Decision ID: 2a8e0fd0-03e2-4603-9f07-7ef849141b71
Year: 2021
Language: de
Court: GR_KG
Chamber: GR_KG_007
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: civil_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
– dass eine Entscheidung, die so gewollt war, wie sie ausgesprochen wurde, die aber auf einer irrtümlichen Sachverhaltsfeststellung oder auf einem Rechtsfehler beruht, nicht berichtigt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_115/2016 vom 25. Mai 2016, E. 1.3 [mit Bezug auf Art. 83 Abs. 1 StPO]),
– dass nämlich materielle Fehler rechtzeitig mit den dagegen zur Verfügung stehenden Hauptrechtsmitteln zu rügen sind (BGE 143 III 520 E. 6.1),
– dass die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 29. Juni 2016 weder in den Erwägungen noch im Dispositiv einen Kostenvorschuss (in Höhe von CHF 4'000.00) erwähnte, welchen die Eheleute A._ für die Begründung des Entscheides oder aus welchen Gründen auch immer bezahlt hätten,
– dass deshalb auch das Kantonsgericht davon ausging, lediglich die C._ AG habe für das erstinstanzliche Verfahren einen Kostenvorschuss – nämlich in Höhe von CHF 5'300.00 – geleistet,
– dass sich diese Annahme umso mehr aufdrängte, als sich den Akten nichts Gegenteiliges entnehmen liess,
– dass unter diesen Umständen nicht von einem Fehler im Ausdruck gesprochen werden kann, der dem Kantonsgericht unterlaufen wäre, sondern es sich – wenn überhaupt – um einen Fehler in der Willensbildung gehandelt haben könnte,
– dass das Gesuch der Eheleute A._ somit bereits deshalb abzuweisen ist, weil es auf eine materielle Änderung des Urteils ZK2 17 1 zielt,
– dass sich vorliegend aber auch nicht sagen lässt, es beruhe auf einem Fehler in der Willensbildung, dass das Kantonsgericht im Urteil ZK2 17 1 einen Kostenvorschuss der Eheleute A._ in Höhe von CHF 4'000.00 unerwähnt liess,
– dass nämlich der Präsident des Regionalgerichts Viamala mit Schreiben vom 9. November 2020 (KG act. A.2) ausführte, es treffe nicht zu, dass die Eheleute A._ dem Regionalgericht Viamala (bzw. dem damaligen Bezirksgericht Hinterrhein) einen Kostenvorschuss von CHF 4'000.00 geleistet hätten, und hierzu eine Kopie des Kontoblattes des Verfahrens 115-2015-16 einreichte, aus dem hervorgeht, dass den Eheleuten A._ zwar am 24.
5 / 6
November 2016 eine Rechnung im Betrag von CHF 4'000.00 zugesandt wurde, diese Rechnung daraufhin aber wieder storniert wurde,
– dass damit erstellt ist, dass die Eheleute A._ keine Einzahlung von CHF 4'000.00 zugunsten des Regionalgerichts Viamala (bzw. des damaligen Bezirksgerichts Hinterrhein) getätigt haben,
– dass daran auch nichts zu ändern vermag, wenn die Eheleute A._ dagegen vorbringen, sie seien der festen Überzeugung, dass die Rechnung unmittelbar nach Erhalt bezahlt worden sei (vgl. KG act. A.3), zumal sie hierfür keine entsprechenden Bankbelege beibringen können, welche die ihrer Ansicht nach getätigte Zahlung ausweisen würden,
– dass nicht nachvollziehbar ist, dass die Eheleute A._ zu Zahlungsvorgängen, die weniger als 5 Jahre zurückliegen, angeblich über keine Unterlagen (mehr) verfügen und solche von ihrer Bank auch nicht erhältlich machen können, weshalb davon ausgegangen werden muss, dass vonseiten der Eheleute A._ keine Vorschusszahlung an das Regionalgericht Viamala (bzw. das damalige Bezirksgericht Hinterrhein) erfolgt ist,
– dass das Gesuch um Berichtigung somit auch unter diesem Gesichtspunkt abzuweisen ist,
– dass die vorliegende Entscheidung gestützt auf Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,
– dass die Kosten des Gesuchverfahrens, welche in Anwendung von Art. 15 Abs. 1 VGZ auf CHF 500.00 festgesetzt werden, zulasten der Eheleute A._ gehen (Art. 106 Abs. 1 ZPO),
– dass sich die C._ AG im vorliegenden Verfahren nicht hat vernehmen lassen, sodass ihr von vornherein keine Parteientschädigung zuzusprechen ist,
6 / 6

Considerations: