Decision ID: a440be12-96ce-407a-876c-c8aedcecaa77
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974, von Beruf Zimmermann, meldete sich
am
1
6.
November 2007 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/5).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
führte
erwerbliche
und
medizinische
Abklärungen durch
, insbesondere
holte
sie
ein psy
chiatrisches G
utachten bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, ein, das am 1
9.
August 2008 erstattet wurde (
Urk.
7/19).
Mit Verfügung vom
6.
Mai
2009 sprach die IV-Stelle dem Versicher
ten bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine
ganz
e Rente der Invalidenversi
cherung ab
1.
November 2006 zu (
Urk.
7/30,
Urk.
7/33).
Nachdem der Versicherte im Juli 2012 wieder eine Beschäftigung als Zimmer
mann
bei der
A._
AG
aufgenommen hatte (
Urk.
7/39)
, wurde die Invaliden
rente mit Verfügung vom 2
6.
Februar 2013
auf Ende des der Zustellung folgen
den Monats
eingestellt (
Urk.
7/55).
Am
8.
Juni 2016 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leis
tungsbezug an (
Urk.
7/57). Mit
Vorbescheid
vom
8.
August 2016
(
Urk.
7/65)
wurde
ihm
zunächst in Aussicht gestellt, auf sein Leistungsbegehren werde nicht eingetreten,
wogegen
er
am 1
1.
August 2016 sinngemäss per E-Mail
Einwand erhob (
Urk.
7/67). Nach E
ingang eines Berichts von
Dr.
med
.
B._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie
und Oberarzt de
s
Sanatorium
s
C._
(
Urk.
7/74)
,
gewährte die IV-Stelle dem Versicherten
mit Verfügung vom
8.
Dezember 2016
Eingliederungsmassna
h
men in der Form von Arbeitsvermitt
lung
(
Urk.
7/87) und am 2
2.
Februar 2017 eine Kostengutsprache für ein sechs
monatiges Arbeitstraining, das er ab
1
6.
Februar 2017
beim Sportamt der Stadt
D._
antreten konnte (
Urk.
7/104,
Urk.
7/102). Mit Mitteilung vom 1
0.
August 2017 wurde diese Kostengutsprache um sechs
Monate verlängert (
Urk.
7/119), das Arbeitstraining musste jedoch per 3
1.
Januar 2018 vorzeitig abgebrochen werden (
Urk.
7/144).
In der Folge stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit
Vorbescheid vom 2
7.
April 2018 die
Zusprache
einer
Vierte
lsrente
in Aussicht (
Urk.
7/155). Nachdem der Versicherte am 1
3.
Juni 2018
dagegen
Einwand erhoben hatte
(
Urk.
7/161)
, sprach
ihm
die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
7.
September
2018 eine
Viertelsrente
ab
1.
Januar 2018 zu (
Urk.
7/1
70 =
Urk.
2
).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Michael Grimmer, am 3
1.
Oktober 2018 Beschwerde mit dem Antrag,
es seien ihm die
gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm ab Februar 2018 eine ganze Invaliden
rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht stellte er ein Gesuch um unentgelt
liche Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss am
4.
Dezember 2018 auf
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Dies wurde dem Beschwerdeführer am 2
1.
Februar 2019 zur Kenntnis gebracht. Gleichzeitig wurde ihm die unentgeltli
che Prozessführung bewilligt
und
Rechtsanwalt Michael Grimmer als unentgelt
licher Rechtsvertreter bestellt
(
Urk.
8).
Am 1
1.
Februar 2020 teilte der Rechtsver
treter des Beschwerdeführers mit, dass dieser
in den Jahren 2018 und 2019 jeweils während weniger Stunden gearbeitet habe (
Urk.
13,
Urk.
14/1-2); am 1
3.
März 2020 reichte er seine Honorarnote ein (
Urk.
15).
Mit Beschluss vom
3
1.
März 2020
teilte das Gericht dem Beschwerdeführer mit, es könnte zum Schluss kommen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der medizinische Sachverhalt sei durch die Beschwerdegegnerin weiter abzuklä
ren, und räumte dem Beschwerdeführer angesichts der möglichen Schlechterstel
lung als Folge einer allfälligen Rückweisung die Möglichkeit zur Stellungnahme und zum Beschwerderückzug ein (
Urk.
16
). Der Beschwerdeführer
hielt mit Ein
gabe vom 2
2.
April 2020 an der Beschwerde fest (
Urk.
18).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverläs
sige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen
sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.6
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1,
130
V
396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145
V
215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die
es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlau
-
ben
, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141
V
281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines renten
-
begründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen
Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
-
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit
nachge
-
wiesen
sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
1.
7
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Ve
rfügung
vom 2
7.
Sep
tember
2018
im Wesentlichen aus, in der Zeit von Januar 2017 bis Januar 2018 seien berufliche Massnahmen in Form von Unterstützung bei der Stellensuche sowie ein Arbeitstraining durchgeführt worden. Diese Massnahmen hätten im Januar 2018 abgebrochen werden müssen. Im Anschluss seien alle Unterlagen dem Regionalärztlichen Dienst
(RAD)
vorgelegt worden, dessen Beurteilung erge
ben habe, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Zim
mermann seit Ju
li
2016 zu 50
%
eingeschränkt sei. In einer angepassten Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
gegeben. Ein
Einkommensvergleich habe einen
Invaliditätsgrad von 49
%
und damit einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung ergeben (
Urk.
2 S. 5).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, den Ausführungen in der angefoch
tenen Verfügung,
könne nicht gefolgt werden. Wie das Arbeitstraining be
im Sportamt
D._
gezeigt habe
und wie auch von ärztlicher Seite bestätigt worden sei, verfüge er über keine v
erwertbare Restarbeitskraft.
Aber selbst wenn von einer
rein theoretischen
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkei
t ausgegangen werde, sei
dies
e
nicht bei 60
%
, sondern maximal bei 50
%
anzusetzen und ein leidensbedingter Abzug von weit mehr als 5
%
zu veranschlagen (
Urk.
1 S. 7).
2.3
Unbestritten ist, dass die IV-Stelle eine wesentliche
Veränderung des Invaliditäts
grades
seit Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 2
6.
Februar 2013 (
Urk.
7/55)
- und damit
das Vorliegen eines
Revisionsgrund
es
-
spätestens im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
als glaubhaft era
chtete und auf die Anmel
dung des
Beschwerdeführer
s vom
8.
Juni 2016
eintrat.
Dies ist mit Blick auf die Aktenlage nicht zu beanstanden.
Strittig und zu prüfen ist
jedoch
, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere als die
in der Verfügung vom 2
7.
September
2018
zugesprochene
Viertelsrente
hat.
3.
3.1
Dr.
B._
nannte in seinem Bericht vom 2
9.
August 2016 zuhanden der Beschwerdegegnerin die Diagnosen einer gemischten
schizoaffektiven
Störung, gegenwärtig leichtgradig depressiv (ICD-10 F25.1), einer Alkoholabhängigkeit, vormals episodischer Substanzgebrauch, anamnestisch nach Angaben des Pati
enten aktuell nur noch gelegentlicher Konsum (ICD-10 F10.2)
,
sowie eine Störung durch
Cannabinoide
(ICD-10 F12). Er führte aus, der Beschwerdeführer habe sich erstmalig am
5.
Juli 2016 zum erneuten Beginn einer ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung gemeldet, nachdem er zuvor seit vielen Jah
ren nicht in ambulanter Behandlung gewesen sei (
Urk.
7/74/1). Insgesamt könne derzeit nicht abschliessend beurteilt werden,
ob der Beschwerd
eführer aufgrund der bekannten Grunderkrankung, bei der es sich um eine chronische Erkrankung mit dem jederzeitigen Risiko einer erneuten Exazerbation bei auch möglichen beschwerdefreien Episoden
handle, im ersten Stellenarbeitsmarkt vermittelbar sei oder nicht (
Urk.
7/74/2).
3.2
Dr.
med
.
E._, Oberärztin des
Sanatorium
s
C._
, führte
in ihrem Bericht vom 2
8.
Februar 2018
als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf
eine
paranoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60), Diffe
renzialdiagnose
schizoaffektiv
e
Störung gemischt (ICD-10 F25.1)
auf
(
Urk. 7/148/1)
. Sie legte dar, bei der
- im Rahmen eines Arbeitstrainings
ausge
übten -
Tätigkeit
des Beschwerdeführers
beim Sportamt
D._
in einem 50
%
Pensum habe es sich um eine ideal angepasste Tätigkeit gehandelt: Routinetä
tig
keiten seien
klar vorgegeben
gewesen und
der Beschwerdeführer habe die Mög
lichkeit gehabt, für sich allein und an der frischen Luft zu a
rbeiten, was seine
n grossen Schwierigkeiten in der Gruppenfähigkeit, der Selbstbehauptungsfähigkeit und der Kontaktfähigkeit sehr entgegengekommen sei. Auch die fachlichen Kom
petenzen seien vorhanden gewesen. Leider sei es dem
Beschwerdeführer
trotz eines sehr wohlwollenden Umfeld
s
nicht möglich gewesen, sich an soziale Regeln zu halten, so dass das Arbeitstraining habe abgebrochen werden müssen. In einem entsprechend wohlwollenden Team, in dem seine interaktionellen Schwierigkei
ten akzeptiert und abgefangen werden könnten, sei ein Arbeitspensum von 50
%
möglich. Es scheine unrealistisch, ein solches Arbeitsverhältnis im ersten Arbeits
markt zu finden. Für alle weiteren Tätigkeiten sei eine volle Arbeitsunfähigkeit gegeben (
Urk.
7/148/2).
Zwar bestehe eine Belastbarkeit für Massnahmen der Wiedereingliederung von 50
%
, solche seien jedoch bereits durchgeführt worden, weitere seien nicht erfolgsversprechend. Eine entsprechende Anstellung im zwei
ten Arbeitsmarkt
,
bei der der Beschwerdeführer sei
ne
Kompetenzen einbringen könnte, wäre sinnvoll und zu fördern (
Urk.
7/1
4
8/4).
3.3
Dipl. med.
F._
, Facharzt für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie vom
RAD
,
ging im Rahmen
einer Aktenbeurteilung vom 1
0.
April 2018
von der Diagnose
eine
r
kombinierte
n
Persönlichkeitsstörung, paranoid und narzisstisch (ICD-10 F61.0), Differentialdiagnose
schizoaffektive
Störung
, mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus
. Er führte aus, der Beschwer
deführer sei seit Juli 2016 in seiner bisherigen Tätigkeit als Zimmermann zu 50
%
und in einer angepassten Tätigkeit zu 60
%
arbeitsfähig. Zumutbar se
i
jegliche körperliche Tätigkeit ohne regelmässigen Kundenkontakt in einem konfliktarmen, wertschätzenden Umfeld (
Urk.
7/150/3). Betrachte man den Verlauf
d
er Erkran
kung so sei über die Jahre eine Verschlechterung feststellbar. Trotzdem sei es dem Beschwerdeführer immer wieder möglich gewesen, temporär oder in kurzen Anstellungsverhältnissen tätig zu sein, jedoch habe er die Stellen meist aufgrund von Konflikten am Arbeitsplatz verloren. Die Störung habe bereits im Jugendalter begonnen und habe sich meist in
konflikthaftem
Verhalten mit dazwischen depressiven und psychotischen Krisen geäussert. Die Kriterien einer Persönlich
keitsstörung seien erfüllt: tief verwurzeltes, von der Norm abweichendes Verhal
ten, Kognition und Affekte seit der Jugend. Der Beschwerdeführer zeige ein teil
weise impulsives, wenig reflektiertes, teilweise gefährliches Verhalten (Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit, risikoreiches sportliches Verhalten). Ausserdem erlebe er die Umwelt als feindlich und teilweise bedrohlich,
wodurch er
sich beeinträchtigt
fühle
. In Kontakten falle es ihm schwer, sich in die Position des Anderen einz
ufühlen, er zeige ein starres und
unflexibles Denken. Dies führe zu
ausgeprägten funktionellen Leistungseinschränkungen in der Arbeitswelt. An einem Einzelarbeitsplatz mit klarer Struktur und wertschätzende
n
Vorgesetzten sei jedoch eine Restarbeitsfähigkeit erhalten, wie auch die Eingliederungsunter
lagen belegten (
Urk.
7/150/4).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Ansicht, der Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit zu 60
%
arbeitsfähig hauptsächlich auf die Beurteilung von RAD-Arzt
dipl.
med.
F._
(
Urk.
2 S. 5)
.
4.2
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
IVV
beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht –
ge
-
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden ha
-
ben
– den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer
tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des
Bundesge
richts 9C_406/2014 vom 3
1.
Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der
Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören –
nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
4.3
Die Beschwerdegegnerin legte die medizinischen Unterlagen
dipl.
med.
F._
vom RAD zur Beurteilung vor, welcher als Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie grundsätzlich über die
dafür
notwendige fachliche Qualifikation verfügt. Bei seiner Einschätzung vom 1
0.
April 2018 handelt es sich um eine Akte
n
beur
teilung, da der Beschwerdeführer nicht untersucht wurde. Ihr kann trotzdem vol
ler Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medi
zinischen Sachverhalts geht
(Urteil des Bundesgerichts 8C_281/2018 vom 2
5.
Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen)
.
Zur
aktuellen
medizinischen
Situation
liegen lediglich zwei Berichte der behan
delnden Psychiater vor.
Dr.
B._
diagnostizierte
mit
Bericht vom 2
9.
August 2016
eine
gemischte
schizoaffektive
Störung
(
Urk.
7/74/1)
. Nachdem es zu einem
Behandlerwechsel
gekommen war, stellte
Dr.
E._
im Bericht vom 2
8.
Februar 2018 die Verdachtsdiagnose einer paranoiden Persönlichkeitsstörung
(
Urk.
7/148/1)
.
Dipl
.
med.
F._
wiederum ging in
seiner Aktenbeurteilung
von
eine
r
kombinierte
n
Persönlichkeitsstörung mit paranoiden und narzisstischen Zügen
aus
(
Urk.
7/150/3)
.
Grundsätzlich ist zwar nicht die diagnostische Einord
nung eines Gesundheitsschadens entscheidend, sondern die
zugrunde liegenden
psychiatrischen Befunde (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_782/2012 vom 22. Oktober 2013 E. 4.3.3), jedoch sind diese vorliegend ebenfalls nicht lückenlos. So erstellte
Dr.
B._
seinen Bericht vom 2
9.
August 2016
,
nachdem der Beschwerdeführer während Jahren nicht in psy
chiatrischer Behandlung
gewesen
war, aufgrund von lediglich vier durchgeführ
ten Therapiesitzungen und konnte entsprechend wenige abschliessende Aussagen zur gesundheitlichen Situation machen
. Insbesondere konnte er die Frage, inwie
weit die am Arbeitsplatz aufgetretenen Konflikte interaktioneller Natur oder aber Ausdruck einer psychotischen Verarbeitung infolge der Grunderkrankung waren, nicht abschliessend klären. Auch vermochte
Dr.
B._
nicht abschliessend zu beurteilen, ob der Beschwerdeführer
infolge
der Grunderkrankung
im ersten Stel
lenarbeitsmarkt vermittelbar sei oder nicht.
Dr.
B._
hielt denn auch eine erneute gutachterliche Stellungnahme je nach Verlauf für sinnvoll und
überden
kenswert
(vgl.
Urk.
7/74). Der Bericht von
Dr.
E._
vom 2
8.
Februar 2018 erfolgte sodann
,
nachdem der Beschwerdeführer ab 21. November 2017 bereits seit etwa drei Monaten keine Termine mehr wahrgenommen hatte und für weitere
Kontaktaufnahmen nicht erreichbar
gewesen
war, so dass insbesondere zur Ent
wicklung nach Abbruch des Arbeitstrainings - eine laut
Dr.
E._
strukturie
rende und selbstwerterhaltende Tätigkeit (
Urk.
7/148/3) - keine Beurteilungen des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers aktenkundig sind. In Anbetracht dieser Gegebenheiten wäre zumindest eine eigene Untersuchung durch de
n
RAD-Arzt angezeigt gewesen.
Insgesamt
kann damit nicht von einem
an sich festste
henden medizinischen Sachverhalt im Sinne der bundesgerichtlich
en Rechtspre
chung ausgegangen werden
.
Im Weiteren erweist sich auch die Schlussfolgerung von
dipl.
med.
F._
, wonach der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Zimmermann zu 50
%
und in einer angepassten Tätigkeit zu 60
%
arbeitsfähig sei, als nicht nach
vollziehbar. So führte er aus, das Störungsbild des Beschwerdeführers führe zu ausgeprägten funktionellen Leistungseinschränkungen in der Arbeitswelt. An einem Einzelarbeitsplatz mit klarer Struktur und wertschätzendem Vorgesetzten sei jedoch eine Restarbeitsfähigkeit erhalten, wie auch die Eingliederungsunter
lagen belegten
(
Urk.
7/150/5)
.
Zwar trifft es zu, dass im Schlussbericht des Arbeitstrainings festgehalten wurde, das Arbeit
spensum von 60
%
erscheine
ideal für den Beschwerdeführer, jedoch musste das Training aufgrund der interaktio
nellen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers dennoch abgebrochen werden. So
ist dem
Schlussbericht
weiter zu entnehmen
, dass der Beschwerdeführer auf Dauer wohl nicht in der Lage sei, sich in einen Betrieb einzufügen (
Urk.
7/141/5). Dies stimmt im Wesentlichen mit der Einschätzung der behandelnden Psychiaterin
Dr.
E._
überein
, die
dem Beschwerdeführer in einem sehr wohlwollenden Team
,
in dem seine interaktionellen Schwierigkeiten akzeptiert werden könnten
,
wie es beim Sportamt
D._
vorhanden gewesen sei
,
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
attestierte
.
Dies schränkte sie jedoch dahingehend ein, dass es
unrealistisch
scheine,
ein solches Arbeitsverhältnis im ersten Arbeitsmarkt zu finden (
Urk.
7/148/2).
Mit diesen
abweichenden
Einschätzungen setzte sich
dipl.
med.
F._
in keiner Weise auseinander. Eine weitere Begründung seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolgte sodann nicht.
4
.4
Nach dem Gesagten kann
festgehalten werden, dass die Aktenbeurteilung von
dipl.
med.
F._
vom 1
0.
April 2018 die allgemeinen beweisrechtlichen Anfor
derungen an
eine medizinische Expertise
(vgl. E. 1.5
hiervor
)
nicht erfüllt, da in verschiedener Hinsicht Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit nicht auszuräumen sind. Es kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit
auf dem ersten Arbeitsmarkt
zu 60
%
arbeitsfähig ist. In diesem Zusammenhang wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsat
zes (
Art.
43
Abs.
1 ATSG) ergänzende Abklärungen
zu
veranlassen haben.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Aktenlage für eine abschlies
sende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
gemäss dem gel
tenden
Indikatorenkatalog
(vgl. E. 1.6 hiervor)
und damit des Invaliditätsgrades als unzureichend erweist.
Um über den Leistungsanspruch befinden zu können,
sind weitere Abklärungen notwen
dig. Bislang liegen Berichte der behandelnden Ärzte vor. Erforderlich ist nunmehr ein ärztliches Gutachten, das sich in umfas
sender Würdigung der relevanten Aspekte des Leidens de
s
Beschwerdeführer
s
dazu äussert, welche erwerblichen Ressourcen vorhanden sind.
Gleichzeitig wird zu prüfen sein, ob der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der persönlichen Gegebenheiten einem Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt
realistischerweise
zumutbar ist.
Zur Vornahme dieser Abklärungen ist die Sache an die Beschwer
degegnerin zurückzuweisen (
§
26
GSVGer
).
Folglich ist die angefochtene Verfügung vom 2
7.
September
2018 (
Urk.
2) aufzu
heben und die
Sache
ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese
ein den Grundsätzen von BGE 141 V 281 - unter Berücksichtigung der Recht
sprechung gemäss BGE 143 V 409 und 418 - entsprechendes
psychiatrisches
Gut
achten einhole
und sodann über den Leistungsanspruch des
Beschwerdeführers neu verfüge.
In diesem
Sinne ist die Beschwerde
gutzu
heissen
.
6
.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen).
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen betrifft, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG), ermessensweise auf
Fr.
600.-- anzusetzen und der Beschwerdegeg
nerin aufzuerlegen.
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
). Mit Honorarnote vom 1
3.
März 2020 machte Rechtsanwalt Michael Grimmer als unentgeltlicher Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Gesamtaufwand von 7.85 Stunden à
Fr.
220.-- zuzüglich Barauslagen von
Fr.
143.60 und 7.7
%
Mehrwertsteuer gel
tend (
Urk.
15), was unter Berücksichtigung der obgenannten Kriterien angemes
sen erscheint. Dementsprechend ist ihm zu Lasten der Beschwerdegegnerin eine
Prozessentschädigung von
Fr.
2'014.65 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.