Decision ID: 20fa536d-7843-493c-9e88-cf93e12cc9bf
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
Der
im Jahr 1965 geborene
X._
ist gelernter kaufmännischer Angestellter und lebt
eigenen Angaben zufolge von seinem Vermögen (Urk.
10/5
Ziff.
5.3,
Urk.
10/15). Am 2
3.
September 2011 meldete
er
sich unter
Hinweis
auf seinen Psychiater,
gemäss
welchem er
ein Narzisst und nicht arbeitsfähig sei, bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
be
zug an (Urk.
10/5
Ziff.
6.2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, holte
daraufhin
einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
10/11)
sowie
Arztberichte (
Urk.
10/10,
Urk.
10/14) ein
und befand eine
psychiatrisch-rheumatologisch
e
Begutachtung des Versicherten
für
notwendig
(vgl.
Urk.
10/
32/2
).
D
ie rheumatologische Begutachtung
wurde
auf den 1
8.
Januar
2013 (
Urk.
10/26)
und die psychiatrische auf den
1.
Februar 2013
(
Urk.
10/30)
an
gesetzt.
Mit Zwischenverfügung vom 2
7.
November 2012 (
Urk.
10/31)
hielt die IV-Stelle
an den Untersuchungen durch die
von ihr
gewählten
Gutachtern
wie auch
an den genannten Terminen fest
.
Da sich der Versicherte der rheumatologischen Begutachtung vom 1
8.
Januar 2013 nicht unterzog, veranlasste
sie
die Stornierung des Gutachtens (vgl.
Urk.
10/34-35)
und stellte mit Vorbescheid vom 2
2.
Januar 2013 (
Urk.
10/3
8
) die
Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht.
Dagegen erhob der Versicherte Einwände (
Urk.
10/39,
Urk.
10/41). In der Folge
liess sie
erneut eine
bidisziplinäre
Begut
achtung in Auftrag geben (
Urk.
10/42-43)
, wobei der
Versicherte den verein
barten Terminen wiederum fern
blieb
(
Urk.
10/49-50).
Aufgrund der ihr vor
liegen
den Akten
verfügte die IV-Stelle am 3
1.
Juli 2013 (
Urk.
10/
2
) die Abweisung des Leistungsbegehrens.
Gegen die Verfügung vom 3
1.
Juli 2013 (
Urk.
10/2) erhob der Versicherte am 1
0.
August 2013 (
Urk.
1) Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 2
9.
August 2013 (
Urk.
3) wurde ihm Frist zur
Verbesserung der Beschwerdeschrift ange
setzt. Daraufhin beantrag
t
e der Versicherte am
6.
September 2013 sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 3
1.
Juli 2013 (
Urk.
5
-6
).
Mit
Beschwerde
antwort
vom
2.
Oktober 2013 (
Urk.
9) stellte die IV-Stelle den Antrag auf Abweisung der Beschwerde.
Das hiesige Gericht ordnete am 1
4.
Oktober 2013 einen zweiten Schriftenwechsel an (
Urk.
11). Der Beschwerdeführer reichte seine Replik am
4.
November 2013 (
Urk.
13-14) ein. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf das Einreichen einer Duplik (
Urk.
17), was dem Beschwerde
führer zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
18).
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1
.
N
ach
Art.
43
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erfor
derlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhal
ten. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung not
wendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unter
ziehen (
Art.
43
Abs.
2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Per
sonen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (
Art.
43
Abs.
3 ATSG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren leistungsverweiger
nden
Entscheid vom 3
1.
Juli 2013 (
Urk.
2) zusammengefasst damit, dass der Beschwerdeführer am 13. November 2012
auf die Folgen der Verweigerung der Mitwirkungspflicht (Entscheid aufgrund der Akten) aufmerksam gemacht worden sei.
Dennoch habe
er
die ihm
zumutbaren Untersuchungstermine nicht
wahrgenommen
.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte
im Wesentlichen
vor,
die
Begutachtungs
termine hätten
ihm
nicht gepasst. Er habe sein Bestes gegeben. Von einer Verweigerung der Mitwirkungspflicht könne nicht die Rede sein (
Urk.
6).
3.
3.1
Im undatierte
n
Bericht de
s
Y._
wurde keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt (
Urk.
10/10
/
1).
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden rezidivierende Rückenschmerzen seit 2008 genannt.
Laut Bericht habe die
letzte Kontrolle
des Beschwerdeführers
am 12.
Juni 2009 stattgefunden
, weil
er
um ein Arztzeugnis ersucht
habe
. Er sei voll arbeitsfäh
ig
.
3.2
Lic
. phil.
Z._
vom
A._
,
B._
,
konnte im Bericht vom 26.
März 2012 keine Diagnose nennen (
Urk.
10/14
). Er berichtete, dass die letzte Kontrolle am
6.
Juli 2009 stattgefunden habe.
Zum
ärztliche
n
Befund
notierte er
„
unklar
“
und
bei der
Prognose
„
unbestimmt
“
.
Z
ur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
äusserte er sich nicht
.
4.
4.1
Dr.
med.
C._
und
d
ipl.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie, Facharzt für Neurologie,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
hielten am 1
2.
Oktober 2012 fest
(vgl.
Urk.
10/36/2)
, dass keine aktuellen
Arzt
berichte
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers dokumentieren würden. Eine psychiatrische Diagnose sei nirgends ausgewiesen. Eine psychiatrisch-rheumatologische Begutachtung zur schlüssigen Beurteilung des
Gesundheits
schadens
und dessen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit
des Beschwer
deführers
seien
notwendig.
Dem RAD ist beizupflichten. Die Erstellung eines psychiatrisch-rheumatologischen Gutachtens erwies sich aufgrund der dürftigen medizinischen Aktenlage
sowie
der
unklare
n
bzw. nicht vorhandenen
Diagno
sestellung
der Ärzte
(vgl. E. 3.1 und E. 3.2)
als notwendig und ist
deshalb
vor
liegend
nicht zu beanstanden.
4.2
Der Beschwerdeführer widersetzte sich von Beginn weg der rheumatologischen Begutachtung durch
Dr.
med.
E._
, FMH für innere Medizin und
Rheumaerkran
kungen
, indem er vorbrachte, der vereinbarte Termin
vom 18. Januar 2013
sei
ihm
aufgrund der Uhrzeit
(8 Uhr morgens)
nicht zumutbar (vgl.
Urk.
10/25-26).
In der Folge ermahnte die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer am 1
3.
November 2012, den
Termin
zur Begutachtung
bei
Dr.
E._
wahrzunehmen, ansonsten aufgrund der Akten zu entscheiden wäre, was die Abweisung des Leistungsgesuchs bedeuten würde (
Urk.
10/27). Eine der Mahnung beigelegte Bereitschaftserklärung zur
Wahrnehmung der rheumatologischen Begutachtung
wurde durch den Beschwerdeführer mit der Begründung, er wolle einen Termin am Nachmittag,
unausgefüllt
retourniert (
Urk.
10/28).
Mit Zwischenverfügung vom 2
7.
November 201
2
(
Urk.
10/31)
erfolgte eine weitere Ermahnung des Beschwerdeführers
.
Trotz schriftlicher Mahnungen erschien
l
etzterer
nicht zur Begutachtung bei
Dr.
E._
und teilte diesem zudem mit, dass er sich überhaupt nicht begutachten lassen wolle (
Urk.
10/34-35).
Am
2
7.
März 2013
wurde eine er
neute
Begutachtung
des Beschwerdeführers
in Auftrag
gegeben
(
vgl.
Urk.
10/51/2
)
und eine
entsprechende Bereitschaftserklärung
des Beschwerde
führers
eingeholt
(
Urk.
10/
46-
47)
.
Mit Schreiben vom 2
0.
Juni 2013 teilte
Dr.
E._
schliesslich
mit, der Beschwerdeführer sei nicht zu
r
psychiatrischen Begutachtung vom 1
4.
Juni 2013 bei
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, spez.
Konsiliar
- und
Liaisonpsychiatrie
FMH, erschienen (
Urk.
10/50).
Der Beschwerdeführer
begründete
sein Nichterscheinen
damit, dass der Termin vom 1
4.
Juni 2013 auf 9 Uhr
vor
verschoben
worden sei, was ihm nicht gepasst habe.
Vergeblich habe er versucht, einen passenden Ter
min zu finden
(
Urk.
13
, vgl.
Urk.
14
).
4.3
Festzustellen ist, dass
der Beschwerdeführer seine Weigerung zur
Wahrnehmung
der
Begutachtungst
ermin
e
lediglich
damit
rechtfertigte
, dass ihm die
jeweilige (frühe)
Uhrzeit nicht zumutbar sei.
Weshalb es dem Beschwerdeführer aber nicht zumutbar sein sollte, um 8 beziehungsweise 9 Uhr einen Termin in
G._
wahr
zunehmen, ist
nicht
nachvollziehbar
.
Vorliegend bringt d
er Beschwerdeführer
keine spezifischen Gründe
bzw. keine konkreten entgegenstehenden Umstände
vor, die auf eine Unzumutbarkeit an einer Begutachtung durch die
Dres
.
E._
und
F._
und damit
auf
eine entschuldbare Verweigerung der Untersuchun
gen schliessen liessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 988/06 vom 2
8.
März 2007 E. 4.2).
Damit erschien
der Beschwerdeführer in unentschuldbarer Weise
nicht zu den
ihm bekannten
Begutachtungsterminen
, weshalb er
seine
Mitwir
kungspflicht
verletzt
e. Die
Beschwerde
gegner
in
verfügte
somit zu Recht
–
nach korrekt durchgeführtem Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
–
aufgrund der Akten die Abweisung
des
Leistungsbegehrens
.
5.
Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.