Decision ID: f824f0bf-e66d-4041-9991-4793d76f1780
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: approval

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1959 geborene X._ war zuletzt als
selbständigerwerbender
Elektroinstallateur tätig (Urk. 8/49). Am 4. Februar 2001 meldete er sich unter Hinweis auf zervikale Beschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Rentenbezug an (Urk. 8/5). Nach erfolgten Abklä
rungen – unter anderem wurde der Versicherte im Januar 2004 im
Medizinischen Zentrum Y._
polydisziplinär begutachtet (Urk. 8/56-58) – verneinte die Verwaltung mit Verfügung vom 2. April 2004 den Anspruch auf eine Rente (Urk. 8/60).
Mit Schreiben vom 21. Dezember 2007 beantragte X._ rück
wirkende Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 8/64 S. 1), was von der IV-Stelle als Neuanmeldung entgegengenommen wurde (Urk. 8/65). Zur Klärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse zog die Verwaltung
einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 8/69) sowie die Buchhaltungsunter
lagen und Steuererklärungen des Versicherten der Jahre 2004 bis 2007 bei (Urk. 8/74) und holte einen Bericht von Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 24. April 2008, ein (Urk. 8/71/2-6). Mit Vorbescheid vom 6. Juni 2008 stellte die Verwaltung die
Zusprache
einer von Januar bis März 2008 befris
teten ganzen Rente in Aussicht (Urk. 8/78). Nachdem
X._
dage
gen Einwand erhoben hatte (Urk. 8/82, 8/84 und
8/88), liess ihn die Verwaltung am 31. März 2009 durch Dr. med. A._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, begutachten (Expertise vom 6. April 2009 [Urk. 8/95]). Danach sprach sie ihm mit Verfügung vom 14. Oktober 2010 vom 1. Januar bis 31. August 2008 eine ganze Rente und vom 1. September 2008 bis 30. April 2009 eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu (Urk. 8/127). Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 8/128/3-8) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 27. April 2012 teilweise gut und änderte die angefochtene Verfügung dahingehend ab, dass der Beschwerdeführer vom 1. Januar bis 30. November 2008 Anspruch auf eine ganze Rente und vom 1. Dezember 2008 bis 31. Juli 2009 Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen. Zusätzlich wurden die Akten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils an die Verwaltung zur Prüfung einer im Jahr 2010 eingetretenen Verschlechterung des Gesund
heitszustands des Versicherten überwiesen (Urk. 8/149/1-11; Prozess IV.2010.01093).
1.2
In der Folge holte die IV-Stelle nebst den Buchhaltungsunterlagen der Jahre 2008 bis 2010 einen Bericht von Dr. Z._ vom 22. Oktober 2012 ein (Urk. 8/166-167; siehe auch Urk. 8/169). Mit Vorbescheid vom 21. Mai 2013 gab sie an, sie sehe einen ab 1. April 2010 bis 30. April 2011 befristeten Anspruch auf eine Invalidenrente vor (Urk. 8/173). Dagegen erhob X._ mit Eingaben vom 24. Juni und 27. August 2013 Einwand (Urk. 8/178 und Urk. 8/180). Hernach erachtete die Verwaltung eine
bidisziplinäre
medizini
sche Untersuchung bei Dr. med. B._ und Prof. Dr. med. C._ für not
wendig (Urk. 8/197). Nachdem der Versicherte eine Begutachtung durch Dr. B._ abgelehnt hatte (Urk. 8/201), wurde er am 16. und 20. Februar 2015 von den
Dres
. med. D._, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheuma
erkrankungen, und E._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, interdisziplinär begutachtet (Urk. 8/215). Am 14. Dezember 2015 verfügte die IV-Stelle die
Zusprache
einer vom 1. April 2010 bis 31. Januar 2011 befristeten ganzen Invalidenrente (Urk. 8/225 und Urk. 8/229-233).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1. Februar 2016 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Be
schwerdeantwort vom 18. Februar 2016 schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 29. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Dieser reichte am 12. September 2017 eine weitere Eingabe ein (Urk. 10). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungahme dazu (Urk. 12). Zu den vom Gericht am 26. Oktober 2017 eingeholten IV-Akten (ab Aktenstück Nr. 239 [Urk. 14]) äusserten sich die Parteien nicht (vgl. Urk. 19-20).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder
herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten
Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich L._, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die befristete
Rentenzusprache
damit, aus medizinischer Sicht bestehe von April 2010 bis Januar 2011 eine volle Arbeits
unfähigkeit, sodass während dieser Zeit ein Invaliditätsgrad von 100 % resultie
re. Ab Februar 2011 sei dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit wie
der zu 50 % zumutbar. Eine behinderungsangepasste Arbeit könne mindestens zu 80 % – seit der letzten Begutachtung durch Dr. D._ liege eine Arbeitsfähig
keit von 100 % vor – ausgeübt werden, wobei das Invalideneinkommen Fr. 49'420.90 betrage. Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 32'018.70 ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 0 %. Die operations- und unfallbedingten 100%igen Arbeitsunfähigkeiten hätten nicht länger als drei Monate angedauert, sodass sich diese nicht rententangierend auswirken würden. Folglich bestehe vom 1. April 2010 bis 31. Januar 2011 Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, das
bidisziplinäre
Gutachten der
Dres
. D._ und E._ weise zahlreiche – näher bezeichnete – Mängel und Widersprüchlichkeiten auf, was gegen dessen Beweiswert spreche. Um seine Restarbeitsfähigkeit zu bestimmen, sei eine Begutachtung durch eine MEDAS nötig. Die Höhe des
Validenein
kommens
von Fr. 31'701.70 beziehungsweise Fr. 32'018.70 sei zu tief angesetzt. Gestützt auf den IK-Auszug ergebe sich aufgerechnet auf ein 100 %-Pensum ein
Valideneinkommen
von mindestens durchschnittlich Fr. 70'748.--. Zudem wür
den subjektive und objektive Gegebenheiten gegen die Aufgabe der selbständi
gen Erwerbstätigkeit sprechen, was zur Folge habe, dass die Beschwerdegegne
rin das bei Weiterführung der Einzelfirma erzielbare Einkommen abzuklären habe (Urk. 1 S. 5 ff.). Mit Eingabe vom 12. September 2017 wies
der Beschwer
deführer darauf hin, dass anlässlich der Schaft- und Inlay-Explantation und
Hüftschaft
-Reimplantation am 28. September 2016 sowohl eine Lockerung des Prothesenschafts als auch unstimmige Winkel festgestellt worden seien. Gestützt darauf seien weitere medizinische Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin vorzunehmen (Urk. 10).
3.
3.1
Die im Zeitpunkt des Urteils vom 27. April 2012 vorliegenden Arztberichte wurden dort zusammengefasst wie folgt dargestellt (Urk. 8/149/1-11 E. 3):
1.%2.%3
Im Y._-Gutachten vom 12. März 2004 (Urk. 8/57–58) wurden aus rheum
a
tologischer Sicht folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (E. 3.1):
-
Chronifiziertes
myofasziales
Schmerzsyndrom im Bereich des Schulter
gürtels und der Arme bei
-
Status nach diagnostischer Schulterarthroskopie rechts mit
sub
akromialer
Dekompression 07/00
-
Status nach offener vorderer
Akromionekt
omie
mit Revision der
Rotatoren
manschette
und Re-Insertion der Supraspinatussehne rechts 11/00
-
Arthroskopie rechts 07/03
-
Status nach diagnostischer Schulterarthroskopie links und
sub
akromialer
Dekompression 06/00
-
Status nach Arthroskopie links 03/03
-
Rezidivierendes
Cervikalsyndrom
bei
-
Fehlhaltung
-
leichten
Osteochondrosen
C5 und C6
-
kleiner median bis paramedian gelegener Diskushernie C6/C7 ohne Kompres
sion neuraler Strukturen (MR vom 8. Januar 2004)
-
Status nach CTS-Operation beidseits 2003
-
Status nach Arbeitsunfall der rechten Hand mit Weichteilverletzungen 06/87 ohne neurologische Schäden mit protrahierter
Brachialgie
rechts
Der rheumatologische Y._-Teilgutachter, Dr. med. F._, hielt zusammen
fassend fest, dass seit ungefähr 1999 verstärkte Beschwerden im Nacken-, Schultergürtel- und Armbereich (beidseits) bestehen würden, und dass die ins
gesamt fünf Schulteroperationen (drei rechts und zwei links) keine Besserung gebracht hätten. Vorliegend handle es sich primär um ein vorwiegend weichteil
rheumatisches Schmerzproblem im Sinne eines ausgedehnten
myofaszialen
Schmerzsyndroms mit schmerzhaften hypertonen
Tendomyosen
an typischer Stelle, welche zum Teil auch
eine
referred
pain
-Symptomatik auslösen würden. Der aktuelle neurologische Untersuch würde keine Defizite und keine Hinweise für ein weiteres Kompressionssyndrom im Bereich der oberen Extremitäten er
geben. Anderseits seien die vom Beschwerdeführer angegebenen verbalen und mimischen Schmerzäusserungen, welche zum Teil mit einer Latenz bis gegen zwei Sekunden aufgetreten seien, auffallend. Es bestehe eindeutig eine Tendenz in Richtung
Allodynie
auf nicht klarem Hintergrund.
Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung aus „rheuma-orthopädischer“ Sicht lautete da
hin, dass aufgrund der beschriebenen Veränderungen und Funktionsstörungen des
muskuloskelettalen
Systems im Bereich der oberen Extremitäten in der bis
herigen Tätigkeit für den vorwiegend manuellen Arbeitsbereich eine Arbeits
fähigkeit von 50 % und für den vorwiegend intellektuell-administrativen Bereich eine solche von 100 % bestehe. Sodann wurde ausgeführt, aktuell wür
den keine Hinweise für eine progrediente Verschlechterung der Situation beste
hen; eine erneute Operation im Bereich des Schultergürtels sei nicht indiziert. Für eine behinderungsangepasste, abwechselnd sitzend, stehend und gehend ausgeübte Tätigkeit, ohne Heben und Tragen schwerer Gewichte, ohne (vorwie
gende) Über-Kopf-Arbeit, ohne stereotype, belastende Tätigkeiten für die Arme und ohne langdauernde, unergonomische Rückenposition bestehe keine wesent
liche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
2.%2.%3
Der orthopädische Gutachter Dr. A._ gab am 6. April 2009 (Urk. 8/95) fol
gende Diagnosen an (E. 3.2):
-
Status nach chronifiziertem,
myofaszialem
Schmerzsyndrom im Bereich des Schultergürtels beidseits bei Status nach mehreren Schultergelenks
revisionen beidseits (in den Jahren 2000 bis 2003)
-
heute subjektiv und objektiv sehr gutes Resultat
-
Status nach
Cervikalsyndrom
(2004), heute wesentlich gebessert
-
Status nach CTS-Operationen beidseits (2003), heute subjektiv und ob
jektiv gutes Resultat
-
Status nach
Hüftarthroseplastik
links (Januar 2007)
-
Status nach Marknagel des linken Unterschenkels (wegen Ermüdungs
fraktur, Oktober 2007)
-
Status nach arthroskopischem
Débridement
des linken Kniegelenks (Januar 2008)
-
Rezidivierende Schwellungsneigung mit Lymphödem am linken Unter
schenkel (seit 2008)
-
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
aus dem linken Unter
schenkel (Juni 2008)
-
seit vielen Jahren extreme Adipositas, aber nicht krank-machend
-
unklare Schmerzen im Bereich des linken Fusses (bildgebend unauffällig, seit 2007)
Anamnestisch hielt Dr. A._ fest, der Versicherte klage ausschliesslich über Beschwerden im Fuss und im linken Unterschenkel, während die Schulter
gelenksymptomatik vollständig verschwunden sei. Dabei präsentiere der Versi
cherte eine freie Schultergelenksbeweglichkeit beidseits und klage über keine Restbeschwerden.
In seiner Beurteilung hielt Dr. A._ fest, dass er der Y._-Beurteilung vom 12. März 2004 voll und ganz zustimme, dies auch unter Berücksichtigung der Zwischenanamnese seit dem Jahre 2004. Im Januar 2007 sei im linken Hüftgelenk eine
Totalendoprothese
eingesetzt worden und im Oktober 2007 sei eine Marknagelung des linken Unterschenkels nach Diagnose einer Ermüdungs-fraktur erfolgt. Darauf sei ein
Débridement
des linken Kniegelenks vorgenommen und im Juni 2008 das
Osteosynthesematerial
am linken Unterschenkel leicht vorzeitig entfernt worden.
In seiner Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nannte Dr. A._ eine Arbeitsfähigkeit als Elektro-Installateur von 50 % sowie von 80 bis 90 % in einer angepassten Tätigkeit. Dabei gab er folgendes Belastungs- und Ressourcenprofil an: Leichte Tätigkeit, vornehmlich ausgeübt in Wechselbelastung oder vorwiegend sitzend, ohne repetitive Über-Kopf-Bewegungen, ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten und ohne repetitiv kauernde oder kniende Stellung. Dabei hielt er ausdrücklich fest, dass die neuere Arbeitsfähig
keitsbescheinigung von Seiten des Chirurgen Dr. med. Z._ mit Bericht vom 25. August 2008 von lediglich 25 % eindeutig zu pessimistisch sei.
3.%2.%3
In seinem Operationsbericht vom 4. Juni 2010 (Urk. 8/118/10-11) hielt Prof. G._ als Diagnosen eine zervikale Spinalstenose mit Bandscheibenprolaps C5/6, C6/7 mit Wurzelkompression links sowie eine generalisierte Adipositas per magna fest und nannte als Operationsindikation eine chronische therapie-
resistente
Zerviko-Brachialgie
mit chronischen Parästhesien und intermittieren
den Paresen. Seine Operation beschrieb er als mikrochirurgische ventrale Dekompression C5/6, C6/7,
dorso
-ventrales Release C5 bis C7 sowie Band
scheibenersetzung C5/C6, C6/C7 (mit viskoelastischen Titan-Bandscheiben-Prothesen). Dr.
G._
hielt darauf am 8. Juni 2010 einen komplikationslosen postoperativen Verlauf fest.
4.%2.%3
Gemäss dem Arthroskopie-Bericht vom 3. August 2010 des Dr. Z._ wurde eine arthroskopische Ausräumung der
osteochondralen
Läsion am linken oberen Sprunggelenk durchgeführt. Ferner erfolgte am 16. August 2010 eine arthroskopische
subakromiale
Bursektomie
und Abtragung der
Osteophyten
am linken Schultergelenk (Bericht des Dr. Z._ vom 16. August 2010; Urk. 8/119/4-6).
5.%2.%3
Gemäss Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 21. September 2010 reichte der Versicherte mit den erwähnten Arthroskopie-Berichten neue medizinische Fakten ein. Dabei machten die Operateure keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit. Es sei deshalb angezeigt, die Heilungsphase von acht bis zehn Monaten abzuwarten, um Ende Oktober 2010 einen Verlaufs
bericht bei Dr. Z._ einzufordern. Hingegen sei davon auszugehen, dass gestützt auf den Bericht von Prof. G._ keine Verschlechterung des Gesund
heitsschadens bis zu den Eingriffen durch Dr. Z._ ausgewiesen sei (Urk. 8/126/4).
3.1.6
Das hiesige Gericht erwog aufgrund dieser Aktenlage betreffend die zuletzt ge
währte, befristete
Viertelsrente
, gestützt auf das Gutachten von Dr. A._ vom 6. April 2009 (vgl. vorstehend E. 3.1.2) sei ab jenem Zeitpunkt von einer 80 bis 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszuge
hen, weshalb die
Viertelsrente
auf den 31. Juli 2009 hin aufzuheben sei. Die Sache wurde sodann an die Beschwerdegegnerin überwiesen, damit sie abkläre, ob seit dem Erlass der Verfügung vom 14. Oktober 2010 eine Verschlechterung eingetreten sei (Urk. 8/149 E. 4.1-2).
6.%2
In Umsetzung des Urteils des hiesigen Gerichts vom 27. April 2012 holte die Beschwerdegegnerin einen Bericht von Dr. Z._ vom 22. Oktober 2012 ein. Darin wurde ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer ein Zustand nach Marknagelversorgung einer distalen
Tibiaermüdungsfraktur
sowie ein Zustand nach
Osteosynthesematerialentfernung
links im 2010 bestehe. Wegen anhalten
der Beschwerden am linken oberen Sprunggelenk sei am 3. August 2010 eine arthroskopische Operation erfolgt. Am 16. August 2010 sei eine arthroskopische Schulteroperation links durchgeführt worden. Vom 20. bis am 24. Oktober 2011 sei der Beschwerdeführer mit einer Vorderkantenfraktur BWK II und BWK IV und nicht dislozierter Fraktur der achten Rippe rechts notfallmässig im Spital H._ hospitalisiert worden. Wegen anhaltender Beschwerden sei es am 29. März 2012 erneut zu einer linksseitigen arthroskopischen Schulteroperation
gekommen. Am 9. Mai 2012 sei eine arthroskopische intraartikuläre Narben-resektion am oberen Sprunggelenk links erfolgt. Der Beschwerdeführer sei nach dem Unfall am 20. Oktober 2011 bis am 16. Januar 2012 und nach den Opera
tionen
vom 29. März und 9. Mai 2012 zu 100 % arbeitsunfähig
gewesen. Ausserhalb dieser Zeiträume schätze er den Versicherten zu 50 % arbeitsun
fähig als selbständiger Elektriker ein (Urk. 8/167 S. 7).
7.%2
Die an der Uniklinik I._ tätigen Prof. Dr. med. J._, Chefarzt Stellvertreter, und Dr. med. K._, Assistenzarzt, stellten am 10. Juni 2013 folgende Diagnosen:
-
Status nach Hüftpfannen- und Kopfwechsel links sowie
Refixation
der
ventralen
glutealen Sehnenplatte links am 6. Februar 2013 bei
-
Status nach Hüftprotheseninfekt (SKN) sowie
-
Status nach Hüft-TP links 2007 (auswärts)
-
Status nach Hüft-TP Wechsel Januar 2013 nach zweimaliger Luxation postoperativ
Als Nebendiagnosen erwähnten sie eine arterielle Hypertonie, Adipositas, ein multifaktorielles Schmerzsyndrom und ein chronisch rezidivierendes Erysipel Unterschenkel beidseits bei chronisch venöser Insuffizienz. Sie gaben an, bei an sich gutem Gangbild und zufriedenstellender Hüftgelenksfunktion wirke der Be
schwerdeführer weiterhin unzufrieden. Eine nächste klinische Verlaufskontrolle finde in drei Monaten statt. Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis sei bis Anfang August 2013 ausgestellt. Anschliessend sollte die Arbeitsfähigkeit in Absprache mit dem Hausarzt sukzessive gesteigert werden (Urk. 8/177/11-12).
3.4
Am 30. August 2013 wurde der Beschwerdeführer in der Uniklinik I._ an der linken Schulter operiert (Urk. 8/181/6-7). Nachdem er am 27. November 2013 ambulant untersucht worden war, nannte Prof. Dr. med. L._, Teamleiter Schulter-Ellbogen an der Uniklinik I._, in seinem Bericht vom 2. Dezember 2013 nachstehenden Diagnosen (Urk. 8/186):
-
Status nach Schulterarthroskopie,
Débridement
Rotatorenmanschetten
oberfläche
(Supraspinatus), Bizepstenodese (1 Anker in
Sulcus
) sowie AC-Gelenksresektion Schulter links vom 30. August 2013 mit/bei
-
bursaseitiger
Rotatorenmanschetten
-Partialruptur Schulter links,
Bizepstendinopathie
und AC-Gelenksarthroskopie
-
Status nach
subakromialer
Dekompression links 2011
-
Status nach Schulterarthroskopie links,
subakromialer
Bursektomie
und Abtragung von
Osteophyten
am AC-Gelenk im August 2010
-
Status nach Schulter-Arthroskopie links mit Glätten der
Supra
spinatussehnenoberfläche
am 29. März 2012
-
Status nach Schulter-Arthroskopie rechts mit
Akromioplastik
am 18. Juli 2000
-
Status nach offener, vorderer
Akromionektomie
, Revision der
Rotatoren
-manschette und
Reinsertion
der Supraspinatussehne rechts am 11. November 2000
Er stellte zudem folgende Nebendiagnosen:
-
Status nach Hüftpfannen- und Kopfwechsel links sowie
Refixation
der ventralen glutealen Sehnenplatte links am 6. Februar 2013 bei
-
Status nach Hüftprotheseninfekt (SKN) sowie
-
Status nach Hüft-TP links 2007 (auswärts)
-
Status nach Hüft-TP-Wechsel Januar 2013 nach zweimaliger Luxation postoperativ
-
Arterielle Hypertonie
-
Adipositas
-
multifaktorielles Schmerzsyndrom
-
chronisch rezidivierendes Erysipel Unterschenkel beidseits mit/bei
-
chronisch venöser Insuffizienz
Prof. Dr. L._ führte aus, es bestehe eine klare
subakromiale
Impingement
symptomatik
. Der Beschwerdeführer habe dies auf eine Übersäuerung zurückge
führt, welche er mit Natron behandle. Trotz des subjektiv empfundenen positi
ven Effekts rate er, mit Selbstmedikation aus dem Internet vorsichtig zu sein. Bislang sei noch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Der Beschwerde
führer habe auch versucht zu arbeiten, dies sei aber nicht gegangen. Für die körperlich belastende Tätigkeit als Elektroinstallateur bescheinige er deshalb bis am 31. Dezember 2013 eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/186).
3.5
Dr. med. M._, Fachärztin FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 30. Mai 2014 (Urk. 8/195/1-8) nachfolgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 1):
-
Ausgeprägtes chronifiziertes generalisiertes
myofasziales
Schmerz-syndrom bei
Fasziendistorsionen
, Narbenverklebungen, multiplen degenera
tiven Veränderungen der HWS, LWS und Gelenken sowie muskuläre
Triggerpunkte
, muskuläre Dysbalance und
Dekonditionierung
insbeson
dere im Bereich des:
-
Schulter-Nackengürtels, des Rückens bei/mit:
-
Schultergelenksarthoskopie
links bei
bursaseitiger
Partialruptur der
Rotatorenman
schette
am 30. August 2013
-
Status nach Schulterarthroskopie links mit Glätten der
Supraspinatus
sehnenoberfläche
am 29. März 2012
-
Status nach Schulterarthroskopie links,
suba
k
romialer
Bursektomie
und Abtragung von
Osteophyten
am AC-Gelenk im August 2010
-
Status nach
suba
k
romialer
Dekompression links 2001
-
Status nach Schulter-Arthroskopie rechts mit
Acromioplastik
am 18.07.2000
-
Status nach offener, vorderer
Akromionektomie
, Revision der
Rotato-renmanschette
und
Reinsertion
der Supraspinatussehne rechts am 11. November 2000
-
Chronisches
zervikospondylogenes
und
zervikoradikuläres
Schmerz-syndrom bei Degeneration und Fehlhaltung sowie zervikaler Spinalkanal- und
Foraminalstenose
mit Kompression
der segment
abhängigen Ner
venwurzeln links mehr wie
rechts bei
Diskusprotusion
C5-C7
-
Status nach mikrochirurgischer ventraler Dekompression C5/C6, C6/C7 sowie
dorso
-
ventrales Release C5-C7 und Bandscheibenersatz C5/6; C6/7
-
Dorsalgie
bei Status na
ch BWK-Vorderkantenfraktur BWK II und BWK VI
-
Lumbosakrales
und chronisches Schmerzsyndrom der unteren Extre
mitäten bei Abschwächung und Dysbalance der Ober- und Unter
schenkelmuskulatur
-
Status nach multiplen Operationen
-
Dekompressions-OP Mai 2010 bei knöcherner
Foraminalstenose
L4/5 mit Wurzel
kompression bei Bandscheibendegeneration L4/5
-
Komplexes Sc
hmerzsyndrom der linken Beckenhü
ftregion bei:
-
zuletzt Hüftkopfpro
theseninfekt mit SKN Februar
2013 links, Status nach Antibiose mit
Rifampicin
und Vancomycin
-
Status nach Hüftpfannen- und Kopfwechsel links und
Refixation
der ventralen glutea
len Sehnenplatte links
-
OP-Status nach anteriorer
Hüft
D
._
ation
rechts (3
0. Januar 2013) und
HüftD
._
ation
links (24. Januar
2013)
-
Status nach Kopf
-
/
I
nl
ay-Wechsel Hüfte links (Kantons
spital Liestal)
-
TEP bei
Coxarthrose
links
-
Kniearthroskopie
Januar
2008 links bei Retropatellararthrose
-
Status nach Ermüdungsfraktur mit Nagelung der Tibia (Datum?) und Entfernung des
Osteosynthesematerials
-
Status nach Arthroskopie des linken OSG
-
Metatarsalgie
des linken Fusses bei Spreizfuss
-
Weiter bestehende
Gonarthralgie
links bei Verschiebung der Patella
bei auch
Vargusbelastung
links
Der Adipositas per magna und dem Status nach Leistenhernien beidseits nach Bauchdeckenplastik im 2010 mass sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
bei (S. 3). Die medizinische Arbeitsfähigkeit betrage aktuell 10-20 %, da der Be
schwerdeführer angebe, maximal zwei Stunden am Tag arbeiten zu können. Er sei auf Grund seines chronifizierten generalisierten
myofaszialen
Schmerzsyn
droms, welches vor allem durch die Bindegewebsveränderungen, die degenera
tiven Veränderungen
und die
Folgen unzureichender Rehabilitation infolge multipler
orthopädisch-chirurgischer Eingriffe hervorgerufen sei
und daher
zu einer langen physischen
Inaktivität
geführt habe
, eingeschränkt. Diese
s könne
insbesondere Schmerzen nach Tätigkeiten
,
aber auch in Ruhe hervorrufen.
Fas
ziendistorsionen
würden
auch Schmerzen in Ruhe bei zum
Beispiel Wetterwech
sel
verursachen
. Auf
Grund dieser Erkrankung würden
eine schnelle Erschöpf
barkeit und vor allem
auch Konzentrationsstörungen
bestehen,
die ein längeres Arbeiten beispielsweise
auch im Büro verunmöglichen würden. Der
Beschwerde
führer sei wegen der muskulären
Dekonditionierung
nicht in der Lage, länger
fristig „Lagerarbeiten” durchzuführen und gar zu kauern oder Treppen zu steigen (S. 4 f.). Obwohl umfangreiche Abklärungen bisher im Bereich der orthopädischen
Medizin und ver
schiedenste Operationen stattgefunden h
ätten
,
würden sich die
Beschwerden
des Versicherten zum Teil
mit den bisher voran
gegangen
en
Methoden der Schulmedizin und Diagnostik nicht erklären
lassen. Dafür brauche
es neue Modelle der Erklä
rung. Diese
myofaszialen
Schmer
zen s
eien
heute erklär
- und ableitbar.
Aktu
ell seien ihr aber keine
Ärzte, insbeson
dere Rheumatologen
,
in der Schweiz bekannt, die sich auf
myofaszia
le
Schmer
zen spezialisiert hätten (S. 6).
3.6
Gestützt auf die Ergebnisse der rheumatologischen und psychiatrischen Unter
suchung stellten die Gutachter
Dres
. D._ und E._ in ihrer Expertise vom 12. März 2015 (Urk. 8/215/1-24) folgende, sich auf die Arbeitsfähigkeit auswir
kende Diagnosen (S. 11):
-
Panvertebralsyndrom
mit
spondylogener
Ausstrahlung in die Extremitä
ten
-
Periarthropathia
humeroscapularis
beidseits
-
Operierte
Coxarthrose
links
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilten sie folgende Diagnosen (S. 11):
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstö
rung, a
kzent
uierte Persönlichkeits
züge und f
ina
n
zielle Probleme
-
Chronisches, generalisiertes Schmerzsyndrom
-
nicht ausreichend somatisch abstützbar
-
primäres Fibromyalgie-Syndrom
-
betont im Bereich der linken im Vergleich zur rechten Körperhälfte
-
Panalgie
-
diffuse Druckschmerzangabe
-
Polyarthralgien axialer und peripherer Gelenke
-
multiple Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Bauchschmer
zen
-
Diffuse idiopathische
skelettale
Hyperostose
-
Bewegungseinschränkungen der W
irbelsäule
-
Adipositas mit
Body-Mass-Index von 45,97 kg/m
2
-
Laborchemische Hepatopathie
-
Anamnestisch Reizmagen-Syndrom
In der rheumatologischen Untersuchung habe – so Dr. D._ – eine
schmerzver
mittelnde Mimik und Gestik ein
gesetzt
, im Rahmen derer
vier der fünf
Waddell
-Zeichen
als Hinweis auf nicht organisch abstützb
are Beschwerden demonstriert worden seien. Der Beschwerdeführer sei
phasenweise zusammen
gezuckt
. Er
habe das Wort „Au
"
wiederholt erwähnt, teilweise bis zu zwei
Sekunden nach dem Berühren einer Körperstelle und auch während des im Anschluss an die klinische Unt
ersuchung stattfindenden Diktat
s der geschilderten Beschwerden.
Er habe
zunächst harmonische Bewegungen phasenweise mit einem abrupt ein
setzenden muskulären Wid
erstand abgeblockt.
Die schmerzvermit
telnde Mimik und Gestik könne
vordergründig nicht mit einem bekannten somatisch-patholo
gischen Krankheitsbild begründet werden. Der Beschwerdeführer habe
sämtliche Bewegungen aller axialen und vieler peripherer Gelenke in allen Ebenen als circa gleich schmerzhaft
beschrieben
,
und zwar
unabhängig davon, ob ein jeweils untersuchtes Gelenk in belasteter oder entlastet
er Körperhaltung untersucht worden sei
. Dies weis
e
auf vordergründig nicht somatisch abs
tützba
re Beschwerden hin (S. 12 f.).
An den oberen Extremitäten habe er
im glenohumeralen Gelenk, aktiv und passiv geprüft, keine relevante Bewegungseinschränkung objektivieren
können
. Die Gesamtbeweglichkeit im Schultergürtel, bei der auch die
thorakoskapuläre
Bewe
glichkeit zu berücksichtigen sei
, dürfte leichtgradig eingeschränkt sein, was mit der leichtgradigen Hyp
erkyphose thorakal erklärbar sei
. Im Bereich des Schultergürtels
würden
keine klinischen Hinweise auf eine Läsion der
Rotato
-
r
enmanschette
oder auf eine
subak
romiale
Sehneneinklemmungsproblematik
bestehen. Das heisse
konkret, dass unter Berücksichtigung der beidseits durch
geführten Schulteroperationen von einem guten postoperativen
Resultat ausge
gangen werden dürfe
. Bezüglich dieser Einschätzung berücksicht
ige er
a
uch das Resultat des
Arthro
-MRIs der rechten Schulter vom 26. Januar 20
15, in dem auf eine partielle Ruptur der Supra- und der
Inf
raspinatussehne
hingewiesen werde
, die nicht mit einer Muskelhypotrophie oder mit einer fettigen Degeneration der Muskelstruk
turen einhergehe.
Die ergänzend durchgeführten Röntgenaufnah
men der Schultern
würden
beidseits keinen Hinweis auf einen
Humeruskopf
hochstand
, der als ein sekundäres Zeichen für eine relevante Läs
ion der
Rotatorenmanschette
gelte, dokumentieren. Linksseitig komme
zudem nach erfolgter letztmaliger Revision im
August 201
3 der Anker in Projektion auf den Humeruskopf zur Darstellung.
Wenn er
die Befunde im Bereich der oberen Extremitäten mit denjenigen Befunden, die im
orthopädischen Gutachten vom 6. April 2009 diskutiert worden seien, vergleiche, könne
er
keine relevante Ver
änderung des
Gesundheitszustandes bestätigen.
Bezüglich dieser
Einschätzung berücksichtige er
, dass seither Operationen an den Schultern durchgef
ührt wor
den seien
. Mit diesen Operationen
seien
zeitlich limitierte Einschränkungen der Arbeitsfähigkeiten
ausgewiesen (S. 14 f.).
Der Gutachter schilderte weiter, er könne
z
ervikal und lumbal allseits zu 1/3 und thorakal allseits zu 1/2
eingeschränkte Bewegungsamplituden und eine leichtgradige Hyperkyphose der Brustwirbelsäule und keine Hinweise auf eine relevante Skoliose objektivieren. Die Palpation der paravertebralen Weicht
eile der ganzen Wirbelsäule werde
als schmerz
haft beschrieben, ohne dass er
einen korrelierenden Weichteilbefund, wie beispielsweise eine
Myogelose
oder einen
Triggerpunkt
, objektivieren
könne
. An
amnestisch und klinisch würden
keine Hinweise auf ein radikuläres Reiz- oder Ausfallsyndrom, einen symptomatisch engen Spinalkanal, einen Nervendehnungsschmerz
oder auf eine Irritation res
pektive
Kompression des Gefäss-Nervenbündels, zum Beispiel im Sinne einer
Thoracic
-Outlet-Komponente
, bestehen
.
Die mitgebrachten Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule
würden
zudem einen stabilen Sitz des Bandscheiben
implantates auf Höhe von LWK4/5
dokumentieren
. Die aktualisierten Röntgen
aufnahmen der Halswirbelsäule
würden
den normalen Sitz der Bandscheiben
prothesen in den Segmenten von HWK5/6 und von HWK6/7
zeigen
, jeweils ohne einen Hinweis auf eine
I
mplantatlockerung
.
Phänomenologisch beurteilt schildere
der
Beschwerdeführer
unspezifische Rückenschmerzen respektive ein
Panvertebralsyndrom
mit
spondylogener
Ausstrahlung. Wenn er
die Befu
nde im Bereich der Wirbelsäule
mit denjenigen Befunden, die im orthopädischen Gut
achten vom
6. April 2009 beschrieben wo
rden
seien vergleiche, könne er
keine relevante Veränderung des
Gesundheitszustandes bestätigen.
Bezüglich dieser
Einschätzung berücksichtige er, dass sich seither eine metabol
ische Störung vom Typus der diffusen idiopathischen
skelet
talen
Hyperostose
entwickelt habe,
dass im
Juni 2010
Bandscheibenproth
esen zervikal implantiert worden seien
und dass sich anlässlich des Sturzes vom 1
9. Oktober 2011
Frakturen an der Vorderkante von BWK2 und 6 sowie möglicherwei
se auch von BWK11 ereignet hätten
. Die anlässlich dieser aktuellen Begutachtung durchgeführte radiologi
sche Abklärung in diesen Abschnitten der Bewegungssegmente dokumentier
e keine Unfallfolgen mehr. Weiterhin könne er
, klinisch wie konventionell-radiologisch beurteilt, eine leichtgradige Hyperkyphose bestätigen.
Der Experte berichtete weiter, an
den unteren Extrem
itäten sei
die aktive und die passive Beweglichkeit der Hüftgelenke insofern eingeschränkt, als dass die Hüftf
lexion ab 90° verunmöglicht werde
, weil die „kräftigen Oberschenkel" am
p
annikulose
bedingt
vorwölbenden U
nterbauch anprallen
würden
. Rechtsseitig k
önne er
zu
dem eine leichtgradige Einschränkung für die Hüftinnenrotation objektivieren, die sich funk
tionell kaum nachteilig auswirke
. Nach dem Wechsel der Hüft
pfanne und des Hüftkopfes links im
Januar respektive im Februar 2013 sei
die Hüftbeweglichkeit linksseitig wieder frei möglich. Anfang 2013
seien zwei
Hüft
lux
ationen im Anschluss an den ersten Hüftprothes
enkopf- und
Hüftpro
theseninlay-
Wechsel
links vom 1
4. Januar 2013 aufgetreten, so
dass deshalb am
6. Februar 2013
erneut die Pfanne und der Kopf gewechselt werden mussten. Im MRI des Beckens vom
9. September 2014 werde
auf eine symmetrische Gesäss
- und
Beckenmuskulatur ohne einen Hinweis auf eine relevante Muskelhypotro
phie hingewiesen
(S. 15 ff.)
.
Wenn
er
die Befunde im Bereich
der unteren Extremitäten
mit denjenigen Befunden, die im orthopädischen Gutachten vom
6. April 2009 beschrieben wor
den seien
vergleiche, k
önne er
keine relevante Veränderung des
Ge
-
sundheits
zustandes
bestätigen. Bezüglich dieser
Einschätzung berücksichtige er
, dass die Hüftflexion beidseits leichtgradig
abgenommen habe
, wobei dies mit
der
pannikulose
bedingten
Vorwöl
bung des Unterbauches, die eine weitergehend
e Flexion über 90° verunmögliche
, zusammenhängen dürfte. Die im orthopädi
schen Gutachten vom
6. April 2009 b
eschriebene
leichtgradige ödematöse Un
terschenkelschwellung könne er nicht mehr bestätigen (S. 17 f.).
Insgesamt beurteile er die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität höchstens als partiell auf die objektivierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar. In einer derartigen Situation seien grundsätzlich zu diskutieren: Krankheitsfremde Gründe, ein Aggra
vationsverhalten im Rahmen eines Rentenbegehrens und eine psychosomatisch-psychiatrische Affektion. Es werde Aufgabe des mitbegutachtenden Psychiaters sein, diesbezüglich Stellung zu beziehen (S. 18 f.). Zusammenfassend hielt er fest, der Beschwerdeführer schildere seit Jahrzehnten ein chronisch generalisier
tes Schmerzsyndrom, bei dem langjährig Hinweise auf nicht somatisch abstütz
bare und seit gut zehn Jahren Hinweise auf vordergründig nicht mehr soma
tisch abstützbare Beschwerden bestehen würden. Folglich habe er Mühe, neue, somatisch ansetzende Therapiemassnahmen zu formulieren, von denen er eine markante Beschwerdelinderung erwarte (S. 23).
Aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer,
wie bereits im orthopä
dischen Gutachten vom
6. April 2009
erwähnt, bezüglich
der
beruflichen Tätig
keit als Elektroinstallateur weiterhin zu 50
%
eingeschränkt.
Für eine angepass
te Verweistätigkeit
sei
im orthopädischen Gutachten
eine zehn bis maximal 20%
ige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestätigt
worden
. Aufgrund der Ergebnisse der aktuellen Begutachtung
könne er
diese leichtgradige Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit seit dem Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung nicht mehr bestätigen. Zudem
würden
seit dem orthopädischen Gutachten
v
ollständi
ge Einschränkungen der Arbeitsfähigkeiten im Zusammenhang mit den Operatio
nen
resultieren, so dass er
voll
e
Arbeitsunfähigkeiten von Mitte
Mai bis Mitte Oktober 2010
, von Ende
März bis Ende Juni 2012
, von Mitte
Januar bis Ende April 2013
und von Ende
August bis Ende Oktober 2013 begründen könne (S. 21)
.
Dr. E._ berichtete in seinem psychiatrischen Gutachten (Urk. 8/215/34-45 S. 6), der Beschwerdeführer habe sich nie verheiratet und pflege rege soziale Kontakte. Er werde von den Eltern finanziell unterstützt. Hinweise für eine psy
chogene Problematik würden keine bestehen. Der Unfall von Juni 1987 habe sich langfristig als negativ herausgestellt. Der Beschwerdeführer habe sich da
mals an beiden Händen verletzt. Es sei zu einer Schmerzausdehnung gekom
men. Soweit sich die Schmerzen somatisch nicht erklären lassen würden, müsse von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer sei auf die Schmerzen fixiert, er äussere hypochondrische Befürchtungen und zeige eine Schmerzausdehnung. Zudem gebe es ungünstige krankheitsfremde Faktoren, und zwar eine längere Phase von partieller Arbeits
untätigkeit und finanzielle Schwierigkeiten. Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung führe insbesondere aufgrund des Fehlens einer psychischen Komorbidität zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es würden psycho
somatische Beschwerden bestehen. Diese seien aber überwindbar, da sie nicht durch eine psychische Störung hervorgerufen würden. Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchtigung vor
handen sei (S. 6 ff.).
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die beteiligten Spezialärzte aus, seit der letzten Begutachtung im April 2009 könne für die früher jahrelang ausgeübte berufliche Tätigkeit als Elektroinstallateur weiterhin vollumfänglich auf die Ein
schätzung aus somatisch-rheumatologischer Sicht (50%ige Arbeitsunfähigkeit) abgestützt und für eine Verweistätigkeit für die Zeit nach der Begutachtung im April 2009 zunächst eine maximal 10 bis 20%ige Einschränkung der Arbeits
fähigkeit und seit dem Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit mehr formuliert werden (Urk. 8/215/46-47 S. 2).
4.
Mit Urteil vom 27. April 2012 wurde eine Verschlechterung des Gesundheits
zustands seit 2010 als glaubhaft beurteilt und die Akten der Beschwerdegegne
rin zur Prüfung der Neuanmeldung überwiesen. Vor diesem Hintergrund bildet Streitgegenstand die Prüfung des ab dem Jahr 2010 bestehenden Renten
anspruchs.
5.
Soweit der Beschwerdeführer eine systematische Voreingenommenheit vom Gutachter Dr. D._ postulierte (Urk. 1 S. 8), ist zu bemerken, dass n
ach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung das
vom Beschwerdeführer kritisierte
Auf
trags- und Honorarvolumen für sich allein keine wirtschaftliche Abhängigkeit einzelner Experten von den IV-Stellen schafft, die als
Ausstandsgrund
zu quali
fizieren wäre
(Urteil des Bundesgerichts 8C_616/2017 vom 14. Dezember 2017 E. 6.1 mit Hinweisen). Ausserdem könnte auch beim Nachweis einer starken
Abweichung nicht direkt auf eine Befangenheit der an der Erstellung der Gut
achten beteiligten Fachpersonen geschlossen werden; vielmehr müsste zunächst noch überprüft werden, ob die Abweichung durch andere Faktoren besser erklärbar wäre (Urteil des Bundesgerichts 8C_599/2014 vom 18. Dezember 2015 E. 6.6).
Die vom Beschwerdeführer begehrte Erhebung der von Dr. D._ attestierten Arbeitsunfähigkeiten in angestammter und behinderungsangepasster Tätigkeit würde damit zu einer unzureichenden Datenlage führen, die den Schluss auf eine systematische Voreingenommenheit des nämlichen Gutachters von vornhe
rein verbietet.
Das Gericht ist auch nicht Aufsichtsbehörde der IV-Stelle und daher von vornherein nicht befugt, dieser allgemeine Auflagen in dem Sinne zu erteilen, welche Angaben jeweils vom Gutachter
Dr. D._
einzuholen sind.
Weitere Gründe – so auch nicht die unsubstantiierte Feststellung des Beschwer
deführers, wonach die Gutachten von Dr. D._ immer dem gleichen Strickmuster folgen würden (Urk. 1 S. 5) –, welche auf eine Befangenheit des Experten im konkreten Fall schliessen lassen würden, sind sodann nicht dargetan.
6.
6.1
Es verbleibt, auf die materiellen Rügen einzugehen.
Das Gutachten der
Dres
. D._ und E._ nimmt umfassend Stellung zur Frage der weiterhin vorhandenen Gesundheitsstörungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, beruht auf einlässlichen rheuma
tologischen und psychiatrischen Untersuchungen, berücksichtigt die vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden, erging in Kenntnis der
Vorakten
und enthält begründete Schlussfolgerungen. Sofern – was vom Beschwerde
führer bestritten wird (Urk. 1 S. 5 ff.) – die gutachterliche Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge beziehungsweise die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, kann auf das Gutachten abgestellt werden (vgl. E. 1.3
hievor
).
6.2.
6.2.1
Was das Vorbringen des Beschwerdeführers, Dr. D._ habe eine Diskussion be
treffend die Adipositas unterlassen (Urk. 1 S. 5), betrifft, geht aus dem Gutach
ten hervor, dass der Experte darauf hinwies, dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen seines Übergewichts körperlich belaste und das Übergewicht das Risiko für die Entwicklung von allgemeininternistischen Komplikationen erhöhe (Urk. 8/215-1-24 S. 18 und S. 21), er mass aber der Adipositas mit einem Body-Mass-Index von 45.97 kg/m
2
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (Urk. 8/215/1-24 S. 11). Hinzu kommt, dass
Fettleibigkeit
ohnehin
grundsätzlich keine leistungsbegründende Invalidität
begründet
, wenn sie keine körperlichen, geistigen oder psychischen Schäden bewirkt und nicht die Auswirkung von sol
chen Schäden ist.
Zudem ist nicht ersichtlich, dass das Übergewicht nicht durch eine zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei wel
chem es
in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden keine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit bezie
hungsweise der Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich zur Folge hat (
ZAK 1984 S. 345 f. E. 3; Urteil
des Bundesgerichts
8C_663/2017 vom 12. Dezember 2017 E. 3.2 mit Hinweisen
)
. Die gutachterliche Beurteilung steht sodann im Ein
klang mit derjenigen der behandelnden Ärzte Dr. M._ (vorstehende E. 3.5) und Dr. med. N._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin (Urk. 15/30/6-9 S. 2).
6.2.2
Entgegen den entsprechenden Ausführungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 6) geht der Gutachter Dr. D._ von keiner relevanten Veränderung des Gesund
heitszustands aus (Urk. 8/215/1-24 S. 19). Ohnehin kommt es invaliden
versicherungsrechtlich einzig darauf an, welche Auswirkungen eine Krankheit auf die Arbeitsunfähigkeit hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_503/2013 vom 23. Dezember 2013 E. 5.5 mit weiteren Hinweisen) und ein Leiden kann sich in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Laufe der Zeit verändern. Unabhängig davon würde auch die Annahme einer weiter
hin bestehenden 80 bis 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit zu keinem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen
(vgl. E. 8.2).
6.2.3
Der Umstand, dass der Experte Dr. D._ keine Quellenangaben zu den von ihm zitierten epidemiologischen Untersuchungen machte (Urk. 1 S. 6), stellt die Be
weiskraft des Gutachtens nicht in Frage, bildet es doch gestützt auf die übrigen nachvollziehbaren Begründungen eine verlässliche medizinische Entscheidungs-
grundlage. Gleich verhält es sich mit der unveränderten Wiedergabe eines Textblockes bei den Untersuchungsbefunden und in der Beurteilung (Urk. 1 S. 6).
6.2.4
Der Beschwerdeführer machte geltend, der rheumatologische Gutachter sei unter anderem von vol
lständige
n
Arbeitsunfähigkeiten von Mitte
Mai bis Mitte Oktober 2010
, von Mitte
Januar bis Ende April 2013
und von Ende
August bis Ende Oktober 2013 ausgegangen. Diese Angaben würden zu den echtzeitlichen medizinischen Akten und der Beurteilung des RAD im Widerspruch stehen (Urk. 1 S. 7)
.
Tatsächlich wurde von der im Regionalen Ärztlichen Dienst tätigen med.
pract
. O._, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, am 28. Januar 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit von April 2010 bis Januar 2011 in einer leidensangepassten Tätigkeit für medizinisch plausibel angesehen (Urk. 8/171 S. 4). Vor dem Hintergrund der in der angefochtenen Verfügung festgehaltenen
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente von April 2010 bis Januar 2011 ist insbesondere zu prüfen, ob die gesundheitliche Verbesserung im Oktober 2010 – wie die Gutachter darlegten – oder im Januar 2011 eingetreten ist. Med.
pract
. O._ begründete die vollständige Arbeitsunfähigkeit bis Januar 2011 unter Hinweis auf den Bericht von Dr. Z._ vom 13. Januar 2011 (Urk. 8/131/5) mit der Nachbehandlung nach den jeweiligen Operationen (Urk. 8/171 S. 4). Diesbezüglich wurden durch Letzteren zwei arthroskopische Operationen am linken Sprung- und Schultergelenk am 3. und 16. August 2010 durchgeführt (Urk. 8/119). Angesichts dieser Eingriffe kann gestützt auf den Bericht von Dr. Z._ vom 13. Januar 2011, der eine 50%ige Arbeits
fähigkeit bescheinigte, nicht auf eine bis Januar 2011 bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit geschlossen werden. So ist nicht er
sichtlich, inwiefern ein erschwertes Knien und Schmerzen nach längerem Stehen oder auf schrägen Böden zu einer relevanten Einschränkung in einer Verweistätigkeit führen. Damit ist auch in Einklang zu bringen, dass ab dem Zeitpunkt der Begutachtung von Dr. A._ vom 6. April 2009 von einer 80 bis 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Arbeit auszugehen ist (Urk. 8/149/1-11 S. 9) und Dr. Z._ von seit Mai 2009 im Wesentlichen unverändert bestehenden Beschwerden berichtete. Vor diesem Hintergrund ist vielmehr mit dem ebenfalls im RAD tätigen Dr. med. P._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, von einer postoperativen Heilungsphase
von acht bis zehn Wochen auszugehen (Urk. 8/126 S. 4), was auch mit der Einschätzung von Dr. D._ übereinstimmt. Mit ihm ist daher von einer im Oktober 2010 eingetretenen Verbesserung und dem Wiedererlangen der seitens von Gutachter Dr. A._ bescheinigten Arbeitsfähigkeit in einer Ver
weistätigkeit auszugehen.
Eine von Mitte Januar bis Ende April 2013 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 100 % führte Dr. D._ auf eine mit Komplikationen behaftete Versorgung des linken Hüftgelenks zurück (Urk. 8/215/1-24 S. 20). Vom 6. bis am 24. Mai 2013 befand sich der Beschwerdeführer in der stationären Rehabilitation im Medizini
schen Zentrum Q._ (Urk. 8/195/34-35). Dem Bericht von Dr. med. R._, Chefarzt Innere Medizin, vom 28. Mai 2013 kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer seit circa zehn Tagen keine Gehhilfen mehr benötigte und eine Flexion bis 90° schmerzfrei möglich war. Das Gangbild habe sich ver
bessert und der Beschwerdeführer könne laut eigenen Angaben recht gut Treppen steigen. Für die vermehrten Hüft- beziehungsweise Gesässschmerzen würden sich sonographisch keine Auffälligkeiten finden. Inwiefern die erhobe
nen Befunde noch von medizinischer Relevanz waren, kann vorliegend offen bleiben. Denn eine stationäre Rehabilitation führt ohnehin zu einer fehlenden Umsetzung der (möglichen) Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. In Abweichung von der Beurteilung vom Experten Dr. D._ ist damit von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit von Mitte Januar bis Ende Mai 2013 auszuge
hen, was indes der Beweiskraft des Gutachtens keinen Abbruch tut. Denn in den rechtserheblichen Punkten bestehen weiterhin keine Indizien, die gegen die Zu
verlässigkeit der Abklärungsergebnisse sprechen. Auf eine anschliessend, über Mai 2013 hinaus bestehende anspruchserhebliche Einschränkung der Leistungs
fähigkeit kann sodann aufgrund der im Bericht der Ärzte der Uniklinik I._ vom 10. Juni 2013 (Urk. 8/177/11-12) erhobenen Befunde nicht geschlossen werden. So wird darin auf eine zufriedenstellende Hüftgelenksfunktion bei an sich gutem Gangbild hingewiesen. Zudem sollte die Antibiose gestoppt werden. Gestützt darauf ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Behandler nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit attestieren.
Der D._ ging sodann aufgrund einer am 30. August 2013 erneut durchgeführ
ten Schulterarthroskopie von einer bis Ende Oktober 2013 dauernden vollstän
digen Arbeitsunfähigkeit aus. Dies steht im Einklang mit der Beurteilung von Prof. Dr. L._ und prakt. med. S._, Assistenzarzt, Uniklinik I._. In ihrem Bericht vom 30. Oktober 2013 über die am 16. Oktober 2013 durch
geführte Verlaufskontrolle berichteten die beiden Ärzte über einen erfreulichen Verlauf und attestierten keine Arbeitsunfähigkeit (mehr). Der Beschwerdeführer klage einzig über Schmerzen bei Bewegung über die
Horizontalebene. Manch
mal verspüre er noch ein leichtes Zwicken in der linken Schulter, vor allem bei der Arbeit als Elektrotechniker. Er nehme aber keine Analgetika mehr ein (Urk. 8/182/3-4 S. 2). Daran ändert auch der Bericht von Prof. Dr. L._ vom 2. Dezember 2013 nichts Wesentliches, wird doch darin keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit abgegeben, sondern einzig eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit in der körperlich belastenden Tätigkeit als Elektro
installateur beschrieben. Zudem geht daraus – zwar bei beschriebenen Schmerzen bei der
Impingementsymptomatik
– eine freie Schultergelenks
beweglichkeit hervor (Urk. 8/186 S. 2).
6.2.5
Zusammenfassend sind keine Gründe ersichtlich, die gegen die Beweistauglich
keit des Gutachtens der
Dres
. D._ und E._ sprechen. Daran ändert auch die in der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 12. September 2017 be
schriebene Lockerung des Prothesenschafts nichts (Urk. 10), ist doch einerseits unklar, wann diese eingetreten ist, andererseits ist für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit das vorhandene funktionelle Leistungsvermögen entscheidend, das bei der Begutachtung noch keine relevante Einschränkung in einer Ver
weistätigkeit aufwies.
7.
7.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar
ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln
(BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Ur
teil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheits
bild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indika
toren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur
zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei
mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweis
belastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
7.2
Hinsichtlich des funktionellen Schweregrades der diagnostizierten Gesundheits
schädigung gilt es festzuhalten, dass der Gutachter keine psychiatrische Diagno
se mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellte. Damit und mit Blick auf die Aus
führungen im Gutachten ist evident, dass es bereits an der Schwere, die auf eine invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigung schliessen liesse, fehlt. Eine psychiatrische Behandlung oder die Einnahme von Psychopharmaka wurden nicht als indiziert betrachtet, was gegen eine ausgeprägte Symptomatik spricht. Als Indizien für eine nur leichte Ausprägung des Gesundheitsschadens lassen sich auch weitere vom Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtern geschilderte Alltagsaspekte anführen. So erledigt er den Haushalt in seinem kleinen Eigen
heim. Er geht spazieren und liest Zeitungen sowie Fachliteratur (Urk. 8/215/1-24 S. 2). Zu seinen Eltern besteht eine enge Beziehung (Urk. 8/215/34-45 S. 2). An seinem Wohnort kennt er viele Leute und scheut den Kontakt zu seinen Mitmenschen nicht (Urk. 8/215/34-45 S. 3). Er pflegt rege soziale Kontakte und interessiert sich für das Geschehen in der Welt (Urk. 8/215/34-45 S. 39). Dazu passt, dass sich der Beschwerdeführer keiner Psychotherapie unterzieht. Es be
steht also eine Diskrepanz hinsichtlich der Konsistenz des
Aktivitätenniveaus
in Beruf und Erwerb einerseits und Freizeit-verhalt
en andererseits. Damit resultiert ein Gesamtbild, welches aus psychiatrischer Sicht nicht auf bedeutende funk
tionelle Beeinträchtigungen schliessen lässt.
7.3
Damit ist erstellt, dass die Arbeitsfähigkeit seit 2010 in der bisherigen Tätigkeit um 50 % eingeschränkt ist und für eine angepasste Tätigkeit seit April 2009 zumindest eine Arbeitsfähigkeit von 80 – 90 % vorliegt. Zusätzlich bestehen operationsbedingt von Mitte Mai bis Mitte Oktober 2010, von Ende März bis Ende Juni 2012, von Mitte Januar bis Ende Mai 2013 und von Ende August 2013 bis Ende Oktober 2013 vollständige Arbeitsunfähigkeiten für jegliche Tä
tigkeiten.
7.4
Zu ergänzen bleibt, dass der Erlass des angefochtenen Entscheids vom 14. Dezember 2015 rechtsprechungsgemäss die Grenze der richterlichen Über
prüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 und BGE 129 V 354 E. 1).
Der Umstand, dass der Beschwerdeführer Ende Dezember 2015 einen Schlaganfall erlitten
hat (Urk. 1 S. 4), wäre daher höchstens zu berücksichtigen, wenn er Rückschlüsse auf eine frühere Entwicklung zuliesse (Urteil des Bundes
gerichts U 415/06 vom 7. September 2007 E. 3). Dies ist jedoch nicht der Fall.
8.
8.1
Vom Beschwerdeführer wird das dem Einkommensvergleich zugrunde gelegte
Valideneinkommen
bestritten. Mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 27. April 2012 wurde der von der Beschwerdegegnerin vom 14. Oktober 2010 verfügte Rentenanspruch angepasst. In der Verfügung wurde ein
Valideneinkommen
von Fr. 30'833.80 angenommen (Urk. 8/123 S. 2). Der vorgenommene Einkommens
vergleich wurde vom Beschwerdeführer im vorhergehenden Rechtsmittelver
fahren nicht in Frage gestellt und vom Gericht dann auch bestätigt (Urk. 8/149/1-11 S. 9). Vor diesem Hintergrund kann die Höhe des
Validenein
kommens
nicht mehr im zweiten Rechtsgang zum Thema gemacht werden und das Gericht ist an die damalige Beurteilung gebunden (§ 26 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
), so dass sich weitere Ausführun
gen dazu erübrigen.
8.2
Die Rentenverfügung vom 14. Oktober 2010 basierte auf einem Invalidenein
kommen von Fr. 72'529.80 (im Jahr 2008; Anforderungsniveau 3), diejenige vom 14. Dezember 2015 auf einem solchen von Fr. 61'776.15 (im Jahr 2011, Anforderungsniveau 4). Selbst wenn dem Einkommensvergleich ein Invaliden
einkommen von Fr. 61'776.15 zugrunde gelegt wird, resultiert – auch bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 – 90 % in einer Verweistätigkeit – kein rentenbegrün
dender Invaliditätsgrad.
Davon auszunehmen ist die operationsbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Zeit von Mitte Januar bis Ende Mai 2013, zumal ansonsten die Arbeits
unfähigkeit nicht mehr als drei Monate andauerte. Gestützt auf Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Verbindung mit Art. 29
bis
IVV ist ab Januar 2013 ein Anspruch auf eine ganze Rente ausgewie
sen. Da der Beschwerdeführer anschliessend erneut von Ende August bis Ende Oktober 2013 vollständig arbeitsunfähig war und damit nicht angenommen werden kann, dass die ab Ende Mai 2013 eingetretene Verbesserung der Erwerbsfähigkeit voraussichtlich weiterhin andauern würde (Art. 88a Abs. 2 IVV), ist von einem ununterbrochenen Rentenanspruch bis Ende Januar 2014 auszu
gehen (vgl. hierzu ebenfalls Art. 88a Abs. 2 IVV).
8.3
Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 14. Dezember 2015 insoweit abzuändern, dass der Beschwerdeführer zusätzlich vom 1. Januar 2013 bis 31. Januar
2014 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Dies führt zur teilwei
sen Gutheissung der Beschwerde.
9.
9.1
Die Kosten des Verfahren sind auf Fr. 1’000.-- festzulegen (vgl. Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und angesichts des teilweisen Obsiegens des Beschwerdeführers – im Streit lag der Rentenanspruch der Jahre 2010 bis 2015 und damit während 72 Monaten, wobei der Rentenanspruch des Versicherten während 13 Monaten besteht – diesem zu 4/5 (Fr. 800.--) und zu 1/5 der Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen (Fr. 200.--).
9.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine um 4/5 reduzierte Parteientschädigung. Die Entschädigung wird unabhän
gig vom Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierig
keit des Prozesses bemessen (§ 34
GSVGer
). Vorliegend erscheint eine gekürzte Prozessentschädigung von Fr. 500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer) als angemessen.