Decision ID: e302e6f6-e103-42df-9a8e-6dc1ce222f5a
Year: 2021
Language: de
Court: NW_OG
Chamber: NW_OG_001
Canton: NW
Region: Central_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
A.
Mit Zahlungsbefehl Nr. 2201893 vom 24. April 2020 betrieb A._ B._ für den Betrag von
Fr. 180'000.00 nebst 5% Zins seit dem 20. April 2020. Dagegen erhob B._ am 27. April 2020
Rechtsvorschlag (VI-Akten, Reg. 2, GS-Bel. 1). Mit Gesuch vom 6. Mai 2020 beantragte A._
beim Kantonsgericht Nidwalden, dass in der Betreibung Nr. 2201893 des Betreibungsamts
Nidwalden für die Forderung von Fr. 180'000.00 nebst Zins zu 5% seit dem 20. April 2020 und
Fr. 203.30 Zahlungsbefehlskosten die provisorische Rechtsöffnung zu erteilen sei, unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegnerin.
B.
Mit Entscheid vom 12. Oktober 2020 erkannte das Kantonsgericht Nidwalden, Zivilabteilung /
Einzelgericht SchK, was folgt:
« 1. Das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. 2201893 des Betreibungsamtes Nidwalden wird
abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann (für Betreibungskosten: Verweis auf Art. 68 Abs. 2
SchKG).
2. Der Gesuchsteller hat die Prozesskosten zu tragen.
Die Gerichtskosten betragen Fr. 700.00. Sie werden mit dem Kostenvorschuss des Gesuchstellers von
Fr. 700.00 verrechnet und sind bezahlt.
Der Gesuchsteller hat der Gesuchsgegnerin eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 500.00 (inkl.
Auslagen und MWST) zu bezahlen.
3. [Zustellungsvermerk].»
C.
Mit Eingabe vom 22. Oktober 2020 (Eingang: 23. Oktober 2020) erhob A._ (nachfolgend
Beschwerdeführer) dagegen Beschwerde beim Obergericht Nidwalden und stellte folgende
Anträge (amtl. Bel. 1):
« 1. Es sei der Entscheid des Kantonsgerichts Nidwalden vom 12. Oktober 2020 betreffend provisorischer
Rechtsöffnung (ZES 20 187) aufzuheben und dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. 2201893 für
die Forderung von Fr. 180'000.— samt Zins zu 5% seit 20. April 2020 provisorische Rechtsöffnung zu
erteilen.
2. Eventuell sei der Entscheid vom 12. Oktober 2020 aufzuheben und der Vorinstanz im Sinne der
nachstehenden Erwägungen zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.»
D.
Der mit Schreiben vom 27. Oktober 2020 vom Beschwerdeführer einverlangte
Kostenvorschuss von Fr. 1'200.00 ging innert Frist ein (amtl. Bel. 2 und 3).
E.
Mit Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 2020 beantragte B._ (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde vom 22. Oktober 2020
sowohl bezüglich des Haupt- wie auch des Eventualantrags, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers, sowohl für das erstinstanzliche als
auch für das Beschwerdeverfahren (amtl. Bel. 5).
Die Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 10. Dezember 2020
zur Kenntnisnahme zugestellt. Gleichzeitig wurde den Parteien mitgeteilt, dass kein zweiter
Rechtsschriftenwechsel angeordnet wird. Damit war der Rechtsschriftenwechsel
abgeschlossen (amtl. Bel. 6).
F.
Die Beschwerdeabteilung in Zivilsachen des Obergerichts Nidwalden hat die vorliegende
Streitsache an ihrer Sitzung vom 4. Februar 2021 in Abwesenheit der Parteien abschliessend
beraten und beurteilt. Auf die Parteivorbringen und die vorinstanzlichen Erwägungen wird,
soweit sinnvoll und erforderlich im Nachfolgenden eingegangen. Die Akten des
Beschwerdeverfahrens wurden praxisgemäss durch die vorinstanzlichen Akten ergänzt.

Considerations:
Erwägungen:
1.
1.1
Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der Entscheid des Kantonsgerichts
Nidwalden, Zivilabteilung / Einzelgericht SchK, vom 12. Oktober 2020 (ZES 20 187), mit
welchem in der Betreibung Nr. 2201893 des Betreibungsamtes Nidwalden das
Rechtsöffnungsgesuch abgewiesen wurde, soweit darauf eingetreten werden konnte.
Rechtsöffnungsentscheide sind nach Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO i.V.m. Art. 319 lit. a ZPO mit
Beschwerde anzufechten. Da Rechtsöffnungsentscheide im Summarverfahren ergehen,
beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage (Art. 251 lit. a ZPO i.V.m. Art. 321 Abs. 2 ZPO).
Zur Beschwerde ist berechtigt, wer als Haupt- oder Nebenpartei am Vorverfahren beteiligt war
(formelle Beschwer) und durch den Entscheid in seiner Rechtsstellung beeinträchtigt ist
(materielle Beschwer). Letztere liegt vor, wenn die beschwerdeführende Person vom
angefochtenen Entscheid unmittelbar betroffen ist und ein schützenswertes Interesse an
dessen Aufhebung oder Abänderung hat (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO; DIETER FREIBURGHAUS/
SUSANNE AFHELDT, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N. 7 ff. zu Art. 321 ZPO).
Beschwerdeinstanz ist das Obergericht Nidwalden, Beschwerdeabteilung in Zivilsachen, das
in Dreierbesetzung entscheidet (Art. 27 i.V.m. Art. 22 Ziff. 2 GerG [NG 261.1]).
Der Beschwerdeführer ist formell sowie, durch die abgewiesene Rechtsöffnung, auch materiell
beschwert und hat seine Beschwerde form- und fristgerecht dem örtlich wie sachlich
zuständigen Gericht eingereicht. Nachdem auch die übrigen Prozessvoraussetzungen
gemäss Art. 59 ZPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.2
Mit Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung oder die offensichtlich unrichtige
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Gemäss Art. 326
Abs. 1 ZPO sind neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel
ausgeschlossen. Diese Einschränkungen entsprechen dem Charakter der Beschwerde, in
welchem es nicht um eine Fortführung des erstinstanzlichen Prozesses geht, sondern im
Wesentlichen um eine Rechtskontrolle des vorinstanzlichen Entscheids. Rügen hinsichtlich
der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung können nur auf Willkür hin überprüft werden
(DIETER FREIBURGHAUS/SUSANNE AFHELDT, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 326
ZPO).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer stützt sein Rechtsöffnungsbegehren auf ein handschriftliches und von
der Beschwerdegegnerin unterzeichnetes Schreiben vom 10. Dezember 2012 mit folgendem
Wortlaut:
"ICH, A._, BESTÄTIGE, DASS HR. B._ FÜR SEINE TÄTIGKEITEN IM ZUSAMMENHANG MIT MEINEN
INTERESSENWAHRUNGEN (BERATUNGEN) IN DER ERBSCHAFT C._, INSTRUKTIONEN ALLER
ANWÄLTE UND STEUERBERATER, BANKEN ETC) SEIT ANFANGS 2007 BIS 31.12.12 EINEN BETRAG
VON GESAMTHAFT SFR. 180'000.— (EINHUNDERTACHZIG TAUSEND) ZU GUT HAT.
DIESES GUTHABEN IST UNVERJÄHRBAR UND KANN VON HR. A._ AUCH NACH MEINEM TOD VON
MEINEM BANKGUTHABEN BEZOGEN WERDEN."
Die Vorinstanz gelangt in ihrem Entscheid vom 12. Oktober 2020 im Wesentlichen vorab zum
Schluss, dass sich der geltend gemachte Betrag der Forderung ohne Weiteres aus dem
genannten Schreiben ergebe, dieses von der Beschwerdegegnerin unterzeichnet sei sowie
die Fälligkeit der Forderung eingetreten sei, womit grundsätzlich eine Schuldanerkennung
vorliege, welche einen tauglichen Rechtsöffnungstitel darstelle. In der Folge prüfte die
Vorinstanz die Einwendung der Beschwerdegegnerin. Diese führte vor Vorinstanz aus, dass
die Formulierungen "das Guthaben sei unverjährbar" und "könne auch nach dem Tod von
ihrem Bankguthaben bezogen werden" es glaubhaft erscheinen lassen, dass die
Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer bei der Unterzeichnung ihrer Erklärung vom
10. Dezember 2012 erheblich unter Druck gesetzt worden sei und sie diese Erklärung nicht
mit ihren eigenen Worten und mit freiem Willen abgefasst habe. Die Erklärung beinhalte im
Weiteren einen widerrechtlichen Passus sowie eine übermässige Bindung im Sinne von
Art. 27 ZGB.
Die Vorinstanz führte dazu sinngemäss aus, dass die Erklärung vom 10. Dezember 2012,
wonach das Guthaben "unverjährbar" sei, einen Verjährungsverzicht darstelle, welcher
unabhängig vom Beginn der Verjährung während der noch laufenden Verjährungsfrist als auch
nach Eintritt der Verjährung grundsätzlich zulässig sei, zumal der Zeitpunkt des
Verjährungsbeginns und damit auch das Eintreten der Verjährung oft unklar sei. Der
Verjährungsverzicht laute jedoch auf unbestimmte Dauer. Folglich übersteige sie die nach Art.
141 Abs. 1 OR bzw. die nach der vor Inkrafttreten der revidierten Bestimmung über den
Verjährungsverzicht gemäss bundesgerichtlichen Rechtsprechung maximal zulässige Frist
von 10 Jahren. Die weitere Formulierung in der Erklärung, wonach das Guthaben vom
Beschwerdeführer auch nach dem Tod der Beschwerdegegnerin bezogen werden könne,
erscheine zudem ungewöhnlich. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei eine
vertragliche Beschränkung der wirtschaftlichen Freiheit im Sinne von Art. 27 Abs. 2 ZGB
insbesondere dann übermässig bindend, wenn sie den Verpflichteten der Willkür eines andern
ausliefere. Zusammen mit dem übermässigen Verjährungsverzicht hänge der Bezug des
Betrages von Fr.180'000.00 einzig vom Willen des Beschwerdeführers ab und zwar auf
unbeschränkte Zeit. Entsprechend sei eine übermässige Bindung naheliegend. Folglich kam
die Vorinstanz zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin mit dem Hinweis auf die
Formulierungen in der Erklärung vom 10. Dezember 2012 hinreichend glaubhaft gemacht
habe, dass diese einen widerrechtlichen Inhalt aufweise und daher nicht als rechtsgültige
Schuldanerkennung tauge. In der Folge wurde das Rechtsöffnungsgesuch abgewiesen,
soweit darauf eingetreten werden konnte.
2.2.
Der Beschwerdeführer bringt dagegen zusammengefasst vor, es liege eine rechtsgültige
Schuldanerkennung vor. Die Vorinstanz sei willkürlich von einer Vollnichtigkeit der Erklärung
ausgegangen. Eine Prüfung der Teilnichtigkeit hätte von Amtes wegen vorgenommen werden
müssen. Im Weiteren wird eingewendet, dass der von der Vorinstanz angewendete Art. 27
Abs. 2 ZGB im vorliegenden Fall nicht zur Anwendung gelangen könne. Der von der
Vorinstanz diesbezüglich angeführte Bundesgerichtsentscheid (BGE 138 III 322 E. 4.3.2)
betreffe einen gänzlich verschiedenen, in keiner Weise vergleichbaren Sachverhalt. Bei der
zur Diskussion stehenden Erklärung vom 10. Dezember 2012 handle es sich, entgegen den
Feststellungen der Vorinstanz, nicht um einen gegenseitigen Vertrag, welcher eine langjährige
Bindung mit Leistung und Gegenleistung beinhalte. Vorliegend seien die Leistungen des
Beschwerdeführers längst erbracht und einzig die vereinbarte Zahlung von Fr. 180'000.00 sei
ausstehend. Für die Anwendung von Art. 27 Abs. 2 ZGB bleibe somit keinen Raum, da die
Beschwerdegegnerin weder einer übermässigen Willkür ausgeliefert worden sei noch ihre
wirtschaftliche Freiheit in irgendeiner Weise "verlor" und auch ihre wirtschaftliche Existenz
nicht gefährdet worden sei. Die Beschwerdegegnerin hätte die anerkannte Schuld umgehend
nach deren Fälligkeit begleichen können und wäre damit weder gebunden noch der
unterstellten Willkür des Beschwerdeführers ausgesetzt gewesen.
2.3
Demgegenüber wird von der Beschwerdegegnerin bestritten, dass eine rechtsgültige
Schuldanerkennung vorliege. Die Beschwerdegegnerin hält den Vorbringen des
Beschwerdeführers sinngemäss entgegen, dass durch die Formulierung der
Schuldanerkennung ("das Guthaben sei unverjährbar" und "könne nach dem Tod der
Beschwerdeführerin von ihrem Bankguthaben bezogen werden") zumindest als glaubhaft
erscheine, dass die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer bei der Unterzeichnung ihrer
Erklärung erheblich unter Druck gesetzt worden sei und sie die Erklärung nicht mit ihren
eigenen Worten und mit freiem Willen abgefasst habe. Es gehe um die inhaltliche Art und
Weise, mit der sich die Beschwerdegegnerin zur Erbringung der Gegenleistung verpflichtet
habe. Die Beschwerdegegnerin habe sich auf unbeschränkte Zeit über ihren Tod hinaus der
Willkür des Beschwerdeführers bezüglich des Zeitpunkts, den Betrag von Fr. 180'000.00
tatsächlich zu beziehen, unterworfen. Die Vorinstanz sei nicht in Willkür verfallen, wenn sie die
Schuldanerkennung in ihrer Gesamtheit nicht als rechtsgenügliche Schuldanerkennung bzw.
als zulässigen Rechtsöffnungstitel qualifiziert habe.
3.
3.1
Mit der Erklärung vom 10. Dezember 2012 liegt unbestritten eine Schuldanerkennung vor. Die
Beschwerdegegnerin erklärt darin explizit, dass der Beschwerdeführer für seine seit anfangs
2007 bis Ende 2012 erbrachten Tätigkeiten einen Betrag von Fr. 180'000.00 zu gute hat.
Zwischen den Parteien ist vorab umstritten, ob mit den zusätzlichen Erklärungen, wonach das
"Guthaben unverjährbar sei" und "auch nach dem Tod der Schuldnerin von ihrem
Bankguthaben bezogen werden könne" glaubhaft gemacht wurde, dass die
Beschwerdegegnerin bei der Abfassung der Erklärung unter Druck gesetzt worden sei. Dazu
äussert sich der angefochtene Entscheid nicht. Umstritten ist überdies, ob es sich bei den
genannten Zusatzerklärungen einerseits um eine widerrechtliche Abmachung und
andererseits um eine übermässige Bindung im Sinne von Art. 27 ZGB handelt, was die
Vorinstanz im Sinne der Glaubhaftmachung bejaht hat.
3.2
Vorab ist klarzustellen, dass sich aus der Formulierung der Erklärung vom 10. Dezember 2012
keine Hinweise auf die von der Beschwerdegegnerin vor Vorinstanz geltend gemachte
"Drucksituation" bzw. auf Zwang herleiten lässt. Es fehlen dazu denn auch substantiierte
Ausführungen, insbesondere etwa die Gründe oder der Anlass, aus welchem die
Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer hätte zu einer Unterschrift gezwungen werden
sollen. Insbesondere wird auch nicht behauptet, dass der Beschwerdeführer für die
Beschwerdegegnerin keine entschädigungspflichtigen Leistungen erbracht hätte.
Zu prüfen bleibt im Folgenden die Tragweite der beiden "Zusatzerklärungen" im von der
Beschwerdegegnerin unterzeichneten Schreiben vom 10. Dezember 2012.
4.
4.1
Beruht die Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde festgestellten oder durch Unterschrift
bekräftigten Schuldanerkennung, so kann der Gläubiger die provisorische Rechtsöffnung
verlangen (Art. 82 Abs. 1 SchKG). Das Rechtsöffnungsverfahren ist ein Urkundenprozess: Die
Prüfungszuständigkeit des Rechtsöffnungsrichters umfasst ausschliesslich Fragen im
Zusammenhang mit der Tauglichkeit der präsentierten Urkunden (BGE 142 III 720 E. 4.1 und
BGE 133 III 645 E. 5.3). Ziel des Verfahrens besteht nicht darin, den materiellen Bestand der
in Betreibung gesetzten Forderung festzustellen, sondern das Vorhandensein eines
Vollstreckungstitels zu überprüfen (Urteil des Bundesgerichts 5A_113/2014 vom 8. Mai 2014
E. 2.1). Soweit der Gläubiger eine Urkunde vorlegt, die angesichts ihres Inhalts, ihres
Urhebers und ihrer äusseren Eigenschaft als Vollstreckungstitel erscheint, vermag er damit
die provisorische Rechtsöffnung zu erwirken, falls der Schuldner keine Einwendungen im
Sinne von Art. 82 Abs. 2 SchKG glaubhaft macht (Urteil des Bundesgerichts 5A_113/2014
vom 8. Mai 2014 E. 2.1 mit Hinweisen). Eine Tatsache ist dann glaubhaft gemacht, wenn für
ihr Vorhandensein aufgrund objektiver Anhaltspunkte eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht,
selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht
haben könnte (Urteil des Bundesgerichts 5A_881/2011 vom 16. Mai 2012 E. 3.3 mit weiteren
Hinweisen). Vorgebracht werden dürfen sämtliche Einwendungen und Einreden, welche
geeignet sind, die geltend gemachte Schuldverpflichtung zu entkräften, auch solche, die sich
gegen Bestand und Höhe der Forderung richten. Insbesondere kann sich die Schuldnerin auch
mit rechtlichen Einwänden behelfen und sich auch auf einen Willensmangel i.S.v. Art. 23 ff.
OR berufen oder geltend machen, dass die Schuldanerkennung nichtig sei. Je eindeutiger und
unbedingter das Schuldbekenntnis ist, desto höhere Anforderungen sind aber an das
Glaubhaftmachen der Einwendungen zu stellen (JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, in: Kommentar
SchKG, Kren Kostkiewicz, 2020, N. 45 zu Art. 82 mit diversen Verweisen). Das Gericht
beachtet im Rechtsöffnungsverfahren übrigens von Amtes wegen, ob die
Betreibungsforderung auf einem nichtigen Vertrag beruht. Nichtigkeitsgründe wie
Unmöglichkeit, Widerrechtlichkeit oder der Verstoss gegen die guten Sitten müssen daraus
klar hervorgehen oder vom Betriebenen glaubhaft gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts
5A_51/2019 vom 7. Oktober 2019, E. 3.1).
4.2
4.2.1
Umstritten ist, ob der von der Beschwerdegegnerin erklärte unbeschränkte
Verjährungsverzicht die Schuldanerkennung vom 10. Dezember 2012 zu entkräften vermag.
Gemäss Art. 141 Abs. 1 OR kann der Schuldner ab Beginn der Verjährung jeweils für
höchstens zehn Jahre auf die Erhebung der Verjährungseinrede verzichten. Diese
Bestimmung ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten, somit nach der vorliegend zu
beurteilenden Erklärung vom 10. Dezember 2012. Die gesetzlich verankerte Maximalfrist von
zehn Jahren entspricht jedoch der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach
der Verzicht auf die Verjährung nicht für eine Dauer erklärt werden darf, welche die zehnjährige
Dauer gemäss Art. 127 OR übersteigt, unabhängig davon, um welche Verjährungsfrist es sich
handelt (BGE 132 III 226 E. 3.3.8). Es muss nämlich verhindert werden, dass es dem
Gläubiger gelingt, die Zahlung der Schuld auf unbestimmte Zeit hinauszuschieben (BGE 132
III 226 E. 3.3.9).
Daraus folgt, dass die Erklärung, wonach das "Guthaben unverjährbar" sei, widerrechtlich ist.
Insoweit ist der Vorinstanz zuzustimmen. Allerdings beschlägt die Widerrechtlichkeit lediglich
die Frage des Verjährungsverzichts. An der Klarheit des Schuldbekenntnisses im Umfang von
Fr. 180'000.00 ändert der unzulässige Verjährungsverzicht im Übrigen nichts. Bei der
Erklärung vom 10. Dezember 2012 handelt es sich um eine abstrakte Schuldanerkennung im
Sinne von Art. 17 OR. Dieses ist ein Schuldbekenntnis ohne Angabe eines
Verpflichtungsgrundes. Es besteht in der Erklärung eines Schuldners an den Gläubiger, dass
eine bestimmte Schuld besteht. Dies ist immer auch ein Versprechen, die anerkannte Schuld
zu erfüllen. In der Lehre umstritten ist, ob es sich dabei um eine einseitige Erklärung handelt
oder vielmehr um einen einseitigen Vertrag, der erst mit der Annahme durch einen Gläubiger
wirksam wird (GAUCH/SCHLUEP, bearbeitet von Jörg Schmid, Schweizerisches
Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 10. Aufl., N. 1176 mit Hinweisen).
4.2.2
Geht man davon aus, dass es sich bei der Erklärung vom 10. Dezember 2012 gesamthaft um
eine einseitige Willenserklärung handelt, ist es ohne Weiteres möglich, den widerrechtlichen
Verjährungsverzicht schlicht zu ignorieren. Bezüglich der Verjährung ist folglich auf die
gesetzliche Regelung abzustellen. Nach Art. 137 Abs. 2 OR gilt stets die zehnjährige
Verjährungsfrist, wenn eine Forderung durch Ausstellung einer Urkunde anerkannt oder durch
Urteil des Gerichts festgestellt wird. Diese Verjährungsregel gilt also, wenn eine
summenmässig festgelegte, handschriftlich anerkennt Schuldanerkennung vorliegt (IVO
SCHWANDER, in: Kommentar OR, Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], 2016,
N. 2 zu Art. 137, mit Verweis auf BGE 113 II 264, E. 2 d). In der Erklärung vom 10. Dezember
2012 anerkennt die Beschwerdegegnerin, den Betrag von Fr. 180'000.00 zu schulden. Folglich
gilt die 10-jährige Verjährungsfrist von Art. 137 Abs. 2 OR. Die Forderung ist bis heute noch
nicht verjährt. Die von der Beschwerdegegnerin vor Vorinstanz geäusserte Ansicht, dass die
Verjährung eingetreten sei, da die Leistungen des Beschwerdeführers anwaltliche Tätigkeit
dargestellt hätten, die nach Art. 128 Ziff. 3 OR innert 5 Jahren verjährten, verfängt vorliegend
nicht.
4.2.3
Zum gleichen Schluss gelangt man, wenn man die Erklärung der Beschwerdegegnerin vom
10. Dezember 2012 als einseitigen Vertrag qualifiziert und dessen Gültigkeit in Anwendung
von Art. 20 OR prüft. Die Bestimmung sieht vor, dass ein Vertrag, der einen unmöglichen oder
widerrechtlichen Inhalt hat oder gegen die guten Sitten verstösst nichtig ist (Abs.1). Betrifft
aber der Mangel bloss einzelne Teile des Vertrages, so sind diese nichtig, sobald nicht
anzunehmen ist, dass er ohne den nichtigen Teil überhaupt nicht geschlossen worden wäre
(Abs. 2). Die Teilnichtigkeitsregel ist eine Ausprägung des allgemeinen Grundsatzes, wonach
Nichtigkeit nur soweit reichen soll, als es der Schutzzweck der verletzten Norm verlangt. Ziel
der Sanktion ist nicht die Vertrags-, sondern die Mängelbeseitigung (BARBARA MEISE/CLAIRE
HUGUENIN, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1 – 529 OR, 7. Aufl. 2020, N. 61 zu
Art. 19/20 mit weiteren Hinweisen). Teilnichtigkeit nach Art. 20 Abs. 2 OR greift nur, sofern ein
Teilmangel vorliegt und das Gesetz gegenüber den Sanktionen Ganz- oder Teilnichtigkeit
(Aufrechterhaltung des allenfalls ergänzten, gültigen Teils) indifferent ist. Sind diese
Voraussetzungen erfüllt und haben die Parteien keine von Art. 20 Abs. 2 OR abweichende
Entscheidungsregel aufgestellt, ist von mehreren Varianten jene zu wählen, welche dem
hypothetischen Parteiwillen am besten entspricht. Dabei ist zu überlegen, was die Parteien
vereinbart hätten, wäre ihnen der Teilmangel bereits bei Vertragsschluss bewusst gewesen
(CLAIRE HUGUENIN/CHRISTOPHE REITZE, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 – 456
OR, 6. Aufl. 2018, N. 29 zu Art. 27).
Vorliegend kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin
das Schuldbekenntnis auch ohne die zusätzliche Erklärung eines unbeschränkten
Verjährungsverzichts abgegeben hätte, wäre ihr dessen Widerrechtlichkeit bewusst gewesen.
Auf der anderen Seite bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer das
Schuldbekenntnis ohne unbeschränkten Verjährungsverzicht nicht auch angenommen hätte.
Als hypothetischer Parteiwille gilt demgemäss, dass die Parteien keinen Verjährungsverzicht
vereinbart hätten. In diesem Fall kommt die gesetzliche Verjährungsfrist von 10 Jahren
gemäss Art. 137 Abs. 2 OR zur Anwendung.
Eine zehnjährige Verjährungsfrist käme übrigens auch dann zum Tragen, wenn man als
hypothetischen Parteiwillen eine Reduktion des übermässigen Verjährungsverzichts auf das
zulässige Mass in Erwägung ziehen wollte. Diesfalls würde sich die Ermittlung des
hypothetischen Parteiwillens auf Art. 141 Abs. 1 OR bzw. die im Zeitpunkt der Unterzeichnung
der Willenserklärung geltenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung abstützen.
4.2.4
Nach den vorstehenden Ausführungen vermag der unbeschränkte Verjährungsverzicht die
Schuldanerkennung an sich nicht zu entkräften. Der Beschwerdeführer dringt in diesem Punkt
durch.
5.
5.1
5.1.1
Weiter ist umstritten, ob die Formulierung, wonach das Guthaben durch den
Beschwerdegegner auch nach dem Tod der Beschwerdegegnerin von deren Bankguthaben
bezogen werden könne, eine übermässige Bindung nach Art. 27 Abs. 2 ZGB darstelle. Die
Beschwerdegegnerin hat dieses Argument vor Vorinstanz vorgetragen. Die Vorinstanz
erachtete diese Erklärung als "ungewöhnlich", ohne darzutun, aus welchen Gründen sie zu
diesem Schluss gelangt. Zusammen mit dem Verjährungsverzicht schloss sie dann aber auf
eine übermässige Bindung der Beschwerdegegnerin, da der Bezug des Betrages von
Fr. 180'000.00 durch den Beschwerdeführer einzig von dessen Willen abhänge und zwar auf
unbeschränkte Zeit.
5.1.2
Der Beschwerdeführer bestreitet eine übermässige Bindung und weist darauf hin, dass für den
Bezug von Geld durch eine Dritten eine Bankvollmacht notwendig sei. Die
Beschwerdegegnerin hätte diese Vollmacht jederzeit einseitig widerrufen können. Sie hätte
auch die Bank anweisen können, das Geld dem Beschwerdeführer auszuzahlen. Der
Erklärung vom 10. Dezember 2012 komme in diesem Zusammenhang keinerlei Relevanz zu.
5.1.3
Die Beschwerdegegnerin beharrt unter Verweis auf die vorinstanzlichen Ausführungen auf
einem Anwendungsfall von Art. 27 Abs. 2 ZGB.
5.2
Art. 27 ZGB schützt die einzelne Person vor einem exzessiven Gebrauch der Privatautonomie
und damit vor sich selbst. Gemäss Abs. 2 der Bestimmung kann sich niemand seiner Freiheit
entäussern oder sich in ihrem Gebrauch in einem das Recht oder die Sittlichkeit verletzenden
Grade beschränken. Geht es um die Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung ist das
Bundesgericht zurückhaltend in der Annahme eines Verstosses gegen Art. 27 Abs. 2 ZGB.
Eine vertragliche Beschränkung der wirtschaftlichen Freiheit wird nur dann als übermässig
angesehen, wenn sie den Verpflichteten der Willkür eines anderen ausliefert, seine
wirtschaftliche Freiheit aufhebt oder in einem Masse einschränkt, dass die Grundlagen seiner
wirtschaftlichen Existenz gefährdet sind (BGE 143 III 480, E. 5.4).
5.3
Bisher ungeklärt geblieben ist Sinn und Zweck bzw. die rechtliche Tragweite der
beschwerdegegnerischen Erklärung, wonach das Guthaben vom Beschwerdeführer auch
nach dem Tod der Beschwerdegegnerin von deren Bankguthaben bezogen werden kann. Am
ehesten handelt es sich dabei um eine im Gesetz nicht geregelte "Einzugsermächtigung". Die
Beschwerdegegnerin als Schuldnerin erlaubt dem Beschwerdegegner als Gläubiger, den
geschuldeten Geldbetrag ab ihrem Konto zu beziehen. Insoweit erteilt sie ihm eine Vollmacht.
Mit der Einräumung einer Vollmacht, auch über den Tod hinaus, liegt jedoch kein Fall von
Art. 27 Abs. 2 ZGB vor. Es wird weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern die
Beschwerdegegnerin sich mit ihrer Erklärung der Willkür des Beschwerdeführers ausgeliefert
hätte oder dass dadurch ihre wirtschaftliche Freiheit aufgehoben bzw. in existenzgefährdender
Weise beschränkt worden wäre. Auch aus dem angefochtenen Urteil lassen sich dazu
keinerlei Erwägungen entnehmen. Abgesehen davon könnte die Beschwerdegegnerin eine
von ihr erteilte Vollmacht bzw. Einziehungsermächtigung jederzeit beschränken oder
widerrufen (Art. 34 Abs. 1 OR; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 4C_206/2005 vom 28.
September 2008, E. 2.1). Selbst allfällige Erben könnten zum gegebenen Zeitpunkt das
Widerrufsrecht ausüben (ROGER ZÄCH, in: Berner Kommentar, Stellvertretung, 2. Aufl., N. 72
zu Art. 35). Eine übermässige Bindung der Beschwerdegegnerin ist folglich in keiner Weise
gegeben.
Daraus folgt, dass die Berufung auf Art. 27 Abs. 2 ZGB nicht verfängt und auch dieser Einwand
der Beschwerdegegnerin die Schuldanerkennung nicht entkräftet.
5.4
Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass auch die von der Vorinstanz
vorgenommene Verknüpfung der beiden Einwendungen der Beschwerdegegnerin nicht
verfängt. So kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass die nach ihrer Ansicht "ungewöhnliche"
Bezugsregelung verbunden mit dem unbeschränkten Verjährungsverzicht ein Anwendungsfall
von Art. 27 Abs. 2 ZGB darstelle. Jedoch trifft es nach dem Vorgesagten nicht zu, dass der
Bezug des Betrages von Fr. 180'000.00 durch den Beschwerdegegner einzig von dessen
Willen abhänge. Die Vorinstanz verkennt damit das Widerrufsrecht der Vollmachtgeberin.
5.5
Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid vom 12. Oktober
2020 ist aufzuheben. Das Gesuch um provisorische Rechtsöffnung über den Betrag von
Fr. 180'000.00 ist gutzuheissen.
6.
6.1
Der Beschwerdeführer beantragt die Rechtsöffnung nebst für die Grundforderung auch für
5 % Zins seit 20. April 2020. Die Beschwerdegegnerin bestreitet die Zinsforderung vor keiner
Instanz substantiiert.
6.2
Die Rechtsöffnung kann grundsätzlich auch für die gesetzlichen Verzugszinsen erteilt werden,
selbst wenn sich diese nicht unmittelbar aus der Schuldanerkennung ergeben (DANIEL
STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2.
Aufl. 2010, N. 32 zu Art. 82 SchKG). Vorausgesetzt ist allerdings, dass entweder eine
Mahnung vorliegt oder ein Verfalltag verabredet wurde (Art. 102 OR). Der Beschwerdeführer
hat die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 31. März 2020 gemahnt und ihr eine
Zahlungsfrist gesetzt bis 20. April 2020 (VI-Akten, GS Bel. 3). Mithin befand sie sich ab diesem
Zeitpunkt in Verzug. Der gesetzliche Verzugszins beträgt 5 % (Art. 104 Abs. 1 OR). Demnach
kann auch für die Zinsen antragsgemäss die provisorische Rechtsöffnung gewährt werden.
6.3
Das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. 2201893 des Betreibungsamtes Nidwalden
(Zahlungsbefehl vom 24. April 2020) wird gutgeheissen und über den Betrag von
Fr. 180'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 20. April 2020 die provisorische Rechtsöffnung erteilt.
7.
7.1
Die Prozesskosten umfassen sowohl die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigung
(Art. 95 Abs. 1 lit. a und b ZPO) und werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106
Abs. 1 ZPO).
7.2
7.2.1
Die vorinstanzlichen Gerichtskosten betrugen Fr. 700.00, wurden dem Beschwerdeführer
(bzw. dem Gesuchsteller) auferlegt und mit dem von ihm bezahlten Kostenvorschuss im
gleichen Umfang verrechnet.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die vorinstanzlichen Gerichtskosten von
Fr. 700.00 der Beschwerdegegnerin (bzw. der Gesuchsgegnerin) aufzuerlegen, mit dem vom
Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss über Fr. 700.00 zu verrechnen und sind
bezahlt. Die Beschwerdegegnerin ist verpflichtet dem Beschwerdeführer für die
vorinstanzlichen Gerichtskosten intern und direkt Fr. 700.00 zu bezahlen.
7.2.2
Das obere Gericht, an das eine betreibungsrechtliche Summarsache i.S.v. Art. 251 ZPO
weitergezogen wird, kann für seinen Entscheid eine Gebühr erheben, die höchstens das
Anderthalbfache der für die Vorinstanz zulässigen Gebühr beträgt (Art. 61 Abs. 1 GebV
SchKG [Gebührenverordnung über das Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs;
SR 281.35]). Der massgebliche erstinstanzliche Gebührenrahmen beträgt Fr. 70.00 bis
Fr. 1000.00, mithin maximal Fr. 1'500.00 zweitinstanzlich (Art. 48 GebV SchKG).
Die Gerichtskosten für den Entscheid bemessen sich nach Art. 61 i.V.m. Art. 48 GebV SchKG
und Art. 8 Abs. 1 Ziff. 3 PKoG (NG 261.2) und betragen vorliegend Fr. 1'200.00. Nachdem die
Beschwerdegegnerin vor Obergericht vollständig unterliegt, sind ihr ausgangsgemäss
sämtliche Gerichtskosten zu überbinden. Diese werden aus dem beschwerdeführerischen
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.00 entnommen und sind bezahlt. Die
Beschwerdegegnerin ist dazu verpflichtet, dem Beschwerdeführer für die zweitinstanzlichen
Gerichtskosten intern und direkt Fr. 1'200.00 zu bezahlen.
7.3
7.3.1
Eine Parteientschädigung darf grundsätzlich zugesprochen werden (vgl. Art. 62 Abs. 2 GebV
SchKG e contrario) und bestimmt sich nach kantonalem Recht (Art. 105 Abs. 2 i.V.m. Art. 96
ZPO).
7.3.2
Die Vorinstanz sprach der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von pauschal
Fr. 500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu. Dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens
entsprechend rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer für das vorinstanzliche Verfahren zu
Lasten der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 500.00
zuzusprechen.
7.3.3
In der Beschwerde vom 22. Oktober 2020 ersucht der Beschwerdeführer bezüglich der
Kosten- und Entschädigungsfolgen um ausgangsgemässen Entscheid. Für das
zweitinstanzliche Verfahren wird dem Beschwerdeführer ermessensweise ebenfalls eine
Parteientschädigung in Höhe von Fr. 500.00 zugesprochen. Die Beschwerdegegnerin hat dem
Beschwerdeführer somit für das Verfahren vor dem Obergericht eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 500.00 zu bezahlen.