Decision ID: 610d8b19-33f4-4629-a0ee-b3a2f9c446d4
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1961 geborene
X._
arbeitete
zuletzt von
2003
bis 2008
bei der
Y._
als Köchin (Urk. 10/2). Unter Hinweis
auf Schwindel, Migräne und Herzrasen seit Juli 2008 meldete sie sich am 30. Dezember 2008 bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug
an
(Urk. 10/2). In der Folge tätigte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erwerbliche Abk
lärungen (Urk. 10/6, Urk. 10/8)
und zog die Akten der
Krankentaggeldversi
cherung
(Urk. 10/7) bei. Am 5. März 2009 erstattete Prof. Dr. med
.
Z._
,
Neurologie FMH,
ein vom Krankentaggeldversicherer
in Auftrag gegebene
s
Gut
ach
ten (Urk. 10/14). Mit Mitteilung vom 14. Juli 2009 verneinte die IV-Stelle
einen Anspruch auf
berufliche Eingliederungsmassnahmen (Urk. 10/19).
Am
28. Juli 2009 erfolgte durch Dr. med.
dipl.
-
psych.
A._
, Psychiatri
e
und Psy
chotherapie, zu
Handen
des Taggeldversicherers
eine erste psychiatrische Be
gut
achtung der Versicherten (Gutachten vom 10. August 2009, Urk. 10/20). Nach
weiteren erwerblichen (Urk. 10/22) und medizinischen (Urk. 10/28, Urk. 10/32, Urk. 10/34) Abklärungen sowie Zuzug der aktuellen Akten
des
Krankentag
geld
versicherers
(Urk. 10/24, Urk. 10/35) begutachtete
Dr.
A._
die Versicherte abermals im Auftrag
des Taggeldversicherers
(Gutachten vom 16. April 2011
, Urk. 10/39). Mit Schreiben vom 31. Oktober 2011 auferlegte die IV-Stelle der Versicherten eine Schadenminderungspflicht in Form einer psychiatrisch-psy
chotherapeutischen Behandlung (Urk. 10/44) und stellte ihr mit Vorbescheid vom 8. November 2011 (Urk. 10/46) eine halbe Rente ab dem 1. Mai 2010 in Aus
sicht. Dagegen erhob die
GastroSocial
, Pensionskasse
der Versicherten, am 16. November 2011 Einwand (Urk. 10/48). Mit
Einwandbegründung
vom 10.
Ja
nu
ar 2012 (Urk. 10/53) reichte die
GastroSocial
das Gutachten von Dr.
med.
B._
,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 10
. Januar 2012
(Urk. 10/52) ein. Nach erneut durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 10/57,
Urk. 10/61), in dessen Rahmen die Versicherte die
Berichte der
C._
,
Privatklinik für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom 20. April 2012 (Urk. 10/60) und 30. Mai 2012 (Urk. 10/63) ins Recht legte, sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 19. September 2012 eine vom 1. Mai 2010 bis 31. März 2012
befristete
halbe Invalidenrente des
Tag
geldversicherers
zu (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
die Versicherte
am 15. Oktober 2012 Beschwerde mit den An
trägen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihr sei auch nach dem 31. März 2012 mindestens eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzu
sprechen, es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen und es sei ihr die un
entgeltliche Rechtspflege zu gewähren
(Urk. 1)
. Mit Einga
be vom 12. November
2012 (Urk. 6
) reichte die Beschwerdeführerin das Formular
zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 7) samt
Beilagen
(Urk. 8) ein. Mit
Beschwerde
antwort
vom 20. November 2012
schloss
die Beschwerdegegnerin
auf
Abwei
sung
der Beschwerde (Urk. 9). Mit Verfügungen vom 11. Dezember 2012 (Urk. 11) und
22. Januar 2013 (Urk. 14) forderte das
hiesige
Gericht die Be
schwerdeführerin auf, weitere Unterlagen zur Substantiierung ihres Antrages auf unentgeltliche Prozessführung einzureichen. Dem kam sie mit Eingaben vom 17. Januar 2012
(Urk. 12, Urk. 13) und 5. Februar 2013 (Urk. 16, Urk. 17) nach. Mit Verfügung vom
2. April 2013 wies das
hiesige
Gericht das Gesuch um unentgeltliche
Pro
zessführung
ab (Urk. 18).
Replicando
hielt die Beschwerde
führerin an ihrem
Be
schwerdea
n
trag
fest (Urk. 23). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 13. Sep
tem
ber 2013
auf
die
Erstattung einer Duplik (Urk. 27), was der Be
schwer
deführerin am 17. Sep
tember 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 28).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheid
findung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
). Die Invalidität kann Fol
ge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des
Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung (IVG)
). Er
werbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliess
lich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
ti
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
wer
ten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend ob
jektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer
Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Be
einträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur
soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann
, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht
eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer
zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, wel
che die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung
einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer.
Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che
Be
gleiterkrankungen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unver
änderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten am
bulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem thera
peu
tischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent
sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vo
raussetzungen für eine zu
mutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
)
, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
genübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
tätsgrad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E.
1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989,
S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S.
24 f.).
1.5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wo
bei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des ana
log an
wendbaren (AHI 1998 S.
121 E.
1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
fest
zu
setzen ist (vgl.
BGE 121 V 264 E.
6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
ten
an
spruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für
die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beur
teilt
sich durch Vergleich des Sach
verhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder
des Rentenbeginns mit dem
je
nigen zur Zeit der Aufhebung bezie
hungsweise
He
rabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E.
2d am Ende, 369 E.
2, 113 V 273 E.
1a,
109 V 262 E.
4a, je mit Hin
weisen; vgl. BGE 130 V 343 E.
3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird
be
schwerdeweise
einzig die Befristung
der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstan
des
des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten ge
bliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E.
2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Renten
anspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit so
wohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder
der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
min
de
rung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder
des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset
zung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem an
genommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter
brech
ung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin an
dauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im
Sozial
versiche
rungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E.
3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit
dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E.
4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung zusammengefasst damit, gemäss Gutachten
von Dr.
A._
sei die Beschwerdeführerin nach Ablauf der Wartezeit im Mai 2010 als Köchin und auch für andere angepasste Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig gewesen, was einen Invaliditätsgrad von 50 % ergebe. Ab Untersuchungstermin bei Dr.
B._
am 22. Dezember 2011 könne von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes
und einer auf 80 % gesteigerten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Aus dem Einkommensvergleich resultiere e
in Invaliditätsgrad von 20 %. Unter Berücksichtigung von drei Monaten be
stehe
ab dem 1. April 2012 kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente (Urk. 2).
2.2
Dem hielt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen entgegen
, Dr.
B._
sei
zu Unrecht davon ausgegangen, dass sie ihre Panikattacken auch ohne Be
hand
lung einig
ermassen im Griff habe. Sie habe im weiteren Verlauf des Jahres 2012 unter ihren Panikattacken gelitten, wie der stationäre Aufenthalt im
C._
vom 26. März bis 20. April 2012 zeige.
Gleiches gehe auch aus dem
Spitex
be
richt
und dem Bericht der behandelnden Psychiaterin hervor.
Ihre Ar
beitsun
fähig
keit habe im Juli 2012 noch 100 % betragen. Unter der Behandlung habe sich diese auf 50 % ab September 2012 verbessert
(Urk. 1, Urk. 23)
.
3.
3.1
Dr
.
B._
diagnostizierte
im Gutachten vom 10. Januar 2012 (Urk. 10/52)
(1)
eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4),
(2)
einen Status nach depressiven Reaktionen (ICD-10 F43.20),
(3)
eine Panikstörung (ICD-10
F41.0), gebessert,
(4)
eine schwierige familiäre und finanzielle Lage (ICD-10 Z63,
Z59) sowie
(5)
eine mässige kulturelle Integration (ICD-10 Z60.3)
(Urk. 10/52/11)
.
Die Probleme der
Beschwerdeführerin
hätten aufgrund politi
scher Unruhen
be
gonnen, da
die Familien
vertrieben worden seien. Gemäss den Anga
be
n der Beschwerdeführerin sei vor allem ihr Ehemann miss
handelt worden. Sie selber habe auch Misshandlungen erlitten. Zu eigentlichen Folterungen oder einer Vergewaltigung soll
es gemäss den Angaben der B
e
schwerdeführerin nicht
gekommen sein. Sie gebe an, diese negativen Erlebnisse verarbeitet zu haben. Sie
habe noch längere Zeit Angst vor der Polizei empfun
den, habe sich dann aber unter Einwirkung der sicheren Verhältnisse in der Schweiz davon lösen können. Die Beschwerdeführerin habe auch verneint, dass in der Schweiz noch jemals
sogenannte Flashbacks aufgetreten seien. Eine posttraumatische
Be
las
tungsstö
rung
oder eine andauernde
Persönlichkeitsstö
rung
nach
Extrembe
las
tung
könne also nicht diagnostiziert werden.
In der Schweiz habe sich die Be
schwerde
führerin vorerst erfreulich entwickelt. Sie sei arbeitstätig gewesen und habe für ihre Familie gesorgt. Im Laufe der Jahre hät
ten sich aber verschiedene
Probleme eingestellt. Der Ehemann sei mit seinem Imbissstand in Schwierig
kei
ten
geraten. Das Geschäft habe mehrmals geschlos
sen werden müssen. Die finan
zielle Lage habe sich verdüstert. Die Beschwerde
führerin habe mit ihrer
Ar
beits
tätigkeit
als Hilfsköchin bis Juli 2008 durchge
halten. Bereits in jungen Jahren habe sie an Migräneattacken gelitten,
welche sich im Laufe der Z
eit verstärkt hätten. Zu
neh
mend habe sich eine Schmerz
symptomatik mit Schwerpunkt in N
acken und Rücken eingestellt. Oft zeige diese eine Generalisierungstendenz. Die
Migräne
anfälle
, die Schmerzen und der Schwindel hätten dazu geführt, dass die Be
schwe
r
de
führerin die Arbeit als Köchin habe aufgeben müssen. Dadurch sei
die finanzielle Lage noch pre
kärer gew
orden, zumal die T
aggeldleistungen spä
te
r er
loschen seien. Es erstaune nicht, dass bei der Beschwerdeführerin angesichts der
drückenden familiären und sozialen Probleme depressive Krisen aufgetreten seien
. Sie sei im März 2010 im Rahmen einer Krisenintervention kurz hospi
ta
li
siert gewesen. Es lägen aber keine Hinweise dafür vor, dass eine eigenständige
psychische Störung existieren würde, wie dies
die
C._
im Bericht
vom
12. April 2010
ausgeführt habe (rezidivierende depressive Störung ICD-10 F33). Vielmehr hät
ten jeweils kurze akute Krisen bestanden, welche bei eska
lie
renden familiären und sozialen Situationen aufgetreten seien. Die Beschwerde
führerin
zeige an
lässlich der Untersuchung (22. Dezember 2011) eine gewisse Nei
gung zur
Nie
dergeschlagenheit. Sie könne sich aber sofort auffangen. Zu
sammen
fassend sei die Depressivität nicht in deutlichem Ausmass vorhanden. Es könne ein Sta
tus nach depressiven Reaktionen diagnostiziert werden. Im Zu
sammenhang mit den häufigen Migräneanfälle
n und der Aufgabe der
Arbeits
tät
igkeit
seien ab 2009 Panikattacken aufgetreten. Sie leide dabei an starken körperlichen Be
schwerden, worauf sich Ängste dazugesell
t
en. Sie befürchte, je
weils ohnmächtig zu werden. Teilweise sei sie auch nicht fähig, sich in grösse
ren
Menschenmengen aufzu
halten. Die geschilderte Symptomatik spreche für eine Panikstörung mit Ago
ra
phobie. Die Beschwerdeführerin habe sich, als diese Atta
cken noch stark ausge
prägt gewesen seien, an der
Psychiatrischen Polik
linik ambulant
behan
deln lassen.
Sie habe diese Ther
apie später abgebrochen. Dem ps
y
c
hiatrischen Fach
arzt
Dr.
A._
,
der in seinen Berichte
n
angeführt habe, dass Angststö
rungen prinzipiell gut behandelbar seien, könne zugestimmt werden. Er habe eine
kon
sequente medikamentöse Behandlung vorgeschlagen, ebenso eine Psycho
the
ra
pie. Die
Beschwerdeführerin
scheine gegenüber psychi
a
trischen Interventionen
eine zwiespältige Haltung einzunehmen. So habe sie
diese Behandlungen je
weils nach einiger Zeit aufgegeben. Seit
einein
halb Jah
ren
stehe
sie
nicht in psy
ch
i
a
trischer Behandlung und nehme keine Psychophar
maka
ein. Es sei mög
lich, dass sie nicht fähig sei, psychodynamische
Zusammenhänge
zu verstehen, oder, wie sie selber angebe, dass die Anfälle schwächer
geworden
seien und sie von der Notwendigkeit einer Therapie nicht überzeugt gewesen sei
. Aus psychi
atri
scher Sicht sprächen Angsterkrankungen tatsächlich gut auf me
dikamentöse Be
handlungen an. Die Beschwerdeführerin sei diesbezüglich von der
Invaliden
ver
sicherung zur Schadenminderung aufgefordert worden,
sei
dieser Verpflich
tung
aber nicht nachgekommen. Zeitweise habe sie für ihr Verhalten finanzielle Grün
de
angegeben, da Schulden bei der Krankenkasse bestanden hätten.
Zu
sammen
fassend könne von einer psychischen Störung ausgegangen wer
den, welche be
handelbar sei, nicht aber effektiv behandelt werde. Allerdings
müsse bemerkt werden, dass die Beschwerdeführerin die Panikattacken
auch ohne
Be
handlung
eini
germassen in Grenzen halten könne,
träten di
ese doch nur noch zweimal pro Woche in schwächerem Ausmass auf. Sie habe zudem selber Ab
we
hr
mass
nahmen
gegen die Ängste
entdeckt
. Zudem lasse sich darauf hinwei
sen
,
dass die Beschwerdeführerin eine regelmässige Tagesgestaltung zeige, die Ein
käufe
s
e
lber besorge und innerhalb der Familie Kontakte pflege. Gegen eine re
le
vante Agora
phobie spreche auch, dass sie am 22. Dezember 2011 fähig ge
we
sen
sei, alleine mit dem Zug nach
F._
zu fahren und in einer fremden Stadt eine Adresse aus
findig zu machen. Die langjährige Schmerzsymptomatik könne als anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung aufgefasst werden. Es bestünden auch ungünstige
krankheitsfremde Faktoren wie mässige soziale Integration, geringe Sprach
ken
nt
n
isse, Neigung zur Aggravation, finanzielle und familiäre Proble
me.
Es gebe eine psychische
Komorbidität
. Diese sei allerdings seit einiger Zeit deut
lich gebessert. Es könne heute von einer mässigen psychischen
Komor
bidität
aus
gegangen wer
den. Die soziale Integration sei nicht verloren gegan
gen. Die
Schmerz
problematik
sei progredient und
chronifiziert
. Die prämorbide Persön
lich
keitsstruktur sei nicht auffällig gewesen. In den Akten liessen sich körper
liche Krankheiten feststellen, insbesondere die Migräne. Damit würden zwar drei der verlangten Kriterien zu
treffen, jedoch nicht in einem derartigen Ausmass, dass die Arbeitsfähigkeit zu mehr
als 20 % eingeschränkt sei. Zu die
ser Schluss
folgerung führe insbesondere
die Tatsache, dass die psychische
Komorbidität
ge
bessert sei. Die Prognose sei au
s psychiatrischer Sicht nicht un
günstig (Urk. 10/52/7-10).
3.2
Das Gutachten von Dr
.
B._
bas
iert auf detaillierten psychiat
rischen Unter
suchungen und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben. Dr.
B._
hat nachvollziehbare Befunde und
Diagnosen erhoben und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Be
schwerden und ihrem Verhalten auseinandergesetzt. Zudem hat er die medi
zi
ni
schen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend darge
legt und seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Dem Gutachten von
Dr.
B._
kommt
somit grundsätzlich volle Beweiskraft
zu (vgl. Erwä
gung
1.4
).
3.3
Daran vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern.
3.3.1
Zur abweichenden Einschätzung von Dr.
D._
im Bericht vom 17. Juni 2013 (Urk. 24/2)
ist vorab festzuhalten, dass das Gericht in Bezug auf Berichte behan
delnder Spezialärzte
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen
darf und soll, dass
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE
125 V 351 E. 3b/cc
, Urteile des Bundesgerichts I 383/04 vom 26. November 2004
E. 3.4 und I 139/04 vom 20. Oktober 2004 E. 4.2.2, je mit Hinweisen
).
Nur schon
daher ist die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu er
klären.
Der Bericht enthält
ferner
keine eigenen
Befunde
, weshalb
die attestierte 100%ige Ar
beitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten im Zeitpunkt der
Behand
lungs
auf
nahme
am 31. Juli 2012 nicht nachvollziehbar
ist. Dies umso mehr, als
Dr
.
A._
im Gutachten vom 10. August 2009 (Urk. 10/20) wie auch im
Ver
laufsgutachten
vom 16. April 2011 (Urk. 10/39)
bereits
eine
50%ige
Arbeitsfä
hig
keit ersah (Urk.
10/20/10, Urk. 10/39/15) und Dr.
B._
aufgrund der ge
bess
er
ten Panikstörung
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit annahm.
Den Akten sind weiter
me
hrfach Anhaltspunkte
psychosozialer
Belastungssituation
en bzw. die Ar
beits
fähigkeit beeinträchtigende nichtmedizinische Probleme zu entnehmen.
So no
tier
te Dr.
A._
„
geringe kulturelle Integration, geringe
r
Ausbildungs
stand,
aus
geprägte subjektive Krankheitsüberz
eugung
,
ungewisse berufliche Zu
kunft
“
(
Urk. 10/20/11) und „finanzieller Engpass,
Dekonditionierung
, sekundä
rer
Krank
heits
gewinn
bei laufendem versicherungsrechtlichen Verfahren
“
(Urk. 10/39/18). Auch
Dr.
B._
vermerkte ungünstige krankheitsfremde Fak
toren
(vgl. E. 3.1
). Insoweit
also Dr.
D._
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit atte
stierte,
ohne sich mit krankheitsfremden Faktoren auseinanderzusetzen,
handelt
es sich
lediglich um eine psychosoziale Beurteilung der Leistungsfähig
keit, welche
invaliden
ver
sicherungsrechtlich
irrelevant ist (vgl. Urteile des Bun
des
ge
richts I 198/04 vom 7. Januar 2005 und I
125/05 vom 11. August 2005 E
.
2.4 mit
Hinweisen).
3.3.2
H
insichtlich der
Befunderhebung, der
diagnostischen Einordnung des anerkann
termassen psychisch bedingten Leidens
der Beschwerdeführerin
sowie des kon
kre
ten Ausmasses der daraus resultierenden
medizinisch-theoretischen
Arbeits
unfähigkeit
hat sich
die rechtliche Beurteilung auf di
e schlüssigen Stellung
nahmen der begutachtenden Fachärztinnen und Fachärzte der Psychiatrie zu
stüt
zen
, wogegen es nicht Sache
der
Betreuungsperson der
psychiatrischen Spi
tex als Nichtmediziner
in
sein kann, darüber im Streitfall zu befinden. Bereits
aus
diesem Grund vermag
deren
abweichende
Beurteilung im Bericht vom 7. Juni
2013 (Urk. 24/1) die Schlussfolgerungen von Dr
.
B._
nicht in Frage zu stellen.
S
ie ist aber auch insoweit nicht beweiskräftig, als die
beschriebenen
Pfle
geprobleme
überwiegend auf den Angaben der Beschwerdeführerin beruhen. Aufgrund der dokumentierten subjektiven Krankheitsüberzeugung und Tendenz zur Aggravation kommen jedoch
Zweifel an
den Aussagen
der
Beschwer
de
füh
rerin auf. So hielt
Dr.
Z._
im neurologischen Gutachten vom 5. März 200
9 (Urk. 10/14) eine Migräne gemäss ICD-10 G43.9 fest. Angesichts der zu erhe
ben
den klinischen Präsentation mit einer deutlichen Diskrepanz zwischen den anamnestischen Angaben zur aktuellen Schmerzstärke sowie dem erhobe
nen kli
nischen Befund blieben Ausprägung und Beeinträchtigungsgrad der von der
Beschwerdeführerin vorgetragenen
migränösen
Symptomatik zweifelhaft. Die er
hobenen anamnestischen Daten zur Freizeitaktivität unterstützten
die Annahme einer migräne
bedingten wesentlichen Beeinträchtigung der Ar
beits
fähig
keit
eben
falls nicht
. Angesichts der erhobenen Anamnese sowie des unauffälligen körper
lichen Untersuchungsbefundes habe er der Beschwerdeführerin zu einer Wie
deraufnahme der Arbeit mit einem Pensum von 50 % spätestens ab dem 1. April 2009 und einem Pensum von 100 % spätestens ab dem 1. Mai 2009 ge
raten. Die genannte stufenweise Staffelung sei dabei nicht
medizinisch, son
dern im Sinne einer Brücke zur Akzeptanz für die latent mürrisch und vor
wurfsvoll reagie
ren
de
Begutachtete
zu verstehen. Dabei habe er seinerseits nochmals auf
die depressionsfördernde Wirkung von Untätigkeit und auf die fehlenden Hin
wei
se für einen negativen Effekt von Arbeit auf den Gesundheits
zustand der Be
schwer
deführerin hingewiesen. Die Beschwerdeführerin habe je
doch insge
samt wenig motiviert geschienen
(Urk. 10/14/9-10).
Widersprüche ergeben sich
ferner
auch aus den Angaben
der Beschwerdeführerin gegenüber Dr
.
B._
und ihren
Vorbringen in der Beschwerde.
Anlässlich der Begut
achtung
berichtete
sie
,
die Angstanfälle seien bei Weitem nicht mehr so stark wie anfänglich. Oft ge
ling
e es ihr, mit geeigneten Massnahmen, zum Beispiel indem sie die Fenster öffne, die Angstzustände zu lindern. Aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel auch wegen den Finanzen, habe sie die in der
Psychiat
rischen Poliklinik begonnene Behandlung aufgegeben. Allerdings hätten ihr die Ärzte der Poliklinik mitge
teilt, dass sie trotz Zahlungsunfähigkeit weiterhin zur Therapie kommen könne
. Da sie vom Nutzen dieser Behandlung nicht überzeugt gewesen sei, habe sie schlussendlich damit aufgehört. Einen Psychiater suche sie seit anderthalb Jah
ren nicht mehr auf. Zeitweise habe sie vom Hausarzt
angstlösende
Medikamente erhalten. Seit fünf Monaten nehme sie auch diese nicht mehr ein. Die Ängste
würden sich in Grenzen halten
und
seien allgemein zurückgegangen
. H
eute (22. Dezember 2011
) habe sie beispielsweise ohne w
ei
teres im Zug alleine von
E._
nach
F._
reisen können
(Urk. 10/52/5)
. Beschwerdeweise kritisierte
die Beschwerdeführerin das Gutachten unter ande
rem deshalb,
Dr.
B._
habe
zu Unrecht den Schluss gezogen, sie habe die Panikattacken auch ohne Be
hand
l
ung einigermassen im Griff. Es stimme nicht, dass
sie Abwehrmassnahmen ge
gen
die Ängste entdeckt habe
,
wieder alleine öffentliche Verkehrsmittel benüt
z
en könne und unter anderem alleine nach
F._
gereist sei (Urk.
23
S.
3 f.).
3.3.3
Auch
der Einwand der Beschwerdeführerin,
der stationäre Aufenthalt
in der
C._
vom 26. März bis 20. April 2012 zeige, dass sie auch im weite
re
n
Verlauf des Jahres 2012 unter ihren Panikattacken gelitten habe, überzeugt nicht.
Dr.
B._
stellte nicht in Abrede, dass die Beschwerdeführerin nach
wie vor unter Panikattacken
litt
. Er schloss jedoch aus den Angaben der Be
schwer
deführerin, dass sich die Panikstörung verbessert
hatte
.
Nicht darzulegen ver
mochte die Beschwerdeführerin, weshalb sie sich
erst ab dem 26. März 2012
in ernsthafte
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung begab, nachdem ihr
dies von Dr.
A._
bereits im Gutachten vom 10. August 2009 (Urk. 10/20/10),
den Ärzten de
r
C._
im Bericht vom 12. April 2010 (Urk. 10/32/3) sowie Dr.
B._
(Urk. 10/52/13) empfohlen und ihr von der
Beschwerde
ge
g
nerin
am 31. Oktober 201
1
gar eine
Schadenminderungspflicht
(Urk. 10/44) auf
erlegt wurde. Allein die fehlende
Sicherstellung der Finanzie
rung durch die Kran
kenkasse
– wie die Beschwerdeführerin
beschwerdeweise geltend machte -
kann nicht der Grund gewesen sei, teilte sie doch Dr.
B._
mit, die Ärzte
des
G._
hätten ihr gesagt, sie könne sich trotz Zahlungsunfähig
keit behandeln
lassen, und sie habe die Behandlung abgebrochen, weil sie von deren Nutzen nicht über
zeugt gewesen sei (Urk. 10/52/5).
Auf diese
n
Aussagen ist die Be
schwer
de
füh
rerin zu behaften.
Es ist daher
mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit
von einem g
eringen Leidensdruck auszugehen, welcher sich erst in dem
Zeitpunkt erhöhte, als es der Beschwerdeführerin aufgrund des von der Pen
si
ons
kasse
ei
ngereichten Gutachtens
von Dr.
B._
klar sein musste, dass
ihr die
bereits in Aussicht ge
stellte unbefristete h
albe Invalidenrente allenfalls doch
nicht zugesprochen wer
den könnte
.
Dass
zwischen
der Begutachtung durch
Dr.
B._
am 22. Dezember 2011 und
dem Behandlungsbeginn
am 26. März 2012
eine nam
hafte
Verschlechterung des Gesundheitszustandes er
folgt wäre
,
machte die Be
schwerdeführerin nicht geltend und lässt sich den Akten auch nich
t entnehmen.
Im Übrigen standen
bei der
Hospitalisation
in der
C._
die de
pressi
ven Symptome im Vordergrund, wurde sie doch in die
Spezial
sta
tion
für
De
pressionserkrankungen
aufgenommen (Urk. 10/63/3). Hinsichtlich der de
pressi
ven
Symptomatik verliess sie die
C._
nach rund einem Mo
nat in stark ge
bessertem
Zustand
(Urk. 10/63/4). Dies spricht dafür, dass
es sich um eine
leich
te
bis höchstens mi
ttelschwere psychische Störung
aus dem depressiven
Formen
kreis
handelt, die
grundsätzlich
als therapeutisch
angehbar
zu betrachten ist
(vgl.
Habermeyer
/
Venzlaff
, Affektive Störungen, in: Psychiatrische Begutachtung,
5. Aufl. 2009, S.
193; SVR 2012 IV Nr.
18 = 9C_418/2010 E.
5.3.4; Urteil des Bun
des
gerichts
9C_736/2011 vom
7. Februar 2012 E. 4.2.2.1)
.
Sie ist
daher
defi
ni
tionsgemäss
vorübergehender Natur und als labile
s
psychische
s
Leiden nur aus
nahmsweise invalidisierend
(vgl. Urteil des Bundesgerichts I 138/06 vom 21. De
zember 2006 E. 4.2).
Ent
sprechend
diagnostizierte Dr.
A._
im Gut
achten vom 10. August 2009 keine depressive Erkrankung (Urk. 10/20/8) und er
achtete im Verlaufsgutachten vom 16. April 2011 die rezidivierende Störung als remittiert (Urk. 10/39/14).
Dr.
B._
verneinte
eine eigenständige psy
chi
sche Störung und beschrieb je
wei
ls kurze akute Krisen, welche bei eskalie
renden familiären und sozialen Situa
tionen auftraten (Urk. 10/52/8). Nicht von unge
fähr notierten die behan
deln
den Ärzte der
C._
im Zusammen
hang mit
der
Hospitalisation
anstehende psychosoziale Probleme und
die Mühe der Be
schwerdeführerin mit dem Auszug der Söhne und dem Alleinsein (Urk. 10/63/4).
Die von den be
han
delnden Ärzten
der
C._
bereits anlässlich der er
sten
Kurzhospitali
sation
im März 2010 (vgl. Bericht vom 12. April 2010, Urk. 10/32) diag
nos
ti
zier
te posttraumatische Belastungsstörung wurde von Dr.
B._
(Urk. 10/52/7)
in Übereinstimmung mit Dr.
A._
(Urk.
10/39/14)
nachvollziehbar verneint
.
Im Übrigen befand sich die Beschwer
deführerin bereits einmal vom
8.
b
is 10. März 2010 in stationärer psychiatri
scher Behandlung in der
C._
(vgl. Bericht vom 12. April 2010, Urk. 10/32)
und gab Dr.
B._
seine Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit in Kenntnis dieses Auf
enthalts und des ent
sprech
enden Austrittsberichts der
C._
ab.
Mit der
Beschwerde
geg
nerin
ist daher davon auszugehen, dass der erneute Aufent
halt zu keiner we
sent
lich anderen Beurteilung des medizinischen Sachverhalts führt.
3.3.4
Was die von Dr.
B._
diagnostizierte
somatoforme
Schmerzstörung angeht, ist aufgrund der bis zum Untersuchungszeitpunkt vom 22. Dezember 2011 stark verbesserten Angststörung mangels psychischer
Komorbidität
von erheblicher Schwere von deren willentlichen Überwindbarkeit im Umfange von 80 % aus
zu
gehen, wie Dr.
B._
schlüssig begründete (Urk. 10/52/10).
3.
4
Zusammengefasst ist somit a
ufgrund der überzeugenden Feststellungen im Gut
achten von Dr
.
B._
erstellt
, dass
sich die gesundheitliche Situation der Be
schwerdeführerin bis zum Begutachtungszeitpunkt am 22. Dezember 2012 nach
haltig verbessert
e
und ihr
bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im
Sozialversiche
rungs
recht
allgemein gelte
nden Grundsatzes der Schadenmin
der
ungspflicht zu
mut
bar
ist, ihrer angestammten Tätigkeit zu 8
0 % nachzu
gehen.
4
.
Da die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit als Köchin nach Ablauf des Wartejahres im Mai 2010 zu 50 % und ab dem 22. Dezember
2011 zu 80 %
hätte ausüben könn
e
n
, ist
die Vornahme eines Prozentvergleichs
erlaubt
.
Das ohne
Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu
bewerten, während das Invaliden
einkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad er
gibt (BGE 114 V
313 mit Hinweisen). Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (Urteil des Bundesgerichts
8C_130/2007
vom 30. Oktober 2007 E
.
3.2 mit Hinweisen).
Dies ergibt ab Mai 2010 einen Invaliditätsgrad von 50 % und ab dem 22. Dezember 2011 einen
ren
tenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 20 %.
Da auch der Aufhebungszeitpunkt der Rente vom 1. April 2012, welcher die Verbesserung des Gesundheitszustandes nach Ablauf von drei Monaten berück
sichtigt (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), zu keiner Korrektur Anlass gibt, ist die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene vom 1. Mai 2010 bis 31. März 2012
be
fris
tete halbe Invalidenrente
nicht zu beanstanden.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5
.
Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und vorliegend auf Fr. 800.-- an
zusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerde
führerin aufzuerlegen.