Decision ID: 9366ea9b-e854-4a8c-a2ae-9d7cb1980fc0
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964,
ist gelernter
Heizungsmonteur und Logistik
fachmann (
Urk.
5/9 S. 2). Am
2
8.
August 2017
meldete er sich
bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche (
Urk.
5/5
,
Urk.
5/9
) und medi
zinische (
Urk.
5/4,
Urk.
5/8,
Urk.
5/12
,
Urk.
5/21
) Abklärungen und holte ein polydisziplinäres Gutachten (
Urk.
5/32) ein. Am 2
8.
März 2019 erliess
sie
den Vorbescheid (
Urk.
5/34). Mit Verfügung vom 2
1.
Mai 2019 (
Urk.
5/36 =
Urk.
2) verneinte
die IV-Stelle
einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am 1
8.
Juni 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
1.
Mai 2019 und beantragte die
Zusprache
einer ganzen Rente
(
Urk.
1 S. 1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
8.
August 2019 (
Urk.
4) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
5.
Sep
tember 2019 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
6).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten
Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43
V
409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verwies im angefochtenen Entscheid
auf
ein
von ihr eingeholtes polydisziplinäre
s Gutachten
der
Y._
vom
7.
Januar 201
9.
Sie stellte fest
,
gemäss dem Gutachten bestehe
in der angestammten Tätigkeit
des Beschwerdeführers
keine Arbeitsfä
higkeit mehr. In
einer
der gesundheitlichen Beeinträchtigung angepassten
Tätig
keit
bestehe jedoch
eine
Arbeitsfähigkeit
von 100 %
(
Urk.
2 S. 1). In der Folge verneinte
die Beschwerdegegnerin
bei einem Invaliditätsgrad von 12
%
einen Rentenanspruch (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte vor, es sei ihm nicht möglich, eine angepasste Tätigkeit auszuüben.
In Frage kämen
lediglich therapeutische Arbeiten. Das Regionale
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) erachte ihn aufgrund
der gesund
heitlichen
Einschränkung
en
als nicht vermittelbar (
Urk.
1 S. 1).
2.3
Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint hat.
Zunächst ist zu prüfen,
ob auf das Gutachten der
Y._
abgestellt werden kann.
3.
3.1
Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie,
Z._
, stellten im Austrittsbericht vom
2.
März 2017 (
Urk.
5/4/2-7) folgende Diagnosen (S. 1 f.):
-
s
eptische Gonarthritis rechts mit MRSA seit 1
0.
Februar 2017
-
am ehesten per
continuitatem
bei MRSA-Nachweis auf Psoriasis-Plaque
-
Klinik: akuter Beginn mit schmerzhafter Knieschwellung, subfebrile Temperaturen
-
Kolonisation mit MRSA
-
Psoriasis
vulgaris
-
i
nfiziertes Atherom am Rücken rechts auf
H
öhe
Scapula
-
chro
nische Hepatitis C Genotyp 1a
-
aortale
Plaques Grad III im Aortenbogen
-
Hyperkeratose der Füsse
-
Status nach
Spondylodiszitis
mit
epiduralem
Abszess, lumbale Diskusher
nien und Spinalkanalstenose
-
psychische und Verhaltensstörung durch Opioide
-
Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm
-
COPD Gold-Stadium 2, Klasse A
-
Hepatitis B
3.2
A._
, Psychologin,
und
B._
,
Ärztlicher Leiter,
C._
,
stellten in einem
bei der Beschwerdegegnerin
am 1
3.
Dezember 2017 (
Urk.
5/8/1-8) eingegangenen Bericht folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
psychische Störungen
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode
(ICD-10 F33.0)
-
Dysthymia
(ICD-10 F34.1)
-
Verdacht auf einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
(ICD-10 F90.0)
-
Psoriasis
vulgaris
-
Diskushernie
L5-S1
-
subligamentäre
Ausbreitung entlang der Hinterkante LWK5-SWK1
-
konsekutive Kompression Wurzel L5
foraminal
-
signifikante
Spinalkanalstenosierung
Die Ärzte
der
C._
nannten
zudem
als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 1
Ziff.
1.1):
-
psychische und Verhaltensstörung durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenpro
gramm
(ICD-10 F11.22)
-
psychische und Verhaltensstörung durch Sedative und Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom
(ICD-10 F13.2)
-
psychische und Verhaltensstörung durch Kokain: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F14.2)
-
psychische und Verhaltensstörung durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.2)
-
Status nach chronischer Hepatitis C
-
Status nach Hepatitis B
-
COPD, Erstdiagnose Juni 2016
, GOLD 2, Risikogruppe A
-
arterielle Hypertonie, Erstdiagnose September 2017
Zur Anamnese wurde ausgeführt,
der Patient habe im Alter von 38 Jahren eine Ausbildung zum Logistikfachmann abgeschlossen. Bis
zirka 45-jährig sei von einer durchgehenden Arbeitstätigkeit mit
beruflichen Aufstiegen
bis in die Kader
etage zu berichten. Der Beschwerdeführer habe diese Zeit als überfordernd beschrieben (S. 2
Ziff.
1.4 unten).
Im
Alter von 18
bis
30 Jahren
habe
er
regelmässig Opiate und Cannabis konsu
miert
.
Mit
30
bis
38 Jahren habe er nach einer neunmonatigen Therapie abstinent gelebt. Anschliessend habe er wieder b
egonnen, Opiate zu konsumieren, aufgrund einer anhaltenden Überforderungssituation bei der Arbeit. Seit der Jugendzeit seien wiederholt depressive Episoden
festzustellen
, von leichter bis mittelgradiger Ausprägung. In den letzten beiden Jahren seien mehrere solcher
Episoden zu beobachten gewesen, die
mittels Citalopram erfolgreich behandelt worden
seien
. Mindestens seit dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben bestehe zudem eine chro
nische depressive Verstimmung. Diese sei geprägt von Hoffnungslosigkeit, Resig
nation, Insuffizienzgefühlen, einer
Reduktion des Antriebes
, Vermeidung und einer
deutlich eingeschränkten Belastbarkeit.
Somatisch
sei im Alter von 19 Jah
ren
eine Diskushernie operiert worden. Im April 2015 seien linkslumbale Rücken
schmerzen aufgetreten mit Ausstrahlung ins linke Bein.
Der Patient habe damals als Hauswart gearbeitet.
Ein auslösendes Trauma lasse sich nicht nachvollziehen (S. 3 oben).
Es bestünden
chronifizierte
psychiatrische Einschränkungen und Defizite vor dem Hintergrund einer strukturellen Störung, welche sich in ausgeprägten Einschrän
kungen der sozialen Funktions- und Leistungs
fähigkeit manifestierten.
Es handle sich um Bindungsdefizite in der Ursprungsfamilie und eine emotionale Vernach
lässigung im Kindes- und Jugendalter.
Weiter sei es zu einem kritischen Lebens
ereignis durch den Verlust der Arbeitsfähigkeit und einem
sozialen Abstieg ab Mitte 40 gekommen. Anschliessend habe
der Beschwerdeführer
strukturelle Defi
zite nicht mehr ausreichend kompensieren können, um den Belas
tungen des ers
ten Arbeitsmarktes
standhalten zu können
. Die Suchtproblematik sei als sekundär zu bezeichnen
(S. 3 unten).
A
ufgrund der Kumulation von somatischen und psychiatrischen Beschwerden, eines
chronifizierten
Verlaufes und eine
s
gescheiterten Wiedereingliederungsver
such
s
im geschützten Arbeitsmarkt sei eine Reintegration in den ersten Arbeits
markt ausgeschlossen. Am ehesten denkbar sei eine niederschwellige und nieder
prozentige Teilnahme im geschützten Arbeitsmarkt.
Eine berufliche
Exposition an Wasser, Reinigungsmitteln, Staub sowie eine mechanische Irritation sei
en
wegen der Psoriasis kaum möglich. Dies würde zu einer raschen Verschlechterung führen (S. 4 oben). Im Rahmen der heroingestützten Substitutionsbehandlung bestünden tägliche Kontakte
, flankiert von einer integrierten psychiatrisch-psy
chotherapeutischen sowie einer somatischen Behandlung
(S. 4
Ziff.
1.5).
3.3
Vom 2
0.
Februar bis
7.
März 2018 war der Beschwerdeführer in der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene,
Z._
, hospitalisiert (
Urk.
5/12 S. 1 oben).
Die Ärzte des
Z._
nannten im Austrittsbericht vom
8.
März 2018 (
Urk.
5/12) neu als Diagnosen
einen
epiduralen
Abszess BWK 8-11 unter Miteinbeziehung der
Neuroforamina
BWK 8/9 und 9/10 (betont links) mit
methicillin
-resistentem
S.
aureus
(MR
SA),
Angioödem
der Lippe rechts vom
1.
März 2018,
Prostata
-
obstruk
tionssyndrom
Stadium I und einen Verdacht auf Osteoporose
(S.
1 f.).
3.4
D._
,
C._
, führte
im Verlaufsbericht vom 1
3.
August 2018 (
Urk.
5/21/1-4) aus, der Beschwerdeführer habe im Februar 2018 unter einer schwerwiegenden Infektion im Bereich der Wirbelsäule gelitten. Dies habe zu einer dreiwöchigen
Hospitalisation
und einer wochenlagen antibiotischen Behandlung geführt. Infolgedessen sei es zu einer
erheblichen Abnahme der kör
perlichen und psychischen Leistungsfähigkeit gekommen (S. 2
Ziff.
1.3). Es bestehe eine Verminderung der Leistungsfähigkeit von 100
%
(S. 2
Ziff.
2.2).
3.5
3.5.1
Die Gutachter der
Y._
erstatteten am
7.
Januar 2019 (
Urk.
5/32
/5-191
) im Auftrag der Beschwerdegegnerin ein polydisziplinäres Gutachten. Die fachärztli
chen internistischen, neurologischen, dermatologischen, orthopädischen, psychi
at
rischen und neuropsychologischen
Untersuchungen
fanden
vom
1
8.
bis 2
7.
Oktober 2018
statt
(S.
1
unten).
Zur internistischen Untersuchung wurde aus
geführt, der Beschwerdeführer habe berichtet, dass er seit 1977 Drogen konsu
miert habe. 1984 habe er eine
Hepatitis-C-Infektion erlitten, die
aktuell ohne den Nachweis von Erregern und symptomfrei
verlaufe
.
Seit 1994
leide er an einer Psoriasis
.
1983, 2015 und 2018 sei er an der Lendenwirbelsäule operiert worden (S. 27 oben).
Aus internistischer Sicht wurde ein Status nach Hepatitis-C-Virus
infektion diagnostiziert,
die
sich nicht auf
die
Arbeitsfähigkeit
auswirke
(S. 31
Ziff.
6 Mitte).
Prof.
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie,
stellte im neurologischen Teilgutachten die Diagnose einer
leichte
n
Polyneuropathie
, die sich klinisch vor
rangig durch eine sensible leichte Ataxie mit Unsicherheiten im erschwerten Gang manifestiere (S. 62 unten). Aufgrund
der
Beschwerden attestierte
der Gutachter
aus neurologischer Sicht
für die bisherige Tätigkeit
des Beschwerdeführers
als Lagerist und Bauarbeiter
eine volle Arbeitsunfähigkeit
. Für
körperlich leichte Tätigkeiten
attestierte er
eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(S. 64
Ziff.
8.1 und 8.2).
Dr.
med. F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte im orthopädischen Teilgutachten die Diagnosen
einer
Restfunktionsstörung
des
recht
en
Kniegelenk
s
nach verheilter Gonarthritis,
einer
dorsolaterale
n
Spondylodese
LWK4-
SWK1 mit Bewegungs- und Entfal
tungsstörung sowie
eines
verh
eilte
n
epidurale
n
Abszess
es
BWK 8-
11 (S. 116 oben).
Dr.
F._
bestätigte
aus orthopädischer Sicht
für die bisherige Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für eine körperlich leichte bis mittelschwere, wech
selbelastende oder überwiegend sitzend ausgeübte Tätigkeit attestierte er dagegen eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 120
Ziff.
8.1 und 8.2).
Aus dermatologischer Sicht stellte
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit fest (S. 88
Ziff.
8.1 und 8.2).
3.5.2
Dr.
med. H._
, Facharzt für Psychiatrie, führte im psychiatrischen Teil
gutachten
aus,
der Beschwerdeführer habe bislang keine psychiatrisch-psycho
therapeutische
Behandlung in Anspruch genommen.
Im Rahmen der Behandlung in einer
Suchtambulanz
bestünden aber fast tägliche Kontakte. Ein- bis zweimal jährlich komme es dort zu Gespräche
n
mit Psychologen oder Psychiater
n
. Eine antidepressive Medikation sei vor etwa einem Jahr abgesetzt worden
(S. 139 oben).
Abgesehen von der täglichen Einnahme von Diamorphin habe
der Beschwerdeführer
einen Drogenkonsum verneint (S. 139 unten).
Er
habe g
eneralisierte Ängste,
ein
phobisches Verhalten oder Panikattacken
ver
neint
(S. 142 unten).
Die Stimmung habe unauffällig gewirkt bei erhaltener Schwingungsfähigkeit (S. 143 oben).
Seit dem 1
8.
Lebensjahr bestehe eine Opiatabhängigkeit. Das hiesige Labor habe zusätzlich ein
en
Konsum von Kokain und Cannabis belegt (S. 144 oben). Von Seiten der Ärzte der
C._
sei eine sekundäre Suchterkrankung
attestiert worden
mit dem Hinweis auf
eine qualifizierte psychiatrische Einschränkung und auf Defizite mit
einer
Einschränkung der sozialen Funktions- und Leistungsfähigkeit (S. 144 Mitte).
Die
Diagnosekriterien
einer depressiven Episode seien nicht nach
weisbar.
Die anamnestisch angegebenen Konzentrationsstörungen
hätten sich in
der Untersuchung
nicht bestätigt. Zudem seien
diese
angesichts des im Labor nachgewiesenen zusätzlichen Drogenkonsums in diesem Kontext als schlüssig zu verstehen, also auch reversibel (S. 144 unten
).
Der in den Akten gestellte Verdacht
auf eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung habe anhand des aktenkundigen Längsschnittes und der Angaben des B
eschwerdeführers nicht bestätigt werden können
(S. 145 Mitte).
Die Angaben des Beschwerdeführers und die Aktenlage
sprächen
für eine jahr
zehntelange Opiatabhängigkeit, die derzeit mit einem
Ersatzdrogenprogramm
fortgeführt werde. Der im Rahmen der Begutachtung herausgearbeitete polyva
lente Suchtmittelkonsum mache die anamnestischen Angaben
des Beschwerde
führers
(Abstinenz von weiteren Drogen) unglaubwürdig. Die derzeitige Substi
tutionstherapie werde hierdurch revisionsbedürftig. Der unkontrollierte
Be
ikon
sum
von Strassendrogen führe
zu erheblichen unkalkulierbaren Interaktionsrisi
ken mit der
Diaphin
-Medikation
. Es bedürfe
daher
der kritischen Überprüfung der derzeitigen Therapie
(S. 145 f. oben). Notwendig sei eine vollständige Entgiftung und Entwöhnung. Dies sei versicherungsmedizinisch gut zumutbar und stehe im unmittelbaren Gesundheitsinteresse des Beschwerdeführers. Hinweise für eine gestörte Willensbildung oder eine gestörte Einsichtsfähigkeit bestünden nicht. Die kognitiven Funktionen erschienen nicht namhaft limitiert. Die Mitarbeit
des Beschwerdeführers
dürfe aus versicherungsmedizinischer Sicht eingefordert wer
den. Die psychiatrische Einschätzung
der behandelnden Ärzte
,
wonach
eine sekundäre Suchtproblematik vor
liege, könne nicht geteilt werden. Es sei weder ein ADHS zu attestieren noch könne
eine rezidivierende depressive Erkrankung festgestellt werden
, vor deren Hintergrund sich die Drogenabhängigkeit entwi
ckelt haben könnte. Die Annahme einer primären Sucht sei gleichermassen wahr
scheinlich
(S. 146 oben).
Zusammenfassend bestehe aus psychiatrischer Sicht keine vom Suchtmittelkonsum ausreichend abgrenzbare Gesundheitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 146 unten).
Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine namhaften Funktionsstörungen. Der Beschwerdeführer verfüge über befriedigende Ressourcen (Berufsausbildung, soziale und emotionale Kompetenz, stabiles soziales Umfeld, unauffällige Primär
persönlichkeit). I
m
Konsens mit der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers werde die Wiedereingliederung in eine angepasste Tätigkeit befürwortet (S. 150
Ziff.
7.4 unten).
Prof.
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Neurologie, stellte im
neuropsycholo
gischen
Teilgutachten die Diagnose einer leichtgradigen kognitiven Störung im Rahmen eines anhaltenden polyvalenten Suchtmittelkonsums (S. 179
Ziff.
6).
Er führte aus
, es sei
eine vollständige Entgiftung und Entwöhnung notwendig. Eine neuropsychologische
Reevaluation
könne allenfalls unter stabilen Abstinenzbe
dingungen nochmals erfolgen. Aus neuropsychologischer Sicht lasse sich keine vom aktuellen polyvalenten Suchtmittelkonsum ausreichend abgrenzbare kogni
tive Störung attestieren. Mithin lasse sich auch keine suchtmittelkonsum-unab
hängige Minderung der Arbeitsfähigkeit attestieren (S. 180 unten).
3.5.3
Die Gutachter stellten aus interdisziplinärer Sicht folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6
Ziff.
4.2):
-
leichtes sensibel-ataktisches Syndrom bei leichter Polyneuropathie (ätio
logisch: polyvalenter schädlicher Substanzgebrauch, Differentialdiagnose: virale Hepatitis)
-
Restfunktionsstörung rechtes Kniegelenk nach verheilter Gonarthritis
-
d
orsolaterale
Spondylodese
LWK4-SWK
1 mit Bewegungs- und Entfal
tungsstörung (2015)
-
ve
rheilter
epiduraler
Abszess BWK8-
11 (2018)
Als
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannten die Gutachter
(S. 7
Ziff.
4.2):
-
Status nach Hepatitis C-Infektion
-
leichtgradige kognitive Störung im Rahmen eines anhaltenden polyvalen
ten Suchtmittelkonsums
-
Psoriasis
vulgaris
-
Polytoxikomanie
(ICD-10 F19.2)
Zur Stabilisierung der Arbeitsfähigkeit hinsichtlich angepasster Tätigkeiten sei eine vollständige Entgiftung und Entwöhnung von allen Suchtmitteln notwendig (S. 8
Ziff.
4.10). Die Gutachter attestierten gesamthaft für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. Für eine angepasste Tätigkeit attestierten sie eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(S. 8
Ziff.
4.7 und 4.8).
3
.6
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwer
degegnerin, nahm am 2
7.
März 2019
(
Urk.
5/35 S. 5 f.)
Stellung zum Gutachten der
Y._
.
Er führte aus, aufgrund des spinalen und
des
das Kniegelenk betref
fenden Defektstatus und einer Polyneuropathie seien körperlich schwere Arbeiten ungeeignet (S. 5 Mitte). Im Sinne des Belastungsprofils möglich sei
eine körper
lich leichte
,
wechselbelastende Tätigkeit, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen und ohne wirbelsäulenbelastende und kniegelenks
belastende Zwangshaltungen. Weiter seien
Arbeiten wie Bücken, Hocken, Kauern etc. und solche
mit häufigen Rumpfrotationen und mit häufigem Gehen auf unebenem Gelände zu vermeiden. Ebenfalls zu vermeiden seien andauernde Vib
rationsbelastungen sowie Nässe-/Kälteexposition. In der bisherigen Tätigkeit als Logistikfachmann und als allgemeiner Bauarbeiter bestehe seit April 2015
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%. In einer angepassten Tätigkeit bestehe seit April 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 0
%
(S. 5 unten).
4
.
4
.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
4
.2
Nach bisheriger und langjähriger höchstrichterlicher Rechtsprechung führten Suchterkrankungen als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Sie wurden im Rahmen der Invalidenversicherung erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt haben, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender, Gesundheitsschaden eingetre
ten war, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesund
heitsschadens waren, dem Krankheitswert zukam. Ein invalidisierender psychi
scher Gesundheitsschaden fehlte demgegenüber, wo in der Begutachtung im Wesentlichen nur Befunde erhoben wurden, welche in der Sucht ihre hinrei
chende Erklärung fanden (Hinweise zur bisherigen Rechtsprechung
in BGE 145 V 215
E. 4.1).
Diese bisherige Rechtsprechung änderte das Bundesgericht mit
BGE 145 V 215
dahingehend, dass - fachärztlich einwandfrei diagnostizierten - Abhängigkeits
syndromen beziehungsweise Substanzkonsumstörungen nicht zum vornherein jede invalidenversicherungsrechtliche Releva
nz abgesprochen werden kann (E.
5.3.3), sondern diese vielmehr als invalidenversicherungsrechtlich beachtliche (psychische) Gesundheitsschäden in Betracht fallen (E.
6).
Gemäss BGE 143 V 418 E. 6 f. ist die Frage nach den Auswirkungen sämtlicher psychischer Erkrankungen auf das funktionelle Leistungsvermögen grundsätzlich unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beantworten. Hierzu gehören nach dem oben Ausgeführten auch Abhängigkeits
syndrome (E. 6.2).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens kann und muss insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden. Diesem kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängig
keitserkrankungen - wie auch bei anderen psychischen Störungen - oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und sozio
kulturellen Faktoren vorliegt. Letztere sind selbstverständlich auch bei Abhän
gigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Fol
gen zeitigen (vgl. bezüglich der Depressionen BGE 143 V 409 ff. E. 4.5.2). Eine krankheitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (E. 6.3).
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem struktu
rierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dauernde (Art. 28 Abs. 1
lit
. b
IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hin
weise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7).
4.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2
017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
5.
5.1
Der Beschwerdeführer leidet an
somatischen und psychischen Beschwerden
(vgl. vorstehend E. 3.1)
.
Die Ärzte der
C._
nannten
im Bericht vom 1
3.
Dezember 2017
als psychiatrische
Diagnose
n eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig leichte Episode, eine
Dysthymia
und einen Verdacht auf eine einfa
che Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung. D
aneben besteht seit Jahren eine
Abhängigkeit von Opioiden und weiteren Substanzen
(
E. 3.1 und
E. 3.2).
Die behandelnden Ärzte der
C._
verneinten eine Arbeitsfähigkeit für den ersten Arbeitsmarkt
(E. 3.2
und 3.4
).
Die Gutachter der
Y._
nannten unter anderem als Diagnosen eine leichtgra
dige kognitive Störung im Rahmen eines anhaltenden polyvalenten Suchtmittel
konsums und eine
Polytoxikomanie
. Nach Einsc
hätzung durch die Gutachter wir
ken sich die Diagnosen nicht auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
aus. Die Gutachter attestierten für die angestammte Tätigkeit aufgrund der somati
schen Beschwerden eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für eine behinderungsange
passte
körperlich leichte
Tätigkeit attestierten sie dagegen eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(vorstehend E. 3.5.3).
5.2
Die vo
m
Gutachter
Dr.
H._
angegebene
Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer
Suchtmittela
bhängigkeit ist seit BGE 145 V 215 nicht mehr zu treffen.
Dr.
H._
erwähnte
im psychiatrischen Teilgutachten
weiter
, dass dem Beschwerdeführer eine Entgiftung und En
twöhnung zugemutet werden könne
. Er begründete dies knapp
mit dem
Hinweis
auf eine nicht gestörte Willensbildung und Einsichtsfähigkeit
des Beschwerdeführers
.
Weiter
erwähnte er
erhaltene Res
sourcen
des Beschwerdeführers
(E. 3.5.2). Nach der geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts lässt sich d
ie Zumutbarkeit einer Abstinenz
nicht länger
auf
die Willensfähigkeit einer versicherten Person
zurückführen.
Um der Rechtspre
chung zu genügen, hätte
eine
vertiefte
Auseinandersetzung
der Gutachter
zu den Auswirkungen des jahrelangen Suchtmittelkonsums auf den Gesundheitszustand
und die Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers erfolgen sollen.
Prof.
I._
stellte im Zusammenhang mit dem Drogenkonsum immerhin die Diagnose einer leichtgradigen kognitiven Störung (vorstehend E. 3.5.2). Die Auswirkungen des Konsums sind daher nicht per se zu vernachlässigen.
Die
notwendige
eingehende
Prüfung
der sogenannten Standardindikatoren (vgl. E. 4.3)
ist gestützt auf das psychiatrische Teilgutachten von
Dr.
H._
und die weiteren Ausführungen der Gutachter
der
Y._
nicht möglich, nachdem
diese
den
Suchtmittelkonsum als mögliche
IV-relevante
Gesundheitsstörung in ihrer Beurteilung gerade aus
klammerten
(vgl. E. 3.5.2).
Weiter ist auf die
erhebliche
Diskrepanz im Vergleich mit der Beurteilung durch die behandelnden Ärzte der
C._
hinzuweisen, die eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt
überhaupt
verneinten.
Auf das Gutachten der
Y._
vom
7.
Januar 2019 kann
aus diesen Gründen
nicht abgestellt werden.
Nachdem die behandelnden Ärzte der
C._
eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt
generell verneinten,
ist auch deren Beurteilung zurückhaltend zu bewerten und kann darauf nicht unbesehen abgestellt werden.
5.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
5.4
Das
polydisziplinäre Gutachten der
Y._
vom
7.
Januar 2019
beantwortet
die Frage
n
nach den Auswirkungen des festgestellten Suchtmittelkonsums
auf die
funktionelle Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers
nur
ungenügend.
Um die Auswirkungen anhand der Standardindikatoren prüfen zu können, ist eine erneute psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers erforderlich.
Die angefochtene Verfügung
vom 2
1.
Mai 2019
ist daher aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung des psychiatrischen Gesundheitszustandes
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Anschliessend hat sie über einen Ren
tenanspruch
des Beschwerdeführers
erneut zu verfügen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.