Decision ID: 1341dee5-85ca-5609-b175-dae669c22d39
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 18. Juni 2011 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 5).
Anlässlich des Gesprächs vom 30. Juni 2011 berichtete der behandelnde Dr. med.
B._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der RAD-Ärztin Dr. med. C._,
Praktische Ärztin, beim Versicherten bestünden eine arterielle Hypertonie, eine reaktive
Depression bei familiärer Belastungssituation, eine zunehmende Adipositas und eine
mangelnde Compliance (hinsichtlich hausärztlicher Weisungen und
Medikamenteneinnahme; IV-act. 11). Am 13. September 2011 teilte der Versicherte der
IV-Stelle mit, er habe seit rund 2 Monaten eine neue Arbeit bei einem neuen
Arbeitgeber mit einem 100%igen Pensum und einem Lohn, der seinem früheren
Verdienst entspreche. Er wünsche deshalb keine weitere Bearbeitung seines
Leistungsgesuchs (IV-act. 29). Daraufhin verfügte die IV-Stelle am 3. Januar 2012 die
Abweisung des Leistungsgesuchs (IV-act. 38).
A.a.
Am 14. Juni 2016 erlitt der Versicherte unverschuldet einen Verkehrsunfall
(Auffahrkollision). Der erstbehandelnde Dr. med. D._, Facharzt für Innere Medizin,
diagnostizierte Nackenbeschwerden und muskuloskelettale Befunde (Bericht vom
15. Juni 2016, fremd-act. 13). Wegen der Folgen eines Beschleunigungstraumas
meldete sich der Versicherte am 31. Oktober 2016 erneut zum Bezug von IV-
A.b.
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Leistungen an (IV-act. 42). Die RAD-Ärztin Dr. C._ vertrat in der Stellungnahme vom
16. Dezember 2016 die Ansicht, ein halbes Jahr nach dem Auffahrunfall könne aus
versicherungsmedizinischer Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte
bis mittelschwere Tätigkeiten ausgegangen werden (IV-act. 55). Daraufhin stellte die IV-
Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 9. Januar 2017 die Abweisung des
Gesuchs um berufliche Massnahmen und Rentenleistungen in Aussicht (IV-act. 57).
Betreffend berufliche Massnahmen erhob der Versicherte am 7. März 2017 Einwand. Er
beantragte die Gewährung von Integrationsmassnahmen und beruflichen Massnahmen
(IV-act. 64-1 f.). Mit dem Einwand reichte er den Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon
vom 27. Februar 2017 ein, wo er vom 29. Dezember 2016 bis 2. Februar 2017 stationär
behandelt worden war. Darin wurden folgende Diagnosen aufgeführt: eine HWS-
Distorsion QTF II, anamnestisch eine Stauchung der Hüfte rechts, eine chronische
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), DD: eine
sonstige rezidivierende depressive Störung, atypische, maskierte Depression mit
Mischbildern somatischer depressiver Symptome mit anhaltendem Schmerz (ICD-10:
F33.8), eine arterielle Hypertonie, ein Diabetes mellitus Typ 2 und eine morbide
Adipositas. Mindestens eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei dem Versicherten
ganztags zumutbar. Die psychische Störung begründe eine mindestens leichte
arbeitsrelevante Leistungsminderung (IV-act. 64-3 ff.). Unter Berücksichtigung dieser
medizinischen Einschätzung ging die RAD-Ärztin Dr. C._ von einer ganztägigen
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten mit einer 20%igen
Leistungsminderung aus (Stellungnahme vom 31. März 2017, IV-act. 65). In der
Mitteilung vom 20. September 2017 wies die IV-Stelle das Gesuch des
Beschwerdeführers um berufliche Massnahmen und Rentenleistungen ab. Zur
Begründung führte sie aus, der Versicherte sei angemessen eingegliedert, da er seit
dem 1. August 2017 bei der E._ AG mit einem Beschäftigungsgrad von 100%
als ._ angestellt sei (IV-act. 77).
Mit Schreiben vom 9. Februar 2018 orientierte der Versicherte die IV-Stelle, dass
er u.a. an ständigen Nacken- und Kopfschmerzen leide, die bei jeglicher körperlicher
Belastung rasch an Intensität zunehmen und von Schwankschwindel begleitet würden.
Nach stärkeren Belastungen seien die Schmerzen derart intensiv, dass er während
2 bis 3 Tagen zu keinerlei Aktivitäten fähig sei. Aus dem beigelegten Bericht von
A.c.
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Dr. med. F._, Facharzt für Neurologie, gehe mit aller Deutlichkeit hervor, dass er (der
Versicherte) von Invalidität bedroht sei. Daneben sei bemerkt, dass der Arbeitsversuch
bei der E._ AG gescheitert und zum Vorneherein ein Arbeitspensum von maximal
50% vorgesehen gewesen sei. Bei dieser Ausgangslage erweise sich die Mitteilung
vom 20. September 2017 als unzutreffend und die IV-Stelle habe umgehend berufliche
Massnahmen und später Rentenleistungen zu prüfen. Andernfalls ersuche er um den
Erlass eines Vorbescheids (IV-act. 78; zum Bericht von Dr. F._ vom 19. Januar 2018,
worin dieser ein posttraumatisches, cervico-cephales Schmerzsyndrom bei Status
nach Beschleunigungstrauma der HWS am 14. Juni 2016, diagnostizierte, siehe IV-
act. 79). Die IV-Stelle ersuchte den Versicherten daraufhin um die Einreichung eines
ausgefüllten Anmeldeformulars (Schreiben vom 13. Februar 2018, IV-act. 80). Dieser
Aufforderung kam der Versicherte am 1. März 2018 nach (IV-act. 84).
Nachdem die RAD-Ärztin Dr. C._ zum Schluss gelangt war, dass sich objektive
Befunde, die eine Veränderung der medizinischen Sachlage begründen könnten, nicht
hätten finden lassen (Stellungnahme vom 22. März 2018, IV-act. 94), zeigte die IV-
Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. März 2018 an, dass auf sein
Leistungsgesuch nicht eingetreten werde (IV-act. 97). Der Versicherte entgegnete im
Schreiben vom 28. März 2018, dass das vormalige Verfahren noch nicht
abgeschlossen worden sei. Mit Schreiben vom 9. Februar 2018 habe er darauf
hingewiesen, dass die Mitteilung vom 20. September 2017 unzutreffend sei und
umgehend berufliche Massnahmen und spätere Rentenleistungen zu prüfen seien (IV-
act. 98).
A.d.
Die IV-Stelle wies das Gesuch um berufliche Massnahmen in der Mitteilung vom
29. April 2019 ab, da der Versicherte am 25. März 2019 eine vorläufig befristete Stelle
habe antreten können (IV-act. 127).
A.e.
Am 9. September 2019 prallte der Versicherte beim Beladen eines Autos mit dem
Kopf gegen den Kofferraumdeckel (siehe die Schadenmeldung an den
Unfallversicherer vom 24. September 2019 [Datum Dokumenteneingang], fremd-
act. 95). Gegenüber Dr. F._ führte er aus, der Aufprall sei derart heftig gewesen, dass
er das Bewusstsein verloren habe und erst am Boden liegend wieder zu sich
gekommen sei, mit spontanem Stuhl- und Urinabgang. Seit diesem Unfall leide er an
A.f.
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weitgehend unverändert gebliebenen Nacken- und Kopfschmerzen. Dr. F._
diagnostizierte diesbezüglich ein posttraumatisches, cervico-cephales
Schmerzsyndrom mit cervikal bedingtem Begleitschwindel bei Status nach
Arbeitsunfall am 9. September 2019 mit Commotio cerebri und Stauchungstrauma der
HWS sowie bei Verdacht auf einen epileptischen Anfall. Seit diesem Unfall sei der
Versicherte zu 100% arbeitsunfähig. Eine Besserung und somit eine teilzeitliche
Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sei erst ab Anfang 2020 zu erwarten (Bericht
vom 23. Oktober 2019, IV-act. 162; zur am 10. September 2019 erfolgten
Notfallkonsultation siehe den Bericht des Spitals G._ vom 25. September 2019, IV-
act. 163).
Die IV-Stelle holte in der Folge Berichte bei den behandelnden medizinischen
Fachpersonen ein (u.a. Berichte von med. pract. H._, Praktische Ärztin, vom
26. Februar 2020, IV-act. 180-1 ff., und von Dr. F._ vom 28. Mai 2020, IV-
act. 212-2 f.). In der Stellungnahme vom 4. August 2020 empfahl der RAD-Arzt
Dr. med. I._, Facharzt für Innere Medizin, eine polydisziplinäre
(allgemeininternistische, kardiologische, neurologische, orthopädische und
psychiatrische) Begutachtung des Versicherten (IV-act. 229). Die IV-Stelle teilte dem
Versicherten am 10. August 2020 mit, dass sie die Kosten für eine polydisziplinäre
Begutachtung übernehme (IV-act. 216). Gleichzeitig liess sie ihm den von ihr
vorgesehenen Fragekatalog zukommen (IV-act. 215). Der Versicherte sandte der IV-
Stelle am 31. August 2020 aktuelle Berichte der behandelnden medizinischen
Fachpersonen zu (IV-act. 217 ff.).
A.g.
Am 2. September 2020 teilte die IV-Stelle dem Versicherten die mit der
Begutachtung zu beauftragenden Sachverständigen der via MED@P-Verfahren
ausgelosten Neurologie Toggenburg AG mit (allgemeininternistische und
kardiologische Begutachtung durch Dr. med. J._, Facharzt für Allgemeine Innere
Medizin und Kardiologie; neurologische Begutachtung durch Dr. med. K._, Facharzt
für Neurologie; orthopädische Begutachtung durch PD Dr. med. L._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und
psychiatrische Begutachtung durch med. pract. M._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie; IV-act. 233). Der Versicherte brachte im Schreiben vom 3. September
2020 vor, Dr. K._ habe für den Kanton St. Gallen keine Berufsausübungsbewilligung,
A.h.
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B.
weshalb dessen Beauftragung nicht rechtskonform sei. Dr. L._ sei im Kanton
St. Gallen lediglich als 90-Tage-Dienstleister gemeldet. Er sei für eine Begutachtung
fachlich nicht qualifiziert und durch eine ausreichend qualifizierte orthopädische
Fachperson zu ersetzen (IV-act. 235). Der RAD-Arzt Dr. I._ hielt in der Stellungnahme
vom 6. Oktober 2020 fest, die ärztliche Leitung der Neurologie Toggenburg AG habe
auf telefonische Anfrage hin erwartungsgemäss bestätigt, dass alle Mitarbeitenden als
Gutachter zugelassen seien (IV-act. 238). In der Zwischenverfügung vom 7. Oktober
2020 ordnete die IV-Stelle Dr. J._, Dr. K._, Dr. L._ und med. pract. M._ als
Sachverständige für die polydisziplinäre Begutachtung an (IV-act. 239).
Gegen die Zwischenverfügung vom 7. Oktober 2020 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 9. November 2020. Der Beschwerdeführer beantragt darin deren
Aufhebung und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den Auftrag für die
polydisziplinäre Begutachtung nicht an die Neurologie Toggenburg AG zu vergeben
und über den Zufallsgenerator MED@P eine andere Gutachtenstelle zu ermitteln.
Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, im Fachbereich Neurologie
und Orthopädie andere für die Neurologie Toggenburg AG tätige Gutachter mit
Berufsausübungsbewilligungen für den Kanton St. Gallen sowie mit ausreichenden
Kenntnissen des schweizerischen (Invaliden-)Versicherungsrechts vorzuschlagen.
Anschliessend sei das rechtliche Gehör zu gewähren; alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen
aus, Dr. K._ verfüge lediglich über Bewilligungen in den Kantonen Y._ und Z._.
Im Kanton St. Gallen besitze er keine Berufsausübungsbewilligung. Somit dürfe er im
Kanton St. Gallen keine Abklärungen von Krankheiten durchführen und keine
Gutachten erstellen. Vielmehr würde er sich strafbar machen. Dr. L._ sei seit 2020
lediglich als 90-Tage-Dienstleister im Kanton St. Gallen zugelassen. Seine medizinische
Ausbildung habe er in Deutschland absolviert. Es sei überwiegend wahrscheinlich,
dass er nicht mit den (versicherungs-)medizinischen Anforderungen an ein Gutachten
vertraut sei. Die Neurologie Toggenburg AG sei ausserdem befangen, weil deren Leiter
bezüglich der Zulassung seiner Mitarbeiter als Gutachter gelogen habe. Eine
ergebnisoffene Begutachtung sei daher nicht möglich (act. G 1).
B.a.
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Considerations:
Erwägungen
1.
Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 9. Dezember
2020 die Abweisung der Beschwerde. Betreffend Dr. K._ bringt sie vor, dass seine
fachärztliche Ausbildung zum Neurologen in der Schweiz anerkannt sei und er im
Besitz von Berufsausübungsbewilligungen der Kantone Y._ und Z._ sei. Er sei in
einer neurologischen Praxis in N._ und auch als Sachverständiger für die Suva tätig.
Die Voraussetzungen für eine Berufsausübungsbewilligung im Kanton St. Gallen erfülle
Dr. K._. Der von Dr. L._ in Deutschland erworbene Facharzttitel sei in der Schweiz
anerkannt. Neben seiner Gutachtertätigkeit sei er Chefarzt beim Spital O._, Klinik für
Kinderorthopädie und Neuroorthopädie, in P._. Ausserdem sei er zertifizierter
medizinischer Gutachter SIM, womit er ausgewiesenermassen Kenntnisse der
versicherungsmedizinischen Anforderungen an ein Gutachten für die schweizerische
Invalidenversicherung habe (act. G 3).
B.b.
Am 7. April 2021 ersuchte das Versicherungsgericht Dr. med. Q._, einziges
Verwaltungsratsmitglied und Leiter der Neurologie Toggenburg AG, um Beantwortung
der Frage, welcher Durchführungsort für die neurologische Begutachtung vorgesehen
sei (act. G 6). Dieser antwortete am 19. April 2021, da Dr. K._ bei der Begutachtung
auf seine Praxisinfrastruktur angewiesen sei, finde die Begutachtung in seiner Praxis in
N._ statt (act. G 7).
B.c.
In der Stellungnahme vom 26. April 2021 vertritt der Beschwerdeführer den
Standpunkt, ein Teil der Begutachtung ausserhalb der Räumlichkeiten der
Abklärungsstelle, konkret in den Praxisräumlichkeiten von Dr. K._ in N._ stattfinden
zu lassen, sei unzulässig. Wenn es zulässig wäre, dass die MEDAS, die mit dem BSV
Verträge unterschrieben hätten, Teile ihrer Tätigkeit auslagern und Begutachtungen in
irgendwelchen ausserkantonalen Praxen vornehmen würden, würden die
massgebenden Bestimmungen umgangen. «Indem das Gutachten im Sinne der
Urkunde in R._ erstellt und verschickt wird, müssen alle Gutachter, welche daran
mitwirken und das Gutachten unterschreiben, eine Berufsausübungsbewilligung für
den Kanton St. Gallen haben» (act. G 9).
B.d.
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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der von der Beschwerdegegnerin angeordneten Begutachtung. Im Streit liegen die
Fragen, ob die Dres. K._ und L._ zur angeordneten Begutachtung sowohl befugt
als auch befähigt sind.
Bei der Anordnung eines Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenverfügung
(Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG] in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Eine solche
kann unter anderem dann angefochten werden, wenn ein nicht wieder gutzumachender
Nachteil droht (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April
2010, B 2009/197, E. 2.5; vgl. auch BGE 138 V 275 E. 1.2.1). Für die Beurteilung des
nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Kontext des sozialversicherungsrechtlichen
Abklärungsverfahrens mit seinen spezifischen Gegebenheiten ist zu beachten, dass
das medizinische Administrativgutachten in der Regel die wichtigste medizinische
Entscheidgrundlage im Beschwerdeverfahren bildet. Die Mitwirkungsrechte der
versicherten Personen müssen daher bereits vor der Begutachtung durchgesetzt
werden können, bevor präjudizierende Effekte eintreten. Aufgrund des begrenzten
Überprüfungsvermögens der rechtsanwendenden Behörden genügt es daher nicht, die
Mitwirkungsrechte erst nachträglich, bei der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und
Beschwerdeverfahren, einzuräumen (vgl. BGE 138 V 276 E. 1.2.2). Ablehnungs- und
Ausstandsgründe sind sofort nach deren Bekanntwerden geltend zu machen (Urteil des
Bundesgerichts vom 14. September 2009, 9C_273/2009, E. 1.2 mit Hinweisen). Des
Weiteren darf auch nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Anordnung
medizinischer Untersuchungen an einer Person «zweifellos» einen Eingriff in das
Grundrecht der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) darstellt (BGE 136 V 126 E. 4.2.2.1
mit Hinweisen). Als solcher muss die Anordnung einer Begutachtung die
Voraussetzungen von Art. 36 BV erfüllen, was im Bestreitungsfall gerichtlich
überprüfbar sein muss.
1.1.
Zu dieser gerichtlichen Prüfung der Verfassungsmässigkeit gehört insbesondere
auch die Frage, ob der mit der medizinischen Begutachtung verbundene
Grundrechtseingriff durch hierzu sowohl befugte als auch befähigte Sachverständige
erfolgt. Die Mitwirkung einer hierzu nicht befugten Person würde sowohl eine
Verletzung des Legalitätsprinzips (Art. 36 Abs. 1 BV; siehe auch Art. 5 Abs. 1 BV; siehe
auch nachstehende E. 2.5) als auch des öffentlichen (gesundheitspolizeilichen)
Interesses (Art. 36 Abs. 2 BV) darstellen. Ausserdem widerspräche es dem Grundsatz
1.2.
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2.
von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV), wenn die Sozialversicherungsträger
eine Person mit der Durchführung eines Grundrechtseingriffs beauftragen würden, die
hierzu von Gesetzes wegen (noch) gar nicht befugt ist und die dadurch
gesundheitspolizeiliche Sanktionen zu tragen hätte. Eine Begutachtung durch eine
hierzu nicht befugte Person ist den Versicherten ausserdem nicht zumutbar im Sinn
von Art. 43 Abs. 2 ATSG, zumal die zwingenden gesundheitspolizeilichen Vorschriften
gerade deren Schutz bezwecken (siehe nachstehende E. 2.1 und E. 2.2 je am Schluss).
Die fehlende Befugnis stellt folglich einen triftigen Grund gegen eine sachverständige
Person dar (Art. 44 ATSG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
Die Regeln zur Ausübung der universitären Medizinalberufe in eigener fachlicher
Verantwortung, u.a. im Bereich der Humanmedizin, sind im Bundesgesetz über die
universitären Medizinalberufe (MedBG; SR 811.11) enthalten. Art. 1 Abs. 3 lit. e MedBG
erfasst in der seit 1. Februar 2020 geltenden Fassung nicht mehr bloss
privatwirtschaftliche Tätigkeiten (Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über die
Gesundheitsberufe vom 18. November 2015, BBl 2015 8715 ff., 8764 oben). Art. 34
MedBG setzt für die Ausübung eines universitären Medizinalberufs in eigener fachlicher
Verantwortung eine Bewilligung des Kantons voraus, auf dessen Gebiet der
Medizinalberuf ausgeübt wird. Der örtliche Geltungsbereich der
Berufsausübungsbewilligung ist folglich auf das Gebiet desjenigen Kantons
beschränkt, der die Bewilligung erteilt (Regina E. Aebi-Müller und andere, Arztrecht,
Bern 2016, §11, Rz 23 und Rz 32). Die Berufsausübungsbewilligung ist eine klassische
Polizeibewilligung, die dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und dem Schutz der
Dienstleistungsempfangenden dient. Mit der Erteilung der Bewilligung bestätigt die
zuständige Behörde, dass die beabsichtigte Tätigkeit den gesetzlichen Vorgaben
entspricht (vgl. Aebi-Müller, a.a.O., §11 Rz 23).
2.1.
Zur Gewährleistung der Freizügigkeit einerseits im EU-/EFTA-Verhältnis (Art. 35
Abs. 1 MedBG) und andererseits im interkantonalen Verhältnis (Art. 35 Abs. 2 MedBG)
sieht das MedBG ein Meldepflichtverfahren vor. Inhaberinnen und Inhaber einer
kantonalen Bewilligung dürfen ihren Medizinalberuf während längstens 90 Tage pro
Kalenderjahr in einem anderen Kanton in eigener fachlicher Verantwortung ausüben,
ohne eine Bewilligung dieses Kantons einzuholen. Einschränkungen und Auflagen ihrer
Bewilligung gelten auch für diese Tätigkeit. Diese Personen müssen sich bei der
zuständigen kantonalen Stelle melden. Diese trägt die Meldung ins Register ein (Art. 35
Abs. 2 MedBG). Entsprechend der bis zum 31. August 2013 in Art. 35 aAbs. 3 MedBG
enthaltenen Bestimmung sieht Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Meldepflicht
2.2.
© Kanton St.Gallen 2022 Seite 10/14
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und die Nachprüfung der Berufsqualifikationen von Dienstleistungserbringerinnen und -
erbringern in reglementierten Berufen (BGMD; SR 935.01) vor: Die Berufsausübung darf
erst dann erfolgen, «sobald» die zuständige Behörde der dienstleistungserbringenden
Person mitgeteilt hat, dass der Erbringung der Dienstleistung nichts entgegensteht
(lit. a; für den Fall des Ausbleibens einer fristgerechten Mitteilung seitens der Behörde
siehe lit. b). Für die Freizügigkeit innerhalb der Schweiz ist Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Binnenmarkt (BGBM; SR 943.02) zu beachten, wonach jede
Person mit Niederlassung oder Sitz in der Schweiz in Bezug auf den Zugang zum Markt
mindestens die gleichen Rechte hat, die der Bund in völkerrechtlichen Vereinbarungen
ausländischen Personen gewährt. Das Binnenmarktgesetz kennt zwar keine
spezifischen Regeln für das Gesundheitswesen, es ist jedoch in Verbindung mit dem
Freizügigkeitsabkommen zu lesen, wie es auch in Art. 35 MedBG zum Ausdruck
kommt (vgl. Aebi-Müller, a.a.O., Rz 33 und Rz 35 f.). In damit zu vereinbarender Weise
legt Art. 8 Abs. 1 der kantonalen Verordnung über die Ausübung der medizinischen
Berufe (sGS 312) fest: Wer eine ausserkantonale oder ausländische Bewilligung zur
Berufsausübung besitzt und den Beruf nach Art. 35 MedBG während höchstens
90 Arbeitstagen je Kalenderjahr im Kanton St. Gallen selbstständig auszuüben
beabsichtigt, erstattet der Vollzugsbehörde «rechtzeitig vor Aufnahme der Tätigkeit
schriftlich Meldung». Das bedeutet, dass eine humanmedizinische gutachterliche
Berufsausübung im Sinn von Art. 35 Abs. 2 MedBG im Kanton St. Gallen erst nach
Vorliegen von dessen Bestätigung bzw. bei positivem Abschluss «des
Bestätigungsverfahrens» ausgeübt werden darf (Botschaft und Entwurf der Regierung
vom 20. Januar 2009 betreffend den Nachtrag zum Einführungsgesetz zur
eidgenössischen Lebensmittelgesetzgebung, S. 6). Das Gesundheitsdepartement des
Kantons St. Gallen weist denn auch darauf hin, «die Tätigkeit darf erst nach Vorliegen
der Meldebestätigung sowie nach erfolgtem Eintrag ins Medizinalberuferegister
aufgenommen werden», wobei die Bearbeitungszeit mehrere Wochen dauern könne
(<https://www.sg.ch/gesundheit-soziales/gesundheit/bewilligungen /bewilligungen-
medizinalberufe0.html>, abgerufen am 28. Mai 2021). Diese Beschränkung der
interkantonalen Freizügigkeit in der Humanmedizin rechtfertigt sich durch ein
übergeordnetes öffentliches Interesse, nämlich den Schutz des Menschen (Botschaft
des Bundesrates zum Bundesgesetz über die universitären Medizinialberufe vom
3. Dezember 2004, BBl 2005 173 ff., 226).
Gemäss Gebührentarif für die Gesundheitspolizei des Kantons St. Gallen
(sGS 311.3) beträgt die Gebühr für die Bewilligung zur Ausübung eines medizinischen
Berufs Fr. 500.-- bis Fr. 1'000.-- (Ziff. 00 des Gebührentarifs) und diejenige für die
2.3.
© Kanton St.Gallen 2022 Seite 11/14
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3.
Bearbeitung einer Meldung für 90-Tage-Dienstleister Fr. 200.-- (Ziff. 18 des
Gebührentarifs).
Für die vom BGMD erfasste euronationale Freizügigkeit sieht Art. 15 der
Verordnung über die Meldepflicht und die Nachprüfung der Berufsqualifikationen und
Dienstleistungserbringerinnen und -erbringern in reglementierten Berufen (VMD;
SR 935.011) vor, dass die Verletzung der Meldepflichten mit Busse bestraft wird. Hinzu
kommen Disziplinarmassnahmen (Art. 43 MedBG). Zum Vollzug der eidgenössischen
Gesundheitsgesetzgebung erliess der Kantons St. Gallen das Gesundheitsgesetz
(sGS 311.1). Gemäss dessen Art. 55 Abs. 1 lit. d wird mit Busse bestraft, wer sonstwie
den gesundheitspolizeilichen Vorschriften dieses Gesetzes oder der gestützt darauf
erlassenen Verordnung zuwiderhandelt.
2.4.
Wie das Bundesgericht im Entscheid vom 3. Dezember 2012, 8C_436/2012, E. 3.4,
zutreffend zum Schluss gelangte, ist eine Begutachtung durch eine medizinische
Fachperson, die im Zeitpunkt der Begutachtung nicht über eine
Berufsausübungsbewilligung nach dem MedBG verfügt, formell gesetzwidrig. Art. 43
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesundheitsgesetzes nennt denn auch als ersten
Bestandteil der Bewilligungspflicht die «Abklärung» von Krankheiten (zur in den
Anwendungsbereich der Gesundheitspolizei fallenden Ausarbeitung von Gutachten
siehe auch Art. 16 der kantonalen Verordnung über die Ausübung der medizinischen
Berufe). Auch die im Anhang 1 der Mustervereinbarung des BSV zur Durchführung von
polydisziplinären Gutachten zur Beurteilung von Leistungsansprüchen in der
Invalidenversicherung aufgeführten Kriterien sehen ausdrücklich vor, dass die
medizinische Leiterin oder der medizinische Leiter der Gutachtenstelle sowie die für die
Gutachtenstelle tätigen medizinischen Sachverständigen über die zur Ausübung ihrer
Tätigkeit notwendigen Bewilligungen verfügen (S. 6 unten des Anhangs 1) bzw. zur
jeweils konkret auszuübenden Tätigkeit befugt sein müssen. Nichts Anderes ergibt sich
aus der Praxis des Versicherungsgerichts (Entscheid des Versicherungsgerichts vom
16. September 2013, IV 2011/321, E. 2.1). Wie sich aus dem Fragekatalog ergibt, zielt
die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte medizinische Begutachtung namentlich
auf die Feststellung des Krankheitsbilds des Beschwerdeführers (IV-act. 231-1 ff.) und
die Abklärung weiterer medizinischer Massnahmen- und Therapieoptionen (IV-
act. 231-4) ab. Die Erbringung dieser Dienstleistung fällt damit offensichtlich in den
Anwendungsbereich des MedBG (Art. 1 Abs. 1 MedBG).
2.5.
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Zunächst ist zu klären, ob die von Dr. K._ in seinen Praxisräumlichkeiten in N._,
Kanton Z._, vorgesehene neurologische Begutachtung rechtmässig ist.
Dr. K._ verfügt gemäss Angaben im Medizinalberuferegister über den
Facharzttitel der Neurologie und über eine Berufsausübungsbewilligung in den
Kantonen Y._ und Z._ (abgerufen am 28. Mai 2021; vgl. auch act. G 1.3). Er ist
damit für eine neurologische Begutachtung in N._ sowohl - u.a. mit Blick auf die
langjährige Tätigkeit für die Suva - befähigt als auch aus gesundheitspolizeilicher Sicht
befugt (siehe hierzu vorstehende E. 2.1 und E. 2.5).
3.1.
Der Beschwerdeführer legt weder anhand konkreter Bestimmungen dar noch sind
solche ersichtlich, dass die von ihm kritisierte neurologische Begutachtung vorliegend
zwingend im Kanton St. Gallen durchgeführt werden müsste. Vielmehr ergibt sich aus
den im Anhang 1 der Mustervereinbarung des BSV zur Durchführung von
polydisziplinären Gutachten zur Beurteilung von Leistungsansprüchen in der
Invalidenversicherung aufgeführten Kriterien, dass Untersuchungen ausserhalb der
Gutachterstelle zulässig sind, falls sie «in geeigneten Räumlichkeiten» erfolgen (S. 7
oben). Die Durchführung der neurologischen Begutachtung in der Praxis von Dr. K._
in N._ ist auch sachlich gerechtfertigt, da ihm die dort vertraute Praxisinfrastruktur
eine effiziente Arbeitsweise gewährleistet. Der Beschwerdeführer legt zudem weder dar
noch ist ersichtlich, dass die dortige Infrastruktur mangelhaft wäre oder dass die dort
durchgeführte Untersuchung mit schützenswerten Interessen in Konflikt geraten würde.
Eine unrechtmässige Umgehung gesundheitspolizeilicher Interessen fällt ebenso
ausser Betracht, da Dr. K._ die gesundheitspolizeilichen Vorschriften des
Bewilligungskantons zu beachten hat.
3.2.
Ebenso wenig begründet ist die nicht näher substanziierte Behauptung des
Beschwerdeführers, «[...] indem das Gutachten im Sinne der Urkunde in R._ erstellt
und verschickt wird, müssen alle Gutachter, welche daran mitwirken und das
Gutachten auch unterschreiben, eine Berufsausübungsbewilligung für den Kanton
St. Gallen haben» (act. G 9). Da die Durchführung der Begutachtung in N._ zulässig
ist (siehe vorstehende E. 3.1 f.), leuchtet nicht ein, dass dies nicht auch für die blosse
Unterzeichnung gelten soll. Hinzu kommt, dass der Unterzeichnungsakt kein spezifisch
medizinischer Vorgang ist. Mit der Unterzeichnung wird bloss bestätigt, dass der von
ihr erfasste Inhalt dem Willen des Unterzeichnenden entspricht. Die Unterzeichnung -
geschweige denn der Ort, an dem sie vorgenommen wird - hat keinen Einfluss auf den
Inhalt des bereits zuvor rechtmässig ausgeübten medizinischen Sachverstands.
3.3.
Die Anordnung der Begutachtung durch Dr. K._ in den Praxisräumlichkeiten in
N._ erweist sich folglich unter allen Gesichtspunkten als rechtmässig.
3.4.
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St.Galler Gerichte
4.
Des Weiteren ist zu prüfen, ob Dr. L._ zur medizinischen Begutachtungstätigkeit im
Kanton St. Gallen befugt ist.
5.
Gemäss vorstehenden Ausführungen trifft der Vorwurf des Beschwerdeführers nicht zu,
dass Dr. Q._ als Leiter der Neurologie Toggenburg AG über die Zulassung seiner
Mitarbeiter als Gutachter gelogen hat. Folglich ist auch dem vom Beschwerdeführer
erhobenen Befangenheitsvorwurf (act. G 1, IV. Rz 19) das Fundament entzogen.
Dr. L._ ist Inhaber des Weiterbildungstitels Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates und verfügte im Jahr 2020 über eine
Bewilligung als «90-Tage Dienstleister» (siehe die Angaben im Medizinalberuferegister,
abgerufen am 28. Mai 2021; vgl. auch act. G 1.3). Er ist damit zur Durchführung einer
orthopädischen Begutachtung befähigt und war hierzu im für die gerichtliche
Beurteilung massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Zwischenverfügung vom
7. Oktober 2020 auch befugt (siehe vorstehende E. 2.2).
4.1.
Es sind keine Gesichtspunkte ersichtlich und solche bringt der Beschwerdeführer
auch nicht konkret vor (siehe act. G 1, IV. Rz 18), die Zweifel an der Befähigung von
Dr. L._ entstehen lassen. Die Befürchtung des Beschwerdeführers, dass Dr. L._ mit
den (versicherungs-)medizinischen Anforderungen an ein Gutachten für die
schweizerische Invalidenversicherung nicht vertraut sein könnte, erscheint aufgrund
der von ihm seit dem Jahr 2016 für die Neurologie Toggenburg AG ausgeübten
Gutachtertätigkeit in der Schweiz (siehe hierzu das jeweilige SuisseMED@P-Reporting
ab dem Jahr 2016, Download unter: <https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/
sozialversicherungen/iv/grundlagen-gesetze/organisation-iv/medizinische-gutachten-
iv.html>, abgerufen am 28. Mai 2021) und der durch die Swiss Insurance Medicine
erfolgten Zertifizierung als Gutachter unbegründet (siehe <https://my.swiss-insurance-
medicine.ch/de/fachpersonen?text=L._>, abgerufen am 28. Mai 2021).
4.2.
Vor diesem Hintergrund war die angefochtene Anordnung der orthopädischen
Begutachtung durch Dr. L._ rechtmässig. Der Vollständigkeit halber ist anzufügen,
dass er bislang für das Jahr 2021 noch über keine Bewilligung zu einem «90 Tage
Dienstleister» verfügt. Um die Rechtmässigkeit der angeordneten Begutachtung
nachträglich nicht zu gefährden (zu den zu beachtenden gesundheitspolizeilichen
Vorschriften siehe vorstehende E. 2.2 und E. 2.4), wird eine solche Bewilligung
spätestens im Zeitpunkt der Begutachtung wieder vorliegen müssen.
4.3.
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6.