Decision ID: 386c83dc-bd42-4600-b6a3-4f69ae951b2d
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1975, arbeitet als SB Sicherheitsassistenz bei der
Y._
und ist in dieser Eigenschaft bei der AXA Versiche
rungen AG (folgend: AXA) gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtb
erufsun
fällen
versichert. Mit
Bagatellunfallmeldung vom 2
2.
Juli 2013 wurde der AXA mitgeteilt, dass die Versicherte am 2
0.
März 2013 während des Hanteltrainings p
lötzlich zu stark belastet
und dabei einen Muskelfaserriss erlitten habe (
Urk.
10/A1). Mit Verfügung vom
6.
Januar 2014 (
Urk.
10/A9) verneinte die AXA ihre Leistungspflicht, da weder ein Unfall im Sinne von
Art.
4
des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2
der Ver
ordnung über die Unfallversicherung (
UVV
)
vorliege.
Die SWICA Krankenversi
cherung AG zog die am 3
0.
Januar 2014 vorsorglich erhobene Einsprache (
Urk.
10/A18) am
3.
Februar 2014 zurück (
Urk.
10/A19). Die von der Versicher
ten erhobene Einsprache vom 2
3.
Januar 2014 (
Urk.
10/A15; ergänzende
Ein
sprachebegründung
vom 1
0.
Februar 2014,
Urk.
10/A20)
wies die AXA mit
Einspracheentscheid
vom 2
3.
Juni 2014 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am
8.
August 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, der angefochtene
Einspracheentscheid
sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Unfallversicherungsleistungen (d.h. Heilbehandlung und allenfalls Taggeld) nach Massgabe der ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit zu entrichten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, neue medizinische Abklärungen durchzuführen und neu zu ent
scheiden. Mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
November 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9).
Replicando
hielt die Beschwerdeführerin am
3.
Januar 2015 a
n ihren Anträgen fest
(
Urk.
13)
. Die Beschw
erdegegnerin beantragte in der
Duplik
vom
6.
Februar 2015
die Gut
heissung des in der Beschwerdeantwort gestellten Antrages (
Urk.
17), was der Beschwerdeführerin am
9.
Februar 2015 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
18).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
Die
Beschwerdegegnerin
hält
im Wesentlichen dafür
(
Urk.
2;
Urk.
9;
Urk.
17)
, dass das Unfallmerkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht vorliege. Eine unfallähnliche Körperschädigung
müsse mangels Sinnfälligkeit verneint werden. Eine Listenverletzung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV liege ebenfalls nicht vor, da aus medizinischer Sicht eine Sehnenruptur lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich sei.
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen
(
Urk.
1;
Urk.
13)
vor,
dass gestützt auf die Berichte und Ausführungen von
Dr.
Z._
von einem Unfall auszuge
hen sei.
Sollte dies verneint werden, so sei das Sinnfällige des vorliegenden Ereignisses dadurch erstellt, dass die ruckartige Zugbewegung bei flektierten
Ell
bögen
mit schweren Hanteln für die Versicherte
, welche einen Bürojob aus
übe,
nicht gewohnt gewesen sei
. Auch sei die entsprechende Zerrung ausdrück
lich in der Aufzählung von
Art.
9
Abs.
2 UVV enthalten,
so dass
eine
unfall
ähnliche
Körperschädigung zu bejahen sei.
Sollte das Gericht zur Überzeugung gelangen, dass unfallmässige und degenerative Veränderungen gesamthaft zu diesem Unfallereignis beigetragen hätten, sei davon auszugehen, dass
Art.
36
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
exemplarisch anwendbar sei.
2.
2.1
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
2.2
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).
2.2.1
Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich
keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg
lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf
den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün
den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).
2.2
.2
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S.
100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer
Körperbewe
gung
gleichsam „programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordi
nierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1).
Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2).
2.3
2.3.1
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und fol
gende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Ein
wirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
2.3.2
Bei den unfallähnlichen Körpe
rschädigungen im Sinne von Art.
9
Abs.
2 UVV entfällt im Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach
Art.
4 ATSG einzig das
Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hinge
gen auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des einwirkenden äusseren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälli
ger
–
eben unfallähnlicher
–
Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Dabei kann die schädigende Einwirkung auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen (Urteil des Bundesge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 327 E. 3.1, 3.3.1; 129 V 466 E. 2.2, 4.1
;
123 V 43 E.
2b).
Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist ein gesteigertes
Schädi
gungspotenzial
, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors. Die physiologische Beanspruchung des Skeletts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Fak
tor dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1
4.
November 2013 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1, 129 V 466 E. 4.2.2, 4.3). Ein äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Rechtspre
chung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, verbunden ist (Urteil des Bundes
gerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1). Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollierbar gewordenen Positionsände
rung (vgl. BGE 129 V 466 E.
4.2.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3).
Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach
Art.
9
Abs.
2 UVV fallen als massgebender äusserer Faktor nicht in Betracht, wenn sie bei einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass ein davon unterscheidbares äusseres Moment mitspielen würde. Wer also etwa beim blossen Aufstehen, Absitzen, Abliegen, bei Bewegungen im Raum, Handreichungen und so weiter einen ein
schiessenden Schmerz verspürt, kann allein deswegen noch keine unfallähnliche Körperschädigung geltend machen. Ein äusserer Faktor ist nicht gegeben, wenn die versicherte Person einzig das erstmalige Auftreten von Schmerzen angibt, aber keine gleichzeitig mitwirkende äussere Komponente zu benennen vermag. Auch ist das Erfordernis eines äusseren schädigenden Faktors nicht erfüllt, wenn das Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Per
son beschriebenen gewöhnlichen Bewegungsablauf einhergeht. Verlangt wird vielmehr ein Geschehen, welchem ein gesteigertes Gefährdungspotenzial inne
wohnt, was zutrifft, wenn die als Schmerzauslöser angegebene Betätigung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies bei vielen sportlichen Aktivitäten der Fall ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 129 V 466 E. 4.2.1, 4.2.2).
2.4
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
3.
3.1
3.1.1
In der drei Monate nach dem Ereignis eingereichten Bagatellunfallmeldung vom 2
2.
Juli 2013 war vermerkt, dass die Beschwerdeführerin sich beim
Hanteltrai
ning
am 2
0.
März 2013 zu stark belastet und dabei einen Muskelfaserriss erlit
ten habe (
Urk.
10/A1).
Der erstbehandelnde Arzt
Dr.
med.
A._
, FMH Allgemeine
Innere Medi
zin, verordnete der Beschwerdeführerin am 3
0.
April 2013 Physiotherapie auf
grund einer
Biceps
brachii
Ansatztendinose
distal links
, und vermerkte, es liege
kein Unfall sondern Krankheit vor (
Urk.
10/M4).
Er notierte, dass die Beschwer
deführerin am 2
0.
März 2013 beim Fitnesstraining die
Bicepsmaschine
unglücklich angesetzt ha
be und seit dem
unter heftigstem Zwicken im Ellbogen links leide, welche
s
über Wochen i
n den Oberarm ausstrahle
(
Konsultation vom 3
0.
April 2013 [
Arztbericht vom 1
0.
September 2013
]
,
Urk.
10/M5).
Dr.
med.
B._
, FMH Radiologie, vermerkte
in seinem Bericht über das
MRI des linken Ellbogens am 2
5.
Juli 2013 lediglich, dass beim Hantel-Training am 2
0.
März 2013 ein Trauma erfolgt sei
(
Urk.
10/M2).
Dr.
med.
Z._
, FMH orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie, konstatierte
in seinem Arztbericht vom 2
0.
August 2013 (
Urk.
10/M6)
, dass die Beschwerdeführerin am 2
0.
März 2013 eine Gewichtsstange habe nehmen wollen, wobei sie eine ruckartige Zugbewegung mit flektierten
Ellbögen
durch
geführt habe. Dabei sei die Gewichtsstange fest arretiert gewesen, woraufhin sie einen massiv einschiessenden Schmerz im linken Ellbogen verspürt habe.
In der ergänzenden
Einsprachebegründung
vom 1
0.
Februar 2014 führte die Beschwerdeführerin aus, dass sie bei einem ihr bisher unbekannten Gerät euphorisch die schweren Hanteln habe heraufreissen wollen, was wegen des sofort einschiessenden Schmerzes nicht gelungen sei (
Urk.
10/A20).
3.
1.2
Weder aus der Unfallmeldung noch aus den Angaben von
Dr.
A._
vom 3
0.
April 2013
oder dem Bericht von
Dr.
B._
geht hervor, dass eine
Pro
grammwidrigkeit
, im Sinne eines in der Aussenwelt begründeten Umstandes, der den natürlichen Ablauf der Körperbewegung gestört hätte,
vorgelegen hatte
:
Die
Einsprecherin
gab lediglich an, sich zu stark belastet bzw. die
Bicepsma
schine
unglücklich gefasst zu haben.
Erst
Dr.
Z._
konstatierte rund fünf Monate nach dem in Frage stehenden Ereignis, dass die Gewichtsstange fest arretiert gewesen sei.
Da
in den ersten Schilderungen und Berichten nicht die Rede von einem unge
wöhnlichen äusseren Faktor war
,
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass
keine Programmwidrigkeit das Heben der Hantel beeinflusste.
Entsprechend ist das Vorliegen eines Unfalls im Sinne von
Art.
4 ATSG zu ver
neinen.
3.2
Zu prüfen bleibt, ob eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV vorliegt.
3.2.1
Dr.
B._
notierte nach dem MRI des linken Ellbogens am 2
5.
Juli 2013 (
Urk.
10/M2), dass eine regelrechte Artikulation der abgebildeten
ossären
Strukturen mit unauffälliger Morphologie und insbesondere allseits homogener Signalin
tensität des Knochenmarkes vorliege
. Im Gelenk habe es keine ver
mehrte Flüssigkeit, aber eine partielle
Avulsion
des dorsalen Fettpolsters von der Gelenkskapsel sei fraglich. Eine abgrenzbare
chondrale
Degeneration oder Läsion bestehe nicht und die Kollateralbänder stellten sich unauffällig dar. Im Ansatzbereich der
Biceps
- und der
Trizepssehne
sei keine sicher abgrenzb
are und
im Bereich der gemeinsamen Extensoren- und
Flexorensehne
sei keine Läsion oder Sign
ali
ntensitätsanomalie auszumachen.
Dr.
B._
beurteilte dies dahingehend, dass eine partielle
Avulsion
des intraartikulären, dorsalen Fett
polsters von der Gelenkskapsel bei ansonsten unauffälliger Darstellung des Ell
bogengelenks fraglich sei. Sehnenläsionen seien keine abgrenzbar.
3.2.2
Dr.
Z._
diagnostizierte in seinem Bericht vom 2
0.
August 2013 einen Status nach traumatischem Kapselriss des Ellbogens lin
ks mit klinisch Ver
dacht auf Partialläsion geringen Grades der distalen
Bizepssehne
Ellbogen links nach Flexionstrauma am 2
0.
März 2013
(
Urk.
10/M6)
.
Sehr wahrscheinlich habe die Beschwerdeführerin durch das traumatische Erlebnis einen Kapselriss am linken Ellbogen erlitten. Ausserdem könne eine Partialruptur der distalen
Bizepssehne
nicht komplett ausgeschlossen werden, auch wenn im MRI kein Ödem festge
stellt worden sei.
In seinem Verlaufsbericht vom 1
1.
September 2013 (
Urk.
10/M7) notierte er einen Status nach Traumatisierung Ellbogen links mit Partialruptur des tiefen Blattes der Bizeps
brachii
Sehne Ellbogen links nach Flexionstrauma unter Muskelanspannung vom 2
0.
März 201
3.
In Korrelation mit der Anamnese und dem MRI-Befund sei es sehr wahrscheinlich, dass das tiefe Blatt der
Tri
zeps
sehne
eine Partialläsion erlitten habe.
Rund einen Monat später am 1
4.
Oktober 2013 hielt
Dr.
Z._
als Diagnose eine Partialruptur Bizeps
brachii
Sehne links ohne Kontinuitätsverlust mit mög
licherweise assoziierter Partialruptur des gelenkseitigen, tiefen Blattes der
Tri
zeps
sehne
nach Flexionstrauma unter Muskelanspannung vom 2
0.
März 2013 fest (
Urk.
10/M8)
. Er konstatierte, dass in der
MRI-Aufnahme vom 2
5.
Juli 2013 eine Signalalteration des tiefen Blattes der
Trizepssehne
erkennbar bleibe. Im Bereich der distalen
Bizepssehne
zeige sich nur eine sehr diskrete Flüssigkeits-Ansammlung. Dies könne Ausdruck eines perifokale
n
Ödems bei intramuraler oder partieller
Bizepssehnenruptur
sein. Grundsätzlich seien aber die partiellen
Bizepssehnenrupturen
, insbesondere die intramuralen Rupturen extrem schwie
rig zu diagnostizieren - häufig könne man sie nur im klinischen Verlauf identi
fizieren.
3.2.3
G
estützt auf die vorliegenden medizinischen Bericht
ist
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Listenverletzung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV auszugehen: Eine
partielle
Avulsion
des dorsalen Fet
tpolsters von der
Gelenks
kapsel
ist -
Dr.
B._
folgend -
fraglich
und damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Auch hielt
Dr.
B._
fest, dass keine
Sehnenläsio
nen
mittels MRI abgrenzbar seien (E. 3.2.1).
Dr.
Z._
hielt anfangs einen Verdacht auf Partialläsion geringen Grades der distalen
Bizepssehne
fest, notierte im Verlauf aber die Diagnose einer
Parti
alruptur
Bizeps
brachii
Sehne links (E. 3.2.2).
Er konstatierte allerdings
, dass dies
e Diagnose
aufgrund der Anamnese und dem MRI Befund
zwar
sehr wahr
scheinlich
sei, die partiellen
Bizepssehnenrupturen
aber grundsätzlich
extrem schwierig
und häufig nur im klinischen Verlauf
zu diagnostizieren
seien
(E.
3.2.2)
. Demnach ist auch gestützt auf die Berichte von
Dr.
Z._
- unter Berücksichtigung der
im MRI nicht abgrenzbaren Sehnenläsion (
Urk.
10/M2)
- eine Listendiagnose zwar möglich, aber nicht
überwiegend
wahrscheinlich.
Dies wird auch durch den beratenden Arzt
Dr.
med.
C._
, Spezial
arzt FMH Chirurgie, bestätigt: Er konstatierte in seinem Bericht vom 1
4.
Oktober 2014, dass aus klinischer Sicht eine intramurale distale
Bizepsseh
nenruptur
nicht
ausgeschlossen werden könne. Sie könne zu einer forcierten Flexionsbelastung, wie sie vorliegend geschildert werde, passen und würde eine Diagnose im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV darstellen. Dasselbe gelte für eine vermutete
Avulsion
des tiefen Blattes der
Trizepssehne
. Diese Diagnosen seien nicht gesichert. Im MRI vom 2
5.
Juli 2013 werde klar festgehalten, dass neben einer fraglichen
Avulsion
des dorsalen Fettpolsters (fraglich = möglich) keine Läsion oder Signalalteration im Ansatzbereich der
Bizeps
sehne
und der
Tri
zeps
sehne
nachg
ewiesen werden könne. Somit seien aus seiner Sicht die erho
benen Verdachtsdiagnosen nur möglicherweise unfallkausal ausgewiesen oder im Sinne einer unfallähnlichen Körperschädigung (UKS) zu interpretieren. Somit lägen lediglich Vermutungsdiagnosen vor, die am ehesten den subjektiv geklagten Beschwerden entsprächen. Es gelte allerdings zu bemerken, dass ins
besondere intramurale distale
Bizepssehnenpartialrupturen
auch im MRI schwer nachweisbar seien (
Urk.
10/M11).
Da
eine
Listendiagnose im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV
nicht überwiegend wahr
scheinlich ist,
ist eine unfallähnliche Körperschädigung zu verneinen. Ob eine schädigende äussere Einwirkung vorliegt, kann demnach offenbleiben.
3.3
Zusammengefasst liegt weder ein Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG noch eine unfallähnliche Körper
schädigung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV vor. D
er
Einspracheentscheid
erweist sich damit
als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.