Decision ID: 5e155640-f9bc-583f-8e1f-571805f857ce
Year: 2016
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nigeria ungefähr im
(...) verliess und nach längeren Aufenthalten in (...) und (...) am 6. Oktober
2015 in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass er anlässlich der Befragung zur Person (BzP) im B._ vom
19. Oktober 2015 und der Anhörung zu den Asylgründen in Bern-Wabern
vom 24. Mai 2016 zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen
geltend machte, er sei nigerianischer Staatsangehöriger mit letztem Wohn-
sitz in C._ (...), wo er als gelernter (...) ein Geschäft betrieben habe,
dass er nach dem Tod seines vor etwa (...) Jahren verstorbenen Vaters
seinen Platz in einem Geheimbund hätte einnehmen sollen, weshalb er
anlässlich der Beerdigung von Mitgliedern der Organisation zu einer Ver-
sammlung eingeladen worden sei,
dass er bei einer weiteren Versammlung etwa ein Jahr später erfahren
habe, dass der Geheimbund von seinen Mitgliedern erwarte, dass sie Men-
schenköpfe mitbringen würden, was er abgelehnt habe,
dass er deshalb für etwa (...) Jahre weiteren Versammlungen ferngeblie-
ben sei,
dass er vor ungefähr (...) Jahren an einem Fest zufällig Mitglieder des Ge-
heimbundes getroffen und ihnen klar gemacht habe, dass er bei der Orga-
nisation nicht mitmachen wolle,
dass nach dem Fest zwei Mitglieder auf einem Motorrad sein Auto verfolgt
und auf ihn geschossen hätten, ohne ihn zu treffen,
dass er danach verschiedene Probleme mit seinem Geschäft, seiner Ge-
sundheit und seinem Auto gehabt habe und Mitglieder des Geheimkultes
ihm danach spirituell mitgeteilt hätten, dass er dafür verantwortlich sei,
dass er nicht zur Ruhe gekommen sei, weil er diesen Leuten immer wieder
begegnet sei, weshalb ihm das Ganze zu viel geworden und er schliesslich
im (...) ausgereist sei,
dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten und, soweit für
den Entscheid wesentlich, auf die nachfolgenden Erwägungen verwiesen
wird,
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dass das SEM mit am 8. Juni 2016 eröffneter Verfügung vom 6. Juni 2016
feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,
sein Asylgesuch vom 6. Oktober 2015 ablehnte und die Wegweisung aus
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass es zur Begründung anführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers
vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht zu genügen,
weshalb deren Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,
dass Personen einen Ort, an dem sie sich an Leib und Leben bedroht fühl-
ten, erfahrungsgemäss so schnell wie möglich verlassen würden,
dass der Beschwerdeführer nach der Ausbildungszeit in D._ viele
Jahre in C._ geblieben sei, obwohl er bereits im Alter von etwa (...)
Jahren erfahren habe, dass der Geheimbund Menschenopfer verlange,
und obwohl Mitglieder, die offenbar über seinen Aufenthaltsort im Bilde ge-
wesen seien, ihn immer wieder aufgesucht hätten,
dass er selbst nach dem Ereignis vor ungefähr (...) Jahren noch für weitere
(...) Jahre bis zu seiner Ausreise aus Nigeria in C._ geblieben sei,
und seine diesbezügliche Begründung, er habe ja sein Geschäft dort ge-
habt, angesichts des Anschlags auf seine Person nicht nachvollziehbar sei,
dass seine Aussage, er sei den Geheimbundmitgliedern nach dem Tö-
tungsversuch über einen Zeitraum von rund (...) Jahren immer wieder be-
gegnet, ohne dass sie ihn physisch angegriffen hätten, schwer nachvoll-
ziehbar sei,
dass auch nicht nachvollziehbar sei, dass sein Vater die Nachfolge seines
Sohnes im Geheimbund nicht vorbereitet habe, und zudem nicht ein-
leuchte, dass dessen Mitglieder dem Beschwerdeführer anlässlich der ers-
ten und einzigen Kultversammlung etwa ein Jahr nach der Beerdigung sei-
nes Vaters sofort in die Geheimnisse des Kults eingeweiht hätten, ohne
sich seiner Loyalität sicher zu sein,
dass die Einschätzung des Staatssekretariats dadurch untermauert werde,
dass seine Schilderungen aller wesentlichen Ereignisse sehr detail- und
substanzarm ausgefallen seien,
dass er beispielsweise überhaupt keine Erinnerung an sein im Alter von
(...) respektive (...) Jahren absolviertes Einführungsritual in den Geheim-
bund habe,
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dass er zudem trotz mehrmaliger Nachfragen nicht einmal annähernd den
Ort der Versammlung des Geheimbundes etwa ein Jahr nach dem Tod sei-
nes Vaters habe beschreiben können, obwohl er damals bereits etwa (...)
Jahre alt gewesen sei,
dass er wiederholt ausweichend auf die diesbezügliche Frage geantwortet
habe, indem er erklärt habe, die Versammlung habe bei einer Person statt-
gefunden, die überall hätte wohnen können, vielleicht sei es D._
oder (...) gewesen, es sei schwierig zu erklären, wo das gewesen sei,
dass er auf entsprechende Frage nicht einmal in der Lage gewesen sei zu
sagen, ob er eine halbe Stunde, einen halben Tag oder gar mehrere Tage
unterwegs zur Versammlung gewesen sei,
dass er des Weiteren auf die Frage nach dem Versammlungsablauf wie-
derum ausweichend geantwortet habe, indem er ausgesagt habe, dies sei
eine lange Geschichte, und danach in vier kurzen Sätzen erklärt habe, was
er in stereotyper Weise immer wieder wiederholt habe, nämlich dass die
Kultmitglieder ihn nach einer normalen Begrüssung aufgefordert hätten,
Menschenköpfe mitzubringen,
dass die Versammlungsszene trotz Nachfragen bezüglich Kleidung oder
Ritual aufgrund seiner knappen Antworten in keiner Weise visualisierbar
geworden sei,
dass er nicht imstande gewesen sei, nähere Angaben zu machen, obwohl
diese Versammlung für ihn wegen der Aufforderung, Menschenköpfe mit-
zubringen, ein einschneidendes Ereignis gewesen sei,
dass auch seine Schilderungen zum Vorfall vor etwa (...) Jahren trotz
Nachfragen derart unsubstanziiert ausgefallen seien, dass man sich nicht
vorstellen könne, wie dieses Treffen am Fest abgelaufen sei,
dass er auf entsprechende Frage geschildert habe, es habe eine Art Rau-
ferei gegeben, bei der die Geheimbundmitglieder ihn gepackt hätten und
er ihnen gesagt habe, sie sollen ihn loslassen, und auf die Frage, ob sie
ihn wieder hätten gehen lassen, geantwortet habe, er sei nicht gepackt
worden, sie seien daran gewesen, ihn zu packen,
dass er nicht näher dargelegt habe, wie er den Geheimbundmitgliedern
schliesslich habe entkommen können, zudem seien auch seine Schilde-
rungen zur Situation auf dem Nachhauseweg vage geblieben,
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dass die Angaben des Beschwerdeführers auch in anderen Punkten sehr
unpräzise und manchmal verwirrend ausgefallen seien, indem er beispiels-
weise davon gesprochen habe, von den Geheimbundmitgliedern gejagt
worden und dann mehrmals geflüchtet zu sein, und auf die Frage, wohin
er jeweils geflüchtet sei, antwortete, er sei ja hierher nach Europa geflüch-
tet,
dass diese Antwort keinen Sinn ergebe, weil er ausgesagt habe, mehrmals
geflüchtet zu sein,
dass man zudem den Eindruck erhalte, dass er, wenn er eine Rückfrage
nicht habe beantworten können, entweder ausweichend geantwortet oder
eine Antwort gegeben habe, die Teil seiner grob konstruierten Geschichte
darstelle, auch auf die Gefahr hin, dass dieser Teil nicht zu den übrigen
Vorbringen passe,
dass in den Schilderungen des Beschwerdeführers Erinnerungen an De-
tails und konkrete Abläufe fehlen würden, weshalb der Eindruck entstehe,
dass er die erzählten Ereignisse nicht wirklich erlebt habe,
dass ein weiterer Hinweis darauf, dass seine Vorbringen unglaubhaft
seien, seine unstimmigen Aussagen zu seinem Alter bei der Einführung in
den Geheimbund darstellen würden, zumal er bei der BzP gesagt habe, er
sei etwa (...) Jahre alt gewesen, und im Widerspruch dazu bei der Anhö-
rung sein Alter auf etwa (...) Jahre datiert habe,
dass der Beschwerdeführer zufolge Ablehnung seines Asylgesuchs zur
Ausreise verpflichtet sei, und hinsichtlich des Wegweisungsvollzugs fest-
zustellen sei, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nicht zur Anwen-
dung gelange, weil er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle,
dass sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben würden, dass
ihm im Falle seiner Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahr-
scheinlichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung
drohe,
dass weder die in seinem Heimatstaat herrschende politische Situation
noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit der Rückführung sprechen
würden,
dass er gelernter (...) sei und in den letzten Jahren vor seiner Ausreise ein
eigenes Geschäft betrieben habe, von dem er gut habe leben können,
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dass seine Frau zudem ein (...)-Geschäft habe, ihm nötigenfalls bei seiner
Reintegration behilflich sein könnte und er überdies jung und bei guter Ge-
sundheit sei,
dass der Vollzug der Wegweisung zudem technisch möglich und praktisch
durchführbar sei,
dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 30. Juni 2016
(Datum Poststempel) an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und in
materieller Hinsicht unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung und
Zuerkennung seiner Flüchtlingseigenschaft die Gewährung von Asyl, even-
tualiter unter Feststellung der Unzumutbarkeit oder Unzulässigkeit des
Wegweisungsvollzugs die Anordnung der vorläufigen Aufnahme gestützt
auf Art. 83 Abs. 1 AuG beantragte,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm die unent-
geltliche Rechtspflege unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses zu gewähren und eine angemessene Parteientschädigung aus-
zurichten,
dass er das Nachreichen einer Fürsorgebestätigung in Aussicht stellte,
dass das Gericht dem Beschwerdeführer am 1. Juli 2016 den Eingang sei-
ner Beschwerde bestätigte,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-
det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor
welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG
[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
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schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a
Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-
wechsel verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde
ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden,
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dass das Bundesverwaltungsgericht wie zuvor schon das SEM zum
Schluss gelangt, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anfor-
derungen an die Glaubhaftigkeit nicht zu genügen vermögen,
dass das SEM in seinen Erwägungen – auf welche anstelle einer Wieder-
holung zu verweisen ist – in zutreffender und umfassender Weise aufge-
zeigt hat, dass die gesuchsbegründenden Aussagen des Beschwerdefüh-
rers unstimmig und realitätsfremd sind,
dass sich auch die Erwägungen hinsichtlich der Wegweisung und deren
Vollzugs als gesetzes- und praxiskonform erweisen,
dass sich die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen
darauf beschränken, die Wahrheitskonformität der Aussagen zu bekräfti-
gen, ohne in stichhaltiger Weise zu den Erwägungen in der angefochtenen
Verfügung Stellung zu nehmen,
dass insbesondere festzustellen ist, dass die in wesentlichen Punkten der
allgemeinen Erfahrung und Logik des Handelns widersprechenden Vor-
bringen des Beschwerdeführers auch im nigerianischen Kontext unlogisch
und nicht nachvollziehbar bleiben,
dass sich die Erklärungsversuche in der Beschwerde, er habe solange mit
der Ausreise aus Nigeria zugewartet, weil seine Familie sowie sein soziales
Netzwerk dort lebe und weil er ein Geschäft betrieben habe, ausserdem
habe er vergebens gehofft, dass sich der Geheimbund wieder beruhigen
werde, er habe erst realisiert, dass er in grosser Gefahr schwebe, als ihn
die Mitglieder des Geheimbundes hätten zwingen wollen, zu ihnen zu kom-
men, offensichtlich nicht geeignet sind, die realitätsfremden Aussagen des
Beschwerdeführers glaubhaft erscheinen zu lassen,
dass der Verweis auf eine Länderanalyse der Schweizerischen Flüchtlings-
hilfe (SFH) vom März 2010 zu Nigeria und die Ausführungen zur fehlenden
Schutzfähigkeit des nigerianischen Staates vor Aktivitäten von Geheimkul-
ten ebenfalls nicht geeignet sind, die von der Vorinstanz aufgezeigten Un-
stimmigkeiten in zentralen Punkten der gesuchsbegründenen Vorbringen
zu entkräften, zumal in der angefochtenen Verfügung zu Recht festgestellt
worden ist, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Nachstellungen
seitens des Geheimbundes seien unglaubhaft,
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dass zudem eine Durchsicht der Protokolle keine Hinweise darauf ergibt,
der Beschwerdeführer habe bei der BzP oder der Anhörung nicht frei spre-
chen können, und sich die Detailarmut in seinen Schilderungen auch nicht
mit der Anwesenheit eines nigerianischen Dolmetschers, der zur Ver-
schwiegenheit verpflichtet ist und auf welchen Umstand der Beschwerde-
führer zu Beginn der Anhörung ausdrücklich aufmerksam gemacht worden
ist, erklären lässt,
dass sich angesichts dieser Sachlage auch der weitere Einwand, die Vor-
instanz hätte den Beschwerdeführer fragen sollen, weshalb seine Antwor-
ten so knapp, oberflächlich und teilweise verwirrend ausgefallen seien, als
haltlos erweist und sich der Verweis auf seine Erklärung bei der Anhörung,
gewisse Dinge seien schwierig zu erklären (Akten SEM A18/26 Fragen 74
und 97), als nicht stichhaltig erweist,
dass seine weitere Entgegnung, die Vorinstanz sei in keiner Weise auf
seine Aussagen, er habe durch eine Krankheit sein Gedächtnis verloren
(vgl. A18/26 Fragen 203 und 204), weshalb er sich nur noch an grobe
Handlungsabläufe, aber nicht an Details, erinnern könne, eingegangen,
nicht zu verfangen vermag, zumal es sich beim angeblichen Gedächtnis-
verlust um eine nicht weiter substanziierte Behauptung handelt,
dass seine detailarmen Aussagen weder auf einen angeblichen Gedächt-
nisverlust noch auf die Anwesenheit des nigerianischen Dolmetschers,
sondern darauf zurückzuführen sein dürften, dass er die geltend gemach-
ten Ereignisse nicht erlebt hat,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-
schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das
Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt
hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl.
BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-
weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde,
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dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-
zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist
(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]),
dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-
mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard
wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu
beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-
ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,
dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat
drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3
BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter
und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung o-
der Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
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dass die allgemeine Lage in Nigeria nicht auf eine konkrete Gefährdung
des Beschwerdeführers im Falle seiner Rückkehr schliessen lässt,
dass sich aufgrund der Akten auch keine individuellen Vollzugshindernisse
ergeben, und an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen voll-
umfänglich auf die diesbezüglichen Erwägungen in der angefochtenen
Verfügung verwiesen werden kann,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
dass mit vorliegendem Urteil der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses hinfällig wird,
dass der Antrag auf Erlass der Verfahrenskosten im Sinne von Art. 65
Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorlie-
genden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind, womit
eine der kumulativen Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht er-
füllt ist,
dass bei diesem Verfahrensausgang die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–3 des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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