Decision ID: 9c67fce7-568f-57d0-bf90-dc7adbda5538
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 29. August 2003 in der Schweiz ein erstes
Asylgesuch einreichte, das nach einem Rückzug des Gesuches am
15. September 2003 abgeschrieben wurde,
dass der Beschwerdeführer am 30. Oktober 2019 in der Schweiz ein zwei-
tes Asylgesuch einreichte und ihm am 6. November 2019 im Bundesasyl-
zentrum Ostschweiz eine Rechtsvertretung gemäss Art. 102f ff. AsylG
(SR 142.31) beigeordnet wurde,
dass er am 7. November 2019 im Rahmen der Personalienaufnahme und
am 13. November 2019 gemäss Art. 5 Dublin-III-VO befragt wurde und das
SEM ihn am 8. Januar 2020 nach Art. 29 AsylG vertieft zu den Gründen
seines Gesuches anhörte,
dass ihn das SEM am 14. Februar 2020 dem erweiterten Verfahren zuwies,
dass er ab dem 25. Februar 2020 als unbekannten Aufenthaltes gemeldet
war und das Asylgesuch am 7. April 2020 abgeschrieben wurde,
dass nach zweimaliger Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 25. Mai
2020 und 2. Juni 2020 der Beschwerdeführer dem SEM am 13. Juni 2020
mitteilte, er habe sich seit dem 25. Februar 2020 drei Monate in der Psy-
chiatrischen Klinik M. aufgehalten, und um Wiederaufnahme des Verfah-
rens ersuchte,
dass die zuständige Klinik im Austrittsbericht vom 28. Mai 2020 einen Auf-
enthalt des Beschwerdeführers vom 7. Mai 2020 bis 26. Mai 2020 bestä-
tigte,
dass das SEM das Verfahren zum Asylgesuch des Beschwerdeführers am
29. Juni 2020 wiederaufnahm,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen seines Asylgesuchs im Wesentli-
chen vorbrachte, er habe nach elf Jahren Schulbesuch studiert und sein
Hochschulstudium im Jahre 2001 oder 2002 abgeschlossen,
dass die geltend gemachten Gründe zu seinem ersten Asylgesuch in der
Schweiz im Jahre 2003 nicht mehr relevant seien und er nach seiner Rück-
kehr in die Ukraine regelmässig aus dem Land ausgereist und wieder dort-
hin eingereist sei,
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dass er ungefähr im Oktober 2019 ein Fahrzeug bestiegen und ein Schlaf-
mittel eingenommen habe und in der Schweiz wieder aufgewacht sei,
dass die Gründe für sein zweites Asylgesuch hauptsächlich gesundheitli-
cher Natur seien,
dass er unter Stress, paranoiden Zuständen, Gehirnproblemen und De-
pressionen leide, da er in seinem Leben keinen Sinn finden könne und das
Schwierigste sei, dass er wisse, dass der Mensch sterben müsse und
nichts dagegen tun könne,
dass er drogenabhängig sei beziehungsweise drogenabhängig gewesen
sei und seit zwanzig Jahren Methadon konsumieren würde,
dass er in der Ukraine Benzodiazepine und frei erhältliche Hormonpräpa-
rate geschluckt habe und weiter an Problemen mit einer Herzklappe leide,
dass er sich in der Ukraine an verschiedene Ärzte gewandt habe, doch
diese ihn falsch behandelt und ihm zu viel oder die falschen Pharmazeutika
oder Hormonpräparate verschrieben hätten,
dass die guten Ärzte das Land verlassen hätten und er nicht das Geld
habe, um sich in Privatkliniken behandeln zu lassen,
dass er zudem im Jahre 2016 zwei Vorladungen zum Militärdienst erhalten,
aber auf diese nicht reagiert habe und es schwierig zu beurteilen sei, ob
dies Folgen gehabt habe,
dass ein Arztbericht vom 31. Dezember 2019 folgende Diagnosen stellte:
Polytoxikomanie (Nachweis von THC, Opiaten, Benzodiazepinen und Me-
thadon), Prolaps der Mitralklappe und Status nach Hepatitis B und C,
dass der Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik vom 28. Mai 2020 fol-
gende Diagnosen stellte: Psychische und Verhaltensstörungen durch Ab-
hängigkeiten von Opioiden, Sedativa, Hypnotika und Cannabinoiden, de-
pressive Störung und Mitralklappenproiaps,
dass er sich bei seinem Austritt aus der Klinik klar und glaubhaft von Suizi-
dalität distanziert habe,
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dass das SEM mit Verfügung vom 2. Juli 2020 – eröffnet am 8. Juli 2020 –
in Anwendung von Art. 31a Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Be-
schwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz und
aus dem Schengen-Raum sowie den Vollzug der Wegweisung anordnete,
dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die vom Be-
schwerdeführer vorgebrachten Gründe für sein Asylgesuch würden nicht
erkennen lassen, dass er gestützt auf einen in Art. 3 AsylG genannten
Grund um Schutz vor Verfolgung ersuchen würde,
dass seine Angaben zu den vor vier Jahren angeblich eingetroffenen und
von ihm nicht beachteten Militärvorladungen äusserst vage und oberfläch-
lich gewesen seien und der Beschwerdeführer sich selber die Frage ge-
stellt habe, ob dieses Thema überhaupt erwähnenswert sei (Akten SEM
A29, F116),
dass die Voraussetzungen für ein Asylgesuch gemäss Art. 18 AsylG nicht
gegeben seien,
dass sich im Weiteren der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und
möglich erweise,
dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsyIG
vorliegend keine Anwendung finden könne und sich ferner aus den Akten
keine Anhaltspunkte dafür ergeben würden, dass dem Beschwerdeführer
im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrschein-
lichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung drohen
würde,
dass sich vorliegenden aufgrund der Akten nicht jene ganz aussergewöhn-
lichen Umstände ausmachen liessen, die gestützt auf die Praxis des Euro-
päischen Gerichtshofes für Menschenrechte zu Art. 3 EMRK zur Feststel-
lung der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs aus gesundheitlichen
Gründen führen würden, und das SEM auf EMARK (Entscheidungen und
Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission) 2005 Nr. 23 ver-
wies,
dass allfälligen suizidalen Absichten im Zeitpunkt des Vollzugs der Weg-
weisung durch geeignete Massnahmen seitens der zuständigen kantona-
len Behörden Rechnung zu tragen wäre,
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dass sich der Konflikt im Heimatland des Beschwerdeführers auf ein relativ
kleines Gebiet in der Ostukraine beschränke (mit Hinweis auf OHCHR-Be-
richte zur Menschenrechtssituation in der Ukraine, www.ohchr.
org/EN/Countries/ENACAReqion/Paqes/UAReports.aspx) und sich seine
beiden Wohnorte nicht im umkämpften Gebiet befänden,
dass auch keine individuellen Gründe gegen eine Rückkehr in die Ukraine
sprächen,
dass der Beschwerdeführer einen Hochschulabschluss habe und über ein
familiäres Beziehungsnetz in seinem Heimatland verfüge und zudem seine
wirtschaftlichen Verhältnisse keineswegs desolat seien, wovon seine zahl-
reichen Auslandreisen zeugen würden,
dass an dieser Einschätzung auch die geltend gemachten gesundheitli-
chen Einschränkungen nichts ändern würden und es in seiner Verantwor-
tung liege, sich in seinem Herkunftsstaat in medizinische Behandlung zu
begeben oder an einem Drogenersatzprogramm teilzunehmen,
dass der Umstand der Substanzabhängigkeit nicht allein ausschlaggebend
für die Bejahung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs aus medi-
zinischen Gründen sein könne und das SEM auf BVGE E-7502/2016 ver-
wies,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2020 gegen diesen
Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und bean-
tragt, die Verfügung des SEM sei aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigen-
schaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren,
dass festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, un-
zumutbar und unmöglich sei und die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei,
dass er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, um Verzicht
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um Beiordnung eines amt-
lichen Rechtsbeistandes ersuchte,
dass eventualiter die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Juli 2020 eine Bestäti-
gung der zuständigen kantonalen Behörde vom 13. Juli 2020 zu den Akten
reichte, wonach er finanziell unterstützt werde,
http://www.ohchr/
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und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,
dass es auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Ver-
fügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines
Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-
rende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83
Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – unter
Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 3
AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der
Beschwerde gegenstandslos ist, da der Beschwerde die aufschiebende
Wirkung nicht entzogen wurde,
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-
instanz im Hauptpunkt grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE
2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.),
dass die Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Ge-
währung von Asyl demgegenüber nicht Gegenstand des angefochtenen
Nichteintretensentscheides und damit auch nicht des vorliegenden Verfah-
rens bilden, weshalb auf die entsprechenden Beschwerdebegehren nicht
einzutreten ist,
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),
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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass gemäss Art. 31a Abs. 3 AsylG auf ein Gesuch nicht eingetreten wird,
welches die Voraussetzungen nach Art. 18 AsylG nicht erfüllt, namentlich,
wenn das Asylgesuch ausschliesslich aus wirtschaftlichen oder medizini-
schen Gründen eingereicht wurde,
dass als Asylgesuch gemäss Art. 18 AsylG jede Äusserung gilt, mit der eine
Person zu erkennen gibt, dass sie die Schweiz um Schutz vor Verfolgung
ersucht,
dass die Praxis dabei von einem weiten Verfolgungsbegriff ausgeht und
neben den in Art. 3 AsylG genannten Gründen auch Wegweisungshinder-
nisse im Sinne von Art. 44 AsylG in Verbindung mit Art. 83 Abs. 2–4 AIG
umfasst sind, sofern diese von Menschenhand geschaffen wurden
(vgl. EMARK 2003 Nr. 18 und statt vieler das Urteil des BVGer
E-2340/2019 vom 22. Mai 2019 mit weiteren Hinweisen),
dass die Vorinstanz mit überzeugender Begründung festgehalten hat, die
Vorbringen des Beschwerdeführers enthielten keine Anhaltspunkte für eine
Verfolgungssituation im Zeitpunkt der Ausreise aus seinem Heimatland,
dass auf die umfassenden Ausführungen und rechtskonformen Folgerun-
gen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann und diese
vom Gericht zu bestätigen sind,
dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nichts Stichhalti-
ges entgegenzuhalten vermag, zumal sich seine Beschwerdevorbringen
im Wesentlichen in der Wiederholung seiner problematischen gesundheit-
lichen Situation erschöpft,
dass darüber hinaus der Beschwerdeführer versucht, das Augenmerk auf
das zweimalige Aufgebot für den Militärdienst im Jahre 2016 zu lenken,
das SEM hierzu jedoch zutreffend ausführte, seine Angaben zu den vor
vier Jahren angeblich eingetroffenen und von ihm nicht beachteten Militär-
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vorladungen seien äusserst vage und oberflächlich gewesen und der Be-
schwerdeführer habe sich selber die Frage gestellt, ob dieses Thema über-
haupt erwähnenswert sei (Akten SEM A29, F1 16),
dass das nun in der Rechtsmitteleingabe blosse Vorbringen des Beschwer-
deführers, er habe kürzlich gehört, dass das Militär erneut nach ihm ge-
sucht habe, gänzlich unsubstanziiert bleibt, als vorgeschobenes Element
erscheint und somit als untauglich zu gelten hat, auf die Entscheidfindung
und damit auf den Ausgang des Verfahrens Wirkung zu entfalten,
dass das SEM demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 3 AsylG zu Recht
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen
besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen
steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde,
dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG),
dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-
mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard
wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu
beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegen-
stehen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
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AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der
Beschwerdeführer keine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachweisen
oder glaubhaft machen konnte, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte
Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden Ver-
fahren keine Anwendung findet,
dass sodann keine Anhaltspunkte für eine ihm im Heimat- oder Herkunfts-
staat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25
Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 ge-
gen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-
handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK er-
sichtlich sind,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
dass, wie das SEM in der angefochtenen Verfügung zu Recht feststellte,
weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdeführers noch
individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr
schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumut-
bar ist,
dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),
dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung
zu bestätigen ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist,
dass die Beschwerde abzuweisen ist,
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dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist
und damit der Antrag auf Befreiung von der Kostenvorschusspflicht gegen-
standslos wird,
dass die mit der Beschwerde gestellten Gesuche um Gewährung der un-
entgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung abzuweisen sind,
da die Beschwerdebegehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-
gen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die Vorausset-
zungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG und Art. 102m AsylG nicht erfüllt sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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Considerations: