Decision ID: 6d55d0c2-5ed3-58c7-a2e3-7f6b0bfbf319
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law
Law Sub-area: nan
Label: dismissal

Facts:
Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1962,
ohne B
erufsausbildung
, war als Pflegehelferin im
Y._
zuletzt
in
einem
5
0%-Pensum tätig
(
Urk.
8/9)
. Am
3.
Januar 2006
meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 8/
6
).
Die IV-Stelle klärte die
beruflichen
und medizinischen Verhältnisse ab
(Urk. 8/10, Urk. 8/11
,
Urk. 8/14
Urk. 8/16
-
18
).
Mit Verfügung vom 19.
Juni 2006 sprach
sie
der Versicherten
mit Wirkung ab 1. Dezember 2005 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente zu (Urk. 8/28).
Gegen diese Verfügung
erhob
der
Kanton Zürich, vertreten durch die Beamtenversicherung
skasse
des Kantons Zürich,
nach durchgeführtem
Ein
spracheverfahren
(Urk. 8/31, Urk. 8/43) am
19. Januar 2007
Beschwerde (Urk. 8/45
/3-11
)
. Mit
Urteil IV.2007.00091 vom 16. Juni 2008
hiess das hiesige Gericht die
am 19. Januar 2007
erhobene Beschwerde
in dem Sinne gut, dass es die Sach
e
zur
Einholung eines interdisziplinären Gutachtens
und neuer
Verfü
gung über den Rentenanspruch an die IV-Stelle zurückwies (Urk. 8/60).
1.2
Im September 2008 kündigte die Arbeitgeberin der Versicherten das Arbeitsver
hältnis per 31. Dezember 2008 (Urk. 8/64)
. Nach Abklärung der beruflichen Situation teilte die IV-Stelle der Versicherten mit Schreiben vom 23. März 2009 mit, dass sie Anspruch auf Arbeitsvermittlung habe (Urk. 8/83).
Ab
4.
Mai 2009 war die Versicherte bei der
Z._
AG
als Pflegemitarbeiterin
/Sitzwache
im 50%-Pensum
tätig
(Urk. 8/86, Urk. 8/90), weshalb die IV
Stelle die Arbeitsvermittlung erfolgreich abschloss (Urk. 8/89).
1.3
In Umsetzung des Urteils vom 16. Juni 2008
veranlasste
die IV-Stelle
eine
poly
disziplinäre
Begutachtung der Versicherten
durch die
Medizinische
Abklärungs
stelle
(MEDAS)
A._
(Urk. 8/74, Urk. 8/81), woraufhin die
Beschwerdeführerin
vom 2
3
.
bis 26. März 2009
rheumatologisch, psychiatrisch
sowie neurologisch begutachtet wurde
(Urk.
8
/
87
).
Mit Verfügung vom 4.
November 2009 (Urk. 8/101)
sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezember 2005 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente zu.
1.4
Im Rahmen der im Herbst 2014 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision
(Urk. 8/104)
tätigte die IV-Stelle erneut berufliche und medizinische Abklärun
gen (Urk. 8/105, Urk. 8/107, Urk. 8/108)
und
liess die Versicherte
orthopädisch und
psychiatrisch
begutachten
(Urk.
8
/
11
6
, Urk.
8/117).
Gestützt auf die
inter
disziplinäre
Beurteilung
vom
9.
Juni
2015
stellte
die IV-Stelle
der Versicherten
mit Vorbescheid vom 21.
Juli 2015 die Aufhebung der Rente nach Zustellung
der Verfügung auf Ende des folgenden Monats in Aussicht (Urk. 8/120). Nach
dagegen erhobenem
Einwand vom
14.
September 2015 (Urk. 8/125) verfügte die IV-Stelle am
21. Oktober 2015
die Aufhebung der Invalidenrente
gemäss Vor
bescheid
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 17. November 2015 Beschwerde und bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine halbe Invalidenrente
auszurichten
(Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 13. Ja
nuar 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-131), was der Beschwerdeführerin am 14. Januar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

Considerations:
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundes
gesetz
es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundes
gesetz
es über
die
Invalidenversicherung
, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit
Krank
heitswert
besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De
zember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
1.
2.2
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 und an
schliessende Urteile) angepasst und festgehalten, dass die Invaliditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berück
sichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen nieder
schlagen muss. An die Stelle des bisherigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) treten im Regelfall beachtliche Standardindikatoren. Diese lassen sich in die Kategorien Schweregrad und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen ein
teilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die
Präponderanz
der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist recht
licher Natur. Recht und Medizin wirken sowohl bei der Formulierung der
Stan
dardindikatoren
wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Ein
zelfall zusammen. Im Grunde konkretisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psycho
somatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der
Standard
indikatoren
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).
1.
3
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min
destens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50
Pro
zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.
4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der
anspruchs
erheblichen
Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundes
gerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1
.
6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 21. Okto
ber 2015,
im aktuellen medizinischen Gutachten werde klar eine objektive Verbesserung des Gesundheitszustand
s
der Beschwerdeführerin
seit der MEDAS-Begutachtung im Jahr 2009 aufgezeigt
.
Es liege somit ein Revisionsgrund vor. Die genannten psychosozialen Faktoren würden die Arbeitsfähigkeit nicht in einem relevanten Ausmass beeinflussen. In der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
Gemäss der medi
zinischen Beurteilung entspreche d
ie aktuell ausgeübte Tätigkeit als Sitzwache einer angepassten Tätigkeit. Im Rahmen des Einkommensvergleichs ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 6
%
(Urk. 2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin machte ihrerseits
im Wesentlichen
geltend,
dass der Nachweis veränderter Verhältnisse nicht erbracht
sei
. Der orthopädische Gut
achter habe sich bei seiner Beurteilung nur auf Röntgenbilder gestützt, wobei notorisch sei, dass blosse Röntgenbilder keine verlässliche Grundlage für eine gewissenhafte Beurteilung des Gesundheitszustands bildeten. Der Gutachter habe es bewusst und ohne Angabe von Gründen unterlassen, die Beschwerde
führerin allseitig zu untersuchen
. Der psychiatrische Gutachter könne
sodann
seine These, gemäss welcher eine objektive Verbesserung eingetreten sei, nicht belegen. Er habe keine testpsychologischen Unter
suchungen durchgeführt und sich darauf beschränkt, den Befund mittels Befragung und Beobachtung der Beschwerdeführerin zu ermitteln. Auch sei das Gespräch nicht aufgezeichnet worden
, weshalb es nicht reproduzierbar sei
.
Im Übrigen
handle
es
sich bei
den Schlussfolgerungen des Gutachters lediglich um eine unterschiedliche Beurtei
lung eines im Wesentlichen gleichgebliebenen Sachverhalts.
Ausserdem
bestä
tige die behandelnde Ärztin, dass bei der Beschwerdeführerin weiterhin eine mittelschwere depressive Episode vorliege.
Sodann
bedürfe es hinsichtlich der diagnostizierten Schmerzverarbeitungsstörung ergänzender Abklärungen im Sinne der geänderten Rechtsprechung.
Schliesslich
habe die
Beschwerdegegne
rin
den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, da sie bloss pauschal behaupte, das psychiatrische Gutachten habe klar eine objektive Verbesserung des Gesundheitszustand aufgezeigt, ohne sich mit den dagegen vorgetragenen Argumenten auseinanderzusetzen
(
Urk.
1)
.
3.
In formeller Hinsicht rügt
e
die Beschwerdeführerin
, die Beschwerdegegnerin
habe den Anspruch
auf rechtliches Gehör verletzt
(E. 2.2).
3.
1
Gemäss Art. 49 Abs. 3 ATSG sind Verfügungen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen, zu begründen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass Entscheide sachgerecht angefochten werden können.
Hiefür
muss dem Betroffenen bekannt sein, von welchen Überlegungen sich die Behörde hat leiten lassen und worauf sie ihren Entscheid stützt. Soweit eine Verfügung sachgerecht angefochten werden kann, liegt somit keine
Verletzung
der Begründungspflicht vor (BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).
3.
2
Die Überlegungen der Beschwerdegegnerin zur
Renteneinstellung
wurden in der angefochtenen Verfügung summarisch dargestellt. Trotz der
eher
knappen Begründung konnte die Beschwerdeführerin erkennen, aufgrund welcher Über
legungen d
ie Beschwerdegegnerin entschied;
nämlich, dass die
Beschwerde
gegnerin
die Rentenleistungen gestützt auf d
as
bidisziplinäre
Gutachten
,
gemäss welchem
eine objektive Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwer
deführerin vorliege, einstellte.
Eine sachgerechte Anfechtung war daher mög
lich. Eine
Verletzung
der Begründungspflicht und damit des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör liegt somit nicht vor.
4.
4
.1
Die Beschwerdegegnerin entschied letztmals mit Verfügung vom
4. November 2009 (Urk. 8/101)
über einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Diese
Verfügung beruhte im Wesentlichen auf dem polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom
5. Juni 2009
(Urk.
8
/
87
).
4
.1.1
Die MEDAS-Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
(1)
Femoropatellares
Schmerzsyndrom beidseits rechtsbetont bei initialer medialer Gonarthrose, (2)
Impingement
-S
ymptomatik der rechten Schulter bei leichten degenerativen Veränderungen des AC-Gelenks und des Labrums, (3) chronisches
zervikolumbal
betontes panvertebrales
Schmerzsyn
drom
bei Fehlstatik mit teilfixiertem Hohlrundrücken, Haltungsinsuffizienz, muskulärer
Dysbalance
und
Dekonditionierung
, (4)
Fibromyalgiesyndrom
, (5) unter Therapie mittelgradige bis schwere depressive Episode ohne psychoti
sche Symptome
(ICD-10 F32.2)
sowie (6) anhaltende
somatoforme
Schmerzstö
rung
(ICD-10 F45.4)
. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden unter anderem ein Hypermotilitätssyndrom, ein Senkspreizfuss, eine begleitende Angststörung
(ICD-10 F41.8)
sowie Kopfweh vom Spannungstyp (Urk. 8/87/12). In der angestammten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin aus rheumatologi
schen und psychopathologischen Gründen zu 50 % arbeitsfähig. Eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit wäre der Beschwerdeführerin aus rheuma
tologischer Sicht
zwar
zu 100 % zumutbar, jedoch aus psychiatrischer Sicht ebenfalls nur zu 50 %
(Urk. 8/87/13)
.
4
.1.2
Der rheumatologische Gutachter führte aus, aufgrund der genannten Befunde könne die Versicherte keine körperliche Schwerarbeiten, keine kraftaufwändigen
Tätigkeiten mit dem rechten Arm,
keine häufige Tätigkeiten in kauernder oder kniender Position und auch keine Arbeiten mit ausgesprochen
rückenbelasten
den
Arbeitspositionen mehr ausführen. In der letzten Tätigkeit sei sie demzu
folge
zu
50 % leistungsfähig
,
bei ganztägiger Präsenz
mit 50%iger
Leistungs
einbusse
. Körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten könnten der Beschwerdeführerin ganztags und ohne Leistungseinbusse zugemutet
werden
. Diesbezüglich sei die Arbeitsfähigkeit somit auf 100 % zu schätzen
(Urk. 8/
87/31
). Der
psychiatrische Gutachter hielt in seinem Teilgutachten fest
, aktuell seien die Kriterien für eine Depression klinisch und testpsychologisch erfüllt. Für die Diagnose sei die klinische Beurteilung entscheidend,
gemäss wel
cher
eine mittelgradige bis schwere Depression vorläge.
E
ine anhaltende
soma
toforme
Schmerzstörung
sei
wesentlich wahrscheinlicher als eine nicht
krank
heitswertige
Symptomausweitung.
Aus
psychiatrischer Sicht sei von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigk
eit sowie in
Verweistätig
keiten
auszugehen
(Urk. 8/87/34-40)
. Der neurologische Gutachter gab an,
es
lägen keine Beschwerden oder Befunde vor, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bedingen würden
(Urk. 8/87/
41-43
).
4
.2
Im
vorliegende
n
Revision
sverfahren
präsentiert sich die aktuelle medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt:
4
.2.1
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, nannte im orthopädisch-chirurgischen Gutachten vom 2
9.
Mai 2015 (Urk. 8/116) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
(1) Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit
Osteochondrose
im Segment LWK4/5 sowie mässiger
Spondylarthrose
betont LWK4/5 und LWK5
/
SWK1 ohne
Radikulopathie
/
Pseudoradikulopathie
(ICD-10 M42.16), (2) multidirektionale Bewegungseinschränkung des rechten Schulter
gelenks,
Impingement
-Symptomatik und begleitende AC
Gelenksarthrose (ICD
10 M75.4) sowie beidseitige mediale Gonarthrose rechts mit begleitender Retropatellararthrose (ICD-10 M17.0). Ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit bestünden eine Blockade des
Iliosakralgelenks
beidseits (ICD-10 M54.9) sowie
ein Knick-Senk-Spreizfuss beidseits (ICD-10 M21.63).
Der Gut
achter hielt fest, es könne objektiv von einem gleichbleibenden
Gesundheits
status
seit dem Jahr 2009
ausgegangen werden mit federführender biome
chanischer Funktionseinschränkung des rechten Schulter- und Kniegelenks sowie der Lendenwirbelsäule. Die von der Beschwerdeführerin subjektiv empfundene Befundverschlechterung mit Ganzkörperschmerz aller ihrer Gelenke könne hingegen nicht nachvollzogen werden (Urk. 8/116/119). Aus rein orthopädischer Sicht sei die Beschwerdeführerin
mit Verweis auf das vorliegende Aktendossier, die Bildgebung sowie die klinische Untersuchung in ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin eingeschränkt.
Schwere und ständige mittelschwere Arbeiten, Tätigkeiten in Zwangshaltungen, Arbeiten mit Heben und Tragen von Lasten über 10 kg ohne technische Hilfsmittel, Arbeiten unter ständiger Rumpfvorbeugung, das Heben von Lasten über die Horizontale, ständiges repetitives Bücken, das Besteigen von Leitern, Gerüsten und schrägen Ebenen, das mehr als gelegentliche Besteigen von Treppen und Verrichten von Tätigkeiten in kniender Position sowie Überkopftätigkeiten seien zu vermeiden
.
In Ermangelung einer dezidierten Tätigkeitsbeschreibung der letztmaligen beruflichen Tätigkeit als Pflegeassistentin sei keine Äusserung hinsichtlich einer prozentualen Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit möglich.
In einer adap
tierten, wechselbelastenden, überwiegend leichte
n
bis mittelschweren
Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin bezogen auf ein 100%-Pensum unlimitiert arbeitsfähig (Urk. 8/116/120-121).
4.2.2
Der orthopädische Gutachter
hielt im W
eiteren
fest, die Beschwerdeführerin
habe
seit der letztmaligen Begutachtung im Jahr 2009 weder einen Rheumato
logen, Orthopäden no
ch einen
Traumatologen
oder
Neurologen konsultiert. Dieses Verhalten einer gemäss eigenen Angaben schmerzgeplagten Probandin
mit multiplen Beschwerden des Bewegungsapparates k
önne nicht nachvollzo
gen werden
.
Im Rahmen der klinischen Untersuchung bestehe in den einzelnen durchgeführten Testverfahren eine Konsistenz der Untersuchungsbefunde hin
sichtlich
des rechten Schultergelenks sowie des rechten Kniegelenks.
Bezüglich des Achsenorgans sowie der von der Beschwerdeführerin beklagten generellen Schmerzsymptomatik im Bereich aller ihrer Körpergelenke bestehe jedoch eine Diskrepanz hinsichtlich der geschilderten Beschwerden sowie den teils inkon
sistenten Untersuchungsbefunden (Urk. 8/116/110-114).
4
.2.
3
Prof.
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie Neurologie FMH,
hielt
im Gutachten vom
29. Mai
2015 (Urk.
8
/
117
/5-75
)
fest, es bestünden keine psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Der Gutachter
stellte folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F.45.41), rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
leichtgradige
Episode mit somatischem Syndrom; reaktiv zur Schmerzstörung und zu psychosozialen Belastungen (ICD-10 F33.01), Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10 Z63.0) sowie sonstige belastende Lebensumstände, die Familie und Haushalt negativ beeinflussen (ICD-10 Z63.7).
U
nter Abzug psychosozialer und soziokultureller Anteile lägen bei der Beschwerdeführerin keine Fähigkeitsstörungen mit Auswirkungen auf die mittel- und langfristige Arbeitsfähigkeit infolge psychiatrischer Störungen vor. Im Vergleich zu den Vorbegutachtungen der MEDAS aus
dem Jahr
2009 sei von einer objektiven Besserung des psychischen
Gesundheitszustandes auszugehen, da aktuell eine
leichtgradige
Depression bestehe
, während damals eine mittel
gradige bis schwere Depression diagnostiziert worden sei (
Urk.
8/117/72-73)
.
4.2.
4
Im Rahmen der Würdigung der früheren ärztlichen Beurteilungen nahm der Gutachter zum psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS dahingehend Stellung, dass aus dem Psychostatus des Gutachters lediglich eine depressive
Grund
stimmung
als eines der drei Hauptsymptome einer Depression entnommen wer
den könne.
Die für eine mittelgradige depressive Symptomatik geforderten fünf bzw. für eine schwere Depression geforderten neun Kriterien seie
n
dem
Psy
chostatus
nicht zu entnehmen. Damit könne die Diagnose aufgrund des Psychostatus nicht nachvollzogen werden.
Aus der Schmerzanamnese
lasse sich nicht auf eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung schliessen. Der MEDAS-Gutachter habe sich in der Diagnosestellung hauptsächlich auf
testpsy
chologische
Befunde gestützt. Die Diagnosen seien nicht nachvollziehbar dargestellt und die Schlussfolgerungen nicht von psychosozialen Einflüssen abgetrennt und unzureichend durch Fähigkeitsstörungen belegt
. Die von der Hausärz
tin der Beschwerdeführerin, Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Allgemeine
Innere Medizin FMH, im Bericht vom 30. Oktober 2014 (Urk. 8/107) fachfremd diagnostizierte mittelschwere depressive Episode sei
ebenfalls
nicht nachvollziehbar, da eine Verlaufsbeschreibung und ein Psychostatus fehle
(Urk. 8/117/69).
4.2.
5
Der Gutachter hielt fest,
die Beschwerdeführerin stehe gemäss eigenen Angaben seit etwa zwei Jahren nicht mehr in fachärztlicher psychiatrischer Behandlung (Urk. 8/117/62).
Die Beschwerdeführerin
habe
z
um Untersuchungszeitpunkt
keine kognitiven Symptome und keine Konzentrationsstörung beklagt
und es
habe
keine
Bewusstseinsstörung vorgelegen.
Es
hätten
kein
e
Ratlosigkeit und kein
e
Hoffnungslosigkeit bestanden und das Schmerzerleben sei ansatzweise
katastrophisiert
berichtet worden. Es seien keine subjektive Lustlosigkeit und kein genereller Interessensverlust beklagt worden. Es bestehe kein sozialer Rückzug bei prämorbid eingeschränkter Netzwerkstruktur (Urk. 8/117/65).
W
ährend
im
MEDAS-G
utachten eine mittelgradige bis schwere depressive Epi
sode beschrieben worden sei, könne nun von einer
leichtgradigen
Störung aus
gegangen werden. Die Grundstimmung sei minim gedrückt, während die Freudfähigkeit nicht aufgehoben und der Antrieb nicht wesentlich gemindert erschienen. Weiter
sei von einer Diskrepanz
zwischen den
subjektiv beklagten Beschwerden und den objektiven Befunden gemäss
bidisziplinärer
Besprechung mit dem orthopädischen Gutachter auszugehen.
B
ei der Beschwerdeführerin
f
i
nde
sich kein
Hinweis auf eine schwere psychiatrische Störung. Die affektiv
depressive
Störung gewinne keinen
komorbiden
Charakter.
C
hronische körperli
che
Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter Symptomatik seien gemäss s
omatischem Gutachten anzunehmen. Aus diesem Grunde seien eine chronische Schmerzstörung und keine anhaltende
somato
forme
Schmerzstörung diagnostiziert worden.
Ein sozialer Rückzug in allen Bereichen des Lebens bestehe bei der Beschwerdeführerin nicht, da diese eine soziale Teilhabe aufweise.
Es
lägen keine unbefriedigende
Behandlungsergeb
nisse
oder
gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen vor. Entsprechende
Thera
pieversuche
seien nicht respektive in ungenügendem Masse durchgeführt wor
den.
Eine Anhebung des Arbeitspensums in einer angepassten Tätigkeit sei schrittweise möglich
(Urk. 8/117/71
-73
)
.
4
.
3
In der
bidisziplinäre
n
Beurteilung
vom 9.
Juni 2015 (Urk. 8/117
/1-4
)
hielten die Gutachter fest,
bei der Beschwerdeführerin lägen auf psychiatrischem Fachge
biet keine einschränkenden Fähigkeitsstörungen vor, die sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in adaptierten Tätigkeit eine mittel- und lang
fristige Arbeitsunfähigkeit von 20 % oder mehr begründen könnten. Auf ortho
pädischem Fachgebiet könne objektiv von einem gleichbleibenden
Gesund
heitsstatus
ausgegangen werden.
5
.
5
.1
Sowohl das orthopädische Gutachten
(Urk. 8/116)
als auch das psychiatrische Gutachten
(Urk. 8/117/5-75)
erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemäss erforderli
chen Kriterien für beweiskräftige ärztlich
e Entscheidungsgrundlagen
(E. 1.
6
).
Beide Gutachten beruhen auf fachärztlichen Untersuchungen und wurde
n
in Kenntnis der rele
v
anten
V
orakten
(Urk.
8/116/7-66
, Urk. 8/117/
9-54
) abgege
ben.
Die Gutachter nahmen zu früheren medizinischen Beurteilungen Stellung (Urk. 8/116/
105
-
106
,
Urk. 8/117/67-69) und erhoben detaillierte und nachvoll
ziehbare Befunde und Diagnosen. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt und die Gutachter setzten sich hinreichend mit diesen auseinander. Zudem haben sie die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfol
gerung nachvollziehbar begründet.
Insbesondere erlaubt das Gutachten auch eine schlüssige Beurteilung im Lichte der gemäss bundesgerichtlicher Recht
sprechung relevanten Indikatoren (vgl. E.
5
.
5
).
5.2
Soweit die Beschwerdeführerin hinsichtlich des o
rthopädische
n
Gutachte
ns
beanstandet
e
, der Gutachter
habe sich bei seiner Beurteilung
nur auf Röntgen
bilder gestützt und habe
es unterlassen, die Beschwerdeführerin allseitig zu untersuchen
(E. 2.2)
, so
ist festzuhalten, dass
Dr.
B._
seine Beurteilung
in keiner Weise
nur auf eine radiologische Untersuchung (Urk. 8/116/100-102) stützte, sondern
gegenteils
die
Befunde
im Rahmen
einer
umfassenden klini
schen (Urk. 8/116/79-97) sowie einer orientierenden orthopädisch-neurologi
schen Untersu
chung (Urk. 8/116/98-99) erhob
.
Dass der orthopädische Gut
ach
ter gestützt auf seine Erhebungen auf
einen unveränderten Gesundheits
zustand auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet schloss, ist mithin nicht zu bean
standen. Dies umso weniger, als Hinweise auf eine
Radikulopathie
nicht erho
ben werden konnten (
Urk.
8/116/114), über inkonsistente Beschwerdeangaben berichtet wurde (E. 4.2.2; vgl. insbesondere auch Urk. 8/116/112, wonach die Beschwerdeführerin unter anderem die punktuelle Bestrahlung der Haut mittels eines
Laserpointers
als positive Schmerzverstärkung empfand) und die Beschwerdeführerin trotz Beklagen multipler Beschwerden am Bewegungsap
parat seit der
Rentenzusprache
im Jahr 2009 nie mehr einen Facharzt konsul
tiert hatte (E. 4.2.2).
5.
3
D
ie Beschwerdeführerin
machte ausserdem
geltend, d
er psychiatrische Gutachter habe keine testpsychologischen Untersuchungen durchgeführt und sich darauf beschränkt, den Befund mittels Befragung und Beobachtung der Beschwerde
führerin zu ermitteln
(E. 2.2)
.
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
bildet die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung die wichtigste Grundlage gutachterlicher Schluss
folgerungen (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis).
Die Durchführung von Tests, die Dauer der Untersuchung wie auch
die Anzahl der notwendigen psychiatrischen Explorationen
unterliegt
grundsätzlich der Fachkenntnis und dem Ermessensspielraum der Experten.
Gleiches gilt für das Einholen fremdanamnestischer Auskünfte und die Anord
nung von
Zusatzuntersuchungen
(Urteil des Bundesgerichtes 9C_275/2016 vom 1
9.
August 2016 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Vorliegend ist nicht ersichtlich, inwiefern die Untersuchung
en
des psychiatrischen Gutachters mit detaillierter Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung für eine Befunderhebung nicht genügen sollte
n
, zumal keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, aufgrund welcher angenommen werden müsste, dass die Untersuchung
en
nicht lege
artis
vorgenommen worden wäre
n
.
Sodann vermag die Beschwerde
führerin mit dem Vorbringen, der psychiatrische Gutachter habe es versäumt aufzuzeigen, inwiefern tatsächlich eine Verbesserung des psychischen Gesund
heitszustandes vorliege (
Urk.
1 S. 12-13), ebenfalls nicht durchzudringen. Prof.
Dr.
C._
hat nachvollziehbar dargelegt, weshalb nunmehr bloss noch von einer
leichtgradigen
depressiven Störung auszugehen und damit auf eine Ver
besserung zu schliessen sei (vgl. E. 4.2.5). Dies deckt sich mit den eigenen Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter, wonach es ihr stimmungsmässig besser gehe (
Urk.
8/117/59).
5.
4
Weiter
führte
die
Beschwerdeführerin
gegen die Beweiskraft des Gutachtens
die Beurteilung der
behandelnde
n
Ärztin an (E. 2.2)
. Diesbezüglich ist darauf hin
zuweisen, dass ein den Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizi
nisches Gutachten nicht in Frage gestellt werden muss und auch kein Anlass zu weiteren Abklärungen besteht, wenn die behandelnden medizinischen
Fach
personen
nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an vor
gängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (vgl. Urteil des Bun
desgerichtes 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 4.3 mit Hinweisen).
Prof.
Dr.
C._
nahm zum entsprechenden Bericht von
Dr.
D._
vom 30. Oktober 2014 Stellung und legte
schlüssig
dar, dass der fachfremden medizinischen Beurteilung
weder eine
Verlaufsbeschreibung
noch
ein Psychostatus
zugrunde liege und die Diagnose somit nicht nachvollziehbar sei
(E. 4.2.
4
)
.
Aus dem Bericht der behandelnden Ärztin kann die Beschwerdeführerin damit nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.
5.
5
5.5.1
Die Beschwerdeführerin wies
schliesslich
zu Recht darauf hin, dass sich die Rechtsprechung zu den
somatoformen
Schmerzstörungen
und vergleichbaren psychosomatischen Leiden
geändert hat und Prof.
Dr.
C._
das Gutachten noch unter der alten Rechtsprechung verfasste (E. 2.2). Dies bedeutet indes nicht, dass das Gutachten nun ohne
Weiteres
seinen Beweiswert verlieren würde. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist vielmehr im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen im angefochtenen Entscheid vor Bundesrecht standhält (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.2 mit Hinweisen).
5.5.2
Massgebend ist somit, ob gestützt auf das vorliegende Gutachten die gemäss neuer Rechtsprechung (E. 1.
2.2
) relevanten Indikatoren hinreichend beurteilt werden können. Die
von Prof.
Dr.
C._
detailliert erhobenen Untersu
chungsb
efunde waren grundsätzlich unauffällig.
E
ine ausgeprägte
Komorbidität liegt gemäss Gutachte
r
nicht
vor
, wohl aber eine
Diskrepanz
zwischen den
sub
jektiv beklagten Beschwerden und den orthopädischen Befunden
(E. 4.2.
5
)
.
Im Weiteren
gelten
Schmerzstörungen nach der Rechtsprechung nur als invalidi
sierend, wenn sie schwer und therapeutisch
nicht (mehr)
angehbar
sind (BGE
141 V 281 E. 4.3.1.2). Diesbezüglich hielt der psychiatrische Gutachter fest,
Therapieversuche seien nicht beziehungsweise
nur
in ungenügendem Masse durchgeführt worden
.
Aus psychiatrischer Sicht
sei
die Wiedereingliede
rung im Sinne einer Anhebung des Arbeitspensums in der adaptierten Tätigkeit schrittweise möglich
.
Die Beschwerdeführerin befindet sich seit etwa zwei Jahren nicht mehr in psychiatrischer Behandlung.
Eine Behandlungs
- und
Ein
gliederungs
resistenz
ist damit zu verneinen.
Der Gutachter
befasste sich
sodann eingehend mit der Persönlichkeitsentwicklung und -struktur
der Beschwerde
führerin
. Zum sozialen Kontext
und de
r
psychosozialen Belastung durch
die
Eheproblem
e
nahm der Gutachter ausführlich Stellung. Zur Konsistenz
gab er an
, die Beschwerdeführerin
weise eine soziale Teilhabe auf und habe Kontakt zu ihren Töchtern.
Ein sozialer Rückzug aus dem bereits vor der Erkrankung ein
geschränkten sozialen Netzwerk liege nicht vor
(E. 4.2.
3, E. 4.2.5
).
Eine gleich
mässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebens
bereichen
lässt sich damit nicht herleiten
. Daneben
hat die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Arbeit als Sitzwache einen geregelten Tagesablauf
mit Aktivitä
ten ausser Haus
.
Insgesamt hat die diagnostizierte
chronische
Schmerzstörung
somit
auch unter Berücksichtigung der neuen bundesgerichtlichen Rechtspre
chung keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
und ist das Gutachten auch aus dieser Sicht nicht zu beanstanden
.
5.
6
Zusammenfassend ist
aufgrund der nachvollziehbaren und umfassenden
gut
achterlichen Beurteilungen
eine Verbesserung des Gesundheitszustand
es
der Beschwerdeführerin
seit der Begutachtung im Jahr 2009
mit dem im Sozialver
sicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
ke
it als ausgewiesen zu erachten.
D
er Beschwerdeführerin
ist eine
angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar. Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte
Beweiswürdi
gung
; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
6
.
6.1
Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prü
fen.
Die Beschwerdeführerin
ist
seit Mai 2009 als Sitzwache im 50%-Pensum
tätig
.
Die
se Tätigkeit
ist
mit Blick auf das orthopädische Leistungsprofil
unbe
strittenermassen als angepasste Tätigkeit zu erachten
(E. 4.2.1, vgl. auch Urk. 8/116/104)
.
Der von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der
Invaliditäts
bemessung
vorgenommene Einkommensvergleich (Urk. 2 S.
2
),
welcher
einen I
nvaliditätsgrad von
6
% ergab,
ist
entsprechend
nicht zu beanstanden und
wurde von der Beschwerdeführerin
im Übrigen
auch
n
icht bestritten
.
6.
2
Nach dem Gesagten
erweist
sich die
angefochtene
Verfügung als rechtens. Da auch der Zeitpunkt der Rentenaufhebung (vgl. Art. 88
bis
Abs. 2
lit
.
a
IVV) zu keiner gerichtlichen Korrektur Anlass gibt, ist die Beschwerde abzuweisen.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind ermessensweise auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).