Decision ID: 7e47b951-ef28-5393-8f64-67f0368d6a5d
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 
Law Sub-area: 
Label: dismissal

Facts:
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass das Bundesamt für Migration (BFM) mit Verfügung vom 29.  2005 feststellte, die Gesuchsteller erfüllten die  nicht, ihre Asylgesuche vom 23. Mai 2001 und 25. September 2001 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den  anordnete,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom _ die gegen diese Verfügung eingereichte Beschwerde vom 29. September 2005 letztinstanzlich abwies,
dass die Gesuchsteller durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 24. Juni 2008 (Poststempel) in revisionsrechtlicher Hinsicht die  der Ziffer 1 des Dispositivs des Urteils vom _ und im Hinblick auf die Gutheissung des Revisionsgesuchs die Feststellung ihrer Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl, eventualiter zumindest die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragen,
dass sie eventualiter die Überweisung der Revisionseingabe an das BFM zur Prüfung und Behandlung als zweites Asylgesuch respektive als Wiedererwägungsgesuch gegen die Verfügung des BFM vom 29. August 2005 beantragen,
dass sie in prozessualer Hinsicht den Erlass einer vorsorglichen  (Aussetzung des Wegweisungsvollzugs) bis zum Entscheid über das Revisionsgesuch, die unentgeltliche Rechtspflege samt  Rechtsverbeiständung und hinsichtlich der  des Spruchgremiums aufgrund von frauenspezifischen  die Mitwirkung mindestens einer Richterin beantragen,
dass sie zur Stützung der Vorbringen nebst dem angefochtenen Urteil vom _ Kopien eines ärztlichen Rezepts und einer Kaufquittung vom _, eines Internetausdrucks des Ministeriums für  vom _, eines Schreibens der Schulleitung A._ vom Mai 2008 und eines Schreibens des B._ vom _ zu den Akten reichten,
dass der Instruktionsrichter am 26. Juni 2008 den Vollzug der  bis auf Weiteres aussetzte,
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und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 105 des  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]) über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet,
dass das Bundesverwaltungsgericht ausserdem für die Revision von Entscheiden zuständig ist, die es in seiner Funktion als  gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242, mit Hinweisen),
dass gemäss Art. 45 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) für die Revision von Urteilen des  die Art. 121-128 BGG sinngemäss gelten,
dass gemäss Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des  Art. 67 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) Anwendung findet,
dass vorliegend - mit Blick auf die Eintretensfrage - die Gesuchsteller durch das angefochtene Urteil berührt sind und ein schutzwürdiges  an dessen Aufhebung beziehungsweise Änderung haben, womit die Legitimation gegeben ist (vgl. analog Art. 48 Abs. 1 VwVG; URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel des  und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),
dass sich die Gesuchsteller sinngemäss auf das Vorliegen der  von Art. 121 Bst. d und Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG berufen und diese Revisionsgründe innert der in Art. 124 BGG genannten  geltend machen,
dass die Revisionseingabe zudem Begehren für den Fall eines neuen Beschwerdeentscheides enthält (vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG),
dass somit auf das frist- und formgerecht eingereichte  - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist,
dass mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision die  und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschwerde-
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entscheides angefochten wird, damit in der Sache neu entschieden werden kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines , 2. Aufl., Bern 2005, S. 269),
dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin seine Urteile aus den in Art. 121-123 BGG genannten Gründen in Revision zieht (Art. 45 VGG),
dass die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt  kann, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche  aus Versehen nicht berücksichtigt hat (Art. 121 Bst. d BGG),
dass die Revision zudem in Zivilsachen und öffentlich-rechtlichen  verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende  auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG),
dass die Revision demgegenüber in der Regel nicht aus einem Grund verlangt werden kann, der schon im ordentlichen  hätte geltend gemacht werden können (vgl. Art. 46 VGG),
dass der Antrag, im Spruchgremium habe aufgrund frauenspezifischer Fluchtgründe mindestens eine Richterin mitzuwirken, abzuweisen ist, zumal es im vorliegenden Rechtsmittelverfahren um die Beurteilung der geltend gemachten Revisionsgründe geht und eine Prüfung  Fluchtgründe erst nach einer Gutheissung des  vorzunehmen wäre,
dass sich die Rüge, das Bundesverwaltungsgericht habe in Erwä- gung 6.3 seines Urteils vom _ entgegen der klaren Aktenlage angenommen, die Kinder der Gesuchsteller seien bisher nicht  worden und damit in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt - sinngemäss wird damit der  von Art. 121 Bst. d BGG geltend gemacht - als nicht  erweist,
dass in Erwägung 6.3 auf Seite 37 des angefochtenen Urteils nämlich ausgeführt wird, der jüngere Sohn _ sollte mit einer allfälligen Rückkehr nach Russland aufgrund seines Alters (Jahrgang _)
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und der bisher nicht erfolgten Einschulung keine Schwierigkeiten ,
dass sich die Situation für den mittlerweile _-jährigen Sohn _ anders präsentiere und eine Rückkehr mit gewissen sozialen oder schulischen Schwierigkeiten verbunden sein könnte,
dass er jedoch zusammen mit den beiden Elternteilen sowie seinem jüngeren Bruder in sein Heimatland zurückkehre, weshalb sich eine Rückkehr als mit dem Kindeswohl vereinbar und zumutbar erweise,
dass daran auch eine sehr gute Intergration nichts zu ändern vermöge und für die Frage der Zumutbarkeit die Situation im Heimatland und nicht diejenige im Zufluchtsland Schweiz entscheidend sei,
dass sich zudem aus dem Schreiben der Schulleitung A._ vom Mai 2008 ergibt, dass der Eintritt des Sohnes _ in den Kindergarten erst für den _ geplant ist,
dass sich auch die nicht weiter substanziierte Behauptung in Artikel 9 der Revisionseingabe (S. 14), das Bundesverwaltungsgericht stelle in Erwägung 5.1.4 des angefochtenen Urteils tatsachenwidrig - womit sinngemäss eine versehentliche Nichtberücksichtigung einer in den Akten liegenden erheblichen Tatsache geltend gemacht wird - fest, es gebe keinen Beleg für die Abnahme des Führerausweises, obwohl sich eine solche Bestätigung in den amtlichen Akten befinde, als  erweist, zumal sich in der besagten Erwägung keine solche Feststellung finden lässt,
dass vielmehr ausgeführt wird, es bestünden erhebliche Zweifel am Vorbringen des Gesuchstellers, die Herausgabe des Führerausweises sei ihm verweigert worden mit der Begründung, gegen ihn laufe ein Strafverfahren, weil er entsprechende Belege (für die Existenz eines Strafverfahrens) nicht eingereicht habe,
dass deshalb nicht von einer versehentlichen Nichtberücksichtigung von in den Akten liegenden erheblichen Tatsachen im Sinne von Art. 121 Bst. d BGG gesprochen werden kann, weshalb dieser  nicht erfüllt ist,
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dass im Weiteren der Revisionsgrund nachträglich aufgefundener,  Beweismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) geltend  wird (vgl. Rechtsschrift vom 24. Juni 2008, S. 6 ff.),
dass in Bezug auf die eingereichte Kopie eines Internetausdrucks des Ministeriums für Strafvollzug vom 5. Juni 2008 ausgeführt wird, der Gesuchsteller sei in keinem der dort aufgelisteten  inhaftiert gewesen, sondern im Polizei- oder Stadtgefängnis von C._, weshalb beim Ministerium für Strafvollzug in D._ diesbezüglich keine entsprechenden Hinweise zu finden seien,
dass weder dargelegt wird noch aus den Akten ersichtlich ist, inwiefern es sich bei diesem Schriftstück um ein entscheidendes Beweismittel im revisionsrechtlichen Sinne handeln sollte, vielmehr das besagte  die Ergebnisse der Botschaftsabklärungen bestätigt und nicht geeignet ist, die diesbezüglichen Erwägungen im angefochtenen Urteil in Zweifel zu ziehen,
dass es sich bei den Kopien eines ärztlichen Rezepts und einer  vom _ die Reaktion des Gesuchstellers auf die  des Urteils vom _ betreffend um Beweismittel handelt, welche erst nach Abschluss des ordentlichen Verfahrens entstanden sind, weswegen sie gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a letzter Halbsatz BGG keinen zulässigen Revisionsgrund darstellen (vgl. BGE 2C_424/2007 E. 3, 1F_10/2007 E. 5.3, 6F_8/2007 E. 1.2),
dass sich demzufolge das Revisionsgesuch diesbezüglich als  erweist, weshalb darauf nicht einzutreten ist,
dass die Schreiben der Schulleitung A._ vom Mai 2008 und des B._ vom _ aufgrund ihres Inhalts von vornherein nicht geeignet sind, nachträglich aufgefundene, entscheidende  im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG darzustellen,
dass sich die übrigen Ausführungen darauf beschränken, die  der Vorbringen zu bekräftigen und Kritik an den Erwägungen im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom _ zu üben, für welche im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens kein Raum besteht (vgl. BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 131; Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 29 E. 5 S. 247),
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dass beispielsweise mit den Vorbringen, die Flucht von E._ und seiner Familie sei nur bruchstückhaft in Erwägung gezogen worden, die Schlussfolgerung, die russischen Behörden stünden hinter der , der dreitägigen Haft sowie dem Verlust der Wohnung, sei  falsch respektive der Sachverhalt sei offensichtlich falsch festgestellt worden, und ebenso sei die Schlussfolgerung offensichtlich falsch, der geltend gemachte Zusammenhang zwischen Inhaftierung und politischer Tätigkeit oder Abstammung des Gesuchstellers sei unglaubhaft, zudem hätte das Bundesverwaltungsgericht aufgrund des auf Beschwerdeebene eingereichten Protokolls der  vom _ die Aussagen der Gesuchstellerin zu den _ als glaubhaft taxieren müssen, keine Revisionsgründe dargetan , sondern darauf abgezielt wird, eine andere Würdigung und  des geltend gemachten Sachverhalts herbeizuführen,
dass zusammenfassend das Revisionsgesuch abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,
dass, insofern in Artikel 13 der Revisionseingabe geltend gemacht wird, mit der Veröffentlichung des Urteils vom _ im Internet  Anonymisierung der Namen der Beteiligten, der Städte sowie des Namens des Vaters des Gesuchstellers und des Aufenthaltskantons habe das Bundesverwaltungsgericht objektive Nachfluchtgründe , die Akten gestützt auf Art. 8 Abs. 1 VwVG an das BFM zur Prüfung und Behandlung unter dem Blickwinkel eines zweiten  respektive eines Wiedererwägungsgesuchs zu überweisen sind,
dass sich das Revisionsbegehren aufgrund vorstehender Erwägungen als aussichtslos erweist, weshalb die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und anwaltliche  (Art. 65 Abs. 2 VwVG) abzuweisen sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21.  2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) den Gesuchstellern  sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG und Art. 68 Abs. 2 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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