Decision ID: 81dd9263-40a5-5c2e-b696-670e01f7c56d
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975, war seit dem
1.
Februar 2006 als
Tax
be
ziehungsweise Transfer
Pricing
Partn
er bei der Y._
tätig, als
die
Arbeitgeberin das
Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 3
0.
September 2012
kündigte (Urk. 6/31,
Urk.
6/21).
In der Folge bezog der Versicherte inner
halb einer Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom
1.
Oktober 2012 bis 3
0.
Septem
ber 2014 Arbeitslosentschädigung (
Urk.
6/32). Auf Grund einer Mel
dung des Re
gi
o
nalen Arbeitsvermittlungszentrum
Z._
(RAV; Urk. 6/1) stellte das Amt
für
Wirtschaft und Arbeit (AWA) den Versicherten
mit Verfügung vom
2
1.
Janu
ar 2013
(Urk.
6/5
) wegen ungenügender
Arbeits
bemühungen
für
sieben
Tage mit
Beginn am
1.
Januar 2013
in der
An
spruchsberechtigung
ein. Die vom Ver
si
cher
ten am
3
0.
Januar 2013
da
gegen erhobene Einsprache (
Urk.
6/6
) wies das AWA mit Entscheid vom
1
2.
Febru
a
r
2013
(Urk. 2) ab.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
1
2.
Februar 2013
(Urk. 2) erhob der Versi
cher
te am
1
2.
März 2013
Beschwerde und bean
trag
te
sinngemäss
dessen Auf
he
bung und die Ausrichtung
einer ungekürzten Arbeitslosenentschädigun
g
be
zieh
ungsweise eine angemessene Reduktion der Einstelltage
(Urk. 1). Mit Be
schwer
deantwort vom
1
2.
April
2013 (Urk.
5
) be
an
tragte das AWA die Ab
wei
sung der
Be
schwerde, wovon dem Versi
cherten am
1
8.
April
2013 ein
e Kopie zugestellt wurd
e (Urk. 7
).
Der Einzelrichter

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die obligatorische Arbeitslosen
ver
si
cherung und die Insolvenzentschädigung
(AVIG) muss die versicherte Person, d
ie Versicherungsleistun
gen beanspruchen will, mit Unter
stützung des zustän
di
gen
Arbeitsamtes alles Zumutbare unterneh
men, um Ar
beitslosigkeit zu vermei
den oder zu verkürzen. Ins
besonde
re ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nö
ti
gen
falls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühun
gen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1
lit
.
c AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung ein
zustellen, wenn sie sich persönlich nicht ge
nügend um zumut
bare Arbeit bemüht.
1.3
Grundsätzlich sanktioniert Art. 30 Abs. 1
lit
. c AVIG eine Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten Schadenminderungspflicht, insbesondere der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen. Diese Verknüpfung soll Arbeits
lose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der
Anspruchs
berechti
gung
bezweckt eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an je
nem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosen
versi
cherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (BGE 124 V 225 E. 2b mit weiteren Hinweisen). Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu unter
nehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind die persönli
chen
Arbeits
be
mühungen
der versicherten Person selbst, die in der Regel streng beurteilt wer
den. Es gilt gewissermassen der Grundsatz, dass die
Arbeitsbemü
hungen
umso in
tensiver sein müssen, je weniger Aussicht eine versicherte Person hat, eine Stelle
zu finden. Dabei stehen sowohl Tatsache als auch Inten
sität, nicht aber der Er
folg dieser Bemühungen im Vordergrund (BGE 133 V 89 E. 6.1.1).
1.
4
Art.
26
Abs.
2 AVIV, in der ab
1.
April 2011 in Kraft stehenden Fassung, schreibt vor, dass die versicherte Person
den Nachweis der Arbeitsbemühungen
für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tag des folgenden Monats oder am
ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einreichen
muss, und dass d
ie
Ar
beitsbemühungen
nicht mehr berücksichtigt
werden
, wenn
sie
die
se
Frist ver
streichen lässt und keinen entschuldbaren Grund geltend macht.
Mit dieser
Ver
ordnungsbestimmung
wird die Säumnisfolge auf die Nichtberücksichtigung der unverschuldet verspätet eingereichten Nachweise der unternommenen
Arbeits
bemühungen
beschränkt. Dies rechtfertigt sich mit Blick darauf, dass der
Tag
geldanspruch
der versicherten Person, welche ihre Arbeitsbemühungen nachzu
weisen hat, in diesen Fällen in aller Regel besteht und der fehlende Nachweis genügender Arbeitsbemühungen innert der von der Verwaltung anzusetzenden Nachfrist lediglich eine Einstellung in der
Anspruchs
berechtigung
nach sich zieht (ausgenommen sind namentlich die Konstellationen, in welchen die versi
cherte Person durch wiederholtes Nichterbringen des Nachweises genügender Arbeitsbemühungen ihre Vermittlungsfähigkeit in Frage stellt).
Im Gegensatz zu
Art.
26
Abs.
2
bis
AVIV, in der bis 3
1.
März 2011 gültig gewesenen Fassung, ist gemäss
Art.
26
Abs.
2 AVIV, in der ab
1.
April 2011 in Kraft stehenden Fas
sung,
die Ansetzung einer Nachfrist nicht mehr
erforderlich
.
2.
2.1
Der Beschwerdegegner ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 12. Februar 2013 (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer
mit der für ihn
zuständigen RAV-Beraterin vereinbart habe, die
Nachweise der im Monat
De
zem
ber 2012
getätigten Arbeitsbemühungen
bis zum
5.
Januar 2013
einzu
rei
chen
. Da
er
den Nachweis der im Dezember 2012 getätigten
Arbeitsbemü
hungen
indes
erst am 1
9.
Januar 2013 eingereicht habe,
seien
diese
Arbeitsbe
mühungen
nicht
mehr zu berücksichtigen und
d
er Beschwerdeführer sei wegen fehlender
Arbeits
bemühungen
für den Dezember 2012 in der
Anspruchsberech
tigung
einzustellen (
Urk.
2 S. 3).
2.2
Der
Beschwerdeführer bringt
hiegegen
vor, dass er
am 1
3.
Dezember 2012 an
lässlich eines Kontrollgesprächs mit der für ihn zuständigen Beraterin des RAV die von ihm im Monat Dezember 20102 bereits getätigten und für diesen Monat geplanten Arbeitsbemühungen besprochen habe, und dass er der Beraterin des
RAV
anschliessend
ein handschriftlich ausgefülltes Formular „Nachweis der per
sönlichen Arbeitsbemühungen“ für den Monat Dezember 2012 ausgehändigt habe
(
Urk.
1 S.
1).
3.
3.1
In seiner Stellungnahme
zuhanden des
RAV vom 1
9.
Januar 2013 (
Urk.
6/10)
erwähnte
der Bes
chwerdeführer aus, dass er davon ausgegangen sei, dass er mit der für ihn zuständigen Beraterin des RAV vereinbart habe, die Nachweise der Arbeitsbemühungen zum Kontrollgespräch vom
7.
Februar 2013 mitzubringen, und dass er sich für ein allfälliges Missverständnis seinerseits entschuldige. Auf
Grund des Umstandes dass er anlässlich des Kontrollgesprächs vom 1
3.
Dezem
ber
2012 mit der Beraterin des RAV die handschriftliche Fassung der Nachweise der Arbeitsbemühungen für den Dezember 2012 besprochen habe, sei er davon aus
gegangen, dass dies so in Ordnung sei. Beiliegend sende er die Nachweise der Arbeitsbemühungen für den Dezember 2012 in elektronischer Fassung.
3.2
In seinem
Einspracheschreiben
vom 3
0.
Januar 2013
(
Urk.
6/6) führte der Be
schwerdeführer aus, dass er anlässlich des Gesprächs vom 1
3.
Dezember 2012 mit
der für ihn zuständigen Beraterin des RAV die von ihm für den Monat No
vem
ber 2012 nachgewiesenen Arbeitsbemühungen besprochen habe, und dass er an
schliessend mit der Beraterin des RAV auch die von ihm im Dezember 2012 be
reits getätigten sowie die von ihm in diesem Monat noch zu tätigenden
Arbeits
bemühungen
besprochen habe. Dabei habe er der Beraterin des RAV ein von Hand
ausgefülltes Formular übergeben. Dieses Formular h
abe die von ihm im
Dezember 201
2 bereits getätigten Arbeitsbemühungen und die von ihm für die
sen
Monat geplanten Arbeitsbemühungen - insgesamt acht
Arbeitsbemühun
gen
- enthalten.
3.3
Die für den Beschwerdeführer zuständige Beraterin des RAV
beantwortete
die Frage des Beschwerdegegners, ob der Beschwerdeführer bereits einen Teil des Nach
weise der im Dezember 2012 Arbeitsbemühungen anlässlich des Gesprächs vom 1
3.
Dezember 2012 eingereicht habe („Hat er bereits einen Teil seiner bis da
hin im Dezember 2012 getätigten Arbeitsbemühungen im Gespräch vom 1
3.
Dezember 2012 eingereicht?“;
Urk.
6/7 S.
2) in ihrer Stellungnahme vom
6.
Februar 2013 (
Urk.
6/7 S. 1) folgendermassen:
„
(...) Die Abmachung i
m Beratungs-Gespräch vom 13.12.
12 (er hatte den lau
fenden Dezember 2012 dabei - auch das ist immer verlangt) war klar: -PAB
Dezember 2012 wie immer bis 5.1.13 einreichen (...)“.
4.
4.1
Bei den Akten befindet sich das vom Beschwerdeführer dem RAV am 1
9.
Januar 2013 in elektronischer Form zugestellte Formular „Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen“ für den Monat Dezember 2012
(
Urk.
6/11). Das vom Be
schwerdeführer erwähnte handschriftlich ausgefüllte Formular „Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen“ für den Monat Dezember 2012, welches er ge
mäss seinen Angaben der für ihn zuständigen Beraterin des RAV anlässlich
des Gesprächs vom 1
3.
Dezember 2012 übergeben habe, befindet sich indes nicht
bei den Akten.
4.2
Vorliegend gilt es festzustellen, dass zwischen
den verschiedenen
Schilderung
en des Beschwerdeführers zum Hergang des am 1
3.
Dezember 2012 mit der für ihn
zuständigen Beraterin des RAV geführten Gesprächs vom 1
9.
Januar 2013 (Urk. 6/10), vom 3
0.
Januar 2013 (
Urk.
6/6) und vom 1
2.
März 2013 (
Urk.
1 S. 1
) keine wesentlichen Widersprüche festzustellen sind. Der Beschwerdeführer sagte vielmehr übereinstimmend aus, dass er anlässlich dieses Gesprächs mit der für ihn zuständigen Beraterin des RAV die von ihm im Monat Dezember 2012 be
reits getätigten und für diesen Monat geplanten Arbeitsbemühungen bespro
chen
habe, und dass er der Beraterin des RAV ein handschriftlich ausgefülltes Formu
lar „Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen“ mit den getätigten und ge
planten Arbeitsbemühungen für den Monat Dezember 2012 ausgehändigt habe.
Die
se
Aussagen des Beschwerdeführer
s
s
tehen sodann auch nicht in Wi
der
spruch
den Aussagen der
Beraterin des RAV. Denn die Antwort der Beraterin des RAV auf die Frage des Beschwerdegegners, ob der Beschwerdeführer an
lässlich des Gesprächs vom 1
3.
Dezember 2012 bereits einen Teil der Nachweise der
Arbeits
bemühungen
für den Dezember 2012 eingereicht habe, mit dem In
halt, dass der Beschwerdeführer „den laufenden Dezember 2012 dabei“ gehabt habe,
ist so zu verstehen
, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Gesprächs vom 1
3.
Dezem
ber 2012 die Nachweise der bis zu diesem Datum bereits getä
tigten
Arbeits
be
mühungen
dem RAV
einreichte
. Insofern stimmen die Aussagen des
Be
schwer
deführes
inhaltlich mit denjenigen der Beraterin des RAV überein.
Insgesamt
er
geben
die
Aussagen
des Beschwerdeführers zum Gespräch mit der Beraterin des RAV vom 1
3.
Dezember 2012
daher ein
schlüssiges
Bild
, was für
die
Glaub
haf
tig
keit
seiner Aussagen
spricht.
4.3
Die Angaben des Beschwerdeführers, wonach er der Beraterin des RAV anläss
lich
des Gesprächs vom 1
3.
Dezember 2012 eine handschriftlich verfasste Auf
stell
ung der von ihm zu diesem Zeitpunkt im Monat Dezember 2012 bereits ge
tä
tig
t
en Arbeitsbemühungen und der für diesen Monat geplanten
Arbeitsbemü
hung
en
übergeben h
abe, werden vom Beschwerdegegner
zu Recht nicht
explizit
be
stritten
(vgl.
Urk.
6/5,
Urk.
2,
Urk.
5).
Gestützt auf die
glaubhaften Aussagen des
Beschwerdeführers ist daher mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Ge
sprächs 1
3.
Dezember 2012 mit der Beraterin des RAV dieser ein ausge
fülltes Formular überg
ab
, welches insgesamt acht Arbeitsbemühungen enthielt (vgl. vor
stehende E.
3.2), wobei es sich bei diesen Arbeitsbemühungen einerseits um die von ihm im Monat Dezember 2012 bereits getätigten und andererseits um
die von ihm für den Rest des Monats geplanten Arbeitsbemühungen han
delte.
In
Anbetracht der diesbezüglich glaubhaften Aussagen des Beschwerde
führers
ist
von ergänzenden Beweismassnahmen und insbesondere
von
einer
Zeugenein
ver
nahme
der für den Beschwerdeführer zuständigen Beraterin des RAV
abzusehen
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 E.
4b, 122 V 162 E.
1d mit Hin
weis).
5.
5.1
Nach Gesagtem steht fest, dass der Beschwerdeführer die sich in den Akten be
fin
denden Arbeitsbemühungen für den Monat Dezember 2012
dem RAV
erst am 1
9.
Januar 2013 in elektronischer Form
zustellte
(
Urk.
6/11), weshalb diese Arb
eitsbemühungen auf Grund von
Art.
26
Abs.
2 AVIV vorliegend nicht mehr zu berücksichtigen sind. Zu berücksichtigen sind indes die acht
Arbeitsbemü
hungen
für den Monat Dezember 2012, welche der Beschwerdeführer anlässlich
des Gesprächs mit der Beraterin des RAV vom 1
3.
Dezember 2012
dieser über
gab
.
5.2
Der Beschwerdeführer, welcher in der vom
1.
bis 31.
Dezember 2012 lediglich
acht
Arbeitsbemühungen nachgewiesen hat
,
hat
im Monat Dezember 2012
da
her weniger als die für diese Zeit in der Regel verlangten
10 bis 12 Be
werbun
gen
für jeden Mo
nat (vorstehende E.
1.4
) nachgewiesen.
Der Beschwerdeführer, welcher sich im Monat Dezember 2012 in
quantitativer Hinsicht daher nicht ge
nügend um Arbeit bemüht
hat, hat in dieser Kontrollperiode den Tatbestand der unge
nügenden
Arbeitsbe
mühungen
im Sinne von Art. 30 Abs. 1
lit
. c AVIG er
füllt, weshalb eine Ein
stellung in der Anspruchsberechtigung grundsätzlich zu Recht erfolgte.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt die Dauer der Einstellung, insbesondere der Grad des dafür mass
gebenden Verschuldens.
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30
Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittel
schwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV).
6.2
Gemäss dem Einstellraster des Staatssekretariats für Wirtschaft (
seco
; AVIG-Praxis
ALE Ziff. D72; www.treffpunkt-arbeit.ch) ist bei erstmals ungenügenden
Arbeits
bemühun
gen
während der Kontrollperiode leichtes Ver
schulden anzu
neh
men und eine Einstellung in der
Anspruchsbe
rechtigung
im Umfang von 3 bis 4 Tagen anzuordnen.
6
.3
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Ent
schei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zu
lassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von
Verwaltungs
wei
sungen
ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vor
gaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch in
terne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1 S.
591; 133 V 257 E.
3.2 S.
258 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1 S. 315).
6.4
In Würdigung der gesamten Umstände ist das Verhalten des Beschwerdeführers im unteren Bereich des leichten Verschuldens einzustufen, so dass gemäss der
obenerwähnten Verwaltungspraxis (vorstehende E.
6.2) eine Einstel
lung in der
An
spruchsberechtigung
von 3 Tagen als angemessen erscheint. Insofern ist die Be
schwerde daher teilweise gutzuheissen und der angefochtene Einsprache
ent
scheid ist in diesem Sinne abzuändern.