Decision ID: dd6f9019-6426-4a49-afc8-25e471fc3e37
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1971 geborene X._
arbeitet
e ab November 2007
bis August 2015
in einem 60%-
Pensum im Arbeits- und Integ
rationsprogramm «Y._» der Stadt Z._
(
Urk.
7
/10; Urk.
7
/38/2). Zuvor war e
r seit 1989 bei diversen Arbeit
gebern tätig oder arbeitslos
gewesen
(
Urk.
7
/11). Am 2
2.
Mai 2015
(Eingangs
datum)
meldete er sich unter Hinweis auf eine psychische Erkrankung bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7
/2). Die IV
-
Stelle tätigte erwerbliche sowie medi
zini
sche Abklärungen und veranlasste eine Begutachtung durch
Dr.
med. A._
, Facharzt
FMH
für Psychiatrie und Psychotherapie, zertifizierter medizinischer G
utachter SIM (Gut
achten vom 16.
Jul
i 2016, Urk.
7/24
,
sowie Zusatzfragen vom 1
1.
September 2016,
Urk.
7
/29).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7
/32
;
Urk.
7/35,
Urk.
7/38) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7
.
Februar 2017
einen Leis
tungsanspruch des Versicherten
(
Urk.
7/40
).
Die vom Versicherten dagegen erho
bene Beschwerde (
Urk.
7/43/3-8) hiess das hie
sige Gericht mit Urteil vom 24.
Mai 2018
(
Prozess Nr. IV.2017.00310,
Urk.
7/49)
in dem Sinne gut, dass die ange
foch
tene Verfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde,
damit
sie ein psychiatrisches – vorzugsweise interdisziplinäres – Gutachten ein
hol
e
.
1.2
Die IV-Stelle holte in der Folge Arztberichte bei
Dr.
med. B._
, Fach
arzt FMH für Allgemeinmedizin, (
Urk.
7/59) und
der
integrierten Psychiatrie C._ (C._
;
Urk.
7/61-62) ein und gab bei der
D._ AG
(im Folgenden:
D._
) ein polydisziplinäres (Allge
meine Innere Medizin, Neuropsychologie, Psychiatrie, Neurologie) Gutachten in Auftrag (
Urk.
7/71), welches am 1
5.
Januar 2020 erstattet wurde (
Urk.
7/75). Mit Vorbescheid vom
8.
Dezember 2020 stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Leis
tungsanspruch zu verneinen (
Urk.
7/80), wogegen der Versicherte am 2
5.
Januar 2021 Einwand erhob (
Urk.
7/83).
Mit Verfügung vom 1
6.
Februar 2021 verneinte die IV-Stelle
wie vorbeschieden
einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 1
9.
März 2021
(
Urk.
1)
unter Bei
lage eines Bericht
s
von
Dr.
med. E._
, Facharzt FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie,
vom 1
7.
Februar 20
2
1 (
Urk.
3)
Beschwerde erheben und be
an
tragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine ganze Inva
li
denrente auszurichten. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerde
ant
wort vom 2
5.
Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Be
schwer
deführer mit Verfügung vom 2
6.
Mai 2021 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
tu
rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits
und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
li
di
tätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gen
der Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die
materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.3
Mit BGE 145 V 215 liess das Bundesgericht die bisherige Rechtsprechung fallen, wonach primäre Abhängigkeitssyndrome beziehungsweise Substanzkonsum
stö
rungen zum vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesund
heitsschäden darstellen können, und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen. Fortan ist - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen - nach dem strukturierten Beweisverfahren zu ermit
teln, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt.
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann immerhin dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeignet ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine - länger dau
ernde (Art. 28 Abs. 1
lit
. b
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG) - Arbeitsunfähigkeit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise bestehen oder eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nach
voll
ziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschät
zungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (E. 7).
1.4
Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versiche
rungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die not
wen
digen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforder
lichen Auskünfte einzuholen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechts
lage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesent
lichen (
Urk.
2 und
Urk.
6), das
D._
-Gutachten erfülle die bundesgerichtlichen Anforderungen an beweiskräftige medizinische Berichte. Es könne darauf abge
stellt werden. Es sei dem Beschwerdeführer zumutbar, einer
einfachen,
körperlich leichten Hilfsarbeitertätigkeit nachzugehen und damit ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor
(
Urk.
1)
,
das Gut
achten der
D._
lei
de in psychiatrischen und neuro
psychologischen Bereichen offenkundig an derartigen Mängeln, dass es nicht Grund
l
age der Bemessung des Invaliditätsgrades sein könne. Dagegen zeige die Stellungnahme von
Dr.
E._
– im Einklang mit den gesamten medizinischen
Vorakten
– auf, dass
seine
Arbeitsfähigkeit wegen seiner ADHS mit/bei
cerebral
e
r
Schädigung erheblich ein
geschränkt sei. Die auf dem Gutachten der
D._
abstützende Ressourcen
prü
fung durch die Beschwerdegegnerin müsse deshalb zwangsläufig falsch ausfallen. Angesichts seiner Einschränkungen sei von der von
Dr.
E._
festgestellten Arbeitsfähigkeit von 50
%
in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
3.
3.1
Das hiesige Gericht
war
mit Urteil vom 2
4.
Mai 2018 (
Urk.
7/49) zum Schluss
gekommen
, dass zwar Hinweise darauf bestünden, dass der Beschwerdeführer in
seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt sein könnte. In welchem Umfang allfällig funktionelle Auswirkungen zu berücksichtigen seien, sei aber in
s
besondere
mangels schlüssiger Darlegung der hierzu notwendigen Standardindikatoren nach
BGE 141 V 281 nicht abschliessend festzustellen. Es sei daher unabdingbar, ein
psychiatrische
s
–
vorzugsweise interdisziplinäres
-
Gutachten einzuholen, welche
s
die Beurteilung der medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit des Beschwer
de
führers im Einklang mit der geltenden Rechtslage nach Massgabe der im heranzuziehenden Standardindikato
ren ermögliche (
Urk.
7/49/11 E.
4.4)
.
3.2
3.2.1
Im Nachgang zum Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
4.
Mai 2018
wurden die folgenden ärztlichen Berichte aktenkundig:
3.2.2
Dr.
B._
erklärte mit Bericht
an die Beschwerdegegnerin
vom 2
7.
Januar 2017 (
Urk.
7/59), an der Gesamtsituation habe sich seit seinem Schreiben vom
4.
Juli 2015 nichts Wesentliches geändert. Somatisch wäre unverändert eine leichte bis teilweise mittelschwere körperliche Arbeit auch zu 100
%
zumutbar. Für die
Erwerb
s
fähigkeit
limitierend sei die psychiatrische Erkrankung. Die
diagnostische Zu
ordnung sei
weiterhin nicht einfach. Der Beschwerdeführer scheine oft in einer Parall
el
welt zu leben, was an eine schizophrene Störung erinnere. Es sei auch
seit seinem letzten Bericht
nicht gelungen, den Beschwerdeführer in irgendeine Arbeits
tätigkeit zu integrieren. Er denke, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht im freien Arbeitsmarkt aktuell
zu
100
%
erwerb
s
unfähig sei und dass höchstens mittels eines Arbeits- und Trainingsprogramms eine Objek
tivierung der
Erwerb
s
fähigkeit und Prüfung einer Wiedereingliederung in den Arbeits
markt möglich wäre. Aufgrund des Verlau
fes der letzten Jahre würde er den Beschwerdeführer
eher in einem geschützten Arbeitsbereich sehen. Als Dia
gnosen nannte
Dr.
B._
:
-
Diabetes mellitus Typ II (Erstdiagnose Mai 2005), insulinpflichtig
-
gastroösophagealer
Reflux
-
k
oronare 3-Gefässkrankheit mit Status nach subakutem inferiorem STEMI
7.
Juni 2013, Status nach PTCA und
Stent
ing
x4, operationsbedürftige 90
%
Trifurkationsstenose
RIVA am 1./
2.
Diagonalast, erfolgreiche PTC
A/Stent
prox
. RIVA-Stenose 1
0.
Dezember 2015, belassen 90
%
CX, 70
%
PLA1
-
c
hronische, zum Tei
l schwere depressive Störung, z
eitweise mit psycho
tischer Symptomatik, zeitweise
Substanzabusus
, Differential
diagnose
schizotypische
Störung
3.2.3
Dr.
med. F._
, Oberarzt, Dipl.
-P
sych. G._
, Therapeu
ti
scher Leit
er, und
MSc
H._
, Psychologe, von
der
C._
berich
tete
n
der Beschwerdegegnerin am 2
9.
März 2019 (
Urk.
7/61). Der Beschwerde
führer
habe
vom
1.
April 2015 bis 1
4.
September 2017 bei ihnen in Behandlung gestanden. Am 2
4.
Januar 2019 habe eine erneute Abklärung stattgefunden. Als Diagnosen
nannten die Fachpersonen der C._
:
-
s
chizotype
Störung (ICD-10 F21)
-
Differentialdiagnose: schizophrenes Residuum (ICD-10 F20.5)
-
a
bnorme Gewohnheit und Störung der Impuls
kontrolle: Börsenk
urs kon
trol
lieren;
Dermatillomanie
, an verschiedenen Körperstellen (ICD-10 F63.9)
-
k
oronare Herzkrankheit
Aufgrund des hohen Grades der
Chronifizierung
des Krankheitszustandes sähen sie kein Potenzi
a
l durch eine regelmässig
e
Wahr
nehmung von therapeutischen Gesprächen den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zu ver
bessern. Gestützt werde diese Ansicht durch das ef
fektive Erleben des Beschwer
de
f
ü
h
rers mit seiner Erkrankung und Symptombelastung, unter anderem
in
der Periode vom April 2014 bis September 2017, als
er
regelmässige Termine wahr
genommen habe. Nachhaltige Verbesserungen hätten nicht erreicht werden können. Die das Störungsbild stark dominierende
Anhedonie
des Beschwerde
füh
rers sei unverändert. Einfachste verhaltenstherapeutische Ansätze, beispiels
weise in der Alltagsstrukturierung, seien gescheitert. Seit
ihnen
der Beschwer
de
führer bekannt sei, schätz
t
en sie i
hn als nicht arbeitsfähig im ersten
Arbeitsmarkt ein.
3.2.4
Die
D._
-Gutachter nannten in ihrem Gut
achten vom
9.
Januar
2020 (Urk.
7/75) als Diagnosen mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
7/75/17):
-
Diabetes mellitus Typ II, insulinbehandelt
-
k
oronare Herzkrankheit,
Stent
versorgt, Herzinfarkt 2011
-
k
ognitive Leistungsminderung unklaren Schweregrades nach wahrschein
lich f
r
ühkindlichem Hirnschaden nach Geburtstrauma
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gut
achter (
Urk.
7/75/18):
-
Hypothyreo
s
e
-
Präadipositas
-
Fettstoffwechs
e
lstörung
-
Dysthymie
(ICD-10 F34.1)
-
Cannabis-Konsum (ICD-10 F12.2)
-
Nikotin-Konsum (I
C
D
-10 F17.2)
-
s
chädlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.1)
-
m
ögliche Impulskontrollstörung (
Dermatillomanie
; ICD-10 F63.9)
-
Legasthe
n
ie (ICD-10 F81.0)
-
fortgesetzter Konsum von Cannabis (ICD-10 F12.1)
Die kognitive Leistungsminderung unklaren Schweregrades bedinge eine auf geistig einfache Tätigkeiten eingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Die koronare Herz
krankheit und der Diabetes mellitus machten vor allem körperlich schwere Arbeiten ungeeignet.
Biographie und psychiatrische Exploration ergäben keine von der
konnatalen
Min
derbegabung abgrenzbare
,
in Kindheit oder Jugend beginnende, psychische und das Verhalten mit erheblichen negativen sozialen Folgen störende Auf
fälligkeit. Auch lasse sich keine von dem aktiven Suchmittelkonsum ausreichend abgrenzbare Störung des Verhaltens abgrenzen (
Urk.
7/75/18).
Soziale oder familiäre Belastungsfaktoren mit funktioneller Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen nicht vor. Die anamnestisch zu erhebenden Indikatoren und die von ihnen erhobenen Befunde sprächen zumindest für eine teilweise erhaltene Selbständigkeit, Selbstversor
g
ungsfähigkeit und soziale Interaktions
fähig
keit, dies insbesondere unter dem Aspekt eines re
vidier
bare
n
Drogenkon
sums.
Für die reklamierte erhebliche depressive Beeinträchtigung ergebe sich kein ausreichendes
objektives Befundkorrelat
(
Urk.
7/75/19)
.
I
n geistig einfachen Tätigkeiten ohne schwere körperliche Arbeitsanforderungen sei die Arbeitsfähigkeit nicht als von dem fortgesetzten Cannabis-Konsum ab
grenzbar limitiert anzusehen. Zur Stabilisierung der Arbeitsfähigkeit sei eine vollständige Abstinenz von Alkohol und Cannabis zu empfehlen (
Urk.
7/75/19).
3.2.5
Dr.
E._
erklärte in seiner Stellungnahme vom 1
7.
Februar 2021 (
Urk.
3), unter Einbezug der aktenanamnestischen Angaben könne beim Beschwerdeführer zweifelsfrei von Kindheit an aufgrund eines von Geburt an bestehenden
hirn
organischen Leidens von kognitiven, affektiven und persönlichkeitsstrukturellen Beeinträchtigungen ausgegangen werde
n
. In diagnostischer Hinsicht wäre das Beschwerde
bild in früheren Jahren als Psychoorganische
s
Syndrom (POS) klassi
fiziert worden, gemäss den heutigen Manualen beschr
ei
be die Diagnose ADHS mit/bei
cerebraler
Schädigung die Symptomatologie ausreichend. Des Weiteren besteh
e
ein chronischer Substanzkonsum von Cannabis und Alkohol, der in der
Bewertung de
s
Referenten den
Schweregrad einer Abhängigkeit
serkrankung errei
che. Andere psychiatrische Diagnosen seien nicht zu stellen, insbesondere liege
überwiegend wahrscheinlich keine Erkrankung aus dem schizophrenen Formen
kreis vor. Die affektiven Beeinträchtigungen gingen in der Diagnose der Grund
erkrankung auf, ein depressives Erleben gemäss der Diagnose F
3
des ICD-10 halte er für nicht ausreichend
plausibil
i
sierbar
, insbesondere gelte es hier auch den
postkonsumatorischen
Einfluss von Alkohol und Cannabis auf das effektive Erle
ben zu berücksichtigen. Die Verhaltensauffällig
keit
en mit Beeinträchtigung der Impulskontrolle seien gleichfalls bei dem eindeutig hirnorganisch zu erklärenden Beschwerdebild in die Hauptdiagnose einzuordnen, könnten allfällig jedoch auf
grund des Schweregrades auch separat diagnostisch klassifiziert werden
(S. 6-7)
.
Die mit der Diagnose ADHS mit/bei
cerebraler
Schädigung einhergehende Symp
tomatologie habe das Funktion
ier
en des Beschwerdef
ü
hrers gemäss der Aktenlage im schulischen und beruflichen Kontext zeitüberdauernd beeinträchtigt.
Gesamt
haft komme er
z
um Ergebnis, dass unter Berücksichtigung sämtlicher vorlie
gende
r
Informationen aufgrund der krankheitswertigen Beschwerden, die auf die Grunderkrankung ADHS mit/bei
cerebraler
Schädigung zurückzuführen seien, an einem angepassten Arbeitsplatz im
ersten
Arbeitsmarkt mit reduzierten Anfor
derungen an die kognitive Leistungsfä
h
igkeit, mit reduziertem Zeit- und Leis
tungsdruck, mit einem wohlwollenden Arbeitsumfeld, mit geregelten Arbeits
zei
ten und ohne Teamarbeit zur Erreichung der Leistungsziele
ein
Pensum von 50
%
möglich
sei. Ohne Anpassung an den Arbeitsplatz bestehe keine Arbeitsfähigkeit im
ersten
Arbeitsmarkt. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gelte spätestens ab Datum des gestellten IV-Antrages, überwiegend wahrscheinlich aber schon wes
entlich früher
(S. 7-8)
.
4.
4.1
Den von Versicherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer
Spezial
-
ärzte
(sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen (BGE 135 V 465 E.
4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom
11. Juni 2019 E.
2 mit Hinweisen).
4.2
Die
D._
-Gutachter hielten in ihrem Gutachten
fest, dass in geistig einfachen Tätigkeiten ohne schwere körperliche Arbeitsanforderungen die Arbeitsfähigkeit nicht als vom fortgesetzten Cannabis-Konsum abgrenzbar limitiert anzusehen sei (
Urk.
7/75/19). Die Beschwerdegegnerin ging gestützt darauf von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
in einer einfachen, körperlich leichten Tätigkeit au
s
(
Urk.
2)
.
Die Beschwerdegegnerin
liess
dabei ausser Ac
ht,
dass die Gutachter in ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung
festhielten, dass
eine kognitive Leistungsminderung unklaren Schweregrades vorlieg
e
(
Urk.
7
/75/18)
.
Diese
gutachterliche
Aussage fusst auf dem neuropsychologischen Teil
gutachten
.
Der
neuropsychologische Gutachter,
Dr.
med. I._
, Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
legte dar
, dass die testpsycholo
gisch aktuell erhobenen kognitiven Defizite sich nicht ausreichend von einem reversiblen, dem Cannabiskonsum zuzurechnenden Effekt abgrenzen liessen. Eine ausreichend fundierte Abgrenzung reversible
r von irreversiblen Drogenkon
sum
effekten und einer
encephalen
Vorschädigung sei somit nur unter stabilen Abstinenzbedingungen möglich
.
Zusammenfassend lasse sich deshalb v
on neuro
psychologischer Seit
e
derzeit keine dauerhafte kognitive Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in geistig einfachen Tätigkeiten mit der hierfür gebotenen Wahrscheinlichkeit attestieren. Notwendig seien eine vollständige Entwöh
n
ung und stabile Abstinenz. Allenfalls könne eine erneute Testung in etwa sechs Monaten unter lege
artis
kontrollierten stabilen Abstinenzbedingungen erfolgen
(
Urk.
7/75/163-164).
Bei der Beantwort
ung des Fragenkatalogs erklärte
Dr.
I._
betreffend die Frage, welche Merkmale eine der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit aufweisen müsse
, dass eine invalidisierende kognitive Gesundheits
stö
rung mit Minderung der Arbeitsfähigkeit bei der vorliegend potentiell rever
siblen Ursachenoption (Cannabis-Konsum) nicht
attestierbar
sei. No
t
wendig seien eine
vollständige Entwöhnung und stabile Abstine
n
z von
Cannabinoiden
. Eine erneute
Testung könne in etwa sechs Monaten erfolgen, soweit eine stabile Abstinenz erreicht worden sei. Denkbar sei zumind
e
st eine Arbeitsfähigkeit in geistig ein
fachen Tätigkeiten (
Urk.
7/75/167).
Die
D._
-Gutachter,
insbesondere der neuropsychologische Teilgutachter
Dr.
I._
,
hielten somit
eine kognitive Leistungsminderung
fest. Es war für sie
aber
nicht feststellbar, inwieweit diese Leistungsminderung durch den Cannabis
konsum begründet war.
Die Beschwerdegegnerin schloss daraus – auch gestützt auf die gutachterlichen Schlussfolgerungen – dass kein relevanter invaliden
ver
sicherungs
rechtlicher Gesundheitsschaden vorliegt. Diese Schlussfolgerung ist jedoch insbesondere gestützt auf die neuropsychologischen Abklärungen nicht zulässig, war doch gerade nicht feststellbar, ob
bzw. inwieweit
ein relevanter
invalidenversicherungsrechtlicher Gesundheitsschaden vorliegt.
Im Gutachten wir
d das Ausmass der
kognitive
n
Leistungsminderung explizit als unklar be
schrie
ben (
Urk.
7/75/18).
Da
Dr.
I._
die Abgrenzung reversibler von irrever
siblen Dro
gen
konsumeffekten nicht möglich war, kam er
in seiner Beurteilung
zum
Schluss, dass keine kognitive Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in geistig einfachen Tätigkeiten
attestierbar
sei
(
Urk.
7/75/164)
.
Diese Einschätzung
wurde
im
Gesamtgutachten übernommen. Die
Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit (quasi im Sinne der Auferlegung der Beweislast) gestützt auf einen ungenügend abgeklärten Sachverhalt
ist
jedoch
unzulässig.
In Widerspruch zu seinen
Ausfüh
rungen in der Beurteilung erklärte
Dr.
I._
im Rahmen der Beantwortung des Fragenkatalogs
bei der Beschreibung der Merkmale einer leidensangepassten Tätig
keit zwar, dass zumindest eine Arbeitsfähigkeit in geistig einfachen Tätig
keiten denkbar sei (
Urk.
7/75/167). Selbst wenn man damit eine grundsätzliche Zumutbarkeit einer einfachen Tätigkeit als ausgewiesen erachten wollte, bliebe
deren zeitlicher Umfang unklar.
Die Beschwerdegegnerin wäre daher,
soweit sie sich
betreffend Möglichkeit der Abstinenz
auf das
D._
-Gutachten
und nicht auf
Dr.
E._
stützt
(vgl.
Urk.
3 S.
16)
,
zumindest gehalten gewesen, dem Be
schwerdeführer im Sinne
seiner Mitwirkungspflicht
(
Art.
43
Abs.
3
ATSG
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom
7.
November 2019 E. 4.2.2
)
eine Abstinenz aufzuerlegen und hernach seinen Gesundheitszustand erneut zu beurteilen.
4.3
Der
(reine) Aktenbericht
von
Dr.
E._
, welcher dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestierte,
bildet keine hin
reichende Beurteilungsgrundlage für die Leistungsfähigkeit des Beschwerde
füh
rers.
Aus diagnostischer Sicht begründete
Dr.
E._
die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit einem ADHS mit/bei
cerebraler
Schädigung (ICD-10 F90.0). Die Kardinalsymptome der hyperkinetischen Störungen gemäss ICD-10 F90 sind beeinträchtigte Aufmerksamkeit und Überaktivität. Für die Diagnose sind beide
notwendig und beides sollte in mehr als einer Situation vorkommen (vgl.
Dilling
/
Mombour
/Schmidt (Hrsg.), ICD-10,
Internationale
Klassifikation psychischer Stö
rungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien, 1
0.
Auflage, S.
359)
.
Dr.
E._
legt
e
in keiner Weise dar, wie sich die Hyperaktivität äussern soll. Vielmehr ergibt sich aus seinen Ausführungen – wie auch aus den übrigen Akten – eine weitgehende Passivität des Beschwerdeführers. Die von
Dr.
E._
gestellte Diagnose ADHS mit/bei
cerebraler
Schädigung (ICD-10 F90.0), welche im Übrigen zuvor von keiner einzigen anderen Fachperson überhaupt diskutiert worden wäre,
ist daher nicht nachvollziehbar.
4.4
Nach dem Gesagten erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt als ungenügend abgeklärt.
5.
5.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders,
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die
Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
Im Prozess um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen holt die Be
schwerdeinstanz in der Regel ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie im Rahmen der Beweiswürdigung zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer Sach
verhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachtlich geklärt werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen. Ebenso steht es dem Versicherungsgericht frei, eine Sache zurück
zuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut
achterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4).
Vorliegend steht die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin nicht entgegen, änderte BGE 137 V 210 doch nichts an der gesetzlichen Ordnung, wonach der Beweis über sozialversiche
rungs
recht
liche Ansprüche primär auf der Stufe des Administrativverfahrens (vgl.
Art.
43 f. ATSG) und nicht im gerichtlichen Prozess geführt wird (vgl. BGE 137 V 210 E.
2.2.2 und 4.2).
Wie das Bundesgericht festgestellt hat, litte die Rechtsstaatlich
keit der Versicherungs
durchführung emp
findlich und wäre von einem Substanz
verlust bedroht, wenn die Verwaltung von vornherein darauf bauen könnte, dass ihre Arb
eit ohnehin in jedem verfügungs
weise abgeschlossenen Sozialversiche
rungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unterläge (BGE 137 V 210 E. 4.2).
5.2
W
ie sich aus dem Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (
KSVI
) ergibt, obliegt es dem
regionalen ärztlichen Dienst
der IV-Stelle
(RAD
)
,
nach Eingang eines polydisziplinären Gutachtens zu prüfen, ob dieses den Qua
litätsanforderungen entspricht, namentlich ob die Leitlinien zur versiche
rungs
medizinischen Begutachtung der Fachgesellschaften eingehalten wurden, und er hat eine Bewertung der Nachvollziehbarkeit des Gutachtens anhand der versi
cherungsmedizinischen Argumentationskette (Fragestellung, Informationsbe
schaffung, Informationsbewertung, Beantwortung der Fragestellung) vorzuneh
men
(
Rz
.
2080
KSVI)
. Deutliche Brüche in der Argumentationskette erfordern Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen bei der Gutachterin, dem Gutachter oder der Gutachtensstelle (
Rz
.
2081 KSVI). Der RAD hält in einer kurzen Stellung
nahme das Ergebnis seiner versicherungsmedizinischen Prüfung fest. Er erklärt bzw. ergänzt kleinere Lücken in der Argumentationsfolge mit seinem versiche
rungsmedizinischen Wissen (
Rz
.
2082 KSVI).
5.3
Vorliegend ist der RAD seiner Pflicht nicht nachgekommen, das eingegangene
D._
-Gutachten
beziehungsweise dessen Schlussfolgerungen
zu überprüfen
(vgl.
Urk.
7/78/6)
. Andernfalls hätte ihm ohne Weiteres auffallen müssen, dass
gestützt auf das Gutachten nicht ohne Weiteres von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden kann.
Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer im
Einwandverfahren
explizit auf die ent
sprechenden
Unklarheiten
hinwies (
Urk.
7/83
; vgl.
Urk.
7/84
).
Vor diesem Hintergrund rechtfertigt sich vorliegend eine
erneute
Rückweisung
der Sache
an die Be
schwerdegegnerin
,
damit sie die Leistungsfähigkeit des Be
schwerdeführers rechtsgenügend abklärt und anschliessend über den Leistungs
anspruch
neu verfügt
. Die Beschwerde ist
in dem Sinne gutzuheissen.
6.
6.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach de
m Verfahrensaufwand und unab
hän
gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.
festgelegt. Vor
lie
gend sind sie auf Fr.
7
00.-- festzusetzen.
Die Rückweisung an die Verwaltung gilt nach ständiger Rechtsprechung als voll
ständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Be
schwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
6.2
D
er
vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung (§ 34 Abs. 1
GSVGer
).
Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
). Die dem Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin auszurichtende Prozessentschädigung ist unter Berücksich
tigung der genannten Kriterien ermessensweise auf
Fr.
2’
0
00.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.