Decision ID: fc0844f6-dc34-5721-8272-869753cb6ad8
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1954,
absolvierte
im Kosovo eine Ausbildung als Schlosser (Urk. 6/18/2).
S
eit 1996
arbeitete er
als Gipser (Urk. 6/15/26)
, wobei er z
uletzt
seit 200
6
bei der
Y._
AG
tätig war
(
Urk. 6/25/1
).
In dieser Eigen
schaft war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 27. Juli 2012 ein Arbeitsgerüst demontierte und aus ungefähr 1
,
5 Metern stürzte und sich dabei das rechte
Fussgelenk
brach (Urk. 6/15/66).
Die Suva richtete
bis zum 30. September 2014
Taggelder aus
(Urk. 1 S. 2)
.
Ausgehend von einem am
8. und 12. September 2014
geschlossenen Vergleich (Urk.
6
/50/22
), sprach
sie ihm
mit
Verfügung vom 25. September 2014 für die Folgen des Unfalls vom 27. Juli 2012 mit Wir
kung ab 1. Oktober 2014 eine Rente in der Höhe von 21 %
zu (Urk. 6/43).
Am 14. Januar 2013 meldete
sich der Versicherte
unter Hinweis auf
diesen Unfall
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1
3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte erwerbliche (Urk. 6/17, Urk. 6/25, Urk. 6/28) Auskünfte
und einen Arztbericht von
Dr. med. Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 10. November 2014
ein
(Urk. 6/47)
und zog die Akten der Suva bei (Urk. 6/15, Urk. 6/34, Urk. 6/37, Urk. 6/
43, Urk. 6/50
)
.
Mit Vorbescheid vom 9. J
uni
2015 teilte die IV-Stelle mit, dass sie gedenke
,
das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 6/52). Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 1. September 2015 Einwand erheben (Urk. 6/56). Am 15. September 2015 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk. 6/59 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 15. September 2015 (Urk. 2) liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel
Christe
, Beschwerde erheben und beantra
gen,
es
sei
ihm
eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 24. November 2015 beantragte die Beschwerdegegne
rin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 stellte das Gericht dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zu (Urk. 7).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 27. Juli 2012 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt sei, ihm jedoch
eine
behinderungsangepasste
Tätigkeit
zu
100
% zumutbar sei. Der Einkommensvergleich ergebe unter Berücksichti
gung eines leidensbedingten Abzuges von 15 % einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 25 % (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerdeschrift vom 19. Oktober 2015 aus
führen, die kreisärztliche Einschätzung, wonach durch gelegentliches Stehen und Gehen eine Schmerzreduktion herbeigeführt werden könne, sei nicht nach
vollziehbar. Es bleibe unbeantwortet, wie er ein Ganztagespensum durchstehen solle, da sich die Schmerzen insbesondere beim Anlaufen nach längerer
Sitz
dauer
und unter Belastung beim Gehen verstärken würden. Es seien somit betriebsunübliche Pausen zur Schmerzreduktion notwendig. Auch erscheine es unter Hinweis auf das Alter und aufgrund der Tatsache, dass er nicht über eine Berufsausbildung verfüge und seit 1996 ausschliesslich schwere Hilfsarbeiten verrichtet habe
,
nicht als realistisch, dass ihm
auf dem
ausgeglichenen Arbeits
markt eine ausschliesslich sitzende Tätigkeit offenstehe (Urk. 1).
3.
3.
1
Dem kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 13. Mai 2013 der Suva
ist unter Beurteilung zu entnehmen, dass ein mit den Unfallfolgen nicht vollumfänglich erklärbares Beschwerdebild mit verminderter
Belastungs
toleranz
des linken Fusses nach osteosynthetisch versorgter dislozierter
plur
i
fragmentärer
intraartikulärer
Kalkaneusfraktur
links bestehe. Sicherlich
habe der Unfall vom 27. Juli 2012 noch einige Folgen, welche auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Aufnahme der beruflichen Tätigkeit als Gipser verunmöglich
ten
.
D
eswegen
werde dem Beschwerdeführer auch weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Gipser bestätigt. Andererseits
sch
i
enen
eine Beschwerdezunahme und eine Symptomausweitung vorzuliegen, welche
sich nicht im gesamten Ausmass
mit den Unfallfolgen erklären l
ie
sse
n
. Die immer noch bestehende Schwellungsneigung
und
die Überwärmung des lateralen Rückfusses sollte
n
dennoch Anlass sein, ein Kontroll-MRI durchzuführen
(Urk. 6/34/7).
Gemäss einem
weiteren
kreisärztlichen
Bericht
der Suva
vom 11. Juni 2014
bestand
eine deutlich mechanisch und schmerzbedingte
Belastungsinsuffi
zienz
der linken Fusswurzel nach
der
operativ versorgte
n
Kalkaneusfraktur
links
vom 27. Juli 201
2.
Im Vordergrund stehe der Schmerz, der sowohl
belastungs
abhängig
als auch von der Art der Belastung in der Stärke und Lokalisation variiere und auch in Ruhe dreimal pro Nacht den Schlaf störe. Klinisch sei ein deutlicher Rückgang der Rötung im Vergleich zu den Fotografien erkennbar, die anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung am 13. Mai 2013 angefertigt wor
den seien. Die erkennbare
Konturverstreichung
perimalleolär
finde sich links wie rechts ohne erkennbaren Unterschied. Eine leichte Temperaturerhöhung über dem Aussenknöchel links sei im Seitenvergleich tastbar. An zwei Stellen des Fussrückens
tarsal
und
metatarsal
finde sich eine Minderbehaarung links im Seitenvergleich. Der Verdacht auf ein
en Morbus
Sudeck
(
CRPS II
)
, der unter anderem aufgrund des Aspektes auf den genannten Fotografien entstanden sei, könne zwar für den damaligen Zeitraum nicht bestätigt oder falsifiziert werden, sei aber für den klinischen Befund bei der heutigen Untersuchung nicht mehr sicher haltbar.
Radiologisch sei der deutlich verkleinerte
Tubergelenkwinkel
erkennbar
.
D
ie Standardaufnahme vom 3. Dezember 2013 zeige keinen Hinweis für eine sekundäre
Arthrose am unteren Sprunggelenk (USG)
, jedoch einen deutlichen Defekt an der hinteren Begrenzung der
kalkanearen
USG-Fläche sowie einen
kurzstreckigen
Gelenkflächendefekt nahe der Mitte des USG.
Die verschiedenartigen Schmerzsensationen könnten erklärt werden
durch die Gelenkflächendefekte, durch den bereits vorher ermittelten Einbezug einer neuropathischen Störung des
N
ervus
suralis
links und durch die gestörte
Bio
mechanik
aufgrund des auf 5° erniedrigten
Tubergelenkwinkels
. Ferner dürfte ein
synovialer
Reizzustand für die Nachtschmerzen mitverantwortlich sein
(Urk. 6/50/62-63).
3.
2
Dr. Z._
führte im Bericht
vom 10. November 2014 als Diagnosen eine
Anpas
sungsstörung
im Sinne einer längeren depressiven Reaktion (ICD-10: F43.21)
,
bestehend
seit Anfang 2013
,
und ein
en
Status nach
Calcaneusfraktur
vom 27. Juli 2012
auf
(Urk. 6/47/7). Der Beschwerdeführer sei seit dem 27. Juli 2012
zu 100 % in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauarbeiter arbeitsunfähig. Die Konzentration und
die
Gehfähigkeit seien vermindert (Urk. 6/47/8).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer eine Rente der Invalidenversi
cherung zusteht. Im Hinblick auf einen allfälligen Rentenan
spruch der Invalidenversicherung ist zunächst zu prüfen, inwiefern der Beschwerdeführer aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen in seinem beruf
lichen Leistungsvermögen eingeschränkt ist.
4.2
Unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit
als Gipser
nicht mehr zumutbar ist (Urk.
2 S. 2, Urk. 6/34/7, Urk. 6/51/6
).
4
.
3
Hinsichtlich der objektivierbaren körperlichen Beeinträchtigungen
,
welche durch den Unfall vom 27. Juli 2012 entstanden,
erachtete die Beschwerde
gegnerin
insbesondere
den
kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 11. Juni 2014
sowie die Zusammenfassung der Entscheidungsgrundlagen der Suva für die Rentenfestsetzung
als
massgebend
(
vgl.
Urk. 6/50/17,
Urk. 6/50/
56
-6
4
)
.
Demnach ist von einem Status nach einer operativ versorgten
Kalkaneusfraktur
links mit weiterhin bestehenden belastungsabhängigen und in Ruhe auftreten
den Schmerzen auszugehen. Der kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 11. Juni 2014
berücksichtigt die Vorakten sowie die geklagten Beschwerden und beruht auf einer klinischen
Untersuchung.
Die Darlegung der medizinischen Verhältnisse und die Begründung der Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar, weshalb darauf abzustellen ist.
Im Bericht wurde festgehalten, dass a
us rein orthopädischer Sicht eine ganztä
gige sitzende leichte Arbeit zumutbar
sei
,
unterbrochen durch kurzzeitige Geh- und Stehzeiten
,
um eine Wechselbelastung zur Schmerzreduktion einzubringen und damit betriebsunübliche Pausen zu vermeiden, die bei einer rein sitzenden Tätigkeit andernfalls erforderlich wären
(Urk. 6/50/63).
Diese Arbeitsfähigkeit ist aufgrund der gestellten Diagnosen nachvollziehbar und darauf ist abzustellen.
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers
wird durch das erstellte Belastungsprofil
eine längere Sitzdauer
vermieden
, indem die Arbeit durch kurzzeitige Geh- und Stehzeiten
unterbrochen wird
. Es ist zudem nicht
ersicht
lich, dass
der Beschwerdeführer unter dem genannten Belastungsprofil eine längere Gehdistanz unter Belastung zurücklegen
müsste
(vgl. Urk. 1 S. 4).
4
.
4
Die
psychiatrische
Diagnose stützte die Beschwerdegegnerin auf
den Arztbericht von
Dr. Z._
vom 1
0
. November 201
4
(vgl. Urk.
6
/
47
/
7
). Dieser nannte als Diag
nose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
eine Anpassungsstörung im
Sinne einer längeren depressiven Reaktion
(ICD-10:
F43.21
)
, welche seit Beginn des Jahres 2013 bestehe
(Urk. 6/47/7)
.
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass die genannte Diagnose nicht zu einem langandauernden
Gesundheitsscha
den
führe
, da sie noch keine zwei Jahre bestehe,
und ging von
deren
Überwind
barkeit
aus
(Urk. 6/51/7).
Diesen Ausführungen ist beizupflichten, da nach der geltenden Rechtsprechung einer leicht- bis mittelgradigen depressiven Sympto
matik, wie sie auch von
Dr. Z._
befundet
wurde (Urk. 6/47/8
)
,
regelmässig
keine invalidisierende Wirkung zukommt (Urteil des Bundegerichts 8C_801/2014 vom 1. April 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). Überdies ist darauf hinzuweisen, dass auch noch kein Scheitern der Therapie ausgewiesen ist, da der Beschwerdeführer nur einmal pro Monat einen Termin beim behandelnden Psychiater hat (Urk. 6/47/8), wodurch
kaum von einer konsequenten ambulanten Behandlung gesprochen werden kann (Urteil des Bundesgerichts
9C_454/2013
vom 29. Oktober 2013 E. 4.1).
Aus psychiatrischer Sicht
liegt
somit
kein
Gesund
heitsschaden
mit invalidisierender Wirkung vor
,
und daher ist auch
von keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit auszugehen.
4
.
5
Insgesamt ist somit
gestützt auf den
kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
11. Juni 2014 (Urk. 6/50/56-64)
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen.
5.
5.1
Im Übrigen machte der Beschwerdeführer geltend, auf dem freien Arbeitsmarkt finde sich nicht ohne
W
eiteres
eine Stelle mit dem genannten Belastungsprofil.
Auch verwies er
auf sein Alter und
auf die
Tatsache, dass er nicht über eine Berufsausbildung verfüge und seit 1996 ausschliesslich schwere Hilfsarbeiten verrichtet habe (Urk. 1
S. 5
).
Diesbezüglich ist zu prüfen, ob er angesichts seines fortgeschrittenen Alters nach allgemeiner Lebenserfahrung
auf
einem als ausge
glichen unterstellten Arbeitsmarkt (vgl.
Art.
7
Abs.
1 und
Art.
16 ATSG) n
o
ch als vermittelbar gelten und die ihm verbliebene Leistungsfähigkeit erwerblich verwerten kann.
5.2
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt
sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab von den
U
mständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind (beispielsweise Art und Beschaffenheit des Gesundheitsscha
dens und seiner Folgen; absehbarer Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Bega
bungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbar
keit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich; Urteil
e
des Bundes
gerichts
8C_345
/2013
vom 10. September 2013 E. 4.2 und 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 mit Hinweisen.)
5.
3
Zur Prüfung der Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzustellen (BGE 138 V 457).
Über die Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit wurde
im Bericht des Kreisarztes vom 11. Juni 2014 entschieden
, denn darin wurde auch das
Zumut
barkeitsprofil
für den allgemeinen Arbeitsmarkt festgehalten
(Urk. 6/50/62-63). Zu diesem
Zeitpunkt war der Beschwerdeführer knapp 60
-
jährig.
5.
4
Der Beschwerdeführer ist lediglich insoweit behindert, als wegen der Verletzung des Fersenbeines nur noch vorwiegend sitzende
leichte Arbeiten
,
mit
Wechsel
belastung
zur Schmerzreduktion
ausgeführt werden können
(Urk. 6/50/62-63)
. An den oberen Extremitäten bestehen keine Behinderungen
.
Zwar hat er
auf
grund seiner Arbeitsbiographie keine Erfahrung mit Computern.
Im Bürobereich ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers eine Anstellung auch ohne spezifische Berufs- und Fachkenntnisse nicht ausgeschlossen. Eine ganztägige sitzende leichte Arbeit, unterbrochen durch kurzzeitige Geh- und Stehzeiten (Urk. 6/50/63), ist keineswegs nur bei Sekretariatsarbeiten oder in der indu
striellen Produktion
,
wie der Beschwerdeführer vorbringt (vgl. Urk. 1 S. 5)
,
denkbar, sondern beispielsweise auch im Call Center oder im Rahmen von
Kon
troll
- oder Überwachungsaufgaben, denn der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst in verschiedensten Branchen Stellen, die keine Berufs- oder Fachkennt
nisse voraussetzen und die keine hohen Anforderungen an die körperliche Belastbarkeit stellen. Zudem ist
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu verweisen, wonach
praxisgemäss
diese Arbeiten auf dem
massgebenden
ausge
glichenen Arbeitsmarkt auch vorwiegend sitzend angeboten werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_599/2015 vom 22. Dezember 2015, E. 5.2.4).
Hilfsarbeiten
sind
auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
28
Abs.
2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (Urteil des Bundesge
richts I 39/04 vom 29. Juli 2004 E. 2.4)
.
Zudem ist
der Beschwerdeführer nach wie vor im Rahmen eines Vollzeitpensums arbeitsfähig, wobei die ihm zumut
bare
n
Tätigkeiten nicht derart vielen Einschränkungen unterliegen, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre.
Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der
Restarbeitsfä
higkeit
älterer Menschen entwickelt hat (vgl.
Urteil des Bundesgerichts
8C_345/2013 vom 10. September 2013 E. 4.3), besteht kein fehlender Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Beschwerdeführer seit 1996 als Gipser tätig war, zumal er seine Stelle mehrfach wechselte, was wiederum für seine Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt spricht.
5.
5
In Gesamtwürdigung der für die Zumutbarkeitsfrage im vorliegenden Fall massge
benden Umstände ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geeignete Arbeitsstellen zur Verfügung stehen, an denen er die ihm verbleibende Restarbeitsfähigkeit noch verwerten kann.
6
.
6
.1
E
s bleibt zu prüfen, wie sich die 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer
leidensange
passten
Tätigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
6
.2
6
.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
6
.2.2
Zur Berechnung des
Valideneinkommens
stellte die
Beschwerdegegnerin
auf die Angaben des Arbeitgebers ab, wonach der Beschwerdeführer
im Jahr 2013 Fr. 74‘477.-- verdient hätte (Urk. 6/25/3
, Urk. 2 S. 2
)
.
Dieser Vorgehensweise ist zu folgen
und es ist von
diesem unbestrittenen
Bruttoeinkommen von Fr. 74‘477.-- auszugehen
.
6
.3
6
.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret
steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6
.3.2
Da dem Beschwerdeführer im Rahmen seiner Selbsteingliederungspflicht der Wechsel in eine angepasste Tätigkeit zumutbar wäre, ging die IV-Stelle zu Recht von einem hypothetischen Einkommen
gemäss
L
SE aus.
Zur Berechnung des Invalideneinkommens zog
sie
den Lohn für
einfache Tätigkeiten körperli
cher oder handwerklicher Art
,
Kompetenzniveau 1
(Zentralwert) aus der
Lohn
strukturerhebung
201
2
, Tabelle TA1, S.
35
, Ziff. 5-96
(Total)
hinzu (Urk. 2 S. 2).
6
.3.3
Der standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für
einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art
(
Kompetenzniveau 1
) für
Männer
betrug Fr.
5‘210.--
. Dieser Betrag ist auf die im Jahr 201
3
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden hochzurechnen (
Die Volkswirtschaft, 3/4-2015, Tabelle B 9.2
) sowie an die Nominallohnentwicklung anzupassen (Bundesamt für Statistik [BFS], Schweize
rische Lohnindex nach Branche [201
0
= 100; im Internet abrufbar],
Nominal
lohnindex
Männer
[T1.
1
.10], Total; 201
2
: 10
1.7
; 201
3
: 10
2
.
5
). Daraus resultiert ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr.
6
5
‘
690
.-- (Fr.
5
‘2
10
.-- x 12 : 40 x 41,7 : 10
1.7
x 10
2
.
5
).
Weiter ist der von der IV-Stelle anerkannte leidensbedingte Abzug von 15 % zu berücksichtigen, was ein Invalideneinkommen von Fr. 5
5
‘
837
.-- ergibt.
6
.4
Eine Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen Invalidi
tätsgrad von
2
5
% ([Fr.
74
‘
477
.-- - Fr.
5
5
‘
837
.
--] : Fr. 7
4
‘
477
.-- x 100), welcher keinen Rentenanspruch begründet.
Selbst wenn dem Beschwerdeführer der höchst mögliche leidensbedingte Abzug von 25 % gewährt würde, würde bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 74‘477.-- und einem Invalideneinkommen von
Fr.
49
‘
268
.-- eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
25
‘
209
.-- und somit ein Invali
ditätsgrad von
gerundet
3
3
,
9
% resultieren, was
ebenfalls
zu keiner Rente führt. D
ie Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch daher zu Recht verneint. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
7
.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Sie sind auf Fr.
7
00.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
unterlie
genden Beschwerdeführer aufzuerlegen.