Decision ID: 363976cd-65b3-43eb-8b06-1849b1b22e94
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1991,
arbeitete seit Juni 2016 als Lastwagenchauffeur bei der
Y._
GmbH, und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen ver
sichert. Am 2
1.
Januar 2017 verletzte er sich während eines Fussballspiels am linken Knie (
Urk.
8/1
)
, wobei eine am 2
6.
Mai 2017 durchgeführte Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) nebst einem grossen Knorpeldefekt eine Zerrung in der
meniskokapsulären
Aufhängung des Innenmeniskus ergab (
Urk.
8/13).
Nach Eingang
eines vom Versicherten ausgefüllten Fragebogens (
Urk.
8/12), diverser medizinischer Unterlagen (
Urk.
8/8 f., 8/11 und 8/13) sowie einer Stellungnahme des Kreisarztes
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie (
Urk.
8/15),
verneinte die Suva mit Verfügung vom
3.
Juli 2017
ihre Leistungs
pflicht, da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege (
Urk.
8/20). Die vom Versicherten dagegen am
4.
Juli 2017 erhobene Einsprache (
Urk.
8/23) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 1
4.
September 2017 ab (
Urk.
8/31
=
Urk.
2
).
2.
Dagegen erhob
X._
am
6.
Oktober 2017 Beschwerde (
Urk.
1) mit den Rechtsbegehren, der angefochtene
Einspracheentscheid
sei aufzuheben, die Leis
tungspflicht der Unfallversicherung sei festzulegen und ihm seien die gesetz
lichen Leistungen auszurichten.
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Dezember 2017 schloss die Suva auf Abweisung der Besch
werde (
Urk.
7), wobei sie ergänzend zu
den
Akten des Verwaltungsverfahrens
(
Urk.
8) eine ä
rztli
che Beurteilung von
Dr.
Z._
vom 1
5.
November 2017 einreichte (
Urk.
9).
Mit Replik vom 1
9.
Dezember 2017 hielt der Versicherte
unter Beilage eines Berichtes des behan
delnden Arztes
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie,
an seinen Rechts
begehren fest (
Urk.
12
und 13/1
)
.
Selbiges tat die Suva mit Duplik vom
7.
Februar 2018 (
Urk.
16), worüber der Versicherte mit Verfügung vom
8.
Februar 2018
orientiert
wurde (
Urk.
17).
Ein weiterer Bericht von
Dr.
A._
vom 2
3.
März 2018 (
Urk.
18) wurde der Suva mit Schreiben vom
5.
April 201
8 zur Kenntnisnahme zugestellt
(
Urk.
19).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit für die
Entscheid
findung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende
Vorfall
hat sich am
2
1.
Januar 2017
ereignet, weshalb die
seit
1.
Januar 2017 in Kraft
stehenden
Normen Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 202).
Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der ver
unfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.3
1.3.1
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.3.2
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf
einer Körperbewegung gleichsam
„
programmwidrig
“
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aus
senwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich
ein ungewöhn
licher Faktor (BGE 130 V 117 E.
2.1 mit Hinweisen). Ohne besonderes Vorkomm
nis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen
eines Unfalles zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2 mit Hinweis).
1.4
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE
125 V 351 E.
3b/
ee
). Das
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen
(BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4
)
.
Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE
142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
4.
September 2017 zog die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen in Erwägung, der Versicherte habe am 2
1.
Januar 2017 beim Fussballspiel
keinen Unfall im Rechtssinne erlitten. Ausge
hend von der Beurteilung des Kreisarztes liege darüber hinaus keine Listendiag
nose im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG vor.
Vor diesem Hintergrund
bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (
Urk.
2 S.
6 f.).
2.2
Dieser Beurteilung hielt der Versicherte in seiner Beschwerdeschrift vom
6.
Oktober 2017 (
Urk.
1) zusammengefasst entgegen, der Unfallbegriff sei erfüllt,
zumal
das Fussballspiel gemäss Rechtsprechung ein Geschehen mit gesteigertem Gefährdungspotential sei. Dieses Risiko habe sich verwirklicht, da er sich bei einer Schussabgabe am Knie verletzt habe.
Im Weiteren liege in Anbetracht des mittels
MRT
festgestellten Knorpeldefekts sowie der Zerrung der
meniskokapsulären
Auf
hängung des Innenmeniskus auch eine Listendiagnose im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG vor, weshalb die Unfallversicherung leistungspflichtig sei.
2.3
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Dezember 2017 bestritt die Beschwerdegegnerin weiterhin das Vorliegen eines Unfallereignisses im Sinne von
Art.
4 ATSG.
Gestützt auf die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingeholte Stellungnahme von
Dr.
Z._
vom 1
5.
November 2017
(vgl.
Urk.
9)
sei zudem nach wie vor mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Listendiagnose
ausgewiesen
(
Urk.
7 S. 3 ff.).
2.4
Mit Replik vom 1
9.
Dezember 2017 (
Urk.
12) hielt der
Beschwerdeführer
unter Hinweis auf eine weitere Stellungnahme von
Dr.
A._
vom 1
4.
Dezember 2017
(vgl.
Urk.
13/1) an seiner Argumentation und den gestellten Anträgen
fest.
2.5
Mit Duplik vom
7.
Februar 2018
(
Urk.
16)
machte
die Beschwerdegegnerin
gel
tend
, auf den Bericht von
Dr.
A._
könne nicht abgestellt werden.
Der Nachweis der Leistungsvoraussetzungen obliege jedenfalls auch in Bezug auf die behaup
tete Körperschädigung dem Versicherten. Bei unbewiesen gebliebenem Sachver
halt müsse der Entscheid zu dessen Ungunsten ausfallen.
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob
das Schadensereignis vom 2
1.
Januar 2017 einen Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG darstellt.
Die Beschwerdegegnerin stellte dies insbesondere mit der Begründung in Abrede, es fehle an einem ungewöhn
lichen äusseren Faktor (vgl.
Urk.
2 S. 6,
Urk.
7 S. 3).
3.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der Ungewöhn
lichkeit des äusseren Faktors ohne besonderes Vorkommnis auch bei einer Sport
verletzung zu verneinen (vgl. E.
1.3.2
). Der äussere Faktor ist nur dann unge
wöhnlich, wenn er - nach objektivem Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich oder üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (Urteil des Bundesgerichts 8C_186/2011 vom 2
6.
Juli 2011 E. 5 und 8C_189/2010 vom
9.
Juli 2010 E. 5.1; BGE 130 V 117 E. 2.2). Mit anderen Worten erfüllen Sportunfälle
infolge mechanischer Einwirkung eines ä
usseren Faktors auf den Körper - wie beispielsweise ein Sturz oder Zusammen
stoss -
in der Regel den Unfallbegriff. Ohne solche Einwirkung kommt es auf die Programmwidrigkeit des Bewegungsablaufs sowie die sportliche Erfahrung an (Urteil des Bundesgerichts U 505/05 vom 1
9.
September 2006 E. 1.3 mit Hinweis).
3.3
Zum Ereignishergang ist der Unfallmeldung zu entnehmen, dass der Beschwer
deführer Fussball gespielt und sich sein Knie
dabei
plötzlich verdreht habe (
Urk.
8/1).
Gemäss Bericht von
Dr.
A._
vom 1
8.
Juni 2017 sei das linke Knie bei einem kräftigen Innenristschuss nach aussen
torquiert
worden, was zu einem mit stechendem Schmerz verbundenen Knacken auf Höhe des medialen Kniegelenk
spalts geführt habe (
Urk.
8/9).
Im Fragebogen vom 2
3.
Juni 2017 umschrieb der Versicherte den Vorfall dahingehend, dass er beim Fussballspiel mit dem Bein eingeknickt sei und sofort Schmerzen verspürt habe (
Urk.
8/12).
Anlässlich einer
telefonische
n
Nachfrage durch eine Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin vom 2
9.
Juni 2017 teilte er mit, den Fussball weggekickt zu haben und dabei ohne Fremdeinwirkung eingeknickt zu sein. Er habe auch weder einen Schlag erhalten noch sei er gestürzt
. Auf entsprechende Erläuterung der Mitarbeiterin, dass der Unfallbegriff bei dieser Ausgangslage nicht erfüllt sei, habe der Versicherte angegeben, doch gestürzt zu sein
(
Urk.
8/14).
Aufgrund dieser Aktenlage ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus
zugehen, dass der Beschwerdeführer bei der Schussabgabe weder gestürzt noch mit einer anderen Person zusammengestossen ist. Anhaltspunkte für eine unkoordinierte Bewegung in dem
Sinne, dass der Bewegungsablauf
durch etwas Programmwidriges oder Sinnfälliges - wie beispielsweise ein Ausgleiten, ein Stol
pern oder ein reflexartiges Ab
fangen
eines Sturzes - gestört worden wäre, liegen ebenfalls nicht vor.
Derartige Umstände wurden seitens des Beschwerdeführers
im Übrigen
auch weder im Einsprache- noch im Beschwerdeverfahren geltend gemacht (vgl.
Urk.
1 und
Urk.
8/24). Da es somit am Merkmal eines ungewöhn
lichen äusseren Faktors mangelt, gelangte die Beschwerdegegnerin berechtigter
weise zum Schluss, dass kei
n Unfall im Rechtssinne vorliegt
(vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts U 611/06 vom 1
2.
März 2007 E. 4.2 mit Hinweisen).
Daran
vermag
a
uch
der vom
Versicherten
angeführte Umstand
, dass es sich beim Fussballspiel gemäss Rechtsprechung um ein Geschehen mit einem gesteigerten Gefährdungspotential handelt
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_186/2011 vom 2
6.
Juli 2011 E. 8.4)
, nichts
zu ändern
.
4.
4.1
Zu klären bleibt damit, ob der Beschwerdeführer eine Körperschädigung im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG erlitten hat.
4.2
4.2.1
Die Untersuchung des linken Kniegelenks mittels MRT vom 2
6.
Mai 2017 zeigte einen grossen Knorpeldefekt im medialen
Femurkondylus
mit intraartikulär vent
raler Lokalisierung des abgesprengten Fragments. Darüber hinaus konnte eine Zerrung in der
meniskokapsulären
Aufhängung des Innenmeniskus festgestellt werden. Hinweise auf weitere Auffälligkeiten an der Kniestruktur oder signifi
kante Degenerationen ergaben sich nicht (
Urk.
8/11).
4.2.2
Der Kreisarzt der Beschwerdegegnerin,
Dr.
Z._
,
führte
in seiner Stellungnahme vom 2
9.
Juni 2017
aus
,
weder die Knorpelläsion noch die Zerrung der
menisko
kapsulären
Aufhängung stelle eine Listendiagnose dar (
Urk.
8/15).
4.2.3
Dieser Ansicht widersprach
Dr.
A._
in einer an die Beschwerdegegnerin gerich
teten E
-M
ail vom 1
8.
September 201
7.
Die frischen, traumatischen Veränderun
gen seien klar nicht auf degenerative Ursachen zurückzuführen. Auf der Grund
lage des MRT-Befundes sei von einer Verrenkung eines Gelenks und folglich von einer Listendiagnose auszugehen (
Urk.
8/33). Im Operationsbericht vom 2
6.
Sep
tember 2017 stellte
Dr.
A._
sodann
folgende Diagnose
(
Urk.
8/34)
:
-
Traumatisches Knorpelulkus am medialen
Femurkondylus
des linken Knies nach Kniedistorsion am 2
1.
Januar 2017 mit/bei
-
freiem Gelenkskörper
recessus
interkondylaris
,
-
Zerrung der
meniskokapsulären
Aufhängung des medialen Meniskus,
-
Kontusion und kleinem
Radiärriss
des lateralen Meniskuskorpus.
4.2.4
Mit Stellungnahme vom 1
5.
November 2017 hielt
Dr.
Z._
daran fest, dass es sich beim vorliegenden Knorpelschaden nicht um eine Listendiagnose handle. Gleiches gelte in Bezug auf die Zerrung der
meniskokapsulären
Aufhängung des Innenmeniskus. So bestehe die Kapsel des Kniegelenks
weder aus Muskel- oder Sehnengewebe noch aus Bändern, sondern
aus Bindegewebe
.
Die Zerrung von Bindegewebe
sei nicht als Listendiagnose einzuordnen. Der von
Dr.
A._
ausser
dem angegebene
Radiärriss
im lateralen Meniskus lasse sich anhand der intra
operativen Videoprints nicht verifizieren. Auch mittels MRT vom 2
6.
Mai 2017 habe
weder ein solcher Riss noch die ebenfalls von
Dr.
A._
umschriebene
Kontusionierung
des lateralen Meniskus
festgestellt werden können
. Selbst unter der hypothetischen Annahme der Existenz einer Meniskusläsion lateral wäre eine solche überwiegend wahrscheinlich auf den freien Gelenkskörper zurückzuführen und daher als eine Schädigung durch Abnutzung zu interpretieren
(
Urk.
9 S. 4 f.).
4.2.5
Bezugnehmend auf die Beurteilung von
Dr.
Z._
führte
Dr.
A._
in seinem Bericht vom 1
5.
Dezember 2017 an, die intraoperativ festgestellten Meniskuskon
tusionen seien nicht durch einen herumschwimmenden freien Gelenkskörper zu erklären.
Der beschriebene
Radiärriss
sei zwar nicht photographisch dokumen
tiert, was jedoch keine weiteren Schlüsse zulasse. So seien zahlreiche Meniskus
veränderungen im MRT nicht sichtbar und würden erst intraoperativ festgestellt
.
Abschliessend betonte
Dr.
A._
erneut, dass die Verletzungen am Kniegelenk ein
deutig nicht auf degenerative Veränderungen zurückzuführen seien
(
Urk.
13/1
; vgl. ferner
Urk.
18
).
4.3
Sowohl
Dr.
Z._
als auch
Dr.
A._
gehen davon aus, dass sich der Beschwerde
führer am linken Kniegelenk eine Knorpelverletzung zugezogen hat, was den
n
auch mit den Ergebnissen des MRT übereinstimmt. Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass es sich bei einem Knorpelschaden nicht um eine der in
Art.
6
Abs.
2 UVG
aufgezählten Schädigungen handelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_865/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 4.2
zur identischen Aufzählung der unfall
ähnlichen Körperschädigungen im bis 3
1.
Dezember 2016 gültig gewesenen
Art.
9
Abs.
2 UVV
).
Darüber hinaus überzeugen die Ausführungen von
Dr.
Z._
betreffend die Zerrung der
meniskokapsulären
Aufhängung des Innenmeniskus. Da es sich hierbei - was unbestritten blieb - um Bindegewebe handelt, liegt ins
besondere weder eine Muskelzerrung noch eine Bandläsion im Sinne von
Art.
6
Abs.
2
lit
. e
oder
lit
. g
UVG
vor (vgl. E. 1.4).
Ebenso wenig
und entgegen der Meinung von
Dr.
A._
(vgl.
Urk.
8/33)
lässt sich
die vorliegende Verletzung
unter die
Kategorie
„
Verrenkungen von Gelenken
“
subsumieren.
So werden einzig eigentliche Gelenksverrenkungen (Luxationen) von diesem Begriff umfasst, nicht aber unvollständige Verrenkungen (Subluxa
tionen) oder Torsionen und Distorsionen (Urteil des Bundesgerichts 8C_1000/2008 vom 2
7.
Februar 2009 E. 2.3).
Der Aktenlage lassen sich indes keine Hinweise auf eine Luxation am linken Kniegelenk entnehmen; vielmehr geht auch
Dr.
A._
selb
st von einer
blossen
Knied
istorsion aus
(vgl.
Urk.
8/8 f., 8/34).
In Bezug auf den von
Dr.
A._
beschriebenen kleinen
Radiärriss
des lateralen Meniskuskorpus ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass
dessen Existenz nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Das
MRT
vom 2
6.
Mai 2017 ergab - abgesehen von
einer
Signalanhebung der
meniskokapsulä
ren
Aufhängung - eine unauffällige Darstellung des Innen- und Aussenmeniskus (
Urk.
8/11).
Hinzu kommt, dass sich der geltend gemachte Meniskusriss auch nicht anhand der intraoperativen Videoprints verifizieren lässt (vgl.
Urk.
9 S. 4). Der Argumentation der Beschwerdegegnerin, dass sich diese Beweislosigkeit zu Lasten der versicherten Person auswirkt, ist zuzustimmen (vgl. BGE 138 V 218
E.
6).
4.4
Nach dem Gesagten hat sich der Beschwerdeführer mangels Vorliegens einer Listendiagnose keine Körperschädigung
im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG
zugezo
gen. Unerheblich bleibt in Anbetracht dieser Gegebenheiten
das
von seiner Seite
angeführte Argument
,
dass
die Verletzung am linken Kniegelenk
nicht auf
dege
nerative Prozesse zurückzuführen
sei.
5.
Zusammenfassend
ist festzuhalten
, dass das Ereignis vom 2
1.
Januar 2017 weder als Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG zu qualifizieren ist, noch
,
dass die Voraus
setzungen einer Körperschädigung gemäss
Art.
6
Abs.
2 UVG erfüllt sind. Die Beschwerdegegnerin hat demnach den Anspruch auf Leistungen der Unfallver
sicherung im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
4.
September 2017 (
Urk.
2) zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.