Decision ID: cc3c72af-7b89-4758-ac86-5f69d7b911a1
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966,
war seit
1998
bei
der
Y._
Group
angestellt und damit bei der AXA Versicherungen AG
(
AXA
) versichert, als sie am
2
2.
Juni 2002 einen Auffahrunfall erlitt und sich dabei ein Schleudertrauma
zuzog (
Urk.
14/A1
).
Mit Verfügung vom 1
7.
Februar 2006 (
Urk.
14/A102) sprach die AXA der Ver
sicherten ab dem
1.
März 2006 eine Invalidenrente
entsprechend einer
Erwerbs
einbusse
von
50
%
sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer
Inte
gritä
tseinbusse
von 20
%
zu.
1.2
Mit Verfügung vom 1
1.
Februar 2014 stellte die AXA – ausgehend von einem im Auftrag der Invalidenversicherung von den Ärzten des
Z._
erstatteten Gutachten (
Urk.
14/M21
) -
die bis dahin
er
brach
te Rente sowie die Übernahme der Heilbehandlungskosten
per
3
1.
März 2014
ein
(
Urk.
14/A139
).
Die
von der Versicherten am 2
4.
Februar 2014
erho
bene Ein
sprache (Urk.
14/A144
) wies die
AX
A am
1
4.
November 2014
ab (Urk.
14/A150
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 2
4.
November 2014
Beschwerde (Urk. 1) gegen den Einspracheentscheid vom
1
4.
November 2014
(Urk. 2)
und beantragte, dieser sowie die Verfügung vom 1
1.
Februar 2014 seien aufzuheben (S. 2
Ziff.
1), und es sei ihr weiterhin, auch nach dem 3
1.
März 2014
,
die bisherige UVG-Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50
%
gemäss der Verfügung vom 1
7.
Februar 2006 auszurichten (S. 2
Ziff.
2), und es seien weiterhin
Pflegeleis
tungen
und Kostenvergütungen gemäss
Art.
21 UVG zu gewähren (S. 2
Ziff.
3).
Mit Beschwerdea
ntwort vom 3
0.
Januar 2015 (
Urk.
12)
beantragte die
AXA
die Abwei
sung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 2
6.
August 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
17
).
Mit Replik vom 2
2.
September 2015 (
Urk.
20) hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest.
Mit Duplik vom 2
4.
November 2015 (
Urk.
25)
hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Antrag fest.
Dies wurde der Beschwerdeführerin am 2
5.
November 2015 zur Kenntnis ge
bracht (
Urk.
26).
3.
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, hob die bisher aus
gerichtete
halbe
Invalidenrente (vgl. Urk.
13
/
2
) mit Verfügung vom
10
.
Septem
ber 2013
auf (Urk. 13/
3). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft (
Urk.
13/4).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zu
standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
si
ons
grund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
sprache
entscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenan
spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Inva
liditätsbemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen). 1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vor
ak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus, den Gesundheitszustand betreffend sei auf das
Z._
-Gutachten abzustellen,
wo
mit
eine wesentliche Verbesserung insbesondere aus psychiatrischer und neu
ro
psychologischer Sicht ausgewiesen sei
. Es bestünden keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mehr, die sich auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh
rerin auswirken würden
(S. 6 oben
; vgl. auch Urk. 25 S. 2 ff.
).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber in ihrer Beschwerde (Urk. 1) auf den Standpunkt,
dass die wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustan
des vorliegend durch das
Z._
-Gutachten nicht nachgewiesen worden sei. Die Spät
folgen der
Halswirbelsäulen (
HWS
)
-Distorsion seien nach wie vor vorhan
den und würden sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Das
Z._
habe nicht behauptet, die wesentlichen Beschwerden der HWS-Distorsion seien nicht mehr vorhanden. Auch eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aus neuropsychologi
scher Sicht sei bei ihr mit diesem Gutachten nicht nachgewiesen, da sie ja zu 50
%
eine verwertbare Konzentrationsleistung am ersten Arbeitsmarkt erbringe (S. 14
; vgl. auch Urk. 20 S. 3 ff.
).
2.3
Strittig und zu prüfen sind somit die B
eurteilung der
Arbeitsfähigkeit
und damit die Frage nach der Zulässigkeit der Leistungseinstellung
.
3.
3.1
Die
Rentenzusprache
im Jahr 2006
basierte
im Wesentlichen auf den folgenden medizinischen Berichten:
3.2
Die Ärzte der Klinik
A._
berichteten am 1
1.
Januar 2005 über die neuropsy
chologische Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 1
5.
Dezember 200
4 (
Urk.
14/M14) und führten aus, dass die Belastbarkeit während der zirka 4-stün
digen Untersuchung gegeben
gewesen
sei, wobei die Konzentrationsfähigkeit nach zirka 3 Stunden nachlasse
(S. 2 oben)
.
Die neuropsychol
ogische Unter
su
chung ergebe ein leicht bis mittelschwer beeinträchtigtes kognitives
Leistungs
profil
mit Hauptschwierigkeiten beim Unterscheiden zwischen Wesentlichem und Unwe
sentlichem,
bei der
geteilten und fokussierten Aufmerksamkeit, verba
len Kurzzeitge
dächtnis, Spurhalten, komplexe Reaktionen, Denktempo, verbalen Flexibilität und bei Rechenaufgaben. Die Ergebnisse würden von einer leicht verminderten Fehlerkontrolle begleitet
(S. 3)
.
3.3
Die Ärzte der Klinik
A._
, Neurologische Abteilung, erstatteten ihr Gutachten am
1.
Februar 2005 (
Urk.
14/M13) gestützt auf die neurologische Untersuchung der Beschwerdeführerin vom
1.
Dezember 20
0
4 sowie die Akten.
Sie nannten fol
gende Diagnosen (S. 5
Ziff.
4):
craniozervikales
Beschleunigungstrauma nach Heckkollision am 2
2.
Juni 2002 mit HWS-Distorsion II und aktuellem
myofaszialem
Syndrom
Anpassungsstörung
Sie führten aus, dass
die Untersuchung einen unauffälligen Neurostatus ergebe
n
und sich ein rechtsseitiger Hartspann im Bereich der HWS und der
Brustwir
belsäule
(BWS) gefunden habe (S. 4). Hinsichtlich des Psychostatus seien die Auffassung und die Konzentration sowie die Aufmerksamkeit im zweistündigen Gespräch unauffällig gewesen. Objektiv werde dennoch eine eingeschränkte Konzentration und Belastbarkeit beschrieben, ebenso die stark einschränkende Tagesmüdigkeit bei jedoch gutem Nachtschlaf. Subjektiv würden weiter An
triebs
losigkeit und eine gewisse Hoffnungslosigkeit auf Änderung der Sympto
matik beschrieben. Der hohe Kraftaufwand, der nötig sei, um alltägliche Situa
tionen zu meistern, der Verlust an Vitalgefühl und die beschriebenen kognitiven Einbussen würden auf eine leichte bis mittelschwere depressive S
ymptomatik hinweisen (S.
4 f.). Die von der Beschwerdeführerin beschriebenen weiter an
haltenden Beschwerden wie Kopf- und Nackenschmerzen, rasche Ermüdbarkeit und depressive Symptomatik, Konzentrationsschwäche und Nausea seien als Spät
folgen auch in der Literatur beschrieben. Die psychopathologischen
Be
gleitkomplikationen
hätten wesentlichen Einfluss auf die weitere
Schmerzverar
beitung
(S.
6 f.)
.
Aktuell sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit zu 50
%
arbeitsunfähig als Folge des Unfalls vom 2
2.
Juni 200
2.
Durch eine
neuer
liche interdisziplinäre Standortbestimmung und entsprechende intensi
vierte
Therapie könne jedoch eine Verbesserung erreicht werden (S. 7 f.).
Es werde die Durchführung eines intensiven multimodalen
Therapieprogramms empfohlen, in welchem auch eine psychosomatische Therapie integriert werden sollte (S. 11).
3.4
Die Ärzte der
B._
erstatteten ihr psychia
tri
sches
Gutachten am 2
2.
Februar 2005 (
Urk.
14/M15) und
nannten folgende Diagnose (S. 8):
Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.01)
Sie führten aus,
dass sich die Beschwerdeführerin psychisch völlig unbeschwert und in guter Stimmung präsentiert habe, was in Anbetracht des
Störungsver
laufs
und der beruflichen Einschränkung als auffälliger Befund zu werten sei. Die Beschwerdeführerin habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Anti
depressivum einen enorm positiven Einfluss auf ihre psychische Situation habe (S. 7).
Die Depression sei mit dem Schmerzerleben ganz eng verknüpft. Wegen der Schmerzen seien die Berufstätigkeit und der Alltag für die Beschwerdefüh
rerin überdurchschnittlich anstrengend, so dass die beschriebenen psychischen Reaktionen darauf absolut nachvollziehbar seien. Die Beschwerdeführerin un
terscheide sich von vielen anderen Schmerzpatienten dadurch, dass sie weiter
hin konsequent arbeiten gehe. Sie habe sinnvolle Bewältigungsmechanismen, die
– im Gegensatz zum neurologischen Gutachten – als positiv bewertet würden
(S.
8). Die bei der Beschwerdeführerin
leichtgradig
ausgeprägte de
pressi
ve Symp
tomatik sei als Reaktion auf das chronische Schmerzerleben und die Be
ein
träch
tigungen im beruflichen und privaten Bereich zurückzuführen.
Wenn man - im vorliegenden Fall künstlich – in somatische und psychische Aspekte trenne, dann sei festzuhalten, dass allein vom Schweregrad der depressiven Symptome her keine nennenswerte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege. Die depressive Symptomatik sei aber vorhanden und Bestandteil des gesamten
Be
schwerdebildes
. Eine Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf sollte im Rahmen von 60 – 70
%
möglich sein.
Man könne auf keinen Fall davon ausgehen, dass mit dem heutigen Zustandsbild ein Endzustand erreicht sei, der sich bis zum Lebens
ende nicht mehr verbessern liesse
. Die antidepressive Behandlung sei zwei
fel
los indiziert, ein Absetzen des Antidepressivums hätte möglicherweise eine Verstärkung der depressiven Symptome zur Folge. Zusätzlich werde eine stützende psychotherapeutische Behandlung empfohlen
(S. 9).
Grundsätzlich sei die Prognose nicht schlecht, zumal die Beschwerdeführerin konsequent arbeits
willig und leistungsfähig sei. Es sei nicht auszuschliessen, dass sich ihr Gesund
heitszustand soweit verbessere, dass sie wieder voll arbeitsfähig sein werde (S.
10).
4.
Am
2
8.
Juni 2013
erstattet
en die Ärzte des
Z._
ihr polydisziplinäres Gutachten
im Auftrag der Invalidenversiche
rung (Urk. 14/
M21
).
Sie
stützte
n
sich auf die ih
nen überlassenen Akten
, die An
gaben der Beschwerdeführerin
sowie
die von ih
nen
am
2
1.
und 2
2.
Mai
201
3 durchgeführte allgemeininternistische, psychiatrische, orthopädische, neurolo
gi
sche und neuropsychologische
Untersuchung
.
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 26 Ziff. 5.1):
zervikozephales
Schmerzsyndrom
ohne Anhalt für
radikuläre
oder
medulläre
Beteiligung bei Zustand nach HWS-
Distorionstrauma
radiologisch mässige
Osteochondrose
HWK5/6
praktisch freie Beweglichkeit der HWS und oberen Extremitäten
Sie führten aus,
dass sich aus allgemeininternistischer Sicht keine Befunde und Diagnosen gefunden hätten, welche zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führten (S. 10).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es bestehe eine Tendenz zu ein
er Schmerzverarbeitungsstörung. Eine eigentliche psychiatrische Diagnose könne sonst nicht gestellt werden. Es bestehe ein chro
ni
scher Verlauf (S. 14).
Aus orthopädischer Sicht wurden ebenfalls keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben
. Aktuell zeige sich auf orthopädischer Ebene bei der Untersuchung der Wirbelsäule eine weitgehend freie Beweglichkeit sämtlich
e
r Abschnitte, wobei die bei der expliziten Prüfung klar verminderte Kopfrotation unter Ablenkung nicht bestätigt werden könne
(S.
18).
Die von der Beschwer
deführerin geklagten
, im Alltags- und Berufsleben anamnestisch seit elf Jahren massiv einschränkenden
Beschwerden liessen sich
auf Ebene des Bewegungsap
parates kaum nachvollziehen. Die deutlichen Inkonsistenzen einschliesslich der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin im
Langsitz
den Oberkör
per spontan und zügig hochstemme
, um auf der Unterlage rückwärts zu rutschen
,
sowie die deut
liche
palmare
Beschwielung
würden gegen eine längerdauernde Schonung de
r oberen Extremitäten sprechen. Das fehlende Ansprechen auf immer wieder durchgeführte konservative Therapiemassnahmen könne als klarer Hinweise für eine nicht-organische Beschwerdekomponente angesehen werden
. Zudem komme nicht klar zum Ausdruck, wie gross der Leidensdruck durch die somati
schen Beschwerden effektiv sei, da die Beschwerdeführerin berichte, ausgerech
net am Untersuchungstag weder Analgetika zu sich genommen zu haben noch diese mit sich zu führen, obwohl die voraussehbare Belastung mit der selbstän
dig per Auto überwundenen Anreise und der bevorstehenden körperlichen Un
tersuchung als überdurchschnittlich hoch zu betrachten sei (
S. 19)
.
Aus neurologischer Sicht wurde die Diagnose eines
zervikozephalen
Schmerz
syndroms
ohne Anhalt für
radikuläre
oder
medulläre
Beteiligung bei Zustand nach HWS-Distors
ionstrauma gestellt (S. 22) und eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert (S. 23). Gemäss dem neurologischen Teilgutachter bestehe mit früheren neurologischen Einschätzungen hinsichtlich der objektiven neurologischen Be
funde Übereinstimmung (S. 23).
Bei der klinischen Untersuchung finde sich eine mässig verspannte und
druckdolente
Nackenmuskulatur, ansonsten sei der neu
rologische Status in jeder Hinsicht regelrecht. Dies gelte auch für die kogni
tiven Funktionen (S. 22).
Aus neuropsychologischer Sicht f
i
nd
e
sich keine Diagnose und dementspre
chend
auch keine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
(S. 26)
.
Das neuropsycholo
gische Testprofil habe eine im Bereich der Intelligenz durchschnittlich leis
tungs
fähige Beschwerdeführerin gezeigt.
Dabei falle ein überdurchschnittliches Resul
tat im Bereich des Arbeitstempos und der visuell-motorischen Koordina
tion auf. In allen geprüften Bereichen fänden sich durchschnittliche oder über
durch
schnitt
liche Resultate
. Die heutige Testung zeige sehr deutlich bessere Leistung
en als die erhobenen Testprofile vom 1
9.
November 2002 und vom 1
5.
Dezem
ber
200
4.
In den genannten neuropsychologischen Untersuchungen werde von einer
leich
ten bis mittelschweren neuropsychologischen Störung be
richtet. Dem gegen
über fänden sich heute, 8 Jahre später, in sämtlichen Berei
chen durchschnitt
liche Resultate
(S. 26).
Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei aus
orthopädischer, neu
rologischer, psychiatrischer und internistischer Sicht nicht eingeschränkt (S. 28).
Zusammenfassend
bestehe aus polydisziplinärer Sicht
eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Für körperlich leichte und mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten unter Wechselbelastung bestehe hingegen eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
(S. 28
Mitte
).
Zusammenfassend sei festzu
halten, dass es seit dem für die
Rentenzusprache
relevanten Gutachten aus dem Jahre 2005 zu einer relevanten Veränderung gekommen sei. Im damaligen Gut
achten sei schon in Aussicht gestellt worden, dass sich im Verlauf eine Besse
rung einstellen sollte, was sich dann in der Befunderhebung bei
Dr.
C._
im Jahre 2008 bestätigt habe.
Seither würden nun jahrelang keine Berichte vorlie
gen, die Beschwerdeführerin benötige weder eine somatische noch eine psychi
atrische Therapie und die aktuellen Befunde seien sehr gering. Somit sei die aktuelle Untersuchung seit 2005 der einzige sichere
R
eferenzpunkt, weshalb diese Einschätzung mit Sicherheit ab Mai 2013 gelte (S. 28 unten).
5.
5.1
Die ausführliche Expertise der Ärzte des
Z._
setzt sich mit allen Aspekten der ge
sundheitlichen Beeinträchtigungen auseinander und berücksichtigt insbeson
dere auch sämtliche bis dahin angefallenen ärztlichen Untersuchungsberichte. Insge
samt erscheint das
Z._
-Gutachten nachvollziehbar und vermag zu über
zeugen.
Da das
Z._
-Gutachten folglich sämtliche praxisgemässen Anforderun
gen vollum
fänglich
erfüllt (vgl. vorstehend E. 1.2
), kann - insbesondere was die Beur
tei
lung
der Arbeitsfähigkeit betrifft - darauf abgestellt werden.
Es setzt sich zudem aus
drücklich mit dem Thema der Änderung des Sachverhaltes auseinander und be
gründet die bestehende Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar.
Die
Z._
-Gutachter fanden in somatischer Hinsicht keine objektivierbaren Be
funde beziehungsweise neben einer mässig verspannten und
druckdolenten
Na
c
kenmuskulatur einen unauffälligen
neurologischen Status und diagnos
ti
zier
ten lediglich
ein
zervikozephales
Schmerzsyndrom ohne Anhalt für
radiku
läre
oder
medulläre
Beteiligung bei Zustand nach HWS-Distorsionstrauma.
Diese Diag
nose ist mit den im
Bericht der Ärzte de
r
Klinik
A._
(vgl. vor
stehend E. 3.
3
) – die ihrerseits aufgrund der
Beschwerden
eine 50%ige Ar
beits
unfähigkeit attes
tierten – gestellten Diagnosen (
craniozervikales
Beschleu
ni
gungstrauma
nach Heckkollision am 2
2.
Juni 2002 mit HWS-Distorsion II und aktuellem
myofaszi
alem
Syndrom, Anpassungsstörung)
vereinbar.
5.2
Wie sich aus den früheren Berichten ergibt, erfolgte die ursprüngliche
Renten
zusprache
im März 2006
im Wesentlichen gestützt auf
das Gutachten der Klinik
A._
(vgl. vorstehend E.
3.3) und das Gutachten der
B._
(vgl. vorstehend E.
3.4), wonach die Beschwerdeführerin an den Spätfolgen eines
Beschleuni
gungstraumas
, bestehend aus
Kopf- und Nackenschmerzen, rascher Ermüd
barkeit, depressiver Symptomatik, Konzentrationsschwäche und Nausea, leide.
Ge
mäss Gutachten der
B._
sei die depressive Symptomatik Bestandteil des ge
sam
ten Beschwerdebildes und damit Mitursache der Einschränkung der Arbeits
fä
higkeit.
Die Gutachter der Klinik
A._
sowie der
B._
attestierten der Beschwerdeführe
rin eine 50
%
ige
Arbeitsunfähigkeit aufgrund
eines diagnostizierten
craniozer
vikalen
Beschleunigungstraumas nach Heckkollision am 2
2.
Juni 2002 mit HWS-Distorsion II und aktuellem
myofaszialem
Syndrom, einer
Anpassungs
störung
sowie einer leichten depressiven Episode. Aktuell di
agnostiziertem die Ärzte des
Z._
ein
zervikozephales
Schmerzsyndrom ohne Anhalt für
radikuläre
oder
medulläre
Beteiligung bei Zustand nach HWS-Distorsionstrauma mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf schwere körperliche Tätigkeiten und verneinten nachvollziehbar
und begründet
eine aktuelle affektive Sympto
matik, welche die zusätzliche Diagnose einer depressiven Störung oder einer
An
passungsstörung
zu begründen vermöchte (
Urk.
14/M21 S.
14). Sodann konnten die
Z._
-Gutachter
weder eine schwere chronische somatische Erkran
kung noch ein schweres psychisches Leiden
feststellen (S.
14), und auch die neuropsy
chologische Testung zeigte
in sämtlichen Bereichen durchschnittliche Resultate (S.
26),
womi
t sie ein deutlich gebessertes
Zustandsbild aufzeigten. Die Gutach
ter hielten fest,
dass
die von der Beschwerdeführerin geklagten Be
schwerden aus Sicht des Bewegungsapparates kaum nachvollziehbar seien. Die deutlichen Inkonsistenzen würden gegen eine länger dauernde Schonung der oberen Extre
mitäten sprechen und es fänden sich Hinweise auf eine nicht-orga
nische
Be
schwer
dekomponente
mit einer gewissen psychischen Überlagerung im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung
(
S. 14,
S. 27 f.).
Die Beurteilung der
Z._
-Gutachter ist angesichts der genannten Befunde nach
vollziehbar. Sie begründeten
einlässlich und sorgfältig,
dass
es seit dem für die
Rentenzusprache
relevanten Gutachten aus dem Jahre 2005 zu einer wesentli
chen Verbesserung gekommen ist (S. 28).
So veränderte sich die mangels objek
tivierbarem neurologischen sowie organisch nachweisbarem Befund neuropsy
chologisch und psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit durch den Wegfall von Diagnosen in diesen beiden Fachbereichen massgeblich.
Diese von den
Z._
-Gutachtern festgestellte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bestätigt ausser
dem die diesbezüglichen Prognosen der Gutachter der Klinik
A._
(vgl. vor
stehend E.
3.3) und der
B._
(vgl. vorstehend E.
3.4), wonach sich der Gesund
heitszustand der Beschwerdeführerin bis hin zu einer vollen Arb
eitsfähigkeit verbessern lasse.
5.3
Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Argumente (
Urk.
1 S. 5 f., S. 7 f.
;
Urk.
20 S.
6
f.
) vermögen den Beweiswert des
Z._
-Gutachtens nicht zu schmä
lern.
Insbeson
dere haben sich die
Z._
-Gutachter mit den vorbestehenden
Arzt
berichten
und Gutachten auseinandergesetzt und nachvollziehbar ihre ab
wei
chende
n Beurtei
lungen be
gründet (
S. 15, S. 20, S. 23, S. 26
).
Auch der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach es sich um eine andere
Wür
digung des gleichen Sachverhaltes handle (
Urk.
1 S.
11 unten)
, vermag nich
t zu überzeugen. Vielmehr wurde im
Z._
-Gutachten – nebst den bereits bei den gestellten Diagnosen ersichtlichen Unterschieden – ausdrücklich und mit ent
sprechender Begründung dargelegt, dass sich der Zustand der Beschwerde
führerin in psychiatrischer (S.
14 oben) wie auch neuropsychologischer (S.
26)
Hin
sicht deutlich gebessert habe. Als Zeitpunkt, ab welchem diese Ver
besserung anzu
nehmen sei, wurde jener der Begutachtung genannt (
S. 28
). Der im Gut
achten von 2013
festgehaltene medizinische Sachverhalt ist ein deut
lich anderer als der in früheren Gutachten
F
estgehaltene. Dies ist unter dem Aspekt der Leistungsanpassung im Sinne von Art. 17 ATSG (vorstehend E.
1.1) ent
schei
dend
und durch das
Z._
-Gutachten h
inlänglich belegt. Da
ran ändern
die
von der Beschwerdeführerin zitierten
Bemerkung
en
de
r
Z._
-Gutachter
betref
fend frühere Beurteilungen nichts.
5.4
Gestützt auf das überzeugende
Z._
-Gutachten ist deshalb der medizinische Sach
verhalt als dahingehend erstellt festzuhalten, dass
ab Mai 2013
für sämtliche
körperlich nicht schweren Tätigkei
ten eine
ganz
tags u
msetzbare Arbeitsfähigkeit von 10
0 % be
steht.
Da vorliegend
weder aus neurologischer, noch aus neuropsychologischer
oder
aus psychiatrischer Si
cht
Diagnosen mehr vorhanden sind, welche s
ich auf die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführer
in in der angestammten Tätigkeit
auswir
ken, hat sich
sowohl
der
Gesundheitszustand
als auch die Arbeitsfähigkeit
der
Beschwerdeführer
in
wesentlich verbes
sert.
Die Einstellung
der Versicherungs
leis
tungen per 31. März 2014 war somit rechtens.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.