Decision ID: 9d93a550-dac3-4808-b195-919327bfa6b4
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
Die 1968 geborene
, zuletzt als Managerin E-Commerce /
Direct
Sales
(
Arbeitge
ber
f
ragebogen
vom 21. Oktober 2007,
Urk. 8/11) erwerbstätig gewesene
X._
meldete sich im September 2007 unter Hinweis auf
ein seit Januar 2006 bestehendes Rückenleiden
bei der Invalidenversicherun
g zum
Leistungsbe
zug
an (Urk. 8/6).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
traf erwerbliche
und medizinische Abklärungen
,
veranlasste
namentlich
ein Gut
achten des
Y._
vom
22. Juni
2011 (Urk. 8/128
) und holte
Stellungnahme
n
ihres internen Regi
o
na
len Ärztlichen Dienstes
(RAD)
ein.
Gestützt auf die
Aktenbeurteil
ung
von
RAD-Arzt Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie,
vom 4
.
Juli
2011
und vom 6. Januar 2012
(Feststellungsblatt vom
14. Mai 2012
[Urk. 8/155/4-5, 8/155/7])
sprach
die IV-Stelle
X._
mit
Verfü
gung
vom
2
1.
Juni 2012
rückwirkend ab 1. Juni 2007 eine
gan
ze und mit Wir
kung ab 1. Dezember 20
10 (
drei Monate nach Verbesserung
der Arbeits- be
zieh
ungsweise Erwerbsfähigkeit ab
1.
September
2010
)
eine
halbe Rente der Invali
denversicherung zu (
nach Massgabe eines
Invaliditätsgra
des
von 50 %,
Urk. 2).
2.
Dagegen liess
X._
am
22.
August 2012 Beschwerde erheben und beantragen,
es sei ihr über den
1.
Dezember 2010 hinaus
eine ganze Rente aus
zurichten;
eventuell
sei vom Gericht eine
weitere
medizinisc
he Abklärung anzuordnen
.
Mit Beschwerdeantwort vom 1. Oktober 2012 b
eantrag
t
e die
Be
schwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Mit
Stellungnahme
vom 18.
Oktober 2012
liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen gemäss Be
schwerdeschrift
festhalten und zudem
beantragen,
die Rente sei eventuell
statt auf den 1. Dezember 2010
erst
auf den 1. April 2011 auf eine halbe Rente her
ab
zu
setz
en. Ferner
wurde beantragt
, dass
die zugesprochene halbe Rente im Falle
ei
ner weiteren medizinischen Abklärung weiterhin auszurichten
sei
(Urk. 11).
Am
23.
November 2012 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine zusätz
liche
Stellungnahme (Urk. 15).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er
forderlich, in den Erwägungen ein
gegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende gan
ze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wo
be
i der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch
erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Be
fristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des
Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der
Rente (BGE 125 V 413 E.
2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E.
4a,
je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird
be
schwerdeweise
einzig
die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des
Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbe
stritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr
den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und
damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen
(Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hin
weisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
ab
gegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Ex
per
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen
erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärzt
liche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt
nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es be
darf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
tei
lich
keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die
erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungs
recht
zu
k
ommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
ach
terin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c; zur Beweiskraft von Stellungnahmen der RAD
vgl. etwa auch Bundesgerichtsurteil 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4; BGE 137 V 210 E. 1.2.1).
Rechtsprechungsgemäss darf das Gericht Gutachten externer Spezialärzte, wel
che von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wur
den und den einschlägigen Anforderungen entsprechen, vollen Beweiswert zu
erkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen. Demgegenüber stehen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in
einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person und haben sich zu
dem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte ver
fol
gen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Ver
siche
rungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheits
zu
stan
des und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gut
ach
ten ge
mäss BGE 125 V 352 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Er
fah
rungstatsache, dass Hausärzte - beziehungsweise regelmässig behandelnde Spe
zi
al
ärzte (vgl.
etwa
Urteil des Bundesgerichts
I 551/06
vom 2.
April 2007 E. 4.2)
–
mit
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zwei
fels
fall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte
Leis
tungszusprache
einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztin
nen und Ärzte kaum je in Frage kommen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 17. Februar 2011 E. 4.1 mit Hinweisen)
.
2.
2.1
Zu beurteilen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Streitig ist dabei allein die im Zuge einer gestaffelten
Rentenzusprache
erfolgte
Rentenherabset
zung
von einer zunäc
hst ganzen auf eine halbe Rente
(ab 1. Dezember 2010)
.
Zwar hat dies keine Einschränkung des Anfech
tungs
gegenstandes in dem Sinne zur Folge, dass die
unbestritten gebliebene
Zuspra
che
einer ganzen Rente von der gerichtlichen Beurteilung ausgeklammert bleiben
würde (
vgl.
E. 1.3
hievor
). In
dessen besteht nach Lage der Akten kein Anlass
, auf die unbestritten ge
blie
be
ne
Zusprache
einer ganzen Rente mit Wirkung ab 1. Juni 2007
von Amt
es wegen
zurückzukommen
. Zu pr
üfen ist vielmehr einzig, ob die
Beschwerde
füh
rer
in
Anspruc
h auf eine höhere als die ihr
vo
n der Beschwerdegegnerin ab 1. Dezember 2010
zu
erkannte halbe Rente hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Rentenherabsetzung da
mit, dass
sich
die Arbeitsfähigkeit
der
Beschwerdeführerin ab 1. September 2010
verbessert habe und ihr seither
die angestammte
, behinderungsangepasste Tä
tig
keit
als Managerin E-Commerce
wieder
zu 50 % zumutbar
sei
, weshalb ab
1.
Dezem
ber 2010 - drei Monate nach Verbesserung
der Arbeits
- bezieh
ungs
weise
Erwerbsfähigkeit
– nur noch
Anspr
uch auf eine halbe Rente bestehe
(
Urk.
2)
.
In ihrer Ver
nehmlassung
(Urk.
7)
verwies die Beschwerdegegnerin in me
dizinischer
H
insicht auf
di
e Stellungnahme
n von RAD-Arzt Dr.
Z._
vom 4. Juli 201
1
und vom 6. Januar 2012
unter Einbezug des
Y._
-
Gutachtens vom 22. Juni 2011
(
Urk.
8/155/4-5, 8/155/7
)
.
2.3
Demgegenüber stellt sich die
Beschwerdeführer
in
im Wesentlichen
au
f den Stand
punkt, dass sich ihr
Leistungsvermögen
nicht ve
rbessert
habe
und sie
in
ih
rer angestammten Tätigkeit als Managerin E-Commerce
weiterhin
vollständig arbeitsunfähig
sei
.
D
as
von der Verwaltung
eingeholte Gutachten des
Y._
sei
mangelhaft;
insbesondere berücksichtige es ni
cht, dass die Rumpfstabilität
wei
ter
hin ungenügend sei
. Die vom behandelnden Dr. med.
A._
,
Facharzt für Neu
rochirurgie,
erhoffte Arbeitsfähigkeit sei bis heute nicht eingetreten (Urk. 2 und 11)
.
3.
3.1
Aufgrund
der Diagnosen
Pseudoarthrose L4/5 und
Status nach auswärtiger mi
nimal invasiver PLIF L4/
5 Quadrant fand a
m 23.
Februar 2010
eine als
„
vent
rale Exploration, Entfernen der nicht eingebauten intersomatischen Abstützung,
relordosierend
e
interkorporelle
Neuabstützung
“ bezeichnete
Operation
der
Len
denwirbelsäule
(LWS)
statt
(Operationsbericht von Dr.
A._
,
Urk. 8/107
).
3.2
In seinem Bericht vom
12. November
2010 (Urk. 8/109; in der angefochtenen Verfügung unrichtig: „12.2011“; vgl. auch Urk. 7) attestierte Dr.
A._
eine Teil
belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit ab 1.
S
eptember 2010 von 50 %
(vgl. auch
d
en
früheren Bericht vom 20
.
September 2010 [Urk. 8/94]).
3.3
Am
25. November 2010
zeigte
das CT der LWS
eine exzentrische Lage des in das
vormalige
Diskalfach
LWK4/5 eingebrachte
n
"
Cage
"
bei
knöchern nic
ht
durch
bautem
Diskalfach
(
Radiologie
-Bericht
,
B._
,
Urk. 8/110).
3.4
Im seinem Bericht vom
29.
November 2010
hielt Dr.
A._
fest
(Urk.
8/111), das aktuelle CT der LWS zeige einen zeitlich regelrec
hten Verlauf; d
er Spinalkanal
s
e
i
offen
;
es bestehe
keine Beeinträchtigung des Duralsackes. D
a
sich
d
ie für An
fang September angedachte
50%ige Arbeitsbelastbarkeit
noch nicht
habe
re
ali
sier
en lassen,
empfehle er
, den Arbeitsbeginn neu auf
den 1. Januar 2011 fest
zulegen.
3.5
In dem
von der IV-Stelle veranlassten,
auf
medizinischen
Vorakten
– darunter
das
Gutachten von Dr.
med.
C._
,
Fachärztin für Physikalische
Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, vom
29. September 2008 (
Urk. 8/35) -
sowie eigenen Untersuchungen (vom
9.
und
1
0.
Mai 2011)
b
e
ruh
enden
Y._
-
Gutachten
vom 22
.
Juni
2011 (
Urk. 8/128
)
stellten
med.
pract
.
D._
,
Fachä
rzt
in für Physikalische
Medizin
und Rehabilitation
,
und
PD
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für Physikalische
und Innere Medizin
, sowie Phy
sio
the
rapeut
F._
folgende Diagnosen
(
S. 6
):
C
hronisches, multifaktoriell bedingtes
lumbospondylogenes
Syndrom beid
seits mit/bei
:
Status nach Mikrodiskektomie L4/L5 wegen
lumboradikulärem
Reiz
syndrom
L5 links bei Diskushernie L4/L5 links
Status nach minimalinvasiver
Spondylodese
L4/L5 wegen
Segmen
tinstabilität
mit progredienter Degeneration am 30. Oktober 2007
Status nach Revision bei Pseud
oarthrose L4/L5 mit ALIF am 23.
Februar 2010
aktuell:
prothrahierte
knöcherne Konsolidierung bei
Spondylodese
I
n Bezug auf
den beruflichen Werdegang führten
die
Y._
-
Gutachter
aus
, die Beschwerdeführerin verfüge über eine abgeschlossene KV-Lehre und
über
eine
abgeschlossene Ausbildung zur Marketing-Planerin. Sie habe di
verse Tätig
keiten
im Bereich Werbung und Verkauf ausgeübt
. Z
uletzt sei sie in einem vollen
Pensum bei der Firma
G._
als
Managerin E-Commerce
angestellt ge
we
sen
(S. 3 Ziff. 1.3)
.
Die Beurteilung der
Y._
-
Gutachter
(S. 5 Ziff.
4)
lautete dahin
,
dass
die heute 42
jährige Beschwerdeführerin
unter einer langjährigen lumbalen
Wirbelsäulen
problematik
leide
.
Im Jahr 2006 sei erstmals eine
lumboradikuläre
Reizsympto
matik
L5 rechts bei Diskushernie L4/L5 rechts aufgetreten, welche konservativ behandelt w
orden sei. Im Herbst 2006 seien
radikuläre
Reizsymptome links auf
getreten und
es sei
eine grosse linksseitige Diskush
ernie L4/L5 nachgewiesen worden. Am 20. September
2006
sei eine Mikrodiskekto
mie L4/L5
erfolgt
. In der Folge
habe sich eine pro
grediente
erosive
Osteochondrose
L4/L5 bei
Makro
in
stabilität
entwickelt
. Im Oktober 2007
sei
eine dorsale
Spondylodese
L4/L5
vor
ge
nommen worden
. Die Versicherte habe
nach diesem Eingriff unter anhalt
enden
,
nach links ausstrah
lenden lumbalen Schmerzen
gelitten
, welche
initial
al
s
lum
bospondylogen
be
dingt beurteilt wo
rden
seien
,
bei radiologisch fehlenden Hin
wei
sen auf eine er
neute Ne
rvenwurzelkompression
.
Im Jahr
2009
sei eine
neu
rochirurgische
Ree
valuation
erfolgt
, welche eine
residuelle
Segmentinstabilität bei fehlendem knö
chernen, intersomatischen
Durchbau
im operierten Segment er
geben habe.
Am 23. Februar
2010
sei eine
Revision von ventral mit
inter
kor
porell
er
Neuabspit
zung
erfolgt. I
ntraoperativ
habe
die Diagnose einer
Pseudoar
throse L4/L5 bes
tä
tigt werden
können.
Auch nach diesem Eingriff
sei
keine Besserung der Schmerzsymptomatik
eingetreten
. Die in der Folge durchgeführte Bildgebung
habe
einen protrahierten
Durchbau
der
Spondylodese
gezeigt
, wobei die zuletzt im April 2011 durchgeführten
F-MRI
s keine Anhal
tspunkte für eine
erneute Makroinstabilität ergeben hätten
. Objektiv
liessen
sich
folgende Befunde
erhe
ben
: Die Wirbelsäulenform sei un
auffällig, die Narb
en lumbal seien reizlos. Es bestehe
ein Muskelhartspann
thorakolumbal
mit
Druckd
olenz
. Die LWS-Be
weg
lichkeit sei
leichtgradig
eingeschränkt. Die
n
eu
romeningealen
Dehntests seien
negativ; die Motorik sei intakt, es bestünden
Dysästhesien
an beiden Unter
schen
keln und ei
ne Hypästhesie
Dig
. I links. Die Muskeleigenreflexe seien sym
metrisch. Das
Gangbild
sei
unauffällig. Die peripheren Ge
lenke seien unauffäl
lig, ohne
Synoviti
den
.
Das u
mfangreiche Röntgendossier zeig
e im Wesentlichen die
bei der Begutachtung festgestellten
Befunde. Insbesondere würden
die letz
ten computertomografischen Aufnahmen der LWS noch keinen vollständigen
Durchbau
der
Spondylodese
zeigen
.
In der Evaluation der funktionel
len Leis
tungsfähigkeit
(EFL)
habe
sic
h bei zuverlässiger
Leistungsbe
reitschaf
t und guter Testkonsistenz eine schmerzbedingt verminderte Belastungstol
eranz der
Len
den
wirbelsäule
,
insbesondere bei längerem
Sit
zen
, gezeigt. Die Belastbarkeit habe
allgemein im Bereich einer leic
hten, wechselbelastenden Arbeit gelegen.
Zusammenfassend leide
die Beschwerdeführerin
unter einem chronischen
lum
bo
spondylogenen
Syndrom beidseits
, aktuell rechtsbetont bei Status nach mehr
fachen operati
ven Eingriffen an der Lendenwir
belsäule wegen Diskushernie
L4/L5, nachfolgender Segmentinstabilität und später
er
Pseudoarth
rose einer
Spon
d
ylodese
. Di
e heutige Schmerzsymptomatik sei multifaktoriell bedingt. Ei
nerseits zeige
sich ein noch nicht vollständiger
ossärer
Durchbau
der
Spondylo
dese
L4/L5,
welche anfangs 2010 revidiert wo
rde
n sei
, andererseits
eine un
gün
stige Lage der
Pedikelschrauben
; auch bestünden narbige
Veränderungen an
myofaszialen
und
ne
uromeningealen
Strukturen nach drei
operativen Eingrif
fen. Neben der mech
anischen Schmerzproblematik sei
aufgrund der Anamnese auch eine neuropathische Schmerzkomponente zusätzlich anzu
nehmen (L5 und S1 links) und
eine
Schmerzchronifizierung
bei jahrelangem und
komplikati
ons
reichem
Ve
rlauf. Es sei daher davon
auszugehen
, dass auch nach gesicher
tem
ossärem
Durchbau
der
Spondylodese
keine Schmer
zfreiheit mehr erzielt werden kö
nn
e
. Inwieweit nach gesichertem
Durchbau
durch die Entfernung der
Pedikel
schrauben
eine partielle Sc
hmerzlinderung erzielt werden kö
nn
e, mü
ss
e
zum jetzige
n Zeitpunkt noch offen bleiben.
Empfohlen werde im jetzigen Zeit
punkt
die Durchführung eines Arbeitstrainings zum schrittweisen Belastbar
keitsaufbau und zur Wiederangewöhnung an den Arbeitsprozess.
Laut Gutachten
(vgl. Schlussfolgerungen aus der EFL
,
S. 6
Ziff.
4.1.1) besteht
das
arbeitsbezogen
e relevante Problem
in einer sc
hmerzbedingt verminderten
Belas
tungstoleranz
der Lendenwirbelsäule, insbesondere bei längerem Sitzen. In Bezug auf die Zumutbarkeit der angestammten beruf
lichen Tätigkeit
erklärten die
Y._
-
Gutachter
(S.
7
Ziff.
4.1.2)
, d
ie von der Beschwerdeführerin
beschrie
be
ne
Tätig
keit habe vorwiegend in der
Arbeit am PC bestanden. Durchschnitt
lich zwei Mal
pro Monat seien Kunden besucht worden. Es
seien
dann
insbe
sondere Akten und
ein
Laptop
in Taschen und
einem
Rucksack mitgeführt
wor
den
. Das zu hantie
rende Gewicht
habe
unter der bei der EF
L ermittelten Leis
tungsgrenze
gelegen
und sei der Beschwerdeführerin daher zuzumuten.
Das Sit
zen am PC (nahezu den
g
anzen Tag) stelle
die wese
ntliche Belastung der
Len
denwirbelsäule
dar.
Dieses
könne der Beschwerdeführerin
unter der Vorausset
zung, dass
regelmässige
Posi
tionswechsel
möglich seien
und
bei Bedarf
zusätz
liche Pausen eingelegt
werden könn
t
en
,
zugemutet werden
. Zumutbar sei eine ganztägige Tätigkeit mit zusätz
lichen Pausen von
insgesamt zwei Stunden pro Tag.
In Bezug auf die
Frage
nach
der Zumutbarkeit
an
dere
r
berufliche
r
Tätigkeiten (S. 7 Ziff. 4.1.3) wurde eine
leichte
, we
chselbelastende Arbeit
mit seltenen Gewichtsbelastungen bis 15 kg
empfohlen
. Zumutbar sei eine ganztägige Tätigkeit mit zusätzlichen Pau
sen von insgesamt
ungefähr zwei Stunden pro Tag.
Unter dem Titel „Medizinische
B
eurteilung der Arbeitsfähigkeit
“ (S.
7
Ziff.
5) wurde
erneut
festgehalten, dass der Versicherten
eine k
örperlich leichte,
wechsel
belas
tende
Arbeit
zumutbar sei. Angesichts
der strukturell bedingten chroni
schen
Schmerzproblematik sei
zwar ein ganztägiger Arbeitseinsatz grundsätzlich zu
mutbar, jed
och nur mit vermehrten Pausen von
zwei
Stunden pro Tag
, entspre
chend einer 75%igen Arbeitsfähigkeit, optimal adaptiert. Aufgrund der
krank
heitsbedingt
en
lang
en Absenz vom Arbeitsprozess sei
en
jedoch
ein schrittweiser Belastbarkeitsaufbau und ei
ne Wiedereingewöhnung notwendig. Man empfehle
einen Beginn mit einem halbtägigen Arbeitspensum und einer Stei
gerung auf
eine Arb
eitsfähigkeit im
Rahmen der Zumutbarkeit im Verlauf
von drei bis sechs
Monaten.
In Bezug auf
die Frage nach
einer
Veränderung
der
Arbeitsfähigkeit
erklärten die
Y._
-
Gutachter
(S. 8 Ziff.
7)
, se
chs
Monate nach dem letzten operativen Ein
griff
(vom 23. Februar 2010, vgl. Urk. 8/107)
, d.h. ab August 2010,
könne
von
e
inem medizinisch eini
germassen stabilen Zustand
ausgegangen werden (bei noch
nicht vollständig durchgebauter
Spondylodese
)
, welche
r
ein
e berufliche Re
in
tegration erlaube
. Die
Arbeitsfähigkeit
sei wie folgt zu beurteilen
: 50
% ab
1.
August 2010 mit Steige
rungsmöglichkeit auf ein Ganztag
e
s
pensum mit ver
mehrten Pausen (Arbeitsfähigkeit:
75
%) im Rahmen eines Arbeitstrainings.
3.
6
In seinem Bericht vom 19.
Mai
2011 hielt
der behandelnde Neurochirurg
Dr.
A._
unter anderem fest, der knöcherne
Durchbau
interkorporell
sei soweit
zeit
gerecht erfolgt; schön ersichtlich seien die spangenförmigen Verkalkungen bei
fehlenden Hinweisen auf eine segmentale Lockerung. Eine Metallentfernung sei
bei weiterhin fortschreitendem knöchernen
Durchbau
zwei Jahre postopera
tiv, also
im Frühling denkbar (Urk. 8/147/13
-14
).
3.7
In seiner Aktenbeurteilung vom 4. Juli 2011 erachtete der RAD-Arzt Dr.
Z._
das
Y._
-
Gutachten vom 22. Juni 2011 als zuverlässig (Urk. 8/155/4-5).
3.8
Oberarzt Dr. med.
H._
,
Facha
rzt für Neurochirurgie, verneinte
in sein
em Be
richt vom 25.
Oktober 2011 eine sichere
interkorporelle
Durchbauung
(Urk. 8/147/9).
3.9
In seiner Stellungnahme vom 6. Januar 2012
ergänzte Dr.
Z._
,
d
er be
handelnde
Neurochirurg
Dr.
A._
habe
in seiner Stellungnahme vom 12. Novem
ber 2010
ab 1. September 2010 eine Teilbelastbarkeit mit 50%iger Arbeitsfähigkeit bestätigt
(vgl. Urk. 8/109)
, und
empfahl
dement
sprechend
,
den Beginn der verbesserten Arbeitsfähigkeit von 50 %
(
1. August 2010
)
auf den 1. September 2010 zu korrigieren (Urk. 8/
155/7).
4.
Das
Y._
-
Gutachten
vom 22. Juni 2011
ist
für die vorliegende
n
Belange umfas
send und
nachvollziehbar, berücksichtig die geklagten Beschwerden, beruht auf eigenen spezialärztlichen Untersuchungen samt EFL und wurde in Kenntnis der
V
orakten
und – entgegen dem Vorbringen
in
der Beschwerde
–
namentlich
auch
in Kenntnis
der
körperlichen Anforderungen
erstatte
t
, wie sie die ange
stammte Tätigkeit
der Versicherten
stellt.
Damit erfüllt das Gutachten
grundsätzlich
die von der
Rechtsprechung an medizinische Berichte gestellten Anforderungen
(vgl. E. 1.4
Abs.
1 hiervor)
.
Die
gutachterliche Einschätzung
stimmt
-
in Bezug auf den Grad der
Ar
beits
(
un
)
fähigkeit
-
mit
jener
des behandelnden
Neurochirurgen
Dr.
A._
vom
12. November 2010, wonach
nach Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
eine Teil
belastbarkeit
beziehungsweise
Arbeitsfähigkeit von 50
%
bestande
n habe
, über
ein
(Urk. 8/109; in der angefochtenen Verfügung unrichtig:
„
12.2011
“
; vgl. auch
Urk. 7
)
.
Was den Zeitpunkt der Verbesserung angeht, ist dessen
vom
Y._
-
Gut
achten zu Gunsten der Versicherten abweichende
Festlegung
durch die Verwal
tung auf den 1.
September 2010 (statt bereits a
uf den 1.
August 2010) gestütz
t auf die Stellungnahme des Dr.
Z._
(E. 3.9
hie
vor
) nicht zu beanstanden.
Soweit Dr.
A._
am
29. November 2010 (Urk. 8/111)
in Bezug auf den Zeitpunkt
der Verb
esserung der Arbeitsfähigkeit
erklärte, die für Anfang September
2010
angedachte 50%ige Arbeitsbelastbarkeit habe sich noch nicht realisieren lassen, weshalb er vorschlage, d
en
„
Arbeitsbeginn
“
neu auf den 1.
Januar 20
11 festzu
legen, ist
dem entgegenzuhalten, dass die
Y._
-
Gutachter nach eingehender Un
tersu
chung mit EFL eine angepasste, reduzierte Arbeitsfähigkeit auch ohne
knöch
er
nen
Durchbau
annahmen und überdies erklärten, es sei
davon auszu
gehen, dass auch nach gesichertem
ossärem
Durchbau
der
Spon
dylodese
keine Schmerzfrei
heit erzielt werden könne.
Nach dem Gesagten
ist
von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
ab 1. Sep
tem
ber
2010
auf
50 %
in der zuletzt aus
geübten
Tätigkeit a
uszugehen
.
Dies wird
durch die abweichende Einschätzung von Hausärztin Dr. med.
I._
,
Ärztin für Allgemeine Medizin, welche
bezogen auf den
Zeitpunkt der
Rentenherab
setzung
(
per
1. Dezember 2010) eine Ar
beitsunfähigkeit von 100 % und ab
1. Janu
ar 2011 noch eine Arbeitsunfähig
keit von 70 % attestierte (vgl. Urk. 8/112
,
114),
nicht
ernsthaft
in Frage gestellt
.
Zu prü
fen bleibt die erwerb
liche
Seite.
5
.
5
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Ver
bindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das
Er
werbs
einkommen
, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgegliche
ner
Ar
beits
marktlage
erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
-
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
E
r
werbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
überge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
wer
blichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturer
hebun
gen
(LSE) herange
zo
gen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1)
.
5.2
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte die
Beschwerdeführer
in
als
im
Gesund
heits
fall
Vollerwerbstätige
. Mangels verlässlicher Angaben – gemäss IK-Auszug (vom 3.
Oktober 2007, Urk. 8/10
) erzielte die
Versicherte
nur unregel
mässige
Er
werbseinkommen
(vgl. auch versicherungsinterner
Einkommensver
gleich
vom
25. August 2011 [Urk. 8/154/1])
- rechtfertigt es sich, für die Be
stimmung des
Vali
deneinkommens
auf die Tabellenlöhne der LSE abzustellen.
D
ie
Erwerbsbio
graphie
der Beschwerdeführerin
war
durch kurzzeiti
g innege
habte Arbeitsstellen gekenn
zeichnet
(vgl. auch Verlaufsprotokoll
der
versiche
rungsinternen
Berufs
be
ratung vom 27. Februar 2009 [Urk.
8/47/5 Ziff.
5
]
)
, und
das
letzte
Arbeit
s
verhältnis
bei der
G._
war
ebenfalls
nur
von kur
zer Dauer
(vgl.
Arbeitszeugnis vom 31. August 2006 [Urk. 8/5/4-5
] und
Kündi
gungs
s
chreiben vom
13.
Juli 2006 [
Urk. 8/5/2-3
]
, vgl. auch Arbeitgeberangabe vom 2. Oktober 2007
samt
Absenzenliste
[Urk. 8/11]
)
.
Diese Umstände
lassen
den Schluss nich
t zu, das
hypothetische
Valideneinkom
men
würde sich im massgebenden Zeit
punkt auf
Fr. 128
'
965.25
belaufen
.
Da der
Beschwerdeführer
in
ab
1.
September
2010
die vormals ausgeübte Tätigkeit wie
der
zu 50 %
zumutbar ist, kann für das
Validen- und das Invalideneinkommen
im Sinne eines Prozentvergleiches
(
zu dessen Zulässigkeit vgl. BGE
114 V 310 E.
3a; 104 V 135 E. 2b
)
auf
dieselbe
Be
messungsgrundlage
abgestellt werden. Damit ergibt sich bei einem
medizinisch ausgewiesenen Rest
leistungsvermögen von 50 % ein Invaliditätsgrad von 50 %.
Ein leidensbedingter Abzug
(
vgl.
zum Gan
zen BGE 126
V 75) ist nicht
ge
recht
fertigt, zumal
die
Y._
-
Gut
achter ein Steigerungspotential hin zu
ein
em
Ganz
ta
ges
pensum
mit verme
hrten Pausen beziehungsweise
hin
zu
einer Arbeits
fähig
keit von
75 %
im Laufe von drei bis sechs Monaten angaben.
6.
Dementsprechend besteht die
am 21.
Juni 2012 verfügte Herabsetzung der gan
zen auf eine halbe Rente mit
Wirkung ab 1.
Dezemb
er 2010 (vgl.
Art.
88
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
) zu Recht, was zur Ab
wei
sung der Beschwerde führt.
7
.
Die in Anwendung von
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG auszufällende Gerichtskostenpau
schale ist auf
Fr.
800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdefüh
rerin
aufzuerlegen.