Decision ID: adc92064-8fd8-47e3-ae2e-de915ec7ea8e
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, reiste im Jahr 1988 in die Schweiz ein und war
von
Oktober 2006 bis Ende März 2015 bei der
Y._
als Zimmermädchen in einem 100%-Pensum und seit Mitte August
2015
als Küchenhilfe in einem 50%-Pensum angestellt (vgl.
Urk.
10/17).
Am 1
1.
August 2015 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der Sozial
ver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine de
pres
sive Störung sowie diverse somatische Diagnosen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversiche
rung an (Urk. 10/2).
Di
e
I
V-Stelle
nahm Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor,
zog die Akten der Kranken
tag
geld
versicherung - insbesondere das
bidisziplinäre
psychiatrisch-neurologische Gut
ach
ten vom 2
3.
November 2015 (
Urk.
10/27/3-63) - bei, holte die B
erichte der behandelnden Ärzte
(
Urk.
10/18,
Urk.
10/21,
Urk.
10/23, Urk. 10/34,
Urk.
10/42,
Urk.
10/44,
Urk.
10/52,
Urk.
10/53,
Urk.
10/54 und Urk. 10/55)
sowie einen Aus
zug aus
dem
Individuellen Konto der Versicherten (IK-Aus
zug; Urk.
10/14)
ein
und ersuchte die Arbeitgeberin um Auskünfte (Arbeitgeberfrage
bogen vom
7.
Oktober 2015;
Urk.
10/17)
.
Mit
Mitteilung vom 9. November 2015
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine beruflichen M
assnahmen angezeigt seien, da ihr der Arbeitgeber die Möglichkeit
biete
, eine weniger belastende Tätigkeit auszuüben (Urk.
10/19).
Im Folgenden veranlasste die IV-Stelle eine orthopä
di
sche und psychiatrische Untersuchung beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), über welche am 2
1.
Juni 2017 berichtet wurde (
Urk.
10/50-51). Ausgehend von keiner
relevanten gesundheitsbedingten Erwerbseinbusse
s
tellte die IV-Stelle mi
t
Vorbescheid vom
2
4.
August 2017
die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus
sicht (
Urk.
10/
67
). Dagegen erhob die Versicherte am
1
6.
Oktober 2017
Ein
wand
(
Urk.
10/78)
und legte einen weiteren Arztbericht der behandelnden
Ärztin
zu den Akten (
Urk.
10
/77
). Mit Verfügung vom
20.
November 2017
verneinte die IV-Stel
l
e wie vorbeschieden einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenver
sicherung (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
4.
Januar 2018 Be
schwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Be
schwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ihr
eine
ganze
Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei ein
polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben
. In pro
zes
sualer Hinsicht beantragte
sie
, es sei ih
r
die unentgeltliche Prozessführung sowie die
unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
zu gewähren (Urk. 1).
Mit Schrei
ben vom
1.
Februar 2018 (
Urk.
6) reichte die Beschwerde
führerin einen weiteren Arzt
bericht vom 2
3.
Januar 2018 (
Urk.
7) zu den Akten.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2018 (Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 19. Februar 2018 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 11).
Auf Nachfrage des hiesigen Gerichts (vgl. Verfügung vom 1
3.
März 2019;
Urk.
12) bestätigte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 2
1.
März 2019 (
Urk.
14), dass sich ihre finanziellen Verhältnisse seit Januar 2018 nicht geändert haben (vgl.
Urk.
15/1-2).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburts
ge
brechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über
die Invaliden
ver
si
che
rung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs
un
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio
nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medizi
ni
schen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungs
ergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis
gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungs
interner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
0.
November 2017 (
Urk.
2) hielt die Beschwerdegegnerin fest, die
medizinisch
e
Abklärung h
abe
ergeben, dass die Be
schwerde
führerin
seit Juni 2017
in
einer leidensangepassten Tätigkeit voll
um
fänglich arbeits
fähig sei.
Aufgrund der psychiatrischen Diagnose habe zwi
schen September 2015 und Juni 2017 eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit im Um
fang von 50 % bestanden. Da die therapeutischen Möglichkeiten jedoch nicht ausgeschöpft worden seien, könne diese vorübergehende Arbeitsunfähigkeit nicht anerkannt werden. Der Einkommensvergleich habe unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 25 % einen Invaliditätsgrad von 11 % ergeben, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 4. Janu
ar 2018 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
den Berichten versicherungs
interner medi
zinischer Fachpersonen komme nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem
gericht
lichen oder einem vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gut
ach
ten. Auf
den Untersuchungsbericht der RAD-Ärzte könne nicht abgestellt werden, berücksichtige
dieser
die aktuellen Einschätzungen der behandelnden Ärzte sowie
das
durch die
Krankentaggeld
ver
sicherung in Auftrag gegebene
bi
disziplinäre
Gutachten doch nur un
genügend
. Die Beschwerdeführerin sei nach wie vor zu 50 %
in ihrer Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt.
Im Übrigen verun
mögliche
ihr
Gesundheits
zustand das Finden einer
angepassten
Arbeits
stelle auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt
, weshalb
nur noch ein geschützter Arbeitsplatz in Frage
komme
. Mithin habe sie Anspruch auf eine ganze Invaliden
rente.
3.
3.1
Bei der Beschwerdeführerin wurde im März 2015 ein
Hypophysenadenom
mit
ACTH- und GH-Sekretion diagnostiziert. Infolgedessen erfolgte am 3
1.
März 2015
eine transsphenoidale Resektion (vgl.
Urk.
10/1).
Im Rahmen einer postoperativen Verlaufskontrolle
im Juli 2015
zeigten bildgebende Befunde des Schädels eine vollständige Entfernung des rechtsseitigen
Hypophysenadenoms
mit Defektzu
stand ohne Anhalt für
residuelles
Adenomge
we
be
auf der rechten Seite
(vgl.
Urk.
10/21/2).
Darüber hinaus wurden
im Bericht des
Z._
vom 25. Mai 2015
unter anderem
folgende Diagnosen genannt (
Urk.
10/1):
insulinpflich
tiger
Diabetes melli
tus Typ 2 (Erstdiagnose
[ED]
2009),
h
ypertensive
Herzkran
k
heit, Neben
nieren
rindeninsuffizienz bei Status nach Morbus Cushing sowie eine chronische Depression.
Vom 2
2.
Juli bis 1
0.
August 2015 war die Beschwerde
führerin in stationärer Behan
dlung in der A._
(vgl. Austrittsbericht vom 10. August
2015;
Urk.
10/23/21-24).
Die behandelnden Ärzte konstatierten, bei Eintritt habe sich die Beschwerdeführerin in einem reduzierten Allgemeinzustand und mit starken Schmerzen in beiden Händen präsentiert. Es
hätten
beidseits stark geschwollene Fingergrundgelenke imponier
t
, ausgelöst durch körperliche Arbeit, bei einem Ver
dacht auf eine Polyarthritis. Bei der Symptomatik sei von einem Rezidiv der depressiven Symptomatik auszugehen, bei einer bekannten rezi
divierenden de
pressiven Störung, ausgelöst durch körperliche Schmerzen
bei Arbeitsbeginn
sowie einer starken Angst, ihre Arbeitsstelle verlieren zu können. Abklärungen bei der Arbeitgeberin hätten
jedoch
ergeben, dass die Beschwerdeführerin nicht mit einer Entlassung rechnen müsse.
Die Arbeitgeberin
sei bereit, ihr eine die Hände weniger belastende Tätigkeit zu geben (ab Mitte August 2015 in einem 50%-Pensum).
3.2
3.2.1
Im Auftrag der Krankentaggeldversicherung wurde die Beschwerdeführerin
von
Dr.
med. B._
, Facharzt für Neurologie FMH sowie Facharzt für Psychia
trie und
Psychotherapie FMH,
am
6.
November 2015
bidisziplinär
(psychiatrisch-neurologisch) begutachtet
(
Urk.
10/27/3-63)
.
Dr.
B._
nannte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/27/57):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode, mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11)
-
Differentialdiagnose: atypische Depression im Sinne einer organisch bedingten affektiven Störung (ICD-10: F06.3)
-
Störungen durch Opioide, iatrogenes Abhängigkeitssyndrom, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10: F11.25)
-
Störungen durch Benzodiazepine, iatrogen induziertes Abhängigkeits
syndrom (ICD-10: F13.2)
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien (Urk. 10/27/58):
-
Status nach transsphenoidaler Resektion bei
Hypophysenadenom
mit ACTH- und GH-Sekretion (ED März 2015), MRI der Hypophyse vom 30. April 2015: Operationssitus ohne Einblutung oder Raumforderung mit Nebennierenrindeninsuffizienz (ED 4. April 2015)
-
Mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom unter CPAP-Therapie
-
Verdacht auf Spannungskopfschmerzen
Ausserdem nannte er ein
en insulinpflichtigen
Diabetes mellitus Typ 2 (ED 2009), eine
hypertensive
Herzkrankheit mit linksvent
ri
kulärer Hypertrophie mit/bei
cere
brovaskulären
Risikofaktoren (arterielle Hypertonie [schwierig einstellbar], insulinpflichtiger Diabetes mellitus,
Dyslipidämie
) sowie Status nach rezidivie
renden Harnwegsinfekten und
Urosepsis
(April 2015) als fachfremde Diagnosen (Urk. 10/27/58).
3.2.
2
Im psychiatrischen Teilgutachten hielt
Dr.
B._
fest, insgesamt wirke die Beschwerde
führerin nicht schmerzgequält. Im Rahmen der Untersuchung würden sich keine Beeinträchtigungen der Bewusstseinsklarheit und der Bewusstseins
helligkeit zeigen. Ausserdem gebe es im klinischen Eindruck auch keine Hinw
ei
se auf umfassende und ausgeprägte kognitive Störungen. Ebenso wenig würden sich Auffassungs-, Gedächtnis-, Merkfähigkeits- oder Aufmerksamkeitsstörungen zei
gen. Was die Konzentration betreffe, könne festgehalten werden, dass die Be
schwerde
führerin während des ganzen Untersuchungsverlaufs immer auf
merk
sam gewesen sei und sich auf die gestellten Fragen und die rasch wech
selnden Themen habe einzustellen vermögen. Die emotionale Schwingungs
fähigkeit sei
hingegen
deutlich
reduziert. Die Beschwerdeführerin habe während der Explora
tion eine reduzierte Breite an emotionalen Qualitäten gezeigt. Im Hinblick auf den Affekt könne
ausserdem
eine depressive Stimmung festgestellt werden
. Es sei während der gesamten Begutachtung zu Affekteinbrüchen ge
kommen.
Dr.
B._
fasste zusammen, es l
iege eine Insuffizienz und ausgeprägte Labilität der Affekte vor. Der Antrieb und das psychomotorische Verhalten seien reduziert, ebenso die Gestik und Mimik, welche die depressive Stimmung
affekt
synthym
unterstreichen würden.
Spontanität und Eigeninitiative seien ebenfalls reduziert.
Die soziale Teilnahme sei im privaten Bereich
jedoch
nicht einge
schränkt. Anhand der Untersuchung würden sich
auch
keine Hinweise auf ent
sprechende psychosoziale Probleme von besonderem Schweregrad ergeben.
Die Exploration des Tages
pro
fils weise
aber a
uf ein reduziertes Aktivitätsniveau hin.
Die Beschwerde
führerin habe angegeben, sich b
ei den Haushaltsarbeiten auf
grund der psychischen Be
schwerden eingeschränkt
zu fühlen
(Urk.
10/27/40f.)
.
Dr.
B._
konstatierte
, aufgrund der Würdigung der Versicherungsakte, der Explo
ration un
d
der psychiatrischen Untersuchung sei diagnostisch von einer mittelgradigen depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven
Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11), differentialdiagnostisch von
einer atypischen Depression im Sinne einer organisch bedingten affektiven Stö
rung (ICD-10: F06.3), auszugehen. Es sei während der Exploration eine depressive Auslenkung der Grundstimmung erkennbar. Die Psychomotorik stelle sich auch reduziert dar, ebenso die Durchhaltefähigkeit und Belastbarkeit.
Die von der Beschwerde
führerin beklagten kognitiven und funktionellen Defizite, begleitet von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, seien analog dem erhobe
nen psychopathologischen Befund jedoch nicht zu objektiv
i
eren.
Dr.
B._
emp
fahl eine detaillierte Beurteilung der kognitiven Funktionen im Rahmen einer neuro
psycho
logis
chen Untersuchung nach Absetzen
der Behandlung mit Opiaten und Benzodiazepinen
(
Urk.
10/27/4
1
)
.
Die Opiatabhängigkeit verursache unter anderem auch diffuse Veränderungen des psychischen Selbsterlebens, Angst, de
pressiv gehemmte V
erstimmungen, Antriebsschwäche und
Asthenie, welche die
Leistungsfähigkeit in der freien Wirtschaft zusätzlich negativ beeinflussen w
ürden.
Die Ursache der verminderten Leistungsfähigkeit liege somit auch in der Opiatab
hängigkeit.
Mithin könne d
ie Arbeitsfähigkeit verbessert werden, wenn die Opiat
abhängigkeit behandelt werde.
Insgesamt habe sich der Gesund
heits
zustand der Beschwerdeführerin im Vergleich zu den Vorbefunden in der Versicherungsakte auf psychiatrischem Fachgebiet nicht
wesentlich verbessert. Psychosoziale Belas
tungsfaktoren würden nicht vorliegen, ebenso wenig ein ausgeprägter sozialer Rückzug (
Urk.
10/27/46).
3.2.3
I
m neurologischen Teilgutachten
hielt
Dr.
B._
fest,
während der gesamten Unter
suchung habe die Beschwerdeführerin nicht schmerzgequält gewirkt. Das An- und Auskleiden gelinge zügig und geschickt und ohne besondere Schon
bewegungen, der Kopf werde spontan frei in alle Richtungen bewegt, der Gang sei flüssig und
hinkfrei
. Insgesamt zeige sie ein unauffälliges, spontanes Bewe
gungsmuster. Die Beschwerdeführerin verhalte sich ausserdem freundlich und kooperativ
(
Urk.
10/27/50f.)
.
Dr.
B._
konstatierte,
die klinisch-neuro
logische Unter
suchung habe
,
bis auf eine
Pallhypästhesie
im Bereich der
Malleolen
von 6/8 und der Grosszehen von 7/8, einen leicht unsicheren Blind- und Strichgang sowie einen leicht unsicheren Romberg- und Unterberger-Versuch
,
keine weiteren pathologischen Auffälligkeiten ergeben. Insbesondere seien die Pupillen
normo
reaktiv
mit normaler
Okulomotorik
, es sei kein pathologischer Nystagmus fest
gestellt worden und die kaudalen Hirnnerven seien intakt. Es gebe keine Hinweise für eine segmentale Muskelatrophie. Motorik und Tonus seien normal. Die Muskeleigenreflexe an den oberen und unteren Extremitäten seien symmetrisch auslösbar. Ausserdem seien keine Verminderung der allgemeinen Kraft und keine Paresen einzelner Muskelgruppen festgestellt worden. Die Sensibilität sei allseits erhalten und es würden sich keine nachweisbaren Koordinationsstörungen finden lassen (
Urk.
10/27/55).
Dr.
B._
fasste zusammen, b
ei den von der Beschwerdeführerin geklagten Kopfschmerzen von drückendem Charakter handle es sich diagnostisch am ehes
ten um einen chronischen Kopfschmerz vom Spannungstyp, differential
diag
nos
tisch einem Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch entsprechend.
Eine Beein
trächtigung aufgrund der Kopfschmerzen werde von der Beschwerde
füh
rerin sowohl in Alltagsaktivitäten als auch in der zuletzt ausgeführten beruf
lichen Tätigkeit als Zimmermädchen verneint
(
Urk.
10/27/57)
.
3.2.
4
Die Arbeitsfähigkeit betreffend konstatierte
Dr.
B._
, aus neurologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit. Inwieweit die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die beklagten
Schmer
zen aus rheumatologischer Sicht bestehe, müsse rheumatologisch-ortho
pä
disch beurteilt werden. Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerde
führerin
sowohl
in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Zimmermädchen
als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit
zu 50 % eingeschränkt. Es sei anzu
nehmen, dass sie seit September 2015 wieder zu 50 % arbeitsfähig sei.
Die
Prognose bezüglich der Steigerung des
Arbeitspensums sei überwiegend wahr
scheinlich schlecht. Er emp
fahl
eine erneute Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
im März 2016
nach
Einholung fachärztlicher Berichte sowie
Intensivierung der psychiatr
i
sch-
psycho
therapeuti
schen
Behandlung
und Anpassung der Therapie (
Urk.
10/27/59
f.
).
3.3
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führten d
ie behandelnden Ärzte
des
C._ der A._
in ihrem Arztbericht vom 25. Juli 2016
aus
,
a
ngesichts der kom
plexen Interaktion somatischer und psychischer Faktoren sei davon auszugehen, dass das bisherige Arbeitspensum von 50 % der
obersten Leistungs
grenze der Beschwerdeführerin entspreche und dieses nur unter
optimalen angepassten Bedingungen längerfristig aufrechterhalten werden könne (Arbeit halbtags, verständnisvolles Umfeld). Aus psychiatrischer Sicht sei bei einem höheren Pensum mit qualitativen und quantitativen Einbussen zu rechnen sowie mit einer Verschlechterung des psychischen Befindens.
Derzeit würden jedoch die körperlichen Einschränkungen im Vordergrund stehen
(
Urk.
10/34).
3.4
Am
9.
August 2016 unterzog sich die Beschwerdeführerin
bei hochgradiger Ste
nose
einem chirurgischen Eingriff (mikrochirurgischer Spinalkanal- und Nerven
wurzel
dekompression L3/4 und L4/5), welche
r
- nach Angaben der Beschwerde
führerin - keine Verbesserung der Beinbeschwerden gebracht habe
(vgl. Arztbe
rich
t vom 2
8.
September 2016;
Urk.
10/44/3).
Auf
grund persistierender Schmerzen
wurde
n
im November 2016
neuro
logische und neurophysiologische Untersu
chung
en durchgeführt
. Der untersuchende Arzt sah
klinisch-neurologisch kein
en
Hinweis für eine lumbale
Radikulopathie
. Bei normalen
Tibi
al
is
-SEP bestehe ausser
dem kein Anhalt für eine spinale Impuls
leitungs
störung. Ebenso wenig gebe es
Denervationszeichen
, sodass es aus wirbel
säulenchirurgischer Sicht keine Erklärung für die persistierenden Bein
schmerzen (stärkste Schmerzen am rechten Knie und am linken oberen Sprung
gelenk) gebe
(vgl. Arztbericht vom 1
4.
Novem
ber 2016; Urk. 10/44/1
f.
).
3.5
Aufgrund
anhaltender
starker Schmerzen am rechten Kniegelenk wurde die Be
schwerde
führerin im April 2017 in der
D._
vorstellig.
Neue bild
gebende Befunde würden
degenerative Veränderungen an den Menisken sowie
eine medial betonte
femorotibiale
Chondropathie
bis Stadium III
zeigen (vgl. dazu auch MRI-Befund vom 2
9.
März 2017;
Urk.
10/55).
Während der Untersuchung in der
D._
stellte
Dr.
med.
E._
, Orthopädische Chirurgie FMH,
keinen Kniegelenkserguss fest, notierte jedoch diffuse Schmerzangaben medial und late
ral
seitig bei
Varus
- und
Valgusstress
. Der Bandapparat sei hingegen stabil
. Mit einer Kniegelenksarthroskopie sei keine
Linderung der Schmerzen zu erwar
ten, weshalb
operativ
direkt die Indikation zur Knieprothesen
im
plantation gestellt werden müss
t
e (vgl. Arztbericht vom 20.
April 2017; Urk.
10/54).
Eine Arbeits
fähigkeit sei nicht gegeben, würde jedoch auch mit der Implantation einer
Total
endoprothese
am rechten Kniegelenk nicht wesentlich besser werden (vgl. Arzt
bericht vom 2
4.
Mai 2017;
Urk.
10/53).
Der Rheumatologe der
D._
diagnostizierte eine
chronische
,
bisher autoantikö
r
pernegative Polyarthritis
, wahr
scheinlich rheumatoider Arthritis
, eine
beginnende
Gonarth
ro
se mit
degene
ra
tiver Meniskusläsion
a
m rechten Knie, eine
incipiente
Coxarthrose
a
uf der rechten Seite sowie eine schwere
Spondyl
arthrose
bei Status nach Spinalkanal
dekompression (vgl.
Arztbericht
vom
5.
Juni 2017;
Urk.
10/52
).
3.6
Am 1
2.
Juni 2017 wurde die Beschwerdeführerin beim RAD
orthopädisch
und psy
chiatrisch untersucht
, jeweils unter
Beizug
einer professionellen Dolmet
sche
rin
(
Urk.
10/50-51)
.
3.6.1
Med.
pract
. F._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie FMH,
nannte in ihrem orthopädischen Untersuchungsbericht folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/50 S. 8):
-
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lenden
wirbel
säule (LWS)
-
Status nach Dekompression des Spinalkanals und der Nervenwurzel L3/4 und L4/5
-
Heberden
-Arthrosen der Hände
-
Anamnestisch
seronegative
Polyarthritis
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien die Senkspreizfüsse und die frag
liche
n
Sensibilitätsstörungen der Beine.
Med.
pract
.
F._
konstatierte, in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin geklagten Sensibilitätsstörungen seien die Angaben diffus und nicht objektivier
bar geblieben. Hinweise auf Nervenwurzelreizungen gebe es keine. Der Reflex
status sei seitengleich und regelrecht. Im Bereich der Wirbelsäule falle eine Schmerz
symptomatik lumbal und am
lumbosacralen
Übergang auf. Die Beweg
lichkeit der Wirbelsäule sei mässig eingeschränkt. Es würden sich keine Seiten
differenzen bezüglich der Umfänge der Arme und Beine finden, die Muskulatur sei regelrecht ausgeprägt. Klinische Hinweise auf eine
Coxarthrose
oder eine Gon
arthrose würden sich keine finden.
Bei der klinischen Untersuchung seien beide
Hüftgelenke frei beweglich gewesen und
Röntgenbefunde würden keine vorliegen
.
Dem MRI Bericht des rechten Kniegelenks vom 2
9.
März 2017 (vgl.
Urk.
10/55) seien ebenfalls keine Hinweise auf eine fortgeschrittene Arthrose des Kniegelenks zu entnehmen.
Weiter verwies med.
pract
.
F._
auf zahl
reiche Inkonsi
sten
zen während der Untersuchung. Die Angaben zu den Schmerzen und Alltagsakti
vitäten seien diffus und ausweichend gewesen, das Spontanverhalten und die Angaben zur Belastbarkeit deutlich diskrepant.
So habe die Beschwerdeführerin beispielsweise angegeben nicht lange sitzen zu können. Während der Untersu
chung habe sie aber ohne an der Rückenlehne anzulehnen frei über gut eine Stunde ohne wesentliche Positionswechsel auf dem Stuhl sitzen können. Anzei
chen von Schmerz oder Anstrengung seien nicht zu beobachten gewesen (
Urk.
10/50 S.
1).
Weiter habe die Beschwerdeführerin an beiden Kniegelenken diffuse Schmerzangaben ohne nähere Lokalisation gemacht, wobei bei Betasten der Kniegelenke keine umschriebene Schmerzauslösung zu beobachten gewesen sei (
Urk.
10/50 S. 6).
D
ie diagnostizierte autoantikörper
negative Poly
arthritis be
treffe
nd
sei in der aktu
ellen Untersuchung klinisch keine Ent
zündungs
aktivität festzustellen.
Der aktuelle Laborbefund stütze dies.
Klinisch habe sich das Bild einer typischen
Heberden
-Arthrose der Finger geboten. Damit sei eine rheuma
toide
Arthritis nicht ausgeschlossen,
e
s könne aber festgestellt werden, dass bisher keine fort
geschrittenen dauerhaften Funktionsminderungen speziell der Hände zu beobachten gewesen seien
(
Urk.
10/50 S. 8-9)
.
Aus orthopädischer Sicht sei ein Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeit
s
fähigkeit beeinträchtige. In ihrer bisherigen Tätigkeit als Zimmermädchen sei die Beschwerdeführerin seit März 2015 nicht mehr arbeitsfähig. In einer ange
passten Tätigkeit mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne regel
mässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne erhöhte An
forderungen an die Kraft- und Haltefunktion der Hände und ohne erhöhte An
forderungen an das feinmotorische Geschick der Hände, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbel
säulen
belastende und
hüft
gelenks
-kniegelenksbelastende Arbeiten sei die Be
schwerde
führerin hingegen seit August 2015 (Beginn der Arbeit als Küchen
hilfe) wieder vollständig arbeitsfähig
(
Urk.
10/50 S. 9)
.
3.6.2
Die psychiatrische Untersuchung wurde von
Dr.
med. G._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, durchgeführt.
Sie hielt fest, in der aktuellen Exploration könne eine depressive Verstimmung, nicht aber eine depressive Epi
sode erkannt werden. Es sei von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegen
wärtig remittiert (ICD-10: F33.4) auszugehen. Allerdings würden sich er
hebliche
Inkonsistenzen zeigen, so dass eine Aggravation bei sekundärem Krank
heits
gewinn nicht sicher ausgeschlossen werden könne.
Diesbezüglich führte Dr.
G._
aus, die Beschwerdeführerin habe keine Frage bezüglich ihres
psy
chischen Gesundheitszustand
s klar beantworten können. Sie sei vage und diffus geblieben, habe sich öfters verheddert und am Thema vorbeigeredet. Zu Beginn habe die Beschwerdeführerin ständig geweint
und habe nicht
angeben können, weshalb sie weine. Gegen Ende der Untersuchung habe sie dann
aber auch andere Emotionen (
beispielsweise lächeln
)
gezeigt, so dass das häufige, fast ununter
bro
chene Weinen zu Beginn am ehesten als Verdeutlichung mit demonstrativem Weinen interpretiert werden könne.
Dr.
G._
h
i
elt weiter fest, auf die Symptome der Depression
angesprochen
habe die Beschwerde
führerin
ausgeführt
, dass sie viele Ängste habe. Ausser der Angst, dass der Herzschrittmacher der Schwester nicht mehr funktionieren könnte, habe sie aber keine weiteren Ängste angeben können.
Die
Beschwerde
führerin
habe erzählt
, in der
A._
sowie ambu
lant im
C._
in
psychiatrisch
er Behandlung
zu sein. Im Vorfeld habe sie Probleme am Arbeitsplatz gehabt, sei immer grösserem Druck ausgesetzt gewesen. Zudem habe sie auch Probleme mit ihrem ehemaligen Lebenspartner gehabt, mit dem sie noch immer die Wohnung teile. Aktuell würde es ihr schlecht gehen, weil sie kein Geld mehr habe und das Sozialamt nicht mehr zahlen wolle, da sie bei ihrem ehemaligen Lebenspartner wohne. Dieser trinke jedoch wieder vermehrt Alkohol und
wolle sie nicht mehr unterstütz
en. Vielmehr wolle er sie und ihre Schwester - die an Brustkrebs erkrankt sei und einen Herz
schritt
macher habe - aus der Wohnung werfen
. Ferner sei ihr in der Schweiz lebender Sohn arbeitslos und ihre anderen Söhne in Portugal habe sie bereits seit drei Jahren nicht mehr besuchen können
und ihren Enkel noch nie gesehen
.
Dr.
G._
fasste zusammen, insgesamt würden erhebliche psychosoziale Belas
tungs
faktoren bestehen, die unter anderem auch einen sekundären Krankheits
ge
winn erklären könn
t
en.
Überdies
bemerkte Dr.
G._
, die Beschwerdeführerin hab
e
zwar
über Interessensverlust berichtet, trotzdem könne sie die Nachrichten und eine Portugiesische Serie im TV schauen, zusammen mit der Schwester stricken, zweimal pro Woche alleine für etwa zwei bis drei Stunden ins Brockenhaus gehe
n (manchmal auch zu Fuss, 3 km) oder
in der Bibel und verschiedene Portugiesische Frauenzeitschriften lesen.
Dr.
G._
nannte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien eine psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F13.25) und durch Opioide:
Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F11.25).
Aufgrund des Krankheitserlebens bestehe
i
n ihrer bisherigen Tätigkeit als Mitarbeitern im Hotellerie-/Restaurationsbereich eine mittelgradige Ein
schränkung der Flexi
bilität und Umstellungsfähigkeit sowie
aufgrund auch der
Dekonditionierung
des Durchhalte
ver
mögens
. Dr.
G._
attes
tierte der Beschwerdeführerin sowohl in ihrer bisherigen Tätigkeit als auch in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab Juni 2017
(Unter
suchungszeitpunkt
), vorgängig unter Hinweis auf das Gutachten vom 23. Novem
ber 2015 eine 50 % Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/51/8).
3.7
Die Beschwerdeführerin reichte im Rahmen des
Einwandverfahrens
den
Arzt
be
richt
ihrer Hausärztin
Dr.
med.
H._
, FMH Allgemeinmedizin, vom 1
3.
Oktober 2017 (
Urk.
10/77) sowie eine Stellungnahme
des
C._
vom 1
6.
Oktober 2017 (
Urk.
10/80) zu den Akten.
In Letzterem wurde ein aus psychiatrischer Sicht seit November 2015 unveränderter Gesundheits
zustand bestätigt. Es sei nach wie vor von einer 50%igen Arbeits
unfähigkeit auszugehen
(
Urk.
10/80)
.
Dr.
H._
machte
in ihrem Bericht
ausserdem darauf auf
merksam, dass sich aufgrund der anhaltenden Knie
beschwerden im Verlaufe 2018 eine Versorgung mit einer Totalprothese auf
drängen werde. Des Weiteren sei aufgrund
einer
Linksventrikelhypertrophie
und
Rechtsventrikel
dilatation
in der Zukunft mit Herzversagen sowie auch Nierenversagen zu rechnen. Ent
spre
chend sei die Beschwerdeführerin für jegliche Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig
(Urk.
10/77)
.
4.
4.1
Die RAD-Berichte basieren auf
umfassenden
orthopädischen
und psychi
atrischen Untersuchungen
und wurden in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
verfasst.
Die Beschwerdeführerin konnte ihre geklagten Beschwerden ausführlich schildern und wurde eingehend befragt
.
Die gestellten Diagnosen als auch die Schluss
folge
rungen zur Arbeitsfähigkeit werden
in den RAD-Berichten
einleuchtend dargelegt und
begründet. Hierbei setzten sich die
RAD-Ärztinnen insbesondere mit ihren Befunden, den medizinischen
Vorakten
und dabei auch
den anders
lautenden E
in
schätzungen
auseinander
. D
ie Schlussfolgerung ist nach
vollziehbar. Damit ver
mögen die RAD-Berichte die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen (E.
1.3
) vollumfänglich zu erfüllen und es kommt ihnen voller Beweiswert zu.
4.
2
Die Beschwerdeführerin rügte, auf den psychiatrischen Untersuchungsbericht der RAD-Ärztin könne nicht abgestellt werden. Dass diese von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit ausging, während der psychiatrische Gutachter eine Arbeits
unfähigkeit von 50 % bei schlechter Prognose bescheinigte (vgl. E. 3.2.4) und die be
handelnden Ärzte im Oktober 2017 keine Verbesserung des psychischen Ge
sund
heits
zustands
hätten
erkennen k
önn
en (vgl. E. 3.7), sei nicht einleuchtend. Dem ist entgegenzuhalten, dass
Dr.
B._
eine Intensivierung der psychiatrisch-psy
chotherapeutischen Behandlung und eine Anpassung der Therapie empfahl (vgl. E. 3.2.4), insbesondere auch eine Absetzung der Behandlung mit Opiaten und Benzodiazepinen
,
welche
eine verminderte
Leistungs
fähigkeit
verursachen
können
(vgl. E. 3.2.2).
Damit ist davon auszugehen, dass er die von ihm attestierte Leistungsminderung zumindest möglicherweise auch auf das Abhängigkeits
syn
drom zurückführte, eine Absetzung und Anpassung der Medikation jedoch als zumutbar erachtete, weshalb ihr keine invalidenversicherungsrechtliche Relevanz zukommt. Ferner ist festzuhalten, dass für die Fachärzte des
C._
die körperlichen Einschränkungen im Vordergrund standen und eine Beeinträchtigung aus psychischen Gründen nicht klar ausgeschieden wurde (vgl. Urk. 10/34/6; vgl. auch E. 3.3).
Ausserdem sind
d
ie das Beschwerde
bild mitprägenden psychosozialen und sozio
kulturellen Belastungs
faktoren, soweit sie unmittelbar (direkt) die Symptomatik beeinflussen, als nicht invalidi
sierende und damit nicht versicherte Umstände aus
zu
scheiden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
549/2015 vom 2
9.
Januar 2016 E.
4.3 mit Verweis auf BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1). Gestützt auf die medizinische Aktenlage liegen wesentliche psychosoziale Belastungsfaktoren vor.
So berichtete die Be
schwerde
führerin so
wohl im Rahmen der Exploration bei
Dr.
B._
als auch gegenüber den behandelnden Ärzte in der
A._
und
Dr.
G._
von
finanziellen Problemen (
Urk.
10/27/24 und
Urk.
10/23/23), Problemen am Arbeit
s
platz (
Urk.
10/51 S. 2 und
Urk.
10/23/23) und mit dem
ehemaligen Lebens
partner (Urk.
10/27/29,
Urk.
10/27/31,
Urk.
10/51 S. 2) sowie von der belastenden Situa
tion mit ihrer kranken Schwester (
Urk.
10/27/29
und
Urk.
10/51 S. 2
)
und ihrem arbeitssuchenden Sohn (
Urk.
10/27/29 und
Urk.
10/51 S. 2)
.
Vor diesem Hinter
grund
leuchtet die Einschätzung von
Dr.
B._
, wonach keine psychosozialen
Belastungsfaktoren
vorlägen, nicht ein
(vgl.
Urk.
10/27/46). Vielmehr ist anzu
nehmen, dass
die
im Gutachten von
Dr.
B._
und von den behandelnden Ärzten
diagnostizierte depressive Störung im Wesentlichen
durch
ausgeprägte und zwei
felsohne belastende psychosoziale und damit nicht versicherte Faktoren
unter
halten wird
. Ent
sprechend ist
bereits seit September 2015
der Einschätzung der RAD-Ärztin
Dr.
G._
zu folgen, wonach die depressive Symptomatik ohne dauer
hafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei. Im Übrigen spricht auch der Tagesablauf mit Erhalt der Tagestruktur sowie die Beschäftigung mit verschie
denen Hobbies gegen eine mittelgradige Depression (vgl. dazu auch E. 3.6.2).
4.3
Med.
pract
.
F._
stellte in ihrer orthopädischen Untersuchung
eine freie Hüft- und Kniegelenksfunktion
fest (vgl. E. 3.6.1).
Dass die Beschwerdeführerin
aufgrund ihrer Rückenprobleme, der
Heberden
-Arthrose an den Händen und der
seronegativen
Polyarthritis in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, wurde von RAD-Ärztin
F._
im Rahmen eines Zumutbarkeitsprofils
berücksichtigt
(vgl. E. 3.6.1)
.
Das Aktivitätsniveau
de
r
Beschwerde
führer
in
im Alltag
- sie gab an, die Wäsche zu bügeln, die Zimmer aufzuräumen, Einkäufe zu
erledigen
, Spa
zier
gänge zu unternehmen, zu stricken, TV zu schauen und zu lesen
(
Urk.
10/50 S.
3)
-
sowie die Befunderhebung von med.
pract
.
F._
, wonach sich die Beschwerdeführerin in einem flüssigen Gangbild mit einem vorübergehenden leichten Schonhinken rechts präsentiert habe
(
Urk.
10/50 S. 6) und keinerlei Schwierigkeiten beim An- und Ausziehen der Kleidung gezeigt habe (
Urk.
10/50 S. 4), sprechen
gegen eine vollständige Beeinträchtigung der Leistungs
fähigkeit.
Es ist deshalb davon auszugehen, dass
die Schmerzen
nicht eine andauernde Einschränkung zur Folge haben
und die
Beschwerdeführer
in
zumindest in einer leidensangepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung des Belastungs
profils voll
ständig arbeitsfähig ist.
4.4
Im Übrigen ist in Bezug auf die Stellungnahme von
Dr.
H._
vom 1
3.
Oktober 2017 (Urk. 10/77) und deren Einschätzung, es sei davon auszugehen, dass sich im Verlauf 2018 eine Versorgung mit einer Totalprothese aufdränge und sich in Zukunft ein Herz- und Nierenversagen manifestieren werde, anzumerken, dass eine blosse
Verdachtsdiagnose
oder gar Prognosen
nur eine möglic
he Gesund
heits
störung implizieren
, aber versicherungsmedizinisch keine
rechts
genügliche
Grundlage bilden
, um mögliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu beur
teilen. Sollte sich dieses
Szenario
im weiteren Verlauf tatsächlich bewahrheiten, dann steht der Beschwerdeführerin die Möglichkeit einer Neuanmeldung offen.
4.5
Da von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten wären, kann davon in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b) abgesehen werden.
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie die Restarbeitsfähigkeit an
gesichts der zahlreichen körperlichen Beeinträchtigungen auf dem ersten Arbeits
markt nicht mehr verwerten könne.
Hierzu ist darauf hinzuweisen, dass für die Invaliditätsbemessung nicht mass
gebend ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarkt
verhält
nissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeits
kraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundes
ge
richts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage
2014,
Rn
132 zu Art. 28a
).
Das
trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erziel
bare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis).
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer ver
schie
denster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des kör
per
lichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1).
Der ausgeglichene Arbeits
markt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 5.11 mit Hinweisen). Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so ein
geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer ent
sprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin sind die gesundheitlichen Ein
schränkungen nicht dergestalt, dass eine Verwertbarkeit faktisch ausgeschlossen ist. Dem steht auch
das
Alter der 1960 geborenen Beschwerdeführerin nicht entgegen. Ferner gewährte
die Beschwerdegegnerin einen
leidens
bedingten
Ab
zug
v
om Tabellenlohn
in der Höhe
v
on 25
%
. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer körperlichen Ein
schränkungen
die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur
mit unter
durch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
kann (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
) und
selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit
in ihrer Leistungs
fähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
Angesichts dessen, dass der Abzug unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen ist und 25 % nicht übersteigen darf
(BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc)
,
erweist sich der von der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug als grosszügig, ist aber letztlich nicht zu beanstanden, berücksichtigt er doch in nicht unangemessener Weise, dass die Beschwerdeführerin auch bei der Ausübung einer leichten Tätigkeit behinderungsbedingt in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt ist (vgl. dazu auch das Belastungsprofil in E. 3.6.1)
, und trägt dem unterdurchschnittlichen Lohn gebührend Rechnung
.
5.2
Der in der angefochtenen Verfügung vom 20. November 2017 (Urk. 2) dargelegte Ein
kommensvergleich wurde von der Besch
werdeführerin nicht beanstandet
und
erweist sich als rechtens.
Es ist darauf abzustellen und von einem Invaliditätsgrad in der Höhe von 11 % auszugehen.
5.3
Aufgrund dieser Erwägungen besteht die angefochtene Verfügung vom 20. Novem
ber 2017 zu Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
6.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
not
wendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhalts nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu be
streiten (Urteil des Bundesgerichts 9C_617/2009 vom 1
5. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Hin
weisen).
Die
Beschwerdeführer
in
ersuchte mit Beschwerde vom
4. Januar 2018
um Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung sowie
um Bestellung von Rechts
anw
ä
lt
in Yvonne Mäder
als unentg
eltliche Rechtsvertreter
in
(Urk.
1 S.
1
). Die Vor
aussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und un
entgeltlichen Rechtsvertretung gemäss
§
16 des Gesetzes über das Sozial
versiche
rungsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt (vgl.
Urk.
3/6
,
Urk.
15/1-2
), weshalb dem Gesuch stattzugeben ist.
6.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprec
hend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der unterliegenden Beschwerde
führerin
aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Ge
richts
kasse zu nehmen.
6.3
Rechtsanwältin Yvonne Mäder reichte dem Gericht am 2
1.
März 2019 eine
Übersicht über ihren Stundenaufwand sowie die getätigten Barauslagen ein (Urk. 17).
Unter Anwendung des gerichtsüblichen Stundensatzes von
Fr.
185.-- (zuzüglich
MWSt
) ist sie mit
Fr.
965.25
(inklusive Barauslagen und Mehr
wert
steuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
6.4
Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nach
zah
lung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).