Decision ID: d1fcfe06-53c2-5026-9d48-407b2ce1002d
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden – albanischsprachige Roma mit letztem Wohnsitz in Z._ – ersuchten am 16. März 2000 in der Schweiz um Asyl. Zur Begründung machten sie dabei geltend, ihre Häuser sei - en niedergebrannt worden und sie seien von den Albanern geschlagen und vertrieben worden.
B. Mit Verfügung vom 2. September 2002 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF, heute: BFM) die Asylgesuche der  ab und ordnete deren Wegweisung an, nahm sie jedoch  Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in der Schweiz  auf. Diese Verfügung erwuchs am 8. Oktober 2002 unangefochten in Rechtskraft.
C. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2007 gewährte das BFM den  das rechtliche Gehör im Hinblick auf eine  der vorläufigen Aufnahme und den damit verbundenen . Dabei führte es aus, gemäss verschiedenen Berichten des Verbindungsbüros in Pristina vom 28. September 2007 sowie vom 6. und 26. Oktober 2007 (welche dem Schreiben zusammen mit  Fotografien der Häuser der Familie in Kopie beigelegt wurden) verfügten sie in ihrem Heimatland über ein tragfähiges familiäres .
In den erwähnten Berichten wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der Beschwerdeführer ein reicher Mann gewesen sei und wie seine zwei Brüder (C._ und D._) in Z._ ein Haus  habe, welches bei der serbischen Offensive 1998 zerstört  und bis heute unbewohnbar sei. C._ und D._ hätten ihre Grundstücke verkauft. C._ wohne heute in Deutschland und D._ in Y._ mit elf weiteren Familienmitgliedern in ei - nem Haus, welches er seinem Onkel abgekauft habe, während zwei seiner Töchter in Kosovo und zwei im Ausland wohnten. Weiter wohne eine Tochter der Beschwerdeführenden (E._) in X._ mit ihrem Mann, welcher selbstständig als Fernsehtechniker arbeite, und vier Töchtern sowie ihrem Schwager, dessen Ehefrau und deren Kind in einem grossen Haus. Ihr Sohn und acht Geschwister wohnten in Deutschland und ein Bruder in der Schweiz. Diese kämen hin und wie-
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der zu Besuch und wohnten dann bei ihr. Weiter wurde im Bericht , dass eine Frau gemäss der kosovarischen Tradition bei ihrer Heirat die Ursprungsfamilie verlasse und dieser gegenüber in der  weder Rechte noch Pflichten behalte. Im vorliegenden Fall könne jedoch vermutet werden, dass die Beschwerdeführenden, welche  durch ihre Kinder im Ausland finanziell abgesichert wären, im Notfall wenigstens vorübergehend bei der Tochter unterkommen , da deren Ehemann über sehr viel Wohnraum verfüge.
D. In ihrer Stellungnahme vom 14. Januar 2008 führten die  – handelnd durch ihren Rechtsvertreter – aus, gemäss der Tradition sei es unvorstellbar, dass sie bei ihrer Tochter wohnten.  ihres Alters sei es nicht zulässig, sie in ein Provisorium (eine Unterkunft sei nur „im Notfall“ und „vorübergehend“ erstellt), in dem sie praktisch als Bettler auftreten müssten, zurückzuschicken. Zudem  es nicht zu, dass ihre Kinder, welche in der Schweiz und Deutsch - land lebten, hin und wieder in Kosovo zu Besuch seien, vielmehr seien einzig zwei Töchter einmal zwecks Dokumentenbeschaffung dort . Aufgrund der ausserordentlich beengten Verhältnisse sei auch eine Wohnsitznahme bei ihrem Bruder beziehungsweise Schwager ausgeschlossen. Somit verfügten sie in Kosovo nicht über ein  soziales Netz und die Voraussetzungen für ein dauerhaftes,  Dasein in Kosovo seien nicht gegeben. Zudem sei der Beschwerdeführer wegen seiner früheren Arbeit für die Eisenbahn und damit für die serbischen Behörden besonders gefährdet.
E. Mit Verfügung vom 8. Oktober 2008 – eröffnet am 9. Oktober 2008 – hob das BFM die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden auf und ordnete den Vollzug der Wegweisung an.
F. Mit Eingabe vom 10. November 2008 (Poststempel) erhoben die  – handelnd durch ihre neu mandatierte  – gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  und beantragten die Aufhebung der angefochtenen  und die Weiterführung der vorläufigen Aufnahme. In formeller Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unentgeltlichen  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).
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G. Mit Verfügung vom 14. November 2008 verzichtete die  auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und verschob den Entscheid über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG auf einen späteren Zeitpunkt. Gleichzeitig forderte sie die Beschwerdeführenden auf, eine Fürsorgebestätigung einzureichen.
H. Mit Schreiben vom 19. November 2008 wurde die eingeforderte  nachgereicht.
I. In seiner Vernehmlassung vom 20. November 2008 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde.
J. Mit Verfügung vom 27. November 2008 wurde den  die Stellungnahme des BFM zur Kenntnis gebracht und es wurde ihnen Gelegenheit zur Replik gegeben.

Considerations:
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwal  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet in Sachen Aufhebung der vorläufigen  endgültig (Art. 1 Abs. 2 VGG; Art. 83 Bst. c Ziff. 3 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG (Art. 37 VGG, Art. 112 AuG).
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1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 und 52 VwVG). Die Beschwerdeführenden sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG).
3. 3.1 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren geht es um die Frage, ob die Vorinstanz die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden zu Recht aufgehoben hat. Die Voraussetzungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme werden seit dem 1. Januar 2008 in Art. 84 Abs. 2 AuG umschrieben. Davor wurde die vorläufige Aufnahme durch das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und  der Ausländer (ANAG, BS 1 121) geregelt, welches zeitgleich mit dem Inkrafttreten des AuG aufgehoben wurde (vgl. Art. 125 AuG i.V.m. Ziff. I Anhang 2 zum AuG). Gemäss Art. 126a Abs. 4 AuG gilt – unter Vorbehalt der Absätze 5-7 – für Personen, die im Zeitpunkt des Inkraft - tretens der am 16. Dezember 2005 beschlossenen Änderung des AsylG sowie des AuG vorläufig aufgenommen waren, neues Recht. Die Beschwerdeführenden wurden mit Verfügung vom 2.  2002 vorläufig aufgenommen. Aufgrund der genannten  Regelung ist das Vorliegen der Voraussetzungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme nach neuem Recht, mithin nach Art. 84 Abs. 2 AuG, zu prüfen.
3.2 Wurde eine Ausländerin oder ein Ausländer vorläufig in der Schweiz aufgenommen, so überprüft das BFM periodisch, ob im  Einzelfall die Voraussetzungen für eine vorläufige Aufnahme noch gegeben sind (vgl. dazu Art. 84 Abs. 1 AuG). Das BFM hebt die vorläufige Aufnahme auf und ordnet den Vollzug der Weg- oder  an, wenn die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind (Art. 84 Abs. 2 AuG). Die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme sind nicht mehr gegeben, wenn der Vollzug der rechtskräftig  Wegweisung zulässig (Art. 83 Abs. 3 AuG) und es der aus  Person zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) und möglich ist (Art. 83
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Abs. 2 AuG), sich rechtmässig in ihren Heimat-, in den Herkunftsstaat oder in einen Drittstaat zu begeben.
3.3 Bezüglich der Geltendmachung von  gilt gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vorgängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens  zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148).
4. 4.1 Zur Begründung seines Entscheides vom 8. Oktober 2008 führte das BFM im Wesentlichen aus, der Vollzug der Wegweisung der  sei im heutigen Zeitpunkt zulässig, zumutbar und möglich, weshalb die vorläufige Aufnahme aufzuheben sei. Die  in Kosovo habe sich in den letzten Jahren stark verbessert. Von einer Situation allgemeiner Gewalt könne nicht mehr gesprochen werden. Insbesondere die Albanisch sprechende Minderheit der Roma beziehungsweise Ashkali sei heute in den meisten Gebieten in Kosovo nicht mehr in dem Masse gefährdet, dass von einer allgemeinen  ausgegangen werden müsse. Anschliessend fasste das BFM die erwähnten Berichte des Verbindungsbüros in Pristina zusammen und kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführenden in Kosovo über ein stabiles soziales Netz verfügten. Sollten die Beschwerdeführenden wider Erwarten nicht bei der Tochter E._ Wohnsitz nehmen können, hätten sie grundsätzlich die Möglichkeit, bei den Verwandten in Y._ oder deren Nähe unterzukommen. Mit der allfälligen  des offenbar nicht genutzten Grundstückes des  könnten hierfür nötige finanzielle Mittel beschafft werden. Abschliessend verwies das BFM auf die Strukturhilfeprojekte Balkan 2003 - 2006 und das Rückkehrhilfeprogramm für Angehörige  Minderheiten, welche vor Ort durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) umgesetzt würden.
4.2 In der Beschwerde wurde dem entgegengehalten, als mehr als 68- beziehungsweise 64-jährige Personen sei es den  unmöglich, sich in Kosovo noch einmal eine unabhängige  aufzubauen und sie wären auf die Dauer von der  ihrer Kinder abhängig. Es sei selbstverständlich, dass sie in der
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ersten Zeit bei ihrer Tochter bleiben könnten, aber nicht für immer. Die Verwandten hätten auch keinen Platz und keine Verpflichtung, sie bei sich aufzunehmen. Der Erlös des Grundstückes würde ihnen nicht , eine lange Zeit irgendwo unabhängig zu leben. Es sei auch nicht davon auszugehen, dass die IOM ihnen Wohnraum auf ihrem Grundstück finanzieren würde. Auch als Basis für eine  würde aus dem Grundstück nie genug erwirtschaftet werden können. Sie hätten beide grosse gesundheitliche Probleme und  selber nicht auf dem Feld arbeiten. Der Beschwerdeführer leide an Diabetes mellitus Typ II und müsse täglich Insulin spritzen und seine Blutzuckerwerte kontrollieren. Es müsse davon ausgegangen werden, dass er in Kosovo die unbedingt notwendige ärztliche Versorgung nicht erhalten würde. Die Beschwerdeführerin leide an hohem Blutdruck und fortgeschrittenen Arthrosen. Die Kinder im Ausland seien nicht in der Lage, die Eltern dauernd zu unterstützen, da sie Familien hätten und die Lebenskosten in Deutschland hoch seien. Schliesslich sei im  zu den Erwägungen des BFM der Vollzug der Wegweisung für Angehörige der Roma und Ashkali angesichts der zur Zeit  Situation nicht zumutbar.
Zur Stützung ihrer Vorbringen reichten die Beschwerdeführenden unter anderem ein ärztliches Attest vom 28. Oktober 2008 und Erklärungen ihrer Kinder und ihres Bruders beziehungsweise Schwagers ein,  es diesen nicht möglich sei, sie finanziell zu unterstützen  bei sich aufzunehmen.
4.3 In seiner Stellungnahme vom 20. November 2008 führte das BFM aus, die Beschwerdeführenden hätten Kosovo vor acht Jahren, also im Alter von 60 respektive 56 Jahren verlassen und somit den weitaus grösseren Teil ihres Lebens, insbesondere die prägenden , dort verbracht. Sie hätten eine Familie gegründet, ihre Kinder seien dort aufgewachsen und sie seien mit Sprache, Kultur, Sitten und  des Landes vertraut. Sicherlich sei die konkrete Ausreise sorgfältig vorzubereiten, damit die Fortführung der medizinischen , die Unterbringung und das wirtschaftliche Auskommen  werden könne. Es seien jedoch vorliegend keine  Hindernisse ersichtlich. Die Behauptung der Kinder der , wonach sie ihre Eltern nicht finanziell  könnten, erstaune angesichts der in der dortigen Gesellschaft  starken familiären Bande. Der Zugang zu den medizinischen und sozialen Strukturen sei in Kosovo in aller Regel gewährleistet. Die
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Diabetes- und die Arthrose-Erkrankung sowie der Bluthochdruck  grundsätzlich behandelt werden und Insulin sei erhältlich.
5. 5.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
5.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den  nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche  nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Kosovo ist demnach unter dem  von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung nach Kosovo dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des Europäischen  für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Fol-
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terausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete  ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung  würde (vgl. EGMR, [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist den Beschwerdeführenden mit der  auf eine Bedrohungslage im Zusammenhang mit den durch  angezündeten Häusern nicht gelungen. Mit Verfügung vom 2.  2002 wurde rechtskräftig festgestellt, dass sie die  nicht erfüllten. Wenn der Beschwerdeführer nun in seiner Stellungnahme vom 14. Januar 2008 im Rahmen des rechtlichen  zur Aufhebung der vorläufigen Aufnahme ausführt, er sei  seiner Arbeit für die serbischen Behörden gefährdet, ist dies als nachgeschoben und somit nicht glaubhaft zu werten, zumal ein  in Z._ gemäss dem Bericht des Verbindungsbüros in  vom 28. September 2007 lediglich ausführte, sie hätten den  deswegen im Dorf nicht gemocht. Schliesslich lässt auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Kosovo den  zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum  über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.1 In Kosovo herrscht im jetzigen Zeitpunkt klarerweise nicht eine  unsichere, von bewaffneten Konflikten oder jederzeit drohenden Unruhen geprägte Lage, aufgrund derer die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr unweigerlich einer konkreten Gefährdung ausgesetzt würden. Blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen weite Teile der ansässigen Bevölkerung betroffen sind, genügen nicht, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. dazu die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in Entscheidungen
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und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 24 E. 10.1. S. 215).
6.2 Was die albanischsprachigen Roma, Ashkali und "Ägypter" aus Kosovo im Allgemeinen betrifft, so hat das Bundesverwaltungsgericht in BVGE 2007/10 die letzte Lagebeurteilung der ARK (wiedergegeben in EMARK 2006 Nr. 10 und Nr. 11) aktualisiert und befunden, der  von Angehörigen dieser Minderheiten nach Kosovo sei in der Regel zumutbar, sofern aufgrund einer Einzelfallabklärung (insbesondere durch Untersuchungen vor Ort durch das  [heute: Schweizerische Botschaft] in Kosovo) feststehe, dass  Reintegrationskriterien – wie berufliche Ausbildung, , Alter, ausreichende Lebensgrundlage und  – erfüllt seien. Diese Beurteilung ist gemäss den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts auch nach der Unabhängigkeit  noch gültig.
6.3 Die Vorinstanz führte zu Recht aus, mit der Tochter und dem  beziehungsweise Schwager im Heimatstaat verfügten die  dort über ein tragfähiges familiäres . Es ist zwar nicht auszuschliessen, dass eine Rückkehr ihrer  nach Kosovo diese aufgrund der damit verbundenen , sich um diese zu kümmern, vor gewisse Probleme stellen würde. Dennoch ist davon auszugehen, dass sie im Rahmen der  Unterstützungspflicht, welche im kulturspezifischen Kontext in Kosovo sehr ausgeprägt ist, für die  Beschwerdeführenden sorgen würden. Finanzielle Unterstützung ist insbesondere durch die neun weiteren Kinder, die in der Schweiz und in Deutschland leben, gewährleistet. Deren Erklärungen, wonach sie nicht für die Beschwerdeführenden sorgen beziehungsweise diese nicht bei sich aufnehmen könnten, erscheinen nicht glaubhaft. Und auch das Argument, wonach die Beschwerdeführenden wie Bettler auftreten müssten, verfängt angesichts des kulturspezifischen  nicht. Aufgrund des hohen Alters der Beschwerdeführenden und ihres Gesundheitszustands kann zwar nicht von ihnen erwartet werden, dass sie ihr Auskommen vollständig zum Beispiel durch Arbeit auf dem Feld selber verdienen. Mit der erwähnten Unterstützung der zahlreichen Verwandten und dem Erlös aus einem allfälligen Verkauf des Grundstücks dürfte es ihnen aber dennoch möglich sein, in  eine Existenz aufzubauen. Dies insbesondere angesichts der , dass sie laut Aussagen in der Beschwerde, sicher in der ersten
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Zeit bei ihrer Tochter leben könnten. Zudem ist nicht auszuschliessen, dass sie dies auch langfristig tun könnten, ergibt sich doch aus den Aussagen des Ehemannes der Tochter in seiner Erklärung vom 21. Oktober 2008 lediglich, es sei ungewöhnlich, dass die Eltern der Frau bei ihrem Ehemann wohnten. Sodann lebt, wie vom BFM  ausgeführt, auch ein Bruder des Beschwerdeführers,  die Beschwerdeführenden bis anhin verschwiegen haben, in  grossen Haus in Kosovo und die Beschwerdeführerin gab  ihres Asylgesuches an, sie habe noch weitere Verwandte im Hei - matstaat (A2 S. 2). Abschliessend kann zudem angemerkt werden, dass aufgrund der Aussagen der Nachbarn in Z._, wonach der Beschwerdeführer ein reicher Mann gewesen sei, nicht  werden kann, dass die Familie auch heute noch über gewisse  Mittel verfügt (B8).
6.4 Bei den im Arztbericht erwähnten gesundheitlichen Problemen der Beschwerdeführenden handelt es sich um Krankheiten, die nach Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts in Kosovo bekannt und  sind. In diesem Zusammenhang kann ergänzend auf die Diabetesgesellschaft Y._ hingewiesen werden, welche sich für eine Verbesserung der Behandlung von Diabetespatienten in Kosovo einsetzt (www.worlddiabetesfoundation.org/composite-2225.htm). Auch dürften die von den Beschwerdeführenden benötigten  in Kosovo erhältlich sein, andererseits können sie einen  Medikamentenvorrat mitnehmen, der ausreichen wird, bis die Medikation in geeigneter Weise umgestellt werden kann. Für unerlässliche ärztliche oder medikamentöse Behandlung können die Beschwerdeführenden überdies individuelle medizinische  beantragen. Ausserdem können die Beschwerdeführenden wie  mit der Unterstützung ihrer in Kosovo und insbesondere auch im Ausland lebenden grossen Verwandtschaft rechnen.
6.5 Somit ist insgesamt nicht davon auszugehen, die  würden bei einer Rückkehr nach Kosovo in eine  Situation geraten.
6.6 Festzuhalten bleibt, dass auch die nun zehnjährige Anwesenheit der Beschwerdeführenden in der Schweiz und die damit verbundene Integration keine andere Beurteilung der Zumutbarkeit des  zulässt. Nachdem die Bestimmungen betreffend  Aufnahme infolge einer schwerwiegenden persönlichen Notlage
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(insbes. Art. 44 Abs. 3-5 AsylG in der Fassung vom 26. Juni 1998; AS 1999 2273) auf den 1. Januar 2007 aufgehoben worden sind, kann bei Beschwerden gegen Verfügungen des BFM im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht das Vorliegen einer schwerwiegenden  Notlage nicht mehr geprüft werden. Die Integration in der Schweiz war unter altem Recht primär im Rahmen eben jener  zu berücksichtigen. Nach geltendem Recht ist es nun dem Kanton vorbehalten, mit Zustimmung des Bundesamtes einer ihm nach Gesetz zugewiesenen Person, die sich seit Einreichung des  mindestens fünf Jahre in der Schweiz aufhält, eine  zu erteilen, wenn wegen der fortgeschrittenen Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt (Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG).
6.7 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
7. Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
8. Insgesamt hat die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Aufrechterhaltung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem jedoch die Begehren mit Verfügung vom 14. November 2008 nicht für  befunden wurden und die eingeforderte Fürsorgebestätigung am 19. November 2008 nachgereicht wurde, ist das mit der Beschwerde
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gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutzuheissen. Demnach sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.
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