Decision ID: 6d07325b-f316-5788-8ab3-d68a3fd82169
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die minderjährigen Beschwerdeführer, syrische Staatsangehörige kurdischer Ethnie, gemäss eigenen Angaben ihren Heimatort C._ (Syrien) Ende Mai 2010 gemeinsam verlassen haben und (gemäss Nachforschungen des BFM) per Flugzeug von Istanbul () her kommend am 6. Juni 2010 am Flughafen D._ landeten, wo sie Asylgesuche einreichten,
dass das BFM mit gleichentags eröffneten Verfügungen vom 6. Juni 2010 den Beschwerdeführern die Einreise in die Schweiz vorläufig  und beiden für die Dauer des weiteren Asylverfahrens bis maximal 60 Tage den Transitbereich des Flughafens D._ als Aufenthaltsort zuwies,
dass das BFM den Beschwerdeführer 2 am 8. Juni 2010 und den  1 am 9. Juni 2010 kurz befragt sowie am 18. Juni 2010 im Beisein eines Beistands einzeln angehört hat,
dass die Beschwerdeführer zur Begründung ihrer Asylgesuche im Wesentlichen geltend machten, viele Kumanci sprechende Kurden würden während des obligatorischen Militärdienstes in der syrischen Armee hingerichtet werden, dies sei in Syrien eine bekannte Tatsache,
dass beide aus Furcht, den Militärdienst nicht zu überleben, das Land verlassen hätten,
dass man mit 17 Jahren in Syrien das Militärbüchlein erhalte und von da an nicht mehr ausreisen könne, weshalb ihre Familien schon jetzt ihre Ausreise veranlasst hätten,
dass die gleichaltrigen Beschwerdeführer deshalb Ende Mai mit der Hilfe eines Schleppers per Auto von C._ (Syrien) nach  (Türkei) gefahren und von dort nach Istanbul weitergeflogen seien,
dass sie von dort nach drei oder vier Tagen mit der Hilfe eines anderen Schleppers nach E._ geflogen seien,
dass sie für die gesamte Reise gemäss eigenen Angaben ihre eigenen Reisepässe benutzt hätten, welche ihnen indessen vom Schlepper abgenommen worden seien; die Kontrollstelle an der Grenze zur Tür-
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kei habe sich problemlos passieren lassen, dafür hätte der Schlepper indes auch Geld bezahlt,
dass das Bundesamt mit Schreiben vom 10. Juni 2010 die  Vertretung in Damaskus um Abklärung bezüglich der  ersuchte,
dass in der Botschaftsantwort vom 20. Juni 2010 (per E-Mail) dem BFM im Wesentlichen mitgeteilt wurde, dass dem Beschwerdeführer 2 ein syrischer Reisepass ausgestellt worden sei, während der  1 eine syrische Identitätskarte habe und einen  Pass erlangen könne; beide seien syrische Staatsangehörige und von den syrischen Behörden nicht gesucht,
dass das BFM mit (separaten) Verfügungen vom 23. Juni 2010 –  eröffnet – feststellte, die Beschwerdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, die Asylgesuche ablehnte und die  aus dem Transitbereich des Flughafens sowie den  anordnete,
dass die Vorinstanz zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Pflicht zur Leistung des Militärdienstes beziehungsweise eine wegen dessen Nichtleistens drohende Strafe stelle nur dann eine  Verfolgung dar, wenn der Wehrpflichtige wegen seiner , Dienst zu leisten, mit einer Strafe zu rechnen habe, welche im Sinne von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) diskriminierend höher (als üblich) ausfalle oder an sich  hoch sei,
dass ebenfalls von einer Asylrelevanz nur dann gesprochen werden könne, wenn die Einberufung darauf abziele, einem Wehrpflichtigen aus einem der in Art. 3 AsylG genannten Gründen erhebliche  zuzufügen oder diesen in völkerrechtlich unzulässige Handlungen zu verstricken,
dass in den vorliegenden Fällen keine diesbezüglichen konkreten Hinweise vorhanden seien, da die Wehrpflicht in der syrischen  verankert sei und diese grundsätzlich für alle männlichen Staatsangehörigen gelte,
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dass derjenige, der sich durch Ausreise ins Ausland der Wehrpflicht entziehe, zwar mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zwei Jahren und einer Busse zu rechnen habe,
dass dies hingegen weder als unverhältnismässig hoch noch als  höher ausfallende Bestrafung zu qualifizieren sei,
dass zudem nicht davon auszugehen sei, dass syrische Kurden im Rahmen ihrer Dienstleistung generell gezielt und systematisch  ausgesetzt seien,
dass deswegen keine subjektive Furcht der Beschwerdeführer vor der Leistung des Militärdienstes als objektiv begründet gewertet werden könne,
dass im Weiteren ein Wegweisungsvollzug nach Syrien weder  noch unzumutbar noch unmöglich sei,
dass im Falle einer Rückkehr nicht mit einer verbotenen Strafe oder Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) zu rechnen sei,
dass auch die Minderjährigkeit der Beschwerdeführer kein  darstelle, zumal beide gemäss ihren Aussagen Eltern und Geschwister in ihrem Heimatdorf zurückgelassen hätten und somit über ein intaktes, tragfähiges Beziehungsnetz, das sie bei einer Rückkehr auffangen und stützen könne, verfügen würden,
dass die Beschwerdeführer die Verfügungen der Vorinstanz vom 23. Juni 2010 durch ihren gemeinsamen Rechtsvertreter mit  vom 30. Juni 2010 (Poststempel) anfechten liessen und dabei die Aufhebung der Verfügungen vom 23. Juni 2010, die Einreise zwecks Durchführung des Asylverfahrens sowie die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft beantragten; ferner sei beiden Asyl zu ,
dass eventualiter die Unzulässigkeit oder zumindest die  des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige  anzuordnen sei,
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dass in prozessrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht der Erhebung des Kostenvorschusses  wurde,
dass die Beschwerdeführenden in der Rechtsmittelschrift geltend machten, im Falle einer Rückkehr müssten sie wegen  und illegaler Ausreise eine mehrmonatige bis  Haftstrafe gewärtigen,
dass diese Ausführungen zeigen würden, für die Beschwerdeführer bestehe bei einer Rückkehr ein "real risk" im Sinne der Strassburger Organe bezüglich Art. 3 EMRK; daher sei der Vollzug der Wegweisung wegen Unzulässigkeit nicht statthaft, und es sei die vorläufige  für beide Beschwerdeführer anzuordnen,
dass die Akten der Vorinstanz, zwar unvollständig, am 1. Juli 2010 beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren des  1 (E-4729/2010) diesem mit Verfügung vom 2. Juli 2010  gab, die Beschwerde hinsichtlich der Begehren, es sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren, zu ergänzen, da der Rechtsmitteleingabe keine  Begründung zu entnehmen sei,
dass im Weiteren der Antrag um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und das Gesuch um Bestellung eines  (Art. 65 Abs. 2 VwVG) gutgeheissen wurden, wobei dem Beschwerdeführer Bernhard Jüsi, Rechtsanwalt, beigeordnet wurde,
dass schliesslich auf den Antrag um Bewilligung der Einreise nicht eingetreten wurde,
dass der Rechtsvertreter mit Eingaben vom 2. Juli 2010 in beiden  seine Begehren um Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft, Gewährung von Asyl und im Verfahren des Beschwerdeführers 2 um Bewilligung der Einreise zurückzog,
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dass das Bundesverwaltungsgericht mit verfahrensleitenden  vom 9. Juli 2010 die Verfahren der Beschwerdeführer  und feststellte, dass lediglich der Wegweisungsvollzug  sei, weshalb die Dispositivziffern 1-3 (betreffend , Asyl und Wegweisung) der angefochtenen Verfügungen in Rechtskraft treten würden,
dass ferner beiden Beschwerdeführern die unentgeltliche  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und dem  2 der Rechtsvertreter als amtlicher Rechtsbeistand im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG beigeordnet wurde,
dass der Rechtsvertreter mit Eingaben vom 8. Juli 2010 seine  zu den Akten reichte,

Considerations:
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 105 AsylG),
dass die Beschwerdeführer an den Verfahren vor der Vorinstanz  haben, durch die angefochtenen Verfügungen besonders  sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung haben und daher zur Einreichung der  legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),
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dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass die Ziffern 1-3 der vorinstanzlichen Verfügungen, wie schon in den Verfügungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Juli 2010 festgestellt wurde, in Rechtskraft erwachsen sind, da sich die  einzig gegen den Vollzug der Wegweisung richten (vgl. Schreiben des Rechtsvertreters vom 2. Juli 2010),
dass folglich im vorliegenden Verfahren lediglich zu prüfen bleibt, ob das Bundesamt den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärt hat,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass bezüglich der Geltendmachung von  gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vorgängerorganisation ARK (Schweizerische ) der gleiche Beweisstandard wie bei der  gilt, dass heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, , 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom
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28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat der  vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und  Bestimmungen zulässig ist, da das in Art. 5 AsylG  Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im  Verfahren keine Anwendung findet, weil rechtskräftig  wurde, die Beschwerdeführer würden die  nicht erfüllen, und überdies keine Anhaltspunkte für eine  Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die ihnen im Heimatland drohen,
dass die Beschwerdeführer in den Rechtsmittelschriften unter Hinweis auf das Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) zwar geltend machten, im Falle einer  müssten beide wegen Militärdienstverweigerung und illegaler Ausreise eine mehrmonatige bis mehrjährige Haftstrafe gewärtigen, was für die Minderjährigen übermässig hart erscheine, zumal die  Zustände in den (syrischen) Gefängnissen derart seien, dass ein Kind keinesfalls dieser Strafe ausgeliefert werden dürfe,
dass diesbezüglich jedoch festzuhalten ist, dass gemäss den  der Beschwerdeführer sowie öffentlich zugänglichen Quellen in Syrien das Mindestalter für die Wehrpflicht 19 Jahre, im Kriegsfall 18 Jahre beträgt (E-4729/2010, A14/10, S. 4; E-4733/2010, A18/9, S. 5; Schweizerische Flüchtlingshilfe, Syrien: Update: Aktuelle , Bern, 20. August 2008, S. 14),
dass sich in Syrien alle Männer mit 18 Jahren zu einer medizinischen Untersuchung für den Wehrdienst melden müssen,
dass derjenige, der sich nicht meldet, als Wehrdienstverweigerer gilt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden kann (Schweizerische Flüchtlingshilfe, a.a.O., S. 14),
dass die Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt aber erst (...) Jahre und (...) alt sind, weshalb sie gemäss dem soeben Ausgeführten bisher noch gar nicht die Pflicht hatten, sich zu einer medizinischen Untersuchung für den Wehrdienst zu melden beziehungsweise in den Wehrdienst einzurücken,
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dass sie folglich - entgegen der Behauptung in den Beschwerden - durch die Ausreise aus dem Heimatland gar keine  begehen konnten, weshalb sie bei einer Rückkehr nach Syrien auch keine diesbezügliche Bestrafung zu befürchten haben, was durch die Botschaftsantwort der Schweizerischen Vertretung in Syrien vom 20. Juni 2010 bestätigt wird, zumal dort festgehalten wird, dass beide Beschwerdeführer in Syrien nicht gesucht werden,
dass zudem die Behauptung der Beschwerdeführer in den Rechtsmit - telschriften, wonach sie bei einer Rückkehr nach Syrien wegen  Ausreise eine Bestrafung zu befürchten hätten, unglaubhaft ist, zumal die Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung zu Protokoll gaben, die Grenze zur Türkei legal passiert zu haben (E-4729/2010, A14/10, S. 5; E-4733/2010, A18/9, S. 6), was durch die  vom 20. Juni 2010 ebenfalls bestätigt wird,
dass auch deren Aussage, wonach ihre Familien den Ruf hätten, viele kurdische Oppositionelle hervorzubringen und generell  eingestellt zu sein, was den Beschwerdeführern zum  werden könne, um eine unbewiesene Behauptung handelt, die in den Akten keine Stütze findet,
dass schliesslich festzuhalten ist, dass keine Anhaltspunkte dafür , dass die Einreichung eines Asylgesuchs für sich alleine bei einer Rückkehr nach Syrien regelmässig zu behördlicher Verfolgung führt,
dass sich der Vollzug der Wegweisung deshalb vorliegend auch unter dem Aspekt der Kinderrechte als zulässig erweist,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass das Bundesverwaltungsgericht in Bezug auf die allgemeine - und Menschenrechtslage in Syrien insgesamt zum Schluss kommt, dass in Syrien keine Kriegs- oder Bürgerkriegssituation und auch keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und ein Vollzug der Wegweisung grundsätzlich nicht unzumutbar erscheint,
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dass der Minderjährigkeit bei der Prüfung des Asylgesuches eine  Bedeutung zukommt, da nach weiterhin gültiger Praxis (vgl. dazu Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2006 Nr. 24) im Falle von unbegleiteten  das Kindeswohl im Rahmen der Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges mitzuberücksichtigen ist, woraus sich  die Verpflichtung ergibt, von Amtes wegen die spezifisch mit der Minderjährigkeit verbundenen Aspekte des Wegweisungsvollzuges abzuklären (vgl. EMARK 2006 Nr. 24 E. 6.2.4),
dass die Asylbehörden insbesondere von Amtes wegen verpflichtet sind, die Situation, die unbegleitete Minderjährige realistischerweise bei einer Heimkehr zu erwarten haben, abzuklären; wobei auch die Lage der Eltern zu berücksichtigen ist, beziehungsweise ob das Kind konkret zu seinen Eltern zurückgeführt werden kann und ob diese  sind, die Bedürfnisse dieses Kindes abzudecken (EMARK 2006 Nr. 24 E. 6.2.4),
dass deshalb die Ausführungen der Vorinstanz in Bezug auf die  des Vollzugs der Wegweisung der minderjährigen  zwar im Ergebnis als zutreffend zu bestätigen sind, zumal in den Beschwerden das soziale Netz der Beschwerdeführer in Syrien nicht bestritten wird, jedoch als sehr dürftig zu qualifizieren sind,
dass die blosse Feststellung, die Eltern oder andere Angehörige  im Heimatland leben und könnten die Kinder wieder aufnehmen, ungenügend ist (EMARK 2006 Nr. 24 E. 6.2.4),
dass – wie weiter unten erläutert wird – angesichts des Alters der Be - schwerdeführer, deren kurzen Landesabwesenheit und deren  im vorliegenden Fall indessen kein Anlass ersichtlich ist, weitere Abklärungen vor Ort zu tätigen,
dass sich die Beschwerdeführer erst seit etwas mehr als einem Monat ausserhalb ihres Landes aufhalten, weshalb nicht anzunehmen ist, dass sie aufgrund ihrer Landesabwesenheit bei einer Rückkehr mit Schwierigkeiten konfrontiert werden beziehungsweise den Kontakt zu ihren Eltern nicht wieder aufnehmen könnten,
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dass die Beschwerdeführer, bis auf den fünfmonatigen Aufenthalt des Beschwerdeführers 1 im Libanon, ihr ganzes bisheriges Leben in  verbracht haben, wo sie Schulen besucht und gearbeitet haben,
dass der Beschwerdeführer 2 vor der Ausreise eine Lehre als Coiffeur absolviert hat, während der Beschwerdeführer 1 den Beruf eines Automechanikers gelernt und als Coiffeur gearbeitet hat; weshalb  ist, sie könnten sich in ihrer Heimat auch in wirtschaftlicher Hinsicht wieder eingliedern,
dass gemäss den eigenen Angaben die Eltern sowie die Geschwister nach wie vor in C._ leben, weshalb davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführer in ihrer Heimat über ein enges soziales  verfügen, welches eine Reintegration erleichtert,
dass der Beschwerdeführer 2 in der Rechtsmittelschrift ferner geltend machte, er leide unter einer Herzerkrankung, was einem  entgegenstehe,
dass vorab darauf hinzuweisen ist, dass die medizinische  insbesondere in C._, wo der Beschwerdeführer 2 von seiner Geburt bis zu seiner Ausreise gelebt hat, grundsätzlich  ist,
dass hinsichtlich der behaupteten Herzerkrankung zudem festzustellen ist, dass es der Beschwerdeführer 2 – trotz zumutbarer  (vgl. Art. 8 AsylG) – unterlassen hat, seine Behauptung durch ärztliche Berichte zu belegen,
dass gegen das Vorhandensein einer solchen Erkrankung überdies der Umstand spricht, dass der Beschwerdeführer 2 damit rechnet, in  in den Militärdienst eingezogen zu werden, obwohl ihm bekannt sein muss, dass in Syrien Männer mit medizinischen Einschränkungen von der Wehrpflicht ausgenommen sind (Schweizerische , a.a.O. S. 14),
dass ausserdem festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer 2  der Befragungen seine behauptete Herzerkrankung mit  Wort erwähnt hat,
dass deshalb davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer 2 die Herzerkrankung lediglich vorschiebt, um den Vollzug der Wegweisung
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zu verhindern, weshalb darauf verzichtet werden kann, die in der  beantragte medizinische Untersuchung des  zu veranlassen (antizipierte Beweiswürdigung; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 274; EMARK 2003 Nr. 13 S. 84),
dass daher unter Würdigung aller Umstände der Vollzug der  der Beschwerdeführer nach Syrien auch unter Berücksichtigung des Kindeswohls als zumutbar zu erachten ist, zumal sich aus den Akten keine individuellen Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung in ihrem Heimatland ergeben,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführer in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführern obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens den Beschwerdeführern die Verfahrenskosten aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 [VGKE, SR 173.310.2]), wobei diese angesichts des vereinten Verfahrens zu reduzieren wären. Den  wurde im Rahmen des Instruktionsverfahrens jedoch die  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt, weshalb keine Kosten zu erheben sind,
dass im Falle des Unterliegens dem behördlich eingesetzten Anwalt ein amtliches Honorar für seine Aufwendungen im  auszurichten ist,
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dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer seine Honorarnoten im Umfang von Fr. 815.75 für den Beschwerdeführer 1 und im Umfang von Fr. 732.75 für den Beschwerdeführer 2 einreichte, wobei er total für beide Verfahren 5 Stunden und 15 Minuten (à Fr. 300.-/Std.),  von Fr. 16.- und einen Mehrwertsteuerbetrag von Fr. 109.50 verrechnete,
dass angesichts der quasi identischen Verfahren und des , der durch eigenes Verschulden verursacht wurde (vgl. Eingabe vom 2. Juli 2010/E-4733/2010: „in der Hitze des Gefechts (...) irrtümli - cherweise“ und Eingabe vom 2. Juli 2010/E-4729/2010: „versehentlich nicht aus der Eingabe entfernt“), der in den Kostennoten  zeitliche Vertretungsaufwand den vorliegenden, nicht übermässig komplexen oder umfangreichen Verfahren nicht als vollumfänglich  respektive notwendig im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG erscheint,
dass deshalb unter Berücksichtigung der massgebenden  (Art. 9 - 13 VGKE) und der Entschädigungspraxis in Vergleichsfällen der zeitliche Vertretungsaufwand für die  auf insgesamt 3 Stunden festzusetzen ist,
dass folglich dem als unentgeltlicher Rechtsbeistand eingesetzten Rechtsvertreter in Anwendung von Art. 65 Abs. 2 VwVG sowie Art. 7 ff. VGKE ein amtliches Honorar von Fr. 985.- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist.
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