Decision ID: 92391a18-cb9c-45df-bcaa-e90c1e1ec512
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1962,
hat eine Ausbildung zum Automechaniker ab
solviert und
war
ab 1987 hauptsächlich als Versicherungsberater im Aussendienst tätig (
Urk.
9/4/4,
9/64/4 f.).
Am 1
0.
März 2000
erlitt er bei einem Verkehrsunfall eine Distorsion der Halswirbelsäule (
Urk.
9/1, 9/12/277), worauf die Suva
die gesetzlichen Leistungen erbrachte.
Mit Verfügung vom 1
5.
April 2003 sprach sie dem Versicherten nebst einer Integritätsentschädigung ab dem 1. April 2003 aus
gehend von einem Invaliditätsgrad von 15
%
eine Rente zu (Urk. 9/12/6-8).
Am 1
3.
November 2005 meldete sich der Versicherte namentlich unter Hinweis auf Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/4).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen, wobei sie insbesondere einen Arbeitgeberbericht einholte (
Urk.
9/13) und die Akten der Suva (
Urk.
9/12) sowie des Krankentaggeldversicherers beizog (Urk. 9/16, 9/29).
Am
5.
Februar 2007 erlitt
d
er
Versicherte
bei einer Auffahrkollision erneut ein Distorsionstrauma
der Halswirbelsäule (
Urk.
9/37/3, 9/37/21).
Unter Mitwirkung der IV-Stelle ordnete die Allianz
Suisse als zuständiger Unfallversicherer am
3.
Juli 2008 bei der Gutachterstelle
Y._
eine multidisziplinäre medizinische
Begut
achtung
an (
Urk.
9/61/13). Gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten vom 3
0.
Juli 2009 (
Urk.
9/70/2 ff.) verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(vgl.
Urk.
9/72, 9/74 und 9/76) mit V
erfügung vom 28.
Januar 2010 einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (U
rk.
9/78). Die dagegen am 2
6.
Februar 2010 erhobene Beschwerde (
Urk.
9/81/3 ff.) hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2010.00210 vom 3
0.
Dezember 2011 in dem Sinne gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach erneuter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch des Versicherten neu verfüge (
Urk.
9/86).
1.2
Im Zuge der Umsetzung
dieses unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Urteils
gab die IV-Stelle bei der
Z._
AG ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten in
Auftrag (
Urk.
9/92;
Z._
-Gutachten vom 3.
September 2012 [
Urk.
9/94] sowie e
rgänzende Stellungnahme vom 19.
März 2013 [
Urk.
9/101]).
Nach Eingang von Steuerunterlagen der Jahre 2002 bis 2011 (
Urk.
9/103-112) holte sie überdies
insbesondere
Auszüge aus dem individuellen Konto des Versicherten
ein
(IK-Auszug;
Urk.
9/113, 9/122, 9/
138, 9/157 und 9/175)
und zog die Akten der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, bei (
Urk.
9/158).
Nach weiteren medizinischen Ab
klärungen (vgl.
Urk.
9/161, 9/164/7, 9/165, 9/167-170 und 9/173) stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 1
8.
November 2019 die Zu
sprechung einer ganzen Invalidenrente vom
1.
Dezember 2005 bis 3
0.
April 2006, einer halben Invalidenrente vom
1.
Mai 2006 bis 3
0.
April 2007 sowie wiederum einer ganzen Invalidenrente für den befristeten Zeitraum vom
1.
Mai 2007 bis 3
1.
März 2009 in Aussicht (
Urk.
9/179).
Nachdem der Versicherte dagegen Ein
wand erhoben hatte (
Urk.
9/187, 9/191), verfügte die IV-Stelle am 2
5.
August 2020 im angekündigten Sinne (
Urk.
2 =
Urk.
9/195 und 9/197).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
5.
September 2020 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei insoweit aufzuheben, als ihm lediglich zwischen dem
1.
Dezember 2005 und dem 3
1.
März 2009 eine befristete Invalidenrente zugesprochen worden sei. Die Beschwerdegegnerin sei zu ver
pflichten, ihm auch zwischen dem
1.
April 2009 und dem 3
1.
März 2018 eine Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 30. November 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1. Dezember 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
10).
Mit Beschluss vom 4. August 2021 wurde der Beschwerdeführer auf eine mögliche Schlechter
stellung im
Fall einer gerichtlichen Rückweisung der Angelegenheit an die IV-Stelle
hingewiesen (
Urk.
11), worauf er innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 2
4.
November 2021 erklärte, das Verfahren fortführen zu wollen (
Urk.
16). Darüber wurde die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 2
9.
November 2021 orientiert (
Urk.
17).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
A
TSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streit
gegenständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Ver
fügungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundesgerichts 8C_489/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
5.
August 2020 hielt die Beschwerde
gegnerin
zusammengefasst fest, der Beschwerdeführer habe im Zeitpunkt des Ein
tritts des Gesundheitsschadens im Dezember 2004 als Kundenberater im Aussen
dienst gearbeitet. Nach Ablauf des Wartejahres sei es ihm nicht möglich gewesen, eine Erwerbstätigkeit auszuüben, weshalb ab dem 1. Dezember 2005 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestehe (
Urk.
2 S. 7).
Ab Januar 2006 habe der Beschwerdeführer
wieder zu 50
%
teilweise im Innen- und danach wieder im Aussendienst
gearbeitet. Ab
1.
Dezember 2006 habe er sein Pensum auf 60
%
erhöht, bevor ab dem
5.
Februar 2007 unfallbedingt wieder eine volle Arbeitsunfähigkeit eingetreten sei.
Die genannten
Arbeitspens
en
wür
den mit den echtzeitlich ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeiten von 50-60 % für die angestammte Tätigkeit korrelieren.
Aufgrund eines
Prozentvergleichs bestehe ab dem
1.
Mai 2006 noch Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Mit Wirkung ab
1.
Mai 2007, mithin drei Monate nach dem mit einer
länger
dauernden
vollständigen
Arbeitsunfähigkeit einhergehenden
Unfall
, sei dem Beschwerdeführer wiederum eine ganze Rente zuzusprechen
(
Urk.
2 S. 7 f.).
Ab dem
1.
April 2009 habe der Beschwerdeführer eine
T
ätigkeit in einem 100%-Pensum als Media Consultant aufgenommen.
Bei verschiedenen Arbeitgebern habe er ein Einkommen von
Fr.
65'052.-- erwirtschaftet. Bei einem
Validen
einkommen
von
Fr.
76'406.35 belaufe sich der Invaliditätsgrad auf 15
%
, weshalb die Rente bis zum 3
1.
März 2009 zu befristen sei (
Urk.
2 S. 8).
Seit April 2009 sei kein Rentenanspruch mehr ausgewiesen. Insbesondere sei es dem Beschwerdeführer ab 2010 immer wieder für längere Zeit möglich gewesen, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen.
Das unregelmässige Erzielen des Erwerbseinkommens sei wirtschaftlich und nicht gesundheitlich bedingt
gewesen
. Namentlich hätten Unfälle vom 1
0.
Juli 2012 und
2.
Oktober 2015 je
weils nur zu einer vorübergehenden und nicht länger als drei Monate andauernden gesundheitlichen Verschlechterung geführt (
Urk.
2 S. 8-10).
2.2
In seiner Beschwerdeschrift vom 25. September 2020 hielt
der Beschwerdeführer
einerseits
fest, mit den Abstufungen respektive der Rentenzusprechung zwischen dem 1. Dezember 2005 und 3
1.
März 2009
, welche auf der Grundlage eines Prozentvergleiches verfügt worden seien,
einverstanden zu sein
.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin könne jedoch erst mit dem Antritt der Arbeitsstelle bei der Stadt
A._
im August 2017 im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrades auf das tatsächlich erzielte Einkommen abgestellt werden, da ab diesem Zeitpunkt das erste Mal von einem von der Rechtsprechung geforderten «besonders stabilen» Arbeitsverhältnis auszugehen sei (
Urk.
1 S. 6 f.).
Für die Zeit zwischen April 2009 und August 2017 sei unter Berücksichtigung des
Z._
-Gutachtens unbestritten, dass er 2009 aus gesundheitlichen Gründen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei, und zwar gemäss gut
achterlicher Einschätzung integral zu 40
%
für sämtliche Tätigkeiten. Es liege kein Aktenstück vor, welches belege, dass sich die gesundheitliche Situation seit der G
utachtenserstellung ver
ändert habe.
Des Weiteren könne auf die
in diesem Zeitraum tatsächlich erzielte
n
Einkommen nicht abgestellt werden, da diese im Rahmen recht kurzfristiger und instabiler A
rbeitsverhältnisse
realisiert worden seien (
Urk.
1 S. 7 f.). Es bleibe somit dabei, dass für diese Jahre weiterhin ein Prozentvergleich vorzunehmen sei, wobei gestützt auf das
Z._
-Gutachten von einer integralen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit von 40 % auszugehen sei.
Sollte der Invaliditätsgrad nicht durch diese Methode fest
gelegt werden, müsste das Invalideneinkommen unter Zuhilfenahme statistischer Werte
ebenfalls unter Berücksichtigung einer 40%igen Arbeitsunfähig
keit
ermittelt werden, was aber wohl zu demselben Ergebnis führen würde.
Von 2009 bis 2017 resultiere somit ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Erst ab August 2017 könne auf den tatsächlich erzielten Verdienst abgestellt werden
, wobei erst mit der
Pensumserhöhung
ab Januar 2018 ein rentenausschliessendes Invaliden
einkommen erwirtschaftet worden sei. Folglich bestehe erst ab April 2018 kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente (
Urk.
1 S. 8-10).
3.
3.1
Z
wecks
Beurte
ilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers
stützte sich
die Beschwerdegegnerin zunächst
auf das
polydisziplinäre
Gutachten der
Y._
vom 3
0.
Juli 2009 (
Urk.
9/70/2 ff.). Dieses
wurde seitens des Sozialversicherungs
gerichts mit Urteil vom
3
0.
Dezember 2011
als
un
taugliche Grundlage für die
Prüfung
allfälliger invalidenversicherungsrechtlicher
Leistungsansprüche ein
gestuft (
Urk.
9/86/10 E. 4.3.2).
Der rechtserhebliche Sachverhalt wurde insbesondere in psychiatrischer Hinsicht
und in Bezug auf die tatsächliche beruf
liche Wiedereingliederung des Beschwerdeführers
für ungenügend abgeklärt erachtet
(
Urk.
9/86/12 E. 4.4).
Aus diesen Gründen wurde die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit diese nach erneuter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge (
Urk.
9/86/13).
3.2
3.2.1
Im Zuge der Umsetzung dieses Urteils gab die Beschwerdegegnerin bei der
Z._
AG ein
orthopädisch-psychiatrisches
Gutachten in Auftrag (
Urk.
9/92). D
er
Expertise
vom
3.
September 2012 sind folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (
Urk.
9/94/29):
-
Status nach Dekompression C6/C7 der Halswirbelsäule vom 1
2.
November 2007 mit Aufricht-
Spondylodese
(Versteifung) bei eingeschränkter Beweglichkeit der Halswirbelsäule
-
Lumboischialgie
rechts mit verminderter Beweglichkeit der Lendenwirbel
säule nach mehrfacher Voroperation der Lendenwirbelsäule
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) bei chronisch schwieriger psychosozialer Situation
-
Dysthymia
(ICD-10 F34.1).
Ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde demgegenüber in Bezug auf folgende Diagnosen verneint (
Urk.
9/94/29):
-
Zerrung der Halswirbelsäule vom 1
0.
Juli 2012 (anamnestische Angabe des Versicherten)
-
Frühere Autounfälle am 1
0.
März 2000 (Seitkollision) und
5.
Februar 2007 (Auffahrunfall).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zum Schluss, dass
sich
sowohl
auf psychiatrischem als auch auf orthopädischem Fachgebiet
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ergäben. Die psychiatrisch mehrfach bestätigte chronische Schmerzstörung und die
Dysthymia
wirkten sich nachhaltig negativ auf das Schmerzempfinden an der Hals- und der Lendenwirbelsäule aus.
Die psychischen Krankheiten hätten ohne somatische Befunde eine Arbeitsun
fähigkeit von 30-40
%
in der bisherigen
und
eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zur F
olge
(
Urk.
9/94/30)
.
Im Rahmen der [ortho
pädischen] Untersuchung hätten sich nachvollziehbare Einschränkungen in der Beweglichkeit der Hals- und Lendenwirbelsäule mit Schwäche der Oberarm- und Beinmuskulatur sowie einem abgeschwächten Achillessehnenreflex finden lassen. Die Versteifungsoperationen der Hals- und Lendenwirbelsäule hätten zwar zu einer Stabilisierung der betroffenen instabilen Segmente geführt; der Preis da
für sei jedoch eine verminderte Beweglichkeit mit Überbelastung der Nachbar
segmente.
Die bei der orthopädischen Untersuchung gefundenen Einschränkungen hätten Auswirkungen auf die letzte Tätigkeit als Aussendienst
mitarbeiter. Durch die Bewegungseinschränkung und die Kraftminderung bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
, wobei das Belastungsprofil einzuhalten sei (
Urk.
9/94/28, 9/94/30).
Diesbezüglich hielten die medizinischen Sachverständigen fest,
rein sitzende und rein stehende Tätigkeiten
seien nicht mehr zumutbar
. Es sollten leichte und wechselbelastende Tätigkeiten ausgeübt werden. Zu vermeiden seien ausserdem vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten auf unebenem Gelände, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, Bücken, Überkopfarbeiten, Kauern, Knien, sowie die Rotation im Sitzen/Stehen. Das Heben und Tragen sollte körpernah auf zehn Kilogramm beschränkt sein und körperfern komplett vermieden werden. Aus psychiatrischer Sicht übe der Beschwerdeführer idealerweise eine Tätigkeit mit reduzierten Anforderungen an die Konzentration und Aufmerksamkeit aus. Ferner sollte die Tätigkeit eine reduzierte Erwartung an sozialen «Positivismus» beinhalten, wie dies beispielsweise für eine erfolgreiche Verkaufstätigkeit not
wendig sei (
Urk.
9/94/31).
Die aktuell vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter mit Verkauf von Kaffeemaschinen und Kaffee ent
spreche in gewissen Grenzen einer angepassten Tätigkeit. Unter Würdigung des Belastungsprofils könne er keine Kaffeemaschinen mehr selbst ausliefern. Es müsste geklärt werden, ob es möglich sei, ihn bei diesem Teil seiner Tätigkeit zu entlasten. Gesamthaft
bestehe
aus interdisziplinärer Sicht eine Arbeitsfähigkeit als Aussendienstmitarbeiter in der Grössenordnung von 40
%
. Bei Einhaltung des Belastungsprofils belaufe sie sich auf 60
%
(
Urk.
9/94/30).
3.2.2
Im Rahmen der Beantwortung von Rückfragen der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 9/100)
äusserten sich
die
Z._
-Gutachter mit Stellungnahme vom 1
9.
März 2013
insbesondere nochmals zur Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Sie hielten fest, dass die Arbeitsunfähigkeit für eine Verkaufstätigkeit im Aussen
dienst medizinisch-theoretisch 30-40
%
betrage.
Begründet sei dies durch die Beeinträchtigungen der Kognition, des formalen Gedankengangs, des affektiven Erlebens sowie der Psychomotorik und des Antriebs.
Für eine den intellektuellen, manuellen und sozialen Fähigkeiten des Beschwerdeführers entsprechende Tätig
keit sei bei reduzierten Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit, an «sozialen Positivismus» sowie an einen übermässig starken Zeit-, Leistungs- und Erfolgsdruck eine 80%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Die 20%ige Ein
schränkung beruhe auf der allgemein eingeschränkten psychischen Belastbarkeit (
Urk.
9/101/2).
Darüber hinaus
stellten die medizinischen Sachverständigen
hin
sichtlich der
integral
auf
60
%
eingeschätzte
n
Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten klar, dass diese
r
ab September 2009
Geltung zukomme
(
Urk.
9/101/3).
4.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Ver
fügung eine ganze Invalidenrente vom
1.
Dezember 2005 bis 3
0.
April 2006, eine halbe Invalidenrente vom
1.
Mai 2006 bis 3
0.
April 2007 sowie wiederum eine ganze Invalidenrente für d
ie
Periode
vom
1.
Mai 2007 bis 31.
März 2009 zuge
sprochen (
Urk.
2 S. 7 f.).
Beschwerdeweise wird dies
explizit nicht in Frage gestellt (
Urk.
1 S. 6),
was
jedoch
rechtsprechungsgemäss
keine
Beschränkung
der gerichtlichen Prüfung auf den Zeitraum ab
1.
April 2009 zur Folge hat
(vgl. vor
stehende E. 1.4).
Die B
eschwerdegegnerin
trug bei ihrer Beurteilung sowohl den medizinischen als auch den wirtschaftlichen Unterlagen Rechnung
(vgl.
Urk.
2 S. 7 f.,
Urk.
9/176/1 f.)
.
Zum einen
bezog sie
die retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der
Z._
-Gutachter mit ein (
Urk.
9/94/33), welcher sich auch der Regionale Ärzt
liche Dienst (RAD)
mit Stellungnahme vom 1
7.
Oktober 2019 angeschlossen hatte (
Urk.
9/177/11).
Zum anderen berücksichtigte sie
den Umstand, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2006 wieder eine Erwerbstätigkeit
in einem Teilzeit
pensum von 50
%
im angestammten Versicherungsgewerbe
aufgenommen hatte
(vgl.
Urk.
9/18, 9/29/1 und
9/175/3)
, weshalb sie
die ganze Rente
ausgehend von einem Invaliditätsgrad in gleicher Höhe
unbestrittenermassen
zu Recht
auf eine halbe Invalidenrente
herabsetzte.
Zwar erhöhte der Beschwerdeführer sein Pensum im Dezember 2006
sodann
auf 60
%
(vgl. Urk. 9/31/1). Da
A
nfang Februar 2007 allerdings unfallbedingt wiederum eine
dauerhafte
vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit eintrat (vgl. Urk.
9/37/3
, 9/41/2, 9/61/2-6, 9/61/10 f.
und 9/94/33
),
erweist sich
diese kurzzeitige Steigerung des Arbeitspensums nicht
als
anspruchs
relevant (vgl. Art. 88a
Abs.
1 IVV)
.
Seitens des Gerichts besteht
somit
insgesamt keine Veranlassung, in Bezug auf die unbestrittenen Bezugszeiten korrigierend einzugreifen.
5.
5
.1
Umstritten
und zu prüfen ist
demgegenüber
,
ob die Beschwerdegegnerin
den Rentenanspruch ab
dem
1.
April 2009 zu Recht verneint hat
(
vgl.
Urk.
2 S. 8-10)
.
Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm stehe ab diesem
Datum
bis März 2018 eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu (
Urk.
1 S. 10).
5
.2
5.2.1
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzu
wenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2).
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
5.2.2
Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer
im
April 2009 wieder ein
e
Erwerbs
tätigkeit
aufnahm
. Gemäss dem mit der
B._
AG
(vormals
C._
AG)
am 2
5.
März 2009 geschlossenen Arbeitsvertrag
wurde
nebst einem monatlichen Mindestlohn von
Fr.
6'000.--
eine wöchentliche Soll
arbeitszeit von 42 Stunden vereinbart; es handelte sich mithin um ein Vollzeit
pensum
(
Urk.
9/68/2 f.)
.
Dieser Tätigkeit
als Media Consultant
ging der Beschwerdeführer
gemäss
IK-Auszug (
Urk.
9/175/3) während
fünf
Monaten nach, bevor er
unter anderem
eine Anstellung als Rechtsschutzberater im Aussen
dienst bei der
D._
AG
in einem 100%-Pensum
an
trat (U
rk.
9/110/17
f.
, 9/117
und 9/175/3
).
Angesichts
der Arbeitsaufnahme ist eine wesentliche
Veränderung
des Sachverhalts
in erwerblicher Hinsicht
zu bejahen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_728/2020 vom 2
3.
Juni 2021 E. 3.2)
, wo
mit
ein Revisionsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG
vor
liegt
.
In Nach
achtung der
zitierten
bundesgerichtlichen Praxis ist der Rentenanspruch
ab April 2009
folglich
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht
neu und
umfassend zu prüfen.
5
.3
5.3.1
Im Zuge der
Neub
erechnung des Invaliditätsgrades ab April 2009 nahm die Beschwerdegegnerin einen Einkommensvergleich vor, wobei sie das
Validen
einkommen
auf der Basis
der
Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruktur
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik bestimmte.
Das Invalidenein
kommen legte sie anhand der im IK-Auszug ausgewiesenen Erwerbseinkommen fest (
Urk.
2 S. 8,
Urk.
9/176/2). Der Beschwerdeführer erklärt sich damit nicht einverstanden und rügt, dass
im Unterschied zu den Vorjahren
zu Unrecht kein Prozentvergleich mehr durchgeführt worden sei.
Sein Gesundheitszustand habe sich seit der Begutachtung durch die
Z._
nicht verändert und auf das effektiv erzielte Einkommen hätte in Ermangelung eines
besonders stabilen Arbeitsverhältnisses nicht abgestellt werden dürfen (
Urk.
1 S. 6 ff.).
5.3.2
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er
mittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbs
einkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegen
überstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veran
schlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 9C_478/2021 vom 11. November 2021 E. 5.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
5.3.3
Der Beschwerdeführer bestreitet grundsätzlich nicht
(vgl.
Urk.
1 S. 8)
, im Jahr 2009 gemäss IK-Auszug insgesamt ein Erwerbseinkommen von F
r.
65'052.
--
erzielt zu haben
(
Fr.
27'500.-- +
Fr.
28'054.-- +
Fr.
9'498.--; Urk. 9/175/3). Es mag zwar zutreffen, dass
sich diese Summe aus dem Lohn von drei verschiedenen Arbeitgebern zusammensetzt.
Des Weiteren ist dem Beschwerdeführer grund
sätzlich dahingehend beizupflichten, dass gemäss bundesgerichtlicher Praxis
unter anderem
ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis vorliegen muss, damit
im Rahmen der Berechnung des Invaliditätsgrades
auf
den
von einer ver
sicherten Person nach Eintritt der
Invalidität effektiv erzielten Verdienst ab
gestellt werden darf (vgl. BGE
143 V 295 E. 2.2,
139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2
).
Das Kriterium «stabile Arbeitsverhältnisse» soll verhindern, dass zu Un
gunsten der versicherten Person von einem (zu) hohen tatsächlichen Einkommen ausgegangen wird, das sie nicht ohne Weiteres auch in Zukunft verdienen kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_720/2012 vom 1
1.
Februar 2013 E. 2.3.2).
Vorliegend
verhält es sich so
(vgl.
bereits
vorstehende E. 5.2.2)
, dass der Beschwerdeführer nur
fünf
Monate für die
B._
AG
in einem 100%-Pensum
tätig war
(
Urk.
9/175/3)
, wobei den Akten nicht entnommen wer
den kann, aus welchen Gründen das Arbeitsverhältnis
bereits
im August 2009
wieder
aufgelöst wurde. Direkt im Anschluss war der Beschwerdeführer während
13
Monaten
für
E._
,
in F._
, tätig
(
Urk.
9/128,
9/175/3)
. Im Rahmen eines Telefonats vom 14. Januar 2015 teilte dieser der Beschwerde
gegnerin mit, dass keine detaillierten Unterlagen zur Art und dem Umfang des Arbeitsverhältnisses sowie zum Lohn eingereicht werden könnten.
Der Beschwerdeführer sei bei ihm unregelmässig in einem temporären Arbeits
verhältnis beschäftigt gewesen (
Urk.
9/120).
Des Weiteren
trat
der Beschwerde
führer im Oktober 2009 eine Stelle als
Rechtsschutzberater im Aussendienst bei der
D._
AG an
, wobei es sich ebenfalls um ein 100%-Pensum handelte. Dieses Arbeitsverhältnis bestand nachweislich bis Ende August 2011 (
Urk.
9/110/17 f., 9/117 und 9/175/3)
mithin für die Dauer von
23 M
onaten
und wurde aufgrund ungenügender Leistu
ngen durch die Arbeit
nehmerin (richtig
: Arbeitgeberin
, vgl.
Urk.
9/149/1
) gekündigt (Urk. 9/117/1).
Krankheits- oder unfallbedingte Absenzen wurden im Arbeitgeberbericht
nicht
vermerkt (
Urk.
9/117/3
,
9
/149/3
).
Es zeigt sich somit nur schon in Anbetracht dieser
Gegebenheiten
, dass der Beschwerdeführer
für die
Zeit ab April 2009
trotz
gutachterlich
festgestelltem
Gesundheitsschaden in der Lage war, sich
dauerhaft
erfolgreich wiedereinzu
gliedern.
Ohne wesentlichen Unterbruch
war
er ab diesem Zeitpunkt
bis August 2011 in einem Pensum von (mindestens) 100
%
erwerbstätig
,
unter anderem
für die Dauer von rund zwei Jahren
in seiner angestammten Tätigkeit als Versicherungsberater im Aussendienst
. Aus den Akten ergeben sich keine Hin
weise
für eine Auflösung der Arbeitsverhältnisse
aus gesundheitlichen Gründen.
Zu berücksichtigen
ist
des Weiteren, dass es
dem Beschwerdeführer
im
Folgejahr
2010 möglich war, einen
vergleichbaren Jahresv
erdienst zu erzielen (
Urk.
9/175/3).
Zusätzlich nahm er ab diesem Jahr
was sich aus den Steuer
unterlagen, nicht aber aus dem IK-Auszug ergibt
eine selbs
t
ändige Erwerbs
tätigkeit auf, indem er Zimmer einer Liegenschaft in Zürich
verwaltete beziehungsweise
vermietete
. Der Nettoertrag belief sich dabei auf
rund
Fr.
19'000.--
(vgl. Urk.
9/
110/2, 9/110/6).
5.3.4
Nach dem Gesagten
besteht
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
kein triftiger Grund,
bei der
Festlegung des Invalideneinkommens das effektiv erzielte
Erwerbseinkommen
ausser Acht zu lassen und weiterhin einen Prozentvergleich
auf der Basis der von den
Z._
-Gutachtern bescheinigten Arbeitsunfähigkeit
durchzuführen
.
Diese attestierten zwar retrospektiv auch ab April 2009 eine
(teil
weise)
Arbeitsunfähigkeit
für die angestammte sowie eine leidensadaptierte Tätigkeit (Urk. 9/94/33).
Dabei gingen sie jedoch in
Sachen Berufsanamnese
von falschen Tatsachen aus,
hatte es
der Beschwerdeführer
doch unterlassen,
die medizinischen Sachverständigen
über seine
selbständige und unselb
st
ändige
Berufstätigkeit
zwischen
den Jahren 2007
und
2
012 in Kenntnis zu setzen (Urk.
9/94/24, 9/94/40), womit er
ihnen
wesentliche Informationen
für die Beurteilung vorenthielt.
Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin d
as Invaliden
einkommen auf
Fr.
65'052.--, den effektiv vom Beschwerdeführer im Jahr 2009 erzielten Verdienst, festgelegt
e, zumal eine Hochrechnung des
effektiv in den Monaten April bis Dezember 2009 erzielte
n
Einkommen
s
auf
zwölf
Monate
sogar ein Einkommen von
Fr.
86'736.--
ergäbe, was am Endergebnis allerdings nichts ändern würde
.
Gegen das auf der Grundlage der LSE 2008 (Tabelle TA1
, Monat
licher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sektor,
Ziff.
66 Versicherungs
gewerbe, Anforderungsniveau 4, Männer) ermittelte und an die betriebsübliche Arbeitszeit sowie die Nominallohnentwicklung bis 2009 angepasste
Validen
einkommen
von F
r.
76'406.35
(vgl.
Urk.
9/176/2) ist ebenfalls nichts einzu
wenden.
Der entsprechende Einkommensvergleich führt zu einem nicht renten
begründenden Invaliditätsgrad von 14.86
%
respektive 15
%
(zum Runden: BGE 130 V 121).
5.4
5.4.1
Zu prüfen bleibt
damit
der
übrige
Leistungs
anspruch
bis zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens
beziehungsweise
dem Erlass der angefochtenen Ver
fügung am 25. August 202
0.
Die Beschwerdegegnerin vertritt den Standpunkt, dem Beschwerdeführer sei es immer wieder für längere Zeit möglich gewesen, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erwirtschaften. Der Umstand, dass ein unregelmässiges Erwerbseinkommen erzielt worden sei, sei wirtschaftlich und nicht gesundheitlich bedingt (
Urk.
2 S. 9).
5.4.2
In erwerblicher Hinsicht wurde
bereits festgehalten,
dass
sich der Beschwerde
führer ab August 2011 vorübergehend nicht mehr in einem Anstellung
sverhältnis
befand
, wobei keine Hinweise für eine krankheitsbedingte Auflösung des Arbeits
verhältnisses
bei der
D._
AG
vorliegen
(vgl. vor
stehende E. 5.3.3)
.
Unverändert ging der Beschwerdeführer
danach
seiner selbständigen Erwerbstätigkeit
im Bereich der
Zimmer
verwaltung und -ver
mietung
nach,
wobei er sich erst im August 2014
rückwirkend
per 1.
Januar 2012 als
Selbständigerwerbender
bei der
Ausgleichskasse
anmeldete (Urk. 9/
131, 9/158/59).
Im Oktober 2014 gründete er in diesem Zusammenhang das
seither von ihm als Inhaber geführte
Einzelunternehmen
G._
(vgl. U
rk.
9/158/131
).
Bei unbekanntem Arbeitspensum erzielte er
in Ausübung dieser Tätigkeit
von 2011
bis 2016 schwankende
Jahreseinkommen
von durch
schnittlich
über
Fr.
2
0'000.--
(vgl. U
rk.
9/
111/82,
9/175/3).
Vom 2
0.
Juni 2014 bis 2
4.
Dezember 2015 war der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben in einem 100%-Pensum als Freelancer für das Unternehmen
H._
S.A.,
in
I._
, tätig (
Urk.
9/134). Laut Schreiben der Arbeitgeberin vom 2
5.
Januar 2016
sei das Arbeitsverhältnis
aus wirtschaft
lichen Gründen aufgelöst worden (
Urk.
9/135/1). Während der Dauer der An
stellung
stellte
der Beschwerdeführer dem Unternehmen insgesamt Fr. 40'074.2 (Jahr 2014)
sowie
Fr.
84'802.
2
0 (Jahr 2015) in Rechnung (vgl.
Urk.
9/135/3-21)
.
Im IK-Auszug
ist der in Ausübung dieser Tätigkeit erzielte Verdienst allerdings nicht
vermerkt
(vgl.
Urk.
9/175
).
Seit dem 2
1.
August 2017 ist der Beschwerdeführer als Betreuungsassistent für das Schulamt der Stadt
A._
tätig, wobei der Beschäftigungsgrad
von zunächst 60
%
per
8.
Januar 2018 auf 70
%
erhöht wurde (
Urk.
3/3 f.).
Darüber hinaus geht
der Beschwerdeführer seit dem 2
0.
August 2018
ebenfalls bei der Stadt
A._
einer Tätigkeit als Morgentisch-Betreuer in einem 10%-Pensum nach (
Urk.
3/5).
Im Rahmen der Ausübung dieser Tätigkeiten generierte er gemäss IK-Auszug im Jahr 2017 ein Einkommen von
Fr.
15'033.-- und im Jahr 2018 ein solches in der Höhe von
Fr.
51'254.-- (
Fr.
48'527.-- +
Fr.
2'727.--;
Urk.
9/175/3 f.).
5.4.3
In medizinischer Hinsicht
liegt das
Z._
-Gutachten vom
3.
September 2012 vor, mit welchem dem Beschwerdeführer
von orthopädisch-psychiatrischer Seite grundsätzlich ab September 2009 eine 60%ige A
rbeits
fähigkeit
für leidens
adaptierte Tätigkeiten bescheinigt wurde (vgl. vorstehende E. 3.2.2). Aktenkundig ist überdies, dass der Beschwerdeführer am 1
0.
Juli 2012 sowie am
2.
O
ktober 2015 jeweils
als Automobilist
in einen Verkehrsunfall
involviert war (vgl.
Urk.
9/146, 9/148/
2-13 und 9/168
).
Der orthopädische
Z._
-Gutachter
hielt fest, dass durch den Unfall vom 1
0.
Juli 2012
nur eine vorübergehende Verschlimmerung der bestehenden Beschwerden eingetreten sei und ein Status quo sine in maximal zwölf Wochen nach dem Schadensereignis erreicht werden dürfte (
Urk.
9/94/28). Beim Unfall vom
2.
Oktober 2015 handelte es sich gemäss Polizeirapport um eine Auffahrkollision im Schritttempo, wodurch an beiden Fahrzeugen geringer Sachschaden e
ntstand.
Zu Personenschäden
kam es nicht
(
Urk.
9/148
).
Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin
die
Hausärztin
med.
pract
.
J._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, kontaktiert und
soweit noch erhältlich
Unterlagen
von
deren Vorgänger
eingeholt (
vgl.
Ur
k.
9/164/7,
9/167-170).
Mit Bericht vom
8.
Juni 2019 hielt med.
pract
.
J._
fest, dass die Behandlung seit dem 2
1.
Juni 2016 durch sie erfolge, wobei der B
eschwerdeführer sie
erstmals am 2
1.
September 2018 konsultiert habe (
Urk.
9/173/3).
Es bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeiten mit Wechselbelastung unter Vermeidung des Tragens schwerer Lasten, des Verharrens in einer Körperposition, längeren Stehens sowie repetitiver Bewegungen der Wirbelsäule, Arme und Schultern. Das Einhalten von Pausen müsse gewährleistet sein (
Urk.
9/173/5). Ihrerseits sei jedoch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Urk. 9/173/3).
5.4.4
In der
Gesamtschau
der erwerblichen und medizinischen
Aspekte
zeigt sich folgendes Bild:
Dem Beschwerdeführer war es im
entscheidrelevanten
Zeitraum wiederholt über mehrere Monate oder gar Jahre möglich, ein 100%-Pensum zu bewältigen, darunter insbesondere auch in seiner angestammten Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter.
Dabei konnte er
namentlich unter Berücksichtigung des zusätzlich im Rahmen der selbständigen Erwerbstätigkeit erwirtschafteten Verdienstes
wie in den Jahren 2009 und 2010
rentenausschliessende Erwerbs
einkommen erzielen.
Die Unterbrüche
zwischen
den Anstellungsverhältnissen lassen sich nicht mit
dauerhaften Verschlechterungen des Gesundheitszustandes in Verbindung bringen
;
Veränderungen der gesundheitlichen Situation seit der Begutachtung durch die
Z._
wurden
auch
beschwerdeweise verneint (Urk. 1 S.
8).
Es ist
ausserdem
weder ersichtlich noch wird geltend gemacht, dass
die Unfallereignisse in den Jahren 2012 und 2015 dazu geführt hätten.
Des Weiteren
fällt auf,
dass sich der Beschwerdeführer sowohl vor
als auch nach der
Z._
-Begutachtung nicht in psychiatrischer Behandlung befand (vgl. U
rk.
9/94/38 f., 9/161)
.
Therapeutische Optionen
von
somatischer
Seite
nahm er
soweit ersichtlich
bloss nach dem Verkehrsunfall im Juli 2012
für einige Monate
in intensiverer Form
in Anspruch (vgl. U
rk.
9/168, 9/170)
. Im Übrigen
beschränkte er sich auf
seltene
hausärztliche Konsultationen
(vgl. Ur
k.
9/
173/3
)
, was
Zweifel am
tatsächlich
vorliegenden
Leidensdruck weckt.
In Anbetracht dieser Gegebenheiten kann die
medizinisch-theoretische
Ein
schätzung
der Arbeitsfähigkeit durch die
Z._
-Gutachter
nicht die massgebliche Grundlage für die Beurteilung des Rentenanspruchs bilden
, zumal
der Beschwerdeführer die Sachverständigen
im Rahmen der Begutachtung
nur unvollständig über seine beruflichen Tätigkeiten in Kenntnis gesetzt hat
und ihre Einschätzung somit zum Teil auf einer falschen oder zumindest unvollständigen Grundlage beruhte
.
Mit Blick auf sein
e
Erwerbs
biographie
ist zudem mit
über
wiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt
, dass ab April 2009
dauerhaft
und ohne wesentliche Unterbrechung
nicht nur eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für leidens
adaptierte Tätigkeiten
vorlag, wobei
auch die angestammte Tätigkeit als Aussen
dienstmitarbeiter
dem Belastungsprofil entspricht
.
Die Schlussfolgerung der B
eschwerdegegnerin, dass ab April 2009 kein Rentenanspruch mehr ausgewiesen sei, erweist sich dem
nach
als zutreffend und ist nicht zu beanstanden.
6.
Abschliessend ist d
er Vollständigkeit halber
auf den Beschluss des Sozial
versicherungsgerichts vom
4.
August 2021
zurückzukommen, mit welch
em der
Beschwerdeführer
rechtsprechungsgemäss
auf eine mögliche Schlechterstellung
im
Fall einer gerichtlichen Rückweisung der Angelegenheit an die IV-Stelle
zur weiteren Abklärung
hingewiesen wurde (
Urk.
11).
Auf d
ie
nur
im Rahmen einer ersten summarischen Prüfung
in Aussicht genommene Aufhebung der angefochtenen Verfügung samt Rückweisung an die Beschwerdegegnerin
zwecks weiterer Sachverhaltsabklärungen
kann in Anbetracht der obigen Erwägungen verzichtet werden.
Zwar
liegen
einige
erwerbliche
Aspekte
wie beispielsweise
das vom Beschwerdeführer
in Ausübung der selbständigen Erwerbstätigkeit
bewältigte Arbeitspensum nach wie vor
im Dunkeln
; es ist allerdings davon aus
zugehen, dass sich diese offenen Fragen mit Blick auf den Zeitablauf
retrospektiv
nicht mehr klären
l
assen
.
Die medizinische Aktenlage erweist sich mit Blick auf den langjährigen Abklärungszeitraum seit dem Rückweisungsurteil
vom 30.
Dezember 2011 (Urk.
9/86) ebenfalls als
vergleichsweise dürftig
.
Allerdings unternahm die Beschwerdegegnerin bereits die notwendigen Schritte, um an sämtliche hausärztlichen Unterlagen zu gelangen, was indes ohne Erfolg blieb (vgl. Urk. 9/161, 9/165 und 9/171 f.).
Es gilt
zudem
zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführ
er selbst nicht geltend macht,
seit der Begutachtung
in der
Z._
sei
eine wesentliche Veränderung des Gesu
ndheitszustandes eingetreten
.
Im Ergebnis
lä
s
st
sich
der Sachverhalt
jedenfalls
auch anhand der vor
liegenden
Akten
soweit ermitteln, dass
in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von
Art.
43
Abs.
1 ATSG
über den Leistungsanspruch zumindest mit dem
erforderlichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entsch
i
eden werden k
ann
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts
9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E.
3 mit Hinweisen).
Von weiteren Abklärungen sind
keine anderen
entscheid
relevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon ab
zu
sehen
ist
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE
144 V
361 E. 6.5
,
1
36 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).
7
.
Zusammenfassend erweist sich die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente vom
1.
Dezember 2005 bis 3
0.
April 2006, einer halben Invalidenrente vom
1.
Mai 2006 bis 3
0.
April 2007 sowie wiederum einer ganzen Invalidenrente für den befristeten Zeitraum vom
1.
Mai 2007 bis 3
1.
März 2009 als rechtens.
Ab dem 1.
April 2009
besteht
mangels eines Invaliditätsgrades von mindestens 40
%
kein Anspruch
mehr auf eine Invalidenrente. Die
unbegründete Beschwerde ist dem
nach
abzuweisen.
8
.
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr.
900.--
anzusetzen und ausgangsgemäss
dem
unter
liegenden
Beschwerdeführer
aufzuerlegen.