Decision ID: add8c018-ea3c-410e-9a61-94cb04d93b69
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherte) war als Mitarbeiterin in der Verpackung/Logistik
bei der B._ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin), bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von
Unfällen versichert (UV-act. 1, 170-10).
A.b Am 16. Dezember 2011 liess die Versicherte durch ihre Arbeitgeberin melden, sie
habe am 5. Dezember 2011 einen Verkehrsunfall erlitten (UV-act. 1). Der Unfall habe
sich ereignet, als die Versicherte bei einer auf Rot stehenden Lichtsignalanlage
angehalten habe. Ein nachfolgender Personenwagenlenker habe dies nicht bemerkt
und sei ungebremst in ihren Personenwagen hineingefahren, worauf ihr Fahrzeug in
das Heck des vorderen Fahrzeugs gestossen worden sei. Sie habe sich am Kopf, am
Rücken und an den Halswirbeln verletzt bzw. ein Schleudertrauma und eine leichte
Hirnerschütterung erlitten (UV-act. 1, vgl. auch UV-act. 53-1 f.). Die Erstbehandlung
erfolgte am Unfalltag durch Dr. med. C._, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Innere
Medizin FMH, Au (UV-act. 8). Dr. C._ erklärte am 5. Dezember 2011 im
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Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kranio-zervikalem
Beschleunigungstrauma, dass die Versicherte wegen der HWS-Distorsion und der
Schreck-/Angstreaktion nach dem Unfall nicht habe weiterfahren können. Unmittelbar
nach dem Unfall seien Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Übelkeit,
Hörstörungen sowie Schmerzen im linken Arm (Oberarm), im zweiten Finger links und
in den Schulterblättern aufgetreten. Als behandlungsbedürftig nannte die Ärztin den
Nacken, den Rücken und die Psyche (Angst). Sie diagnostizierte in Anlehnung an die
Quebec Task Force (QTF) eine HWS-Distorsion Grad II sowie ein Thoracalsyndrom
posttraumatisch und attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 8).
A.c Mit Schreiben vom 23. Dezember 2011 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht
und sprach der Versicherten Leistungen zu (Heilkosten- und Taggeldleistungen; UV-
act. 4 ff.).
A.d Am 2. Januar 2012 nahm die Versicherte ihre Arbeit wieder zu 50% auf (UV-act. 11
f.). Im Arztbericht vom 30. Januar 2012 diagnostizierte Dr. med. D._, Facharzt für
Allgemeinmedizin FMH, ein zervikothorakales und zervikozefales Syndrom nach HWS-
Distorsion vom 5. Dezember 2011 (UV-act. 19). Am 16. Februar 2012 fand in der
Rehaklinik Bellikon ein HWS-Assessment statt. Festgestellt wurden dauerhafte
rechtsbetonte Zephalgien, rechtsbetonte Dauerschmerzen des Nackens sowie
vorbestehende Belastungsschmerzen Schulter links, welche seit dem Unfall vom 5.
Dezember 2011 verstärkt seien. Empfohlen wurden insbesondere Physiotherapien bzw.
MTT dreimal pro Woche sowie die Überprüfung der Medikation bezüglich des seit zwei
Monaten eingenommenen Antidepressivums. Die Arbeitsfähigkeit wurde auf 50%
geschätzt (UV-act. 31, 38; vgl. auch UV-act. 233-15/24). Ab 12. März 2012 konnte die
Versicherte wieder zu 25% und ab 10. April 2012 zu 50% arbeiten (UV-act. 42, 47, 56).
A.e Im unfallanalytischen Gutachten der AXA Winterthur vom 6. Juni 2012 wurde bei
der ersten Auffahrkollision eine Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeuges der
Versicherten zwischen 12.2 und 16.7 km/h ermittelt. Der Aufprall des Fahrzeuges der
Versicherten in das vordere Fahrzeug konnte nur eingeschränkt untersucht werden,
denn der AXA Winterthur standen weder Fotos der Beschädigungen am vorderen
Fahrzeug noch eine diesbezügliche Reparaturrechnung zur Verfügung (UV-act. 53).
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A.f Im Oktober 2012 verordnete Dr. C._ versuchsweise drei
Psychotherapiesitzungen bei Dr. med. E._, Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH. Die Psychiaterin erhob den Verdacht auf eine depressive
Episode, leicht bis mittelschwer, sowie eine somatoforme Schmerzstörung und
empfahl weitere Abklärungen zum Schmerzmittelgebrauch. Da es nicht gelang, eine
therapeutische Beziehung aufzubauen, wurde die Therapie nicht fortgesetzt (UV-act.
123; vgl. auch UV-act. 76 f., 82-5, 89-2, 233-13). Ab 8. Oktober 2012 erhöhte die
Versicherte trotz andauernden erheblichen Schmerzen das Arbeitspensum auf 60%
(UV-act. 77, 82-5, 88 f., 91).
A.g Am 26. Februar 2013 wurden durch die Radiologie F._, Diagnosezentrum G._,
Heerbrugg, MRI-Aufnahmen des Schädels und der HWS der Versicherten
erstellt. Dr. med. H._, Facharzt für medizinische Radiologie FMH, erhob hinsichtlich
des Schädels folgende Befunde: mittelvolumige, frei belüftete Concha bullosa media
rechts, eine geringe Schleimhautschwellung und Mucusretention im Bereich einzelner
anteriorer Ethmoidalzellen, ansonsten normales übriges cranio-zerebrales
Kernspintomogramm sowie hinsichtlich der HWS: normale Haltung und Formgebung
der HWS im Liegen, normale Darstellung des occipito-zervikalen Übergangs, intaktes
Ligamentum transversum denti, beidseits intakte Ligamenta alaria, mehrsegmentäre
geringe Chondrose C2-6 bei ansonsten jedoch intakten dorsalen discoligamentären
Strukturen zervikal, intaktes anteriores, posteriores und interspinöses Längsband
zervikal, normale Weite des ossären zervikalen Spinalkanals sowie der Foramina
intervertebralia, normale Artikulation der zervikalen Facettengelenke sowie normale
Trophik und Signalgebung des zervikalen und des mitabgebildeten hochthorakalen
Myelons (UV-act. 101). Die neurologische Untersuchung vom 25. März 2013 durch Dr.
med. I._, Fachärztin für Neurologie FMH, ergab die Diagnose chronisches
zervikozephales und zervikovertebrales rechtsbetontes Syndrom bei Status nach
Distorsionstrauma im Dezember 2011. Anhaltspunkte für eine somatisch-neurologische
Läsion konnten nicht gefunden werden (UV-act. 104). Am 29. Mai 2013 erklärte die
Versicherte, sie habe am 21. Mai 2013 ihr Arbeitspensum auf 70% gesteigert, wobei sie
nach wie vor erhebliche Schmerzen habe (UV-act. 114). Kreisarzt Dr. med. J._,
Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
empfahl daraufhin eine progressive Muskelrelaxationstherapie nach Jacobson (UV-act.
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118, 126, 133-6). An der Besprechung vom 10. Dezember 2013 wurde die
versuchsweise Aufnahme einer weiteren Therapieart (Neurofeedback) vereinbart (UV-
act. 135, 137). Ab Januar 2014 erhöhte die Versicherte ihr Pensum auf 80% (UV-act.
139).
A.h Am 28. April 2014 wurde die Versicherte ins Spital K._ eingeliefert. Gemäss
provisorischem Austrittsbericht vom 2. Mai 2014 über den Spitalaufenthalt vom 28.
April bis 3. Mai 2014 sei eine Intoxikation durch das Medikament Zolpidem festgestellt
worden. Es bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Veranlasst wurde eine
psychotherapeutische Anbindung an die Psychiatrischen Dienste L._ in M._ (UV-
act. 144, 194). Am 5. Mai 2014 erklärte die Versicherte zum Intoxikationsvorfall
gegenüber der Suva, sie habe in Hinblick auf den Arbeitseinsatz am Montag mehr
Medikamente als sonst eingenommen, jedoch nicht wie im Klinikbericht erwähnt in
suizidaler Absicht (UV-act. 141; vgl. auch UV-act. 175-3, 197-3).
A.i Im Bericht der Psychiatrischen Dienste L._ vom 12. Mai 2014 wurden basierend
auf der Erstkonsultation vom 7. Mai 2014 von Dr. med. N._ und Dr. med. O._
diagnostiziert eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion bei chronischer
Schmerzproblematik (ICD-10: F43.2) und psychologische Faktoren oder
Verhaltensfaktoren, die zur Aufrechterhaltung einer chronischen Schmerzproblematik
beitragen (ICD-10: F54). Der Schwerpunkt der Behandlung wurde auf die Vermittlung
von Strategien zum Umgang mit chronischen Schmerzen gelegt (act. G 18.1). Im
Bericht vom 23. Mai 2014 wurden diagnostiziert eine Anpassungsstörung mit längerer
depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) und eine chronische Schmerzstörung mit
somatischen und psychischen Faktoren bei Status nach HWS-Distorsion nach
Verkehrsunfall am 5. Dezember 2011 (ICD-10: F45.41; UV-act. 154).
A.j Am 16. Mai 2014 nahm die Versicherte ihre Arbeit wieder zu 50% auf (UV-act. 159,
161). An der Besprechung mit der Suva vom 8. Juli 2014 berichtete sie über konstante
Kopfschmerzen und Schmerzen, welche mittlerweile bis ins Steissbein ausstrahlen
würden. Im Weiteren wurde die Anmeldung der Versicherten bei der
Invalidenversicherung veranlasst (UV-act. 165, 170). Die MRI-Untersuchung am 1.
September 2014 in der Radiologie F._ ergab eine grenzwertige lumbale Lordosierung
(Lordosewinkel 57°), eine Streckfehlhaltung des thorakolumbalen Übergangs, eine
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mehrsegmentäre leichte bis mässiggradige Chondrose TH10-S1, eine leichte bis
mässige lumbale Spondylarthrose L3-S1, eine beidseits hypoplastisch ausgebildete
Interartikularportion des Arcus vertebrae LWK 4 und 5 allerdings ohne assoziierte
Spondylose sowie allseits intakte dorsale discoligamentäre Strukturen lumbal (UV-act.
186-2). Am 6. Oktober 2014 wurde das Arbeitspensum auf 60% erhöht (UV-act. 177).
A.k In der psychiatrischen Beurteilung vom 27. Oktober 2014 (UV-act. 181-8) stellte
der Versicherungsmediziner der Suva, Dr. med. P._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, fest, dass der bisherige Verlauf nach craniocephalem
Beschleunigungstrauma bei dieser Art von Unfällen nicht selten zu beobachten sei. Die
initial nach dem Unfall angegebenen Beschwerden würden bis zum aktuellen Zeitpunkt
in gleicher Weise beklagt. Die in den bildgebenden Untersuchungen festgestellten
degenerativen Veränderungen der HWS und BWS könnten dazu beigetragen haben,
dass sich auftretende Beschwerden verzögert zurückbilden würden (UV-act. 181-9).
Die von den Psychiatrischen Diensten L._ diagnostizierte Anpassungsstörung sei
nachvollziehbar. Es könne als wahrscheinlich angenommen werden, dass sich die
Symptomatik nach dem Unfall auf dem Boden einer prädisponierten Persönlichkeit und
Vorschädigung der Wirbelsäule im Sinne einer natürlichen Teilkausalität entwickelt
habe. Vorbestehende prädisponierende Faktoren könnten auch den längerdauernden
Verlauf und die Hartnäckigkeit der Symptome erklären. Um zuverlässiger die Kausalität
zum Unfallereignis beurteilen zu können, bedürfe es weiterer biographischer und
anamnestischer Angaben, zumal unabhängige Faktoren die aktuelle Symptomatik
mitbestimmt haben könnten (UV-act. 181-10 f.). An der Besprechung mit der Suva vom
28. Oktober 2014 erklärte die Versicherte, dass sie seit zirka Ende August auch
Ausstrahlungen ins linke Bein verspüre. Das 60%ige Arbeitspensum sei grenzwertig.
Wegen der Schmerzen komme es immer wieder zu tageweiser gänzlicher
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 182).
A.l Am 27. November 2014 erklärte die Suva, dass sie für den Aufenthalt der
Versicherten im Spital K._ vom 28. April bis 3. Mai 2014 leistungspflichtig sei (UV-act.
189).
A.m Im Arztbericht vom 25. November 2014 wurden von Dr. N._ und Dr. O._
diagnostiziert eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) und eine
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chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10:
F45.41). Aufgrund der Untersuchungsbefunde wurde vom Vorliegen gewichtiger
somatischer Faktoren (Beginn der Beschwerden nach dem Unfallereignis, bestehende
Fehlhaltung und Hinweise auf eine muskuläre Ursache der Beschwerden)
ausgegangen. Psychische Faktoren seien nicht ursächlich für die Beschwerden,
würden aber zu deren Aufrechterhaltung beitragen, weshalb die Diagnose einer
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gestellt
worden sei. Die Anamneseerhebung habe weder eine vorbestehende psychiatrische
Erkrankung noch eine vorbestehende Persönlichkeitsakzentuierung ergeben.
Hinsichtlich der depressiven Symptome werde bei Fortsetzung der aktuellen
psychotherapeutischen Behandlung im Laufe der nächsten sechs Monate zumindest
von einer Teilremission ausgegangen. Bezüglich der Schmerzproblematik sei die
Prognose eher verhalten. Sobald die Versicherte unter dem jetzigen Arbeitspensum von
60% ein stabiles Zustandsbild zeige, sei vorgesehen, das Arbeitspensum
versuchsweise um weitere 10% zu steigern. Eine Steigerung bis hin zu 100% könne
nicht ausgeschlossen werden, benötige aber mindestens ein bis zwei Jahre (UV-act.
191).
A.n Im Arztbericht des Schmerzentrums des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 4.
Dezember 2014 wurde diagnostiziert eine chronifizierte Schmerzstörung,
Chronifizierungsgrad I nach Gerbershagen. Eine multimodale Schmerztherapie sei
eingeleitet worden. Ein erneuter Versuch mit einem Stufe III Opiat könne versucht
werden, diesmal jedoch mit ausgebauter Therapie zur Behandlung der
Nebenwirkungen (UV-act. 197). An der Besprechung mit der Suva vom 17. März 2015
erklärte die Versicherte, dass nach wie vor die Schmerzen im Nacken im Vordergrund
stünden, welche jetzt bis ins linke Bein ausstrahlen würden. Sie sei deswegen beim
Chiropraktiker Dr. med. Q._ in Behandlung. Ein nachhaltiger Erfolg habe sich bisher
nicht eingestellt. Die seit Oktober 2014 zweimal wöchentlich durchgeführte Matrix-
Therapie empfinde sie als hilfreich. Den Kopf könne sie ein wenig besser bewegen. Seit
Januar 2015 habe sie bei der Arbeit nicht mehr gefehlt (UV-act. 205, vgl. auch UV-act.
210, 233-16).
A.o Am 10. April 2015 fand in der Radiologie F._ eine Kernspintomographie des
linken Vorderfusses statt. Dr. med. R._ erhob eine fissurale Stressfraktur in der Basis
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der proximalen Phalanx von Digitus 2 mit Einstrahlung ins Gelenk ohne Stufenbildung
mit erheblichem Knochenmarksödem in der Basis und auch im Schaftbereich des Os
metatarsale 2, periostaler Reaktion und perifokalem Weichteilödem sowie
nebenbefundlich eine leichtgradige Arthrose zwischen dem Köpfchen des Os
metatarsale 1 und dem medialen Sesambein (UV-act. 209). Dr. med. S._, Facharzt für
Allgemeinmedizin, stufte die Ermüdungsfraktur infolge Fehlbelastung bei der Arbeit
wegen Fehlhaltung als unfallbedingt ein (UV-act. 212). Kreisarzt Dr. med. T._
erachtete dagegen die Fussbeschwerden als nicht kausal zum Unfall vom Dezember
2011 (UV-act. 213).
A.p Mit Verfügung vom 27. Mai 2015 teile die Suva der Versicherten mit, dass wegen
fehlenden Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 5. Dezember 2011 und
den Fussbeschwerden links keine Leistungen erbracht werden könnten. Die restlichen
geklagten Beschwerden seien organisch nicht nachweisbar. Die in Berücksichtigung
der geltenden Rechtsprechung vorgenommene Beurteilung habe ergeben, dass die
Adäquanz zu verneinen sei, weshalb die Versicherungsleistungen per 7. Juni 2015
eingestellt würden. Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein
Anspruch auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung (UV-act. 217).
A.q Im Arztbericht vom 2. Juni 2015 diagnostizierte Dr. med. U._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
Orthopädie V._, bezüglich des linken Fusses eine Ermüdungsfraktur proximale
Phalanx Dig. II und Os metatarsale II (UV-act. 224).
B.
B.a Mit Schreiben vom 22. Juni 2015 erhob die Versicherte Einsprache gegen die
Verfügung vom 27. Mai 2015 und verlangte zumindest eine "fundierte, kompetente
medizinische Überprüfung" (UV-act. 219).
B.b Da gemäss Suva die kreisärztliche Kurzbeurteilung vom 6. Mai 2015, worauf sich
die leistungseinstellende bzw. leistungsabweisende Verfügung vom 27. Mai 2015
stützt, den bundesgerichtlichen Mindestanforderungen an einen Arztbericht nicht
gerecht werde, ersuchte sie den kreisärztlichen Dienst um eine ausführliche
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Stellungnahme (vgl. dazu UV-act. 213) sowie um eine Begründung, weshalb es sich bei
der ausgewiesenen Stressfraktur nicht um unfallkausale Beschwerden handle (UV-act.
228). Im Bericht vom 2. September 2015 erklärte Kreisarzt Dr. T._, dass bis Anfang
April 2015 keine Verletzung des linken Beins bzw. des linken Vorfusses dokumentiert
sei. Hinsichtlich der beklagten und chronisch persistierenden Kopf- und
Nackenschmerzen hätten die bildgebenden Untersuchungen bis auf leichte,
unfallabhängig [gemeint wohl: unfallunabhängig] vorbestehende
Verschleisserscheinungen der Bandscheibensegmente C2-C6 keine Hinweise für eine
unfallbedingte strukturelle Läsion des Schädels resp. der Halswirbelsäule oder
traumatisch bedingte neurologische Störungen ergeben. Zudem habe die Suva gemäss
Verfügung vom 27. Mai 2015 die Adäquanz geprüft und abgelehnt. Damit stehe fest,
dass alle von der Versicherten weiterhin beklagten Beschwerden verschiedener
Wirbelsäulenanteile, des Schädels und des linken Fusses mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit in keinem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 5.
Dezember 2011 stünden, sondern ausschliesslich unfallunabhängigen Faktoren
geschuldet seien (UV-act. 229).
B.c Am 30. Oktober 2015 erfolgte eine MRI-Untersuchung des linken Fusses in der
Radiologie F._. Erhoben wurden: "Reizlose konsolidierte ältere Stressfraktur der
Grundphalanx der zweiten Zehe. Zwischenzeitlich neu aufgetretene diskrete
subchondrale Signalveränderung am Köpfchen von Os metatarsale II, DD: reaktiv/
beginnende Osteonekrose?" (UV-act. 233-20).
B.d Mit Einspracheentscheid vom 19. Januar 2016 hiess die Suva die Einsprache
insofern gut, als sie sich bereit erklärte, für die Heilbehandlung der fissuralen
Stressfraktur im linken Vorfuss der Versicherten aufzukommen. Im Übrigen wurde die

Considerations:
Einsprache abgewiesen (UV-act. 239-18). In den Erwägungen wurde ausgeführt, dass
die Übernahme der Kosten für die Heilbehandlung der Fussbeschwerden ohne
Anerkennung einer Rechtspflicht erfolge. Anderweitige Leistungen wie beispielsweise
Taggelder würden mangels Arbeitsunfähigkeit hingegen nicht erbracht. Bei allfälligen
Weiterungen behalte sich die Suva das Recht vor, in Bezug auf die Ätiologie des
Ermüdungsbruchs weitergehende medizinische Beweisvorkehrungen anzuordnen, um
die Frage der Kausalität dieser Beschwerden definitiv beantworten zu können (UV-act
239-6). Die noch vorhandenen psychischen Probleme sowie die unfallbedingten aber
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nicht objektivierbaren Beschwerden im Bereich des Kopfes und der Wirbelsäule
stünden nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 5. Dezember
2011, weshalb keine Leistungspflicht der Suva über den 7. Juni 2015 bestehe (UV-act.
239-6 ff.).
C.
C.a Die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt
lic. iur. Adrian Fiechter, Widnau, erhob am 19. Februar 2016 gegen den
Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) Beschwerde mit
folgenden Rechtsbegehren: "1. Der Einspracheentscheid vom 19. Januar 2016 sei in
Ziffer 1 derart abzuändern, dass die Suva für die Folgen des Unfalls vom 5. Dezember
2011 die gesetzlichen Versicherungsleistungen ab 7. Juni 2015 weiterhin und
vollumfänglich erbringt, insbesondere für die Fussverletzung als auch für die übrigen
Beschwerden. 2. Insbesondere sind der Beschwerdeführerin ab dem 7. Juni 2015 eine
UVG-Rente von mindestens 40%, eventualiter ein UVG-Taggeld von mindestens 40%
sowie eine Integritätsentschädigung von mindestens 30% sowie die unfallbedingten
Heilungskosten auszurichten und zu bezahlen. 3. Eventualiter sei ein neutrales
polydisziplinäres Gutachten zu erstellen. 4. Der Beschwerdeführerin sei die
unentgeltliche Rechtspflege mit dem Unterzeichneten als Vertreter zu bewilligen. 5. Es
sei dem Unterzeichneten für eine Zusatzbegründung eine Nachfrist anzusetzen. 6. Alles
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin, respektive
zu Lasten des Staates infolge zu bewilligender unentgeltlicher Rechtspflege." (act. G 1).
C.b Mit Schreiben vom 14. März 2016 zog die Beschwerdeführerin das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege zurück (act. G 4).
C.c In der Beschwerdeantwort vom 7. April 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und die Bestätigung des
Einspracheentscheids (act. G 6). Zur Begründung wurde insbesondere ausgeführt,
dass die Arbeitsunfähigkeit von 40% auf die anhaltenden psychischen Störungen
zurückzuführen sei. Die Fussproblematik links habe bis zum Erlass des
Einspracheentscheids keine Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit bewirkt. Hinsichtlich
der Kopf- und Nackenbeschwerden hätten weder radiologisch noch neurologisch
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strukturelle/organische Unfallfolgen objektiviert werden können. Im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung sei der Endzustand sowohl in somatischer als auch in psychischer
Hinsicht erreicht gewesen, da mit einer namhaften Besserung nicht mehr habe
gerechnet werden können. Die psychische Störung sei ein eigenständiges Leiden,
weshalb die Adäquanzprüfung nach der Psycho-Praxis zu erfolgen habe. Die
psychischen bzw. organisch nicht ausgewiesenen Probleme müssten deshalb ausser
Acht gelassen werden. Da beim Unfall von einem mittelschweren Ereignis im
Grenzbereich zu den leichten Fällen auszugehen sei, müssten für die Bejahung der
Adäquanz mindestens vier massgebende Kriterien gehäuft oder einzelne in
ausgeprägter Weise erfüllt sein. Dies sei vorliegend jedoch weder nach der Psycho-
Praxis noch nach der Schleudertrauma-Praxis erfüllt.
C.d In der Replik vom 16. August 2016 hielt die Beschwerdeführerin unverändert an
ihren Rechtsbegehren fest (act. G 14). Begründet wurde dies insbesondere damit, dass
die Einschränkungen durch die Fussproblematik gar nie abgeklärt worden seien,
obwohl die Diagnose am linken Fuss geeignet sei, die Arbeitsfähigkeit einzuschränken.
Von einem Endzustand könne nicht ausgegangen werden, da die Beschwerdeführerin
immer noch an den Unfallfolgen leide und regelmässig zur Physio- und Psychotherapie
gehe. Im eingereichten Bericht der Klinik für Rheumatologie des KSSG vom 23. März
2016 erklärten Dr. med. W._, Dr. med. X._ und Prof. Dr. med. Y._, dass die
chronifizierten Schmerzen wohl im Rahmen einer multimodalen Genese (degenerativ,
muskuläre Dysbalance, Fibromyalgie, Depression, Frakturen) gesehen werden
müssten. Empfohlen wurde dringend die Aufnahme einer stationären multimodalen
Schmerztherapie sowie das Fortführen der Physiotherapien/Massagen und der MTT
(act. G 14.1). Im Osteodensitometrie-Bericht des KSSG vom 5. April 2016 wurde
festgestellt, dass densitometrisch zwar eine Osteopenie vorliege, die
Ermüdungsfrakturen der proximalen Phalanx und Os metatarsale Dig. II Fuss links
jedoch nicht als osteoporotische Frakturen gewertet werden könnten (act. G 14.2).
Eingereicht wurden zudem diverse Nachweise über absolvierte Behandlungstermine
(act. G 14.3-14.22, 14.26).
C.e In der Duplik vom 12. September 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren
bisherigen Anträgen unverändert fest (act. G 16).
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C.f Mit Schreiben vom 21. September 2016 reichte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin weitere Akten zum Beweis ein (act. G 18, G 18.1 - G 18.3). Im
Bericht der Psychiatrischen Dienste L._ vom 13. September 2016 diagnostizierten
Dr. med. Z._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und med. pract. Ba._,
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, eine chronische
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) und eine
mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1). Der Fokus der Behandlung wurde
auf psychotherapeutische Interventionen gelegt (act. G 18.3).
C.g Am 23. September 2016 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine
Honorarnote über Fr. 6'247.80 ein (act. G 20, G 20.1).
C.h Am 7. Dezember 2016 liess die Beschwerdeführerin die Arztberichte der
Departemente Radiologie und Chirurgie des Spitals K._ vom 2. und 5. Dezember
2016 einreichen. Bei der wegen eines Sturzes durchgeführten
computertomographischen Untersuchung des Schädels und der Halswirbelsäule
wurde u.a. als Befund eine eher ältere Deckplattenimpressionsfraktur von HWK7 mit
geringer Höhenminderung ventral ohne Hinweis auf Frakturausläufer in die Hinterfläche
und ohne Nachweis eines perifokalen Weichteilhämatoms erhoben (act. G 22, G 22.1,
G 22.2). Im Schreiben vom 24. April 2017 führte Dr. S._ die kontinuierlichen
Beschwerden der Beschwerdeführerin und die Folgeereignisse auf die tomographisch
festgestellte strukturelle Läsion der HWS zurück, welche wohl auf das Unfallereignis
vom Dezember 2011 zurückzuführen sei (act. G 24).
Erwägungen
1.
1.1 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 19. Januar 2016 (UV-act. 239).
1.2 In der dem Einspracheentscheid zugrundeliegenden Verfügung vom 27. Mai 2015
(UV-act. 217) differenzierte die Beschwerdegegnerin zwischen den aufgetretenen
Fussbeschwerden links und den weiteren Beschwerden. Für die Fussbeschwerden
lehnte sie Leistungen ab, da kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang
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gegeben sei. Für die weiteren Beschwerden wurde die Leistungseinstellung per 7. Juni
2015 damit begründet, dass die Adäquanz zum Unfall vom 5. Dezember 2011 zu
verneinen sei, weshalb einerseits die (bisherigen) Versicherungsleistungen
(Heilbehandlung und Taggelder) eingestellt würden und andererseits kein Anspruch auf
weitere Geldleistungen (Invalidenrente, Integritätsentschädigung) bestehe.
1.3 Die Einsprache der Beschwerdeführerin richtete sich einerseits gegen die
Verweigerung von Versicherungsleistungen hinsichtlich der Fussproblematik, da diese
entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin sehr wohl eine Folge des Unfalls am 5.
Dezember 2011 sei, und andererseits gegen die Einstellung von Leistungen hinsichtlich
der weiteren körperlichen und psychischen Beschwerden, da diese mit dem
Unfallereignis zusammenhängen würden (UV-act. 219).
1.4 In Abweichung zur Verfügung vom 27. Mai 2015 hiess die Beschwerdegegnerin im
angefochtenen Einspracheentscheid die Einsprache teilweise gut, indem sie sich bereit
erklärte, für die Heilbehandlung der fissuralen Stressfraktur im linken Vorfuss ohne
Anerkennung einer Rechtspflicht aufzukommen, im Übrigen jedoch wies sie die
Einsprache ab (UV-act. 239-18).
1.5 Zu prüfen ist folglich einerseits hinsichtlich der Fussproblematik, ob dieser
Gesundheitsschaden unfallkausal ist und wenn ja, ob die Beschwerdeführerin über die
Heilbehandlung hinaus Anspruch auf weitere Leistungen von der Invalidenversicherung
wie Taggelder hat, und andererseits, ob die weiteren Beschwerden adäquat kausal
zum Unfall vom 5. Dezember 2011 sind und wenn ja, ob ein über den 7. Juni 2015
hinaus andauernder Anspruch auf vorübergehende Leistungen (Heilbehandlung,
Taggelder) oder, bei gerechtfertigtem Fallabschluss, der Anspruch auf eine Rente und/
oder Integritätsentschädigung besteht.
2.
2.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden
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Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher, nachdem ein Ereignis aus dem
Jahr 2011 zur Debatte steht, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen
Anwendung.
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen aus der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA
RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).
2.2.1 Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf
Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V181
E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen
im Sinne von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt indessen die Adäquanz
als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang
ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei
ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 134 V 109 E. 2.1;
BGE 127 V 102 E. 5b/bb, mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch
nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen,
bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein
Schleudertrauma bzw. keine schleudertraumaähnliche Verletzung und kein Schädel-
Hirntrauma erlitten, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa (sog.
„Psycho-Praxis“) zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen das Vorliegen
einer Schleudertraumaverletzung oder eines Schädel-Hirntraumas, muss geprüft
werden, ob zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörende
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Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik
aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung
ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen
aufgestellten Grundsätze massgebend. Andernfalls erfolgt die Beurteilung der
Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109
präzisierten Kriterien (sog. „Schleudertrauma-Praxis“). Die Anwendung der
Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der
HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen
und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis
zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328
E. 3b).
2.2.2 Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen).
Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens muss ebenso mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt,
liegt die entsprechende Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversicherer (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. November 2012,
8C_341/2012, E. 6.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 261
E. 3b). Bevor sich aber die Beweislastfrage stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes richtig und vollständig zu klären (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 27. November 2017, 8C_488/2017, E 3.1).
2.3 Nach bundesgerichtlicher Praxis (BGE 134 V 109) ist die Adäquanzprüfung im
Zeitpunkt des sogenannten Fallabschlusses vorzunehmen. Dem Gesetz lässt sich nicht
entnehmen, zu welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer den Fall abschliessen und die
Heilbehandlungen und Taggelder einstellen darf. Dieser Zeitpunkt ergibt sich jedoch
aus Art. 19 Abs. 1 UVG, wonach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem
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Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs.
1 Satz 1 UVG; siehe dazu BGE 140 V 132 E. 2.2, 134 V 115 E. 4.2 und 5; Urteile des
Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 8C_616/2013, E. 3.1.1, vom 2. Mai 2014,
8C_888/2013, E. 4.1). Nach konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, dass der
Versicherer die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren hat, als von
der Fortsetzung der Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs
auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V
109 E. 4.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2017, 8C_58/2017, E. 4.1
mit Hinweisen). Ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands noch erwartet
werden kann, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden
Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt
beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG
verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn
von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 115 E.
4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie etwa einer
Badekur - zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen einen
Anspruch auf deren Durchführung (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014,
8C_888/2013, E. 4.1 mit Hinweisen).
2.4
2.4.1 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit
Hinweis).
2.4.2 Eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten ist nicht an sich
beweisuntauglich. Die direkte ärztliche Auseinandersetzung mit der zu begutachtenden
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Person rückt dann in den Hintergrund, wenn es im Wesentlichen nur um die
Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und sich neue
Untersuchungen erübrigen; in einem solchen Fall kann auch ein reines Aktengutachten
voll beweiswertig sein (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E.
4.1 mit Hinweisen). Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist aber, dass genügend
Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 370 E.
5b).
2.4.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten.
3.
3.1 Am 10. April 2015 wurde von der Radiologie F._ eine fissurale Stressfraktur in
der Basis der proximalen Phalanx von Digitus II mit Einstrahlung ins Gelenk ohne
Stufenbildung mit erheblichen Knochenmarksödemen in der Basis und auch im
Schaftbereich von Os metatarsale 2, periostaler Reaktion und perifokalem
Weichteilödem festgestellt (UV-act. 209). Gemäss dem orthopädischen Chirurgen Dr.
U._ litt die Beschwerdeführerin unter zermürbenden Schmerzen und einer
Druckdolenz im Bereich der Metatarsale. Deswegen sei die Analgesie ausgebaut
worden. Zudem verordnete er das Tragen eines Spezialschuhs. Er rechnete mit einem
günstigen Spontanverlauf (UV-act. 224, vgl. auch UV-act. 233-20).
3.2 Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die Kausalität der
fissuralen Stressfraktur im linken Vorfuss zum Unfall vom 5. Dezember 2011 verneint
und infolgedessen grundsätzlich eine Leistungspflicht abgelehnt hat.
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3.3 Die Beschwerdeführerin führte die Fussbeschwerden auf die unfallbedingte
Fehlhaltung und Fehlbelastung des Fusses zurück (vgl. act. G 1, G 14). Die
Beschwerdegegnerin dagegen sah den Zusammenhang mit dem Unfall vom Dezember
2011 gestützt auf die Stellungnahmen ihres Kreisarztes Dr. T._ als nicht gegeben. Im
Einspracheentscheid erklärte sich die Beschwerdegegner bereit, die diesbezüglichen
Heilungskosten zu übernehmen, allerdings ohne Anerkennung einer Rechtspflicht (UV-
act. 213, 216, 217, 229, act. G 1.2).
3.4 In den Arztberichten finden sich folgende Einschätzungen zur Kausalität der
fissuralen Stressfraktur im linken Vorfuss. Dr. S._ erklärte im Arztbericht vom 24. April
2015, dass die Ermüdungsfraktur unfallbedingt sei, denn wegen der Fehlbelastung bei
der Arbeit infolge Fehlhaltung sei es zur Fraktur gekommen (UV-act. 212-2 f.). Im
Arztbericht vom 18. Februar 2016 führte Dr. S._ erneut die Ermüdungsfraktur des
Mittelfussknochens auf das Unfallereignis im Dezember 2011 zurück (act. G 1.8).
Kreisarzt Dr. T._ erklärte in der Stellungnahme vom 6. Mai 2015, dass die von der
Beschwerdegegnerin geklagte Beschwerdesymptomatik nicht in einem kausalen
Zusammenhang mit dem Unfallereignis von 2011 stehe, sondern es sich um eine
unfallunabhängige Stressfraktur handle (UV-act. 213). In der ärztlichen Beurteilung vom
1. September 2015 führte Dr. T._ aus, dass verschiedene Ärzte von einer
überlastungsbedingten Ermüdungsfraktur ausgingen. Daraus schloss Dr. T._, dass
es sich um ein unfallunabhängiges Ereignis handle (UV-act. 229-4).
3.5 Festzustellen ist, dass unbestrittenermassen von einer überlastungsbedingten
Ermüdungsfraktur im linken Vorfuss auszugehen ist. Die von der Beschwerdeführerin
vertretene Ansicht, dass der Unfall vom 5. Dezember 2011 für diese Fraktur kausal sei,
denn die verkehrsunfallbedingten Beschwerden hätten zu einer Fehlhaltung des
Körpers (bei der Arbeit) und infolgedessen zu einer Überbelastung des linken Fusses
geführt, kann nicht gefolgt werden. So gibt es in den Akten weder unfallzeitnahe
Anhaltspunkte noch Nachweise, dass sich die Körperhaltung der Beschwerdeführerin
seit dem Verkehrsunfall vom 5. Dezember 2011 (bedingt durch die HWS-Beschwerden)
derart verändert hat, dass durch unsymmetrische Belastungen sich der ständige
Knochenaufbau und -abbau verändert hat und infolgedessen die Knochenstrukturen im
linken Vorfuss solchermassen geschwächt worden sind, dass im Grad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden könnte, der Unfall vom
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5. Dezember 2011 sei ursächlich für den Ermüdungsbruch im linken Vorfuss im
Frühjahr 2015. Im von der Beschwerdeführerin als Beweis für die Unfallkausalität
angeführten Arztbericht von Dr. S._ vom 18. Februar 2016 (act. G 1.8) finden sich
keine medizinischen Ausführungen, welche die Kausalität belegen würden. So wird im
Arztbericht lediglich ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin gemäss ihrer Aussage
wegen den chronischen Rückenschmerzen den linken Fuss bei der Arbeit immer mehr
belastet habe. Infolgedessen ging der Arzt von der Unfallkausalität aus. Die Aussage
der Beschwerdeführerin und die Folgerung des Arztes reichen jedoch nicht zum
Nachweis der Unfallkausalität bezüglich des im Frühjahr 2015 festgestellten
Ermüdungsbruchs im linken Vorfuss, zumal der Verkehrsunfall bereits mehr als drei
Jahre zurücklag und die Unfallfolgen insbesondere die oberen Extremitäten (Kopf/Hals)
betrafen.
3.6 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Fussbeschwerden bzw. die fissurale
Stressfraktur im linken Vorfuss nicht kausal zum Verkehrsunfall vom 5. Dezember 2011
sind und deshalb - soweit vorliegend zu beurteilen - keine Leistungspflicht seitens der
Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit den Fussbeschwerden bzw. der fissuralen
Stressfraktur im linken Vorfuss besteht.
4.
4.1 Nachfolgend ist die Rechtmässigkeit der Einstellung der vorübergehenden
Leistungen (Heilbehandlung und Taggelder) hinsichtlich der "weiteren
Beschwerden" (vgl. Erwägung 1) zu prüfen (vgl. Erwägung 2.3).
4.2 Die Beschwerdegegnerin ging vom Erreichen des Endzustandes bzw. von keiner
weiteren Steigerung der Arbeitsfähigkeit durch weitere Behandlungsmassnahmen mehr
aus. Sie erwog daraufhin, ausgehend vom Vorliegen des typischen Beschwerdebilds
eines Schleudertraumas, dass die nicht objektivierbaren Beeinträchtigungen im
Vergleich zur psychischen Problematik ganz in den Hintergrund getreten bzw. stark
überlagert worden seien (act. G 1.2-7 ff. E. 4 und 5), weshalb der Fall unter dem
Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (Anwendbarkeit der
Psychopraxis) und nicht nach der Schleudertrauma-Praxis zu beurteilen sei. Deshalb
berücksichtigte sie in Bezug auf die Prognose einer namhaften Besserung nur jene
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medizinischen Behandlungen, welche sich auf die Behebung der organisch
ausgewiesenen Beschwerden beziehen würden. Im Einspracheentscheid vom 19.
Januar 2016 begründete sie das Erfüllen der Fallabschlussvoraussetzungen denn auch
damit, dass einerseits die IV-Stelle berufliche Massnahmen abgelehnt habe und
andererseits die übrigen Heilmassnahmen, die der Behebung der nicht objektivierbaren
Beeinträchtigungen dienen würden, bei der Beantwortung der Frage des Erreichens
des Endzustandes unberücksichtigt bleiben müssten. Der Fallabschluss sei zurecht
erfolgt, da keine relevanten objektivierbaren Unfallfolgen vorlägen und selbst wenn
noch manualtherapeutische Massnahmen durchgeführt würden, wären diese nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht namhafter Natur und daher unbeachtlich
(act. G 1.2-9 ff.). Die Beschwerdeführerin geht dagegen nicht von einem medizinischen
Endzustand per Leistungseinstellungszeitpunkt am 7. Juni 2015 aus, da sie immer
noch an den Unfallfolgen leide und deswegen in ärztlichen Behandlungen sei (act. G
14-6). Ob die psychische Erkrankung eine Begleiterscheinung der HWS-Verletzung
oder eine eigenständige Krankheit sei, sei von der Beschwerdegegnerin bislang noch
nicht hinreichend abgeklärt worden. Dementsprechend könne auch nicht davon
ausgegangen werden, dass die somatischen Beschwerden im Hintergrund stünden.
Die Beschwerdegegnerin hätte folglich nicht die Psycho-Praxis heranziehen dürfen,
sondern die Schleudertrauma-Praxis anwenden müssen (act. G 1, G
14).
4.3 Zur ersten Voraussetzung, dass allfällige Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sein müssen (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG), ist
festzustellen, dass Eingliederungsmassnahmen von der IV-Stelle (bisher) nicht als
notwendig erachtet wurden. In der Mitteilung vom 7. November 2014 sicherte die IV-
Stelle der Beschwerdeführerin Beratung und Unterstützung beim Erhalt ihres heutigen
Arbeitsplatzes zu (UV-act. 187). Am 17. April 2015 teilte die IV-Stelle mit, dass kein
Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe, da die Abklärungen ergeben hätten,
dass sie in angepasstem Rahmen wieder ihrer früheren Tätigkeit bei ihrer bisherigen
Arbeitgeberin nachgehen könne (UV-act. 211).
4.4 Im Weiteren ist zu prüfen, ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands bzw. eine Steigerung oder
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Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden kann (Art. 19 Abs. 1 Satz 1
UVG).
4.4.1 In Bezug auf die bisherige Entwicklung der Arbeitsfähigkeit ist festzustellen,
dass die Beschwerdeführerin rund einen Monat nach dem Unfall ihre Arbeit wieder zu
50% aufnahm, jedoch hinsichtlich der zumutbaren Tätigkeiten eingeschränkt war (vgl.
UV-act. 11 f., 35, 42, 47, 56). Ab 8. Oktober 2012 steigerte sie trotz erheblicher
Schmerzen ihr Pensum auf 60% (UV-act. 77, 82-5, 88 f., 91), ab 21. Mai 2013 auf 70%
(UV-act. 114) und ab Januar 2014 auf 80%. Effektiv dürfte wegen der tageweisen
gänzlichen Arbeitsunfähigkeiten die erbrachte Leistung geringer gewesen sein. Am 28.
April 2014 führte die übermässige Einnahme von Schmerzmitteln zur vollständigen
Arbeitsunfähigkeit. Die Ärzte erkannten die interdisziplinäre Behandlungsbedürftigkeit
der Beschwerdeführerin und installierten sukzessive bis Ende 2014 aufeinander
abgestimmte Behandlungsmassnahmen bestehend aus Schmerz-, Physio- und
Psychotherapien. Am 16. Mai 2014 konnte sie die Arbeit wieder zu 50% aufnehmen
und am 6. Oktober 2014 auf 60% erhöhen. Ab Januar 2015 traten keine
schmerzbedingten tageweisen Arbeitsunfähigkeiten mehr auf (vgl. UV-act. 205:
Besprechungsprotokoll vom 17. März 2015).
4.4.2 In der psychiatrischen Beurteilung vom 27. Oktober 2014 (UV-act. 181) stellt
der Konsiliarpsychiater der Beschwerdegegnerin Dr. P._ fest, dass der bisherige
Verlauf nach craniocephalem Beschleunigungstrauma bei dieser Art von Unfällen nicht
ganz selten zu beobachten sei. Die festgestellten degenerativen Veränderungen der
HWS und BWS sowie eine vor dem Unfall bestehende prädisponierte Persönlichkeit
könnten dazu beitragen, dass die auftretenden Beschwerden hartnäckig seien und sich
auch nur verzögert zurückbilden würden (UV-act. 181-8 f., 181-11). Positiv beurteilte
der Psychiater, dass sich die Beschwerdeführerin auf ein psychiatrisch-
psychotherapeutisches Behandlungssetting eingelassen habe, denn es drohe
ansonsten eine Chronifizierung (UV-act. 181-10). Aus den Aussagen kann jedoch nicht
gefolgert werden, dass aus psychiatrischer Sicht selbst mit dem neuen
Behandlungssetting (inklusive Psychotherapie) sich der Gesundheitszustand und damit
auch die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin noch namhaft verbessern würde.
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4.4.3 Gemäss der Kurzstellungnahme von Kreisarzt Dr. J._ vom 23. Februar 2015
ist aus somatischer Sicht nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer
Verbesserung des Gesundheitszustandes zu rechnen. Behandlungsvorschläge nannte
er keine (UV-act. 201). In der kurzen Stellungnahme vom 6. Mai 2015 beantwortete
Kreisarzt Dr. T._ die Frage, ob durch eine weitere Behandlung eine erhebliche
Verbesserung der Unfallfolgen erwartet werden könne, wie folgt: "keine weitere
Verbesserung der Unfallfolgen zu erwarten" (vgl. UV-act. 213).
4.4.4 Im Arztbericht der Psychiatrischen Dienste L._ vom 25. November 2014
gingen die Klinikärzte Dr. N._ und Dr. O._ vom Vorliegen gewichtiger somatischer
Faktoren aus. Psychische Faktoren seien dagegen nicht ursächlich für die
Beschwerden, würden aber zu deren Aufrechterhaltung beitragen. In den letzten
Wochen hätten sich durch das verhaltenstherapeutisch-orientierte
psychotherapeutische Vorgehen erste Schritte in Richtung einer Zustandsverbesserung
gezeigt. Hinsichtlich der depressiven Symptome gingen die Ärzte des Psychiatrie-
Zentrums bei Fortsetzung der aktuellen psychotherapeutischen Behandlung im Laufe
der nächsten sechs Monate zumindest von einer Teilremission aus. Bezüglich der
Schmerzproblematik stellten sie eine verhaltene Prognose, es sei aber durchaus
möglich, dass die Beschwerdeführerin im weiteren Behandlungsverlauf Strategien
erlerne, um mit den Schmerzen besser umgehen zu können. Sie hätten vor, sobald sich
das Zustandsbild der Beschwerdeführerin stabilisiert habe, das Arbeitspensum
versuchsweise um weitere 10% zu erhöhen. Eine weitere Steigerung bis hin zu 100%
könne nicht ausgeschlossen werden, benötige aber mindestens ein bis zwei Jahre (UV-
act. 191, 233-22). Festzuhalten ist, dass die Fachärzte davon ausgehen, dass es
Chancen gebe, dass mit Therapien der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit
verbessert werden könne. Aus dem Arztbericht kann jedoch nicht entnommen werden,
dass es sich dabei um eine zu erwartende namhafte Besserung handelt. Zudem war
der angegebene Zeitraum von sechs Monaten für die Zustandsverbesserung zum
Zeitpunkt der leistungsabweisenden Verfügung vom 27. Mai 2015 bereits
überschritten.
4.4.5 Im Klinikbericht des Schmerzentrums des KSSG vom 4. Dezember 2014
erklärten die Ärzte, dass eine multimodale Schmerztherapie mit Massagen,
Physiotherapie, psychotherapeutischer Begleitung und analgetischer Therapie
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installiert worden sei. Ergänzend dazu wurde ein erneuter Versuch mit einem Stufe III
Opiat in Betracht gezogen, diesmal jedoch mit ausgebauter Therapie zur Behandlung
der Nebenwirkungen (UV-act. 197). Zur Frage, ob mit den Behandlungen eine namhafte
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden kann, nimmt der Bericht nicht
Stellung.
4.4.6 Im Arztbericht vom 18. Februar 2016 führte Dr. S._ die aktuellen
Beschwerden - wie auch die Ermüdungsfraktur des Mittelfussknochens - auf das
Unfallereignis im Dezember 2011 zurück. Da die anderen Ereignisse mit objektiv
feststellbaren Verletzungen (Juli 2015: Partialruptur des medialen
Gastrognemiuskopfes, November 2015: Kontusion der rechten Schulter) folgenlos
abgeheilt waren, ging der Arzt nicht von einer krankhaften Chronifizierung der
Unfallfolgen aus (act. G 1.8). Aus dieser Aussage lässt sich jedoch nicht schliessen,
dass Dr. S._ mit einer namhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes der
Beschwerdeführerin rechnete.
4.5 Anzumerken ist, dass die Ereignisse und deren Folgen, welche nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Verkehrsunfall vom 5. Dezember 2011
zurückzuführen sind, bei der Einschätzung, ob noch von einer namhaften Verbesserung
des Gesundheitszustandes ausgegangen werden kann, ausser Betracht bleiben
müssen. Dies betrifft insbesondere - wie zuvor in Erwägung 3 dargelegt - die
Stressfraktur im linken Fuss im April 2015 sowie die Deckplattenimpressionsfraktur von
HWK7. Letztgenannte Verletzung, welche anlässlich einer CT-Untersuchung des
Schädels und der HWS am 2. Dezember 2016 im Spital K._ festgestellt worden war,
wurde von den Ärzten Dr. med. Bb._ und Dr. med. Bc._ als "eher ältere
Deckplattenimpressionsfraktur von HWK7" eingestuft (vgl. act. G 22.1, G 22.2). Da die
Deckplattenimpressionsfraktur jedoch weder im Röntgen vom Unfalltag noch im MRI
vom 26. Februar 2013 erkannt wurde, kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon ausgegangen werden, dass diese Verletzung kausal zum Unfallereignis vom 5.
Dezember 2011 ist.
4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Endzustand hinsichtlich der
gesundheitlichen Folgen des Verkehrsunfalls vom 5. Dezember 2011 zum
Leistungseinstellungszeitpunkt per 7. Juni 2015 erreicht war.
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5.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den
behandlungsbedürftigen Leiden und dem Unfall vom 5. Dezember 2011 gegeben ist.
5.1
5.1.1 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist gemäss
Rechtsprechung im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende
Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies
trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten
ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis
anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen
banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und
schliesslich dem dazwischenliegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während
der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres
bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens
allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die
unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo
im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist, und abhängig davon, ob einzelne dieser
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des
adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen dafür mehrere Kriterien
herangezogen werden (BGE 134 V 109 E. 10.1).
5.1.2 Zur Einstufung des Unfallereignisses nach dessen Schwere liefert das
unfallanalytische Kurzgutachten der AXA Winterthur vom 6. Juni 2012 (UV-act. 53)
Erkenntnisse zu den Geschwindigkeiten bzw. Geschwindigkeitsdifferenzen beim Unfall.
Gestützt auf das Kurzgutachten ging die Beschwerdegegnerin von einem
mittelschweren Ereignis an der Grenze zu den leichten Fällen aus (vgl. G 6-7). Diese
Einschätzung der Unfallschwere kann insbesondere in Anbetracht der gutachterlich
nicht umfassend ermittelten Geschwindigkeiten bzw. Geschwindigkeitsdifferenzen bei
der zweifachen Kollision (Auffahrkollision und anschliessender Aufprall in das vordere
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Fahrzeug) nicht nachvollzogen und daher auch nicht gefolgt werden. Angemessen
erscheint von einem mittelschweren Ereignis im mittleren Bereich auszugehen. Folglich
sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im
Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen.
5.2
5.2.1 Während die Beschwerdeführerin von der Anwendbarkeit der
Schleudertrauma-Praxis und infolgedessen von der Berücksichtigung der psychischen
Leiden ausgeht, erachtet die Beschwerdegegnerin die Psychopraxis für anwendbar, da
die psychische Störung (chronische Schmerzstörung mit mittelgradiger depressiver
Episode) nicht ein Teil der schleudertraumaspezifischen Beschwerden sei, sondern ein
eigenständiges Leiden darstelle mit der Folge, dass die psychischen bzw. organisch
nicht ausgewiesenen Probleme ausser Acht zu bleiben hätten (vgl. G 6-6).
5.2.2 Vorliegend kann die Frage, ob die psychischen Beschwerden ausser Acht zu
lassen (Anwendung der Psycho-Praxis) oder mit zu berücksichtigen sind (Anwendung
der Schleudertrauma-Praxis) unbeantwortet bleiben, denn wie nachfolgend dargelegt
sind die gemäss der Rechtsprechung erforderlichen Kriterien zur Bejahung der
Adäquanz selbst bei Berücksichtigung der psychischen Beschwerden
(Schleudertrauma-Praxis) vorliegend nicht erfüllt.
5.3 Die in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien lauten: besonders
dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die
Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische,
belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung,
welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und
erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener
Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.3).
5.3.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen
Eindrücklichkeit des Unfalls ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des
subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des
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Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 56/07, E. 6.1). Zu beachten ist, dass jedem
mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit
noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2). Aus den Akten ergeben
sich keine Umstände, die den Unfall unter objektiven Gesichtspunkten als besonders
dramatisch oder besonders eindrücklich erscheinen lassen würden (vgl. dazu auch
Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2012, 8C_398/2012, E. 6.1.1). Dieses
Kriterium ist damit nicht erfüllt.
5.3.2 Bezüglich des Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der erlittenen
Verletzungen ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin insbesondere eine HWS-
Distorsion Grad II sowie ein Thoracalsyndrom erlitt (vgl. UV-act. 8). Rund zwei Monate
nach dem Unfall wurden in der Rehaklinik Bellikon im Rahmen des HWS-Assessment
erhoben dauerhafte rechtsbetonte Zephalgien, rechtsbetonte Dauerschmerzen des
Nackens sowie vorbestehende Belastungsschmerzen Schulter links, welche seit dem
Unfall verstärkt seien (vgl. UV-act. 31, 38). Bereits einen Monat nach dem Unfall konnte
die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit wieder zu 50% aufnehmen und
danach sukzessive steigern (vgl. UV-act. 11, 114, 139). Die in den folgenden Jahren
aufgetretenen Leiden wie die Wirbelsäulenbeschwerden verursacht durch die
unfallunabhängigen vorbestehenden Verschleisserscheinungen der
Bandscheibensegmente C2-C6 (vgl. UV-act. 229; vgl. dazu auch act. G 14.1) und die
Deckplattenimpressionsfraktur von HWK7 (vgl. UV-act. G 22.1, G 22.2 sowie die Bein-/
Fussproblematik (vgl. Erwägung 3) stehen nicht im Zusammenhang mit dem
Verkehrsunfall im Jahr 2011 und müssen daher unberücksichtigt bleiben. Die
psychischen Leiden sind höchstens teilweise auf den Verkehrsunfall zurückzuführen
(vgl. UV-act. 141, 144: Intoxikation durch einen Überkonsum an Schmerzmittel,
fraglicher Suizidversuch). Insgesamt ist festzustellen, dass die dem Verkehrsunfall im
Jahr 2011 zurechenbaren Leiden, weder eine besondere Schwere ausweisen, noch von
besonderer Art sind, weshalb das Kriterium nicht erfüllt ist.
5.3.3 Bezüglich des Kriteriums einer fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen
Behandlung ist festzustellen, dass die aufgrund der Verkehrsunfallfolgen verordneten
Physiotherapien nicht für die Bejahung des Kriteriums ausreichen (vgl. RUMO-JUNGO/
HOLZER, a.a.O., S. 75). Selbst bei Berücksichtigung der weiteren Behandlungen wie
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die Schmerztherapien wird das Kriterium nicht erfüllt, sind doch diese Behandlungen
vorliegend nicht als belastend einzustufen.
5.3.4 Zum Kriterium der erheblichen Beschwerden ist festzustellen, dass die
Beschwerdeführerin seit dem Unfall stets geltend machte, dass sie Schmerzen habe.
Dass die Beschwerdeführerin unter Schmerzen leidet ist unbestritten. Das Kriterium der
erheblichen Beschwerden ist daher zu bejahen, aber nicht im ausgeprägten Sinne.
5.3.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert, ist weder geltend gemacht noch geht dies aus den Akten hervor,
weshalb dieses Kriterium verneint werden muss.
5.3.6 Das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen
Komplikationen ist zu verneinen, verbesserten sich doch der Gesundheitszustand und
die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin - bis auf den Rückschlag durch das
Intoxikationsereignis - stets.
5.4 Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener
Anstrengungen ist vorliegend ebenfalls nicht gegeben, arbeitete doch die
Beschwerdeführerin an ihrem angestammten Arbeitsplatz seit längerem wieder in
einem grösseren Pensum. Die zum Verfügungszeitpunkt bzw. beim Erlass des
Einspracheentscheids noch bestehende Arbeitsunfähigkeit kann höchstens in einem
geringen Mass auf den Unfall im Jahr 2011 zurückgeführt werden, denn wie bereits bei
den anderen Kriterien dargelegt, traten in den Jahren nach dem Unfall neue Leiden
(Bein-/Fussbeschwerde, degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule,
Schmerzmittelüberkonsum) auf, welche nicht im erforderlichen Grad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall im Jahr 2011 zurückgeführt werden
können.
5.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass lediglich eines der obgenannten
Adäquanzkriterien zu bejahen ist, weshalb vorliegend ein adäquater
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 5. Dezember 2011 und den geklagten
gesundheitlichen Leiden zu verneinen ist.
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5.6 Bei dieser Ausgangslage kann auf ergänzende medizinische Abklärungen - wie das
von der Beschwerdeführerin geforderte Gutachten - verzichtet werden, da keine
relevanten Erkenntnisse für die Entscheidungsfindung erwartet werden können.
5.7 Aufgrund des fehlenden adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den zum
Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 7. Juni 2015 bestehenden Leiden und dem
Unfall vom 5. Dezember 2011 ist auch die Abweisung weiterer Geldleistungen in Form
einer Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 19. Januar 2016 nicht zu
beanstanden und die Beschwerde vom 19. Februar 2016 vollumfänglich abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3 Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.