
: 40 x 41.7
x 12 x 1.01 x 1.01
x 0.7
)
.
5.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.6
Die Beschwerdeführerin erachtete vorliegend einen Abzug vom Tabellenlohn als
gerechtfertigt
, müsse sie sich als Ausländerin schon zum vornherein mit etwa 20
%
weniger als die hiesige Bevölkerung abfinden (
Urk.
1 S. 5)
, wogegen d
ie Beschwerdegegnerin keinen solchen Abzug
gewährte
(
Urk.
2)
.
Hierzu gilt es zu sagen, dass die Beschwerdeführerin aus dem geltend gemachten Ausländerstatus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann, ist sie
gemäss den Akten
doch schwei
zer
ischer Nationalität (
Urk.
7/12)
.
Auch wich
ihr erzieltes Einkommen nicht
wesentlich vom branchenüblichen Tabellenlohn ab (vorstehend E. 5.3).
D
as Belastungsprofil
der behinderungsangepassten Tätigkeit
rechtfertigt vorliegend
auch
keinen Abzug vom Tabellenlohn, umfasst der Tabellenlohn im
Anforde
rungsniveau
4 doch bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten und auch die Beachtung von Hebe- und
Tragelimiten
rechtfertigt kein
en
Abzug (Urteile des Bundesgerichts 9C_386/2012 vom 1
8.
September 2012 E. 5.2 und 9C_454/2011 vom 3
0.
September 2011 E. 4.3). Ebenfalls begründet die fehlende Berufsausbildung der Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf einen Abzug, ist diese doch bei der Bestimmung des
Anforde
rungsniveaus
zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_427/2011 vom 1
5.
September 2011 E. 5.2). Dem wurde hier Rechnung getragen, indem die Tabellenlöhne auf dem niedrigsten Anforderungsniveau 4 (einfache und repeti
tive Tätigkeiten), welches keine Berufsausbildung erfordert, verwendet wurden.
Schliesslich rechtfertigt auch
die Tatsache, dass
die Beschwerdeführerin
nur noch t
eilzeit
lich
arbeitsfähig ist, keinen Abzug vom Tabellenlohn
(Urteil des Bundesgerichts 8C_712/2012 vom 3
0.
November 2012 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Andere Gründe sind nicht ersichtlich, so dass vorliegend ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn
nicht
ge
rechtfertigt
is
t
.
5.7
Wird das
Valideneinkommen
von
Fr.
57‘500.--
dem Invalideneinkommen von
Fr.
37‘742.--
gegenübergestellt, resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
19‘758.--,
was einem
nicht mehr rentenbegründenden
Invaliditätsgrad
von gerundet
34
%
entspricht.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach im Ergebnis als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.