Decision ID: 32af511f-93fa-43d9-8f69-d842608f615e
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
betreffend Aufhebung der Beistandschaft
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Zürich vom 21. November 2013 i.S. B._, geb. tt.mm.2000; VO.2012.1347 (Kindes- und  der Stadt Zürich)
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Beschluss Nr. 1699 der Vormundschaftsbehörde der Stadt Zürich vom 10. Juli 2012 (act. 8/71 und siehe act. 8/93):
1. Es wird Vormerk genommen, dass das Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, mit Verfügung vom 25. Juni 2012 für B._ eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet hat.
2. Zum Beistand wird Herr C._ ernannt mit den Aufgaben,
a) Organisation der Fremdplatzierung im Internat D._ in E._,
b) Unterstützung der Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat,
c) Überwachung der Besuchszeiten,
d) Unterstützung der Parteien in ihrer Kommunikation untereinander und mit dem Kind,
e) Vermittlung bei Konflikten zwischen den Parteien in ihrer Kommunikation untereinander und mit dem Kind,
f) Vermittlung bei Konflikten zwischen den Parteien im Zusammenhang mit der Ausübung der elterlichen Sorge
und mit der Einladung
g) erstmals ordentlicherweise per 30. Juni 2014 Bericht zu erstatten.
3. Keine Gebühr. Kosten auf die Amtskasse.
4./5. Mitteilungssatz / Rechtsmittelbelehrung.
Urteil des Bezirksrates Zürich, Kammer II, vom 21. November 2013 (act. 6 =
act. 7/13):
I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und die Wahl von C._ zum Beistand von B._ wird bestätigt.
II. Die Entscheidgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
III. Rechtsmittelbelehrung.
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Considerations:
Erwägungen:
1.1. F._ und A._ sind die geschiedenen Eltern von B._, geboren am tt.mm.2000. Ihre am tt. August 1999 in Kairo, Ägypten, geschlossene Ehe
wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. Mai 2010 geschieden. Die
elterliche Sorge wurde beiden Eltern belassen, B._ unter die Obhut von
F._ gestellt und A._ das Recht eingeräumt, B._ jedes Wochenende
von Freitag Abend, 17 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, zu betreuen (act. 8/7 bzw. act.
8/9 [Sammelbeilage]). Jedes der Eltern sollte mit B._ auch die Hälfte ihrer
Ferien verbringen können. Im Herbst 2011 erstattete F._ gegen A._ bei
der Stadtpolizei Zürich Anzeige wegen ständigen Belästigens durch Telefonanrufe
und Senden von SMS wie auch wegen Drohung (act. 8/1). Am 27. September
2011 wurde gestützt auf das Gewaltschutzgesetz ein Betret- und Kontaktverbot
angeordnet (act. 8/2 S. 7, act. 8/3). A._ stellte in Abrede, dass er seine von
ihm geschiedene Frau belästigt oder bedroht habe, sondern hielt vielmehr fest, er
habe sie am Samstag, 24. September 2011, mit einem Zuhältertyp gesehen, was
ihm Angst mache (act. 8/2 S. 6 unten). Das Betret- und Kontaktverbot gegenüber
F._ wurde offenbar bis Ende Dezember 2011 verlängert. Unklar ist, ob das
Kontaktverbot auch gegenüber der Tochter B._ verlängert wurde (vgl. act.
8/9 S. 4 und S. 5).
1.2. Die Stadtpolizei Zürich machte in der Folge die Vormundschaftsbehörde der
Stadt Zürich über die Familiensituation A._-F._ aufmerksam (act. 8/5).
Der Waisenrat (Vormundschaftsbehörde) übertrug die Abklärung der Lebensver-
hältnisse von B._ noch im September 2011 dem dafür zuständigen Sozial-
zentrum G._ bzw. dort tätigen Sozialarbeiterinnen (act. 8/6, act. 8/5).
A._ wandte sich im September 2011 an die Stadtpolizei, im Oktober 2011
auch an die Vormundschaftsbehörde, und schilderte den Behörden, dass er in
grosser Sorge um seine Tochter sei, seine Frau leide vermutlich an einer kleinen
psychischen Erkrankung, sie sei nicht einsichtig und verweigere jede ärztliche
Behandlung (act. 8/9, act. 8/7, act. 8/12). Die Stadtpolizei Zürich fasste im Rap-
port vom 12. Oktober 2011 die Ausführungen von A._ wie folgt zusammen
(act. 8/9 S. 3): Er, A._, wolle seiner Ehefrau gegenüber nichts Böses, sie
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seien zwar vor dem Schweizer Recht geschieden, jedoch vor Gott und der Bibel
würden sie immer verheiratet bleiben, er wolle aber auch nach der Scheidung ge-
genüber seiner Ehefrau nichts Böses. Er mache sich aber Sorgen um seine Toch-
ter. Jetzt sei sie gerade mit der Mutter (F._) unterwegs nach Italien. Er wolle
wissen, wo genau sie in Italien hin fahren und mit wem sie verreisen würden. Sie
hätten das gemeinsame Sorgerecht und er müsse wissen, wo sich die Tochter
aufhalte. Am Vortag sei das Kontaktverbot zu seiner Tochter aufgehoben worden
und heute Morgen, als er um 8 Uhr habe anrufen wollen, habe er die Tochter
nicht erreichen können. Ausgerechnet heute würde seine Ehefrau mit der Tochter
ins Ausland reisen. Sie sei jetzt schon etwa drei Mal nach H._ auf den Markt
gefahren. Es wäre schon möglich, dass sie jetzt auch dorthin fahre, aber dann
müsse man ihm das sagen. Er, A._, wolle seine Tochter so schnell wie mög-
lich sehen und ihr alles erklären. Es habe F._ in der Folge von der Polizei te-
lefonisch erreicht werden können, und sie habe erklärt, sie sei unterwegs mit
B._ nach H._, sie wollten dort den Markt besuchen. Sie habe A._
wegen des Kontaktverbotes nicht persönlich über den Ausflug nach H._ ori-
entiert, ihm aber über einen Freund ausrichten lassen, dass er B._ heute
nicht sehen könne, weil sie nach H._ fahren würden (act. 8/9 S. 4).
1.3. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2011 gelangte A._ erneut an die Vor-
mundschaftsbehörde Zürich und ersuchte sinngemäss darum, B._ während
der gesamten Weihnachtsferien zu sich nehmen zu dürfen (act. 8/13 und act.
8/14). Dieser Antrag koinzidierte aber mit einer Vorabinformation durch die mit der
Abklärung betrauten Sozialarbeiterin an den zuständigen Waisenrat der Vor-
mundschaftsbehörde. Gemäss Lehrpersonen von B._ wie auch gemäss des
Schulpsychologischen Dienstes lägen eindeutige und entschiedene Information
vor, die auf eine akute Gefährdung des Kindswohls von B._ hinweisen wür-
den, weshalb nach Ansicht aller involvierten Personen ein Obhutsentzug gemäss
Art. 310 ZGB sowie die Errichtung einer Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1
und 2 ZGB notwendig sei (act. 8/15). Es handle sich insgesamt um einen sehr
heiklen Fall. Die Sachlage erfordere eine präzise und wohlüberlegte Vorgehens-
weise (ebenda). Der Abklärungsbericht würde Ende Januar 2012 vorliegen.
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1.4. Am 2. Februar 2012 machte A._ im Beisein der Tochter B._ ge-
genüber der Polizei geltend, dass die Mutter B._ jeweils am Nachmittag nach
der Schule vor dem Haus warten lasse, bis sie, die Mutter, von der Arbeit nach
Hause komme. Er, A._, wolle mit der Meldung bezwecken, dass seine Toch-
ter wieder einen Schlüssel zur Wohnung der Mutter erhalte (act. 8/19 S. 3 unten
f.). Nachdem die Polizei die anwesende B._ hatte zu Wort kommen lassen
(act. 8/19 S. 5 unten f.), und die Mutter telefonisch zum zur Meldung gebrachten
Sachverhalt befragen konnte (act. 8/19 S. 4 unten f.), sah die Stadtpolizei Zürich
von polizeilichen Massnahmen ab, erklärte aber, an die Vormundschaftsbehörde
zu rapportieren (act. 8/19 S. 6 unten). Die Stadtpolizei hielt zuhanden der Vor-
mundschaftsbehörde fest, dass das schwierige Verhältnis zwischen den Eltern
von B._ auf der Dienststelle mittlerweile bekannt sei, und A._ immer
wieder versuche, sein Kind zu beeinflussen (act. 8/19 S. 6 unten).
2.1. Am 29. Februar 2012 lag der Abklärungsbericht der verantwortlichen Sozial-
arbeiterinnen des Sozialzentrums G._ über die Situation von B._ vor
(act. 8/21). Beantragt wurde im Wesentlichen ein Obhutsentzug und die Errich-
tung einer Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 aZGB. Gewisse Anträge
wurden im für A._ bestimmten Exemplar eingeschwärzt (vgl. hierzu unter II.
3.1.1.). Der Abklärungsbericht wurde allerdings (noch) nicht den Eltern übermit-
telt. Der Waisenrat der Vormundschaftsbehörde Zürich liess gestützt auf den Ab-
klärungsbericht und zwecks Festlegung von Kindesschutzmassnahmen auf den 9.
Mai 2012 zur Anhörung vorladen (act. 8/25). Am 9. Mai 2012 hörte der Waisenrat
B._ wie auch die Eltern im Beisein der für den Bericht verantwortlich zeich-
nenden Sozialarbeiterin und eines Adjunkten zur Frage der Fremdplatzierung,
Beistandschaft etc. an (act. 8/27). Dem Vater wurde im Anschluss an die Anhö-
rung eine Unterredung mit dem Waisenrat unter vier Augen gewährt (act. 8/27 S.
3). Da beide Eltern sich mit einer Platzierung von B._ im Internat D._ in
E._ einverstanden erklärten, wurde der Antrag auf Obhutsentzug nicht mehr
aufrechterhalten. Die im Abklärungsbericht geäusserte Empfehlung auf überwach-
ten persönlichen Verkehr wollte die Vormundschaftsbehörde Zürich auch nicht
mehr weiter verfolgen. An der Errichtung einer Beistandschaft, und zwar mit
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C._ als Beistand, hielt sie fest (act. 8/27 S. 2). Den Kindseltern wurde dies
anlässlich der Anhörung so mitgeteilt (act. 8/27 S. 3).
2.2. Noch am Abend nach der Anhörung kam es wegen einer Lappalie (wegen
eines Nagellackfläschchens) zu Handgreiflichkeiten zwischen der Mutter und
B._. Sowohl die Mutter als auch B._ trugen Schürfungen und Prellungen
davon (zu den jeweiligen Verletzungsbildern vgl. act. 8/33, Austrittsbericht Stadt-
spital Triemli vom 10. Mai 2012 bzw. act. 8/45 [die Verletzungen der Mutter wur-
den von der Stadtpolizei festgehalten]). B._ rief nach der handgreiflichen
Auseinandersetzung mit ihrer Mutter ihren Vater an und bat ihn, sie, B._, ab-
zuholen. A._ brachte seine Tochter noch am gleichen Abend ins Triemlispital
zur Abklärung, wo sie aber wegen medizinischen unauffälligen Verlaufs noch am
selben Abend wieder entlassen werden konnte. Die verantwortlichen Ärzte hielten
aber eine Gefährdungsmeldung an die Vormundschaftsbehörde für angezeigt
(act. 8/38). Zwei Tage später erschien A._ am 11. Mai 2012 auf der Polizei-
wache und erstattete Anzeige gegen F._ wegen Körperverletzung und Tät-
lichkeit zum Nachteil der Tochter B._ (act. 8/33 S. 6 des Polizeirapports
[Sammelbeilage], Strafantrag vom 14. Mai 2012). Am Tag zuvor hatte bereits die
Mutter wegen des Vorfalls vom 9. Mai 2012 eine Anzeige gegen ihre Tochter we-
gen Tätlichkeit erstattet. Die Mutter verzichtete am 18. Mai 2012 auf einen Straf-
antrag gegen ihre Tochter (act. 8/45 [Sammelbeilage]) bzw. zog diesen zurück.
Sie führte an, dass B._ von ihrem Vater gegenüber ihr, der Mutter, instru-
mentalisiert werde, weshalb die ihr, der Mutter, von der Tochter entgegen ge-
brachte Aggressivität nicht B._ angelastet werden könne.
2.3. Am 15. Mai 2012 erschien F._ wiederum auf dem Polizeiposten und er-
stattete Strafanzeige gegen A._ wegen Drohung und Nötigung. B._ sei
trotz entsprechender Abmahnungen nicht zu ihr zurückgebracht worden. Ebenso
machte F._ geltend, dass A._ ihr unter Androhung ernstlicher Nachteile
Dokumente zur Unterschrift vorgelegt habe. Er habe ihr gesagt, sollte sie diese
Dokumente nicht unterschreiben, z.B. ihm das alleinige Sorgerecht überlassen, so
würde er ihr das Leben zur Hölle machen (act. 8/33 [Sammelbeilage], Einvernah-
me vom 15. Mai 2012). Ebenso habe er an sie adressierte Post an ihn umleiten
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lassen. Am 18. Mai 2012 wurde A._ vorübergehend in Haft gesetzt, aber
noch am gleichen Tag wieder aus der Haft entlassen (act. 8/42). B._, die sich
nach wie vor beim Vater aufhielt und eigenen Angaben zufolge nicht zu ihrer Mut-
ter hatte gehen wollen, wurde bei einer Bekannten der Mutter untergebracht (act.
8/35, Bericht Stadtpolizei Zürich, Kinderschutz, act. 8/41). Es wurde erneut ge-
stützt auf das Gewaltschutzgesetz für die Dauer von 14 Tagen bis mindestens 1.
Juni 2012 ein Betret- und Kontaktverbot für A._ angeordnet (act. 8/40 und
act. 8/41, act. 8/42). Am Sonntag, 22. Mai 2012, kehrte B._ in den mütterli-
chen Haushalt zurück und wollte auch dort bleiben (act. 8/56, act. 8/47). Das Kon-
taktverbot gegenüber der Tochter B._ wurde mit Verfügung des Zwangs-
massnahmengerichts des Bezirksgerichtes Zürich per 6. Juni 2012 aufgehoben
(act. 8/52).
2.4. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 5. Juni 2012 wurde für
B._ eine Beistandschaft nach Art. 392 Ziffer 2 aZGB errichtet. Der Beistand,
I._, wurde im Wesentlichen beauftragt, B._ in den Strafverfahren betref-
fend ihrer Eltern zu vertreten (act. 8/48). B._ erklärte wenig später gegenüber
einer polizeilichen Sachbearbeiterin, dass sie nicht bereit sei, in einem Strafver-
fahren Aussagen zu machen, weil sie weder ihre Mutter noch ihren Vater in ir-
gendeiner Form benachteiligen oder belasten wolle (act. 8/83, Einstellungsverfü-
gung der STA Zürich vom 16. Juli 2012 bzw. 18. Juli 2013, S. 2 und S. 5). Mit Be-
schluss der Vormundschaftsbehörde vom 16. Oktober 2012 wurde die Beistand-
schaft gemäss Art. 392 Ziff. 2 aZGB aufgehoben (act. 8/83).
3.1. A._ reichte anfangs Juni 2012 am Bezirksgericht Zürich eine Klage auf
Abänderung des Scheidungsurteils vom 20. Mai 2010 im Sinne einer Neuordnung
der elterlichen Sorge über B._ sowie der damit zusammenhängenden Be-
suchsrechte und Unterhaltsverpflichtungen ein. Gleichzeitig stellt er ein Gesuch
um Anordnung vorsorglicher Massnahmen (vgl. act. 8/59). Aufgrund der sachli-
chen Doppelzuständigkeit gemäss Art. 315a Abs.3 ZGB übernahm das Bezirksge-
richt das bereits eingeleitete Kindesschutzverfahren zur Weiterbehandlung, und
die Vormundschaftsbehörde schrieb das Verfahren an ihren Registern ab (vgl.
act. 8/57, act. 8/61, act. 8/77).
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3.2. Mit Entscheid vom 25. Juni 2012 wurden die Anträge von A._ auf Er-
lass vorsorglicher Massnahmen abgewiesen und B._ (einstweilen) unter der
elterlichen Sorge beider Parteien belassen (act. 8/86 S. 29, Dispositivziffern 1 und
2). Die Obhut über B._ wurde den Eltern ab Beginn des Schuljahres
2012/2013 für die Dauer des Verfahrens entzogen und B._ auf unbestimmte
Zeit fremdplatziert. Auf Beginn des Schuljahres 2012/2013 wurde B._ im In-
ternat D._ untergebracht. Den Eltern wurde an den Wochenende jeweils al-
ternierend ein Besuchsrecht eingeräumt. Die Betreuung von B._ während
der Ferien und an Feiertagen sollte nach wie vor je hälftig von beiden Eltern
wahrgenommen werden (act. 8/86 S. 29, Dispositivziffern 3 bis 6). Zudem errich-
tete die Einzelrichterin eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und
ersuchte die Vormundschaftsbehörde der Stadt Zürich, eine Beistandsperson zu
ernennen. Die Einzelrichterin ernannte sodann I._ c/o ..., als Prozessbei-
stand für B._ im Abänderungsverfahren ihrer Eltern.
3.3. Die Vormundschaftsbehörde ernannte mit Beschluss vom 10. Juli 2012
C._, c/o Sozialzentrum G._, zum Beistand nach Art. 308 Abs. 1 und 2
aZGB (act. 8/63, act. 8/65, act. 8/86 S. 30 i.V. m. act 63, Dispositivziffer 9, act.
8/71). Mit Eingabe vom 11. August 2012 an die Vormundschaftsbehörde Zürich
beschwerte sich A._ über die Ernennung von C._ zum Beistand von
B._. Er begründete seine Beanstandungen sinngemäss dahingehend, dass
im Exemplar des Abklärungsberichtes, welches zwischenzeitlich an ihn übermittelt
worden sei (act. 8/28, act. 8/36), Passagen abgedeckt gewesen seien; Herr
J._ von der Vormundschaftsbehörde, sein Team, Frau K._ und nun
auch der Beistand würden sich unkorrekt gegenüber ihm, A._, verhalten. An-
dererseits mache der Beistand C._ seiner Tochter Angst, und sie wolle des-
halb nichts mit ihm zu tun haben. Er stelle den unveränderten Antrag, den Bei-
stand durch Herr L._, ehrenamtlicher ... in der ... Kirche ... und Sonntags-
schullehrer von B._, zu ersetzen (act. 8/82 S. 2, act. 8/67).
4.1. Mit Beschluss vom 30. Oktober 2012 lehnte es die Vormundschaftsbehörde
ab, eine neue Wahl zu treffen, und unterbreitete die Angelegenheit dem Bezirks-
rat mit dem Antrag, C._ als Beistand zu bestätigen (act. 8/93= act. 7/1). Mit
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Urteil vom 21. November 2013 wies der Bezirksrat Zürich die Beanstandungen
von A._ gegen die Wahl von C._ ab (act. 7/13= act. 6). Auf die Begrün-
dung ist wo nötig zurückzukommen.
4.2. Am 23. Dezember 2013 erhob A._ i.S. der Art. 450 f. ZGB i.V.m. § 64
EG KESR beim Obergericht Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrates vom
21. November 2013 (act. 2). Die Beschwerde erfolgte rechtzeitig (act. 7/17, act.
2). Es wurden die Akten von Bezirksrat und der Vormundschaftsbehörde bzw. der
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde beizogen (§§ 66 ff. EG KESR; act. 7/1-
17, act. 8/1-121). Auf die Einholung einer Vernehmlassung der Vorinstanz wurde
verzichtet. Es wurde abgeklärt, ob die Mutter überhaupt mit der Ersetzung des
Beistandes durch L._ einverstanden wäre (act. 12). Auch wurden dem Bei-
stand von der Referentin konkrete Fragen gestellt, es wurde der Beistand über-
dies aufgefordert, die Umstände darzustellen, die zum Bericht vom 9. April 2013
an den Rechtsvertreter der Mutter im Abänderungsverfahren vor Bezirksgericht
Zürich geführt hatten (act. 8/116, act. 9, act. 10). Dem Beschwerdeführer wurde
Gelegenheit gegeben, zu diesen Ausführungen Stellung zu nehmen (act. 13 und
act. 17). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.
II.
1.1. Das am 1. Januar 2013 in Kraft getretene neue Kindes- und Erwachsenen-
schutzrecht findet sofort Anwendung auch in materieller Hinsicht (Art. 14 SchlT
ZGB). Das neue Recht ist prozessual auch auf hängige Verfahren anzuwenden.
Die wesentlichen Bestimmungen zur Wahl der Person des Beistandes haben al-
lerdings nicht wesentlich geändert. Die Erwachsenenschutzbehörde (vormals
Vormundschaftsbehörde) hat eine mündige Person als Beistand zu wählen, die zu
diesem Amte geeignet erscheint (aArt. 375 Abs. 1 i.V.m. aArt. 367 Abs. 3 ZGB;
Art. 400 Abs. 1 ZGB).
1.2. Nicht Gegenstand des Verfahrens vor Obergericht können nachfolgende An-
liegen des Beschwerdeführers sein:
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Da die Aufhebung der Beistandschaft nach Art. 392 Ziff. 2 aZGB nicht Gegen-
stand des angefochtenen Urteils des Bezirksrates ist, kann sie auch im vorliegen-
den Verfahren vor Obergericht nicht geprüft werden (vgl. act. 2 S. 1 "betref-
fend..."). Geltend gemachtes Fehlverhalten von Beistand I._ ist daher von
Vornherein nicht zu prüfen (act. 2 S. 3, S. 4 unten). Angebliches Fehlverhalten
durch die Polizei kann aus dem nämlichen Grund nicht geltend gemacht werden,
weshalb auch keine Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren behandelt wer-
den können (act. 2 S. 6). Auch die Ausführungen des Beschwerdeführers, die sich
gegen die Fremdplatzierung richten und gegen die Anordnung der Beistandschaft
nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB sind nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah-
rens (act. 2 S. 2). Die Fremdplatzierung bzw. die Beistandschaft nach Art. 308
Abs. 1 und 2 ZGB wurden mit Verfügung vom 25. Juni 2012 von der Einzelrichte-
rin am Bezirksgericht Zürich rechtskräftig angeordnet. Anträge auf Abänderung
getroffener Kindesschutzmassnahmen sind deshalb bei der Einzelrichterin zu stel-
len.
2.1. Der Beschwerdeführer will, wenn überhaupt einen Beistand, dann in der
Person von L._ als Privatbeistand für B._ (zuletzt in act. 17 S. 5).
Hauptkriterium für die Wahl zwischen Privat- und Berufsbeistand ist, wer für das
konkrete Mandat besser geeignet ist (Ruth E. Reusser, Erwachsenenschutz, Ba-
sel 2012, N 17 zu Art. 400 ZGB). Die vorliegende Familiensituation hat sich trotz
Scheidung der Ehe der Parteien vor bald 4 Jahren, einem gemeinsamen Sorge-
recht über B._ und einer faktisch geteilten Obhut nicht beruhigt. Der Konflikt
breitete sich aus. In einer solchen Situation soll die Beistandschaft nicht einer mit
dem familiären Umfeld verbundenen Privatperson übertragen werden (Reusser,
a.a.O.). L._, welcher wie die Kindseltern der (kleinen) ... Gemeinde in ... an-
gehört, eignet sich aus diesem Grund für das Amt des Beistandes nicht. F._
attestiert sinngemäss L._ persönliche Eignung für das Amt, lehnt aber im
konkreten Fall unter Hinweis darauf, dass L._ ein sehr guter Freund des Be-
schwerdeführers sei, ihn als Beistand von B._ ab (act. 12). Der Beschwerde-
führer bestreitet, dass L._ ein guter Freund von ihm sei, bestätigt aber, dass
L._ ein Bekannter aus dem Kreis der ... Kirche sei (act. 17 S. 5 oben). Zu-
dem ist fraglich ob L._ von einer objektiven am Wohl und im langfristigen In-
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teresse von B._ ausgerichteten Wahrnehmung der Beistandsaufgaben aus-
geht. Gemäss A._ soll sich nämlich L._ auf den Standpunkt stellen,
dass sich B._ lediglich befristet in einem Internat aufhalten solle ("Er
[L._] ist der Auffassung, dass muss nicht mehr als ein Jahr sein, da B._
sich sonst von beiden Eltern distanzieren würde, und es nicht gut für ihre pubertä-
re Entwicklung wäre"; act. 8/82 S. 2, so der Beschwerdeführer in seiner Be-
schwerde an den Bezirksrat).
Den bezirksrätlichen Ausführungen im angefochtenen Entscheid, weshalb
L._ nicht als Beistand in Frage kommt, ist daher beizupflichten.
2.2. Mit dem Bezirksrat ist weiter festzuhalten, dass der Berufsbeistand C._
persönlich und fachlich für das Amt geeignet ist. Auch die Ausführungen des Be-
schwerdeführers vor Obergericht können an diesem Fazit im Ergebnis nichts än-
dern:
3.1.1. Der Beschwerdeführer wirft sinngemäss und zusammengefasst dem Bei-
stand C._ vor, er stehe unter dem Eindruck der grundsätzlich ihm, dem Be-
schwerdeführer, gegenüber negativ handelnden KESB. Als Beweis der Voreinge-
nommenheit aller mit dem Fall betrauten Personen (der Vormundschafts- bzw.
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) führt der Beschwerdeführer den bereits
erwähnten Abklärungsbericht der fallverantwortlichen Sozialarbeiterinnen vom 28.
Februar 2012 an (act. 8/21, vgl. auch act. 8/67).
a) Grundsätzlich ist festzuhalten, dass angebliche Nachlässigkeit der Sozialar-
beiterinnen bzw. des Waisenrats dem Beistand nicht angelastet werden können.
Das Bezirksgericht übernahm das bereits eingeleitete Kindesschutzverfahren von
der damaligen Vormundschaftsbehörde Zürich, ordnete mit Verfügung vom
25. Juni 2012 eine Beistandschaft an und ersuchte die Vormundschaftsbehörde,
eine Beistandsperson zu ernennen und dieser die vom Gericht genannten Aufga-
ben zu übertragen (act. 8/86 S. 30). Am 28. Juni 2012 teilte die Vormundschafts-
behörde den Kindseltern mit, dass C._, c/o Sozialzentrum G._, als Bei-
stand vorgesehen sei (act. 8/65). Der Abklärungsbericht mit den eingeschwärzten
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Passagen (act. 8/21) war im Zeitpunkt der Ernennung von C._ zum Beistand
bereits ein halbes Jahr alt.
b) Der im damaligen Zeitpunkt einschlägige § 9 VRG (in Verbindung mit § 20
Gesetz über die Information und den Datenschutz [IDG]) regelte, in welchen Fäl-
len einzelne Dokumente (oder Abschnitte davon) unter Verschluss gehalten wer-
den dürfen (heute ist Art. 53 ZPO als ergänzendes kantonales Recht einschlägig).
Nicht aktenkundig ist, ob dem Beschwerdeführer mittlerweile der Inhalt der fragli-
chen Textstellen offengelegt wurde. Im vorliegenden Fall kommen schutzwürdige
private Interessen der Kindsmutter und öffentliche Interessen in Frage (§ 9 Abs. 1
VRG). Entscheidet sich die Behörde für das Abdecken einzelner Aktenstellen,
muss sie aber diese Verweigerung der vollen Akteneinsicht in den Akten belegen
und begründen (9 Abs. 1 Satz 2), und sie soll dem das (komplette) Aktenein-
sichtsrecht Verlangenden den wesentlichen Inhalt des Dokumentes so weit mittei-
len, als es ohne Verletzung der zu schützenden Interessen möglich ist (§ 9 Abs. 2
VRG).
c) Die aus Sicht des Vaters vielleicht gut gemeinte Omnipräsenz und die damit
einhergehenden Konflikte für B._ in deren Alltag und Entwicklung ziehen sich
wie ein roter Faden durch die Akten. Für den Beschwerdeführer scheint B._
Mittelpunkt seines Lebens zu sein. Er sieht sie in der Obhut anderer Personen ge-
fährdet und vertritt diesen Standpunkt vehement und konstant. Demgegenüber ra-
ten alle mit B._ befassten (Betreuungs-)Personen, insbesondere zuletzt nun
auch die Schulleitung in D._, dass B._ das Konfliktfeld der Eltern (drin-
gend) verlassen und Raum und Ruhe für sich und ihre Entwicklung erhalten müs-
se, ohne Hin und Her zu den Eltern und zwischen den Eltern (act. 8/21, act.
8/22/1, act. 8/22/2, act. 8/121, act. 3/5, act. 18). Wenn unter diesen Vorzeichen,
und zu einem Zeitpunkt, in welchem ernst zu nehmende Vorfälle aus dem Bereich
der häuslichen Gewalt bereits zu ersten Gewaltschutzmassnahmen führten,
Schutzvorkehrungen (nämlich in Form von "eingeschwärzten" Aktenstellen) ge-
troffen werden, um Zwischenfälle bei einer allenfalls superprovisorisch vorzuneh-
menden Fremdplatzierung zu vermeiden, dann kann nicht von Vornherein von ei-
ner Voreingenommenheit der abklärenden Behörden ausgegangen werden. So
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können, wenn es die Umstände erfordern, auch ausnahmsweise sogenannte ver-
deckte Platzierungen (d.h. ohne Bekanntgabe des Unterbringungsortes) vorge-
nommen werden, die viel einschneidender sind als das Abdecken einzelner Text-
stellen.
Vorliegend ist zudem zu berücksichtigen, dass anlässlich der Anhörung vom 9.
Mai 2012 der Abklärungsbericht und die Anträge in groben Zügen besprochen
wurden (act. 8/27 S. 2). Nicht aktenkundig ist, ob dem Beschwerdeführer anläss-
lich der Anhörung wenigstens dem Sinne nach vom Inhalt der eingeschwärzten
Textstellen, so wie es § 9 Abs. 2 VRG gebietet, Mitteilung gemacht wurde. Im
Nachgang zur Anhörung wurde dem Beschwerdeführer der Abklärungsbericht
(mit den eingeschwärzten Textstellen) zugestellt (act. 8/28 und act. 8/36). Falls
dem Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung keine entsprechenden Erklärun-
gen abgegeben wurden, wäre es zumindest opportun gewesen, dem Kindsvater
eine kurze schriftliche Begründung dazu mitzugeben, weshalb die Anträge und
Massnahmen, die auf sofortige Verminderung seines Einflusses auf B._ ab-
zielen, abgedeckt worden waren, diese Anträge nun aber weitgehend (aufgrund
des Ergebnisses der Anhörung) ohnehin nicht mehr aktuell seien.
Es bleiben zwei verdeckte (Halb-)Sätze im Abklärungsbericht (act. 8/21), die
nicht direkt Kindesschutzmassnahmen zum Gegenstand haben, sondern das
zwischenmenschliche Verhältnis der Eltern (act. 8/21 S. 4 Mitte und S. oben). Es
liesse sich argumentieren, die ohnehin nur schwierig zu kommunizierende Ein-
schätzung der beobachteten (krisenhaften) zwischenmenschlichen Verhältnisse
oder des (unter Umständen auch Angst einflössenden) Verhaltens einer Person
könne in einem Abklärungsbericht eingeschwärzt werden, um in der gespannten
Situation das Wohlwollen beider Eltern und insbesondere hier des Vaters und
seiner Seite zu erwerben und zu behalten. Eine Abdeckung vermuteter Defizite
lässt sich aber nur sehr zurückhaltend rechtfertigen bzw. es sind der betroffenen
Person unwillkommene Einschätzungen seines Verhaltens grundsätzlich offen zu
legen. Eine parallele Kommunikation braucht es auch hier, d.h. der betroffenen
Person ist kundzutun, weshalb die Offenlegung einer Information im Moment als
nicht opportun erachtet wird. Weiterungen können aber unterbleiben, da die bei-
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den abgedeckten Sätze nicht fallrelevant sind. Der Beistand hat seine Einschät-
zung der zwischenmenschliche Verhältnisse von Anfang an offen gegenüber dem
Beschwerdeführer kommuniziert (act. 8/94).
3.1.2. Aus diesen Erwägungen folgt, dass das Einschwärzen der Textstellen nicht
dem Beistand angelastet werden kann. Trotz des eingeschwärzten Inhaltes im
Abklärungsbericht vom 28. Februar 2012 (act. 8/21) kann dem Beistand keine
Pflichtverletzung vorgeworfen werden, die seine Nichtwahl bzw. seine Amtsent-
hebung rechtfertigen könnte.
3.2. Der Beistand erstattete dem Rechtsvertreter der Mutter im  vor dem Bezirksgericht am 9. April 2013 Bericht über die Einschätzung der
aktuellen Lebenssituation von B._ (act. 8/112). Mit dieser einseitigen Be-
richterstattung an einen Parteivertreter konfrontiert, erklärt der Beistand, dass es
von ihm nicht richtig gewesen sei, zuhanden einer Partei Bericht zu erstatten, und
er lässt diesen Vorwurf über seine Amtsführung gelten (act. 9). Nicht um sein Tun
zu rechtfertigen, aber als Erklärung führte der Beistand an, dass er sich im April
2013 zur streitgegenständlichen Berichterstattung an den Parteivertreter der
Kindsmutter veranlasst sah, weil er Massnahmen zum Wohl von B._ mittler-
weile als dringend geboten erachtete. Der Beistand weiss, dass er im Interesse
des Kindeswohls gleichermassen beiden Elternteilen verpflichtet ist und sich im-
mer wieder neu um eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern bemühen muss
(act. 9), auch wenn es in der gegebenen Situation nicht immer leicht ist. Es ist an-
zunehmen, dass der Beistand weiss, dass er im Interesse des Kindes das Gericht
auch unaufgefordert über seine Tätigkeit auf dem Laufenden halten muss unter
Zusendung der entsprechenden Unterlagen, damit das Gericht die nötigen Vor-
kehrungen treffen kann. Das Gericht ist mit wesentlichem Neuem unaufgefordert
zu bedienen. Das Gesetz autorisiert die Behörden zusammenzuarbeiten (Art. 448
Abs. 1 ZGB).
Dass der Beistand sein Amt auf die leichte Schulter nimmt oder vernachlässigt,
kann nicht gesagt werden. Der Beistand hatte trotz Anfechtung seiner Wahl die
Beistandschaft zu führen und ist im Interesse von B._ tätig geworden (vgl.
hierzu die im Jahre 2012 noch geltende Sonderregel von aArt. 389 i.V.m. aArt.
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367 Abs. 3 ZGB, wonach der Gewählte trotz Ablehnung oder Anfechtung ver-
pflichtet ist, die Massnahmen zu führen, bis er seines Amtes enthoben ist; diese
Regel findet sich im neuen Recht nicht mehr). Es können ihm denn auch − sieht
man vom erwähnten einzigen Fehler ab − keine Fehl-Entscheidungen angelastet
werden. Der einzige Fehler ist zudem nicht als gravierend zu beurteilen, wie be-
reits vermerkt wurde.
3.3.1. Aufgrund der zahlreichen Korrespondenz und aufgrund der diversen Stel-
lungnahmen des Beschwerdeführers ergibt sich, dass es zwar an Vertrauen zwi-
schen dem Beschwerdeführer und dem Beistand mangelt. Entgegen den Ausfüh-
rungen des Beschwerdeführers liegen hingegen keine Anzeichen dafür vor, dass
B._ den Beistand ablehnt. Für das von Anfang an fehlende Vertrauensver-
hältnis vom Beschwerdeführer zum Beistand lässt sich aus den Akten nichts
Greifbares herausarbeiten. Der Beschwerdeführer stellte gemäss einer Telefon-
notiz des Beistandes vom 22. November 2012 den Auftrag des Gerichts an ihn,
den Beistand, von Beginn weg in Frage (act. 8/94). Der Beschwerdeführer hat
auch sofort (erfolglos) Rechtsmittel gegen die Anordnung der Beistandschaften
ergriffen (act. 8/102, act. 8/111, act. 8/116). Durch den erst Monate später erstat-
teten Bericht vom 9. April 2013 des Beistandes an den Rechtsvertreter der
Kindsmutter (act. 8/112) sah sich der Beschwerdeführer in seiner Voreingenom-
menheit gegenüber dem Beistand lediglich bestätigt.
3.3.2. Wenn man im Hinblick auf das fehlende Vertrauensverhältnis des Be-
schwerdeführers zum Beistand C._ eine Nichtwahl (oder hier einen Wechsel
des Beistandes) ins Auge fasste, stellt sich die Frage nach dem Nutzen und nach
der Erfolgswahrscheinlichkeit einer solchen Massnahme. Hier bestehen grösste
Zweifel. Der Beschwerdeführer selbst gibt kund, dass er bis heute die Scheidung
seiner Ehe mit der Kindsmutter nicht akzeptieren (oder verarbeiten) kann. In der
Beschwerdeschrift an das Obergericht hält er fest, dass er als Vater die Familie
zum Wohle des Kindes zusammenhalten müsse (act. 2 S. 5). Das Verhältnis der
Eltern von B._ zueinander ist sehr gespannt. Selbst die angeordneten vor-
sorglichen Massnahmen vom 25. Juni 2012 (act. 8/86), wonach beiden Eltern wei-
terhin je hälftig ein Wochenend- und Ferienbesuchsrecht zukommen soll, konnten
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keine Beruhigung bringen. Die Einzelrichterin machte den Beschwerdeführer im
Entscheid vom 25. Juni 2012 darauf aufmerksam, dass B._ sich nur auf die
neue Situation (im Internat) einlassen könne, wenn sie merke, dass ihre Eltern
hinter der Platzierung stehen und sich an das ihnen eingeräumte Besuchsrecht
halten (act. 8/86 S. 26). Insbesondere mit Bezug auf den Kläger (gemeint der Be-
schwerdeführer), welcher sich ausdrücklich gegen die Unterbringung B._s in
einem Internat ausgesprochen habe, würden erhebliche Zweifel daran bestehen,
so die Einzelrichterin, dass ihm (dem Beschwerdeführer) ohne Unterstützung ei-
ner Fachperson dies gelingen würde (ebenda).
Heute wehrt sich der Beschwerdeführer immer noch gegen eine Platzierung von
B._ in einem Internat und gegen die gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB
errichtete Beistandschaft. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass der Beistand
C._ die Beziehung zu seiner Tochter zu zerstören versucht (act. 2 S. 3). In
seiner Eingabe an das Obergericht vom 22. Februar 2014 hält der Beschwerde-
führer fest, er sei mit der Errichtung einer Beistandschaft nie einverstanden gewe-
sen, egal ob Herr C._ oder eine [andere] Person, und er bleibe konsequent
bei dieser Meinung (act. 17 S. 2 unten). Unter diesen Umständen ist schwierig zu
sehen, wie ein anderer Beistand, seine Pflichten, wie etwa die Regelung des Kon-
taktes von B._ zu ihren Eltern im verbindlich festgesetzten Rahmen, erfüllen
kann, ohne sich von vornherein bereits die Missbilligung des Vaters nur schon
deshalb zuzuziehen, weil er Beistand ist. Auch ein neuer Beistand hätte zudem
für den Vater unwillkommene Entscheidungen zu treffen und zu vermitteln. Von
einem Wechsel des Beistandes kann deshalb keine Besserung erhofft werden.
Berücksichtigt man, dass Mandatsträgerwechsel, wenn immer möglich, zu ver-
meiden sind, weil Kontinuität in der Person des Mandatsträgers einer der Erfolgs-
faktoren für das Gelingen von Kindesschutzmassnahmen ist, so sprechen die
vorgebrachten Einwände nicht für einen Wechsel des Beistandes. Dem Be-
schwerdeführer ist es zuzumuten, sich mit dem Beistand C._ zu verständi-
gen und mit ihm zu kooperieren.
3.4. Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist.
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III.
Umständehalber sind keine Kosten zu erheben. Damit wird das Gesuch des Be-
schwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege obsolet.